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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Samstag, 29. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 3 - Teil 1
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Zurück auf dem Boden ist man in Tennessee. Rookie Quarterback Marcus Mariota (Bild) und seine Offense wurden von den Chiefs nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen.
Mariota hat nach drei Vorbereitungsspielen noch keinen Touchdownpass geworfen. 7 von 11 für 99 Yards und drei Läufe für 22 Yards lautete seine gestrige Bilanz.
Anders dagegen Alex Smith. Der Quarterback der Chiefs ist eigentlich nur dazu da, das Spiel nicht zu vergeigen. Doch gegen die Titans Defense konnte Smith frei aufspielen. Gegenwehr war kaum vorhanden.
In der ersten Angriffsserie überwanden die Chiefs 80 Yards in acht Spielzügen und beendeten den Drive mit einem 29 Yards Touchdownpass von Smith zu Jeremy Maclin.
Der Extrapunkt dürfte Roger Goodell gefallen haben, denn der segelte an der Torstangen vorbei. Ein Hoch auf die neue Extrapunktregel.
Wenn in Woche drei der Vorbereitungsspiele tatsächlich die Teams auflaufen, die auch in der Saison starten sollen, dann sieht es für Tennessee so aus, als würde sich zu den Vorjahren nicht viel ändern. Die Offense stottert und die Defense... welche Defense?
Kansas City verwandelte acht seiner 10 dritten Versuche, mußte niemals punten und erzielte mit 432 zu 238 beinahe 200 Yards mehr an Offense.
Das erste Saisonspiel gegen die Buccaneers dürfte schon Richtungweisend sein, wo die Titans beim Kampf um die erste Wahl in der nächsten Draft landen werden.
Bei den Chiefs verletzte sich Wide Receiver Albert Wilson an der Schulter. Titans Safety DaNorris Searcy verletzte sich am linken dicken Zeh.
Bei den Beiden stehen heute weitere Untersuchungen an, um festzustellen, wie schwer die Verletzungen sind.

 

2 Interceptions, 1 Touchdown, Feierabend.
Das war der wenig erbauliche Arbeitstag von Tom Brady gestern.
Der Quarterback der Patriots trifft sich am Montag wieder mit der Ausgeburt des Bösen, also Roger Goodell, vor Gericht. Vorher spielte er noch ein wenig gegen die Panthers, mit durchwachsenem Erfolg. Den hat er hoffentlich am Montag.
Seine letzte Serie, die über 80 Yards ging, konnte er dann aber doch noch erfolgreich abschließen, mit einem 18 Yards Touchdownpass auf Tight End Scott Chandler.
Die besten Waffen des Receiver-Arsenals waren nicht beteiligt. Tight End Rob Gronkowski und die Wide Receiver Brandon LaFell und Julian Edelman sahen nur zu.
Jimmy Garoppolo, der zur Zeit ja immer noch als Starter für die ersten vier Saisonspiele gelistet ist, vervollständigte 13 seiner 17 Pässe für 126 Yards und 1 Touchdown.
Panthers Quarterback Cam Newton konnte seine Offense nur zu zwei Field Goals führen, bevor er seinem Ersatzmann Platz machte.
Als hätte Newton nicht schon genug Probleme mit seinen Pässen, verletzte sich auch noch Wide Receiver Jericho Cotchery an der Leiste. Wie schwer er verletzt ist, soll heute herausgefunden werden.
Bei den Patriots mußte ihr einziger Fullback im letzten Viertel vom Platz getragen werden. Er verletzte sich an einem Bein.
Tackle Sebastian Vollmer nahm sich selber aus dem Spiel und sprach mit den Medizinern des Teams. Er kam nicht ins Spiel zurück.

Kurzberichte
Kommando zurück: Die Redskins dürfen, Quarterback Robert Griffin III doch nicht von der Ravens Defense über den Platz prügeln lassen.
Zwar hatte er nach seiner Gehirnerschütterung zunächst das OK bekommen, wieder spielen dürfen, doch der behandelnde Neurologe korrigierte sein Untersuchungsergebnis und will RG3 in frühestens einer Woche noch mal untersuchen.
Die Verletzung hatte Griffin III sich letzte Woche gegen Detroit zugezogen, nachdem er nur 2 seiner 5 Pässe vervollständigen konnte, zweimal den Ball verlor, dreimal gesackt wurde und noch einige weitere Hits einstecken mußte.

Texans Head Coach Bill O`Brien ließ den Langschläfer Ryan Mallett am Freitag mit der dritten Garnitur trainieren.
Diese Strafmaßnahme war es dann aber auch, sagte er in der Pressekonferenz nach dem Training.
Quarterback Mallett ist, wenn er ausgeschlafen ist, immer noch wenigstens die Nr. 2 im Kader.

Freitag, 28. August 2015

Kurzberichte
tomlin-mike-2002Am Donnerstag sagte Steelers Head Coach Tomlin (Bild), daß die Chance besteht, daß Maurkice Pouncey in der laufenden Saison zurückkehren könnte.
Der Center mußte an einem gebrochenen Knochen im linken Fußgelenk operiert werden.
Die Steelers setzen ihn noch nicht auf die Verletztenliste, die seine Saison beenden würde. Sie wollen erst abwarten, wie sein Heilungsprozeß verläuft. Sie hoffen, daß er in Woche neun wieder dabeisein kann.
Bis dahin wird Cody Wallace als Center eingesetzt und Doug Legursky ist sein Ersatzmann.

Die NFL suspendierte Steelers Wide Receiver Martavis Bryant für vier Spiele, weil er gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat.
Bryant legte Berufung gegen die Sperre ein.

Die Footballfans haben ein neues (altes) Hassobjekt, Michael Vick.
Auch nach so langer Zeit, nachdem der Quarterback seine Strafe wegen Tierquälerei verbüßt hat, kennt der Haß gegen ihn kein Halten.
Es heißt in Kreisen von Fans, die nicht gerade zu den Steelers Fans zu zählen sind, daß in Pittsburgh jetzt mit Ben Roethlisberger und Michael Vick das meistgehasste Quarterback Duo der Liga zusammen spielt.
Werfen wir noch Running Back LeVeon Bell in den Mix, kommt folgender Witz heraus, den ich gerade gelesen habe, den ich nicht gut finde, den ich aber entgegen meiner tiefsten Überzeugung doch wiedergeben muß: „Kommen ein Drogensüchtiger, ein Vergewaltiger und ein Tierquäler in eine Bar... Die Steelers müssen in der Stadt sein.“
Für die, die der NFL noch nicht so lange folgen, die Erklärung: Quarterback Ben Roethlisberger war zweimal wegen Vergewaltigung angezeigt, kam aber nach Vergleichen immer ohne Verurteilung davon.

OK, für Jets Fans habe ich auch noch einen: „Ein Jets Fan rettete ein kleines Mädchen aus den reißenden Fluten des Hudsons.
Abends erschien dem tapferen Fan eine Fee, die ihm zwei Wünsche erfüllen wollte. Als erstes wünschte sich der Mann eine Million Dollar. „Kein Problem,“ meinte die Fee, wedelte mit ihrem Zauberstab und die Million war da.
Als zweites wünschte der Fan sich das ewige Leben. „Das,“ so die Fee, „höre ich immer wieder. Doch den Wunsch nach dem ewigen Leben kann ich Dir nicht erfüllen.“
Der Fan überlegt und sagt dann: „Dann möchte ich erst sterben, nachdem die Jets den Super Bowl gewonnen haben.“
„Du mieser kleiner Drecksack,“ erwiderte die Fee und wedelte mit ihrem Zauberstab.

Letroy Guion wird die ersten drei Spiele der Packers verpassen.
Der Defensive Tackle war mit Marihuana erwischt worden, was ihm eine Suspendierung über drei Spiele einbrachte.
Seine Berufungsverhandlung gegen die Höhe der Strafe verlief erfolglos.

Die 49ers haben Ahmad Brooks von allen Teamaktivitäten entschuldigt und ihn nach Hause geschickt, nachdem er von Staatsanwälten in Santa Clara County, California, der sexuellen Belästigung bezichtigt wurde.
Die NFL untersucht den Fall und wird demnächst ihre Bewertung und ihr Urteil bekanntgeben.
Brooks bleibt noch im 90 Mann Kader der Vorbereitungsphase. Was beim demnächst anstehenden Schnitt der Kader auf 75 Mann passiert bleibt abzuwarten.

Die dritte und entscheidende Testspielwoche beginnt heute.
Im dritten Vorbereitungsspiel starten oft die Formationen, die die Trainer auch am ersten Spieltag auf dem Platz sehen wollen.
Ob das auch im Fall EJ Manuel so ist, ist allerdings nicht gesagt.
Bills Head Coach Rex Ryan läßt den Quarterback am Samstag gegen die Steelers starten. Eine Eintrittskarte zum ersten Saisonspiel ist das aber nicht.
Ryan sagte, daß er alle drei Quarterbacks am Samstag mit der ersten Offense spielen lassen möchte.

Ryan Mallett hat keine Lust mehr auf Training.
Nachdem Texans Head Coach O`Brien Brian Hoyer zu Starter krönte, scheint Mallett der Antrieb zu fehlen.
Am Donnerstag verpaßte er das Training, weil er verschlafen hatte.
Mallett zeigte sich sehr enttäuscht als er von der Entscheidung seines Head Coaches für Hoyer erfuhr, und sagte das auch in jedes Mikrofon, das man ihm entgegenhielt. Er hätte so hart gearbeitet, um den Starterposten zu erobern und es wäre unfair, Hoyer ihm vorzuziehen.
Doch die Entscheidung des Head Coaches steht. Also, schlafen Sie gut, Herr Mallett.

Giants Safety Nat Berhe wurde an einer Wade operiert und für ihn könnte die Saison bereits beendet sein, wie es heißt.

Eine Oberschenkelverletzung plagt Emmanuel Sanders seit drei Wochen.
Broncos Head Coach Kubiak hofft, daß der Wide Receiver bis zum Saisonstart wieder einsatzbereit sein wird. In den letzten beiden Testspielen wird Sanders eher nicht mehr antreten.

Redskins Quarterback Robert Griffin III hat die Erlaubnis, sich am Samstag von der Verteidigung der Ravens über den Platz prügeln zu lassen. Ein unabhängiger Neurologe hat Griffin III nach seiner Gehirnerschütterung als geheilt erklärt.

Bei den Seahawks litt Linebacker Bruce Irvin an einer Gehirnerschütterung. Auch er durchlief erfolgreich das Gehirnerschütterungsprotokoll und darf wieder spielen.

Donnerstag, 27. August 2015

Kurzberichte
bennett-martellusMichael Bennett regte sich öffentlich darüber auf, daß mittelmäßige Quarterbacks neunstellige Summen kassieren. Da wollte sein Bruder Martellus (Bild) nicht zurückstehen.
Der Tight End der Bears fragte: „Warum denkt eigentlich jeder, daß der Quarterback der Anführer ist.“
Und er kennt sich nun wirklich mit mittelmäßigen Quarterbacks aus, spielt er doch mit der Flitzfluse Jay Cutler zusammen.
Cutler ist nun wirklich der am Meisten überbezahlte Quarterback, den es je in der NFL gab.
„Die Offense zu führen, oder das Team, das sind zwei ganz verschiedene Sachen,“ meinte Bennett. „Manchmal mag ich Cutty, manchmal nicht. Es gibt Veteranen, denen die Mitspieler folgen. Und dann gibt es Typen, die die Offense anführen, die Formation ansagen und die Spielzüge runterspulen.“
Klar, damit kann nur Cutler gemeint sein.
Doch, so schlimm das auch für Bennett, die Bears und deren Fans ist, Cutler ist der Quarterback. Daran ändert auch Bennetts Kritik nichts.
Leider!
Aber vielleicht schafft der neue Trainerstab ja, was noch niemandem zuvor gelang, und Cutler zeigt endlich das Potential, das in ihm steckt?
Wer lacht da?

Osi Umenyiora hätte gerne noch weitergespielt, aber nur für die Giants.
Wie es heißt, hat der 33-jährige Defensive End ein Angebot der Jets ausgeschlagen. Statt dessen hat er einen Zweitagesvertrag bei den Giants unterschrieben, um als Mitglied dieses Teams, für das er von 2003 bis 12 spielte, in den Ruhestand zu treten.
Nach zwei unterdurchschnittlichen Saisons bei den Falcons wurde er dort im März entlassen. Seitdem hat er darauf gewartet, daß die Giants ihn noch mal kontaktieren. Das taten sie nicht. Deshalb trat er an den Club heran, um als Giant vom Football zurückzutreten.

49ers Linebacker Ahmad Brooks und der ehemalige 49ers Defensive End Ray McDonald müssen sich nun vor Gericht verteidigen.
Die beiden stehen unter dem Verdacht, letzten Dezember eine Frau sexuell angegriffen zu haben.
Als der Prozeß gegen McDonald begann, der angeklagt ist, eine unter Drogen gesetzte Frau vergewaltigt zu haben, belasteten die Anwälte des Opfers Brooks damit, das Opfer vorher sexuell belästigt zu haben.
Die 49ers gaben bekannt, daß sie die Sache mit der NFL zusammen abklären wollen. Ahmad würde zurück in sein Haus in Kalifornien fahren und nicht am Spiel am Samstag teilnehmen.
Die Höchststrafe für McDonalds wäre acht Jahre Gefängnis, für Brooks sechs Monate.

Schlechter Einstand für Kurt Warner.
Der Quarterback, der mit den Rams den Super Bowl gewann, nahm den Job des Offensive Coordinators an der Desert Mountain High (Scotsdale, Arizona) an.
Da ist einer seiner Söhne Junior Wide Receiver.
Warners erster Einsatz ging nach der Verlängerung mit 20:14 an den Gegner aus Queen Creek.
Warner ließ sein Team 45 Pässe werfen und 10 mal laufen.

Nur einige Stunden, nachdem die Broncos Kicker Connor Barth gefeuert hatten, hatte er einen neuen Arbeitgeber.
Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $2,75 Millionen bei den Tampa Bay Buccaneers. Da kickte er schon von 2009 bis 13.
Die Bucs waren wohl mit den Leistungen von Patrick Murray nicht zufrieden, der bisher zwei Field Goals und einen Extrapunkt verschoß.
Denver wird mit Brandon McManus in die Saison gehen, der 2014 nur 69,2% seiner Field Goal Versuche verwandeln konnte.

Rex Grossman hat bei den Falcons unterschrieben.
Der Quarterback bekam einen Einjahresvertrag über dessen Finanzen noch nichts bekannt wurde.

Joe Buck, Fox Kommentator an der Seite von Troy Aikman, hat einen Verdacht.
Auf Twitter zieht er gegen Rams Besitzer Stan Kroenke zu Felde. In einem seiner Posts klagt Buck Kroenke an, die Rams absichtlich zu schwächen, um den Umzug nach Los Angeles voranzutreiben.
Buck schrieb: „Saug das Leben aus einem Team, bring es zu Boden, erhöhe die Eintrittspreise, und sag dann, daß es nicht mehr unterstützt wird und mach Dich davon. Gutes Beispiel für die NFL zu feiern SCHERZ!“
Und es folgten noch mehrere solcher Botschaften.
Man kann Buck mögen oder nicht, aber in dem Fall würde ich ihm mal Recht geben.
Kroenke tut wirklich nicht viel, um die Rams wettbewerbsfähig zu machen. Es könnte tatsächlich Kalkül dahinter stecken.

Die Verletzungswelle ebbt nicht ab. Auch gestern gab es wieder einen bemerkenswerten Ausfall zu beklagen.
Redskins Linebacker Junior Gallette zog sich beim Training eine gerissene Achillessehne zu.
Gallette war in den letzten zwei Saisons mit 22 Sacks der beste Paß-Rusher der Saints. Die Redskins setzten große Hoffnungen in ihn. Doch seine Saison ist jetzt bereits vorbei.

Nicht ganz so schlimm steht es um Johnny Manziel.
Der, ja, nennen wir ihn jetzt Quarterback, der Cleveland Browns hat Schmerzen im Ellenbogen des Wurfarms. Im nächsten Vorbereitungsspiel wird er wohl nicht antreten.

Jadeveon Clowney ist sich sicher, daß er im ersten Saisonspiel spielen kann.
Der Linebacker der Texans hat sich von seiner Knieoperation erholt, und steigt voll ins Training ein.

Julian Edelman weiß noch nicht, wann er wieder ins Geschehen eingreifen kann.
Der Wide Receiver der Patriots ist an einem Bein verletzt, konnte am Mittwoch aber wieder ein leichtes Training absolvieren.

Mittwoch, 26. August 2015

Kurzberichte
bennett-michael2„Wenn ich Miamis Ryan Tannehill wäre und höchstens sieben Spiele gewonnen hätte, wie könnte ich dann dafür $100 Millionen bekommen?“ fragen sich nicht nur unzählige Footballfans, sondern in diesem Fall Michael Bennett (Bild).
Der Defensive Lineman der Seahawks zog schwer vom Leder über die unverhältnismäßig hohen Gehälter vieler mittelmäßiger Quarterbacks.
„Quarterback ist die einzige Position in der NFL auf der Du mittelmäßig sein kannst und hoch bezahlt wirst,“ fuhr er fort. „Auf keiner anderen Position darfst Du nur Mittelmaß sein.
Da gibt es einige mittelmäßige Quarterbacks in der NFL die viel Geld machen. Nimm einen Typen wie Sam Bradford - er hat niemals wirklich gespielt in den letzten drei Jahren, aber er machte mehr Geld als die meisten Typen in der NFL.“
Was ihn auch wurmt, sind die besonderen Schutzmaßnahmen für Quarterbacks. Bennett meinte, daß er in jedem Spiel öfter in Höhe der Knie angegriffen wird, deshalb könne er nicht verstehen, warum Bradford so rumheult, daß Terrell Suggs ihn an den Knien angegriffen hat. Footballspieler würden dort gehittet, warum nicht auch Quarterbacks?
Bennett läßt klar durchblicken, daß er mit seinen $28,5 Millionen nicht zufrieden ist, die er in dieser Saison dafür bekommt, Quarterbacks zu Boden zu bringen. Er würde mehr verdienen, wenn er einer von denen wäre.
Klingt so, als wäre der Mann auf einer Mission. Gegnerische Quarterbacks sollten sich warm anziehen, wenn sie gegen ihn antreten müssen.

Bleiben wir bei mittelmäßigen Quarterbacks und zwar bei einem, der nicht neunstellig bezahlt wird.
Michael Vick hat einen Einjahresvertrag bei den Steelers unterschrieben. Die brauchten einen Ersatzmann für Ersatz- Quarterback Bruce Gradkowski, der sich gegen die Packers an einer Hand und Schulter verletzte. Am Dienstag wurde er an einem Finger operiert und seine Saison ist beendet.
Über das Gehalt Vicks wurde nichts bekanntgegeben, doch es wird nicht überhöht sein.

Nachdem die Steelers-Fans von der Verpflichtung Vicks erfuhren, schwoll ihnen der Kamm. Sofort setzte jemand eine Petition ins Netz unter dem Titel: Sagt Nein zu Michael Vick im Team der Pittsburgh Steelers.
Und was dann im Text folgte, habe ich von Bing übersetzen lassen, damit Niemand sagen kann, ich hätte in die Übersetzung etwas hineininterpretiert, das dort nicht stand. Hier also die automatische Übersetzung: „Michael Vick ist ein verurteilter Verbrecher und keine-Klasse Stück Scheiße. Er ist auch eine schreckliche QB, weshalb er keine Mannschaft hat. Lasst uns vereint als Steeler Ventilatoren - als NFL-Fans - und ihn daran hindern, in unserem Team zu spielen! Steelers-Fans vereint! Melden Sie sich Vick davon abhalten, jemals die begehrte Steelers-Uniform tragen!!“
Lustig... Fans mit Ventilatoren übersetzen. Zwar nicht falsch, aber in diesem Kontext eher doch.
Ich habe dann mal Win, Loss, Tie eingegeben und heraus kam Gewinn, Verlust, Krawatte... auch nicht schlecht.

Die Steelers waren nach der Verletzung von Maurkice Pouncey ja auch gezwungen, sich nach einem Center umzusehen.
Den fanden sie in Doug Legursky. Der 29-jährige wurde in Frankfurt geboren und spielte schon von 2008-12 bei den Steelers.
Seinen ersten Einsatz als Center in der NFL hatte er in Super Bowl XLV, als er für den verletzten Pouncey aufs Feld mußte.

Gleich das Kreuzband und das Innenband riß sich Cowboys Cornerback Orlando Scandrick.
Er zog sich die Verletzung in seinem rechten Knie am Dienstag beim Training zu, als er unglücklich unter Rookie Wide Receiver Lucky Whitehead landete.
Für ihn ist die Saison beendet.

Die Patriots holten sich Offensive Tackle/ Tight End Michael Williams von den Eagles. Philadelphia erhält dafür eine noch näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit New Englands in der nächsten Draft.

Die Eagles setzten Evan Mathis vor die Tür und die Broncos verpflichteten ihn
Der zweimalige Pro Bowl Guard unterschrieb für ein Jahr und $4 Millionen.
Mathis hatte zuvor ein $5,5 Millionen Angebot eines anderen Teams abgelehnt, weil er lieber bei einem wettbewerbsfähigen Team spielen wollte.
Möglich wurde die Verpflichtung, weil Quarterback Peyton Manning vor einiger Zeit einer Gehaltskürzung über $4 Millionen zugestimmt hatte.
Geld, das man jetzt gut verwenden konnte.

Nach 10 Jahren in der NFL hat Chris Myers genug.
Der ehemalige Center der Texans und Broncos spielte zweimal im Pro Bowl.
Nachdem die Texans ihn im März gefeuert hatten, hätten zwar ein paar Teams Interesse an ihm gezeigt, doch, so sagte Myers im Radio, er hätte kein Verlangen mehr danach Football zu spielen. Deshalb würde er in den Ruhestand treten.

Dienstag, 25. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 2 - Teil 5
winston-jameis3Auch die zweite Woche der Vorbereitungsspiele ist geschafft.
Das letzte Spiel war ein Monday Night Football Spiel. Die Nr. 1 der letzten Draft, Buccaneers Quarterback Jameis Winston (Bild), hatte sein erstes Heimspiel und es war ein gutes.
Abgesehen davon, daß er nur gegen die Bengals spielen mußte, kann sein Auftritt dennoch als Erfolg gewertet werden, denn er spielt ja nur für die Buccaneers. Es trafen also zwei Teams aufeinander, die nichts mit der Titelvergabe zu tun haben.
Winston verknackste sich allerdings leicht den rechten Knöchel, nachdem er 8 seiner 13 Pässe für 90 Yards und einen Touchdownlauf auf sein Konto addiert hatte. Die Verletzung zog er sich zu, als zwei Verteidiger der Bengals im zweiten Viertel auf ihm landeten.
Doch nach dem Spiel gab Head Coach Smith Entwarnung - Alles nicht so schlimm, meinte er.
Bengals Quarterback Andy Dalton spielte, als wäre es ein Playoffspiel. Er bot also eine seiner vergessenswerten Vorstellungen mit 6 aus 13 für 46 Yards und 2 Interceptions.
Doch der Rest der Bengals, Offense, wie Defense, passte sich dem Niveau ihres startenden Quarterbacks an und ließ Tampa Bay beim Heimdebüt ihres Heilsbringers strahlen.
Wie lange diese Strahlen in der Saison anhalten wird bleibt abzuwarten. Ein Gradmesser war Cincinnati nicht.
Das Spiel endete mit einem 25:11 Sieg für Tampa Bay.

Kurzberichte
Reggie Wayne ist jetzt ein Patriot und die Colts sind nicht amüsiert.
Nun, wenn sie hätten verhindern wollen, daß ihr ehemaliger Star-Receiver zu einem anderen Team wechselt, hätten sie ihm ja selber einen Vertrag geben können. Wayne wollte ja bleiben. Die Colts wollten ihn nicht mehr haben. Sein hohes Alter von 36 Jahren und seine schwere Knieoperation waren den Colts ein zu großes Risiko.
Daß er ausgerechnet zu dem Team wechselte, das Indianapolis im letzten AFC Championshipspiel ordentlich die Luft abgelassen hat, war natürlich kaum vorstellbar. Aber die Personalnot in New England auf der Receiver Position machte es möglich.
Wayne unterschrieb einen Einjahresvertrag, über dessen Finanzen noch nichts mitgeteilt wurde..
Auch, ob es einen Bieterwettstreit mit den Packers gab, ist nicht klar. Die Sollen nach dem Ausfall von Jordy Nelson auch bei Wayne angefragt haben.
Ob Wayne es wirklich in den Saisonkader schafft, das steht auf einem anderen Blatt.

Die Eagles verlängerten den Vertrag mit Mychal Kendricks.
Der Inside Linebacker erhält für weitere vier Jahre $29 Millionen von denen $16 Millionen garantiert sind.

Bleiben wir kurz in Philadelphia, wo Head Coach Chip Kelly den Chef der Schiedsrichter kritisiert.
Dean Blandino sagte, daß der Angriff von Terrell Suggs auf die Knie von Quarterback Sam Bradford völlig legal war. Es wäre ein Read Option Spielzug gewesen, bei dem der Quarterback nach den Regeln eines Running Backs behandelt werden darf. Deshalb hätte Suggs die Knie Bradfords angreifen dürfen.
Diese Aussage mag richtig sein, steht aber im völligen Kontrast zu der Absicht der NFL, die Knie ihrer Spieler und besonders die ihrer Quarterbacks zu schützen.
Deshalb übte Chip Kelly auch scharfe Kritik an der Aussage Blandinos, zumal er nicht der Überzeugung ist, daß seine Offense in der Situation einen Read Option Spielzug ausführte. Für ihn haben die Schiedsrichter auf dem Feld richtig entschieden.
Darauf, ob Suggs es absichtlich auf Bradfords Knie abgesehen hatte, ging Kelly nicht mehr ein. Doch sein Blick sprach Bände.

Bei den Bills warten die drei kleinen Quarterbackchen immer noch darauf, wen von ihnen der große böse Head Coach zum Starter macht.
In Houston ist die Sache seit gestern klar. Head Coach Bill O`Brien entschied sich für Brian Hoyer.

Die NFL suspendierte Bears Defensive Tackle Jeremiah Ratliff für drei Spiele.
Er hat gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen.

Geno Smith darf ein leichtes Training aufnehmen.
Der Quarterback, dem vor weniger als zwei Wochen der Kiefer an zwei Stellen gebrochen wurde, warf am Montag bereits ein paar Pässe auf dem Trainingsgeländer der Jets.

Leider wurden am Montag die letzten Zweifel an der Schwere von Jordy Nelsons Verletzung begraben.
Für den Wide Receiver der Packers ist die Saison mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie beendet.

Titans Cornerback Jason McCourty wurde an einem Leistenbruch operiert.
Head Coach Whisenhunt glaubt, daß er beim ersten Saisonspiel dabei sein kann.

Ravens Head Coach John Harbaugh gab bekannt, daß Running Back Lorenzo Taliaferro ein verletztes hinteres Kreuzband hat. Er wird einige Wochen ausfallen.

Seit fast drei Jahren wirft Peyton Manning seine Pässe, ohne Gefühl in den Fingerspitzen seiner Wurfhand zu haben.
Ärzte haben dem Quarterback der Broncos gesagt, daß er nicht darauf hoffen sollte, daß er jemals wieder Gefühl in den Fingerspitzen haben würde.
Diese Wirkung hat die Ursache in der Nackenverletzung, die Manning die Saison 2011 hat verpassen lassen. Wie lange der 39-jährige noch in der Lage sein wird, genaue Pässe zu werfen, ist höchst fraglich.

Montag, 24. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 2 - Teil 4
nelson-jordieEin bedeutungsloses Spiel, zwei bedeutungsvolle Ausfälle.
Ganz schön hart, wie es die Green Bay Packers und die Pittsburgh Steelers gestern erwischt hat. Dabei hat es für uns Fans so gut angefangen. Was die Startformationen der Teams boten, war saisontauglich.
Der Spaß am Spiel wurde dann aber schnell getrübt, als sich nacheinander Packers Wide Receiver Jordy Nelson (Bild) und Steelers Center Maurkice Pouncey verletzten.
Nelson fing einen Paß von Rodgers und wollte gerade damit loslaufen, da er völlig freistand und noch einige Meter hätte erzielen können. Doch statt dessen fiel er mit einem Schmerzensschrei zu Boden und humpelte anschließend vom Platz.
Die erste Diagnose lautete: Kreuzbandriss. Heute soll das rechte Knie genauer untersucht werden, doch das wird wohl nur die erste Diagnose bestätigen.
Nelson fing letztes Jahr Pässe für 1.519 Yards und 13 Touchdowns. Er ist systemrelevant, ohne Frage, aber ist er auch alternativlos?
Jain! Rodgers wird mit seinen Fähigkeiten in der Lage sein, einen anderen Receiver sehr gut aussehen zu lassen.
Und Offensive Coordinator Tom Clements wird sich Spielzüge ausdenken, bei denen man die gewiß ganz besonderen Fähigkeiten von Nelson nicht unbedingt braucht. Bisher hat es sich schon als eine gute Idee erwiesen, daß Head Coach McCarthy die Offense nicht mehr selber leitet, sondern diese Aufgabe an seinen Assistenten delegiert hat.
Pouncey hatte das Pech, daß einige Spieler auf seinem linken Bein landeten. Dabei brach sich der Center einen Knochen im Knöchel und muß sehr wahrscheinlich operiert werden.
Das Endergebnis von 24:19 für Pittsburgh dürfte da niemanden interessieren.

Die Bills, die Texans und jetzt die Titans. Sie fragen sich: „Wer soll unser Quarterback Nr. 1 werden?“
Während Buffalo und Houston sich die Frage stellen, weil keiner ihrer Kandidaten so wirklich NFL-tauglich ist, sieht das bei den Titans anders aus. Hier sieht es nach zwei Testspielen so aus, als könnten zwei Quarterbacks den Starterposten erobern.
Sowohl Rookie Marcus Mariota als auch der seit einigen Jahren bei den Titans spielende Zack Mettenberger sahen gut aus.
Natürlich, wie immer, Preseasonspiele haben keine große Aussagekraft und wenn es dann auch noch gegen die Rams geht, verringert sich die Aussagekraft noch weiter, aber Mariota blieb fehlerfrei. 5 von 8 für 59 Yards lautet seine Bilanz mit einem möglichen Touchdown, wenn Running Back Dexter McCluster einen Siebenyardspass von Mariota in der Endzone hätte festhalten können.
Mettenberger kam auf 7 von 9 für 91 Yards und 1 Touchdown.
Auch der dritte Mann, Alex Tanney, kam auf 7 von 9 für 105 Yards und 1 Touchdown.
Quarterback Nick Foles, den die Rams von den Eagles bekamen für ihren dauerverletzten Sam Bradford, spielte nur kurz. Er vervollständigte 3 seiner 7 Pässe für 18 Yards und leistet sich eine Interception.
So verhagelten die Titans Rams Head Coach Jeff Fisher seine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte und gewannen mit 27:14.

Die Cowboys setzten ihre Starter nur kurz der Verletzungsgefahr auf dem löchrigen Rasen im Stadion der 49ers aus.
So kam Quarterback Tony Romo zu der eigenartigen Bilanz von 1 aus 1 für –1 Yard.
Bei den Running Backs spielte John Randle doch, obwohl er eine Brustmuskelverletzung hat. Er lief sieben mal für 30 Yards. McFadden brachte es mit drei Läufen auf vier Yards. Sehr aussagekräftig ist das nicht.
Die 49ers spielten nicht wie ein Team, das viel Abgänge und einen neuen Head Coach zu verkraften hat. Sie trumpften gegen die Ersatzleute der Cowboys auf und machten ihren Fans Mut.
Besonders Jarryd Hayne bereitete den Fans wieder viel Spaß. Der EX-Rugbystar aus Australien trug Punts über 27, 34 und 23 Yards zurück.
Sollte er es nicht als Running Back in den Kader schaffen, dann vielleicht in den Special Teams.
Dallas hatte so etwas wie einen freien Tag, so kam San Francisco zu einem leichten 23:6 Sieg.

Kurzberichte
Die Patriots haben so große Sorgen auf der Wide Receiver Position, daß sie einen Dinosaurier zum Probetraining eingeladen haben.
EX-Colts Wide Receiver Reggie Wayne soll von den Pats getestet werden und sich einer Gesundheitsuntersuchung unterziehen.
14 Jahre spielte Wayne für Indianapolis, bevor er nach einem Kreuzbandriss nicht mehr zu seiner gewohnten Form fand.
Ob er demnächst Pässe von Tom Brady fangen wird, ist aber doch fraglich.

Redskins Quarterback Robert Griffin III durfte wieder trainieren.
Nur drei Tage nach seiner Gehirnerschütterung, die er sich gegen Detroit zuzog, gaben die Ärzte ihm grünes Licht.

Falcons Wide Receiver Roddy White muß an einem Ellenbogen operiert werden. Ihm sollen einige lose Partikel entfernt werden.
Dennoch soll er am ersten Spieltag einsatzbereit sein.

Sonntag, 23. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 2 - Teil 3
bradford-sam-eaglesEs ist eine Quarterback –lastige Liga und deshalb stehen diese Spieler auch heute im Mittelpunkt der Spielberichte.
Beginnen wir mit Sam Bradford (Bild). Der dauerverletzte Quarterback der Eagles hatte seinen ersten Einsatz und wurde sofort gemein und billig von Terrell Suggs attackiert. Bradford kommt gerade von einer schweren Knieverletzung zurück und der Outside Linebacker der Ravens nahm bereits im sechsten Spielzug die Knie Bradfords absichtlich ins Visier.
Bradford konnte den Ball noch an seinen Running Back abgeben, bevor er den Hit einstecken mußte.
Suggs bekam eine 15 Yards Strafe wegen übertriebener Härte.
Man kann von Glück sagen, daß dieser hundsgemeine Angriff für den Quarterback ohne Folgen blieb. Bradford ist davon überzeugt, daß Suggs es mit voller Absicht auf seine Knie abgesehen hatte. Der bestreitet das natürlich, was auch sonst?
Dennoch bleibt nur zu sagen: „Terrell Sucks.“
Zwei Spielzüge später kassierte Bradford einen legalen Hit von Brandon Williams, der dem Quarterback eine blutende Lippe bescherte.
Bradford schüttelte auch das ab und machte seine Sache gut. Er warf in seinem Kurzeinsatz fünf Pässe von denen drei ankamen für 35 Yards.
Mark Sanchez und Matt Barkley lieferten sich erneut ein Kopf an Kopf Duell um den Platz des ersten Ersatzmanns, bevor Tim Tebow wieder Tim Tebow war.
Running Back DeMarco Murray gab sein Debüt in Eagles Uniform und erzielte auch gleich einen Touchdown.
Bei den Ravens zeigte sich erneut, daß Quarterback Joe Flacco nur so gut ist, wie seine Receiver. Seine Bilanz: 3 von 7 für 23 Yards NULL Touchdowns und ZWEI Interceptions.
Das Ergebnis von 40:17 für Philadelphia ist zwar nicht wichtig, in dieser Höhe aber doch erwähnenswert.

Auch bei den Cardinals steht ein startender Quarterback auf dem Platz, der frisch von einer Knieoperation zurückkommt. Auch Carson Palmer machte seine Sache gut.
Wenn er nicht die dicke Stütze an seinem linken Knie hätte, würde man gar nicht merken, daß er operiert wurde.
Während Palmer sieben Pässe warf, von denen drei für 88 Yards und 1 Touchdown ankamen, spielte Philip Rivers bei den Chargers nicht. Hier sollten die Ersatzleute Sorensen und Clemens zeigen, was sie können, und sie sahen nicht schlecht aus.

Bei den Broncos bekam Peyton Manning die Offense nicht in die Gänge. Er blieb für vier Serien auf dem Platz und alle vier Serien endeten mit Punts.
Erst als Brock Osweiler mit den Ersatzleuten gegen die Ersatzleute der Texans spielte, konnte Denver First Downs erzielen.
Bei den Texans verflog alle Hoffnung, die die beiden Quarterback Darsteller im ersten Testspiel aufbauten.
Weder Hoyer noch Mallett überzeugten. Erst der dritte Mann, Tom Savage, sorgte für Bewegung. Die Running Backs konnten überhaupt keine Akzente setzen.
Die Bilanzen im Einzelnen.
Denver
Manning: 8 von 14 für 52 Yards
Osweiler 7 von 16 für 121 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Houston
Savage: 15 von 24 für 168 Yards
Hoyer 7 von 11 für 52 Yards
Mallett 5 von 7 für 23 Yards.

Letztes Jahr ließ Saints Rookie Receiver Brandin Cooks aufblitzen, daß eine Menge in ihm steckt. Dieses Jahr tritt er den Beweis an, daß Quarterback Brees sich auf ihn verlassen kann.
Cooks fing alle vier Pässe, die für ihn bestimmt waren, für 117 Yards darunter 1 Touchdown über 45 Yards.
Ruck-Zuck stand es 21:0 für New Orleans gegen New England.
Die Startformationen der Saints waren denen der Patriots in allen Belangen überlegen.
Nachdem Tom Brady fünf Pässe für die Patriots geworfen hatte, von denen 2 für 13 Yards ankamen, galoppierte Garoppolo auf den Platz und machte Hoffnung, falls der Richter in New York eventuell doch die ungerechtfertigte Strafe der NFL gegen Brady aufrechterhalten sollte.
Er vervollständigte 28 seiner 33 Pässe für 269 Yards, 1 Touchdown, bei 1 Interception.
Das sah gar nicht mal so schlecht aus. Brady spielte immerhin drei Serien und konnte nicht einen First Down rausholen.

Eli Manning verlangt, der bestbezahlte Spieler aller Zeiten zu werden.
Ist die Bilanz von 4 aus 14 für 46 Yards, auch wenn sie nur in einem Testspiel zustande kamen, da ein Beleg dafür, das viele Geld nicht nur zu bekommen, sondern zu verdienen?
Immerhin waren die Gegner nur die Jaguars, da ist eine bessere Bilanz ganz einfach Pflicht.
Ryan Nassib machte seine Sache nach Manning etwas besser. Er vervollständigte 19 seiner 35 Pässe für 217 Yards und 1 Touchdown. Diese Bilanz erwartet man ganz einfach gegen die Jaguars.
Jaguars Quarterback Blake Bortles hatte große Probleme gegen eine Defense der Giants, in der kaum ein Starter stand. Er beendete das Spiel mit 8 von 16 für 98 Yards.
Als wenn die Giants nicht bereits genug Ausfälle hätten, zog sich Linebacker Mark Herzlich eine Gehirnerschütterung zu, Linebacker Jon Beason verdrehte sich ein Knie und Safety Justin Currie verletzte sich ernsthaft an einem Knöchel.

Dolphins Quarterback Ryan Tannehill traf schnelle Entscheidungen und sezierte die Defense der Panthers. Er vervollständigte 12 seiner 15 Pässe für 102 Yards und 1 Touchdown.
Die schnellen Entscheidungen waren notwendig, weil seine Line sehr löchrig war. Tannehill konnte das gut kompensieren.
Und daß auf die Panthers Fans schwere Zeiten zukommen, das steht ja fest. Der Ausfall von Wide Receiver Kelvin Benjamin ist kaum zu verkraften. So hatte Cam Newton auch sichtbare Probleme, seine Pässe anzubringen. Er ist ja eh kein begnadeter Passer, wie seine Trainer vor dieser Saison erschrocken festgestellt haben.
4 von 10 für 42 Yards und 1 Interception sprechen eine deutliche Sprache.
Doch damit nicht genug, denn eine weitere schwere Verletzung schwächte die Panthers. Defensive End Frank Alexander zog sich einen Achillessehnenriss zu und für ihn ist die Saison beendet. Center Ryan Kalili verletzte sich am linken Knie. Sein Status ist noch ungewiß.

War das etwa Jay Cutler?
Dieser Typ in Bears Uniform, der 8 seiner 9 Pässe für 69 Yards an den eigenen Mann brachte?
Cutler soll vom neuen Offensive Coordinator nicht in Bedrängnis gebracht werden. Bei dritten Versuchen und lang lassen die Bears die Running Backs ran. Vertrauen in den tiefen Paß von Cutler haben sie nicht.
Bei den Colts ließ die Line Quarterback Andrew Luck zunächst im Stich. Das legte sich allerdings, doch besonders vertrauensbildend sah das nicht aus.
Der Eindruck aus dem ersten Tesstspiel der Colts, daß die Defense noch sehr, sehr viel Arbeit hat, bestätigte sich gegen Chicago.

Samstag, 22. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 2 - Teil 2
ryan-matt11J.E.T.S., Yes, Yes, Yes
Guck mal, wer gewonnen hat. Die Jets konnten die Atlanta Falcons im zweiten Vorbereitungsspiel schlagen.
Die erste Garnitur der Falcons Offense hatte keine Probleme gegen die Jets Defense, die in dieser Saison eigentlich das Team vor dem totalen Absturz bewahren soll. Die anderen Mannschaftsteile Atlantas können da nicht mithalten.
Quarterback Matt Ryan (Bild) spielte zwei Serien und führte die Falcons beide male in die Endzone. Er erzielte eine perfekte Passerwertung mit 158,3 Punkten. Er vervollständigte 4 seiner 5 Pässe für 75 Yards und 1 Touchdown.
Die Jets kamen erst in Tritt, als die Starter der Falcons ihren Arbeitstag Mitte des zweiten Viertels beendet hatten. Da kam die Defense zu einem Erfolgserlebnis, als sie einen Safety erzielen konnte.
Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick spielte sechs Serien und vervollständigte 13 von 19 Pässen für 118 Yards. Sein Ersatzmann Bryce Petty konnte einen Touchdown erzielen und hatte eine Bilanz von 12 aus 19 für 168 Yards.
Die Jets müssen noch ein wenig an ihrer Disziplin arbeiten (wem sag ich das?), denn alleine in der ersten Halbzeit kassierten sie 10 Strafen. Atlanta kam nur auf sechs insgesamt.
Am Ende hieß es dann 30:22 für die New Yorker. Die bezahlten den bedeutungslosen Sieg aber teuer. Wide Receiver Shaq Evans verletzte sich am Rücken. Wide Receiver Jeremy Kerley, Running Back Daryl Richardson und Safety Durell Eskridge zogen sich Gehirnerschütterungen zu.

Im zweiten Spiel der Nacht versuchte Chiefs Quarterback Alex Smith weiter sein hohes Gehalt zu rechtfertigen. Erwartungsgemäß ging das mal wieder leicht daneben. Zwar konnte er einen Touchdownpass werfen, leistete sich aber auch einen Interception, den Seahawks Linebacker Bobby Wagner über 25 Yards zum Touchdown zurücktrug. 11 seiner 18 Pässe kamen an, für 81 Yards.
Seattle hatte Probleme, Ordnung in die neu zusammengestellte O-Line zu bekommen. Wäre Quarterback Russell Wilson nicht so unglaublich mobil, hätte er wohl genau so oft unter Verteidigern gelegen, wie der unmobile Robert Griffin III von den Redskins am Tag zuvor.
Wilson machte seine Sache aber sehr viel besser, entkam den anstürmenden Verteidigern ein ums andere Mal und kam so auf eine Bilanz von 9 aus 15 für 78 Yards. Im Verlauf des Spiels funktionierte die O-Line immer besser, als die Starter der Chiefs nur noch zusahen.
Am Ende gewann Kansas City mit 14:13 und bescherte den Seahawks die zweite Niederlage im zweiten Testspiel.
Chiefs Linebacker Dee Ford brach sich eine Rippe.

Kurzberichte
Die Giants werden den Mann(ing) wohl bezahlen müssen.
Eli Manning soll ja gesagt haben, daß er nur einen Vertrag unterschreibt, der ihn zum bestbezahlten Spieler der NFL macht. Manning selber stritt ab, diese Aussage gemacht zu haben.
Doch egal, denn wenn die Giants den Quarterback halten wollen, wird er fast automatisch der bestbezahlte Spieler der Liga.
Wenn Manning keinen Vertrag unterschreibt, und die Giants ihn 2016 zum Franchise Player machen sollten, dann würden ihm $23,7 Millionen zustehen. Das wären dann mehr, als die $22 Millionen, die Aaron Rodgers von den Packers bekommt.
Ein neuer Vertrag dürfte kaum unter dieser Summe liegen, also ist es eher möglich als nicht, daß Eli Manning vielleicht nächstes Jahr der bestbezahlte Spieler der NFL werden könnte.

Aaron Rodgers ist froh, daß er endlich wieder so spielen kann, wie er möchte.
Den Quarterback der Packers plagte in den Playoffs eine Wadenverletzung. Die ist er endlich los, und er hat seine volle Beweglichkeit wieder.
Jetzt, so meinte er strahlend, könne er endlich wieder aus der Pocket rauslaufen und den Verteidigern entkommen.

Vor ihrem Spiel im neuen Stadion der 49ers haben die Cowboys Angst um die Gesundheit ihrer Spieler. Der Belag des Stadions ist, man kann es nicht anders sagen, unter aller Sau.
Teambesitzer Jerry Jones hätte zwar gerne gesehen, wie seine Starter in Form sind, aber nachdem er den löchrigen Rasen gesehen hatte, bat er seinen Head Coach, die Starter möglichst nicht einzusetzen.
49ers Head Coach Jim Tomsula hat einige Trainingseinheiten an andere Orte verlegen lassen, die eigentlich im Stadion vor Publikum hätten abgehalten werden sollen.
Das Problem mit dem miesen Rasen ist kein neues, denn das existiert, seit das Stadion letztes Jahr eröffnet wurde.
Seitdem ist der Belag schon einige Male ausgetauscht worden, anscheinend ohne, daß es etwas nutzte.
Es bleibt jetzt abzuwarten, inwieweit die Wächter des Rasens bis Sonntagabend den Platz bespielbar machen können.

Da überlegt man, wie lange Cowboys Running Back Darren McFadden mal ohne Verletzung bleibt, da erwischt es den anderen.
Bei Joseph Randle verschlimmerte sich eine Brustmuskelverletzung, an der der Running Back leidet.
Wie lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Die Bills werden etwa vier Wochen auf Chris Hogan verzichten müssen. Der Wide Receiver überdehnte sich gegen die Browns ein Knie.

Die Steelers werden unbestimmte Zeit auf Senquez Golson verzichten müssen. Der Cornerback wurde am Freitag an einer Schulter operiert.

Den Redskins gehen die Tight Ends aus. Sie verloren Niles Paul und Logan Paulson kurz hintereinander mit saisonbeendenden Verletzungen.
Deshalb holten sie sich Derek Carrier von den 49ers.
San Francisco bekommt dafür die Wahlmöglichkeit der Redskins in der fünften Runde der nächsten Draft.

Redskins Ersatz- Linebacker Adam Hayward zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Für ihn ist die Saison beendet.

Freitag, 21. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 2 - Teil 1
gruden-jay3Nachdem Redskins Quarterback Robert Griffin III mit einer Gehirnerschütterung den Platz verlassen mußte, fragte man sich, warum Head Coach Jay Gruden (Bild) seinen Quarterback verheizen wollte?
Er hat doch gesehen, daß das, was bei anderen Teams eine O-Line ist, bei den Redskins eine Oh weh-Line war. Nicht nur, daß die Typen vor Griffin III nicht in der Lage waren, die Verteidiger der Lions auch nur zu bremsen, geschweige denn aufzuhalten, machte es eher den Eindruck, als hätten sie Einladungskarten an ihre Gegenspieler verschickt.
RG3 hatte keine andere Chance, als nur die, um sein Leben zu laufen. Acht mal ließ er sich zurückfallen, um zu passen. Dabei kassierte er sechs Hits, wurde dreimal gesackt und verlor zweimal den Ball.
Zu der Gehirnerschütterung zog sich Griffin III auch noch eine Nervenquetschung in einer Schulter zu. Da Griffin III sich selber als besten Quarterback der NFL bezeichnet, müßte er wohl das Team wechseln, um das beweisen zu können. Oder aber er lernt, wie man Verteidiger erkennt, die durch die Line brechen könnten. Oder aber er lernt, den Ball früher zu passen. Oder aber er lernt, den Ball einfach wegzuwerfen. Oder aber er lernt, den Ball festzuhalten. Bei dem Spielzug bei dem er sich verletzte, ließ er den Ball einfach so fallen.
Es könnte also tatsächlich auch an RG3 liegen. Aber dann wäre er ja gar nicht der beste Quarterback der Liga. Geht also nicht.
Jetzt muß der Quarterback der Redskins das Gehirnerschütterungsprotokoll durchlaufen und es ist fraglich, wann er wieder eingesetzt werden darf.
In den sozialen Medien stellen viele die Frage, ob Redskins Head Coach Gruden sich auf die Art und Weise, wir er Griffin III im Feuer gelassen hat, von ihm entledigen will?
Und Fragen wird ja wohl erlaubt sein.
Detroits Defense ist auf einem guten Weg und könnte dem Team den Weg in die Playoffs ebnen.

Über dem Spiel der Bills in Cleveland hingen ja kilometerhohe Fragezeichen, die Quarterbacks beider Teams betreffend.
Diese Fragezeichen waren nach dem Spiel etwas kleiner.
Browns Quarterback Johnny Manziel spielte gut. Immer noch nicht so gut, daß man ihn als Starter proklamieren sollte, aber zum Vorjahr verbietet sich jeder Vergleich. Manziel scheint seine Lektion tatsächlich gelernt zu haben und er möchte nicht mehr als Lachnummer gelten.
McCowns Bilanz: 7 von 10 für 57 Yards, 0 Touchdowns, 2 Interceptions.
Manziel: 10 von 18 für 118 Yards, 1 Touchdown, 0 Interception.
Die Kluft verringert sich, da McCown die nötige Spielübersicht vermissen läßt.
Bei den Bills hatte der Mann die beste Bilanz, den fast niemand mehr auf der Karte hat. Zwar spielte EJ Manuel nur gegen die Anwärter der Browns Defense, aber seine Mitspieler gehörten ja auch zur 2. und 3. Garnitur der Bills.
Manuels Bilanz: 9 von 14 für 111 Yards und 1 Touchdown.
Tyrod Taylor, der als Starter auflief: 7 von 10 für 65 Yards, vier Läufe für 41 Yards.
Cassel war zwar in Montur, wurde aber nicht eingesetzt.

Kurzberichte
Der ehemalige NFL Quarterback Erik Kramer hat einen Selbstmordversuch überlebt.
Der 50-jährige hat sich in einem Hotel in Calabasas, California, versucht durch einen Schuß zu töten.
Wohin er sich geschossen hat, und wie sein Zustand genau ist, wurde noch nicht bekanntgegeben.
Seit sein damals 18 Jahre alter Sohn vor vier Jahren an einer Überdosis Heroin starb, litt Kramer an Depressionen. Die, so sagte seine Ex-Frau, hätten vor Allem mit Kopfverletzungen zu tun, die er sich in seiner Zeit in der NFL zugezogen hatte.
Kramer spielte 13 Jahre professionellen Football und durchlief die Stationen Atlanta Falcons (1987), Calgary Stampeders (1988–1990), Detroit Lions (1991–1993), Chicago Bears (1994–1998) und San Diego Chargers (1999).

„Ich weiß nicht, wer das aufgebracht hat, daß ich der bestbezahlte Spieler der NFL werden möchte,“ sagte Eli Manning einen Tag, nachdem das Gerücht aufgekommen war.
Philip Rivers und Ben Roethlisberger kamen im selben Jahr in die Liga, wie Manning. Beider verdienen zur Zeit mehr als Manning, ja, sogar Rivers, der keinen Ring vorzuweisen hat. Big Ben und Manning haben beide bereits zwei.
Eine Gehaltserhöhung für Manning ist also angebracht, aber ihn zum bestbezahlten Spieler der Liga zu machen wäre nicht angebracht.
Gut, daß er das ja auch gar nicht will.

Als Corey Peters humpelnd unter Schmerzen den Trainingsplatz verließ, ahnte man es schon.
Genauere Untersuchungen brachten die Gewißheit, der Left Guard der Cardinals hat eine gerissene Achillessehne. Damit ist die Saison für ihn gelaufen.

Die Broncos setzten Defensive Tackle Marvin Austin mit einer Leistenverletzung auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler.

Steelers Wide Receiver David Nelson hat eine Schulterverletzung, die ernsthafter Natur sein könnte. Genauere Untersuchungen sollen ergeben, wie schwer er verletzt ist.

Die Cowboys feuerten Lache Seastrunk. Er gehörte zu den Running Backs, die vom Team getestet wurden.
Er hat den Test wohl nicht bestanden.
Darren McFadden, der momentan zufällig mal nicht verletzt ist, sagte, daß er sich die Spielzüge mit Joseph Randle teilen wird.
Es käme ihm nicht darauf an, wer der Nr. 1 Running Back der Cowboys wäre, sondern es wäre wichtig, daß das Team gewinnt, meinte er. Und dafür wolle er 110% geben.
Na, mal sehen, wie lange das gutgeht?

In Tampa Bay will Head Coach Lovie Smith die defensiven Spielzüge ansagen.
Ob er damit eine zweite 2-14 Saison verhindern kann, darf man bezweifeln.

Donnerstag, 20. August 2015

Deflategate geht jetzt wohl bald die Luft aus (hoffentlich)
brady vs goodellDoch vorher gibt es dazu halt noch ein bißchen was zu sagen. So meinte Richard Sherman, daß man Tom Brady unfair behandelt.
Der Cornerback der Seattle Seahawks wundert sich, daß man ein Individuum härter bestraft, als eine Organisation.
Verglichen zu der einen Million Dollar, die die Patriots für die angeblich luftleeren Bälle bezahlen muß, wären die $2 Millionen, die Brady für eine Sperre von vier Spielen an Gehalt wegfallen würden, doch sehr unverhältnismäßig, meinte Sherman. Das müßte doch einige Warnsignale aufleuchten lassen, doch niemand würde darüber reden, sagte der Cornerback.
Sherman ist einfach nur perplex, daß diese Sache die ganze Zeit zwischen den Saisons beherrscht hat. Am Ende hätte diese Sache doch nur minimalen Auswirkungen auf die Saison gehabt und minimalen Einfluß auf die Regeln. Für Sherman ist das Ganze eine kleine Störung.
Sagt der Starverteidiger des Teams, das gegen die Patriots im letzten Super Bowl knapp den Kürzeren zog.
Was sagt denn Richter Berman?
Der sah gestern die Anwälte der zerstrittenen Parteien wieder vor sich und grillte den Vertreter der NFL.
„Warum haben Sie Mr. Jeff Pash, der der Justitiar der Liga ist, nicht an Mr. Bradys Berufungsverhandlung am 23. Juni teilnehmen lassen?“ wollte Berman von NFL Anwalt Nash wissen.
„Die Gewerkschaft hat dieses Thema aufgebracht,“ erwiderte Nash. „Commissioner Goodell urteilte, daß er kein relevanter Zeuge war.“
„Aber er hat den Wells Report überarbeitet und mitverfasst,“ unterbrach der Richter den Anwalt. „Er ist ein Anwalt. Er ist eine Führungskraft unter den Ligamitarbeitern. Warum war er nicht geladen?“
Nashs Antwort im vollen Wortlaut: „...“
Doch Richter Berman bohrte weiter: „Wie konnte Mr. Goodell seine vier Spiele Sperre aufrechterhalten für das Luftauslassen aus Bällen, im Vergleich zu Spielern, die leistungssteigernde Drogen nehmen, deren Strafen aber reduziert wurden?“
Nash: „Mr. Goodell fand, daß das Luftablassen der Bälle, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, sich nachteilig auf die Liga ausgewirkt hat. Das Urteil betrifft die Integrität des Spiels.“
Berman: „Damit habe ich ein kleines Problem. Beides wirkt sich doch nachteilig auf die Integrität des Spiels aus.“
Und wieder blieb Nash eine Antwort schuldig.
Und obwohl Brady eher nicht schuldig ist, hat sich sein Lager eine Strategie ausgedacht, die sie anwenden will, wenn die Sache eine negative Wendung für sie nehmen sollte. Denn obwohl der Richter gestern die NFL hat auflaufen lassen, heißt das nicht, daß er Brady davonkommen lassen will.
Für den Fall soll sich Brady bereit erklären, eine Strafe für das Nichtmitwirken an den Untersuchungen von Tom Wells zu akzeptieren.
Lieber Unschuldig sein, und sich auf ein minderes Vergehen schuldig bekennen, als Unschuldig sein, und trotzdem die Höchststrafe zu bekommen.
Das ist eine gerade in den USA übliche Vorgehensweise, wenn es dem Angeklagten nicht gelingt, seine Unschuld zu beweisen. Und hier auch, wie ich am eigenen Leib erfahren habe. Denn es ist längst nicht wirklich so, daß die Schuld bewiesen werden muß. Eher muß man darum kämpfen, seine Unschuld zu beweisen.
Die NFLPA hofft, daß Brady mit zwei Spielen Sperre davon kommen könnte, wenn der Richter sich auf den Handel einläßt. Brady allerdings will keine Suspendierung akzeptieren, sondern höchstens eine Geldstrafe.
Nach dem gestrigen Tag war die Mannschaft um Brady allerdings zuerst mal in Feierlaune. Für sie war es einfach zu schön mit anzusehen, wie der Richter die NFL bloßstellte.
Berman will auch weiterhin, daß die Parteien einen Kompromiß aushandeln, doch Goodell ist zu stur. Ein Gütegespräch zwischen ihm und Brady am Dienstag endete ergebnislos. Goodell besteht darauf, daß sein Wille geschehe. Ein Wunsch, der für einen Mann in dieser allmächtigen Position nicht ungewöhnlich ist.
Die NFLPA hat durchblicken lassen, daß auch sie nach der gestrigen Anhörung kein großes Interesse an einem Kompromiß mehr hat.
Für den 31. August hat Richter Berman Brady und Goodell wieder vorgeladen. Daß bis zum 4. September ein Urteil gefällt werden soll, ist weiter Stand der Dinge. Wetten würde ich darauf aber nicht.

Kurzberichte
Stehen die gemeinsamen Trainingseinheiten zweier Teams vor dem Aus?
Noch sind die Befürworter dieser gemeinsamen Trainingseinheiten in der Mehrzahl, doch nach den vielen Schubsereien und sogar Prügeleien, die es dieses Jahr bei diesen Veranstaltungen gegeben hat, könnte sich das ändern.
Ein Schlag eines Rams Spielers auf die 12 von Cowboys Wide Receiver Dez Bryant am Dienstag beendete das auch bis dahin schon nicht sehr freundschaftlich verlaufene Training der beiden Teams.
Und auch von anderen Plätzen wurden Vorfälle gemeldet. So kam es zu einem Faustkampf zwischen Dolphins Defensive End Olivier Vernon und Panthers Tackle Michael Oher.
Auch die Ravens und die Eagles schubsten sich ziemlich rum, ohne daß die Lage dort allerdings eskalierte.
Natürlich gibt es auch genug Beispiele, die beweisen, daß es sehr wohl auch ohne ein Übermaß an Aggressivität abgehen kann. Die Saints und die Patriots, Giants und Bengals, sie trainieren gemeinsam, ohne sich zu kloppen.
Ich glaube deshalb, daß es auch nächstes Jahr wieder zu gemeinsamen Trainingseinheiten kommen wird.
Sehr wahrscheinlich wird die NFL dann einen Strafenkatalog für Kämpfe während des Trainings ausgearbeitet haben.

Und wieder trudelten Horrormeldungen über schwere Verletzungen herein.
Die Knie, immer wieder erweist dieser Körperteil als wenig tauglich für American Football. Diese Erfahrung mußte auch Louis Delmas machen.
Der Safety der Dolphins zog sich zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss zu. Das ist leider dann auch für ihn das Ende der Saison, bevor sie begann.

Panthers Wide Receiver Kelvin Benjamin zog sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Die Verletzung ereignete sich beim Training gegen die Dolphins, jedoch ohne eine Fremdbeteiligung.
Damit ist die Saison 2015 für den Top-Receiver der Panthers beendet.

Auch Cardinals Left Guard Mike Lupati erwischte es am linken Knie. Doch er soll nach einer nötigen Operation nur sechs bis acht Wochen ausfallen.
Auch Right Guard Bobby Massie könnte drei Wochen ausfallen. Er fuhr unter Alkoholeinfluß Auto und wurde für drei Spiele gesperrt. Massie hat Berufung gegen die Länge der Sperre eingelegt, und da er nur Menschenleben gefährdete und nicht die Integrität des Spiels, könnte die Strafe reduziert werden.
Nose Tackle Corey Peters mußte das Training abbrechen, weil er Schmerzen im unteren linken Bein hatte. Er wird heute gründlich untersucht.

Bei den Raiders brach sich Wide Receiver Andre Holmes eine Hand. Er wird etwa drei bis vier Wochen ausfallen.

Aufatmen dagegen bei den Bills. Von dort heißt es, daß Running Back LeSean McCoy seinen Oberschenkel schonen muß, daß er aber zum Saisonauftakt einsatzbereit sein wird.

Mittwoch, 19. August 2015

Kurzberichte
bryant-dez2Das gemeinsame Training der Rams und der Cowboys artete in eine zünftige Prügelei aus.
Nicht nur, daß sämtliche Ersatzbänke auf einen Schlag geleert wurden und alle kräftig mitmischten, nein, auch Dez Bryant (Bild), der ganze zwei Plätze weiter in einem Gespräch mit Jerry Jones war, spurtete los, um auch noch ein paar Böcke zu schlagen. Allerdings heißt es, daß er sich kräftig eine eingefangen hat.
Ob Teambesitzer Jones glücklich darüber war, daß sein Star- Receiver, der wegen eines angeschlagenen Oberschenkels geschont wird, losrannte, um sich zu kloppen, darf man bezweifeln.
Das war bereits die zweite Schlägerei des Tages, und die Head Coaches Fisher und Garrett entschieden sich, das Training abzubrechen.

Kam Chancellor findet nichts dabei, sein Team zu schwächen.
Der Safety hat einen Vertrag über vier Jahre und $28 Millionen, der noch drei Jahre läuft. Dennoch bestreikt Chancellor das Trainingslager und verlangt mehr Geld.
Geben die Seahawks der Erpressung nach, öffnen sie Tür und Tor für andere langfristig verpflichtete Spieler, die nach kurzer Zeit denken, daß sie unterbezahlt wären.
Diesen Spielern könnte es, wie auch Chancellor, egal sein, ob sie einen weiteren Super Bowl gewinnen. Sie denken nur an ihr eh schon üppig gefülltes Konto.
Und wo soll das Geld unter der Gehaltsobergrenze herkommen, denn Quarterback Wilson kassiert ja bereits knapp ein Siebtel dieses Geldes ab.
10 Spieler Seattles kassieren $97 Millionen der zur Verfügung stehenden $143 Millionen. Da bleibt für die andere knapp 50 nicht mehr furchtbar viel übrig.
Die Seahawks können Chancellor für jeden Tag, den er dem Training fernbleibt, $30.000 abknöpfen und sie können ein Viertel seines Unterschriftenbonus von einer Million Dollar zurückfordern.
Chancellor läßt sich von Teamkollegen die neuesten Trainingsvideos zuschicken und spricht viel mit ihnen, um nicht ganz den Kontakt zu verlieren.
Eine echte Alternative zu richtigem Training ist das eher nicht.

Eigentlich war vorgesehen, daß Tom Brady und Roger Goodell heute wieder an den Anhörungen vor Richter Berman zu erscheinen haben.
Das hat sich geändert.
Brady war gestern noch mal in New York um einen Kompromiß zu finden, flog aber erfolglos wieder ab. Der Richter hob die Verpflichtung der beiden, heute anwesend zu sein, auf.
Ob Roger Goodell an der Anhörung teilnimmt, steht noch nicht fest.

Hatten wir das nicht letztens schon bei den Texans?
Die Bills stehen ohne echten Quarterback da und setzen verstärkt auf das Laufspiel. Der Plan bekam gestern einen Knacks, denn Running Back LeSean McCoy verließ den Platz humpelnd weil er sich am linken Oberschenkel verletzte.
Heute stehen Untersuchungen an, die ergeben sollen wie schwer die Verletzung ist.
Auch Percy Harvin verletzte sich nur Minuten nach McCoy. Der Wide Receiver bekam wegen Hüftschmerzen eine Plasmainjektion.

Während also ein Großteil der Offense der Bills vom Platz humpelte, sieht Head Coach Rex Ryan Fortschritte bei seinem eigentlich dritten Quarterback.
Tyrod Taylor ist auf dem besten Weg, den Starterposten in Buffalo zu erobern. Er entpuppt sich als der am Wenigsten schlechte Quarterback der untauglichen Dreifaltigkeit.
Matt Cassel hat momentan noch Position eins im Kader inne. Das scheint sich aber zu ändern.
Währenddessen spricht kaum einer mehr von EJ Manuel. Seine Zeit bei den Bills scheint sich dem Ende zuzuneigen.

Die Jets verpflichteten Quarterback Matt Flynn.
Ob er es in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Für sechs Spiele wurde Jerome Simpson suspendiert.
Der Wide Receiver der 49ers hat gegen die Drogenpolitik der NFL verstoßen.
Im September 2014 feuerten die Vikings Simpson, nachdem sie erfuhren, daß er im Juli wegen Fahrens unter Drogeneinfluß verhaftet worden war.
Die 49ers gaben ihm einen Vertrag, im Wissen, daß Simpson noch gesperrt werden würde.

Dennis Pitta kann frühestens in Woche sieben für die Ravens spielen.
Der Tight End erholt sich von einer Hüftoperation, und das Team setzte ihn auf die PUP Liste. Spieler, die auf dieser Liste der momentan nicht einsatzfähigen Spieler stehen, dürfen erst nach Woche sechs der Saison wieder mit der Mannschaft trainieren.

Dienstag, 18. August 2015

Kurzberichte
griffiniii-robert7„Ich glaube, ich bin der beste Quarterback der NFL,“ meint Redskins Quarterback RG3 über sich.
Da kann man natürlich anderer Meinung sein. Sollte Robert Griffin III (Bild) irgendwann mal wieder an die Form anknüpfen können, die er in seiner Rookiesaison zeigte, dann vielleicht.
Was er aber nach seiner schweren Knieverletzung bisher ablieferte zeigt einzig, daß es eher möglich ist als nicht, daß der Mann eventuell an immenser Selbstüberschätzung leiden könnte.
In einem Interview jedenfalls zeigte er sich überzeugt, daß er Niemandem etwas beweisen müßte. Er wüßte, daß er nicht nur der beste Quarterback der Redskins wäre, sondern auch der beste Quarterback der Liga. Im Kontrast zu seinem Spruch, daß er niemandem etwas beweisen müsse, sagte er dann aber: „Ich muß jetzt da raus gehen, und das zeigen.“
Ja was denn nun?
Muß RG3 nun etwas beweisen oder nicht?
Ja, er muß. Und zwar schnell. Denn sein alter Head Coach bei den Redskins, Mike Shanahan sagte in einem Interview, daß Kirk Cousins in vielen anderen Teams ein gesetzter Starter wäre, so gut wäre er. RG3 wäre nur deshalb noch der Starter bei den Redskins, weil er das Team so viel gekostet hätte, und das läßt Teambesitzer Daniel Snyder seinen jeweils aktuellen Head Coach wissen.
Snyder besteht darauf, daß RG3 für die Redskins startet.
Und RG3 hält das wohl für einen Vertrauensbeweis.
Aber so lange kein Head Coach sich traut, gegen seinen Brötchengeber aufzubegehren, ändert sich daran bei den Redskins nicht.

Kommen wir zu einem anderen Quarterback, der eher als nicht eventuell leichte Spuren von immenser Selbstüberschätzung zeigen könnte, kommen wir zu Eli Manning.
Getreu dem Spruch: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch kommt man weiter ohne ihr,“ hat Manning den Giants eine klare Ansage gemacht. Er möchte einfach nur der bestbezahlte Spieler der NFL werden.
Er möchte also mehr verdienen, als Aaron Rodgers und Russell Wilson.
Größenwahn?
Heute ja!
Seine beste Zeit liegt hinter ihm, in der er immerhin zwei Super Bowls gewinnen konnte und zweimal zum wertvollsten Spieler des Spiels wurde.
Die Giants würden gerne einen neuen Vertrag mit Eli noch vor Saisonbeginn unter Dach und Fach bringen, doch zwischen den Gehaltsvorstellungen der Verhandlungspartner klafft ein tiefer Abgrund.
Manning gehört zur Zeit nicht zu den Top-5 Quarterbacks der Liga und wird sehr wahrscheinlich auch nie mehr dazugehören. Ihm dann mehr zu zahlen, als dem MVP der Saison 2014 wäre glatter Wahnsinn.
Aber wir haben schon schwachsinnigere Entscheidungen erlebt, wenn es darum ging, Quarterbacks zu bezahlen.

Auch ohne den neuen Vertrag wird Eli Manning 2015 seine Pässe zu Victor Cruz werfen.
Der Wide Receiver gab bekannt, daß sein operiertes Knie wieder voll belastbar ist. Das bewies er, indem er am Sonntag voll am Training teilnahm.
Head Coach Tom Coughlin sagte aber „Nein“ zur Bitte Cruz` am Samstag gegen die Jaguars spielen zu dürfen. Erst mal will Coughlin den Rest der Woche abwarten, bevor er über einen Einsatz entscheidet.

Die Cowboys sind vorsichtig mit ihrem wertvollen Spielerpotential. Wide Receiver Dez Bryant und Tackle Tyron Smith sind leicht verletzt und nehmen nicht am Training teil.
Momentan nimmt dafür mal Running Back Darren McFadden am Training teil, der zwischen zwei Verletzungen mal aktiv sein kann.
Byron Jones, der sich an der Schulter verletzte, wird heute noch eine zweite Meinung einholen, um zu evaluieren, wie schwer seine Verletzung tatsächlich ist.

Die St. Louis Rams sind in Oxnard, California, angekommen, um gemeinsam mit den Dallas Cowboys zu trainieren.
Als sie am Trainingsgelände aus dem Bus stiegen, wurden sie von einigen tausend Menschen begrüßt, die begeistert: „L.A. Rams, L.A. Rams,“ riefen.
Ja, es hat sich rumgesprochen, daß der zweitgrößte TV-Markt der USA bald wieder ein NFL Team beheimaten könnte.
Rams Tight End Jared Cook war überrascht von der Begeisterung und konnte es gar nicht fassen, daß mehr Fans für sein Team da waren, als für Dallas.
Beim Training hieß es dann auch von den Rängen: „Wessen Haus? Rams Haus!“
Die Fans rund um Los Angeles scheinen wirklich bereit zu sein, für ein neues (altes) Team.

Die Buccaneers haben den Quarterback ihrer Zukunft, jetzt arbeiten sie daran, ihn besser zu beschützen. Deshalb verpflichteten sie eine Verstärkung für ihre O-Line, Gosder Cherilus.
Der ehemalige Right Tackle der Colts bekam einen Zweijahresvertrag über $7 Millionen.
Indianapolis feuerte Cherilus letzte Woche, weil er Probleme mit einem Knie hat.

Das erste Spiel der Buccaneers findet ohne Akeem Spence statt.
Der Defensive Tackle wurde für ein Spiel suspendiert, weil er gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat.

Chris Johnson hat tatsächlich einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Die Arizona Cardinals scheinen so große Not auf der Running Back Position zu haben, daß sie dem ehemaligen Titans und Jets Running Back einen Einjahresvertrag gaben.
Über die Finanzen wurde nichts mitgeteilt.

Bills Head Coach Rex Ryan gab bekannt, daß Running Back Karlos Williams ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Williams wäre am Montag mit starken Schmerzen aufgewacht. Was genau los ist, das sagte Ryan nicht.
Im Training verloren die Bills dann Ty Powell. Der Linebacker wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen.

Jadeveon Clowney darf am Training der Texans teilnehmen.
Der Linebacker war letztes Jahr die absolute Nr. 1 der Draft, aber verletzungsbedingt konnte er sein Talent nicht beweisen.
Nach seiner Operation eines defekten Gelenkknorpels im Knie hofft man in Houston, daß er jetzt endlich durchstarten kann.

Terrell Suggs ist wohl nicht ganz zufrieden mit Ersatz- Quarterback Matt Schaub.
Der Linebacker der Ravens macht sich über die verunglückten Passversuche Schaubs beim Training lustig.
Als Schaub mal wieder einen Paß ins Aus warf, rief Suggs: „Alles bis auf den Paß sah gut aus.“
Schaub soll nicht sehr glücklich über die offene Kritik des Verteidigers sein, wie man seinem säuerlichen Gesichtsausdruck entnehmen konnte.
Vorher kommentierte Suggs einen Fehlpaß mit den Worten: „Deine Jungs sind die Jungs in Violett.“
Da bleibt den Ravens Fans nur die Hoffnung, daß Joe Flacco nur ja nichts passiert.

Montag, 17. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 1 - Teil 4
tebow-tim-eagleZur gewohnten Footballzeit am Sonntag um 19 Uhr gab es das letzte Vorbereitungsspiel aus Woche 1. Die Colts traten in Philadelphia an.
Colts Quarterback Andrew Luck spielte eine Serie und sah dann nur zu. Er wird erkannt haben, daß seine Defense noch sehr, sehr, sehr viel Arbeit vor sich hat, um in Saisonform zu kommen. Zu leicht ließ sie sich von Eagles Quarterback Mark Sanchez und seinen Nachfolgern auseinanderpflücken.
Die Defense der Colts wirkte, als hätte man ihnen die Luft rausgelassen.
Björn Werner hatte zwar einige gute Momente, doch ob er am ersten Spieltag in der Startformation stehen wird, dürfte noch nicht in Fels gehauen sein.
Obwohl einige Spieler beider Teams ihre Momente hatten, liest man heute in der USAmerikanischen Presse nur Tim Tebow (Bild).
Tim Tebow dies, Tim Tebow das, Tim Tebow jenes, Tim Tebow welches, Tim Tebow Touchdown, usw.
Ja, Tim Tebow hat gespielt und zwar wie... Tim Tebow, und ob seine Leistung sich noch steigern läßt, und ob er im ersten Saisonspiel noch im Kader sein wird, glaube ich nicht so ganz. Seine Bilanz von 6 aus 12 für 69 Yards und 1 Lauf- Touchdown ist etwas mager für 1½ Viertel.
Mit Sam Bradford, Mark Sanchez und Matt Barkley haben die Eagles drei Quarterbacks, die im Kader bleiben könnten. Barkley spielte von Mitte erstes bis Mitte drittes Viertel und vervollständigte 12 von 20 für 192 Yards. Er blieb ohne Touchdown und einer seiner Pässe wurde von Björn Werner abgefälscht und anschließend abgefangen. Dennoch wirkte er solider als Tebow.

Kurzberichte
Die Besucher meiner Facebookseite wissen es schon seit gestern Abend. Aber natürlich will ich es hier auch noch mal verkünden, denn: „Es ist eher möglich als nicht, daß Sport1US vielleicht doch die Saison 2015 übertragen könnte.“
Nun werden Sie sich sicher fragen, was diese schwammige Formulierung soll, und ich schäme mich auch ein bißchen, das so zu schreiben, aber heh... Wenn Goodell der Allmächtige einen Superstar auf Grund solch einer schwachsinnigen Beweisführung suspendieren kann, kann ich die Botschaft doch auch so verkünden.
Immer wieder gibt es ja Naseweise, die von jemandem wissen, der jemanden kennt, der jemanden hat sagen hören... kennt man ja. Aber dem Post auf Facebook eines gewissen Marc Bäcker möchte ich einfach glauben.
Ich zitiere inklusive Rechtschreib- und Kommatafehler: „Für alle die es interessiert. Wie ich erfahren habe, sind die Verhandlungen mit der NFL, wohl auf einem sehr guten Weg. Die Chancen, dass es die NFL weiterhin auf Sport 1US im gewohnten umfang geben wird sind mittlerweile deutlich größer als nicht. Man ist sehr bemüht, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Auch das weder zapf, Berrenberg oder Büchner bei P7Max aufgetaucht sind, sondern ein Casting veranstaltet wird, zeigen in welche Richtung es geht.“
Losgehen soll es so schnell wie möglich, vielleicht schon zur zweiten Testspielwoche.
Wie gesagt, keinerlei Wahrheitsgehalt zu erkennen, aber es gibt uns Hoffnung, und die stirbt nun mal immer zuletzt.

Ärger im Paradies, oder wie nennen Jets- Fans ihr Team?
Wenn man in der Medienhauptstadt der Welt im Rampenlicht steht, wird man auf Schritt und Tritt verfolgt. So fotografierte ein Reporter der New York Post Jets Quarterback Geno Smith, wie der nur zwei Tage nach seiner Kieferoperation mit einem Freund Bälle hin- und herwarf.
Die Zeitung nahm das Foto als Titelbild, das Smith mit geschwollenem und farblich sehr interessantem Gesicht zeigte.
Head Coach Bowles soll sich sehr darüber aufgeregt haben, daß Smith sich nicht die nötige Ruhe zur Genesung gönnt.
Zu wenig Ruhe gönnten sich auch die restlichen Spieler des Teams. Nach der zweiten Schubserei beim Training am Sonntag ließ Head Coach Bowles seine Jungs fünf Strafrunden laufen, von einer Seitenauslinie zur nächsten.
Safety Calvin Pryor wurde vom Training freigestellt. Er hat einen Todesfall in der Familie und wird wohl das nächste Vorbereitungsspiel gegen Atlanta verpassen.
Wide Receiver Brandon Marshall verletzte sich am rechten Arm oder der Schulter. Genaues konnte Bowles noch nicht sagen.

Die Giants verpflichteten Brandon Meriweather.
Der 31-jährige Safety hat seit 2010 keine 16 Spiele einer Saison mehr durchgehalten, aber mehrere Ausfälle in der Giants Secondary brachten das Team in Personalnot.

Wo wir bei der Secondary sind.
Die Rams verloren EJ Gaines für die Saison. Der Cornerback zog sich eine Lisfranc-Verletzung in einem Fuß zu, die operiert werden mußte.

Die Buccaneers müssen etwa sechs Wochen ohne Demar Dotson auskommen. Der Defensive Tackle zog sich gegen die Vikings eine Zerrung im hinteren Kreuzband eines Knies zu.

Die Cowboys müssen eine Zeitlang auf Byron Jones verzichten. Ihre Nr. 1 der letzten Draft verletzte sich an einer Schulter.
Der Cornerback kollidierte beim Training mit Cornerback Morris Clayborne und blieb verletzt liegen.
Wie lange Jones ausfällt, konnte Teambesitzer Jerry Jones noch nicht sagen.

63 Yards mit fünf Läufen erzielte Jarryd Hayne für die 49ers gegen Houston.
Der Ex-Rugby Star aus Australien findet die Wandlung zum Footballspieler gar nicht so schwierig.
Head Coach Tomsula sieht Hayne als Meister im freien Raum. Doch der Ex-Rugby-Star hat noch einige Probleme, durch die Line zu kommen.
Das, so Tomsula, müsse noch besser werden.
Momentan aber sieht es so aus, als ob Hayne sich den Platz des zweiten Running Backs hinter Carlos Hyde sichern könnte.

Sonntag, 16. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 1 - Teil 3
berry-ericBei den Cardinals war man gespannt, wie Quarterback Carson Palmer nach seiner erneuten schweren Knieverletzung auftreten würde?
Fehlerlos!
Er vervollständigte alle vier seiner Pässe für 77 Yards und führte Arizona in die Endzone.
Chiefs Quarterback Alex Smith warf in seiner ersten Serie einen Interception. Insgesamt vervollständigte er 6 seiner 10 Pässe für 42 Yards.
Sein Ersatzmann Chase Daniel warf drei Touchdowns.
Nach dem gelungenen Auftritt Palmers gegen Kansas City, gab es noch zwei erwähnenswerte Szenen.
Zunächst wurde der von seiner Krebserkrankung genesene Eric Berry (Bild) begeistert empfangen und der Safety der Chiefs hatte auch seinen Kurzauftritt.
Dann gab es eine unheimliche Begegnung der dritten Art, als die erste Kurzzeittrainerin der NFL (Dr. Jen Welter, Cardinals) und die erste Vollzeitschiedsrichterin der NFL (Sarah Thomas) sich vor dem Spiel trafen um die neuesten Backrezepte auszutauschen oder was auch immer.

Die Texans Quarterbacks machten keinen schlechten Eindruck.
Weder Brian Hoyer noch Ryan Mallett spielten wirklich schlecht gegen die 49ers. Hoyer warf in der ersten Serie der Texans einen 58 Yards Touchdown Paß und danach noch einen erfolgreichen Zweipunktepaß zur 8:0 Führung.
Noch aber hat keiner der beiden den Starterposten sicher. Im nächsten Vorbereitungsspiel wird Mallett starten, dessen Bilanz mit 10 von 11 für 90 Yards etwas besser aussieht, als Hoyers 2 von 4 für 67 Yards und 1 Touchdown.
Niners Quarterback Kaepernick warf in seiner einzigen Angriffsserie drei Pässe, von denen einer ankam, für 14 Yards.
Beide Teams setzten sehr auf die Spieler, die den Sprung in den Kader schaffen könnten. Die mutmaßlichen Starter wurden geschont.
Das Ergebnis von 23:10 für Houston ist halt ein aussageschwaches Testspielergebnis.

Warum war Jameis Winston die Nr. 1 in der Draft und Marcus Mariota die 2?
Weil Winston erst mit seinem achten Paß einen Interception warf, Mariota bereits im dritten.
OK; Zynismus beiseite, beide Frischlinge müssen lernen, lernen, lernen.
Winston hatte zuvor aber bereits einen Paß über 40 Yards zu Vincent Jackson erfolgreich angebracht.
Wie Mariota wurde auch Winston nach und nach sicherer, als das Adrenalin nicht mehr die Überhand hatte. Zudem ging es am Ende der ersten Halbzeit gegen die dritte Garnitur der Vikings, als Winston in einem No-Huddle Drive fünf seiner fünf Pässe vervollständigte und am Ende mit einem Hechtsprung in die Endzone einen Touchdown erzielte.
Alles in Allem gab es aber mehr Schatten als Licht in Winstons Debüt als Profi.
Vikings Quarterback Teddy Bridgewaters Bilanz lautet 7 von 8 für 86 Yards.
Vikings Right Tackle Phil Loadholt zog sich einen Achillessehnenriss zu und für ihn ist die Saison beendet.

Kurzberichte
Was brachte die neue Extrapunktregel, die in den Vorbereitungsspielen getestet wird?
Nun, es wurden nicht mehr 100% der Extrapunkte verwandelt. Von bisher 40 Extrapunktversuchen setzte Titans Kicker Ryan Succop einen daneben.
Ob man das als Erfolg werten kann, das wird Goodell der Allmächtige dann entscheiden.
Vielleicht segelt ja noch der ein oder andere Extrapunkt aus 33 Yards neben die Stangen. Ein wirkliches Mehr an Zweipunkteversuchen brachte die neue Regel bisher nicht. Obwohl die Testspiele doch gerade dazu einladen.

Alles im Fluß in San Diego.
Quarterback Philip Rivers unterschrieb einen Vertrag über weitere vier Jahre bei den Chargers.
In den Club der Einhundertmillionendollarquarterbacks konnte er aber nicht eintreten. Rivers erhält nur $84 Millionen, von denen allerdings satte $65 Millionen garantiert sind.

Bears Wide Receiver Kevin White kann die Saison wohl abschreiben.
Er erlitt einen Ermüdungsbruch im linken Schienbein, der operiert werden muß.

CJ Spiller hatte einen kleinen Eingriff an einem Knie.
Der Running Back der Saints soll zum ersten Saisonspiel wieder fit sein.

Nicht nur Tight End Julius Thomas brach sich eine Hand, es erwischte es auch Jaguars Safety Jonathan Cyprien.
Er brach sich im Spiel gegen Pittsburgh einen Finger an seiner rechten Hand.
Auch er soll nur die Vorbereitungsspiele verpassen.

Und die Redskins verloren einen weiteren Tight End.
Logan Paulsen hat eine Metatarsophalangeal-Verstauchung. Das ist eine Schädigung des Bindegewebes zwischen Fuß und einem der Zehen. Wenn die große Zehe beteiligt ist, wird es als "Turf Toe" bezeichnet.
Er wird am Montag operiert und für ihn ist die Saison beendet.

Samstag, 15. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 1 - Teil 2
mariota-marcus2„Wir haben unseren Quarterback für die Zukunft gefunden.“
„Unser Quarterback hat im Trainingslager nicht einen Interception geworfen.“
„Wir gehen voller Optimismus in die neue Saison.“
Und dann kam das erste Testspiel für die Titans gegen Atlanta. Der dritte Paß von Rookie-Quarterback Marcus Mariota (Bild) wurde abgefangen. Vorbei die Serie von 186 Pässen ohne Interception, die Mariota gegen die eigenen Verteidiger im Trainingslager warf.
Selbst ein Testspiel ist ein anderes Kaliber, als ein Trainingsspielchen.
In der Zweiten Angriffsserie verlor Mariota den Ball, der zum Touchdown zurückgetragen wurde.
Doch der Quarterback konnte diesen Fehlstart abschütteln und in der dritten Serie führte er seine Offense zu einem Touchdown.
Und daß ein Rookie- Quarterback nicht von Anfang an fehlerfrei spielt gegen die schnellen und kräftigen Verteidiger eines NFL Teams, ist verständlich. Immerhin vervollständigte er 7 seiner 8 Pässe für 94 Yards.
Die Hoffnung ist denn auch nicht sofort verflogen in Tennessee.

Was ist, wenn Peyton Manning verletzt wird?
Dann kommt Brock Osweiler. Der Ersatz- Quarterback der Broncos führte das Team in fünf Angriffsserien zu Punkten. Nein, nicht nur gegen die zweite und dritte Garnitur der Seattle Defense.
Manning spielte gar nicht, und Osweiler blieb die ganze erste Halbzeit im Einsatz. Also überzeugte er auch gegen die Starter in der gefürchteten Defense der Seahawks, bei der dann aber doch einige Leistungsträger fehlten.
Wie auch immer, fünf Angriffsserien gegen Seattle, vier endeten mit Field Goals, einer mit einem Touchdown. Keine schlechte Bilanz.
Bitter für Seattle: Wide Receiver Chris Matthews mußte mit einer Schulterverletzung das Spiel verlassen, und Ersatz- Quarterback Tarvaris Jackson mit einer Knöchelverletzung.

Die Bills spielten gegen die Panthers, und IK Enemkpali mischte mit.
Der gefürchtete Kieferbrecher könnte allerdings für einige Saisonspiele gesperrt werden. Die NFL untersucht den Vorfall bei dem der Linebacker Jets Quarterback Geno Smith den Kiefer mit einem Schwinger brach.
Im Zuge dieser Körperverletzung schickte die Liga noch mal an jeden Spieler ein Memo, in dem sie darauf hinwies, daß sie Kämpfe unter Spielern nicht so gerne sieht.
Die Bills wissen immer noch nicht, wer als Nr. 1 Quarterback in die Saison geht? Gegen Carolina vervollständigte Matt Cassel 7 seiner 8 Pässe für 45 Yards.
Tyrod Taylor ging als Nr. 2 in das Spiel und er beendete seine zwei Angriffsserien mit Touchdowns.
EJ Manuel hatte es am Schwersten. Er spielte mit der dritten Garnitur, und die ließ ihn im Stich. Seine unterirdische Darbietung ist deshalb nicht wirklich Aussagekräftig.

Ergebnisse zählen nicht, nur die Erkenntnisse, die aus den Auftritten der Spieler gezogen werden. So und nicht anders sind die Vorbereitungsspiele zu bewerten.
Von diesem Spruch weiche ich nicht ab. Doch in diesem Fall... muß ich eine Ausnahme machen.
Auch in einem Vorbereitungsspiel darf man gegen die Pussiekätzchen aus Jacksonville nicht verlieren, schon gar nicht wenn man, wie die Steelers, Ambitionen hat, die AFC North zu gewinnen.
Zwar gewannen die Jaguars das Spiel mit 23:21, aber den Sieg würden sie bestimmt gerne hergeben, wenn sie damit die Verletzung von Julius Thomas ungeschehen machen könnten.
Der Ex-Broncos Tight End, der für fünf Jahre und $46 Millionen bei den Kellerkindern unterschrieb, brach sich einen Knochen in seiner linken Hand. Ob er damit wirklich nur die Vorbereitungsspiele verpassen wird, wie die Jaguars hoffen, wird sich zeigen.

Die Giants verloren das Spiel gegen die Bengals und vielleicht auch Mykkele Thompson.
Der Safety mußte den Platz mit einem Verdacht auf Achillessehnenriss verlassen.

Kurzberichte
Die Vertreter Tom Bradys halten nicht viel davon, vor Gericht zu Duckmäusern zu werden. Sie nannten die Berufungsverhandlung ihres Klienten vor Roger Goodell ein Propagandastück. Für sie ist das Ganze eine Schmierenkomödie in der Goodell Brady unfair behandelt hat.
Jemanden zu verurteilen, weil er eher als nicht vielleicht etwas gewußt haben könnte, wäre keine ernstzunehmende Beweisführung.
Goodells Entscheidung zeige eine klare Tendenz zur Voreingenommenheit und keinesfalls Spuren von Fairneß und Unparteilichkeit. Das wäre mehr eine Schmierenkomödie, als ein begründetes Urteil.
Dieses Schriftstück, das die NFLPA am Freitag dem Richter vorlegte, legt die Vermutung nahe, daß die Gewerkschaft und die NFL nicht wirklich auf einen Kompromiß hinarbeiten.
Aus dem Schriftstück, das die NFL am Freitag vorlegen mußte, sickerte bis jetzt noch nichts nach draußen.
Nächsten Mittwoch steht der nächste Termin der beiden feindlichen Lager bei Richter Berman an.

Die Arizona Cardinals stehen wohl kurz davor Chris Johnson zu verpflichten.
Der Running Back wurde zum Gesundheitscheck eingeladen.

Eagles Tight End Zach Ertz hat eine Verletzung des Unterbauchmuskels. Ob er bis zum Saisonstart wieder einsatzbereit ist, steht noch nicht fest.
Fest steht, daß Head Coach Chip Kelly Quarterback Sam Bradford im ersten Vorbereitungsspiel gegen Indianapolis am Sonntag nicht einsetzen wird.
Tim Tebow soll allerdings Spielzeit erhalten.

Ernsthaft?
Die Jets haben Kontakt zu Matt Flynn aufgenommen.
Der Ex- Packers, Seahawks, Raiders, Bills, noch mal Packers, Patriots Quarterback soll zum Gesundheitscheck eingeladen werden.
Die Patriots haben ihn gerade erst gefeuert, weil er wegen einer Ellenbogenverletzung nicht am Trainingslager teilnehmen konnte.
Die Jets sagten allerdings, daß sie nur einen Quarterback für die Testspiele suchen, damit Ryan Fitzpatrick und Bryce Petty nicht zu sehr belastet werden.

Freitag, 14. August 2015

Testspiele 2015 - Teil 1
paul-nilesErgebnisse zählen nicht, nur die Erkenntnisse, die aus den Auftritten der Spieler gezogen werden.
So und nicht anders sind die Vorbereitungsspiele zu bewerten.
Da zählt es also nicht, daß die Jets keinen Touchdown gegen die Lions erzielen konnten, oder die Packers die Patriots in deren Stadion schlugen.
Was zählt, sind die Verletzungen, die sich Spieler in diesen Tests zuziehen. Und da gab es in dieser Nacht bereits eine saisonbeendende. Es traf Niles Paul (Bild). Die Redskins hatten den Tight End erst vor einigen Tagen als Starter benannt, doch er brach sich gegen die Browns den linken Knöchel, und für ihn ist die Saison beendet.
Auch für Silas Redd könnte die Saison beendet sein. Der Running Back kämpfte um einen Platz im Kader und verletzte sich am Knie. Die erste Diagnose lautete angerissenes Kreuzband. Das klingt nach dem Saisonende.
Redskins Quarterback Robert Griffin III hatte seine Höhen und Tiefen im Spiel. Er stand für zwei Angriffsserien auf dem Platz und was er zeigte sah nicht schlecht aus.
Bei den Browns bekam man den Eindruck, daß aus Quarterback Johnny Manziel tatsächlich ein NFL- Quarterback werden könnte. Er lief nicht mehr einfach los, wenn Verteidiger auf ihn losstürmten, sondern er wich aus und versuchte seinen Receiver zu finden.
Auch kamen seine Pässe etwas präziser, als noch letztes Jahr.
Noch ist und bleibt Josh McCown der Starter, aber Manziel kann zu einem wirklich guten Ersatzmann werden.

Bei den Patriots durfte Tom Brady doch spielen. Normalerweise agiert Head Coach Belichick nach dem Motto, daß jemand, der nicht trainiert auch nicht spielt, aber da der Trainingsausfall Bradys ja nur der Hetzjagd, die Commissioner Goodell gegen ihn veranstaltet zu verdanken war, machte der Coach eine Ausnahme.
Brady spielte sogar zwei Serien und warf vier Pässe von denen einer ankam.
Dann übernahm Jimmy Garoppolo und den Patriots- Fans schwante, daß der Saisonstart mit ihm in die Hose gehen könnte.
Allerdings spielte der Quarterback mit den Ersatzleuten aus der Line zusammen, was seinen nicht so guten Auftritt relativiert. Sieben Mal landete der ärmste unter Verteidigern der Packers.
Die gewannen denn auch das Spiel mit 22:11. Green Bay ließ Quarterback Rodgers drei Serien spielen, bevor sie ihn schonten. Das ist ungewöhnlich für ein erstes Testspiel.

Dolphins Quarterback Ryan Tannehill legte im ersten Testspiel los, als wollte er sein überhöhtes Gehalt rechtfertigen.
Er pflückte die neu zusammengestellte Defense der Bears förmlich auseinander. Er vervollständigte 6 seiner 7 Pässe für 56 Yards und 1 Touchdown. Dann beendete er seinen Arbeitstag.
Bei den Bears blieb Quarterback Cutler für zwei Serien auf dem Platz. Er vervollständigte 4 seiner 7 Pässe für 42 Yards. Was auffiel war, daß Cutler von Ndamukong Suh unbehelligt blieb, und daß er keinen Fehlpass warf.

Wie gesagt: „Ergebnisse zählen nicht, nur die Erkenntnisse, die aus den Auftritten der Spieler gezogen werden.“
Sieht man die Auftritte der Angriffsreihen der Jets und der Lions unter diesem Standpunkt, dann kann man Erkenntnisse ziehen.
Die Jets hadern mit dem neuen Spielsystem von Offensive Coordinator Chan Gailey. Sie erzielten magere 123 Yards und sechs neue erste Versuche, aufgeteilt in 67 Lauf- und 56 Passyards.
Die Lions kamen auf 26 neue First Downs und 428 Yards. Da scheint es auch in der Defense der Jets noch nicht ganz zu stimmen.
Übrigens - Geno Smith wurde am Donnerstag am Kiefer operiert.

Kurzberichte
Vikings Head Coach Mike Zimmer war so angefressen über den Trainingseifer seines Teams, daß er seiner Wut freien Lauf ließ.
Er unterbrach das Training und ließ die Spieler Strafrunden laufen, bevor er sie zum Zusammenstauchen zu sich rief.
Auf die Frage eines Reporters anschließend, was er denn am Training nicht gut gefunden hätte, antwortete Zimmer: „Alles.“
Einer fragte, ob es denn nicht doch etwas positives am heutigen Tag gegeben hätte? Zimmers Antwort: „Doch, daß wir jetzt nach Hause gehen.“
Auf die Frage, welche Botschaft er seinem Team mitgegeben hat sagte Zimmer, daß er das nicht wiederholen könne.
Da scheint ja echt was schiefgelaufen zu sein.

Die Colts gaben TY Hilton eine Vertragsverlängerung.
Der Wide Receiver unterschrieb für weitere fünf Jahre und $65 Millionen, von denen $39 Millionen garantiert sind.

Eine Sekretärin von Richter Berman bestätigte, daß die NFL und die NFLPA sich am Donnerstag wieder im Gerichtsgebäude getroffen haben, um die Suche nach einem Kompromiß in der Deflategate Sache fortzusetzen.

Donnerstag, 13. August 2015

Gut gegen Böse
brady vs goodellSeit Anbeginn der Zeit kämpft das Gute gegen das Böse.
In dem aktuellen Theaterstück, das Off-Broadway aufgeführt wird, wird das Gute dargestellt von Patriots Quarterback Tom Brady (links) und das absolut Böse von NFL Vorsitzendem Roger Goodell (rechts).
Gestern trafen sich die beiden zusammen mit ihren Anwälten vor Gericht. Und es kam, wie es kommen mußte. Die ersten beiden Fragen von Richter Berman gingen an den Anwalt der NFL. Berman wollte wissen, ob die NFL substantielle Beweise hätte, die zweifelsfrei belegen, daß Tom Brady von der Manipulation der Bälle gewußt hat?
Antwort von Anwalt Daniel L. Nash: „Nein!“
Dann wollte Berman wissen, was die Passage: „Es ist eher möglich als nicht, daß Tom Brady von der Manipulation gewußt haben könnte“, bedeutet? „Das,“ so Berman, „verstehe ich nicht. Das müssen sie mir erklären.“
Konnte Nash aber nicht. Er kam mit möglichen Absprachen zwischen Brady und seinen Zeugwarten, aber die meiste Zeit druckste er auf Nachfragen des Richters nur herum. Am Ende blieb die Erkenntnis, die alle haben, außer Goodell und seiner Meute, daß es keine Beweise gibt.
Berman war sich auch der Rolle, die Ted Wells spielte nicht ganz bewußt. Wells wurde von der NFL als unabhängiger Ermittler angeheuert, jedoch mit dem Auftrag auf jeden Fall Material zusammenzusuchen, das Brady belastet. Von einem unabhängigen Ermittler hätte Berman sich mehr Objektivität erwartet, der Beweise für das Für und Wider zusammenstellt, wie er sagte. Wells sähe in seinen Augen nicht wie ein „unabhängiger“ Ermittler aus.
Berman stellte dann Bradys Vertreter die Frage, warum der Quarterback sich unkooperativ bei der Untersuchung verhalten hätte?
Jeffrey Kessler spielte das ganz geschickt, als er sagte, daß sein Mandant da wohl nicht sehr klug gehandelt hätte. Doch als Unschuldiger hätte er nicht so ganz verstanden, warum er Ted Wells hätte unterstützen sollen. Heute sähe Brady ein, daß er damals nicht geschickt gehandelt hatte.
Auf die Frage, warum denn ein Angestellter der Patriots von sich aus, ohne Anweisung von jemandem, einfach so Luft aus Bällen gelassen haben sollte, antwortete Kessler: „Wir glauben nicht, daß zu dem Zeitpunkt zu dem die Bälle im Spiel waren, zu wenig Luft in ihnen war.“
Nach dem ersten Prozesstag, oder besser, nach der ersten Befragung, sahen Prozessbeobachter die NFL in der Verteidigung. Allerdings gingen die Prozessbeteiligten nach der öffentlichen Anhörung noch ins Büro des Richters, wo weiter um einen Kompromiß gerungen wurde. Was da besprochen wurde, darf nach außen nicht weitergegeben werden. Insgesamt dauerte die ganze Angelegenheit 7 ½ Stunden.
Bevor man sich zurückzog meinte der Richter noch, daß er nicht vorhat, die Sache vor ein Berufungsgericht gehen zu lassen. Die Wartezeit dort, auf einen Prozesstermin, würde momentan so etwa drei Jahre dauern.
Berman will einen Kompromiß um jeden Preis, das stand vorher schon fest.
Doch was nutzt uns Footballfans ein Kompromiß?
Selbst wenn Brady nur zwei Spiele gesperrt würde, sähen wir im Auftaktspiel mit Ben Roethlisberger nur einen Superstar- Quarterback. Brady sähen wir nicht. Und das vermiest einem die Vorfreude auf den Saisonauftakt gewaltig.
Beide Seiten haben bis Freitag Zeit dem Gericht neue Argumente für ihre Standpunkte vorzulegen. Der nächste Termin für ein Treffen vor Gericht ist der 19. August.
Ob Brady das Gerichtsgebäude dann auch mit einem Lächeln verläßt, so wie gestern?

Kurzberichte
Tom Brady wird wohl nicht gegen die Packers spielen.
Für Head Coach Belichick gilt: „Wer nicht trainiert, der spielt auch nicht.“ Nun, wohl selbst dann nicht, wenn der Superstar- Quarterback beim Kasperletheater des NFL Commissioners mitspielen muß, und deshalb das Training verpaßt.
Jimmy Garoppolo wird den Großteil der ersten Halbzeit bestreiten und somit gegen die erste Defense der Packers und die Ersatzleute spielen. Mal sehen, wie er so gegen die verschiedenen Verteidigungen abschneidet.

Ein Linebacker, der einen Quarterback der Jets Krankenhausreif schlägt?
So was kann ich brauchen, dachte sich Rex Ryan. Der Head Coach der Buffalo Bills überredete die Clubführung dazu, IK Enemkpali zu verpflichten.
So fand der frisch von den Jets entlassene Kieferbrecher schnell wieder in neues Team.
Ryan kennt Enemkpali noch aus der letzten Saison, als der Linebacker für einige wenige Spielzüge eingesetzt wurde, als Ryan noch Head Coach der Jets war. Dort, so meinte Ryan, hätte er Enemkpali als netten Kerl und guten Mannschaftskollegen kennengelernt.

Nein, Michael Vick steht nicht auf der Liste derer, die Jets Quarterback Geno Smith ersetzen sollen.
Vick hatte gehofft, wieder einen Job zu bekommen, als er vom Kieferbruch Smiths erfuhr. Doch obwohl er einige Zeit für die Jets spielte, hat der neue Trainerstab nicht vor, ihn zu verpflichten.

Vikings Head Coach Mike Zimmer ist in Trauer.
Sein Vater Bill Zimmer verstarb Dienstagabend im Alter von 84 Jahren.
Sein Vater hätte nicht gewollt, daß sein Sohn sich von seinem Tod von der Arbeit abhalten läßt, sagte Mike Zimmer der Presse. Deshalb leitete er am Mittwoch wie gewohnt das Training. Am Samstag wird er die Vikings beim nächsten Vorbereitungsspiel gegen Tampa Bay anführen, bevor er am Sonntag zur Beerdigung fliegt.

Eric Berry hat sich gut von seiner Krebserkrankung erholt.
So gut, daß der Safety der Chiefs gegen die Cardinals spielen wird. Wie lange er auf dem Platz bleibt, das konnte Head Coach Reid noch nicht sagen. Es wäre jedenfalls toll, daß Berry überhaupt wieder spielen könnte, meinte er.

Dienstag, 11. August 2015

BREAKING JAWS äh Quatsch NEWS
smith-geno3Jets Quarterback Geno Smith (Bild) wurde in der Umkleide niedergestreckt.
In einer tätlichen Auseinandersetzung mit Linebacker Ikemefuna Enemkpali zog Smith den Kürzeren und ihm wurde der Kiefer gebrochen.
Damit fällt er 6-10 Wochen aus.
Während einige dem Linebacker dafür dankbar sind, daß er die Jets eine Zeitlang von Smith erlöste, sehen die Bosse der Jets das anders. Sie haben ihn nicht gefeiert sondern gefeuert.
Damit haben wir eine noch nie dagewesene Situation.
Am Tag vorher schlug Panthers Quarterback Cam Newton einen Cornerback nieder, weil der schon wieder einen Paß abgefangen hatte.
Das ist schon unvorstellbar.
Doch daß ein Spieler seinem Quarterback den Kiefer bricht, das ist schlicht einmalig.
Was war los?
Zunächst einmal, es war kein wirklicher Sucker-Punch. Darüber haben die Jungs im NFLN diskutiert. Der Schlag kam nicht unerwartet, was die Übersetzung von Sucker-Punch ist.
Smith schuldet Enempkali $600. Der Quarterback sollte an einer Wohltätigkeitsveranstaltung Enempkalis teilnehmen, mußte aber wegen des Todes eines Freundes absagen.
Smith hatte dem Linebacker zugesagt, ihm die Kosten für den Flug und den Limoservice zu erstatten, was er bisher nicht tat.
So kam es zu einem hitzigen Wortgefecht in der Umkleidekabine um das gebrochene Wort, das mit dem gebrochenen Kiefer endete.
Das wirft auch ein Licht darauf, wie sehr Smith von seinen Mitspielern respektiert wird, oder eher, wie wenig.
Man stelle sich das in San Francisco, Indianapolis, New England oder sogar in Dallas vor, wenn ein Quarterback mit einem Mitspieler in ein hitziges Wortgefecht verwickelt wird. Sofort würden sich zumindest die Linespieler schützend vor ihrem Quarterback versammeln, so wie sie es auch auf dem Platz gewöhnt sind. Daß da ein Sucker-Punch im Ziel landen könnte, ist eher unwahrscheinlich.
Bei den Jets haben Smiths Mitspieler sich in aller Ruhe angesehen, was ihnen da an Schauspiel geboten wurde. Niemand stellte sich schützend vor den Quarterback.
Head Coach Todd Bowles sagte, daß das Team nicht die Polizei einschalten würde. Es läge an Smith, ob er Enempkali vor Gericht zerrt.
Der Linebacker wurde sofort gefeuert. Er entschuldigte sich auf seiner Facebookseite für seine Tat.
Smith, dem man durchaus einen Durchbruch in dieser Saison zutraute, hatte jetzt einen Bruch, aber der muß operiert werden. Deshalb kann man auch noch nicht genau sagen, wie lange er ausfallen wird?
Bowles jedenfalls hält Smith nicht den Platz frei. Wenn sein Ersatzmann, Fitzpatrick oder wer auch immer, seinen Job gut macht, dann ist Smith den Starterposten los.
Zu der Situation sagte Bowles, daß man zwei zum Tango braucht. Er gab Smith also eine gehörige Mitschuld an der Situation.
Ryan Fitzpatrick übernimmt jetzt für Smith und die Jets suchen einen Mann für hinter ihm. Rex Grossman soll schon abgesagt haben, wie man hört, doch Michael Vick soll schon die Koffer gepackt haben.
Für Jets Fans wird sich nicht viel ändern, denn so schlecht wie Smith ist Fitzpatrick schon lange. Beide gehören zum Bodensatz der NFL- Quarterbacks und haben nur Ersatzmannpotential.
Doch obwohl Geno Smith die Worte seines Head Coaches gehört hat, daß sein Job nicht sicher ist, stieß er eine Drohung gegen die Fans und das Team auf seiner Twitterseite aus und schrieb: „I `ll be back.“
Und irgendwie habe ich bei diesem Spruch nicht die Musik vom Terminator im Kopf, sonder ich höre die Twilight Zone.

Kurzberichte
Während die Jets also einen Quarterback suchen, den man auch wirklich brauchen kann, fanden die Steelers einen brauchbaren Kicker.
Sie entschieden sich für Garrett Hartley. Der verwandelte in seiner Karriere 81% seiner Field Goal Versuche.

So, die 32 Teambesitzer wissen jetzt Bescheid über die Pläne, der Rams, Chargers und Raiders, die nach Los Angeles umziehen wollen.
Alle Teams haben ihre Pläne präsentiert, und auch Vertreter der Städte aus San Diego und St. Louis haben den Besitzern ihre Pläne vorgelegt, wie sie die Teams halten wollen. Oakland hat den Raiders keine Angebote gemacht, die sie zum Bleiben bewegen könnten.
Jetzt darf diskutiert werden. Entschieden wird erst Ende des Jahres.
Zum ersten Mal, seit Commissioner Roger Goodell ohne Beweise zu haben gegen die Patriots, deren Besitzer Robert Kraft und Quarterback Tom Brady ungerechtfertigte Strafen verhängt hat, saßen Kraft und Goodell wieder in einem Raum.
Über Deflategate wurde allerdings kein Wort verloren. Das steht erst heute wieder an. Brady, Goodell und ihre Rechtsberater treffen sich bei Richter Berman, um ihre Sicht der Dinge darzustellen und vielleicht einen Kompromiß zu finden.
Berman wird als Meister des Kompromisses bei seinen Richterkollegen in New York angesehen.

Die NFL sah die Draft in Chicago als vollen Erfolg an.
Aus diesem Grund gab die Liga bekannt, daß die Veranstaltung auch 2016 vom 28. bis 30. April wieder in der windigen Stadt stattfinden wird.
Mehr als 200.000 Fans strömten 2015 nach Chicago und brachten der Stadt $81,6 Millionen ein.

Die Giants und Bengals hoffen, daß ihre zwei gemeinsamen Trainingstage ohne Prügeleien ablaufen.
Ein frommer Wunsch in einer Zeit, in der sogar Quarterbacks auf Mitspieler losgehen und Quarterbacks vom Teamkollegen der Kiefer gebrochen wird.
Dabei wollen gerade die Giants auf ihre Quarterbacks achten, und zwar darauf, wer sich zur Nr. 2 hinter Eli Manning eignet.
Am Freitag steht dann für beide Teams das erste Vorbereitungsspiel an, das sie gegeneinander bestreiten.
Manning soll eine Serie spielen.
Bei den Bengals soll Andy Dalton, Scherzname die rostige Flinte, auch eine Serie spielen.

Dienstag, 11. August 2015

Kurzberichte
newton-cam5Mitte Juni rieb man sich verwundert die Augen. Nach vier Jahren in der NFL und dem Abschluß eines Einhundertmillionendollarvertrags fiel den Verantwortlichen in Carolina auf, daß ihr Quarterback Cam Newton (Bild) ein schlechter Passer ist.
Also, so sagte der Trainerstab, würde man ab sofort mehr Wert darauf legen, Newtons Passerfähigkeiten und seine Beinarbeit zu verbessern.
Was aber, wenn sich der Einhundertmillionendollarquarterback in seiner Entwicklung gestört fühlt?
Etwa durch einen Cornerback, der ständig seine Pässe abfängt?
Dann schlägt Newton dem Bösewicht einfach die Faust ins Gesicht!
Josh Norman hatte erneut einen Paß von Newton abgefangen, den fünften seit Beginn des Trainingscamps, wie jemand mitgezählt hat.
Newton jagte Norman, der mit dem Ball loslief. Dabei bekam der Quarterback den Stiff-Arm des Cornerback ins Gesichtsgitter.
Interception und steifen Arm im Gesicht? Das war dem leicht überbezahlten Superstar der Panthers dann doch zuviel der Majestätsbeleidigung, und er schlug Norman zu Boden. Newton mußte von einigen Teamkollegen davon abgehalten werden, weiter auf Norman loszugehen.
Davon, daß Quarterbacks sich in Kämpfe verwickeln lassen, hört man selten. Daß einer einen Kampf beginnt, das dürfte das erste Mal gewesen sein.
Nun, niemand wurde verletzt und um weiteren Majestätsbeleidigungen zu entgehen, sollte Newton einfach exaktere Pässe werfen. Von einem Einhundertmillionendollarquarterback muß man das erwarten, zumal Norman nicht zu den erwähnenswerten Cornerbacks der Liga gehört.

„Kicker bleib bei deinen Aufgaben,“ heißt nicht umsonst ein bekannter Spruch.
Den hätte Shaun Suisham mal besser befolgt.
Als er im ersten Testspiel gegen Minnesota den Ballträger angriff, zog er sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Damit ist die Saison für ihn beendet.
Gott sei Dank sind genügend Kicker auf dem Markt, die ihn ersetzen können. Die Steelers haben auch gleich einige zum Probetraining eingeladen.

Heute treffen sich die Teambesitzer außerplanmäßig, um die Causa L.A. zu besprechen.
Dazu paßt die Meldung, daß die Chargers den Plan der Stadtverwaltung, ein neues 1,1 Milliarden teures Stadion zu bauen, abgelehnt haben.
Die Chargers wollen lieber heute die Teambesitzer davon überzeugen, daß ein neues Stadion für sie und die Raiders in der Nähe von Los Angeles gebaut werden soll.
Auch Rams Besitzer Kroenke wird endlich offenlegen, was er mit dem begonnen Bau eines Stadions nahe L.A. beabsichtigt.
Die NFL sagte, daß eine Entscheidung über ein oder mehrere Teams in Los Angeles in Februar fallen soll, noch vor Super Bowl 50.

Steve Smith geht in seine letzte NFL Saison.
Der Wide Receiver der Ravens gab bekannt, daß er nach der Saison in den Ruhestand treten wird.
13 Jahre spielte er für die Panthers, und nur zwei in Baltimore. Das legt nahe, daß er als Panther aus der NFL ausscheiden wird.
Bisher sammelte Smith 13.262 Passyards und 73 Touchdowns.

Für das erste Testspiel wird Bills Head Coach Rex Ryan auf Matt Cassel als Nr. 1 Quarterback setzen.
„Wir werden ihn am Freitag gegen Carolina starten und sehen, wie lange wir ihn drinlassen,“ meinte Ryan nach dem Training am Montag. „Alle unsere Quarterbacks werden Spielzeit in den Vorbereitungsspielen bekommen,“ fuhr er fort.

Für die Browns wäre der Ausfall von Joe Thomas ein herber Schlag.
Der Left Tackle stellte mit acht Pro Bowl Teilnahmen in seinen ersten acht Jahren in der Liga einen NFL Rekord auf. Noch nie hat er einen Spielzug verpaßt, seit er 2007 nach Cleveland kam, das sind 7.917 Snaps.
Am Montag verletzte er sich an einem Bein und die Trainer untersuchten sein Knie und seinen Knöchel.
Heute sollen weitere Tests gemacht werden, um genau zu erkunden, was Thomas hat.

Running Back McFadden begann das Trainingslager der Cowboys wie gewohnt mit Oberschenkel. Ein weiterer „Ersatzmann“ für den abgewanderten Murray, Joseph Randle, zog sich eine Bauchmuskelzerrung zu und wird auch einige Zeit nur zusehen können.
Und ein Quarterback Tony Romo ohne Unterstützung durch ein kraftvolles Laufspiel?
Näh, kann man vergessen!

Letzte Woche feuerten die Seahawks Tony McDaniel. Doch lange blieb der Defensive Tackle nicht ohne Team.
Am Montag gaben die Buccaneers ihm einen Einjahresvertrag über $2,5 Millionen.

Genauere Untersuchungen am Montag ergaben, daß die erste Prognose von Sonntag stimmte.
Eagles Cornerback JaCorey Shepherd zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.

Matt Flynn konnte bisher wegen einer Oberschenkelverletzung nicht mit dem Team trainieren. In der Ungewißheit um die Brady-Situation brauchen die Patriots allerdings einen einsatzbereiten dritten Quarterback. Deshalb feuerten sie Flynn am Montag und verpflichteten Ryan Lindley.
Den sahen wir zuletzt, als er für die Cardinals „spielte“ und in der Wild Card Runde böse von den Panthers verprügelt wurde.

Für den Jubiläums Super Bowl werden Rekordpreise in den Werbepausen bezahlt werden müssen.
Für 30 Sekunden Werbung verlangt CBS $5 Millionen.
Für Super Bowl 49 wurden nur $4,5 Millionen für 30 Sekunden verlangt.

Montag, 10. August 2015

Kurzberichte
bridgewater-teddy
Das war es also. Das war das erste NFL Spiel seit sechs Monaten.
Was haben wir gelernt?
Nichts, außer daß Vorbereitungsspiele sehr oft sehr unansehnlich sind.
Steelers Quarterback Ben Roethlisberger spielte gar nicht, Teddy Bridgewater (Bild) von den Vikings nur eine Serie. Dabei warf er sechs Pässe, von denen fünf für 44 Yards ankamen.
Bridgewater hatte es knapp zum Spiel geschafft. Vor Sonntag hatte er das Team wegen familiärer Angelegenheiten für 48 Stunden verlassen dürfen.
Wie erwartet spielte auch Vikings Running Back Adrian Peterson nicht. Der stand zwar in voller Montur am Spielfeldrand, aber daß er in einem Testspiel eingesetzt wird, ist eher unwahrscheinlich.
Obwohl so ein, zwei Serien für einen Spieler, der im Jahr zuvor nur ein Saisonspiel bestritt, bestimmt nicht schlecht wären.
Ach so, ein Ergebnis gab es ja auch: Pittsburgh 3, Minnesota 14.

Die Buccaneers verlängerten den Vertrag mit Lavonte David. (Ja, einfach nur Lavonte. Kein Apostroph im Namen, kein Großbuchstabe mittendrin. Nein, echt einfach nur Lavonte)
Der Linebacker wurde mit $50,25 Millionen für fünf Jahre von denen $25 Millionen garantiert sind, zu einem der bestbezahlten Spieler auf seiner Position.

Bei den Eagles verletzte sich Cornerback JaCorey Shepherd am rechten Knie.
Ob der erste Verdacht auf ein gerissenes Kreuzband bestätigt wird, sollen weitere Untersuchungen zeigen.

Ein ganz Großer ist von uns gegangen.
Im Alter von 84 Jahren verstarb Frank Gifford am Sonntag eines natürlichen Todes, wie die Familie mitteilte.
Nach seiner beachtlichen Karriere als Spieler bei den Giants, unterhielt er Footballfans fast ein Vierteljahrhundert als Kommentator bei den Monday Night Spielen.
Gifford ist der einzige NFL Spieler, der es auf drei verschiedenen Positionen in den Pro Bowl geschafft hat - als Running Back, Defensive Back und Wide Receiver.
12 Jahre spielte er für die Giants und mußte danach 13 Jahre warten, bis er 1977 endlich in die Hall of Fame aufgenommen wurde.
Am Sonntag verstarb er, genau eine Woche vor seinem 85. Geburtstag.

Sonntag, 9. August 2015

Kurzberichte
mccarthy-mike2Die Packers veranstalteten das Packers Familiennacht-Training und 67.000 Fans kamen, um ihnen zuzusehen.
Green Bays Head Coach Mike McCarthy (Bild) ist zufrieden mit der Besucherzahl und mit der Tatsache, daß sich keiner seiner Spieler beim Training verletzte.
Für ihn ist jedes Training, in dem sich kein Spieler verletzt, ein gutes Training.
Und die beiden ersten Mannschaften auf beiden Seiten des Balles zeigten, daß sie schon recht gut in Form sind. Sie boten den Fans ein nettes Trainingsspielchen mit gebremster Geschwindigkeit.
So waren denn auch die Zuschauer zufrieden, als nach 90 Minuten das Training endete.

Doch nicht überall fielen die Trainingseinheiten verletzungsfrei aus.
Bei den Cowboys brach sich Defensive Back Brandon Carr einen Knochen in der rechten Hand und muß operiert werden.
Das klingt nach einer längeren Ausfallzeit für einen der bestbezahlten Corner der Liga.
Wide Receiver Dez Bryant trainierte erst gar nicht mit. Er hat eine kleinere Oberschenkelverletzung.
Daß Running Back Darren McFadden auch wegen einer Oberschenkelverletzung nicht trainieren kann, ist hier keine Erwähnung wert.
Ich melde es dann mal, wenn dieser Dauerverletzte zufällig mal einsatzbereit sein sollte.

Bei den Giants wird Prince Amukamara am Freitag nicht gegen die Bengals spielen. Der Cornerback hat Leiste.

Bei den Ravens fällt Defensive End Brent Urban mit einem gerissenen Bizeps 12-14 Wochen aus.

Patriots Running Back LeGarrette Blount zog sich ein überdehntes Kreuzband im rechten Knie zu. Er wird einige Wochen ausfallen.
Bis zum Zeitpunkt seiner Verletzung war er der mit weitem Abstand beste Running Back der Pats im Training.

Bei einem Spielchen der Offense gegen die Defense der Browns soll Johnny Manziel positiv aufgefallen sein.
Sein Offensive Tackle Joe Thomas sagte, daß Manziel wohl endlich kapiert hat, worum es geht. Er wäre vorbereitet und hätte einige wirklich gute Pässe geworfen. Ja, so meinte Thomas, Manziel hätte tatsächlich wie ein NFL Quarterback gewirkt.
Thomas war der größte Kritiker des Möchtegern- Quarterbacks. Wenn er nun positiv über Johnny Football-Clown spricht, dann wird da was dran sein.
Manziel vervollständigte 9 seiner 11 Pässe für 93 Yards und 2 Touchdowns - in einem Spiel, in dem der Quarterback nicht berührt werden durfte.

Die Redskins und Houston halten zur Zeit ein gemeinsames Training ab. Dabei kam es am Samstag zu mehreren Handgreiflichkeiten bei denen ganz nett die Fäuste geschwungen wurden.
Nach dem zweiten Kampf innerhalb von fünf Minuten trainierten die Teams jedes für sich auf einem eigenen Platz.
Es ist nichts schlimmes passiert, doch Redskins Head Coach Jay Gruden bedauerte die verlorene Zeit, die diese Kämpfe gekostet haben.

Die Sache mit Los Angeles hat auf einmal eine unerwartete Dringlichkeit in der NFL bekommen. So wurde für den kommenden Dienstag ein außergewöhnliches Treffen der 32 Teambesitzer in Chicago angesetzt.
Es soll wohl endlich Klarheit in das Dunkel all der umherschwirrenden Pläne gebracht werden.
Wer will wann in welches Stadion ziehen?
Die Chargers, Raiders und Rams sind Umzugskandidaten.
Rams Besitzer Kroenke hat den Bau eines Stadions in der Nähe von L.A. begonnen, das angeblich nicht wirklich für seine Rams gebaut wird.
Die Raiders und die Chargers wollen ein gemeinsames Stadion bauen.
Doch wer soll das bezahlen?
Wann sollen die Stadien fertig sein?
Was passiert in der Übergangszeit, wenn die Mietverträge in den bisherigen Stadien auslaufen, bis die Teams tatsächlich in ihre neue Heimat ziehen können?
Wie ernst sind die Umzugspläne?
Wollen die Teams wirklich umziehen, oder wollen sie nur neue Stadien oder Renovierungen an alter Stätte erpressen?
Stehen die Teambesitzer, die einen Umzug mit einer Zweidrittel Mehrheit erlauben müssen, den Plänen überhaupt positiv gegenüber?
Es gibt also in der Tat genug zu besprechen.

In der Nacht wurden die neuen Mitglieder in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen.
Am Freitag bekamen Junior Seau (Posthum), Jerome Bettis, Tim Brown, Charles Haley, Will Shields und Mick Tingelhoff als Spieler und Ron Wolf und Bill Polian als Mitarbeiter ihrer Teams, ihre goldfarbenen Jacketts überreicht.
Am Samstag dann hielten sie ihre Dankesreden und ihre Büsten, die in der Halle aufgestellt werden, wurden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

NFL Commissioner Roger Goodell sprach zum ersten Mal seit er den Einspruch von Tom Brady abgewiesen hat, wieder öffentlich.
Vor der Zeremonie, in der die neuen Mitglieder in die Ruhmeshalle aufgenommen wurden, sagte er, daß die Unversehrtheit des Spiels das Wichtigste wäre. Sie gelte es zu beschützen. Die Regeln würden für alle gelten. Blahblahblalalalablah, laber laber sülz.
Kein Wort der Erklärung, warum er den Quarterback der Patriots auf einen bloßen Verdacht hin, ohne auch nur die Spur eines Beweises, verurteilt hat und die völlig überzogene Strafe nach Bradys Einspruch nicht reduziert hat.

Samstag, 8. August 2015

Kurzberichte
smith-aldonEndlich!
Endlich haben die 49ers Aldon Smith (Bild) gefeuert!
Sicher, als systemrelevanter Spieler war er wichtig für die Mannschaft, aber irgendwann mußte seine Latte an Straftaten mal zur einzig vernünftigen Entscheidung führen.
Am gestrigen Freitag war es dann endlich soweit. Nach einer erneuten Verhaftung gaben die 49ers kurz und knapp bekannt, daß sie sich von Smith trennen.
Die letzte Verhaftung am Donnerstagabend zog Anklagen wegen Fahrerflucht, Alkohol am Steuer und Vandalismus nach sich. Jedes für sich ein Grund, einen Spieler zu feuern. Auch wenn man die Schwere der Taten als gering ansieht. Smith beschädigte ein stehendes Fahrzeug, als er rückwärts einparkte. Dann beschädigte er das andere Fahrzeug noch weiter, als er seine Tür dagegen knallte. Er entfernte sich vom Unfallort, ohne den Vorgang zu melden.
Seine Kaution wurde auf $26.000 festgesetzt.
Nachdem Smith diese Summe zahlte, stellte er sich vor die Kameras der lokalen Sender in Santa Clara und erklärte, daß die Gerechtigkeit obsiegen würde, die Wahrheit herauskommen würde, und daß er keinesfalls besoffen autogefahren wäre.
Smith war im letzten Jahr seines Rookievertrags. In dieser kurzen Zeit in der NFL leistete er sich mehrere Verstöße gegen Waffengesetze, kassierte eine Messerwunde, fuhr öfter unter Alkoholeinfluß Auto, legte den Flughafen von Los Angeles mit einer Spaß-Bombenwarnung lahm und qualifizierte sich damit mehrmals für seine sofortige Entlassung.
Es könnte aber sein, daß Aldon Smith auf Grund seines spielerischen Talents nicht lange ohne Team bleibt.

Noch hat er nicht einen Paß für die Rams in einem Saisonspiel geworfen, aber er erhielt bereits am gestrigen Freitag eine Vertragsverlängerung.
Nick Foles unterschrieb für zwei weitere Jahre und $24,5 Millionen, von denen $14 Millionen garantiert sind.
Es wird wirklich interessant zu sehen, wie sich dieser Quarterback-Tauschhandel zwischen den Rams und den Eagles entwickelt.
Wer schneidet besser ab, die Rams mit Foles oder die Eagles mit Sam Bradford?

Fluch oder Segen?
Die NFL testet während einiger Vorbereitungsspiele neue Spielereien mit Tablets. Nicht nur, daß die Trainer nicht mehr auf die schwarz-weißen Fotos warten müssen, die sie bis vor Kurzem benutzten, um Spielformationen der eigenen Mannschaft auf die der Gegner abzustimmen, nein, neben den sofort erhältlichen Bildern auf den Tablets sollen auch Videos sofort zur Ansicht bereitstehen.
Man kann das auch als Informationsüberfluß ansehen. Sooooo viel Zeit ist ja gar nicht in der Hektik eines Spiels, um sich all die Informationen über die Formationen anzusehen, auszuwerten und weiterzugeben.
Auch die Schiedsrichter werden nicht mehr für jeden Videobeweis unter die Haube müssen. Auch sie sollen schnell mal einen Blick aufs Tablet werfen können, um zu sehen, ob eine Entscheidung falsch war.
Die NFL wird sich genau ansehen, wie das Ganze funktioniert und es dann dem Regelkomitee überlassen, wie diese Technik weiter benutzt wird.

Eine Bewährungsstrafe ist ja nichts anderes, als ein Freispruch zweiter Klassen.
Eine Strafe ist, wenn jemand in den Knast muß, oder Geld zahlen muß für etwas, das er getan hat. Bei einer Strafe auf Bewährung läuft der „Bestrafte“ weiter fröhlich frei rum. Wo soll da die Strafe sein?
Deshalb ist es kaum verständlich, daß ein Staatsanwalt aus Texas sich furchtbar darüber aufregt, daß ein Richter die Bewährungszeit für Adrian Peterson für beendet erklärt hat.
Richter Kelly Case reduzierte die „Strafe“ von zwei Jahren auf neun Monate und erklärte sie zugleich als abgeleistet.
Damit wäre der Kindesmißhandler Peterson wieder ein freier Mann, was er eh die ganze Zeit über war.
Staatsanwalt Brett Ligon denkt nun, daß Richter Case sich von einem Superstarathleten hat faszinieren lassen.
Dem Running Back der Vikings wird es recht sein.

„I`ll be back,“ diesen berühmten Spruch lieh sich Jason Pierre-Paul aus.
Der Defensive End der Giants tauscht mit seinem Defensive Lineman Coach Robert Nunn Textbotschaften aus. In denen teilte JPP Nunn mit, daß er hart daran arbeitet, trotz seiner Fingeramputation bald wieder spielen zu können.
Persönlichen Kontakt läßt Pierre-Paul immer noch nicht zu.

Bei den Jets wird Dee Milliner etwa 6-8 Wochen ausfallen.
Der Cornerback muß an einem Handgelenk operiert werden.

Die Bills wollten das Fehlen eines NFL-tauglichen Quarterbacks durch ein kraftvolles Laufspiel ausgleichen. Dieser Plan erhielt einen kleinen, vielleicht sogar herben, Rückschlag.
Fred Jackson zog sich eine dieser hartnäckigen Oberschenkelverletzungen zu und wird einige Wochen ausfallen.
Ob Head Coach Rex Ryan die Geduld hat, auf Jacksons Rückkehr zu warten, ist nicht sicher.
In Buffalo ist die Not auf der Quarterback-Position so groß, daß Ryan sogar schon überlegt hat, ob er Michael Vick anheuern soll?

Die Texans teilten einen Zeitplan für Arian Fosters Leistenverletzung mit. Demnach wird der Running Back drei Monate brauchen, bis er wieder einsatzbereit ist. Erst Ende Oktober, nach acht Spielen, also der Hälfte der Saison, wird er wieder spielen können.
Da die Texans zu den Teams gehören, die mangels Quarterback ein gutes Laufspiel brauchen, kann sich JJ Watt in der Defense noch so abrackern, die Texans sind aus dem Playoffrennen jetzt schon raus.

Mit einem gerissenen Meniskus wird Colts Guard Ben Heenan etwa 4-6 Wochen ausfallen.

Viva Mexico!
Ab 2017 soll die NFL für fünf Jahre jeweils ein reguläres Saisonspiel auf der südlichen Seite der Grenze austragen. So meldete es eine spanische Medienagentur.
Ein Saisonspiel zwischen den 49ers und den Cardinals zog 2005 über 100.000 Zuschauer ins Stadion in Mexico City - ein NFL Zuschauerrekord.
London, Mexico, demnächst ja wohl auch Brasilien und Deutschland... bleibt für die Dauerkarteninhaber in den USA zu hoffen, daß sie nicht auf zu viele Heimspiele werden verzichten müssen.
Na ja, die Bills haben ihr Experiment mit Toronto ja aufgegeben.

Freitag, 7. August 2015

Endlich geht`s los
mccown-josh-bucsAm Sonntag steht das erste Vorbereitungsspiel an. Nach der langen Durststrecke werden wohl einige mal reinschauen, zumindest das erste Viertel. Mehr kann man sich von einem Testspiel oft nicht antun.
Aber das Ei fliegt wieder und deshalb richten wir unser Hauptaugenmerk auf einige der Leute, die das Ei werfen. Sehen wir uns auf der Vorzeigeposition des Footballs um, auf der Quarterback-Position. Da haben einige Teams große Probleme. Buffalo und Houston gehen z.B. ohne Quarterback in die Saison, wenn man es ganz böse ausdrücken will, und das will ich ja meistens.
Doch auch in Chicago, Cleveland und bei den Redskins sieht man große Sorgenfalten, wenn vom Quarterback die Rede ist.
In Cleveland hatte man letztes Jahr gehofft, mit Johnny Manziel den Quarterback der Zukunft gefunden zu haben. Doch der entpuppte sich als Griff ins Klo.
Bryan Hoyer, der schon nicht mehr als Starter vorgesehen war, mußte doch wieder ran.
Dieses Jahr sieht es nicht besser aus. Auf Manziel zu setzen ist, als würde man Euros nach Athen tragen, also hoffnungslos.
Josh McCown (Bild) soll es richten, der im Februar einen Dreijahresvertrag in Cleveland unterschrieb. McCown ist mittlerweile 36 Jahre alt und wurde in der NFL von Team zu Team gereicht, weil es nirgendwo für einen festen Kaderplatz reichte.
Arizona Cardinals (2002–2005), Detroit Lions (2006), Oakland Raiders (2007), Miami Dolphins (2008), Carolina Panthers (2008–2009),  San Francisco 49ers (2011), Chicago Bears (2011–2013), und Tampa Bay Buccaneers (2014) lauteten seine Stationen. 2010 steht sogar der Abstieg in die UFL zu den Hartford Colonials in seinem Lebenslauf.
Das klingt nicht so, als ob Cleveland einen Spitzenmann verpflichtet hätte.

In Buffalo steht ein Spieler zur Verfügung, der einst Tom Brady hervorragend ersetzte und die Patriots beinahe in die Playoffs führte. Das brachte ihm einen guten Vertrag bei den Chiefs ein. Doch Matt Cassel konnte die in ihn gesetzten Erwartungen niemals erfüllen, in Kansas City nicht und auch nicht in Minnesota. Sein Wurfarm ist eher durchschnittlich. Dennoch hat er einen winzigen Vorsprung vor EJ Emanuel. Den nahmen die Bills 2013 in der ersten Runde der Draft auf und was auch immer die Scouts in ihm gesehen haben, in der NFL hat er es bisher nicht gezeigt.
Tyrod Taylor kämpft wohl nur um den Verbleib im Kader.

Houston... hat wie gewöhnlich ein Problem.
Hier stehen gleich zwei ehemalige Patriots Quarterbacks im Kampf um den Starterposten - Brian Hoyer und Ryan Mallett.
Beide sind bestenfalls Durchschnitt und haben noch nichts wirklich Auffälliges geleistet.
Hier ist die Not noch mit am Größten.
Und nachdem Running Back Arian Foster sich Anfang der Woche verletzte, wurde die eh schon große Not sogar noch größer.
Selbst Head Coach Bill O`Brien hat noch keinen Schimmer, auf wen er setzen soll?

In New York hörte man, daß Geno Smith darüber lachte, daß er zum zweiten Mal in Folge zum schlechtesten Quarterback der Liga gekürt wurde.
Als Footballfan lacht man darüber, daß Smith darüber gelacht hat.
Doch die Alternative heißt Ryan Fitzpatrick, da vergeht einem Jets-Fan dann doch das Lachen. Die Bills dachten einst, der Harvard-Absolvent könnte seine Intelligenz in Footballtalent umwandeln und gaben ihm einen Megadeal. Das Geld hätten sie auch in die Griechenlandrettung stecken können.
Wer wird der Starter werden?
Smith oder Fitzpatrick?
Darf ich einen Freund anrufen?

Die Redskins sind nicht mehr sehr euphorisch, wenn sie den Namen Robert Griffin III hören.
Der startete hervorragend in die NFL und wurde durch eine schwere Knieverletzung von 100 auf Null abgebremst. Seit seiner Verletzung ist RG3 nur noch ein Schatten des vielversprechenden Wunderknaben aus der Rookiesaison. Letztes Jahr setzte der Rookie- Head Coach Jay Gruden RG3 auf die Bank und Kirk Cousins und Colt McCoy ein.
Wenn man bedenkt, wie hoch sich die Redskins verschuldet haben, um an Griffin III zu kommen, graust es einen. Sie mußten den Rams drei ihrer Wahlmöglichkeiten in der ersten Runde der nächsten Drafts abtreten und eine Position in der zweiten Runde.
Das in ihn gesetzte Vertrauen zahlte sich bis zu seiner Verletzung aus.
Dieses Jahr geht Griffin III wieder als Starter in die Vorbereitungszeit und bei den Redskins glimmt noch ein Funken Hoffnung, daß der alte RG3 aus der Rookiesaison wieder auf dem Platz steht.

Die Dolphins gaben ihrem durchschnittlichen Quarterback Ryan Tannehill überdurchschnittlich viel Geld und hoffen auf eine entsprechende Rendite.
Miami polsterte das Receiver-Corps auf, um ihm gute Anspielstationen zu bieten. Tannehill warf 2014 nur 42 Pässe über mehr als 21 Yards. Die Hälfte seiner 590 Pässe blieben unter 10 Yards. Das soll sich durch die neuen Receiver ändern.
Ob es aber reicht, um den bis nach der Saison 2020 laufenden $77 Millionenvertrag zu rechtfertigen, das bleibt abzuwarten.
Wenn in der kommenden Saison nicht zumindest die Playoffs erreicht werden, wird es für Tannehill und seinen Head Coach Philbin sehr, sehr eng.

In Chicago schleppt man Jay Cutler als Starter mit sich rum.
Glücklich ist darüber nun wirklich kaum jemand, außer Cutler, der in den Einhundertmillionendollarclub aufgenommen wurde.
Erst am gestrigen Donnerstag sagte Ex-Bears Wide Receiver Brandon Marshall, daß er der Einzige in der gesamten Organisation gewesen wäre, der die „Huevos“ (Spanisch für Eier) hatte, Cutler zu sagen, daß er die Verantwortung trage. „Du mußt für mehr als das Geld spielen,“ versuchte Marshall Cutler aufzurütteln. „Du mußt für mehr als dich selber spielen,“ fuhr er fort. Der (Miß)erfolg seiner Worte ist ja offensichtlich.
Ob der neue Trainerstab in Chicago aus dem Stoiker irgendeine bemerkenswerte Leistung wird rauskitzeln können?
War `ne Fangfrage!

Sam Bradford ist glücklich, daß sein Knie hält.
Die Eagles gehören ja so gesehen auch zu den Teams, die keinen Quarterback haben. Mark Sanchez ist Mark Sanchez, Tim Tebow ist Tim Tebow und Sam Bradford ist dauernd verletzt.
Doch in den ersten Trainingseinheiten hat sich gezeigt, daß sein operiertes Knie hält.
Wie lange???
Und was dann?
Die Möglichkeit einen Freund anzurufen ist weg. Ich nehme den Publikumsjoker.

Bei den Broncos hat Demaryius Thomas das Gefühl, daß Quarterback Peyton Manning mehr Zisch hinter seinen Würfen hat.
Das kann man dann als Indikator werten, daß der Wurfarm des Quarterbacks frisch und ausgeruht ist.
Warten wir mal ab, wie das im Dezember aussehen wird.

Kurzberichte
Beim Prozeß Brady vs die NFL geht es nicht mehr um luftleere Bälle.
Ein Sport-Anwalt sagte, daß es vor Gericht nun darum geht, ob Tom Brady im Sinne des laufenden Tarifvertrags fair behandelt wurde oder nicht.
Der Richter wird mehr darauf zu achten haben, wie Roger Goodell die Verhandlungen führte, und nicht darauf, wie viele Bälle, wie stark aufgepumpt waren.
Ferner wird der Richter zu entscheiden haben, ob die Strafen gegen die Patriots nicht schon ausreichten, oder ob Brady als Individuum auch noch bestraft werden mußte?

In Köln gibt es das Gerücht, daß der 1. FC so schlecht ist, daß man einmal ein Trainingsspiel gegen die Dummys nach der ersten Halbzeit abbrach, weil die Dummys mit 4:0 führten. (Ein Gerücht, das ich bedingungslos glaube).
Bei den Redskins erfuhr DeSean Jackson, wie hart die Trainingspüppchen zuschlagen können.
Als der Wide Receiver aus Versehen in einen Blocking-Sled lief zog er sich eine Schulterverletzung zu, die ihn einige Zeit außer Gefecht setzen wird.

Titans Tight End Delanie Walker mußte mit 12 Stichen an einem Riß im linken Daumen genäht werden.
Diese Verletzung zog er sich bei einer Trainingskollision zu.
Heute soll er einen Handspezialisten aufsuchen, um den weiteren Behandlungsverlauf zu besprechen.
Es ist noch früh in der Vorbereitungssaison, aber seit nunmehr sechs Trainingseinheiten hat Titans Quarterback Mariota keinen Interception mehr geworfen.

Cardinals Wide Receiver Michael Floyd wurde an seinen drei ausgerenkten Fingern operiert und seine linke Hand steckt in einem dicken Verband.
Jetzt heißt es vier Wochen Ruhe für ihn. Das erste Spiel gegen New Orleans dürfte er verpassen.

Donnerstag, 6. August 2015

Kurzberichte
manuel-ej2Bills General Manager Doug Whaley gab indirekt zu, daß er einen miserablen Job macht. Er selber meinte, daß sein Team im Quarterback-Fegefeuer wäre.
Und wenn ein Team auf einer Position grottenschlecht besetzt ist, dann trägt ein General Manager daran eine nicht geringe Schuld.
Der Dreikampf um den Starterposten zwischen Matt Cassel, Tyrod Taylor und EJ Manuel (Bild) verläuft grauenhaft schlecht. Was die Bills davon abhalten könnte, nächstes Jahr an Stelle eins oder zwei in der Draft einen neuen Spieler zu rekrutieren, ist die Tatsache, daß Head Coach Rex Ryan eine solide Defense aufbaut, und daß die Offense ein gutes Laufspiel hat.
Sollten die Bills allerdings an einer der oberen Plätze der Draft drankommen, so wäre es bestimmt nicht mehr Whaley, der die Spieler aussucht.

Die Lions gaben DeAndre Levy eine Vertragsverlängerung.
Der Linebacker unterschrieb für weitere vier Jahre. Über die Finanzen wurde nichts verlautbart. Es ist aber anzunehmen, daß er weit mehr als die $3,5 Millionen bekommen wird, die er 2015 noch verdient.

Gewollt hätten die Texans Pierre Thomas schon, als Ersatzmann für den verletzten Arian Foster. Doch der Running Back wollte anscheinend zu viel Geld. Thomas reiste ohne Vertrag wieder aus Houston ab.
So suchen die Texans weiter einen Running Back, während Running Back Ray Rice weiter nach einem Team sucht.

Die 49ers feuerten Cornerback Chris Cook.
Im März gaben sie dem 28-jährigen einen Einjahresvertrag, doch in den ersten Tagen des Trainingslagers sahen sie wohl, daß er entbehrlich war.
Er scheint sich von seinem gerissenen Oberschenkelmuskel, den er sich in Woche sieben der letzten Saison zuzog, nicht ganz erholt zu haben.

Die neuen Regeln, die den einst so wundervoll brutalen Football weichgespült haben, haben sich für die Gesundheit der Spieler positiv ausgewirkt.
Die Gehirnerschütterungen, um die es primär geht, sind um 35% zurückgegangen, von 148 in 2013 auf 112 2014. Die NFL feiert das als signifikanten Erfolg, der aber noch ausgebaut werden soll.
Die Hersteller der Helme sollen sich noch mehr Mühe geben, um noch bessere Schockabsorber zu entwickeln.
Doch auch das Regelbuch wird noch dicker. Ein Receiver, der beim Versuch einen Ball zu fangen, der aber abgefangen wird, angegriffen wird gilt als schutzlos. Das heißt, daß er von den Spielern der Verteidigung nicht in der Kopf- und Nackenregion berührt werden darf.
Zusätzlich wird die NFL geprüfte Trainer in die Sky-Boxen setzen, die per Knopfdruck das Spiel unterbrechen können, wenn sie sehen, daß ein Spieler auf dem Platz deutliche Anzeichen einer Verletzung zeigt. Diese Unterbrechung wird zwischen zwei Spielzügen erfolgen. Die Spieluhr und die Spielzuguhr werden dann angehalten bei dieser „medizinischen Auszeit“.

Die Ravens bestreiten, daß sie die Colts per E-Mail vor unkorrekt aufgepumpten Bällen der Patriots gewarnt haben.
Sie hätten nichts von unkorrekt aufgepumpten Bällen gewußt, deshalb hätten sie die Colts auch nicht davor warnen können, hieß es gestern aus der Teamzentrale des krächzenden Vogels.
Was an die Colts getextet wurde, war der Hinweis, daß man die Schiedsrichter darum bitten sollte darauf zu achten, daß die Bälle der Kicker nicht mit den Spielbällen gemischt werden sollten. Kicker tendieren dazu, ihre Bälle den Umweltbedingungen anzupassen und recht weich aufzupumpen.
Randy Brown, der Berater der Kicker bei den Ravens, hätte in seiner Mail an Colts Head Coach Pagano mit keinem Wort die Patriots erwähnt, oder durchblicken lassen, daß diese gemeint sein könnten.
Indianapolis hat nie auf diese Mail geantwortet und es gab auch keine sonstige weitere Kommunikation in dieser Sache zwischen den Teams.

Cardinals Wide Receiver Michael Floyd verletzte sich beim Training an drei Fingern.
Zunächst hieß es Floyd hätte sich drei Finger der linken Hand gebrochen. Später wurde bekanntgegeben, das die drei Finger nur ausgerenkt wären.
Doch egal, beides zieht eine längere Heilungsphase nach sich. Wann der Receiver wieder ins Spiel eingreifen kann, steht noch nicht fest.

Kaum ist Texans Linebacker Jadeveon Clowney gesundheitlich so weit, daß er endlich spielen kann, wird er familiär abgelenkt.
Sein Vater David Morgan wurde verhaftet. Die Anklage lautet auf zweifachen Mordversuch. Bei einer Schießerei in einer Kneipe in Rock Hill wurde Clowneys Vater selber auch von einer Kugel in die Schulter getroffen.
Ein Antrag auf Entlassung auf Kaution wurde vom Gericht wegen der Schwere des Vergehens abgelehnt.
Texans Head Coach Bill O`Brien sagte, daß man sich nun speziell um Clowney kümmert.

Mittwoch, 5. August 2015

Kurzberichte
foster-arian3Horrornachricht für die Houston Texans. Das Team steht jetzt nicht nur ohne Quarterback da, sondern auch ohne Running Back.
Arian Foster (Bild) verletzte sich beim Training schwer an der Leiste und wird wohl operiert werden müssen.
Noch scheint es so, daß er die Saison nicht abschreiben muß, aber Foster wird längere Zeit ausfallen.
Das ist keine ungewohnte Situation in Houston. In den letzten zwei Saisons verpaßte der Running Back 11 Spiele wegen diverser Verletzungen. Trotzdem brachte er es 2014 in nur 13 Spielen auf 1.573 Laufyards und 13 Touchdowns.
Die Texans reagierten schnell und luden Pierre Thomas zu einem Probetraining ein. Ob er es in den Kader schafft, wird man sehen.

Chris Houston hat nach sieben Jahren NFL genug vom Football.
Der Cornerback der Panthers gab seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Houston spielte zuvor für die Lions und danach in Atlanta. 2014 war er in keinem Kader. In Carolina stand er im Wettbewerb um einen Posten als Ersatzmann. Doch dann entschied er sich für den Ruhestand.

Die Raiders wollen die gegnerischen Quarterbacks unter Dauerdruck setzen. Sie gaben bekannt, daß der sensationelle Rookie des letzten Jahres, Khalil Mack, bei nahezu jedem Spielzug Jagd auf den Quarterback machen soll.
Ob er dafür von der Linebacker Position auf die Position des Defensive Ends wechseln soll, ließ der Trainerstab noch offen.

Ja, Tom Brady hat seine Zeugwarte aufgefordert, auf den Luftdruck in seinen Bällen zu achten.
Er tat dies, nachdem er bei einem Spiel gegen die Jets mit Bällen spielen mußte, die zu hart aufgepumpt waren.
Danach wies er seine Zeugwarte an, besser darauf zu achten, daß seine Bälle mit höchstens 0,86 bar aufgepumpt werden, die untere Grenze des erlaubten Drucks in einem NFL Football, wie Brady im Regelbuch nachschlug.
Beim Zusammenstellen der Beweise kam auch eine E-Mail zutage, die die Ravens an die Colts geschickt hatten.
Die Ravens hatten nach ihrem Playoffspiel gegen New England den Verdacht, daß mit den Bällen der Patriots etwas nicht stimmen würde. Das teilten sie Indis Head Coach Chuck Pagano mit, der im Jahr zuvor noch als Defensive Coordinator in Baltimore arbeitete.

Eine große USAmerikanische Tageszeitung hat die S-N Bilanzen aller 32 Teams für die kommende Saison vorhergesagt.
Demnach kommt es zu folgenden Championshipspielen: In der AFC gewinnen die Colts gegen die Patriots. In der NFC schlagen die Packers die Seahawks.
Der Super Bowl 50 wird dann von Green Bay gewonnen.
Ach, und letztens stand doch hier noch, daß die Dolphins den Super Bowl gewinnen.

Ray Rice?
Kennt den noch jemand?
Das ist der Frauenschläger, der seine Verlobte in einem Aufzug KO schlug, woraufhin sie ihn heiratete. 18 Monate ist das nun schon her.
Dieser Ray Rice, ehemaliger Running Back der Baltimore Ravens, sucht verzweifelt nach einem Team.
Er wäre rehabilitiert, sagte er, und es gäbe keinen Grund, ihn noch länger wie einen Aussätzigen zu behandeln.
Und das stimmt. Rice hat ein Antiagressionstraining durchlaufen, und seine Frau hat ihm verziehen. Nach diesem Vorfall ist Rice nicht mehr auffällig geworden.
Jetzt wartet er auf die zweite Chance, die ein gewisser Greg Hardy bei den Cowboys auch bekommen hat.

Jerry Rice Fans aufgepaßt.
Der ehemalige Star-Receiver der 49ers gibt ein kurzes Gastspiel in der Serie Hawaii Five-0.
In Folge vier der sechsten Staffel wird er sich selber spielen.
Die erste Folge der sechsten Staffel läuft in den USA am 25. September auf CBS.

Dienstag, 4. August 2015

Kurzberichte
winston-jameis3Was interessiert die Fans, ob der erhoffte Heilsbringer unter dem Verdacht steht, eine Vergewaltigung begangen zu haben?
Nichts!
So vollgepackt wie gestern, als Jameis Winston (Bild) zum ersten Mal auf den Trainingsplatz kam, war es noch nie, wenn die Buccaneers ihr Camp eröffneten.
Bei der Jagd nach einem Autogramm des Quarterbacks soll es einige blaue Flecken und Quetschungen gegeben haben, als die Fans sich gegen die Absperrgitter drängten.
Winston soll aus dem 2-14 Team einen Sieger machen. Da ist es den Fans egal, was für einen miesen Charakter der Typ hat. Außerdem hat er ja in blumigen Worten erklärt, daß er seine zweifelhafte Vergangenheit hinter sich gelassen hat, und jetzt ein besserer Mensch werden will.
Na also, dann.
Schon vor dem Beginn des Trainingslagers hatte Head Coach Lovie Smith Winston zum Starter erklärt.
Ob er wirklich in der Lage sein wird, das Katastrophenteam aus Tampa Bay zu einer zumindest positiven S-N Saison zu führen bleibt abzuwarten. Leicht wird diese Mammutaufgabe nicht für den Rookie, der sich demnächst auch noch vor Gericht zu verantworten haben wird.
Da soll dann vor Allem geklärt werden, warum die Polizei die Anzeige wegen Vergewaltigung nie wirklich untersucht hat.
War es vielleicht deshalb, weil der leitende Untersuchungsbeamte des Tallahassee Police Departments, Scott Angulo, nebenberuflich als Sicherheitsmitarbeiter für die Florida State Seminoles, Winstons Collegeteam, arbeitete?
Ach, das kann man sich nun wirklich beim bösesten Willen nicht vorstellen, oder?

Mit Tränen in den Augen erschien Andrew Quarless am Montag beim Training der Packers.
Der Tight End hatte die ersten beiden Tage im Trainingscamp entschuldigt gefehlt. Am Mittwoch war seine Tochter bei der Geburt gestorben.
Zunächst hieß es aus dem Lager der Packers, daß Quarless wegen einer positiven familiären Angelegenheit vom Training freigestellt war.
Das war am Dienstag.
Am Freitag mußte diese Begründung dann leider in „wegen einer schwierigen familiären Angelegenheit“ abgeändert werden.

Für Ravens Safety Matt Elam ist die Saison 2015 schon beendet.
Er zog sich einen Bizepsriß zu und muß operiert werden.
Die Verletzung passierte beim Training, als er versuchte seinen Arm um einen Receiver zu schlingen.

Die Pittsburgh Steelers werden 2015 sehr wahrscheinlich auf Senquez Golson verzichten müssen.
Der Cornerback zog sich beim Training im Frühling eine Schulterverletzung zu. Er hatte gehofft, diese würde bis zum Beginn des Trainingslagers ausheilen. Doch das war wohl nicht der Fall.
Weitere Untersuchungen sollen nun klären, ob Golson operiert werden muß.

Endlich hat Jason Pierre-Paul mit einem Mitglied der Giants-Organisation gesprochen.
Was gesprochen wurde, wollte General Manager Jerry Reese nicht sagen. Man hätte sich im Vertrauen unterhalten, meinte er dazu.
In Person hat aber immer noch niemand von den Giants den Defensive End gesehen. Man weiß in der Organisation also immer noch nicht, wie JPPs Hand aussieht.

Mel Farr, ehemaliger Running Back der Detroit Lions, verstarb am Montag im Alter von 70 Jahren.
1967 wurde er offensiver Rookie des Jahres.
Er spielte bis 1973 und erzielte 3.072 Laufyards.

Montag, 3. August 2015

Kurzberichte
wilson-russell3Russell Wilson (Bild) hat seinen neuen Vertrag bei den Seahawks unterschrieben.
Der Quarterback konnte in die momentan sogar für mittelmäßige Quarterbacks gezahlte Gehaltsstufe vordringen.
Seine $87 Millionen für vier Jahre sorgen für ein adäquates Gehalt für einen Quarterback, der sein Team zweimal in Folge in den Super Bowl führte. Damit erhält er $21,9 Millionen pro Jahr und liegt ganz knapp unter den $22 Millionen, die Aaron Rodgers als bestbezahlter Quarterback der Liga bekommt.
Und die Garantiesumme von $61,5 Millionen sorgt dafür, daß Wilson in Zukunft sehr ruhig wird schlafen können.

Nicht ganz so ruhig schläft Kam Chancellor zur Zeit.
Der Safety der Seahawks streikt um einen besseren Vertrag zu erpressen.
2013 unterschrieb er einen $28 Millionen Vertrag über vier Jahre. Daß der Vertrag bis nach der Saison 2017 läuft, interessiert Chancelor nicht.
Bis die Seahawks ihm keinen besseren Vertrag anbieten, will er nicht im Trainingslager erscheinen.
Die Seahawks können ihn pro Fehltag mit einer Strafe von $30.000 belegen - wenn sie möchten.

Keine Strafen muß Bobby Wagner befürchten, denn die Seahawks waren am ersten Tag des Trainingscamps fleißig. Auch Wagner wollte streiken, doch Seattle gab ihm einen neuen Vertrag.
Der Linebacker wurde mit $43 Millionen für vier Jahre bedacht. Das macht ihn momentan zum bestbezahlten Linebacker der Liga.

Natürlich wirft man einzelnen Spielern nicht so viel Geld hinterher, ohne Folgen.
Um Platz unter der Gehaltsobergrenze zu schaffen, begannen die Seahawks das muntere Spielerfeuern. Erstes Opfer wurde Defensive Tackle Tony McDaniel.
Lange wird er nicht ohne Team bleiben. Mit seine 17 Tackles und einem erzielten Safety in der Saison 2014 hat er sich genügend qualifiziert.

Haben wir Glück und bekommen nach zwei (oder waren es sogar drei) eher mäßigen Saisons in Folge mal wieder eine tolle Saison geboten?
Wenn es nach den Steelers und den Giants geht, wohl ja.
Die Steelers wollen ja 30 Punkte pro Spiel mit ihrer Offense erzielen.
Ganz so gierig sind die Giants nicht. Sie haben sich nur 28 Punkte pro Spiel zum Ziel gesetzt.

Nur 30 Minuten trainierten die 49ers in ihrem ein Jahr alten Stadion, da war der Bodenbelag bereits zerstört.
Der Verantwortliche für den Rasen weiß um die Probleme. Er meinte, daß man den Belag sooft wie nötig austauschen wird. Er rechnet damit, daß das sechs bis sieben Mal der Fall sein wird.
Das neue Stadion ist sehr beliebt und es finden viele Veranstaltung darin statt. Das sorgt für eine hohe Belastung des Rasens.

Die Steelers holten sich Cornerback Brandon Boykin von den Eagles.
Philadelphia bekommt im Austausch Pittsburghs Wahlmöglichkeit in der fünften Runde der Draft 2016.

Am 12. Juli wurde Bills Offensive Line Coach Aaron Kromer angezeigt, weil er einen Jugendlichen geschlagen und bedroht haben soll.
Vor Gericht bekannte er sich Anfang letzter Woche für nicht schuldig. In der Folge wurde die Anklage gegen ihn fallengelassen.
Als Belohnung dafür, daß die Anklage gegen Kromer fallengelassen wurde, wurde er von den Bills für die ersten sechs Saisonspiele ohne Bezahlung suspendiert.

Der von den Saints letzte Woche gefeuerte Junior Galette kam bei den Redskins unter.
Die Redskins gaben dem Outside Linebacker einen Einjahresvertrag für $745.000, dem Mindestgehalt für Spieler, die seit sechs Jahren in der Liga spielen.
Das liegt dann doch erheblich unter den etwas mehr als $10 Millionen, die er in New Orleans bekommen hätte.

Die Jets und Head Coach Todd Bowles hatten keine Ahnung davon, daß Sheldon Richardson am 14. Juli verhaftet wurde. Sie zeigten sich enttäuscht von ihrem Defensive Lineman. Der hatte gehofft, daß seine Verhaftung erst sehr spät, wenn überhaupt, bekannt würde.
„Er hat eine Menge Vertrauen verspielt,“ sagte Bowles. „Er braucht wohl professionelle Hilfe.“
Das sieht tatsächlich so aus, war Richardson doch weniger als zwei Wochen nachdem er wegen Marihuanamißbrauchs suspendiert wurde, erneut mit Marihuana erwischt worden. Das fand die Polizei in seinem Wagen, nachdem Richardson bei einem illegalen Straßenrennen das Leben unbeteiligter Menschen riskierte und sich der Verhaftung widersetzte.
Es bleibt zu hoffen, daß die Jets, und auch die Liga, den Vorfall des defensiven Rookies des Jahres 2013 untersuchen und eine weitere geharnischte Sperre verhängen, die etwas über dem liegen sollte, was man in der NFL so für das möglicherweise Wissen darum, daß jemand Luft aus Footbällen gelassen haben könnte, verhängt.

Jets Wide Receiver Devin Smith brach sich am Freitag beim Training die Rippen und punktierte sich die Luge.
Er wird etwa 4-6 Wochen ausfallen.

Redskins Cornerback Bashaud Breeland verletzte sich am Freitag am hinteren Kreuzband eines Knies. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.
Das erste Saisonspiel nachdem seine Verletzung abgeheilt sein wird, wird er dann verpassen, denn er wurde wegen Marihuanabesitzes für ein Spiel suspendiert.

Eine gerissenen Achillessehne beendete die Saison für Broncos Returner Kyle Williams.

Panthers Wide Receiver Stephen Hill mußte mit einem gerissenen Kreuzband vom Trainingsplatz getragen werden.
Da die Panthers ihn so nicht brauchen können, feuerten sie ihn.

Bei den Bengals wurde Michael Johnson mit einer Verletzung an einem hinteren Kreuzband vom Platz getragen.
Er hat sich wohl nur eine Zerrung zugezogen.

Bei den Patriots durfte LeGarrette Blount am Training teilnehmen.
Der Running Back hatte letzte Woche den Fitnesstest nicht bestanden.

NaVorro Bowman sieht phantastisch aus, meinte 49ers Head Coach Jim Tomsula.
Der Linebacker zog sich im NFC Championshipspiel 2014 eine grauenvolle Knieverletzung zu, die ihn die ganze Saison 2014 verpassen ließ.
Jetzt trainiert Bowman wieder mit den 49ers, und es sieht so aus, als würde er an alte, erfolgreiche Zeiten anknüpfen können.

Die Stimmung im Trainingslager ist oft etwas angespannt.
Cowboys Wide Receiver Dez Bryant löste seine Anspannung, indem er Cornerback Tyler Patmon den Helm vom Kopf riß und ihm eine einschenkte.
Patmon hatte zuvor Bryant dermaßen hart getackelt, daß diesem der Helm vom Kopf flog.

Bryants Teamkollegen Jeremy Minceys Streik für einen besseren Vertrag dauerte nicht lange
Der Defensive End stimmte nach drei Streiktagen einer Gehaltserhöhung über $500.000 pro Jahr zu. Sein Streikziel für einen langfristigen Vertrag hat er nicht erreicht, aber $30.000 Strafe für jeden Fehltag im Camp, die ihm drohten, waren ihm wohl zuviel. Die Cowboys haben sich entschieden, ihn für die drei verpaßten Tage nicht zu bestrafen.

Deflategate
Wird Deflategate endlich die Luft rausgelassen?
Die NFL und die Spielergewerkschaft haben sich auf ein Verfahren geeinigt, das die Urteilsfindung in dieser unsäglichen Angelegenheit beschleunigen kann.
Ein schnelles Ende dieser Sache wäre im Interesse aller Beteiligten, schrieb der Anwalt der NFLPA, Jeffrey Kessler, an den verhandelnden Richter Richard M. Berman. Am Freitagnachmittag stimmte der Richter dem Vorschlag für eine beschleunigte Verhandlung zu.
Am 12. August sollen die feindlichen Lager miteinander diskutieren, und er will deren Argumente hören. Für den 19. 8. ist eine zweite Anhörung terminiert. Bei den Anhörungen müssen Roger Goodell und Tom Brady anwesend sein.
Am heutigen Montag sollen die beiden Parteien die Daten bestätigen.
Die NFLPA wird ihre Strategie auch darauf aufbauen, daß die Liga bis vor einigen Tagen noch gar keine Strafe für das absichtliche Auslassen von Luft aus Footbällen hatte, somit zum Zeitpunkt, zu dem Tom Brady möglicherweise eher als nicht davon gewußt haben könnte, daß man in seinem Auftrag Luft aus Footbällen gelassen haben sollte, noch gar keine Strafe für solch ein Vergehen existierte.

 

 

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