Wie gut waren die einzelnen Super Bowls von 1-51?
Eine große US Tageszeitung hat versucht, eine faire Rangliste nach Spielqualität, Punkten und Überraschungsmoment zu erstellen.
Natürlich haben meine Leser ihre eigene subjektive Meinung zu dem Thema, aber dennoch möchte ich diese Rangliste hier mal vorstellen.

Montag, 6. Februar 2017

Super Bowl LI
kraft-sb-trophy-liWir wurden entschädigt.
All die elend schlechten Saison und Playoffspiele, die wir ertragen haben führten zum besten, aber bestimmt zum spannendsten, Super Bowl aller Zeiten, zum ersten Super Bowl, der erst in der Verlängerung entschieden wurde.
Dabei fing auch dieses Spiel an, als wollte es sich nahtlos in den Müll einreihen, den die Saison produziert hatte.
Die Patriots brachten überhaupt nichts Zustande und waren absolut nicht in Super Bowl Form. Ausgerechnet bei einer gelungenen Aktion New Englands zeigten die Schiedsrichter, daß auch sie nicht in Super Bowl Form waren.
Da auch die Falcons nur langsam in Fahrt kamen, endete das erste Viertel mit 0:0.
Dann aber explodierten die Falcons förmlich und die Offense überrannte die Patriots Defense.
Nach dem 13:0 für Atlanta dann die gelungene Aktion der Pats. Beim Extrapunktversuch sprang Safety McClellin über den Guard und verhinderte so die Ausführung des Kicks. Doch die Schiedsrichter hatten eine illegale Formation erkannt und verhängten eine fünf Yards Strafe. „Falsch,“ meinte der Regelexperte von FOX, Mike Pereira. McClellin hatte sich deutlich gegenüber dem linken Guard der Falcons aufgestellt. Das ist legal. Gegenüber dem Center hätte er sich nicht aufstellen dürfen.
Die Falcons durften den Versuch wiederholen und gingen mit 14:0 in Führung.
21:0 hieß es sogar, nachdem Cornerback Robert Alford einen abgefangenen Paß von Tom Brady über 82 Yards zum Touchdown zurückgetragen hatte.
Nachdem schon die 7:0 Führung aus einem Fumble von Running Back LeGarrette Blount heraus entstand, nun also der zweite Ballverlust der unsagbar schlechten Patriots.
Doch New England ging nicht ohne Punkte in die Pause. Nach einem Drive von der eigenen 25 führte Brady seine Offense zumindest noch in Field Goal Reichweite. Stephen Gostkowski traf aus 41 Yards.
Es blieben noch zwei Sekunden auf der Uhr, die mit dem Kickoff ausliefen.
Dank der überlangen Halbzeit, die so ein Super Bowl leider mit sich bringt, und der Tatsache, daß die Patriots zweimal lange den Ball hatten, ohne daß zwischendurch die Offense der Falcons auf dem Feld war, war es exakt 1:08 Stunden in Echtzeit, die Atlantas Angriff nichts zu tun hatte. Und im ersten Drive der zweiten Halbzeit zeigte sich, daß sie etwas eingerostet war. Drei Versuche die nur vier Yards brachten, und New England bekam den Ball schon wieder. Und das in aussichtsreicher Position an der eigenen 47. Doch die Defense der Falcons, der schwächere Mannschaftsteil mit immerhin vier Rookies, hielt wieder und New England mußte auch punten.
Atlanta bekam den Ball an der eigenen 15 und durch gute Läufe von Coleman und Freeman kamen die Falcons bis an die Sechs der Patriots. Die fehlenden sechs Yards lief Running Back Tevin Coleman zum 28:3, da der Extrapunkt saß.
25 Punkte Vorsprung. In Worten fünfundzwanzig, und nur noch 23 Minuten Spielzeit. Das roch nach einem klaren Sieg Atlantas, da die Patriots und bei ihnen ganz besonders Tom Brady, nichts auf die Reihe brachten. Und nur dreimal ist es in Super Bowls Teams gelungen, einen 10 Punkte Rückstand noch aufzuholen.
25 Punkte?
Unmöglich!
NFL Chef Roger Goodell werden die Rocky Mountains vom Herzen gefallen sein. Eine Überreichung der Trophäe an die Patriots schien in weiter Ferne.
Auch die Körpersprache von Tom Brady, der sagenhaft schlecht spielte, drückte Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Mutlosigkeit aus.
ABER!
Nicht so schnell!
Man darf die Haut der Patriots nicht verteilen, bevor sie erledigt sind... ganz erledigt sind.
Was jetzt folgte machte diesen Super Bowl zum Super Bowl aller Super Bowls.
New England punktete im nächsten Ballbesitz. Brady warf einen Paß über fünf Yards zu Running Back James White zum 28:9 Anschluß, da Stephen Gostkowski den Extrapunkt an die rechte Stange knallte.
Dann kam der nächste Fehler von Gostkowski. Beim Onsidekick lief er in die Bahn des Balls und war der erste, der ihn berührte. Atlanta kam an New Englands 41 auf den Platz. Sie erreichten sogar die 32 der Patriots, doch die Defense konnte die Falcons bis zu deren 49 zurückdrängen, durch einen Sack von Van Noy und Flowers.
Überhaupt gab es viele Sacks auf beiden Seiten an diesem Tag. Fünf mal erwischten Atlantas Verteidiger Tom Brady, und genauso oft landete Matt Ryan unter gegnerischen Verteidigern.
Bleiben wir beim 28:9. Zieht man den Extrapunktversuch ab, den die Falcons fälschlicherweise wiederholen durften, und addiert den Fehlschuß Gostkowskis hätte es 27:10 stehen können.
Aber es war nun mal 28:9.
Knapp 10 Minuten waren im letzten Viertel noch zu spielen, da gelang Gostkowski ein Field Goal aus 33 Yards zum 28:12.
Die Defense der Falcons fing an Auflösungserscheinungen zu zeigen und Tom Brady spielte sich in einen Rausch, während Matt Ryan und seiner Truppe nichts mehr gelang.
Sechs Minuten vor Spielende ein Drive von New Englands neun bis an die sechs der Falcons. Brady zu Wide Receiver Danny Amendola, Touchdown. Zeit für den ersten fälligen Zweipunkteversuch. James White nimmt den direkten Snap und läuft in die Endzone, 28:20 nur noch für Atlanta.
Die Falcons kamen dann an die 22 der Patriots und hätten das jetzt machbare Field Goal dringend gebraucht.
Doch Defensive End Trey Flowers konnte Ryan sacken, ein Yard Raumverlust.
Danach gab es eine Holding Strafe gegen die Falcons, weitere 10 Yards im Rückwärtsgang. Von der 45 der Patriots mußten die Falcons dann punten.
New England startete an der eigenen neun mit 3:30 Minuten auf der Uhr und zwei Auszeiten.
Sie erreichten die eins der Falcons, wo es dann einen Wechsel zwischen Amendola und White gab. Zunächst lief White den Yard in die Endzone und Amendola machte mit einem gefangenen Paß die zwei Extrapunkte klar.
28:28, und Atlanta hatte noch 57 Sekunden aber keine Auszeiten mehr.
Es gelang ihnen nichts mehr und der 51. Super Bowl war der erste, der in die Verlängerung mußte.
Die Patriots gewannen den Münzwurf, nahmen den Ball, starteten an der eigenen 25 und marschierten, geführt von einem phantastischen Tom Brady, in die Endzone der Falcons.
Endergebnis 34:28 für New England nach Verlängerung.
MVP des Spiels: Patriots Quarterback Tom Brady. MVP Titel Nr. vier für ihn, und er überholte damit Joe Montana, der es auf drei brachte.
Super Bowl Sieg Nr. fünf für Tom Brady, der jetzt der einzige Quarterback ist, der das große Spiel fünfmal gewinnen konnte.
Und wie sagte der recht lustige Moderator der NFL HONORS Show am Samstag mit Blick auf NFL Commissioner Roger Goodell: „Na, Roger, wir wissen an welchen Finger Tom Brady sich diesen Ring stecken wird.“
Und es kam dann auch, wie es kommen mußte. Die Fans brachen nach dem Spiel in nicht enden wollenden ohrenbetäubenden Jubel aus. Als Goodell die Trophäe nahm, um sie an Teambesitzer Robert Kraft zu überreichen, wurde aus dem ohrenbetäubenden Jubel ein ohrenbetäubendes Buh. Goodell konnte seine eignen Worte nicht mehr verstehen und verließ das Podium dann auch recht schnell.
Bleiben noch ein paar Statistiken zu erwähnen und ein paar Verletzungen.
Quarterback Bilanzen:
Tom Brady: 43 von 62 für 466 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Matt Ryan: 17 von 23 für 284 Yards, 2 Touchdowns.
Bester Running Back der Patriots LeGarrette Blount mit 31 Yards
Bei den Falcons war es Devonta Freeman mit 75 Yards und 1 Touchdown.
Bester Receiver
Patriots: Running Back James White mit 110 Passyards und 1 Touchdown.
Falcons: Julio Jones mit 87 Yards und zwei phantastischen Fängen knapp an der Auslinie.
Den besten Catch hatte allerdings Patriots Wide Receiver Julian Edelman. Der Ball in seine Richtung wurde von Cornerback Alford in die Luft geschlagen. Edelman blieb konzentriert und griff nach dem Ball. Zentimeter über dem Gras bekam er ihn zu fassen, bedrängt von drei Verteidigern. Das war ein Catch für die Geschichtsbücher.
Und verletzt ausgeschieden waren: Falcons Running Back Tevin Coleman, linker Knöchel.
Falcons Offensive Tackle Ryan Schazier, Knöchel.
Patriots Running Back Dion Lewis, Oberschenkel.

Scoring:

1.

2.

3.

4.

-

ges

Panthers

0

7

0

3

-

10

Broncos

10

3

3

8

-

24

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Ehe sie in Vergessenheit geraten. Hier sind noch die etwa 30 Rekorde, die in Super Bowl LI ein- oder aufgestellt wurden:
Neue Rekorde

- Die meisten Auftritte eines Head Coaches: Bill Belichick (7)

- Die meisten Siege eines Head Coaches: Bill Belichick (5)

- Die meisten Pass Touchdowns in der Karriere: Tom Brady (15)

- Die meisten Auftritte eines Teams: Patriots (9)

- Die meisten First Downs in einem Super Bowl: New England Patriots (37)

- Die meisten First Downs in einem Super Bowl durch Pässe: New England Patriots (26)

- Die meisten offensiven Spielzüge in einem Super Bowl: New England Patriots (93)

- Die meisten First Downs in einem Super Bowl von beiden Teams: Falcons und Patriots (54)

- Die meisten First Downs durch Pässe in einem Super Bowl von beiden Teams: Falcons und Patriots (39)

- Die meisten Passyards in einem Super Bowl von beiden Teams: Falcons und Patriots (682)

- Die meisten Auszeichnungen als Super Bowl MVP: Tom Brady (4)

- Die meisten Passversuche: Tom Brady (62)

- Die meisten vervollständigten Pässe: Tom Brady (43)

- Die meisten Passyards: Tom Brady (466)

- Die meisten Passversuche in der Karriere: Tom Brady (309)

- Die meisten vervollständigten Pässe in der Karriere: Tom Brady (207)

- Die meisten Passyards in der Karriere: Tom Brady (2.071)

- Die meisten Passyards gefangen als Running Back: James White (110)

- Die meisten gefangenen Pässe in einem Super Bowl: James White (14)

- Die meisten erzielten Punkte in einem Super Bowl: James White (20 - drei Touchdowns, 1 Zweipunkteversuch)
 

Eingestellte Rekorde

- Die meisten Siege im Super Bowl: Tom Brady (5)

- Die meisten Sacks in einem Super Bowl (seit 1982): Grady Jarrett, Atlanta Falcons (3)

- Die meisten 2-Punkte Versuche in einem Super Bowl: Patriots (2)

- Die meisten 2-Punkte Versuche in a Super Bowl, beide Teams: Falcons und Patriots (2)

- Die meisten First Downs durch Strafen: Patriots (4)

- Die meisten Touchdowns: James White (3)

 

 

New England

Atlanta

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