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Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der Feind aller Vernunft lauert... die Zeitumstellung
big-ben-und-nfl-logo200Fangen wir mit dem Wichtigsten an, fangen wir mit der Zeitumstellung an.
Bei uns werden von Samstag auf Sonntag die Uhren umgestellt. Die Amerikaner stellen erst nächste Woche um, weil die Süßigkeitenlobby dafür gesorgt hat, daß die lieben Kleinen es zu Halloween eine Stunde länger hell haben, um die Süßigkeitenhersteller reicher zu machen.
Dadurch fangen die Spiele, bis einschließlich der Collegespiele am 1.11., hier eine Stunde früher an.
Das heißt, daß es am Sonntag bereits um 14:30 Uhr losgeht, wenn die Lions in London gegen die Falcons spielen. Sport 1 US hat übrigens nicht vor, das Spiel zu übertragen. Natürlich kann man es über USTVNOW kostenlos bei uns sehen (wie das geht, steht hier...), und auch die Besitzer des Gamepasses sind nicht auf Sport1 US angewiesen, wenn die das Spiel tatsächlich ignorieren.
Allzuviel sollten wir uns eh nicht von dem Spiel versprechen. Die Lions haben ihre 5-2 Siege hauptsächlich der Defense zu verdanken. Die 2-5 Falcons haben weder eine Defense noch Offense, die Spiele entscheiden kann.
Bei uns findet es ja wenigstens zu einer humanen Anstoßzeit statt. Im Osten der USA sind es dann erst 9:30 Uhr, im Westen 6:30 Uhr und auf Hawaii unmenschliche 4:30 Uhr.

 

Thursday Night Football
Los geht das Footballwochenende bereits heute mit dem Kampf um den Spitzenplatz in der AFC West. Die 5-2 Chargers treten bei den 5-1 Broncos an.
Denver spielt damit zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen im landesweiten Fernsehen. Das war wohl ein Sicherheitsreifen. Hätte Peyton Manning nicht bereits am Sonntag Brett Favres Rekord gebrochen, dann hätte er heute noch mal die Chance gehabt, es vor einem nationenweiten Publikum zu versuchen.
Vor lauter Peyton Manning ist ein, doch etwas kleinerer, Rekord von Chargers Quarterback Philip Rivers völlig untergegangen. Er ist der erste NFL Quarterback, der in fünf aufeinanderfolgenden Spielen eine Passerwertung von über 120,0 Punkten erzielte. Die beiden Vorgänger von ihm, die es vier Mal in Folge schafften, sind übrigens nicht die üblichen Verdächtigen, sondern Johnny Unitas und Kurt Warner.
Die Chargers gaben bekannt, daß Cornerback Brandon Flowers wegen einer Gehirnerschütterung nicht spielen wird.
Übrigens ist es heute fast auf den Tag 75 Jahre her, daß das erste professionelle Footballspiel im US TV übertragen wurde. Am 22. Oktober 1939 spielten die Philadelphia Eagles gegen die Brooklyn Dodgers. Brooklyn gewann 23:14.

Kurzberichte
Der Prozess gegen Vikings Running Back Adrian Peterson kann bald beginnen.
Der Versuch des Staatsanwalts, den Richter auszutauschen, ist gescheitert.
Richter Kelly Case hatte den Staatsanwalt und den Anwalt von Peterson im Gerichtssaal als Medienhuren beschimpft. Der sich mittlerweile im Ruhestand befindende Richter Jeff Walker, der über das Absetzungsverfahren zu entscheiden hatte, sprach sich gegen eine Absetzung aus.
Damit wird der Prozess gegen Peterson wegen Kindesmißhandlung wohl wie geplant am 1. Dezember beginnen.

Zwar hat Robert Griffin III am Mittwoch ein paar Minuten mit der ersten Offense der Redskins trainiert, doch für das Spiel gegen Dallas wird immer noch Quarterback Colt McCoy als Starter gelistet.
Es ist aber möglich, daß RG3 als Ersatzmann und „Wild Card“ mit nach Dallas reist.
Daß es zwischen Griffin III und Kirk Cousins zu einer Quarterback- Kontroverse kommen könnte, hat Cousins durch seine schlechten Leistungen verhindert. Wenn RG3 wieder fit ist, wird er seinen Posten des Starters zurückbekommen.

Der Lazarettreport
Die Texans gaben bekannt, daß Brian Cushing am Sonntag nicht spielen wird.
Der Linebacker hat seit einigen Wochen Probleme mit seinem Knie, an dem er sich vor zwei Jahren das vordere und letztes Jahr das hintere Kreuzband riß.
In Woche 10 hat Houston spielfrei. Man hofft jetzt, daß ihm die zwei Wochen Pause guttun werden.

Für Oaklands Defensive End LaMarr Woodley könnte die Saison beendet sein. Er riß sich gegen die Cardinals einen Bizeps.
Die Chancen, daß er in dieser Saison noch mal spielen wird, sind gering.

Die besten Spieler der Woche 7

AFC
OFFENSE: QB PEYTON MANNING, DENVER BRONCOS
22 von 26 Pässen für 318 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 27. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB TELVIN SMITH, JACKSONVILLE JAGUARS
1 Sack, 1 erzwungener Fumble, 4 Tackles, 1 Interception
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: DT CHRIS JONES, NEW ENGLAND PATRIOTS
1 geblockter Field Goal Versuch, der den Sieg sicherte, 3 Tackles in der Defense
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
19 von 22 Pässen für 255 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 10. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB KEENAN ROBINSON, WASHINGTON REDSKINS
14 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR STEDMAN BAILEY, ST. LOUIS RAMS
1 Puntreturn über 90 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kurzberichte
rice-ray4Ray Rice (Bild) klagt gegen seine Entlassung durch die Baltimore Ravens.
Der Running Back hatte seine Verlobte in einem Aufzug KO geschlagen und war daraufhin von der Liga für zwei Spiele suspendiert worden.
Nachdem Videoaufnahmen aus der Kabine veröffentlicht wurden, auf denen der KO Schlag zu sehen ist, wurde seine Suspendierung auf unbestimmte Zeit erweitert und die Ravens feuerten ihn.
Gegen seine Entlassung geht Rice nun gerichtlich vor.
Gegen seine Suspendierung geht die Spielergewerkschaft vor. Die Anhörung zwischen der NFL und der NFLPA ist für den 5.-6. November angesetzt.
Im Tarifvertrag ist ganz klar geregelt, daß ein Spieler für ein Vergehen nicht zweimal bestraft werden darf. Aus diesem Grund müssten die Ravens ihm sein Gehalt von $3,52 Millionen für die Saison 2014 zahlen und die erweiterte Suspendierung müsste aufgehoben werden, argumentieren die Gewerkschaftsvertreter.

Wenn man sich die Vorstellungen der Buccaneers so ansieht, kommt man nicht auf die Idee, daß da jemand verbotene leistungssteigernde Substanzen zu sich nimmt. Baldriantee wäre der erste Gedanke, der einem da eher kommt.
Und doch... Defensive End DaQuan Bowers wurde für zwei Spiele suspendiert, weil er positiv auf verbotene Mittel getestet wurde.

Vor dem Sunday Night Spiel gegen die Bears am 9.11. sollte die Rückkehr des ehemaligen Star- Quarterbacks Brett Favre nach Green Bay gefeiert werden.
Lange hegte die Clubführung einen Groll gegen den mehrmaligen Liga MVP, Rekordjäger und Super Bowl Sieger, weil er so ein Tohuwabohu um seinen Schritt in den Ruhestand veranstaltete.
Doch ein anderer Star hat gesundheitliche Problem, nämlich Bart Starr. Der Hall of Fame Quarterback sollte bei der Zeremonie anwesend sein, hat aber Probleme mit seinem Herz. Da Favre Starr auf jeden Fall dabei haben wollte, sagte er sein Erscheinen ab.
Der Plan, Favres Trikotnummer irgendwann in der Saison 2015 feierlich zur Ruhe zu setzen, besteht aber weiterhin.

Luke Kuechly wird von der Liga nicht dafür bestraft werden, weil er einen Schiedsrichter berührte.
Im dritten Viertel hatte der Linebacker der Panthers eine etwas zu angeregte Interaktion mit einem Spieler der Packers.
Als ein Schiedsrichter ihn von hinten am Trikot zog, schlug Kuechly mit den Armen nach hinten, im Glauben, ein Gegenspieler hätte ihn gepackt. Dabei traf er den Back Judge Steve Freeman, der sofort eine gelbe Flagge warf. Kuechly wurde vom Platz gestellt.
Die Liga gab am Dienstag bekannt, daß es korrekt war, den Spieler vom Platz zu stellen, daß man ihm aber glaubt, daß er nicht wusste, wer ihn da von hinten am Trikot zog. Deshalb wird Kuechly keine Geldstrafe erhalten.

Die Panthers feuerten Charles Godfrey. Der Defensive Back spielte all seine sieben NFL Saisons für die Panthers.
Letztes Jahr verpasste er den Großteil der Saison wegen einer Achillessehnenverletzung.
Dieses Jahr stimmte er einer Gehaltskürzung zu, doch seine Leistung überzeugte Head Coach Rivera nicht mehr.

Die Jets gaben Jeremy Kerley eine Vertragsverlängerung.
Der Wide Receiver unterschrieb für weitere vier Jahre und $16 Millionen, von denen allerdings nur $5,4 Millionen garantiert sind.

Und nur der Vollständigkeithalber, die Dallas Cowboys feuerten Michael Sam. Der erste Spieler, der sich vor der Draft zu seiner Homosexualität bekannte, war dort im Trainingsteam.

Nach einer erneut armseligen Vorstellung seines Quarterbacks Jay Cutler, schnaubte Wide Receiver Brandon Marshall nach dem Spiel in der Kabine vor Wut.
Doch das Einzige was er bereut ist, daß die Tür nicht zu war, und so nach außen dringen konnte, was er lautstark von sich gab. Inhaltlich steht er auch zwei Tage später noch zu dem, was er schrie.
„Wir haben Alshon Jeffery, Martellus Bennett, Matt Forte, wir haben eine talentierte Offensive Line. Wir haben eine tolle, tolle Truppe und das ist inakzeptabel. Was haben wir vorzuweisen?
Vierzehn Punkte. Waren es 14 Punkte? Das ist inakzeptabel. Das ist inakzeptabel.“

Der Lazarettreport
Die Patriots müssen eine Zeitlang auf ihren besten Passverteidiger verzichten. Chandler Jones ist an der Hüfte verletzt und fällt etwa einen Monat aus.

Die Bills setzten Running Back CJ Spiller auf die Verletztenliste und auch Fred Jackson fällt länger aus.
Um diese Ausfälle zu kompensieren, verpflichteten sie Phillip Tanner. Der spielte bisher eher unauffällig bei den Cowboys.

Gegen die Bengals zog sich Colts Wide Receiver Reggie Wayne eine Verletzung am Ellenbogen zu.
Jetzt gehen die Meinungen arg auseinander. Manche sprechen von einer dreiwöchigen Pause, andere sagen, daß er kein Spiel verpassen wird.
Mal sehen, was wird?

Die dieses Jahr ins untere Mittelmaß abgerutschten Saints werden 2-3 Wochen auf Pierre Thomas verzichten müssen.
Der Running Back verletzte sich gegen Detroit an einer Schulter.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 7 - Monday Night Football
roethlisberger-und-tomlin
Es brauchte den totalen Zusammenbruch der Houston Texans, um die Steelers wie die Steelers aus alten Tagen aussehen zu lassen.
Nachdem Houston mit 13:0 in Führung gegangen ware, wurde es richtig laut im Ketchup Stadion. Die Fans buhten sich den Frust über ihr Team aus dem Leib. Sogar Linebacker Lawrence Timmons fand das Spiel so schlecht, daß er sein Mittagessen über den Platz verteilte.
OK, in Wirklichkeit hatte er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen, doch irgendwie war diese Szene symptomatisch für eine Leistung, die die Fans einfach nur noch zum Kotzen fanden.
Auch Offensive Tackle Marcus Gilbert mußte das Spiel mit einer Gehirnerschütterung vorzeitig verlassen.
Alles änderte sich nach dem ersten Field Goal für Pittsburgh. Das fiel 3:07 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Danach brachen bei den Texans die Dämme. Im nächsten Ballbesitz kamen sie von der eigenen 20 nur bis zur 21 und mussten punten.
Pittsburgh kam an der eigenen 37 zum ersten Versuch und Ben Roethlisberger warf einen kurzen Pass zu Le`Veon Bell, der 28 Yards gutmachte. Der nächste Pass von Big Ben landete nach 35 Yards in der Endzone der Texans... nur noch 13:10 und noch 96 Sekunden auf der Uhr.
Dann passierte etwas, das man nicht alle Tage sieht, Texans Running Back Arian Foster verlor den Ball und das an der eigenen 6. Steelers Linebacker Jason Worilds eroberte den Ball an der drei und einen Touchdownpass von Roethlisberger auf Brown später stand es 13:17 und es waren noch 70 Sekunden auf der Uhr.
Im zweiten Versuch für die Texans von der eigenen 20 warf Quarterback Fitzpatrick einen Pass, der geblockt wurde, einem Steelers Verteidiger an den Helm prallte und von dort in die Hände von Defensive End Brett Keisel flog. Der trug den Ball bis an die 8 der Texans und zwei Spielzüge später hatten die Steelers bereits eine 24:13 Führung und es waren immer noch 14 Sekunden auf der Uhr.
Doch Houston konnte sich danach in die Pause retten.
Im dritten Viertel gab es keine Punkte, doch das letzte Viertel wurde wieder etwas munterer.
Nachdem Pittsburgh es zu einer 30:16 Führung gebracht hatte, erlebte man ein so schlechtes Zeitmanagement, wie am Tag zuvor von den Saints. Anstatt mit dem Ball in den verbleibenden drei Minuten bedingungslos zu laufen, passten die Steelers, retten den Texans damit wertvolle Sekunden und sahen sich nach dem 30:23 Anschluß noch einem entscheidenden Onsidekick gegenüber.
Der Ball flog die geforderte Distanz, wurde von einem Steeler berührt und flatterte umher. Am Ende konnte Tight End Michael Palmer ihn unter Kontrolle bringen und Pittsburgh den Sieg sichern.
Alles in Allem war es ein glücklicher Sieg, der ohne den Zusammenbruch der Texans so nicht möglich gewesen wäre.
Ein schlechtes Team schlug ein noch schlechteres Team.
Aber... ein Sieg ist ein Sieg.
Und der ist in der schwachen AFC North wichtig, wo nur die Ravens mit 5-2 Siegen halbwegs den Anforderungen entsprechen. Und denen bleibt Pittsburgh mit nun 4-3 Siegen auf den Fersen.
Houston ist mit 3-4 Siegen nicht weit von Indis 5-2 entfernt in der AFC South.

Kurzberichte
Quarterback-Wechsel bei den Redskins.
Head Coach Jay Gruden gab bekannt, daß er von Kirk Cousins genug hat.
Schon gegen die Titans wechselte er Colt McCoy ein. Und der soll auch gegen Dallas am Montag starten. Daß Robert Griffin III bis dahin wieder einsatzbereit sein könnte, schließt Gruden aus.
Nachdem McCoy gegen Tennessee auf den Platz kam, vervollständigte er 11 seiner 12 Pässe für 128 Yards und 1 Touchdown.

Da hat der Mann gerade kräftig mitgeholfen, den amtierende Super Bowl Champion zu besiegen, und dann erkennt ihn ein Wachmann nicht.
Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma der Rams ließ Quarterback Austin Davis am Montag nicht ins Stadion, weil Davis sich nicht ausgewiesen hatte, und der Sicherheitsmann ihn nicht erkannte.
So ist das Leben wohl, wenn man für eine graue Maus spielt.

Voll im Zeitplan wäre das neue Stadion der Vikings, wie es heißt.
Neun Monate, nachdem der alte Metrodome zerstört wurde, ist das neue Stadion zu einem Viertel fertiggestellt. Ob der Milliardenbau auch finanziell im Rahmen ist, wurde nicht gesagt. Nur daß täglich eine Million Dollar verbaut würden, gab man bekannt.
650 Arbeiter sind auf der Baustelle beschäftigt und 200 Firmen aus Minnesota sind am Bau beteiligt.
Im August 2016 soll das erste Vorbereitungsspiel der Vikings im neuen Prunkbau stattfinden.

Daß Bears Wide Receiver Brandon Marshall nach der Niederlage über seine Kollegen meckerte und besonders Quarterback Jay Cutler in der Kabine niedermachte, ist Zeugen zufolge tatsächlich passiert.
Doch Head Coach Trestman wollte davon am Montag nichts wissen. Er sagte, auf Fragen nach dem Vorfall, daß es keinen Riß in der Mannschaft gäbe. Das Team hätte ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl. Wenn so etwas passiert wäre, dann vielleicht in der Hitze, die nach so einer Schlacht herrschen könnte.
Seine Spieler dürften ihre Emotionen zeigen, meinte Trestman. Und wenn Marshall mit der „inakzeptablen“ Offense nicht zufrieden gewesen wäre, dann hätte er sich getrost Luft machen dürfen.
Nur offiziell, wusste Trestman halt nichts davon.

Ein sehr dünnes Nervenkostüm zeigte Sean Payton nach der - unnötigen - Niederlage gegen die Lions.
Die Saints hatten es geschafft, eine 13 Punkte Führung in den letzten vier Minuten noch zu verspielen. Anstatt zu laufen, ließ der Head Coach seinen Quarterback passen, und schenkte dadurch den Lions sehr viel Zeit, die Detroit zu nutzen wusste.
Auf die Frage eines Reporters, warum er den Sieg auf diese Weise verschenkt hätte, fragte Payton zurück: „Noch jemand eine Frage... eine intelligente Frage?“
Am Ende schob der Head Coach die - unnötige - Niederlage seines Teams auf die schlechten Schiedsrichter.
OK, das passt in dieser Saison ja besser, als jemals zuvor.

Nach dem Sieg der Jaguars gegen die wohl doch nicht wirklich guten Browns, gibt es nur noch ein Team in der NFL ohne Sieg.
Die Oakland Raiders haben somit die besten Aussichten, das Rennen um die erste Wahl in der Draft zu gewinnen.
Zwar sind die Jets und die Buccaneers, die auch jeweils schon ein Spiel gewonnen haben, harte Konkurrenten, aber wenn die Faders so weiterspielen, gewinnen sie locker.

Der Lazarettreport
Am Sonntag um 14:30 Uhr treten die Lions in London gegen die Falcons an.
Wie es heißt, macht Wide Receiver Calvin Johnson die Reise mit. In den beiden letzten Spielen, beides Siege für Detroit, fehlte Megatron wegen eines angeschlagenen Knöchels. Daß er wirklich spielt, steht auch noch nicht fest.

Die Falcons setzten Peter Konz auf die Verletztenliste. Der Offensive Lineman hat eine nicht näher bezeichnete Knieverletzung.

Die Redskins setzten Brian Orakpo auf die Verletztenliste. Der Linebacker hat einen gerissenen Brustmuskel.
RG3 soll jüngsten Gerüchten zufolge ab Mittwoch voll ins Training einsteigen.

Montag, 20. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 7 - 18 und 88, zwei geschichtsträchtige Zahlen
manning-td-509
Rekorde, und Sensationen liefern die Schlagworte für diesen Spieltag.
Fangen wir mit der Zahl 509 an. Der alte Rekord für Touchdownpässe in der NFL stand bei 508 und wurde gehalten von Brett Favre, Ex-Packers, Ex-Jets, Ex-Vikings Quarterback.
Vor dem gestrigen Spiel gegen die 49ers hatte Broncos Quarterback Peyton Manning (Bild) sich bis auf zwei Touchdowns diesem Rekord genähert. Die Footballfans weltweit fieberten nun, ob er gegen die 49ers die nötigen drei Touchdownpässe werfen könnte, die er noch brauchte, um alleiniger Rekordhalter zu werden?
Er konnte, und zwar bereits vor der Halbzeit. Die verletzungsgeplagten Gäste aus San Francisco hatten den Broncos nicht wirklich viel entgegenzusetzen, so daß sie sich fühlten, als wären sie unter eine Stampede geraten.
Pass Nr. 507 ging an Emanuel Sanders. Die Nr. 508, mit der der Rekord eingestellt wurde, fing Wes Welker. Und die Nr. 509 der Nr. 18 ging an die Nr. 88 Demaryius Thomas. Mit diesem Rekordwurf gingen die Broncos bereits mit 28:10 in Führung.
18+88Und Manning ist ja noch nicht fertig. Sogleich folgte Touchdownpass Nr. 510 hinterher, und die Saison ist noch lang.
So bald wird ihn niemand vom Thron stürzen können. Die nächsten Verfolger, Tom Brady, Drew Brees und Aaron Rodgers, dümpeln alle so in den 270ern und sind schon viel zu alt, um noch lang genug spielen zu können, um Manning einzuholen.
Und so rechneten Al Michaels und Chris Collinsworth mal nach, und kamen zu den Ergebnis, daß Andrew Luck in 30 Jahren etwa, den Rekord knacken könnte.
Spaß beiseite, es wird schon eine lange Zeitlang dauern, bis dieser Rekord, der ja jetzt von Woche zu Woche ausgebaut wird, mal geknackt wird.
Als die 49ers in der zweiten Halbzeit keinen Spieler in der O-Line mehr auf seiner angestammten Position spielen lassen konnten, weil ihnen die Leute wie in dem beliebten Kinderlied „Zehn kleine Negerlein“ nach und nach ausfielen, setzten sie auch Quarterback Colin Kaepernick auf die Bank.
Mit einem souveränen 42:17 Sieg setzten sich die Broncos wieder alleine an die Spitze der AFC West, mit 5-1 Siegen.
San Diego verlor Zuhause gegen die Chiefs und steht jetzt bei 5-2 Siegen. Kansas City bemüht sich mit 3-3 Anschluß zu halten.

Und noch `nen Rekord gab es in Dallas.
Hier wurde DeMarco Murray der erste Running Back in der Geschichte der NFL, der in den ersten sieben Saisonspielen jeweils über 100 Laufyards erzielte.
Er tat dies nicht, ohne den Fans eine Schrecksekunde zu geben, als er bei einem Lauf unbedrängt mit dem rechten Knöchel umknickte. Bei seiner Verletzungsgeschichte ist es ein Wunder, daß er weiterspielen konnte.
Und Dallas brauchte ihn, um die Giants im Zaum zu halten. Am Ende hatte er 128 Laufyards erzielt und 1 Touchdown.
Nach dem Spiel bedankte er sich bei der O-Line dafür, daß sie ihm den Weg freimachen.
Obwohl die Cowboys in der ersten Halbzeit optisch dominierten, ging es mit einem 14:14 in die Halbzeit.
Um zum 31:21 Endstand zu kommen, mussten die Cowboys hart arbeiten, in der Offense, wie in der Defense. Doch dieses Mal war ein Interception von Tony Romo A) nicht spielentscheidend und B) nicht sein Fehler. Bei einem Pass auf die rechte Seite fiel Wide Receiver Dez Bryant auf die Nase und der Verteidiger konnte den Ball in aller Seelenruhe aus der Luft fischen. Es war in Romos siebten Spiel erst der sechste Fehlpass, und drei davon warf er im ersten Viertel des ersten Spiels gegen die 49ers.
Die Eagles hatten Spielfrei, und so übernahm Dallas die alleinige Tabellenführung mit 6-1 Siegen.

Und die Sensation gab es in St. Louis. Hier gingen die Rams, die bisher erst ein Spiel gewonnen hatten, gegen den amtierenden Weltmeister mit einem 28:26 Sieg vom Platz.
Ja, lest es ruhig noch mal, es ist so.
Die Rams brauchten zwei irrsinnige Trickspielzüge, um die Seahawks zu schlagen. Nr. 1, bei einem Punt der Seahawks rannten alle Special Teams Spieler der Rams auf ihre linke Seite. Ein Spieler winkte mit dem Arm, um einen Fair Catch zu signalisieren. Die Spieler der Seahawks hatten den Ball im Rücken, und reagierten auf das, was sie vor sich sahen.
Der Ball flog aber auf die rechte Seite der Rams, wo Stedman Bailey ihn aufnahm und über 90 Yards zum Touchdown zurücktrug. Selbst der Kameramann fiel auf den Trick herein und reagierte erst auf Bailey, als der schon ordentlich Boden gutgemacht hatte.
Damit gingen die Rams bereits 21:3 in Führung.
Doch Seattle kämpfte sich heran. Zwar hatte die Rams Verteidigung Running Back Lynch im Griff und erlaubte ihm nur 53 Yards, doch Quarterback Wilson erzielte mit sieben Läufen 106 Yards.
Wieder sah es so aus, als würde St. Louis nach der ersten Halbzeit schlappmachen. Zum Beginn des letzten Viertels war der Vorsprung auf 21:19 geschrumpft.
Doch wenn man mit 1-4 Siegen dasteht, und keine echte Perspektive hat, kann man doch auch mal was ganz wahnsinniges wagen.
Es waren noch 2:55 Minuten zu spielen, und es stand mittlerweile 28:26 für St. Louis. Die Rams standen an der eigenen 18 und hatten einen vierten Versuch und drei vor sich.
Also hieß es, den Ball wegschlagen und hoffen, daß die Defense es richtet. Niemand rechnet mit einem Trickspielzug, wenn ein Team an der eigenen 18 steht. Und das nutzten die Rams aus. Punter Johnny Hekker warf den Ball zu Running Back Benny Cunningham, der 18 Yards gutmachte.
Eine mutige Entscheidung von Head Coach Jeff Fisher, die belohnt wurde. Die Rams besiegten den amtierende Super Bowl Champion.

Und es gab weitere hochkarätige Spiele, auf die es sich lohnen würde, im Einzelnen einzugehen, wenn man dazu die Lust und die Zeit hätte.
Deshalb in Kürze:
Die Dolphins gewannen in Chicago. Und das so überzeugend, daß Bears Wide Receiver Brandon Marshall nach dem Spiel seine Teamkollegen zusammenfaltete.
Bei den Bears erschien mal wieder der schlechte Jay Cutler zum Spiel, während Ryan Tannehill bei den Dolphins den Weckruf seines Head Coaches von vor dem Spiel in London gehört, verstanden und beherzigt hat.
Damals wollte der Head Coach bis kurz vor dem Spiel gegen die Raiders sich nicht festlegen, ob Tannehill startet oder nicht. Er startete, und er startete auch gestern. Er vervollständigte 25 seiner 32 Pässe für 277 Yards und 2 Touchdown.
Die Bilanz von Cutler lautete 21 von 34 für 190 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Und das Endergebnis lautete 27:14 für Miami.

Die Saints kommen in dieser Saison nicht in die Gänge. Gestern mussten sie zur zur Zeit besten Defense der Liga, zu den Lions.
In einem spannenden, aber nicht hochklassigen Spiel gewann Detroit letztlich verdient mit 24:23.

Die Packers ließen die Panthers wie Mädchen aussehen. Green Bay gewann locker mit 38:17.

Die Bengals bleiben eine Mogelpackung. Keiner weiß, wie sie es immer wieder in die Playoffs schaffen, aber mit der Leistung von gestern ist das dieses Jahr unmöglich.
Indianapolis fertigte das Kätzchen kurz und knapp mit 27:0 ab.

Der Lazarettreport
Die Bills gewannen das Spiel gegen die Vikings, verloren aber CJ Spiller. Der Running Back brach sich ein Schlüsselbein und soll am heutigen Montag operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.
Vorher fiel schon Running Back Fred Jackson mit einer Leistenverletzung aus. Er wird einige Wochen fehlen.

Die Falcons verloren das Spiel in Baltimore und Center Peter Konz. Er verletzte sich am Knie. Heute sollen weitere Untersuchungen gemacht werden.

Colts Running Back Trent Richardson zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Ob er länger ausfällt, steht noch nicht fest.

Redskins Linebacker Brian Orakpo verletzte sich beim Sieg gegen die Titans an der Brust. Heute sollen weitere Untersuchungen gemacht werden.

Bei den Saints fiel Running Back Pierre Thomas in der ersten Halbzeit aus. Was genau ihm fehlt, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Die Bears verloren Rookie Cornerback Kyle Fuller, der sich eine Hand brach.

Giants Defensive Tackle Cullen Jenkins verletzte sich an einer Wade und wurde nach dem Spiel an Krücken gesichtet.

Bei den 49ers verletzte sich Cornerback Chris Cook am Oberschenkel, und Center Daniel Kilgore hat sich entweder einen Knöchel oder ein Bein gebrochen. Ganz genau wusste es Head Coach Harbaugh nach dem Spiel noch nicht.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Schiedsrichterschelte
flaggeauffeld„Keine Angst, wenn die Saison beginnt, werden unsere Schiedsrichter weniger Flaggen werfen als jetzt“, hieß es während der Testspielphase, als die Flaggenwut der Herren in dicken Streifen inflationäre Züge annahm.
Jetzt sind sechs Wochen gespielt, Zeit sich mal anzusehen, ob diese Aussage ein Versprechen oder ein Versprecher war.
Holding Strafen gegen die Defense gingen gegenüber der Vorsaison in dieser Zeit um 120% nach oben. Illegale Benutzung der Hände plus 163%. Illegale Berührung plus 285%. Und auch die Passbehinderung der Angriffsspieler ging um 51% in die Höhe.
Klares Fazit, die Aussage war ein Versprecher.
Und selbst wenn alle diese Strafen berechtigt gewesen wären, wäre es schlimm. Aber diese Versager mit den Pfeifen haben ja oft keine Ahnung, von dem, was sie tun. Ich erinnere nur an das Spiel Green Bay at Chicago. Nach fünf Minuten griff Bears Tackle Jordan Mills Packers Linebacker Julius Peppers in die Gesichtsmaske. Das war natürlich eine Strafe... gegen Peppers.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen. Und die Fehlentscheidungen gehen ja weiter und weiter. Es gibt Phantom-Passbehinderungen, Phantom Horse Collar Strafen, und es gibt dennoch genügend Fouls, die nicht geahndet werden.
Und es ist ja nicht so, daß diese Schiedsrichter Geld und Freizeit opfern, um ein Spiel zu leiten, nein, diese Herren kassieren pro Saison sechsstellige Summen für ihre Tätigkeit.
Die neuen Regeln haben den Football, wie er war, als ich ihn kennenlernte, eh schon langweiliger gemacht. Jetzt kommen auch noch die vielen, allzuvielen, Flaggen dazu, da fängt es langsam an grausam zu werden.
Mittlerweile hat man schon Grund zu jubeln, wenn bei einem Spielzug mal keine Flagge geworfen wurde.
Und doch... so will es die Liga. Bei einem Treffen des Regelkomitees entschied man sich dazu, die Schiedsrichter anzuhalten, die Regeln strenger zu befolgen, und seltener mal ein Auge zuzudrücken.
Das machen die Schiedsrichter und kassieren die Schelte dafür.
Aber... auf irgendeinen muß man ja schimpfen!

Vom Seahawk zum Jet
Warum haben die Seahawks ihre Allzweckwaffe Percy Harvin zu den Jets geschickt?
Natürlich war, und ist, der Wide Receiver verletzungsanfällig, aber das wussten die Seahawks schon, als sie ihn von den Vikings abwarben.
Auch sein aggressives Verhalten war den Seahawks bekannt. Und doch soll das jetzt für ihre Entscheidung, ihn abzugeben, ausschlaggebend gewesen sein. Harvin soll des Öfteren mit Teamkollegen körperlich aneinandergeraten sein. Im August soll Doug Baldwin mit einem aufgeplatzten Kinn aus solch einer Auseinandersetzung gekommen sein.
Harvin galt als Zeitbombe.
Aus diesem Grund ließen schon die Vikings ihn ziehen. Seattles Head Coach Pete Carroll hatte darauf gebaut, Harvins Emotionen in den Griff zu bekommen, was aber wohl nicht gelang.
Jetzt kann Rex Ryan versuchen, Harvin zu entschärfen:
Viel Glück, Kommissar Rex.

Der Lazarettreport
Am Samstag wurden noch einige Spieler auf die Verletztenliste gesetzt.
So muß Seattle für den Rest der Saison auf Defensive End Cassius Marsh verzichten. Er brach sich am Mittwoch beim Training einen Fuß. Es war eine Verletzung ohne Fremdeinwirkung.

Die Titans setzten Tight End Craig Stevens auf die Liste. Er wurde am Mittwoch an einem gerissenen Quadrizeps operiert.
Die Verletzung hatte er sich bereits am 5. Oktober im Spiel gegen Cleveland zugezogen.
Gegen die Redskins werden heute auch Tight End Taylor Thompson, Running Back Shonn Greene und Cornerback Coty Sensabaugh fehlen.

Die Ravens dürfen Will Hill wieder einsetzen.
Der ehemalige Safety der Giants hat seine dritte Suspendierung in seinen drei Jahren in der Liga hinter sich gebracht.
Baltimore nahm ihn für das Spiel gegen die Falcons in den Kader der 53 aktiven Spieler auf.
Um Platz für ihn zu schaffen, setzten die Ravens Defensive Lineman Christo Bilukidi auf die Verletztenliste.

Am Freitag sah es noch so aus, als könnten die Panthers Running Back DeAngelo Williams gegen Green Bay einsetzen. Doch am Samstag meldeten sie, daß seine Knöchelverletzung doch noch nicht ganz abgeheilt ist.
Auch Running Back Fozzy Whittaker kann nicht eingesetzt werden, so daß das Laufspiel ganz auf dem angeschlagenen Knie von Jonathan Stewart liegt.

Samstag, 18. Oktober 2014

Percy Harvin
Harvin-Percy5Freitag, 18.10.14, 17:37 Uhr MEZ, aus der NFL Zentrale kam folgende Nachricht:
Seattles Masterplan für Percy Harvin (Bild) zahlte sich in der hässlichen Niederlage gegen die Cowboys nicht aus. Sechs mal bekam er den Ball für Minus 1 Yard, während die Verteidiger der Cowboys jedes mal im Schwarm über ihn herfielen.
Daraufhin entschied Head Coach Pete Carroll: „Er ist zu schnell, um ihn nicht in der Tiefe zu nutzen.“
Für das Spiel gegen die Rams, so fuhr Carroll fort, wolle man ihn deshalb wieder mehr als Wide Receiver nutzen, der den Pass über 20 Yards fängt, denn als Receiver, der einen Pass hinter der Line of Scrimmage fängt und dann die entscheidenden Yards machen muß.
So weit die Kurzfassung dieser Meldung. Um 23:42 Uhr kam die Meldung, daß Percy Harvin tatsächlich tief geht, sehr tief, einmal quer über den Kontinent, zu den Jets.
Seattle gab die Allzweckwaffe an die Jets ab und wird dafür eine noch zu bestimmende Wahlmöglichkeit in einer mittleren Runde der nächsten Draft bekommen.
New York muss Harvins restlichen Vertrag übernehmen, der dem Running Back/ Wide Receiver/ Kick Returner für dieses Jahr garantierte $11 Millionen einbringt. Zwar läuft der Vertrag noch vier Jahre und ist über diesen Zeitraum $41,5 Millionen wert, aber kein Cent dieser Summe ist nach der Saison 2014 garantiert.
Das war schon eine große Überraschung, als die Meldung kam. In dieser Saison blieb Harvin erstaunlicherweise bisher von Verletzungen verschont. Die Seahawks haben sogar das Playbook auf seine einzigartigen Fähigkeiten zugeschnitten. Unn nu isser weg... einfach so.
Die Ausbeute, die er dem Team lieferte war dann doch nicht das, was man sich von ihm erhofft hatte. 11 seiner 22 Pässe fing er hinter der Line of Scrimmage. Die daraus resultierenden sechs Yards pro Pass markieren den niedrigsten Wert unter allen Receivern, die minimum fünf Pässe gefangen haben.
Unter dem Strich war Harvin sogar ein Vollflop für Seattle. Sie gaben ihm eine Menge Geld und den Vikings drei ihrer Wahlmöglichkeiten in der Draft 2013 und das alles für acht Spiele, die der Dauerverletzte für sie eingesetzt werden konnte.
Für die Jets könnte sich der Handel auszahlen. Wenn Harvin wirklich mal ohne Verletzung eine Saison durchspielen kann, ist er für Geno Smith eine gute Anspielstation. Und sie haben noch $20 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze, das ist also überhaupt kein Thema.

Ich liebe Verschwörungstheorien.
Dieses Mal bringen die Jets eine neue auf.
Die NFL verschaukelt das Team. Die Schiedsrichter sind angewiesen, die Jets vom Siegen abzuhalten. Als neuesten Beweis dafür bringen sie das geblockte Field Goal gegen die Patriots auf den Tisch.
Patriots Linebacker Don`t A Hightower stellte sich direkt gegenüber des Longsnappers auf. Das ist verboten und gibt eine fünf Yards Strafe. Doch der Schiedsrichter hinter Hightower wartete nicht, bis der Spielzug begann, um dann eine Flagge zu werfen, sondern er signalisierte Hightower, er möge doch einen Schritt zur Seite gehen.
Böser Schiedsrichter!
Oder doch nicht?
Die Regel für diese Situation ist eine vorbeugende Regel. Die Schiedsrichter sollen nicht warten, bis der Spielzug beginnt, um dann eine Flagge werfen zu können, sondern sie sollen Verletzungen vermeiden und deshalb weisen sie die Spieler darauf hin, daß sie sich in einer nicht erlaubten Position befinden, erklärte Ligasprecher Greg Aiello dazu.
Und tatsächlich sieht man immer wieder bei Field Goal Versuchen, wie der Umpire hinter einem Spieler, der dem Center gegenüber steht, auf den Hinter tatscht, um ihn auf seinen Fehler hinzuweisen. Sieht lustig aus, ist aber genau so vorgesehen.
Und deshalb ist auch diese Verschwörungstheorie keine Verschwörungstheorie.
Schade!

Kurzberichte
Am 9. Dezember muß Vikings Defensive Tackle Tom Johnson vor Gericht erscheinen.
Er wurde am 5. Oktober verhaftet, als er sich weigerte, ein Steak und Suschi Restaurant zu verlassen. Warum er das Restaurant verlassen sollte, wurde nicht bekanntgegeben.
Selbst der Einsatz von Pfefferspray nutzte nichts.
Als die herbeigerufene Polizei ihn endlich nach draußen verfrachtet hatte, musste sie Elektroschocker einsetzen, um Johnson zur Ruhe zu bringen.

Steelers Head Coach Mike Tomlin scheint einen Schuldigen ausgemacht zu haben. Er setzte Cortez Allen, einen Starter auf der Position des Cornerbacks, auf die Bank.
An seiner Stelle soll Brice McCain starten.
Eine Überraschung ist das nicht. Nachdem Allen einen dicken Vertrag über fünf Jahre und $26 Millionen in der Tasche hatte, verlor er die Lust daran, sich anzustrengen. Die gegnerischen Quarterbacks passen erbarmungslos in seine Richtung, und gegen Cleveland war er der Hauptverantwortliche für einige von Brian Hoyers Big Plays.

Der Lazarettreport
Mal sehen, was für eine Mannschaft die Seahawks noch zusammenbekommen. Als nicht Einsatzfähig für Sonntag gelten: Tight End Zach Miller (Knöchel), Linebacker Bobby Wagner (Zeh), Center Max Unger (Fuß) und Cornerback Byron Maxwell (Wade).

Panthers Wide Receiver Kelvin Benjamin hat seine Gehirnerschütterung auskuriert. Am Freitag durfte er wieder mit dem Team trainieren.
Ob er aber am Sonntag wird spielen können, steht noch nicht fest.
Spielen wird Running Back Jonathan Stewart, der sich als geheilt zurückmeldete.

Beim Gegner aus Green Bay werden Cornerback Sam Shields (Knie) und Defensive End Dantone Jones (Knöchel) nicht spielen können.

Im wichtigen Spiel gegen den Divisionsrivalen aus San Diego müssen die Chiefs auf Safety Eric Berry (Knöchel) und Cornerback Chris Owens (Gehirnerschütterung) verzichten.
Running Back Cyrus Gray wurde beim Training gesehen, mit einem Gips um seine linke Hand. Das ist für einen Running Back doch etwas hinderlich.

Beim Gegner aus San Diego wird Running Back Donald Brown wegen einer Gehirnerschütterung fehlen.

Die Bears müssen gegen die Dolphins auf Safety Chris Conte (Schulter) und Linebacker Lance Briggs (Rippen) verzichten.

Mike Zimmer konnte am Freitag nicht das Training seiner Vikings leiten. Der Head Coach hätte einen „kleinen Eingriff“ gehabt und könne am Sonntag wieder beim Team sein, heißt es.

Freitag, 17. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 7 - Thursday Night Football
brady200Uff, was für ein Spiel. Niemand, also fast niemand, hätte vor dem Spiel gedacht, daß dieses Spiel das bisher beste der diesjährigen Thursday Night Football Serie werden würde.
Zu klar lagen die Vorteile auf Seiten der Patriots. Doch was dann passierte, ist der Grund, warum diese Spiele trotzdem gespielt werden.
Die Defense der Patriots war kaum in der Lage die eigentlich gar nicht mal so gute Offense der Jets zu stoppen. Erst kurz vor der Endzone versagten die Jets und kamen in der ersten Hälfte nur zu vier Field Goals.
Im ersten Viertel hatten sie den Ball über 12 Minuten und die Patriots nur knappe zwei. Dennoch führte New England mit 7:6.
In der zweiten Halbzeit kamen dann auch die Jets endlich verdientermaßen in die Endzone der Pats und gingen ihrerseits mit 19:17 in Führung.
Die Defense der Patriots bekam aber langsam die Überhand, während New Englands Offense zeitweise stotterte.
Knapp acht Minuten vor Spielende gingen die Patriots durch einen sehenswerten Touchdown-Fang von Danny Amendola mit 27:19 in Führung, doch die Jets hielten weiter mit.
Quarterback Geno Smith zeigte die Leistung, die man von ihm eigentlich konstant erhofft hatte, als man ihn einberief. Gute Läufe, präzise Pässe... alles da. Und so führte er die Seinen zum 27:25 Anschluss. Es waren noch 2:31 Minuten auf der Uhr, als die Jets die Zweipunkte-Conversion zum Ausgleich versuchten. Doch hier überwarf Smith seinen Receiver in der Endzone.
Ein furchtbar schlechtes Zeitmanagement der Patriots gab den Jets noch eine weitere Angriffsserie. Die startete 66 Sekunden vor Spielende ohne Auszeiten an der eigenen 12. Die Prevent-Defense New Englands beugte nicht sehr viel vor, sondern ließ zu viel zu. So schafften es die Jets sich fünf Sekunden vor Spielende noch mal in Field Goal Reichweite zu kämpfen. Ein 58 Yards Versuch, aber Nick Folk hatte schon bei seinen vorherigen Versuchen gezeigt, daß er den Ball an diesem Abend sehr weit schießen konnte. Doch Defensive Tackle Chris Jones konnte Folks Schuß blocken und den Patriots damit den 27:25 Sieg sichern.
Wie gesagt, spielte Geno Smith so, wie die Jets und ihre Fans es von ihm erhofft und erwartet hatten. Er vervollständigte 20 seiner 34 Pässe für 226 Yards und 1 Touchdown. Lediglich die Abschlußschwäche innerhalb der Red Zone verhinderte einen Sieg seines Teams.
Tom Brady (Bild) ist wieder der Tom Brady, den man kennt. Er vervollständigte 20 seiner 37 Pässe für 261 Yards und 3 Touchdowns.
Und für uns Zuschauer war es endlich mal ein Thursday Night Football Spiel, das wirklich sehenswert war.

Kurzberichte
Eine Anklage gegen Jerry Jones, wegen sexueller Belästigung wurde, wie erwartet, eingestellt.
Jana Weckerly, eine 27-jährige Stripperin aus Ardmore, Oklahoma, hatte versucht, mit einer Anzeige gegen den Besitzer der Dallas Cowboys um eine Million Dollar reicher zu werden.
Nach einer außergerichtlichen Verhandlung zwischen den Anwälten von Jones und Weckerly, wurde beschlossen keinen Prozess zu führen.
Weckerlys Anwalt betonte, daß von Jerry Jones kein Geld an seine Klientin gezahlt wurde. Jones Anwälte sagten, daß man die Klägerin hätte überzeugen können, die falsche Anschuldigung zurückzuziehen.

Der Sonntag kommt, und es wird ein Rekord-Sonntag werden. Wenn Denver Quarterback Peyton Manning zwei Touchdownpässe wirft, stellt er den Touchdown-Rekord von Brett Favre mit 508 Touchdownpässen ein. Gelingen ihm gegen die 49ers gar drei Touchdowns, wird er alleiniger Rekordhalter.
Drei Touchdownpässe gegen die 49ers holt man aber nicht mal eben so.
Von den Broncos hört man denn auch, daß der Rekord nicht im Vordergrund des Spiels steht. Wichtig wäre nur ein Sieg gegen San Francisco. Wenn dabei der Rekord gebrochen wird, nimmt man das gerne mit.
NBC hat schon tonnenweise Archivmaterial von Mannings Touchdownpässen zusammengestellt. Die werden immer wieder mal eingespielt werden.
Natürlich hoffen Al Michaels und Chris Collinsworth, daß der Rekord während ihrer Sunday Night Football Übertragung fällt.
Und wir Zuschauer hoffen das natürlich auch. Und, für die 49ers Fans, nur weil Manning vielleicht den Rekord bricht, muß das ja nicht heißen, daß Denver das Spiel gewinnt!
Wir unparteiischen Zuschauer wünschen uns nur ein tolles Spiel... bei dem ein Rekord aufgestellt wird.

Jimmy Graham erschien am Mittwoch zum Training der Saints. Der Tight End ist an der Schulter verletzt und nähert sich dem Ende der prognostizierten 2-3 Wochen Heilungszeit.
Voll hat er nicht am Training teilgenommen. Doch Head Coach Sean Payton ist optimistisch, daß Graham gegen die starke Passverteidigung der Lions antreten kann. Darüber will er nach dem Training am Freitag entscheiden.

Momentan ist es aus unerklärlichen Gründen schwer, die Offense der Cowboys zu stoppen. Wer auch immer der Mann ist, der Quarterback Tony Romo spielt, er spielt seine Rolle besser als das Original. Wide Receiver Dez Bryant ist sowieso kaum zu stoppen, und da wird es brenzlig für die Giants.
Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie war am Mittwoch nicht auf dem Trainingsplatz zu entdecken. Er bot bisher eh nicht das, was New York sich von ihm erwartet hatte, und jetzt ist er auch noch verletzt. Kniesehne und Knöchel sind angeschlagen.
Er selber gab zu, daß er bisher nur 60% der Leistung gebracht hat, die man sonst von ihm gewohnt ist. 60% Leistung für 100% seines jährlichen $7 Millionengehalts. Eine schlechter Handel für die Giants.
Ob er überhaupt gegen Dallas antreten kann, steht noch in den Sternen.

Bei den Panthers nahm Jonathan Stewart voll am Training teil. Der Running Back überdehnte sich in Woche drei ein Knie, ist aber gegen die Packers wieder voll einsatzbereit.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kurzberichte
Griffin III-Robert3Robert Griffin III (Bild) hat am Mittwoch am Training der Redskins teilgenommen. Er hat zumindest ein paar Pässe geworfen.
So ganz darf er nach dem Willen der Ärzte noch nicht trainieren, aber er steht kurz davor, seinen Posten als Starter wieder einzunehmen.
Noch trug er einen Schuh, der seinen verletzten Knöchel stützt, und er wirkte, als wäre er völlig eingerostet. Deshalb rechnet Redskins Head Coach Jay Gruden auch nicht damit, daß RG3 in den nächsten zwei oder drei Wochen wieder wird spielen können.
Ob er bereits am 2. November gegen die Vikings schon wieder spielen kann, glaubt Gruden nicht. Eher am 16. 11. nach der Freiwoche gegen Tampa Bay.

Nachdem in Dallas einige Fälle von Ebola aufgetreten sind, machen sich die Cowboys und die Giants Sorgen um ihre Leute.
Letzte Woche verstarb ein Patient im Krankenhaus der Presberitaner an dem Virus.
Die Gesundheitsbeauftragten der Liga haben den beiden Teams geraten, nicht in Panik zu geraten. Der Ebola Virus würde sich nur bei direktem Kontakt mit einem Infizierten verbreiten.
Die Medien hätten die ganze Sache zu sehr aufgebauscht. Momentan wäre die Gefahr in Dallas an einem Hundebiss zu sterben größer, als die, sich mit Ebola anzustecken.
Kein Mitarbeiter der Dallas Cowboys habe Kontakt zu einer infizierten Person gehabt, deshalb wären momentan keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen im Umgang der Teammitarbeiter untereinander nötig.
Die Giants haben ihren Arzt nach Dallas geschickt, um im Vorfeld abzuklären, ob eine Anreise ohne Risiko möglich ist?
Bisher, so hört man aus ihrem Umfeld, spräche nichts dagegen.

Haben die Gehirnerschütterung wirklich zugenommen?
Nicht, wenn es nach Marvin Lewis geht. Der Head Coach der Bengals glaubt nicht, daß die Zahl dieser Verletzungen zugenommen hat. Auch glaubt er nicht, daß es heute nötig ist, die Spieler länger vom nächsten Einsatz abzuhalten, als es früher war. Er habe schon sehr lange mit Spielern speziell aus der Defense zu tun, und er habe früher nicht den Eindruck gehabt, daß man die Verletzung unterschätzt hätte. Vielmehr wäre es so, daß man sie heute überbehandle, weil die Medien die Sache aufbauschen würden.
Da steht er mit seiner Meinung total konträr zu der Meinung, die die Liga vertritt. Die NFL hat die Direktive an alle Teams und ihre Leiter herausgegeben, nur noch die in der Zentrale geltende Meinung nach Außen zu vertreten. Und die lautet halt, daß Gehirnerschütterungen sehr gefährlich sind.
Der Head Coach der Bengals fuhr fort, daß es die Aufgabe der Trainer, den Spielern die neuen Regeln für das erlaubte Angreifen des Gegners einzutrichtern, sehr erschwert hat. Gerade Linebacker, wie sein Superstar Vontaze Burfict, müssten ihre langjährig einstudierten Bewegungsabläufe radikal ändern. Das wäre nicht leicht.
Ob Lewis demnächst eine Zahlungsaufforderung bekommt, weil er es gewagt hat, seine eigene Meinung zu sagen und nicht die offiziell verlangte, wird man sehen.
In der Zentrale jedenfalls sollen die Worte von Lewis heftiges Kopfschütteln ausgelöst haben.
Hoffentlich hat sich dabei Niemand eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Die Panthers ließen ihren Wide Receiver Kelvin Benjamin das Gehirnerschütterung Protokoll durchlaufen.
Benjamin klagte em Montag beim Training über Kopfschmerzen. Head Coach Rivera glaubt, daß er sich die Verletzung beim letzten Spielzug in der Verlängerung gegen die Bengals zugezogen hat, als Linebacker Vontaze Burfict ihm ordentlich einen eingeschenkt hatte.
Ob der Rookie Wide Receiver am Sonntag wird spielen können, steht noch nicht fest.

Mark Ingram will unbedingt am Sonntag gegen die Lions wieder spielen. Der Running Back der Saints hat seinen gebrochenen Daumen ausgeheilt, und er konnte am Mittwoch ohne Einschränkungen am Training teilnehmen.
Sein Head Coach Sean Payton wollte dazu noch nicht so recht Stellung beziehen.

Die Liga suspendierte Jorvorskie Lane für zwei Spiele.
Bei dem Fullback der Buccaneers wurden leistungssteigernde Mittel nachgewiesen.

Mike Tomlin gibt nichts auf die Kritik von Außen. Der Head Coach der Steelers, der das Team in Grund und Boden gecoacht hat, bezeichnet die Kritik von von Ex- Head Coach Bill Cowher und Ex- Wide Receiver Hines Ward, die sie an ihm und den Steelers äußerten, arrogant als „Fahrstuhlmusik“.
Cowher sagte, zurecht, daß das Team weich geworden wäre. Ward wunderte sich darüber, daß die harte Offense es auf einmal mit Finesse versuchen würde, statt wie gewohnt weiter die Gegner einfach zu überrennen.
Doch Tomlin ficht das wie gesagt nicht an. Diese Leute hätten keinen Einblick auf das, was im Team geschehe, deshalb könnten sie nicht mitreden.
Aber, Entschuldigung Mr. Tomlin, diese Leute sehen doch an jedem Spieltag, was für einen Murks die von ihnen trainierten Steelers da so abliefern.

Kann Jadeveon Clowney am Montag seine Jagd auf den Titel des Rookies des Jahres wieder aufnehmen?
Die erste Wahl in der letzten Draft musste nach einer Knieoperation pausieren und der Zeitplan für seine Rückkehr lag bei 4-6 Wochen. Fünf Wochen sind jetzt um, und Texans Head Coach Bill O`Brien glaubt, daß der Linebacker gegen Pittsburgh wird spielen können.
Nach zwei Niederlagen in Folge wollen die Texans unbedingt mal wieder gewinnen. Da käme ein von der Leine gelassener Clowney gerade recht, um zusammen mit JJ Watt Jagd auf Big Ben zu machen.

Zur Kasse bitte
Die ersten Zahlungspflichtigen des letzten Spieltags sind gefunden.
Fangen wir mit jemand an, der gegen Seattle sein bestes Spiel der Saison hatte.
Gegen die Seahawks lief Cowboys Running Back Joseph Randle fünf mal für 52 Yards. Doch ansonsten gab es über ihn von diesem Spiel nichts zu vermelden. Seine Geldstrafe, die das Team ihm am Mittwoch auferlegte, resultierte aus einer Verhaftung wegen Ladendiebstahls.
Dafür behalten die Cowboys einen Gehaltsscheck von Randle ein. Bei einem Gehalt von $495.000 für die Saison wären das $29.117. Da hätte er sein Parfüm und die Unterhosen mal besser bezahlt.

Vontaze Burfict ist mit $25.000 dabei. Der Linebacker der Bengals hatte die Fußgelenke von Panthers Quarterback Newton und später von Tight End Olsen verdreht.
Olsen unterstellte Burfict Absicht, und verlangte von der Liga, daß der Linebacker für einige Spiele suspendiert werden sollte.
Noch ist es nicht so weit, aber beim nächsten Vorfall könnte es dazu kommen.

Broncos Defensive Tackle Terrance Knighton muß $11.025 zahlen, weil er seine Worte im Spiel gegen die Jets nicht sorgsam gewählt hat.
Er gab zu, eine rassistische Bemerkung gemacht zu haben und wird keinen Einspruch gegen die Strafe einlegen.

Einspruch gegen seine Strafe wegen der Benutzung unerlaubter Worte hatte Colin Kaepernick eingelegt. Der Quarterback der 49ers hatte damit Erfolg und seine Strafe in Höhe von $11.025 wurde um die Hälfte reduziert.

Die besten Spieler der Woche 6

AFC
OFFENSE: QB JOE FLACCO, BALTIMORE RAVENS
21 von 29 Pässen für 306 Yards, 5 Touchdowns
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT JURRELL CASEY, TENNESSEE TITANS
2 Sacks, 9 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P PAT MC AFEE, INDIANAPOLIS COLTS
4 Punts für 159 Yards, 1 Onsidekick, den er selber eroberte, 6 Touchbacks bei Kickoffs
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: T TYRON SMITH, DALLAS COWBOYS
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE EZEKIEL ANSAH, DETROIT LIONS
5 Tackles, 2,5 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K CHANDLER CATANZARO, ARIZONA CARDINALS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 15. Oktober 2014

45 Jahre Monday Night Football 
gruden-john200Es war ein Meilenstein. Es war das 700ste Monday Night Football Spiel in der 45-jährigen Geschichte der Serie. Es war ein Spiel, das zwei gleichstarke Gegner verdient gehabt hätte. Statt dessen setzte die NFL die Rams, potentieller Kandidat für die erste Wahl in der Draft, gegen die 49ers, potentieller Playoffkandidat, an.
Und ESPN war gar nicht glücklich über diesen Mißgriff. Analyst Jon Gruden (Bild) wußte, daß es einer dieser Langeweiler werden würde, bei dem er eine Heidenarbeit hat, die Zuschauer vom Wechsel des Kanals abzuhalten. So schwor er denn auch seine Crew ein, die mithelfen mußte, einen Reißer aus einem Stinker zu machen.
Er raste wie aufgezogen vor dem Monitor im Produktionsraum rum und pries Rams Quarterback Austin Davis. Davis, so schrie Gruden es heraus, würde ihn an einen jungen Drew Brees erinnern. Davis, so redete sich Gruden in Rage, hätte Potential. Man müsse sich nur ansehen, wie perfekt er seine Pässe aus dem Lauf heraus wirft. Und dann seine Motivationsarbeit an der Seitenauslinie. Das wäre vorbildlich.
Dieser Junge, so sprudelte es aus Gruden heraus, wäre ein unentdecktes Geheimnis, das am Abend vor einem landesweiten Publikum gelüftet würde.
Und ja, Mr. Gruden, Davis tat ihnen den Gefallen und spielte hervorragend... in der ersten Halbzeit.
Da waren die 49ers wohl etwas zu locker ins Spiel gegangen.
Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, als die 49ers ernst machten. Es zeigte sich, daß die Rams ihr Pulver verschossen hatten und immer schlapper wurden.
Jetzt begann die wirkliche Arbeit für Kommentator Mike Tirico und Analyst Jon Gruden. Jetzt mußte sie ein immer langweiliger werdendes Spiel interessant quatschen.
Übung darin haben die Beiden, denn Monday Night Football Spiele sind oft nicht der Renner. Allerdings wußte man doch vorher, daß diese Ansetzung im siebenhundertsten Spiel der Serie von Vornherein zum Scheitern verurteilt, und diesem Anlaß nicht würdig war.
Es kam, wie es kommen mußte. Hätten die 49ers von Anfang an richtig mitgespielt, wäre es das erwartete 43:10 geworden.
Doch ihre Pomadigkeit in der ersten Halbzeit hielt das Spiel spannender, als nötig.
Gut für ESPN.
Im zweiten Durchgang waren es dann San Francisco und Quarterback Colin Kaepernick, die die Akzente setzten.
Am Ende hatte Davis 21 von 42 Pässen vervollständigt für 236 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception, der zum Touchdown zurückgetragen wurde.
Kaepernick stand mit 22 aus 36 für 343 Yards und 3 Touchdowns wesentlich besser da, als der von Gruden zum Wunderkind hochgepriesene Davis.
Und jetzt wandert der Monday Night Football Troß weiter, um sich auf die Texans und die Steelers vorzubereiten. Auch nicht gerade ein Leckerbissen.
Obwohl, hier treffen zwei gleichschlechte Teams aufeinander. Das könnte dann doch was werden für Spiel Nr. 701.

Kurzberichte
Das Gehalt für Tony Romo scheint die Cowboys dazu zu zwingen, anderen Spielern nur noch Hungerlöhne zu zahlen. Wie sonst ist es zu erklären, daß der arme Running Back Joseph Randle wegen Ladendiebstahls verhaftet wurde.
Randle hatte in einem Laden eines Einkaufscenters eine Flasche Gucci Guilty Black Cologne und Unterwäsche gestohlen.
Nachdem er eine Kaution hinterlegt hatte, wurde er aus der Haft entlassen.
Ob Jerry Jones jetzt das magere Gehalt von $495.000 für Randle erhöht, oder ihn feuert, wird man sehen.
In der laufenden Saison hat der Running Back mit 16 Läufen 113 Yards erzielt.

In Washington gibt es eine Quarterback- Kontroverse. Allerdings nicht die, die man befürchtet hatte. Es geht bei den Redskins nicht darum, ob Kirk Cousins Robert Griffin III als Starter ablösen wird, sondern darum, daß Cousins zugunsten von Colt McCoy auf die Bank gesetzt werden soll.
Cousins hat sich in den bisherigen Spielen nicht als Alternative für RG3 empfohlen. Deshalb werden die Rufe nach seiner Ablösung lauter.
Head Coach Jay Gruden hört sie zwar, ignoriert sie aber. Er hat nicht vor, Cousins bis zur Rückkehr von Griffin III gegen McCoy auszutauschen. Zwar gingen alle sieben Spiele, in denen Cousins startete (2013 eingeschlossen) verloren, und dieses Jahr führt er mit acht Interceptions die Liga an, aber McCoy ist in Grudens Augen keine wirkliche Alternative.
Aber auf der anderen Seite weiß man jetzt, daß es zwischen Cousins und Griffin III nicht zu einer Kontroverse kommen wird.

Der Lazarettreport
Die Giants verpflichteten Wide Receiver Kevin Ogletree. Er soll Victor Cruz ersetzen, den die Giants gestern, zusammen mit Cornerback Trumaine McBride, auf die Verletztenliste setzten.

Knowshon Moreno entpuppte sich für die Dolphins als teurer Flop.
Im März gaben sie dem ehemaligen Running Back der Broncos einen Einjahresvertrag über $3,275 Millionen. Seitdem war Moreno drei mal verletzt.
Am Sonntag hatte er seinen ersten Einsatz nach einer Ellenbogenverletzung, und es war sein letzter für diese Saison. Er zog sich einen Kreuzbandriss zu und die Dolphins setzten ihn auf die Verletztenliste.

Die Broncos setzten Danny Trevathan auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler. Der Linebacker hat einen Riß in einem Knochen oberhalb des linken Knies.
Head Coach Fox glaubt, daß Trevathan in einigen Wochen wieder einsatzbereit sein wird.

Die Cowboys müssen etwa drei bis vier Wochen ohne Doug Free auskommen. Der Right Tackle hat einen Riß im Knochen eines Fußes.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Kurzberichte
BALDWIN-DOUGDie Heimniederlage seiner Seahawks gegen Dallas hat Wide Receiver Doug Baldwin (Bild) überhaupt nicht geschmeckt. Er stauchte seinen Quarterback Russell Wilson noch während des Spiels zusammen und machte nach dem Spiel noch weiter.
In seinen Augen kann die Offense den Ball nicht nach vorne bewegen. Im Team wäre zu viel Talent, um so wenige Yards zu erzielen, wie gegen die Cowboys.
Dann betonte Baldwin noch, daß er die Schuld daran nicht nur Wilson zuschreibt. Das Ganze wäre eine gemeinsame Sache, die man gemeinsam lösen müßte.
Vor Allem bei den Teammeetings würden die Anwesenden nicht genug Aufmerksamkeit an den Tag legen. Hier müßten Dinge angesprochen werden, die nicht gut funktionieren, und jeder müßte sich die Lösungsvorschläge verinnerlichen.

Etwas dezenter demontierte Adam (der jetzt nicht mehr Pacman genannt werden möchte) Jones seinen Kicker.
Der Cornerback der Bengals war nach dem Unentschieden gegen die Panthers auf Hundert in der Kabine. Auf die Frage eines Reporters, warum er sich denn so aufrege, das Unentschieden würde dem Team doch nicht schaden, fauchte er sarkastisch zurück: „Sagen Sie`s mir.“
Dann fuhr Jones fort, daß man das Spiel hätte gewinnen können, wenn jeder seinen Job gemacht hätte. Dabei sah er in die Richtung von Mike Nugent. Der Kicker hatte ein Field Goal aus 36 Yards verschossen, als die Zeit in der Verlängerung ablief.
„Wir waren in der perfekten Situation, das Spiel gewinnen zu können“, fuhr er fort. „Zwei Sekunden auf der Uhr. Wir mußten einfach gewinnen. Jeder hier wird dafür bezahlt, seinen Job zu tun, und jeder muß seinen Job tun. Einer hat das nicht gemacht.“
Und wieder wanderte sein Blick in Richtung Nugent.

Nicht auf einen, oder mehrere, Teamkollegen schlägt Greg Olsen ein, sondern auf einen Gegner.
Der Tight End der Panthers will, daß die Liga Vontaze Burfict suspendiert. Der Linebacker der Bengals soll Olsens Knöchel absichtlich verdreht haben. Das wäre ein vorsätzlicher Versuch gewesen, ihn zu verletzen.
Olsen verlangt nun, daß die Liga solche Typen wochenlang sperrt, sonst würden sie nicht lernen, daß es nicht OK ist andere absichtlich zu verletzen.
Aus der Ligazentrale war noch keine Stellungnahme zu hören.

Brett Keisel: „WIr sind ein durchschnittliches Footballteam“.
Da möchte man dem Defensive End der Steelers glatt widersprechen. Ein durchschnittliches Team verliert nicht gegen einen Quarterback, der nur acht Pässe vervollständigt, diese aber für 51, 42, 31, 31, 24 und 17 Yards.
Dafür muß man schon ein unterdurchschnittliches Footballteam sein.
Als die Browns erstmal eine komfortable Führung gegen Pittsburgh hatte, kontrollierten sie Spiel und Uhr mit ihrem Laufspiel. 158 Yards erzielten Ben Tate und Rookie Isaiah Crowell.
Wie gesagt... unterdurchschnittlich.

Der Lazarettreport
Das Verletzungspech machte vor dem siebenhundertsten Monday Night Spiel, das die 49ers mit 31:17 gegen die Rams gewannen, nicht halt.
Niners Linebacker Patrick Willis zog sich eine Zehenverletzung zu, die er auf den Belag das Domes schob. Nach dem Spiel wurde er an Krücken humpelnd gesehen.
Sein Teamkollege Defensive Back Jimmie Ward zug sich eine Verletzung des Quadrizeps zu. Guard Mike Lupati mußte wegen einer Gehirnerschütterung vorzeitig aufhören.

Die Knieverletzung von Patriots Linebacker Jerod Mayo erwies sich als Kreuzbandriss. Für ihn ist die Saison ebenso beendet, wie für Running Back Stevan Ridley, der sich das vordere und hintere Kreuzband riß.
Unglücklicherweise befindet sich Ridley im letzten Jahr seines Vertrags. Und einen neuen Vertrag nach einer solch schweren Verletzung zu bekommen, ist schwer.

Die Lions versuchen sich darauf einzustellen, bis in Woche 10 ohne Calvin Johnson auskommen zu müssen.
Head Coach Jim Caldwell sagte, daß er zwar keinen medizinischen Grad besitzt, daß ihm aber trotzdem klar wäre, daß der Wide Receiver momentan nicht einsatzbereit ist.
Johnson wäre ein schlechter Patient. Wenn es nach ihm ginge, wäre er voll einsatzbereit, fuhr Caldwell fort. Doch die Fakten würden dagegen sprechen.
Johnson hat einen böse verstauchten Knöchel und will trotzdem weiterspielen. Doch Caldwell tendiert dazu, Megatron bis nach dem freien Spieltag in Woche neun zu schonen.

Glück für Darren Sproles. Der Running Back der Eagles hat eine Zerrung des Kreuzbands und wird nur zwei Wochen pausieren müssen. Da die Eagles in der Zeit eine Freiwoche haben, wird er nur ein Spiel verpassen, das gegen die Cardinals.

Der Verdacht auf einen Kreuzbandriss hat sich leider bestätigt. Für Jets Cornerback Dee Milliner ist die Saison beendet. Ebenso, wie für Guard Brian Winters, der sich auch einen Kreuzbandriss zuzog.

Browns Center Alex Mack brach sich gegen die Steelers ein Bein, und man hört, daß die Saison für ihn beendet ist. Wie auch für seinen Teamkollegen Armonty Bryant. Der Defensive End zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Giants Cornerback Trumaine McBride muß an einem Daumen operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.

Montag, 13. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 6
tomlin-mike-2002Gab es Überraschungen?
Ja!
Stand jetzt (13.10.14, 12 Uhr) ist Mike Tomlin (Bild) immer noch Head Coach der Pittsburgh Steelers. Das ist eine Riesenüberraschung.
Der Sieg der Browns, auch in der Höhe von 31:10, ist dagegen keine Überraschung mehr.
Letzte Woche stellten die Browns einen NFL Rekord auf, als sie auswärts einen 25 Punkterückstand gegen die Titans noch in einen Sieg umwandelten.
Gestern brauchten sie so ein Comeback nicht, da lagen sie Zuhause nur einmal kurz 0:3 zurück, und von da an putzen sie die Steelers weg.
Um zu verdeutlichen, wie schlecht Pittsburgh mittlerweile ist, ziehen wir die Statistik von Browns Quarterback Brian Hoyer heran. Er warf nur 17 Pässe von denen er mit acht weniger als die Hälfte vervollständigte für 217 Yards und 1 Touchdown. Solch eine erbärmliche Leistung reicht heute aus, die einstmals so starken Steelers zu besiegen.
Cleveland hat jetzt 3-2 Siege, Pittsburgh 3-3, womit beide Teams noch im Playoffrennen sind. Allerdings müßten sie dafür an den Ravens und den Bengals vorbei, was schwer werden dürfte.
Cincinnati kam gegen Carolina zu einem dieser seltenen Unentschieden in der NFL. Beide Teams erzielten 37 Punkte.
Die Ravens zerfetzten die Buccaneers. Mit fünf Touchdownpässen in nur 17 Spielminuten stellte Ravens Quarterback Joe Flacco einen neuen NFL Rekord auf. Der alte stand bei 29 Minuten.
Schon kurz danach schalteten die Ravens, noch vor dem Halbzeitpfiff, in den Gnadenmodus, so daß die Bucs nur mit 48:17 verloren.

Gab es Überraschungen?
Ja!
Stand jetzt (13.10.14, 12:10 Uhr) ist Rex Ryan immer noch Head Coach der New York Jets. Das ist eine Riesenüberraschung. Allerdings hörte man aus der Chefetage, daß nach der Saison Schluß ist. Man will den Head Coach und General Manager Idzik nicht mitten in der Saison feuern.
Die Fans buchstabieren derweil Jets mit M-E-S-S, Mess.
Der Gegner war aber auch nicht so leicht zu besiegen, es waren immerhin die Denver Broncos. Schon vor dem Spiel hörte man, daß es schon ein Sieg für die Jets wäre, wenn Peyton Manning nicht die sechs Touchdowns wirft, die er braucht, um an Brett Favre vorbeizuziehen.
Und wenigstens das gelang. Manning warf nur seine gewohnten drei Touchdownpässe und kann nächste Woche mit weiteren drei auf 509 kommen und den neuen Rekord aufstellen.
Denver gewann übrigens mit 31:17.

Gab es Überraschungen?
Ja!
Die Dallas Cowboys gewannen IN Seattle. Das ist immer noch eine Riesenüberraschung. Seattle verliert keine Heimspiele. Jedenfalls nicht, seitdem Russell Wilson dort Quarterback ist. Das letzte Heimspiel verloren sie 2012.
Doch Russell Wilson erlebte gegen die starke Defense der Cowboys einen Horrortag. Er vervollständigte nur die Hälfte seiner 28 Pässe für magere 126 Yards und leistete sich einen Interception. Normalerweise macht er das dann mit Läufen wett, aber auch hier ließ Dallas nur zwei Läufe für 12 Yards zu.
Normalerweise holt dann Marshawn Lynch die nötigen Meter, doch auch er kam mit 10 Läufen nur auf 61 Yards.
Und die Offense der Cowboys?
Wer auch immer in den weißen Trikots und den silbernen Helmen mit dem Stern momentan steckt, diese Truppe hat Playoffkaliber.
Tony Romo blieb erneut ohne Interception. Er vervollständigte 21 seiner 32 Pässe für 250 Yards und 2 Touchdowns.
Ist das schon ein Wunder, so setzte DeMarco Murray noch einen drauf. Der beste Running Back der NFL erzielte gegen die beste Laufverteidigung der Liga 115 Yards und 1 Touchdown.
Doch Cowboys-Fans wissen, daß man so früh in der Saison noch nicht das Wort Playoffs sagen darf, auch wenn das Team 5-1 Siege hat. Romo bleibt nun mal ein Achterbahn- Quarterback, und Murray ist Verletzungsanfällig.
Doch nach einem 30:23 Sieg beim heimstarken, amtierenden Weltmeister, darf man das P-Wort dann doch mal ganz leise aussprechen:
Playoffs.
5-1 Siege haben auch die Eagles in der NFC East, nachdem sie die Giants unerwartet locker mit 27:0 abfertigten.

Sehr spannend ging es im Glutkessel von Miami zu. Beide Teams hatten unter den über 30 Grad zu leiden, die auf dem Rasen herrschten.
Auch die Spieler des Heimteams, die solche Temperaturen eher gewohnt sind, als der Gast aus Green Bay, schnappten im letzten Viertel nur noch gierig nach dem letzten Rest Sauerstoff.
Beide Teams schenkten sich nichts, und die 24:17 Führung für die Dolphins neun Minuten vor Spielende ging vollkommen in Ordnung.
Doch wenn der gegnerische Quarterback Aaron Rodgers heißt, heißt es: Aufpassen!
Vier Minuten vor Spielende kamen die Packers auf 24:20 heran.
Miami schaffte es danach nicht, den möglichen Sieg über die Zeit zu bringen.
124 Sekunden vor Spielende kam Green Bay noch mal an den Ball, allerdings waren die Auszeiten aufgebraucht. Rodgers brachte seine Offense bis an die 15 der Dolphins, und mit nur noch 13 Sekunden auf der Uhr wollte er die Uhr anhalten, indem er den Ball absichtlich zu Boden warf... dachten alle im Stadion, nur Rodgers und Wide Receiver Adams nicht. Rodgers täuschte das Spiken nur an, warf den Ball aber zu Adams, der an der Vier ins Aus lief. Die Uhr hielt an und zeigte noch sechs Sekunden. Die Packers konnten sich in Ruhe aufstellen und Rodgers warf einen Touchdownpass zu Quarless. Der Extrapunkt saß und Green bay gewann 27:24.

Der Lazarettreport
Natürlich blieben auch die gestrigen Schlachten leider wieder nicht ohne ernsthafte Verletzungen.
Mess, äh, Jets Cornerback Dee Milliner mußte mit einem Verdacht auf Achillessehnenriss das Spiel gegen Denver vorzeitig verlassen.
Bei den Broncos fiel Linebacker Danny Trevathan mit einer Knieverletzung aus.

Superstarallzweckwaffe Darren Sproles, der als Running Back der Eagles gelistet ist, mußte das Spiel gegen die Giants im dritten Viertel mit einer Knieverletzung verlassen.
Bei den Giants mußten Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie und Wide Receiver Victor Cruz vorzeitig aufgeben. Der Cornerback hatte Krämpfe im Rücken, während sich Cruz einen äußerst schmerzhaften Riß der Patellasehne zuzog.

Im Sieg gegen Pittsburgh brach sich Browns Center Alex Mack im zweiten Viertel ein Bein und mußte vom Platz gefahren werden.
Bei den Steelers fielen Defensive End Brett Keisel (Knie) und Nose Tackle Steve McLendon (Schulter) aus.

Die Patriots gewannen gewohnheitsgemäß gegen Buffalo, verloren aber Linebacker Jerod Mayo und Running Back Stevan Ridley. Der Linebacker wurde mit einer Knieverletzung vom Platz gefahren.
Auch Running Back Stevan Ridley verletzte sich am Knie. Hier lautete die Prognose recht früh: Kreuzbandriss.

Bei den Packers fielen nach und nach Linebacker Jamari Lattimore (Nacken), und die Cornerbacks Sam Shields (Knie), und Tramon Williams (Knöchel) aus.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Monday Night Football
davis-vernon3Wer denkt sich nur solche Paarungen aus?
Im Monday Night Spiel sollen eigentlich die besten Teams gezeigt werden, damit spannende Spiele garantiert sind. Und dann kommt so eine Partie wie 49ers gegen Rams?
Auch wenn die 49ers nicht ganz so gut sind, wie eigentlich erwartet, sind die Rams genau so schlecht, wie erwartet. Da kann doch niemand ein wirklich gutes Spiel erwarten.
Aber solche Klöpse leistet sich die NFL bei der Terminplanung jedes Jahr, und vielleicht wird das Spiel ja auch erträglicher, als befürchtet?
Tight End Vernon Davis (Bild) jedenfalls könnte ausfallen, und somit würde Niners Quarterback Kaepernick eine wichtige Anspielstation fehlen.
Davis hat in dieser Woche nicht am Kontakttraining teilgenommen. Er leidet noch immer an Rückenschmerzen, die schon seinen Einsatz in Woche fünf verhinderten.
Davis wird allerdings nicht nur als Receiver vermißt sondern auch als Blocker. In dieser Eigenschaft gehört er nämlich zu den besten des Teams. Also wird auch Frank Gore ihn vermissen.
Der Running Back hat bisher nicht die dominante Rolle gespielt, die man ihm vor der Saison zugeschrieben hatte. Doch das, so Offensive Coordinator Greg Roman, wäre von ihm genau so geplant.
In den ersten fünf Spielen hat Gore den Ball nur 77 mal getragen für 365 Yards. Nur 2009 trug er den Ball über eine Spanne von fünf Spielen noch seltener, doch da hatte er eine Knöchelverletzung.
Roman sagte, daß er Gore nicht zu früh in der Saison erschöpfen will. Natürlich wäre es für die Fans einfach, mehr Läufe von Gore zu fordern, doch der ist mittlerweile 31 Jahre alt, und deshalb möchte Roman ihn nicht überfordern.
Ob er gegen St. Louis etwas öfter von der Leine gelassen wird?
Die Laufverteidigung der Rams rangiert auf Platz 29 der 32 Teams. Sie läßt pro Spiel im Schnitt 152,5 Yards zu. Das wäre andererseits eine gute Gelegenheit, Carlos Hyde etwas mehr Erfahrung sammeln zu lassen. Hyde hat bisher erst 132 Laufyards erzielt. So ein Gegner wie St. Louis kommt da als zusätzliches Training gerade recht.

Wer fängt die Bälle für die Bengals?
Bengals Quarterback Andy Dalton ist unglaublich Abhängig von seinen Receivern. Nimmt man ihm seine talentierten Ballfänger weg, läßt seine Produktivität nach.
Der Einsatz von AJ Green ist mehr als fraglich. Auch wenn er in dieser Saison längst nicht die Leistung gebracht hat, die man von ihm gewohnt ist, ist er DER Rettungsanker für Dalton.
Green lief die ganze Woche mit einem Stützstiefel herum, weil er eine dieser lästigen,schmerzhaften Zehenverletzungen hat.
Gegen die Panthers wird weiterhin Marvin Jones fehlen. Er hat wegen einer Knöchelverletzung das ganze Jahr noch nicht spielen können. Zwar hatte man gehofft, ihn heute mal wieder einsetzen zu können, aber da er weiterhin nicht am Training teilnehmen konnte, wird das wohl nichts.
Bleibt noch Mohamad Sanu. Er wird dann wohl die Nr. 1 für Dalton heute. Mit 17 gefangenen Pässen führt Sanu die Bengals an, zusammen mit Green. Und wie Green hat auch Sanu zwei Touchdowns auf seinem Konto.

Samstag, 11. Oktober 2014

Kurzberichte
irsay-jimSeit gestern darf Jim Irsay (Bild) wieder (offiziell) bestimmen, was in seinem Team passiert. Die sechswöchige Suspendierung des Besitzers der Colts endete am Freitag. Er war gesperrt, weil er unter Alkohol- und Tabletteneinfluß Auto gefahren war. In einem Interview gab er zu, abhängig zu sein, und er begab sich in eine Entzugsklinik.
Und sofort benutze Irsay wieder sein Twitter-Konto, das er in diesen vergangenen 40 Tagen nicht nutzen durfte. Er zwitscherte, daß er sich bei den Fans des Teams für deren Unterstützung und ihre Genesungswünsche bedankt.

Und noch ein Zahlungspflichtiger Spieler wurde genannt. Buccaneers Wide Receiver Louis Murphy muß $11.025 zahlen, weil er einen Gegenspieler beleidigt hat.

Einige Polizisten des San Jose Polizeidezernats mußten ihren Nebenjob aufgeben.
16 Beamte des Reviers haben in ihrer Freizeit für die 49ers gearbeitet. Da aber einer der Beamten im Haus von Ray McDonald war, als dieser wegen häuslicher Gewalt verhaftet wurde, und der Fall immer noch von der Polizei untersucht wird, könnte es zu Interessenskonflikten kommen.
Deshalb müssen die Beamten vorerst auf ihre Nebeneinkünfte verzichten.

Der Lazarettreport
Drew Stanton hat alle Untersuchungen wegen seiner Gehirnerschütterung erfolgreich abgeschlossen. Der Ersatz- Quarterback der Cardinals kann also am Sonntag spielen.
Doch auch bei Starter Carson Palmer ist die Nervenkrankheit in der Schulter so weit abgeklungen, daß er wohl bald wieder spielen kann, wenn auch sehr wahrscheinlich noch nicht diese Woche gegen die Redskins.

Die Patriots spielen mal wieder ein bißchen mit dem Verletzungsbogen. Am Freitag meldeten sie, daß Quarterback Tom Brady wegen einer Knöchelverletzung vielleicht nicht gegen die Bills antreten könnte.
Am Freitags-Training hat Brady nicht teilgenommen, aber das läßt er öfter mal ausfallen, um den Wurfarm zu schonen.

Bei den Lions werden Wide Receiver Calvin Johnson und Running Back Reggie Bush sehr wahrscheinlich nicht spielen können. Beide haben Knöchel.

Die Bears müssen gegen Atlanta auf Linebacker Lance Briggs (Rippen) und Offensive Tackle Jermon Bushrod (Knie) verzichten.

Bei den Steelers fallen Linebacker Ryan Shazier (Knie), Cornerback Ike Taylor (Unterarm) und Safety Shamarko Thomas (Kniesehne) aus.

Freitag, 10. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 6 - Thursday Night Football
fitzpatrick-ryan-texansDas Spiel fing an, als hätte man nicht Thursday Night Football eingeschaltet sondern Saturday Night Live und man würde die gelungene Karikatur eines Footballteams in Gestalt der Houston Texans ansehen.
In den ersten Minuten gab es viel zu lachen.
Zu einem frühen Zeitpunkt im zweiten Viertel hatten die Colts 24 Punkte und die Texans MINUS ein Yard Offense.
Was dann geschah war schlicht unglaublich. Die Texans spielten auf einmal mit und plötzlich war es tatsächlich ein Kampf zweier 3-2 Teams, die um die alleinige Führung in der AFC South spielten.
Texans Quarterback Fitzpatrick (Bild), von dem man im ersten Viertel gehofft hatte, daß er schnellstens aus dem Spiel genommen wird, stellte die Defense der Colts ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme. Tatkräftig unterstützt wurde er von Running Back Arian Foster und Wide Receiver Andre Johnson. Die beiden waren dann auch für die ersten 14 Punkte Houstons zuständig.
Die Defense der Texans konnte danach Andrew Luck ein ums andere Mal unter Druck setzen und klatschte viele seiner Pässe ab. Besonders natürlich JJ Watt, der eine Zeitlang sehr unauffällig spielte, dann aber besonders in Erscheinung trat.
Er nahm im letzten Viertel einen Fumble von Andrew Luck auf und trug ihn über 45 Yards in die Endzone zurück. Danach stand es nur noch 33:28 für Indianapolis.
Indianapolis brachte mit seiner Offense nichts mehr zustande, da mußte es die Defense richten. Und so war es ein Verteidiger, der den Sieg sicherte.
Es war direkt nach der Zweiminutenwarnung. Der deutsche Linebacker Björn Werner konnte sich von seinem Blocker lösen und sackte Fitzpatrick, der dabei den Ball verlor. Linebacker Dqwell Jackson eroberte den Ball und danach brauchte Andrew Luck nur noch drei Spielzüge abknien.
Was wäre wenn...? was wäre, wenn die Texans nicht das erste Viertel komplett verschenkt hätten?
Wir werden es nie erfahren.

Kurzberichte
Ein bißchen Gras könnte Adrian Peterson ins Gefängnis bringen.
Der Running Back der Vikings wartet auf seinen Prozeß wegen Kindesmißhandlung, der Anfang Dezember beginnt. Bis dahin ist er auf Kaution frei.
Bei einer gerichtlich angeordneten Urinprobe wurden Spuren von Marihuana gefunden, und Peterson gab zu, etwas Gras geraucht zu haben.
Das verstößt gegen die Kautionsauflagen und der Ankläger forderte, Peterson zu verhaften und wegzuschließen.
Das dürfte aber noch bis nächste Woche dauern, denn der Staatsanwalt Brett Ligon verlangt daß Richter Kelly Case der Fall entzogen wird. Der hatte Ligon und den Anwalt Petersons, Rusty Hardin, als Medienhuren bezeichnet.

Nachdem ja die Geldstrafe für Broncos Tight End Julius Thomas wegen seines illegalen Chop Blocks schon bekannt wurde, erfuhr man am Donnerstag auch von einer Geldstrafe gegen Colin Kaepernick.
Während Thomas für sein Vergehen, das Cardinals Defensive End Calais Campbell einige Wochen von einem Einsatz abhalten wird, knappe $8.000 zahlen muß, muß der Quarterback der 49ers um einiges tiefer in die Tasche greifen.
Er beging die Straftat, die falschen Kopfhörer vor dem Spiel letzten Sonntag getragen zu haben, was natürlich viel schlimmer ist, als einen Gegenspieler zu verletzen.
Kaepernick war also „Böse“, weil er nicht die Kopfhörer des NFL Sponsors trug, sondern „Beats by Dre“. Verständlich, daß die Liga da zuschlagen und eine Strafe über $10.000 verhängen mußte.

Die Lions haben den Irren identifiziert, der im Heimspiel gegen die Bills mit einem Laserpointer auf Spieler Buffalos zielte.
Das Team gab bekannt, daß der „Fan“ auf unbestimmte Zeit von allen Veranstaltungen im Ford Field verbannt ist.
Zusätzlich zeigten sie ihn bei der Polizei an.
Der Fan war mit dem Saisonticket eines Bekannten im Stadion. Auch der Inhaber der Jahreskarte darf bis zum Ende der Saison das Stadion nicht mehr betreten.

Der Lazarettreport
AJ Green wird sehr wahrscheinlich nicht gegen die Panthers spielen können.
Der Wide Receiver der Bengals hat eine schmerzhafte Zehenverletzung und hat einen Fußspezialisten aufgesucht.
Viele dieser Verletzungen erweisen sich als sehr hartnäckig. Es kann sein, daß Green länger ausfallen wird.

Die Raiders setzten Linebacker Nick Roach mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste.

Für Tennessee Tackle Michael Roos ist die Saison beendet. Er muß am rechten Knie operiert werden.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kurzberichte
murray-demarcoDer beste Running Back der Liga trifft auf die beste Laufverteidigung der Liga. Die plötzlich und unerwartet so hoch gepriesene O-Line der Dallas Cowboys muß DeMarco Murray (Bild) den Weg gegen die Defense der Seahawks freiblocken.
Das wird ein echter Härtetest, der beweisen kann, ob die Cowboys tatsächlich auf einmal ein Spitzenteam sind?
Einer ist nicht so beeindruckt von Murray, Seahawks Middle Linebacker Bobby Wagner. Auf die Frage, ob der Running Back der Cowboys der beste Running Back ist, gegen den er bisher antreten mußte, antwortete Wagner: „Nein, das ist Marshawn.“
Mit Marshawn Lynch hat er es jeden Tag im Training zu tun. Das nimmt einem die Angst vor anderen Running Backs.
Seattles Defense hat bisher nur 62 Laufyards im Schnitt pro Spiel zugelassen. DeMarco Murray hat pro Spiel durchschnittlich mit 134 Yards mehr als das Doppelte erzielt. Das wird gegen Seattle nicht zu halten sein. Die Seahawks D erlaubte keinem einzelnen Running Back mehr als 34 Yards in dieser Saison, also hundert weniger, als Murray im Schnitt erzielt.
Wer wird da die Schlacht im Graben gewinnen?
Sind wir einmal kühn und nehmen an, Dallas gewinnt diesen Teil, dann wird das Spiel durch die Defense der Cowboys entschieden, die es mit Running Back Marshawn Lynch und den Allzweckwaffen Quarterback Russell Wilson und Wide Receiver Percy Harvin zu tun bekommt.
Wenn Dallas halbwegs heil aus diesem Spiel herauskommt, dann kann man es wohl wirklich zu den Playoffanwärtern zählen.
Sollte Seattle sein Heimspiel verlieren... ach nee... Seattle und Heimspiel verlieren... das gibt's nur in einem Paralleluniversum.

Das Treffen der Teambesitzer in New York endete wie erwartet damit, daß sie den Verkauf der Buffalo Bills genehmigten. Die Entscheidung erfolgte Einstimmig.
Terry und Kim Pergula werden somit die neuen Besitzer des Teams, sobald sie den Scheck über $1,4 Milliarden ausgestellt haben.
Die Buffalo Bills, die zu den Kellerkindern der Liga gehören, sind somit das bisher teuerste Team der NFL geworden. Zuletzt gingen die Dolphins 2008 für $1,1 Milliarden über die Ladentheke.

Schreck bei den Bengals. Wide Receiver AJ Green mußte das Training auf einer Bahre verlassen.
Seine Zehenverletzung, die ihn das Spiel gegen die Falcons hat verpassen lassen, hatte sich so verschlimmert, daß er kaum mehr auftreten konnte.
Da verblaßte die gute Nachricht, daß Linebacker Vontaze Burfict nach seiner Gehirnerschütterung zum ersten Mal wieder am Training teilnehmen durfte.

Broncos Tight End Julius Thomas attackierte Cardinals Defensive End Calais Campbell mit einem unerlaubten Chop Block.
Campbell verletzte sich dabei am Knie und wird mehrere Wochen ausfallen.
Der NFL war das eine Zahlungsaufforderung über $8.286 an Thomas wert.

Die Ravens müssen etwa 2 - 3 Wochen auf Chris Canty verzichten.
Der Defensive End wurde an einem Handgelenk operiert, um eine Infektion zu entfernen.

Die besten Spieler der Woche 5

AFC
OFFENSE: WR DEMARYIUS THOMAS, DENVER BRONCOS
8 gefangene Pässe für 226 Yards (Karrierebestmarke), 2 Touchdowns
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT MARCELL DAREUS, BUFFALO BILLS
3 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 5 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: LB TANK CARDER, CLEVELAND BROWNS
1 geblockter Punt, der zu einem Safety führte, 1 Tackle in den Special Teams
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS
18 von 24 Pässen für 201 Yards, 2 Touchdowns, 11 Läufe für 122 Yards, 1 Touchdown
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB JULIUS PEPPERS, GREEN BAY PACKERS
3 Tackles, 0,5 Sacks, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 49 Yards
Dies ist seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K PHIL DAWSON, SAN FRANCISCO 49ERS
5 von 5 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt
Dies ist seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Kurzberichte
ryan-rex2„Wenn die Jets sich weiter erfolglos abstrampeln, werde ich nächstes Jahr nicht mehr hier sein“, diesen Anflug von Selbsterkenntnis gab Head Coach Rex Ryan (Bild) am Dienstag von sich.
Ryan übernahm auch die volle Verantwortung für den blamablen Auftritt gegen die Chargers. Das wäre keinem Spieler anzulasten, sondern nur ihm allein, sagte er. Er wäre von Chargers Head Coach Mike McCoy an die Wand gecoacht worden.
Doch Ryan wäre nicht Ryan, wenn er nicht sofort wieder seine alten, langsam ausgelutschten, Durchhalteparolen abgesondert hätte, von wegen, das wird schon, abgerechnet wird zum Schluß, wir werden die Playoffs noch erreichen, wir sind ein tolles Team.
Heiße Luft, die der Head Coach nun schon seit Jahren absondert, ohne den Worten entsprechende Taten folgen zu lassen.
Aber mit einem könnte er recht haben.
Er führte die Blamage der Patriots gegen die Chiefs ins Feld und wies darauf hin, daß New England sich eine Woche später das Fell der Bengals besorgt hätte.
So etwas erwartet er nächsten Sonntag auch von seinem Team... mit Geno Smith... ohne ordentliche Defense... gegen Peyton Manning... also Humor hat der Mann.

Die NFL will gegen Schwachmaten unter den Zuschauern vorgehen, die im Stadion Laserpointer benutzen und damit auf Spieler zielen.
Ein Augenarzt warnte die Liga vor den verheerenden Folgen, die ein Treffer im Auge nach sich ziehen kann.
Am Sonntag waren Bills Quarterback Kyle Orton und Holder Colton Schmidt Opfer eines geistesgestörten Zuschauers, der mit einem Laser auf sie zielte.
Während Laserpointer, die z.B. in Klassenzimmern benutzt werden, mit 2 bis 5 Milliwatt arbeiten, gibt es Pointer, die fünfhundertmal stärker sind. Die sind über das Internet problemlos zu beziehen. Solche starken Laser werden für die Industrie hergestellt und können bis zu drei Kilometer weit schießen. Ein Treffer eines solchen Strahls ins Auge kann zu sofortiger Blindheit führen.
Die Bills und die NFL haben nun Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung gestellt, und die Polizei fahndet nach dem Täter.
Noch konnte man auf den Videoaufnahmen niemanden ausmachen, aber die Lions werden ab dem nächsten Heimspiel verstärkt darauf achten, daß sich solch ein Vorfall nicht wiederholt.
Die Liga will auch vor den Kongreß der USA ziehen, damit dort härtere Gesetze gegen solche Attacken erlassen werden.

Die Lions haben einen neuen Kicker.
Die Broncos hatten sich erst am Wochenende von ihrem langjährigen Kicker Matt Prater getrennt, da lag es sehr nahe, daß Detroit sich seine Dienste sicherte.
Prater mußte sich aber bei einem Probeschießen gegen Jay Feely und Connor Barth durchsetzen.
Prater verwandelte letztes Jahr 25 seiner 26 Field Goal Versuche für Denver und stellte mit einem 64 Yarder einen neuen NFL Rekord auf.
Head Coach Jim Caldwell sagte, daß er keine Bedenken wegen Praters Alkoholsucht hätte.
Die Lions gaben ihm zunächste einen Vertrag bis zum Ende dieser Saison.

Die Cardinals wissen immer noch nicht, ob Quarterback Carson Palmer wegen seiner schmerzhaften Nervenverletzung in der Schulter irgendwann mal wieder wird spielen können.
Gegen Denver verloren sie auch noch Ersatzmann Drew Stanton mit einer Gehirnerschütterung. Da wurde es Zeit, sich auf dem Spielermarkt umzusehen.
Sie fanden Dennis Dixon, der bisher bei den Steelers, Ravens, Bills und Eagles unter Vertrag war. Gerade seine Zeit in Pittsburgh hat zu seinen Gunsten gesprochen. Dort arbeiteten Head Coach Arians und Dixon bereits miteinander. Der Quarterback kennt also das Spielsystem seines neuen Head Coaches.
In Arizona hofft man natürlich, daß entweder endlich Palmer wieder wird starten können, oder zumindest Stanton die Gehirnerschütterungsprotokolle positiv abschließt. Aber wenn nicht, dann muß Rookie Logan Thomas starten, oder direkt Dixon.

Den Reportern vor Ort waren die Redskins zu gut gelaunt in der Kabine, nach der Niederlage gegen die Seahawks.
Spieler hätten sogar Witze gerissen, echauffierte sich ein Reporter von ESPN. Das wäre nicht das Verhalten gewesen, das man von einem 1-4 Team erwartet hätte, nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen im nationalen Fernsehen.
Head Coach Jay Gruden sagte, daß er auch nicht gerade niedergeschlagen war, nach der knappen Niederlage. Aber als er in der Umkleide war, so fuhr er fort, herrschte da keine euphorische Stimmung. Seine Jungs wären müde und ausgelaugt gewesen. Wenn es später anders gewesen wäre, so würde er mit seinen Spielern darüber reden. Aber Konsequenzen wird es nicht geben, fuhr er fort.
Die Fans der Redskins, die ihren Humor schon vor Wochen verloren haben, sehen das vielleicht anders.

Teddy Bridgewater nahm wieder am Training der Vikings teil.
Der Rookie Quarterback hat seinen verknacksten Knöchel ausgeheilt und soll gegen die Lions als Starter antreten.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 5 - Monday Night Football
wilson-russell3Es war ein eigenartiges Spiel. Es begann, als würden die Seahawks mit einem 40:10 Sieg zurück nach Washington fliegen. Quarterback Russell Wilson (Bild) lief und paßte nach belieben, und die Verteidigung der Redskins sah nur völlig verwundert zu.
Dann kam Washingtons Offense auf den Platz und hatte große Probleme den Ball nach vorne zu bewegen.
Doch eine unglaubliche Disziplinlosigkeit der Seahawks hielt die Redskins überraschenderweise im Spiel. 13 Strafen kassierte Seattle, einen Großteil davon in der Offense.
Percy Harvin kann ein Lied davon singen, denn seine drei (in Zahlen 3) Touchdowns wurden wegen Strafen zurückgepfiffen, einem Holding, einem Offside und einem personal Foul.
Die Redskins dagegen kassierten nur drei Strafen und das hielt sie im Spiel. Sonst wäre in Landover schnell Land unter für sie gewesen.
Wilson, wie schon angedeutet, war in Hochform. Er erzielte mit 11 Läufen 122 Yards und 1 Touchdown. Damit stellte er seinen Running Back Marshawn Lynch in den Schatten. Der erzielte mit 17 Läufen 72 Yards und blieb ohne Touchdown. Lynch wurde aber auch geschont, weil er leichte Rückenschmerzen hatte.
Mit seinen 18 erfolgreichen Würfen aus 24 Versuchen erzielte Wilson weitere 201 Yards und 2 Touchdowns.
Bei den Redskins erzielten drei verschiedene Running Backs mit 17 Läufen 32 Yards. Das ist erbärmlich, selbst gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
Also mußte Quarterback Cousins es richten, und das war dann doch etwas viel, was man von dem Quarterback verlangte. 21 Vervollständigungen aus 36 Versuchen für 283 Yards und 2 Touchdowns ohne Interception sind allerdings sehr gute Werte gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
157 dieser Paßyards und 1 Touchdown landeten bei Wide Receiver DeSean Jackson. Gegen viele Gegner hätte das ausgereicht, um einen Sieg einzufahren, nicht aber gegen den amtierenden Weltmeister.
Der nahm einen knappen 27:17 Sieg aus der Stadt Washington zurück in den Staat Washington.
Mit nur 1-4 Siegen haben die Redskins den Anschluß in der unerwartet starken NFC East bereits ein wenig verloren. Die Giants haben 3-2 Siege, Dallas und Philadelphia 4-1.
In der NFC West haben die Seahawks und die Cardinals 3-1 Siege, die 49ers 3-2.

Kurzberichte
Am Donnerstag spielen zwei 3-2 Teams gegeneinander. Es geht um die alleinige Tabellenführung in der AFC South, wenn die Colts in Houston antreten.
Tennessee und Jacksonville ähneln in dieser Division einer Sättigungsbeilage, die Niemand bestellt hat, und können schon vernachlässigt werden.
Texans Running Back Arian Foster redete sich vor Reportern den Frust über diese unsinnigen Donnerstagsspiele von der Seele. Er kenne keinen Spieler, der diese Spiele mögen würde, sagte er. Er wisse auch, daß auch die Fans diese Spiele nicht sehr mögen (Anmerkung von mir: 16,3 Millionen Zuschauer beim Spiel der Giants gegen die Redskins sprechen da eine etwas andere Sprache). Foster glaubt, daß die Liga diese Spiele nur angesetzt hat, um noch mehr Geld zu verdienen (Anmerkung von mir: Cleveres Kerlchen).
Wenn die Liga sich wirklich um die Gesundheit der Spieler sorgen würde, dann würde sie nicht nach nur vier Tagen zwei Teams wieder in das nächste Spiel schicken.
Wenn es nach Foster ginge, würden die Donnerstagsspiele abgeschafft. Doch das wird er in seiner aktiven Zeit wohl nicht mehr erleben. Und deshalb muß er nach nur drei Tagen Zwischenraum am Donnerstag wieder ran.

„Wie spät ist es?“ Eine Frage, die Geno Smith besser mal gestellt hätte am letzten Wochenende.
Der Quarterback der Jets sah sich am Samstagabend in seinem Hotelzimmer in San Diego einen Film an, als seine Teamkollegen sich zu einer Mannschaftsbesprechung trafen, um sich auf das Spiel gegen die Chargers vorzubereiten.
Smith erklärte, daß er vergessen hätte, die Uhr umzustellen. Er hätte noch nach Ostküstenzeit gelebt, und die drei Stunden Unterschied nicht bedacht.
Jets Coach Ryan sagte, daß man den Quarterback intern bestrafen würde, so wie man jeden anderen Spieler bestraft hätte. Aber das wäre keine große Sache. Dem Start des Achterbahn- Quarterbacks gegen die Broncos am Sonntag würde dieses Mißgeschick nicht im Wege stehen.
Stellt sich die Frage, welche Kategorie seiner Statistik wird gegen Denver dann mehr wachsen? Die mit den vier Touchdowns, oder die mit den sechs Interceptions?

Die Raiders verpflichteten Kenbrell Thompkins.
Der Wide Receiver war von den Patriots auf die Transferliste gesetzt worden, obwohl er zu den bevorzugten Anspielstationen von Tom Brady gehörte.

Die Dolphins suspendierten Derrick Shelby. Der Defensive End wurde am Samstag verhaftet, weil er in einem Nachtclub Frauen betatscht hatte.
Nach mehreren Beschwerden wollte man in aus dem Club werfen, doch Shelby weigerte sich, zu gehen. Die herbeigerufene Polizei nahm Shelby fest und ließ ihn später gegen Kaution frei.
Wie lange die Dolphins ihn suspendieren, steht noch nicht fest. Vier Wochen ist die erlaubte Höchstdauer.

Die Lions feuerten ihren Kicker Nate Freese nach Woche drei, weil er nicht treffsicher genug war.
Head Coach Jim Caldwell setzte auf den Ex-Eagles Kicker Alex Henery. Was auch immer Caldwell in ihm sah, es war nicht da.
In seinen zwei Spielen für Detroit verschoß er fünf Field Goals.
Am Montag wurde Henery gefeuert.

Der Lazarettreport
Die Titans meldeten, daß sie Bernard Pollard auf die Verletztenliste setzten.
Der Safety hat eine gerissene Achillessehne und für ihn ist die Saison beendet.

Die Giants werden einige Wochen auf Rashad Jennings verzichten müssen. Der Running Back hat ein überdehntes hinteres Kreuzband.

Die Chargers setzten Center Doug Legursky mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Vier Wochen wird Calais Campbell ausfallen, und das macht Cardinals Head Coach Bruce Arians noch wütender, als er überhaupt schon war.
Der Defensive End zog sich eine Dehnung des hinteren Kreuzbands zu, bei einem Foul der Broncos. Deren Tight End Julius Thomas blockte Campbell in der Höhe des Oberschenkels oder sogar etwas tiefer, als Left Tackle Ryan Clady Campbells Oberkörper bearbeitete.
Für Cardinals Head Coach Arians war dieser Chop Block das dreckigste Foul, das er je erlebt hat, wie er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte. Von dieser Meinung rückte er auch am Montag noch nicht ab.
Die Schiedsrichter hatten das auch so gesehen, und eine Strafe gegen Denver verhängt, die einen 77 Yards Touchdownpass von Peyton Manning auf Demaryius Thomas auslöschte.
Thomas wollte sich nach dem Spiel bei Campbell entschuldigen, fand ihn aber nicht. Deshalb erklärte er den Reportern, daß er nicht absichtlich so vorgegangen wäre. Es hätte ein Mißverständnis mit Clady gegeben, weshalb beide auf den Defensive End losgegangen wären.
Mindestens vier Wochen wird Calais Campbell wegen diesem Mißverständnis nun ausfallen. Dadurch wird die eh schon geschwächte Defense der Cardinals noch mehr geschwächt.

Montag, 6. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 5
manning-bronco8Womit fang ich an?
Am Besten damit, daß sich die NFL etwas normalisiert. Die Favoriten haben öfter gewonnen, als die Außenseiter, und das ist doch schon mal was.
Tom Brady und Peyton Manning (Bild) sind sehr exklusiven Clubs beigetreten, und es gibt so früh wie selten zuvor keine ungeschlagenen Teams mehr.
Fangen wir damit an, daß die Steelers die Jaguars geschlagen haben. Dabei haben sie sich zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber ein Sieg ist ein Sieg.

Die Jets haben mal wieder verloren und eingesehen, daß es mit Geno Smith einfach nichts wird. Aber obwohl er gegen die Chargers auf die Bank gesetzt wurde und Michael Vick spielte, änderte sich nichts. Deshalb wird Smith auch gegen die Broncos wieder starten, wie Head Coach Ryan bereits verkündete.

Die Buccaneers sind das Jo-Jo-Team der Liga. Nach einer unsagbar grauenvollen Vorstellung gegen die Falcons gewannen sie in Pittsburgh und in New Orleans erzwangen sie eine Verlängerung gegen die Saints.
In der Overtime kamen sie allerdings nicht mehr an den Ball. Die Saints marschierten von der eigenen 20 los und Running Back Khiry Robinson erzielte mit einem Lauf über 18 Yards in Tampas Endzone die Punkte zum 37:31 Sieg.
Die Saints konnten damit gerade mal so einen totalen Fehlstart in die Saison verhindern.

Die Giants nehmen immer weiter Fahrt auf und holten gegen die notorisch auswärtsschwachen Falcons einen 30:20 Sieg.

Bei der Schlacht um Texas ging es heiß her zwischen den 3-1 Texans und den 3-1 Cowboys.
Defense hieß das Zauberwort, und so stand es zur Halbzeit erst 3:0 für Dallas.
Im zweiten Durchgang gab es dann etwas Offense und die Teams mußten beim Stand von 17:17 in die Verlängerung.
Hier bekamen die Texans als erste den Ball. Sie schafften es aber nur von der eigenen 20 an die 48 der Cowboys und mußten punten.
Die Cowboys mußten von der eigenen 10 starten, schafften es aber in Field Goal Reichweite. Aus 49 Yards traf Dan Bailey zum 20:17.

Ein tolles Spiel für Fans von Abwehrschlachten, war auch das der Ravens gegen die Colts.
Der deutsche Linebacker Björn Werner konnte den erneut sehr hilflos agierenden Ravens Quarterback Joe Flacco zweimal sacken. Insgesamt landete Flacco viermal unter Verteidigern der Colts.
Colts Quarterback Andrew Luck leistete sich zwei Interceptions, spielte aber dennoch im siegreichen Team.
Am Ende gewannen die Colts etwas glücklich, aber dennoch verdient, 20:13.

Kommen wir zu den beiden Teams, die es gewohnt sind zu dieser Zeit noch ungeschlagen zu sein, es aber nicht mehr waren. Die Patriots hatten die ungeschlagenen Bengals zu Gast, und es zeigte sich, daß die Liga dieses Jahr wirklich verrückt spielt.
Nach der schlimmen Prügel, die New England in Kansas City verabreicht worden war, konnte man bei ihnen eine Trotzreaktion beobachten. Das Spiel verlief so, wie man sich normalerweise ein Spiel zwischen den Patriots und den Bengals vorstellt. Die Patriots zogen der Miezekatze das Fell über die Ohren.
Das war die Form, die man von den Pats erwartet hatte, auch wenn das Team ohne bekannte und passable Wide Receiver antritt.
Aber Tom Brady agierte, als wäre er 10 Jahre jünger. Er spielte befreit auf, hatte Spaß, und wollte sich seinen Ehrentag nicht kaputtmachen lassen. Ein 27 Yards Paß von ihm zu Rob Gronkowski brachte Brady über 50.000 Passyards. Er ist erst der sechste Quarterback in der NFL, der diese Barriere überschritt.
Aber auch das bisher nicht vorhandene Laufspiel der Patriots tauchte auf einmal aus der Versenkung auf. 220 Laufyards erzielten die Pats.
Am Ende hatte das Kätzchen, das bisher in drei Spielen erst 33 Punkte zugelassen hatte, in diesem einen Spiel 43 Punkte kassiert, und selber nur 17 erzielt.

Die Broncos hatten die ungeschlagenen Cardinals zu Gast, die sehr verletzungsgeschwächt anreisten und weiter dezimiert wurden.
Ersatz- Quarterback Drew Stanton mußte nach einer harten, aber legalen, Attacke von Linebacker Von Miller mit einer Gehirnerschütterung das Spiel verlassen. Der dritte Mann, Rookie Logan Thomas, stand danach auf verlorenem Posten. Auch Defensive End Calais Campbell, Arizonas bester Laufverteidiger, mußte das Spiel vorzeitig verlassen. Er wurde am hinteren Kreuzband verletzt.
Wie Tom Brady, so wollte sich auch Peyton Manning seinen Ehrentag nicht kaputtmachen lassen, obwohl Denver streckenweise gar nicht gut aussah.
Aber Manning warf mit seinem ersten Touchdownpass in diesem Spiel den 500. Touchdownpass seiner Karriere, einen sieben Yarder auf Julius Thomas. Nur Brett Favre hat auch über 500 Touchdownpässe in seiner Karriere geworfen.
Manning warf auch noch die Touchdownpässe Nummer 501, 502 und 503. Damit braucht er noch sechs Touchdowns, um an Brett Favres 508 vorbeizuziehen.
Wenn alles normal läuft, dann müßte es in Woche sieben so weit sein. Die NFL hat das wohl vorausberechnet, und dieses Spiel zu einem Heimspiel am Sonntagabend gemacht.
Bleibt zu hoffen, daß die Jets der Berechnung keinen Strich durch die Rechnung machen. Die sind nämlich in Woche sechs der Gegner der Broncos, und wer weiß, vielleicht schafft Manning dann schon die sechs Touchdowns?
Die Cardinals jedenfalls wurde standesgemäß mit 41:20 abgefertigt, auch wenn sie tapfere Gegenwehr leisteten.
Durch den 31:0 Sieg der Chargers gegen die Jets stehen die Broncos mit 3-1 Siegen hinter San Diego mit 4-1.
Die Cardinals fielen auf 3-1 und haben die 49ers im Nacken. Die kamen durch einen häßlichen 22:17 Sieg gegen die Chiefs auf 3-2 Siege.

Der Lazarettreport
Einen schweren Verlust hatten die Saints zu verkraften. Tight End Jimmy Graham verletzte sich in der ersten Halbzeit an der Schulter und schied aus.
Wie lange er aussetzen muß, steht noch nicht fest.

In der unerwarteten Niederlage gegen Buffalo, verloren die Lions auch noch Wide Receiver Calvin Johnson.
Bei seinem einzigen gefangenen Paß verletzte er sich am Knöchel.
Auch Running Back Reggie Bush schied mit einer Knöchelverletzung aus.
Bei den Bills mußte Cornerback Ron Brooks auf einer Bahre vom Platz getragen werden. Er verletzte sich am Nacken.

Denver wird eine Weile auf Montee Ball verzichten müssen. Der Running Back verletzte sich an der Leiste.

Gerade war Jake Locker von einer Verletzung an der Hand genesen, da verletzte sich der Quarterback der Titans am rechten Daumen.
Er wird wohl wieder einige Zeit ausfallen.

Bei den Giants überdehnte sich Running Back Rashad Jennings ein Knie.

Die Bears verloren das Spiel in Carolina und Chris Conte. Der Safety erlitt eine Gehirnerschütterung.

Sonntag, 5. Oktober 2014

5 0 0
manning-peyton-broncos4Noch ein Touchdownpass, und Peyton Manning (Bild) ist im Club der 500er angekommen.
Ein sehr elitärer Club, denn bisher hat er mit Brett Favre nur ein Mitglied.
Danach steht für die Nr. 18 der Broncos der nächste Meilenstein auf dem Programm, denn nur neun Touchdowns braucht er dann noch, um Brett Favre mit seinen 508 Touchdowns zu überholen.
Bei drei Touchdowns pro Spiel, die Manning momentan im Schnitt wirft, also nur noch drei Spiele, dann ist es so weit.
Heute kommen die Cardinals ins Mile High Stadion. Sie sind eines von nur noch zwei ungeschlagenen Teams in der NFL. Das zweite sind die Bengals.
Leicht wird es für Manning und seine Offense nicht werden, Punkte gegen Arizona zu erzielen. Mit nur 45 kassierten Punkten sind die Cardinals momentan das zweitbeste Team der Liga. Nur ein Team hat noch weniger Punkte kassiert, die Bengals mit 33.
Ob die beiden Teams nach diesem Spieltag noch ungeschlagen sein werden, wird man sehen. Die Broncos sind kein leichter Gegner. Da haben die Bengals es mit den Patriots in deren momentaner Verfassung doch schon sehr viel leichter. Das Spiel ist das Sunday Night Spiel und es findet in Foxboro statt.
Und das zeigt, wie verrückt die NFL Welt in diesem Jahr ist. Normalerweise sind die Mannschaften von Peyton Manning und Tom Brady um diese Zeit noch ungeschlagen.
Mit den Cardinals und Bengals konnte man da wirklich nicht rechnen.

Kurzberichte
In einem weiteren wichtigen Spiel treten die Baltimore Ravens gegen die Indianapolis Colts an. Vor einigen Jahren wäre dies das Spiel der Cleveland Browns gegen die Baltimore Colts gewesen.
Doch das ist Geschichte. Heute spielt Baltimore gegen die Colts.
Das Hauptaugenmerk muss man in diesem Spiel auf zwei Wide Receiver richten, die zusammen 70 Jahre alt sind. Reggie Wayne von den Colts und Steve Smith, der sich bei den Ravens selber die Bezeichnung Senior verliehen hat, sind jeder 35 Jahre alt. Beide gehören zu den Top 13 Receivern in dieser Saison, und beide haben letzte Woche Pässe für über 100 Yards gefangen. Altes Eisen sieht anders aus.
Die Colts, die in den letzten beiden Spielen jeweils über 40 Punkte erzielt haben, werden es gegen die Ravens nicht ganz so leicht haben, wie gegen die Leichtgewichte aus Jacksonville und Tennessee. Die vier Touchdownpässe, die Andrew Luck in jedem dieser beiden Spiele warf, dürften ihm heute nicht gelingen. Da müsste die Defense Baltimores schon einen rabenschwarzen Tag erwischen.
Da dürfte es Ravens Quarterback Joe Flacco mit der Defense der Colts schon leichter haben.
Demnach müsste es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel werden, wenn man alle Faktoren bedenkt. Aber in dieser Saison, wo in der NFL Schwerkraft und Fliehkraft vertauscht zu sein scheinen, kann es auch ein öder Langeweiler werden.

Am Dienstag und Mittwoch steht ein Treffen der Teambesitzer in New York an.
Dann wird der Verkauf der Buffalo Bills für $1,4 Milliarden an Terry Pegula wohl durchgewunken werden.
Pegula zahlt einen sehr hohen Preis für ein sehr schlechtes Team. Mal sehen, was er daraus macht?

Die Redskins hatten einen unerwarteten Teilnehmer beim Aufwärmtraining am Samstag. Quarterback Robert Griffin III machte die Übungen mit, verschwand aber, als seine Teamkollegen dann ernst machten.
Griffin III trug keinen Stützstiefel mehr um den ausgerenkten Knöchel zu stabilisieren, sondern Stollenschuhe.
Doch noch gibt es keinen Zeitplan, wann der Quarterback die Redskins wieder als Starter anführen wird. Einige Wochen wird das noch dauern.

Samstag, 4. Oktober 2014

Kurzberichte
prater-matt2Die Broncos warteten nicht ab, bis Matt Prater (Bild) seine Sperre abgeleistet hatte. Am Freitag feuerten sie den Kicker, nur Tage bevor er wieder hätte eingesetzt werden dürfen.
Prater war wegen verschiedener Alkoholvergehen suspendiert, und in dieser Zeit trat Brandon McManus gegen den Ball. Er wird also für den Rest der Saison seinen Job behalten.

Die Titans werden am Sonntag eine Schweigeminute abhalten zu Ehren des verstorbenen Rob Bironas.
Der ehemalige Kicker der Titans verstarb am 20. September im Alter von 36 Jahren bei einer Trunkenheitsfahrt. Sein Auto überschlug sich mehrfach und streifte mehrere Bäume, bevor es auf dem Dach in einem Abflußkanal landete.
Andere Personen waren nicht in den Unfall verwickelt.
Die toxikologischen Untersuchungen der Leiche ergaben einen Blutalkoholgehalt von 2,18 Promille.
Erst im Juni 2014 hatte Bironas Rachel Bradshaw geheiratet, die Tochter der Steelers Legende Terry Bradshaw.

Der Lazarettreport
Für Jairus Byrd ist die Saison beendet.
Die Saints setzten den Safety mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die Lions müssen am Sonntag auf Joique Bell verzichten. Der Running Back leidet an einer Gehirnerschütterung. Zwar hat er alle Protokolle positiv durchlaufen, aber Head Coach Caldwell sagte, daß er ihn nicht einsetzen wird. Auch Running Back Theo Riddick wird nicht mitspielen.

Bei den Bears sind Offensive Lineman Jermon Bushrod mit einer Knieverletzung und Defensive Lineman Jeremiah Ratliff mit einer Gehirnerschütterung als nicht einsatzbereit gelistet.

Die Chiefs können Safety Eric Berry wegen einer Knöchelverletzung nicht einsetzen.

Schon wieder am Fuß verletzt ist Falcons Wide Receiver Harry Douglas. Er wird nicht spielen können.

Zur Kasse bitte
Und wieder war es eine sehr schlechte Woche für die NFL, was ihre Nebeneinkünfte bei den Geldstrafen für ihre Spieler betrifft.
Jets Quarterback Geno Smith wurde von Fernsehkameras dabei erwischt, wie er einem Fan, der sehr ausdauernd nach Michael Vick verlangte, etwas Böses zurief. Das kostete ihn $12.000.
Das machte ihn aber nicht zum Spitzenzahler.
Der Titel fällt Steelers Defensive Lineman Cameron Heyward zu, der einen Schiedsrichter beleidigte. Er war mit $22.050 dabei.
Texans Defensive Lineman JJ Watt musste für einen überharten Angriff auf den Quarterback $16.537 zahlen.

Es ist NFL, also guck ich
Egal, was für Spiele angesetzt sind, und wie schlecht sie sind, die Amerikaner schalten den Fernseher ein, wenn zwei NFL Teams gegeneinander spielen.
Die Donnerstagsspiele sind zum größten Teil unterirdisch, und doch schießen die Einschaltquoten durchs Dach. In dieser Woche waren es 13,8 Millionen Zuschauer.
Das „spannendste“ Spiel bisher war das Saisoneröffnungsspiel, das die Seahawks mit „nur“ 20 Punkten Vorsprung gewannen. Ja, strenggenommen gehörte das erste Donnerstagsspiel nicht zur Thursday Night Football Serie. Da es aber Donnerstags war, zählen wir es einfach mal mit.
Der Beweis, daß die Donnerstagsspiele Gähner sind, ist schnell erbracht. Die drei schlimmsten Fanvertreiber in dieser Saison fanden alle an einem Donnerstag statt. Atlanta gewann mit 42 Punkten vor den Buccaneers, Green Bays 32 Vorsprung über Minnesota landet auf Platz zwei und auf Platz drei finden sich die Giants, die mit 31 Punkten Vorsprung über die Redskins siegten.
Dabei mitgerechnet sind die „Ehrenpunkte“, die die unterlegenen Teams noch erzielen, wenn der Sieger schon in den Gnadenmodus geschaltet hat, sonst sähe es noch schlimmer aus.
Das bewog eine große amerikanische Tageszeitung dazu, mal zu überlegen, wie man diese Langeweiler retten könnte?
Die USA today schlägt vor, das Donnerstagsspiel zum letzten Spiel der Woche zu machen, mit einer anschließenden Freiwoche für die beiden Teams.
Damit hätten die Mannschaften mehr Zeit, sich auf den Gegner vorzubereiten, und solche Verletzungen, wie sie Vikings Quarterback Teddy Bridgewater hat, könnten rechtzeitig abheilen.
Der Ansatz der NFL, in dieser Saison fast nur Spiele zwischen Divisionsrivalen zu zeigen, um die Reisestrapazen zu minimieren ist nicht schlecht, ändert aber nichts am Hauptproblem, den unattraktiven Teams. Das Vorhaben der NFL, Donnerstags auch mal Teams zu zeigen, die nicht zu den besten der Liga gehören, ist zwar aller Ehren wert, kann den unparteiischen Fans aber nicht auf Dauer zugemutet werden. Die NFL müsste das Donnerstagsspiel zum wichtigsten Spiel der Woche machen, und da die besten Teams zeigen.
Die Idee der Zeitung, den Teams, die Donnerstags ranmüssen, vorher und nachher mehr Zeit zu geben, ist deshalb wert, von der NFL zumindest in Betracht gezogen zu werden... Auch wenn die Zuschauer selbst diese Spiele in Massen einschalten.

Freitag, 3. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 5 - Thursday Night Football
lacy-eddieDie gute Nachricht: Die Woche startete ohne Überraschung. Oder ist es mittlerweile schon eine Überraschung, wenn der haushohe Favorit auch haushoch gewinnt?
Green Bay profitierte von einem entfesselten Eddie Lacy (Bild). Der Running Back hatte große Startschwierigkeiten und kam in den ersten vier Wochen nicht in die Gänge. Das änderte sich gegen die Vikings. Lacy erzielte mit 13 Läufen 105 Yards und 2 Touchdowns. Zusätzlich fing er drei Pässe für 27 Yards.
Das ist das, was die Packers sich diese Saison vom letztjährigen Rookies des Jahres erwartet hatten.
Auch Quarterback Aaron Rodgers glänzte bis zu dem Moment, in dem er auf die Bank gesetzt wurde, um ihn zu schonen. Er vervollständigte 12 seiner 17 Pässe für 156 Yards und 3 Touchdowns.
Bei den Vikings war klar, daß das Spiel ein paar Tage zu früh kam. Rookie Quarterback Teddy Bridgewater hätte bis Sonntag seine Knöchelverletzung bestimmt auskuriert gehabt. So aber traf ihn der Fluch des Donnerstagsspiels.
Christian Ponder startete als dritter Quarterback der Vikings im fünften Spiel. Das zeigte sich dann sehr deutlich. Sein Manko war aber nicht nur die mangelnde Abstimmung, sondern das fehlende Laufspiel. Die Running Backs Asiata und McKinnon erzielten mit 22 Läufen nur 96 Yards. So musste Ponder den Ball 44 mal werfen und erreichte eine genau 50prozentige Trefferquote für 222 Yards, 0 Touchdowns und 2 Interceptions.
Einen seiner Fehlpässe trug der Altstar Julius Peppers über 49 Yards zum Touchdown zurück. Und der 34-jährige legte ein irres Tempo an den Tag.
Mit 100 Sacks und jetzt 10 Interceptions schrieb er NFL Geschichte, denn er ist der einzige Spieler, dem das bisher gelang.
Beinahe hätte der Linebacker den Lambeau Leap vergessen. Aber Teamkollege Morgan Burnett erinnerte ihn daran, und so sprang Peppers auch noch in die Zuschauerränge.
Keinen Streit um einen geschichtsträchtigen Ball gab es zwischen Aaron Rodgers und Davante Adams. Mit diesem Ball warf Rodgers seinen 200. Touchdownpass, und für Adams war es der erste gefangene Touchdown seiner NFL Karriere. Rodgers überließ ihm den Ball.
Nachdem die Packers Rodgers auf die Bank gesetzt und in den Gnadenmodus umgeschaltet hatten, kamen die Vikings noch zu den üblichen, überflüssigen, „Ehrenpunkten“.
Daran, daß Green Bay verdient mit 42:10 gewann, änderte das aber nichts.
Zwei Spieler schieden mit Verletzungen aus. Bei den Packers verletzte sich Defensive Lineman Datone Jones an der Hüfte und bei den Vikings erwischte es Wide Receiver Cordarelle Patterson am Knöchel.

Kurzberichte
Die Polizei in San Jose hat die Untersuchungen im Fall Ray McDonald abgeschlossen und die Sache an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Der Defensive End der 49ers wurde am 31. August wegen häuslicher Gewalt verhaftet.
Jetzt liegt es an der Staatsanwaltschaft, ob McDonald angeklagt wird oder nicht. Bis dahin wird er wohl im aktiven Kader der 49ers bleiben.

Die Cowboys haben CJ Spillman nicht aus dem aktiven Kader gestrichen.
Gegen den Defensive Back, der hauptsächlich in den Special Teams spielt, liegt eine Anzeige wegen sexueller Belästigung vor.
Bis auf Weiteres wollen die Cowboys ihn nicht suspendieren. Bisher wird nur gegen Spillman ermittelt. Eine formelle Anklage wurde noch nicht erhoben.

Die Spielergewerkschaft und die NFL haben sich auf eine unparteiische Schlichterin im Fall Ray Rice geeinigt.
Die ehemalige US Richterin Barbara S. Jones wird den Einspruch des Ravens Running Backs gegen seine Suspendierung auf unbestimmte Zeit verhandeln.
Wann die Anhörung stattfindet, steht noch nicht fest.

Die Vereinigung der NFL Schiedsrichter hat die 15 Yards Strafe gegen Chiefs Safety Husain Abdullah verteidigt.
Die NFLRA erklärte, daß der Moslem aber nicht wegen des Gebets bestraft wurde, sondern weil er auf den Knien in die Endzone gerutscht war. Das wäre als Verhöhnung bestraft worden.
Das Gebet danach wäre nicht der Grund für die Flagge gewesen.
Abdullah selbst hatte übrigens direkt nach dem Spiel selber vermutet, daß die Flagge nicht für sein Gebet war, sondern für das Rutschen.
Also war die ganze Aufregung darum, daß ein armer, gläubiger Moslem für sein Gebet hätte bestraft werden können, völlig für die Katz.

Chiefs Wide Receiver Donnie Avery wird dem Team einige Zeit fehlen. Er muss an der Leiste operiert werden.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mach mal Platz Peyton, hier kommt Andrew.
luck-andrew10Wenn nichts unerwartetes dazwischenkommt, könnte Colts Quarterback Andrew Luck (Bild) in dieser Saison einige Teamrekorde brechen.
In die Saison gestartet ist der Nachfolger von Peyton Manning, als gäbe es kein Morgen mehr. Luck führt die Liga mit 1.305 Passyards und 13 Touchdowns an. Mit 136 erzielten Punkten führen die Colts die Liga an.
Wenn Luck in diesem Tempo weitermacht, kann er nicht nur einige Teamrekorde brechen, sondern er könnte der erste Quarterback der Colts werden, der über 5.000 Passyards und 50 Touchdowns in einer Saison erzielt.
Doch, so wirklich kann man nicht damit rechnen, daß Luck diese Ziele erreicht.
Als es in den ersten beiden Wochen gegen echte Footballteams aus Denver und Philadelphia ging, verloren die Colts, und Luck lieferte zwar überdurchschnittliche Leistungen ab, aber keine, die auf neue Rekorde hingedeutet hätten.
Erst in den letzten beiden Spielen gegen die minderwertigen Teams aus Jacksonville und Tennessee türmte Luck rekordverdächtige Zahlen auf. Da vervollständigte er 60 seiner 80 Pässe für 763 Yards und 8 Touchdowns bei einem Fehlpass.
So einfach wird es ja nicht immer sein. Schon am Sonntag kommen die Ravens. Die sind, trotz aller Probleme, die sie haben, doch ein ganz anderes Kaliber als die Jaguars und Titans.
Aber, mag der ganze Hype 2012 dem Rookie- Quarterback der Redskins, Robert Griffin III, gegolten haben, so ist heute ganz klar, daß der beste Spieler, der damals einberufen wurde mit klarem Abstand Andrew Luck ist.

Kurzberichte
Die jüngste Anzeige gegen einen NFL Spieler ging am 20. 9. 14 im Grapevine (Texas) Polizei Dezernat ein.
Cowboys Ersatz Defensive Back CJ Spillman wurde wegen Vergewaltigung angezeigt.
Weitere Informationen zu der laufenden Untersuchung wurden noch nicht bekanntgegeben.
Aus der Clubführung war zu der Anzeige noch nichts zu hören.

Weitere 10 Wochen müssen die Panthers auf Frank Alexander verzichten. So lange ist der Defensive End suspendiert, weil er erneut der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde.
Alexander hat gerade erst die ersten vier Saisonspiele verpasst, weil er suspendiert war, schon geht er in die nächste Suspendierung.

Die Jets gehören zu den wenigen Teams, die genau die Leistung bringen, die man vor der Saison von ihnen erwartet hatte, in dem Fall: Keine!
Mit 1-3 Siegen dümpeln sie am Boden der AFC East herum und sind nur deshalb nicht schon weit abgeschlagen, weil die Mitkonkurrenten ähnlich schlecht sind.
Mit ein Grund... Quatsch, der Hauptgrund für den Platz am Tabellenende dürfte Quarterback Geno Smith sein. Er gehört zu den talentierten Quarterbacks, die von Spiel zu Spiel unterschiedliche Leistungen abliefern. Das unbedingte Festhalten von Head Coach Rex Ryan, der in Smith die Zukunft der Jets sieht, ist ein Ausdruck bodenloser Sturheit.
Smith zeigte einem Fan im MetLife Stadium am Sonntag den Effenberger, als er von ihm lauthals beschimpft wurde.
Wenigstens diese Geste hate Smith unfallfrei hinbekommen.
Doch der Quarterback versteht die ganze Aufregung um ihn nicht. Er fragt sich allen ernstes, warum die Reporter bei jeder sich bietenden Gelegenheit danach fragen, wann Michael Vick endlich spielen wird? Er könne doch den zünden Funken liefern.
„Welchen zündenden Funken?“ fragte Smith da zurück. „Wir haben ihn doch schon eingesetzt, und da hat kein Funke gezündet“, fuhr er fort.
Stimmt, Vick wurde schon eingesetzt, für ein, zwei Spielzüge in abenteuerlichen Formationen. Da kann natürlich nichts zünden.
Doch für Smith ist klar, daß er der bessere Mann ist.
Das kann er ja am Sonntag beweisen, wenn es gegen die Chargers geht. Ein Team, das überraschenderweise mit 3-1 Siegen alleine an der Spitze der AFC West steht.

„Ich denke überhaupt nicht daran, wieder zu coachen“, sagte Jon Gruden auf die Frage, ob er der nächste Head Coach der Raiders wird?
Gruden sagte in einem Radiointerview seines Arbeitgeber-Senders ESPN, daß er sich als Analyst der Monday Night Spiele sehr wohl fühlt. Klar wäre da immer noch eine starke emotionale Verbindung zu dem Team, aber dennoch verspüre er keine große Lust, wieder als Head Coach zu arbeiten.
Raiders Besitzer Mark Davis will aber dennoch daran arbeiten, Gruden wieder als Head Coach für das Team zu gewinnen.
Ein Blankoscheck, den Gruden selber ausfüllen kann, könnte da vielleicht helfen.
Warte wir es ab.

Die Pittsburgh Steelers gehören zu den Teams, die in dieser Saison die meisten Strafen kassiert haben.
Um Abhilfe zu schaffen, haben sie in dieser Woche einige Schiedsrichter eingeladen, die beim Training dabei sein werden. Sie sollen den Spielern beibringen, was geht und was nicht.
Nicht nur die Strafen, die das Team kassiert, wenn ein Spielzug beendet ist, regen Head Coach Tomlin auf, sondern es sind mehr noch die Strafen, die das Team kassiert, bevor ein Spielzug beginnt. Das wären Konzentrationsstörungen, die es abzuschaffen gilt, sagte der Head Coach.
Man müsse dringend von den 387 Yards herunter, die das Team in den ersten vier Spielen an Strafen kassierte.
Den Spieler mit den meisten Strafen hat Mike Tomlin sich schon selber vorgenommen. Wide Receiver Antonio Brown würde nach Touchdowns zu exzessiv feiern, was zu zu vielen 15 Yards Strafen geführt hat.
Tomlin will Brown daran gewöhnen, daß Touchdowns für ihn etwas ganz normales sind. Er hätte Brown schon einigen Male gesagt, daß er zu den besten Receivern der Liga gehört, fuhr Tomlin fort. Nach einem Touchdown soll er den Ball an einen Schiedsrichter aushändigen, und gut.
Doch Brown freut sich immer noch weiter wie ein Schneekönig, wenn er die Endzone erreicht hat.
Es wird nicht leicht, dem Wide Receiver die Freude am Touchdown abzugewöhnen.

Die besten Spieler der Woche 4

AFC
OFFENSE: RB JAMAAL CHARLES, KANSAS CITY CHIEFS
18 Läufe für 92 yards, 1 Touchdown, 3 gefangene Pässe für 16 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE J.J WATT, HOUSTON TEXANS
5 Tackles, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 80 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K NICK NOVAK, SAN DIEGO CHARGERS
4 von 4 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
22 von 28 Pässe für 302 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 9. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S ANTOINE BETHEA, SAN FRANCISCO 49ERS
7 Tackles, 1 Interception, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-RB DARREN SPROLES, PHILADELPHIA EAGLES
1 Puntreturn- Touchdown über 82 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Kurzberichte
sparano-tony-hc-dolphins200Die Raiders haben einen Übergangstrainer gefunden. Sie nahmen jemanden aus den eigenen Reihen, Offensive Coordinator Tony Sparano (Bild).
Sparano ist der 19. Head Coach der Raiders und der achte seit 2002.
Er ersetzt Dennis Allen, der in seiner Zeit auf 8-28 Siege für Oakland kam.
Sparano hat sich schon mal als Head Coach in der NFL versucht. Seine Bilanz von 29-33 Siegen mit den Dolphins zeigt allerdings, daß er nicht sehr erfolgreich war.
Aber, das kann ja noch werden. Auch Seahawks Head Coach Pete Carrolls erster Versuch als Head Coach in der NFL war von Erfolglosigkeit gekrönt, im zweiten Anlauf brachte er es zum Super Bowl Sieger mit den Seahawks.
Ob die Raiders Sparano die Zeit lassen, die er zum Kitten des Scherbenhaufens braucht, der ihm von General Manager Reggie McKenzie als Spielermaterial zur Verfügung gestellt wurde, ist fraglich?
Der absolute Wunschkandidat in Oakland ist und bleibt Jon Gruden.
Doch ihn von ESPN abzuwerben dürfte teuer werden. Gruden wird bestimmt direkt zu den fünf bestverdienenden Head Coaches gehören wollen, wenn er zusagen sollte.

Die staatliche Fernmeldebehörde der USA, die FCC, hat es der NFL untersagt, eine Übertragung der Spiele, die bis zu einer bestimmten Zeit vor dem Anpfiff nicht ausverkauft sind, im heimischen TV Markt zu verbieten.
Dieser seit Jahrzehnten bestehende Bann ist damit aufgehoben.
Viele NFL Teams hat dieser Bann eh nie getroffen, da ihre Spiele konstant ausverkauft sind. Aber die Chargers, Jaguars und Buccaneers spielen oft vor erschreckend leeren Rängen.
Die NFL hat bereits angekündigt, daß sie die Entscheidung der FCC nicht beachten wird. In den bis 2022 laufenden Verträgen mit den TV Gesellschaften ist verbindlich festgelegt, daß Spiele, die 72 Stunden vor dem Anpfiff nicht ausverkauft sind, im heimischen TV Markt nicht gezeigt werden dürfen. Deshalb, so die NFL, würde man frühestens nach 2022 die FCC Regeln berücksichtigen.

Die Colts verlängerten den Vertrag mit Robert Mathis bis zum Ende der Saison 2016.
Spielen wird der Linebacker allerdings in dieser Saison nicht. Zwar hat er seine vier Spiele dauernde Suspendierung abgesessen, aber beim Versuch sich fit zu halten, hat er sich eine Achillessehne gerissen.
Über die Konditionen des neuen Vertrags wurde nichts bekanntgegeben.

Nach dem Aufschrei, der hier sogar von Systemmedien wie dem Stern, ausgestoßen wurde, beeilte sich die NFL, sich bei Husain Abdullah zu entschuldigen.
Der gläubige Moslem der Chiefs hatte nach einem Touchdown gegen die Patriots zu Allah gebetet. Dafür gab es von den Schiedsrichtern eine 15 Yards Strafe.
„Regel 12, Abschnitt 3, Artikel 1 (d) besagt: "Spielern ist es verboten in irgendeiner Art zu Jubeln oder Freude auszudrücken, während sie am Boden sind." So weit die Regel. „Jedoch ist der vorherrschende Mechanismus in dieser Situation, einen Spieler nicht zu bestrafen, der als Teil des religiösen Ausdrucks zu Boden geht und infolgedessen hätte es in diesem Fall keine Strafe geben dürfen,“ sagte ein NFL Sprecher.
Am Dienstagmorgen hieß es aus der Ligazentrale, daß man sich bei Abdullah dafür entschuldigt hat.

Und er ist wieder da, der Augenlicht gefährdende „Schwuchtelrosa“ Monat.
Ab sofort wird diese gräßliche Farbe die Spiele der NFL wieder bestimmen, um auf den Brustkrebsbewußtseinsmonat hinzuweisen.
Schon am Donnerstag werden wir überschwemmt werden von rosa Flaggen, rosa Schuhen, rosa Handschuhen und was man sonst noch rosa anmalen kann.
Sehen wir das Positive, es ist für einen guten Zweck, und es geht vorüber.

Eine Quadrizepszerrung wird Cowboys Linebacker Bruce Carter vom Einsatz gegen die Texans abhalten.
Ob er in der Woche danach gegen die Seahawks wird spielen können, steht noch nicht fest.

Die Falcons haben zwei Spieler auf die Verletztenliste gesetzt. Center Joe Hawley ist am rechten Knie verletzt und Right Tackle Lamar Holmes ist an einem Fuß verletzt.
In der Defense erwischte es William Moore. Der Safety fällt mit einer Schulterverletzung acht Wochen aus.

Der Schock sitzt tief. „Wir haben gegen eines der schlechtesten Teams der NFL verloren,“ sagte Steelers Wide Receiver Antonio Brown ungläubig. „Und das auch noch Zuhause. Das ist peinlich und zutiefst beschämend,“ fuhr fort.
Da weiß man jetzt nicht so recht, ist es nun gut, daß der nächste Gegner ein noch schlechteres Team als die Bucs ist, oder ist das schlecht?
Wenn die Steelers ein Team mit Moral und Anstand sind, dann werden sie ihren Frust über den letzten Sonntag an den Jaguars auslassen.
Wenn nicht, muss man Pittsburgh für diese Saison bereits abschreiben.

 

 

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