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Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Freitag, 12. Februar 2016

Kurzberichte
miller-von6Von Miller (Bild) dürfte der bestverdienende Verteidiger der NFL werden.
Nach seiner Leistung in der Saison 2015 und speziell im Super Bowl, wo er zum MVP des Spiels gewählt wurde, dürfte das außer Frage stehen.
Auf die Frage, ob Miller denn besser als Watt von den Texans wäre, oder Suh von den Dolphins, antwortete Millers Teamkollege Cornerback Chris Harris Jr.: „Das ist leicht. Von hat einen Ring, Watt nicht. Von hat den Ring und den MVP Titel. Die Art, wie er uns mit seinen läuferischen Qualitäten anführt ist außergewöhnlich. Und er hat noch Raum, sich zu verbessern.“
Natürlich ist Harris parteiisch, geht es doch um, einen Teamkollegen. Dennoch steckt in seiner Aussage ein Körnchen Wahrheit.
Für uns Fans wird es interessant werden, das Fernduell der beiden Ausnahmespieler um Sacks und Tackles zu verfolgen.

 

Die Raiders bleiben, zunächst, in Oakland.
Allerdings verfahren sie nach dem Motto: „Sichern und weitersuchen,“ denn sie wollen auf keinen Fall länger als nötig im O.Co Coliseum bleiben.
Am Donnerstag haben sie einen Mietvertrag für die Saison 2016 mit dem Coliseum in Oakland unterschrieben, mit einer Option für 2017 und 18.
Die Raiders gaben auch noch bekannt, daß sie sich die Dienste von Larry MacNeil gesichert haben. MacNeil hat den 49ers geholfen das Levi`s Stadion in Santa Clara zu bauen. In diesem Stadion hätten die Raiders auch spielen können. Es wurde vorsorglich für zwei Heimmannschaften konzipiert und gebaut. Doch Raiders Besitzer Mark Davis lehnte das Angebot der Stadionbetreiber ab.
Nun soll MacNeil den Raiders zu einem neuen Stadion verhelfen, möglichst im Raum um Oakland.
Ein Umzug nach Las Vegas oder San Antonio steht für Davis allerdings immer noch auf dem Plan.

Die NFL hält die drei Spiele dauernde Sperre für Vontaze Burfict aufrecht.
Der Linebacker der Bengals hatte im Playoffspiel gegen die Steelers Wide Receiver Antonio Brown verbotenerweise mit dem Helm voran hart angegangen. Dafür gab es eine Suspendierung für drei Spiele.
Dagegen hatte Burfict Einspruch eingelegt. Der wurde am Donnerstag ohne Erfolg für ihn verhandelt.

Daß die Texans für die nächste Saison einen NFL tauglichen Quarterback brauchen, das hat Teambesitzer Bob McNair ja schon vor einigen Wochen glasklar analysiert.
Es hat sich als sehr negativ erwiesen, daß Head Coach Bill O`Brien dachte, daß es auch ohne guten Quarterback in der NFL klappen könnte.
Konnte es nicht.
Deshalb will McNair auf jeden Fall sein Hauptaugenmerk auf einen brauchbaren Quarterback richten.
Da die Texans aber die Playoffs erreicht haben weil sie in einer grottenschlechten Division spielen, sind sie in der Draft auf Platz 22 abgerutscht. Lange Zeit hatten sie Chancen, weit höher an die Reihe kommen zu können. Ob an 22. Stelle noch ein guter Quarterback zu haben sein wird, ist kaum anzunehmen.
Deshalb denkt McNair an Colin Kaepernick. Der hat die 49ers in einen Super Bowl geführt und er will weg aus San Francisco.
McNair hat den Traum Super Bowl LI (ja, jetzt geht es wieder römisch weiter) zu erreichen, der im Stadion der Texans ausgetragen wird.
Zu viel Zeit sollten die Texans sich nicht lassen, sonst stehen sie am Ende wieder nur mit unbrauchbarem Spielermaterial auf der wichtigsten Position im Football da, und dann platzt McNairs Traum.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Neue Regeln für das NFL Scouting Combine
winston-jamaisDieses Jahr will die NFL College-Spieler, die Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt, sexueller Übergriffe oder Verstößen gegen das Waffengesetz auf dem Konto haben, von dem Sichtungstraining, dem Scouting Combine der NFL, ausschließen.
Die Liga gab ein Memo an die 32 Teams heraus, daß nur Spieler, die bei einer Leumundsüberprüfung positiv bewertet wurden, am Combine teilnehmen dürfen. Spieler, die sich der Leumundsprüfung entziehen, dürfen auch nicht teilnehmen. Des Weiteren dürfen diese Spieler an keiner Liga-Relevanten Veranstaltung teilnehmen. Das beinhaltet auch die Draft.
Das soll helfen, die NFL etwas zu entkriminalisieren.
Zu viel negatives ist da in den letzten Jahren passiert. Statt nur auf die körperlichen Vorzüge der NFL Anwärter zu achten, will die Liga deshalb verstärkt auch auf den Charakter der Collegeabgänger achten.
Wäre diese Regel bereits letztes Jahr in Kraft gewesen, hätte Buccaneers Quarterback Jameis Winston (Bild) trotzdem an dem Training teilnehmen dürfen. Er ist zwar angezeigt eine Frau vergewaltigt zu haben und hat auch sonst einiges auf dem Kerbholz, aber er wurde bisher nicht verurteilt.
Frank Clark dagegen hätte nicht von den Seahawks einberufen werden dürfen. Der Linebacker von Michigan wurde wegen häuslicher Gewalt in einem minderschweren Fall verurteilt.
Allerdings betreibt die NFL das Säuberungsprogramm mal wieder nur halbherzig. Die vom Sichtungstraining ausgeschlossenen Spieler dürfen sich den Teams in privaten Workouts präsentieren und von ihnen verpflichtet werden.
Durch diese Hintertür können also weiterhin kriminelle Subjekte in die Liga kommen.

Kurzberichte
Rams Wide Receiver Stedman Bailey wurde im November in den Kopf geschossen. Die behandelnden Ärzte raten ihm davon ab, jemals wieder Football zu spielen.
Das aber sieht Bailey anders. Er arbeitet daran, wieder in der NFL zu spielen.
Seine Chancen stehen nicht gut. Sein Neurologe sagte Bailey, daß dieser Schuß in den Kopf den Effekt mehrerer Gehirnerschütterungen auf einmal gehabt hätte. Sieben Stunden dauerte die Operation, um die Kugel herauszuholen und die vielen Knochensplitter zu entfernen. Da wieder dran zu denken, den Kopf in einen Helm zu stecken und sich von Verteidigern Helm an Helm angreifen zu lassen, ist wohl nicht das Wahre.

Browns Linebacker Armonty Bryant wurde am Mittwoch angeklagt wegen zweier Drogenvergehen.
Er und Deante Saunders, damals Safety der Browns, waren am Weihnachtsmorgen 2015 in einer 60 Meilenzone mit 75 Mph unterwegs und wurden von der Polizei angehalten.
Saunders, der den Wagen fuhr, wurde schon kurz nachdem er gestoppt wurde angeklagt, weil er mehrere Feuerwaffen offen im Wagen liegen hatte. Er wurde von den Browns gefeuert.
Am 24. Februar muß Bryant vor Gericht erscheinen, weil im Wagen auch Drogen gefunden wurden, die Bryant gehörten.

Die Giants gaben bekannt, daß Linebacker Jon Beason in den Ruhestand tritt.
Gleichzeitig meldeten sie, daß sie die Offensive Linemen Will Beatty und Geoff Schwartz gefeuert haben.
Das alles spart ihnen $12 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Beason beendet seine Karriere nach neun Jahren in der NFL und drei Pro Bowl Auftritten.

Gestern war der Stichtag. Gestern wurde Drew Brees um $10,85 Millionen reicher.
Der Quarterback der Saints wird 2016 $20 Millionen verdienen, von denen gestern knappe $10 Millionen bereits garantiert wurden, egal, was jetzt mit ihm passiert.

Wenn man Colts Besitzer Jim Irsay glauben kann, dann ist das Gehalt von Drew Brees nur Peanuts im Vergleich zu dem, was Irsay Andrew Luck zahlen wird.
Irsay sagte, daß das Gehalt seines Quarterbacks eine schockierende Zahl sein wird.
$20 Millionen wären nur das Gehalt, auf dem man aufbauen werde. Die Garantiesumme würde dagegen alles sprengen, was es bisher gegeben hätte.
Na, da darf man ja jetzt mal gespannt sein.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Kurzberichte
denver-siegesparadeEine Million Menschen sollen bei der Siegesparade der Broncos die Straßen gesäumt haben.
Wenn man die Massen sieht, die sich im Civic Center Park im Stadtzentrum Denvers (Bild) versammelt hatten, um dem Team zuzujubeln, kann man das glauben.

Nur für den Fall, daß Super Bowl 50 das letzte Spiel von Peyton Manning war, gab Bennie Fowler dem Quarterback den Ball zurück, den er bei dem Zweipunkteversuch fing.
Der Wide Receiver fing Mannings Paß zur 14 Punkte Führung für Denver, nachdem CJ Anderson den einzigen Touchdown der Broncos Offense an diesem Tag erzielt hatte.
Fowler behielt den Ball. Gestern, vor der Siegesparade der Broncos in Denver, überreichte er Manning den Ball. Es könnte der letzte Paß gewesen sein, den Manning in der NFL geworfen hat. Wenn ja, dann wird dieser Ball wohl in die Hall Of Fame kommen.

Kann man mit 43 Jahren noch Football spielen?
Man kann, wenn man nur ab und zu auf den Platz kommt, um gegen den Ball zu treten.
So einer ist Adam Vinatieri, und er wird dieses Jahr 43. Der Kicker der Colts hat bekanntgegeben, daß er noch eine 21. Saison in der NFL spielen will.
Nachdem die Saison 2015 für Indianapolis beendet war, dachte Vinatieri ans Aufhören. Doch nachdem er das mit seiner Familie diskutiert hatte, entschied er sich dazu, weiterzumachen. Wo, das steht noch nicht fest, Vinatieri ist ein Free Agent. Es könnte aber sein, daß die Colts ihn behalten wollen. Wenn ja, dann hätte er mit 11 Saisons in Indianapolis eine mehr mit den Colts auf dem Konto, als mit den Patriots.
In den letzten beiden Saisons verpaßte er nur drei Field Goals aus 58 Versuchen.

Atlanta Falcons Besitzer Arthur Blank hat bekanntgegeben, daß er Prostatakrebs hat.
Demnächst wird der 73-jährige sich operieren lassen, und die Prognose für ihn sieht günstig aus, wie er weiter mitteilte.

Reggie Bush will noch nicht in den Ruhestand treten.
Der Running Back spielte zuletzt für die 49ers. Nachdem er sich schwer am Knie verletzte, wurde er entlassen.
Ob er mit seinen 31 Jahren und nach der Knieoperation allerdings noch mal einen Arbeitgeber in der NFL finden wird?

„Ich bin noch viel zu jung für den Ruhestand,“ meint Tom Coughlin.
Der Ex- Head Coach der Giants hat momentan große Probleme damit, kein Team für die kommende Saison zusammenzustellen.
Sein ganzes Leben wäre auf den Football ausgerichtet gewesen. Jetzt würde er z.B. überlegen, welche Spieler vom College er für sein Team gebrauchen könnte, wer auf dem freien Markt zu haben wäre. Das würde ihm fehlen.
Er hätte über Jahrzehnte einen Zeitplan gehabt, dem er gefolgt wäre. Das wäre jetzt plötzlich weg.
Deshalb hofft der 69-jährige, daß er bald einen neuen Job als Head Coach angeboten bekommt. Doch das sieht schlecht aus. Es gibt keine freie Stelle unter den 32 NFL Teams.
Die Posten als Head Coach bei den 49ers und den Eagles, mit denen er verhandelt hatte, lehnte er ab.
Die Giants würden Coughlin gerne einen Job in der Administration anbieten, doch das scheint nicht das zu sein, was Coughlin will.

Dienstag, 9. Februar 2016

Super Bowl 50 - Die Nachlese
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Also sprach John Elway (Bild): „Die ist für Pat.“
Dabei hielt der General Manager der Broncos die Vince Lombardi Trophäe in die Höhe.
Vor 18 Jahre, als die Broncos zum ersten Mal den Super Bowl gewannen, sagte Teambesitzer Pat Bowlen: „Die ist für John,“ und übergab die Trophäe an den damaligen Quarterback John Elway.
Elway erwiderte diese Geste am Sonntag für den an Alzheimer erkrankten Teambesitzer, der zur Zeit im Krankenhaus liegt.

Zeit, noch ein paar Zahlen und Fakten zum 50. Super Bowl nachzuliefern.
194 Yards an Offense erzielten die Denver Broncos. Das ist Super Bowl Minusrekord für das Siegerteam.
Mit 39 Jahren war Broncos Quarterback Peyton Manning der älteste Spieler, der je auf dieser Position im Super Bowl startete.
Peyton Manning wurde auch der erste Quarterback, der als Starter mit zwei verschiedenen Teams den Super Bowl gewann.
Wenn Peyton Manning wirklich sein letztes Rodeo bestritten haben sollte, würde er mit folgenden Statistiken in den Ruhestand treten: Siege (Reguläre Saison und Playoffs) 200, Platz 1, Passyards 79.279, 1., Touchdownpässe 579, 1., MVP Titel 5, 1., Pro Bowls 14, 1. Super Bowl Siege 2, Platz 5.
Noch nie wurde in einem Super Bowl ein Punt zum Touchdown zurückgetragen. Am Sonntag konnten die Panthers Jordan Norwood kurz vor der Endzone stoppen, nachdem er aber mit 61 Yards einen neuen Puntreturn-Rekord im Super Bowl aufgestellt hatte.
12 Sacks erzielten beide Teams zusammengenommen, so viele wie noch keine zwei Teams zuvor.
Gary Kubiak ist der erste Head Coach, der den Super Bowl als Spieler und Head Coach mit dem selben Team gewann. Kubiak war vor 18 Jahren Ersatzmann für John Elway.

Tausche Rekord gegen Sieg. So könnte Kony Ealy denken.
Der Defensive End der Panthers erzielte drei Sacks. Damit steht er zusammen mit Cardinals Defensive Tackle Darnell Dockett und Defensive End Reggie White auf Platz 1 der Super Bowl Rekordliste.
Zusätzlich fing er einen Paß von Peyton Manning ab und erzwang einen Fumble. Mehrere Sacks und eine Interception, das hatte vor ihm noch niemand in einem Super Bowl.
Doch was bedeutet das schon, wenn man verloren hat?

Nach Siegen tanzte er und sein Redefluß konnte nicht gestoppt werden.
Nach der Niederlage im Super Bowl zeigte sich Panthers Quarterback Cam Newton als äußerst schlechter Verlierer, der bei der Pflicht-Pressekonferenz kaum ein Wort sagte und dessen Körperhaltung nur ausdrückte: „Ihr könnt mich doch alle mal,“
Nach etwas mehr als zwei Minuten stand der arrogante Liga MVP der Saison 2015 auf, und verließ ohne ein weiteres Wort das Podium.
Heute weiß man, was ihn dazu getrieben hat, oder haben könnte. Die einzelnen Sektionen im Presseraum waren nur durch Vorhänge voneinander getrennt. Und so konnte der sich selbst als unschlagbaren Superman ansehende Newton mit anhören, was Broncos Cornerback Chris Harris über ihn sagte. Harris meinte: „Wir wollten, daß Cam paßt. Wir wußten, daß wir ihn dann da hatten, wo wir ihn haben wollten. Wir wollten das Laufspiel rausnehmen und den Ball in Cams Hände legen, dann hatten wir die Oberhand. Wir wußten, daß Newton keine 80 Yards gegen unsere Defense überwinden konnte. Ich, Aqib Talib und Bradley Roby, wir wußten, daß er gegen uns nicht passen kann.“
Und dann stand Cam Newton auf und ging.
Was er nicht mehr hörte war: „Habt ihr Leute ihn heute tanzen sehen? Er sah uns tanzen,“ sagte Harris lachend.

„Sie wollen berühmt sein, wir wollen Champions sein. Sie wollen Rapper sein und Ersatz-Tänzer, wir wollen Football spielen“ auf diesen Nenner brachte es Broncos Safety TJ Ward nach dem Sieg gegen Carolina.
Er nahm damit Bezug auf den Trashtalk der Panthers vor dem Super Bowl.
Ward fuhr fort, daß man die Panthers vor dem Spiel ihre Sprüche hat machen lassen. Derweil hätten die Broncos sich darauf vorbereitet, die Pads und Helme sprechen zu lassen.

Super Bowl 50 war das meistgesehene Programm in der Geschichte des US amerikanischen Fernsehens. 167 Millionen Zuschauer hatten am Sonntag CBS eingeschaltet.
CBS hält auch Platz zwei der ewigen Bestenliste mit Super Bowl XLVII zwischen den Ravens und den 49ers mit 164 Millionen Zuschauern.
Sat1 hat sich in Spitzenzeiten zur ersten Halbzeit über fast 2 Millionen Zuschauer freuen können. Ein unglaublicher Erfolg, besonders wenn man bedenkt, wer da kommentiert hat.

Was war mit Eli Manning los?
Eifersucht?
Die Kameras hatten die Loge der Mannings im Bild, als die Broncos gerade den Touchdown zum Sieg erzielt hatten.
Alle Mannings waren aus dem Häuschen, jubelten, sprangen auf und ab, umarmten sich.
Alle Mannings?
Nein, Eli sah aus, als hätte ihm gerade jemand seinen Lieblingsteddy in den Müll geworfen hätte.
Wer zu früh jubelt, kann noch böse erwischt werden. Es war noch lange zu spielen und man weiß wie schnell zwei Touchdowns in einem Spiel erzielt werden können.
Also blieb Eli Manning erstmal skeptisch. Zumal der Touchdown ja noch von den Videoschiedsrichtern bestätigt werden mußte.
Und so wurde Eli Manning zum Facebookgespött, weil er skeptisch blieb.
Daß er seinem älteren Bruder den zweiten Super Bowl Sieg nicht gönnte, könnte unwahrer nicht sein. Und so sah auch Peyton das und sagte, daß er im umgekehrten Fall auch so wie sein Bruder reagiert hätte.

Nach der Saison ist vor der Saison.
Die beginnt in 214, 213, 212 Tagen am 8.9. mit einem Spiel in Denver. Wer könnte da der mögliche Gegner sein?
Natürlich einer der drei Divisionsrivalen, klar, aber gibt es da nichts besseres?
Die Houston Texans, Indianapolis Colts, New England Patriots, Atlanta Falcons, und die... Carolina Panthers wären da noch auf dem Plan.
Wäre das nicht was, wenn die neue Saison mit der Paarung begänne, mit der die letzte endete?

Kurzberichte
Am Montagmorgen hatte Bills Running Back LeSean McCoy Krach mit zwei dienstfreien Polizisten.
McCoy und ein ehemaliger Chargers Running Back, Curtis Brinkley, und noch zwei ehemalige NFL Spieler schlugen sich mit den beiden Polizisten. Einer der Beamten liegt jetzt mit einem Schädelbruch im Krankenhaus.
Der Streit ging los, als die vier Spieler in einer Bar über eine Flasche Champagner aneinander gerieten. Die Polizisten griffen ein, um die Sache zu schlichten.
Dabei wurde einer der Beamten zu Boden geschlagen und alle vier NFL Spieler schlugen und traten weiter auf den am Boden liegenden ein.
Die Bills sagten, daß sie den Vorfall sehr ernst nähmen, aber zunächst weitere Beweise sammeln müßten.

Die Eagles trennten sich von Riley Cooper.
Der Wide Receiver spielte sechs Jahr für Philadelphia.

Die Saints feuerten Guard Jahri Evans. Der sechsmalige Pro Bowler hätte am Mittwoch $3 Millionen kassiert, wenn er dann noch im Kader gewesen wäre.

Montag, 8. Februar 2016

Super Bowl 50
manning-tropy-sb50-3Das war eines Jubiläums Super Bowls würdig. Auch wenn Offense Fans nicht auf ihre Kosten kamen, was die Spannung anging und die phantastische Arbeit der Broncos Defense, war es eines Jubiläums Super Bowls würdig.
Denvers Defense reduzierte Superman Cam Newton auf Normalmaß. Denvers Offense konnte in dieser Saison eh Niemanden erschrecken, und so hatte Carolinas Defense mit Peyton Manning (Bild) und Co. nicht die geringsten Probleme.
So war es dann auch die Defense der Broncos, die den ersten Touchdown erzielte. Die Nr. 2 der Draft von 2011, Linebacker Von Miller, erwischte die Nr. 1 der Draft von 2011, Panthers Quarterback Cam Newton, an Carolinas vier Yardslinie und schlug ihm den Ball aus der Hand. Defensive End Malik Jackson eroberte den Ball in der Endzone und Denver hatte die 10:0 Führung, nachdem sie im ersten Drive bereits ein Field Goal erzielen konnten.
Diesem Touchdown vorausgegangen war allerdings ein katastrophaler Fehler der Schiedsrichter. Beim ersten Versuch und 10 an der eigenen 15 traf Newton Wide Receiver Jericho Cotchery mit einem Paß über die Mitte zum neuen ersten Versuch. Die Schiedsrichter werteten den Paß als nicht gefangen. Carolinas Head Coach Rivera warf die rote Flagge und in den Zeitlupenwiederholungen war deutlich zu erkennen, daß der Ball zu keinem Zeitpunkt den Boden berührte. Die Szene erinnerte an den Zirkusfang des Steelers Wide Receivers, der in der Endzone einen Überschlag machte und dabei nie den Ball losließ.
Doch was hunderte Millionen von Fernsehzuschauern sahen, sahen die Schiedsrichter nicht. Sie gaben den Ball als nicht gefangen.
Dieser mögliche First Down, der Carolina genommen wurde, könnte das Spiel entschieden haben. Daß Kicker Graham Gano im dritten Viertel einen Schuß aus 44 Yards genau an den rechten Pfosten knallte, war auch nicht hilfreich. Da stand es 13:7 für Denver und der Anschluß wäre wichtig gewesen. Statt dessen kamen die Broncos dank der guten Plazierung auf dem Feld anschließend selber in Field Goal Reichweite und zogen auf 16:7 davon.
Doch abgesehen davon hatten die Panthers natürlich noch weitere Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden, allerdings scheiterten sie immer wieder an sich selber mit zu vielen Ballverlusten und zu vielen Strafen.
Denvers Defense bewies eindrucksvoll, daß man Superman zu Loserman machen kann, wenn man ihn gehörig unter Druck setzt. Es war erstaunlich, daß die Verteidigung nicht außer Atem kam, denn Denvers Offense gab ihnen keine Zeit zum Luftholen. Die Defense der Panthers hatte keine Probleme damit, Denvers Offense immer wieder nach drei Versuchen wieder vom Platz zu schicken, zu schwach waren Manning und die Seinen.
Da wäre ein Blick auf die Bilanzen der Quarterbacks interessant:
Cam Newton: 18 von 41 für 265 Yards, 1 Interception, 2 Fumbles.
Peyton Manning: 13 von 23 für 141 Yards, 1 Interception, 1 Fumble.
Beides absolut unterirdische Statistiken. Die eine einer großartigen Defense geschuldet, die andere dem eigenen Unvermögen.
Aber... Defense wins Championships, und so ging Denver als verdienter 24:10 Sieger vom Platz.
Und es ist dann auch ein Verteidiger, der zum wertvollsten Spieler des Super Bowls gewählt wurde, Linebacker Von Miller. Er erzielte 2,5 Sacks, bei denen Newton beide Male den Ball verlor, und sechs Tackles.
Peyton Manning war nach seinem zweiten Sieg im vierten Super Bowl zu Emotional, um über seine Zukunft entscheiden zu wollen. Doch mit diesem Sieg bekam er sein volles Gehalt für 2015 noch zusammen. Vor der Saison verzichtete er auf $4 Millionen, damit andere gute Spieler geholt und gehalten werden konnten. Nach dem Sieg im AFC Endspiel bekam er die ersten $2 Millionen davon aufs Konto, nach dem Sieg im Super Bowl die zweiten $2 Millionen.
Doch was für einen besseren Abgang könnte es für den 39 Jahre alten Sheriff geben, als mit dem zweiten Ring in den Ruhestand zu treten?
Nach dem Spiel bewies der entzauberte Liga MVP, Panthers Quarterback Cam Newton, noch ein weiteres Mal eindrucksvoll, warum viele Leute ihn nicht ausstehen können. Er gab sich bei der Pressekonferenz als schlechter Verlierer und gab patzige, einsilbige Antworten und verschwand nach nicht einmal zwei Minuten auf einmal einfach. Marshawn Lynch ließ grüßen.
Da meinte denn auch NFL Network Mitarbeiter Deion Sanders, daß das absolut nicht OK war.
Bleiben noch ein paar Verletzungen zu vermelden.
Im ersten Viertel verletzte sich Panthers Running Back Jonathan Stewart am linken Knöchel. Zwar konnte er nach kurzer Pause weiterspielen, aber nicht mit voller Kraft.
Panthers Wide Receiver Philly Brown, Gehirnerschütterung.
Broncos Linebacker Shaquil Barrett, Gehirnerschütterung.

Kurzberichte
Gehen wir noch mal zu Marshawn Lynch. Im letzten Viertel des Spiels twitterte der Running Back der Seahawks, daß er in den Ruhestand tritt.

Die Broncos werden Von Miller mit dem Franchise-Etikett versehen und versuchen, einen langfristigen Vertrag mit ihm auszuhandeln. Sie wollen ihn auf keinen Fall abwandern lassen.
Egal was Peyton Manning plant, General Manager John Elway plant für 2016 mit Quarterback Brock Osweiler. Der wird auch nicht gerade billig sein.
Das könnte Mannings Entscheidung natürlich beeinflussen.
Noch mal zu einem anderen Team wechseln?
Eher nicht!

Sonntag, 7. Februar 2016

Die NFL MVPs 2015
NFL Honors 2015Zweifel gab es keine mehr, und gestern wurden sie vollends beseitigt. Der wegen seiner arroganten Art zu feiern umstrittene Panthers Quarterback Cam Newton hat auf dem Platz überzeugt. Er wurde, wie erwartet, zum wertvollsten Spieler der Saison 2015 gewählt.
In seiner fünften NFL Saison vervollständigte er 59,8% seiner Pässe für 3.837 Yards und 35 Touchdowns bei nur 10 Interceptions. Mit 132 Läufen erzielte er weitere 636 Yards und 10 Touchdowns.
Sein Head Coach Ron Rivera wurde zum Trainer des Jahres gekürt.
Bester Assistenztrainer wurde Defensive Coordinator Wade Phillips vom Gegner der Panthers im Super Bowl, den Denver Broncos.
Sein Abo auf den Titel bester Verteidiger des Jahres konnte JJ Watt einlösen. Zum dritten Mal sicherte der Defensive End der Texans sich diesen Titel.
Offensiver Rookie der Saison wurde Rams Running Back Todd Gurley, obwohl er wegen einer Knieoperation die ersten beiden Saisonspiele verpaßte.
Auf der defensiven Seite wurde es Cornerback Marcus Peters von den Chiefs.
Bleiben wir bei den Chiefs. Der von einer Krebserkrankung genesene Safety Eric Berry wurde zum Comebackspieler des Jahres.
Usw, usw.
Hier die komplette Liste der Geehrten: » AP Offensive Rookie of the Year: Todd Gurley, RB, St. Louis Rams
» AP Offensive Player of the Year presented by Surface: Cam Newton, QB, Carolina Panthers
» Salute To Service Award Presented by USAA: Vincent Jackson, WR, Tampa Bay Buccaneers
» Clutch Performer of the Year: Drew Brees, QB, New Orleans Saints
» AP Coach of the Year presented by Lenovo: Ron Rivera, Carolina Panthers
» Art Rooney Award presented by Bose: Charles Woodson, S, Oakland Raiders
» AP Defensive Rookie of the Year: Marcus Peters, CB, Kansas City Chiefs
» AP Assistant Coach of the Year: Wade Phillips, Denver Broncos
» Don Shula HS Coach of the Year: Michael Burnett, Tuscarora (Virginia) High School
» "Greatness on the Road" Award presented by Courtyard: Antonio Brown, WR, Pittsburgh Steelers
» AP Defensive Player of the Year: J.J. Watt, DE, Houston Texans
» Pro Football Hall of Fame Class of 2016: Brett Favre, QB; Kevin Greene, LB; Marvin Harrison, WR; Orlando Pace, OL; Tony Dungy, Coach; Ken Stabler, QB; Dick Stanfel, OL; Eddie DeBartolo, Besitzer
» NFL.com Fantasy Player of the Year presented by SAP: Antonio Brown, WR, Pittsburgh Steelers
» Deacon Jones Award: J.J. Watt, DE, Houston Texans
» AP Comeback Player of the Year: Eric Berry, S, Kansas City Chiefs
» Walter Payton NFL Man of the Year presented by Nationwide: Anquan Boldin, WR, San Francisco 49ers
» Bridgestone Performance Play of the Year: Aaron Rodgers' stunning Hail Mary vs. Lions
» AP Most Valuable Player: Cam Newton, QB, Carolina Panthers
» 2016 Pepsi NFL Rookie of the Year: Jameis Winston, QB, Tampa Bay Buccaneers
» FedEx Air & Ground Players of the Year: Carson Palmer, QB, Arizona Cardinals; Adrian Peterson, RB, Minnesota Vikings

Super Bowl 50
Die Panthers und Broncos ließen Unterstützung einfliegen.
Beide Teams charterten Flieger, um Angestellte nach Santa Clara bringen zu lassen, alle Angestellten. In drei Fliegern holten die Panthers 630 Angestellte zum Super Bowl.
Die Broncos brauchten vier Flieger um 1.105 Angestellte heranzukarren.

„Wir haben keinen Druck,“ ist CJ Anderson überzeugt.
Der Running Back der Broncos ist gar nicht unglücklich darüber, daß niemand seinem Team einen Sieg gegen die Panthers zutraut.
Damit würde dem Team der Erwartungsdruck genommen, was sich positiv auswirken sollte, wie Anderson meint.
Für uns Fans klingt das natürlich gut. Es wäre grauenvoll, wenn Super Bowl 50 wirklich so öde werden würde, wie Super Bowl 48, als für Denver schon alles vorbei war, bevor man die erste Tüte Chips überhaupt geöffnet hatte.
Doch ganz realistisch?
So könnte es kommen.

Samstag, 6. Februar 2016

Kurzberichte
harrison-rodney2„Nehmt diesen Clown Harrison vom Sender,“ meinte Panthers Linebacker Thomas Davis.
Rodney Harrison (Bild) spielte in seiner aktiven Zeit bei den Patriots und den Chargers. Heute arbeitet er für NBC. In einem Interview sagte der ehemalige Safety, daß er nichts gegen die komischen Feiergesten von Cam Newton hätte, daß er aber wüßte, wie man die stoppen könnte. Um den Quarterback der Panthers zu stoppen, müsse man ihn verletzten.
Es hätte sich einiges geändert, seit er gespielt hätte, meinte Harrison. Heute würde man den Quarterback laufen lassen, man würde ihn punkten lassen und man würde ihn feiern lassen. Er, so fuhr Harrison fort, würde versuchen, Newton aus dem Spiel zu nehmen. Er würde versuchen, ihn zu verletzen. Ich würde auf seine Knie gehen. Das wäre das Ziel. Man muß versuchen, ihn auszuknocken. Das macht den Unterschied aus, ob man den Super Bowl gewinnt oder verliert.
Das blieb natürlich nicht ohne Reaktion von den Panthers. Thomas Davis und Josh Norman legten sofort auf Twitter gegen Harrison los. Der würde einen furchtbaren Job bei NBC machen, bekräftigte Norman, der diese Kritik gegen Harrison bereits im November schon einmal äußerte.
Aber was solls?
Sobald Newton als Läufer unterwegs ist, darf er angegriffen werden. Und die Broncos werden sich diese Gelegenheiten nicht entgehen lassen.

Panthers Head Coach Ron Rivera sagte, daß sowohl Linebacker Thomas Davis mit seinem gebrochenen Arm, als auch Defensive End Jarred Allen mit seinem gebrochenen Fuß am Sonntag starten werden.
Am Training nehmen die beiden bereits ohne Einschränkungen teil.

Und beim Training der Panthers hört man laufend: „Omaha, Omaha.“
Ersatz- Quarterback Derek Anderson gibt den Manning und bereitet die Defense der Panthers auf Mannings Tonart vor. Einige male gelang es Anderson, die Verteidigung ins Abseits zu locken.
Head Coach Rivera will das so lange üben lassen, bis die Defense nicht mehr darauf reinfällt.

Bei den Broncos zeigte Quarterback Peyton Manning starke Pässe.
Während der Saison hatte er große Probleme mit den tiefen Pässen. Das sah man beim Donnerstagstraining nicht mehr. Sie kamen präzise wie in alten Zeiten.
Head Coach Gary Kubiak war beeindruckt von dem alten Mann. So gut hätte Manning in der abgelaufenen Saison noch nicht ausgesehen, meinte Kubiak.

Von Miller packte sich nach einem Sack gegen Patriots Tom Brady in den Schritt und das kostete ihn $23.152 Strafe.
Zwei weitere Broncos wurden zur Kasse gebeten. Die Safeties TJ Ward und Brandon Bolden müssen jeweils $23.152 wegen übertriebener Härte zahlen.
Im Spiel der Cardinals gegen die Panthers griff Cards Wide Receiver John Brown einem Gegenspieler ins Gesichtsgitter und muß dafür $8.681 Strafe zahlen.

Das bringt uns direkt zu einer neuen Regel, die NFL Chef Goodell einführen will. Er möchte durchsetzen, daß ein Spieler nach seinem zweiten persönlichen Foul in einem Spiel automatisch des Feldes verwiesen wird.
Das würde die Sicherheit des Spiels weiter erhöhen, ist sich der Commissioner sicher. Deshalb möchte Goodell den Schiedsrichtern diese Entscheidung über einen Ausschluß vom Spiel abnehmen und ihn automatisch machen.
Und was sagte der Cheffe sonst noch so?
Goodell meinte, daß Eltern keine Angst haben müßten, ihre Kinder Football spielen zu lassen. Der Gewinn den die Kinder durch die Bewegung hätten und durch die Werte, die ihnen durch den Football vermittelt würden, würden die Risiken aufwiegen. Immerhin könne man sich auch verletzen, wenn man Zuhause auf der Couch sitzt, sagte Goodell.
Dann gab er das Datum und die Paarung für das Mexico-Spiel bekannt.
Am 21. November werden die Oakland Raiders in Mexico City gegen die Houston Texans spielen. Es wird das erste Monday Night Football Spiel sein, das außerhalb der USA ausgetragen wird.
Zu den Umzugsplänen der Raiders nach Las Vegas meinte er, daß die Liga sehr gerne hätte, wenn jedes Team an seinem Platz bleiben würde.
Dann erwähnte Goodell mal wieder, wie enttäuscht er vom Pro Bowl letzten Sonntag war.
Das sagt er jedes Jahr und jedes Jahr folgt dann der Spruch, daß man da dringend etwas machen müsse, um das Spiel attraktiver zu gestalten.
Zeit würde es, denn so gähnend leer war das Aloha Stadion noch selten bei diesem Schaulaufen der besten Spieler.
Auf Marihuana angesprochen meinte Goodell, daß sich an der Drogenpolitik der Liga nichts geändert hätte, auch wenn die Droge in einigen Staaten legalisiert worden wäre.

Matt Forte würde einen Super Bowl einem hohen Gehalt vorziehen.
Der Running Back der Bears würde auf ein höheres Gehalt verzichten, wenn er dafür bei einem Super Bowl Wettbewerber landen könnte.
Damit dürfte dann fast feststehen, daß Forte Chicago verlassen wird.

Freitag, 5. Februar 2016

Kurzberichte
montana-sb50Er wurde zum Quarterback des goldenen Super Bowl Teams gewählt, doch spielen könnte er nicht mehr. Den Münzwurf, den er vor dem Spiel ausüben soll, wird er noch hinbekommen.
Zwei Jahrzehnte nach seinem letzten Spiel in der NFL hat Ex 49ers Quarterback Joe Montana (Bild) zahlreiche gesundheitliche Probleme. Es klingt, als verbrachte er nach seiner Karriere mehr Zeit in Arztpraxen, als zuvor auf dem Footballfeld.
Arthritis hat er im Ellenbogen des Wurfarms, beiden Knien und beiden Händen. Nachts wacht er manchmal auf, weil seine Hände wie verrückt schmerzen.
Im linken Fuß hat er seit 1986 kein Gefühl mehr.
Eines seiner Knie kann er nicht strecken, obwohl es ein halbes Dutzend mal operiert wurde. Vor Kurzem wurde er an seinem Ellenbogen operiert, seitdem hat er Schmerzen im Nacken.
In einem Auge hat er eine Nervenschädigung. Das soll von einem Kopftrauma her stammen, wie sein Arzt ihm sagte.
Montana hatte gedacht, daß er so rechtzeitig mit dem Football aufgehört hätte, daß er ein aktives Leben führen könnte. Dem war nicht so. Statt mit seinen Söhnen zu Surfen oder Ski zu fahren, kann er ihnen nur zusehen.
Montana hofft, daß nicht viele der Spieler, die am Sonntag aufeinanderprallen, nachdem er die Münze geworfen hat, sich später so fühlen werden, wie er heute.

Es wird immer teurere, sich einen Super Bowl anzusehen. Der Rekord für Super Bowl 50 liegt momentan bei $27.983 für ein Ticket, die jemand aus Phoenix bezahlt hat.
Da sind die $8.000, die Rick Fall aus Denver für jeweils eine Karte für sich und seinen Sohn bezahlt hat, ja ein echtes Schnäppchen.
Der Durchschnittliche Preis auf dem zweiten Kartenmarkt liegt dieses Jahr bei $5.134. Das liegt daran, daß von den verfügbaren Eintrittskarten nur 1.000 für $500 in einer Lotterie für interessierte Fans verlost werden. Alle anderen gehen an die Sponsoren, Teams und Reiseveranstalter, die dann Gesamtpakete zusammenschnüren.
Von diesen Karten landen dann viele auf dem zweiten Kartenmarkt, wo die Nachfrage den Preis regelt.

„Wenn Du in den Ruhestand trittst, dann als Colt,“ sagte Colts Besitzer Jim Irsay zu Broncos Quarterback Peyton Manning.
Ob der sich darauf einläßt, bleibt abzuwarten.

Wie man hört, soll DeMarco Murray die Eagles verlassen wollen.
Glücklich ist der Running Back dort nach seinem Wechsel nie geworden.
Als Cowboys Wide Receiver Dez Bryant davon hörte, soll er sofort bei seinem Ex-Teamkollegen angerufen haben, um ihn zurück nach Dallas zu locken.

Demnächst wird die NFL auch Frauen zu den Minderheiten zählen.
Wenn ein Team einen neuen Head Coach sucht, muß es nach der Rooney-Regel vorgehen. Das heißt, daß es erst einen schwarzen Kandidaten für den Job interviewen muß, bevor es seinen weißen Wunschkandidaten verpflichten kann.
Doch die Exklusivität den Minderheitenstatus tragen zu können, soll den Afro-Amerikanern nun genommen werden. Zumindest wenn es darum geht, leitenden Posten in der Führungsetage der Teams zu vergeben, sollen verstärkt Frauen berücksichtigt werden.
Das sagte NFL Chef Roger Goodell auf dem „Women`s Summit“, dem Gipfeltreffen der Frauen der NFL, das Goodells Frau ins Leben gerufen hat.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Kurzberichte
rivera-ron2Die Carolina Panthers sind geradeheraus und gefühlsbetont. Sie tanzen, sie posieren für Bilder, sie feiern ihren Erfolg.
Sie machen das auf eine derart überbordende Art und Weise, die vielen auf den Keks geht.
Das wiederrum geht Head Coach Ron Rivera (Bild) auf den Keks.
Die Spieler mußten in den letzten Tagen viele kritische Fragen zu ihrer exzessiven Art zu Feiern beantworten. Das machte Rivera wütend. „Ich weiß, daß wir irgendwie die Party gestört haben. Wir sind die neuen. Viele wissen gar nicht, wer wir sind. Das hat viele verärgert. Aber ich werde meinen Jungs nicht sagen, daß sie sich ändern sollen.“
Und damit traf er irgendwie den Kern, mit dem Spruch, daß sie die Party gestört hätten.
Viele Fans hätten sich zum goldenen Jubiläums Super Bowl zwei traditionsreiche Teams gewünscht. Steelers - Packers, Broncos - 49ers, irgend so was. Aber die Panthers?
Doch Rivera ficht das nicht an. Er und sein Team haben durch harte Arbeit ihren Auftritt im Jubiläums Super Bowl verdient. Und deshalb werden sie auch nach dem Spiel in gewohnter übertriebener Art und Weise feiern, wenn sie gewonnen haben sollten, meinte der Head Coach.
Und ganz so neu sind diese „Partycrasher“ ja nun auch nicht.
Super Bowl 38, Patriots - Panthers. Das Finale entwickelte sich zu einem der spannendsten Endspiele der NFL-Geschichte - und endete in einem Déjà-vu. New Englands Kicker Adam Vinatieri versenkte vier Sekunden vor Schluß das spielentscheidende Field Goal zum 32:29 - wie schon vor zwei Jahren, als er mit auslaufender Zeit den ersten Super-Bowl-Sieg der Patriots perfekt gemacht hatte.

Peyton Manning braucht wohl bald eine neuen Hüfte. Das sagte der Quarterback der Broncos in einem Interview.
Manning nahm auch noch mal Stellung zu den Unterstellungen des islamistischen Propagandasenders Al Jazeera. Diese HGH Geschichte würde sich in Luft auflösen, meinte er.
Dem Sender hat es zwar einige Aufmerksamkeit eingebracht, aber nicht die erhofften Einschaltquoten. Al Jazeera USA wird demnächst seinen Sendebetrieb einstellen.
Die Ankündigung seines Arztes, daß er in naher Zukunft mal eine neue Hüfte braucht, verwunderte Manning. Über die langen Jahre seiner Karriere ist er selten selber gelaufen und hat auch nicht so viele Sacks einstecken müssen, wie manch anderer Quarterback, aber die Hüfte hat dennoch gelitten.

Vom Training hört man, daß alle Spieler der Teams voll hätten trainieren können.
Die Broncos schonten allerdings die Safeties TJ Ward und Darian Stewart etwas, die leicht an Knöchel bzw. Knie verletzt sind. Gegen die zweitbeste Lauf-Offense der Liga und Cam Newton als laufenden Passer werden die beiden sehr viel Arbeit haben.

Am Mittwochmorgen erfuhr Broncos Defensive Lineman Antonio Smith, daß sein Vater verstorben war.
Gesehen hat Smith seinen Vater Christopher Williams schon länger nicht mehr, der verbüßte nämlich eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes.
Smith wird trotz dieses Todesfalles am Sonntag spielen.

Colin Kaepernick will weg von den 49ers.
Der Quarterback teilte dem Manager des Teams mit, daß er zu einem anderen Team wechseln möchte und zwar zu den New York Jets.
Da hat man Ryan Fitzpatrick und Geno Smith.
Gerade arbeiten die Jets daran, Fitzpatrick einen langfristigen Vertrag zu unterbreiten. Ob sie an Kaepernick interessiert sind ist fraglich.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Kurzberichte
Lady Gaga wird die Nationalhymne im Super Bowl singen.

manziel-johnnyAus Johnny Football wird Johnny Good-Bye.
Die Browns haben beschlossen das undisziplinierte Problemkind Johnny Manziel (rechts) nicht weiter mitzuschleppen. Aus der Chefetage hört man, daß der Quarterback zum Beginn des neuen Geschäftsjahres am 9. März gefeuert wird.
Offiziell ist das noch nicht, aber es ist die einzige logische Konsequenz.
Der Chef des Spielerpersonals sagte, daß Manziel die harte Arbeit seiner Teamkollegen untergraben würde. Letzter Akt und endgültiger Auslöser für den Schritt der Browns war das letzte Wochenende. Da gab es mal wieder einen Polizeieinsatz wegen Manziel und seiner Ex-Freundin, die sich von ihm bedroht fühlte.
Der neue Head Coach Hue Jackson hat sich in einem Radiointerview sehr enttäuscht von der letzten Eskapade Manziels gezeigt. Jackson hat bestimmt nicht die geringsten Ambitionen sich mit dem Flegel herumzuärgern.
Cleveland hat die zweite Wahl in der nächsten Draft und könnte dann wieder einen Quarterback einberufen. Der paßt dann hoffentlich endlich, denn es wäre der dritte Quarterback den die Browns in den letzten fünf Jahren einberufen, vor Manziel war es Brandon Weeden 2012.
Aller guten Dinge sind drei.
Manziel hat derweil schon selber für seine Zukunft vorgesorgt. Wie es heißt hat er sich für $1,3 Millionen einen Nachtclub in Dallas, Texas gekauft.

Vinny Curry hat einen neuen Vertrag bei den Eagles unterschrieben.
Der Defensive End bekommt für weitere fünf Jahre $47,25 Millionen von denen $23 Millionen garantiert sind.

„Wenn wir im Super Bowl spielen würden, könnte er starten,“ so beschrieb Colts Besitzer Jim Irsay den Gesundheitszustand seines Quarterbacks Andrew Luck.
Lucks angerissene Niere ist völlig verheilt und der vollen Teilnahme an den Saisonvorbereitungen steht nichts im Weg.
Jetzt beginnen die Verhandlungen zwischen dem Team und dem Quarterback, die Luck zum bestverdienenden NFL Spieler aller Zeiten machen werden... für ein paar Monate jedenfalls.
Für Indianapolis wird das bedeuten, daß man das schlechte Team dann leider nicht wesentlich wird verstärken können, denn viel Geld für gute Spieler wird dann nicht mehr unter der Gehaltsobergrenze zur Verfügung stehen.
Die Chancen darauf, den Super Bowl tatsächlich zu erreichen, sinken dadurch ziemlich.

„Wir haben bekommen, was wir wollten,“ meinte NFL Chef Roger Goodell zur neuen Extrapunktregel.
Der Zusatzpunkt nach einem Touchdown ist nicht mehr automatisch, seit der Ball dafür nicht mehr an der Zweiyardslinie liegt, sondern an der 15.
2014 wurden noch 99,6% der Extrapunkte verwandelt, 2015 sank die Rate auf 94%.

Dienstag, 2. Februar 2016

Kurzberichte
manning-broncoGibt der Sheriff seinen Stern ab.
Ein NFL Insider will erfahren haben, daß Peyton Manning (Bild) nach dem Super Bowl in Rente gehen wird, egal, wie das Spiel ausgeht.
Doch Manning hielt sich auch beim Medienabend vor dem Super Bowl bedeckt. Immerhin wird der Quarterback im März 40 Jahre alt. Da liegt es nahe, an das Ende der Karriere zu denken. Und deshalb soll Manning engen Freunden anvertraut haben, daß Super Bowl 50 sein letztes Spiel sein wird. Nach dem AFC Endspiel gegen New England sagte er auch zu Patriots Head Coach Bill Belichick auf dem Platz noch: „Das könnte mein letztes Rodeo sein.“
Hoffen wir für ihn, daß er es erfolgreich absolviert.

Auf dem Weg zum Hotel nach dem ersten Training hatten die Busse der Broncos einen kleinen Unfall. Ein Motorradfahrer schnitt die Polizeieskorte des vier Busse starken Trosses. Die Eskorte mußte abbremsen und das führte dazu, daß Bus zwei auf eins auffuhr und drei auf zwei. Lediglich Bus vier blieb verschont.
Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

Thomas Davis hat tatsächlich wieder mit den Panthers trainiert.
Letzte Woche wurde er an seinem gebrochenen rechten Unterarm operiert. Ihn wurde eine Metallplatte eingesetzt, die mit 11 oder 12 Schrauben fixiert wurde, so genau wußte Thomas es gar nicht.
Am Sonntag will er unbedingt spielen.

Für Vernon Davis ist es eine eigenartige Rückkehr.
Der Tight End der Broncos begann die Saison noch als San Francisco 49er und spielte in dem Stadion, in dem er jetzt mit Denver um den Titel kämpfen wird.
Viel geholfen auf dem Weg zurück an seine alte Wirkungsstätte hat er den Broncos allerdings nicht. Er war nicht annähernd die Verstärkung, die die Broncos sich erhofft hatten. Er fing in neun Spielen nur 20 Pässe für 201 Yards und Null Touchdowns.

Justin Tuck hört auf.
Nach 11 Jahren NFL gab der Defensive Lineman der Giants bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Neun Jahre spielte er für die New Yorker und gewann zwei Super Bowls mit ihnen. In seiner Karriere erzielte er 66,5 Sacks.

Montag, 1. Februar 2016

Kurzberichte
Beide Super Bowl Teams sind am Sonntag in Kalifornien gelandet.
Vor dem Abflug twitterte Panthers Quarterback Cam Newton ein Bild von sich, das ihn in einer der grauenvollsten Hosen zeigt, die es der Geschichte der Menschheit jemals gegeben haben dürfte. Laut Pressebericht war es eine Versace Yellow Barocco Zebraprint Hose, oder auch kurz „Würg“ genannt.

Pro Bowl 2016Im Pro Bowl gewann ein Team, das von EX Cowboys Wide Receiver Michael Irvin zusammengestellt wurde mit 49:27 gegen ein Team, das von Ex 49ers Wide Receiver Jerry Rice zusammengestellt wurde.
MVP des Spiels wurde Seahawks Quarterback Russell Wilson, der drei Touchdownpässe warf.

Aus Detroit hört man, daß Wide Receiver Calvin Johnson seinem Head Coach Jim Caldwell mitgeteilt hat, daß er in den Ruhestand treten wird.
Seiner Familie hatte Johnson bereits vor der Saison gesagt, daß 2015 seine letzte wird.
Megatron wurde sechsmal in den Pro Bowl gewählt. 2012 stellte er mit 1.964 Passyards einen NFL Rekord auf.
Er hält die Teamrekorde mit 731 gefangenen Pässen, 11.619 Yards und 83 Touchdowns.

Anstatt die Geschichte um die umzugswilligen Teams jetzt langsam zur Ruhe kommt, wird jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben.
Neuester Gag ist die Möglichkeit der Raiders gar nicht in eine andere Stadt umzuziehen, sondern das Levis Stadion in Santa Clara zu nutzen.
Die neue Heimat der 49ers wurde von vornherein für zwei Heimteams konzipiert.
Jamie Matthews, Bürgermeister von Santa Clara und Vorsitzender der Stadionbetreibergesellschaft, sagte, daß die LED Lichtanlage des Stadions mit einem einfachen Knopfdruck auf die Farben eines anderen Teams eingestellt werden kann.
Voll bekämen aber auch die Raiders das Stadion bestimmt nicht. Die 49ers haben 2015 vor erschreckend leeren Rängen gespielt. Das würde mit den ähnlich erfolglosen Raiders nicht anders.
Die 49ers bezahlen momentan $24,5 Millionen Miete pro Jahr. Die Miete würde sich bei einem zweiten Team auf $26 Millionen steigern, aber diese Miete würden sich die beiden Teams dann teilen.
Mal abwarten, welcher Gag als nächstes ansteht.

Cowboys Defensive End DeMarcus Lawrence mußte am Rücken operiert werden.
Lawrence spielte die ganze Saison 2015 mit Schmerzen.
Bis zum Saisonstart soll er wieder einsatzbereit sein.

Nach dem letzten Spiel der Packers hatte Quarterback Aaron Rodgers einen leichten Eingriff an einem Knie.
Was genau Rodgers hatte, wurde nicht bekanntgegeben, aber schon zum Beginn des Konditionstrainings in einigen Wochen soll er wieder einsatzbereit sein.

Sonntag, 31. Januar 2016

Kurzberichte
Rivers_Philip4
Die Chargers bleiben in San Diego, zumindest für die Saison 2016. Danach werden sie wohl auch nach Los Angeles umziehen. Sie haben einen Stadionvertrag mit den L.A. Rams abgeschlossen. Wenn sie umziehen, dürfen sie das neue Stadion der Rams mit benutzen.
Damit hat das Team jetzt einen hervorragenden Druckpunkt für Verhandlungen mit der Stadt San Diego in der Hand. Dean Spanos, der Vorsitzende der Chargers, sagte dann auch, daß Los Angeles nur Plan B ist. Plan A wäre es, in San Diego zu bleiben, dann aber in einem neuen Stadion.
NFL Chef Goodell hat Spanos volle Unterstützung zugesagt, und die Teambesitzer werden $300 Millionen beisteuern, zum Bau eines neuen Stadions in San Diego.
Die Chargers haben also alle Trumpfkarten in der Hand und können sich in Ruhe die beste Option aussuchen.
Wide Receiver Keenan sieht das Problem, das jetzt auf die Chargers zukommt. Das Team hat eh Probleme, das Stadion vollzubekommen, und jetzt auch noch das. Deshalb appellierte er an die Fans, also an die paar, die noch kommen, 2016 jetzt nicht Zuhause zu bleiben.

Währenddessen hat sich Raiders Besitzer Mark Davis nach Las Vegas aufgemacht, um sich anzusehen, was es denn so für Möglichkeiten in dieser Stadt gibt.
Er traf sich mit dem Kasino-Mogul Sheldon Adelson, um mit ihm einen potentiellen Umzug der Raiders in die Stadt der Sünde zu besprechen.
Die beiden würden gerne ein ein Milliarden teures überdachtes Stadion ganz in der Nähe des Las Vegas Strips bauen.
Doch damit dürfte Davis auf Wiederstand stoßen, denn die NFL hat etwas gegen Las Vegas, die Stadt im einzige Staat in den USA, in dem man legal Sportwetten betreiben darf. Dagegen ist die Liga allergisch.
Man kann davon ausgehen, daß die Raiders eher nicht nach Las Vegas umziehen werden.

Die Zahl der Gehirnerschütterungen in der regulären Saison stieg um 58% und lag höher als in den letzten vier Jahren. 182 Verletzungen wurden 2015 registriert, 2014 waren es 115. Das liegt natürlich daran, daß man in der letzten Saison sehr viel schneller als zuvor auf mögliche Gehirnerschütterungen reagierte.
Trotz der neuen Regeln hat es mehr Helm gegen Helm Attacken gegeben, als in den Jahren zuvor.
Die Liga hat eine Untersuchungskommission eingerichtet, die herausfinden soll, wieso diese Zahlen so weit nach oben gegangen sind.

Die Chiefs gaben Pro Bowl Tight End Travis Kelce eine Vertragsverlängerung.
Für weitere fünf Jahre erhält er $46 Millionen, von denen $20,5 Millionen garantiert sind.

Die Eagles sicherten sich die Dienste von Offensive Tackle Lane Johnson für weitere sechs Jahre.
Der neue Vertrag ist $63 Millionen wert von denen $35,5 garantiert sind.

Freitag, 29. Januar 2016

Super Bowl 50 Golden Team
montana-joeAuf vielen Positionen wird der NFL die Auswahl schwergefallen sein. Besonders auf der Position des Quarterbacks des „Goldenen Super Bowl Teams“ dürfte es eng gewesen sein, aber Joe Montana (Bild) hat sich den Posten des Starters gesichert.
Der Ex- Quarterback der San Francisco 49ers gewann viermal den Super Bowl (XVI, XIX, XXIII, XXIV) und wurde dreimal zum MVP des Spiels gewählt (XVI, XIX, XXIV).
Er setzte sich knapp gegen New Englands Quarterback Tom Brady durch, der auch viermal das Spiel der Spiele gewann (XXXVI, XXXVIII, XXXIX, XLIX) und auch dreimal zum MVP gewählt wurde (XXXVI, XXXVIII, XLIX).
Center des Spiels wurde der verstorbene Mike Webster von den Pittsburgh Steelers.
Die Untersuchungen seines Gehirns nach seinem Tod deckten auf, welchen schlimmen Einfluß Gehirnerschütterungen auf Footballspieler haben.
Überhaupt sind sehr viele ehemalige Spieler der Steelers in das goldene Jubiläumsteam aufgenommen worden (8). Auch der Head Coach ist ein ehemaliger Stählerner, Chuck Noll. Er gewann vier Super Bowls (XIV, XIII, X, IX).
Kicker Adam Vinatieri ist der einzige Spieler, der einstimmig gewählt wurde. Er ist auch der einzige aktive Spieler im Bestenteam.
Hier ist das komplette Super Bowl 50 Golden Team:
Offense
Quarterback Joe Montana
Running Back Franco Harris
Running Back Emmitt Smith
Wide Receiver Jerry Rice
Wide Receiver Lynn Swann
Tight End Jay Novacek
Offensive Tackle Art Shell
Offensive Tackle Forrest Gregg
Offensive Guard Gene Upshaw
Offensive Guard Larry Allen
Center Mike Webster

Defense
Defensive End Reggie White
Defensive End Charles Haley
Defensive Lineman Joe Greene
Defensive Lineman Randy White
Outside Linebacker Lawrence Taylor
Outside Linebacker Jack Ham
Inside Linebacker Jack Lambert
Inside Linebacker Ray Lewis
Cornerback Mel Blount
Cornerback Deion Sanders
Safety Ronnie Lott
Safety Jake Scott

Special Teams
Kicker Adam Vinatieri
Puntreturner/Kickreturner Desmond Howard
Punter Ray Guy

Head Coach
Chuck Noll

Kurzberichte
Immer wieder wird Peyton Manning gefragt, ob er in Super Bowl 50 sein letztes Spiel spielt. Immer wieder weicht der Quarterback der Broncos einer direkten Antwort aus.
Fragen nach der unterirdischen Saison, die er und die Offense der Broncos spielten, beantwortet er etwas ausführlicher. Vor Allem, so meinte er, würde er sich so gesund fühlen, wie lange nicht.
„Wir können uns verbessern, und wir werden uns verbessern,“ sagte Manning.
Denver geht mit der zweitschlechtesten Offense in der Statistik der erzielten Punkte in den Super Bowl, die es je gegeben hat.
Kein Team verlor den Ball öfter in der Saison 2015, als die Broncos.
Manning weiß, daß die Offense liefern muß, und nicht alles auf den Schultern der Defense lasten darf. Eine gute Offense würde aus den Möglichkeiten, die die Defense ihnen bietet, Kapital schlagen. Das hätte Denver bisher nicht geschafft, weiß der Quarterback.
Vor Allem, meinte er noch, dürfe man nicht schon weit zurückliegen, wenn gefühlt der Sänger der Nationalhymne noch auf dem Platz wäre.

Peyton Manning hat einen Riesenfan bei den Panthers. Leider möchte der ein ganz besonderes Souvenir aus dem Stadion mitnehmen, nämlich einen abgefangenen paß von Manning. Der Fan ist Josh Norman, einer der besten Cornerbacks der Liga.
Manning ist Normans Idol seit vielen Jahren. Mit 28 Jahren ist er 11 Jahre jünger als der Quarterback, den er bewundert.
„Das ist P-Manning,“ sagte Norman zu Reportern. „Der verdammte P-Manning.“
Und von dem verdammten P-Manning einen Paß im Super Bowl abzufangen, das wäre unbeschreiblich für Norman.
Er würde zu Manning halten, meinte Norman weiter, aber leider wäre es so, daß auch er einen Ring haben wollte. Und egal, ob es Mannings letztes Spiel würde, Norman will den Ring... und einen abgefangenen Paß.

CBS hat gemacht, was alle Sender machten. Sie stellten einen abgehalfterten ehemaligen Schiedsrichter ein, der den Zuschauern ganz genau erklärt, welche Entscheidung herauskommt, wenn die Schiedsrichter auf dem Feld und die Kontrolleure in New York sich eine strittige Szene als Videobeweis ansehen.
Auch im Super Bowl wird Mike Carey, der für CBS als Schiedsrichterexperte agiert, wieder seinen Senf dazu geben.
Den Fans gefällt das nicht, denn Carey lag in der Saison zu oft daneben. Und darüber äußern die Fans ihren Unmut in Facebook und Co..
Letztes negatives Beispiel war der Paß von Peyton Manning parallel zur Yardslinie im Spiel gegen die Patriots.
Das Video zeigte ganz klar, daß der Paß parallel zur Linie flog. Carey sah das anders und war sicher, daß der Ball ein Stückweit nach vorne flog.
Und er hatte mal wieder unrecht.
Und wieder waren Millionen von Zuschauern erzürnt darüber, daß die Schiedsrichter auf dem Platz anders entschieden, als der Experte es vorausgesagt hatte.
Doch nach der Meinung von CBS Chef Sean McManus liegt Carey öfter richtig als falsch. Deshalb wird er auch im Super Bowl wieder als Experte da sitzen.

Primetime, Baby.
Ohne die Hauptsendezeit geht fast nichts mehr in der NFL.
Neuester Clou ist die Verlegung des Medientages von Dienstagmorgen auf Montagabend.
Natürlich wird das Spektakel dann live vom NFL Network übertragen.
Schade für uns. Bisher fand der Medientag zu einer für uns angenehmen Zeit statt, jetzt liegt er mitten in der Nacht.

„Wenn ihr unsere Touchdown-Tänze nicht mögt, stoppt uns,“ auf diese einfache Formel brachte es Panthers Fullback Mike Tolbert.
„Uns interessiert nicht, was die Welt da draußen über uns denkt,“ fuhr er fort. „Wir machen unser Ding. Wir haben unseren Spaß. Und wer das nicht mag, der soll uns aus seiner Endzone heraushalten.“

Die San Diego Chargers sorgen weiter vor.
Aus dem offiziellen Briefkopf wurde das San Diego bereits entfernt. Durch Los Angeles wurde es nicht ersetzt.
Aber sie sehen sich schon nach einem Trainingsgelände in der Nähe von L.A. um, wie man hört.
Auch für ein Hauptquartier soll schon ein Platz gefunden worden sein. Santa Ana in Orange County soll es sein.
Vertreter der Chargers haben bereits Kontakt mit Vertretern der Stadt aufgenommen.
Noch ist nichts sicher, aber die Zeichen zeigen deutlich, wohin die Reise gehen soll.

Die Indianapolis Colts wollen so bald kein gutes Team zusammenstellen.
Wie sonst ist es zu erklären, daß sie General Manager Ryan Grigson einen neuen Vertrag bis nach der Saison 2019 gegeben haben.
Head Coach Chuck Pagano hat öfter kritisiert, was für eine schlechte Mannschaft ihm vom General Manager zusammengestellt wurde.
Damit muß der Ärmste jetzt noch eine Weile leben. Kaum zu glauben ist der Spruch von Teambesitzer Irsay, daß Pagano sich für Grigson eingesetzt haben soll.

„Wir werden in der Offseason nicht groß mitmischen,“ sagte Redskins General Manager Scot McCloughan. Er würde nicht jedem großen Namen hinterherjagen, der auf dem Markt ist.
McCloughan ist eher ein Vertreter der Meinung, daß man ein Team über die Draft aufbauen muß, statt über die Verpflichtung von Free Agents.
Mal sehen, was daraus wird?

Donnerstag, 28. Januar 2016

Cam Newton spielt die Rassenkarte
newton-cam-superman„Ich bin ein Afro-Amerikanischer Quarterback der eine Menge Leute verängstigen könnte mit seinen einzigartigen Fähigkeiten,“ meinte der Quarterback der Panthers (Bild) am Mittwoch.
Er weiß, daß ihn außerhalb von Carolina viele Leute nicht leiden können. Tatsächlich sieht es so aus, als würde kein anderer aktiver Spieler so sehr kritisiert, wie er.
Angefangen hat es schon früh mit der arroganten Superman-Geste. In letzter Zeit kamen noch andere übertriebene Gesten während des Spiels dazu.
Doch Newton glaubt nicht, daß es daran liegt. Auch seine Rasse hätte etwas damit zu tun, meinte er. Viele Leute hätten noch nichts gesehen, mit dem man ihn vergleichen könnte.
Panthers Coach Ron Rivera meinte dazu, daß er hofft, daß die Rasse nicht der Grund wäre dafür, daß Newton so in der Kritik steht.
Steht die Frage im Raum, ob der Quarterback sich selber nicht ein wenig zu sehr überschätzt?
Ist er so einzigartig, wie er selber von sich denkt?
Kaum, denn der Quarterback eines Conference-Rivalen hat die gleichen Fähigkeiten wie Newton und die gleiche Hautfarbe, aber er ist auch außerhalb von Seattle sehr beliebt, Russell Wilson. Er hat nicht den Körperbau und die Kraft von Newton, aber seine Fähigkeiten auf dem Platz stehen denen Newtons nicht nach. Abgesehen davon ist Wilson der bessere Passer.
Könnte es also doch rein an den Allüren Newtons liegen, daß er nicht annähernd so beliebt ist, wie Wilson?
Und was ist mit den auch Afro-Amerikanischen Quarterbacks, die seinerzeit Akzente setzten dadurch, daß sie oft selber liefen und passen konnten?
Wie kann Newton einzigartig sein, wenn Doug Williams, der den Super Bowl mit den Redskins gewann, Michael Vick, Daunte Culpepper, Steve McNair, Randall Cunningham, Donovan McNabb, usw. usw., bereits das zeigten, von dem Newton glaubt, daß es gerade ihn einzigartig macht?
Und auch wenn Michael Vick wegen seiner Strafe wegen Tierquälerei nicht wirklich beliebt ist, zeigten auch sie schon die Fähigkeiten, von denen Newton glaubt, daß es sie erst seit ihm gibt, ohne annähernd so unbeliebt zu sein, wie der Quarterback der Panthers.
Könnte es doch an etwas anderem liegen?
Schauen wir doch mal, wie er am Mittwoch zum Pressetermin erschien?
Ah, mit einem großen Superman-Logo auf dem Shirt.

Kurzberichte
Hauptschiedsrichter des Super Bowl 50 ist Clete Blakeman. Seit acht Jahre ist er Schiedsrichter in der NFL und seit 2010 Hauptschiedsrichter.
An seinem Münzwurf muß er bis übernächsten Sonntag noch arbeiten. Er ist der Schiedsrichter, der es schaffte im Spiel der Packers gegen die Cardinals die Münze zu werfen, ohne daß sie sich in der Luft drehte.

Die NFL untersucht immer noch die Anschuldigungen, die der Propagandasender Al Jazeera gegen Peyton Manning erhoben hat.
Der arabische Sender behauptete, daß der Quarterback der Broncos HGH eingenommen hat, ein in der NFL verbotenes Dopingmittel.
Man würde intensiv mit der Baseballliga LB und der Dopingkontrollagentur USADA zusammenarbeiten. Mit einem Ergebnis der Untersuchungen wäre aber nicht vor dem Super Bowl zu rechnen, heißt es aus der NFL Zentrale.

Es bleibt dabei, Cowboys Besitzer Jerry Jones hat tatsächlich ein Auge auf Johnny Manziel geworfen.
Und der Quarterback ist ja nun wirklich so beliebt, wie ein Furunkel am Allerwertesten.
Jones sieht keine Dringlichkeit darin, einen Quarterback einzuberufen, der als Ersatzmann hinter Tony Romo für Sicherheit sorgen könnte.
Wenn es nach Jones geht, dann kommen entweder Manziel oder Robert Griffin III nach Dallas.
Die Cowboys haben die vierte Wahl in der nächsten Draft, also eine sehr gute Möglichkeit, an einen brauchbaren Quarterback zu kommen. Brauchbarer als Manziel dürfte eh jeder Quarterback sein, der in der Draft zu haben sein wird.
Doch Jones glaubt, daß Romo noch drei, vier Jahre wird spielen können. Deshalb ist für ihn ein Ersatzmann nicht so wichtig. Und ein Quarterback, der hinter Romo aufgebaut wird für die Zukunft erst recht nicht.
Aber vielleicht richtet sich Dallas ja länger im Tabellenkeller ein und hat noch öfter die Möglichkeit, früh einen Spieler einzuberufen.

Wasser für Flint.
Die Politiker der Stadt Flint in Michigan wußten seit bestimmt zwei Jahren, daß sie die Bewohner ihrer Stadt vergiftetes Wasser trinken ließen.
Das Ganze geschah, als man kein Wasser mehr aus Detroit kaufen wollte, das aus einem dortigen See stammte und Trinkwasserqualität hatte.
Statt dessen führte man Wasser aus dem Fluß in die Wasserrohre ein, an dem Flint liegt. Dieses Wasser enthält Blei in gesundheitsschädlicher Konzentration.
Schon früh bewiesen Untersuchungen, daß man dieses Wasser nicht ungefiltert trinken durfte. Doch wie Politiker so sind, solche Nebensächlichkeiten interessieren sie nicht.
Und die Bewohner der Stadt mußten auch noch viel Geld zahlen, je nach Größe der Familie bis zu $150 pro Monat, um sich zu vergiften.
Als Redskins Nose Tackle Terrance Knighton einen Artikel über die Vergiftungen las, mußte er reagieren, wie er sagte. Er textete den Artikel an einige Teamkollegen und zusammen spendeten sie 3.600 Flaschen Fiji Wasser für die Stadt.
Spieler der Lions hörten davon und auch sie spendeten Wasserflaschen für Flint. 100.000 Flaschen brachten sie zusammen.
Mittlerweile hat der Gouverneur von Michigan, Ricky Snyder, den Notstand für die Stadt erklärt und die Nationalgarde dorthin geschickt.
Auch Präsident Obama persönlich schaltete sich in den Skandal ein.

Die Dolphins denken darüber nach, den Vertrag mit Ndamukong Suh neu zu verhandeln.
Der Defensive End unterschrieb in Miami einen Sechsjahresvertrag über $114 Millionen, von denen $60 Millionen garantiert sind.
Durch einen Vertragstrick mußten sie Suh 2015 nur $985.000 zahlen. $25,5 Millionen erhielt er als Unterschriftsbonus.
2016 sieht das anders aus. Da stehen ihm $23,4 Millionen zu, die dann auch voll zur Gehaltsobergrenze zählen.
Ob Suh das Geld wert ist, das sonst nur Spitzen- Quarterbacks erhalten?
Er selbst glaubt ja.
Das sieht nach einem zähen Vertragsgerangel aus.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Kurzberichte
elway01Ganz in weiß werden die Broncos in Super Bowl 50 antreten.
Sie sind das Heimteam und dürfen die Farbe ihres Trikots auswählen.
Ein bißchen Aberglaube ist da schon dabei, denn in den orangen Trikots sind sie 0-4 im Super Bowl. In den weißen bringen sie es auf 1-1 und in blau sind sie 1-0.
Die Panthers werden in schwarz auflaufen.
Wenn sie Abergläubisch sein sollten, ist das ein gutes Omen für sie, denn in ihrem bisher einzigen Super Bowl verloren sie in den weißen Trikots gegen die Patriots.

Leslie Knight, die Sprecherin für den Staatsanwalt Tim Lohmar, sagte, daß man ein ganz normales Urteil ausgehandelt hätte, das nichts mit dem NFL Status des Angeklagten zu tun hatte.
Gut zu wissen, denn der Angeklagte war Jets Defensive Lineman Sheldon Richardson, dem ein Jahr Haft drohte.
Richardson war im Juli verhaftet worden, weil er zu schnell mit seinem Auto unterwegs war. Dabei überfuhr er eine rote Ampel und widersetzte sich später der Verhaftung. Insgesamt hatte er fünf Anklagepunkte auf der Liste.
Da er sich in den Hauptanklagepunkten schuldig bekannte, bekam er zwei Jahre auf Bewährung und muß 100 Sozialstunden ableisten. Zusätzlich muß er $1.050 Strafe zahlen.
Nicht schlecht für jemanden, der eine geladene halbautomatische Waffe unter einer Matte des Wagens versteckt hatte in dem es auch noch stark nach Marihuana roch.
Da ist es gut zu wissen, daß auch jeder Normalsterbliche ähnlich mild vom zuständigen Staatsanwalt behandelt wird.

Tyrod Taylor spielte eine solide Saison für die Bills.
Das hält General Manager Doug Whaley nicht davon ab, zuzugreifen wenn in der Draft ein guter Quarterback zu haben sein sollte.
Taylor und EJ Manuel, der ja mal die langfristige Lösung für die Bills sein sollte, gehen 2016 in ihr jeweils letztes Vertragsjahr.
Taylor, der als Ersatzmann in den Pro Bowl nachnominiert wurde, warf Pässe für 3.035 Yards, 20 Touchdowns und nur sechs Interceptions.
Mit 568 Laufyards stellte er einen neuen Teamrekord auf.
Vielleicht pokert der General Manager ja auch nur, um die Gehaltsvorstellungen Taylors nicht in die Höhe schießen zu lassen?

Der neue Defensive Coordinator der 49ers?
Jim O`Neil!
Seine Qualifikation?
Bisher Defensive Coordinator bei den Cleveland Browns!
Wo landeten die Verteidigungen der Browns in den letzten zwei Jahren so in der Statistik?
Platz 23 und 27!
Noch weitere Fragen?

Die Eagles gaben Brent Celek eine Vertragsverlängerung.
Der Tight End unterschrieb für weitere drei Jahre und $13 Millionen von denen sechs Millionen garantiert sind.

Jetzt geht es Eddie Lacy an den Kragen, bzw. an die Wampe.
Packers Head Coach McCarthy möchte 2016 einen dünneren Lacy sehen. Deshalb wird sich Tony Horton um den Running Back kümmern. Horton ist ein ausgewiesener Fitnessguru, der sich schon um den mörderischen Linebacker der Ravens, Ray Lewis, gekümmert hat.
Er will darauf achten, daß Lacy die richtige Übungen macht und nichts falsches isst.
Vielleicht bekommen die Packers ja einen hochbezahlten, und auch einsetzbaren, Running Back dafür geliefert?

Dienstag, 26. Januar 2016

Die NFL 2015 - Championship Games - Das Nachbeben
brady-tom-fertig„Es gibt keine Entschuldigung dafür, daß ich meinen Job nicht gemacht habe,“ meinte Patriots Quarterback Tom Brady (Bild).
Offiziell wurde er 19 mal gehittet (gestern waren es noch 20 mal. Da hat wohl jemand genauer nachgezählt. Ein Sportreporter des Boston Herald hat allerdings sogar 25 Treffer gezählt). Brady möchte aber nicht mit dem Finger auf andere zeigen.
„Als Quarterback steckt man Hits ein. Du mußt da stehen und die Würfe machen,“ meinte er weiter. Auf die Frage, ob seine Linespieler ihn nicht genug geschützt haben, saget er, daß sie sich den ganzen Tag voll reingehängt hätten. Er wäre stolz auf sie.
Das sah sein Cheftrainer Bill Belichick wohl etwas anders. Am Montag feuerte er Offensive Line Coach Dave DeGuglielmo.
Man kann nicht sagen, daß DeGuglielmo die Saison über einen schlechten Job gemacht hat. Die Line war durch Verletzungen dermaßen dezimiert, daß Right Tackle Sebastian Vollmer auf der linken Seite spielen mußte, um überhaupt jemanden zu haben, der sich dort aufstellt.
Doch daß Brady fast so viele Hits einstecken mußte wie zuletzt Charlie Frye von den Browns, der 2006 von den Ravens 20 mal getroffen wurde, das war dann wohl doch zu viel.

Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde Patriots Head Coach Bill Belichick gefragt, warum er bei zwei vierten Versuchen im vierten Viertel nicht auf Field Goals gesetzt hatte?
Der Spielstand und die Situation hätten sein Vorgehen diktiert, murmelte der Head Coach in seiner gewohnt arroganten Art.
Ein Field Goal aus diesen beiden Situationen hätte doch dafür gesorgt, daß man, acht Punkte zurückliegend, nur noch einen Touchdown gebraucht hätte, um in Führung gehen zu können, meinte ein Reporter.
Doch Belichick hält seine Entscheidung, die er in Sekunden hatte treffen müssen, für alternativlos.

„Der Typ ist fertig. Nein, den Typ, den kriegst Du wirklich nicht mehr hin,“ und was man nicht noch alles zu Peyton Manning gehört hat.
Nicht ganz zu Unrecht, aber als es darauf ankam war der alte Mann da.
Um überhaupt seinen Job bei den Broncos behalten zu können, mußte der Quarterback vor der Saison eine Gehaltskürzung hinnehmen. Die Broncos wollten, daß er auf $9 Millionen seiner vertraglichen $19 Millionen verzichtet. Das war Manning zu viel. Man einigte sich auf $4 Millionen. Und Manning erhielt eine Möglichkeit, diese $4 Millionen als Siegprämien wieder zu verdienen. $2 Millionen für einen Sieg im AFC Endspiel (Check), und die nächsten $2 Millionen für einen Sieg im Super Bowl.
Und so steht einer der statistisch schlechtesten Quarterbacks der abgelaufenen Saison kurz davor, doch noch auf sein vorgesehenes Gehalt für 2015 zu kommen.
Mannings Bilanz 2015 in seinen 10 Spielen: 198 von 331 für 2.249 Yards, 9 Touchdowns und satte 17 Interceptions. Daraus resultiert eine magere Passerwertung von 67,9 Punkten.
Manning wird das Spiel gegen die Panthers kaum gewinnen können. Broncos Fans müssen hoffen, daß er es wenigstens nicht verliert.
Die neutralen Zuschauer können nur hoffen, daß die Broncos sich nicht genau so zerlegen lassen, wie vor zwei Jahren im Super Bowl gegen die Seahawks.
Damals hatte Seattle die beste Defense der Saison. Dieses Mal hat Denver die Nr. 1 Verteidigung.
Und... Defense wins Championships.

Am Montag mußte Panthers Linebacker Thomas Davis an seinem gebrochenen rechten Arm operiert werden. Die Verletzung zog er sich in der ersten Halbzeit des Schlachtfests gegen Arizona zu.
Dennoch gehen er, und sein Head Coach Rivera, davon aus, daß er im Super Bowl wird spielen können.
Rivera glaubt auch, daß Defensive End Jarred Allen im Super Bowl spielen kann. Er hat einen gebrochenen Fuß, wollte aber schon im NFC Endspiel antreten.
Safety Roman Harper verletzte sich am Sonntag an einem Auge. Am Montag mußte er zum Augenarzt. Über seinen Status liegt noch nichts vor.

Bei den Broncos zog sich Safety Darian Stewart eine Bänderdehnung in einem Knie zu.
Diese Verletzung soll ihn nicht vom Einsatz im Super Bowl abhalten.
Auch TJ Ward soll spielen können. Er hat einen angeschlagenen Knöchel.

Die Zuschauer waren heiß auf Brady-Manning Bowl 17.
53,3 Millionen Fernsehzuschauer hatte das AFC Endspiel in den USA. So viele Zuschauer hatte das frühe der beiden Championshipspiele noch nie. Das AFC Spiel hatte sogar eine höhere Einschaltquote, als das danach laufende NFC Spiel zwischen den Cardinals und den Panthers. Dafür interessierten sich dann nur noch 45,7 Millionen Zuschauer.

Kurzberichte
Im Oktober baute Seahawks Fullback Derrick Coleman einen Autounfall. Er war mit 60 Meilen in einer 35 Meilen Zone unterwegs und krachte in ein anderes Auto. Dessen Fahrer erlitt einen Schlüsselbeinbruch und eine Kopfverletzung.
Coleman gab zu, synthetisches Marihuana geraucht zu haben.
Jetzt erwartet den Fullback eine Anklage, nachdem die Polizei die Untersuchung des Falls abgeschlossen hat.

Packers Head Coach Mike McCarthy hat die „Schnauze voll“, von den Free Agents, die sein General Manager Ted Thompson zwischen den Saisons holt.
Die Fans meckern schon länger an dem General Manager herum. Jetzt ließ auch der Head Coach seinem Unmut freien Lauf.
McCarthy meinte, daß Thompson auch mal erfahreneren Spielern eine Chance geben sollte, auch wenn die vielleicht nicht mehr ganz taufrisch sein sollten.
Bisher legt der General Manager mehr wert auf frische Spieler aus der Draft, als auf Free Agents, die auf dem Markt sind. Das, so McCarthy, sollte sich ändern.

Die Eagles gaben Zach Ertz eine Vertragsverlängerung.
Der Tight End unterschrieb für weitere fünf Jahre und $42,5 Millionen von denen $20 Millionen garantiert sind.

Dallas Quarterback Tony Romo plant, sich an seiner gebrochenen Schulter operieren zu lassen.
In den letzten drei Jahren brach er sich dreimal das linke Schulterblatt. Eine Metallplatte in der Schulter soll weitere Verletzungen dieser Art verhindern.
Dazu aber muß das Schulterblatt stark genug sein, um die Schrauben der Platte halten zu können. Ob das so ist, das soll demnächst getestet werden.

Montag, 25. Januar 2016

Die NFL 2015 - Championship Games
miller-von5Brady-Manning Bowl 17 versprach viel Offense, aber die Verteidigungen stahlen die Schau. Besonders die Defense der Broncos zeigte, warum sie in der regulären Saison die beste der Liga war.
Patriots Quarterback Tom Brady stand unter Dauerdruck und besonders Linebacker Von Miller (Bild) hatte es auf Brady angesehen. Miller hatte vier Tackles, eine der beiden Interceptions Bradys und 2,5 Sacks.
In dieser Form braucht einem nicht Bange zu werden, daß er Carolinas Cam Newton nicht auch in den Griff kriegt.
Millers Kollege DeMarcus Ware hatte zusätzlich einen halben Sack und hittete Brady sieben mal. Insgesamt wurde Brady 20 mal gehittet (so oft wie noch nie zuvor) und viermal gesackt.
So kam einer der besten Quarterbacks der Liga zu einer recht mageren Bilanz von 27 aus 56 für 310 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions.
Mit 13 Yards aus drei Läufen war Brady der beste Läufer der Patriots. Brandon Bolden war mit 12 Yards aus fünf Läufen der beste Running Back New Englands. So ganz ohne funktionierendes Laufspiel kann man eine Verteidigung nicht vor große Rätsel stellen, und die beste der Saison schon mal gar nicht.
Die Bilanz von Peyton Manning zeigt, daß auch die Defense der Patriots ihn ganz gut unter Druck setzte. 17 aus 32 für 176 Yards und 2 Touchdowns sind nicht das, was gegen die Defense der Panthers reichen könnte.
In diesem „low scoring“ Game, das Denver mit 20:18 gewann, hätten die deutschen Fernsehzuschauer drei Touchdowns und ein Field Goal verpaßt, wenn die Luschen bei Pro7/Sat1 nicht in buchstäblicher letzter Minute sich doch noch dazu entschieden hätten, den Beginn des Spiels doch auf 7maxx zu zeigen.
Eigentlich war ja nur eine Übertragung ab der zweiten Halbzeit bei Sat1 geplant.
Im zweiten Durchgang gab es aber nur vier Field Goals zu sehen, drei der Patriots und eins der Broncos.
Zur Halbzeit stand es 17:9 für Denver, da Patriots Kicker Gostkowski zum ersten Mal seit 524 Extrapunktversuchen mal wieder einen neben das Tor setzte.
Das Spiel war bis in die Schlußsekunden hinein spannend. Es stand 20:12 für Denver. Im vierten Viertel hatten die Patriots einige harte Entscheidungen bei vierten Versuchen zu treffen.
Das erste Mal etwa sechs Minuten vor Spielende, als sie einen vierten und eins an Denvers 16 hatten. Brady paßte auf Edelman und der verlor sogar noch ein Yard.
Das zweite Mal dann war es ein vierter und 6 an Denvers 14 kurz vor der Zweiminutenwarnung. Brady paßte auf Gronkowski, doch Aqib Talib konnte den Ball abwehren.
110 Sekunden vor Spielende standen die Patriots an der Mittellinie und hatten erneut einen vierten Versuch vor sich. Vierter und 10, und Brady traf Gronkowski für 40 Yards. Der Ball lag jetzt an Denvers 10. 17 Sekunden vor Schluß hatten sie erneut einen vierten Versuch vor sich, an Denvers Vier.
Brady traf Gronkowski in der Endzone und es stand nur noch 20:18. Jetzt mußte der Zweipunkteversuch her. Der wurde von Cornerback Bradley Roby abgefangen und somit sicherte er den Broncos den knappen, unter dem Strich verdienten, Sieg.
Die Defense der Broncos ist bereit für die Offense der Panthers. Denvers Offense hat noch sehr viel Arbeit vor sich, um in Super Bowl 50 gegen Carolina etwas ausrichten zu können.

Im zweiten Spiel des Tages fertigten die Carolina Panthers die Arizona Cardinals mit 49:15 ab.
In den Super Bowl gehen sie als 3,5 Punkte Favorit.
Wer vor der Saison einen Dollar auf die Panthers als Super Bowl Sieger gewettet hätte, könnte am Sonntag in zwei Wochen dafür 60 Dollar ausgeschüttet bekommen.
Panthers Linebacker Thomas Davis brach sich den rechten Arm, will aber im Super Bowl unbedingt spielen.
Mal sehen, ob das möglich ist?

Samstag, 23. Januar 2016

Kurzberichte
lynch-marshawn3Seahawks General Manager John Schneider sagte in einem Radiointerview, daß Running Back Marshawn Lynch (Bild) mit dem Ruhestand liebäugelt.
Bei Lynch wüßte man zwar selten genau woran man wäre, fuhr Schneider fort, aber er glaubt nicht, daß der Running Back 2016 noch spielen wird.
Die Saison 2015 war keine gute für Lynch. Verletzungsbedingt lief er nur 111 mal mit dem Ball für 417 Yards.

Eis und Schnee konnten die Panthers am Freitag nicht davon abhalten, im Freien zu trainieren.
Ein Schneesturm ungeheuren Ausmaßes traf die Ostküste der USA und traf auch Charlotte, Carolina.
Head Coach Ron Rivera sagte dazu: „ Wir sind stark, stark genug auch mit diesem Wetter fertig zu werden.“ Allerdings beendeten sie das Training knapp 20 Minuten früher, als erwartet.
Alle Spieler hätten gut trainiert, alle Pässe von Quarterback Newton wären angekommen. Man wäre bereit für die Cardinals, meinte Rivera.
Defensive End Jarred Allen kann mit seinem gebrochenen Knochen in einem Fuß nicht spielen. Zunächst war ja die Rede davon, daß er spielen könnte, aber es kam anders.

Bleiben wir bei den Verletzungen.
Die Patriots listeten 21 Spieler als verletzt. Aber es sind die Patriots, und die machen sich gerne mal ein Späßchen mit diesem Report.

Bei den Broncos sind Cornerback Chris Harris und Quarterback Brock Osweiler als fraglich gelistet.

Die 49ers feuerten Defensive Coordinator Eric Mangini.

Patriots Wide Receiver Danny Amendola muß wegen eines verbotenen Angriffs gegen Chiefs Special Teams Player Jamell Fleming $23.152 Strafe zahlen.
Blieben wir bei den Strafen.
Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald, $23.152 wegen eines illegalen Hits.
Chiefs Linebacker Dezman Moses, $17.363 wegen roughing des Quarterbacks.
Steelers Tackle Marcus Gilbert, $8.681 wegen eines Facemasks.

Freitag, 22. Januar 2016

Unsere Beharrlichkeit hat sich gelohnt.
Tausende Beschwerden konnte Sat1 nicht ignorieren.
Das AFC Endspiel wird ab 20:45 Uhr auf Pro7maxx übertragen und wechselt um 22:15 Uhr zu Sat1

Kurzberichte
CC-2015-2Es wird höllisch am Wochenende in den USA. Von einem heraufziehenden Killersturm ist die Rede. Allerdings ist ja heutzutage immer alles Jahrhundert-, Jahrtausend-, oder Killermäßig.
In Charlotte erwartet man ab Freitagmorgen Eis- und Schneeregen. Dieser Mix soll bis Samstagnachmittag anhalten.
Die Panthers bereiten sich darauf vor, das Training in die Halle zu verlegen.
Die Cardinals haben ihren Reiseplan noch nicht geändert. Sie wollen Phoenix am Samstagmorgen verlassen.
Der Rasen des Stadions war schon letzte Woche nicht in wirklich gutem Zustand. Das könnte am Sonntag noch schlimmer sein, auch wenn er so lange wie möglich unter einer Plane bleibt.
Der Sturm, der die ganze Ostküste betreffen soll, bewegt die Patriots auch nicht dazu, ihre Reisepläne zu ändern. Sie fliegen am heutigen Freitag schon nach Denver ab, könnten also loskommen, bevor der Sturm ihre Region trifft.
In Denver soll es zum Spiel Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt geben und Schnee wird nicht erwartet.
Auch in Charlotte soll es keinen Schnee geben, obwohl es bewölkt sein soll.
Damit hätte es dann in der Saison 2015 ein einziges Spiel gegeben, bei dem es geschneit hat, das Spiel der Patriots in Denver in Woche 12.
Daß es beim Super Bowl in Santa Clara schneien wird, dürfte ziemlich ausgeschlossen sein.

In den USA sind die TV Sender rauf und runter damit beschäftigt, das AFC Championshipspiel zu beleuchten. Da dieses Spiel nicht nur das AFC Endspiel ist, sondern auch Brady-Manning Bowl 17, macht es das zu etwas ganz besonderem.
In den USA... nicht in Deutschland, wo sich Sat1 überhaupt nicht für das Spiel interessiert und es nur zur Hälfte zeigen wird.
Die meistgestellte Frage ist natürlich die, ob dieses Aufeinandertreffen der zukünftigen Hall of Fame Quarterbacks das letzte seiner Art sein wird.
Im März wird Peyton Manning 40 und ihm würden $19 Millionen zustehen. Das ist nicht sehr viel, gemessen an dem, was selbst mittelmäßige Quarterbacks heute bekommen, aber zuviel gemessen an Mannings Leistungen 2015.
Sein Vertrag läuft noch bis nach der Saison 2016. Ob er ihn erfüllen wird, wird man sehen. General Manager John Elway druckst herum, wenn er mit der Frage konfrontiert wird, ob er Manning behalten will?
Vor der Saison stimmte Manning einer Gehaltskürzung über $4 Millionen zu. Dieses Geld könnte er in den nächsten beiden Spielen wieder hinzuverdienen. Für einen Sieg im AFC Endspiel und im Super Bowl würden ihm jeweils $2 Millionen an Erfolgsprämie zustehen.

Daß die Broncos sagten, daß sie ihn in Höhe der Knie an greifen wollen um ihn zu stoppen, beunruhigt Patriots Tight End Rob Gronkowski nicht sehr.
„Das ist Teil des Spiels,“ meinte der Gronk dazu nur. „Sie machen dann nichts verbotenes,“ fuhr er fort.

Denvers Pro Bowl Cornerback Chris Harris hat eine massive Prellung in einer Schulter. Spielen allerdings soll er, wenn auch keiner so genau weiß, wie lange?
Schon gegen die Steelers spielte er letzte Woche mit dieser Verletzung.
Harris soll New Englands Top-Receiver Julian Edelman ausschalten. Eine Aufgabe, die ohne Schmerzen schon kaum zu bewältigen ist.

Joe Flacco sagte, daß er durchaus motiviert wäre, seinen Vertrag mit den Ravens umzustrukturieren.
Das Gehalt des Quarterbacks zählt 2016 mit $28,55 Millionen zur Gehaltsobergrenze, und ist damit viel zu hoch für den mittelmäßigen Quarterback.
Grund für seine großzügige Geste ist der Wille, mal wieder zu gewinnen. „Ich möchte gewinnen, und ich tue alles dafür, das zu erreichen, sagte Flacco in einem Radiointerview.
Und das geht halt nur, wenn die Ravens Geld ausgeben können für gute Spieler. Deshalb denkt Flacco darüber nach, sich mit der Teamleitung zusammenzusetzen, um das möglich zu machen.
Noch weiß niemand, wie ein neuer Vertrag aussehen soll, aber Experten haben ausgerechnet, daß die Ravens etwa $8-9 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze bekommen könnten.
Geld, das sie für wirklich gute Spieler ausgeben könnten.
Seine Reha nach seinem Kreuzbandriß wäre übrigens voll im Zeitplan, meinte der Quarterback. Zum Beginn des Trainingslagers wäre er wieder voll einsatzbereit.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Kurzberichte
la-rams3Die Vorbestellungen für Saisontickets in Los Angeles laufen gut an.
Die Rams vermelden, daß bisher über 45.000 Anträge eingegangen sind, und das in nur zwei Tagen.
Die Stadt der Engel scheint ihr neues Team also mit offenen Armen zu empfangen. Das ist erstaunlich, kommt doch nicht gerade ein Spitzenteam der NFL in die Stadt.
Deshalb überlegen die Chargers wohl, ob sie nicht doch so bald wie möglich auch den Umzug wagen sollen. Vorsichtshalber haben sie sich die Rechte an „Los Angeles Chargers“ schon mal rechtlich gesichert.
Seit Montag verhandeln die Rams und die Chargers ja, um auszuloten, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.
Rams Besitzer Stan Kroenke hat einen Kredit über eine Milliarde Dollar aufgenommen, um den Bau des neuen Stadion-Supertempels finanzieren zu können, der vollständig mit privaten Geldern gebaut werden soll.

Die Broncos haben das Wortscharmützel vor Brady-Manning Bowl 17, der von Sat1 nur zur zweiten Halbzeit übertragen wird, begonnen.
Die Broncos Verteidiger Antonio Smith und Malik Jackson bezeichneten Patriots Quarterback Tom Brady als Heulsuse, die Strafen von den Schiedsrichtern fordert.
Patriots Head Coach Bill Belichick, der solch einen Quatsch schon tausende Male gehört hat, tut das ganz gelassen ab und bezeichnet es als das, was es ist, dämliches Gerede.
Brady bestätigte, daß er es mag, wenn Flaggen gegen die Defense fliegen. Das würde die Offense nach vorne bringen und das wäre gut.
Während also Spieler der Broncos versuchen, den Trashtalkwettbewerb zu gewinnen, gehen die Trainer lieber daran, substantiellere Aufgaben zu erledigen. Sie überlegen, wie man Rob Gronkowski bremsen könnte. Die Safeties Darian Stewart und TJ Ward haben es im November versucht, prallten aber vom Gronk ab.
Das Problem war, sie haben Gronkowski zu hoch attackiert, und wenn man Gronks Oberkörper angreift, wischt er einen weg. Deshalb meinte Linebacker Von Miller, daß man die Beine Gronkowskis ins Visier nehmen muß. Die Gefahr, Gronks Knie dabei zu verletzen, müsse man in Kauf nehmen.
Erfahrung damit hat zumindest Ward schon. Er sorgte 2013, damals noch für die Browns spielend, dafür, daß Gronkowski sich einen Kreuzbandriß zuzog und deshalb im AFC Championshipspiel, das damals noch in voller Länge gezeigt wurde von Sport1 US, gegen Denver fehlte.
Und natürlich wurde auch mal wieder darauf hingewiesen, daß die Schiedsrichter die Patriots favorisieren. Broncos Linebacker Brandon Marshall sagte im Radio, daß Tight End Gronkowski die Verteidiger sehr oft wegschubst. Das würden die Schiedsrichter in 98% aller Fälle durchgehen lassen.
Da hat aber einer genau recherchiert.

In der Woche vor dem Spiel der Patriots gegen die Chiefs mußte Patriots Linebacker Darius Fleming an einer Wunde am Bein mit 22 Stichen genäht werden.
Donnerstags rettete er eine Frau aus einem Autowrack. Dazu mußte er eine Scheibe eintreten und zog sich eine blutende Wunde zu.
Da es keinen Polizeibericht zu Flemings Tat gab, wurde seine Geschichte als Märchen abgetan.
Doch die Frau, die er gerettet hatte, identifizierte ihn als den Mann, der sie aus dem Wagen zog.
Fleming sagte, daß der Wagen qualmte, und er Schlimmeres befürchtete, deshalb hätte er gehandelt. Daß er schon weg war, als die Polizei kam, erklärte er damit, daß sein Bein stark blutete und er deswegen schnell davonfuhr um es behandeln zu lassen.

Es gibt ein paar neue Offensive Coordinators in der NFL.
Die Titans verpflichteten Terry Robiskie als Offensive Coordinator, die Eagles gaben Frank Reich diesen Posten.

Neuer Defensive Coordinator bei den Browns wurde Ray Horton.

Die Bills verpflichteten die erste Vollzeittrainerin der NFL.
Ihr Titel ist etwas sperrig, Kathryn Smith ist die Special Teams Quality Control Trainerin.
Smith ist nicht neu im Team und auch nicht neu für Head Coach Rex Ryan. Beide arbeiteten schon bei den Jets zusammen. Bei den Bills war sie bisher seine Verwaltungsassistentin.

Josh Gordon hat einen Antrag auf Wiederaufnahme in die NFL gestellt.
Der Wide Receiver steht noch bei den Browns unter Vertrag und ist wegen mehrerer Drogenvergehen auf unbestimmte Zeit suspendiert.
Der neue Head Coach der Browns, Hugh Jackson, hat bereits gesagt, daß er Gordon gerne im Team hätte.
Das kann ja auch lustig werden, wenn die Koksnasen Gordon und Johnny Manziel sich gemeinsam einen reinziehen.

Das Ende der Saison ist nah.
Die Langeweile erwartet uns.
Langeweile?
Kaum!
Hinter den Kulissen geht es jetzt so richtig los. Neue Verträge, Vertragsverlängerungen, Entlassungen, Verpflichtungen, die Verhandlungen der Rams und der Chargers, all das erwartet uns in der „Offseason“.
Sehen wir uns nur mal die Top 20 der Free Agents an, also der Spieler, die ihre Teams dem höheren Gehalt folgend verlassen dürfen:
1. Von Miller, Denver Broncos Linebacker
2. Josh Norman, Carolina Panthers Cornerback
3. Muhammad Wilkerson, New York Jets Defensive End
4. Alshon Jeffery, Chicago Bears Wide Receiver
5. Cordy Glenn, Buffalo Bills Offensive Tackle
6. Jason Pierre-Paul, New York Giants Defensive End
7. Eric Berry, Kansas City Chiefs Safety
8. Malik Jackson, Broncos Defensive Tackle
9. Olivier Vernon, Dolphins Defensive End
10. Doug Martin, Buccaneers Running Back
11. Bruce Irvin, Seattle Seahawks Linebacker
12. Russell Okung, Seahawks Tackle
13. Eric Weddle, San Diego Chargers Safety
14. Sam Bradford, Philadelphia Eagles Quarterback
15. Kirk Cousins, Washington Redskins Quarterback
16. Matt Forte, Bears Running Back
17. Andre Smith, Cincinnati Bengals Right Tackle
18. Danny Trevathan, Broncos Linebacker
19. Janoris Jenkins, St. Louis Rams Cornerback
20. Brock Osweiler, Broncos Quarterback

Mittwoch, 20. Januar 2016

Kurzberichte
brady-tom-sb49-mvp10 AFC Championshipspiele.
Brady-Hasser nicht weiterlesen, hier kommt es Dicke für Euch.
Sein 10. AFC Championshipspiele wird Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) am Sonntag bestreiten. Das, so Brady, hätte er sich in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können.
10 AFC Championshipspiele, das ist mehr als 27 andere Teams überhaupt jemals erreicht haben.
Und da steht er nun, der Quarterback, den keiner haben wollte.
Peyton Manning, sein Gegner in Brady-Manning Bowl 17 am Sonntag, wurde an erste Stelle einberufen. Auch Cardinals Quarterback Carson Palmer und Panthers Quarterback Cam Newton, die Gegner im NFC Championshipspiel, waren jeweils die Nr. 1.
Im starken Kontrast dazu Tom Brady, der an 199. Stelle aufgenommen wurde in der Draft 2000.
15 Jahre später spielt er also sein 10. AFC Endspiel. Das ist eine unglaubliche Bilanz.
Sechs dieser bisher neun Spiele gewannen die Patriots mit Brady und viermal den Super Bowl. Beide Super Bowl Niederlagen kamen gegen die von Peyton Mannings Bruder Eli geführten New York Giants.
Kommt es am Sonntag im 10. AFC Endspiel für Brady in Brady-Manning Bowl 17 zum siebten Sieg und anschließend zum fünften Super Bowl Erfolg?
Da müßte ich jetzt die Betrugsexperten fragen, die bestimmt schon wieder genau wissen, wie Brady und die Patriots sich dieses Mal so weit haben mogeln können.

Die Patriots setzten Linebacker Jerod Mayo mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste.
Damit ist die Saison für ihn bereits vor Brady-Manning Bowl 17, der von Sat1 nur zur Hälfte übertragen wird, beendet.

„Wir haben Probleme, weil wir die Bälle nicht fangen,“ meinte Broncos Head Coach Gary Kubiak.
Und damit trifft er es auf den Punkt. Egal ob Osweiler oder Manning als Quarterback spielen, die Receiver haben Probleme die Pässe zu fangen, vornehmlich Demaryius Thomas.
16 Pässe von Manning gegen die Steelers waren unvollständig, sieben davon kamen punktgenau und wurden erwiesenermaßen fallengelassen. 
ESPN hat sich die Saison mal genauer angesehen und kam zu der Überzeugung, daß die Receiver Denvers in der Saison 31 Pässe fallen ließen, und Thomas alleine 17 davon.
Das hilft Peyton Manning natürlich überhaupt nicht, daß seine Pässe, wenn sie dann mal genau ankommen, nicht gefangen werden.
Gegen die Patriots kann das das sichere Aus bedeuten.
Etwas mehr Konzentration und Einsatz auf Seiten der Receiver der Broncos sind am Sonntag schon von Nöten.

Jordy Nelson hat den Packers in der abgelaufenen Saison sehr gefehlt.
In einem Interview sagte der Wide Receiver am Dienstag, daß er nach seinem Kreuzbandriß zum Beginn des Trainingslagers wieder voll einsatzbereit sein wird.
Seit November reiste Nelson wieder zu den Auswärtsspielen mit, um bei dem Team zu sein.
Wenn die freiwilligen Trainingseinheiten beginnen, möchte er mit der Mannschaft trainieren, so gut es dann geht.
Das kennt er schon vom letzten Jahr, als er nach einer Hüftoperation nur leicht trainieren konnte, bevor es ins Trainingscamp ging.
Und im zweiten Vorbereitungsspiel zog er sich dann den Kreuzbandriß zu.

Eddie Lacy kam 2015 nicht so recht ans Laufen. Die Tight Ends fingen nicht genug Pässe von Aaron Rodgers.
Die Schuldigen scheinen gefunden.
Am Dienstag feuerten die Packers Running Backs Coach Sam Gash und Tight Ends Coach Jerry Fontenot.

„Ich weiß es nicht,“ antwortete Seahawks Head Coach Pete Carroll auf die Frage, ob Marshawn Lynch nächste Saison noch im Kader sein wird?
Der Running Back war lange verletzt, und in seiner Abwesenheit setzte Seattle verstärkt auf das Paßspiel und das funktionierte hervorragend.
Zudem zeigte Thomas Rawls, daß er Lynch hervorragend ersetzen konnte, bevor er sich dann auch verletzte.
Bedenkt man, daß Lynch die Seahawks 2016 bis zu $9 Millionen kosten würde, kann man sich vorstellen, daß sie den nicht unproblematischen mittlerweile 29 Jahre alten Running Back gehen lassen.

Chris Johnson ist wieder voll einsatzbereit.
Er fühle sich explosiv, sagte der Running Back der Cardinals, der zur Zeit wegen einer Knieverletzung nicht spielen kann.
Wäre es nach ihm gegangen, hätte er schon letztes Wochenende wieder gespielt, aber da gibt es ja die Regeln der NFL. Die sagen, daß Johnson erst nächste Woche wider von der Liste der kurzzeitig verletzten Spieler genommen werden darf.
Sollte er also in dieser Saison noch mal spielen, dann erst im Super Bowl.
Und ob die Cardinals den gegen die Panthers erreichen???

Redskins Wide Receiver Pierre Garcon hatte die Firma FanDuel im Oktober verklagt, weil die Werbung mit seinen Bildern machte, ohne ihm etwas dafür zu bezahlen.
FanDuel betreibt Fantasy Sportligen, bei denen man täglich mitspielen kann und macht damit Millionen Dollar.
Der Anwalt Garcons gab am Dienstag bekannt, daß die Firma und der Wide Receiver der Redskins sich außergerichtlich geeinigt hätten.
Über die Höhe der Einigung wollten beiden Seiten nichts bekanntgeben.

Viele ehemalige Head Coaches gehen zurück ins zweite Glied, wenn sie es als Cheftrainer nicht gebracht haben.
So heuerte der ehemalige Head Coach der Lions, Jim Schwartz, als Defensive Coordinator bei den Eagles an.

Ben Roethlisberger muß nicht an seiner verletzten Schulter operiert werden, das gab der Quarterback der Steelers am Dienstag bekannt.
Die gerissenen Bänder können von selber wieder zusammenwachsen, hätte ihm Teamarzt James Bradley gesagt.
Eventuell müsse man zu einem gewissen Zeitpunkt etwas Narbengewebe aus der Schulter entfernen.
Big Ben gab zu, daß er vor dem Spiel gegen Denver eine schmerzstillende Injektion in die Schulter bekommen hatte. Ohne die hätte er das Spiel nicht durchgestanden.

Dienstag, 19. Januar 2016

Kurzberichte
brady-manning-bowl17Da bekommen wir ihn also doch noch in dieser Saison, den 17. Brady/Manning Bowl.
Selten hat das Spiel gehalten, was man sich davon versprochen hatte, aber immer wieder freut man sich darauf, diese beiden zukünftigen Ruhmeshallenmitglieder gegeneinander spielen zu sehen, die mittlerweile zusammen knappe 80 Jahre alt sind.
11-5 führt Brady diese Rivalität der beiden befreundeten Quarterbacks an. In den Playoffs steht es aber 2-2. Seit 2007 hat keiner der beiden mehr das Auswärtsspiel gewonnen.
Die Brady-Manning Rivalität hat sogar eine eigene Seite bei Wikipedia.
In Woche 12 der Saison 2015 trafen die Patriots auf Denver und waren bis dahin ungeschlagen. Manning konnte wegen einer Fußverletzung nicht spielen, aber Ersatzmann Brock Osweiler führte Denver, 14 Punkte zurückliegend, noch zum Sieg.
Am Sonntag also startet wieder Peyton Manning und die ganze Welt erwartet dieses Match mit Spannung.
Die ganze Welt?
Nein, ein kleiner Fernsehsender Namens Sat1 interessiert sich einen Dreck für Brady-Manning Bowl XVII. Der Sender zeigt die erste Halbzeit nicht, sondern steigt erst zur 2. Halbzeit in das Spiel ein.
Und warum auch nicht.
Wen interessiert schon Brady-Manning Bowl XVII.
Es treffen ja nur zwei der allerbesten Quarterbacks aufeinander, die es jemals in der NFL gab. (Auch wenn der Ältere der beiden, der 39 Jahre alte Manning, zugegebenermaßen nicht mehr ganz der Alte ist)
Klasse Sache Sat1.

Cardinals Head Coach Bruce Arians vermißt den Killerinstinkt seines Quarterbacks.
Arians bemängelte, daß Carson Palmer gegen die Packers zu Konservativ gespielt hat. Der Head Coach hätte gerne mehr tiefe Pässe und überhaupt ein aggressiveres Paßspiel von Palmer gesehen.
Zwar kam der mittlerweile auch schon 36 Jahre alte Quarterback der Cardinals zu seinem ersten Playoffsieg in seinen 13 NFL Saisons, aber Arians hat nicht gefallen, wie der Sieg zustande kam.
In der ersten Halbzeit hatte Palmer nur 74 Paßyards erzielt.
Arians hat mit Palmer darüber gesprochen, sagte aber, daß er seinem Quarterback keine Vorschriften macht, wie er reingegebene Spielzüge abändert. Palmer hätte genug Erfahrung, um selber zu wissen, was geht und was nicht.
Dennoch wünscht sich Arians gegen die Panthers ein etwas aggressiveres Vorgehen seines Quarterbacks.
Dem aber fehlt die Unterstützung durch das Laufspiel. Seine Running Backs erzielten nur 40 Yards mit 19 Läufen.
Das alles klingt so, als hätte die Defense der Panthers am Sonntag nicht viel zu befürchten. Sie werden Palmer so unter Druck setzen, wie sie Russell Wilson unter Druck setzten. Und Palmer ist nicht der Quarterback, der diesem Druck entkommen kann, auch wenn er in einer Situation gegen Green Bay den Wilson gemacht hat.

Die Rams haben bereits damit begonnen, Saisonkarten in ihrer neuen Heimat Los Angeles anzubieten. Die Nachfrage soll groß sein, wie man hört, auch wenn das Team nur sieben Spiele im Los Angeles Memorial Coliseum austrägt.
Ein Heimspiel findet ja in einem Rugby-Tempel in London statt.
Die Preise für Los Angeles sollen die gleichen sein, wie in St. Louis und bewegen sich zwischen $300 und $1.750.
Und vielleicht kommen die Footballfans in L.A. ja auch noch in den „Genuß“ eines zweiten NFL Teams?
Die Chargers und die Rams haben am Montag Gespräche über eine Zusammenarbeit aufgenommen.
Zwar wollten die Chargers sich nicht zusammen mit den Rams ein Stadion teilen, sondern mit den Raiders, aber diese Kooperation ist vom Tisch.
2016 wäre wohl für ein zweites Team in Los Angeles vielleicht zu früh, aber spätestens wenn das Stadion in Inglewood fertig ist, dann könnte es wohl klappen.

Am Montag mußte Giants Defensive End Jason Pierre-Paul erneut an seiner Hand operiert werden, die er sich bei einem Feuerwerksunfall am 4. Juli schwer verletzte.

Falcons Return Specialist Devin Hester mußte am rechten großen Zeh operiert werden. Er wird erst in 3-6 Monaten wieder einsatzbereit sein.
Hester möchte das letzte Jahr seines laufenden Vertrags erfüllen, wie er sagte. Zu Beginn des Trainingscamps wird er ja wieder fit sein.

Es ist offiziell, die Eagles verpflichteten Doug Pederson als neuen Head Coach.
Der ehemalige Offensive Coordinator der Chiefs wird in Kansas City von Brad Childress ersetzt, der seit drei Jahren als Berater bei den Chiefs arbeitet.
Von 2006 bis 10 war er Head Coach der Minnesota Vikings.

Montag, 18. Januar 2016

Die NFL 2015 - Divisional Playoffs - Respekt? Wofür?
stewart-janathan
Da hauen die Panthers die Seahawks in der ersten Halbzeit mit 31:0 weg, und nach dem Spiel bekommen sie immer noch nicht den Respekt, den sie ihrer Meinung nach verdient haben.
Sie sind fassungslos.
So fassungslos, wie die Zuschauer, die diesen Zusammenbruch des Teams in der zweiten Halbzeit erlebten.
Seattle verpennte den Start des Spiels komplett. Nach ihrem Kickoff startete Carolina an der eigenen 25 und vier Spielzüge später stand es 7:0 für die Panthers.
Running Back Jonathan Stewart (Bild) sorgte bereits im ersten Spielzug für 59 Yards. Kurz darauf durfte er auch den ersten Touchdown aus vier Yards erzielen.
Der nach Quarterback- Wertungspunkten beste Quarterback der regulären Saison, Russell Wilson, erwischte einen katastrophalen Start. Beim zweiten Spielzug der Seahawks warf er den Ball zu Panthers Linebacker Luke Kuechly, der ihn über 14 Yards zum Touchdown zurücktrug.
14:0 Panthers, bevor Seattle überhaupt mitbekommen hatte, daß das Spiel schon angefangen hatte.
Doch das war immer noch kein Weckruf für Seattle, die munter weiter pennten. Dadurch ließen sie Carolina tatsächlich wie das 15-1 Team aussehen, das es war.
Methodisch schnitt die Panthers Offense durch die gefürchtete Seahawks Defense, wie ein heißes Messer durch Butter.
Seattles Offense kam dagegen mit der Panthers Defense überhaupt nicht klar. Quarterback Wilson konnte kaum einmal seine Fluchttricks erfolgreich anwenden. Wohin er auch ausweichen wollte, es stand meistens schon ein Verteidiger im Weg.
So kam es zum bis dahin völlig verdienten 31:0 für Carolina zur Pause.
Halftime Adjustments.
Oft gehört, oft erfolgreich angewandt.
So auch dieses Mal.
Was auch immer die Seahawks in der Halbzeit an Korrekturen besprochen hatten, es fruchtete.
In der zweiten Halbzeit gaben sie den Ton an und ließen die Panthers wie ein 1-15 Team aussehen.
Schluß mit totstellen, jetzt wurde eine Aufholjagd gestartet, während Carolina aus der Kabine kam, wie ein Team, das den Sieg sicher glaubte.
2:29 Minuten waren noch zu spielen, als es nur noch 31:21 für die Panthers stand, die im zweiten Durchgang nicht einen einzigen Punkt mehr erzielen konnten.
1:12 Minuten vor Spielende traf Seahawks Kicker Steven Hauschka aus 36 Yards zum 31:24 Anschluß.
Seattle versuchte natürlich einen Onsidekick.
Den eroberte Seahawks Linebacker Thomas Davis und rettete seinem Team die völlige, ja sogar fällige, Blamage.
In der Art, wie sie in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, sind sie gegen die Cardinals, die gegen Green Bay wahrlich nicht überzeugten, nicht unbedingt Favoriten.
Sehen wir uns einige Statistiken an. Beginnen wir mit Marshawn Lynch. Der sehnlich zurückerwartete Running Back der Seahawks schaltete von Beastmode in Silent Mode. Mit sechs Läufen erzielte er 20 Yards. Da hatten sich die Fans doch mehr versprochen. Man rechnet damit, daß das Lynchs letztes Spiel für Seattle war.
Nachdem Quarterback Wilson endlich ins Spiel gefunden und seine zwei Interceptions verdaut hatte, bewies er sein Klasse. Er vervollständigte 31 seiner 48 Pässe für 366 Yards und 3 Touchdowns. Zu wenig, zu spät, aber immerhin.
Seahawks Quarterback Cam Newton konnte zu keiner Zeit des Spiels beweisen, wieso er am Samstag vor dem Super Bowl zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt werden wird. Er warf lediglich 22 Pässe von denen 16 ankamen für 161 Yards und 1 Touchdown.
Auch bei den Laufyards wurde er von Wilson abgehängt. Der erzielte mit drei Läufen 32 Yards, Newton brachte es mit 11 Läufen auf drei Yards.
So wurde aus einem Spiel, das begann wie ein Schlachtfest in der Dose, noch eine wirklich spannende Angelegenheit.
Arizona muß am Sonntag also in Carolina antreten und ist nach dem gestern erlebten wahrlich kein Außenseiter.

Oft ist es so, daß ich mich frage, ob ich ein furchtbar ödes Spiel sehe, oder eine tolle Abwehrschlacht.
Nun, es sind die Playoffs. Zwei Teams mit viel Tradition spielen gegeneinander und wollen ins AFC Endspiel.
Es muß also eine tolle Abwehrschlacht sein, die sie da zeigen.
Denver begann seine ersten beiden Drives an der 30 der Steelers. Beide male kamen sie nur zu Field Goals.
Steelers Quarterback Ben Roethlisberger merkte man seine kaputte rechte Schulter nicht an, wohl aber das Fehlen von Star Receiver Antonio Brown und eines guten Running Backs.
Im ganzen Spiel gab es zwei Touchdowns.
Den ersten erzielten die Steelers in der ersten Halbzeit und damit übernahmen sie mit 7:6 die Führung über die Broncos.
Zur Halbzeit stand es 10:9 für Pittsburgh.
Spannend war die Angelegenheit ja.
Und es blieb spannend.
Es wurden weiter Field Goals ausgetauscht, obwohl die Statistiken der beiden Quarterbacks so aussehen, als hätte es eine Menge Offense gegeben.
Roethlisberger: 24 von 37 für 339 Yards, null Touchdowns, null Interceptions.
Manning: 21 von 37 für 222 Yards, null Touchdowns, null Interceptions.
Mit einer 13:12 Führung für Pittsburgh ging es ins letzte Viertel.
Knappe 10 Minuten vor Spielende verlor der bis dahin eigentlich recht solide spielende Steelers Running Back Fitzgerald Toussaint den Ball in aussichtsreicher Position an Denvers 35. Linebacker DeMarcus Ware eroberte ihn an der 34 und Denver startete seinen Touchdowndrive.
Drei Minuten vor Spielende erzielte Running Back CJ Anderson im dritten Versuch von der Einyardlinie die Punkte zur 18:13 Führung der Broncos.
Natürlich mußte ein Zweipunkteversuch her. Manning traf Wide Receiver Demaryius Thomas zum 20:13.
Pittsburgh blieb noch genug Zeit für den Ausgleich. Doch Denvers Defense konnte Ben Roethlisberger bei einem vierten Versuch und fünf an Pittsburghs 43 13 Yards zurückdrängen und sacken. Damit war Denver schon in Field Goal Reichweite und sie erzielten auch das 23:13.
Noch immer hatte Pittsburgh Zeit mußte aber 10 Punkte erzielen. Denver konnte die Steelers an der 29 stoppen und sie mußten ein Field Goal aus 47 Yards versuchen. Kein Problem für den Fund des Jahres, Kicker Chris Boswell.
Nur noch 23:16 für Denver.
So mußte auch in diesem Spiel ein Onsidekick her.
Und auch hier konnte die in Führung liegende Mannschaft den Ball sichern und den Sieg retten.
So kommt es in dieser Saison doch noch zu Brady-Manning Bowl 17, der uns ja durch Mannings Verletzung in der regulären Saison verwehrt wurde. Brady führt die Bowl Serie der beiden mit 11-5 Siegen an.
Wird es das letzte Kapitel?
New England muß in Denver antreten, aber das Heimteam dürfte nicht als Favorit ins Spiel gehen.

Nachlese zum Münzwurf in Arizona
Der Schiedsrichter im Spiel der Packers in Arizona durfte die Münze ein zweites Mal werfen, um zu entscheiden, wer in der Verlängerung zuerst den Ball bekommt.
Zunächst hatte Packers Quarterback Rodgers sich für „Tails“ entschieden. Der Schiedsrichter warf die Münze, die sich in der Luft nicht drehte. (Versucht das mal mit Absicht zu machen, es wird nicht klappen.)
Die Münze landete auf „Heads“ und die Captains der Packers beschwerten sich, daß die Münze sich nicht gedreht hatte.
Es lag im Ermessen des Schiedsrichters, das Ding noch mal zu werfen. Der Captain des Besucherteams hat aber nur einmal die Möglichkeit, sich für eine Seite der Münze zu entscheiden. Es blieb für die Packers also bei Tails.
Es kam wieder Heads nachdem die Münze sich jetzt gedreht hatte, und der Rest ist Geschichte.

Der Lazarettreport
Seahawks Left Tackle Russell Okung, linke Schulter.
Defensive End Cliff Avril, Nacken.

Panthers Defensive End Jared Allen, brach sich einen kleinen Knochen in einem Fuß. Dennoch soll er gegen die Cardinals spielen können.

Steelers Linebacker Arthur Moats, Unterleib.

Broncos Safety Omar Bolden, Knie.

Schwachsinn zum Quadrat
Stellt Euch mal vor, es gäbe eine Sendergemeinschaft in Deutschland, die die Rechte an der deutschsprachigen Übertragung der NFL für viel Geld gekauft hätte.
Nennen wir diese Senderkette Pro7 Sat1.
Auf einem kleinen Sender, genannt Pro7maxx, den viele erst suchen müßten, würden jeden verdammten Sonntag zwei Spiele live übertragen.
Klingt super?
Ist es auch.
Jeden verdammten Sonntag, 17 Wochen lang werden zwei Spiele in voller Länge gezeigt.
Dann kommen die Playoffs und der Sender Pro7maxx darf nur noch die frühen Spiele des Spieltags übertragen. Das späte Spiel wird auf Sat1 gezeigt.
Macht aber nichts, die Arbeitsteilung funktioniert recht gut. Auf die Tour werden alle acht Spiele der Wild Card und der Divisional Playoff Runde live und in voller Länge gezeigt im freiempfangbaren TV. Das ist neu, das ist super.
Jetzt stellt Euch mal vor, es kommt der Sonntag der beiden Conference Championship Spiele.
Die wichtigsten Spiele der Playoffs. Die Spiele in denen es sich entscheidet, wer im Super Bowl gegeneinander spielen wird.
Und jetzt stellt Euch vor, beide Spiele würden nur auf einem Sender übertragen, auf Sat1.
Der Sender aber geht hin und sagt: „Scheiß auf die Conference Endspiele, so wichtig sind die auch nicht. Wir zeigen erstmal NCIS New Orleans bis 22:15 Uhr und steigen dann erst in das erste Endspiel ein, das dann schon kurz vor der Halbzeit steht.“
Klingt Schwachsinnig?
Ist es auch, wird aber so durchgezogen.
17 Wochen in der regulären Saison werden zwei Spiele live und in voller Länge gezeigt.
An zwei Playoff Wochenenden werden alle acht Spiele live und in voller Länge übertragen.
Ausgerechnet am Endspielsonntag ist es den Verantwortlichen egal, daß es bei den Spielen darum geht, wer in den Super Bowl einzieht, weil ihnen eine quotenmäßig gar nicht mal so gut laufende hundertfach gesehen Krimiserie wichtiger ist.
Ist das Schwachsinn?
Ja, das ist Schwachsinn!

Sonntag, 17. Januar 2016

Die NFL 2015 - Divisional Playoffs - Von Cardinals und Edelmännern
palmer-carson-carddinalsWas für ein Ende.
Das Spiel der Packers gegen die Cardinals war das späte Spiel, aber ich muß damit anfangen.
Von der spielerischen Qualität her war es eine Stufe unter dem Niveau des ersten Spiels, aber von der Spannung her drei drüber.
Zur Halbzeit stand es leistungsgerecht 7:6 für Arizona und beide Teams hatten sich bis dahin nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Die Packers hatten bereits im ersten Viertel ihren besten Wide Receiver Randall Cobb mit einer Lungenquetschung verloren. Das wirkte sich dann doch sehr negativ auf den gegen die Redskins gewonnenen Schwung aus.
Die Cardinals schafften es das ganze Spiel über nicht, das Laufspiel in die Gänge zu bringen. Rookie Running Back David Johnson brachte es als bester Läufer auf 35 Yards.
Und so verhinderte nur die Spannung, daß man sanft entschlummerte.
Und die stieg im letzten Viertel dermaßen an, daß das Spiel dann doch in die Geschichte der NFL eingehen wird.
Die 17:13 Führung der Cardinals war sehenswert. Erster und Goal an der neun der Packers. Quarterback Carson Palmer (Bild) warf den Ball in Richtung Wide Receiver Larry Fitzgerald. Damarious Randall lenkte den Ball ab und der flog über Freund und Feind unkontrolliert in die Endzone und dort in die Arme des aufmerksamen Receivers Michael Floyd.
Gewertet werden hätte der Touchdown nicht, denn ein Spieler der Offense schob einen Verteidiger über die erlaubten fünf Yards hinaus vor sich her.
Das, und auch so einige andere mögliche Strafen in diesem Spiel, sahen die Schiedsrichter nicht.
Doch das Drama baute sich ja erst noch auf.
Als die Cardinals mit 20:13 in Führung gingen, waren nur noch 115 Sekunden auf der Uhr.
Green Bay hatte einen vierten Versuch und 20 Yards an der eigenen vier. Das war es doch.
Nein, denn Aaron Rodgers warf aus der eigenen Endzone heraus einen 60 Yards Paß auf Jeff Janis.
Alles lief nach vorne, um die Zeit mit einem Wurf des Balles auf den Boden anzuhalten. Doch Rodgers entschied sich anders und begann einen richtigen Spielzug. Er warf den Ball wieder in Richtung Janis, doch sein Namensvetter, Tight End Richard Rodgers, hatte seine Position noch nicht eingenommen. Strafe gegen die Packers.
12 Sekunden noch auf der Uhr.
Erster und 15 an Arizonas 41. Rodgers paßt nach rechts ins Nichts.
Fünf Sekunden noch auf der Uhr.
Rodgers versuchte einen Hail Aaron Paß, wie es heute in einigen Zeitungen in den USA genannt wird.
Er setzte den Ball in die Luft und Jeff Janis, der in der ganzen Saison über nur zwei Pässe gefangen hatte, fing den Ball in der Endzone. Der Extrapunkt saß und es stand 20:20.
Zwei Ave Maria Pässe in einer Saison aus nahezu aussichtslosen Positionen, das dürfte nur Rodgers gelungen sein.
Lustig wurde es beim Münzwurf zur Verlängerung. Der Schiedsrichter warf die Münze, doch die drehte sich nicht in der Luft. So, wie er sie geworfen hatte, landete sie auch auf dem Boden.
Noch mal.
Die Cardinals gewannen und wollten den Ball.
Den bekamen sie nach dem Kickoff an der eigenen 20.
Quarterback Palmer wurde schwer unter Druck gesetzt, doch er machte den Russell Wilson. Er entkam zwei, drei Verteidigern, lief in einen Mitspieler und warf den Ball trotzdem quer über das Feld zu Fitzgerald.
Der fing das Ei, lief los und schaffte es bis an die fünf der Packers.
Der erste Versuch von Palmer zu Fitzgerald brachte nichts ein. Im zweiten Versuch bediente Palmer Fitzgerald mit einem Shufflepass und der schaffte es in die Endzone.
26:20 Cardinals.
Und dieses Spiel wird in die Geschichte eingehen, als eines mit dem phantastischsten Finish aller Zeiten. Da stören die ersten drei Viertel fast gar nicht.

Das war im ersten Spiel des Tages nicht ganz so spannend, obwohl das Ergebnis etwas anders suggeriert.
Das 27:20 der Patriots über die Chiefs war ein gefühltes 54:10.
Die Patriots lieferten eine Perfektion in der Offense ab, die man kaum für möglich hält. Im ganzen Spiel hatten sie nur 14 Läufe für 38 Yards, wobei die Läufe von Quarterback Tom Brady, der auch einen Lauf- Touchdown erzielte, schon mit eingerechnet sind.
Alles andere war Paß, Paß, Paß.
28 von 42 für 302 Yards und 2 Touchdowns lautete Bradys Bilanz. Auch dank des Rückkehrers Julian Edelman, der am Anfang zunächst etwas Rost abschütteln mußte, nach seiner Verletzungspause. Einige Pässe ließ er fallen, brachte es aber auf 10 Catches für exakt 100 Yards. Damit führte er die Receiver der Patriots an.
Die 246 Yards und ein Touchdown aus 50 Versuchen, von denen Alex Smith 29 vervollständigte zeigen, daß die Defense der Patriots mit der Qualität der Offense nicht ganz gleichziehen konnte.
Auch der Quarterback der Chiefs machte einigen Male den Russell Wilson und entkam den Verteidigern mit sehr sehenswerten Aktionen.
Ihm fehlte aber Wide Receiver Jeremy Maclin, der mit seinem verstauchten Knöchel zwar versuchte zu spielen, es aber dann einsah, daß es leider nicht ging.
Am Ende reichte es nicht, um den Patriots das Wasser zu reichen, die immer eine Armlänge Abstand halten konnten.
Und ja, die NFL wird sich einen überharten Angriff von Patriots Wide Receiver Danny Amendola gegen Jamell Fleming genau ansehen. Der Wide Receiver der Pats mähte Fleming Helm gegen Helm nieder, als der einen Punt annehmen wollte.

Kurzberichte
Die Tennessee Titans haben einen neuen Head Coach.
Sie blieben bei Interimstrainer Mike Mularkey und gaben ihm den Job.

Die Patriots gaben Wide Receiver Keshawn Martin eine Vertragsverlängerung für weitere zwei Jahre und $3 Millionen.

Packers Safety Micah Hyde verletzte sich gegen die Cardinals an der Hüfte.

Ted Marchibroda ist tot.
Der ehemalige NFL Coach verstarb am Samstag im Alter von 84 Jahren eines natürlichen Todes.
Marchibroda arbeitete für einige Teams in seinen über 40 Jahren in der Liga, darunter die Ravens und die Colts.
Er war der Head Coach der Ravens, in deren ersten drei Saisons in Baltimore von 1996 bis 1998.
Als Head Coach der Baltimore/Indianapolis Colts holte er 71 Siege und 67 Niederlagen.
Somit trainierte er u.a. die Baltimore Colts (1975-79), die Indianapolis Colts (92-95) und die Baltimore Ravens (96-98).

Samstag, 16. Januar 2016

Kurzberichte
jones-adam-bengalsUnd tatsächlich, Adam Jones (Bild) hat sich bei Antonio Brown entschuldigt.
Jones, Cornerback der Bengals, war ja der festen Überzeugung, daß der Wide Receiver der Steelers seine Verletzung nach dem brutalen Angriff von Vontaze Burfict nur vorgetäuscht hat.
Jones sagte, daß er erst dann daran glaubt, daß sich Brown eine Gehirnerschütterung zugezogen hat, wenn er gegen die Broncos nicht spielen kann. Dann, so Jones weiter, würde er sich bei dem Wide Receiver entschuldigen.
Leider war die Entschuldigung fällig, denn die Steelers müssen ohne den besten Receiver der Liga gegen Denver antreten. Das steht seit Freitag fest.
Auch Quarterback Ben Roethlisberger wurde ja von Burfict so schwer verletzt, daß er bestimmt nicht mit voller Kraft wird spielen können.
Ein angeschlagener Quarterback und ein fehlender Wide Receiver. Klasse Job Mr. Burfict.
Burfict wurde für die Attacke gegen Brown für drei Spiele ohne Bezahlung suspendiert.
Jones mußte für seinen Ausraster zum Schluß des Spiels, der den Steelers weitere wertvolle 15 Yards einbrachte, $28.940 zahlen. Er hatte Steelers Assistenztrainer Joey Porter an die Kehle gehen wollen, weil der unerlaubt auf dem Feld war nachdem Burfict Brown schwer verletzte.
Porter muß dafür $10.000 Strafe zahlen. Steelers Assistenztrainer Mike Munchak muß $10.000 zahlen, weil er Bengals Safety Reggie Nelson an den Haaren zupfte.
Auch die Bengals Domata Peko und Wallace Gilberry müssen jeder $8.681 zahlen.
Steelers Ramon Foster muß $17.363 zahlen, weil er einem Gegenspieler ein Bein stellte.
Die NFL hat dieses Jahr eine Menge Geld an den Spielen der Bengals gegen die Steelers verdient.

Bleiben wir direkt bei den Verletzungen.
Die Patriots meldeten, daß der Einsatz von Tight End Rob Gronkowski wegen Schmerzen in einem Knie und seinem Rücken sehr zweifelhaft ist.
Left Tackle Sebastian Vollmer soll in der Startformation stehen.

Bei den Panthers trainierte Wide Receiver Ted Ginn immer noch nicht mit dem Team. Er sagt, daß sein angeschlagenes Knie keine Probleme mehr macht. Er hätte nur aus Vorsicht nicht mittrainiert.

Die Packers setzten Tight End Andrew Quarless auf die Verletztenliste.
Wide Receiver Davante Adams konnte wegen einer Knieverletzung immer noch nicht trainieren.

Die Buccaneers verpflichteten Mike Smith als neuen Defensive Coordinator.
Smith war eine Zeitlang Head Coach der Atlanta Falcons.

Die Bengals verpflichteten Ken Zampese als neuen Offensive Coordinator.
Er ist seit 2003 der Quarterback Coach des Teams gewesen.
Ken ist der Sohn von Ernie Zampese, der beinahe 40 Jahre als Trainer in der NFL tätig war.

Treue Leser werden sich erinnern.
Zugegeben, es ist schon eine Weile her, da habe ich folgendes geschrieben: Samstag, 8. November 2014
Offizielle der Raiders haben sich mit Vertretern der Stadt San Antonio getroffen.
Am Freitag sprachen unter Anderen Raiders Besitzer Mark Davis und der ehemalige Bürgermeister San Antonios, Henry Cisneros miteinander. Dabei ging es darum, die Möglichkeiten eines Umzugs des Teams zu erörtern.
Bereits vor vier Monaten gab es eine erste Kontaktaufnahme zwischen den Parteien.
Die Raiders sind im letzten Jahr ihres Mietvertrags mit dem Oakland Coliseum. Immer wieder munkelt man, daß sie das Team sind, das nach Los Angeles umziehen wird, wenn da endlich mal ein NFL genehmes Stadion gebaut worden sein sollte.
Nötig wäre es, aus dem Coliseum auszuziehen, denn die Raiders sind das einzige Team, das seine Spielstätte mit einem Baseballteam teilen muß.
Mark Davis hat sich vor einigen Wochen ein Collegespiel in San Antonios Alamo Dome angesehen, um zu testen, ob er als Übergangsstadion taugt, bis L.A. so weit ist.
Mit den Dallas Cowboys und den Houston Texans gibt es bereits zwei NFL Teams, die sich die Fan-Basis in Texas teilen. Die Raiders, mit ihren 0-9 Siegen, hätten es da schwer, den beiden Konkurrenz zu machen. Selbst, wenn es nur für kurze Zeit sein sollte.
So weit der alte Bericht. Er könnte wieder aktuell werden, denn wie man hört, ist San Antonio bei den Raiders, die nicht nach Los Angeles umziehen dürfen, wieder im Gespräch.

Der neue General Manager der Lions will wohl erst mal nicht zu viel verändern.
Am Freitag gab Bob Quinn bekannt, daß Jim Caldwell auch 2016 Head Coach des Teams bleibt.

Chris Mortensen dürfte einigen bekannt sein. Er gehört seit 25 Jahren zur Mannschaft des Senders ESPN und versorgt uns mit aktuellen Meldungen.
Jetzt muß Mortensen eine lange Pause einlegen, weil er an Kehlkopfkrebs erkrankt ist.

Reggie Wayne hat genug.
Der ehemalige Wide Receiver der Colts ist mittlerweile 37 Jahre alt und hat 2015 nicht mehr gespielt.
2014 zog er sich zum ersten Mal schwere Verletzungen zu als er sich ein Kreuzband riß und am Ellenbogen verletzte.
Vor der Saison 2015 war er im Trainingslager der Patriots, bat aber nach kurzer Zeit darum, das Team wieder verlassen zu dürfen.
Mit seinen 14.345 Yards als Receiver belegt er Platz acht der ewigen NFL Bestenliste. Sechs mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Er ist ein sicherer Kandidat für einen Platz in der Hall of Fame.

Die Broncos verlängerten den Vertrag mit Derek Wolfe.
Der Defensive End unterschrieb für weitere vier Jahre und $36,7 Millionen von denen $17,5 Millionen garantiert sind.

LA-ramsViel verändern mußten sie nicht, deshalb ging es ganz schnell, das neue Logo der Rams vorzustellen. Es mußte nur St. Louis durch Los Angeles ersetzt werden.
Und hier ist es.

Es muß furchtbar gewesen sein.
Hunderttausende freuten sich auf die Übertragung des ersten Super Bowls in voller Länge. Glaubt man den Kommentaren auf Facebook, muß das NFL Network die Übertragung völlig verhunzt haben.
Die Fans liefen Sturm und überschlugen sich in negativen Kommentaren.
Demnach soll das Bild des Spiels nur zur Hälfte auf dem Bildschirm zu sehen gewesen sein. Zusätzlich haben wohl Studioexperten die ganze Zeit über das Spiel kommentiert, obwohl im Hintergrund der O-Ton der Radioübertragung von NBC zu hören war.
Diese Experten gaben dann so wertvolle Kommentare, wie: „Das wäre heute roughing the Quarterback.“
Und das das ganze Spiel über, ohne Pause.
Sehr viele schalteten bereits im ersten Viertel ab, weil sie es nicht mehr ertragen konnten.

Freitag, 15. Januar 2016

Das Trainerkarussell
kelly-chip2Die 49ers haben einen neuen Head Coach, es ist Chip Kelly (Bild).
Der Mann, der in Philadelphia durchgefallen ist, soll das am Boden liegende Team in San Francisco wieder auf die Beine bringen.
Wenn er aus den schlimmen Fehlern die er bei den Eagles gemacht hat gelernt hat, dann könnte er in SF etwas erfolgreicher sein.
Die volle Macht über den Kader soll er bei den 49ers nicht bekommen. Besitzer Jed York und Trent Baalke wissen, daß sie einen schlechten Kader haben, der auf vielen Positionen verbessert werden muß. Da müssen sie selber Geduld beweisen und Kelly Zeit geben.
Bereits 2016 an ein Playoffteam zu denken, wäre vermessen.
Kelly äußerte sich bereits zu Colin Kaepernick. Der Quarterback würde in seinem System eine gute Rolle spielen, meinte der neue Head Coach.

Da Tom Coughlin klar und deutlich sagte, daß er nicht der neue Head Coach der Eagles werden möchte, sahen die sich anderweitig um.
Der Ex- Head Coach der Giants war ja ernsthaft im Gespräch und hatte auch schon mit Eagles Besitzer Lurie gesprochen. Der Vertrag soll bereits ausgehandelt gewesen sein, als Coughlin einen Rückzieher machte.
Der neue Wunschkandidat der Eagles ist noch bei einem Playoffteam beschäftigt, weshalb offiziell eigentlich noch nichts nach draußen dringen dürfte, aber daß Chiefs Offensive Coordinator Doug Pederson der neue Cheftrainer in Philly wird, ist wohl klar.

Auch im sonnigen Tampa Bay strahlt jetzt jemand über beide Ohren.
Die Buccaneers sahen sich im eigenen Trainerstab um und fanden Offensive Coordinator Dirk Koetter. Er ist der neue Head Coach des Teams, das 2015 eine Zeitlang so aussah, als könnte es die Playoffs erreichen.

Kurzberichte
Der beste Quarterback der Saison trifft auf den achtbesten wenn die Seahawks bei den Panthers antreten.
Mit 110,1 Quarterback-Wertungspunkten führt Seahawks Quarterback Russell Wilson die NFL an. 4.024 Yards, 34 Touchdowns und nur 8 Interceptions stehen in seiner Statistik.
Da kommt Cam Newton nicht ganz mit. Er hat nur 99,2 Wertungspunkte, 3.837 Yards aber 35 Touchdowns bei 10 Interceptions.
Da könnte man eigentlich ein offensives Feuerwerk der beiden erwarten wenn... ja wenn da nicht die knüppelharten Verteidigungen der beiden Teams wären.
Doch selbst wenn die Verteidiger auf diese beiden Quarterbacks losstürmen, ist noch lange nicht Land unter. Beide Quarterbacks gehören zu den besten Läufern auf der Position. Beide sind noch lange nicht gestoppt, wenn ein oder gar mehrere Verteidiger an ihnen hängen. Wilson brachte es auf 553 Laufyards und 1 Touchdown, Newton auf 636 Yards und ZEHN Touchdowns.
Auch wenn beide Teams gefürchtete Verteidigungen haben, können wir vielleicht auf genügend Offense hoffen.
Das letzte Saisonspiel der beiden in Woche sechs ging übrigens knapp mit 27:23 an Carolina. In Seattle!

Obi „Ben“ Kenobi?
Die Broncos glauben nicht, daß Steelers Quarterback Ben Roethlisberger so schlimm an der rechten Schulter verletzt ist, daß er nicht spielen kann.
Die Spieler der Defense haben sich jedes Interview des Quarterback der letzten Woche angehört, und sie glauben, daß er ihre Gedanken wie ein Jedi Meister beeinflussen will.
Die Defense Denvers bereitet sich auf einen voll einsatzfähigen Big Ben vor. Immerhin würde Roethlisberger ja zu den härtesten Quarterbacks aller Zeiten gehören, da dürfe man keine Sekunde unwachsam sein, heißt es aus Denver.
In Woche 15 erzielte Big Ben 380 Passyards und drei Touchdowns gegen die Broncos.

„Drew Brees ist unser Quarterback für 2016, definitiv,“ sagte Saints General Manager Mickey Loomis.
Und das, obwohl der Quarterback mit $30 Millionen für 2016 alleine genau ein Fünftel des unter der Gehaltsobergrenze erlaubten Budgets auffrißt.
Etwas mehr als $150 Millionen dürfen die Teams 2016 für ihre Spieler ausgeben. Den Saints bleiben also nachdem sie Brees bezahlt haben noch $120 Millionen für die anderen +50 Spieler.
Brees möchte in New Orleans bleiben, die Saints wollen ihn behalten, was verständlich ist, da er immer noch zur Elite der Quarterbacks gehört.
Mit 101 Quarterback-Wertungspunkten findet man ihn auf Platz sechs der Statistik. So jemanden läßt man ungern gehen.
Ob die beiden Parteien jetzt eine Vertragsnachbesserung anstreben bleibt abzuwarten. Baustellen im Team, die Geld kosten, haben die Saints zur Genüge. Da sollte man nicht einem einzigen Spieler 20% des zur Verfügung stehenden Budgets aufs Konto überweisen.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Kurzberichte
rodgers-aaron200Und wieder muß die NFL sich für einen Fehler ihrer Schiedsrichter entschuldigen.
Der erste Touchdown der Packers gegen die Redskins wäre wohl nicht zustande gekommen, wenn die Schiedsrichter richtig reagiert hätten. Dritter und vier für Green Bay. Ein Spieler der Redskins lief nach einem Spielerwechsel nicht schnell genug vom Platz und die Redskins erhielten eine Strafe weil sie 12 Mann auf dem Platz hatten.
Packers Quarterback Aaron Rodgers (Bild) ist bekannt dafür, so etwas zu erkennen und schnell zu reagieren. In diesem Fall zu schnell, denn als der Ball angespielt wurde war Tight End Andrew Quarless noch nicht korrekt aufgestellt. Das hätten die Schiedsrichter bestrafen müssen. Es wäre also beim dritten Versuch geblieben. So aber bekamen die Packers einen neuen ersten Versuch, der den Packers sehr half.
Man stelle sich vor, was los gewesen wäre in den sozialen Netzwerken, wenn dieser Fehler nicht den Packers geholfen hätte, sondern den New England „Cheatriots“.
Au weiah!

Die Cleveland Browns haben einen neuen Head Coach. Sie verpflichteten Bengals Offensive Coordinator Hue Jackson.
Und der Mann bewies sofort, daß er den Humor hat, den er für seinen Job dringend braucht, als er sagte: „Ich bin hierher gekommen um zu gewinnen.“
Jackson ist der achte Head Coach der Browns seit 1999 und der sechste seit 2008.
„Ich liebe Herausforderungen, sagte Jackson weiter. „Und Junge, das ist eine Herausforderung.“

Die Vikings verpflichteten Tony Sparano als Offensive Line Coach.
Sein Vorgänger Jeff Davidson konnte Quarterback Bridgewater nicht den nötigen Schutz verschaffen.

Dan Campbell hat bereits einen neuen Job.
Vorgestern erst kündigte der ehemalige Interimstrainer der Dolphins in Miami, gestern unterschrieb er in New Orleans.
Wie in Miami soll er auch bei den Saints als Tight End Coach arbeiten.
Die Saints verpflichteten auch Joe Lombardi, der bei den Lions als Offensive Coordinator nicht die gewünschten Erfolge ablieferte. In New Orleans wird der Enkel von Vince Lombardi als Quarterback Coach arbeiten.

Die Giants fanden ihren neuen Head Coach in den eigenen Reihen.
Sie gaben den Posten ihrem Offensive Coordinator Ben McAdoo. Quarterback Eli Manning soll sehr für McAdoo geworben haben.
Zunächst kam Manning ja gar nicht mit dem neuen Spielsystem zurecht, das McAdoo ihm aufzwang. Mittlerweile aber sind diese Startprobleme behoben.

Die Chargers holten Ken Whisenhunt zurück.
Bereits 2013 arbeitete er dort als Offensive Coordinator. 2014 holten die Titans ihn als Head Coach.
Nachdem Whisenhunt eindrucksvoll bewiesen hatte, daß ihm der Head Coach nicht liegt, wurde er gefeuert, nachdem er 3-20 Siege holte.
In San Diego wird er wieder als Offensive Coordinator arbeiten.

Ed Reed wechselte ins Trainerfach.
Der ehemalige Safety der Ravens heuerte bei den Bills als Assistent des Defensive Backs Coaches an.

Lawrence Phillips wurde tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden.
Lawrence Phillips, niemand wird sich an ihn erinnern, war einmal eines der hoffnungsvollen Talente, die es nie zu Starruhm brachten.
Der Running Back wurde 1996 von den Rams in der ersten Runde einberufen.. Schon damals machte er mehr durch seinen zweifelhaften Charakter auf sich aufmerksam, als durch Leistungen auf dem Platz.
Das führte dazu, daß Phillips einen ziemlichen Abstieg begann. Von den St. Louis Rams (1996–1997) ging es zu den Miami Dolphins (1997). Dann versuchte er es in der NFLE, bei den Barcelona Dragons (1998). Hier spielte er recht gut, so daß die San Francisco 49ers ihm 1999 einen Vertrag gaben.
Doch auch da konnte er kleinen Fuß fassen und stieg in die Arena Football Liga ab, zu den Florida Bobcats (2001).
Danach folgten noch zwei Team in der CFL, die Montreal Alouettes (2002) und die Calgary Stampeders (2003).
Jetzt saß er wegen versuchten Mordes im Knast. Nach einem Disput mit drei Teenagern 2005, raste er mit seinem Auto in die Gruppe der Jugendlichen und verletzte sie schwer.
Er wurde in Folge dessen, und nach mehreren weiteren Anklagen wegen Gewalttätigkeiten, 2008 zu 31 Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Gefängnis brachte er am 12. April letzten Jahres seinen Zellennachbarn Damion Soward, einen verurteilten Mörder, um, plädierte aber auf Notwehr.
Phillips drohte die Todesstrafe, wenn die Notwehrversion nicht gefruchtet hätte. Und die bestritt das Gericht bei einer Anhörung am Dienstag.
Am Mittwoch brachte er sich in seiner Zelle selber um, wie die Gefängnisleitung bekanntgab.

Natürlich schießen die Spekulationen ins Feld.
Obwohl kaum anzunehmen ist, daß St. Louis noch mal ein NFL Team bekommt, kamen Gerüchte auf, daß die Jaguars dorthin umziehen wollen.
Teambesitzer Shad Khan wiegelte sofort ab. Ein Umzug nach St. Louis wäre überhaupt kein Thema für ihn, meinte er.
2010 hatte er versucht, die Rams zu kaufen, scheiterte aber.

„Wir brauchen einen Franchise Quarterback,“ zu dieser unglaublichen Einsicht gelangte Texans Besitzer Bob McNair.
Allerdings, so fuhr er fort, wolle er das Team nicht zu sehr schwächen, nur um einen einzigen Spieler zu bezahlen.
Auch das ist klug, wenn man sich die Saints, die Ravens usw. ansieht, die diesen finanziellen Selbstmord begangen haben. Man muß oft ziemlich weit unten in den Tabellen suchen, um diese Teams zu finden.
Aber mit Brian Hoyer, der gegen die Chiefs noch nicht mal die Hälfte seiner Pässe vervollständigte und für vier Ballverluste verantwortlich war, kann es auf gar keinen Fall weitergehen.
Trotz der miesen Saison sind die Texans erst an 22. Stelle der nächste Draft an der Wahl. Ob dann noch ein brauchbarer Rookie Quarterback zu haben sein wird?

Der Lazarettreport
Patriots Tight End Rob Gronkowski konnte wegen einer Knieverletzung nicht voll mittrainieren. Am Dienstag konnte er gar nicht trainieren. Spielen soll er aber können.
Left Tackle Sebastian Vollmer, ja, er wird jetzt offiziell als Left Tackle gelistet, hat immer noch Schmerzen an einem Knöchel.

Bereits letzte Woche hieß es, daß Seahawks Running Back Marshawn Lynch nach seiner Leistenoperation „full go“ wäre.
War er dann doch nicht.
Diese Woche kommt die selbe Botschaft aus dem Seahawks Lager. Ob es dieses Mal stimmt?

Ben Roethlisberger weiß noch nicht, wann er seine Schulter testet und ein paar Pässe wirft.
Sehr wahrscheinlich wird er gegen Denver spielen, ohne die Schulter getestet zu haben.

Bei den Panthers haben Running Back Jonathan Stewart und Wide Receiver Ted Ginn voll mittrainiert.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Zurück nach Los Angeles
bulgerDERram
Die St. Louis Rams haben die Erlaubnis bekommen nach Los Angeles umzuziehen. Mit 30:2 Stimmen fiel die Abstimmung der Teambesitzer deutlicher aus, als erwartet wurde.
Schon 2016 wird das Team in der Stadt der Engel spielen. Somit hat Teambesitzer Kroenke den Stadionneubau in Inglewood nicht umsonst bereits begonnen.
Bis das Stadion 2019 fertig ist sollen die Rams im Memorial Coliseum spielen.
Damit stehen die Chargers im Regen. Sie betonten noch am Wochenende, daß sie sich mit den Rams kein Stadion teilen wollen. Sie wollten sich zusammen mit den Raiders ein Stadion in Carson teilen. Das ist aber jetzt vom Tisch.
Die Chargers haben bis Januar 2017 Zeit, sich die Sache noch mal zu überlegen. Dann läuft ihre Option ab, die die Teambesitzer ihnen eingeräumt haben.
Wenn die Chargers sich nicht mit den Rams zusammen ein Stadion teilen wollen, dann können die Raiders umziehen, wenn sie dann noch wollen. Sie haben dann bis Januar 2018 Zeit zum Überlegen.
Die NFL stellt den beiden Teams jeweils $100.000.000 zur Verfügung, die sie in den Umbau ihrer bestehenden Stadien stecken können.
Geld dafür wird da sein, denn die Rams müssen $550 Millionen zahlen, damit sie umziehen dürfen. Der Stadionkomplex mit Einkaufscenter, Kinos u.s.w. wird etwa $2 Milliarden kosten, alles privat finanziert. Auch das Ligaeigene NFLNetwork soll dort seine Studios beziehen.
Damit hat St. Louis zum zweiten Mal nach den Cardinals ein NFL Team verloren. Ob die Stadt jemals wieder ein Team bekommt, ist fast ausgeschlossen.
Der Bürgermeister von St. Louis konnte sich gerade noch beherrschen, um nicht zu sagen, wohin die Rams sich ihr neues Stadion stecken können.
Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Los Angelitos das Team aufnehmen, nach 21 Jahren NFL Abstinenz?
Immerhin kommt ja kein Powerhouse in die Stadt, sondern ein bewiesener Loser. Das teilen sich die Rams mit den anderen beiden Teams. Die Chargers sind 4-12, die Raiders und die Rams jeweils 7-9. Macht 2015 18-30 für die drei Teams. Sieger haben andere Bilanzen.
Dennoch ist Rams Besitzer Kroenke optimistisch. Vor seinen Teambesitzer-Kollegen sagte der 68-jährige: „Wir freuen uns auf den Umzug nach Los Angeles und bauen einen Weltklasse NFL Unterhaltungskomplex in Inglewood.“
Während der Besitzer der Raiders Mark Davis sich noch dazu durchringen konnte, Kroenke zu gratulieren, war Chargers Präsident Dean Spanos völlig am Boden zerstört.

Kurzberichte
Dan Campbell hat bei den Dolphins gekündigt.
Der Interimstrainer war zwar auch als neuer ständiger Head Coach des Teams im Gespräch, die Dolphins entschieden sich aber für Bears Offensive Coordinator Adam Gase.
Teambesitzer Stephen Ross wollte Campbell im Trainerstab behalten, aber der möchte sich lieber einen neuen Arbeitgeber suchen.

Adam Jones wird sich bei Antonio Brown entschuldigen... wenn der tatsächlich nicht gegen die Broncos spielt.
Der Cornerback der Bengals hatte den Wide Receiver der Steelers ja beschuldigt, seine Gehirnerschütterung nur vorgetäuscht zu haben.
Es ist kaum anzunehmen, daß Brown auf eine Entschuldigung von Jones erpicht ist.

Steelers Running Back DeAngelo Williams war sehr angetan von seinen Teamkollegen Fitzgerald Toussaint und Jordan Todman. Er nennt das Running Back Duo, das ihn gegen die Bengals vertreten hat TNT. Die beiden brachten es auf 183 Laufyards.
Auch Head Coach Mike Tomlin war erfreut über die Leistungen der beiden. Das wäre sehr eindrucksvoll gewesen.
Dennoch bleibt abzuwarten, was die beiden gegen das Bollwerk der Broncos Defense zeigen werden, besonders dann, wenn Ben Roethlisberger wirklich nicht spielen kann, oder nur mit gebremstem Schaum.

Der Lazarettreport
Ben Roethlisberger könnte etwas zu optimistisch sein, was seinen Einsatz gegen die Broncos angeht.
Der Quarterback der Steelers hat nicht nur eine Schultergelenkssprengung sondern auch einige gerissene Bänder in seiner rechten Schulter.
Was das mit der Kraft und Präzision seiner Pässe anstellen kann, wenn er denn spielt, kann man sich ganz gut vorstellen.

Steelers Wide Receiver Antonio Brown ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Als die Steelers die Broncos letzten Monat besiegten, fing er 16 Pässe und zwei Touchdowns.

Steelers Running Back DeAngelo Williams hat seine Fußverletzung noch nicht ganz auskuriert. Auch sein Einsatz ist fraglich.

Packers Wide Receiver Davante Adams ist am rechten Knie verletzt und kann gegen die Cardinals wohl nicht spielen.

Dienstag, 12. Januar 2016

Super Bowl I
sb0115. Januar 1967. Zwei Teams aus der NFL und der AFL trafen in Los Angeles aufeinander um das erste Weltmeisterschaftsspiel im Football auszutragen, die Green Bay Packers und die Kansas City Chiefs.
Später dann wurde das Spiel in Super Bowl I umbenannt.
1967.
Videorekorder gab es damals noch nicht für den Hausgebrauch.
Viele Filmrollen dieses Spiels verschwanden, Bänder mit Aufnahmen des Senders wurden überspielt, eine Rekonstruktion des Spiels in voller Länge galt als unmöglich.
Doch nichts ist unmöglich, wie man jetzt weiß. NFL Films hat es geschafft, alle 145 Spielzüge des Spiels aufzutreiben und zusammenzuschneiden. Es war ein hartes Stück Detektivarbeit für die Angestellten bei NFL Films, aber sie haben es geschafft.
Damit ist es zum ersten Mal seit der Live-Übertragung möglich, das Spiel in voller Länge zu zeigen. Und NFLN macht genau das am Freitag dem 15. Januar 2016 mit dem original Radiokommentar von NBC.
Um zwei Uhr am Samstagmorgen bei uns, 20:00 Uhr in New York, geht es los. Bleibt zu hoffen, daß es auch mal zu einer bei uns akzeptablen Zeit gezeigt wird. Im Sendeplan des NFLN der folgenden Tage habe ich es leider nicht entdeckt.
Für die, die das Ergebnis noch nicht kennen, will ich es hier nicht vorwegnehmen ;)

Kurzberichte
Adrian, der Kinderschläger, Peterson übernimmt die (Mit)Verantwortung für die Niederlage der Vikings.
Der Running Back verlor in der zweiten Halbzeit den Ball, und die Seahawks kamen anschließend zu ihrem Field Goal. Deshalb, so Peterson, sollte Kicker Walsh nicht alleine die Prügel für das verlorene Spiel einstecken.
Der Running Back meinte, daß er hätte aufhören sollen, noch ein paar Zentimeter zu machen, nachdem er den neuen ersten Versuch erreicht hatte.
Doch seine Mentalität wäre halt die, für jedes Yard zu kämpfen.
Und wie wichtig das ist, zeigte sich ja auch am Ende. Da fehlte ein Yard zu einem First Down, und die Vikings mußten das Field Goal versuchen.
Dazu die nur 45 Yards, die er in 23 Läufen erzielte, und tatsächlich ist Adrian Peterson ein Co-Verantwortlicher für die Niederlage.

Die Redskins haben eine unerwartet siegreiche Saison gespielt. Wie bei der AFC South hieß es auch in der NFC East: „Einer muß ja schließlich in die Playoffs kommen.“
Verdient hätte es hüben wie drüben kein Team.
Doch so kamen die Redskins halt mal zum Sieg der Division, weil alle anderen Teams dort noch schlechter waren.
Division gewonnen, Quarterbacks verloren?
Nach dem Spiel sagte Kirk Cousins, daß er jetzt in aller Ruhe abwartet, was für Angebote kommen, und er dann gerne für das Team spielen wird, das ihn haben möchte.
Während Cousins also auf den Schotter wartet, ist es um jemand anderen sehr still.
Gestartet wie ein strahlender Stern, landete Robert Griffin III als verglühte Sternschnuppe. Was aus ihm wird, weiß keiner. Selbst in diesem Playoffspiel am Sonntag war er nicht im aktiven Kader, sondern stand verloren in Zivilklamotten unter seinen Mannschaftskollegen.
Es wird spannend zu sehen, was aus ihm wird?

Die Chargers haben etwas gegen die Rams. Jedenfalls teilten sie mit, daß sie sich mit denen kein Stadion in Los Angeles teilen wollen.
Mit den Raiders ja, aber mit den Rams nein.
Die Entscheidung der NFL über den Umzug steht ja kurz bevor.

Drei Spiele Sperre lautet das Urteil gegen Vontaze Burfict. Der Linebacker der Bengals hatte den als schutzlos geltenden Receiver der Steelers, Antonio Brown, brutal angegriffen, so daß der sich eine Gehirnerschütterung zuzog.
Die NFL bestrafte Burfict wegen wiederholter Gefährdung der Gesundheit eines Gegenspielers.
Die NFL gab auch gleich bekannt, daß Burfict für einen überharten Angriff gegen Ravens Rookie Tight End Maxx Williams im letzten Saisonspiel $50.000 zahlen soll.
Burfict hat gegen die Suspendierung Einspruch eingelegt, die ihn drei Gehaltsschecks und somit knappe $500.000 kosten kann.
Unterstützung bekommt er von Adam Jones. Der Cornerback der Steelers attestierte Brown eine Oscarreife Darstellung einer nicht vorhandenen Verletzung.
Dieser momentane Verlust der Realität könnte auf einen erhöhten Drogenmißbrauch Jones` in der Vergangenheit hinweisen. Seine Verhaftungen wegen Marihuanamißbrauch und wegen unerlaubten Waffenbesitz und zahlloser Gewalttaten sind ja kaum zu zählen.
Die NFLPA steht mal wieder im Zwiespalt. Sie muß jetzt die Interessen von Burfict vertreten, und ihm bei seinem Einspruch zur Seite stehen, wohlwissend , daß der wiederholt andere Mitglieder der Gewerkschaft mit voller Absicht verletzt.
Zwickmühle nennt man das wohl.

Der Lazarettreport
Nein, eine Schultergelenkssprengung hätte er nicht, meinte Steelers Quarterback Ben Roethlisberger.
Schmerzen in der rechten Schulter ja, aber die wären auszuhalten.
Wie auch immer, gesprengt oder nur schmerzend, Big Ben erwartet, daß er gegen Denver spielen wird. Und wie man hört könnte er selbst dann spielen, wenn er eine Schultergelenkssprengung hätte. Da gäbe es mehrere Varianten, erklärte ein Teamarzt. Mit manchen davon könnte man ohne große Probleme halbwegs genaue Pässe werfen.
Wir werden es erleben.
Auch Wide Receiver Antonio Brown soll nach seiner Gehirnerschütterung spielen können. Adam Jones würde das nicht überraschen.

Die Panthers rechnen damit, daß Pro Bowl Running Back Jonathan Stewart seine Fußverletzung auskuriert hat. Er soll gegen die Seahawks auf jeden Fall dabeisein.
Auch Wide Receiver Ted Ginn wird nach seiner Knieverletzung zurückerwartet.

Denvers jetzt wieder Ersatz- Quarterback Brock Osweiler trainierte am Montag zum ersten Mal nach seiner Knieverletzung wieder mit dem Team. Allerdings humpelte er sichtlich.

Die Patriots gaben bekannt, daß Wide Receiver Julian Edelman nach seiner in Woche 10 erlittenen Fußverletzung für das Spiel gegen die Chiefs als „full go“ gelistet ist.

Montag, 11. Januar 2016

Die Saison 2015 - Wild Cards - Der Sonntag

Kurzberichte
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Die Vierchancentournee ging am Sonntag weiter. Es begann in Minnesota, wo das drittkälteste Spiel in der Geschichte der NFL stattfand. Es war so kalt, daß das Alphorn, das die Vikings erklingen lassen, wenn sie gepunktet haben, zerbrach.
Vielleicht lag es an dieser Eiseskälte, daß das Spiel mich nicht erwärmen konnte.
Seattle kam zunächst gar nicht mit den Minustemperaturen klar und ließ die Vikings gewähren. Die aber hatten auch so ihre Probleme und so ging es mit einem mageren 9:0 für Minnesota ins letzte Viertel. Kicker Blair Walsh hatte aus 22, 43 und 47 Yards getroffen.
Dann ein Spielzug der Seahawks, der den Stempel „Katastrophe“ trug. Quarterback Russell Wilson (Bild) stellte sich in der Shotgun auf und rief den Spielzug aus. Als er sich gerade den Zahnschutz in den Mund stecken wollte, kam der Ball bereits angeflogen. Er segelte knapp am Kopf des Quarterbacks vorbei, der hinterher hechelte, verfolgt von Verteidigern der Vikings. Ein gewaltiger Raumverlust stand zu erwarten.
Doch nicht mit Russell Wilson. Er bekam den Ball nicht nur sicher in den Griff, sondern suchte einen Receiver, fand und traf Tyler Lockett für 35 Yards. Seattle stand an der vier der Vikings und zwei Spielzüge später warf Wilson einen Touchdownpass auf Doug Baldwin.
Nur noch 9:7 für Minnesota.
Doch die Seahawks kamen sogar noch zu einem Field Goal und zur 10:9 Führung.
Danach wurden wieder ein paar Punts ausgetauscht, bevor die Vikings 102 Sekunden vor Spielende einen Drive an der eigenen 39 starteten. Sie kamen bis an die 12 der Seahawks, wo sie einen dritten und vier hatten. Running Back Adrian Peterson, der im gesamten Spiel kein positiver Faktor war, erzielte drei Yards.
Vierter und eins bei 26 Sekunden auf der Uhr. Entfernung für das Field Goal zum Sieg, sicher machbare 27 Yards. Ein Kinderspiel... dachte man. Doch Walsh schaffte es, den Ball weit links an der Torstange vorbeizusetzen.
Aus, vorbei, Sense, das war es.
Mit 10:9 flogen die Seahawks nach Hause und ließen einen in Tränen aufgelösten Vikings Kicker hinter sich.
Beide Angriffsreihen hatte ihre Probleme bei dieser Kälte. Die Seahawks wußten, daß sie nur Adrian Peterson ausschalten mußten, und das gelang ihnen. Magere 45 Yards erzielte er und einmal ließ er sich den Ball aus der Hand schlagen. Da Quarterback Bridgewater ein Quarterback ist, der ein Spiel bestenfalls verwalten kann, reichte das aus.
Running Back Christine Michael von den Seahawks brachte es auf 70 Yards.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Wilson: 13 von 26 für 142 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Bridgewater: 17 von 24 für 146 Yards, nichts weiter.
So müssen die Seahawks am Sonntag um 19 Uhr bei den Panthers antreten.

Drei der vier Auswärtsteam waren also weiter.
Würde es zum ersten Mal in der Geschichte der NFL Playoffs so kommen, daß alle vier Auswärtsteams an einem Wochenende weiterkommen?
Das beantwortete das Spiel der Packers bei den Redskins.
Zunächst sah es so aus, als ob die Redskins die Packers gnadenlos skalpieren würden. Green Bays Offense agierte erneut erschreckend hilflos. Quarterback Aaron Rodgers wurde in der Endzone gesackt, 2:0 Redskins.
Und Washington baute die Führung auf 11:0 aus.
Nur 11:0, weil Wide Receiver DeSean Jackson bei einem beinahe Touchdown dummerweise mit dem Ball knapp rechts an der Endzone vorbeilief. Drei Versuche von einem halben Yard aus in die Endzone zu gelangen konnte die Packers Defense erfolgreich abwehren. Deshalb blieb den Redskins in dieser Situation nur ein Field Goal.
Dann aber, weiß der Teufel wo es herkam, machte es bei den Packers Klick und ihre gewohnte Offense übernahm die Kontrolle.
Manche sagen, Aaron Rodgers hätte in den Playoffmodus geschaltet.
Wie auch immer, die nächsten 17 Punkte gehörten Green Bay.
Mit 17:11 für die Packers ging es auch in die Halbzeit. Danach hatten die Redskins nichts mehr zu melden. Sie konnten zwar noch mal mit 18:17 in Führung gehen, aber damit hatten sie ihr Pulver verschossen.
Green Bay lief und paßte, als hätte es die Durststrecke in den letzten Saisonspielen, und zum Beginn dieses Spiels, nicht gegeben.
Am Ende stand ein völlig verdienter 35:18 Sieg, der den Cardinals zu denken geben sollte.
In diese Form sind die Packers in der Lage ihre vier Chancen auf den Sieg im Super Bowl zu nutzen.
Wenn Redskins Quarterback Kirk Cousins in Washington bleibt, was ja noch nicht sicher ist, kann Head Coach Jay Gruden auf ihn vertrauen.
Er spielte von Spiel zu Spiel sicherer und könnte der Mann für die Zukunft sein.
Die Bilanzen der beiden Quarterbacks:
Rodgers: 21 von 36 für 210 Yards, 2 Touchdowns.
Cousins: 29 von 49 für 329 Yards, 1 Touchdown.
Zum ersten Mal gewannen an einem Playoffwochenende alle vier Auswärtsteams, wie übrigens von den meisten Analysten vorausgesagt.
Und in der Spitze saßen in Deutschland bis zu 600.000 Zuschauer vor der Glotze und sahen zu, wie die gerade ausgegebenen Einschaltquoten sagen.
UN... FASS... BAR!

Kurzberichte
Den doppelten Ryan wird es in Buffalo geben.
Head Coach Rex Ryan hat seinen Bruder Rob in den Trainerstab geholt.
Das Gerücht darum kursierte ja schon lange. Vor 20 Jahren waren sie schon mal zusammen bei einem Team beschäftigt, bei den Arizona Cardinals, bei denen ihr Vater Buddy Head Coach war.
Die Bills gaben außerdem bekannt, daß sie General Manager Doug Whaley einen langfristigen Vertrag gegeben haben.

Bleibt noch eine Nachbetrachtung der Samstagsspiele.
Vor lauter Frust über das schlechte Spiel der Texans habe ich eine Großtat unterschlagen.
Das Spiel begann mit einem Kickoffreturn- Touchdown von Knile Davis über 106 Yards. Nicht einmal wurde der Running Back der Chiefs bei diesem zweitlängsten KO/Ret/ Touchdown in der Geschichte der Playoffs berührt.
Machen wir zwei Nachbetrachtungen daraus. Nach dem brutalen Angriff von Burfict auf Steelers Wide Receiver Brown kam Steelers Assistenztrainer Joey Porter auf den Platz, um Brown zu helfen. Das war nicht erlaubt. Während einer Verletzungsauszeit dürfen nur die Mediziner, deren Helfer und der Head Coach auf den Platz.
Die Schiedsrichter schickten Porter nicht vom Platz, weil man nach der überharten Attacke große Sorgen um Brown hatte und Porter helfen wollte.
Die Anwesenheit des Assistenztrainers auf dem Feld brachte Adam Jones dazu, durchzudrehen. Der Cornerback der Bengals wollte Porter an den Kragen. Das führte zu einer 15 Yards Strafe gegen ihn. Der Rest ist Geschichte.
Porter könnte eine Geldstrafe auferlegt werden. Bei Vontaze Burfict rechnen Experten mit wenigstens einem Spiel Sperre für seine Attacke.

Der Lazarettreport
Steelers Quarterback Ben Roethlisberger hat eine Schultergelenkssprengung.
Ob er mit dieser Verletzung gegen die Broncos spielen kann ist eher nicht anzunehmen.

Nur ein schlimm verstauchtes Sprunggelenk vermeldeten die Chiefs zu Jeremy Maclin.
Damit sind die Sorgen vom Tisch, daß der Wide Receiver sich schlimm am Knie verletzt haben könnte.
Vielleicht kann er sogar gegen die Patriots eingesetzt werden?

Texans Starverteidiger JJ Watt muß an der Leiste operiert werden. Es war ein Wunder, daß er gegen die Chiefs überhaupt spielen konnte.

Sonntag, 10. Januar 2016

Die Saison 2015 - Wild Cards - Der Samstag
Die Chiefs besiegten die Texans im ersten Spiel mit 30:0.
Aus Rücksichtnahme auf die Texans Fans unter meinen Lesern möchte ich darüber nichts weiter schreiben. Nur so viel: Die Fans buhten ihr Team bei einem Heimspiel in den Playoffs gnadenlos aus.
OK, vielleicht nicht das ganze Team, ganz bestimmt aber Quarterback Brian Hoyer.
Abgesehen davon, daß kein Team aus der grottenschlecht AFC South den Einzug in die Playoffs verdient hatte, mußte ja letztlich doch eins die Division gewinnen.
Leider!
Die Chiefs dominierten das Spiel auf allen Ebenen und müssen jetzt in New England beweisen, was ihre 11 Siege in Folge nach einem 1-5 Start in die Saison, wert sind.

roethlisb5Liegt es an Andy Dalton?
Das war die spannende Frage vor dem Spiel der Steelers bei den Bengals.
Der Quarterback der Bengals heilt immer noch seinen gebrochenen Daumen aus, und Ersatzmann AJ McCarron mußte ran.
Das Spiel plätscherte so dahin, wie der Regen, der zu dieser Jahreszeit eigentlich ungewöhnlich ist in Cincinnati. Aber für den Schnee, der sonst im Januar dort fällt, war es zu warm.
15 Minuten waren noch zu spielen, als die Steelers mit 15:0 ins letzte Viertel gingen... aber ohne Ben Roethlisberger (Bild).
Der landete bei einem Hit durch Vontaze Burfict auf seiner rechten Schulter und wurde zum Röntgen gefahren, gerade als das letzte Viertel begann.
Und nun begann die Zeit der Bengals. Bis dahin sahen sie so aus, als wären sie nur deshalb mit auf dem Platz, weil man zwei Teams für ein Spiel braucht.
Doch Big Bens Verletzung brachte die Wende.
In ihrem ersten Drive im letzten Viertel führte McCarron die Bengals von Pittsburghs 46 zum Touchdown. Running Back Hill trug den Ball den letzten Meter in die Endzone.
Pittsburghs Ersatz- Quarterback Landry Jones brachte sein Team anschließend nur von der eigenen 20 an die eigene 42.
Nach dem Punt begannen die Bengals an der eigenen 13 und kamen zu einem 36 Yards Field Goal durch Mike Nugent.
Erneut brachte Jones die Steelers nicht weit, dieses Mal nur bis zur eigenen 27.
Ben Roethlisberger hörte im Kabinentrakt, wie die Zuschauer, die ihn mit Bierbechern beworfen hatten, als er in die Kabine gefahren wurde, schier ausflippten. Nur noch 15:10 für sein Team. Und seine Defense kollabierte vollends.
Wieder kamen die Bengals bereits in der Hälfte der Steelers in Ballbesitz, an der 45.
Bei einem dritten und sieben an Pittsburghs 25 brach die Verteidigung vollends auseinander. Wide Receiver AJ Green stand auf der linken Seite völlig frei, kurz vor der Endzone. AJ McCarron traf ihn und zwei, drei Schritte später führten die Bengals 16:15. Der Zweipunkteversuch mißlang.
Dadurch brauchten die Steelers nur ein Field Goal zum Sieg. Sie hatten zwar noch alle Auszeiten, aber eben nur Landry Jones und nur noch 110 Sekunden.
Landrys Paß, der für Wheaton gedacht war, wurde von Burfict abgefangen. Der Linebacker war auf dem Weg zum MVP des Spiel zu werden.
Cinci kam so an Pittsburghs 26 wieder an den Ball. Jetzt hieß es mit Laufspiel die Zeit herunterlaufen lassen, doch etwas lief schief. Running Back Hill ließ sich den Ball beim ersten Lauf aus der Hand schlagen und Pittsburghs Defensive Back Ross Cockrell eroberte ihn.
Dadurch kamen die Steelers an der eigenen neun wieder zu einer Angriffsserie. Sie hatten zwar noch alle Auszeiten, aber eben nur Landry Jones und nur noch 83 Sekunden.
Keine Chance.
Das sah wohl auch Ben Roethlisberger so und wechselte sich wieder ein, Schmerzen hin, Schmerzen her. Bei einer Niederlage hätte er ein halbes Jahr, schmerzfrei zu werden.
Und Big Ben führte die Seinen bis an Cincis 47. Noch 22 Sekunden auf der Uhr und Kicker Boswell ist aus knapp 50 Yards sehr treffsicher.
Nur ein paar Meterchen also noch.
Paß von Roethlisberger zu Antonio Brown, doch der kann den Ball nicht fangen. Ab diesem Bruchteil einer Sekunde gilt er als schutzloser Receiver und darf nicht mehr angegriffen werden. Doch Vontaze Burfict kam angeschossen und verpaßte Brown einen Hit, den sogar ich, der Football noch aus der Zeit kennt, in der man seinen Gegner bestrafen durfte, für illegal halte.
15 Yards Strafe.
Adam, der nicht mehr Pacman genannt werden möchte, Jones regte sich über diese Strafe furchtbar auf. Er schrie rum, gestikulierte wild und berührte einen Schiedsrichter.
15 Yards Strafe.
Plötzlich und unerwartet standen die Steelers an der 17 der Bengals. 18 Sekunden auf der Uhr, beide Teams hatten ihre Auszeiten aufgebraucht. Zeit für ein Field Goal zum Sieg aus 35 Yards.
Das ließ der sichere Boswell sich nicht nehmen, 18:16 Pittsburgh.
Zwar kamen die Bengals noch mal an den Ball, aber das brachte nichts mehr.
Dank der Bengals Verteidiger Burfict und Jones gewannen die Steelers dieses im letzten Viertel schier unglaubliche Spiel.
Nach der Partie beschuldigte Adam Jones die Schiedsrichter, sein Team verschaukelt zu haben, aber da die Steelers der Gegner waren und nicht die Patriots, glaubt das mit dem Verschaukeln in diesem Fall kaum einer.
Nach einem drei Viertel unglaublich langweiligen Spiel gab es eines dieser phantastischen Finishes, die man kaum für möglich hält.
Pittsburgh muß nächste Woche in Denver antreten.
Wieweit Ben Roethlisberger und Antonio Brown dann wieder einsatzbereit sind, bleibt abzuwarten. Brown hat sich bei dem Hit von Burfict eine Gehirnerschütterung zugezogen, die so bald nicht abgeklungen sein dürfte. Und Big Bens Schulter war nach dem Spiel derart dick umwickelt, daß man seinen Kopf kaum noch sah.
Die Presse in Cincinnati stürzte sich auf Head Coach Marvin Lewis und gab ihm die Schuld für die Unbeherrschtheit seiner Spieler.
Während des ganzen Spiels gab es Rangeleien und einmal wurde sogar ein Trainer der Steelers mit einer 15 Yards Strafe belegt.
Und zurück zur Frage am Anfang: Nein, es liegt nicht an Andy Dalton, daß die Bengals nicht in den Playoffs gewinnen können. Es muß was mit dem Head Coach zu tun haben, daß er das Team fünf mal in Folge in die Endrunde führte, und fünfmal als Verlierer aus dem Stadion schlich.

Kurzberichte
Die Miami Dolphins haben einen neuen Head Coach, Adam Gase.
Der sammelte bisher u.a. Erfahrung als Offensive Coordinator der Broncos und der Bears.

NFL Chef Roger Goodell schickte ein Memo an die 32 Teams, betreff Umzug nach Los Angeles.
Viel stand nicht drin, aber Goodell wies daraufhin, daß keine der drei Städte, deren Teams umziehen wollen, gute Vorschläge zur Verbesserung ihrer Stadien vorgelegt hätte.

Der Lazarettreport
Die erwähnten Ben Roethlisberger und Antonio Brown werden alle Künste der medizinischen Abteilung brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen.

Bengals Running Back Giovani Bernard, Gehirnerschütterung.
Cornerback Dre Kirkpatrick, Quadrizeps.
Safety Reggie Nelson, Knöchel.
Defensive Tackle Domata Peko, Knöchel.

Texans Defensive End JJ Watt, Leiste.

Chiefs Wide Receiver Jeremy Maclin, rechtes Knie, Status unbekannt, Prognose sehr negativ für den Wide Receiver.

Samstag, 9. Januar 2016

Kurzberichte
rodgers-aaron200„Vielleicht sollte ich den Ball etwas öfter fliegen lassen?“ fragt sich Aaron Rodgers (Bild).
Der Quarterback der Packers durchlebt die schlechteste Saison der Offense, seit er dort startet. In keiner Abteilung der Statistik liegen die Packers über Platz 20.
Rodgers selber brachte es nicht auf eine dreistellige Passerwertung, zum ersten Mal seit 2008, seiner ersten Saison als Starter.
Wie man aus Green Bay hört, soll das Verhältnis zwischen dem Quarterback und seinem Head Coach Mike McCarthy zumindest angespannt sein. Recht oft diskutierten sie an der Seitenauslinie angeregt miteinander.
Doch weder Rodgers noch McCarthy sehen darin etwas besonderes. Man würde sich halt miteinander austauschen, das wäre doch völlig normal, meinten beide dazu.
Dennoch möchte Rodgers öfter den tiefen Paß werfen, wie er sagte.
Dann schauen wir mal, ob er das gegen die Redskins schon praktiziert?

Die Chiefs gaben Demetrius Harris eine Vertragsverlängerung.
Der Tight End unterschrieb für weitere drei Jahre und $6,3 Millionen.
Nicht schlecht für sieben gefangene Pässe für 74 Yards und einen Touchdown in der abgelaufenen Saison.

Die Lions haben sich Zeit gelassen, einen neuen General Manager zu finden.
Jetzt ist es soweit. Sie verpflichteten Bob Quinn.
Quinn hat bei den Patriots eine Menge Erfahrung sammeln können. Seit 2000 arbeitete er in New England und hat sich nach oben gearbeitet. Angefangen hat er als persönlicher Assistent von Head Coach Bill Belichick. Seit 2012 leitete er das Pro Scouting Team der Patriots.
Quinn war zusammen mit Belichick im Draftraum, wenn es darum ging, neue Spieler zu rekrutieren. Er kennt sich also bestens aus.
Und auch wenn die Patriots sich ihre vier Super Bowl Siege in der Zeit, die Quinn mit ihnen verbrachte, nur zusammengeschummelt haben (wie manche behaupten), so wird er keinen geringen Einfluß auf die Spieler gehabt haben, ohne die die Patriots auch mit Betrug nicht zum Erfolg gekommen wären.
Jetzt also endlich kann Detroit für die Zukunft planen. Ob in dieser Zukunft der teure Calvin Johnson und der auch nicht billige Matthew Stafford und Head Coach Jim Caldwell noch eine Rolle spielen werden, das wird wohl bald geklärt.

Die San Diego (Los Angeles?) Chargers wollen Mike McCoy noch eine Chance geben.
Sie verlängerten den Vertrag mit dem Head Coach um ein weiteres Jahr. Damit bleibt McCoy bis nach der Saison 2017 Head Coach der Chargers.
Seine Bilanz bisher dort, 22-26 Siege.

„Chip Kelly hat die Eagles ruiniert,“ meinte DeSean Jackson.
Billige Retourkutsche des von Kelly an die Redskins abgegebenen Wide Receivers, oder doch eher die Wahrheit.
Eher die Wahrheit.
Warum, dazu habe ich hier bereits genug geschrieben. Kelly schaffte es nicht, seinen geliebten Collegespielstil auf die NFL zu übertragen. Die andere 31 Teams hatten keine Lust, wie die kleinen Jungs zu spielen.
Jackson fuhr fort: „ Wenn Du ein Team dermaßen ruinierst, wenn Du den Familien von Spielern so etwas antust, wenn Du Leute feuerst, wegtauschst, Dich von guten Spielern trennst die in der Gemeinde etwas bewirkt haben, einen Zusammenhalt mit den Fans, mit den Kindern aufgebaut haben... Wenn dann so ein Typ herkommt und ein Team so verändert, dann ist es wohl Karma, daß er gefeuert wurde.“
Sprachs und bereitete sich auf das Heimspiel seiner Redskins gegen Green Bay in der Wild Card Runde vor.
Während Kelly rumreist und sich anpreist wie Alt-Bier.

Arthur Blank hält an General Manager Thomas Dimitroff und Head Coach Dan Quinn fest.
Der Besitzer der Falcons sprach den beiden am Freitag sein Vertrauen aus.

Der Lazarettreport
Da waren die Seahawks wohl ein wenig zu optimistisch. Während der Woche gaben sie bekannt, daß Marshawn Lynch „full go“ wäre. Das war dann doch nicht der Fall. Am Freitag gab Head Coach Pete Carroll bekannt, daß der Running Back gegen die Vikings definitiv nicht spielen kann.
Beim 38:7 der Seahawks gegen Minnesota in Woche 13 war er auch schon nicht dabei, und wie man sieht hat es Seattle nicht geschadet. Aber da hatte Seattle noch Rookie Running Back Thomas Rawls, der 101 Laufyards erzielte und einen Touchdown. Der fehlt aber am Sonntag auch.
Dann könnte Christine Michael starten, der den Seahawks so entbehrlich erschien, daß sie ihn nach Dallas ziehen ließen, und der bei den Cowboys so wenig Eindruck machte, daß sie ihn schnell wieder feuerten.

Und auch die Steelers werden auf ihren besten Running Back verzichten müssen. DeAngelo Williams kann gegen die Bengals nicht antreten.
Jordan Todman und Fitzgerald Toussaint müssen jetzt zeigen, was sie können.

Freitag, 8. Januar 2016

Kurzberichte
favre-brett222Die 15 Finalisten zur Wahl in die Hall of Fame wurden bekanntgegeben. Wer von diesen 15 letztlich tatsächlich in die Ruhmeshalle das professionellen Footballs aufgenommen wird, entscheidet sich am 6. Februar in der MVP Sendung der NFL, die live von CBS übertragen wird und hier über USTVnow angesehen werden kann.
Brett Favre (Bild) dürfte eine sichere Wahl sein. Er verließ die NFL im Jahr 2010 endgültig und ist zum ersten Mal teilnahmeberechtigt und wird wohl auch sofort im ersten Anlauf aufgenommen werden.
Die weiteren Anwärter zur Aufnahme in die HoF sind: Morten Andersen, Steve Atwater, Don Coryell, Terrell Davis, Tony Dungy, Kevin Greene, Marvin Harrison, Joe Jacoby, Edgerrin James, John Lynch, Orlando Pace und Kurt Warner.
Im August werden die Gewinner der Wahl dann in einer feierlichen Zeremonie in die Ruhmeshalle aufgenommen.

Jetzt wurde auch bekannt, wie die Buccaneers sich von Head Coach Lovie Smith getrennt haben.
Allerdings war der Head Coach selber nicht ganz unschuldig daran, daß er per Telefon gefeuert wurde.
General Manager Jason Licht hatte Smith angerufen, um ihn zu einem Gespräch am folgenden Tag im Büro des Teambesitzers einzuladen. Smith lehnte das Treffen ab und wollte am Telefon mit dem Vize-Vorsitzenden Joel Glazer sprechen. Der sagte dem Head Coach dann, daß er von seinen Aufgaben entbunden sei.
Licht sagte, daß man in der Organisation schon geduldig wäre, aber daß diese Geduld nicht unendlich wäre. Er wies auf die doch zu schlechte Bilanz des Head Coaches hin. Acht Siege in zwei Jahren, nur drei davon vor heimischem Publikum, hätten die Geduld aufgebraucht.
Natürlich bräuchte es Zeit ein wettbewerbsfähiges Team aufzubauen, aber in dieser Zeit müßte man trotzdem auch konkurrenzfähig sein können.
Die Spieler erhielten die Nachricht, daß der Head Coach, den sie gerne hatten gehen mußte, so wie der Rest der Welt, über die Internetseite der Buccaneers mitgeteilt.
Besonders geschockt zeigten sich Rookie Quarterback Jameis Winston, und der mit 1.402 Yards zweitbeste Running Back der abgelaufenen Saison, Doug Martin. Ändern aber können sie halt nichts.

Die Colts gaben bekannt, daß Rob Chudzinski Offensive Coordinator des Teams bleibt.
Als neuen Defensive Coordinator verpflichteten sie Ted Monachnio. Der hat Erfahrung als Linebackers Coach der Ravens gesammelt.

Zwar spielen die Broncos erst nächste Woche, aber Head Coach Gary Kubiak lüftete schon mal das Geheimnis, wer als Quarterback starten wird.
Und es ist... Peyton Manning.
Brock Osweiler mag der Mann für die Zukunft sein, Manning ist der Mann für jetzt.
Kubiak betonte, daß er eine ganze Menge von Osweiler hält. Er sagte dem Ersatzmann, daß er die Entscheidung nicht schwer nehmen sollte.
Außerdem konnte Osweiler am Donnerstag wegen eines schmerzenden Knies nicht am Training teilnehmen. Das könne auch mit zu der Entscheidung geführt haben.

Der Lazarettreport
Packers Cornerback Sam Shields hat das Gehirnerschütterungsprotokoll noch nicht positiv durchlaufen. Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen.

Bei den Chiefs steckt Center Mitch Morse noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.

Bei den Steelers schwinden die Hoffnungen, daß der verstauchte Knöchel von Running Back DeAngelo Williams noch rechtzeitig heilt.

Cowboys Defensive Tackle Tyrone Crawford muß an einer Schulter operiert werden. Seit Woche zwei wäre er an der Rotatorenmanschette verletzt, sagte er der Presse.

Donnerstag, 7. Januar 2016

Kurzberichte
Johnson-CalvinKönnte Calvin Johnson (Bild) seine Footballschuhe an den Nagel hängen?
Der Wide Receiver der Lions mit dem Spitznamen Megatron denkt ernsthaft darüber nach.
Der Körper des 30-jährigen hat ordentlich einstecken müssen in den neun Jahren in der NFL. Kaum ein Finger zeigt noch geradeaus.
Bei den Lions kann er sehr wahrscheinlich nicht bleiben, für sie ist er zu teuer. 2016 würde er knapp $16 Millionen kosten. Allerdings könnte es sein, daß die Lions Bonizahlungen von Johnson zurückfordern, wenn er in den Ruhestand tritt, obwohl sein Vertrag noch zwei Jahre läuft. Das könnten $9,7 werden, kein kleines Sümmchen.
Bliebe noch die Möglichkeit der Vertragsnachverhandlung, also einem Gehaltsverzicht für Johnson.
Ein Wechsel zu einem anderen Team, das dann den teuren Vertrag übernehmen müßte, gilt als fast ausgeschlossen.
Mal abwarten, wie sich Megatron entscheidet. Ob zu seinen 11.619 Passyards und 83 Touchdowns noch etwas dazukommt?

Alle sind geschockt.
Wirklich alle?
Nein, der Betreiber einer kleinen Internetseite namens win-football.de nicht.
Für mich gehört Lovie Smith nicht zu den Trainern, die ich als Head Coach anheuern würde. Das Zwangsinterview laut Rooney-Regel würde ich mit ihm führen, aber das wäre es dann auch.
Für mich hat Smith schon in Chicago nicht zu den Top- Head Coaches gehört, obwohl er der letzte Head Coach war, der die Bears in den Super Bowl führte.
Nun gut, aber der Rest der Footballwelt ist also geschockt. OK.
Zugegeben hätte man ihm in Tampa etwas mehr Zeit geben können, aber die Familie Glazer, der das Team gehört, wurde ungeduldig.
Lovie Smith übernahm 2014 ein sehr schlechtes Team und führte es mit einer 2-14 Saison zum Spitzenplatz in der Draft 2015. In seinem zweiten Jahr verbesserte er die Bilanz mit einem Rookie- Quarterback als Starter auf 6-10. Streckenweise sah es sogar so aus, als wären die Buccaneers auf Playoffkurs. Das aber war nur der Tatsache zu verdanken, daß so viele andere Teams grottenschlechte Leistungen darboten und dadurch die Bucs gar nicht mal so schlecht dastanden.
Nach zwei Saisons in Tampa Bay also wurde Lovie Smith gefeuert.
Kann man geschockt drüber sein, muß man aber nicht.
In weniger als vier Jahre ist Smith der dritte Head Coach, den die Buccaneers feuerten. Bei der Suche nach dem nächsten Kandidaten sollten die Glazers etwas sorgfältiger sein und dann etwas mehr Geduld mit ihm aufbringen.

Sean Payton bleibt in New Orleans.
Der Head Coach hätte wechseln dürfen, wenn er gewollt hätte. Er wollte aber nicht. Am Mittwoch setzte er allen Spekulationen ein Ende.
Sein Vertrag läuft noch bis Ende der Saison 2017, und den will er erfüllen.
Auf der anderen Seite wollte ihn wohl kein anderes Team haben. General Manager Mickey Loomis hatte Paytons Wert auf eine Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der nächsten Draft festgelegt. Interesse hat das nicht ausgelöst.

Das bedeutet, daß jetzt sieben Team neue Cheftrainer suchen: Tampa Bay Buccaneers, Tennessee Titans, New York Giants, Philadelphia Eagles, Miami Dolphins, Cleveland Browns, San Francisco 49ers.
Die Titans und Dolphins überlegen dabei noch, ob sie ihre Interimstrainer nicht doch weitermachen lassen.

Die Jets feuerten Special Teams Coach Bobby April.

JJ Watt erhielt den Deacon Jones Preis.
Der Defensive End der Texans terrorisierte die gegnerischen Quarterbacks und erzielte 17,5 Sacks. Damit führte er zum zweiten Mal nach 2012 (20,5) diese Statistik an.

Es wird kalt in Minnesota.
Einen Rekord wird es vielleicht nicht geben, aber wenn die Seahawks und die Vikings gegeneinander antreten werden Minus 17° Celsius erwartet. Dazu noch der Windkältefaktor, und man wird ganz schön durchgefrostet.

Der Lazarettreport
Bengals Quarterback Andy Dalton kann nach seinem Daumenbruch definitiv noch nicht spielen, auch nicht als Ersatzmann für McCarron.
Bei den Steelers wird Running Back DeAngelo mit seinem verstauchten Knöchel wohl eher nicht einsatzbereit sein. Gestern lief er immer noch mit einem Stützstiefel herum.

Bei den Chiefs meldeten sich Linebacker Justin Houston und Wide Receiver Jeremy Maclin zum Training.
Houston fehlte seit Woche 12 wegen einer Knieverletzung, Maclin hatte Hüfte.
Ob die beiden auch spielen können, ist noch fraglich.

Die Seahawks gaben bekannt, daß Running Back Marshawn Lynch nach seiner Leistenoperation „full go“ ist.

Cowboys Wide Receiver Dez Bryant wurde am Mittwoch erfolgreich an einem Fuß operiert.
Zum Beginn des Trainingslagers wird er wieder fit sein.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: RB RONNIE HILLMAN, DENVER BRONCOS
15 Läufe für 117 Yards, 1 Touchdown
In seiner 4. Saison ist dies seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE J.J. WATT, HOUSTON TEXANS
8 Tackles, 3 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble, 2 abgewehrte Pässe.
In seiner 5. Saison ist dies seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: LB D.J. ALEXANDER, KANSAS CITY CHIEFS
1 geblockter Punt in der Endzone der zum Safety führte
In seiner 1. Saison ist dies seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB CAM NEWTON, CAROLINA PANTHERS
21 von 26 Pässen für 293 Yards, 2 Touchdowns, 2 weitere Touchdowns durch Läufe
In seiner 5. Saison ist dies seine 8. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE EVERSON GRIFFEN, MINNESOTA VIKINGS
2 Sacks, 6 Tackles, 1 erzwungener Fumble
In seiner 6. Saison ist dies seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-KR-WR TYLER LOCKETT, SEATTLE SEAHAWKS
5 Puntreturns für 139 Yards
In seiner Rookie Saison ist dies seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 6. Januar 2016

Draft 2016
mariota-marcus3Knapp auf Platz eins für einen frischen Collegespieler liegen die Tennessee Titans.
Damit haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessert, da waren sie nur Nr. 2.
Hier die Reihenfolge der 20 Teams, die nicht in die Playoffs kamen. Die Reihenfolge der anderen Teams ergibt sich dann nach ihrem Fortschritt, oder dem Ausblieben desselben, in den Playoffs:
1. Tennessee Titans (3-13), 2. Cleveland Browns (3-13), 3. San Diego Chargers (4-12), 4. Dallas Cowboys (4-12), 5. Jacksonville Jaguars (5-11), 6. Baltimore Ravens (5-11), 7. San Francisco 49ers (5-11), 8. Miami Dolphins (6-10), 9. Tampa Bay Buccaneers (6-10), 10. New York Giants (6-10), 11. Chicago Bears (6-10), 12. New Orleans Saints (7-9), 13. Philadelphia Eagles (7-9), 14. Oakland Raiders (7-9), 15. St. Louis Rams (7-9), 16. Detroit Lions (7-9), 17. Atlanta Falcons (8-8), 18. Indianapolis Colts (8-8), 19. Buffalo Bills (8-8), 20. New York Jets (10-6).
Die New England Patriots haben wegen Deflategate ihre Wahlmöglichkeit in der ersten Runde verloren.

Kurzberichte
Wann ist ein Fang noch ein Fang?
Um das zu klären wurde extra eine Expertengruppe gebildet. Die ehemaligen Trainer und Spieler, die hier ja schon erwähnt wurden, die das Rätsel lösen sollen, holten sich tatkräftige Unterstützung. Ehemalige Wide Receiver sollen helfen zu klären, was Jahrzehntelang überhaupt kein Problem war.
Und so holte sich die Fangfindungsexpertengruppe Cris Carter, Tim Brown, Steve Largent, Randy Moss, Chad Lewis und den zur Zeit verletzten Jordy Nelson mit ins Boot, um herauszufinden, wann ein Receiver einen Ball gefangen hat und wann eben nicht.
Man hätte bereits große Fortschritte gemacht, meinte der Chef der Schiedsrichter Dean Blandino.
Wir Fans würden es sehr begrüßen, wenn es wieder so einfach würde, wie noch vor fünf, sechs Jahren, als man wußte, wann ein Catch ein Catch war.

Bengals Quarterback Andy Dalton hat den Gips an seiner rechten Hand entfernt bekommen. Das heißt natürlich nicht, daß er in der ersten Runde der Playoffs spielen kann.
Vielleicht in der nächsten...
Wer lacht da?

Die Redskins verpflichteten Cornerback Cary Williams.
Der spielte bereits für die Ravens, Eagles und die Seahawks, die ihn letzten Monat feuerten.

Tony Romo ist ein netter Mensch.
Der Quarterback der Dallas Cowboys wurde von Teambesitzer Jerry Jones gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn man in der nächsten Draft einen Quarterback einberufen würde?
„Nein,“ meinte Romo, das wäre OK.
Allerdings hält sich weiterhin sehr hartnäckig das Gerücht, daß Jones an Johnny Manziel interessiert ist, dessen Tage in Cleveland gezählt sein dürften.

Das Ausmisten geht weiter.
Gestern feuerten die Colts Defensive Coordinator Greg Manusky und weitere Assistenztrainer.

Auch die Jaguars trennten sich von ihrem Defensive Coordinator, Bob Babich.

Nicht gefeuert wurden ja der General Manager und der Head Coach in Buffalo. Doch den beiden wurde Feuer unterm Hintern gemacht.
General Manager Doug Whaley und Head Coach Rex Ryan müssen die Bills in der kommenden Saison in die Playoffs bringen, sonst müssen sie gehen.
Die Bills sind seit 16 Jahren nicht mehr in die Playoffs gekommen, die längste Durststrecke im gesamten USAmerikanischen Sport.

Die 49ers gaben bekannt, daß sie dem gefeuerten Head Coach Jim Tomsula das volle Gehalt von $14 Millionen noch zahlen werden, das ihm über die Laufzeit seines Vierjahresvertrags zusteht.
Damit brachte ihm seine eine Saison, die die 49ers mit 5-11 Siegen abschlossen, eine recht stolze Summe ein.
Niners-Besitzer Jed York sagte, daß Tomsula auch dann das Geld bekommt, wenn er einen neuen Job als Trainer findet.

Dienstag, 5. Januar 2016

Kurzberichte
coughlin-tom-sb-trophyDer diesjährige schwarze Montag war nicht das Gelbe vom Ei.
Die schlimmsten Versager wurden schon vorher entlassen, und gestern ging es sehr moderat weiter. Es gab ein paar Mitarbeitergespräche, die unterschiedliche Ausgänge hatten.
In New York sprachen die Chefs der Giants mit Head Coach Tom Coughlin (Bild). Nach all den Verdiensten dieses Mannes, wollten sie ihn nicht feuern. Sie baten ihn aber, von sich aus zu kündigen und den Gefallen tat Coughlin ihnen dann auch.
Er verfaßte eine Erklärung in der er darauf hinwies, daß er sehr stolz auf die gewonnen Super Bowl Trophäen für den Schaukasten in der Lobby des Teams ist, er aber andererseits die Verantwortung für die negativen Saisons in den letzten Jahren übernimmt.
Aufhören wolle er noch nicht, sagte der 69-jährige der Presse. Wenn ein gutes Angebot käme, würde er es ernsthaft prüfen.
Quarterback Eli Manning sagte, daß er es schade findet, wie sehr das Team den Head Coach hat hängen lassen.

Auch in Indianapolis gab es ein Gespräch zwischen Teambesitzer Irsay und Head Coach Chuck Pagano.
Dieses Gespräch war heiß erwartet worden, denn der Ausgang war sehr viel offener, als in New York.
Anscheinend hat Irsay die Probleme, die das Team in dieser Saison mit den vielen verletzten Spielern hatte, gegen die Qualitäten Paganos abgewogen, der die Colts trotz der Widrigkeiten fast in die Playoffs geführt hat.
Und so kam Pagano mit einem neuen Vierjahresvertrag aus dem Gespräch. Mit etwas über $3 Millionen war er bisher der am schlechtesten bezahlte Head Coach der NFL. Wie hoch sein neues Gehalt ist, wurde noch nicht veröffentlicht.
Pagano wird froh sein, weiter als Head Coach der Colts arbeiten zu dürfen.
Nicht froh wird er sein, daß Ryan Grigson als General Manager bleibt. Grigson hat Pagano ein schlechtes Team zusammengestellt, und darf weiter Mist bauen. Das kann Pagano nicht freuen.

Die Chargers haben Head Coach Mike McCoy nicht gefeuert.
Allerdings mußte Offensive Coordinator Frank Reich gehen. Auch Offensive Line Coach Joe D'Alessandris, Tight Ends Coach Pete Metzelaars, Wide Receivers Coach Fred Graves, Defensive Line Coach Don Johnson und Assistant Offensive Line Coach Andrew Dees wurden gefeuert.

Die Titans haben Head Coach Mike Mularkey nicht gefeuert.
Allerdings mußte General Manager Ruston Webster gehen.
Gegenüber der letzten Saison haben die Titans sich leicht verbessert. Letztes Jahr hatten sie nur die zweite Wahl in der Draft, dieses Jahr dürfen sie an Platz eins ran.

Der von den Eagles gefeuerte Chip Kelly wurde ja als heißer Kandidat für einen freiwerdenden Trainerposten gehandelt. Doch momentan kann man das Interesse der Teams an ihm als sehr moderat bezeichnen.
Gerade der Posten in Tennessee war für ihn im Gespräch, da er und Quarterback Marcus Mariota sich bereits aus Collegetagen bei den Oregon Ducks kennen.
Doch bisher hat sich bei Kelly noch nichts getan. In der NFL will er aber bleiben, wie er immer wieder betont.
Und deshalb bietet er sich selber an. In San Francisco hat er bereits angerufen, und gesagt, daß er gerne dort Head Coach werden würde.

Die Saints werden Head Coach Sean Payton gehen lassen, wenn sein neuer Arbeitgeber ihnen für ihn die Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der Draft überläßt.

Die Dolphins haben einen neuen General Manager. Weit mußten sie nicht suchen, sie fanden ihn in den eigenen Reihen.
Chris Grier war bisher im Scouting Team der Dolphins beschäftigt.

Es gab eine Johnny Manziel Sichtung in Cleveland.
Der Quarterback war für das letzte Saisonspiel gegen die Steelers nicht vorgesehen, da er an einer Gehirnerschütterung leidet.
Manziel nutzte die Freizeit, um am Samstag ordentlich in Las Vegas einen draufzumachen und zu spielen.
Den dummen Arzttermin am Sonntagmorgen im Hauptquartier der Browns hat er dabei wohl anscheinend vergessen.
Am Montag aber soll Manziel tatsächlich bei den Browns gesehen worden sein. Es war der Tag des Spindausräumens. Für Manziel vielleicht zum letzten Mal.

Wie erwartet haben die Chargers, Rams und Raiders pünktlich ihre Absichtserklärung zum Umzug nach Los Angeles eingereicht.
Ein paar Tage hätten sie noch Zeit gehabt, aber die Unterlagen kamen bereits am ersten Tag in der NFL Zentrale an.

Die Jets haben die Playoffs knapp verpaßt. Der Mann, der sie in die Nähe der Endrunde brachte, soll auch nächstes Jahr wieder die Offense des Teams führen.
Head Coach Todd Bowles sagte, daß er Quarterback Ryan Fitzpatrick für nächste Saison wieder zurückhaben möchte.
Dieses eine schlechte Viertel im Spiel gegen die Bills, das den Jets die Playoffs verhagelte, soll nicht der Maßstab sein, an dem Bowles Fitzpatrick messen möchte.
Fitzmagic stellte mit 31 Touchdownpässen einen neuen Teamrekord auf und die Offense der Jets war die 10. Beste der Saison.

Aus dem Trainerstab der Bears hört man, daß sie ein extremes Vertrauen in Quarterback Jay Cutler haben.
Ich habe jetzt ein extremes Mißtrauen in den Trainerstab der Bears.

Bruce Arians ist ein Lügner. Hat er selber zugegeben.
Letzte Woche sagte er noch, daß er das nahezu bedeutungslose letzte Saisonspiel gegen die Cardinals so ernst nehmen würde, als ob es das erste Saisonspiel wäre.
Dabei hatte er da schon längst den Entschluß gefaßt, die meisten Starter nach der Pause zu schonen.
Auf die Frage eines Reporters, ob er letzte Woche denn gelogen hätte, antwortete Arians: „Natürlich.“

Die beste Neuerung seit langem?
Die neue Extrapunktregel.
Extrapunkte waren in dieser Saison bei weitem nicht mehr automatisch. Seit 1977 gab es nicht mehr so viele verschossene Extrapunkte, wie 2015.
Zwischen 2010 und 2014 gab es 6.153 Extrapunktversuche und 37 davon wurden verschossen.
2015 gingen 71 Kicks daneben.
Es war eine gute Entscheidung, den Ball neuerdings an die 15 Yardslinie zu legen.

Bengals Head Coach Marvin Lewis gab bekannt, daß man AJ McCarron für das Spiel gegen die Steelers als Starter einsetzen wird.
Ob Quarterback Andy Dalton für die nächste Runde mit seinem gebrochenen Daumen wieder einsatzbereit sein wird, bleibt abzuwarten.
Obwohl... Bengals... Playoffs... nächste Runde???
Näh!

Der Lazarettreport
Seahawks Head Coach Pete Carroll rechnet damit, daß Running Back Marshawn Lynch nach seiner Leistenoperation für das Spiel in Minnesota wieder fit ist.

Patriots Quarterback Tom Brady hat sich gegen die Dolphins einen verstauchten Knöchel zugezogen.
Nach dem spielfreien Wochenende soll er aber wieder voll einsatzbereit sein.
Er zog sich die Verletzung bei einem überharten Angriff von Drauftreter Ndamukong Suh zu.

Für Panthers Cornerback Charles Tillman bleibt in den Playoffs nur eine Zuschauerrolle. Für ihn ist die Saison mit einem Kreuzbandriß beendet, den er sich im bedeutungslosen letzten Saisonspiel gegen die Buccaneers zuzog.

Steelers Running Back DeAngelo Williams zog sich gegen die Browns einen verstauchten Knöchel zu. Sein Einsatz gegen die Bengals ist nicht sicher.

Bengals Linebacker Emmanuel Lamur wurde mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Texans Offensive Tackle Duane Brown zog sich eine Quadrizepsverletzung zu und wird am Mittwoch operiert.

Vikings Tight End Rhett Ellison wurde mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

49ers Quarterback Colin Kaepernick muß an einer Bänderverletzung am rechten Daumen operiert werden.
Die Reha wird etwa drei Monate dauern.

Montag, 4. Januar 2016

Die NFL 2015 - Woche 17 - Gewinn und Du bist drin
Fitzpatrick-Ryan-jetsGewinn und Du bist drin hieß es ganz einfach für die Texans und die Jets.
Die Texans hatten es Zuhause mit den Jaguars zu tun, deshalb reicht es, bloß die Höhe des Sieges anzugeben. 30:6 gewann Houston und damit wurde der unter besonderen Umständen zustandegekommene 30:24 Sieg der Colts über die Titans bedeutungslos.
Bei den Colts spielten die Quarterbacks Josh Freeman und Ryan Lindley, die beide erst am Dienstag verpflichtet wurden.
Doch daß die Texans gegen die Jaguars gewinnen werden, stand von vornherein fest.
Ganz anders bei den Jets. Sie mußten zu den Bills, wo Head Coach Rex Ryan auf sein altes Team wartete, um genüßlich Rache zu nehmen.
Und er nahm Rache. In einem, beim Fußball würde man wohl sagen, Mittelfeldgeplänkel, reichte es zu einem 22:17 Sieg, dank dreier kostspieliger Fehler von Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick (Bild). Im letzten Viertel warf er drei Interceptions, einen davon in die Endzone der Bills.
Rex Ryan hatte also den Steelers den Weg in die Playoffs geebnet, denn bei einer Niederlage der Jets hatten sie noch Chancen auf das Weiterkommen.

Letzte Woche versagten die Steelers gegen die Verlierer aus Baltimore. Diese Woche wollten sie gegen die Versager aus Cleveland nicht verlieren.
Obwohl Quarterback Ben Roethlisberger zwei Interceptions warf, ging es diese Woche gut aus.
Cleveland spielte halt so, wie Cleveland so spielt, wenn sie so spielen, also schlecht.
Und so kam Pittsburgh doch noch mit einem 28:12 Sieg in die Playoffs, dank der Bills.

Die Patriots standen in einem Fernduell mit den Broncos um die Nr. 1 in der AFC. Ein Sieg in Miami hätte gereicht, aber es zeigte sich, daß man die ganzen Verletzten nicht auf Dauer adäquat ersetzen kann.
Es kam sogar so weit, daß Head Coach Belichick Quarterback Brady und Tight End Gronkowski aus dem Spiel nahm, weil er merkte, daß mit dieser Mannschaft ein Sieg gegen Miami nicht möglich war. Da ging ihm Schonen vor Siegen.
Die Dolphins gewannen 20:10 und machten das Spiel der Broncos noch richtig wichtig.

In der Spätschicht gab es dann auch nur ein Spiel, das wirklich wichtig war, Chargers at Broncos. Ein Sieg Denvers, und sie wären das Nr. 1 Team der AFC gewesen. Eine Niederlage, und sie wären auf Platz fünf abgerutscht.
Und es gab viele kuriose Ergebnisse in der Spätschicht, doch nicht so in Denver. In einem wirklich guten Spiel, zumindest in Durchgang zwei, mußten die Broncos gegen die stark ersatzgeschwächten Chargers alles aufbieten, um zu gewinnen, sogar Peyton Manning.
Der alte Quarterback kam im dritten Viertel, um dem stotternden Angriff Denvers frischen Schwung zu geben. Und die Fans reagierten begeistert.
Zweimal führte Manning die Broncos noch zu Punkten. Die waren nötig, weil die Defense gehörige Probleme mit der Offense San Diegos hatte, obwohl bei den Chargers nicht ein einziger Linespieler auf seiner gelernten Position spielte.
Manning erzielte nur 69 Passyards, während Osweiler es bis zu seiner Auswechslung auf 232 gebracht hatte, allerdings auch zwei Interception warf.
Aber die Broncos kamen zu einem knappen 27:20 Sieg und holten sich so den ersten Platz der AFC. Sie haben also im günstigsten Fall noch zwei Heimspiele. Die verdanken sie dann Brock Osweiler, der die Broncos zu Heimsiegen über die Patriots und Bengals führte.
Wer in zwei Wochen als Quarterback starten wird, das wollte Head Coach Kubiak noch nicht sagen.
Aber wenn man auf Osweiler tippt, könnte man daneben liegen.

Im Spiel der Raiders bei den Chiefs hatten die Chiefs noch die Chance, die AFC West zu gewinnen, wenn Denver verloren hätte.
Zu diesem Spiel gibt es wieder einen Gastbeitrag von Friedemann Hees:
Chiefs – Raiders 23:17
Die Offense der Chiefs dominierte über weite Teile des Spiels - Lauf, Paß funktionierte gleichermaßen – im Notfall erlief Alex Smith die nötigen Yards selber. Nur im 2. Viertel gelangen den Raiders 2 INTs – eine zurückgetragen zum Raiders TD. Dadurch war es zur Halbzeit mit 14:10 noch spannend, aber ein geblockter Punt zum Safety gefolgt von einem TD von Smith auf Harris sorgten für die Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeber zum 23:10 im 3. Spielabschnitt. Erst im 4. Qtr. konnten die Raiders erst mit etwas mehr als 2 min auf der Uhr durch Carr auf Crabtree die Endzone der Chiefs erreichen – 23:17. Zwar kommen die Raiders noch einmal in Ballbesitz, können aber das kleine Wunder nicht mehr vollbringen. Die Chiefs werden 2. in der AFC West und spielen damit nächste Woche auswärts in Houston, da Denver sein Spiel ebenfalls gewinnt.
Charles Woodson verliert damit sein letztes Spiel seiner 18-jährigen Karriere, die für die Raiders im selben Stadion ebenfalls mit einer Niederlage (8:28) begann und ihn über Green Bay wieder zurück nach Oakland führte. Als Spieler hat er alles erreicht – Bester College Spieler, als bislang letzter Nicht-RB oder QB und mit Michigan National Champion, bester defensiver Neuling der Liga 1998, 9 Pro Bowl Nominierungen. Bester Defensivspieler der Liga 2009 und der Super Bowl im Jahr 2011 mit den Packers krönten seine Profi-Karriere. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft – vielleicht sehen wir ihn bald wieder – an der Sideline oder als Experte in den Medien.

Im nicht mehr ganz so wichtigen Sunday Night Football Spiel gewannen die Vikings in Green Bay mit 20:13. Es ging nur noch darum, wer die NFC North gewinnt.
Siege der Gastmannschaft in Green Bay waren mal eine Sensation, heute sind sie normal.
Beide Teams haben es nach diesem Spiel eigentlich nicht verdient, in die Playoffs zu kommen, aber sie sind beide ja eh schon drin gewesen.
Durch ihren Sieg haben sich die Vikings das recht erworben, die Seahawks empfangen zu dürfen. Ob das gut ist, wird sich zeigen. Letzten Monat zerrissen die Seahawks Minnesota mit 38:7. Und sie scheinen so richtig in Fahrt zu sein. Gestern besiegten die Seahawks die hochgelobten Cardinals aber mal so was von locker mit 36:6. Hätte Minnesota verlieren sollen, um Seattle aus dem weg zu gehen?
Nächste Woche hätten sie dann wieder nach Green Bay gemußt, zu einem zur Zeit schlagbaren Team.
Aber mal die NFC North gewinnen, die mal fest in Händen der Packers war, war ihnen halt wichtig.
Green Bay muß zu den Redskins, und das ist seit einiger Zeit kein Spaziergang mehr.

Damit beginnt jetzt die Vierchancentournee für die Wild Card Teams. Vier Siege und man hat den Super Bowl gewonnen.
WILD-CARD WEEKEND
Samstag, Jan. 9, 2016
22:35 Uhr — Kansas City Chiefs (5) at Houston Texans (4), ESPN/ABC, bei uns ab 22:10 Uhr auf 7maxx
Sonntag, Jan. 10, 2016
02:15 Uhr — Pittsburgh Steelers (6) at Cincinnati Bengals (3), CBS, bei uns ab 2:00 Uhr in der nacht zu Sonntag auf Sat1
19:05 Uhr — Seattle Seahawks (6) at Minnesota Vikings (3), NBC, bei uns ab 18:55 Uhr auf 7maxx
22:40 Uhr — Green Bay Packers (5) at Washington Redskins (4), Fox, bei uns ab 22:15 Uhr auf Sat1
DIVISIONAL WEEKEND
Samstag, Jan. 16, 2016
22:35 Uhr — Bengals/Texans/Chiefs at New England Patriots (2), CBS
Sonntag, Jan. 17, 2016
02:15 Uhr — Vikings/Redskins/Packers at Arizona Cardinals (2), NBC
19:05 Uhr. — Redskins/Packers/Seahawks at Carolina Panthers (1), Fox
22:40 Uhr — Texans/Chiefs/Steelers at Denver Broncos (1), CBS
CHAMPIONSHIP WEEKEND
Sonntag, Jan. 24, 2016
21:05 Uhr — AFC Championship Game (CBS)
00:40 Uhr — NFC Championship Game (FOX)
Der Sender Sport 1 US HD hat sein Pulver verschossen und überträgt kein Playoffspiel. Diese laufen alle mit den besten deutschen Kommentatoren, die das hiesige Fernsehen zu bieten hat (Würg), auf 7maxx und Sat 1 und das bei den Meisten nicht in HD.
Der Gamepass ist da eine gute Alternative, aber natürlich auch USTVnow, womit man ja alle freiempfangbaren großen US Sender über das Internet empfangen kann.
7maxx hatte gestern bis zu 540.000 Zuschauer beim Spiel der Jets in Buffalo.

Das lustige Trainerfeuern
Der schwarze Montag ist auch nicht mehr das, was er mal war.
Die Eagles feuerten Chip Kelly schon vor dem letzten Spieltag und die Browns Mike Pettine sofort nach der Niederlage gegen die Steelers.
Auch die 49ers warteten nicht bis Montag um Jim Tomsula nach nur einer Saison wieder loszuwerden.
Die Browns feuerten auch gleich General Manager Ray Farmer, wo sie schon mal dabei waren.
Auch die Dolphins feuerten ihren General Manager Dennis Hickey, das aber bereits am Samstag.
Die Giants wollen Tom Coughlin nicht feuern. Aber sie wollen ihn überreden, von sich aus zu kündigen.
Ob Coughlin da mitspielt, ist fraglich. Warten wir ab, was der Tag noch bringt.
In Indianapolis wollen sich heute Head Coach Pagano und Teambesitzer Irsay zusammensetzen. Mal sehen, was dabei herauskommt.
Lions Head Coach Jim Caldwell muß wohl noch warten, bis die Teambesitzerin einen neuen General Manager gefunden hat. Die Chancen, daß er bleibt, stehen 50:50.

Der Lazarettreport
Texans Offensive Tackle Duane Brown, Knie
Texans Wide Receiver Nate Washington, Hüfte

Jets Defensive Lineman Muhammad Wilkerson, gebrochenes Bein.
Bills Running Back Karlos Williams (Knie) und Guard John Miller (Knöchel)

Steelers Running Back DeAngelo Williams, rechter Knöchel.

Redskins Cornerback Kyshoen Jarrett, Nacken.
Cornerback Dashaun Phillips, Nacken.

Dolphins Wide Receiver Kenny Stills, Oberschenkel.

Colts Wide Receiver Donte Moncrief, Zeh.
Cornerback Vontae Davis, Knie
Titans Quarterback Zach Mettenberger, Arm .

Broncos Linebacker DeMarcus Ware, Knie.
Safety Darian Stewart, Oberschenkel.
Chargers Left Tackle Chris Hairston, Unterleib.
Wide Receiver Malcom Floyd, Gehirnerschütterung.

Browns Wide Receiver Taylor Gabriel, Auge.

Seahawks Cornerback Jeremy Lane, Rippe.

Panthers Cornerback Charles Tillman, Knie

Samstag, 2. Januar 2016

Der Lazarettreport
hasselbeck-colts
Ganz so unwichtig ist der letzte Spieltag ja nicht, also fangen wir mit den verletzten Spielern an.
Die Colts gaben bekannt, daß Matt Hasselbeck (Bild) definitiv nicht spielen kann.
Dann muß entweder Josh Freeman ran oder Ryan Lindley. Beide wurden erst am Dienstag verpflichtet.
Bei den Titans werden Wide Receiver Kendall Wrigt, Left Tackle Taylor Lewan und Quarterback Marcus Mariota verletzt nur zusehen können.

Die Panthers treten in Tampa Bay an. Eine leichte Aufgabe eigentlich, aber man kennt das ja, wenn ein kleiner Divisionsrivale einem großen ein Bein stellen kann, strengt der oft doppelt an.
Die Panthers müssen noch gewinnen, um ganz sicher das Nr. 1 Team der NFC zu werden. Dabei werden sie ohne die Running Backs Jonathan Stewart und Fozzy Whittaker auskommen müssen. Hinter Wide Receiver Ted Ginn Jr. steht wegen einer Knieverletzung ein Fragezeichen.

Die Patriots treten in Miami an. Eine leichte Aufgabe eigentlich, aber man kennt das ja, wenn ein kleiner Divisionsrivale einem großen ein Bein stellen kann, strengt der oft doppelt an.
Die Patriots müssen noch gewinnen, um ganz sicher das Nr. 1 Team der AFC zu werden. Dabei werden sie ohne Linebacker Dont'a Hightower (Knie), Defensive End Chandler Jones (Unterleib, Zeh) und Tackle Sebastian Vollmer (Knöchel) auskommen müssen.
Eine ganze Menge anderer Spieler sind fraglich.

Die Bills können den Jets noch den Einzug in die Playoffs vermiesen. Zu gerne würde Rex Ryan das machen, der letztes Jahr noch Head Coach der Jets war. Doch Running Back LeSean McCoy (Knie), Linebacker Nigel Bradham (Knöchel) und Cornerback Ron Brooks (Hüfte) werden dem Team fehlen.

Die Eagles gehen in das Endspiel um das Verpassen des London-Spiels gegen die Giants ohne den an einer Schulter verletzten Cornerback Byron Maxwell.
Wer verliert, muß nächstes Jahr in London gegen die dann vielleicht schon Los Angeles Rams antreten.

Houston hat noch gute Chancen, die AFC South zu gewinnen. Der dauerverletzte Jadeveon Clowney hat momentan gerade Fuß und wird nicht mitspielen können.
Bei den Jaguars werden Running Back TJ Dunlap und Linebacker Telvin Smith fehlen.

Die Seahawks haben mit den Offensive Linemen JR Sweezy und Russell Okung zwei Spieler, die wegen einer Gehirnerschütterung nicht gegen Arizona spielen können.

Kurzberichte
Gehirnerschütterung, also Concussion... bleiben wir dabei.
Ich habe mir den Film mit Will Smith angesehen und bin enttäuscht.
Natürlich war es ein Skandal, wie die NFL versucht hat, die Gehirnverletzungen ihrer Spieler zu vertuschen, aber die Sache wurde bereits ziemlich breitgetreten und der Film konnte da nicht viel neues vermitteln. Einzig das Privatleben des nigerianischen Arztes, der die Sache aufgedeckt und beharrlich an die Oberfläche gebracht hat, war mir bisher nicht bekannt. Dieser Nebenplott des Films war mir aber zu lang und hat die Fahrt aus der ansonsten guten „Dokumentation“ des Geschehens genommen.
Ob Smith wirklich in die Oscar-Überlegungen übernommen werden sollte, bloß weil er den komischen Akzent des Nigerianers gut hinbekam, bleibt den Verantwortlichen überlassen.
Als Zusammenfassung der Geschehnisse, von der ersten Entdeckung der Gehirnverletzungen an Steelers Center Mike Webster, bis zu den Regeländerungen der NFL deswegen, taugt der Film allerdings gut.
Erschreckend waren die Szenen, in denen die Kinder gezeigt wurden, die sich mit voller Wucht Helm gegen Helm angriffen. Da werden viele Eltern ins Grübeln kommen.
Wie hieß es im Film: „Wenn auf Grund ihrer Erkenntnisse nur 10% der Mütter da draußen ihren Söhnen verbieten Football zuspielen, war es das mit der NFL.“
Warten wir es ab.
Die Besucherzahlen des Startwochenendes liegen mir noch nicht vor, aber die reiche ich nach, sobald ich sie habe. Der Film hat Platz sieben der Charts belegt und knappe $10 Millionen eingespielt.
Am 18.2.16 soll er in Deutschland unter dem Titel Erschütternde Wahrheit in die Kinos kommen.

Marcus Mariota denkt, daß Chip Kelly ein bewiesener Gewinner in der NFL ist.
Der Rookie Quarterback der Titans könnte sich gut vorstellen, daß der frisch von den Eagles gefeuerte Head Coach demnächst die Titans leitet.
Und die Gerüchteküche kocht dieses Süppchen schon seitdem Kelly gefeuert wurde.
Beide waren bei den Oregon Ducks, die Mariota zu einer nationalen Meisterschaft führte.

Die Steelers feuerten Wide Receiver Jacoby Jones.

Freitag, 1. Januar 2016

Bleibt Pagano, oder muß er gehen?
pagano-chuck3Der Vertrag von Colts Head Coach Chuck Pagano (Bild) läuft nach der Saison aus.
Zwischen dem, was das Team sich für 2015 vorgenommen hatte, und was es letztlich erreicht hat, klafft doch eine ziemliche Lücke. Doch war das alleine Paganos Schuld.
Wohl eher nicht.
Wie man von Wide Receiver TY Hilton weiß, stimmen die Spielzüge in der Offense nicht. Dazu kamen die vielen Ausfälle zu denen auch Quarterback Andrew Luck gehört.
Noch weiß niemand, welcher Quarterback am Sonntag als Starter in das Spiel gegen die Titans gehen soll. In diesem Spiel haben die Colts noch die mikroskopisch kleine Chance, die Division zu gewinnen.
Und Teambesitzer Jim Irsay hält sich bedeckt. Weder hat er Pagano einen neuen Vertrag angeboten, noch sagt er, daß der Head Coach gehen soll.
Pagano selber bereitet sich auf seinen Abschied vor. Das Team bereitet er auf die Titans vor. Mehr kann er zur Zeit nicht tun.
Wenn man will, kann man eine kleine Parallele zu den 49ers ziehen. Mit Jim Harbaugh hatten sie einen erfolgreichen Head Coach, den sie gegen Jim Tomsula austauschten, um mit ihm in die völlige Erfolglosigkeit abzurutschen. Zugegeben, er hatte viele Spielerverluste zu beklagen. Mit ein Grund, warum die 49ers es geschafft haben, ihr schönes neues Stadion leerzuspielen. Beim letzten Heimspiel sah man fast schon mehr leere Sitze, als bei den San Diego Chargers.
Doch zurück zur Parallele.
Wie Harbaugh, ist auch Pagano ein erfolgreicher Head Coach. Nimmt man die Zeit dazu, in der er wegen seiner Leukämie die Cheftrainer-Aufgabe an Bruce Arians abgeben mußte, sind die Colts unter Pagano 40-23.
Hinkt der vergleicht, weil Arians als Ersatz von Pagano zum besten Head Coach der Saison 2012 gewählt wurde?
Ja, ein bißchen.
Aber wenn man sie halt mitzählt markieren 40-23 die viertbeste Bilanz unter den aktiven NFL Trainern.
Und dennoch wird es unter Paganos Stuhl glühendheiß.
Er bleibt ein Kandidat für das lustige Trainerfeuern am schwarzen Montag.

Kurzberichte
Und die Kandidatenliste der Head Coaches, die einen Tritt bekommen könnten, ist dieses Jahr sehr lang.
Doch die Liste der Kandidaten, denen man einen neuen Job als Head Coach zutraut ist auch nicht kurz. Folgende Assistenten warten darauf, ein Team ganz übernehmen zu können: Die Offensive Coordinators Adam Gase (Bears), Hue Jackson (Bengals), Josh McDaniels (Patriots) und Mike Shula (Panthers), und die Defensive Coordinators Teryl Austin (Lions) und Sean McDermott (Panthers).
Dazu kommen ja auch immer mal wieder College-Trainer, die in die NFL wechseln, so wie Chip Kelly, der gerade von den Eagles gefeuert wurde.
Kandidaten für Neuanfänge sind also da.

Die Packers suchen Freiwillige um den Schnee aus dem Lambeau Field zu schaufeln.
Ihr wißt schon, Schnee, dieses ekelhafte, kalte, rutschige Zeug, das niemand braucht.
Am Donnerstag haben 800 Freiwillige mit Hochdruck geschaufelt. Doch heute muß man weiterschaufeln, es ist noch viel Schnee übrig.
Immerhin gibt es $10 pro Stunde für die Helfer und die Packers stellen die Schaufeln.
Im Sunday Night Football Spiel zwischen Minnesota und Green Bay wird der Sieger der NFC North ermittelt.

Die Bills planen für 2016 nicht mehr mit Mario Williams.
Wie man aus teaminternen Kreisen hört, kann der teure Defensive End ($100 Millionen für sechs Jahre) nach dem letzten Spiel gegen die Jets gehen.
Head Coach Rex Ryan und Williams hätten keinen guten Draht zueinander, heißt es.
Der Defensive End hat seine Rolle in der Defense kritisiert und meinte auch, daß andere Pass Rusher nicht ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt würden.
Kann Williams da vielleicht sogar Recht haben?
Ja!
2014 führten die Bills die NFL mit 54 Sacks an.
Unter Rex Ryan ging die Produktivität auf 20 Sacks zurück und die Bills stürzten auf Platz 31 der 32 Teams ab.
Williams selber hatte in seinen drei Jahren vor Ryan bei den Bills immer Sacks im zweistelligen Bereich erzielt. 2015 erzielte er nur noch vier.
Ob da wohl der Falsche nach der Saison gehen muß?

 

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