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06. 02. 2008
Gigantische Parade in New York Die New Yorker wissen, wie man Helden feiert. Es ist immer wieder ein toller Anblick, wenn die Tickerstreifen aus den Fenstern fliegen und sich mit dem Konfetti vermischen das dann die Straßen verstopft. Gestern waren etwa 2 Millionen Fans in den Straßen Manhattans völlig aus dem Häuschen, als der neue Super Bowl Sieger seine Siegesparade abhielt. „Ich kann es immer noch nicht glauben, ich stehe noch unter Schock“, sagte Michael Strahan immer wieder. In seinen sicheren Armen lag derweil die Vince Lombardi Trophäe. Schweren Herzens trennte sich Osi Umenyiora vom Team und nahm nicht an der Parade teil. Er flog nach Hawaii, um am Pro Bowl teilzunehmen. Er ist der einzige Spieler der Giants, der in das Auswahlspiel gewählt wurde. Der Sieg der Giants hat den Buchmachern in Las Vegas Rekordverluste eingebracht. Für jeden Dollar, der gewettet wurde, mussten sie $4,75 zurückzahlen.
05. 02. 2008
Der superspannende Super Bowl zwischen den Patriots und den Giants hatte die höchste Einschaltquote in der Geschichte des Endspiels. 97,5 Millionen Amerikaner hatten am Sonntag ihre Fernseher auf FOX eingeschaltet. Damit steht die letzte Folge von M-A-S-H im Jahr 1983 mit 106 Millionen Zuschauern allerdings immer noch einsam an Nr. 1 der ewigen Einschaltquotenhitparade.
Spätestens bei der Fahrt vom Newark Liberty International Airport nach New York kapierte auch der letzte Spieler, daß die Giants wirklich die Champions sind. Eine Polizeieskorte mit blinkenden Lichtern begleitete den Teambus in die Stadt. An der Ausfahrt des Flughafens standen etwa 200 Fans, die dem Dreckswetter trotzten und ihren Helden zujubelten.
Tom Brady und Randy Moss haben ihre Teilnahme am Pro Bowl abgesagt. Beide stehen nicht auf der Liste der Verletzten, die nach dem Super Bowl herausgegeben wurde. Brady wird vom Quarterback der Browns Derek Anderson, ersetzt, für Moss wird Wide Receiver Chad Johnson von den Bengals spielen.
04. 02. 2008
Bruderschaft des Super Bowls Super Bowl 42 begann mit dem längsten Drive in der Geschichte des Endspiels. Eli Manning und seine Offense behielten den Ball für 9:59 Minuten, konnten aber nur ein Field Goal am Ende erzielen Dennoch war klar, wie New Yorks Strategie aussah. Egal was passiert, nur nicht der Offense der Patriots zu vielen Ballbesitzen verhelfen. Dabei hätten die Giants gar keine Angst zu haben Brauchen, denn an diesem Tag war ihre Defense überirdisch. Sie schubsten die Line der Patriots wie kleine Jungs durch die Gegend und sackten Tom Brady fünf mal. Sooft hat New Englands Quarterback in der abgelaufenen Saison noch nie die Grashalme auf Augenhöhe gesehen. Nach New Yorks Field Goal konterten die Pats mit einem Touchdown Drive und das war es bis ins vierte Quarter. Die Giants gingen mit 10:7 in Führung, doch die Patriots konnten wieder kontern und gingen ihrerseits mit 14:10 in Führung... doch zu früh. Sie ließen den Giants zuviel Zeit auf der Uhr, so daß der Vorsprung der Patriots noch kein Garant zum Sieg war. Und so kam, was keiner erwartet hatte, Eli Manning trumpfte auf, als wäre er sein großer Bruder. Erst 35 Sekunden vor dem Ende gelang Manning in einer über weite Strecken nicht hochklassigen, aber bis zum Ende äußerst spannenden Begegnung der entscheidende Touchdownpass aus 13 yards zu Plaxico Burress. Dank der stählernen Nerven von Quarterback Eli Manning haben die New York Giants zum dritten Mal nach 1987 und 1991 den Super Bowl gewonnen. Im 42. Finale der NFL bezwang der krasse Außenseiter die zuvor in allen 18 Saisonpartien ungeschlagenen New England Patriots mit 17:14 (3:0, 0:7, 0:0, 14:7) und revanchierte sich damit für die 35:38 Niederlage am letzten Spieltag der regulären Saison. Der während der gesamten Saison umstrittene Eli Manning verbuchte gegen die Patriots Pässe für 255 Yards und warf zwei Touchdownpässe. Für diese Leistung wurde er nach der Partie ebenso wie im Vorjahr sein Bruder als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet. Etwas unverdient, etwas, denn die Defense hätte als Einheit diese Auszeichnung verdient gehabt. Aber es kann nur einen geben. Wenn Eli jetzt noch anfängt zu rauchen, zu saufen und rumzuhuren, dann werden die New Yorker ihn vielleicht sogar mögen. Vor dem Super Bowl gab es nämlich einige Berichte in Deutschen Tageszeitungen, daß Eli machen kann, was er will, die New Yorker würden dieses langweilige, blasse, uninteressante, skandalfreie Bübchen nie mögen. Diese Umfrage sollte jetzt noch einmal gemacht werden. Kann Eli seine Leistung aus den Playoffs, und vor allem aus dem Super Bowl, in der nächsten Saison zu seinem Standard machen, dann pass auf Peyton, dann kommt Eli. Super Bowl 43... Indianapolis @ NYGiants???
02. 02. 2008
Die Giants schickten Ersatz Defensive End Adrian Awasom nach hause. Er wurde von der Arizona State Police besoffen beim Autofahren erwischt.
Giants Wide Receiver Plaxico Burress ist für den Super Bowl offiziell als Fraglich gelistet. Er ist am rechten Knöchel verletzt und hat ein dickes Knie.
Von den Patriots gibt es keine Verletztenmeldung. Das Team ist gesund und munter und bereit zu 19-0.
31. 01. 2008
Tom Brady ist enttäuscht, daß Giants Wide Receiver Plaxico Burress nur einen 23:17 Sieg für seine Giants voraussagt. Der Quarterback der Patriots weist, nicht zu unrecht, darauf hin, daß sein Team in der Saison nie weniger als 20 Punkte in einem Spiel erzielt hat. Zuletzt haben sie am 10. Dezember 2006 gegen Miami weniger als 20 Punkte erzielt. Damals verloren sie 0:21. Hätte Plaxico ein 45:42 vorausgesagt, dann wäre es OK gewesen, aber nur 17 Punkte waren Brady zu wenig.
29. 01. 2008
Kurzberichte Beim ersten Training in der Super Bowl Woche war Tom Brady (Bild), wo er hingehörte, hinter seinem Center. Sein rechter Fuß war dick getaped. Dennoch durchlief er die komplette Trainingseinheit. Coach Belichick hielt sich wie immer geschlossen, wenn es um Verletzungen seiner Spieler geht: „Jeder hat trainiert, der Verletzungsreport erscheint am Mittwoch.“
Wie die Men in Black entstiegen die Giants dem Flugzeug in Arizona und viel hatten die Grippe. Nach dem Eiskeller in Green Bay hatte es einige Spieler erwischt, aber die Welle ebbt jetzt langsam ab.
29. 01. 2008
Beim ersten Training in der Super Bowl Woche war Tom Brady, wo er hingehörte, hinter seinem Center. Sein rechter Fuß war dick getaped. Dennoch durchlief er die komplette Trainingseinheit. Coach Belichick hielt sich wie immer geschlossen, wenn es um Verletzungen seiner Spieler geht: „Jeder hat trainiert, der Verletzungsreport erscheint am Mittwoch.“
Wie die Men in Black entstiegen die Giants dem Flugzeug in Arizona und viel hatten die Grippe. Nach dem Eiskeller in Green Bay hatte es einige Spieler erwischt, aber die Welle ebbt jetzt langsam ab.
28. 01. 2008
„I`ll be there“; sagte Tom Brady lächelnd auf die Frage, ob er gegen die Giants würde spielen können. Er humpelte kein bißchen mit seinem in den letzten Tagen so oft fotografierten Knöchel, als er die drei Stufen des Pressepodiums hochlief. „Der Knöchel fühlt sich gut an. Er wird mich nicht behindern. Ich bin am Sonntag voll einsatzbereit.“ Es passierte wohl im dritten Quarter gegen die Chargers, genau weiß es Brady selber nicht, wann er seinen Knöchel verletzt hat.
Patriots Nose Tackle Vince Wilfork muss $5.000 Strafe wegen übertriebener Härte zahlen. Er griff in die Gesichtsmaske des Chargers Running Backs Michael Turner. Es war Wilforks vierte Strafe in dieser Saison.
25. 01. 2008
Richtig spannend wurde es, als Tom Brady am Donnerstag nicht anwesend war, als die Medien die Trainings- und Umkleideplätze der Spieler besuchen durften. Wo war der Fußkranke? Warum wurde er versteckt? „Kein Kommentar“, war die Antwort des Head Coaches auf entsprechende Fragen. Bradys Vater jedoch wusste Alles und sagte es auch. „Mein Sohn ist am Sonntag leicht umgeknickt mit dem Knöchel.“
22. 01. 2008
Er humpelt. Fotos im Boston Herald und im Boston Globe zeigen einen Schiene um Tom Bradys rechten Fuß. Auf TMZ.com existiert ein Video, das Brady zeigt, wie er in New York aus seinem SVU steigt und zu seiner Freundin humpelt. Auf Nachfrage der genannten Zeitungen hieß es vom Team: „Kein Kommentar“.
21. 01. 2008
Last Man(ning) standing
Von wegen „Schönwetter“ Quarterback. Eli Manning (Bild) war es bisher wohl nur nie kalt genug. In der gefrorenen Tundra Green Bays zeigte er, aus welchem Kaliber er ist. Im NFC Endspiel gegen die Packers erspielte er sich wohl endlich den Respekt der Fans und auch der Gegner. Auf der anderen Seite war es wieder der überflüssige Adrenalinschub, der Favre zu zwei Würfen veranlasste, die ein solch erfahrener Mann wirklich nicht machen sollte. In einem wirklich tollen Spiel, das sich allerdings nicht den Titel „Ice Bowl II“ verdiente, waren es das bessere Laufspiel der Giants und der fehlerfreie Auftritt von Eli Manning, die den Ausschlag brachten. Mit 20:20 ging es in die Verlängerung. Hier war es der zweite Interception, den Brett Favre an diesem Tag warf, der die Giants in Ballbesitz und zum Siegestreffer von Kicker Lawrence Tynes brachte. Alles in Allem haben beide Teams in dieser außergewöhnlichen Kälte enormes geleistet, aber es kann nur einen geben. Nach dieser bitteren Niederlage wird Favre wohl doch noch mal über seine Zukunft nachgrübeln und vielleicht doch sein beliebtes Hinhaltespielchen anfangen.
Im ersten Spiel des Tages lieferten die Patriots eine Leistung ab, die unterirdisch war. Tom Brady warf drei Interceptions und musste sich auf seine Läufer verlassen. Gut, daß die Chargers noch schlechter spielten, sonst hätte dieser Auftritt ins Auge gehen können. Am Ende zählt nur der Sieg und der gehörte mit 21:12 New England. Damit ist das Team mit 18 Siegen und null Niederlagen weiterhin ungeschlagen und hat jetzt nur noch die Giants aus dem Weg zu räumen.
Für das Spiel der Spiele ist in Las Vegas schon alles geklärt. Die Buchmacher machten New England zum 13 Punkte-Favoriten. Auch nach der miserablen Leistung gegen die Chargers setzen die Wettannehmer voll auf sie. Wir Zuschauer können nur hoffen, daß die beiden Teams annähernd so ein tolles Spiel abliefern, wie am letzten Spieltag der regulären Saison. Zur Erinnerung: Die Patriots hatten einen schweren Kampf und am Ende ein knappes 38:35 herausgeholt.
19. 01. 2008
Und wieder ein großer Tag für die Minderheitenverbände in Amerika, Mike Carey ist der erste schwarze Hauptschiedsrichter in einem Super Bowl. Seit einem Jahrzehnt rangiert Carey unter den besten Schiedsrichtern der NFL und war bereits als Ersatz für einige Super Bowls vorgesehen, ohne jemals zum Einsatz zu kommen. Gestern dann knallten in den Ghettos die Sektkorken, als einer der Ihren auserkoren wurde.
In der Halbzeitpause werden Tom Petty und die Heartbreakers die Ohren zum Schmelzen bringen.
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