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Mittwoch, 7. Dezember 2016

Der heiße Stuhl
fisher-jeff7-9Nach dem Monday Night Desaster ist der Sitz von Jets Head Coach Todd Bowles verdammt heiß geworden.
Anders als in Los Angeles, wo man Jeff Fisher (Bild) die Chance gegeben hat, weiter vor sich hin zu dilettieren, ist man in New York wohl hoffentlich nicht so dumm.
Wenn man sich die Bilder aus den Rängen während der Demontage durch die nun wirklich nicht gerade berauschenden Colts ansieht, kann man verstehen, daß es höchste Zeit für einen Wechsel ist. Hier sind die Bilder der bemitleidenswerten Fans: http://www.nfl.com/news/story/0ap3000000752487/article/reminder-there-are-no-sad-fans-quite-like-jets-fans
Während man sich in Los Angeles fest vorgenommen hat, die gerade neu hinzugewonnenen Fans in den nächsten Jahren auch so leiden zu lassen, will man in New York dem Leiden ein Ende bereiten, sprich, Todd Bowles feuern. Die Playoffs kann man nach der Niederlage gegen Indianapolis auch rein rechnerisch nicht mehr erreichen. Die Saison ist also mal wieder für den... verlängerten Rücken.
Bowles ist zwar erst in seiner zweiten Saison und hat 2015 die Playoffs nur ganz knapp verpaßt, aber mit einer katastrophalen 3-9 Saison bisher hatte wohl niemand gerechnet.
Auf Platz eins der zu feuernden Head Coaches sitzt derweil immer noch Gus Bradley von den Jaguars. Sie stehen mit 2-10 Siegen noch schlechter da als die Jets.

 

Bei den Rams setzt man derweil auf Kontinuität, wie es heißt. Die Kontinuität des Verlierens.
Letztes Jahr schon habe ich mich gefragt, was Head Coach Jeff „7-9“ Fisher gegen seine Vorgesetzten in der Hand hat, womit er sie erpreßt, um seinen Job zu behalten?
Diese Frage stellte sich letzte Woche auch Eric Dickerson, der Hall of Fame Running Back der Rams. Er stellte sie öffentlich in seiner Radioshow und er dürfte von der Entscheidung der Clubführung entsetzt gewesen sein. Dickerson attackiert Fisher schon seit Wochen harrt und regt sich über dessen Unfähigkeit auf. Und die Rams Fans, die in Dickersons Show anrufen, erweisen sich auch nicht gerade als Fisher Fans.
Fisher, der die Rams in dieser Saison bisher zu 4-8 Siegen geführt hat, wird mal wieder keine positive S/N Bilanz abliefern können. 8-8 ist das Beste, was noch drin ist.
Dennoch wurde am Sonntag bekannt, daß der Vertrag mit dem ausgewiesenen Versager um ZWEI Jahre verlängert wurde.
Es heißt, das Jahr 2017 wurde festgeschrieben. Für das Jahr 2018 sollen die Rams die Option haben den Vertrag aufzulösen ohne finanzielle Einbußen zu erleiden.
Doch der Vertrag soll nicht erst am Sonntag unterschrieben worden sein. Ausgehandelt wurde er wohl schon vor der Saison 2016, und unterschrieben wurde er schon früh in der regulären Saison. Es steht also gar nicht fest, daß das Team und die Fans auch 2017 weiter unter Fisher leiden müssen. Es könnte unter Umständen auch schon nach dieser Saison Schluß sein.
Aber man darf nicht vergessen, Fishers Agent Marvin Demoff ist der Vater von Rams Präsident Kevin Demoff. Und nichts wirkt besser als Vitamin B, wie man weiß.
Auch der Vertrag von General Manager Les Snead wurde wohl um zwei Jahre verlängert. Darüber drangen aber noch keine Details nach draußen.

Natürlich sitzen noch mehr Head Coaches auf gut geheizten Stühlen:
Marvin Lewis, Bengals. Sein Abgang ist überfällig.
John Fox, Bears. Er wird im Februar 62 und sollte sich auf ein Leben in Freiheit und Besinnlichkeit freuen.
Mike McCoy, Chargers. Die Chargers wollen nach Los Angeles umziehen. Das sollten sie nicht mit einem Head Coach, der ähnlich unfähig ist wie der der Rams.
Aus Baltimore hört man Gerüchte, daß John Harbaughs Job nicht sicher ist, wenn die Ravens die Playoffs nicht erreichen.
Unter dem Sitz von Lions Head Coach Jim Caldwell dürften die Flammen nicht mehr ganz so heiß sein. Ein Einzug in die Playoffs könnte ihm noch eine weitere Saison in Detroit sichern.

Kurzberichte
Die San Diego Chargers haben Kontakt mit dem Los Angeles Coliseum aufgenommen.
Das macht deutlich, daß ihre Umzugspläne langsam konkret werden. Es wird ausgelotet, ob ein Umzug schon 2017 realisiert werden kann.
Die Steuerzahler in San Diego lehnten bei einer Volksbefragung den Neubau eines knapp zwei Milliarden Dollar teuren Stadions in der Stadt ab.
Bis zum 15. Januar haben die Chargers Zeit, ihre Umzugspläne der Liga vorzulegen. Danach geht der Zuschlag zum Umzug nach Los Angeles an die Raiders, wenn sie denn wollen?

Die Jets feuerten C.J. Spiller.
Der Running Back wurde erst vor fünf Wochen unter Vertrag genommen.

Und wieder holt einen die brutale Wirklichkeit im schusswaffenfreudigen Amerika ein.
Der Prozeß gegen den Mörder von Will Smith hat begonnen. Der ehemalige Star-Verteidiger der Saints wurde am 9. April 2015 in New Orleans bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Straßenverkehr erschossen.
Gestern sagte seine Witwe aus. Sieht wies die Anschuldigungen der Verteidigung, daß ihr Mann der Aggressor in der Auseinandersetzung war, empört zurück.
Der Prozeß gegen den Angeklagten Carell Hayes soll etwa 7-10 Tage dauern.

In dem Fall der gewalttätigen Auseinandersetzung im Straßenverkehr bei dem letzte Woche der Ex- Running Back der Jets, Joe McKnight, erschossen wurde, konnte die Polizei einen Tatverdächtigen verhaften.
Auch dieser Vorfall ereignete sich in der Nähe von New Orleans.
Die Kaution für den mutmaßlichen Täter, den 54 Jahre alten Ronald Gasser, wurde auf $500.000 festgesetzt.

Die NFL suspendierte Colts Linebacker DQwell Jackson für vier Spiele.
Er wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

Drei Teams könnten in dieser Woche ihre Divisionen gewinnen.
Die Patriots könnten mit einem Sieg, und einer Niederlage der Dolphins, die AFC East gewinnen.
Mit einem Sieg über die Giants können die Cowboys die NFC East gewinnen.
Die Seahawks können mit einem Sieg, und einer Niederlage der Cardinals, die NFC West gewinnen.

Der ehemalige Running Back der Bears, Rashaan Salaam, verstarb im Alter von 42 Jahren.
Seine Leiche wurde in einem Park in Boulder, Colorado, gefunden. Laut Polizei gibt es keine Beweise für eine Gewalteinwirkung.

Der Lazarettreport
Panthers Head Coach Ron Rivera macht sich nicht nur Sorgen um die Krawatten seiner Spieler, sondern auch um ihre mentale Gesundheit.
Die Erwartungen wären so hoch gewesen, nach der Saison 2015, die erst mit einer Niederlage im Super Bowl endete. Nach der krachenden 7:40 Niederlage gegen die Seahawks war die Enttäuschung im Team riesengroß.
Von 15-1 Siegen 2015 sind die Panthers auf 4-8 abgestürzt und liegen auf dem letzten Platz der NFC South. Noch sind sie rechnerisch im Playoffrennen, aber diese Chance ist minimal.
Nach der Saison wird Rivera viel zu tun haben, das angeknackste Selbstbewußtsein seiner Spieler wieder herzustellen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 13 - Der Tag des Mitleids
bowles-todd2Wie buchstabiert man Jets?
M-I-T-L-E-I-D
Vor dem Spiel hielten die Jets einen Moment des Schweigens für ihren ehemaligen Running Back Joe McKnight. Der war am Donnerstag bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Straßenverkehr erschossen worden. Er wurde 28 Jahre alt. Mit 107 Yards bei einem zurückgetragenen Kickoff hält er den Rekord für den längsten Spielzug in der Geschichte der Jets.
Der Moment der Stille dauerte ziemlich das ganze Spiel über an. Unterbrochen nur ab und zu von kräftigen Buhs der Fans gegen ihre Mannschaft.
In dieser Saison gab es schon viele armselige Vorstellungen völlig überforderter Teams, aber noch keine Vorstellung war so armselig, wie die der Jets gegen die Colts. Weder das Spiel der Dolphins in Baltimore kommt da ran, noch das Spiel der Panthers in Seattle oder das der Packers gegen die Titans.
Nachdem Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick den Jets in der ersten Halbzeit erneut eindrucksvoll bewiesen hatte, daß es gut war, ihm keinen hochdotierten langfristigen Vertrag zu geben, testete Head Coach Bowles (Bild) die Zukunft. Er brachte Bryce Petty im zweiten Durchgang.
Die Bilanzen der beiden: Petty: 11 von 25 für 135 Yards, 1 Touchdown, 2 Int.
Fitzpatrick: 5 von 12 für 81 Yards, 0 Touchdowns, 2 Int.
Ganz anders Andrew Luck von den Colts: 22 von 28 für 278 Yards, 4 Touchdowns.
Mit dem auch in dieser Höhe von 41:10 mehr als verdienten Sieg stehen die Colts jetzt mit 6-6 Siegen an der Spitze der schwachen AFC South. Da tummeln sich mit den Colts, den Texans und den Titans jetzt drei 6-6 Teams. Die Texans haben Platz eins, weil die Regeln die beim Gleichstand der Teams angewendet werden, zu ihren Gunsten ausfallen.
Sieht man sich das Restprogramm der drei Teams an, dann hat Indianapolis das schwerste Programm und Houston das leichteste.

Kurzberichte
Im Kampf um einen guten Platz in der nächsten Draft setzen die Jets auf Bryce Petty. Der Quarterback ist seit 2015 im Kader und der noch Head Coach Todd Bowles will testen, ob Petty der Mann für die Zukunft sein könnte?

Die Broncos verpflichteten Justin Forsett.
Der 31 Jahre alte Running Back hatte seine beste Saison 2014 in Baltimore, als Broncos Head Coach Kubiak dort noch Offensive Coordinator war.
Zuletzt spielte Forsett in Detroit. Jetzt soll er Denver helfen, die Playoffs zu sichern.
Dabei könnte auch Trevor Siemian helfen. Der Quarterback verpaßte das Spiel gegen die Jaguars mit einem verstauchten Knöchel. Gott sei Dank kam der Ausfall nur gegen die Jaguars.

Mike Zimmer ist zurück bei der Arbeit.
Der Head Coach der Vikings mußte letzten Mittwoch an einer abgelösten Netzhaut notoperiert werden. Dadurch verpaßte er das wichtige Spiel am Donnerstag gegen die Cowboys.
Gegen den doch um einiges leichteren Gegner aus Jacksonville kann er das Team wieder leiten.

Da die Titans und die Browns in Woche 13 Spielfrei hatten, dürfen Spieler dieser Teams am Sonntag noch selbsgestylte Schuhe tragen. Die restlichen 30 Teams durften das ja in der letzten Woche.
Von jetzt ab ist jeder Spieltag ein voller Spieltag.
Sollte die NFL diese Sache mit den bunten Schuhen jedes Jahr einmal erlauben, wäre die Woche an Thanksgiving gut, wenn alle Teams spielen, oder der erste volle Spieltag nach den Freiwochen.

Chip Kelly flog nach der Niederlage gegen die Bears nach New England zu seiner Familie.
Der Vater des Head Coaches der 49ers ist am Freitag verstorben. Er wurde 87 Jahre alt.
Eigentlich wollte Kelly schon am Wochenende nach New England fliegen, aber seine Mutter wollte, daß er bei der Mannschaft bleibt.

OK, da so viel darauf rumgeritten wird, werde ich auch ein Wort dazu verlieren, warum Panthers Quarterback Cam Newton am Sonntag beim ersten Spielzug nicht eingesetzt wurde.
Es waren nicht seine unterirdischen Leistungen in diesem Jahr, die zu der Einspielzugsperre führten, sondern ein Verstoß gegen den Dresscode von Head Coach Rivera.
Der bemängelte aber nicht das lächerliche Outfit Newtons, das sehr oft an die schwarzen Zuhälter in den Krimiserien der 70er Jahre erinnert, sonder eine fehlende Krawatte.
Weil Newton keine trug, als es an Bord des Fliegers nach Seattle ging, ließ Rivera Newton nicht als Starter auflaufen. Es startete Derek Anderson, der in seinem ersten Paß sofort eine Interception warf.
Und jetzt genug von dem Schwachsinn.

Der Lazarettreport
Die Seahawks gaben bekannt, daß die Saison für Earl Thomas definitiv beendet ist.
Sie setzten den Safety mit einem gebrochenen Bein auf die Verletztenliste.

Die Migräne ist stärker.
Immer wieder versuchte Percy Harvin, dagegen anzukämpfen, doch diese schrecklichen Kopfschmerzen holten den Wide Receiver immer wieder ein. Auch jetzt wieder.
Die Bills hatten ihn erst letzten Monat verpflichtet und setzten ihn gestern auf die nicht footballbedingte Verletzungsliste.

Falcons Wide Receiver Julio Jones hat einen „Turf-Toe“. Diese äußerst schmerzhafte Zehenverletzung ist oft sehr hartnäckig und hat schon die Saison so mancher Spieler beendet.
Jones will die Zähne zusammenbeißen, und kein Spiel verpassen. Atlanta würde einen einsatzbereiten Jones brauchen, sitzen die überraschenden Buccaneers ihnen doch im Nacken.

Montag, 5. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 13 - Der Sonntag
prescott-dakMann, machen Extrapunktversuche in dieser Saison Spaß.
Im besten Spiel des Tages, dem der Chiefs in Atlanta, gab es dank solch eines Versuchs eines der phantastischsten Finishes aller Zeiten.
Doch der Reihe nach. Die wichtigste Nachricht überhaupt zuerst, jedenfalls für mich, die Dallas Cowboys sind in den Playoffs.
Zwei Chancen hatten sie gestern. Tampa Bay oder die Redskins mußten verlieren, damit die Cowboys einen Playoffplatz sichern konnten. Tampa Bay gewann 28:21 in San Diego, aber die Redskins verloren 23:31 in Arizona.
Das hat wichtigen Einfluß auf die Playoffsituation. Tampa Bay hat jetzt 7-5 Siege und darf als eine der großen Überraschungen der Saison angesehen werden. Damit sind die Buccaneers zur Zeit das an sechster Position gesetzte Team der NFC, also das zweite Wild Card Team.
Die Redskins haben mit 6-5-1 Siegen kaum noch Chancen, genau so wie die Cardinals mit 5-6-1 Siegen.

Wäre an diesem Wochenende schon das Wild Card Wochenende gewesen, dann hätte es die Partie Miami at Baltimore gegeben. Nun, die beiden Teams trafen gestern in Baltimore aufeinander.
Nach zuletzt sechs Siegen in Folge waren sich fast alle Analysten der verschiedenen Spielvorschausendungen einig, daß Miami als Favorit in das Spiel ging. Die Defense galt als knüppelhart, und die Offense, mit Running Back Jay Ajayi schien in Fahrt gekommen zu sein.
Davon war gestern allerdings überhaupt nichts zu sehen. Die Defense ließ Joe Flacco aussehen, wie einen guten Quarterback. Die Offense erinnerte an den traurigen Haufen aus der letzten Saison.
Und so kam es, daß die Ravens den Fisch ertränkten. 38:6 lautete das Endergebnis und brachte Baltimore zu 7-5 Siegen.

Durch den erwarteten 20:10 Sieg der Broncos gegen die Jaguars, sind die Dolphins jetzt wieder raus aus den Playoffs und Denver drin. Miami hat 7-5 Siege und Platz zwei in der AFC East. Denver steht mit 8-4 Siegen auf Platz drei der AFC West.

Durch den Sieg der Ravens mußte Pittsburgh nachlegen. Sie hatten es mit den Giants zu tun, die zuletzt sechs mal in Folge gewonnen hatten. Doch sie galten bei den Analysten deshalb nicht unbedingt als Favoriten, denn all diese Siege kamen gegen Teams, die eine negative S/N Bilanz haben. Die Jungs, und Mädels, in den Studios fragten sich deshalb, wie sie abschneiden würden, wenn sie es mit einem richtigen Gegner zu tun bekämen?
Die Frage konnte Pittsburgh klar beantworten. Running Back LeVeon Bell und Tight End Ladarius Green waren zu viel für die Zweihundertmillionendollardefense der Giants. Bell erzielte mit 29 Läufen 118 Yards und Green brachte es mit 6 gefangenen Pässen auf 110 Yards und 1 Touchdown.
Und auch wenn Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. der Meinung war, daß die Schiedsrichter das Spiel zugunsten der Steelers gepfiffen hätten, bleibt unter dem Strich die Erkenntnis, daß es doch eher eigenes Unvermögen war, daß die Niederlage brachte.
Zwei entscheidenden Interceptions von Eli Manning waren in diesem Spiel zuviel.
Die Bilanzen der beiden Quarterbacks:
Ben Roethlisberger: 24 von 36 für 289 Yards, 2 Touchdowns, 1 Int.
Eli Manning: 24 von 39 für allerdings nur magere 195 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Das wurde dann zu einem 24:14 für Pittsburgh.
Die haben jetzt auch 7-5 Siege, genau wie die Ravens. New York bleibt mit 8-4 Siegen hartnäckigster Verfolger der 11-1 Cowboys in der NFC East.
Sowohl die Ravens, als auch die Steelers bekommen es in Woche 14 mit starken Gegnern der AFC East zu tun. Pittsburgh mit Buffalo und Baltimore im Monday Night Spiel mit den Patriots. Keine unlösbaren Aufgaben, aber sehr schwere.

Die Ravens könnten davon profitieren, daß die Patriots ohne Rob Gronkowski doch nicht mehr so stark sind, wie mit ihm. Jedenfalls gewannen sie gestern nur unstandesgemäß knapp mit 26:10 gegen die Rams.
Es kann natürlich auch sein, daß die Rams so euphorisiert waren, daß sie über ihre Kräfte hinauswuchsen. Kurz vor dem Spiel hieß es nämlich aus der Chefetage, daß das Team den Vertrag mit Star- Head Coach Jeff „7-9“ Fisher um weitere zwei Jahre verlängert hat. Für das Team bedeutet das, daß die Spieler weitere zwei Jahre sofort nach dem 17. Spieltag in den Urlaub fahren können, und sich nicht durch die Playoffs quälen müssen. So etwas verleiht einem natürlich zusätzliche Kräfte.
Vielleicht konnten sie dadurch den Patriots mehr Paroli bieten, als man erwarten konnte?
Wie auch immer, für Tom Brady bedeutete dieser Sieg den alleinigen Spitzenplatz unter allen NFL Quarterbacks. Reguläre Saisonspiele und Playoffspiele zusammengerechnet hat TB12 jetzt 201 Spiele gewonnen und zog an Peyton Manning vorbei, der es auf 200 Siege brachte.
Rams Head Coach Jeff Fisher ist dem Rekord von 195 Niederlagen eines NFL Head Coaches wieder nähergekommen. Er hat jetzt 164 Spiele verloren und braucht nur noch eine Niederlage, um mit Dan Reeves von den Broncos gleichzuziehen.
Und dann hat er ja noch zwei 7-9 Saisons vor sich, in denen er den Rekord weiter ausbauen kann.
Und daß Fisher nicht nur unfähig ist, sondern, na ja, (mir fällt nichts ein, was der Zensur entkommen könnte), zeigt diese Szene, in der er seine rote Fahne sucht, um einen Videobeweis anzufordern.
http://www.nfl.com/videos/nfl-game-highlights/0ap3000000750667/Jeff-Fisher-searches-for-challenge-flag

Im dichten Schneetreiben von Green Bay kämpften die Packers um ihre kleine Chance, noch in die Playoffs zu kommen.
Sie hatten es mit den unsäglichen Texans zu tun, und gingen als 21:13 Sieger vom Platz.
Viel genutzt hat es nicht. Auch wenn sie mit den Vikings zusammen 6-6 Siege haben, mußten sie mit ansehen, wie die unterirdische Defense der Lions in New Orleans auftrumpfte.
Apropos 6-6... Sollten die Colts in dieser Nacht gegen die Jets gewinnen, haben in der schwachen AFC South die Texans, Titans und Colts 6-6 Siege.

Die Offense Detroits hatte mit der miesen Defense der Saints keine großen Probleme.
Und die gar nicht mal so gute Defense der Lions ließ Saints Quarterback Drew Brees keinen Touchdownpass werfen. Ein ungewohntes Gefühl im heimischen Stadion. Dafür warf er drei Interceptions, das ist ja fast noch ungewohnter.
Die Lions, auch bekannt als die Herzinfarktkatzen, weil sie fast jedes Spiel erst in den Schlußminuten knapp gewinnen, machten es gestern überhaupt nicht spannend. Sie gewannen souverän mit 28:13.
Drew Brees: 31 von 44 für 326 Yards, 0 Touchdowns, 3 Int.
Matthew Stafford: 30 von 42 für 341 Yards, 2 Touchdowns, 0 Int.
Und man kann an der Ähnlichkeit der Statistiken erkennen, wie spielentscheidend die drei Interceptions waren.
Detroit bleibt mit 8-4 an der Spitze der NFC North.
Mit 5-7 Siegen haben die Saints noch rechnerische Chancen. Sie müßten aber an den 7-5 Buccaneers und den Falcons vorbei. Die hatten die Chiefs zu Gast.

Und was könnte man über den Kracher Chiefs at Falcons alles schreiben.
Es käme ein gutes Buch dabei heraus. Deshalb beschränke ich mich auf die beiden Heldentaten des Safetys Eric Berry.
Es war sein Spiel.
In der ersten Halbzeit trug er einen abgefangenen Paß von Falcons Quarterback Matt Ryan über 37 Yards zum Touchdown zurück. Der anschließende Extrapunkt brachte die 20:13 Führung für Kansas City.
Mit 20:16 für die Chiefs ging es in die Pause.
Beide Teams schenkten sich nichts und das blieb auch so.
Die Chiefs konnten im dritten Viertel noch einen Touchdown erzielen, durch einen Touchdownlauf von Wide Receiver Albert Wilson über 55 Yards bei einem angetäuschten Puntversuch. Doch die Falcons waren weit davon entfernt sich geschlagen zu geben, und die Spannung stieg noch an.
Knappe vier Minuten vor Spielende kamen die Falcons zur 27:28 Führung. Ein Extrapunkt zum 27:29 hätte jetzt nichts gebracht, da die Chiefs mit einem Field Goal schon wieder die Führung hätten übernehmen können. Deshalb war klar, daß zwei Punkte zum 27:30 hermußten.
Ryan paßte nach links in Richtung Hopper, doch Berry sprang dazwischen, fischte das Ei aus der Luft und rannte los. Und er rannte bis in die Endzone der Falcons zum 29:28 der Chiefs. Die schafften es, danach die Zeit bis zum Spielende zu kontrollieren und den Sieg zu sichern. 
Es war mal wieder eines dieser fantastic finishes, die einen vom Hocker reißen.
Die Falcons haben jetzt 7-5 Siege und müssen sich gegen die aufmüpfigen Buccaneers wehren.
Die Chiefs sicherten sich mit 9-3 Siegen den zweiten Platz hinter den Raiders.
Die hatten große Probleme mit den Bills, konnten aber letztlich verdient mit 38:24 gewinnen und auf 10-2 Siege kommen.
Damit zogen sie wieder mit den Patriots gleich, die auch 10-2 Siege haben, aber die Vorteile bei einem Unentschieden liegen in dieser Woche mal wieder bei den Raiders. Letzte Woche lag New England vorne.

Die Seahawks fertigten die völlig chancenlosen Panthers dann noch mit 40:7 ab und bleiben mit 8-3-1 Siegen sicher vor den 5-6-1 Cardinals auf Platz 1 der NFC West.
Carolina bleibt mit 4-8 völlig abgeschlagen letzter der NFC South.

Noch eine kleine Anekdote zum Loser Bowl zwischen den 49ers und den Bears.
Niners Head Coach Chip Kelly setzte Quarterback Colin Kaepernick in der Mitte des vierten Viertels auf die Bank. Bis dahin hatte Kaepernick eine Bilanz von: 1 von 5 für VIER Yards.

Der Playoffspiegel
AFC
1. Oakland Raiders (10-2): AFC West Führer.
2. New England Patriots (10-2): AFC East Führer.
3. Baltimore Ravens (7-5): AFC North Führer.
4. Houston Texans (6-6): AFC South Führer.
5. Kansas City Chiefs (9-3): Wild Card Nr. 1.
6. Denver Broncos (8-4): Wild Card Nr. 2.

NFC
x-1. Dallas Cowboys (11-1): NFC East Führer.
2. Seattle Seahawks (8-3-1): NFC West Führer.
3. Detroit Lions (8-4): NFC North Führer.
4. Atlanta Falcons (7-5): NFC South Führer.
5. New York Giants (8-4): Wild Card Nr. 1.
6. Tampa Bay Buccaneers (7-5): Wild Card Nr. 2.
X-Playoffs sicher

Spielverlegung
Das Sunday Night Football Spiel in Woche 15 heißt Tampa Bay at Dallas.
Das Spiel wurde von 19 Uhr unserer Zeit in die Primetime verlegt.
Das ursprünglich vorgesehene Spiel der Steelers in Cincinnati wurde auf 19 Uhr verlegt.

Der Lazarettreport
Seahawks: Safety Earl Thomas, gebrochenes linkes Bein. Die Saison ist für ihn sehr wahrscheinlich beendet, und er denkt darüber nach, seine Karriere zu beenden.

Giants: Defensive Lineman Achtfinger Jason, also Jason Pierre-Paul, Leiste, Ausfallzeit noch nicht bekannt.
Cornerback Coty Sensabaugh, Rippen

Panthers: Defensive Back Daryl Worley, Gehirnerschütterung

Patriots. Wide Receiver Danny Amendola, Knöchel, er trägt einen Stützstiefel.

Falcons: Offensive Lineman Jake Matthews, Knie

Texans: Wide Receiver Braxton Miller, Schulter

Broncos: Running Back Kapri Bibbs, Knöchel.

Eagles: Wide Receiver Dorial Green-Beckham, Rippen

Buccaneers: Tight End Luke Stocker, Knöchel
Wide Receiver Cecil Shorts, Knie

Steelers: Defensive Lineman Javon Hargrave, Gehirnerschütterung

Sonntag, 4. Dezember 2016

Kurzberichte und Der Lazarettreport
gronkowski-rob2Rob Gronkowskis (Bild) Saison ist doch offiziell beendet.
Die Patriots setzten den Tight End nach seiner Rückenoperation auf die Verletztenliste.

Die NFL hat die Suspendierung von Alan Branch zurückgezogen.
Der Defensive Tackle der Patriots sollte für vier Spiele gesperrt werden, weil er gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat. Er hatte geplant gegen die Entscheidung vorzugehen.
Das ist nun nicht mehr nötig.
Wieso die Liga die Suspendierung zurückzog ist nicht bekannt.

Andrew Luck hat das Gehirnerschütterungsprotokoll doch noch rechtzeitig erfolgreich durchlaufen. Damit steht seinem Start im Monday Night Spiel gegen die Jets nichts mehr im Weg.
Am Samstag hat er ohne Einschränkungen am Training teilgenommen.

Beinahe, aber auch nur beinahe, wäre es dem dauerverletzten Jadeveon Clowney mal gelungen, eine Saison durchzuspielen.
Dieses Mal hat der Defensive End der Texans Verletzungen an einem Ellenbogen und Handgelenk. Er flog erst gar nicht mit der Mannschaft nach Green Bay.

Die Packers werden Guard T.J. Lang (Fuß) und Center/Guard JC Tretter (Knie) schmerzlich vermissen. Beide können nicht antreten.

Chiefs Quarterback Alex Smith muß auf seinen sichersten Receiver verzichten. Jeremy Maclin hat Leiste und kann nicht gegen die Falcons spielen.

Eine Unterleibsverletzung hält Steelers Kicker Chris Boswell davon ab, gegen den Ball zu treten.
Pittsburgh verpflichtete auf die Schnelle Randy Bullock als Ersatzmann. Der hat 75 seiner 93 Field Goal Versuche und 90 seiner 94 Extrapunktversuche verwandelt.

Bills Tight End Charles Clay ist nicht mit dem Team nach Oakland geflogen. Er ist nicht verletzt sondern werdender Vater.

Samstag, 3. Dezember 2016

Blind, blinder, Schiedsrichter
holdingDa schon wieder ein Spiel von schlechten Schiedsrichterentscheidungen entschieden wurde, überlegt die Liga schon wieder, wie man das abstellen könnte?
Man überlegt jetzt, eine solche Situation wie am Donnerstag, in der die Schiedsrichter den Schlag von Cowboys Defensive Tackle Thornton an den Helm von Vikings Quarterback Bradford nicht sahen, vom Videoschiedsrichter entscheiden zu lassen.
Das Vergehen war zu offensichtlich und zu spielentscheidend, um es ungeahndet zu lassen. 66.000 Fans im Stadion hatten es gesehen und Millionen TV Zuschauer. Nur die, auf die es ankam, die sahen es nicht.
Bradford, der sich sofort bei Hauptschiedsrichter Corrente (Bild) beschwerte, bekam von dem die Antwort: „Er hat dich nicht am Helm getroffen.“
da die Videoschiedsrichter eh ein ganzes Spiel überwachen und mit dem Hauptschiedsrichter auf dem Platz kommunizieren können, wäre es ein Leichtes, sie direkt ganz zu involvieren. Darüber denkt die NFL jetzt nach. Sie muß dabei natürlich abwägen, ob es dadurch nicht noch mehr Verzögerungen und Unterbrechungen gibt, die die Spiele dann noch weiter in die Länge ziehen.
Nicht jedes übersehene Holding in einem Spiel sollte überprüft werden, aber in den letzten Minuten, wo so viel auf dem Spiel steht, wie am Donnerstag, da sollte man den Videoschiedsrichter mit einbeziehen.
Patriots Head Coach Bill Belichick machte vor der Saison den Vorschlag, daß die Head Coaches jede strittige Szene anfechten können sollten. An der Anzahl der Anfechtungen sollte sich nichts ändern. Das wurde zur Diskussion gestellt, und abgelehnt.
Am Donnerstag hätte es ja auch nichts genutzt, da die Head Coaches in den letzten zwei Minuten keinen Videobeweis von sich aus mehr anfordern dürfen.
Und wenn dieser Spielzug von einem Videoschiedsrichter hätte überprüft werden können, dann hätte der auch den zu frühen Start von Vikings Left Tackle T.J. Clemmings sehen können, den die Schiedsrichter auch nicht sahen.
Und dann?
Natürlich wurde auch mal wieder diskutiert, ob Vollzeitschiedsrichter es besser machen könnten?
Aber wie sollten sie? Hätten sie bessere Augen?
Auch ein Vollbeschäftigter Corrente hätte Bradford dieselbe Antwort gegeben.
Mal abwarten, was da noch auf uns zukommt.

Kurzberichte
Jason Witten ist nicht traurig.
Der Tight End der Cowboys fing in 129 aufeinanderfolgenden Spielen wenigstens einen Paß.
Gegen die Vikings endete diese tolle Serie.
Zuletzt blieb Witten in Woche neun der Saison 2008 gegen die Giants ohne einen gefangenen Paß.
Doch der Tight End ist glücklich darüber, daß das Team das Spiel gewonnen hat. Nur das zählt, meinte er.

Die Spieler dürfen an diesem Spieltag etwas, was sonst strikt verboten ist. Sie dürfen selbstgestylte Schuhe tragen, auf denen sie Mami und sonstwen grüßen dürfen.

Patriots Head Coach Bill Belichick ist sich noch nicht sicher, ob er Tight End Rob Gronkowski auf die Verletztenliste setzen soll?
Doch die Chancen für den Star-Receiver stehen nach seiner Rückenoperation nicht gut. Deshalb wäre es nicht verkehrt, seine Saison für beendet zu erklären, um seinen Platz im 53 Mann Kader freizumachen.
Zur Zeit ist der unbewiesene Neuling Matt Lengel der Nr. 2 Tight End hinter Martellus Bennett.

Antonio Brown hat die nervösen Zuckungen (die er als Tanzen ansieht) nach einem Touchdown mal wieder übertrieben.
Der Wide Receiver der Steelers wurde erneut dafür zur Kasse gebeten.
Für eine übertriebene Feier nach einem Touchdown an Thanksgiving muß Brown $24.309 zahlen.
Running Back Leveon Bell, der mit Brown feierte, mußte nur $12.154 zahlen, weil er Ersttäter war, Brown dagegen Wiederholungstäter.
Quarterback Ben Roethlisberger will sich mit dem Receiver noch mal ernsthaft unterhalten, damit der diese gräßlichen „Tänze“ unterläßt, da sie auch Strafen auf dem Platz nach sich ziehen, die dem Team schaden.

Cowboys Linebacker Rolando McClain wurde auf unbestimmte Zeit suspendiert. Er wurde zum dritten Mal der Einnahme illegaler Drogen überführt.
Es wird spekuliert, daß die Karriere des 27-jährigen damit beendet ist.

Aus für Trevor Siemian.
Zumindest gegen die Jaguars wird der am Knöchel verletzte Quarterback der Broncos nicht spielen können.
Paxton Lynch wird die Offense in die Schlacht führen.
Vielleicht gibt es Hoffnung, daß die Defense anfängt ihren Job so zu machen, wie man es von ihr erwarten darf?
Momentan haben die Broncos ihren Playoffplatz an die Dolphins verloren. Grund dafür sind die Leistungen der Defense in den Schlußminuten gegen Kansas City, die nicht wirklich gut waren. Jedenfalls ist Safety T.J. Ward der Meinung, daß die Defense der Broncos zu oft zu lax an ihren Job herangeht. Man würde es versäumen, Spiele dichtzumachen. In den letzten beiden Spielen ließ die Defense der Broncos jeweils noch Touchdowns in den letzten zwei Minuten zu. Das geht nicht immer gut, wie gegen die Saints. Eine Niederlage wie gegen Kansas City, als man drei Minuten vor Schluß noch mit acht Punkten führte, dürfe nicht mehr vorkommen. Jetzt wäre es höchste Zeit, sich besser zu konzentrieren und richtig reinzuhauen.
Das werden die Jaguars gar nicht gerne hören, die gerne eine erneute Saison mit 10 oder mehr Niederlagen verhindern wollen.

Der Lazarettreport
Die Jaguars müssen gegen Denver auf Running Back Chris Ivory und Wide Receiver Allen Hurns (beide Oberschenkel) verzichten.

Die Panthers werden gegen die Seahawks auf Star-Verteidiger Luke Kuechly verzichten müssen. Er ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Auch Safety Kurt Coleman kann aus demselben Grund nicht spielen.

Colts Quarterback Andrew Luck wartet noch auf die Freigabe durch die unabhängigen Ärzte. Die haben Luck nach seiner Gehirnerschütterung zwar erlaubt, zu trainieren, aber ob er am Montag gegen die Jets spielen kann, das steht noch nicht fest.

Die Packers haben dicke Fragezechen hinter Quarterback Aaron Rodgers und Linebacker Clay Matthews.
Rodgers verletzte sich gegen die Eagles am rechten Oberschenkel, Matthews an der Schulter.

Die Raiders setzten Cornerback DJ Hayden mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste.

Eagles Running Back Ryan Matthews wird mit seinem angeschlagenen Knie nicht gegen die Bengals spielen können.

Freitag, 2. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 13 - Der Donnerstag
gronkowski-rob3Der Donnerstag begann mit einer Hiobsbotschaft für die Patriots. Tight End Rob Gronkowski (Bild) muß heute operiert werden, und für ihn ist die Saison sehr wahrscheinlich beendet.
Es geht dabei nicht um seine punktierte Lunge, sondern um einen Bandscheibenvorfall, der ihn quält.
Aber ist das wirklich so eine Hiobsbotschaft?
Der Gronk hat noch in jeder Saison einige Spiele verpaßt, und die Patriots konnten seine Ausfälle immer gut wegstecken. So wird es auch dieses Mal wieder sein. Obwohl, Bradys Treffsicherheit nimmt ab, wenn der Gronk nicht dabei ist. Mit Gronkowski vervollständigt er 65,5% seiner Pässe, ohne ihn 57,5%.
Die Hoffnungen, daß Gronkowski vielleicht zu den Playoffs zurück kommen kann, haben die beiden orthopädischen Chirurgen, die Gronk behandeln, so gut wie begraben. Im besten Fall könnte die Heilung in acht Wochen erfolgen, doch normal wären 12-16 Wochen.

Da war doch noch ein Spiel.
Es war eines dieser Spiele, die nur eine Mutter lieben könnte, wenn das Spiel ein Kind wäre.
Es fing schon damit an, daß Tony Corrente der Hauptschiedsrichter war. Der Tony Corrente, der beim Spiel der Raiders gegen die Texans nicht wußte, wer wer war.
Mit 7:3 für Dallas ging es in die Halbzeit. Die Cowboys hatten in den Selbstzerstörungsmodus geschaltet und immer wieder wurden gute Raumgewinnen der Offense durch Strafen zurückgepfiffen.
Dallas hatte Glück, daß die Vikings so gebeutelt sind. 11 verschieden Starter spielten dieses Jahr in der Offensive Line. Gestern spielten nur Ersatzleute und auch Quarterback Sam Bradford ist ja „nur“ Ersatzmann. Dazu mußte gestern auch noch die Trainerriege durcheinandergewirbelt werden, weil Head Coach Mike Zimmer am Mittwochabend dringend am Auge operiert werden mußte.
All das mußte Minnesota wegstecken. Und dann noch Tony Corrente. Der hatte seinen großen Auftritt mit seiner üblichen Fehlentscheidung am Ende des Spiels.
Beim Stand von 17:9 für Dallas kamen die Vikings neun Sekunden vor der Zweiminutenwarnung noch mal an den Ball. Sie begannen an der eigenen 35 und wenn sie mehr Drives wie diesen zustande gebracht hätten, dann hätten sie das Spiel dominiert. Sam Bradford führte seine Offense an die drei der Cowboys. Ein Paß zu Running Back Jerick McKinnon in die Endzone führte zum 17:15 Anschluß und ein Zweipunkteversuch mußte her. Eine Strafe beim Versuch gegen Minnesota führte dazu, daß die Vikings jetzt fünf Yards weiter zurück mußten.
Bradford paßte in Richtung Kyle Rudolph und der Ball segelte 10 Meter über den Tight End hinweg.
Aus!
Dallas gewann 17:15... doch nur weil Blindfisch Corrente mal wieder keinen Durchblick hatte. Bradford hatte nämlich von Cowboys Defensive Tackle Cedric Thornton einen Schlag an den Helm bekommen. Die eigentlich fällige Strafe hätte den Ball an die 3 ½ Yardslinie gebracht. Doch dank Corrente gab es diese Strafe gegen Dallas nicht, und wieder wurde ein Spiel durch die anhaltende Unfähigkeit der Schiedsrichter vergeigt.
Bitter für Minnesota, die jetzt auf 6-6 gefallen sind, während Dallas mit 11-1 Siegen dasteht.
Doch die Schwäche der Cowboys Defense wurde durch die verletzungsgeschwächte Offense der Vikings brutalstmöglich offengelegt.
Das zeigt auch die Bilanz von Quarterback Sam Bradford: 32 von 45 für 247 Yards, 1 Touchdown.
Dagegen sah Dak Prescott reichlich blaß aus: 12 von 18 für 139 Yards, 1 Touchdown. Zum geschenkten Sieg reichte das aber.

Der Lazarettreport
Am Samstag wird Jay Cutler an der Schulter seines Wurfarms operiert.
Damit ist die Saison für den Quarterback der Bears offiziell beendet. Seine Zeit in Chicago sehr wahrscheinlich auch.
In seinen fünf Starts in dieser Saison warf er vier Touchdowns und fünf Interceptions.

Broncos Quarterback Trevor Siemian konnte mit seinem verknacksten Fuß immer noch nicht trainieren.
Damit ist sein Einsatz gegen die Jaguars in Gefahr.

Redskins Tight End Jordan Reed kann mit seiner verstauchten Schulter immer noch nicht trainieren.

Bills Wide Receiver Sammy Watkins konnte trotz seines schmerzenden Fußes am Training teilnehmen. Das heißt aber nicht, daß er gegen Oakland spielen kann.

Raiders Quarterback Derek Carr konnte trotz seines an zwei Stellen ausgerenkten kleinen Fingers an der Wurfhand normal trainieren.

Saints Running Back Mark Ingram tut ein Zeh weh, und sein Einsatz gegen die Lions ist gefährdet.

Vikings Safety Harrison Smith wurde nach der Niederlage gegen Dallas an Krücken gesehen.
Was mit ihm ist, darüber gibt es noch keine Auskunft.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kurzberichte
zimmer-mike2Das könnte ins Auge gehen.
Vikings Head Coach Mike Zimmer kann heute sehr wahrscheinlich seine Mannschaft nicht leiten. Er hatte am Mittwochabend eine Notoperation am Auge. Diese Operation war für den Freitagmorgen geplant, wurde aber gestern plötzlich schon nötig.
Zimmer hatte bereits zwei Augenoperationen um eine gerissene Retina zu reparieren, beide Anfang November.
Die Vikings haben einen Notfallplan erstellt, falls Zimmer heute Abend nicht an der Seitenauslinie stehen kann.
Fehlen wird den Vikings auf jeden Fall Center Joe Berger, der noch im Gehirnerschütterungsprotokoll ist.

Die Cowboys jagen ihre Teamrekorde.
Heute Nacht, das Spiel wird ab 2:15 Uhr kostenlos auf Twitter gestreamt, können sie ihr elftes Spiel in Folge gewinnen. In einer einzigen Saison gelang ihnen das noch nie, doch über zwei Saisons verteilt, 1968-69, gelang ihnen das schon mal.
Der beste Start in eine Saison mit 12-1 Siegen von 2007 kann mit zwei weiteren Siegen eingestellt werden.
Quarterback Dak Prescott kann den Rookie-Rekord von Ben Roethlisberger einstellen. Der Quarterback der Steelers begann seine NFL Karriere 2004 mit 13 Siegen in Folge. 13 Siege kann auch Prescott noch erreichen.
Und die Playoffs haben die Cowboys zu 99% sicher. Doch was dann?
Das Team ist zu jung und zu unerfahren, um jetzt schon weit in der Endrunde zu kommen. Doch auf der anderen Seite ist es ja nicht schlecht, wenn sie überhaupt mal wieder reinkommen. Dann kann alles passieren.

Die Dolphins feuerten Defensive Tackle Leon Orr. Er wurde mit seinem Wagen von der Polizei gestoppt, weil er illegal abgedunkelte Scheiben an seinem BMW hatte.
Im Fahrzeug wurden Marihuana und weitere verschreibungspflichtige Substanzen entdeckt.
Orr, der gerade aus dem Trainingsteam in den 53 Mann Kader befördert wurde, wurde sofort entlassen, als die Dolphins von der Verhaftung erfuhren.

Die Misere der 49ers hat bestimmt viele Ursachen. Aber Trent Baalke ist das egal. Der General Manager des Teams sagte, daß das Versagen des Teams alleine auf seinen Schultern lastet.
Das Unvermögen der Spieler auf dem Platz ist seine Schuld, meinte Baalke. Und damit ginge es ihm schlecht, fuhr er fort. Er fühle sich ausgelaugt. Und wenn er an die Fans denkt, die ein erfolgreiches Team sehen wollen, fühlt er sich miserabel und traurig.
Und die Besitzer, die alles tun würden, um ihm und seiner Crew die Arbeit zu erleichtern, müßten auch leiden, weil er einen schlechten Job gemacht hat.
Und den schlechtesten Job machte er wohl, als er Chip Kelly als Head Coach verpflichtete. Nur ein Sieg bisher, das geht wohl nicht nur auf Baalkes Konto, das hat wohl auch der Head Coach zu verantworten. Doch Kelly ist überzeugt, daß er in San Francisco bleibt.
Jedenfalls sagte er, daß er nicht nach Oregon zurückgehen wird. Kelly war der Head Coach der Oregon Ducks, bevor er in die NFL zu den Eagles wechselte.
Die Ducks feuerten seinen Nachfolger Mark Helfrich am Donnerstag. Obwohl Kelly eindrucksvoll bewiesen hat, daß er es als NFL Head Coach nicht kann, sagte er, daß er nicht vorhat zurück nach Oregon zu gehen. Dort erzielte er eine 46-7 Siegesbilanz. Als Collegetrainer scheint er es also zu bringen.
Doch werden die 49ers ihn weiter beschäftigen, oder läßt Kelly sich da eine Chance zu einem gelungenen Abgang entgehen?
Wird die Teamleitung Baalke feuern?
Das wäre ein logischer Schritt.
Wir werden es erleben.
Jedenfalls ist es wirklich traurig, den Niedergang dieses einst so stolzen und guten Teams zu erleben.

Der Lazarettreport
Broncos Quarterback Trevor Siemians linker Knöchel wird von einem Stützstiefel geschützt. Er verletzte sich in der Niederlage gegen die Chiefs und konnte am Mittwoch nicht trainieren.
Ob er ein Spiel aussetzen muß, steht noch nicht fest.

Bei den Patriots trainierten Tom Brady, Rob Gronkowski und Julian Edelman am Mittwoch nicht.
Brady macht selten bei allen Trainingseinheiten mit, deshalb besteht kein Grund zur Sorge, daß sein rechtes Knie wirklich ernsthaft angeschlagen ist.
Um einer totalen Blamage, und einer völlig unerwarteten, zuvorzukommen, lobte der Head Coach der 9-2 Patriots, Bill Belichick, schon mal den Rookie Quarterback der 4-7 Rams, Jared Goff.
Belichick meinte, daß man es da mit einem sehr talentierten Rookie zu tun bekäme, den man erst mal in den Griff bekommen müßte.
Tätäääää!

Bills Wide Receiver Sammy Watkins hat schon wieder Probleme mit seinem operierten Fuß.
Gegen die Jaguars spielte er am Sonntag, und wieder bekam er Schmerzen. Es kann sein, daß er in dieser Saison nicht mehr spielen kann.

„Dem Finger geht es gut, danke der Nachfrage,“ ist alles, was Raiders Quarterback Derek Carr sagt, wenn er auf seinen verletzten kleinen Finger an der Wurfhand angesprochen wird.
Er ist überzeugt davon, daß er kein Spiel deswegen verpassen wird.

Colts Quarterback Andrew Luck darf nach seiner Gehirnerschütterung wieder am Training teilnehmen.
Am Montag gegen die Jets wird er spielen können.

Packers Linebacker Clay Matthews sagte, daß er seine Schmerztoleranz testen muß, wenn er gegen die Texans spielt.
Er wurde am Sonntag von einem Eagles Spieler hart zu Boden gestoßen und landete unsanft auf seiner Schulter.

Die besten Spieler der Woche 12
AFC

OFFENSE: WR-KR TYREEK HILL, KANSAS CITY CHIEFS

DEFENSE: DE KHALIL MACK, OAKLAND RAIDERS

SPECIAL TEAMS: K JUSTIN TUCKER, BALTIMORE RAVENS

NFC
OFFENSE: RB MARK INGRAM, NEW ORLEANS SAINTS

DEFENSE: DE JASON PIERRE-PAUL, NEW YORK GIANTS

SPECIAL TEAMS: K MATT PRATER, DETROIT LIONS

Mittwoch, 30. November 2016

Dallas, Dallas über alles?
garrett-jason2Momentan führen sie die gesamte NFL mit 10-1 Siegen an. Bereits an diesem Wochenende könnten sie sich einen Playoffplatz sichern.
Voraussetzung dafür ist natürlich ein Sieg gegen die Vikings. Wenn dann noch die Buccaneers verlieren oder unentschieden spielen oder die Redskins verlieren, dann ist Dallas bereits in der Endrunde.
Aber das ist selbstverständlich noch offen. Die Offense der Cowboys spielt weit über den Möglichkeiten, die man sich von ihr erwartet hatte. Die Defense hinkt da doch ziemlich hinterher.
Zum Beginn der Saison wäre das Spiel gegen Minnesota ausgeglichener gewesen, als es am Donnerstag werden könnte. Die Offense der Vikings wäre der Defense der Cowboys auf Augenhöhe begegnet und die Defense Minnesotas war die beste der Liga.
Seitdem ist viel passiert. Minnesota hat auf beiden Seiten des Balles viele Starter durch Verletzungen verloren, während die Offense der Cowboys noch enorm zugelegt hat.
Alle Packers Fans werden morgen Cowboys Fans sein, denn eine Niederlage der Vikings wäre für sie sehr hilfreich.
Vikings Quarterback Sam Bradford hat sich letzte Woche bei seinem Offensive Coordinator beschwert, daß das Team zu selten tiefe Pässe wirft. Genau das wäre aber das richtige Mittel gegen Dallas.
Mal sehen, ob der Offensive Coordinator auf den Quarterback gehört hat? Und wenn ja, woher soll das Personal für die tiefen Pässe kommen? Die O-Line besteht aus lauter Ersatzleuten und ob Wide Receiver Stefon Diggs, die Nr. 1 des Teams, spielen kann, steht noch nicht fest. Fest steht, daß die Vikings punkten müssen gegen Dallas. Die Cowboys erzielen pro Spiel im Schnitt 29.7 Punkte, die Vikings bringen es auf 16,5 pro Spiel. Running Back Adrian Peterson trainiert zwar schon wieder leicht, an einen Einsatz ist aber noch nicht zu denken.

Kurzberichte
Eric Dickerson brachte es auf den Punkt. Der ehemalige Star- Running Back der Rams und Ruhmeshallenmitglied sagte, daß er zu keinem Spiel der Rams mehr gehen wird, solange Jeff Fisher da Head Coach ist.
Fisher, der selber dem Irrglauben anhängt, daß er ein guter Head Coach wäre, nahm das anscheinend persönlich. Fisher erwiderte, daß Dickerson nach dieser Aussage keine Privilegien mehr von dem Team zu erwarten hätte. Die Spieler würden sich unwohl fühlen, wenn Dickerson, der sie in seiner wöchentlichen Radiosendung verunglimpfte, an der Seitenauslinie auftaucht. Deshalb wäre er unerwünscht.
Ob Dickerson die Spieler verunglimpft hat, oder sie zu Recht hart kritisierte, läßt sich von hier nicht beurteilen. Fakt ist, daß Fishers Rams jetzt 4-1 Siege holen müßten, um besser als 7-9 werden.
Das wird nicht klappen.
Vielleicht kann Dickerson ja nächstes Jahr wieder ins Stadion gehen, wenn Fisher endlich weg sein sollte. Da die Rams keine acht Spiele in dieser Saison gewinnen werden, erleben sie mit Fisher die fünfte negative Saison in Folge.
Selbst der dümmste Teambesitzer muß doch einsehen, daß dieser Head Coach endlich weg muß.
Der Teambesitzer hält übrigens nichts davon, Dickerson den Zugang in den Innenraum des Stadions zu untersagen.

Packers Defensive Tackle Mike Pennel wurde zum zweiten Mal suspendiert, weil er der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde.
Das gefiel ihm nicht, und er reichte Klage gegen die NFL und die NFLPA ein.
Der Schlichter, der seinen Einspruch gegen die zweite Suspendierung leitete, wäre parteiisch gewesen.
Ein weiteres Schlichtungsgespräch ist für den 6.12. angesetzt.

Marcus Cannon unterschrieb für weitere fünf Jahre in New England.
Der Tackle kann in dieser Zeit $32,5 Millionen verdienen von denen $14,5 Millionen garantiert sind.

Der Lazarettreport
Die Falcons setzten Cornerback Desmond Trufant auf die Verletztenliste. Er muß an einem gerissenen Brustmuskel operiert werden und seine Saison ist beendet.
Defensive End Adrian Clayborn muß an einem angerissenen Meniskus operiert werden und fällt etwa fünf Wochen aus.

Browns Quarterback Robert Griffin III darf nach seiner Schulteroperation wieder am Kontakttraining teilnehmen.
Nach dem ersten vollen Spieltag nach den Freiwochen, gibt es in Woche 13 noch einmal Spielfrei für zwei Teams, die Titans und die Browns. Ob RG3 in Woche 14 noch mal von den völlig maroden, chancen- und hoffnungslosen Browns eingesetzt wird, wird man sehen.

Die Eagles werden den am Knöchel verletzten Wide Receiver Jordan Matthews im Training schonen in der Hoffnung ihn am Sonntag wieder einsetzen zu können.

Die Panthers setzten Center Ryan Kalil (Schulter) und Ersatz- Center Gino Gradkowski (Knie) auf die Verletztenliste.

Dienstag, 29. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 12 - Der Montag
rodgers-aaron200
Es war entspannend zwei mittelmäßigen Teams zuzusehen, die ihre geringen rechnerischen Chancen auf die Playoffs am Leben halten wollten. Dabei machten die Packers den Eindruck, als kämen sie doch noch in die Gänge.
Die Offense funktionierte so, wie man es von ihr eigentlich schon seit Monaten erwartet. Endlich, möchte man sagen.
Aaron Rodgers (Bild) vervollständigte 30 seiner 39 Pässe für 313 Yards und 2 Touchdowns, was eine Passerwertung von 116,7 Punkten ergab. So etwas erwartet man von Rodgers. Und das mit einer offensichtlichen Oberschenkelverletzung am linken Bein, die er sich im dritten Viertel zuzog.
Green Bay punktete in fünf von sechs Angriffsserien, wobei zweimal abknien zum Ende der zwei Halbzeiten nicht berücksichtigt wurden. 10 von 14 dritten Versuchen konnten in neue erste Versuche umgewandelt werden.
Die Zeit des Ballbesitzes ging mit 35 zu 24 Minuten deutlich an Green Bay.
Auch die Defense war in der Lage die Offense der Eagles empfindlich zu stören.
So kam es am Ende zu einem sehr verdienten 27:13 für Green Bay.
Die Eagles hatten bisher all ihre vier Heimspiele gewonnen und dabei insgesamt nur 38 Punkte erlaubt.
Philadelphias Chancen dürften jetzt sogar rechnerisch kaum noch zu ermitteln sein, während man in der schwachen NFC North noch mit den Packers rechnen muß.
Philadelphia hat 5-6 Siege und in der NFC East die 6-4-1 Redskins, die 8-3 Giants und die 10-1 Cowboys vor sich. Das ist nicht aufzuholen.
Anders in der NFC North, wo die 5-6 Packers nur die absteigenden 6-5 Vikings und die 7-4 Lions vor sich haben. Das ist tatsächlich noch aufzuholen.
Vielleicht haben die Verantwortlichen des Teams doch endlich den Ernst der Lage erkannt?
Gestern schien es so.

Der aktuelle Playoffspiegel:
AFC
1. New England Patriots (9-2): AFC East Führer.
2. Oakland Raiders (9-2): AFC West Führer.
3. Baltimore Ravens (6-5): AFC North Führer.
4. Houston Texans (6-5): AFC South Führer.
5. Kansas City Chiefs (8-3): Wild Card Nr. 1.
6. Miami Dolphins (7-4): Wild Card Nr. 2.

NFC
1. Dallas Cowboys (10-1): NFC East Führer.
2. Seattle Seahawks (7-3-1): NFC West Führer.
3. Detroit Lions (7-4): NFC North Führer.
4. Atlanta Falcons (7-4): NFC South Führer.
5. New York Giants (8-3): Wild Card Nr. 1. 
6. Washington Redskins (6-4-1): Wild Card Nr. 2.

Kurzberichte
Jetzt tut`s ihm so leid.
Cowboys Wide Receiver Dez Bryant bedauert seine harten Worte in Richtung Redskins Cornerback Josh Norman nach dem Spiel am Donnerstag.
Er hätte es in der Hitze nach dem Gefecht gesagt, daß die Redskins ihr Geld für Norman zurückverlangen sollten.
Dabei hätte er gar nichts gegen den Cornerback, meinte Bryant.
Und Norman dazu? „Es war ein Spiel. Wir haben verloren, sie gewonnen. Das ist alles.“

Texans Quarterback Brock Osweiler ist weit davon entfernt auch nur annähernd $70 Millionen wert zu sein. Doch auch seine drei Interceptions gegen die Chargers bringen Head Coach Bill O`Brien nicht davon ab, ihn weiter starten zu lassen.
Nächster Gegner sind die Packers, die anscheinend gerade wieder in Fahrt gekommen sind.

Es würde den Fans in Oakland bestimmt nicht schwerfallen, die alten Raiders ziehen zu lassen, die, die bestenfalls 8-8 Siege holten und immer um einen guten Platz in der Draft spielten.
Doch bei einem 9-2 Team sieht das ganz anders aus.
Das schwarze Loch, die Fankurve der Raiders, hat auch zu alter Stärke zurückgefunden, genau wie das Team.
Seit 2002 haben sie gelitten unter den hundsmiserablen Vorstellungen der Raiders. Und jetzt, wo sie endlich wieder gewinnen wollen sie nach Las Vegas abhauen?
Welche Fanbasis erwartet das Team da?
Auf keinen Fall diese „verrückten“ Typen, die sie durch all die Jahre treu begleitet haben.
Doch was interessiert das den Besitzer?
Die Fans sind ihm egal, er will nichts wie weg aus Oakland.

„Das waren nicht wir,“ meinte Seahawks Wide Receiver Jermaine Kearse nach der unsäglichen FÜNF zu 14 Niederlage in Tampa Bay.
Aha!
Aber nachdem ich mir jetzt mal ein paar Videoclips des Spiels angesehen habe, meine ich doch, die Seahawks darin erkannt zu haben.
Kearse meinte weiter, daß man einige Fehler gemacht hätte, an denen man jetzt arbeiten müßte. Und dann würde man wieder die echten Seahawks erleben.
Man darf gespannt sein.

Der Lazarettreport
Derek Carr geht davon aus, daß er kein Spiel verpaßt.
Der Quarterback der Raiders verletzte sich gegen Carolina böse am kleinen Finger der rechten (Wurf)hand.
Zwar ist der Finger noch geschwollen, aber bis Sonntag würde das schon abklingen, ist Carr sicher.
Wirklich?
David Carr, Dereks Bruder und ehemaliger Starter der Texans, sagte, daß der Finger an zwei Stellen ausgerenkt wäre. Und das klingt gar nicht gut.

Bei den Colts darf Quarterback Andrew Luck nach seiner Gehirnerschütterung wieder mit dem Team trainieren.

Die 2-9 Bears setzten Linebacker Danny Trevathan mit einem Riss der Patellasehne auf die Verletztenliste. Seine Saison ist beendet.

Jets: Safety Calvin Pryor, Gehirnerschütterung
Defensive Lineman Steve McLendon, Oberschenkel.

Cardinals: Running Back David Johnson zog sich gegen die Falcons einen dislozierten Finger zu. Er soll aber einsatzbereit sein.

Falcons: Defensive Lineman Adrian Clayborn, Bänderdehnung in einem Knie. Er wird einige Wochen ausfallen.

Eagles: Wide Receiver Jordan Matthews, rechter Knöchel. Heute soll eine genauere Untersuchung erfolgen.

Bei den Packers verletzte sich Clay Matthews an der linken Schulter, spielte aber weiter. Daß er Schmerzen hatte war aber nicht zu übersehen.

Montag, 28. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 12 - Der Sonntag
tucker-justinIn der Frühschicht gab es zwar einige knappe Ergebnisse, aber nicht alle davon hatten Einfluß auf mögliche Playoffteilnahmen.
Wichtig war das 19:14 der Ravens gegen die Bengals. Baltimore versteht es weiterhin, sich als schlechtes Team auf Playoffkurs zu halten.
Sie haben es alleine ihrem Kicker Justin Tucker (Bild) zu verdanken, daß sie auch dieses Spiel gewinnen konnten. Er traf in der ersten Halbzeit dreimal aus über 50 Yards. Hätte er dem hilflosen Angriff seines Teams nicht so tatkräftig helfen können, hätte es schlecht für die Ravens ausgesehen.
So aber stehen die Ravens und die Steelers wieder punktgleich mit 6-5 an der Spitze der AFC North. Die Bengals können mit 3-7-1 langsam schon mal den Urlaubsantritt für den 2. Januar planen.

Buffalo und Miami trumpfen in letzter Zeit ordentlich auf und haben dabei das Pech, mit New England in einer Division zu sein. Da bleibt für beide nur das Rennen um einen Wild Card Platz.
In diesem Rennen sicherten sie sich gestern wichtige Siege.
Buffalo hatte es Zuhause mit ungewohnt aufmüpfigen Jaguars zu tun. Den 28:21 Sieg der Bills kann man als glücklich bezeichnen.
Miami hielt die ebenfalls aufmüpfigen 49ers mit 31:24 gerade so in Schach.
Aber auch die Patriots hatten mit den ebenfalls fies aufmüpfigen Jets alle Hände voll zu tun. Sie gewannen nur 22:17.
Das gibt in der Tabelle 9-2 Siege für die Patriots, 7-4 für Miami und 6-5 für Buffalo.
Die 7-4 für Miami werden noch eine Rolle spielen.

Die Heimstarken Texans verloren überraschend gegen die Chargers. Sie müssen aufpassen, daß sie in der AFC South nicht noch von den Titans überholt werden. Eingeholt wurden sie schon mal.
Tennessee gewann wie erwartet in Chicago und die Titans und die Texans haben 6-5 Siege. Mit 5-6 sind die Colts nicht weit entfernt. In dieser schwachen Gruppe kann es nur der Sieger in die Playoffs schaffen.

In New Orleans kassierte Rams Head Coach Jeff Fisher die 163. Niederlage seiner Karriere. Damit steht er jetzt alleine auf Platz zwei hinter Dan Reeves mit 165.
Wenn Fisher sich anstrengt, wird er Reeves noch einholen können. Nächste Woche in New England müßte Niederlage 164 eigentlich machbar sein. Danach warten noch Atlanta und Seattle als ernstzunehmende Gegner.
In den Spielen gegen die 49ers und die Cardinals könnten die Rams als Sieger vom Platz gehen, was Fishers Rekordlauf einen Schaden zufügen könnte.

Die Cardinals kassierten gestern eine deftige 19:38 Niederlage gegen die Falcons. Der Kampf der Angry Birds verlief also ziemlich einseitig.
Arizona bleibt mit 4-6-1 weiter im Tabellenkeller, während die Falcons die NFC South weiter anführen mit 7-4 Siegen.
Dabei müssen sie aber über die Schulter gucken, denn die Buccaneers verhalten sich auch auffällig aufmüpfig.

Das Ergebnis sieht aus, als wäre es ein schlechtes Spiel gewesen, aber wenigstens ist das Ergebnis lustig, Tampa Bay schlug Seattle mit 14:5.
Tampa hält mit 6-5 Siegen Tuchfühlung auf Atlanta, während Seattle mit 7-3 weiter die schlechte NFC West anführt.

Kommen wir zur Spätschicht wo es dann endlich die Kracher gab.
Das Spiel der Panthers in Oakland hielt alles, was man sich davon versprochen hatte, und mehr.
Die Raiders spielten Carolina in der ersten Halbzeit an die Wand.
24:7 stand es da, und die Panthers waren völlig chancenlos. Oaklands Defense hatte den MVP Quarterback der letzten Saison, Cam Newton, völlig im Griff.
Oaklands Offense schnitt durch Carolinas Defense, wie ein heißes Messer durch Butter.
Doch dann passierte es. Im zweiten Spielzug der zweiten Halbzeit verletzte sich Raiders Quarterback Derek Carr am kleinen Finger der rechten Hand, als er den Ball vom Center annehmen wollte. Carr hatte große Schmerzen und die Zeitlupe zeigte auch, warum. Der Finger stand in einem sehr ungesunden Winkel von der Hand ab.
Carr lief in die Katakomben des Stadions, um sich behandeln zu lassen. Den Ball hatte er fallen lassen und Carolina konnte ihn erobern.
Die Panthers starteten somit schon an der 30 der Raiders und acht Spielzüge später kamen sie zum 13:24. Der Extrapunkt von Gano wurde geblockt.
Ersatz Quarterback Matt McCloin schaffte es nicht, sein Team in der nächsten Serie zu einem neuen ersten Versuch zu führen.
Nach dem Punt begannen die Panthers an der eigenen acht. Doch nur drei Spielzüge später stand es nur noch 19:24. Newton bediente Ted Ginn mit einem 88 Yards Touchdownpass. Der Zweipunkteversuch gelang nicht.
Carr kam mit einem Handschuh an der rechten Hand zurück und warf sofort einen Paß über 17 Yards. Doch kurz darauf wurde ein Paß von Linebacker Thomas Davis abgefangen. Der trug den Ball 31 Yards bis an Oaklands 28 zurück.
Die Aufholjagd von Carolina ging weiter. Jonathan Stewart lief zum 25:24 für die Panthers in die Endzone. Der Zweipunkteversuch mißlang.
Was für eine Spannung!
Doch es kam noch dicker für Oakland, denn mit dem Ende des dritten Viertels gingen die Panthers durch einen weiteren Lauf von Stewart und einem Extrapunkt 32:24 in Führung.
Die Luft schien jetzt raus.
Nicht so schnell!
Knapp acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit paßte Carr aus 12 Yards zu Walford in die Endzone und zwei Extrapunkte konnten das Spiel jetzt ausgleichen.
Carr paßte auf Roberts zum 32:32.
Im nächsten Drive mußten die Panthers punten und die Raiders starteten an der eigenen 13.
Sie kamen bis an die fünf der Panthers und verbrauchten dabei eine Menge Zeit.
Sebastian Janikowski traf aus 23 Yards zum 35:32 für Oakland.
105 Sekunden ohne Auszeit blieben den Panthers noch, doch die Defense der Raiders kümmerte sich rührend um Newton und nahm ihn immer wieder liebevoll in die Arme.
Beim vierten und 10 an Oaklands 44 sackten sie ihn für einen Raumverlust von neun Yards. Danach konnten die Raiders das Spiel abknien.
Und der geneigte Zuschauer konnte völlig verschwitzt duschen gehen.
Hier noch die Bilanzen der Quarterbacks:
Cam Newton: 14 von 29 für 246 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception, der in die Endzone zurückgetragen wurde.
Derek Carr: 26 von 38 für 315 Yards, 2 Touchdown, 1 Int.
Die Raiders setzten also den Ton für das noch folgende Sunday Night Football Spiel. Mit 9-2 Siegen für Oakland mußten jetzt die Chiefs und die Broncos mit jeweils 7-3 Gas geben um nicht den Anschluß zu verlieren.

Das Spiel begann grauenvoll. Es ging mit 9:3 in die Pause.
Die neun Punkte für die Chiefs resultierten aus einem Safety. Broncos Quarterback Trevor Siemian wurde in der eigenen Endzone gesackt, verlor den Ball den Russel Okung aufnahm, der dann zu Fall gebracht wurde. Safety, zwei Punkte.
Den anschließenden Free Kick Denvers nahm Wide Receiver Tyreek Hill auf und trug ihn zum Touchdown zurück. Ein Safety brachte also neun Punkte.
Nicht schlecht.
In der zweiten Halbzeit wurden beide Teams etwas munterer, was das Spiel ordentlich attraktiver machte.
Fangen wir damit an, daß die Chiefs 16:24 zurücklagen. Die Broncos hatten das Spiel eigentlich im Griff, aber...
15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kam Kansas City bis an die drei Denvers. Quarterback Alex Smith paßt auf Hill, der sich knapp in die Endzone fallen lassen kann... oder doch nicht?
Nein, kein Schiedsrichter gibt das Touchdown Signal und ein Zebra läuft los, um den Ball etwa einen Millimeter vor der Endzone zu positionieren. Doch nicht nur das Zebra läuft, sondern auch die Uhr. Und die springt auf Null, kurz bevor der Ball freigegeben wird. Aus, aus, aus, das Spiel ist aus...
Oder doch nicht?
Nein, denn die Videoschiedsrichter entscheiden auf Touchdown. Hill hatte zwar den Ball, als er mit dem linken Knie den Boden berührte, als er kurz vor der Endzone war, er hatte den Ball aber noch nicht gesichert und fest in Händen. Das hatte er erst, als er knapp in der Endzone war.
Touchdown, 22:24. Der Zweipunkteversuch mußte her. Smith traf Demetrius Harris zum 24:24, Verlängerung.
Hier tauschten die Teams Field Goals aus.
Als Denver zum zweiten Mal an den Ball kam, aber nicht weit genug vorwärts kam, entschied Head Coach Kubiak sich dafür ein Field Goal aus 62 Yards zu versuchen.
Der Versuch ging schief.
Kansas City kam so an der 48 Denvers mit 63 Sekunden auf der Uhr an den Ball und brauchte nur noch ein Field Goal zum Sieg.
Die Chiefs kamen bis an die 16 Denvers. Das bedeutete in diesem Kracher ein Field Goal aus machbaren 34 Yards für Cairo Santos. Der trat und traf mit einem Riesenkracher die linke Torstange. Doch von da flog der Ball noch durch die Stangen zum 27:24 Sieg.
Die Chiefs bleiben mit 8-3 Oakland auf den Fersen, die Broncos stehen bei 7-4 und haben momentan das Wild Card Rennen gegen die 7-4 Dolphins verloren.

Und um den Schreibkrampf im rechten Zeigefinger nicht zu verstärken, gibt es Den Lazarettreport erst morgen.
Uff!

Sonntag, 27. November 2016

Kurzberichte
revis-darrelle2Versinkt Revis Island in den Fluten des Alters?
Darrelle Revis (Bild) war einmal einer der besten Cornerbacks der Liga. Doch langsam nagt der Zahn der Zeit an Revis Knochen. Früher konnte er jedem Receiver folgen, dem quirligen Wes Welker, dem schnellen Randy Moss und dem kräftigen Rob Gronkowski.
In dieser Saison, der zweiten in einem Fünfjahresvertrag über $70 Millionen, werfen die Quarterbacks den Ball absichtlich zu den Receivern, die Revis deckt. Nach 10 Jahren in der NFL und mit 31 Jahren zollt sein Körper seinen Tribut an den harten Sport.
Sucht man Revis in der Statistik der Cornerbacks, muß man bis auf Platz 84 heruntergehen um ihn zu finden. Und Revis sieht das ein. In einem Interview letzten Monat gab er zu, daß sein Körper ihn im Stich läßt.
Was werden die Jets mit ihm machen?
Seinen teuren Vertrag kündigen? Ihn zum Safety umlernen lassen? Ihn nur noch sporadisch einsetzen?
Das mit dem Safety könnte klappen. Nach 11 Jahren als Cornerback lernte DeAngelo Hall von den Redskins auf Safety um und das mit einigem Erfolg.
Doch was wird konkret heute? Wenn der Gronk für die Patriots spielen kann? Tom Brady wird den Ball wie gewohnt zwischen seinen Receivern Bennett, Amendola, Edelman und Gronkowski verteilen, und er wird dabei keine Rücksicht mehr darauf nehmen müssen, wer davon von Revis gedeckt wird. Revis Island steht das Wasser bis zum Palmwedel.
Nicht vergessen: Die NFL verlegte das mittlerweile bedeutungslose Spiel der 8-2 Patriots bei den 3-7 Jets aus der Hauptsendezeit auf 16:25 Uhr und machte die Partie der beiden 7-3 Teams aus Kansas City und Denver zum Sunday Night Spiel.

Die Broncos verlängerten den Vertrag mit Darian Stewart um vier Jahre.
Der Safety wird dafür $28 Millionen erhalten können, von denen $17,5 Millionen garantiert sind.

Den Eagles werden gegen Green Bay zwei Starter fehlen.
Running Back Ryan Mathews und Right Tackle Halapoulivaati Vaitai können beide wegen Knieverletzungen nicht spielen. Beide verletzten sich letzte Woche gegen die Seahawks.

Nach der Niederlage in Detroit äußerte Sam Bradford seinen Unmut über die Offense. Der Quarterback der Vikings würde den Ball gerne öfter tief werfen, doch sein Offensive Coordinator läßt ihn nicht.
Gegen die Lions vervollständigte Bradford 31 seiner 37 Pässe für nur 224 Yards. Das sind 7,2 Yards pro Paß. Nur ein einziger Paß brachte über 15 Yards ein. Zu wenig in Bradfords Augen.
„Es ist schwer über den Platz zu marschieren, wenn Du nur 5, 6, 7 Yards pro Spielzug erzielst,“ meinte Bradford. „Wir müssen einen Weg finden, öfter explosive Spielzüge zu kreieren.“
Doch dem Offensive Coordinator sind die Hände gebunden, und sie waren es gegen Detroit sogar sehr fest. Minnesota mußte auf den verletzten Wide Receiver Stefon Diggs verzichten. Ein herber Verlust im Paßspiel. Zudem fielen zwei weitere Spieler der Offensive Line aus. Da muß man als Offensive Coordinator schon mal auf Nummer Sicher gehen.
Dennoch müssen die Vikings sich etwas einfallen lassen, die von einem 5-0 Start auf 6-5 Siege abrutschten. Die anfänglich sicher geglaubten Playoffs sind ein wenig außer Sichtweite geraten.

Samstag, 26. November 2016

Kurzberichte
cousins-kirk3In den USA sind die Experten überzeugt, daß Kirk Cousins (Bild) nach dieser Saison groß abkassieren wird. Der Quarterback der Redskins wird in die Liga der 20 Millionen Quarterbacks einziehen, hört man von vielen Seiten.
Vor der laufenden Saison hatte Cousins auf sich selber gewettet, als er sich weigerte, einen langfristigen Vertrag für unter $20 Millionen zu unterschreiben. Diese Wette scheint sich für ihn auszuzahlen.
In dieser Saison vervollständigte er knapp 70% seiner Pässe und 20 Touchdowns stehen 7 Interceptions gegenüber. Seine Passerwertung weist 101,4 Punkte aus.
Das sind Zahlen, die einem heute über $20 Millionen pro Jahr einbringen. Sollten die Redskins ihm erneut das Franchise Etikett anheften, dann stehen ihm 2017 $23,94 zu. Ob er auf dem freien Markt mehr verdienen könnte, das ist die Frage. Viele Teams brauchen einen Quarterback, der den Ball halbwegs geradeaus werfen kann. Die Frage würde sich natürlich nicht stellen, wenn die Redskins ihn nach 2016 wieder zum Franchise Spieler machen. Gegen Dallas hatte Cousins eine Sternstunde, die er zum Teil natürlich der schlechten Defense der Cowboys zu verdanken hat. Die steht in der Statistik ziemlich weit unten auf Platz 22.
Aber ungeachtet dessen, war seine Vorstellung so, daß er eine gute Werbung für sich selber abgab. So wie er es in so einigen Spielen in dieser Saison tat.

Der Sender FOX kann sich über einen neuen Rekord freuen.
Noch nie hatte eine Übertragung eines regulären Saisonspiels so viele Zuschauer, wie die Partie der Redskins in Dallas, und FOX überträgt seit 1994 Spiele der NFL.
Nachdem der unterirdische Wahlkampf in den USA beendet war, stiegen die Einschaltquoten für die Spiele der NFL wieder an. Also waren es doch die Sondersendungen um den Kampf ums Weiße Haus, die die TV Zuschauer zu anderen Sendern weg von der NFL lockten.
FOX Sports vermeldete stolz, daß sie durchschnittlich 35,1 Millionen Zuschauer bei diesem Spiel an Thanksgiving hatten. Nur eine andere Sportübertragung der neuen TV Saison hatte dieses Jahr mehr Zuschauer, Spiel sieben der Endspielserie der Baseballliga, bei dem 40 Millionen Zuschauer auch FOX eingeschaltet hatten.
Auf Platz drei folgt Spiel sieben der NBA Endspielserie mit 30,8 Millionen.

Die NFL bestrafte zwei Spieler, weil sie ihren Gegnern den Effenberger gezeigt haben.
Der eine war Bengals Linebacker Vontaze Burfict, der andere Seahawks Wide Receiver Doug Baldwin. Beide kostet das explizite Zeigen ihres Mittelfingers $12.154.

Der Lazarettreport
Wer kann denn am Sonntag und Montag definitiv nicht spielen?
Seahawks: Safety Earl Thomas, Oberschenkel. Er wird das erste Spiel in seinen sieben Jahren in der NFL verpassen.

Panthers: Linebacker Luke Kuechly, Gehirnerschütterung.
Center Ryan Kalil, Schulter
Left Tackle Michael Oher wurde mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste gesetzt.

Chiefs: Linebacker Dee Ford, Oberschenkel.

Browns: Quarterback Cody Kessler, Gehirnerschütterung

Titans: Tight End Phillip Supernaw, Gehirnerschütterung

Giants: Left Guard Justin Pugh, Knie.
Offensive Lineman Marshall Newhouse, Knie
Offensive Lineman Brett Jones, Wade.

Chiefs: Linebacker Dee Ford, Oberschenkel.
Wide Receiver Jeremy Maclin, Leiste

Wessen Einsätze stehen auf der Kippe?
Patriots: Quarterback Tom Brady, Knieprobleme, er hat in dieser Woche zweimal nicht am Training teilnehmen können.
Tight End Rob Gronkowski wird mit seiner punktierten Lunge wohl noch nicht spielen können.
Die Offensive Linemen Tre Jackson und Sebastian Vollmer wurden offiziell auf die saisonbeendende Verletztenliste gesetzt.

Und sonst so?
Redskins: Tight End Jordan Reed, Schulterseperation, er könnte einige Zeit ausfallen. Die Verletzung zog er sich früh im Spiel gegen die Cowboys zu und spielte mit großen Schmerzen weiter. Er fing danach noch acht Pässe für 85 Yards und 2 Touchdowns.

michiganatohioUnd dann hat mir noch ein treuer Leser und Forumsteilnehmer aufgetragen, für ein Collegespiel zu werben.
Wir sollen heute auf jeden Fall Michigan at Ohio gucken. Dabei soll es tatsächlich nicht das Collegefootballübliche 40:3 geben.
Lassen wir uns überraschen.

Freitag, 25. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 12 - Thanksgiving
prater-matt-lionsNachdem man die gefühlt 10 Minuten lang gejaulte Nationalhymne überstanden hatte (es waren tatsächlich 4:53 Minuten), ging es endlich los. Nachdem die Detroit Lions den Ball über sieben Minuten hatten und zu einem Touchdown kamen, konterte Minnesota mit einem sehenswerten sieben Minuten Drive und einem Touchdown.
Das war es dann aber auch leider schon.
Danach gab es nur noch Footballmagerkost, wobei es allerdings spannen blieb. Beide Teams tauschten ein paar Field Goals aus und 100 Sekunden vor Spielende traf Lions Kicker Matt Prater (Bild) aus 48 Yards zum 13:13. Die Verlängerung drohte. Doch dank Cornerback Darius Slay blieb uns diese erspart.
38 Sekunden vor Schluß fing er einen Paß von Sam Bradford an der 33 der Vikings ab und Detroit konnte das Spiel durch ein Field Goal aus 40 Yards mit 16:13 knapp gewinnen.
Die Lions wurden dadurch mit 7-4 Siegen alleiniger Tabellenführer der schwachen NFC North. Minnesota fiel auf 6-5. Die Packers müssen mit 4-6 jetzt langsam mal ein bißchen Gas geben.

Auch in Dallas gab es einen Blitzstart. Dallas startete an der eigenen 25 und sieben Spielzüge später stand es 7:0. Rookie Running Back Ezekiel Elliott erzielte in diesem Drive 43 seiner 97 Yards und den ersten seiner zwei Touchdowns.
Gleich darauf kamen die Redskins bis an die 19 der Cowboys, bevor sie den Rückwärtsgang einlegten. Seit die Offense der Cowboys ungewohnt sensationell aufspielt, hat auch die Defense neuen Schwung bekommen. Sie will den Kollegen auf der anderen Seite des Balles nicht nachstehen. Gegen die Redskins spielte sie sogar fast über ihren Möglichkeiten.
Trotzdem hatten die Redskins mehr vom Spiel und Quarterback Kirk Cousins spielte das Spiel seines Lebens. Doch seine Bemühungen und die des restlichen Teams, wurden von der Unfähigkeit des Kicker-Millionärs Dustin Hopkins gnadenlos zerstört. Er vergab Field Goal Versuche aus 43 und immerhin entschuldbaren 55 Yards.
Diese sechs Punkte fehlten den Redskins zum Sieg, den Dallas mit 31:26 Zuhause behielt.
Dallas wurde von den Redskins nach Yards (505 zu 353) völlig an die Wand gespielt.
Auch die Bilanzen der Quarterbacks gingen voll und ganz an Kirk Cousins: 41 von 53 für 449 Yards und 3 Touchdowns
Dak Prescott: 17 aus 24 für 195 Yards, 1 Touchdown.
Auch die Zeit des Ballbesitzes ging mit 33:24 Minuten zu 26:36 Minuten eindeutig an die Redskins.
Doch Statistiken verlieren keine Spiele, sondern Kicker. Und dieses Mal hat tatsächlich das bessere Team verloren, weil es den schlechteren Kicker hatte.
Die Cowboys haben seit ihrer Gründung noch nie 10 Spiele in Folge in einer Saison gewonnen. Mit 10-1 führen sie die NFC East recht souverän vor den Giants mit 7-3 an. Die werden aber am Sonntag auf 8-3 kommen, weil sie gegen Cleveland spielen.
Die Redskins stehen mit 6-4-1 nicht mehr so sehr gut da.

Bei Spiel drei lautete die Frage nur: „Wie hoch?“
Daß Pittsburgh gewinnen würde, damit hätte man auch mit Andrew Luck rechnen können. Als bekannt wurde, daß der Quarterback der Colts tatsächlich nicht spielen durfte, kam dann die Frage nach dem „Wie hoch?“ auf.
Und es wurde gar nicht mal so hoch, wie man erwartet hatte. Mit 28:7 fiel Pittsburghs Sieg recht niedrig aus. Vielleicht deshalb, weil man bereits zur Halbzeit 21:7 führte und dadurch früh in den Gnadenmodus schaltete?
Wie auch immer, die Steelers stehen zur Zeit mit 6-5 Siegen vor den 5-5 Ravens. Pittsburgh muß jetzt den Bengals die Daumen drücken, die mit 3-6 bereits etwas abgeschlagen sind und am Sonntag in Baltimore spielen.
Indianapolis verlor während des Spiels Center Ryan Kelly, Guard Denzelle Good, Top Corner Vontae Davis und Top Receiver T.Y. Hilton mit Verletzungen.

Bryant gegen Norman
Nach dem in der Tat sehr glücklichen Sieg der Cowboys gegen die Redskins konnte Dez Bryant es nicht lassen, speziell einen der Verlierer besonders zu hänseln.
Der Wide Receiver der Cowboys meinte: „Ich war perfekt. Ich habe seinen Hintern den ganzen Abend aufgerissen. Das ist es, was ich gemacht habe, und ich habe es genossen. Washington sollte sein Geld zurückverlangen.“
Empfänger dieser wenig warmen Worte war Josh Norman, der Cornerback der Redskins, der einen Fünfjahresvertrag über $75 Millionen unterschrieben hat. Der Cornerback, der sich für den mit Abstand besten der NFL hält.
Von den fünf Pässen die in Bryants Richtung kamen, während denen er von Norman bewacht wurde, fing er drei für 32 Yards. So berauschend ist das dann doch nicht, zumal Bryant keinen Touchdown in diesem Spiel fing. In den drei Spielen zuvor fing er jeweils einen Touchdown.

Donnerstag, 24. November 2016

Kurzberichte
bradford-sam-vikingEs kommt nicht oft vor, daß alle Teams, die an Thanksgiving spielen, noch im Playoffrennen sind. Heute aber spielen sechs Playoffaspiranten gegeneinander. Alle drei Spiele versprechen spannend zu werden.
Um 18:30 Uhr geht es los mit dem Spiel um Platz eins in der NFC North. Die 6-4 Vikings müssen bei den ebenfalls 6-4 Lions antreten.
Die Lions werden als Dreipunktefavorit bei den Buchmachern gehandelt.
Bei den Vikings werden Defensive Tackle Sharrif Floyd und Cornerback Marcus Sherels nicht spielen können. Schlimmer ist aber der wahrscheinliche Ausfall von Wide Receiver Stefon Diggs. Er hat wegen Knieproblemen am Dienstag und Mittwoch nicht trainieren können. Mit 747 Passyards liegt er auf Platz neun der NFL Receiver und ist die sicherste Anspielstation für Quarterback Sam Bradford (Bild). Minnesota müßte also vermehrt auf das Laufspiel setzen, wenn es denn eins gäbe. Doch da hapert es. Jerick McKinnon und Matt Asiata haben zusammen nur 545 Laufyards, ziemlich gerecht untereinander aufgeteilt.
Auch die Lions werden vermehrt auf das Laufspiel setzen, denn die Receiver sind dieses Jahr nicht sehr fangsicher.
Alles in Allem können wir ein hartes, kampfbetontes Spiel um Platz eins erwarten.
Zu den weiteren Spielen habe ich ja gestern schon meinen Senf dazugegeben. Als Update nur noch die Meldung, daß Colts Quarterback Andrew Luck wegen seiner Gehirnerschütterung definitiv nicht spielen darf.

Browns Quarterback Robert Griffin III trainiert wieder mit dem Team. Er hatte sich gleich im ersten Saisonspiel gegen die Eagles die linke Schulter gebrochen.
Noch muß er geschont werden und kann nicht voll trainieren. Ob er bei den hilflosen 0-11 Browns überhaupt noch mal spielt, das steht noch nicht fest.

Am Wochenende fuhr Rams Cornerback Troy Hill betrunken Auto und baute einen Unfall. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.
Als die Rams von dem Unfall erfuhren, feuerten sie Hill sofort, nur um ihn sofort wieder zu verpflichten. Allerdings dieses Mal zu reduzierten Bezügen und nur für das Trainingsteam.
Von hier aus kann er seine zweite Chance nutzen und sich wieder in den Teamkader kämpfen.

Er spielte schon länger nicht mehr und in dieser Saison wird er auch nicht mehr spielen.
Packers Head Coach McCarthy gab bekannt, daß die Saison für Running Back Eddie Lacy beendet ist. Er wurde letzten Monat an einem Sprunggelenk operiert und kann dieses Jahr nicht mehr eingesetzt werden. Ob er nächstes Jahr noch zu den Packers gehört, kann bezweifelt werden.
Auch Cornerback Sam Shields kann wegen einer Gehirnerschütterung, die er in Woche zwei erlitt, in dieser Saison nicht mehr spielen.

Bears Head Coach John Fox sagte in seiner Pressekonferenz am Mittwoch, daß Jay Cutlers Schulterverletzung wohl nicht so schlimm ist, wie zunächst vermeldet.
Der Quarterback wird nicht auf die saisonbeendende Verletztenliste gesetzt und kann vielleicht übernächsten Sonntag wieder spielen.

Die besten Spieler der Woche 11
AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS

DEFENSE: DE STEPHON TUITT, PITTSBURGH STEELERS

SPECIAL TEAMS: K DAN CARPENTER, BUFFALO BILLS

NFC
OFFENSE: QB KIRK COUSINS, WASHINGTON REDSKINS

DEFENSE: CB XAVIER RHODES, MINNESOTA VIKINGS

SPECIAL TEAMS: K ROBERTO AGUAYO, TAMPA BAY BUCCANEERS

Mittwoch, 23. November 2016

Kurzberichte
gruden-jay3Eine kurze Woche ist schlimm, eine sehr kurze ist sehr schlimm.
Die Washington Redskins sind gar nicht erbaut davon, daß sie am Donnerstag in Dallas antreten müssen. Sie hatten am Sonntag das Sunday Night Spiel und es war nach ein Uhr am Montagmorgen Ortszeit, als der letzte Spieler seinen Spind zugeschlossen hatte.
Da lagen die Cowboys schon im Bett, denn sie hatten ihr Spiel in der Frühschicht.
Dazu noch die Reise nach Dallas, das macht Head Coach Jay Gruden (Bild) gar nicht glücklich. Er hätte sich etwas mehr Fingerspitzengefühl bei der Spieltagsplanung gewünscht.
Erwarten kann man von dem Spiel trotzdem einiges, denn Kämpfe unter Divisionsrivalen, und dazu noch unter Cowboys und Indianern, sind immer etwas besonderes. Die Redskins (6-3-1) werden sich zerreißen, um Dallas (9-1) die zweite Saisonniederlage zuzufügen. Mit neun Siegen in Folge haben die Cowboys einen Teamrekord aufgestellt. Einen zehnten Sieg werden die Redskins verhindern wollen.

„Wie konnte Andrew Luck mit einer Gehirnerschütterung weiterspielen?“ Das ist die Frage, die die Footballwelt bewegt.
Im letzten Viertel des Spiels gegen Tennessee ist es wohl passiert.
Im Spiel gegen die Steelers wird der Quarterback der Colts sehr wahrscheinlich nicht mitspielen können. Dabei wäre er sehr wichtig, denn die Passdefense der Steelers ist löchriger als ein Käse aus Green Bay. Scott Tolzien soll an seiner Stelle starten.
Luck hat das Verletzungspech in dieser Saison verhindern können, obwohl er hinter einer grauenvollen O-Line spielt. Doch bei dem Spielzug, bei dem Luck das Glück verließ, landete der 314 Pfund schwere Austin Johnson auf ihm und Lucks Kopf knallte hart auf den Boden.
Luck wurde nicht untersucht, trotz all der angeblich so gründlichen Vorsichtsmaßnahmen und tollen Traumaexperten, die die NFL in jedem Stadion einsetzt.
Die Symptome sollen sich erst nach dem Spiel gezeigt haben.
Tolzien spielte sechs Mal für die Packers und warf 1 Touchdown und 5 Interceptions. Für das Spiel am Donnerstag hat er nur wenig Zeit sich vorzubereiten, was die Sache noch schwieriger macht.
Beide Teams stehen mit 5-5 Siegen ziemlich schlecht da und brauchen einen Sieg. Ohne Luck haben die Steelers die größeren Chancen auf den Sieg.

Gestern haben wir auf die Teams geguckt, die in den Playoffs wären, wenn es jetzt schon losginge, heute sehen wir uns das andere Ende der Tabelle an.
Welche Teams haben gute Plätze in der Draft sicher?
1. Browns
2. 49ers
3. Jaguars
4. Bears
5. Jets

Das bringt uns zu den Entlassungsgefährdeten Head Coaches
Auf Platz 1 wie immer Gus Bradley von den Jaguars. Seine „Erfolgs“Bilanz: 14-44 Siege.
2. Marvin Lewis, Bengals
3. Todd Bowles, Jets
4. John Fox, Bears
5. Mike McCoy, Chargers
und auf Platz 6 ganz neu in der Auswahl: Mike McCarthy, Packers.
Doch McCarthy hat mehr Siege mit den Packers geholt, als der legendäre Vince Lombardi. Und gegen die Verletzungsmisere, gerade in der Passverteidigung, kann er nichts machen.

Die NFL überlegt, ob sie auf konstant angebrachte Kameras setzen soll, die die Seitenauslinien überwachen.
Zwei schlimme Fehlentscheidungen in den letzten Wochen haben die Regelexperten aufgeschreckt.
Der Vorschlag wird nach der Saison vom Regelkomitee diskutiert werden.

Jay Cutlers voraussichtlich letzter Paß für die Bears, ja vielleicht sogar in der NFL, symbolisiert seine Karriere. Es war eine Interception.
Nach der Saison müssen die Bears Cutler kein garantiertes Gehalt mehr zahlen. Deshalb kann man davon ausgehen, daß sie sich die inkonsistente Fluse nächstes Jahr nicht mehr antun werden.
Fluse?
Antun?
Jay Cutler ist der beste Passer, den die Bears je hatten. 23.443 Passyards für Chicago stehen auf seinem Konto, so viele, wie kein anderer Bears Quarterback je erreicht hat.
Doch Erfolge kann Cutler trotz dieser stolzen Zahl nicht vorweisen. In sieben Jahren in Chicago gab es mit Cutler nur zwei positive Saisons und einen einzigen Playoffsieg.
Und was nutzen die 23.443 Passyards, wenn unter dem Strich keine Super Bowl Teilnahmen oder auch nur ein paar Playoffsiege dabei herauskamen?
Nichts!
Also... Fluse!
Antun!

Dienstag, 22. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 11 - Der Montag
Osweiler-Brock-texans2
Es war tatsächlich ein Heimspiel für die Raiders. Das Azteken-Stadion in Mexico City war fest in der Hand der schwarzgekleideten Fans.
Als hätte das nicht schon die Sache für die Texans genug kompliziert, mußten sie auch noch gegen die Unfähigkeit der Schiedsrichter ankämpfen. Das war zu viel.
Drei Szenen, die diese Unfähigkeit der Schiedsrichter beweisen: 1. Die Texans standen an der eigenen 40. Sie waren in ihrer ersten Angriffsserie und hatten einen dritten und sieben. Brock Osweiler (Bild) passte kurz zu DeAndre Hopkins und der rannte unberührt in die Endzone.
Allerdings hatte ein Schiedsrichter eine Erscheinung, denn er wollte gesehen haben, daß Hopkins an der 36 der Raiders die Auslinie berührte. Tat er aber nicht, und diese Fehlentscheidung kostete die Texans vier Punkte, weil sie anschließend nur noch zu einem Field Goal kamen.
Die zweite Szene beweist, daß man ab einem bestimmten Alter nicht mehr als Schiedsrichter auf den Platz gehen, sondern seinen Lebensabend im Altersheim bestreiten sollte. Neun Minuten im zweiten Viertel rannte Texans Running Back Lamar Miller über 34 Yards in die Endzone. Dabei trat er aber kurz vorher auf die Auslinie. So weit so richtig. Dann aber bewies Hauptschiedsrichter Tony Corrente, daß er überhaupt keinen Durchblick hatte. Er meinte, daß der Läufer Oaklands ins Aus gelaufen wäre und daß Oakland den Ball an der Einyardlinie bekommt. Unfaßbar, wenn ein Schiedsrichter noch nicht mal die Teams erkennt.
Im letzten Viertel hatten die Schiedsrichter keinen Plan, wo sie den Ball bei zwei Versuchen über ein Yard für die Texans korrekt hinlegen sollten.
Ob es an der schlechten Höhenluft im abgasverseuchten Mexico City lag?
Auch sonst war es ein zerfahrenes Spiel und es gab viele Unterbrechungen. Und ein Schwachmat im Publikum spielte auch noch mit seinem Laserpointer rum und fand das bestimmt lustig.
In der Zusammenfassung war es aber ein spannendes, ja fast schon gutes Spiel, zweier Divisionsführer, das die Raiders mit 27:20 knapp gewannen.
Texans Quarterback Brock Osweiler sah so aus, als wäre er endlich so weit, sein $70 Millionen Gehalt wirklich zu verdienen, während sein Gegenüber Derek Carr weiter auf Liga MVP Kurs ist. Er hatte gegen das Team, in dem sein Bruder David einst spielte, eine Bilanz von: 21 von 31 für 295 Yards, 3 Touchdowns und 1 Int.
Brock Osweiler: 26 von 39 für 243 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Den Texans tut die Niederlage nicht sehr weh. Sie verlieren A konstant Auswärts und B bleiben sie mit 6-4 weiter an der Spitze der schwachen AFC South.
Für Oakland war der Sieg wichtig. Sie führen die AFC West jetzt mit 8-2 Siegen vor den Broncos und den Chiefs mit jeweils 7-3 Siegen an.
Houston bekommt es nächste Woche mit den Chargers zu tun, während die Raiders die Panthers empfangen.
Denver und Kansas City spielen im Sunday Night Spiel.

Kurzberichte
Mit dem Sieg der Raiders hat sich das Kräfteverhältnis in der AFC verschoben.
Wären jetzt die Playoffs, sähe es wie folgt aus:
AFC
1. Oakland Raiders (8-2): AFC West Führer
2. New England Patriots (8-2): AFC East Führer
3. Houston Texans (6-4): AFC South Führer
4. Baltimore Ravens (5-5): AFC North Führer
5. Kansas City Chiefs (7-3): Wild Card Nr. 1
6. Denver Broncos (7-3): Wild Card Nr. 2

NFC
1. Dallas Cowboys (9-1): NFC East Führer
2. Seattle Seahawks (7-2-1): NFC West Führer
3. Detroit Lions (6-4): NFC North Führer
4. Atlanta Falcons (6-4): NFC South Führer
5. New York Giants (7-3): Wild Card Nr. 1
6. Washington Redskins (6-3-1): Wild Card Nr. 2

Cardinals Head Coach Bruce Arians mußte für ein paar Stunden ins Krankenhaus. Ihn hat wohl das schlechte Abschneiden seiner Mannschaft mitgenommen, und er litt an Brustschmerzen.
Doch heute soll der 64-jährige bereits wieder das Training seiner Katastrophentruppe leiten.

Bears Linebacker Jerrell Freeman wurde für vier Spiele suspendiert. Er hat gegen die Drogenpolitik der NFL verstoßen.

Die Liga informierte die Patriots, daß Defensive Tackle Alan Branch für vier Spiele suspendiert wird. Er hat gegen die Drogenpolitik der NFL verstoßen.

Ray Lewis und Joe Flacco waren Teamkollegen. Sie gewannen zusammen den Super Bowl. Da könnte man annehmen, daß der ehemalige Linebacker der Ravens Quarterback Flacco über den grünen Klee lobt.
Falsch gedacht!
Der Mörder(ische) Linebacker stört sich an der Inkonsistenz Flaccos. „Talentiert? Absolut! Leidenschaft für das was er macht? Das habe ich nie gesehen,“ meinte Lewis in einem Radiointerview letzte Woche über Flacco.
„Talent alleine ist nicht Alles,“ fuhr der Linebacker fort. „Ich habe nie Leidenschaft bei Flacco gesehen. Er isoliert sich selber auf der Bank und spricht nicht mit seinen Mitspielern.“
Und wer die Ravens und Flacco verfolgt und besonders das Spiel gegen die Cowboys gesehen hat, der kann Lewis` Aussagen unterschreiben.

„Nicht anfassen!“ lautet eine Devise in der NFL, die man befolgen sollte.
Titans Left Tackle Taylor Lewand tat das im Spiel gegen die Packers nicht. Er berührte nach einer Rudelbildung einen Schiedsrichter und wurde vom Platz geschmissen. Die Liga fordert jetzt noch eine Strafe von $30.387 von ihm.

Falcons Safety Keanu Neal muß $24.309 zahlen, weil er Eagles Wide Receiver Jordan Matthews zu hart attackiert hatte.

Der Lazarettreport
An alle Tipper, nicht vergessen am Donnerstag die Tips abzugeben, denn in dieser Woche würde Euch nicht EIN Spiel fehlen sondern DREI!
Fehlen wird den Colts sehr wahrscheinlich Andrew Luck. Der Quarterback ist im Gehirnerschütterungsprotokoll und es ist fraglich, ob er wird spielen können.
Am Sonntag würde er wohl können, aber der Donnerstag dürfte zu früh sein.

Bei den Seahawks mußten drei Spieler das Spiel gegen die Eagles vorzeitig verlassen: Running Back C.J. Prosise, Safety Earl Thomas und Cornerback DeShawn Shead. Thomas und Shead haben Oberschenkel und dürften bald wieder einsatzbereit sein.
Prosise wird mit einem gebrochenen Schulterblatt länger ausfallen.

Bei den Eagles erwischte es gleich zwei Running Backs. Ryan Mathews erwischte es an einem Knie und Darren Sproles an den Rippen.
Beide sollen nicht lange ausfallen.

Die Bengals können aufatmen. Wide Receiver A.J. Green hat keinen gerissenen Oberschenkelmuskel, sondern nur einen angerissenen. Er muß nicht operiert werden.
Wären die Bengals nicht schon so gut wie aus dem Playoffrennen, dann könnte er in dieser Saison vielleicht noch mal zum Einsatz kommen.

In Chicago sieht es so aus, als ob Jay Cutler sein letztes Spiel für die Bears gespielt hat.
Der Quarterback zog sich eine Schulterverletzung zu, die seine Saison beenden könnte.
Und daß die Bears so blöd sind, und ihn nächstes Jahr zurücknehmen, das steht nicht fest.
Tight End Zach Miller brach sich einen Fuß und seine Saison ist beendet.

Bills Running Back LeSean McCoy wurde an einem Daumen operiert. Er soll am Sonntag aber wieder spielen können.

Letzte Woche wurde Falcons Tight End Jacob Tamme an der Schulter operiert. Seine Saison ist beendet.

Die Colts setzten Defensive Lineman Kendall Langford mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Montag, 21. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 11 - Der Sonntag.
Flaccos-mustacheEr ist zwar kein guter Quarterback, aber man muß Joe Flacco (Bild) von den Ravens zugestehen, daß er ein guter Witzeerzähler ist.
Nach der verdienten Niederlage gegen Dallas, die mit 17:27 knapper ausfiel, als die Überlegenheit der Cowboys es eigentlich verlangt hätte, meinte der Scherzkeks: „Wir sollten dieses Team schlagen, ich mache keinen Witz.“
Äh, machte er doch. Wenn Flacco nicht komplett lernresistent ist, dann sollte er sich als 100 Millionen Dollar Quarterback mal ansehen, wie der 100.000 Dollar Rookie Quarterback der Cowboys das so macht, und davon lernen, lernen. lernen.
Die Ravens kamen mit der statistisch gesehen besten Defense der Liga nach Dallas. Eigentlich muß man als solche einen Rookie Quarterback in der NFL in die Schranken verweisen können. Kann man es nicht, ist man zwar laut Statistik die Nr. 1, aber spielerisch unter ferner liefen. Davon, daß Baltimores Defense Dak Prescott unter Kontrolle hatte, kann keine Rede sein.
Mit 10:10 ging es in die Halbzeit, danach spielte fast nur noch Dallas. Das drückt sich auch eindrucksvoll in der Zeit des Ballbesitzes aus. Baltimores Angriff war 24 Minuten auf dem Platz, Dallas 36 Minuten.
Und wer der bessere Quarterback auf dem Platz war, ist auch klar, wenn man sich die Bilanzen der beiden ansieht:
Dak Prescott: 27 von 36 für 301 Yards, 3 Touchdowns.
Joe Flacco: 23 von 35 für 269 Yards, 1 Touchdown.
Wie man darin eine Überlegenheit der Ravens erkennen kann, ist schleierhaft. Aber eins muß man Baltimore zugestehen, sie hielten Rookie Running Back Ezekiel Elliott mit 97 Yards unter Hundert.
Joe Flacco mußte sich letzte Woche eine berechtigte Kritik von seinem ehemaligen Teamkollegen, dem Mörder(ischen) Linebacker Ray Lewis anhören. Dazu im Lauf dieser Woche an dieser Stelle mehr.
Die Ravens konnten sich durch diese Niederlage nicht von den Steelers absetzen. Pittsburgh hatte gegen Cleveland praktisch ein Freispiel und beide Teams stehen mit 5-5 Siegen vor den 3-6 Bengals. Die verloren gegen die Bills.
Dallas konnte seinen Vorsprung nicht ausbauen, da die Giants wie erwartet gegen die Bears gewannen und die Redskins ebenso erwartet gegen Green Bay. Nur die Eagles verloren, und das erwartungsgemäß in Seattle.

Die Packers spielten im Sunday Night Football Spiel gegen die Redskins. Und wie das oft so ist, lieferten hier zwei schlechte Teams ein gutes Spiel ab.
Beide Teams liegen auf dem dritten Platz in ihren Divisionen und beiden Teams sahen, daß die Teams vor ihnen in den frühen Spielen siegten. Dallas und die Giants wurden ja schon erwähnt, und die Packers mußten zusehen, wie Minnesota gar nicht mal so erwartet gegen die Cardinals gewann und die Lions die Jaguars schlugen.
Green Bay konnte eine Zeitlang mithalten und das Spiel offen gestalten, bevor der Zusammenbruch kam.
Durch den 42:24 Sieg der Redskins blieben sie Dallas und New York auf den Fersen.
Dallas bleibt mit 9-1 Siegen vorne, gefolgt von den Giants mit 7-3 und den Redskins mit 6-3-1.
Die Redskins müssen an Thanksgiving nächsten Donnerstag in Dallas antreten.
Die Packers liegen mit 4-6 hinter den Vikings und den Lions mit jeweils 6-4. Diese beiden Teams spielen am Donnerstag um 18:30 Uhr um die Tabellenspitze. Das verspricht ein äußerst interessantes Spiel zu werden.

In Los Angeles bekamen die Rams Fans endlich die Nr. 1 der letzten Draft zu sehen, Quarterback Jared Goff.
Einen Sieg bekamen sie natürlich nicht zu sehen, den nahmen die Dolphins mit nach Hause, wenn auch denkbar knapp mit 14:10, erst 36 Sekunden vor Spielende.
Damit erreichte Jeff „7-9“ Fisher einen Eintrag in die Geschichtsbücher der NFL: Der Head Coach der Rams zog nach Niederlagen mit Cowboys Legende Tom Landry gleich. Beide liegen jetzt mit 162 Niederlagen auf Platz zwei hinter Dan Reeves mit 165. Den wird Fisher noch in dieser Saison ablösen, da kann man sicher sein.
Doch der zweite Platz gebührt schon jetzt Fisher alleine, denn er brauchte nur 336 Spiele um auf 162 Niederlagen zu kommen, während Landry dafür 418 Spiele benötigte.
Bleibt noch die Bilanz von Jared Goff nachzutragen: 17 von 31 für 134 Yards.

Die Denver Broncos saßen Zuhause, hatten 7-3 Siege und drückten Tampa Bay die Daumen. Die Buccaneers mußten bei den eigentlich recht heimstarken Chiefs ran.
Die Chiefs erwischten einen schlechten Tag und verloren 17:19. Damit rutschten auch sie auf 7-3 runter.
In dieser Nacht spielen noch die 7-2 Raiders in Mexico City gegen die Texans. Es ist eher zu erwarten, daß sie auf 8-2 kommen, als daß auch sie auf 7-3 herunterrutschen.
Nächsten Sonntag kommt es dann im Sunday Night Football Spiel zum Treffen der Chiefs und der Broncos in Denver.

Einen schlechten Tag erwischten auch die Herren Kicker-Millionäre. Sie schafften es, 12 Extrapunktversuche zu verschießen.
12!
an einem Tag!
2014 wurde acht in der ganzen Saison verschossen.
Diese neue Regelung hat sich also voll bezahlt gemacht. Extrapunkte kommen nicht mehr automatisch zustande.
Der neue Kicker der Vikings, Kai Forbath, vergab auch einen.
Die anderen Versager waren: Cincinnati Bengals Mike Nugent und Robbie Gould von den New York Giants mit jeweils sogar zwei., und dann Forbath, Matt Prater (Detroit Lions), Connor Barth (Chicago Bears), Jason Myers (Jacksonville Jaguars), Cody Parkey (Cleveland Browns), Stephen Gostkowski (Patriots), Steven Hauschka (Seahawks) und Dustin Hopkins (Redskins).
Und auch Adam Vinatieri muß erwähnt werden. Der Kicker der Colts beendete seine historische Rekordserie von 44 erzielten Field Goals in Folge. Und er tat dies in dem Sieg gegen die Titans aus der durchaus machbaren Distanz von 42 Yards.

Der Lazarettreport
Bengals: Tailback Giovani Bernard, Kreuzbandriss, Saison beendet.
Wide Receiver A.J. Green, gerissener Oberschenkelmuskel, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Browns: Quarterback Cody Kessler, Gehirnerschütterung

Die Colts setzten Defensive Lineman Kendall Langford am Samstag mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die Steelers setzten zwei Spieler auf die Verletztenliste: Defensive End Cameron Hayward und Wide Receiver Markus Wheaton

Freitag, 18. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 11 - Der Donnerstag.
brees-drew-400Das Spiel der Saints in Carolina begann, wie man es erwartet hatte. Die starke Defense der Saints übernahm das Kommando, während der schlechte Angriff gewohnt stotterte.
Klingt dämlich?
Stimmt, war aber so!
Im fünften Spielzug der Saints wurde Quarterback Drew Brees (Bild) gesackt und verlor den Ball. Carolinas Offense kam an der 32 der Saints auf den Platz.
Kurz darauf lief Ted Ginn aus 14 Yards in die Endzone. Doch der Touchdown wurde per Videobeweis zurückgenommen.
Zwei Spielzüge später wurde Quarterback Cam Newton gesackt. Die Panthers konnten nur ein Field Goal erzielen. Doch der Kicker wurde von einem Saints Spieler berührt und so kamen die Panthers zu einer neuen Angriffsserie. Doch wieder hielt die an diesem Tag wie ausgetauscht wirkende Defense der Saints und wieder reichte es nur zu einem Field Goal Versuch. Aus 32 Yards traf Graham Gano.
Beim Stand von 13:3 für die Panthers versuchte New Orleans 42 Sekunden vor der Halbzeit ein Field Goal aus 38 Yards.
Deja Vu!
Wieder wurde der Kick geblockt, wie schon letzte Woche von den Broncos, wieder wurde der Ball in die Endzone zurückgetragen.
Doch der Jubel von Luke Kuechly, der den geblockten Ball aus der Luft fischte, wurde unterbrochen, weil ein Spieler der Panthers Kicker Will Lutz in den Rücken geblockt hatte.
Carolina kam an der 40 der Saints an den Start und Newton warf einen Touchdownpass zu Ted Ginn.
Mit 20:3 für Carolina ging es in die Pause.
Danach hatten die Panthers Fans ihr Deja Vu, denn ihr Team kollabierte, wie schon am Sonntag gegen die Chiefs. Sie kamen im dritten Viertel noch zu einem Field Goal und das war`s.
Die Saints Offense funktionierte nun etwas besser, aber es reichte nur noch zu 17 Punkten.
Die Bilanzen der beiden Quarterbacks:
Drew Brees: 35 von 44 für 285 Yards, 2 Touchdowns 1 Interception.
Cam Newton: 14 von 33 für 192 Yards, 1 Touchdown.
Spiel gewonnen, Starter verloren.
Zu den Verletzten, die Carolina zu beklagen hatte, gehörte Linebacker Luke Kuechly, der sich im letzten Viertel eine schwere Gehirnerschütterung zuzog und eine Verletzung am linken Knie. Außerdem verletzten sich Center Ryan Kalil (Schulter), defensive End Mario Addison (Fuß) und Cornerback Leonard Johnson (Brust).
Die Saints verloren ihren besten Running Back Mark Ingram im dritten Viertel mit einer Gehirnerschütterung.

Kurzberichte
Am Montag endet die 10-wöchige Suspendierung von Cowboys Linebacker Rolando McClain.
Doch Teambesitzer Jerry Jones sagte, daß McClain nicht wieder in den Kader der aktiven Spieler aufgenommen wird. Dallas setzte ihn auf die Liste der Reserve Spieler. Jones meinte, daß der Linebacker in dieser Saison nicht mehr für Dallas spielen wird.

Ravens Defensive Coordinator Dean Pees erklärte das Ende von Dallas Quarterback Dak Prescotts Saison als Rookie.
Vor dem Spiel der Cowboys gegen Baltimore meinte Pees, daß man nach den bisherigen neun Spielen Prescott nicht mehr als Rookie bezeichnen dürfte. Die Verteidigungen hätten bisher alles auf ihn geworfen, was sie zur Verfügung hatten, und Prescott hätte sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Er würde eher spielen, wie ein Spieler in seinem zweiten Jahr, denn wie ein Rookie.
Klingt wie das Pfeifen im Walde, vor dem Aufeinandertreffen der 5-4 Ravens und der 8-1 Cowboys.

Donnerstag, 17. November 2016

Kurzberichte
mccarthy-mike2In Green Bay soll der Haussegen schiefhängen. Quarterback Aaron Rodgers und Head Coach Mike McCarthy (Bild) sollen sich sehr laut miteinander unterhalten haben. Das berichtete die Internetseite Pro Football Talk.
Alles Quatsch, dementierte Rodgers den Bericht sofort und fand nur Worte des Lobes für seinen Head Coach.
Doch man kann schon glauben, daß die erfolgsgewohnten Packers drei Niederlagen in Folge, davon zwei gegen Teams aus der AFC South, der schlechtesten Division der Liga, nicht leicht wegstecken.
Die Probleme begannen ja bereits letztes Jahr und setzten sich 2016 fort.
Die Beziehung zwischen Rodgers und McCarthy soll kurz davor stehen zu explodieren. Und wenn die Teamführung sich zwischen den Beiden entscheiden müßte, wäre es wohl nicht der Quarterback, der die Koffer packen müßte, meinte Pro Football Talk.
Und eine große Tageszeitung in den USA legt nach. Sie veröffentlicht jede Woche, wie heiß es unter den Stühlen mancher Trainer ist. Und in dieser Woche tauchte Mike McCarthy auf Platz sieben in der Liste auf.
Vielleicht ist es wirklich so, daß Konstanz zu Langeweile führt. Manchmal muß man frisches Blut holen, um den Trott aufzulösen. Seit 11 Saisons ist McCarthy Head Coach der Packers und es mag tatsächlich an der Zeit sein, neuen Schwung ins Team zu bringen.

Die Packers griffen sofort zu. Lösen kann er die Probleme auf der Position des Running Backs bestimmt nicht, aber eine Hilfe ist er vielleicht.
Sofort nachdem die Seahawks Christine Michael gefeuert hatten, verpflichteten die Packers ihn.
Mit 469 Yards war er bisher der beste Läufer der Seahawks 2016.

Für Colts Head Coach Chuck Pagano ist das Spiel seiner 4-5 Colts gegen die 5-5 Titans schon ein Playoffspiel.
Sollte sein Team verlieren, verlöre es den Anschluß an die 6-3 Texans.
Die Titans und die Colts haben in den letzten Woche beide die Packers geschlagen, aber die sind in ihrer momentanen Verfassung ja kein Maßstab mehr.
Dennoch sind die Titans ernst zu nehmen. Quarterback Marcus Mariota wurde in dieser Woche zum besten Angreifer der AFC gekürt. Die Zeiten, in denen Indianapolis die Division beherrschten, sind vorbei und das wird auch auf lange Zeit so bleiben. Bei dem Gehalt, das die Colts Quarterback Andrew Luck zahlen, können sie kaum andere gute Spieler mehr verpflichten.
Die Titans dagegen stellen mit einem Mariota an guten Tagen und Running Back DeMarco Murray eine Offense, die man erst mal stoppen muß. Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte haben sie in drei Spielen in Folge 35 oder mehr Punkte erzielt.
Die Zeiten, in denen die Colts Spiele gegen Divisionsrivalen automatisch als Siege abhaken konnten, sind endgültig vorbei (OK, für die Jaguars sollte es noch reichen).

Eine Hochrechnung besagt, daß Ezekiel Elliott in dieser Saison auf 1.787 Laufyards kommen kann.
In den ersten neun Spielen holte er bereits 1.005 Yards.
Doch Eric Dickerson ist sich sicher, daß der Rookie der Cowboys seinen Rookie-Rekord aus dem Jahr 1983 nicht brechen wird. Der steht bei 1.808 Yards.
Dickerson sieht Elliott gerne zu, wie der die Löcher die seine Line für ihn aufreißt nutzt, und er wünscht seinem Kollegen alles Gute, aber seinen Rekord möchte er gerne behalten.

Die Teamleitung der Texans warnte ihre Spieler davor, in Mexico City das Hotel zu verlassen. Das wäre viel zu gefährlich.
Auch den Zimmerservice sollten sie nicht nutzen. Auf der Warnung heißt es: „DO NOT leave the hotel.“
Essen soll nur im Esssaal eingenommen werden, um sicher zu gehen, daß man nichts falsches ißt. Nur das Essen des eigenen Kochs soll verzehrt werden. Im Essen in Mexico findet man oft Clenbuterol, eine in der NFL als verboten geführte Substanz.
Bei den Raiders gibt es solche Warnungen nicht, aber die Men in Black waren ja schon immer etwas wilder, als der Rest der Liga.

Im nächsten Sunday Night Spiel werden wir eine bekannte Stimme hören, die wir von ESPN kennen.
Mike Tirico, der vor Kurzem zu NBC wechselte, wird in den nächsten drei Sunday Night Spielen den 72 Jahre alten Al Michaels ersetzen, der durch die neue Doppelbelastung mit den Donnerstagsspielen etwas Ruhe braucht.
Bei den Thursday Night Spielen besteht die NFL auf Michaels, da diese Spiele auch auf dem NFLN übertragen werden. Und da besteht die NFL auf die Nr. 1 Kommentatorenteams der Sender.
Bei den Sunday Night Football Spielen hat NBC die Möglichkeit, ihn zu ersetzen.
De Facto wird Tirico ja jetzt die Nr. 1 zusammen mit Cris Collinsworth. Dann kann er vielleicht auch Donnerstags Michaels ersetzen. Da wollte NBC ihn von Anfang an einsetzen. Durch diese Hintertüre könnte das jetzt vielleicht klappen.
Am 22. Dezember wird Tirico auch das Thursday Night Spiel der Giants gegen die Eagles kommentieren. Das stand bereits vor Wochen fest und wurde von der NFL abgesegnet.

Und es wurde Forbath.
Die Vikings verpflichteten Kai Forbath wie erwartet, um den gefeuerten Kicker Blair Walsh zu ersetzen.

Der Lazarettreport
Patriots Tight End Rob Gronkowski hat tatsächlich eine punktierte Lunge, wie er schon befürchtet hatte.
In dem zu erwartenden Lachschlager gegen die 49ers wird er wohl nicht spielen können.

Dolphins Left Tackle Branden Albert kann wegen einer Handgelenksverletzung nicht gegen die Rams spielen.

Die besten Spieler der Woche 10
AFC
OFFENSE: QB MARCUS MARIOTA, TENNESSEE TITANS
DEFENSE: S ERIC BERRY, KANSAS CITY CHIEFS
SPECIAL TEAMS: S JUSTIN SIMMONS, DENVER BRONCOS

NFC
OFFENSE: RB EZEKIEL ELLIOTT, DALLAS COWBOYS
DEFENSE: S KAM CHANCELLOR, SEATTLE SEAHAWKS
SPECIAL TEAMS: P JOHNNY HEKKER, LOS ANGELES RAMS?

Mittwoch, 16. November 2016

Kurzberichte
goff-jared2Ja guck mal wer der Starter ist?
Ist über Nacht Intelligenz in den kümmerlichen Footballverstand von Jeff Fisher gekrochen?
Der Head Coach der Rams hat eingesehen, daß mit Quarterback Case Keenum kein Blumentopf zu gewinnen ist, und gab bekannt, daß am Sonntag Rookie Jared Goff (Bild) starten wird.
Die Nr. 1 der letzten Draft wird in Woche 11 also zum ersten Mal zeigen können, was er kann... oder nicht kann. Man weiß es ja noch nicht.
Mit 4-5 Siegen sind die Rams zwar tatsächlich noch im Playoffrennen, aber sie haben die Offense, die die wenigsten Punkte aller 32 Teams erzielt. Das soll sich mit Goff ändern.
Ob das gleich im ersten Spiel gegen Miami gelingt, werden wir dann ja erleben. Das Publikum in Los Angeles jedenfalls wird es freuen, den „teuren“ Neueinkauf endlich in Aktion zu erleben.
Das Spiel fängt am Sonntag um 22:05 Uhr an, bevor die Eagles und die Seahawks um 22:25 Uhr ihren Luftkampf und das vermeintlich bessere Spiel beginnen.
Um diese Zeit allerdings hat Pro7maxx den köstlichen Humor, den „Kracher“ Patriots at 49ers zu übertragen. Ein 7-2 Team gegen ein 1-8 Team. Dämlicher geht es wirklich nicht.

Quarterback Tony Romo wünscht seinem Nachfolger viel Glück.
Der ehemalige Starter der Cowboys verlas bei einer Pressekonferenz eine Erklärung, in der er Dak Prescott als Starter für den Rest der Saison beglückwünscht.
Fragen beantwortete Romo nicht.
Es fiel dem Quarterback sichtlich schwer, anzuerkennen, daß er ins zweite Glied wechseln muß. Am Sonntag soll Romo seine neue Rolle als Ersatz- Quarterback der Cowboys antreten. Immerhin las er ab, daß Prescott es verdient hat, für den Rest der Saison als Starter weiterzumachen, nach acht Siegen in Folge. „So hart es für mich ist, das zu sagen, er hat sich das Recht verdient,“ sagte Romo. „Er hat das Team zu 8-1 Siegen geführt und das ist sehr schwierig.“
An sein Karriereende denkt Romo noch nicht. Er möchte nicht, daß die Cowboys wegen ihm aus dem Rhythmus gebracht werden, aber für nächste Saison würden die Karten neu gemischt, meinte er.
Sieht Teambesitzer Jerry Jones das auch so?
Nun, der sah in seiner Kristallkugel, daß Romo einmal ein wirklich guter Offensive Coordinator werden könnte.
Schon beim Training letzte Woche gab er Prescott Tips und Anweisungen, die der sofort gekonnt umsetzte.
Hat Jones damit ganz dezent darauf hingewiesen, daß Tony Romos Zeit als teurer und erfolgloser Quarterback in Dallas vorbei ist?

Die Vikings haben Blair Walsh, endlich, gefeuert.
Gegen die Redskins hatte der Kicker erneut einen Extrapunkt vergeben, und das war es dann definitiv für ihn.
Seine Entlassungsbewerbung begann im NFC Wild Card Spiel der letzten Saison gegen Seattle. Da schoß er einen Field Goal Versuch aus 27 Yards links an den Stangen vorbei. Minnesota verlor 9:10.
2016 verschoß er vier von 16 Field Goal Versuchen und vier Extrapunkte.
Sein Nachfolger soll Kai Forbath werden, wie es heißt.

Die Seahawks feuerten Christine Michael.
Er spielte seit Woche zwei für den verletzten Thomas Rawls, der am Sonntag wieder einsatzbereit sein soll.
In dieser Zeit brachte Michael es auf 117 Läufe für 469 Yards und 6 Touchdowns.

„BUUUUUHHH“
Auf dieses Geräusch bereiten sich die Texans und die Raiders vor. Dieser Missfallenslaut wird erwartet, wenn beim nächsten Monday Night Football Spiel die Nationalhymne der USA im Azteken Stadion in Mexico City gespielt wird.
Die Mexikaner sind nicht sehr erfreut darüber, daß der gewählte Präsident der USA die ganze Grenze zwischen den Staaten mit einer hohen Mauer absichern will., die von Mexico bezahlt werden soll.
Abgesehen davon, daß nach einer Wahl kaum etwas so heiß gegessen wird, wie es vorher gekocht wurde, hatte Donald Trump schon so einige Gemeinheiten gegenüber Latinos fallen lassen. Und was die davon halten, das wollen sie am Montag lauthals kundtun.

Der Lazarettreport
Denvers Cornerback Aqib Talib kann wieder am Training teilnehmen. Zwei Spiele hatte er wegen einer Rückenverletzung verpaßt.
Nach Denvers Freiwoche kann er wieder mitmischen.

Steelers Defensive End Cameron Hayward gab bekannt, daß die Saison für ihn beendet ist.
Er hat einen gerissenen Brustmuskel, den er sich in der Niederlage gegen Dallas zuzog.

Dienstag, 15. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 10 - Der Montag
coughlin-tom-sb-trophyDas Beste kommt zum Schluß...
...leider nicht immer. Zwar ist es oft so, daß zwei gleichschlechte Teams ein gutes Spiel abliefern, aber das war in dieser Nacht bedauerlicherweise nicht der Fall. Spannend, ja; gut, nein.
Zwei herausragende Fakten zu diesem Spiel: In der Halbzeitpause wurde Ex- Head Coach Tom Coughlin (Bild) in den Ring der Ehre der Giants aufgenommen.
Und Wide Receiver Odell Beckham jr. übersprang in seinem 36. Spiel die Marke von 3.500 Passyards. So schnell hat noch kein Receiver vor ihm diese Marke übersprungen. Bisheriger Rekordhalter war Lance Alworth von den Chargers, der aber 37 Spiele dafür brauchte.
In diesem Spiel fing Beckham jr. 10 Pässe für 97 Yards und 1 Touchdown.
Der Mut seines Head Coaches Ben McAdoo, der sich in dieser Saison noch nicht übermäßig mit Ruhm bekleckert hat, zahlte sich aus. Im letzten Viertel stand es 20:14 für die Bengals. Die Giants standen an Cincis neun und hatten einen dritten Versuch und neun. Damit kamen sie aber nur bis an die drei. McAdoo ließ den vierten Versuch ausspielen und Quarterback Eli Manning traf Rookie Wide Receiver Sterling Shepard in der Endzone.
Der Extrapunkt saß und damit stand das Endergebnis von 21:20 für die Giants fest.
Sehen wir uns mal die Bilanzen der beiden Quarterbacks an:
Eli Manning: 28 von 44 für 240 Yards, 3 Touchdowns, 2 Interceptions
Andy Dalton: 16 von 29 für 204 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception
Doch es war die Defense, die endlich ihre Arbeit für die New Yorker tat. Vor dem Spiel lag die $200 Millionen Defense mit nur 11 Sacks abgeschlagen auf dem letzten Platz. In dieser Nacht konnten sie Dalton aber dreimal unter sich begraben und taten endlich was für ihr Geld. Mit 14 Sacks liegen sie aber immer noch auf dem letzten Platz.
New York konnte mit dem Sieg an den 8-1 Cowboys dranbleiben. Sie verbesserten sich auf 6-3 und spielen als nächstes gegen die 2-7 Bears und die 0-10 Clowns. Beide Spiele könnten machbar sein.
Die Bengals fielen dagegen auf 3-5-1 und können nur hoffen, daß ihnen in der schlechten AFC North niemand davonläuft. Tabellenführer Baltimore steht mit nur 5-4 Siegen vor Pittsburgh mit 4-5. Beide Teams könnten noch abgefangen werden. Cincinnati hat es dabei sogar selber in der Hand, den Konkurrenten Niederlagen beizufügen, sie spielen noch einmal gegen die Steelers und zweimal gegen Baltimore.

Kurzberichte
Ben Roethlisberger bemängelt Disziplin und Verantwortung in seiner Mannschaft. Damit geht der Quarterback der Steelers indirekt Head Coach Mike Tomlin an, der dafür ja verantwortlich ist.
Außerdem spürt Big Ben keine Energie im Team. Seinen Spielerkollegen fehlt die Motivation, meinte Roethlisberger.
Vielleicht täte dem Team ein Trainerwechsel gut?
Zwar gewann Tomlin zum Beginn seiner Amtszeit in Pittsburgh, 2007, zweimal den Super Bowl, doch dabei profitierte er noch von der guten Arbeit seines Vorgängers Bill Cowher. Im Laufe der Jahre unter Tomlins Einfluß ließen die Steelers doch immer mehr nach.

Der Chef hat gesprochen, Tony Romo wird nächsten Sonntag als Ersatzmann von Dak Prescott auf der Bank sitzen.
Cowboys Besitzer Jerry Jones war da vor einigen Wochen noch anderer Meinung, aber 8-1 Siege mit dem Rookie Quarterback haben seine Meinung wohl geändert.
Dallas hat damit einen sehr guten, und sehr teuren, Ersatzmann hinter Prescott, und das ist gut so. Man muß ja immer damit rechnen, daß dem Starter etwas passiert.

Wo wir gerade bei den Steelers und den Cowboys sind.
Cowboys Running Back Ezekiel Elliott hatte ein biblisches Erlebnis in dem Spiel. Er beschreibt seinen 32 Yards Lauf zum Sieges- Touchdown so: „Die Verteidiger vor mir teilten sich, wie das Rote Meer. Ich mußte nur noch da durch laufen.“
Und wirklich, wenn man sich die Szene noch mal ansieht, sieht es genau so aus.

Es war kein Weckruf.
Selbst die blamable Niederlage der Packers in Tennessee konnte dem Team und Head Coach nicht die Augen öffnen.
Immerhin wäre, so meinte Head Coach McCarthy am Montag vor der Presse, er ein sehr erfolgreicher Head Coach. Doch damit lebt er in der Vergangenheit.
108-60-1 Siege in der Saison, zwei NFC Endspiele und ein Super Bowl Sieg unterstreichen das. Doch in der Gegenwart sieht es dunkel aus. Mit 4-5 Siegen siechen die Packers vor sich hin. Und was sagt McCarthy dazu: „Ich mache mir keine Sorgen um die Packers.“
Damit steht er im Kontrast zu den Fans, die nämlich den Panikknopf nach der horrenden Niederlage gegen die Titans gedrückt haben.
McCarthy weiter: „Ich konzentriere mich jetzt auf das nächste Spiel. Gestern haben wir offensichtlich nicht das Ergebnis erreicht, das wir wollten.“
Ja ist der Mann denn nicht mehr ganz bei Trost?
Fehlt noch, daß Quarterback Rodgers kommt und „R-E-L-A-X sagt.

Bears Wide Receiver Alshon Jeffery wurde für vier Spiele suspendiert. Er hat verbotene Substanzen zu sich genommen.
Die vier Spieltagschecks, die ihm dafür entgehen, summieren sich auf $3,64 Millionen.

War es doch der Wahlkampf?
Jedenfalls schossen die Einschaltquoten für das Sunday Night Football Spiel der Seahawks in New England durch die Decke.
Vorher hatte schon das Spiel der Cowboys in Pittsburgh 34% der TV-Zuschauer, die zu dieser Zeit vor dem Fernseher saßen, zu FOX gelockt.
Es liegt also nicht am schlechten Spiel der Teams in dieser Saison... oder doch???
Immerhin bot das FOX Spiel zwei der beliebtesten Mannschaften der NFL und auf NBC bekämpften sich zwei der momentan besten Teams der Liga.
Es könnte also auch daran gelegen haben.
Wo wir gerade bei Sunday Night Football sind.
In Woche 12 stand die Partie der Patriots bei den Jets auf dem Programm. Da sich die Jets allerdings aus der Riege der ernstzunehmenden Teams katapultiert haben, wollte NBC diesen Quotenkiller nicht mehr haben und zeigt statt dessen Chiefs (7-2) at Broncos (7-3).
Die Patriots spielen um 22:25 Uhr gegen die Jets. Es ist selten, daß ein New Yorker Team aus der Primetime geschmissen wird. Immerhin ist es der größte TV Markt der USA. Aber selbst die New Yorker dürften die lahmen 3-7 Jets satt haben.

Die Browns rechnen damit, daß Robert Griffin III noch in dieser Saison wieder zum Einsatz kommen könnte.
Der Quarterback hat seine gebrochene Schulter soweit ausgeheilt, daß er zum Beginn der Playoffs wieder einsatzbereit sein könnte.
Moment, Playoffs?
0-10?
Ist wohl ein bißchen spät.

Philip Rivers sagte nach der Niederlage gegen die Dolphins, daß Miami das Spiel nicht gewonnen hätte, sondern er ganz alleine verloren hat.
Der Quarterback erzielte zwar seinen 300. Touchdown in der Karriere, aber die Aufnahme in diesen exklusiven Club wurde ihm verhagelt.
Miami führte 21:17, als es ins letzte Viertel ging. Das ist keine uneinholbare Führung. Aber nur, wenn man keine vier Interceptions in diesem Viertel wirft. Und genau das tat Rivers.
Vier Interceptions waren des Schlechten dann doch zu viel.
Der Quarterback entschuldigte sich bei seinen Teamkollegen für sein schlechtes Spiel.

Der Lazarettreport
Patriots: Tight End Rob Gronkowski glaubt, daß er eine punktierte Lunge hat. Er könnte einige Spiele ausfallen.

Vikings: Offensive Tackle Jake Long, Achillessehne, Saison beendet.
Cornerback Xavier Rhodes, Gehirnerschütterung
Linebacker Eric Kendricks, Hüfte

Bears: Offensive Lineman Kyle Long, Sprunggelenk, Saison beendet.
Running Back Jordan Howard, Achilles oder Knöchel, er wird noch genauer untersucht.

Rams: Defensive End Robert Quinn, wurde nach der Rückkehr nach Los Angeles mit einer nicht näher erklärten Krankheit ins Krankenhaus gebracht.

Giants: Offensive Lineman Brett Jones, Wade
Wide Receiver Dwayne Harris, Zeh.

Bengals: Defensive End Wallace Gilberry, Wade.

Chargers: Defensive Lineman Brandon Mebane, gerissener Bizeps, Saison beendet.
 Cornerback Brandon Flowers, Gehirnerschütterung

Panthers: Punter Andy Lee, Oberschenkel, Saison beendet

Packers: Linebacker Jake Ryan und Guard T.J. Lang, beide mit Knöchel
Offensive Tackle David Bakhtiari. Knie

Buccaneers: Center Evan Smith Knie

Jaguars: Wide Receiver Marqise Lee, Knöchel

Rams: defensive End Eugene Sims, Gehirnerschütterung

Eagles: Cornerback Nolan Carroll, Gehirnerschütterung

Falcons: Punter Matt Bosher, Oberschenkel

Steelers: Safety Shamarko Thomas, Leiste
Linebacker Steven Johnson, gebrochenes Sprunggelenk, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Cowboys: Tight End Geoff Swaim, Brust, einige Wochen Pause.

Montag, 14. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 10 - Der Sonntag
mariota-marcus2Was für ein Spieltag.
Endlich!
Fangen wir mit den Versagern des Sonntags an, die gegen drei goldene Regeln verstoßen haben. Regel 1) Du darfst nicht gegen die Titans verlieren. Regel 2) Du darfst erst Recht nicht gegen die Titans verlieren, wenn Du Green Bay bist. Regel 3) Wenn Du schon Green Bay bist und trotzdem gegen die Titans verlierst, laß Dich wenigstens nicht abschlachten.
Die Green Bay Packers haben gegen alle drei Regeln verstoßen. Vielleicht war das ein heilsamer Schock für die Realitätsverweigerer, die in letzter Zeit nur noch Käse produzierten, das aber absolut nicht wahrhaben wollen.
Eine 25:47 Niederlage gegen ein Team aus der AFC South und die zweite Niederlage gegen ein Team aus dieser schlechtesten aller Divisionen in Folge, das sollte selbst dem letzten Zweckoptimisten in Green Bay die Augen öffnen.
Daß Tennessee gewinnen wollte, bewiesen sie direkt beim Kickoff, einem Onsidekick. Der wurde zwar von Green Bay erobert, aber es war klar, wer das Spiel mehr gewinnen wollte.
Die Packers agierten gewohnt bräsig und Tennessee trumpfte auf.
Running Back DeMarco Murray erzielte einen Lauftouchdown, und er warf einen. Auf dem Boden erzielte er mit 17 Läufen 123 Yards.
Sein Quarterback Marcus Mariota (Bild) blieb gestern mal ohne Fehler und kam zu einer Bilanz von 19 von 26 für 295 Yards und 4 Touchdowns.
Der beste Läufer der Packers James Starks erzielte in sieben Läufen 33 Yards und landete damit knapp vor Quarterback Aaron Rodgers mit 27 Yards aus drei Läufen.
Rodgers Bilanz als Quarterback: 31 von 51 für 371 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Mit 4-5 Siegen liegen die Packers knapp auf Platz drei der NFC North hinter den Vikings und Lions mit jeweils 5-4.
Tennessee bleibt mit 5-5 Siegen hartnäckigster Verfolger der Houston Texans, die erwartungsgemäß gegen Jacksonville gewannen.
In der NFC North hatten die Lions spielfrei und die Vikings verloren gegen die Redskins und setzten ihre Talfahrt fort.

Zweimal hieß es gestern AFC West gegen NFC South.
Die Denver Broncos spielten in New Orleans und die Kansas City Chiefs in Carolina.
Und beide Spiele endeten mit fantastic finishes, wie es so schön heißt.
In New Orleans bewahrheiteten sich die Prognosen, daß die schlechte Defense der Saints mit der unterdurchschnittlichen Offense der Broncos mithalten konnte.
Die Top-Offense der Saints hatte Probleme mit der Top-Defense Denvers.
Und so kam es zu einem äußerst sehenswerten und munteren Spiel. Zur Halbzeit stand es 10:3 für die Broncos.
Das dritte Viertel gehörte den Saints und mit 17:10 für New Orleans ging es ins letzte Viertel.
Hier konnte Denver mit 23:17 in Führung gehen, bevor es wahnsinnig wurde (als wenn es das bis dahin nicht schon gewesen wäre).
88 Sekunden vor Spielende glich New Orleans durch einen Touchdownpass über 32 Yards von Brees auf Cooks aus. Jetzt nur noch schnell den Extrapunkt anbringen und Denver in der restlichen Zeit stoppen.
Nicht so schnell!
Simmons sprang über den Center und blockte den Kick. Parks nahm den Ball auf und sprintete in Richtung Saints Endzone. Dabei berührte er zwar die Auslinie leicht, doch das wurde von den Schiedsrichtern übersehen. Der Videobeweis lieferte kein klares Bild, das diese Fehlentscheidung hätte korrigieren können.
Zwei Punkte für die Broncos, und die Saints mußten den Ball danach ankicken.
Broncos Quarterback Siemian kniete danach zweimal ab und die Broncos gewannen 25:23.
Siemians Bilanz: 25 von 40 für 258 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Drew Brees: 21 von 29 für 303 Yards, 3 Touchdowns, 2 Interceptions.
Damit fielen die Saints auf 4-5 Zurück und bleiben hinter den 6-4 Falcons, die in Philadelphia verloren. Selbst die Buccaneers, die den Bears das Fell abzogen, liegen mit 4-5 knapp vor den Saints.
Denver konnte sich auf 7-3 steigern und blickte auf das Ergebnis aus Carolina.

Und das Ergebnis von dort kam auch durch eines dieser fantastic finishes zustande.
Was die Broncos vom Parallelspiel zunächst hörten, war sehr positiv. 17:0 führten die Panthers, bevor KC kurz vor der Halbzeit zu einem Field Goal kam.
Mit einer 17:6 Führung für die Panthers ging es ins letzte Viertel.
Einen abgefangenen Paß von Chiefs Eric Berry und eine Zweipunkteumwandlung später stand es 17:14.
Berry trug den abgefangenen Paß über 42 Yards in Carolinas Endzone zurück und muß sich dabei gefühlt haben, wie eine Flipperkugel.
Mitte des letzten Viertels glich Chiefs Kicker Carlos Santos aus 33 Yards zum 17:17 aus.
29 Sekunden vor Spielende starteten die Panthers einen Drive von der eigenen 20, der ja nur in Field Goal Reichweite hätte führen müssen.
Cam Newton traf Kelvin Benjamin mit einem Paß über 14 Yards. Chiefs Cornerback Marcus Peters riß Benjamin den Ball aus den Händen und Kansas City war bereits in Field Goal Reichweite. Mit Null Sekunden auf der Uhr segelte Santos Kick aus 37 Yards über die Querstange und sicherte den Chiefs den 20:17 Sieg.
Kansas City und die spielfreien Raiders führen die AFC West mit 7-2 Siegen an.
Carolina spielt mit 3-6 Siegen um einen guten Platz in der Draft.
Die Chargers verloren Zuhause mit 24:31 gegen Miami und sind mit 4-6 Siegen ziemlich abgeschlagen.

So viel zu einer äußerst gelungenen Frühschicht der Sonntagsspiele.
In der Spätschicht kam es zu einem Klassiker: Dallas at Pittsburgh. Die Ausgangslage war klar, Pittsburgh mußte gewinnen, um an der Ravens dranbleiben zu können.
Mit einem gesunden Quarterback Ben Roethlisberger und einer dezimierten Paßabwehr der Cowboys war die Marschrichtung klar - tiefe Pässe bis zum geht nicht mehr.
Dallas konnte nur hoffen, daß die Rookiesensationen der zwei Otts, Prescott und Elliott, Dallas im Spiel halten könnten.
Um es sofort loszuwerden, auch hier war das finish fantastic.
Es war super, daß das Spiel nicht nur hielt, was es versprach, sondern sogar noch besser war, als man erhofft hatte.
Es ging auch gleich gut los für Pittsburgh. Cowboys Quarterback Dak Prescott wurde im dritten Spielzug gesackt und verlor den Ball.
Die Steelers konnten aus diesem Geschenk ihren ersten Touchdown machen. Big Ben traf LeVeon Bell aus zwei Yards. Der Zweipunkteversuch mißlang.
Um es gleich loszuwerden. Pittsburgh versuchte in diesem Spiel vier Zweipunkteversuche und alle mißlangen.
Zur Halbzeit lagen die Steelers nur knapp mit 15:13 in Führung. Dallas bewies, daß seine 7-1 Siege nicht aus dem Nichts kamen.
Insgesamt gab es in diesem Spiel sieben Führungswechsel. Das hatte es bis dahin in dieser Saison noch in keinem Spiel gegeben.
73 Sekunden vor dem Ende dieses hart umkämpften Spiel gingen die Steelers mal wieder in Führung. Paß von Roethlisberger auf Antonio Brown aus 15 Yards, 30:29 Pittsburgh, da auch hier eben, wie bei allen Touchdowns zuvor, der Zweipunkteversuch mißlang. Zu diesem Touchdown kamen die Steelers, weil Roethlisberger den Dan Marino machte. Wie der Hall of Fame Quarterback der Dolphins vor vielen Jahren, tat Roethlisberger so, als wolle er den Ball spiken als man die 15 der Cowboys erreicht hatte. Doch Roethlisberger paßte dann den Ball zu Brown in die Endzone.
Mit nur noch 42 Sekunden auf der Uhr kam Dallas an der eigenen 25 noch mal an den Ball. Hilfreich war, daß die Cowboys noch alle drei Auszeiten hatten. So konnte man Spielzüge durch die Mitte versuchen, und nicht nur über Außen.
Und Dak Prescott führte Dallas an Pittsburghs 32 mit noch 15 Sekunden auf der Uhr und einer Auszeit in der Hinterhand. In Field Goal Reichweite war man also schon. Doch Kicker Dan Bailey mußte nicht auf den Platz. Prescott gab den Ball an Running Back Ezekiel Elliott und der lief unberührt über 32 Yards in die Endzone.
Auch hier klappte der Zweipunkteversuch nicht, und Dallas führte mit 35:30.
Neun Sekunden blieben den Steelers, denen aber die Zeit davonlief.
Dallas hat jetzt 8-1 Siege. Das letzte Mal, daß sie mit 8-1 in eine Saison starteten war 1977. Damals mit einem Rookie Running Back namens Tony Dorsett. Dallas gewann in der Saison den Super Bowl gegen Denver.
Jetzt also Ezekiel Elliott.
Sehen wir uns seine Bilanz an: 21 Läufe für 114 Yards, 2 Touchdowns, 2 gefangene Pässe für 95 Yards, 1 Touchdown.
Wie sah es bei Pittsburghs LeVeon Bell aus, der vor der Saison als bester Running Back der Liga angesehen wurde: 17 Läufe für 57 Yards, 1 Touchdown, 9 gefangene Pässe für 77 Yards, 1 Touchdown.
Ein klarer Sieg für den Rookie.
Und die Quarterbacks?
Dak Prescott: 22 von 32 für 319 Yards, 2 Touchdowns
Ben Roethlisberger: 37 von 46 für 408 Yards, 3 Touchdowns.

Und dann kam da ja noch das Sunday Night Football Spiel der Seahawks in New England.
Gab es da auch wieder so ein fant...
Ja, gab es!
Seattle war das dominante Team. Die Offense der Patriots fand nicht genug Lücken in der Verteidigung, die durch den Ausfall von Michael Bennett zwar als geschwächt galt, das aber keinesfalls war.
So kam es nicht zur Familienzusammenführung von Patriots Tight End Martellus mit seinem Bruder.
Auch in diesem Spiel wechselten die Führungen sieben mal. Sollte einer acht gezählt haben, dann habe ich mich vielleicht verzählt, kann sein.
Kommen wir beim Stand von 31:24 für Seattle zur Zweiminutenwarnung. Die Patriots haben den Ball an Seattles 24.
Sie kämpfen sich weiter nach vorne und kommen bis an die 1 Seattles. 2. Versuch, 37 Sekunden, Running Back LeGarrette Blount wird gestoppt.
3. Versuch, 19 Sekunden, Quarterback Tom Brady verliert den Ball, kann ihn aber selber erobern.
4. Versuch, 14 Sekunden, jetzt von der 2. Es gab eine Strafe gegen Seattle.
Deshalb noch ein 4. Versuch von der 1, 14 Sekunden, Brady paßt nach links in die Endzone zu Rob Gronkowski. Der rennt einen Verteidiger um und sucht vergeblich nach der Flagge, weil er sich behindert fühlte. Doch die Flagge blieb aus, wie so oft schon in dieser Saison zugunsten der Seahawks.
In den restlichen 11 Sekunden konnte Seattle nicht mehr zu einem Ballverlust verleitet werden und so verloren die Patriots im eigenen Stadion mit 24:31.
In der Tabelle macht das noch nichts, denn mit 7-2 liegt New England immer noch vor den 5-4 Dolphins, die in San Diego gewannen.
Seattle hat jetzt einen 6-2-1 Vorsprung vor den 4-4-1 Cardinals.

Das soll es dann für heute gewesen sein. Den Lazarettreport reiche ich morgen nach.
Ein toller Spieltag wartet jetzt noch auf ein fantastic finish in New Jersey, wo die Bengels gegen die Giants spielen.

Sonntag, 13. November 2016

Kurzberichte
brees-drew-400Die Saints sind mit 0-3 Siegen in die Saison gestartet, haben sich aber auf 4-4 hochgekämpft.
Heute sind die Broncos zu Gast, die eine Offense haben, gegen die sogar die schlechte Defense der Saints etwas ausrichten kann.
Auf der anderen Seite hat die einst starke Defense der Broncos etwas von ihrem Schwung verloren. Und Saints Quarterback Drew Brees (Bild) liegt mit 2.688 Passyards in dieser Saison auf Platz zwei der Statistik. Er vervollständigt über 70% seiner Pässe und seine 21:5 Touchdown/Interception Bilanz bedeutet auch Platz zwei in der Statistik, beide Male hinter Atlantas Ryan. 12 mal wurde er bisher gesackt, damit liegt er vor Matt Ryan, der 22 mal unter Verteidigern begraben wurde.
Die Saints Offense ist wieder da, wo sie hingehört, auf Platz eins der Liga. Da käme die Defense der Broncos gerne mal wieder hin. Vielleicht kann sie heute zu alter Stärke zurückfinden. Nötig wäre es. Aber ohne Cornerback Aqib Talib und Defensive End Derek Wolfe..?
Vielleicht wird das kein Shoot Out heute Abend, aber unterhaltsam dürfte es auf jeden Fall werden.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht... und deshalb wurde auf dem offiziellen Briefpapier der Stadt Cleveland eine Parade für die Browns angekündigt, wenn sie mit 0-16 Siegen durch die Saison gehen.
Am 7. Januar soll die erfolglose Saison „gefeiert“ werden.
Auf Facebook findet die Idee unter #GPODAWUND schon begeisterte Anhänger. 3.000 haben bis Samstag schon den Like Daumen angeklickt.
Man wird sehen, ob sich da jemand einen Bogen Papier aus dem Rathaus mitgenommen hat, um sich einen Scherz zu machen der dann eine Eigendynamik entwickelte, oder ob die Sache ernst gemeint ist?
Und wenn die Parade stattfinden sollte, werden die Fans am Straßenrand dann die berühmten braunen Tüten über den Köpfen tragen?
Head Coach Hue Jackson dürfte von dem Aufruf wenig begeistert sein. Im Lauf der Woche sagte er noch, daß es ihm sehr auf den Magen schlägt, wie sein Team abschneidet. Er meinte, daß er ein Gewinnertyp wäre und niemals hätte er sich träumen lassen, daß ein Team unter seiner Führung so schlecht sein könnte.
Ist es aber, und lächerlich ist es obendrein.

Hall of Fame Mitglied Cris Carter hat eine klare Meinung zu Jared Goff.
Der ehemalige Star- Wide Receiver der Vikings glaubt, daß die Rams sich mit dem Rookie eine Niete gezogen haben.
Wer, außer der Familie von Case Keenum, würde sagen, daß er ein NFL Quarterback ist? fragt sich Carter.
„Und warum spielt dann die Nr. 1 der letzten Draft nicht?“ fragt sich Carter weiter. „Weil sie es verbockt haben,“ reicht er in seinem Radiointerview die Antwort nach. „Sie sollten es zugeben. Wir machen doch alle Fehler.“
Als die Rams letzte Woche in ihrem Heimspiel gegen die Panthers uninspiriert und ineffektiv auftraten, riefen die Fans nach Jared Goff, doch Head Coach Jeff „7-9“ Fisher blieb stur. Er hält sich für einen guten NFL Head Coach und von dieser Meinung läßt er sich durch Fakten und Tatsachen nicht abbringen. Fisher weiß, was er tut, glaubt er.
In der Pressekonferenz am Montag meinte Fisher, daß er mit der momentanen Situation zufrieden ist. Er sagte, daß Goff weiter an sich arbeitet und Fortschritte macht... Nach Woche neun... arbeitet er und macht Fortschritte... während die Rookies aus Dallas und Philadelphia ihren Teams zu Fortschritten verhelfen.
Mit 3-5 Siegen sind die Rams NOCH im Playoffrennen. Rein rechnerisch können sie noch auf 11-5 kommen.
Wer lacht da?
Carter glaubt, daß Goffs Zeit kommt, wenn die Rams aus dem Playoffrennen ausgeschieden sind. Das kann so lange nicht mehr dauern, auch wenn sie heute gegen die Jets eventuell als Sieger vom Platz gehen können. Die Jets sind mindestens so schlecht, wie die Rams. Aber es kommen ja auch noch die Saints, die Patriots und die Falcons als Gegner, um nur einige zu nennen.
Auf der anderen Seite geht es noch gegen die Dolphins, 49ers und Cardinals, die selber zu den Punktelieferanten gehören. Also sieht es doch gar nicht so furchtbar düster für Los Angeles aus, und Goff wird 2016 vielleicht doch nicht mehr zum Einsatz kommen, um Case Keenum abzulösen. Den Case Keenum, der 15 seiner 23 Starts in der Karriere verloren hat, der mehr Interceptions (11) hat, als Touchdowns (9), der auf Platz 28 der Statistik steht.
Jared Goff muß im Training sehr schlecht aussehen, wenn Jeff Fisher in ihm nicht die bessere Alternative sieht.

Zwei Teams holten noch schnell Verletzte von der PUP Liste.
Die Patriots aktivierten Running Back Dion Lewis. Er hat zwei Knieoperationen hinter sich.
Gegen die Seahawks könnte er schon wieder eingesetzt werden.
Die Steelers aktivierten Tight End Ladarius Green. Nach seiner Knöchelverletzung soll er heute gegen Dallas bereits wieder eingesetzt werden.

Samstag, 12. November 2016

Zur Kasse bitte
SHERMAN-RICHARDNa, das war ja mal preiswert. Dafür, daß Seahawks Cornerback Richard Sherman (Bild) versucht hat, die Saison oder sogar die Karriere von Bills Kicker Dan Carpenter zu beenden, ist er sehr billig davongekommen.
Lächerliche $9.115 kostete ihn seine unsportliche Aktion.

Da kam Travis Kelce der Wurf seines Handtuchs in Richtung eines Schiedsrichters deutlich teurer. Dafür muß der Tight End der Chiefs $24.309 zahlen.
Mit Wattebäuschen schmeißen wird also höher bestraft, als der absichtliche Angriff auf die Knie eines Gegenspielers.
Chiefs Defensive Back Daniel Sorensen muß $9.115 für einen späten Angriff außerhalb des Feldes zahlen.

$9.115 müssen auch Browns Center Cameron Erving und Cowboys Defensive Tackle David Irving jeweils zahlen. Sie kloppten sich auf dem Platz und wurden beide aus dem Spiel geworfen.

Horse Collar Tackles kosten $18.231. Das erfuhren Andre Branch, Dolphins; Quinton Patton, 49ers; und William Hayes, Rams.

Cornerback Buster Skrine und Defensive Lineman Sheldon Richardson von den Jets müssen jeweils $9.115 wegen übertriebener Härte zahlen. Das müssen auch D.J. Fluker und Dexter McCoil von den Chargers zahlen.

Die Liga sah sich auch wieder angeblich illegale Angriffe auf Panthers Quarterback Cam Newton an, der sich ja bitterlich beschwert hatte, daß man ihn nicht genug schützt.
Doch keiner der beiden Rams Verteidiger, Aaron Donald und Mark Barron, die Newton illegal berührt haben sollten, wurde bestraft.

Kurzberichte
Ramon Foster, Guard der Pittsburgh Steelers, gehört zu den eifrigsten Kämpfern für die Legalisierung von Marihuana. Für ihn ist die Droge eine hervorragende Alternative zu den handelsüblichen Schmerzmitteln, von denen viele abhängiger machen, als Marihuana. In vielen Schmerzmitteln von Big Pharma sind Opioide, die viel eher zur Sucht führen, als Marihuana, sagt Foster. Er würde lieber etwas Marihuana rauchen, als ein Mittel nehmen, das der Vetter des Heroins ist.
Die Spielergewerkschaft NFLPA hat ein Komitee gegründet, das den möglichen Gebrauch von Marihuana in der NFL untersuchen soll. Doch in Fosters Augen kämpft die Gewerkschaft nicht hart genug.
Die Liga bleibt ja standhaft bei ihrem Standpunkt gegen Marihuana, obwohl die Droge in vielen US Bundesstaaten legalisiert wird.
Doch der Tarifvertrag zwischen der NFL und der NFLPA wurde abgeschlossen, bevor medizinisches Marihuana legalisiert wurde. Heute lägen ganz andere Studien dazu vor, als damals, deshalb müsse man die neuen Forschungsergebnisse bei der NFL akzeptieren, und dafür kämpft Foster.
Noch steht die NFL eisern zu ihrer Ablehnung und beruft sich dabei auf das Bundesgesetz. Das ist, entgegen der Freigabe in einzelnen Staaten, immer noch Kontra Marihuana.
Aber ein wenig Bewegung kommt doch in die Sache. „Die Liga arbeitet mit medizinischen Experten zusammen, die ständig die neuesten Untersuchungsdaten auswerten,“ sagte Ligasprecher Brian McCarthy.

Cowboys Defensive End Randy Gregory steht ganz kurz davor, für ein Jahr suspendiert zu werden.
Er wurde erneut der Einnahme verbotener Substanzen überführt.
Momentan ist er bis nach Woche 15 suspendiert. Sehr wahrscheinlich wird er in dieser Saison nicht mehr spielen dürfen.

Tony Romo ist nicht böse, wenn man ihn zum Ersatzmann macht, wenn er wieder einsatzbereit ist.
Der Quarterback der Cowboys sieht sich als Teamplayer, und deshalb soll das beste Team auf dem Platz stehen. Und zur Zeit wäre die Offense, so wie sie spielt, wohl das beste.
Wann Romo nach seinem gebrochenen Rücken wieder wird spielen können, steht noch nicht fest. Trainieren kann er bereits ohne Einschränkungen.

Der Lazarettreport
Die Packers werden auch in der dritten Woche in Folge auf Clay Matthews verzichten müssen.
Seine Oberschenkelverletzung läßt seinen Einsatz immer noch nicht zu.
Wide Receiver Randall Cobb hat seine Oberschenkelverletzung auskuriert und kann spielen.

Chiefs Linebacker Justin Houston macht die Reise nach Carolina doch noch nicht mit.
Er meldete sich nach seinem Kreuzbandriss in dieser Woche wieder zum Training zurück. Einsatzbereit ist er noch nicht wieder.
Auch Wide Receiver Jeremy Maclin ist raus.

Falcons: Running Back Tevin Coleman, Tight End Jacob Tamme und Cornerback Desmond Trufant sind nicht einsatzbereit.

Hier eine Aufzählung weiterer Spieler, die definitiv raus sind:

Eagles: Guard Allen Barbre

Steelers: Wide Receiver Darrius Heyward-Bey und Running Back DeAngelo Williams

Jets: Center Nick Mangold

Broncos: Cornerback Aqib Talib und Defensive End Derek Wolfe s

Cardinals: Safety Tyrann Mathieu .

Cowboys: Safety Barry Church und Cornerback Morris Clayborne

Vikings: Defensive Tackle Sharrif Floyd und Cornerback Marcus Sherels

Freitag, 11. November 2016

Kurzberichte
bell-leveon
Am Sonntag steht ein echter Klassiker auf dem Programm, ein Spiel das man auf keinen Fall verpassen darf: Dallas at Pittsburgh.
Kein anderes Spiel an diesem Tag hat so viel NFL Geschichte zu bieten, wie dieses.
Nun haben sich die Zeiten sehr verändert, seit Dallas und Pittsburgh die Liga beherrschten, aber es ist und bleibt ein echter Klassiker.
Steelers Running Back LeVeon Bell (Bild) sagte, daß man eh niemanden unterschätzen würde, und das beste Team der NFC, das sieben Spiele in Serie gewonnen hat, erst Recht nicht.
LeVeon Bell, vor der Saison als der wohl beste Running Back der Liga gehandelt, liegt momentan weit hinter der Rookiesensation Ezekiel Elliott zurück. In acht Spielen erzielte Elliott 891 Laufyards, Bell in fünf Spielen 376. Macht 111,4 Yards/Spiel für Elliott und 75,2 für Bell.
Und auch insgesamt läuft es wieder nicht so rund für die Offense der Steelers, wie gedacht. Wieder tönten sie vor der Saison, daß man wenigstens 30 Punkte pro Spiel erzielen würde, wieder ist man weit davon entfernt. Nach der Horrorvorstellung letzten Sonntag gegen Baltimore empfängt Pittsburgh Dallas mit einer Niederlagenserie von drei Spielen. Das aber hat das Selbstvertrauen in der Mannschaft nicht erschüttert. Die Steelers glauben fest an einen Sieg. „Wir werden keine Parade veranstalten, wenn wir die Cowboys schlagen, das ist es, was wir erwarten,“ meinte Bell. Sein Ersatzmann, der Bell in den ersten Spielen der Saison so gut vertrat, DeAngelo Williams, wurde an einem Knie operiert und fällt etwa drei Wochen aus.
Wir, als neutrale Beobachter und als Fans eines der Teams würden uns freuen, wenn es hart, spannend und mit einem knappen Sieg für Dallas ausgeht.
So viel zur Neutralität des Berichterstatters.
Die Buchmacher sehen die Steelers übrigens als 2 ½ Punkte Favoriten.
Und danach gibt es ja noch das Spiel der Seahawks in New England. Auch davon kann man einiges erwarten.
Hoffen wir, das es zwei wirklich gute Spiele werden.

Die NFL hat Informationen von der Polizei in Aventura, Florida, angefordert. Dabei geht es um einen Zwischenfall im Februar, an dem Dallas Running Back Ezekiel Elliott und seine damalige Freundin beteiligt waren.
Ed DuBois, ein Sicherheitsmitarbeiter der NFL, forderte von der Polizei so viele Informationen wie möglich an.
Die Frau wählte 911, weil sie Streit mit Elliott hatte und der handgreiflich geworden sein sollte. Die Polizei nahm den Vorfall auf, entschied sich aber dagegen, Elliott zu verhaften.

NFL Commissioner Roger Goodell glaubt, daß die Kommentare des gewählten Präsidenten Donald Trump, Frauen betreffend, den Bemühungen der Liga im Kampf gegen häusliche Gewalt schaden könnten.
Nun ist es ja nicht so, daß die NFL sich in diesem Kampf bisher mit Ruhm bekleckert hat.
Goodell aber meinte, daß er Trumps Bemerkungen, das Prahlen über das Betatschen von Frauen und der wiederholte Einsatz von abfälliger und frauenfeindlicher Sprache, seiner Familie nur schwer erklären könnte.
Goodell sagte bei einer Rede vor der New York Times' Dealbook Conference, daß er Zwillingstöchter und eine Frau habe, der er diese Sprüche erklären müßte. Trump würde damit nicht zu einem besseren Zusammenhalt in der Nation beitragen. Dazu, daß man sich in der Ehe gegenseitig mehr respektiere, würden die Sprüche des nächsten Präsidenten erst Recht nicht beitragen.

New Orleans Safety Kenny Vaccaro wurde wegen der Einnahme verbotener Substanzen für vier Spiele suspendiert.

Die Schiedsrichter sahen in dem Angriff von Seahawks Cornerback Richard Sherman auf die Knie von Bills Kicker Dan Carpenter nichts Verbotenes.
Die Ligazentrale sah das anders und bestrafte Sherman zu einer Geldstrafe. Über die Höhe wird wohl noch nachgedacht, denn sie wurde noch nicht bekanntgegeben.

Die Ravens schlugen die Browns in dieser Nacht mit 28:7.
Das war das letzte Donnerstagsspiel, das nur auf dem NFL Network gezeigt wurde.
Nächste Woche kann man das Spiel der Saints in Carolina auch wieder kostenlos als Stream bei Twitter sehen, oder über USTVnow natürlich, da es von NBC landesweit übertragen wird.

Der Lazarettreport
Bei den Jets sieht es so aus, als ob Quarterback Ryan Fitzpatrick seine Prellung am linken Knie auskuriert hat. Er soll wohl spielen können.

Bei den Chiefs hat Justin Houston wieder mit dem Team trainiert.
Der Pro Bowl Linebacker hat seine schwere Knieverletzung auskuriert und soll bereits am Sonntag schon wieder eingesetzt werden.

Donnerstag, 10. November 2016

Donald Trump, der Mann, der die USFL killte
trump-donaldEs war einmal eine professionelle Footballliga, die nannte sich USFL, United States Football League. Sie wurde 1982 gegründet.
1983 entdeckte der Selfmade Milliardär Donald Trump (Bild) diese USFL als ein nettes Hobby. Er kaufte sich die New Jersey Generals. Bereits da sah man den immensen Größenwahn Trumps. Der Geschäftsmann wollte, daß die USFL nicht mehr im Frühling spielt, sondern im Herbst. Die Gründer der Liga hatten extra den Frühling als Saison ausgewählt, um der übermächtigen NFL im Herbst nicht in die Quere zu kommen.
Doch Trump hatte den Wahn, der NFL Konkurrenz zu machen, damit die USFL und die NFL sich einmal zusammenschließen würden, so wie es ja bereits mit der AFL und der NFL geschehen war. Die waren ja auch mal Konkurrenten, und bilden heute als AFC und NFC zusammen die NFL.
Wie gesagt, Größenwahn, dein Name sei Trump.
Die anderen Teambesitzer wollten da noch nicht so recht mitmachen. Doch 1986 war es so weit, die USFL wollte in den Herbst wechseln.
Bis dahin hatte sie der NFL bereits einigen Kummer bereitet. Spätere Stars der NFL begannen ihre Karrieren in der USFL, wo sie mehr Geld bekamen. Quarterback Jim Kelly, Running Back Ricky Sanders, Quarterback Doug Flutie, Running Back Herschel Walker und viele, sehr viele andere, gingen in die USFL. Später landeten sie dann doch noch in der NFL, obwohl deren Teambesitzer sich auferlegt hatten, niemals einen Spieler zu verpflichten, der bei der bösen Konkurrenz unter Vertrag war. Aber, man kennt den Spruch von wegen mein blödes Geschwätz von gestern und so weiter.
Trump feuerte die NFL Gehälter speziell mit seinem gewollten Deal mit Lawrence Taylor an. Der Starverteidiger der Giants sollte zu den Generals gelockt werden. Bei den Giants hatte Taylor einen Sechsjahresvertrag über $1,5 Millionen. Er war mit seinem Vertrag sehr unzufrieden. Trump wollte ihm $2,7 Millionen zahlen und Taylor ein zinsloses Darlehn über eine Million Dollar geben.
Taylor sagte zu. Doch einen Monat später bereute er seine Entscheidung wieder und sein Agent verhandelte zwischen den Giants, Taylor und den Generals.
Am Ende zahlte Taylor Trump die eine Million zurück, die Giants kauften Taylor mit $750.000 aus dem Vertrag bei den Generals und sie erhöhten Taylors bisheriges Gehalt bei ihnen um fast das vierfache auf $6,2 Millionen in einem neuen Sechsjahresvertrag. Das setzte natürlich in der gesamten NFL die Gehaltsaufwärtsspirale in Gang.
Doch Trumps Größenwahn killte 1986 die USFL. Aus seinem Plan, im Herbst in Konkurrenz mit der NFL zu spielen, wurde nichts. Keine TV-Gesellschaft wollte die Spiele der USFL übertragen, da keine guten Einschaltquoten zu erwarten waren.
Jetzt verklagt die USFL die NFL, mit der Begründung, die alte Liga hätte ein Monopol bei den Sendern, und sie würde dieses mißbrauchen. 1,5 Milliarden Dollar Schadensersatz fordert die USFL. Die neue Liga gewinnt auch tatsächlich den Prozeß, doch sie bekommt ganze 3 (drei !) Dollar zugesprochen.
Das war das endgültige Aus für die USFL und viele phantastische Spieler, die bis dato ihr Talent in der Pleiteliga verschwendeten, kommen endlich in der NFL zum Einsatz. Darunter sind solche Stars, wie: Herschel Walker (Dallas), Jim Kelly (Buffalo), Kelvin Bryant (Washington), Gerald (The Icecube) McNeil (Cleveland), Gary Zimmermann (Minnesota) und etliche mehr.
Seinen Traum, ein NFL Team zu besitzen, den er über den Umweg der New Jersey Generals erreichen wollte, hat Trump wohl nie ganz aufgegeben. Als die Buffalo Bills 2014 verkauft wurden, gehörte er zu den Bietern. Allerdings bekam er nicht den Zuschlag.
Da zeigte sich dann, welch schlechter Verlierer Trump ist, als er twitterte: „Die NFL Spiele sind so langweilig, daß ich wirklich froh bin, daß ich die Bills nicht bekommen habe. Langweilige Spiele, zu viele Flaggen, zu weich!“
Womit er allerdings nicht ganz unrecht hatte und hat.

Kurzberichte
Jemand, von dem man eigentlich dachte, daß er wählen gehen würde, ist lieber Zuhause geblieben.
49ers Quarterback Colin Kaepernick war es egal, ob Clinton oder Trump Präsident(in) wird.
Kaepernick sagte, daß es ihm egal wäre, wer das neue Gesicht der Unterdrückung in den USA wäre. Und daß in den USA weiterhin Menschen mit anderer Hautfarbe unterdrückt werden, steht für ihn fest.

Tony Romo hat ohne Einschränkungen am Training der Cowboys teilgenommen.
Jetzt ist es an Head Coach Jason Garrett, ob und wann er den Quarterback wieder starten läßt. Natürlich hat Garretts Arbeitgeber Jerry Jones das absolute Sagen, aber der ist sich gar nicht mehr so sicher, wie vor einigen Wochen, ob Romo sofort wieder starten soll, wenn er gesund ist.
Mit einer 7-1 Bilanz unter Rookie Quarterback Dak Prescott fällt es halt wirklich nicht so leicht, diesen Sieger vom Platz zu nehmen.

Immer mehr Staaten in den USA legalisieren Marihuana.
Vier weitere Staaten gaben die Droge am Dienstag frei, darunter Kalifornien.
Da wird es für die NFL immer enger, Marihuana weiter zu verbieten.

Die Einwohner von San Diego haben den Plan eines neuen Stadions in der Stadt für die Chargers mit überwältigender Mehrheit abgelehnt.
57% zu 43% stimmten die Wahlberechtigten in einer Abstimmung am Dienstag gegen den Bau.
Damit stehen die Chancen, daß die Chargers beim Teambesitzertreffen am 15. Januar ihren Umzug nach Los Angeles bekanntgeben, positiv.

Muhammad Wilkerson möchte keine Ablenkung mehr für die Jets sein.
Der Defensive Lineman saß im ersten Viertel des Spiels gegen Miami auf der Bank, weil er in der Woche zuvor zu spät zu einer Teambesprechung kam.
Vorher hatte er auch schon einige Undiszipliniertheiten an den Tag gelegt.
Vorbei. Der Defensive Lineman hat vor, sich im Zukunft disziplinierter zu benehmen und kein Störfaktor mehr für das Team zu sein.

„Ich bin kein Loser,“ sagte ein entrüsteter Jameis Winston.
Nach genauerer Ansicht... doch!
Der Quarterback der Buccaneers hat fünf der sieben letzten Spiele mit dem Team verloren.
Seit Winston als Quarterback in Tampa Bay startet haben die Bucs eine Bilanz von 9-15 Siegen.
Ganz ehrlich?
So sehen Verlierer aus.
Doch Winston sieht das anders. Für ihn sind die Buccaneers ein Siegerteam in der Mache. In der Zukunft würde man noch sehr viel Positives von den Buccaneers hören und sehen. Doch etwas Zeit würde es bis dahin noch brauchen.

Vielleicht hilft den Bucs schon die Rückkehr von Doug Martin?
Der Running Back hat zum ersten Mal seit seiner Oberschenkelverletzung in Woche zwei wieder mit dem Team trainiert.
Ob er schon gegen die Bears antreten kann, steht noch nicht fest.

Die besten Spieler der Woche 9
AFC

OFFENSE: RB MELVIN GORDON, SAN DIEGO CHARGERS

DEFENSE: DE KHALIL MACK, OAKLAND RAIDERS

SPECIAL TEAMS: KR JORDAN TODMAN, INDIANAPOLIS COLTS

NFC
OFFENSE: QB MATT RYAN, ATLANTA FALCONS

DEFENSE: S LANDON COLLINS, NEW YORK GIANTS

SPECIAL TEAMS: K MATT PRATER, DETROIT LIONS

Mittwoch, 9. November 2016

Kurzberichte
bowles-todd1
In New York heißt es, daß Jets Head Coach Todd Bowles (Bild) sein Team verloren hat.
Dadurch gehört der erfolglose Coach jetzt zu den heißen Kandidaten, die am schwarzen Montag gefeuert werden könnten.
Mit einer Playoffhoffnung in die Saison gestartet, legten die Jets mit einer 3-6 Bilanz eine wunderbare Bruchlandung hin. Mit 3-6 Siegen sieht man vom Playoffzug nur noch die Rücklichter.
Die Defensive Linemen Muhammad Wilkerson und Sheldon Richardson hatten letzte Woche keine rechte Lust auf so ein dummes Teammeeting und kamen viel zu spät zu spät dazu. Deshalb durften sie in der Niederlage gegen Miami am Sonntag im ersten Viertel gemütlich von der Bank aus zusehen. Das wird als Indiz angeführt, daß Bowles keine Kontrolle mehr über seine Spieler hat.
Am kommenden Sonntag noch eine Niederlage gegen die talentfreien Rams, dann könnte es sein, daß Bowles vielleicht schon während der Saison gefeuert wird.
Was den Jets helfen könnte, ist die frühe Anstoßzeit. Teams aus dem Westen der USA tun sich immer schwer, wenn sie Football spielen müssen, wenn es bei ihnen gerade erst 10 Uhr morgens ist.
Die Zuschauer bekämen mit Case Keenum von den Rams und Ryan Fitzpatrick zwei unsagbar schlechte Quarterback zu sehen, wenn Fitzpatrick spielen kann. Er hat ein verletztes Knie und sein Einsatz ist noch nicht sicher.
Mit Bryce Petty und Christian Hackenberg stehen zwei Quarterbacks als Ersatz zur Auswahl, die noch schlechter als Fitzpatrick sind. Doch, ja, das ist möglich.
In diesem Spiel kommt es also darauf an, welche Defense die bessere ist. Dafür werden dann auch bestimmt die beiden Spieler gebraucht, die wenig Lust auf Teambesprechungen haben. Aber ob es reicht, den Job von Bowles zu retten?

Auch Rams Head Coach Jeff Fisher ist ein heißer Kandidat für das lustige Trainerfeuern am schwarzen Montag.
Er möchte nicht mehr als der „7-9“ Coach gelten und hat sich vor der Saison fest vorgenommen, wenigstens 9-7 Siege zu holen, oder, na ja, 8-8.
Das wird schwer, denn mit 3-5 Siegen liegt er schon wieder nur auf 7-9 Kurs. Auch er steht am Sonntag unter Erfolgszwang.
Es wird also das Spiel zweier verzweifelt um ihren Job kämpfenden Head Coaches.
Mal sehen, welcher am Ende die Nase vorne hat?

Nach der grauenvoll miserablen Leistung gegen die Ravens ereilte die Steelers ein weiteres Verletzungspech. Center Maurkice Pouncey mußte am rechten Daumen operiert werden.
Es klingt wie das Pfeifen im Walde, wenn Head Coach Mike Tomlin sagt, daß sein Einsatz am Sonntag gegen Dallas trotzdem möglich wäre.
Gegen die vor dem Spiel 3-4 Ravens erzielten die Steelers in den ersten drei Vierteln nur zwei First Downs.
Da müssen sie sich gegen die 7-1 Cowboys, die die NFC anführen, doch schon sehr viel mehr anstrengen.
Einen weiteren „Rabona“ Onsidekickversuch hat Tomlin seinem Kicker Chris Boswell nicht verboten.
Einen was?
Einen Rabona. Rabona, oder umgangssprachlich "Adlerauge", ist ein Begriff aus dem Fußballsport und bezeichnet einen Schuß, eine Flanke oder einen Paß, der durch Überkreuzen der Beine ausgeführt wird. Dabei bewegt sich das Schussbein hinter dem Standbein gegen den Ball (Vielen Dank an wikipedia.de für diese Erklärung).
Das sieht sehr kunstvoll aus und kann sogar klappen. Boswell soll solch einen Onsidekick mal auf der High School mit Erfolg ausgeführt haben.
Gegen die Ravens sah es allerdings einfach nur lächerlich aus.

Puh, was müssen die schlecht gewesen sein.
Kein Kicker, den Vikings Head Coach Mike Zimmer ausprobierte, um den unsäglichen Blair Walsh abzulösen, fand Gnade vor Zimmer.
Sechs Kicker versuchten ihr Glück in Minnesota, keiner bekam den Job.
Also werden die Fans der Vikings weiter bei jedem Field Goal und Extrapunktversuch zittern wie Espenlaub.

Die USA haben gewählt und ob dieser Mann, der nicht aus der „politischen Elite“ kommt nun gut oder schlecht ist, das wird die Zukunft zeigen.
Auf jeden Fall ist es ein Hoffnungsschimmer für all die Menschen, die auch anderswo die Schnauze voll haben von der abgehobenen „politischen Elite“. Und ja, die soll es geben.
Doch zurück von dieser unehrenvollen Schlammschlacht, die man US Wahlkampf nennt, zu den Schlammschlachten in der NFL.
Seahawks Head Coach Pete Carroll und Bills Head Coach Rex Ryan liegen sich schwer in den Haaren. Ryan ließ seinen Emotionen nach dem von den Schiedsrichtern vergeigten Spiel noch nicht einmal freien Lauf, als er den Kopfgeldjäger Richard Sherman beschimpfte. Für Ryan war das ein eher kontrollierter Ausbruch. Da ist man schlimmeres gewohnt.
Dennoch meinte Carroll in seiner Radiosendung, daß Ryan sein Team trainieren, und sich nicht um den Gegner kümmern soll.
Ryan zeigte sich einsichtig und erwiderte: „Nächstes Mal, wenn ich nach einem von Petes Spielern gefragt werde, werde ich ihn erst fragen, was die angemessene Reaktion darauf ist?“
Ob das wohl der Beginn einer langen Freundschaft ist?

Gronk kann Football, Gronk kann Touchdown. Aber kann Gronk auch Deutsch?
Entscheidet selber: http://www.nfl.com/news/story/0ap3000000736399/article/gronk-is-a-young-master-of-the-german-language

Dienstag, 8. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 9 - Der Montag
ryan-rex6
Zunächst war mir klar, daß es nur eine Überschrift für das Monday Night Football Spiel geben konnte:
Punktlos in Seattle?
Doch was dann am Ende der ersten Halbzeit geschah, ließ nur folgendes zu:
Das Versagen der Schiedsrichter in kritischen Momenten!
Was da passierte, machte Rex Ryan (Bild) und seine Crew wütend und den Zuschauer fassungslos. Jetzt kann man sagen, daß Rex Ryan oft wütend wird, aber bestimmt noch nie so verständlich wie in dieser Nacht.
Was war passiert?
In dem bisher wirklich mit Abstand besten Monday Night Football Spiel der Saison, nahmen die unfähigen Schiedsrichter das Heft in die Hand und versauten das Spiel.
Drei Sekunden waren in Halbzeit eins noch auf der Uhr, als die Bills zu einem 53 Yards Field Goal antraten. Seahawks Cornerback Richard Sherman startete zu früh und das, um Bills Kicker Dan Carpenter absichtlich zu verletzen. Das gelang Sherman, der Carpenter am rechten Knie traf, als der den Ball schoß.
Der Ball kam nicht bis zu den Torstangen. Natürlich sagte Sherman nach dem Spiel, daß er nur auf den Ball aus war, und keinesfalls vorhatte, den Kicker zu verletzen. Die Bilder widerlegen diese Aussage so ziemlich.
Dieses offensichtliche Foulspiel mit der Verletzung eines Gegenspielers hätte als unnötige Härte geahndet werden müssen, doch die Schiedsrichter sahen darin nur ein Abseits.
5 Yards Strafe statt 15.
Nach diesem Roughing the Kicker hätte Carpenter, obwohl er auf dem Platz kurz behandelt wurde, auf dem Feld bleiben dürfen. Aber das sahen die unfähigen Schiedsrichter ja nicht und schickten den Kicker für einen Spielzug vom Platz... bei drei Sekunden auf der Uhr.
Buffalo schickte noch mal die Offense auf den Platz um den Ball so schnell wie möglich zu spiken... bei drei Sekunden auf der Uhr.
Quarterback Taylor schaffte es und es blieb noch eine Sekunde auf der Uhr.
Carpenter trat an und kickte den Ball aus 48 Yards zwischen die Torstangen.
Doch es gab eine Strafe wegen Spielverzögerung. Auch an dieser waren die völlig inkompetenten Schiedsrichter schuld. Einer dieser Deppen stand so lange über dem Ball, bis die Spielzuguhr auf fünf Sekunden heruntergelaufen war. Das führte dazu, daß der Center den Ball erst nach hinten abgeben konnte, als die Spielzuguhr herabgelaufen war. Hier hätten die Schiedsrichter allerdings die Spielzuguhr den Regeln nach wieder zurücksetzen müssen. Auch dazu waren sie nicht fähig. Aus 53 Yards schoß Carpenter dann daneben.
Mit 28:17 für Seattle ging es in die Pause.
Im zweiten Abschnitt holte Buffalo auf. Und so stand es 10 Minuten vor Spielende 31:25 für die Seahawks. Und das bei zwei Defense-orientierten Teams.
Hätten die Bills das Field Goal vor der Pause erzielen dürfen, was die Schiedsrichter zu verhindern wußten, hätte es 31:28 stehen können, und mit einem weiteren Field Goal hätte Buffalo eine Verlängerung erzwingen können.
So aber mußten sie auf Touchdown und Sieg spielen, und das wußten jetzt die Seahawks zu verhindern.
Buffalo kam vor der Zweiminutenwarnung an der eigenen 40 in Ballbesitz.
Tyrod Taylor führte sein Team bis an die sieben der Seahawks. Dann drängte Seattles Defense die Bills zurück. Es kam zu einem vierten und 15 an Seattles 15, und Taylor traf seinen Receiver Robert Woods nicht, der in diesem Spiel bereits 10 Pässe für 162 Yards gefangen hatte. Vierter Versuch an der 15, eine sehr machbare Distanz für ein Field Goal, doch es mußte ja leider ein Touchdown her.
Und so wurde ein Schlichtweg phantastisches Footballspiel von völlig vertrottelten Schiedsrichtern zerstört. Von dem Spiel hätte man wirklich noch gerne einen Nachschlag gehabt.
Natürlich entschuldigte sich Schiedsrichterchef Dean Blandino sofort nach dem Spiel bei den Bills, doch was sollen sie sich dafür kaufen können?
Da läuft mal ein wirklich tolles Spiel, und dann so was.
Sei es, wie auch immer, die Schiedsrichter führten die Seahawks zu einer 5-2-1 Bilanz und stießen Buffalo auf 4-5 herunter, die damit Boden auf die zweitplazierten der AFC East, die Dolphins mit 4-4, verloren.
Jetzt kann man sagen, daß es in dieser Gruppe eh egal ist, weil da ja sowieso die Patriots regieren, aber für das Wild Card Rennen kann das noch sehr wichtig werden.
Doch es gab natürlich auch Highlights, die hier noch kurz erwähnt werden sollen, wenn ein Spiel denn mal so toll war.
Seahawks Tight End Jimmy Graham fing acht Pässe für 103 Yards und 2 Touchdowns. Nach seinem Patellasehnenriß, von dem viele sich nicht erholen, ist er wieder voll da.
Bester Läufer der Seahawks war Tyler Lockett mit 13 Yards. Das heißt, daß Quarterback Russell Wilson viel Arbeit hatte. Die Bilanzen der Quarterbacks:
Russell Wilson: 20 von 26 für 282 Yards, 2 Touchdowns. Na, war dann doch nicht so viel.
Tyrod Taylor: 27 von 38 für 289 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Und hier noch die Erklärung dazu, was Bills Head Coach Ryan Seahawks Cornerback Sherman später im Spiel zurief, als der Cornerback an der Seitenauslinie Buffalos stand, überliefert von Ryan selber in der Pressekonferenz: „Du bist ein zu guter Spieler um dich wie ein Arsch zu benehmen.“

Kurzberichte
Auch Packers Head Coach Mike McCarthy ist aufgefallen, daß sein Team ohne Energie auftritt.
Zwar macht er sich keine Sorgen um die 4-4 Bilanz der Packers, aber die fast lustlosen Auftritte seiner Spieler fällt mittlerweile auch ihm auf.
Nach dem Spiel gegen Indianapolis sagte er dann auch in der Pressekonferenz, daß seinem Team der Antrieb fehlte.
War wohl zu viel Kritik an seinen hochbezahlten Superstars, denn einen Tag später ruderte er zurück. Nachdem er sich das Video des Spiel angesehen hat, hätte er doch erkannt, daß seine Mannschaft voller Energie aufgetreten wäre, bis auf ein paar Szenen, die aber nicht weiter ins Gewicht fielen.
Na ja, vielleicht hätte man sich das Spiel wirklich noch mal ansehen sollen? Am Besten mit etwas schnellerer Geschwindigkeit, damit die Energie auch wirklich voll erkennbar wäre.
Näh!
Außerdem war das Eichörnchen Schuld an der Niederlage.
Als die Colts zuletzt in Green Bay gewannen, lief ein Truthahn über den Platz. Das war am 13. November 1988, und ein mit den Packers unzufriedener Fan hatte das Tier ins Stadion geschmuggelt um es dort zu schlachten.
Also ein Tipp an die Stadioncrew: Beim nächsten Heimspiel gegen die Colts keine Tiere ins Stadion lassen!

Vikings Head Coach Mike Zimmer testet einige Kicker.
In dieser Woche sollen einige Kicker zum Probetraining in Minnesota antreten.
Auf die Frage eines Reporters, warum Zimmer das macht, antwortete er mit einer Gegenfrage: „Haben Sie uns in dieser Saison zugesehen?“
Habe ich nicht so wirklich, aber nach genauerer Ansicht hat Blair Walsh vier von 16 Field Goals versemmelt und drei von 16 Extrapunkten.

Wie man das Regelbuch zu seinen Gunsten auslegen kann, das bewies 49ers Head Coach Chip Kelly. Als Head Coach ist er zwar untauglich, aber als Schlitzohr hat er es drauf.
Acht Sekunden vor Ende des ersten Viertels standen die Saints an der 13 der 49ers. Saints Head Coach Sean Payton schickte vier Receiver auf das Feld, die in die Endzone laufen sollten.
Als der Ball angespielt wurde, hielten vier Verteidiger der Niners diese vier Receiver fest. Quarterback Drew Brees gingen die Paßempfänger aus, und er warf zu Running Back Travaris Cadet, der den Ball nicht fing.
Die Uhr war auf vier Sekunden herabgelaufen und nach der einen Fünfyardsstrafe für die vier Holdings, konnten die Saints nur noch schnell ein Field Goal schießen.
Vier Holdingstrafen zum Preis von einer für vier Punkte, die den Saints dadurch fehlten?
Ein guter Tausch!
Natürlich haben die 49ers trotzdem verloren, aber eine nette Interpretation der Regeln war das schon.

Die Falcons verlängerten den Vertrag mit General Manager Thomas Dimitroff um weitere drei Jahre.

Pro Bowl Safety Antrel Rolle hat seinen Schritt in den Ruhestand verkündet.
Mit den Giants gewann er den Super Bowl und sein letztes Spiel spielte er 2015 für die Bears.
Der 33-jährige beendet seine Karriere mit 834 Tackles, 4 Sacks, 8 erzwungenen Fumbles, 69 abgewehrten Pässen, 26 Interceptions und 5 Touchdowns.

Der Lazarettreport
Jets: Quarterback Ryan Fitzpatrick, Bänderdehnung im Knie. Noch steht nicht fest ob er ausfällt.

Bills: Pro Bowl Center Eric Wood, gebrochenes Bein, Saison beendet.

Montag, 7. November 2016

Die NFL 2016 - Woche 9 - Der Sonntag
boswell-chrisEs war ein recht versöhnlicher Sonntag. Es gab spannende, ja sogar gute Spiele, und es gab eine Menge Lacher.
Fangen wir mit der dämlichsten Szene des Spieltags an. Die Steelers hatten sich das ganze Spiel über in Baltimore schon lächerlich gemacht, aber es war mal wieder einer dieser millionenschweren kicker, der dem Faß den Nagel auf die Krone schlug.
Pittsburghs Kicker Chris Boswell (Bild) versuchte einen Onsidekick, der zum schlechtesten Onsidekick aller Zeiten wurde und seinen unsterblichen Weg ins Internet gefunden hat.
Doch der reihe nach.
Die Steelers waren in diesem Spiel noch nicht mal in der Lage Ravens Quarterback Joe Flacco zu stoppen (was soll dann erst nächste Woche gegen Cowboys Quarterback Dak Prescott werden?). Auf der anderen Seite hatte Quarterback Ben Roethlisberger nach seiner Meniskusoperation eine Menge Rost angesetzt und kam erst sehr spät halbwegs ins Spiel.
Wie auch immer kamen die Steelers den Ravens bis auf sieben Punkte nahe, als Big Ben 48 Sekunden vor Spielende selber über vier Yards in die Endzone lief. Ravens 21, Steelers 14.
Was dann kam ist kaum zu beschreiben, deshalb ist hier der Link zum Video: http://www.nfl.com/videos/nfl-game-highlights/0ap3000000734584/Steelers-attempt-rabona-style-onside-kick-fail
Boswell lief zum Kick an, setzte sein linkes Bein rechts neben den Ball und kickte das Ei mit dem hinter dem linken Bein gekreuzten rechten Bein an. Dabei fiel der Ball vom „Tee“ und das war`s. Dieser dämlichste aller Onsidekicks dokumentierte allerdings die Leistung der Steelers an diesem Tag. Nach dem Spiel sagte ein frustrierter Steelers Wide Receiver Antonio Brown: „Wir müssen Wege finden, zu gewinnen.“
Na dann sucht mal schön.
Pittsburgh und Baltimore haben jetzt 4-4 Siege und führen die AFC North an.

Ab nach Green Bay, wo die Packers noch nicht mal mehr in der Lage sind, die Colts zu schlagen.
Einziges echtes Highlight für die Zuschauer im Stadion war die Jagd des Stadionpersonals nach einem Eichhörnchen, das über den Platz lief und verzweifelt versuchte aus dem Stadion zu kommen.
Aus dem Stadion wollten bestimmt auch viele Zuschauer, denn die Packers boten über weite Strecken wieder nicht das gute Spiel, das man von ihnen erwartet.
Die Colts hatten eine Menge Wut im Bauch über den bisherigen schlechten Saisonverlauf, und diese Wut bekam Green Bay zu spüren. Diese Wut täte den Packers auch mal gut, die ihr Programm nahezu emotionslos abspulten. Keine Spur von aufbäumen zu sehen.
So kam es zu einem unerwartet munteren Spiel, in dem Indianapolis das Geschehen dominierte. Und das vom Kickoff an, den trug nämlich Colts Running Back Jordan Todman über 99 Yards zum Touchdown zurück.
Running Back Frank Gore machte die nötigen Yards für Indi wenn es drauf ankam. Er erzielte mit 19 Läufen 60 Yards und 2 Touchdowns.
Bei den Packers war es Wide Receiver Ty Montgomery, der als Starter auf der Running Back Position antrat. Übrigens eine Situation, die er sich gewünscht hat. In seiner Jugend hat er Running Back gespielt, und er mag diese Position lieber, als die des Wide Receivers. Er erzielte mit 7 Läufen 53 Yards.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Andrew Luck: 23 von 36 für 281 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions
Aaron Rodgers: 26 von 43 für 297 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception.
Endergebnis Colts 31, Packers 26.

Ein ansehnliches Wurffestival gab es in Kansas City. Hier hatten die Chiefs ihre liebe Mühe gegen die unterklassigen Jaguars.
Und da es unerwartet spannend zuging, regte sich Chiefs Tight End Travis Kelce beim Stand von 16:7 für sein Team im letzten Viertel auch tierisch darüber auf, als kein Schiedsrichter eine Flagge warf, als er in der Jags Endzone festgehalten wurde. Daraufhin warf Kelce einem Schiedsrichter ein paar freundliche Worte an den Kopf, woraufhin dieser dann die Flagge warf. Das regte Kelce noch mehr auf und er warf sein Handtuch in Richtung des Offiziellen. Daraufhin warf der seine Kappe, denn seine Flagge hatte er ja schon geworfen. Kelce wurde daraufhin vom Platz geworfen.
Glücklicherweise für Kansas City hatte das das Team nicht aus der Spur geworfen, und am Ende stand ein doch recht glücklicher 19:14 Sieg.
Damit kamen die Chiefs auf 6-2 Siege, so viele, wie die Broncos und die Raiders vor dem Sunday Night Football Spiel hatten.

In diesem Sunday Night Football Spiel mußte die dezimierte Defense der Broncos ihren Tribut zollen.
Besonders das Fehlen von Cornerback Aqib Talib war schmerzlich zu spüren. Dadurch konnte Raiders Quarterback Derek Carr ein gutes Paßspiel etablieren. Und da die Verteidiger der Broncos das Paßspiel besonders beachten mußten, öffneten sich Laufwege für Oakland. Running Back Latavius Murray erzielte 114 Laufyards und drei Touchdowns.
Der beste Läufer der Broncos, Devontae Booker, erzielte 22 Yards.
Denver kann mit dieser Offense nur gewinnen, wenn die Defense sie im Spiel hält. Das war in dieser Nacht gegen die unglaublich erstarkten Raiders nicht der Fall.
Irgendwie kam einem der Spielverlauf deutlich dominanter für die Raiders vor, als das Endergebnis von 30:20 für Oakland ausdrückt.
Zwar hatte Denvers Quarterback Trevor Siemian deutlich mehr Passyards am Ende des Spiels erzielt, als Derek Carr, aber wenn man die Laufstatistiken ansieht, ist das ja klar. Denver mußte passen.
Trevor Siemian: 18 von 37 für 283 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception
Derek Carr: 20 von 31 für 184 Yards.
Jetzt führen die Raiders die AFC West mit 7-2 Siegen alleine an und können schon mal langsam davon träumen, nach vielen, vielen Jahren mal wieder mehr als 50% der Spiele zu gewinnen.

Die Niederlagenserie der Vikings geht weiter.
Allerdings zwang Minnesota Detroit in die Verlängerung.
Oder doch eher umgekehrt, denn 23 Sekunden vor Spielende gingen die Vikings durch einen Lauf über ein Yard mit 16:13 in Führung.
23 Sekunden, die den Lions reichten, obwohl sie keine Auszeit mehr hatten. Von der eigenen 25 brachte Quarterback Matthew Stafford Detroit noch bis an die 40 Minnesotas. Das sogar mit einem mutigen Paß in die Mitte, obwohl die Uhr nur noch 17 Sekunden zeigte. Es gelang tatsächlich noch, den Ball zu spiken und Kicker Matt Prater auf den Platz zu holen. 58 Yards hatte der zu überbrücken, eine sehr große Distanz also. Detroit hatte vorher im Spiel einen Versuch von Vikings Kicker Blair Walsh aus 46 Yards blocken können, und der Kicker von der traurigen Gestalt hatte einen Extrapunkt verschossen.
Jetzt sollte Prater aus 58 Yards treffen?
Ja!
Es ging in die Verlängerung. Hier bekamen die Lions als erste den Ball und das war es dann.
Stafford führte Detroit von der eigenen 13 in die Endzone. Bei einem dritten und acht an Minnesotas 28 traf er Wide Receiver Golden Tate, der den goldenen Touchdown zum 22:16 Sieg erzielte.
Durch die neuerliche Niederlage der Packers stehen die Lions jetzt mit 5-4 Siegen auf Platz zwei der NFC North. Minnesota liegt mit 5-3 Siegen noch auf Platz eins.

Zweimal ließ Eagles Head Coach Doug Pederson einen vierten Versuch im ersten Viertel gegen die Giants aus aussichtsreicher Position ausspielen, zweimal ging es schief. Beide male hätte Philadelphia in diesen Situationen Field Goals erzielen können.
Pederson sagte, daß er einen aggressiven Ton anstimmen wollte.
Hat nicht wirklich geklappt.
Dazu ein Rookie Quarterback Carson Wentz, von dem langsam der Lack abblättert.
Seine Bilanz: 27 von 47 für 364 Yards, 0 Touchdowns, 2 Interceptions. Die Interceptions kamen im ersten und zweiten Ballbesitz der Eagles.
Eli Manning: 22 von 36 für 257 Yards, 4 Touchdowns, 2 Interceptions.
Und so fehlten am Ende die sechs liegengelassenen Punkte aus dem ersten Viertel, denn die Giants gewannen mit 28:23.
Philadelphia rutschte dadurch mit 4-4 Siegen auf den letzten Platz der NFC East. Die spielfreien Redskins liegen mit 4-3-1 auf Platz drei.
Die Giants bleiben mit 5-3 die härtesten Verfolger der Cowboys, die natürlich in Cleveland gewannen und 7-1 Siege haben.

Der Lazarettreport
Chiefs: Wide Receiver Jeremy Maclin, Leiste.

Jaguars: Linebacker Myles Jack, Hüfte.
Wide Receiver Allen Hurns, Gehirnerschütterung.

Steelers: Wide Receiver Darrius Heyward-Bey, rechter Fuß.

Broncos: Defensive Lineman Derek Wolfe, Haarriss im rechten Ellenbogen. Er wird einige Zeit ausfallen.

Giants: Wide Receiver Victor Cruz, Knöchel.
Offensive Lineman Justin Pugh, Knie.

Vikings: Cornerback Captain Munnerlyn, Knöchel
Cornerback Marcus Sherels, Knöchel.

Jets: Cornerback Marcus Williams, Knöchel
Linebacker Josh Martin, Gehirnerschütterung.

Dolphins: Linebacker Jelani Jenkins, Gehirnerschütterung und Hand.

Browns: Defensive End Carl Nassib, Auge

Saints: Left Tackle Terron Armstead, Bein

Chargers: Wide Receiver Jeremy Butler, Knöchel.
Offensive Lineman Orlando Franklin, Gehirnerschütterung.

Sonntag, 6. November 2016

Was wäre wenn...
playoffs-xxl
...heute die Playoffs begännen.
Die erste Hälfte der NFL Saison ist fast vorbei. Einige Teams, die bereits ihre Freiwoche hatten, brauchen zwar noch Woche neun um auf acht Spiele zu kommen, aber trotzdem kann man ja schon mal nachsehen, wie denn die Playoffs aussähen, wenn die Saison jetzt Zuende wäre.
In der AFC käme es zu folgenden Wild Card Paarungen:
Chiefs at Broncos
Texans at Steelers
In der nächsten Runde würden die Patriots den Wild Card Sieger mit der schlechtesten Saisonbilanz empfangen, die Raiders würden das zweitschlechteste Team empfangen.
In der NFC käme es zu folgenden Wild Card Paarungen:
Giants at Packers
Falcons at Seahawks
In der nächsten Runde würden die Cowboys den Wild Card Sieger mit der schlechtesten Saisonbilanz empfangen, die Vikings würden das zweitschlechteste Team empfangen.
Daran kann sich natürlich noch vieles ändern. Die Vikings haben gerade einen Sturzflug eingeleitet, von dem sie sich vielleicht nicht so schnell erholen.
Denver und Oakland sind zur Zeit punktgleich und schon in dieser Nacht kann sich die Rangfolge dieser Teams ändern, wenn die Broncos gewinnen sollten.

Neue Head Coaches braucht die Liga
Um die Playoffs zu erreichen müssen Spieler und Trainer ihr Bestes geben.
Wie in jeder Saison werden auch nach dieser wieder einige Head Coaches gefeuert werden, weil sie ihren Job nicht gut genug gemacht haben.
Wer soll sie ersetzen?
Da gucken die NFL Teams in verschiedene Richtungen. Zum Beispiel werden Coaches von Colleges abgeworben und in die NFL geholt. Das kann hervorragend funktionieren (Jimmy Johnson, Dallas, 1989-93, 2 Super Bowl Siege). Das kann aber auch grandios scheitern, wie Chip Kelly es in Philadelphia bewiesen hat, und der zur Zeit die 49ers in Grund und Boden coacht.
Oder man sieht sich nach Assistenztrainern innerhalb der NFL um, die durch positive Leistungen aufgefallen sind. Auch da gibt es positive wie negative Erfahrungen.
Oder man nimmt sich einen Head Coach, der gerade von einem NFL Team gefeuert wurde und hofft, daß der mit seiner neuen Mannschaft bessere Erfolge abliefert.
Ganz oben, wirklich ganz weit oben, auf der Liste der Assistenten, die nächstes Jahr einen Job als Head Coach bekommen könnten, steht Josh McDaniels. Der Offensive Coordinator der Patriots hat zwar schon mal als Head Coach gearbeitet, war mit einer Bilanz von 11-17 in Denver aber nicht sehr erfolgreich. Doch seine Zeit als Assistent von Bill Belichick, und die guten Leistungen der Offense in der TB12-losen Zeit, machen ihn zum Topkandidaten.
Ein weiterer Kandidat für den Posten eines Cheftrainers ist auch wieder ein Offensive Coordinator, Kyle Shanahan von den Falcons.
Er ist der Sohn von Super Bowl Sieger Mike Shanahan, und er führt momentan die Falcons von Höhenflug zu Höhenflug.
Wenn es läuft, wie man es momentan absehen kann, dann könnten 12 Head Coaches am schwarzen Montag gefeuert werden.
Lassen wir uns überraschen.

Kurzberichte
Für Jordan Cameron ist die Saison beendet.
Die Dolphins setzten den Tight End mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste.
2013 wechselte er von den Browns nach Miami. Dort fing er in zwei Saisons nur 43 Pässe und zwei Touchdowns, wofür er $15 Millionen kassierte.
Sein Zweijahresvertrag endet nach dieser Saison.

Eine Menge Flugmeilen sammelte Knile Davis in den letzten Wochen.
Der Running Back wurde von den Kansas City Chiefs an die Green Bay Packers abgegeben. Doch die brauchten ihn nicht und gaben ihn an die New York Jets ab.
Doch die brauchten ihn nicht und setzten ihn wieder auf die Straße.
Da griffen die Kansas City Chiefs zu, die ihn plötzlich wieder dringend brauchten. Jamaal Charles mußte wieder an seinem Knie operiert werden, das letztes Jahr an einem Kreuzbandriss operiert wurde.
Spencer Ware hat eine Gehirnerschütterung und ist zur Zeit noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Da kommt Davis passend wieder zu den Chiefs zurück, deren Angriffssystem er in der Vorbereitungszeit ausreichend kennengelernt hat.

Die Buccaneers setzten nach dem Spiel gegen die Falcons zwei Spieler auf die Verletztenliste. Für Running Back Antone Smith und Defensive End Howard Jones ist die Saison jeweils mit Knieverletzungen beendet.

Danny Woodhead (Knie), Keenan Allen (Knie), Manti Te'o (Achilles), Steve Johnson (Knie), Jason Verrett (Knie), Caraun Reid (Knie), Jeff Cumberland (Achilles), Branden Oliver (Knie) stehen bereits auf der Verletztenliste der Chargers.
Eine Menge unersetzbarer Leistungsträger, die da ersetzt werden müssen.
Am Samstag kam Dexter McCluster dazu. Der Running Back brach sich Zuhause einen Unterarm.
Die Playoffchancen der 3-5 Chargers werden kleiner und kleiner.

„Statistiken sind für Verlierer,“ meinte Giants Head Coach Ben McAdoo.
Er verteidigte seine Verteidiger, die in dieser Saison noch schlechter dastehen, als 2015. Dabei haben die Giants über $200 Millionen ausgegeben, um gerade diesen Mannschaftsteil zu verstärken.
War das verbranntes Geld? Die Defense der Giants rutschte von Platz 30, 2015, auf Platz 31, 2016. Nur neun Sacks stehen auf ihrer Habenseite.
Neun Sacks hat z.B. Linebacker Lorenzo Alexander von den Bills.
Denver und Buffalo führen die Liga mit jeweils 26 Sacks an.
Doch diese Stats zählen für McAdoo nicht. Sacks sind für ihn nicht alles. Ihm ist es wichtiger, daß seine Verteidiger Druck auf den Quarterback ausüben und ihn zu überhasteten Aktion verleiten. Und damit könnte er Recht haben. Die Giants Defense hat bisher etwa sechs Punkte pro Spiel weniger zugelassen, als 2015, und die gegnerischen Angriffsreihen erzielen etwa 60 Yards weniger pro Spiel. Für McAdoo ein Zeichen, daß seine Vermutung stimmt.
Und doch ist es zu wenig, was die Giants für ihre $200 Millionen zurückbekommen.
Mit 4-3 Siegen stehen sie zwei Siege hinter Dallas. Damit ist New York zwar immer noch auf Playoffkurs, aber es wird nicht leicht, dieses Ziel wirklich zu erreichen.

Samstag, 5. November 2016

Kurzberichte
kessler-codyWährend man in Dallas hofft, daß das Tam-Tam um Rookie Running Back Ezekiel Elliott den besten Läufer der NFL nicht zu sehr ablenkt, spielt man beim kommenden Gegner aus Cleveland das Quarterback-Wechsel-Dich Spiel.
Die Browns wollen ihre erwartete Niederlage gegen die Cowboys mit Rookie Cody Kessler (Bild) kassieren.
Somit kommt es erneut zu einem Spiel in dieser Saison, in dem zwei Rookie Quarterbacks gegeneinander antreten.
Kessler war bisher der effektivste der fünf Quarterbacks, oder waren es sechs?, die in dieser Saison für die Browns starteten.
Head Coach Hue Jackson denkt dabei bereits an die Zukunft. Mit 0-8 Siegen ist die Saison für Cleveland eh bereits im Lokus, und Jackson möchte sehen, was Kessler zu bieten hat. Der Head Coach möchte sehen, ob sein Rookie gute Angriffsserien zustande bringt, ob er Verteidigungen entschlüsseln kann, und ob er unter Druck annehmbare Leistungen bringt. Kurz, Jackson möchte das sehen, was die Eagles mit Carson Wentz schon positives erlebt haben, dem Quarterback, den die Browns hätten haben können, wenn sie ihn nicht an Philadelphia abgegeben hätten.
Josh McCown schlüpft wieder in die Ersatzmannrolle und findet das OK. Auch er hat das Wohl der Browns im Blick und ist in seinen 15 Jahren in der NFL ja selten genug über diese Rolle hinausgekommen.

In Pittsburgh wächst die Zuversicht auf einen Start von Ben Roethlisberger.
Es ist noch nicht mal ganz drei Wochen her, daß er an einem gerissenen Meniskus operiert wurde.
Big Ben hat die ganze Woche mit der ersten Mannschaft trainiert.

Die Broncos werden ohne Aqib Talib in das wichtige Spiel um Platz eins gegen Oakland gehen müssen.
Der Pro Bowl Cornerback hat bereits gegen die Chargers gefehlt und bekam am Freitag eine Kortisonspritze in seinen unteren Rücken, die eine Verspannung lösen sollte.
Head Coach Kubiak rechnet mit einer baldigen Rückkehr Talibs, aber gegen den momentan großartig aufspielenden Raiders Quarterback Derek Carr fehlt er und das sehr.

Und somit wären wir dann voll im Lazarettreport
Welche Spieler werden denn sonst am Sonntag auf keinen Fall spielen können?
Chiefs: Running Back Spencer Ware, Gehirnerschütterung.

Packers: Running Back James Starks, Knie

Eagles: Guard Allen Barbre, Oberschenkel
Linebacker Kamu Grugier-Hill, Oberschenkel

Panthers: Defensive Tackle Vernon Butler (Knöchel), offensive Tackle Michael Oher (Gehirnerschütterung) und Linebacker Shaq Thompson (Knie)

Ravens: Wide Receiver Steve Smith, Knöchel

Vikings: Guard Alex Boone und Linebacker Eric Kendricks, beide Gehirnerschütterung

Chargers: Tight End Hunter Henry, Knie

Dolphins: Tight End Jordan Cameron, Tight End Dion Sims, beide Gehirnerschütterung
Cornerback Xavien Howard, Knie

Lions: Linebacker DeAndre Levy, Knie

Zur Kasse bitte
Cardinals Calais Campbell wurde ja bereits für einen verbotenen Angriff auf Panthers Quarterback Cam Newton zu einer Strafe von $18.231 verurteilt.
Exakt diese Summe muß auch sein Teamkollege Rodney Gunter zahlen.
Der Nose Tackle muß diese Strafe für einen Late Hit zahlen.

Packers Pass Rusher Datone Jones muß das zahlen, was Campbell und Gunter zusammen zahlen müssen. Für einen Late Hit gegen Falcons Quarterback Matt Ryan ist er mit $36.464 dabei.

Bengals Cornerback Shawn Williams bekam zwei Zahlungsaufforderungen. $24.309 kostete ihn eine überharte Aktion gegen Redskins Wide Receiver DeSean Jackson plus $9.115 für ein Facemask.
Sein Teamkollege Cornerback Dre Kirkpatrick griff einem Gegenspieler in den Kragen und das kostete ihn $18.231.

Freitag, 4. November 2016

Kurzberichte
lynch-john-und-alstottDiese Ehre wird auch nicht vielen zuteil.
Nachdem der Ausnahme Safety John Lynch letzte Woche in den Ring des Ruhms der Denver Broncos aufgenommen wurde, nahmen die Buccaneers ihn in dieser Nacht in ihren Ring der Ehre auf.
Auf dem Bild ist er links zu sehen und rechts ist einer der großartigsten Fullbacks, der je in der NFL spielte, Mike Alstott. Er wurde 2015 in den Ring der Ehre der Buccaneers aufgenommen.
Lynch spielte von 1993 bis 2003 in Tampa Bay und von 2004 bis 07 in Denver. Danach versuchte er es noch, bei den Patriots unterzukommen, aber die nahmen ihn 2008 nicht in den Saisonkader auf. Am 17. 11. 2008 gab er seinen Rücktritt bekannt und nur sechs Tage später wurde er Analyst beim TV Sender FOX.
Lynch erzielte 1.058 Tackles, 13 Sacks, 26 Interceptions und er erzwang 16 Fumbles.
Das Spiel der Buccaneers in dieser Nacht ging übrigens mit 43:28 an Atlanta.
Die Falcons führen die NFC South jetzt mit 6-3 an, die Buccaneers fielen auf 3-5 zurück.
Buccaneers Quarterback Jameis Winston verletzte sich im letzten Viertel an einem Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Die Verletzung soll aber nicht schlimm sein.
Wide Receiver Mike Evans könnte sich eine Gehirnerschütterung zugezogen haben. Zunächst durfte er weiterspielen, weil er keine direkten Symptome zeigte, aber heute soll er noch mal untersucht werden.
Bei den Falcons mußte Cornerback Desmond Trufant mit einer Schulterverletzung frühzeitig vom Platz.

Auch Richard Sherman hat seine Meinung zu den sinkenden Einschaltquoten der NFL in den USA:
Natürlich hat er die, Sherman hat zu Allem eine Meinung.
Der Cornerback der Seahawks sagte: „Weil die Liga keinen Spaß mehr macht. In jeder anderen Liga sieht man Spieler, die eine gute Zeit haben. Es ist ein Spiel. Das ist nicht die Politik. Das ist nicht das Gericht. Das ist Unterhaltung. Und sie erlauben es den Spielern nicht mehr, zu unterhalten. Alles wird kontrolliert. Die NFL macht einfach keinen Spaß mehr. Wir hätten eine Vorbildfunktion für Kinder heißt es. Wir dürften keinen schlechten Einfluß auf sie ausüben. Und dann heißt es, daß Budweiser offizieller Sponsor der Liga ist.“
Und wo Sherman Recht hat, hat er Recht.

Der NFL sind die vielen Unterbrechungen, die das Zusehen so verdammt schwer machen, noch nicht genug. Sie will noch mehr Zuschauer vergraulen durch noch mehr Unterbrechungen wegen Strafen und dafür soll jetzt doch bald ein achter Schiedsrichter eingesetzt werden.
Das ist ja schon lange im Gespräch und laut Oberschiedsrichter Dean Blandino wird es bald so weit sein. Der achte Schiedsrichter soll für die Sicherheit der Quarterbacks zuständig sein.
Vielleicht ist dies eine Reaktion auf das Telefongespräch zwischen Cam Newton und Roger Goodell?

Im Baseball hat wohl mit den Chicago Cubs ein Team die Meisterschaft gewonnen, das vor 108 Jahren zuletzt Meister wurde.
Verdammt lang her!
So lange kann noch kein NFL Team ohne Titel sein, denn die NFL wurde erst am 20. August 1920 gegründet, also vor 96 Jahren.
Welches Team wartet aber im Football am Längsten auf eine Meisterschaft?
1957 gewannen die Detroit Lions zuletzt die NFL-Meisterschaft, also weit vor dem Zusammenschluß der NFL mit der AFL zur modernen NFL.
Ihr einziger Playoffsieg in der modernen NFL Zeit kam 1991. da schlugen sie Dallas mit 38:6 in den Divisional Playoffs.
Auf Platz zwei folgen die Cleveland Browns, 1964.

Obwohl die Eagles große Probleme auf der Wide Receiver Position haben, feuerten sie Josh Huff.
Der wurde am Dienstag verhaftet, weil er mit einer unerlaubten Waffe und Marihuana in seinem Auto erwischt und verhaftet wurde. Am Mittwoch sagte Head Coach Pederson noch, daß Huff am Sonntag spielen werde, doch die Verantwortlichen des Teams zogen am Donnerstag die Notbremse.

Die besten Spieler der Woche 8
AFC

OFFENSE: QB DEREK CARR, OAKLAND RAIDERS

DEFENSE: CB BRADLEY ROBY, DENVER BRONCOS

SPECIAL TEAMS: P SHANE LECHLER, HOUSTON TEXANS

NFC
OFFENSE: RR JORDAN HOWARD, CHICAGO BEARS

DEFENSE: DT STAR LOTULELEI, CAROLINA PANTHERS

SPECIAL TEAMS: K WIL LUTZ, NEW ORLEANS SAINTS

Donnerstag, 3. November 2016

Früher war alles besser, Basta!
holdingFrüher hatte man sich gefreut wie Bolle, wenn man drei NFL Spiele in Folge an einem Sonntag hatte sehen können, vier wären ein Traum gewesen.
Der Traum wurde mit den früh angesetzten London-Spielen wahr, wandelte sich aber zum Albtraum.
Aus dem Komaglotzen wurde ein Horrorglotzen, denn die Qualität der Spiele geht weiter in erschreckendem Maß in den Keller. Selbst ein Baseballspiel der World Series hatte eine bessere Einschaltquote als das knappe Sunday Night Football Spiel der Eagles gegen Dallas. Das wäre letztes Jahr noch völlig undenkbar gewesen.
Doch zu viele Strafen, zu viele Unterbrechungen um zu sehen, ob nicht doch der Zehennagel des Ballträgers auf der Seitenauslinie war, zu schlechte Quarterbacks verhageln einem den Spaß am Exzessivgucken.
„Ich beobachte seit einigen Jahren Jahren eine abnehmende Qualität,“ sagte z.B. Hall of Fame Quarterback Warren Moon. Besonders die erschreckend schwache Qualität der Quarterbacks, die zur Zeit in der NFL spielen, fällt ihm negativ auf. Und er ist Experte, ist er doch der wohl unverdienteste Quarterback, der je in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde. In keiner seiner 17 NFL Saisons erreichte er eine dreistellige Passerwertung. Sein Durchschnitt für diese Zeit liegt bei mageren 80,9 Punkten. Da weiß also jemand, wovon er spricht.
Aber es geht ja weiter und weiter mit den Kritikpunkten. Armselige Offensive Lines die die Quarterbacks zu überhasteten Aktionen zwingen, zu viele Strafen, schlechtes Tackling, schludrige Grundlagen, all das macht das Zusehen oft zur Qual, statt zum Vergnügen.
Und Besserung ist nicht in Sicht. Auf den meisten High Schools und Colleges wird nicht der Football gespielt, der in der NFL gespielt wird. Spread Offenses, Quarterbacks, die nie in einem Huddle stehen, das ist der Football, der dort gespielt wird.
Die Rookie- Quarterbacks Dak Prescott (Dallas), Carson Wentz (Eagles) und Jared Goff (Rams) haben noch nie in einem Huddle gestanden und noch nie direkt hinter dem Center. Während Prescott und Wentz die Transition schnell gelernt und verinnerlicht haben, übt Goff noch und gilt noch nicht als NFL-tauglich.
Dazu die vielen Strafen. Hatte ich die vielen Strafen schon erwähnt?
Beinahe jeder halbwegs ansehnliche Spielzug der Offense wird wegen einer Holdingstrafe zurückgepfiffen. Gerade hatte man den Raumgewinn über 40 Yards noch bejubelt, schon wird er zurückgenommen und in eine 10 Yards Strafe umgewandelt. Daran haben natürlich nicht wirklich die Schiedsrichter schuld, sondern die Trainer, die ihren Spielern die Schlampigkeiten nicht austreiben können.
Die Schuld daran sieht der ehemalige General Manager Bill Polian in den neuen Trainingsregeln der NFL, die die Sicherheit der Spieler erhöhen sollten. Den Teams sind in der Zeit vor dem Trainingslager nur 14 Übungseinheiten in voller Ausrüstung erlaubt, die in den ersten 11 Wochen abgehalten werden dürfen. Diese Auflage gab es bis 2011 nicht. Polian ist der Meinung, daß man nur in Helm und Rüstung die Techniken der Offensive Line korrekt einstudieren kann.
Sieht man jetzt, daß die Qualität der Spiele seit 2011, dem ersten Jahr im laufenden Tarifvertrag, nachläßt, muß da was dran sein.
Und die Fans in den USA quittieren diese Zunahme an schlampigen Spielen damit, daß sie lieber Baseball gucken wenn ein wichtiges Footballspiel parallel dazu läuft.

Norv Turner hat gekündigt
Das war ja mal eine Überraschung.
Plötzlich und unerwartet warf Norv Turner die Brocken bei den Vikings hin.
Als das Team zum Saisonbeginn zu fünf Siegen in Folge kam, schien der Offensive Coordinator noch Spaß am Job zu haben. Nach zwei Niederlagen in Folge scheint ihm selbiger verlorengegangen zu sein. Minnesota liegt auf Platz 31 bei den erzielten Offenseyards und Platz 23 bei den erzielten Punkten.
Vor der Saison schwirrte das Gerücht herum, daß es Norv Turners letzte Saison als Offensive Coordinator sein könnte. Mit 64 Jahren hatte er die Rente vor Augen. Daß er aber zur Saisonmitte alles hinschmeißt, damit konnte nun wirklich niemand rechnen.
Um einen Nachfolger für den Offensive Coordinator aufzubauen, hatten die Vikings Pat Shurmur verpflichtet. Der trainierte bisher die Tight Ends und war maßgeblich am Sam Bradford Handel beteiligt, weil er den Quarterback bereits bei zwei anderen NFL Teams trainiert hatte.
Head Coach Mike Zimmer war geschockt, als er von Turners Kündigung erfuhr. Aber er reagierte schnell und so, wie man es vermuten konnte. Er machte Shurmur zum Offensive Coordinator und gab ihm die Verantwortung für die Spielzüge der Offense.
Zimmer ist voll und ganz auf Defense eingestellt, und die Offense ist nicht sein Ding.

Kurzberichte
Josh Huff wird am Sonntag gegen die Giants spielen.
Der Wide Receiver der Eagles war in New Jersey mit einer Waffe erwischt worden, die in seinem Auto lag.
Dafür hat Huff eine Erlaubnis, die allerdings nur in Texas gültig ist. Das, so meinte Huff, hätte er nicht bedacht. Und außerdem, welcher Profisportler hat denn keine Waffe bei sich? fuhr er fort.
Und so sieht das auch Eagles Head Coach Doug Pederson. Er muß das auch so sehen, denn die Probleme auf der Wide Receiver Position bei den Eagles sind so groß, daß sogar Terrell Owens schon angefragt hat, ob er aus dem Ruhestand kommen und für die Eagles spielen soll?

Cam Newton hat sich erfolgreich ausgeheult. Das Telefongespräch mit NFL Chef Roger Goodell wäre sehr positiv verlaufen, wie er selber meinte.
Und einen zweiten Teilerfolg für den armen ach so oft unfair angegriffenen Quarterback der Panthers gab es auch. Cardinals Defensive Tackle Calais Campbell mußte für den wirklich unfairen Angriff auf die Knie Newtons $18.231 Strafe zahlen.
Die Schiedsrichter hatten versagt, indem sie diesen Angriff auf dem Feld nicht bestraften. Doch die Ligazentrale hat das nun korrigiert.

Der Lazarettreport
Bei den Falcons werden in dieser Nacht gegen Tampa Bay Running Back Tevin Coleman (Oberschenkel), Tight End Jacob Tamme (Schulter) und defensive End Dwight Freeney (Quadrizeps) nicht spielen können.

Bei den Buccaneers werden die Running Backs Doug Martin (Oberschenkel) und Jacquizz Rodgers (Fuß) fehlen.

Zwar wurde bei Chiefs Quarterback Alex Smith nach dem Spiel gegen Indianapolis keine Gehirnerschütterung festgestellt, doch Head Coach Andy Reid will vorsichtig sein. Am Sonntag soll Nick Foles starten. Er vervollständigte 16 seiner 22 Pässe für 223 Yards und 2 Touchdowns, als er Smith letzten Sonntag ersetzte.

Mittwoch, 2. November 2016

Kurzberichte
newton-cam-supermanCam Newton (Bild) hat sich ausgeheult.
Der arme Quarterback der Panthers fühlt sich mißhandelt, weil die Schiedsrichter nicht genug Flaggen werfen, wenn er losläuft und angegriffen wird. Deshalb rief Newton NFL Chef Goodell an, um ihm sein Leid zu klagen.
Schiedsrichterchef Dean Blandino hat sich strittige Szenen angesehen und ist der Meinung, daß seine Schiedsrichter meistens im Rahmen der Regeln entscheiden.
Oft erhält Newton harte Hits gegen seinen Helm, wenn er außerhalb der Pocket ist, dann aber ist er nicht mehr als Quarterback besonders geschützt. Dann gilt er als Läufer und kann als solcher angegriffen werden.
Blandino bezog sich auch auf die Szene im Spiel gegen Arizona, als Newton unterhalb der Knie angegriffen wurde. Hier hätten seine Leute versagt, sagte der oberste Schiedsrichter. Das war ein klares Foul, das nicht geahndet wurde.
Was bei dem Gespräch zwischen Newton und Goodell herauskam, ist noch nicht bekannt.

Die Packers feuerten Running Back Knile Davis am Montag.
Lange blieb der Running Back nicht ohne Team, die Jets verpflichteten ihn am Dienstag.
Lange blieb der Running Back nicht im Team, denn als die Jets C.J. Spiller verpflichteten, feuerten sie Davis wieder.

Lions Linebacker Armonty Bryant wurde für drei Spiele suspendiert, weil er gegen die Drogenpolitik der NFL verstoßen hat.

Josh Huff war zu schnell mit seinem Auto unterwegs. Als die Polizei ihn anhielt, fanden sie eine unerlaubte Waffe und Marihuana im Wagen des Eagles Wide Receivers.
Huff wurde verhaftet.
Die Eagles wollen erst Näheres über den Vorfall in Erfahrung bringen, bevor sie sich dazu äußern.

Redskins Tackle Trent Williams wurde wegen der Einnahme verbotener Substanzen für vier Spiele suspendiert.

Redskins Cornerback Josh Norman meinte, daß er am Sonntag gegen die Bengals zu viele Strafen kassiert hätte. Bei ähnlichen Situationen der Bengals Verteidiger wären keine Flaggen geflogen.
Da er diese Meinung öffentlich in der Pressekonferenz kundtat, rechnet Norman mit einer Geldstrafe. Die aber würde er hinnehmen, denn es war ihm wichtig zu sagen, was er dachte.
Auf die Frage an Head Coach Jay Gruden, ober er Angst hätte, daß sein Star Cornerback jetzt besonders von den Schiedsrichtern überwacht wird und bestraft werden könnte, meinte Gruden: „Er kann gar nicht noch öfter bestraft werden, als am Sonntag, das ist mal sicher.“

Die Bills setzten Safety Aaron Williams auf die Verletztenliste.
Er verletzte sich nach einem brutalen Hit von Dolphins Wide Receiver Jarvis Landry am Nacken.
Sehr wahrscheinlich ist Williams Karriere beendet.
Und dadurch muß die Not wohl sehr groß sein.
Die Bills holten Wide Receiver Percy Harvin aus dem Ruhestand zurück. Das bestätigte Harvins Agent.
Der Wide Receiver unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende.
Letztes Jahr spielte er in fünf Spielen für Buffalo, bevor er sich eine Hüftverletzung zuzog. Die beendete seine Saison und seine Karriere. Im August gab er seinen Rücktritt bekannt.
Doch jetzt meint der 28 Jahre alte Pro Bowler, daß er noch ein paar Spiele bestreiten kann.

Der Lazarettreport
Pech für Jamaal Charles und die Chiefs. Der Running Back zog sich in Woche fünf der letzten Saison einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.
In dieser Saison kam er in Woche fünf wieder zurück ins Team, doch nur kurz. Charles muß erneut an diesem Knie operiert werden und die Saison ist für ihn beendet.
Ob seine Karriere im Alter von 29 Jahren beendet sein könnte ist nicht auszuschließen.

Auch Offensive Lineman Parker Ehinger wurde mit einem frischen Kreuzbandriss von den Chiefs auf die Verletztenliste gesetzt.

Die Cowboys müssen etwa 4-6 Wochen auf einen ihrer besten Verteidiger verzichten. Cornerback Morris Clayborne muß an einem Leistenbruch operiert werden.

Die Cardinals setzten Left Tackle Jared Veldheer mit einem gerissenen Trizeps auf die Verletztenliste.

Es kann sein, daß Ben Roethlisberger nach seiner Meniskusoperation nächsten Sonntag schon wieder spielen kann.
Alle Zeichen beim Training der Steelers deuten darauf hin, daß der Quarterback gegen die Ravens starten wird.

Dienstag, 1. November 2016

Ein neuer Fall von Gewalt gegen Frauen?
elliott-ezekiel2Der Anwalt von Ezekiel Elliott (Bild) veröffentlichte eine Erklärung in der er die NFL und die Medien auffordert, die Jagd auf seinen Mandanten zu beenden.
Elliott, Rookie Running Back der Cowboys, wurde von einer Frau angezeigt, sie im Juli fünf mal mißhandelt zu haben.
Die Strafverfolgungsbehörden sahen keinen Grund Elliott anzuklagen. Die Untersuchungsergebnisse hätten das nicht hergegeben, heißt es.
Die Staatsanwaltschaft in Columbus, Ohio, hat eine umfassende Untersuchung geleitet und am Ende dieser den Fall geschlossen.
Deshalb fordert Elliotts Anwalt Frank Salzano, daß die Medien aufhören sollten weiterhin Mutmaßungen über den Running Back anzustellen.
Die NFL würde seinen Mandanten nur deshalb noch verfolgen, weil sie im Fall Josh Brown mal wieder Mist gebaut hat und jetzt zeigen will, wie ernst sie doch Anschuldigungen wegen häuslicher Gewalt nimmt.
Auf der anderen Seite sagte der leitende Staatsanwalt von Columbus, Robert S. Tobias, daß er glaubt, daß Elliott die Frau mißhandelt hat. Die Beweislage wäre nur zu dünn für eine Anklage gewesen.
Die NFL tut also gut daran, den Fall weiter zu verfolgen und nötigenfalls von sich aus in Aktion zu treten, wenn sie entsprechende Beweise findet. Immerhin geht es darum aufzuklären, ob Elliott wirklich seine Anklägerin fünf Tage im Juli gegen ihren Willen in seiner Wohnung festgehalten, sie gewürgt, geschlagen und gegen eine Tür geworfen hat?
Sollte nur ein kleiner Teil dieser Anschuldigungen sich als Wahr erweisen, dann muß die gerade begonnene Karriere Elliotts in der NFL sofort beendet werden.
Es muß auch aufgeklärt werden, warum die Anklägerin eine gemeinsame Bekannte von ihr und Elliott zu mehreren Falschaussagen aufgefordert hat.
Ayrin Mason, die Ex-Freundin von Elliott und Freundin der Anklägerin, sollte aussagen, daß sie gesehen hätte, wie Elliott sie geschlagen hat.
Mason sagte der Polizei jedoch, daß sie auf keinen Fall vor Gericht aussagen würde.
Cowboys Besitzer Jerry Jones meinte, daß er den Fall in der letzten Zeit nicht mit seinem Rookie Running Back besprochen hat. Jones meinte weiter, daß er Elliott auf Grund der Aktenlage verpflichtet hat, und die hätte den Spieler klar entlastet.
Deshalb geht Jones auch nicht davon aus, daß die Untersuchungen der NFL etwas anderes ergeben könnten.
Allerdings kann die NFL Elliott bis zur Klärung des Falles auf die Ausnahmeliste des Commissioners setzen. Der Rookie würde dann weiter sein Gehalt beziehen, dürfte seine Jagd auf die Krone der NFL Running Backs aber nicht fortsetzen.
Bisher führt er die NFL mit 799 Yards an.

Kurzberichte
Die 5-1 Minnesota Vikings haben ihren Anfangsschwung verloren.
In dieser Nacht verloren sie bei den 1-6 Bears mit 10:20. Die in den ersten Spielen so vielversprechende Defense Minnesotas war noch nicht mal in der Lage Bears Quarterback Jay Cutler zu stoppen.
Da liegt wohl gegenwärtig einiges im Argen.
Die Vikings sind jetzt 5-2, Chicago 2-6.

Die Patriots gaben einen ihrer besten Verteidiger an die Browns ab.
Linebacker Jamie Collins hat in dieser Saison 43 Tackles, 2 Interceptions, 1 Sack und 1 erzwungenen Fumble erzielt.
Trotzdem gab Head Coach Bill Belichick ihn an die Browns ab.
Collins ist im letzten Jahr seines Rookievertrags und spielt für lächerliche $485.928, ein echtes Schnäppchen also.
Doch nach der Saison wird Collins teurer, sehr viel teurer, etwa $15 Millionen teuer. Und selbst das wird nicht ausreichen, denn man hat schon gehört, daß Collins Von Miller-mäßig bezahlt werden möchte. Der hat vor der Saison einen Sechsjahresvertrag über $114,5 Millionen in Denver unterschrieben.
Das Geld hat Belichick seinem Team gespart.
Bekommen haben die Patriots dafür Clevelands Wahlmöglichkeit in der dritten Runde der nächsten Draft.
Die Browns spielen am Sonntag gegen Dallas und Collins soll sofort eingesetzt werden.

Die Packers feuerten Running Back Knile Davis wieder, den sie erst am 18. Oktober verpflichtet hatten.

Andre Johnson hat seine Karriere beendet.
Der Wide Receiver spielte 14 Jahre in der NFL, die meisten davon in Houston. In den letzten beiden Jahren spielte er in Indianapolis und war zuletzt bei den Titans unter Vertrag. Sie informierte Johnson am Montag von seinem Entschluß.
Johnson beendete seine Karriere mit 1.062 gefangenen Pässen für 14.185 Yards und 70 Touchdowns.

Bei den Buccaneers fällt mit Jacquizz Rodgers ein weiterer Running Back aus. Er verletzte sich gegen die Raiders an einem Knöchel.
Zur Sicherheit verpflichteten die Bucs Mike James, der erst letzten Monat von ihnen wegen Verletzungsproblemen gefeuert wurde.
Die Buccaneers trennten sich außerdem von Cornerback Jonathan Banks.

Und damit kommen wir zum...

Lazarettreport
Die Cardinals müssen lange Zeit auf Tyrann Mathieu verzichten.
Der Defensive Back wird etwa 3-6 Wochen mit einer Schulterverletzung ausfallen.
Auch Left Tackle Jared Veldheer fällt verletzt aus. Er wurde mit einem gerissenen Trizeps auf die Liste der kurzzeitig Verletzten gesetzt.

Die Chiefs können aufatmen. Quarterback Alex Smith hat das Gehirnerschütterungsprotokoll durchlaufen. Dabei wurde festgestellt, daß er sich gegen die Colts keine Gehirnerschütterung zugezogen hat.

Seahawks Pass-Rusher Michael Bennet muß am Knie operiert werden und wird etwa drei Wochen ausfallen.

Falcons Wide Receiver Julio Jones ist OK.
Der Wide Receiver hattet gegen die Packers Probleme mit dem linken Knöchel und dem rechten Knie.
Beide sind untersucht worden, und es wurde nichts auffälliges gefunden.
Am Donnerstag gegen Tampa Bay wird er mitspielen können.

Cowboys Safety Barry Church hat einen gebrochenen Arm und fällt etwa fünf Wochen aus.
Cowboys Head Coach Jason Garrett wurde nach dem Sieges-Touchdown von Jason Witten von dem Tight End zu überschwenglich in den Arm genommen. Dabei verletzte Witten seinen Head Coach an der rechten Wange.
Nur eine Platzwunde und nichts Ernstes, wie es heißt.

 

 

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