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 Die Kapitel der NFL History

winfootball03 Geschichtliches zur NFL Europa

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 Die Kapitel der WLAF/NFLE History

Es war einmal... Once Upon A Time, ja sogar il etait une fois, oder Se dice so muß man diese Geschichte beginnen.

Manchmal werden Märchen, die mit den oben genannten Sätzen in vier Sprachen beginnen, wahr. Hier ist so ein Märchen. Es ist das Märchen einer weltumspannenden Sportliga, ein einmaliges Ereignis in der langen Geschichte des Sports. Welcher Sportart sonst, als unserem Football, oder wie er hier heißt " American Football ", hätte es vorbehalten sein sollen, diese Innovation zu wagen ? Wer, außer der NFL, hat diesen finanziellen Rückhalt, diese weitsichtigen Manager, diese geschäftstüchtigen Vorstände, diese mutigen Leute auf allen Ebenen ? Niemand ! Deshalb mußte es der Football sein, der als erster in seiner eigenen weltweiten Liga um den Globus flog.

Es war im Jahre 1983, als zum ersten Mal zwei Teams aus der NFL in der alten Welt zu einem Kräftemessen antraten. Es waren dies die Vikings aus Minnesota und die Cardinals aus St. Louis. Sie suchten sich das altehrwürdige Wembley Stadion im altehrwürdigen London für dieses Ereignis aus.

Damals konnte noch niemand auch nur annähernd ahnen, was sie damit auslösten. Nur 35.000 Zuschauer waren anno '83 Zeugen dieses denkwürdigen Spektakels, doch nur drei Jahre später, 1986 also, war die Bude, Verzeihung - das Wembley Stadion - zum 1. AMERICAN BOWL mit 82.699 Zuschauern rappelvoll. Diesmal fand das Spiel unter der offiziellen Regie der NFL statt, und die Gegner waren die amtierenden Weltmeister Chicago Bears und der zweimalige Super Bowl Sieger Dallas Cowboys.

82.699 Zuschauer im Mutterland des Fußballs bei einem Vorbereitungsspiel zweier Footballteams aus dem "wilden Westen". Das durfte nicht wahr sein. Sofort begann die europäische Sportpresse die alten Vorurteile über diese überflüssigste aller Sportarten wieder aufzuwärmen. Wir konnten wieder lesen, wieviel Tote es doch Jahr für Jahr bei dieser wüsten Klopperei auf dem Rasen gibt, und wir wurden wieder einmal belehrt, wie dumm und undurchschaubar diese dämliche Rauferei um ein ovales Lederei doch ist. Es war die pure Angst davor, daß hier eine Konkurrenz zum heimische Fußball heranwuchs, die diese dummen Artikel entstehen ließ. Uns Fans sagten diese Artikel nur eins, nämlich daß man, um den Sinn dieser " wüsten Klopperei " zu verstehen, anscheinend ganz schön Intelligent sein muß. Und da wir alle hinter den Sinn des Spiels gekommen sind, heben wir uns allem Anschein nach von der Masse derer, die dies nicht geschafft haben, ab. Das steigert das Selbstwertgefühl ganz enorm. Auch das Interesse am Football stieg, und stieg, und stieg trotz der Negativpresse.

Mittlerweile kamen mehr und mehr Sportbegeisterte auch hinter den Sinn des Footballspiels. 1990 erreichte die Serie der American Bowl Spiele auch Deutschland. Die Kansas City Chiefs und die Los Angeles Rams riefen ins Berliner Olympia-Stadion und 55.376 kamen. Die NFL hatte auch das Bollwerk des damals amtierenden Fußballweltmeisters erobert. Daß Football auf professioneller Ebene auch außerhalb der USA die Massen zog, war hiermit bewiesen. Doch wie würde es bei einer Liga sein, die zwar Profis aufbot, von der man aber im Voraus wußte, daß die Spielstärke nur knapp über dem College Niveau liegen würde und weit, weit hinter dem der NFL ?

Der Football und die Deutsche Presse: Zwei Welten prallen aufeinander

Von der Idee bis zum ersten historische Kick-off war es ein langer und steiniger Weg. Wie schon im ersten 2nd and goal AMERICAN FOOTBALL Buch erwähnt, verdanken wir die WLAF Pete Rozelle. Nachdem die Sommer Football Liga USFL gescheitert war, suchte die Fernsehgesellschaft ABC, die die Senderechte an der UngeSehenen Football Liga hatte, nach einem Ersatz. Pete Rozelle, der Vorsitzende der NFL, und Tex Schramm, der zu dieser Zeit noch als General Manager der Dallas Cowboys tätig war, unterbreiteten dem Sender die Idee einer Liga auf internationaler Ebene, unter Federführung der NFL. Das war wohl der magische Gedanke, denn mit all dem Know How und der Tatkraft, die hinter der reichsten und mächtigsten Sportliga der Welt steckt, war ein Erfolg dieser Liga schon fast vorprogrammiert.

Im April 1989 wurden die ersten konkreten Konturen der neuen Liga erkennbar. Tex Schramm wurde Präsident und Geschäftsführer der Weltliga des American Football. Obwohl alle Beteiligten von einem Start spätestens 1990 redeten, mußte klar sein, daß dieses Ziel bei der hohen Zahl der zu bewältigenden Schwierigkeiten nicht zu schaffen sein konnte. Im Juli `89 trafen sich die Besitzer der NFL Clubs in Schaumburg, Illinois. In einer Sondersitzung konnte man sich mit 27:0:1 Stimmen zu einer Unterstützung der WLAF entschließen. Nur Chicago enthielt sich der Stimme. Hier faßte man denn auch 1991 als realistischeres Start-Datum ins Auge.

Am 26. Januar 1990 eröffnete die World League of American Football ihr erstes Büro in Übersee. Billy Hicks wurde Europa - Koordinator in London.

Die Ehre, das erste ernannte Team der WLAF zu werden, gebührte Orlando in Florida. Dies geschah am 15. März 1990. Am 19. Mai 1990 wurde mit Barcelona die erste europäische Stadt der Weltliga ernannt. Am 18. Juni 1990 war es dann soweit. Wir Deutschen durften UNSERE GALAXY begrüßen. Die Stadt Frankfurt war die glückliche, die als siebte Stadt ein Team der neuen Weltliga ihr Eigen nennen durfte. Den Namen Galaxy bekam der Club erst am 18. Dezember 90, aber das Fieber war auch so schon ausgebrochen. Nicht, daß die Leute sich um Saisonkarten rissen, das nicht, aber Football war mit einem Mal in aller Munde.

Eine Weltliga, das war es, was man jetzt diskutierte. Keine Bundesliga, keine Europaliga. Nein, weltweit sollte schon sein.

Für die meisten Deutschen ein unerhörter Gedanke. Weltweit, so etwas könnte ja gar nicht klappen. Schon die Probleme mit den langen und anstrengenden Reisen. Dann die vielen verschiedenen Zeitzonen. Nein, also Weltweit, das war zuviel des Guten. Auch die Zeitschrift SPORTS hatte so ihre Probleme, das zu verstehen. Dieses Blatt hieb voll in die anti - Football Kerbe. In ihrer Ausgabe vom August 1989 veröffentlichte sie ein Interview mit Tex Schramm, und sie forderte Schramm auf, doch gefälligst Skrupel zu haben, dem Soccer Konkurrenz zu machen, da das Interesse am hiesigen Fußball sowieso nachließe. In diesem Tenor ging dieses Armutszeugnis dann weiter.

Der absolute Lacherfolg gelang dem Reporter, als er Tex Schramm fragte, wann die Spiele hier, wegen der Übertragungsmöglichkeiten in den Staaten, beginnen würden. Schramm wird wohl auf englisch geantwortet haben: "By night", was den Reporter zu der Vermutung veranlaßte, die Spiele würden spät in der Nacht stattfinden.

Am 3. August 1990 startete die WLAF die "Operation Discovery", die Operation Entdeckung. Dieses Projekt stand unter der Leitung von John Ralston, der schon als College und NFL Coach Erfahrung gesammelt hatte. Hierbei ging es darum Athleten aus anderen Sportarten zu entdecken, die bisher kaum oder sogar keine Erfahrung mit Football gesammelt hatten. Auch Lokalmatadore aus den Ländern mit WLAF Teams sollten entdeckt werden. Stefan Maslo (Bild), der Kicker der Bad Homburg Falken, hinterließ einen so nachhaltigen Eindruck, bei einem dieser Tryouts, daß er schon im November einen Vertrag in der Tasche hatte. Viele Sportler, darunter auch einige bekannte Ossi-Leichtathleten, kamen zwar zu den Tests, fuhren aber nach den ersten "Kontakten" lieber schnell wieder Heim zu Mutti.

Tex Schramm mußte Mike Lynn weichen

Tex Schramm residierte nur kurz. Am 10. 10. 90 war seine Amtszeit abgelaufen, und er wurde von Mike Lynn, dem Präsidenten der Minnesota Vikings abgelöst. Die Pläne, die Schramm hatte, waren den Gewaltigen der NFL, die das Ganze ja finanziell zu tragen hatten, wohl doch zu hoch. Städte wie Mailand, Mexico City, ja sogar Moskau, sollten nach Schramm im ersten Jahr schon dabei sein. Diese Pläne wurden von den Oberen jedoch als zu utopisch empfunden, und so ersetzten sie ihn durch Lynn.

Das war keine schlechte Entscheidung. Immerhin spielten seine Vikings schon in zwei Spielen in Europa. 1983, wie schon erwähnt gegen St. Louis und 1989 in Stockholm gegen die Bears. Lynn war der Meinung, daß der Rest der Welt bereit sei für American Football.

Mittlerweile schrieben wir Dezember 1990, und die Zeit drängte. Am 23. März 1991 sollte der erste Kick-Off erfolgen. Noch hing vieles in der Schwebe und sogar von einer nochmaligen Verzögerung um ein Jahr war die Rede. Doch wenn auch Hektik, so brach keine Panik aus im Planungsbüro der Weltliga.

Die Teams und Gruppen der Liga standen schon fest, die Fernsehverträge waren unterzeichnet, die Sponsoren gaben ihre Gelder, doch Namen und Logos der einzelnen Clubs standen noch nicht fest. Auch hatte noch nicht eine Mannschaft einen Spieler unter Vertrag. Diese sollten bei einer gemeinsamen Draft aller Teams im Februar in Orlando, Florida, ausgewählt werden. Während eines Trainingscamps sollten hier alle Clubs an die 1.000 Spieler sichten und verpflichten.

Die San Antonio Riders sorgten für die erste große Überraschung, als bekannt wurde, daß Tom Landry sich als Mitbesitzer ins Team eingekauft hatte. Von 1960 bis 1988 war Landry der Head Coach der Dallas Cowboys. Zweimal gewann er mit ihnen den Super Bowl, und im Frühjahr `90 wurde er sogar in die Ruhmeshalle des Footballs aufgenommen.

Anders als in Europa, ist es in den Staaten üblich, daß Sportklubs Privatleuten gehören. Um so überraschender war es, daß die Barcelona Dragons einen solchen privaten Besitzer gefunden hatten. Josep M. Figueras ist Immobilien Makler, und der erste europäische Besitzer eines Footballclubs.

In Deutschland konnte man so etwas natürlich nicht erwarten, denn der Deutsche an sich ist,... nun ja, etwas schwerfällig in Sachen Innovationen. Der Führungsstab des Frankfurter Teams konnte jedoch gegen Ende Dezember zumindest vorgestellt werden. An der Spitze der Galaxy stand mit Oliver Luck ein Mann, dessen Name ein Omen werden sollte. Luck war vier Jahre lang als Quarterback bei den Houston Oilers tätig, verfügt also über Sachverstand in American Football. Luck war für ein Studienjahr in Deutschland, verfügt dadurch über gute Deutschkenntnisse. Luck erwarb 1987 den Doktorgrad der Rechtswissenschaften, verfügt also über den nötigen Verstand in Sachen Tricks und Kniffe.

Unser Team: Die FRANKFURT GALAXY

Ende Januar verpflichtete die Galaxy, die genau wie die Monarchs aus London der WLAF gehörte, ihren Head Coach. Jack Elway, der Vater von Denver Broncos Quarterback John, sollte die sportlichen Geschicke der Frankfurter leiten. Elway hatte nahezu auf allen Ebenen des Collegefootballs gecoacht und war dabei äußerst erfolgreich. Den 57jährigen Amerikaner reizte die Aufgabe, zu versuchen, seine Sportart weltweit zu etablieren.

In gewohnter Hektik ging es weiter. Kaum, daß man wußte wer, wann, wo unter welchem Namen und mit wem als Head Coach gegen wen spielt, (mittlerweile lag nämlich der Spielplan vor), ging es ab nach Orlando, ins gemeinsame Trainingslager. Hier sollten die Clubs ihre Spieler draften können. Anders, als in der NFL, wo das schlechteste Team die erste Wahl hat, bis zum besten, das die letzte Wahl hat, gab es ja in der WLAF noch keine Rangfolge. Man entschied sich hier also zu einem völlig anderen System. Jedes Team war einmal erster, bei der Auswahl der Spieler auf ihren jeweiligen Positionen und rückte in der Rangfolge bei der nächsten Position dann an eine tiefere Stelle. Am 14. 2. wurden die Offensive Linespieler aufgeteilt. Bei dieser Spielerposition hatten die New York Knights die erste Wahl. Sie machten Ceasar Rentie zum historischen ersten Spieler der WLAF überhaupt.

Die GALAXY hatte die erste Wahl bei der Position der Running Backs, und sie nahm sich direkt einen der ein Publikumsliebling werden sollte. Auf Tony Baker fiel die Wahl von Jack Elway. Baker war 1986 in der NFL von den Atlanta Falcons in der zehnten Runde gedraftet worden. Hier wurde er aber nur in zwei Spielen eingesetzt und anschließend vor die Tür gesetzt. Nun versuchte er es in Cleveland, doch die Browns behielten ihn nur sechs Spiele lang. 1987 kehrte er nach Cleveland zurück, doch er erwies sich als sehr verletzungsanfällig. In drei Jahren bei den Browns spielte er nur sehr selten, und man gab ihn ab an die Cardinals, wo er 1989 und 90 auch nicht die Erwartungen erfüllte. In Frankfurt jedoch, das sollte die Zukunft beweisen, machte er seinen Weg.

Mit sehr vielen Vorschußlorbeeren wurde der Quarterback der Galaxy, Mike Perez, bedacht. Ihm sagte man nach, daß er der beste Spielmacher der Liga werden könnte. Auch die Wahl des Place Kickers rief wahre Jubelstürme hervor, als der deutsche Stephan Maslo ins Frankfurter Team berufen wurde. Daß auch er, wie Mike Perez, seine wohlgesonnenen Kritiker Lügen strafen würde, konnte damals noch keiner ahnen.

Während im ebenso fernen, wie sonnigen Florida die Coaches ihre Teams auf den Saisonstart einzustimmen versuchten, nahmen auch die daheimgebliebenen Clubvorsitzenden kein Time Out.

In Frankfurt und Umgebung wurde kräftig die Werbetrommel gerührt. Straßenparties sollten die Deutschen auf ihr neues "amerikanisches" Footballteam aufmerksam machen. Die Cheerleaders der Galaxy übten ihre Choreographie ein. Fernsehwerbung sollte auch noch den letzten Unwissenden erleuchten. Und dann war es soweit... Der erste Touchdown der FRANKFURT GALAXY.

Die Spieler und Trainer landen in Deutschland. Planmäßig, am Sonntag dem 10. März 1991 um 9:40 Uhr, traf die Maschine aus Orlando in Frankfurt ein. Keine Sekunde zu spät, denn am 23. März stand das erste Saisonspiel gegen die London Monarchs auf dem Spielplan.

Was würde der 23. März bringen ?

Die Vorbereitungen waren abgeschlossen.

Eine Menge wirklich harter Arbeit lag hinter Oliver Luck und seiner Crew.

Die Werbung war an den Mann und die Frau gebracht.

Die Hoffnungen waren hoch, sehr hoch... vielleicht zu hoch ?

"Alles andere als 30.000 Zuschauer zum Auftakt wären eine herbe Enttäuschung", hatte man aus der Führungsetage der Galaxy vernommen. 30.000 zu einem Footballspiel in Deutschland, come on guys, was glaubt ihr, wo ihr hier seid ?

Die beste Innovation: Die Helmkamera

Die Experten handelten untereinander entschieden vorsichtigere Zahlen, auch wenn sie hofften, daß die Leute der Galaxy recht behalten würden.

Es lag eine gewisse Stimmung über dem Stadiongelände, bevor es losging. Diese Stimmung, die man sonst nur in bestimmten Momenten verspürt. Spannung, Hoffnung, Erwartung, Vorfreude, all das und noch einiges mehr.

Im Stadion dann das erste große Staunen, als sich die Ränge mehr und mehr füllten. 23.169 hatten tatsächlich ihren Obolus entrichtet, um in Deutschland ein Footballspiel zu sehen.

Was sie zu sehen bekamen war naturgemäß nicht sehr berauschend. Zu kurz war die Vorbereitungszeit für die Teams gewesen, um jetzt und hier ein Footballfeuerwerk zu entfachen.

Das offizielle erste Spiel der neuen World League of American Football war sehr zerfahren und auf keinem hohen Niveau.

Es lag in der Natur der Dinge, daß die historischen ersten Punkte in der Geschichte der WLAF einem Verteidiger gelangen. Frankfurts Nose Tackle Chris Williams tacklete Running Back Judd Garrett in der Endzone; Safety, 2 Punkte. Die Monarchs schlugen aber zurück, in diesem Eröffnungsspiel der Weltliga, am 23. März in Frankfurt. Monarchs Quarterback Stan Gelbaugh feuerte einen 96 Yards Touchdownpaß aus der Endzone heraus auf Jon Horton. Am Ende stand ein klarer 24:11 Erfolg für das WLAF Team von "Der Insel".

Die Ergebnisse des ersten Spieltages

Sacramento Surge  9:3 Raleigh Durham Skyhawks

Frankfurt Galaxy 11:24 London Monarchs

Birmingham Fire  5:20 Montreal Machine

Barcelona Dragons 19:7 NY/New Jersey Knights

Orlando Thunder 35:34 San Antonio Riders

Natürlich machten die Zuschauer im Frankfurter Waldstadion der Polizei keinerlei Schwierigkeiten. "Überhaupt keine Probleme. Soetwas habe ich noch nie erlebt," meinte ein Fußballfan geschädigter Polizist. "Von mir aus könnten die die Eintracht abschaffen und Euch jede Woche hier spielen lassen," ergänzte seine berittene Kollegin neben ihm ganz richtig.

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Waren die 23.000 Zuschauer in Frankfurt schon eine Überraschung, so stellte Barcelona alles in den Schatten. Bei strömendem Regen kamen 20.000 Drachen-Fans ins Stadion, und sie wurden mit einem Sieg über ein Amerikanisches Team belohnt.

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Die meisten Zuschauer kamen in Birmingham, Alabama, nämlich 53.000, und sie sahen eine Niederlage ihres Teams gegen den Kanadischen Vertreter Montreal Machine.

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Die tollste Neuigkeit kam vom Fernsehsender USA. Dieser baute Thunder Quarterback Kerwin Bell eine Fernsehkamera in den Helm. Was wir Zuschauer dann durch diese Helmkamera sehen durften war atemberaubend. 5 Touchdownpässe warf Bell, und an jedem war man direkt beteiligt.

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Vor dem zweiten Spieltag wurde bekannt gegeben, daß das erste Endspiel der neuen Liga, der World Bowl, in London stattfinden würde. Ob diese Meldung die Monarchs dermaßen beflügelte, daß sie den Rest der Liga nunmehr nach belieben beherrschten ?

Die Ergebnisse des zweiten Spieltags

Birmingham 17:10 Sacramento

Orlando  58:20 Raleigh Durham

London   22:18 NY/New Jersey

San Antonio 3:10 Frankfurt

Montreal  10:34 Barcelona

In London waren 48.952 Zuschauer Zeugen des Sieges ihrer Monarchen über New Yorks Schach-Springer. Legt man jetzt einmal die Einwohnerzahl von London zugrunde und die von Frankfurt, dann hatte die Galaxy, Prozentual gesehen, klar die Nase vorn.

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Der zweite Spieltag machte schon halbwegs klar, daß die Europäer den Ton in der Weltliga angaben. Das schlug sich auch sogleich in den Besucherzahlen nieder. Auch hier führte Europa jetzt vor Amerika. Besonders schmerzlich war die Auftaktniederlage für Birmingham, die im zweiten Spiel nur noch 16.500 Zuschauer locken konnten.

Andreas Motzkus, ein deutscher Spieler aus der "Operation Discovery", fing seinen ersten Paß in diesem Spiel Birminghams gegen Sacramento. Ein 28 Yards Paß von Brent Pease landete in seinen Armen.

Orlando setzte sein Angriffsfeuerwerk fort. War die World League mit dem Vorsatz angetreten, besonders durch Paßspiel zu glänzen, war der Donner das einzige Team, das dieses hochgesteckte Ziel bisher in die Tat umsetzen konnte. 679 Yards eroberte die Angriffsmaschine aus Florida durch die Luft.

Entzaubert wurde die Magie des Donners dann in der dritten Woche. Beim ersten Auftritt in Europa setzte es Prügel von den London Monarchs.

Die Ergebnisse des dritten Spieltages

London     35:12 Orlando

Raleigh Durham 14:26 Barcelona

NY/New Jersey 17:27 Frankfurt

San Antonio  10:3 Sacramento

Montreal    23:10 Birmingham

Vielleicht war ja das naßkalte Wetter in London Schuld daran, daß der Donner nicht in Fahrt kam, die Monarchs andererseits hatten damit keine Probleme. 158 Passyards von Thunder standen 305 Londons gegenüber.

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Die Galaxy stand im Heimatstadion von Quarterback Mike Perez den Knights gegenüber. Hier, in den Meadowlands von New Jersey stand Perez bei den Giants unter Vertrag, das aber nur für den Fall, daß den anderen beiden Quarterbacks etwas passiert. Falls ein Coach der Giants im Stadion gewesen sein sollte, wird er wohl gebetet haben, daß dieser Fall nie eintreten möge. Zwar warf Perez drei Touchdownpässe, doch auch zwei Interceptions die sofort zu Punkten zurückgetragen wurden

Held des Spiels war der deutsche Kicker Stephan Maslo, der neun Punkte zum Sieg der Frankfurter beisteuern konnte.

In Sacramento gab es dann die zweite, allerdings völlig unnötige, Niederlage für die Galaxy.

Die Ergebnisse des vierten Spieltages

Sacramento   16:10 Frankfurt

Montreal    0:44 NY/New Jersey

Barcelona   33:13 Orlando

Birmingham   0:27 London

Raleigh Durham 15:37 San Antonio

Brachte Mike Perez mal einen Paß an den Mann, so waren die Empfänger so überrascht darüber, daß sie den Ball vor Schreck fallen ließen. Maslo, der Held in New Jersey, vergab zwei Field Goal Chancen, und Perez fumblete überdies auch noch einen Snap vom Center, den Kubanai Kalumbo aufnahm und unberührt mit dem Ball in die Endzone lief.

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Die Knights schienen jetzt wohl das komplizierte Run-and-Shoot System ihres Head Coaches Mouse Davis verstanden zu haben... wie der 44:0 Sieg über Montreal beweist.

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Nur 6.772 Zuschauer wollten San Antonio gegen Sacramento siegen sehen.

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Für die Galaxy hieß es, nach drei Wochen und ungezählten Flugkilometern, ab nach Hause. Hier merkte man den Spielern die schwere Strapaze dieses Mammutprogramms an, oder wie sonst sollte man den äußerst knappen Sieg gegen das Schlußlicht der WLAF, die Raleigh Durham Skyhawks erklären ?

Die Ergebnisse des fünften Spieltages

Frankfurt   30:28 Raleigh Durham

London    45:7 Montreal

San Antonio  22:14 Barcelona

Orlando    6:31 Birmingham

NY/New Jersey 28:20 Sacramento

Hitchcock persönlich war aus seinem Grab gestiegen, damit er den 21.065 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion diesen Krimi inszenieren konnte. 14:0 Führte die Galaxy erwartungsgemäß, als es plötzlich doch nur 14:14 stand.

79 Sekunden vor Schluß der Partie führten die Skyhawks 28:23. Damit mußte alles klar sein, denn Mike Perez hatte es bis dahin nicht verstanden die Frankfurter anzuführen. Jetzt stand er an der eigenen 30 und sollte noch den Sieg herausholen???

Doch das nicht für Möglich gehaltene wurde Wahr. 19 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit warf er einen Paß in die Endzone. Cornerback Peda Samuel hatte einen sicheren Interception in seinen Händen... doch nein! Er verliert den Ball wieder. Unter ihm liegt Cedric Gordon fast am Boden. Er greift mit einer Hand nach dem Ei und fängt es. 29:28 Galaxy. Der Jubel im Stadion ist unbeschreiblich. Jeder fällt seinem Nebenmann in die Arme. Doch als das Field Goal Team für den Extrapunkt auf das Feld läuft, stockt einem schon wieder der Atem. Ein Extrapunkt in dieser Situation bedeutete nämlich nichts. Damit würde es 30:28 stehen, und Raleigh - Durham könnte in den letzten Sekunden noch ein Field Goal zum 31:30 schießen. Bei einem erfolgreichen zweipunkte Conversion könnten die Skyhawks mit einem Field Goal nur ausgleichen. Was zum Teufel sollte also diese Entscheidung. Nun, Glück im Unglück, der Extrapunkt saß, und die Skyhawks konnten anschließend den Ball nicht mehr weit genug nach vorne tragen. Die "Herzinfarkt-Kinder" hatten ihrem Namen wieder einmal alle Ehre gemacht. Diesmal besonders ihr Head Coach, der im Eifer des Gefechts wohl völlig den Überblick verloren hatte.

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Mit Barcelona verlor nun ein zweites Europäisches Team gegen einen Amerikaner. Barcelona hatte gegen San Antonio mit 22:14 das Nachsehen.

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Die Galaxy wurde langsam "IN". Bei jedem Spiel füllen mehr und mehr Zuschauer die Ränge. Beim Auftritt der Montreal Machine waren es 25.269.

Sie sahen ein typisches Weltliga Spiel mit all den Fumbles, Interceptions und anderen Mißgeschicken, die den Zuschauern so ans Herz gewachsen waren. Am Ende stand ein 17:7 für Frankfurt auf der Riesenleinwand.

Die Ergebnisse des sechsten Spieltages

Frankfurt   17:7 Montreal

Sacramento  20:29 Barcelona n.V.

NY/New Jersey 42:6 Orlando

London    35:10 Raleigh-Durham

Birmingham  16:12 San Antonio

Vice versa muß die Überschrift zum Spiel der Knights gegen Thunder lauten. Hatte Orlando die ersten beiden Spiele überzeugend gewonnen, und New York seine ersten drei verloren, so gewann New York seine letzten drei, während Orlando vier in Folge verlor.

Das hätte sich niemand nach Woche 2 träumen lassen, daß Orlando 42:6 gegen die Schachspringer verliert.

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Ungebrochen blieb weiterhin die Vorherrschaft der Europäer über die Amis. Zwar brauchte Barcelona diesmal eine Verlängerung, gewann aber mit 29:20 gegen Sacramento.

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Für die Galaxy ging es jetzt wieder ab über den großen Teich. Erster Stopp war Orlando, wo nur 11.270 Zuschauer in der Zitronenschale ihr Team anfeuern wollten.

Die Ergebnisse des siebten Spieltages

Barcelona    11:6 Birmingham

Sacramento   23:26 Montreal n.V.

Orlando     14:17 Frankfurt

Raleigh - Durham 6:42 NY/New Jersey

San Antonio   15:38 London

Und die Herzattacken gingen weiter. Wäre da nicht ein gewisser Tony Baker im Frankfurter Team gewesen, hätte die Galaxy den Platz als Verlierer verlassen. Zwar hatte Frankfurt öfter Gelegenheit zum Punkten, doch in einer dieser Situationen verlor unser "geliebter" Perez den Ball an der Goal-Line Orlandos. Vier Minuten vor Spielende lag die Galaxy immer noch 9:14 zurück, als ein Screenpass von Perez auf Baker 50 Yards Raumgewinn brachte. An der zwei-Yardline des Donners stehend brauchte Frankfurt vier Versuche um die heimischen Fans vor den Fernsehbildschirmen zu befreien. Ein Off-Tackle Spielzug über rechts, und Baker flog mit einem Hechtsprung in die Endzone.

Tony Baker spielte in dieser Partie als wäre er wirklich nicht von dieser Welt. 19 Laufyards und 173 Yards durch Paßspiel waren die beste Leistung der Saison für den "Touchdownmaker". Beachtenswert ist auch die Tatsache, daß Mike Perez in diesem Spiel KEINEN Interception warf.

Die Galaxy steuerte durch diesen Sieg auf Playoff-Kurs, doch Europadivisionsrivale Barcelona ließ auch nicht locker. 31.490 Zuschauer sahen im Estadi Olimpic einen mageren 11:6 Sieg. Dieses Spiel war das letzte einer Europäischen Mannschaft, das von EUROSPORT übertragen wurde, bevor dieser vom Konkurrenten SPORTKANAL verboten wurde.

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Ziemliche Probleme hatte Montreal mit den Babys aus Raleigh - Durham. 15:6 konnten sie nur gewinnen, und damit ihre Play-Off Hoffnungen aufrecht erhalten.

Die Ergebnisse des achten Spieltages

San Antonio @ Barcelona 7:17

London    @ NY/NJ   22:7

Sacramento  @ Orlando  33:45

Birmingham  @ Frankfurt 3:10

Raleigh-Dur. @ Montreal 6:15

Ein fehlerfreies Spiel, das war es, was Galaxy Head Coach Jack Elway sich vor dem Spiel gegen den Europadivisionsrivalen aus Barcelona gewünscht hatte. Und es geschehen noch Wunder, er bekam es.

Nicht einmal war Dragons Quarterback Scott Erney bis zu diesem Spiel intercepted worden. Hier holte die Defense der Galaxy gleich zwei seiner Pässe aus der Luft.

Mike Perez selbst erlaubte sich nur einen seiner allseits so beliebten Interceptions, und das trug natürlich beträchtlich zum Sieg bei. Lediglich die Kicker der Galaxy versuchten alles, um den Sieg zu verhindern. Doch auch wenn sie vier Field Goals verschossen, konnten sie nichts am 10:3 Erfolg ihrer Mannschaft ändern.

Mit diesem Sieg hielt Frankfurt die besseren Karten zum Einzug in die Play-Offs in der Hand.

Die Ergebnisse des neunten Spieltags

London   45:21 Sacramento

Frankfurt  10:3 Barcelona

San Antonio 27:10 Montreal

Birmingham 24:14 NY/New Jersey

Orlando   20:14 Raleigh - Durham

Mit 21.409 Zuschauern war das Hughes Stadion in Sacramento ausverkauft. Die Zuschauer sahen einen 45:21 Sieg der Monarchs, die schon 31:0 führten, bevor sie einen Gang zurück schalteten.

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In den meisten Partien ging es, wie in Barcelona, um den Einzug in die Play-Offs. Für Birmingham und New York stand in ihrer Partie alles auf dem Spiel. Überraschend verloren die Knights mit 24:14.

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Orlando konnte seine Chancen wahren, indem sie den den Skyhawks im zehnten Spiel die zehnte Niederlage beibrachten.

Die Spannung konnte bis zum letzten Spieltag aufrecht erhalten werden.

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Schon am Samstag des zehnten Spieltags konnte Birmingham sich seinen Platz an der Sonne im Spiel gegen die sieglosen Skyhawks sichern. Sie gewannen ungefährdet mit 28:7.

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Auch die Knights realisierten, worum es ging, und sie schlugen die Riders mit 38:9. Damit wurde die Partie am Montagabend zwischen Orlando und Montreal bedeutungslos. Beide hätten sich bei einer Niederlage New Yorks noch Hoffnungen machen können.

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Und wie erging es unserer Galaxy ?

Das deutsche Team aus der World League hatte gerufen und 51.653 kamen, um einen sicheren Sieg gegen Sacramento (Bild) zu feiern... So dachten sie jedenfalls. Doch der Anblick dieser Riesenkulisse mußte unseren Quarterback noch unsicherer gemacht haben, als er sowieso schon immer war. Gleich im ersten Viertel warf Perez den Ball öfter zu den Verteidigern der Woge, als zu den eigenen Leuten. Vier Interceptions konnte sich der König der abgefangenen Pässe heute an die Krone heften. Konnte Mike Perez schon die ganze Saison über nicht überzeugen, so war er heute ein Bild des Jammers.

Bei einem Sieg gegen die Surge wäre Frankfurt sicher im Halbfinale gewesen. Durch die 24:13 Niederlage hing nun alles am Monday Night Spiel der Dragons in London. Nun brauchte die Galaxy die Unterstützung der Monarchs.

Die Ergebnisse des zehnten Spieltags

Frankfurt   13:24 Sacramento

Birmingham  28:7 Raleigh - Durham

NY/New Jersey 38:9 San Antonio

London    17:20 Barcelona

Montreal   27:30 Orlando

Diese dachten jedoch gar nicht daran sich im letzten Spiel, das für sie völlig bedeutungslos war, die Jerseys schmutzig zu machen.

10:0 ließen sie die Dragons schon im ersten Viertel vor 50.835 Zuschauern im Wembley Stadion in Führung gehen. Vor der Pause verkürzten sie noch auf 3:10.

Mit einer 17:10 Führung für Barcelona begann des letzte Viertel. Auf 20:10 bauten die Dragons Mitte des Schlußabschnitts ihre Führung aus, bevor London merkte, daß es zu Hause nun doch nicht verlieren wollte. Drei Minuten vor Spielende kamen die Monarchs durch einen Touchdownpaß von Stan Gelbaugh auf Jon Horton auf 17:20 heran.

Der Kick-Off brachte Barcelona nur an die eigene 8 Yard Line, doch Erney blieb ruhig, verwandelte zwei Third Down Pässe, und die Zeit lief aus.

Das war es für Frankfurt. Für Barcelona hieß es: Ab nach Birmingham, Alabama.

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Im bedeutungslosen Monday Night Spiel taten beide Teams noch etwas zur Unterhaltung der Zuschauer. Vor 23.493 Zuschauer in Montreal schlug Orlando die Machine mit 27:22 nach Verlängerung.

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Die ersten Play-Offs in der Weltliga des American Football standen an, und sie machten nahtlos da weiter, wo die regulären Saisonspiele aufgehört hatten. Im ersten Spiel zwischen Barcelona und Birmingham wurde langweiliger, Football gezeigt.

Fumbles, Interceptions, ein Punt an der GEGNERISCHEN 28 Yard Line, es war grauenvoll.

Im zweiten Viertel ging Barcelona mit 10:0 in Führung durch ein 25 Yard Field Goal von Massimo Manca und einem 7 Yard Touchdownpaß von Scott Erney auf Thomas Woods. Birmingham konnte im letzten Viertel durch ein 28 Yard Field Goal von Win Lyle auf 3:10 verkürzen, doch es war zu spät, das Blatt noch zu wenden.

Im Fire Drive der zum Field Goal führte fing der Ex-Düsseldorfer Andreas Motzkus drei Pässe.

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Von ganz anderem Kaliber war, Gott sei Dank, das Spiel in New Jersey zwischen den Knights und den Monarchs. 68 Punkte beider Teams standen am Ende auf der Anzeigetafel. 42 davon gehörten London, 26 New York.

Für die Schachspringer fing es ganz hervorragend an. Schon bald lagen sie mit 17:0 in Führung. Kicker Kendall Trainor holte mit einem 32 Yard Field Goal die ersten Punkte. Danach fing Kip Lewis zwei Touchdownpässe von Jeff Graham, einen über 13 Yards und einen über 49.

Zur Halbzeit hatten die Monarchs auf 14:20 verkürzt. Nach der Pause ging London mit 21:20 in Führung, eine Führung, die sie fortan nicht mehr abgeben sollten.

Der verdiente Sieger in diesem besten aller Spiele der ersten WLAF Saison fuhr nach Hause, um im heimischen Wembley Stadion Rache zu nehmen an den Dragons, die ihnen die einzige Niederlage dieser Saison beigebracht hatten.

Die WLAF, eine Eintagsfliege?

Normalerweise verläuft die Pause zwischen zwei Saisons ruhig und entspannt. Nicht so in der Weltliga. Hier fing für die Fans jetzt die spannendste Zeit überhaupt an. Grund dafür war die Ankündigung des Chefbüros, den Spielbetrieb nicht mehr aufzunehmen. Zu wenige Fernsehzuschauer in den Staaten schreckten die TV Anstalten ABC und USA davor ab, weiter Spiele der WLAF zu übertragen. Ohne die Sendeanstalten als Hauptgeldgeber aber konnte die WLAF nicht weiter existieren. Tausende von geplanten Fanartikeln, die Pläne auf die Vorbereitung zur neuen Saison, die Spieler der Teams, alles stand in Warteposition.

Es wurde verhandelt und wieder verhandelt. Pläne wurden erstellt und wieder verworfen, bis im Oktober dann endlich das erlösende: "Wir machen weiter", aus der Hauptzentrale kam. Der riesige Erfolg der Liga außerhalb der Staaten und geringere Geldforderungen an die Fernsehanstalten ebneten den Weg zur zweiten Saison.

Es war der 24. Oktober 1991. Oliver Luck saß mit seinem Führungsstab im Büro der Galaxy in Frankfurt. Mitternacht war längst verstrichen als endlich, um 2:07 Uhr morgens, der Fernschreiber losratterte. Schon nach der ersten Zeile brachen die versammelten in einen wahren Freudentaumel aus.

Nachdem die Wolken am WLAF Himmel in den letzten Wochen immer dunkler und dunkler geworden waren, klangen die Worte: "Es geht weiter"; wie himmlisches Glockengeläut. All die Arbeit, all der Erfolg in Europa und Kanada, all das war nicht umsonst.

Auf der Versammlung in Dallas, Texas, war der Besitzer der San Francisco 49ers, Eddie DeBartolo, der wohl glühendste Fürsprecher der WLAF. Was war geschehen ? DeBartolo, den das FBI sogar schon mal auf Kontakte zur Mafia hin unter die Lupe genommen hatte, witterte er etwa das große Geschäft ? Vielleicht, ganz bestimmt aber hatten ihn die über 60.000 Zuschauer im Berliner Olympia Stadion mit ihrer Begeisterung zum Football überzeugt, als sein Team gegen die Bears im American Bowl '91 gespielt hatte.

Selbst die Bears, die bisher nicht zu den Geldgebern der WLAF gehörten, hatten sich wohl auch in Berlin umstimmen lassen. Sie traten dem Sponsorenring genauso bei, wie die Phoenix Cardinals, die nicht als einzige außen vor bleiben wollten.

Nachdem ABC und USA als Ersatz für die aufgelösten Raleigh-Durham Skyhawks ihren Wunschstandort Ohio durchgesetzt hatten, banden sie sich für weitere drei Jahre an die Weltliga. Außerdem wollten die beiden Sender nicht mehr für alle Spiele die Produktion übernehmen, sondern nur noch für 35 der 50 Ligaspiele plus der Play-Offs.

Auf der Stelle begannen die Planungen für die Saison 1992, immer noch zu einem Zeitpunkt zu dem im letzten Jahr noch nicht einmal der erste Spieler unter Vertrag war.

Im Dezember wurde offiziell bekannt gegeben, daß Ohio den Platz der Skyhawks einnehmen wird, die sportlich und finanziell eine einzige Katastrophe waren.

1992

Um die Saison nicht wieder so völlig unvorbereitet zu beginnen, plante man auch wenigstens ein Vorbereitungsspiel auszutragen.

Die NFL selber wollte auch ihren Teil dazu beitragen, das Spielniveau der WLAF etwas anzuheben. Sie plante einige ihrer unerfahreneren Spieler an die kleine Schwester auszuleihen, damit diese hier Spielpraxis sammeln könnten.

Am 4. und 5. Februar fand in Dallas eine 29 Runde umfassende Draft statt. Deshalb so viele Runden, weil die WLAF, im Gegensatz zur NFL, keine Spieler auf dem freien Markt verpflichtet.

Am 19. und 20. Februar konnten die WLAF Teams dann in einer speziellen Draft auf die von der NFL freigestellten Spieler zugreifen. In einem Interview mit 2nd and goal (wie WIN-FOOTBALL damals hieß) äußerte der General Manager der Galaxy, Oliver Luck, seine Bedenken an dem System. Seiner Meinung nach würden die Teams aus Amerika hierbei bevorzugt, nicht nur, um die Einschaltquoten der Fernsehsender nach oben zu treiben.

Das System sah vor, daß die WLAF Teams aus Amerika nach geografischen und spieltechnischen Aspekten auf die Spieler bestimmter NFL Teams zugreifen dürften. Die Europäischen Teams dürften dann aus den Spielern auswählen, die noch übrigblieben. Die Knights aus New York hätten also nicht nur Zugriffsrechte auf Spieler der Jets und Giants (geographisch), sondern, wegen ihrer Run and Shoot Offense auch auf Spieler aus Houston und Detroit (spieltechnisch).

Welches WLAF Team mit welchem NFL Team zusammenarbeitete zeigt die folgende Aufstellung:

Birmingham Fire: Atlanta; Indianapolis; Kansas City; Phoenix

Montreal Machine: Buffalo; Chicago; New England; Pittsburgh

New York/N.J. Knights: N.Y. Giants; N.Y. Jets; Detroit; Houston

Ohio Glory: Cincinnati; Cleveland; Green Bay; Minnesota

Orlando Thunder: Miami; Philadelphia; Tampa Bay; Washington

Sacramento Surge: L.A. Raiders; L.A. Rams; San Francisco; Seattle

San Antonio Riders: Dallas; Denver; New Orleans; San Diego

Nachdem die beiden Drafts abgehalten waren, ging es in die Trainingslager. Hier wurde die Spreu vom Weizen getrennt. Für die meisten Fans und Berichterstatter war es schon eigenartig zu sehen, daß Coach Jack Elway sein Vertrauen wieder Stephan Maslo auf der Kicker Position schenkte. Allen war klar, daß er hier mit Zitronen handelte, nur dem Coach selber nicht.

 

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