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Super Bowl 49 - Patriot und Edelman
brady-tom-sb49-mvpIch weiß zwar nicht, ob die Wahl zum MVP des Spiels knapp war, aber vorstellbar wäre es. Tom Brady (Bild) wurde trotz zweier Interceptions zum wertvollsten Spieler des wertvollsten Super Bowls gewählt.
Es war ein Spiel, das dem Anlass würdig war, und das die grauenvolle Veranstaltung des letzten Jahres, und die vielen schlechten Spiele der abgelaufenen Saison auswischte.
New England begann mit einer liebgewordenen Tradition. Noch nie in einem Super Bowl mit Bill Belichick als Head Coach und Tom Brady als Quarterback konnten sie im ersten Viertel Punkte erzielen. So war es auch dieses mal. Zwar standen die Patriots 100 Sekunden vor Ende des Viertels an der 10 der Seahawks, doch die Defense setzte den Quarterback dermaßen unter Druck, daß er einen Pass in die Endzone warf, genau in die Arme von Cornerback Jeremy Lane. Der lief mit dem Ball los und wurde an der 14 von Julian Edelman aus dem Feld gedrängt. Dabei verletzte sich Lane und konnte nicht mehr weiterspielen.
So ging es mit einem 0:0 ins zweite Viertel.

 


Die Verteidigung der Patriots hatte die Offense der Seahawks vollkommen im Griff. Als New England nach 10 Minuten zum ersten Touchdown kam, hatte Seattles Offense erst 20 Yards erzielt.
Die Patriots marschierten in neun Spielzügen von der eigenen 35 los und beendeten den Drive mit einem 11 Yards Touchdownpass von Brady auf Brandon LaFell.
Seattle erzielte im nächsten Ballbesitz zwei Yards.
Doch auch die Patriots kamen danach nur sieben Yards weit und mussten punten.
Jetzt fand die Seahawks Offense langsam ihren Rhythmus. Sie mixten das Laufspiel mit Lynch und Paßspiel mit Wilson und kamen von der eigenen 30 startend zu ihrem ersten Touchdown. Schlüsselszene der Angriffsserie war ein 44 Yards Pass von Wilson auf Chris Matthews. Der war erst vor ein paar Tagen vom Trainingsteam in den aktiven Kader übernommen worden. Und es blieb nicht sein letzter Fang. Mit vier gefangenen Pässen für 109 Yards und 1 Touchdown, war er der beste Receiver der Seahawks. An der drei der Patriots war klar, daß der Ball zu Running Back Marshawn Lynch ging, der die paar Meter klarmachte. 7:7.
Doch anders als die hilflosen Broncos letztes Jahr, wehrten die Patriots sich und das erfolgreich.
Sie begannen ihre nächste Serie an der eigenen 20. Sieben Spielzüge später standen sie an der 22 der Seahawks. „Gronk Time“.
Brady fand Rob Gronkowski auf der rechten Seite der Endzone, und der konnte den Ball trotz guter Bewachung sichern. 14:7 und nur noch 29 Sekunden zu spielen in der ersten Halbzeit.
Da gingen die Verteidiger der Patriots geistig schon mal in die Kabine, was sich furchtbar rächte.
Seattle startete von der eigenen 20 und brauchte nur 27 Sekunden, um in die Endzone New Englands zu kommen. Zwei Sekunden vor der Halbzeitpause traf Wilson Matthews mit einem Pass über 11 Yards in der Endzone. 14:14.
Eine muntere erste Halbzeit, die Lust auf mehr machte.
Nach der gewohnt überlangen Halbzeitpause des Super Bowls fanden die Seahawks sofort wieder ihren Rhythmus, während die Defense der Patriots, die geistig zu früh in Kabine ging, auch zu lange drinblieb.
Eine ernsthafte Gegenwehr im ersten Drive Seattles war jedenfalls zunächst nicht spürbar. Erst als die Seahawks die acht der Pats erreicht hatten, wurden sie gestoppt. Die Patriots erlaubten Marshawn Lynch bei einem dritten und eins keinen Zentimeter und Steven Hauschka schoß ein Field Goal aus 27 Yards. 14:17.
Überhaupt hatten die Patriots das Biest ganz gut im Griff. Er erzielte mit 24 Läufen 102 Yards und 1 Touchdown.
Dann leistete sich Tom Brady seinen zweiten Fehlwurf. Ein Pass über die Mitte sollte den Gronk erreichen, doch Linebacker Bobby Wagner kam vor Gronkowski an den eigentlich nicht schlecht geworfenen Ball, und fing ihn ab. Genau auf dem Mittelstreifen kamen die Seahawks so in Ballbesitz.
Als es hieß zweiter und drei an der drei, dachte man eigentlich, daß Lynch wohl zu seinem zweiten Touchdown kommen würde, doch Head Coach Pete Carroll gab einen Paßspielzug herein. So traf Wilson seinen Wide Receiver Doug Baldwin in der Endzone. 14:24.
So wie das Spiel sich nach dem Touchdown zwei Sekunden vor der Halbzeit entwickelt hatte, war es das eigentlich. Seattle hatte die Kontrolle über das Spiel übernommen.
Und richtig, die Patriots erzielten in ihrer nächsten Serie nur ein Yard und mussten punten.
Doch New Englands Verteidigung hatte ihre Ordnung wiedergefunden. So blieb es nach drei Vierteln beim 14:24.
15 Minuten Zeit für Tom Brady, um in seinem sechsten Super Bowl nicht zum dritten Mal als Verlierer vom Platz zu gehen.
Das letzte Viertel war bereits halb rum, als die Patriots zum Anschluß- Touchdown kamen, einem Pass über vier Yards von Brady auf Danny Amendola. 21:24.
Dann mühten sich Wilson und Lynch ab, um doch nur fünf Yards in ihrem nächsten Ballbesitz zu erzielen.
Nach dem Punt lag der Ball an New Englands 36. Nach 64 Yards und 4:05 Minuten lag er in der Endzone der Seahawks.
Die Patriots liefen nur zweimal, und Brady passte neunmal, darunter ein Touchdownpass über drei Yards auf Julian Edelman.
Edelman fing insgesamt 9 Pässe für 109 Yards und 1 Touchdown. Damit war er der beste Receiver der Patriots und mit seinem Touchdown zum 28:24 auch der Siegbringer?
Noch war das Spiel diesseits der Zweiminutenwarnung, 2:02 Minuten, um genau zu sein. Überwältigend viel Zeit für eine Seahawks Offense, die blitzschnell punkten kann.
Und so kam Seattle, von der eigenen 20 startend, auch bis zur eins der Patriots. 26 Sekunden Zeit, 2. Versuch, ein mageres Yard, Marshawn Lynch, das Spiel war entschieden. Seattle würde mit 31:28 gewinnen.
Doch es folgte eine Szene, die nicht nur in die Geschichte des Super Bowls eingehen wird, in die dieses Spiel eh schon gehört, sondern in die Geschichtsbücher des Footballs allgemein.
Es folgte der, wie Cowboys Legende, Running Back Emmitt Smith, ihn auf Twitter nannte, idiotischste Spielzug in der Geschichte des Footballs.
Auch NBC Analyst Cris Collinsworth schnappte nach Luft und Worten, über das, was kam.
Nicht Marshawn Lynch bekam den Ball, um im 2. Versuch den Touchdown aus einem Yard 26 Sekunden vor Spielende zu erzielen und damit den zweiten Super Bowl Sieg in Folge zu sichern, sondern Head Coach Carroll gab einen Paßspielzug rein.
Wilson warf also den Ball in Richtung Wide Receiver Lockette. Patriots Rookie Safety Malcolm Butler drängte sich (legal) an Lockette vorbei, frei nach dem Motto: „Wer will es mehr?“
Butler wollte es mehr als Lockette. Er fing den Pass ab und sicherte den Patriots den vierten Super Bowl Sieg bei der achten Teilnahme.
Danach erwiesen sich die Seahawks noch als schlechte Verlierer. Sie fingen eine wüste Schubserei an, als Tom Brady das Spiel abkniete. In der Folge wurde Seahawks Linebacker Bruce Irvin sogar noch vom Platz gestellt.
So endete ein Spiel, das viel schlechtes in den letzten Jahren vergessen ließ, mit einer negativen Note, die aber nicht wirklich noch interessiert.
Zum MVP wurde, wie bereits erwähnt, nicht Julian Edelman gekürt, sondern sein Passlieferant, Tom Brady. Er vervollständigte 37 seiner 50 Pässe für 328 Yards und 4 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Brady hat jetzt vier Super Bowls gewonnen, so wie auch Terry Bradshaw und Joe Montana. Seine sechs Super Bowl Teilnahmen sind allerdings ein einsamer Rekord für Quarterbacks. Auch seine 13 Touchdownpässe sind ein einsamer Rekord. Den hielt bisher Joe Montana mit 11.
Alles in Allem also ein verdienter dritter Super Bowl MVP Titel für den 37-jährigen.

Scoring:

1.

2.

3.

4.

-

ges

Patriots

0

14

0

14

-

28

Seahawks

0

14

10

0

-

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