sb50-programmheft

Dienstag, 9. Februar 2016

Super Bowl 50 - Die Nachlese
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Also sprach John Elway (Bild): „Die ist für Pat.“
Dabei hielt der General Manager der Broncos die Vince Lombardi Trophäe in die Höhe.
Vor 18 Jahre, als die Broncos zum ersten Mal den Super Bowl gewannen, sagte Teambesitzer Pat Bowlen: „Die ist für John,“ und übergab die Trophäe an den damaligen Quarterback John Elway.
Elway erwiderte diese Geste am Sonntag für den an Alzheimer erkrankten Teambesitzer, der zur Zeit im Krankenhaus liegt.

Zeit, noch ein paar Zahlen und Fakten zum 50. Super Bowl nachzuliefern.
194 Yards an Offense erzielten die Denver Broncos. Das ist Super Bowl Minusrekord für das Siegerteam.
Mit 39 Jahren war Broncos Quarterback Peyton Manning der älteste Spieler, der je auf dieser Position im Super Bowl startete.
Peyton Manning wurde auch der erste Quarterback, der als Starter mit zwei verschiedenen Teams den Super Bowl gewann.
Wenn Peyton Manning wirklich sein letztes Rodeo bestritten haben sollte, würde er mit folgenden Statistiken in den Ruhestand treten: Siege (Reguläre Saison und Playoffs) 200, Platz 1, Passyards 79.279, 1., Touchdownpässe 579, 1., MVP Titel 5, 1., Pro Bowls 14, 1. Super Bowl Siege 2, Platz 5.
Noch nie wurde in einem Super Bowl ein Punt zum Touchdown zurückgetragen. Am Sonntag konnten die Panthers Jordan Norwood kurz vor der Endzone stoppen, nachdem er aber mit 61 Yards einen neuen Puntreturn-Rekord im Super Bowl aufgestellt hatte.
12 Sacks erzielten beide Teams zusammengenommen, so viele wie noch keine zwei Teams zuvor.
Gary Kubiak ist der erste Head Coach, der den Super Bowl als Spieler und Head Coach mit dem selben Team gewann. Kubiak war vor 18 Jahren Ersatzmann für John Elway.

Tausche Rekord gegen Sieg. So könnte Kony Ealy denken.
Der Defensive End der Panthers erzielte drei Sacks. Damit steht er zusammen mit Cardinals Defensive Tackle Darnell Dockett und Defensive End Reggie White auf Platz 1 der Super Bowl Rekordliste.
Zusätzlich fing er einen Paß von Peyton Manning ab und erzwang einen Fumble. Mehrere Sacks und eine Interception, das hatte vor ihm noch niemand in einem Super Bowl.
Doch was bedeutet das schon, wenn man verloren hat?

Nach Siegen tanzte er und sein Redefluß konnte nicht gestoppt werden.
Nach der Niederlage im Super Bowl zeigte sich Panthers Quarterback Cam Newton als äußerst schlechter Verlierer, der bei der Pflicht-Pressekonferenz kaum ein Wort sagte und dessen Körperhaltung nur ausdrückte: „Ihr könnt mich doch alle mal,“
Nach etwas mehr als zwei Minuten stand der arrogante Liga MVP der Saison 2015 auf, und verließ ohne ein weiteres Wort das Podium.
Heute weiß man, was ihn dazu getrieben hat, oder haben könnte. Die einzelnen Sektionen im Presseraum waren nur durch Vorhänge voneinander getrennt. Und so konnte der sich selbst als unschlagbaren Superman ansehende Newton mit anhören, was Broncos Cornerback Chris Harris über ihn sagte. Harris meinte: „Wir wollten, daß Cam paßt. Wir wußten, daß wir ihn dann da hatten, wo wir ihn haben wollten. Wir wollten das Laufspiel rausnehmen und den Ball in Cams Hände legen, dann hatten wir die Oberhand. Wir wußten, daß Newton keine 80 Yards gegen unsere Defense überwinden konnte. Ich, Aqib Talib und Bradley Roby, wir wußten, daß er gegen uns nicht passen kann.“
Und dann stand Cam Newton auf und ging.
Was er nicht mehr hörte war: „Habt ihr Leute ihn heute tanzen sehen? Er sah uns tanzen,“ sagte Harris lachend.

„Sie wollen berühmt sein, wir wollen Champions sein. Sie wollen Rapper sein und Ersatz-Tänzer, wir wollen Football spielen“ auf diesen Nenner brachte es Broncos Safety TJ Ward nach dem Sieg gegen Carolina.
Er nahm damit Bezug auf den Trashtalk der Panthers vor dem Super Bowl.
Ward fuhr fort, daß man die Panthers vor dem Spiel ihre Sprüche hat machen lassen. Derweil hätten die Broncos sich darauf vorbereitet, die Pads und Helme sprechen zu lassen.

Super Bowl 50 war das meistgesehene Programm in der Geschichte des US amerikanischen Fernsehens. 167 Millionen Zuschauer hatten am Sonntag CBS eingeschaltet.
CBS hält auch Platz zwei der ewigen Bestenliste mit Super Bowl XLVII zwischen den Ravens und den 49ers mit 164 Millionen Zuschauern.
Sat1 hat sich in Spitzenzeiten zur ersten Halbzeit über fast 2 Millionen Zuschauer freuen können. Ein unglaublicher Erfolg, besonders wenn man bedenkt, wer da kommentiert hat.

Was war mit Eli Manning los?
Eifersucht?
Die Kameras hatten die Loge der Mannings im Bild, als die Broncos gerade den Touchdown zum Sieg erzielt hatten.
Alle Mannings waren aus dem Häuschen, jubelten, sprangen auf und ab, umarmten sich.
Alle Mannings?
Nein, Eli sah aus, als hätte ihm gerade jemand seinen Lieblingsteddy in den Müll geworfen hätte.
Wer zu früh jubelt, kann noch böse erwischt werden. Es war noch lange zu spielen und man weiß wie schnell zwei Touchdowns in einem Spiel erzielt werden können.
Also blieb Eli Manning erstmal skeptisch. Zumal der Touchdown ja noch von den Videoschiedsrichtern bestätigt werden mußte.
Und so wurde Eli Manning zum Facebookgespött, weil er skeptisch blieb.
Daß er seinem älteren Bruder den zweiten Super Bowl Sieg nicht gönnte, könnte unwahrer nicht sein. Und so sah auch Peyton das und sagte, daß er im umgekehrten Fall auch so wie sein Bruder reagiert hätte.

Nach der Saison ist vor der Saison.
Die beginnt in 214, 213, 212 Tagen am 8.9. mit einem Spiel in Denver. Wer könnte da der mögliche Gegner sein?
Natürlich einer der drei Divisionsrivalen, klar, aber gibt es da nichts besseres?
Die Houston Texans, Indianapolis Colts, New England Patriots, Atlanta Falcons, und die... Carolina Panthers wären da noch auf dem Plan.
Wäre das nicht was, wenn die neue Saison mit der Paarung begänne, mit der die letzte endete?

 

Montag, 8. Februar 2016

Super Bowl 50
manning-tropy-sb50-3Das war eines Jubiläums Super Bowls würdig. Auch wenn Offense Fans nicht auf ihre Kosten kamen, was die Spannung anging und die phantastische Arbeit der Broncos Defense, war es eines Jubiläums Super Bowls würdig.
Denvers Defense reduzierte Superman Cam Newton auf Normalmaß. Denvers Offense konnte in dieser Saison eh Niemanden erschrecken, und so hatte Carolinas Defense mit Peyton Manning (Bild) und Co. nicht die geringsten Probleme.
So war es dann auch die Defense der Broncos, die den ersten Touchdown erzielte. Die Nr. 2 der Draft von 2011, Linebacker Von Miller, erwischte die Nr. 1 der Draft von 2011, Panthers Quarterback Cam Newton, an Carolinas vier Yardslinie und schlug ihm den Ball aus der Hand. Defensive End Malik Jackson eroberte den Ball in der Endzone und Denver hatte die 10:0 Führung, nachdem sie im ersten Drive bereits ein Field Goal erzielen konnten.
Diesem Touchdown vorausgegangen war allerdings ein katastrophaler Fehler der Schiedsrichter. Beim ersten Versuch und 10 an der eigenen 15 traf Newton Wide Receiver Jericho Cotchery mit einem Paß über die Mitte zum neuen ersten Versuch. Die Schiedsrichter werteten den Paß als nicht gefangen. Carolinas Head Coach Rivera warf die rote Flagge und in den Zeitlupenwiederholungen war deutlich zu erkennen, daß der Ball zu keinem Zeitpunkt den Boden berührte. Die Szene erinnerte an den Zirkusfang des Steelers Wide Receivers, der in der Endzone einen Überschlag machte und dabei nie den Ball losließ.
Doch was hunderte Millionen von Fernsehzuschauern sahen, sahen die Schiedsrichter nicht. Sie gaben den Ball als nicht gefangen.
Dieser mögliche First Down, der Carolina genommen wurde, könnte das Spiel entschieden haben. Daß Kicker Graham Gano im dritten Viertel einen Schuß aus 44 Yards genau an den rechten Pfosten knallte, war auch nicht hilfreich. Da stand es 13:7 für Denver und der Anschluß wäre wichtig gewesen. Statt dessen kamen die Broncos dank der guten Plazierung auf dem Feld anschließend selber in Field Goal Reichweite und zogen auf 16:7 davon.
Doch abgesehen davon hatten die Panthers natürlich noch weitere Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden, allerdings scheiterten sie immer wieder an sich selber mit zu vielen Ballverlusten und zu vielen Strafen.
Denvers Defense bewies eindrucksvoll, daß man Superman zu Loserman machen kann, wenn man ihn gehörig unter Druck setzt. Es war erstaunlich, daß die Verteidigung nicht außer Atem kam, denn Denvers Offense gab ihnen keine Zeit zum Luftholen. Die Defense der Panthers hatte keine Probleme damit, Denvers Offense immer wieder nach drei Versuchen wieder vom Platz zu schicken, zu schwach waren Manning und die Seinen.
Da wäre ein Blick auf die Bilanzen der Quarterbacks interessant:
Cam Newton: 18 von 41 für 265 Yards, 1 Interception, 2 Fumbles.
Peyton Manning: 13 von 23 für 141 Yards, 1 Interception, 1 Fumble.
Beides absolut unterirdische Statistiken. Die eine einer großartigen Defense geschuldet, die andere dem eigenen Unvermögen.
Aber... Defense wins Championships, und so ging Denver als verdienter 24:10 Sieger vom Platz.
Und es ist dann auch ein Verteidiger, der zum wertvollsten Spieler des Super Bowls gewählt wurde, Linebacker Von Miller. Er erzielte 2,5 Sacks, bei denen Newton beide Male den Ball verlor, und sechs Tackles.
Peyton Manning war nach seinem zweiten Sieg im vierten Super Bowl zu Emotional, um über seine Zukunft entscheiden zu wollen. Doch mit diesem Sieg bekam er sein volles Gehalt für 2015 noch zusammen. Vor der Saison verzichtete er auf $4 Millionen, damit andere gute Spieler geholt und gehalten werden konnten. Nach dem Sieg im AFC Endspiel bekam er die ersten $2 Millionen davon aufs Konto, nach dem Sieg im Super Bowl die zweiten $2 Millionen.
Doch was für einen besseren Abgang könnte es für den 39 Jahre alten Sheriff geben, als mit dem zweiten Ring in den Ruhestand zu treten?
Nach dem Spiel bewies der entzauberte Liga MVP, Panthers Quarterback Cam Newton, noch ein weiteres Mal eindrucksvoll, warum viele Leute ihn nicht ausstehen können. Er gab sich bei der Pressekonferenz als schlechter Verlierer und gab patzige, einsilbige Antworten und verschwand nach nicht einmal zwei Minuten auf einmal einfach. Marshawn Lynch ließ grüßen.
Da meinte denn auch NFL Network Mitarbeiter Deion Sanders, daß das absolut nicht OK war.
Bleiben noch ein paar Verletzungen zu vermelden.
Im ersten Viertel verletzte sich Panthers Running Back Jonathan Stewart am linken Knöchel. Zwar konnte er nach kurzer Pause weiterspielen, aber nicht mit voller Kraft.
Panthers Wide Receiver Philly Brown, Gehirnerschütterung.
Broncos Linebacker Shaquil Barrett, Gehirnerschütterung.

Scoring:

1.

2.

3.

4.

-

ges

Panthers

0

7

0

3

-

10

Broncos

10

3

3

8

-

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