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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Sonntag, 25. September 2016

Kurzberichte
luck-andrew8Die Colts listen Quarterback Andrew Luck (Bild) mit einer Schulterverletzung als fraglich.

Die Vikings setzten Adrian Peterson auf die Liste der kurzzeitig Vertletzten. Damit dürfte der Running Back in acht Wochen wieder spielen, wenn er bis dahin den Meniskusriß auskuriert hat.

Die Dolphins können Running Back Arian Foster wegen einer Leistenzerrung nicht einsetzen.

Buccaneers Tight End Austin Seferian-Jenkins wurde erwischt, als er unter Alkoholeinfluß Auto fuhr.
Die Bucs feuerten ihn sofort, als sie davon erfuhren.

Drei Quarterbacks der Patriots sind jetzt nicht einsatzbereit. Tom Brady ist suspendiert, Jimmy Garoppolo hat Schulter und Rookie Jacoby Brissett hat eine gerissene Daumensehne in der Wurfhand. Er muß operiert werden.

 

Freitag, 23. September 2016

Die NFL 2016 - Woche 3 - Der Donnerstag
belichick-bill12UNFASSBAR!
Was war das für ein Spiel.
Kleiner Scherz!
Wenn ich es diese Woche nicht schon so ähnlich benutzt hätte, würde ich jetzt schreiben: „Und wieder warf das Thursday Night Football Spiel Fragen auf: A) Was hat ein Team wie die Houston Texans in der NFL zu suchen, B) Wieso zahlt man einer Flasche wie Brock Osweiler $17 Millionen?“
Aber ich mag keine Wiederholungen, also lasse ich es.
Daß die Defense der Patriots mit dem was die Texans so optimistisch als Offense bezeichnen keine Probleme haben würden, das war zu erwarten. Nicht zu erwarten war, daß die mit Stars gespickte Defense der Texans Null Chancen hatte eine Offense zu stoppen, die mit einem Rookie Quarterback antrat und deren O-Line verletzungsbedingt nur als Notlösung zu bezeichnen ist.
Doch man rieb sich verwundert die Augen, wie hilflos auch dieser Mannschaftsteil der Texans agierte.
Es liegt also definitiv am System Belichick (Bild), daß die Patriots auch ohne ihre Stars in Offense und Defense von Sieg zu Sieg eilen. Dieser Head Coach sollte bereits jetzt zum Head Coach des Jahres gekürt werden.
Nur zweimal kam die Offense Houstons in die Hälfte New Englands. Einmal bis an die 36, danach noch mal bis zur 45.
Kommen wir jetzt zum Endergebnis, einem verdienten und etwas zu knapp ausgefallenen 27:0 für New England. Mit Garoppolo oder gar Brady hätte New England doppelt so viele Punkte erzielt.
Nächste Woche noch die Bills abfertigen, und dann kommt Tom Brady wieder. Auch einige suspendierte und verletzte Spieler werden dann endlich wieder dabei sein, und das Team verstärken.

Neue Regeln braucht die NFL... wirklich?
Eine Szene war Typisch für die Texans im Thursday Night Spiel. Zu Pleiten, Pech, Pannen und Unvermögen gesellte sich auch noch Dummheit.
Das bringt uns zur neuen Kickoffregel.
Beispiel 1: Nach dem 3:0 für New England fing Charles James den Kickoff von Gostkowski in der Endzone. Statt den Spielzug abzuknien und damit an der 25 starten zu können, trug der Defensive Back den Ball nach vorne und wurde an der eigenen 17 gestoppt. Das alleine wären schon acht Yards Verlust gewesen. Doch nicht genug damit, verlor Charles den Ball auch noch, der von Duron Harmon erobert wurde. In der Folge lief Rookie Quarterback Jacoby Brissett 27 Yards in die Endzone und erzielte den ersten Touchdown seiner jungen Karriere. Das macht dann drei gelungene Einstände für Rookie- Quarterbacks in dieser Saison.
Beispiel 2: Ein weiterer Kickoff von Gostkowski war so gut im Feld plaziert, daß Running Back Tyler Irvin ihn an der Neun annahm und nach vorne tragen mußte, wobei auch er den Ball verlor.
Hier beginnt das Dilemma der Regelmacher und Roger Goodell. Sie hatten den Glauben daran, daß es zu weniger gefährlichen Kollisionen kommen würde, wenn man den Ball nach einem Touchback nicht mehr an die 20 legt, sondern an die 25. Diese geschenkten fünf Yards, so war man sicher, würden dafür sorgen, daß die Ballträger nicht mehr aus der Endzone herauslaufen. Falsch, wie man am ersten Beispiel sieht.
Falsch auch deshalb, weil die Trainer gar nicht daran denken, dem Gegner diese fünf Yards zu schenken. Sie ließen ihre Kicker üben, den Ball kurz vor der Endzone zu plazieren, damit man den Ballträger früh stoppen kann, wie das zweite Beispiel zeigt.
Die Touchback-Rate ist seit Einführung dieser Regel um gute 20% gesunken. Das führt diese neue Regel ad absurdum. Und schon gibt es unterschiedliche Aussagen dazu. NFL Chef Goodell sagt, daß die Regel die ganze Saison über angewandt wird. Der Chef der Schiedsrichter Blandino sagt, daß diese Regel an den ersten vier Spieltagen getestet werden sollte, und daß man dann entscheidet, was damit passiert.
Lassen wir uns überraschen, was tatsächlich passieren wird. Fakt ist, daß die neue Regel genau das Gegenteil dessen gebracht hat, was sie bewirken sollte.

Kurzberichte
Wegen Rassenunruhen in Charlotte, North Carolina, würden die Panthers ihr Heimspiel gegen die Vikings am Sonntag gerne an einem anderen Ort austragen.
Die NFL aber möchte davon nichts wissen. Sie gab bekannt, daß das Spiel wie geplant stattfinden wird. Allerdings behält man die Sache im Auge, um kurzfristig eventuell doch umzuziehen.

„Ich muß besser spielen,“ zu dieser Selbsterkenntnis kam Packers Quarterback Aaron Rodgers. Er gab zu, daß er bisher nicht seine normale Leistung gebracht hat und letzte Woche sogar weit unter seinen Möglichkeiten geblieben ist.
Doch gleichzeitig prangerte er die Experten an, die Land auf, Land ab ihren Senf über die stotternde Offense seines Teams von sich geben.
Sein Head Coach würde schon selber wissen, was geändert werden muß, dafür würde er keine Ratschläge von außen brauchen.
Dennoch muß man vermerken, daß die Offense der Packers bereits 2015 nicht rundlief, und bisher in 2016 kein Fortschritt zu erkennen ist, obwohl mit Jordy Nelson der beste Wide Receiver nach Verletzung wieder dabei ist.
Ein kleiner, gutgemeinter Rat hier und da kann da doch nicht schaden.

Die besten Spieler der Woche 2
AFC

OFFENSE: QB RYAN FITZPATRICK, NEW YORK JETS
DEFENSE: LB VON MILLER, DENVER BRONCOS
SPECIAL TEAMS: DE LAWRENCE GUY, BALTIMORE RAVENS

NFC
OFFENSE: WR STEFON DIGGS, MINNESOTA VIKINGS
DEFENSE: CB MARCUS COOPER, ARIZONA CARDINALS
SPECIAL TEAMS: CB JANORIS JENKINS, NEW YORK GIANTS
 

Donnerstag, 22. September 2016

Der Lazarettreport 
peterson-adrian200Adrian Peterson (Bild) muß heute an seinem gerissenen Meniskus operiert werden. Optimistisch wie er ist, rechnet er mit einer Rückkehr zu den Playoffs.
Dazu müßten die Vikings natürlich die Playoffs erreichen. Was heute noch wie ein Märchen klingt, könnte aber bald schon Wirklichkeit werden. Die Vikings sind in der NFC North, die sich in dieser Saison anschickt, die schlechteste der Liga zu werden.
Die Bears kann man fast schon vergessen, die Lions sind die Lions und die Packers durchlaufen ein nie erahntes tiefes Tal der Tränen.
Wenn die Packers sich nicht auf ihre Qualitäten besinnen und die erwecken, dann könnte der Einbeinige der König unter den Gelähmten werden.
Um Peterson zu ersetzen, gaben die Vikes dem ehemaligen Broncos Running Back Ronnie Hillman einen Vertrag. Neuer Nr. 1 Running Back Minnesotas wird allerdings Jerick McKinnon.
Sehr vermissen werden die Vikings Peterson in seiner momentanen Form kaum. In 1 ¾ Spielen erzielte er mit 31 Läufen 50 Yards. Die gesamte Lauf-Offensive des Teams belegt mit 95 Yards aus 50 Läufen Platz 32 der 32 Teams.
Bedenkt man Petersons Alter und das Gehalt von $11,75 Millionen, das die Vikings ihm zahlen müssen, wäre es nicht verwunderlich, wenn dies seine letzte Saison in Minnesota wäre.
Der Running Back war mit seinem Kreuzbandriß und danach auf Grund seiner Suspendierung wegen Kindesmißhandlung so lange nicht einsatzbereit für das Team, daß die neuerliche Verletzung der Schlußstrich werden könnte.
Peterson ist nicht der einzige Ausfall. Left Tackle Matt Kalil wurde mit einer Hüftverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Heute Nacht spielen die Patriots gegen die Texans. Twitter bietet dazu wieder einen kostenlosen Livestream, der sogar ein gutes Bild haben soll, wie ich mir habe sagen lassen.
https://twitter.com/i/live/768633364911788032
Wer wird Quarterback für die Patriots spielen?
Sehr wahrscheinlich Rookie Jacoby Brissett. Zwar ließ Head Coach Belichick die Möglichkeit offen, daß Garoppolo trotz seiner kaputten Schulter spielen könnte, aber das gehört zur psychologischen Kriegführung.
Not- Quarterback ist Julian Edelman. Der Wide Receiver spielte in seiner High School Zeit erfolgreich als Quarterback. Seine Bilanz in der NFL steht bei 100%. Edelman warf 2014 in einem Playoffspiel gegen die Ravens einen Paß über 51 Yards, der zum Touchdown führte.
In Woche vier soll dann aber Garoppolo bestimmt wieder einsatzbereit sein, bevor in Woche fünf Tom Brady zurückkommt, der seinen Frust über die bescheuerte Suspendierung genüßlich an den armen Browns auslassen wird.

Als wären die Browns nicht schon schlecht genug, fällt jetzt auch noch ihre Nr. 1 aus der letzten Draft aus.
Wide Receiver Corey Coleman brach sich beim Training eine Hand.
Gegen die Ravens fing er in Woche zwei acht Pässe für 104 Yards.
Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.

Der Starter für die Lions auf der Running Back Position wird nicht mehr starten. Ameer Abdullah wurde mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste gesetzt, womit seine Saison beendet ist.

Bei den Colts fällt Wide Receiver Donte Moncrief mit einer Schulterverletzung etwa 4-6 Wochen aus.

Die Dolphins werden gegen Cleveland wohl auf Arian Foster verzichten müssen. Er zog sich gegen die Patriots eine Leistenzerrung zu, die seinen Einsatz gefährdet.

Bei den Buccaneers fällt Running Back Doug Martin mit einer Oberschenkelverletzung etwa drei Wochen aus.

Die Bears müssen etwa drei Wochen auf den am rechten Daumen verletzten Quarterback Jay Cutler verzichten.

Die Panthers setzten Running Back Jonathan Stewart mit einer Oberschenkelverletzung auf die Liste der kurzzeitig Verletzten.

Titans Guard Chance Warmack wird seine Chancen auf eine Vertragsverlängerung in diesem Vertragsjahr für ihn nicht wahrnehmen können.
Er wurde an einer Hand operiert und seine Saison ist beendet.

Kurzberichte
Gegen Josh Gordon wurde ein Haftbefehl erlassen.
Gordon hat mehrere Vorladung zum Test einer Vaterschaft nicht wahrgenommen. Deshalb war der verhandelnde Richter es jetzt leid und stellte den Haftbefehl aus.
Der Wide Receiver der Browns ist zur Zeit für vier Spiele suspendiert. Der Haftbefehl soll zu keiner Verlängerung der Sperre führen, wie ein Ligasprecher sagte.

Die Liste der entlassungsgefährdeten Head Coaches hat einen neuen Coach auf Platz zwei.
Auf Platz eins steht in dieser Woche Rex Ryan von den Bills.
Auf Platz zwei steht jetzt Gus Bradley von den Jaguars. Der war bisher nicht unter den Top 5. Doch die herbe Klatsche gegen die Chargers zeigte, daß die vielen Millionen für neue Spieler am desolaten Zustand des Teams nichts geändert haben.
Auf Platz drei findet sich jetzt Jay Gruden von den Redskins. Er ist nicht annähernd so fähig wie sein Bruder Jon, wie man momentan sehen kann.

Eagles Head Coach Doug Pederson ist zwar zufrieden mit Rookie Quarterback Carson Wentz, aber...
Der Frischling ist dem Head Coach zu wagemutig. Pederson macht sich Sorgen um die Gesundheit seines Quarterbacks, der zu oft selber läuft, und zu lange wartet, bis er den Ball wirft. Dadurch steckt er zu viele Hits ein.
Daran muß dringend gearbeitet werden, sagte Pederson. Das klingt wie die Geschichte mit Andrew Luck in Indianapolis, der auch zu wenig Rücksicht auf seinen Körper nahm (nimmt?).
Pederson bat Wentz, nicht um jeden Extrayard zu kämpfen. Den Ball mal wegwerfen, mit den Füßen voran schlittern, aus dem Spielfeld laufen, all das versucht der Head Coach seinem Frischling jetzt beizubringen.

Ben Roethlisberger hatte eigentlich damit gerechnet, daß seine Steelers zweimal im Jahr gegen Carson Wentz spielen würden.
Der Quarterback der Steelers war völlig überrascht, daß die Browns den Quarterback in der Draft an die Eagles abgaben.
Jetzt spielt Roethlisberger nur einmal dieses Jahr gegen Wentz, wenn Pittsburgh am Sonntag nach Philadelphia muß.
Das Team aus Cleveland, Ohio, ließ sich schon einmal einen guten Quarterback entgehen, als es 2004 Tight End Kellen Winslow einberief an Stelle des in Ohio geborenen Ben Roethlisberger.
In 13 Jahren erzielte Big Ben eine Bilanz von 19-2 Siegen gegen die Browns.
Wentz` Bilanz gegen Cleveland steht auch schon bei 1-0.
Die Geschichte wiederholt sich eben doch immer wieder.

Mittwoch, 21. September 2016

Überraschung!
rodgers-aaron-mvp-2014
Diese Saison ist bereits nach zwei Spieltagen überfüllt mit Überraschungen.
Zwei Rookie Quarterbacks sind in die Saison gestartet und haben noch Null Interceptions auf dem Konto, Dak Prescott bei den Cowboys und Carson Wentz bei den Eagles.
Während Wentz mit den Bears und den Browns leichte Gegner hatte und deshalb zwei Siege verbuchen konnte, hatte Dallas mit den Giants zumindest einen Gegner, der Playoffchancen hat, und dieses Spiel ging dann auch verloren.
Während also zwei Rookies bereits wie alte Hasen spielen, enttäuscht ein alter Hase (weiterhin) furchtbar, Aaron Rodgers (Bild).
Der Quarterback der Packers spielte bereits in weiten Teilen der letzten Saison unter seinen Fähigkeiten, doch dieses Jahr scheint er noch einen weiteren Rückschritt getan zu haben. Die letzte Saison mitgerechnet hat er in 14 Spielen in Folge eine Passerwertung von unter 100 Punkten. Der nächst schlechte Quarterback ist Alex Smith von den Chiefs mit sechs Spielen.
Eine Überraschung sind auch die Seahawks, die mit ihrer Offense in zwei Spielen erst einen Touchdown erzielt haben.

Und noch ein (letztes) Mal, die Rams
Daß die Rams noch keinen Touchdown erzielt haben, weder mit der Offense, noch mit der Defense, ist dagegen keine Überraschung. Mit Jeff Fisher als Head Coach sind sie wirklich gestraft.
Fisher hat seit 2008 keine Saison mehr mit einer positiven S/N Bilanz abgeschlossen. Sein letztes Playoffspiel gewann er 2003. In der ewigen Schlechtenliste der Head Coaches mit den meisten Niederlagen liegt er mit 157 auf Platz drei. Dennoch hört man aus der Chefetage der Rams, daß sein Vertrag bald verlängert werden soll.
Verlieren als Geschäftsmodell für ein Team, daß sich ein milliardenteures Stadion in einer Stadt baut, in der nur Sieger bestehen können?
Das muß man nicht verstehen, oder?
Doch Teambesitzer Stan Kroenke will Stabilität. Und er und Fisher sollen eine sehr gute Beziehung zueinander haben.
Um es drastisch zu formulieren, dann haben sie eine Beziehung, die über den (sportlichen) Tod hinausgeht.
Vielleicht sind es auch eher familiäre Beziehungen, die Fishers Job sichern?
Sein Agent Marvin Demoff ist der Vater von Rams Präsident Kevin Demoff. Und nichts wirkt besser als Vitamin B, wie man weiß.
Nächstes Jahr werden die Rams wieder sehr früh in der Draft dran sein. Doch was wird es ihnen bringen?
Um an Quarterback Jared Goff zu kommen gaben sie ihre Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft 2017 an die Titans ab. Jetzt sitzt Goff auf der Bank und der statistisch gesehen schlechteste Quarterback der Liga, Case Keenum, der es auf unfaßbar niedrige 57,8 Quarterback-Wertungspunkte bringt, startet.
Die Rams hätten sich auch für Carson Wentz entscheiden können, der als Starter bereits zwei Siege auf dem Konto hat, doch der war ihnen nicht gut genug.
Vielleicht schafft die Defense es, die Saison nicht ganz abschmieren zu lassen. Sie ließ erst 31 Punkte zu und nur sechs Teams haben weniger Punkte erlaubt. Wie es heißt sind es ja die Verteidigungen, die Meisterschaften holen.
Den Einsatzwillen der Defense beweist Defensive Back Lamarcus Joyner. Der spielt seit dem zweiten Viertel des ersten Spiels mit einem gebrochenen Zeh.
Doch ganz ohne Offense geht es eher doch nicht, und die liegt auf Platz 32 der 32 NFL Teams.

Kurzberichte
49ers Quarterback Colin Kaepernick weigert sich weiterhin beim Abdudeln der Nationalhymne zu stehen. Mittlerweile setzt er sich zwar nicht mehr hin, aber daß er dabei kniet macht es für viele Menschen nicht besser.
So sagte der Quarterback nun, daß er Morddrohungen erhalten hat. Sein Kommentar dazu: „Wenn mir so etwas zustoßen sollte, würde es meinen Standpunkt bekräftigen.“

Die Chargers verpflichteten Dexter McCluster um den verletzten Danny Woodhead zu ersetzen.
McCluster spielt seit sechs Jahren in der NFL, zuletzt für die Titans, und war 2013 sogar ein Pro Bowler.

Bei den Patriots bereitet sich Jacoby Brissett auf seinen Start im morgigen Spiel gegen die Texans vor.
Jimmy Garoppolo hat zwar mit dem Team trainiert, wird aber nicht starten.
JJ Watt gegen einen Rookie Quarterback aus der dritten Reihe.
Klingt nach einem Schlachtfest in der Dose.
Aber nachdem wir schon zwei gute Rookie Quarterbacks in dieser Saison erlebt haben, und aller guten Dinge ja drei sein sollen, lassen wir uns überraschen, was das wird.
Garoppolo wird als Ersatz- Quarterback gelistet. Das bewahrt die Patriots davor, einen neuen Quarterback zu verpflichten, für den ein anderer Spieler aus dem Kader fliegen müßte.

Die NFL warnte die Bengals und die Steelers davor, ihre überharte Fehde weiterzuführen.
Das hat gewirkt. Am Sonntag gab es ein hart umkämpftes Spiel ohne übertrieben Härte.
Jetzt warnte die NFL Josh Norman und Odell Beckham jr., davor, ihre Fehde weiter ausarten zu lassen. Der Cornerback, damals noch als Panther, und der Wide Receiver der Giants trieben es letztes Jahr sehr wild.
Jetzt ist Norman bei den Redskins und somit treffen die beiden zweimal im Jahr aufeinander, am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison.
Mal sehen, ob die NFL auch dieses Mal mit ihrem Aufruf zum fairen Spiel Erfolg hat?
Die Schiedsrichtercrew für das anstehende Spiel wurde besonders instruiert. Sie bekam einen genauen Bericht über die Vorfälle des damaligen Spiels zusammen mit den Videos der ans Catchen erinnernden Zweikämpfe.

Eagles Right Tackle Lane Johnson wurde für 10 Spiele gesperrt, weil er leistungssteigernde Mittel einnahm.
Dagegen legte er Einspruch ein. Der wird frühestens am 4. Oktober verhandelt und bis dahin kann Johnson weiter spielen.

Wird die Gerechtigkeit doch siegen?
Bills Running Back LeSean McCoy war am 7. Februar in eine Bar-Schlägerei verwickelt, bei der zwei Polizisten in Zivil schwer verletzt wurden. Dabei soll McCoy auf einen bereits am Boden liegenden Polizisten weiter eingeschlagen und getreten haben. Beide Polizisten waren anschließend zwei Monate dienstuntauglich.
Aus Mangel an Beweisen kam es nicht zum Strafprozeß gegen McCoy.
Doch jetzt hat einer der Polizist eine Zivilklage gegen den Running Back eingereicht.
Und das bedeutet, daß die Gerechtigkeit doch noch siegen könnte.
Wie bereits beim Mordprozess gegen den Ex-Verteidiger der Ravens, Ray Lewis, der vor dem Strafgericht freigesprochen wurde, und dann im Zivilprozeß für schuldig befunden wurde, ähnlich wie es auch bei O.J. Simpson war, könnte jetzt auch McCoy noch für seine Tat zur Verantwortung gezogen werden.

Der Lazarettreport
Bears: Quarterback Jay Cutler muß nicht an seinem verletzten Daumen an der Wurfhand operiert werden. Vielleicht muß er noch nicht mal ein Spiel aussetzen.
Die restlichen Spiele der Saison aussetzen muß aber Pass Rusher Lamarr Houston mit einem Kreuzbandriss.
Und am Daumen operiert werden muß Linebacker Danny Trevathan, der auf unbestimmte Zeit ausfällt.
Bleibt noch Defensive Tackle Eddie Goldman, Sprunggelenk, etwa vier Wochen Pause.

49ers: Ray-Ray Armstrong, Brustmuskel, Rückkehr ungewiß.

Panthers: Safety Dean Marlow, Oberschenkel, Saison beendet.

Dienstag, 20. September 2016

Die NFL 2016 - Woche 2 - Der Montag
wentz-carson2Und wieder warf das Monday Night Football Spiel Fragen auf: A) Was hat ein Team wie die Chicago Bears in der NFL zu suchen, B) Wieso zahlt man einer Flasche wie Jay Cutler $20 Millionen?
Nun mag es ja sein, daß Cutler sich irgendwann im Verlauf des Spiels den Daumen an der Wurfhand verletzte, aber Cutler braucht keine Verletzung um be...scheiden zu spielen..
Wenigstens gab es mit Eagles Rookie Quarterback Carson Wentz (Bild) einen Quarterback auf dem Platz, der wußte wie man Football spielt.
Ja, die Einschränkung, daß er seinen ersten Einsatz gegen die Browns hatte und jetzt gegen die Bears, und daß ihm da irgendwann mal richtige Gegner gegenüberstehen ist korrekt. Aber lassen wir diesen leichten Einstieg in die ernste Welt der NFL mal außer acht, hat er eben doch einen guten Job gemacht. Nur drei Teams der NFC haben 2-0 Siege und Wentz` Eagles sind nun mal eben eines davon. Nächsten Sonntag werden wir dann erleben können, was Philadelphias Siege wirklich wert sind, wenn die Pittsburgh Steelers in die Stadt kommen. Sie bringen eine richtige Defense mit, gegen die Wentz zu bestehen hat. Das wird sein erster ernster Test werden.
Doch zurück zu gestern.
Es fing schon lausig an für die Bears, als die Fans laut: „Robbie, Robbie, Robbie,“ riefen, nachdem der neue Kicker Connor Barth aus nur 31 Yards einen Field Goal Versuch verschoß.
Robbie Gould war lange Zeit der Fanliebling, und aus 31 Yards war er recht treffsicher.
Zum Schluß noch die Bilanzen von Cutler und Wentz, Cutler: 12/17, 157 Yards, 1 Interception, 1 Fumble.
Wentz: 21/34, 190 Yards, 1 Touchdown. Keine überragenden Werte, aber grundsolide. Er ist der erste Rookie Quarterback in der Geschichte der NFL, der sein Team zu 2-0 Siegen führte und keinen Ballverlust verursachte.
Eagles 29, Bears 14.

Kurzberichte
Die Browns werden am Sonntag im fünften Spiel in Folge den fünften neuen Starter als Quarterback aufbieten.
Bis zurück in die letzte Saison waren es in Woche 16 Johnny Manziel, Woche 17 Austin Davis, Woche 1 Robert Griffin III, Woche 2 Josh McCown.
Da McCown sich an einer Schulter verletzte muß in Woche 3 Cody Kessler ran.
Um hinter ihm einen Ersatzmann zu haben, verpflichtete Cleveland Charlie Whitehurst.
Nicht vergessen, die Browns tauschten ihren zweiten Platz in der letzten Draft mit Philadelphia, weil sie Carson Wentz nicht für NFL-tauglich ansahen.

Redskins Quarterback Kirk Cousins soll in der Umkleide ein eisiger Wind entgegengeweht haben.
Seine Teamkollegen sollen sehr sauer auf ihn sein, weil er nicht die Leistung bringt, die er versprochen hatte.
Die Redskins können froh sein, daß sie ihm noch keinen Langzeitvertrag über die zur Zeit üblichen $20 Millionen pro Jahr gegeben haben. Sie wollten erst mal sehen, was Cousins in dieser Saison so leistet.
Das scheint nicht das Wahre zu sein, wenn seine Kollegen schon gegen ihn stänkern. Noch leise und vorsichtig, aber mit wachsendem Unmut.
Seine 364 Paßyards gegen Dallas täuschen darüber hinweg, daß er zu zögerlich war, den Ball zu oft zu niedrig warf, offene Receiver übersah und den Fehlpaß in die Endzone warf, der letztlich Washingtons Niederlage besiegelte.
Cousins versteht den Frust seiner Mitspieler. Und er weiß, daß er sich sehr anstrengen muß, wenn er am Ende der Saison den erhofften $20 Millionen Vertrag bekommen will, egal ob von den Redskins oder einem anderen Team. 2016 ist seine Vorstellungstournee, die bisher noch stottert.

Cowboys Defensive End Randy Gregory hat seinen Einspruch gegen seine Suspendierung über 10 Spiele zurückgezogen.
Damit darf er frühestens in Woche 16 wieder mitspielen.

Die Seahawks... lacht da Jemand?
Noch mal... Die Seahawks haben zu exzessiv trainiert. Sie haben zu früh mit dem Vollkontakttraining angefangen, und das kostet sie jetzt was.
Das Team muß $400.000 Strafe zahlen und ihm wird die Wahlmöglichkeit in Runde fünf der nächsten Draft gestrichen. Nächstes Jahr wird ihnen die erste Woche der organisierten Teamaktivitäten gestrichen, drei Trainingstage.
Head Coach Pete Carroll muß $200.000 Strafe zahlen.
Die Spieler werden ihre Gehälter für die gestrichenen Tage bekommen.
Genutzt hat es nichts, denn die Offense der Seahawks ist ein Schrotthaufen. In zwei Spielen erzielten sie einen Touchdown und nur 15 Punkte. Die O-Line erlaubte sechs Sacks.
Nur gut, daß die Defense die Paradereihe ist, denn sie erlaubte nur einen Touchdown in diesen zwei Spielen, und sorgte so für 1-1 Siege zum Saisonstart.
Aber die Seahawks sind notorische Langsamstarter. Letztes Jahr gingen sie mit 2-4 Siegen in die Saison und kamen noch in die Playoffs.

Mehrfacher Millionär bettelt um milde Gaben.
Dieser mehrfache Millionär ist Raiders Punter Marquette King. Um einen Touchdown zu verhindern griff er dem Ballträger der Falcons in den Kragen, der sogenannte Horse Collar Griff.
Das brachte auf dem Feld eine Strafe ein, und King erwartet eine Geldstrafe durch die NFL. Um die bezahlen zu können, gründete er den GoFundMe Fond. Da sollen Fans einzahlen, damit er damit seine Strafe bezahlen kann, wenn sie den kommt.
Es sei noch erwähnt, daß King im Februar einen Fünfjahresvertrag über $16,5 Millionen unterzeichnete, von denen $7,75 Millionen garantiert sind.
Das ist einfach nur eine besch...eidene Aktion von dem Typen.

Der Lazarettreport
Und wieder gab es schlimme Verletzungen, von denen ich lieber nicht berichten würde.
Fangen wir mit Adrian Peterson an. Der Running Back der Vikings erlitt einen Meniskusriß im rechten Knie. Seine Ausfallzeit ist ungewiß.
Gewiß wird es nicht schon am kommenden Sonntag sein, wie ein optimistischer Head Coach Mike Zimmer am Montag meinte.

Die Chargers Allzweckwaffe in der Offense, Danny Woodhead, hat einen Kreuzbandriß und für ihn ist die Saison beendet.
Nach dem Ausfall von Wide Receiver Keenan Allen geht die Katastrophe für San Diego weiter.

Broncos Paß Rusher DeMarcus Ware wird heute an seinem gebrochenen Unterarm operiert. Die Rede ist von drei bis vier Wochen Ausfallzeit.

Montag, 19. September 2016

Die NFL 2016 - Woche 2 - Der Sonntag
bradford-sam-vikingEs gab einige Riesenüberraschungen.
Mit welcher fange ich an?
Mit Ravens at Browns.
Hier dachten die Ravens wohl, daß sie sich für dieses Trainingsspielchen gar nicht erst anstrengen müßten. Und ehe sie sich versahen, lagen sie nach dem ersten Viertel mit 20:2 zurück.
Danach spielten sie um einiges konzentrierter und konnten es gerade noch so verhindern, der neue Lachschlager der NFL zu werden, Doch diesen Titel holte sich ein anderes Team.
Baltimore konnte am Ende noch einen 25:20 Sieg feiern.

Bei der Stadioneröffnung in Minnesota rieb man sich verwundert die Augen. Nach dem knappen Sieg der Packers in Jacksonville stellte sich die Frage: „Sind die Jaguars so gut gewesen, oder die Packers so schlecht?“
Die Antwort: „Weder waren die Jaguars gut, doch die Packers waren schlecht.“ Aber nicht so schlecht wie gestern.
Green Bay spielte gegen ein Team, dessen Quarterback Sam Bradford (Bild) erst seit zwei Wochen im Kader ist, und der machte das Spiel völlig ohne Unterstützung durch ein halbwegs funktionierendes Laufspiel. Running Back Adrian Peterson lief 12 mal für 19 Yards, bevor er Ende des dritten Viertels mit einer Knieverletzung ausschied. Er war also überhaupt kein Faktor. Den hatte die Defense der Packers gut im Griff, aber ansonsten hatten sie gar nichts im Griff. Alleine Wide Receiver Stefon Diggs fing neun Pässe für 182 Yards und 1 Touchdown. Da scheint sich ein neues Quarterback/ Wide Receiver Tandem gefunden zu haben.
Green Bays Offense wollte dieser Unfähigkeit wohl in Nichts nachstehen und lieferte eine Leistung ab, die mit grauenvoll noch sehr schmeichelhaft umschrieben ist.
Quarterback Aaron Rodgers leistete sich drei Fumbles, von denen zwei von eigenen Leuten erobert wurden, und 1 Interception.
Wieder und wieder hingen die Verteidiger an ihm, die durch die O-Line brachen, wie Mäuse durch löchrigen Käse (der mußte jetzt sein.)
Mit der gestern abgelieferten Vorstellung kann man Green Bay nicht zu den Titelanwärtern zählen.
Sam Bradfords Bilanz nach zwei Wochen Training mit seinem neuen Team: 22/31 für 286 Yards, 2 Touchdowns, 0 Interception, 0 Fumble, Quarterback-Wertung 121,2 Punkte.
Aaron Rodgers Bilanz nach 12 Jahren bei den Packers: 20/36 für 213 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception, 3 Fumbles Quarterback-Wertung 70,7 Punkte.
Die Vikings feierten also einen glücklichen Sieg zur Einweihungsfeier, und die Packers standen kurz davor, der neue Lachschlager der NFL zu werden. Doch diesen Titel holte sich ein anderes Team.

Zum Spiel der Seahawks gegen die Rams kann ich nicht viel beisteuern, da ich mir dieses grauenvolle Gegurke, das ich beim Blick auf das Endergebnis vermute, glücklicherweise nicht angetan habe.
Die Rams jedenfalls haben in diese Saison noch keinen Touchdown erzielt, feierten aber dennoch eine erfolgreiche Rückkehr nach Los Angeles. Die 91.000 Fans erlebten einen 9:3 Sieg Sieg ihrer Mannschaft und jetzt haben wir auch den neuen Lachschlager der NFL, es sind die Seattle Seahawks.
Tadaaaahh!

Kein Tom Brady, kein Rob Gronkowski, kein Jimmy Garoppolo?
Kein Problem!
Gegen die Dolphins kamen die Patriots auch mit ihrem dritten Quarterback Rookie Jacoby Brissett zu einem 31:24 Sieg.
Nachdem Garoppolo sich die rechte Schulter ausgekugelt hatte, übernahm Running Back LeGarrette Blount die Verantwortung und erzielte mit 29 Läufen 123 Yards und 1 Touchdown. Brissett warf den Ball nur neun mal und erzielte mit sechs Vervollständigungen 92 Yards.
Zwei Spiele ohne Tom Brady, zwei Siege. Doch nun kommt bereits am Donnerstag Houston nach New England. Garoppolo wird für dieses Spiel als Ersatzmann gelistet. Wäre das Spiel am Sonntag, könnte er wohl starten.
Da werden die Patriots sich eventuell noch nach einem Notfall- Quarterback umsehen.

Dann ist da ja noch so ein Rookie Quarterback, der ins kalte Wasser geworfen wurde.
Dak Prescott lieferte ein überzeugendes Spiel für Dallas ab. Da die Redskins ihren besten Cornerback Josh Norman nicht konsequent gegen den besten Wide Receiver der Cowboys, Dez Bryant, aufstellten, klappte dieses Mal die Verbindung Dak-Dez. Bryant fing sieben Pässe für 102 Yards.
Prescotts Bilanz: 22/30 für 292 Yards, 1 Lauf- Touchdown.
Zwar hatte Redskins Quarterback Kirk Cousins die bessere Bilanz, aber er hatte auch einen Fehlpaß, der seinem Team den Sieg kostete: 28/46 für 364 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
11 Minuten vor Spielende führten die Redskins 23:20. Sie marschierten über das Feld und hätten den Sack zumachen können. Doch an der Sechs der Cowboys stehend warf Cousins den Ball in der Endzone zu einem völlig freistehenden Verteidiger, Barry Church.
Dallas nutzte dieses Geschenk und kam von der eigenen 20 startend in Washingtons Endzone. Running Back Alfred Morris, der letztes Jahr noch ein Redskins war, lief vier Yards zum Touchdown.
Morris wurde zum Matchwinner, weil Rookie Running Back Ezekiel Elliott, der nicht schlecht spielte, sich zweimal den Ball aus der Hand schlagen ließ.
Diesen knappen und glücklichen Vorsprung von 27:23 rettete Dallas über die Zeit.
Damit stehen sie mit 1-1 Siegen da, die Redskins mit 0-2. Und nur 12% der Teams, die mit 0-2 in eine Saison starten erreichen die Playoffs.

Woche 1: 4 Touchdownpässe.
Woche 2: 4 Interceptions.
So erging es Buccaneers Quarterback Jameis Winston. Er mußte darunter leiden, daß die Angry Birds aus Arizona ihre Wut über das vergeigte Spiel gegen New England an ihm ausließen.
Wer nach Tampas Sieg über Atlanta dachte, daß da jetzt endlich ein wettbewerbsfähiges Team unterwegs wäre, der wurde nach dem 7:40 Debakel gegen die Cardinals eines Besseren belehrt.

Dasselbe gilt auch für die Jaguars. Gegen die Packers konnten sie noch mithalten, aber in San Diego brachen sie wie gewohnt zusammen.
Die Chargers, die sich in der Woche vorher noch einen 21 Punkte Vorsprung in Kansas City abnehmen ließen, gewannen 38:14.

Beim 24:16 Sieg der Steelers über die Bengals gab es eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung.
Cinci lag acht Punkte zurück und der Ausgleich war möglich. Wide Receiver Tyler Boyd verlor nach einem Hit von James Harrison den Ball. Obwohl man in der Wiederholung sah, daß Boyds Knie den Boden berührte, als er den Ball verlor, wurde die Szene als Fumble gewertet.
Der Schiedsrichterchef erklärte dazu, daß nicht auf jeder Kameraeinstellung eindeutige zu sehen war, ob das Knie wirklich schon den Boden berührte. Deshalb war die Szene nicht eindeutig zu klären und in diesem Fall steht die Entscheidung, wie auf dem Feld getroffen.
Pech für die Bengals, die dadurch als knappe Verlierer nach Hause fuhren.

Gerade kommen die Einschaltquoten rein.
Bengals at Steelers auf Pro7maxx, 380.000 Zuschauer.
Das sind genau doppelt so viele, wie Eishockey am Nachmittag auf Sport 1 mit Düsseldorf gegen Berlin hatte.
Selbst das Abendspiel der DEL zwischen Köln und München am Freitag hatte mit 300.000 Zuschauern weniger als die NFL gegen Pilcher und Tatort einfährt.

Der Lazarettreport
Denver Broncos Linebacker DeMarcus Ware, Ulna am Ellenbogen gebrochen

Tampa Bay Buccaneers Running Back Doug Martin, Oberschenkel

San Diego Chargers Running Back Danny Woodhead, Knie

Carolina Panthers Running Back Jonathan Stewart, Oberschenkel

Jacksonville Jaguars Left Tackle Kelvin Beachum, Gehirnerschütterung

Cleveland Browns Center Cam Ervin, Lungenkontusion, wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Miami Dolphins Running Back Arian, Leiste.

New Orleans Saints Cornerback P.J. Williams, Gehirnerschütterung

Detroit Lions Defensive End Ezekiel Ansah, Knöchel

Houston Texans Wide Receiver Braxton Miller, Oberschenkel

Detroit Lions Running Back Ameer Abdullah, Fuß

Seattle Seahawks Running Back Thomas Rawls, Bein

Sonntag, 18. September 2016

Kurzberichte
burfict-vontazeDie Steelers und die Bengals sind Erzrivalen. Im letzten Aufeinandertreffen in den Playoffs spielten die Bengals dermaßen unfair, daß es Strafen für sie hagelte.
Sie verletzten absichtlich wichtige Spieler Pittsburghs und verhinderten damit das Weiterkommen der Steelers im weiteren Verlauf der Playoffs, da denen diese verletzten Spieler fehlten.
Besonders Vontaze Burfict (Bild) gab das Paradebeispiel des unfairen Spielers. Der Linebacker wird heute keine Rolle spielen. Seine Unfairneß im letzten Spiel brachte ihm eine Suspendierung für die ersten drei Saisonspiele 2016 ein. Seine Strafen gegen Ende des Spiel wegen übertriebener Härte sorgten dafür, daß Cincinnatis knappe Führung von Pittsburgh noch aufgeholt werden konnte.
Auch wenn Burfict heute nicht für Unruhe sorgen kann, wies die NFL die Schiedsrichtercrew an, in diesem Spiel besonders sensibel auf entstehende Gewaltausbrüche zu achten und schnell und hart zu reagieren.
Die Teams wurden von der Liga angewiesen ihr bestes Benehmen an den Tag zu legen. Das tat die NFL aber auch schon vor dem erwähnten Playoffspiel.
Die Steelers jedenfalls gaben schon bekannt, daß sie nicht auf Rache aus wären.
Was daraus wird?
Wir werden es erleben!

Nachdem die Cardinals letzte Woche von einem völlig unerfahrenen Quarterback, Jimmy Garoppolo, auseinandergenommen wurden, soll das heute nicht mehr passieren.
Die Cards haben es heute mit Jameis Winston von den Buccaneers zu tun, der letzte Woche vier Touchdownpässe warf. Zugegeben, gegen die Falcons, die das Wort Defense im Wörterbuch nachschlagen müssen, aber vier Touchdownpässe wollen auch gegen so ein Team erst mal geworfen werden.
Heute wollen die Cards blitzen was das Zeug hält um Winston auszuschalten. Doch der hat zwischen den Saisons ordentlich abgenommen und ist flinker geworden. Wird nicht so leicht sein, ihn zu erwischen.
Klingt nach einem amüsanten Spiel.

Letzte Woche gab es unglaublich viele knappe Ergebnisse. Alleine sechs Spiele wurden mit zwei Punkten oder weniger entschieden.
31 Teams konnten Punkte erzielen. Nur eins kam nicht zu einem einzigen Pünktchen: Los Angeles. Dafür kassierte es 28. Die Rams sind auf dem besten Weg den Browns den Titel „Lachschlager der Liga“ abzunehmen.
Da kommt es recht ungelegen, daß Vertragsverhandlungen mit Head Coach Jeff „7-9“ Fisher und General Manager Les Snead anstehen.
Zu Fisher ist genug gesagt, der bringt es einfach nicht.
Zu Snead dagegen ist zu sagen, daß er die Zukunft des Teams geopfert hat, beim Versuch diese zu retten.
Er gab eine Menge an Wahlmöglichkeiten in der Draft ab, um an Quarterback Jared Goff zu kommen. Doch der Rookie erwies sich in der Vorbereitungszeit als wenig NFL-tauglich und war für das erste Spiel in San Francisco überhaupt nicht im Kader.
Heute soll er zumindest mal als zweiter Mann hinter Keenum mit dem Team ins Stadion einlaufen.
Teambesitzer Kroenke müßte schon mit dem Bohrer genagelt sein, wenn er auch nur dran denkt, einen der beiden zu behalten.

Während man in LA mit der ersten Wahl aus der Draft hadert, hofft man in Dallas, daß der Mann aus der vierten Runde weitere Fortschritte macht.
Dak Prescott soll Dez Bryant treffen.
Im ersten Spiel gegen die Giants fing der Wide Receiver nur einen Paß für acht Yards vom Rookie Quarterback. Ein zweiter Paß, ein Touchdown, wurde ihm wieder abgesprochen, weil er den Ball nicht genügend unter Kontrolle hatte. Diese Entscheidungen gegen ihn nehmen langsam ein Geschmäkle an.
Wenn Redskins Cornerback Josh Norman weiter den Richard Sherman gibt, dann hat Bryant auf der linken Angriffsseite Platz.
Wie Sherman in Seattle blieb auch Norman bei den Redskins gegen Pittsburgh stur auf der linken Verteidigerseite anstatt dem besten Receiver, Antonio Brown, zu folgen.
Das wäre nicht auf seinem Mist gewachsen, betonte Norman, sondern sein Defensive Coordinator hätte ihm das aufgetragen. Norman hätte sich gerne ausgiebiger um Brown gekümmert.
Mal sehen, was heute Abend passiert?

Wenn die Packers heute nach Minnesota reisen, um den Vikings die Einweihung des neuen Stadions zu versauen ist es das erste Mal seit 1924, daß Green Bay eine Saison mit zwei Auswärtsspielen in Folge beginnt.

Head Coach Rex Ryan feuerte seinen Offensive Coordinator Greg Roman. Eigentlich hätte Ryan jemand anderen feuern müssen, sich selber.
Doch so weit wollte er dann doch nicht gehen.
Der Start in die Saison zeigt, daß die Playoffs auch 2016 wieder ohne die Bills stattfinden werden. Das bedeutet, daß Terry und Kim Pegula Rex Ryan am Ende der Saison feuern werden, denn sie verlangen von ihm, ihr Team in die Playoffs zu bringen.
Das wird zwar am aufgeblasenen Ego des selbsternannten Supertrainers kratzen, aber nicht an seine Konto. Sein Fünfjahresvertrag garantiert ihm $5,5 Millionen pro Jahr, selbst wenn er gefeuert wird. Der Vertrag läuft noch bis nach der Saison 2019.
Ryan sagte der Presse, daß es seine Entscheidung war, Roman zu feuern. Doch es sickerte durch, daß die Pegulas kurz vorher mit Ryan sprachen und ihm mitteilten, daß sie mit der Art, wie die Offense spielt, nicht einverstanden waren.
Das hätte ihnen auch früher einfallen können, denn Roman war auch schon 2015 für die Offense der Bills verantwortlich. Doch da lief es ganz gut. Lief im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Laufspiel der Bills war die Nr. 1 in der NFL 2015.
Doch ganz Buffalo ist nach zwei erwarteten Niederlagen, und zwei weiteren die gegen die Cardinals und die Patriots folgen könnten, sollten, werden, im Panikmodus. Da reagiert man schon mal über.

Das Team der Eagles plant kollektiv die Nationalhymne vor dem Monday Night Football Spiel zu boykottieren.
Wenn das Team sich tatsächlich dazu entscheidet, dann will auch Head Coach Doug Pederson sich an dem Boykott beteiligen.

Ravens Assistent Coach Clarence Brooks hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
Am Samstag verstarb er im Alter von 65 Jahre.
Seit 2005 trainierte er die Defensive Line Baltimores.

Der Lazarettreport
Welche Spieler werden für die anstehenden Spiele als „Out“ gelistet?
Eagles: Tight End Zach Ertz, Rippen
Cornerback Leodis McKelvin, Oberschenkel.

Colts: Paß Rusher Trent Cole, Rücken.

Packers: Cornerback Sam Shields, Gehirnerschütterung

Samstag, 17. September 2016

Panik in Buffalo
ryan-rex-bills2Nach den zwei erwarteten Niederlagen zum Saisonstart ist Bills Head Coach Rex Ryan (Bild) in den Panikmodus verfallen. Er muß Buffalo in die Playoffs bringen, um im Januar 2017 (spätestens) nicht arbeitslos zu werden.
Um den Gang zum Arbeitsamt nicht antreten zu müssen, schickte er seinen Offensive Coordinator Greg Roman dorthin. Ryan feuerte Roman nach einer knappen 31:37 Niederlage der Bills gegen die Jets.
Ein Bauernopfer?
Davon kann man ausgehen. Es ist nicht Romans Fehler, daß Quarterback Tyrod Taylor seine Receiver mit tiefen Pässen nicht trifft. Nur weil Taylor ein Jahresgehalt von $15 Millionen erhält heißt das ja nicht, daß er gut wäre. Daß das Laufspiel nicht in die Gänge kommt, das könnte man Roman anlasten. Doch Verletzungen und Suspendierungen haben das dafür nötige Kontingent ausgedünnt.
Verbuchen wir diese Entlassung unter der Rubrik Aktionismus.
Damit wird Ryan den erwartete 0-4 Start nicht verhindern können, wenn der bisherige Running Back Coach Anthony Lynn die Offense übernimmt und in die Schlachten gegen die Cardinals und die Patriots führt.
Dumm nur, daß die Defense der schwächere der beiden Mannschaftsteile ist. Die Defense, die Rex Ryan als ehemaliger Defensive Coordinator zusammengestellt hat und die seit Kurzem von seinem Zwilling Rob geführt wird.
Diese Defense ließ Jets Quarterback Fitzpatrick wie ein zukünftiges Ruhmeshallenmitglied aussehen. 493 Yards gestattete Rexys Paradereihe den Jets. Und mit den Cardinals und den Patriots kommen zwei wirklich gute Offenses in den beiden nächsten Spielen.
Das dürfte Ryan ordentliche Kopfschmerzen bereiten.
Kopfschmerzen, die sein Quarterback Taylor im Spiel gegen New York hatte.
Rex Ryan hält die Entscheidung von Schiedsrichter Ed Hochuli, Taylor nach einem harten Treffer gegen seinen Helm vom Platz zu führen, für völlig richtig. Der Head Coach betonte, daß er voll hinter dem Gehirnerschütterungsprotokoll steht. Taylor wurde anschließend von den Medizinern und Traumaexperten untersucht und für weiter spielberechtigt eingestuft.
Zwar fehlte der Quarterback für zwei Spielzüge, doch wenn die NFL es ernst meint mit der Sicherheit der Spieler, war das die einzig richtige Entscheidung.
In dem Spiel am Donnerstag zuvor wurde Panthers Quarterback Cam Newton einige Male hart am Helm getroffen, wurde aber nicht ein einziges Mal untersucht. Besonders nach einem Treffer im letzten Viertel konnte man sehen, daß Newton etwas wackelig auf den Beinen war. Zwar sagten Panthers Head Coach Ron Rivera und die NFL nach dem Spiel, daß Newton gebührend untersucht worden wäre, doch irgendwie muß das eine Ferndiagnose gewesen sein, denn davon hat man nichts mitbekommen.
Hochuli agierte im Sinne des Lippenbekenntnisses der NFL. Er nahm die Sache ernst und dafür gebührt ihm Lob.
Und wie Taylor dann untersucht wurde, das sah irgendwie ganz anders aus, als die Phantomuntersuchung von Newton im Seasonopener.

Die Rams sind zurück in Los Angeles.
OK, aber wen interessiert`s?
Zunächst einmal viele Footballfans in LA.
Aber wie lange?
Das kommt darauf an, ob die Rams ein Sieger- oder ein Verliererteam werden. Die Fans in der Stadt der Engel sind noch fieser, als die Fans in der Stadt der brüderlichen Liebe. Anders als die Fans in Philadelphia, die weiter ins Stadion pilgern, und sei es nur um das eigene Team auszubuhen, strafen die Los Angelenos ihr Team mit Mißachtung.
Nachdem die Rams einige Spiele verloren haben werden, kommen die Fans zunächst mit Boo-Bags ins Stadion und dann gar nicht mehr.
Ein 7-9 Head Coach wird es nicht schaffen diese Fans mit der Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege fesseln zu können. 10-6 oder besser noch 13-3 Siege sollten es für die verwöhnten Fans dieser Stadt schon sein, und selbst wenn sie Sieger haben, verschmähen die Bewohner LAs ihre Teams. So haben schon erfolgreiche Basketballteams die Stadt verlassen, weil die Zuschauer ausblieben.
Und die Konkurrenz für die Rams ist hart. Acht professionelle Sportteams spielen in der Umgebung der Stadt, sowie zwei erfolgreiche Collegefootballteams.
Und was die Spielplanmacher sich gedacht haben, als sie den Plan für die Rams erstellten, kann man nur als Schwachsinn bezeichnen. Zwischen heute und dem 6. November haben die Rams drei Heimspiele, aber nur zwei in Los Angeles. Das dritte findet im Oktober in London statt.
Das heißt, daß die Rams morgen ihr erstes Heimspiel im Los Angeles Memorial Coliseum haben werden, am 9. Oktober ein Spiel gegen Buffalo, und das nächste Spiel dann im November zu einer Zeit, wenn schon klar ist, daß sie keine Chancen mehr auf die Playoffs haben werden.
Fassen wir zusammen. Es kommt ein Loser nach Los Angeles, der keine Stars hat, einen Head Coach, dessen Spitzname 7-9 ist, und der sich zwischen Heute und dem 6. November zweimal zeigt. Da hätten schon Fans mit einer längeren Aufmerksamkeitsspanne als der einer Eintagsfliege Probleme, sich an ein Team zu gewöhnen.

Kurzberichte
Rams Head Coach Jeff Fisher gab bekannt, daß er Rookie Quarterback Jared Goff zum Ersatzmann hinter Case Keenum für das Spiel gegen Seattle ernannt hat.

Twitter scheint seine Sache gut gemacht zu haben.
Der Kurznachrichtendienst hat die Rechte, die Donnerstagsspiele der NFL zu streamen. Vorgestern ging es los mit den Jets in Buffalo.
Man konnte sich das Bild so einstellen, daß man links das Spiel sah und rechts das, was Zuschauer während des Spiels an geistigen Ergüssen absonderten.
Die Bildqualität soll gut gewesen sein, wie man in den US Amerikanischen Foren so liest. Immerhin konnte das Spiel mit der Ausnahme von Kanada überall auf der Welt gesehen werden.
Weder bei der Vorberichterstattung, die eine Stunde vor dem Spiel begann, noch bei dem Spiel selber scheint es Ruckler oder gar Ausfälle gegeben zu haben.
Hier scheint es also eine wirklich gute Möglichkeit zu geben, zumindest die Donnerstagsspiele der NFL kostenlos in Deutschland sehen zu können. Und das in annehmbarer Qualität.

In der Vergangenheit beschuldigten die Packers die Vikings, den Lärm im Stadion künstlich über die Stadionlautsprecher erhöht zu haben.
Das wird im neuen Stadion nicht mehr nötig sein. Wie Tests ergaben, ist das Stadion eine natürliche Lärmhölle.
Dr. David Geddes, ein Audiologe aus der Zwillingsstadt, empfahl den Besuchern der Spiele, Ohrenschützer zu tragen.
Wir werden es im Sunday Night Spiel erleben. Zumindest, wenn die Vikings mit den Packers mithalten können sollten.
Wenn nicht, dann dürfte es recht still im weiten Rund werden.

Zur Kasse bitte
Die NFL scheint jetzt alle Zahlungsaufforderungen für die erste Woche verschickt zu haben.
Steelers Wide Receiver Antonio Brown, unflätiges „Tanzen“, $9.115.
Steelers Wide Receiver Antonio Brown, falsches Schuhwerk, $6.076.
Seahawks Michael Bennett, unflätiges „Tanzen“, $9.115.
Cardinals Chandler Jones, D.J. Swearinger und Patrick Peterson, jeweils $12.154 weil sie einen Touchdown gemeinsam gefeiert haben. Nicht vergessen: NFL bedeutet No Fun League.
Giants Victor Cruz und Odell Beckham jr., jeweils $12.154 weil sie einen Touchdown gemeinsam gefeiert haben.
Die Broncos Brandon Marshall und Darian Stewart wurden ja schon kurz nach dem Spiel gegen Carolina für ihre Angriffe gegen den Kopf von Cam Newton bestraft.
Panthers Trai Turner, Verspotten des Gegners, $9.115
Panthers Ryan Kalil, Facemask, $9.115.
Rams Aaron Donald, unnötige Härte, $9.115
Rams Aaron Donald, unsportliches Verhalten, $12.154.

Freitag, 16. September 2016

Start in Woche 2 - Thursday Night Football
Fitzpatrick-Ryan-jets
Dieses Spiel konnte einen wachhalten. So ist es oft, wenn zwei unterklassige Teams gegeneinander antreten. Da kommt schon mal eine muntere Angelegenheit dabei heraus.
Nachdem die Jets die letzten fünf Spiele gegen die Bills verloren hatten, und die letzte Niederlage ihnen die Playoffteilnahme verhagelte, wollten sie Rache.
Und im ersten Viertel hatten die Bills den Ball dann auch gerademal für drei Spielzüge. Daß das Viertel dennoch mit 7:6 an Buffalo ging war einem sehr sehenswerten Paß von Quarterback Taylor auf Wide Receiver Marquise Goodwin über 84 Yards zu verdanken.
Taylor gelang später im Spiel noch ein 71 Yards Touchdown auf Wide Receiver Greg Salas, der genau so sehenswert war.
Doch nach anfänglichen Startschwierigkeiten ließ sich auch Jets Quarterback Fitzpatrick (Bild) nicht lumpen und nahm das Duell an.
Seine Bilanz: 24 von 34 für 374 Yards, 1 Touchdown.
Das sah schon sehr viel besser aus, als seine magere Leistung gegen die Bengals in Woche 1.
Taylors Bilanz konnte da gut mithalten: 18 von 30 für 297 Yards, 3 Touchdowns und 1 Interception.
Der Fehlpass kam nachdem Hauptschiedsrichter Ed Hochuli eindrucksvoll bewiesen hat, wie ernst er das Gehirnerschütterungsprotokoll nimmt. Als Taylors Kopf bei einem Angriff auf ihn in der Mitte von drei Jets Helmen steckte, schickte Hochuli den Quarterback vom Platz. Er mußte die erste Stufe des Protokolls durchlaufen, das für ihn positiv abgeschlossen wurde. Er kam zurück ins Spiel, und sein erster Paß landete bei Cornerback Marcus Williams.
Ein wenig wackelig war Taylor wohl doch noch.
Eine Schrecksekunde erlebten auch die Jets. Bei einem tiefen Paß von Fitzpatrick auf Brandon Marshall verdrehte der Wide Receiver sich das linke Knie und mußte vom Platz. Doch kurz darauf konnte er wieder mitmischen.
Überhaupt wirkte der Marshall-Plan an diesem Donnerstag. Brandon Marshall fing 6 Pässe für 101 Yards, Jalin Marshall 3 für 45. Bester Receiver war aber Eric Decker mit sechs Pässen für 126 Yards und 1 Touchdown.
In einem Spiel, in dem laufend die Führungen wechselten, behielten die Jets am Ende ein wenig glücklich mit 37:31 die Oberhand.
In der Halbzeitpause wurde die Trikotnummer 78 von Bruce Smith zur Ruhe gesetzt. Neben der Nr. 12 von Quarterback Jim Kelly ist das die einzige Nummer, die jemals von den Bills zur Ruhe gesetzt wurde.
Smith führt die ewige Bestenliste der NFL mit 200 Sacks an. Oh Mann, hätten die Bills ihn gestern gut gebrauchen können.

Kurzberichte
Die erste Hürde zum Bau eines Stadions für die Raiders in Las Vegas wurde genommen.
Es wurden $750 Millionen an öffentlichen Geldern zum Bau bewilligt. Insgesamt soll das Stadion $1,9 Milliarden kosten.
65.000 Zuschauer sollen darin Platz finden.

Ein Rapper namens Kayne West designte ein paar Footballschuhe, die im Laden $250 kosten.
Zu Werbezwecken trug Texans Wide Receiver DeAndre Hopkins so ein Paar in Woche eins. Das kostete ihn $6.000 an Strafe.
Während die Spieler, die speziell für den 11.9. designte Schuhe trugen ohne Strafe davonkamen, war der NFL diese unerlaubte Werbung nicht recht.
Hopkins sagte, daß er die Schuhe gerne weiter anziehen würde, wenn denn dieser Kayne die Strafen übernehmen würde.
Auch Steelers Wide Receiver Antonio Brown trug die falschen Schuhe gegen die Redskins und mußte dafür bezahlen. Eine zweite Geldstrafe bekam er völlig berechtigterweise für einen unflätigen „Tanz“ nach einem Touchdown.

Donnerstag, 15. September 2016

Start in Woche 2
color-rush-spiel1Heute geht sie wieder los, die Farbexplosion bekannt als Color Rush.
Wieder sind es die Bills und die Jets, die den Blödsinn beginnen. Beim ersten Zusammentreffen dieser beiden Teams im Color Rush spielten die Jets komplett in grün mit weißen Helmen gegen die Bills komplett in rot mit weißen Helmen. Was farbenblinde TV Zuschauer sahen waren graue mit weißen Helmen gegen graue mit weißen Helmen auf grauem Untergrund. Das hatte den Betroffenen gar nicht gut gefallen. Die NFL gab zu, daß sie da Mist gebaut hatte. (So sah das für Farbenblinde aus)
Heute Nacht sollen auch farbenblinde Zuschauer zwei unterschiedlich gekleidete Teams gegeneinander spielen sehen können. Die Bills tragen das Nikolaus-rot vom letzten Jahr, während die Jets nicht das Weihnachtsbaum-grün tragen, sondern Schnee-weiß.
Twitter streamt das Spiel übrigens für seine Nutzer, so wie alle Donnerstagsspiele in dieser Saison von Twitter gestreamt werden. Passend dazu bringt man nun auch Apps für Apple TV, Fire TV und die Xbox One an den Start.
Vielleicht ist die Qualität ja besser, als der Pixelmatsch von DAZN?
Gegebenenfalls kann ja jemand seinen Eindruck im Forum in der Rubrik „Football im TV“ hinterlassen. Würde mich schon interessieren.
Die Bills werden heute Nacht ohne Offensive Tackle Cordy Glenn antreten. Er hat sich gegen die Ravens einen Knöchel verknackst. Ob Wide Receiver Sammy Watkins spielen kann, steht noch nicht fest. Er hat Schmerzen in seinem kürzlich operierten Fuß. Untersuchungen zeigten, daß der Fuß gut verheilt ist. Warum Watkins Schmerzen hat, konnte nicht festgestellt werden.
Die Jets wissen nicht, ob Linebacker David Harris (Schulter) und Defensive End Muhammad Wilkerson (Knöchel, Zeh) eingesetzt werden können?
Die Ravens hatten einen einfachen Plan, um die Offense der Bills außer Gefecht zu setzen. Sie wollten Quarterback Tyrod Taylor als Quarterback agieren lassen. Sie eliminierten also das Laufspiel und Taylor zeigte, daß er als Quarterback nicht viel taugt. Er vervollständigte 15 seiner 22 Pässe für magere 111 Yards und wurde zweimal gesackt.
Die Jets werden bestimmt einen ähnlich einfachen Plan gegen Taylor haben.
Wobei die Jets aufpassen müssen, was die Bills Defense gegen ihre Offense plant?
Quarterback Fitzpatrick warf den Ball 35 mal und 19 Pässe kamen an für 189 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception. Einmal wurde Fitz gesackt. Sobald er versuchte tiefe Pässe zu werfen, wurde es häßlich. Das klappte so gar nicht. Sollten die Bills versuchen Fitzpatrick Quarterback spielen zu lassen, könnte das für New York auch zum Problem werden.

Kurzberichte
Vikings Head Coach Mike Zimmer will die Packers im Ungewissen lassen. Er hat nicht vor ihnen zu verraten, welcher Quarterback am Sonntag gegen Green Bay starten wird.
Die Packers haben das Spiel von Shaun Hill gegen die Titans angesehen und analysiert und bereiten sich deshalb auf Sam Bradford vor.

Das Spiel der Raiders in New Orleans war ein Fest für Offenseliebhaber. Drew Brees und Derek Carr warfen Pässe für zusammen 742 Yards.
Das wirkte sich auf das Power Ranking der Quarterbacks aus.
Drew Brees steht mit seinen 423 Yards auf dem ersten Platz, Carr erreichte mit seinen 319 Yards Platz fünf.
Doch Brees würde diesen ersten Platz, den er mit einer Bilanz von 28 aus 42 für 423 Yards und 4 Touchdowns erreichte, bestimmt gerne gegen eine halbwegs NFL-taugliche Defense eintauschen. Was nutzen den Saints diese hervorragenden Statistiken, wenn die Defense die Erfolge der Offense zunichte macht?
Auf Platz 32 findet man Case Keenum von den Rams.
Ich werde ihm nie verzeihen, was er mir mit seiner Vorstellung am Montag für ein seelisches Leid zufügte.

Ron Rivera schlief während des Spiels der Rams gegen die 49ers ein, wie wir alle.
Der Head Coach der Panthers gab zu, daß er bei dem Langeweiler keine Chance hatte, wach zu bleiben.
Selbst die Tatsache, daß die 49ers der nächste Gegner der Panthers sind, konnte ihn nicht wachhalten, wie Rivera sagte.
Allerdings hat er tapfer bis zum Beginn des letzten Viertels durchgehalten. Das dürfte länger sein, als viele andere.
Zu seiner Verteidigung sei gesagt, daß es da ja auch immerhin schon ein Uhr Nachts in Charlotte war. Und das dritte Viertel war das grausamste, das in der Geschichte der NFL jemals gespielt wurde. In diesen 15 Minuten gab es sieben Punts, zwei erste Versuche, 1 Interception und 0 Punkte.
Schwer, sich da wachzuhalten.
Auch ein Ex-Ram hatte seine Meinung zu dem, was allgemein unter „NFL-Spiel“ geführt wurde.
Running Back Eric Dickerson empfand das Geschehen auf dem Platz als Beleidigung.
Das Alles läßt nichts Gutes für die Fans in Los Angeles erahnen, wenn sie zum ersten NFL Spiel in ihrer Stadt seit 7.939 Tagen erscheinen. Was nutzt es ihnen, ein NFL Team zu haben, wenn es ein Lachschlager mit einem „7-9“ Head Coach ist?
Gar nichts!
Es wäre nicht verwunderlich, wenn bereits beim ersten Spiel Zuschauer im Stadion sitzen, die Boo-Bags tragen.

Colts gegen Broncos
1993 war es das letzte Mal, daß diese Begegnung ohne Peyton Manning stattfand.
Zum ersten Mal seit 23 Jahren wird der Quarterback weder bei den Colts noch bei den Broncos mitmischen.
Der Quarterback selber war 1993 noch ein Senior an der Newman School in New Orleans.
Das erste Spiel mit Peyton Manning fand fünf Jahre später statt. Peyton Manning gegen John Elway hieß es damals.
John Elway verpflichtete 14 Jahre später in seiner Eigenschaft als General Manager der Broncos Manning als Quarterback, nachdem dieser von den Colts gefeuert wurde.
Geschichten, die nur das Leben schreiben kann.

Zur Kasse bitte
Wie erwartet erwischte es zwei Broncos. Linebacker Brandon Marshall und Safety Darian Stewart wurden zur Kasse gebeten, weil sie Panthers Quarterback Cam Newton mit Helm gegen Helm Attacken angriffen.
Marshall muß $24.309 Zahlen, Stewart $18.231.
Keine Strafen wurden dagegen für das Tragen des falschen Schuhwerks am 11.9. verhängt. Die Spieler, die mit speziell bemalten Schuhen an die Opfer des islamistischen Terrors vom 11.9. 2001 erinnern wollten, haben keine Strafzahlungen zu befürchten, wie die Liga bekanntgab. Doch die Spieler sollten jetzt nicht denken, daß die Uniformbestimmungen gelockert wären. Bei anderen Gelegenheiten würden wieder Strafen verhängt, sagte ein NFL Sprecher.

Der Lazarettreport
Patriots Tight End Rob Gronkowski kann wegen seiner Oberschenkelprobleme immer noch nicht voll trainieren.
Sein Einsatz gegen Miami ist gefährdet.

Bei den Dolphins konnte Running Back Arian Foster wegen Oberschenkelproblemen nicht trainieren.

Seahawks Quarterback Russell Wilson konnte voll trainieren. Seine Knöchelverletzung scheint ausgeheilt.

Die besten Spieler der Woche 1

AFC
OFFENSE: RB DE ANGELO WILLIAMS, PITTSBURGH STEELERS
26 Läufe für 143 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: LB WHITNEY MERCILUS, HOUSTON TEXANS
2 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble

SPECIAL TEAMS: K STEPHEN GOSTKOWSKI, NEW ENGLAND PATRIOTS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: QB JAMEIS WINSTON, TAMPA BAY BUCCANEERS
23 von 32 für 281 Yards, 4 Touchdowns, 1 Interception

DEFENSE: LB ERIC KENDRICKS, MINNESOTA VIKINGS
5 Tackles, 1 Interception

SPECIAL TEAMS: K BLAIR WALSH, MINNESOTA VIKINGS
4 von 6 Field Goals, 1 von 2 Extrapunkte

Mittwoch, 14. September 2016

Kurzberichte
fisher-jeff-ramsRams Head Coach Jeff “7-9” Fisher (Bild) gab bekannt, daß er an Quarterback Case Keenum als Starter festhält.
Da würde es langsam mal Zeit, daß der Besitzer des Teams bekanntgibt, daß er nicht mehr an Fisher festhält.
Doch vielleicht hat er Fishers Aussage zum Beginn des Trainingslagers ja falsch verstanden, als der Head Coach sagte, daß er keine 7-9 Saison mehr abliefern will. Kroenke mag verstanden haben, daß sein Head Coach vorhat mehr Siege in dieser Saison einzufahren. Doch nach der Katastrophe vom Montag wird Fisher vielleicht gemeint haben, daß er nach dieser Saison nicht mehr „7-9“ genannt wird, sondern Jeff „4-12“ Fisher.
In der Liste der Head Coaches, die auf dem heißesten Stuhl sitzen liegt Fisher erst auf Platz drei. Aber Mike McCoy (Chargers) und Rex Ryan (Bills) sind würdige Inhaber von Platz eins und zwei.
Keenum vervollständigte 17 seiner 35 Pässe für 130 Yards bei 2 Interceptions. Das lag nicht unbedingt an der Defense der 49ers, die tatsächlich recht gut aufspielte. Aber andererseits hätte selbst die Defense der Saints gegen diese Rams Offense gut ausgesehen.
Ziel der Niners Defense war es, die einzige offensive Waffe der Rams auszuschalten, Running Back Todd Gurley. Hat geklappt. Gurley lief 17 mal und kam auf magere 47 Yards.
Die anderen Teams werden genau so verfahren. Die Seahawks werden den Rams ihren ersten Auftritt in der neuen Heimat Los Angeles ordentlich versauen.
Andererseits, auch letztes Jahr konnten die Rams Seattle im ersten Aufeinandertreffen schlagen.
Immerhin ließ Jeff Fisher die Bemerkung fallen, daß Goff nächsten Sonntag als Ersatzmann auflaufen könnte.

Durch die Niederlage der Rams änderte sich auch das Powerranking der NFL. Die Rams stehen auf Platz 31, aber nur deshalb, weil die Browns wirklich noch mieser sind.
Ganz oben hat sich auch was getan. Nach dem überzeugenden Sieg der Patriots in Arizona steht New England auf Platz eins.
Auf Platz zwei folgen die Steelers und nach den Cardinals muß man etwas länger suchen. Sie stürzten fünf Plätze auf Platz sechs ab.

Die Saints feuerten Running Back CJ Spiller.
Erst 2015 unterschrieb er einen lukrativen Vierjahresvertrag in New Orleans, nach einer ansehnlichen Saison in Buffalo. Doch für die Saints erzielte er 2015 nur 112 Yards mit 36 Läufen.

Jaguars Running Back Chris Ivory hat das Krankenhaus verlassen.
Es gibt weiterhin keine Erklärung, warum er am Sonntag eingeliefert wurde.

Die Dolphins setzten Defensive Tackle Earl Mitchell auf die Liste der kurzzeitig Verletzten.
Er erlitt gegen die Seahawks eine Wadenverletzung.

Die Packers verlängerten den Vertrag mit David Bakhtiari.
Für weitere vier Jahre wird der Offensive Lineman $51,67 Millionen bekommen. Davon sind $17 Millionen garantiert.

Die Buccaneers verpflichteten Running Back Jacquizz Rodgers.
Rodgers und Bucs Head Coach Koetter kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Atlanta.

Kenny Stills will an seinen Fehlern wachsen.
Der Wide Receiver der Dolphins ließ im zweiten Viertel einen punktgenauen Paß von Quarterback Tannehill fallen. Der nächste Verteidiger war fünf Yards entfernt. Daraus hätte ein sehenswerter 71 Yards Touchdownpass werden können.
Bei einem Endergebnis von 12:10 für die Seahawks ließ Stills da sehr wahrscheinlich den Sieg durch die Finger flutschen.
Doch der Wide Receiver sagte, daß ihn dieser Fehler stärker machen würde. Dieser fallengelassene Siegball würde seine Zukunft nicht negativ beeinflussen.
Seinen Scheck für den Spieltag soll Stills nachher sicher gefangen haben.

Dienstag, 13. September 2016

Die NFL 2016 - Woche 1 - Der Montag
roethlisberger200Die Steelers begannen ihr Unternehmen 30 PS (30 Punkte pro Spiel), sehr erfolgreich.
Sie überrannten die Redskins locker und leicht mit 38:16.
Quarterback Ben Roethlisberger (Bild) merkte man das Fehlen von einigen suspendierten Stars der Offense nicht an.
Die Redskins auf der anderen Seite bekamen zu spüren, daß sie längst nicht so gut sind, wie sie bisher selber von sich glaubten. Im Vergleich zur Vorsaison hat sich bei ihnen spürbar nichts geändert. Quarterback Kirk Cousins vervollständigte 30 seiner 43 Pässe für 329 Yards und 2 Interceptions. Drei Mann liefen mit dem Ball, darunter Cousins mit einem Lauf. Zusammen erzielten die drei mit 12 Läufen 55 Yards und 1 Touchdown.
Bei den Steelers lief DeAngelo Williams 26 mal, erzielte 143 Yards und erreichte zweimal die Endzone.
Pittsburghs Quarterback Ben Roethlisbergers Bilanz: 27 von 23 für 300 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception. Acht seiner Pässe fing Antonio Brown für 126 Yards und 2 Touchdowns.
Mit dem was die Steelers gestern zeigten, kann man sie zu den Playoffkandidaten zählen.
Trotz des einseitigen Ergebnisses hatte dieses Spiel noch einen annehmbaren Unterhaltungswert.

Das zweite Spiel der Nacht warf einige Fragen auf: A) Warum tut man sich so einen Scheiß an?
B) Warum stehen die 49ers iim aktuellen Powerranking der NFL auf Platz 31 und die Rams auf 28? Es müßte umgekehrt sein.
C) Warum hat Jeff „7-9“ Fisher immer noch seinen Job?
D) Wie schlecht muß der an Nr. 1 einberufene Rookie Quarterback Jared Goff sein, wenn so eine Flitzfluse wie Case Keenum bei den Rams startet?
E) Mußte man den Footballfans in Los Angeles unbedingt so ein mieses Team in die Stadt schicken?
F) Sollten die 49ers Fans jetzt wieder genauso ausflippen und auf die Playoffs hoffen, wie nach dem Kantersieg gegen die Vikings letztes Jahr im ersten Spiel?
Ich mache mich dann mal auf die Suche nach den Antworten.
Übrigens, die 49ers gewannen 28:0.

Kurzberichte
300.000 Zuschauer verfolgten das Spiel der Bengals gegen die Jets auf Pro7maxx. Das waren 2,3% aller Zuschauer in der Zeit ab 20:15 Uhr.
Das Spiel der Giants in Dallas hatte danach noch eine Einschaltquote von 3%.

Tom Brady ist erfreut über den Sieg seiner Patriots gegen die Cardinals.
Ihm hat vor allem gefallen, was sein Ersatzmann Jimmy Garoppolo geleistet hat, eine Leistung, die ihm den Spielball von Head Coach Belichick eingebracht hat.
Brady ist derweil unter die Zeitungsverleger gegangen um gegen die Langeweile anzukämpfen.
Seine lustige Karikatur zum Spiel gegen die Angry Birds aus Arizona gibt es hier zu sehen: https://www.facebook.com/TomBrady/photos/a.233362006704957.53331.214003275307497/1245750625466085/?type=3&theater

Die Bills feuerten Fullback Glenn Gronkowski, einen jüngeren Bruder von Patriots Tight End Rob.

Die Sonne war nicht schuld, meint jedenfalls Jason Garrett.
Der Head Coach der Cowboys glaubt nicht, daß die in das Stadion scheinende Sonne seine Receiver blendete.
Garrett will das nicht als Entschuldigung gelten lassen, warum seine Receiver im vierten Viertel einige punktgenaue Bälle nicht fangen konnten.
In einem Radiointerview sagte er: „Die Sonne ist seit fünf Milliarden Jahren da und wird noch weitere fünf Milliarden Jahre scheinen.“
Ja, stimmt, ist richtig. Und am Sonntag schien sie seinen Receivern im vierten Viertel in die Augen.
Das sah auch Teambesitzer Jerry Jones so. Er sagte, daß er getöntes Glas oder Vorhänge an dem großen Fenster anbringen will, durch das die Sonne am Sonntag durchschien.

Cowboys Defensive End Randy Gregory hat die Suchtklinik, in die er sich freiwillig begab, wieder verlassen.
Die Cowboys aktivierten ihn auch sofort, doch damit begann die Suspendierung Gregorys, die drei Spiele lang dauert.

Der Lazarettreport
Die Eagles gaben bekannt, daß Tight End Zach Ertz einen Großteil des Spiels gegen die Browns mit einer dislozierten Rippe gespielt hat.
Ertz hatte als Blocker gute Arbeit geleistet, um seinen jungen Quarterback Carson Wentz zu schützen.
Ob er gegen die Bears wird spielen können, steht noch nicht fest.

Wie befürchtet ist die Verletzung von Chargers Wide Receiver Keenan Allen ein Kreuzbandriß. Damit ist die Saison für ihn beendet.

Auch für Buccaneers Defensive End Jacquies Smith ist die Saison mit einem Kreuzbandriß beendet.

Vor dem Spiel gegen die Packers wurde Running Back Chris Ivory ins Krankenhaus gebracht. Dort ist er immer noch.
Die Jaguars halten sich bedeckt, warum Ivory eingeliefert wurde.  

Russell Wilson hat Knöchel.
Doch der Quarterback der Seahawks hat nicht vor, sich damit von seinem Einsatz in Los Angeles am Sonntag abhalten zu lassen. Head Coach Pete Carroll denkt aber daran, Ersatzmann Boykin in dieser Woche etwas öfter mit der ersten Mannschaft trainieren zu lassen.
Die Verletzung zog Wilson sich zu als Dolphins Defensive Tackle Ndamukong „Ich trete auf alles was ein gegnerisches Trikot trägt“ Suh ihm auf den Fuß trat.
Dieses Mal aber soll es tatsächlich unabsichtlich geschehen sein.

Das war`s, RG3 ist raus.
Der Quarterback der Browns wird sein Verletzungspech nicht los. Gegen die Eagles brach er sich das Rabenbein (Os coracoides) in der linken Schulter. Die Browns setzten Griffin III auf die Verletztenliste, die eine Rückkehr in die laufende Saison erlaubt.
Die Prognose für die Ausfallzeit liegt zwischen 8-15 Wochen.
Da können die Browns froh sein, daß sie Josh McCown nicht abgegeben haben. Es gab ja eine Zeit, da haben sie einen Abnehmer für den Ersatzmann gesucht.
Head Coach Hue Jackson hat nicht vor, einen weiteren Quarterback anzuheuern.

Montag, 12. September 2016

Die NFL 2016 - Woche 1 - Der Sonntag
delrio-jack2Ich kann mich nicht erinnern, daß es jemals einen Spieltag gab an dem es so viele, so knappe Ergebnisse gab.
Fangen wir mit den Spielen an, die durch ein Field Goal hätten entschieden oder ausgeglichen werden können:
Panthers at Broncos 20:21
Raiders at Saints 35:34
Bengals at Jets 23:22
Dolphins at Seahawks 10:12
Giants at Cowboys 20:19
Patriots at Cardinals 23:21
Machen wir mit einem Touchdown Unterschied weiter:
Buccaneers at Falcons 31:24
Bills at Ravens 7:13
Packers at Jaguars 27:23
Lions at Colts 39:35
Und es gab ein Spiel, das in die Verlängerung ging: Chargers at Chiefs 27:33
Das sind 11 Spiele mit wahnsinnige knappen Ergebnissen. Über all diese Spiele könnte man ein eigenes Buch schreiben. Doch ich fasse mich kurz.
Die mutigste Entscheidung eines Head Coaches traf Jack Del Rio (Bild).
Nach einem Spiel, in dem es zunächst munter hin und her ging, das dann etwas vor sich hinplätscherte nur um Anlauf zu einer phantastischen zweiten Halbzeit zu nehmen, warf er alles in die Waagschale. Beim Stand von 34:27 für New Orleans warf Raiders Quarterback Derek Carr einen Touchdownpass über 10 Yards zu Roberts. 34:33. Ein Extrapunkt hätte 47 Sekunden vor Spielende die Verlängerung bringen können. Doch Del Rio spielte auf Sieg und ordnete einen Zweipunkteversuch an.
Carr traf Crabtree denkbar knapp in der Endzone und die Raiders führten 35:34.
Doch es waren noch 41 Sekunden auf der Uhr. Viel Zeit für Drew Brees.
Der Quarterback der Saints führte seine Offense noch an die 43 Oaklands und zu einem 61 Yards Field Goal Versuch für Rookie Will Lutz in dessen erstem Spiel. Lutz traf den Ball gut und er hatte die nötige Länge, segelte aber knapp an der linken Torstange vorbei.
In dem packendsten Spiel des Tages, hätte es die anderen Nägelkauer nicht gegeben, zahlte sich Del Rios Mut aus und die Raiders haben 1-0 Siege.
Für die Saints gab es einen Fehlstart in ihre 50. Saison.

In Kansas City führten die Chargers mit 24:3. Den höchsten Rückstand den die Chiefs in ihrer Geschichte jemals aufholten waren 18 Punkte.
Das sah nach einem sicheren Sieg für San Diego aus.
Nicht so schnell!
Die Chiefs, die lange gepennt hatten, spielten plötzlich mit. Das bekam den Chargers gar nicht gut. Sahen sie zunächst so aus, als könnten sie in diesem Jahr endlich mithalten, wurden sie auf Vorjahresniveau zurechtgestutzt.
Yard für Yard, Punkt für Punkt kämpften sich die Chiefs angeführt von Quarterback Alex Smith heran. Kurz nach der Zweiminutenwarnung erzielten sie den 27:27 Ausgleich und erzwangen die Verlängerung.
Hier kamen die Chargers nie an den Ball, denn Alex Smith führte sein Team das Feld herunter und erzielte den Touchdown zum Sieg selber mit einem Lauf über zwei Yards.

Packers at Jaguars nur 27:23?
Heißt das, daß die Jaguars wirklich in dieser Saison mit den Spitzenteams mithalten können, oder hatten die Packers zu sehr mit den 110 Grad Fahrenheit in Jacksonville zu kämpfen?
Ich wage da ehrlich gesagt keine Prognose.
110 Grad sind etwa 40 Grad Celsius, das ist schon der Wahnsinn, wenn man das nicht gewohnt ist.
Aufschluß werde wir nächste Woche erhalten, wenn die Packers in ihrem gewohnten Klima in Minnesota antreten und Jacksonville in ihrem gewohnten Klima in San Diego.
Die Defense der Packers mußte kurz vor Spielende einen letzten Drive der Jags stoppen, um als glücklicher Sieger vom Platz gehen zu können. Jacksonville scheiterte an einem Vierten und Eins an Green Bays 14, 23 Sekunden vor Schluß. Quarterback Bortles warf einen kurzen Paß auf Wide Receiver Hurns, der von Cornerback Randall ein Yard zurückgedrängt werden konnte.

Kein Brady, kein Gronk? Kein Problem!
Das System Belichick hat diese Nachteile ausgeglichen. Der Head Coach der Patriots hatte einen tollen Spielplan für das Spiel in Arizona ausgearbeitet und setzte dabei auf die Sachen, die Quarterback Jimmy Garoppolo kann. Dabei sah man oft, daß Garoppolo sich viel von Brady abgeguckt hat.
Belichick lotete auch die Unzulänglichkeiten der Cards gekonnt aus, und griff sie dort sie dort.
Die schwachsinnige Suspendierung Bradys durch den NFL Vorsitzenden Goodell brachte den Patriots im ersten Spiel schon mal keinen Nachteil. Dabei waren die Cardinals als der schwerste Gegner der vier Teams angesehen worden, gegen die Brady nicht spielen darf.
Aber auch hier war es nur ein verschossenes Field Goal zum Schluß, das den Unterschied machte. Cardinals Kicker Catanzaro setzte 36 Sekunden vor Ende einen Versuch aus 47 Yards daneben. Auf welcher Seite?
Nun links, wie fast alle Fehlschüsse an diesem Spieltag.
Vor dem Spiel galten die Cards als Neunpunktefavorit vor den Pats.

In Dallas war es eine Freude den beiden Rookies Dak Prescott und Ezekiel Elliott zuzusehen. Quarterback und Running Back lieferten einen gelungenen Einstand ab.
Doch so gut die Offense mit den beiden auch funktionierte, vor der Endzone der Giants übernahm New Yorks Defense das Kommando.
Und das rächte sich. Während die Cowboys sich mit vier Field Goals nach guten Drives begnügen mußten, erzielten die Giants Touchdowns.
Dennoch stand es 65 Sekunden vor Spielende nur 20:19 für die Giants.
Dallas hatte keine Auszeit mehr, aber Prescott führte die Offense gekonnt in die Hälfte der Giants.
12 Sekunden vor Spielende traf er Wide Receiver Terrance Williams über 14 Yards. Der lief aber nicht ins Aus, wie er es in dieser Situation hätte machen müssen, sonder er lief in Richtung Spielfeldmitte um noch ein paar Yards zu erobern.
Die Uhr tickte derweil herunter und sein Fehler besiegelte Dallas´ Niederlage. So einen Fehler macht man auf der High School, aber nicht wenn man seit vier Jahren Profi in der NFL ist.

Quarterback Watch
Wie machten sich die unerfahrenen Quarterbacks, die ja im Rudel gestern antraten?
Nun, in Cleveland wird man sich fragen, ob es wirklich so gut war, Carson Wentz nicht aufgenommen zu haben?
Wie erwartet hatte der Quarterback der Eagles gegen die Browns einen leichten Einstand in die ansonsten harte Welt der NFL. Er vervollständigte 22 seiner 37 Pässe für 278 Yards und 2 Touchdowns.
Auf der anderen Seite stand Robert Griffin III, der ja lange keine Spielpraxis mehr hatte. Seine Bilanz: 12 von 26 für 190 Yards, 1 Interception, 1 ausgerenkte Schulter. Die soll ihn aber nicht vom Einsatz nächsten Sonntag abhalten.
Wentz und die Eagles gewannen 29:10.

Soll Texans Quarterback Brock Osweiler mit in diese Sammlung?
Eigentlich nicht, da er letztes Jahr nur 2 Interceptions davon entfernt war, die Broncos als Starter in den Super Bowl zu führen, aber...
Im 23:14 Sieg über die Bears vervollständigte er 22 seiner 35 Pässe für 231 Yards, 2 Touchdowns, bei 1 Interception.

Patriots Quarterback Jimmy Garoppolo: 24 von 33 für 264 Yards, 1 Touchdown

Broncos Quarterback Trevor Siemian: 18 von 26 für 178 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions

Cowboys Quarterback Dak Prescott: 25 von 45 für 227 Yards

Vikings Quarterback Shaun Hill: 18 von 33 für 236 Yards

Heute Nacht starten in den beiden Spielen nur Quarterbacks, die schon einige Erfahrung haben.

Kurzberichte
Die Patriots verlängerten den Vertrag von Rob Ninkovich.
Der Linebacker bekommt für weitere zwei Jahre $4,7 Millionen.

Der Lazarettreport
Chargers: Wide Receiver Keenan Allen, sehr wahrscheinlich Kreuzbandriß, wenn ja, dann ist seine Saison beendet.

Texans Linebacker Brian Cushing, inneres Kreuzband gerissen, sechs Wochen Pause im Idealfall.

Saints: Cornerback Delvin Breaux, Wadenbeinbruch, einige lange Wochen Pause.
Tight End Josh Hill, Beinverletzung

Raiders Offensive Tackle Menelik Watson, Leiste

Buccaneers: Defensive End Jacquis Smith, Knie, keine näheren Angaben.

Falcons: Defensive End Brooke Reed, Schulter

Cardinals: Wide Receiver JJ Nelson, linke Schulter.

Sonntag, 11. September 2016

RG3 vor einem Neustart
griffin-robert-browns2Die Browns sehen RG3 nicht als Übergangslösung. Sie haben auch in Zukunft noch vor auf Robert Griffin III (Bild) zu setzen.
Der Quarterback, der die NFL in seiner Rookiesaison im Sturm nahm, wurde von einer Knieverletzung zurückgeworfen. Danach war er bei den Redskins nie mehr der, der er in seinem ersten Jahr war.
In Cleveland beginnt er praktisch wieder bei Null, womit er eigentlich gestern in die Bewertung der unerfahrenen Quarterbacks gehört hätte.
Heute also startet RG3 seine zweite Karriere in einem Team, das im aktuellen Power Ranking auf Platz 31 liegt.
Das ist natürlich keine leichte Aufgabe. Ob Griffin III da glänzen kann?
Er wird mit seiner Offense bestimmt sehr oft Führungen der Gegner hinterherhecheln müssen. Das ist schon mit einer guten Offense schwer. Mit der der Browns dürfte es eine unlösbare Aufgabe werden.
Doch in der Organisation weiß man, daß der Quarterback einen undankbaren Job hat. Aber man geht davon aus, daß er ihn gut meistern kann. Diese Überlegung hatte man auch schon im April, als man an zweiter Stelle der Draft Quarterback Carson Wentz hätte einberufen können. Doch die Teamleitung kam zu der Überzeugung, daß Wentz nicht als Quarterback für die Zukunft taugt und tauschte den Platz mit Philadelphia.
Heute gibt es also das Duell RG3 gegen Carson Wentz.
Besser hätte man das Drehbuch für den Saisonstart der beiden Teams nicht schreiben können.

11.9. 2001
Der heutige 11.9. ist natürlich ein geschichtsträchtiges Datum. An einem Dienstag im Jahr 2001 bewies der Islam der Welt das ganze Ausmaß seiner unglaublichen Friedfertigkeit.
Einige Spieler wollen auf ihre Art an den schrecklichen Massenmord erinnern, doch die NFL stellt sich quer.
Titans Linebacker Avery Williamson wollte während des Spiels Schuhe tragen, die die amerikanische Flagge zeigen und die Worte „9/11 never forgett“.
Als die Ligazentrale davon erfuhr, rief ein Repräsentant bei Williams an und informierte ihn darüber, daß er den Uniformcode verletzen und dafür eine Geldstrafe erhalten würde. Alle Mitglieder eines Teams müßten dieselbe Farbgebung auf ihren Schuhen haben.
Da sah Williamson davon ab, der Toten des 11.9. auf diese Weise zu gedenken.
Zwei Polizeiverbände aus New York und New Jersey haben Williamson gebeten, diese Schuhe doch zu tragen. Die Geldstrafe würden sie für den Linebacker bezahlen. Die beiden Dezernate verloren 37 Polizisten an diesem Tag. Die höchste Anzahl an getöteten Polizisten bei einem einzelnen Ereignis in der Geschichte der amerikanischen Verbrechensbekämpfung.
Doch Williamson möchte keine negative Aufmerksamkeit erregen und sich lieber auf das Spiel gegen Minnesota konzentrieren.
Diese negative Aufmerksamkeit scheint andere Spieler nicht davon abzuhalten die Ermordeten dieses schrecklichen Terrorüberfalls zu ehren. Die Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. und Victor Cruz planen ihre patriotischen Footballschuhe, die sie für diesen Tag haben kreieren lassen, zu tragen.
Auch Falcons Wide Receiver Mohamed Sanu will ein extra angefertigtes Paar tragen.
Bei einer erwartete Geldstrafe von etwa 5.000-6.000 Dollar dürfte das kein finanzielles Risiko für diese Großverdiener darstellen.
Aber alle Spieler werden heute von der Liga zugelassene Sticker am Helm tragen um der Toten im Namen des Islam zu gedenken. Die Coaches werden Pins mit dem 9/11 Zeichen tragen.
Vor den Spielen werden viele spezielle Gäste an der Zeremonie der Nationalhymne teilnehmen, wie Ersthelfer, freiwillige Helfer, usw. In den Stadien werden Videobotschaften von Präsident Obama und George W. Bush abgespielt.
Vizepräsident Joe Biden wird sich den 120 Ersthelfern in Philadelphia anschließen, die die riesige Flagge während der Hymne festhalten.
George W. Bush wird in Dallas den Münzwurf vor dem Spiel ausführen, begleitet von seiner Frau Laura und zwei Offizieren des NYPD, die vor 15 Jahren in den Zwillingstürmen waren.

Kurzberichte
Gisele hält ihren Tom in Form.
Mega-Modell Gisele Bündchen trainiert mit Tom Brady im Garten ihres Anwesens, solange der Quarterback der Patriots nicht in Kontakt mit seinem Team treten darf.
Und so stellte sie ein paar Fotos bei Instagram ein, die zeigen, wie sie die Pässe ihres Liebsten fängt. Darunter schrieb sie: Keine Sorgen Jungs, ich halte ihn fit.“

Die Steelers meldeten Wide Receiver Markus Wheaton als „Out“.
Er wird wegen einer Schulterverletzung nicht gegen die Redskins antreten können.
Damit fehlt eine weitere Waffe in der Offense, denn Running Back LeVeon Bell und Wide Receiver Martavis Bryant sind suspendiert, Running Back Roosevelt Nix (Rücken) und Center Cody Wallace (Knie) sind verletzt.
Auch Cornerback Senquez Golson, (Fuß) wird nur zusehen können.

Bei den Rams sind Rookie Wide Receiver Pharoh Cooper, Wide Receiver Nelson Spruce und Cornerback EJ Gaines nicht einsatzbereit.

Samstag, 10. September 2016

Kurzberichte
garoppoloPatriots Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) muß am Sonntag auf einen seiner besten Receiver verzichten. Das Team gab bekannt, daß Tight End Rob Gronkowski mit seinen Oberschenkelproblemen nicht spielen kann.
Auch der Schutzwall um Garoppolo bröckelt. Auch Left Tackle Nate Solder und Right Guard Jonathan Cooper werden nicht spielen können.
Das macht die Sache für den unerfahrenen Quarterback nicht leichter.

Bleiben wir doch zunächst bei unerfahrenen Quarterbacks.
Nachdem Trevor Siemian am Donnerstag seine Sache ja seht gut gemacht hat, laufen am Sonntag noch mehr Frischlinge auf, wobei klar ist, daß Siemian in seinem zweiten Jahr und somit kein Rookie mehr ist. Von der Spielpraxis aber war er es durchaus.
Deshalb kann man auch Shaun Hill zu den unerfahrenen Kandidaten zählen. Er soll für die Vikings starten weil Sam Bradford noch das Playbook studiert.
Hill ist zwar seit 2002 in der NFL und reist von Team zu Team. Von der Spielpraxis her gehört er ganz bestimmt zu den unerfahrenen Quarterbacks.
Bradford wird seinen ersten Auftritt wohl in Woche zwei im Sunday Night Football Spiel gegen die Packers haben. Oder aber bereits morgen, falls Hill zu sehr strauchelt.

Die Giants haben vor, Dak Prescotts Premiere in der NFL unvergeßlich zu machen.
Der Rookie Quarterback der Cowboys kann sich auf einen heißen Tanz vorbereiten. Giants Linebacker Keenan Robinson sagte: „Er ist ein Rookie und wir behandeln ihn wie einen Rookie. Wir werden ihn unter Druck setzen, wir werden ihn verwirren. Testspiele sind keine Saisonspiele. Sonntags hat er noch nie in der NFL gespielt. Das wird ein Test für ihn. Wir werden sein Debüt ruinieren.“
Klingt nicht gut für Prescott.
Der aber spielt hinter einer hervorragenden O-Line und hat drei sehr gute Running Backs hinter sich.
Das wird interessant.

Auch die Browns freuen sich, daß sie gegen einen Rookie- Quarterback spielen. Sie haben sich auf Carson Wentz vorbereitet und auf seinen langsam Abwurf.
Wentz braucht lange vom Snap, bis er den Ball wirft. Das wollen die Browns zu ihrem Vorteil nutzen.
Anfang der Woche sagte ein Mitarbeiter der Browns im Sportradio, daß Wentz es nicht unter die Top-20 Quarterbacks der NFL schaffen wird. Zwar könnte er laufen, wäre mobil und hätte einen starken Arm, aber seine Wurfbewegung wäre zu langsam.
Und genau den Teil mit dem langsamen Abwurf, den wollen die Browns ausnutzen.
Zusätzlich würden die Eagles den Spielplan simpel halten, da Wentz nur ein Testspiel absolviert hat. Auch das wäre ein Vorteil für die Defense.
Wir werden sehen!
Interessant wird das Spiel auch dadurch, daß die Browns Wentz hätten einberufen können. Sie waren an zweiter Stelle in der letzten Draft dran, tauschten den Platz aber mit Philadelphia, das eine Menge an Wahlmöglichkeiten dafür an Cleveland abtrat.

Ein Rookie- Quarterback kann sich zurücklehnen und in aller Ruhe zusehen, wie seine Mannschaftskollegen sich so anstellen.
Wie berichtet ist die Nr. 1 der letzten Draft, Jared Goff, überhaupt nicht für das Spiel gegen die 49ers gelistet.

Eine Finanzfirma, die Kredite an Familien des Militärs vergibt, hat die Zusammenarbeit mit Broncos Linebacker Brandon Marshall beendet.
Der hatte sich beim Abspielen der Nationalhymne vor dem Saisoneröffnungsspiel hingekniet.
Die Firma gab bekannt, daß sie so jemanden nicht als ihren Botschafter gebrauchen kann.

Die Lions verlängerten die Verträge mit zwei Spielern.
Am Vertrag mit Punter Sam Martin wird noch gearbeitet, aber die Verlängerung um vier Jahre darf als sicher angesehen werden.
Er wird $13,6 Millionen dafür bekommen, daß er sechs-sieben Mal im Spiel gegen den Ball tritt.
Running Back Theo Riddick unterschrieb einen Dreijahresvertrag über $12,75 Millionen.

Jay Ajayi schmollt und wird deshalb nicht gegen die Seahawks spielen.
Der Running Back der Dolphins hatte die Aussicht auf den Starterposten, doch dann verpflichtete Miami Arian Foster.
Head Coach Gase hatte gehofft, daß Ajayi sich besonders anstrengt, wenn er einen Konkurrenten vor die Nase gesetzt bekommt.
Doch der Running Back machte einen auf beleidigte Leberwurst und fuhr sein Engagement spürbar zurück. Deshalb reagierte Gase und strich ihn aus dem Kader für Woche eins.
Für das Team ist das eine furchtbar negative Entwicklung, bedenkt man das Alter und die Verletzungsanfälligkeit von Foster.
Auch Center Mike Pouncey kann wegen seiner Hüftprobleme nicht spielen... und das gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.

Die NFL suspendierte Bills Right Tackle Seantrel Henderson für vier Spiele. Er wurde positiv auf Marihuana getestet.
Henderson hat Einspruch gegen die Sperre eingelegt.

Und gerade kommen die Einschaltquoten vom Donnerstag herein.
250.000 Zuschauer sahen das Spiel der Panthers in Denver auf Sat1 und trotzen dem grausamen Geschrei von Frank Buschmann.
Wer sich das antut, der ist ein wahrer NFL Fan.

Alles OK im Auftaktspiel
Für die NFL war fast alles OK, was die Schiedsrichter im Spiel der Panthers gegen die Broncos gepfiffen, oder auch nicht gepfiffen haben.
Unparteiische Zuschauer zählten vier Helm gegen Helm Treffer bei Cam Newton. Einer davon wurde von den Zebras bestraft.
Bleiben drei ungeahndete Angriffe.
Davon aber hielt die Liga nach näherer Ansicht nur noch einen wert bestraft zu werden. Bei einem Hit von Brandon Marshall hätte noch eine Flagge geworfen werden müssen. Marshall traf Newton im dritten Viertel am Helm, nachdem der Quarterback den Ball bereits geworfen hatte.
Nur für diesen Angriff wird eine Zahlungsaufforderung abgeschickt werden.
Ein Treffer von Jared Crick gegen Newton im ersten Viertel war legal, weil Crick Newton zunächst mit der Schulter am Körper traf und Newton außerhalb der Pocket war.
Ein Treffer von Super Bowl MVP Von Miller im dritten Viertel war legal, weil er zu der Zeit, als er Newton traf, mit einem Blocker beschäftigt war. Grenzwertig, wie die NFL sagte, aber im Ermessen der Schiedsrichter.
Auch auf die Frage, warum Newton im Spiel blieb, obwohl er in der Schlußminute einen Treffer am Helm von Safety Darian Stewart, dem einzigen der geahndet wurde, abbekam, wußte die NFL eine Antwort: „Newton zeigte keine Anzeichen einer Gehirnerschütterung die näher hätten untersucht werden müssen und einen Abzug aus dem Spiel gerechtfertigt hätten.“
So hatten die vier staatlich geprüften Traumaspezialisten, die das Spiel überwachten, entschieden (je einer an der Seitenline der Teams und zwei in einer Pressebox oben im Stadion.)
Da sieht man mal, was für einzigartige Experten die NFL beschäftigt. Die sehen nach solch einem brutalen Hit sofort und auf die Entfernung hin, daß der Getroffene völlig in Ordnung ist.
Die Panthers bleiben somit wohl von einer Strafzahlung verschont, da sie sich auf das Urteil der Mediziner verließen und Newton nicht aus dem Spiel nahmen.
Die Strafen reichen von $50.000 über $150.000 bis zum Verlust von Wahlmöglichkeiten in der Draft.
Die Spielergewerkschaft hat angekündigt, diese Entscheidung noch näher zu untersuchen.

Freitag, 9. September 2016

Die NFL 2016 - Woche 1 - Der Donnerstag
siemian-trevor3Ein toller Saisonauftakt. So kann es weitergehen. Hart, schnell, heftig, spannend. So kann ein Spiel also trotz all der neuen Regeln aussehen.
Gleich eines vorweg: Für die Amis ist es wichtig, wer während der Nationalhymne steht oder sitzt. Ich werde den Quatsch nicht mitmachen weil es mir völlig am „Piep“ vorbeigeht.
Wichtig ist auf dem Platz!
Und da warf ein Quarterback namens Trevor Siemian (Bild) seinen ersten Paß in einem NFL Spiel. Es war ein Sidearmpass der auch noch ankam.
Siemian lieferte eine grundsolide Leistung ab und darauf kann man aufbauen.
Nehmen wir zum Vergleich die Statistiken von Peyton Manning im letzten Spiel gegen die Panthers und Siemians aus der letzten Nacht.
Peyton Manning: 13 von 23 für 141 Yards, 1 Interception, 1 Fumble.
Trevor Siemian: 18 von 26 für 178 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Wie schon vor dem Spiel gesagt, war es ja kaum möglich schlechter zu spielen, als Manning in seiner schlechtesten Saison seit seiner Rookiezeit.
Doch allzuoft erreichten die Broncos die 30 der Panthers und konnten nicht punkten. Daran muß noch hart gearbeitet werden, wenn das Unternehmen Titelverteidigung erfolgreich verlaufen soll. Wenn man mit diesem Quarterback und dieser Offense schon so weit kommt, müssen auch Punkte auf die Tafel.
Auch die Defense muß noch ihren Rhythmus finden. Sie hatte Panthers Quarterback Cam Newton nicht so gut im Griff, wie im letzten Spiel.
Newton vervollständigte zwar nur 18 seiner 33 Pässe für 194 Yards und 1 Touchdown bei 1 Interception, aber zu oft standen seine Receiver sträflich frei. Auch gegen das Laufspiel erwies sich Denvers Defense als anfällig.
Die NFL wird wohl in den nächsten Tagen einige Strafbescheide vornehmlich an Broncos Verteidiger verschicken, denn es gab Helm gegen Helm Treffer, die in der heutigen Zeit nicht mehr erlaubt sind. Warum die Schiedsrichter drei der vier Angriffe gegen Newton nicht ahndeten bleibt deren Geheimnis.
Und warum die Traumaspezialisten, die die Spieler ja beschützen sollen, Newton nicht gründlich untersuchten nach den Treffern, das bleibt deren Geheimnis.
Geheimnisse, denen die Verantwortlichen der Liga auf den Grund gehen sollten.
Die erste Halbzeit gewann Carolina noch mit 17:7. Newton stellte da zwei neue NFL Rekorde auf. Sein Touchdownlauf über zwei Yards war der 44. in seiner Karriere. Kein NFL Quarterback hat mehr erzielt. Und kein Quarterback hat mehr Spiele in denen er einen Touchdown warf und lief, als Newton, der jetzt 32 hat. Beide Rekorde gehörten vorher Steve Young von den 49ers.
Die zweite Halbzeit fand zunächst fast ohne die Offense der Panthers statt. Sie kam furchtbar schlecht in Gang.
Newtons Bilanz in der zweiten Halbzeit lautet: 7 von 16 Pässen für 83 Yards bei 1 Interception.
Und die Offense der Broncos kam immer besser in Gang.
Nach dem Verlauf von Durchgang eins hätte man es nicht für möglich gehalten, aber im letzten Viertel führten die Broncos plötzlich 21:17.
Carolina kam durch ein Field Goal von Graham Gano aus 36 Yards noch auf 21:20 heran, bevor das Schicksal seines Teams dann vollends auf seinem Fuß lag.
Neun Sekunden vor Spielende musste er aus 50 Yards treffen. Kein Problem in der dünnen Höhenluft von Denver. Und Gano traf, wenn auch knapp. Doch die Broncos hatten kurz zuvor eine Auszeit genommen, so daß Gano noch mal schießen mußte. Im Versuch, seinen letzten Schuß, der die rechte Torstange berührte, zu korrigieren, korrigierte er wohl zu viel und der Ball segelte weit links am Tor vorbei.
Denver rettete in einem tollen, ansehnlichen Spiel den knappen und verdienten 21:20 Sieg.

Kurzberichte
Gronk hat Schmerzen.
Seit Wochen plagen Patriots Tight End Rob Gronkowski Oberschenkelprobleme.
Gestern sagte er, daß er nicht sicher ist, ob er im Sunday Night Football Spiel gegen die Cardinals antreten kann.

Die Steelers gaben Guard David DeCastro einen neuen Vertrag über sechs Jahre und $58,07 Millionen.

Seahawks Rookie Guard Germain Ifedi fällt mit einer Sprunggelenksverlezung einige Wochen aus.

Joey Bosa war der letzte Spieler, der gedraftet wurde, der seinen Vertrag unterschrieb. Bis letzte Woche hatte der Defensive End der Chargers sich für seine Unterschrift Zeit gelassen.
Doch nachdem er jetzt endlich unterschrieben hat, setzt er seinen Ausstand auf andere Weise fort. Er fühlt sich nicht wohl, heißt es, und deshalb kann er nicht trainieren.
Gegen die Chiefs am Sonntag wird er wohl kaum antreten.

Ex-NFL Quarterback Tim Tebow hat einen Vertrag bei den New York Mets, einem Baseballteam, unterschrieben.

Vor der ersten Spielwoche gab die NFL ihr neues „Power Ranking“ bekannt. Demnach werden die Seahawks als das beste Team eingeschätzt. Sie stehen auf Platz 1.
Auf Platz zwei folgen die Steelers vor den Patriots. Die Patriots treffen direkt im ersten Spiel auf das Team unter ihnen, die Cardinals.
Wie sieht es unten aus?
Da findet man nicht die Cleveland Browns auf Platz 32 sondern die 49ers.
Autsch!

Donnerstag, 8. September 2016

Kurzberichte
brees-drew-400Drew Brees (Bild) hat eine Vertragsverlängerung unterschrieben.
Der Quarterback der Saints wollte den neuen Vertrag vor Saisonbeginn haben, und es hat knapp geklappt. Es ist ein Einjahresvertrag über $24,25 Millionen. Doch das Geld wird mit dem noch existierenden Vertrag verrechnet. Daraus ergibt sich ein Gehalt von $44,25 Millionen über zwei Jahre die komplett garantiert sind.
Technisch gesehen wurde der Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen, damit man das Gehalt von Brees über den Zeitraum strecken kann. Das ist für das Team angenehmer und es hat mehr Spielraum um unter der Gehaltsobergrenze auch noch andere gute Spieler bezahlen zu können.
Brees ist 37 Jahre alt und Langzeitverträge sind für das Team in dem Fall ein Wagnis. Doch ein Fünfjahresvertrag, um die Gehaltsobergrenze auszutricksen, macht Sinn. Zwar zählt das Gehalt des Quarterbacks auch dann noch ein paar Jahre zur Gehaltsobergrenze, wenn er nach 2017 keinen neuen Vertrag erhält, doch das ist mittlerweile bei vielen Teams gängige Praxis.
Brees konnte sich neben dem garantierten Gehalt auch über einen Bonus von $30 Millionen für sein Autogramm freuen.
Seit Drew Brees 2006 zusammen mit Head Coach Sean Payton zu den Saints kam, erreichten sie fünf mal die Playoffs. Das ist nicht grandios, aber in den 13 Jahren zuvor kamen die Saints nur einmal in die Endrunde.
2009 gewannen sie den Super Bowl. Das ist jetzt auch schon verdammt lang her.

Die Saints verpflichteten Guard Jahri Evans für ein Jahr.
Kicker Will Lutz hat den Starterposten erobert und Kai Forbath wurde gefeuert.

Die Eagles gaben Kicker Caleb Sturgis einen Vertragsverlängerung über ein Jahr.
Mit Boni kann er es auf $1,3 Millionen bringen.

Vikings Head Coach Mike Zimmer will erst am Sonntag entscheiden, welcher Quarterback startet.
Sam Bradford ist erst wenige Tage im Team und ist noch fleißig dabei das Playbook zu studieren.

Die Broncos und Wide Receiver Emmanuel Sanders wurden sich einig.
Sanders unterschrieb eine Vertragsverlängerung über drei Jahre und $33 Millionen.
2016 muß er allerdings noch für die mageren $5,6 Millionen aus seinem aktuellen Vertrag spielen, bevor die Verlängerung 2017 in Kraft tritt.
In den letzten beiden Saisons fing er jeweils Pässe für über 1.000 Yards und wurde in den Pro Bowl berufen.

Die Polizei von Santa Clara gab bekannt, daß sie die Heimspiele der 49ers nicht boykottieren wird.
Vorige Woche hieß es noch, daß man wegen Colin Kaepernicks Unmutsbekundungen über angebliche Polizeigewalt dem Team die Hilfe verweigern will.
Diese von der Polizeigewerkschaft angedrohte Unterlassung für Ordnung rund um das Spiel zu sorgen wird nicht umgesetzt. Kein Polizist hätte vor, wegen Kaepernick seinen Dienst zu verweigern, sagte der Polizeisprecher. Am Montag heißt es also „business as usual“, wenn die Rams in die Stadt kommen.

Ex-NFL Kicker Cary Blanchard verstarb am Dienstag im Alter von nur 47 Jahren.
In seinen neun Jahren in der NFL reiste er viel herum und kickte für die Saints, Jets, Redskins, Giants und Cardinals. 1997 spielte er für die Colts und wurde in den Pro Bowl berufen.
Seine Frau Mindi gab bekannt, daß Cary in Texas einem Herzinfarkt erlag, drei Tage nach der Beerdigung seiner Mutter.

Der Lazarettreport
Colts: Quarterback Andrew Luck konnte wegen Schulterproblemen nicht voll trainieren.
Die Cornerbacks Vontae Davis und Darius Butler haben beide Knöchel und konnten gar nicht trainieren.

Chiefs: Running Back Jamaal Lewis und Linebacker Tamba Hali können wegen ihrer Knieprobleme immer noch nicht voll trainieren.

Ravens: Linebacker Elvis Dumervil (Fuß) hat einen Rückschlag erlitten. Er kann am Sonntag nicht spielen.

Titans: Wide Receiver Kendall Wright, Oberschenkel, nicht einsatzbereit.

Seahawks: Tight End Jimmy Graham konnte voll am Training teilnehmen. Ob er spielen wird, steht noch nicht fest.

Dolphins: Center Mike Pouncey kann mit seiner Hüfte immer noch nicht trainieren.

Bei den Cardinals stehen Safety Tyrann Mathieu und Wide Receiver John Brown nicht auf dem Verletzungsbogen.
Mathieu kurierte einen Kreuzbandriß aus und hat an keinem Testspiel teilgenommen.
Brown litt an einer Gehirnerschütterung vom 31. Juli, die jetzt abgeklungen ist.
Beide können also gegen die Patriots eingesetzt werden.

Mittwoch, 7. September 2016

Kurzberichte
manning-tropy-sb50-3Einmal werden wir noch wach, heissa dann ist Kickofftag.
Oder auch zweimal, so wie ich, der ich das Spiel ja erst am Freitag um 7:00 Uhr gucke. Aber es soll ja Leute geben, die sich morgen die Nacht um die Ohren schlagen.
Es beginnt so, wie es aufgehört hat, mit dem Spiel der Panthers gegen die Broncos.
Und auch die Vorzeichen sind die selben, denn die Defense der Broncos wird es richten müssen, da die Offense keine Rolle spielt. Letztes Jahr war es eine Überraschung, daß die Offense mit dem megaschwachen Peyton Manning (Bild) keine Durchschlagskraft hatte. Dieses Jahr geht Denver gleich mit dem vollen Bewußtsein in die Saison, daß nur die Defense das Team im Wettbewerb halten kann.
Safety TJ Ward drückt das Selbstbewußtsein seiner Truppe so aus: „Wir sind die Antagonisten. Wir zerbrechen uns nicht den Kopf, was die anderen machen. Es ist unser Haus. Wir regieren in unserem Haus.“
Na, dann kann nichts mehr schiefgehen, oder?

Die Cowboys werden Tony Romo mit seinem kaputten Rücken nicht auf die Verletztenliste setzen. Sie sind sicher, daß der Quarterback im Verlauf der Saison noch mal ins Geschehen eingreifen kann.
Damit blockiert er einen Kaderplatz, doch das nimmt Teambesitzer Jerry Jones in Kauf.
Selbst auf die Liste der kurzzeitig verletzten will Jones Romo nicht setzen. Damit hätte Romo für die erste Hälfte der Saison nicht eingesetzt werden können.
Jones hofft, daß der Quarterback nachdem sein gebrochener Knochen im Rücken verheilt ist, Mitte Oktober wieder spielen kann.

Vikings Quarterback Bridgewater wird bald an seinem ausgerenkten Knie und seinem Kreuzbandriß operiert werden.
Die Prognose lautet, daß der Teddy länger als ein Jahr ausfallen wird.

Tiffany Thompson war die Freundin von Ezekiel Elliott.
Sie zeigte den Rookie Running Back der Cowboys gleich in fünf Fällen von häuslicher Gewalt an.
Die Staatsanwaltschaft in Columbus, Ohio, die die Fälle bearbeitet, hat nach gründlicher Auswertung der vorgelegten Bilder und Beweise beschlossen, daß sie in keinem der Fälle Anklage erheben wird.
Elliott ist für das Spiel gegen die Giants als Starter gelistet.
Zwar kann die NFL noch eine Strafe gegen ihn verhängen, aber wenn die Staatsanwaltschaft zu dem Schluß kommt, daß die Beweise für eine Anklage nicht ausreichen, dann kann die NFL eigentlich auch nicht anders entscheiden. Allerdings läuft die Untersuchung der Liga noch.

So kann es gehen.
Ein Quarterback, der erst in der vierten Runde einberufen wurde, wird am Sonntag starten während die Nr. 1 der Draft für das Spiel der Rams überhaupt nicht gelistet ist.
Der Starter ist Dak Prescott bei den Cowboys, der Mann, der sich das Spiel in Straßenklamotten ansehen kann ist Jared Goff.
Doch der Demütigung nicht genug, wird Punter Johnny Hekker bei den Rams als möglicher dritter Quarterback für den Notfall gelistet.

Und während also die Nummer eins behandelt wird, wie Mr. Irrelevant, startet die Nr. 2.
Die Eagles werden Carson Wentz sofort ins Feuer werfen.
Chase Daniel nennt diese Tatsache „unglücklich“. Und damit hat der Quarterback sich bestimmt seht vorsichtig ausgedrückt.
Als er davon erfuhr, daß Sam Bradford an die Vikings abgegeben wurde, hatte er sich als Starter im ersten Saisonspiel gesehen. Immerhin hatte er vor einigen Monaten einen Dreijahresvertrag über $21 Millionen in Philadelphia unterschrieben. Dazu kommt, daß Rookie Carson Wentz nur ein Testspiel bestritten hat und überhaupt keine Abstimmung mit den Receivern hat.
Doch Daniels versucht, das Ganze nicht zu persönlich zu nehmen. Es ginge ja nicht um ein Individuum sondern um das Team. Der Head Coach würde bestimmt alles tun, um das Beste für das Team zu erreichen. Wenn er denkt, daß das mit Carson eher zu erreichen ist, dann soll es so sein.
Daniels fuhr fort, daß sein Frust sich nicht auf seine Vorbereitungen auswirken wird.

Die Patriots aktivierten Danny Amendola. Der Wide Receiver stand mit Knie und Knöchelproblemen die ganze Vorbereitungszeit über auf der PUP Liste.

Dienstag, 6. September 2016

Von der Nr. 3 zur Nr. 1 an einem Wochenende
wentz-carson2
Er spielte nur ein paar Minuten im ersten Testspiel, bevor er sich einige Rippen brach.
Das war es dann für Carson Wentz (Bild), den Quarterback, den die Eagles an Nr. 2 in der letzten Draft einberiefen.
Bis letzten Samstag wurde er deshalb auch nur als Nr. 3 Quarterback des Teams gelistet, doch dann änderte sich alles schlagartig. Die Eagles wurden sich mit den Vikings über einen Handel einig, der Sam Bradford, den Starter in Philadelphia, nach Minnesota schickte.
Bradford wird es recht sein. Als er hörte, daß sein Team Wentz aufgenommen hatte, machte Bradford einen auf beleidigte Leberwurst und wollte sofort zu einem anderen Team wechseln. Doch die Interessenten an dem verletzungsanfälligen Quarterback standen nicht gerade Schlange. Deshalb blieb Bradford in Philadelphia.
Jetzt endlich konnte er wechseln.
Die Eagles werden mit Wentz gegen Cleveland in die Saison starten. Ein ganz schöner Umschwung denn Wentz sollte hinter Bradford ganz behutsam in die NFL eingeführt werden. Jetzt ist er mit 23 Spielen für ein unbedeutendes College und 39 Snaps in den Vorbereitungsspielen der Starter für eine Mannschaft, die sich im eigenen Stadion oft wie in einem Hexenkessel fühlt. Die Fans in Philadelphia haben es nämlich gegenüber den Eagles nicht so mit der brüderlichen Liebe, die man der Stadt andichtet.
Head Coach Doug Pederson hat großes Vertrauen in die Fähigkeit von Wentz, komplexe offensive Systeme unglaublich schnell zu lernen und umzusetzen.
Wie schnell, das kann man ja am Sonntag sehen. Wie gestern schon geschrieben sind die Browns genau das richtige Team, um einen unerfahrenen Quarterback etwas NFL Luft schnuppern zu lassen.
Bei den Vikings scheint es noch nicht klar zu sein, wer gegen die Titans startet. Head Coach Zimmer hält sich da noch bedeckt.
Wer auf Bradford tippt, sollte aber eigentlich richtig liegen.

Kurzberichte
Die Cleveland Browns haben sich bei der letzten Draft viele Rookies gesichert, die auch nach dem letzten Kaderschnitt noch im Team sind.
Cleveland hat einen Rookie geladenen Kader. 17 Rookies und 28 Spieler, die erst eine NFL Saison hinter sich haben, gehören ins Team. Damit stellen die Browns mit eine der jüngsten Mannschaften der Liga.
Das bedeutet für die Fans, daß sie weiter Geduld haben müssen mit diesen jungen, unerfahrenen Talenten, die ja erst noch beweisen müssen, ob sie wirklich talentiert sind.
Nach einer schnellen Playoffteilnahme klingt das eher nicht.

Der neue Kicker der Bears ist Connor Barth.
Er hatte in der Vorbereitungszeit versucht, einen Job bei den Saints zu bekommen, doch sie feuerten ihn am Samstag.
Chicago hatte Gould am Samstag gefeuert, nachdem er in der letzten Saison seine Treffsicherheit verloren hatte. Auch in den Testspielen vergab er ein Field Goal und zwei Extrapunkte. Da wollten die Bears ihm sein Top-5 Kicker-Gehalt von $3,75 Millionen für 2016 nicht mehr zahlen.

Die 49ers feuerten Fullback Bruce Miller.
Auslöser war die Verhaftung Millers und ein Video, das den Fullback blutverschmiert zeigt.
Miller wollte ein Zimmer im Fisherman`s Wharf Hotel in San Francisco. An der Rezeption wurde er abgewiesen, da das Hotel voll war. Doch das nahm der Fullback nicht einfach so hin. Er ging zwar, kam aber kurz darauf zurück und klopfte an eine Zimmertür. Als ihm geöffnet wurde griff Miller einen Mann und dessen 70-jährigen Vater in dem Zimmer an.
Kurz danach wurde er blutüberströmt von einer Überwachungskamera aufgenommen.
Als die 49ers von dem Vorfall erfuhren, zögerten sie keine Sekunde Bruce Miller zu feuern.

Die Entlassung von Justin Forsett war wohl taktischer Natur.
Am Samstag setzten die Ravens ihren besten Running Back der letzten zwei Saisons vor die Tür. Am Montag verpflichteten sie ihn zu reduzierten Bezügen wieder.

Im ersten Saisonspiel wird Arian Foster als Running Back für die Dolphins starten.

Der Verkauf von Colin Kaepernicks Trikot schießt durch die Decke.
Es scheint so, als würde der Nationalhymnenverweigerer viele stille Befürworter haben.
Nur die Trikots von Cowboys Rookie Running Back Ezekiel Elliott und Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. verkaufen sich zur Zeit besser.
Vielleicht wollen einige Fans ihre Bestände an Kaepernick Trikots wieder auffüllen, nachdem sie sie vor einige Tagen verbrannt haben?

Der Lazarettreport
Die Raiders setzten Defensive End Mario Edwards (Hüfte) auf die Verletzten/Reserve Liste. Das heißt, daß er in den ersten acht Spielen nicht wird spielen können.

Die Saints setzten Defensive Tackle Sheldon Rankins (Wadenbein) auf die Verletzten/Reserve Liste.

Bei den Chiefs wird man im ersten Spiel vielleicht noch nicht auf Jamaal Charles setzen können. Der Running Back kuriert immer noch seinen Kreuzbandriß aus der letzten Saison aus.

Die Packers gehen davon aus, daß Wide Receiver Jordy Nelson in Woche eins einsatzbereit ist.
Sein Status wurde von den Ärzten auf „full go“ gesetzt, nach seinem Kreuzbandriß aus der letzten Saison.

Montag, 5. September 2016

Kurzberichte
gould-robbie2Und Schnitt... hieß es am Samstag. Die Träume auf eine millionenschwere Karriere in der NFL platzten bei vielen wie Seifenblasen. Selbst gestandene Stars entgingen den Kaderkürzungen nicht. So feuerten die Bears eine Ikone ihres Teams, Kicker Robbie Gould (Bild).
11 Jahre spielte Gould in Chicago. Er war der akkurateste Kicker den die Bears je hatten. Er verwandelte 85,4% seiner Field Goal Versuche und erzielte 1.207 Punkte. Seinen längsten Treffer hatte er aus 58 Yards.

Die Bears verlängerten den Vertrag von Kyle Long.
Der Guard unterschrieb für weitere vier Jahre und $40 Millionen von denen $30 Millionen garantiert sind.

Die Packers überraschten mit der Entlassung von Josh Sitton.
Der Guard war letztes Jahr eine Macht und hätte dieses Jahr nur $6,5 Millionen gekostet.
Lange saß er nicht auf der Straße, denn die Bears gaben ihm einen Dreijahresvertrag über $21,75 Millionen.

Auch die Seahawks trennten sich von einem hervorragenden Guard. Sie zeigten dem zukünftigen Ruhmeshallenkandidaten Jahri Evans wo die Tür ist.

Die Cowboys setzten Running Back Darren McFadden auf die Liste der nicht footballbedingten Verletzungen.
Er hatte sich einen Ellenbogen gebrochen, als er versuchte sein Handy davor zu bewahren auf den Boden zu fallen.
Damit steht fest, daß McFadden eine lange Zeit ausfallen wird.

JJ Watt hat seinen Gesundheitstest bestanden und kann sehr wahrscheinlich nächsten Sonntag gegen die Bears spielen.
Der Starverteidiger der Texans hatte diverse Verletzungen und eine Rückenoperation, wurde von den Ärzten aber am Wochenende gesundgeschrieben.
Ob Head Coach O`Brien Watt tatsächlich einsetzt, so ganz ohne Vorbereitung, das bleibt abzuwarten. Die Offense der Bears kann man auch ohne Watt in den Griff bekommen.

Patriots Defensive End Rob Ninkovich ist positiv auf verbotene Substanzen getestet worden.
Er erhielt vier Spiele Sperre.
Die Patriots sind sowieso davon ausgegangen, ein paar Spiele auf Ninkovich verzichten zu müssen. Der 32-jährige riß sich letzten Monat den Trizeps und seine Rückkehr wurde nicht vor Oktober erwartet.

Die Polizei in Santa Clara, wo die 49ers ihre Heimspiele austragen, hat dem Team in einem Brief mitgeteilt, daß sie keine Aufgaben mehr für das Team übernehmen will, solange Quarterback Colin Kaepernick im Kader ist.
Etwa 70 Polizisten arbeiten Rund um das Stadion bei Heimspielen.
Eine Entlassung Kaepernicks wäre keine Überraschung gewesen. Doch der Quarterback überstand die Kaderkürzung und wird als Ersatzmann von Blaine Gabbert gelistet. Und warum hätten die Niners Kaepernick gehen lassen sollen? Egal ob er im Kader wäre oder nicht, müßten sie ihm 2016 $11,9 Millionen zahlen. Da behält man ihn doch lieber.
Die 49ers erwiderten den Brief der Polizei mit den Worten: „"Bei der Wahrung der amerikanischen Prinzipien wie Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit, erkennen wir das Recht des Individuums an, sich zur Teilnahme an der Nationalhymne zu entscheiden oder nicht."
Kaepernick hat mittlerweile $1 Million an eine Gruppe gespendet, die sich für die Opfer von Polizeigewalt einsetzt.

Die Steelers setzten Bud Dupree auf die Ersatz/Verletztenliste.
Der Linebacker hat die gesamte Vorbereitungsphase mit einem Muskelriß verpaßt und muß operiert werden.

Die Steelers sicherten sich Cornerback Justin Gilbert von den Browns.
Cleveland bekam dafür Pittsburghs Wahlmöglichkeit in Runde sechs der Draft 2018.

Die Vikings feuerten den deutschen Wide Receiver Moritz Böhringer. Danach gaben sie ihm einen Vertrag für das Trainingsteam.
Immerhin hatte der Receiver, der in den Vorbereitungsspielen nur ab und zu mal auf dem Platz stehen durfte, mit MoBo schon einen Spitznamen bekommen.

Es geht noch kürzer, aber das war schon verdammt kurz.
Am Montag verpflichteten die Redskins Defensive Tackle Cullen Jenkins. Am Donnerstag hatte er einen Einsatz im letzten Testspiel. Am Samstag feuerten sie ihn wieder.

Er war einmal der beste Kickreturner der Liga. Sein Stern sinkt langsam, aber die Ravens gaben Kickreturner/ Wide Receiver Devin Hester einen Einjahresvertrag.

Er galt als der Starter auf der Running Back Position der Ravens. Statt dessen wurde Justin Forsett am Samstag gefeuert.

Er kämpfte um den Posten des Starters auf der Running Back Position bei den Broncos. Statt dessen wurde Ronnie Hillman am Samstag gefeuert. CJ Anderson geht als Starter in die Saison.

Sonntag, 4. September 2016

Kurzberichte
bradford-sam-eaglesEs gäbe viel zu schreiben. Allerdings gibt's heute nur in aller Kürze das Wichtigste.
Die Minnesota Vikings haben sich Sam Bradford (Bild) gesichert. Nachdem Teddy Bridgewater für diese Saison mit einer Knieverletzung ausfällt, war Not am Mann. Doch die Vikings wurden sich mit den Eagles einig und holten sich Quarterback Bradford.
Die Vikings gaben den Eagles ihre Wahlmöglichkeiten in der ersten Runde der Draft 2017 und in Runde vier der Draft 2018.
Philadelphia wird für das erste Saisonspiel auf ihren Rookie setzen, den sie an zweiter Stelle der Draft aufnahmen. Allerdings hat Carson Wentz nur in einem Testspiel gespielt, bevor er sich zwei Rippen brach. Er hat also keine Spielpraxis sammeln können und ob er wirklich ganz gesund ist, wenn es nächsten Sonntag gegen Cleveland geht, das bleibt abzuwarten.
Auf der anderen Seite gibt es kaum einen besseren Einstieg in das harte Leben in der NFL, als gegen die Breveland Clowns.
Minnesota muß Bradford 2016 nur $7 Millionen zahlen. In der heutigen Zeit ein Schnäppchen.
Sollte Bridgewaters Genesung nicht so recht voranschreiten, dann können die Vikings Bradford 2017 unter Vertrag halten. Dann würden ihm im März $4 Millionen Kaderbonus zustehen und $13 Millionen an Gehalt für die Saison.

Eine andere Überraschung gab es in Dallas. Nachdem die Broncos Quarterback Mark Sanchez gefeuert hatten, griffen die Cowboys zu.
Es ist davon auszugehen, daß der Arschfumbler nur als Ersatzmann von Dak Prescott an der Seitenauslinie stehen wird.
Zunächst.
Es kommt dann darauf an, wie der Rookie sich im ersten Spiel gegen die Giants schlägt. Vielleicht übernimmt dann Sanchez in der Folge als das kleinere Übel die Offense.

Die Broncos sicherten sich Austin Davis als dritten Quarterback hinter Starter Trevor Siemian und Rookie Paxton Lynch.

Freitag, 2. September 2016

Kurzberichte
kaepernick-colin4In San Diego, einer Stadt mit einem großen Flottenstützpunkt, dröhnten Colin Kaepernick (Bild) die Ohren. Als der Quarterback der 49ers auf den Platz kam, schlug ihm ein schlimmes Pfeifkonzert entgegen, und vor jedem Snap von ihm gellten die Pfiffe.
Aber dem Nationalhymnenverweigerer ist es bereits gelungen Gefolgsleute zu rekrutieren. Niners Safety Eric Reed boykottierte die Hymne ebenso, wie Seahawks Cornerback Jeremy Lane vor dem Spiel gegen die Raiders.
Von den Unmutsäußerungen ließ Kaepernick sich nicht wirklich beirren. In seiner ersten Serie führte er das Team mit 15 Spielzügen zu einem Touchdown. Dabei erzielte er 58 Yards durch die Luft und 30 Yards mit seinen Beinen. Das ist genau das, was Head Coach Chip Kelly für seine College-Offense braucht.
Zwar lieferte Christian Ponder in der zweiten Halbzeit auch eine gute Vorstellung ab, aber CK7s Job dürfte sicher sein, wenn die 49ers drei Quarterbacks mit in die Saison nehmen.
Es gibt aber noch ein neues Schlachtfeld, denn der Chef der Polizei in San Francisco war völlig von den Socken, als er von Kaepernicks Socken erfuhr.
Im Trainingslager trug der Quarterback des Öfteren Socken, auf denen Polizisten als Schwein-Karikaturen dargestellt waren. Daraufhin schrieb der oberste Gesetzeshüter einen geharnischten Brief an die 49ers und die NFL und bat um Klärung, warum von deren Seite nichts gegen diese Verunglimpfung unternommen wird?

Die schwachsinnige Suspendierung von Tom Brady zog Erstaunliches nach sich. Der momentan beste und auch für alle Zeiten zu den besten gehörende Quarterback, das zukünftige Ruhmeshallenmitglied Brady, spielte im letzten Testspiel der Patriots die volle erste Halbzeit lang.
Dabei wurde klar, daß Brady Rost angesetzt hat und die Offense schon auf Jimmy Garoppolo abgestimmt ist. Brady vervollständigte nur 16 seiner 26 Pässe für 166 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception. Und das mit den Startern gegen die Ersatzleute der Giants.

Bei den Jets wollte sich Bryce Petty in die Linie der Ersatz- Quarterbacks einreihen.
Daraus wurde nichts. Nach sechs Würfen verletzte er sich an der Schulter und seine Vorstellung war beendet.

In Minnesota ist man auf der Suche nach einem Quarterback, nachdem sich Teddy Bridgewater eine saisonbeendende Verletzung zugezogen hat.
Doch der General Manager will das Team nicht überschulden. Das heißt, daß Rick Spielman nicht jeden Preis akzeptieren will, den der neue Quarterback verlangt, und nicht zu hohe Plätze in der nächsten Draft abgeben will an das Team, von dem er kommt.
Immerhin habe man das höchstmögliche Vertrauen in den 36 Jahre alten Shaun Hill, sagte Spielman.
Das klingt dann eher wie das berühmte Pfeifen im Walde, ist aber tatsächlich die beste Option. Hill ist lange genug im Team, und hat das Spielsystem der Offense voll drauf.
Deshalb wurde er auch als Starter behandelt und spielte im letzten Testspiel nicht. Er braucht sich also keine Gedanken um seinen Job zu machen, wenn am Sonntag die Kader der Teams auf 53 Mann gekürzt werden.
Leider gab es im Spiel gegen die Rams noch einen Schreck. Quarterback Joel Stave, die neue Nr. 2, zog sich einen Gehirnerschütterung zu.

Während Dallas mit dem in der vierten Runde einberufenen Dak Prescott als Quarterback in die Saison starten wird, schafft es die Nr. 1 der Draft, Jared Goff, nicht mal zum 1. Ersatzmann bei den Rams.
Head Coach Jeff Fisher setzte die Nr. 1 der Draft auf Platz 3 in der Kadertiefenkarte des Teams.
Gegen die Ersatzleute der Vikings konnte er nur 6 seiner 16 Pässe vervollständigen für 67 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.

Max Unger unterschrieb einen Vertragsverlängerung über drei Jahre bei den Saints.
Dafür erhält der Center $21 Millionen.
In seinem ersten Team, den Seahawks, wurde er zweimal in den Pro Bowl berufen. Bei den Saints scheint der 30-jährige nichts von seiner Form verloren zu haben.

Die Cowboys verpflichteten Quarterback Jerrod Johnson.
Jerrod wer?
Gute Frage!
Seine bisherigen Stationen: Philadelphia Eagles, Pittsburgh Steelers, Seattle Seahawks, Chicago Bears und Baltimore Ravens, die Arizona Rattlers in der Arena Football League und die Sacramento Mountain Lions bei der mittlerweile eingestellten United Football League.

Als Riesentalent gestartet, warfen Verletzungen Austin Seferian-Jenkins weit zurück.
Seit die Buccaneers den Tight End 2014 in der zweiten Runde der Draft einberiefen, hatten sie nicht viel Freude an ihm.
In der Regenschlacht gegen die Redskins brannten ASF die Sicherungen durch. Er geriet mit Head Coach Koetter aneinander und mußte von Wide Receiver Russell Shepard von seinem Angriffsziel weggeschubst werden.
ASF war wohl sauer darüber, daß er im vierten Viertel des vierten Testspiels immer noch auf den Platz mußte. Doch er hat die Einsatzzeit nötig. Von sieben Pässen in seine Richtung fing er zwei für 22 Yards.
Koetter sagte nach dem Spiel: „ASF muß verstehen daß Spieler spielen und Coaches trainieren. Er brauchte die Einsatzzeit. Er brauchte jeden Spielzug.
Momentan spielen wir nicht wirklich gut, und er ganz besonders nicht.“
ASF ist mittlerweile in der Kadertiefenkarte auf Platz drei bei den Tight Ends der Bucs abgerutscht.
Bereits in den ersten Trainingseinheiten vor dem Trainingslager gerieten der Tight End und sein Head Coach aneinander. Koetter nahm damals ASF vom Platz, weil der nicht wußte was er tat, wie Koetter es beschrieb.
Dennoch gehen Kenner der Bucs davon aus, daß Seferian-Jenkins den Schnitt auf 53 Spieler am Sonntag übersteht.
Nach dem Spiel war zwischen den Beiden dann auch alles wieder in Ordnung. Beide sagten, daß in der Hitze des Gefechts klare Worte gesprochen wurden.

Der Lazarettreport
Panthers: Wide Receiver Kevin Norwood, Hüfte.

Patriots: Left Tackle Nate Solder, er mußte gegen die Giants mit einer nicht näher bestimmten Verletzung vom Platz.

Cardinals: Linebacker Kareem Martin, Kreuzband, 3-4 Wochen Pause wobei allerdings noch eine genauere Untersuchung ansteht.

Texans: Linebacker Akeem Dent, Gehirnerschütterung.

Donnerstag, 1. September 2016

Kurzberichte
goodell-rogerSeit 10 Jahren ist Roger Goodell (Bild) der Vorsitzende der NFL.
Noch nie war die Liga so reich, wie unter seiner Führung. Und der Geldfluß kennt nur eine Richtung, weiter nach oben.
Noch vor einigen Jahren sah man den Commissioner oft wenn er die Teams im Trainingslager besuchte. Dabei sprach er gerne mit den Fans.
Das macht er jetzt nicht mehr. Goodell ist unter den Fans fast so unbeliebt, wie unter den Spielern und in der Beziehung Fan/Commish ist irgendwie die Luft raus (nicht nur in New England).
Wir Fans in Europa verdanken ihm die Einstellung der NFL Europa obwohl A) Die Kosten dafür aus der Portokasse der Teams bezahlt werden konnten und B) die NFL eine Entwicklungsliga braucht.
Sei es wie auch immer, die Teambesitzer lieben Goodell.
Alle Teambesitzer?
Nein, da ist einer in New England der dem Commish die Pest an den Hals wünscht.
Aber auch Robert Kraft profitiert von den Milliarden, die dank Goodell in die Kassen strömen. Zur Zeit sind es knappe $13 Milliarden, die die NFL pro Jahr einnimmt, für Goodells zweite Dekade sind $25 Milliarden anvisiert.
Deshalb zahlen die Teambesitzer ihrem Midas gerne ein Jahresgehalt von $40 Millionen.

Sieg gegen Roger Goodell.
Das ist selten und deshalb um so meldenswerter.
Die idiotische Befragung von James Harrison, Clay Matthews und Julius Peppers endete mit klaren Freisprüchen für die Beschuldigten.
Sie mußten sich der Befragung unterziehen, weil Al Jazeera America eine Reportage brachte, in der diese Spieler und einige andere beschuldigt wurden, sich mit PED (Performance enhancing Drugs) zu dopen.
Den „Nachrichtensender“ gibt es mittlerweile schon nicht mehr, und die Verdächtigungen seit gestern auch nicht mehr.
Die Inquisitoren kamen zu dem Ergebnis, daß es bei keinem der Beschuldigten auch nur den Ansatz eines Beweises gäbe, daß sie dieses Mittel genommen hätten.
Peyton Manning war ja schon vor einigen Wochen freigesprochen worden, nachdem er verhört wurde.
Bestimmt ein herber Schlag für Goodell, der eine Privatfehde mit Steelers Linebacker Harrison führt.
Goodell hätte sich die Schmach dieser Niederlage sparen können, wenn er dem islamistischen Propagandasender einfach nicht geglaubt hätte, so wie es jeder Amerikaner tat. Doch in seiner Besessenheit, Spieler für Nichtigkeiten hart zu bestrafen, wollte er wie gewohnt mit dem Kopf durch die Wand.
Boing!
Na ja, eine Chance hat Goodell noch. Die Untersuchung gegen Mike Neal, der zur Zeit ohne Team ist, läuft noch.
James Harrison feierte seinen Sieg über Goodell ausgiebig in den sozialen Netzwerken. Harrison liebt es, Goodell zu hassen.

Viele Soldaten sehen in Colin Kaepernick keinen Irren, der sein Heimatland haßt.
Der Quarterback der 49ers, der ja seit Kurzem die Nationalhymne boykottiert, betont, daß er das nicht aus Respektlosigkeit gegenüber dem Militär macht. Er hätte vollen Respekt für die Frauen und Männer, die überall auf der Welt Kriege im Namen der USA führen.
Und die Militärs scheinen Kaepernick zu respektieren. Tenor aus ihren Reihen: „Wir vergießen unser Blut, damit auch Leute wie Kaepernick immer und überall ihre Meinung sagen können, auch wenn sie uns nicht paßt. Dafür kämpfen wir.“
Und das stimmt. Die USA werfen so lange Bomben auf ein Land, bis es endlich die Demokratie angenommen hat.
Deshalb steht das Personal der Schieß und Töte Gesellschaft recht geschlossen hinter Kaepernick.

Die Steelers verpflichteten Zach Mettenberger.
Der Quarterback war am Dienstag von den Chargers entlassen worden.
Einer der Ersatzmänner von Ben Roethlisberger, Bruce Gradkowski, wurde mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste gesetzt. Da Pittsburgh mit drei Quarterbacks in die Saison gehen will, brauchte man Verstärkung.

Zunächst haben die Steelers das Gehalt von Antonio Brown mal moderat um $4 Millionen für 2016 angehoben.
Demnächst soll der Wide Receiver aber einen wesentlich kräftigeren Nachschlag bekommen.
Aber für 2016 landen erst mal $10,25 Millionen auf seinem Konto. Dem soll dann ein neuer langfristiger Vertrag folgen.

Die Draft 2017 findet in Philadelphia statt.

Die Patriots gaben Matthew Slater eine Vertragsverlängerung. Für ein weiteres Jahr bekommt er $1,8 Millionen.
Slater kann Pässe fangen, Punts und Kickoffs verteidigen oder sie zurücktragen und er erzielte in den letzten 10 Jahren 120 Tackles.
Fünf Mal wurde er in den Pro Bowl berufen.

Die Saints verpflichteten Linebacker Paul Kruger, zwei Tage nachdem er von den Browns entlassen wurde.

Der ehemalige Schiedsrichter der NFL, Mike Carey, wird nicht mehr als Experte für CBS die Entscheidungen seiner ehemaligen Kollegen kommentieren.
Zwei Saisons lang arbeitete er als Regelexperte für den Sender. Doch er lag in seinen Bewertungen der umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen viel zu oft daneben. Deshalb trennte sich der Sender von ihm.
Wer ihn ersetzt steht noch nicht fest.

Mittwoch, 31. August 2016

Schock in Minnesota!
bridgewater-teddyBeim Training zog sich Quarterback Teddy Bridgewater (Bild) eine ausgerenkte Kniescheibe zu, wie es zunächst hieß.
Nach genauerer Ansicht wurde daraus dann doch ein saisonbeendender Kreuzbandriß am linken Knie.
So kurz vor Saisonbeginn und mit nur noch einem Vorbereitungsspiel, ist das ein herber Rückschlag für die Vikings.
Nun gehört Bridgewater beileibe nicht zu den unersetzlichen Quarterbacks, aber er hat im Trainingslager sehr viel mehr Zeit mit der ersten Mannschaft verbracht, als Ersatzmann Shaun Hill. Der hat noch 12 Tage Zeit, sich mit den anderen Startern abzustimmen und dann gegen die Titans anzutreten.
Das Szenario, daß die Vikings so schnell einen Ersatzmann finden, der schon am 11.9. startet, ist nicht sehr realistisch, wenn auch nicht ausgeschlossen.
Mark Sanchez wäre zu haben. Doch die Vikings werden ihm nicht die $4,5 Millionen zahlen wollen, die in seinem Vertrag mit den Broncos stehen.
Wie Dallas, so haben auch die Vikings schon bei den Browns für Josh McCown angefragt. Das dürfte allerdings dazu führen, daß die Browns die Kompensation für ihn zu hoch ansetzen und letztlich keiner der beiden McCown noch will.
Hill ist seit 14 Jahren in der NFL und war zwei mal bei den Vikings unter Vertrag. Er hat nur 34 Starts auf dem Konto, davon acht in den letzten fünf Jahren. Diese acht Starts hatte er mit den Rams. Er warf acht Touchdownpässe und sieben Interceptions mit einer 3-5 Sieg Niederlagen Bilanz. Doch für die nahe Zukunft ist er die erste Wahl, bis jemand gefunden wird, der ihn als Starter ablösen kann.

Machen wir direkt mit den Verletzungen weiter.
Der Lazarettreport
Der Lazarettreport wird von der PUPs Liste beherrscht. Kurz vor Saisonbeginn wurden viele Spieler auf die Liste der kurzzeitig Verletzten gesetzt.
Alle diese Spieler dürfen frühestens nach der sechsten Woche wieder spielen.
Chiefs: Linebacker Justin Houston, er kuriert noch seinen Kreuzbandriß vom Februar aus.

Dolphins: Defensive End Dion Jordan, er erholt sich noch von einer Knieoperation.

Patriots: Running Back Dion Lewis, er erholt sich noch von einem Kreuzbandriß vom November.
Offensive Tackle Sebastian Vollmer. Er wurde mit seinen Schulter- und Rückenproblemen doch noch nicht auf die Verletztenliste gesetzt, die das Aus für die Saison bedeutet hätte. Statt dessen wurde er am Dienstag auf die PUP Liste gesetzt.

Steelers: Tight End Ladarius Green, heftige, plötzlich auftretende Kopfschmerzen.
Green selber besteht darauf, daß er wegen einer Knöchelverletzung auf die Liste gesetzt wurde.

Bears: Quarterback Connor Shaw, Knöchel
Offensive Lineman Hroniss Grasu, Knie.

Cardinals: Cornerback Elie Bouka, Bein.

Ravens: Running Back Lorenzo Taliaferro, Fuß

Buccaneers: Wide Receiver Louis Murphy und Guard JR Sweezy

Die 49ers setzten Wide Receiver Bruce Ellington mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste, womit die Saison für ihn beendet ist.

Die Chargers setzten Running Back Brandon Oliver mit seinem Achillessehnenriß aus dem Spiel gegen die Vikings auf die Verletztenliste.

Cowboys Linebacker Sean Lee ist schon wieder an einem Knie verletzt.
Noch steht nicht fest, wie lange er ausfällt. Am Training nimmt er erst mal nicht teil.

Kurzberichte
Ein Restaurant in Colin Kaepernicks Heimatstadt Turlock, California, ist wohl nicht ganz mit dem Quarterback der 49ers und seiner Entscheidung, bei der Nationalhymne sitzen zu bleiben, einverstanden.
Bisher gab es in diesem Restaurant den CK7 Hot Dog. Der ist jetzt nicht mehr zu haben.
Das Main Street Footers Restaurant bot den Hot Dog mit Chili, Krautsalat, Jalapenos und „Kaep Sauce“ für den stolzen Preis von $6,05 an.
Doch viele Kunden hätten sich beschwert, daß dieser Hot Dog eines „Verräters“ noch im Angebot war, sagte der Restaurantbesitzer. Deshalb hätte man ihn von der Karte genommen.
Auch die Polizei von San Francisco tat ihre Meinung über Kaepernick kund. Der Sprecher der Gewerkschaft schrieb in einem offenen Brief, daß Kaepernick eine Beleidigung für die Stadt und die NFL wäre.

Die Kaderkürzungen erwischten auch Björn Werner. Der deutsche Linebacker wurde von den Jags vor die Tür gesetzt.
In Jacksonville sollte er auf Defensive End umgeschult werden, was wohl nicht gelang.

Die Chargers trennten sich von Quarterback Zach Mettenberger. Zuvor hatten sie noch versucht, ihn an die Cowboys abzugeben.

Die Vikings feuerten Center John Sullivan.
Der 31-jährige spielte in seiner ganzen Karriere in Minnesota.

Die Broncos feuerten Punter Britton Colquitt. Er trat sechs Jahre lang gegen den Ball für sie.

Defensive Tackle Sammie Lee Hill wurde für vier Spiele suspendiert. Er hat einen Drogentest verpaßt.
Da er momentan ohne Team ist, wird es schwer, jetzt noch bei einem zu landen.

Zumindest zwei Teams sind noch nicht zufrieden mit den Startern.
Sowohl die Saints als auch die Browns wollen ihre Top-Leute im letzten Vorbereitungsspiel antreten lassen.
Das ist äußerst ungewöhnlich, da im vierten Vorbereitungsspiel normalerweise nur die Kandidaten antreten, die zumindest auf einen Platz im Trainingsteam hoffen.
Doch Saints Quarterback Drew Brees, der zuletzt 2006 im vierten Testspiel antrat, läuft seiner Normalform noch meilenweit hinterher.
Und die Browns könnten noch 10 Spiele testen, um halbwegs in NFL-Form zu kommen.

Dienstag, 30. August 2016

Kurzberichte
siemian-trevor32Und der Starter ist...
Trevor Siemian (Bild).
Das gab Broncos Head Coach Gary Kubiak am Montag bekannt.
Sofort rief General Manager John Elway in Dallas an, um zu fragen, ob man da Interesse an Mark Sanchez hätte.
Doch obwohl in Dallas Not am Mann ist, so verzweifelt, daß man den Arschfumbler verpflichten würde, ist man dann doch nicht, zumal sie den Vertrag über $4,5 Millionen übernehmen müßten, den Denver mit ihm vereinbart hat.
Sollte Sanchez jedoch einem reduzierten Gehalt zustimmen...
Siemians Erfahrung in der NFL?
Ein Snap den er abkniete.
Doch Kubiak meinte, daß Siemian in den Vorbereitungsspielen sehr beständig spielte.
Dabei hätte es bald gar keine Karriere in der Liga für ihn gegeben. In seiner letzten Collegesaison zog er sich einen Kreuzbandriß zu. Das machte ihn in der Draft von 2015 beinahe zum Mr. Irrelevant, als er in Runde sieben als 250. von 256 Spielern einberufen wurde.
Letztes Jahr stand er geduldig hinter Peyton Manning und Brock Osweiler und hätte nie gedacht, irgendwann mal aus der Statistenrolle rauszukommen.
Jetzt ist er der Starter der Broncos.

Die Cowboys haben noch mal bei den Browns angefragt, ob sie Quarterback Josh McCown haben können.
Bereits vor einigen Monaten hatten sie ihr Interesse an ihm bekundet.
Am Montag feuerte Dallas Defensive End Shaneil Jenkins und setzten Cornerback Josh Thomas auf die Verletztenliste.

Die Rückkehr währte nur kurz.
Vor vier Monaten kam Brandon Browner nach Gastspielen in New England und New Orleans wieder zurück nach Seattle.
Doch er konnte sich keinen Platz im Kader erkämpfen. Am Montag feuerten die Seahawks den Defensive Back wieder.

Die Redskins gaben Defensive Lineman Cullen Jenkins einen Einjahresvertrag.
Zuvor spielte Jenkins für die Eagles und die Giants, hat also die Sammlung der NFC East fast voll.

Joey Bosa hatte die Wahl: Entweder 2016 0 Dollar zu verdienen oder etwa $20 Millionen.
Eine schwere Entscheidung, zugegeben.
Dennoch wird der Rookie Defensive End nicht schweren Herzens seinen mit $25,8 Millionen dotierten Vierjahresvertrag in San Diego unterschrieben haben.
Das Gehalt ist voll garantiert und beinhaltet einen Unterschriftsbonus von $17 Millionen. So viel haben die Chargers noch keinem anderen Spieler für seine Unterschrift gezahlt, auch Quarterback Rivers nicht.
Damit ist das Hick Hack um den letzten Spieler aus der Draft, der noch nicht unterschrieben hatte, vorbei.
Jetzt muß Bosa nur noch die verlorene Trainingszeit aufholen. Das wird nicht einfach.

Heute werden Spieler gefeuert, was das Zeug hält. Die Kader müssen auf 75 Spieler gekürzt werden.
Um da auf dem Laufenden zu bleiben, empfehle ich: http://www.nfl.com/news/story/0ap3000000691151/article/nfl-roster-cuts-tracker-teams-trimming-to-75-players 

Die Redskins und Buccaneers tragen ihr letztes Vorbereitungsspiel einen Tag früher aus.
Ein Tropensturm nähert sich Tampa Bay, und um ihm zu entgehen, wurde das Spiel auf Mittwoch 20 Uhr Ortszeit verlegt.

The Bombs bursting in Air
Colin Kaepernicks Weigerung, die Nationalhymne zu ehren, wird von der Welle zum Tsunami.
Zustimmer und Ablehner geben ihren Senf dazu. Gesagtem folgen Dementis des Gesagten und Entschuldigungen.
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump gab dem Quarterback der 49ers den Rat: „Wenn es Dir hier nicht gefällt, such Dir ein anderes Land.“
Jim Harbaugh, der in San Francisco eine Zeitlang Head Coach war, meinte: „Ich gestehe ihm das Recht zu, das zu tun. Aber ich respektiere seine Motivation und die Geste nicht.“
Später entschuldigte Harbaugh sich dafür. Er würde die Motivation unterstützen. Nur die Art und Weise wäre nicht in Ordnung.
Nur noch mal kurz, worum es geht. Kaepernick sagte zu den vielen Tötungen von Afro-Amerikanern durch weiße Polizisten: "Ich werde nicht aufstehen, um meinen Stolz auf eine Flagge für ein Land zu zeigen, das schwarze Menschen und Menschen anderer Farbe unterdrückt. Für mich ist das größer als Football und es wäre egoistisch meinerseits in die andere Richtung schauen. Es gibt Tote in den Straßen und Leute bekommen bezahlten Urlaub und kommen mit Mord davon."
Kaepernick bekräftige seine Aktionen und will sie weiter fortsetzen. Er hat nicht vor, von sich aus Leute zu überzeugen ihm zu folgen. Jeder müsse diese Entscheidung für sich selber treffen.
Als Kaepernick die 49ers in den Super Bowl führte, hätten seine Worte mehr Gewicht gehabt. Heute, wo er kurz davor ist, seinen Kaderplatz in San Francisco zu verlieren, ist das nicht mehr der Fall.
Ein Spieler hatte vor, es Kaepernick gleich zu tun. Eagles Rookie Myke Tavarres wollte am Donnerstag auch auf der Bank sitzen bleiben, wenn die Nationalhymne gespielt wird. Allerdings dementierte er das kurz darauf wieder.
Egal, ob Kaepernick recht hat oder nicht, diese Sache wird die USA noch eine ganze Weile beschäftigen.

Der Lazarettreport
Eine von Carson Wentz Rippen ist zu hundert Prozent verheilt. Doch eine weitere erst zu 60%, wie die letzte Untersuchung zeigte.
Somit wird der Rookie-Quarterback der Eagles auch das letzte Vorbereitungsspiel verpassen.

Redskins: Running Back Keith Marshall, Ellenbogen. Drei Wochen Pause.

Cardinals: Cornerback Mike Jenkins, Kreuzbandriß, Saison beendet.

Montag, 29. August 2016

Die Vorbereitungsspiele- Woche 3 - Teil 4
palmer-carson-carddinalsDie Cardinals Offense lief letztes Jahr wie geölt. Dieses Jahr stottert sie als hätte es das Hoch 2015 nicht gegeben.
Carson Palmer (Bild), der letztes Jahr wie runderneuert wirkte, spielte drei Angriffsserien und warf zwei Interceptions.
Zwischen seinen beiden abgefangenen Pässen führte Palmer die Cards über 75 Yards in die Endzone der Texans.
In zwei Wochen wird Wide Receiver Larry Fitzgerald dabei sein, der gegen Houston geschont wurde. Dann hat Palmer eine zuverlässige Anspielstation mehr.
Texans Quarterback Brock Osweiler sah gegen die Defense der Cardinals phantastisch aus. Er vervollständigte 11 seiner 13 Pässe für 146 Yards und 1 Touchdown. Die Verteidigung Arizonas schaffte es nicht, ihn unter Druck zu setzen. Die Patriots und ihr Starter Jimmy Garoppolo werden sich das ganz genau ansehen und analysieren. New Englands Head Coach Bill Belichick wird sich da ein paar spezielle Spielzüge für diese Defense ausdenken.
Cardinals 24, Texans 34

Die Bengals Offense ist bereit.
Die Starter der Jaguars hatten keine Chance im ersten Viertel, gegen den wildgewordenen Tiger. 122 Yards Raumgewinn der Bengals standen 14 der Jaguars gegenüber.
Andy Dalton beendete seinen Arbeitstag mit der Bilanz von 8 aus 12 für 107 Yards und 1 Touchdown.
Ob die Jaguars ihre Absicht, nicht mehr zu den Punktelieferanten zu gehören wirklich in die Tat umsetzen können?
Ihre Offense kam in der ersten Halbzeit zu einem Field Goal. Ansonsten gab es einen Ballverlust und drei Drives die nach drei Versuchen endeten.
Weder Chad Henne noch Blake Bortles konnten die Beweis ihrer NFL- Tauglichkeit erbringen.
Henne: 7 von 18 für 75 Yards, 1 Touchdown.
Bortles: 10 von 16 für 52 Yards.
Bengals 21, Jaguars 26

Bei den Vikings machte man sich letzte Woche Sorgen um die Schulter von Quarterback Bridgewater. Nachdem er von den Chargers drei mal gesackt wurde, dürften die Sorgen nicht geringer geworden sein.
Dennoch vervollständigte er 12 seiner 16 Pässe für 161 Yards und 1 Touchdown. Daß die Vikings O-Line die Chargers beherrschte, auch wenn es diese drei Sacks gab, sollte den Chargers-Fans schwer zu denken geben.
Minnesota spielte natürlich ohne Running Back Adrian Peterson, der in den Vorbereitungsspielen nie spielt. Wie hätte es ausgesehen, wenn er noch durch die Chargers Defense gerannt wäre?
Nach diesem Spiel sollte man Minnesota nicht gleich zum Favoriten der NFC North machen, auch wenn die Vikings die Titelverteidiger sind. In der Redzone haben sie zwei gute Chancen zu Touchdowns vergeben und kamen nur zu Field Goals.
Die Chargers verloren nicht nur dieses Spiel sondern auch wieder einen Spieler. Running Back Branden Oliver zog sich einen Achillessehnenriß zu und für ihn ist die Saison beendet.
Auch Right Tackle Joe Barksdale verletzte sich. Ihn erwischte es am Knöchel. Heute soll er genauer untersucht werden.
Für das neue Stadion der Vikings heißt es: Eröffnung gelungen. Die 66.143 Besucher waren mit dem Spiel und der neuen Heimat zufrieden.
Chargers 10, Vikings 23

Kurzberichte
Das kennt man ja aus der DFB Auswahlmannschaft, daß es Spieler gibt, die die Nationalhymne nicht mitsingen.
Der Grund ist darin zu finden, daß diese Mannschaft ja bewußt nicht mehr Nationalmannschaft genannt wird.
Daß ein Spieler in den USA die Hymne nicht mitsingt, ist fast unmöglich. Daß er sie sogar boykottiert ist beinahe unfaßbar. Doch Colin Kaepernick macht genau das, er setzt sich hin, wenn das Gedudel um explodierende Bomben erklingt.
Der Quarterback der 49ers möchte damit seinen Protest gegen die Gewalttaten gegen Schwarze in den USA ausdrücken. Für ihn ist es nicht hinnehmbar, daß schwarze Straftäter von weißen Polizisten straflos erschossen werden dürfen. Das wäre nicht das, wofür das Sternenbanner stünde. Das stünde für Freiheit und Gleichheit und nicht für Unterdrückung und Ungleichbehandlung. Es wäre höchste Zeit, daß sich da etwas ändert, meint er aufrichtig.
Für seinen Protest wird Kaepernick genauso kritisiert, wie gelobt. Doch er ist bereit, die Konsequenzen zu tragen, die sogar darin münden können, daß er seinen Platz im Team verliert.
Einige Fans stellten bereits ihre Videos ins Netz in denen sie die Verbrennung von 49ers Trikots mit der Nr. 7 zeigen.

Am Donnerstag feuerten die Lions Stevan Ridley.
Am Sonntag unterschrieb der Running Back in Indianapolis, für ein Jahr.

Aufatmen bei den Colts. Guard Jack Mewhort zog sich keinen Kreuzbandriß zu. Nachdem er genauer untersucht wurde gab es Entwarnung.
In 2-4 Wochen kann er wieder eingesetzt werden.

Der Lazarettreport
Cardinals: Cornerback Mike Jenkins, Knie, genaueres noch nicht bekannt.

Bengals: Wide Receiver AJ Green, Knie, genaueres noch nicht bekannt.

Rams: Rookie Receiver Pharo Cooper, Schulter, einige Wochen Pause.

Sonntag, 28. August 2016

Tony Romo doch wieder schwer verletzt
romo-am-boden
Da lag ich doch mit meiner ersten Vermutung mal wieder richtig.
Tony Romo (Bild) fällt mindestens für die erste Hälfte der Saison aus. Nachdem der Quarterback der Cowboys dann doch noch an seinem verletzten Rücken geröntgt wurde, wurde festgestellt, daß ein Lendenwirbel gebrochen ist. Da kann der Quarterback heilfroh sein, daß sein Head Coach ihn nicht hat weiterspielen lassen.
Jason Garrett ist optimistisch, daß Romo noch in dieser Saison wird spielen können, nur wann, das weiß er halt nicht.
Bis dahin muß das Rookie-Wunder Dak Prescott die Offense anführen. Er ist jetzt der Starter des Teams, auch wenn Garrett noch etwas herumdruckste, als er den Starter benennen sollte. Ob Dallas einen weiteren Quarterback anheuert bleibt abzuwarten, wäre aber vernünftig. Hinter Prescott gibt es jetzt nur noch Jameill Showers und Kellen Moore, der allerdings einen gebrochenen Knöchel auskuriert.
Prescott, der in Runde vier der letzten Draft von Dallas aufgenommen wurde, überraschte seit dem ersten Vorbereitungsspiel gegen die Rams. In diesem Spiel ließ er die Nr. 1 der Draft, Jared Goff, furchtbar schlecht aussehen.
Prescott führte die Offense der Cowboys sicher, souverän und mit Übersicht, während Goff wie ein aufgeschrecktes Suppenhuhn über den Platz stolperte.
Ob Prescott diese Sicherheit auch in der regulären Saison an den Tag legen kann, das wird man sehen. In den Testspielen vervollständigte er bisher 78% seiner Pässe für 454 Yards und 5 Touchdowns, ohne Interceptions. Doch die Verteidigungen hatten keinen speziellen Spielplan für ihn.
In Woche eins, wenn die Giants nach Dallas kommen, wird die Defense auf Prescott vorbereitet sein. Das wird dann anders aussehen, als bisher. Aber da die O-Line der Cowboys von vielen Experten immer noch als die beste der Liga angesehen wird, wird da schon etwas drin sein. Und vergessen wir die Running Backs Alfred Morris, Darren McFadden und Rookie Ezekiel Elliott nicht. Die werden den Verteidigungen ganz schön einheizen und Prescott entlasten.
Ich würde mal tippen, daß es dieses Jahr keine 1-11 Bilanz der Cowboys in der romolosen Zeit geben wird. In den ersten neun Wochen stehen unter anderem die 49ers, Bears und Browns auf dem Spielplan. Da ist der ein oder andere Sieg sicherlich drin.

Die Vorbereitungsspiele- Woche 3 - Teil 3
Jared Goff bleibt weiter den Beweis schuldig, warum er als Nr. 1 der letzten Draft einberufen wurde. Er warf 12 Pässe von denen vier ankamen für 45 Yards. Sicherheit, Souveränität, Übersicht?
Fehlanzeige!
Auch Starter Case Keenum warf gegen die Broncos Defense 12 Pässe, aber davon kamen acht an für 77 Yards.
Bei den Broncos blieb Mark Sanchez auf der Bank.
War der Quarterback verletzt?
Hat Head Coach Kubiak sich Trevor Siemian genauer ansehen wollen?
Wollte Gary Kubiak seinen Starter schonen?
Was war los?
Schon gibt es Gerüchte, daß Sanchez die anstehende Kaderkürzung auf 75 Spieler nicht überstehen wird. Dann würden die Broncos ihre Wahlmöglichkeit wiederbekommen, die sie für ihn abgaben, und sie würden $5 Millionen an der Gehaltsobergrenze einsparen.
Das werden spannende Tage vor dem letzten Testspiel.
Siemian vervollständigte 10 seiner 17 Pässe für 122 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Rookie Paxton Lynch brachte 6 seiner 13 Würfe an für 57 Yards.
Das Laufspiel funktionierte bei beiden Teams sehr gut. Bei den Rams erzielten Terrence Magee und Benny Cunningham zusammen 100 Yards mit neun Läufen.
Bei den Broncos brachten es CJ Anderson und Ronnie Hillman zusammen mit 16 Läufen auf 95 Yards.
Rams 9, Broncos 17

Eine Offense zum Vergessen ist immer noch die von Chicago.
Bei den Chiefs heißt es immer noch, daß Quarterback Alex Smith das Spiel zumindest nicht vergeigen soll. Aber gegen die schwache Defense der Bears warf er 30 Pässe, von denen 20 für 181 Yards ankamen. Das sah nicht schlecht aus. Ob das aber gegen gute Verteidigungen in der Saison so läuft bleibt abzuwarten.
Bei den Bears kam Jay Cutler in der ersten Halbzeit für vier Drives auf den Platz und alle vier endeten mit Punts. Im zweiten Durchgang ging es etwas besser, da führte Cutler Chicago zu zwei neuen ersten Versuchen. Seine Bilanz: 6 aus 15 für 45 Yards.
Da könnte es schwer sein, mal das ein oder andere Spiel mit dem Angriff zu gewinnen.
Da die Defense auch nicht gerade der Bringer ist, ist das Erreichen der Playoffs noch in weiter Ferne.
Chiefs 23, Bears 7

Bei den Colts wurden beide Mannschaftsteile von den Eagles über den Platz geprügelt.
Weder die O- noch die D-Line konnten den Eagles etwas entgegensetzen.
General Manager Ryan Grigson hat immer noch nicht die richtigen Spieler für die Lines gefunden und erweist sich weiterhin als die Unfähigkeit in Person.
Da kommt es einem Wunder gleich, daß Quarterback Andrew Luck 13 seiner 18 Pässe für 134 Yards an den Mann bringen konnte. Auch 2016 wird er um sein leben laufen müssen, und nebenbei die Offense zu Punkten führen.
Bei den Eagles kann man jetzt nicht genau sagen, ob Quarterback Sam Bradford imponierte, oder ob er einfach nur keine Gegenwehr der Colts Defense verspürte?
Tatsache ist, daß er 17 seiner 20 Pässe vervollständigte für 167 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Eagles 33, Colts 23

DeMarco Murray möchte die verlorene Saison unter dem „glücklosen“ Head Coach Chip Kelly in Philadelphia vergessen machen.
Der Running Back der Titans knüpft bisher nahtlos an seine Rekordsaison bei den Cowboys an.
Gegen die Raiders lief er achtmal für 40 Yards und 1 Touchdown.
Sondervorstellungen lieferten die Quarterbacks ab.
Mit neun Treffern aus 16 Würfen erzielte Marcus Mariota von den Titans 170 Yards.
Derek Carr wollte dem wohl nicht nachstehen und vervollständigte 12 seiner 18 Pässe für 169 Yards und 2 Touchdowns. Das macht Hoffnung, daß die Raiders vielleicht doch mal eine positive Saison abliefern könnten.
Titans 27, Raiders 14

Bei den Giants stand Victor Cruz zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder auf dem Platz. Gegen die Jets fing er einen Paß für vier Yards. 
Mehrere Verletzungen hatten Cruz davon abgehalten, für die Giants zu spielen. Begonnen hatte seine Verletzungsmisere am 12. Oktober 2014, als er sich die Patellasehne riß.
Ob er der stotternden Offense der Giants beständig wird helfen können?
Gestern warf Eli Manning 15 Pässe von denen 10 ankamen für 65 Yards bei 1 Interception. Bestenfalls eine durchschnittliche Bilanz.
Bei den Jets riß sich Ryan Fitzpatrick auch nicht gerade ein Bein aus. Seine Bilanz: 9 von 16 für 76 Yards, 1 Touchdown.
Im Spiel der beiden Teams, die New York im Namen tragen gewannen die Giants 21:20.

Kurzberichte
Die Rams verlängerten den Vertrag mit Tavon Austin.
Der Wide Receiver bekommt für weitere vier Jahre $42 Millionen von denen $30 Millionen garantiert sind.
Mit Boni kann er es sogar auf $52 Millionen bringen.

Die Falcons verpflichteten Safety Dashon Goldson.
Er soll Rookie Keanu Neal ersetzen, der ein paar Saisonspiele verletzt verpassen wird.

Die Patriots gaben Jonathan Freeny eine Vertragsverlängerung.
Der Linebacker unterschrieb für weitere zwei Jahre und ist somit bis nach der Saison 2018 ein Patriot.

Der Lazarettreport
Im 30:9 Sieg der Ravens gegen die Lions verloren die Ravens Ben Watson.
Der Tight End hatte 2015 eine überaus gute Saison mit den Saints. 2016 wird ohne ihn stattfinden. Watson zog sich einen Achillessehnenriß zu.

Colts: Left Guard Jack Mewhort, Kreuzbandriß, Saison beendet.

Bears: Defensive Back Tracey Porter, Gehirnerschütterung
Linebacker Jonathan Anderson, Schulter
Ersatz- Quarterback Connor Shaw, rechtes Bein gebrochen, Rückkehr noch in der Saison möglich.

Bills: Tight End Chris Gragg, Kreuzbandriß, Saison beendet.

Giants: Cornerback Leon Hall und Linebacker B.J. Goodson, Gehirnerschütterung

Jets: Linebacker David Harris, Schulter

Samstag, 27. August 2016

Die Vorbereitungsspiele- Woche 3 - Teil 2
brady03
Er kam, sah nicht nur, sondern spielte auch. Das aber durchwachsen.
Macht nichts, denn Tom Brady (Bilt) ist ja bis nach der vierten Woche kaltgestellt. Gegen die Panthers warf er 9 Pässe von denen nur 3 ankamen für 76 Yards und 1 Touchdown. Er hat ja noch Zeit, in Saisonform zu kommen.
Als Starter lief Jimmy Garoppolo auf, der aber auch nicht so aussah, als wäre er schon bereit für die Saison. 9 von 15 für nur 57 Yards war seine Bilanz.
Auch Cam Newton bei den Panthers hatte einen schlechten Tag erwischt. Seine Bilanz von 13 aus 29 für 100 Yards war schon unterirdisch. Dazu kamen aber noch zwei Interceptions, die das Ganze nach unten abrundeten.
Sieht so aus, als sollten beide Teams in Woche vier der Vorbereitungsspiele die Starter noch mal aufs Feld schicken. Das ist aber nicht üblich und wird deshalb nicht passieren.
Patriots 19, Panthers 17

Sehr gut in Form war Ben Roethlisberger. Gegen die Saints vervollständigte er 12 seiner 17 Pässe für 148 Yards und 2 Touchdowns.
Eine gute Vorstellung, auch wenn die Defense der Saints nur im unteren Viertel der 32 Teams zu finden ist. Es war Big Bens erster und einziger Auftritt in einem Vorbereitungsspiel.
Roethlisbergers Ersatzmann Landry Jones nutzte die schwache Saints Defense auch, um sich positiv in Szene zu setzen. Er vervollständigte 19 seiner 22 Pässe für 206 Yards und 1 Touchdown.
Saints Quarterback Drew Brees kam auf eine Bilanz von 9 aus 12 für 78 Yards und 1 Touchdown. Der Touchdown Drive begann, nachdem Steelers Running Back Bell den Ball verlor.
Steelers 27, Saints 14

Josh Gordon meldete sich eindrucksvoll bei den Browns zurück. Der Wide Receiver war über eine Saison lang suspendiert, weil er den Drogen zu sehr zugetan war.
Gegen die Buccaneers fing er zwei Pässe für 87 Yards, davon einen über 43 Yards zum Touchdown.
Bleibt aber weiterhin die Frage, ob Gordon sauber bleiben kann?
Nicht umsonst haben die Browns unter der Woche versucht, Gordon an ein anderes Team abzugeben. Doch bei seiner Vorgeschichte war kein Abnehmer zu finden. Die Browns leugneten übrigens, daß sie versucht haben den Wide Receiver loszuwerden.
Eine Macht war Buccaneers Quarterback Jameis Winston. Er holte 259 Yards und 2 Touchdowns aus 16 vollständigen Pässen.
Das zeigt, daß er schon in Saisonform ist. Es könnte aber auch sein, daß die Defense der Browns einfach nur mies war.
Und der Kicker, für den die Buccaneers ihre Wahlmöglichkeit in Runde zwei der letzten Draft opferten, hat seine Treffsicherheit wohl doch nicht verloren. Aguayo verwandelte alle drei von drei Extrapunkten und drei von drei Field Goals, das längste davon aus 48 Yards.
Browns 13, Buccaneers 30

Aaron Rodgers hat dann doch mal einen Auftritt in einem Testspiel gehabt.
Der Quarterback der Packers spielte zwei Serien und warf neun Pässe von denen sechs ankamen für 60 Yards und 1 Touchdown.
Da er in Woche vier nicht Spielen wird, bleibt das sein einziger Einsatz in den Testspielen.
Bei den 49ers vervollständigten sowohl Gabbert als auch Kaepernick zwei Pässe für 14 Yards. Gabbert brauchte dazu allerdings nur drei Versuche, Kaepernick sechs. Letzterer hatte ja auch erst seinen ersten Einsatz in diesem Jahr.
Niners Head Coach Kelly sagte nach dem Spiel, daß er von seiner Offense sehr enttäuscht gewesen wäre.
Ein Gefühl, das auch die Fans der Niners von Kellys Offense haben dürften.
Packers 21, 49ers 10

Kurzberichte
Da die Teams im vierten Vorbereitungsspiel die Starter eh nicht einsetzen, gibt es Seitens der Liga Überlegungen, dieses letzte Spiel zu streichen.
Das käme den Wünschen Roger Goodells entgegen, der ja gerne mehr reguläre Saisonspiele und/oder erweiterte Playoffs hätte.
Es kam schon mal zu einer Reduzierung der Vorbereitungsspiele. 1977 wurden noch sechs ausgetragen, heute sind es nur noch vier.

Guck mal, wer sich da in einem Marihuanaladen umsieht?
Es war Ezekiel Elliott, der Rookie Running Back der Cowboys, der sich kurz vor dem Spiel gegen die Seahawks eventuell ein paar Leckerlies besorgt hat.
Vom gesetzlichen Standpunkt aus, war das OK. Pot ist im Staat Washington legal. Vom Ligastandpunkt aus war die Sache illegal, denn die Liga kämpft weiterhin gegen die Droge.
Von Elliotts Besuch im Pot Shop gibt es ein Video, das die Skandal-Internetseite TMZ zugespielt bekam und natürlich genüßlich veröffentlichte.
Teambesitzer Jerry Jones war gar nicht amüsiert von seinem Rookie. Auch wenn das Video nicht zeigte, daß Elliott tatsächlich etwas gekauft hat. Vielleicht wollte er ja nur mal schnuppern? Jones meinte dazu auf ESPN: „Das ist nicht gut. Das ist einfach nicht gut. Das ist einfach nicht gut.“

„Mir geht`s gut,“ sagte Tony Romo auf die Frage, was mit seinem Rücken ist.
Der Quarterback der Cowboys wurde von Cliff Avril hart im Rücken getroffen, gerade als er mit den Füßen nach vorne schlittern wollte. Zeitgleich traf Avril ihn, und es war einfach nur eine unglückliche Situation, weshalb auch keine gelbe Flagge von den Schiedsrichtern geworfen wurde.
Romo hätte einen stechenden Schmerz im unteren Rücken gespürt, der aber nach einer kurzen Zeit wieder aufgehört hätte, meinte er.
Nach dem Spiel wurde Romo auch nicht geröntgt, weil der Schmerz da bereits vollständig weg war. Der Quarterback spürte nur die normalen Muskelschmerzen, die er nach jedem Spiel spürt.

Nächste Woche soll Eric Berry seinen Franchisevertrag unterschreiben.
Der Pro Bowl Safety der Chiefs muß keine Geldstrafe für die Abwesenheit im Trainingslager zahlen, da er momentan nicht in Kansas City unter Vertrag ist.

Der Lazarettreport
Die Dolphins und Falcons kamen ohne schwerere Verletzungen aus ihrem Testspiel heraus.
Dolphins Defensive Tackle Ndamukong Suh und Falcons Wide Receiver Julio Jones erlitten Knöchelverletzungen, sind aber zum Saisonstart einsatzbereit.
Anders bei Keanu Neal. Der Rookie Safety fällt mit einer Knieverletzung 3-4 Wochen aus. Das kann man natürlich als Glück bezeichnen, denn wie oft sind Knieverletzungen saisonbeendend?

Steelers: Right Tackle Marcus Gilbert (rechter Ellenbogen), Defensive End Cam Heyward (rechter Knöchel), Safety Jacob Hagen (rechtes Bein), Safety Shamarko Thomas (rechte Leiste).

Saints: Left Tackle Terron Armstead, verließ das Spiel ohne Angabe von Gründen
Tight End Michael Hoomanwanui, (linkes Bein).
Running Back Daniel Lasco, Gehirnerschütterung.
Rookie Defensive Back Jimmy Pruitt (rechtes Bein)

Packers: Linebacker Jayrone Elliott und Safety Chris Banjo, Oberschenkel
Running Back John Crockett, Schulter.

49ers: Defensive Lineman Quinton Dial (Knie) und Wide Receiver Bruce Ellington (Oberschenkel)

Browns: Cornerback Justin Gilbert, Gehirnerschütterung.

Bills: Ersatz Tight End Chris Gragg und Safety Jonathan Dowling zogen sich beide gegen die Redskins Knieverletzungen zu, die noch genauer untersucht werden müssen.

Panthers: Guard Andrew Norwell, Knöchel.
Guard Trai Turner, Schulter.

Freitag, 26. August 2016

Die Vorbereitungsspiele- Woche 3 - Teil 1
romo-gegen-seahawks-verletztWar es das schon für Tony Romo (Bild)?
Der Quarterback der Dallas Cowboys wurde von Seahawks Defensive End Cliff Avril hart am Rücken getroffen und krümmte sich vor Schmerzen am Boden.
Das passierte bereits im dritten Spielzug. Danach zog Romo zwar noch mal seinen Helm an und warf ein paar Pässe an der Seitenauslinie nachdem er behandelt wurde, doch für ihn war das Spiel beendet.
Head Coach Jason Garrett sagte nach dem Spiel, daß es seine Entscheidung war, Romo nicht mehr einzusetzen. Das wäre eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, denn in der regulären Saison hätte der Quarterback weiterspielen können. Romo war auch ziemlich erbost über die Einscheidung seines Head Coaches.
Eine Schrecksekunde war es dennoch und natürlich kann Romo ernster verletzt sein, als es zunächst den Anschein hatte.
Da lohnt sich der Blick auf Dak Prescotts Vorstellung doppelt. Der Rookie führte Dallas in seiner ersten Serie direkt zu einem Touchdown. Seine Bilanz: 17 von 23 für 116 Yards, 1 Touchdown. Und Prescott spielte lange gegen die ersten Verteidigung der Seahawks, denn in Woche drei bleiben die Starter meistens für die ganze erste Halbzeit im Einsatz. Also mal wieder beachtlich.
Beachtlich war auch Rookie Running Back Ezekiel Elliott, der seinen ersten Einsatz hatte. In sieben Läufen erzielte er 48 Yards. Er wartete geduldig auf die Löcher, die seine Line ihm öffnete und nahm auch mal ein paar Verteidiger mit auf die Reise, die an ihm dranhingen.
Sieben Läufe hatte auch Seahawks Running Back Christine Michael. Er erzielte 58 Yards und steht kurz davor der Starter des Teams zu werden. Und das nach den schlechten Leistungen der letzten Saison als er zunächst für Dallas und dann für Seattle spielte.
Die Seahawks werden im Jahr eins nach Marshawn Lynch mehr auf Quarterback Wilson setzen. Seine Bilanz: 16 von 21 für 192 Yards, 2 Touchdowns. Es waren Wilsons erste Touchdown-Serien in den Vorbereitungsspielen.
Dallas 17, Seattle 27

Miami machte Tempo gegen Atlanta und spielte die Defense der Falcons teilweise schwindelig.
In der ersten Halbzeit spielten sie fast nur eine No-Huddle-Offense und Quarterback Tannehill warf 29 Pässe. 20 davon kamen an für 155 Yards bei 1 Interception. Zusätzlich lief er zweimal selber für 22 Yards.
Damit führte er die Läufer des Teams an, denn die beiden Aspiranten für den Starterposten, Jay Ajayi und Arian Foster, brachten es zusammen nur auf 21 Yards aus 12 Läufen. Selbst Ersatz- Quarterback Zac Dysert war mit 18 Yards aus vier Läufen besser, als der beste Running Back.
Da muß sich noch was tun, um Tannehill tatsächlich wirksam zu entlasten. Hauptgrund für die schlechte Bilanz der Running Backs war die Line, die gestern zwar endlich den Quarterback gut schützte, dafür aber die Laufwege nicht freimachen konnte.
Sowohl Defensive Tackle Suh als auch Linebacker Jenkins mußten das Spiel mit Knöchelverletzung vorzeitig verlassen. Bei Suh soll die Verletzung nicht schlimm sein, sagte Head Coach Gase. Bei Jenkins steht es noch nicht fest.
Bei den Falcons zeigte sich, daß Quarterback Matt Ryan seine beste Zeit tatsächlich hinter sich hat. Er traf seine Receiver nicht mit der nötigen Präzision und überwarf sie zu oft. 12 von 22 für 129 Yards und 1 Interception lassen keine Hoffnung auf Besserung gegenüber der Saison 2015 aufkommen.
Ohne die Leistung der Dolphins Offense schmälern zu wollen muß man sagen, daß die Defense der Falcons nicht in der Lage ist, den stotternden Angriff zu kompensieren.
Dazu verletzte sich Rookie Safety Keanu Neal noch am rechten Knie, als er vergeblich versuchte Running Back Arian Foster zu stoppen.
Was genau mit Neal ist, steht noch nicht fest.
Falcons 6, Dolphins 17.

Kurzberichte
Die Raiders sicherten sich die Markenrechte an dem Namen Las Vegas Raiders.
Der nächste Schritt zum Umzug ist also getan.

Die Chargers ließen eine neue Umfrage in San Diego abhalten. Darin bekamen sie nur 25% Zustimmung der befragten Bevölkerung zum Bau eines neuen Stadions mit Kongresszentrum.
52% hielten nichts von den Plänen, der Rest war unentschlossen.

Die Browns gaben Linebacker Barkevious Mingo an die Patriots ab.
Cleveland bekommt dafür New Englands Wahlrecht in der fünften Runde der nächsten Draft.

Die NFL hat die Green Bay Packers Teamkollegen Julius Peppers und Clay Matthews und Pittsburgh Steelers Linebacker James Harrison zu den Vorwürfen durch den eingestellten Propagandasender Al Jazeera America befragt.
Die Befragung Harrisons wurde übrigens nicht live übertragen, so wie der Linebacker es eigentlich gefordert hatte.
Was Commissioner Goodell jetzt daraus macht, bleibt abzuwarten. Er wird sich da schon was einfallen lassen, um zumindest Harrison suspendieren zu können. Den hat er ja immer auf dem Kieker.

Die Lions feuerten Running Back Stevan Ridley.
Erst vor einigen Monaten unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Detroit, der ihm $250.000 garantierte.

NBC würde gerne Mike Tirico für die Donnerstagsspiele als Kommentator einsetzen.
Die Stimme von ESPNs Monday Night Football wechselte nach der letzten Saison zu NBC.
Die NFL hat etwas dagegen. Sie besteht auf Al Michaels und Cris Collinsworth.
Als der Vertrag zwischen der NFL und NBC abgeschlossen wurde, war dieses Duo für die Donnerstagsspiele vorgesehen. Ein Wechsel Tiricos zu NBC war da noch nicht abzusehen.
Daß NBC $225 Millionen für die Rechte an fünf Thursday Night Football Spielen bezahlt, und eine weitere Milliarde für die Sunday Night Football Spiele, interessiert die NFL nicht.
Sie möchte das Nr. 1 Kommentatorenteam, so wie sie auch auf Nantz und Simms bei CBS besteht.
CBS durfte 2015 acht Thursday Night Football Spiele übertragen und zahlte dafür $300 Millionen. Dieses Jahr übertragen CBS und NBC jeweils fünf Spiele und die Liga kassiert dafür $450 Millionen. Und das ist noch nicht genug. Die NFL will mehr Geld mit den Donnerstagsspielen kassieren und dafür muß das Produkt so attraktiv wie möglich gemacht werden. Dafür rückte die NFL schon davon ab, Donnerstags Ladenhüter wie z.B. Cleveland und Tennessee zu zeigen, also Teams, die sonst nie in der Primetime zu sehen gewesen wären. Auch Donnerstag sollen so viele Topteams wie möglich gezeigt werden und diese Spiele sollen von den besten Kommentatoren begleitet werden. Und das sind für die NFL Nantz und Simms bei CBS und bei NBC Michaels und Collinsworth.

Der Lazarettreport
Falcons: Wide Receiver Julio Jones, Knöchel
Defensive End Adrian Clyaborn, linke Schulter

Dolphins: Running Back Isaiah Pead, Oberschenkel

Texans: Center Nick Martin, Knöcheloperation, Saison beendet.

Donnerstag, 25. August 2016

Das sieht böse aus für Bosa
bosa-joeyEs sieht so aus, als hätten die Chargers mit der dritten Wahl in der Draft einen Griff ins Klo getan.
Defensive End Joey Bosa (Bild) hat erneut ein Angebot des Teams abgelehnt und die Chargers haben jetzt die Nase voll, zogen ihrerseits das Angebot wieder zurück und bereiten sich darauf vor, daß Bosa 2016 nicht für sie spielen wird.
Bosa hat einen Trainingsrückstand, der bei den Profis nicht mehr aufzuholen ist.
Im letzten Angebot sicherten die Chargers Bosa einen Unterschriftsbonus zu, der höher war, als jeder andere in den letzten beiden Einberufungsrunden.
85% der $17 Millionen für die Unterschrift hätte Bosa bereits 2016 bekommen. Zuvor lag das Angebot bei 60%.
Der Präsident für Footballangelegenheiten, Joe Spanos, ist sauer. Nach seiner Meinung hätte er dem Rookie mehr geboten, als er eigentlich vor sich selber verantworten konnte. Kein anderer Rookie hätte 2016 mehr Geld bekommen, außer Quarterback Carson Wentz bei den Eagles. Deshalb hielt Spanos auch nicht damit zurück, wie er das Geschacher des Bosa.-Lagers findet: „Das ist absolut dämlich,“ sagte er.
Von der Gegenseite kam zurück: „Zu diesem Zeitpunkt können wir nur für einen Vertrag unseres Klienten kämpfen, so wie wir es für alle unsere Klienten tun. Die Chargers können sich weiter darauf konzentrieren, die öffentliche Meinung zu manipulieren.“
So was nennt man wohl verhärtete Fronten.
Brauchen könnte das Team den Defensive End, denn am Mittwoch wurde Defensive Lineman Damion Square für vier Spiele suspendiert, weil er verbotene Mittel einwarf.
Die Chargers müssen ihre Defense verbessern und wollten das mit Bosa erreichen. 2015 waren sie 27. gegen den Lauf und 24. bei den Sacks.
Es läge also nahe, daß das Team den Erpressungen Bosas nachgibt.
Was wenn nicht?
Dann kann Bosa 2017 noch mal an der Draft teilnehmen. Doch wer würde ihn dann noch nehmen, bei den Problemen, die er mit sich bringt und mit einem Jahr ohne Spielpraxis?
Und genau solche Situationen wollten die NFL und die NFLPA verhindern, als sie im aktuellen Tarifvertrag die Rookiegehälter deckelten. Doch wie man sieht, bieten Unterschriftbonus und Offset-Language noch genug Reibungspunkte.
Die NFLPA will übrigens jetzt auch noch mitmischen. Sie nahm Kontakt zu den Repräsentanten Bosas auf, um sie zu unterstützen.

Frauenschläger sollen in der NFL hart bestraft werden, oder nicht?
Warum darf Josh Brown dann nach nur einem Spiel Sperre wieder spielen?
Der kicker der Giants wurde 2015 wegen häuslicher Gewalt verhaftet. Seine Frau brachte in der Folge über 20 Vorfälle zur Anzeige.
Deshalb steht Giants Besitzer John Mara jetzt in der Kritik, denn Mara hat den Kicker nicht nur nicht gefeuert, sondern ihm auch noch eine Vertragsverlängerung gegeben, obwohl er von der Verhaftung wußte.
Auch die NFL warf in diesem Fall anscheinend wieder all ihre guten Vorsätze über Bord und suspendierte Brown lediglich für ein Spiel.
Halten wir fest: Als der Fall Ray Rice aufkam, meinte Mara: „Es gibt in unserem Spiel keinen Platz für häusliche Gewalt.“
Die NFL meinte: „Frauenschläger werden als Ersttäter für mindestens sechs Spiele suspendiert.“
Giants Head Coach McAdoo tönte: „Für häusliche Gewalt gibt es Null Toleranz.“
Alles nur leere Worte?
Nicht ganz!
Es gab zu dem Zeitpunkt der Vertragsverlängerung nur einen bekannten Fall, und bei dem wurde die Klage letztlich fallengelassen.
Zwar kam danach raus, daß Browns Frau 20 weitere Gewalttaten anzeigte, doch muß man zunächst die Unschuldsvermutung anwenden.
Es kann sein, daß Brown ein Frauenschläger ist. Doch alle Beteiligten, die jetzt in der Kritik stehen, und die vorher vollmundig tönten, tun tatsächlich gut daran, abzuwarten, was die polizeilichen Untersuchungen ergeben und ob es zu einer Anklage und einer Verurteilung kommt.
Deshalb sagte Mara auch, daß er weiter voll und ganz hinter der Entscheidung steht, Browns Vertrag verlängert zu haben. Zwar gäbe es die Vorwürfe, doch bis zu einer Verurteilung würde Brown als unschuldig gelten.
Und das ist ja nicht falsch. Oder?

Kurzberichte
Die Patriots trennten sich von Bryan Stork. Der Center startete in den letzten beiden Saisons in 17 Spielen, doch David Andrews zog an ihm vorbei.
New England gab Stork an die Redskins ab und wird für ihn deren Wahlmöglichkeit in der siebten Runde der nächsten Draft bekommen.
Zusätzlich feuerten die Patriots Wide Receiver Nate Washington.
Am Mittwoch trainierte Tight End Rob Gronkowski zum ersten Mal seit dem 15. August wieder. Da hatte er das Training wegen einer Verletzung, die nicht genauer spezifiziert wurde, verlassen.

Kann Geno Smith aufatmen?
Scheint so!
Jets Head Coach Todd Bowles sagte, daß Smith immer noch Quarterback Nr. 2 ist.
Vor ein paar Tagen druckste Bowles noch herum, als er nach dem Status von Smith gefragt wurde.
Also wird Smith als Nr. 2 hinter Fitzpatrick in das Spiel gegen die Giants gehen.
Die Starter sollen in der ersten Halbzeit durchspielen. Im zweiten Durchgang kommen dann Smith und die anderen Ersatzleute und Anwärter zum Zug.

Mittwoch, 24. August 2016

Kurzberichte
Simms-philCBS hat seine Kommentatorenteams zusammengehalten für die kommende Saison.
Das Nr. 1 Team ist also immer noch Jim Nantz, die Nervensäge Phil „Let me tell you this“ Simms (Bild) und Tracy Wolfson, die bei Wind und Wetter an der Seitenauslinie steht.
Chris Simms, einer von Phils Söhnen, ist Analyst der mit Carter Blackburn zusammenarbeitet. Das Team ist allerdings auf Platz acht der acht Kommentatorenteams des Senders gelistet. Die beiden werden also bei dem vom Sender als unwichtigstes eingestufte Spiel eingesetzt.
Das Team Nr. 1 wird in den ersten vier Wochen folgende Spiele kommentieren: Woche 1: Bengals at Jets (Son., Sept. 11), Woche 2: Jets at Bills (Don., Sept. 15), Colts at Broncos (Son., Sept, 18), Woche 3: Texans at Patriots (Don., Sept. 22), Steelers at Eagles (Son., Sept, 25), Woche 4: Dolphins at Bengals (Don., Sept. 29)

Die tapferen Kämpfer gegen den Namen Redskins werden da schwer geschluckt haben.
Cornerback Josh Norman hat seine Meinung über den bei politisch korrekten grünlinksfaschistischen Gutmenschen verhaßten Namen kundgetan: „Redskins ist für mich nicht beleidigend. Ich stamme teilweise von den Ureinwohnern Amerikas ab, sowohl mütterlicher als auch väterlicherseits. Ich finde das irgendwie lustig. Eine Rothaut spielt für die Rothäute.“
Auch über andere hat er eine Meinung, die er natürlich nicht zurückhält. Über die Schiedsrichter: „Sie sind die Mafia. Ich glaube, daß die Schiedsrichter mit der Mafia unter einer Decke stecken.“
Über sich selber: „Ich bin der beste Cornerback auf der Erde.“
Über Roger Goodell: „Grauenvoll. Er ist ganz einfach grauenvoll.“
Über Giants Wide Receiver Odell Beckham jr.: „Er hat Talent und Geschick. Das will ich ihm nicht absprechen. Aber er mußte in seinem Leben noch keine Widrigkeiten erlebt. Er sollte langsam erwachsen werden.“
Über Broncos Wide Receiver Demaryius Thomas: „Ich weiß nicht warum er im Super Bowl auf dem Platz war. Ich dachte er wäre ein All-World-Spieler, aber ich habe ihn kaltgestellt.“
Thomas schickte ihm daraufhin per Twitter ein Bild seines Super Bowl Rings und schrieb dazu: „Junger Mann. Mach das Licht aus, diese Party ist vorbei (in Anlehnung daran, was Monday Night Football Kommentator Don Meredith so gerne sang, wenn ein Spiel früh entschieden war)“.

Die Denver Broncos bekamen die Namensrechte für ihr Stadion zurück.
Der Namenssponsor Sports Authority ist pleite und hat die letzte Rate nicht gezahlt. Daraufhin gingen die Broncos vor Gericht und ein Richter entschied, daß die Broncos die Namensrechte zurückerhalten.
Jetzt suchen sie einen neuen Namenssponsor, der wieder bereit ist den Namenszusatz „at Mile High“ zu akzeptieren.

Der ehemalige Jaguar, Bronco und Cowboy Defensive Lineman Jeremy Mincey ist in den Ruhestand getreten.

Titans Tight End Craig Stevens ist in den Ruhestand getreten.
Im ersten Vorbereitungsspiel gegen Carolina spielte er noch, erschien danach aber nicht mehr zum Training.

Jim Gibbons verstarb im Alter von 79 Jahren.
Der ehemalige Pro Bowl Tight End der Lions erlag einer Lungenentzündung.
Er spielte von 1958-68 für Detroit und fing 287 Pässe für 3.561 Yards.

Der Lazarettreport
Joe Flacco möchte im dritten Testspiel eingesetzt werden.
Der Quarterback der Ravens hat seinen Kreuzbandriß auskuriert und er möchte etwas Live-Action erleben.
Ob Head Coach John Harbaugh das erlaubt, bleibt abzuwarten.

Es wäre aber auch wirklich fast ein Wunder gewesen, wenn Trevor Siemian gestern hätte trainieren können.
Der Quarterback der Broncos verletzte sich gegen die Rams an einer Schulter und hat Schmerzen.
Im nächsten Vorbereitungsspiel war er als Starter vorgesehen, aber das könnte nichts werden.

17 Tage nach seiner Knöchelverletzung durfte Eric Ebron wieder trainieren.
Der Tight End der Lions muß allerdings noch geschont werden.

Cowboys: Wide Receiver Dez Bryant zog sich beim Training eine Gehirnerschütterung zu.
Wann er wieder trainieren darf, steht noch nicht fest.
Gegen die Seahawks am Donnerstag darf er natürlich nicht spielen.
Da die Starter im vierten Vorbereitungsspiel nicht eingesetzt werden, hat er Zeit bis zum ersten Saisonspiel, den Brummschädel heilen zu lassen.

Patriots: Defensive Lineman Jabaal Sheard, verstauchtes Kniegelenk, 2-4 Wochen Pause.
Tom Brady kann nach seinem blöden Mißgeschick mit einer Schere wieder trainieren.
Kurz vor dem zweiten Vorbereitungsspiel hatte er sich einen Schnitt an einem Daumen zugezogen, als er in der Umkleide etwas an einem Schuh abschneiden wollte.
Gegen die Panthers möchte er am Freitag ein paar Drives spielen.

Dienstag, 23. August 2016

Die Zukunft wird dunkel werden
letthemplayrogerWir schreiben das Jahr 2021. Die NFL Fans freuen sich auf die neue Saison, als es plötzlich heißt: „Nicht so schnell.“
Wobei, plötzlich wird der Streik der Spieler nicht kommen, den kann man heute schon absehen.
Der Spielerrepräsentant der Steelers, Ramon Foster, fordert seine Schützlinge bereits auf, Geld für 2021 zurückzulegen. Zu viele Spieler waren überhaupt nicht vorbereitet, als die Liga sie 2011 aussperrte. Das dürfte nicht wieder passieren, sagte Foster.
Für ihn stehen zwei Szenarien im Raum, und keines wird uns Fans gefallen. Laut Foster könnte es A) einen Streik der Spieler geben oder B) eine Aussperrung durch die Liga.
Der aktuelle Tarifvertrag läuft nach der Saison 2020 aus. Was die Spieler dann wollen ist klar, dem allmächtigen Roger Goodell die Macht zu nehmen Alles und Jeden nach seinem Gusto zu bestrafen. Und natürlich mehr Geld... viel mehr Geld.
Was der Commissioner dann will ist klar, sich seine Macht, Alles und Jeden nach seinem Gusto bestrafen zu können, zu erhalten. Und natürlich nicht zu viel Geld für die Spieler. Das werden harte und zähe Verhandlungen.
Und leider wird es kommen, wie immer. Man wird viel zu spät anfangen zu verhandeln und deshalb ist der Start der Saison, wenn nicht die ganze Saison, gefährdet.
Spielerverträge werden ja auch meistens dann verhandelt, wenn der Spieler noch ein Jahr im laufenden Vertrag hat. Vielleicht kommen die NFL und die NFLPA auf die Idee, das auch mal zu versuchen?
Weiterhin wird es um Drogentests gehen und wie die NFL mit der Legalisierung der von ihr verhaßten Droge Marihuana umgehen wird?
Je mehr Staaten der USA diese Droge legalisieren, desto schwerer wird es für die NFL, Marihuana zu verbannen.
Die Steelers waren übrigens die Einzigen, die die Gefährlichkeit des 2011 abgeschlossenen Tarifvertrags erkannten und ihn ablehnten. Doch die Mehrheit wollte Goodell die Macht geben, die er nun hat und nicht mehr wird abgeben wollen.
Aber zumindest die Berufungsanhörungen müssen von anderen, unparteiischen, Schiedsmännern geführt werden und nicht auch noch von Goodell.
Ich gebe mal den bösen Tipp ab, daß wir die Saison 2021 abschreiben können.

Kurzberichte
Broncos Head Coach Kubiak hat vor, allen drei Quarterbacks die gleiche Einsatzzeit gegen die Rams zu geben.
Starten wird Trevor Siemian. Kubiak will aber nicht, daß man ihn deshalb schon als Favoriten für den Starterposten in der Saison sieht, nur weil er zum zweiten Mal in Folge ein Testspiel beginnt.
Daß Siemian überhaupt spielen kann ist bemerkenswert. Nachdem ein Paß von ihm abgefangen wurde, tackelte er 49ers Safety Eric Reid und verletzte sich dabei an einer Schulter. Es steht noch nicht fest, ob er heute trainieren kann.
Nächste Woche will Kubiak bekanntgeben, welcher Quarterback in seinen Augen der am wenigsten Schlechte ist.

Die Colts verpflichteten Cornerback Antonio Cromarti.
Er wird den verletzten Vontae Davis ersetzen.
Cromarti spielte zuletzt bei den Jets, ist seit 10 Jahren in der NFL und spielte in vier Pro Bowls.

Die Giants gaben Kicker Randy Bullock einen Einjahresvertrag.
Und das obwohl sie nur ein Spiel auf den suspendierten Josh Brown verzichten müssen.
Bullock spielte seine letzte volle Saison 2014 und verwandelte 30 von 35 Field Goal Versuchen für die Texans.

49ers Head Coach Chip Kelly hat vor, Quarterback Colin Kaepernick am Freitag gegen die Packers einzusetzen.
Am Montag hat Kaepernick ohne Einschränkungen am Training teilgenommen.

Der Lazarettreport
Redskins: Running Back Matt Jones wird den Rest der Vorbereitungsspiele wegen einer Schulterverletzung verpassen.

Chiefs: Linebacker Tamba Hali wurde von der PUP Liste genommen. Voll trainieren wird er nach seiner auskurierten Knieverletzung aber noch nicht.

Jets: Rookie Linebacker Jordan Jenkins, Wade, Ausfallzeit noch unbekannt.

Ravens: Safety Matt Elam, Knie, vielleicht saisonbeendend.
Die Ravens nahmen Linebacker Elvis Dumervil und Wide Receiver Breshad Perriman von der PUP Liste.

Cowboys: Defensive Tackle Tyrone Crawford, Gehirnerschütterung.
Defensive End Charles Tapper, Rücken.
Beide sollen nur kurz ausfallen.

Chargers: Right Guard DJ Fluker wurde nach dem Training am Montag an Krücken gesichtet und sein rechter Fuß steckte in einem Schutzstiefel.

Montag, 22. August 2016

Kurzberichte
smith-geno3Manche Menschen scheitern mit ihrer Selbsteinschätzung an der grausamen Realität. Geno Smith (Bild) scheint zu diesen Menschen zu gehören.
In seinen Augen ist er ein guter Quarterback der bei vielen Teams den Starterposten sicher haben könnte.
Bei den Jets sieht die Realität so aus, daß Smith jetzt auch noch darum kämpfen muß, hinter Fitzpatrick die Nr. 2 zu bleiben.
Das konnte man aus einem Kommentar von Head Coach Todd Bowles heraushören, der auf die Frage, wer denn die Nr. 2 hinter Fitzpatrick wäre antwortete, daß er sich da noch nicht sicher wäre.
Auslöser der Unsicherheit beim Head Coach war eine mal wieder schlechte Leistung von Smith. Bryce Petty, die bisherige Nr. 3, lieferte ein viel besseres Spiel ab als Smith.
Mit Rookie Christian Hackenberg ist auch noch ein vierter Quarterback an Bord der Jets und mit Vieren werden sie wohl nicht in die Saison gehen.
Hackenberg hat noch keinen Einsatz in einem Testspiel bekommen, gilt also als aussichtsreichster Kandidat, den Saisonkader nicht zu schaffen.
Vielleicht aber wird es sogar Geno Smith?
Der kann ja dann bei einem anderen Team beweisen, daß er das Zeug zum Starter hat... wenn er ein neues Team findet!
Todd Bowles jedenfalls will die Entscheidung bis zur letzten Kaderkürzung offenhalten und sehen, ob sich in Spiel drei oder vier noch etwas ergibt.

Nächste Woche gibt es das Duell der beiden New Yorker Teams, die sich eine Heimat in New Jersey teilen.
Die Jets haben bisher gezeigt, daß sie gute Saison vor sich haben könnten. Die Giants haben gegen die Bills gezeigt, daß ihre Offense ganz einfach grauenvoll ist.
Doch Head Coach McAdoo bricht nicht in Panik aus. Da viele Starter in der O-Line schlicht versagt haben, will McAdoo verstärkt Ersatzleute und Anwärter in den nächsten Spielen testen.
Weder konnte die Line die Quarterbacks beschützen, noch konnte sie Wege für die Running Backs freiblocken. Gegen Buffalo sprangen in Halbzeit eins bei acht Läufen 10 Yards heraus. Da liegt noch ein Berg Arbeit vor den verantwortlichen Trainern.
Für die Defense haben die Giants eine Menge Geld ausgegeben, um dort Verstärkung zu bekommen. Jetzt zeigt sich, daß die Offense genau so marode ist.
Dem Team sagte der Head Coach nach dem Spiel gegen die Bills, daß es ihn schwer enttäuscht hätte. „Wir haben zu hart gearbeitet, um so eine miese Leistung zu erbringen,“ meinte er.

Man muß schon eine ganze Menge von einem Kicker halten, wenn man ihn in der zweiten Runde der Draft einberuft.
Dieses Vertrauen hatten die Buccaneers in Roberto Aguayo. Dieses Vertrauen hat er bisher nicht gerechtfertigt.
Die Buccaneers haben sich sogar nach oben gehandelt, um an den Kicker zu kommen.
War das für die Katz`?
Im ersten Spiel vergab er einen Extrapunkt und ein 49 Yards Field Goal.
Auf dem College hat er nie einen Versuch unter 40 Yards vergeben. Bei den Bucs setzte er bereits zwei neben die Stangen.
Kann ja sein, daß Aguayo sich noch berappelt. Selbst einer der besten Kicker der Liga, Sebastian Janikowski von den Raiders, hatte eine schlechte erste Saison.
Bleibt abzuwarten, wie viel Geduld die Buccaneers mit ihrem Fehlschützen haben.

Der ehemalige Linebacker der Lions, Stephen Tulloch, unterschrieb einen Einjahresvertrag über $3 Millionen, von denen $1,75 Millionen garantiert sind, bei den Eagles.

Die Broncos holten sich Defensive Lineman Henry Melton, um den verletzten Vance Walker zu ersetzen.
Der Ex- Buccaneers unterschrieb einen Einjahresvertrag.

Es ist möglich, daß der Wegfall der Bezeichnung „Probable“ auf dem Verletzungsbericht den Head Coaches Probleme bereiten wird.
Als Probable, also Möglich, wird ein Spieler bezeichnet, der Verletzt ist, aber eigentlich ohne Einschränkungen im kommenden Spiel eingesetzt werden könnte.
Um etwas mehr Klarheit zu bekommen, wurde diese Bezeichnung gestrichen.
Solche Spieler sollen nun auch unter „Questionable“, also Fraglich, geführt werden. Die so bezeichneten Spieler haben eine Fifty/Fifty Chance zu spielen.
Wenn der Einsatz eines Spielers nicht mehr fraglich ist, soll er vom Verletzungsreport genommen und nicht mehr als „Probable“ geführt werden.
Sollte ein solcher Spieler dann doch vom Team nicht aktiviert werden, gibt es eine Strafe durch die Liga.
Dann gibt es noch die Bezeichnungen „Doubtful“ und „Out“
Doubtful, also Zweifelhaft, bezeichnet Spieler, deren Einsatz kaum möglich ist.
Und „Out“, also Raus, bedeutet genau das. Diese Spieler werden definitiv nicht spielen.
Die Patriots werden damit kaum Probleme haben. Sie gaben bisher vor jedem Spiel eine Liste ab, auf der eine Menge Spieler als „Questionable“ geführt wurden. Auf ihrem letzten Verletztenbericht 2015 standen 14 Spieler als „Fraglich“.

Sehr wahrscheinlich auch für Cowboys- Hasser interessant.
Bilder vom neuen Trainings- und Teamzentrum, das mal eben eine schlappe Milliarde Dollar gekostet hat, gibt es hier: http://ftw.usatoday.com/2016/08/dallas-cowboys-new-practice-facility

Der Lazarettreport
Die Offense der Dolphins stottert immer noch. Da ist es um so schlimmer, daß Center Mike Pouncey sich an der Hüfte verletzte. Sein Einsatz im ersten Saisonspiel ist gefährdet.

Eine Horrormeldung kommt aus New England.
Sebastian Vollmer ist an der Hüfte verletzt und die Patriots setzten den deutschen Right Tackle auf die Verletztenliste.
Damit noch nicht genug, denn Running Back Deion Lewis, der von einem Kreuzbandriß zurückkommt, muß erneut am Knie operiert werden. Er wird weitere zwei Monate pausieren müssen.
Und um den Schrecken komplett zu machen, hat sich Guard Shaq Mason eine Hand gebrochen. Er wird in der Saison wieder einsatzbereit werden, nur wann steht noch nicht fest.

Bei den Bears gibt es so viele Verletzte, daß Head Coach John Fox droht, die Übersicht zu verlieren.
Es bleibt abzuwarten, wer letztlich in das dritte Testspiel gehen kann?

Sonntag, 21. August 2016

Die Vorbereitungsspiele- Woche 2 - Teil 3
Osweiler-Brock-texansDie Texans ließen Brock Osweiler (Bild) lange spielen.
Der Quarterback soll seinen Rhythmus finden und scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Gegen die, zugegeben, nicht ganz so gute Defense der Saints kam er auf 12 von 19 für 124 Yards, 1 Touchdown aber auch 1 Interception.
In der Defense dominierte Jadeveon Clowney. Bleibt zu hoffen, daß der Outside Linebacker endlich mal gesund bleibt, damit er den Texans in der Saison genau so gut helfen kann, wie er es gestern gegen die Saints konnte. Er überrannte die Offensive Tackles Zach Strief und Andrus Peat, als ob sie noch nie Football gespielt hätten. Dann warf er Quarterback Drew Brees weg, wie ein Hund seinen abgenagten Knochen.
Genug der drastischen Bildsprache, aber Clowney war wirklich beeindruckend. Wenn er mal gesund bliebe und dann auch noch JJ Watt wieder gesund wird... Hallelujah.
Saints 9, Texans 16.

Die endlose Suche der Broncos nach dem weniger schlechten Quarterback geht weiter.
Gegen die 49ers konnte keiner der beiden möglichen Starter überzeugen. Rookie Quarterback Paxton Lynch warf in der zweiten Halbzeit zwei Touchdownpässe, aber gegen Spieler, die man in der Saison sehr wahrscheinlich nicht im Kader der Niners sehen wird.
Die Auswahl wird sich also weiter auf Mark Sanchez und Trevor Siemian beschränken. Ihre Bilanzen:
Gestern startete Siemian und kam auf: 10 von 14 für 75 Yards, 0 Touchdowns, 1 Interception.
Sanchez kam von der Bank und erzielte: 10 von 17 für 120 Yards, 0 Touchdown, 0 Interception, 2 Fumbles, allerdings keine Arschfumbles.
Und der Vollständigkeithalber, Lynch: 15 von 26 für 113 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Bei den 49ers dürfte jetzt klar sein, daß Colin Kaepernick den Vorsprung von Blaine Gabbert kaum noch wird aufholen können, auch wenn Gabberts Leistung gestern eher „unauffällig“ war. Kaepernick hat noch Spiel drei und vier in der Vorbereitungsphase, um sein Können zu zeigen. Muß er sich dann auch noch an Christian Ponder vorbeischieben?
Der ehemalige Vikings Quarterback vervollständigte 7 von 8 Pässen für 86 Yards und 1 Touchdown in der zweiten Halbzeit.
Blaine Gabbert kam als Starter auf 6 von 9 für 69 Yards, dich gefolgt von Rookie Jeff Driskel mit 6 von 7 für 66 Yards.
Mit vier Quarterbacks dürften die 49ers nicht in die Saison gehen, auch wenn das College-Spielsystem von Head Coach Kelly für Quarterbacks in der NFL sehr gefährlich ist.
Während also Siemian bei den Broncos nicht gegen Sanchez in Führung gehen konnte, könnte Gabbert seinen Starterposten gesichert haben.
49ers 31, Broncos 24

Gegen die Panthers wollten die Titans nicht auf das Laufspiel setzen, wie im ersten Testspiel, sondern auf Quarterback Marcus Mariota.
Hat geklappt. Mariota kam auf eine Bilanz von 9 aus 10 für 104 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Sechs der Pässe fing Rookie Tajae Sharpe. Da scheint sich ein gutes Quarterback/ Wide Receiver Duo zu finden.
Panthers 26, Titans 16.

Während die Ravens wie erwartet Quarterback Joe Flacco noch nicht einsetzten, spielte Andrew Luck bei den Colts.
Und er hat gelernt. Er hat gelernt, wie man Intelligenter spielt. Er mußte seine Linebacker-Mentalität ablegen, um seinen Körper zu schonen. Und es sah so aus, in dem einen Viertel das er gestern spielte, als ob er seine Lektionen mit Erfolg abgeschlossen hat.
Und seine Bilanz als Passer war makellos. 8 von 8 für 71 Yards zeigen, daß er noch immer Treffsicher ist.
Die Ravens schonten nicht nur Flacco, sondern auch Starter der Defense. Das aber soll Lucks Leistung nicht schmälern.
Ravens 19, Colts 18.

Die Bills hatten vor dem Spiel gegen die Giants wieder einige Irritationen zu überstehen.
War es der Frust über diese negativen Vorkommnisse im Umfeld, den sie sich gegen New York von der Seele spielten?
Defensive Tackle Marcell Dareus, der für die ersten vier Spiele gesperrt ist, gab bekannt, daß er sich freiwillig in eine Suchtklinik begibt.
Bereits 2015 war er für das erste Saisonspiel suspendiert.
Ob er noch lange im Kader der Bills bleibt, zumal er der teuerste Spieler im Team ist?
Bei Karlos Williams ist diese Frage geklärt. Der Running Back wurde am Samstagmorgen gefeuert. Auch er ist für vier Spiele suspendiert.
Den Trainern der Bills gefiel überhaupt nicht, daß Williams mit ziemlichem Übergewicht im Trainingslager erschien. Am Samstag zeigten sie, wie wenig es ihnen gefiel.
Und die Giants standen am anderen Ende des Frusts der Bills und wurden mit 0:21 zurück nach New Jersey geschickt.
Quarterback Tyrod Taylor möchte beweisen, daß er die vielen Millionen, die die Bills ihm letzte Woche in den neuen Vertrag schrieben, auch tatsächlich verdient. Seine Bilanz von 7 aus 10 für 132 Yards und 1 Interception gegen eine Giants Defense, die von vielen Experten als sehr gut angesehen wird, ist nicht schlecht.
Giants Head Coach Ben McAdoo hatte nach dem Spiel auch Frust, denn das, was seine Mannschaft zeigte, war Football zum Abgewöhnen.
Alle drei eingesetzten Quarterbacks zusammen, Manning, Nassib und Thomas, kamen nicht mal auf 100 Passyards.

Die Nr. 1 der letzten Draft gewöhnt sich langsam an die NFL.
Rams Quarterback Jared Goff macht Fortschritte. Als er an der Reihe war begann er gewohnt nervös. Dann aber bekam er seinen Adrenalinschub in den Griff und fand seinen Rhythmus. Er vervollständigte 8 seiner 12 Pässe für 82 Yards, 1 Touchdown und 2 Fumbles von denen nur einer von den Chiefs erobert wurde. Da Goff nicht als Starter vorgesehen ist, hat er noch zwei Testspiele vor sich. Die wird er auch brauchen um sich an die Geschwindigkeit in der NFL zu gewöhnen. Doch wie schon in der Woche zuvor zeigte sich, daß die Receiver der Rams nicht gerade die besten Hände haben. Alleine Brian Quick konnte zwei sichere Pässe von Goff nicht fangen.
Der bessere Mannschaftsteil von Head Coach Jeff „7-9“ Fisher, die Defense, bekam weder den Starter der Chiefs in den Griff, noch den Ersatzmann. Alex Smith kam auf 9 von 12 für 137 Yards und 1 Touchdown.
Nick Foles, der erst wenige Tage im Team ist, kam auf 18 von 22 für 133 Yards.
Da gibt es wohl noch eine Menge Arbeit um eine weitere 7-9 Saison zu verhindern.
Immerhin spielte Running Back Todd Gurley in seinem ersten Vorbereitungsspiel und steuerte mit vier Läufen 20 Yards und 1 Touchdown bei.
Chiefs 20, Rams 21.
Chiefs Wide Receiver Jeremy Maclin und Rams Cornerback Lamarcus Joyner wurden wegen einer Schlägerei vom Platz gestellt.

Kurzberichte
In St. Louis ist man nicht sehr glücklich darüber, daß die Rams nach Los Angeles auswanderten. Ein paar Fans hatte das Team, auch wenn das Stadion bei den vielen 7-9 Saisons natürlich nicht immer gut gefüllt war.
Die Hotshots Sports Bar and Grill macht den erbosten Fans ein Angebot. Sie sollen bei Spielen der Rams in die Bar kommen und gegen die Rams Stimmung machen. „Feuert sie an, damit sie verlieren, wie nur sie verlieren können“, heißt es in der Werbung. Für jeden Touchdown gegen die Rams gibt es $1 Nachlaß auf einen Krug Bier. Das wäre einen Win-Win Situation für die Fans und die Bar, heißt es weiter in der Reklame.
Wenn die Bar sich da mal nicht verrechnet. Drei Touchdowns kassierten die Rams 2015 durchschnittlich pro Spiel.

Schmerzen in einer Schulter, das hat sich jetzt als Grund herauskristallisiert, warum Vikings Head Coach Mike Zimmer Quarterback Teddy Bridgewater gegen Seattle nicht eingesetzt hat.
Am Samstag stand der Quarterback in voller Montur auf dem Trainingsplatz, warf aber keine Pässe.
Wie schwer Bridgewaters Verletzung ist, damit wollte Zimmer nicht herausrücken.

Der Lazarettreport
Chargers: Tight End Jeff Cumberland, Achillessehne, Saison beendet.
Guard Donavan Clark, rechtes Knie, Saison beendet.

Giants: Wide Receiver Dwayne Harris, Knie, eine genauere Untersuchung steht an.
Safety Mykkele Thompson, Gehirnerschütterung.

Bills: Ersatz Running Back Mike Gillislee, Gehirnerschütterung.

Eagles: Linebacker Joe Walker, Kreuzbandriß, Saison beendet.

Panthers: Safety Travell Dixon, Brust.
Safety Trenton Robinson, Schulter.
Beide werden noch genauer untersucht.
Wide Receiver LaRon Byrd, Gehirnerschütterung.

Colts: Cornerback Vontae Davis, Knöchel.
Tackle Joe Haeg, Knöchel.
Lineman Kevin Graf, Knöchel.

Ravens: Tight End Darren Waller, Gehirnerschütterung.

Jaguars: Cornerback Nick Marshall, Finger.
Offensive Lineman Jeff Linkenbach Gehirnerschütterung.

49ers: Defensive Tackle Tony Jerod-Eddie, Brust.
Wide Receiver Bryce Treggs, Knie.

Broncos: Offensive Lineman Darrion Weems, Gehirnerschütterung.
Linebacker Corey Nelson, Handgelenk.

Buccaneers: Wide Receiver Evan Spencer, Knie.

Rams: Wide Receiver Bradley Marquez, Bein.

Samstag, 20. August 2016

Die Vorbereitungsspiele- Woche 2 - Teil 2
prescott-dak2Einmal wäre Zufall gewesen. Zweimal zeigt schon eine gewisse Tendenz.
Und zum zweiten Mal konnte Dak Prescott (Bild) in einem Testspiel der Cowboys überzeugen.
Nachdem Quarterback Tony Romo ein bißchen Einsatzzeit genossen hatte und 4 seiner 5 Pässe für 49 Yards vervollständigte, kam Rookie Prescott auf den Platz und machte gegen Miami nahtlos da weiter, wo er bei den Rams aufhörte.
Seine Bilanz von 12 aus 15 für 199 Yards und 2 Touchdowns ist auch gegen die 2. Garnitur der Dolphins bemerkenswert. Zusätzlich steuerte er noch drei Läufe über 28 Yards und 2 Touchdowns bei. Eine perfekte Passerwertung von 158,3 Punkten stand am Ende des Spiels auf seiner Habenseite.
In seinen zwei Vorbereitungsspielen führte Prescott Dallas in neun seiner 10 Angriffsserien zu Punkten. Dallas hat da in der vierten Runde der letzten Draft anscheinend einen Treffer gelandet.
Bei den Dolphins ließ Head Coach Adam Gase seinen Quarterback Ryan Tannehill bis zur Zweiminutenwarnung der ersten Halbzeit spielen. Er wollte, daß seine erste Offense ihren Rhythmus findet und bessere Ergebnisse abliefert, als in der Vorwoche.
Und das hat auch ganz gut geklappt. Tannehill vervollständigte auch 12 seiner Pässe, brauchte aber 20 Versuche dafür. Dabei sprangen 162 Yards heraus und 2 Touchdowns. Bei diesen 14 Punkten für Miami blieb es dann auch, aber was die zweite und dritte Garnitur abliefert ist ja eh nicht von Belang.
So gewann Dallas die erste Halbzeit 27:14.
Das Endergebnis von 41:14 für Dallas wird Adam Gase nicht weiter beschäftigen. Wichtig war, daß seine Starter der Offense in Gang kamen.
Bei den Cowboys denkt niemand mehr daran, einen erfahrenen Quarterback zu verpflichten, der Tony Romo ersetzt, sobald er sich verletzt.

Obwohl Teddy Bridgewater zu den Quarterbacks gehört, die jede Sekunde Spielpraxis brauchen, setzte Vikings Head Coach Mike Zimmer ihn gegen Seattle nicht ein.
Bridgewater stand das ganze Spiel über in voller Montur an der Seitenlinie und sah nur zu.
Auf die Frage, warum Zimmer den Quarterback nicht eingesetzt hat, antwortet er: „Weil ich es so wollte.“ Wenigstens bequemte er sich noch zu sagen, daß es keine disziplinarische Maßnahme war. Das war es dann aber auch an Erklärungen.
Man kann jetzt vermuten, daß Zimmer Bridgewater nicht einer der besten Verteidigungen der Liga aussetzen wollte.
Min 18, Sea 11.

Kurzberichte
NFL Chef Roger Goodell lieferte einen Beweis seiner unglaublichen Gnade ab.
Er reduzierte die Suspendierung von Steelers Running Back LeVeon Bell von vier auf drei Spiele.
Diese Sperre bekam er, weil er nicht zu angesetzten Drogentests erschien.
Goodell entschied auch, daß Bell auf der gleichen Stufe des Drogenprogramms bleibt. Das bedeutet, daß der nächste Verstoß nicht 10 Spiele Sperre einbringt, sondern auch wieder nur höchstens vier.

Bleiben wir bei den Suspendierungen.
Giants Kicker Josh Brown wurde ja für ein Spiel gesperrt, weil er gegen die Benimmregeln der Liga verstoßen hatte. Dabei blieb unklar, was er denn angestellt hatte.
Die NFL hat 10 Monate gebraucht, um Vorwürfe über Vorfälle häuslicher Gewalt gegen Brown zu untersuchen.
Seine Frau hatte ihn angezeigt und 20 Vorfälle in der Anzeige erwähnt. Zur Zusammenarbeit mit der Liga war sie allerdings nicht bereit, weshalb die Untersuchungen so lange dauerten.
Dabei fand die NFL nur einen Vorfall, der sich tatsächlich beweisen ließ. Auf Grund dieses Vorfalls, bei dem Brown von der Polizei verhaftet wurde, wurde dann die Suspendierung verhängt.
Da es in der Folge aber keine Anklage und somit keinen Gerichtsprozess gab, sah die NFL davon ab, Brown für sechs Spiele zu suspendieren. Dies ist eigentlich die Mindeststrafe für einen Ersttäter bei häuslicher Gewalt.
So kam es zu der eine Woche dauernden Sperre wegen eines Verstoßes gegen die Benimmregeln der Liga.
Dagegen hatten Brown und die NFLPA Einspruch eingelegt, der bereits in einer mündlichen Verhandlung abgewiesen wurde.

Die Saints feuerten Keenan Lewis.
Der Cornerback hatte 2013 eine sehr gute Saison in New Orleans. Doch letztes Jahr war er öfter verletzt und spielte nur in sechs Spielen.

Daß JJ Watt in den Vorbereitungsspielen nicht zum Einsatz kommt war klar.
Doch bisher hoffte man in Houston, daß der Starverteidiger zum Saisonbeginn fit werden könnte.
Das sieht jetzt nicht mehr so aus. Head Coach O`Brien befürchtet, daß Watt erst in Woche drei antreten kann.

Der Lazarettreport
Im 22:18 Sieg der Redskins gegen die Jets erlitt Matt Jones eine ausgekugelte Schulter.
Bis dahin hatte der Running Back der Redskins in sieben Läufen 31 Yards erzielt. Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.

Jets: Wide Receiver Quincy Enunwa, Gehirnerschütterung.
Defensive Lineman Lawrence Thomas, Schulter.

Dolphins: Ersatz- Quarterback Matt Moore, Gehirnerschütterung.

Chargers: Tight End Jeff Cumberland, Achillessehne, Das sieht immer schlecht aus.

Cowboys: auch da erwischte es jemanden an der Achillessehne, Linebacker Mark Nzeocha.

Freitag, 19. August 2016

Die Vorbereitungsspiele- Woche 2 - Teil 1
roethlisb5Die Steelers wollen in jedem Spiel über 30 Punkte erzielen.
Das gilt natürlich noch nicht für die Vorbereitungsspiele. Da gab es nämlich in dieser Nacht einen kräftigen Dämpfer. Allerdings wurde Quarterback Ben Roethlisberger (Bild) nicht eingesetzt, und seine Ersatzleute sind höchstens das, Ersatzleute.
Da kann einem Angst und Bange werden, wenn Big Ben sich verletzen sollte. Und das wird passieren, bei seiner Art den Ball zu lange zu halten.
Das haben die Steelers und die Cowboys gemeinsam, daß sie zu sehr auf die Nr. 1 achten und sich nicht für gute Ersatz- Quarterbacks interessieren.
Ob Dallas dieses Problem mit Prescott gelöst hat, bleibt abzuwarten, in Pittsburgh ist aber auch nicht der Hauch einer brauchbaren Nr. 2 zu sehen.
Landry Jones, der bereits letztes Jahr kurz als Ersatz für Roethlisberger antrat, bevor er sich selber verletzte, vervollständigte 12 von 20 Pässen für 111 Yards und leistete sich VIER Interceptions. Doch ihm fehlten auch die Running Backs Le'Veon Bell und DeAngelo Williams und Wide Receiver Antonio Brown, die wie Roethlisberger geschont wurden.
Bei den Eagles zeigte Sam Bradford mit 14 von 19 für 115 Yards eine akzeptable Leistung.
Eagles 17, Steelers 0.
Vor dem Spiel gab es eine Kuriosität am Rande. Eagles Kicker Caleb Sturgis wurde von einem Punt am Kopf getroffen und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Tom Brady hat auch im zweiten Testspiel der Patriots nicht gespielt.
Der für die ersten vier Wochen suspendierte Quarterback hatte sich mit einer Schere einen Daumen aufgeschlitzt.
Aber Jimmy Garoppolo kann natürlich jede Sekunde zusätzlicher Spielpraxis brauchen. Auch wenn er schon in sein drittes Jahr bei den Patriots geht, mangelt es ihm daran gewaltig.
Gegen die Bears absolvierte er sechs Drives und bei Vieren konnte New England punkten.
Garoppolos Bilanz: 16 von 21 für 181 Yards, 1 Touchdown.
Die Bears Offense kam besser aus den Startlöchern, als noch vor einer Woche. Schlechter wäre ja auch gar nicht möglich gewesen.
Quarterback Jay Cutler spielte drei Serien. Seine Bilanz: 8 von 12 für 83 Yards.
Bears 22, Patriots 23.

Bei den Packers ist momentan fraglich, ob Aaron Rodgers überhaupt noch in einem Testspiel antritt?
Es bleibt ja nur noch das dritte Spiel, denn im vierten schonen die meisten Teams ihre Starter.
So startete Quarterback Brett Hundley für Green Bay, knickte aber im dritten Drive mit dem linken Fuß um und verstauchte sich erneut den Knöchel. Das passierte ihm bereits am Anfang des Trainingslagers, und er kam erst in dieser Woche zum Training zurück. Die Packers müssen das im Auge behalten, denn wenn das Gelenk zu schwach ist, kann das immer wieder passieren.
Der ordentlich abgespeckte Running Back Eddie Lacy zeigte seine wiedergewonnene Beweglichkeit. Geduldig wartete er auf die Löcher, die seine Linespieler in die Defense der Raiders rissen, um dann gnadenlos zuzustoßen. So erzielte er mit neun Läufen 45 Yards und 1 Touchdown.
Bei den Raiders war jetzt nicht so unbedingt zu erkennen, warum man dort so viel von Quarterback Derek Carr hält. Seine Bilanz von 9 aus 13 für magere 38 Yards bei 1 Interception ist unspektakulär. Dabei hetzte Head Coach Del Rio seine erste Garnitur in der gesamten ersten Halbzeit immer wieder auf den Platz, nur um irgend etwas Positives von ihr geboten zu bekommen.
War nix.
Raiders 12, Packers 20

Kurzberichte
James Harrison findet immer neue Bezeichnungen für den verhaßten Roger Goodell. Neuerdings bezeichnet der Linebacker der Steelers den Chef der NFL als Betrüger.
Doch wie die drei anderen von Al Jazeera Beschuldigten, so stimmte auch Harrison zu, sich von einem Inquisitor der Liga befragen zu lassen.
Bei Harrison kann man aber immer mit etwas besonderem rechnen, so auch dieses mal. Wenn der Vertreter der Liga Harrison am 30. August befragt, dann besteht der Linebacker darauf, daß das live im Fernsehen übertragen wird. Damit will er sich absichern, damit ihm nachher nichts unterstellt wird, was er gar nicht gesagt hat. Harrison traut der NFL nur so weit, wie er sie werfen könnte.
Harrison ist gespannt darauf, welche Beweise die NFL vorlegen will, und er möchte, daß wir alle diese Beweise live präsentiert bekommen.
Eine mögliche Bestrafung Harrisons läge dann in den Händen dieses Betrügers, also Goodells, wie der Linebacker voller Überzeugung sagte. Der kann machen, was er will, fuhr er fort. Für Harrison steht fest, daß das Ergebnis der Befragung schon feststeht.

Aaron Rodgers ist der Meinung, daß Roger Goodell die Spieler schikaniert.
Der Quarterback der Packers bezieht seine Kritik am Chef der Liga auch auf die beiden Teamkollegen, die von der Liga wegen der Behauptungen eines „Nachrichtensenders“ befragt werden sollen.
Neben Julius Peppers und Clay Matthews ist mit Mike Neal noch ein ehemaliger Packer unter den Beschuldigten. Der steht momentan ohne Team da.
Rodgers bezeichnet die Drohung, die Spieler zu suspendieren, wenn sie sich nicht befragen lassen, als Beispiellos.
Die Liga hätte da einen völlig falschen Weg eingeschlagen. Eine drohende Suspendierung, weil man sich nicht befragen lassen will, weil keine Beweise vorliegen die ein solches Vorgehen rechtfertigen, würde ein schlechtes Licht auf die Liga werfen. Und das ganz besonders, weil Peyton Manning sich in der Angelegenheit hat befragen lassen und alle Anschuldigungen gegen ihn verpufften.
Doch Rodgers sieht ein, daß die Spieler und ihre Gewerkschaft selber Schuld an dem Schlammassel sind. Sie haben dem Commissioner die sonnengottähnlichen Machtbefugnisse per Vertrag gegeben. Und der nutzt es weidlich aus, daß er Richter, Geschworener und Henker in einer Person ist.

Colin Kaepernicks Arm ist immer noch nicht ganz wach.
Der Quarterback der 49ers wird frühestens im dritten Testspiel antreten. Morgen gegen die Broncos wird er weiter nur zusehen können, wie Blaine Gabbert sich so langsam aber sicher den Posten der Nr. 1 sichert.
Kaepernick fühlt sich nach seiner Schulteroperation zwar wieder fit, aber Head Coach Kelly möchte nichts riskieren.
Noch eine Woche Wurftraining und dann gegen die zweite Mannschaft der Packers antreten, das schwebt Kelly für Kaepernick vor.
Bei den Broncos wird morgen Trevor Siemian starten.

Da half dann auch kein NFL Bonus mehr. Der ist mittlerweile wohl abgelaufen.
Darren Sharper, 41, muß wegen Vergewaltigung in mehreren Fällen für 18 Jahre ins Gefängnis.
Der ehemalige Safety spielte für die Packers, Vikings und Saints. Mit letzteren gewann er Super Bowl XLIV. Fünf mal wurde er in den Pro Bowl berufen.

Der Lazarettreport
Bengals: Right Tackle Jake Fisher, rechtes Bein. Verließ das Stadion gestern mit einem Stützstiefel.

Eagles: Cornerback Aaron Grymes, Schulter
Linebacker Joe Walker, Knie
Safety Blake Countess, Kopfverletzung.

Falcons: Punter Matt Bosher, Brust

Bears: Defensive Back Jacoby Glenn, Gehirnerschütterung

Browns: Safety Rahim Moore, Gehirnerschütterung

Texans: Center Nick Martin zog sich im Training eine Sprunggelenksverlezung zu. Er wird einige Zeit ausfallen.

Donnerstag, 18. August 2016

Kurzberichte
arians-bruce2Bruce Arians (Bild) konnte das Krankenhaus wieder verlassen.
Der Head Coach der Cardinals wurde am Dienstag mit starken Bauchschmerzen eingeliefert.
Er litt an einer Darmentzündung und blieb über Nacht im Krankenhaus. Eine ordentliche Dosis Antibiotika machte ihn wieder einsatzbereit.
Am Mittwoch leitete er wieder das Training der Cardinals. Zwar hat er noch Schmerzen, die aber wären auszuhalten, wie Arians sagte.
Arizona spielt am Freitag gegen die Chargers und ist schon seit Anfang der Woche in San Diego.
Dort ereilte das Team auch die Nachricht, daß Nancy Bidwill, die Frau des Teambesitzers, im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Sie litt seit langem an Brustkrebs.
Die Nachricht von ihrem Tod gab Cardinals Präsident Michael Bidwill heraus. Er leitet das Team schon seit einigen Jahren. Sein Vater Bill, 85, wurde schon lange nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Giants Kicker Josh Brown wurde von der NFL für ein Spiel suspendiert.
Er hat gegen die Benimmregeln der Liga verstoßen. Was genau das gewesen sein soll, ist nicht bekannt.

Colin Kaepernick ist endlich in Denver gelandet. Allerdings nur, um mit seinen 49ers ein Vorbereitungsspiel gegen die Broncos auszutragen.
Der Quarterback soll seinen „müden Arm“, wie Head Coach Kelly es nannte, überwunden haben. Sollte der Arm tatsächlich wieder wach sein, dann wird Kaepernick am Samstag ein paar Drives absolvieren.

49er at Broncos, ein Spiel in dem die beiden größten Quarterback- Kontroversen der Vorbereitungszeit vor sich gehen.
Kaepernick oder Gabbert bei den 49ers, Sanchez oder Siemian bei den Broncos? Nichts ist bereits entschieden.
Währen allerdings Gabbert in San Francisco einen schon ansehnlichen Vorsprung vor Kaepernick hat, weiß Broncos Head Coach Kubiak immer noch nicht, wer das kleinere Übel seiner Quarterbacks ist?
General Manager John Elway hat volles Vertrauen in seinen Head Coach, daß der das Richtige macht. Elway meinte, daß er eine sehr talentierte Mannschaft um die Quarterback Position herum gebaut hat. Das würde Schwächen bei den Quarterbacks ausbügeln. Er, Elway, würde nicht von seinen Quarterbacks verlangen, daß sie Spiele gewinnen. Dafür hätte man gute Running Backs und eine hervorragende Defense. Seinen Quarterbacks gibt er den Rat, rauszugehen, ihren Job zu machen, gute Entscheidungen zu treffen und das Team in eine Lage zu bringen, das Spiel zu gewinnen. Mehr würde er nicht verlangen.
Vertrauensbeweise in Spieler sollten anders klingen.

Es war bekannt als Sun Life Stadium, Land Shark Stadium, Dolphin Stadium, Dolphins Stadium, Pro Player Stadium, Pro Player Park und Joe Robbie Stadium.
Der neue Name des Stadions der Dolphins lautet jetzt Hard Rock Stadium.

Spürt Tony Romo den Atem von Dak Prescott im Nacken?
Wie auch immer, der Quarterback der Cowboys will am Freitag gegen die Dolphins spielen.
Zum Einstieg hat er sich da einen leichten Gegner ausgesucht, wenn man sich die Leistungen Miamis aus dem ersten Testspiel vor Augen führt.
Ob Prescotts Leistung eine Eintagsfliege war, das wird man sehen. Überzeugt hat er jedenfalls gegen die erste Verteidigung der Rams, die gerade diesen Mannschaftsteil als ihren besseren bezeichnen.
Romo hat vor, zwei Serien zu spielen. Ob Head Coach Jason Garrett das auch so sieht, wird man sehen.
Rookie Running Back Elliott wird nicht spielen. Das steht schon fest.

Der Lazarettreport
Die Packers haben Jordy Nelson von der PUP Liste genommen.
Der Wide Receiver hat die komplette Saison 2015 mit einem Kreuzbandriß verpaßt.
Ob er noch in einem Vorbereitungsspiel zum Einsatz kommt?
Eher nicht!

Die Seahawks haben ihren Optimismus bei Jimmy Graham ordentlich gedämpft.
Hieß es letzte Woche noch, der Tight End könne bald von der PUP Liste genommen werden, heißt es jetzt, daß er sogar den Saisonauftakt verpassen könnte.
Zwar trainiert er seit seinem Patellasehnenriss wieder, aber noch nicht mit dem Team.

Nachdem sich Broncos Defensive End Vance Walker am Montag einen Kreuzbandriß zuzog, gibt es jetzt Sorgen um Defensive End Derek Wolfe.
Wie es zunächst hieß, hat er sich einen Knöchel verstaucht und fällt nur kurz aus. Genauere Untersuchungen stehen aber noch an.

Die Ravens werden Wide Receiver Steve Smith von der PUP Liste nehmen.
Der 37-jährige hat seinen Achillessehnenriß auskuriert.

Cowboys Rookie Running Back Ezekiel Elliott hat sich von seiner Oberschenkelverletzung erholt. Die hatte er sich vor zwei Wochen zugezogen.
Am Mittwoch trainierte er wieder mit dem Team.

Die Titans nahmen Linebacker Kevin Dodd von der PUP Liste.

Mittwoch, 17. August 2016

Geht dieser Schuß nach hinten los?
janikowski0117 Jahre tritt er für die Raiders gegen den Ball und sein Bein scheint nicht müde zu werden.
Das ist dann auch das Problem von Sebastian Janikowski (Bild). Der Kicker ist das letzte Überbleibsel aus dem Super Bowl Team von 2002 und es ist nicht abzusehen, wann er seine Karriere oder nur seinen Verbleib bei den Raiders beendet.
Doch wie bei uns allen, immer wieder mal muß man neue Regeln befolgen und Altgewohntes ablegen.
Janikowski ist bekannt dafür, den Ball beim Kickoff über die Endzone hinaus zu hämmern. Das war OK, solange der Ball an die 20 gelegt wurde. Mit den geschenkten fünf Yards ab dieser Saison, muß Janikowski lernen, den Ball in eine Ecke des Spielfelds kurz vor der Endzone zu pinnen, „Granatwerfer-Kicks“, wie er sie nennt.
So wie er, üben alle Kicker diese punktgenauen Schüsse, damit die Ballträger gezwungen werden mit dem Ball zu laufen und sie früh gestoppt werden können.
Das ist zwar nicht das, was die auf Sicherheit bedachte NFL sich vorgestellt hat, aber das ist die logische Konsequenz, die sich aus den geschenkten fünf Yards ergibt. Die NFL hatte einfach gedacht, daß die Ballträger nicht mehr mit dem Ball loslaufen, wenn sie ihn in der Endzone aufgenommen haben und das Ei dann eh an die 25 gelegt wird. Dadurch sollten Kollisionen vermieden werden. An die Möglichkeit, daß die Trainer ihre Kicker darauf trainieren lassen, den Ball nicht mehr in die Endzone zu schießen, hat wohl bei denen da oben keiner gedacht.
Und so muß der schußgewaltige 38 Jahre alte Janikowski auf seine alten Tage noch lernen, den Ball an eine bestimmte Stelle des Feldes zu kicken. Dabei hofft er, daß seine Golfkünste ihm helfen. Auch bei dem Altherrensport muß er den Ball mal mit vollem Schwung über den Platz treiben, mal gekonnt in einem Bogen plazieren. Das muß er jetzt nur noch mit seinem Schußbein hinkriegen, dann klappt das schon mit den „Placement-Kicks“ kurz vor die Endzone.
Und es muß sein. Raiders Coach Del Rio hat nachgerechnet. Letztes Jahr endeten 20,8% der Angriffsserien, die an der 25 Yardslinie begannen mit Touchdowns. Dagegen kam es nur bei 17,9% der Drives, die an der 20 begannen, zu Touchdowns. Und diese 3% möchte Del Rio den Gegnern nicht zugestehen.
Und die Übungen der Kicker tragen schon Früchte. In der ersten Testspielwoche kam es bei Kickoffs nur zu 29,6% Touchbacks. 2015 waren es noch 40,5%.

Kurzberichte
Spielertausch zwischen den Eagles und den Titans.
Tennessee gab Wide Receiver Dorial Green-Beckham an Philadelphia ab und bekam dafür Offensive Lineman Dennis Kelly.

Die Raffkementalität von Politikern legt die noch amtierende Polizeichefin von Washington DC. an den Tag.
Cathy Lanier übernimmt den Posten der Sicherheitschefin der NFL.
Doch um diesen Posten anzunehmen, kündigt sie nicht bei der Polizei, sondern geht nach 26 Dienstjahren in Rente. 
Dadurch verkürzt sich ihr Einkommen von $253.000 jährlich auf $177.000, aber das Gehalt der NFL dürfte das mehr als ausgleichen. Sie wollte auf die Frage eines Reporters nicht sagen, was sie in der Liga verdient. Aber mehr als die bisherigen $253.000 pro Jahr dürfte das sein. Dazu die nette Pension, das ist bestimmt nicht schlecht.
Und mit dieser Raffkementalität qualifiziert sie sich glatt als Politikerin.

Bills Defensive Tackle Marcell Dareus wurde für vier Spiele suspendiert.
Er wurde positiv auf verbotene Substanzen getestet.
Outside Linebacker Manny Lawson wurde für ein Spiel suspendiert, weil er gegen die Benimmregeln der NFL verstoßen hat.

Die Browns haben Kwaun Williams für zwei Wochen suspendiert.
Der Cornerback hat Schmerzen in einem Knöchel, doch die Teamärzte können nichts finden.
Sie halten ihn für einsatzbereit. Williams hält sich nicht für einsatzbereit.
Deshalb wurde er vom Team für zwei Spiele und einen Gehaltsscheck suspendiert.

Um seiner Schwester 10 Sekunden zuzusehen, darf Robert Quinn für einige Tage das Training verlassen.
Rams Head Coach Jeff Fisher erlaubte seinem Defensive End die Reise nach Rio, wo Jasmine Camacho-Quinn am hundert Meter Hürdenlauf teilnimmt.

Die 49ers haben einen neuen dritten Quarterback verpflichtet.
Christian Ponder, der mal bei den Vikings als Heilsbringer angesehen wurde, unterschrieb für ein Jahr in San Francisco.

Der Lazarettreport
Die Ravens planen Joe Flacco im nächsten Vorbereitungsspiel ein paar Pässe werfen zu lassen. Fest steht das aber noch nicht.
Er riß sich in Woche 11 der letzten Saison ein Kreuzband und trainiert seit kurzem wieder mit dem Team.

Auch bei den Cardinals kommt ein wichtiger Spieler zurück. Defensive Back Tyrann Mathieu wurde von der PUP Liste genommen.
Er zog sich vor knapp acht Monaten einen Kreuzbandriß zu.

Auch bei den Chiefs kommt ein wichtiger Spieler zurück. Running Back Jamaal Charles wurde von der PUP Liste genommen.
Er riß sich in Woche 5 der letzten Saison ein Kreuzband.

Cardinals Head Coach Bruce Arians wurde gestern mit schweren Bauchschmerzen in ein Krankenhaus gebracht.
Zur Zeit ist er mit dem Team in San Diego.
Tests im Krankenhaus sollen nichts Auffälliges erbracht haben. Allerdings steht noch nicht fest, wann er das Team wieder wird trainieren können.

Bengals Receiver Brandon LaFell muß an einem Bänderriß an einer Hand operiert werden. Die Verletzung soll nicht saisonbeendend sein.

Aufatmen in New England. Tight End Rob Gronkowski, der das Training am Montag wegen nicht näher benannten Beschwerden verließ, soll nicht ernsthaft verletzt oder krank sein.

Lions Linebacker Jon Bostic wurde am Dienstag an seinem gebrochenen Fuß operiert. Es ist nicht sicher ob er 2016 wird spielen können.

Dienstag, 16. August 2016

Kurzberichte
gase-adam„In den nächsten zwei Wochen müssen wir uns merklich verbessern,“ meinte der neue Head Coach der Dolphins, Adam Gase (Bild).
Er spielte auf die schlechte Vorstellung an, die die Offense im Testspiel gegen die Giants abgeliefert hat.
Viel ist darüber berichtet worden, daß Adam Gase ein Quarterback- Flüsterer wäre und in Quarterback Ryan Tannehill viel mehr Potential stecken würde, als bisher herausgelockt wurde.
Nachdem der erste Angriff Miamis mit Tannehill zweimal nach dritten und Aus Situationen vom Platz mußte, sieht man keine auch noch so kleine Verbesserung des Quarterbacks und seiner Offense.
Es liegt jetzt an Offensive Coordinator Clyde Christensen Gas zu geben, damit die hohen Erwartungen, die sich bei den Dolphins eingenistet haben, wenigstens Ansatzweise erfüllt werden. Und er weiß auch schon, wo er ansetzen muß: „Wir müssen den Quarterback besser beschütze,“ meinte Christensen. „Wir müssen besser mit dem Ball laufen. Wir müssen ihn besser werfen und fangen. Wir müssen Alles besser machen.“
Klingt wie ein guter Plan.

Am 26. August wird Roger Goodell die vier vom islamistischen Propagandasender des Dopings bezichtigten Spieler James Harrison, Clay Matthews, Julius Peppers und Mike Neal suspendieren, wenn sie sich bis dahin nicht den Inquisitoren der Liga gestellt haben.
Das schrieb der Chef der NFL an die Spieler und ihre Gewerkschaft.
Als Grund gab der suspendierungssüchtige Commissioner an, daß die vier Beschuldigten der Integrität des Spiels schaden. Das ist zu einer Lieblingsformulierung Goodells geworden.
Die NFLPA hat die Einsprüche und Klagen gegen die Suspendierung der vier bereits fertig formuliert in der Schublade liegen. Sie wird sofort Einspruch einlegen und vor Gericht gehen, wenn die Sperren ausgesprochen wurden. Für die Gewerkschaft ist es bedenklich, daß Spieler auf den bloßen, unbewiesenen, Verdacht hin bestraft werden sollen. Das würde weiteren haltlosen Verdächtigungen Tür und Tor öffnen.

Die Lions verpflichteten Andrew Quarless.
Der Tight End ist zwar für die ersten beiden Spiele suspendiert, doch das stört den Head Coach nicht.
Quarless hat unerlaubt Waffen bei sich getragen.
Head Coach Caldwell hatte großmäulig verkündigt, daß er gegen Spieler, die gegen Waffengesetzte verstoßen haben oder Anzeigen wegen häuslicher Gewalt am Hals haben, eine Null Toleranz Politik fahren würde. Aber anscheinend interessiert ihn sein blödes Geschwätz von gestern heute nicht mehr. Besonders, wenn man einen Kriminellen unbedingt braucht.

Adele hat keine Einladung von der NFL bekommen, um in der Halbzeitshow des nächsten Super Bowls aufzutreten, und deshalb lehnt sie sie ab.
Oder so...
Am Montag gab die Jammertusse mit dem Hang zur Tiefendepression bekannt, daß sie die Einladung der NFL, in der Halbzeitshow des nächsten Super Bowls aufzutreten, ablehnt.
Kurz darauf gab die NFL bekannt, daß sie Adele überhaupt nicht eingeladen hat.
Wie auch immer bleibt uns das Gejammer Adeles erspart.

Kleinere Scharmützel gibt es immer im Trainingslager. Besonders wenn zwei Teams miteinander gegeneinander antreten.
Doch am Montag gab es eine wilde Schlägerei zwischen den Bears und den Patriots, bei der alle mitmischten.
Angefangen hatte es, nachdem Bears Wide Receiver Alshon Jeffery einen Paß in der Endzone fing, den Cornerback Malcolm Butler nicht abwehren konnte.
Butler rastete aus und er und Jeffery tauschten ein paar Schläge aus. Die anderen Spieler sahen das als Einladung zur Massenschlägerei.
Während Patriots Head Coach Belichick eine Null Toleranz Politik gegen Schläger fährt und Butler vom Platz schmiß, ließ Bears Head Coach Fox Jeffery zumindest vom Spielfeldrand weiter zusehen.
Die beiden Teams trainieren noch zweimal miteinander, bevor sie sich am Donnerstag in einem Testspiel gegenüberstehen.

2018 spielen die 49ers gegen die Rams in China.
Die NFL überlegt nun, ob sie das Spiel zum Saisoneröffnungsspiel vor der Saisoneröffnung machen soll?
Wenn eines der beiden Teams den Super Bowl der Saison 2017 gewinnen sollte...
OK, an der Stelle können wir diese Überlegung beenden.
Nachdem die beiden Teams in China gespielt haben, haben sie genug Zeit, sich auf Woche zwei vorzubereiten und die 12 Stunden Zeitunterschied aufzuholen. Dieser Zeitunterschied macht es auch so schwierig, das Spiel zu terminieren. Die Hauptsendezeit in China liegt in den Morgenstunden der USA, wobei es zur Primetime der USA in China noch Morgens ist.
Deshalb möchte die NFL das Spiel am Donnerstagmorgen US Zeit stattfinden lassen, und Abends dann das echte Saisoneröffnungsspiel austragen.
Doch noch ist das Alles nur Theorie. Da ist noch nichts wirklich spruchreif.

Die NFL streamt ja alle Thursday Night Football Spiele der kommenden Saison auch auf Twitter. Deshalb versucht Twitter eine Zusammenarbeit mit Apple zustande zu bringen, um eine App auf das Apple TV Gerät zu bekommen.
Davon verspricht sich Twitter Millionen an neuen Nutzern.
Bleibt abzuwarten, ob die Übertragungen für Deutschland einem Geoblocking unterliegen, oder ob man die hier auch sehen kann?

Der Lazarettreport
Rob Gronkowski hat das Training der Patriots am Montag verlassen. Der Tight End soll eine Verletzung im unteren Körperbereich haben. Genaueres wurde noch nicht bekanntgegeben.

Bei den Panthers hat Panthers Special Teams Trainer Bruce DeHaven seinen Job abgegeben. Er kämpft gegen Prostatakrebs und hat im Team eine beratende Funktion eingenommen.

Broncos Defensive End Vance Walker hat sich ein Kreuzband gerissen und für ihn ist die Saison beendet.

Saints: Rookie Defensive Tackle Sheldon Rankins, gebrochenes Wadenbein, etwa sechs Wochen Pause.

49ers: Ersatz- Quarterback Thad Lewis, Kreuzbandriß, Saison beendet.

Ravens: Linebacker Terrell Suggs wurde nach seinem Achillessehnenriß aus dem letzten Jahr von der PUP Liste genommen. Er kann wieder mit dem Team trainieren.

Colts: Linebacker Sio Moore, schwere Oberschenkelverletzung, einige Wochen Pause.

Bengals: Rookie Tackle Andrew Billings, gerissener Meniskus, Saison wohl beendet.

Steelers: Ersatz Quarterback Bruce Gradkowski, gerissene Oberschenkelsehne, viele Wochen Pause.

 

 

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