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Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Freitag, 26. Mai 2017

Kurzberichte
cruz-victor3Victor Cruz (Bild) gehört zu den fangsicheren Wide Receivern der NFL. Doch die Giants trennten sich nach der letzten Saison von ihm.
In einem Radiointerview meinte Cruz in dieser Woche, daß aus der Chefetage des Teams die Order gekommen wäre, ihn nicht mehr so oft anzuspielen, damit man sich leichter von ihm trennen könnte.
Den Fans hätte man so vermitteln können, daß man sich von einem Receiver trennt, der nicht sehr produktiv war. Hätte er mehr Pässe für mehr Yards gefangen, wäre das schwieriger geworden, da Cruz zu den Fanlieblingen der Giants gehörte.
Der Wide Receiver hatte vor 2016 nahezu zwei komplette Saisons wegen diverser Verletzungen verpaßt. 2016 fing er nur 39 Pässe für 586 Yards und 1 Touchdown.
Giants Head Coach Ben McAdoo sagte, daß diese Anschuldigung jeglicher Grundlage entbehre.
Wie auch immer, Cruz kann 2017 beweisen, ob er Opfer einer Verschwörung gegen ihn war, oder ob er einer Verschwörungstheorie huldigt. Die Bears gaben ihm einen Einjahresvertrag. Cruz dürfte der erfahrenste Receiver sein, die die Bears momentan im Kader haben.

 

Die Minnesota Vikings haben von ihren 11 eiberufenen Spielern aus der letzten Draft erst zwei verpflichtet.
Grund dafür könnten Verträge sein, die laut Spielergewerkschaft nicht erlaubte Klauseln enthalten. Die NFLPA nennt diese Klauseln „bad Language“ und geht dagegen vor.
Bei den beanstandeten Klauseln geht es z.B. um verbotene Strafzahlungen der Rookies, wenn sie dem Training fernbleiben und anderes.
Die NFLPA hat der NFL einige dieser Verträge zugeschickt, damit dort genau geprüft wird, ob sie gegen den laufenden Tarifvertrag verstoßen.
Fakt ist, daß die Verträge der Vikings sich kaum von denen anderer Teams unterscheiden, und daß das Team die nun beanstandeten Klauseln schon seit Jahren benutzt.

Cornerback Justin Gilbert ist zur Zeit ohne Team.
Sollte er eins finden, dann wäre er für die ersten vier Spiele suspendiert, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde.

Der Lazarettreport
Ryan Tannehill, Quarterback, Miami, Knie.
Er hatte sich ein Kreuzband angerissen und verpaßte die drei letzten Saisonspiele und das Wild Card Spiel gegen Pittsburgh.
Jetzt wäre alles überstanden und sein Knie wieder 100% belastbar, sagte er nach seinem ersten Einsatz bei Miamis OTAs.

Luke Kuechly, Linebacker, Carolina, Gehirnerschütterung
Er verpaßte die letzten sechs Spiele der Panthers. Doch das, so sagte er, würde nichts an seinem Spielstil ändern.
An den OTAs darf er noch nicht teilnehmen, da er immer noch im Gehirnerschütterungsprotokoll ist und keine Freigabe hat.

Danny Woodhead, Running Back, Baltimore, Knie
Er darf nach seinem Kreuzbandriss ab sofort mit dem Team trainieren. Die Ravens wollen ihn aber zunächst schonen.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Kurzberichte
Johnson-CalvinDie Lions sind erstaunt und beunruhigt darüber, daß Calvin Johnson (Bild) unglücklich ist.
Der langgediente Wide Receiver der Lions sagte letztens in einem Interview, daß er es gar nicht nett fand, wie er vom Team behandelt wurde, als er in den wohlverdienten Ruhestand trat.
Head Coach Jim Caldwell sagte nun, daß vom Kopf der Organisation, bis in die Ränge der Assistenztrainer Kopfschütteln ausgelöst wurde, über das, was Megatron gesagt hatte. Der fand es gar nicht gut, daß die Lions von ihm verlangten, seinen Anteil des Unterschriftsbonus von $320.000 zurückzuzahlen. In Johnsons Augen war das eine Respektlosigkeit seiner Person gegenüber. „Ich fühlte mich nicht, als wäre ich so behandelt worden, wie ich es verdient hatte“, meinte er dazu.
Diese Bemerkung löst bei den Verantwortlichen von Teambesitzerin Martha Ford über den Teampräsidenten und den General Manager bis hin zu Caldwell Unruhe aus.
Ein langjähriges Mitglied der Lions Familie behauptete, ungerecht behandelt worden zu sein und sich unglücklich zu fühlen, das geht ja gar nicht.
Head Coach Caldwell will nun versuchen, mit Johnson zu sprechen, um die Situation zu bereinigen.
Und ganz ehrlich, für einen Verein wie die Lions sind die dreihunderttausend Dollar nun wirklich Peanuts. Die hätte man einem Spieler, der mit gebrochenen Fingern und vielen anderen Blessuren gespielt hat, ruhig lassen können.
Mal sehen, was Caldwell da noch kitten kann?

Brock Osweiler ist felsenfest davon überzeugt, daß er gut genug ist, der Starter der Browns zu werden.
Und in Ermangelung eines wirklich guten Quarterbacks, könnte er damit sogar recht haben.
Head Coach Hue Jackson sagte zwar, daß für ihn Cody Kessler die Nr. 1 ist, aber den könnte Osweiler von seinem Platz verdrängen.
Kessler ist in seinem zweiten Jahr bei den Browns und hatte letztes Jahr einige Einsätze. Die waren nicht so überzeugend. Selbst ein Brock Osweiler, der in Houston überhaupt nichts positives zeigte, könnte ihm den Nr. 1 Posten abnehmen.
Doch Osweiler weiß, daß er seinen Head Coach in der Vorbereitungszeit davon überzeugen muß, daß er die bessere Wahl wäre. Er wäre nicht nach Cleveland gekommen, um dort den Ersatzmann zu spielen. „Ich will absolut spielen, wenn das nicht so wäre, hätte ich den falschen Job“, meinte Osweiler. Auf dem Platz müßte er nun beweisen, daß er den Starterposten verdient.
Bei einem Interview am Mittwoch ließ er Fragen danach, was denn bei den Texans so schief lief, unbeantwortet. Lieber redete er weiter von den Möglichkeiten, die sich ihm nun in Cleveland böten.
Und wir werden dann ja sehen, ob er sie nutzen konnte.

Als General Manager der Broncos heuert und feuert John Elway Spieler und Trainer. Doch jetzt steht für ihn selber eine Vertragsverlängerung an.
Er geht in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags und hofft, daß er einen neuen Vertrag noch vor Saisonbeginn unterschreiben kann.
Teampräsident Joe Ellis hatte gehofft, daß er Elways Unterschrift schon Anfang des Jahres hätte bekommen können, aber der General Manager zögerte noch.
Doch Elway möchte gar nicht woanders hin wechseln. „Die Broncos werden immer meine Heimat sein“, sagte er.

Eine kleine Verletztenübersicht.
Teddy Bridgewater, Quarterback Minnesota, Knie. Am 30. August ist es ein Jahr her, daß er sich verletzte.
Er hat noch keine Erlaubnis, am Training teilnehmen zu dürfen.
General Manager Spielman sagte, daß es noch nicht klar wäre, ob der Quarterback bis zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit wäre.

Marcus Mariota, Quarterback, Tennessee, gebrochenes Bein. Er verletzte sich im vorletzten Saisonspiel.
An den ersten Trainingseinheiten des Teams am Dienstag konnte er uneingeschränkt teilnehmen. Aber er wird natürlich noch geschont werden im weiteren Verlauf der Vorbereitungsphase.

Derek Carr, Quarterback, Oakland, gebrochenes Bein. Er verletzte sich im vorletzten Saisonspiel.
Er hat bereits an allen Trainingseinheiten teilnehmen können. Sein Bein scheint gut verheilt zu sein. Auch er wird noch geschont werden.

Donald Penn geht es schlecht, wenn er an Derek Carrs Verletzung denkt. Der Left Tackle rutschte beim Spiel gegen die Colts aus, als er hätte Defensive End Trent Cole aufhalten sollen. Cole erwischte Carr und zwar sehr unglücklich, wie man ja weiß.
„Ich hätte Cole festhalten und mit mir zu Boden reißen sollen“, meinte Penn. „Ich werde mir den Hintern aufreißen, damit so etwas nicht mehr passiert“, fuhr er fort.
Nachher ist man immer schlauer. Natürlich wäre eine Holding Strafe in diesem Fall besser gewesen, aber es kam halt anders. Dadurch gingen die Super Bowl Hoffnungen des Teams und die MVP Hoffnungen Carrs den Bach runter, aber wer konnte das in diesem Bruchteil einer Sekunde ahnen?

Mittwoch, 24. Mai 2017

Neue Regeln braucht die Liga...
goodell2017...und das jedes Jahr, damit es ja nicht langweilig wird.
So kommen auch 2017 wieder modifizierte und neue Regeln auf uns zu.
In der Schwebe war ja noch die Verlängerung. Die sollte von 15 auf 10 Minuten verkürzt werden. Der Vorschlag wurde angenommen. 

Angenommen wurde auch ein Vorschlag von Commissioner Goodell (Bild) selber, die Jubelarien nach einem Touchdown betreffend.
Choreografierter Jubel war verboten, Gruppenjubel war verboten, den Ball zum Jubeln benutzen war verboten. Der Verbote waren viele, keiner blickte mehr durch.
Spieler, Trainer und vor allem die Fans, hatten die Nase voll vom Spaß mit Flaggen in der Endzone, wenn mal wieder nicht den Regeln entsprechend gejubelt wurde. Und tatsächlich, Goodell hörte die Beschwerden und sah sich an, ob er nicht doch zu viel Blödsinn ersonnen hatte, um den Fans, Trainern und vor allem den Spielern, den Spaß am Jubel zu nehmen. Und er reagierte.
Auch jetzt wird man nicht direkt durchblicken können, aber all die bisher geltenden Verbote wurden zumindest gelockert.

Ein Schnitt in der Vorbereitungsphase fällt weg.
Bisher mußten die Kader der Spieler zunächst von 90 auf 75 Spieler reduziert werden, und zwar zwischen Woche drei und vier der Vorbereitungsspiele.
Jetzt müssen erst nach dem letzten Testspiel die Kader gekürzt werden, dann direkt auf die 53 Mann, mit denen man in die Saison geht.
37 Spieler auf einmal vor die Tür zu setzen wird nicht leicht für die Head Coaches. Und die General Manager werden sich sputen müssen, um unter den gefeuerten Spielern den ein oder anderen zu finden, der noch in ihr Team passen könnte.

Die Teambesitzer stimmten der Regel zu, daß ein zweiter Spieler während der laufenden Saison von der Verletztenliste wieder aktiviert werden darf.

Die Mediziner werden demnächst nicht mehr unter Beobachtung stehen, wenn sie einen verletzten Spieler am Spielfeldrand untersuchen.
An jeder Seitenauslinie werden Zelte aufgestellt, in denen die Untersuchungen und Behandlungen stattfinden können, ohne daß 60.000 im Stadion und einige Millionen an den Fernsehgeräten zusehen.

Kurzberichte
Der Super Bowl in Los Angeles wurde um ein Jahr verschoben.
Da das Stadion in Inglewood erst 2020 fertig wird, und nicht schon 2019, wird der Super Bowl, der der Stadt zugesagt wurde, nicht nach der Saison 2020 in LA stattfinden, sondern erst nach der Saison 2021. Das wäre dann Super Bowl LVI.
Super Bowl LV wird in Tampa Bay stattfinden, der Stadt, die bei der Wahl für diesen Super Bowl hinter Los Angeles auf Platz zwei landete.
Die Bauarbeiten am neuen Footballtempel in Inglewood verzögern sich, weil sie wegen rekordverdächtiger Regenfälle längere Zeit unterbrochen werden mußten. Und bei der NFL gibt es die Regel, daß ein Super Bowl nicht nach der ersten Saison in einem neugebauten Stadion stattfinden darf.

Rashad Jennings spielte in den letzten drei Jahren bei den Giants.
Zur Zeit ist der Running Back ohne Team, doch rumgesessen hat er nicht.
Jennings wurde der vierte NFL Spieler, der die amerikanische Ausgabe von Dancing with the Stars gewinnen konnte.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. erschien nicht zum ersten Tag der OTAs. Noch sind diese Offseason Training Activities freiwillig. Deshalb erscheinen Spieler oft nicht zu diesen Terminen.
Beckham jr. war wohl mehr nach feiern zumute. Er hatte gerade erst den wohl besten Schuh-Werbevertrag eines NFL Spielers unterschrieben. Adidas und Nike buhlten um den Giants Wide Receiver. Nike bekam den Zuschlag. Die Firma wird Beckham in den nächsten fünf Jahren $29 Millionen zahlen.
Als Spieler der Giants muß er 2017 für magere $1,839 Millionen auflaufen.

Rob Gronkowskis Gehalt für 2017 könnte von $5,25 Millionen auf $10,75 Millionen steigen. Doch dafür müßte der Tight End der Patriots einige Hürden überspringen.
Sein Gehalt steigt auf $6,75 Millionen, wenn er entweder 70% der möglichen Zeit spielt, 60 Pässe fängt, 800 Yards erzielt oder 10 Touchdowns.
7,75 Millionen sind drin, wenn der Gronk 80% der Zeit spielt, 70 Pässe fängt, 1.000 Yards erzielt oder 12 Touchdowns erzielt.
Auf $10,75 Millionen kann er es bringen, wenn er entweder 90% der Zeit spielen kann, 80 Pässe fängt, 1.200 Yards erzielt oder zum All-Pro gewählt wird.
Gronkowski gehört zu den verletzungsanfälligen Spielern. Nur in einer seiner sieben Saisons in New England startete er in allen 16 Spielen.

Tony Romo wird am kommenden Wochenende zum ersten Mal in seinem neuen Job als TV Analyst arbeiten.
Der ehemalige Quarterback der Cowboys wird bei einem Golfturnier eingesetzt, dem PGA Dean & Deluca Invitational at Colonial Country Club in Fort Worth, Texas.

Cortez Kennedy ist tot.
Der Lineman und Mitglied der Hall of Fame wurde nur 48 Jahre alt. Er spielte die ganzen 11 Jahre seiner Karriere für die Seahawks und wurde acht mal in den Pro Bowl berufen.
Er wurde am Dienstag in Orlando aufgefunden und die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.

Dienstag, 23. Mai 2017

Kurzberichte
zimmer-mike2Mike Zimmer (Bild) kann vorläufig nicht das Training der Vikings leiten.
Der Head Coach des Teams wurde, wie berichtet, erneut am Auge operiert. General Manager Rick Spielman gab bekannt, daß Zimmer jetzt Ruhe braucht und sich von den vielen Operationen, die er seit November hatte, gründlich erholen muß. Die Gesundheit des Head Coaches hätte oberste Priorität.
In ein paar Wochen soll Zimmer wieder das Training leiten können.
In seiner Zeit in Minnesota holte er eine S/N Bilanz von 26-23.

Um seine Vertragsverhandlungen wirksam zu unterstützen, bleibt Aaron Donald den OTAs der Rams fern.
Der Defensive Lineman möchte einen guten langfristigen Vertrag. Den möchte General Manager Les Snead Donald auch geben. Doch besondere Eile wäre nicht nötig, meinte Snead, denn Donalds aktueller Vertrag würde erst nach der Saison 2018 enden.
Aaron Donald ist seit drei Jahren in der NFL und in jedem dieser drei Jahre spielte er im Pro Bowl. Sein neuer Vertrag dürfte ihm dann demnächst über $100 Millionen einbringen. Da lohnt es sich, genau zu verhandeln.

Der Vorschlag, für Spieler mit Gehirnerschütterungen eine Sonderregelung zu treffen, wird lebhaft diskutiert.
Es geht darum, daß für diese Spieler eine gesonderte Verletztenliste kommt, auf die sie gesetzt werden können. Nach einigen Tagen oder Wochen könnten diese Spieler wieder aktiviert werden. Für die Verletzten könnte in der Zwischenzeit ein Ersatzmann kurzfristig in den 53 Mann Kader kommen, der dann wieder gestrichen wird.
Die Idee stammt von den Washington Redskins, und ist sehr frisch. Im Frühlingstreffen der Teambesitzer dürfte sie schon auf der Tagesordnung stehen, aber für eine Abstimmung ist es noch zu früh. Es müßte noch daran gefeilt werden, um die gute Idee zur Beschlußreife zu bringen, heißt es.

Die Jets setzten Devin Smith auf die Transferliste.
Sie nahmen den Wide Receiver 2015 in der zweiten Runde der Draft auf. Doch nachdem er sich letzten Monat zum zweiten Mal innerhalb von 15 Monaten einen Kreuzbandriss zuzog, trennten sie sich von ihm.
Sollte es kein Team geben, das ihn von der Transferliste nimmt, dann fällt Smith automatisch zurück an die Jets, die ihn dann auf die Verletztenliste setzen werden.
Dadurch, daß sie ihn zunächst auf die Transferliste setzten, haben sie sich einen Platz im 90 Mann Kader geschaffen.
Smith hat bei den Jets das Verletzungspech gepachtet. Im ersten Trainingslager 2015 brach er sich einige Rippen und zog sich eine punktierte Lunge zu. In 10 Spielen konnte er eingesetzt werden, bevor er sich im Dezember ein Kreuzband riss.
2016 konnte er wegen dieser Verletzung nur in vier Spielen antreten und einen Paß fangen.
Jetzt der erneute Rückschlag, der die weitere Karriere des Wide Receivers gefährden dürfte.

Der Kampf in Pittsburgh (W-F berichtete) hat für Darrelle Revis keine Konsequenzen.
Der Cornerback wurde im März von mehreren Männern Nachts in eine handgreifliche Auseinandersetzung verwickelt. Ein Richter in Pittsburgh wies die Klage gegen Revis ab.
Die NFL gab nun bekannt, daß der momentan ohne Team dastehende Cornerback nicht mit einer Suspendierung zu rechnen hat, sollte er ein Team finden.
Die Jets schulden Revis noch $6 Millionen von den garantierten 39 Millionen aus dem 2015 abgeschlossenen Fünfjahresvertrag.

Montag, 22. Mai 2017

Kurzberichte
Johnson-CalvinCalvin Johnson (Bild) ist nicht gerade erfreut darüber, wie die Lions ihn, als einen der verdientesten Spieler des Teams, nach seinem Abgang behandelt haben.
Cowboys Besitzer Jerry Jones wandte bei Quarterback Tony Romo die „Tu das Richtige Regel“ an. Obwohl er es nicht gemußt hätte, ließ Jones Romo die $5 Millionen Unterschriftsbonus, die der Quarterback eigentlich hätte zurückzahlen müssen.
$5 Millionen sind für die Cowboys weniger als Peanuts.
Doch noch nicht mal diese Peanuts hatten die Lions für ihren ehemaligen Wide Receiver übrig. Auf die Frage eines Reporters, ob Johnson es toll fände, wenn seine Trikotnummer in diesem Herbst zur Ruhe gesetzt würde, antwortete er: „Ich möchte nicht zu viel über die Lions reden, so, wie unsere Beziehung geendet hat. Wenn sie herkämen, um mit mir zu reden, würden wir sehen. Aber, hey, ich weiß nicht“, sagte er am Rande seines „Catching Dreams“ genannten Trainingscamps für Jugendliche.
Megatron besteht darauf, daß er keine bösen Gedanken gegen die Lions hegt. Obwohl er ihnen neun Pro Bowl Saisons lieferte, bestanden sie darauf, daß er Teile seines Unterschriftsbonus an sie zurückzahlt, als er in den Ruhestand trat. Doch das wäre eine rein geschäftliche Angelegenheit gewesen. Nichts erwähnenswertes also.
Und dabei klingt er, als würde es doch an ihm nagen.

Zur Debatte um nicht gemeldete oder unbemerkte Gehirnerschütterungen hatte Calvin Johnson auch etwas beizutragen. Diese Verletzungen nicht zu melden, wäre gängige Praxis in der NFL. Er selber hätte einige Gehirnerschütterungen erlitten, in seiner Karriere. Doch man hätte einen Job zu tun. Das Team braucht einen. Da setzt man sich nicht auf die Bank, nur weil einem ein bißchen schwindelig ist, sagte er dazu.
Im Football gäbe es kaum einen Spieler, der ohne Gehirnerschütterung durch die Karriere käme, meinte Johnson. Und er gehört zu den Spielern, die offiziell nie mit einer Gehirnerschütterung auf dem Verletztenreport auftauchten.
In seinem „Catching Dreams“ Camp weist er Teilnehmer auf die Gefahren dieser Verletzung hin. Nicht nur aus versicherungstechnischen Gründen, sondern auch um die Teilnehmer darüber zu informieren, wie gefährlich Football ist.

Marshawn Lynch hatte Lust auf eine Fahrradtour. Der Running Back der Raiders lud seine Freunde ein, mitzufahren. Etwa 300 - 400 Freunde tauchten dann am Samstag am Startpunkt auf.
Mit ihnen fuhr Lynch, offensichtlich nicht im Beast Mode, von Oakland nach Berkeley und wieder zurück.

Vikings Head Coach Mike Zimmer mußte erneut am Auge operiert werden.
Während der letzten Saison mußte er bereits Notoperiert werden, weil er am rechten Auge eine Netzhautablösung hatte.
Am 17. Mai mußte er wieder operiert werden. Es war die achte OP seit dem 1. November. Und Zimmer hat keine Ahnung, ob dies die letzte Operation war, die er braucht.

Samstag, 20. Mai 2017

Kurzberichte
garrett-mylesDie absolute Nr. 1 der letzten Draft hat den Rookievertrag unterschrieben. Myles Garrett (Bild) unterschrieb für die üblichen vier Jahre, plus die Option auf ein fünftes Jahr. Dafür erhält der Pass Rusher garantierte $30,4 Millionen, darin enthalten ist ein Bonus für die Unterschrift von $20,25 Millionen.
Und man erkennt den Trend, unbewiesene Rookies von Jahr zu Jahr wieder höher und höher zu bezahlen. Bekam Quarterback Jared Goff letztes Jahr noch 27,9 Millionen für seine ersten vier Jahre, von denen er das erste bereits ohne nennenswerte Einsätze beendete, kam Garrett jetzt schon auf über 30 Millionen.

In den letzten vier Jahren stand Tom Brady nicht mit einer Gehirnerschütterung auf dem Verletzungsbericht der Patriots.
Trotzdem behauptete die Frau des Quarterbacks, daß ihr Mann Gehirnerschütterungen gehabt hätte.
Natürlich warten jetzt alle darauf, was Brady selber dazu zu sagen hat. Vorerst müssen wir mit der Aussage seines Agenten, Don Yee, vorlieb nehmen. Der sagt, daß Brady 2016 keine Gehirnerschütterung hatte. Alle Sicherheitsmaßnahmen der NFL hätten keinen Alarm geschlagen. Offensichtlich also hätte sich sein Klient keine Kopfverletzung während eines Spiels zugezogen.
Die NFL, die mit der NFLPA in diesem Fall zusammenarbeitet, hat bisher auch keine Anzeichen für eine nicht gemeldete Gehirnerschütterung Bradys entdecken können. „Wir haben uns bereits alle Reports und Protokolle der unabhängigen Neurologen und zugelassenen Trainer, die die Spieler während der Heim und Auswärtsspiele beobachten, angesehen. Dabei gab es keinerlei Hinweise, daß Mr. Brady eine Kopfverletzung erlitten hätte, oder zumindest Symptome einer eventuellen Verletzung aufwies.“
Bleibt das Rätsel zu lösen, warum die Frau des Quarterbacks das in einem TV-Interview behauptet hat?

Während Gisele Bündchen also offensichtliche Fake News verbreitet, geht Tom Brady daran, einen neuen Werbepartner zu sichern.
Er unterschrieb einen langfristigen Vertrag mit dem britischen Autohersteller Aston Martin.

Sollte nächste Woche die verkürzte Verlängerung abgesegnet werden, dann hätte Detroit darunter gelitten, wenn es diese Regel bereits 2016 gegeben hätte.
Die Lions wären dann nicht in die Playoffs gekommen. Sie ergatterten ihren Wild Card Platz in einem Kopf an Kopf Rennen mit den Buccaneers. Dabei mußten die Overtimespiele der beiden Teams herangezogen werden. Während die Lions ihr Overtimespiel gegen Minnesota sofort mit dem ersten Ballbesitz gewannen, verloren die Buccaneers ihres gegen Oakland. Oakland kam erst nach 13 Minuten und 15 Sekunden zum Sieg. Wäre die Verlängerung in diesem Spiel bereits nach 10 Minuten beendet gewesen, statt nach 15, wäre dieses Spiel unentschieden ausgegangen. Dann wären die Buccaneers mit 9-6-1 Siegen in die Playoffs eingezogen, nicht Detroit mit 9-7.
Trotzdem kann man davon ausgehen, daß die neue Regel eine Mehrheit finden könnte.

Ryan Fitzpatrick hat ein neues Team gefunden. Der ehemalige Quarterback der Jets unterschrieb in Tampa Bay.
Die Buccaneers verloren ihren Ersatzmann für Jameis Winston, Mike Glennon, an die Bears, wo er starten soll. Fitzpatrick ersetzt nun den Ersatzmann von Winston in Tampa Bay. Er erhielt einen Einjahresvertrag. Über die Finanzen wurde nichts verlautbart.

Wayne Walker verstarb im Alter von 80 Jahren.
In seiner Zeit als Linebacker und Kicker der Detroit Lions stellte er mit 200 gespielten Spielen und 15 Saisons (1958 - 72) Teamrekorde auf. Die wurden 2004 von Jason Hanson gebrochen, aber für die damalige Zeit waren sie Meilensteine.
2007 litt Walker an Kehlkopfkrebs. 2015 wurde er mit Parkinson diagnostiziert.

Freitag, 19. Mai 2017

Kurzberichte
brees-drew-400Drew Brees (Bild) sagte daß er es seiner Frau nicht sagen würde, wenn er eine Gehirnerschütterung hätte.
Der Quarterback der Saints reagierte mit dieser Aussage auf ein Interview von Gisele Bündchen, in dem die Frau von Tom Brady erzählte, daß ihr Mann Gehirnerschütterungen erlitten hätte.
Brees saß gestern in der Dan Patrick Show und sagte, daß er seiner Frau nicht mitteilen würde, wenn bei ihm in einem Spiel „die Glocken geläutet“ hätten. „Nein, ich würde nicht wollen, daß sie sich Sorgen macht“, meinte er.
Auf die Frage, ob er denn schon mal eine Gehirnerschütterung gehabt hätte, antwortete Brees: „Ich hatte eine dokumentierte Gehirnerschütterung, 2004 bei den Chargers. Ich wußte, daß etwas nicht stimmt, aber ich habe weitergespielt. Der Coach hat mich dann aus dem Spiel genommen. Er meinte, daß etwas mit mir nicht stimmen würde, und deshalb setzte er mich auf die Bank. Wenn er das nicht gemacht hätte, hätte ich weitergespielt. Und genau deswegen gibt es ja heute das Gehirnerschütterungsprotokoll. Heute wird man genau beobachtet, auch und vor allem von unabhängigen Neurologen. Und wenn die, wie im Fall von Tom Brady, nichts auffälliges bemerken, ist davon auszugehen, daß da auch nichts ist.“

Nach nur einer Saison feuerten die Steelers Ladarius Green bereits wieder. Dabei gaben sie dem Tight End 2016 einen Vierjahresvertrag über $20 Millionen.
Doch Green spielte 2016 nur in sechs Partien weil er sich mit Knöchelproblemen und Gehirnerschütterungen herumplagte. Er fing nur 18 Pässe für 304 Yards und 1 Touchdown.
Ein medizinisches Gutachten über seine Zukunft fiel nicht positiv aus, so daß die Steelers die Reißleine zogen.

Bekommen die Amis jetzt ihren BER?
Gestern gaben die Rams bekannt, daß sich die Eröffnung des neuen Stadions in Inglewood um ein Jahr verzögern würde.
Kalifornien, in dem in den letzten Jahren Wasser rationiert wurde, weil es nie regnete, erlebte im letzten Winter rekordverdächtige Regengüsse. Diese würden für Verzögerungen beim Bau des Stadions sorgen.
Die Chargers werden also noch eine weitere Saison im nur 27.000 Zuschauer fassenden StubHub Center spielen müssen in dem auch der Fußballclub LA Galaxy spielt. Und die Rams im dann wohl Los Angeles United Airlines Coliseum heißenden Stadion.

Das Los Angeles Memorial Coliseum wird einfach nur The Coliseum genannt. Daran wird sich auch bestimmt nichts ändern, wenn die Fluggesellschaft United Airlines die Namensrechte gekauft hat. Für 15 Jahre will die Gesellschaft $70 Millionen für die Rechte zahlen.
United Airlines ist zuletzt negativ in die Schlagzeilen geraten, weil sie einen Fluggast aus einem überbuchten Flugzeug mit brutaler Gewalt hat herauszerren lassen.
Sofort nachdem bekannt wurde, daß die Gesellschaft die Namensrechte kauft, wurde es auf Twitter lustig: „United Airlines wird wohl niemanden aus dem Coliseum zerren müssen, weil die Spiele der Rams nicht überbucht sind.“
Oder: „Achten Sie auf Ihre Sitzplatznummer um Handgreiflichkeiten des Sicherheitspersonals zu vermeiden.“
Weiter: „United Airlines Coliseum: Wo der Stadionsponsor brutaler ist, als die Action auf dem Feld.“
Usw., usw.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Kurzberichte
brady-tom-5Spielte Tom Brady (Bild) letztes Jahr mit einer Gehirnerschütterung?
Wenn es nach seiner Frau, Gisele Bündchen, geht, dann ja!
In einem Interview in der Show `CBS This Morning` erzählte sie, daß ihr Mann Gehirnerschütterungen erlitten hätte, Plural. "Ich muß sagen... als eine Frau... wie Sie wissen ist die NFL nicht die, sagen wir unaggressivste Sportart. Football... er hatte eine Gehirnerschütterung im letzten Jahr“, sagte sie. "Er hat die Gehirnerschütterungen ziemlich oft ... Ich meine, wir reden nicht darüber. Aber er hat Gehirnerschütterungen und ich glaube nicht wirklich, daß es eine gesunde Sache für seinen Körper ist, das durchzumachen. Wissen Sie, diese Art von Aggression die ganze Zeit, das kann nicht gesund sein. Ich plane, ihn gesund zu halten und viel Spaß zu haben, wenn wir etwa 100 sind, hoffe ich.“
Dem steht entgegen, daß Brady nie mit einer solchen Verletzung auf dem Verletzungsreport des Teams auftauchte. Zuletzt wurde er vor vier Jahren mit einer Gehirnerschütterung gelistet.
Die NFL und die NFLPA wollen zusammenarbeiten, um Licht in die Sache zu bringen. Doch sie bezweifeln die Aussage Bündchens. Die unabhängigen Neurologen, die während der Spiele eingesetzt werden, hatten niemals den Verdacht, daß Brady eine Gehirnerschütterung erlitten haben könnte. Auf keinem Berichtsbogen nach einem Spiel wurde auch nur der Verdacht einer solchen Verletzung aufgeführt.
Natürlich würde man auch den Quarterback selber dazu befragen, denn nichts wäre wichtiger für die NFL, als die Gesundheit ihrer Spieler (außer natürlich nicht ganz aufgepumpte Bälle).
Und wieder kann sich Commissioner Roger Goodell an Tom Brady abarbeiten. Mal sehen, wie das dieses Mal ausgeht.

LeGarrette Blount hatte ein Angebot der Patriots vorliegen. Wie ich letztens berichtete, war das eine Art Knebelvertrag, den der Running Back wohlweißlich nicht unterschrieben hat.
Statt dessen unterschrieb er bei den Philadelphia Eagles. Dort bekam er einen Einjahresvertrag über $2,8 Millionen.

Colin Kaepernick hat seinen Platz gefunden. Nein, nicht in der NFL, sondern im Museum.
Der ehemalige Quarterback der 49ers hat es ins Smithsonian Institute, kurz Smithsonian, geschafft. In der Abteilung der African American History werden Stücke aus dem Besitz Kaepernicks ausgestellt.
Natürlich hat Kaepernick es nicht wegen seiner Fähigkeiten als Quarterback es ins Museum geschafft, sondern mit seinen Aktionen, die amerikanische Nationalhymne zu boykottieren.
Noch muß im Smithsonian Platz für die Ausstellungsstücke dieses heroischen Freiheitskämpfers gefunden werden, aber nächstes Jahr, oder in zwei Jahren, wird Kaepernick wohl direkt neben Cassius Clay, auch bekannt als Muhammad Ali, ausgestellt werden.

Die Strafanzeige gegen Browns Rookie Defensive Tackle Caleb Brantley wurde abgewiesen.
Kurz vor der Draft wurde Anzeige gegen ihn erstattet, weil er eine Frau KO geschlagen haben soll.
Am gestrigen Mittwoch stellte die Staatsanwaltschaft die Untersuchung wegen unzureichender Beweislage ein.
Brantley fiel durch diese Anzeige bis in die sechste Runde der Draft herunter, wo die Browns ihn letztlich einberiefen.

Ein Blick in die Kristallkugel zeigt, daß die Teambesitzer bei ihrem Treffen nächste Woche zustimmen werden, einen zweiten Spieler in der laufenden Saison von der Verletztenliste wieder aktivieren zu können.
Seit 2012 ist es den Teams erlaubt, einen Spieler, der auf der eigentlich die Saison beendenden Verletztenliste steht, wieder zu aktivieren. Diese Spieler müssen allerdings acht Wochen aussetzen.
Der Vorschlag, einen zweiten Spieler wieder in die laufende Saison zurückholen zu dürfen, dürfte die nötige Mehrheit finden.
Gerüchten zufolge könnte auch der Vorschlag, die Verlängerung in der regulären Saison von 15 auf 10 Minuten zu verkürzen, eine Mehrheit finden. Doch da ist die Kristallkugel noch etwas trübe.
Seit die NFL die Sudden Death Overtime abgeschafft hat, gab es 83 Saisonspiele, die in die Verlängerung gingen. 22 davon dauerten länger als 10 Minuten.

Davonta Freeman möchte ein Spitzengehalt bekommen.
Der Running Back der Falcons hat General Manager Thomas Dimitroff seine Gehaltswünsche unterbreitet. Er möchte wie der Beste bezahlt werden.
Freeman schloß einen Streik allerdings aus, wenn er seinen Willen nicht bekommen sollte.
Was hat Freeman denn 2016 so geleistet?
Er lief 227 mal. Er erzielte 1.079 Yards und 11 Touchdowns. Pro Spiel lief er also im Schnitt 14 mal. Dabei riskierte er jedesmal seine Gesundheit, denn jeder Lauf kann der letzte sein, wenn es hart kommt. Dafür kann er dieses Jahr $1,838 Millionen bekommen, also auf 2016 bezogen wären das etwa $114.875 pro Spiel und $9.000 pro Lauf.
Sehen wir uns mal an, wo man sein Geld leichter verdienen kann, und auch mehr bekommt... sehr viel mehr.
Sehen wir uns die Hauptdarsteller der Big Bang Theory an. Johnny Galecky, Kaley Cuoco und Jim Parsons bekommen jeder $1.000.000. Nicht für die Staffel von 24 Folgen, sondern pro Folge, also $24 Millionen pro Jahr. Dabei sind sie pro Folge höchstens 10 Minuten im Bild, denn die Handlung spielt sich ja auf mehreren Ebenen ab. $1 Million für 10 Minuten (sichtbare) Arbeit, und das fast gänzlich ohne Verletzungsrisiko, falls nicht mal jemand mit dem Kopf gegen den Mikrofongalgen laufen sollte.
Da muß man sich als NFL Spieler, speziell als Running Back, wirklich völlig unterbezahlt fühlen, und das sogar zu Recht.
Freeman möchte also nicht ohne Grund in die Gegend von $12 Millionen kommen, die Steelers Running Back LeVeon Bell dieses Jahr bekommt.
Mal sehen, ob die Falcons da mitspielen?

Mittwoch, 17. Mai 2017

Kurzberichte
carr-derek2Vor einiger Zeit meinte Derek Carr (Bild) noch, daß er sich um eine Vertragsverlängerung bei den Raiders keine Sorgen machen würde.
Doch so langsam wird der Quarterback, der in den Pro Bowl gewählt wurde, bevor er sich das Bein brach, doch etwas nervös. Schon seit Wochen hat es keine Gespräche mehr zwischen dem Team und Carrs Agenten gegeben. Und das gefällt dem Quarterback, der auch im Rennen um den wertvollsten Spieler der Saison war, gar nicht so wirklich.
Carr geht in das letzte Jahr seines Rookievertrags. 2017 muß er, als einer der besten Quarterbacks der letzten Saison, für schlappe $977.519 spielen.
Carr nahm Rücksicht auf die besondere Situation seines Arbeitgebers. Er wollte die Umzugsverhandlungen und die Draft abwarten. So lange wollte er geduldig sein. Aber seinen Spruch „Ich will mein Leben lang ein Raider sein“, würde er wohl so nicht mehr raushauen. Heute klingt Carr um einiges frustrierter, wenn er auf die Vertragssituation angesprochen wird. Er will unbedingt, daß der neue Kontrakt noch vor dem Beginn des Trainingslagers unterschriftsreif sein soll. Jetzt hätten die Raiders in allen Punkten Sicherheit und sollten sich um ihn kümmern, ist er der Meinung.
Knackpunkt ist natürlich sein Preis und der Platz unter der Gehaltsobergrenze. Etwas mehr als die $24,6 Millionen, die Andrew Luck pro Jahr bekommt, möchte Carr schon haben.
Da wundert es einen dann nicht, daß man im Hauptquartier des Teams erst mal rechnen muß. Und ums Rechnen geht es auch Carr. In Kalifornien ist die Einkommenssteuer sehr hoch. In Nevada gibt es keine Einkommenssteuer. Also wird Carr zusehen wollen, daß ein Großteil seines vertraglich zugesicherten Einkommens erst nach dem Umzug des Teams zur Auszahlung ansteht.

Cardinals Linebacker Deona Bucannon verpaßte die letzten drei Saisonspiele wegen einer Sprunggelenksverletzung. Die Hoffnung, daß die Verletzung von selber ausheilt, hat sich leider nicht erfüllt.
Bucannon mußte jetzt doch operiert werden und wird den Start der regulären Saison wohl verpassen.

Man öffnet die Tür der Redskins Umkleide. Man kämpft sich durch Schwaden süßlich riechenden Drogenrauchs. Aus versteckten Lautsprechern tönt beschwingte Reggaemusik.
Alle sind sehr entspannt und locker.
Ach, so weit wird es schon nicht kommen, nur weil die Redskins den Enkel von Bob Marley verpflichtet haben.
Nico Marley spielt auf der Position des Linebackers, und war in seinen vier Jahren in Tulane durchweg als Starter gelistet.
Nicos Vater Rohan spielte auf dem College zusammen mit dem mörderischen Ray Lewis und Warren Sapp bevor er in die CFL ging.
Ob Nico Marley es in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Bei der 25. Ausgabe der Ehrung der Sportler des Jahres in den USA, wird Peyton Manning den Gastgeber spielen.
Der ehemalige NFL Quarterback fühlt sich sehr geehrt, daß ausgerechnet er die Jubiläumsausgabe der Excellence in Sports Performance Yearly Award (ESPY) moderieren darf.

Kyle Kennedy fragte bei der Verlobten des verstorbenen Aaron Hernandez, Shayanna Jenkins-Hernandez, an, ob unter den Unterlagen aus dem Gefängnis, die ihr überreicht wurden, auch ein Brief für ihn gewesen wäre.
Kennedy gab an, der Geliebte von Aaron Hernandez im Knast gewesen zu sein.
Für Jenkins-Hernandez war diese Anfrage unglaublich. In einem Interview sagte sie, daß alleine der Gedanke daran, daß der ehemalige Tight End der Patriots schwul gewesen sein könnte, irre wäre.
Hernandez hätte drei Briefe geschrieben, jeweils einen an sie, ihre gemeinsame Tochter und an seinen Anwalt. An einen Kyle Kennedy wäre keiner dabeigewesen.

Nach überstandenen Meniskus- Kreuzband- und Pfannenlippenoperationen zwischen 2015 und 16, wird John Ross (nein, nicht der von Dallas) von Reportern oft gefragt, ob er überhaupt gesundheitlich in der Lage wäre, in der NFL zu bestehen?
Zu oft, wie der genervte Rookie Wide Receiver der Bengals meint.
Er ist es leid, daß man ihm immer wieder die gleichen Fragen stellt.
Auf der anderen Seite muß man aber die Reporter aus Cincinnati verstehen. Ein verletzungsanfälliger Wide Receiver kann dem Team nicht helfen.
Da hilft den Fans nur, das Beste zu hoffen.

Der ehemalige Titans Cornerback Jason McCourty unterschrieb in Cleveland.
Bei den Browns kann er für zwei Jahre $6 Millionen bekommen, von denen zwei Millionen garantiert sind.

Sebastian Vollmer denkt daran, seine Footballschuhe an den Nagel zu hängen.
Der Düsseldorfer war lange Jahre ein wichtiger Spieler in der O-Line der Patriots, doch seine Hüfte macht ihm zu große Probleme.
Eigentlich wäre er ab nächste Woche ein Free Agent, doch sein Vertrag verlängerte sich automatisch in die Saison 2017, weil er die ganze letzte Saison auf der Verletztenliste verbrachte.
In der Planung der Patriots spielt der 32 Jahre alte Right Tackle keine Rolle mehr. Sie setzen auf Marcus Cannon, der einen Fünfjahresvertrag über $32,5 Millionen unterschrieb.
Die Meldung kam Ihnen jetzt bekannt vor?
Stimmt, ich habe sie so am 3. März schon verbreitet. Aber da Vollmer gestern in einem Radiointerview sagte, daß er demnächst der NFL Ade sagen wird, habe ich es halt noch mal verkündet. Mittlerweile, so teilte Vollmer noch mit, hätte er über 34 Kilogramm an Gewicht verloren. Das wäre nicht gut für einen Offensive Lineman.

Dienstag, 16. Mai 2017

Kurzberichte
wilson-russell4Die Seahawks haben nicht vor, Russell Wilson (Bild) zu ersetzen. Aber letztes Jahr haben sie zu spüren bekommen, daß er nicht unverletzbar ist. Lange humpelte er auf einem angeschlagenen Knöchel herum und war dabei noch produktiver, als viele Starter anderer Teams.
Doch Ersatz ist nötig, und wenn machbar, sogar guter.
Deshalb soll Seattle an Colin Kaepernick und Robert Griffin III dran sein.
Beide sind erprobte Starter. Kaepernick schaffte es, unter Führung eines guten Head Coaches, der selber mal Quarterback in der Liga war, sogar bis in den Super Bowl. RG3 hatte eine sensationelle Rookiesaison, und wurde danach vom Verletzungspech verfolgt.
Head Coach Pete Carroll sagte in einem Radiointerview, daß man sich alle zur Verfügung stehenden Spieler ansehe, und ganz besonders diese beiden. Doch müßte die Gehaltsobergrenze genau im Blick behalten werden.
Zur Zeit ist Trevor Boykin der Ersatzmann von Wilson, doch er hat in seiner Bewährungszeit Marihuana geraucht und wurde mit einem Rausch in der Öffentlichkeit aufgegriffen. Auf ihn wartet eine Suspendierung.

Tom Brady ist mit seinem Spitznamen G.O.A.T. nicht einverstanden.
Er sieht sich nicht als Greates of all Times. Auch nicht, nachdem er das größte Comeback in der Geschichte des Super Bowls geschafft hat.
Brady schüttelt das Gerede, daß er den Helden seiner Jugend, Joe Montana, überholt hat, ab. Für Brady bleibt Montana der größte Quarterback und Footballspieler aller Zeiten.
Ein Standpunkt, den man vertreten kann.

Patrick Mahomes II, erste Wahl der Chiefs in der Draft, wurde ausgeraubt.
Er und drei weitere Personen wurden von zwei bewaffneten Räubern am Abend des 12. Mai auf offener Straße ausgeraubt.
Die Verbrecher wurden schnell gefaßt. Wie sich herausstellte, waren sie nicht bewaffnet, sondern gaben nur vor, Waffen zu haben. Das aber konnten die vier beraubten Personen zum Zeitpunkt der Tat nicht erkennen.
Die gestohlenen Wertsachen konnten von der Polizei sichergestellt werden.

Nein, ich habe nichts gegen Frauen, aber als Kommentatorinnen von Männersportarten halte ich sie für wenig geeignet.
So habe ich beim Collegefootball ab und zu mal eine Kommentatorin gehört und sogar beim deutschen Fußball meine ich, daß ich da mal so was mitbekommen habe, beim rumschalten.
Und nein, das war nix.
Doch im zweiten Spiel des sogenannten Monday Night Football Doubleheaders am ersten Spieltag ist es mal wieder in der NFL so weit. ESPN setzt Beth Mowins, die auffällig oft Schwierigkeiten mit Zischlauten hat, als Spielzugkommentatorin ein. Sie kommentiert auch regelmäßig Collegefootball Spiele für den Sender und hatte ein paar Einsätze bei Vorbereitungsspielen der Raiders.
Die erste Frau, die ein NFL Spiel in der regulären Saison kommentierte war Gayle Sierens. Das war 1987 beim Spiel der Seahawks gegen die Chiefs.
Als Analyst des Spiels Chargers at Broncos soll übrigens Rex Ryan zum Einsatz kommen, der Ex- Head Coach der Bills.
Mowins und Ryan haben schon bei einem Spiel von Florida State zusammengearbeitet.

Cheerleader... nur wenige Teams kommen ohne aus im US Amerikanischen Sport. Doch für ihre viele Arbeit, die die Cheerleader haben, werden sie lausig entlohnt.
Oft waren sie länger als neun Stunden pro Tag im Einsatz und bekamen keine Überstunden bezahlt. Auftritte bei Veranstaltungen, die nichts mit dem Team zu tun haben, wurden oft gar nicht bezahlt.
Dagegen sind neunzig ehemalige Raiderettes vor Gericht gezogen. Sie wollten, daß sie für ihre Auftritte ordentlich entlohnt werden und verlangten Nachzahlungen von dem Milliardenschweren Team.
Bereits 2014 einigten sich die Streitparteien außergerichtlich auf eine Zahlung von $1,25 Millionen. Doch erst am gestrigen Montag zahlten die Raiders das Geld aus.

Dallas Cowboys Running Back Darren McFadden hat Michael Vick verklagt.
Vick war mit McFadden befreundet und der Running Back vertraute Vick seine Finanzen an. Zu der Zeit arbeitete Michael Vick, der übrigens nicht der ehemalige Quarterback ist, der wegen Tierquälerei im Knast saß, für Ameriprise Financial Services Inc. Diese Firma verklagte McFadden gleich mit.
Vick und Ameriprise hätten Gelder des Running Backs veruntreut und in viel zu riskante Unternehmungen gesteckt. Dabei hätte McFadden Millionen verloren.
Die Verhandlung ist für den April 2018 angesetzt.

Packers Rookie Linebacker Vince Biegel (4. Runde), brach sich einen Fuß.
Noch hat er seinen Rookievertrag nicht unterzeichnet, und ob es dazu kommt, wird man sehen. Biegel hatte im College schon einmal eine ähnliche Verletzung.
Für den Rest der Vorbereitungszeit bis zum Beginn des Trainingslagers fällt er aus. Ob er gleich zu Beginn des Trainingscamps fit sein wird, steht noch nicht fest.

Die Chargers feuerten Orlando Franklin.
Der Guard hatte erst 2015 einen Fünfjahresvertrag über $36,5 Millionen in San Diego unterschrieben.
Den Umzug nach Los Angeles muß er nun nicht mitmachen.

Montag, 15. Mai 2017

Kurzberichte
bortles-blake
Was macht man, wenn man einen miesen Quarterback hat, den man auch in die kommende Saison mitschleppen muß?
Nun, man baut ihn mit Sprüchen auf, oder zumindest versucht man es.
Das macht zur Zeit Jaguars Head Coach Doug Marrone. Er hat keine Alternative zu Blake Bortles (Bild), der nun wirklich nicht in die Top 30 der NFL Quarterbacks gehört.
Also sprach Marrone: „Er hat sich verbessert... Da gibt es keinen Zweifel.“
Da muß zwischen dem Ende der Saison 2016 bis heute eine Menge passiert sein, denn die Statistiken von Bortles geben diesen Grund zur Euphorie nicht her. 23 Touchdowns stehen 16 Interceptions gegenüber und seine Passerwertung von 78,8 Punkten sind auch eher nur das Weiße vom Ei.
Bortles hat in den letzten Monaten mit den Quarterback-Flüsterern Tom House und Adam Dedeaux gearbeitet um seine Wurftechnik zu verbessern. Ein Quarterback, der seit vier Jahren in der NFL spielt, und dessen Option auf eine fünfte Saison vor kurzem von den Jags gezogen wurde muß also daran arbeiten, seine Wurftechnik zu verbessern.
Oh Mann, wie groß die Not der Liga auf dieser Position ist, läßt sich daran deutlich erkennen.

Und Hue Jackson so: „Der Quarterback Job gehört Kessler. Er hat sich enorm verbessert.“
Klingt, als würde sich ein weiterer Head Coach seinen Quarterback schönreden, in diesem Fall der von den Browns.
An einem Rookie Camp des Teams nahm auch Kessler teil, der letztes Jahr ein paar Einsätze für Cleveland hatte. Und Jackson meine, daß Kessler einen großartigen Job gemacht hätte. Und deshalb wäre Kessler zur Zeit die Nr. 1 der Browns Quarterbacks, bis ihm diesen Platz jemand wegnimmt. Er hätte sich Hintern aufgerissen und hart trainiert, deshalb hätte er das Recht, seine Chance zu nutzen.
Oh Mann, wie groß die Not der Liga auf dieser Position ist, läßt sich daran deutlich erkennen.

„Ich finde unseren Wettbewerb auf der Running Back Position richtig gut“, meinte Broncos Head Coach Vance Joseph.
Das verwundert nicht, denn mangels Quarterback muß es ja an jemand anderem liegen, den Ball nach vorne zu bewegen.
Jamaal Charles, CJ Anderson, Devontae Booker und Rookie DeAngelo Henderson kämpfen um einen Platz im Kader. Von den genannten führte Booker letztes Jahr die Broncos mit 612 Laufyards an.
Charles war da noch bei den Chiefs, konnte aber wegen einer schweren Knieverletzung nur ein paar Spiele bestreiten. Auch Anderson, der für Denver spielte, konnte wegen einer Knieverletzung nur ein paar Spiele absolvieren. In voller Stärke wäre er ein Kandidat für den Posten des Starters.
Und ob er das ist, oder doch jemand anderer, das will Head Coach Joseph herausfinden.

Arnold Schwarzenegger will den Texans JJ Watt abluchsen:
Also nicht wirklich, aber der Superstar der Filmbranche sieht im Superstar der Texans einen kommenden Filmstar.
Der Terminator ist überzeugt davon, daß Watt sofort ein echter Actionstar werden könnte, wenn er wechseln würde: „Es wäre sehr leicht für ihn im Filmgeschäft ein Actionstar zu werden“, meinte Mr. „I`ll be back.“
Allerdings wäre Watt ja schon ein Superstar, fuhr Schwarzenegger fort. Jedes Jahr würde er Millionen um Millionen zu sammeln für ein nachschulisches Betreuungsprogramm. Das macht Watt für Schwarzenegger bereits jetzt zum Helden.

Samstag, 13. Mai 2017

Kurzberichte
madden18
Madden 18 ist da und das Titelbild der G.O.A.T. Ausgabe ziert niemand anderer als der größte Spieler aller Zeiten selber: Tom Brady.
Für Brady war das Jahr 2016 das Jahr des Triumphs. Nach einer Suspendierung, die völlig Gaga war, gewann der Quarterback zusammen mit seinen Patriots den Super Bowl und Brady selber feierte seinen persönlichen Triumph über Commissioner Roger Goodell. Der hatte alles getan, um Brady und den Patriots wegen Nichts die Saison zu versauen. Sein warum auch immer in Gang gesetzter Rachestreitwagen wurde an einer Wand des Willens der Bekämpften zerschmettert.
Und seinen unbändigen Triumph über den gescheiterten Commissioner brüllt Brady auf dem Titelbild des Computerspiels verdientermaßen heraus.
Wäre da nur nicht der Fluch des Madden Titelbilds. Immer wieder erlitten frühere Stars, die das Cover zierten, in der folgenden Saison Verletzungen. Zuletzt Rob Gronkowski, der 2016 auf dem Titel war. Einer Oberschenkelverletzung folgte eine punktierte Lunge und es endete in einer Rückenoperation, die Gronkowskis Saison beendete.
Und wer erinnert sich noch an Peyton Hillis?
Na, na, na?
Eben!
Er hatte das Zeug zum Star Running Back und zierte nach einer tollen Saison für die Browns das Cover von Madden 12. Danach erlitt er mehrere Oberschenkelverletzungen und eine Mandelentzündung.
2015 mußte er seine Karriere nach mehreren erlittenen Gehirnerschütterungen beenden.
Und jetzt also Tom Brady.
Ob die Buchmacher die Patriots weiterhin zu Favoriten in jedem anstehenden Spiel 2017 machen?

Die Patriots gaben David Andrews eine Vertragsverlängerung.
Der Center unterschrieb für weitere drei Jahre und $9 Millionen. Daraus können mit Boni $11,17 Millionen werden.

Tre Boston wechselt von den Panthers zu den Chargers. Der Safety twitterte, daß er die Wahl zwischen den Chargers, Bills und Steelers hatte.

Die Bears feuerten Eddie Royal.
Zwei Jahre spielte der Wide Receiver für Chicago. Das Team spart durch seine Entlassung $5 Millionen.
Mit 30 Jahren war er das älteste Mitglied der Bears Offense.
Chicago trennte sich auch von Defensive Lineman Will Sutton, Fullback Paul Lasike und offensive Lineman Cornelius Edison.

Der ehemalige Linebacker der Cowboys, Rolando McClain ist seit Dezember 2016 suspendiert, weil er wiederholt der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde. Es war seine dritte Suspendierung, und die Cowboys trennten sich daraufhin von ihm.
Sollte McClain darauf gehofft haben, daß er noch mal einen Fuß in die NFL bekommt, dann bekam diese Hoffnung jetzt einen Dämpfer.
Er wurde am Donnerstag von der Polizei in seinem Wagen angehalten, weil die Tönung seiner Scheiben nicht den Regeln entsprach. Als McClain die Seitenscheibe herunterließ, strömte der süßliche Duft von Marihuana in die Nase des Polizisten. Bei einer Untersuchung des Autos wurde eine nicht zugelassene Waffe gefunden.
McClain wurde verhaftet und später gegen eine Kaution von $2.000 wieder freigelassen.

„Abgelehnt“, lautete die Antwort der NFL, auf die Bitte von Josh Gordon, wieder spielen zu dürfen.
Der Wide Receiver der Browns hätte eine phantastische NFL Karriere haben können, wären da nicht diese verlockenden verbotenen Substanzen gewesen.
Seit 2014 ist er suspendiert. Sein aktueller Antrag auf Wiedereinsetzung wurde negativ beschieden. Im Herbst kann Gordon wieder einen Antrag stellen.
Zwar gab Commissioner Goodell 2016 dem Antrag Gordons statt und reduzierte die Strafe auf die ersten vier Saisonspiele, doch kurz vor Saisonbeginn begab sich der Wide Receiver freiwillig in eine Entzugsklinik. Das führte zu einer erneuten Suspendierung.

„Ich bin kein Heilsbringer,“ sieht Browns Rookie Myles Garrett seine Rolle recht realistisch. „Es braucht mehr als einen Mann, um das Team wieder in die Spur zu bringen,“ sagte er weiter.
An seinem Plan, Steelers Quarterback Ben Roethlisberger in seinem ersten NFL Spiel zu sacken, hält Garrett fest. Diesen Wunsch äußerte er sofort, als er von den Browns an erster Stelle der Draft einberufen wurde.
Klar weiß er, daß er als erste Wahl der Draft unter Erfolgsdruck steht, aber seine realistische Sicht auf die Misere der Browns überträgt sich hoffentlich auf die Fans und dämpft deren Erwartungshaltung.
Andererseits sind die Fans der Browns es ja gewohnt, von ihren Nr. 1 Spielern der Draft enttäuscht zu werden.

„Wir möchten der weiteren Karriere von Daryl Washington nicht im Wege stehen und trennen uns von ihm im besten Einvernehmen.“ So toll, wie die Cardinals hier die Entlassung des Linebackers in schöne Worte kleiden, möchte ich mich auch mal ausdrücken können.
Feuern durch die Rosen. Das ändert aber nichts daran, daß Washington gefeuert ist.
Der Linebacker war drei Jahre suspendiert und wurde letzte Woche wieder in die NFL aufgenommen.
Ob der 30-jährige noch mal ein Team findet ist fraglich.

Die NFLPA sorgt vor. Sie erwartet, daß es vor der Saison 2021 wieder zu einem Streik der Spieler kommen könnte, oder zu einer Aussperrung durch die Liga.
Nach der Saison 2020 stehen wieder Tarifverhandlungen an, und diese sind bisher nie reibungslos verlaufen.
1987 streikten die Spieler, 2011 sperrte die Liga die Spieler aus, 2021 wird wohl wieder das eine oder das andere passieren. Und dafür legt die Spielergewerkschaft Geld zurück, um ihren Mitgliedern finanziell auszuhelfen, wenn die Saison gar nicht gespielt werden sollte, oder wieder um einiges später beginnt und dann nur verkürzt ausgetragen wird.
Bei den anstehenden Verhandlungen wird es natürlich vor allem um Geld gehen, aber auch um die uneingeschränkte Macht des Commissioners, die verständlicherweise eingeschränkt werden soll und muß.
Genug zu verhandeln wird es also ganz bestimmt geben.

Michael Jackson ist tot.
Der ehemalige NFL Wide Receiver starb bei einem Motorradunfall. Er war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und prallte in die Fahrerseite eines Wagens, der rückwärts aus einer Parklücke setzte und dabei über beide Fahrspuren fuhr.
Jackson spielte von 1991-95 für die Browns und von 96 bis 98 für die Ravens.
Er wurde nur 48 Jahre alt.

Yale Lary verstarb im Alter von stolzen 86 Jahren.
Lary war zu einer Zeit aktiv, als man auf dem Platz mehrere Positionen spielte. Er war 11 Jahre ein Detroit Lion, von 1952-53 und von 56 bis 64. Dazwischen verbrachte er zwei Jahre in der Armee.
1979 wurde er als Safety in die Hall of Fame aufgenommen.
Als Todesursache wurde Altersschwäche angegeben.

Freitag, 12. Mai 2017

Kurzberichte
romo-tony
Cowboys Besitzer Jerry Jones hat nicht vor, eine Abschiedsparty für Tony Romo (Bild) zu schmeißen.
Anders sieht das bei DeMarcus Ware aus. Für ihn ist eine Abschiedspressekonferenz geplant.
Auf die Frage, warum für den nach Statistiken besten Quarterback in der Geschichte der Cowboys noch nichts geplant ist, antwortete Jones: „Weil DeMarcus im Ruhestand ist, Tony nicht.“
So kurz, so knapp, so wahr.
Tony Romo hat seinen Abschied aus der aktiven Laufbahn noch nicht vollzogen. Er hat zwar bei CBS unterschrieben, hat sich aber eine Hintertür offen gelassen. Sollte ein Team bei ihm anrufen und ihn verpflichten wollen, dann darf Romo aus der Kommentatorenbox wieder auf das Spielfeld wechseln.
In Romos Idealfall wäre es so, daß Dak Prescott strauchelt, und Jones händeringend bei Romo anruft.
Tony Romo wird seine Ehrung durch das Team bekommen... Wenn er denn dann irgendwann mal in den Ruhestand getreten sein sollte.

Twitter gibt nicht auf. Die Rechte an den Donnerstagsspielen haben sie zwar an Amazon verloren, aber man will Sendungen rund um die NFL zwitschern. Dafür hat der Internetdienst einen Vertrag mit der NFL und dem NFL Network geschlossen. Das garantiert Twitter offizielles Video und Bildmaterial das ganze Jahr über.
Pro Woche soll es fünf Live Sendungen geben.

Die Buchmacher sind hart. Herzblut interessiert sie nicht, sondern nur harte Fakten.
Und diese harten Fakten bewegten die Wettbüros dazu, zwei Teams auszugucken, die ihrer Meinung nach 2017 nicht ein einziges Spiel gewinnen können: Die Browns (klarer Fall), und die Rams (auch ein sicherer Kandidat).
Die Buchmacher haben beide Teams nicht in einem einzigen Spiel der Saison zum Favoriten gemacht. Und die Rams haben ja immerhin zwei Spiele gegen die ebenfalls maroden 49ers.
Seit der Saison 2015 waren die Browns nicht ein einziges Mal der Favorit in den Augen der Buchmacher. Und die behielten Recht. Gegen die Browns zu wetten war in dieser Zeit eine leichte Möglichkeit, das Bankkonto wachsen zu lassen.
Auf der anderen Seite der Skala rangiert der amtierende Super Bowl Gewinner. Die Patriots sind in jedem Spiel der kommenden Saison als Favorit gelistet.
Doch ich warne hier ausdrücklich davor, Wetten auf Spiele abzuschließen, denn ihr wißt ja: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“

Die NFLPA Hat eine Klage gegen die NFL eingereicht. Dabei geht es um die mißbräuchliche und unkontrollierte Verabreichung von Schmerzmedikamenten.
Einige Teamärzte verabreichen diese Pillen, als wären es Bonbons.
In der Klage beruft sich die Spielergewerkschaft auf den blamablen Deflategate „Skandal“. Es wäre nicht zu verstehen, daß die Liga nichts gegen Teams unternimmt, die bereits wegen ihrer Verschreibungspraktik unter Beobachtung stehen, weil sie Mißbrauch mit Schmerzmitteln betreiben und die Gesundheit der Spieler wissentlich riskieren, die Patriots aber knallhart bestraften, weil sie ein winziges bißchen Luft aus einigen Bällen gelassen haben (sollen).
Die Klageschrift der Gewerkschaft gegen die Liga umfaßt 11 Seiten.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Kurzberichte
Blount-LeGarrette2
Die Patriots kennen die Regeln, selbst die, die man nur selten zu sehen bekommt.
In der Nacht zum 10. Mai können Teams, deren uneingeschränkte Free Agents kein neues Team gefunden haben, ihre Offerten für diese Spieler verlängern. Damit soll verhindert werden, daß sie das Team wechseln können, ohne daß ihr alter Club eine Kompensation bekommt.
Das wird sehr selten genutzt, da die meisten Free Agents vorher ein neues Team finden.
Wenn man die Offerte (Tender) verlängert, kann ein Spieler bis zum 22. Juli weiter mit anderen Teams verhandeln. Wenn er bis zum 22. Juli keinen neuen Arbeitgeber gefunden hat, kann er nur für sein altes Team spielen. Sollte er dennoch nach diesem Termin wechseln, dürfte er in den ersten 10 Wochen der Saison nicht spielen.
Die Patriots haben diese „May-Ninth Tender (9. Mai Offerte)“ bei Running Back LeGarrette Blount (Bild) genutzt. Das heißt, daß sie ihn nicht gehen lassen wollen, zumindest nicht, ohne noch eine Kompensation für ihn zu bekommen.
Sollte Blount 2017 für die Patriots spielen, müßten sie ihm nur $1,1 Millionen zahlen.
Ein echtes Schnäppchen. Bleibt abzuwarten, ob Blount die Offerte unterschreibt.

Kleiner Schock am Morgen. Die Firma Perform, die über DAZN dabei ist den Sport fast gänzlich aus dem HD- Fähigen TV in das Pixelmatsch Internet zu holen, hat einen Vertrag mit der NFL abgeschlossen. Der Sender mit dem dämlichen Namen soll den Gamepass vermarkten.
Da dachte ich mir: „Gamepass bei DAZN, das`n Ding!“
Doch vorerst gibt es Entwarnung. DAZN soll zunächst Entwicklungshilfe für die NFL in Asien und Südamerika betreiben.
Für die USA und uns hier in Europa ändert sich, zunächst, nichts. Doch bei der geldgeilen NFL und dem „Wir kaufen alles, was mit Sport zu tun hat und streamen es in Pixelmatsch“ Sender kann man nicht sicher sein, ob es nicht bald auch uns hier trifft. Das könnte dann natürlich höhere Preise für niedrigere Qualität bedeuten.
Wohl bekomms!

Die Cardinals wollen sicher sein, daß sie mit einem guten Ersatz- Quarterback in die Saison gehen. Deshalb gaben sie Blaine Gabbert einen Einjahresvertrag.
Der versuchte es zuletzt drei Jahre lang bei den 49ers, mit sehr überschaubarem Erfolg.
Einberufen wurde er 2011 von den Jaguars an 10. Stelle der Draft. Wirklich gebracht hat er es aber nie. Doch als Ersatz für den alternden Carson Palmer wäre er nicht verkehrt.

Michael Floyd ist wieder Zuhause. Der Wide Receiver wurde 2012 als 13. Spieler von den Vikings einberufen. So wirklich eingeschlagen hat er nicht, so daß er an die Cardinals abgegeben wurde.
Die feuerten ihn, nachdem er am 12.12. letzten Jahres von der Polizei mit über zwei Promille im Blut schlafend auf dem Fahrersitz seines Autos gefunden wurde.
Die Patriots nahmen ihn anschließend auf, und er spielte in zwei Saisonspielen für sie. Für den Super Bowl stand er nicht auf der Liste der aktiven Spieler.
Am Mittwoch unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Minnesota.

Die Titans Spieler Tajae Sharp, Wide Receiver, und Sebastian Tretola, Offensive Lineman, waren in Nashville in eine Kneipenschlägerei verwickelt.
In der Folge reichte das Opfer eine Zivilklage gegen die Spieler ein.
Dante R. Satterfield, wie das Opfer heißt, sagte, daß es bei der TV Übertragung der Draft in der Bar zu Meinungsverschiedenheiten kam. Sharpe war sehr erbost über die erste Wahl seines Teams in der Draft. In der Folge des Streits gingen Satterfield, Sharpe und Tretola in den Hinterhof der Bar. Sharpe soll das Opfer dann heftig verprügelt haben. Satterfield war 12 Stunden bewußtlos und erlitt einige gebrochene Knochen im Gesicht, eine Gehirnerschütterung, ein gerissenes Trommelfell und einige andere Verletzungen.
Satterfield möchte dafür $500.000 Schmerzensgeld erstreiten.
Die Titans gaben nur bekannt, daß sie von der Klage unterrichtet wären.

Die Schiedsrichter haben einen neuen Chef.
Alberto Riveron ersetzt den freiwillig aus dem Amt geschiedenen Dean Blandino.
Riveron war neun Saisons Schiedsrichter in der NFL, bringt also praktische Erfahrung mit. Blandino war reiner Theoretiker.

Und leider gibt es wieder einen Todesfall zu berichten. Der hat zwar nur indirekt mit der NFL zu tun, sollte aber hier erwähnt werden.
Die Frau von ESPN Urgestein Chris Berman, Kathy, kam bei einem Autounfall ums Leben. Sie wurde 67 Jahre alt.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kurzberichte
manning-sb-champ
Peyton Manning (Bild) wird eine besondere Ehrung zuteil.
Der Ausnahme- Quarterback wird von den Colts unsterblich gemacht. Am 7. Oktober wird vor dem Lucas Oil Stadion eine Statue Mannings enthüllt, an der zur Zeit noch von Ryan Feeney gearbeitet wird, einem Künstler und Feuerwehrmann.
Am 8. Oktober dann wird Peyton Manning in den Ring der Ehre aufgenommen und seine Trikotnummer zur Ruhe gesetzt. Die Colts spielen an diesem Tag um 19 Uhr unserer Zeit gegen die 49ers.
Schade, daß die Colts nicht den 14. Dezember gewählt haben, wenn sie ihr Heimspiel gegen Denver haben.
Aus der Ära Indianapolis ist Manning der erste Colt, der in den Ring der Ehre aufgenommen wird. Aus der Zeit der Colts in Baltimore sind sieben Spieler in diesem Ring verewigt.
Peyton Manning sagte, daß er sich riesig freut, daß ihm diese Ehre zuteil wird.

Wo gerade von einer Skulptur die Rede war, auch die Falcons haben sich eine vor ihr neues Stadion gestellt.
Ein wahrhaft riesiger Falke empfängt die Besucher vor dem neuen Footballtempel. Er ist stolze 12 Meter hoch und hält einen Football in seinen Krallen. Wenn mein Programm das richtig umgerechnet hat, wiegt er satte 33.000 Kg.

Wie erwartet wurden die Anschuldigungen wegen Mordes gegen Aaron Hernandez aufgehoben. Richterin E. Susan Garsh wies die Klage gegen den ehemaligen Tight End der Patriots, der vor Kurzem Selbstmord im Gefängnis beging, ab und stellte das Verfahren ein.
Das bedeutet nicht, daß Hernandez als unschuldiger Mann ins Gefängnis kam. Dieser Schritt ist eine reine Formalität, da der Angeklagte durch seinen Tod nicht in der Lage war, alle Instanzen der Gerichte zu durchlaufen um seine Unschuld zu beweisen. Wie der Angeklagte zu Tode kam, spielt dabei keine Rolle. Garsh erklärte denn auch, daß sie formal gar keine andere Wahl hatte, als zu diesem Ergebnis zu kommen.
Deshalb gilt wohl das, was die Mutter des brutal ermordeten Odin Lloyd, Ursula Ward, sagte: „Für uns ist er schuldig und wird immer schuldig sein.“

Die Bills holten sich einen neuen General Manager und entschuldigten sich bei den Panthers.
Der neue Head Coach der Bills, Sean McDermott, hat sechs Jahre lang mit Brandon Beane zusammengearbeitet. Beane war Assistenz General Manager der Panthers, McDermott der Defensive Coordinator. Deshalb war Beane auch die erste und man kann sagen, einzige Wahl, die in Frage kam, denn McDermott wollte ihn haben. Die beiden werden als erstes eine schlagkräftige Scoutingabteilung auf die Beine stellen müssen, denn die Pegulas haben alles gefeuert, was mit der Entdeckung alter und neuer guter Spieler zu tun hatte.
Die Pegulas, Besitzer der Bills, sind sich sicher, daß sie mit diesem eingespielten Duo ein gutes Gespann gefunden haben, um das Team aus der Talsohle der unendlichen Erfolglosigkeit herauszuführen.
Daß sie dies auf Kosten der Panthers machen, führte zu dem folgenden Twittereintrag auf der Bills-Teamseite: „Hey @Panthers, Entschuldigung, daß wir weitermachen euer Personal abzuwerben. Ihr sollt nur wissen, wir tun das aus Respekt.“

Dienstag, 9. Mai 2017

Der Fall Joe Mixon
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Joe Mixon hat großes Talent um es in der NFL sehr weit zu bringen. Hätte der Running Back nur durchschnittliche Fähigkeiten, wäre er überhaupt nicht einberufen worden.
Michael Vick (Bild), ehemaliger NFL- Quarterback, weiß, was es heißt, eine falsche Entscheidung zu treffen, die das ganze Leben verändert. Er züchtete Kampfhunde, trainierte sie und ließ zu blutigen Kämpfen antreten.
Das brachte ihm eine 21 Monate lange Gefängnisstrafe wegen Tierquälerei ein. Danach war er spielerisch nicht mehr der Alte und hatte es sehr schwer, noch mal ein Team zu finden, das ihm eine Chance gab.
Er versuchte es bei den Eagles, den Jets und den Steelers, doch ohne Erfolg. Nachdem er 2016 ohne Vertrag war, gab er bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Bis zu seiner Haft war er ein sehr guter Quarterback für die Atlanta Falcons. Er stellte NFL Rekorde für gelaufene Yards eines Quarterbacks insgesamt auf, mit 6.109 Yards, und in einer Saison mit 1.039 Yards.
Mixon kommt schon mit einer dicken Hypothek in die Liga. Von ihm gibt es ein Video, das zeigt, wie er einer Frau mit einem Schlag ins Gesicht mehrere Knochen brach.
Eigentlich wollte die NFL solche Typen nicht mehr in der NFL haben. Doch wenn dieser Typ Talent hat, dann ist das natürlich etwas ganz anderes. Talent schlägt Moral + Recht + Gesetz.
Kurz vor der Draft hatten sich Mixon und sein Opfer außergerichtlich geeinigt, und damit war die Sache für die Liga, und die Bengals, die Mixon aufnahmen, wohl erledigt. Allerdings fiel das Supertalent in Runde zwei. Ohne den Skandal wäre er unter den ersten drei bis vier Spielern gelandet, die ein Team gefunden haben. Doch viele Teams nahmen Mixon von ihrer Liste der einzuberufenden Spieler.
Eine Frauenschutzvereinigung in Cincinnati kritisierte die Entscheidung des Teams auf das Schärfste.
Doch er hat eine zweite Chance verdient. Darin sind sich Michael Vick und Bengals Besitzer Brown einig. Vick meint aber, daß der Running Back demütig und dankbar sein soll. Es wäre ein Privileg in der NFL spielen zu dürfen. Das hätte er selber am eigenen Leib erfahren. Natürlich dürfe so etwas nicht passieren, aber dieser eine Schlag wäre nicht das, was Mixon ausmacht.
Ähnliches schrieb auch Teambesitzer Brown in einem Brief an die Frauenschutzvereinigung.
Ob die das letztlich auch so sehen wird, darf bezweifelt werden.
Es ändert nichts daran, daß Mixon seine zweite Chance wohl verdient hat. Durch den Fall aus Runde eins in Runde zwei der Draft hat er bereits etliche Millionen Dollar verloren. Natürlich steht er unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit, besonders in Cincinnati.
Er muß seine Chance jetzt nutzen und seine natürliche Aggressivität auf dem Platz austoben und den Bengals zu Siegen verhelfen. Dann verblaßt das, was er 2014 als junger Collegespieler getan hat.

Kurzberichte
Bleiben wir auf der kriminellen Seite der NFL.
Jets Wide Receiver Robby Anderson wurde auf einem Musikfestival verhaftet. Er wurde gegen Sicherheitspersonal und Polizei handgreiflich.
Die Jets gaben nur bekannt, daß sie über den Vorfall unterrichtet wären.
Anderson kam 2016 als ungedrafteter Rookie ins Team und fing 42 Pässe für 587 Yards und 2 Touchdowns.
Bei den Jets sind bereits zwei Spieler zum Saisonstart suspendiert. Anderson könnte Nr. 3 werden.

Everybody was Kung-Fu fighting...
OK, kennt nicht mehr jeder, dieses Lied. Und außerdem ist Kung-Fu kein Jiujitsu. Das aber will Scott Peters in der NFL einführen, um die Zahl der Kopfverletzungen zu reduzieren.
Ich bin sicher, Ihr habt jetzt auch diese dusselige Reklame mit dem Fußballspieler, der ins Shaolin-Kloster geht, um seinen Schädel zu härten, vor Augen.
Aber Peters, ein gestandener 150 Kilo Offensive Lineman, will nicht so banal hart an die Sache Rangehen, und vor allemwill er den Kopf schützen. 
Nachdem er von einem Typen im Dojo auf die Matte gelegt wurde, der nur halb so groß und halb so schwer war wie er, fragte er sich, wie das möglich war. Er vertiefte sich in die Sache und verliebte sich in Jiujitsu.
Er merkte, wie sich langsam aber sicher seine Instinkte bei gegnerischen Angriffen schärften. Er lernte bessere Techniken, um harten Angriffen durch gezielte, geschmeidige Bewegungen auszuweichen. Vor allem lernte er, nicht mit dem Kopf voran in den Gegner zu gehen.
Und das sollen jetzt die Indianapolis Colts unter seiner Anleitung lernen und dann die ganze NFL. Es wird bestimmt schwer, das Muskelgedächtnis zum Umlernen zu bewegen. Antrainierte Bewegungsabläufe müssen umtrainiert werden.
Also dann, everybody is Jiujitsu fighting.

Die große Liebe von Ex- Cowboys Quarterback Tony Romo war Golf.
Doch seine Liebe wurde nicht erwidert.
Romo schaffte es nicht, sich für die U.S. Open 2017 zu qualifizieren, an denen er schon so lange hatte teilnehmen wollen, wenn da nur nicht dieser dumme Football-Job gewesen wäre.
Für, die, denen das was sagt, Romo hatte 3-over-par 75. Er hätte 3-under 69 par gebraucht, um weiterzukommen.

Jay Cutler hat einen Rat. Der ehemalige Quarterback der Bears rät seinem Team, Mitchell Trubisky nicht ins Feuer zu werfen, wenn die Saison den Bach runtergeht.
Natürlich werden viele Fans seinen Namen rufen, wenn Mike Glennon es nicht bringt. Trubisky wurde immerhin an 2. Stelle aufgenommen, und entsprechend hoch wären die Erwartungen der Fans in ihn.
Doch Cutler hält nichts davon, den Rookie rauszuschicken, damit er sich durchprügeln läßt. Die Beispiele von David Carr und Blaine Gabbert hätten gezeigt, wie schlecht es war, diese jungen Leute nicht langsam an die Brutalität in der NFL herangeführt zu haben.
Cutler versteht die Probleme der Bears 2017, mit einem Receiver-Corps, das von den verletzungsanfälligen Kevin White und Cameron Meredith angeführt wird, und einem Quarterback, der noch nichts bewiesen hat.
Das klingt ja gar nicht gut. White fing in 4 Spielen 19 Pässe für 187 Yards.
Meredith brachte es in 25 Spielen auf 77 Pässe für 1.008 Yards und 4 Touchdowns bei 3 Fumbles.
Glennon brachte es in vier Jahren in Tampa Bay auf 21 Spiele und warf 630 Pässe, von denen 374 ankamen für 4.100 Yards und 30 Touchdowns, bei 15 Interceptions und einer Passerwertung von 84.6 Punkten.
Nein, das klingt nicht gut.
Vielleicht erwähnt Cutler das bereits in seinem ersten Spiel als Analyst für FOX, wenn er beim Testspiel der Bears in Tennessee eingesetzt wird?

Und noch ein ehemaliger NFL Star geht zum Fernsehen. Ex- Wide Receiver Nate Burleson wird die Crew von „The NFL Today“ auf CBS als Analyst komplettieren. Er nimmt den Platz von Bart Scott ein.
Burleson spielte 11 Jahre in der Liga. Er war bei den Vikings, Seahawks, Lions und Browns. Insgesamt fing er 457 Pässe für 5.630 Yards und 39 Touchdowns.

Saints Center Max Unger wird auf der PUP Liste (physically unable to perform list) in die Saison gehen.
Er wurde an einem Fuß operiert und es wird fünf Monate dauern, bis er wieder einsatzbereit ist.

Montag, 8. Mai 2017

Kurzberichte
cutler-jay-bears200
Ex- Quarterback Jay Cutler (Bild) geht zu FOX. So weit habe ich das ja schon berichtet.
2006 begann er seine NFL Karriere bei den Denver Broncos. Sie nahmen ihn in der ersten Runde der Draft auf.
Seine Karriere verlief ähnlich der, des ungedrafteten Tony Romo von den Cowboys.
Glanzlichter wechselten mit Schattenseiten ab, wobei es mehr Schatten als Glanz gab.
Erfolge für seine Teams, 2009 wechselte er zu den Bears, konnte Cutler genau so wenig erzielen, wie Romo.
Für persönliche Rekorde reichte es allerdings auch bei Cutler. Er hält die Mannschaftsrekorde der Bears unter anderen in Vervollständigungen: Karriere (2.020), Saison (370 in 2014), Passversuche: Karriere (3.271), Saison (561 in 2014), Passyards: Karriere (23.443), Passtouchdowns: Karriere (154), Playoff Spiel (2 am 16.01.16 vs. SEA; mit 3 anderen), Passer Wertung: Karriere (85,2), Kassierte Sacks: Karriere (251), Saison (52 in 2010), Spiel (9 am 3.10. 2010 @NYG; mit 2 anderen), Passyards/Spiel: Karriere (229,8), 300+ Yards Pass Spiele: Karriere (16)
Und nachdem seine Dienste entbehrlich wurden, nahm er einen Job beim Fernsehen an, auch genau wie Tony Romo.
Anders als bei Romo allerdings, hatte kein Team Interesse an Cutler. Romo hätte noch zu den Texans wechseln können, wenn er denn wirklich gewollt hätte.
Und während Romo eine Klausel in seinem Vertrag mit CBS hat, die es ihm erlauben würde, wieder in der NFL aktiv zu werden, wenn ein Team ihn haben wollte, hat Cutler mit der Liga abgeschlossen.
Er sagte, daß eine Rückkehr als Quarterback für ihn nicht zur Debatte stünde.
Während also „Talente“ wie Brian Hoyer, Jared Goff, Mike Glennon, Blake Bortles, Tom Savage, Cody Kessler, und Josh McCown weiter in der Liga vor sich hindilletieren können, analysieren Tony Romo und Jay Cutler demnächst nur noch die „Höhepunkte“ dieser Möchtegern- Quarterbacks.

Ein Wide Receiver der Giants legte seinen Marshallplan vor.
Brandon Marshall gab bekannt, daß er in zwei Jahren in den Ruhestand treten wird.
Der sechsmalige Pro Bowler, der letztes Jahr noch für die Jets spielte, will noch zwei Saisons bestreiten. In diesen zwei Saisons will er den Super Bowl gewinnen, etwas mehr Spaß haben und dann will er die Welt der mentalen Gesundheit verändern.
Er selber wurde mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) diagnostiziert. Das ist eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs, und sie ist durch Impulsivität und Instabilität in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet.
Marshall hätte dieses Jahr für nur $7,5 Millionen bei den Jets spielen müssen. Sein Wechsel zu den Giants bringt ihm $12 Millionen ein.
Ob das aber mit dem Gewinn eines Super Bowls bei den Giants was wird?

Sonntag, 7. Mai 2017

Die Luft ist raus aus Deflategate?
kraft-bobPatriots Besitzer Robert Kraft (Bild) kommt, verständlicherweise, nicht über die unsägliche Deflategate-Affäre weg. Neid und Eifersucht hätten eine große Rolle dabei gespielt, glaubt er.
Bei einem Gipfeltreffen von Wirtschaftsführern hielt Kraft eine Rede und nannte die Strafen unsinnig und idiotisch, was sie ja tatsächlich auch waren.
Eine Sperre, die ein Viertel der Saison dauerte, für Tom Brady, eine hohe Geldstrafe für das Team und der Verlust einer Wahlmöglichkeit in der Draft 2016 wären eine völlig überzogene Aktion von Commissioner Roger Goodell gewesen.
Daß Robert Kraft nach einem gewonnen Super Bowl in der Saison, die Goodell für die Patriots zerstören wollte, immer noch so heftig über die Affäre spricht zeigt, wie sehr das Ganze ihn getroffen hat.
„Ich bin nicht nachtragend“, meinte er, „aber ich vergesse auch nichts. Neid und Eifersucht sind unheilbare Krankheiten. Ich gehe in meine 24. Saison als Teambesitzer. Wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre ich unglaublich sauer auf die anderen Teambesitzer und würde nur daran denken, was wir zu tun hätten, um einen Titel zu gewinnen. Ich verstehe, daß die Mitbewerber Druck auf das Büro der Liga ausgeübt haben und eine Lobby gebildet haben um in der Sache keine Kompromisse einzugehen. Das war unsinnig und idiotisch.“
Daß man ohne Brady 3-1 Siege geholt hätte, und die geschichtliche Aufholjagd im Super Bowl zeigten, daß es es sich lohnt, niemals aufzugeben.
Dann sprach der Besitzer der Patriots noch über die Eckpfeiler des anhaltenden Erfolg seines Teams, Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady. In den letzten 15 Jahren hätten sie alles für die Patriots gegeben. Dabei hätte man ihn davor gewarnt, Belichick zu verpflichten. „Wir mußten ein neues Stadion bauen“, sagte Kraft. „Wir brauchten den Zuspruch der Öffentlichkeit. Wir brauchten Leute, die gut und sympathisch in Interviews rüberkamen. Das war Belichick nicht. Man schickte mir Bänder von ihm aus seiner Zeit in Cleveland. Dort hatte Bill von fünf Saisons vier mit negativer Bilanz beendet. Demnach hätte ich ihn nicht verpflichten dürfen. Aber mich interessierte nur, ob wir uns sympathisch wären, ob wir miteinander gut auskommen würden. Und das hat sehr gut funktioniert.“
Über Tom Brady meinte Kraft: „Er ist netter als sonst jemand. Er ist aufrichtig. Er weiß, wie man mit Menschen klarkommt.“
Dann sprach Kraft noch eine Weile über Donald Trump und die tiefe Freundschaft, die die beiden verbindet. Der heutige Präsident hätte Kraft durch die schwere Zeit geholfen, als seine Frau Myra 2011 verstarb. Trump hätte zu den 5-6 Menschen gehört, die ihm ständig Mut zugesprochen hätten.
Kraft kritisiert, wie der Präsident in den Medien dargestellt wird, gibt aber zu, daß vieles davon Eigenverschulden ist. Trump würde halt öfter etwas sagen, was er in Wirklichkeit gar nicht so meine.
Das erleben wir ja gerade, wo Trump aufhört Trump zu sein, und in Sachen Kriegstreiberei zu Hillary mutiert.

Kurzberichte
Wenn man Patriots Quarterback Tom Brady so sieht, mit seinen 39 Jahren, dann weiß man, daß man die Zeit besiegen kann.
Doch ist Brady dafür wirklich der beste Beweis?
Nein, der Beste sicher nicht, denn das könnte dann doch eher James Harrison sein.
Auch der Outside Linebacker der Pittsburgh Steelers ist 39, und er hat im Vergleich zu Brady den ungleich härteren Job in der Liga. Und was noch unglaublicher ist, im Vergleich zu Brady, der glaubt, durch vegane Nahrungsaufnahme gesünder bleiben zu können, gehört Harrison zu den unbelehrbaren Fleischessern, die ja ach so ungesund leben.
Beide schaffen es, mit ihren Lebensweisen Väterchen Zeit ein Schnippchen zu schlagen, und beiden gönnt man noch viele gute Jahre.

Es gab doch einen Abschiedsbrief von Aaron Hernandez. Der ehemalige Tight End der Patriots hatte sich im Gefängnis das Leben genommen. Die Selbstmordtheorie war aber von seiner Familie und seiner Verlobten angezweifelt worden.
Doch jetzt wurde sein handschriftlicher Abschiedsbrief veröffentlicht und damit die letzten Zweifel ausgeräumt.
In dem Brief betonte Hernandez wie sehr er seine Verlobte Shayanna Jenkins Hernandez liebte. "Shay, du warst immer meine Seelenverwandte und ich will, daß du dein Leben liebst und weißt, daß ich immer bei dir bin. Indirekt habe ich dir gesagt, was kommen wird! Ich liebe dich so sehr und weiß, daß du ein Engel bist – buchstäblich! Wir teilen uns auf in zwei, um die Welt zu ändern! Erzähle meine ganze Geschichte, aber denke niemals an etwas anders, als daran, wie sehr ich dich liebe. Dies war der Plan einer höheren Macht, des Allmächtigen, nicht meiner. Ich liebe dich! Laß (geschwärzt) wissen, wie sehr ich sie liebe! Kümmere dich um (geschwärzt) und (geschwärzt) für mich –Sie sind meine Jungs (Du bist reich).
Ich wußte, daß ich dich liebe = Savage Garden.
Zusätzlich hatte Hernandez in seinem Blut einen Bibelspruch an die Zellenwand geschrieben: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben,“ Johannes 3.16.

Eddie Lacy wechselt von den Packers zu den Seahawks. In Green Bay startete er einen Garagen-Verkauf und bot dabei viele seiner persönlichen Sachen an.
Der Running Back, der in vier Saisons bei den Packers 3.435 Yards und 23 Touchdowns erzielte, verlangte zwar recht hohe Preise für seine getragenen Klamotten, aber der Erlös ging zu 100% an einen Wohltätigkeitsverein.
Bereits vor dem Mittagessen waren alle Teile verkauft.

Samstag, 6. Mai 2017

kelly-chadKurzberichte
So, es gilt eine Woche aufzuholen. Deshalb im Schweins(leder)galopp durch die angesammelten Meldungen.
253 Collegeabgänger wurden in der Draft am letzten Wochenende einberufen und die Denver Broncos bekamen den Mr. Irrelevant, also den Spieler, der als allerletzter aufgenommen wurde. Das war Mississippi Quarterback Chad Kelly (Bild). Er ist der Sohn des jüngeren Bruders von NFL und Buffalo Bills Legende Jim Kelly.
Kelly fiel auf den letzten Platz, weil er gesundheitliche Probleme hat (gerissener Meniskus und Kreuzband) und zusätzlich Probleme außerhalb des Platzes. Nach einer Kneipenschlägerei in Buffalo schmiß das College von Clemson ihn raus. Abgesehen davon hätte er unter Umständen bereits in der ersten Runde ein Team finden können.
Wegen seiner Verletzungen wird Kelly erst im August ins Training der Broncos einsteigen können.

Die ersten einberufenen Spieler haben bereits ihre Verträge mit ihren NFL Teams unterschrieben.
Dennoch wird schon wieder befürchtet, daß es zu Verzögerungen bei den Verpflichtungen kommen könnte. Die Spielergewerkschaft NFLPA moniert Vertragsklauseln bei einigen Verträgen, die im laufenden Tarifvertrag eigentlich nicht erlaubt sind.
Teams könnten versuchen Verträge so zu formulieren, daß sie damit Spielern und ihren Agenten finanziell schaden, obwohl Verträge laut Artikel 7 des Tarifvertrags so nicht formuliert werden dürften.
Die NFLPA will gegen jedes Team vorgehen, daß gegen diesen Artikel verstößt. Dabei geht es vornehmlich um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Anwesenheitspflicht bei offiziellen Teamveranstaltungen, und einige andere Klauseln.
Da jedes Team seine eigene „Vertragssprache“ spricht, und die Kontrakte nicht standardisiert sind, kann es zu unfairen Abschlüssen kommen. Wenn die NFLPA diese Verträge zunächst prüft, können sich Unterschriften der Rookies verzögern.

Direkt nach der Draft feuerten die Bills ihren General Manager Doug Whaley.
Bereits zum Ende der Saison 2016 hin, kamen die Gerüchte auf, daß er nicht mehr lange in Buffalo bleiben würde.
Teambesitzer Pegula feuerte gleich alles und jeden mit, der mit der Talententdeckung für die Bills zu tun hatte.

Die Steelers haben Quarterback Joshua Dobbs einberufen. Dadurch wurde Ersatz- Quarterback Zach Mettenberger entbehrlich und wurde gefeuert.

Die 49ers könnten nicht viel Freude an Reuben Foster haben.
Der Linebacker wurde an 31. Stelle einberufen. Das werteten viele als echtes Schnäppchen.
Doch es kann sein, daß Foster wegen einer gerissenen Rotatorenmanschette 2017 gar nicht wird spielen können.
Zudem gab er beim Sichtungstraining eine wässerige Urinprobe ab, die ihm weiteres Ungemach bereiten könnte.

Philadelphia stellte einen neuen Besucherrekord für eine Einberufungsveranstaltung auf.
Über 250.000 Besucher kamen zur Draft 2017.

Auch nach der Draft blieben die Teams fleißig, besonders die Colts. Sie verpflichteten 18 nicht einberufene Spieler. Auch darunter befindet sich ab und zu so manches Talent, wie z.B. Ex-Cowboys Quarterback Tony Romo, der mit etwas mehr Fleiß und Interesse für seinen Job ein ganz großer hätte werden können.

Wenns in der NFL nicht mehr klappt, geht man zum Fernsehen.
Cowboys Quarterback Tony Romo ging diesen Weg, als er nicht mehr gebraucht wurde, und jetzt Jay Cutler.
Der Ex- Quarterback der Bears hat bei FOX unterschrieben.
Zusammen mit Kevin Burkhardt und Charles Davis wird er das Gespann Nr. 2 des Senders bilden, hinter Joe Buck und Troy Aikman.
Cutler wird bereits beim Vorbereitungsspiel der Bears gegen Tennessee zum Einsatz kommen und seine alten Kollegen analysieren.

Endlich Golf!
Ex-Dallas Quarterback Tony Romo kann jetzt endlich seiner wahren Liebe nachgehen und Golf spielen.
Schon immer hat er sein Karriere in der NFL hinter diesen Rentnersport angestellt.
Statt sich auf die nächste Saison der Cowboys vorzubereiten, spielte er lieber Golf.
Golf!
Und das kann er jetzt, ohne seinen Arbeitgeber, der ihm etliche Millionen zahlte, zu schädigen.
Einige Male bat er darum, später ins Trainingslager kommen zu dürfen, weil er an einem Golfturnier teilnehmen wollte.
Jetzt kann er an Regionalausscheidung um die Teilnahme bei den 2017 U.S. Open teilnehmen, ohne diesen störenden Football im Nacken zu haben.

Jets Wide Receiver Devin Smith zog sich zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Für ihn ist die Saison 2017 bereits beendet.

Die Jets feuerten Safety Marcus Gilchrist.
Zwar spielte er auf einem hohen Niveau, aber in Woche 14 der letzten Saison zog er sich eine böse Knieverletzung zu.

Panthers Tackle Michael Oher wurde angezeigt, weil er einen Uber-Fahrer geschlagen hat.
Oher dachte, daß der Fahrer einen Umweg fahren wollte, um den Fahrpreis in die Höhe zu treiben.

Doug Martin hatte einen Autounfall.
Der Running Back der Buccaneers kam mit leichten Blessuren davon, während sein Wagen ziemlich zerstört wurde, als ein anderer Fahrer ein Stoppzeichen mißachtete und in Martins Fahrzeug krachte.

Natürlich werden die Raiders und ihr neu zu bauendes Stadion in Las Vegas überhaupt nicht mit der Glücksspielindustrie in Berührung kommen.
Natürlich nicht!
Außer eben, daß die $1,9 Milliarden für den Bau des Stadions fast gänzlich aus dem Glücksspielsektor stammen.
„Diese Industrie ist stark in das Projekt eingebunden“, sagte Jeremy Aguero, der Chef des Konsortiums das das Stadion bauen läßt.
„Wir müssen darauf achten, daß die NFL nichts mit der Glücksspielindustrie zu tun bekommt“, sagt Commissioner Goodell immer und immer wieder.
Na, dann achte mal schön, Roger, denn bald wirst Du ein Team haben, dessen Stadion gefördert, ermöglicht und beherrscht wird von Kasinobesitzern, für das von Spielern gezahlt wurde und das direkt in die Wettindustrie verstrickt ist.

Stephen Jones, Sohn des Cowboys Besitzers Jerry, und Vizepräsident des Teams, ist überzeugt davon, daß die NFL ihre Position in Sachen Marihuana überdenken muß.
Eine in vielen Bundesstaaten der USA legale Droge dürfe nicht länger von der Liga verteufelt werden.
Die NFL hat mittlerweile eine Expertenkommission eingesetzt, um die Nutzen und Risiken der Droge abzuwägen.

Die NFL suspendierte Texans Linebacker Max Bullough für vier Spiele.
Er hat gegen die Drogenrichtlinien der NFL verstoßen.

Dumm, dümmer, Jaguars?
Das Team zog seine Option auf die fünfte Saison mit Quarterback Blake Bortles.
Das wäre eine kluge Entscheidung für das Team aus vielen Gründen gewesen, meinte der Vizepräsident des Clubs, Tom Coughlin. Allerdings nannte er nicht einen dieser guten Gründe. Sehr wahrscheinlich weil er es nicht konnte.
Bortles, dessen Fähigkeiten bisher als Niete eingestuft werden können, bekommt dadurch 2018 $19 Millionen, die im Fall einer Verletzung voll zu zahlen sind.
Unfaßbar!

Die Bills zogen ihre Option auf Sammy Watkins nicht.
Der Wide Receiver hat zwar einiges an Talent, ist aber Verletzungsanfällig.
Im letzten Jahr seines Rookievertrags kann er ja beweisen, ob er einen guten langfristigen Vertrag wert ist. Das könnte ihm 2018 dann sogar mehr bringen, als die $13 Millionen, die er für die Option des fünften Jahres bekommen hätte.

Die Vikings zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Teddy Bridgewater nicht.
Der Quarterback gehört in die Kategorie derer die den Ball geradeauswerfen können, aber kein allzugroßes Talent haben.
Zudem kuriert er immer noch seine böse Knieverletzung aus, die er sich in der Vorbereitungsphase 2016 zuzog.

Malcolm Butler ist zum Training der Patriots erschienen.
Um den Cornerback gab es Wechselgerüchte. Butler erschien nicht zu den ersten freiwilligen Trainingseinheiten des Teams.
Am Mittwoch erschien er zum Training.
Ob die Wechselgerüchte aus der Welt sind, ist nicht sicher.

Jamaal Charles bleibt in der AFC West.
Der Running Back fand nach seiner Entlassung in Kansas City sein neues Team in Denver.
Charles unterschrieb bei den Broncos einen Einjahresvertrag, der ihm $3,75 Millionen bringen kann, mit allen festgelegten Boni.

Rams Wide Receiver Tavon Austin wurde am linken Handgelenk operiert.
Er wird einen großen Teil der Vorbereitungszeit verpassen.

Samstag, 29. April 2017

Draft 2017 - Tag 2 - Runde 2 und 3
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DeShone Kizer hat ein Team gefunden. Aber der beste Quarterback, der in der Draft überhaupt zu haben war, wie er von sich selber behauptete, mußte verdammt lange warten, bis er einberufen wurde. Am ersten Tag saß er völlig umsonst im Green Room und wartete darauf, daß sein Name aufgerufen würde. Noch einen Abend im Wartezimmer der Anwärter wollte er sich nicht antun, und so flog er zurück nach Toledo.
Damit verpaßte er es, von einem der legendärsten Spieler der NFL aufgerufen zu werden, denn Jim Brown gab bekannt, daß Cleveland ihn verpflichten wird.
Die Browns nahmen Kizer allerdings erst als 52. Spieler auf, also recht spät in Runde zwei.
Dabei bescheinigen ihm Experten tatsächlich alles Talent der Welt.
Jetzt bescheinigen die Experten den Browns, mit der 52. Wahl ein Schnäppchen gemacht zu haben. Sie bekämen einen großen Wert für eine geringe Summe.

Frauenschläger haben in der NFL nichts zu suchen?
Im Prinzip ja, aber... wenn es brauchbare Spieler sind, dann gilt dieser hohle Spruch nicht.
So nahmen die Bengals an 48. Stelle Joe Mixon.
Der Running Back hatte 2014 einer Frau ins Gesicht geschlagen und ihr vier Knochen gebrochen. Vom moralischen Standpunkt also eher ein verachtenswertes Lowlife, war er vom Talent der beste Running Back, der in der Draft zu haben war. Und den wollten die Bengals, die ja große Erfahrung mit kriminellen Spielern haben (Adam Jones), sich nicht entgehen lassen.
Als Spieler, der spät einberufen wurde, wird Mixons Gehalt überschaubar sein.

Wir werden alle nicht jünger, auch Stars nicht. Deshalb müssen auch die Giants an eine Zukunft ohne Quarterback Eli Manning denken.
Ob ein Quarterback aus der dritten Runde der Draft sein Nachfolger werden kann?
Die Giants hoffen es, denn sie nahmen Davis Webb an 87. Stelle auf. Er wird noch ein, zwei Jahre hinter dem mittlerweile 36 Jahre alten Manning lernen können, bevor es für ihn ernst wird.

An 83. Stelle waren dann auch endlich die New England Patriots zum ersten Mal dran. Sie nahmen Defensive End Derek Rivers auf.

Kurzberichte
Oh Herr, laß es Weihnachten werden.
Die Pittsburgh Steelers nahmen TJ Watt in der ersten Runde auf und am Weihnachtstag kommt es zum Spiel gegen die Houston Texans mit seinem Bruder JJ Watt.
Die beiden können es gar nicht abwarten, sich ein Frohes Fest zu wünschen. Außer im Hinterhof in jungen Jahren, haben die beiden nie in voller Uniform auf dem gleichen Feld gestanden und mit- oder gegeneinander gespielt.
Direkt gegeneinander werden sie natürlich nicht spielen, denn beide sind Verteidiger.

Die Fans der Bears waren geschockt, als der Name von Mitch Trubisky für ihr Team an zweiter Stelle der Draft aufgerufen wurde.
Geschockt beschreibt sehr milde, was im Draftsaal los war, unter den Fans.
Entsetzen würde es eher treffen.
Als der Quarterback auf die Bühne kam, wurde er mit Pfiffen und Buhrufen empfangen. Kein schöner Einstand für den Mann, der das Team irgendwann mal als Nr. 1 führen soll.

Und jetzt sage ich Tschüß für eine Woche.
Am Samstag, 6.5., melde ich mich wieder zurück.
Ich hoffe, ihr klickt dann alle wieder bei Win-Football rein.

Freitag, 28. April 2017

Draft 2017
goodell-draft-17Das war sie also, das war die Draft 2017, Runde 1. Es hat einige Überraschungen gegeben, doch im Großen und Ganzen kam es doch so, wie die Experten es vorausgesehen haben.
Wie bereits letztes Jahr bekam Commissioner Roger Goodell (Bild) von den anwesenden Fans klar mitgeteilt, was sie von ihm halten. Er mußte erneut unter lauten Buhrufen die einberufenen Spieler verkünden.
An erster Stelle waren die Cleveland Browns dran und sie nahmen Myles Garrett von Texas A&M. Vor ein paar Tagen hatte das Ruhmeshallenmitglied Warren Sapp noch eindringlich davor gewarnt, diesen, in seinen Augen faulen, Spieler einzuberufen.
Die Browns sahen das anders und nahmen den Defensive End.
Der kam nicht auf die Bühne, um das Trikot von Roger Goodell in Empfang zu nehmen, denn er war Zuhause in Arlington, Texas, und sah sich die Übertragung im Fernsehen an.

Die Bears wollten Quarterback Mitchell Trubisky so sehr, daß sie mit den 49ers die Plätze tauschten.
Die Bears wären als dritte dran gewesen, die 49ers hatten Platz zwei.
Das zeigt, daß die Bears wohl nicht sehr viel Vertrauen in Mike Glennon haben, dem sie vor Kurzem einen $45 Millionen Vertrag gegeben haben.
Dafür mußte Chicago eine Menge Draftpicks an San Francisco abgeben. Platz drei 2017, klar, zusätzlich die Wahlmöglichkeiten in Runde drei und vier, und einen Pick in Runde drei 2018.

Die 49ers rutschten einen Platz tiefer und bekamen dafür recht viele Draftpicks von den Bears.
An dritter Stelle liegend nahmen sie Defensive End Solomon Thomas.
Dabei hätten sie selber dringend einen Quarterback gebraucht.

Und ein Running Back fand sehr früh sein Team.
Die Jaguars nahmen Leonard Fournette an vierter Stelle auf.

JJ Watts kleiner Bruder TJ Watts war den Steelers ihre Wahlmöglichkeit in Runde eins wert. Sie nahmen den Outside Linebacker an 30. Stelle auf.

Die Raiders sagten, daß sie „Meilen um Meilen“ an Informationen gesammelt hätten, bevor sie Gareon Conley an Stelle 24 einberiefen.
Gegen Conley liegt eine Anzeige wegen Vergewaltigung vor.
Der Cornerback sollte eigentlich im Green Room genannten Wartezimmer der NFL Anwärter in Philadelphia sein, reiste aber am Vortag bereits ab, um kein Störfaktor zu sein.

Es blieben noch einige talentierte Anwärter übrig, die in den nächsten Runden einberufen werden können.
Wie erwartet kam Quarterback DeShone Kizer ganz umsonst nach Philadelphia. Er blieb im Green Room sitzen. Er sah zu, wie drei Quarterback in Runde eins ein NFL Team fanden.
Und auch Cam Robinson, OT, Alabama; Malik McDowell, DT, Michigan State; Sidney Jones, CB, Washington hätten bereits in Runde eins ein Team finden können, müssen jetzt aber bis zur nächsten Runde warten.
Hier ist die komplette Reihenfolge der einberufenen Spieler...

Kurzberichte
Seit einem Jahr steht das Haus des verstorbenen Aaron Hernandez leer, in dem es einen Swimmingpool mit Wasserfall gibt, einen Kinosaal und eine Sauna.
Die Villa hat einen Wert von $1,3 Millionen.
Shayanna Jenkins Hernandez, die Verlobte des Verstorbenen, will das Recht zum Verkauf des Hauses vor Gericht erstreiten.
Es soll einen potentiellen Interessenten für die Villa geben.

Die Redskins verlängerten den Vertrag mit Morgan Moses um fünf Jahre.
Moses kam 2014 in Runde drei der Draft zu den Redskins und konnte seine Leistung seitdem kontinuierlich steigern.

Drew Brees ist hocherfreut über die Verpflichtung von Adrian Peterson.
Der Quarterback der Saints glaubt, daß Peterson und Mark Ingram das beste Running Back Duo der Saison 2017 werden können.
Kein anderes Team hätte zwei Running Backs mit der Qualität dieser beiden.

Donnerstag, 27. April 2017

Kurzberichte
bradford-sam-vikingWie es aussieht, wird Sam Bradford (Bild) ohne einen neuen Vertrag in die kommende Saison gehen.
Der Quarterback der Vikings hat noch einen Vertrag bis Ende 2017. Normalerweise wird vor dieser letzten Saison ein neuer Kontrakt ausgehandelt. Doch Bradford macht sich darüber keine Sorgen.
Muß er auch nicht, denn finanziell ist er abgesichert. Seine bisherigen Verträge brachten ihm bereits $96 Millionen ein.
Sein laufender Vertrag, den er mit den Eagles abschloß, die ihn dann an die Vikings abgaben, ist auch noch mal $36 Millionen wert.
Das ist auch in den heutigen teuren Zeiten, in denen wir leben, ein nettes Sümmchen.
Deshalb macht Bradford sich keine Sorgen, wie es nach 2017 weitergeht. „Ich habe sowieso keine Kontrolle darüber“, sagte er in einem Interview.

Jahri Evans unterschrieb in Green Bay.
Der ehemalige Guard der Saints spielte 11 Jahre für New Orleans.
Über die Konditionen seines Vertrag bei den Packers wurde noch nichts bekannt.

Die Oakland Raiders sind tatsächlich das Wagnis eingegangen, Marshawn Lynch zu verpflichten.
Der Running Back der Seahawks war ja inoffiziell im Ruhestand. Lediglich ein Video, das er kurz nach Super Bowl 50 ins Internet stellte, und auf dem er seine Footballschuhe an den Nagel hängte, zeigte, daß Lynch sich als Ruheständler betrachtete.
Sein letztes NFL Spiel bestritt er 2015 wo er wegen einer Leistenoperation nur in sechs Spielen spielte, und 2016 reiste er durch die Welt.
Da die Rechte an ihm noch bei den Seahawks lagen, mußten die Raiders ihre Wahlmöglichkeiten in Runde fünf und sechs der Draft 2018 an Seattle abgeben. Das ist kein hoher Preis, wenn Lynch es noch mal schafft, in den Beastmode zu schalten.
Am Mittwoch unterschrieb er einen Zweijahresvertrag über $9 Millionen. Mit Boni kann er es auf satte $16,5 Millionen bringen.
Für Lynch ist es eine Heimkehr. Er stammt aus Oakland und spielte seinen Collegefootball für Cal, die University of California, Berkeley.
Ob sich der Handel für Oakland auszahlt wird eine der spannendsten Geschichten der kommenden Saison sein.

Wenn wir morgen früh aufstehen, stehen die neuen Mitglieder der NFL Familie fest.
In dieser Nacht ist die erste Runde der Draft. Die Runden zwei und drei sind am Freitag dran, während am Samstag die restlichen Runden vier bis sieben abgehalten werden.
Die Cleveland Browns haben sich mit 1-15 Siegen das Recht der ersten Wahl erkämpft. Und wie man hört, wissen sie schon, wen sie als ersten Spieler 2017 einberufen werden.
Das ist aber noch nicht nach draußen gesickert, würde ja auch die Spannung nehmen.
Also wird die Uhr für die Browns ganz normal gestartet und dann muß man öde warten bis Roger Goodell auf die Bühne kommt und den ersten Spieler verkündet. Und so geht das die ganze Nacht. Die Uhr wird für ein weiteres Team gestartet, man wartet, Goodell kommt und sagt seinen Spruch. Dazwischen gibt es Werbung, viel Werbung, also sehr viel Werbung, und Experten beraten darüber, wer wohl als nächster Anwärter einberufen wird. Dazu zeigen sie kurze Filmchen der betreffenden Spieler.
Wer sich das Live antun will, das NFLN überträgt alle Runden Live. In dieser Nacht beginnt es um zwei Uhr unserer Zeit. Runde zwei und drei beginnen bereits um ein Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag. Und Runde vier bis sieben werden am Samstag ab 18:00 Uhr übertragen.

Hier die Rangfolge der ersten Runde, falls nicht noch Positionen getauscht werden sollten:
1. Cleveland Browns
2. San Francisco 49ers
3. Chicago Bears
4. Jacksonville Jaguars
5. Tennessee Titans (von Los Angeles Rams)
6. New York Jets
7. Los Angeles Chargers
8. Carolina Panthers
9. Cincinnati Bengals
10. Buffalo Bills
11. New Orleans Saints
12. Cleveland Browns (von Philadelphia Eagles)
13. Arizona Cardinals
14. Philadelphia Eagles (von Minnesota Vikings)
15. Indianapolis Colts
16. Baltimore Ravens
17. Washington Redskins
18. Tennessee Titans
19. Tampa Bay Buccaneers
20. Denver Broncos
21. Detroit Lions
22. Miami Dolphins
23. New York Giants
24. Oakland Raiders
25. Houston Texans
26. Seattle Seahawks
27. Kansas City Chiefs
28. Dallas Cowboys
29. Green Bay Packers
30. Pittsburgh Steelers
31. Atlanta Falcons
32. New Orleans Saints (von New England Patriots)

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn, so kurz vor der Draft, hat sich Gareon Conley einen Anwalt genommen. Der hat am Freitag mit allen 32 Teams einzeln Kontakt aufgenommen, um den Verantwortlichen klar zu machen, daß Conley unschuldig ist.
Conley selber hat auch persönlich mit einigen Teams gesprochen, um seine Sicht der Dinge darzustellen.
Ob die Teams überzeugt werden konnten, daß der Cornerback von Ohio State so unschuldig ist, wie er von sich behauptet?
Laut seinem Anwalt soll ein Video existieren, daß die Geschichte der Frau entkräften kann. Das aber müsse man erst anfordern.
Am Montag erst soll er von der Polizei verhört werden. Das könnte sich in der Tat negativ darauf auswirken, an welcher Stelle Conley einberufen wird. Mittlerweile hat er Philadelphia verlassen. Eigentlich sollte er in Runde eins im Draftroom sitzen und darauf warten, daß sein Name aufgerufen wird.
Er wollte aber keine Störfaktor sein, und deshalb hat er es vorgezogen, nach Hause zu fahren.

Mittwoch, 26. April 2017

Kurzberichte
peterson-adrian4Wer die News laufend verfolgt, der weiß, daß Running Backs es in der NFL nicht mehr so leicht haben. Das ändert sich Gott sei Dank wieder etwas. Ihr Wert wird wieder mehr geschätzt.
Dennoch gibt es Altstars, für die es nicht gut läuft.
Einer dieser Altstars hat ein neues Team gefunden. Zwar wollte Adrian Peterson (Bild) nur bei einem Team unterschreiben, das Chancen auf den Super Bowl hat, aber er landete letztlich bei den New Orleans Saints.
Der ehemalige Vikings Superstar unterschrieb am Dienstag einen Zweijahresvertrag über $7 Millionen, von denen $3,5 Millionen garantiert sind. Allerdings kann der 32-jährige es mit verschiedenen Zuzahlungen sogar auf $15,25 Millionen bringen.
Das ist dann immer noch weit weniger, als die $18 Millionen, die Minnesota ihm alleine für 2017 hätten zahlen müssen.
Ob Peterson es zur Nr. 1 bei den Saints bringt?
Immerhin erzielte Mark Ingram 2016 1.043 Laufyards. Deshalb sagte Head Coach Payton, daß Peterson Ingram unterstützen soll. Die Sache dürfte damit klar sein, wenn Peterson in der Vorbereitungszeit nicht noch Ingram den Rang abläuft.
Vielleicht muß der Running Back in diesem Jahr mal wieder in einem Vorbereitungsspiel antreten. Das hat er schon lange nicht mehr gemacht.
Und Gratulation an den Spielplanersteller. Das erste Monday Night Football Spiel der Saison heißt Saints at Vikings.

Für Jamaal Charles läuft es gar nicht gut.
Der ehemalige Running Back der Chiefs hat ein Video aufgenommen, um den Coaches der Teams zu beweisen, daß er nach seiner Knieoperation wieder vollständig einsatzbereit ist.
Der 30-jährige möchte noch nicht in den Ruhestand treten, doch es gibt kein Interesse an ihm.
Seit 2008 spielte Charles in der NFL, die ganze Zeit für die Chiefs. Dort erzielte er mit 1.332 Läufen 7.260 Yards. Er fing 285 Pässe für 2.457 Yards und brachte es insgesamt auf 64 Touchdowns.

LeGarrette Blount ist ein Free Agent. Der Running Back würde gerne bei den Patriots bleiben, doch von da kommen keine positiven Signale.
Die kamen jetzt von den Giants.
Die New Yorker brauchen einen Brecher durch die Mitte, also einen wie Blount.
Ob es zu einem Vertrag kommen wird, das ist noch fraglich. Die Verhandlungen sollen laufen.

Bei den Titans gab es nur einen Spieler, der nicht zu den freiwilligen Trainingseinheiten erschien, Running Back Derrick Henry.
Zwischen ihm und Head Coach Mike Mularkey herrscht Funkstille. Mularkey wartet darauf, daß Henry ihn anruft um ihm den Grund des Wegbleibens zu erklären.
Selber hat der Coach noch nicht zum Telefon gegriffen, um Henry anzurufen. „Jeder Spieler kennt unseren Zeitplan, was wir jeden Tag machen. Ich habe nicht das Gefühl, als ob ich jemandem hinterherlaufen müßte. Er ist informiert, wie jeder andere auch“, sagte Mularkey enttäuscht.
Als Nr. 2 hinter DeMarco Murray erzielte der Gewinner der Heisman Trophäe von 2015 2016 in der NFL 490 Yards und 5 Touchdowns.

Und noch ein Collegeabgänger, der auf dem Sprung in die NFL ist, wurde der Vergewaltigung angezeigt.
Ohio State Cornerback Gareon Conley wurde unter den ersten 10 Spielern erwartet, die in der Draft ein Team finden sollten.
Jetzt liegt eine Anzeige gegen ihn vor. Er soll eine Frau in einem Hotel in Cleveland vergewaltigt haben.
Die Frau wäre freiwillig mit ihm in sein Zimmer gegangen. Dort hätte Conley angefangen ihre Hose aufzuknöpfen und zog sie herunter. Als es ernst wurde sagte sie: „Stop, es tut weh!“
Doch Conley beendete erst den Akt, bevor er die Frau aus dem Hotelzimmer trat.
Zwei Zeugen, die auch in Conleys Zimmer waren, sagten, daß Conley nichts derartiges getan hätte. Die Frau hätte sich erst aufgeregt, als sie aus dem Zimmer geworfen wurde.

Steelers Wide Receiver Martavis Bryant darf bedingt wieder in der NFL mitspielen.
Bryant war ein Jahr suspendiert, weil er wiederholt der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde. Er hat alle Bedingungen erfüllt, die die NFL ihm auferlegt hat.
Er darf jetzt wieder mit dem Team trainieren, muß aber jederzeit damit rechnen, wieder überprüft zu werden.
Ein weiterer Verstoß wird ihm eine noch längere Sperre einbringen.

Ebenfalls wieder spielberechtigt ist Daryl Washington. Er ist der Beweis für die längere Suspendierung, die wiederholte Verstöße bringen. Der Linebacker der Cardinals war gar drei Jahre suspendiert.
Das Team gab bekannt, daß man von der NFL über das Ende der Sperre informiert wurde. Da man drei Jahre absolut keinen Kontakt zu Washington hätte haben dürfen, könne man jetzt noch nicht sagen, wie es mit dem Linebacker weitergeht?
Jetzt würde man sich erst mal auf die Draft konzentrieren, und sich danach um Washington kümmern.
Klingt nicht so, als hätten die Cardinals händeringend auf Washingtons Rückkehr gewartet.

Dienstag, 25. April 2017

Kurzberichte
rodgers-aaron-mvp-2014
22 Collegeabgänger werden am Donnerstag im Draftroom sitzen und darauf warten, daß der allseits geschätzte und beliebte Commissioner Roger Goodell ihren Namen aufruft.
Dennoch kommt es vor, daß der Name sehr spät fällt oder sogar gar nicht.
Gerade noch so kamen Aaron Rodgers (Bild) und Johnny Manziel davon. Rodgers wurde an 24. Stelle einberufen, Manziel an 22. Während Rodgers nicht unbedingt als Kandidat für die ersten 10 Plätze galt, dachte man das bei Manziel schon.
Rodgers hat sich seitdem fast schon in die Hall of Fame gespielt, Manziel wurde zum Lachschlager.
Ganz schlimm war es bei Geno Smith. Der Quarterback saß am ersten Tag ganz umsonst im Draftroom. Er wurde erst am zweiten Tag in Runde zwei von den Jets aufgenommen.
Dieses Jahr, so wird spekuliert, könnte von den anwesenden Anwärtern Notre Dames Quarterback DeShone Kizer vergeblich darauf warten, daß Goodell seinen Namen nennt. Die Experten gehen davon aus, daß wenigstens vier Quarterbacks ihre NFL Teams finden, bevor Kizer an der Reihe ist.
„Ich kann der beste Quarterback sein, der jemals in der NFL gespielt hat“, ist Kizer von sich selber überzeugt. Ob auch die Teams davon überzeugt sind, wird sich zeigen.

Die Giants werden ihre Option auf die fünfte Saison von Odell Beckham jr. ziehen.
Das war zu erwarten, obwohl der Star-Receiver dem Team auf dem Platz nicht immer nur Freude macht.
Noch ist die Sache nicht offiziell, aber es wird so kommen. Dann wird Beckham 2018 etwa $8 Millionen bekommen.

Die Patriots verpflichteten Mike Gillislee vom Divisionsrivalen aus Buffalo.
Die Bills hatten das Recht, dem Angebot der Patriots gleichzukommen, verzichteten aber darauf.
Der Running Back unterschrieb für zwei Jahre in New England. Buffalo bekam die Wahlmöglichkeit der Patriots an 163. Stelle in der kommenden Draft.
Buffalo nahm Gillislee in der fünften Runde 2013 auf. Letztes Jahr erzielte er mit 101 Läufen 577 Yards und 8 Touchdowns.
New Englands „eigener“ Running Back, LeGarrette Blount, ist ein uneingeschränkter Free Agent und hat bisher noch kein neues Team gefunden. Es kann sein, daß er bei den Patriots bleibt. Die haben zwar so einige Running Backs in letzter Zeit verpflichtet, aber nach der Vorbereitungssaison wird da wohl kräftig ausgedünnt werden.

Ein Richter ordnete an, daß sämtliche handschriftliche Schreiben von Aaron Hernandez, von der Gefängnisleitung noch vor der Beerdigung an die Familie übergeben werden müssen.
Die Beisetzung ist am heutigen Dienstag Nachmittag.
Unter den Schriftstücken, die herausgegeben werden müssen, soll eine Selbstmordnotiz des ehemaligen Patriots Tight Ends sein. Die Familie hätte ein Recht darauf, in dieser Zeit der Trauer, die letzten Gedanken des Toten zu erfahren, entschied der Richter.

Mit den Broncos gewann er einen Super Bowl. Trotzdem trat DeMarcus Ware als Cowboy in den Ruhestand.
Der Defensive End unterschrieb gestern einen Eintagesvertrag in Dallas, um als Cowboy aus der NFL auszuscheiden.
12 Jahre spielte er in der NFL, die letzten drei davon in Denver. Mit ihnen gewann er 2015 den Titel der Titel.
Doch sein Körper signalisierte ihm, daß es Zeit wäre aufzuhören. In den letzten zwei Jahren verpaßte er 11 Spiele.

Adrian Peterson soll mit den Saints nahezu einig sein.
Der Ex-Vikings Running Back steht kurz davor, einen Einjahresvertrag über $3 Millionen in New Orleans zu unterschreiben, heißt es.
Dabei wollte Peterson doch nur zu einem Team wechseln, das ernsthafte Chancen auf den Super Bowl hat.
Sollte es wirklich so kommen, hätte der Spielplanmacher ein gutes Näschen gehabt. Die Saints spielen in Woche 1 im frühen Monday Night Football Spiel in Minnesota.

Jake Long sagt so long.
Mit 32 Jahren beendet der Tackle seine Karriere.
Vor neun Jahren wurde er in der Draft vor Defensive End Chris Long und Falcons Quarterback Matt Ryan einberufen. In diesen neun Jahren spielte er für die Dolphins, Rams, Falcons und Vikings.
Long durchlitt mehrere Kreuzbandrisse in seiner Karriere. 2016 kam er für die Vikings nur ein paar mal zum Einsatz.
Jake Long ist übrigens nicht verwandt mit Howie Long.

Montag, 24. April 2017

Kurzberichte
montana-joeDas Land, auf dem einst das Candlestick Stadion der 49ers stand, wird bebaut. Eine Heimat für 7.000 Menschen soll dort entstehen. Und eine Straße in diesem Neubaugebiet soll Joe Montana Drive heißen.
Doch nicht wenn es nach dem legendären Quarterback der Niners (Bild) geht. Er möchte, daß die Straße Joe Montana-Dwight Clark Drive benannt wird.
Montana und Clark sind berühmt für „The Catch“ mit dem sie 1981 im NFC Championship Spiel die Cowboys besiegten.
Clark wäre sein ganz besonderer Freund, meinte Montana. „Wenn sie mich ehren, müssen sie ihn auch ehren“, sagte er.
Immer wieder muß er lachen, wenn er an die erste Begegnung mit Clark denkt. Der Tight End dachte Montana wäre der neue Kicker der 49ers, wie er so mit seiner schmächtigen Statur auf dem Trainingsplatz auftauchte.
Heute leidet Clark an ALS, einer Krankheit, die Zellen angreift, die die Muskeln steuern.
Neben den 49ers Legenden Ronnie Lott und Bill Walsh werden auch andere Sportgrößen der Stadt Straßen mit ihrem Namen bekommen... und hoffentlich auch Dwight Clark.

Die Ravens haben jetzt einen Director of Performance. Steve Saunders ist sicher, daß er die Spieler des Teams zu den fittesten und am wenigsten verletzungsanfälligen Spielern der Liga machen kann.
Weg mit dem Quatsch, daß Footballspieler Luft für 100 oder 200 Yards Sprints haben müssen. 20, 30 oder 40 Yards tun es auch. Spezielles Aufwärmen und Stretching soll helfen, Muskel- und Sehnenverletzungen zu vermeiden. Spezielles Muskeltraining soll helfen, Gelenksverletzungen zu vermeiden.
Letztes Jahr ging den Ravens im Endspurt die Luft etwas aus. Star Receiver Jimmy Smith war verletzt und Baltimore verlor drei der letzten vier Spiele.
Das soll in der kommenden Saison nicht mehr passieren.
Dank Steve Saunders soll es bei den Ravens keine verletzten Spieler mehr geben, und die Kondition soll bis zum Super Bowl reichen.
Na dann...

In der Nacht zum Freitag ist es so weit, die Einberufungsshow der NFL, die Draft, geht in die erste Runde.
Und wieder gibt es Kandidaten, die ins Kreuzfeuer der Kritik geraten sind.
Während der Anwärter Joe Mixon den Rechtsstreit mit der Frau, der er das Gesicht brach, gerade noch rechtzeitig vor der Draft beilegen konnte, schlug ein weiterer Anwärter zu.
Und das Ruhmeshallenmitglied Warren Sapp bezeichnete den Spieler, der an erster Stelle einberufen werden könnte, als Faulpelz.
Es ist also wieder genug los und es wird nie langweilig.
Defensive Lineman Caleb Brantley von den Florida Gators soll eine Frau KO geschlagen haben. Die Anzeige wurde am Freitag erstattet.
Chelsea Austin ist die Klägerin, mit der Brantley am 13. April eine Auseinandersetzung hatte. Dabei soll es zu der Körperverletzung gekommen sein, bei der sich bei der Klägerin ein Zahn gelockert hat. Zwei Zeugen haben den Vorfall miterlebt.
Von Brantley wurde erwartet, daß er in einer höheren Runde der Draft einberufen würde. Er könnte jetzt in die tieferen Runden abrutschen.

Warren Sapp hat seine Meinung über Myles Garrett. „Ich sehe da ein faules Kind“, meinte der Hall of Fame Defensive Tackle.
Nachdem Sapp sich die Videos des Defensive Ends angesehen hat, glaubt er nicht, daß Garrett es wirklich wert ist, an Nr. 1 aufgenommen zu werden.
Und als Hall of Fame Mitglied kennt sich Sapp wohl aus mit seiner Position.
„In dem Kid sehe ich da nichts auffälliges. Wo sind die Szenen, die seine Qualität beweisen? Wo sind die Spiele, die er dominiert hat? Er ist groß und er ist stark, das sticht den Scouts ins Auge. Aber ich sehe nur jemanden, der drei, vier Plays pro Spiel macht. Das soll die Nr. 1 sein? Nein, nein, nein. Das ist er nicht mal annähernd.“
Am Freitagmorgen werden wir dann sehen, ob die Browns auf Sapp gehört haben. Oder ein anderes Team, wenn die Browns ihren Platz an der Spitze tauschen.

Sollte man Spieler einberufen, die gerade eine schwere Operation hinter sich haben?
Auch dieses Jahr gibt es wieder einige Anwärter, die sich noch in der Reha befinden, und deren Chancen dadurch geschmälert sind.
Lohnt es sich, das Risiko einzugehen, sie dennoch zu rekrutieren?
Die Cowboys hoffen, daß es so ist.
2016 nahmen sie Jaylon Smith auf. Der Linebacker von Notre Dame zog sich in seinem allerletzten Collegespiel einen Kreuzbandriss und Nervenschäden im Knie zu. Obwohl die Cowboys wußten, daß er 2016 nicht würde für sie spielen können, nahmen sie ihn in der zweiten Runde auf.
Sie hoffen, daß sich ihr Wagnis 2017 auszahlt. Smith trainierte in dieser Woche zum ersten Mal mit dem Team bei den freiwilligen Trainingseinheiten.
Werden auch dieses Jahr wieder Teams so hoch pokern, wie Dallas letztes Jahr?

Sonntag, 23. April 2017

Kurzberichte
savage-tomDer General Manager der Texans, Rick Smith ist der Meinung, daß man in der Draft keinen Quarterback einzuberufen braucht, denn man hätte ja Tom Savage (Bild).
Klingt ungefähr so, als würde ein Fußball Bundesliga Club sagen: „Wir brauchen keinen guten Trainer, wir haben ja Peter Stöger.“
Houston hat also vor, mit Tom Savage als Starter und Brandon Weeden als Nr. 2 in die Saison zu gehen?
Das klingt nicht wirklich realistisch.
Nicht realistisch ist es aber auch, an 25. Stelle noch einen brauchbaren Quarterback rekrutieren zu können. Es sollen ja eh keine guten Quarterbacks zu haben sein, und so tief unten dürften die dann auch schon weg sein.
Ein Juwel wie Dak Prescott in Runde vier letztes Jahr findet man auch nicht alle Jahre. Tom Savage jedenfalls war kein solches Juwel. Er wurde 2014 in Runde vier von Houston einberufen.
Smith spürt absolut keinen Druck, einen Quarterback aufnehmen zu müssen. Allerdings will er mit drei Quarterbacks ins Trainingslager gehen. Wer die Nr. 3 wird, wird man sehen. Wunschkandidat Tony Romo ist ja mittlerweile aus dem Rennen.

Ein Richter des Bristol Superior Courts wies das Department of Corrections (DOC) am Freitag an, alle Unterlagen, die mit Aaron Hernandez zu tun haben, zu sichern und zu verwahren.
Die Verlobte des ehemaligen Patriots Tight Ends, der am Mittwoch Selbstmord beging, hat das im Namen ihrer Tochter angeordnet.
Es soll verhindert werden, daß die Angestellten des Gefängnisses Beweismaterial wegwerfen, vernichten oder löschen. Audio-, Videomaterial, handgeschriebene Notizen von Hernandez, seine medizinischen Unterlagen, alles muß sicher verwahrt werden.
Im Gegensatz zum Staatsanwalt und dem zuständigen Gerichtsmediziner, die von Selbstmord ausgehen, glauben der Anwalt von Hernandez und die verlobte des Verstorbenen, Shayanna Jenkins Hernandez, nicht daran, daß es Selbstmord war. Die sichergestellten Unterlagen sollen Licht in das Dunkel bringen.
Ebenfalls am Freitag forderte die Mutter des von Hernandez ermordeten Odin Lloyd die Patriots auf, $6 Millionen in die Vermögensmasse von Hernandez einzuzahlen. Dieses Geld soll an die Familie Lloyd ausgezahlt werden, da feststehe, daß Hernandez Odin Lloyd hingerichtet hat.
Und hier beginnt es wieder kompliziert zu werden. Ein Fall, der mit einer Verurteilung wegen eines geplanten Mordes endet, geht in Massachusetts automatisch in die Berufung. Und bis diese Berufung entschieden ist, gilt man als unschuldig. Da wird es nicht leicht für die Familie Odin, das ihr wohl zustehende Recht auch zu bekommen.

Nächste Woche um diese Zeit bin ich schon im wohlverdienten Kurzurlaub, was nicht so wichtig ist, klar. Aber nächste Woche um diese Zeit wissen wir auch, wer die neuen Millionäre sind, die vom College in die NFL wechseln.
Und die Raiders würden gerne vor der Draft wissen, was Marshawn Lynch vorhat?
Der Running Back der Seahawks möchte gerne für die Raiders spielen. Aber er läßt sich mit seiner Entscheidung Zeit. Zu viel Zeit, wenn es nach den Raiders geht.
„Irgendwann möchte man es dann doch gerne mal wissen“, meinte General Manager Reggie McKenzie.
Lynch galt ja eigentlich als Football-Rentner, aber er hat bis heute noch keinen entsprechenden Vertrag unterschrieben. Deshalb liegen die Rechte an ihm noch bei den Seahawks. Die Raiders und die Seahawks sind sich einig geworden, jetzt liegt es an Lynch, ob er wirklich noch mal in den Beastmode schalten will.

Geld machen mit dem Warenzeichen Las Vegas Raiders?
Ist möglich, wird aber schwer.
Lane Blue, Besitzer einer Luftfrachtfirma, hatte Großes vor. Er wollte sich den Namen beim Amt für Markenrechte schützen lassen, um die Raiders vom Umzug abzuhalten. Er glaubte, daß, wenn das Team ihm Millionen für die Abtretung des Namens hätte zahlen müssen, es in Oakland geblieben wäre.
Eine etwas irre Annahme. Es scheiterte daran, daß Blue die Rechte nicht bekam.
Dabei gilt in den USA das Recht der ersten Eintragung. Es wird nicht geprüft, ob der Antragsteller ein besonderes Recht an dem Namen hat, oder nicht. Und so haben sich schon einige Leute die Rechte an dem Namen für $275 gekauft, da man für verschiedene Artikel jeweils ein einzelnes Interesse anmelden muß.
Doch Patrick Jennings, ein Anwalt für Markenrechte, sagte bereits, daß diese Leute ihr Geld zum Fenster rausgeschmissen hätten. Wenn die Raiders die Rechte haben wollten, dann wäre es für ihn ein Klacks ihnen diese zu beschaffen.

Da will wohl jemand die NFL Teams gnädig stimmen.
Ex-Oklahoma Running Back Joe Mixon konnte einen Rechtsstreit außergerichtlich klären.
Amelia Molitor hatte eine Zivilklage gegen Mixon eingereicht, weil der sie 2014 so hart ins Gesicht schlug, daß er ihr den Kiefer und einen Wangenknochen brach.
Vor Kurzem tauchte im Internet ein Video auf, das den Vorfall zeigte.
Das machte sich nicht gut, so kurz vor der Draft und in dem Wissen, daß die NFL Frauenschläger nicht mehr wirklich gerne hat.
Doch jetzt wurde der Rechtsstreit beigelegt und man kann davon ausgehen, daß Mixon sich gegen ein nettes Sümmchen freikaufen konnte.
Seine Chancen darauf, früher als vor der Schlichtung ein Team zu finden, dürften gestiegen sein, gehört Mixon doch zu den besten Running Backs, die in der Draft zu haben sind. Und das steigert ja dann auch sein zu erwartendes Einkommen.

Die Chiefs feuerten Jaye Howard.
Der Defensive Lineman hatte gerade erst ein Jahr seines $12 Millionen schweren Zweijahresvertrags absolviert.
Im Dezember mußte Howard mit einer Hüftverletzung auf die Verletztenliste gesetzt werden.
Das Team muß ihm für 2017 noch $2,5 Millionen zahlen, wenn er keinen neuen Arbeitgeber findet.

„Wir werden 2017 nicht noch eine 1-15 Saison spielen“, sagte Browns Head Coach Hue Jackson, „Und wenn doch, dann werde ich im Lake Erie schwimmen gehen.“
Eine mutige Aussage.
Sieht man sich den Spielplan der Browns an und tippt Spiel für Spiel, dann kommt ein 0-16 dabei heraus. Zwar stehen auch die Jets und die Jaguars auf dem Plan, aber selbst die dürften nicht gegen Cleveland verlieren.
0-16 also.
ABER... 0-16 ist nicht 1-15. Dann müßte Jackson rein technisch gesehen nicht im Eriesee schwimmen gehen.
Uff!

Freitag, 21. April 2017

Der Spielplan 2017 ist da
spiel1-2017Und so beginnt es: Kansas City Chiefs at New England Patriots.
Nicht gerade die Knallerpartie, aber die Defense der Chiefs dürfte der Patriots Offense ein paar Schwierigkeiten bereiten.
Für das erste Sonntagsspiel auf NBC hat die NFL für gepflegte Langeweile gesorgt. Es ist mal wieder Giants at Cowboys. Man kann diese Ansetzung schon als Tradition bezeichnen. Es ist das dritte Mal in Folge, daß das erste Sonntagsspiel auf NBC diese beiden Teams zeigt.
Das Spiel selber kann, wie gewohnt, gut werden, aber dennoch sollte die Liga da für etwas mehr Abwechslung sorgen.
In den beiden Montagsspielen treffen die Saints auf die Vikings und die Chargers auf die Broncos.

Atlanta eröffnet das neue Stadion in Woche zwei. Gegner sind die Packers, die 2017 schon einmal in Atlanta spielten, nämlich im NFC Championship Game.

Die Browns sind der NFL nicht gut genug, um sie auf prominenten Plätzen zu zeigen. Sie haben nur 19 Uhr Spiele. Selbst das Spiel in London hilft da nicht. Das ist in den USA in den meisten Zeitzonen mitten in der Nacht und wird zudem nur vom NFLN übertragen und von keinem freiempfangbaren großen Sender.

Ganz anders die Raiders und die Cowboys, sie haben jeweils fünf Spiele zur Hauptsendezeit. Eins davon sogar gemeinsam, wenn die Raiders am 17. Dezember Dallas empfangen.

Tony Romo bekommt zwei Möglichkeiten, sein ehemaliges Team zu analysieren. Das Spiel der Chiefs in Dallas am 5. November ist ein 22 Uhr Spiel und wird von CBS übertragen. Das Spiel der Chargers in Dallas ist auf jeden Fall ein Fall für Romo, denn das ist das Thanksgiving Spiel.

Den schwersten Spielplan, gemessen am Abschneiden der Gegner 2016, haben die Dallas Cowboys.
Den leichtesten Spielplan haben die Indianapolis Colts.

Kurzberichte
Der zuständige Staatsanwalt hat den Tod von Aaron Hernandez als Selbstmord deklariert.
In der Zelle des ehemaligen Tight Ends der Patriots wurden drei handschriftlich verfaßte Abschiedsbriefe gefunden.
Dennoch geht Hernandez` Anwalt weiter davon aus, daß es kein Selbstmord war. Er verlangt weitere Untersuchungen.
Ob der Staatsanwalt dem Drängen nachgibt, bleibt abzuwarten.

Und leider noch ein Kriminalfall.
Der Mörder von Ex- Saints Defensive End Will Smith wurde gestern verurteilt.
Nach einem Streit im Straßenverkehr erschoß Cardell Hayes Smith auf offener Straße mit sieben Kugeln, und er verletzte die Frau von Smith.
Dafür bekam er gestern 25 Jahre Gefängnis. Das kann man als glücklich bezeichnen, denn es hätten 60 Jahre werden können. Es lag im Ermessen des Richters, wie wertvoll er das Leben von Will Smith einschätzt.

Und leider noch ein Kriminalfall.
Gestern gab Eli Manning eine Erklärung ab. Er betonte, daß er kein Betrüger wäre.
Alle Anschuldigungen, die gefälschten Sammlerstücke betreffend, die er verkaufte, wären haltlos.
Der Quarterback der Giants wirkte recht ärgerlich, als er zur Presse sprach.

Ein anonymer Anrufer meldete der Polizei, daß in nackter Mann in einem Feld in Elma, New York, herumirrte.
Die Polizei und die Feuerwehr rückten aus, um die Person zu finden.
Als sie ihn fanden, fanden sie heraus, daß es sich um Cyrus Kouandjio, Offensive Tackle der Buffalo Bills, handelte.
Kouandjio wehrte sich nicht gegen die Hilfskräfte und die Polizei betonte, daß sie ihn nicht verhaftet hätte.
Der Offensive Tackle wurde ins Erie County Medical Center zur Untersuchung eingeliefert.
Die Bills wollen erst mehr Informationen sammeln, bevor sie sich äußern.

Die Raiders zogen ihre Option auf die fünfte Saison von Khalil Mack.
Es wäre auch verwunderlich gewesen, wenn sie den amtierenden Verteidiger des Jahres nicht hätten behalten wollen.

Donnerstag, 20. April 2017

Superstar, brutaler Schläger, Mörder
hernandez-aaron4Wenn es jemals den völligen Absturz eines talentierten Superstars gegeben hat, dann war es wohl der von Aaron Hernandez (Bild).
Als Tight End der New England Patriots brauchte er sich nicht hinter Rob Gronkowski zu verstecken. Hernandez und der Gronk bildeten ein brandgefährliches Tight End Duo. 2011 fing Hernandez Pässe für 910 Yards während Gronkowski es auf 1.327 Yards brachte.
Hernandez gewann eine Collegemeisterschaft mit Quarterback Tim Tebow. Er gewann einen Super Bowl mit Tom Brady, er bekam einen $40 Millionen Vertrag. Er hatte eine Verlobte und eine Tochter.
Doch die kriminelle Energie von Hernandez war enorm. Nach dem frühen Tod seines Vaters hing er mit den falschen Typen ab unter denen Drogenhändler noch die harmlosesten waren.
2011 war er in eine Kneipenschlägerei verwickelt und schlug einem Angestellten so hart gegen den Kopf, daß dessen Trommelfell riss.
Ebenfalls 2011 soll er von einem fahrenden Auto heraus auf ein anderes Fahrzeug geschossen haben. Dabei wurden zwei der drei Insassen verletzt. Einer so schwer am Kopf, daß er heute noch Anfälle erleidet.
Für einen Doppelmord 2012, in dem Hernandez unter Verdacht stand, wieder aus einem Auto heraus auf ein anderes Auto geschossen zu haben, wurde er letzte Woche freigesprochen.
2013 schoß Hernandez auf seinen Freund Alexander S. Bradley, der dabei sein rechtes Auge verlor.
Ebenfalls 2013 erschoß er den 27 Jahre alten Odin Lloyd. Für die Grausamkeit der Tat wurde er zu lebenslänglicher Haft ohne Chance auf Bewährung verurteilt.
Die Patriots tilgten Hernandez daraufhin förmlich aus den Team Analen. Knapp 90 Minuten nach seiner Verhaftung wurde er entlassen. Alle Fanartikel von ihm wurden aus den Läden entfernt.
Am gestrigen Mittwoch beging Aaron Hernandez in seiner Einzelzelle Selbstmord. Er erhängte sich mit einem Bettlaken an den Gitterstäben der Zelle. Die Tür hatte er von innen blockiert. Der Fall wird noch untersucht, aber da die Türe von innen blockiert war und nur schwer geöffnet werden konnte, wird Fremdverschulden ausgeschlossen.
Und jetzt beginnt es Irre zu werden.
Da Hernandez gegen die Verurteilung am Mord von Odin Lloyd Berufung eingelegt hat, haben seine Anwälte den Antrag gestellt, daß seine Verurteilung gestrichen wird. Wenn ein Verurteilter im Verlauf des Verfahrens stirbt, ohne daß er alle legalen Mittel ausschöpfen konnte, so gilt im Staate Massachusetts, daß der Fall behandelt wird, als hätte er gerade begonnen.
Bei Aaron Hernandez heißt das, daß er als unschuldig gilt und als unschuldiger Mann starb.
Ein amerikanischer Albtraum.

Kurzberichte
Der Verdacht liegt nahe, daß der Selbstmord von Aaron Hernandez nicht zufällig auf den Tag fiel, an dem die Patriots mal wieder im Weißen Haus waren, um vom Präsidenten der USA zu ihrem Super Bowl Sieg gratuliert zu werden.
Aber wie auch immer, am Mittwoch waren die meisten Spieler der Patriots bei Donald Trump. Einige fehlten, darunter Quarterback Tom Brady, der auch schon nach dem Super Bowl Sieg 2015 die Reise nicht mitmachte. Aber 34 waren dabei. Trump nannte den Sieg der Patriots gegen Atlanta „legendär“.
Der Gronk hatte auch im Weißen Haus einen seiner berüchtigten Einfälle.
Er störte die Pressekonferenz von Pressesprecher Sean Spicer.
Gronk: „Sean, brauchst Du Hilfe?“
Spicer: „Ich denke nicht, aber danke.“
Gronk: „Sicher?“
Spicer: „Vielleicht.“
Gronk (unverständliches Gemurmel)
Spicer: „OK, danke Mann. Ich seh Dich in einer Minute.“

Phil Simms bleibt bei CBS.
Der Sender hatte den Analysten, der mit Jim Nantz zusammen 13 Jahre lang das Nr. 1 Kommentatoren-Duo des Senders bildete, ausgebootet und durch Tony Romo ersetzt.
Doch er hat einen Platz gefunden. Er wird in der Vorberichterstattungssendung NFL today unterkommen. Doch auch da trifft es einen, der gehen muß, Ex- Falcons Tight End Tony Gonzales.
Simms gab in einem Interview zu, daß die Entscheidung seinen Stolz verletzt hätte. Aber er würde mit Tony Romo reden und ihm sogar einige Tips geben. Ob der Rookie-Analyst die dann beherzigen würde, wäre seine Sache.

Und der Verlierer ist...
Tampa Bay.
Die Buccaneers haben das Pech, in diesem Jahr Hauptdarsteller der HBO Serie Hard Knocks sein zu müssen.
Kamerateams von NFL Films werden jeden Schritt des Teams in der Vorbereitungszeit begleiten.
Sehr beliebt sind diese Ablenkungen bei den Teams nicht wirklich.

Mittwoch, 19. April 2017

Kurzberichte
ballWer 2017 gegen wen spielt, das steht ja schon seit Januar fest und hier im Spielplan.
Aber wer wann gegen wen spielt, das stand bisher ja noch nicht fest. Doch am Donnerstag ist es so weit. In einer großen Show wird die NFL den Spielplan auf dem NFLN präsentieren. Nachteulen können das ab zwei Uhr Freitagmorgen unserer Zeit live mitverfolgen.
Wer lieber schläft bekommt den Spielplan ja im Laufe des Morgens natürlich auch hier zu sehen.
Dann wird endlich die spannende Frage geklärt, ob es direkt im Saisoneröffnungsspiel wieder zur Partie Atlanta gegen New England kommt. Noch mal zur Erinnerung, das hier sind die möglichen Gegner für das erste Spiel des amtierenden Super Bowl Siegers: Buffalo Bills, Miami Dolphins, New York Jets, Kansas City Chiefs, Los Angeles Chargers, Atlanta Falcons, Carolina Panthers, Houston Texans.

Gut, daß die Atlanta Falcons sich ein neues Stadion gebaut haben, in dem sie bald spielen werden. Sonst würden sie vielleicht auch zu den Umzugskandidaten gehören, wie viele andere Teams.
Trotz der Ausschüttung aller Fernsehgelder in gleicher Höhe an alle Teams, wird die Kluft zwischen armen und reichen Teams immer größer.
Zwei dieser unterbezahlten Teams sind bereits umgezogen, eins hat einen festen Umzugstermin im Auge.
Teams in kleinen Märkten drängt es in größere Städte, in denen mehr zu holen ist. Ob das immer auch so ausgeht, wie man es sich erträumt, bleibt abzuwarten.
Tatsache ist, daß selbst ein in der Stadt sehr beliebtes Team wie die Bengals plötzlich an einen Umzug denkt. Schuld sind die Eintrittsgelder, die nur teilweise gerecht aufgeteilt werden. Dazu kommen die Gelder aus anderen Einnahmen, die rund um das Stadion generiert werden und der Verkauf von Fanartikeln. Da behält jedes Team seine Einnahmen und teilt sie nicht mit den anderen Teams.
Machen wir uns also darauf gefaßt, daß die Raiders wohl nicht das letzte Team sind, das umziehen wird.
Die Dallas Cowboys gehören sicher nicht zu den Teams, die es woanders hinziehen wird. Mit einem Plus von $700 pro Jahr sind sie der Club, der das meisten Geld einnimmt. Am anderen Ende stehen die Raiders, die nur auf $300 Millionen pro Jahr kommen und damit das ärmste Team der Liga sind. Ob sie diese Lücke in Las Vegas schließen können? Mit nur 620.000 Einwohnern ist das wohl eher keine Großstadt. Allerdings immerhin eine Verbesserung gegenüber den 390.000 Einwohnern Oaklands.

Die Steuererhöhung in Las Vegas, um genug Geld für den Bau eines neuen Footballtempels für die Raiders zu sammeln, brachte im ersten Monat $4,6 Millionen ein.
Damit liegt man über dem, was man sich im Vorfeld vorgestellt hatte.

Malcolm Butler hat einen Vertrag in New England unterschrieben. Für 2017 soll der Cornerback $3,91 Millionen bekommen.
Das heißt aber nicht, daß die Patriots ihn nicht doch noch an ein anderes Team abgegeben werden, wenn ein gutes Angebot reinkommt.

Die Patriots gaben James White eine Vertragsverlängerung über drei Jahre.
Der Running Back erzielte im Super Bowl gegen Atlanta drei Touchdowns.

Kein Strafe für Aqib Talib.
Der Cornerback der Broncos hat sich im Juni 2016 selber ins Bein geschossen.
Dafür hat er von der Liga nur eine Verwarnung erhalten.

Nach 11 Jahren in der NFL hat Stephen Tulloch genug.
Der Linebacker gab bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
In seiner aktiven Zeit spielte er für die Lions, Titans und Eagles.

Die 49ers verpflichteten Garry Gilliam von den Seahawks.
Seattle hätte San Franciscos Angebot von $2,2 Millionen für den Linebacker angleichen können, verzichtete aber darauf.

Die Cowboys zogen ihre Option auf die fünfte Saison von Zack Martin.
Der Offensive Lineman hat in drei Saisons kein Spiel verpaßt. 2018 wird er etwa $9,3 Millionen verdienen.

Dienstag, 18. April 2017

Kurzberichte
luck-andrew8Andrew Luck (Bild) ist auf dem besten Weg der Besserung.
Die Operation an der Schulter seines Wurfarms wäre gut verlaufen. Der Heilungsprozess wäre im Zeitrahmen, sagte der Quarterback der Colts der Presse.
Die Verletzung, die 2017 operiert wurde, hatte er sich bereits 2015 in Woche 3 gegen Tennessee zugezogen.
2016 spielte er mal mit Schmerzen, mal schmerzfrei. Aber jeder Treffer an der Schulter hätte explosionsartige Schmerzwellen ausgelöst. Im Training hätte man ihn geschont, was sich negativ auf die Vorbereitung ausgewirkt hätte.
Auch nach der Saison 2016 hätte er noch viele Gespräche geführt, ob eine Operation notwendig oder gar erfolgversprechend wäre?
Er hätte einige Ärzte aufgesucht und dann entschieden, sich operieren zu lassen.
Das Stillsitzen während der laufenden Reha wäre nervig, aber nötig, sagte er deprimiert. Er wäre froh, wenn er endlich wieder den Ball werfen dürfte.
Richtig trainieren wird er wohl erst dürfen, wenn das Trainingslager begonnen hat. Und ob er dann die Saison 2017 durchsteht, hängt auch davon ab, ob die marode O-Line verstärkt werden konnte.

Manchmal ist jemand zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber selbst dann kann man ihn vielleicht noch als abschreckendes Beispiel gebrauchen, so wie Ray Rice.
Der ehemalige Running Back der Ravens, der aus bekannten Gründen keine Chance mehr in der NFL hat, wird sein Programm vorstellen, in dem es um Sozialkompetenz geht.
2014, nachdem Rice seine damalige Verlobte in einem Aufzug KO schlug, legte die Liga ein Pflichtprogramm für alle Spieler auf, in dem vor häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen gewarnt wird.
Nun soll Rice selber vor den Spielern über seine äußerst negativen Erfahrungen als Frauenschläger reden.
„Man kann so viel aus meiner Geschichte lernen“, sagte Rice. „Meine Geschichte ist eine wahre Geschichte. Viele Männer glauben, daß ihnen so etwas nicht passieren kann. Doch wie bei mir kann es im Bruchteil einer Sekunde doch passieren. Ich will, daß diese Typen von mir lernen. Ich bin froh darüber, deswegen mit der Liga in Kontakt zu sein und über die Möglichkeit, es zu erzählen.“
Als Spieler wird er mit seinen mittlerweile 30 Jahren keinen Fuß mehr in der NFL fassen können, aber als abschreckendes Beispiel ist er der absolut richtige Mann.
Seine Verlobte hat ihm übrigens verziehen und ist mittlerweile seine Frau und die beiden haben zwei Kinder.

Demnächst muß einer der fleißigsten Kriminellen der NFL mal wieder vor Gericht erscheinen... Adam Jones.
Der Defensive Back der Bengals muß sich der Anklage wegen dreier Vergehen stellen. Er konnte sich im Januar in einem Hotel mal wieder nicht benehmen und wurde festgenommen. Dabei verteilte er Kopfstöße und Tritte an die Polizisten, die ihn verhafteten.
In seinem ersten Interview in der Umkleide nach dem ersten Teamtreffen bat er die Reporter, ihm keine Fragen zum anstehenden Prozeß zu stellen. Doch Joe Danneman von FOX 19 hielt sich nicht daran. Er fragte Jones, ob es ihn stört, daß er die Fans der Bengals mal wieder aufgeregt hat?
Daraufhin beförderte Jones Danneman mit Tritten aus dem Kreis der Reporter und schrie ihn an, daß er solche Fragen doch nicht hören wollte. „Das ist Dein letztes Interview hier für dieses Jahr“, schrie Jones den Reporter weiter an.
Nicht, daß Jones sich danach beruhigte. Er setzte Danneman noch weitere Male nach, schrie ihn weiter an und verscheuchte ihn aus dem Raum.
Den anderen Reportern verging die Lust daran, Jones weitere Fragen zu stellen, und die Versammlung löste sich auf.

So ziemlich alle Teams haben ihre freiwilligen Trainingseinheiten am Montag begonnen.
Freiwillig ist das Wort auf das es ankommt.
Dennoch stieß es Titans Pro Bowl Defensive Lineman Jurrell Casey sauer auf, daß der Gewinner der Heisman Trophäe 2015, Running Back Derrick Henry nicht erschien. „Ich weiß jetzt, auf wen ich zählen kann und auf wen nicht“, meinte Casey dazu.
Henry erzielte 2016 in 110 Läufen 490 Yards und fünf Touchdowns, als zweiter Mann hinter DeMarco Murray.
„Es ist jedermanns eigene Entscheidung“, sagte Head Coach Mike Mularkey dazu. „Ich habe darüber keine Kontrolle.“
Und so wird es in allen Teams zur Zeit zugehen, denn wie gesagt, Freiwillig ist das entscheidende Wort.

Auf das Feld geht es erst, wenn die Teams drei Wochen lang ihr Kraft- und Konditionstraining absolviert haben.
Doch Derek Carr ist jetzt schon zufrieden mit seinem rechten Bein.
Der Quarterback der Raiders war auf MVP Kurs und das Team auf dem Weg in den Super Bowl. Dann brach sich Carr am vorletzten Spieltag das Wadenbein.
Er rechnet damit, daß er sofort loslegen kann, wenn das Training auf dem Platz beginnt.

Die Panthers gaben Kawann Short einen neuen langfristigen Vertrag über fünf Jahre.
Short war der Franchise Player der Panthers und dieses Etikett konnte nun entfernt werden.
Die fünf Jahre können Short $80 Millionen einbringen.
Letzte Saison hatte er 55 Tackles und sechs Sacks.

Bei den Bills lernt Quarterback Logan Thomas auf Tight End um.
Thomas warf bisher neun Pässe in der NFL, in einer Niederlage der Arizona Cardinals gegen die Denver Broncos 2014.
Vom Quarterback zum Passempfänger?
Kann klappen!
Terrelle Pryor begann als Quarterback und als Wide Receiver fing er 2016 Pässe für 1.007 Yards für die Browns.

Die Buccaneers zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Mike Evans.
Der Wide Receiver wird also auch 2018 für Tampa Bay auflaufen.
In jeder seiner drei Saisons bisher fing er Pässe für über 1.000 Yards.

Und noch mal die Buccaneers.
Doug Martin ist zum freiwilligen Training erschienen.
Der Running Back wurde letztes Jahr für vier Spiele suspendiert, weil er verbotene Substanzen zu sich genommen hatte. Ein Spiel Sperre fiel noch in die Saison 2016, somit ist er 2017 für die ersten drei Spiele gesperrt.
Nachdem er suspendiert wurde, begab er sich in eine Suchtklinik und hat seine Reha beendet.
Ob er es noch mal in den Saisonkader schafft, ist nicht sicher.
Zu groß ist das Angebot an Running Backs in der Draft, um jetzt schon sagen zu können, daß Martin nicht ersetzt wird.

Montag, 17. April 2017

Kurzberichte
prescott-dak2Das verflixte zweite Jahr wartet auf Dak Prescott (Bild). Der Quarterback hatte eine unglaubliche Rookie-Saison in Dallas. Doch das zweite Jahr wird schwieriger werden.
Die Gegner haben jetzt einen volle Saison von Prescott auf Video, die sie analysieren können. Die gewieften Defensive Coordinators werden seine Schwächen entdecken und ausnutzen.
Im zweiten Jahr haben viele Quarterbacks es schwerer, als in ihrer ersten Saison. Eben aus dem Grund, daß man sie besser kennt.
Bei Prescott kommt noch dazu, daß er die Cowboys weit, zu weit, geführt hat. Direkt in die Playoffs, etwas was sein Vorgänger Tony Romo viel zu selten geschafft hat. Der Erfolgsdruck dürfte deshalb schwer auf Prescott lasten.
OK, in den Playoffs hat Prescott dann das gemacht, was auch Romo dort immer machte, wenn er Dallas mal so weit geführt hatte, er verlor sofort das erste Spiel.
"Tony hat große Schuhe stehen lassen, die ich erst mal ausfüllen muß“, meinte Prescott.
Etwas übertrieben klang das schon. Zwar hat Tony Romo einige persönliche Meilensteine als Spieler gesetzt, aber dem Team hat das nicht geholfen. Cowboys Fans wünschen sich nun, daß Prescott mehr Erfolge mit dem Team erzielt, als für sich persönlich.

Wie gefeuert, so geheuert.
Am Freitag feuerten die Bears Sam Acho, am Samstag verpflichteten sie ihn wieder.
Der Linebacker spielt seit 2015 für Chicago. Zuvor war er vier Jahre bei den Cardinals, die ihn 2011 als 103. Spieler einberiefen.
In seinen sechs Saisons in der NFL spielte er in 82 Spielen und startete in 45.
Er erzielte 212 Tackles, 14 Sacks, 3 Interceptions, 10 abgewehrte Pässe, 9 erzwungene Fumbles und 3 eroberte Fumbles.

Sonntag, 16. April 2017

Kurzberichte
rooneyundSBtrophaee222So, ich hoffe, ich störe nicht beim Eiersuchen. Es kann eh nur ein Ei geben, das Football-Ei.
Und um das kümmere ich mich heute wieder.

Ich beginne leider mit zwei traurigen Nachrichten.
Dan Rooney (Bild) ist tot. Der Besitzer der Pittsburgh Steelers wurde 84 Jahre alt.
Die Rooney Familie kontrollierte die Geschicke der Steelers seit 1933. Für $2.500 kaufte Art Rooney sr. Die Lizenz für den Club.
Mit 12 Jahren war Dan der Waterboy des Teams. Nach seinem Studium kam er 1955 in die Chefetage. Von 1975 bis 2003 arbeitete er als General Manager. Danach übernahm sein Sohn Art Rooney jr. diesen Posten.
Dan Rooney wurde 2000 in die Hall of Fame aufgenommen. Er war von 2009 bis 2012 Botschafter der USA in Irland.

Die zweite Nachricht handelt von Todd Heap.
Der ehemalige Tight End der Baltimore Ravens überfuhr versehentlich mit seinem Truck seine dreijährige Tochter.
Das Kind spielte in der Auffahrt, als Heap es vorwärts fahrend überfuhr.
Das Mädchen wurde noch ins Krankenhaus gebracht, wo es für tot erklärt wurde.
Heap wurde 2014 in den Ring der Ehre der Ravens aufgenommen.

Für den Doppelmord in Boston im Jahr 2012 wurde Aaron Hernandez nicht schuldig gesprochen. Die Beweise reichten nicht für eine Verurteilung aus.
Der ehemalige Tight End der Patriots sitzt ja bereits lebenslänglich für einen Mord aus dem Jahr 2013 hinter Gittern.
Wegen der Grausamkeit dieses Mordes hat er keine Chance auf vorzeitige Begnadigung. Allerdings geht er in dem Fall in die Berufung.

Dean Blandino wechselt den Job.
Der bisherige Chef der Schiedsrichter geht zu einem TV Sender.
Sein Nachfolger wird noch gesucht. Es soll aber auf jeden Fall jemand sein, der eine lange Erfahrung als NFL Schiedsrichter hat. Diese Erfahrung brachte Blandino nicht mit. Er kannte die Materie nur aus dem Regelbuch und von Videos.

Eli Manning steht unter dem Verdacht, ein Betrüger zu sein.
E-Mails beweisen, daß Manning Trikots und Helme als „im Spiel getragen“ verkaufen wollte, die gar nicht in einem Spiel getragen wurden.
Manning fragte beim Equipment Manager der Giants an, ob der ihm Sachen besorgen könnte, die als im Spiel getragen durchgehen könnten.
Die New York Post hat die Affäre aufgedeckt. Vor dem Gericht in Bergen County, New Jersey, wurde eine Klage gegen Eli Manning und weitere Spieler und Angestellte der Giants eingereicht.

Die Lions haben ihre neuen Uniformen vorgestellt.
Vorsicht, wenn davon etwas als „im Spiel getragen“ angeboten wird, kann es sich nur um Betrug handeln.
Vorgestellt wurde vier neue Ausführungen, die normalen Heim und Auswärts- Uniformen, die Throwback Uniform, also ein meistens häßliches Teil, das das Team irgendwann mal im letzten Jahrtausend trug, und die normalerweise auch immer recht augenschädliche Color Rush Ausführung.

Die Titans feuerten Jason McCourty.
Der Cornerback wollte einem modifizierten Vertrag nicht zustimmen. 2017 hätten ihm $7 Millionen zugestanden, die die Titans nicht zahlen wollten.
Vor Kurzem verpflichteten sie Ex- Patriots Cornerback Logan Ryan für drei Jahre und $30 Millionen.

Und wieder hängt ein Star seine Footballschuhe an den Nagel.
Star Wide Receiver Roddy White von den Atlanta Falcons beendet seine Karriere.
Gespielt hat er schon 2016 nicht mehr, weil er kein neues Team fand nachdem er Anfang 2016 von Atlanta entlassen wurde.
Der 35-jährige bedankte sich bei Teambesitzer Arthur Blank für 11 tolle Jahre.
Viermal wurde White in den Pro Bowl gewählt. Er führt die Falcons in den Kategorien gefangene Pässe, Passyards und gefangene Touchdowns an.

Terrance „Pot Roast“ Knighton beendet seine Karriere.
Der Defensive Tackle ist seit 2016 ein Free Agent für den keine Angebote reinkommen.
Deshalb gab der ehemalige Jaguar, Bronco und Redskin bekannt, daß er als Spieler aufhört und es als Trainer versuchen will.

Texans Offensive Lineman David Quessenberry mußte sich einer Chemotherapie unterziehen.
Diese hat er erfolgreich beendet, wie das Team mitteilte.
Seit 2014 litt er an Lymphogranulomatose.
Es ist nicht wahrscheinlich, daß der 26-jährige seine Karriere in der NFL fortsetzen kann.

Die Texans zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Jadeveon Clowney.
Der Pass Rusher hatte Startschwierigkeiten in der NFL. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück.
Doch 2016, als er Gesund blieb, zeigte er, welche Macht er ist.
Auch wenn Superstar JJ Watt nicht spielen konnte, blieb Houstons Defense unter den besten der Liga, dank Clowney.
Sechs Sacks und 55 Tackles sammelte er ein.
Zwar wurde er auch nach der Saison 2016 wieder operiert, aber es soll nur ein kleiner Eingriff an einem Knie gewesen sein.

Die Bills lassen sich Zeit mit Sammy Watkins. So langsam müßten sie sich entscheiden, ob sie ihre Option auf eine fünfte Saison des Wide Receivers ziehen wollen. Stichtag ist der 3. Mai.
Doch sie müssen Watkins Qualitäten gegen seine Verletzungsanfälligkeit abwägen, und das ist nicht leicht.
Qualität hat er, aber in den letzten drei Saisons verpaßte er 11 Spiele.
Das fünfte Jahr brächte Watkins einen Vertrag über $13 Millionen und beinhaltet eine Garantie gegen verletzungsbedingte Ausfälle. Da ist das Zögern der Bills verständlich.

Redskins Defensive End Trent Murphy verpaßte ein seinen ersten drei Saisons nur ein Spiel.
2017 wird er gleich die ersten vier Spiele verpassen. Er wurde wegen der Einnahme verbotener Substanzen suspendiert.

Die Jets haben kein Glück mit dem Marshall Service.
Nach den Wide Receivern Brandon Marshall und Jalin Marshall, die gefeuert wurden, verloren sie jetzt auch noch Nick Marshall, aber nur für vier Spiele.
Der Kick Returner wurde suspendiert, weil er verbotene Mittel eingenommen hat.

Atlanta kommt zurück in den Super Bowl.
Oder eher: Der Super Bowl kommt nach Atlanta.
Am 3. Februar 2019 findet das Spiel in der Stadt der braunen Brause statt.
Zuletzt war Atlanta 2000 Gastgeber des Super Bowls.

Die Ravens wollen nicht direkt nach ihrem Spiel in London ihre Freiwoche haben.
Das wäre nach Woche drei, und das ist den Ravens zu früh.
Sie baten den Spielplanersteller, sie für eine spätere Freiwoche einzuplanen.
Letztes Jahr baten die Colts, nicht nach der vierten Woche und ihrem Spiel in London eine Freiwoche zu bekommen. Sie wurden erhört und hatten in Woche 10 Spielfrei.

Donnerstag, 13. April 2017

Kurzberichte
osterhaseundnes200So, das sind dann für ein paar Tage die letzten News.
Ich melde mich am Oster Sonntag zurück und versorge Euch mit Allem, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Heute geht es um ein paar Running Backs und ihre Sorgen.
So war Adrian Peterson zu Besuch bei den Saints.
Doch auch aus New Orleans reiste der Ex-Wikinger ohne Vertragszusage ab.

Jeremy Hill ist der Nr. 1 Running Back der Bengals. Jedenfalls ist er selber davon überzeugt.
„Wenn die Bengals einen Running Back einberufen, dann ist er die Nr. 2 hinter mir,“ ist Hill überzeugt.

In San Francisco sagte General Manager John Lynch, das Carlos Hyde sich beweisen muß.
Die 49ers sind daran interessiert, einen Running Back einzuberufen, und zwar Leonard Fournette von LSU. Gegen den müßte Hyde sich dann durchsetzen, wenn er der Starter bleiben will.

St. Louis verklagt alle 32 Teams einzeln wegen des Umzugs der Rams nach Los Angeles.
Der St. Louis Regional Convention und Sports Complex Authority, die Stadt St. Louis und St. Louis County haben sich zusammengetan, um gegen die NFL vorzugehen.
Die Rams hätten die Kläger betrogen und geltende Verträge gebrochen. Sie hätten sich zum Schaden der Kläger bereichert.
Deshalb fordern die Kläger von den Rams, einen Teil ihrer Gewinne, die sie in L.A. erzielen, abzutreten.
Es geht dabei um mehr als $15 Millionen.
Die NFL sagte natürlich sofort, daß die Klage jeder Grundlage entbehre.
Die Rams sind ein reisefreudiges Team. Doch so eine Klage haben sie noch nie ausgelöst.
Gegründet wurden sie 1936 in Cleveland. 1946 zogen sie um nach Los Angeles. 1995 ging es ab nach St. Louis, bevor sie 2016 wieder nach LA aufbrachen.

Die Rams zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Aaron Donald.
Der Defensive Lineman wurde in seinen bisherigen drei Saisons jedesmal in den Pro Bowl gewählt.
2018 werden ihm $6,892 Millionen zustehen. Doch die Rams und das Lager von Donald arbeiten an einem langfristigen Vertrag, der diese Summe in den Schatten stellen wird.

Broncos Wide Receiver Demaryius Thomas blieb 2016 etwas unter seinen Möglichkeiten.
Daran war eine Hüftverletzung schuld. Die hinderte ihn daran, alle Passrouten laufen zu können.
2017 wäre er wieder voll einsatzbereit, meinte Thomas.

Und kurz vor Ostern noch ein guter Gag.
Dolphins Wide Receiver Jarvis Landry meinte, daß Miami 2017 beide Spiele der Serie gegen die Patriots für sich entscheiden wird.
In diesem Sinne, frohes Eiersuchen und bis Sonntag.

Mittwoch, 12. April 2017

Kurzberichte
ryan-matt-mvp2016Falcons Quarterback Matt Ryan (Bild) nimmt seinen Offensive Coordinator, spät, in Schutz.
Ryan sagte, daß er sich den Super Bowl gegen die Patriots oft angesehen hat. Doch daß die Niederlage den falschen Entscheidungen von Kyle Shanahan anzulasten wäre, das würde einfach nicht stimmen.
Atlanta wäre die ganze Saison über aggressiv in der Offense gewesen. Damit wären sie in den Super Bowl gekommen. Warum also hätten sie ihre Spielweise ändern sollen, fragte Ryan. „Wir haben an das geglaubt, was wir taten. Wir wußten, was wir konnten. Ich liebe es, wie Shanahan die Sache angegangen ist,“ fuhr er fort.
Aber das ändert ja nichts daran, daß es mit einer etwas vorsichtigeren Spielweise vielleicht keine Katastrophe gegeben hätte.

Die Seahawks wollen es mal mit Dion Jordan probieren.
Der Defensive End wurde letzte Woche von den Dolphins gefeuert. 2013 hatten sie ihn als dritten Spieler in der Draft eiberufen. Doch Jordan konnte selten spielen, weil er wegen der Einnahme verbotener Substanzen immer wieder suspendiert war. War er mal nicht suspendiert, war er verletzt.
So brachte er es in vier Saisons nur zu 26 Einsätzen und drei Sacks.
Ob er es in Seattle in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Schlechtes Timing!
Ex-Mississippi Quarterback Chad Kelly steht auf dem Sprung in die NFL. Doch der Neffe von Bills Legende Jim Kelly muß kurz vor der Draft an einer gerissenen Sehne in seiner Wurfhand operiert werden.
Drei Monate darf er nach der OP keinen Ball werfen.
Das dürfte seine Chancen, an hoher Stelle einberufen zu werden, ziemlich schmälern.

Rob Gronkowski hat erneut an einer Show der WWE teilgenommen.
Dieses Mal gastierte die Catchveranstaltung in Boston. Was lag da näher, als das Drehbuch der Show so zu schreiben, daß der Gronk wieder daran teilnehmen konnte?
Und so kam es, daß der Tight End der Patriots, wie schon vor einigen Wochen, wieder mit Mojo Rawley gegen Jinder Mahal in den Ring stieg.
Das gleiche Szenario, wie zuletzt.
Es heißt, daß Gronkowski und Rawley gewonnen haben.

Die Cardinals müssen sich einen neuen Namenssponsor für ihr Stadion suchen. Die University of Phoenix beendet ihr Engagement.
Zwar sind von einem abgeschlossenen Vertrag über 20 Jahre noch neun Jahre übrig, aber die Universität steigt vorher aus.
Die Cardinals sagten, daß sie bereits mit einem neuen möglichen Partner verhandeln.

Bengals Ersatz- Quarterback AJ McCarron hat sich eine neue Einnahmequelle gesichert.
Er eröffnet demnächst ein Sushi Restaurant auf dem Campus der University of Alabama, wo er seine Collegezeit verbrachte, und möchte daraus eine Kette machen.
Als Name für das Restaurant dachte er sich Ajian Sushi aus. Das klingt ein bißchen nach AJ und ein wenig nach Asian.
Gut ausgedacht!

James Laurinaitis hat genug.
Der Linebacker sagte, daß sein Körper ihm nach acht Jahren in der NFL mitteilt, daß es Zeit wäre in den Ruhestand zu treten.
Seine ersten sieben Jahre spielte er für die Rams. 2016 spielte er für die Saints.

Der NFL Shop hat die Hitliste seiner verkauften Jerseys vom 1. April 2016 bis zum 28. Februar 2017 bekanntgegeben. Auf Platz eins steht unangefochten das Trikot von Tom Brady. Der Quarterback der Patriots erlebte eine unglaubliche Welle der Zustimmung, nach der schwachsinnigen Suspendierung durch NFL Commissioner Roger Goodell.
Auf Platz zwei und drei folgen zwei Rookies der Dallas Cowboys, Running Back Ezekiel Elliott und Quarterback Dak Prescott.

Das Basketballteam von Dallas, die Mavericks, wollte Tony Romo eine kleine Freude bereiten.
Dirk Nowitzki lud den ehemalige Quarterback der Dallas Cowboys zu einem Spiel ein. Aber nicht als Zuschauer, sondern als Spieler. Und so kam es, daß Romo mit der Nr. neun aus Cowboys Zeiten auf seinem Trikot mit den Mavericks auflief und sich warm machte.
Er setzte sich nach dem Aufwärmen auf die Spielerbank. Doch obwohl das Publikum seinen Namen rief und seinen Einsatz wollte, durfte er aktiv am Spiel nicht teilnehmen. Dazu hätte er einen Vertrag unterschreiben und zum Kader gehören müssen, was nicht der Fall war.
Dennoch hatte Romo viel Spaß und bedankte sich beim Publikum. Ihm wäre eine Ehre zuteil geworden, von der er nie zu träumen gewagt hätte. Mit „Thank you Dallas, I love you,“ verabschiedete er sich.
Das Spiel ging übrigens mit 109:91 an die Denver Nuggets.

Dienstag, 11. April 2017

Der Spielplan der Vorbereitungsspiele ist da
hofspielabgesagtDas Warten auf den Spielplan für die Saison geht natürlich noch weiter, aber wenigstens für die vier Wochen der Vorbereitungszeit stehen die Partien schon fest.
Natürlich geht es los mit dem Hall of Fame Game, wenn denn der Rasenmaler nicht wieder das Feld versaut (Bild).
Am 3. August spielt Dallas gegen Arizona.
Das Spiel beginnt um zwei Uhr am 4. August unserer Zeit und wird in den USA landesweit von NBC übertragen.
Hier sind die anderen Spiele, die landesweit übertragen werden und dadurch bei uns via USTVnow auch live gesehen werden können. Aber natürlich überträgt das NFLN jedes Spiel, viele Live, andere als Aufzeichnung.
Preseason Woche 2 (August 17-21)
Tampa Bay Buccaneers at Jacksonville Jaguars (ESPN, 8 p.m.), Thursday, Aug. 17
New York Giants at Cleveland Browns (ESPN, 8 p.m.) Monday, Aug. 21
Preseason Woche 3 (August 24-27)
Kansas City Chiefs at Seattle Seahawks (CBS, 8 p.m.) Friday, Aug. 25
Los Angeles Chargers at Los Angeles Rams (CBS, 8 p.m.) Saturday, Aug. 26
Chicago Bears at Tennessee Titans (FOX, 1 p.m.) Sunday, Aug. 27
Cincinnati Bengals at Washington Redskins (FOX, 4:30 p.m.) Sunday, Aug. 27
San Francisco 49ers at Minnesota Vikings (NBC, 8 p.m.) Sunday, Aug. 27
Alle Zeiten US Ostküstenzeit.
Alle Partien finden Sie HIER...

Kurzberichte
Während die genauen Anstoßzeiten für die Vorbereitungsspiele noch ausgehandelt werden müssen, steht ein Kick Off eines regulären Saisonspiels bereits fest.
Das Spiel der Dolphins gegen die Saints in London beginnt am 1. Oktober um 15:30 Uhr unserer Zeit.

Redskins Linebacker Junior Galette wurde am Rande eines Spring Break Festes in Mississippi verhaftet.
Der Grund war ungebührliches Verhalten:
Da stellt sich mir die Frage, wie man im Gewusel eines Spring Break Festes ungebührliches Verhalten erkennen soll, das über das eh herrschende ungebührliche Verhalten bei so einem Fest heraussticht?

„New England, wir haben ein Problem,“ meldete der Stadionverwalter an seine Chefs.
Das Problem ist, daß für das fünfte Super Bowl Banner kein Platz mehr ist.
Unter dem Schriftzug „Gillette Stadium“ in der südlichen Endzone, wo die Banner von 2001, 2003, 2004 und 2014 hängen, ist kein Platz mehr für 2016.
Mal sehen, wie die Patriots dieses Problem lösen?

Die Eagles verpflichteten Matt McGloin. Der Quarterback war bisher Ersatzmann bei den Raiders.
Er unterschrieb einen Einjahresvertrag.
Da die Eagles vor Kurzem auch Nick Foles verpflichteten, und Head Coach Doug Pederson wohl nur mit zwei Quarterbacks in die Saison gehen wird, werden die beiden wohl um den Posten der Nr. 2 im Team kämpfen.

Die Bears feuerten Cornerback Tracy Porter.
Das spart ihnen 2017 $3,6 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Die Broncos, 49ers und Rams haben gestern mit ihren freiwilligen Trainingseinheiten begonnen.

Sonntag, 9. April 2017

Kurzberichte
garoppolo
Jetzt wird der Name Jimmy Garoppolo (Bild) wieder in den Ring geworfen.
Um den Ersatz- Quarterback der Patriots war es ja still geworden. Eine Zeitlang galt er als heißer Kandidat als Starter bei irgend einem Quarterback- notleidenden Team.
Vielleicht haben die Patriots erschreckend hohe Ablöseforderungen?
Jetzt, wo Tony Romo definitiv aus dem Rennen ist, scheinen die Texans echtes Interesse an Garoppolo zu bekommen, zumal Head Coach Bill O`Brien Garoppolo aus gemeinsamen Zeiten bei den Patriots bestens kennt.
Auf der anderen Seite haben die Texans letztes Jahr auf einen brauchbar erscheinenden Ersatz- Quarterback gesetzt und ihn zu ihrem Starter gemacht, was nun völlig in die Hose ging.
Ex-Broncos Ersatz- Quarterback Brock Osweiler lieferte in Denver ein paar halbwegs ansehnliche Spiele ab, was ihn aber nicht zu einem Starter machte, der ein Team führen konnte. Diese Erkenntnis haben die Texans teuer bezahlen müssen.
Auch wenn O`Brien Garoppolo kennt, muß das nicht heißen, daß der ein Team als Starter wird führen können.
Patriots Head Coach Bill Belichick hält Jimmy Garoppolo wohl auch für zu wertvoll als Brady-Ersatz, als daß er ihn wirklich ziehen lassen würde.

In Las Vegas wird ein Wettbewerb im Armdrücken, oder wie es so schön heißt, Arm Wrestling, abgehalten, der der NFL viel Geld einbringen könnte.
Etwa drei Dutzend aktuelle NFL Spieler wollen an der “Pro Football Arm Wrestling Championship” teilnehmen, die in einem Spielkasino abgehalten wird.
Las Vegas... Spielkasino... da geht bei der NFL eine rote Warnleuchte an. Kein NFL Spieler darf an einem Wettbewerb, oder einer Werbeveranstaltung teilnehmen, die in einem Casino stattfindet. Wer es dennoch macht, riskiert Strafen die von einer Geldzahlung bis hin zu einer Suspendierung reichen.
Auch wenn die Raiders demnächst in der Stadt der Sünde ihre neue Heimat finden, denkt die Liga noch nicht daran, ihre strengen Regeln, das Glücksspiel betreffend, zu lockern.
Auch wenn die Raiders demnächst in Vegas aufschlagen, wird die NFL ihre Vorbehalte gegen Casinos und Glücksspiel kaum aufgeben.
Spieler wie Miami Dolphins Receiver Kenny Stills, San Francisco 49ers Linebacker NaVorro Bowman, Steelers Center Maurkice Pouncey, Raiders Punter Marquette King und Defensive End Mario Edwards, und New England Patriots Safety Patrick Chung sollten also gewarnt sein. Sie wollen alle antreten.
Und auch der ganz besondere Freund von Commissioner Roger Goodell, James Harrison von den Steelers, muß aufpassen. Er trainiert eines der teilnehmenden Teams. Ebenso Ex-Seahawks Running Back Marshawn Lynch, der ein weiteres Team trainiert. Noch ist er nicht offiziell im Ruhestand und kann noch bestraft werden.
Für Goodell ist klar, Glücksspiel gefährdet die Integrität des Spiels. Und was passiert, wenn Goodell glaubt, daß etwas die Integrität des Spiels gefährdet, das kann Patriots Quarterback Tom Brady einem erklären.

Die Falcons konnten Desmond Trufant für einige Jahre an sich binden.
Der Cornerback unterschrieb einen Vertrag über weitere fünf Jahre für $69 Millionen von denen $42 Millionen garantiert sind.

Eagles Defensive Tackle Beau Allen hat sich eine Brustverletzung zugezogen. Die wird ihn etwa 4-6 Monate außer Gefecht setzen.

Lardarius Webb bleibt in Baltimore.
Der Defensive Back wurde im März von den Ravens entlassen, unterschrieb am Samstag aber einen neuen Vertrag über drei Jahre.

Samstag, 8. April 2017

Kurzberichte
Simms-philChris Simms, wenig erfolgreicher Sohn von Quarterback –Legende Phil Simms (Bild), glaubt, daß Jim Nantz hinter der Ablösung seines Vaters steckt.
Chris Simms hat es auch als Quarterback in der NFL versucht, hat es aber nie über den Status des Ersatzmanns gebracht.
Sein Vater ist Super Bowl Sieger mit den Giants und Super Bowl MVP, und war seit 1998 als Analyst an der Seite von Nantz für CBS tätig. Doch ab der kommenden Saison übernimmt Ex-Cowboys Quarterback Tony Romo diese Rolle.
Chris Simms sagt nicht, daß Nantz die treibende Kraft hinter der Ablösung war, aber er ist überzeugt davon, daß Nantz sie hätte verhindern können, wenn er gewollt hätte.
Nantz wäre das Gesicht und die Stimme von CBS Sports. Wenn er weiter mit Phil Simms hätte zusammenarbeiten wollen, hätte er das durchsetzen können, glaubt Chris.
Chris Simms hat seinen Vater per Textnachricht über seine Ablösung informiert, da Phil gerade auf Barbados in Urlaub ist. CBS hatte seinen bisherigen Nr. 1 Analysten nicht selber informiert.
Bisher hat man von Phil Simms noch nichts zu der ganzen Sache gehört.

Natürlich spielt Ben Roethlisberger 2017.
Natürlich hat er darüber nachgedacht, ob der Schritt in den Ruhestand nicht auch eine Möglichkeit wäre, aber
natürlich kam er zu dem Ergebnis, daß er noch nicht zurück- sonder weiter antritt.
Daß er weiterspielt, gab er am gestrigen Freitag bekannt. Per Twitter teilte er mit: „Habe grade das Team informiert, daß ich mich auf meine 14. Saison freue. Steeler Nation wird mein absolut Bestes bekommen! - Ben“.
Head Coach Mike Tomlin sagte, daß das Team aber jetzt daran arbeitet, einen Ersatz für Big Ben zu finden. Daß das Ende nahe wäre, wäre jetzt klar. Für 2017 allerdings hätte man sich noch nicht ernsthaft gesorgt.

Die 49ers feuerten Tramaine Brock.
Der Cornerback wurde wegen häuslicher Gewalt verhaftet. Eine Frau, die die Polizei gerufen hatte, erwies sich als Brocks Freundin und wurde mit sichtbaren Verletzungen im Gesicht angetroffen.
Brock war seit sieben Jahren bei den 49ers und startete in den letzten zwei Saisons in 31 von 32 Spielen.

Packers Quarterback Aaron Rodgers und seine Freundin Olivia Munn haben sich getrennt.
Die beiden wollen gute Freunde bleiben, und jeder wünscht dem Anderen nur das Beste für die Zukunft.

Marvin Lewis geht als „lahme Ente“ in die neue Saison.
Der Head Coach der Bengals hat noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Normalerweise werden solche Verträge erneuert oder verlängert, bevor die letzte Saison beginnt.
Das ist bei Lewis aber (verständlicherweise) nicht der Fall.
Er erwartet auch nicht, daß vor Saisonbeginn noch etwas in dieser Richtung passiert.
Die Bengals wollen einen Sieg in einem Playoffspiel. Zwar brachte Lewis sie in seiner Zeit sieben Mal in die Endrunde, sogar fünfmal in Folge zwischen 2011 und 15, aber immer war bereits im ersten Spiel dort Schluß.
Wenn die Saison 2017 für Lewis wieder so endet, dürfte es das für ihn in Cincinnati gewesen sein.

Am Freitag verstarb Derrick Jensen im Alter von nur 60 Jahren.
Jensen spielte als Tight End von 1978 bis 86 für die Raiders. Er gewann mit den Oakland und den Los Angeles Raiders je einmal den Super Bowl.
Nach seiner Spielerkarriere arbeitete er als Scout für die Seahawks, und das 22 Jahre lang.
Doch die Krankheit ALS zwang ihn 2012 diesen Job aufzugeben. Nun verlor er den Kampf gegen dieses Leiden.

Freitag, 7. April 2017

Kurzberichte
boldin-anquan7
Zu den Stars, die noch immer einen neuen Arbeitgeber suchen, gehört Anquan Boldin (Bild).
Der Wide Receiver spielte zuletzt in Detroit. Dort wurde er nicht oft genug angespielt, so daß er nur 67 Pässe für 584 Yards fing, so wenige Passyards, wie noch nie zuvor in seiner Karriere. Und das, obwohl es die erste Saison für die Lions ohne Superstar Calvin Johnson war.
36 Jahre ist Boldin mittlerweile alt, und er belegt Platz neun der ewigen Bestenliste der NFL Wide Receiver. Aber ans Aufhören will er noch nicht denken.
Da wäre ein Team, das dringend einen zuverlässigen Wide Receiver braucht, und bei dem Boldin schon unter Vertrag war, die Baltimore Ravens.
Sie haben einen Quarterback, der präzise, tiefe Pässe werfen kann, aber das leider nicht kontinuierlich. Zu oft wirft Joe Flacco den Ball auch sehr unpräzise. Da braucht es einen Wide Receiver, der diese wackeligen Dinger aus der Luft fischen kann. Boldin ist so einer.
Doch General Manager Ozzie Newsome will auf die Draft setzen, um einen Wide Receiver aufzunehmen. Ob Boldin noch mal für die Aasfresser spielen wird ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.
Boldin selber läßt sich Zeit und hat keine Eile ein neues Team zu finden. Er wartet auf ein gutes Angebot und ist sicher, daß das noch kommen wird.

Auch immer noch auf der Suche nach einem guten neuen Team ist Adrian Peterson.
Der Running Back will ja nur bei einem Team unterschreiben, das Chancen auf den Super Bowl hat.
Warum er dann als nächstes die New Orleans Saints besucht, erschließt sich einem da nicht ganz.

Cardinals Wide Receiver Marquis Bundy wurde verhaftet.
Bei einem Nachtclubbesuch wurde ihm wohl seine Mütze gestohlen, und darüber regte er sich so sehr auf, daß die Polizei gerufen wurde, die Bundy wegen ungebührlichen Benehmens festnahm.
Die Cardinals warten noch weitere Berichte ab, ehe sie sich äußern wollen.
Da Bundy als nicht gedrafteter Free Agent ins Team kam und 2016 kein Spiel bestritt, dürfte eine Trennung von ihm nicht schwerfallen.

Die Seahawks haben ihren Preis für Cornerback Richard Sherman festgesetzt.
Ein Team, das ihn verpflichten will, muß Seattle entweder seine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft abtreten, oder einen Spieler mit einem niedrigen Vertrag plus eine Wahlmöglichkeit in einer hohen Runde der Draft.
Das ist nicht „Unbezahlbar“ aber doch ein recht hoher Preis.

Die Lions trennten sich von DeAndre Levy. Der Linebacker konnte wegen diverser Verletzungen in den letzten zwei Saisons nur in sechs Spielen spielen, und die Lions zogen die Notbremse.
Vor einigen Tagen wurde er erneut am Knie operiert.
Jetzt ist es strittig, ob Levy noch $1,75 Millionen zustehen, oder nicht. Die Lions sagen nein, Levy sagt ja. Es kommt drauf an, ob die Knieverletzung noch während der letzten Saison ausbrach und nicht erst nach seiner Entlassung.
Das wird wohl in einen Rechtsstreit ausarten.

Donnerstag, 6. April 2017

Kurzberichte
cutler-jay-bears-2So, der eine hat sich selber entsorgt, aber da ist ja noch ein anderer „Superstar“ Quarterback, der kein Interesse generiert, Jay Cutler (Bild).
Auch er hatte ein Riesentalent, das leider viel zu selten aufblitzte. Auch der ehemalige Quarterback der Bears sitzt vor dem Telefon, doch obwohl es viele Teams gibt, die dringend einen halbwegs brauchbaren Quarterback brauchen, ruft ihn keiner an.
Anders als bei Tony Romo, an dem ja die Broncos und die Texans interessiert gewesen sein sollen, gab es an Cutler von Anfang an kein Interesse.
Ian Rapoport vom NFLN zeigt sich erstaunt über das Desinteresse an Cutler. Er würde viel mit General Managern sprechen und bei kaum einem würde je der Name Cutler fallen, wenn man über einen möglichen neuen Quarterback für das Team redet. Selbst bei den Texans, die ja auf Romo gehofft haben sollen, ist Cutler kein Thema, wie Rapoport sagte.
So wird auch wohl für Cutler nur der Schritt bleiben, den Tony Romo getan hat, der Schritt in den Ruhestand.

„Ruhestand“, das Wort vermied der ehemalige Quarterback der Dallas Cowboys, Tony Romo, bei einem Radiointerview tunlichst.
Ruhestand klänge so absolut, meinte Romo. Man könne ja nicht wissen, ob er nicht doch noch mal von den Cowboys gebraucht würde. Dann würde er sofort einspringen, wie er meinte. Außerdem hätte er ja einen neuen Job und daß er nie mehr irgend einen Sport ausüben würde wäre undenkbar. All das würde verbieten, das Wort Ruhestand zu benutzen.

„Tony Romo wird als Analyst brutal ehrlich sein,“ meinte Cowboys Cornerback Orlando Scandrick.
Auch bei Phil Simms, der von Romo ersetzt wurde, hatte man nie das Gefühl, daß er unehrlich war.
Doch auf einen Rookie-Analysten warten viele Fallstricke, besonders, wenn man ein Spiel live kommentiert. Wird man zu vorsichtig sein, wenn man ehemalige Ex-Mitspieler lobt, oder Gegner kritisiert?
Wird man den noch bis vor Kurzem nötigen Respekt vor Head Coaches ablegen können?
So viele Möglichkeiten, sein Ex-Team zu kommentieren, hat Romo nicht. CBS überträgt ja, abgesehen von möglichen Wechseln, nur Spiele der AFC und Auswärtspiele der AFC bei NFC Teams. Da steht für Dallas nur Kansas City und Los Angeles (Chargers) auf dem Programm.
Allerdings spielen auch die anderen drei Teams aus der NFC East gegen AFC West Teams. Da gibt es bestimmt einige Möglichkeiten für Romo, seine Neutralität zu beweisen.

Marshawn Lynch hat sich mit Verantwortlichen der Raiders getroffen.
Der noch nicht wirklich im Ruhestand befindliche Running Back der Seahawks wohnt in Oakland und hatte keine weite Anfahrt.
Sein Besuch im Hauptquartier des Teams befeuert die Spekulationen, daß er vorhat für die Raiders zu spielen.
Da Seattle noch die Rechte an ihm hält, mußten sie diesen Besuch erlauben. Oakland müßte im Fall einer Verpflichtung Lynchs eine Kompensation leisten.
Worüber Lynch und die Raiders gesprochen haben, ist nicht bekannt.

Die Seahawks werden buchstäblich bombardiert mit Anfragen die Richard Sherman betreffen. So einige Teams hätten den Cornerback gerne, und geben ihre Angebote ab.
Noch war keins dabei, daß die Seahawks überzeugen konnte.
Doch wenn das richtige Angebot käme, wäre Seattle nicht abgeneigt, Sherman ziehen zu lassen, sagte General Manager John Schneider.
Sherman selber hält sich bedeckt, was diese Spekulationen angeht. Er würde Seattle nur ungern verlassen. Er weiß aber auch, daß die NFL ein Geschäft ist und er nach den Regeln des Marktes spielen muß.

Ego Ferguson ist durch den Gesundheitscheck gefallen.
Die Bears trennten sich letzte Woche von Ferguson. Der Defensive End konnte in den letzten drei Jahren nur in 20 Spielen antreten, weil er sich mit vielen Verletzungen plagte.
Daran scheiterte jetzt ein Vertrag in Green Bay. Ferguson bestand den Gesundheitstest bei den Packers nicht.

Mittwoch, 5. April 2017

Tschüss Tony
romo-tonyDas war`s. Tony Romo (Bild) hat dem unwürdigen Spektakel um seine Person von sich aus ein Ende bereitet. Am Dienstag gab der Quarterback der Dallas Cowboys bekannt, daß er seine Karriere beendet.
14 Jahre spielte er für „America`s Team“. 14 erfolglose Jahre durchlebten die Fans mit ihm an der Spitze.
Als Free Agent kam er 2003 zu den Cowboys, also nicht über die Draft. $10.000 bekam er als Unterschriftsbonus. Denver hatte ihm $20.000 geboten, aber Romo entschied sich für Dallas.
Danach wurde er der beste Spieler, der je in der NFL spielte, ohne gedraftet worden zu sein. Das kann man ihm bescheinigen.
Romo hatte sehr viel Talent, doch leider auch sehr viele negative Momente. Als Cowboys-Fan hatte ich immer Herzklopfen bis zum Hals, wenn Dallas in der Redzone war. Das war der Moment, für Romos Interceptions. Und da gab es viele.
Dennoch stellte er im Lauf der 14 Jahre in Dallas viele Teamrekorde auf. Doch was nutzen dem Team und den Fans diese persönlichen Rekorde, wenn am Ende kein Titel steht?
Nichts!
Seine Playoff-Bilanz steht bei zwei Siegen und vier Niederlagen. Nicht ein mal haben die Cowboys mit Romo das NFC Endspiel erreicht.
Eine sehr, sehr magere Bilanz für die Dallas Cowboys.
Seine persönliche Bilanz: 133 Starts, 80-53 Siege. Seine Teamrekorde sind: 65,3% vervollständigte Pässe, 34.183 Passyards, 248 Touchdowns und eine Quarterback-Wertung von 97,1 Punkten.
Kein Teamrekord sind seine 117 Interceptions. Gar nicht mal so furchtbar viele, aber davon kamen viele halt in entscheidenden Momenten.
Romo tritt nun ab, doch nicht ohne darauf hinzuweisen, daß es doch noch Interesse an ihm gegeben haben soll. Sogar mehrere Teams sollen bei ihm angefragt haben.
Man kann das glauben, man kann es aber auch lassen.
Wer angefragt hat, war CBS. Und denen sagte Romo zu. CBS ist so überzeugt von Tony Romo, daß sie ihn zusammen mit Jim Nantz zum Nr. 1 Kommentatoren Duo machen und Phil Sims auf die Bank setzen. Somit analysiert Romo die Donnerstagsspiele von CBS und Sonntags das Top- Spiel des Senders.
Sein Gehalt bei CBS soll nicht weit von den $24 Millionen entfernt sein, die er als Quarterback 2017 in der NFL hätte verdienen können.
Doch es ist kein leichter Schritt, sofort die Topmannschaft bei CBS zu bilden und den nicht unbeliebten Phil Simms zu ersetzen. Einfach mal eben so als Analyst zu arbeiten, ist kein Honiglecken. Sogar Cowboys Legende und mehrfacher Super Bowl Sieger Troy Aikman mußte zunächst durch die Niederungen der NFL Europa und war oft im Düsseldorfer Rheinstadion.
Natürlich würde er gerne weiterspielen, sagte Romo. Aber es wäre vernünftiger, auf den Körper zu hören, und der wolle nun mal nicht mehr so.
Mit 37 Jahren kommt man halt an die Grenzen des Machbaren. Und der Kampf in der NFL hat Romos Körper sehr zugesetzt. Drei gebrochene Schlüsselbeine, zwei Rückenoperationen, das schüttelt man in dem Alter nicht mehr einfach so ab. Seit 2012 hat er keine komplette Saison mehr gespielt. Dabei hat Romo aber immer bewiesen, daß er beileibe kein Weichei ist, doch irgendwann muß man die Zeichen verstehen.
Romo tritt nun ab, immerhin in der Gewißheit, daß sein letzter Paß in der NFL ein Touchdownpass über drei Yards gegen die Philadelphia Eagles war.
Meine ganz persönliche Meinung: Tony Romo war ein Riesentalent, das sein Potential vergeudete, weil er zwischen den Saisons lieber Golf spielte, als sich auf die nächste Saison vorzubereiten.
Während ein wahrer Superstar wie Peyton Manning in dieser Zeit schon die nächsten Gegner sezierte, bereitete sich Romo schon mal auf das Rentnerdasein vor. Und das einige Male noch bis in die verpflichtenden Trainingseinheiten hinein. Das war nicht teamdienlich.
Die Frage, die man jetzt oft hört: „Ist Tony Romo ein Kandidat für die Hall of Fame?“
Da erspare ich mir die Antwort, doch wer meine News regelmäßig verfolgt, der kann sich denken, was ich darüber denke.

Kurzberichte
Was wird aus Phil Simms?
Fast 20 Jahre war er für CBS tätig.
Gefeuert wurde Simms nicht, nur kaltgestellt. Er kann noch weiter für den Sender arbeiten, wenn er möchte. Sein Vertrag läuft noch einige Jahre. Aber die Wahrscheinlichkeit, daß FOX, oder ein anderer Sender ihn verpflichtet, ist recht hoch.
Ganz los werden wir Mr. “Let me tell you this“ wohl nicht.

Greifen wir den Begriff Donnerstagsspiel noch mal auf.
Letztes Jahr wurden diese Spiele LIVE und kostenlos von Twitter gestreamt. Den Zwitschervogel kostete das $10 Millionen.
Dieses Jahr werden diese Spiele von Amazon gestreamt, und der Versandhändler mußte dafür $50 Millionen für 10 Spiele hinlegen.
Letztes Jahr waren diese Streams für jeden frei zugänglich. Dieses Jahr ist das nicht mehr so, denn Amazon bietet sie nur über Amazon Prime an, und das ist kostenpflichtig.
Noch weiß Amazon gar nicht, welche Spiele ihnen überhaupt zur Verfügung stehen, denn der Spielplan wird erst im Laufe dieses Monats verkündet, noch vor der Draft.

Dienstag, 4. April 2017

Kurzberichte
jones-jerry5Jetzt ist Jerry Jones (Bild) es aber leid. Daß er Quarterback Tony Romo nicht loswird, geht ihm jetzt doch auf den Geist. Deshalb hat der Besitzer der Cowboys einen Brief an alle General Manager der Liga geschrieben, in dem er ihnen erlaubt, Kontakt mit Romo aufzunehmen.
Es ist fast schon ein Bittbrief, in dem Jones den Quarterback anbietet. Romo dürfte zu Probetrainings eingeladen werden und zu Gesundheitstests.
Jones will für den 37 Jahre alten selten spielenden, oft verletzten Romo tatsächlich noch eine Kompensation von einem anderen Team bekommen. Doch bisher wartet er vergeblich auf Angebote.
Deshalb jetzt auch das Angebot, Romo zum Probetraining einladen zu dürfen. Dagegen hatte Jones bis vor Kurzem etwas. Aber da sich kein Schwein für den Quarterback interessiert, jetzt dieser Schritt. Dumm nur, daß Romo 2017 $24,7 Millionen zustehen, die sein neuer Arbeitgeber tragen müßte. Dagegen könnte nur eine Vertragsnachverhandlung helfen.
Romo mag vieles sein, aber für Erfolg steht sein Name wirklich nicht.
Romo war ein passabler Quarterback mit viel Talent, das viel zu selten aufblitzte. Und in Sachen Playofftauglichkeit kann man Tony Romo mit Andy Dalton von den Bengals gleichstellen.

Seitdem die Draft zum Wanderzirkus geworden ist, buhlen die Städte um diese Einberufungsveranstaltung.
Fand die Draft von 1965 bis 2014 ständig in New York statt, wurde sie 2015 in Chicago abgehalten, und dieses Jahr ist Philadelphia Gastgeber.
Für 2019 hat sich am Montag Green Bay ins Gespräch gebracht.
Packers Präsident Mark Murphy findet das Resch Center ideal, das praktisch auf der anderen Straßenseite des Lambeau Fields liegt.
Allerdings wollen auch andere Städte die Draft haben. Atlanta, Dallas, Denver, Jacksonville, Kansas City, Los Angeles, Pittsburgh und auch die Heimatstadt der Hall of Fame, Canton in Ohio, haben alle Bewerbungen abgegeben.
Doch die Packers haben Geduld, wenn nicht 2019, dann vielleicht 2020 oder 21, meinte Murphy.

Hard Knocks läuft und läuft und läuft.
Die HBO Serie, die seit 12 Jahren jedes Jahr ein NFL Team bei seinen Saisonvorbereitungen begleitet, wurde um mehrere Jahre verlängert.
NFL Films und HBO haben noch nicht bekanntgegeben, um wie viele Saisons die Serie verlängert wurde, aber man munkelt von vier Jahren.
Für diesen Sommer steht noch gar nicht fest, welches Team die Horden an Kameramännern und Kabelträgern ertragen muß, doch die Saison Premiere ist auf den 8. August angesetzt. Fünf Folgen werden ab dann ausgestrahlt.
Da die Teambesitzer Richtlinie festgesetzt haben, welche Teams verschont werden, bleiben nicht mehr viele Teams, die dieses Jahr begleitet werden dürfen. Ausgenommen sind Teams, die einen neuen Head Coach haben, die in den letzten beiden Jahren in den Playoffs waren oder die in den letzten 10 Jahren schon mal Star der Serie waren.
Da bleiben 2017 nur noch die Chicago Bears, Tampa Bay Buccaneers, Cleveland Browns, Indianapolis Colts, Philadelphia Eagles, Baltimore Ravens, New Orleans Saints und Tennessee Titans.

Letztes Jahr hatte Zach Brown für die Buffalo Bills eine Pro Bowl Saison hingelegt.
2016 erzielte der Linebacker 149 Tackles, 4 Sacks und 1 Interception. Zusätzlich wehrte er vier Pässe ab und erzwang zwei Fumbles.
Am Montag unterschrieb er einen Einjahresvertrag über $4,65 Millionen bei den Redskins.

Er kam, verhandelte und ging wieder.
So lief Adrian Petersons Besuch bei den Patriots ab.
Der ehemalige Running Back der Vikings und die Pats wurden sich nicht einig.

Mit den Los Angeles Chargers und den Buffalo Bills haben die ersten beiden Teams ihre freiwilligen Trainingsprogramme begonnen.
Hauptsächlich geht es dabei um Konditions- und Krafttraining.
Für die neuen Head Coaches ist es eine Chance, ihre Spieler endlich kennenzulernen. Jedenfalls die, die zum Training kommen, das ja freiwillig ist. Darauf legt die NFL wert. Kein Spieler darf gezwungen werden, jetzt schon mit dem Team zu trainieren.
Die Rams, 49ers und Broncos, die auch neue Head Coaches haben, fangen am 10. April mit den freiwilligen Programmen an.
Die anderen Teams, die keinen Trainerwechsel hatten, dürfen erst am 17. April anfangen.

Montag, 3. April 2017

Monster Kater bei den Falcons
quinn-danWenn die Falcons Ende des Monats wieder zusammenkommen und Head Coach Dan Quinn (Bild) seine Spieler wiedersieht, dann treffen sie sich in dem Wissen, mit dem Verspielen einer 25 Punkte Führung im Super Bowl einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt zu haben.
Das sorgt für einen ordentlichen Super Bowl Kater. Und diesen Kater konnten schon viele Verlierer nicht überkommen, die weniger gedemütigt wurden.
Doch Quinn kennt sich mit krachenden Niederlagen aus. Er war der Defensive Coordinator der Seahawks, als sie nur einen Lauf von Marshawn Lynch vom Super Bowl Sieg gegen New England entfernt waren. Doch der Offensive Coordinator der Seahawks sagte statt dessen einen Paßspielzug an, und der Ausgang ist bekannt.
Quinn war praktisch schon auf dem Weg zu den Falcons, als die Seahawks im Super Bowl standen. Sofort nach der Niederlage wurde er Head Coach in Atlanta. Hier führte er sein Team im erst zweiten Jahr bereits in den Super Bowl.
Jetzt ist viel Psychologie angesagt, um das angeknackste Selbstvertrauen der Spieler wieder aufzurichten. Das wird nicht leicht. Bei Interviews der Trainer und Spieler geht es bei neun von 10 Fragen um die vergeigte 25 Punkte Führung.
Gemessen am Abschneiden der Gegner in der Saison 2016 haben die Falcons keinen allzu schweren Spielplan. In der Strength of Schedule Wertung liegen die Falcons auf Platz 13. Den schwersten Spielplan haben übrigens die Broncos und den leichtesten die Colts.
Dennoch wird es schwer für Quinn und die Falcons, über diesen Monster Kater hinwegzukommen.

Peterson besucht die Patriots
Der Agent von Adrian Peterson sagte, daß der Running Back nicht deshalb noch ohne neues Team ist, weil es kein Interesse an ihm gäbe, sondern weil Peterson wählerisch wäre. Der möchte nur zu einem Team, das Chancen auf den Super Bowl hat.
Am heutigen Montag besucht Peterson ein solches Team, die New England Patriots.
Nelson Peterson, Adrians Vater, meinte, daß das eine attraktive Option für seinen Sohn wäre.
Peterson hatte auch schon die Seattle Seahawks besucht. Daraufhin entschieden die sich für Eddie Lacy von den Packers.
Die Patriots konnten sich bisher nicht mit LeGarrette Blount einig werden. Zur Vorsicht haben die Pats schon mal Rex Burkhead von den Bengals verpflichtet. Zusätzlich haben sie noch Dion Lewis und James White unter Vertrag.
Adrian Peterson... ehemaliger Superstar... ein Kandidat für dem Titelträger?
Nach einem Kreuzbandriss 2011 kam er nur acht Monate später wieder zurück und lief 2012 zum Titel des NFL MVPs. Er erzielte 1.898 Laufyards. Eine schier unglaubliche Leistung nach solch einer Operation.
2014 wurde er suspendiert, weil er einen seiner Söhne mißhandelt hatte.
2016 zog er sich in Woche zwei einen gerissenen Meniskus zu. Zwar kam er im Dezember wieder zurück, doch helfen konnte er den Vikings nicht mehr.
Am 28. Februar gaben die Vikings bekannt, daß sie ihre Option auf ihn für die Saison 2017 nicht ziehen werden. Hätten sie es getan, hätten sie ihm dieses Jahr $18 Millionen zahlen müssen.
Kein Team wird bereit sein, Peterson diese Summe zu zahlen. Sollte er also ein neues Team finden, dann wird der 32-jährige auf einige Dollars verzichten müssen.

Der Gronk als Catcher?
Bei einer Wrestling Veranstaltung saß Patriots Tight End Rob Gronkowski in der ersten Reihe, als einer der „Kämpfer“ aus dem Ring flog und neben dem Gronk landete. Als dann auch noch dessen Gegner aus dem Ring stieg und auf seinen Gegenüber eintrat, schüttete Gronkowski dem Treter sein Getränk ins Gesicht und warf mit dem Pappbecher nach ihm.
Als der „Kampf“ im Ring fortgesetzt wurde, kletterte Gronkowski auch dort hinein und mischte mit. Wie es heißt, haben er und sein „Mitkämpfer“ gewonnen.

Sonntag, 2. April 2017

Kurzberichte
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Nachfolger gesucht, heißt es bei vielen NFL Teams. Drew Brees, Ben Roethlisberger, Eli Manning, ja sogar Tom Brady können ja nicht ewig spielen.
Ben Roethlisberger tut ja zur Zeit so, als müßte er krampfhaft überlegen, ob er 2017 noch eine Saison spielt?
Zeit, einen Nachfolger zu suchen.
Bei den Giants überlegt man ganz ernsthaft, einen Mann für die Zeit nach Manning zu bekommen. Sogar einen bestimmten haben sie schon im Visier, Patrick Mahomes II.
Giants Head Coach Ben McAdoo (Bild) war am Freitag vor Ort, um sich den Texas Tec Pro Day anzusehen. Wenn ein Head Coach sich solch ein Training der NFL Anwärter selber ansieht, statt seine Scouts hinzuschicken, dann hat das etwas zu bedeuten.
Aber die Giants sind erst an Stelle 23 in der Draft am Zug. Wenn Mahomes II tatsächlich gut sein sollte, ist er vielleicht gar nicht mehr zu haben. Und sich für einen Ersatz- Quarterback nach oben tauschen?
Riskant!
Aber vielleicht nötig!
Eli Manning ist 36 Jahre alt und die Zeit nagt an ihm. Ein, zwei Jahre hat er noch. In dieser Zeit könnte ein möglicher Nachfolger auf die NFL vorbereitet werden. Er könnte lernen, wie man aus der Pocket paßt, statt selber zu laufen, und was der Unterschiede zwischen NFL und College mehr sind.
Daß Mahomes werfen kann, hat er bewiesen. In seiner letzten Collegesaison erzielte er 5.052 Passyards und 41 Touchdowns bei 10 Interceptions. 12 weitere Touchdowns steuerte er noch durch eigene Läufe bei.

Die 49ers verpflichteten Tim Hightower.
Der Running Back und Head Coach Kyle Shanahan haben 2011 bei den Redskins zusammengearbeitet. Danach verpaßte Hightower drei volle Saisons mit einer Knieverletzung.
Nach seiner Genesung spielte er zwei Saisons für die Saints. Letztes Jahr erzielte er mit 133 Läufen 548 Yards und 4 Touchdowns. Zusätzlich fing er 22 Pässe für 200 Yards und 1 Touchdown.

Samstag, 1. April 2017

Kurzberichte
ortsschild-lasvegas-losangelessOakland, San Diego, St. Louis, drei Städte, ein Schicksal.
Alle drei Städte haben viel Geld der Steuerzahler ausgegeben, um die Stadien ihrer NFL Teams zu verbessern und zu modernisieren. Alle drei Städte werden noch auf Jahrzehnte dafür zahlen müssen. Insgesamt geht es zusammengenommen um $570 Millionen.
Doch abbezahlen müssen diese drei Städte ihre Schulden für die Stadien, ohne Geld von den Teams einzunehmen, denn die Raiders, Rams und Chargers haben ihre Sachen gepackt, sind umgezogen und denken sich: „Na ihr Deppen, dann bezahlt mal schön für Eure Stadien. Wir sind dann mal weg.“
Gut, die Raiders sind noch nicht umgezogen, aber sie bleiben nur deshalb noch in Oakland, weil ihr neues Stadion noch in der Planung ist. Geistig sind sie schon in Las Vegas.
Nötig wurde der Umzug. Das steht mal fest. Die Raiders sind das einzige NFL Team, das sich das 51 Jahre alte Oakland Coliseum noch mit den Keulenschwingern aus der Major Baseball League teilen muß.
Auch wenn der wenigstens dreimal pro Saison fällige Umbau des Stadions für Baseball und Football jedesmal $450.000 kostet, werden die Sandhügel die für Baseball irgendwie nötig sind, nie ganz abgetragen. Das erschwert den Footballspielern ihre Arbeit und erhöht das Verletzungsrisiko.
Aber gut für Oakland, daß sie dieses Baseballteam noch haben, denn wenn das Basketballteam Golden State Warriors 2019 in eine schicke neue Halle in San Francisco umzieht, bleiben nur noch die „A“s in Oakland. Ihr Mietvertrag mit dem Coliseum läuft noch bis 2024.
St. Louis, San Diego und Oakland stehen mit Stadien da, die demnächst oder jetzt schon, nicht mehr von NFL Teams genutzt werden.
Den Steuerzahlern in San Diego drohen Kosten für den Abriß des Stadions. Auch St. Louis überlegt, den Dome abzureißen. Doch diese Überlegung könnte gebremst werden. Konzerte sollen den Dome finanzieren. Mit den Rams machten die Betreiber pro Saison $400.000 Minus. Ein einziges Konzert letzten September mit Beyonce holte diese Summe als Plus rein.
Wie auch immer, diese drei Städte teilen ein gemeinsames Schicksal. St. Louis und Oakland haben sogar zwei Anläufe mit NFL Teams gehabt und dürften die Nase von dieser Liga voll haben. Oakland hatte zweimal die Raiders und St. Louis die Cardinals und die Rams. Das dürfte ihnen reichen.
San Diego und St. Louis haben bereits Anträge für Fußballmannschaften der Major Soccer League gestellt. Dieser Sport wächst rasant, und da viele Eltern ihre Kinder lieber dieses Spiel betreiben lassen, als den gefährlicheren Football, dürfte das eine sehr kluge Entscheidung sein. Noch ist Soccer nur ein Stachel im Fleisch der NFL, aber das wird sich im Lauf der Zeit zu einem Schwert auswachsen.
Die Städte werden den Verlust ihrer NFL Teams als Chance ansehen und nutzen.

Kurzberichte
Die Vikings rechnen nicht damit, daß Teddy Bridgewater 2017 wirklich wird spielen können.
Der Quarterback plagt sich immer noch mit den Folgen einer Knieoperation. Deshalb verpflichtete das Team Case Keenum als Ersatzmann für Sam Bradford.
Der ehemalige Starter der Rams unterschrieb für ein Jahr und $2 Millionen in Minnesota.

Obwohl er für die halbe Saison gesperrt ist, hat TJ McDonald ein neues Team gefunden.
Die Dolphins gaben dem ehemaligen Safety der Rams einen, na ja, Halbjahresvertrag. Weitere Einzelheiten des Vertrags wurden nicht veröffentlicht.

Die Dolphins feuerten Dion Jordan, den sie 2013 an dritter Stelle der Draft aufnahmen.
Der Defensive End war, wenn er nicht wegen Verstößen gegen die Drogenpolitik der Liga suspendiert war, verletzt. Die komplette Saison 2015 über war er gesperrt und 2016 verpaßte er zur Gänze mit einer Knieverletzung.
Die Dolphins feuerten ihn, weil er den Gesundheitstest nicht bestand.
Miami spart dadurch $3,2 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Hoffentlich hat das sein Selbstbewußtsein nicht erschüttert. Die Bears feuerten Ego Ferguson.
Der Defensive Lineman verpaßte 12 Spiele in 2015 und die komplette Saison 2016 mit Schulter und Knieverletzungen.

Bei den Falcons traten am Freitag die Offensive Linemen Chris Chester und Carter Bytkowski in den Ruhestand.

Auch wenn die Amazon Serie „All or Nothing“ vom ersten Jahr der Rams in Los Angeles handelt, dürfte sie doch interessanter sein, als die vielen unsagbar langweiligen Netflix Serien, die ewig unverständlicherweise in den Himmel gelobt werden.
Glücklicherweise geht es bei All or Nothing nicht in der Hauptsache um Football, das wäre bei den Rams unerträglich.
Vielmehr geht es um die Nachwirkungen des Umzugs und die Auswirkungen auf die Privatleben der Beteiligten.
Höhepunkt der Serie wird die unfaßbar späte Entlassung des erfolglosen Head Coaches Jeff Fisher sein.
Die erste Staffel der Serie, die sich um die Arizona Cardinals drehte, bekam eine Emmy Nominierung.
Auch die zweite Staffel wurde von NFL Films produziert, der Firma, die Emmys in Serie produziert.

Saints Head Coach Sean Payton sieht Ted Ginn als doppelten Gewinn.
Erstens wäre es sehr gut, den Wide Receiver vom Divisionsrivalen aus Carolina abgeworben zu haben.
Zweitens wäre es gut in nahezu jedem Spiel den schnellsten Spieler auf dem Platz zu haben.
Payton hat klare Vorstellungen, wie er Ginn erfolgbringend einsetzen wird. Zusammen mit Quarterback Drew Brees, der exakte, tiefe Pässe werfen kann, wird Ginn gegnerische Verteidigungen ganz schön durcheinanderwirbeln.
Klingt so, als könnte der Verlust von Brandin Cooks, der zu den Patriots wechselte, ganz gut kompensiert werden.

 

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