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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

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Sonntag, 18. November 2018

Kurzberichte
luck-andrew-123
Da die Colts in der schlechtesten Division der NFL spielen, der AFC South, und sie erst vier Siege haben, fliegen sie etwas unter dem Radar. Und doch verrichtet Rookie Head Coach Frank Reich gute Arbeit. Er konnte die schwache O-Line so gut einstellen, daß Quarterback Andrew Luck (Bild) nicht mehr bei jedem Spielzug um sein Leben laufen muß.
Das tut nicht nur ihm gut, sondern dem ganzen Team. In drei Spielen in Folge gingen die Colts als Sieger vom Platz. In sechs Spielen in Folge warf Luck wenigstens drei Touchdowns. Seine 26 Touchdownpässe 2018 sind die zweitbeste Marke hinter Patrick Mahomes von den Chiefs.
Wenn Luck heute gegen die Titans zwei Touchdownpässe wirft, könnte er der erst dritte Quarterback der NFL werden, der in seinen ersten 70 Spielen über 160 Touchdownpässe warf. Die anderen beiden sind Dan Marino (182) und Aaron Rodgers (160).
Luck ist wieder in der Form, in der er vor seiner schlimmen Schulterverletzung war, durch die er 2017 verpaßte.
Ein Sieg gegen Tennessee ist für Indianapolis Pflicht. Die Titans stehen mit 5-4 Siegen ein Spiel vor den Colts.
Die Texans führen die Division mit 6-3 Siegen an. Sie müssen heute bei den Redskins ran, was nicht leicht werden dürfte.

Auch Buccaneers Head Coach Dirk Koetter konnte den stockenden Angriff seines Teams nicht in Gang bringen. Er hat letzte Woche die Ansage der offensiven Spielzüge selber übernommen. Doch bei einer 3:16 Niederlage gegen die Giants fanden die Bucs die Endzone nicht.
Da das also nichts gebracht hat, übernimmt ab sofort wieder Offensive Coordinator Todd Monken diese Aufgabe.
„Todd Monken hat die ganze Saison über einen exzellenten Job gemacht,“ meinte Koetter dazu. „Ich habe keine Probleme damit, welche Spielzüge er ansagt.“
Stellt sich die Frage, warum Koetter dann selber diese Aufgabe übernommen hat, wenn Monken doch so einen exzellenten Job gemacht hat?

Die überraschenden Bears kämpfen heute gegen die Vikings um den Spitzenplatz in der NFC North.
Quarterback Mitchell Trubisky ist auf dem besten Weg, neue Teamrekorde aufzustellen. Das Team ist zur Zeit so gut, daß zwei ihrer Spiele kurzfristig in die TV Primetime gelegt wurden.
Chicago kann zum ersten Mal seit 2010 die Division gewinnen und in die Playoffs einziehen. In den verbleibenden sieben Spielen haben sie es vier mal mit direkten Konkurrenten aus der eigenen Gruppe zu tun.
Die Vikings dürften dabei der schwerste Gegner sein. Die Packers und die Lions sind in ihrer momentanen Verfassung schlagbar.
Heute Nacht wird Bears Linebacker Khalil Mack Jagd auf Vikings Quarterback Kirk Cousins machen. Das sollte man sich ansehen.

Zur Kasse bitte
Hier noch weitere Missetäter, die nach Woche 10 zur Kasse gebeten wurden. Drei Spieler der Rams sind darunter.
Defensive Tackle Aaron Donald, $23.395, Griff in die Gesichtsmaske von Seahawks Center Justin Britt.
Britt bekam in der selben Szene für einen Late Hit auf Donald eine $20.054 Strafe.
Nose Tackle Ndamukong Suh hat mal wieder einen Quarterback auf unerlaubte Weise angegriffen und muß dafür $20.054 zahlen.
Linebacker Dante Fowler jr. muß für einen Griff in die Gesichtsmaske $10.026 zahlen.

Panthers: Safety Eric Reid, $10,026, unerlaubter Angriff auf den Kopf von Steelers Quarterback Ben Roethlisberger. Reid wurde dafür auch vom Platz gestellt.

Giants: Linebacker Alec Ogletree, $26,739, unerlaubter Angriff auf den Kopf von 49ers Wide Receiver Marqise Goodwin.

Samstag, 17. November 2018

flacco-joe-sbDer Lazarettreport 
Für die Ravens geht es noch um viel. Mit 4-5 Siegen stehen sie zwar in der AFC North hinter den 5-4 Bengals und den 6-2-1 Steelers, haben beide Teams aber noch in Sichtweite vor sich.
Ausrutscher sollten sie sich aber nicht mehr erlauben.
Da ist es natürlich nicht von Vorteil, daß am Donnerstag nur ein gesunder Quarterback mit trainieren konnte, Robert Griffin III.
Starter Joe Flacco (Bild) hat Hüfte und Rookie Lamar Jackson, der Flacco beerben soll, hat Magen.
Jackson soll aber für das wichtige Spiel gegen die Bengals einsatzbereit sein.
Head Coach Harbaugh weiß noch nicht, wer als Starter auflaufen wird. Gerüchte, daß es Griffin III sein soll, halten sich hartnäckig. Es wäre sein erster Start in einem NFL Spiel seit 2016. 2017 war er bei keinem Team unter Vertrag.
Offensive Tackle James Hurst ist definitiv als Out gelistet.

 

Packers: Tight End Jimmy Graham, gebrochener linker Daumen, Ausfallzeit noch ungewiß.

Broncos: Guard Max Garcia zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu. Für ihn ist die Saison beendet.
Für das Spiel gegen die Chargers sind Linebacker Brandon Marshall (Knie) und Safety Dymonte Thomas (Knöchel) als Out gelistet.

Wer ist denn sonst so noch als Out gelistet?
Jaguars: Cornerback Quenton Meeks (Knie)

Buccaneers: offensive Lineman Evan Smith, gerissene Pfannenlippen in beiden Hüften. Er mußte operiert werden.
defensive End Vinny Curry (Knöchel), Linebacker Lavonte David (Knie), Safety Justin Evans (Zeh), Running Back Ronald Jones (Oberschenkel) und Cornerback M.J. Stewart (Fuß)

Redskins: Wide Receiver Jamison Crowder (Knöchel), und die Running backs Chris Thompson (Rippen) und Samaje Perine (Wade)

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert (Knie) und defensive End Stephon Tuitt (Ellenbogen)

Eagles: Cornerback Ronald Darby (Knie) und Jalen Mills (Fuß), Tight End Joshua Perkins (Knie) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), defensive End Taco Charlton (Schulter)

Lions: Wide Receiver Marvin Jones (Knie), Tight End Michael Roberts (Schulter) und defensive Tackle A'Shawn Robinson (Knöchel)

Panthers: Wide Receiver Torrey Smith (Knie)

Chargers: Cornerback Trevor Williams (Knie)

Cardinals: Safety Budda Baker (Knie) und Wide Receiver Chad Williams (Knöchel)

Saints: defensive End Marcus Davenport (Zeh) und offensive Tackle Terron Armstead (Schulter)

Titans: Running Back David Fluellen (Knie)

Vikings: Safety Andrew Sendejo (Leiste)

Kurzberichte
Die Raiders konnten schon wieder nicht voll trainieren.
Die Luft am Trainingsgelände war mit zu viel Rauch aus den Waldbränden angereichert.
Die Chargers spendeten $250.000 an das amerikanische Rote Kreuz, um die Hilfsarbeit der Organisation zu unterstützen.

Soll Packers Quarterback Aaron Rodgers seine Differenzen mit Head Coach Mike McCarthy öffentlich machen?
Rodgers glaubt, daß die Offense mehr leisten könnte, würde der Head Coach nur die richtigen Spielzüge ansagen.
Rodgers tat sein Bestes, um die Seahawks zu schlagen. Er vervollständigte 21 seiner 30 Pässe für 332 Yards und 2 Touchdowns. Aber bei den dritten Versuchen versagte Green Bay. Nur drei von 11 konnten sie erfolgreich in neue erste Versuche umwandeln.
„Wir waren in den letzten Jahren immer gut darin, dritte Versuche auszuspielen,“ meinte Rodgers. „Auch in der Red Zone waren wir sehr gut. Das sind wir dieses Jahr nicht mehr.“
Rodgers glaubt, daß er in einer mittelmäßigen Offense spielt. Daß er seine Receiver so oft nicht trifft, liegt seiner Meinung daran, daß die jungen Receiver nicht die richtigen Routen laufen.
Mittlerweile häufen sich die Stimmen, die flüstern, daß McCarthy in seiner letzten Saison in Green Bay sein könnte.

Zur Kasse bitte
hieß es für Colts Guard Quenton Nelson. Er muß $26.739 zahlen weil er seinen Gegenspieler der Jaguars absichtlich mit dem Helm voran attackiert hatte.

Freitag, 16. November 2018

Die NFL 2018 - Woche - Der Donnerstag
rodgers-aaron14
Mit den 4-4-1 Packers und den 4-5 Seahawks trafen zwei Teams aus dem Mittelfeld der Liga aufeinander. Für beide ging es darum, auf keinen Fall den Anschluß an die Wild Card Plätze zu verlieren.
Und so gab es eine erste Halbzeit, die bewies, daß beiden Teams Offense können wenn es darauf ankommt.
Es begann allerdings mit einer Katastrophe für Seattle. Direkt im ersten Spielzug verlor Running Back Chris Carson den Ball. Die Packers eroberten das Ei an der 29 Seattles. Drei Spielzüge später traf Quarterback Aaron Rodgers (Bild) Wide Receiver Aaron Jones in der Endzone.
Green Bay ging nach einem munteren Schlagabtausch mit einer 21:17 Führung in die Halbzeit. Es hätte 24:17 stehen können, wenn Kicker Mason Crosby nicht ein Field Goal aus 47 Yards knapp links neben die Stangen gesetzt hätte. Wieder einmal versemmelte ein Kicker in dieser Saison wichtige drei Punkte, die am Ende bitter fehlten.
Aus den Mißgeschicken der teilweise sehr hoch bezahlten NFL Kicker in dieser Saison könnte man einen abendfüllenden Spielfilm machen.
Im dritten Viertel nahmen sich die Angriffsreihen eine Auszeit und es fielen keine Punkte.
Im letzten Quarter drehten die Seahawks auf. Offense und Defense hatten ihre Gegner fest im Griff.
Wer mal wieder keinen Durchblick hatte, war Packers Head Coach Mike McCarthy. Einen 34 Yard Pass, den Seahawks Wide Receiver Tyler Lockett knapp über den Grashalmen fing, war gar kein Catch, wie die Zeitlupen zeigten. McCarthy warf die rote Flagge nicht, und Seattle kam an die 16 Green Bays. Drei Spielzüge später traf Quarterback Russell Wilson Ed Dickson zu einem 15 Yards Touchdown.
Green Bays nächste Angriffsserie wurde an der eigenen 33 gestoppt. Der Head Coach entschloß sich dazu, den Ball zu punten, obwohl nur noch 4:11 Minuten zu spielen waren. Ein Vierter und zwei an der eigenen 33 wäre natürlich ein großes Risiko gewesen, aber den Ball so kurz vor Spielende wieder an Seattle zurück zu geben, das war auch nicht ganz risikofrei.
Seattle konnte die Zeit herunterspielen und den knappen 27:24 Sieg sichern.
Die Packers vergeigten das Spiel, nachdem sie bereits 14:3, 21:17 und 24:20 geführt hatten.
Green Bay steht jetzt mit 4-5-1 hinter den 6-3 Bears und den 5-3 Vikings. Sie können ihre Division noch gewinnen. Es wird schwer, ist aber machbar. Ihr nächstes Spiel ist in Minnesota.
Um ihre Division zu gewinnen müßten die 5-5 Seahawks die 9-1 Rams einholen. Seattle wird also froh sein, wenn es zum Wild Card Platz reicht.

Lebenslanger Ketchup
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes liebt Ketchup. Er ißt seinen Ketchup gerne mit etwas Steak darunter.
Auch Ketchup mit Makkaroni und Käse schmeckt ihm gut.
DER Hersteller der ungesunden übersüßten Soße, Heinz, hat das natürlich mitbekommen.
Obwohl die Firma ihren Sitz in Pittsburgh hat, hat sie dem Chiefs Quarterback ein Angebot gemacht. Da Heinz eine Mischung, die Heinz 57 heißt herstellt, bot sie Mahomes an, ihn Lebenslang mit ihrer kostenlosen Plörre zu versorgen, wenn er in dieser Saison 57 Touchdowns erzielt.
Das wäre dann auch ein neuer NFL Rekord. Den hält Peyton Manning mit 55 Touchdownpässe und einem per Laufspiel aus dem Jahr 2013 mit den Broncos.
Mahomes hat bisher 31 Touchdownpässe geworfen und zwei selber gelaufen.
Um auf 57 zu kommen, braucht er also noch 24, oder anders, vier pro Spiel.

Die besten Spieler der Woche - 10
AFC

OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
22 von 25 Pässe für 328 Yards, 5 Touchdowns und die perfekte 158,3 Passerwertung

DEFENSE: LB WESLEY WOODYARD, TENNESSEE TITANS
10 Tackles

SPECIAL TEAMS: K STEPHEN HAUSCHKA, BUFFALO BILLS
2 von 2 Field Goals, 5 von 5 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: QB MITCHELL TRUBISKY, CHICAGO BEARS
23 von 30 Pässe für 355 Yards, 4 Touchdowns

DEFENSE: LB LEIGHTON VANDER ESCH, DALLAS COWBOYS
13 Tackles, 1 Interception

SPECIAL TEAMS: P TRESS WAY, WASHINGTON REDSKINS
49,4 durchschnittliche Yards pro Punt, 4 innerhalb der 20

Donnerstag, 15. November 2018

Kurzberichte
rodgers-aaron200Heute Nacht gibt es das für beide Teams wichtige Spiel der 4-4-1 Packers bei den 4-5 Seahawks.
Momentan sind beide noch im Rennen um einen Wild Card Platz, aber der Verlierer dieses Spiels wird es recht schwer haben, im Rennen zu bleiben.
Eigentlich können beide Teams Offense, doch schaffen sie es in dieser Saison, ihre Talente unter dem Radar zu halten.
Die Vorteile liegen bei den Packers, die die letzten drei Spiele gegen Seattle gewonnen haben. Aber die Seahawks sind seit 2012 3-0 gegen Green Bay, wenn das Spiel in Seattle stattfindet, was heute Nacht der Fall sein wird.
Ausgeglichene Chancen also.
Die Packers haben ihre Erfolge durch die Luft gesucht. In den letzten sechs Begegnungen erzielten sie im Durchschnitt 315 Passyards pro Spiel.
Was nichts daran ändert, daß Quarterback Aaron Rodgers (Bild) seit 2008 nicht mehr in Seattle gewinnen konnte.
Neu im Arsenal der Seahawks ist Rashaad Penny. Letzte Woche gegen die Rams erzielte der Rookie mit 12 Läufen 108 Yards. Ihn müssen die Packers also beachten. Daß Quarterback Russell Wilson oft und gerne selber läuft, das ist nichts Neues. Ihn in den Griff zu bekommen ist kaum Möglich. Und werfen kann er auch, wenn er es in dieser Saison auch nicht so zeigt. Mit nur 1.967 Passyards liegt er auf Platz 25 in den Stats. Rodgers belegt mit 2.741 Yards Platz sechs.
Klingt so, als könnten man sich dieses Partie mal ansehen.

Die NFL setzt wieder die Flex an.
Die Chargers haben sich das Recht auf ein Spiel zur Hauptsendezeit verdient. In Woche 13 wurde ihr Spiel gegen die Steelers von 19 Uhr auf 2:20 Uhr unserer Zeit verlegt und zum Sunday Night Spiel gemacht.
Das ursprünglich angesetzte Spiel der 49ers gegen die Seahawks wanderte auf 22:25 Uhr und wird von FOX übertragen.
In Woche 14 machte die Liga das 19 Uhr Spiel zwischen den Rams und den Bears zum Sunday Night Football Spiel.
Das ursprüngliche Spiel der Steelers gegen die unfaßbar schlechten Raiders wurde auf 22:25 Uhr verschoben und wird von FOX übertragen.

Jason Pierre-Paul freut sich auf Eli Manning.
Ob die Freude gegenseitig ist, kann man bezweifeln.
JPP war lange Jahre Defensive End bei den Giants. Im März gaben sie ihn an die Buccaneers ab. Das hat Pierre-Paul ziemlich verletzt.
Am Sonntag will er den Giants beweisen, daß es ein Fehler war, ihn abzugeben.
In dieser Saison spielt er recht solide, in einem unsoliden Team. JPP hat bereits acht Sacks erzielt. Die Giants als Team haben 10 Sacks.

Der Lazarettreport
Steelers Running Back James Conner ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll, hat aber ohne Einschränkungen am Training teilgenommen.
Head Coach Mike Tomlin ist sicher, daß er von den Ärzten vor dem Spiel gegen die Jaguars gesundgeschrieben wird.

Saints: Left Tackle Terron Armstead, Brustmuskel, 3-4 Wochen Pause.

Lions: Guard TJ Lang wurde mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Mittwoch, 14. November 2018

Kurzberichte
mexico2016„Drum prüfe, wo Du Spiele austrägst.“
Das hat die NFL gemacht, und hat jetzt ein Megaproblem. Der Rasen im Estadio Azteca in Mexico City ist in einem bedauernswerten, gesundheitsgefährdenden Zustand. Deshalb bekommen die Rams ihr Heimspiel zurück. Das Spitzenspiel des 11. Spieltags, der „Midseason“ Super Bowl der Rams gegen die Chiefs, wird im Los Angeles Memorial Coliseum ausgetragen, wo es hingehört.
Und tausende Ersthelfer der Rettungskräfte in Kalifornien profitieren davon, denn die Rams geben für sie Freikarten heraus.
Jetzt müssen die Karteninhaber in Mexico entschädigt werden.
Die NFL hätte einrechnen müssen, daß ein Shakira Konzert im Aztekenstadion am 11. Oktober und einige Fußballspiele danach den Rasen in Mitleidenschaft hätte ziehen können. Daß es in den letzten Wochen viel geregnet hat, das war eher ungewöhnlich, hat die Sache aber sehr verschlimmert.
Zwar haben die Verantwortlichen in Mexico City versucht, den Rasen in einen für die NFL bespielbaren Untergrund zu verwandeln, aber ohne Erfolg.
Gut für die Fans in Los Angeles, die ausgerechnet auf dieses Spiel zweier 9-1 Teams hätten verzichten müssen. Sie können ab sofort Eintrittskarten für das echte Monday Night Football Heimspiel kaufen.
Die Rams sind zur Zeit in Colorado, wo sie trainieren. Da wollten sie sich an die dünnere Höhenluft Mexico Citys gewöhnen. Doch in Colorado ist die Luft zwar dünner als in LA, aber nicht so voller Rauch, wie sie es derzeit durch die Waldbrände dort ist. Deshalb bleiben sie noch in Colorado.

Steelers Running Back LeVeon Bell wird in dieser Saison nicht mehr spielen.
Er hat seinen Vertrag für 2018 nicht unterschrieben und verzichtet mal eben so auf $14 Millionen. Bis Dienstag 16 Uhr Ostküstenzeit hätte er unterschreiben müssen. Jetzt kann er in dieser Saison nicht mehr spielen.
$14 Millionen in einer Saison wären nicht schlecht gewesen für einen Spieler, der in seinen fünf Saisons zuvor $16,04 Millionen verdient hat.
Die Steelers werden Bell wohl ziehen lassen. Ein drittes Franchise Etikett in Folge könnte sein Gehalt für 2019 auf knappe $20 Millionen verteuern.
Allerdings müßten sie Bell dann ohne Kompensation ziehen lassen, denn er wäre ein Free Agent, der sich ohne Auflagen ein neues Team suchen darf.
Ob dann der dicke Vertrag für ihn kommt, oder das große Bedauern, das wird man sehen. Es gibt kaum Teams, die einem Running Back das Geld zahlen wollen, das Bell verlangt.

Tom Brady steht in der Kritik. Und er hat eine Botschaft für seine Kritiker: „Ich möchte absolut besser spielen.“
Läßt seine Leistung nach?
Mit zarten 41 Jahren?
Fakt ist, Brady trifft seine Receiver nicht mehr so oft, wie früher. Sucht man ihn in den Statistiken, muß man ungewöhnlich weit runterscrollen. Man findet ihn nicht mehr weit oben, sondern im Mittelfeld.
„Gestern,“ so sagte er am Montag zu seinem schlechten Spiel gegen die Titans, „habe ich wirklich keine gute Leistung gebracht. Das muß besser werden. Das nächste Auswärtsspiel muß das beste der Saison werden, das erwarte ich von uns.“
Das werden die Jets nicht gerne hören. Die wurden gerade erst von den Bills zu einer Bruchlandung gebracht.
Das Gute für die Patriots ist die Tatsache, daß die Jets noch schlechter als die Titans sind. Nach den Titans noch gegen die Jets zu verlieren, wäre die totale Blamage.

„Ich habe gesoffen, weil die Jets stinken,“ meinte ein Autofahrer, der betrunken am Steuer von der Polizei angehalten wurde.
Zugegeben, für einen echten Fan der Jets ist das, was die zeigen tatsächlich ein Grund für einen Vollrausch, aber als Ausrede bei der Polizei leider nicht geeignet.
Der 57 Jahre alte Christopher Greyshock fuhr auf ein Auto auf, das vor ihm an einer Ampel hielt. Den Trunkenheitstest konnte er nicht absolvieren und er wurde verhaftet.

„Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie es sich anfühlt zu gewinnen,“ sagte ein sichtlich frustrierter Jamal Adams.
Der Safety der Jets ist es leid, daß er mit dem Team Woche für Woche verliert.
Bereits im Sommer hatte Adams davor gewarnt, alles so weitergehen zu lassen, wie in den Saison zuvor. Doch er wurde nicht erhört. Alles lief so unsäglich weiter, wie bisher.
Adams kritisierte vor Allem, daß sich viele Teamkollegen ans Verlieren gewöhnt hätten, und keinerlei Emotionen nach Niederlagen zeigten. Jeder wollte nur noch das Nötigste an Leistung erbringen und sich nicht anstrengen.
Bei der 10:41 Klatsche im eigenen Stadion gegen die Bills erkannte Adams, daß die Energie völlig aus der Mannschaft wisch, nach jedem Punkt für Buffalo ein Stückchen mehr. Adams versuchte noch seine Kollegen anzutreiben, aber vergeblich. Die ergaben sich in ihr Schicksal.

Keine Änderung an der Spitze der Power Rankings. Die Saints bleiben Nr. 1
Die Chiefs kletterten von der vier auf die zwei und verdrängten die Rams, die auf die drei abrutschten.
Auf Platz vier kletterten die Steelers, die zuvor auf der sechs lagen.
Platz fünf geht an die dieses Jahr überraschenden Chargers, das zweite Team in LA.
Unten bleibt alles beim Alten. Die Raiders verteidigen Platz 32 mit aller Hartnäckigkeit.

Dienstag, 13. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 10 - Der Montag
Die Giants schlugen die 49ers mit 27:23 und haben jetzt 2-7 Siege. Die 49ers stehen bei 2-8.
Freuen wir uns auf das nächste Monday Night Spiel zwischen den 9-1 Chiefs und den 9-1 Rams.

Kurzberichte
bowles-todd2Die Browns hatten es nach langer Leidenszeit endlich kapiert und feuerten Head Coach Hue Jackson mitten in dieser Saison.
Die Jets brauchen noch etwas mit dem Kapieren. Sie gaben bekannt, daß sie Todd Bowles (Bild) nicht in der laufenden Saison feuern werden.
Bowles ist nicht ganz so unfähig wie Jackson, aber auch die Fans der Jets haben nun wirklich lange genug gelitten.
Jackson war nicht lange ohne Arbeit. Er unterschrieb als neuer Assistenztrainer bei den Bengals.
Die Bengals feuerten am Montag Defensive Coordinator Teryl Austin. Diesen Job wird Jackson wohl nicht übernehmen, denn er ist mehr auf der offensiven Seite beheimatet.
Jackson war bereits zweimal im Trainerstab der Bengals. Von 2004 bis 06 als Wide Receivers Coach, und nachdem er als Head Coach der Raiders versagt hatte arbeitete er als Secondary Assistant, Special Teams Coach, Running Backs Coach und offensive Coordinator wieder in Cinci. Nach seinem neuerlichen Versagen in Cleveland, fängt ihn Bengals Head Coach Marvin Lewis wieder auf.
Bowles wird also noch bis zum Ende der Saison das Team weiter abstürzen lassen. Oder aber, sie werden noch mal im eigenen Stadion mit 10:41 von einem Fußabtreter wie Buffalo gedemütigt. Das müßte dann doch reichen. Seine S/N Bilanz als Head Coach bei den Jets lautet 25-35.
Und Bowles Vorgänger in New York, Rex Ryan, streute noch etwas Salz in die Wunde: „Diese 41:10 Niederlage gegen die Bills war eine der demütigendsten Niederlagen in der Geschichte der Jets.“

Gegen Sean Payton wird wegen Vandalismus ermittelt.
Der Head Coach der Saints zerstörte eine Feuersirene in der Kabine des Teams.
Etwa 30 Minuten vor Spielbeginn begann die Klingel zu läuten. Und sie hörte nicht auf. 10 Minuten schrillte der Alarm durch die Umkleide, und Payton konnte nicht zu seinem Team sprechen.
Da riß der Head Coach die Verbindungskabel der Klingel ab.
Die Gesetze in Ohio gegen Vandalismus sind recht hart. Die Bengals haben die Behörden eingeschaltet.
Payton gab schon bekannt, daß er die Reparaturkosten übernehmen wird.
Und man hätte wohl besser die Bengals alarmiert, damit sie sich nicht im eigenen Stadion hätten abschlachten lassen.

Die Buccaneers feuerten Kicker Chandler Catanzaro nach zwei Fehlschüssen gegen die Redskins.
Sie verpflichteten Cairo Santos an seiner Stelle.
Hier wurde Unvermögen gegen etwas weniger Unvermögen ausgetauscht.

Die Bills feuerten ihren Interception-König Quarterback Nathan Peterman. Man kann es immer noch nicht glauben, daß er in der Vorbereitungszeit als Starter des Teams galt.
Bei der Demütigung der Jets in deren eigenem Stadion, spielte Matt Barkley und lieferte die beste Leistung eines neuen Bills Quarterbacks seit Jim Kelly. Barkleys letztes NFL Spiel datiert aus der Saison 2016.
Er wird den Posten des Starters aber wohl nicht behalten. Wenn die Bills aus ihrer Freiwoche kommen, dann wird wohl Josh Allen wieder starten. Er hat seinen kaputten Ellenbogen auskuriert.

Da sich Dez Bryant beim ersten Training mit den Saints einen Achillessehnenriss zuzog, mußte das Team weiter nach einem weiteren Wide Receiver suchen.
Letzte Woche war auch Brandon Marshall zum Probetraining in New Orleans, und jetzt hat er den Job.
Für Marshall sind die Saints sein siebtes Team in 13 Jahren in der Liga.

Raiders Besitzer Mark Davis nimmt seinen neuen Head Coach in Schutz: „Die 1-8 Bilanz ist meine Schuld. Jon Gruden hat mein volles Vertrauen,“ meinte er.
„Die Rekonstruktion des Teams hat nicht funktioniert. Wir waren nicht in der Lage einen Kader von 22 guten Spielern zusammenzustellen. Dieses Versagen begann schon im Jahr 2014,“ fuhr Davis fort.
Dann wäre es ja auch nicht nur unbedingt Davis anzulasten, sondern vor Allem General Manager Reggie McKenzie. Er hat doch die Fäden bei den Zu- und Abgängen von Spielern in der Hand. Aber wie man hört, soll er nach der laufenden Saison seinen Posten räumen.

Der Lazarettreport
Schlimme Gewißheit bei den Rams. Wide Receiver Cooper Kupp hat einen Kreuzbandriss und seine Saison ist beendet.

Auch bei den Eagles ist die Saison für einen Spieler beendet. Cornerback Ronald Darby zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Chargers: Linebacker Denzel Perryman zog sich gegen Oakland mehrere Verletzungen zu und seine Saison ist beendet.

Jaguars: Center Brandon Linder wird mit einer Knieverletzung den Rest der Saison verpassen.

Montag, 12. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 10 - Der Sonntag
elliott-ezekiel2Dallas Head Coach Jason Garrett hat nach der Niederlage gegen die Redskins letzten Monat daran gedacht, Offensive Coordinator Scott Linehan zu feuern. Statt dessen wurde nur Offensive Line Coach Paul Alexander gefeuert.
Ob Linehans Job trotz des Sieges in Philadelphia sicher ist?
Wirklich überzeugt hat die Offense der Cowboys trotz des 27:20 Sieges nicht. Die Defense war der Schlüssel zum Sieg, und Running Back Ezekiel Elliott (Bild). Er kam mit 19 Läufen auf 151 Yards und 1 Touchdown. Zusätzlich fing er 6 Pässe für 36 Yards und 1 Touchdown.
Quarterback Dak Prescott kam zu einer Bilanz von 26 für 36, 270 Yards und 1 Touchdown. Doch dafür, daß er ständig unter Druck stand und viermal gesackt wurde, war das noch recht ordentlich.
Die favorisierten Eagles kamen auch zu guten Szenen und hatten am Ende des Spiels den Sieg neun Yards vor sich. Beim Stand von 27:20 für Dallas startete Quarterback Carson Wentz mit seiner Offense von der eigenen 32 und es waren nur noch 40 Sekunden auf der Uhr. Die Auszeiten waren aufgebraucht.
Bei einem 2. und 1 an Dallas 32 warf Wentz einen Pass zu Zach Ertz an die Neun. Ertz, der bereits zwei Touchdowns gefangen hatte, wurde gestoppt. Er warf den Ball zurück zu Golden Tate, der aber auch gestoppt wurde. Das Spiel war beendet.
Die optische Überlegenheit der Eagles konnte nicht in einen Sieg umgewandelt werden.
Carson Wentz kam auf 32 von 44 für 360 Yards und 2 Touchdowns bei 1 Interception. Wide Receiver Zach Ertz fing 14 Pässe für 145 Yards und die erwähnten 2 Touchdowns. Doch ein Laufspiel brachten die Eagles gegen die Cowboys „D“ nicht auf die Reihe. Running Back Josh Adams erzielte mit sieben Läufen nur 47 Yards.
Dallas und Philadelphia stehen beide bei 4-5 Siegen.
Beide haben es schwer, die Redskins noch einzuholen, die zu einem 16:3 Arbeitssieg in Tampa Bay kamen, und einer 6-3 S/N Bilanz.

Kommen wir zur Blamage des Tages.
Wenn man gegen eines der schlechtesten Teams der Liga verliert, das zumal auch noch in der schlechtesten Division der Liga beheimatet ist, dann hat man eigentlich nichts an der Tabellenspitze der AFC East verloren.
Man muß aber dazu sagen, daß Titans Head Coach Mike Vrabel den Quarterback des Gegners, Tom Brady, genau kannte. Vrabel war von 2001 bis 08 in New England tätig und gewann drei Super Bowls mit den Patriots.
Sein Erfolgsrezept: „Man muß Tom Brady dazu bringen, zu blinzeln,“ sagte Vrabel. „Wenn man ihn zum Blinzeln bringt und seine zweite Option suchen läßt, hat man eine Chance.“
Und diese Chancen nutzten die Titans gestern. Laufspiel ließen sie erst gar nicht zu. Running Back Sony Michel kam mit 11 Läufen nur auf 31 Yards.
Quarterback Tom Brady kam auf 21 von 41 für 254 Yards und blieb ohne Touchdown. Dreimal wurde er gesackt.
Titans Quarterback Marcus Mariota hatte auch keine Unterstützung durch Laufspiel. Derrick Henry hatte auch 11 Läufe, erzielte aber 58 Yards und 2 Touchdowns.
Mariotas Bilanz: 16 von 24 für 228 Yards und 2 Touchdowns.
Am Ende wurde daraus ein sehr überzeugender 34:10 Sieg Tennessees. Ob der bedeutet, daß man die Titans ernst nehmen muß, bleibt abzuwarten.
New England fiel auf 7-3 Siege zurück, bleibt aber an der Spitze der AFC East, weil es mal wieder keine Konkurrenz hinter ihnen gibt. Miami unterlag den Packers 12:31, und die Jets ließen sich von den Bills mit 10:41 aus dem eigenen Stadion prügeln
Tennessee kletterte auf 5-4 und bleibt den spielfreien 6-3 Texans auf den Fersen.

Die Saints überrannten und überpassten die Bengals mit 51:14 und weiteten ihren Vorsprung in der NFC South auf 8-1 Siege aus. Die 4-4 Falcons hätten dranbleiben können, aber dazu hätten sie in Cleveland gewinnen müssen.
Ich schreibe das jetzt mal ganz langsam, damit es auch ankommt, die Browns verprügelten die Falcons mit 28:16.
Und dieser Sieg war verdient und hart erkämpft.
Falcons Quarterback Matt Ryan warf sich die Seele aus dem Leib. Er kam auf 38 von 52 für 330 Yards und 2 Touchdowns.
Browns Quarterback Baker Mayfield ging sparsamer mit seinem Wurfarm um und kam auf 17 von 20 für 216 Yards und 3 Touchdowns.
Atlanta fiel auf 4-5 zurück und die Browns kamen zu ihrem bereits dritten Sieg in dieser Saison.

Das Spiel des Tages fand im von Waldbränden bedrohten Kalifornien statt. Trotz der widrigen Umstände war das LA Memorial Coliseum gut gefüllt, und so langsam können die Rams sich dort auch als Heimteam fühlen. Das war noch nicht immer so, fanden doch sehr oft viele Fans des Gastteams den Weg ins weite Rund. Doch gestern klang es, als hätten die Fans die zweitbeste Mannschaft der Liga endlich akzeptiert.
Los Angeles brauchte diese Unterstützung aber auch, waren viele Spieler mit ihren Gedanken doch nicht unbedingt nur beim Spiel.
Und es wurde ein munteres, ein interessantes Spiel. Die Rams hatten ihre liebe Mühe, Seattles Quarterback Russell Wilson in Schach zu halten. Immer wieder entkam er den Verteidigern und erzielte mit neun Läufen 92 Yards.
Als Quarterback kam er auf 17 von 26 für 176 Yards und 3 Touchdowns.
Doch viermal konnten die Rams ihn sacken, und das war sehr wichtig. Am Ende war es die Defense, die den Sieg sicherte.
Seattle konnte Rams Quarterback Jared Goff zweimal unter sich begraben, doch es nutzte nichts. Goff kam auf 28 von 39 für 318 Yards und 2 Touchdowns und einen knappen, glücklichen 36:31 Sieg.
Noch nie hat ein 9-1 Team die Playoffs verpaßt. Also können wir die Rams und die Chiefs, die Arizona 26:14 schlugen und auch 9-1 Siege haben, schon mal als gesetzt ansehen.
Mexico City kann sich glücklich schätzen. Dort wird am 19.11. das Monday Night Spiel der Chiefs gegen die Rams stattfinden. Sozusagen ein Super Bowl Preview.

Kurzberichte
Da das Spiel gegen die Browns verloren ging, und Atlanta die Saison praktisch abhaken kann, wird es Julio Jones nicht sonderlich interessieren.
Der Wide Receiver hat nach 104 Spielen über 10.000 Yards an Pässen gefangen.
Damit stellte er den Rekord von Lions Wide Receiver Calvin Johnson ein, der 115 Spiele dafür brauchte.

Saints Quarterback Drew Brees warf gegen die Bengals seinen 509. Touchdownpass. Damit zog er an Ruhmeshallenmitglied Brett Favre vorbei auf Platz zwei.
Favre hatte es auf 508 Touchdownpässe in seiner Karriere gebracht.
Bis zu den 539 Touchdownpässen von Peyton Manning dauert es jetzt noch eine Weile.

Noch ein neuer Zweitplazierter.
Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald kam in der Niederlage in Kansas City auf 15.952 Passyards in seiner Karriere. Damit zog er an Terrelle Owens vorbei.
Ob Fitzgerald auch noch die Nr. 1, Jerry Rice, einholen wird, ist kaum anzunehmen. Der steht mit 22.895 Yards wohl noch eine ganze Zeitlang alleine auf dem ersten Platz.

Die Rams werden nächstes Jahr ein Vorbereitungsspiel in Hawaii austragen.
Wann und gegen wen, das steht noch nicht fest.

Der Lazarettreport
Lions: Punter Sam Martin wurde mit einer nicht bekanntgegebenen Verletzung ins Krankenhaus gefahren. Er konnte aber mit dem Team nach Hause fliegen.
Wide Receiver Marvin Jones, rechtes Knie
Tight End Michael Roberts, linke Schulter.
Detroit verlor in Chicago 22:34.

Rams: Wide Receiver Cooper Kupp, sehr wahrscheinlich Kreuzbandriss.

Patriots: Wide Receiver Julian Edelman, Knöchel, Offensive Tackle Trent Brown (Rücken) und Tight End Dwayne Allen (Knie)

Saints: Left Tackle Terron Armstead, Schulter

Bengals: Cornerback Dre Kirkpatrick, Gehirnerschütterung

Chargers: Linebacker Denzel Perryman (Knie)

Raiders: Wide Receiver Martavis Bryant (Knie)

Bills: Cornerback Taron Johnson, Schulter

Colts: defensive End Carroll Phillips, Leiste

Jaguars: offensive Tackle Ereck Flowers, Knie
Center Brandon Linder, Knie

Buccaneers: Linebacker Lavonte David, Knie

Redskins: Tackle Ty Nsekhe, Knöchel

Packers: Safety Kentrell Brice, Knöchel
Linebacker Nick Perry (Knie)
Cornerback Bashaud Breeland, Leiste

Dolphins: Cornerback Bobby McCain, Kopfverletzung
Wideout Jakeem Grant, Bein
Wide Receiver DeVante Parker, Schulter

Eagles: Cornerback Ronald Darby, Knie

Cowboys: defensive Tackle Daniel Ross (Wade)

Sonntag, 11. November 2018

Kurzberichte
bell-leveonDie Steelers glauben nicht daran, daß LeVeon Bell (Bild) in dieser Saison noch mal für sie spielen wird.
Man hätte ihn schon ganz gerne im Kader, aber der Vorstand glaubt, daß Bell dem Team fernbleibt und in Ruhe auf die Free Agency Periode 2019 wartet.
Bis Dienstag hat Bell Zeit, sich bei den Steelers zurück zu melden. Versäumt er den Termin, kann er 2018 nicht mehr spielen.
Pittsburgh könnte hingehen, und Bell ein drittes Mal das Franchise Etikett anheften, das werden sie sich aber ganz genau überlegen. Bells Gehalt würde dann in Quarterback-Gehalts Dimensionen Vorstoßen, und das wird der Vorstand nicht wollen.
Und mit James Conner hat das Team einen Ersatzmann gefunden, der sich auch als Allzweckwaffe eignet, fast genau so wie Bell.
Allerdings ist Conner seit dem überzeugenden Sieg gegen Carolina im Gehirnerschütterungsprotokoll, was die Spekulationen um Bells Rückkehr natürlich anfeuert. Und der Running Back wurde ja bereits in der Stadt gesehen.
Es ist ziemlich verwirrend was da passiert.

Rams Tackle Andrew Whitworth spendet seinen Gehaltsscheck des heutigen Spiels gegen Seattle den Opfern der Schießerei letzte Woche in Thousand Oaks, California.
Der 36-jährige verdient allerdings nur $60.000 pro Spiel, deshalb sprach er auch mit seinen Teamkollegen, damit die auch etwas beisteuern. Viele waren damit einverstanden.

Rob Gronkowski ist mal wieder verletzt. Gegen Tennessee wird er sein drittes Spiel verpassen.
Der Gronk hat starke Rücken und Knöchelschmerzen.

US Präsident Trump hat bekanntgegeben, wer zu den ersten Empfängern seiner Presidential Medal of Freedom gehört. Diese Medaille ist die höchste Auszeichnung des Staates für Zivilisten.
Zwei NFL Hall of Fame Mitglieder sind darunter, Cowboys Quarterback Roger Staubach und Vikings Defensive Tackle Alan Page.
Auch Elvis Presley ist unter den Personen die die Medaille erhalten.
Die Übergabezeremonie soll am Freitag im Weißen Haus stattfinden. Mit Blick auf Elvis Presley kann man sagen, daß nicht alle Empfänger erscheinen werden.

Golden Tate schredderte die Cowboys mit den Lions in Woche vier.
Jetzt bekommt es Dallas wieder mit Tate zu tun, dieses Mal in Philadelphia.
Nach seinem Wechsel von Detroit zu den Eagles ist es Tates erstes Spiel für sein neues Team. Und die Eagles wäre glücklich, wenn er gegen Dallas wieder acht Pässe für 134 Yards und 2 Touchdowns fangen würde.
Da es das erste Spiel Cowboys gegen Eagles in dieser Saison ist, wird der Wide Receiver noch ein drittes Mal gegen Dallas spielen, in Woche 14.

Samstag, 10. November 2018

Kurzberichte
bryant-dez2Das war ja mal ein kurzes Comeback.
Am Mittwoch unterschrieb Dez Bryant (Bild) bei den Saints, am Freitag endete die Saison für den Ex-Cowboys Wide Receiver sehr wahrscheinlich.
Beim ersten Training mit seinem neuen Team riß sich Bryant allem Anschein nach eine Achillessehne.
Auf dem Verletzungsbogen war er vor dem Training bereits als eingeschränkt gelistet, weil er eine leichte Knöchelverletzung hatte. Für das Spiel gegen die Bengals war er als „fraglich“ gelistet.
Es wäre Bryants neunte Saison in der NFL geworden, wäre die Verletzung nicht dazwischengekommen.
Der 30 Jahre alte Bryant sollte Quarterback Drew Brees eine Anspielstation in der Tiefe geben.

In Kalifornien wüten schon wieder wilde Buschfeuer.
Einige Spieler und Trainer der Rams mußten ihre Häuser verlassen und evakuiert werden. 2.000 Häuser wurden bisher vernichtet, 157.000 Menschen wurden evakuiert und mindestens neun Menschen verloren ihr Leben.
Das Training der Rams am Freitag mußte abgesagt werden. Head Coach McVay betonte, daß die Gedanken der Spieler bei ihren Familien wären, und es wenig Zweck gehabt hätte, sie trainieren zu lassen.
Stand jetzt, am Samstagmorgen, findet das Spiel gegen Seattle im Los Angeles Memorial Coliseum wie geplant statt. Die NFL überwacht die Situation aber und kann noch anders entscheiden.
Auch die Raiders sagten ihr Training ab, weil zu viel Rauch über das Trainingsgelände wehte. Sie gingen nur ihre Routen bei einem sogenannten Walk Through ab.

Hall of Fame Mitglied und Super Bowl Sieger Troy Aikman gefällt nicht, was mit seinem alten Team passiert.
Der ehemalige Quarterback der Cowboys kritisierte Teambesitzer Jerry Jones hart dafür, daß er das Team so den Bach runtergehen läßt.
Aikman sagte in einem Interview, daß die komplette Organisation, nicht nur das Team, völlig umgekrempelt werden müßte.
Es wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausreichen, nur den Head Coach und seinen Trainerstab zu feuern. Die Probleme lägen viel tiefer. Jones wäre zu starrsinnig, die nötigen Änderungen vorzunehmen.
„Troy weiß, was da vorgeht,“ meldete sich Hall of Fame Mitglied und Super Bowl Sieger Roger Staubach zu Wort. „Wenn Troy etwas wie das sagt, dann sollte man auf Troy hören, denn er weiß wovon er spricht. Alles in Allem ist das Team eine große Enttäuschung. Da muß man auch die Position des Head Coaches überdenken. Wir können nicht auf dieser niedrigen Qualitätsstufe weiterspielen und zufrieden mit dem Team sein.“
Aikman ist als Analyst des Senders FOX ganz nah an der NFC und den Cowboys.
Als er als Rookie nach Dallas kam, war die Organisation gerade im Umbruch. Jerry Jones hatte das Team gekauft und den sehr beliebten Head Coach Tom Landry gefeuert. Für die Fans war das ein Sakrileg.
Jones kann also harte Entscheidungen treffen, warum macht er es dann nicht mehr?
Für die 3-5 Cowboys geht es im Sunday Night Spiel bei den 4-4 Eagles fast schon um Alles. Doch auch Philadelphia darf sich keine Niederlage erlauben, um an den 5-3 Redskins dranzubleiben.
Die haben aber mittlerweile so große Verletzungssorgen in der Offensive Line, daß Running Back Adrian Peterson in einem Interview sagte, daß er sich jetzt besonders anstrengen müsse, um sich seine Laufwege zu suchen und seinen Quarterback zu entlasten.
Die NFC East ist noch für alle Teams zu gewinnen, rechnerisch sogar für die 1-7 Giants.

Zur Kasse bitte
hieß es für Kevin Byard. Der Safety der Titans fing einen Pass in der Endzone von Quarterback Dak Prescott ab und feierte das auf dem Logo der Cowboys in der Mitte des Feldes. Das kostete ihn $10.026 wegen Verhöhnung.
Byards Kommentar dazu: „Das war es wert, das war es wirklich wert.“

Der Lazarettreport
Ravens: Quarterback Joe Flacco hat sehr wahrscheinlich eine Hüftverletzung. Die könnte ihn einige Wochen vom Einsatz abhalten.
Wer ist definitiv „Out“ am Sonntag?

Jaguars: Cornerback A.J. Bouye (Wade) und Rookie Cornerback Quenton Meeks (Knie)

Bills: Tight End Charles Clay (Oberschenkel) und defensive End Trent Murphy (Knie), Veteran Quarterback Derek Anderson (Gehirnerschütterung)

Falcons: kicker Matt Bryant (Rechter Oberschenkel)

Eagles: Die Cornerbacks Sidney Jones (Oberschenkel) und Jalen Mills (Fuß)

Lions: Cornerback Darius Slay (Knie) und Guard T.J. Lang (Nacken)

Chargers: defensive End Joey Bosa (Fuß)

Titans: Tackle Jack Conklin (Gehirnerschütterung)

Cardinals: defensive Tackle Robert Nkemdiche (Wade) und Wide Receiver Chad Williams

Saints: Defensive End Marcus Davenport (Zeh)

Packers: Cornerback Kevin King (Oberschenkel)

Bengals: Wide Receiver A.J. Green (Zeh), Linebacker Vontaze Burfict (Hüfte), Linebacker Nick Vigil (Knie), Cornerback Darqueze Dennard (Sternoklavikularluxation), und Tight End Tyler Kroft (Fuß)

Redskins: Running Back Chris Thompson (Rippen) und Tackle Trent Williams (Daumen)

Buccaneers: Running Back Ronald Jones (Oberschenkel), Guard Evan Smith (Hüfte, Handgelenk) und defensive End Vinny Curry (Knöchel)

Cowboys: Linebacker Sean Lee (Oberschenkel), defensive End Taco Charlton (Schulter), defensive End David Irving (Knöchel), Wide Receiver Tavon Austin (Leiste) und Rookie Guard Connor Williams (Knie)

Freitag, 9. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 10 - Der Donnerstag
roethlis200Damit konnte man nun wirklich nicht rechnen, daß die Panthers so eine erbärmliche Leistung in Pittsburgh bringen würden.
Oder waren die Steelers so stark?
Die Steelers waren einfach zu stark für Carolina. Auf allen Positionen beherrschten sie die Panthers. Quarterback Cam Newton kam nicht dazu selber zu laufen. Nur 10 Yards erzielte er mit zwei Läufen. Meistens war er im Rückwärtsgang, um einer entfesselten Defense zu entkommen. Fünf Mal wurde er gesackt.
Und Steelers Quarterback Ben Roethlisberger (Bild) hatte einen Karrieretag. Er vervollständigte 22 seiner 25 Pässe für 328 Yards und 5 Touchdowns. Direkt der erste Spielzug war ein 75 Yards Touchdownpass auf JuJu Smith-Schuster.
Cam Newton: 23 von 29 für 193 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Während die Steelers also Newton im Griff hatten, konnte die Defense der Panthers James Conner nur bedingt stoppen. Der Running Back blieb zum ersten mal seit langen unter 100 Laufyards. Mit 13 Läufen kam er nur auf 65 Yards bei einem Touchdown. Und er fing nur einen Pass für acht Yards. Diese Allzweckwaffe wurde also im Griff gehalten.
Bei den Panthers gibt es mit Running Back Christian McCaffrey auch eine Allzweckwaffe. Er stellte Pittsburghs Defense auf eine harte Probe. Doch mit 77 Yards und einem Touchdown aus 14 Läufen blieb er auch unter seinen Möglichkeiten. Er fing zusätzlich fünf Pässe für 61 Yards und 2 Touchdowns.
Bereits zur Pause hätte das Spiel enden können. Pittsburgh führte schon 31:14. In der zweiten Halbzeit hatte Carolinas Offense noch weniger zu melden, als in Runde 1. Sie kamen nur noch zu einem weiteren Touchdown in der Müllzeit, als der Sieg der Steelers schon lange feststand.
Am Ende hieß es Carolina 21:52 Pittsburgh.
Die Steelers stehen jetzt mit 6-2-1 Siegen alleine auf Platz eins der AFC North.
Carolina bleibt mit 6-3 Siegen weiter auf Platz zwei der NFC South hinter New Orleans.
Panthers Safety Eric Reid wurde vom Platz gestellt. Er sprang den mit den Füßen voraus schlitternden Roethlisberger an und erwischte ihn mit den Schulterpads am Helm.

Kurzberichte
Die Rams werden vor dem Spiel gegen die Seahawks einen Moment der Stille abhalten.
Sie gedenken der Opfer des Massakers in Thousand Oaks am Mittwoch.
12 Menschen verloren dabei ihr Leben.

„Wir stinken,“ hat Jerry Jones jetzt schriftlich.
Rylan Wood, sieben Jahre alt, knallharter Cowboys Fan, ist es leid, den armseligen Vorstellungen seines Teams zuzusehen.
Er schrieb einen Brief an Teambesitzer Jerry Jones, den Rylans Mutter auf Facebook veröffentlichte.
Nach dem Horror-Spiel gegen die Titans setzte Rylan sich hin und schrieb sich den Frust über den Mist, den er da gesehen hatte, von der Seele.
„Sie haben meine Mutter und mich sehr unglücklich gemacht,“ schrieb er. „Bei jedem Spiel schreit sie den Fernseher an und schaltet ihn vorzeitig aus. Wir wollen ja an die Cowboys glauben, doch es ist hart.“
Der Siebenjährige hat den Nerv aller Cowboys Fans getroffen.

92 Jahre alt wurde Wally Triplet.
Der ehemalige Running Back der Lions war der erste Afro- Amerikanische Spieler, der in der Draft einberufen wurde und in einem regulären NFL Spiel spielte.
Triplet verstarb am Dienstag, 6.11. 18.

Donnerstag, 8. November 2018

Kurzberichte
bryant-dez6Tatsächlich.
Nachdem er so viele Teams besucht hatte, und es nie zu einem Vertragsabschluß kam, hat Dez Bryant ein neues Team gefunden.
Der ehemalige Wide Receiver der Cowboys unterschrieb für ein Jahr in New Orleans.
Quarterback Drew Brees zeigte sich hocherfreut über diese Nachricht.
Die Fans wird es auch freuen, sehen sie doch, daß die Teamleitung voll auf Super Bowl Kurs ist.
Bryant kam 2014 zu den Cowboys und spielte in drei Pro Bowls. In den letzten zwei Saisons war er allerdings öfter verletzt und seine Produktivität ließ nach.
Ob der 30-jährige bei den Saints zu alter Form auflaufen kann, bleibt deshalb abzuwarten.
Cowboys (leider noch) Head Coach Jason Garrett sagte, daß er sich für Bryant freue.
Übrigens, in Woche 13 steht Saints at Cowboys auf dem Programm.

Es gibt eine LeVeon Bell Sichtung in Pittsburgh, doch der streikende Running Back hat sich noch nicht beim Team gemeldet.
Muß er auch nicht. Wie Jay Glazer letzte Woche in der FOX Vorberichterstattung erklärte, wäre Bell auch dann ein Free Agent nach der Saison, wenn er nicht in dieser Saison noch für die Steelers spielt.
Bisher war ja immer die Rede davon, daß er nach der Saison weiter an die Steelers gekettet wäre, wenn er nicht ein Minimum an Spielen für sie bestreitet.
Doch laut Glazer ist das nicht ganz richtig. Bell hat genug Jahre für die Steelers gespielt, um nach der Saison auf jeden Fall ein Free Agent werden zu können.
Wir werden sehen, was denn nun stimmt.
Die Teamkollegen von Bell sind es jedenfalls leid, und keiner wartet mehr sehnsüchtig auf die Rückkehr des Running Backs.

Könnte es mal ein gutes Thursday Night Football Spiel geben?
Vom Papier her ja, denn mit den 5-2-1 Steelers und den 6-2 Panthers treffen zwei Schwergewichte der Liga aufeinander.
Für Carolina kommt es darauf an, Running Back James Conner zu stoppen, der auch als Receiver eine Macht ist. Zur Zeit ist er auf dem Weg 2.170 Yards insgesamt bis zum Saisonende zu erzielen.
Pittsburgh muß Quarterback Cam Newton in den Griff bekommen, der sehr viel selber läuft und dabei ordentlich Yards macht.
Es könnte sich lohnen, das Spiel anzusehen.

Dolphins Head Coach Adam Gase und die Teamleitung wurden zu einer Geldstrafe verdonnert. Sie haben falsche Verletzungsberichte abgegeben.
Der an der Schulter verletzte Quarterback Ryan Tannehill wurde für das Training am 11. Oktober als voll einsatzfähig gelistet. Doch nach Recherchen der Liga hätte er als eingeschränkt gelistet werden müssen.
Das kostete die Dolphins $30.000 und Gase $15.000.
Für das Spiel gegen Green Bay meldete Gase Tannehill bereits jetzt als nicht einsatzbereit.

Die Vikings verpflichteten Ameer Abdullah.
Der Running Back war gerade erst von den Lions gefeuert worden.

Die Raiders trennten sich von Bruce Irvin.
Die Falcons verpflichteten den Pass Rusher für ein Jahr und $3,2 Millionen.

Bei den Jets zweifelt man an Sam Darnold. Nach seiner vier Interception Vorstellung gegen die Dolphins wurde überlegt, ihn auf die Bank zu setzen.
Das hat sich erledigt. Eine Fußverletzung verhindert Darnolds Einsatz gegen die Bills. Josh McCown wird starten.

Zwei ehemalige NFL Spieler sind in das Repräsentantenhaus der USA gewählt worden.
Ex Colts Wide Receiver Anthony Gonzales gewann die Wahl in Ohio für die Republikaner.
In Texans zog Ex-Titans Linebacker Colin Allred für die Demokraten ins House of Representatives ein.

Die besten Spieler der Woche 9
AFC

OFFENSE: RB KAREEM HUNT, KANSAS CITY CHIEFS
141 Gesamtyards, 3 gesamt Touchdowns

DEFENSE: CB DESMOND KING, LOS ANGELES CHARGERS
3 Tackles, 1 abgewehrter Pass, 1 Interception zum Touchdown zurückgetragen.

SPECIAL TEAMS: P MATT HAACK, MIAMI DOLPHINS
Durchschnittlich 44,7 Yards pro Punt, 7 innerhalb der 20

NFC
OFFENSE: WR MICHAEL THOMAS, NEW ORLEANS SAINTS
12 gefangene Pässe für 211 Yards, 1 Touchdown

DEFENSE: DE DANIELLE HUNTER, MINNESOTA VIKINGS
9 Tackles, 3,5 Sacks, 1 Touchdown

SPECIAL TEAMS: P BRADLEY PINION, SAN FRANCISCO 49ERS  
Durchschnittlich 54,7 Yards pro Punt, 1 innerhalb der 20

Mittwoch, 7. November 2018

Kurzberichte
gruden-jon-raiders1Die Raiders verteidigten ihren letzten Platz im Power Ranking der NFL.
Das war zu erwarten.
Oben gab es einen Wechsel. Die Rams thronten bisher an der Spitze mit 8-0 Siegen. Dicht hinter ihnen folgten die Saints mit 6-1 Siegen.
Am Wochenende trafen die beiden Teams aufeinander und die Saints gingen als Sieger vom Platz. Das katapultierte sie auf Platz 1 der Power Rankings und die Rams rutschten auf Platz 2 ab.
Auf Platz 3 bleiben die Patriots als bestes AFC Team, gefolgt von den Chiefs.

Ex-Cowboys Wide Receiver Dez Bryant verhandelt mit den Saints.
Bryant hat schon mit mehreren Teams verhandelt, seit Dallas ihn im April gefeuert hat. Doch von den Saints hört man, daß sie mit seinem Probetraining bei ihnen, sehr angetan waren.
Und Bryant möchte ja nur zu einem Team mit echten Playoff-Chancen gehen. Das sind die Saints definitiv.
Bleibt das Finanzielle, und Bryants Forderungen sind recht hoch.

Monday Night Football
Es wartet das Spiel der Spiele auf uns. Ein weiterer Verlierer Bowl wird uns rocken.
Während die 49ers aus der Not heraus rätseln, wer als Quarterback antreten wird, versuchen die Giants noch mehr Elend zu vermeiden.
Und so wurde bekanntgegeben, daß San Francisco (2-7) mit Nick Mullens startet, der die Raiders in ihre Einzelteile zerlegte, und die Giants (1-7) immer noch mit Eli Manning, der von den Verteidigungen zerlegt wird.
Die Einschaltquoten werden stimmen, gehören doch bei Städte zu den ganz großen TV-Märkten, aber wird sich das Einschalten auch lohnen, um diese beiden Loser anzusehen?

Bruce Irvin fand keinen Abnehmer.
Der 31 Jahre alte Defensive End der Raiders wurde auf die Transferliste gesetzt, doch kein Team interessierte sich für ihn.
Jetzt ist er ein Free Agent und kann von sich aus ein neues Team suchen.

Bei den Patriots trumpfte Malcolm Butler auf. Bei den Titans verschwindet der Cornerback in der Versenkung.
Doch Head Coach Mike Vrabel will an ihm festhalten und zumindest in der Rotation halten.
Butler wurde im letzten Super Bowl aus immer noch unbekannten Gründen von Patriots Head Coach Belichick nicht eingesetzt. Damals galt Butler noch als einer der besten Cornerbacks der Liga.
Nach seinem Wechsel nach Tennessee hat Butler nett ausgedrückt bisher unauffällig gespielt. Nur drei andere Cornerbacks haben mehr Passyards an die Wide Receiver, die sie bewachen sollten, abgegeben.
Am Sonntag spielen die Titans gegen New England. Vielleicht läuft Butler gegen sein altes Teams zu alter Stärke auf?

Die Lions trennten sich von Running Back Ameer Abdullah.
Sie verpflichteten Wide Receiver Bruce Ellington und brachten Running Back Zach Zenner zurück.

Der Lazarettreport
Packers: Wide Receiver Geronimo Allison wurde mit einer Leistenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt. Seine Saison ist beendet.

Cowboys: Rookie Offensive Tackle Connor Williams, Knie, Ausfallzeit ungewiß.

Dienstag, 6. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 9 - Der Montag
garrett-jason3
Es ist Dienstagmorgen. Nach einer halloweenmäßigen Horrorvorstellung der Dallas Cowboys im eigenen Stadion gegen eins der schlechtesten Teams der schlechtesten Division der Liga liest man noch nirgendwo, daß Head Coach Jason Garrett (Bild) endlich gefeuert worden wäre.
Teambesitzer Jerry Jones betonte ganz im Gegenteil, daß er nicht vorhabe, seinen Head Coach zu feuern.
Das läßt einen fassungslos zurück.
Die Titans hatten es leicht. Was macht die Dallas Offense beim ersten Versuch?
Laufspiel!
Immer und immer wieder.
Die Titans stoppten das, und zwangen die Cowboys immer wieder in 2. und weit und 3. und weit Situationen. Immer wieder wurde Quarterback Prescott unter Druck gesetzt und noch weiter zurückgedrängt.
Dabei begann das Spiel, als würde es zu einem Desaster für Tennessee werden. Direkt der erste Drive der Cowboys endete mit einem Touchdown. Zwei Ballbesitze der Titans endeten mit Ballverlusten an die Cowboys. Doch ein verschossenes Field Goal und ein abgefangener Pass von Prescott in der Endzone sorgten dafür, daß Dallas nicht 17:0 in Führung ging. Die Titans blieben im Spiel und kamen immer besser in Rhythmus.
Titans Quarterback Marcus Mariota kam auf 21 von 29 für 240 Yards und 2 Touchdowns.
Dak Prescott kam auf 21 von 31 für 243 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.
Optisch war Titans Running Back Dion Lewis seinem Gegenüber Ezekiel Elliott um Längen überlegen, doch ein Blick auf die bloßen Zahlen zeigt, daß dieser Eindruck täuscht. Lewis: 19 Läufe für 62 Yards, Elliott 17 Läufe für 61 Yards. Selbst bei den gefangenen Pässen liegen die beiden gleichauf, Elliott fing vier Pässe für 51 Yards, Lewis 4 für 60 Yards und 1 Touchdown. Damit war er auch bester Receiver seines Teams.
Bester Receiver der Cowboys war Neuzugang Amari Cooper. Der Wide Receiver fing 5 Pässe für 58 Yards und 1 Touchdown. Sollte die Trainercrew der Cowboys es schaffen, ihn besser einzusetzen, dann könnte er den Unterschied machen. Doch dazu dürfte dieser Trainerstab absolut nicht in der Lage sein. Sie werden ihr eindimensionales System weiter durchziehen, weil sie es nicht besser können.
Tennessee gewann hochverdient mit 28:14 und bleibt mit 4-4 Siegen den 6-3 Texans auf den Fersen.
Dallas fiel auf 3-5 und hat die 4-4 Eagles und die 5-3 Redskins vor sich.

Kurzberichte
„Zu diesem Zeitpunkt werden wir an unserem Kurs festhalten,“ meinte Broncos General Manager John Elway auf die Frage, ob und wie man auf die schlechte Saison reagieren wird?
„Ich glaube es gibt genug gute Sachen, die bei uns vorgehen und so wie wir spielen. Ich bin dieses Jahr sehr viel zuversichtlicher, als ich letztes Jahr war.“
Sagt der Chef eines 3-6 Teams.
Aber OK, nur nie den Humor verlieren.

Die Lions feuerten Special Teams Coordinator Joe Marciano.

Zwar konnten die Chargers die Seahawks mit 25:17 knapp schlagen, doch die Leistung ihres Kickers stimmte nicht.
Caleb Sturgis verschoß zwei Extrapunkte und ein Field Goal und bekam dafür den Tritt.
Das Team nahm Rookie Michael Badgley aus dem Trainingsteam in den 53 Mann Kader auf.

Spieletausch in Woche 11.
Die Jaguars sind mal wieder so schlecht, wie man sie gewohnt ist. Mit 3-5 Siegen liegen sie auf dem letzten Platz der AFC South. Deshalb wurden sie aus dem Sunday Night Football Spiel geworfen. Die Partie Steelers at Jaguars wurde auf 19 Uhr verlegt.
In der Sunday Night treffen sich jetzt die 5-3-1 Vikings und die 5-3 Bears. Da geht es um den Spitzenplatz der NFC North. Das Spiel der Eagles in New Orleans wird von 19 Uhr auf 22:25 Uhr verschoben

Chris Johnson hat seine Karriere beendet.
Der Running Back kam 2008 in der ersten Runde zu den Titans.
Er beendet seine Karriere mit 9.651 Yards und drei pro Bowl Teilnahmen.

Steelers Running Back LeVeon Bell hat sein Heim in Miami verlassen. Per Twitter sagte er: „Farewell Miami.“
Ob ihn sein Weg jetzt nach Pittsburgh führt?
Abwarten.
Wird er von den Steelers sehnsüchtig erwartet?
Kaum... „Ganz ehrlich, das interessiert niemanden mehr,“ sagte Guard David DeCastro.

„Ich habe idiotischen Football gespielt,“ sagte Jets Rookie Quarterback Sam Darnold über seine Leistung gegen Miami.
Ob das stimmt, weiß ich nicht, Jets Dolphins gehört nicht zu den Spielen, die ich auf dem Schirm habe, aber ich glaube Darnold das jetzt einfach mal, nach vier Interceptions.

Sharrif Floyd verklagt den Orthopäden Dr. James Andrews auf $180 Millionen.
Floyd, ein ehemaliger Defensive Tackle der Vikings, ist sicher, daß er 2016 bei einer Operation von Andrews am Knie permanente Nerven und Muskelverletzungen erlitt.
Floyd kam 2013 als 23. Spieler der Draft zu den Vikings. 2016 konnte er nur an einem Spiel teilnehmen und spielte 2017 gar nicht. Vor der Saison 2018 wurde er von den Vikings entlassen.

Der Lazarettreport
Die Redskins hat es schlimm erwischt. Sie verloren die Guards Brandon Scherff (gerissener Brustmuskel) und Shawn Lauvao (gerissenes Kreuzband) und Receiver Paul Richardson (Schultergelenk) für den Rest der Saison.

Bengals Wide Receiver AJ Green verletzte sich In Woche 8 an einem Zeh. Er muß nicht operiert werden, fällt aber etwa zwei Wochen aus.

Cowboys: Linebacker Sean Lee, wieder eine Oberschenkelverletzung. Er wird mal wieder einige Zeit ausfallen.

Titans: offensive Tackle Jack Conklin, Gehirnerschütterung

Packers: Offensive Tackle Bryan Bulaga (Knie)
Linebacker Blake Martinez, Knöchel
Safety Kentrell Brice, Knie

Dolphins: Tackle Ja'Wuan James, Patellasehne

Broncos: Center Matt Paradis, gebrochenes Schienbein und Bänderrisse, Saison beendet.

Bills: Running Back Chris Ivory, Schulter
Tight End Charles Clay, Oberschenkel

Browns: Rookie Cornerback Denzel Ward, Hüfte
Cornerback E.J. Gaines, Gehirnerschütterung
Linebacker Christian Kirksey, Oberschenkel

Dolphins: offensive Tackle Laremy, Knie

Texans: Linebacker Duke Ejiofor, Schulter

Seahawks: Safety Bradley McDougald, Knie
Running Back Chris Carson, Hüfte

Vikings: Tight End David Morgan, Knie

Chargers: defensive Tackle Darius Philon, Knöchel

Montag, 5. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 9 - Der Sonntag
brees-drew-400
Kein Team ist mehr ungeschlagen. Die New Orleans Saints sind nach ihrem Sieg über die Rams ganz klar auf Playoffkurs.
Los Angeles hat in der ersten Halbzeit zu viele Punkte liegengelassen, die am Ende bitter fehlten. Zunächst versuchten die Rams ein Fake Field Goal um einen weiteren First Down zu erzielen, scheiterten aber Zentimeter vor der Linie.
Dann setzte Kicker Greg Zuerlein ein Field Goal aus 51 Yards rechts neben die Stangen. So ging es mit 35:17 für New Orleans in die Halbzeit.
Die Rams legten im zweiten Durchgang los wie die Feuerwehr. Tatsächlich kamen sie noch zum 35:35 Ausgleich.
Den hatten sie sich redlich verdient.
Doch die Saints waren noch nicht am Ende. Ihre Defense galt statistisch vor dem Spiel als beste gegen das Laufspiel. Allerdings hatten die Saints es bisher noch nicht wirklich mit Spitzen Running Backs zu tun. Da kam der zur Zeit beste Running Back der Liga, Todd Gurley, als Streßtest gerade recht. Und die Saints Defense hielt. Sie erlaubte Gurley nur 68 Yards und 1 Touchdown.
Alvin Kamara von den Saints erzielte 82 Yards und 2 Touchdowns.
Doch wenn es auf dem Boden nicht klappt, nehmen die Rams den Weg durch die Luft. Quarterback Jared Goff kam auf 28 von 40 für 391 Yards, 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Drew Brees (Bild) von den Saints kam auf 25 von 36 für 346 Yards und 4 Touchdowns.
Alles in Allem hat dieses Spiel endlich mal gehalten, was man sich im Vorfeld davon versprochen hat. Erst fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels gab es den ersten Punt.
Das Endergebnis von 45:35 für New Orleans geht voll in Ordnung. Mit ihnen ist zu rechnen. Sie führen die NFC South mit 7-1 Siegen an.
Die Panthers gewannen ein in der zweiten Halbzeit wildes Spiel gegen die Buccaneers und stehen bei 6-2. Die Falcons gewannen gegen die Redskins und haben mit 4-4 Siegen eine nur noch geringe Chance auf die Playoffs.
Die Rams stehen mit 8-1 an der Spitze der NFC West. Die Seahawks sind nach ihrer Niederlage gegen die Chargers mit 4-4 kein echter Verfolger.

Die Ravens stehen mit dem Rücken zur Wand.
Für Head Coach John Harbaugh gab es bereits vor der Saison die Direktive Playoffs oder Arbeitsamt.
Es könnte auf letzteres hinauslaufen.
Die Steelers warten immer noch auf die Rückkehr von Running Back LeVeon Bell, doch warum?
James Conner erzielte 107 Laufyards und 56 Passyards und 1 Touchdown. Damit war er zu viel für die Ravens Defense, die zu den besseren der Liga gehört. Doch die Offense der Steelers war zu viel für Baltimores Defense an diesem Tag. Pittsburgh verwandelte 10 seiner 16 dritten Versuche in neue First Downs.
Mit 47 Pässen hatte Quarterback Ben Roethlisberger wieder genug zu tun. 28 davon kamen an für 270 Yards und 2 Touchdowns.
Joe Flacco von den Ravens brachte es auf 23 von 37 für 209 Yards und blieb ohne Touchdown und Interception.
Das Spiel war der erwartet harte AFC North Schlagabtausch und ging mit 23:16 an die Steelers.
Die führen die Division jetzt mit 5-2-1 Siegen an, ganz knapp vor den 5-3 Bengals, die Spielfrei hatten.
Baltimore folgt mit 4-5 Siegen. Sie bleiben also in Reichweite, sollten aber ihre Niederlagenserie, die jetzt drei Spiele in Folge beträgt, abstellen. Sie haben jetzt eine spielfreie Woche lang Zeit, sich etwas gegen die Bengals einfallen zu lassen.

Das Primetimespiel zeigte die Packers bei den Patriots.
Dieses Spiel blieb weit unter den Erwartungen.
New England gewann recht ungefährdet mit 31:17.
Nimmt man die Statistiken der beiden 12er Quarterbacks, dann könnte man meinen, es hätte mehr Punkte geben müssen. Aaron Rodgers von den Packers kam auf 24 von 43 für 259 Yards und 2 Touchdowns.
Tom Brady brachte es auf 22 von 35 für 294 Yards und 1 Touchdown, ohne Tight End Rob Gronkowski, der verletzt fehlte.
Die Packers hätten den Sieg sehr viel nötiger gehabt, als die Pats. Green Bay steht mit 3-4-1 hinter den 5-3 Bears, die die Bills zerlegten, und den 5-3-1 Vikings, die gegen Detroit gewannen.
Abgeschlagen sind die Packers noch nicht, aber mehr Niederlagen sollten sie sich nicht leisten.
Die Patriots führen wie gewohnt die AFC East an, mit 7-2. Die Dolphins besiegten die Sturzflieger aus New York und sehen mit 5-4 wie die Verfolger New Englands aus.

Der Lazarettreport
Den gibt es dann wieder erst morgen.

Sonntag, 4. November 2018

Kurzberichte
bradford-sam-acNur acht Wochen dauerte Sam Bradfords (Bild) Zeit bei den Cardinals.
Er startete in den ersten drei Spielen, wurde aber fünf Minuten vor Ende des Spiels in der dritten Woche auf die Bank gesetzt. Rookie Josh Rosen kam für ihn herein und wurde dann zum Starter ernannt.
Nicht daß das was daran geändert hätte, daß Arizona zu den miesesten Teams der Liga gehört. Mit 2-6 Siegen sind sie hervorragend plaziert, im Kampf um einen guten Draftplatz.
Rosen hat eben das selbe Problem wie Bradford, er spielt hinter der wohl schlechtesten O-Line der Liga. Das will was heißen, wenn man an die O-Lines der Bills und der Raiders denkt. Schlechter zu sein als die, ist nahezu unmöglich.
Bradford hatte vor der Saison einen $20 Millionen Vertrag über zwei Jahre abgeschlossen. $15 Millionen davon sind garantiert. Nach der Saison 2018 schulden die Cardinals ihm nichts mehr, wenn sie ihn entlassen. Und das ist ja jetzt schon zur Halbzeit der Saison so gekommen.

Tom Brady steht vor einem neuen persönlichen Meilenstein.
Noch drei Laufyards und er kommt auf 1.000 Yards. Selber zu laufen ist nicht Bradys Ding. Doch in seiner langen Karriere ist er 570 mal selber gelaufen. Dabei erzielte er 1,7 Yards pro Lauf und 19 Touchdowns.
2018 lief er 13 mal selber für 29 Yards und zwei Touchdowns.
Ob er heute gegen Green Bay schon die fehlenden drei Yards erzielt, das werden wir im heiß erwarteten Sunday Night Football Spiel sehen.

Die Bears setzten Guard Kyle Long mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste.

Samstag, 3. November 2018

Was steht am Sonntag an?
flacco-joe-sbNach dem ersten Spiel gegen die Ravens in dieser Saison meinte Baltimores Quarterback Joe Flacco (Bild), daß die Steelers Defense recht schwach gewesen wäre.
Und in Pittsburgh gab man ihm Recht. Am 30. September hätten sie nicht ihr härtestes Spiel gespielt, gab die Steelers Defense zu.
In Woche vier konnten die Ravens gewinnen.
Doch am Sonntag möchte man Flacco zeigen, wie sehr man sich seitdem verbessert hat. Zumal die beiden AFC North Kontrahenten seitdem in verschiedene Richtungen marschieren. Die Steelers kamen etwas besser in Fahrt, und Flacco ließ in seiner Leistung wie gewohnt nach.
Es wartet der gewohnt harte Divisionsrivalen Schlagabtausch auf die Fans.
Und vergessen wir nicht das Spiel in der späten Zeitschiene, Rams at Saints. Kein Divisionsduell, aber ein 8-0 Team gegen ein 6-1 Team. Das sollte ein Leckerbissen werden, bevor es Nachts den Kracher Packers at Patriots gibt.

Nick Mullens
Bei den 49ers war nach dem Tag, an dem sie die Raiders demütigten, viel Bewegung.
Sie verpflichteten Quarterback Tom Savage zum dritten Mal. Zuerst wurde er am 16. 10. verpflichtet und am 20. 10. gefeuert. Am 22. 10. wurde er erneut verpflichtet und am 31. 10, wieder entlassen. Am Freitag wurde er dann zum dritten Mal ins Team geholt.
Ob Nick Mullens in Woche 10 startet, das konnte Head Coach Mike Shanahan noch nicht sagen. Auch wenn Shanahan meinte, daß Mullens wie eine Maschine da draußen funktioniert hätte, könne man nach einem Spiel, zumal gegen eine so schlechte Defense, nicht überreagieren.
CJ Beathard hat eine Verletzung am Handgelenk der Wurfhand, die bis dahin abgeklungen sein sollte. Gegen Oakland war er als Ersatz- Quarterback dabei. Savage ist die Nr. drei im Team, Mullens wäre die Nr. 2, wenn Beathard starten sollte.
Doch kann der Head Coach das, was Mullens gezeigt hat, einfach ignorieren?
Auch wenn es nicht wirklich etwas aussagt, hier ein kurzer Blick auf die ersten Spiele zweier recht bekannter 49ers Quarterbacks
Joe Montana: 36 Passyards, 0 Touchdowns
Steve Young: 80 Passyards, 1 Touchdown.
Und Mullens: 262 Passyards, 3 Touchdowns, 151,9 Passerwertung. Nur Alex Smith hatte in seinem ersten Spiel für San Francisco am 29.10.12 mit 157,1 Punkten eine bessere Wertung.
Zwei Spieler wurden auf die Verletztenliste gesetzt, Running Back Raheem Mostert und Cornerback Emmanuel Moseley. Mostert wurde am Freitag an einem Armbruch operiert, den er sich gegen Oakland zuzog. Auf der Position des Running Backs ist jetzt echte Not am Mann bei den Niners.

Der Lazarettreport
Wer kann definitiv nicht spielen?
Patriots: Guard Shaq Mason (Wade)

Vikings: Linebacker Anthony Barr (Oberschenkel), Guard Tom Compton (Knie) und Running Back Roc Thomas (Oberschenkel)

Browns: Linebacker Joe Schobert (Oberschenkel)

Jets: Tight End Neal Sterling (Gehirnerschütterung)

Dolphins: Cornerback Cordrea Tankersly, Kreuzbandriss, Saison beendet

Panthers: Wide Receiver Torrey Smith (Knie)

Broncos: Linebacker Brandon Marshall (Knie), Cornerback Bradley Roby (Knöchel), Safety Darian Stewart (Nacken) und Wide Receiver DaeSean Hamilton (Knie)

Falcons: Cornerback Robert Alford (Knöchel) und kicker Matt Bryant (Oberschenkel)

Redskins: Left Tackle Trent Williams (Daumen/Schulter), Running Back Chris Thompson (Rippen) und Wide Receiver Jamison Crowder (Knöchel)

Chiefs: Center Mitch Morse (Gehirnerschütterung) und Linebacker Frank Zombo (Oberschenkel)

Buccaneers: Running Back Ronald Jones (Oberschenkel) und offensive Lineman Evan Smith (Hüfte)

Chargers: Defensive End Joey Bosa (Fuß)

Ravens: Die Offensive Tackles James Hurst (Back) und Ronnie Stanley (Knöchel) und Linebacker Tim Williams (Knöchel)

Die Oakland Raiders setzten offensive Tackle T.J. Clemmings (Knie) auf die IR Liste

Freitag, 2. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 9 - Der Donnerstag
mullensDie 1-6 Raiders gegen die 1-7 49ers, kein Spiel über das es sich zu berichten gelohnt hätte, wäre da nicht Nick Mullens (Bild) gewesen.
Der Quarterback kam 2017 ungedraftet zu den 49ers. Nachdem Jimmy Garoppolo mit einem Kreuzbandriss für die Saison ausgefallen war, und sich Ersatzmann Beathard letzten Sonntag gegen die Cardinals am Handgelenk verletzte, mußte eben dieser Mullens ran.
Und er zerlegte die Offense der Raiders, als hätte er die Erfahrung der Nr. 4 seines Trikots eingehaucht bekommen. Nein, nicht die Nr. 4 auf der Gegenseite, Derek Carr, sondern DIE Nr. 4, Brett Favre.
Zugegeben, man kann die Defense der Raiders nicht wirklich als Maßstab nehmen, aber so eiskalt, nach einer so kurzen Vorbereitungszeit, in einem Thursday Night Football Spiel so aufzutrumpfen, das ist bemerkenswert.
Die Stats der beiden Nr. 4 in diesem Spiel:
Nick Mullens: 16 von 22 für 262 Yards, 3 Touchdowns.
Derek Carr: 16 von 21 für 171 Yards.
Und das Endergebnis von 34:3 für San Francisco schmeichelt Oakland noch.
Im Rennen um den ersten Draftpick liegen die Raiders jetzt mit 1-7 knapp vor den 2-7 49ers. Die treffen als nächstes auf die 1-7 Giants. Dieses weitere Gipfeltreffen um einen guten Draftplatz darf dann ESPN am Montag dem 12. November übertragen.
Für die Raiders sieht es nicht schlecht aus. Sie liegen gut im Rennen um gute Draftplätze, denn sie haben für abgegebene Spieler mehrere Picks in Runde eins bekommen, und sie haben über $75 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Damit kann man ein gutes Team aufbauen.

Kurzberichte
Hue Jackson scheint über eine Menge Humor zu verfügen. Der frisch von den Browns gefeuerte Head Coach meinte, daß seine Entlassung voreilig gewesen wäre. Er hätte nicht beweisen können, zu was er mit seinem verstärkten Spielerkader im Stande gewesen wäre.
Kein schlechter Gag nach zweieinhalb Jahren und einer 3-36-1 S/N Bilanz.

Jameis Winston hat Großes vor.
Der Quarterback der Buccaneers sagt, daß er die Tatsache, daß er auf die Bank gesetzt wurde, als kleinen Rückschritt ansieht, dem ein großes Comeback folgen wird.
Winston wurde noch nie auf die Ersatzbank gesetzt, weder in Jugendligen, noch auf dem College. Er will diese neue, negative, Erfahrung als Anreiz nutzen.
Das kann das Team brauchen. Obwohl er die ersten drei Spiele 2018 suspendiert war, hat er es geschafft nach den drei Spielen an denen er teilnahm, die Liga mit 10 Interceptions anzuführen, zusammen mit Denvers Case Keenum und Sam Darnold von den Jets.
Und Winstons S/N Bilanz von 19-29 als Nr. 1 der Draft 2015 ist katastrophal.

Die Ligazentrale ist zufrieden. Die Schiedsrichterleistungen haben sich nach einem holprigen Start in die Saison deutlich verbessert, heißt es.
Klar gäbe es immer noch Fehlentscheidungen, aber Menschen würden Fehler machen. Doch die großen Fehler, gerade bei den neuen Regeln zur Benutzung des Helmes, die gäbe es nicht mehr.

Donnerstag, 1. November 2018

Kurzberichte
gruden-jon2Hue Jackson ist (endlich) weg aus Cleveland.
Welcher Head Coach ist der nächste?
Wird noch ein weiterer Coach mitten in der Saison gefeuert?
Wie wäre es mit Jon Gruden (Bild)?
Doch es steht nicht zu erwarten, daß die Raiders ihren Einhundertmillionendollar- Head Coach bereits in der Mitte seiner ersten Saison feuern werden, egal, wie sehr er auch bisher versagt hat.
Bleiben wir in der AFC West. Vance Joseph von den Broncos ist ein guter Kandidat. Von 24 Spielen bisher hat er nur acht gewinnen können. Für die Quarterback Misere kann er nichts, die hat General Manager John Elway zu verantworten. Daß aber die Defense unter Joseph auf das niedrige Niveau der Offense abrutschte, das kann man dem Head Coach anlasten.
Weitere Kandidaten sind Dirk Koetter von den Buccaneers, Rookie Head Coach Steve Wilks von den Cardinals und John Harbaugh von den Ravens, der das Team schon lange nicht mehr in die Playoffs führen konnte.
Man könnte die Liste noch etwas länger fortführen, aber das würde zu weit führen.

Heute Nacht gibt es Raiders at 49ers, ein Spiel mit zwei Teams, die es insgesamt auf 2-13 Siege bringen.
Wenden wir uns also lieber einem Spiel mit Bedeutung zu.
Die Green Bay Packers treten im Sunday Night Football Spiel in New England an. Die Patriots führen ihre Division wie gewohnt an, mit 6-2 Siegen. Die Packers haben in der NFC North nur den dritten Platz mit 3-3-1 Siegen. Die Vikings sind dieses Jahr nicht so gut, wie gedacht, und die Bears sind viel besser als gedacht. Beide haben erst vier Siege, liegen also noch in Reichweite der Packers.
Für Green Bay wäre ein Sieg also viel wichtiger, als für die Patriots.
Beide Teams vermissen wichtige Spieler. Die Patriots müssen auf den verletzten Running Back Sony Michel verzichten, die Packers haben Safety Ha-Ha Clinton-Dix an die Redskins abgegeben.
Eigentlich könnte man mit den Quarterbacks Tom Brady und Aaron Rodgers ein offensives Feuerwerk erwarten, aber beide Angriffsreihen haben bisher nicht wirklich überzeugt. Was die Patriots gegen die Bills zeigten, war unterirdisch, nicht nur für ihren hohen Standard.
Und der am Knie verletzte Aaron Rodgers kann seine Offense auch nicht so recht in den Schwung bringen, den man von Green Bay gewohnt ist.
Man könnte von zwei Schwergewichten sprechen, die ins Straucheln geraten sind. Wer wird sich den Sieg holen?
Bedenkt man, daß in diesem Spiel zwei Methusalems aufeinandertreffen, verwundert es einen, daß Brady und Rodgers erst zum zweiten Mal gegeneinander spielen. 2014 gewannen die Packers 26:21.
Aber immerhin ist dieses Spiel eins mit Bedeutung, anders, als diese „Schlacht um die Bucht“. Okay, es ist die letzte Schlacht um die Bucht. Die 49ers und Raiders treffen nur alle vier Jahre aufeinander, und das nächste Mal sind es dann schon die Las Vegas Raiders.
Sehenswerter macht es das Ganze aber nicht.

Die Jaguars verpflichteten einen Quarterback.
Aber Fans, nicht zu laut jubeln, es ist nur Ex- Steelers Quarterback Landry Jones, der auch in Jacksonville nur als Ersatzmann gebraucht wird.
Starter Blake Bortles hat Schmerzen in der linken Schulter. Ob er nach der Freiwoche in Woche 10 spielen kann, steht noch nicht fest.

Die Lions haben gerade erst ihren besten Wide Receiver an die Eagles abgegeben.
Head Coach Matt Patricia wurde dazu von einem Reporter befragt, fühlte sich aber angefressen davon, daß so ein Reporter es wagte, seine Kompetenz in Frage zu stellen. Daraus entwickelte sich ein amüsanter Dialog
Reporter: "Warum glauben Sie, daß dieser Schritt Ihr Franchise besser macht?"
Patricia: "Ah, na ja, weißt du. Tu mir einen Gefallen, setz Dich aufrecht, als wenn Du ein wenig Respekt für das Verfahren hast. Jeden Tag kommst du und fragst mich Fragen, und du bist einfach so, weißt Du wie, ' Gib mir das. '
Reporter: "Ich Sitze... "
Patricia: "Ich bitte nur darum, in diesem ganzen Verfahren ein wenig respektvoll zu sein"
Reporter: "Okay, das ist in Ordnung."
Patricia: "Also stell mir eine professionelle Frage und ich werde Sie für dich beantworten"
Reporter: "Okay. Warum glauben Sie, daß dieser Schritt Ihr Franchise besser macht?"

Die besten Spieler der Woche - 8
Zwei Running Backs als beste Angreifer der Conferences, das gibt es nicht oft, und dann waren es auch noch ein Jungstar und ein Methusalem.
AFC
OFFENSE: RB JAMES CONNER, PITTSBURGH STEELERS
146 Laufyards, 66 Receiving Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: LB DEE FORD, KANSAS CITY CHIEFS
5 Tackles, 3 Sacks, 2 erzwungene Fumbles

SPECIAL TEAMS: K ADAM VINATIERI, INDIANAPOLIS COLTS
2 von 2 Field Goals, 4 von 4 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: RB ADRIAN PETERSON, WASHINGTON REDSKINS
26 Läufe, 149 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: CB P.J. WILLIAMS, NEW ORLEANS SAINTS
6 Tackles, 1 Interception zum Touchdown zurückgetragen

SPECIAL TEAMS: P MICHAEL DICKSON, SEATTLE SEAHAWKS
49,5 durchschnittliche Yards pro Punt, 1 erzielter erster Versuch durch einen Lauf.

Der Lazarettreport
Dolphins: Quarterback Ryan Tannehill kann mit seiner Schulterverletzung immer noch nicht spielen.

Saints: Rookie Defensive End Marcus Davenport, Zeh, etwa einen Monat Pause.

49ers: Linebacker Reuben Foster (Oberschenkel), Safety Jaquiski Tartt (Schulter), und Safety Antone Exum (Gehirnerschütterung) können heute nicht gegen Oakland spielen.

Raiders: Tackle T.J. Clemings (Knie) fällt gegen San Francisco aus.

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Es war viel Bewegung auf dem Tauschmarkt
Thomas-Demaryius2Die Teams waren sehr fleißig beim Tauschen von Spielern, und es waren einige sehr bekannte Namen darunter.
So z.B. Demaryius Thomas (Bild). Der Wide Receiver fängt demnächst keine Pässe mehr von Case Keenum in Denver sondern von Deshaun Watson in Houston.
Thomas hatte seine beste Zeit, als Peyton Manning die Offense der Broncos führte. Mit der nachlassenden Qualität der nachfolgenden Quarterbacks, sank auch Thomas Produktivität. Vielleicht lebt er unter Watson wieder auf?
Die Texans gaben Denver ihren Draftpick in Runde vier.

Die Lions haben ihre Offense geschwächt, die eh nicht so wirklich gut ist. Sie gaben Wide Receiver Golden Tate an die Eagles ab. Die brauchten dringend einen guten Receiver und gaben Detroit dafür einen Drittrundenpick in der Draft.

Packers Wide Receiver/ Running Back Ty Montgomery ignorierte eine Anweisung von Head Coach Mike McCarthy im Spiel gegen die Rams, was Green Bay die Chance auf den Sieg kostete. Kurz darauf stand Montgomery auf der Transferliste.
Die Ravens griffen zu. Sie gaben Green Bay ihren Draftpick in Runde sieben 2020 für ihn.

Die Packers gaben auch Safety Ha Ha Clinton-Dix ab. Die Redskins gaben Green Bay ihren Draftpick in Runde vier für ihn.
Clinton-Dix hat noch kein Spiel in seiner Karriere verpaßt und startete in 55 regulären Saisonspielen für Green Bay.

Die Rams verstärkten ihre Defense mit Dante Fowler. Der Pass Rusher konnte in Jacksonville nie die erwartete Leistung bringen.
Trotzdem mußten die Rams den Jaguars ihre Draftpicks in Runde drei 2019 und Runde fünf 2020 abtreten.

Kurzberichte
Die Seahawks feuerten Wide Receiver Brandon Marshall.
Der möchte aber mit seinen 34 Jahren „absolut“ noch weiterspielen und sucht ein neues Team.

Giants Ersatz Quarterback Kyle Lauletta wurde verhaftet.
Der Rookie war am Montag auf dem Weg zum Training. Dabei wurde er wegen rücksichtslosen Fahrens von der Polizei angehalten. Er widersetzte sich den Anweisungen der Beamten, und überfuhr beinahe einen Polizisten.
Das Team gab dazu noch keinen Kommentar ab.

Dominique Rodgers-Cromartie hat wohl die Nase voll von den Faders.
Der Cornerback hat nach 11 Jahren in der NFL bekanntgegeben, daß er in den Ruhestand tritt, und das mit sofortiger Wirkung.
Erst vor der Saison 2018 hatte er bei den Raiders unterschrieben. Er spielte in 53 defensiven Spielzügen bis Woche sechs.

Die NFL hat die Länge der Suspendierung von Mychal Kendricks bekanntgegeben.
Der Linebacker der Seahawks hatte verbotene Insidergeschäfte getätigt. Trotzdem verpflichteten die Seahawks ihn, wohlwissend, daß er gesperrt werden würde.
Nachdem er zunächst auf unbestimmte Zeit suspendiert war, lautet die Sperre jetzt auf acht Spiele. In Woche 14, gegen die Vikings, kann er wieder eingesetzt werden. Allerdings wird im Dezember das Urteil gegen ihn verkündet, und er könnte 25 Jahre bekommen.

Vier Spiele werden 2019 in England ausgetragen, zwei in London, zwei im neuen Stadion der Tottenham Hotspurs.
Da sollte auch 2018 schon ein Spiel stattfinden, aber Verzögerungen beim Bau verhinderten das.
Welche Teams über den Teich müssen, das wird die Liga noch verkünden. Daß aber die Jaguars die Fans in Übersee wieder belästigen werden, das steht bereits fest.

Der Lazarettreport
Bears: Guard Kyle Long wird mit einer Fußverletzung 6-8 Wochen ausfallen. In den letzten drei Jahren hat er 14 Spiele wegen verschiedener Verletzungen verpaßt.

Steelers: Quarterback Ben Roethlisberger hat einen gebrochenen Zeigefinger an der linken Hand. Da das nicht seine Wurfhand ist, meint Big Ben, daß er kein Spiel verpassen wird.

Bengals: Wide Receiver AJ Green wurde nach dem Sieg gegen Tampa Bay in einem Stützstiefel gesehen. Er hat sich eine Zehenverletzung am rechten Fuß zugezogen.

49ers: Quarterback CJ Beathard hat eine Prellung am rechten Handgelenk. Doch er glaubt, daß er im „Spitzenspiel“ der 1-7 49ers gegen die 1-6 Raiders am Donnerstag spielen kann.

Bills: Quarterback Derek Anderson ist im Gehirnerschütterungsprotokoll.

Patriots: Cornerback Eric Rowe wurde mit einer Leistenverletzung auf die IR Liste gesetzt.

Dolphins: Defensive Tackle Vincent Taylor wurde mit einer Fußverletzung auf die IR Liste gesetzt.

Texans: Wide Receiver Will Fuller wurde mit einem Kreuzbandriss auf die Verletztenliste gesetzt, die die Saison beendet.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Großreinemachen in Cleveland
jackson-hue2
Es war schon erstaunlich, wie lange der Vorstand der Browns sich das hilf- und planlose Wirken von Hue Jackson (Bild) angesehen hat.
Gestern war Schluß. Der unfähige Head Coach wurde gefeuert. Er brachte es seinen Two an a Half Years auf eine S/N Bilanz von 3-36-1. Nimmt man seine äußerst erfolglose Zeit als Head Coach der Raiders dazu, kommt man auf 11-44-1.
Er war nicht der Einzige, der gehen mußte. Wo man schon mal beim Ausmisten war, wurde Offensive Coordinator Todd Haley gleich mitgefeuert.
So weit, so gut, doch in Kreisen der NFL ist man gar nicht so zufrieden mit Jacksons Nachfolger. Die Browns entschieden sich für Defensive Coordinator Gregg Williams als Interimscoach.
Denen, die schon länger dabei sind, ist Williams in schlechter Erinnerung. Er war die treibende Kraft hinter Bountygate. Als Defensive Coordinator der New Orleans Saints hat er von 2009 - 2011 Kopfgelder an seine Spieler gezahlt, die ihre Gegner hart angriffen und verletzten. Wenn ein Gegenspieler vom Platz gefahren werden mußte, gab es $1.000. Höhere Kopfgelder gab es für Starspieler, wie z.B. Aaron Rodgers, Cam Newton oder Brett Favre. In den Playoffs wurden die Summen noch mal erhöht. Dafür wurde Williams 2012 für ein Jahr suspendiert. Auch sein Head Coach Sean Payton wurde für ein Jahr suspendiert.
Daß Williams jetzt als Head Coach ein Team leiten darf, wenn auch nur übergangsweise, das schmeckt vielen nicht. Schon alleine deshalb nicht, weil Williams nie auch nur den Anschein machte, daß er seine Kopfgeldzahlungen bereut.

Kurzberichte
Auch die Cowboys feuerten einen ihrer Assistenztrainer.
Offensive Line Coach Paul Alexander mußte seine Koffer packen. Sein Assistent Marc Colombo wird ihn ersetzen.

Die Buccaneers setzen für das Spiel gegen Carolina wieder auf Ryan Fitzpatrick.
„Ich bin nicht der Typ, der gerne seine Quarterbacks wechselt, aber nach der Vorstellung von Winston am Sonntag bleibt mir nichts anderes übrig,“ meinte Head Coach Dirk Koetter.
Jameis Winston hat in seiner Zeit in der NFL seit 2015 54 Interceptions geworfen. Nur Jaguars Quarterback Blake Bortles liegt mit 55 vor ihm, brauchte aber acht Spiele mehr dazu, als Winston.

Die Teamkollegen von Ty Montgomery sind sauer.
Der Wide Receiver/ Running Back der Packers soll eine Anweisung von Head Coach McCarthy nicht befolgt haben, und das Team hat darunter gelitten.
2:05 Minuten vor Spielende gingen die Rams im Coliseum mit 29:27 in Führung. McCarthy gab die Anweisung, den Kickoff in der Endzone anzunehmen, aber nicht rauszutragen.
Montgomery, der schon einige Minuten zuvor über eine Entscheidung McCarthys wütend war, und seinen Helm zu Boden schleuderte, nahm den Ball und lief los. Er wurde an der eigenen 20 getackelt und verlor den Ball, den die Rams eroberten. Die Chance für Aaron Rodgers, die Packers Offense zumindest noch in Field Goal Reichweite zu bringen, war dahin.
Montgomery gilt jetzt unter seinen Kollegen als Selbstsüchtig.
Zwar versuchte er vor der Presse am Montag seine Entscheidung zu erklären, aber mehr als der Versuch einer miesen Entschuldigung kam dabei nicht heraus.

Die NFL 2018 - Woche 8 - Der Montag
Der Defense der Bills muß man ein Kompliment machen. An ihr hat es nicht gelegen, daß die Patriots als 25:6 Sieger vom Platz gingen.
Hätte Buffalo nicht seine schlechteste Offense in der 59-jährigen Geschichte, dann hätte man New England sogar besiegen können.
Doch so kam es, wie erwartet, die Patriots kamen als Favoriten nach Buffalo und flogen als Sieger nach Hause, mit einem Touchdown der Offense und einem der Defense.
In der Halbzeitpause wurde das Trikot mit der Nr. 34 zur Ruhe gesetzt. Damit wurde Running Back Thurman Thomas geehrt, der von 1988 bis 99 für die Bills spielte und 1991 der wertvollste Spieler der Liga war.

Der Lazarettreport
Eagles: Right Tackle Lane Johnson wird mit einer Knieverletzung mehrere Wochen ausfallen.

Bills: Quarterback Derek Anderson verletzte sich 1:25 Minuten vor Spielende.
Was er hat, wurde nicht bekanntgegeben.
Rookie Linebacker Tremaine Edmunds, Gehirnerschütterung

Patriots: Guard Shaq Mason, Wade

Jaguars: Corner Quenton Meeks (Knie) wird einige Wochen ausfallen.

Bears: Guard Kyle Long (Fuß)

Chiefs: Linebacker Frank Zombo (Oberschenkel). Die Verletzung wird als ernst bezeichnet
Linebacker Anthony Hitchens (Rippen), Woche zu Woche

Buccaneers: Rookie Running Back Ronald Jones, Oberschenkel. Er wird einige Wochen ausfallen.

Montag, 29. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 8 - Der Sonntag
vinatieri-adam3Die Sonntagsspiele tröpfelten so vor sich hin. Doch zumindest ein Spieler konnte erneut NFL Geschichte schreiben, Adam Vinatieri (Bild).
Der Kicker der Indianapolis Colts stellte einen neuen Punkterekord auf. Er brauchte gegen die Oakland Faders nur noch fünf Punkte, um an den 2.544 Punkten von Morten Andersen vorbeizuziehen.
Da Oakland den Colts keine Gegenwehr leistete, gelang Vinatieri das. Er verwandelte 2 von 2 Field Goals und 4 von 4 Extrapunkten kam also auf 10 Punkte im Spiel und 2.550 in der Karriere.
Nachdem Vinatieri Andersen im September mit seinem 566. Field Goal bereits diesen Rekord abnahm, nun also ein weiterer Rekord.
Vinatieris Punkterekord dürfte einige Jahre, vielleicht Jahrzehnte, Bestand haben. Die nächsten Verfolger des 45-jährigen sind Sebastian Janikowski von den Seahawks (1.840) und Phil Dawson von den Cardinals (1.837), die beide auch schon über 40 sind.
Und Vinatieri hört ja jetzt nicht plötzlich auf, das Ei zwischen den Stangen durchzukicken.

Spannung und Überraschungen gab es kaum. Überraschend war, daß es kein Spiel mit Overtime gab, und die Aufholjagd der Buccaneers gegen die Bengals.
Nachdem Buccaneers Quarterback Jameis Winston seinen vierten Interception geworfen hatte, wurde er auf die Bank gesetzt. Da führten die Bengals im dritten Viertel bereits mit 34:16.
Ryan Fitzpatrick kam auf den Platz und er schlüpfte in seine Rolle als Ryan Fitzmagic. Er warf Touchdownpässe über 72 und 18 Yards, führte Field Goal Drives an und brachte Tampa Bay nach einer Zweipunkteumwandlung zum 34:34, 70 Sekunden vor Spielende.
Wenn dieser Mann diese Leistung immer hätte abrufen können, wäre er nicht bei zig Teams Ersatzmann gewesen.
Doch es blieb noch genug Zeit auf der Uhr für Andy Dalton. Der Quarterback warf zwei weite Pässe zu AJ Green und brachte die Bengals noch in Field Goal Reichweite.
Kicker Randy Bullock traf aus 44 Yards zum 37:34 Sieg.
Die Stats der drei Quarterbacks: Jameis Winston: 18 von 35 für 276 Yards, 1 Touchdown, 4 Interceptions.
Ryan Fitzpatrick: 11 von 15 für 194 Yards, 2 Touchdowns
Andy Dalton: 21 von 34 für 280 Yards, 2 Touchdowns.

Spannend ging es in Los Angeles zu. In der ersten Halbzeit konnten die Packers die Offense der Rams in Schach halten. Green Bay ging nach einer 10:0 Führung mit einer 10:8 Führung in die Pause.
Doch im zweiten Durchgang konnten die Rams sich besser durchsetzen. Am Ende gab es einen verdienten 29:27 Sieg für Los Angeles. Und das obwohl es akustisch so klang, als wäre es ein Heimspiel für Green Bay gewesen.
Die Bilanzen der Quarterbacks: Aaron Rodgers: 18 von 30 für 286 Yards, 1 Touchdown.
Jared Goff von den Rams brachte es auf 19 von 35 für 295 Yards und 3 Touchdowns.
Die Rams konnten also auch von den Packers nicht in ihrem Lauf gestoppt werden und bleiben das einzige noch ungeschlagene Team.
Die Packers fielen auf 3-3-1 Siege zurück und stehen in ihrer Division hinter den 4-3-1 Vikings, die gegen die Saints 20:30 verloren, und den 4-3 Bears, die die Jets 24:10 schlugen.
In der Niederlage gegen die Saints stellte Adam Thielen einen Rekord ein. Der ungedraftete Wide Receiver der Vikings hatte sein achtes Spiel in Folge mit über 100 Yards an gefangenen Pässen. Damit zog er mit dem 2012 an Nr. 1 von den Lions gedrafteten Calvin Johnson gleich.
Thielen ist aber der erste Receiver der NFL, der in den ersten acht Spielen einer Saison Pässe für jeweils über 100 Yards fing.

Sieht man sich das kommende Monday Night Football Spiel an, dann sieht man zweierlei 1. Die NFL beweist mit der Ansetzung der Patriots gegen die Bills ihren sagenhaften Humor. Und 2. wird es wohl bei diesem Spiel keine Verlängerung geben. Diese Serie endet also nach sieben Wochen.

Der Lazarettreport
Texans: Wide Receiver Will Fuller, Kreuzbandriss, Saison beendet.

Eagles: offensive Tackle Lane Johnson, Bänderdehnung im Knie
Cornerback Jalen Mills, Fuß
Safety Barry Church, Gehirnerschütterung
Linebacker Kamu Grugier-Hill, Daumen

Chiefs: Star Wide Receiver Tyreek Hill, Leiste
Linebacker Anthony Hitchens, Rippen
Linebacker Frank Zombo, Oberschenkel

49ers: Linebacker Reuben Foster, Oberschenkel
Safety Jaquiski Tartt, Schulter

Bengals: defensive End Carl Lawson, Knie.
Offensive Guard Clint Boling, Rücken

Redskins: Left Tackle Trent Williams, Daumen

Broncos: Linebacker Brandon Marshall (Knie),
Wide Receiver Emmanuel Sanders (Schulter)
Cornerback Bradley Roby (Knöchel), Knöchel

Bears: offensive Lineman Kyle Long, Bein

Giants: Right Tackle Chad Wheeler, Knöchel

Buccaneers: Running Back Ronald Jones, Oberschenkel
Cornerback M.J. Stewart, Fuß

Steelers: Cornerback Coty Sensabaugh, Fuß

Raiders: offensive Tackle T.J. Clemmings, Knie

Jets: Tight End Neal Sterling, Kopf

Patriots: Running Back Sony Michel (Knie) kann gegen die Bills nicht spielen

Freitag, 26. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 8 - Der Donnerstag
watson-deshaunSchrittchen für Schrittchen geht es Aufwärts mit den Donnerstagsspielen. Bei Dolphins at Texans war zumindest die erste Halbzeit ansehnlich.
Miami und Houston taten was sie konnten, um den Zuschauer zu unterhalten. Daß sie nicht allzuviel können, wurde dabei ersichtlich.
Die Schiedsrichter taten was sie konnten, um zu beweisen, daß es Schiedsrichtercrews gibt, die absolut nichts von ihrem (Neben) Job verstehen. Es würde zu weit führen hier alle Fehlleistungen aufzuführen, so viel Zeit habe ich nicht.
Im zweiten Durchgang brachen die Dolphins dann vollends ein, und die Texans hatten leichtes Spiel. Miamis Defense ließ Texans Quarterback Deshaun Watson (Bild) richtig gut aussehen. Er warf mehr Touchdowns (5) als unvollständige Pässe (4).
Die Receiver DeAndre Hopkins und Will Fuller waren nicht zu bremsen. Hopkins hatte einen Zirkuscatch, der nicht galt, weil er den Verteidiger geschubst hatte. Dieser Catch wird als der beste Catch aller Zeiten, der nicht galt, in die Geschichte eingehen.
Fuller mußte das Spiel mit einer Knieverletzung vorzeitig beenden, hatte bis dahin aber bereits 124 Yards und 1 Touchdown mit fünf gefangenen Pässen erzielt.
Wichtig war, daß die Dolphins Watson nicht sacken konnten. 26 mal hatte er zuvor in dieser Saison schon auf Augenhöhe mit dem Rasen gelegen.
Seine Bilanz:16 von 20 für 239 Yards und 5 Touchdowns.
Brock Osweiler, der ja mal kurz für die Texans spielte, kam bei seiner Rückkehr nach Houston auf 21 von 37 für 241 Yards, 0 Touchdowns, bei 1 Interception.
Das Spiel ging mit 42:23 an die Texans.
Zur Halbzeit hatte es erst 14:10 gestanden.
Zur Halbzeit der Saison haben die Texans in der seit langem miesesten Division der NFL jetzt mit 5-3 Siegen klar die Nase vorn, Miami rutschte auf 4-4 herab.

Kurzberichte
Schlechte Leistung kann auch für NFL Schiedsrichter das Aus bedeuten. Manchmal kann auch der Chef der Zebras, Al Riveron, die Fehler seiner Leute nicht mehr schönreden.
Down Judge Hugo Cruz übersah einen klaren Fehlstart im Spiel der Chargers gegen die Browns. Chargers Left Tackle Russell Okung bewegte sich viel zu früh, was hätte geahndet werden müssen.
Cruz allerdings übersah das und Quarterback Philip Rivers warf einen 29 Yards Touchdownpass.
Es war nicht nur diese eine Szene, die zur ersten Entlassung eines Schiedsrichters mitten in der Saison führte. Cruz gehörte nicht zu den besten Vertretern seiner Zunft.
Natürlich hat die Gewerkschaft der Schiedsrichter gegen Cruz Entlassung Protest eingelegt.

William Bowlen zieht vor Gericht. Der Bruder von Broncos Teambesitzer Pat Bowlen ist der Meinung, daß das Triumvirat, das die Geschäfte des Teams leitet, nicht im Interesse Pat Bowlens und des Teams handelt.
Der 74 Jahre alte Teambesitzer leidet an Alzheimer und hat die Leitung des Clubs abgegeben.
Unter seiner Führung kamen die Broncos sieben mal in den Super Bowl und haben ihn dreimal gewonnen.

Der Lazarettreport
Bills Running Back McCoy ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll. Er kann am Montag wohl nicht gegen die Patriots mitverlieren.

Jaguars: Linebacker Donald Payne wurde mit einer Knieverletzung auf die IR Liste gesetzt.
Cornerback A.J. Bouye, (Wade) und Tyler Patmon (Nacken), sind nicht mit nach London geflogen

Eagles: Linebacker Nathan Gerry (Knöchel, Knie), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel) sind nicht mit nach London geflogen.

Texans: Wide Receiver Will Fuller, Knie
Cornerback Johnathan Joseph, Knöchel
Linebacker Zach Cunningham, Knie
Linebacker Peter Kalambayi, Gehirnerschütterung

Die besten Spieler der Woche - 7
AFC

OFFENSE: WR EMMANUEL SANDERS, DENVER BRONCOS
6 gefangene Pässe für 102 Yards, 1 Touchdown

DEFENSE: S MIKE MITCHELL, INDIANAPOLIS COLTS
7 Tackles, 1 Interception, 1 erzwungener Fumble, 2 abgewehrte Pässe

SPECIAL TEAMS: LB DONT’A HIGHTOWER, NEW ENGLAND PATRIOTS
1 geblockter Punt, 4 Tackles

NFC
OFFENSE: QB CAM NEWTON, CAROLINA PANTHERS
25 von 39 Pässe für 269 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: DT AARON DONALD, LOS ANGELES RAMS
9 Tackles, 4 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble

SPECIAL TEAMS: K GIORGIO TAVECCHIO, ATLANTA FALCONS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Heute Nacht gibt es Dolphins at Texans.
Osweiler-Brock-texans2Das sind nun wirklich keine Teams, die für tollen Football bekannt sind.
Brock Osweiler (Bild) trifft auf die Mannschaft, die dachte, er wäre ein Quarterback für die Zukunft. Houston gab dem ehemaligen Broncos Quarterback 2016 einen Vertrag über $72 Millionen, weil sie dachten, daß er, nach sieben recht guten Spielen als Ersatzmann für Peyton Manning, ein toller Quarterback wäre.
Nein, war er nicht. Er war sogar so schlecht, daß er noch nicht mal für die Browns taugte, als er dorthin abgegeben wurde.
Nach den Browns ging er noch mal zu den Broncos, die einen Ersatzmann brauchten. Im März 2018 ging er als Ersatzmann für Ryan Tannehill zu den Dolphins. Da Tannehill nun verletzt ist, ist Osweiler seit zwei Spielen der Starter.
In Houston wird er in seinem dritten Start auf eine Defense treffen, die schlecht in die Saison gestartet ist, seitdem aber ihre Form gefunden hat, für die sie berühmt ist.
Das wird nicht leicht für Miamis Offense. Daß der führende Wide Receiver der Dolphins, Albert Wilson, auf die Verletztenliste gesetzt werden mußte, macht es nicht einfacher.
Die Texans haben dank ihrer Defense eine vier Spiele dauernde Siegesserie hingelegt. Schwachpunkt ist weiterhin die Offense. Quarterback Deshaun Watson ist A doch nicht der Superstar, den man letztes Jahr glaubte in ihm zu erkennen, und B schwer an der Brust verletzt. Seine Line kann ihn nicht ausreichend beschützen, was der Defense der Dolphins natürlich zugute kommt. 26 Sacks hat er bisher einstecken müssen.
Viele Punkte sollten wir nicht erwarten, aber auch kein so grauenvolles Spiel, wie in den letzten beiden Donnerstags Partien.

Kurzberichte
Die Samstagsspiele für die Wochen 15 und 16 wurden festgesetzt.
Die Spiele laufen in den USA nur auf dem NFLN, was bedeutet, daß auch Teams gezeigt werden, die sonst nicht viel in der Hauptsendezeit zu suchen haben.
In Woche 15 am 15. 12. gibt es zunächst Texans at Jets um 22:30 Uhr. Danach, um 2:20 Uhr gibt es Browns at Broncos.
Auch die Spiele am 22.12. werden nur auf dem NFLN gezeigt. Um 22:30 Uhr spielen die Redskins gegen die Titans und um 2:30 Uhr treten die Ravens bei den Chargers an.
In Woche 10 wurde das Spiel der Dolphins in Green Bay von 19 Uhr auf 22:25 Uhr verschoben.

Raiders Head Coach Jon Gruden hat einige Spieler verärgert. Seine letzte Aktion, Wide Receiver Amari Cooper an die Cowboys abzugeben, hat nicht unbedingt Zustimmung im Team gefunden.
So mancher zweifelt an der Zurechnungsfähigkeit Grudens. Das begann schon, als er Khalil Mack an die Bears abgegeben hat.
Viele Spieler fragen sich jetzt nicht, ob sie nächstes Jahr noch einen Job in Oakland haben, sondern ob Gruden sie vielleicht schon nächste Woche abgibt oder feuert. Bei Cooper hatte Gruden im Vorfeld betont, daß man ihn nicht abgeben würde.
Gruden verteidigte seine Entscheidung. Er betont, daß er ein Team für die Zukunft zusammenstellt, das auch mal Spiele gewinnt. „Ich verstehe, daß nicht jeder versteht, was hier vor sich geht,“ sagte Gruden. „Doch ich sage diese zwei Sachen, die Raiders betreffend `Wir tuen alles, was wir können für die Raiders, für das Team heute, und das Team von morgen. Und das ist manchmal ein harter Job`.“

Ist das Gerede um CTE nur eine Verschwörung, um den Football kaputt zu machen?
Ja, wenn es nach Merril Hoge geht.
Hoge war von 1987 bis 94 Running Back in der NFL. Er glaubt, daß CTE nur aufgebracht wurde, um den Football zu zerstören. Das schreibt er jedenfalls in seinem gerade erschienen Buch: Brainwashed: The Bad Science Behind CTE and the Plot to Destroy Football (Gehirngewaschen: Die schlechte Wissenschaft hinter CTE und die Verschwörung den Football zu zerstören)
Wieso das so ist, erklärt Hoge auf 336 Seiten. Seiner Ansicht nach soll es vor Allem darum gehen, Kinder und Jugendliche davon abzuhalten, Football zu spielen.
Besorgte Eltern in den USA lassen ihre Kinder in der Tat zur Zeit lieber Fußball spielen, als Football.
Hoge, der selber nach zwei Gehirnerschütterungen gezwungen war, mit dem Football aufzuhören, holte sich einen starken Gefolgsmann an seine Seite, Peter Cummings. Cummings ist ein Assistenzprofessor für Anatomie und Neurobiologie an der Boston University School of Medicine. Er ist Co Autor des Buches und unterstützt die Thesen Hoges.
Fazit der 336 Seiten ist, daß es für die beiden keine wissenschaftlichen Beweise gibt, daß Football CTE verursachen kann.

Die Broncos haben Ersatz Quarterback Chad Kelly nach seiner Verhaftung gefeuert.
Bei seinen Kollegen war er eh schon untendurch. Bei einer Teambildungsparty im Haus von Von Miller benahm er sich ordentlich daneben und wurde rausgeworfen.

Der Lazarettreport
Jets Running Back Bilal Powell muß am Nacken beendet werden. Seine Saison ist beendet und vielleicht sogar seine Karriere.
Bilal verletzte sich im zweiten Viertels des Spiels gegen die Vikings letzten Sonntag.

Die Falcons setzten Guard Brandon Fusco mit einer Knöchelverletzung auf die IR Liste.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Kurzberichte
carr-derek22Steht auch Raiders Quarterback Derek Carr (Bild) kurz davor, das Team zu verlassen?
Die Gerüchte halten sich hartnäckig, daß er das nächste Opfer von Head Coach Grudens irrwitziger Personalstrategie werden könnte.
Doch Carr twitterte, daß er ein Raider durch und durch wäre, auch wenn das zur Zeit nicht gerade populär wäre.
Carr soll mit seinen Teamkollegen nicht mehr im Reinen sein. Sie sollen sich darüber lustig gemacht haben, daß der Quarterback auf dem Platz geweint haben soll, als er sich in Woche sechs an seinem linken Arm verletzte.
Carr bestreitet, daß er geweint hätte.
Und auch wenn das Team völlig hilflos auf dem letzten Platz der Teamwertung steht mit 1-5 Siegen, könne er sich nicht vorstellen, für ein anderes Team zu spielen.
Und was meint Jon Gruden? „Er ist die Stärke unseres Footballteams. Er steht unter meiner besonderen Aufsicht. Ich habe gesagt, als ich hierher kam, daß wenn er nicht gut spielt, ich versagt habe.“
Dann kann man Gruden also jetzt Versager nennen?

Fiel da gerade das Stichwort Teamwertung?
Wie sieht es denn diese Woche im Power Ranking aus?
1. unverändert die Rams.
2. rauf von Platz drei die Saints.
3. runter von Platz zwei die Patriots.
Neu in den Top 10 sind die Redskins auf Platz neun, rauf von 11, und die Panthers auf 10, rauf von 13.
Aus den Top 10 geflogen sind die Eagles und die Bengals.

Broncos Quarterback Chad Kelly wurde am 23. Oktober wegen unerlaubten Eindringens auf ein Grundstück verhaftet.
Der Besitzer des Grundstücks verjagte den Eindringling und rief die Polizei.
Die durchsuchten die Umgebung und fanden einen Mann, auf den die Beschreibung des Unbekannten paßte, in einem schwarzen SUV sitzend. Es war der Ersatz Quarterback der Broncos.
Das Team zeigte sich enttäuscht über den Vorfall, sammelt aber noch weitere Informationen. Noch weiß Niemand, was Kelly auf dem fremden Grundstück wollte.

Die Jets verpflichteten den ehemaligen Titans Wide Receiver Rishard Matthews.
Matthews hatte nach Woche drei gebeten, die Titans verlassen zu dürfen, weil er zu wenig eingesetzt wurde.

Die Giants trennten sich von ihrem Nr. 1 Spieler aus der Draft 2016.
Cornerback Eli Apple konnte sich nie ins Team einfügen und blieb unter den Erwartungen. Teamintern wurde er auch als Krebsgeschwür bezeichnet.
Er wurde an die Saints abgegeben. New York erhält nur noch einen Draftpick in der vierten Runde für ihn.

Der Lazarettreport
Vikings Defensive End Everson Griffen ist zum Team zurückgekommen.
Er hat fast einen Monat wegen einer Mentalen Erkrankung gefehlt. Jetzt fühlt er sich wieder bereit, für die Vikings zu spielen.
Erst 2017 hatte er eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und $58 Millionen unterschrieben.

Eagles Defensive End Derek Barnett muß an der Schulter operiert werden.
Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Kurzberichte
cooper-amariDie Raiders schenken diese Saison her. Mit nur einem Sieg bisher haben sie keine Chance mehr auf die Playoffs. Da gilt es, sich in eine gute Position für die Draft zu bringen.
Um das zu erreichen, geht der Ausverkauf an guten Spielern weiter, in der Hoffnung, für sie gute Draftpicks zu bekommen. Und für Wide Receiver Amari Cooper (Bild) bekommen die Raiders 2019 einen Draftpick von den Dallas Cowboys in Runde eins.
Dallas brauchte einen Wide Receiver, der die tiefen Pässe fangen kann, der schnell, weit laufen kann. Amari Cooper ist so einer. Was Cooper nicht ist, ist ein Receiver, der genug körperliche Kraft hat, um sich gegen Verteidiger dominant durchzusetzen. Ob die Cowboys mit diesem Receiver einen Fang gemacht haben, bleibt abzuwarten.
Cooper ist seit 2015 in der NFL. Er spielte in zwei Pro Bowls. Bis zum Ende der Saison 2017 fing er 225 Pässe für 3.183 Yards und 19 Touchdowns.
Gestern kam der Handel zwischen Dallas und Oakland zustande. Oakland hat jetzt fünf Wahlmöglichkeiten in den ersten Runde der Jahre 2019 und 20. Damit kann man was anfangen.

Nein, LeVeon Bell wird sich in dieser Woche nicht bei den Steelers melden.
Der Running Back soll wohl abwarten, bis die Transferliste am 30.10. um 16 Uhr schließt, wie man hört.
Mit James Conner haben die Steelers einen Running Back gefunden, der Bell recht gut ersetzt.

Die Cardinals liegen am Boden.
Und Patrick Peterson will das flügellahme Vögelchen verlassen. Der Star Cornerback hat darum gebeten, zu einem anderen Team gehen zu dürfen.
Doch Head Coach Steve Wilks sagte, daß er von Peterson nicht um Erlaubnis gefragt wurde. Und überhaupt würde er dem Cornerback die Erlaubnis gar nicht erteilen.

Cowboys Long Snapper LP LaDouceur bekam gegen die Redskins eine Fünf Yards Strafe für etwas, das er seit 14 Jahren in der NFL macht.
LaDouceur legte sich beim letzten Field Goal Versuch seines Teams den Ball so zurecht, wie er ihn brauchte, um ihn gut anspielen zu können. Dabei hob er den Ball nicht hoch, sondern zog ihn am Boden in die richtige Position. So machte er es immer und immer wieder in seiner Karriere. Seiner Meinung nach ist diese Bewegung erlaubt.
Am Sonntag meinte ein Schiedsrichter, daß das wohl verboten wäre und warf eine Flagge.
Natürlich wurde diese Strafe vom Chef der Schiedsrichter im Nachhinein als richtig bezeichnet. Al Riveron, der Chef der Schiedsrichter, ist so eine Art Pressesprecher, und die biegen alles so zusammen, daß auch der letzte Blödsinn noch als Richtig erscheint. Riveron bezeichnete dieses Positionieren als „Illegales Bewegen des Balles“.
Nach 14 Jahren...

Die NFL 2018 - Woche - 7 - Der Montag
Zwei Teams bewiesen, daß sie wirklich mies sind.
Die Falcons waren das etwas weniger miese Team und gewannen gegen die Giants 23:20.
Es gab einige wenige sehenswerte Aktionen in diesem Verzweiflungs Bowl, aber die schwache Offense New Yorks konnte selbst gegen die verletzungsgeplagte Defense Atlantas nichts ausrichten.
Zugegeben war das Spiel wenigstens leidlich spannend.
Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. tat, was sein Teambesitzer John Mara ihm geraten hatte. Er redete weniger, und spielte mehr. Genutzt hat es nichts. Beckham fing acht Pässe für 143 Yards und 1 Touchdown. Mit diesen 143 Yards kam er über die 5.000er Marke in seiner Karriere. Mit 54 Spielen brauchte er dafür zwei Spiele weniger, als Falcons Wide Receiver Julio Jones damals. Nur Lance Alworth, der für die Chargers und die Cowboys spielte, war mit 52 Spielen schneller als Beckham.
Die Giants stehen jetzt mit 1-6 Siegen da, die Falcons mit 3-4.

Der Lazarettreport
Die Raiders setzten Running Back Marshawn Lynch mit einer Bauchmuskelverletzung auf die IR Liste

Bei Bucs Linebacker Kwon Alexander wurde der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigt. Für ihn ist die Saison beendet.

Bei den Patriots ergab eine genauere Untersuchung von Sony Michels Knie nichts schlimmes.
Der Running Back wird zwar einige Spiele verpassen, aber zu den Playoffs wird er wieder einsatzbereit sein.

Bei den Dolphins wird wieder Brock Osweiler für den verletzten Quarterback Ryan Tannehill am Donnerstag starten.
Wide Receiver Albert Wilson hat eine Hüftverletzung und könnte auf die IR Liste gesetzt werden.

Texans: Rookie Wide Receiver Keke Coutee, Oberschenkel. Er wird am Donnerstag nicht gegen Miami spielen können.

Falcons: Guard Brandon Fusco, Knöchel

Colts: Kicker Adam Vinatieri, Leiste, Ausfallzeit unbekannt.

Montag, 22. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche - 7 - Der Sonntag
brees-drew-xTo do Liste von Drew Brees (Bild): 1. nach Baltimore fliegen... OK
2. den 500. Touchdownpass der Karriere werfen... OK
3. Zum ersten Mal gegen die Ravens siegen und damit alle 32 Teams der NFL geschlagen zu haben... OK
Letzteres aber nur mit der Hilfe des, negativen, Meilensteins eines anderen Spielers.
Die Saints kamen mit der Nr. 1 Offense der Liga zur Nr. 1 Defense der Liga. Und es wurde das hart umkämpfte Spitzenspiel, das man erwartet hatte.
Brees und die Saints Offense starteten wie die Feuerwehr in das Spiel und wollten Baltimore zeigen, wie gut sie sind. Im ersten Drive spielten sie vier vierte Versuche aus, von denen nur drei gelangen. Der letzte, ein vierter und eins an der vier der Ravens, ging ordentlich schief. Ersatz- Quarterback und Allzweckwaffe Taysom Hill verlor den Ball. Es war klar, daß New Orleans gegen Baltimore jeden Punkt brauchen würde, und diese drei Punkte für ein Field Goal wären wichtig gewesen.
Dadurch wurde es am Ende des Spiels furchtbar eng. Beim Stand von 24:17 für die Saints waren noch 123 Sekunden zu spielen.
Die Ravens marschierten von der eigenen 19 an die 14 der Saints. Quarterback Joe Flacco warf einen Touchdownpass zu John Brown zum 24:23.
Und dann passierte etwas, das tatsächlich noch nie zuvor passiert ist. Kicker Justin Tucker ist seit 2012 in der NFL. In all den Jahren hat er noch niemals einen Extrapunktversuch verschossen.
Doch es gibt für alles ein erstes Mal. Er setzte den Schuß rechts neben die Stangen. Dadurch wurde Saints Quarterback Drew Brees der erst dritte Quarterback der NFL, der gegen alle 32 Teams gewonnen hat. Die anderen beiden sind Peyton Manning und Brett Favre.
Die Quarterback Statistiken: Joe Flacco: 23 von 39 für 279 Yards, 2 Touchdowns
Drew Brees: 22 von 30 für 212 Yards, 2 Touchdowns.
Die Ravens haben jetzt 4-3 Siege, New Orleans 5-1.

Damit kam es in Baltimore nicht zu einer Verlängerung. War das die erste Woche, in der es kein Overtimespiel gab?
Nein!
Und wer war wieder daran beteiligt?
Die Browns.
Sie verloren mit 23:26 gegen die Buccaneers.

Konnten die Bengals den Ausrutscher der Ravens nutzen, um sich in ihrer Division besser zu plazieren?
Fangen wir mit dem flexiblen Spielplan an.
Die NFL glaubte nach den viele Verletzungen bei den 49ers nicht, daß sie eine Chance gegen die Rams gehabt hätten. Die fegen momentan alles weg, was sich ihnen in den Weg stellt.
Deshalb verlegte die Liga das Sunday Night Spiel der Rams in San Francisco auf einen früheren Kickoffplatz und machte das Spiel der Bengals in Kansas City zum Sunday Night Spiel.
Da beide Teams ihre Divisionen anführten, dachte die NFL wohl, daß die Bengals ein gutes Team wären.
Das
sind
sie
nicht!
Und das haben sie eindrucksvoll bewiesen. Noch nie konnte Cincinnati ein Sunday Night Football Spiel gewinnen. Auch im achten Anlauf klappte es nicht.
Vergleichen wir jetzt mal die Endergebnisse: Rams at 49ers 39:10, Bengals at Chiefs 10:45.
Da wäre das zunächst angesetzte Spiel sogar das weniger schlechte gewesen.
Höhepunkt in San Francisco war die Enthüllung der Statue „The Catch“ zu Ehren des verstorbenen Wide Receiver/Tight Ends Dwight Clark.
Die Chiefs führen weiter ihre Division an, mit 6-1 Siegen.
Dahinter mit 5-2 die Chargers, die in London knapp mit 20:19 gegen die Titans gewannen. Die versuchten Sekunden vor Spielende einen Zweipunkteversuch gegen Los Angeles, der mißlang. Statt Verlängerung nach einem Punkt, gab es die Niederlage. Wenigstens haben die Fans in London mal ein zum Schluß hin spannendes Spiel gesehen.

Die Titans bleiben aber auf Platz zwei der AFC South, denn die Jaguars verlieren momentan alles, was man verlieren kann.
Texans Quarterback Deshaun Watson hat eine kollabierte Lunge. Deshalb fuhr er 12 Stunden mit dem Bus von Houston nach Jacksonville, statt mit dem Team zu fliegen.
Man merkte ihm die Verletzung an. Er kam auf 12 von 24 für 139 Yards und 1 Touchdown.
Blake Bortles von den Jaguars war nicht verletzt, aber Bortles spielte mal wieder wie „eine Flasche leer“. Im dritten Viertel, nach seinem zweiten Fumble, wurde er aus dem Spiel genommen.
Bis dahin war er auf 6 von 12 für 61 Yards gekommen.
Irgendwann muß mir mal jemand erklären, wieso die Jaguars den behalten haben.
Sein Ersatzmann Cody Kessler kam auf 21 von 30 für 156 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Das Spiel endete mit 20:7 für Houston, das mit 4-3 Siegen jetzt alleine an der Spitze der Division steht.

Um Platz eins ging es für die Divisionsrivalen aus Dallas und Washington.
Wenn diese beiden Teams das beste sind, was die NFC East zu bieten hat, dann gute Nacht.
In einem unfaßbar schlechten Spiel wurde es erst ganz am Ende leidlich spannend. Die Redskins führten fünf Minuten vor Schluß mit 20:10. Die Cowboys kamen auf 20:17 heran. Und drei Sekunden vor Spielende hatten sie die Chance auf die Verlängerung. Kicker Brett Maher traf aus 52 Yards allerdings treffsicher die linke Torstange und es blieb beim 20:17.

Konnten die Eagles ihre Chance, an der Spitze dranzubleiben nutzen?
Nein, sie vergeigten eine 17:0 Führung gegen Carolina, die sie bis zum letzten Viertel hatten.
Dann brachen sie ein und die Panthers kamen noch zum 21:17 Sieg.
Panthers Quarterback Cam Newton wachte im letzten Durchgang auf und kam noch auf 25 von 39 für 269 Yards und 2 Touchdowns.
Eagles Quarterback Carson Wentz hatte mit 30 von 37 für 310 Yards und 2 Touchdowns die bessere Statistik, aber was nutzt das?

Die Bears müssen ab jetzt zu den guten Teams gezählt werden. Sie machten den Patriots das Leben extrem schwer, auch wenn man Starverteidiger Khalil Mack seine Knöchelverletzung anmerkte.
Auch die Patriots hatten Verletzungssorgen. Sie reisten ohne Tight End Rob Gronkowski an, und verloren früh im Spiel Running Back Sony Michel, der die Pats mit 422 Laufyards anführt.
Bei den Bears ist Quarterback Mitchell Trubisky noch nicht ganz so weit, als guter Anführer zu gelten, aber erzeigt Ansätze. Noch überwirft er seine Receiver sehr oft, und auch mit der Freund- Feind Erkennung hat er Probleme. So kam er auf 26 von 50 für 333 Yards, 2 Touchdowns und 2 Interceptions. Hätten die Patriots-Verteidiger sicherere Hände gehabt, hätten zwei weitere Interceptions dazukommen können.
Tom Brady kam auf 25 von 36 für 277 Yards, 3 Touchdowns und 1 Interception.
Am Schluß wäre dann beinahe noch die Sensation gelungen. Zwei Sekunden waren noch auf der Uhr. Chicago stand an der eigenen 45. Trubisky holte zum Hail Mary Pass aus und ein Verteidiger konnte ihn gerade noch so behindern.
Dennoch flog das Ei bis an die Eins der Patriots, wo Kevin White ihn fing. Er drehte sich Richtung Endzone, doch sofort hingen drei Verteidiger an ihm dran. White wurde kurz vor der Goalline zu Boden gebracht. New England sicherte den 38:31 Sieg nach einem guten Spiel beider Teams.
Die Patriots führen jetzt wie gewohnt die AFC East Division an, mit 5-2 Siegen. Chicago fiel auf 3-3 in der NFC North.

Der Lazarettreport
Dolphins: Wide Receiver Albert Wilson, Hüfte, es droht eine längere Ausfallzeit

Patriots: Running Back Sony Michel, Knie

Bills: Running Back LeSean McCoy, Gehirnerschütterung
Defensive End Trent Murphy, Knie

Jaguars: Cornerback Tyler, Nacken
Linebacker Donald Payne, Bänderdehnung im Knie, längere Pause

Texans: Wide Receiver Keke Coutee, Oberschenkel.

Buccaneers: Linebacker Kwon Alexander, evtl. Kreuzbandriss

Panthers: defensive End Mario Addison, Rücken

Vikings: Linebacker Anthony Barr, Oberschenkel

Jets: Running Back Bilal Powell, Nacken
Safety Doug Middleton, Schulter

49ers: defensive Back Adrian Colbert wurde mit einer nicht näher erklärten Verletzung vom Platz gefahren.

Rams: Cornerback Troy Hill, Gehirnerschütterung.

Ravens: Guard Bradley Bozeman, Wade

Chiefs: Linebacker Terrance Smith, Knie

Bengals: Linebacker Vontaze Burfict, linke Hüfte
Tight End Mason Schreck (Knie) und Wideout John Ross (Leiste)

Sonntag, 21. Oktober 2018

Zur Kasse bitte...
burfict-vontaze
hieß es wieder mal für Vontaze Burfict (Bild). Der widerliche Linebacker der Bengals, der gerne mal Gegner absichtlich verletzt, und da am Liebsten Steelers Spieler, muß einiges an die NFL überweisen.
In seinem zweiten Spiel, nach einer vierwöchigen Suspendierung, beging er gegen Pittsburgh mehrere Fouls, die die Summe auf $112.000 hochschraubten.
Daß er nicht sofort wieder suspendiert wurde, grenzt an ein nicht zu erklärendes Wunder. Dieser Mann gehört nicht mehr auf ein Footballfeld #mfva hin, #mfva her. Irgendwo ist dann doch mal die Grenze überschritten.
„Nachdem Burfict Wide Receiver Antonio Brown und kurz darauf versehentlich einen eigenen Mitspieler ausgeknockt hatte, stand er da, zeigte auf JuJu Smith-Schuster und sagte zu ihm `Du bist der nächste`,“ erzählte Steelers Quarterback Ben Roethlisberger der Presse. „So etwas habe ich noch nicht erlebt,“ fuhr Roethlisberger fort. „Das hat bei uns nichts zu suchen.“
Und sonst so?
Seahawks: Safety Bradley McDougald, $26,739, übertriebene Härte.

Broncos: Safety Darian Stewart, $26,739, Horse Collar Tackle
Wide Receiver Emmanuel Sanders, $10,026, Beleidigung

Eagles: defensive Lineman Michael Bennett, $20,054, Roughing the Passer

Bears: Linebacker Leonard Floyd, $30,080, übertriebene Härte zunächste gegen Dolphins Wide Receiver Danny Amendola und dann gegen Quarterback Brock Osweiler.

Kurzberichte
Die Patriots haben Tight End Rob Gronkowski nicht mit nach Chicago genommen.
Er hat die ganze Woche wegen einer Knöchelverletzung nicht trainiert. Ob der Gronk, der mit „Zweifelhaft“ gelistet ist und nicht als „Out“ noch nachreiste, steht noch nicht fest.

Die Jets feuerten Terrelle Pryor nach sechs Spielen.
Der Wide Receiver kuriert zur Zeit eine Leistenverletzung aus.

Samstag, 20. Oktober 2018

Kurzberichte
wilks-steve1-6 Siege, eine in der Höhe noch gnädige 10:45 Klatsche nach einer erbärmlichen Leistung gegen die Broncos, doch was meinte Cardinals Head Coach Steve Wilks (Bild) nach dem Spiel zu dieser Katastrophe? „Es wäre Voreilig über Änderungen zu reden.“
Allerdings sah auch er, daß die Niederlage peinlich war und die Fans Besseres verdient hätten, und man Wege finden müsse das zu korrigieren und zwar bald.
Wilkes ist als Head Coach zusätzlich für die Defense zuständig. Die gab 309 Yards auf, darunter 131 Laufyards.
Doch die Offense war noch schlechter als die Defense. Quarterback Josh Rosen wurde der erste Rookie Quarterback in der Geschichte der NFL, der im ersten Viertel zwei „Pick-Sixes“ warf, also Interceptions, die direkt zu Touchdowns zurückgetragen wurden.
Doch Wilkes ist wohl in sich gegangen. 12 Stunden nach der Pressekonferenz, die dem Spiel folgte, ist er zu der Erkenntnis gelangt, zumindest schon mal den Offensive Coordinator zu feuern.
Das kennt Mike McCoy schon. Es war McCoys dritte Entlassung in den letzten 22 Monaten. Letztes Jahr war er Offensive Coordinator der Broncos, die ihn nach Woche 10 feuerten.
Quarterback Coach Byron Leftwich wurde zum neuen Offensive Coordinator befördert.
Rookie Quarterback Rosen, der sich in den letzten Minuten des Spiels noch verletzte, hat es nicht schlimm erwischt. Er renkte sich nur einen Zeh aus und soll kein Spiel verpassen. Wobei... was würde das ändern?

Und noch ein Offensive Coordinator liefert mieseste Arbeit ab, Matt LaFleur von den Tennessee Titans.
In Woche sechs erzielte seine Offense Null Punkte und Quarterback Marcus Mariota wurde 11x gesackt. In den letzten zwei Spielen erzielte die Offense Tennessees keinen Touchdown.
Die Titans sind abgeschlagene letzte bei den erzielten offensiven Touchdowns in dieser Saison, 30. bei den Punkten pro Spiel, 30. bei den Yards, 28. bei den Yards pro Lauf und 29. in der Passerwertung.
Und diese Titans sollen morgen die Fans in London unterhalten, wenn sie es mit den Chargers aufnehmen.
Gähn!

Die Browns gaben Running Back Carlos Hyde an die Jaguars ab.
Dafür bekamen sie Jacksonvilles Draftpick in Runde fünf der nächsten Draft.
Die Jaguars müssen noch eine Weile auf den verletzten Leonard Fournette verzichten.

Roger Goodell ist stolz. Und das zeigte der Vorsitzende der NFL auch bei seiner Pressekonferenz.
Die neuen Regeln, die Verletzungen verhindern sollen, greifen. Gerade Quarterbacks wurden weniger verletzt, als in den letzten Jahren in den ersten sechs Wochen.
In den ersten sechs Wochen wurden 4.489 Punkte erzielt, ein Rekordwert ebenso wie die 328 Touchdownpässe.
Es protestieren weniger Spieler bei der Hymne, als im letzten Jahr. Und es wurden weniger kriminelle NFL Spieler verhaftet als in den letzten Jahren.
All das hat wohl auch zur Zufriedenheit bei den Zuschauern geführt, denn die TV-Einschaltquoten in den USA, die in den letzten Jahren sanft nach unten gingen, steigen wieder an.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. wurde von Team-Mitbesitzer John Mara heftig kritisiert. Am Freitag sprach Beckham mit der Presse und zeigte sich einsichtig. Er feuerte nicht zurück, sondern gab zu, daß seine Leistung nicht angemessen war, in den bisherigen Spielen.
Jetzt wäre es alleine wichtig, sich auf das Monday Night Spiel gegen Atlanta vorzubereiten. Und das will Beckham gewinnen... unbedingt gewinnen. Dazu müsse er mehr tun und besseres bieten, meint der Wide Receiver selber.
Dabei ist seine Leistung, gemessen an anderen Wide Receivern, nicht schlecht. Er ist nach sechs Wochen auf dem Weg mit 120 gefangenen Pässen einen persönlichen Rekord aufzustellen. Er hat einen fallengelassenen Pass dieses Jahr, einen Vierten und Drei in der 31:33 Niederlage gegen die Panthers.
Doch genutzt hat es bisher nichts. Die Giants sind nur noch Zwerge.

Der Lazarettreport
Khalil Mack jagt Tom Brady?
Vielleicht nicht. Der Starverteidiger der Bears ist mit einer Knöchelverletzung als Fraglich auf dem Verletzungsbogen gelistet.

Und wer kann am Sonntag definitiv nicht antreten?
Bills: Quarterback Josh Allen (Ellenbogen) und Taiwan Jones (Nacken)

Vikings: Running Back Dalvin Cook (Oberschenkel)

Bengals: Running Back Giovani Bernard (Knie) und Center Billy Price (Fuß)

Jaguars: Running Back Leonard Fournette (Oberschenkel)
Cornerback D.J. Hayden (Zeh)

Jets: Cornerback Buster Skrine (Gehirnerschütterung)

Redskins: Wideout Jamison Crowder (Knöchel)

Buccaneers: defensive End Vinny Curry (Knöchel) und defensive Tackle Gerald McCoy (Wade)

Eagles: Linebacker D.J. Alexander (Quadrizeps), Safety Corey Graham (Oberschenkel), Linebacker Nathan Gerry (Knöchel), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel)

Browns: Cornerback E.J. Gaines (Gehirnerschütterung), Wideout Rashard Higgins (Knie) und Linebacker Joe Schobert (Oberschenkel)

Lions: Running Back Theo Riddick (Knie)

Texans: Cornerback Aaron Colvin (Knöchel), Tight End Ryan Griffin und Cornerback Shareece Wright (Schulter/Hand/Leiste)

Patriots: Offensive Tackle Marcus Cannon, Gehirnerschütterung

Chiefs: Center Mitch Morse (Gehirnerschütterung)

49ers: Wide Receiver Dante Pettis (Knie)

Raiders: Running Back Marshawn Lynch, Leiste, längere Ausfallzeit.

Freitag, 19. Oktober 2018

Kurzberichte
nfl100 3D2019
100 Jahre NFL
Aus diesem Anlaß hat die Liga das Logo für diese besondere Saison vorgestellt.
Viele Veranstaltungen und Fanfeste rund um das Thema werden das ganze Jahr über abgehalten.
Wie auch zum 75. im Jahr 1994 wird ein All-Time Team gewählt und die 10 besten Coaches aller Zeiten ausgezeichnet.

Woche 7 steht vor der Tür. Ja, klar, sie ist schon dran, aber, um Gottes Willen, mit Football hatte das Spiel in der letzten Nacht ja nun nichts zu tun.
Doch hoffentlich warten noch ein paar ansehnliche Spiele auf uns. So hat Drew Brees wieder einen Meilenstein vor Augen.
Der Quarterback der Saints kann der erst dritte Quarterback in der modernen Zeit der NFL werden, der alle 32 Teams geschlagen hat.
Zwei Ruhmeshallenmitgliedern ist das bisher erst gelungen: Brett Favre und Peyton Manning.
Brees muß mit seinen Saints gegen die Ravens gewinnen, dann ist er der Dritte auf dieser Liste.
Brees versucht, nicht daran zu denken. Er bereitet sich auf die harte Defense der Ravens vor, wie er es vor jedem Spiel gegen jeden Gegner macht. „Die Ravens haben eine extrem talentierte Defense,“ meinte Brees.
Da hat er Recht, die Ravens D ist die Nr. 1 in dieser Saison. Und gegen Baltimore ist Brees bisher 0-4 in seinen 18 Jahren, die er schon in der Liga spielt. Und da viele Teams sich länger nicht sehen, wenn sie mal gegeneinander gespielt haben, kommt die Chance, die Ravens zu schlagen, vielleicht nicht so bald wieder.
Mal sehen, wer da die Oberhand behält, die starke Offense der Saints, oder die harte Defense der Ravens?
Wird es Drew Brees wenigstens gelingen, seinen 500. Touchdownpass zu werfen? Er hat jetzt 499.

Und noch ein Spieler steht vor einem weiteren Eintrag in das Geschichtsbuch der NFL, Adam Vinatieri.
Der Kicker der Colts braucht noch 10 Punkte, um an den 2.544 von Morten Andersen vorbeizuziehen.
In dieser Woche kommen die Bills zu Besuch. Da steht die Chance nicht schlecht, daß Vinatieri die 10 Punkte bereits am Sonntag erzielt.

Werden die Fans in London jemals ein gutes Spiel geboten bekommen?
Bisher war das kaum der Fall. Noch nie traten zwei Teams gegeneinander an, die beide positive S/N Bilanzen mitbrachten.
Das Spiel letzte Woche zwischen den Seahawks und den zu Nichts fähigen Faders markiert einen Tiefpunkt in den London Spielen.
Am Sonntag gibt es Titans gegen Chargers. Das ist jetzt kein Spiel, das einen hinter dem schön warmen Ofen hervorlockt.
Vielleicht klappt es nächste Woche?
Wenn die Eagles und die Jaguars in Woche sieben gewinnen, dann haben beide positive S/N Bilanzen und sie könnten auch tatsächlich mal ein gutes, ansehnliches, ja sogar spannendes Spiel in London bieten.

Die Raiders müssen $20.000 Strafe zahlen. Sie hatten einen unkorrekten Verletztenreport abgegeben.
Vor dem Spiel gegen die Chargers in Woche 5 hatten sie Guard Kelechi Osemele mit einer Verletzung als „Fraglich“ gelistet. Tatsächlich reiste Osemele nicht mit nach Los Angeles und hätte demzufolge als „Out“ gelistet werden müssen.
Die Teams müssen sehr exakte Verletztenreports abgeben, damit die Gegner wissen, wie sie sich auf das andere Team einstellen müssen.

Jerry Jones ist eine treue Seele. Wenn der Besitzer der Dallas Cowboys jemand mag, dann steht er zu ihm. Das war schon lange Zeit, zu lange, bei Quarterback Tony Romo so, das ist bei Head Coach Jason Garrett so und auch den neuen Quarterback Dak Prescott hat Jones in sein Herz geschlossen.
Obwohl der eher nur auf Mittelmaß spielt, sieht Jones ihn weiterhin als den Quarterback der Zukunft für die Cowboys an: „Prescott ist kein Busfahrer. Er ist unser Unternehmen, unsere Zukunft,“ sagte Jones über Prescott.
Das mag sein, nur muß dem Quarterback dann auch Receiver Personal zur Seite gestellt werden, das besser spielt, als das momentane. Ansätze sind zu sehen, doch die blitzen immer nur kurz auf.
Noch ist Dak Prescott nur dazu da, Running Back Ezekiel Elliott etwas Arbeit abzunehmen. Das Spiel kann er (noch) nicht machen.

Dallas Cowboys Wide Receiver Terrance Williams wurde für drei Spiele suspendiert.
Er hat verbotene Mittel eingenommen.
Zur Zeit steht er mit einer Fußverletzung auf der IR Liste. Die Suspendierung beginnt, sobald er wieder von der Liste genommen wurde.

Nach sechs Gehirnerschütterungen denkt TJ Lang noch nicht an`s Aufhören.
Der Offensive Lineman der Lions hat einige Neurologen aufgesucht, nachdem er seine sechste, dokumentierte, Gehirnerschütterung erlitten hatte.
Er erhielt, wie wäre es anders zu erwarten gewesen, mehrere verschieden Meinungen.
Geh zu vier Ärzten und du bekommst fünf Diagnosen, heißt es ja so schön.
Lang meint aber, daß er die Aussage: „Ich glaube, Sie können weiterspielen,“ am Meisten gehört hat.
Seine Frau Laura, die immer bei seinen Arztbesuchen dabei war, wäre sehr besorgt gewesen, doch sie hätte sich im Lauf der Konsultationen beruhigt.
„Ich habe genug Informationen gesammelt, und bin zu dem Entschluß gekommen, weiter zu spielen,“ gab sich Lang überzeugt.

Die NFL 2018 - Woche 7 - Der hundsmiserable, völlig besch...eidene Donnerstag
Und wieder konnten man der NFL dankbar sein, daß sie 40 Minuten Zusammenschnitte von Spielen bereitstellt.
Eigentlich wollte ich hier nur das Ergebnis einstellen, aber die Wut über das Gesehene hat mich dann übermannt.
Wer dachte, daß die unsägliche Leistung der Giants aus der Vorwoche nicht noch unterboten hätte werden können, sah sich getäuscht. Das was die Cardinals „spielten“ lag noch um Welten unter dem Niveau der Giants.
So Mancher hatte schon seine Ahnung. Cardinals Head Coach Steve Wilkes sagte vor dem Spiel, daß wohl der Job jedes Trainers gefährdet wäre, sollte man gegen Denver verlieren. Wenn er Recht behält, dann sucht Arizona gerade jetzt einen kompletten neuen Trainerstab. Und wegen Arbeitsverweigerung des alten Stabes sollte der Teambesitzer alle bisher gezahlten Gehälter zurückfordern.
Broncos Linebacker Von Miller meinte: „Wir gehen dahin und wir werden sie in den Arsch treten.“
Prophezeiung erfüllt!
Und wie die Broncos die Cardinals in den Arsch traten. Selbst die gar nicht mal so gute Offense Denvers spielte nahezu Fehlerfrei. Ja, das war nicht schwer, denn das was andere Teams einer Offense als Defense entgegenstellen, gab es bei den Cardinals nicht.
Und die Laufanfälligkeit der Broncos Defense war kein Thema. Cardinals Running Back David Johnson kam mit 14 Versuchen auf 39 Yards.
Quarterback Josh Rosen blieb auch in der Müllzeit auf dem Platz und wurde bei einem Sack in den letzten Sekunden des Spiels noch am Knöchel verletzt. Er kam auf 21 von 39 für 194 Yards, 1 Touchdown bei 3 Interceptions.
Die Bilanz von Broncos Quarterback Case Keenum war allerdings auch nicht wirklich besser: 14 von 21 für 161 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception, sind keine Glanzleistung gegen ein Team, das nicht in der Lage war Gegenwehr zu leisten.
Doch zwei Rookie Running Backs holten ihren Quarterback aus dem Feuer. Phillip Lindsay kam mit 14 Läufen auf 90 Yards und 1 Touchdown, (Rolls) Royce Freeman kam mit 13 Läufen auf 37 Yards und 1 Touchdown.
Von Miller kam auch mal wieder wirklich Gutes, er erzwang 2 Fumbles und eroberte einen davon selber. Zusätzlich erzielte er zwei der sechs Sacks des Teams, um seinen Worten von vor dem Spiel Nachdruck zu verleihen.
Und mit dem Endergebnis von nur 45:10 für Denver (bereits 35:3 zur Halbzeit) sind die Cardinals noch verdammt gut davongekommen.
Vor dem Spiel standen nicht nur die Jobs der Cardinals Trainer auf der Kippe, sonder auch die der Broncos. Die konnten sich noch mal retten... Für`s Erste.

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Kurzberichte
allen-paulPete Carroll widmet den Rest der Saison dem verstorbenen Teambesitzer Paul Allen (Bild).
Von jetzt an, so sagte der Head Coach der Seahawks, würde man sich bei jedem Spiel extra ein Bein ausreißen, um Allen zu ehren.
Der hätte den Kampf gegen den Krebs verloren, meinte Carroll, deshalb würden die Seahawks jetzt um die Krone der NFL kämpfen. Das Ziel könne jetzt nur der Super Bowl sein.
Wie geht es aber überhaupt weiter mit den Seahawks?
Die anderen Teambesitzer glauben nicht, daß das Team Seattle verlassen wird. Vulcan Sports, Allens Sport Unternehmen, führt die Geschäfte des Clubs weiter.
Die NFL will das Unternehmen zunächst in Ruhe die Pläne für die Zukunft ausarbeiten lassen. Es wäre jetzt nicht angemessen, Diskussionen zu führen.
Vulcan Sports hat noch keine Umzugswünsche geäußert.
Allen war Single und hat außer einer Schwester keine Verwandten, die das Team weiterführen könnten.

Als Bills Quarterback Josh Allen am Ellenbogen verletzt wurde, kam Nathan Peterman für ihn ins Spiel. Doch der kann weiterhin nicht Freund von Feind unterscheiden und warf einige Pässe zu Verteidigern. Peterman führte in dieser Saison 15 Drives der Bills an und 10 davon endeten in Punts oder Interceptions.
Das gefiel Head Coach Sean McDermott nicht. Gegen die Colts wird Derek Anderson starten. Der tingelt seit 2005 als Ersatzmann für verschiedene Teams durch die NFL.
McDermott gefiel auch nicht, wie Allen verletzt wurde. Bei seiner Pressekonferenz hinterließ der den Eindruck, daß er die Attacke auf den Rookie als „schmutzig“ ansieht.
Klar und deutlich gesagt hat er es nicht, aber auf die direkte Frage danach, antwortete er: „Darauf gehe ich nicht ein. Ich habe das an die zuständigen Stellen weitergeleitet, und weiter sage ich nichts dazu.“
Allen verletzte sich, als Texans Linebacker Whitney Mercilus bei einem Angriff auf ihn den Kopf senkte und mit dem Helm genau auf den Ellenbogen zielte. Im Video sieht es tatsächlich so aus, als hätte Mercilus in voller Absicht, den Ellenbogen hart zu treffen, gehandelt.
Auf dem Platz gab es dafür keine Strafe. Die kann aber noch kommen, wenn die NFL sich die Szene angesehen hat, und zum gleichen Ergebnis wie McDermott kommt.

Shad Khan will das Wembley Stadium nicht mehr kaufen.
Der Besitzer der Jaguars hatte ein Gebot für den Kauf des berühmten Stadions in London abgegeben. Das zog er nun zurück.
Khan, der auch den Fußballclub Fullham F.C. besitzt, spürte nicht den nötigen Rückhalt der Verantwortlichen in England.
Der Kauf das Wembley Stadiums wurde als erster Schritt, die Jaguars in London anzusiedeln, angesehen.

Kein Quarterback unter den besten Spielern der Woche?
Das kommt selten vor:
Die besten Spieler der Woche - 6
AFC

OFFENSE: WR ALBERT WILSON, MIAMI DOLPHINS
6 gefangene Pässe für 155 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: LB ZA’DARIUS SMITH, BALTIMORE RAVENS
3 Sacks

SPECIAL TEAMS: K JASON MYERS, NEW YORK JETS
7 von 7 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: RB TODD GURLEY, LOS ANGELES RAMS
28 Läufe für 208 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: DE FRANK CLARK, SEATTLE SEAHAWKS
2,5 Sacks, 4 Tackles

SPECIAL TEAMS: K MASON CROSBY, GREEN BAY PACKERS
4 von 4 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Kurzberichte
mcvayWer führt das „Power Ranking“ der NFL Teams zur Zeit an?
Es ist kein Wunder, daß das ungeschlagene Team der Los Angeles Rams auf Platz 1 steht.
Es ist erstaunlich, was der junge Head Coach McVay (Bild) aus einem Team gemacht hat, das unter seinem Vorgänger Jeff Fisher zu den schlechtesten der Liga gehörte.
Doch von Platz vier haben sich die Patriots heimlich auf Platz zwei vorgearbeitet, nicht zuletzt durch ihren Sieg über die bis dahin ungeschlagenen Chiefs. Sie lauern jetzt auf Platz eins.
Die Chiefs rutschten dadurch auf Platz vier zurück, vorbei an den Saints, die auf Platz drei gelistet werden.
Noch schlimmer erwischte es die Jaguars. Die krachende, unerwartete, Niederlage gegen die Cowboys reichte sie von Platz acht auf Platz 21 durch.
Und Platz 32?
Die rote Laterne?
Das mieseste Team der Liga?
Da steht das Team des Einhundertmillionendollar Head Coaches Jon Gruden, die Oakland Raiders.

Die Raiders feuerten Derrick Johnson. Der Linebacker hatte zuvor 13 Jahre für die Chiefs gespielt.
In Oakland erzielte er 2018 17 Tackles und keinen Sack.
Für Amari Cooper suchen die Raiders einen Abnehmer. Der Wide Receiver ist zur Zeit im Gehirnerschütterungsprotokoll, genau wie sein Kollege Seth Roberts.
Für Cooper wollen die Raiders eine Wahlmöglichkeit in Runde eins der Draft.
Head Coach Jon Gruden wurde bereits gefragt, ob die 1-5 Raiders sich aufgegeben haben. Der Verdacht drängte sich nach einem grauenvollen Spiel gegen Seattle in London auf.
Man kann sich „Chuckys“ Gesicht bei der erbosten Antwort vorstellen, als er sagte, daß niemand im Team aufgegeben hätte.
Wie auch immer, die Raiders steuern auf Platz eins in der nächsten Draft zu. Sie sollten zusehen, daß sie einen fähigen Mann haben, der den richtigen Spieler aussucht.
Jon Gruden dürfte das eher nicht sein.
Jetzt haben die Raiders erstmal eine Woche Pause, bevor dann die Colts nach Oakland kommen.

Die Cowboys Offense hatte vor Woche sechs im Durchschnitt magere 16,6 Punkte pro Spiel erzielt.
Dann kam die beste Defense der Liga nach Dallas und kassierte 40 Punkte von den Cowboys.
Das regte Jaguars Safety Tashaun Gibson tierisch auf: „Das kann man nicht machen,“ meinte er. „So etwas habe ich noch nie gesehen. So viele Mißverständnisse. Wir sind doch eingespielt, und dann gab es so viel Misskommunikation während des Spiels. Das war uncharakteristisch. Jeden kleinen Fehler, den wir gemacht haben, haben sie ausgenutzt. 40 Punkte für die Dallas Cowboys, diese Offense, das kannst Du nicht machen, Mann. Das kann man nicht. Wir sollen die beste Defense haben. Wo war die?“
Gute Frage.
Die war ja auch schon in der Woche davor nicht da, als man 30 Punkte kassierte. Doch das waren die Chiefs mit Quarterback Patrick Mahomes. Die sind dann doch ein ganz anderes Kaliber, als die Offense der Dallas Cowboys.
Ist das System der Jags Defense zu kompliziert?
Das glaubt Head Coach Doug Marone
In den Wochen 1 bis 3 sah die Statistik Jacksonvilles wie folgt aus: 14,7 Punkte/Spiel erlaubt, 286,4 Yards, davon 171 Passyards.
In den Wochen 4 bis 6: 27,3 Punkte/Spiel, 326,7 Yards, davon 204,7 Passyards.
Marone kündigte Änderungen an.

Bei den Steelers glaubt niemand wirklich daran, daß es an der Tür klingelt und LeVeon Bell davor steht.
Der Running Back wollte in der Freiwoche des Teams seinen Ausstand beenden.
Daran glaubt allerdings keiner der Verantwortlichen.

„Odell sollte mehr spielen und weniger reden,“ kritisierte Giants Mitbesitzer John Mara seinen überbezahlten Wide Receiver.
„Ich wünschte, er würde die Schlagzeilen, die er produziert, für seine Leistungen auf dem Feld bekommen, anstatt für das, was er sagt,“ fuhr Mara fort.
Mara ist noch angefressen von einem Radiointerview, das Odell Beckham jr. vor Woche fünf gab. Darin kritisierte der Wide Receiver die Giants. Sie hätten kein Herz und Quarterback Eli Manning hätte keinen Mut, die tiefen Pässe zu werfen.
Und zum Quarterback hatte Mara auch eine Meinung: „Manning hat Probleme. Wenn man mit 1-5 Siegen dasteht, muß jeder besser spielen. Manning ist momentan der „Punching Bag“, aber das ganze Team muß besser werden.“
Mara überläßt es dem Trainerstab, ob und wann sie Manning auswechseln.
Vielleicht sollte er überlegen, ob und wann er den Trainerstab auswechselt?
Liebe Giants Fans, da bestehen wenig Chancen. Mara traut General Manager Gettleman und Head Coach Shurmur zu, daß sie die Zwerge wieder zu Giganten machen.

Der Kampf der NFL gegen Gehirnerschütterungen wirkt.
Die Zahlen sind merklich zurückgegangen. Bei den Kickoffs, deren Regeln drastisch geändert wurden, gab es in dieser Saison noch keine Gehirnerschütterung.
Daß die Zahlen zurückgingen ist deshalb erstaunlich, weil früher viele dieser Verletzungen gar nicht gemeldet wurden. Heute passen unparteiische Ärzte bei den Spielen auf und weisen die Schiedsrichter an, einen Spieler vom Platz zu schicken, der auffällige Symptome zeigt. Das ist in dieser Saison schon des Öfteren der Fall gewesen.
Die NFL hat auch bestimmte Helme verbannt, die wenig Schutz geboten haben, und sie läßt neue, sicherere Helme entwickeln.
Und um noch sicherer zu werden, arbeitet die Liga noch enger mit dem Collegefootball (NCAA) zusammen, um sich dieser niedrigeren Stufe des Footballs noch weiter anzunähern, und den NFL Football noch langweiliger, äh, Verzeihung, noch sicherer zu machen.
Und die angepaßten Regeln sollen es den Rookies leichter machen, vom College- auf den Profilevel umzusteigen

Troy Vincent ist der Vizepräsident der NFL für Footballangelegenheiten... und ein ehemaliger guter Defensive Back.
Er hat einen Rat für alle Verteidiger: „Spielt weiter!“
„Ihr müßt weiterspielen. Ich hoffe, daß kein Spieler über irgendwelche Regeln nachdenkt. Ihr sollt mit freiem Kopf weiterspielen,“ rät er ihnen.
Vincent bezog sich dabei auf die Szene, in der Chiefs Rookie Linebacker Breeland Speaks Patriots Quarterback Tom Brady hätte zu Boden bringen können. Aber da Speaks dachte, Brady hätte mittlerweile den Ball geworfen, ließ er den Quarterback los, und der lief in die Endzone.
Vincent hat leicht reden, wenn er so einen Blödsinn von sich gibt. Die Verteidiger müssen hundert Sachen bedenken, wenn sie auf dem Platz stehen. Jede ihrer Aktionen kann eine Strafe auf dem Platz, eine Geldstrafe und eine Suspendierung nach sich ziehen.
Da den Spielern zu raten, sie sollten mit freiem Kopf spielen, grenzt an (nicht Druckreif).
„Spielt einfach weiter...“ klar, und lebt mit den beachtlichen Konsequenzen in dieser weichgespülten Liga.
#mfva.

Der Lazarettreport
Falcons: Running Back Devonta Freeman muß an der Leiste operiert werde und wurde auf die IR Liste gesetzt. Damit ist er Minimum acht Wochen außer Gefecht gesetzt.

Bills: Quarterback Josh Allen, Ellenbogen, 2-3 Spiele Pause.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 6 - Der Montag
rodgers-aaron-xx3Die 49ers standen vor Woche 6 mit 1-4 Siegen da. Das Verletzungspech hat das Team im eisernen Griff. Das bewog die NFL dazu, das Sunday Night Football Spiel in Woche sieben zu verlegen. Statt Rams at 49ers gibt es Bengals at Chiefs.
ESPN konnte das gestrige Monday Night Football Spiel nicht verlegen. So gab es also 49ers at Packers.
Und das war gut so!
Sehr gut sogar.
So einen Kracher hätte wohl absolut niemand erwartet. Die 49ers hatten das Kommando auf beiden Seiten des Balles. Die Offense überrannte Green Bays Defense und die Verteidigung setzte Packers Quarterback Aaron Rodgers (Bild) beständig unter Druck.
So kam es zu einem offenen Schlagabtausch, der die Woche 6 würdig abschloß, die so grausam mit Eagles at Giants begonnen hatte.
Rodgers blutete, spielte mit seinem kaputten Knie und verletzte sich auch noch am Handgelenk des Wurfarms, als er mit der Hand bei einem Pass auf einen Helm prallte.
Egal, Rodgers muß man 60 Minuten im Griff haben. Er ist im letzten Jahrzehnt der Quarterback, der im letzten Viertel eines Spiels die höchste Passerwertung erzielt hat.
Und das bekamen die tapfer und gut aufspielenden 49ers zu spüren. Im letzten Viertel führten sie 30:23. Doch die Packers konnten ausgleichen.
67 Sekunden.
Green Bay hatte keine Auszeiten mehr.
Es sah verdammt nach Verlängerung aus, als Green Bay an der eigenen 10 startete.
Doch ein Lauf über 21 Yards von Rodgers brachte sein Team an die 45 der Packers.
Drei phantastische punktgenaue Pässe zu Receivern, die an der Seitenauslinie standen, brachten Raum und Zeitgewinn.
Und wieder ging ein Spiel an diesem phantastischen Spieltag nach einem dieser phantastischen Finishes zu den drei Sekunden vor Spielende, die die Entscheidung brachten.
Kicker Mason Crosby, der in der Vorwoche fünf Field Goals versemmelt hatte, kam auf den Platz. Green Bay stand an der neun der 49ers und Crosby traf aus 27 Yards zum doch eher glücklichen 33:30 Sieg.
Niners Ersatz-Quarterback CJ Beathard hatte einen guten Tag mit 16 von 23 für 245 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Packers Quarterback Aaron Rodgers war am Ende mal wieder der bessere mit 25 von 46 für 425 Yards und 2 Touchdowns.
San Francisco fiel auf 1-5 Siege, Green Bay kam auf 3-2-1 und bleibt an den 3-2-1 Vikings und den 3-2 Bears dran.

Kurzberichte
Strafe vermieden, Spiel verloren... So kann es gehen.
Es waren noch fünf Minuten im Spiel der Chiefs gegen die Patriots spielen. Kansas City führte mit drei Punkten.
New England stand mit einem dritten und Goal an der vier der Chiefs. Quarterback Brady nahm den Snap aus der Shotgun, fand keinen offenen Receiver und lief selber. Chiefs Rookie Linebacker Breeland Speaks hätte Brady zu Boden bringen können, doch er dachte der Quarterback hätte den Ball geworfen und wollte keine Strafe riskieren. Er ließ Brady aus seinem Griff. So kann man sich vertun. Brady kam in die Endzone und die Patriots zur Führung. Die gaben sie nicht wieder her.

Während des Spiels der Chiefs in New England schüttete ein Fan der Patriots Bier auf Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill. Der hatte gerade einen 75 Yards Touchdown erzielt.
Das war die letzte Aktion des Fans in diesem Stadion. Das Team hat ihn auf ewig aus dem Gillette Stadion verbannt.
Man stelle sich das hier vor, wenn Fans sich beim Fußball danebenbenehmen. Die Stadien wären leergefegt.

Bengals Linebacker Vontaze Burfict hat bisher 10 Spiele verpaßt, weil er suspendiert war, sechs davon, weil er sich auf dem Platz danebenbenahm. An Strafen mußte er bisher $295.000 zahlen.
Es dürfte jetzt noch einiges dazukommen. Burfict schlug Steelers Wide Receiver Antonio Brown den Ellenbogen ins Gesicht. Auf dem Platz wurde er dafür nicht bestraft, aber die NFL hält die Szene für Strafwürdig. Suspendiert werden soll Burfict nicht, aber eine Geldstrafe wird er wohl zahlen müssen.

Nächste Woche gibt es wenigstens zwei Verzweiflungs Bowls.
Cardinals Head Coach Steve Wilks glaubt, daß er und einige seiner Assistenten den Job verlieren könnten, wenn sie gegen die Broncos verlören.
Die Trainer der 2-4 Broncos sind in einer ähnlichen Situation. Doch die 1-5 Cardinals sind etwas im Vorteil. Sie müssen nur ein halbwegs gutes Laufspiel zustande bringen, das dürfte reichen.
Larry Fitzgerald Senior, der Vater des Wide Receivers, beschwerte sich darüber, daß sein Sohn bisher erst 22 Pässe für 215 Yards ohne Touchdown gefangen hat. Das wird sich gegen Denver kaum verbessern.
Offensive Coordinator der Cardinals ist übrigens Mike McCoy, der letztes Jahr mitten in der Saison von den Broncos gefeuert wurde.
Das wäre der Start in die Woche, das Thursday Night Spiel.
Die Woche endet Montags in Atlanta, wo ein weiterer Verzweiflungs Bowl ansteht. Die unsagbar schlechten 1-5 Giants traten bei den 2-4 Falcons an, die sich keine Niederlage mehr erlauben dürfen.
Klingt wie zwei schlechte Spiele, die vielleicht wenigstens halbwegs erträglich werden könnten.

Einst war er der Head Coach der Falcons.
Jetzt reicht es noch nicht mal mehr zum Defensive Coordinator der Buccaneers. Die feuerten Mike Smith am Montag.
Seine Defense erlaubte bisher im Durchschnitt 34,6 Punkte pro Spiel und liegt auf dem letzten Platz der 32 Teams.
In jedem der bisherigen fünf Spiele gaben die Buccaneers über 400 Yards ab.
Jetzt fragt man sich im Tampa Bay, wann es Head Coach Dirk Koetter erwischt?

Vor einigen Tagen gab Paul Allen bekannt, daß sein Krebs zurückgekommen war.
Der Mitbegründer von Microsoft und Besitzer der Seattle Seahawks hoffte, daß er diese furchtbare Krankheit erneut würde besiegen können.
Doch am Montag verlor er den Kampf gegen den Krebs und starb im Alter von nur 65 Jahren.

Ex Packers Fullback Jim Taylor starb im Alter von 83 Jahren.
Er spielte von 1958 bis 66 für Green Bay und wurde in die Hall of Fame aufgenommen.
1967 spielte er noch eine Saison für die Saints.
Am Ende der Karriere hatte er 1.314 Yards und 20 Touchdowns erzielt.

Der Lazarettreport
Dolphins: Quarterback Ryan Tannehill soll mit seiner Schulterverletzung auf dem Weg der Besserung sein. Ob er schon im nächsten Spiel wieder antreten kann, steht noch nicht fest.

Broncos: Guard Ronald Leary, gerissenes Kreuzband, Saison beendet

Bears: Starverteidiger Khalil Mack, Knöchel, ob er gegen New England ausfällt, steht noch nicht fest.

Browns: Rookie Baker Mayfield, Knöchel, aber er soll kein Spiel verpassen.

Falcons: Running Back Devonta Freeman (Leiste), und Kicker Matt Bryant (Oberschenkel), werden nicht gegen die Giants spielen können.

Jets: Safety Marcus Maye, gebrochener Daumen
Wide Receiver Quincy Enunwa, Sprunggelenksverletzung, etwa vier Wochen Pause

Titans: Linebacker Derrick Morgan (Schulter) wird einige Wochen ausfallen

Bengals: Linebacker Nick Vigil, Knie, einen Monat Pause

Lions: Cornerback Jamal Agnew (Knie), er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Vikings: Rookie Cornerback Mike Hughes, Kreuzbandriss, Saison beendet

Raiders: Quarterback Derek Carr, Verletzung am linken Arm

Broncos: Linebacker Shane Ray, verstauchter linker Knöchel

Rams: Wide Receiver Cooper Kupp, Knieprellung, wird gegen die 49ers ausfallen

Cardinals: Guard Justin Pugh, gebrochene Hand, er glaubt nicht, daß er deswegen ein Spiel verpassen wird.

49ers: Safety Adrian Colbert, Kopfverletzung
Cornerback Jimmie Ward, Oberschenkel.

Montag, 15. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 6 - Der Sonntag
prescott-dak2Wenn die Defense der Jaguars die beste der Liga ist, und die Cowboys dieser Defense 40 Punkte einschenken, haben die Cowboys dann die beste Offense der Liga?
Nicht unbedingt. Aber es war schon beeindruckend, wie Dallas, deren Offense bisher nicht groß positiv aufgefallen war, die Jaguars rumschubste.
Quarterback Dak Prescott (Bild) glänzte mit eigenen Läufen. 11x lief er selber und kam auf 82 Yards, darunter ein Touchdownlauf über 17 Yards.
Beim Passspiel kamen wieder nur magere 183 Yards zusammen. 17 von 27 für 183 Yards und 2 Touchdowns lautet Prescotts Bilanz.
Doch seine 82 Laufyards, und die 106 von Running Back Ezekiel Elliott reichten, um die beste Defense der Liga zu zerlegen.
Auf der anderen Seite spielte Quarterback Blake Bortles, wie Blake Bortles. Um es nett auszudrücken, recht unauffällig.
Er kam auf 15 von 26 für 149 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Dallas brauchte den Sieg, um mit jetzt 3-3 Siegen an den Redskins bleiben zu können.
Die schlugen in einem sehr spannenden Spiel die Panthers mit 23:17 und haben jetzt 3-2 Siege.

Zwei ungeschlagene Teams gingen in den sechsten Spieltag, nur eins blieb ungeschlagen.
Die Rams brauchten die beste Leistung in Todd Gurleys Karriere, um in Denver zu gewinnen. Der Running Back erzielte mit 28 Läufen 208 Yards und 2 Touchdowns.
Denver hat Probleme mit seiner Laufverteidigung. Letzte Woche erzielte Jets Running Back Crowell 219 Yards.
Und Denver?
Der beste Running Back der Broncos kam auf 22 Yards.
In der Eiseskälte von Minus zwei Grad hatte der sonnengewohnte Quarterback Jared Goff von den Rams es nicht leicht. 14 von 28 für 201 Yards, 0 Touchdowns bei 1 Interception lautet seine Statistik.
Case Keenum von den Broncos kam damit etwas besser zurecht: 25 von 41 für 322 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Doch am Ende stand ein glücklicher 23:20 Sieg der Rams, die ungeschlagen blieben.

Das Sunday Night Football Spiel hielt, was man sich davon versprochen hatte. Hier traten zwei Teams gegeneinander an, die den Super Bowl als klares Ziel vor Augen haben.
Zunächst dominierten die Patriots im eigenen Haus, doch Chiefs Quarterback Patrick Mahomes, der etwas zu viel Adrenalin in seinen Adern hatte, in seinem ersten Sunday Night Auftritt, wurde ruhiger und präziser, je länger das Spiel dauerte.
New England war den Beweis seiner Klasse bisher schuldig geblieben. Die Siege in Woche vier und fünf kamen gegen die Dolphins und Colts, die nun wirklich eigene Probleme haben.
Mit den 5-0 Chiefs kam ein bewiesener Sieger nach Foxborough.
Zur Halbzeit führten die Patriots bereits mit 24:9 und es sah nach einer Klatsche für Kansas City aus.
Doch die Chiefs schlugen zurück. Im letzten Viertel konnten sie mit 33:30 in Führung gehen.
New England erhöhte seinerseits auf 37:33 und dann 40:33.
Drei Minuten vor Schluß glichen die Chiefs auf 40:40 aus. Mahomes traf Tyreek Hill mit einem 75 Yards Touchdownpass.
Doch am Ende blieb der Sieg in Foxborough. Tom Brady führte seine Offense an die 10 der Chiefs und es waren noch drei Sekunden auf der Uhr. Kicker Stephen Gostkowski traf aus 28 Yards zum 43:40 Sieg der Patriots.
Die Quarterbacks:
Patrick Mahomes: 23 von 36 für 352 Yards, 4 Touchdowns, 2 Interceptions.
Tom Brady: 24 von 35 für 340 Yards, 1 Touchdown,0 Interceptions.
Patriots Quarterback Tom Brady profitiert von der Rückkehr des vier Wochen lang suspendierten Wide Receivers Julian Edelman. Er und Tight End Rob Gronkowski ziehen die Verteidiger auf sich, so daß die anderen Receiver sehr oft freistehen.
Dazu kommt Running Back Sony Michel, der gestern mit 24 Läufen 106 Yards und 2 Touchdowns erzielte.
Die Chiefs haben jetzt 5-1 Siege, New England 4-2 und teilt sich Platz eins in der Division weiter mit den Dolphins.

Es war wieder mal der Wahnsinn, was an diesem Sonntag abgeliefert wurde. Viele Spiele endeten denkbar knapp, und es gab schon wieder eine Verlängerung.
Im Miami waren die Dolphins und die Bears sich nach einem Spiel in brütender Hitze am Ende der regulären Spielzeit mit 28:28 sehr einig.
Miami, das mit Quarterback Brock Osweiler für den verletzten Ryan Tannehill spielte, hatte den Ball in der Verlängerung zuerst. Die Dolphins kamen nach guten Läufen von Frank Gore bis an die Eins der Bears. Gore kam im Spiel mit 15 Läufen auf 101 Yards. Doch in diesem entscheidenden Moment kam Head Coach Gase auf die Idee, Running Back Kenyan Drake den Ball zu geben. Der verlor das Ei auf der Goalline, Touchback statt Touchdown.
Chicago hätte jetzt mit einem Field Goal gewinnen können, doch Kicker Cody Parkey schoß aus 53 Yards rechts vorbei.
Miami durfte noch mal ran. Drei Sekunden vor Ende der Overtime traf Kicker Jason Sanders aus 47 Yards zum 31:28 Sieg.
Die Bears fielen auf 3-2 Siege zurück und Miami hat jetzt 4-2.

Harte, spannende, ehrliche AFC North Division Action gab es im Dschungel.
Die Steelers ließen sich nicht lumpen und gewannen mal wieder in Cincinnati, wie sie es sich zur Angewohnheit gemacht haben.
Doch ein Spaziergang war es nicht. Die Bengals wollten auf 5-1 Siege kommen, und sich weiter absetzen.
Und so wogte das Spiel hin und her.
Und wie so einige andere Spiele an diesem Sonntag, wurde auch das nur Sekunden vor Spielende entschieden.
Es waren nur noch 15 Sekunden auf der Uhr, als Steelers Quarterback Ben Roethlisberger Wide Receiver Antonio Brown mit einem 31 Yards Touchdownpass traf.
26:21 für Pittsburgh.
Es folgte ein Zweipunkteversuch, der mißlang. Doch eine Strafe gegen die Bengals führte zu einem weiteren Versuch und der saß zum 28:21 Endstand.
Die Quarterbacks:
Ben Roethlisberger: 32 von 46 für 369 Yards, 1 Touchdown
Andy Dalton: 26 von 42 für 229 Yards und 2 Touchdowns.
Die Bengals fielen auf 4-2 Siege, Pittsburgh kletterte auf 3-2-1.

In Atlanta fand der Verzweiflungs Bowl statt. Die 2-2 Buccaneers traten bei den 1-4 Falcons an. Die würden so gerne im eigenen Stadion im Super Bowl spielen.
Gestern gingen sie nach einem weiteren tollen Spiel im eigenen Stadion zumindest mal wieder als Sieger vom Platz.
Auch hier ging es in die letzten Minuten des Spiels bis zur Entscheidung.
76 Sekunden vor Schluß traf Falcons Kicker Matt Bryant aus 57 Yards zum 34:29 Endstand.
Mit 2-4 Siegen sieht es für Atlanta aber immer noch hoffnungslos aus.

Der Lazarettreport
Rams: Cooper Kupp wurde mit einer Knieverletzung im zweiten Viertel vom Platz gefahren, kam aber wieder zurück ins Spiel.
Linebacker Matt Longacre (Rücken) und Guard Rodger Saffold (Knie).

Broncos: Safety Dymonte Thomas (Brust) und Guard Ron Leary (Knöchel)

Falcons: Wide Receiver Calvin Ridley, Knöchel
Wide Receiver Mohamed Sanu, Hüfte

Buccaneers: defensive Tackle Gerald McCoy, Wade

Ravens: Guard Alex Lewis mußte mit einer Nackenverletzung ins Krankenhaus, konnte aber mit dem Team zurückfliegen.

Bills: Quarterback Josh Allen, Ellenbogen
Guard Vladimir Ducasse, Knie

Vikings: Cornerback Mike Hughes, Verdacht auf Kreuzbandriss

Cardinals: Guard Mike Iupati, Rücken
Guard Justin Pugh (Hand) und Tackle Jeremy Vujnovich (Oberschenkel)

Raiders: Quarterback Derek Carr , Schulter
Die Wide Receivers Amari Cooper und Seth Roberts, Gehirnerschütterung

Bengals: Cornerback Darqueze Dennard, Schulter
Linebacker Nick Vigil (Knie) und Safety Shawn Williams (Gehirnerschütterung)

Colts: Running Rücken Robert Turbin, Schulter

Jets: Receiver Quincy Enunwa, Knöchel

Browns: Wide Receiver Rod Streater, Stinger

Dolphins: defensive End Jonathan Woodard, Gehirnerschütterung

Jaguars: Tight End Niles Paul, Knie
Receiver/Returner Jaydon Mickens, gebrochener Fuß, 4-6 Wochen Pause

Cowboys: Receiver Tavon Austin (Leiste)

Chiefs: Center Mitch Morse, Gehirnerschütterung

Patriots: Right Tackle Marcus Cannon, Kopfverletzung

Samstag, 13. Oktober 2018

Kurzberichte
brady-tom-sb49-mvp
Der Start in den Spieltag war erschreckend. Wir hoffen jetzt einfach mal, daß es nicht noch schlimmer werden kann.
Alle Hoffnungen liegen natürlich auf dem Sunday Night Spiel der Chiefs in New England.
Das einzige ungeschlagene Team der AFC kommt mit der schlechtesten Defense der Liga zu den Patriots, die ihre Offense gerade so richtig in Schwung bringen konnten.
Gemessen an erzielten Passyards, stehen weder Patrick Mahomes noch Tom Brady (Bild) ganz vorne in der Statistik. Der Quarterback der Chiefs liegt auf Platz 12 mit 1.513 Yards, der Quarterback der Patriots mit 1.259 Yards nur auf Platz 19.
Dennoch können beiden Teams Offense-Feuerwerke abbrennen.
Ihre Verteidigungen sind eher unterdurchschnittlich.
Und New England hat noch eine Rechnung mit den Chiefs offen. Im Saisoneröffnungsspiel der Saison 2017 hauten die Chiefs, mit Alex Smith als Quarterback, die Pats mit 42:27 aus deren eigenem Stadion.
Und Tom Brady könnte einen persönlichen Rekord aufstellen. Er könnte der erste Quarterback der NFL werden, der 200 reguläre Saisonspiele gewinnt.
Sunday Night Football Woche 6. Chiefs at Patriots. Welche Defense wird mehr Punkte abgeben? Wer wird als Sieger vom Platz gehen?
Hoffentlich wir Zuschauer!

„Unsere Laufverteidigung ist grauenvoll,“ meinte Ndamukong Suh. Als Passverteidigung hochgelobt, wird die Defense der Rams förmlich überrannt.
Alleine gegen die Seahawks kassierte man letzte Woche 190 Laufyards.
In fünf Spielen gab man 534 Yards auf dem Boden ab. Und das findet Suh zurecht grauenvoll.
Der Erfolg der Rams liegt also ganz alleine bei der Offense, die mehr Punkte erzielt, als die Defense zuläßt. Wie lange kann das gutgehen?
Die Rams Defense ist zuerst darauf ausgerichtet, den gegnerischen Quarterback zu Boden zu bringen. Das ist in einer passfreudigen Liga auch nicht verkehrt. Doch wenn der Gegner gute Running Backs hat, dann geht das irgendwann mal schief. Und viele Teams haben den Wert guter Running Backs wiederentdeckt.
Die Rams müssen sich also weiterentwickeln. Immer kann das nicht klappen, einfach mehr Punkte zu erzielen, als der Gegner.

Der Lazarettreport
Der Sonntag steht an. Wer kann definitiv nicht spielen?
Jets: Cornerback Buster Skrine (Gehirnerschütterung) und Wide Receiver Charone Peake (Oberschenkel)

Jaguars: Running Back Leonard Fournette (Oberschenkel), die Cornerbacks D.J. Hayden (Zeh) und Tre Herndon (Oberschenkel) und offensive Lineman Josh Wells (Leiste)
Wells wurde auf die Verletztenliste gesetzt. Um ihn zu ersetzen verpflichteten die Jags Ex Giants Tackle Ereck Flowers.

Bengals: Running Back Giovani Bernard (Knie), Tight End Tyler Kroft (Fuß) und Center Billy Price (Fuß)

Seahawks: Linebacker K.J. Wright (Knie) und defensive End Rasheem Green (Knöchel)

Falcons: Running Back Devonta Freeman (Leiste/Fuß) und defensive Tackle Grady Jarrett (Knöchel)

Chiefs: Defensive Back Eric Murray (Knöchel). Wideout De'Anthony Thomas hat sich erneut ein Bein gebrochen.

Bears: Cornerback Marcus Cooper (Oberschenkel)

Steelers: Steelers Safety Morgan Burnett (Leiste) und Wideout Darrius Heyward-Bey (Knöchel)

Rams: Kicker Greg Zuerlein (Leiste)

Colts: Colts Wideout T.Y. Hilton (Brust/Oberschenkel) und Tight End Jack Doyle (Hüfte)

Chargers: Wide Receiver Travis Benjamin (Fuß)

Cowboys: Defensive End DeMarcus Lawrence sagte, daß er seit zwei Jahren mit einer gerissenen Pfannenlippe. Letzte Woche verschlimmerte sich die Verletzung und Lawrence hatte sehr starke Schmerzen. Doch gegen die Jaguars wird er dabeisein.

Und ein Rückkehrer wird gemeldet. Panthers Tight End Greg Olsen könnte nach seiner Fußverletzung wieder eingesetzt werden.

Freitag, 12. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 6 - Der Donnerstag
barkley-saquonEs ist zwar noch nicht ganz Thanksgiving, aber ich sage schon mal danke. Danke liebe NFL, daß ihr beim Gamepass den 40 Minuten Zusammenschnitt eingeführt habt. Und selbst auf die reinen Spielzüge komprimiert war das, was die Giants an Bockmist spielten, nicht zu ertragen.
Fazit, die Giants haben 52 Spieler, die sie entsorgen müssen. Einzig Saquon Barkley, der Rookie Running Back, zeigt NFL- Tauglichkeit. Um ihn herum kann man ein Team aufbauen, das in der Liga bestehen kann. Der Rest kann weg.
Barkley lief 13 mal für 130 Yards und 1 Touchdown, zusätzlich fing er neun Pässe für 99 Yards.
Und was war mit dem teuersten Wide Receiver aller Zeiten?
Odell Beckham jr. mußte kurz vor der Halbzeit in die Kabine, weil er dehydriert war. Dehydriert wovon?
Getan hatte er bis dahin noch nichts. Und auch sonst fiel er nur dadurch auf, daß er nicht auffiel. Er fing sechs Pässe für 44 Yards.
Warum haben die Giants Beckham diesen Vertrag gegeben, wenn sie ihn doch nicht nutzen?
Muß man die Eagles für ihren 34:14 Sieg loben?
Nicht wirklich!
Die Giants waren kein Gegner, der sich mit ihnen messen konnte. Das Heimpublikum in New Jersey buhte die eigene Mannschaft gnadenlos aus.
Sehen wir uns trotzdem noch die Stats der Quarterbacks an
Carson Wentz (Eagles): 26 von 36 für 278 Yards, 3 Touchdowns, 0 Interceptions.
Eli Manning, zweimaliger Super Bowl MVP der Giants: 24 von 43 für 281 Yards, 0 Touchdowns, 1 Interception.

Kurzberichte
In Denver steht der Vorstand bedingungslos hinter Head Coach Vance Joseph.
Ihm wurde das volle Vertrauen ausgesprochen.
So werden oft Entlassungen eingeleitet.
Nach einer 5-11 Saison 2017 und 2-3 Siegen 2018 wäre das nicht ungewöhnlich.

Die Rams könnten es am Sonntag mit einem weiteren Gegner in Denver zu tun bekommen.
Die lauten Fans sind der zwölfte Mann, die dünne Luft Nr. 13. Wenn es für die Rams schlecht läuft, kommt als 14. Mann noch Schneefall dazu.
Rams Quarterback Jared Goff ist durch und durch Kalifornier. Kälte kennt er nicht so gut.
Anders Case Keenum. Der Quarterback der Broncos kennt die Kälte bereits aus Minnesota. Am Mittwoch trainierten die Broncos im Schneeregen und in der Kälte.
Um die Rams zu schlagen, können sie alle 14 Mann im Team brauchen. Und es könnte gutgehen.
Obwohl die Defense der Rams mit Stars gespickt ist, spielt sie nicht wirklich gut. In den letzten drei Spielen ließen sie 23, 31 und 31 Punkte zu.

Vater und Tochter arbeiten für die Radioübertragung des kommenden Monday Night Football Spiels zusammen.
Kevin Harlan und Olivia Harlan Dekker sind das erste Vater-Tochter Gespann, das bei einer NFL Radio-Übertragung zusammenarbeitet.
Harlan wird mit Ex- NFL Quarterback Kurt Warner zusammen in der Kommentatorenkabine sitzen, Harlan Dekker wird an der Seitenlinie eingesetzt.

Da is watt los in der Liga.
Sowohl JJ als auch TJ Watt jagen den Sack-Rekord. Die zwei Brüder, JJ ein Texan, TJ ein Steeler, haben beide sechs Sacks. Mit im Rennen ist noch Bengals Defensive Tackle Geno Atkins mit auch sechs Sacks.

Der Lazarettreport
Eagles: Offensive Tackle Jason Peters, Bizeps, Ausfallzeit unbekannt.

Packers: Quarterback Aaron Rodgers hat wieder stärkere Schmerzen in seinem angeschlagenen Knie. Eine Pause braucht er nicht, wie er sagt.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

tomlin-mike-2002Zur Kasse bitte...
hieß es für Steelers Head Coach Mike Tomlin (Bild). Er hat es gewagt, die Schiedsrichter nach dem Spiel gegen die Falcons zu kritisieren.
Für Tomlin war das, was die Zebras in diesem Spiel ablieferten „ein Witz“, der korrigiert werden müßte. Er fuhr fort: „In der National Football League müssen wir das besser machen. Mann, die Strafen kosten den Leuten Spiele und Jobs. Das müssen wir korrigieren. Ja, ich bin angepisst.“
Es ging wohl um eine Roughing the Passer Strafe gegen TJ Watt. Der Steelers Linebacker stolperte in Richtung Falcons Quarterback Matt Ryan und berührte dabei dessen Knie. Als der Quarterback die leichte Berührung bemerkte, fiel er hin und gestikulierte in Richtung des Hauptschiedsrichters. Der warf daraufhin die Flagge.
Tomlin gefiel diese Strafe nicht. Das hatte er öffentlich kundgetan.
Die Kritik kostete den Head Coach $25.000.
Tomlin dazu: „Ich habe gesagt, was ich nach dem Spiel gesagt habe. Ich meinte es so. Kein weiterer Kommentar.“

Kurzberichte
Ben Roethlisberger möchte nicht, daß James Conner in der Versenkung verschwindet, wenn LeVeon Bell zurückkommen sollte.
Running Back Conner hat bisher sein Möglichstes getan und ist nur einer von vier Spielern in dieser Saison, die über 300 Lauf- und über 200 Passyards erzielen konnten. Die anderen drei sind Todd Gurley von den Rams, Melvin Gordon (Chargers) und Rookie Saquon Barkley (Giants).
Big Ben möchte nun weiter auf Conner setzen und ihn weiter fördern. Das ist deshalb besonders wichtig, weil Bell seine letzten Spiele für Pittsburgh bestreiten und nach der Saison zu einem anderen Team wechseln wird.
Conner wird noch weiter bei den Steelers bleiben.
„Er beherrschte alle Facetten des Football,“ meint Roethlisberger. „Er fängt Blitze ab, er fängt den Ball, er läuft hart, er macht das Spiel, und er spielt mit Leidenschaft, darauf müssen wir weiter setzen.“
Roethlisberger hat den Umstieg von Bell zu Conner schon vollzogen. Bleibt abzuwarten, was Head Coach Tomlin darüber denkt.

Kurz an einer Katastrophe vorbei geschrammt ist Matt Slauson. Der Guard der Colts brach sich im Spiel gegen die Patriots zwei Wirbel in seinem Rückgrat.
Er zog sich diese Verletzung früh im dritten Viertel zu. Trotzdem blieb er für die Offense in allen 83 Spielzügen auf dem Platz und zusätzlich in fünf Special Teams Einsätzen.
Slauson hatte Schmerzen, aber er dachte: „Wenn ich stehen kann, kann ich auch spielen.“
Daß er nur knapp an seinem Karriereende vorbeischrammte, hatte er nicht auf dem Radar. Diese Verletzung hätte ihn in den Rollstuhl bringen können.
Operiert werden muß Slauson nicht, er braucht nur Ruhe.

Colin Kaepernick ist jetzt ein eingetragenes Warenzeichen.
Der ehemalige NFL Quarterback hat sein Konterfei mit den wildwachsenden Haaren als Markenzeichen registrieren lassen.
Kaepernick war der erste NFL Spieler, der die Hymne wegen angeblicher Benachteiligungen bestimmter Amerikaner boykottierte.

Die Rams Receiver Brandin Cooks und Cooper Kupp durften am leichten Training des Teams teilnehmen.
Noch sind sie im Gehirnerschütterungsprotokoll. Doch es sieht so aus, als würden sie bald daraus entlassen werden.
Das heißt, daß sie den Broncos am Sonntag Kopfschmerzen bereiten werden.

Die besten Spieler der Woche - 5
AFC

OFFENSE: RB ISAIAH CROWELL, NEW YORK JETS
15 Läufe für 219 Yards, 1 Touchdown

DEFENSE: LB T.J. WATT, PITTSBURGH STEELERS
3 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 8 Tackles

SPECIAL TEAMS: DB DENZEL WARD, CLEVELAND BROWNS
1 geblocktes Field Goal, 5 Tackles, 3 abgewehrte Pässe, 1 Interception

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
26 von 29 Pässe für 363 Yards, 3 Touchdowns, 0 Int.

DEFENSE: DE CHANDLER JONES, ARIZONA CARDINALS
1 Sack, 1 abgewehrter Pass, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble, 3 Tackles, 3 Quarterback Hits

SPECIAL TEAMS: K GRAHAM GANO, CAROLINA PANTHERS
3 von 3 Extrapunkte, 4 von 4 Field Goals, darunter eins aus 63 Yards zum Sieg gegen die Giants

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Kurzberichte
garoppolo-jimmy-49ers-2Rams at 49ers war für die NFL ein Prime Time Spiel. Das war jedoch, bevor Niners Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) sich verletzte.
Aber selbst wenn das nicht passiert wäre, wäre San Francisco nur Kanonenfutter für Los Angeles gewesen.
Dank der Flex-Regel kann die Liga Spiele verschieben. Rams at 49ers wird am 21. Oktober um 22:25 Uhr angepfiffen und von CBS übertragen.
Zum Sunday Night Football Spiel wurde an diesem Tag Bengals at Chiefs, das um 19 Uhr anfangen sollte. Auch nicht wirklich ein Kracher, selbst unter dem Gesichtspunkt, daß da zwei Teams aufeinandertreffen, die zur Zeit ihre Divisionen anführen.
Das hatten wir ja auch letzten Montag mit den Redskins und den Saints. Was hat`s gebracht?
Das Sunday Night Football der 49ers in Woche 13 gegen Seattle dürfte wohl auch verlegt werden. Gut so, sonst würden diese Nieten in vier der nächsten fünf Wochen in Prime Time Spielen auftauchen.
Monday Night Football Spiele können nicht verlegt werden, so daß ESPN auf dem Spiel 49ers at Packers am kommenden Montag sitzen bleibt sowie auf dem Spiel Giants at 49ers in Woche 10. Da treffen dann gleich zwei unansehnliche Teams aufeinander, die bereits jetzt schon keine Chance mehr auf die Playoffs haben.

„Wir hatten schon einige Jahre keinen Nr. 1 Receiver mehr,“ giftete Jerry Jones in Richtung Dez Bryant.
Auf die Frage in einer Radiosendung, ob die Cowboys weiter ohne einen Nr. 1 Receiver durch die Saison gehen wollen, meinte der Besitzer des Teams, daß man ja schon seit Jahren einen solchen Spieler nicht hatte. Nr. 1 Receiver, also Receiver, die ein Team tragen können und Spiele gewinnen, sind für Jerry Jones Julio Jones von den Falcons und DeAndre Hopkins von den Texans. Davon gäbe es so einige in der NFL.
Auf die Leistung von Hopkins im Sunday Night Spiel gegen Houston angesprochen, meinte Jones, daß er gerne so einen Receiver hätte.
Bryant war acht Jahre Wide Receiver der Cowboys. Auf Twitter meinte er, daß er nie den Nr. 1 Status im Team bekommen hätte. Allerdings würde er trotzdem gerne noch mal in Dallas anheuern. Dazu sagte Jones dann recht klar: „Nein!“
Jones glaubt, daß das Team einige gute Receiver hat. Jeder von ihnen würde besondere Fähigkeiten zeigen, die man nutze.
OK, aber warum zeigt uns die Offense nichts von diesen besonderen Fähigkeiten?
Dallas liegt mit erbärmlichen 172 Passyards pro Spiel auf Platz 30 in dieser Statistik.

Da Running Back Leonard Fournette länger ausfällt, sahen sich die Jaguars nach einem Ersatzmann um.
Sie fanden Jamaal Charles.
Charles ist 31 Jahre alt und spielte vier mal im Pro Bowl, als er noch bei den Chiefs war.
Letztes Jahr war er als Ersatzmann bei den Broncos und kam da auf 296 Yards.
In Jacksonville bekam er einen Einjahresvertrag.

„Es wird Veränderungen geben,“ sagte Broncos Head Coach Vance Joseph.
Der Head Coach hat gerade sein neuntes Auswärtsspiel in 10 Anläufen mit seinem Team verloren. Dabei wurde die Defense Denvers von den Jets förmlich überrannt.
„Ich werde alles überdenken. Alles wird überdacht. Wir sehen uns die Bänder an und wollen herausfinden, was wir ändern können. Wir überdenken alles.“
Auch die Spieler sind frustriert. Defensive Lineman Derek Wolfe meinte, daß er angepisst wäre. Man würde sich unter der Woche den Hintern aufreißen für dieselben schlechten Ergebnisse, Woche für Woche.
Joseph betonte: „Wir werden morgen nicht so spielen, wie wir gestern gespielt haben. Das werden wir nicht machen. Etwas muß sich ändern. Du spielt nicht diese Art Football und bleibst dabei. Ich werde nicht mitteilen, was wir ändern, aber es wird Veränderungen geben.
Ich gehe jetzt mal davon aus, daß es bei den Broncos Änderungen geben wird.
Aber vielleicht erst gegen die Cardinals in Woche sieben. Als nächstes stehen die Rams auf dem Spielplan. Da kann man nur versuchen, das Ergebnis im Zaum zu halten.

Steelers Wide Receiver Antonio Brown stehen zwei Gerichtsverhandlungen bevor.
Er hat seine Wohnung in Miami verwüstet und Sachen aus dem 14. Stock des Gebäudes geworfen.
Brown war wütend darüber, daß ihm $80.000 und eine Handfeuerwaffe aus der Wohnung gestohlen wurden.
Am Boden des Gebäudes wäre beinahe ein 22 Monate altes Kind von den herabgeworfenen Sachen getroffen worden. Zudem weigert sich Brown für gemietete Gegenstände zu zahlen, die er zerstörte.
Das Team wußte noch nichts von der Sache und wollte sich daher noch nicht äußern.

Tom Brady hat eine klare Meinung zur NFL, für ihn ist das nur eine verherrlichte Collegeliga.
Dadurch, daß man viele körperbetonte Aktionen aus dem Spiel genommen hätte, hätte man sich dem niedrigeren Collegelevel angenähert.
Auch würden viele Spielzüge, die vorher nur auf dem College Niveau gespielt wurden, heute in der NFL eingesetzt.
Klarer Fall #mfva

Redskins Running Back Adrian Peterson renkte sich gegen die Saints eine Schulter aus.
Peterson glaubt nicht, daß er eine Pause braucht.

Die Buccaneers und Ali Marpet wurden sich über eine Vertragsverlängerung einig.
Der Left Guard unterschrieb für weitere sechs Jahre und $55 Millionen von denen $27,125 Millionen garantiert sind.

Alex Spanos starb im Alter von 95 Jahren.
Seit 1984 war er Besitzer der San Diego/Los Angeles Chargers. Damals bekam er das Team für schlappe $50 Millionen vom Vorbesitzer Gene Klein.
Spanos war die treibende Kraft hinter dem Umzug des Teams von San Diego nach Los Angeles.
Ob die Chargers da Fuß fassen können, ist zweifelhaft. Sie sind zu schlecht und die Rams zu gut.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche - 5 - Der Montag
brees-drew-rekordUnd noch ein Rekord... für Drew Brees (der auf dem Bild mit seiner Familie feiert).
Der Quarterback der Saints brauchte 2:46 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit noch 35 Yards, um an Peyton Manning vorbei auf Platz eins der erzielten Passyards zu gelangen. Er warf einen 62 Yards Touchdownpass zu Wide Receiver TreQuan Smith, ein würdiger Spielzug um den Rekord zu brechen.
Damit zog er an Manning vorbei, der in seiner Wahnsinnskarriere 71.940 Passyards erzielen konnte.
Am Ende des Spiels hatte es Drew Brees auf 363 Yards gebracht, und den Rekord auf 72.103 Yards geschraubt.
Sogar seinen 500. Touchdownpass hätte er noch werfen können, aber in den letzten Minuten des Spiels wurde er geschont und so blieb es zunächst bei 499 Pass Touchdowns.
Der 39 Jahre alte Brees erreichte seine Rekord-Yards erheblich schneller, als Manning. Brees brauchte nur 254 Spiele dafür, Manning brauchte 266.
Peyton Manning, der leider nicht persönlich anwesend war, um in seiner Heimatstadt den Rekord mit Brees zu feiern, schickte eine Videobotschaft, in der er seinem Nachfolger gratulierte.
Und die NFL hat mal wieder bewiesen, daß sie rechnen kann. Sie hat dieses Spiel, in dem der Rekord fallen konnte, zu einem Heimspiel an einem Montagabend für die Saints gemacht.
Und als Gäste, die die Feier nicht stören sollten, waren die Redskins eingeladen. Man braucht nun mal in einem Mannschaftssport einen Gegner, sonst wäre es ja zu langweilig. Daß sich hier mit den 3-1 Saints und den 2-1 Redskins zwei Tabellenführer gegenüberstanden, merkte man in keiner Sekunde.
Die Redskins erwiesen sich als hervorragende Gäste und hatten nicht vor, der Rekordjagd in irgendeiner Weise im Weg zu stehen. Eigentlich hätte man das Spiel nach Brees` Rekord beenden können, aber die Fans hatten für ein ganzes Spiel bezahlt, und ESPN hatte Werbezeit für ein ganzes Spiel verkauft.
Drew Brees beendete den Abend mit der Bilanz von 26 aus 29 für 363 Yards, 3 Touchdowns, 0 Interceptions und einem lockeren 43:19 Sieg.
New Orleans hat jetzt 4-1 Siege und die Redskins fielen auf 2-2 zurück.

Kurzberichte
Die Giants setzten Tackle Ereck Flowers auf die Transferliste.
Wenn er keinen Abnehmer findet, werden sie ihn feuern.

Die Niederlage gegen die Panthers erregte die Gemüter der Giants. Besonders ein Wide Receiver rastete völlig aus, und nein, es war nicht Odell Beckham jr.. Von dem ist man das ja gewohnt. Er hatte sich letzte Woche negativ über das ganze Team geäußert und besonders Head Coach Shurmur kritisiert. Und überhaupt, Quarterback Manning würde ihm nicht genug Pässe zuwerfen.
Doch am Sonntag war es Sterling Shepard, der Bänke boxte und Abfalleimer zerriß. Er regte sich über eine weitere Interception von Manning auf. Und es war Beckham, der versuchte Shepard zu beruhigen. Eine fast schon surreale Szene.
Nach dem Spiel regten sich dann mehrere Spieler und Trainer in der Kabine auf. Sie diskutierten über die unfaßbar schlechten Leistungen der Schiedsrichter, von denen sie sich betrogen fühlten (womit sie nicht mal Unrecht hatten).
Tatsache ist, daß die Giants mal wieder Meilenweit hinter ihren Ansprüchen hinterherhinken.
Weitere Unmutsäußerungen sind zu erwarten.

„Es ist Zeit, Risiken einzugehen,“ kritisierte Cowboys Teambesitzer Jerry Jones seinen Head Coach.
Jason Garrett entschied sich in der Verlängerung dazu, bei einem vierten und Eins zu punten. Sein Team stand zu der zeit an der 42 der Texans.
Im anschließenden Drive kam Houston zu seinem Field Goal, das den Sieg brachte.
Nach dem Spiel sagte Garrett der Presse, daß es ein „langer Yard“ gewesen wäre. Schon im dritten Versuch wären sie zusammengestaucht worden. Er hätte Vertrauen in seine Defense gehabt, daß sie die Texans hätten stoppen können. So kam es dann leider nicht.
Und Jerry Jones war nicht erfreut darüber.

Jets Running Back Isaiah Crowell dankte seiner O-Line. Er hatte im 34:16 Sieg gegen die Broncos einen neuen Teamrekord aufgestellt. Mit 15 Läufen kam er auf 219 Yards gegen eine Defense, die vor gar nicht allzulanger Zeit mal gut war.

Im Pech war Jets Safety Marcus Maye. Er fing einen Pass von Broncos Quarterback Case Keenum fünf Yards tief in seiner eigenen Endzone ab und lief los. Und er lief und lief und... wurde nach 104 Yards, kurz vor Denvers Endzone zu Boden gebracht. Der längste Lauf nach einem Interception, der nicht mit einem Touchdown endete.
Für Case Keenum war es der siebte abgefangene Pass in dieser Saison.
Letztes Jahr in Minnesota warf er insgesamt nur sieben Interceptions.

2-3 Siege... da kann man die Playoffs schon fast abhaken.
Die Eagles starteten mit 2-3 in die Saison 2018. Zuletzt starteten die Steelers 2006 als Titelverteidiger so schlecht in die nächste Saison und verpassten die Playoffs.
Von den bisherigen sieben Titelverteidigern, die anschließend mit 2-3 Siegen in eine Saison starteten, kamen nur die 1996 Cowboys in die Endrunde.

Es hat mal jemand nachgezählt. Tatsächlich ist das die erste NFL Saison, in der es in jeder der ersten fünf Wochen ein Spiel mit Verlängerung gab.

Zur Kasse bitte
Chiefs: Kareem Hunt, $26.700 für einen illegalen Hit. Er lief absichtlich mit dem Helm voran in einen Verteidiger der Broncos. Auf dem Platz war er dafür nicht bestraft worden.

Seahawks: Safety Earl Thomas, $13,369 weil er seiner Seitenlinie den Mittelfinger zeigte, als er verletzt vom Platz gefahren wurde.

Vikings: Cornerback Xavier Rhodes, $13,369, unsportliches Verhalten

Bears: Defensive Tackle Akiem Hicks, $33,425 weil er einen Schiedsrichter berührte während einer erhitzten Diskussion.

Der Lazarettreport
Saints: Cornerback Marshon Lattimore. Gehirnerschütterung.

Redskins: Wide Receiver Paul Richardson, Knie
Tight End Vernon Davis, Oberschenkel

Chiefs: Linebacker Justin Houston, Oberschenkel, er könnte ein paar Wochen ausfallen.

Jaguars: Running Back Corey Grant, Fußverletzung, Saison beendet
Tight End Austin Seferian-Jenkins, Brustmuskel, IR Liste

Eagles: Running Back Jay Ajayi, Kreuzbandriss, Saison beendet

Rams: die Wide Receiver Brandin Cooks und Cooper Kupp erlitten beide Gehirnerschütterungen

Texans: Cornerback Kayvon Webster, Quadrizeps, Woche zu Woche

Cowboys: Center Travis Frederick, Nervenleiden, IR Liste
Wide Receiver Terrance Williams, Fußverletzung, IR Liste

Cardinals: Wide Receiver Larry Fitzgerald (Oberschenkel), offensive Tackle Andre Smith (Oberschenkel), defensive Tackle Robert Nkemdiche (Fuß) und defensive End Markus Golden (Knie), sind alle als „von Tag zu Tag“ gelistet.

49ers Running Back Matt Breida, Sprunggelenk, einige Wochen Pause

Colts: Guard Matt Slauson wurde auf die IR Liste gesetzt

Browns: Wide Receiver Rashard Higgins, Bänderdehnung im Knie, einige Wochen Pause

Montag, 8. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche - 5 - Der Sonntag
mahomes-patrick2In den frühen Spielen gab es zwei Enttäuschungen.
Jaguars at Chiefs versprach spannend zu werden, und auch von Falcons at Steelers konnte man vorab einiges erwarten.
Selbst die beste Defense der Liga war nicht in der Lage, Quarterback Patrick Mahomes (Bild) und die Chiefs zu stoppen.
Zwar konnten die Jaguars einen kleinen Sieg erzielen, indem sie Mahomes davon abhalten konnten, einen Touchdownpass zu werfen, aber er konnte einen Lauf- Touchdown erzielen.
Die Jaguars traten mit einem der schlechtesten Quarterbacks der Liga, Blake Bortles, gegen eine der schlechtesten Verteidigungen an. Geholfen hat das Bortles nicht. Er warf gleich mal vier Interceptions. Seine Stats: 33 von 61 für 430 Yards, 1 Touchdown, 4 Interceptions. Ohne die vier Interceptions wäre das eine tolle Leitung gewesen.
Patrick Mahomes: 22 von 38 für 313 Yards, 0 Touchdowns, und er warf seine ersten zwei Interceptions in dieser Saison.
Aus der Spur Richtung Super Bowl brachte das die Chiefs nicht, sie gewannen 30:14 und sind 5-0 auf dem Weg nach Atlanta.

Zum Super Bowl im eigenen Stadion werden die Falcons wohl nicht antreten.
Sie versagten völlig gegen die Steelers, die anscheinend rechtzeitig in Fahrt kommen. Beide Teams hatten bisher nicht mit defensiven Leistungen aufgewartet. Doch Pittsburgh erinnerte sich an die gute Tradition des Stahlvorhangs und ließ der Offense Atlantas keine Schnitte.
In Pittsburghs Offense fanden Quarterback Ben Roethlisberger und Wide Receiver Antonio Brown ihre Verbindung wieder, die bisher fehlte.
Ben Roethlisberger: 19 von 29 für 250 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception.
Davon fing Brown sechs Pässe für 101 Yards und 2 Touchdowns.
Als wäre Brown nicht schon genug für die verletzungsgeplagte Falcons Defense gewesen, lief Running Back James Conner auch noch 21 mal für 110 Yards und erzielte auch 2 Touchdowns.
Atlanta hatte viel Hoffnung auf die Rückkehr ihres Running Backs Devonta Freeman gesetzt, doch der lief nur Achtmal für 32 Yards, etwas wenig für den bestbezahlten Running Back der Liga.
Pittsburgh gewann auch in der Höhe verdient mit 41:17.

Und keine Woche ohne Overtime Spiel. Auch diese Woche gab es zwei davon.
Die Browns haben in fünf Wochen bereits dreimal in die Verlängerung gehen müssen. Dabei gab es ein Unentschieden, eine Niederlage und gestern einen 12:9 Sieg gegen die Ravens.
In der Schlacht um Texas zwischen Dallas und Houston gingen die Texans als 19:16 Sieger vom Platz.

Man kann Woche fünf dieser Saison unter die Überschrift KICKER DRAMEN stellen.
Sie gewannen für ihre Teams, und sie vermasselten ihren Teams den Sieg.
Schlimmstes Beispiel für letzteres war Mason Crosby von den Packers. Er ist eigentlich recht zuverlässig und spielte bereits im Pro Bowl, aber gestern verschoß er vier Field Goal Versuche und sogar einen Extrapunkt.
Auch Lions Kicker Matt Prater verschoß einen Field Goal Versuch.
Nimmt man das Endergebnis von 31:23 für Detroit, dann hätte Crosby das Spiel mit seinen Schüssen gewinnen können, wenn er denn getroffen hätte.

Gewonnen hat Graham Gano das Spiel der Panthers gegen die Giants.
In einem Spiel, in dem die Giants wie die Zwerge spielten, kam am Schluß doch Spannung auf.
68 Sekunden vor Spielende gingen die Giants mit 31:30 in Führung.
Doch sie ließen den Panthers zu viel Zeit auf der Uhr.
Quarterback Cam Newton führte Carolina noch an die 45 der Giants. Von hier waren es 63 Yards für ein Field Goal zum 33:31.
Graham Gano kam, trat und traf.

Doch es gab weitere Kicker Mißgeschicke:
Steelers: Chris Boswell, verschoß einen Extrapunkt

Chargers: Caleb Sturgis, verschoß einen Extrapunkt

Browns: Greg Joseph, verschoß einen Extrapunkt und ein Field Goal, kam aber kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch zum Kick für den Ausgleich und traf in der Verlängerung aus 34 Yards gerade mal so zum Sieg.

Ravens: Justin Tucker, hatte ein geblocktes Field Goal

Detroit: Matt Prater, verschoß ein Field Goal

Bengals: Randy Bullock hatte ein geblocktes Field Goal.
Doch die Bengals, die schon 0:17 gegen Miami zurücklagen, kamen durch 27 Punkte in Folge noch zum 27:17 Sieg.

Rams: Cairo Santos, verschoß einen Extrapunkt, der den Ausgleich zum 31:31 gegen die Seahawks gebracht hätte.
Aber er traf danach noch zum 33:31 Sieg seiner Rams, die damit, wie Kansas City, noch ohne Niederlage sind.

Der Lazarettreport
Die Broncos setzten Punter Marquette King mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste und werden ihn feuern, sobald er wieder gesund ist.

Mehr zu den Verletzungen des Spieltags wieder am Dienstag

Freitag, 5. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche - 5 - Der Donnerstag
brady-tom-neuerhelmDie, die sich bereits in der Nacht gelangweilt haben, möchte ich nicht zusätzlich langweilen. Deshalb nur kurz die Meilensteine.
Die NFL hat neue Regeln eingeführt, zum Schutz der Spieler. In diesem Spiel wurde sowohl die Helmregel ignoriert, als auch die Gewichtsregel.
Patriots Rookie Running Back Sony Michel lief mit gesenkten Kopf auf Safety Clayton Geathers zu, der seinen Oberkörper auch leicht gesenkt hatte. Michel krachte mit seinem Helm gegen den anderen Helm und das hätte eine Strafe geben müssen, weil der Running Back seinen Oberkörper bewußt in der Absicht gesenkt hatte, seinen Gegner mit dem Helm voran zu treffen. Es gab keine Strafe. Was die Sache noch schlimmer machte, Geathers zog sich eine Nackenverletzung zu und konnte nicht weiterspielen. Der Verdacht auf Gehirnerschütterung bestätigte sich glücklicherweise nicht.
Als sogar ZWEI Verteidiger bei einem Sack auf Colts Quarterback Andrew Luck landeten, gab es auch keine Strafe. Dabei wird zur Zeit jeder Einzelspieler bestraft, der einen Quarterback berührt und verzweifelt versucht, nicht mit dem ganzen Körpergewicht auf ihm zu landen.
Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) warf seinen 500. Touchdownpass, einen 34-Yarder zu Wide Receiver Josh Gordon. Damit liegt er auf Platz drei der ewigen Bestenliste. In ein paar Wochen wird er Brett Favre überholen, der 508 Touchdownpässe geworfen hat. Peyton Manning ist mit 539 für diese Saison wohl noch in Sicherheit. Doch Brady muß auch nach hinten gucken, denn Saints Quarterback Drew Brees ist ihm mit 496 Touchdownpässen auf den Fersen.
Das Spiel endete übrigens mit 38:24 für die Patriots.

Der Lazarettreport
Colts: Linebacker Anthony Walker, Gehirnerschütterung
Safety Clayton Geathers, Nacken.
Defensive End Margus Hunt, Knie
defensive End Denico Autry, Oberschenkel
Safety Matthias Brown, Oberschenkel

Patriots: defensive End John Simon, Schulter
Defensive Tackle Malcom Brown, Knie.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Kurzberichte
watson-deshaunEs gibt Offensive Lines, die können ein Spiel positiv bestimmen. Auf der anderen Seite gibt es Offensive Lines, die gefährden die Gesundheit ihres Quarterbacks.
Eine solche Line hat Deshaun Watson (Bild) vor sich. Der Quarterback der Texans ist auf Kurs, in dieser Saison 68 mal gesackt zu werden.
Er wurde in den ersten vier Spielen bereits 17 mal gesackt. Das tut seinem gerade genesenen Kreuzband ganz bestimmt nicht gut.
Nur Josh Allen von den Bills wurde mit 18 Sacks einmal mehr zu Boden gebracht.
Bereits letztes Jahr wurden die Quarterbacks der Texans 54 mal gesackt. Damit lag man auf Platz zwei dieser Statistik. Im Wissen darum, den Quarterback und sein Knie besser zu schützen, hätte man sich in Houston besser um die O-Line kümmern müssen.
Ob das gutgehen kann?
Vielleicht noch nicht im nächsten Spiel. Da geht es gegen Dallas und Pass Rusher Demarcus Lawrence, der gerne Quarterbacks unter sich begräbt. Ach ne, das geht ja nicht mehr. Aber er reißt sie immer noch gerne zu Boden.

Heute spielen die Colts in New England.
Klingt nicht nach einem spannenden Spiel. Die Patriots kommen langsam in Fahrt und haben Star Wide Receiver Julian Edelman nach seiner Suspendierung zurück.
Es ist allerdings fraglich, ob Tight End Rob Gronkowski mit einer Knöchelverletzung wird spielen können.
Nicht fraglich, sondern unmöglich ist der Einsatz von Andrew Lucks Lieblings Receiver TY Hilton. Für ihn ist es erst das dritte Spiel, das er in seiner Karriere, die 2012 begann, verpaßt. Gegen die Texans verletzte er sich letzten Sonntag zunächst an der Brust und dann auch noch am Oberschenkel.
Da Luck immer noch hinter seiner Offensive Line um sein Leben rennt, wird ihm sein zuverlässigster Anspielpartner extrem fehlen.
Und das, wo es auch noch gegen den Head Coach geht, der das Schlechteste aus Luck herausholt. Mit einem Durchschnitt von 87,7 Quarterback Wertungspunkten steht der Quarterback der Colts recht gut da. Doch gegen Bill Belichick fällt der Durchschnitt auf 65,1 Punkte.
Fünfmal spielte Andrew Luck gegen die Patriots, fünf mal ging er als Verlierer vom Platz.

Nach nur einem Sieg in vier Spielen brennt die Hütte (mal wieder) in New York.
Die Jets und die Giants stehen gemeinsam auf den letzten Plätzen ihrer Divisionen.
Die Jets halten ein nur für die Spieler der Defense bestimmtes Treffen ab. Dieser Mannschaftsteil wurde von den Jaguars und ihrem Quarterback Blake Bortles mit über 500 Yards Raumgewinn vernichtet. Es war die selbe Jaguars Offense, die eine Woche zuvor in Tennessee nur sechs Punkte erzielen konnte.
Zuletzt bekamen die Jets 511 Yards von den Patriots 2008 eingeschenkt.
Von diesem Freitag an will die Defense sich nach jedem Training zusammensetzen, um darüber zu reden, wie man auf dem Platz korrekt miteinander kommuniziert.
Safety Jamal Adams, der Teamcaptain, sagte dazu: „ Wir müssen zusehen, daß wir alle auf der selben Seite sind, daß wir wissen, wie der andere reagiert. Wir müssen auf allen Zylindern laufen. Diese Treffen dienen dazu, daß wir da draußen rumfliegen und Spiele gewinnen.“

Jets Running Back Isaiah Crowell mußte $13.369 Strafe zahlen. Er tat nach einem Touchdown gegen Cleveland so, als würde er sich den Hintern mit dem Ball abwischen.
Das Geld könnte er sehr schnell wieder reinholen. Eine Firma, die Klopapier herstellt, möchte Crowell einen Vertrag geben und will mit ihm eine Werbekampagne starten.
Ob Crowell zustimmt, steht noch nicht fest. Sein Head Coach Todd Bowles kritisierte seinen Running Back, der mal für die Browns spielte, und wies ihn zurecht.
Crowell drückte nach dem Gespräch mit Bowles sein Bedauern über die unflätige Geste aus und versprach, sich besser unter Kontrolle zu bringen.
Doch das war, bevor der Werbevertrag winkte...

„Konflikt ist gut,“ ließ Packers Quarterback Aaron Rodgers wissen.
Er hätte sich mit seinem Head Coach Mike McCarthy ausgesprochen, und zusammen wollen sie einen Weg finden, die Top Spieler der Offense besser in Szene zu setzen.
Rodgers sagte nach dem Spiel gegen die Bills, daß die Offense nicht Playoff-tauglich gewesen wäre. Gegen bessere Teams hätte man nicht 420 Yards erzielen können, so wie man gespielt hätte.
McCarthy widersprach nicht. Auch er meinte, daß man eine Menge Chancen hätte liegen lassen. Doch das, so McCarthy, hätte auch daran gelegen, daß Rodgers einige Pässe nicht hätte anbringen können.
Touché!
„Mike und ich sprechen die ganze Zeit miteinander,“ wiegelte Rodgers ab. „Wir haben ein großartiges Verhältnis. Wir werden das lösen können. So ist das schon seit über 10 Jahren bei uns.“

Ein Viertel der Saison ist schon wieder um. Wer wäre denn heute der MVP der Liga?
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes steht da ganz oben auf der Liste der möglichen Kandidaten. Er erzielte bisher 14 Touchdowns, über 300 Passyards pro Spiel und hat noch keine Interception geworfen.
Am Sonntag geht es gegen eine der besten, vielleicht die beste, Defense der Liga, die der Jaguars.
Wenn die ihn nicht stoppen können, kann es keiner. Jacksonville ließ bisher erst vier Touchdowns überhaupt zu, Platz eins der Liga. Die Chiefs kommen auf 4,5 Touchdowns pro Spiel, auch Platz eins der Liga.
Jacksonvilles Offense hat Blake Bortles als Quarterback, das ist ein Nachteil, aber er hat den Vorteil, gegen die schlechteste Defense der Liga antreten zu können.
Das könnte spannend werden.
Doch Mahomes ist nicht alleine im Rennen um den MVP Titel. Rams Quarterback Jared Goff ist nicht zu verachten.
Und wie wäre es mal mit einem Verteidiger?
Die Leistungen von Bears Linebacker Khalil Mack dürften jedem Raiders Fan die Tränen der Trauer und Wut herausströmen lassen.
Die Defense der Bears erzielte in den ersten vier Spielen bereits 18 Sacks. Davon hat Mack fünf, aber im Versuch ihm zu entkommen, laufen die Quarterbacks seinen Mitspielern in die offenen Arme.

Der Lazarettreport
49ers Quarterback Jimmy Garoppolo wurde an seinem gerissenen Kreuzband operiert.
Jetzt muß er 7-9 Monate warten, bis er wieder spielen darf.

Raiders Right Tackle Donald Penn, wurde mit einer Leistenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Packers Defensive Lineman Muhammad Wilkerson mußte zum zweiten Mal an seinem Knöchel operiert werden.
Der behandelnde Arzt sagte, daß Wilkerson sich voll erholen wird.

Die besten Spieler der Woche - 4
AFC
OFFENSE: QB MARCUS MARIOTA, TENNESSEE TITANS
30 von 43 Pässe für 344 Yards, 2 Touchdowns, 1 Int.
46 Laufyards und ein Touchdown

DEFENSE: DE JADEVEON CLOWNEY, HOUSTON TEXANS
4 Tackles, 2 Sacks

SPECIAL TEAMS: WR/PR DWAYNE HARRIS, OAKLAND RAIDERS
5 Kick Returns für durchschnittlich 19,5 Yards.

NFC
OFFENSE: QB JARED GOFF, LOS ANGELES RAMS
26 von 33 Pässe für 465 Yards, 5 Touchdowns, 0 Int.

DEFENSE: LB DEMARIO DAVIS, NEW ORLEANS SAINTS
11 Tackles, 2 Quarterback Hits, 2 Sacks

SPECIAL TEAMS: K BRETT MAHER, DALLAS COWBOYS
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Unstimmigkeiten im Haus der Packers
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Green Bays Quarterback Aaron Rodgers (Bild) nannte die Auswahl der offensiven Spielzüge im Spiel gegen die Bills „grauenvoll“.
Selbst der 22:0 Sieg konnte seinen Frust nicht überdecken.
Rodgers stellte den Spielplan öffentlich bei der Pressekonferenz nach dem Spiel in Frage. Damit sendete er ein deutliches Zeichen in Richtung seines Head Coaches Mike McCarthy. Rodgers war sauer, weil Green Bay weit mehr als nur 22 Punkte hätte erzielen können, sollen, müssen.
Da scheint etwas nicht zu stimmen. Wäre das Verhältnis des teuersten Spielers aller Zeiten zu seinem Head Coach Intakt, hätten die beiden das unter vier Augen besprochen.
Diese Kritik an McCarthy vor der Presse zeigt, daß es zwischen den Beiden nicht ganz stimmt.
Dieses Mißverhältnis zwischen den Beiden könnte eine Krise im gesamten Team auslösen.
Der Head Coach muß zusehen, daß seinem Superstar nichts passiert. Immerhin ist der Quarterback 34 Jahre alt und $134 Millionen wert. Den läßt man nicht von der Leine, wenn es nicht sein muß. Damit sollte Rodgers sich abfinden. Und seine Kritik am Head Coach sollte er mit ihm unter vier Augen klären. Er ist der Spieler, und McCarthy der Boss.

Kurzberichte
Ob Denzelle Good am Donnerstag gegen die Patriots spielen wird, ist fraglich. Der Offensive Lineman der Colts trauert um seinen Bruder.
Overton Deshan Good, 23 Jahre alt, war mit einem Wohnmobil in Indianapolis, um das Spiel seines Bruders anzusehen.
Am Dienstag Morgen war er zusammen mit einem Freund in dem Wagen, als mehrere Schüsse auf das Mobil abgefeuert wurden, die die Karosserie durchschlugen und Overton tödlich trafen.
Denzelle Good spielte in der Niederlage nach Verlängerung in allen 90 offensiven Spielzügen. Es war sein zweiter Start in dieser Saison.

„Wir mögen es nicht, in welchem Zustand wir sind,“ meinte Steelers Head Coach Mike Tomlin.
Er und die Spieler hätten ein offenes Gespräch über den katastrophalen Zustand des 1-2-1 Teams geführt. Gerade die miserablen Leistungen der Defense hätten das Team in diese Situation geführt. Pittsburgh erlaubte der gegnerischen Offense in drei Spielen in Folge jeweils über 400 Yards. Das gab es zuletzt 1954.
Und als nächstes geht es gegen die Falcons, die mit 1-3 Siegen genauso verzweifelt einen Sieg brauchen. Atlanta hat eine Offense, die ein Punktefeuerwerk abziehen kann, aber eine Defense, die viele Starter wegen Verletzungen verloren hat.
Pittsburgh müßte früher aus den Startlöchern kommen, meinte Tomlin. Im ersten Viertel wurden sie bisher mit 42:7 Punkten überrannt.
Neunmal verloren sie den Ball an den Gegner, traurige Bestmarke in dieser bisherigen NFL Saison.
Die Defense ist seit der Verletzung von Linebacker Ryan Shazier letztes Jahr nur noch ein Schatten ihrer selbst. So viel zu der These, daß Football der absolute Mannschaftssport ist, und ein einzelner Spieler keine großen Unterschiede machen kann.
Zu dem Gerücht, daß Running Back LeVeon Bell in Pittsburghs Freiwoche zurück zum Team kommt, meinte Tomlin, daß er davon keine Ahnung hätte.

Arthur Blank macht sich Sorgen um seine Falcons.
Der Teambesitzer ist gar nicht zufrieden damit, wie Atlanta bisher abgeschnitten hat. Blank hoffte, daß sein Team zum Heimspiel im Super Bowl durchmarschiert.
Das ist nach einem 1-3 Start eher nicht mehr möglich.
Und obwohl die Spiele im eigenen Stadion dieses Jahr immer sehr sehenswert waren, sieht man viel zu viele leere Plätze. Das kann einem stolzen Teambesitzer nicht gefallen.
Pro Spiel lassen die Falcons dieses Jahr 403 Yards mit ihrer Defense zu. Das ist den vielen verletzten Startern zu schulden, die bisher nach und nach ausgefallen sind.
Blank will das aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. Das dürfte ein warnender Hinweis in Richtung Head Coach Dan Quinn gewesen sein.

Da fällt mir grade auf... Die Steelers lassen pro Spiel über 400 Yards Offense zu, die Falcons lassen pro Spiel über 400 Yards Offense zu, da sollte man sich vielleicht am Sonntag um 19 Uhr für Falcons at Steelers entscheiden, oder?

Buccaneers Quarterback Jameis Winston kam nach drei Spielen in denen er suspendiert war zurück.
Die meisten Spieler erhalten ja eine Sperre von vier Spielen, und so kommen in dieser Woche ganze neun zurück zu ihren Mannschaften: Chargers DT Corey Liuget
Colts RB Robert Turbin
Giants DL Josh Mauro
Cowboys DL David Irving
Panthers LB Thomas Davis
Ravens CB Jimmy Smith
Saints RB Mark Ingram
Bengals LB Vontaze Burfict
Patriots WR Julian Edelman

Und wieder hat John Elway gekonnt daneben gegriffen.
Der General Manager der Broncos, und ehemaliger Star- Quarterback dieses Teams, hat einfach keine glückliche Hand bei der Auswahl seiner Quarterbacks. OK, von dieser einen Ausnahme Peyton Manning mal abgesehen.
Zugegeben Case Keenum hatte diese eine gute Saison in Minnesota und diesen einen Wahnsinns Pass in den Playoffs gegen die Saints, aber ihm dafür einen Zweijahresvertrag über $36 Millionen zu geben?
Was kommt als Nächstes?
Ryan Fitzpatrick wegen seiner drei guten Spiele für die Buccaneers einen Dreijahresvertrag geben?
Keenum bekommt $18 Millionen pro Saison, um das Spiel zu machen. Doch er ist kein Spielmacher, sondern nur ein Spielverwalter. Für $18 Millionen pro Jahr ist er leider nur ein Quarterback, von dem man hofft, daß er das Spiel wenigstens nicht vergeigt. Für $18 Millionen sollte er besseres abliefern. Er hat bisher in jedem Spiel wenigstens einen Interception geworfen, und nur in einem Spiel Touchdownpässe, drei in Woche eins gegen Seattle.
Keenum ist neu im Team, hat ein neues Playbook, ein neues Umfeld, neue Teamkollegen, aber all das haben andere Quarterbacks auch. Darunter z.B. Kirk Cousins, der in Minnesota eine gute Leistung liefert.
Und Cousins hat keinen Running Back, der ihn entlasten kann.
Denver sollte umdenken. Keenum ist ein Quarterback, der das Spiel nur verwalten kann und die Running Backs sollten die Hauptrolle spielen. Die Rookies Lindsay und Freeman haben zusammen 486 Yards erzielt, darauf kann man aufbauen.

Die NFL will Offense, die NFL bekommt Offense.
Die Touchdownpässe sind in dieser Saison durch die Decke geschossen.
Die neuen Regeln zum Schutz der Quarterbacks greifen. Und die Quarterbacks nutzen das aus.
In den ersten vier Wochen gab es 228 Pass- Touchdowns.
Zum Vergleicht die Plätze zwei und drei: 2013, 205 Touchdownpässe und 2015, 200.

Die Rams feuerten Kicker Sam Ficken und verpflichteten Cairo Santos.
Mit Ficken hat es nicht geklappt als Ersatzmann für den verletzten Greg Zuerlein. Er verschoß in seinen zwei Spiele für Los Angeles zwei seiner drei Field Goal Versuche.

Die Panthers gaben Punter Michael Palardy eine Vertragsverlängerung.
Für weitere drei Jahre bekommt er $7,52 Millionen dafür, daß er ein paar mal pro Spiel den Ball wegtritt. $2 Millionen davon sind garantiert.

Suspendiert auf unbestimmte Zeit wurde Mychal Kendricks.
Der Linebacker wurde erst vor Kurzem von den Seahawks verpflichtet, obwohl er sich wegen Insiderhandel an der Börse für Schuldig bekannte.
Das Risiko zahlte sich für Seattle nicht aus. Die NFL sperrte den Linebacker.
Was zu erwarten war.
Im Dezember wird der Urteilsspruch erwartet. Kendricks könnte eine Haftstrafe von 25 Jahren bekommen.

Zur Kasse bitte
Die Strafen, die nach Woche drei verhängt wurden.
Jets: Running Back Isaiah Crowell, $13.369, er tat nach einem Touchdown gegen Cleveland so, als würde er sich den Hintern mit dem Ball abwischen.

Falcons: Brian Poole, $20.054, Horse-Collar Tackle plus $20.054 für Roughing the Passer.

Vikings: Anthony Barr, $10.026, Facemask plus $20.054 für einen Horse-Collar Tackle.
Linval Joseph, $20.054, unerlaubter Angriff auf den Quarterback.

Steelers: Sean Davis, $20.054, unerlaubter Angriff auf den Quarterback.
Jon Bostic, $10.026, übertriebene Härte.

Dolphins: Akeem Spence und Andre Branch jeweils $10.026 wegen übertriebener Härte.

Broncos: Rookie Running Back Phillip Lindsay, $10.026, übertriebene Härte.

Buccaneers: Peyton Barber, $10.026, illegaler Chop Block.

Mit jeweils $26.739 sind dabei: San Franciscos Antone Exum (unnötige Härte), Jacksonvilles Malik Jackson (unnötige Härte), Pittsburghs Darius Heyward-Bey (unsportliches Verhalten) und Buffalos Tre'Davious White (unnötige Härte).

Dienstag, 2. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 4 - Der Montag
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War es ein Superstar, war es ein Quarterback?
Nein, es war Patrick Mahomes (Bild). Der Quarterback der in den ersten drei Spielen der Saison 13 Touchdownpässe geworfen hat.
In Denver wurde die Luft für ihn dünn... sprichwörtlich. Drei Viertel lang hatte die Denver Defense Mahomes vollständig im Griff. Er kam zwar zu einem Touchdown, aber den lief er selber und warf ihn nicht.
Drei Viertel lang sahen Patrick Mahomes und Broncos Quarterback Case Keenum gleichberechtigt aus. Mahomes hatte es mit einer Defense zu tun, die wie die Defense spielte, die Denver den Super Bowl gewann. Keenum hatte es mit der momentan schlechtesten Defense der Liga überhaupt zu tun.
Als Denver im letzten Viertel mit 10 Punkten führte, konnte nach dem bisherigen Spielverlauf eigentlich nichts mehr schiefgehen. Zuletzt hatte Denver eine 10 Punkte Führung im letzten Viertel in einem Heimspiel 2004 aufgegeben.
Doch dann kippte das Spiel und zwar völlig.
Mahomes wurde wach, und die Broncos Defense müde. Sie hatte es nicht nur damit zu tun, den Quarterback der Chiefs zu stoppen, sondern auch noch mit Kareem Hunt. Der Running Back kam mit 19 Läufen auf 121 Yards und 1 Touchdown. Zusätzlich fing er drei Pässe für 54 Yards. Bei einem seiner Läufe hätte es eigentlich eine Flagge geben müssen. Nach den neuen Helmregeln griff er den vor ihm stehenden Verteidiger mit dem Oberkörper parallel zum Boden mit dem Helm voran an. Ein ganz klarer Verstoß gegen die Regel, der nicht geahndet wurde und 27 Yards Raumgewinn einbrachte.
Die Running Backs der Broncos waren hervorragend ins Spiel gestartet, ließen aber nach und nach nach. Lindsay kam auf 69 Yards und 1 Touchdown, Freeman auf 67 Yards und 1 Touchdown.
Chiefs Tight End Travis Kelce war bis ins letzte Viertel komplett abgemeldet, kam aber dann noch auf 7 gefangene Pässe und 78 Yards. Und er war es auch der dann letztlich doch den einen Touchdownpass von Mahomes fing.
Gegen die schlechteste Defense der Liga wurde deutlich, daß Case Keenum seine $18 Millionen pro Jahr erhält, um das Spiel zu verwalten. Es zu gewinnen, dazu ist er nicht in der Lage. Er kam auf eine Bilanz von 21 von 33 für 245 Yards, 0 Touchdowns und 1 Interception. Dieser Interception war ein Diebstahl. Der Receiver Heuerman hatte den Ball schon fast sicher in der Hand, doch Cornerback Eric Murray klaute ihm den Ball noch.
Patrick Mahomes: 28 von 45 für 304 Yards, 1 Touchdown, 0 Interception, 1 Lauf Touchdown.
63 Sekunden vor Spielende ging Kansas City mit 27:23 in Führung.
Denver hatte noch die Chance auf den Sieg. Und tatsächlich führte Keenum seine Offense noch bis an die 28 der Chiefs. Allerdings überwarf er einen völlig freistehenden Demaryius Thomas, der freie Bahn in die Endzone gehabt hätte.
Am Ende versuchte Denver es noch mit einem Trickspielzug, um nach vorne zu kommen, was aber nicht klappte.
So blieben die Chiefs mit 27:23 ohne Niederlage und kamen auf 4-0, Denver fiel auf 2-2 Siege.

Kurzberichte
Für die Niederlage im Overtimespiel gegen die Raiders übernahm Baker Mayfield die volle Verantwortung.
Der Quarterback der Browns sagte: „Das geht auf mich.“
Mit 295 Passyards spielte er zwar recht gut, verlor aber viermal den Ball. „Dadurch,“ so Mayfield, „haben wir den Raiders zu viele Chancen überlassen.“

Schlechte Nachrichten aus Seattle gibt es nicht nur von Safety Earl Thomas, der sich im Sieg gegen die Cardinals das linke Bein brach.
Noch schlimmer steht es um Teambesitzer Paul Allen. Bei ihm ist der Krebs zurückgekehrt.
2009 litt der heute 65 Jahre alte Mitbegründer von Microsoft schon mal an dieser Krankheit, gegen die er nun erneut ankämpfen muß.
Mit seinen $20,2 Milliarden ist Allen der 44-reichste Mann auf diesem Planeten. Das hilft ihm vielleicht beim Kampf gegen die Krankheit.
Thomas wollte weg von den Seahawks, da sie ihm keinen gut dotierten, langfristigen Vertrag geben wollten.
Er entschloß sich dennoch, in dieser Saison zu spielen, ohne die erwünschte langfristige Absicherung. Das wurde ihm jetzt zum Verhängnis, denn wie man hört, sollte sein Wechsel zur schlechtesten Defense der Liga, der der Chiefs, kurz bevor gestanden haben. Doch dieses Jahr wird er nicht mehr spielen können.
Seine Zukunft ist also momentan ungewiß.

LeVeon Bell möchte einen gut dotierten, langfristigen Vertrag von den Steelers haben. Bis er den nicht hat, möchte der Running Back eigentlich nicht mehr spielen und seine Gesundheit riskieren.
Dennoch hat er durchblicken lassen, daß er in Woche sieben, Pittsburghs Freiwoche, wieder beim Team antreten möchte.
Ein vertraglicher Schachzug. Bell muß 10 Spiele im aktiven Kader des Teams sein, um nach der Saison als Free Agent das Team wechseln zu können.
Von den $14 Millionen, die er 2018 hätte verdienen können, wenn er jedes Spiel gemacht hätte, kann er dann noch $9,4 Millionen bekommen.
Selbst dann könnte er von Pittsburgh noch an ein anderes Team abgegeben werden, das diesen Platz unter der Gehaltsobergrenze hat.
Es bleibt also spannend.

Quarterback Jameis Winston wird nach der Freiwoche für die Buccaneers starten.
Das Märchen von Ryan Fitzpatrick ist beendet.

Der Lazarettreport
Jaguars: Running Back Leonard Fournette, Oberschenkel, einige Wochen Pause.

Titans: Safety Kenny Vaccaro, Ellenbogen, einige Wochen Pause.

Chiefs: Wide Receiver Sammy Watkins, Oberschenkel
Linebacker Dee Ford, Leiste

Broncos: offensive Tackle Jared Veldheer, linkes Knie

Patriots: Tight End Rob Gronkowski, Knöchel

Vikings: Running Back Dalvin Cook, Oberschenkel

Browns: Cornerback Terrance Mitchell wurde an einem gebrochenen Handgelenk operiert.

Seahawks: Tight End Will Dissly, gerissener Brustmuskel, Saison beendet.

Texans: Cornerback Aaron Colvin, Sprunggelenksverletzung, Saison beendet

Bears: Linebacker Sam Acho, gerissener Brustmuskel, Saison beendet

Rams: Linebacker Dominique Easley, Knie, Saison beendet

Dolphins: Cornerback Bobby McCain, Knie, 2-3 Wochen Pause.

Jets: Linebacker Josh Martin, Gehirnerschütterung. IR Liste

Colts: Ob Wide Receiver T.Y. Hilton (Brust, Oberschenkel), Linebacker Darius Leonard (Knöchel) und Center Ryan Kelly (Hand) am Donnerstag gegen New England spielen können, steht noch nicht fest.

Montag, 1. Oktober 2018

Die NFL 2018 - Woche 4 - Der Sonntag
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Aus Freude über einen Rekord, wurde Frust über eine Niederlage.
Zunächst schoß Colts Kicker Adam Vinatieri (Bild) sein 566. Field Goal in der NFL und zog damit an Ruhmeshallenmitglied Morten Andersen vorbei auf Platz 1.
In der Verlängerung gegen die Texans schoß er dann noch sein 567. Field Goal, doch der Tod kommt in der Overtime ja nicht mehr so plötzlich. Nur ein Touchdown entscheidet das Spiel dann sofort.
So kam es, daß die Texans auch noch eine Chance bekamen und wieder ausgleichen konnten, zum 34:34.
Im nächsten Ballbesitz der Colts kamen die nur bis zur eigenen 43, wo sie einen vierten Versuch spielten. Der kurze Pass von Luck nach rechts kam nicht an. Houston kam in exzellenter Feldposition zur nächsten Serie. Als die Uhr auf Null sprang, flog das Field Goal von Texans Kicker Fairbairn aus 37 Yards zum 37:34 Sieg durch die Stangen.

Überhaupt gab es wieder Spiele, die in die Verlängerung gingen. Bisher gab es in jeder Woche Overtimespiele. Das dürfte es in der NFL noch nicht gegeben haben, daß es jeder der ersten vier Wochen Spiele mit Verlängerung gab.
In dieser Woche waren es sogar drei. Auch beim Spiel der Eagles in Tennessee gab es das erste Field Goal in der Overtime für den späteren Verlierer. Eagles Kicker Elliott traf aus 37 Yards zum 23:20 für Philadelphia.
Doch Titans Quarterback Marcus Mariota brachte sein Team zum Sieg. Im anschließenden Drive hatte Tennessee drei vierte Versuche und verwandelte alle in neue ersten Versuche. 17 Sekunden vor Schluß warf Mariota einen Touchdownpass über 10 Yards zu Wide Receiver Corey Davis zum 26:23 Sieg.

Und auch in Oakland gab es eine Verlängerung. Erneut waren die Browns daran beteiligt, die bereits in Woche eins gegen Pittsburgh Überstunden machen mußten, und da zu einem der seltenen Unentschieden kamen.
Nicht so gestern.
Nach einem sehr sehenswerten Spiel, das zugegeben einige spielerische Unzulänglichkeiten hatte, stand es 42:42.
Trotz dieses Ergebnisses kann man das Spiel nicht zu der Reihe der tollen Spiele aus der Vorwoche zählen.
Oakland hatte den Ball in der Overtime zuerst, doch Kicker McCrane verschoß aus 50 Yards.
Cleveland kam mit dem neuen Quarterback Baker Mayfield nur von der eigenen 40 bis zur 45 und mußte punten.
Oakland hatte große Mühe, mit den Browns, die durch Mayfield wie ausgewechselt auftreten. Der bringt eine ungeahnte Energie in die Dauerverlierer. Allerdings muß er den Ball besser sichern. Er leistete sich zwei Fumbles und zwei Interceptions.
Oakland kam bis an Clevelands 11 und aus 29 Yards traf McCrane dann zum 45:42 Sieg für die Raiders. Die feierten im vierten Saisonspiel ihren ersten Sieg.

Wenn Delphine träumen, dann träumen sie davon, mit 3-0 Siegen zu den 1-2 Patriots zu reisen und als Favorit zu gelten.
Doch die Realität zerstörte den süßen Traum.
New England fing an, wie New England zu spielen und ertränkte „den Fisch“ mit 38:7.
Beide Quarterbacks hatten so ihre Probleme.
Ryan Tannehill von den Dolphins kam auf sehr magere 11 von 20 für 100 Yards, 0 Touchdowns, bei 1 Interception.
Tom Brady: 23 von 35 für 274 Yards, 3 Touchdowns, aber 2 Interceptions.
Nachdem Tight End Rob Gronkowski mit einer Knöchelverletzung ausschied, setzten die Patriots verstärkt auf das Laufspiel. Sony Michel kam mit 25 Läufen auf 112 Yards und 1 Touchdown.
Die Patriots haben jetzt 2-2 Siege, so viele wie letztes Jahr nach vier Wochen. Die Saison endete für sie erst im Super Bowl.
Miami wurde der 4-0 Start verwehrt. Zuletzt starteten sie 1995 in Head Coach Don Shulas letzter Saison mit 4-0 in eine Saison.

Was wurde für ein Tamtam um die sagenhaften fünf Touchdownpässe von Rams Quarterback Jared Goff am Donnerstag gemacht.
Bears Quarterback Mitchell Trubisky brauchte dafür gegen die Buccaneers nur eine Halbzeit.
Nachdem man bereits vor der Pause mit 38:3 führte, schaltete Chicago in Durchgang zwei in den Schongang. Da warf Trubisky nur noch einen weiteren Touchdownpass.
Für Ryan Fitzpatrick, die sagenhafte Überraschung der ersten drei Spiele, endete das Märchen. Der Quarterback spielte nur in Halbzeit eins und kam auf 9 von 18 für 126 Yards, 0 Touchdowns bei 1 Interceptions.
Der frisch von einer Sperre zurückgekommene Jameis Winston spielte im zweiten Durchgang und kam auf 16 von 20 für 145 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions.
Head Coach Dirk Koetter weiß noch nicht, wer von beiden in Woche sechs gegen die Falcons spielen soll.
Trubisky kam übrigens auf 19 von 26 für 354 Yards und 6 Touchdowns.
Das Spiel endete 48:10 für Chicago.
Hatte ich vor einigen Wochen noch geschrieben, daß man mit der Defense der Bears rechnen muß, und die Offense dabei wäre, sich Respekt zu verschaffen, so hat die Offense das jetzt wohl erreicht.
Nach dem Spiel wollte Bucs Head Coach Koetter am Liebsten jeden feuern, der auf dem Platz gestanden hat, sich selber eingeschlossen.

In Atlanta finden in dieser Saison die tollen Spiele statt.
Hoffentlich ist das ein gutes Omen, denn auch der Super Bowl findet in Atlanta statt.
Die Bengals und die Falcons lieferten sich ein irres Spiel.
Atlanta wurde bisher durch einige Ausfälle wichtiger Spieler in den Defense geschwächt. Eine Saison, die mit der Hoffnung auf ein Heimspiel im Super Bowl begann, wurde bereits ein Kampf ums Überleben.
Und so kam es, daß die Falcons sieben Sekunden vor Spielende den Todesstoß versetzt bekamen.
Bengals Wide Receiver AJ Green fing einen 13 Yards Touchdownpass zum 37:36 Sieg. Auf dem Weg dahin mußte Cincinnati zwei vierte Versuche zu neuen First Downs verwandeln.
Und so verloren die Falcons, obwohl sie es auf immense 495 Yards mit ihrer Offense brachten. Das reicht eigentlich, um ein Spiel zu gewinnen.
Quarterback Matt Ryan brachte es auf 23 von 39 für 419 Yards und 3 Touchdowns.
Andy Dalton kam auf 29 von 41 für 337 Yards, 3 Touchdowns, bei 1 Interception.
Atlanta hat jetzt 1-3 Siege und ist schon im Verzweiflungsmodus.

„Die Sonne wird wieder scheinen,“ beruhigte Cowboys Quarterback Dak Prescott die Fans.
Nun, der Anfang des Sonnenaufgangs war am Sonntag zu sehen. Die 1-2 Lions kamen zu den 1-2 Cowboys und lieferten sich ein spannendes Spiel.
Prescott selber brachte es auf 17 von 27 für 255 Yards und 2 Touchdowns. Das ist schon eine Leistungssteigerung.
Matthew Stafford kam auf 24 von 30 für 307 Yards und auch 2 Touchdowns.
Den Unterschied machte das Laufspiel. Cowboys Running Back Ezekiel Elliott lief endlich zu der Form auf, die man sich von ihm erwünscht und erhofft hatte. Mit 25 Läufen kam er auf sagenhafte 152 Yards.
Mit 4 gefangenen Pässe steuerte er weitere 88 Yards und 1 Touchdown zusätzlich bei.
Dennoch stand Dallas kurz vor Spielende vor der Niederlage. Stafford warf 84 Sekunden vor Spielende einen sehenswerten 38 Touchdownpass zu Wide Receiver Golden Tate. Den bekam Dallas das ganze Spiel über kaum in den Griff.
Es stand 24:23 für Detroit.
So wie Dallas bisher in der Saison gespielt hatte, gab es kaum noch Hoffnung.
Doch Prescott führte seine Offense von der eigenen 25 bis an die 20 Detroits.
Es waren noch drei Sekunden auf der Uhr.
Kicker Brett Maher traf aus 38 Yards zum doch etwas glücklichen 26:24 für Dallas.

Der Lazarettreport
Heute wieder nicht ausführlich.
Bengals: Tight End Tyler Eifert verdrehte sich das Sprunggelenk und seine Saison dürfte (mal wieder) vorzeitig beendet sein.

Seahawks: Safety Earl Thomas, gebrochenes Bein, einige Wochen Pause.
Nach seiner Verletzung zeigte Thomas, der weg möchte von den Seahawks, SEINER Seitenlinie den Mittelfinger.

 

 

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