winfootball Geschichtliches zur NFL Europa

 Die Kapitel der WLAF/NFLE History

Barcelona @ Rhein, neue Rivalitäten in der Weltliga

Am 14. September berief die Liga den Marketing Experten Stephen G. Auty zum Präsidenten des Verkaufsbüros. Er sollte für einen besseren Ticket Verkauf der Teams sorgen, die von den Fans mißtrauisch beäugt wurden, ob sie nun wohl blieben, oder wie schon 1992, plötzlich wieder verschwanden.

Besonders die London Monarchs hatten unter dem Vertrauensverlust drastisch zu leiden. Nur noch 10.000 Fans wollten die Mannschaft 1995 pro Spiel noch sehen... eine Katastrophe.

Da konnte auch eine hervorragende Nachricht, wie die folgende, die Mienen der Verantwortlichen nicht sehr erhellen. Mit Darren Bennett, dem Punter der San Diego Chargers, wurde am 14. Dezember der erste ehemalige WLAF Spieler in den Pro Bowl berufen. Bennett spielte 1995 für die Amsterdam Admirals.

1996 stellten 25 NFL Teams 72 Spieler für die WLAF ab. Dieses Mal stellten die Raiders mit sieben Spielern das größte Kontingent.

Angespornt vom Werbegag der Düsseldorfer versuchten auch die Britischen Teams ihr Glück mit ehemals großen Namen. Die Claymores verpflichteten Gavin Hastings als Kicker. Er war bis vor kurzem der Mannschaftskapitän der Schottischen Rugby Union.

Die Londoner gingen noch einen Schritt weiter und verpflichteten einen ganz großen Namen aus der Vergangenheit der NFL. Sogar einen Super Bowl Ring trug dieser Kühlschrank an seinem Finger. Niemand geringerer als William Perry von den Chicago Bears sollte die Besucher wieder zu den Monarchs locken. Um es vorweg zu sagen... Es ging voll in die Hose. The Fridge war nur ein Schatten seiner selbst. Ein kolossaler Schatten zwar, aber einer der von einem Rollstuhlfahrer auf einem Bierdeckel ausgespielt werden konnte.

 

Die Saison begann direkt mit einem Paukenschlag: Der amtierende World Bowl Champion, Frankfurt Galaxy, kam zum deutschen Derby an den Rhein. Dies lockte denn auch 32.092 Zuschauer ins Stadion und die erlebten eine galaktische Vorstellung.

Quarterback Steve Pelluer, der in der NFL schon für die Dallas Cowboys spielte, legte ein Passfeuerwerk hin und bediente gleich im zweiten Spiel Jay Kearney mit einem 24 Yards TD-Pass (Extrapunkt gut). Mit einem 32 Yards Field Goal durch Ralf Kleinmann und einem 1 Yard Lauf von Bobby Phillips (Extrapunkt gut) gingen die Frankfurter mit 17-0 in Führung. Später kam noch ein 30 Yards Field Goal von Ralf Kleinmann dazu und Steve Pelluer fand Jay Kearney nochmals in der Endzone (16 Yards plus Extrapunkt).

Fire kam im dritten Viertel (nach der 17-0 Führung der Galaxy) erstmals zu Punkten nachdem Jamal Ellis einen Interception 57 Yards zurücktrug (Extrapunkt gut). Aber auch die 3- und 5- Yards Touchdownpässe (jeweils plus Extrapunkt) von Andy Kelly auf Brian Chamberlain im letzten Viertel konnten die Niederlage nicht verhindern.

Besonderheit am Rande: Die drei Extrapunkte von Rhein Fire wurden durch einen Kicker Names Manfred Burgsmüller verwandelt. Dem Einen oder Anderen, der auch dem "Sport mit dem runden Ball" frönt, war dieser Name ein Begriff und mit der Zeit sollte er es, mit Höhen und Tiefen, auch beim American Football werden.

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Der erste Spieltag sah dann direkt noch ein Derby. "The Battle of Britain" war angesagt und die Claymores kamen an die White Heart Lane zu den Monarchs. Hier war das Interesse allerdings nicht ganz so stark. Lediglich 16.258 Zuschauer verfolgten die Partie.

Der schottische Quarterback Steve Matthews eröffnete den Punktereigen mit einem 11 Yard Pass auf Yo Murphy zum Touchdown (Extrapunkt gut), aber London schlug zurück. Preston Jones (QB Monarchs) fand Tony Vinson (10 Yards) und Gaston Green (2 Yards) in der Endzone (jeweils plus Extrapunkt) und Darren Studstill trug einen Interception 21 Yard in die Endzone zurück zum Touchdown (Extrapunkt gut).

Die Schotten wollten sich nicht geschlagen geben und besserten ihr Punktekonto im dritten Viertel durch einen 1 Yard Lauf von Siran Stacy (Extrapunkt gut) auf.

Als im letzten Viertel Sean LaChapelle einen 25 Yards Pass von Steve Matthews in der Endzone fangen konnte (Extrapunkt gut) war man mit den Monarchen wieder gleichgezogen. Zwar hatte deren Kicker David Gordon mit auslaufender Spielzeit noch die Möglichkeit mit einem 39 Yards Field Goal Versuch den Sieg herbeizuführen, aber er setzte den Versuch neben die Vertikalen und somit hieß es Overtime. Paul McCallum (K Schottland) war es vergönnt nach etwas mehr als 6 Minuten per 27 Yards Field Goal den Sieg für die Highlander einzufahren.

Duplizität der Ereignisse, auch in diesem Spiel gab eine Lokalgröße ihren Einstand. Der ehemalige Kapitän der schottischen Rugby Mannschaft, Gavin Hastings, trat bei den Schotten als "National Kicker" auf und auch er verwandelte, wie sein deutsches Pendent, alle drei Extra Punkte.

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Im Olympia Stadion von Barcelona fand die dritte Spielpaarung statt.

Vorjahresfinalist Amsterdam traf auf die heimischen Drachen und 17.300 Zuschauer fanden dies interessant genug um es sich anzusehen und ihnen wurde einiges geboten. Die beiden Quarterbacks schenkten sich nichts und erzielten bombige Werte. Kelly Holcomb von den Dragons schaffte 420 Passyards und vier Touchdowns; Will Furrer von den Admirals kam auf 330 Yards und drei Touchdowns.

Amsterdam ging durch Pässe von Furrer auf Jones (24 Yards) und Hill (18 Yards) schnell in Führung (plus beide Extrapunkte), aber noch im ersten Viertel schloß Barcelona auf. Eine 87 Yards Passkombination von Holcomb auf den finnischen "national" Receiver Sami Alalampi sorgte für den Anschluß. Dann traf Kelly Holcomb noch Demetrius Davis mit einem 7 Yards Touchdownpaß (Extrapunkt gut) und schon stand es Unentschieden. Noch vor der Pause gelang es Furrer einen 14 Yarder auf Frank Temming, den holländischen National, anzubringen (Extrapunkt gut) um in Führung liegend die Pausensangria zu genießen.

Die Kombination Holcomb-Browning sorgte im dritten Viertel dann aus 5 Yards vorübergehend für den Ausgleich. Im letzten Viertel gab sich Adam Vinatieri, seineszeichens Kicker der Admirals, aus 27 und 35 Yards die Ehre, aber kurz nach der Zwei Minuten Warnung schlug Kelly Holcomb ein letztes Mal zu. Er fand Demetrius Davis in 15 Yards Entfernung zum Touchdown, 27-27 und Szeredy konnte mit dem Extrapunkt alles klar machen - aber er tat es nicht. Die Nerven hatten versagt und so kam es auch hier zu einer Verlängerung.

Terry Wilburn von den Dragons schaffte es nach etwas mehr als viereinhalb Minuten mit einem 3 Yards Lauf die entscheidenden Punkte zu holen und hier klappte es dann auch wieder bei Szeredy mit den Nerven, so daß es am Ende 34-27 für die Katalanen hieß.

 

Erster Spieltag im Überblick

Frankfurt   -  Fire     27-21

Scottish   - London    24-21 (OT)

Amsterdam   - Barcelona   27-34 (OT)

Der zweite Spieltag sah das erste Heimspiel des amtierenden World Bowl Champions in der laufenden 96er Saison. Die Galaxy zog mit Stolz geschwellter Brust ins Waldstadion ein und 34.186 Fans kondolierten ihrem Team.

Die Frankfurter spielten dann auch meisterlich auf und boten ihren Fans, was diese sehen wollten. Ingo Seibert, Running Back, legte direkt mit einem 1 Yard Lauf Touchdown los (Extrapunkt gut). Dann feuerte Steve Pelluer einen 5 Yards Pass auf Ed Smith in die Endzone (Extrapunkt gut). Es folgten Touchdown Läufe von Wes Bender aus 5 Yards(Extrapunkt gut), von Ingo Seibert aus 4 Yards (Extrapunkt nicht gut) und von Nate Bolton aus 10 Yards (Extrapunkt gut). Zum guten Schluß rundete Ralf Kleinmann mit einem 42 Yards Field Goal die Sache ab und die Galaxy hatte 37 Punkte auf Ihrem Konto.

Die Monarchs kamen mit ihrer Offense während des gesamten Spieles gerade einmal auf knapp 160 Yards und die einzigen Punkte die vor einem blamablen "Shut Out" retteten steuerte der NFL erfahrene Kicker Roger Ruzek mit einem 39 Field Goal bei. Ruzek, der seinen Karrierezenit zu diesem Zeitpunkt bereits überschritten hatte, war einer von zwei NFL Größen in Reihen der Monarchs. Der Zweite war kein gewichtigerer - äh - geringerer als "The Fridge" William Perry.

Galaxy QB Steve Pelluer, der auch schon als Starter bei den Dallas Cowboys spielte, in Action.

Oh oh - war das die Rache der Fans oder die normale Realität mit der die Admirals leben mußten. Der Vorjahresfinalist verbuchte zum ersten Heimspiel der neuen Saison gerade einmal 8.492 Zuschauer und das bei einem Gegner der Rhein Fire hieß und sicherlich auch einige Fans mitbrachte.

Das Spiel selbst war dann auch nicht gerade der Renner. Admirals Kicker Vinatieri gelang im ersten Viertel ein 34 Yards Field Goal, aber das war es dann auch erst einmal. Quarterback Will Furrer (Amsterdam) war erst im dritten Viertel in der Lage einen entscheidenden Pass an den Mann zu bringen, es war ein 14 Yarder auf Derek Hill zum Touchdown (Extrapunkt gut).

Fires Quarterback Andy Kelly tat sich noch schwerer und wartete das letzte Viertel ab um aufzutrumpfen. Er bediente Brian Chamberlain mit einem 16 Yards Pass zum Touchdown (Extrapunkt gut), aber das Aufbäumen half nicht. Will Furrer passte noch einmal für 10 Yards auf Phillip Bobo in die Endzone (Extrapunkt gut) und der Endstand von 17-7 für die Admirals war erreicht.

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Drachen erlegt man bekanntlich mit Lanzen bzw. Schwertern - hätte dies dem Team aus Barcelona zu denken geben sollen? Warum denn, in der Saison 1995 erzielten die Claymores ja auch keinen Heimsieg im Murrayfield bei Edinburgh. Dafür war die Zuschauerzahl mit 12.928 erfreulich hoch.

Paul McCallum, Kicker der Schotten, hatte einen guten Tag erwischt und erzielte Field Goals aus 34, 38 und 39 Yards. Außerdem passte QB Steve Matthews für 12 Yards auf Sean LaChapelle in die Endzone (Extrapunkt gut) und Siran Stacy steuerte einen 2 Yards Lauf Touchdown bei (Extrapunkt gut) - machte 23 Punkte für die Gastgeber.

Was stand dem auf Dragons Seite gegenüber? Eine 57 Yards Touchdown Kombination von Kelly Holcomb auf Kenny Shedd (Extrapunkt gut) im dritten Viertel und ein 4 Yards Pass in die Endzone von Holcomb auf Bryce Burnett (Extrapunkt nicht gut) - macht 13 Punkte. Endstand 23-13 für die "Schwerter", die die Drachen erlegt und ihren ersten Heimsieg der Teamgeschichte erzielt hatten.

Zweiter Spieltag im Überblick

Rhein     - Amsterdam   7-17

London     - Frankfurt   3-37

Barcelona   - Scottish   13-23

Der amtierende World Bowl Champion kam ins Estadi Olympic de Montjuic um den Drachen das Fürchten zu lehren, aber nur 17.503 Zuschauer wollten dies sehen, und sie bekamen ganz schön was geboten.

Ingo Seibert erzielte mit einem 1 Yard Lauf den ersten Touchdown (Extrapunkt gut) des Abends, aber Kelly Holcomb antwortete mit einem 41 Yard Pass in die Endzone auf Jeremy Burkett. Da der Extrapunkt daneben ging beendete man das erste Viertel mit 7-6 für Frankfurt. Im zweiten Viertel legte Galaxy Kicker Ralf Kleinmann mit einem 30 Yards Field Goal 3 Punkte vor und sein Katalanisches Pendent Szeredy zog mit einem 38 Yarder nach. Zur Halbzeit stand es also 10-9 für die Galaxy.

Das dritte Viertel gehörte allein Frankfurts Nate "Crazylegs" Bolton, er trug den Ball aus zwei Yards Entfernung in die Endzone (Extrapunkt gut).

Im letzten Viertel ging es dann so richtig zur Sache und die Punkte fluteten regelrecht auf die Anzeigetafel. O´Brien von den Dragons retournierte einen Fumble 41 Yard in die gegnerische Endzone und Browning erzielte mit einer gelungenen Conversion zwei Extrapunkte.

Dann schlug noch einmal Ingo Seibert zu und erzielte wieder aus 1 Yard Entfernung einen Lauf Touchdown. Darauffolgend bediente Steve Pelluer seinen Wide Receiver Mario Bailey mit einem 19 Yards Touchdown Pass (Extrapunkt gut) zur Zwischenzeitlichen 31-17 Führung.

Barcelonas Quarterback Kelly Holcomb erlief dann selbst aus 1 Yard Entfernung einen Touchdown. Der Extrapunkt wurde allerdings von den Frankfurtern geblockt und durch Carter in die gegnerische Endzone getragen, was einer "2-Point-Conversion" gleichkam und den Männern vom Main weitere 2 Punkte brachte.

Die Katalanen ihrerseits erzielten weitere 6 Punkte durch eine 58 Yards Passkombination von Holcomb auf Burkett und kamen den Frankfurtern somit mächtig nah. Man riskierte eine Zwei-Punkte-Conversion um vom Ergebnis her bis auf drei Punkte an die Galaxy heranzukommen, damit man in den verbleibenden anderthalb Minuten Restspielzeit mit einem Field Goal den Ausgleich und somit die Verlängerung hätte erzielen können. Der Versuch schlug allerdings fehl und Frankfurt ging mit 33-29 als Sieger vom Platz, obwohl Barcelona das letzte Viertel mit 20:16 für sich entscheiden konnte.

Damit standen bei der Galaxy 3 Siege zu Buche und man fing berechtigter Weise an von einer Titelverteidigung im heimischen Waldstadion zu träumen.

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Der neue Head Coach der London Monarchs, Lionel Taylor, der Bobby Hammond ablöste, war schwach in die Saison gestartet und hoffte nun gegen die ebenfalls schwachen Fire Jungs auf den ersten Sieg. 16.104 kamen ins Rheinstadion und mußten gleich miterleben wie die Monarchen davon zogen.

Roger Ruzeks Field Goal aus 27 Yards, 8 Yards Touchdown Pass Kombination von Preston Jones auf Michael Titley (Extrapunkt gut) und noch mal Ruzek aus 22 Yards brachte den Männern von der Themse eine komfortablere 13-0 Führung. Noch vor der Pause erzielte "us Manni" Burgsmüller ein 22 Yards Field Goal.

Im letzten Viertel kam Fire dann noch einmal richtig ran - Derrick "Showtime" Clark erlief einen 15 Yards Touchdown (Extrapunkt gut). Der anschließende Kick wurde dann allerdings von Monarchs Profail Grier über 89 Yards zum Touchdown zurückgetragen. Leo Araguz (Kicker, Rhein) traf zum Field Goal aus 36 Yards Entfernung. Eventuell aufkeimende Hoffnung machte dann allerdings Monarchs Kenny McEntyre mit seinem dritten Interception an diesem Tage, den er dann 66 Yards zum Touchdown (Extrapunkt gut) in die Endzone zurücktrug, gänzlich zu nichte. Der abschließende 2 Yards Touchdown Pass von Fire Quarterback Andy Kelly auf Brian Chamberlain (Extrapunkt gut) diente leider nur noch zur Kosmetikkorrektur und nicht mehr zum Sieg. Mit 27-20 mußte man sich den Monarchs geschlagen geben und Lionel Taylor hatte endlich seinen ersten Sieg.

Zum Head Coach der Engländer sein noch zu vermerken, daß er noch immer in den Geschichts- und Rekord Büchern der NFL und speziell der Denver Broncos, wo er als Wide Receiver so manche "Super"-Leistung vollbrachte, zu finden ist.

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Im heimischen Murrayfield empfingen die Claymores die Amsterdam Admirals vor 13.070 Zuschauern. Running Back Siran Stacy lief die Admirals im ersten Viertel in Grund und Boden. Er erzielte knapp 100 seiner 153 Gesamtyards allein hier und krönte dies auch noch mit einem 9 Yards Touchdown Lauf (Extrapunkt gut). Allerdings machte Admirals Linebacker Rico Mack mit einem einzigen Lauf diese Leistung zu nichte als er einen Interception 90 Yards in die Endzone des Gegners trug (Extrapunkt gut) und für den Ausgleich sorgte.

Im zweiten Viertel konnte Scott Couper, der national Spieler der Schotten, einen 5 Yards Pass von Steve Matthews in der Endzone fangen um seinen ersten Touchdown als Profi zu erzielen (Extrapunkt gut).

Kelly Sims, Defensive Back auf Seiten der Admirals, nutzte einen "Fake Punt" um den Ball 73 Yards zum Touchdown zurückzutragen (Extrapunkt gut). Claymores Quarterback Steve Matthews besorgte dann den Sieg im Alleingang als er 10 Yards in die Endzone der Admirals lief und für den 21-14 Endstand sorgte.

Dritter Spieltag im Überblick

London   - Rhein      27-20

Amsterdam  - Scottish    14-21

Frankfurt  - Barcelona    33-29

 

Ups - war das Wetter an diesem Tag soooo schlecht oder hatte es andere Gründe warum "nur" 28.627 Galaxygetreue ins Waldstadion kamen wo doch Standardmäßig über 30.000 erwartet werden. Oder war man sich der Sache sicher, daß der Titelverteidiger einen Durchmarsch macht um dann im eigenen Stadion den Titel zu verteidigen.

Jedenfalls legten die Frankfurter mächtig los, ein 5 Yards Pass von Steve Pelluer auf Ed Smith sorgte für die ersten Punkte auf der Tafel (Extrapunkt gut). Es folgte ein 2 Yards Lauf in die Endzone von Bolton (Extrapunkt gut), ein 43 Yards Interception Return Touchdown durch Dixon (Extrapunkt nicht gut) und ein 4 Yards Touchdown Lauf von Bobby Phillips (Extrapunkt gut) zur zwischenzeitlichen Führung von 27-0.

Die Admirals unter ihrem Head Coach Al Lugenbill steckten aber nicht auf und Quarterback Will Furrer passte für 42 Yards auf Bobo zu einem Touchdown (Extrapunkt gut). Galaxy Quarterback Brad Bretz wollte dem aber nicht nachstehen, nahm Maß und traf mit einem 24 Yards Pass Harrell in der Endzone (Extrapunkt gut). Dann drehte Will Furrer so richtig auf: Touchdownpässe für 24 Yards auf Smith, 5 Yards auf Wright und 14 Yards auf Jones (3 Extrapunkte gut) ließen die Admirals bis auf sechs Punkte an die Galaxy herankommen.

Für Spannung war also gesorgt nachdem die Männer vom Main wohl schon zur Halbzeit beim Stande von 34-0 dachten, daß das Spiel aus sei und sie nichts mehr in der zweiten Spielhälfte tun müßten.

Gott sei Dank kehrte Bobby Phillips auf den Boden der Tatsachen zurück, schnappte sich den Ball und trug ihn aus einem Yards Entfernung über die Goal Line. Zwar vergab man die anschließende "2-Point-Conversion", aber knapp 3 Minuten vor dem Spielende rechte der 12 Punkte Vorsprung aus um den Spieltag siegreich mit 40-28 zu beenden.

4 Spiele, 4 Siege, der World Bowl 1996 war so gut wie nach Frankfurt vergeben. Erste Hotelzimmer konnten gebucht und Karten vorbestellt werden. Die Organisationsmaschine hätte man so langsam ins Rollen bringen können, aber dazu später mehr.

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Ebenfalls zu Null standen noch die Claymores da und sie zogen ins Rheinstadion um mit einem Sieg gegen das "schwache" Feuer Frankfurts Ambitionen auf den World Bowl Paroli zu bieten. Würden die Schotten gewinnen gäbe es in der nächsten Spielwoche ein erstes Endspiel. Der Spielplan sah nämlich vor das die Claymores ins Waldstadion mußten und da beide dann mit vier Siegen gleichauf standen würde der Sieger aus Woche 5 dann auch den World Bowl 96 austragen - aber noch war es nicht so weit.

11.395 Zuschauer verfolgten die Bemühungen der Spieler auf dem Feld und als erste Mannschaft konnte Fire punkten, Andy Kelly warf einen präzisen Pass in die Endzone auf Brian Chamberlain über 21 Yard. Aber beim Extrapunkt zeigte sich Unvermögen und so kam es daß nach einem gelungenen Pass von Steve Matthews auf Siran Stacy ebenfalls über 21 Yard, aber mit erfolgreich abgeschlossenem Extrapunkt, die Schotten mit einer 7-6 Führung das erste Viertel abschlossen.

Fire Kicker Leo Araguz (zu diesem Zeitpunkt bei den Oakland Raiders in der NFL unter Vertrag) ließ sich nicht lumpen und steuerte das Ei aus 39 Yards Entfernung zwischen die Vertikalstangen und Fire ging mit der 9-7 Führung zum Pausentee. Im dritten Viertel war es wieder Leo Araguz der punktete, diesmal aus 33 Yards zum 12-7.

Anfang des letzten Viertel allerdings besannen sich die Schotten, daß es hier auch noch um etwas ging und Steve Matthews feuerte einen 33 Yards Pass auf Sean LaChapelle in die Endzone. Der Extrapunkt wurde verwandelt und die Claymores führten 14-12. Irgendwie schien es aber der Tag des Leo Araguz zu sein, denn Mitte des letzten Viertels traf er aus 23 Yards zu seinem dritten Field Goal und somit lag Fire einen Punkt (15-14) vorne. Die Schotten schafften es nicht mehr das Rheinische Bollwerk zu durchbrechen und mußten gesenkten Hauptes nach Hause fahren.

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So richtig eng wurde es im Stadion an der White Heart Lane bei der Partie der ansässigen Monarchs gegen Barcelona. 13.627 füllten das Rund und sorgten endlich mal für eine bessere Kulisse. Fragt sich nur wer die vielen Freikarten verteilt hatte? Immerhin war es die Chance diese Leute zu bewegen noch einmal wiederzukommen, aber sie wurde gründlich vertan!

Erst spät im zweiten Viertel konnte Quarterback Frank Costa, der für den verletzten Preston Jones spielte, einen zählbaren Pass anbringen; immerhin war dies dann aber auch ein 51 Yarder auf Running Back Tony Vinson (Extrapunkt gut). Ganz ohne Punkte wollten die Katalanen dann auch nicht in den Katakomben verschwinden und so verhalfen sie ihrem Kicker Scott Szeredy zu einer Chance aus 28 Yards ein Field Goal zu verwandeln.

Wieder vergingen dann 15 Spielminuten ohne zählbaren Erfolg für beide Seiten. Im letzten Viertel war es wieder Scott Szeredy der Punkte auf die Anzeigetafel brachte mit einem 44 Yards Field Goal, aber die Monarchs führten immer noch mit 7-6. Barcelona machte weiter Druck und so kam es, daß die Monarchs mit weniger als zwei Minuten Spielzeit gezwungen wurden zu punten. Ihr Punter Sonny Feexico schaffte es aber nicht den Snap vernünftig unter Kontrolle zu bringen um den Ball tief ins Drachen Territorium zu plazieren. So kam es daß die Spanier noch einmal in Ballbesitz kamen und dies sogar an der 12 Yards Linie der Monarchs Scott Szeredy nahm Maß und das 20 Yards Field Goal brachte den 9-7 Sieg.

Vierter Spieltag im Überblick

Scottish   - Rhein     14-15

Amsterdam  - Frankfurt   28-40

Barcelona  - London     9- 7

 

In der Vorwoche lag es wohl wirklich am Wetter, daß so wenige da waren denn diesmal kamen wieder 32.126 Süchtige ins Waldstadion und verfolgten den Triumphzug ihrer Galaxy auf dem Weg zur Titelverteidigung im eigenen Stadion.

Es war das Spiel um den 1. Platz in der Hinrunde.

Merke: Vor den Triumph und aller Planung hat der Herr 60 Spielminuten gestellt und die müssen erst siegreich bewältigt werden.

Irgendwie schien es aber, als ob die Frankfurter nicht ganz bei der Sache waren und prompt erzielte Paul McCallum mit einem 32 Yards Field Goal die 3-0 Führung für die Schotten. Die Galaxy hielt weiter Dornröschenschlaf und ließ sich auch durch das zweite McCallum Field Goal (25 Yards) nicht aufwecken. Das brachte die Männer von der Insel so in Fahrt, daß sie im letzten Viertel so richtig zu schlugen. Quarterback Steve Matthews passte für 21 Yard auf Sean LaChapelle zum Touchdown und Markus Thomas lief mit der Pille unter dem Arm aus drei Yards Entfernung in die Endzone. Da beide Extrapunkte verwandelt wurden stand es 20-0. Running Back Siran Stacy mit 133 Yards, Wide Receiver Sean LaChapelle mit 180 Yards und Safety James Fuller mit 2 von 5! Interceptions hatten bedeutenden Anteil an der Demontage der Galaxy.

In Sekunden, bzw. im letzten Viertel, zerplatzten alle Träume der Frankfurter und der Liga wie Seifenblasen.

Beide Teams hatten nun 4 Siege und 1 Niederlage zu Buche stehen, aber die Claymores hatten gerade die Galaxy geschlagen und sich somit die Austragung des World Bowl 1996 gesichert während die Männer vom Main wieder bei Null standen und von vorne anfangen mußten sich für das Endspiel zu qualifizieren.

Sicherlich ist es auch mal schön wenn einem Underdog der große Wurf gelingt, und im Falle der Schotten war es schon toll, daß sie als als Vorjahresletzte, die kein Heimspiel gewinnen konnten, ihren zahlreichen Fans in diesem Jahr mit dem Finale eine tolle Entschädigung boten. Für die kränkelnde World League in Großbritannien, wo die Monarchs auf dem absteigenden Ast waren, kam dies einem Hoffnungsschimmer am Horizont gleich, aber die gesamte Liga erlitt einen herben Rückschlag.

Wie würden die Fans der Galaxy, DEM Zugpferd der Liga, reagieren? Wieder war eine Chance vertan DIE Megaparty im Waldstadion zu starten. Mußte man schwarz sehen und wieder Alles in Frage stellen? Konnte der so wichtige deutsche Football Markt diese Situation meistern ohne den Fortbestand des Ganzen zu gefährden? Die Zukunft würde es zeigen.

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Vielleicht konnte man ja jetzt die Hoffnung auf das Team vom Rhein setzen? Waren sie vielleicht in der Lage noch was herumzureißen? Sie hatten die Gelegenheit dazu im Spiel gegen die Dragons im Olympiastadion zu Barcelona. 15.742 Zuschauer interessierten sich dafür wie die Deutschen sich aus der Affäre ziehen würden und was sie zu sehen bekamen war schon sensationell.

Dragons Kicker Scott Szeredy, noch von der Vorwoche in Schußlaune, traf aus 47 und 19 Yards und bescherte Barcelona eine zwischenzeitliche 6-0 Führung. Fire Quarterback Andy Kelly antwortete mit einen 1 Yard Lauf in die Endzone und mit Manni Burgsmüllers Kick stand es 7-6 für Rhein. Noch vor der Pause erhöhten aber Terry Wilburn mit einem 1 Yard Lauf und Kelly Holcomb mit einem 60 Yards Pass auf Alphonzo Browning für die Katalanen auf 18-7. 18 Punkte deshalb, weil man nach beiden Touchdowns versuchte mit einer "2-Point-Conversion" erfolgreich zu sein, aber jeweils scheiterte.

Der Pausentee zeigte im dritten Viertel keine Wirkung, denn keines der beiden Teams schaffte auch nur annähernd die Möglichkeit zu punkten. Im letzten Viertel drehte Andy Kelly auf. Der Quarterback von Fire komplettierte Pässe über 44 Yards auf Knox und 13 Yards auf Richardson zu Touchdowns. Da man partout nicht von den Katalanen lernen wollte, versuchte man auch hier jeweils mit einer "2-Point-Conversion" das Konto zu erhöhen, aber es ging auch hier beide Male schief.

Immerhin stand es aber 19-18 für Rhein Fire und die Spieluhr war schon weit heruntergelaufen. Und wieder wollte man aus den Fehlern Anderer nicht lernen und ließ Scott Szeredy ein Field Goal versuchen (siehe Vorwoche Paarung Monarchs-Dragons). Vier Sekunden vor Schluß traf er mit dem Ball zwischen die Vertikalstangen und Barcelona siegte mit 21-19.

Die Hälfte der Saison war vorbei und über dem deutschen World League Bereich lag Schmach und Schande. Zwar hatte Frankfurt vier Siege erreicht aber lag halt nur auf dem zweiten Tabellenplatz und richtete nicht den World Bowl aus. Fire spielte das Kellerkind der Liga und fand sich auf dem letzten Platz mit nur einem Sieg wieder. Oh oh.

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Den Ligaoberen mußten die Sorgenfalten regelrecht im Gesicht gestanden haben. Hatte man durch den World Bowl 95 in Amsterdam gehofft auch in den Niederlanden eine Initialzündung gestartet zu haben wurde man durch die Zuschauerzahlen der Saison mehr als enttäuscht. Lediglich 8.327 Zuschauer verirrten sich ins Olympiastadion von Amsterdam als die London Monarchs sich die Ehre gaben.

Der Star des Tages war ohne Frage der Running Back der Admirals, T. C. Wright. Er alleine erzielte unglaubliche 324 Gesamtyards, wobei man dazu sagen muß, daß er fast überall eingesetzt wurde und nahezu alleine spielte. Es summierten sich ein Kick Return mit 15 Yards, 6 Fänge mit 79 Yards und 6 Punt Returns mit 132 Yards zu seinen 98 Lauf Yards, die er auf seiner eigentlichen Position erzielte. Dies blieb natürlich nicht ohne Auswirkung auf die Anzeigetafel. Zwei Touchdown Läufe über 1 und 7 Yards sowie ein 85 Yards Punt Return Touchdown standen letztendlich auf seinem Konto (alle drei Extrapunkte gut). Außerdem traf Quarterback Will Furrer Wide Receiver Arnold Galesloot mit einem 14 Yards Pass zum Touchdown (Extrapunkt gut), so daß die Admirals 28 Punkte aufweisen konnten.

Dem gegenüber stand nur ein 37 Yards Field Goal von Roger Ruzek und ein Touchdown durch einen 3 Yards Pass von Preston Jones auf Gerry Anderson (Extrapunkt nicht gut) für London. Somit hieß es 28-9 für die Admirals, die sich damit die Chance offenhielten am World Bowl teilzunehmen.

Ja diesmal war die seltsame Regelung geschaffen worden, daß das Team welches am Ende der gesamten Saison ganz vorne in der Tabelle stand zum Endspiel durfte um dort das Team zu treffen, welches bis zur Halbzeit der Saison, nach 5 Wochen, an erster Tabellenposition stand. (Was man sich nicht alles ausdenken kann - ganz schön kompliziert.)

Fünfter Spieltag im Überblick

London    - Amsterdam   9-28

Scottish   - Frankfurt   20- 0

Rhein    - Barcelona   19-21

Die Tabelle nach Woche 5

            S N U  PF  PG

  * Scottish Claymores 4 1 0 102  63

   Frankfurt Galaxy  4 1 0 137 101

   Barcelona Dragons 3 2 0 106  99

   Amsterdam Admirals 2 3 0 114 111

   London Monarchs  1 4 0  67 118

   Rhein Fire     1 4 0  82 106

*=Tabellenführer nach dem fünften Spieltag, somit Ausrichter des World Bowl

Woche 6

Na ja - noch war nicht aller Tage Abend und mit bereits vier Siegen war die Chance für die Galaxy den World Bowl 96 zu erreichen recht groß, er fand halt nur nicht im Wald-Stadion statt. Der "Shut-Out" aus der Vorwoche, die verpasste Chance auf das Ausrichten des Endspieles und die Enttäuschung der Fans sollten nun Ansporn genug sein um das Team zur Titelverteidigung zu bringen. Gegner in Woche sechs waren die London Monarchs denen man mit dem Auftritt mal wieder, mit 10.764 Zuschauern, eine 5-stellige Besucherzahl bescherte.

Was das Team vom Main dann im Spiel bot kam schon einer Rebellion gleich. Ein weiteres Debakel bahnte sich an. Londons Quarterback Preston Jones vervollständigte Pässe in die Endzone über 29 Yards auf Willie Hinchcliff und über 28 Yards auf Linzy Collins (beide Extrapunkte gut). Running Back Tony Vinson legte noch einen 45 Yards Lauf zum Touchdown drauf (Extrapunkt nicht gut) und London ging hochverdient mit 20-0 in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit tat sich dann fast gar nichts mehr und das einzige was lief waren die Tränen der Galaxy Fans. Im letzten Viertel erbarmte sich dann, der an diesem Tage stark gebeutelte Galaxy Quarterback, Paul Justin und verhinderte mit einem 1 Yard Touchdown Lauf (Extrapunkt gut) eine weitere "zu Null" - Blamage.

Justin hatte an diesem Tag zwei Interceptions und wurde sieben Mal gesackt, allein drei Mal durch Horace Morris. Wie sollte man da auch zu Punkten kommen. Die Monarchs hatten dann auch mitbekommen, daß ein Spiel über 60 Minuten geht und brachten den Ball noch mal in die Redzone der Galaxy. Von der drei Yards Linie aus erreichte Tony Vinson die Endzone (Extrapunkt gut) und bescherte den Londonern einen 27-7 Erfolg.

...

Auch das zweite deutsche Team mußte auf die Insel. Die Claymores und 12.419 Zuschauer erwarteten die Rheinischen und stellten von Beginn an klar, daß von ihnen keine Gastgeschenke zu erwarten waren. Bereits der vierte Spielzug führte Siran Stacy über 31 Yard in die Endzone (Extrapunkt nicht gut) und Fire antwortete lediglich mit einem 29 Yards Field Goal durch Leo Araguz.

Dann zeigten die Schotten was Head Coach Jim Criner ihnen so alles beigebracht hatte. Quarterback Steve Matthews warf einen präzisen Paß auf Siran Stacy in die Endzone (Extrapunkt gut), Kaaiohelo erlief einen Touchdown über 9 Yards, es glückte die "2-Point-Conversion" (Pass von Matthews auf Sean LaChapelle) und McCallum kickte aus 25 Yards Entfernung ein Field Goal. Es war noch nicht einmal Halbzeit und die Schotten führten mit 24-3, ein Debakel drohte.

Aber auch Fire Head Coach Galen Hall hatte seinen Jungs einiges mit auf den Weg gegeben. Leo Araguz traf aus 28 Yards zwischen die Torstangen, Andy Kelly passte für 9 Yards auf Brian Chamberlain zum Touchdown (Extrapunkt gut) und Terry Richardson lief 20 Yards in die Endzone. Da aber die anschließende "2-Point-Conversion" fehl schlug konnte man zusammen nur 16 Punkte dem Konto hinzufügen und mußte sich mit 19-24 den Claymores geschlagen geben, dennoch ließ dieses "Comeback" Hoffnung aufkeimen.

...

Anscheinend kamen immer nur die selben Zuschauer ins Amsterdamer Olympiastadion, egal wer der Gegner war. 8.172 verloren sich im Oval und erlebten ein wahres Touchdown Feuerwerk. Admirals Quarterback John Sacca trug sich als erster in die Scorerliste ein mit einem 1 Yard Lauf Touchdown (Extrapunkt gut). Dann "sackte" Safety Robert O´Neal Barcelonas Quarterback Kelly Holcomb in der Endzone und der verlor daraufhin den Ball, was Admirals Defensive End Bobby Hamilton geschickt ausnutze. Er sicherte den Fumble und erzielte damit einen Touchdown (Extrapunkt gut).

Amsterdams Kicker Vinatieri erzielte noch ein 43 Yards Field Goal bevor die Katalanen das erste Mal zuschlagen konnten. Dabei passte Kelly Holcomb für 54 Yards auf Wilburn - Touchdown (Extrapunkt gut). Großartige Freude konnte aber nicht aufkommen, denn die Niederländer schlugen wieder erbarmungslos zu. Quarterback Will Furrer passte für 42 Yards auf Chandler zum Touchdown (Extrapunkt gut). Wieder war es die Defense die für weitere Punkte sorgte; Alonzo Barnett "sackte" Dragons Quarterback Holcomb und der verlor abermals den Ball. Cornerback Kelly Sims realisierte diese Chance als Erster und trug den freien Ball über 72 Yards in die Endzone Barcelonas (Extrapunkt gut). Vinatieri schloß sich an und schoß noch ein Field Goal aus 36 Yards. Barcelonas Quarterback Kelly Holcomb schaffte es zwar mit einem 18 Yards Touchdown Pass auf Browning (Extrapunkt gut) das Ergebnis zweistellig zu gestalten (34-14), aber das war an diesem Tage nur Makulatur.

John Sacca, Amsterdams zweiter Quarterback, nahm sich die Pille unter den Arm und trug ihn 4 Yards in die Endzone des Gegners (Extrapunkt gut). Kelly Sims krönte die Leistung der Admirals Defense an diesem Tage mit einem 92 Yards Interception Touchdown (Extrapunkt gut) zum Endstand von 48-14. Looser des Tages war eindeutig Dragons Quarterback Kelly Holcomb, 5 mal "gesackt", einen Interception und zwei Fumbles die jeweils zu Touchdowns führten.

 

Sechster Spieltag im Überblick

Barcelona  - Amsterdam  14-48

Rhein    - Scottish  19-24

Frankfurt  - London    7-27

Woche 7

Hier im Murrayfield Stadion von Edinburgh, wo diesmal 13.116 Zuschauer anwesend waren, sollte in wenigen Wochen der World Bowl 96 ausgetragen werden und die Galaxy hatte noch die Chance aus eigener Kraft das Ziel Titelverteidigung zu erreichen, aber so von der Rolle wie in den beiden letzten Spielen kamen erste Bedenken auf. Lediglich einen Touchdown plus Extrapunkt hatte man in 120 Spielminuten herausholen können und so durfte man wohl kaum darauf spekulieren das Endspiel zu erreichen.

Zumindest Chris Hall von der Defense schien etwas bewegen zu können, er trug einen von vier Interceptions des Schottischen Quarterbacks Steve Matthews über 27 Yards in die Endzone zurück (Extrapunkt gut) und sorgte somit ersteinmal für die Frankfurter Führung.

Aber Claymore Kicker Paul McCallum sorgte dann mit einem 28 Yards Field Goal für den Anschluß zum 7-3.

Nach der Halbzeitpause gelang es Steve Matthews auch mal einen Pass an den Mann zu bringen. Sein Ziel Sean LaChapelle, die Entfernung 52 Yards, das Ergebnis Touchdown (Extrapunkt gut), zur 10-7 Führung der Claymores.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Frankfurt erzielte Ralf Kleinmann durch ein 32 Yards Field Goal, aber Claymore Safety George Coghill interceptete einen Pass der Galaxy und trug ihn 32 Yards in deren Endzone zurück was mit gelungenem Extrapunkt die 17-10 Führung brachte.

Im letzten Viertel wurde es dann noch einmal richtig spannend. Knapp eine Minute vor Spielende schaffte es Brad Bretz in Verbindung mit Jay Kearney einen 44 Yards Pass in Punkte zu verwandeln. Da Ralf Kleinmann wieder traf stand es unentschieden und so kurz vor Spielende roch es nach Verlängerung. Das Spiel dauert aber nun einmal 60 Minuten und es kann bis zum Schluß gepunktet werden. Also riss sich Claymores Quarterback Steve Matthews am Riemen, bediente Sean LaChapelle mit zwei Pässen für 21 und 28 Yards und verhalf Kicker Paul McCallum zu einem 46 Yards Field Goal Versuch mit einer Sekunde Restspielzeit auf der Uhr. Was muß das für eine Belastung sein die siegbringenden Punkte vor dem Fuß zu haben aber auch treffen zu müssen. Ganz Andere waren daran schon gescheitert, so z.B. Scott Norwood von den Buffalo Bills im Super Bowl gegen die Giants. Aber nicht Paul McCallum, er verwandelte sicher.

Es stand 20-17 und alle konnten nach Hause gehen. OK - die Galaxy hatte wieder verloren, aber man konnte eine aufsteigende Tendenz erkennen und die ließ hoffen.

...

Für Rhein Fire war der Zug praktisch schon abgefahren. Gerade einen Sieg konnte man bis dato verbuchen und nun kamen die starken und oftmals mit Glück behafteten Dragons ins Rheinstadion. Im Düsseldorfer Office hatte man sich wahrscheinlich schon mit der Tatsache vertraut gemacht die paar Zuschauer, die vielleicht kommen würden, per Handschlag zu begrüßen, aber wider allen Erwartungen strömten 13.173 Zuschauer ins Stadion und so etwas spornt an.

Derrick "Showtime" Clark ließ sich nicht lumpen und trug den Ball über 2 Yards in die Endzone (Extrapunkt nicht gut). Da wollte dann auch Andy Kelly nicht nachstehen und passte für 11 Yard in die Endzone auf Kevin Knox (Extrapunkt gut). Spätestens jetzt fingen die Dragons an sich Sorgen zu machen und ihr Kicker Szeredy bemühte sich erfolgreich aus 37 Yards zwischen die Stangen zu schießen. Thompson führte die Katalanen mit einem 2 Yards Touchdown Lauf (Extrapunkt gut) noch näher heran. Dadurch wurden die "Feurigen" so richtig nervös und ließen sich in die Enge treiben. Höhepunkt dieser Situation war ein Safety (2 Punkte), der aus einem Snap über die Endzone hinaus, resultierte. Es Stand nur noch 13-12 für Fire und es war noch ein ganzes Viertel zu spielen.

Bei etwas mehr als 5 Minuten Restspielzeit nutzte Kicker Leo Araguz die Chance aus 37 Yards ein Field Goal zu erzielen um damit die Rheinischen auf 16-12 nach Vorne zu bringen, aber es waren halt nur vier Punkte Unterschied. Barcelona hatte noch gut fünf Minuten um den Spieß umzudrehen, ein Touchdown würde ja ausreichen, also marschierten die Drachen und kamen der Fire Endzone denn auch immer näher. Die Spannung hielt sich bis zum letzten Spielzug, bei dem Barcelonas Kelly Holcomb einen Pass auf Kenny Shedd warf, aber der konnte ihn nicht unter Kontrolle bringen. Die Spieluhr zeigte null und auf der Anzeigetafel wurde der Endstand von 16-12 für Rhein Fire bestätigt.

...

War in London etwa die Zuschauerkrise vorbei? 11.048 Fans kamen zum Spiel gegen die Admirals und sie sahen mal wieder nicht viel. Einzig Tony Vinson von den Monarchs konnte mit einer super Leistung glänzen, er erzielte herausragende 212 Lauf Yards während des Spiels. Sonst tat sich recht wenig und erst im zweiten Viertel konnte Roger Ruzek mit einem 19 Yards Field Goal die einzigen Punkte der ersten Halbzeit erzielen.

Die Halbzeitpause in der Kabine der Admirals sah wahrscheinlich wieder einen tobenden, umherspringenden Head Coach Al Lugenbill, nichts hatte sein Team bis dahin zu Stande gebracht. Will Furrer muß sich das wohl sehr zu Herzen genommen haben. Er bediente Trevor Cobb mit einem 6 Yards Pass zum Touchdown, den Extrapunkt vergeigte das Spezial Team allerdings. Russell White antwortete für die Monarchs mit einem 5 Yards Lauf in die Endzone, aber auch hier ging der Extrapunkt daneben. Im Letzten Viertel zogen die Engländer dann mächtig davon, nachdem Quarterback Preston Jones Linzey Collins mit einem 19 Yards Pass zum Touchdown bediente (Extrapunkt gut). Wieder war es Trevor Cobb, der die Admirals mit einem 1 Yard Touchdown Lauf (Extrapunkt gut) noch einmal ranbrachte, aber es reichte nicht und mit 13-16 mußte man sich den Monarchs geschlagen geben.

 

Siebter Spieltag im Überblick

Barcelona  - Rhein   12-16

Frankfurt  - Scottish  17-20

Amsterdam  - London   13-16

Woche 8

1. Juni 1996 - Waldstadion Frankfurt - 38.798 Fans - deutsches Derby. Die Power Party war wie immer gut und die Stimmung super; die Voraussetzungen waren klar.

Im Hinspiel hatte die Galaxy ja Rhein Fire recht gut im Griff gehabt und vor heimischem Publikum mußte man ja nun doch endlich etwas gutmachen. Es wurde ein tolles Spiel und bot stellenweise großartigen Football; von allem war etwas vorhanden und die Leute im Stadion gerieten schier aus dem Häuschen - nur Schade, daß die Galaxy nicht dabei war. Frankfurts Ersatz-Quarterback Brad Bretz schaffte es zwar im letzten Viertel sein Team vor einer weiteren Totalblamage zu retten in dem er Kearney mit einem 46 Yards Touchdown Pass bediente und die "2-Point-Conversion" selbst in die Endzone trug, was letztlich acht Punkte bedeutete, aber dies war auch alles was die Männer vom Main an diesem Tage zustande brachten.

Rhein Fire dagegen spielte furios auf und entschied die Partie quasi gleich im ersten Viertel. Derrick "Showtime" Clark beendete direkt die Angriffsserie mit einem 4 Yards Lauf in die Endzone der Galaktischen (Extrapunkt gut); Mann des Tages aber war Fire Safety Matt Gay. Zuerst nahm er einen Fumble auf und trug ihn über 44 Yards in die Galaktische Endzone (Extrapunkt gut) und dann, gerade mal fünf Minuten später, pflückte er einen Pass von Steve Pelluer vom Himmel und war nicht mehr zu bremsen. Der Interception endete nach 76 Yards und brachte nebst Extrapunkt die 21-0 Führung für die Männer vom Rhein. 21 Punkte in einem Quarter - das hatte bis dato noch keiner geschafft.

Ernie Stautner, Head Coach der Frankfurter, schien ratlos und brachte, wie so üblich in solchen aussichtslosen Situationen, den Ersatz Quarterback Brad Bretz und Steve Pelluer wirkte schon etwas angeschlagen, wenn auch nur vielleicht mental. Aber auch Bretz hatte, bis auf den eben erwähnten lichten Moment, einen rabenschwarzen Tag erwischt und am Ende standen drei Interceptions auf seinem Konto.

Im zweiten Viertel war noch Byron Chamberlain nach einem 6 Yards Pass von Terry Dean erfolgreich (Extrapunkt gut) und im letzten Viertel nutzte Leo Araguz einen 40 Yards Versuch um ein Field Goal zu erzielen, so daß es zwischenzeitlich 31-0 für Fire stand, bevor es zu oben erwähnten Galaxy Punkten kam. Einzig Kontinuität konnte man der Galaxy bestätigen. Hatte man die Saisonspiele eins bis vier gewonnen, so hatte man die Spiele fünf bis acht verloren. Im Team steckte irgendwie der Wurm und Coach Stautner war nicht in der Lage ihn zu eliminieren. Titelverteidigung ade?

...

Na wer sagt's denn, auch in den Niederlanden bekam man mit, daß hier Liga Football gespielt wurde und zwar von der feinen Sorte. Auch wenn Head Coach Al Lugenbill von der Defense Seite kommt, so ist er doch auch ein Verfechter des Pass orientierten Offensive Footballs und dies merkte man dem Spiel der Admirals an. 10.501 Zuschauer füllten das Olympiastadion zu Amsterdam als die Scottish Claymores aufliefen.

Man mußte zwar bis ins zweite Viertel hinein auf Punkte warten, aber es lohnte sich. Amsterdams Kicker Vinatieri eröffnete den Punktereigen mit einem 18 Yards Field Goal und noch vor der Halbzeit passte Admirals Quarterback Will Furrer auf Chandler über 7 Yards zum Touchdown (Extrapunkt gut). Nach der Pause legte dann Ersatz Quarterback Jim Ballard von den Claymores richtig los. Er passte für 14 Yards auf Sean LaChapelle und legte dann noch einen 7 Yarder auf Murphy drauf, beides führte zum Touchdown (beide Extrapunkte gut). Zwischen diesen Pässen schummelte sich noch Gissendaner mit einem 21 Yard Touchdown Lauf auf das Scoreboard. Amsterdam konterte mit einer 14 Yards Touchdown Kombination von Furrer auf Phillip Bobo (Extrapunkt gut). Somit stand es zum Ende des Dritten Spielabschnittes 21-17 für die Schotten, die dann noch einmal sechs Punkte gutgeschrieben bekamen nachdem Jim Ballard nochmals Sean LaChapelle mit einem Touchdown Pass, diesmal über 33 Yards, traf und der Extrapunkt vergeben wurde.

Die Admirals lagen also zehn Punkte zurück und es waren weniger als zehn Minuten Restspielzeit auf der Uhr, aber bevor Al "der Schreckliche" einen weiteren Herzanfall bekam fasste sich Will Furrer ein Herz, warf den Ball, traf Phillip Bobo nach 14 Yards und erzielte einen Touchdown (Extrapunkt gut). Da dies aber nicht zum Sieg reichen würde entschloß er sich knapp vier Minuten vor Spielende den Ball mal selbst in die Hand zu nehmen und damit ein Stück des Weges zurück zu legen. Er lief und lief und lief und da ihn kein Schotte stoppte landete er nach 46 Yards in deren Endzone (Extrapunkt gut) und schon lagen die Admirals in Führung. Von diesem Doppelschlag erholten sich die Claymores nicht mehr und die Admirals hatten in ihrem neunten Heimspiel den neunten Sieg mit 31-27 erzielt.

...

Das geringe Interesse von nur 9.875 Zuschauern bei einem Dragons Spiel im heimischen Olympiastadion gegen die London Monarchs sind in diesem Falle auf das bescheidene Wetter zurückzuführen - Dauerregen und das in Spanien. Zu allem Übel litten dadurch natürlich auch der Rasen, der eher einem See glich, und das Spiel. Ein 24 und ein 27 Yards Field Goal durch Monarchs Kicker Roger Ruzek im ersten Viertel und ein 4 Yards Touchdown Pass von Kelly Holcomb auf Alphonzo Browning plus verwandeltem Extrapunkt im zweiten Viertel, war alles was dieses Spiel zu bieten hatte. In der zweiten Spielhälfte tat sich dann außer Schwimmunterricht nichts mehr und so blieben die Hausherren mit einem Punkt Vorsprung Sieger diese Partie, in der auch nahezu alle Statistiken minimal Werte erreichten.

 

Achter Spieltag im Überblick

Rhein   - Frankfurt  31- 8

Scottish  - Amsterdam  27-31

London   - Barcelona   6- 7

Woche 9

Die Faszination Galaxy ist einfach unglaublich. Trotz der desolaten Leistungen des Teams fanden sich 33.115 Zuschauer ein um dem letzten Heimspiel der Saison beizuwohnen bei dem der Gegner Barcelona Dragons hieß.

Das Unheil zog sich über dem Waldstadion zusammen, als Barcelonas Quarterback Kelly Holcomb Browning mit einem 57 Yards Touchdown Pass bediente und kurze Zeit später Chris Crooms einen Fumble aufnahm und ihn 38 Yards weit in die Galaxy Endzone trug (beide Extrapunkte gut). 14-0 für Barcelona und gerade einmal ein Quarter gespielt. Zu allem Überfluss verletzte sich Frankfurts Quarterback Brad Bretz und so mußte der glücklos agierende Steve Pelluer wieder das Ruder in die Hand nehmen. Er hatte seinen Starter Posten an Bretz verloren nachdem ihm in vier Spielen nur sieben Interceptions und kein Touchdown gelungen war.

Die Härte der Ersatzbank im Hinterkopf und in den Gliedmaßen, den starken Gegner vor sich, da muß es bei Pelluer gefunkt haben. Er besann sich der Dinge, die ein Quarterback tun muß: Er führte das Team und bediente seine Mitspieler mit den entsprechenden Bällen. So schaffte es die Galaxy noch vor der Halbzeit den Anschluß Touchdown zu erzielen. Es war eine 35 Yards Kombination zwischen Pelluer und Mario Bailey. Ralf Kleinmann verwandelte wie so oft den fälligen Extrapunkt.

Im dritten Viertel passte Pelluer für 4 Yards auf Tight End Ed Smith (Extrapunkt gut) und die Partie stand Unentschieden. Im letzten Viertel nutzte Ralf Kleinmann einen 21 Yard Field Goal Versuch um die Galaxy in Führung zu bringen aber Barcelonas Safety Chris Cooms schlug noch einmal zu und trug einen geblockten Punt über 12 Yards in die Endzone (Extrapunkt gut).

Die Dragons führten 21-17 und die Zeit wurde langsam knapp. Frankfurt hatte noch einen Drive und es wurde der Drive des Steve Pelluer. Sechs Passversuche hatte er und alle trafen ins Schwarze, wobei der letzte ein 15 Yarder auf Gary Harrell war und zum Touchdown führte (Extrapunkt gut) bei weniger als 2 Minuten Restspielzeit. 24-21 für die Galaxy - sie konnten also doch noch siegen. Sie hatten nun das Tor zum Endspiel wieder weit aufgestoßen und mit einem solchen Quarterback (315 Yards / 3 Touchdowns) konnte man auf mehr hoffen.

...

Für jeden Punkt von Fire in einem Heimspiel gibt es 10 Liter Freibier

Erfreulich was sich so im Rheinstadion tat. 20.103 Zuschauer verfolgten das letzte Heimspiel der Saison obwohl es für Fire um nichts mehr ging, außer um den Sieg natürlich. Aber Absteigen kann man in der Liga ja nicht und der World Bowl war nicht mehr erreichbar. Für Amsterdam allerdings war ein Sieg Pflicht, wollte man sich die Chance erhalten zum World Bowl zu fahren. Rhein Fire wollte dies verhindern und Quarterback Terry Dean sorgte gleich im ersten Viertel mit einem 1 Yard Lauf für einen Touchdown (Extrapunkt gut) und die Führung. Die Admirals konnten aber das zweite Viertel mit 10-0 für sich entscheiden nachdem Will Furrer für 25 Yards auf Tony Jones zum Touchdown passte (Extrapunkt gut) und Kicker Vinatieri ein 37 Yards Field Goal erzielte.

Im dritten Viertel war es wieder Quarterback Terry Dean, der diesmal per 30 Yards Pass auf Kevin Knox (Extrapunkt gut) für die 14-10 Fire Führung sorgte. Admirals Tight End David Jones und Quarterback Will Furrer waren dann das Gespann des letzten Spielabschnittes. Dieses "Dream Team" sorgte mit Kombinationen über 8 und 21 Yard für Touchdowns (beide Extrapunkte gut), denen Rhein Fire nichts mehr entgegenstellen konnte und sich mit 14-24 den Admirals geschlagen geben mußte.

...

Reichlich Punkte gab es beim englischen Derby zwischen den Claymores und den Monarchs was die anwesenden 15.461 Zuschauer im Murrayfield (Edinburgh) sicherlich sehr gefreut haben dürfte.

Monarchs Quarterback Preston Jones eröffnete den Punktereigen mit einem 4 Yards Pass auf Jones (Extrapunkt gut). Claymores Kicker McCallum riskierte es dann aus 51 Yard ein Field Goal zu versuchen und er erhielt tatsächlich seine vier Punkte.(Anmerkung der Redaktion: Sonderregelung in der World League. Für Field Goal aus Distanzen größer als 50 Yards gibt es vier Punkte.). Das zweite Viertel gehörte Jim Ballard alleine. Er hatte früher selbst für die Monarchs auf der Quarterback Position gespielt und war nun bei den Claymores hinter Steve Matthews die Nummer zwei im Team. An diesem Tage stand Ballard aber in vorderster Front und warf Touchdowns von 12 Yards auf Murphy (Extrapunkt nicht gut) und 10 Yards auf Wallace (Extrapunkt gut), so daß die Claymores mit einer 17-7 Führung in die Kabinen gingen.

Londons Quarterback Preston Jones nutzte im dritten Quarter die Chance über 10 Yards auf Wallace zu passen um einen Touchdown zu erzielen (Extrapunkt gut), so daß man mit 14-17 etwas näher an den Claymores dran war.

Im letzten Viertel ging es dann richtig hoch her beginnend mit Claymores Kicker McCallum, der ein 30 Yards Field Goal erzielte. Dann war es noch einmal Jim Ballard der für 15 Yards auf Yo Murphy zum Touchdown passte (Extrapunkt gut) und sein Tageskonto damit auf 243 Passyards bei drei Touchdowns erhöhte. Die Antwort von Monarchs Quarterback Preston Jones war ein 19 Yards Pass auf Wallace zum Touchdown (Extrapunkt gut). Dann meinte auch Siran Stacy sich auf der Scorecard verewigen zu müssen und schnappte sich den Ball um damit 43 Yards in des Gegner Endzone zu laufen - Touchdown, aber der Extrapunkt wurde vergeben.

Ein letztes Aufbäumen der Monarchs wurde mit einem Touchdown nach einem 2 Yards Pass von Jones auf Titley belohnt (Extrapunkt gut), aber er bedeutete nur Ergebniskorrektur und es blieb beim Sieg für die Claymores, die das Spiel mit 33-28 für sich entscheiden konnten.

Neunter Spieltag im Überblick

Barcelona  - Frankfurt   21-24

London   - Scottish    28-33

Amsterdam  - Rhein     24-14

Woche 10

Zwei Endspiele in zwei Wochen - so waren die Voraussetzungen am letzten Spieltag der Saison 1996. Im Olympiastadion zu Amsterdam entschied sich bei der Partie der Frankfurt Galaxy gegen die heimischen Admirals wer von Beiden nach Schottland zum World Bowl fahren durfte. Die Niederländer hatten in ihrer zweijährigen Vereinsgeschichte noch kein Heimspiel in der regulären Saison zu Hause verloren, aber Frankfurt hatte im Vorjahr an eben dieser Stelle den gleichen Gegner im Endspiel bezwungen.

Der wiedererstarkte Galaxy Quarterback Steve Pelluer ließ dann auch gleich im zweiten Spielzug der Frankfurter eine Bombe platzen und passte auf Gary Harrell für unglaubliche 90 Yards zum Touchdown. Der Extrapunkt wurde zwar vergeben, aber kurze Zeit später nutzte Pelluer eine weitere Chance einen Pass an den Mann zu bringen. Diesmal war es Kearney, der für 19 Yards bedient wurde und diesmal klappte es auch mit dem Extrapunkt.

Nach diesem Schock erholten sich die Admirals gegen Ende des ersten Viertels und Quarterback Will Furrer passte für 21 Yard auf Dedric Smith zum Touchdown (Extrapunkt gut). Steve Pelluer war gut drauf und traf im zweiten Viertel nochmals Kearney, diesmal mit einem 6 Yards Touchdown Pass. Wenn es denn einmal so gut läuft dann klappen natürlich auch "2-Point-Conversions", so wie in diesem Falle mit der Kombination Pelluer-Bellamy. Die Admirals schlossen noch auf, nachdem Will Furrer über drei Yards Chandler in der Endzone traf (Extrapunkt gut), aber Frankfurt führte zur Halbzeit mit 21-14 und Steve Pelluer wies sagenhafte 241 Passyards und drei Touchdowns auf.

Die Halbzeitpause bekam dem Spiel irgendwie überhaupt nicht, denn ab diesem Zeitpunkt tat sich nur noch recht wenig. Zwar schaffte Frankfurts Bobby Phillips es im dritten Viertel den Ball über ein Yards in die Endzone der Admirals zu tragen (Extrapunkt gut) und Admirals Kicker Adam Vinatieri erzielte im letzten Viertel Field Goals aus 27 und 29 Yards Entfernung, aber die Klasse der ersten Spielhälfte wurde nicht mehr erreicht.

Spannung kam dann noch einmal in den letzten Sekunden des Spiels auf, als Admirals Quarterback Will Furrer einen Pass in Richtung der Endzone der Galaxy warf. Wäre dieser Pass geglückt hätte man mit einer anschließenden, erfolgreichen "2-Point-Conversion" das Spiel in die Verlängerung bringen können, aber Frankfurts Defensive Lineman Don Reynolds vereitelte mit einem Interception alle Hoffnungen für Amsterdam. Es blieb beim 28-20 für Frankfurt und der Titelverteidiger war wieder im Endspiel.

Ernie Stautner und Al Lugenbill, die beiden Head Coaches, hatten sich ein Pass orientiertes Offensive Spiel gegönnt bei dem die Quarterbacks auf sensationelle Statistiken kamen. Will Furrer erzielte 358 Pass Yards und zwei Touchdowns für die Admirals und der in Ungnade gefallene, zwei Wochen vorher auf der Ersatzbank schmorende Steve Pelluer schaffte 360 Pass Yards und drei Touchdowns für die Galaxy. Der Bann der Unbesiegbarkeit im heimischen Stadion bei regulären Spielen war für Amsterdam gebrochen und Frankfurt hatte wie im Vorjahr erst im letzten Spiel (jeweils Auswärts) die Entscheidung herbeiführen können den World Bowl zu erreichen.

...

Erstaunlicherweise kamen 11.125 Zuschauer zur Partie der London Monarch gegen Rhein Fire, aber vielleicht lag es ja daran, daß man das Stadion gewechselt hatte, denn man spielte im letzten Heimspiel der Saison zum erstenmal an der Stamford Bridge (London). Außerdem ging es in diesem Spiel noch richtig um etwas, da der Sieger der Partie den vorletzten Platz in der Abschlußtabelle belegen würde. Der Verlierer dagegen mußte ein Jahr mit der Schmach der "roten Laterne" leben.

Besondere Motivation schien dies dann allerdings doch nicht zu sein und das Spiel plätscherte so vor sich hin. Immerhin erzielte Monarchs Tony Vinson im ersten Viertel einen Touchdown durch einen 1 Yard Lauf (Extrapunkt gut) und im zweiten Viertel, als Abschluß eines 93 Yards Drives, passte Monarchs Quarterback Preston Jones über 9 Yards auf Larry Wallace zum Touchdown (Extrapunkt gut).

Nach der Halbzeitpause tat sich dann gar nichts mehr und es dauerte bis ins letzte Viertel bevor die Männer vom Rhein sich besannen doch nicht ganz kampflos und blaß die Saison zu beenden. Quarterback Terry Dean passte über 32 Yards auf Byron Chamberlain und über 8 Yards auf Tommie Boyd zu Touchdowns (beide Extrapunkte gut), aber etwas mehr als 3 Minuten vor Schluß traf die NFL Altgröße Roger Ruzek aus 37 Yards zwischen die Vertikalstangen um den Endstand von 17-14 für die Monarchs herbeizuführen.

Im zweiten Jahr ging es also sportlich gesehen für das Team von Fire nach unten (tiefer geht's nimmer), aber wenigstens schienen, zumindest zum Ende der Saison, mehr Fans dem Team zuzusprechen. Vielleicht war es ja doch möglich neben der Galaxy eine zweite Größe in der World League zu etablieren? Vielleicht mußte man sich nur das Eine oder Andere einfallen lassen um den Zuspruch zu fördern? Nun ja, jetzt hatte man erst einmal wieder ein paar Monate Zeit sich auf die kommende Saison vorzubereiten.

...

Um dem Chronisten genüge zu tun, darf natürlich auch das letzte Spiel der Saison nicht vergessen werden. In ihrem Olympiastadion empfingen die Dragons vor 16.124 Zuschauern die Claymores. Da die Schotten eh schon für den World Bowl qualifiziert waren und die Katalanen im Mittelfeld einen festen Platz hatten, konnte man hier befreit aufspielen. Barcelonas Holcomb nutzte dann auch, durch einen 1 Yard Lauf, die Möglichkeit sich als r auf die Punktetafel einzutragen (Extrapunkt gut).

Im zweiten Viertel schaffte es Siran Stacy mit einem 2 Yards Lauf (Extrapunkt gut) für die Schotten und Wilburn mit einem 16 Yards Lauf (Extrapunkt gut) für die Spanier je einen Touchdown zu erzielen, so da es zur Halbzeit 14-7 für die Dragons stand.

Wer nun gemeint hätte das Siesta angesagt gewesen wäre, der sah sich mächtig getäuscht. Scott Couper, der "national" Wide Receiver in Reihen der Schotten brachte einen 36 Yards Pass von Jim Ballard unter Kontrolle und es hieß Touchdown Claymores (Extrapunkt nicht gut).

Special Team und Defense der Dragons brachten die Schotten dann in eine sehr ungünstige Lage und Heinrich nutzte dies um Jim Ballard in dessen eigener Endzone in die Knie zu zwingen - Sack in der Endzone - Safety - 2 Punkte. (Warum man einer solchen Leistung nur so wenig Punkte gutschreibt bleibt mir weiterhin ein Rätsel). Dragons Browning erzielte nach einem 51 Yard Pass von Holcomb noch einen Touchdown (Extrapunkt gut) und Barcelona führte zu Beginn der letzten Viertels mit 23-13. Siran Stacy brachte die Schotten mit einem 5 Yards Touchdown Lauf (Extrapunkt gut) wieder auf drei Punkte Unterschied heran. Aber Barcelonas Kicker Szeredy erzielte ein 33 Yards Field Goal und der Abstand betrug nun wieder sechs Punkte.

Jim Ballard der an diesem Tage sechs Sacks einstecken mußte, aber dennoch auf 355 Passing Yards kam, bediente mit einem 17 Yarder Murphy zum Touchdown (Extrapunkt gut) und die Claymores lagen jetzt mit einem Punkt in Front. 32 Sekunden vor dem Spielende wechselte die Flamenco Gitarre den Dudelsack beim Spielen der Siegeshymne ab. Tony Sacca, Ersatz Quarterback der Spanier, erzielte mit einem 1 Yard Lauf entscheidende sechs Punkte zum 32-27 für die Dragons. Zur Sicherheit wollte man, Aufgrund der Punktekonstellation, mit "2-Point-Conversion" einen sechs Punkte Vorsprung erzielen, damit die Claymores gezwungen waren einen Touchdown zu erzielen, aber dieser Versuch schlug fehl. Gott sei Dank waren ja nur noch wenige Sekunden zu spielen und die Schotten schafften es nicht mehr ins Territorium der Dragons einzudringen. Sangria war angesagt und der Whisky blieb mindestens bis zum World Bowl im Gepäck.

Zehnter Spieltag im Überblick

Frankfurt  - Amsterdam  28-20

Rhein    - London   14-17

Scottish   - Barcelona  27-32

Tabelle nach 10 Spieltagen, gesamte Saison:

      S N U PF PG

*Scottish 7 3 0 233 190

#Frankfurt 6 4 0 221 220

Amsterdam 5 5 0 250 210

Barcelona 5 5 0 192 230

London   4 6 0 161 192

Rhein   3 7 0 176 191

*=Tabellenführer nach dem fünften Spieltag, somit Ausrichter des World Bowl

#=Teilnahme am World Bowl durch die beste Gesamtbilanz (Tabellenführer richtete World Bowl aus.)

 

From worst to First könnte die Geschichte der Scottish Claymores überschrieben werden. Waren sie am Ende der 95er Saison in der Abschlußtabelle an letzter Position geführt, so standen sie nun im Finale der 96er Saison und empfingen im eigenen Stadion mit der Galaxy den Titelverteidiger.

Und es waren fast "Galaktische Verhältnisse" - 38.982 Zuschauer füllten das Stadion in Edinburgh.

Zum World Bowl Bericht.

Die WLAF erwies sich als der erhoffte Talentpool für die NFL. Beim Start der NFL Saison am 1. September 1996 standen 116 ehemalige Weltliga Spieler in den Mannschaftskadern der 30 Clubs.

Einer derer, die es von der kleinen Schwester in die Liga der großen Jungs geschafft hatte, war Quarterback Brad Johnson. Im Frühjahr spielte er noch für die London Monarchs, nicht gerade ein Qualitätssiegel. Dennoch fand er Gnade unter den gestrengen Augen von Vikings Head Coach Dennis Green. Als der etatmäßige Quarterback Minnesotas, Warren Moon, verletzt ausschied, kam die Chance für Johnson, die er nutzte. Zweimal wurde er in der Saison zum besten Offense Spieler der NFC gewählt.

Insgesamt gewannen sieben ehemalige WLAF Spieler in dieser Saison Spieler der Woche Auszeichnungen.

Zu späten Ehren kamen in dieser Saison auch noch zwei Spieler des World Bowl Siegers von 1992, Sacramento Surge. Cary Blanchard, Kicker der Indianapolis Colts, und Michael Sinclair, Defensive End der Seattle Seahawks, wurden in das Pro Bowl Team der AFC berufen.

Am 26. Januar punktete der Kicker der New England Patriots als erster ehemaliger WLAF Spieler in einem Super Bowl. In der WLAF war Adam Vinatieri für die Amsterdam Admirals tätig.

Derweil kam aus den Staaten die Nachricht, daß alle 30 Spiele der WLAF Live im amerikanischen Fernsehen übertragen würden. DirecTV und fX teilten sich die Saisonspiele und der World Bowl sollte auf FOX zu sehen sein.

 

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