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Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

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Freitag, 17. Februar 2017

Kurzberichte
peterson-adrian4Es war eine kurze Meldung, die die Twitterfans von Adrian Peterson (Bild) in helle Aufregung versetzte.
Der (noch) Running Back der Vikings zwitscherte: „Die Giants treffen einige interessante Entscheidungen.“
Die New Yorker entließen Running Back Rashad Jennings, und Peterson wollte sich wohl bei ihnen als Nachfolger ins Gespräch bringen.
Die Vikings müßten dem Running Back einen $6 Millionen Kaderbonus zahlen, wenn er am 11. März noch im Team wäre. Niemand glaubt, daß sie das machen... Auch Peterson wohl nicht.

Jets Cornerback Darrelle Revis konnte auf dem Feld kaum noch jemanden erschrecken. Doch bei einem Streit am Wochenende in Pittsburgh wirkte er anscheinend noch mal richtig bedrohlich.
Um kurz vor drei Uhr am Sonntagmorgen wurde Revis von einem 22 Jahre alten Mann auf der Straße angesprochen. Nachdem Revis ihm sagte, daß er es wirklich wäre, begann der Mann Revis mit seinem Handy zu filmen. Das gefiel dem Cornerback nicht und er riss das Handy an sich. Da kam dem 22-jährigen ein Freund zu Hilfe, der versuchte Revis das Telefon wegzunehmen. Dann kam noch ein dritter beim Gerangel ums Handy ins Spiel.
Es wurde viel geschrien und am Ende soll einer der Beteiligten von Revis bewußtlos geschlagen worden sein und 10 Minuten am Boden gelegen haben.
Die Polizei nahm den Fall auf und Revis wurde angezeigt, aber nicht verhaftet, wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahl, Verschwörung und terroristischen Drohungen.
Die Jets ließen verlautbaren, daß sie von dem Vorfall wüßten. So, wie es sich ihnen darstellt, wäre Revis bedroht und angegriffen worden und hätte sich gewehrt um sich zu schützen.

 

Die Dolphins feuerten Defensive End Mario Williams und Defensive Tackle Earl Mitchell.

Am 13. April wollen die Lions ihre neuen Trikots vorstellen. Vier neue Jerseys haben sie kreieren lassen.
Wie dramatisch die Änderungen ausfallen werden, das wollten die Lions noch nicht mitteilen.
Bereits letztes Jahr hatten sie eine neue Uniform, ganz in schwarz, vorgestellt, die sie bisher aber nie getragen haben.

„Carr wird mehr zu sagen haben, über unseren Spielplan,“ sagte Raiders Offensive Coordinator Todd Downing.
Downing wurde von Head Coach Jack Del Rio vom Quarterbacks Coach zum Offensive Coordinator befördert. In seiner neuen Funktion will er seinen Quarterback stärker in das Erstellen des Spielplans der Offense einbinden.
Derek Carr war letzte Saison bis kurz vor Schluß im Rennen um den Liga MVP, als ihn ein gebrochenes Bein aus der Bahn warf.

Wenn man den Ball nicht über die Mittellinie bringt, was braucht man da?
Genau einen Punter.
Wenn man den Ball zwar in die gegnerische Hälfte bringt, aber nicht in die Endzone, was braucht man da?
Genau, einen Kicker.
Und was brauchen ein Punter und ein Kicker?
Genau, einen Long Snapper, der den Ball über Kopf durch die Beine gezielt nach hinten werfen kann.
Die Browns scheinen einen guten Long Snapper zu haben, denn sie gaben Charley Hughlett einen Vertrag über weitere sechs Jahre.
In den letzten beiden Jahren hat er in allen 32 Spielen gespielt, und er freut sich darauf, mit den Browns in eine besser Zukunft gehen zu dürfen.

Immer diese Super Bowl Wetten.
Nach der Kakerlake ist nun eine Plürre dran, die die Amis ebenso selbstsicher wie unverständlich als Bier bezeichnen.
Die SweetWater Brauerei in Atlanta ist eine von fünf Brauereien in Atlanta. Sie ist jetzt gar nicht glücklich über ihre neueste Kreation. Sie wetteten mit einer Brauerei in Boston auf den Super Bowl Sieger. Der Verlierer der Wette mußte ein Bier nach dem Gewinnerteam benennen.
Und deshalb gibt es jetzt das „Deflategate Beer“. Werbespruch: „Ein seelenerschütterndes Pale Ale, das ihnen die Luft raubt.“

EA Sports hat einen Witz, und den finden die Hersteller des Videospiels „Madden“ so gut, daß sie ihn immer wieder erzählen, mit jeweils wechselnden „Opfern“.
Jüngstes Opfer ist Vince Young. Der ehemalige NFL Quarterback ist seit 2014 eigentlich im Ruhestand, möchte jetzt aber noch mal versuchen, ein Team zu finden.
Und da kommt der Witz: „Vince Young möchte 2017 in der NFL spielen? Wir schicken ihm eine Kopie von Madden 17.“
Als Dallas Quarterback Tony Romo davon träumte, einmal im Super Bowl zu spielen, und das dummerweise öffentlich sagte, genau, da kam EA Sports: „Tony Romo möchte mal im Super Bowl spielen? Wir schicken ihm eine Kopie von Madden 17.“
Als der gescheiterte Rams Head Coach Jeff Fisher in einem Anfall von Realitätsverweigerung sagte, daß er die Rams noch einige Jahre trainieren wird... na?... genau: „Jeff Fisher möchte die Rams weiter trainieren? Wir schicken ihm eine Kopie von Madden 17.“

Donnerstag, 16. Februar 2017

Kurzberichte
cousins-kirk3In Sachen Franchise Tags hat sich am gestrigen Tag noch nicht viel getan. Seit 16 Uhr Ostküstenzeit durften die Teams ihre Spieler benennen, die sie nicht abgeben möchten obwohl deren Verträge ausgelaufen sind. Doch hektische Aktivität brach nicht aus. Eher brach gar keine Aktivität aus. Aber das ist nicht unnormal. 2016 wurden nur neun Spieler zu Franchise Spielern ernannt.
So wird also weiter gerätselt, wo Redskins Quarterback Kirk Cousins (Bild) landet, oder Chiefs Safety Eric Berry.
Beide spielten bereits letztes Jahr mit dem angehefteten Franchise Etikett und wollen auf gar keinen Fall noch eine Saison ohne langfristige Sicherheit spielen.
Cousins erhielt für 2016 $20 Millionen Gehalt. Dieses Jahr würde er $24 Millionen erhalten, weil das Gehalt sich automatisch um 20% erhöht, wenn man zwei Jahre hintereinander unter dem Franchise Tag spielt.
Und was bekam ein Spieler sonst so, wenn ihm das Etikett angeheftet wurde?
Dies sind die Zahlen von 2016, da die Liga die zu erwartende Steigerung für 2017 noch nicht bekanntgegeben hat: Quarterback: $19.953 Millionen, Defensive End: $15.701 Millionen, Wide Receiver: $14.599 Millionen, Linebacker: $14.129 Millionen, Cornerback: $13.952 Millionen, Offensive Line: $13.706 Millionen, Defensive Tackle: $13.615 Millionen, Running Back: $11.789 Millionen, Safety: $10.806 Millionen. Tight End: $9.118 Millionen, Kicker/Punter: $4.599 Millionen.

Patriots Cornerback Malcolm Butler wurde mit einem Spielzug ein Superstar.
Sein abgefangener Paß von Seahawks Quarterback Russell Wilson an der Goalline, der den Patriots den Sieg in Super Bowl 49 sicherte, sicherte Butler einen Festvertrag bei den Pats.
Und der Cornerback zeigte in der Folgezeit, daß er ein souveräner, zuverlässiger Verteidiger ist.
Sein Vertrag ist abgelaufen, und die Patriots werden ihn behalten wollen. Wenn nicht, hat er A) die Möglichkeit zu einem anderen Team zu wechseln, oder B) Geld an den Rechten zu dem Film zu verdienen, der über ihn gedreht werden soll.
Ein Produzent namens Daniel Levin möchte einen Film über Butler drehen mit dem Titel The Secondary.

War da gerade von einem Film die Rede?
Über einen Spieler der Patriots?
Dann machen wir doch damit gleich weiter.
Ein Film und ein Buch über die Heldentaten von Tom Brady, die zum Gewinn des 51. Super Bowls führten, sind in der Mache.
Als Aufmacher des Films dient die unsägliche Deflategate Affäre. Der Film behandelt die Absicht von NFL Commissioner Roger Goodell, die Legende Tom Brady zu stürzen und zeigt dann dessen Aufstieg zum absoluten, unumstößlichen größten Spieler aller Zeiten.
Zu beiden Filmen existieren bisher nur Absichtserklärungen. Genaue Startdaten liegen noch nicht vor.
Tom Brady wird sich über den zu erwartenden Zusatzverdienst freuen. In der Gehaltsliste der Quarterbacks liegt der G.O.A.T. Nur auf Platz 22.

Einen $1 Millionen Kaderbonus zahlen?
Nö, dachten sich die Jets und ließen Left Tackle Ryan Clady nach nur einer Saison, in der Clady verletzungsbedingt nur neun Spiele bestritt, wieder gehen. 2017 hätten die Jets ihm $10 Millionen zahlen müssen.
Denkbar, daß sie Clady erneut verpflichten werden, aber dann zu deutlich günstigeren Konditionen.

Die Lions wollen, daß noch mal ein Super Bowl in Detroit stattfinden wird. Deshalb stecken sie $100 Millionen in eine Renovierung des Ford Fields, die bis zum Saisonbeginn abgeschlossen sein soll.
Der Wi-Fi Empfang im gesamten Stadion soll verbessert werden und hinter beiden Endzonen sollen neue Videotafeln angebracht werden, die zu den 10 größten in der NFL zählen sollen. Die jetzigen Videoboards gehören zu den kleinsten der Liga.

Chad Henne bleibt in Jacksonville.
Der Quarterback hatte bereits einen Vertrag über $3 Millionen für die Saison 2017, doch der wurde neu verhandelt.
Es kann davon ausgegangen werden, daß Henne einer Gehaltskürzung zugestimmt hat. Nicht unverständlich bei einem Touchdown/Interception Verhältnis von 58 zu 63.
Anders sieht es bei Offensive Tackle Kelvin Beachum aus. Hier hatten die Jaguars eine Option, die sie nicht zogen. Hätten sie es getan hätten sie Beachum für die nächsten vier Jahre $35 Millionen zahlen müssen. Beachum ist damit frei für andere Teams.

Die Titans wollen Marcus Mariota bis zum Beginn des Trainingslagers schonen.
Der Quarterback hatte sich am heiligen Abend ein Wadenbein gebrochen und befindet sich noch in der Reha-Phase. Damit befindet er sich voll im Zeitplan, wie man hört.
Jetzt soll er ganz langsam auf die Saison 2017 vorbereitet werden. Das heißt dann wohl auch, daß er in den Vorbereitungsspielen eher nicht zum Einsatz kommen wird.

Ich bin immer froh, wenn ich am Ende der Nachrichtenstrecke noch was zum Lachen raushauen kann.
Heute ist es mal wieder so weit.
Ich bin sicher, daß sich kaum jemand an den Spieler erinnert, um den es jetzt geht, aber dafür gibt es ja Bing.
Vince Young (33 Jahre alt) glaubt, daß er es noch mal in der NFL schaffen wird. Deshalb heuerte der Quarterback Leigh Steinberg als Agenten an, der seine Interessen vertreten soll.
Und mit diesem Witz wünsche ich Euch einen schönen Donnerstag.

Mittwoch, 15. Februar 2017

sb-mvp-goodell-bradyKurzberichte
Na, das wird die Erfolgsneider und Brady-Hasser freuen, sie dürfen Tom Brady jetzt ganz offiziell Kakerlake nennen und müssen dafür keine Anzeige wegen „Hatespeech“ befürchten.
Eine Wette ist Schuld daran.
Der Zoo Atlanta wettete mit dem Roger Williams Park Zoo in Rhode Island, New England, darauf, welches Team den Super Bowl gewinnt. Das Team aus New England gewann, der Zoo in Atlanta verlor. Wetteinsatz waren die Namen der Quarterbacks. Der Verlierer sollte einem neugeborenen Tier in seinem Zoo den Namen des gegnerischen Quarterbacks geben.
Nun denkt man dabei an ein kuscheliges neugeborenes Eisbärenbaby oder ähnliches, doch die beiden Zoos wußten, daß der Verlierer stocksauer sein würde. Deshalb handelten sie laut The Boston Globe, einer Tageszeitung in Boston, aus, daß man eine neugeborene Madagaskar Fauchschabe nach dem gegnerischen Quarterback nennen würde. In dem Fall ist das Pech für New England.
Das Viech sieht so ekelhaft aus, daß ich hier kein Bild davon zeige.
Ob Tom Brady seinen Namensvetter jemals besucht?
Und wenn, wird Brady die Schabe genau so kalt und abfällig behandeln, wie Roger Goodell, als der ihm die MVP Trophäe überreichte? Brady und Goodell sahen sich dabei nicht an und den obligatorischen Händedruck gab es auch nicht. Aber ein Bild davon.

Die Patriots könnten Fullback James Devlin verlieren, da sein Vertrag abgelaufen ist. Vorsorglich gaben sie Gronkowski einen Vertrag sollte dieser Fall eintreten... Glenn Gronkowski.
Er ist der jüngere Bruder von Tight End Rob Gronkowski und wurde bereits mehrere Male von den Patriots verpflichtet und wieder entlassen. Er hat sogar mal in einem Spiel der Patriots auf dem Platz gestanden, am Anfang der letzten Saison gegen Buffalo.

Adrian Peterson hat schon mit verschiedenen Teams lockeren Kontakt aufgenommen. Der Running Back der Vikings weiß, daß er in Minnesota vielleicht keine Zukunft mehr hat. Er kostet das Team 2017 $18 Millionen, und so viel ist ein Running Back auf der falschen Seite der 30 nicht wert.
Dazu hat er eine schwere Verletzung hinter sich. Da kann man tatsächlich davon ausgehen, daß die Vikings ihn nicht behalten wollen.
Doch ob er ein neues Team findet, das bereit ist sein horrendes Gehalt zu zahlen?
Eher nicht.
Wenn Peterson 2017 spielt, dann zu ordentlich reduzierten Bezügen, und dann vielleicht doch in Minnesota.

Klein, aber fein, ist die Hütte, in der die Chargers ab der kommenden Saison spielen werden.
Und um wenigstens ein wenig Geld zu verdienen in dem nur 30.000 Zuschauer fassenden StubHub Center, langt man ordentlich zu.
Der billigste Platz ist für $70 zu haben. An der Mittellinie muß man dann $375 pro Karte bezahlen.
Recht viel für ein bewiesenes Loserteam.
Die Rams, ebenfalls bewiesene Loser, langen da nicht so sehr zu. Sie spielen im 93.000 Zuschauer fassenden Coliseum und verlangen für die teuerste Karte $225, also $150 weniger als die Chargers.
Nun sollte man meinen, daß es für ein NFL Team nicht schwer sein dürfte, ein so kleines Stadion wie das StubHub Center voll zu bekommen, aber bei der Erfolgsgeschichte der Chargers, oder besser, bei der nicht vorhandenen Erfolgsgeschichte, kann es sogar da leere Plätze geben, bei den Preisen.
Doch Teambesitzer A.G. Spanos erwartet, daß die Spiele recht schnell ausverkauft sein werden. Die Vorbestellung für die Saisontickets läuft schon seit einiger Zeit, doch Spanos wollte nicht sagen, wie viele Vorbestellungen es schon gibt. Wären die Zahlen hoch, würde er das doch bestimmt herausposaunen. Dabei erwarten die Chargers ansehnliche Gegner, bis auf die Browns. Die Eagles, Redskins, Bills, Dolphins und die Divisionsrivalen aus Denver, Oakland und Kansas City kommen zu Besuch... und die Browns. Nicht die schlechteste Ansammlung, von den Browns mal abgesehen.
Die Rams verkauften letztes Jahr an den ersten zwei Tagen des Vorverkaufs über 45.000 Tickets und zum Beginn der Saison war das Coliseum recht ordentlich gefüllt. Doch die Auslastung wurde immer spärlicher, als die Rams die letzten sechs Heimspiele verloren. Vielleicht sind sie es, die an der 30.000 Hürde scheitern? Head Coach Sean McVay ist nun auch kein Name, der die Massen anlocken wird. Er war zuvor der Offensive Coordinator der Redskins, die 2017 mal vorbeischauen werden, und ist der jüngste Head Coach den es jemals in der NFL gab.
Der neue Footballtempel für die Chargers und die Rams in Inglewood wird erst 2019 fertig. Bis dahin müssen beide Teams noch in Notlösungen spielen.

Steelers Wide Receiver Sammie Coates zog sich in der letzten Saison mehrere gebrochene Finger zu.
Doch das war nicht alles. Coates wurde auch an einem Leistenbruch operiert und doch verpaßte er keine Trainingseinheit.
Die NFL untersucht den Fall und berät, ob die Steelers diese Verletzung auf ihrem Verletztenreport hätten erwähnen müssen?
Auch Running Back LeVeon Bell spielte einige Zeit mit Schmerzen in der Leistengegend und mußte deswegen das Championshipspiel gegen die Patriots vorzeitig beenden.
Auch diese Verletzung tauchte niemals in einem Report auf.

Die Seahawks kamen mit einem blauen Auge davon, dieses Mal.
Die NFL verwarnte das Team, das eine Verletzung von Cornerback Richard Sherman lange Zeit nicht im Verletzungsreport aufführte.
Sollte so etwas noch mal vorkommen, dann wird es eine Strafe geben.

Seahawks Defensive End Cliff Avril twitterte, daß er erfolgreich operiert wurde.
Woran, zwitscherte er nicht.
Eine Tageszeitung in Seattle mutmaßt, daß Avril am Herz operiert wurde. Vor einiger Zeit hätte er jedenfalls einen Herzspezialisten aufgesucht.

Tom Coughlin hat seine erste Verpflichtung als geschäftsführender Vizepräsident für Footballangelegenheiten der Jaguars getätigt.
Er gab Defensive Tackle Abry Jones einen neuen Vierjahresvertrag über $16 Millionen, der am heutigen Mittwoch unterschrieben werden soll.
Jones ist sein vier Jahren bei den Jaguars und sein Vertrag endete nach der letzten Saison.

Dienstag, 14. Februar 2017

Kurzberichte
cruz-victor3Und immer wieder droht die Gehaltsobergrenze.
So feuerten die Giants am Montag Wide Receiver Victor Cruz (Nr. 80) nach sieben Jahren und sparen so $7,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Cruz, mittlerweile 30 Jahre alt, war letztes Jahr nicht mehr derselbe, nachdem er 1 ½ Jahre und 28 Spiele verpaßte weil er sich eine Patellasehne gerissen und Probleme mit einer Wade hatte. 2016 fing er nur 39 Pässe für 586 Yards und 1 Touchdown.
Mit 1.536 Passyards stellte er in der Saison 2011 einen Teamrekord auf.
Die Giants trennten sich auch noch von Running Back Rashard Jennings.
Bei Cruz kann man davon ausgehen, daß die Giants ihn wieder verpflichten, sollte er kein neues Team finden. Dann aber zu einem deutlich reduzierten Gehalt.

Morgen geht es los. Am 15. Februar können die Teams anfangen, ihre Franchise Tags zu verteilen. Sie können also die Spieler etikettieren, die für das Unternehmen unverzichtbar sind.
Die Frist zur Vergabe dieser Franchise Tags endet am 1. März.
Am 9. März beginnt das neue Ligajahr. Um 16 Uhr Ostküstenzeit startet die freie Transferperiode. Vertragsfreie Spieler können dann zu anderen Teams wechseln.
Der genaue Spielplan für die Saison 2017 soll Anfang April veröffentlicht werden. Ein festes Datum nannte die NFL noch nicht.

Ein Autogramm von Tom Brady auf einer offiziellen Sammelkarte?
Gerne, macht dann $499.
Und das ist nur der Startpreis, den der beste Quarterback aller Zeiten für sein Autogramm verlangt, Größere Bilder kosten von $799 aufwärts, ein Autogramm auf einem Mini-Helm oder Football kostet $819.
Nettes Nebeneinkommen, aber ohne Publikum. Brady wird seine Unterschriften für die Firma Tristar leisten, die die Sachen dann an zahlungskräftige Käufer verschickt.
Eine solche nette Nebeneinkunft hatte auch Johnny Manziel. Er gab in einem Sportgeschäft in Houston vor dem Super Bowl eine persönliche Autogrammstunde und ließ sich das mit $99 pro Unterschrift bezahlen. Wie man hört, bildete sich vor dem Laden eine lange Schlange, als die Veranstaltung begann.

„Es war eins der größten Spiele in dem ich gespielt habe, aber Super Bowl 51 war bestimmt nicht mein bestes Spiel,“ meinte Tom Brady bei einem Interview auf die Frage, ob Super Bowl LI das beste Spiel seiner illustren Karriere war?
Brady ist zur Zeit im Urlaub in Montana, nicht bei Montana. Dort besuchte ihn der Reporter Peter King und interviewte den frischgebackenen Super Bowl MVP.
37, 38 Minuten hätte er nicht gut gespielt, sagte Brady.
Wie er sich fühle, nach der harten Schlacht in der Brady fünf Sacks kassierte und eine Handvoll anderer Hits einstecken mußte, wollte King wissen?
„Ich habe Null Schmerzen. Ich fühle mich großartig. Ich fühle mich 100%,“ antwortete er.
Und die Konkurrenz in der AFC wird sich die Haare raufen.

Gegen Raiders Pass Rusher Aldon Smith wird wegen häuslicher Gewalt ermittelt.
Jetzt wird sich zeigen, ob der Spruch von Teambesitzer Mark Davis aus dem Jahr 2015: „Wir haben eine Null Toleranz Politik gegenüber häuslicher Gewalt,“ hohle Worte waren.
Smith ist kein unbeschriebenes Blatt. Momentan ist er auf unbestimmte Zeit suspendiert, weil er wiederholt auf verbotene Substanzen getestet wurde.
Die 49ers hatten auch nicht viel von Smith, als er noch bei ihnen unter Vertrag war. Absolutes „Highlight“ von ihm zu seiner Zeit dort war ein fingierter Bombenalarm am Flughafen von Los Angeles.
Es war ein Wagnis, diesen Problemebereiter zu verpflichten, aber die Raiders lieben ja die bösen Buben.
Smith soll sich der Polizei gegenüber sehr kooperativ verhalten, im Fall der häuslichen Gewalt, der sich am letzten Samstag zutrug.

Montag, 13. Februar 2017

Kurzberichte
patriots-jubel„PICK SIX“ ist nicht der Slogan, den sich die New England Patriots zum Wettlauf auf ihren sechsten Super Bowl Titel ausgedacht haben.
Vielleicht, weil man den nicht mehr als Markenzeichen schützen lassen kann, weil er in der Liga sehr gebräuchlich ist?
Jedenfalls wird das Unternehmen sechster Super Bowl Gewinn unter dem Motto „The Blitz for Six“ in Angriff genommen. Für diesen Spruch haben die Patriots die Markenschutzrechte beantragt.
Aus dem Spielerkader kam der Vorschlag „Jetzt ist die andere Hand dran“. Der wurde aber nicht in Erwägung gezogen.
„No Days Off“, ein Spruch den sich Head Coach Belichick ausgedacht hat, wurde auch eingereicht um die Rechte daran zu sichern.
Also ist „The Blitz for Six“ das Motto der nächsten Patriots Saison.
Etwas lahm, oder?

Etwas lahm wird auch der Besuch der Patriots im Weißen Haus ausfallen. Es könnte sein, daß das Team einen neuen Rekord für Spieler aufstellt, die der Reise fernbleiben.
Bisher sind es sechs Spieler, die den Präsidenten nicht besuchen wollen, um von ihm zum Super Bowl Gewinn gratuliert zu werden, Martellus Bennett, Devin McCourty, Chris Long, LeGarrette Blount, Alan Branch und Dont’a Hightower.
Sechs Spieler die in einem Team spielen, das sich Patriots nennt, verweigern die Reise zum amtierenden Präsidenten. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Dabei wird sogar Teambesitzer Robert Kraft zu Donald Trump reisen, obwohl er sein Leben lang zu den Demokraten gehört.

Den Bills droht eine fällige Optionszahlung von $30,75 Millionen, wenn sie Quarterback Tyrod Taylor bis nächsten Monat nicht feuern.
Selbst in einer Zeit, in der die Teams Quarterbacks überbezahlen ist diese Summe der schiere Schwachsinn.
Doch werden die Bills den wenig brauchbaren Quarterback feuern?
Der neue Head Coach Sean McDermott heuerte Rick Dennison als Offensive Coordinator an, und der hat schon in Baltimore mit Taylor zusammengearbeitet. Das sieht also so aus, als ob Taylor bei den Bills bleibt.
Bleibt die Möglichkeit der „Nachverhandlung“ des laufenden Vertrags. Sollten die Bills es schaffen, Taylor dazu zu überreden, einem Gehalt zuzustimmen, das seinen Qualitäten entspricht, dann könnte er wohl bleiben. Allerdings müßte er dann auf sehr viel Geld verzichten.

Samstag, 11. Februar 2017

Kurzberichte
Fitzpatrick-Ryan-jetsEs ist gerade ein Jahr her, da hofften und beteten die Jets Fans für die Rückkehr von Quarterback Ryan Fitzpatrick (Bild).
Nachdem der aber in der letzten Saison wegen seiner vielen Interceptions zu Ryan (Pick)Sixpatrick wurde, sind die Fans froh, daß sein Vertrag am gestrigen Freitag auslief und dieses mal auch wohl nicht wieder kurz vor der Saison erneuert wird.
Erklärbar ist die Saison 2015 nicht. Da stellte Fitzpatrick mit 31 Touchdownpässen einen Jets Rekord auf. 2016 spielte er so, wie man es auch 2015 eigentlich schon von ihm hätte erwarten können, da warf er nur 12 Touchdowns bei 17 Interceptions.
Die Jets können heilfroh sein, daß sie Fitzpatricks Forderungen nach einem langfristigen $20 Millionenvertrag nach seiner sensationellen Saison 2015 nicht nachgegeben haben.
Fitzpatrick ist jetzt 34 und seine Karriere, die eigentlich nie so richtig begann, nähert sich dem Ende. Vielleicht bekommt er noch mal einen Job als Ersatzmann, so wie er es ja auch in New York hätte sein sollen, hätte nicht ein Teamkollege den Kiefer von Geno Smith zertrümmert.
Geno Smith wird ein Free Agent, wenn die Transferperiode beginnt. Er wird wohl nicht bei den Jets bleiben. Ob er ein neues Team findet ist fraglich, doch die Jets werden ihm voraussichtlich kein Angebot machen. Dann wären da noch Bryce Petty und Christian Hackenberg, also niemand, der NFL tauglich ist.
Die Jets sind an sechster Stelle in der Draft dran. Ob sie da einen Quarterback einberufen?

Bleiben wir bei den Free Agents. Da sind ein paar sehr interessante Namen vertreten.
Redskins Quarterback Kirk Cousins z.B. Er kann den Ball tatsächlich halbwegs geradeaus werfen und an guten Tagen sieht er fast aus, wie ein guter Quarterback. Er wird dem Ruf des Geldes folgen und es wird schwer für die Redskins, ihn zu halten.
Die 49ers haben gerade einen neuen Head Coach bekommen, der schon bei den Redskins als Assistenzcoach gearbeitet hat, Kyle Shanahan. Einen Quarterback könnten die Niners noch brauchen.
Die Redskins können Cousins zum exklusiven Free Agent machen, dann darf kein anderes Team mit ihm verhandeln. Doch Cousins möchte nicht mit dem Franchise Etikett spielen. Verständlich, wo es da so viele Teams gibt, die händeringend einen Quarterback brauchen, selbst wenn es Cousins wäre.

Eric Berrys Agent sagte, daß die Verhandlungen mit den Chiefs nicht gerade positiv verlaufen.
Der Safety möchte einen guten langfristigen Vertrag und auch er will nicht spielen, wenn man ihm das Franchise Etikett anheftet.
Die Chiefs müssen aufs Geld achten, klar. Aber jemanden mit Berrys Qualitäten zu verlieren, wäre absolut nicht gut.

CBS Analyst Phil Simms nannte ihn den größten Verzögerer aller Zeiten. Damit meinte Simms nicht die Kunst der Verhandlungsverzögerung, sondern Steelers Running Back LeVeon Bells Laufstil.
Der rennt nicht blind in jedes Loch, das die O-Line ihm freiräumt, sondern er läuft an, schaut, bremst, ändert die Richtung, gibt erneut Gas und nimmt eine alternative Route in Richtung Endzone.
Auch er kann das Team wechseln, aber er möchte auf jeden Fall in Pittsburgh bleiben... wenn der Preis stimmt.

„Jetzt werde ich wie ein Super Bowl Sieger bezahlt,“ ist sich Martellus Bennett sicher.
Der Tight End der Patriots kann es gar nicht abwarten, seinen neuen dicken Vertrag zu unterschreiben. Wo, ist ihm egal, nur die Zahl auf dem Kontrakt muß stimmen.
Bennett fing 2016 55 Pässe für 701 Yards und 7 Touchdowns.. Allerdings wird er 30 Jahre alt sein, wenn die nächste Saison beginnt, und Rob Gronkowski wird vielleicht endlich mal nicht verletzt sein. All das wird Mastermind Bill Belichick bedenken. Und Belichick zögert keine Sekunde, jemanden gehen zu lassen, selbst wenn er zu den besseren Spielern des Teams gehört... von Tom Brady mal abgesehen.

Bleiben wir bei Tom Brady.
Joe Montana würde ihn nicht als den Greatest of all Times bezeichnen. Ruhmeshallenmitglied und 49ers Legende Montana glaubt, daß jede Zeit ihren „Besten“ hatte. Den Besten aller Zeiten zu benennen wäre deshalb kaum möglich. Sammy Baugh oder Otto Graham, Montana wußte bei einem Interview für einen Familiensender nicht genau wer, hätte sieben oder neun Meisterschaften gewonnen, und das so weit vor unserer Zeit. „Es ist schwer diese Typen aus der Vergangenheit mit heute zu vergleichen. Wie würden sie heute abschneiden, und wie hätte Brady damals abgeschnitten?“ meinte Montana, der selber von vielen Fans als G.O.A.T bezeichnet wurde und wird. 
Als viermaliger Super Bowl Sieger glaubt Montana, daß die Debatte um den größten aller Zeiten nie aufhören wird. „Ich kann das nicht sagen von - auch wenn die Leute das immer sagen und ich honoriere es - ich kann das von mir selber nicht sagen, bei Allem, was ich gerade gesagt habe,“ meinte Montana. „Es ist schwer.“'
„Zuhause sagst Du das doch dauernd,“ meinte seine Frau Jennifer scherzhaft.
„Und vergess das niemals,“ konterte Montana.
„Wie denn, wenn wir dauernd daran erinnert werden?“ fragte Jennifer.

Bleiben wir bei den 49ers.
Als die Tochter von John Lynch hörte, daß ihr Daddy der neue General Manager der 49ers wurde, weinte sie hemmungslos.
Lynch fragte die neunjährige Leah, die eigentlich immer fröhlich wäre, was denn los sei? Und sie schrie: „Die 49ers? Wirklich? Die sind schrecklich.“
„Aber genau deshalb haben sie doch deinen Daddy eingestellt,“ antwortete Lynch.
Na, ob das die arme Leah beruhigt hat?

Jack Del Rio hat in Oakland gute Arbeit geleistet.
Der Head Coach führte die maroden Raiders zu ihrer ersten Playoffteilnahme in 14 Jahren.
Dafür wurde er jetzt belohnt und bekam eine Vertragsverlängerung über weitere vier Jahre.

Die Falcons haben ihren neuen Defensive Coordinator in den eigenen Reihen gefunden.
Sie beförderten Secondary Coach Marquand Manuel.

Die Vikings feuerten die Offensive Linemen Brandon Fusco und Mike Harris.

Freitag, 10. Februar 2017

Kurzberichte
jones-julio„Warum gab es vom Touchdown der Patriots in der Verlängerung keine Videokontrolle?“ fragte sich Falcons Wide Receiver Julio Jones (Bild).
Doch, die gab es, wie Schiedsrichterchef Dean Blandino sagte. Und sie hätte ergeben, daß der Touchdown korrekt war. Es wäre zwar nicht leicht geworden, als die feiernden und trauernden Spieler, Fans und wen sonst noch wieder vom Feld zu bekommen, aber wenn es nötig gewesen wäre hätte man weitergespielt, egal wie lange es gedauert hätte, wieder für Ordnung zu sorgen.
So kam es dann, daß die Patriots das Spiel gewannen, obwohl sie 0 Minuten und 0 Sekunden geführt haben.

„Ich hatte genug Kälte,“ antwortete Linebacker Donta Hightower auf die Frage, warum er nicht an der Siegesparade der Patriots in Boston teilgenommen hat.
„Während der Saison habe ich genug Schnee, Regen und Kälte abbekommen, da hatte ich keine Lust auf noch mehr davon.“
Und es war aber auch ein Mistwetter, als die Parade stattfand.

Es war seine erste Pressekonferenz als Head Coach der 49ers, doch die Reporter wollten vornehmlich wissen, warum Kyle Shanahan als Offensive Coordinator der Falcons den Super Bowl vergeigt hat?
Kurz nach dem Spiel hörte man aus Kreisen der Falcons, daß Shanahan der Mannschaft in der Kabine gesagt hat, das er das Spiel vergeigt hatte. „Ich erinnere mich an jeden einzelnen Spielzug,“ sagte Shanahan den Reportern. „Ich werde für den Rest meines Lebens darüber nachdenken. Das ist das Leben, das wir Trainer leben. Es steigert sich im Super Bowl, aber es ist tatsächlich in jedem Spiel so. Ich habe erst vor Kurzem erfahren, daß ich das gesagt haben soll. Ich erinnere mich nicht mehr an meine Worte, aber so klinge ich, ja.“
Shanahan stand arg in der Kritik, mit einer 28:9 Führung 2:05 Minuten vor Ende des dritten Viertels, nicht auf das gut funktionierende Laufspiel gesetzt zu haben, um die Uhr herunterlaufen zu lassen. Danach hatten die Falcons noch 17 offensive Spielzüge und sie liefen nur fünfmal.
„Doch so sind wir nun mal,“ fuhr er fort. „Wir haben die ganze Saison über aggressiv gespielt. Ich bereue jeden Spielzug, der nicht funktioniert. Aber ich kann immer noch in den Spiegel sehen, weil ich mein bestes gegeben habe. Natürlich ist es schwer, mit dieser Niederlage zu leben.“

„Wir werden gemeinsam versuchen, einen guten Kader zusammenzustellen,“ sagte der neue General Manager der 49ers, John Lynch. „Head Coach Kyle Shanahan und ich werden Hand in Hand zusammenarbeiten. Shanahan wird die Kontrolle über den 53 Mann Kader für die Saison haben, ich werde die Kontrolle über den 90 Mann Kader vor der Saison haben, die Free Agents und die Draft. Doch jeder von uns muß einer Entscheidung des anderen zustimmen. So haben wir es beschlossen.“
Ein großer Fortschritt zu dem, was in den letzten Jahren in San Francisco ablief. General Manager Trent Baalke hatte die volle Kontrolle über den Kader und arbeitete eher gegen Head Coach Jim Harbaugh und danach Chip Kelly, als mit ihnen zusammen. Das soll nun besser werden.
Lynch erzählte dann noch, daß Quarterback Colin Kaepernick Kontakt mit ihm aufgenommen hätte. Doch Konkretes wollte der General Manager noch nicht mitteilen. Lynch und Kaepernick wollen sich in der nächsten Zeit mal treffen.
Kaepernick darf das Team verlassen, wenn er will. Sollten Lynch und Shanahan ihn behalten wollen, dann könnte Kaepernick auch bleiben, wenn die Chemie stimmt.
Lynch hat seine erste wichtige Verpflichtung bereits vorgenommen. Er warb Adam Peters von den Broncos ab und machte ihn zum Vizepräsidenten des Spielerpersonals.
Broncos General Manager Elway sagte, daß er Peters nicht aus seinem Vertrag entlassen hätte, wenn er zu einem anderen Team als den 49ers hätte wechseln wollen. Acht Jahre arbeitete Peters in Denver und kletterte die Leiter vom einfachen Scout zum Chef des Spielerpersonals hoch.

Cardinals Quarterback Carson Palmer hat nachgedacht. Er kam zu dem Ergebnis, daß er 2017 noch mal spielen will.
Seit 2013 wirken Head Coach Bruce Arians und Palmer 2013 zusammen in Arizona, und es lief eigentlich ganz gut. 2016 allerdings ging es erbarmungslos bergab. Palmer hatte große Probleme und die Cards holten bloß 7-8-1 Siege.
Die O-Line spielte verletzungsbedingt in kaum einem Spiel so, wie im Spiel zuvor. Palmer lief dahinter oft um sein leben und wurde 40 mal gesackt. 15 Sacks mehr, als in der Saison 2015. Dadurch warf Palmer neun Touchdowns weniger und drei Interceptions mehr, als in der Vorsaison.
Wenn die Cardinals den mittlerweile 37 Jahre alten Palmer nicht bis heute mittag feuern, dann stehen ihm für 2017 $15,5 Millionen zu plus ein Kaderbonus von $2 Millionen. Doch das wird nicht passieren, die Cardinals wollen Palmer zurückhaben. Sie hätten ihm sogar eine Bedenkzeit bis Ende März eingeräumt, wenn er die gebraucht hätte.
Nachdem auch Star-Receiver Larry Fitzgerald letzte Woche gesagt hatte, 2017 noch eine Saison dranzuhängen, sieht es etwas besser aus für die Offense.

Die Seahawks verpflichteten Kicker Blair Walsh. Er könnte Steven Hauschka ersetzen, sollte der als Free Agent zu einem anderen Team wechseln.
Blair war der Kicker, der den entscheidenden Field Goal Versuch im Playoffspiel der Saison 2015 gegen die Seahawks weit links daneben setzte. Die Vikings feuerten Blair nach neun Spielen der Saison 2016, die furchtbar für ihn verliefen. Er verschoß vier von 19 Extrapunktversuchen und vier von 12 Field Goals.
Hauschka war 2016 auch nicht mehr der zuverlässige Kicker aus den Vorjahren. Er setzte sechs seiner 35 Extrapunkte daneben und vier seiner 37 Field Goal Versuche.

Die Colts trennten sich von Linebacker D`Qwell Jackson.
Jackson war seit 2014 bei den Colts und sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Doch der neue General Manager Chris Ballard mistet Altlasten seines Vorgängers aus und mit dieser Entlassung sparen die Colts $5,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Der 33 Jahre alte Jackson war mit 366 Tackles der erfolgreichste Linebacker des Teams in seinen drei Saisons, aber er war für die letzten vier Spiele 2016 suspendiert, weil er verbotene Substanzen zu sich genommen hatte.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Kurzberichte
shanahan-kyle2Falcons Offensive Coordinator Kyle Shanahan (Bild) wurde am Montag Head Coach der 49ers. Ihn brauchten die Falcons also nicht zu feuern, weil er die falschen Spielzüge gegen die Patriots ansagte, die den Zusammenbruch einleiteten.
Doch zwei Coaches der Defense, die konnten nach dem historischen Debakel gefeuert werden.
Head Coach Dan Quinn zeigte Defensive Coordinator Richard Smith und Defensive Line Coach Bryan Cox den Weg nach Draußen.
Die Verteidigung der Falcons kassierte 31 unbeantwortete Punkte, davon 19 im letzten Viertel.
In der Saison 2016 landete Atlantas Defense auf Platz 25 der 32 Teams.
Einen neuen Quarterbacks Coach brauchen die Falcons auch. Matt LaFleur wurde Offensive Coordinator der LA Rams.

49ers Rookie General Manager John Lynch weiß nicht, ob ein Rookie Quarterback das Spielsystem von Rookie Head Coach Kyle Shanahan, schnell genug lernen könnte.
Shanahan will die Offense selber leiten und ist bekannt dafür, komplizierte Spielzüge und Aufstellungen zu erstellen. Mit einem altgedienten Quarterback wie Matt Ryan war das kein allzu großes Problem, doch ein Frischling könnte davon überfordert werden, glaubt Lynch.
Der neue General Manager scheint davon auszugehen, daß Colin Kaepernick 2017 nicht mehr im Team ist. Das ist absolut möglich, denn Kaep will aus San Francisco weg.
Dann wäre da noch Blaine Gabbert, also leider niemand, der eine NFL Offense erfolgreich führen könnte. Es muß also ein neuer Quarterback her, doch in der Draft ist ja nichts Vernünftiges. Und Free Agents? Die, die auf den Markt kommen werden, werden auch nicht das Gelbe vom Ei sein. Und ein Bieterkrieg und zweitklassiges Material?
Nicht vernünftig!
Wenn die 49ers wenigstens gute Receiver hätten, oder gute Running Backs, oder eine gute O-Line, oder irgendetwas gutes.
Wird schwer... verdammt schwer!

„Weißes Haus? Nein danke!“ Wie jedes Jahr werden einige Mitglieder des Siegerteams die Reise ins Weiße Haus nicht antreten.
So war Tom Brady vor zwei Jahren nicht dabei, als die Patriots vom Präsidenten der USA empfangen wurden.
Doch dieses Jahr wird um jeden, der vorhat nicht mit nach Washington zu reisen, eine Geschichte gemacht. Donald Trump ist schon jetzt der angeblich unbeliebteste Präsident, den die USA je hatten. Und zumindest Tight End Martellus Bennett und Safety Devin McCourty werden nicht zum Empfang reisen, weil sie Trump nicht mögen.
Auch vom dritten Mitglied des Siegerteams, das nicht mitfahren will, hieß es sofort, daß Trump der Grund wäre. Doch das scheint nicht wirklich der Fall zu sein. Linebacker Donta Hightower sagte nur: „Ich war schon mal da.“
Hightower war nach dem Gewinn einer Collegemeisterschaft mit Alabama schon mal bei einem Empfang im Weißen Haus. Das war für ihn wohl nichts besonderes. Auch vor zwei Jahren war er nicht dabei, als die Patriots beim Präsidenten waren.
Auch Running Back James White, der mit 20 erzielten Punkten einen Super Bowl Rekord aufstellte meinte, daß er es sich noch überlegt, ob er mitfährt.

Die Packers feuerten Cornerback Sam Shields.
Als Rookie fing er im NFC Championshipspiel 2010 zwei Pässe von Bears Quarterback Jay Cutler ab. Es folgte ein 31:25 Sieg gegen Pittsburgh im Super Bowl.
Shields wurde in den Pro Bowl gewählt.
Vor der Saison 2014 unterschrieb er einen Vierjahresvertrag über $39 Millionen und Shields rechtfertigte den Vertrag mit seinen Leistungen. Doch dann schlug das Verletzungspech zu. Gehirnerschütterungen warfen ihn zurück. Im ersten Saisonspiel 2016 gegen die Jaguars erlitt er seine fünfte Gehirnerschütterung. Die Saison war für ihn beendet.
Jetzt ist auch seine Zeit in Green Bay beendet. Und die Packers bekommen für 2017 weitere $9 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze.

Die Eagles feuerten Cornerback Leodis McKelvin.
Erst letztes Jahr unterschrieb er einen Zweijahresvertrag über $6 Millionen. Doch wegen Gehirnerschütterungen und Oberschenkelproblemen konnte er nur in 12 Spielen antreten.

Ehe sie in Vergessenheit geraten. Hier sind noch die etwa 30 Rekorde, die in Super Bowl LI ein- oder aufgestellt wurden:
Neue Rekorde

- Die meisten Auftritte eines Head Coaches: Bill Belichick (7)

- Die meisten Siege eines Head Coaches: Bill Belichick (5)

- Die meisten Pass Touchdowns in der Karriere: Tom Brady (15)

- Die meisten Auftritte eines Teams: Patriots (9)

- Die meisten First Downs in einem Super Bowl: New England Patriots (37)

- Die meisten First Downs in einem Super Bowl durch Pässe: New England Patriots (26)

- Die meisten offensiven Spielzüge in einem Super Bowl: New England Patriots (93)

- Die meisten First Downs in einem Super Bowl von beiden Teams: Falcons und Patriots (54)

- Die meisten First Downs durch Pässe in einem Super Bowl von beiden Teams: Falcons und Patriots (39)

- Die meisten Passyards in einem Super Bowl von beiden Teams: Falcons und Patriots (682)

- Die meisten Auszeichnungen als Super Bowl MVP: Tom Brady (4)

- Die meisten Passversuche: Tom Brady (62)

- Die meisten vervollständigten Pässe: Tom Brady (43)

- Die meisten Passyards: Tom Brady (466)

- Die meisten Passversuche in der Karriere: Tom Brady (309)

- Die meisten vervollständigten Pässe in der Karriere: Tom Brady (207)

- Die meisten Passyards in der Karriere: Tom Brady (2.071)

- Die meisten Passyards gefangen als Running Back: James White (110)

- Die meisten gefangenen Pässe in einem Super Bowl: James White (14)

- Die meisten erzielten Punkte in einem Super Bowl: James White (20 - drei Touchdowns, 1 Zweipunkteversuch)
 

Eingestellte Rekorde

- Die meisten Siege im Super Bowl: Tom Brady (5)

- Die meisten Sacks in einem Super Bowl (seit 1982): Grady Jarrett, Atlanta Falcons (3)

- Die meisten 2-Punkte Versuche in einem Super Bowl: Patriots (2)

- Die meisten 2-Punkte Versuche in a Super Bowl, beide Teams: Falcons und Patriots (2)

- Die meisten First Downs durch Strafen: Patriots (4)

- Die meisten Touchdowns: James White (3)

Mittwoch, 8. Februar 2017

Kurzberichte
brady-tom-parade-sb51„Zu schade Baby,“ antwortete Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) auf den Wunsch seiner Ehefrau Gisele Bündchen, als sie ihn bat, sein Jersey für immer an den Nagel zu hängen. „Ich habe viel zu viel Spaß zur Zeit,“ fuhr der grandioseste Quarterback aller Zeiten fort.
Dreimal hätte seine Frau ihn in der Nacht nach dem Wahnsinnscomeback gebeten mit dem Football aufzuhören.
Doch Brady hat vor, noch lange zu spielen. Mit fünf Super Bowl Siegen scheint er noch nicht zufrieden zu sein.
Voller Stolz zeigte er gestern der begeisterten Menge entlang des Wegs der Siegerparade seine Trophäen, die er in Super Bowl LI gewann, die Lombardi Trophäe und die Trophäe des Super Bowl MVPs.
Es war eiskalt in Boston und es schneite und regnete abwechselnd und anhaltend. Doch Hunderttausende säumten die Straßen und riefen: „Brady, Brady,“ und zwischendurch auch schon mal: „Roger, Roger.“
Oh, es wird laut werden, wenn der Chef der NFL zum Saisoneröffnungsspiel am 7. September ins Stadion kommt.

Quarterbacks, es dreht sich alles um Quarterbacks.
Werden die Redskins Kirk Cousins behalten können... und wollen.
Werden die Bears sich endlich von ihrem Vollflop Jay Cutler lösen können?
Was ist mit Tyrod Taylor in Buffalo?
Und was wird mit Tony Romo?
Viele Teams suchen gute Quarterbacks, und gestern kam einer auf den Markt, der allerdings unter der Rubrik „kaum brauchbar“ einsortiert werden muß: Josh McCown.
Die Browns feuerten ihn gestern nach zwei von vielen Verletzungsausfällen geprägten Saisons. In seinen 11 Starts für Cleveland holte der 37-jährige einen Sieg.
McCown sollte eigentlich als Mentor für Johnny Manziel dienen, aber Mr. Moneysign feierte sich aus der Liga.
Die Browns trennten sich von McCown, um ihm den sonst fälligen Kaderbonus von $750.000 nicht zahlen zu müssen. Sein Gehalt für 2017 hätte $3,6 Millionen betragen.
Die Browns, die auf jedem einzelnen Posten in der Mannschaft Not leiden, haben die ersten Wahl in der kommenden Draft. Vielleicht geben sie diesen Platz ab, um mehrere Wahlmöglichkeiten im Tausch dafür zu bekommen?
Ein Quarterback, der das Team retten kann, ist ja eh nicht zu haben, wenn man den Experten glaubt.

Die Atlanta Falcons haben einen neuen Offensive Coordinator.
Steve Sarkisian war bisher Offensive Coordinator bei einem College in Alabama und unterschrieb gestern in Atlanta.
Der 42-jährige war schon mal in der NFL tätig. 2004 war er eine Saison lang Quarterbacks Coach der Raiders.

Die Steelers feuerten Cornerback Justin Gilbert.
Sein Stern ging in der NFL nie auf. Die Browns nahmen ihn 2014 als achten Spieler in der Draft.
Als sie ihn letzten August holten, mußten die Steelers Cleveland nur eine Wahlmöglichkeit in der sechsten Runde der Draft 2018 abgeben.

Die Packers feuerten Running Back James Starks.
2016 verpaßte er mit verschiedenen Knie und Kopfverletzungen neun Spiele.

Dienstag, 7. Februar 2017

Super Bowl LI - Das Nachbeben
saison2017für w-fIch beginne diese Nachrichtensektion mit einer sensationellen Meldung: Falcons Offensive Coordinator Kyle Shanahan hat am Montag seinen Vertrag als Head Coach der San Francisco 49ers unterschrieben.
Scherz beiseite.
Es stand schon lange vor dem Super Bowl fest, daß Shanahan Head Coach der Niners wird.
Kyle Shanahan... war da nicht was?
Ja, Kyle Shanahan gilt als Sündenbock, der das Spiel der Falcons versaut hat, der den Patriots den Sieg präsentiert hat.
Daß die Falcons Defense den Super Bowl nicht gewinnen konnte, das war klar. Mit vier Rookies spielten sie lange Zeit über ihren Möglichkeiten und gaben 110%. Als sie nachließen, wäre es an der Offense gewesen, wieder das abzuliefern, was sie im zweiten Viertel schon mal abgeliefert hatten. Doch Shanahan machte den Fehler, zu viel nachzudenken. Overthinking nennt die englische Sprache das.
4:40 Minuten waren nur noch zu spielen beim Stand von 28:20 für die Falcons, als Atlanta in bereits sicherer Field Goal Entfernung an der 22 der Patriots war. Ein ganz klarere Fall, Laufspiel war angesagt, das sichert den Ball (meistens), bringt ein paar Yards (vielleicht), verhindert Interceptions (auf jeden Fall) und der Quarterback kann nicht gesackt werden (na, ja, ist schon vorgekommen) aber vor Allem, die Zeit läuft gnadenlos ab.
Doch zu versuchen, eine Defense wie die der Patriots, durch Paßspiel in dieser Situation austricksen zu wollen ist an Dummheit kaum zu überbieten. Unvollständige Pässe stoppen die Uhr, mögliche Sacks bringen zusätzlichen Raumverlust, und all das hatte Shanahan wohl nicht bedacht. Er setzte auf Paßspiel, das resultierte in einem Sack und einer Holding Strafe.
Natürlich hätte auch ein Field Goal Versuch schiefgehen können. Doch Matt Bryant gehört zu den besseren Kickern der Liga. Er verwandelte 2016 34 seiner 37 Versuche, darunter einen aus 59 Yards.
Shanahan leitete damit den Siegeszug der Patriots ein. Ein 31:20 hätte es New England sehr viel schwerer gemacht.

Werden die Falcons den Super Bowl Kater überwinden?
Das wird schwer.
Zu heftig war die Klatsche, eine sensationelle 25 Punkte Führung zu verdödeln.
Darüber kommt man so leicht nicht weg.
Vergessen wir nicht, daß die beiden letzten Super Bowl Teilnehmer beide nicht in die Playoffs kamen.
Ein Team, das einen eigentlich garantierten Sieg dermaßen vergeigt wie Atlanta, erlebt einen heftigen Schock, der tief sitzt.

Werden die Falcons sofort im ersten Spiel Rache nehmen können?
Könnten sie dadurch ihr angeknackstes Selbstbewußtsein wieder aufmöbeln?
Möglich wäre es. Die Falcons gehören zu den acht Teams, die 2017 in New England antreten müssen. Hier die Liste der acht möglichen Kandidaten für das Saisoneröffnungsspiel am 8.9.: Buffalo Bills, Miami Dolphins, New York Jets, Kansas City Chiefs, Los Angeles Chargers, Atlanta Falcons, Carolina Panthers, Houston Texans.
Ein Team aus der eigenen Division wird es wohl nicht werden, das wäre zu öde. Aber die anderen Kandidaten klingen mit Ausnahme von Houston recht vielversprechend.

„Ich glaube, diese Trophäe hätte James White eher verdient,“ sagte Patriots Quarterback Tom Brady demutsvoll, nachdem NFL Commissioner Roger Goodell ihm am Montag die Trophäe des wertvollsten Spielers des Super Bowls überreicht hatte. Zum vierten Mal, ein Rekord.
Brady vervollständigte 43 seiner 62 Pässe für 466 Yards, alles Super Bowl Rekorde (insgesamt wurden in diesem Super Bowl 30 Rekorde auf- oder eingestellt, das ist ein Super Bowl Rekord)
Doch Running Back James White wäre tatsächlich keine schlechte Wahl gewesen. Er erzielte den Sieges- Touchdown aus zwei Yards in der Verlängerung. Doch er war auch der beste Receiver der Patriots. Seine Bilanzen: Als Receiver: 14 Pässe für 110 Yards, 1 Touchdown.
Als Running Back: 6 Läufe für 29 Yards, 2 Touchdowns.
Dazu ein erfolgreicher Zweipunkteversuch.
Doch das Schicksal wollte, daß Goodell die Trophäe an den jetzt unbestritten besten Quarterback aller Zeiten übergeben musste. Ein Augenblick, der beiden nicht wirklich gefiel, wie man sehen konnte.
Tom Brady hat in SIEBEN Super Bowls 207 seiner 309 Pässe vervollständigt für 2.071 Yards, 15 Touchdowns, bei 5 Interceptions.
Kein anderer Quarterback in der Geschichte der NFL hat mehr als 1.200 Passyards im Super Bowl erzielt. Seine 207 Vervollständigungen sind mehr als das Doppelte des Nächstplazierten.
Das Alles macht Brady zum Besten, der je diese Position gespielt hat, auch wenn Goodell ihm die Luft ablassen wollte.
Patriots Quarterback Tom Brady möchte noch ein paar Jahre spielen, obwohl er bereits 39 Jahre alt ist. Unabhängig davon was in der Zukunft noch passiert ist Tom Brady der G(reatest) o(f) a(ll) T(imes), abgekürzt G.O.A.T.
Dumm nur, daß das das englische Wort für Ziegenbock ist.

Tom Bradys Trikot, das er im Spiel trug, ist verschwunden.
Trotz intensiver Bemühungen der örtlichen Polizei konnte das gute Stück nicht gefunden werden.
Vielleicht taucht es demnächst bei Ebay auf?

Am heutigen Dienstag ab 16 Uhr unserer Zeit überträgt das NFLN die Siegesparade der Patriots LIVE.

Kurzberichte
Wo wird Tony Romo landen?
Diese Frage hört man sehr oft, seit Dak Prescott den teuren Quarterback der Cowboys in Dallas überflüssig gemacht hat.
Immer wieder werden neue Teams in den Topf geworfen. Die Broncos und sogar die Chiefs sind im Gespräch, wobei letztere doch Alex Smith haben und somit nur Pest gegen Cholera austauschen würden.
Romo ist 36 Jahre alt und hat große gesundheitliche Probleme, nicht nur mit seinem Rücken. Sein Vertrag garantiert im 2017 $14 Millionen. Wer will das ausgeben, für einen Mann, der noch keine Playofferfolge vorweisen kann?
Nur eine kräftige Gehaltsreduzierung könnte ihn interessant machen.

Lasset die Verhandlungen beginnen, heißt es unisono aus der NFL Zentrale und von der Spielergewerkschaft NFLPA.
Der existierende Tarifvertrag läuft noch bis Ende der Saison 2020, aber man möchte auf beiden Seiten schon mal Vorverhandlungen führen.
Allerdings ist damit zu rechnen, daß es 2021 doch wieder entweder zu einem Spielerstreik kommt, oder zu einer Aussperrung durch die Liga.
Allein der Knackpunkt „Macht des Commissioners“ wird für heftige Diskussionen sorgen.

Und einen habe ich noch von der NFL HONORS Show, als der Moderator sagte: „Lassen Sie uns für die nächsten zwei Stunden vergessen, daß wir einen umstrittenen Führer haben der eigenmächtige Verfügungen unterschreibt, der Strafen verhängt, der macht, was immer er will, indem er Zahlungsaufforderungen nach Gutdünken verschickt, und der... oh, oh, ich sehe gerade Roger Goodell ist im Haus.“

Montag, 6. Februar 2017

Super Bowl LI
kraft-sb-trophy-liWir wurden entschädigt.
All die elend schlechten Saison und Playoffspiele, die wir ertragen haben führten zum besten, aber bestimmt zum spannendsten, Super Bowl aller Zeiten, zum ersten Super Bowl, der erst in der Verlängerung entschieden wurde.
Dabei fing auch dieses Spiel an, als wollte es sich nahtlos in den Müll einreihen, den die Saison produziert hatte.
Die Patriots brachten überhaupt nichts Zustande und waren absolut nicht in Super Bowl Form. Ausgerechnet bei einer gelungenen Aktion New Englands zeigten die Schiedsrichter, daß auch sie nicht in Super Bowl Form waren.
Da auch die Falcons nur langsam in Fahrt kamen, endete das erste Viertel mit 0:0.
Dann aber explodierten die Falcons förmlich und die Offense überrannte die Patriots Defense.
Nach dem 13:0 für Atlanta dann die gelungene Aktion der Pats. Beim Extrapunktversuch sprang Safety McClellin über den Guard und verhinderte so die Ausführung des Kicks. Doch die Schiedsrichter hatten eine illegale Formation erkannt und verhängten eine fünf Yards Strafe. „Falsch,“ meinte der Regelexperte von FOX, Mike Pereira. McClellin hatte sich deutlich gegenüber dem linken Guard der Falcons aufgestellt. Das ist legal. Gegenüber dem Center hätte er sich nicht aufstellen dürfen.
Die Falcons durften den Versuch wiederholen und gingen mit 14:0 in Führung.
21:0 hieß es sogar, nachdem Cornerback Robert Alford einen abgefangenen Paß von Tom Brady über 82 Yards zum Touchdown zurückgetragen hatte.
Nachdem schon die 7:0 Führung aus einem Fumble von Running Back LeGarrette Blount heraus entstand, nun also der zweite Ballverlust der unsagbar schlechten Patriots.
Doch New England ging nicht ohne Punkte in die Pause. Nach einem Drive von der eigenen 25 führte Brady seine Offense zumindest noch in Field Goal Reichweite. Stephen Gostkowski traf aus 41 Yards.
Es blieben noch zwei Sekunden auf der Uhr, die mit dem Kickoff ausliefen.
Dank der überlangen Halbzeit, die so ein Super Bowl leider mit sich bringt, und der Tatsache, daß die Patriots zweimal lange den Ball hatten, ohne daß zwischendurch die Offense der Falcons auf dem Feld war, war es exakt 1:08 Stunden in Echtzeit, die Atlantas Angriff nichts zu tun hatte. Und im ersten Drive der zweiten Halbzeit zeigte sich, daß sie etwas eingerostet war. Drei Versuche die nur vier Yards brachten, und New England bekam den Ball schon wieder. Und das in aussichtsreicher Position an der eigenen 47. Doch die Defense der Falcons, der schwächere Mannschaftsteil mit immerhin vier Rookies, hielt wieder und New England mußte auch punten.
Atlanta bekam den Ball an der eigenen 15 und durch gute Läufe von Coleman und Freeman kamen die Falcons bis an die Sechs der Patriots. Die fehlenden sechs Yards lief Running Back Tevin Coleman zum 28:3, da der Extrapunkt saß.
25 Punkte Vorsprung. In Worten fünfundzwanzig, und nur noch 23 Minuten Spielzeit. Das roch nach einem klaren Sieg Atlantas, da die Patriots und bei ihnen ganz besonders Tom Brady, nichts auf die Reihe brachten. Und nur dreimal ist es in Super Bowls Teams gelungen, einen 10 Punkte Rückstand noch aufzuholen.
25 Punkte?
Unmöglich!
NFL Chef Roger Goodell werden die Rocky Mountains vom Herzen gefallen sein. Eine Überreichung der Trophäe an die Patriots schien in weiter Ferne.
Auch die Körpersprache von Tom Brady, der sagenhaft schlecht spielte, drückte Ratlosigkeit, Hilflosigkeit und Mutlosigkeit aus.
ABER!
Nicht so schnell!
Man darf die Haut der Patriots nicht verteilen, bevor sie erledigt sind... ganz erledigt sind.
Was jetzt folgte machte diesen Super Bowl zum Super Bowl aller Super Bowls.
New England punktete im nächsten Ballbesitz. Brady warf einen Paß über fünf Yards zu Running Back James White zum 28:9 Anschluß, da Stephen Gostkowski den Extrapunkt an die rechte Stange knallte.
Dann kam der nächste Fehler von Gostkowski. Beim Onsidekick lief er in die Bahn des Balls und war der erste, der ihn berührte. Atlanta kam an New Englands 41 auf den Platz. Sie erreichten sogar die 32 der Patriots, doch die Defense konnte die Falcons bis zu deren 49 zurückdrängen, durch einen Sack von Van Noy und Flowers.
Überhaupt gab es viele Sacks auf beiden Seiten an diesem Tag. Fünf mal erwischten Atlantas Verteidiger Tom Brady, und genauso oft landete Matt Ryan unter gegnerischen Verteidigern.
Bleiben wir beim 28:9. Zieht man den Extrapunktversuch ab, den die Falcons fälschlicherweise wiederholen durften, und addiert den Fehlschuß Gostkowskis hätte es 27:10 stehen können.
Aber es war nun mal 28:9.
Knapp 10 Minuten waren im letzten Viertel noch zu spielen, da gelang Gostkowski ein Field Goal aus 33 Yards zum 28:12.
Die Defense der Falcons fing an Auflösungserscheinungen zu zeigen und Tom Brady spielte sich in einen Rausch, während Matt Ryan und seiner Truppe nichts mehr gelang.
Sechs Minuten vor Spielende ein Drive von New Englands neun bis an die sechs der Falcons. Brady zu Wide Receiver Danny Amendola, Touchdown. Zeit für den ersten fälligen Zweipunkteversuch. James White nimmt den direkten Snap und läuft in die Endzone, 28:20 nur noch für Atlanta.
Die Falcons kamen dann an die 22 der Patriots und hätten das jetzt machbare Field Goal dringend gebraucht.
Doch Defensive End Trey Flowers konnte Ryan sacken, ein Yard Raumverlust.
Danach gab es eine Holding Strafe gegen die Falcons, weitere 10 Yards im Rückwärtsgang. Von der 45 der Patriots mußten die Falcons dann punten.
New England startete an der eigenen neun mit 3:30 Minuten auf der Uhr und zwei Auszeiten.
Sie erreichten die eins der Falcons, wo es dann einen Wechsel zwischen Amendola und White gab. Zunächst lief White den Yard in die Endzone und Amendola machte mit einem gefangenen Paß die zwei Extrapunkte klar.
28:28, und Atlanta hatte noch 57 Sekunden aber keine Auszeiten mehr.
Es gelang ihnen nichts mehr und der 51. Super Bowl war der erste, der in die Verlängerung mußte.
Die Patriots gewannen den Münzwurf, nahmen den Ball, starteten an der eigenen 25 und marschierten, geführt von einem phantastischen Tom Brady, in die Endzone der Falcons.
Endergebnis 34:28 für New England nach Verlängerung.
MVP des Spiels: Patriots Quarterback Tom Brady. MVP Titel Nr. vier für ihn, und er überholte damit Joe Montana, der es auf drei brachte.
Super Bowl Sieg Nr. fünf für Tom Brady, der jetzt der einzige Quarterback ist, der das große Spiel fünfmal gewinnen konnte.
Und wie sagte der recht lustige Moderator der NFL HONORS Show am Samstag mit Blick auf NFL Commissioner Roger Goodell: „Na, Roger, wir wissen an welchen Finger Tom Brady sich diesen Ring stecken wird.“
Und es kam dann auch, wie es kommen mußte. Die Fans brachen nach dem Spiel in nicht enden wollenden ohrenbetäubenden Jubel aus. Als Goodell die Trophäe nahm, um sie an Teambesitzer Robert Kraft zu überreichen, wurde aus dem ohrenbetäubenden Jubel ein ohrenbetäubendes Buh. Goodell konnte seine eignen Worte nicht mehr verstehen und verließ das Podium dann auch recht schnell.
Bleiben noch ein paar Statistiken zu erwähnen und ein paar Verletzungen.
Quarterback Bilanzen:
Tom Brady: 43 von 62 für 466 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Matt Ryan: 17 von 23 für 284 Yards, 2 Touchdowns.
Bester Running Back der Patriots LeGarrette Blount mit 31 Yards
Bei den Falcons war es Devonta Freeman mit 75 Yards und 1 Touchdown.
Bester Receiver
Patriots: Running Back James White mit 110 Passyards und 1 Touchdown.
Falcons: Julio Jones mit 87 Yards und zwei phantastischen Fängen knapp an der Auslinie.
Den besten Catch hatte allerdings Patriots Wide Receiver Julian Edelman. Der Ball in seine Richtung wurde von Cornerback Alford in die Luft geschlagen. Edelman blieb konzentriert und griff nach dem Ball. Zentimeter über dem Gras bekam er ihn zu fassen, bedrängt von drei Verteidigern. Das war ein Catch für die Geschichtsbücher.
Und verletzt ausgeschieden waren: Falcons Running Back Tevin Coleman, linker Knöchel.
Falcons Offensive Tackle Ryan Schazier, Knöchel.
Patriots Running Back Dion Lewis, Oberschenkel.

Sonntag, 5. Februar 2017

NFL Honors
ryan-matt-mvp2016Der Abend vor dem Super Bowl ist der Abend der Ehrungen in der NFL.
Und es gab eine kleine Überraschung.
Der MVP der Saison war keine Überraschung. Schon seit Mitte der Saison haftete dieses Etikett Falcons Quarterback Matt Ryan (Bild) an.
Und er wurde dann auch zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt. Seine Saisonbilanz: 373 von 534 für 4.944 Yards, 38 Touchdowns bei 7 Interceptions.
Allerdings ließen seine Vorderleute zu, daß er 37 mal gesackt wurde. Kein gutes Zeichen für heute Nacht.
Ryan bekam 25 der 50 Stimmen. Tom Brady auf Platz zwei bekam nur 10 Stimmen. Dallas Cowboys Running Back Ezekiel Elliott und Oakland Raiders Quarterback Derek Carr bekamen jeder sechs. Green Bay Packers Quarterback Aaron Rodgers bekam zwei und Cowboys Quarterback Dak Prescott eine.

Die kleine Überraschung war der Head Coach der Saison. Das wurde Jason Garrett von den Dallas Cowboys.
Er setzte auf Rookie Quarterback Dak Prescott und Rookie Running Back Ezekiel Elliott und führte Dallas mit nur drei Niederlagen in der Saison in die Playoffs. Dort schieden die Cowboys denkbar knapp mit 31:34 gegen die Packers aus.

Cowboys Quarterback Dak Prescott wurde wenig überraschend zum besten offensiven Rookie der Saison gekürt.

Auch Ezekiel Elliott blieb nicht ohne Trophäe. Der Running Back wurde zum FedEx Air & Ground Player of the Year gewählt.

Bester defensiver Rookie wurde Joey Bosa von den da noch San Diego Chargers.

Hier eine Liste aller Ehrungen:
» FedEx Air & Ground Players of the Year: Matt Ryan, Atlanta Falcons; Ezekiel Elliott, Dallas Cowboys

» AP Offensive Rookie of the Year: Dak Prescott, Dallas Cowboys

» AP Offensive Player of the Year presented by Microsoft: Matt Ryan, Atlanta Falcons

» Built Ford Tough Offensive Line of the Year: Dallas Cowboys

» Art Rooney Sportsmanship Award: Frank Gore, Indianapolis Colts

» Salute To Service Award Presented by USAA: Dan Quinn, Falcons

» Castrol EDGE Clutch Performer of the Year: Derek Carr, Oakland Raiders

» AP Assistant Coach of the Year: Kyle Shanahan, Atlanta Falcons

» AP Coach of the Year: Jason Garrett, Dallas Cowboys

» AP Defensive Rookie of the Year: Joey Bosa, Los Angeles Chargers

» Courtyard's "Greatness on the Road" Award: Le'Veon Bell, Pittsburgh Steelers

 AP Defensive Player of the Year presented by Old Spice: Khalil Mack, Oakland Raiders

» AP Comeback Player of the Year presented by McDonald's: Jordy Nelson, Green Bay Packers

» Walter Payton NFL Man of the Year presented by Nationwide: Eli Manning, New York Giants; Larry Fitzgerald, Arizona Cardinals

» Bridgestone Performance Play of the Year: Buccaneers Wide Receiver Mike Evans' einhändiger Fang gegen die Falcons

» AP Most Valuable Player: Matt Ryan, Atlanta Falcons

In die Hall of Fame werden aufgenommen:
Running Back LaDainian Tomlinson,
Quarterback Kurt Warner,
Running Back Terrell Davis,
defensive End Jason Taylor,
kicker Morten Andersen.
Seattle Seahawks Safety Kenny Easley als Senior Nominee,
Dallas Cowboys Besitzer Jerry Jones als Beitragszahler

Samstag, 4. Februar 2017

Kurzberichte
brees-drew-sb-trophae„Ich habe noch ein paar gute Jahre in mir,“ ist Drew Brees (Bild) überzeugt.
Der Quarterback der Saints hat 16 Jahre in der NFL auf dem Buckel und ist mittlerweile 38 Jahre alt. Und doch wollen die Saints und Brees noch etwas länger zusammenbleiben.
Sein aktueller Zweijahresvertrag, den er 2016 abschloß, läuft noch bis zum Ende der Saison 2018 und bringt ihm $44,25 Millionen. Die beiden Parteien verhandeln zur Zeit über eine weitere Vertragsverlängerung.
Möglich macht das der absolute Schutz, den die Liga ihren Quarterbacks spendiert. Als die Quarterbacks noch nicht besonders geschützt wurden, war an eine Fortführung der Karriere mit 38 Jahren kaum zu denken. Doch heute ist das möglich.
Seit 2011 hat Brees in jeder Saison über 4.800 Passyards geworfen. Hätten die Saints einen Mannschaftsteil, den man zumindest Ansatzweise Defense nennen könnte, wären sie konstante Playoffteilnehmer. Aber leider läßt die Defense in schöner Regelmäßigkeit mehr Punkte zu, als die Offense erzielt.
Sollte man es in New Orleans schaffen, Brees eine gute Verteidigung zu spendieren, dann könnte noch mal ein Playoffauftritt drin sein, in seiner aktiven Zeit. Der letzte war 2013.

„Die Saints müssen sich in der Defense stark verbessern,“ ist das Motto von Head Coach Sean Payton.
Damit beschrieb er, was seit Jahren offensichtlich in New Orleans ist.
„Wir brauchen Spieler, die Druck machen können. Die müssen wir in der nächsten Draft finden,“ fuhr er fort. „Es sind einige gute Safeties und Cornerbacks zu haben. Auch auf dem Transfermarkt werden einige gute Spieler zu haben sein.“
Es täte dem Team gut, die Diskrepanz zwischen der Offense und der Defense zu verringern. Die Offense steht auf Platz zwei bei den erzielten Punkten, die Defense belegt Platz 31 bei den kassierten Punkten. 

„Twitter und Facebook bei den Saints... nicht mit mir,“ meinte Head Coach Sean Payton. Er wird einen Störsender in der Umkleidekabine installieren lassen, damit ihm nicht so etwas passiert, wie Steelers Head Coach Mike Tomlin.
Payton bezeichnet das als Payton-Ding. Es wäre nichts, was die Liga empfehlen oder gar vorschreiben würde.

Die NFL hat Oklahomas Joe Mixon und Baylors Ishmael Zamora nicht zum Sichtungstraining, dem Scouting Combine, eingeladen.
Mixon, ein talentierter Running Back der das College abgeschlossen hat und in die NFL will, hat eine dunkle Vergangenheit. Es existiert ein Video das zeigt, wie er eine Frau schlägt. Dabei brach er ihr den Kiefer und einen Wangenknochen. Der Vorfall liegt über zwei Jahre zurück, aber Frauenschläger hat die NFL wahrlich schon genug. Da braucht es nicht noch einen weiteren. Allerdings bleibt zu befürchten, daß Mixon trotzdem ein Team findet, das ihn aufnimmt, wenn auch nicht unbedingt über die Draft.
Von Zamora existiert ein Video, auf dem zu sehen ist, wie er einen Hund schlägt und tritt. Dafür wurde er in der letzten Collegesaison für drei Spiele gesperrt.

Michael Vick ist der Ansprechpartner Nr. 1, wenn es darum geht, was Tierquälern droht. Der Ex- Quarterback der Falcons saß ein paar Jahre deswegen im Gefängnis und schaffte es danach nicht mehr, in der NFL noch mal Fuß zu fassen.
Zwar dachte er, daß er es zumindest als Ersatzmann noch mal in ein Team schaffen würde, aber dem war nicht so. Die Saison 2016 fand gänzlich ohne ihn statt. Deshalb gab Michael Vick am gestrigen Freitag offiziell bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.

$450.000, das sind nach NFL Maßstäben wirklich nur Peanuts.
2015 war der Ex- Wide Receiver der Colts, Reggie Wayne, für 11 Tage Mitglied des Patriots Kaders. Dafür kassierte er einen Unterschriftsbonus von $450.000.
Das Geld hätte er eigentlich zurückzahlen müssen, als er nach weniger als zwei Wochen im Team kündigte. Doch die Patriots meinten, daß er die paar Dollar behalten könnte.

Freitag, 3. Februar 2017

Kurzberichte
mexico2017Nachdem die Partien, die in London ausgetragen werden, ja schon länger feststanden, steht jetzt auch das Mexico Spiel fest.
Die Raiders müssen erneut in Mexico City antreten und sind dabei Gastgeber der Patriots. Und erneut müssen die Raiders ein Heimspiel dafür opfern. So viele Spiele der Raiders bekommen die Fans in Oakland eh nicht mehr zu sehen.
Wann das Spiel stattfindet, soll im Rahmen der Spielplanveröffentlichung im Frühling bekanntgegeben werden.

„Ich spiele nicht noch mal mit dem Franchise Tag,“ ließ Eric Berry die Chiefs wissen.
Allerdings will der Safety Kansas City auch nicht verlassen.
$10,8 verdiente Berry 2016 als Franchise Spieler der Chiefs. Ein weiteres Jahr mit dem Etikett würde ihm $13 Millionen einbringen. Doch der 28-jährige möchte einen guten, langfristigen Vertrag. Und den wollen die Chiefs jetzt mit ihm aushandeln.

Steve Smith hat schnell einen neuen Job gefunden.
Der Wide Receiver der Ravens gab vor einigen Wochen seinen Rücktritt von der NFL bekannt. Nach 16 Saisons als Spieler unterschrieb er beim NFL Network einen Fünfjahresvertrag als Analyst.

Die NFL beherrscht die Einschaltquoten der US TV Märkte. Am Sonntag werden sich über 110 Millionen Zuschauer den Super Bowl ansehen. Die Preise für einen 30 Sekunden Werbespot liegen bei $5 Millionen. Seit 2007 haben sich die Kosten dafür verdoppelt.
Alles sieht also gut aus. Das Ziel der NFL, ihre jährlichen Einnahmen bis zum Jahr 2027 auf $25 Milliarden zu steigern, scheint erreichbar.
Allerdings gibt es Zeichen, daß das Ziel doch verfehlt werden könnte. In dieser Saison fielen die Einschaltquoten der Spiele auf den tiefsten Stand seit 2008. Und die übertragenden Sender murren schon. Natürlich will die Liga für die nächsten TV-Verträge wieder ordentlich mehr einnehmen, und natürlich wird sie mehr einnehmen, aber ob die Steigerung ordentlich ausfällt, bleibt abzuwarten. Es könnte sein, daß die Sender nur moderate Steigerungen zahlen wollen.
Die Quoten fielen seit 2015 um 8% auf 16,5 Millionen pro Spiel im Durchschnitt. Und gerade die jungen Zuschauer bleiben den NFL Übertragungen fern. Von den 18-34 jährigen schauten in dieser Saison nur 2,9 Millionen pro Spiel zu.
Schuld an den sinkenden Einschaltquoten sind mehrere Faktoren. Das Sehverhalten hat sich geändert. In den USA gibt es sehr viele Abonnenten von Videodiensten, die Filme und Serienfolgen ohne Werbung ausstrahlen. Da fällt es vielen schwer, sich Footballspiele anzutun, die drei Stunden dauern, weil sie 25 mal für insgesamt 41 Minuten Werbung unterbrochen werden. Die NFL tut das Ihre dazu, die Spiele durch immer neue Regeln uninteressanter und lahmer zu machen.
Doch wenn die Zuschauer wegbleiben, dann können die Fernsehsender für die Werbespots nicht mehr so viel Geld verlangen. Die Werbetreibenden wollen, daß ihre Werbung gesehen wird. Und wenn die weniger zahlen, können die Sender weniger an die NFL zahlen. Die TV-Anstalten in den USA müssen wirtschaftlich agieren. Sie können nicht einfach Gebühren erhöhen, um eine abstruse Summe für Sportrechte zu zahlen, wie öffentlich, rechtliche gebührenfinanzierte Sender das können.
Da könnte es tatsächlich passieren, daß die NFL ihr Ziel, im Jahr 2027 $25 Milliarden einzunehmen, nicht erreichen wird.

Dwight Freeney konnte am Donnerstag nicht trainieren.
Der 36 Jahre alte Defensive End der Falcons ist an einer Wade verletzt. Allerdings soll die Verletzung seinen Einsatz gegen die Patriots nicht gefährden.

Bei den Patriots wurde Defensive Tackle Alan Branch geschont. Ihm tut ein Zeh weh.
Beim Training hatte ihm jemand draufgetreten.

Und die News beenden wir endlich mal wieder mit einer lustigen Anekdote.
„Die Fans der Patriots würde Roger Goodell herzlich willkommen heißen, wenn er mal wieder zu einem Spiel käme,“ meinte Teambesitzer Robert Kraft.
Ein Brüller!

Donnerstag, 2. Februar 2017

Kurzberichte
goodell2017Natürlich gab NFL Commissioner Roger Goodell (Bild) vor dem Super Bowl wieder seine traditionelle Pressekonferenz.
Natürlich wurde er gefragt, was er vom neuen Präsidenten der USA Donald Trump hält?
Und Goodell redet viel in seiner Antwort, ohne etwas zu sagen.
Zu sagen hatte er aber etwas in Richtung Raiders und zwar etwas entscheidendes: „Wir sehen, daß in diesem Markt gewettet wird. Wir haben da strikte Regeln. Die Raiders haben uns nicht gefragt, ob ihr geplanter Umzug nach Las Vegas gegen diese Regeln verstößt. Ich sehe nicht, daß Anteile eines Team unserer Liga einem Spielkasino gehören.“
Das klang übersetzt wie eine klare Abfuhr an die Umzugspläne der Raiders in die Stadt der Sünde. Doch das Team muß ja irgendwo hin. In Oakland wird es auf gar keinen Fall bleiben wollen, und Las Vegas ist nun mal momentan das Wunschziel. (Wie es heißt, sollen Vertreter der Stadt San Diego mit Verantwortlichen der Raiders gesprochen haben) Da bleibt es also spannend.
Als Vollprofi, der Goodell ist, prallten Fragen nach der unsäglichen Suspendierung von Tom Brady an ihm ab. Das wäre eine Sache aus der Vergangenheit. Man hätte nach den Statuten der Liga gehandelt und somit das Richtige getan. Er könne verstehen, daß die Fans sauer waren und noch wären, aber das würde ihn nicht interessieren. Er hätte nicht anders handeln können, um die Integrität des Spiels zu beschützen. Wenn man ihn dafür hassen würde, wäre es halt so.

„Es war ein hartes Jahr für meine Familie,“ erzählte Patriots Quarterback Tom Brady Reportern am Mittwoch.
Der Nachrichtensender CNN hatte gemeldet, daß Bradys Mutter seit 18 Monaten schwer krank ist. „Ja,“ antwortete Brady auf die Frage danach. „Das letzte Jahr war hart. Ich hoffe, daß am Sonntag alle aus meiner Familie den großen Tag erleben werden,“ fuhr er fort, ohne zu erklären, was genau seiner Mutter Galynn fehlt. Seine Eltern werden die weite Reise von Kalifornien nach Houston wohl nicht antreten können.
Auch für seine Frau und Kinder wäre es nicht leicht. Sie hätten einen NFL Quarterback als Vater und Ehemann, und da käme das Familienleben zu kurz. Dabei wäre die gemeinsame Zeit so nötig. Fünf Monate im Jahr würde er um sechs Uhr morgens aus der Tür gehen und erst Abends um sieben Uhr wieder nach hause kommen. Da bliebe viel an der Ehefrau hängen, die sich um alles kümmern müßte. Das wäre ermüdend für die Familie und man würde ihr so viel dafür schulden.
Da kann ich Brady nur voll zustimmen. Das ist hart. Ich kenne ein paar Paketzusteller, die auch morgens um sechs aus dem Haus gehen und erst Abends um sieben wieder nach Hause kommen, nur daß die das 12 Monate im Jahr machen müssen. Vom Geld gar nicht zu reden.
Ja Mr. Brady, dieses Leben ist eins der härtesten, ganz, ganz, schlimm.

Falcons Wide Receiver Julio Jones meinte, daß sein Zeh ihm keinerlei Probleme mehr bereiten würde.
Er will ab jetzt ohne Einschränkungen am Training teilnehmen.
Am gestrigen Mittwoch wurde er noch geschont.

Pat McAfee hat genug. Er gibt das harte Leben als Punter in der NFL nach acht Saisons auf und gab mit 29 Jahren seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Vielleicht waren die Bälle in der NFL zu hart, denn McAfee muß sich seiner dritten Operation am rechten Knie in vier Jahren unterziehen.
Die Colts müssen jetzt einen Nachfolger suchen, obwohl McAfee noch zwei Jahre seines Vertrags abzuleisten hätte. Dabei hat der neue General Manager der Colts genug Probleme damit, den Trümmerhaufen aufzuräumen, den sein Vorgänger Grigson ihm hinterlassen hat.
McAfee bleibt in Indianapolis und wird dort für eine Firma namens Barstool Sports arbeiten.

Texans Besitzer Bob McNair bekommt den Durchblick: „Wir brauchen sehr viel besseres vom Quarterback,“ sagte der Mann, der Brock Osweiler die ganze Saison über vehement verteidigte.
Die Fans waren Osweiler schon recht schnell leid. Die Medien in Houston berichteten auch nicht gerade positiv über ihn, doch McNair verteidigte seine $72 Millionen Mann.
Damit scheint Schluß zu sein. Aber, so schlecht Osweiler auch wäre, es wäre kein gutes Material auf dem Markt, fuhr der Teambesitzer fort.
Für das Trainingslager sagte McNair ein offenes Duell zwischen Tom Savage und Brock Osweiler um den Starterposten voraus. Man werde sich auch genau ansehen, was in der Draft so zu haben wäre, wenn man an die Reihe kommt. Was recht spät sein wird, da die Texans irgendwie in die Playoffs geschlittert sind.
Klingt unter dem Strich so, als hätten die Texans die $72 Millionen für Osweiler auch verbrennen können. Der Gegenwert wäre der gleiche gewesen.

Er kommt zurück.
Cardinals Star- Wide Receiver Larry Fitzgerald hatte überlegt und kam zu der Überzeugung, noch ein Jahr an seine Karriere dranzuhängen.
Fitzgerald hat seine gesamten 13 Jahre in der NFL bei den Cardinals gespielt. Das Jahr 2017 steht noch in seinem laufenden Vertrag und er wird ihn erfüllen. Danach wird der mittlerweile 33 Jahre alte Wide Receiver wohl in den Ruhestand treten.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Kurzberichte
ryan-matt9Wie schlägt man Tom Brady im Super Bowl?
Eine Lektion in zwei Kapiteln.
Giants Quarterback Eli Manning ist der einzige NFL Quarterback, der die Patriots zweimal im Super Bowl schlagen konnte. Tips von ihm könnten also Gold wert sein.
Falcons Quarterback Matt Ryan sagte, daß er einige Textnachrichten von Eli bekommen hätte. Beiden kennen und respektieren sich.
„Nicht zu viel riskieren,“ textete Manning an Ryan. „Spiel effektiv und sicher. Ballkontrolle ist das Wichtigste. Kill sie mit Pässen auf Deine super Running Backs. Und dann wirf den tiefen Paß in ihren Rücken.“
Klingt nicht übel. Könnte so aber auch auf einem Glückskeks für Footballspieler gestanden haben.

„Als wir spielten, das war noch echter Football, heute sieht Football aus wie Wrestling,“ meinte Earl Campbell.
In Houston ist er eine Legende. Von 1978 bis 84 spielte der Running Back für die Oilers. Danach noch zwei Saisons für die Saints.
1991 wurde er in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen. Vor etwa 10 Jahren hat einen Schmerzmittel- und Alkoholentzug gemacht. Er ist stolz darauf, seitdem trocken zu sein. Stolz ist er auch darauf, daß er mitgeholfen hat, den Super Bowl wieder nach Houston zu holen.
Aber das Spiel der Patriots gegen die Falcons interessiert ihn nicht sehr. Football ist für ihn heute so etwas wie Wrestling, und, so sagte er, jeder weiß doch, daß Wrestling ein Fake ist.
Damals, das war noch Knochenbrecher Football. Damals, als er und Raiders Hall of Fame Safety Jack Tatum sich um ein paar Inches geprügelt hätten, das wären noch echte Kämpfe gewesen. Danach hätte er zu Tatum gesagt: „Das war das Beste, das ich zu bieten habe, und er antwortete, das war auch das Beste, das ich zu bieten habe. Das war noch echter Football, aber heute...“
Kopfschüttelnd sagt er Entschuldigungen der heutigen Spieler auf: „Ich kann nicht spielen, weil ein Zehennagel eingewachsen ist. Oh, ich kann nicht spielen, weil ich diese Woche nicht zur Pediküre war. Ich kann nicht spielen, weil ich Kopfschmerzen hatte. Damit hätte man diesen Job damals nicht machen können.“
Heute führt der 61-jährige die Firma Earl Campbell Meat Products zusammen mit seinen zwei Söhnen.
Sonntagabends guckt er mit seiner Frau keinen Football sondern Golf. Samstags allerdings gehört der ganze Tag von Morgens bis in die Nacht dem Collegefootball. Und da sucht er einen Läufer, der seine Klasse haben könnte. Bisher hat er den noch nicht gefunden. Er selber erzielte für die University of Texas 4.443 Yards und 40 Touchdowns.

Daß er seinen Job in Buffalo als Head Coach verlor, ging Rex Ryan wohl ziemlich an die Nieren.
Als erstes entfernte er das Logo der Bills von seinem Truck, noch am Tag seiner Entlassung. Er brachte vor einigen Tagen ein Clemson Logo an, weil er Sieger gut findet und unterstützt.
Sieger... Das ist etwas, das Ryan als Head Coach nicht wirklich war. Seine Zeit bei den Bills endete mit einer 15-16 Bilanz. Insgesamt ist er 65-68 als Head Coach in der NFL. Obwohl die Bills in beiden Saisons unter Rex Ryan nicht in die Playoffs kamen, ist er überzeugt, daß es falsch war ihn zu feuern.
Zur Zeit hat er einen Job als Analyst bei ESPN. Den braucht er nicht, aber so ein kleines Zubrot zu den $16,5 Millionen, die die Bills ihm noch für seinen Fünfjahresvertrag zahlen müssen, kann man in den heutigen wirtschaftlich riskanten Zeiten doch gut brauchen.
„Ich hege keinen Groll auf die Bills,“ sagte Ryan in einem Radiointerview. „Ich wünsche ihnen nichts schlechtes, aber Glück wünsche ich ihnen auch nicht.“

Der Vorsitzende der Schiedsrichtergewerkschaft macht sich Sorgen. In der letzten Saison machten zu viele Schiedsrichter zu viele Fehler. Das aber ist es nicht, was Scott Green Sorgen macht, sonder ihn beunruhigt, daß so viele Spieler die Leistungen der Zebras nach Spielen öffentlich kritisch beurteilen. Diese Spieler würden zwar alle mit Geldstrafen belegt, dennoch bereitet der neue Trend Green Sorgen. Deshalb will der Vorsitzende der Schiedsrichtergewerkschaft mit dem Vorsitzenden der Spielergewerkschaft ein ernstes Wort reden. Dabei soll erörtert werden, was man dagegen tun kann.
Oft würden die Spieler Schiedsrichter kritisieren, die korrekt entschieden hätten. Doch die Öffentlichkeit würde nur die Kritik an den Schiedsrichtern wahrnehmen, aber nicht die Tatsache, daß richtig entschieden wurde.
Deshalb soll die Gewerkschaft Einfluß auf die Spieler nehmen, um sie zu mäßigen, denn die Geldstrafen würden wohl nicht ausreichen.

Im Jugendbereich wird sich etwas ändern. USA Football startet ein Pilotprojekt mit viele Neuerungen. Das Spielfeld soll verkleinert werden, die Zahl der Spieler soll reduziert werden, und es soll darauf geachtet werden, daß nur Spieler gegeneinander antreten, die gleiches Körpergewicht und -Maß haben. Zudem werden Punts und Kickoffs abgeschafft.
All das, weil immer weniger Eltern ihre Kinder Football spielen lassen. Immerhin heißen Hausfrauen, die den ganzen Tag nichts zu tun haben, außer ihre Kinder zu den verschiedenen Freizeitaktivitäten zu fahren ja nicht Football Moms sondern Soccer Moms.
Fußball ist ein Sport, den Jungen und Mädchen in trauter Zweisamkeit ausüben können, Football steht mittlerweile als Gehirnzerstörer im Abseits.
Seit 2009 ist die Zahl der Jungen zwischen 6 und 12 Jahren, die Tackle-Football spielen, um 20% zurückgegangen.
Die NFL hat Millionen Dollar in das „Kopf hoch“ Programm von USA Football gepumpt, mit einem kleinen Erfolg. Die Zahl der Jungs, die Tackle Football spielten, ging 2015 wieder um 1,2% nach oben.
Der Schritt, der jetzt gegangen wird, mag der richtige sein. Auch beim Fußball spielen zunächst mal vier gegen vier auf kleinen Feldern, und so langsam steigert sich das.
Beim Football spielen von Beginn an 11 gegen 11 mit Helmen, die den halben Körper bedecken und die viel zu schwer für die dünnen Hälse der Zwerge sind.
Es mag komisch klingen, was da ausprobiert wird, aber falsch ist es nicht.

Dienstag, 31. Januar 2017

Kurzberichte
tb12-SB51-wettenDie Buchmacher haben ihre Meinung bisher nicht geändert. Direkt nach den Championshipspielen hatten sie die Patriots zum Dreipunkte Favoriten für den Super Bowl gemacht.
Das ist bis heute so geblieben.
Die erwartete Zahl der Punkte beider Teams zusammen wurde leicht von 58 auf 59 angehoben.
Die Quoten darauf, daß Atlanta den Super Bowl gewinnt, standen vor Saisonbeginn bei 50:1. Da werden viele Buchmacher den Patriots emsig die Daumen drücken. New Englands Quote stand nur bei 8:1.
Letztes Jahr verbuchten die Buchmacher in Nevada, dem einzigen Staat, in dem man legal wetten darf, einen Umsatz von $4,1 Milliarden. Für Super Bowl LI wird eine deutliche Steigerung erwartet.

Der Flieger der Patriots ist am Montag sicher in Houston gelandet.
Es war ihr zweiter Flug zu einem Super Bowl in Houston. In Super Bowl XXXVIII gewannen sie gegen die Panthers.

Gestern war die Eröffnungsnacht der einwöchigen Super Bowl Party in Houston.
Spieler und Trainer wurden zum ersten Mal der Meute der Medien zum Fraß vorgeworfen.
Doch unter all den dämlichen Fragen der Reporter, gab es auch einige intelligente Lichtblicke. So wollte eine Reporterin wissen, welche Unterwäsche Patriots Head Coach Bill Belichick trägt? Sie selber wäre abergläubisch und würde zu jedem Spiel der Patriots dieselbe „Bill Belichick Unterwäsche“ tragen. Der Head Coach der Patriots zeigte sich erstaunt, daß es überhaupt „Bill Belichick Unterwäsche“ gäbe.
Na, bei solchen Fragen glaubt man doch wieder an die Kompetenz der Medienvertreter.
Fragen zu Trump und seinen Einreisebeschränkungen für Einwohner aus sieben Ländern, aus denen bekanntermaßen besonders viele Terroristen kommen, wurden von niemandem beantwortet. Standardantwort für solche Fragen: „Wir sind hier als Sportler und werden über das anstehende Spiel sprechen.“

Und so erfuhr man von akribischen Statistikern, die unfaßbare Tatsachen, daß Matt Ryan der erste Quarterback in einem Super Bowl ist, der die Nr. „2“ trägt.
Jetzt stellt Euch mal vor, ihr wärt ohne dieses Wissen gestorben.
Ne, unvorstellbar!

Ein Reporter nahm „versehentlich“ den Rucksack von Falcons Offensive Coordinator Kyle Shanahan mit. In diesem Rucksack war der offensive Spielplan der Falcons.
30 Minuten suchten Shanahan und Mitglieder der Falcons Sicherheitstruppe nach dem verschwundenen Gegenstand.
Aber Entwarnung. Es gibt kein Backpack-Gate an dem die Patriots schuld sind. Ein Reporter aus San Francisco hatte den Rucksack tatsächlich aus Versehen mitgenommen, da der direkt neben seinem auf einer Ablage lag.
Der 78-jährige Art Spander, der über den Super Bowl seit 40 Jahren für den San Francisco Examiner berichtet, hatte keine Ahnung, daß er den falschen Rucksack gegriffen hatte.

Die NFL lehnte einen Werbespot ab, der im ersten Viertel des Super Bowls ausgestrahlt werden sollte.
Es handelt sich dabei um den Spot eines Nutrition- und Diät- Mittel Anbieters.
Dieser Spot würde für Substanzen werben, die nach den Richtlinien der Liga verboten sind.
FOX, der übertragende Sender, wollte keinen Kommentar dazu abgeben. Der Sender hatte die Werbung bereits im Dezember gesehen und abgesegnet.
30 Sekunden Werbung kosten dieses Jahr übrigens $5 Millionen.

Wes Welker war ein Superstar der Patriots. Der Wide Receiver fing nahezu alles, was Tom Brady in seine Richtung warf.
Seine Karriere als Spieler ist beendet, doch er beginnt gerade eine neue. Die Texans gaben ihm den Posten des Offensive/Special Teams Assistent Coaches.
Welker kam 2004 ungedraftet zu den Chargers. Nach einem Zwischenstopp in Miami kam er 2007 zu den Patriots, wo er bis 2012 spielte.
Nach einigen Gehirnerschütterungen ließ seine Produktivität nach. Er ging 2013 zu den Broncos und 2015 zu den Rams. Nirgendwo konnte er an alte Erfolge anknüpfen.
Welker trifft in Houston auf Head Coach O`Brien, der von 2007 - 11 Offensive Coordinator in New England war.

Kevin Green ist der neue Outside Linebackers Coach der Jets.
Green ist Mitglied der Hall of Fame und war von 1985 bis 99 aktiver Linebacker bei verschiedenen Teams.
Als Outside Linebackers Coach arbeitete er bereits von 2009-13 bei den Packers.

Auf dem Weg nach Las Vegas wurde den Raiders ein Stolperstein in den Weg gelegt.
Der Kasino Mogul Sheldon Adelson ist aus dem $2 Milliardenprojekt ausgestiegen. Er gab ein Statement ab, in dem er betonte, daß er und seine Familie nicht mehr länger in den Bau eines neuen Stadions involviert sind.
Die Raiders dankten Adelson und seiner Familie, da das Projekt ohne ihre Mitwirkung niemals so weit gekommen wäre.
Ausgestiegen ist Adelson, nachdem die Raiders vorgeschlagen hatten, jährlich $1 - in Worten: Einen Dollar - Miete pro Jahr für das Stadion zu zahlen. Adelson war sehr erbost über diese offensichtliche Respektlosigkeit der Raiders gegenüber seiner Familie und der Gemeinde.

Der neue General Manager in Indianapolis heißt Chris Ballard. Der gab in seiner Pressekonferenz bekannt, daß der Head Coach weiter Chuck Pagano heißt.
Pagano wäre der beste Mann für den Posten, wie seine drei 11-5 und zwei 8-8 Saison beweisen würden.
Ballard wird sein Hauptaugenmerk zunächst auf die Lines legen. Man gewinnt mit der O-Line und der D-Line, ist seine Überzeugung. In Chicago und Kansas City, wo er zuvor tätig war, hätte man ganz besondere Verteidigungen gehabt. Das möchte er auch in Indi etablieren.

„Wenn ich darauf zurückblicke war es das nicht wert,“ meinte Victor Cruz zum Bootsausflug in Miami nach dem Spiel gegen die Redskins.
Der Wide Receiver gehörte zu einigen Spielern der Giants, die es ordentlich krachen ließen, an ihrem offiziellen freien Tag vor dem Spiel gegen die Packers.
In dem Wild Card Spiel traten die Receiver der Giants unbeholfen auf, wenn man es milde ausdrücken will.
Cruz wurde viermal angespielt und fing drei Pässe für 30 Yards. Feiersuperstar Odell Beckham jr. hatte das grausamste Spiel seiner Karriere. Er ließ drei der 11 Pässe auf ihn fallen und wurde kräftig kritisiert.
Heute, drei Wochen später, hat Cruz eingesehen, daß man sich besser geschont und geistig auf Green Bay vorbereitet hätte.

Die 49ers verpflichteten John Lynch direkt aus der Kommentatorenkabine von FOX heraus und machten ihn zum General Manager.
Das gab es schon mal. Vor 16 Jahren verpflichteten die Lions Matt Millen, der auch Analyst bei FOX war. Diese Verpflichtung endete in einem Desaster.
Millen hatte keine Ahnung von dem, was er als General Manager tat und die Lions erlebten einen unglaublichen Abschwung.
In Millens Zeit in Detroit fiel die einzige 0-16 Saison eines NFL Teams. Die Verantwortlichen in Detroit ließen Millen von 2001 bis 08 gewähren und er lieferte dafür eine 31-84 Bilanz ab.
Wie auch Lynch, durchlebte Millen die Transformation vom Pro Bowl Spieler zum TV Analysten zum General Manager.
Dann drücken wir John Lynch mal die Daumen, daß er das besser hinkriegt. Die Niners hätten es verdient.

Montag, 30. Januar 2017

Kurzberichte
lynch-john4Das ist tatsächlich eine Riesenüberraschung, die die 49ers da ablieferten. Sie ernannten einen neuen General Manager, und das ist kein erfahrener Mann, sondern ein kompletter Rookie. Sie hatten mehrere Kandidaten zur Auswahl, die man kannte, aber es gab auch einen, der geheimgehalten wurde. Und dieser geheimnisvolle Kandidat wurde es dann.
John Lynch (Bild), ehemaliger Star Safety für 15 Jahre in der Liga, wird ab sofort für den Kader der Niners zuständig sein. Lynch wurde in der letzten Saison in aufeinanderfolgenden Wochen von den Broncos und den Buccaneers in deren jeweiligen Ring der Ehre aufgenommen. Zudem ist er unter den Finalisten zur Aufnahme in die Hall of Fame.
Zuletzt arbeitete er als Analyst für den Sender FOX.
Jetzt also der Sprung in die Chefetage eines traditionsreichen Teams, das völlig ausgeblutet und zerstört am Boden liegt. Das wäre schon für einen erfahrenen General Manager ein hartes Stück Arbeit, aber für einen Rookie ist die Aufgabe fast unlösbar. Ob man sich in San Francisco einen Gefallen mit Lynch getan hat?
Jedenfalls ist man dort so überzeugt davon, daß man richtig liegt, daß man Lynch einen Sechsjahresvertrag gab.
Wie es heißt, wäre Lynch der Wunschkandidat des eventuellen neuen Head Coaches Kyle Shanahan gewesen. Daß der nächsten Montag zum neuen Head Coach in San Francisco ernannt wird, ist das am schlechtesten gehütete Geheimnis in der NFL zur Zeit. Auch er soll nächste Woche einen Sechsjahresvertrag bekommen.
Shanahan und Lynch kennen sich recht gut. Und diese beiden Rookies sollen nun ein ehemals stolzes Team wieder zum Erfolg führen.
Eine Mammutaufgabe.

Die Colts haben einen neuen General Manager.
Sie verpflichteten Chris Ballard. Er war bisher Direktor des Spielerpersonals in Kansas City.
Er bringt 16 Jahre Erfahrung als Scout mit.

Wie der Vater, so der Sohn?
Na ja, nicht immer so ganz.
Phil Simms war ein guter Quarterback in der NFL. Er gewann mit den Giants vor genau 30 Jahren Super Bowl XXI.
Letzes Jahr arbeitete er als Analyst für CBS im Super Bowl.
Dieses Jahr ist er als Zuschauer und... Vater... dabei.
Erfolgreich sind die Söhne von Phil Simms nicht gerade. Chris war sieben Jahre in der NFL, ohne daß man von ihm viel gehört hätte, wäre da nicht der Milzriss gewesen, den er sich 2006 in einem Spiel gegen die Panthers zuzog.
Jetzt geht es um Matt Simms, der ähnlich erfolglos ist, wie sein älterer Bruder. Matt Simms steht nur im Trainingsteam der Falcons. Und Vater Phil wird seinen Sohn hemmungslos anfeuern... beim Aufwärmtraining. „Ich werde mir jeden Wurf von Matt genau ansehen,“ sagte Phil. Und mehr wird er von Matt, also dem Simms Matt, nicht zu sehen bekommen. Die große Bühne wird dem anderen Matt gehören, Matt Ryan.

Die Atlanta Falcons sind am Sonntag sicher in Houston gelandet.
Damit sind sie gegenüber New England schon mal einen Touchdown in Führung gegangen. Die Patriots fliegen heute erst los.

In einem lahmen Pro Bowl gewann die AFC mit 20:13.

Sonntag, 29. Januar 2017

TB12 in SB 51
tb12-SB51Der Super Bowl ist seine Bühne. Patriots Quarterback Tom Brady, auch bescheiden TB12 genannt, hat den Super Bowl zu seinem Wohnzimmer gemacht. Ab und zu überläßt er auch mal anderen sein Wohnzimmer, aber seit 2002 sind die Patriots regelmäßiger Super Bowl Teilnehmer. Seit 2000 ist Brady in der NFL und in 17 Saisons hat er sieben Super Bowls erreicht. In einer nackten Zahl ausgedrückt heißt das, daß Brady an 13,7% der Super Bowls beteiligt war. Allerdings hat er nur vier davon - bisher - gewonnen. Nicht schlecht für einen Quarterback, der erst in der sechsten Runde der Draft, also der vorletzten, als 199. Spieler einberufen wurde.
Abertausende Spieler, gute Spieler, hervorragende Spieler, haben es nie in den Super Bowl geschafft. Brady nimmt an seinem siebten Teil, ein neuer NFL Rekord.
Dabei zeigt er Commissioner Roger Goodell die lange Nase. Der hatte Brady in dieser Saison für die ersten vier Spiele wegen dieser unsäglichen Deflategate-Affäre suspendiert, und doch haben die Patriots diesen Nachteil mit 3-1 Siegen überwunden und Brady spielte danach wie ein Besessener, der es seinem Peiniger zeigen wollte.
Mit 112,2 Quarterback- Wertungspunkten liegt Brady nur knapp hinter den 117,1 Punkten von Matt Ryan.
Zwei, ZWEI, Interceptions warf Brady in den 12 Spielen der regulären Saison, in denen er spielen durfte. Allerdings übertraf er diesen wert in den Playoffs mit fünf um mehr als das Doppelte.
Dabei macht Brady die ständig wechselnde Besetzungsliste seiner Receiver eigentlich nichts aus. Deion Branch, Wes Welker, Randy Moss, Rob Gronkowski und Julian Edelman, Martellus Bennett und wie sie alle heißen und hießen. Wer bei den Patriots als Receiver antrat, den traf Brady mit seinen Pässen. So wie Chris Hogan im Championshipspiel gegen die Steelers. Der sorgte mit 180 Passyards für einen neuen Playoffrekord der Patriots.
Hogan spielte zuvor vier Jahre eher unauffällig in Buffalo. In New England fing er in 15 Spielen 2016 Pässe für 680 Yards.
Brady macht die Spieler um sich herum besser. Und er bringt sein Team in den Super Bowl. „Wir gehören zu den letzten zwei Teams, die noch stehen,“ meinte TB12. „Das ist unser Ziel und es ist nett, das erreicht zu haben.“

Samstag, 28. Januar 2017

Super Bowl LI
quinn-dan„Die Defense der Patriots ist die beste, die wir in dieser Saison gesehen haben,“ darin sind sich Falcons Head Coach Dan Quinn (Bild) und Offensive Coordinator Kyle Shanahan einig.
Obwohl die beste Defense der Liga eigentlich eine Menge Arbeit und Konzentration des gegnerischen Offensive Coordinators erfordert, trifft sich Shanahan trotzdem zu einem längeren Gespräch mit Vertretern der 49ers, um über den Posten des Head Coaches zu beraten.
Sein jetziger Head Coach, Dan Quinn, tat dasselbe. Er war Defensive Coordinator der Seahawks, als sie im Super Bowl auf eine phantastische Offense trafen. Auch er ließ sich vor dem Spiel ablenken, um mit den Falcons zu verhandeln, die ihm den Posten des Head Coaches anboten.
Der Ausgang ist bekannt, New England gewann 28:24.
Es scheint nicht gut zu sein, wenn man seinem momentanen Arbeitgeber nicht die volle Konzentration widmet, sondern sich von verlockenden Jobangeboten ablenken läßt.
Die Defense der Patriots ist 2016 die beste der Liga, wenn es um zugelassene Punkte geht. Diese Defense gilt es nun, zu knacken. Zwar haben die Falcons die beste Offense der Liga, aber wenn Bill Belichick zwei Wochen Zeit hat, sein Team auf einen Gegner vorzubereiten, und sich voll darauf konzentriert, dann ist das nicht gut für den Gegner.
Die Patriots werfen der gegnerischen Offense alles um die Ohren, was sie haben. Linebacker, Corners, Safeties, Pass Rushers, der Quarterback weiß nie genau, wer auf ihn zukommen wird. Dagegen muß ein Mittel gefunden werden. Leicht ist das nicht.
Die Offense der Falcons erwies sich 2016 als unaufhaltsam. Sie könnte auch mit dieser Defense fertig werden. Vielleicht erleben wir einen Super Bowl mit vielen Punkten?
Die gab es auch 2003, als die Patriots zuletzt die Nr. 1 Defense der Liga hatten. Damals gewannen sie den Super Bowl gegen Carolina mit 32:29.

Kurzberichte
In Detroit kann sich Matthew Stafford darauf vorbereiten, der erste $25 Millionen Quarterback zu werden.
Doch die Meinungen gehen auseinander. Einige meinen, daß die Lions ohne Stafford überhaupt nicht in die Nähe der Playoffs gekommen wären, andere meinen, daß Stafford so viel Geld auf gar keinen Fall wert ist.
Seine Bilanz in den Playoffs ähnelt der von Andy Dalton aus Cincinnati. 0-3 ist Stafford dort.
Die Gegner des $25 Millionenvertrags führten an, daß Stafford am Ende der Saison 2016 mehr Interceptions als Touchdowns geworfen hat. Das war aber seinem verletzten Mittelfinger an der Wurfhand geschuldet, sollte also nicht wirklich als negatives Beispiel angeführt werden.
Seine große Verletzungsanfälligkeit, die ihn in den ersten Jahren seiner NFL Karriere oft vom Einsatz abhielt, scheint überwunden.
Seine Bilanz bei den Lions ist 51-58, wobei man anmerken muß, daß die Lions lange Zeit ein grauenvolles Team waren, das sehr wahrscheinlich sogar mit Tom Brady versagt hätte.
Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2017. Stafford ist 29 Jahre alt, also in einem guten Alter für Quarterbacks. Auf keinen Fall aber ist Stafford $25 Millionen pro Saison wert. Trotzdem wird er sie bekommen. Davon kann man ausgehen.

Der deutsche Defensive Tackle der Giants, Markus Kuhn, hat seine NFL Karriere, die nie wirklich in Fahrt kam, beendet.

Der Lazarettreport
Mit dem richtigen Umgang mit Verletzten scheinen die Seahawks und die Steelers so ihre Probleme zu haben.
Die Seahawks versäumten es wochenlang, Cornerback Richard Sherman mit einer Knieverletzung auf die Verletztenbögen vor jedem Spiel zu setzen. Das aber wäre ihre Pflicht gewesen, damit die Offense der Gegner sich auf diesen Schwachpunkt in der Defense hätten einstellen können.
Erst nach der Saison hatten die Seahawks zugegeben, daß Sherman lange verletzt gespielt hat.
Anscheinend kann es nicht allzu schlimm gewesen sein, denn Sherman bereitet sich auf seinen Einsatz im bedeutungslosesten aller Footballspiele, den Pro Bowl vor.
Die NFL berät noch, ob und wie die Seahawks bestraft werden sollen.

In Pittsburgh konnte Running Back Leveon Bell nach ein paar Spielzügen im AFC Championshipspiel gegen die Patriots nicht mehr weiterspielen. Eine Leistenverletzung hinderte ihn daran.
Nach dem Spiel sagte Bell, daß er sich schon länger mit dieser Verletzung herumplagen würde.
Das machte die Verantwortlichen der Liga hellhörig.
Steelers Head Coach Mike Tomlin gab zu, daß er von der Verletzung wußte, daß er sie aber absichtlich nie auf die Verletzungsbögen gesetzt hätte. Nur nennenswerte Verletzungen müßten gemeldet werden und Bells Verletzung wäre nicht nennenswert gewesen.
Auch in Pittsburgh könnte man eine Zahlungsaufforderung bekommen.

Nach der Saison ist vor der OP, jedenfalls für viele Spieler.
Zwei Cowboys lagen in den letzten Tagen unter den Messern, die Defensive Ends DeMarcus Lawrence und Tyrone Crawford.
Lawrence wurde am Rücken operiert, Crawford an einer Schulter.
Beide sollen spätestens zum Beginn des Trainingscamps wieder einsatzbereit sein.

Freitag, 27. Januar 2017

Kurzberichte
belichick-3Patriots Head Coach Bill Belichick (Bild) glaubt, daß Trickspielzüge im Super Bowl dazugehören. Deshalb bereitet er einige vor.
Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Spielplan, den der Head Coach gegen die Falcons vorbereitet. Irgend etwas zwischen 50 und 100% möchte er fertig haben, bis zum Abflug nach Houston.
Am heutigen Freitag, morgen und am Sonntag steht Training auf dem Programm, am Montag der Flug.

Falcons Offensive Coordinator Kyle Shanahan wird am letzten trainingsfreien Tag noch ein Gespräch mit den 49ers reinquetschen.
Am Samstag haben Trainer und Spieler des Teams frei, um persönliche Angelegenheiten vor dem Abflug zu erledigen.
Für Shanahan heißt das, mit den 49ers um sein Gehalt als eventuell kommender Head Coach zu feilschen.
Sollten die beiden Parteien sich einig werden, könnte Shanahan nach dem Super Bowl Head Coach in San Francisco werden.

Einen falschen Feueralarm auszulösen, lohnt sich.
Dennis Harrison hatte in der Nacht vor dem Championshipspiel der Steelers gegen die Patriots gegen drei Uhr Nachts den Feueralarm im Hotel der Steelers ausgelöst.
Die Polizei nahm ihn kurz darauf fest und war erstaunt über die Motive Harrisons: „Ich bin betrunken. Ich bin blöd. Ich bin Patriots Fan,“ sagte er auf dem Revier.
Auf ihn wartet eine Strafe wegen ungebührlichem Verhalten, Ruhestörung und auslösen eines Fehlalarms.
Die Restaurantkette Hooters fand die Aktion Harrisons so toll, daß in dieser Woche jeder, der Dennis Harrison heißt, kostenlos Hähnchenflügel essen darf.
Wie man hört, hatte der eine, der echte, der wahre Dennis Harrison bereits am Montag eine kostenlose Mahlzeit verzehrt.

Die Bengals verlängerten den Vertrag mit Randy Bullock.
Der Kicker unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Über sein Gehalt wurde noch nichts verlautbart.

Eric Berry möchte ein Chief bleiben.
Der Safety spielte 2016 für $10,8 Millionen, bekam aber keinen langfristigen Vertrag in Kansas City.
Ihn zum Franchise Player zu machen, würde das Team 2017 $13 Millionen kosten. Von seiner Leistung in der Saison 2016 ausgehend, sollten die Chiefs ihm das zahlen, aber der Platz unter der Gehaltsobergrenze ist recht knapp. Doch sein Verlust würde ein riesiges Loch in die Verteidigung reißen. Ein echtes Dilemma.

Sie brauchen einen Quarterback?
Suchen Sie bitte weiter.
In der kommenden Draft ist kein gutes Material zu haben, davon sind die Scouts der NFL Teams überzeugt. Phil Savage, ehemaliger General Manager der Browns und der Verantwortliche für den Senior Bowl, der am Samstag gespielt wird, meinte daß es kein gutes Jahr wäre um zu sagen: „Wir brauchen einen Quarterback.“
„Man kann ja nie so genau wissen, aber hinter vielen Quarterbacks dieses Jahr stehen Fragezeichen,“ meinte er.
Von anderen Scouts hört man, daß die Truppe irgendwo zwíschen durchschnittlich und nicht sehr gut rangiert.
Zwei sichere Nr. 1 und 2 Picks wie letztes Jahr mit Jared Goff und Carson Wentz sind dieses Jahr auf keinen Fall dabei. Von der Qualität her wäre noch nicht einmal einer für die erste Runde dabei, wie es heißt.
North Carolinas Mitch Trubisky wird von einigen Experten als Quarterback angesehen, der zuerst einberufen wird. Sein Spielstil und seine körperlichen Fähigkeiten kommen den Ansprüchen an einen NFL Quarterback noch am nächsten. Dabei hat er nur 13 Starts auf dem College absolviert und war lange Zeit der Ersatzmann von Marquise Williams, dem überhaupt keine Chancen auf die NFL eingeräumt werden.
Wenn die Colleges nicht hingehen, und ihre Quarterbacks wieder direkt hinter dem Center aufstellen, und sie statt dessen weiter in der Shotgun aufstellen und wild hin und herlaufen lassen, dann müßte die NFL sich umstellen, damit sie mit dem Murks, der da vom College angeliefert wird, etwas anfangen kann.

Die NFL gab bekannt, daß die Zahl der Verletzungen und vor Allem Gehirnerschütterungen zurückgegangen ist.
Das wäre ja auch schön. Für irgendwas muß es ja gut sein, daß die Qualität der Spiele immer tiefer sinkt.
Die Zahl der gemeldeten Gehirnerschütterungen ging von 275 in 2015 zurück auf 244 in der letzten Saison.
Die Zahl ist immer noch hoch.
Der Plan, die Kickoffs ganz abzuschaffen, ist bestimmt noch nicht vom Tisch. Dadurch, daß der Ball bei einem Touchback jetzt an die 25 Yardslinie gelegt wird, gingen die Gehirnerschütterungen beim Kickoff nur von 20 auf 17 zurück. Zu viele Ballträger laufen halt immer noch los, wenn sie den Ball in der Endzone aufnehmen, um dann an der 12 oder 13 Yardslinie gestoppt zu werden.
Die unabhängigen neurologischen Berater, die an den Seitenlinien ihre Arbeit für die Teams machen, sind recht zufrieden. Sie bemerken einen Wandel. Am Anfang hat man sie noch als Störfaktor angesehen, doch mittlerweile hat sich der Widerstand der Spieler gelegt. Manche kommen sogar schon von sich aus zu den Beratern, um sich untersuchen zu lassen.
Auch die Zahl der Knieverletzungen wäre zurückgegangen, meldete die Liga. Ebenso gäbe es keinen Beweis, daß es bei den sehr umstrittenen Donnerstagsspielen mehr Verletzungen gäbe. Die zahl der Verletzungen hätte sich durch die kürzere Vorbereitungszeit auf diese Spiele nicht erhöht.

Der Lazarettreport
und wie sieht es mit aktuellen Verletzungen aus?
Bills Ersatz- Offensive Tackle Cyrus Kouandjio ist in seinem Haus gefallen und mußte an der Hüfte operiert werden.

Die Saison hat Jadeveon Clowney erstaunlicherweise mal durchgehalten. Doch an einer Knieoperation kam der Pass-Rusher der Texans dennoch nicht vorbei.
Er wurde am linken Knie operiert und soll keine Vorbereitungszeit verpassen.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Kurzberichte
brady vs goodell„Es wäre mir eine Ehre, die Super Bowl Trophäe an Tom Brady zu übergeben,“ meinte NFL Chef Roger Goodell in einer Interviewrunde.
Er würde sich überhaupt nicht unwohl fühlen, wenn er Brady die Trophäe überreichen müßte.
Was sollte er auch sonst sagen? Daß er sich ein Mauseloch wünscht, in das er sich verkriechen könnte, sollten die Patriots am übernächsten Sonntag gewinnen?
Und Goodell fuhr fort im Schönwettermachen: „Tom Brady ist einer der Größten aller Zeiten. Das ist er schon seit einigen Jahren. Er steht kurz davor seinen fünften Super Bowl Ring zu gewinnen. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, ein großer Künstler, ein sicherer Ruhmeshallenkandidat. Also wäre es eine Ehre.“
Die verständlichen und berechtigten Buhrufe und Pfiffe der Patriots-Fans wird er dadurch nicht abwenden können.

Die Falcons schonen Julio Jones und Alex Mack.
Der Wide Receiver und der Center werden in dieser Woche nicht trainieren, sondern erst wieder einige Tage vor dem Spiel.
Jones hat Zeh, Mack Knöchel.

Egal ob Jones und Mack spielen, die Falcons haben ihre Chancen auf einen Sieg offenen Auges selber weggeworfen.
Als Heimteam durften sie sich aussuchen, welches Trikot sie tragen wollen. Sie entschieden sich für Rot. Die Patriots werden also Weiß tragen.
Und das Team mit den weißen Trikots hat 11 der letzten 12 Super Bowls gewonnen.

Super Bowl LI wird im NRG Stadion stattfinden. Einem neuen Footballtempel, der direkt neben dem alten Astrodome steht in dem die Houston Oilers, die jetzigen Tennessee Titans, gespielt haben.
Der Astrodome wurde vor 52 Jahren fertiggestellt und wurde scherzhaft als achtes Weltwunder bezeichnet. Es war das erste überdachte, vollklimatisierte Stadion der Welt, und es steht immer noch, obwohl die letzte Veranstaltung darin 2008 stattfand.
$170.000 kostet es die Stadt Houston jährlich an Steuergeldern, den Dome am Zerfall zu hindern. Experten gehen davon aus, daß eine Beseitigung einmalig sogar $30 Millionen kosten dürfte.
Eine Bürgerbewegung wollte 2015 erreichen, daß das kostenträchtige, marode Bauwerk bis zum Super Bowl abgerissen werden sollte, um Parkplätze und eine Grünanlage auf der Fläche zu errichten. Doch der Dome steht heute immer noch.
Und er soll stehen bleiben. Als Baudenkmal, als achtes Weltwunder. Wie der Eiffelturm, der ja auch 1889 eigentlich nur zur Weltausstellung errichtet wurde und heute noch steht.
Allerdings kennt man den Eiffelturm weltweit, während wohl kaum jemand den Astrodome kennt. Und der ärmste soll zwar stehen bleiben, aber zu einer Parkgarage werden.
Aber das ist immer noch besser, als sein momentaner Status. Zur Zeit dient er als Lagerraum für Geräte, die nebenan im NRG Stadium gebraucht werden.
Übernächsten Sonntag soll der Dome zum Super Bowl nett beleuchtet werden, damit man nicht sieht, wie heruntergekommen er mittlerweile aussieht.

Es war eine harte Saison für die Packers, die von vielen Verletzungssorgen geplagt wurden.
Doch für General Manager Ted Thompson geht die Arbeit jetzt richtig los. Er muß zusehen, daß er die wichtigen Free Agents halten kann, also die Spieler, deren Verträge ausgelaufen sind und die wechseln dürfen.
Thompson muß auch überlegen, was er mit überbezahlten Stars macht, deren Produktivität nicht mehr im Verhältnis zur Zahlung steht. Niemand wird bezweifeln, daß Linebacker Clay Matthews und Wide Receiver Randall Cobb mal $11,1 bzw. $9,5 Millionen wert waren. Aber mittlerweile sind sie zu teuer geworden. Matthews wird 31 und er will Outside Linebacker spielen. Doch dafür müßte er schneller sein und weniger verletzungsanfällig. Die Höhe seiner Ausfallzeiten nimmt ständig zu.
Das sind die 11 uneingeschränkten Free Agents und es sind sehr gute Spieler darunter: Don Barclay, Guard; Jared Cook, Tight End; Brett Goode, LS; Micah Hyde, Safety; Datone Jones, Outside Linebacker; Eddie Lacy, Running Back; T.J. Lang, Guard; Christine Michael, Running Back; Julius Peppers, Outside Linebacker; Nick Perry, Outside Linebacker; JC Tretter, Center.
Die Packers werden nicht alle halten können.

Eine Untersuchungskommission der NFL und der NFLPA kam zu der Überzeugung, daß die Dolphins nach einem Angriff auf den Kopf von Quarterback Matt Moore im Wild Card Spiel gegen Pittsburgh das Gehirnerschütterungsprotokoll nicht korrekt angewendet haben.
Zwar kam die Kommission zu der Erkenntnis, daß Moore keine Ausfallerscheinungen zeigte, dennoch hätte er genauer untersucht werden müssen, bevor er weiterspielte.
Die Liga warnte die Dolphins. Sollten sie noch mal gegen das Protokoll verstoßen, dann droht eine hohe Geldstrafe.

Eagles Quarterback Carson Wentz will sich verbessern. Er hat auf eigene Kosten einen Quarterback- Coach angeheuert, um seine Wurfmechanik zu korrigieren.
Eigenartig, wieso das nötig ist. Wentz kam als Rookie in die Liga und startete mit 3-0 Siegen. Seine Würfe kamen akkurat und präzise. Er warf fünf Touchdowns und Null Interceptions. Doch dann begann Wentz nachzulassen. Er wurde sogar zu einem der unzuverlässigsten Passer der Liga.
Das will Wentz abstellen. Mal sehen ob es ihm gelingt?

Mittwoch, 25. Januar 2017

Kurzberichte
roethlisb9Haben wir das letzte Spiel von Ben Roethlisberger (Bild) gesehen?
Das ist absolut möglich, denn der Quarterback der Pittsburgh Steelers denkt ernsthaft daran, in den Ruhestand zu treten.
Big Ben will in Ruhe darüber nachdenken und den Schritt mit seiner Familie zusammen überlegen.
Der Quarterback ist mittlerweile 34 Jahre alt und er spielt in kaum einer Saison alle 16 Spiele. Immer wieder verpaßt er einige Spiele wegen Verletzungen.
Zweimal hat er den Super Bowl gewonnen, XL und XLIII. Fünfmal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Als er 2004 in die NFL kam, wurde er zum offensiven Rookie des Jahres gekürt. Als Starter der Steelers, der er ab Spiel drei der Saison wurde, erzielte er eine S/N Bilanz von 13-0 in Folge, ein NFL Rekord für einen Rookie Quarterback. Er ist der siegreichste Quarterback in der Geschichte der Steelers und hält die Mannschaftsrekorde für Passyards (46.814) und Touchdowns (301).
Und jetzt denkt er an seinen Rücktritt, obwohl sein Vertrag noch drei Jahre läuft.
Schade!
Ich folge der NFL seit Joe Montana und habe schon viele Superstars gehen sehen, und jedesmal schmerzt es ein bißchen.
Vielleicht überlegt Big Ben es sich ja noch mal?

Die Redskins erwarten, daß Quarterback Kirk Cousins bleibt. Davon geht Head Coach Jay Gruden fest aus.
Cousins kam 2012 zu den Redskins, als Kyle Shanahan dort Offensive Coordinator war und er Cousins unbedingt haben wollte.
Da Kyle Shanahan jetzt als kommender Head Coach der 49ers im Gespräch ist, und Cousins ein Free Agent ist, er also wechseln kann wenn er will, kam das Gerücht auf, daß Cousins zu den Niners geht wenn Shanahan den Job dort annimmt.
Cousins hat seitdem er für die Redskins startet (2015) Pässe für 9.083 Yards und 54 Touchdowns geworfen bei 23 Interceptions.

Super Bowl LI
Falcons gegen Patriots
Offensive Coordinator Kyle Shanahan gegen Offensive Coordinator Josh McDaniels.
Zwei offensive Superhirne hinter denen die 49ers her waren, bzw. noch sind.
McDaniels hat vor einiger Zeit gesagt, daß er in New England bleibt, und so ist Shanahan der heißeste Kandidat auf den Posten des Head Coaches in San Francisco. Die beiden Parteien sprechen in dieser Woche noch mal miteinander. Reden dürfen sie, aber verpflichten dürfen die Niners Shanahan erst nach dem Super Bowl.
Sein Head Coach Dan Quinn kennt diese Situation. Er mußte erst noch Super Bowl XLIX als Defensive Coordinator der Seahawks bestreiten, bevor die Falcons ihn verpflichteten. Auch Quinn hatte schon in den Wochen zuvor mit Atlanta verhandelt.

Mittlerweile weiß Patriots Head Coach Bill Belichick ja, wer sein Gegner im Super Bowl ist und er hat sich schon mal schlau gemacht: „Die Geschwindigkeit, Die Geschwindigkeit ist das, was mir am ehesten auffiel. Sie sehen aus, als wären sie schneller als jedes andere Team der NFL.“
Besonders lobte er, wie Offensive Coordinator Shanahan Julio Jones einsetzt. Der Wide Receiver würde jeden Zentimeter des Feldes nutzen. Ihn gelte es kalt zu stellen.
Ob das gelingt, werden wir sehen. Da kommt viel Arbeit auf Cornerback Malcolm Butler zu.

Die Falcons Mannschaft wurden mit freundlicher Unterstützung von Patriots Head Coach Bill Belichick geformt.
General Manager Thomas Dimitroff und Assistenz General Manager Scott Pioli haben sieben Jahre bei den Patriots gearbeitet und haben die Super Bowl Teams der Brady-Belichick Ära zusammengestellt.
Ihre Zusammenarbeit mit Belichick dort trägt in Atlanta Früchte. Die Falcons treffen im Spiel der Spiele auf den Super Bowl Serienteilnehmer New England.
Mal sehen, wie gut sie von Belichick gelernt haben?

Dienstag, 24. Januar 2017

Kurzberichte
SB51-200Erst 13 mal haben sich die Patriots und die Falcons gegenübergestanden. New England führt die Serie 7:6 an. Allerdings haben die Patriots seit 2001, also seit Tom Brady ihr Quarterback ist, eine Bilanz von 4:0.
In der Saison 2016 kassierten die Patriots im Schnitt 15,6 Punkte pro Spiel, Bestwert der Liga. Die Falcons erzielten im Schnitt 33,8 Punkte pro Spiel, Bestwert der Liga.
In den Playoffs haben die Falcons noch eine Schippe draufgelegt und in den zwei Spielen zusammen 80 Punkte erzielt.
Mit Tom Brady und Matt Ryan werden sich die beiden besten Quarterbacks der Saison gegenüberstehen. Brady hat 112,2 Quarterback- Wertungspunkte erzielt, Ryan sogar 117,1.
Brady hat nur 2 Interceptions geworfen, in den 12 Spielen, in denen er spielen durfte. Ryan hat nur sieben auf seinem Konto. Beide treffen also ihre eigenen Leute sehr gut.
Hätte NFL Commissioner Roger Goodell nicht auf die unsägliche Suspendierung Bradys wegen der idiotischen Deflategate Affäre bestanden, wäre TB12 bestimmt im Rennen um den wertvollsten Spieler der Saison. Den Titel dürfte aber wohl Ryan bekommen.

„Gegen wen spielen wir?“ stellte Bill Belichick einem Reporter eine Gegenfrage. Belichick wurde gefragt, was er vom Super Bowl Gegner hält, und der Head Coach der Patriots wußte noch nicht, daß Atlanta gewonnen hatte.
„Nein, ich wußte nicht, daß sie gewonnen haben,“ meinte Belichick. „Wir haben das erste Spiel nicht angesehen. Wir haben uns vorbereitet. Offensichtlich sind sie ein gutes Team, sonst hätten sie dieses Spiel nicht erreicht. Sie hatten ein tolles Jahr.“
So genau scheint man die Falcons in New England nicht zu kennen. Sie hatten ja auch nur zwei Primetimespiele in der Saison. So meinte Wide Receiver Danny Amendola: „Ich muß mir erst mal ein paar Filme von ihnen ansehen, aber wir werden das schaffen.“

Fans dürfen Roger Goodell Fragen stellen.
Am 3. Februar stellt sich der Vorsitzende der NFL den Fragen der Fans im House of Blues in Houston.
Da man davon ausgehen kann, daß eine Menge Patriots Fans in der Stadt sein werden, muß der gute Goodell sich wohl warm anziehen.

Jetzt, da feststeht, wer im Super Bowl spielt, ziehen die Preise auf dem Wiederverkaufsmarkt für Eintrittskarten natürlich merklich an. Besonders in Georgia gibt es eine sehr rege Nachfrage.
Zur Zeit kann man davon ausgehen, daß neue Preisrekorde fallen werden. Mit einem durchschnittlichen Preis von $6.400 pro Karte, liegt man weit über den $4.531 für den letzten Super Bowl.
Der Preisverfall, nachdem die beiden Teams aus Texas ausgeschieden waren, ist voll kompensiert.

Jamie Collins war den Browns $50 Millionen wert.
Cleveland holte den Linebacker in der Mitte der Saison von den Patriots (der Ärmste), aber sein neuer Vertrag mit den vielen Nullen wird ihn wohl etwas über den verpaßten Super Bowl Auftritt hinwegtrösten.
Der Kontrakt läuft vier Jahre und garantiert Collins $26 Millionen.
Der Linebacker beendete die Saison mit 112 Tackles, 3 Sacks, 2 Interceptions und 2 erzwungenen Fumbles.
Die Patriots haben von den Browns deren Wahlmöglichkeit in der dritten Runde der nächsten Draft bekommen.

Montag, 23. Januar 2017

Die NFL 2016 - Die Championshipspiele
SB51nep-af-200Das war sie also, das war die Saison 2016, die noch den Super Bowl für uns bereithält.
Die Championshipspiele waren wie die meisten Spiele in der vergangenen Saison ziemlich öde, einseitig und langweilig.
Natürlich war es eine tolle Demonstration der Falcons Offense und ein echter Beweis der Qualität der Patriots, aber es wäre schön gewesen, wenn die Packers und die Steelers ein bißchen mehr mitgespielt hätten.
Die Falcons legten einen 7:0 Start hin, den die Packers sofort gekonnt konterten, jedenfalls bis ihr Kicker ein Field Goal erzielen sollte. Doch Mason Crosby versagte aus machbaren 41 Yards.
Der erste Fehlschuß eines Kickers in diesen Playoffs.
Atlanta ging 10:0 in Führung und die Packers konterten sofort mit einem exzellenten Drive. Doch der andere Aaron im Team, Fullback Ripkowski, ließ sich den Ball an der 11 der Falcons aus der Hand schlagen.
Das war es dann mit gekonnten Angriffsserien der Packers von hier an wurden ihnen gnadenlos die Löcher aus dem Käselaib geprügelt.
Atlantas Defense, die in den ersten vier Saisonspielen unterirdisch schlecht war, hat sich enorm verbessert. Sie setzte die Offense Green Bays unaufhörlich unter Druck und ließ nichts zu.
Mit 24:0 für Atlanta ging es in die Pause.
Die Falcons ließen es danach nicht etwa ruhiger angehen, sondern Green Bay kam endlich etwas besser ins Spiel. Doch am Ende reichte es nicht, auch wenn der zweite Durchgang mit 21:20 an die Packers ging.
Unter dem Strich stand somit ein niemals gefährdeter überzeugender 44:21 Erfolg der Falcons.
Die Fans feierten nach dem Spiel noch etwas im Georgia Dome, denn der hat sein letztes Spiel der Falcons erlebt. Nächste Saison geht es in ein funkelnagelneues Stadion.
Als Super Bowl Sieger?
Vielleicht, denn was die Steelers und die Patriots boten, muß den Falcons keine Angst machen.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Aaron Rodgers: 27 von 45 für 287 Yards, 3 Touchdowns, 1 Int.
Matt Ryan: 27 von 38 für 392 Yards, 4 Touchdowns, 0 Int.
Bester Spruch von Packers Head Coach Mike McCarthy in der Pressekonferenz: „Wir sind ein eine Kreissäge gerannt.“

Die Steelers und die Patriots brachten ihre Probleme aus der Divisional Runde mit ins AFC Endspiel.
Während Pittsburgh weiter so schlecht spielte, wie in der Vorwoche, konnten die Patriots sich aber im Verlauf des Spiels verbessern.
Daß die Steelers verschlafen wirkten, lag an einem „Spaßvogel“. Etwa um drei Uhr Nachts wurden die Steelers in ihrem Hotel durch einen (falschen) Feueralarm aus dem Schlaf gerissen. Diese Unsitte greift leider immer weiter um sich. Ein 25 Jahre alter Patriots Fan konnte kurz darauf festgenommen werden.
In den Vorschausendungen fragte man sich, wen die Patriots wohl eher kaltstellen sollten, Wide Receiver Antonio Brown oder Running Back Leveon Bell?
Die Patriots entschieden sich dafür, Brown besser zu bewachen, was insofern gut war, da eine Leistenverletzung Bell früh aus dem Spiel nahm. Danach wirkten die Steelers, die schon konfus gestartet waren, noch ratloser.
Wen auch immer die Steelers besonders bewachen wollten, das wurde nicht klar. Wide Receiver Chris Hogan war es wohl nicht. Den hatte Pittsburgh anscheinend gar nicht auf dem Radar. Wie denn auch, ist er doch ein ehemaliger Lacrossespieler von der Monmouth University.
Hogan bedankte sich dafür mit neun gefangenen Pässen für 180 Yards und 2 Touchdowns.
Die Bilanzen der Quarterbacks in diesem 36:17 Erfolg New Englands:
Ben Roethlisberger: 31 von 47 für 314 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Tom Brady: 32 von 42 für 384 Yards, 3 Touchdowns.
Für das Head Coach Belichick/ Quarterback Brady Duo ist es die siebte Teilnahme am Super Bowl, neuer NFL Rekord.
Für Brady war es der 24. Sieg in einem Playoffspiel, acht mehr als Joe Montana auf Platz zwei. Brady hat jetzt 61 Touchdownpässe in den Playoffs geworfen, 16 mehr als Joe Montana auf Platz zwei.
Die New England Patriots als Team werden im 51. Super Bowl ihr 51. Playoffspiel in der Vereinsgeschichte spielen.
Und der arme NFL Commissioner Roger Goodell muß sich jetzt mit dem Gedanken abfinden, daß das nächste Saisoneröffnungsspiel wieder in New England stattfinden wird. Seit zwei Jahren hat er Spiele der Patriots gemieden, wie der Teufel das Weihwasser, doch den Super Bowl wird er wohl besuchen.
Er wird den Falcons sicher ganz fest die Daumen drücken. Wenn die verlieren, muß Goodell die Trophäe an Patriots Besitzer Robert Kraft übergeben und auf einer Bühne mit Tom Brady stehen.
Alleine das ist es wert, zu den Patriots zu halten.
Doch die Falcons haben gestern bewiesen, daß sie das Zeug haben, den Super Bowl zu gewinnen.
Zwei immens gute Offenses treffen in Houston aufeinander. Und da das Dach dort bei schlechtem Wetter geschlossen sein wird, werden wir puren, lupenreinen Football zu sehen bekommen, der von keinerlei Wettereinflüßen gestört wird.
Lasset die Bälle fliegen!

Der Lazarettreport
Patriots: Tight End Martellus Bennett spielt seit einigen Wochen mit einem gebrochenen Knochen in einem Fußgelenk. Nach der Saison muß er operiert werden.
Safety Nate Ebner, Gehirnerschütterung.

Steelers: Running Back Leveon Bell, Leiste.

Packers: Wide Receiver / Running Back Ty Montgomery, Rippen.
Guard TJ Lang, Fuß.
Safety Micah Hyde, Schulter.
Linebacker Jake Ryan, Schulter.
Safety Kentrell Brice, Schulter

Kurzberichte
Die Buchmacher haben sich bereits festgelegt.
Die Patriots gehen als drei Punkte Favorit in Super Bowl LI.

Ein Countrysänger namens Luke Bryan wird die Nationalhymne singen.

Die Redskins ernannten Greg Manusky zum Defensive Coordinator.
Er war zuvor der Outside Linebacker Coach des Teams.

Sonntag, 22. Januar 2017

Irsay feuerte Grigson... endlich
irsay-jim2Das hat lange gedauert, zu lange, viel zu lange.
Doch gestern war es endlich so weit, Colts Besitzer Jim Irsay (Bild) feuerte General Manager Ryan Grigson. Seit 2012 durfte der an dem Team rumbasteln, ohne es auch nur auf einer einzigen Position zu verstärken, von Quarterback Andrew Luck mal abgesehen, der in der Draft von 2012 ins Team kam.
Irsay betonte, daß Chuck Pagano seinen Job als Head Coach behält, zumindest 2017
Der neue General Manager, der noch gesucht wird, soll vor Allem dafür sorgen, daß Luck geschützt wird. Hauptaugenmerk wird also auf der Verstärkung der O-Line liegen.
Der neue General Manager kann nach der Saison 2017 entscheiden, ob Pagano bleibt, oder ob er gehen muß.
Natürlich hat es Grigsons Nachfolger nicht leicht. Ein Großteil der Summe unter der Gehaltsobergrenze geht an Andrew Luck. Für den Rest noch weitere sehr gute Spieler zu verpflichten wird schwer. Für Almosen wird keiner zu einem so schlechten Team wie die Colts wechseln wollen.
Es kam einem Wunder gleich, daß Irsay Grigson so lange behalten hat. Kaum jemand konnte verstehen, daß der Besitzer dem General Manager erst letztes Jahr eine Vertragsverlängerung gab. Irsay mußte doch auch gesehen haben, was Grigsons Kritiker schon lange sahen, nämlich, daß der es einfach nicht konnte. Es fehlte ihm an einer klaren Vision. Er hatte keine Ahnung davon, wie man einen starken Kader zusammenstellt. Er war Beratungsresistent. Er neigte dazu, mittelmäßige Spieler zu hoch zu bezahlen, meistens alternde Spieler, deren Stern schon lange gesunken war und die nichts mehr drin hatten.
Daß er eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft vergeudete um Running Back Trent Richardson zu holen, und eine weitere um Linebacker Björn Werner einzuberufen, waren zwei unfaßbare Fehler.
Vielleicht wird nicht jeder Spieler der Colts gejubelt haben, als er von Grigsons Entlassung hörte, doch Punter Pat McAfee war hoch erfreut: „Gott sei Dank,“ twitterte er.
Ex Colts Wide Receiver Reggie Wayne twitterte: „Das wurde aber auch Zeit.“

Der Lazarettreport
Die Packers gaben bekannt, daß sie Wide Receiver Max McCaffrey aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader befördert haben. Damit dürfte klar sein, daß wenigstens einer der drei verletzten Receiver, Jordy Nelson, Davante Adams oder Geronimo Allison, nicht wird spielen können. Nelson hat nicht nur gebrochene Rippen, sonder auch noch eine Erkältung. Die grassiert zur Zeit im Team.
Um Platz für McCaffrey im Kader zu machen, setzten die Packers den schon länger verletzten Center JC Tretter auf die Verletztenliste.
Auch hinter Running Back Christine Michael (Rücken), Safety Morgan Burnett (Quadrizeps) und Cornerback Quinten Rollins (Nacken, Gehirnerschütterung) stehen noch Fragezeichen.
Definitiv nicht spielen kann Running Back James Starks, der eine Gehirnerschütterung hat.

Die Falcons listeten mal wieder keinen Spieler als verletzt.

Bei den Steelers werden Linebacker James Harrison, Tight End Ladarius Green und Running Back Fitzgerald Toussaint als fraglich gelistet.

Die Patriots listen Wide Receiver Danny Amendola (Knöchel), Tight End Martellus Bennett (Knie), Running Back Brandon Bolden (Knie), Linebacker Dont'a Hightower (Schulter), Wide Receiver Chris Hogan (Oberschenkel), Wide Receiver Malcolm Mitchell (Knie), Defensive Lineman Jabaal Sheard (Knie) als fraglich.

Samstag, 21. Januar 2017

Kurzberichte
raiders-logoWerden die Raiders sich völlig umkrempeln, wenn sie nach Las Vegas umziehen?
Das soll nicht passieren. Weder die Farben Silber und Schwarz noch das Piratenlogo sollen angetastet werden.
Eine Tageszeitung in Oakland hatte das Gerücht um eine völlige Änderung des Outfits aufgebracht. Doch das waren postfaktische Fake News.

Die Raiders werden also nicht nur ihren Farben und das Logo behalten, sondern sie arbeiten daran auch Defensive End Khalil Mack und Quarterback David Carr zu behalten.
Das wird harte Arbeit für General Manager Reggie McKenzie, denn die beiden werden eine Menge mehr Geld verlangen, nachdem ihre Rookieverträge ausgelaufen sind.
Auf Mack haben die Raiders eine Option bis 2018, doch ihre Option auf Carr läuft nur noch bis 2017. Der Vertragspoker mit ihm wird also bald beginnen.

Mark Gastineau gehörte zu den besten und berühmtesten Spielern der NFL.
Der ehemalige Defensive End der Jets ist heute 60 Jahre alt und leidet an Demenz, Alzheimer und Parkinson. Diese verheerenden Krankheiten schiebt er auf seine 10-jährige aktive Zeit als NFL Spieler.

Natürlich war klar, daß Tight End Travis Kelce eine Strafe erhalten würde, und gestern wurde sie bekannt.
Für seinen Foot-Locker Spruch zu der Leistung von Schiedsrichter Carl Cheffers, und eine weitere Strafe im Spiel der Chiefs gegen die Steelers, muß Kelce insgesamt $21.615 zahlen.

Ravens Linebacker Zach Orr beendet seine Karriere.
Eine schwere Nackenverletzung zwingt den 24-jährigen dazu.

Die Chargers verpflichteten Gus Bradley als Defensive Coordinator.
Der wurde vor Kurzem als Head Coach der Jaguars gefeuert.

Die Vikings ernannten Pat Shurmur zum Offensive Coordinator.
Shurmur übernahm diesen Posten bereits in der abgelaufenen Saison, als Norv Turner plötzlich und unerwartet keine Lust mehr auf den Job hatte und hinschmiß.
Shurmur war schon in St. Louis und Philadelphia Offensive Coordinator, und hatte Sam Bradford als Quarterback.

Die Bills verpflichteten Rick Dennison als Offensive Coordinator.
Der war zuvor Quarterback Coach der Ravens.

Zwei Spieler der Bills, Sammy Watkins und Shaq Lawson, wurden operiert.
Shaq wurde am Knie operiert, Watkins erneut an seinem bereits letztes Jahr operierten Knöchel.

Die NFL gab die genauen Termine für zwei Spiele in London bekannt.
Ravens at Jaguars, 24.9.
Saints at Dolphins, 1.10.

Es ist Championship Zeit
Als ich heute morgen aufgestanden bin, habe ich ganz vorsichtig die Jalousien geöffnet um zu sehen, ob die anderen Häuser noch da waren.
Uff, alles stand noch. Die Erde war nicht untergegangen, obwohl sie das doch sollte, sobald Donald Trump Präsident der USA würde. Immerhin stand es so in der deutschen Lügenpresse.
Aber sehr wahrscheinlich dauert es noch etwas, bis die Erde untergeht. Warten wir es ab.
Tom Brady jedenfalls hat wohl keine Angst vor dem durch Trump ausgelösten Weltuntergang. Der Quarterback der Patriots wünschte Trump am Tag vor der Vereidigung bei einem Telefonat viel Glück. Bei der gestrigen Pressekonferenz wollte Brady nicht näher auf das Telefonat eingehen. „Laßt uns über Football reden, auf Politik habe ich keine Lust,“ sagte Brady den Reportern.
Trump soll auch mit Patriots Head Coach Bill Belichick gesprochen haben. Doch aus ihm war natürlich überhaupt nichts rauszuholen: „Wir haben ein großes Spiel,“ war seine Antwort auf die Frage nach dem Telefonat.
Bei den Patriots läßt man sich nicht von Facebook-Gate oder Amtseinführung ablenken. Man konzentriert sich ausschließlich auf das AFC Championshipspiel.

Auch in Atlanta konzentriert sich jemand, nämlich Matt Ryan. Er weiß um seine eigenen Qualitäten. Aber natürlich weiß er auch um die Qualitäten des gegnerischen Quarterbacks. Aaron Rodgers hat viel Erfahrung in den Playoffs, viel mehr als Ryan.
Zwar gilt Ryan als Führender im Rennen um den MVP der Saison, aber mit dem Endspurt, den Rodgers und die Packers nach ihrer Niederlagenserie hingelegt haben, sitz Ryan auch dort Rodgers im Nacken. Rodgers warf in der Siegesserie der Packers 21 Touchdowns und 1 Interception.
Die Falcons werden ordentlich punkten müssen, da die Packers ordentlich vorlegen werden. Atlanta ist das einzige Team in den Playoffs, das in der Saison über 400 Punkte kassierte.
Green Bay erzielte durchschnittlich 31,3 Punkte pro Spiel, Atlanta 33,8.
Die Saisonbilanzen der beiden Quarterbacks:
Aaron Rodgers: 401 von 610 für 4.428 Yards, 40 Touchdowns, 7 Int., Passerwertung 104,2 Punkte
Matt Ryan: 373 von 534 für 4.944 Yards, 38 Touchdowns, 7 Int., Passerwertung 117,1 Punkte, Bestmarke 2016.
Experten glauben, daß das Spiel dadurch entschieden wird, wer den Ball zuletzt besitzt.
Da das Spiel in einem Dome stattfindet, werden keine Wettereinflüße ein gutes Spiel verhindern. Wir können darauf hoffen, echten, guten, ehrlichen, störungsfreien, offensiven Football zu sehen zu bekommen... mit vielen Punkten.
Doch das ist Ryan egal. „Wenn wir 6:3 gewinnen macht das überhaupt nichts, Hauptsache gewonnen.“

Die Packers werden erst kurz vor Spielbeginn wissen, ob die verletzten Wide Receiver Jordy Nelson, Devante Adams und Geronimo Allison spielen können.
Alle drei sollen heute getestet werden.
Bei seiner Pressekonferenz sagte Quarterback Aaron Rodgers, daß er erkältet wäre, und auch einige Mitspieler triefende Nasen hätten. Ihn selber würde das allerdings nicht vom Einsatz abhalten.

Freitag, 20. Januar 2017

Kurzberichte
brady-tom-5Wenn die Defense Meisterschaften gewinnt, dann sollte man einen Dollar auf die Steelers setzen. Von den vier Mannschaften in den Championshipspielen haben sie die beste Verteidigung. Sie erlauben den Gegnern im Schnitt nur 266 Yards und 14 Punkte pro Spiel. Sie haben 18 Ballverluste erzwungen und 31 Sacks erzielt.
Sie haben zwar nicht mehr die Qualitäten eines Stahlvorhangs, aber eisenhart sind sie bestimmt immer noch.
Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) hat eine Menge Respekt vor Pittsburghs Defense. Er sieht sie als sehr dominant an mit einer verläßlichen Passverteidigung.
Im Spiel in Woche sieben in Pittsburgh hatte er einen Bilanz von 19 aus 26 für 222 Yards und 2 Touchdowns. Doch da spielte auch noch Tight End Rob Gronkowski, der alle vier für ihn bestimmten Pässe fing für 93 Yards und 1 Touchdown.
Nicht daß der Gronk TB12 sehr gefehlt hätte seitdem, aber in so einem wichtigen Spiel, gegen so eine starke Defense, da wäre er denn doch sehr brauchbar.
Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady werden auch ohne Gronk einen Weg finden, die Steelers Defense zu überwinden, davon kann man ausgehen.
Eine Defenseschlacht brauchen wir wohl nicht zu befürchten.

Adrian Peterson sieht sich nach einem neuen Team um. Angeblich sollen die Giants, Buccaneers und Texans an dem Running Back der Vikings interessiert sein.
Aber am Liebsten würde er in Minnesota bleiben, wie er ESPN sagte.
Doch für die Vikings wird dieser enorm nachlassende ehemalige Superstar viel zu teuer. Seit 10 Jahren spielt Peterson in Minnesota. Doch ob er 2017 auch noch dort spielen wird?
Im März würden ihm automatisch $6 Millionen zustehen, wenn er dann noch im Kader der Vikings ist. Etwas viel für einen Spieler, der in den letzten Jahren kaum spielte, weil er verletzt war und weil er wegen Kindesmißhandlung gesperrt war.
In der Saison 2016 lief er 37 mal für 72 Yards. Das dürfte den Verantwortlichen der Vikings nicht reichen.
Wenn es den Giants, Buccaneers oder Texans reicht, bitte schön.

Die Raiders haben die Papiere mit denen sie um den Umzug nach Las Vegas bitten, abgegeben.
Ein Umzug muß von 24 der 32 Teambesitzer genehmigt werden. Das könnte im März passieren.
Mit der Einreichung der Papiere ist der zweite Schritt getan. Der erste war ja, das OK zum Bau eines Stadions in der Stadt der Sünde zu bekommen.

Jets Besitzer Woody Johnson braucht jetzt den Gamepass. Er wurde von gewählten Präsident Donald Trump als Botschafter in Groß Britannien vorgesehen.
Zwar gibt es im Vereinigten Königreich eine gute NFL Berichterstattung im Fernsehen, aber alle Spiele seiner Jets wird er da nicht zu sehen bekommen... die übertragenden Sender zeigen ja bevorzugt die guten Teams.
Wenn Trump heute Abend vereidigt wird, dann wird auch die Ernennung Johnsons offiziell verkündet werden.
Doch natürlich machte diese Ernennung schon länger als Spekulation die Runde. Und einige Jets Fans meinten in den sozialen Netzwerken, daß Johnson die Jets doch bitte mit sich nach London nehmen möge.
Johnson wird der zweite Teambesitzer der NFL, der zum Botschafter ernannt wurde. Steelers Mitbesitzer Dan Rooney war von 2009 bis 2012 Botschafter in Irland.

Der Offizielle, der die Flagge für ein Holding beim Zweipunkteversuch der Chiefs warf, gehört nach Ansicht von Tight End Travis Kelce höchstens als Verkäufer in einen verschiss... Foot Locker.
Die NFL sieht das anscheinend etwas anders. Sie nominierte Carl Cheffers für den Super Bowl und zwar als Hauptschiedsrichter.
So können Meinungen manchmal auseinandergehen.

Der Lazarettreport
Falcons Wide Receiver Julio Jones spielt seine Zehenverletzung herunter. Die würde ihn nicht wirklich behindern oder gar von einem Einsatz gegen die Packers abhalten, sagte er der Presse.

Bei den Steelers fehlten Tight End Ladarius Green und Linebacker James Harrison beim Training.
Green ist im Gehirnerschütterungsprotokoll, Harrison hat Schulter und Trizeps.
Auch Running Back LeVeon Bell fehlte, allerdings aus persönlichen Gründen.
Wer noch ausfallen wird, bleibt abzuwarten, denn unter den Spielern soll es eine Erkältungswelle geben.

Die Patriots schonten Tight End Martellus Bennett, Linebacker Donta Hightower und die Wide Receiver Danny Amendola, Malcolm Mitchell und Chris Hogan wegen kleiner Verletzungen. Sie alle sollten aber einsatzbereit sein.

Colts Quarterback Andrew Luck wurde erfolgreich an der Schulter operiert.
Teambesitzer Irsay sagte, daß Luck zum Saisonstart einsatzbereit sein wird.
Die nächsten drei Monate darf er allerdings keinen Ball werfen und danach darf er nur ganz langsam beginnen, die Schulter zu belasten.

Marcus Mariota ist auf dem Weg der Besserung.
Dem Quarterback der Titans wurde eine Metallplatte in das gebrochene Wadenbein eingesetzt.
Er wird wohl keine Teamaktivitäten verpassen.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Kurzberichte
belichick-bill12In Pittsburgh beantworten Spieler und Trainer Fragen zu Facebook Live, Umkleidegesprächen und Entschuldigungen.
In New England schmettern sie Fragen danach ab. Belichick (Bild), Brady und Co. gehen sie die Sache gewohnt Geschäftsmäßig an. Auf tausend mal gehörte Fragen geben sie tausend mal gegebene Antworten. Quarterback Tom Brady: „Ich weiß nicht, was sie in Pittsburgh machen. Das ist ein großes Spiel. Ich werde rausgehen und versuchen mein bestes zu geben.“
Brady geht in sein 11. Conference Championship Spiel (NFL Rekord) in den letzten 15 Saisons. Da muß es ermüdend sein, ewig den gleichen Schrott zu hören und ewig gleich darauf zu antworten.
So auch sein Head Coach Belichick auf die Frage, was er darüber denkt, daß NFL Commissioner Roger Goodell schon wieder nicht nach New England kommt?: „Ich konzentriere mich auf die Steelers.“
Auf die Frage ob er an den Heimvorteil glaubt hatte er fast eine witzige Antwort: „Ich weiß nicht. Fragen sie Dallas und Kansas City.“

In Pittsburgh hat Wide Receiver Antonio Brown im Buch der 3.333 Entschuldigungen wohl endlich etwas gefunden, das er sagen konnte. Er schrieb einen wunderschönen Entschuldigungsbrief, aus dem unten noch die Tränen tropften. Natürlich muß das Buch der 3.333 Entschuldigungen immer wieder erneuert werden, denn Facebook Live ist ja noch Neuland, und dafür mußte erst ein Kapitel geschrieben werden.
Quarterback Ben Roethlisberger ist die Fragen nach dem Brown Vorfall leid. Er sagte am Mittwoch nur noch, daß er darauf schon am Dienstag geantwortet hätte und daß es jetzt voran gehen müßte. „Ich konzentriere mich auf die Patriots, nicht auf die Vergangenheit,“ sagte er, als hätte er von Brady und Belichick gelernt. Aber Big Ben ist ja auch schon elend lange 13 Jahre im Geschäft und weiß mit der Presse umzugehen.
Vor den Patriots hat er einen Heidenrespekt. Der geht so weit, daß er nach dem Spiel am 23. Oktober gegen New England zu Tom Brady ging und ihn um sein Trikot bat. Roethlisberger konnte an dem Tag wegen einer Knieverletzung nicht spielen. „Die Patriots sind die besten der Welt. Sie sind der Goldstandard, wenn sie so wollen,“ sagte er der Presse. „Wir müssen unser Allerbestes geben. Das ist eine enorme Herausforderung für uns.“
Und es ist nötig. Die Steelers konnten noch nie ein Spiel mit Ben Roethlisberger gegen ein TB12 geführtes Patriots Team im Gillette Stadium gewinnen. 2008 gewannen sie mal dort, da aber war Matt Cassell der Quarterback New Englands.

Steelers Head Coach Mike Tomlin möchte weder von Facebook-Gate noch etwas hören, noch einen Radiosender aus New England.
Den hörte er nämlich lange Zeit in der ersten Halbzeit des letzten Spiels der Steelers (2015) in Foxborough über die Kommunikationsanlage des Teams.
Er betonte, daß es „immer“ diese Probleme mit der Anlage bei Spielen in New England gäbe.
Was Tomlin wohl „vergaß“ zu erwähnen ist, daß auch die Patriots in diesem Spiel Probleme mit der Kommunikationsanlage hatten.
Aber, man kann ja auch mal was vergessen.

Das hätte der alte Georgia Dome sich nicht träumen lassen, daß das letzte Spiel der Falcons in ihm ein NFC Championshipspiel sein würde.
Doch aufgepaßt, der Gegner wird es den Falcons nicht leicht machen. Nach einer vier Spiele dauernden Niederlagenserie kamen die Packers zu einer zur Zeit noch anhaltenden Siegesserie von acht Spielen. Nach den vier Niederlagen in Folge gaben die Packers nicht auf. Sie waren und sind von Verletzungssorgen geplagt, doch hinter Superstar Aaron Rodgers schafften sie es, sich bis kurz vor den Super Bowl zu kämpfen. Am Sonntag könnten ihnen die beiden Top Receiver Jordy Nelson (Rippen) und Davante Adams (Knöchel) fehlen. Beide sind so schwer verletzt, daß ein Einsatz kaum möglich ist.
Bei den Falcons wird Wide Receiver Julio Jones geschont. Er trainierte am Mittwoch nicht mit dem Team, nachdem sich eine Zehenverletzung aus der Saison im Divisional Playoffspiel wieder verschlimmerte.

Uff das war knapp. Beinahe hätten die Jaguars Chip Kelly als Offensive Coordinator engagiert. Doch kurz vor dem katastrophalen Fehler hatten sie einen Geistesblitz. Sie gaben dann doch lieber Nathaniel Hackett den Job. Der hatte gegen Ende der letzten Saison Offensive Coordinator Greg Olsen ersetzt, der gefeuert wurde.

Nachdem sich Seahawks Cornerback DeShawn Shead gegen die Falcons einen Kreuzbandriss zuzog, holte man einen Ersatz.
Da nicht feststeht, ob Shead zum Saisonstart 2017 einsatzbereit ist, verpflichteten sie den ehemaligen Titans Cornerback Perrish Cox. Der wurde im November in Tennessee gefeuert.

Die Cowboys und die Chiefs werden die Trainerstäbe für die Pro Bowl Teams stellen.
Dieses bedeutungsloseste aller Footballspiele wird in der Nacht vom 29. auf den 30. Januar um zwei Uhr unserer Zeit in Orlando, Florida, stattfinden.

Die Texans wollen keinen neuen Offensive Coordinator einstellen.
Head Coach Bill O`Brien will die offensiven Spielzüge selber ansagen.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Facebook-Gate
brown-antonioSteelers Head Coach Mike Tomlin nannte seinen Wide Receiver Antonio Brown (Bild) idiotisch und selbstsüchtig.
Brown hatte ein Video Live ins Internet gestreamt, als Tomlin nach dem glücklichen Sieg über Kansas City seine Kabinenansprache hielt. Dabei fielen in Richtung New England, dem nächsten Gegner, einige nicht druckreife Worte. Und diese wurden dank der Aktion des Wide Receivers live in die Welt hinaus gesendet. Zwar ist der Head Coach in dem Video nicht zu sehen, aber man hört ihn deutlich.
In seiner Pressekonferenz ließ Tomlin seinem ehrlichen Ärger über Brown freien Lauf: „Ich will jetzt rundheraus ehrlich sein. Es war idiotisch von ihm, das zu tun. Es war selbstsüchtig von ihm, das zu tun, und es war rücksichtslos von ihm, das zu tun,“ sagte der Head Coach. „Solche Sachen sorgen oft dafür, daß großartige Spieler von Team zu Team wechseln.“ Dieser Spruch löste dann einige Ohs und Ahs aus.
Brown entschuldigte sich mittlerweile für diese idiotische, selbstsüchtige Aktion.
Bei den Pressekonferenzen der Patriots kann man nun damit rechnen, daß Belichick und seine Spieler tausend mal gefragt werden, wie sie sich denn so fühlen, daß sie von Mike Tomlin als Arschlöcher bezeichnet wurden.
OK, die Antwort von Belichick wird man nur wieder verstehen, wenn man den Ton des Fernsehers voll aufdreht, weil er sie wieder nur so vor sich hin murmeln wird, aber einige Spieler werden da schon verständliche Antworten parat haben.
Die Medien werden Brown danken, dafür, daß er so idiotisch und selbstsüchtig war. Sie haben jetzt einen Aufhänger.
Und Brown kann damit rechnen, daß er für diese nach den Regeln der NFL verbotene Aktion eine Zahlungsaufforderung der Liga bekommt.

Kurzberichte
Wenn Kyle Shanahan den Job will, und sich beide Seiten einig werden, dann könnte der momentane Offensive Coordinator der Falcons der neue Head Coach der 49ers werden.
Die 49ers haben für nächste Woche ein zweites Sondierungsgespräch mit Shanahan verabredet.
Die 49ers waren auch noch an Tom Cable dran, aber der Offensive Line Coach der Seahawks möchte doch lieber in Seattle bleiben.
Die 49ers sind das letzte Team, das noch ohne Head Coach dasteht.

Sein Name wird nie im gleichen Atemzug mit Tom Brady, Ben Roethlisberger, Aaron Rodgers oder Matt Ryan genannt werden.
Auch wenn er zweifelsohne geniale Momente hatte, erinnert man sich bei Cowboys Quarterback Tony Romo, wenn überhaupt, an die vielen Interceptions in der Redzone. Man muß ihm ein gewisses Talent zugestehen, aber das blitzte nicht oft genug auf. In der vergangenen Saison wurde er von Dak Prescott auf Seite gedrängt.
Wie geht es weiter mit dem momentan teuersten Ersatz- Quarterback der NFL?
Wo wird Tony Romo landen?
Wird er gar in Dallas bleiben und eine Quarterback- Kontroverse auslösen?
Teambesitzer Jerry Jones sagte, daß er fest daran glaubt, daß Romo eines Tages in einem Super Bowl spielen wird. Er ließ aber offen, für welches Team. Dabei hat Romo noch drei Jahre in dem Wahnsinnsvertrag, den Jones ihm gab.
2017 zählt sein Gehalt mit $24,7 Millionen zur Gehaltsobergrenze. Viel zu viel für einen Quarterback wie Romo, und erst recht viel zu viel für einen Ersatz- Quarterback. Für das Gehalt wird er nicht in Dallas bleiben können. Die Zukunft für Tony Romo ist ungewiß und mit 36 Jahren läuft seine Zeit in der NFL eh schon gnadenlos ab.

Atlanta oder New England?
Für Roger Goodell ist das keine Frage. In New England traut der Feigling sich immer noch nicht ins Stadion.
Also wird der Chef der Liga sich das Spiel in Atlanta ansehen. Seit er Patriots Quarterback Tom Brady 2014 wegen der schwachsinnigen Deflategate Affäre suspendiert hat, hat er sich nicht mehr nach New England getraut. Selbst dem Saisoneröffnungsspiel der Patriots nach deren Sieg in Super Bowl 49, einem Pflichttermin für den Chef der Liga, ist er aus fadenscheinigen Gründen ferngeblieben.

Philip Rivers wird nicht darum bitten, zu einem anderen Team wechseln zu dürfen.
Was würde es ihm auch bringen, seine Familie müßte ja auch dann den gewohnten Lebensraum in San Diego verlassen.
Nach der Saison 2015 sagte der Quarterback der Chargers noch, daß er seine Karriere beenden würde, wenn das Team umzieht. Das scheint aber gänzlich vom Tisch zu sein.
Rivers zieht mit den Chargers nach L.A. um.
Wer hilft den Chargers beim Umzug?
Auf keinen Fall die in San Diego ortsansässigen Umzugsunternehmen. Die haben unisono entschlossen und öffentlich mitgeteilt, daß sie dem Team nicht beim Umzug helfen werden.
Als ob es in Los Angeles keine Umzugsunternehmen gäbe, die gerne Geld verdienen wollen.
Ein kraftvolles Statement, aber ein unternehmerischer Unsinn.

Der neue Head Coach der Los Angeles Chargers, Anthoy Lynn, leistete sich sofort bei seinem ersten Auftritt als neuer Head Coach der Los Angeles Chargers den Fauxpas, sich als neuer Head Coach der San Diego Chargers vorzustellen.
Dabei fand die Pressekonferenz im Großraum von Los Angeles statt.
Aber man kann sich ja mal vertun. Wie oft muß ich aufpassen, daß ich Andrew Luck schreiben, wenn ich den Quarterback der Colts meine, und nicht Oliver Luck.
Lynn gab im Verlauf der Konferenz bekannt, daß Ken Whisenhunt als Offensive Coordinator der Chargers im Trainerstab bleibt.

Martavis Bryant hat darum gebeten, wieder in die NFL aufgenommen zu werden.
Der Wide Receiver der Steelers ist zur Zeit wegen mehrerer Vorstößen gegen die Drogenpolitik der Liga auf unbestimmte Zeit suspendiert.
Ob und wie die Liga auf den Antrag reagiert, bleibt abzuwarten.

Dienstag, 17. Januar 2017

Die NFL 2016 - Divisional Playoffs - Das Nachbeben
prescott-dak5Der Rookie Quarterback aus der vierten Runde der Draft zeigte seinen teuren Rookie-Kollegen aus Los Angeles und Philadelphia, wie man das macht. Er führte „America`s Team“ in die Playoffs und hatte auch da ein Rekord-Spiel.
Allerdings geht so was gerne unter, wenn man zum Team des Verlierers gehört. Dennoch sollte man diesen Rekord erwähnen. Dak Prescott (Bild) wurde der erste Quarterback in der Super Bowl Ära, der als Rookie in einem Playoffspiel drei Touchdowns warf.
Kleine Gemeinheit am Rande: Tony Romo hat noch nie in einem Playoffspiel drei Touchdowns geworfen und das bei sechs Starts. Auch über 300 Passyards hat Romo noch nie in einem Playoffspiel erzielt. Prescott hatte 302.
Und doch wird der Frischling kritisiert. Auch Head Coach Jason Garrett steht schwer in der Kritik für einen Spike, den man in der Situation, in der er ausgeführt wurde, halt immer wieder mal spielt.
Es waren noch 48 Sekunden auf der Uhr, als Prescott den Ball an der 40 der der Packers zu Boden warf. Aber Dallas hatte noch eine Auszeit. Da wäre noch ein Lauf oder Paß, sogar über die Mitte, möglich gewesen. Doch Garrett hatte den Spike angeordnet. Dafür, daß Prescott ihn ausführte, den Rookie zu kritisieren, ist unfair. Und Garrett?
Ihn kann man dafür natürlich kritisieren. Packers Quarterback Aaron Rodgers so viel Zeit zu lassen, ist sträflich. Und das weiß Garrett jetzt auch.
Manchal lernt man auf die harte Tour.

In Kansas City kochten die Gemüter hoch, über ein „angebliches“ Holding, das den Zweipunkteversuch der Chiefs am Ende des Spiels auswischte. Jedenfalls war es für den emotionell leicht erregbaren Tight End Travis Kelce ein angebliches Halten. Das ließ Kelce nach dem Spiel auch die Schiedsrichter wissen. Der Offizielle, der die Flagge dafür warf, gehört nach Ansicht des Tight Ends höchstens als Verkäufer in einen verschiss... Foot Locker.
So weit würde Head Coach Andy Reid nicht gehen, auch weil er keine Zahlungsaufforderung von der NFL bekommen möchte. Dennoch betonte der Head Coach, daß er diese Strafe wohl nicht gegeben hätte.
Doch wenn man sich die Szene ansieht, dann sieht man deutlich, daß dem Schiedsrichter gar nichts anders übrig blieb, als das Holding zu ahnden.

Die Steelers gewannen das Playoffspiel ohne einen Touchdown. In einem unschönen Spiel gewannen sie durch sechs Field Goals. Das gab so ähnlich es aber auch vorher schon.
Sechs Playoffspiele wurden jetzt ohne einen Touchdown gewonnen.
2006 gewannen die Colts in einem „Thriller“ 15:6 gegen die Ravens.
1990 gewannen die Giants 15:13 gegen die 49ers.
1979 gab es einen „Klassiker“ den die Rams mit 9:0 gegen Tampa Bay gewannen.
1970 war es noch grausamen, als die Cowboys die Lions mit 5:0 besiegten.
1950 gewannen die Browns 8:3 gegen die Giants.

Wäre ich Head Coach der Steelers, würde ich Antonio Brown eine harte, wirklich harte, Geldstrafe aufbrummen.
Der Wide Receiver der Steelers schickte einen Facebook Livestream ins Netz, als Mike Tomlin eine Ansprache in der Kabine des Teams nach dem glücklichen Sieg über die Chiefs hielt.
Dabei bezeichnete er die Patriots als Ars...er, die man f...n muß. Und das wurde live von Brown in die Welt übertragen.
Da bleibt einem nur zu sagen: Schei... Facebook.“

Die Einschaltquoten waren gigantisch.
Die NFL erzielte mit den Sonntagsspielen monstermäßige Quoten. Der Klassiker der Packers gegen die Cowboys zog über 40 Millionen Zuschauer vor die Glotze. FOX, das das Spiel übertrug, sagte, daß dieses Spiel neue Maßstäbe gesetzt hat.
Auch das zum Sunday Night Football Spiel gewordene Pittsburgh - Kansas City Spiel auf NBC zog die Massen an, wenn auch nicht so viele, wie das FOX Spiel vorher. 21,9% der Fernseher in den USA waren auf dieses Spiel eingeschaltet und sorgten für einen neuen Rekord für ein Playoffspiel in der Hauptsendezeit.
Bei FOX hatte man übrigens auf einen Sieg der Cowboys gehofft, da dieses Team immer noch der Top-Garant für Einschaltquoten ist.
Ein Super Bowl LI zwischen den Patriots und den Cowboys hätte Einschaltquoten generiert, die für ein zweites Universum gereicht hätten... dachte man bei FOX.

Was erwartet uns in den Championshipspielen?
Tom Brady
Ben Roethlisberger
Aaron Rodgers
Matt Ryan
Noch Fragen?
Ja, haben die Teams sich in der Saison schon mal getroffen?
Ja, haben sie.
New England gewann am 23. 10. 27:16 in Pittsburgh. Damals fehlte Big Ben nach einer Knieoperation.
Am 30. 10. gewannen die Falcons Zuhause 33:32 gegen Green Bay. Das war, als die Packers Offense und Aaron Rodgers noch völlig von der Rolle waren.

Kurzberichte
Keine Texaner, kein Interesse?
Es sieht so aus!
Super Bowl LI findet in Houston statt. Und nachdem die Texans und die Cowboys den Super Bowl abschreiben mußten, fielen die Preise auf dem zweiten Ticketmarkt für die Eintrittskarten um 25%.
Das billigste Ticket kostete statt $3.700 etwa $1.000 weniger.
Der durchschnittliche Preis für eine Karte fiel von $6.109 auf $4.603.
Aber wenn die Teilnehmer nächste Woche feststehen, werden Nachfragen aus diesen Städten die Preise wieder anziehen lassen.

Chip Kelly könnte in der NFL bleiben.
Der bei den Eagles und 49ers als Head Coach gescheiterte Kelly könnte als Offensive Coordinator zu den Jaguars gehen.
Zurück in die Riege der Collegetrainer möchte er nicht mehr, wie er stets betont.
Gerüchte sagen, daß Kelly sogar als Head Coach der Jaguars im Gespräch war. Doch dann entschied man sich in Jacksonville für Doug Marrone.

Josh McDaniels sagte, daß man seinen Namen von der Liste der möglichen Head Coaches für die 49ers streichen kann. Der Offensive Coordinator der Patriots möchte nicht wechseln.
Das macht den Weg frei für Falcons Offensive Coordinator Kyle Shanahan.

Die Texans und Offensive Coordinator George Godsey haben sich einvernehmlich getrennt.

Auf Seahawks Head Coach Pete Carroll könnte eine Strafe zukommen.
Er hatte seinen Cornerback Richard Sherman seit Dezember nicht auf dem Verletzungsbogen aufgeführt, obwohl er wußte, daß Sherman eine Kreuzbandverletzung hatte.
Die Verletzung muß nicht operiert werden, sondern kann ausheilen, wenn das betroffene Knie Ruhe hat. Dennoch hätte diese Verletzung in den Verletztenreport gehört.
Auch das Team könnte dafür zur Kasse gebeten werden. 2008 mußten die Jets $125.000 zahlen, weil sie eine Armverletzung von Quarterback Brett Favre nicht meldeten.

Die Jets gaben Brian Winters eine Vertragsverlängerung.
Der Guard erhält für weitere vier Jahre $8 Millionen pro Saison.

Cowboys Tight End Jason Witten hat bereits 14 NFL Saisons auf dem Buckel.
Doch ans Aufhören denkt er (Gott sei Dank) noch nicht.
Auf die Frage, ob er in den Ruhestand tritt, sagte er: „Nein. Daran habe ich noch nicht gedacht.“

Montag, 16. Januar 2017

Die NFL 2016 - Divisional Playoffs - Der Sonntag
rodgers-aaron-xx3Dallas hatte eine phantastische Saison. Am Ende des ersten Playoffspiels dieser von den Star-Rookies Dak Prescott und Ezekiel Elliott angeführten jungen Truppe fehlte nicht viel zum Sieg. Doch auf der anderen Seite des Balles stand ein Quarterback Aaron Rodgers (Bild), der so heiß war, daß man ein Steak auf ihm hätte braten können, zumindest in der ersten Halbzeit. Die gewannen die Packers enorm locker und abgebrüht mit 21:3.
Dallas spielte wie der Neuling in den Playoffs, der sie ja waren. Prescott war so ungenau, daß Troy Aikman schon spekulierte, wann Head Coach Jason Garrett Tony Romo bringt?
Das sah in Durchgang zwei anders aus. Dallas besann sich auf seine Qualitäten und sein Können und kämpfte sich heran.
Über das letzte Viertel könnte man dann ein Buch schreiben, hier allerdings kommt nur die Kurzfassung.
Mit 28:13 für Green Bay ging es in eines der besten vierten Viertels, die es jemals gegeben hat. Quarterback Dak Prescott spielte auf dem selben hohen Niveau, wie bisher Aaron Rodgers. Die Defense der Cowboys gewann leicht die Oberhand über die Packers Offense und konnte Rodgers dreimal sacken.
Doch Rodgers schüttelte diese Attacken ab, und seine Receiver fingen Pässe, die man nicht für Möglich gehalten hätte. So wie Tight End Jared Cook in einer Szene, in der er gerade noch beide Zehenspitzen im Feld hatte, als er den Ball fing.
Der absolute Wahnsinn!
Aber knapp vier Minuten vor Spielende brachte ein Paß von Prescott über sieben Yards zu Dez Bryant Dallas auf 28:26 heran. Zwei Punkte mußten her. Die erzielte Prescott selber mit einem Lauf. 28:28
Drinnen tobte das Stadion, draußen ein Tornado. Dazu später mehr.
Doch es ging weiter. Green Bay kam zu einem Field Goal von Mason Crosby aus 56 Yards und ließ Dallas nur noch 93 Sekunden auf der Uhr. Doch Dak Prescott paßte seinerseits Dallas noch mal in Field Goal Reichweite. Aus 52 Yards traf Dan Bailey zum erneuten Ausgleich, zum 31:31. Die Verlängerung war wohl unausweichlich, denn Green Bay hatte nur noch 35 Sekunden Zeit bei zwei Auszeiten.
Und das reichte den Packers. Rodgers stand zwar unter Druck und wurde auch einmal gesackt, aber er paßte seine Offense in Field Goal Reichweite. Drei Sekunden auf der Uhr, 51 Yards, Mason Crosby traf. 34:31, keine Verlängerung.
Die aber hätte den Spielern und Zuschauern gar nicht mal so schlecht getan, denn sie durften das Stadion erst eine Stunde nach dem Spielende verlassen, weil draußen ein Tornado über Nord Texas hinwegzog.
Dallas hat im ersten Jahr mit seinen Super-Rookies hervorragendes geleistet. Hätten sie in der ersten Halbzeit nicht wie das Kaninchen vor der Schlange gestanden, sondern ihren Stiefel runtergespielt, hätten sie das Spiel gewinnen können, sollen, müssen.
So aber gibt es jetzt das Spiel der beiden High Power Offenses Green Bay at Atlanta. Kickoff am Sonntag um 21:05 Uhr unserer Zeit.
Und die Bilanzen der beiden Quarterbacks gestern?
Dak Prescott: 24 von 38 für 302 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception
Aaron Rodgers: 28 von 43 für 356 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.

In Kansas City spielte Chris Boswell gegen die Chiefs. Der Kicker der Steelers bekam dabei etwas Unterstützung von seinen Teamkollegen, aber ohne ihn hätten die mies ausgesehen. Die Offense schaffte es zumindest, den Ball sechs mal so weit nach vorne zu bewegen, daß Boswell in Schußweite kam. Dadurch besiegte er Kansas City durch Field Goals aus 22, 38, 36, 45, 43 und 43 Yards.
Zwar erzielten die Chiefs zwei Touchdowns und ein Field Goal, aber am Ende hieß es Boswell 18, KC 16.
Am Ende des Spiels wurde es fast so spannend, wie im Spiel zuvor in Dallas.
Kansas City kam 2:34 Minuten vor Spielende durch einen Touchdown von Running Back Spencer Ware auf zwei Punkte an die Pittsburgh Boswells heran. Ein Zweipunkteversuch würde den Ausgleich bringen. Chiefs Quarterback Alex Smith paßte zu Demetrius Harris, der den Ball sichern konnte... aber Left Tackle Eric Fisher hatte James Harrison gehalten und der Versuch mußte wiederholt werden, 10 Yards weiter hinten natürlich. Smith paßte in Richtung Jeremy Maclin, doch ein Verteidiger schlug den Ball zu Boden.
Die Steelers schafften es daraufhin, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen.
Weder die Patriots am Samstag, noch die Steelers gestern konnten überzeugen. Das könnte ein enges Spiel nächsten Sonntag werden. Es ist das zweite Spiel des Abends.

Der Lazarettreport
Falcons: Defensive End Adrian Clayborn, gerissener Bizeps, auf der Zielgeraden Saison beendet.

Packers: Safety Morgan Burnett, Quadrizeps, Ausfallzeit unbekannt.

Cowboys: Linebacker Damien Wilson, Knöchel
Cornerback Morris Claiborne, Rippen.

 

 

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