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02. 02. 2009
Ein super Super Bowl
Nein, das hatte dieses Spiel nicht verdient. Daß eines der beiden Teams verlieren musste, hatte dieser Super Bowl nicht verdient. Lebten vorherige Super Bowls fast nur von der Spannung, aber nicht von der Qualität des Gezeigten, war das hier völlig anders. Offense, Defense, Speciealteams, alle Mannschaftsteile leisteten ihr Bestes. Im ganzen Spiel kein Schwachpunkt, auch die Interceptions nicht, die sich beide Quarterbacks leisteten, waren gute Verteidigungsleistungen, keine Fehler. Dieser Super Bowl wird in die Geschichte eingehen, und da gehört ganz weit nach vorne. Kein NFC Team hätte es leicht gegen die Steelers gehabt, und die Cardinals haben, auch wenn sie verloren haben, bewiesen, daß sie zurecht in diesem Spiel standen. Pittsburgh hat nun so viele Super Bowls gewonnen, wie kein anderes Team, sechs. Vom Kickoff an führte Ben Roethlisberger sein Team über 71 Yards an die Endzone der Cardinals. Es fehlte noch ein Yards zum Touchdown. Es reichte aber nur zu einem Field Goal, denn Arizonas Defense hielt.
Die Cardinals mussten nach ihrem ersten Ballbesitz punten. Die Steelers marschierten in die Endzone, 10:0. Alles nahm den vorbestimmten Verlauf. Doch Arizona kämpfte und zeigte wirkliche Klasse. Warner und Boldin führten die Cards an die Eins der Steelers. Warner warf einen Pass in die Endzone zu ... Ersatz Tight End Ben Patrick. Der fing den Ball in immenser Bedrängnis. 10:7 Ballbesitzt Pittsburgh, Big Ben warf einen Pass, Bryan Robinson wehrte den Ball in der Luft an und er segelte in die Hände von Karlos Dansby. Ballbesitz Arizona. Warner führte die Cards wieder an die Eins der Steelers. Warner nahm Maß und warf in Richtung von Larry Fitzgerald. Damit hatte der beste Verteidiger der abgelaufenen Saison, Harrison, gerechnet, sprang vor Fitzgerald, fing den Ball und lief über 100 Yards in die Endzone der Cardinals, Super Bowl Rekord. Ende der ersten Halbzeit. Der beste Spieler des nächsten Punktedrives der Steelers war die Verteidigung der Cardinals. Strafen, Strafen, Strafen hielten die Steelers im Spiel. Aber es reichte nur zu einem Field Goal. Doch halt, wieder eine Strafe. Roughing des Halters. Eine Strafe, die ich in den 27 Jahren, die ich jetzt dabei bin, noch nicht gesehen habe. Aber die Verteidigung hielt erneut, denn Pittsburgh kam nur ein paar Yards weiter und Jeff Reed schoss Pittsburgh zum 20:7. 152-1-1 waren die Steelers, wenn sie einem Spiel mit 11 Punkten führen. Alles aus? Nein! Arizona setzte endlich Larry Fitzgerald in Szene und nachdem er den Herzschlag der Fans zu ungeahnten Geschwindigkeiten geführt hatte, führten die Cardinals plötzlich 23:20. Dazwischen lag noch ein Safety für Arizona, denn ein Verteidiger der Steelers hatte seinen Gegner in der Endzone gehalten, um Big Ben beim Passversuch zu schützen. 2:37 Minuten waren noch zu spielen. Genug für Big Ben und seine Männer. Roethlisberger warf in die rechte hintere Ecke der Endzone, Santonio Holmes sicherte den Ball, hielt beide Zehenspitzen am Boden, sicherte den Sieg der Steelers und sicherte sich den Titel des wertvollsten Spielers des 43. Super Bowls. Was für ein phantastisches Spiel, was für eine tolle Leistung beider Mannschaften, was für eine Werbung für unser liebstes Freizeitvergnügen. Ein 27:23 für alle Ewigkeiten, und es machte Steelers Head Coach Mike Tomlin (Bild) zum jügsten Head Coach, der je den Super Bowl gewann.
30. 01. 2009
Steelers Wide Receiver Hines Ward (Bild) hat am Donnerstag zum ersten Mal mit seinem angeschlagenen Knie voll trainiert. Für Head Coach Mike Tomlin sah das, was Ward leistet, super aus.
Die Cardinals hatten gerade eine Stunde trainiert, als es anfing zu regnen. Aber Head Coach Ken Whisenhunt sah das Positive daran, denn auch während des Spiels könnte es regnen. Da die Cardinals als Wüstenteam wenig Erfahrung mit Regen haben, und wie man mit nassen Bällen umgeht, kam der Regen Whisenhunt nicht ungelegen.
Cardinals Running Back J.J. Arrington konnte die ganze letzte Woche nicht mittrainieren. Er hat ein angeschlagenes Knie. Zweimal hat er in dieser Woche leicht trainiert. Arrington ist der designierte Kickreturner der Cards und würde schmerzlich vermisst werden.
29. 01. 2009
Die Arizona Cardinals sehen rot. Nicht wegen ihrer Trikots, sondern wegen Barack Hussein Osama (Bild). Der Präsident der USA hat nämlich öffentlich verkündet, daß er für die Steelers ist. Wide Receiver Larry Fitzgerald dazu: „Gott sei dank entscheidet nicht der Präsident, wer das Spiel gewinnt. Vielleicht können wir ihn sogar zu einem Fan von uns machen?“ Dabei ist Pittsburgh nur das Lieblingsteam von Osama in der AFC. Sein Herz gehört den Chicago Bears.
Die Schiedsrichtercrew für den Super Bowl steht fest. Terry McAulay ist der Oberschiedsrichter. Die anderen Schiedsrichter sind: Roy Ellison (Umpire), Derick Bowers (Head Linesman), Mark Perlman (Line Judge), Greg Gautreaux (Field Judge), Michael Banks (Side Judge) and Keith Ferguson (Back Judge). McAulay war bereits in Super Bowl 39 Oberschiedsrichter.
28. 01. 2009
Gehören die Cardinals in den Super Bowl?
Für viele Reporter und Fans gleichermaßen ist die Anwesenheit der Cardinals im Super Bowl eine Schande. Ein Reporter drückte sich so aus: „Ich hasse die Cardinals, sie sind ein Betrug von offensichtlicher Mittelmäßigkeit. Sie sind das Ergebnis der NFL, die den Fans die Gleichmacherei zumutet. Die Cardinals sind ein besseres Arena Football Team, mit einer schwachen Verteidigung und einem Laufspiel, das diesen Namen nicht verdient.“ Die Cardinals sehen das ein bisschen anders. Sicher, in Woche 16 verloren sie gegen die Patriots mit 47:7 und fielen auf 8-7 Punkte zurück. Vier Spiele später stehen sie kurz vor dem Titel und sie entschuldigen sich nicht dafür. In der Saison haben sie das Laufspiel nicht oft genutzt und waren 32. unter den 32 Teams. In den Playoffs haben sie einen Schnitt von 111 Yards pro Spiel mit Läufen erzielt. Terrell Davis, als Running Back selbst MVP des Super Bowls, sieht sogar das Positive daran, daß die Cards auf einmal zweigleisig in der Offense fahren. Das macht sie richtig gefährlich, meint er.
„Wir müssen Big Ben stoppen“, antwortete Cardinals Head Coach Ken Whisenhunt auf die Frage, was die Priorität der Cardinals wäre. Whisenhunt war der Offensive Coordinator der Steelers, als diese Super Bowl 40 gewonnen haben. Er weiß, auf wen er da trifft. Er weiß, wie man ihn stoppen kann. Kann seine Defense das auch in die Tat umsetzen? Viele Spielzüge, die so aussahen, als hätte die Verteidigung Roethlisberger im Griff, endeten mit einem gelungenen Ausbruch Roethlisbergers und einem vollständigen Pass. Selbst wenn Arizona Big Ben in den Griff bekommt, was ist, wenn Running Back Parker einen guten Tag erwischen sollte?
27. 01. 2009
 Beide Super Bowl Teilnehmer sind sicher in Tampa gelandet und der Medientag ist abgewickelt. Die Stadt gleicht einem riesigen Hochsicherheitstrackt. Polizei an jeder Straßenecke, und Sicherheitschecks vor den Pressekonferenzen, selbst bei den akkreditierten Reportern. Das Büro der Polizei ist für die Sicherheit der Steelers verantwortlich, die Cardinals stehen unter dem Schutz des Sheriffsbüros. Zusätzlich sind viele FBI Agenten in der Stadt verteilt.
Gefragtester Spieler der Reporter war Steelers Quarterback Big Ben. Er versammelte ein Traube von bestimmt 25 Reportern um sich herum, während die anderen Spieler des Teams mehr Luft zum Atmen hatten.
Nach Ansicht vieler Reporter sollten beide Quarterbacks des großen Spiels in die Ruhmeshalle einziehen. Warner müsste dazu allerdings der Überraschungssieg gegen Pittsburgh gelingen. Dann hätte er seinen Platz in Canton sicher. Roethlisberger wird noch öfter im Super Bowl antreten, so die Meinungen, und sein Platz in Canton gilt als sicher.
Die Fans haben sich schon einen neuen Spitznamen für den nächsten Super Bowl Sieg der Steelers ausgedacht: „Six-burgh“. „Six-pack“ ist auch stark im Rennen, genau wie der Spruch: „Einer für die andere Hand“. Vor drei Jahren gewannen die Steelers ihren fünften Super Bowl und hatten damit für jeden Finger einer Hand einen Ring. Nach dem möglichen Sieg gegen die Cardinals geht es jetzt an der zweiten Hand weiter. Ein Spitzname für die Defense ist immer noch nicht gefunden. Weil es eine der besten Verteidigungen aller Zeiten ist, möchte sie den Namen Steel Curtain II nicht annehmen. Diese Defense verdient einen eigenen Namen.
Steelers Wide Receiver Hines Ward läuft noch keine Passrouten, weil sein Knie ihm immer noch Probleme bereitet. Aber selbst mit Schmerzen will er sich seinen Einsatz im Super Bowl nicht nehmen lassen. Auch sein Quarterback Big Ben hat keinen Zweifel, daß einer der härtesten Wide Receiver der Liga, und MVP des 40. Super Bowls, spielen wird.
Wenn die Steelers den Super Bowl gegen die Cards gewinnen, stellt wieder ein Head Coach einen Rekord auf. Mike Tomlin wird zwar nur der zweite farbige Head Coach, der dann einen Super Bowl gewonnen hat, aber er wird der jüngste Head Coach aller Zeiten, dem das gelingt.
23. 01. 2009
Cardinals Wide Receiver Anquan Boldin (Bild) findet das Theater, das um seine Auseinandersetzung mit Offensive Coordinator Todd Haley gemacht wird übertrieben. Er will alles tun, um die Sache hinter sich zu bringen. Boldin hatte sich aufgeregt, weil Haley ihn im Drive, der über 14 Spielzüge und 74 Yards die Entscheidung brachte, nicht mehr einsetzte. Boldin wollte dabei sein, wollte mitspielen, das regte ihn auf.
Cardinals Quarterback Kurt Warner war unzufrieden mit dem Training am Donnerstag, und hatte keine Probleme damit, das auch auszusprechen. Die Spieler wären viel zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt gewesen. Ihnen ging es nur darum, wem sie die Eintrittskarten, die ihnen zugewiesen wurden, verteilen, und andere Sachen, die mit Freunden und Familie zu tun hatten. Ken Whisenhunt sagte, daß er das Training extra so angelegt hatte, daß nicht zu viel von den Spielern verlangt wurde. Er hatte diese Ablenkungen, die er aus seiner Zeit bei den Steelers kennt, vorausgesehen.
22. 01. 2009
Die Steelers werden im Super Bowl mit weißen Trikots antreten. Als Heimteam haben die Cardinals sich für ihre roten Trikots entschieden. Aber Achtung, liebe Cards, in ihren weißen Trikots sind die Steelers 2-0 im Super Bowl.
21. 01. 2009
Hines Ward zog sich gegen die Ravens eine Bänderdehnung im rechten Knie zu. Bis zum Super Bowl braucht er intensive medizinische Betreuung. Dennoch geht Head Coach Mike Tomlin weiter davon aus, daß der Wide Receiver und MVP des vierzigsten Super Bowls wird spielen können.
20. 01. 2009
Die Card-Pitts treffen aufeinander In Super Bowl 43 treffen sich zwei alte Freunde wieder, die Steelers und die Cardinals. Als der Liga im 2. Weltkrieg die Spieler ausgingen, weil sie als Soldaten gegen die Nazis kämpfen mussten, schlossen sich die Pittsburgh Steelers und die, damals, Chicago Cardinals zusammen. 1944 traten sie als die Card-Pitts an. Die beiden Head Coaches der Teams, Walt Kiesling von den Steelers und Phil Handler von den Cardinals, waren gleichberechtigte Head Coaches. Sie schafften es, das Team zu 0 Siegen und 10 Niederlagen zu führen. Der Volksmund nannte das Team deshalb Car-Pitt. Das klang so schön nach Carpets, also Teppich. Doch auch in den heutigen Teams gibt es Verbindungen. Cardinals Head Coach Ken Whisenhunt war der Offensive Coordinator der Steelers, als die den Super Bowl der Saison 2005 gewannen. Whisenhunt nahm einige seiner Steelers-Kollegen mit in die Wüste. Russ Grimm war für die O-Line der Steelers verantwortlich und ist heute Assistenztrainer der Cards. Arizonas Offensive Coordinator Todd Haley war mal ein Balljunge bei den Steelers und sein Vater Dick Haley war Personaldirektor in Pittsburgh.
Vor dem Spiel der Cardinals gegen die Eagles bemalten Vandalen das Haus von Quarterback Donovan McNabb. Der wohnt zwischen den Saisons in Chandler, Arizona und die Schmierfinken sprühten „Go Cards“ an sein Haus.
Können die Eagles mit Head Coach Andy Reid und Quarterback Donovan McNabb jemals einen Super Bowl gewinnen? Den Versuch können wir in der nächsten Saison erneut erleben, denn keiner der beiden wurde gefeuert. Fünfmal erreichten sie in den letzten acht Jahren das NFC Endspiel, viermal verloren sie. Einmal kamen sie in den Super Bowl, wo sie gegen die Patriots verloren. Auch wenn die Presse in der Stadt der brüderlichen Liebe auf die beiden einschlägt, sagte Team Präsident Joe Banner, daß keiner der beiden das Team verlassen wird.
Die Cardinals spielen den Vorfall, der sich zwischen Wide Receiver Anquan Boldin und Offensive Coordinator Todd Haley ereignete, herunter. Boldin forderte sehr vehement von Haley mehr eingesetzt zu werden. Erst als sich ein anderer Spieler zwischen die beiden stellte wandte sich Boldin ab. Boldin war so angefressen, daß er der erste war, der den Ort des Triumphs verließ, während seine Kollegen noch feierten. Quarterback Kurt Warner will mit Boldin über den Vorfall reden und nach einer Lösung suchen. Boldin hatte nur vier gefangene Bälle für 34 Yards am Sonntag.
19. 01. 2009
Die Conference Championships
Ist dies die letzte Ausgabe von WIN-FOOTBALL? Wer will schon von jemandem mit News versorgt werden, der von diesem Sport absolut keine Ahnung hat? Noch vor dem ersten Drive der Cardinals war mir klar, daß das Spiel zur Halbzeit entschieden ist, und die Eagles die zweite Halbzeit locker mit einer 20 Punkteführung runterspulen. So kann man sich vertun. Die in rot gekleideten Cards legten los, wie die Feuerwehr und gingen sofort mit 7:0 in Führung. Die Defense hielt McNabb, Westbrook und Co. In Schach. In den Arm zwicken half nichts, Arizona war wirklich das überlegene Team. Nach der Halbzeit sah es ganz anders aus. Die Eagles lagen schon 18 Punkte zurück, aber McNabb führte sein Team zu einer 25:24 Führung. Erst kurz vor Spielende kamen die Cardinals wieder in ihren Rhythmus und Quarterback Kurt Warner (Bild) führte sein Team zum 32:25. Das war auch der Endstand. Warner hatte vor dem Spiel gesagt, daß er sich hervorragend auf die blitzende Verteidigung der Eagles eingestellt hätte. Er wollte sie zum Blitzen verlocken und der Plan ging auf. Erstaunlich, daß Warner keinen Ballverlust verschuldete, auch das trug zum Sieg Arizonas bei. Beeindruckt sind die Buchmacher in Las Vegas nicht von den Heldentaten der Cards in den Playoffs. Favorit mit sieben Punkten im Super Bowl sind die Steelers, die die Ravens verprügelten.
Nach dem Spiel der Ravens gegen die Steelers dürfte kein Spieler ohne monstermäßige blaue Flecken vom Platz gegangen sein. Wer den Ball hatte, der wurde nicht gehittet, der wurde bestraft. Nach dem Spiel gab es auch keine Machosprüche von den Opfern dieser Schlacht. Jeder gab zu, daß er höllische Schmerzen hatte. Erstes Opfer war Steelers Wide Receiver Star Hines Ward, der Mann, nach dem das Hines Field ja benannt ist. OK, war ein Scherz. Aber sein verdrehtes Knie, das in schon im ersten Viertel an die Seitenauslinie verbannte, soll in zwei Wochen kein Problem mehr sein. Ravens Running Back Willis McGahee erwischte es da schon schlimmer. Er steckte einen Hit für die Ewigkeiten von Safety Ryan Clark ein und musste auf der Streckbahre aus dem Stadion gebracht werden. Allerdings gibt eine gute Nachricht, denn er kann Arme und Beine bewegen. Herausragender Mann in dieser Schlacht am Ohio war Steelers Safety Troy Polamalu. Er knallte alles weg, was sich im weißen Trikot bewegte und er fing einen der drei Interceptions von Joe Flacco, der den 23:14 Sieg einleitete und sicherte.
15. 01. 2009
Als er sich sein T-Shirt anzog hatte er wahnsinnige Schmerzen. Ravens Linebacker Terrell Suggs (Bild) ist an der Schulter verletzt und sein Einsatz ist mehr als fraglich. Aber nicht nur Suggs konnte nicht am Training teilnehmen, auch Cornerback Samari Rolle (Leiste), Wide Receiver Mark Clayton (Oberschenkel), Defensive Tackle Justin Bannan (Fuß), Linebacker Jarret Johnson (Wade), Fullback Le'Ron McClain (Knöchel) und Wide Receiver Derrick Mason (Schulter und Knie), konnten nicht trainieren.
Die Nationalhymne Jennifer Hudson wird die Nationalhymne vor Super Bowl 43 singen. Hudson ist für vier Grammys nominiert, wenn diese eine Woche später, am 8.2. vergeben werden. Sie startete ihre Karriere bei der amerikanischen Ausgabe von DSDS, „American Idol“. Im Oktober wurden ihre Mutter, ihr Bruder und ihr 7-jähriger Neffe in Chicago ermordet. Seitdem ist Jennifer Hudson nicht mehr öffentlich aufgetreten. Die Halbzeitshow wird „Born in the USA“ Superstar Bruce Springsteen bestreiten.
14. 01. 2009
Ausgerechnet der härteste Hitter der Steelers ist angeschlagen. Safety Troy Polamalu ist an der Wade verletzt. Er trainiert nur leicht und schont sich für das AFC Endspiel. Die Verletzung hinderte ihn schon gegen die Chargers am vollen Einsatz und Head Coach Mike Tomlin war nicht sicher, ob er überhaupt würde spielen können. Das erklärt, warum die Ein-Mann-Kampfmaschine nur drei Tackles im ganzen Spiel hatte.
12. 01. 2009
Nur einer kam durch
Heimvorteil? Welcher Heimvorteil. Im ersten Spiel am Sonntag schieden auch die Giants aus dem Rennen um den Super Bowl aus, obwohl sie die so heiß geliebte Freiwoche und den noch beliebteren Heimvorteil hatten. Damit waren in den ersten drei Spielen alle drei Heimteams raus. Maßgeblich für die Niederlage verantwortlich war Quarterback Eli Manning (Bild), der einen nie für möglich gehaltenen Rückfall in seine Murkszeiten hatte. Letztes Jahr trumpfte er in den Playoffs auf, führte sein Team in drei Auswärtsspielen und widrigen Wetterverhältnissen in den Super Bowl, am Sonntag versagte er mal wieder völlig. Die Defense konnte Eagles Quarterback Donovan McNabb nicht in Schach halten und kam es, wie kaum einer erwartet hatte, Philadelphia gewann mit 23:11. Kein anderes Team konnte in der letzten Saison gegen die Giants im Giants Stadion gewinnen. Die Eagles schafften es zweimal. Dabei warf auch McNabb zwei Interceptions bei nur einem Touchdown, aber Manning konnte seinen zwei Interceptions keinen Touchdown entgegensetzen. Vor dem Spiel hatte die Giants Defense angekündigt, daß sie Running Back Brian Westbrook stoppen würden. Das gelang ihnen auch. Westbrook kam nur auf 36 Yards: Aber das Passspiel der Eagles bekamen sie nicht unter Kontrolle. Giants Running Back Brandon Jacobs erzielte 92 Yards, aber das Team erzielte nicht einen Touchdown. Zuwenig gegen die Eagles, die den Cardinals nun noch ein unverhofftes Heimspiel verschafften.
In Pittsburgh reduzierten die Steelers die 8-8 Chargers auf das, was die Chargers sind, ein 8-8 Team. Im dritten Viertel hatte San Diego einen, EINEN, offensiven Spielzug. Der Rest des Viertels gehörte Pittsburgh. In der zweiten Halbzeit trumpfte Big Ben (Bild) auf, und man fragte sich, wieso er sooft in der abgelaufenen Saison so unterdurchschnittlich hatte spielen können? Das gute Laufspiel von Willie Parker war ihm am Sonntag allerdings auch eine große Hilfe, die ihm in der regulären Saison so oft fehlte. 146 Yards und zwei Touchdowns standen auf Parkers Konto. So kam es, daß der 35:24 Sieg der Steelers der einzige Heimsieg in der Divisional Playoffrunde war. Pittsburgh, die den schwersten Spielplan aller NFL Teams hatte, erwartet jetzt die Baltimore Ravens. Beide Spiele in der regulären Saison gingen an die Steelers.
11. 01. 2009
Die Cardinals gewannen den Admirals Bowl
Beide Teams, die eine spielfrei Woche hatten, verloren ihre Playoffspiele am Samstag. Beide Teams, die ihren Lauf nicht unterbrechen mussten, marschierten in die Conference Endspiele. Die Titans starteten mit 10-0 Punkten und waren das beste Team der regulären NFL Saison. Ein Titel, der nichts bedeutete gegen die Ravens, die mit Joe Flacco (Bild) wohl DIE Quarterback Sensation der letzten Jahre im Team haben. Aber natürlich war es die erwartete Abwehrschlacht, aber eine unterhaltsame. Beide Angriffsteams versuchten Katz und Maus mit den Verteidigungen zu spielen, und auf diese Weise kamen einige phantastische Spielzüge zustande. Es wurde getackelt und gehittet, daß man selbst vor dem Fernseher des Öfteren „Autsch“ schrie. Im Nieselregen von Nashville waren die Schiedsrichter nicht immer auf der Höhe, so verpassten sie eine Spielverzögerung der Ravens um bestimmt 2-3 Sekunden. Aber die Titans weinen dieser Nicht-Entscheidung nicht nach. Viel mehr geben sie sich mit ihren drei Ballverlusten selber die Schuld. Zweimal verloren sie den Ball in aussichtsreichen Positionen an der 16 und der 1 Yards Linie. Hier hätten sie punkten müssen, nachdem sie zuvor jeweils eindrucksvoll über das Feld marschiert waren. Titans Defensive Tackle Albert Haynesworth dazu: „Die Refs haben Fehler gemacht... Wir haben Fehler gemacht... Jeder hat Fehler gemacht. Wir hätten definitiv gewonnen, wenn wir keine Fehler gemacht hätten.“ 57 Sekunden vor Spielende erzielte Ravens Kicker Matt Stover den Siegestreffer zum 13:10 aus 43 Yards. Obwohl das Spiel recht gut war, war es gut, daß es nicht in die Verlängerung ging.
In Carolina gewannen die Cardinals unerwartet hoch mit 33:13. Vor dem Spiel hatte die ganze Fox Studiocrew noch die Panthers als deutliche Sieger getippt. Im ersten Ballbesitz legten die Panthers auch los, wie die Feuerwehr, marschierten eindrucksvoll über den Platz und gingen 7:0 in Führung. Das war es dann mit Carolina, jetzt spielten nur noch die Cardinals. Ihre Defense fing FÜNF Pässe von Jake Delhomme ab, der zusätzlich auch noch einen Fumble auf sein Konto lud. Soviel Unfähigkeit war zu viel, das kann man sich in den Playoffs nicht erlauben. Kurt Warner (Bild) auf der anderen Seite warf nur einen Interception und war klar der bessere der beiden ehemaligen Admirals Quarterbacks. Während er seine Anspielstation Nr. 1 Larry Fitzgerald, immer fand, kam Delhomme mit Steve Smith nicht auf einen grünen Zweig. Das Laufspiel wurde von der Cardinals Defense mit 75 Yards auch sehr gut unter Kontrolle gehalten, so daß dieser Sieg überraschend kam, aber auch in seiner Höhe verdient war. Erinnern wir uns, die Cards wurden von den Buchmachern in Las Vegas vor Beginn der Playoffs als das mit Abstand schlechteste Team gehandelt. Wenn die Eagles die Giants schlagen sollten, dann haben die Cards sogar noch ein Heimspiel. Wenn New York gewinnt, müssen sie nach New Jersey.
09. 01. 2009
Es leben die Amsterdam Admirals
 Wenn die Cardinals auf die Panthers treffen, kämpfen zwei Quarterbacks um den Einzug ins NFC Endspiel, die ihre NFL Tauglichkeit jenseits von Amerika unter Beweis stellen mussten. Sowohl Kurt Warner als auch Jake Delhomme spielten bei den Amsterdam Admirals. Nicht nur das, beide standen im direkten Wettbewerb um den Posten des Starters. 11 Jahre ist das her und die NFL hat ihre Talentschmiede NFLE mittlerweile eingestellt. Die Chance, die die beiden hatten, werden nie wieder Spieler zuteil werden. Beide galten nicht als aussichtsreiche Kandidaten für einen Job in der NFL. Jake Delhomme war gar nur der Ersatzmann von Warner, der sich den Posten des Starters erkämpfte. Delhomme spielte nur sehr selten, warf keinen Touchdown, dafür aber vier Interceptions. Warner, der seine Reflexe bereits in der Arena Football League schärfte, führte die Liga in den Kategorien Passyards, Versuche, Vervollständigungen und Touchdowns an. 1999 fiel ihm der Job des Starters bei den Rams vor Saisonbeginn in den Schoß, da sich Trent Green, der den Job sicher hatte, schwer verletzte und ausfiel. Warner warf 41 Touchdownpässe und erspielte sich damit seine erste Wahl zum wertvollsten Spieler der Liga, zum MVP. Aber die Saison war erst beendet, als Warner die Rams zum Super Bowl Titel geführt hatte. Nach der Saison 2001 gewann er erneut den Super Bowl mit den Rams. Jake Delhomme hatte einen steinigeren Weg vor sich. Bei den Saints brachte er es nicht zum Starter. 2003 wechselte er zu den Panthers, die die Saison mit Rodney Peete als Quarterback begannen. Bereits im zweiten Spiel startete Delhomme und führte das Team in den Super Bowl, wo es knapp gegen die Patriots verlor. Nachdem der Stern Kurt Warner auffällig verblasste, wechselte er zuerst zu den Giants, dann zu den Cardinals. Hier erlebt Warner seinen unerwarteten, zweiten Quarterback -Frühling. Wer gewinnt den Admirals Bowl? Warner oder Delhomme. Gewonnen hat auf jeden Fall die WLAF/NFLE, ohne die es diese beiden nicht in das Spiel am Samstagabend geschafft hätten.
06. 01. 2009
Kurzberichte Cardinals Wide Receiver Anquan Boldin fing einen Touchdown gegen die Falcons und zog sich dabei eine Oberschenkelzerrung zu. Diese Verletzung könnte seinen Einsatz gegen die Panthers am Sonntag gefährden.
Auch in dieser Saison wird die ARD die Championship Spiele nach Mitternacht und den Super Bowl LIVE übertragen.
05. 01. 2009
NFL Wild Cards Tag 2
Daß die Dolphins gegen die Ravens als Verlierer aus dem Stadion gehen würden, damit konnte man rechnen. Daß sie aus dem eigenen Stadion geprügelt würden, das war nicht klar. Aber Miamis Quarterback Chad Pennington nahm sich den schlechtesten Tag der Saison ausgerechnet im Wild Card Spiel gegen Baltimore und warf in einer Spanne von nur 22 Minuten vier Interceptions. In der regulären Saison hatte er insgesamt nur sieben geworfen. Die Defense der Ravens war zu stark für Miami und der von Joe Flacco geführte Angriff ist ja mittlerweile ein weiterer Aspekt, den man einrechnen muss, im Gegensatz zu früheren Ravensteams, die nur auf die Defense setzen konnten. Rookie Head Coach John Harbaugh und Rookie Quarterback Joe Flacco kamen mit einem nie gefährdeten 27:9 Sieg in die nächste Runde.
In Minnesota konnten beide Verteidigungen das Laufspiel des Gegner eliminieren. bis auf jeweils einen Lauf, bzw. einen Pass auf einen Running Back. Eagles Running Back Brian Westbrook erzielte nur 38 Laufyards. Aber ein Pass von McNabb über zwei Yards verwandelte er in einen Touchdown über 71 Yards. Die zählen aber nicht zu den Laufyards. Auf der anderen Seite erzielte Adrian Peterson in 20 Versuchen 83 Laufyards, knapp die Hälfte davon, nämlich 40 Yards, aber in einem einzigen Touchdownlauf. In der ersten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem Minnesota dem Favoriten ebenbürtig war. In der zweiten Hälfte hatte Philadelphia klar die Oberhand und gewann verdient 26:14.
Chargers Running Backs sind verletzt. Die Verletzung von LaDainian Tomlinson ist wohl doch schlimmer, als der Club nach außen bekannt gibt. Vielleicht ist es doch ein Leistenbruch, wie vor dem Spiel gegen die Colts schon spekuliert wurde. Und Darren Sproles, der nicht nur Tomlinson ersetzen musste, sondern auch als Kickreturner eingesetzt wurde, ist grün und blau am ganzen Körper. Nichts, was ihm nicht weh täte. Mit diesen Voraussetzungen zur knüppelharten Verteidigung nach Pittsburgh zu müssen, stimmt einen Chargersfan nicht optimistisch.
04. 01. 2009
NFL Wild Cards Tag 1
Der alte Mann und sein Team zeigten dem Frischling und seinem Team die Grenzen auf. In einem Spiel, in dem die Verteidigungen trotz der erzielten 54 Punkte dominierten, war es die Abgebrühtheit des Kurt Warner (Bild), die den Unterschied machte. Er war bereits des Öfteren in den Playoffs, er war Liga MVP und er war Super Bowl MVP. Matt Ryan ist ein Rookie. Dennoch machte Ryan auch in seinem ersten von noch vielen folgenden Playoffspielen seine Sache sehr gut. Die Cardinals erlaubten dem Laufspiel der Falcons ganze 60 Yards. Die Verantwortung für das Spiel lag also ganz alleine bei Rookie Quarterback Matt Ryan. Der erzielte in 26 von 40 Versuchen 199 und 2 Touchdowns. Leider warf er auch 2 Interceptions und damit einen mehr, als der 37-jährige Warner auf der anderen Seite. Warner vervollständigte 19 seiner 32 Pässe für 271 Yards, 2 Touchdowns bei nur 1 Interception. Dazu half Warner Running Back Edgerrin James, der raus will, aus Arizona und in diesem Spiel schon mal einen gewaltigen Anlauf nahm. Die ganze Saison über wurde er behandelt, wie bestellt und nicht abgeholt, gegen Atlanta wurde er von der Leine gelassen und präsentierte sich interessierten Teams in Höchstform. Die Cardinals hatten Schwierigkeiten, das Stadion voll zu bekommen, aber die, die da waren und den 30:24 Sieg hautnah erleben durften, werden ihr Kommen nicht bereut haben.
In San Diego gab es nur ein Thema: Wie geht's Tomlinson (Bild) und Gates? Gates gings` gut, Tomlinson nahm sich nach dem ersten Viertel seine Playoffaversion. Auf der anderen Seite wartete der frischgekürte wertvollste Spieler der Liga, Peyton Manning, darauf, seine Colts in die nächste Runde zu bringen. Klappte nicht. Die Defense der Chargers haute die Fehler ihrer Offense immer wieder raus und sorgte schon mal für die erste Überraschung der Playoffs. Manning warf zwar für 310 Yards in 25 von 42 Versuchen, erzielte aber nur 1 Touchdown. Auf der anderen Seite spielte Phillip Rivers wie Phillip Rivers, aber wie gesagt, seine Defense tat ihren Job. Rivers hatte eine Bilanz von 20 von 36 für 217 Yards, keinen Touchdown und 1 Interception, hatte aber auch Darren Sproles als Running Back, der in 23 Läufen 105 Yards erzielte und 2 Touchdowns. Das Spiel ging mit 17:17 in die Verlängerung, wo die Colts nicht an den Ball kamen. Viele Strafen ihrer Verteidigung halfen der Chargers Offense über das Feld nach vorne zu kommen und Sproles lief den entscheidenden Touchdown zum 23:17 aus 22 Yards. Damit endete eine eigenartige Saison für die Colts, die erst spät zu ihrer Form fanden, neun Spiele in Folge gewannen und jetzt lange Zeit haben, um über die abgelaufene Saison nachzudenken. Die Chargers sind dank ihrer Verteidigung eine Runde weiter und mit etwas mehr Offense kann sogar mehr draus werden.
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