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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Sonntag, 26. April 2015

Kurzberichte
russell-jamarcus4Ein Scout eines Footballteams, der nicht genannt werden möchte, machte einen interessanten Vergleich.
Er stellte Jameis Winston und JaMarcus Russell (Bild) nebeneinander und fand einige interessante Vergleiche. Am Auffälligsten wäre der Mangel an Konzentration.
Den hätten Winston und Russel gemeinsam. Beide wären körperlich talentiert, aber im Verlauf eines Spiels würden sie die Konzentration verlieren und Bälle werfen, die abgefangen werden könnten. Nur, so fuhr der anonyme Spielerbeobachter fort, hätte Winston nicht so einen starken Wurfarm, wie Russell.
Noch mal zur Erinnerung. JaMarcus Russell wurde von den Raiders rekrutiert und begann seine NFL „Karriere“ mit einem Streik, weil ihm das Team zu wenig Geld bot. Als Russell in die NFL kam, wurden Rookie-Quarterbacks noch mit sehr hohen zweistelligen Millionensummen ausgestattet, wenn sie in der ersten Runde gedraftet wurden.
Als er dann endlich spielte, wurde er zu einem der größten, wenn nicht DEM größten, Vollflops der Liga. Russell ist dann auch der Hauptgrund, warum die Rookiegehälter im laufenden Tarifvertrag gedeckelt wurden.
JaMarcus Russell hätte auf dem College sehr viel weniger Interceptions geworfen, als Winston, fuhr der Scout mit seinem Vergleich fort.
Läßt sich also festhalten, daß Winston neben seinem zweifelhaften Charakter auch zweifelhafte Spielklasse hat.
Die Chancen für Marcus Mariota, an Nr. 1 einberufen zu werden, sind also wirklich gar nicht schlecht.

 

Greg Hardy mißhandelt nicht nur Frauen, sondern auch seine Autos.
Nach einem schweren Unwetter wollte der Defensive End der Cowboys nach dem Training eine hoch überflutete Straße mit seinem Bentley befahren. Mitten in den Fluten blieb er stecken.
Er stieg in einen seiner anderen Wagen, einen weißen Ferrari, mit dem er sich abholen ließ.
Der Abschleppdienst brauchte mehrere Stunden, um den Bentley aus dem Wasser zu ziehen.

Die Panthers zogen die Option auf das fünfte Jahr von Luke Kuechly.
Der Linebacker wurde 2012 an neunter Stelle von den Panthers einberufen. In der Folgezeit entwickelte er sich zu einem der besten Verteidiger der NFL.
Seine 473 Tackles in seinen ersten drei Saisons sind der Bestwert in der Liga in diesem Zeitraum.
Die $11 Millionen, die ihm in seinem fünften Jahr zustehen, dürfte er wert sein.

Samstag, 25. April 2015

Also, sprach der Commish!
goodell-rogerDer NFL Vorsitzende Roger Goodell (Bild) ist stolz auf seine neue Untersuchungsgruppe, die im Fall Greg Hardy schnell und entschlossen durchgegriffen hat.
Die Gruppe besteht aus Anna Isaacson, Jeff Pash und Lisa Friel. Alle haben Erfahrung in anwaltlichen Angelegenheiten und in Fällen von Gewalt gegen Frauen.
Diese Untersuchungsgruppe wird ab sofort direkt eingeschaltet, wenn ein NFL Spieler, oder auch Angestellter, unter Verdacht der häuslichen Gewalt gerät.
Im Fall Greg Hardy hat diese Gruppe die Beweise gesichtet, die dem Gericht vorlagen, das den Defensive End in erster Instanz verurteilt hat. Die Beweisfotos der Verletzungen des Opfers wären erschreckend gewesen.
Früher hat die Liga erst abgewartet, wie die Gerichte entschieden haben, das soll nun nicht mehr der Fall sein. Die Untersuchungskommission wird sofort in Aktion treten und selbstständig entscheiden, ob die Beweislast ausreicht.
Deshalb spielt es auch keine Rolle, daß Hardys Opfer nicht zur Berufungsverhandlung erschienen ist, und der Defensive End deshalb das Gericht als freier Mann verlassen konnte. Die Beweise, die zur Verurteilung in erster Instanz vorlagen, reichten der Kommission aus, Hardy für 10 Spiele zu sperren.
Bei der Veranstaltung der Sportreporter der Associated Press, auf der Goodell am Freitag sprach, wurde er gefragt, ob Hardy jetzt an der kurzen Leine geführt würde?
Goodells Antwort war ein schlichtes „Ja“. Zu dem Zeitpunkt wußte Goodell noch nichts von dem neuesten Vorfall, den Defensive End betreffend.
Im Training mit seinem neuen Team, den Cowboys, geriet Hardy mit einem Mitspieler verbal ziemlich aneinander. Goodell sagte, daß er sich sehr genau ansehen wird, was da passiert ist. Für den Defensive End würde jetzt eine Null-Toleranz-Grenze gelten. Der nächste Vorfall könnte zu seinem Ausschluß aus der NFL führen.
Goodell ging auch auf Los Angeles ein. Er meinte, daß die vorgestellten Neubauprojekte durchaus realisierbar wären. Die Projekte wären ihm vor einigen Tagen präsentiert worden, und sie sähen vielversprechend aus. Darauf könne man aufbauen.

Kurzberichte
Warum erst warten, bis man in der NFL ist, wenn man sich auch vorher schon besoffen am Steuer erwischen lassen kann?
Florida State Cornerback P.J. Williams war der MVP der Seminoles Defense 2013 und ist ein Anwärter in der anstehenden Draft.
Seit einigen Wochen reist er von NFL Team zu NFL Team und erklärt, daß er ein guter Mensch wäre. Diese Trunkenheitsfahrt wäre ein einmaliger Ausrutscher gewesen, und daran solle man ihn nicht messen.
Die Verantwortlichen der Teams ihrerseits erklärten Williams die Regeln, die in der NFL gelten. Einige hätten ihm direkt gesagt, daß sie keine Problemspieler haben wollen.
Denen hätte er geantwortet, daß er keine Probleme bereiten würde. Er hätte eine Familie und eine kleine Tochter. Für die wolle und müsse er sorgen. Deshalb würde er keine Probleme mehr bereiten. Viel mehr würde er daran arbeiten, der beste Cornerback zu werden, den es jemals in der NFL gab.
Das mit der Familie und der kleinen Tochter... wo hatten wir das zuletzt schon mal???
Ach ja, dieser Aaron Hernandez.

Die Tennessee Titans verpflichteten Hakeem Nicks für ein Jahr.
Noch vor drei Jahren gehörte Nicks zu den besten Wide Receivern der Liga, als er mit den Giants den Super Bowl gewann.
Seitdem plagten ihn mehrere Verletzungen, die ihn zurückwarfen.

Die Lions zogen die Option für das fünfte Jahr ihres Offensive Tackles Riley Reiff.
General Manager Martin Mayhew sagte am Freitag, daß er die Papiere fertig ausgearbeitet hat.
In seinem fünften Jahr wird Reiff etwa $8 Millionen verdienen.

Wo wir gerade in Detroit sind.
Es war der dritte Spieltag. Ja, er hatte Packers Quarterback Aaron Rodgers gesackt. Ja, darüber konnte er sich freuen. Aber Linebacker Stephen Tulloch freute sich so sehr, und hampelte so übertrieben herum, daß er sich dabei einen Kreuzbandriss zuzog.
Nach sieben Monaten Aufbautraining ist sein Knie wieder voll belastbar, wie er sagte.
Tulloch wird mit den Lions die Vorbereitungszeit absolvieren können.

Verzettelt sich die NFL langsam?
Weiß man überhaupt noch, mit welchen Stadienbetreibern und welchen Städten man in Verhandlungen steht?
Jetzt heißt es, daß die Liga mit den Stadionbetreibern der Tottenham Hotspurs verhandelt, um dort Spiele austragen zu lassen.
Das Stadion wird gerade modernisiert und soll etwa 2018 fertig sein. Dann, so hoffen die Betreiber, könnte man dem Wembley-Stadion Konkurrenz machen.
Man geht sogar so weit, daß man die Umkleideräume schon für die großen Kader der NFL Teams einrichtet.
Und natürlich befeuern die Gespräche zwischen der NFL und den „Spurs“ wieder die Gerüchte, um ein ständiges Team in England.
Einfach nichts drum geben!

Und zum Schluß noch mal wieder was von der heiteren Seite der NFL.
Cowboys Quarterback Tony Romo versicherte felsenfest: „Dieses Jahr werden wir den Super Bowl gewinnen.“
Allemallachen!

Freitag, 24. April 2015

Kurzberichte
Thomas-Demaryius2Broncos General Manager John Elway ist sehr enttäuscht von Demaryius Thomas (Bild).
Der Wide Receiver bekam das Franchise Etikett angeheftet, was bedeutet, daß er zu keinem anderen Team wechseln darf. Die Verhandlungen um einen langfristigen Vertrag mit Thomas waren ergebnislos abgebrochen worden, und die Broncos wollten Thomas auf jeden Fall behalten.
Weil der Wide Receiver mit der momentanen Situation unzufrieden ist, bleibt er den „freiwilligen“ Trainingseinheiten fern. Das schmeckt Elway überhaupt nicht, und das sagte der ehemalige Superstar- Quarterback auch bei einer Pressekonferenz. Er sehe null Nutzen darin, daß Thomas dem Training fernbleibt. Ganz ehrlich, null Nutzen für ihn, null Nutzen für das Team, fuhr er fort.
Doch das wird den Wide Receiver nicht interessieren. Wie so viele andere Franchise Player wird auch er den ersten freiwilligen Trainingseinheiten fernbleiben, und vielleicht auch noch den dann folgenden Minicamps.
Als Grund führen die Spieler gerne an, daß die Verletzungsgefahr beim Training nicht gering wäre. Verletzungen aber würden ihren Wert mindern. Deshalb würden sie sich lieber alleine fit halten und vorbereiten. Damit argumentierte auch Thomas.
Doch dem widersprach Elway: „Das macht für mich keinen Sinn. Wenn er hier verletzt wird, ist er abgesichert. Wenn er woanders verletzt wird, nicht. Sagt mir warum das Sinn machen sollte? Warum trainiert er dann nicht mit uns? Das verstehe ich absolut nicht.“
Aber ob er es versteht oder nicht, ändern kann er nichts.

Die Patrioten waren im Weißen Haus, wo sie von Präsident Hussein Obama für ihren Super Bowl Sieg geehrt wurden.
Nicht dabei war Quarterback Tom Brady, der wegen einer familiären Angelegenheit nicht mitreisen konnte.
Die anderen mußten sich einen luftleeren Witz des Präsidenten anhören, der so schlecht dann doch wirklich nicht war.
Obama sagte: „Ich erzähle bei solchen Anlässen ja gerne einen Haufen Witze. Aber mit den Patriots in der Stadt fürchte ich, daß 11 von 12 Witzen platt gewesen wären“
Nach dieser Anspielung auf Deflategate zeigte Head Coach Bill Belichick sehr deutlich, was er von der Bemerkung hielt, als er den Daumen sichtbar nach unten senkte.
Nach Witzen war dem Präsidenten an diesem Tag sehr wahrscheinlich auch gar nicht zumute. Kurz vorher hatte er sein Beileid an die Familien zweier getöteter Geiseln aussprechen müssen, die bei einem Drohnenangriff auf ein Al-Kaida Lager versehentlich getroffen wurden.

Was versteht ein Kicker vom Footballspiel?
Eigentlich eine ganze Menge, wenn er aufmerksam ist.
Er steht 60 Minuten am Spielfeldrand und kann sich genau ansehen, was die wirklichen Footballspieler machen. Ab und zu kommt der Kicker dann mal auf den Platz, tritt gegen den Ball und geht wieder. Dann kann er wieder von einem der besten Plätze im Stadion zusehen, wie die anderen ihre Prellungen, Verstauchungen und schlimmere Verletzungen erleiden und erdulden.
Kann ein Kicker deshalb aber hingehen, und einen Quarterback kritisieren?
Wie gesagt, wenn er aufmerksam zugesehen hat, was die anderen so auf dem Platz treiben, dann wohl ja.
Also ist es erlaubt, daß Jay Feely Tim Tebow als den schlechtesten Quarterback bezeichnet, den er je gesehen hat.
Und Feely hat viele gesehen. Er kickte für die Florida Bobcats, Tampa Storm, Atlanta Falcons, New York Giants, Miami Dolphins, Kansas City Chiefs, New York Jets, Arizona Cardinals und Chicago Bears. Da hat er eine Menge Quarterbacks gesehen.
Wenn Jay Feely also mit seinem Fachwissen als Zuschauer in der ersten Reihe diese Feststellung trifft, dann hat sie Substanz.

Steelers Running Back LeVeon Bell sagte, daß sein Knie, das er sich im Dezember überdehnte, bald wieder zu 100% belastbar wäre.
Doch sollte das Knie nicht schon Ende Januar wieder völlig hergestellt sein?
Die neue Aussage überraschte dann doch eher.
Bells Knie war also schlimmer verletzt, als zunächst zugegeben wurde.
Sei es, wie auch immer, bedingt durch seine Suspendierung wird Bell ja erst in Woche vier der Saison eingesetzt werden dürfen. Bis dahin hat er Zeit das Knie zu schonen. Im Trainingslager kann er es ja ruhig angehen lassen.

Die Jets zogen die Option auf das fünfte Jahr von Quinton Coples.
Der Linebacker hat bisher zwar nicht das gezeigt, was die Jets sich von ihm erhofft haben als sie ihn 2012 rekrutierten, aber er war auch nicht so schlecht, daß sie das Vertrauen in ihn verloren haben.

Victor Cruz ist sicher, daß er in Woche 1 gegen die Cowboys mitmischen kann.
Der Wide Receiver der Giants hat sich vor sechs Monaten einen Riß einer Patellasehne zugezogen.
Cruz sagte den Medien am Donnerstag, daß er vor einem Monat damit begonnen hat, geradeaus zu laufen. Abrupte Richtungswechsel mutet er dem Knie noch nicht zu.
Wann er ins volle Training einsteigen kann, weiß er noch nicht, aber gegen Dallas, da will er dabeisein.

Donnerstag, 23. April 2015

10 Spiele Sperre für Hardy
hardy-greg2Applaus oder Buhrufe für die Entscheidung der NFL, den in erster Instanz als Frauenschläger verurteilten Greg Hardy (Bild) für 10 Spiele ohne Gehalt zu suspendieren?
Viele, wenn nicht die meisten, Tageszeitungen der USA halten diese Sperre für ausreichend. Einige führen aber an, daß Hardy nicht die ganze Sperre absolvieren muß, sondern schon vorher wieder spielberechtigt sein wird.
Das wäre ein Skandal!
Der zehnwöchige Bann gilt als einer der härtesten, der je im US Sport für einen Akt der häuslichen Gewalt verhängt wurde.
Die NFL hat die Lehre aus der empörend laschen Bestrafung von Ray Rice letztes Jahr gelernt. Diese Strafe ist ein Fortschritt. Ein Rückschritt wäre es, wenn die Suspendierung tatsächlich frühzeitig aufgehoben würde.
Die NFLPA wird im Namen Hardys Einspruch gegen die Sperre einlegen. Das ist ihr gutes Recht, und sogar ihre Pflicht. Doch der normale Mensch hofft, daß die Spielergewerkschaft eine Bruchlandung hinlegen wird. Aber danach sieht es leider nicht aus. Hardy beging sein Verbrechen, bevor die NFL neue Regeln, die feigen Frauenschläger betreffend, aufgestellt hat. Die NFLPA wird argumentieren, daß Hardy nach den alten Regeln bestraft werden muß. Das wären dann läppische vier Spiele (vielleicht sechs) Sperre, und, wie bereits erwähnt, erneut ein Skandal. Aber rechtens.
Unfaßbar!
Sollte Hardy nach der Suspendierung noch im Kader seines neuen Teams, den Cowboys, sein, dann wird sein altes Team, die Panthers, es an Thanksgiving mit dem Defensive End zu tun bekommen.

Kurzberichte
Eine Bundesrichterin akzeptierte den Vergleich zwischen der NFL und den Klägern im Gehirnerschütterungs- Prozeß.
132 Seiten stark ist die Erklärung der Richterin Anita Brody, in der sie den Vergleich über $900 Millionen als fair, vernünftig und adäquat bezeichnet.
Der Vergleich hat eine Laufzeit von 65 Jahren, in denen ehemalige Spieler Ansprüche geltend machen können, wenn sie neurologische Probleme bekommen. Die Spieler müssen nicht beweisen, daß diese Probleme auf ihre Zeit in der NFL zurückzuführen sind.
Es wird erwartet, daß einige Anwälte der Ex-Spieler Einspruch gegen diesen Richterspruch einlegen werden.
Die NFL war nach ersten Aussagen zufrieden mit der Entscheidung.

Keinen Cent an garantiertem Geld steht in Tim Tebows Vertrag mit den Eagles.
Tebow bekommt den Mindestlohn von $660.000, ohne Unterschriftenbonus, ohne alles.
Diese Summe verteilt sich in Happen von $38.824 pro Spieltag, solange Tebow im Kader ist.
Wenn Tebow es nicht in den Saisonkader schafft, bekommt er für jeden Tag den er am Training teilnahm $195, und für jede Woche im Trainingslager $1.800.
Sollte Tebow es in die Saison schaffen, dann stehen ihm sofort $388.000 zu, wenn er auf der Liste der Spieler landen sollte, die wegen einer Verletzung die Saison vorzeitig beenden mußten.
Darben muß Tebow nicht, wenn er sein Geld von den Broncos vernünftig angelegt hat. Die gaben ihm eine Garantiesumme von $8,45 Millionen, als sie ihn 2010 als 25. Spieler in der Draft einberiefen.

Manche Tageszeitung in den USA sieht es als Vertrauensbeweis an, daß die Bengals den Vertrag mit Head Coach Marvin Lewis um ein Jahr verlängerten.
Darüber kann man geteilter Meinung sein.
Fakt ist, daß Lewis nicht als „lahme Ente“ in die Saison 2015 geht, sondern als Head Coach, der danach noch ein Jahr weiter wirken darf.
Aber Lewis ist diese Art „Vertrauensbeweis“ schon gewohnt. Seit er 2003 seinen ersten Kontrakt mit den Bengals unterschrieb, hat er bereits acht Folgeverträge unterschrieben.
Erstaunlich bei einer Bilanz von 100 Siegen, 96 Niederlagen und 2 Unentschieden, und dem ewigen Versagen in den Playoffs. Da hat Cincinnati mit Lewis noch nicht ein einziges Spiel gewonnen.

Die Dolphins verpflichteten Greg Jennings.
Der Wide Receiver unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $8 Millionen.
Jennings spielte bisher bei den Packers und den Vikings.

Die Patriots und Jerod Mayo haben sich mal zusammengesetzt und über den Vertrag des Linebackers geredet.
Mayo zog sich in Woche sechs 2014 eine gerissenen Patellasehne zu. Zweifel an seiner weiteren Leistungsfähigkeit wurden laut. Um nicht von den Pats gefeuert zu werden, ließ er sich auf eine Gehaltskürzung ein.
Er unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag über $4,5 Millionen und kann es mit Boni auf $6 Millionen bringen.

Ein weiterer Zivilprozeß wartet auf Aaron Hernandez.
Ursula Ward, die Mutter des von Aaron Hernandez hingerichteten Odin Lloyd, verklagte den ehemaligen Tight End der Patriots auf Schmerzensgeld. Der war letzte Woche zu einer lebenslänglichen Haft, ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung, verurteilt worden.
Wards Anwalt, Douglass Sheff, sagte, daß es vor Allem darum ginge, zu erkunden, wieviel Geld Hernandez noch besitzt und wo er es bunkert. Daran soll dann die Höhe des Schmerzensgeldes errechnet werden. Von mindestens $9 Millionen gehen die Kläger aus.
Sheff sagte auch, daß er Hernandez in dem Zivilprozeß, der vielleicht erst in Jahren stattfinden wird, im Zeugenstand zu einer Aussage zwingen will. Lloyds Mutter will dem Mörder ihres Sohnes dabei in die Augen sehen.
Im Zivilprozeß wird er aussagen müssen, im Strafprozeß mußte er das nicht.
John Fitzpatrick, der Anwalt von Hernandez, äußerte sich noch nicht zu den Worten seines Kollegen.
Die Patriots schulden Hernandez noch $6,2 Millionen. Dagegen gehen sie gerichtlich vor. In ihren Augen schulden sie ihrem Ex- Tight End nichts. Sollte ein Gericht zu der Auffassung gelangen, daß die Patriots Hernandez das Geld zahlen müssen, wollen sie es bei Gericht zurücklegen, um es an Mrs. Ward auszuzahlen, wenn sie den Zivilprozeß gewinnt.
Wenn es nach den Patriots geht, soll Hernandez das Geld nicht in die Finger kriegen. Ob das so machbar ist, wird sich zeigen.
Die schier endlose Saga geht also weiter.

Mittwoch, 22. April 2015

Der Spielplan 2015
kickoff-glanzDa ist er also nun, der komplette Spielplan zur Saison 2015.
Und so beginnt es. Die Pittsburgh Steelers sind der Gegner der New England Patriots im Auftaktspiel.
Der zweimalige Super Bowl Sieger Ben Roethlisberger, gegen den viermaligen Sieger Tom Brady.
Klingt gut!
Wenn da nicht die vielen Fragezeichen hinter Pittsburghs Defense stünden.
Das erste Sunday Night Football Spiel zeigt zwei alte Rivalen, wenn die Giants gegen die Cowboys antreten.
Die doppelte Monday Night Football Portion zeigt zuerst die Eagles bei den Falcons und dann Minnesota in San Francisco. Mit Adrian Peterson???

Die Packers treffen an Thanksgiving Zuhause auf die Bears und sie nutzen diese Gelegenheit zur Danksagung. Sie werden Brett Favres Trikotnummer in der Halbzeit des Spiels zur Ruhe setzen und dem Quarterback endlich für alles danken, was er für sie getan hat.
Ein würdiger Rahmen in einem Spiel gegen einen echten Erzrivalen, auch wenn der meilenweit davon entfernt sein dürfte, ein echter Gegner zu sein.
Aber von der Tradition dieses Spiels her, eine gute Wahl.
Der Donnerstag beginnt schon mit einem vielversprechenden Spiel, wenn die Eagles in Detroit antreten.
Dann folgt ein Spiel, das nicht ganz so viel verspricht, wenn die Panthers in Dallas auf ein Cowboys Team treffen, bei dem ihr alter Teamkollege Greg Hardy hoffentlich immer noch gesperrt ist. Für Carolina ist es der erste Auftritt an Thanksgiving.

Der Brady - Manning Bowl 17 wird am 29. November ausgetragen. Im Sunday Night Spiel müssen die Patriots in Denver antreten.

Peyton Manning reist in Woche 9 in seine alte Heimat nach Indianapolis. Ob die Fans immer noch Ruhe geben, wenn seine Offense am Werk ist?
Eher nicht!

Die Patriots treten am 18. Oktober in Indianapolis an. Mal sehen, ob die Colts die Bälle für New England dann besonders hart aufpumpen?

Direkt in Woche 1 treffen die beiden schlechtesten Teams der Vorsaison aufeinander. Tennessee muß nach Tampa Bay. Wer von beiden tritt wohl mit Jameis Winston an und wer mit Marcus Mariota?

Und hier geht's zum Spielplan...

Kurzberichte
„Es ist offensichtlich, daß wir keinen Franchise- Quarterback haben,“ gab Bills General Manager Doug Whaley zu.
In einem Radiointerview sagte er weiter, daß man deshalb versucht, um diese Position herum die bestmöglichen Spieler zu verpflichten, damit der Quarterback das Spiel nicht alleine tragen muß.
Ginge es nach Whaley, wäre EJ Manuel der Starter, aber, so warf er ein, da hätte sein Head Coach das letzte Wort.

Patriots Tackle Nate Solder offenbarte am Dienstag, daß er vor der Saison 2014 an Hodenkrebs operiert wurde.
Nach der ganz offensichtlich erfolgreichen Behandlung startete er in jedem Spiel der Patriots und gewann mit ihnen den Super Bowl.
Solder rief seine Geschlechtsgenossen dazu auf, sich regelmäßig vom Arzt untersuchen zu lassen. Diese Krankheit wäre sehr viel weiter verbreitet, als viele denken.

Die Ravens konnten Jimmy Smith halten.
Der Cornerback unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre. Neben einem Unterschriftenbonus von $13 Millionen wird er garantierte $21 Millionen erhalten.

Und noch`n Stadion in Los Angeles.
Nachdem ja vor einigen Wochen schon der Stadtrat von Inglewood den Bau eines Stadions erlaubt hat, zog jetzt Carson City nach. Auch hier wurde dem Bau eines NFL Stadions zugestimmt.
Dieser geplante Bau soll mit $1,7 Milliarden allerdings teurer werden, als das geplante Stadion in Inglewood.
Also, Stadien werden wohl bald einige da sein, fehlen nur die Teams, die darin spielen sollen.

Dienstag, 21. April 2015

Kurzberichte
manning-eli-sb-trophyEli Manning (Bild) geht ohne Vertragsverlängerung in die neue Saison.
Der zweimalige Super Bowl MVP der Giants macht sich aber keine übertriebenen Sorgen darum, daß er das letzte Jahr seines laufenden Vertrags ohne neuen Kontrakt absolvieren wird. Für ihn zählt nur, sich optimal auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten und sich damit eine gute Basis für den kommenden Vertragspoker zu erspielen.
Dazu hat er bereits ein paar Trainingstage mit seinen Receivern abgehalten. Der mittlerweile auch schon 34 Jahre alte Quarterback will 2015 wenigstens 70% seiner Pässe vervollständigen und höchstens 10 Interceptions werfen.
Letztes Jahr vervollständigte er 63,1 % seiner Pässe und warf 14 Interceptions.

Der genaue Spielplan für 2015 wird am Dienstag um 20:00 Uhr Ostküstenzeit (2 Uhr Mittwochmorgen bei uns) live auf dem NFLN bekanntgegeben.
Die NFL läßt sich dafür viel Zeit, um Werbeeinnahmen zu generieren. Drei Stunden wird die Sendung dauern.

Russell Wilson ist die Nr. 1, was die Fanartikelverkäufe im abgelaufenen Geschäftsjahr angeht.
Peyton Mannings Artikel belegen den zweiten Platz in der Verkaufshitparade.
Erst an sechster Stelle kommt der erste Nicht- Quarterback, Cowboys Wide Receiver Dez Bryant.

Adrian Wilson hat seine Karriere beendet.
Am Montag unterschrieb er einen Eintagesvertrag bei den Cardinals. Der Defensive Back spielte 12 Jahre in der NFL. Er begann in Arizona, wechselte in der Folge zu den Patriots und danach den Bears, und geht nun als Cardinal in den Ruhestand.
Wilson erzielte 987 Tackles, 25 ½ Sacks, 27 Interceptions und 4 Touchdowns.

Dieser April bleibt ein schwarzer Monat für ehemalige NFL Spieler.
Im Alter von 70 Jahren verstarb der ehemalige Linebacker der Bears, Doug Buffone.
Er wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Der Gerichtsmediziner stellte eine natürliche Todesursache fest.
Im Alter von 84 Jahren verstarb Bob St. Clair. Der Offensive Tackle spielte seine 11 Jahre in der NFL alle in seiner Heimatstadt San Francisco.
Auch bei ihm heißt es, daß er eines natürlichen Todes gestorben ist.

Der Ernst des Lebens beginnt
Fast alle Teams haben ihre ersten Trainingseinheiten abgehalten, die unter der Bezeichnung „Freiwillig“ laufen. Deshalb nehmen nicht immer alle Spieler an diesen Einheiten teil.
Hier ein paar Meldungen über ein paar bekanntere Spieler.
Natürlich hat Adrian Peterson nicht daran teilgenommen. Daraus kann man aber noch nichts schließen, denn der Running Back der Vikings hat nie an den ersten Einheiten teilgenommen.

Bei den Chargers nahm Eric Weddle nicht teil. Der Safety fühlt sich von seiner Teamleitung nicht respektiert.
Ohne einen neuen Vertrag will er nicht mit dem Training anfangen.

Bei den Steelers ist Antonio Brown mit seinem Vertrag unzufrieden. Deshalb tauchte der Wide Receiver nicht beim ersten Training auf.
Brown ist einer der Top-Receiver der Liga und möchte entsprechend bezahlt werden.

In Dallas vermißte man Dez Bryant. Der Wide Receiver wurde mit dem Franchise Tag behaftet. Diese Spieler, egal in welchem Team, sieht man selten bei den ersten Trainingseinheiten.
Cornerback Orlando Scandrick verdient nur $1,5 Millionen. Zu wenig wie er glaubt. Deshalb wird auch er zunächst nicht zu den trainierenden Cowboys stoßen.

Johnny Manziel hat am ersten Tag des Trainings teilgenommen. Der Quarterback der Browns hat viel Arbeit vor sich, um sich den Respekt und das Vertrauen seiner Teamkollegen zu holen.

Sehr zufrieden scheinen die Spieler der Lions zu sein. Hier vermeldete man, daß bis auf Safety James Ihedigbo alle Mann an Bord sind.

Montag, 20. April 2015

Kurzberichte
tebow-tim2Guten Morgen Footballland.
Es ist Montagmorgen und die Uhr zeigt... Viertel vor Tebow.
Ja, das Comeback des völlig überschätzten Collegelieblings, der es in der NFL leider nicht geschafft hat, steht bevor. Heute soll er einen Vertrag bei den Philadelphia Eagles unterschrieben, wie es diese ominösen gut unterrichteten Kreise melden.
Die Eagles sammeln Quarterbacks, aber nur mittelmäßige. Oder eben Tim Tebow(Bild).
Der absolvierte letzten Monat ein Probetraining bei den Eagles, und das scheint Head Coach Chip Kelly gefallen zu haben.
Frisch müßte der Quarterback ja sein, denn es ist über zwei Jahre her, daß er zuletzt im Kader eines NFL Teams stand, geschweige denn auf dem Platz.
Wie erwähnt, haben die Eagles keinen brauchbaren Quarterback in ihren Reihen, aber trotzdem ist nicht damit zu rechnen, daß Tebow noch im Team ist, wenn die Saison beginnt. Selbst um an dem dauerverletzten Sam Bradford oder dem Butt-Fumbler Mark Sanchez vorbeizukommen, dürfte es nicht reichen. Vielleicht wird er die Nr. 3 vor den nicht erwähnenswerten G.J. Kinne und Matt Barkley, aber selbst das ist schwer.
Vom Spielsystem her, paßt Tebow in Kellys Offense. Die braucht keinen Pocketpasser, sondern einen Quarterback, der aus der Shotgun heraus laufen kann. Das haben weder Bradford und schon gar nicht Sanchez drauf. Ob das reicht, um Tebow einen Platz im Saison-Kader zu verschaffen?
Wir werden es erleben.

Heute beginnen die ersten freiwilligen Trainingseinheiten der Vikings.
Die Frage in Minnesota lautet natürlich: „Wird Adrian Peterson daran teilnehmen?“
Es wird sehr wahrscheinlich so kommen, daß die die vielen Reporter, die auf die Ankunft des Running Backs warten, enttäuscht wieder abziehen werden.
Peterson will weg von den Vikings, da wäre es doch sehr eigenartig, wenn er zum ersten Training auftauchen würde.

In Woche drei beendete eine Verletzung an seinem rechten Wadenbein und Knöchel Danny Woodheads Saison vorzeitig.
Wenn heute die ersten Trainingseinheiten der Chargers anstehen, wird Woodhead dabeisein. Der Running Back sagte, daß er vollkommen genesen und hundert Prozent einsatzbereit ist.
Woodhead ist ein sicherer Passfänger, der schmerzlich vermißt wurde. In seiner ersten Saison in San Diego fing er 76 Pässe für 605 Yards und 6 Touchdowns.
Sein Ersatzmann, Rookie Branden Oliver, fing 2014 36 Pässe für 271 Yards und 1 Touchdown.

Sonntag, 19. April 2015

Kurzberichte
gates-antonio2
Antonio Gates (Bild) möchte da mal was klarstellen.
Der Tight End der Chargers sagte, daß er niemals darum gebeten hätte, bei weniger Spielzügen auf dem Platz stehen zu müssen.
Er liebe den Wettkampf, fuhr er fort. Jeder wisse das. Er liebe es, seinem Team dabei helfen zu können zu gewinnen. Und das könne er nicht, wenn er an der Seitenauslinie stehe würde, das könne er nur auf dem Platz. Deshalb wäre es ja unsinnig, um weniger Einsätze zu bitten.
Gates kann sich gar nicht vorstellen, woher dieses Gerücht kam. Irgend jemand müsse da etwas falsch interpretiert haben.
Die Chargers können also wohl weiter auf den vollen Einsatz des Tight Ends bauen. Zumal seine Einsätze von 996 Spielzügen in 2014 auf 787 in 2014 schon gesunken sind.
Gates glaubt auch, daß er nicht mit anderen Spielern seines Alters verglichen werden darf. Der bald 35 Jahre alte Tight End hat nie Collegefootball gespielt, und deshalb glaubt er, daß er nicht so viele harte Schläge hat einstecken müssen, wie andere Spieler die in diesem Alter sind.
Gates ist im letzten Jahr seines Vertrags mit den Chargers. Er fühlt sich aber nicht so, daß es auch das letzte Jahr seiner Karriere sein könnte.

Der im März verhaftete Bruce Miller ist wieder Zuhause.
Der Fullback der 49ers saß im Gefängnis, weil er unter dem Verdacht steht, seine Frau geschlagen zu haben. Der Fall wird immer noch von den Strafverfolgungsbehörden untersucht, und bisher kam es zu keiner Anklage.
Niners General Manager Baalke sagte, daß Miller nicht an den anstehenden Trainingseinheiten teilnehmen wird. Er würde versuchen in seiner Heimat in Georgia, seine Angelegenheiten zu ordnen.
Miller ist ein ausgezeichneter Vorblocker, den das Team gerne weiter einsetzen würde.

Einsetzen können die 49ers Aldon Smith.
Der Linebacker zieht einen Schwarm von Verfehlungen hinter sich her, darunter mehrere Alkoholfahrten, Schießereien, ein falscher Bombenalarm, nur so zum Spaß am Flughafen von Los Angeles und noch die ein und die andere Kleinigkeit.
Er freut sich darauf, wieder spielen zu dürfen, auch wenn noch verschiedene Gerichtstermine anstehen. Doch jetzt will er sich zuerst mal mit dem Team auf die Saison vorbereiten.

Die Jacksonville Jaguars gaben Stefan Wisniewski einen Einjahresvertrag über $2,5 Millionen.
Er startete in den letzten vier Jahren in 61 Spielen für die Oakland Raiders, 46 als Center, 15 als Guard.

Die Jaguars gaben Marcedes Lewis einen neuen Vertrag. Dabei soll es sich nicht um eine Vertragsverlängerung für den 30 Jahre alten Tight End handeln, sondern um einen neuen Kontrakt zu reduzierten Bezügen.
Seit 2006 spielt Lewis in Jacksonville. Letztes Jahr fing er nur 18 Pässe.
Da kann man davon ausgehen, daß sein Gehalt 2015 weit von den $6,65 Millionen entfernt sein wird, die ihm laut altem Vertrag zugestanden hätten.

Samstag, 18. April 2015

Kurzberichte
wilson-russell
„Football ist der ultimative Mannschaftssport.“ Zu dieser nicht unwichtigen Erkenntnis gelangte Seahawks General Manager John Schneider.
Das mag dann auch der Grund sein, warum die Vertragsverhandlungen mit Quarterback Russell Wilson (Bild) so zäh verlaufen. Schneider möchte nicht nur Wilson halten, sondern so viele Leistungsträger wie möglich.
Abschreckende Beispiele für die Idiotie, einem einzigen Spieler zu viel zu zahlen, und damit auf andere Leistungsträger verzichten zu müssen, gibt es seit einiger Zeit ja genug. Die Ravens, Cowboys, Saints, Bears usw., sie zahlen ihrem Quarterback Unsummen, und müssen dafür das halbe Team auflösen, etwas übertrieben gesagt.
Natürlich müssen die Seahawks Wilson halten, und der Preis dafür wird hoch sein. Doch vielleicht sieht auch der Quarterback im Verlauf der Verhandlungen ein, daß er ein funktionierendes Team um ihn herum braucht, um noch ein paar mal den Super Bowl gewinnen zu können.
Wenn sein Ego ihm nicht im Weg steht. Das Anspruchsdenken ist so ausgeprägt, daß jeder denkt, er müsse mehr verdienen, als jemand anderer. Wenn Quarterback A 20 Millionen bekommt, dann verlangt Quarterback B, der sich für den besseren hält, 22 Millionen. Ob er seinem Team damit schadet, ist ihm egal. Ihm geht es nur darum, daß jeder sieht, daß er mehr wert ist, als sein Kollege.
Natürlich ist das nicht nur auf Quarterbacks bezogen, aber hier haben die Gehälter halt unmoralische Gefilde erreicht.
Mal sehen, wie das in Seattle weitergeht.

„Ich freue mich darauf, nächste Woche meine Teamkollegen wiederzusehen und konzentriere mich auf den Football und mein Verlangen, der bestmögliche Spieler, Teamkollege und Mann zu sein, der möglich ist,“ sagte Johnny Manziel am Ende einer doch recht enttäuschenden Entschuldigungsrede.
Obwohl die dafür sehr wahrscheinlich beauftragte Werbeagentur so viel Zeit hatte, diese Rede zu schreiben, haben sich die Autoren nichts neues einfallen lassen. Es war eine ganz normale Entschuldigung, die man schon tausend mal gehört hat.
Sein letzter Satz war denn auch der einzig erwähnenswerte. Damit gab der Quarterback bekannt, daß er am ersten freiwilligen Training der Cleveland Browns, das am Montag beginnt, teilnehmen wird.
Ob seine Teamkollegen sich genauso darauf freuen, Manziel wiederzusehen, wie er sich freut, sie wiederzusehen, darf man bezweifeln.
Aber ein Anfang wird der Montag werden, und man wird sehen, was Manziel in den Monaten in der Entzugsklinik verinnerlicht hat.
Daß die Clubführung nicht allzuviel Hoffnung in Manziel steckt, hat man mit der Verpflichtung von Josh McCown gesehen. Zwischen ihm und Manziel soll es einen offen Kampf um die Position des Starters geben. Den könnte Manziel glatt gewinnen, denn McCown ist als Quarterback nicht gerade eine Offenbarung.
Am Montag also beginnt der Alltag für Johnny Football, der ein Ziel hat, nämlich massig Schotter in der NFL zu verdienen. Schaun mer mal, ob das noch klappt.

Brandon Marshall wurde am Fuß operiert.
Der Linebacker der Broncos hatte eine Lisfranc-Operation an seinem rechten Fuß. Obwohl er im Dezember zwei Spiele verpaßte, weil er wegen der Schmerzen nicht spielen konnte, erzielte er über die Saison die meisten Tackles im Team.
Die Trainingseinheiten vor dem Trainingslager wird er wohl verpassen, aber im August soll Marshall wieder einsatzbereit sein.

Nächste Woche veröffentlicht die NFL den kompletten Spielplan für die Saison 2015.
Wann genau, sagte der Ligasprecher Brian McCarthy noch nicht, aber wenn es so wird, wie letztes Jahr, dann ist es am Mittwoch soweit.
Die Veröffentlichung wird wieder auf dem NFL Network Live übertragen.

Freitag, 17. April 2015

Kurzberichte
peterson-adrian200Heute ist es so weit, Adrian Petersons (Bild) Sperre wird aufgehoben.
Der Running Back der Vikings darf dann wieder an allen Teamaktivitäten teilnehmen.
Bereits am Mittwoch hätte Commissioner Goodell Peterson von der Liste der gesperrten Spieler nehmen dürfen, doch er wollte es wohl ein wenig spannend machen und zeigen, wer letztlich das Sagen hat.
Goodell wies Peterson darauf hin, daß jeder weitere Verstoß gegen die Benimmregeln der Liga weitere Bestrafungen bis hin zum Ausschluß aus der NFL nach sich ziehen werden.
Der Agent des Running Backs gab bekannt, daß sein Klient einen neuen Start bei einem neuen Team einer Rückkehr zu den Vikings vorziehen würde. Doch Petersons Vertrag in Minnesota läuft noch bis nach der Saison 2017 und bringt ihm jährlich knapp $13 Millionen. Ein neues Team müßte diesen Vertrag übernehmen und da wird die Sache dann schwierig. So viel Geld hat kaum ein Team noch unter der Gehaltsobergrenze übrig.
Die Vikings haben immer wieder betont, daß sie Peterson wieder zurückhaben wollen.
Mal gespannt, was sich da noch tut.

„Für einen Titel nehme ich gerne eine gerissene Schulter in Kauf,“ sagte Dont'a Hightower.
Der Linebacker der Patriots konnte im letzten Super Bowl Seahawks Running Back Marshawn Lynch entscheidend stoppen, und schaffte das mit nur einem funktionstüchtigen Arm.
Die gesamten Playoffs über spielte Hightower mit einer gerissenen Pfannenlippe in der rechten Schulter. Er sagte keinem was von seiner Verletzung, weil er das Gefühl hatte, daß viele seiner Mannschaftskollegen auch so ihre kleineren Schmerzen und Verletzungen hatten.
In einem Interview in dieser Woche sagte er, daß seine Reha voll im Zeitplan läge. Mit etwas Glück könnte er an einem Teil des Trainingslagers teilnehmen, zum Saisonstart erwartet er aber, einsatzbereit zu sein.
Die Patriots haben aber ein Auge darauf, welche Linebacker so auf dem Markt sind, nur für den Fall...

Wer möchte nicht zu seinem Arbeitgeber gehen und ihm sagen: „Du Chef, ich möchte demnächst etwas weniger arbeiten?“
Antonio Gates hat genau das gerade gemacht. Der Tight End der Chargers wird bald 35 und möchte nicht mehr gar so viele Einsätze bekommen, wie in der letzten Saison. Da stand er bei 787 Spielzügen auf dem Platz und fing 69 Pässe für 821 Yards und 12 Touchdowns, und das in einer Saison, in der viele eigentlich erwartet hatten, daß der junge Ladarius Green groß herauskommen würde.
Gates geht in seine 13. Saison und in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags. Er sieht sein Karriereende kommen, obwohl er noch nichts darüber gesagt hat, was er in Zukunft machen will. Es kann sein, daß er noch ein, zwei Jährchen anhängen will.
Was nicht verkehrt ist, denn wenn er gesund ist, gehört er zu den besseren Tight Ends der Liga.

Und Gerechtigkeit für alle?
Wenn Jameis Winston in der Draft sein Team findet, dann als unter dem Verdacht der Vergewaltigung stehender Angeklagter.
Erica Kinsman zeigte den Quarterback am Donnerstag an. Sie war, wie Winston, an der Florida State Uni. 2012 soll Winston sie vergewaltigt haben.
Sie fordert $15.000 von Winston in einer Zivilklage, die vor einem Geschworenengericht verhandelt werden soll.
Der Quarterback mußte sich niemals vor einem ordentlichen Gericht wegen seiner - angeblichen - Tat verantworten.
John Clune, einer der Anwälte von Erica Kinsman, verklagte bereits das College, weil es nach einer Untersuchung des mutmaßlichen Verbrechens zu dem Schluß kam, daß Winston nicht gegen den Verhaltenskodex der Schule verstoßen habe.
Dieser Meinung schloß sich später dann auch das Gericht an, vor dem die Klage gegen die Uni verhandelt wurde.
Clune sagte, daß Mr. Winston niemals für seine Tat hätte geradestehen müssen. Er wurde nicht angeklagt und auch von der Schule nicht zur Verantwortung gezogen. Es wäre nun an der Zeit, daß zumindest auf dem Weg über die Zivilklage für Gerechtigkeit gesorgt werden solle. Wenn die verantwortlichen Stellen nicht an Gerechtigkeit interessiert wären, könne seine Mandantin wenigstens auf diesem Weg den Quarterback zur Verantwortung ziehen.
Der Anwalt von Jameis Winston war auf die Klage vorbereitet. Bereits vor einiger Zeit sagte er, daß eine Gegenklage gegen Mrs. Kinsman wegen Verleumdung und übler Nachrede schon bereitläge.
Für den außenstehenden Betrachter sieht es fast so aus, als wäre Niemand in Tallahassee an einer wirklichen Untersuchung des Falles interessiert gewesen. Zu wichtig war Winston wohl als Spieler für das Team der Uni.
Nachdem Erica Kinsman die Vergewaltigung bei der Polizei angezeigt hatte, hätten die Beamten eigentlich sofort losgehen und Beweise sammeln müssen. Das aber taten sie nicht. Erst als die Sache neun Monate später von den Medien aufgegriffen wurde und damit ein beträchtlicher Wirbel verursacht wurde, tat die Polizei so, als würde sie etwas tun. Einen Monat später wurde die Untersuchung ergebnislos eingestellt.
Zusammen mit all den anderen Verfehlungen Winstons wirft es ein unglaublich schlechtes Licht auf die NFL, daß solch ein Mensch als Topkandidat für die nächste Draft gilt.

„Ich bin ein Star, friß meinen Staub“
Sie kommen oft aus den brutalsten Verhältnissen. Sie genießen schon in der Schule und auf dem College Starruhm. Sie benehmen sich oft daneben und kommen ungestraft davon.
Sie wachsen auf, in dem Irrglauben, daß für sie andere Regeln gelten, weil sie Stars sind.
Wie sollen sie da lernen, was es heißt, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen?
Immer wieder hört man, daß Verfehlungen von Collegespielern unter den Teppich gekehrt werden, weil sie die Stars im Team sind.
So war es auch bei Aaron Hernandez.
Der Tight End wuchs in einem gefährlichen Viertel auf, in Bristol, Connecticut. Dennoch kam er aus einer intakten Familie, was für diese Gegenden eher selten ist. Hernandez wuchs mit seinem Bruder nicht bei einer alleinerziehenden Mutter auf, sondern hatte einen Vater, zu dem er aufsah und auf den er hörte. Der Vater entwickelte die sportlichen Talente seiner Söhne. Er predigte ihnen den Wert der harten Arbeit und der Disziplin.
Als der Vater starb, als Hernandez 16 Jahre alt war, suchte er sich Halt bei den falschen Freunden. Hier begann sein Weg, der ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe führte.
All seine Trainer und Betreuer, die danach mit Aaron Hernandez zusammenarbeiteten, verschlossen die Augen davor, wenn der talentierte Tight End mal wieder in Schwierigkeiten geraten war.
Nach ein paar Monaten in Florida, wo er für die Gators spielte, war Hernandez in eine Schlägerei verwickelt, wurde wegen Schüssen auf ein fahrendes Auto verhört und wurde der Einnahme von Marihuana überführt. Letzteres brachte ihm die Sperre für ein Spiel 2008 ein, obwohl man hörte, daß der Tight End nicht nur diesen einen Drogentest nicht bestanden hatte.
Wie kam es aber dazu, daß ausgerechnet die New England Patriots diesen Spieler einberiefen? Gerade die Patriots legen Wert darauf, Spieler nicht zu verpflichten, die Probleme machen. Vielleicht sind die Patriots deshalb auch das Team mit den meisten weißen Spielern?
Dennoch holten sie Hernandez ins Team, wohlwissend, daß seine Probleme sein Talent überwogen.
Solange die NFL und die Colleges weiterhin die Augen verschließen, wenn ihre Starspieler Verfehlungen begehen, wird sich an deren Glauben an ihre Unantastbarkeit nichts ändern.
Wohin das führen kann, zeigt der Fall Aaron Hernandez mit der brutalstmöglichen Deutlichkeit.
So ist denn auch die Reaktion des ehemaligen Star-Tight Ends bei der Urteilsverkündung zu verstehen, als ihm klar wurde, daß er zum ersten Mal in seinem Leben für eine seiner Taten zur Verantwortung gezogen wurde. Hernandez wurde kreidebleich und preßte die Lippen zusammen, sah ungläubig zu den Geschworenen, und bekam dann die Erlaubnis des ihn bewachenden Polizisten, sich zu setzen. In seiner Welt war dieser Schuldspruch einfach unvorstellbar.
In der realen Welt kommt es aber vor, daß man für seine Taten zur Verantwortung gezogen wird.
Und in der NFL sollte man noch genauer darauf achten, wen man sich da in die Liga holt.
Vielleicht sollte man bei der anstehenden Draft schon damit anfangen. Es soll da wenigstens einen Spieler geben, der einen außerordentlich negativen Ruf hat.

Donnerstag, 16. April 2015

„Schuldig in allen Anklagepunkten“
hernandez hinter gitternWas könnte man mit $40 Millionen so alles anstellen?
Eine ganze Menge... wenn man in Freiheit wäre. Dann könnte man sich mit 40 Millionen ein wunderbares Leben machen. Am Strand liegen. Ein paar mal um die Welt reisen. Sich ein Haus um sein privates Kino herum bauen, usw., usw.
Wenn man in Freiheit wäre.
Ist Aaron Hernandez (Bild) aber nicht und wird er auch nie wieder sein. Der ehemalige Tight End der Patriots wurde in allen Anklagepunkten im Mordprozess gegen ihn für schuldig befunden. Die besondere Grausamkeit, mit der er den Mord an Odin Lloyd ausführte brachte ihm eine lebenslange Haftstrafe ein, ohne die Möglichkeit jemals auf Bewährung vorzeitig entlassen zu werden.
Zelle zu, Schlüssel weg heißt es in seinem Fall.
Zur Erinnerung: Hernandez war ein sehr talentierter Tight End der New England Patriots. 2010 wurde er in der vierten Runde der Draft einberufen. Am 27. August 2012 unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag über $40 Millionen. Darin enthalten war ein Bonus für die Unterschrift von $12,5 Millionen. Der höchste Unterschriftenbonus, der bis dahin jemals einem Tight End gezahlt wurde.
Sein letztes Spiel in der NFL bestritt Hernandez am 20. Januar 2013. Es war das AFC Endspiel gegen die Baltimore Ravens.
Danach ging es für Hernandez nur noch um Mord und Totschlag.
Am 17. Juni 2013 ermordete Aaron Hernandez Odin Lloyd. Zu diesem Ergebnis kamen die Geschworenen, obwohl weder eine Tatwaffe gefunden wurde, noch zweifelsfrei festgestellt werden konnte, wer die tödlichen Schüsse abgegeben hat.
Die Anklage gründete ihre Beweisführung auf die Aufzeichnungen des Bewegungsprofils von Hernandez` Handy und auf Zeugenaussagen, daß Hernandez an diesem Abend mit Lloyd unterwegs war, zusammen mit zwei anderen Personen, Ernest Wallace und Carlos Ortiz. Die warten als Mittäter auch noch auf ihre Prozesse in diesem Mordfall.
Ein Video einer Kamera des Überwachungssystems in Hernandez` Haus zeigte ihn etwa 10 Minuten nach der Tat mit einem dunklem Gegenstand in seiner Hand, die von der Anklage als Waffe bezeichnet wurde. Die Tatwaffe wurde, wie gesagt, nie gefunden. Allerdings fand die Polizei Munition im Haus des Angeklagten, die zu den Kugeln paßte, die man im Opfer fand.
Das Tatmotiv war für die Ankläger klar. Odin Lloyd, der Freund der Schwestern von Hernandez` Verlobter, wußte zuviel über einen anderen Mord, dessen Hernandez verdächtigt wurde. 2012 soll der Tight End in Boston aus seinem Auto heraus zwei Insassen eines anderen Fahrzeugs erschossen haben. Grund war eine Auseinandersetzung in einem Nachtclub, weil einer der Getöteten einen Drink über Hernandez verschüttet hatte.
Von diesem Tatmotiv erfuhr die Jury allerdings nichts, denn die Richterin verbot der Anklage dieses Motiv zu erwähnen, weil es nur Spekulation wäre.
Also schwenkte die Anklage um und brachte einen anderen Vorfall als Motiv auf den Tisch. Zwei Tage vor dem Mord hätten Hernandez und Lloyd in einem Nachtclub Krach miteinander gehabt. Das war das neue Tatmotiv. Nicht ganz so spektakulär, aber man nimmt, was man kriegen kann.
Auch für den Doppelmord von 2012 soll Hernandez noch vor Gericht gestellt werden.
Grund, warum die Ermittler sich sofort auf Hernandez als Mörder von Lloyd konzentriert hatten, war ein Autoschlüssel. In einer Hosentasche des mit sechs Schüssen hingerichteten Opfers fanden die Ermittler den Schlüssel eines Mietwagens, den Hernandez gemietet hatte. Die Industriebrache, wo Lloyd hingerichtet wurde, liegt nur eine Minute von Hernandez Haus entfernt.
Für die Verteidiger ein Grund, der Polizei schlampige Ermittlungsmethoden zu unterstellen. Man hätte schnell einen prominenten Verdächtigen gefunden und dann alles getan, um ihn als Mörder hinzustellen.
Niemals wurde versucht, einen anderen möglichen Täter zu finden.
Deshalb versuchte die Verteidigung den Schachzug des begründeten Zweifels anzuwenden.
Die beiden anderen Männer, die mit Lloyd und Hernandez unterwegs waren, hätten Lloyd getötet, behauptete die Verteidigung am letzten Prozesstag.
Im Schlußplädoyer gab die Verteidigung zum ersten Mal zu, daß Hernandez zusammen mit dem Opfer und einem der beiden anderen Männer am Tatort zusammen war. Doch Hernandez hätte nicht etwa selber geschossen, behauptete sein Verteidiger, sondern Hernandez hätte als 23 Jahre junger Mann mit ansehen müssen, wie der Freund der Schwester seiner Verlobten brutal hingerichtet wurde. Das hätte Hernandez geschockt und mitgenommen.
Ein weiterer Schachzug, der nicht fruchtete. Dagegen sprachen weitere Videobilder aus dem Überwachungssystem in Hernandez Haus. Die zeigten den Angeklagten kurz nach der Tat mit Wallace und Ortiz im Swimmingpool-Zimmer, wie sie ganz entspannt miteinander flachsten und Hernandez seine kleine Tochter herzlich knuddelte.
Geschockt sah darauf niemand aus.
Dennoch werteten erfahrene Prozessbeobachter die lange Diskussionsdauer der Geschworenen das als gutes Zeichen für den Angeklagten.
Falsch gedacht.
Die Jury kam mit einem glasklaren Urteilsspruch zurück, der Aaron Hernandez in allen Anklagepunkten schuldig sprach.
Die Anklagepunkte im Einzelnen:
Geplanter Mord (1st-degree murder) - schuldig.
Tragen einer Feuerwaffe ohne Lizenz - schuldig
Tragen einer großkalibrigen Waffe ohne Lizenz - schuldig
Besitz von Munition ohne FID Card (Firearm Identification) - schuldig
Besitz von Feuerwaffen ohne FID Card - schuldig.
All das führte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe für Aaron Hernandez. Da auch noch die besondere Grausamkeit der Tat festgestellt wurde, hat Hernandez keine Chance, jemals auf Bewährung vorzeitig entlassen zu werden.
Da muß er also jetzt als 25 Jahre junger, ehemals vierzigfacher Millionär, Vater einer Tochter, sehr talentierter und hoffnungsvoller Tight End, lebenslang ins Gefängnis, und drei andere Menschen sind tot, weil jemand ein Getränk über ihn geschüttet hat.
Ob es das wert war?

Kurzberichte
Innerhalb von 12 Jahren nach dem Ausscheiden aus der NFL meldet einer von sechs ehemaligen Spielern den persönlichen Bankrott an.
Das erbrachte eine Studie des National Bureau of Economic Research. Etwa 2.000 Spieler, die zwischen 1996 und 2003 rekrutiert wurden und mittlerweile im Ruhestand sind, wurden überprüft.
Der Höhepunkt der Bankrotterklärungen läge den Untersuchungen zufolge etwa zwei Jahre nach dem Ausscheiden aus der NFL.
Grund sind oft Scheidungen, Vertrauen in miese Berater, und ein zu exzessiver Lebensstil. Da fällt mir wieder dieser Spruch eines englischen Fußballspielers ein, der mal gesagt hat: „Ich habe viel Geld für Alkohol, Autos und Frauen ausgegeben, und den Rest habe ich verjubelt.“
Aktuell haben vor Kurzem Warren Sapp und Terrell Owens Privatinsolvenz angemeldet.

Daryn Colledge beendete seine Karriere.
Seit 2006 spielte der Offensive Lineman in der NFL und startete in 137 Spielen.
Sein Weg führte ihn von Green Bay über Arizona nach Miami.
Am Mittwoch gab er seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.

Mittwoch, 15. April 2015

Wohin fließen die Flüsse?
Rivers_Philip5Die Gerüchte um Philip Rivers (Bild) verstummen nicht. Im Gegenteil, sie nehmen immer weiter Fahrt auf.
Obwohl der Quarterback immer wieder versicherte, die Chargers nicht zu verlassen, und das Team immer wieder beteuerte, Rivers behalten zu wollen, werden immer wieder neue Wechselgerüchte ins Leben gerufen.
Rivers sagte ja auch, daß ein Umzug des Teams aus San Diego nach Los Angeles ihm nichts ausmachen würde, aber das scheint so ganz nicht zu stimmen.
Rivers hat überhaupt keine Eile, seinen Vertrag, der nach der Saison 2015 endet, zu verlängern. Er habe eine Heimat für sich und seine Familie in San Diego, die er nicht gerne verlassen würde, meinte er.
Dann wird das neueste Gerücht ihm ja gar nicht gefallen. Wenn er schon nicht gerne mit dem Team nach Los Angeles umziehen würde, dann würde ihm ein Wechsel nach Nashville, Tennessee, doch schon überhaupt nicht schmecken, oder?
Das neueste Gerücht sagt nämlich, daß Rivers an die Titans abgegeben werden soll.
Auf der anderen Seite, das ist das möglichere Szenario. Rivers wuchs in Decatur auf, am Tennessee River. Ein Umzug in die Nähe der alten Heimat würde ihm wohl eher zusagen, als ein Wechsel in die gar nicht so friedliche Stadt der Engel.
Im Zuge dieses Gerüchts kam dann auch das Gerücht auf, daß die Chargers an Quarterback Marcus Mariota in der Draft interessiert sind. Der absolvierte am Dienstag ein Probetraining in San Diego.
Da fügt sich so einiges zusammen.
Doch die Chargers sind ein gefestigtes Team. Sie haben in den letzten zwei Saison 19 Spiele gewonnen, darunter ein Playoffspiel. Da wäre es gar nicht gut, einen wiedererstarkten Quarterback ziehen zu lassen.
Die Titans liegen völlig am Boden. Rivers würde dort zwar einen Funken zünden, aber einen Flächenbrand wird er nicht auslösen können.
Head Coach Whisenhunt und Rivers kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in San Diego. Whisenhunt würde den Quarterback sicher gerne haben. Sein momentan als Starter gelisteter Quarterback, Zach Mettenberger, hat einen eigenartigen Ruf. Er gilt als „Tom Brady für arme Leute“.
Mal sehen, was dabei herauskommt, wenn die Gerüchteküche diese Süppchen fertig gekocht hat. Irgendwohin werden die Flüsse wohl fließen.

Kurzberichte
„Ganz ruhig Leute. Es heißt ja nicht umsonst „freiwillige Trainingseinheiten,“ hatte Matt Forte als Spruch für die Fans der Bears parat. Diese sorgten sich nämlich, weil der Running Back nicht mit den anderen Teamkollegen zu der ersten, eben freiwilligen, Trainingseinheit erschienen ist.
Trainiert hat Forte aber, und zwar mit einem persönlichen Trainer. Ob das die Fans, die sein Twitterkonto mit Beschimpfungen überfluteten, beruhigt?
Sorgen bereitet den Fans auch sein Vertragsstatus. Forte geht in das letzte Jahr seines aktuellen Kontrakts und zeigt keine Eile, zu verlängern. Und das, wo er auch letztes Jahr wieder fast alleine die Offense der Teddys getragen hat.
In der Zwischenzeit sollten die Fans in Chicago es locker sehen, auch wenn das in der heutigen hyperaktiven Onlinewelt schwerfällt.

Ganz nett sehen die neuen Uniformen der Cleveland Browns aus. Die wurden gestern Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Immerhin sieht man hier eher Veränderungen zum vorherigen Design, als bei dem vor einigen Wochen vorgestellten enttäuschenden neuen Logo.
3.000 Fans und einige Spieler waren bei der Präsentation zugegen. Johnny Manziel war nicht darunter. Der Quarterback sah sich gutgelaunt ein Baseballspiel an.
Immerhin, er war nicht zugedröhnt auf einer Party. Das ist ein gewaltiger Fortschritt.
Seine Abwesenheit sorgte allerdings für weiteren Gesprächsstoff. Safety Donte Whitner sagte, daß Manziel viel Vertrauen bei seinen Teamkollegen verspielt hat. Diese Chance, etwas davon zurückzugewinnen, wäre dahin, meinte Whitner. Er fuhr fort, daß er seinen Quarterback nächste Woche zum Beginn der freiwilligen Trainingseinheiten dringend erwartet. Dem Namen nach wären diese Einheiten freiwillig. In der Realität aber würden sie fest zur Saisonvorbereitung gehören, und jeder sollte daran teilnehmen.
Hier kann sich der interessierte Leser selber ein Bild von den neuen Trikots machen machen:

Jameis Winston und Marcus Mariota, voraussichtlich die Nr. 1 und 2 Spieler, die in der nächsten Draft rekrutiert werden, werden nicht in Chicago sein.
26 andere mögliche Spieler, die in der ersten Runde ein Team finden könnten, haben ihr Kommen zugesagt. Darunter ist wohl kein anderer Quarterback.

Ein weiterer Steelers Verteidiger beendete seine Football-Karriere. Cornerback Ike Taylor hängt nach 12 Jahren seine Footballschuhe an den Nagel.
Der 34-jährige gewann zwei Super Bowls mit Pittsburgh.
Seine letzte Saison war vom Pech überschattet. Zuerst mußte er eine Gehaltskürzung akzeptieren, um nicht aus dem Team zu fliegen.
In Woche drei brach er sich gegen die Panthers den rechten Unterarm. In Woche 14 gegen die Bengals war er wieder dabei, nur um sich erneut zu verletzen.
Und gerechnet haben die Steelers sowieso nicht mehr mit Taylor, der seit Anfang des Monats ein freier Spieler ist. Zu einem neuen Team möchte er nicht wechseln, also erklärte er seine Karriere für beendet.

Dienstag, 14. April 2015

Kurzberichte
crabtree-michael7Michael Crabtree (Bild) gab auf seiner Twitterseite bekannt, daß er einen Vertrag bei den Oakland Raiders unterschrieben hat.
Der ehemalige Wide Receiver der 49ers galt 2009 als der beste Wide Receiver, der in der Draft zu bekommen war. Die Raiders aber bewiesen mal wieder, daß sie gezielt daneben greifen können, und sie nahmen Darrius Heyward-Bey. Drei Stellen später rekrutierten die 49ers Crabtree.
Heyward-Bey wurde zum Flop. Er war schnell, aber nicht fangsicher. Crabtree wurde ein wertvolles Mitglied des Receiver-Korps der 49ers.
Jetzt landete er dann doch noch in Oakland, nachdem er für San Francisco entbehrlich wurde. Nach einer Achillessehnenverletzung 2013 wurde er nicht mehr der alte.
Die Raiders gaben ihm einen Einjahresvertrag über $3,2 Millionen. Mit Boni kann er es auf $5 Millionen bringen.

John Kuhn bleibt in Green Bay.
Der Fullback unterschrieb einen weiteren Einjahresvertrag. In seiner neunten Saison bei den Packers wird er $870.000 verdienen. Mit Boni kann der 33-jährige Liebling der Fans es auf $920.000 bringen.

Auch am Montag beriet die Jury im Mordprozess gegen Aaron Hernandez ohne zu einem Ergebnis zu kommen.
Auch wenn die lange Diskussionsdauer für den Angeklagten spricht, würde er nicht aus dem Gefängnis kommen, wenn er freigesprochen würde.
Danach begänne dann ein Prozeß wegen Doppelmordes. 2012 soll Hernandez in Boston aus einem Auto heraus zwei Insassen eines anderen Wagens erschossen haben.

Die Dolphins verpflichteten Zack Bowman.
Der Cornerback fristete bei den Giants sein Dasein hinter Prince Amukamara und Dominique Rodgers-Cromartie.
Am Montag unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Miami.

Dieser Monat ist ein schlimmer für ehemalige NFL Spieler.
Am Freitag verstarb Baltimore Colts Tight End Jim Mutscheller an Nierenversagen. Er wurde 85 Jahre alt.
In acht Saisons fing er 220 Pässe für 3.684 Yards und 40 Touchdowns.

Montag, 13. April 2015

Kurzberichte
kaepernick-colin4Die 49ers haben einen neuen Quarterback.
Colin Kaepernick (Bild) ist sein Name.
Nein, ich habe nicht über das Wochenende mein Gedächtnis verloren.
Tight End Vernon Davis meinte das über seinen Quarterback, nachdem die beiden am Freitag ein wenig miteinander trainiert hatten.
„Mein Gott, was hast du getan?“ fragte Davis Kaepernick nach dem Training.
Für den Tight End steht fest, daß sich das freiwillige Sondertraining Kaepernicks mit Kurt Warner mehr als gelohnt hat.
Schon wenn der Quarterback zurücklief um zu passen, entdeckte Davis eine große Veränderung darin, wie Kaepernick seine Füße setzte. Für ihn sah sein alter Mitspieler wie ein völlig neuer aus.
Mit dem neuen Kaepernick werden die 49ers 2015 mehr als acht Spiele gewinnen, ist Davis überzeugt.

Kendall Hunter soll Colin Kaepernick 2015 entlasten.
Der Running Back zog sich am zweiten Tag des Trainingscamps 2014 einen Kreuzbandriss zu. Seine Reha liegt im Zeitplan und Hunter hat das Lauftraining aufgenommen.
Zur Saison wird er wohl einsatzbereit sein.
Linebacker NaVorro Bowman wird nach seinem Kreuzbandriss bereits zum Beginn des Trainingscamps zurückerwartet.

Kreuzbandrisse sind ja die schlimmste Geisel der NFL.
Ein weiterer Rekonvaleszent ist Branden Albert. Der Offensive Tackle der Dolphins bereitet sich mit einem Boxtraining auf seine Rückkehr von der schweren Verletzung vor, die er in Woche 10 erlitt.
Auch er wird wohl zum Saisonbeginn einsatzbereit sein.

Spieler zweier Sportarten?
Das möchte Russell Wilson gerne werden.
Fraglich, ob die Seahawks ihrem Quarterback erlauben werden, neben seinem Job bei ihnen, noch einen in der Major Baseballliga anzunehmen.
Es dürfte jedenfalls eigenartig sein, daß ein Arbeitgeber, der einem Spieler die Millionen nur so auf das Konto schaufelt, es einem erlaubt einen Nebenjob anzunehmen, der den Spieler einen großen Teil der Saison vereinnahmt.
Wilson sagte in einem Interview, daß er ernsthaft überlegt, neben Football noch Baseball bei einem Team namens Rangers zu spielen. Die halten die Rechte in der MBL an ihm, und mit ihnen hat er in den letzten beiden Jahren in seiner Freizeit trainiert.
Wenn man sich ansieht, wie quälend lang so eine Baseballsaison Wilson von den Seahawks fernhalten würde, dürfte das ein Traum von ihm bleiben. Die Zeiten, in denen ein Spieler Football und Baseball spielte, dürften mit Neon Deion Sanders geendet haben.
Spielbeginn der Keulenschwinger ist der April. Saisonende ist der November, wenn diese Rangers in die Endspielserie kommen sollten.
Und dafür sollen die Seahawks Wilson zum bestbezahlten Spieler der NFL machen?
Eher nicht!

Die Rams wolle ein neues Stadion.
Die Verantwortlichen der Stadt St. Louis würden ihnen auch gerne eins hinstellen, wissen aber nicht, wovon sie es bezahlen sollen?
Um Steuergelder für den Bau verschwenden zu dürfen, müssen sie die Steuerzahler abstimmen lassen. Da droht dann vielleicht eine Niederlage.
Um diese störende Befragung umgehen zu können, haben sie das Gericht eingeschaltet. Das soll klären, ob man die dummen Steuerzahler wirklich darüber abstimmen lassen muß, was mit ihrem Geld geschieht.
Der Beschluß, der eine Abstimmung vorsieht, stammt aus dem Jahr 2002 und wird von den Stadtoberen in wohl gewählten Worten zumindest als antiquiert und völlig unklar bezeichnet.
Deshalb soll ein Richterspruch Klarheit schaffen.
Wenn es nichts mit dem Bau eines neuen Stadions an den Ufern des Mississippi wird, brauchen die Stadtoberen sich nicht zu grämen, und sich zu fragen, wofür sie die Steuergelder ihrer Einwohner ausgeben sollen?
Sie zahlen immer noch kräftig an den Raten für den 1995 eröffneten Edward Jones Dome.

Plant ihr noch oder baut ihr schon?
In Minnesota lautet die Antwort: „Wir bauen schon“.
Wie letzte Woche berichtet, ist das neue Stadion dort voll im Zeitplan.
Damit dem Neubau nicht das gleiche Schicksal widerfährt, wie dem alten Bau, wird es eine Dachheizung bekommen.
Dem alten Metrodome ist ja unter der Last des Schnees das Dach eingebrochen.
Auf der offiziellen Teamseite der Minnesota Vikings gibt es übrigens einen Live-Stream der Bauarbeiten am neuen Stadion. Wer also anderen gerne mal beim Arbeiten zusehen möchte... . Natürlich muß man die Zeitverschiebung beachten, sonst sieht man nicht viel.

Sonntag, 12. April 2015

Johnny Problemkind
manziel-johnny03Johnny Manziel (Bild) ist aus der Entzugsklinik, in die er sich am 28. Januar freiwillig begeben hat, entlassen worden.
Wie es heißt, hätte er gut und erfolgreich an sich gearbeitet.
Doch das, was jetzt vor ihm liegt, ist ein weiteres hartes Stück Arbeit. Er muß das Vertrauen seiner Teamkollegen gewinnen, die nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen sind.
Wird ihm das gelingen?
Ein Experte in Sachen Suchtkrankheiten meinte auf ESPN, daß Manziel als anderer Mensch aus der Klinik gekommen wäre. Seine wilde Vergangenheit läge jetzt hinter ihm.
Das wäre schon mal ein guter Anfang.
Roger Staubach, legendärer Quarterback der Cowboys aus guten, alten Zeiten, sieht viel Potential in Manziel. Für ihn gehört Johnny Football in die Kategorie Russell Wilson. Auch Manziel wäre sowohl als Passer, wie auch als Läufer zu gebrauchen, genau wie der Quarterback der Seahawks. Manziel hätte von beiden sogar den stärkeren Arm.
Sei es wie auch immer, jetzt liegt es an Manziel, ob er seine Energie in seinen Job investiert und trainiert um Leistung auf dem Platz zu bringen, oder ob er weiter durch die Partylandschaft wandert und sich mit zusammengerollten Geldscheinen auf irgendwelchen Klos fotografieren läßt?

Und noch ein Problemkind
Bei Johnny Manziel hat man geahnt, daß da ein Problemkind in die NFL kommt. Von Jameis Winston weiß man, daß da ein Problemkind in die NFL kommen wird.
Davon ist sogar Winstons Anwalt überzeugt. David Cornwell sagte auf einem Symposium für Sport-Anwälte, daß sein Mandant Winston nicht bereit ist für das Leben eines NFL Spielers in der Öffentlichkeit.
Harte Worte von jemandem, der bezahlt wird, um einen zu vertreten und nicht um einen zu treten.
Und Cornwell erzählte die Geschichte vom Treffen zwischen ihm, Winston und Roger Goodell. Die drei trafen sich im Büro des NFL Vorsitzenden. Winston sah sich um, entdeckte eine Super Bowl Trophäe und sagte: „So eine möchte ich auch haben.“
Goodell sah Winston an, zeigte auf eine andere Statue und sagte: „ich würde es begrüßen, wenn Sie erst mal versuchen, die zu verdienen.“
Und Winston sah auf die betreffende Statue, die Walter Payton Mann des Jahres Trophäe, die verliehen wird an Spieler, die freiwillig wohltätige Arbeit leisten.
Winstons Reaktion auf Goodells Geste wurde von Cornwell nicht wiedergegeben. Statt dessen sagte der Anwalt, daß Winston bereit ist auf dem Platz ein guter Quarterback zu sein, daß er aber nicht bereit ist außerhalb des Platzes ein guter Vertreter der NFL zu sein.
Auf die Frage, ob denn die Buccaneers Winston trotzdem als ersten Spieler in der Draft einberufen werden, antwortete Cornwell: „Das ist gebongt.“
Dann wurde Cornwell gefragt, warum er es abgelehnt hätte Ray Rice zu vertreten, Winstons Verteidigung in der Anzeige wegen Vergewaltigung aber übernommen hätte? Cornwell antwortet darauf: „Ich habe Winston vertreten, weil ich genau erkannt habe, daß er unschuldig war. Als ich die Videos sah, wie Ray Rice seine damalige Verlobte geschlagen hat, habe ich das durch die Augen eines Vaters einer Tochter gesehen und wollte Rice nicht verteidigen. Wenn das meine Tochter gewesen wäre, bin ich nicht sicher, ob Rice heute noch leben würde.“
Dann verurteile Cornwell noch einige Medienvertreter, die die Sache um die angebliche Vergewaltigung aufgebauscht hätten, und bezeichnete diese Medien als Teil des Problems.
Als Fazit bleibt aber festzuhalten, daß selbst der bestimmt nicht schlecht bezahlte Anwalt Winstons glaubt, daß sein Mandant längst nicht geläutert ist. Das ist zumindest... bemerkenswert.

Kurzberichte
Was für eine Freude wegen eines Einjahresvertrags.
Am Freitag ließ sich der frischverpflichtete Running Back Stevan Ridley ein riesiges Jets Tattoo auf den rechten Unterarm stechen, oder ritzen, oder wie das heißt?
Ob sich das lohnt? Tattoos sind permanent, ein Einjahresvertrag nicht.

Die Jets zogen ihre Option auf das fünfte Jahr von Quinton Coples.
Der Outside Linebacker hat sich als guter Paßverteidiger erwiesen. Coples bekommt in seinem fünften Jahr $7,8 Millionen.

Die Denver Broncos gaben James Casey einen Einjahresvertrag.
Der Ex-Eagles Tight End gilt als solider Blocker.

Samstag, 11. April 2015

Kurzberichte
SPENCER-ANTHONYDie Saints versuchen ihre unsagbar löchrige Defense aufzupolstern. Neuestes Mitglied der Truppe ist Anthony Spencer (Bild).
Der ehemalige Cowboy unterschrieb einen Einjahresvertrag in New Orleans.
Spencer wurde 2007 von Dallas in der ersten Runde der Draft einberufen. Er wurde als Linebacker und Defensive End eingesetzt. 2014 erzielte er als Defensive End 25 Tackles, einen halben Sack, einen erzwungenen Fumble und er trug einen eroberten Fumble zum Touchdown zurück.
2012 legte er eine Saison hin, die ihn in den Pro Bowl brachte. Sein Defensive Coordinator damals, Rob Ryan, den er jetzt in New Orleans wiedertrifft.

Einer ist immer der bestbezahlte.
Der bestbezahlte Center der NFL ist seit Neuestem Mike Pouncey. Die Dolphins gaben ihm eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $52,2 Millionen.
Statt $7,4 Millionen pro Jahr, wird Pouncey $10,4 Millionen bekommen.

Unter den Geschworenen im Prozeß gegen Aaron Hernandez scheint Uneinigkeit zu herrschen.
Nach vier Tagen intensiver Beratungen sind die 12 nicht zu einem Urteil gelangt. Seit Freitag 13 Uhr Ortszeit haben sie Wochenendfrei und treffen sich erst am Montag wieder.
Beraten müssen sie nicht nur darüber, ob Hernandez ein Mörder ist, sondern auch noch ob er illegale Waffen und Munition besessen hat.
Beobachter gehen davon aus, daß die lange Beratungsdauer positiv für den Angeklagten sein könnte.

Die Giants müssen in den ersten vier Spielen auf Victor Butler verzichten.
Der Linebacker wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt und suspendiert.

Will Allen unterschrieb erneut in Pittsburgh. Der 32-jährige Safety startete letztes Jahr in vier Spielen für die Steelers.
Nachdem Troy Polamalu seinen Schritt in den Ruhestand bekanntgab, war Not am Mann, die durch Allen gemildert werden konnte.

„Weniger reden, mehr Leistung bringen,“ ist das neue Motto von Redskins Quarterback Robert Griffin III.
Seine Sprüche darüber, was für ein toller Quarterback er wäre, hätten ihn nicht weitergebracht, meinte RG3, deshalb hätte er sich vorgenommen, 2015 seine Leistungen auf dem Platz für ihn sprechen zu lassen.
Eine tolle Idee.
Die Redskins-Fans, die einen tollen Rookie Quarterback erlebt haben, würde es sicher sehr freuen, wenn Griffin III an diese Leistung wieder anknüpfen könnte.

„Ein schlechtes Produkt,“ so nennt der ehemalige Star- Running Back der Titans, Eddie George, sein altes Team.
Er hätte gerne $2 Milliarden, um die Titans zu kaufen und sie zu einem besseren Produkt zu machen. Fehlfunktion und Unordnung würden das Management auszeichnen. Die Verantwortlichen wären nicht in der Lage das Haus in Ordnung zu bringen.
Die Fans wären entsetzt, fuhr George fort. In der Vergangenheit hätten sie schon gesehen, wie man Meisterschaften gewinnen kann. Doch das wäre schon lange her.
George kam in seinen acht Saisons mit den Titans viermal in die Playoffs. Tennessee war einen halben Meter vom Gewinn eines Super Bowls entfernt. Davon ist heute nichts mehr zu spüren, und das regt George auf.
Und das Schlimmste für ihn ist, daß Besserung nicht in Sicht ist.

Freitag, 10. April 2015

Kurzberichte
polamalu-200Es tut immer weh, wenn ein ganz, ganz, ganz großer aufhört.
Walter Payton, Joe Montana, Dan Fouts, Dan Marino, Troy Aikman, Emmitt Smith, Jerry Rice, ja selbst Lawrence Taylor habe ich ein Tränchen nachgeweint, unter vielen anderen.
Jetzt ist es wieder soweit, denn Troy Polamalu (Bild) hat sein Karriereende verkündet.
Der Safety der Steelers wurde achtmal in den Pro Bowl berufen, nachdem er 2003 an 16. Stelle in der ersten Runde der Draft von den Steelers einberufen wurde. Polamalu erzielte 771 Tackles, 32 Interceptions und 12 Sacks.
In den letzten Jahren warfen ihn Verletzungen immer wieder zurück, und seine Leistung ließ sichtbar nach. Da ist es wohl konsequent, daß der 33-jährige seine Footballschuhe an den Nagel hängt.
Doch an den Gedanke daran, ihn nie wieder über die Line springen zu sehen,um den gegnerischen Ballträger zu erwischen, muß man sich erstmal gewöhnen.

Bleiben wir in der Stadt des köstlichen Ketchups.
Die NFL suspendierte LeVeon Bell für die ersten drei Spiele.
Letzten August wurde der Running Back verhaftet, weil er unter Drogeneinwirkung autofuhr. Dafür bekam er jetzt die Strafe von der Liga. Gegen die hat Bell bereits Einspruch eingelegt.
Die Steelers waren darauf vorbereitet weshalb sie dem Ex-Panthers Running Back DeAngelo Williams einen Vertrag gaben. Der ist zwar ewig verletzt, aber diese drei Spiele wird er hoffentlich mal durchhalten können.

Ketchup klebt, deshalb hier noch eine Meldung aus Pittsburgh.
Die Steelers zogen die Option auf das fünfte Jahr ihres Guards David DeCastro.
Nachdem ihn eine Knieverletzung in seinem Rookiejahr behinderte, wurde DeCastro danach zu einem der besten Linespieler der NFL.

Andrew Luck bleibt bis zum Ende der Saison 2016 bei den Colts.
Das Team zog die Option für das fünfte Jahr seines Rookievertrags.
Das ist keine Überraschung. Von allen Quarterbacks, die 2012 einberufen wurden, ist Luck der mit Abstand beste. Und Luck selber hatte nicht die Absicht, zu wechseln.
Pech, daß 2012 das erste Jahr markierte, in dem die Rookiegehälter gedeckelt wurden. So muß Luck 2015 für magere $3,4 Millionen spielen, obwohl er in die Liga von Manning, Brees und Brady gehört, die sich unter $19 Millionen nicht die Footballschuhe anziehen.
Nach 2016 dürfte sein Jahresgehalt, bei der zu erwartenden Steigerung der absurden Gehälter für Quarterbacks, das Zehnfache betragen.

Die Panthers verpflichteten Charles Tillman. Der Cornerback unterschrieb einen Einjahresvertrag.
Tillman spielte 12 Jahre für die Bears und wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt. In den letzten beiden Saisons brachte er es wegen einiger Trizepsverletzungen nur auf 10 Spiele.

Ist Jimmy Graham ein Weichei?
Für Michael Bennett ja!
Der Linebacker der Seahawks hält nicht viel von seinem neuen Teamkollegen. Für den Linebacker ist der Tight End weich und der am meisten überbewertete Spieler der NFL.
Bennett versteht das Bohei nicht, das um Grahams Wechsel gemacht wurde. Für ein lauforientiertes Team, wie die Seahawks es sind, bräuchte man einen Tight End, der blocken kann. Das wäre Graham ganz bestimmt nicht, laut Bennett.
Vielleicht kann Graham seinen neuen Teamkollegen ja vom Gegenteil überzeugen?
Warten wir es ab.

Die Begegnungen für die Vorbereitungsspiele stehen fest. Zwar fehlen noch die genauen Anstoßzeiten, aber wer neugierig ist, kann ja schon mal nachsehen, wer gegen wen...
Die Bekanntgabe des Spielplans für die reguläre Saison wird in etwa zwei Wochen erwartet.

Donnerstag, 9. April 2015

Kurzberichte
thomas-sarah2Bekannt geworden ist es schon vor einigen Tagen, seit gestern ist es offiziell: Sarah Thomas (Bild) ist die erste weibliche Vollzeit-Schiedsrichterin der NFL.
Shannon Eastin hat zwar 2012 zu den Ersatzschiedsrichtern gehört, die uns so viel Spaß bereitet haben, aber das zählt natürlich nicht.
Sarah Thomas wird erstes vollwertiges Mitglied einer echten Schiedsrichtercrew.
Sie hat vor, nicht ins Rampenlicht zu gelangen und nur durch ihre Leistungen zu überzeugen. Sie weiß, daß es öfter heißen wird: „Für eine Frau ganz ordentlich,“ oder „na ja, sie ist halt eine Frau,“ aber sie hofft, daß das schnell nachläßt.
Auch den Titel der Vorreiterin möchte sie eigentlich nicht hören, aber dagegen wird sie sich nicht wehren können. Sie ist eine Vorreiterin, und sie hofft, daß weibliche Schiedsrichter in der NFL irgendwann etwas ganz normales sein werden.
Doch zunächst will sie nur aus Liebe zum Football ihren Job machen. Ganz normal, wie ihre männlichen Kollegen auch.
Au weiah... wenn ich da an den Mist denke, den die sich in der letzten Saison zusammengepfiffen haben.
Sarah... mach es besser!!!

Von den Pats zu den Jets wechselte Stevan Ridley.
Der Running Back spielte letztes Jahr nur in sechs Spielen, bevor er sich einen Kreuzbandriss zuzog. 2012 erzielte er 1.263 Laufyards und 12 Touchdowns.
In New York unterschrieb er einen Einjahresvertrag.

Die Denver Broncos warten auf genaue Nachrichten Aqib Talib betreffend.
Der Cornerback soll zusammen mit seinem Bruder in einem Nachtclub in Dallas in eine „körperliche Auseinandersetzung“ verwickelt gewesen sein.
Ein Angestellter des Nachtclubs sagte aus, daß er versucht habe, eine Auseinandersetzung zwischen drei Personen zu schlichten. Dabei hätte eine der Personen ihn geschlagen und mit einer Pistole auf ihn gezielt.
Und auf jemanden mit einer Pistole zielen, dafür ist Talib ja bekannt.
Außerhalb des Clubs soll dann ein Schuß gefallen sein, wie verschiedene Zeugen bestätigten.
Die Broncos gaben keinen Kommentar ab. Sie warten auf den Polizeibericht.

Die Hälfte ist fertig.
Beim Bau des Stadions der Vikings gaben die Verantwortlichen bekannt, daß die Hälfte des Projekts fertiggestellt ist. Alles wäre im Budget- und Zeitplan. Der Eröffnung im Juli 2016 soll nichts im Wege stehen.

Das hat lange gedauert.
2007 brachen fünf Männer in das Haus von Redskins Safety Sean Taylor ein und wollten es ausrauben.
Taylor stellte sich ihnen, bewaffnet mit einer Machete, entgegen. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde Taylor erschossen.
Am Mittwoch bekannte sich der letzte der fünf Männer, Timmy Lee Brown, für schuldig. Alle anderen sind schon im Knast.
Brown muß 18 Jahre in den Bau.
Der Todesschütze, Eric Rivera jr. bekam vor einiger Zeit 60 Jahre.

Eric Berry leidet am Hodgkin-Lymphom.
Der Bruders des Safeties der Chiefs sagte der Presse, daß Eric tapfer gegen den Krebs kämpft, und sich nicht unterkriegen läßt.
Evan Berry, ein Sophomore Defensive Back der Tennessee Volunteers, fuhr fort, daß sein Bruder noch drei Behandlungen vor sich hat, und daß es Eric gutginge.
Ob Eric Berry seine NFL-Karriere wird fortsetzen können, das wäre aber noch nicht sicher.

Und wieder muß ein Todesfall eines ehemaligen NFL-Spielers verkündet werden.
Der ehemalige Raiders Wide Receiver Art Powell verstarb im Alter von 78 Jahren.
Powell war vor Kurzem wegen Herzbeschwerden im Krankenhaus.
In seiner Karriere, in der er bei mehreren Teams Station machte, fing er 479 Pässe für 8.046 Yards und 81 Touchdowns.

Mittwoch, 8. April 2015

Kurzberichte
peterson-adrian200Adrian Peterson (Bild) hat sich am Dienstag mit Roger Goodell getroffen.
Ob der Running Back der Vikings jetzt optimistisch sein kann, daß der Commissioner der NFL ihn am 15. April wirklich wieder als Spielberechtigt erklärt, weiß man noch nicht. Peterson ist der Aufforderung der Liga, sich in psychologische Behandlung zu begeben, nicht nachgekommen, und das könnte Goodell ihm vorhalten.
Die gewöhnlich gut unterrichteten Kreise gehen allerdings davon aus, daß Peterson nicht weiter bestraft wird.
Beide Seiten gaben keinen Kommentar zu dem gestrigen Treffen ab.
Die Vikings sind weiterhin felsenfest davon überzeugt, daß Peterson 2015 für sie spielen wird. Ob das Wunschdenken ist, oder ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten. Peterson glaubt zwar auch, daß er 2015 spielen wird, aber nicht in Minnesota.

Wo wir gerade beim Namen Peterson sind. Die Fans der Cardinals machten sich Sorgen um ihren Cornerback Patrick Peterson.
Seine Leistungskurve zeigte letzes Jahr etwas nach unten, während sein Gewicht vor der Saison nach oben ging.
Peterson hat sich von den Teamärzten gründlich untersuchen lassen und dabei wurde festgestellt, daß seine Blutzuckerwerte bedenkliche Dimensionen angenommen hatten. Kurz gesagt, Peterson hat Diabetes.
Die Ärzte hätten ihn nach der Diagnose gut eingestellt, und so zeigte seine Leistungskurve schon während der Saison wieder nach oben.
Peterson bedankte sich für all die Genesungsglückwünschen der Fans und teilte ihnen auf seiner Twitterseite mit, daß sie sich keine Sorgen um ihn machen müßten.

Die NFL suspendierte LeGarrette Blount für ein Spiel.
Der Running Back der Patriots wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

„Chip Kelly respektiert keine Stars,“ zu diesem Fazit kam LeSean McCoy.
Der Running Back der Bills betonte, daß er bei seinem ehemaligen Head Coach bei den Eagles nicht nachtreten möchte. Daß er aber schwer an seinem Tausch zu den Bills zu knabbern hat, merkt man ihm deutlich an. Letzte Woche sagte er bereits, daß das Training bei den Bills mehr an die NFL erinnere, als das Training bei den Eagles. Das hätte ihn mehr an sein Training auf dem College erinnert.
Und Kelly hätte Probleme damit, daß es hieß DeSean Jackson und die Eagles, oder LeSean McCoy und die Eagles. Für Kelly muß es heißen „Chip Kelly und die Eagles“. Deshalb wären letztes Jahr Wide Receiver Jackson und dieses Jahr McCoy an andere Teams abgegeben worden.
Wie sein eigener Tausch zu den Bills abgelaufen ist, findet McCoy nicht gut. Das wäre sehr respektlos vor sich gegangen. Doch jetzt würde es für ihn nur noch heißen, den Bills zu helfen und eine Tausendyardssaison abzuliefern. Alles andere wäre Vergangenheit.

Lawrence Tynes verklagt die Tampa Bay Buccaneers.
Der ehemalige Kicker des Teams zog sich auf dem Gelände der Bucs eine Staphylokokkeninfektion zu, die einen Zeh in seinem Schußbein befiel. Deshalb mußte Tynes seine Karriere beenden.
Tynes Anwalt beziffert den Verdienstausfall seines Klienten auf wenigstens $20 Millionen.
Die Bucs gaben keinen Kommentar zu diesem laufenden Verfahren ab.

Die Vikings gaben Center John Sullivan eine Vertragsverlängerung bis nach der Saison 2017.
Damit einher ging auch eine Gehaltserhöhung. Statt $4.65 Millionen pro Saison wird Sullivan ab sofort $5,9 Millionen bekommen.

Lions Safety James Ihedigbo wird nicht an den Saisonvorbereitungen seines Teams teilnehmen.
Er möchte einen neuen Vertrag, obwohl er erst letztes Jahr einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat.

Und noch ein ehemaliger NFL-Spieler ist von uns gegangen.
Dick Wood war der allererste Quarterback der Miami Dolphins. Am Samstag verstarb er im Alter von 79 Jahren in Atlanta.
Die Todesursache wurde nicht veröffentlicht.

Dienstag, 7. April 2015

Aaron Hernandez... Mörder oder nicht?
hernandez-aaron2Hat die Verteidigung von Aaron Hernandez (Bild) lausig gearbeitet, oder ist sie dermaßen überzeugt von ihren Argumenten, daß sie nur einen Bruchteil der Arbeit aufwandte, die die Anklage investierte?
Die Anklage brauchte 39 Tage und 131 Zeugen, um zu versuchen zu beweisen, daß der ehemalige Tight End der Patriots Odin Lloyd tötete.
Die Verteidigung brauchte nur einen Tag und drei Zeugen, um zu versuchen Hernandez Unschuld zu beweisen.
Unter diesen drei Zeugen war ein Experte für PCP (Phencyclidin auch bekannt als Engelsstaub). Die Verteidigung hat sich entschlossen, die Taktik des begründeten Zweifels anzuwenden. Sie hat die beiden Mittäter als Hauptverdächtige präsentiert, die an dem bewußten Tag im Juni 2013 zusammen mit Hernandez unterwegs waren. Die Verteidigung behauptet, daß entweder Carlos Ortiz oder Ernest Wallace Odin unter PCP Einfluß erschossen hat. Eine Zeugin hatte im Prozeß ausgesagt, daß sie gesehen hat, wie Ortiz und Wallace vor dem Tattag PCP konsumiert hätten.
Da keiner der drei Tatbeteiligten aussagte, ist die Aussage der Zeugin zwar wichtig, bleibt aber zweifelhaft.
Der Drogenexperte der Verteidigung jedenfalls gab an, daß es noch Tage nach der Einnahme von PCP zu aggressiven Ausrastern der Konsumenten kommen kann, die im Zusammenhang mit der Droge stehen.
Ein Drogenexperte der Anklage widersprach dem. Nach seinen Erkenntnissen gäbe es keinen Beweis, daß die Einnahme von PCP noch Tage später zu solch einem Verhalten führen könnte. Ein klares Unentschieden.
Natürlich kann der Schachzug, Hernandez nicht aussagen zu lassen, auch nach hinten losgehen. Unter den Geschworenen könnten sich einige fragen, warum Hernandez nicht einfach in den Zeugenstand geht, und seine Sicht der Dinge erzählt?
Macht er das deshalb nicht, weil er sich sonst selbst belasten könnte?
Ist er so ein schlechter Schauspieler, daß er nicht dermaßen lügen kann, daß sich die Balken biegen, um Ortiz oder Wallace den Mord anzuhängen?
Wir werden es erleben, was die Geschworenen für einen Schluß aus dem Ganzen ziehen. Am heutigen Dienstag werden die Schlußplädoyers gehalten und dann ist es an der Jury.

Kurzberichte
An diesem Osterwochenende verstarben mehrere ehemalige Mitglieder der NFL:
Im Alter von 59 Jahren verstarb der Ex-Packers Running Back Terdell Middleton am Karfreitag.
Nach seiner Zeit in der NFL wurde er Feuerwehrmann.
Die Todesursache wurde noch nicht bekanntgegeben.

Der ehemalige Wide Receiver der Eagles und Steelers, Don Looney, starb im Alter von 98 Jahren an Altersschwäche.

84 Jahre alt wurde Charlie Summers. Er spielte als Safety in der Liga und wurde danach Assistenztrainer der Raiders.
Seine beste taktische Entscheidung fällte er im Super Bowl nach der Saison 1983.
Gegen Ende der ersten Halbzeit holte er Matt Millen vom Platz und schickte den Ersatz-Linebacker Jack Squirek rein. Der fing einen Paß von Redskins Quarterback Joe Theisman ab, und trug den Ball in die Endzone. Sieben wichtige Punkte im 38:9 Sieg für die Raiders.
Summers verstarb an Karfreitag in Maui an den Folgen einer Gallenblasenoperation.

Jets Defensive End Muhammad Wilkerson ist unzufrieden mit seiner Vertragssituation.
Bevor er keinen neuen Vertrag bekommt, wird er nicht an den Trainingseinheiten der Jets teilnehmen.
Wilkerson geht in das letzte Jahr seines Rookiekontrakts und bekommt 2015 $6,9 Millionen. Er möchte noch vor der Saison einen langfristigen Vertrag von den Jets bekommen.

Der Ernst des Lebens hat für die Bills, Jets und Falcons begonnen.
Diese drei Teams haben ihre ersten Trainingseinheiten abgehalten
Bei den Jets hat natürlich Geno Smith viel zu beweisen. Alleine um $276.328 seines vertraglich vereinbarten Gehalts zu kassieren, muß der Quarterback an den Trainingseinheiten teilnehmen. Wenn er den Einheiten fern bleibt, wird er dieses Geld nicht bekommen, immerhin 32% seines Jahresgehalts.
Aus welchen Gründen auch immer, sehen die Jets Smith als ihren Starter an. Aber Alternativen haben sie ja auch nicht. Ersatzmann Ryan Fitzpatrick erholt sich noch immer von einem Beinbruch, den er im Dezember erlitt. Und Starterqualitäten hat der ja nun auch nicht gerade. Ein Kampf um den Titel der Nr. 1 dürfte somit ausbleiben.

Auch wenn Johnny Manziel genesen und geläutert zu den Browns zurückkehrt, wird er auf einige Ablehnung stoßen.
Zu viel Vertrauen hat der Möchtegern- Quarterback bei seinen Teamkollegen verspielt.
Es begann mit der Geldzähl-Geste bei der Draft. Hier bewies Manziel, worauf es ihm ankam.
Sein angeberisches, respektloses Getue danach machte ihn nicht gerade sympathischer. Trainieren? Das Playbook studieren?
Doch nicht Johnny Football. Sowas ist doch nur für Football-Analphabeten. Er war doch ein talentierter Star.
Das brachte ihm im Team nicht gerade Beliebtheitspunkte ein.
Hätten seine Taten auf dem Platz sein großkotziges Gehabe übertüncht, wäre es ja gut gewesen, doch auf dem Platz machte Manziel sich lächerlich.
Kaum einer seiner Teamkollegen freut sich darauf, Manziel bald wieder im Team begrüßen zu können.
Und die Fans, die Johnny Football als Heilsbringer für ihr marodes Team angesehen haben, sind auch nicht wirklich scharf darauf, ihn wiederzusehen.
Ob Manziel es fertig bringt, diesen riesigen Vertrauensverlust wieder einzuholen?

Montag, 6. April 2015

Sind die 49ers im Krisenmodus?
garciaEs ist gerade einmal knapp zwei Jahre her, da standen die 49ers einen Fehlpass vom Gewinn des Super Bowls entfernt.
Gemessen daran war die 8-8 Saison 2014 eine herbe Enttäuschung. Sie endete damit, daß Head Coach Jim Harbaugh seinen Vertrag frühzeitig beenden und für viel mehr Geld zu einem College wechseln durfte.
Der ehemalige Quarterback des Teams, Jeff Garcia (Bild), findet das alles sehr unglücklich. Das Team war absolut Konkurrenzfähig, meinte Garcia. Es wäre auf der Höhe seines Talents gewesen. Es war einen Spielzug entfernt vom Gewinn eines Super Bowls und einen Spielzug davon entfernt, in einen weiteren Super Bowl zu gelangen. Garcia fragt sich, wohin die Reise jetzt gehen soll?
Viele Leistungsträger hätten das Team verlassen, der Trainerstab wäre umgebaut worden, all das würde viel Arbeit bedeuten, um die Mannschaft an neue Spielphilosophien zu gewöhnen. Und das in der NFC West, wo man an den Seattle Seahawks vorbei muß, um in die Playoffs zu kommen. Ob die Arizona Cardinals eine Einsaisonfliege waren, oder ob auch sie ein echter Playoffkandidat sind, bleibt abzuwarten. Rechnen muß San Francisco mit ihnen.
Jeff Garcia zweifelt die Fähigkeiten der Clubführung an. Einige der Verantwortlichen hätten keinen Football-Hintergrund. Der Vorstandsvorsitzende Jed York hätte z.B. nie Football gespielt. Er ist der Sohn von Denise DeBartolo York und Jon York und das qualifizierte ihn zu dem Job.
Jon York ist ein Krebsarzt im Ruhestand. Denise DeBartolo York war Mitbesitzerin der 49ers. Sie und ihr Ehemann sitzen noch im Vorstand des Teams.
Da sieht Garcia Schwachstellen, denn in seinen Augen fehlt diesen Leuten das nötige Fachwissen.
Der dreimalige Pro Bowl Quarterback sieht aber keine Lösung für das Problem. Dafür müßten einige Leute mit viel Einfluß an der Spitze des Teams abgelöst werden, und das würde wohl nicht passieren.

Neues Team, alte Probleme.
Bills Head Coach Rex Ryan steht vor dem Problem, daß sein neues Team keinen NFL-Tauglichen Quarterback hat. Er erklärte den Kampf um den Posten des Starters für eröffnet.
Dieselben Worte hörte man von ihm auch letztes Jahr bei den New York Jets.
Einige werden sich daran erinnern, was daraus geworden ist.
Die Fans wandelten den Kampfruf J.E.T.S., Jets, Jets Jets in M.E.S.S., Mess, Mess, Mess um.
Für Mess gibt es mehrere Übersetzungsmöglichkeiten, ich nehme mal Chaos als die Zutreffendste.
Bei den Jets sollte es ein Duell zwischen Geno Smith und Michael Vick geben. Sollte... denn die Trainer gaben Smith dermaßen mehr Vertrauensvorschuß in der Vorbereitungszeit, daß Vick öffentlich Zweifel daran anmeldete, ob da wirklich ein offenes Rennen um den Posten des Starters stattfinden würde?
In Buffalo hat Ryan EJ Manuel zur Verfügung, der 2013 in der ersten Runde der Draft von Buffalo rekrutiert wurde. Als zweiten Mann hat er den 30 Jahre alten Matt Cassel, der tatsächlich streckenweise mal ganz gut gespielt hat in der Vergangenheit. Hinter diesen beiden sind noch Tyrod Taylor und Jeff Tuel im Kader, die aber wohl eher nicht wirklich im Rennen sind.
Es bleibt abzuwarten, wie ernst Ryan dieses Mal seinen Spruch mit dem offenen Rennen nimmt?

Sonntag, 5. April 2015

Dieses Osterei fand keinen Abnehmer
cutler-jay-ohjehEin von Bears Quarterback Jay Cutler (Bild) signierter Football blieb bei einer Auktion ohne ein einziges Gebot.
Natürlich ist Cutler nicht der populärste Spieler der Bears in Chicago, doch sein Wert hat ein neues Allzeittief erreicht. Bei einer Wohltätigkeitsauktion der Anti-Grausamkeit-Gesellschaft (eine Tierschutzorganisation) lag das Ei nun herum, wurde angeboten wie Alt-Bier und lag und lag und lag.
Dabei war das Startgebot von $100 wahrlich nicht hoch.
Nachdem die Auktion beendet war, kam doch noch ein Gebot für den Ball von einem anonymen Bieter.
Die Anti-Grausamkeit-Gesellschaft gab das ganz erfreut auf ihrer Facebookseite bekannt.
Doch direkt die erste Antwort zeigte, was die Facebooker davon hielten: „Ich wette darauf, daß Jay Cutler selber der unbekannte Bieter ist“, schrieb ein gewisser T. Smith. Und in diesem Tenor ging es dann weiter, von ein paar Ausnahmen abgesehen.
Na dann, frohe Ostern!

Das Gericht gab der Bitte der NFL statt
Die NFL hat die angeforderten Beweisbilder vom Prozeß gegen Greg Hardy ausgehändigt bekommen.
Der damals noch für die Panthers spielende Defensive End war angeklagt, eine Frau geschlagen zu haben. In erster Instanz wurde er deswegen auch verurteilt.
Hardy ging in die Berufung und aus welchem Grund auch immer tauchte die Klägerin zum Berufungstermin nicht auf, woraufhin Hardy als freier Mann das Gericht verlassen konnte.
Vor einigen Woche verpflichteten die Cowboys den Frauenschläger, was einige Wellen schlug.
Der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, übergab die Bilder an B. Todd Jones und Lisa Friel. Jones ist der neue Direktor der Disziplinarabteilung der Liga. Er war vorher Vorsitzender des Büros, das für die Beaufsichtigung von Tabak, Alkohol, Schußwaffen und explosiven Stoffen zuständig ist.
Friel war Staatsanwältin und behandelte Sexualverbrechen.
Noch schweigen die beteiligten an der Untersuchung und sichten zunächst das Beweismaterial, bevor sie ihre Ergebnisse veröffentlichen.
Und sie werden sich Zeit lassen und alles genau abwägen. Noch mal darf sich Roger Goodell, darf sich die Liga, solch eine grobe Fehlleistung wie im Fall Ray Rice nicht erlauben.
Dem im Weg steht der Zeitpunkt der Verurteilung.
Hardy wurde verurteilt, bevor die NFL den neuen Strafenkatalog veröffentlichte. Das heißt, daß der Typ mit läppischen sechs Spielen Sperre davonkommen könnte, wenn auf ihn der alte Strafenkatalog angewendet wird.

Kurzberichte
Johnny Manziel spielt Golf.
Am Samstag wurde er in Shreveport gesehen, wie er mit seinem Vater eine Runde auf dem Golfplatz drehte.
Daraus darf man aber jetzt nicht schließen, daß Manziels Entzug abgeschlossen ist. Der Quarterback der Browns darf aber ab und zu eine Pause von der Reha nehmen.
Im Februar hat sich die größte Enttäuschung der letzten Draft freiwillig in eine Suchtklinik begeben.
Die Browns sind aber optimistisch, daß Manziel an den ersten Pflichttrainingseinheiten teilnehmen kann. Die beginnen am 26. Mai.

Die Saints haben Joseph Morgan einen neuen Vertrag gegeben.
Der Wide Receiver unterschrieb für ein weiteres Jahr in New Orleans.
Letztes Jahr fing er vier Pässe für 92 Yards. In der Mitte der Saison wurde er von Head Coach Payton aus nicht näher erläuterten Gründen suspendiert, im Dezember dann sogar gefeuert.
Ist die Not bei den Saints so immens groß, daß man so einen Spieler halten muß?

Die meisten Spielerwechsel sind unter Dach und Fach. Zwar sagt die Menge der verpflichteten Spieler nichts darüber aus, ob das betreffende Team auch die richtige Leute verpflichtete, aber hier ein kurzer Überblick über das Geschehen.
Die meisten neuen Spieler verpflichteten die Colts und die Patriots, mit 18.
Die Interpretation, die Colts wollen die Nr. 1 der AFC werde, die Patriots wollen die Nr. 1 bleiben, kommt einem da sofort in den Sinn.
Sehr zufrieden mit ihren Spielern, oder unzufrieden mit dem was auf dem Markt war, waren die Rams. Sie verpflichteten nur sechs neue Spieler.

Träumen wird man ja noch dürfen.
So träumt Josh Freeman davon, der neue Kurt Warner zu werden.
Warner tingelte durch die NFL Europa und die Arena Football League, bevor er von den Rams als Ersatzmann für Trent Green verpflichtet wurde.
Nachdem Green sich 1998 in der Vorbereitungsphase verletzt, legte Warner eine nie für möglich gehaltene Karriere hin, die ihn zum MVP der Liga machte, zum MVP des Super Bowls und später vielleicht sogar zum Mitglied in der Hall of Fame.
Und das möchte Josh Freeman jetzt nachmachen.
Der Quarterback wurde gerade als Ersatzmann für Dolphins Quarterback Ryan Tannehill verpflichtet. Da muß er sich zunächst aber noch gegen Matt Moore durchsetzen.
Dann müßte er ja hoffen, daß Tannehill nicht spielt. Sei es, daß er sich verletzt, sei es, daß er wegen anhaltender Erfolglosigkeit auf die Bank gesetzt wird. Wenn dann nicht Moore Tannehills Stelle einnimmt, sondern Freeman, dann könnte er seine steile Karriere starten, von der er träumt.
Aber erst dann.
Also doch eher nicht.

Samstag, 4. April 2015

Kurzberichte
graham-jimmy3Schon länger her ist der Wechsel von Tight End Jimmy Graham von den Saints zu den Seahawks.
Doch Quarterback Drew Brees sagte der Presse, daß er den Schock dieses Wechsels noch immer nicht überwunden hat.
Er meinte, daß es immer wieder wahnsinnige Spielerwechsel in dieser Zeit des Jahres gäbe, aber solch einen wahnsinnigen hätte er niemals erwartet.
Aber, so fuhr er fort, diese Entscheidung würde zeigen, welches Vertrauen die Teamführung in die jungen Spieler hätte. Sie müßten jetzt die Fußstapfen ausfüllen, die Graham hinterlassen hat.
Brees betonte, daß Graham für ihn wie ein Bruder war, und daß er ihn nicht nur auf dem Platz vermissen wird.

Die NFL hat die erste Schiedsrichterin eingestellt. Sarah Thomas wird ab sofort als Linejudge fest in eine Schiedsrichtercrew aufgenommen.
Auf dieser Position hat sie bereits einige Vorbereitungsspiele gepfiffen und war im Trainingslager der Saints letztes Frühjahr.
Sie ist eine von sieben neuen Schiedsrichtern, die 2015 in die NFL aufgenommen werden.

Cowboys Running Back DeMarco Murray hat Quarterback Tony Romo gefragt, ob er nicht eine Gehaltskürzung akzeptieren würde, um ihn in Dallas zu halten?
Der Quarterback hat dem Running Back daraufhin geantwortet: „Na klar, mach ich.“'
Doch Teambesitzer und General Manager Jerry Jones hat seinen Quarterback nie gebeten, auf einen Teil seiner $17 Millionen für 2015 zu verzichten.
Wie Tony Romo in dieser Woche der Presse verriet, wäre er bereit gewesen, auf $5 Millionen seines Gehalts für 2015 zu verzichten. Er wäre bereit gewesen, seine Gehaltszahlung umzuschichten und auf kommende Jahre zu verteilen, selbst wenn er dafür tatsächlich auf ein paar Millionen hätte verzichten müssen.
Jerry Jones wird die Worte wohl vernommen habe. Mal sehen, ob er Romo die Frage nach einem Gehaltsverzicht stellen wird, wenn z.B. Adrian Peterson zu bekommen wäre.

Die NFL wird keinen Druck auf Jameis Winston und Marcus Mariota ausüben.
Die beiden Quarterbacks könnten als Nr. eins und zwei in der nächsten Draft rekrutiert werden, wollen aber beide nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
Von anderen Spielern, die bei der Draft anwesend waren, kommt aber so etwas wie Kritik und Bedauern. Die beiden würden sich um eine lebensverändernde Erfahrung bringen, wenn sie nicht an der Draft teilnehmen. Es ginge dabei ja nicht nur um den kurzen Moment auf der Bühne, sondern um die Festivitäten, die in der Woche zuvor schon beginnen.
Aber, so der Tenor, jeder müsse selber wissen, was er macht, und worauf er verzichtet.

“Gronk nicht ängstlich!“
So könnte man beschreiben, wir Patriots Tight End Rob Gronkowski über die Spätfolgen von Kopfverletzungen denkt.
Wenn er schon vor einer Verletzung Angst hätte, dann vor einer Knieverletzung, nicht aber vor einer Gehirnerschütterung, meinte Gronkowski. Eine Böse Knieverletzung würde seine Karriere sofort gefährden, eine Gehirnerschütterung nicht.
Er hätte auch deshalb keine Angst vor dem Verlust seines Gedächtnisses in späteren Jahren, weil er sich heute schon oft an manches nicht erinnern könne. So wisse er z.B. nicht, wie er letzte Nacht in sein Hotelzimmer gekommen wäre, sagte er in einem Interview.

Reggie Wayne hat sich vorgenommen, noch eine 15. Saison in der NFL zu spielen.
Zwar haben die Colts dem Wide Receiver bereits Lebewohl gesagt, doch Wayne hofft, noch in einem anderen Team unterkommen zu können.
Wenn es nach ihm ginge, würde er gerne für die Patriots oder die Broncos spielen, doch ob die den alternden Star verpflichten wollen?

Sammy Watkins gilt als bester Wide Receiver der Bills.
Im Januar wurde er an der Hüfte operiert und befindet sich seitdem in der Reha.
Wann er wieder ins Training einsteigen kann, ist fraglich. Sicher ist, daß er einen Großteil der Vorbereitungszeit verpassen wird.

In den letzten Tagen wechselten natürlich wieder einige Spieler von Team zu Team, andere unterschrieben Vertragsverlängerungen.
Josh Freeman bekam einen Einjahresvertrag von den Miami Dolphins.
Der Quarterback kam 2009 in der ersten Runde der Draft zu den Buccaneers, doch er konnte keinen Beweis seiner NFL-Tauglichkeit erbringen. 2014 war er in keinem Kader eines NFL Teams.
In Miami muß er um den Posten des ersten Ersatzmanns für Ryan Tannehill kämpfen.

Die Cowboys waren mit Rolando McClain zufrieden. 2013 war der Linebacker raus aus der NFL, doch die Cowboys gaben ihm 2014 eine Chance. Die nutzte er.
Jetzt unterschrieb er einen neuen Einjahresvertrag in Dallas, der ihm $3 Millionen einbringen kann.

Die Buccaneers gaben Dashon Goldson an die Redskins ab.
Die Redskins überlassen Tampa Bay für den Safety ihre Wahlmöglichkeit in der sechsten Runde der Draft 2016.
Erst 2013 gaben die Bucs Goldson einen Fünfjahresvertrag über $41 Millionen.
Die Redskins werden Goldson 2015 $4 Millionen zahlen müssen.

Die Saints verlängerten den Vertrag von Jahri Evans. Der Guard unterschrieb einen Vertrag, der ihn bis zum Ende der Saison 2017 in New Orleans hält.

Die Bears feuerten ihren langjährigen Center Roberto Garza. Als Ersatz für ihn verpflichteten sie Will Montgomery für ein Jahr.
Montgomery spielte bereits für die Panthers, Jets, Redskins und die Broncos.

Die Broncos holten sich Center Gino Gradkowski von den Ravens. Baltimore wird als Kompensation eine noch näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit Denvers in der Draft 2016 erhalten.
Gradkowski startete 2013 in allen 16 Spielen für Baltimore, 2014 wurde er nur in acht Spielen eingesetzt.

Mittwoch, 1. April 2015

Kurzberichte
Draft_rgbMan stelle sich vor es heißt: „ An erster Stelle der Draft nehmen die Tampa Bay Buccaneers Jameis Winston,“ und der kommt gar nicht auf der Bühne in Chicago.
Das gab es wohl noch nie, daß der Spieler, der an erster Stelle einberufen wurde, nicht auf die Bühne kam. Winston sagte, daß er noch überlegt, ob er nach Chicago reist, glaubt aber eher, daß er Zuhause bleibt.
Und bei der nächsten Draft dürfte auch der zweite Spieler nicht im Gebäude sein, denn auch Marcus Mariota sagte, daß er nicht bei der Veranstaltung anwesend sein wird.
Jameis Winston und Marcus Mariota wollen die Draft am 30. April im Kreis ihrer Familie im Fernsehen ansehen. Winston wohnt in Alabama, Mariota in Honolulu.
Beide haben Familienmitglieder, denen sie eine weite Reise nicht zumuten wollen, mit denen sie aber gerne feiern wollen, wenn sie zu Millionären gemacht werden.

Die Packers wurden sich mit zwei Spielern einig.
Die Defensive Linemen Letroy Guion und B.J. Raji bleiben in Green Bay. Zu welchen Konditionen die beiden unterschrieben wurde nicht veröffentlicht.

Die 49ers gaben Linebacker Desmond Bishop einen neuen Vertrag.
Bishop kam erst im Dezember nach San Francisco und spielte in zwei Spielen. Er unterschrieb einen Einjahresvertrag.

Running Back Jacquizz Rodgers landete bei den Bears.
Der ehemalige Falcon unterschrieb einen Einjahresvertrag. Rodgers ist ein guter Pass-Blocker und könnte damit Matt Forte entlasten, dem das Blocken nicht so liegt.

Die Baltimore Ravens haben einen erfahrenen Ersatz- Quarterback verpflichtet, Matt Schaub.
Der 33-jährige bekam einen Einjahresvertrag über $3 Millionen.

Das war es dann von mir für ein paar Tage. Ich mache eine kleine Pause und bin frühestens Samstag wieder im Einsatz.

 

 

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