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Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Donnerstag, 21. August 2014

Kurzberichte
kelly-jim-hofFangen wir heute mit einer guten Nachricht an.
Bei der Untersuchung des Hall of Fame Quarterbacks Jim Kelly (Bild) am Mittwoch wurde kein Krebs mehr gefunden.
Der 54-jährige hatte Nebenhöhlen-Krebs und wurde in den letzten drei Monaten mit Bestrahlungen und Chemotherapie behandelt.
Zwar muss der ehemalige Superstar der Bills noch einige Tests durchlaufen, aber die Zeichen sind positiv. Momentan sieht es so aus, als ob Kelly keine weitere Behandlung mehr brauchen wird.

Gemeinsam macht koksen doch erst so richtig Spaß... dachten sich wohl die Steelers Running Backs Leveon Bell und LeGarrette Blount.
Die beiden waren gemeinsam mit dem Auto unterwegs, und hatten noch eine weibliche Mitfahrerin, als sie von einer Polizeistreife angehalten wurden. Aus dem Auto der drei kam dem Polizisten ein starker, süßlich Duft entgegen, der sich als Marihuana entpuppt.
Beim Blick in den Wagen fiel dem Polizisten ein Päckchen Marihuana auf.
Alle drei wurden verhaftet, und nach der Aufnahme ihrer Personalien wieder entlassen. Alle drei werden demnächst Post mit einer formellen Anklage erhalten.
Die Steelers wollten noch Kommentar zu der Verhaftung abgeben.

 

Die Texans und die Broncos trainierten gemeinsam, als es auf Seiten Houstons zu einem kleinen Schreckensmoment kam. Rookie Linebacker Jadeveon Clowney wurde von Helfern ins Medizinzelt geführt. Dort wurde sein Nacken untersucht.
Bis zum Trainingsende kam er nicht mehr aus dem Zelt heraus.
Von den Texans wollte keiner sagen, was mit dem Rookie ist?

Die 49ers wurden von den Broncos ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Doch das Team ist nicht das Einzige, was das Spiel nicht gut überstanden hat. Auch der Rasen im neuen, ultramodernen Levi`s Stadion war regelrecht zerstört.
Die Niners mussten das öffentliche Training im Stadion am Mittwoch abbrechen, weil auf dem Untergrund nicht ordentlich trainiert werden konnte.
Wie man den Platz bis zum Spiel am Sonntag gegen San Diego wieder in Schuß bringen will, bleibt abzuwarten.

Die Bengals und Vontaze Burfict konnten sich auf eine Vertragsverlängerung einigen.
Der Linebacker bekam einen Vierjahresvertrag über $20,05 Millionen.

Colin Kaepernick hat eine, späte, Entschuldigung für seine nicht so überzeugenden Leistungen in der letzten Saison geliefert.
Er hätte eine Prellung an einem vorderen Fuß gehabt und einen Kapselriss am Fußballen. Diese Verletzungen hätte er sich schon in der zweiten Spielwoche zugezogen.
Dadurch wären seine Möglichkeiten, mit dem Ball zu Laufen, ziemlich eingeschränkt worden.
Erst im Dezember hätte er wieder schmerzfrei spielen können.

Es war das Playbook.
Schon vor einigen Wochen hatte Browns Head Coach Mike Pettine bemängelt, daß sein neuer Superstar Johnny Manziel in der trainingsfreien Zeit lieber Party machte und auf Klos Geldscheine zusammenrollte, anstatt seine Nase in das Playbook des Teams zu stecken.
Und wie Pettine gestern sagte, hat das den Ausschlag gegeben, das, und die fehlende Reife des Rookies. Brian Hoyer kennt die Spielzüge besser und er zeigt den Gegnern nicht die Faust, und vergisst dabei, den Mittelfinger mitzukrümmen. Zwar behauptete Pettine am Dienstag noch, daß diese Szene im Spiel gegen die Redskins keine Rolle spielen würde, bei seiner Urteilsfindung, aber anscheinend hat sie das doch.
Sei es wie auch immer, der Superstar ist nur der Ersatzmann, und Hoyer der Starter. Der muss auch nicht ängstlich über seine Schulter blicken, wie Pettine sagte. Hoyer muss keine Angst haben, beim ersten Fehler sofort auf die Bank gesetzt zu werden. Er ist die Nr. 1. Auf keinen Fall werde man ein Zwei- Quarterback-System spielen.
Selbst die Fans sind mittlerweile nicht mehr so von Manziels Rolle als Heilsbringer überzeugt. Auch sie sehen, daß Manziel zu unreif ist. Die Bradys, die Peyton Mannings, die Roethlisbergers und wie die echten Superstars alle heißen, keiner von denen hätte seine NFL Karriere mit so einer Geste begonnen, heißt es aus dem Fanlager. Und seine spielerischen Qualitäten konnten die Fans bisher auch nicht überzeugen.
Pettine hatte auch deshalb Bedenken, Manziel zum Starter zu machen, weil der bei den gegnerischen Fans extrem unbeliebt ist. Mit Manziel auf des Gegners Platz hätte man nicht gegen den 12. Mann anspielen müssen, sondern gegen den 13, war seine Befürchtung.

Mittwoch, 20. August 2014

Kurzberichte
ballAcht Extrapunkt-Kicks gingen in den ersten zwei Testspielwochen daneben.
Das ist eine gute Quote, die dafür spricht, den Ball demnächst auch in der regulären Saison auf die 15 zu legen, statt auf die Zweiyardslinie.
Eine gute Quote deshalb, weil die NFL, also Roger Goodell, ja möchte, daß mehr Extrapunkte daneben gehen. Die Automatik des Kicks von der zwei soll aufhören.
Doch zunächst wird der Ball jetzt wieder an die zwei gelegt. Das Experiment ist vorbei und wird nun ausgewertet.
Kleine mathematische Hilfestellung: In 1.321 Versuchen in der letzten Saison wurden fünf Versuche verschossen.
In 33 Vorbereitungsspielen gingen acht daneben.
Eine gute Quote.

Mike Ditka hat eine Meinung über den Teamnamen Redskins, und er sagt sie auch.
Für den Hall of Fame Tight End ist das Ganze nur eine Sache der „politisch korrekten Idioten in Amerika“.
Ich gebe natürlich nur seine Meinung wider, der ich mich persönlich nie und nimmer anschließen würde.
Genug gescherzt. Der ehemalige Tight End, Head Coach und aktuelle Analyst bei ESPN hat natürlich recht. Seine Meinung zu der in Mode gekommenen Diskussion über den Spitznamen des Teams aus Washington ist klar die, daß er den Namen Redskins natürlich weiterhin benutzen wird.
Mehr und mehr Kommentatoren der US TV Sender springen ja auf den politisch korrekten Zug und wollen diesen bösen Namen nicht mehr benutzen.
Ditka hofft, daß der Besitzer des Teams nicht vor den „Spinnern“ einknickt. Die Washington Redskins sind ein Teil der stolzen Geschichte des Footballs in Amerika, meinte Ditka, und niemand hätte sich bis vor Kurzem über den Namen aufgeregt. Jedenfalls, bis einige politisch korrekte Idioten gemerkt hätten, daß man mit dem Protest gegen den Namen sein Bild in der Zeitung entdecken kann.

Die Cardinals begrüßten zwei verletzte Spieler zurück. Sie nahmen Safety Tyrann Mathieu von der Liste der kurzzeitig verletzten Spieler (PUP Liste).
Im Dezember war Mathieu an zwei gerissenen Bändern in einem Knie operiert worden.
Seine Genesung liegt weit vor dem angedachten Terminplan.
Auch Nose Tackle Alameda Ta`amu bekam nach seiner Kreuzbandoperation die Freigabe, wieder mit dem Team trainieren zu dürfen.

In Denver trägt Montee Ball wieder den Ball.
Der Running Back wurde Anfang des Monats am Blinddarm operiert. Am Dienstag trainierte er wieder, wurde aber aus den Kontaktübungen rausgehalten.

Die Steelers sind sehr unzufrieden mit den bisher gezeigten Vorstellungen der Defensive Line. Aus diesem Grund wollen sie Defensive End Brett Keisel wieder unter Vertrag nehmen.
Nach der letzten Saison hatten die Steelers sich dazu entschieden, den 35-jährigen nicht mehr zu verpflichten. Die Gehaltsobergrenze ließ das nicht zu.
Wenn Keisel einem neuen Vertrag, mit deutlich weniger als den $4,9 Millionen aus der letzten Saison, zustimmt, dann kann er sofort unterschreiben.
Viel darf er nicht verlangen, denn Pittsburgh verlängerte am Dienstag den Vertrag mit Tackle Marcus Gilbert um fünf Jahre und er bekommt dafür $30 Millionen.

Die 49ers blicken Vertragsverlängerung um Vertragsverlängerung ins Auge.
Jetzt ist Michael Crabtree dran. Fakt ist, daß Crabtree ein guter Wide Receiver ist. Fakt ist auch, daß er oft verletzt ist. Das Erstere erhöht seinen Marktwert, das Andere schmälert ihn. Irgendwo dazwischen muss jetzt eine Summe gefunden werden, die beiden Seiten behagt.
Crabtree soll einem leistungsbezogenen Vertrag nicht abgeneigt sein. Er glaubt, daß er jeden Bonus, der im Vertrag stehen wird, erreichen kann.
Die Luft unter der Gehaltsobergrenze wird in San Francisco bedenklich dünn. Und die Pro Bowler Tight End Vernon Davis und Left Guard Mike Lupati wollen sie ja auch noch halten.
Da ist geschicktes Verhandeln gefragt.
So wie bei Glenn Dorsey. Der Nose Tackle unterschrieb am Dienstag eine Verlängerung über zwei Jahre für $2,65 Millionen pro Jahr.

In Cleveland kam es, wie man es nach dem zweiten Vorbereitungsspiel erwarten konnte. Head Coach Mike Pettine kann sich noch nicht auf einen Starter festlegen. Zu schwach haben beide vorgesehenen Quarterbacks gespielt.
Bei den Fans bekommt man auf die Frage, ob Hoyer oder Manziel starten sollten, mittlerweile die Antwort: „Rex Grossman“. Der wurde am 12. August verpflichtet, hat allerdings bisher noch keinen Einsatz bekommen.
Pettine wollte vor dem dritten Testspiel eigentlich eine solide Offense haben, auf die man bauen kann. Er hat nur ein schwaches Fundament, das extrem einsturzgefährdet ist.
Nicht nur die Quarterbacks sind unbrauchbar, auch die Receiver und die Line sind auf dem Stand, für den die Browns bekannt sind, also im besten Fall unterdurchschnittlich.
Brian Hoyer hat nicht nur in den beiden bisherigen Spielen keinen Touchdown Drive leiten können, er hat auch in den Trainingseinheiten noch nicht einmal seine Offense in die Endzone führen können.
Und Johnny Manziels einziger Touchdownpass war nicht sein Verdienst. Er warf einen Pass hinter der Line of Scrimmage zu Fullback Dion Lewis, der dann mit dem Ball über acht Yards in die Endzone lief.
Die obszöne Geste von Manziel gegen die Bank der Redskins wird übrigens keine Rolle spielen, wer denn für Cleveland starten soll, sagte Pettine.
Für die überaus tollen Fans in Cleveland ist es traurig, daß sie anscheinend schon wieder nur dieselben alten Browns zu sehen bekommen werden.

Ein anderer Head Coach weiß auch noch nicht, wen er starten lassen soll. Rex Ryan grübelt auch noch, ob er Michael Vick oder Geno Smith nehmen soll?
Im dritten Testspiel soll aber wieder Geno Smith starten, wie bisher auch. Das lässt darauf schließen, daß Ryan sich seine Meinung gebildet hat, sie aber noch für sich behält.

Dienstag, 19. August 2014

Vorbereitungsspiele Woche 2, Tag 5
pettine-mikeVor dem dritten Testspiel wollte Browns Head Coach Mike Pettine (Bild) sich auf darauf festlegen, welcher Quarterback als Starter in die Saison geht.
Nach dem zweiten Spiel in dieser Nacht hat er die Wahl zwischen Brian Hoyer und Johnny Manziel und sollte sich für Connor Shaw entscheiden.
Hoyer und Manziel spielten in der ersten Halbzeit wie Not und Elend. Beide zusammen vervollständigten sie 9 ihrer 22 Pässe. Manziel gelang dabei ein Touchdown.
Aufgefallen ist er eigentlich nur durch zwei Gesten. In der einen zeigte er der Bank der Redskins den Stinkefinger. Das dürfte ihn $11.025 kosten. In der anderen Szene wurde er von Ryan Kerrigan gesackt, und Redskins Linebacker Brian Orakpo machte Manziels Dollargeste. Ob es dafür eine Strafe gibt, ist fraglich. Es ist ja keine beleidigende Geste.
Manziel wird es egal sein. Er hat, als er bei seiner Einberufung auf die Bühne kam, mit dieser Geste ja klar gemacht, daß er es in der NFL nur auf die Kohle abgesehen hat. Sein bisheriger Trainingseifer, und seine Eskapaden während seiner freien Tage, machen das deutlich.
Connor Shaw spielte natürlich in Durchgang zwei nur gegen die Anwärter und Ersatzleute der Redskins, aber er vervollständigte 8 seiner 9 Pässe für 123 Yards und 1 Touchdown.
Die Browns scheinen also immer noch keine Lösung für ihr Quarterback- Problem gefunden zu haben.
Washington setzt dagegen weiter voll auf RG3, muss aber aufpassen, daß ihr Starter sich nicht wieder in gefährliche Situationen bringt. Er läuft weiterhin gerne selber mit dem Ball, hat aber das Rutschen immer noch nicht drauf. Auch das Ballwegwerfen ist nicht sein Ding.
So wurde er von den Browns viel zu oft getroffen. Zwar brachte er 6 seiner 9 Pässe für 112 Yards an, aber er fühlt sich in der Pocket immer noch unwohl.
Während die Kommentatoren in dieser Nacht keine Probleme damit hatten, die Redskins Redskins zu nennen, werden wir das im Donnerstagsspiel am 25. September zumindest von Phil Sims wohl nicht zu hören bekommen. Er überlegt noch, ob er das böse Wort sagen soll, tendiert aber zu nein. Sein Kollege in der Kommentatorenbox, Jim Nantz, sagte, daß er sich nicht in diese Diskussion einmischt. Das Team hat einen Namen und den wird er nennen.
Tony Dungy von NBC will das Team auch nur Washington nennen.
CLE 23:24 WAS

Kurzberichte
Die Defense der Cardinals muss einen herben Verlust verkraften.
Für Defensive Tackle Darnell Dockett ist die Saison mit einem Kreuzbandriss beendet.
Er zog sich die Verletzung beim Training am Montag zu.

Browns Cornerback Buster Skrine wurde am Montag an einem Daumen operiert. Er zog sich die Verletzung beim Training am Freitag zu.
Ob er bis zum Saisonstart wieder einsatzbereit sein wird, ist fraglich.

Derek Carr konnte am Montag wieder am Training der Raiders teilnehmen.
Der Quarterback wurde gegen Detroit an den Rippen verletzt, und es hieß, daß er sich auch eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.
Er durchlief das Gehirnerschütterung-Protokoll und bekam die Erlaubnis, am Training teilnehmen zu dürfen. Um die Freigabe für das Spiel gegen Green Bay zu bekommen, muss er einen weiteren Test positiv abschließen.

Montag, 18. August 2014

Vorbereitungsspiele Woche 2, Tag 4
harbaugh-jim3San Francisco in Not. In Woche eins null Chance gegen Baltimore, in Woche zwei der völlige Untergang gegen Denver. Es sind nur Trainingsspiele, aber so ein ganz klein wenig Panik darf da schon aufkommen.
Die Generalprobe zur Einweihung des neuen Stadions der 49ers ging so was von daneben, daß es schon peinlich war.
Hoffentlich stimmt der Spruch, daß einer verpatzten Generalprobe immer eine gelungene Premiere folgt. Wenn ja, dann müsste das erste Saisonspiel bei der Einweihungsfeier des neuen Stadions so was von gelingen.
In zwei Testspielen erzielten die 49ers DREI Punkte. Etwas wenig für ein Team, das Super Bowl Ambitionen hat. Kassiert haben sie 57 Punkte. Auch das etwas viel für einen gefühlten Weltmeister.
Im ersten Spiel spielten kaum Starter, also Schwamm drüber. Gegen Denver allerdings lagen die Starter mit 0:10 zurück, als sie den Anwärtern Platz machten.
Hinter Quarterback Colin Kaepernick sieht es duster aus. Blaine Gabbert zeigt noch nicht mal Ersatz- Quarterback Qualitäten. Von den Leuten hinter ihm wollen wir gar nicht erst reden. Wehe, wenn Kaepernick verletzt werden sollte. Der ist zwar auch noch nicht in Saisonform, das sollte sich aber bis zum 7.9. machen lassen. Zuerst geht es ja gegen die Cowboys. Das dürfte für San Francisco ein zusätzliches Trainingsspiel werden.
Die Defense dürfte bis zum ersten Saisonspiel in Fahrt kommen. Gestern fehlten noch einige Starter.
Wenn die Broncos im Oktober auf die 49ers treffen, dürfte Peyton Manning es nicht ganz so leicht haben, Schwächen auszuloten und auszunutzen.
In der Verteidigung fanden die Broncos ihren Brandon Marshall, der den verletzten Linebacker Danny Trevathan ersetzen kann. Der Namensvetter des Bears Wide Receivers kommt aus dem eigenen Trainingsteam und sah ganz gut aus, in seinem länger dauernden Einsatz.
Denver scheint seine Saisonform gefunden zu haben, die Niners müssen noch viel arbeiten.
Unglücklicherweise verloren sie im zweiten Viertel auch noch Safety Antoine Bethea mit einer Gehirnerschütterung.
DEN 34:0 SF

Die Chiefs traten ohne Star- Running Back Jamaal Charles in Carolina an. So gesehen hat sich Quarterback Alex Smith gut geschlagen. Ohne die nötige Unterstützung durch das Laufspiel vervollständigte er 14 seiner 22 Pässe für 127 Yards.
Bei den Panthers schlug sich Quarterback Cam Newton nach seiner Fußoperation recht gut. In seinen zwei Serien vervollständigte er 4 seiner 9 Pässe für 65 Yards.
Running Back Jonathan Stewart erzielte zwei Lauftouchdowns. Leider ist das nichts, worauf die Panthers sich werden verlassen können. Es dürfte nicht lange dauern, bis Stewart wieder verletzt ausfällt. In den letzten beiden Saisons verpasste er 17 Spiele wegen verschiedener Verletzungen.
KC 16:28 CAR

Kurzberichte
Eagles Head Coach Chip Kelly sagte, daß man sich Angebote anhören würde, so denn welche für Mark Sanchez kämen.
Zur Verteidigung des Quarterbacks sei gesagt, daß Kelly sich Angebote für jeden seiner Spieler anhören würde, und daß es schon ein gutes sein müsste, für Sanchez.
Mark hätte gut gespielt, in den zwei Testspielen, sagte Kelly. Angebote für ihn wären aber bisher keine gekommen. Man würde ihn auch gerne behalten. Bisher, so fuhr der Head Coach fort, sähe Sanchez wie ein wirklich guter Ersatzmann für Nick Foles aus, wenn diesem etwas passieren sollte.

In Jacksonville hat Blake Bortles in den ersten zwei Spielen so gute Ansätze gezeigt, daß der Quarterback am heutigen Montag mit der ersten Mannschaft trainieren wird.
Bisher musste Bortles ja nur gegen die zweite und dritte Garnitur der Gegner ran. Vielleicht, so Head Coach Gus Bradley, sollte er sich mal gegen Starter beweisen?
Gegen Detroit soll aber dennoch Chad Henne als Starter antreten.

Schlechte Nachricht für Falcons Fans. Sam Baker sollte in der kommenden Saison die blinde Seite von Quarterback Ryan schützen. Daraus wird nichts. Der Tackle riss sich gegen die Texans die Patellasehne im rechten Knie. Damit ist die Saison für ihn beendet.

Giants Head Coach Tom Coughlin, der seinen Job aus unerfindlichen Gründen immer noch hat, ist frustriert über die armseligen Vorstellungen seiner Offense.
Niemand im Team hat bisher eine Vorstellung davon, wie die neue Offense von Offensive Coordinator Ben McAdoo aussehen soll?
Eine Offense, in der Quarterback Eli Manning 70% seiner Pässe vervollständigen soll.
Eine Offense, in der Quarterback Eli Manning in drei Spielen 7 von 16 Pässen an die Receiver brachte, also gerade mal 43,8%.
Coughlin macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, wenn er über seinen Angriff spricht. Da wäre nichts, was ihn beeindruckt hätte, sagte er mit Leichenbittermiene.
Manning macht sich darüber allerdings gar keine Gedanken. Er wäre nicht sehr besorgt, meinte er in einem Interview. In dieser Phase der Vorbereitung wäre das noch nicht der Punkt, an dem man sich Sorgen machen müsste. Es würde eine Zeit brauchen, eine neue Offense zu lernen, und bis zum Saisonstart wäre ja noch etwas Zeit.
So optimistisch muss man erst mal sein.

Sonntag, 17. August 2014

Vorbereitungsspiele Woche 2, Tag 3
clowney-jadeveonUff, so viele Spiele, da gibt es dann nur Kurzfassungen.
Wehe, wenn er losgelassen. Texans Linebacker Jadeveon Clowney (Bild) setzte die Angreifer der Falcons dermaßen unter Druck, daß sie kaum nennenswertes zustande brachten.
Erst rammte er Running Back Antone Smith für zwei Yards Raumverlust in den Boden, dann war Quarterback Ryan für sieben Yards dran. Falcons Left Tackle Sam Baker, den Clowney überrannte, musste das Spiel mit einer anscheinend ernsten Knieverletzung verlassen.
Auf der anderen Seite zeigte Texans Quarterback Ryan Fitzpatrick so etwas wie NFL-Tauglichkeit. Unter seinen 9 Vervollständigungen aus 12 Versuchen für 97 Yards war sogar ein Touchdown.
Als dann in der zweiten Halbzeit nur noch Anwärter und Ersatzleute spielten, brach Atlanta völlig zusammen. So kam Houston zu einem unerwartet hohen 32:7 Sieg, und sie machten 19 dieser Punkte in Durchgang zwei.

Bengals Quarterback Andy Dalton hat einen leistungsbezogenen Vertrag, und er möchte anscheinend schon in der Vorbereitungszeit etwas für sein Geld tun.
Er spielte drei Serien und vervollständigte alle 8 seiner 8 Pässe für 144 Yards und 1 Touchdown.
Für ihn kann die Saison kommen.
Bei den Jets sieht das noch etwas anders aus. Hier muss sich Head Coach Rex Ryan wohl entscheiden, wer der weniger schlechte Quarterback ist?
Gut, so schlecht war es dann auch nicht, aber gut ist anders. Geno Smith vervollständigte 10 seiner 13 Pässe für 98 Yards und leistete sich einen Interception.
Michael Vick brachte es auf 5 aus 9 für 70 Yards und 1 Touchdown.
Bengals Cornerback Darqueze Dennard musste vorzeitig wegen einer Hüftverletzung vom Platz.
NYJ 25:17 CIN

Michael Sam hatte sich durch sein „Outing“ vor der Draft ins Rampenlicht manövriert. Wäre das nicht so gewesen, würde wohl kein Hahn nach dem Defensive End der Rams krähen. So aber machte sich das durchschnittliche Talent wichtig. Ob er es aber wirklich in den Kader für die Saison schafft, bleibt ungewiss. Gegen Packers Quarterback Matt Flynn erzielte er zwar seinen ersten Sack, aber Ethan Westbrook, der nicht im Vorfeld auf sich aufmerksam machte, hinterlässt einen besseren Eindruck auf dem Platz. Auch dieser Rookie möchte gerne mit den Rams in die Saison gehen und er zeigte zum Ende der ersten Halbzeit hin eine beeindruckende Leistung.
Zufrieden war Head Coach Jeff Fisher auch mit dem, was der dauerverletzte Quarterback Sam Bradford bei einem seiner seltenen Auftritte zeigte. Er spielt mit einer Kniestütze um sein im Oktober operiertes Knie. In zwei Serien warf er 12 Pässe von denen 9 ankamen für 101 Yards.
Bradford hat etwas Rost angesetzt, aber wenn er denn mal ein paar Spiele in Folge absolvieren sollte, müsste er seinen Rhythmus finden.
Bei den Packers startete Aaron Rodgers, und er scheint schon in Saisonform zu sein. Seine Bilanz lautete 11 von 13 für 128 Yards und 1 Touchdown.
Für Rams Ersatz- Running Back Isaiah Pead wird die Saison wohl schon beendet sein. Er musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss den Platz verlassen.
GB 21:7 STL

In Dallas sind sich alle Verantwortlichen des Clubs einig, daß der erste Einsatz von Tony Romo ein Erfolg war.
Sein operierter Rücken hat gegen die harte Defense der Ravens gehalten, was man als echten Härtetest bezeichnen kann.
Allerdings leistete sich Romo auch wieder eine dieser Clownerien, derentwegen er nicht nur Fans hat. Er ließ bei einem versuchten Handoff den Ball fallen, und Linebacker Courtney Upshaw nahem den Ball auf und lief 26 Yards in die Endzone. Zwar packte Romo Upshaw noch am Trikot und versuchte ihn aufzuhalten, das sah aber eher so aus, als würde ein Fünfjähriger versuchen, eine Bulldogge an der Leine zurückzuhalten.
Romo beendete seinen Arbeitstag dann mit einem 31 Yards Touchdownpass zu Dez Bryant.
Ravens Quarterback Joe Flacco brachte mal wieder den Beweis, warum immer mehr Teams dazu übergehen sollten, leistungsbezogene Verträge auszugeben. Von seinen ersten fünf Pässen kam keiner an. Am Ende hatte er eine Bilanz von 9 aus 17 für 113 Yards.
BAL 37:30 DAL

Spiel drei für die Giants, und immer noch hat Quarterback Eli Manning keinen Plan von der neuen Offense. Das ist mehr als blamabel. Sieben Pässe und nur einer kam an für sechs Yards Raumgewinn. Das sind Werte, die jeder von uns gegen die Colts hätte erzielen können.
Was das in drei Wochen zum Saisonstart werden soll?
Indianapolis muss sich um seinen Quarterback und seine Offense keine Sorgen machen. Andrew Lucks Bilanz lautete 12 aus 18 für 89 Yards und 1 Touchdown. Da kommt schon richtige Vorfreude auf das erste Sunday Night Spiel gegen Denver auf.
Für die Giants kam auch noch Verletzungspech dazu. Cornerback Prince Amukamara (Leiste), Offensive Tackle Charles Brown (Schulter), Defensive Tackle Markus Kuhn (Ellenbogen) und Safety Cooper Taylor (Zeh), schieden vorzeitig aus. Head Coach Coughlin hielt sich bedeckt über die Schwere der Verletzungen.
NYG 27:26 IND

Die Steelers scheinen ihre marode Offensive Line verstärkt zu haben. Letztes Jahr wurde Ben Roethlisberger 42 mal gesackt, das war katastrophal. Gegen die Bills hatte er gestern in drei Angriffsserien Zeit, sich hinter seiner Line zum Werfen in Position zu bringen, und er machte etwas aus dieser komfortablen Position. Er vervollständigte 8 seiner 11 Pässe für 128 Yards und 2 Touchdowns.
Jetzt müssen seine Vorderleute nur noch gesund bleiben.
BUF 19:16 PIT

Wide Receiver Holmes fand einen Arbeitgeber
Santonio Holmes landete in Chicago.
Der arbeitslose Wide Receiver hat einen Einjahresvertrag bei den Bears unterschrieben. Hier soll er der dritte Mann hinter Brandon Marshall und Alshon Jeffery werden.

Samstag, 16. August 2014

Vorbereitungsspiele Woche 2, Tag 2
wilson-russellRussell Wilson (Bild) knüpft nahtlos an seine Leistungen aus der Super Bowl Saison der Seahawks an.
Gegen die Chargers leitete der Quarterback vier Angriffsserien, und alle endeten mit Punkten. Zwei Touchdowns erzielte er selber durch Läufe.
Da verwundert es wohl kaum, daß die Seahawks die Chargers schlicht abfertigten.
Wilson bedankte sich nach dem Spiel bei seiner Offensive Line. Ohne sie hätte er nicht 11 seiner 13 Pässe vervollständigen können, für 121 Yards und 2 Touchdownläufe.
Chargers Quarterback Philip Rivers beendete seinen Kurzauftritt mit der Bilanz von 2 aus 4 für 20 Yards.
Seahawks Running Back Marshawn Lynch stand zweimal auf dem Platz, blieb allerdings ohne Ballberührung.
SS 41:14 SDC

Wäre es nicht nur ein Vorbereitungsspiel gewesen, könnte man das Ende des Spiels der Lions in Oakland als ein weiteres dieser phantastischen Finishes ansehen.
Detroits Wide Receiver Calvin Johnson spielte wieder nicht, doch der Passangriff mit Quarterback Stafford sah in Woche zwei recht gut aus. Er warf in seinen zwei Angriffsserien zwei Touchdownpässe.
Nachdem die Raiders gesehen hatten, daß Matt Schaub das Interceptionwerfen nicht verlernt hat, kam Derek Carr zum Einsatz. Er musste nach einer akzeptablen Vorstellung allerdings verletzt vom Platz und außer einer Rippenprellung soll er auch eine Gehirnerschütterung erlitten haben.
Dann kam es zu besagtem Endspurt.
Beim Stand von 26:20 für Detroit waren noch 12 Sekunden zu spielen. Die Raiders standen an Detroits 19. Quarterback Matt McGloin warf einen Pass auf Brice Butler in die Endzone zum Ausgleich. Der Extrapunkt, der zum letzten Mal von der 15 ausgeführt wurde, bevor der Ball ab nächste Woche wieder an die 2 gelegt wird, saß - 27:26 Raiders.

77 Punkte boten die Patriots und die Eagles den Zuschauern, schön gerecht verteilt auf 42:35 für New England.
Eagles Head Coach Chip Kelly war jedoch furchtbar unzufrieden mit der schlampigen Vorstellung seiner Mannschaft. 10 Strafen und vier Ballverluste schmeckten ihm so überhaupt nicht. Schon gegen die Bears kassierten sie neun Strafen und verloren den Ball viermal.
Da liegt noch eine Menge Arbeit vor Kelly.
Quarterback Nick Foles leitete vier Angriffsserien und vervollständigte 8 seiner 10 Pässe für 81 Yards und 1 Touchdown.
Sein Konkurrent Mark Sanchez vervollständigte 11 seiner 12 Pässe für 117 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Noch kann sich Foles seines Postens als Starter nicht vollkommen sicher sein.
Anders in New England, wo es keine Alternative zu Tom Brady gibt. Auch wenn er sich auch einen Interception leistete, ist er die unumstrittene Nr. 1.
Bleibt als Fazit, daß die Eagles noch hart daran arbeiten müssen, die Hochgeschwindigkeitsoffense ihres Head Coaches auch umsetzen zu können.

Im vierten Spiel des Tages trafen die Saints auf die Titans. Hier zeigte eigentlich nur Jimmy Graham ein auffälliges Verhalten.
Der Wide Receiver der Saints fing zwei Touchdownpässe. Beide Male warf er den Ball in Slam Dunk Manier über die Torpfosten. Beide Male kassierte er deswegen eine Strafe, denn diese Slam Dunks sind verboten. Einige Male mussten Spiele unterbrochen werden, weil die Spieler ihre Sprungkraft überschätzten, sich an den Pfosten festhielten, und die Stadionmitarbeiter die Tore anschließend wieder geraderücken mussten.
Beide Strafen führten bei den anschließenden Kick Offs zu guten Feldpositionen für die Titans, und beide Male konnten sie Touchdowns erzielen.
Graham wollte auf seine Art zeigen, daß er dieses Verbot für Schwachsinn hält, aber in der regulären Saison sollte er diesen Protest besser lassen, zumal, wenn er nach dem zweiten Mal in das Gesicht seines Head Coaches geblickt haben sollte.
NOS 31:24 TT

Kurzberichte
Die NFL hat Chiefs Wide Receiver Dwayne Bowe für das erste Saisonspiel suspendiert. Bowe wurde letztes Jahr verhaftet, weil er im Besitz von Marihuana war.
Die Sperre kostet den 29-jährigen $514.705.
Im Training lässt der Wide Receiver momentan überraschend viele Bälle fallen. Head Coach Reid sagte, daß ein Finger Bowes ausgerenkt wäre. Das wäre aber bis zum Saisonstart bestimmt behoben.

Ex-Vikings Punter Chris Kluwe wollte sein altes Team verklagen. Angeblich hätten sie ihn nicht wegen nachlassender Leistungen gefeuert, sondern weil er die Homo-Ehe sehr vehement verteidigte.
Am Freitag sollen die beiden Streitparteien eine Einigung gefunden haben, wie Kluwes Anwalt der Presse sagte. In einer Pressekonferenz nächste Woche sollen die Details der Einigung bekanntgegeben werden.

Jets Rookie Wide Receiver Jalen Saunders hatte einen Autounfall und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
An dem Unfall war kein anderer beteiligt, und das war das Einzige, was die Jets bekanntgaben.
Wie es zu dem Unfall kam, der auf dem Weg zum Training passierte, bleibt also vorerst ein Geheimnis. Auch über den Zustand Saunders wurde nichts veröffentlicht.

Die Saison ist für Zach Miller bereits beendet. Die Bears setzten den Tight End mit einer Lisfrancverletzung auf die Verletztenliste.
Das Risiko, den Dauerverletzten zu verpflichten, wurde also nicht belohnt.
2011 spielte Miller zum letzten Mal, bevor er zwei Saisons komplett wegen Verletzungen verpasste.

Die Buccaneers werden etwa 12 bis 14 Wochen auf Charles Sims verzichten müssen.
Der Rookie Running Back verletzte sich an seinem rechten Sprunggelenk und muss operiert werden. 

Freitag, 15. August 2014

Vorbereitungsspiele Woche 2, Tag 1
cutler-jay-bearsDie Bears und die Jaguars hatten die Bühne in dieser Nacht für sich allein. Außer diesem Spiel gab es sonst keines, also konnte die ganze Footballgemeinde sich ansehen, was die beiden Teams für 2014 so draufhaben (könnten).
Jay Cutler (Bild) ist der unumstrittene Starter in Chicago. Er spielte zwei Serien und vervollständigte 7 seiner 9 Pässe für 75 Yards und 1 Touchdown.
Hinter ihm ist aber momentan noch nicht klar, wer die Nr. 2 wird? Jordan Palmer hat einen leichten Vorteil, doch Jimmy Clausen hat, bis auf einen Interception, nicht schlecht gespielt. Er soll, so hieß es, Probleme mit dem Audioempfänger in seinem Helm gehabt haben. Deshalb hätte er nicht immer die Spielzüge gespielt, die die Trainer vorgegeben hatten.
Ähnlich unklar ist die Situation in Jacksonville. Hier geht es allerdings nicht um die Nr. 2, sondern um den Posten des Starters. Noch hat Chad Henne die Innenbahn, doch er spürt Rookie Blake Bortles Atem im Nacken.
Beide spielten recht gut. Bortles vervollständigte 11 seiner 17 Pässe für 160 Yards. Henne war 12 aus 17 für 130 Yards und 1 Touchdown.
Hier ist also noch alles möglich. Natürlich ist der Plan, Bortles hinter Henne langsam aufzubauen, lobenswert, doch in Marmor gehauen ist er nicht.
In der nächsten Woche soll Bortles dann wenigstens eine Serie mit dem ersten Angriff spielen.
Chicago gewann nach einer von Palmer geleiteten Aufholjagd mit 20:19.
Bears Cornerback Kyle Fuller musste mit einer Knöchelverletzung vom Platz. Die ersten Röntgenbilder zeigten nichts auffälliges. Tight End Zach Miller wurde am Fuß verletzt, aber auch das soll nicht schlimm sein.
Weniger Glück hatte Jaguars Right Tackle Austin Pastor, der sich eine Hand brach.

Kurzberichte
In Minnesota hört man, daß Matt Cassel die gesamte erste Halbzeit spielen soll. Momentan hat er klar den Vorzug vor Bridgewater, der im Training einfach zu viele Interceptions wirft.
Christian Ponder, von dem gar keine Rede mehr ist, machte selber auf sich aufmerksam. Er möchte das Team verlassen, sagte er der Presse.
Einem Wechsel dürften allerdings seine unterdurchschnittlichen Leistungen der letzten Saison entgegenstehen, und das dazu nicht passende hohe Gehalt, das ihm zusteht. Das sind zwar nur $1,7 Millionen, doch für einen Ersatzmann, und nur als solchen kann man Ponder sehen, zu viel. Obwohl, wenn man an Houston denkt...
Der 26-jährige wurde 2011 an 12. Stelle von den Vikings einberufen. Er spielte in 36 Spielen für Minnesota. Er vervollständigte 60,2% seiner Pässe, doch seinen 38 Touchdowns stehen 34 Interceptions gegenüber. Keine gute Bilanz.

Stell Dir vor, es ist Monday Night.
OK, es ist nur die zweite Testspielwoche, aber Monday Night Football ist Monday Night Football, oder?
Am Montag müssen die Browns nach Washington. Und, aller Manzielmania zum Trotz, wird Head Coach Pettine wieder Hoyer starten lassen. Er hält dem Druck der Fans und der Presse in Cleveland stand. Seine Beobachtungen im Training, so sagte er, wären halt die, daß Hoyer der bessere Spielmacher ist. Er kann die Verteidigungen besser enträtseln und Alternativspielzüge ansagen. Das muss Manziel erst noch lernen.
Gegen die Redskins sollen aber beide Quarterbacks gegen die erste Verteidigung spielen. Danach, so Pettine, würde man dann mehr wissen.

Joe Philbin ist froh, daß Knowshon Moreno wieder trainieren darf. Der Head Coach der Dolphins lobte seinen Running Back. Er wäre wieder ganz der Alte, sagte er nach dem Training in seiner Pressekonferenz.
Nach einer Knieoperation ist Moreno wieder eine Woche im Training.
Er hätte jetzt den angesetzten Rost abgeschüttelte, meinte Philbin.
Zeit würde es. Die Dolphins gaben dem ehemaligen Bronco einen Einjahresvertrag über $3 Millionen, und haben noch keinen Gegenwert erhalten. Wäre die Running Back Situation in Miami nicht so mau, müsste Moreno sogar darum kämpfen, in den Kader für die Saison zu kommen.

Daß die Raiders in Kalifornien immer noch eine Fanbasis haben, das wurde beim gemeinsamen Training mit den Cowboys klar. Die Raiders waren zu Gast im Camp der Cowboys in Oxnard, California. Beide Teams waren also sehr weit von Zuhause weg, auch wenn Oakland auch noch in Kalifornien liegt.
Nachdem das Training, und die wüste Schlägerei, beendet waren, jubelte der größte Teil der Zuschauer den Raiders zu. Einer rief: „Kommt zurück nach Los Angeles.“ Daraufhin reckte Teambesitzer Mark Davis die Faust kämpferisch in die Luft.
Er sagte der Presse anschließend, daß sein Team in L.A. immer noch sehr willkommen wäre. In Süd Kalifornien gibt es immer noch eine starke Raiders Nation. Das Team spielte von 1982 bis 1994 in der Stadt der Engel, im Coliseum, das beim Erdbeben von 1994 schwer beschädigt wurde. Da die Stadt das Geld für die von den Raiders verlangten Reparaturen nicht aufbringen konnte, oder wollte, zogen die Männer in Schwarz wieder zurück nach Oakland, ihre alte Heimat.
Der Mietvertrag mit dem dortigen O.co Coliseum läuft nach der Saison 2014 aus. Bis dahin wird zwar kein neues Stadion fertig sein, aber den ein oder anderen Alternativplan zur Überbrückung bis dahin, wird es vielleicht geben.

Donnerstag, 14. August 2014

Kurzberichte
lynch-marshawn3Die Polizei hat gegen Seahawks Running Back Marshawn Lynch (Bild) ermittelt. Gegen ihn lag eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt und Zerstörung fremden Eigentums vor. Der ermittelnde Beamte kam zu dem Ergebnis, daß Lynch mit den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen nichts zu tun hat.
Der Fall wird jedoch weiter untersucht, um den wahren Täter zu ermitteln.
Die Polizei lobte die Zusammenarbeit mit Lynch und den Seahawks im Zuge der Untersuchung.

In Buffalo ging das Gerücht um, daß Running Back C.J. Spiller zu einem anderen Team wechseln sollte.
General Manager Doug Whaley sagte der Presse am Mittwoch, daß an diesem Gerücht nichts dran wäre. Es hätte kein Team angefragt, ob es Spiller verpflichten könnte. Die Bills wären auch gar nicht gewillt, den Running Back abzugeben.
Einige Zeitungen hatten berichtet, daß Eagles Head Coach Chip Kelly Kontakt mit den Bills aufgenommen hätte.
Alles nicht wahr, meinte Whaley.

Beim gemeinsamen Training der Cowboys und der Raiders kam es zu einem Handgemenge, an dem auch Fans der Raiders beteiligt waren. Einer schlug sogar mit seinem Helm nach Cowboys Cornerback B.W. Webb. Der schubste den Angreifer daraufhin. Einige Trainer hielten Webb davon ab, weiter gegen den gewalttätigen Zuschauer vorzugehen.
Dafür wird er von den Cowboys keine Strafe bekommen. Es wäre zwar nicht in Ordnung, einen Zuschauer zu schlagen, aber im Anbetracht, daß Webb attackiert wurde, wäre seine Reaktion entschuldbar.

Die Titans werden die Saison 2014 sehr wahrscheinlich ohne Colin McCarthy bestreiten.
Der Linebacker hat sich gegen die Packers an der Schulter verletzt. Wenn er operiert werden muss, und danach sieht es aus, dann ist die Saison für ihn bereits beendet.

Gleich dreifachen Zuwachs bekamen die Texans. Wide Receiver Andre Johnson, Running Back Arian Foster und Linebacker Brian Cushing meldeten sich zum Training.
Johnson und Foster hatten Oberschenkel, während Cushing nach einer längeren Auszeit zum ersten Mal wieder trainieren darf.
Foster und Johnson werden sehr wahrscheinlich am Samstag gegen die Falcons spielen, mit denen die Texans bereits zusammen trainieren. Ob Cushing schon ran darf, steht noch nicht fest.
Ob es mit den Rückkehrern besser laufen wird, als im ersten Spiel gegen die Cardinals?
Bestimmt, denn schlechter kann es nicht laufen.

Mittwoch, 13. August 2014

Kurzberichte
bradshaw-ahmad3Ahmad Bradshaw (Bild) rechnet damit, im ersten Saisonspiel für die Colts antreten zu können.
Der Running Back hat eine Nackenverletzung, die der ähnlich ist, die Giants Running Back Wilson gerade erst zum Beenden seiner Karriere zwang.
Wilson hatte Bradshaw in New York ersetzt, nachdem der nach Indianapolis gewechselt war. Ironie, daß beide sich eine ähnliche Nackenverletzung zuzogen.
Bradshaw sieht das anders. Seine Operation wäre hervorragend verlaufen, und so ähnlich, wie von der Presse dargestellt, wären die Verletzungen gar nicht, sagte er. Für ihn steht fest, daß er hundertprozentig OK ist und seinem Einsatz nichts im Weg steht.
Er würde gerne schon am Samstag gegen sein altes Team ran, aber, so glaubt er, dafür werden die Ärzte ihm wohl noch kein grünes Licht geben.

Tony Romo denkt darüber nach, im zweiten Vorbereitungsspiel der Cowboys ein paar Spielzüge zu absolvieren.
Acht Monate nach seiner Rückenoperation will er ausgerechnet gegen die Defense der Ravens testen, ob sein Rücken hält. Ein gewagtes Unternehmen.
Bisher wurde der Quarterback im Training geschont. Ob da ein Start gegen Baltimore das Wahre ist?

Es brauchte eine Menge Polizisten und einige Polizeihunde, damit das gemeinsame Training der Raiders und der Cowboys wieder in geordnete Bahnen geleitet werden konnte.
Nach einem übermotivierten Angriff von Cowboys Cornerback Morris Claiborne gab es eine Schlägerei zwischen Oaklands Offense und der Defense der Cowboys. Diese schwappte auf die Spieler an den Seitenauslinien über und von dort über den Zaun auf die Zuschauer.
Ein Zuschauer schlug sogar mit einem mitgebrachten Helm nach Dallas Cornerback B.W. Webb. Viele Zuschauer hatten Helme dabei, um sie nach dem Training signieren zu lassen.
Die Fans der Cowboys, die vorher schon in der Lautstärke der Anfeuerungs- und Schmährufe unterlegen waren, hielten sich wohlweislich zurück.
Die Besitzer der Teams, Mark Davis und Jerry Jones, gaben nach dem Ganzen eine gemeinsame Pressekonferenz und waren bester Laune. Sie machten ihre Scherze über die wüste Schlägerei.

Die Browns haben Quarterback Rex Grossman verpflichtet. Tyler Thigpen wurde gefeuert.
Ob Grossman die Nr. 3 in Cleveland wird, wird sich zeigen. Dazu muss er sich gegen Rookie Connor Shaw durchsetzen.
Thigpen schaufelte sich sein eigenes Grab, mit einer 3 aus 12 Vorstellung für 38 Yards gegen die Lions.

Bei den Packers wird Aaron Rodgers im zweiten Testspiel seinen ersten Einsatz haben. Sein Einsatz im ersten Spiel war von vornherein nicht geplant, so daß eine eventuelle Verletzung ausgeschlossen werden kann.
Viele Spielzüge soll er gegen die Rams allerdings nicht bestreiten. Ein, vielleicht zwei Serien sind für ihn geplant.

2012 beriefen die Packers Defensive End Jerel Worthy in der zweiten Runde der Draft ein. Doch Worthy war einen so hohen Einsatz nicht wert.
Zwei schwere Verletzungen hielten ihn davon ab, die Defense der Packers zu verstärken.
Die Patriots machten Green Bay am Dienstag ein Angebot für Worthy, das sie nur zu gerne annahmen. Wenn der Defensive End es in den Kader der Pats schafft, bekommen die Packers für ihn eine Wahlmöglichkeit in der siebten Runde der nächsten Draft.

Kaum hat die Defense der Broncos annähernd den Standard der Offense erreicht, gibt es einen herben Rückschlag. Linebacker Danny Trevathan brach sich am Dienstag einen Knochen, der sein linkes Schienbein mit seinem Knie verbindet.
Am Nachmittag wurde er bereits operiert. Bänder im Knie waren nicht gerissen, so daß Trevathan vielleicht schon in sechs Wochen wieder wird spielen können.

Die Seattle Seahawks haben einen Kommentar zu der Anzeige gegen ihren Running Back Marshawn Lynch abgegeben. Sie halten das ganze für einen Betrug.
Sie haben den größten Respekt vor den Untersuchungen der Polizei, aber nach einem Gespräch mit ihrem Spieler kamen sie zu der Überzeugung, daß die Anzeige unbegründet wäre.

Dienstag, 12. August 2014

Kurzberichte
gordon-joshJosh Gordon (Bild) hatte seinen Einsatz gegen Detroit.
Der Wide Receiver der Browns wartet auf seine Suspendierung, die sich über die ganze Saison erstrecken könnte. Am Montag hatte er seine Berufungsverhandlung und nun wartet ganz Cleveland gespannt darauf, ob die NFL den besten Wide Receiver der letzten Saison vielleicht doch nicht ganz so lange sperrt.
Der Urteilsspruch soll noch in dieser Woche kommen. Bis dahin trainiert Gordon zumindest mit der zweiten Garnitur der Browns.

Die Cowboys Defense, eh schon ein Trümmerhaufen, bekam noch einen Rückschlag. Die NFL suspendierte Cornerback Orlando Scandrick für die ersten vier Spiele.
Er wurde positiv auf Leistungssteigernde Mittel getestet.
Das ist hart für die schlechteste Verteidigung der letzten Saison, die auch dieses Jahr keine positiven Akzente setzen wird.

Gegen Seahawks Running Back Marshawn Lynch wird polizeilich ermittelt.
Am frühen Sonntagmorgen, gegen 2:30 Uhr, soll er in einem Apartment eine Frau bedroht und Inventar zertrümmert haben.
Die Polizei sagte, daß es in der Anzeige des weiblichen Opfers gegen Lynch nicht um häusliche oder sexuelle Gewalt ginge.
Ein Kriminalbeamter sammelt zur Zeit die Fakten und untersucht, ob, und wenn ja, inwiefern Lynch tatsächlich in die Sache verwickelt ist.
Das Team gab noch keinen Kommentar zu der Sache ab.

Brady Quinn hat sein siebtes Team gefunden. Für einen ehemaligen Erstrunder in der Draft ein ziemliches Armutszeugnis.
Am Montag unterschrieb der Quarterback bei den Dolphins und wird sich mit Matt Moore um den Posten des Ersatzmanns von Ryan Tannehill streiten.
Moore ist momentan etwas angeschlagen. Eine Schulterverletzung hielt ihn von einem Einsatz im ersten Vorbereitungsspiel ab. Am Montag trainierte er aber bereits wieder.

Fireman Ed hatte die Nase voll, die uninspirierten Vorstellungen seiner Jets weiter anzufeuern.
Ed Anzalone, ein Feuerwehrmann im Ruhestand, wurde so etwas wie eine Ikone der Jets, in den 27 Jahren, in denen er als inoffizieller Cheerleader die Fans immer wieder dazu anfeuerte, das Tam anzufeuern.
Die Jets ohne Ed? Das schien unvorstellbar. Doch es kam so. Eines schlechten Tages hatte Ed genug davon, ein Team anzufeuern, das das Wort Leistung erst im Lexikon nachschlagen musste. Der Feuerwehrmann trat auch als Chefmaskottchen in den Ruhestand. Zwar tut er sich die Jets immer noch im Stadion an, aber anfeuern will er sie nicht mehr.
Das Team sucht jetzt mehrere Nachfolger. Dafür sollen die Bewerber Videos an die Jets schicken, in denen sie zeigen, wie sie als Chefanfeurer agieren wollen. Die Fans des Teams können dann auf der Internetseite der Jets abstimmen, wer die besten sind. Acht Fans sollen die anderen Fans mitreißen.
Der Wettbewerb soll vom 26. bis 29 August laufen, und am 2. September sollen die Sieger bekanntgegeben werden.

Stand hier, daß die Giants sich in ihrem zweiten Testspiel etwas verbessert zeigten?
Nun, im Prinzip ja, aber das trifft nur auf die Verteidigung und das Laufspiel zu.
Was Quarterback Eli Manning zeigte, oder besser nicht zeigte, das verspottet jede Beschreibung. Er spielte in vier Serien und warf ZWEI Pässe. Keiner davon kam an.
Das mit den 70% der Pässe, die Manning vervollständigen soll, braucht also noch etwas.
Jason Pierre-Paul aber zeigte eine Leistung, die die Fans hoffen lässt. Der Defensive End scheint sich von seinen Rücken- und Schulteroperationen gut erholt zu haben und macht wieder Jagd auf gegnerische Quarterbacks.
Gegen die Bills agierte er noch vorsichtig, gegen die Steelers legte er dann los.
JPP bleibt aber realistisch. Die Leistungen in den Vorbereitungsspielen würden noch nicht zählen. Er hofft aber, in der Saison genauso auftrumpfen zu können, wie gegen Pittsburgh.

Illegal Contact, diese Strafe werden wir wohl in der kommenden Saison wohl sehr oft zu hören bekommen.
In der Saison 2013 wurden 37 Strafen wegen regelwidrigen Berührens ausgesprochen. In den bisherigen 17 Testspielen gab es bereits 27 Strafen deswegen.
In der Saison 2013 wurden 171 Strafen wegen Haltens ausgesprochen. In den 17 Spielen bisher gab es bereits 53 Holding Strafen.
Die Saison 2012 war schon schlecht. Die Saison 2013 war noch schlechter. Die Saison 2014 wird wohl den Abwärtstrend fortsetzen.
Doch es besteht noch Hoffnung. Die Schiedsrichter sollen angewiesen sein, in den Testspielen etwas strenger zu pfeifen. In der regulären Saison sollen sie die Zügel dann wieder etwas schleifen lassen.
Das kann man nur hoffen.

Die Bengals werden eine Weile auf Wide Receiver Marvin Jones verzichten. Er verletzte sich am Fuß und soll ein paar Wochen ausfallen.
Was genau er hat, wurde vom Team nicht bekanntgegeben.

Quarterback Ryan Fitzpatrick bleibt der Starter in Houston. Ein grauenvolles Vorbereitungsspiel würde seine Meinung, daß Fitzpatrick ein guter Quarterback wäre, nicht ändern, sagte Head Coach Bill O`Brien.
Die Cardinals waren aber auch echt gemein. Sie zeigten den Texans Blitze und kreative Abwehrformationen, die man in einem Vorbereitungsspiel, besonders dem ersten, so eigentlich nicht zu sehen bekommt.
Böse Cardinals!

Montag, 11. August 2014

Kurzberichte
Tebow -TimTim Tebow (Bild) beginnt am 14. August seinen Job als Analyst beim SEC Network, einem Ableger von ESPN. 90 Millionen Haushalte könnten dann seinen Predigten lauschen, wenn sie denn wollten.
Tebow selber will aber gar nicht, daß sie ihm zuhören. Er hätte es lieber, wenn sie ihm zusehen würden, als Quarterback, auf dem Platz, in der NFL.
Tebow träumt ja immer noch davon, in der NFL zu spielen. Und wenn man den Albtraum der Texans Quarterbacks gesehen hat, dann wäre Tebow wohl auch nicht schlechter, als das, was sich da Quarterback nennen darf.
Tebow trainiert sechs mal in der Woche, um sofort bereit zu sein, seinen Traum doch noch zu erfüllen.
Reisen wird der Quarterback, wie in alten Collegezeiten. Er und seine Crew werden, genau wie die ESPN College GameDay Crew, durch die Lande reisen und auf einem Podium versuchen wenigstens so laut in die Mikrofone zu sprechen, daß das hysterische Gekreische der Zuschauer im Hintergrund etwas übertönt werden kann.
Sollte ein NFL Team bei Tebow wegen eines Jobs anfragen, dann wird ESPN ihm keine Steine in den Weg legen, wie man hört.
Also, Houston, ihr habt ein Problem.
Ruft doch mal an.

Die Browns wollen nach dem zweiten Testspiel sagen, mit welchem Quarterback sie in die Saison starten werden.
Hoyers Stuhl wackelt nach dem erste Spiel schon etwas. Rookie Manziel bestach nicht nur durch halbwegs präzise Pässe, sondern auch durch seine Läufe.
Das aber ist der Knackpunkt. Die Browns müssen Manziel auf jeden Fall vor sich selber schützen. Solch eine Aktion, wie die, als er mit dem Kopf voran in die Verteidiger lief, müssen sie ihm abgewöhnen.
Quarterbacks sollen, auch im heutigen modernen Football, eher nicht laufen, sondern lieber auf Sicherheit spielen und nur passen.
Manziel braucht nur Hoyer zu fragen, was passieren kann, wenn der Quarterback selber mit dem Ball läuft und noch einen letzten Meter Raumgewinn erzielen will.
Letztes Jahr riß sich Hoyer am dritten Spieltag ein Kreuzband, als er genau das versuchte.
Und jeder weiß noch, was passierte, weil Offensive Coordinator Kyle Shanahan, vor zwei Jahren noch bei den Redskins, RG3 wie einen Entfesselten über den Platz laufen ließ. Head Coach Pettine muss also aufpassen, daß er Manziel und Shanahan im Zaum hält.
In der Mannschaft sind die Meinungen zu den beiden genau 50:50 geteilt. Beide Quarterbacks haben ordentlich gespielt gegen Detroit. Beide Quarterbacks werden in dieser Woche wieder mit der ersten Mannschaft trainieren.

Die Tablets, die die Trainer und Spieler während des Spiels nutzen dürfen, kommen gut an. Gute Werbung für den Hersteller, der mit seinen Fenster-Tablets bisher nur einen winzigen weichen Teil des Marktes für sich überzeugen kann.
Überall in den Stadien sieht man die Werbung für diesen schwächelnden, einst sämtliche Märkte beherrschenden, Hersteller. Durch die Mitarbeit mit der NFL erhofft man sich, ein größeres Stück aus dem Apfel abbeißen zu können.
Und die Geräte bestanden selbst den Härtetest im strömenden Regen in Tennessee. Die NFL ist ja bekannt dafür, daß sie den Naturgewalten trotzt, und nur bei drohenden Blitzeinschlägen Spiele unterbricht. Da braucht man ein robustes Tablet, daß auch im Monsun und bei Minus 20 Grad noch seinen Dienst tut.
Die Trainer jedenfalls sind zufrieden. Statt lange auf die Polaroids zu warten, die unter dem Dach geschossen wurden, haben sie jetzt in Sekunden die Bilder auf dem Tablet die sie zur Analyse heranziehen können. Und auch die Trainer in den Boxen, haben dieselben Bilder sofort vorliegen.
Gewöhnungsbedürftig ist noch die Oberfläche der Tablets. Während man bei allen anderen Tablets weltweit von rechts nach links wischen muss, um zum nächsten Bild zu kommen, muss man bei diesen Geräten blöderweise von links nach rechts wischen. Das sorgte immer wieder mal für Konfusionen.
Aber davon abgesehen, ist die Zufriedenheit über diesen technischen Fortschritt recht groß.

Bei den Panthers meldete sich Jonathan Stewart im Camp.
Der dauerverletzte Running Back ist immer noch im Kader und versucht jetzt mal wieder ein paar Wochen Football zu spielen, bevor er sich die nächste Verletzung einfängt. Zuletzt heilte er eine Oberschenkelverletzung aus, die er sich im Juni zuzog.
In den letzten zwei Saisons konnte er nur an 17 Spielen teilnehmen.
Bleibt abzuwarten, was Carolina dieses Mal von ihm geboten bekommt?
Quarterback Cam Newton und Running Back DeAngelo Williams, die im ersten Testspiel nicht eingesetzt wurden, sollen am Samstag ein paar Spielzüge absolvieren.

Die Redskins nahmen Jason Hatcher von der Liste der kurzzeitig verletzten Spieler.
Vor sieben Wochen hatte der Defensive End am Knie operiert werden müssen. Jetzt soll er behutsam im Training aufgebaut werden.
Dem 32-jährigen stehen laut Vertrag für 2014 $10,5 Millionen zu. Die Hoffnung in Washington ist nun, daß er sie auch verdienen kann.

Nachdem die Vorbereitungsspiele fast ohne ernsthafte Verletzungen über die Bühne gingen, sah es im Training schon wieder anders aus.
Ravens Defensive End Kapron Lewis-Moore riß sich eine Achillessehne.

Bei den Jets zog sich Cornerback Dee Milliner eine Sprunggelenksverletzung zu, die ihn einige Wochen außer Gefecht setzen wird.
Jetzt wird es eng auf dieser Position, denn auch Rookie Dexter McDougle fällt aus. Er allerdings mit einem Kreuzbandriss die ganze Saison.
Cornerback Dimitri Patterson nahm wegen einer Verletzung erst gar nicht am Training teil, womit drei Cornerbacks der Jets angeschlagen sind.

Sonntag, 10. August 2014

Vorbereitung Woche 1, Tag 3
manziel-johnny03So!
Früh am Morgen. Was hat mir NFL Medienzentrale denn so zur sofortigen Veröffentlichung ins Fach gelegt?
Aha, Manziel, soso, Manziel, ach, Manziel?, und dann... Manziel.
Scheint so, als müssten die Spielkommentare heute mit Manziel (Bild) beginnen.
Tun sie aber nicht.
Sehen wir uns zuerst an, was die Nr. 1 in der letzten Draft im ersten Testspiel geleistet hat, bevor wir uns der Manzielmania anschließen.
Man kann ja leicht vergessen, daß es nicht Johnny Football war der an erster Stelle einberufen wurde, sondern Linebacker Jadeveon Clowney. Und eben dieser Jadeveon Clowney war denn auch der einzige Lichtblick in einem Texans Team, das sich aufgemacht hat, die schlechte Saison des letzten Jahres wie eine Offenbarung aussehen zu lassen.
Wide Receiver Andre Johnson wollte das Team ja verlassen, weil er keine Lust hatte, in einer Mannschaft ohne Perspektive zu spielen. Doch leider war er für andere Teams zu teuer. Heute kann man ihm nur den Rat geben: „Lauf Alter, lauf so schnell und so weit Du kannst.“
Head Coach Bill O`Brien fand dann nach der 0:32 Niederlage auch nur ein Wort für die „Leistung“ seiner Mannschaft: „Grauenvoll“.
Und er übernahm die Verantwortung für das Debakel.
Vielleicht ist es dann eher doch nicht ratsam, ohne einen NFL-tauglichen Quarterback mit einer NFL Mannschaft in eine NFL Saison zu gehen?
Ryan Fitzpatrick, Case Keenum, Tom Savage, keiner zeigte auch nur ansatzweise, daß es eine gute Idee war Matt Schaub gehen zu lassen. Unter all diesen Blinden hätte er zumindest der Einäugige sein können.
Schrecklich war nicht nur die Offense, sondern auch die Defense mit J.J. Watt und Jadeveon Clowney. Die beiden waren zu bedauern, waren sie noch die einzigen Spieler im gesamten Kader, die NFL-Qualitäten zeigten. Arizonas Quarterback Carson Palmer, nicht gerade ein Vorzeige- Quarterback, marschierte mit seiner Offense nach Belieben das Feld rauf und runter, und nutze die unglaublichen Schwächen der Texans Secondary aus. Bezeichnend, daß auch sein Ersatzmann Drew Stanton noch gegen die 1. Defense der Texans spielte und auch keine Probleme hatte.
Clowney spielte nur kurz, hatte aber einen Tackle und brachte einen Running Back der Cardinals im Backfield für einen Raumverlust von fünf Yards zu Boden.
Ob die Cardinals große Erkenntnisse für sich haben ziehen können, ist fraglich. Vielleicht im nächsten Spiel, wenn es gegen ein NFL Team geht, und nicht gegen diese... was auch immer das war.

Gut, jetzt zu Manziel.
Er war der Beste.
Er war der beste Läufer der Browns. Nachdem Starter Brian Hoyer seinen Teil getan hatte, kam Johnny Football gegen die zweite Garnitur der Lions zum Einsatz. Er spielte 1½ Viertel. Daß er mit 27 Laufyards der beste Läufer seines Teams war, das eigentlich 2014 auf das Laufspiel der Running Backs setzen will, macht nachdenklich. Er warf den Ball auch 11 mal und 7 mal traf er seine Mitspieler für 63 Yards.
Hoyer hatte eine Bilanz von 6 aus 14 für 92 Yards ohne ein Laufyard.
Die Offense der Lions, die dachte, sich gerade bei den Passempfängern verstärkt zu haben, blieb blaß. Aber die Offense der Lions ist immer blaß, wenn Calvin Johnson nicht spielt, und der Wide Receiver sah nur zu. Zwar hat man gehofft, daß die anderen Receiver Megatron etwas verzichtbarer machen, aber im ersten Testspiel war davon noch nichts zu sehen.
Detroit gewann dennoch mit 13:12.

Die Giants zeigten in ihrem zweiten Testspiel eine etwas bessere Leistung, als gegen die Bills.
Sie schlugen die Steelers mit 20:16.
Doch Pittsburgh nimmt die Niederlage nicht tragisch. Man könne seine Lehren aus dem Spiel ziehen, war sich Head Coach Tomlin sicher.
Big Ben spielte eine Serie und vervollständigte einen seiner beiden Pässe für 46 Yards.

Die Packers verloren mit 16:20 gegen die Titans. Nicht tragisch, denn Aaron Rodgers wurde geschont. Head Coach Mike McCarthy wollte sehen, was Matt Flynn, Scott Tolzien und Chase Rettig können?
Zusammen mit Rodgers sahen auch neun weitere Starter nur zu, so daß man aus dem Sieg der Titans keine großen Erkenntnisse ziehen kann.

Kurzberichte
Ein Vertrag wie Andy Dalton?
Nein danke.
Als Chiefs Quarterback Alex Smith davon erfuhr, daß die Chiefs ihm einen leistungsbezogenen Vertrag anbieten wollten, der dem ähnelte, den die Bengals Quarterback Dalton gaben, winkte er dankend ab.
Cleveres Kerlchen.
Wenn Smith nach Leistung bezahlt würde, bliebe der Kühlschrank wohlmöglich leer.
Smith möchte einen guten, alten Multimillionendollarvertrag, der ihm den Schotter nur so aufs Konto schaufelt, egal wie gut oder schlecht er spielt. Er denkt da an 16 bis 17 Millionen Dollar pro Jahr.
Also gehen die Verhandlungen weiter.

Eine nicht weiter schwere Schußwunde handelte sich Vikings Defensive Tackle Linval Joseph ein.
Er war in einer Bar, als ihn eine verirrte Kugel an der Wade traf.
Joseph hatte nichts mit der Schießerei zu tun, die auf einmal in der Kneipe losging. Er war ein unbeteiligtes Zufallsopfer.
Der Defensive Tackle wurde kurz im Krankenhaus behandelt und sofort wieder entlassen.
Andere hatten nicht so viel Glück. Einige Opfer wurden mit schweren Schußwunden ins Krankenhaus eingeliefert und notoperiert.

Zwei neue Football-Rentner gibt es seit Samstag. Yeremiah Bell, ehemaliger Safety der Dolphins, Jets und Cardinals gab seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Ihm gleich tat es Steve Gregory. Der Safety hatte erst vor Kurzem einen Vertrag bei den Chiefs unterschrieben. Am Samstag gab der 32-jährige bekannt, daß er in Zukunft lieber als Trainer, denn als Spieler arbeiten möchte.

Aufatmen in Indianapolis. Die Knöchelverletzung von Center Khaled Holmes ist nicht so schlimm, wie befürchtet.
Zum Saisonstart im September soll er wieder einsatzbereit sein.

Samstag, 9. August 2014

Vorbereitung Woche 1, Tag 2
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Voller Überzeugung stellte sich Rams Rookie Defensive End Michael Sam (Bild) nach seinem ersten Spiel in der NFL vor die Reporter und erklärte, daß er in dieser Liga mithalten könne.
Niemanden würde das interessieren, wenn Sam sich nicht vor der Draft zu seiner Homosexualität bekannt hätte.
Fünf Minuten vor Ende des ersten Viertels kam er auf den Platz. Er erwischte Saints Quarterback Nr. 3, Ryan Griffin außerhalb der Pocket, setzte ihn ein paar mal unter Druck, und er stoppte Running Back Khiry Robinson, bevor er Raumgewinn erzielen konnte.
Die Scouts aus der NFL und CFL, die sich das Spiel ansahen, waren jedoch nicht ganz so überzeugt von Sam, wie er von sich selber. Sie stellten seine Beweglichkeit und seine körperlichen Fähigkeiten in Frage. Kaum einer der Anwesenden würde ihn zum Probetraining einladen, wenn die Rams ihn bei den kommenden Kaderkürzungen feuern würden.
Der Defensive End spielte vornehmlich gegen Gegner aus der 2. und 3. Reihe, nicht gegen Starter. Ob er dazu noch Gelegenheit haben wird, in den restlichen Testspielen, bleibt abzuwarten.
Die Saints versuchen, dieses Jahr ihren Quarterback durch ein gutes Laufspiel zu entlasten.
Wie erwartet spielte Quarterback Drew Brees nicht. So verschob sich der Fokus sofort auf das Laufspiel und Mark Ingram erzielte in 8 Läufen 83 Yards und 1 Touchdown.
NOS 26-24 SLR

Matt Cassel konnte bei seinem Einsatz gegen die Raiders überzeugen.
Auch Rookie Quarterback Teddy Bridgewater meldete seinen Anspruch auf den Starterposten in Minnesota an. Beide Quarterbacks spielten mit der ersten Mannschaft und führten sie zu Punkten.
Cassel spielte eine Serie und warf 6 Pässe von denen 5 ankamen, für 62 Yards.
Bridgewater spielte bis ins dritte Viertel und vervollständigte 6 von 13 Pässen für 49 Yards.
Und ja, auch Christian Ponder spielte. Mit dem, was so auf der Resterampe der Vikings noch herumstand, vervollständigte er 3 seiner 7 Pässe für 39 Yards.
Es gibt zwar ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Cassell und Bridgewater, doch echte Qualitäten zeigte gestern keiner.
Auch Matt Schaub nicht. Der Quarterback der Raiders machte erstmal da weiter, wo er bei den Texans aufhörte. Er vervollständigte nur 3 seiner 7 Pässe für 21 Yards.
OR 6-10 MV

Hundert Prozent für Tannehill und Ryan.
Die Quarterbacks der Dolphins und Falcons spielten jeder eine Serie. Tannehill beendete seine mit 6 von 6 für 62 Yards und 1 Touchdown.
Ryan vervollständigte 7 seiner 7 Pässe für 63 Yards.
Man sah, daß die Dolphins ihre O-Line verstärkt haben. 58 Sacks gegen Tannehill letztes Jahr waren des Unguten zuviel.
Ob aber die komplett überarbeitete, und etwas überforderte, Defense der Falcons schon ein echter Test war, kann man bezweifeln.
MD 10-16 AF

Bears Quarterbacks hui, Foles pfui.
Während drei der vier Quarterbacks der Bears Touchdownpässe warfen, scheint es bei den Eagles so zu kommen, wie viele befürchtet haben. Nick Foles könnte tatsächlich ein Einjahreswunder gewesen sein.
Er vervollständigte 6 seiner 9 Pässe für 44 Yards und leistete sich 2 Interceptions.
Sollte am Ende doch... ne das darf nicht sein... sollte doch Mark Sanchez der bessere Quarterback in Philadelphia sein?
Seine Bilanz von 7 aus 10 für 79 Yards sind im ersten Testspiel noch nicht aussagekräftig, aber Foles muss wohl ab und zu mal über seine Schulter blicken.
Chicago zeigte sich in der Form, in der NFC North ein ernsthaftes Wort mitreden zu können.
PE 28-34 CHB

Kurzberichte
Die Idee, den Ball bei den Extrapunkten nicht mehr auf die Zweiyardslinie zu legen, sondern auf die 15, scheint sich nicht gelohnt zu haben.
Wurden in den sechs Donnerstagsspielen noch alle Extrapunkte verwandelt, gab es am Freitag nur zwei Fehlschüsse.
Diese Regel wird nach der zweiten Testspielwoche beendet und analysiert.

Die Presse in Denver ist voll des Lobes für einen Verteidiger. Etwas ganz besonderes in dieser offensebestimmten Mannschaft.
DeMarcus Ware wird als DIE Neuverpflichtung aller Neuverpflichtungen bezeichnet.
Der ehemalige Defensive End der Dallas Cowboys scheint nach vielen Verletzungen endlich wieder voll der Alte zu sein. Er schaffte es, Seattles Quarterback Russell Wilson unter Druck zu setzen, zu sacken und über den Platz zu jagen. Und Wilson ist bekanntlich wahrlich keine lahme Ente.
Die Broncos gingen ein hohes Risiko ein, als sie den angeschlagenen 32-jährigen verpflichteten. Es könnte sein, daß sie eine hohe Belohnung dafür bekommen.

„Ein paar mal haben sie ganz gut gespielt“; klingt nicht gerade wie ein Lob, ist sicher auch keins.
Dallas Head Coach Jason Garrett sagte das über seine Verteidigung, und wollte ganz bestimmt etwas ganz anderes sagen. Doch Garrett scheint ein sehr höflicher Mensch zu sein, und schluckte seine wahre Meinung runter.
Es war schon erschreckend, wie die Cowboys Defense von den Chargers rumgescheucht wurde. Garret meinte, daß die Chargers den Ball etwas zu leicht nach vorne bewegen konnten.
Die Defense der Cowboys war letztes Jahr die schlechteste der Liga. Seitdem hat sie einige Leistungsträger verloren.
Defensive Coordinator Rod Marinelli hat noch schier unglaubliches zu leisten, bis dieser unkoordinierte Haufen in der Lage sein wird, irgendeine Offense stoppen zu können.

Die NFL suspendierte Dolphins Safety Reshad Jones für die ersten vier Spiele. Er wurde positiv auf verbotene Substanzen getestet.

Die Schiedsrichter sollen in dieser Saison mehr auf Passbehinderungen achten.
Schuld ist die Legion of Boom genannte Verteidigung der Seahawks. Die machte das versteckte Festhalten eines Receivers zu einer Kunstform.
Und sie sind stolz darauf.
Safety Earl Thomas sagte nach der Niederlage gegen Denver, daß man sich auf die neue Beobachtung einstellen würde. Natürlich würde man einen Passempfänger hin und wieder schon mal stören, doch das läge in der Natur der Sache. Man würde nicht trainieren, absichtliche Fouls zu begehen, die nicht entdeckt werden können, man wäre einfach nur gut.
13 Strafen gegen die Seahawks Verteidiger beinhalteten keine Passbehinderung. Und die Schiedsrichter haben genau hingesehen, konnten aber nichts entdecken.
Bleibt die Vermutung, daß die Verteidiger der Seahawks gar nicht so dreckig spielen, wie man ihnen nachsagt.

Freitag, 8. August 2014

Vorbereitung Woche 1, Tag 1
griffiniii-robert6Die ersten Vorbereitungsspiele gingen in dieser Nacht über die Bühne. Sechs Stück waren es an der Zahl. Darunter waren der Harbaugh Bowl und die Super Bowl Revanche.
Da das aber in der ersten Testspielwoche immense unwichtig ist, beginnen wir unsere Reise durch die Spiele in Washington.
Hier zeigte Robert Griffin III (Bild), daß er aus der Pocket heraus agieren kann. Dabei konnte er vielleicht einiges umsetzten, was er von Tom Brady gelernt hat. Die Redskins und die Patriots hatten die Woche über miteinander trainiert, und RG3 hat öfter mit Brady gesprochen.
Und in seinen vier Passversuchen brachte Griffin III zwei Pässe für neun Yards an.
Worüber man sich im ersten Testspiel so freuen kann.
Brady spielte nicht, so wie Head Coach Belichick auch viele andere Starter schonte.
So kam Ryan Mallett als startender Quarterback auf den Platz. Er bewies, warum er Schwierigkeiten hat, einen festen Job in der NFL zu bekommen. Er vervollständigte 5 von 12 Pässen für 55 Yards. In der zweiten Halbzeit spielte Rookie Jimmy Garoppolo, dem einige Analysten sofortige NFL-tauglichkeit attestierten. Ob seine 8 Vervollständigungen aus 12 Versuchen für 141 Yards das bewiesen, das sollen diese Analysten analysieren.
NEP 6-32 WR

In San Diego bewiesen die Cowboys, warum ihre Fans sich erneut auf eine unterirdische Saison vorbereiten.
Anders als die Zweckoptimisten im Club, sehen die Fans draußen das Geschehen realistischer.
Quarterback Tony Romo spielte nicht. Das war zu erwarten, macht ihm sein frisch operierter Rücken doch zu große Probleme bei den tiefen Pässen. Je weiter er ausholt, desto mehr Schmerzen hat er.
So kam Brandon Weeden als Starter zum Einsatz und lieferte zumindest eine durchschnittliche Leistung ab.
Die Cowboys Defense war nicht in der Lage, San Diego Einhalt zu gebieten. Auch das war erwartet worden, zu viele namhafte Abgänge und Verletzte, zu wenig guter Ersatz.
Chargers Quarterback Philip Rivers spielte nur eine Serie und konnte alle vier Passversuche vervollständigen. Gegenwehr von Dallas` Abwehr gab es nicht.
DC 7-27 SDC

Im Harbaugh Bowl ging Jim sang- und klanglos unter.
Bruder John und seine Ravens zerpflückten die 49ers nach allen Regeln der Kunst.
Jim Harbaugh sagte nach dem Spiel, daß da wohl noch eine Menge Arbeit vor ihm liegt.
SF 3-23 BR

Bei den Bengals und den Chiefs scheinen die Angriffsreihen zu funktionieren. Probleme bereiten die Verteidigungen, wie das Ergebnis von 41:39 für die Chiefs eindeutig aufzeigt.

Und die Super Bowl Revanche ging mit 21:16 an die Broncos.
Einer schien das Spiel richtig ernstgenommen zu haben. Seahawks Cornerback Tharold Simon wurde vom Platz gestellt, als er bei einer allgemeinen Teamschubserei mit seinem Helm am Helm von Broncos Tight End Gerell Robinson anklopfte.
Überhaupt wurde das Spiel mit einer Intensität geführt, als ginge es tatsächlich um etwas.
Denvers Ersatz Running Back C.J. Anderson musste das Spiel mit einer Gehirnerschütterung verlassen.
Peyton Manning spielte zwei ganze Angriffsserien und vervollständigte 10 seiner 13 Pässe für 78 Yards.
Russell Wilson führte Seattle in einer seiner Serien zu einem Touchdown. Die Defense der Broncos unterstützte ihn dabei kräftig, indem sie fünf Strafen produzierte.
Am Ende hatten es beide Teams auf 25 Strafen für 226 Yards gebracht.

In der 10:13 Niederlage der Colts gegen die Jets humpelte Colts Center Khaled Holmes mit einem verknacksten Knöchel vom Platz.

Den Krebs, vorerst, besiegt
Texans Besitzer Bob McNair kämpfte 10 Monate gegen den Krebs.
Am Donnerstag ergab eine Untersuchung, daß er den Kampf gewonnen hat.
Seit 20 Jahren leidet er immer wieder mal an Hautkrebs. Das, so sagte er, hätte er den vielen Sonnenbränden zu verdanken, die er sich in seiner Jugend als Rettungsschwimmer zugezogen hatte.
Fürs erste wird der 77-jährige jetzt wohl wieder eine Zeitlang Ruhe haben... hofft er.

Donnerstag, 7. August 2014

Kurzberichte
nflnowNFL Now ist gestartet.
Die NFL bezeichnet dieses Angebot als die größte Videothek über die Liga, die es gibt. Das mag stimmen, aber nur wenn man dafür $4,99/Monat zahlt.
Doch auch das kostenlose Angebot kann sich sehen lassen. Da bekommt man die aktuellen Kurzberichte und Nachrichten zu seinem Wunschteam auf das Endgerät seiner Wahl geliefert.
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Und der Starter ist...
Brian Hoyer.
Zumindest im ersten Testspiel der Browns in Detroit wird Hoyer als Starter ins Spiel gehen.
Zwar trainierte Johnny Manziel am Montag und Dienstag mit der ersten Mannschaft, doch es kommt dann doch so, wie man es erwartet hat. Hoyer ist momentan die Nr. 1, Manziel sein Ersatzmann.

Drew Brees wird sehr wahrscheinlich nicht gegen die Rams spielen.
Wäre es ein Saisonspiel, könnte der Quarterback der Saints antreten. Da es aber nur das unbedeutende erste Testspiel ist, wird Brees mit seinem gezerrten Brustmuskel wohl eher nur zusehen.

Zu wem wird RG3 seine Pässe gegen die Patriots werfen?
Seit einigen Tagen trainieren die beiden Teams schon miteinander, und bei einer dieser Trainingseinheiten verknackste sich Redskins Wide Receiver DeSean Jackson den Fuß.
Pierre Garcon ist mal wieder verletzt und kann auch nicht spielen.
Noch hofft Head Coach Gruden, daß Jacksons Verletzung nicht so schlimm ist, und rechnet mit seinem Einsatz. Aber warum will er im ersten Testspiel eine Verschlimmerung der Verletzung eines seiner besten und wichtigsten Spielers riskieren?
Gruden gab bereits bekannt, daß seine Starter nur acht bis zehn Spielzüge auf dem Platz stehen sollen.

Denvers Defensive End Derek Wolfe hat letztes Jahr viel durchgemacht. Er verlor plötzlich viel Gewicht und erkannte sich im Spiegel kaum wieder.
Innerhalb von drei Monaten landete er zweimal im Krankenhaus und wurde einmal in ein künstliches Koma versetzt.
Darauf folgte eine Depression, die ihm schwer zusetzte.
Heute steht er wieder im Vollbesitz seiner 134 Kg auf dem Trainingsplatz. Er fühle sich körperlich und geistig wieder voll auf der Höhe, sagte er der Presse.
Im Testspiel gegen die Seahawks wird er wohl ein paar Einsätze bekommen.
Übrigens, ein Testspiel zwischen den Broncos und den Seahawks kann man nicht als Super Bowl Revanchespiel bezeichnen, wie es einige Kommentatoren in den USA gerade tun.
Das Spiel ist und bleibt absolut bedeutungslos.

David Wilson hat seine Karriere beendet.
Letztes Jahr verletzte sich der Running Back der Giants schwer am Nacken. Dieses Jahr wollte er ein Comeback starten, doch im Training bekam er einen Schlag in den Nacken, dessen Schmerz ihm bis in die Fingerspitzen schoss.
Die Ärzte und Trainer der Giants rieten ihm, mit dem Football aufzuhören.
Am Mittwoch gab Wilson bekannt, daß er diesem Rat folgt. Das Leben würde einen halt manchmal zu Boden schlagen, meinte er.
Aber der 23-jährige ist überzeugt davon, daß sich eine neuen Tür öffnen wird, wenn sich eine alte geschlossen hat.

Und noch ein Giant sagte der NFL Ade. Tight End Jake Ballard, der nicht nur für New York, sonder auch noch für die Patriots und Cardinals spielte, hat eine schwere Knieverletzung, die ihm das Fortführen seiner Karriere nicht gestattet. Die Verletzung zog er sich bereits in Super Bowl XLVI, den die Giants gewannen, zu. Seitdem, so sagte er, wäre er nicht mehr derselbe gewesen.
Am Mittwoch gab er bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.

Giants Head Coach Tom Coughlin ruft so langsam den Running Back Notstand aus.
Am Dienstag knickte Peyton Hillis mit dem Fuß um, und konnte nicht mehr mittrainieren.
Untersuchungen am Mittwoch ergaben nun, daß Hillis eine ganze Weile ausfallen wird.

Die Dolphins können endlich damit rechnen, daß Knowshon Moreno mit dem Team trainieren wird.
Der Running Back war nach einer Knieoperation sieben Wochen Krankgeschrieben, und bekam am Mittwoch die Erlaubnis der Ärzte, wieder trainieren zu dürfen.
Im Vorbereitungsspiel gegen Atlanta am Freitag wird er wohl noch nicht eingesetzt werden.

Immer wieder mal wird der größte Verlierer gesucht.
Dabei geht es aber nicht um das Lebenswerk, sondern um das Gewicht.
In der nächsten Staffel der US Ausgabe von the Biggest Loser wird Scott Mitchell dabeisein.
Mitchell war mal ein Quarterback in der NFL, hauptsächlich bei den Lions. 2002 verlor er seinen Job, und seitdem gewann er beständig an Gewicht dazu.
Heute bringt er es auf 166 kg. Das sind 57 Kilo mehr, als zu seiner aktiven Zeit.
Ab 11.9. kann man nun sehen, wie es Mitchell nach seiner NFL Karriere erging, und wie er versucht, sein Gewicht herunterzubringen.

Donovan McNabb spielte 13 Jahre als Quarterback in der NFL. Seit einem Jahr ist er bei dem vor einem Jahr gestarteten Sender FOXSports 1 im Studio als Analyst tätig.
In der kommenden Saison soll er auch einige Male als Analyst bei Spielen eingesetzt werden. Da man ihm anscheinend nicht zutraut, die Sache gut zu machen, wird er zusammen mit Quarterback Brady Quinn und Linebacker Kirk Morrison im Dreiwochenrhythmus an der Seite von Kommentator Dick Stockton rotieren.
FOX scheint hier testen zu wollen, wer von den Dreien brauchbar ist und bleiben kann?
Der gerade frisch in den Ruhestand getretene Offensive Lineman der Giants, David Diehl, wird Head Coach Brian Billick an der Seiten von Thom Brennaman ablösen.
Auch Kommentator Chris Myers bekommt einen neuen Analysten an seine Seite. Rhonde Barber wird Tim Ryan ersetzen.

Und heute beenden wir die News wieder mit einem Lacher.
Dolphins Quarterback Ryan Tannehill ist davon überzeugt, daß seine Mannschaft sich hervorragend verstärkt hat und zu den Super Bowl Favoriten zu zählen ist.

Mittwoch, 6. August 2014

Kurzberichte
marrone„Wir haben wieder gespielt und wieder verloren,“ sagte ein schmallippiger Doug Marrone (Bild) der Presse. Der Head Coach der Bills hatte noch schwer an der Niederlage im ersten Testspiel zu knabbern, obwohl so ein erstes Spiel eigentlich nur dem Erkenntnisgewinn dient und nicht dem Gewinn des Spiels.
Dann ließ er sich noch ein:“ Wir trainieren heute wieder und versuchen besser zu werden“ entlocken.
Ein frommer Wunsch, angesichts des maroden Spielerpersonals, das ihm zur Verfügung steht.
Ungeachtet der Tatsache, daß es Collegemannschaften geben dürfte, die die Bills schlagen könnten, hält der Bieterkampf um das Team an.
Terry Pegula, der Besitzer der Buffalo Sabres, hat ein riesiges Ölfeld verkauft, um ein bißchen Kleingeld in die Kasse zu bekommen, $1,75 Milliarden um genau zu sein.
Die Bills werden mit $870 Millionen bewertet, sollen aber über eine Milliarde einbringen, da NFL Teams sehr selten zum Verkauf stehen.
Und Pegula muss nach diesen $1,75 Milliarden noch nicht aufgeben, wenn Donald Trump oder Jon Bon Jovi mehr bieten. Laut Forbes hat der Milliardär noch einen Notgroschen von $3,3 Milliarden auf der hohen Kante.

Andy Dalton hat zwar einen Einhundertmillionendollarvertrag von den Bengals bekommen, aber er muss sehr viel tun, um dieses Geld auch zu verdienen.
Momentan hat er $12 Millionen für seine Unterschrift auf dem Konto und $5 Millionen dafür, daß er im Kader ist.
Das wars dann auch. Richtig reich kann er nur werden, wenn er die Bengals in die Playoffs führt, und da dann auch mal ein Spiel gewinnt.
Angenommen, Dalton führt sein Team in den nächsten Jahren in die Playoffs, dann kann er in den nächsten zwei Jahren $28,5 Millionen verdienen und über drei Jahre sogar $42 Millionen. Dazu kämen dann weitere Boni für jedes gewonnene Playoffspiel.
Damit gaben die Bengals ihrem Quarterback einen netten Anreiz, auch tatsächlich etwas produktives für sein Team zu leisten. Nur zurücklehnen, Golfspielen und die Knete auf das Konto regnen zu lassen, ist nicht. Und wenn Dalton es nicht bringt, kann er nach jeder Saison sofort gefeuert werden, ohne daß Cincinnati ihm auch nur einen Dollar schuldet.
So gesehen macht der Schwachsinnsdeal plötzlich Sinn. Deshalb schwanken die Zahlen der Analysten auch so beträchtlich, weil der Vertrag recht kompliziert konstruiert ist.
Ein neues Denken hat schein eingesetzt zu haben in der NFL: „Lass die Großverdiener etwas leisten, damit sie das Geld, das sie bekommen, auch verdienen.“
Recht so!

Man fragt sich, was da wohl vorgefallen ist?
Die Bears suspendierten Wide Receiver Martellus Bennett und legten ihm eine Geldstrafe auf.
Bennett riss Rookie Kyle Fuller zu Boden, als der versuchte, ihm bei einem Spielzug den Ball aus der Hand zu reißen. Ein paar ungezielte Schwinger schwangen durch die Luft, kurz, ein Allerweltsstreit im Trainingslager.
Um Bennett so hart zu bestrafen, muss danach wohl noch etwas anderes vorgefallen sein, aber was?

Carl Nicks hat ein Verletzungsarrangement mit den Buccaneers getroffen.
Der Guard schloß 2012 einen Fünfjahresvertrag über $47,5 Millionen mit Tampa ab. Gespielt hat er nicht oft für das Team, denn ihn plagte eine hartnäckige Zehenverletzung.
Nicks will seine Karriere beenden. Die Bucs und er einigten sich darauf, daß er noch $3 Millionen vom Club bekommt.

Norv Turner lobt Teddy Bridgewater über alle Maßen.
Kann man das so werten, daß der Offensive Coordinator der Vikings seinen Quarterback für die Saison gefunden hat?
Noch wird Matt Cassel als Starter gelistet, aber der Job ist ihm nicht sicher.
Von Christian Ponder ist irgendwie gar keinen Rede mehr.

Wer für die Browns im ersten Saisonspiel starten wird, ist für Dick LeBeau klar. Der Defensive Coordinator der Steelers bereitet seinen Mannschaftsteil darauf vor, gegen Johnny Manziel spielen zu müssen.
„Ich erwarte, daß Manziel gegen uns starten wird,“ sagte er der Presse in Pittsburgh.
Da weiß er mehr, als Clevelands Head Coach Pettine. Der scheint immer noch nicht zu wissen, wen er starten lässt?

Kommen wir zu den Verletzungen.
Jets Rookie Wide Receiver Shaq Evans zog sich eine Schulterverletzung zu, die die Saison für ihn beenden könnte.

Und dann gab es da noch den täglichen Kreuzbandriss.
Opfer am Dienstag war Green Bays Tackle Don Barclay.

Dienstag, 5. August 2014

Der Wahnsinn galoppiert weiter.
dalton-andy6Gestern gaben die Bengals ihrem leidlich begabten Quarterback Andy Dalton (Bild) einen Einhundertmillionendollarvertrag.
Mag Dalton während der Saison noch brauchbar sein, so sieht das in den Playoffs ganz anders aus. Zugegeben, in seinen ersten drei Jahren in der NFL brachte er Cincinnati in die Playoffs, um dort aber kläglich zu versagen. Seine Bilanz: Null Siege, ein Touchdownpass, zwei Touchdowndrives, sechs Interceptions.
Zur Belohnung gabs $100 Millionen.
Zunächst hieß es, daß the Red Rifle für eine Vertragsverlängerung über sechs Jahre $115 Millionen bekommen sollte. Das wurde nach und nach etwas nach unten korrigiert, um momentan bei $95 Millionen zu liegen.
Das wäre totaler Schwachsinn, wenn man die Gehälter von guten Quarterbacks dagegenstellt. Daltons Gehalt für ein Jahr liegt, je nach Lesart, irgendwo zwischen $16 und $19,2 Millionen. Damit liegt er gleichauf mit Superstar Peyton Manning und weit über den $14,2 Millionen eines weiteren echten Superstars, Tom Brady.
Da kratzt man sich schon leicht am Hinterkopf und fragt sich, was die Verantwortlichen der Bengals da geritten hat? Doch halt, das Team hat sich ein Hintertürchen offen gelassen. Dalton hat zwar einen Megavertrag, der aber nur $17 Millionen wert ist. Das ist die Summe, die der Quarterback für seinen Unterschrift bekommt (12 Millionen), und dem Rosterbonus (5 Millionen). Darüber hinaus gibt es keine weitere Garantiesumme für Dalton.
Jetzt hoffen die Bengals darauf, daß Daltons Playoffaversion nachlässt. Und er selber bestimmt auch, denn dann gäbe es weitere Boni.
Natürlich ist das Playoffversagen nicht nur Daltons Schuld. Seine Trainer, namentlich Head Coach Marvin Lewis und Offensive Coordinator Jay Gruden, waren nicht in der Lage, das Team in den Playoffmodus zu schalten. Sie konnten das dort noch mal erhöhte Tempo des Spiels nicht mitgehen. Dazu waren sie schlicht unfähig.
Gruden ist jetzt Head Coach der Redskins und Lewis darf weiter bei den Bengals beweisen, daß er es nicht kann.
Was, wenn man dem Quarterback auch noch A.J. Green wegnimmt?
Der Wide Receiver möchte auch einen Megadeal bekommen, und den müssen die Bengals ihm geben, denn ohne den Wide Receiver sähe Dalton alt aus.
Zugegeben, die NFL hat ein Quarterback- Problem. Jedes Team setzt voll auf Paßspiel, aber nur wenige haben den dazu nötigen Quarterback. Wenn dann einer den Ball halbwegs geradeaus werfen kann, ist er schon hundert Millionen Dollar wert.
Oder vielmehr, er bekommt 100 Millionen Dollar, auch wenn er sie nicht wert ist.
Beweis?
Gerne: Joe Flacco, Tony Romo, Matthew Stafford, Matt Ryan, usw. usw.
Sehen wir uns mal an, in welche Region Dalton da unverdientermaßen vorgestoßen ist. Das sind die Topverdiener der NFL:
  1) Aaron Rodgers: $22,000,000
  2) Matt Ryan: $20,750,000
  3) Joe Flacco: $20,100,000
  4) Drew Brees: $20,000,000
  5) Peyton Manning: $19,200,000
  6) Andy Dalton: $19,200,000 oder nur $12,5 oder 16 Millionen. Die Analysten sind sich da noch sehr uneinig.

Kurzberichte
Die Giants raten ihrem Running Back David Wilson, mit dem Football aufzuhören.
Wilson verletzte sich letztes Jahr schwer am Nacken. Nach der OP bekam er vor einigen Wochen das OK, wieder spielen zu dürfen. Dan bekam er im Trainingslager einen Schlag in den Nacken und der Schmerz raste bis in seine Fingerspitzen.
Die Ärzte des Teams rieten ihm am Montag, mit dem Football aufzuhören.
Die Giants setzten Wilson auf die Transfer-/Verletztenliste. Das bedeutet, daß sie ihn an ein anderes Team abgeben wollen. Wenn sich jedoch kein Abnehmer findet, dann werden sie ihn auf die Verletztenliste setzen, und die Saison wäre damit für ihn beendet.

Die 49ers setzten Running Back Kendall Hunter auf die Transfer-/Verletztenliste.
Hunter hatte sich im Juli einen Kreuzbandriss zugezogen, und die Saison findet ohne ihn statt.

Vince Wilfork ist froh, wieder spielen zu dürfen, und das zeigt er deutlich.
Der Nose Tackle der Patriots kommt erholt von einem Achillessehnenriss zurück und ist schmaler, leichter und beweglicher, als er es vor seiner OP war.
Schlechte Nachrichten für die Gegner, die er in gewohnter Manier zu terrorisieren hofft.
Im Trainingscamp schubst er seine Teamkollegen durch die Gegend, und an seinen Fuß verschwendet er keinen Gedanken mehr, wie der 32-jährige sagte.

Er will voll trainieren, aber sie lassen ihn nicht.
Die Colts wollen Wide Receiver Reggie Wayne nach seinem Kreuzbandriss noch schonen, obwohl er voll am Training teilnehmen dürfte.
Wenn er zum Training auf das Feld läuft, jubeln die Zuschauer und rufen seinen Namen. Und dann darf Wayne nur ein paar Routen laufen und ein paar Bälle fangen, das wars dann.
Mann gegen Mann darf er noch nicht ran.
Und die Colts liegen bestimmt richtig damit, ihren drittältesten Spieler langsam an den harten NFL Alltag heranzuführen.

Eine Blinddarmentzündung hat Broncos Running Back Monte Ball erwischt.
Am Sonntag fühlte er sich schon schlecht und am Montag wurde es noch schlimmer. Am Montagnachmittag wurde er bereits operiert.
Die Broncos hoffen, daß Ball zum ersten Saisonspiel wieder einsatzbereit sein wird.

Die Bears haben eine Anspielstation für Quarterback Jay Cutler verloren.
Wide Receiver Marquess Wison zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Wann er wieder einsatzbereit sein wird, steht in den Sternen.

Falcons Head Coach Mike Smith hat seinen Center Joe Hawley am Montag aus dem Training genommen. Hawley war bereits am Sonntag in eine Prügelei mit einem Teamkollegen involviert, war da aber hauptsächlich das Opfer einiger Schläge, die er einstecken musste.
In einem gemeinsamen Training mit den Titans geriet er mit Tennessees Cornerback Tommie Campbell und Coty Sensabaugh aneinander.
Smith stellte seinen Center vom Platz, um ihn daran zu erinnern, daß es in einem echten Spiel auch so käme. Schlägereien mit den Gegnern führen dazu, daß das ganze Team unter der Strafe zu leiden hat.
Zwar sind Gerangel und kleinere Prügeleien im Trainingslager nichts ungewöhnliches, aber so eine Erinnerung daran, was im Ernstfall zu erwarten ist, ist bestimmt nicht falsch.

Cowboys Quarterback Tony Romo sagte, daß er nicht am ersten Testspiel teilnehmen wird.
Ein deutliches Signal, daß sein operierter Rücken ihm immer noch Probleme bereitet.

In einer Pressekonferenz gaben die Packers gestern das Prozedere rund um die kommende Ehrung Brett Favres bekannt.
Im Juli 2015 wird der ehemalige Quarterback des Teams in die Packers Hall of Fame aufgenommen. In der gleichen Zeremonie wird auch seine Nr. 4 zur Ruhe gesetzt.
In der Saison wird dann auch sein Name im Stadion in den Ring der Ehre aufgenommen. Wann genau steht noch nicht fest, da wartet man natürlich erstmal den Spielplan für 2015 ab. In der Halbzeitpause eines Sonntags- oder Montagsspiels wird Brett Favres Name dann unter dem Jubel der Fans im Nordende des Stadions enthüllt.
Davon, daß auch nur ein einziger Fan ein verstohlenes Buh ausstoßen könnte, glaube ich nicht.
Mark Murphy, der Vorstandsvorsitzende der Packers, sagte ja vor einiger Zeit, daß man Brett Favre nicht ehren wolle, weil man ihn nicht den Buhrufen der Fans aussetzen wollte. Damit machte der Mann sich nicht nur lächerlich, sondern er rief damit den geballten Unmut der Fans hervor, der sich in den Sozialen Netzen über ihn ergoss.

Sche+*~technik.
Die Trainer der Teams dürfen pro Mannschaft 13 Tablets während eines Spiel einsetzen.
Damit werden vor Allem die Polaroidbilder abgelöst, die Kameraleute unter dem Dach knipsten und dann per Boten nach unten bringen ließen.
Doch schon gab es die erste Panne, denn das Tablet von Bills Head Coach Doug Marrone funktionierte am Sonntag in der ersten Halbzeit nicht.
Techniker konnten es zur zweiten Halbzeit in Gang bringen, und Marrone sagte nachher, daß er es sehr gemocht hat.
Diese Tablets von Microsoft sind allerdings nicht dazu geeignet, im Netz zu surfen oder anderen Blödsinn damit zu machen. Fans sollten also keine Echtzeitselfies eines Spielers erwarten.

Montag, 4. August 2014

Kurzberichte
kelly-jim-hofSo, die Saison rückt unaufhaltsam näher. Das erste Vorbereitungsspiel ist Geschichte. Die New York Giants schlugen die Bills mit 17:13.
Das erste Testspiel ist wenig aussagekräftig. Licht und Schatten liegen dicht beieinander, deshalb kann man nach dem planlosen Rumgerenne der beiden Teams noch nicht sagen, daß man in dieser Nacht keine Super Bowl Kandidaten zu sehen bekommen hat.
Die Fans der Bills und der Giants sollten ihre Hoffnungen aber realistischerweise nicht zu hoch schrauben. Beide Mannschaften versuchen, mit einem stark verjüngten Kader eine positive Saison zu absolvieren. Da muss man Geduld haben.
Zusätzlich zu diesem Extraspiel haben ja beide Teams noch vier weitere Vorbereitungsspiele, in denen man sich finden kann.
So blieb der Höhepunkt des Hall of Fame Spiels der Münzwurf des an Krebs erkrankten ehemaligen Bills Quarterbacks Jim Kelly (Bild).

Noch weniger aussagekräftig als Testspiele sind erste Scrimmages. So sah man in dem ersten „Gerangel“ der Browns weder einen Touchdownpass von Quarterback Brian Hoyer, noch von Johnny Manziel. Man sag überhaupt keinen Touchdown irgendeiner Browns Offense.
Hoyer versuchte mit der ersten Offense einige Pässe anzubringen und Manziel zeigte mit der zweiten Garnitur einige seiner Läufe. Beides blieb trostlose Kunst.
Da liegt noch sehr, sehr viel Arbeit vor den zuständigen Trainern.

Beim ersten Scrimmage der Saints fehlte Quarterback Drew Brees. Er hatte sich am Tag zuvor den linken Brustmuskel gezerrt.
Brees braucht ein paar Tage Ruhe, dann dürfte der Muskel wieder entzerrt sein.
Cornerback Champ Bailey fehlte den zweiten Tag in Folge, aber es wurde nicht mitgeteilt, was er hat.

Die 49ers beklagen einen weiteren Verletzten. Nose Tackle Glenn Dorsey hat sich den linken Bizeps gerissen und fällt für die Saison aus.

Für einen Packer endete die Saison bereits am Wochenende.
Rookie Wide Receiver Jared Abbrederis zog sich einen Kreuzbandriss zu.
Die Verletzung soll er sich schon am Mittwoch zugezogen haben, dennoch nahm er am Donnerstags-Training teil. Erst als die Schmerzen stärker und die Schwellung am Knie dicker wurde, wurde er untersucht und bekam die schlimme Diagnose.

Bei den Colts wartet man darauf, daß Hakeem Nicks vollen Einsatz zeigt. Der ehemalige Wide Receiver der Giants ist völlig außer Form.
Vom Können her kann der 26-jährige mit Reggie Wayne mithalten, doch es scheint ihm an der nötigen Motivation zu fehlen.
Es wäre schade, wenn diese Anspielstation für Quarterback Luck ausfiele, nur weil Nicks keine Lust mehr aufs Bällefangen hat.
Schon in seiner letzten Saison in New York fing er nicht einen Touchdownpass.

Jon Bon Jovi versucht die Wogen zu glätten. Letzte Woche wurde bekannt, daß die um ihn herum gescharte Bietergruppe für die Bills, ein nettes Plätzchen rund um Ontario suchte.
Schnell wurde der Rockmusiker die unbeliebteste Person in Buffalo.
In einem offenen Brief schrieb er nun, daß seine Gruppe die Tradition der Bills in Buffalo fortführen möchte.
Man werde sich einen Platz für ein neues Stadion in der Gegend um Buffalo herum suchen.
Mit keinem seiner 346 Worte in dem Brief erklärte er, was seine Bietergruppe denn in Kanada wirklich suchte?
Und ob sein Brief die Wahrheit sagt, lassen wir mal dahingestellt sein. Immerhin erfindet der Herr ja für seine Liedertexte auch immer die schönsten Geschichten.

Und sie ehren ihn doch!
Im Jahr 2015 wird Quarterback Brett Favre in die Hall of Fame der Packers aufgenommen, und seine Nr. 4 wird zur Ruhe gesetzt.
Favre bestätigte diesen Bericht am Sonntag auf seiner Internetseite.
Es wäre eine enorme Ehre, 16 Jahre für die Packers gespielt zu haben und demnächst mit all ihren großen Spielern zusammen in die Ruhmeshalle aufgenommen zu werden.
Am heutigen Montag um 20:30 Uhr unserer Zeit soll es eine Pressekonferenz des Teams dazu geben.

Freitag, 1. August 2014

Kurzberichte
lynch-marshawn-sb-paradeUnd wieder hieß es im Camp eines NFL Teams: „Guck mal wer zum Training kommt.“
Als die Seattle Seahawks zum Nachmittagstraining auf den Platz liefen, da sahen sie Marshawn Lynch (Bild). Der Running Back hatte sich entschlossen, seinen Streik zu beenden und meldete sich zum Training.
Da gibt es allerdings ein kleines Problem, denn der 90 Mann Kader ist voll.
Doch wenn es dem Running Back ernst damit ist, seinen Vertrag zu erfüllen, dann wird das kein Problem sein, zumal sich zwei Spieler ernsthaft verletzten. Dazu etwas weiter unten mehr.
Die Seahawks haben es in den letzten Tagen sehr klar gemacht, daß sie sich nicht erpressen lassen, auch nicht von einem Superstar. Das beweist ja auch, daß der Kader für das Trainingslager bis auf den letzten Platz ausgeschöpft ist.
Das könnte einen Sinneswandel bei Lynch ausgelöst haben.
Niemand ist unersetzbar, auch ein Marshawn Lynch nicht. Allerdings wäre er mit seinen 1.066 Läufen für 4.624 Yards und 41 Touchdowns, die er seit 2010 für die Seahawks erzielte nicht leicht zu ersetzen.
Platz für Lynch könnte durch die Verletzung von Jesse Williams entstehen. Der Defensive Tackle zog sich laut Head Coach Carroll eine ernste Knieverletzung zu, die wohl operiert werden muss. Damit wäre ein Platz für Lynch frei.
Tight End Anthony McCoy zog sich einen Achillessehnenriss zu. Für ihn wurde Wide Receiver Ronald Johnson als Ersatz verpflichtet.

Womit wir mitten in den verfluchten Verletzungen wären.
Chiefs Safety Sanders Commings brach sich einen Knöchel und wurde bereits operiert.

Colts Guard Donald Thomas riss sich einen Oberschenkelmuskel. Er muss operiert werden, und seine Saison ist beendet.
Denselben Muskel riss er sich bereits letzte Jahr am zweiten Spieltag.

Ravens Rookie Defensive Lineman Brent Urban zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Schluchz, heul, flenn... ich mache gleich weiter, ich wische mir nur noch ein paar Tränchen aus dem Gesicht.
Die Entschuldigungspressekonferenz von Ravens Running Back Ray Rice hat mich furchtbar mitgenommen. Hätten seine Sprüche nicht ganz so auswendiggelernt gewirkt, hätte ich sie fast geglaubt.
Es tut ihm ja alles so leid. 17 Minuten sagte er, immer wieder etwas anders verpackt, daß es ihm leid tue, daß er einen Fehler begangen hätte, daß er seine Frau, seine Tochter, seine Mutter, die Eltern seiner Frau, seine Teamkollegen, Gott und das Universum enttäuscht hätte.
Zum Schluß sagte er noch, daß er anderen, die häusliche Gewalt ausüben, helfen wolle. Das hätten er und seine Frau sich vorgenommen.
Trotz aller aufgesetzt wirkenden Sprüche, am Schluß konnte man ihm doch glauben. Ja!
Daran, daß seine Strafe, die die NFL ihm aufgelegt hat, ein Skandal ist, ändert sich aber nichts. Das sehen auch die meisten Berichterstatter in den USA so.

Viel hat er in seiner NFL „Karriere“ nicht erreicht, weshalb er wohl auch völlig vom Radar verschwunden war.
2007 rekrutierten die Browns Quarterback Brady Quinn in der ersten Runde der Draft.
Er war niemals das Gelbe vom Ei, und so kam er in seiner Zeit in der Liga auch nur zu einer 4-16 Bilanz als Starter. Sein Touchdown/Interceptionverhältnis lautet 12:17.
Nach den Browns verbrachte er noch einige Zeit bei den Seahawks, Jets und Rams. Im November 2013 wurde er am Rücken operiert. Das ist wohl mit ein Grund, warum er noch nicht mal eine Einladung als Ersatz- Quarterback bei einem Team erhielt.
Deshalb unterschrieb Quinn am Donnerstag einen Vertrag bei FOX. Für den Sender FOX Sports 1 wird er in der kommenden Saison Donnerstagsspiele einer Collegeliga kommentieren.

Donnerstag, 31. Juli 2014

Kurzberichte
green-joeMel Blount, Terry Bradshaw, Joe Greene (Bild), Jack Ham, Franco Harris, Jack Lambert, John Stallworth, Lynn Swann, Mike Webster, alles Spieler der Pittsburgh Steelers, die die Liga beherrschten.
Alles Spieler aus dieser Dekade der Dominanz, die in der Hall Of Fame sind.
Alles Spieler, deren Trikotnummer man zur Ruhe setzen könnte, um sie zu ehren.
Doch, so sagte Präsident Art Rooney II, man könne ja nicht so viele Nummern zur Ruhe setzen, irgendwann gehen sie einem sonst aus.
Inoffiziell werden die Nummern 12 (Terry Bradshaw), Nr. 59 (Jack Ham), Nr. 32 (Franco Harris), Nr. 58 (Jack Lambert) and Nr. 52 (Mike Webster) nicht mehr oder zumindest selten vergeben.
Doch eine Trikotnummer eines herausragenden Mitglieds des Stahlvorhangs wird demnächst tatsächlich zur Ruhe gesetzt, die 75 von Defensive Tackle „Mean“ Joe Green.
Der Zeitpunkt stimmt, die Steelers gewannen vor 40 Jahren ihren ersten Super Bowl.
Green kam 1996 zu den Steelers und wurde sofort der Defensive Rookie der Saison, und das in einer Mannschaft mit einer 1-13 Bilanz.
Doch die Zeit der ständigen Mißerfolge der Steelers endeten dort. Bis 1980 gewannen die Steelers vier Super Bowls.
Grundstein dieses Erfolgs war die Steel Curtain genannte Defense. Grundstein dieser Defense war Joe Green.
1987 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen. Jetzt soll seine Trikotnummer zur Ruhe gesetzt werden. Green ist erst der zweite Spieler, dem diese Ehre zuteil wird. Der erste war Defensive Tackle Ernie Stautner, dessen Nr. 70 nicht mehr vergeben wird.
Ernie Stautner? War da nicht was?
Ja, der am 20. April 1925 im bayrischen Prienzing, das heute Willmering heißt, geborene Stautner war von 1995 bis 97 Head Coach der Frankfurt Galaxy. Er verstarb am 16. Februar 2006.

Hat der Running Back noch genug Benzin im Tank?
Wie weit kann der Wide Receiver sich von seinem Verteidiger absetzen?
Hat Spieler XY wirklich Schuhgröße 50?
OK, das letzte wird wohl nicht angezeigt werden, aber Sensoren, die in jedem Schulterpad der NFL Spieler angebracht werden, sollen in der kommenden Saison keine Fragen mehr offen lassen.
In Echtzeit wird man sehen können, wie schnell ein Spieler gelaufen ist, man wird seinen Laufweg genau nachvollziehen können, und, ach was es noch mehr an überflüssigem Schnickschnack gibt, den der durchschnittliche Fan nicht wirklich braucht.
Und diese Informationen sollen nicht nur Trainern und Medizinern der Teams zur Verfügung gestellt werden, sonder in 17 Stadien sollen sie in Echtzeit auf den Videoleinwänden eingeblendet werden, und im Fernsehn sowieso.
Klingt so, als ob die NFL Mit der NSA zusammenarbeitet, aber das System ist von Zebra Technologies und arbeitet mit RFID Technik.
Für den professionellen Couch Head Coach unverzichtbar, aber für den normalen Fan?

Vom Super Bowl Sieger aus Seattle zum Fußabtreter aus Jacksonville wechselten Defensive End Chris Clemons und Defensive Tackle Red Bryant.
Die Hoffnungen in Jacksonville sind hoch, daß die beiden dazu beitragen, aus einer Defense, die einem offenen Scheunentor gleicht, eine echte Verteidigung zu machen.
Man wäre schon froh, wenn die Verteidigung der Jaguars ab und zu weniger Punkte zulassen würde, als die unfähige Offense produziert.
Zwei frischgebackene Super Bowl Sieger könnten da tatsächlich helfen. Und die beiden tun schon jetzt ihr möglichstes, um ihre Mitspieler mitzureißen. Sie haben ihre Erfahrungen, und die geben sie an ihre Kollegen weiter, die die Hilfe auch gerne annehmen.
Man wird sehen, was es bringt.

Der Wahnsinn galoppiert weiter.
Cowboys Besitzer Jerry Jones gab einem Offensive Lineman einen Einhundertmillionendollarvertrag.
Am Mittwoch unterschrieb Left Tackle Tyron Smith einen Achtjahresvertrag über $98 Millionen. Mit dem Gehalt aus dem laufenden Vertrag kommt Smith auf $109 Millionen.
Garantiert sind von diesen hundert Millionen nur $40 Millionen, aber davon, und dem Bonus für die Unterschrift von $10 Millionen, kann man sich auch das ein und andere leisten.

Nicht nur Spieler sind wichtig für die Teams und bekommen Vertragsverlängerungen, auch Trainer und General Manager tragen ihren Teil zum Erfolg bei.
Die Packers wollten ihren General Manager Ted Thompson behalten. Der ließ aber durchblicken, daß ihn der Ruhestand lockt.
Doch die Verlockung des Geldes war letztlich größer.
Die Packers gaben ihm eine sehr gut dotierte Vertragsverlängerung. Über die genauen Bedingungen wurde nichts bekanntgegeben.

Am Sonntag ist das erste Vorbereitungsspiel und schon gibt es die erste Krankmeldung.
Giants Running Back David Wilson wird nicht gegen die Bills antreten.
Er erlitt im Training einen schmerzhaften Schlag in den Nacken, der einen heftigen Schmerz bis in die Fingerspitzen auslöste. Er fällt erst mal aus.

„Dann muss der nächste ran“, sagte Seahawks General Manager John Schneider auf die Frage, wie das Team mit dem Streik von Running Back Marshawn Lynch umgeht?
Die Seahawks verspüren nicht die geringste Lust, sich von Lynch erpressen zu lassen. Der Running Back bekommt jeden Tag seine $30.000 Strafe für unerlaubtes Fernbleiben vom Training angerechnet, und dürfte seinem Ziel, eine Gehaltserhöhung zu bekommen, nicht näher kommen.
„Football ist ein Teamsport“, fuhr Schneider fort. „Natürlich ist es schwer, Marshawn zu ersetzen, aber die anderen Running Backs im Team müssen jetzt ihr bestes geben, dafür sind sie da.
Wir haben auch andere Leitungsträger ziehen lassen, und sie gut ersetzt, das wird uns auch in diesem Fall gelingen. Wir schätzen und respektieren Marshawn, aber nicht um jeden Preis.“

Die Hoffnung, daß sich Cowboys Defensive End DeMarcus Lawrence vielleicht doch nur den Fuß verstaucht haben könnte, ist dahin.
Der Mann, der DeMarcus Ware ersetzen sollte zog sich einen Bruch zu, der operiert werden muss. In etwa acht bis zehn Wochen erst ist Lawrence wieder einsatzbereit.

Die NFL suspendierte Bengals Cornerback Chris Lewis-Harris für zwei Spiele.
Er hat gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen.

Aus den gleichen Grund suspendierte die NFL Bills Linebacker Nigel Bradham für ein Spiel.

Und zum Schluß wieder was aus der heitern Abteilung der NFL:
Bears Wide Receiver Brandon Marshall sagte, daß sein Quarterback Jay Cutler am Ende der Saison zum MVP der Liga gewählt wird.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Kurzberichte
romo-tony4Die Cowboys nehmen Rücksicht auf Tony Romos (Bild) operierten Rücken.
Der Quarterback setzte die erste Trainingseinheit, die die Cowboys in voller Montur absolvierten, aus.
Romo wurde im Dezember an einem Bandscheibenvorfall operiert. Seine Genesung liegt voll im Zeitplan, und im Trainingslager will Head Coach Garrett nichts überstürzen.
Der Quarterback sagte, daß er sich gut fühlt, und alles so verläuft, wie es geplant ist.
An den Trainingseinheiten zuvor in Schulterpads, hat Romo ohne Abstriche teilgenommen.
Teambesitzer und General Manager Jerry Jones sagte der Presse, daß Romo 100% fit wäre, und er sich keinen Sorgen um die Gesundheit des ersten Cowboys macht, der einen 100 Millionen Dollar Vertrag abgeschlossen hat.
Während also Romo fit sein soll und nur geschont wird, weiß man nicht so genau, was mit Rookie Defensive End DeMarcus Lawrence ist. Zunächst hieß es, er hätte sich den Knöchel verstaucht, doch später kam die Meldung, daß er sich den rechten Fuß gebrochen haben könnte.
Heute soll eine Untersuchung genaueres Ergeben.

Überglücklich zwitscherte Patrick Peterson seinen neuen Reichtum in die Welt hinaus. Der Cornerback der Cardinals schrieb auf seiner Twitterseite, daß er einen Fünfjahresvertrag über $70 Millionen unterschrieben hat, von denen $48 Millionen garantiert sind.
Kurz darauf bestätigten die Cardinals den Vertrag, ohne auf seine Inhalte einzugehen.
Wenn beide Seiten den Vertrag einhalten sollten, würde Peterson bis nach der Saison 2020 in Arizona bleiben.
Peterson hat in jeder seiner bisherigen drei Saisons im Pro Bowl gespielt.
Er startete in allen 48 Saisonspielen, seit die Cardinals ihn 2011 rekrutierten. Bis heute erzielte er 12 Interceptions, 162 Tackles, 1 Sack, wehrte 60 Pässe ab und eroberte einen Fumble.
Der selbsternannte beste Cornerback der Liga ist, zumindest für den Moment, der bestbezahlte Cornerback der Liga.

Nanu, was ist denn da in Texas los?
Vertreter der Oakland Raiders kamen im Pulk nach San Antonio um mit Vertretern der Stadt zu sprechen.
Ist das die Vorstufe zu einem dritten Team in Texas, nach Dallas und Houston?
Nicht so schnell, hieß er offiziell. Raiders Besitzer Mark Davis und zwei seiner Top-Mitarbeiter waren nur in der Stadt, um der Ehrung ihres ehemaligen Wide Receivers Cliff Branch beizuwohnen, der in die Prairie View Interscholastic League Coaches Association aufgenommen wurde.
Der ehemalige Bürgermeister San Antonios, Henry Cisneros, und Davis sind befreundet, und daß bei dem Treffen zwischen Cisneros und Davis auch andere Amtsträger der Stadt zugegen waren, hätte gar nichts zu bedeuten.
Die Raider müssten in San Antonio hart um jeden Fan kämpfen. Die Fans dort sollen zu 97, wenn nicht 99%, Cowboys-Fans sein.
Vielleicht war es ja wirklich nur ein freundschaftliches Treffen ohne Hintergedanken?

Die Lions haben nichts dagegen, wenn Ndamukong Suh 2015 seinen Marktwert testet.
Die Gehälter von Suh, Quarterback Stafford und Wide Receiver Calvin Johnson machen über dreißig Prozent der Gehälter des Teams aus. Da muss man sich sehr wahrscheinlich von einem der drei trennen, um weiter ohne große Probleme unter der Gehaltsobergrenze bleiben zu können, und den ein oder anderen weiteren Leistungsträger verpflichten zu können.
Suhs Wert ist klar. Er dürfte schnell ein neues Team finden, das ihn entsprechend entlohnt.
Der Defensive Tackle betont zwar immer wieder, daß er in Detroit bleiben möchte, aber wenn das Geld ihn woanders hin lockt, wird er der Verlockung kaum widerstehen können.

„Ich werde extrem gut bezahlt,“ sagte 49ers Head Coach Jim Harbaugh auf die Frage, wie es um eine Vertragsverlängerung steht?
Er mache sich überhaupt keine Sorgen, weil er ohne neuen Vertrag in die letzte Saisons seines bestehenden Kontrakts geht, sagte er.
Nach der Saison werde man sich zusammensetzen, und schauen, wie es weitergeht.
Die Niners haben Harbaugh ein Angebot unterbreitet, zu dem der Head Coach sich aber noch nicht geäußert hat.
Vielleicht kann er sich ja durch einen Super Bowl Sieg in eine bessere Verhandlungsposition bringen?
Dreimal in Folge ist er nur knapp gescheitert, da könnte es doch dieses Jahr klappen?

Verfluchte Trainingslager.
Seahawks Tight End Anthony McCoy riss sich am Dienstag die linke Achillessehne.
McCoy verpasste die komplette Saison 2013, weil er sich die rechte Achillessehne gerissen hatte.

Giants Head Coach Tom Coughlin machte einen sehr niedergeschlagenen Eindruck bei der Pressekonferenz nach dem Dienstagstraining.
Running Back David Wilson zog sich eine Nackenprellung zu, was für einen ordentlichen Schock sorgte. Wilson hat erst vor Kurzem die Erlaubnis der Ärzte bekommen, am Training teilzunehmen, nach einer Nackenoperation, die seine Karriere beinahe beendet hätte.
Wide Receiver Odell Beckham, auf den man einige Hoffnungen setzte, kann wegen einer Oberschenkelzerrung nicht am Training teilnehmen.
All das machte Coughlin nicht gerade glücklich.

2013 verletzte sich der damals neue Hoffnungsträger der Falcons erst in der Saison. So blieb die Verpflichtung von Running Back Steven Jackson eine Enttäuschung.
2014 verletzte sich der ehemalige Ram bereits im Trainingslager. Der 31-jährige zog sich eine schmerzhafte Verletzung am hinteren Oberschenkelmuskel zu. Wie es heißt, ist man in Atlanta froh, wenn er am ersten Spieltag wieder fit wäre.
Man hatte sich so viel von Jackson versprochen, doch in 12 Spielen erzielte er letztes Jahr nur 543 Yards und 6 Touchdowns.

Während die NFL und die (Noch)Besitzer der Buffalo Bills wollen, daß das Team nach dem bevorstehenden Verkauf in New York bleibt, hat zumindest eine Bietergruppe vor, mit den Bills nach Kanada zu ziehen.
Die Gruppe um den Rockmusiker Jon Bon Jovi sieht sich schon mal rund um Ontario City nach einem netten Plätzchen für ein neues Stadion um.
Zumindest geht die Gruppe nicht hin, und verschleiert ihr Vorhaben, die Bills aus Buffalo wegzubringen. Das dürfte, laut der geltenden Verträge, sowieso erst 2019 frühestens möglich sein. Doch, wen interessieren schon Verträge?
Der CD Verkauf von Bon Jovi dürfte in Buffalo stark einbrechen. Manche bezeichnen ihn schon als den meistgehassten Mann der Stadt.
Zumindest Andre Reed ist gar nicht gut auf den Musiker zu sprechen. Der ehemalige Wide Receiver wird am Wochenende feierlich in die Hall of Fame aufgenommen. Für Bon Jovi hat er keine netten Worte übrig. „Mann, (zensiert), Bon Jovi! Du könntest genausogut diese Stadt nehmen, sie in den Fluß schmeißen und sie die Niagara Fälle runterstürzen lassen.“
Bleibt für die Fans in Buffalo nur die Hoffnung, daß die Gruppe um Bon Jovi nicht den Zuschlag erhält, UND, daß die anderen Gruppen sich tatsächlich an ihre Zusagen halten, die Bills in New York zu lassen.
Doch bis dahin heißt es in Buffalo: „Jon, you give love a bad name.“

Dienstag, 29. Juli 2014

Die NFL hat es ordentlich verbockt
rice-ray3Am Montag hat ein Offizieller der NFL versucht, die eher doch Nichtbestrafung von Ray Rice (Bild) zu erklären... und scheiterte.
Adolpho Birch trat in der ESPN Show Mike and Mike auf. Birch ist der Verantwortliche der NFL Disziplinarabteilung.
Man kann jetzt nicht sagen, daß seine hilflosen Versuche, den Skandal zu erklären, ein Glanzstück waren. Er konnte in seinem Elfminuteninterview nicht rechtfertigen, warum der Frauenschläger mit nur zwei Wochen Suspendierung davonkam. Birch machte von vornherein den Eindruck, als wäre er von Commissioner Roger Goodell als Bauernopfer in die Show geschickt worden. Jemand musste raus, um das Skandalurteil zu erklären, und der Chef selber verspürte dazu verständlicherweise keine Lust. Goodell hat sich bisher noch gar nicht zu dem Fall erklärt.
Auf die Frage, warum Ben Roethlisberger 2010 für sechs Wochen suspendiert wurde (die später auf vier Wochen reduziert wurden), für etwas, für das der Quarterback der Steelers vor Gericht freigesprochen wurde, und Rice nur zwei Wochen suspendiert wurde, für etwas, für das er vor Gericht schuldig gesprochen wurde, antwortete Birch erst gar nicht. Was hätte er auch sagen sollen. Dafür gibt es keine Erklärung.
Birchs Fazit nach dem Verhör, äh Verzeihung, Interview, war, daß die Strafe für Rice angemessen ist. Warum, darauf wusste er nichts zu sagen.
Er verteidigte die skandalös niedrige Strafe als angemessen, was ihm weder Mike und Mike abkauften, noch die Hörer der Show.
Das Fazit der Hörer nach der Show war dann auch eindeutig. Sie hatten nach der Sendung die Möglichkeit, anzurufen und ihre Meinung zu sagen. Und diese Meinung fiel eindeutig aus. Sowohl die Hörer, als auch die beiden Mikes, sind der Meinung: „Die NFL hat es ordentlich verbockt“.

Kurzberichte
Die Panthers schonen Cam Newton so gut es geht.
Sie wollen ihren Quarterback nicht überstürzt ins volle Training gehen lassen, sondern nehmen enorme Rücksicht auf sein im März operiertes Sprunggelenk am linken Fuß.
Beim Training nimmt er den Ball an, läuft ein paar Schritte zurück, bewegt sich ein wenig hin und her und wirft den Ball.
Seine explosiven Läufe, mit denen er schnell mal ein paar Yards macht, stehen noch nicht auf dem Trainingsplan.
Wie Newton in den Vorbereitungsspielen eingesetzt werden soll, darüber sagt sein Head Coach Rivera noch nichts.
Wichtig ist zunächst, daß Newtons Fuß voll gesundet und der Quarterback ein Gefühl für seine neuen Receiver bekommt.

Letzten Monat wurde John Abraham wegen einer Trunkenheitsfahrt verhaftet.
Der Linebacker der Cardinals hatte den dritten Trainingstag in Folge verpasst, und man wunderte sich warum?
Sein Head Coach Bruce Arians erklärte der Presse nur, daß Abraham aus persönlichen Gründen fehlen würde. Ein paar Reporter forschten dann nach, und erfuhren von der Verhaftung des Linebackers am 29. Juni.
Die persönlichen Gründe für sein Fehlen könnten als sein, daß er momentan vor Gericht steht.
General Manager Steve Keim sagte, daß er sich keine großen Sorgen wegen Abrahams Abwesenheit macht. Schon bald würde er wieder am Training teilnehmen.

70%!
70% seiner Pässe soll Eli Manning in der kommenden Saison vervollständigen. Das ist die „Wunsch“ vorgabe des neuen Quarterback Trainers der Giants, Danny Langsdorf.
Wenn Manning da auch nur in die Nähe käme, wäre das eine immense Verbesserung gegenüber 2013. Da vervollständigte er nur 57,5% seiner Pässe. Man muss aber auch erwähnen, daß 2013 kein Quarterback 70% seiner Pässe vervollständigte. Langsdorf fordert seinen Quarterback also quasi heraus, etwas fast unmögliches zu vollbringen.
Elis Bestmarke stammt aus der Saison 2010 und liegt bei 62,4%.
Fürs Erste dürften Langsdorf, Manning, seine Teamkollegen und die Fans schon zufrieden sein, wenn Manning deutlich weniger als die 27 Interceptions wirft, die er sich 2013 leistete.

Eine Investition in die Zukunft dürfte die Verpflichtung von Tyler Gaffney für die Patriots gewesen sein.
Der Rookie Running Back verletzte sich im Trainingslager der Panthers am Knie und für ihn ist die Saison beendet.
Für Carolina Grund genug, den Spieler loszuwerden und ihn auf die Transferliste zu setzen.
Patriots Head Coach Bill Belichick sah Gaffney wohl als Schnäppchen an, und griff zu, auch wenn der Running Back erst 2015 für das Team spielen kann.

Die Lions haben die Vertragsverhandlungen mit Ndamukong Suh beendet.
Der Defensive Tackle wird ohne Vertragsverlängerung in die letzte Saison seines bestehenden Vertrags gehen. Erst nach der Saison wollen die Lions wieder mit den Vertretern Suhs verhandeln.
Sowohl Teampräsident Tom Lewand, als auch General Manager Martin Mayhew sind optimistisch, daß sie ihren Starverteidiger werden halten können.
Zur Not würden sie ihm 2015 das Franchise Etikett anheften, meinten sie.

Norv Turner scheint schon genug von seinen Quarterbacks gesehen zu haben, um sich zu entscheiden, wen er als Starter favorisiert.
Der Offensive Coordinator der Vikings hat zumindest einen Kandidaten im Auge, dem er nicht so viel zutraut.
Am heutigen Dienstag ist Trainingsfrei. Am Mittwoch sollen dann von den drei Kandidaten nur noch zwei mit der ersten Mannschaft trainieren.
Noch kann man rätseln, wer der dritte Mann wird, doch die Reporter, die die Trainingseinheiten beobachten tippen fast einhellig auf Christian Ponder.

Montag, 28. Juli 2014

Rob for Head Coach!
ryan-rob2Nachdem die Cowboys ihren Defensive Coordinator Rob Ryan (Bild) nach der Saison 2012 gefeuert hatten, ging er zu den Saints.
Dort errang er sehr schnell Heldenstatus, denn in nur einer Saison machte er die von seinem Vorgänger Steve Spagnuolo heruntergewirtschaftete und historisch schlechte Defense, zur viertbesten Verteidigung der Liga.
Sprach man bisher nur von der explosiven Offense der Saints, die einen Super Bowl Sieg möglich machen könnte, spricht man plötzlich von der Saints Defense, die das ermöglichen könnte. Wenn also auf einmal Offense und Defense Super Bowl tauglich sind, was soll New Orleans davon abhalten, seinen zweiten Super Bowl zu gewinnen?
Für Rob Ryan könnte ein Gewinn des Super Bowls der Gewinn des Jackpots werden. Sollte seine Defense wieder zu den besten der Liga gehören, dann dürfte ihm endlich das winken, was sein Zwillingsbruder Rex schon lange hat, ein Posten als Head Coach.
Was ihn dann noch fehlen würde, mir seinem langen, wallenden, grauen Haar und dem explosiven Temperament, wäre eine Augenklappe, die seinen Status als Piratenkapitän noch unterstreichen würde.
Rob Ryan geht in seine 17. Saison als Assistenztrainer. Seine Spieler lieben ihn, weil er einer von ihnen ist. Seine Ausstrahlung und sein Footballwissen würden jeden sofort überzeugen, sagte Defensive End Akiem Hicks.
Rob Ryan zeigte seinen Leuten eine Grafik, die aufzeigte, was für einen Sieg im Super Bowl das Wichtigste wäre... Balleroberungen.
Die letzten fünf Super Bowl Sieger hätten die Liga bei den Turnovern angeführt.
Mit nur 19 Balleroberungen war die Verteidigung der Saints da noch weit von einem Spitzenteam entfernt. Doch Rob dürfte hart daran arbeite, daß seine Leute mehr Bälle erobern.
Und dann, vielleicht schon nach der Saison 2014, könnte Rob seinem Vater Buddy und seinem Zwillingsbruder Rex auf den Head Coach Posten folgen.

Kurzberichte
Kyle Rudolph unterschrieb eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre bei den Vikings.
Der Vertrag des Tight Ends ist $36,5 Millionen wert, von denen $20 Millionen garantiert sind.
Letztes Jahr verpasste Rudolph acht Spiele wegen eines gebrochenen Fußes. Dennoch wurde er in den Pro Bowl gewählt und dort zum MVP gekürt.
Wenn man bedenkt, mit was für Quarterback- Flusen Rudolph zusammenspielen muss, kann man seine 53 gefangenen Pässe für 493 Yards und 9 Touchdowns aus der Saison 2012 gar nicht hoch genug bewerten.

Und wieder verletzte sich ein Läufer der Niners.
49ers Running Back LaMichael James renkte sich einen Ellenbogen aus. Er wurde erst am Samstag zum zweiten Running Back hinter Frank Gore ernannt, nachdem Kendall Hunter sich einen Kreuzbandriss zuzog.
James wird voraussichtlich einen Monat ausfallen.

Greg Hardy trainiert mit seinen Kollegen der Panthers.
Der Pro Bowl Defensive End wurde vor zwei Wochen von einem Richter in einem Prozess ohne Geschworene für schuldig befunden, seine Ex-Freundin geschlagen und mit dem Tod bedroht zu haben.
Hardy bestand nach dem Urteilsspruch darauf, einen Prozess mit Geschworenen zu bekommen, weshalb das Urteil aus der letzten Woche noch nicht rechtskräftig ist. Und bis es zu dem Geschworenenprozess kommt, ist die Saison 2104 wohl beendet.
Für die NFL ist es ja nur ein minderschweres Vergehen, Frauen zu verprügeln, das nicht hart bestraft wird. Das hat die „Strafe“, die Ravens Running Back Ray Rice letzte Woche bekam ja eindrucksvoll bewiesen. Deshalb kann Hardy auch noch mit seinen Kollegen trainieren und muss keine lange Suspendierung fürchten.
Die Panthers werden sich hüten, Hardy von sich aus zu suspendieren. Zu wichtig war er letzte Saison mit seinen 15 Sacks. Da werden die Verantwortlichen froh sein, über jeden Spieltag, den Hardy nicht fehlt.
Sie begründen ihre Haltung damit, daß sie erst dann tätig werden wollen, wenn der Defensive End rechtskräftig verurteilt wurde.
In einer Pressekonferenz sagte Hardy, daß er es bedauert eine Störung im Trainingslager zu sein. Danach bestand er darauf, daß er nur noch Fragen beantworten würde, die mit Football zu tun hätten, woraufhin die Pressekonferenz recht schnell beendet war.

Und heute gibt es gleich zwei Beweise dafür, daß es in der NFL Menschen mit Humor gibt.
Raiders Defensive Tackle Antonio Smith glaubt, daß die Raiders dieses Jahr den Super Bowl erreichen könnten.
Die Raiders, die zuletzt 2002 in den Playoffs waren.
Und als wäre das noch kein Brüller, setzt Jets Quarterback Geno Smith noch einen drauf.
Er sagte, daß er am Ende der Saison zu den fünf besten Quarterbacks der Liga gehören wird.
Und jetzt allemallachen.

Sonntag, 27. Juli 2014

Kurzberichte
manziel-johnny02„Wir erwarten besseres von ihm,“ sagte Browns Besitzer Jimmy Haslam über seinen Rookie Quarterback Johnny Manziel (Bild).
Gestern war die erste volle Trainingseinheit des Teams und das NFLN war die ganze Zeit über Live dabei und befeuerte damit die Manzielmania.
Haslam war interessierter Beobachter der Veranstaltung. Er wollte sich ansehen, wie Manziel sich macht. Dabei sprach er mit der Presse und zeigte sich enttäuscht über die Eskapaden seines Superstars außerhalb des Platzes.
Johnny Manziel verteidigte sich. Er sagte, daß er 21 Jahre alt wäre und das machen will und wird, was man als 21-jähriger so macht, und dazu würden Parties gehören. Erwachsen werden könnte er später noch, meinte er.
Bleibt die Frage, ob Johnny Football mit dieser, nicht sehr professionellen, Einstellung der nächste Peyton Manning wird, oder doch eher Tim Tebow 2.0?
Nach dem ersten Training kann und darf man natürlich noch keine Schlüsse ziehen, aber es kann sein, daß Haslam mit der Verpflichtung Manziels einen Griff in die Kloschüssel getan hat.
Wichtig is aufm Feld, und was Manziel da kann, wird sich erst in den Vorbereitungsspielen zeigen.

Und der Trend zu saisonbeendenden Verletzung, der vor Jahren begann auszuufern, setzt sich ungebremst fort.
Panthers Rookie Running Back Tyler Gaffney zog sich einen Meniskusriss im linken Knie zu.
Von Glück kann man da reden, daß Carolinas Running Back Jonathan Stewart nur ein paar Wochen ausfallen wird. Der Dauerverletzte leidet dieses mal an einer Oberschenkelzerrung.
In San Francisco ist die Saison für Kendall Hunter beendet. Der Running Back zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Jordy Nelson war mit seinem Vertrag bei den Packers nicht mehr zufrieden. 10 Minuten bevor das Training am Samstag begann unterschrieb der Wide Receiver eine Vertragsverlängerung, die ihm in den nächsten vier Jahren $39 Millionen einbringen kann, von denen $14,2 Millionen garantiert sind.
Zwar wollte Nelson wenigstens $10 Millionen pro Jahr, aber bei $9,76 Millionen sagte er nicht nein. Dafür bekam er dann einen netten Bonus für seine Unterschrift von $11,5 Millionen.

Samstag, 26. Juli 2014

Kurzberichte
carroll-pete-2
Seahawks Head Coach Pete Carroll (Bild) ist absolut nicht erfreut über den Streik seines Running Backs Marshawn Lynch. Beim Interview zu dem Thema klang er fast so als wollte er die Lynchjustiz wieder einführen.
Carroll ist der Meinung, daß Verträge etwas gelten sollten. Man schließt sie im beiderseitigen Einvernehmen ab, und beide Seiten hätten ihren Teil des Vertrags zu erfüllen. Nicht umsonst würde man es doch Vertrag nennen.
Ziemlich Blauäugig von Carroll, aber nicht ganz falsch.
Gerade in der NFL sieht man immer wieder, daß Verträge reine Absichtserklärungen sind, die man brechen kann, wie einem gerade danach ist.
Der Vertrag von Lynch läuft noch zwei Jahre und ist für die Zeit noch $13 Millionen wert. Carroll möchte nun, daß sein Running Back diesen Kontrakt genauso anerkennt, wie die Seahawks. Man habe einen Plan für die Zukunft, in dem die Titelverteidigung ganz oben steht, fuhr der sichtlich erboste Head Coach fort. In diesem Plan würde Lynch eine große Rolle spielen.
Doch wie es weitergeht, weiß Carroll nicht. Er glaubt, daß die Clubleitung sich nicht erpressen lässt, und die Sache so ausgeht, wie seinerzeit zwischen den Jaguars und Maurice Jones-Drew. Er hatte auch versucht, mehr Geld aus Teambesitzer Khan rauszuquetschen, doch der blieb ganz cool und ließ Jones-Drew abblitzen.
Es kann aber auch sein, daß es so abläuft, wie in Kansas City, wo Charles einen Streik nur angedroht hatte, und schon kamen die zusätzlichen Millionen.
Man sieht, es ist alles möglich.

Zwei Tage im Trainingslager, und schon fällt eine Hoffnung der Colts für die Saison aus. Running Back Vick Ballard ließ es im Training langsam angehen, weil er sich noch von einer saisonbeendenden Knieverletzung erholt.
Am gestrigen Freitag zog er sich ohne Fremdeinwirkung einen Achillessehnenriss zu.
Zwar soll erst heute eine Magnetresonanztomographie gemacht werden, doch die erste Diagnose der Teamärzte wird sich wohl bestätigen.
Auch die Knieverletzung letztes Jahr zog er sich im Training ohne Fremdeinwirkung zu.
Das ist wohl das Paradebeispiel eines Pechvogels.

„Guck mal, wer zum Training kommt,“ werden sich die Texans gedacht haben.
Wide Receiver Andre Johnson, der bisher bei jeder Gelegenheit betonte, daß er keine Lust hat in einem Team ohne Perspektive zu spielen, zog mit seinen Mannschaftskollegen ins Trainingslager.
Vor der Presse sagte er, daß er Sehnsucht nach seinen Mitspielern hatte, und es ihn ordentlich jucken würde, wieder zu spielen.
Seine Mitspielern schienen sehr froh gewesen zu sein, als Johnson auftauchte. Er bekam von ihnen eine stehende Ovation.

Knast oder Cowboys?
Oder beides?
Das ist hier die Frage.
Rolando McClain, ein Spieler dessen zweiter Vorname wohl Troublemaker ist, hatte seine Karriere bereits zweimal für beendet erklärt, bevor er am 1. Juli in Dallas unterschrieb.
Am Freitag stand er in Alabama vor Gericht, weil er letztes Jahr Polizisten beleidigte, die ihn verhaften wollten, als er in einem öffentlichen Park rumtobte.
18 Tage Knast lautete das Urteil in einem Prozess ohne Geschworene.
McClain kann gegen die Strafe Berufung einlegen, doch seine Zeit bei den Cowboys könnte bereits beendet sein.
Head Coach Jason Garrett verkniff sich jeden Kommentar zu seinem Linebacker.

Man ist so alt, wie man sich fühlt. Und da Drew Brees sich eigenen Aussagen zu folge nicht fühlt, wie 35, will er auch so bald nicht seine Karriere beenden.
Der Quarterback der Saints hat vor, zu spielen bis er wenigstens 45 Jahre alt ist.
Er hofft, daß seine Gesundheit ihm das erlaubt, denn er hat so viel Spaß am Spiel, daß er sich nicht vorstellen kann, nur zuzusehen, oder als Trainer zu arbeiten.

Momentan gilt Quarterback Bryan Hoyer als Kandidat auf den Starterposten in Cleveland.
Laut Head Coach Pettine hat Hoyer die Spielzüge besser gelernt, als Manziel. Unterschwellig meinte er damit wohl, daß Hoyer das Playbook studiert hat, in den Zeiten, in denen Johnny Manziel Parties gefeiert hat.
Dadurch könnte Manziel Boden auf Hoyer verloren haben.
Überhaupt steht Manziels Benehmen im völligen Kontrast zu dem Versprechen, das er den Browns vor der Draft gegeben hat. Damals sagte er, daß seine Zeit als Johnny Football vorbei wäre. Wenn die Browns ihn einberufen würden, würde er seinen Job ernsthaft ausüben.
Das war wohl mehr ein Versprecher denn ein Versprechen.
Manziel hat ja noch etwas Zeit, seinen Wissensstand gegenüber Hoyer aufzuholen. Erst im dritten Vorbereitungsspiel will Pettine sich auf seinen Starter festlegen.

Will Hill wurde von den Giants gefeuert, weil er erneut für sechs Spiele suspendiert wurde. Seine dritte Suspendierung in zwei Jahren.
Am Freitag gaben die Ravens dem Safety einen Einjahresvertrag. Wie man hört, soll er zu einem echten Schnäppchenpreis zu haben gewesen sein.
Baltimore brauchte einen Ersatzmann für Aaron Ross, der sich einen Achillessehnenriss zuzog.

Freitag, 25. Juli 2014

Kurzberichte 
lynch-marshawn3Marshawn Lynch (Bild) hat nicht vor, mit den Seahawks ins Trainingslager zu gehen. Der Running Back zieht es vor, für einen besseren Vertrag zu streiken.
Bei Jamaal Charles in Kansas City hat ja allein die Androhung eines Streiks gewirkt.
Lynch hat nicht vor, für magere $5,5 Millionen 2014 und $7,5 Millionen 2015 zu spielen.
Jeden Tag, den der 28-jährige im Trainingslager fehlt, riskiert er eine $30.000 Strafe. Das wird er eine längere Zeit verschmerzen können.
Vorsichtig sollte Lynch dennoch sein, denn Head Coach Carroll steht auf Wettbewerb, und mit Christine Michael steht ein Running Back zur Verfügung, der in seinem Rookiejahr 2013 noch Anpassungsprobleme hatte, der aber dieses Jahr losrennen soll.

Die Falcons und Roddy White wurden sich einig.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre.
Über die Finanzen schweigt man sich noch aus.

Jim Kelly wird beim Hall of Fame Game die Münze werfen.
Der Ruhmeshallen- Quarterback der Bills erholt sich zur Zeit von der Hölle einer Chemotherapie.
Im Ruhmeshallenspiel treffen die Bills auf die Giants. Kelly ist der Ehrenkapitän der Bills, Linebacker Harry Carson, der 2006 in die Hall of Fame aufgenommen wurde, vertritt die Giants.

Mike Shanahan möchte noch mal ein NFL Team trainieren. Allerdings möchte er keine Aufbauarbeit leisten, wie zuletzt in Washington, das liegt ihm nicht. Vielmehr möchte er ein Team übernehmen, das von vornherein Chancen auf den Super Bowl hat.
Nur werden Head Coaches von solchen Teams ja eher selten entlassen. Shanahans Chancen, sich in ein gemachtes Bett zu legen, sind also nicht furchtbar groß.
Doch soll Shanahans Wunschteam nicht nur bereits Super Bowl bereit sein, nein, es soll auch noch genug Platz unter der Gehaltsobergrenze sein, damit Shanahan neue Leistungsträger holen kann.
Wenn der Head Coach da seine Ansprüche nicht etwas zurückschraubt, wird er wohl so bald keinen neuen Job bekommen.

Die Dallas Cowboys haben dieses Jahr keine Konditionstests durchgeführt, bevor sie ins Trainingslager gingen. Letztes Jahr haben sich einige Spieler bei diesen Tests verletzt und fielen lange aus.
Eine weise Entscheidung, wenn man nach Baltimore blickt. Hier zog sich Cornerback Aaron Ross am Donnerstag bei diesem Test einen Achillessehnenriss zu. Für ihn ist die Saison vorbei.

Der momentan auf unbestimmte Zeit suspendierte Jaguars Receiver Justin Blackmon wurde verhaftet. Blackmon, der wegen der Einnahme verbotener Substanzen gesperrt ist, wurde von einer Polizeistreife in Edmond, Oklahoma, angehalten weil er mit seinem Wagen die ganze Breite der Fahrbahn ausnutzte. Bei der Durchsuchung des Autos wurde dann ein Päckchen Marihuana gefunden.
Das ist in den Augen der NFL ein Schwerverbrechen, das mit langen Suspendierungen geahndet wird.
Ach, hätte er mal besser nur eine Frau geschlagen.
Warum das?
Das wird im nächsten Artikel erklärt.

Chris Kluwe dürfte rotieren.
Warum, das geht aus dem Bericht vom 22. Juli in diesen News hervor.
Und Kluwe rotiert zurecht. Die NFL gab gestern bekannt, daß sie den Frauenschläger Ray Rice für zwei Spiele suspendiert. Zwei Spiele Sperre für einen Mann, der seine Verlobte in einem Aufzug KO schlug, und sie dann vor laufender Überwachungskamera aus der Kabine zerrte.
Browns Wide Receiver Josh Gordon droht eine saisonlange Sperre, weil er Marihuana und leistungssteigernde Mittel eingenommen hat.
Das ist in den Augen der NFL ein Verbrechen, das mit der Höchststrafe geahndet werden muss.
Eine Frau zu verprügeln ist nur ein Kavaliersdelikt, das man halt vor der Öffentlichkeit ahnden muss, aber nicht so richtig.
Zwei Spiele Sperre für einen Frauenschläger sind ein Skandal. OK, er muss seinen Gehaltsscheck für ein drittes Spiel an die NFL abgeben, aber berechnet wird sein Gehalt von 2013, das wesentlich niedriger ist, als das von 2014. Erklärung der Liga: Der Ausrutscher, mehr ist es ja nicht für die Liga, geschah im Geschäftsjahr 2013. Deshalb wird auch nur das Gehalt von 2013 angerechnet. Rice darf an allen Teamaktivitäten und Vorbereitungsspielen teilnehmen.
Fast alle Kommentatoren von ESPN und selbst vom ligaeigenen NFLN fanden die Strafe lächerlich.
Die NFL hatte die Chance, ein klares Signal an alle Frauenschläger zu senden, und patschte dem Running Back der Ravens nur aufs Händchen.
Das Signal, das dort nach draußen gesendet wurde, ist fatal. Was sollen Kinder und Jugendliche daraus lernen? Marihuana, das bereits in einige Staaten legal ist, zu nehmen ist ein schweres Verbrechen, Frauen zu schlagen ist OK?
Wer schon immer den dringenden Verdacht hatte, daß Commissioner Roger Goodell sie eventuell nicht alle haben könnte, der könnte sich jetzt tatsächlich bestätigt sehen.
Was Ravens Head Coach John Harbaugh in einer Pressekonferenz dazu sagte, spare ich mir hier, sonst platzt mir die Halsschlagader.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Pat Bowlen hat Alzheimer
bowlen-pat
Es gibt Meldungen, die möchte man einfach nicht schreiben, dies ist so eine.
Pat Bowlen (Bild) der Besitzer der Denver Broncos, hat die Leitung des Teams aufgegeben. Der 70-jährige leidet an Alzheimer.
Seit 30 Jahren gehören Bowlen die Broncos, die in seiner Zeit zwei Super Bowls gewannen. Er gehörte zu den Besitzern, die sich sehr für ihre Spieler interessierten und, trotz aller Geschäftsmäßigkeit, an ihrem Leben teilnahmen.
Jeden Morgen kam er ins Büro und nach den Spieltagen besuchte er die Spieler und erkundigte sich nach ihren Blessuren aus der Schlacht.
Entsprechend emotional fiel die Pressekonferenz von John Elway aus. Der ehemalige Quarterback der Broncos und Bowlen hatten ein besonders enges Verhältnis. Es war schon hart, mitanzusehen, wie Elway mit den Tränen kämpfte.
Der Übergang der Verantwortung wird fließend vonstatten gehen. Joe Ellis, der seit 2011 Präsident des Teams ist, wird die Leitung des Teams übernehmen. Ellis hat Bowlen schon einige Male bei offiziellen Anlässen vertreten. Beide haben Hand in Hand gearbeitet, deshalb wird erwartet, daß Ellis das Team ganz in Pat Bowlens Sinn weiterführen wird.
Demnächst soll dann eines von Bowlens sieben Kindern das Team als Besitzer und Vorsitzender führen, doch das kann noch dauern. Bowlens Frau Annabelle und die Kinder wollen sich zunächst nur um ihren Ehemann und Vater kümmern.

Kurzberichte
Jamaal Charles hat seinen neuen Vertrag noch vor dem Beginn des Trainingslagers der Chiefs bekommen.
Am Mittwoch unterschrieb der Running Back einen neuen Vertrag, der ihm wesentlich mehr Geld einbringt, als der alte, der eigentlich noch zwei Jahre Laufzeit hatte.
Sein Gehalt wird 2014 nun nicht mehr $3,9 Millionen betragen, sondern $8,3 Millionen. Damit ist er nach Adrian Peterson von den Vikings, der 2014 $12 Millionen verdient, der zweitbestbezahlte Running Back der Liga. Und das in einer Zeit, in der der Wert von Running Backs stetig sinkt.
Bis zum Ende der Saison 2017 kann Charles $28 Millionen verdienen.

Sidney Rice gab am Mittwoch bekannt, daß er seine Karriere beendet.
Der Wide Receiver der Seahawks hat Angst davor, daß weitere Gehirnerschütterungen sein späteres Leben nachteilig beeinflussen könnten.
Rice erlitt 2011 zwei schwere Gehirnerschütterungen und letztes Jahr wieder eine.
Nachdem er von den Vikings zu den Seahawks gewechselt war, fing Rice in 33 Spielen 97 Pässe für 1.463 Yards und 12 Touchdowns.

Doch nicht in den Streik getreten ist Vernon Davis. Der Tight End hatte bisher behauptet, daß er das Trainingslager der 49ers bestreiken würde, bis er einen neuen Vertrag bekommt.
Ein Video im Internet, von Teamkollege C.J. Spiller hochgeladen, zeigt Davis, wie er die Umkleidekabine des Teams betritt.
Der 30-jährige ist mit den $5,3 Millionen, die ihm laut aktuellem Vertrag zustehen, nicht mehr zufrieden. Deshalb wollte er sein Team erpressen, ihm mehr zu zahlen.
Was ihn dazu bewogen hat, diesen Versuch aufzugeben, ist nicht klar.

Bleiben wir bei den Niners. Guard Alex Boone scheint seine Drohung, für einen neuen Vertrag zu streiken, wahrzumachen. Er tauchte gestern nicht im Trainingslager auf, das am heutigen Donnerstag beginnt.

Achtung ihr Passverteidiger, Gronk kann spielen.
Patriots Tight End Rob Gronkowski hat von den Ärzten die uneingeschränkte Erlaubnis bekommen, am Training des Teams teilzunehmen.
In Woche 14 der Saison 2013 riss er sich ein Kreuzband. Daß er jetzt zum Beginn des Trainingslagers schon wieder einsatzbereit ist, ist fast ein Wunder.

Auch in Denver kann ein dringend benötigter Spieler am Trainingslager teilnehmen. Linebacker Von Miller hat auch einen Kreuzbandriss auskuriert und das OK der behandelnden Ärzte bekommen.

Zwei Kreuzbandrisse meldeten sich als geheilt im Trainingslager der Colts. Sowohl Wide Receiver Reggie Wayne, als auch Running Back Vick Ballard dürfen am Training teilnehmen.

Die NFL suspendierte Lane Johnson für die ersten vier Spiele.
Der Offensive Tackle der Eagles wurde positiv auf verbotene Substanzen getestet.

Die Dolphins werden nicht so bald auf die Mitarbeit von Mike Pouncey hoffen können.
Die Operation an der Hüfte des Centers wird ihn sehr wahrscheinlich davon abhalten, in der ersten Hälfte der Saison mitspielen zu können.
Die Hoffnung darauf, daß Pouncey bereits zum Beginn des Trainingslagers wieder fit sein könnte, war dann doch zu optimistisch. Jetzt ist das Spiel in Woche sieben gegen Chicago das nächste Ziel, und auch das ist noch optimistisch.

Die Jets wurden sich mit Jason Babin einig.
Der Defensive End unterschrieb einen Zweijahresvertrag in New York.
Der 34-jährige wurde Anfang des Jahres von den Jaguars gefeuert, und später dann wieder verpflichtet, woraufhin er wieder gefeuert wurde.
Die Jets hoffen, daß er noch genug Power in sich hat, um gegnerische Quarterbacks zu jagen.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Kurzberichte
PIERRE-PAUL-JASON22013 konnte Jason Pierre-Paul (Bild) wegen Rücken- und Schulterverletzungen nicht so hinter Quarterbacks herjagen, wie er gerne wollte.
Doch dieses Jahr ist der Defensive End der Giants gesund und hat ein Ziel. Er will einen neuen Sackrekord aufstellen.
In einem Interview sagte er, daß er sich so gesund fühlt, wie seit Ende der Saison 2012 nicht mehr. Jetzt möchte er wieder so auftrumpfen, wie 2011, als er 16,5 Sacks erzielte, in den Pro Bowl gewählt wurde und den Super Bowl gewann.
Für Quarterbacks, die dieses Jahr gegen die Giants antreten müssen ist das durchaus ein Grund sich Sorgen zu machen.
Der Gesundheitszustand JPPs ist sehr wichtig für die Giants. Mit ihm haben sie eine etwas größere Chance auf die Playoffs, als ohne ihn. Außer ihm ist kein anderer Spieler der Defense so in der Lage, gegnerische Quarterbacks zu Boden zu bringen.
Die Giants haben zweimal in Folge die Endrunde nicht erreicht. Ein drittes Scheitern wäre für die stolzen New Yorker eine Katastrophe.

Am Donnerstag verstarb der ehemalige Fullback der Cowboys, Robert Newhouse Jr., im Alter von 64 Jahren. Er verlor seinen langen Kampf gegen eine Herzkrankheit, nachdem er 2010 einen Herzinfarkt erlitt.
Newhouse jr. war der erste Running Back, der in einem Super Bowl einen Touchdownpass warf. Dallas rekrutierte ihn 1972 in der zweiten Runde der Draft. 12 Jahre spielte er für die Cowboys, meistens als Vorblocker für Tony Dorsett. Als er seine Karriere beendete hatte er 4.784 Laufyards erzielt und stand auf Platz vier der Bestenliste der Cowboys.

Chiefs Running Back Jamaal Charles denkt daran, lieber für einen besseren Vertrag in einen Streik zu gehen, als in das Trainingslager.
Seit einiger Zeit wissen die Chiefs, daß Charles auf keinen Fall unter den Bedingungen seines geltenden Vertrags 2014 für sie spielen will.
Bis jetzt aber haben die beiden Vertragsgegner sich noch nicht angenähert.
Für Charles ist die Sache einfach. Er hat 2013 zu 35% der Chiefs-Offense beigetragen. Sein laufender Vertrag würde ihm dafür 2014 $3,65 Millionen einbringen. 35% der Offense hat übrigens kein anderer NFL Spieler für sein Team beigesteuert.
Deshalb will Charles seinen Leistungen entsprechend bezahlt werden. Und es würde ihn bestimmt sehr schmerzen, wenn ein Alex Smith, der als Quarterback dazu aufgerufen ist, ein Spiel wenigstens nicht zu verlieren, viel mehr Geld bekäme, als er.

Die NFL hat Jaguars Wide Receiver Ace Saunders für die ersten vier Spiele suspendiert.
Worum es geht, gab die Liga nicht bekannt. Saunders selber sagte, daß er einen Großteil des Trainingslagers wegen persönlicher Angelegenheiten verpassen wird.
Es scheint so, als hätte ich heute zum ersten und zum letzten Mal über Ace Saunders geschrieben.

Die Chargers wurden sich mit Danny Woodhead über eine Vertragsverlängerung einig.
Der vielseitig verwendbare Running Back unterschrieb für weitere zwei Jahre. Über die Finanzen wurde nichts verlautbart.

Die Denver Broncos feuerten Joel Dreesen.
Der Tight End hat den Fitnestest nicht bestanden und bekam daraufhin seine Papiere.
In zwei Jahren in Denver fing er 48 Pässe für 403 Yards und 6 Touchdowns.

Die Giants verpflichteten letzten Monat Linebacker Jameel McClain um den am Fuß verletzten Jon Beason zu ersetzen.
Jetzt suchen sie einen Ersatz für den Ersatzmann, denn McClain verletzte sich am Dienstag beim Training am Fuß, und es steht noch nicht fest, wie lange er ausfällt.

Dienstag, 22. Juli 2014

Kurzberichte
kluwe-chrisChris Kluwe (Bild) legt los. Der ehemalige Punter der Vikings ist der Meinung, daß die NFL ihre Perspektive ändern sollte. Für ihn ist es unerträglich, daß ein Frauenschläger wie Ravens Running Back Ray Rice noch immer nicht von der Liga suspendiert wurde.
Es ist schon ein paar Wochen her, daß Rice sich mit Offiziellen der Liga getroffen hat, um die Sache zu besprechen. Was dauert da jetzt so lange, wundert sich Kluwe?
Nur weil Rice und seine damalige Verlobte und heutige Frau sich vor laufender Kamera versöhnt haben, und Rice ein Antiagressionstraining durchläuft, sollte das die NFL nicht von der längst fälligen Sperre abhalten.
Was ist das für ein Bild, das die mächtigste Einzelsportliga der Welt da nach außen abgibt?
„Schlag ruhig deine Frau. Wenn Du Dich danach reuig zeigst und Dich durch ein dämliches Antiagressionsprogramm schmuggelst wird Dir alles vergeben?“
Das kann es nicht sein.
Spieler, die im besoffenen Kopf autofahren und dabei Fußgänger töten, denen wird von der Liga auf die Pfoten geklatscht und nach ein paar Wochen dürfen sie wieder spielen.
Spieler, die Marihuana einnehmen, eine Droge, die mittlerweile in einigen Staaten erlaubt ist, werden für ein ganzes Jahr gesperrt.
Da fehlt Kluwe die Verhältnismäßigkeit.
Frauenschläger gehören eh schon zum größten Abschaum auf Erden. Durchtrainierte, muskelbepackte NFL Spieler, die Frauen schlagen, für die muss man noch ein Wort erfinden. Bedenkt man, wie oft hier über so etwas berichtet wird, und bedenkt man, daß die Dunkelziffer noch höher liegen dürfte, dann ist das ein Problem, das die NFL sehr viel entschlossener und konsequenter angehen muss. Da hat Chris Kluwe vollkommen recht.

Jedes Jahr ist man ja gespannt, welches Trikot eines Rookies sich am Besten verkauft.
Und der Sieger dieses Jahr ist: Johnny Manziel.
Der Rookie- Quarterback der Browns führt die diesjährige Verkaufshitparade an, auch wenn noch gar nicht feststeht, daß er Clevelands Starter wird.
Bei einem Preis von absolut hirnrissigen $99,95 pro Shirt kommt da bestimmt ein nettes Sümmchen in die Kassen der NFL.

David Wilson darf am Training der Giants teilnehmen.
Der Running Back hat seine schwere Nackenverletzung auskuriert, und hat das uneingeschränkte OK der Ärzte bekommen. Damit darf er mit dem Team ins Trainingslager gehen, das heute beginnt.

Vor einigen Tagen konnte Bills Defensive Tackle Marcell Dareus den Gesundheits- und Fitnesstest des Teams nicht bestehen.
Könnte das auf bestehende Drogenprobleme zurückzuführen sein?
Dareus hat sich bereit erklärt am Antidrogenprogramm der NFL teilzunehmen. Dadurch wird eine Anklage wegen Drogenbesitzes in Alabama fallengelassen. Dareus wurde am 5. Mai verhaftet, weil er mit seinem Auto den Verkehr gefährdete. Bei der Durchsuchung des Wagens wurden Drogen entdeckt.

Montag, 21. Juli 2014

Kurzberichte
coughlin-tom-sb-trophyErfolg ist vergänglich. Giants Head Coach Tom Coughlin (Bild) hat zwei Super Bowl Siege vorzuzeigen, doch auch zwei aufeinanderfolgende Saisons, in denen sein New Yorker Team die Playoffs verpasste.
Deshalb sitzt Tom Coughlin in der kommenden Saison auf einem der heißesten Stühle der Liga. So jedenfalls kann man die Aussagen von Teambesitzer Tom Mara werten, der auf Fragen nach der Jobsicherheit seines Head Coaches rumdruckste, wie ein Politiker auf die Frage nach der Berechtigung der Diätenerhöhung.
Mara stellte seinerseits die Frage, wann denn der Zeitpunkt gekommen sein sollte, an dem man seinen Head Coach feuert? Nach einer erfolglosen Saison, nach zwei?
Anscheinend ja nicht, denn Coughlin hat ja bereits zwei erfolglose Saisons abgeliefert.
Coughlin gehört wohl auf jeden Fall zu den Kandidaten, die mitten in der Saison gefeuert werden könnten, wenn die Giants weiter so unmotiviert rumlaufen, wie 2012 und 13.
Und der Abgang von Chris Snee wird dem Team nicht gerade helfen. Snee wurde 2004 in der zweiten Runde der Draft einberufen und war damals nur bekannt, als der Vater des Enkels von Head Coach Coughlin. Wenn Snee am heutigen Montag seinen Schritt in den Ruhestand erklären wird, dann geht er als einer der besten NFL Guards aller Zeiten in Rente.
Viermal spielte Snee im Pro Bowl, doch sein Körper diktiert ihm die Aufgabe. Zwei Hüftoperationen und eine Ellenbogenoperation in den letzten zwei Jahren zwingen ihn zum Beenden seiner Karriere.

Wo wir gerade bei heißen Stühlen, oder auch Schleudersitzen, sind, Pittsburgh hat da auch einen Kandidaten, Mike Tomlin.
Auch Tomlin hat einen Super Bowl Sieg vorzuweisen, doch auch in Pittsburgh ist das nicht genug. Tomlin antwortete der Presse, auf die Frage nach seiner Jobsicherheit, daß in der NFL nichts und niemand sicher ist. Um das zu beweisen, bräuchte er sich nur nach seinen Assistenztrainern umzusehen. Drei davon, Dick LeBeau, Mike Munchak und Todd Haley sind ehemalige Head Coaches. Tomlin hofft, daß er am Ende der Saison nicht zu ihnen gehört.
Wie Coughlin in New York, hat auch Tomlin bei den Steelers nach seinen Super Bowl Sieg keinen Erfolg mehr vorzuweisen.
Da sitz auch er 2014 auf einem gut beheizten Stuhl.

NFL gegen NBA, so hieß es am frühen Sonntagmorgen in Miami Beach. Vor einer Bar tauschte Rams Linebacker Jo-Lonn Dunbar mit einem ehemaligen NBA Spieler, Donte Green, ein paar Faustschläge aus.
Der Kampf wurde durch das Eintreffen der Polizei beendet, ohne daß ein eindeutiger Sieger ermittelt werden konnte.
Die Polizei nahm die beiden Schläger fest und ließ sie bald darauf auf Kaution wieder frei.
Die Rams gaben noch keinen Kommentar zur Verhaftung ihres Spielers ab.

Die Buffalo Bills ächzen unter einer Welle von Verletzungen ihrer Spieler.
So gingen einige mutmaßliche Leistungsträger nicht mit ins Trainingslager, das am Wochenende öffnete.
Ein Spieler durfte nicht mit ins Camp, weil er den Leistungstest nicht bestand, Defensive Tackle Marcell Dareus. Er bekam nicht das OK, am Training teilzunehmen, weil er nicht alle erforderlichen Tests bestand.
Doch Head Coach Doug Marrone ist sicher, daß Dareus bald so weit in Form gebracht werden kann, daß er mit seinen Kollegen trainieren darf.
Dann allerdings gehört der Defensive Tackle suspendiert. Letztes Jahr wurde er von den Bills zweimal kurz suspendiert, einmal für ein Viertel, einmal für eine Halbzeit. Beide Male weil er zu spät zu Mannschaftsbesprechungen erschien.
Dieses Mal jedoch sollte die NFL endlich tätig werden, denn Dareus wurde im Mai zweimal verhaftet, einmal weil er mit synthetischem Marihuana erwischt wurde, einmal, weil er an einem illegalen Autorennen in Hamburg, N.Y., teilnahm und seinen Wagen vor einem Restaurant schrottete.
Momentan lässt sich die Liga mit den fälligen Suspendierungen einiger Spieler erstaunlich viel Zeit.

Und nach all den ernsten Meldungen wenden wir uns wieder der humorvollen Seite der NFL zu.
Ist ja nicht so, als ob Spieler und Offizielle nicht den ein oder anderen Witz auf Lager hätten. So wie Buffalo Bills General Manager Doug Whaley. Auf die Frage, was er davon halte, daß die Analysten in ihren bisherigen Prognosen die Bills auf dem letzten Platz der AFC East sähen, antwortete er: „Nun, da werden sie ihre Gründe haben. Wir haben in den letzten Jahren nicht sonderlich viel erreicht. Aber wir sind nicht mehr diese Bills. Wir wollen ein Playoffteam sein. Wir planen ein Playoffteam zu sein, das ist unser Ziel.“

Samstag, 19. Juli 2014

Kurzberichte
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Verurteilt, aber frei. 49ers Linebacker Aldon Smith (Bild) wurde am Freitag wegen Trunkenheit am Steuer und verbotenen Waffenbesitzes dazu verurteilt, 11 Montage für eine Sheriffs Arbeitsgruppe zu arbeiten.
Der NFL Bonus dürfte dafür gesorgt haben, daß Richter Daniel Nishigaya den Verstoß gegen das Waffengesetz auf einen Vergehen reduzierte, statt es als Verbrechen einzustufen. Damit war die drohende Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren schon mal vom Tisch.
Smith muss 235 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten, wovon er schon 35 Stunden abgeleistet hat. Drei Jahre ist er auf Bewährung. In dieser Zeit darf er weder eine Waffe noch Munition besitzen.
Jetzt ist es wirklich die allerhöchste Zeit, daß die NFL Aldon Smith suspendiert, bevor man noch den Glauben an das System verliert.

Die Vikings haben ihren Special Teams Coach Mike Priefer für drei Spiele suspendiert. Zusätzlich werden sie, als Organisation, $100.000 an eine wohltätige Stiftung spenden.
Priefer soll dem ehemaligen Punter Minnesotas Chris Kluwe gegenüber Beleidigungen über Schwule geäußert haben. Kluwe ist ein engagierter Vorkämpfer für die Homo-Ehe.
Während einer Mannschaftsbesprechung soll Priefer gesagt haben: „Wir sollten alle Schwulen zusammensammeln, sie auf eine Insel schicken und sie mit Atombomben beschießen bis sie glüht.“
Das muss man erst mal verdauen.
Die Strafe für den Coach kann auf zwei Spiele reduziert werden, wenn er Sensibilisierungstrainings über sexuelle Orientierung, sexuelle Belästigung und Multikulturalität absolviert.
Damit ist aber erst der erste Akt des Spektakels erledigt, das Kluwe veranstalten will. Der Punter will die gesamte Organisation der Vikings verklagen, weil sie ihn seiner Meinung nach nicht aus sportlichen Gründen gefeuert hatten, sondern wegen seiner Ansichten und Äußerungen über die Homo-Ehe.

Und es geht schon wieder los. Allerdings sind die Gegner dieses Mal andere.
Fünf ehemalige Spieler der NFL haben die Spielergewerkschaft NFLPA verklagt, weil sie sie nicht umfassend über die Gefahren von Kopfverletzungen aufgeklärt hat.
Ich glaub, ich hab ein Deja vu.

Freitag, 18. Juli 2014

Kurzberichte
Draft_webNew York ist aus dem Rennen um die Austragung der Draft 2015.
Chicago und Los Angeles sind die beiden übriggebliebenen Kandidaten.
In den beiden Zeitfenstern, in denen die NFL die Einberufungsrunde hätte abhalten wollen, ist die Radio Music City Hall in New York belegt. Statt einen weiteren Ausweichtermin zu suchen, sucht die NFL nun einen Ausweichort.
12 Städte haben sich um die Austragung der Draft beworben, zwei sind noch übrig.
Commissioner Roger Goodell bestätigte, daß die Liga vorhat, die Draft auf vier Tage auszuweiten. Der ligaeigene TV Sender NFL Network erzielt gute Einschaltquoten mit der Übertragung des eigentlich nur am ersten Tag mäßig spannenden Spektakels. Auch für die Stadt, in der die Veranstaltung abgehalten wird, würde von einer Verlängerung profitieren, da alle daran beteiligten und viele Fans länger vor Ort bleiben und Geld ausgeben.

Die 49ers verlängerten den Vertrag mit Joe Staley um weitere zwei Jahre.
Der Left Tackle, der die blinde Seite von Quarterback Colin Kaepernick beschützt, bleibt somit bis zum Ende der Saison 2019 bei den Niners.
Über die Finanzen wurde noch nichts gesagt.

Am Mittwoch sagte Sean McManus, der Sportchef des TV Senders CBS, daß er seinen Leuten nicht vorschreiben würde, ob oder ob nicht, sie den Namen dieses Washingtoner NFL Teams aussprechen werden.
Am Donnerstag trafen sich McManus und der Vorsitzende der NFL in einem Hotel in Los Angeles in dem sie der Presse die neuen Donnerstagsspiele der Liga schmackhaft machen wollten. Als ob das nötig wäre.
Roger Goodell sagte dabei ähnliches wie McManus. Er betonte, daß man seinen Vertragspartnern nicht vorschreiben würde, was sie zu sagen haben und was nicht.
Es bleibt also weiter abzuwarten, was wir am 14. September von Jim Nantz und Phil Sims zu hören bekommen.
Ich tippe mal, daß Sims seine alten Erzrivalen korrekt titulieren wird.
Die Presseleute aus der Stadt wollten natürlich auch wissen, ob es mal wieder ein Team in L.A. geben wird?
Dazu ließ Goodell nur seine einstudierten Sprechblasen ab, von wegen „natürlich wird es vielleicht irgendwann wenn nicht später mal wieder ein Team in der Stadt der Engel geben“.
Auch London wurde angesprochen, mit dem selben kostbaren Gehalt an Worthülsen.

Wo wir gerade so gemütlich über Roger Goodell und die Donnerstagsspiele plaudern. Natürlich gibt es in seinen Augen keinen Beweis, daß die Verletzungsgefahr für Spieler steigt, wenn sie nur drei Tage Pause zwischen zwei Spielen haben.
Die Liga hat das letztes Jahr genau beobachtet, und keinen Anstieg der Verletzungsrate zu den anderen, in normalen Abständen stattfindenden Spiele, erkannt.

Das Band wurde durchschnitten
„Wow“, war das meistgebrauchte Wort derer, die das neue Stadion der 49ers gestern besuchten. Grund für den Andrang war die offizielle Eröffnung des Neubaus. Mit einer übergroßen rot-goldenen Schere durchschnitten Roger Goodell, Head Coach Jim Harbaugh, einige Spieler und 49ers Geschäftsführer Jed York das Band zu Eröffnung des Stadions.
Goodell erwähnte in seiner Ansprache zur Banddurchschneidung, daß das neue Stadion der San Francisco 49ers sich auch vorzüglich dazu eignen würde, die Oakland Raiders darin spielen zu lassen. Jed York soll diesem Vorhaben nicht abgeneigt zu sein. Mieteinnahmen sind Mieteinnahmen, die man gerne mit einnimmt.
Doch zunächst ist das 68.500 fassende Stadion für das Team da, das es erbaut hat. Im Februar 2016 wird die Kapazität für Super Bowl 50 auf 75.000 erhöht. Wohlhabende Fans können eine der 165 Luxussuiten mieten oder einen der 9.000 Clubsessel. Eine volle Wi-Fi Abdeckung des Stadionbereichs ist selbstverständlich vorhanden. Mit einer App kann man sich seine Bierbestellung direkt an seinen Platz liefern lassen. Mit dieser App kann man auch überprüfen, wie lang die Schlangen an den Fanshops oder vor den Toiletten sind.
Natürlich werden die Fans in Scharen zu den Spielen strömen, auch wenn viele sauer darüber sind, daß die 49ers nicht mehr in San Francisco spielen. Hier hat man jahrelang versucht einen Platz für ein neues Stadion zu finden, ohne Erfolg. Die neue Spielstätte liegt 72 Kilometer von der Stadt entfernt, deren Namen es trägt. Kein anders Stadion eines NFL Teams ist soweit von seiner eigentlichen Heimat entfernt.
Auch die Erhöhung der Eintrittspreise wird diesen supermodernen Tempel des Football nicht davon abhalten, voll zu werden.
Am 17. August findet das erste Spiel im Levi`s Stadion statt, ein Vorbereitungsspiel gegen die Broncos. Die echte Eröffnung ist am 14. September in einem Sunday Night Spiel gegen Chicago.
Auch einige College Spiele werden dort stattfinden.
Daß am 2. August ein Major Soccer League Spiel zwischen den San Jose Earthquakes und den Seattle Sounders in dem Stadion stattfindet, sei hier nur am Rande erwähnt. Es wird sich dabei um eine Generalprobe für den echten Sport handeln, der danach dort ausgetragen wird.

Donnerstag, 17. Juli 2014

Kurzberichte
redskins-markDer TV Sender CBS, der 2014 fünf Spiele der Redskins übertragen wird, will es seinen Reportern überlassen, ob sie den Namen Redskins benutzen, oder nicht.
Das klingt so, als ob es dem Sender lieber wäre, wenn der Spitzname des Teams aus Washington nicht benutzt würde. Mal abwarten, was wir dann beim ersten Spiel zu hören bekommen, wenn die Jaguars zu Gast sind bei „diesem Team aus Washington“.
Aus der Chefetage des Senders ist zu hören, daß man seinen Ansagern, Reportern und Kommentatoren grundsätzlich nicht vorschreiben würde, was sie zu sagen haben. Bis jetzt hätte es im Sender auch noch keine Diskussion darüber gegeben.
Allerdings, so hieß es weiter, wäre die Sache heiß. Es könnte sich durchaus bis zum Start der Saison an der Einstellung von CBS etwas ändern.

Der Donnerstag war bisher Big Bang Theory Tag. Die momentan meistgesehene Sendung des amerikanischen Fernsehens zog regelmäßig an die 17 Millionen Zuschauer zu CBS.
Vorbei, die Sonderlinge wurden vom Football aus dem Sendeplatz gekickt. Das bedeutet, daß ab September noch mehr als 17 Millionen Zuschauer CBS einschalten werden.
Von jeher ist der Donnerstag der wichtigste TV-Tag für die Werbeindustrie. Jetzt wird dieser Tag von der NFL beherrscht.
Doch bei den Darstellern, sprich, den Spielern, kommt das gar nicht gut an. Redskins Quarterback Robert Griffin III gehört zu den Spielern, die eine solch kurze Erholungs- und Vorbereitungszeit zwischen zwei Spielen für völlig falsch halten. Einige Blessuren, die von Sonntag zu Sonntag ausgeheilt werden könnten, würden manche Spieler von einem Einsatz am Donnerstag abhalten.
Die NFL würde mal wieder die Gesundheit ihrer Spieler aufs Spiel setzen, um noch mehr Geld einnehmen zu können.
Doch, so fuhr RG3 fort, er selber wäre positiv und deshalb würde er auch das Positive an dieser Sache sehen, nämlich die viele Freizeit, die ein Team nach einem Donnerstagsspiel bis zum nächsten Einsatz hat. Das wäre fast wie eine zusätzliche Freiwoche.

John Elway versucht, zwei Spieler in Denver zu halten, die letztes Jahr zusammen 157 Pässe für 2.218 Yards und 26 Touchdowns fingen. Beide Spieler sind im letzten Jahr ihrer Rookieverträge, werden also um einiges teurer werden, als sie es bisher waren.
Doch es lohnt sich bestimmt Wide Receiver Demaryius Thomas und Tight End Julius Thomas entsprechend zu bezahlen. Noch sind die beiden aber nicht zufrieden, mit den Verträgen, die ihnen bisher vorgelegt wurden.
Bis Anfang August, vielleicht noch bis nach dem zweiten Vorbereitungsspiel, will Elway noch verhandeln, dann möchte er bis Ende der Saison warten.

Jim Kelly will nach Canton reisen, wenn sein ehemaliger Teamkollege Andre Reed in die Hall of Fame aufgenommen wird.
Der schwer an Krebs erkrankte Quarterback Kelly brachte die Buffalo Bills vier mal in den Super Bowl, immer mit Hilfe seines zuverlässigsten Receivers, Andre Reed.
11 Saisons spielten die beiden zusammen bei den Bills.
Die Laudatio für Reed wird der ehemalige Head Coach Marv Levy halten. Der 88-jährige ist selber auch Mitglied in der Ruhmeshalle und hielt schon die Laudatios für Jim Kelly 2002 und Running Back Thurman Thomas 2007.
Kelly möchte am Tag vor der Zeremonie am Hall of Fame Dinner teilnehmen und sich am 4.8. einen Teil des Hall of Fame Spiels der Bills gegen die Giants ansehen.
Jim Kelly wird nächsten Monat darauf untersucht, inwieweit seine aktuelle Runde Chemotherapie und Bestrahlungen gewirkt haben.

„Ich bin weit mehr, als erfreut“, sagte Jimmy Graham, nachdem er seinen Langzeitvertrag bei den Saints unterschrieben hatte.
Der Tight End betonte, daß er ja nicht deshalb in der NFL spielen würde, um Prozesse zu führen. Er wäre in der NFL, um mit seinen Mannschaftskollegen Spiele zu gewinnen.
Deshalb ist Graham froh, daß seine Anhörung, ob der denn nun ein Tight End oder Wide Receiver wäre, hinter ihm liegt. Von jetzt an geht es nur nach nach vorne und nur noch um Football, sagte er, und das macht ihn glücklich.
Da werden die Fans sich freuen, die Graham auch glücklich machen kann.

Sein Gesundheitszustand zwingt Armond Armstead dazu, seine Footballkarriere im Alter von 23 Jahren zu beenden.
Der Defensive Lineman der Patriots erlitt 2011 einen Herzinfarkt. Vor zwei Jahren spielte er in der CFL für die Toronto Argonauts und gewann mit ihnen den Grey Cup. 2013 konnte er kein Spiel bestreiten, da er nach einer Operation, die nichts mit seinem Herz zu tun hatte, eine Infektion einfing. Dennoch verpflichteten die Patriots ihn im Februar.
Am Mittwoch verkündete der Defensive Lineman nun, daß er seiner angeschlagenen Gesundheit Tribut zollen muss, und die Footballschuhe an den Nagel hängt.
Head Coach Bill Belichick dankte Armstead für seine harten Bemühungen, es ins Team für die Saison zu schaffen, und wünschte ihm alles Gute.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Kurzberichte
orton-kyle-broncosWährend Kyle Orton (Bild) immer noch überlegt, ob er in Rente gehen soll, zogen die Cowboys einen Schlußstrich unter den Ersatz- Quarterback .
Nachdem Orton bisher allen Teamaktivitäten ferngeblieben ist, feuerten die Cowboys ihn eine Woche vor dem Beginn des Trainingscamps.
Orton muss eine Strafe von $70.000 zahlen, weil er den Pflichttrainingseinheiten unentschuldigt fernblieb. Dallas spart zwar sein Gehalt von $3,25 Millionen für 2014, doch diese Summe wird in den nächsten zwei Jahren noch zur Gehaltsobergrenze angerechnet.
Neue Nr. 2 in Dallas ist Brandon Weeden. 2012 wurde er von den Browns in der ersten Runde der Draft einberufen, zeigte aber keine Qualitäten als Starter. Weeden trainiert seit März mit der ersten Mannschaft, weil Tony Romo nach seiner Rückenoperation noch geschont wird.
Orton und Weeden sind übrigens beide 31 Jahre alt. Während Orton schon in 70 Spielen als Starter auf dem Platz stand, brachte Weeden es erst auf fünf. Grund dafür ist, daß Weeden zunächst fünf Jahre als Baseballprofi spielte, bevor er in die NFL ging.

Die Vertragsverhandlungen zwischen den Panthers und Pro Bowl Defensive End Greg Hardy kommen nicht von der Stelle. Grund könnte ein Gerichtsprozess gewesen sein, in dem Hardy am Dienstag für schuldig befunden wurde.
Hardy hatte eine Frau geschlagen und Drohungen gegen sie ausgestoßen.
Das Urteil wurde von Richterin Rebecca Thorn-Tin gesprochen, ohne einen Geschworenenprozess. Auf den besteht Hardy jetzt, was in Carolina möglich ist.
Bis es zu diesem Prozess kommt, tritt die Strafe von 18 Monaten auf Bewährung, die Thorn-Tin verhängte, nicht in Kraft.
Die Teamleitung der Panthers gab bekannt, daß sie das Urteil zur Kenntnis genommen haben, sich aber zur Zeit weitere Kommentare sparen.

Es wurde kein nervenzermarterndes Warten bis zur letzten Sekunde. So spannend machten die Saints und Jimmy Graham es dann doch nicht.
Kurz nach Mittag gab Graham auf seiner Twitterseite bekannt, daß er einen langfristigen Vertrag in New Orleans unterschrieben hat.
Bis 16 Uhr wäre noch Zeit gewesen.
Der Vertrag läuft über vier Jahre und kann Graham $40 Millionen einbringen, von denen 21 Millionen garantiert sind. Seine Unterschrift unter den Vertrag war den Saints noch mal $12 Millionen wert.
Damit ist Graham momentan der bestbezahlte Tight End der NFL Geschichte. Verdientermaßen, denn kein Receiver fing 2013 mehr Touchdowns als Graham, der es auf 16 brachte. Insgesamt fing er 86 Pässe für 1.215 Yards und das, obwohl ihn in der zweiten Saisonhälfte eine schmerzhafte Verletzung an der Fußsohle plagte. 
Dieser Vertrag ist auch für alle anderen Tight Ends der Liga wichtig, denn der Durchschnitt für künftige Franchiseverträge erhöht sich dadurch.

Dienstag, 15. Juli 2014

Kurzberichte
rodgers-aaron6Die Packers haben vor, demnächst ihre Gegner mit der Offense zu überrollen. Angestrebtes Ziel von Head Coach McCarthy sind 75 offensive Spielzüge pro Spiel.
Quarterback Aaron Rodgers (Bild) wäre durchaus in der Lage, dieses hohe Tempo zu gehen, mit dem man die gegnerischen Verteidigungen auf dem Platz halten und sie ermüden will.
Klingt nach dem, was die Offense in Philadelphia 2013 vorhatte, wo das Ganze letztes Jahr nicht ganz so gut geklappt hat.
Aber Rodgers ist ein ganz anderes Kaliber als Quarterback, als Michael Vick und Nick Foles es sind. In Green Bay könnte die Rechnung deshalb aufgehen, so wie in Denver und in New England.
Letztes Jahr kamen die Packers mit einem gesunden Rodgers auf 69 Spielzüge, und ohne ihn auf 67. Denver brachte es mit Peyton Manning auf 72, New England mit Tom Brady auf 71.
Da Aaron Rodgers in diesen Club der Superstars gehört, ist es kein Wunder, daß man es bei den Packers auch mal mit Hochgeschwindigkeitsoffense probieren möchte.
Mal sehen, was daraus wird?

Am 20. Oktober zog sich der ehemalige Packers Tight End Jermichael Finley gegen die Browns eine Wirbelprellung zu. In einer Operation wurden die C-3 und C-4 Wirbel verschmolzen.
Jetzt ist die Reha des 27-jährigen beendet. Am Mittwoch steht die Abschlußuntersuchung an. Finley wird dann Berichte über seinen Gesundheitszustand an die 32 NFL Teams verschicken, in der Hoffnung, einen neuen Arbeitgeber zu finden, sein Vertrag in Green Bay ist nämlich ausgelaufen.
Trotzdem könnte sein alter Arbeitgeber auch sein neuer werden. Finley kennt das System der Packers, für die er sechs Jahre spielte, und würde sich schnell wieder zurechtfinden.
Sollte er kein neues Team finden, dann könnte er eine Versicherungssumme über $10 Millionen kassieren. Die stünde ihm ein Jahr nachdem seine Verletzung passierte zu, wenn er in der Zwischenzeit nicht an vier Spielen teilgenommen hat.

Joe Montana und andere Altstars der 49ers trafen sich mit Dan Marino und anderen Legenden der NFL, um die Kerze im Candlestick Park auszupusten.
In einem in Zeitlupe geführten Flagfootballspiel verabschiedete man das Stadion in San Francisco, das seit 1971 die Heimat der 49ers war.
Und es waren sogar eine menge Zuschauer dabei, die den Abschied miterleben wollten, 25.000.
Nach drei Vierteln lagen die 49ers gegen die All-Stars mit 32:40 zurück. Doch eine von Joe Montana geführte unglaubliche Aufholjagd brachte San Francisco noch mal heran. In den letzten Sekunden warf er dann einen Touchdownpass zu dem ehemaligen Teambesitzer Eddie DeBartolo, der einen nicht mehr für möglich gehaltenen 45:40 Sieg sicherte.
Das war es dann jetzt für den Candlestick Park. Ab der kommenden Saison spielen die Niners im hypermodernen Levi`s Stadium, in Santa Clara.

Heute ist es so weit. Heute muss sich Jimmy Graham entscheiden.
Der Tight End der Saints hat sich bisher geweigert, den Franchise Vertrag des Teams zu unterschreiben. Die $7 Millionen , die diese Verträge für Tight Ends zur Zeit vorsehen, sind ihm zu wenig. Er möchte die garantierten $12 Millionen, die Wide Receiver für ihre Franchisevertrag bekommen.
Doch es wird damit gerechnet, daß die Saints und Graham sich noch auf einen langfristigen Vertrag einigen können. Das aber muss bis heute Nachmittag passiert sein, denn um 16 Uhr am 15.7. ist Schluss. Verträge, die um 16:01 Uhr bei der NFL eingehen, gelten nicht mehr.
Wenn die Vertragsgegner sich einigen, dann wird Jimmy Graham sehr wahrscheinlich der bestbezahlte Tight End werden, den es bisher in der NFL gab.

Eine Änderung seines Top-Kommentatorengespanns nimmt FOX vor.
Der Sender ersetzt im Kommentatorenteam Nr. 1 die Seitenlinienreporterin Pam Oliver durch Erin Andrews. Rein optisch ein Upgrade. Das weiß auch Oliver, die in ihr 20. Jahr bei FOX geht. Sie sagte, daß sie das Geschäft kenne, und ein Teil davon wäre. Deshalb müsse sie es hinnehmen, daß der Sender ein jüngeres Gesicht vor die Kamera stellt. Sie würde nicht sagen, daß die jüngeren Leute keine Chance verdient hätten. Das hätten sie sicher, und sie selber hätte einen tolle Zeit gehabt, die jetzt abgelaufen wäre.
Oliver wird 2014 noch Teil des Nr. 2 Kommentatorengespanns, bevor sie 2015 Produzentin wird, und längere Berichte über das sportliche Geschehen für die FOX Sender erstellen wird. Und das wird sie auch eine längere Zeit tun können, denn der Sender gab ihr vor Kurzem einen neuen Langzeitvertrag.

2012 wurde Cowboys Guard Ronald Leary verhaftet, weil er betrunken Auto fuhr.
Am gestrigen Dienstag war sein Prozess. Da sage noch mal einer, die Mühlen des Gesetztes mahlten langsam.
Leary bekannte sich schuldig und bekam eine Bewährungsstrafe über 18 Monate und 1.000 Dollar Geldstrafe.

Etwas mehr Strafe muss Browns Besitzer Jimmy Haslam zahlen. Seine Truckstopfirma Pilot Flying J hat Zulieferer und Kunden um ausgehandelte Rabatte geprellt.
Es kam zur Anzeige und zur Anklage. Um mindestens $56 Millionen soll es dabei gegangen sein.
Die Firma kam mit dem U.S. Justizministerium zu einer Übereinkunft. Pilot Flying J muss in zwei jährlichen Raten eine Summe von $92 Millionen zahlen.
Dieser Handel betrifft allerdings keine Klagen von einzelnen Betrogenen, die auf zivilrechtlichem Weg gegen die Raststellenkette klagen können.
Auch die Untersuchungen des FBI gegen einzelne Mitarbeiter wegen krimineller Machenschaften wurden davon nicht betroffen.

Swagger heißt das neue Maskottchen der Browns.
Swagger kann man mit vielen Worten übersetzten, ich nehme mal „Angeber“:
Dieser Angeber ist ein Mastiff. Der Mastiff ist eine anerkannte bullige britische Hunderasse die in der Folge zur Deutschen Dogge und zum Boxer umgezüchtet wurde.
Swagger, das passt irgendwie zu Johnny Manziel.

Die NFL ist ins Visier der DEA geraten. Die Drug Enforcement Administration wurde auf die Liga aufmerksam, als 1.300 ehemalige Spieler eine Klage gegen die NFL einreichten. In dieser Klage ging es darum, daß Ärzte und Trainer der Teams Spielern über Jahre hinweg verschreibungspflichtige Schmerzmittel in hohen Dosen verabreichten, um die Spieler einsatzbereit zu halten.
Darunter waren einige Mittel, die bei unsachgemäßem Gebrauch Süchtig machen.
Da möchte die Drogenbekämpfungsbehörde jetzt gerne mal nachfragen, wie das denn damals so war und vielleicht heute noch ist?
Deshalb nahm die Behörde Kontakt zu einigen der Kläger auf, um sich ein genaueres Bild zu machen.

Montag, 14. Juli 2014

Kurzberichte
manning-eli5Eli Manning fühlt sich, als hätte die neue Offense der Giants ihn wiederbelebt.
Die Spielanlage des neuen Offensive Coordinators Ben McAdoo würde ihm sehr zusagen, sagte der Quarterback. Er hätte zwar viele Hausaufgaben machen müssen, um das neue Schema zu lernen, aber das hätte ihn mit neuer Energie versorgt.
Das wäre auch bitter nötig, denn letztes Jahr lagen zwischen Mannings Leistungen und seinem Gehalt keine Welten, sondern Universen.
Mit 27 Interceptions führte er die Liga 2013 unangefochten an. Da käme etwas neue Energie nicht ungelegen.

Und wieder traf es einen Raben.
Am Samstag wurde Cornerback Jimmy Smith der fünfte Spieler der Ravens, der nach dem Ende der letzten Saison verhaftet wurde. Dabei hört es sich eigentlich so an, als habe er nur helfen wollen.
Die Polizei wurde zu einem Restaurant in Baltimore gerufen, weil eine Frau in der Damentoilette ohnmächtig wurde. Smith war bei der Frau, die sich übergab, als die Polizei eintraf. Er wurde von der Polizei aufgefordert, die Toilette zu verlassen. Smith widersetzte sich der Aufforderung.
Die Polizei verhaftete ihn, nahm ihn mit aufs Revier und ließ ihn einige Zeit später wieder gehen.
Die Ravens sagten, daß sie von dem Vorfall wüssten und auf einen genauen Report der Polizei warten.
Smith gehört zu den Leistungsträgern der Ravens. Letztes Jahr hatte er 58 Tackles, 2 Interceptions und 2 erzwungene Fumbles.
In Super Bowl 47 war er entscheidend am Goal-Line-Stand Baltimores beteiligt, der in den letzten Minuten den Sieg seines Teams sicherte. Er erzielte drei Tackles und wehrte einen Pass ab beim knappen 34:31 Sieg.

Bruce Irvin glaubt, daß er nach seiner Hüftoperation bald wieder einsatzbereit sein wird. Der Linebacker der Seahawks sagte, daß sich seine Hüfte Einhundertprozent besser anfühle.
Dennoch ist nicht sicher, ob er zum Beginn des Trainingslagers schon wieder mit dem Team trainieren darf. Selbst ein Einsatz zum Saisonbeginn ist fraglich.

Sonntag, 13. Juli 2014

Kurzberichte
Johnson-CalvinMit Calvin Johnson (Bild) erzielten die Detroit Lions letztes Jahr 24,7 Punkte pro Spiel, ohne ihn 11.
Das zeigt eindrucksvoll, wie wichtig der Megatron genannte Wide Receiver für das Team ist.
Nach verschiedenen Verletzungen und Operationen an Händen und Knien, die er nach der Saison über sich ergehen lassen musste, meldete er sich völlig genesen zum Training zurück.
Das sind gute Nachrichten für Detroit, schlechte für die Gegner. Für die Gegner kommt es aber noch schlimmer, denn die jungen Receiver Eric Ebron und Theo Riddick sollen dafür sorgen, daß Johnson nicht permanent in Doppel- oder gar Dreifachdeckung genommen wird. Bisher hatte Quarterback Matthew Stafford außer Megatron keine grundsolide Anspielstation. Das soll sich mit Ebron und Riddick ändern.
Das Hauptaugenmerk Staffords wird aber weiter auf Johnson liegen, der auch 2014 wieder unverzichtbar für die Lions Offense sein wird.
Wenn man bedenkt, was er mit seinen Verletzungen letztes Jahr erreicht hat, was wird ein gesunder Megatron dann erreichen?
Mit 84 gefangenen Pässen für 1.492 Yards und 12 Touchdowns belegte er Platz drei in den Statistiken und überzeugte die Spieler der NFL sosehr, daß sie ihn hinter Peyton Manning auf Platz zwei der Top 100 Liste wählten.

U.S. Bezirksrichterin Anita Brody hat letzte Woche entschieden, daß sie das Vergleichsangebot im Fall der Spätfolgen von Gehirnerschütterungen wohl annehmen wird. Am 19. November will sie den endgültigen Richterspruch darüber fällen.
Doch ob es wirklich dazu kommt?
Der Ball ist jetzt in den Händen der ehemaligen Spieler, die sich der Klage angeschlossen hatten, etwa 5.000 waren es nach der letzten groben Schätzung.
Sie müssen jetzt entscheiden, ob sie das Vergleichsangebot, über das hier bereits berichtet wurde, annehmen, oder ob sie aus dem Kreis der Kläger aussteigen und eine neue Klage einreichen wollen.
Und das betrifft nicht nur die 5.000 Kläger, sondern etwa 20.000 ehemalige Spieler, die auch vom Richterspruch profitieren würden. Die NFL muss nämlich nicht nur die Behandlungen der Kläger bezahlen, sondern auch die aller ehemaligen Spieler, die unter Spätfolgen von Kopfverletzungen leiden, die nachweislich auf das Mitwirken in der NFL zurückzuführen sind.
Jeder einzelne dieser Spieler ist jetzt am Zug. Will er dem Vergleich zustimmen oder will er selber klagen, um der Liga noch mehr Geld abzupressen?
Die Anwälte der Fünftausend raten ihren Klienten dringend, das Angebot anzunehmen. Es wäre fair und würde dafür sorgen, daß jeder Spieler seine Behandlungskosten bezahlt bekäme, der von Vertrauensärzten der Kläger und der NFL für berechtigt erklärt wurde.

Ohne neuen Vertrag will Alex Boone nicht am Trainingslager der 49ers teilnehmen.
Der Guard hat einen gültigen Vertrag, der noch zwei Jahre läuft und ihm $2 Millionen einbringt, plus Bonuszahlungen von $200.000 2014 und $1,2 Millionen 2015.
Doch das ist ihm zu wenig. Wenn die Niners seinen Vertrag nicht kräftig aufstocken, will er nicht mehr für sie spielen.
Die 49ers auf der anderen Seite gehören nicht zu den Teams, die sich durch Streikdrohungen ihrer Spieler erpressen lassen. Sie verhandeln geltende Verträge nicht gerne nach.

Samstag, 12. Juli 2014

Brett Favre... ausgebuht?
Favre02Die Chefetage der Packers ist immer noch sauer auf Brett Favre (Bild). Auch dieses Jahr wollen sie ihren einstigen Superstar nicht ehren.
Der ehemalige Quarterback gehört zu den spektakulärsten Spielern, die es je auf dieser Position gab. Wenn er 2016 zum Einzug in die Pro Football Hall of Fame berechtigt ist, ist es keine Frage, daß er sofort hineingewählt wird.
1997 führte er Green Bay zum Sieg in Super Bowl 31, 11 mal wurde er in den Pro Bowl gewählt, dreimal wurde er zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt. Und doch haben die Packers immer noch ihre Probleme damit zu verkraften, wie Favre sie damals verließ. Und um ihre Haltung zu erklären, wälzen sie ihren Unmut auf die Fans ab. Die Führung des Teams hätte Angst, daß die Fans Brett Favre ausbuhen könnten, wenn er auf den Platz käme, und sein Trikot mit der Nr. 4 zur Ruhe gesetzt würde, heißt es. Diese Ehrung hat der Quarterback nämlich schon lange verdient, aber die Packers haben ihm diese Ehre bisher nicht zuteil werden lassen.
Welcher normale Mensch, der mit der NFL zu tun hat, könnte sich auch nur im Traum vorstellen, daß die Fans ihren einstigen Liebling ausbuhen könnten?
Noch mal zur Erinnerung: 1997 führte er Green Bay zum Sieg in Super Bowl 31, 11 mal wurde er in den Pro Bowl gewählt, dreimal wurde er zum wertvollsten Spieler der Saison gekürt.
Diese angeblich Fürsorge für Favre von Seiten des Teams ist also Quatsch.
16 Jahre spielte Favre für die Packers, nachdem er von den Falcons nach Green Bay gewechselt war. Dann trat er in den Ruhestand, überlegte es sich anders und wollte doch noch weitermachen, dann wieder nicht. Mittlerweile hatten sich die Packers entschlossen, voll und ganz auf Aaron Rodgers zu setzen, was Favre nicht gut fand, weil er doch weiterspielen wollte. Es endete damit, daß der Quarterback sich ziemlich im Streit von den Packers trennte und zu den Jets ging und dann noch zu den Vikings.
Während man doch langsam merkte, daß er dem Sonnenuntergang seiner Karriere entgegenritt, spielte Rodgers sich in die Herzen der Fans. In die Herzen der Fans, die Brett Favre ausbuhen sollten, wenn er von den Packers geehrt würde?
Was für ein Quatsch!
In diesen Herzen hat Brett Favre für immer und ewig einen Platz!

Kurzberichte
Die Colts feuerten Lavon Brazill.
Der Wide Receiver wurde letzte Woche für die ersten vier Saisonspiele suspendiert, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde.
Sehr vermissen werden die Colts ihn wohl nicht. In seine zwei Saisons fing er, inklusive Playoffs, 30 Pässe für 491 Yards und 5 Touchdowns.

Die NFL suspendierte Vikings Defensive Lineman Spencer Nealy für vier Spiele.
Er wurde positiv auf leistungssteigernde Substanzen getestet.
Nealy sagte, daß er eine Nahrungsmittelergänzung benutzt hätte, in der eine verbotene Substanz gewesen wäre.
Er entschuldigte sich bei den Fans, dem Team, seinem Goldhamster, blah, blah, blah.

Am gestrigen Freitag sollte ein Architekturbüro einen Plan präsentieren, der mögliche Plätze für ein neues Stadion der Bills aufzeigt.
Diese Präsentation wurde auf Ende des Monats verschoben. Der Bericht wäre so umfangreich ausgefallen, daß die Verschiebung notwendig wurde, um alles sorgsam zu studieren.
In der Zwischenzeit haben die Bieter für die Bills ein 60 Seiten starkes Dokument erhalten, in dem die Geschichte des Teams dargestellt wird, die Geschichte des Stadions, der Grund für den Verkauf, das aber keine finanziellen Informationen enthält.
Die Bieter haben bis zum 29. Juli Zeit, sich zu entscheiden, ob sie in die zweite Phase des Bieterprozesses eintreten wollen. Dann, so heißt es, würden die finanziellen Aspekte des Teams offengelegt.
Die Finanzagentur Forbes hat den Wert der Bills mit $870 Millionen veranschlagt. Der Preis, der letztendlich gezahlt werden dürfte, könnte weit darüber liegen.

Schneller, weiter aber vor Allem höher, höher werden die Torpfosten der NFL in der kommenden Saison sein.
Die Pfosten, auf denen die Torlatte und die in die Höhe ragenden seitlichen Stangen befestigt sind, werden um fünf Fuß erhöht.
Grund dafür ist ein Field Goal von Ravens Kicker Justin Tucker, von dem die Patriots glauben, daß es keines war. In Woche drei segelte ein Schuß Tuckers etwas oberhalb einer Stange in den Himmel. Die Schiedsrichter erkannten auf Field Goal, die Patriots nicht. Patriots Head Coach Bill Belichick brachte den Vorschlag ein, die Pfosten um etwa 1,50 Meter zu erhöhen. Dann, so glaubt er, hätte man bei diesem Field Goal erkennen können, daß der Ball knapp daneben gesegelt wäre.
Der Vorschlag wurde angenommen und so wird kräftig umgebaut. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich so um die $10.000 und mehr für die Stadionbetreiber.
Im M&T Stadion der Ravens wird es um einiges teurer. Wegen der starken Winde die dort oft herrschen, muss der tragende Pfosten besonders stark sein, um die höhere Belastung stemmen zu können. Für dieses Stadion wurde extra ein spezieller Träger entwickelt.
Die Teams müssen auch ihre Trainingsplätze mit den neuen Toren ausstatten. Und oft muss das Fundament für die neuen Tore verstärkt werden. Das alles kostet die Teams und die Stadien einige tausende Dollar.
Was bei dem Reichtum der Liga und ihrer Teams allerdings nur Peanuts sein dürften.

Die Texans haben am Freitag noch einmal bekräftigt, daß sie Wide Receiver Andre Johnson nicht gehen lassen.
Sie bestätigten, daß vier Teams mit ihnen in Kontakt getreten wären, um ihnen ein Angebot zu machen, doch vergeblich.
Ein Reporter des Houston Chronicles will es ganz genau erfahren haben. John McClain schrieb in der Zeitung, daß es nicht die Spur eines Zweifels daran gäbe, daß Johnson in Woche 1 für die Texans auflaufen wird.

Freitag, 11. Juli 2014

Kurzberichte
newton-cam5
Nächste Woche wird Cam Newton (Bild) zum ersten Mal richtig mit seinen neuen Receivern zusammenarbeiten. Der Quarterback der Panthers hat seine Fußoperation auskuriert und darf voll ins Training einsteigen.
Um verlorene Zeit aufzuholen, trifft er sich außerplanmäßig mit seinen Mitspielern in North Carolina, um ihnen ein paar Bälle zuzuwerfen.
Zwar hat er letzten Monat schon einmal mit seinen Receivern zusammen trainiert, aber da durfte er praktisch nur aus dem Stand werfen und sich nicht groß bewegen.
Von seinen vier Wide Receivern mit denen er in der letzten Saison zusammenarbeitete, Steve Smith, Brandon LaFell, Ted Ginn und Domenik Hixon, ist keiner mehr im Kader. Einzig Tight End Greg Olsen, der 2013 73 Pässe für 816 Yards und 6 Touchdowns fing, ist noch da.
Um sich mit den neuen Passfängern abzustimmen, braucht Newton jetzt so viele Trainingseinheiten, wie möglich.

Am Donnerstag fand die Zusatzdraft statt. In dieser durften Teams, die nach einem komplizierten Schlüssel ausgewählt werden, zusätzlich Collegeabgänger einberufen.
Oder in diesem Falle besser, hätten gedurft.
Denn die Draft kam und ging, und die vier Spieler, die hätten rekrutiert werden dürfen, New Mexico Receiver Chase Clayton, North Carolina Linebacker Darius Lipford, Virginia-Lynchburg Defensive Tackle Lakendrick Ross und SMU Running Back Traylon Shead, fanden keinen Interessenten.
Sie sind jetzt frei, sich ein Team ihrer Wahl auszusuchen.
Die Zusatzdraft wird abgehalten für Frühabgänger, die sich nicht rechtzeitig für die reguläre Einberufungsrunde angemeldet haben.

Die Packers sind das einzige NFL Team im öffentlichen Besitz. Deshalb ist es das einzige NFL Team, das seine Finanzen offenlegen muss.
So teilte man mit, daß sich die Gewinne im letzten Geschäftsjahr wieder erhöht haben. Mit $324 Millionen nahmen die Packers 5% mehr ein, als im Jahr zuvor. Doch einige teure Spieler drückten auf der Kostenseite das Ergebnis nach unten, so daß unter dem Strich nur noch ein Reingewinn von $25 Millionen verbucht werden konnte, ein Minus von 41% zum Vorjahr.

Matt Birk spielte als Center für die Vikings und die Ravens und wurde sechs mal in den Pro Bowl gewählt, bevor er in den Ruhestand trat.
Doch er bleibt der NFL treu, denn Birk wurde am Donnerstag als Direktor für Footballprojekte der NFL angeheuert. In dieser Eigenschaft ist er jetzt zuständig für die Abwicklung der Spieltage, das Sichtungstraining (Scouting Combine), und die regionalen Sichtungstrainings, den Senior Bowl und das East-West Shrine Game.
Birk freut sich darauf, diesen schwierigen Job ausüben zu dürfen, wie er in seiner Antrittsrede sagte.

Andre Johnson will nicht mehr für die Texans spielen. Doch das hohe Gehalt des Wide Receivers steht einem Wechsel im Weg. Dennoch sollen sich vier Teams mit ernsten Absichten bei den Texans gemeldet haben.
Johnson stehen 2014 $10 Millionen zu, plus einiger Boni. Houston wäre auch dann nicht alle finanziellen Sorgen um Johnson los, wenn er wechseln würde. Selbst dann würde er das Team noch mit $11,96 Millionen zur Gehaltsobergrenze belasten.
Das Team wollte sich nicht zu den Gerüchten äußern, und sagen, wer denn die möglichen Interessenten wären. Die gewöhnlich gut unterrichteten Kreise glauben aber zu wissen, daß es die Patriots, Browns, Panthers und Ravens sein könnten.
Johnson ist jetzt 33 Jahre alt und das ist schon eine Hausnummer für einen Wide Receiver. Trotzdem, als die Falcons damals Tight End Tony Gonzales von den Chiefs abwarben, war er auch in diesem Alter und hatte noch einige gute Jahre für Atlanta im Köcher.

Bleiben wir in Houston.
Brian Cushing meldete sich zu Wort, und sagte, daß er auf jeden Fall im ersten Saisonspiel gegen Washington dabei sein wird.
Der Linebacker hat die Reha nach seinem Kreuzbandriss noch nicht ganz abgeschlossen. Sein Gefühl aber sagt ihm, daß er bis zur Saison wieder einsatzbereit wäre.
Wann der ehemalige Rookie des Jahres wieder mit dem Team trainieren darf, weiß er noch nicht. Aber die Jagd auf Robert Griffin III will er sich nicht nehmen lassen.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Kurzberichte
manning-bronco8Die Spieler der NFL haben wieder ihren Besten gewählt.
Und die Liste der Top 100 Spieler 2014 führt an... klar, Liga MVP Peyton Manning (Bild).
Auch wenn er zum besten Spieler 2014 gewählt wurde, bezog sich die Wahl natürlich auf die letzte Saison, und da konnte es nur einen geben.
Die Nr. 2 war Lions Wide Receiver Calvin Johnson. Patriots Quarterback Tom Brady landete auf Platz drei.
Auffällig ist, daß die Position des Running Backs, die unter General Managern, Head Coaches und Offensive Coordinators ihren Wert verliert, unter den Spielern immer noch angemessen gewürdigt wird. Drei Läufer schafften es unter die ersten 10, Adrian Peterson von den Vikings (4), LeSean McCoy von den Eagles (5), und Jamaal Charles von den Chiefs (8).
Da traf es die Verteidiger härter. Nur ein einziger fand Gnade vor den Augen seiner Mitspieler, Richard Sherman. Der Cornerback der Seahawks landete auf Platz sieben.
Bleiben noch die Plätze 6, 9 und 10. Die gingen an Saints Quarterback Drew Brees, Bengals Wide Receiver A.J. Green und Saints Tight End Jimmy Graham.

Ein neues Team wird Andre Johnson so schnell nicht finden. Der Wide Receiver der Texans ist zu teuer. Da wird er wohl in Houston bleiben müssen, wenn er 2014 spielen will.
Johnson ist unzufrieden mit seinem Gehalt und mit der Personalpolitik des Teams. Es gefällt ihm nicht, daß die Texans keinen Quarterback von NFL Kaliber verpflichteten.
Bisher hat er sich nicht an den Trainingseinheiten beteiligt, aber das soll sich zum Beginn des Trainingslagers ändern. Als Streik will der 32-jährige sein bisheriges Fernbleiben nicht verstanden wissen.
Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2016. Bleibt abzuwarten, mit welchem Enthusiasmus er den erfüllen wird. Ins Trainingscamp möchte er mit seinen Kollegen schon gehen. Auf die Frage aber, ob er auch in Woche eins gegen die Redskins antreten wird, antwortet er: „Weiß ich nicht. Das kann ich nicht beantworten.“

Wann haben die Redskins von Tanard Jackson die Nase voll?
Der Defensive Back wurde zum vierten Mal von der NFL suspendiert. Wieder wurde er der Einnahme verbotener Substanzen überführt, und wieder wurde er auf unbestimmte Zeit gesperrt.
Die ersten beiden Sperren erhielt er noch bei den Buccaneers. Im April 2012 wechselte er zu den Redskins, wo er zunächst nicht spielte, denn im Mai 2012 wurde er zum ersten Mal auf unbestimmte Zeit gesperrt. Als er wieder spielberechtigt war, dachten die Redskins eigentlich, daß Jackson seine Lektion gelernt hätte. Er schlug sich in dieser Zeit nämlich als Verkäufer in einem Warenhaus durch, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Falsch gedacht. Wieder ließ er sich erwischen, wieder wird er einen Hilfsarbeiterjob annehmen müssen, um Geld zu verdienen.
Ob Washington ihn danach wieder zurücknimmt, dürfte nahezu ausgeschlossen sein.

Vor einigen Wochen engagierten die Redskins einen Blogger, der den Teamnamen im Internet verteidigen sollte. Am Montag kündigte er.
Warum Ben Tribbett den Job so schnell wieder hinschmiss sagte er nicht.
Man geht aber davon aus, daß Tribbett zu rassistische Tendenzen hat, um halbwegs objektiv arbeiten zu können.
In einem Casino, das von Indianern (oder geht das auch nicht mehr?) geführt wird, wurde er im Jahr 2010 von einem älteren Ureinwohner des Falschspielens bezichtigt. Im folgenden Wortgefecht soll Tribbett gesagt haben: „Ich würde sagen, daß Sie mich skalpieren wollen, aber das scheint mir unangebracht.“
Diese Geschichte tauchte am Wochenende auf der Internetseite des Indian Country Today Media Networks auf. Kurz darauf kündigte Tribbett seinen Job.
Ein Zusammenhang ist nicht von der Hand zu weisen.
Die Teamleitung gab keinen Kommentar dazu ab. Hier hieß es nur, daß man die Kündigung akzeptiert hätte.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Kurzberichte
gonzales-tony2Eric Ebron hat eine Idee. Der Rookie Tight End der Lions verfolgt natürlich die Diskussion darüber, ob Jimmy Graham ein Tight End wäre, oder ein Wide Receiver.
Nun, da das von einem Schiedsmann geklärt wurde, schlägt Ebron den „Pass-Catcher“ vor, also einfach nur den Passfänger. Er glaubt auch, daß die Aussage von Tony Gonzales (Bild) ein neues Denken einläuten sollte. Der sich mittlerweile im Ruhestand befindende Tight End der Falcons sagte in einem Interview, daß Tight Ends und Wide Receiver nach ihrer Produktivität auf dem Spielfeld bezahlt werden sollten, unabhängig von der Position. Wenn ein Tight End mehr Passyards und Touchdowns fängt, als ein Wide Receiver, dann muss sich das auf seinem Konto zeigen.
Aber nur Passfänger?
Was ist mit den Wide Receivern, die nicht blocken können und den Tight Ends die vornehmlich dazu da sind, zu blocken?
Ebrons Vorschlag dürfte also keine große Beachtung finden. Gonzales` Vorschlag da schon eher.

Texans Rookie Defensive End Jadeveon Clowney wäre schon zufrieden, wenn er Andrew Luck in der kommenden Saison einmal sacken könnte.
Weit weniger bescheiden ist dagegen Raiders Rookie Khalil Mack. Er lernt momentan in Oakland mehrere Positionen, und ihm schwirrt davon der Kopf, wie er sagt. Doch einen Gedanken hat er ganz klar vor Augen, den Gedanken, Peyton Manning zu sacken, dann Jaguars Rookie Quarterback Blake Bortles, auf den er 2014 allerdings nicht treffen wird, und Tom Brady. Gerade bei ihm, so glaubt Mack, dürfte die Chance am Größten sein. Brady, so Mack, würde den Ball mehr als 36 mal pro Spiel werfen, da hätte er viele Chancen den Quarterback der Patriots unter sich zu begraben.
Dann wollen wir mal sehen, was sich so ergibt. In Woche 3 treffen die Raiders auf New England und Denver steht in Woche 10 und 17 auf dem Terminplan.

Dienstag, 8. Juli 2014

Kurzberichte
turner-norv200Norv Turner (Bild), ein Garant der Super Bowl Offense der Dallas Cowboys, als er dort als Offensive Coordinator arbeitete, ein nicht ganz so guter Head Coach.
In Minnesota arbeitet Turner jetzt wieder als Offensive Coordinator, und er ist überzeugt davon, daß er eine ganz tolle Quarterback- Truppe zur Verfügung hat.
Mit Matt Cassel, Christian Ponder und Terry Bridgewater hätte Minnesota drei wirklich gute Quarterbacks im Kader, auf die man aufbauen könne. Zunächst würden alle drei Quarterbacks die gleiche Anzahl der Snaps im Trainingslager erhalten. 120 bis 140 Snaps gäbe es pro Trainingstag für die Offense, und die würde man recht gerecht verteilen.
Nach und nach würde sich dann herauskristallisieren, wer als Starter in die Saison gehen wird. Doch zunächst hätten alle drei die gleiche Chance.
Und daß Turner Quarterbacks aufbauen kann, das hat man in Dallas gesehen. In seiner ersten Saison spielte Troy Aikman, als hätte er noch niemals zuvor Football gespielt. Heute, drei Super Bowl Siege später, ist er in der Hall of Fame.
Mal sehen, wer letztlich Turners Quarterback für die Vikings wird?
Ob es wirklich Matt Cassel wird, wie die meisten Reporter in Minnesota glauben, oder doch der Rookie Bridgewater?

Jadeveon Clowney hat für 2014 ein Ziel. Der Rookie Defensive End der Texans möchte Andrew Luck sacken.
Luck wäre ein gefährlicher Quarterback, der gute Entscheidungen trifft, meinte Clowney. Zweimal würde man in der Saison gegeneinander antreten, deshalb wolle Clowney hinter ihm herjagen und ihn einmal zu Boden bringen.
Im Trainingscamp möchte Clowney sich zunächst den Respekt seiner etablierten Teamkollegen verdienen. Er möchte beweisen, daß die Texans ihn zurecht als ersten Spieler der Draft 2014 einberiefen.
Und dann möchte er Andrew Luck jagen.
Na dann, viel Glück Jadeveon.

Die Amis und ihr Fantasy Football.
Zugegeben, es ist ganz nett, aber der Hype, der in den USA darum gemacht wird erschließt sich mir nicht ganz.
DirecTV, ein Satellitenbetreiber, der jedes NFL Spiel übertragen darf, wird während der Spiele einen Live Fantasy Kanal ausstrahlen. Der Sender „Fantasy Zone“ soll ähnlich angelegt werden, wie der sehr beliebte „Red Zone“ Sender, also quasi als Konferenzschaltung aller zeitgleich laufender Spiele.
Die Fantasy Zone wird sich allerdings darauf konzentrieren, wie viele Punkte die Spieler mit ihren Aktionen ihren Fantasyteambesitzern einbringen.
Gesendet werden soll aus einem Loft in New York, mit Studiopublikum, einem Stargast und einem festangestellten Koch, der Gerichte für den schnellen Genuß während der Footballübertragungen zubereitet, die man nachkochen kann.
Viel Aufwand also. Ob er sich lohnt?

Broncos Offensive Coordinator Adam Gase ist überzeugt davon, daß seine Offense 2014 noch besser sein wird, als in der Rekordsaison 2013.
Kann man eine Offense, die die meisten Punkte erzielte, die jemals in der Geschichte der NFL erzielt wurden, noch verbessern?
Ja, man kann, sagte Gase.
Man müsse sogar.
Die Gegner hätten sich genau angesehen, wie die Seahawks die explosive Offense Denvers zum Implodieren gebracht hätten. Alleine deshalb müsse man für 2014 Änderungen vornehmen. Das Laufspiel müsste vor Allem sehr viel stärker eingebunden werden.
Und im Zuge dieser Änderungen, würde Denvers Offense noch besser werden. Neue Rekorde wären dann vielleicht nicht mehr drin, aber für einen Super Bowl Sieg verzichtet man doch gerne auf Saisonrekorde, meinte Gase zum Abschluß.

Cris Carter weiß, wovon er redet, wenn er über Drogenmißbrauch spricht. Der ehemalige Star- Wide Receiver hat in seiner aktiven Zeit in Philadelphia die ein und andere Linie gezogen. Die Eagles feuerten ihn wegen seines Drogen- und Alkoholkonsums.
In Minnesota bekam er die Kurve. Er arbeitete hart an sich und legte den Grundstein für seine Hall of Fame Karriere.
Carter äußerte sich am Montag zu den Problemen, die Clevelands Wide Receiver Josh Gordon hat. Sein Rat an die Browns: „Feuert ihn“.
Für Carter ist das eine radikale Möglichkeit, Gordon zu wecken. Dann, so Carter, würde er sich Hilfe holen. Bei ihm wäre es damals so gewesen.
Das sehen viele, die sich beruflich mit der Psyche der Menschen beschäftigen, anders. Was sollte Gordon noch dazu bewegen, sich Hilfe zu holen, wenn man ihm die Sicherheit seines Arbeitsplatzes weggenommen hat?
Was für Carter ein Weckruf war, könnte für Gordon der Schritt ins völlige Aus sein.
Aus finanzieller Sicht wäre eine Entlassung Gordons für die Browns sinnvoll, wird er doch eh 2014 kein Spiel für sie bestreiten. Aus menschlicher Sicht könnte es der völlig falsche Schritt sein.
Wie werden die Browns sich hier entscheiden?

Werden die Browns jemals mit Johnny Manziel glücklich?
Am Montag tauchte ein Foto des Rookie Quarterbacks im Internet auf, das ihn dabei zeigt, wie er auf einer Toilette einen Geldschein zusammenrollt.
Wieder war Manziel in Las Vegas und wieder dachte er nur an Party und Vergnügen.
Dachte er auch daran, sich eine Linie zu ziehen?
Das jedenfalls soll hauptsächlich der Grund sein, warum man sich einen Geldschein zusammenrollt. Warum man dafür eine versiffte Bakterienschleuder wie einen Geldschein nimmt, und kein normales Papier, das vorher noch niemand angefasst hat, verstehe ich zwar nicht, aber Geldscheine sind das Hauptwerkzeug von „Sniffern“.
Nun kann es tausend Gründe geben, warum Manziel den Geldschein zusammengerollt hat, aber die müssten von ihm erklärt werden.
Tatsache ist, daß ein Spieler der NFL, der noch nie positiv getestet wurde, nur einmal im Jahr auf Drogen getestet wird. Wenn Manziel also vor Beginn der Trainingseinheiten getestet wurde, und sein Test negativ war, dann wird er erst im April 2015 wieder getestet. 
Bis dahin könnte er also Koksen, wie er Lust hat. Wenn es das wirklich war, wofür er seinen Geldschein zusammengerollt hat.
Ja, im Zeitalter der hundertprozentigen Überwachung durch offizielle Kameras und abertausenden Handys, ist es schwer, unentdeckt zu bleiben.
Wer sich das Foto mal ansehen möchte, um sich selber ein Bild zu machen: http://profootballtalk.nbcsports.com/2014/07/07/manziels-latest-vegas-trip-creates-an-interesting-photo/

Die Übereinkunft der NFL mit den Klägern im Fall der Spätfolgen von Gehirnerschütterungen hat das vorläufige OK der Bundesrichterin bekommen.
Die NFL hatte sich bereit erklärt, alle Kosten für ehemalige Spieler zu übernehmen, wenn diese von unabhängigen Ärzten bestätigt bekommen hätten, daß ihre Beschwerden aus ihrer aktiven Zeit in der NFL herrührten.
Die Deckelung der Kosten von $765 Millionen ist vom Tisch.
Diesem vorläufigen OK muss noch die endgültige Zustimmung folgen, doch davon kann man jetzt ausgehen.

Montag, 7. Juli 2014

jones-julioKurzberichte
Die harten Zeiten stehen vor der Tür, die Zeit der Trainingslager lauert.
HBO wird wieder ein Team durch die Vorbereitungszeit begleiten. Das Opfer dieses Mal sind die Atlanta Falcons. Zwar dauert es noch einen Monat bis zur 2014er Premiere von Hard Knocks, aber der erste Trailer wurde schon mal veröffentlicht.
Das Trainingslager der Falcons beginnt am 25. Juli, die erste Sendung ist am 5. August.
Zur Zeit laufen auf Sport 1 US Wiederholungen älterer Hard Knocks Sendungen, deshalb ist es möglich, daß auch die neuen Folgen hier gezeigt werden.
Wer sich den Appetitanreger schon mal ansehen will, kann das hier: https://www.facebook.com/photo.php?v=10152532794856182

Drew Brees hofft, daß Jimmy Graham auch 2014 seine Pässe fangen wird.
Auch wenn ein Schiedsmann gerade entschieden hat, daß Graham „nur“ ein Tight End ist, und kein Wide Receiver, kann der Tight End bei den Saints groß absahnen.
Bis zum 15. Juli haben beide Verhandlungsgegner noch Zeit, einen akzeptablen Vertrag auszuhandeln, der Graham zu einem reichen, sehr reichen, Tight End machen wird.
Darauf hofft sein Quarterback.
Wie spannend so ein Vertragsduell sein kann, haben wir letztes Jahr erlebt, als Ryan Clady nach Sonnenuntergang am 14. Juli 2013 seinen Vertrag bei den Broncos noch unterschrieb.
Brees glaubt, daß Graham die Position des Tight End neu definiert hat. Deshalb, so ist er überzeugt, steht seinem Tight End auch weit mehr zu, als der drohende Franchisevertrag, der Graham nur $7 Millionen für 2014 einbringen wird.
Doch können die Saints sich einen, sagen wir, $16 Millionen Tight End leisten?
Kaum, denn für Drew Brees geht einfach schon zuviel Geld drauf. Deshalb gibt es mehrere Optionen. Eine ist, daß die Saints sich Graham leisten können, und ihn bezahlen. Die zweite ist, daß sie es nicht können (oder wollen), und Graham sich weigert, für die $7 Millionen zu spielen, und 2014 aussitzt.
Das allerdings würde seinen Marktwert nicht steigern. Daraus würde eine schlechte Verhandlungsposition für 2015 entstehen. Das käme einem wirtschaftlichen Selbstmord gleich.
Es bleibt spannend.

Sonntag, 6. Juli 2014

Kurzberichte
gordon-joshNoch ist die Suspendierung für Josh Gordon (Bild) nicht in Kraft, da half der Wide Receiver der Browns ein wenig nach, daß es bald so kommt.
Am Samstagmorgen wurde er in Raleigh, North Carolina, festgenommen, weil er unter Drogeneinfluß am Steuer seines Autos erwischt wurde. Die Polizei hatte ihn angehalten, weil er in einer 35er Zone mit 50 Meilen unterwegs war.
In einer ersten Stellungnahme sagte ein Sprecher der Browns, daß man furchtbar enttäuscht wäre, daß man aber erst mehr in Erfahrung bringen möchte, bevor man weitere Kommentare abgeben würde.
Die NFL hat den Wide Receiver für die Saison 2014 gesperrt, weil er des Öfteren gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat. Dagegen legte Gordon Einspruch ein, der in den nächsten Wochen verhandelt werden soll. Seine Chancen wurden durch die neuerliche Drogenfahrt nicht besser.
Die Browns wussten, daß sie ein Risiko eingingen, als sie Gordon 2012 in der Zusatzdraft rekrutierten. Bereits an den Colleges von Baylor und Utah hatte der Wide Receiver Drogenprobleme.
Als Spieler ist er ein Receiver mit Pro Bowl Kaliber, der eine große Zukunft in der NFL hätte, wenn er denn die Finger von den Drogen lassen könnte.

Falcons Wide Receiver Drew Davis musste am Fuß operiert werden.
Das Team setzte ihn für die Dauer des Trainingslagers auf die Verletztenliste. In etwa sechs Wochen soll er wieder einsatzbereit sein.
Davis fing 2013 16 Pässe für 216 Yards und drei Touchdowns.

Freitag, 4. Juli 2014

Kurzberichte
grier-jabariJabari Greer (Bild) glaubt nicht daran, daß er seine Karriere in der NFL wird fortsetzen können.
Der Cornerback der Saints riss sich in der letzten Saison in Woche 11 gegen die 49ers das vordere und hintere Kreuzband, sowie weitere Bänder in einem Knie.
Bei der Ausmistaktion der Saints im Februar gehörte er zu den gefeuerten.
Mit seinen 32 Jahren glaubt er nicht, daß er noch mal ein Team finden wird, das ihn anheuert. Noch ist seine Reha nicht abgeschlossen, und niemand weiß, wie stark er bei einem möglichen Comeback sein wird.
Ja, das klingt wirklich so, als wäre seine Karriere beendet.

Am Donnerstag gab es einige Suspendierungen.
Die NFL sperrte Dolphins Defensive End Dion Jordan für vier Spiele.
Auch Chiefs Ersatz Offensive Lineman Rokevious Watkins darf die ersten vier Wochen nur zusehen.
Ganz hart traf es Colts Ersatz- Wide Receiver lavon Brazil. Er wurde für ein Jahr suspendiert.
Alle drei haben gegen die Drogenpolitik der NFL verstoßen.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Und Jimmy Graham ist...
graham-jimmy3... ein Tight End!
Ein Schiedsmann sollte darüber entscheiden, ob Graham (Bild) ein Wide Receiver ist, wie er dachte, oder ein Tight End, wie die Saints dachten.
Auf seiner eigenen Twitterseite und seiner offiziellen Internetseite machte Graham den Fehler und schrieb „Position, TE“ .
Andererseits lief er herum und behauptete von sich, ein Wide Receiver zu sein. Der Unterschied macht $5 Millionen beim Vertragspoker aus.
So trafen sich die beiden zerstrittenen Seiten mit einem Schiedsmann, der sich alle Argumente anhörte und –sah, und am Mittwoch seinen Richterspruch fällte.
Graham argumentierte, daß er 2013 über 60% seiner Spielzüge auf der Wide Receiver Position spielte. Sein Head Coach Sean Payton und General Manager Mickey Loomis sagten gegen Graham aus. Sie argumentierten, daß Graham sich selber im Internet als Tight End bezeichnet, und das auch genau die Position wäre, die er in New Orleans spielt.
Der Schiedsmann folgte dieser Argumentation und entschied, daß Jimmy Graham ein Tight End ist. Wenn er seinen Vertrag als Franchise Spieler unterschriebt, dann also für die Tight Ends zustehende Summe von $7,05 Millionen und nicht für $12,3 Millionen, die Wide Receivern zustehen.
Graham kann gegen diese Entscheidung Einspruch einlegen.
Aber... noch haben die beiden Vertragsgegner bis zum 15. Juli Zeit, sich auf einen langfristigen Vertrag zu einigen, der frei verhandelt wird. Dieser Vertrag könnte Graham zum bestbezahlten Tight End aller Zeiten machen und sein Gehalt über die 12 Millionen für Wide Receiver aus den Franchiseverträgen katapultieren.
Aber... die Saints haben nicht mehr viel Raum unter der Gehaltsobergrenze. Und mit dem Wahnsinnsgehalt, daß Quarterback Brees bekommt haben sie sich selber nahezu manövrierunfähig gemacht.
Mal sehen, was sich hier so tut.
Daß der Schiedsspruch auch andere Tight Ends angeht, ist klar und wurde auch sofort deutlich.
Cleveland Browns Tight End Jordan Cameron änderte seine Positionsangabe gestern auf Twitter von Pro Bowl Tight End zu Pro Bowl Pass Catcher.

Kurzberichte
Für die Bills kam es so schlimm, wie befürchtet. Ihr Star Linebacker Kiko Alonso zog sich in der Tat einen Kreuzbandriss beim Krafttraining zu. Für ihn ist die Saison bereits beendet.

Die Patriots feuerten Aaron Hernandez letztes Jahr in der Minute, in der sie davon erfuhren, daß ihr Tight End wegen Mordes verhaftet wurde. Aus diesem Grund sind sie sich sicher, daß sie Hernandez keinen Cent mehr schulden.
Doch die Anwälte des, immer noch mutmaßlichen Mörders, sehen das anders. Sie argumentieren, daß es im höchsten Maße unfair wäre, Hernandez die $3,25 Millionen Unterschriftsbonus nicht zu zahlen, da er doch für seine Prozesskosten aufkommen müsse, also hauptsächlich für das Gehalt der Anwälte.
Ein Schiedsmann soll demnächst darüber entscheiden, ob die Patriots Hernandez das Geld noch zahlen müssen oder nicht.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Kurzberichte
smith-aldon3San Francisco braucht einen gesunden, unabgelenkten Aldon Smith (Bild). Das sieht man wohl auch bei der Staatsanwaltschaft der Stadt so. Deshalb wird der Linebacker der 49ers nicht angeklagt, wegen seiner falschen Bombendrohung am Flughafen von Los Angeles vor einigen Wochen.
Statt dessen soll er sich am 30. Juli zu einer Belehrung im Büro des Staatsanwalts einfinden. Hier wird Mr. Smith dann gesagt bekommen, daß sich sowas nicht gehört, und er das in Zukunft besser lassen sollte.
Sollte Smith sich uneinsichtig zeigen, könnte es doch noch zu einer Anklage kommen.
Diese Anklage dürfte also vom Tisch sein, doch am 25. Juli, zwei Tage nach dem Beginn des Trainingslagers der Niners, muss er sich wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Fahrens unter Rauschmitteleinfluß vor Gericht verantworten.
Eine erneute Suspendierung des Linebackers ist längst überfällig. 2013 verpasste er fünf Spiele, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde. 2014 dürften es ein - zwei Spiele mehr sein.

Kiko Alonso wird von den Bills als Star- Linebacker bezeichnet. Da dürfte es um so schlimmer sein, daß er sich beim Krafttraining in Oregon schwer am Knie verletzte.
Genauere Untersuchungen stehen noch an, doch die Verantwortlichen des Teams befürchten schon, daß es ein Kreuzbandriss sein könnte.
Buffalo berief Alonso in der zweiten Runde der Draft 2013 ein. Er beendete seine Rookiesaison mit 159 Tackles und vier Interceptions.

Die Cowboys haben einen Ersatz für den verletzten Sean Lee gefunden. Der „Quarterback“ der Defense wird die Saison mit einer Knieverletzung verpassen.
Am Dienstag verpflichteten sie den ehemaligen Ravens Linebacker Rolando McClain, einen echten Problemspieler.
Oakland draftete McClain 2010, doch viele Probleme mit der Einhaltung geltender Gesetze und daraus resultierende Verhaftungen beeinträchtigten seine Leistungen auf dem Feld. 2012 wechselte er zu den Ravens und erklärte kurz darauf das Ende seiner Karriere.
Vor Kurzem versuchte er ein Comeback in Baltimore, das noch die Rechte an ihm hält, doch das war ein Lachschlager erster Güte. McClain konnte nicht mal die Hälfte des Konditionstests beenden. Daraufhin trat McClain erneut in den Ruhestand.
Wie er Dallas helfen soll, weiß wohl nur Super General Manager Jerry Jones.

Um die Gesundheit seines nun bereits zweimal operierten Rückens zu erhalten, heißt es für Tony Romo: „Kein Golf mehr“.
Der Quarterback der Cowboys ist gerade in der Zeit der freiwilligen Trainingslager und Minicamps, in der Vergangenheit lieber seinem Hobby Golf nachgegangen, statt sich auf seinen Job zu konzentrieren, für den er eine Menge Geld bekommt.
Bereits letztes Jahr wies Teambesitzer Jerry Jones Romo dezent darauf hin, wie ein Quarterback eines Kalibers von Peyton Manning sich auf eine Saison vorbereitet. Er stellte Romo die Frage, ob er sich für das viele Geld, daß sein Besitzer ihm zahlt, nicht auch mal so konzentriert auf eine Saison vorbereiten wolle, anstatt seinen Hobby nachzugehen?
Und das tat Romo dann auch, wenn auch nicht mit dem Erfolg, wie Denvers Manning.
Und jetzt ist aus gesundheitlichen Gründen Schluß mit Golf. Romo stellt seinen Job tatsächlich vor sein Hobby und lässt Golf ausfallen. Allerdings, so sagte der Quarterback, würde er sich schon auf die Zeit freuen, wenn er wieder Golfen kann.

Am Montag gab die NFL bekannt, daß ihre Spieler 2014 keine von der Norm abweichenden Gesichtsgitter mehr tragen dürfen, am Dienstag erklärte Ravens Defensive End Chris Canty deshalb quasi seinen Rücktritt.
Canty sagte der Presse, daß er ohne sein Visier nicht spielen könne. Er würde sein Augenlicht nicht riskieren, nur weil die Liga es so wolle.
Bei einer Kneipenschlägerei 2005 bekam Canty eine Bierflasche ins Auge. Nur eine Notoperation konnte sein Augenlicht retten. Seitdem trägt der Defensive End eine spezielle Facemask mit Augenvisier. Ohne das, so sagte er, wäre seine Karriere beendet.
Nicht so schnell, schallte es da sofort aus der Ligazentrale. Vier Spieler hätten ärztliche Atteste, die das Tragen besonderer Gesichtsgitter vorschreiben, darunter auch Canty.
Er, so hieß es weiter, müsse halt nur ein neuerliches Attest vorlegen, dann dürfe er auch weiterhin sein Lieblingsgitter am Helm anbringen.

Betrunken am Steuer, das hört man von NFL Spielern ja öfter.
Kevin Kolb brachte nun eine neue Variante ins Spiel, betrunken am Ruder. Der momentan arbeitslose Quarterback wurde in Süd Texas verhaftet, weil er besoffen ein Boot steuerte.
Gegen eine Kaution von $3.000 wurde er aus der Haft entlassen.

Dienstag, 1. Juli 2014

Kurzberichte
gesichtsgitterEinige Spieler schwören auf sie, die nicht normgerechten Gesichtsgitter, die einen besonderen Schutz bieten sollen.
Die NFL verbietet sie in der kommenden Saison.
Tests des National Operating Committee on Standards for Athletic Equipment haben ergeben, daß viele dieser Masken den Sicherheitsstandards der NFL nicht genügen.
Durch das zusätzliche Material dieser Gitter wären sie schwerer und würden deshalb die Struktur der Helme verändern sowie schnellere Ermüdungen des Nackens nach sich ziehen.
Der Vorteil, daß diese Gitter besser vor Gesichtsverletzungen schützen (sollen), würde durch die Nachteile aufgehoben.
Aus diesem Grund müssen sich Spieler, wie z.B. Redskins Linebacker Brian Orakpo, wieder normgerechte Schutzgitter an den Helm klemmen.

Und wieder wurde jemand mit verbotenen leistungssteigernden Mitteln erwischt. Die NFL sperrte Eagles Offensive Lineman Lane Johnson für die ersten vier Spiele.
Als Rookie startete er letztes Jahr in allen 16 Spielen und erwies sich als Bereicherung für die O-Line.
Am Trainingslager darf er teilnehmen, die Spiele gegen Jacksonville, Indianapolis, Washington und San Francisco wird er verpassen.

Ike Taylor musste eine große Gehaltseinbuße hinnehmen und ist sehr sauer deswegen.
Der Cornerback musste auf $4,25 Millionen verzichten, um weiter für die Pittsburgh Steelers spielen zu können. Doch, so sagte er, er hätte zu oft gesehen, wie andere Spieler nach einem Wechsel in ihrer Leistung nachließen und kurz darauf gefeuert wurden. Auch das Beharren auf mehr Geld und das Testen des freien Spielermarkts hätten oft dazu geführt, daß die entsprechenden Spieler nachher arbeitslos dastanden.
Und, so fuhr er fort, viele Spieler, die von anderen Teams zu den Steelers wechselten, wären so positiv angetan von der Atmosphäre in der Mannschaft und dem Umfeld, daß er schon deshalb gar nicht daran gedacht hätte, woandershin zu wechseln. Immerhin spielt der 33-jährige seit seiner Rekrutierung 2003 ununterbrochen für die Steelers.
Deshalb biss er in den faulen Apfel und verzichtete auf über vier Millionen Dollar. Und das, obwohl er immer seine Treue zum Team bewiesen hat.
Sauer, oder wie er es sagte, angepisst, wäre er deshalb schon.

Und zum Schluß noch ein weiterer Beweis, daß die Menschen in der NFL wirklich Humor haben.
Bengals Offensive Coordinator Hue Jackson sagte: „Ich halte das Quarterback/Receiver Duo Andy Dalton und A.J. Green für das beste der Liga.“

 

 

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