rahmen55x55
rahmen55-105

Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

rahmen155-105
news



 

rahmen55-105

Nächste Seite

Dienstag, 27. Januar 2015

Kurzberichte
belichick-4Am Montag landeten auch die Patriots in Arizona.
Ihr Flug ging von Boston ab, kurz bevor ein historisch schwerer Schneesturm die Region traf.
Natürlich wurden den Spielern und Trainern, die bei den Pressekonferenzen auftraten, fast nur Fragen zu Deflategate gestellt. Da ich die Geschichte für völligen Schwachsinn halte, werde ich bei Win-Football nur noch darauf eingehen, wenn der Schuldige tatsächlich mit unwiderlegbaren forensischen Beweisen als Täter überführt und zu lebenslänglich Knast verdonnert wurde.
Head Coach Belichicks (Bild) Standardantwort auf die dämlichen Fragen zu den luftleeren Bällen: „Dazu hatte ich bereits zwei lange Pressekonferenzen, mein gesamter Fokus und meine Aufmerksamkeit gelten den Seattle Seahawks.“
Vielleicht werden auch die Medienvertreter im Lauf der Woche ihren Fokus etwas mehr dem Super Bowl zuwenden?

 

Die Raiders haben noch nicht genug von Charles Woodson. Sie gaben dem Safety eine Vertragsverlängerung für die Saison 2015, die dann Woodsons 18. in der NFL wird.
Im Oktober wird der Safety stolze 39 Jahre alt. Für einen Spieler auf dieser exponierten Position ein geradezu methusalisches Alter.
Bisher spielte nur einer im Alter von 39 Jahren auf diesem Posten, Darrell Green von den Redskins. Das Ruhmeshallenmitglied hielt bis zum 42. Lebensjahr durch.

Einen neuen Head Coach haben die Falcons noch nicht, aber auf den Positionen dahinter kaufen sie trotzdem schon mal ein.
Obwohl Head Coaches eigentlich gerne selber ihre Crew zusammenstellen, vergeben die Falcons schon mal Posten an Assistenztrainer. Ex-Broncos Linebacker Coach Richard Smith wurde als Defensive Coordinator verpflichtet.
Raheem Morris ist noch als Secondary Coach der Redskins gelistet, soll aber in Atlanta die Passverteidigung leiten und Assistenz- Head Coach werden.
Das sieht so aus, als hätte der neue Head Coach des Teams nicht sehr viel zu sagen.

Vontaze Burfict musste an einer Mikrofraktur an einem Knie operiert werden.
Der Linebacker der Bengals spielte die gesamte Saison unter seinen Möglichkeiten. Die Verletzung könnte der Grund dafür gewesen sein.
Zum Beginn des Trainingslagers soll er wieder voll einsatzbereit sein.

Montag, 26. Januar 2015

Kurzberichte
SHERMAN-RICHARD
Viel heiße Luft gab es auf der Pressekonferenz zur Ankunft der Seattle Seahawks in Arizona.
Cornerback Richard Sherman (Bild) kritisierte den Umgang der NFL mit Deflategate. Aber, so meinte er, was solle da auch passieren. Vor dem AFC Endspiel hätte Commissioner Goodell ja seinen guten Freund, Patriots Besitzer Robert Kraft, besucht und in seinem Haus übernachtet.
Deshalb ist Sherman davon überzeugt, daß in dem riesigen Skandal, zu dem dieser Bockmist in den Staaten aufgeblasen wurde, nichts passieren wird.
Sherman redete noch gefühlte 10 Minuten weiter, doch seine Worte wehten wie ein lauer Luftzug an einem vorbei.
Für Shermans Teamkollegen Michael Bennett ist Deflategate nur Propaganda.
Er sagte den Reportern, daß sie ihn und alle anderen Spieler, weniger nach Schweinsblasen, atmosphärischen Konditionen und Pfund pro Quadratzentimeter fragen sollten, sondern danach, wie es den Spielern ginge, und wie sie vorhätten den Super Bowl Titel zu verteidigen.
Head Coach Pete Carroll stellte sich auf die Seite seines Kollegen Bill Belichick. Er hätte in der letzten Woche eine Menge über den nötigen Luftdruck gelernt, der in einem Football zu herrschen hätte, sagte Carroll. Auch er hätte sich bisher nicht so im Detail darum gekümmert, genau wie Belichick.

Während also die Seahawks bereits ihre erste Pressekonferenz in Arizona am Sonntag abhielten, trainierten die Patriots noch mal im Gillette Stadion.
Für die Zweifler... das ist erlaubt und verstößt nicht gegen irgendwelche Regeln.
Das Team wird heute erst nach Glendale fliegen.

War es das jetzt endgültig für Josh Gordon?
Der Wide Receiver der Browns war für die Saison 2014 suspendiert, weil er wiederholt auf verbotene Substanzen getestet wurde. Sein Einspruch gegen diese Sperre führte dazu, daß er bereits nach acht Spielen wieder spielen durfte.
Bei einem Drogentest letzte Woche wurde er positiv auf Alkohol getestet. Deshalb droht Gordon eine erneute einjährige Sperre.
Wenn es dazu käme, dann wäre seine Zeit bei den Browns, ja sogar in der NFL, wohl abgelaufen.

Im Pro Bowl gewann ein Team, das von Ex Cowboys Wide Receiver Michael Irvin zusammengestellt wurde, gegen ein Team, das von Ex Vikings Wide Receiver Cris Carter zusammengestellt wurde, mit 32:28.

Odell Beckham, der Wide Receiver der Giants, der nur drei Finger braucht, um einen Ball zu fangen, sagte, daß er die ganze Saison über mit ein paar gerissenen Muskeln in einem Bein gespielt hätte.
Er wäre nicht voll einsatzbereit gewesen und hätte unter den gegebenen Umständen sein bestes gegeben. Einige Spiele zum Saisonbeginn hatte er ja wegen dieser Verletzung verpasst.
Mann, oh Mann, dann warten wir mal ab, was ein gesunder Beckham 2015 zeigt.

Sonntag, 25. Januar 2015

Kurzberichte
lynch-marshawn3Für Patriots Defensive Tackle Vince Wilfork steht fest, daß Seahawks Running Back Marshawn Lynch (Bild) der beste Läufer der Liga ist.
Doch werden sich Gegner der Seahawks auch 2015 mit dem Biest auseinandersetzen müssen?
Die Spekulation, daß Lynch Seattle verlassen könnte gab es bereits nach dem letzten Super Bowl. Jetzt kochen sie wieder hoch.
Wir werden halt alle nicht jünger und so nagt der Zahn der Zeit auch an Lynch, der 29 Jahre alt sein wird, wenn die nächste Saison beginnt. Sein Gehalt wird dann $8,5 Millionen betragen, sehr viel Geld für einen so alten Running Back.
Spieler auf dieser Position haben nach so vielen Jahren in der NFL eine Menge Hits einstecken müssen. Das zeigt Wirkung.
Zwar lässt Lynch gegnerische Verteidiger immer noch oft wie Kegel auf der Bowlingbahn umfallen, wenn er durch sie hindurch und über sie hinweg läuft, aber wie lange wird er es noch so einfach aussehen lassen können?
In der zuendegehenden Saison merkte man noch nicht viel davon, daß er älter wird. Seine 17 Touchdowns, darunter vier Pässe, sind eine Karrierebestmarke. Auch seine 37 gefangenen Pässe für 367 Yards sind eine Bestmarke. Und als Blocker ist er auch sehr wirksam.
Doch $8,5 Millionen?
Nur 18 Running Backs in der Geschichte der NFL übertrafen die 1.300 Yards Marke, nachdem sie 29 Jahre alt wurden.
Die Zeit macht halt nur vor dem Teufel halt.
Head Coach Pete Carroll rechnet fest damit, daß Lynch auch 2015 Angst und Schrecken als Seahawk verbreiten wird.
Zumindest in einem Spiel im Jahr 2015 wird er das noch machen... nächsten Sonntag im Super Bowl.

Wird Earl Thomas im Super Bowl spielen können?
Head Coach Carroll glaubt fest daran. Zwar kann der Safety mit seiner verletzten Schulter noch nicht voll trainieren, aber Carroll glaubt, daß die Woche, die noch vor Thomas liegt, ausreicht, ihn einsatzbereit zu kriegen.
Der Head Coach würde Thomas bereits heute einsetzen, wenn der Super Bowl heute wäre.
Hier die Liste der als nicht oder eingeschränkt einsatzbereiten aufgeführten Spieler beider Teams: Seattle - Defensive End Michael Bennett (nicht verletzungsbedingt), Tackle Justin Britt (Knie), LS Clint Gresham (Nacken), Running Back Marshawn Lynch (nicht verletzungsbedingt), Cornerback Richard Sherman (Ellenbogen), Guard J.R. Sweezy (Knöchel).
New England - Cornerback Brandon Browner (Knie), OLB Dont'a Hightower (Schulter), Punter Chris Jones (Ellenbogen), Wide Receiver Brandon LaFell (Schulter, Zeh), Defensive Tackle Sealver Siliga (Fuß), Center Bryan Stork (Knie), Quarterback Tom Brady (Knöchel).

Justin Forsett scheint in Baltimore eine Heimat gefunden zu haben.
Der Running Back gehörte zu den NFL Nomaden, die nirgendwo eine feste Anstellung bekommen können. Das könnte sich ändern. Als er als Notnagel bei den Ravens landete, die den Frauenschläger Ray Rice ersetzen mussten, trumpfte Forsett auf.
Unter Offensive Coordinator Gary Kubiak erzielte er 1.266 Laufyards und 8 Touchdowns.
Und das wäre Problem Nr. 1. Kubiaks Spielschema war mehr auf das Laufspiel ausgerichtet. Der neue Offensive Coordinator, Mark Trestman, wird mehr auf das Paßspiel setzen.
Und dann wäre da noch das Problem Nr. 2. Forsett ist 29 Jahre alt. Und hat damit das gleiche Problem wie Marshawn Lynch.
Doch Forsett ist wesentlich preiswerter zu haben, als Lynch. Da könnte es sein, daß die Ravens ihm einen Folgevertrag für die Saison 2015 geben.
Forsett glaubt fest daran.

Samstag, 24. Januar 2015

Kurzberichte
romo-tony4Tony Romo möchte, daß Wide Receiver Dez Bryant und Running Back DeMarco Murray in Dallas bleiben. Dafür wäre der Quarterback sogar bereit, seinen Vertrag nachzuverhandeln.
Die Verträge beider Spieler laufen aus, und beide werden ordentliche Gehaltszuwächse verlangen.
Um beide Superstars der abgelaufenen Saison zu behalten, reicht der Platz unter der Gehaltsobergrenze nicht aus.
Bryant soll zum Franchise Player gemacht werden, das könnte ein paar Dollar sparen. Murray bekam bereits ein Angebot über $4 Millionen, das er beleidigt zur Seite schob.
Romo will aber alles tun, um die beiden weiter um sich zu haben. Deshalb ist er bereit mit Teambesitzer Jerry Jones zu reden, um seinen Vertrag anzupassen.

Die Ravens wollen Terrence Cody feuern. Der Defensive Tackle steht im Verdacht der Tierquälerei.
Der Staatsanwaltschaft von Baltimore liegt eine Anzeige vor. Erste Untersuchungen ergaben, daß Cody seinen Hund zu einem Tierarzt brachte, weil er schwere Verletzungen aufwies. Die Verletzungen könnten von einer Mißhandlung durch Cody stammen, zeigte sich der Arzt überzeugt, und zeigte den Defensive Tackle an.
Der wehrt sich. Warum, so fragte er, hätte er seinen Hund zu einem Tierarzt bringen sollen, wenn er selber ihn mißhandelt hätte? Da hätte er sich doch selber in Verdacht gebracht.
Dennoch sagten die Ravens, daß sie Codys Vertrag nach dem Super Bowl auflösen wollen, und das, obwohl er eh nur einen Einjahresvertrag hat, der im März endet.

Wo war Trent Richardson?
Die Colts hatten den Running Back für das Spiel gegen die Patriots Zuhause gelassen.
General Manager Ryan Grigson sagte der Presse am Freitag, daß Richardson vereinsintern für zwei Spiele suspendiert wurde, aus persönlichen Gründen, wie er betonte.
Deshalb wollte er nichts genaues zu den Gründen mitteilen.
Das heißt, daß Richardson auch für das erste Spiel der Saison 2015 suspendiert ist, da die Colts ja gegen New England ihr letztes Spiel der Saison 2014 bestritten haben.
Das sieht dann auch nach einem Abschied aus, denn es ist kaum anzunehmen, daß die Colts den Running Back weiter mit durchfüttern wollen.

Die NFL hat vor einigen Wochen aus gegebenem Anlass die Regeln für Strafen geändert, die gegen Spieler ausgesprochen werden, die gegen die Benimmregeln der Liga verstoßen.
Dagegen hat die Spielergewerkschaft Klage eingereicht. Sie klagt dagegen, daß die neuen Regeln einseitig von der Liga aufgestellt wurden. Die NFLPA meint, daß die NFL die Regeln nur in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft, im Rahmen einer zusätzlichen Vereinbarung des Tarifvertrags, hätte ändern dürfen. 
Die Sache soll bald von einem unabhängigen Schlichter verhandelt werden.

Die Luft aus Deflationgate ist immer noch nicht raus.
Die NFL untersucht die Sache immer noch und stellt immer neue Vermutungen auf.
Physiker sollen nun untersuchen, wie man aus 11 von 12 Bällen schnell die Luft herauslassen kann?
Vorsicht, auch wenn ich öfter mal einen kleinen Scherz in meine Berichte einstreue, das ist keiner: Dr. Allen Sanderson, Naturwissenschaftler an der Universität von Utah, vermutet, daß die Bälle in einem sehr warmen Raum aufgepumpt worden sein könnten, wie einer Sauna. Das würde den Druckabfall erklären, den die Bälle erlitten, als sie ins kalte Stadion gebracht wurden.
Damit genug dazu für heute.

Doch wir machen mit einem weiteren Witz weiter.
Ein Insasse eines Gefängnisses in Colorado verklagt die NFL auf 88 Milliarden Dollar.
Terry Hendrix ist überzeugt davon, daß der Ball, den Cowboys Wide Receiver Dez Bryant klar für jedermann ersichtlich fing, und der nach der Überprüfung der Videobilder als nicht gefangen gewertet wurde, in Wirklichkeit halt eben doch gefangen wurde.
Durch diese Fehlentscheidung wäre den Cowboys die Chance genommen worden, ins NFC Endspiel einzuziehen. Deshalb verlangt Hendrix im Namen der Cowboys $88.987.654.321,88 von der NFL.
Die handschriftlich verfasste Anzeige liegt der NFL vor, die sich dazu aber noch nicht äußern wollte.

Johnny Who?
Wo wir gerade bei Witzen sind... Für seine Teamkollegen war Johnny Manziel „ein hundertprozentiger Witz“.
Was die Mitspieler der Browns über den Rookie- Quarterback zu erzählen haben zeigt eines ganz deutlich, daß dieser Clown es wirklich nur darauf abgesehen hatte in der NFL groß abzukassieren.
Manziel war alles, was man befürchtet hatte, und schlimmer.
Eine Tageszeitung in Cleveland sprach mit 20 Spielern der Browns und sie wussten nichts Positives über den erhofften Franchise Quarterback zu sagen. Das ganze Jahr über zeigte Manziel einen Mangel an Engagement und Vorbereitung. Statt dessen liebte er es, sich ausgiebig den Freuden des Nachtlebens hinzugeben. Das wirkte sich nachteilig auf seine Vorbereitungen und seine Arbeit auf dem Teamgelände aus.
So verpasste er ja am Samstag vor dem letzten Spieltag eine angesetzte Behandlung seines verletzten Oberschenkels. Das Team ließ offiziell verlautbaren, daß Manziel zu spät zur Behandlung erschienen wäre.
Doch in Wirklichkeit war es etwas anders. Sicherheitsmitarbeiter der Browns, die zu Manziels Wohnung gefahren waren, um den Quarterback abzuholen, fanden ihn - mit ihren Worten - sturzhackebetrunken vor.
Doch die Browns waren gewarnt. So ist Manziel. Schon auf dem College ließ er es gerne Krachen. Außer in seinem letzten Jahr dort. Da ging es für Manziel nur um Football. Er blieb aus dem Rampenlicht. Jetzt weiß man, daß er das nur tat, um so hoch wie möglich rekrutiert zu werden.
Das blieb den Verantwortlichen der Browns nicht verborgen. Nicht eine Person, die sie über Manziel befragten, sagte, daß er bald erwachsen werden würde.
Doch sie rekrutierten ihn trotzdem.
Nachdem sie Manziel einberufen hatten, richtete Browns Besitzer Jimmy Haslam deutliche Worte in Richtung seines Rookie- Quarterbacks: „Fang an, Dich wie ein Ersatz- Quarterback zu benehmen. Cleveland ist eine Stadt mit hart arbeitenden Menschen, nicht Hollywood.“
Damit wollte Haslam wohl von Anfang an verhindern, daß Manziel abhebt. Was nicht funktioniert hat. Kurz nachdem Haslam ihn gewarnt hatte, zeigte ein Foto Manziel auf einer Toilette mit einem zusammengerollten Geldschein, das Synonym für Drogenmißbrauch. Statt seine Nase ins Playbook zu stecken, steckte er sie lieber... ach, na ja.
Sich auf die Saison vorzubereiten, wie andere Quarterbacks der Liga, war nicht sein Ding. Lieber ließ Manziel keine Feier aus.
Doch Glück und Pech liegen dicht beieinander. Glück haben die Browns, die Johnny Manziel zu den Konditionen des neuen Tarifvertrags einberiefen und das auch noch spät in der ersten Runde. Einige Draftexperten sagten voraus, daß Manziel spätestens an fünfter Stelle ein Team finden würde, doch es dauerte bis Platz 22, daß die Browns zuschlugen. Das minderte seinen Wert beträchtlich. So müssen sie ihm keine achtstellige Summe pro Jahr zahlen, sondern nur eine recht geringe siebenstellige.
Pech für Manziel, denn so unendlich reich, wie er sich das erhofft hatte, wurde er am Drafttag nicht. Was ihn nicht davon abhielt, trotzdem die Geste des Geldzählens zu zeigen, als er zu Roger Goodell auf die Bühne ging.
Auch die Werbeverträge, die er mit einigen Klamottenausrüstern abgeschlossen hat, sind in Gefahr. Wenn Manziel nicht spielt, ist er auch nichts mehr wert. Je nachdem, wie die Firmen sich in den Verträgen abgesichert haben, können sie sich kostengünstig von ihm befreien.
Und ob er in der NFL noch mal spielt, das ist absolut nicht sicher.
Browns Besitzer Haslam jedenfalls hat die Nase von Manziel gestrichen voll. Er will auch dieses Jahr wieder nach einem Quarterback Ausschau halten, der das Team tragen kann.
Und wenn Manziel sich weiter so daneben benimmt, wie bisher, dann könnte es sehr schnell heißen „Johnny good bye“.

Freitag, 23. Januar 2015

Frühsport an drei Sonntagen.
14std
Die NFL hat sich gestern besonders bei ihren Fans in den westlichen Teilen des Landes unbeliebt gemacht.
Die Liga gab bekannt, daß alle drei London-Spiele um 9:30 Uhr Ostküstenzeit beginnen werden. Dann sind es bei uns in der Sommerzeit wunderbare 15:30 Uhr, in Los Angeles aber erst 6:30 Uhr. Da muss man schon ein Riesenfan sein, um um diese unchristliche Zeit Augen für Football zu haben.
Wenn ich mich nicht sehr vertue, dann ist das Spiel am 4. Oktober zwischen den Dolphins und den Jets noch in der Sommerzeit. Die Spiele am 25. Oktober zwischen den Bills und den Jaguars und am 1. November zwischen den Lions und den Chiefs müssten schon in der Winterzeit sein.
Wie auch immer, die Spiele am 4. und 25. Oktober sind kaum von Bedeutung und für Fans im Westen schon gar nicht. Einzig das Spiel der Chiefs aus der AFC West ist für diesen Landesteil wichtig und interessant.
Ausprobiert hat die NFL diese 14 Stunden LIVE Football ja in der abgelaufenen Saison schon, und es scheint dem Chef gefallen zu haben. 

Deflategate
Patriots Head Coach Bill Belichick ist kein Mann vieler Worte. Auf einer Pressekonferenz zum Thema Deflategate war es genauso. Er redete zwar knapp neun Minuten, sagte aber nichts. In diesen neun Minuten wiederholte er seine zwei vorgefertigten Sätze in 15 verschiedenen Variationen. In diesen Sätzen betonte er ständig, daß er mit der Sache nichts zu tun hat, und daß er erst am Montag aus der Zeitung davon erfuhr. Ferner betonte er, daß er über die verschiedenen Zustandsformen von Footbällen keine Ahnung hätte. Wie hart oder weich ein Ball wäre, wie groß oder klein, hätte ihn noch nie interessiert (ihn, der sich nun wirklich auch noch um das kleinste Detail kümmert, was sein Team angeht). Das war ganz große Politikerkunst.
Auch Quarterback Tom Brady wurde von der Presse zu der Sache „verhört“.
Durch die Aussagen von völlig Unbeteiligten, die Kilometerweit vom Ort des Geschehens entfernt waren, wie z.B. FOX Analyst Troy Aikman, scheint man Brady zum Sündenbock machen zu wollen. Für Aikman ist es sogar offensichtlich, daß der Quarterback der Schuldige ist. Er soll für das Ablassen der Luft persönlich verantwortlich sein. Wie und wann und wo er das bewerkstelligt haben soll, das ist natürlich ein Rätsel, das gelöst gehört, um das sich Aikman allerdings nicht kümmert. Ihm reicht es, mit dem Finger auf Brady zu zeigen.
Sollte die NFL Brady befragen wollen, so würde die Spielergewerkschaft ihn vertreten.

Kurzberichte
Marshawn Lynch scheint eine ganz schlechte Kinderstube gehabt zu haben. Der Running Back der Seahawks wurde erneut zur Kasse gebeten, weil er wieder eine obszöne Geste beim Feiern machte.
Wieder machte er den Michael Jackson, also den Griff an sein bestes Stück, wie schon im Spiel gegen die Cardinals.
$20.000 kostete es ihn dieses mal.
Wie teuer die Super Bowl Woche noch für ihn wird, wird sich zeigen. Lynch muß am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mit der Presse sprechen. Das ist etwas, das er tunlichst vermeidet. Doch die NFL sagte bereits, daß die Strafsumme immer höher wird, für jeden Pressetermin, den er nicht oder nur schweigend, wahrnimmt.

Im Spiel der Packers gegen die Seahawks gab es noch zwei Spieler, die Strafen zahlen müssen. Packers Linebacker Clay Matthews muß für einen illegalen Block gegen Quarterback Russell Wilson $22.050 zahlen.
Seahawks Guard J.R. Sweezy muß $8.268 für einen illegalen Hit gegen Matthews zahlen.

Die 49ers haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Eric Mangini, der seit 2013 ihr Tight End Coach war.

Jimmy Haslam geht mit denselben Problemen in die neue Saison, wie letzes Jahr. Bei einem Treffen der Besitzer der großen Sportteams der Stadt Cleveland, sagte der Besitzer der Browns, daß er einen „Franchise“ Quarterback sucht. Einen Quarterback also, der das Unternehmen tragen kann.
Mit anderen Worten, der Vollflop Johnny Manziel ist wohl schon abgehakt. Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen unbewiesene Collegebubis sofort $60 Millionen zugesagt bekamen, bevor sie auch nur einen einzigen Spielzug in der NFL gemacht hatten. Manziel zu feuern, wäre finanziell tragbar.
Zeit würde es, den leidenden Fans in Cleveland mal einen guten Quarterback zu präsentieren. Seit ihrer Rückkehr in die NFL 1999 haben die Browns in 16 Jahren 22 verschiedene Starter auf dieser Position gehabt.

Der allererste Spieler, den die Vikings je einberiefen, ist am Donnerstag gestorben.
Running Back Tommy Mason wurde 75 Jahre alt.
Wie seine Schwägerin Suzanne MacNeil der Presse sagte, schlief er friedlich an der Seite seiner Frau Karen ein.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Deflategate
patriots-luftrausDem Thema geht noch immer nicht die Luft aus. Vor Allem muß man festhalten, daß die Schiedsrichter einen großen Teil Mitschuld tragen. Sie werfen sich ständig gegenseitig die Bälle zu und haben sie zwischen den Spielzügen immer in der Hand, um sie an die richtige Stelle auf dem Platz zu legen. Und sie haben nichts gemerkt, weil man den Unterschied kaum merken konnte.
Nach der Halbzeit übrigens spielten die Patriots mit korrekt aufgepumpten Bällen. Der Zeugwart der Colts hatte den Ball als zu weich gemeldet, den Dqwell Jackson im zweiten Viertel abgefangen hatte, und den der Linebacker ihm nach dem Spielzug übergab. Deshalb wären die Bälle in der Halbzeit ausgetauscht worden, heißt es.
Halten wir also fest: Die Patriots sollen in der ersten Halbzeit betrogen und sich mit zu weichen Bällen einen Vorteil verschafft haben und gewinnen diesen Durchgang nur mit 17:7.
In der zweiten Halbzeit, mit korrekt aufgepumpten Bällen, haben sie 28:0 gewonnen.
Da hätten sie sich aber fein selber hereingelegt.
Die ganze Diskussion ist also nur heiße Luft. Heiße Luft, die auch die Ravens betrifft. Punter und Kicker dieses Teams erzählten Reportern von CBS, daß sie das Gefühl gehabt hätten, daß die Bälle im Divisional Playoffspiel in New England nicht so weit flogen, wie normalerweise.
Kann ja auch sein, daß die Bälle nicht wie gewohnt flogen, weil es unter Null Grad war und die beiden einfach schlecht gekickt haben. Aber was wäre eine Verschwörungstheorie wert, wenn man sie nicht auf das heftigste Diskutieren würde?

Kurzberichte
Nach der bitteren Niederlage gegen Seattle, an der Packers Head Coach Mike McCarthy große Mitschuld hat, traf ihn jetzt ein echter Schicksalsschlag.
Am Mittwoch verstarb sein Bruder Joe im Alter von nur 47 Jahren. Er brach in einem Fitnessstudio zusammen. Als der herbeigerufene Krankenwagen das Krankenhaus mit ihm erreichte, konnte dort nur sein Tod festgestellt werden.

Die Bears verpflichteten Adam Gase als neuen Offensive Coordinator.
Gase war in den letzten beiden Jahren Offensive Coordinator in Denver und folgte seinem Head Coach John Fox nun nach Chicago.

Die Jaguars verpflichteten Greg Olson als neuen Offensive Coordinator.
Bisher trainierte er die Quarterbacks bei den Raiders.

Die Ravens verpflichteten Marty Mornhinweg als neuen Quarterback Coach.
Er war 2014 Offensive Coordinator der Jets.

Na, wenn das den mit ordentlichem Ego ausgestatteten Rex Ryan nicht getroffen hat?
Kim Pegula, die neue Besitzerin der Buffalo Bills (das Team gehört ihr und ihrem Mann Terry), sagte im teameigenen Radiosender, daß Ryan nicht seine erste Wahl für den Posten des Head Coaches gewesen wäre.
Wer der Wunschkandidat war, sagte sie leider nicht.

Todd Bowles, neuer Head Coach der Jets, hat eine Meinung zu Geno Smith. Auf seiner Pressekonferenz erwähnte er seinen Quarterback kaum. Er sagte nur, daß er Geno Smith für einen großartigen College Quarterback hält.
Damit hat er ja auch genug gesagt.
Die Jets liegen $40 Millionen unter der Gehaltsobergrenze. Damit können sie einen guten NFL Quarterback verpflichten.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Die NFL 2014 - Championship Games - Das Nachbeben Teil 2
belichick-411 der 12 Bälle der Patriots hatten nicht genug Luft.
Die NFL wollte sich gestern noch nicht dazu äußern, welche Strafe New England zu erwarten hat.
Wie gesagt, die Colts hätten auch mit voll aufgepumpten Bällen keine Chance gegen die Patriots gehabt, aber der bittere Beigeschmack bleibt trotzdem.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, er sollte seine letzten Tage in der NFL erlebt haben.
Head Coach Bill Belichick (Bild) betonte erneut, daß er die Untersuchungen der NFL voll unterstützen wird.
In der Hitze der Schlacht hatte Dqwell Jackson gar nicht bemerkt, daß der Ball, den er im zweiten Viertel abfing, nicht fest genug aufgepumpt war. Doch dieser Ball, den der Linebacker abfing, gehörte zu denen, die zuerst untersucht wurden.
Die Regel sagt, daß das Heimteam die Pumpe für die Bälle stellen muß. Die Bälle kommen 2 Stunden und 15 Minuten vor Spielbeginn zu den Schiedsrichtern, die sie auf den korrekten Druck prüfen. Sie bleiben unter Aufsicht der Schiedsrichter, bis sie kurz vor dem Spiel an die Ballbeauftragten der Teams übergeben werden.
Das Heimteam stellt zusätzlich 12 Ersatzbälle pro Team. Das Heimteam muß dann für die gesamte Dauer des Spiels dafür sorgen, daß rund um den Platz Bälle zur Verfügung stehen.

Pete Carroll freut sich auf sein altes Team.
Der Head Coach der Seahawks war 1997 Head Coach der Patriots. Nach drei Jahren und 27-21 Siegen wurde er gefeuert.
Deshalb, so sagte er, würde er den Super Bowl schon ein wenig persönlich nehmen.
Seine Entlassung in New England sieht er im Nachhinein als Glücksfall an. Als Head Coach für USC, wohin er dann wechselte, konnte er viele Kontakte zu NFL Teams knüpfen und er konnte viele Erfahrungen sammeln, die letztendlich zu seinem ersten Super Bowl Sieg führten und ihn direkt anschließend in den zweiten Super Bowl brachten.

Das Trainerkarusell
Doug Marrone, bis vor Kurzem noch Head Coach der Bills, hat bei den Jaguars angeheuert.
Er unterschrieb als Assistenz Head Coach und Offensive Line Coach, wie das Team mitteilte.
Natürlich reiste Marrone durch die Städte der NFL Teams, die einen neuen Head Coach suchten, doch da wollte ihn keiner.
Jetzt unterschrieb Marrone als Assistent in Jacksonville. Und er muß zeigen, was er kann, denn die O-Line der Jags ließ 2014 71 Sacks zu, 13 mehr, als das nächstschlechte Team.
Das Gehalt bei den Jaguars ist ein nettes Zubrot für ihn, denn die Bills müssen ihm für 2015 noch sein volles Gehalt von $4 Millionen zahlen.
Jags Head Coach Gus Bradley sollte aber von nun an öfter mal hinter sich blicken. Es könnte sein, daß da jemand seinen Job bekommen könnte.

Die Jets haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Chan Gailey, der seit seinem Abschied als Head Coach der Bills 2012 nicht mehr in der NFL tätig war.

Die Raiders haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Bill Musgrave, der bisher als Quarterback Coach bei den Eagles arbeitete.

Die Ravens haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Marc Trestman, der am schwarzen Montag als Head Coach der Bears gefeuert wurde.
Trestman gilt als Quarterback- Flüsterer. Einen Beweis dieser Behauptung blieb er bei Jay Cutler in Chicago schuldig. Mal sehen, was er aus Joe Flacco machen kann?

Die Bears haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Vic Fangio von den 49ers.
Die Konditionen des Vertrags wurden nicht bekanntgegeben.

Die Redskins haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Joe Barry von den Chargers. Dort arbeitete er bisher als Linebacker Coach.

Kurzberichte
Der Pro Bowl steht an.
Am Sonntag wird es in diesem bedeutungslosen Spiel ohne Kickoff und Blitze Neuerungen geben.
Die Torstangen rücken näher aneinander. Satt 5,48 Meter werden sie nur noch 4,26 Meter auseinanderstehen.
Ein weiterer Versuch, Field Goals und Extrapunkten den herrschenden Automatismus zu nehmen.
Zusätzlich sollen die Teams pro Viertel zwei Auszeiten nehmen dürfen, statt drei in einer Halbzeit. Ein nicht genutztes Timeout in Viertel eins und drei darf dann in Viertel zwei und vier übernommen werden. Beide Auszeiten können nicht übernommen werden.
In jedem Viertel wird es eine Zweiminutenwarnung geben und der Ballbesitz wechselt nach jedem Viertel.
Kickoffs gibt es nicht. Der Ball wird statt dessen an die 25 gelegt.
U.s.w. Die Jungs von ESPN werden das schon alles erklären.

Die Lions trennten sich von Center Dominic Raiola.
14 Jahre spielte er in Detroit und startete in 203 Spielen, ein Teamrekord.
Doch Raiola entwickelte sich immer mehr zum Problemspieler. Im letzten Saisonspiel gegen die Packers war er gesperrt, weil er den Suh gemacht hatte. Im Spiel gegen die Bears war er Defensive Lineman Ego Ferguson auf den Knöchel getreten.

Dienstag, 20. Januar 2015

Die NFL 2014 - Championship Games - Das Nachbeben
patriots-luftrausJetzt haben wir den Beweis.
Die ganze Saison über hatte man ja das Gefühl, daß aus den Spielen irgendwie die Luft raus wäre. Das Niveau war ziemlich platt. So platt, wie die Bälle im AFC Endspiel der Colts in New England.
Die Patriots sollen mit nicht ganz den Richtlinie entsprechend aufgepumpten Bällen gespielt haben. Das hätte die Spielgeräte griffiger gemacht heißt es. Die Sache würde untersucht, und den Patriots droht der Entzug einer Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft, heißt es.
Nach Spy Gate gäbe es jetzt ein Deflation Gate (heißt es).
Quarterback Tom Brady hält die ganze Geschichte für Mist. Sein Head Coach Belichick kündigte an, die Untersuchung der NFL voll und ganz zu unterstützen.
Die Liga sucht nun fieberhaft nach Videobeweisen die Belichick, oder ein anderes Mitglied des Trainerstabs, dabei zeigt, wie er die Luft aus den Bällen lässt.
Das Ganze zeigt, daß der Druck auf den Football zugenommen hat.
Vor einem Spiel prüfen die Schiedsrichter jeden der 12 Bälle, die ein Team zum Spiel mitgebracht hat. Auch die 12 Ersatzbälle werden geprüft. Wie auf dem Gemüsemarkt wird die Festigkeit des Eis geprüft, sein Gewicht, und die Maße. Erst wenn die Eier diesen Güteklassetest überstanden haben, dürfen sie in den Korb gelegt werden.
Das Ganze klingt nach heißer Luft. Dennoch ist der Hype gerade vor dem Super Bowl natürlich unermeßlich aufgeblasen. Gerade die Patriots, die ja ihren Ruf als Betrüger weg haben, stehen unter Sonderbeobachtung. Es ist also nicht Anzunehmen, daß dieser Geschichte bald die Luft ausgehen wird.
Die Patriots sind also mal wieder die Bösen. Die Colts sind die Betrogenen. Aber ob sie gewonnen hätten, wenn die Patriots außer mit vollem Einsatz auch noch mit vollem Luftdruck gespielt hätten?
Nääääh!

Die Seahawks haben gegen die Packers durch einen grandiosen Kraftakt gewonnen.
Oder haben die Packers durch unglaublich dummes Zeitmanagement verloren?
Die Wahrheit wird wie immer irgendwo in der Mitte liegen.
Fakt ist, daß die Seahawks mit Safety Earl Thomas und Cornerback Richard Sherman spät im Spiel zwei verletzte Starverteidiger hatten, die man hätte testen können, sollen, müssen.
Doch Head Coach McCarthy war zu feige. Er gab keinen Spielzug rein, der es Quarterback Rodgers erlaubt hätte, Pässe in die Richtung dieser Verteidiger zu werfen.
Thomas verletzte sich bereits in der ersten Halbzeit an einer Schulter und musste in der Kabine behandelt werden. Doch er kam zurück.
Sherman verletzte sich am linken Ellenbogen und konnte den Arm nicht mehr ausstrecken. Trotzdem spielte er weiter.
Doch McCarthy nutzte das nicht aus. 
Ob Belichick es ausnutzen wird? Ob er es ausnutzen kann?
Die Beiden haben zwei Wochen, um die Verletzungen auszukurieren. Und so ein Super Bowl mobilisiert die letzten Kraftreserven.
Doch nicht nur McCarthy steht in der Kritik. Daß Tight End Bostick eine Mitschuld an der Niederlage trägt, ist ja klar. Aber auch Morgan Burnett steht in der Kritik. Zwar fing er 5:13 Minuten vor Spielende einen Pass von Seahawks Quarterback Wilson an der eigenen 39 ab, aber anstatt das freie Feld vor ihm zu nutzen, und den Ball noch ein paar Yards nach vorne zu tragen, setze er sich auf seine vier Buchstaben.
Klasse, der Ball war gesichert, schlecht, es wurde keine wertvolle Zeit von der Uhr genommen und keine wertvollen Yards erzielt.
Doch Burnett verteidigte seine eigenartige Aktion. Er sagte einer Zeitung in Green Bay, daß er jederzeit wieder so handeln würde. Er hätte nur den Ball sichern wollen. Außerdem wäre ihm signalisiert worden, nichts weiter zu riskieren. Deshalb meint Burnett, daß er alles richtig gemacht hätte.

Kurzberichte
Nach dem Betrugsspiel seiner Patriots vollbrachte Vince Wilfork noch eine echte Heldentat, ohne sich nachher unnötig als Held aufzublasen.
Der Defensive Lineman der Patriots hatte nach dem Spiel noch so viel Luft, daß er eine Frau mit einer Hand aus einem Auto ziehen konnte, das sich überschlagen hatte und auf der Seite zu liegen kam.
Als die herbeigerufenen Rettungskräfte den Unfallort erreichten, hatte Wilfork die Frau bereits aus dem Auto geholt.
Die wurde dann sofort behandelt und festgenommen, weil sie unter Alkoholeinfluß stand.

Die Raiders haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Bill Musgrave.
Zuletzt arbeitete Musgrave als Quarterback Coach bei den Eagles. 2003 und 04 war er bereits einmal Offensive Coordinator unter Head Coach Del Rio in Jacksonville.
Musgrave übernimmt eine Offense, die auf Platz 31 der 32 Teams steht und pro Spiel durchschnittlich 15,8 Punkte erzielt.
Das klingt nach einer Menge Arbeit.

Rex Ryan ist wohl nicht so sehr von E.J. Manuel überzeugt.
Der neue Head Coach der Bills sagte der Presse, daß er auf dem Spielermarkt und bei der Draft nach einem guten Quarterback Ausschau halten wird.
Ein Vertrauensbeweis klingt anders.

Montag, 19. Januar 2015

Die NFL 2014 - Championship Games
carroll-pete-2Wer will es mehr?
Es ist nicht vorbei bevor es nicht vorbei ist.
Ein Spiel dauert 60 Minuten.
Gib niemals auf.
Wem noch mehr Phrasen für das Spiel der Packers gegen Seattle einfallen, prima.
Meine Weisheit ist am Ende.
Da haben die Packers die Seahawks 55 Minuten des Spiels völlig im Griff, und dann das. Völlig Chancenlos stolperten die Seahawks über den eigenen Rasen und weder die Offense, noch die Defense und schon gar nicht die Special Teams konnten Green Bay den geringsten Widerstand entgegensetzen, und dann das.
Russell Wilson zeigte das grauenvollste Spiel seines Leben. Zu einem Zeitpunkt hatte er mehr Interceptions geworfen, als vervollständigte Pässe.
Aber, siehe oben.
Die Packers konnten aus ihrer totalen Überlegenheit nicht den nötigen Vorsprung herausholen. In der ersten Halbzeit punkteten sie vier mal, aber sie erzielten dabei nur einen Touchdown.
Dieser 16:0 Vorsprung erwies sich als zu wenig.
Im dritten Viertel begann der Untergang der Packers. Seattle hatte einen dritten und 19 an Green Bays 48. Was Green Bays Defense hier zeigte, war eine einzige Katastrophe. Weder fühlte sich irgendein Verteidiger bemüßigt, Druck welcher Art auch immer auf Quarterback Wilson auszuüben, noch stand irgendein Verteidiger auch nur in der Nähe von Wide Receiver Baldwin, der in aller Seelenruhe an der 19 Green Bays auf den Ball wartete, und bekam.
Doch die Seahawks schafften es nicht in die Endzone. Steven Hauschka versuchte ein Field Goal aus 37 Yards. So sah es zunächst aus. Doch Punter Jon Ryan, der als Halter fungierte, nahm den Ball, lief nach Links und warf einen 19 Yards Touchdownpass zu Clint Gresham.
Der Anschluß war geschafft, auch wenn man nur einen Extrapunkt versuchte, statt zwei.
Nach fünf Minuten im letzten Viertel kamen die Packers zu einem weiteren Field Goal und der 19:7 Führung.
Seattle, obwohl nicht mehr ganz so hilflos agierend, wie in der ersten Halbzeit, kam dennoch nicht so richtig in Schwung. Ganz im Gegenteil. Russell Wilson warf fünf Minuten vor Spielende noch seinen vierten Interception.
Doch Seattles Defense wollte jetzt endlich zeigen, was sie kann. Sie drängte Green Bay von der Packers 43 in drei Spielzügen bis an die 39 zurück. Das hatte nur etwas über eine Minute von der Uhr genommen.
Die Seahawks starteten nach dem Punt von der eigenen 31, und schalteten in den Beast Mode. Wilson und Running Back Marshawn Lynch zeigten ihrer Verteidigung, daß sie das Spiel noch gewinnen wollten.
Knapp 100 Sekunden waren vergangen, da lief Wilson aus einem Yard in die Endzone. Nur noch 19:14 für Green Bay.
Es folgte der Onsidekick. Der Ball flog genau in die Hände von Packers Tight End Brandon Bostick. Das Spiel schien entschieden. Doch der Tight End griff nicht richtig zu und versaute seinem Team die Chance auf den Super Bowl.
Seattles Wide Receiver Chris Matthews sicherte nach Bosticks Griff ins Leere den Ball an der Mittellinie.
Die Uhr zeigte noch 2:09 Minuten.
Es dauerte nur vier Spielzüge und Marshawn Lynch erzielte mit einem 24 Yards Lauf die 20:19 Führung für die Hausherren. Der Zweipunkteversuch erwies sich als hartes Stück Arbeit, doch letztlich fand der Pass von Quarterback Wilson Tight End Luke Willson in der Endzone. Die wichtige 22:19 Führung war hergestellt.
Wichtig deshalb, weil ein Field Goal der Packers jetzt nur noch den Ausgleich und nicht den Sieg bringen konnte.
Und der Ausgleich kam. 14 Sekunden vor Spielende traf Mason Crosby aus 48 Yards zum 22:22.
Verlängerung.
Hier bekam Seattle als erstes und einziges Team den Ball. Und den Schwung, den sie in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit gefunden hatten, nahmen sie mit in die Overtime.
Ein 35 Yards Touchdownpass von Wilson auf Jermaine Kearse führte zum 28:22 Sieg und sorgte für viel Entsetzen unter einigen Zuschauern.
Viele hatten das Stadion nämlich bereits fünf Minuten vor Spielende verlassen, als Green Bay noch zweistellig führte. Nun hörten sie den Jubel der Verbliebenen.
Pech gehabt.
Ein Spiel dauert 60 Minuten, oder 63:19, wie in diesem Fall.

Schade, denn somit kommt es nicht zu einem Super Bowl zwischen den Patriots und den Packers, die zusammen sieben der bisherigen 48 Super Bowls gewonnen haben. Kein Brady gegen Rodgers, die uns in der Saison eine vergnügliche Stunde bereitet haben.
New England machte übrigens mit den Colts kurzen Prozess und fegte sie mit 45:7 aus dem Stadion.
Vielleicht stellen die Patriots sich gegen Seattle besser an, als die Broncos letztes Jahr?
Schlechter geht ja eigentlich gar nicht!

Kurzberichte
„Ich bleibe Offensive Coordinator in Baltimore,“ sagte Gary Kubiak letzte Woche noch ganz überzeugt.
Doch nachdem er mit seinem ehemaligen Teamkollegen John Elway gesprochen hatte, änderte er seine Meinung. Elway ist heute Personalchef der Broncos.
Kubiak war Elways Ersatzmann von 1983 bis 91 in Denver.
Von 1995 bis 2005 war er dort Offensive Coordinator unter Mike Shanahan.
Am Sonntag wurde Kubiak der neue Head Coach der Broncos.
Seine magere Bilanz von 63-66 Siegen, die er als Head Coach der Texans erzielte, schien John Elway nicht abgeschreckt zu haben.
Die Konditionen des Vierjahresvertrags sollen heute bekanntgegeben werden.

CBS war mit den Einschaltquoten der Donnerstagsspiele zufrieden.
Der Sender übertrug 2014 die ersten acht Donnerstagsspiele simultan zusammen mit NFLN.
Der Sender hatte die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen, entschied sich aber dazu, auch dieses Jahr die ersten acht Spiele wieder zu übertragen.
Ausgenommen davon ist ja das Saisoneröffnungsspiel, das zwar auch ein Donnerstagsspiel ist, das aber NBC gehört.

Samstag, 17. Januar 2015

John Fox ist jetzt ein Bear
fox-john2Lange war der ehemalige Head Coach der Broncos nicht arbeitslos. Am Mittwoch war John Fox (Bild) zu einem ersten Bewerbungsgespräch in Chicago, am Freitag unterschrieb er einen Vierjahresvertrag.
Da wartet eine Menge Arbeit auf den alten Fuchs. Er kommt von einem Super Bowl Bewerber mit einem zukünftigen Hall of Fame Quarterback zu einem Loserteam mit, na ja, Jay Cutler.
Das ist schon ein gewaltiger Abstieg. Zusammen mit einem unerfahrenen General Manager soll er in der windigen Stadt ein Team zusammenstellen, das wenigstens mal wieder an den Playoffs schnuppern kann.
Und bei dieser Mammutaufgabe ist die Offense um die Niete Cutler noch nicht mal das Schwierigste. Die Defense, lange Jahrzehnte der Grundstein der Erfolge der Bears, ist noch maroder, als die Offense. Nach der Defense der Raiders war sie 2014 die schlechteste der Liga.
Um die Bears da vom letzten Platz der NFC North wieder an die Spitze zu führen, vorbei an den Lions und den Packers, wird es schwer, sehr schwer.
Die Bilanz von 46-18 Siegen in Denver hat Fox zu einem großen Teil Quarterback Peyton Manning zu verdanken. In Chicago muß Fox beweisen, was er selber auf die Beine stellen kann.
Aber, vor den Broncos führte er ja bereits die Panthers in den Super Bowl. Da hatte er auch keinen MVP Quarterback im Kader.
Carolina gewann 2001 ein Spiel. Dann kam Fox und führte die Panthers 2002 zu 6 Siegen und 10 Niederlagen. 2003 gewannen sie 11 Spiele in der regulären Saison und kamen in den Super Bowl.
Er konnte es also. Ob er es noch kann, wird man sehen.

Kurzberichte
Eine nette Nebeneinkunft hatte ein Student bei den Bengals. Im Mai begann Nicholas Brannon ein Praktikum bei den Bengals.
Bis Dezember hatte er aus den Spinden der Spieler 106 Gegenstände gestohlen und über einen Freund verkaufen lassen.
$3.588,73 hat der Verkauf der gestohlenen Gegenstände eingebracht. Eingebracht hat es Brannon auch einen Gerichtsprozess, der nächste Woche beginnt.

Die Dolphins wissen nicht, ob Mike Wallace nächste Saison noch für sie spielen wird?
Eigentlich wäre es erst das dritte Jahr im $60 Millionen Vertrag, des Wide Receivers, der über fünf Jahre läuft, aber die Dinge um Wallace stehen nicht zum Besten.
Der Wide Receiver bringt nicht die erhoffte Leistung, und im letzten Saisonspiel gegen die Jets hatte er plötzlich keine Lust mehr und nahm sich selber aus dem Spiel.
Eine Gehaltskürzung will Wallace nicht akzeptieren. Da stehen die Zeichen wohl auf Trennung.

Der Lazarettreport
Die Packers führen Quarterback Aaron Rodgers immer noch mit seiner Wadenverletzung auf der Verletztenliste für den Spieltag.
Doch Seahawks Safety Earl Thomas meinte dazu, daß er sich von den Packers nicht vera...lbern ließe. Thomas sagte, daß er gesehen hätte, wie Rodgers den Verteidigern der Cowboys ausgewischen wäre. Deshalb würde er auf diese Meldung nicht hereinfallen.
OK, Rodgers ist also auf der Verletztenliste, kann aber keinen Seahawk damit hinters Licht führen.
Wer steht denn vor dem Championship-Sonntag sonst noch auf der Liste?
Neben Rodgers listen die Packers auch noch Eddie Lacey als Verletzt. Der Running Back hat Schmerzen im Knie.
Bei den Seahawks steht kein Spieler auf der Verletztenliste
Bei den Colts stehen Fragezeichen hinter beiden startenden Cornerbacks. Vontae Davis hat Knie und Greg Toler hat Leiste.
Bei den Patriots steht fest, daß Bryan Stork nicht mitspielen kann. Der Center ist am Knie verletzt.

Freitag, 16. Januar 2015

Das Trainerkarusell
Spagnuolo-Steve4Die Giants haben einen neuen Defensive Coordinator. Es ist ein alter Bekannter, Steve Spagnuolo (Bild).
Hauptsächlich seiner guten Defense haben die Giants ihren ersten Super Bowl Erfolg gegen die Patriots zu verdanken.
Auf Grund der guten Arbeit, die er in New York geleistet hatte, bekam er den Posten des Head Coaches in St. Louis. Von da an gings bergab.
Als Head Coach erwies er sich als völlig untauglich und verließ die Stadt nach drei Jahren und 10-38 Siegen.
Doch auch als Defensive Coordinator hatte er kein glückliches Händchen mehr. In New Orleans schaffte er es, seinen Mannschaftsteil zu einer historisch schlechten Saison zu führen.
Nachdem er von den Saints gefeuert wurde, arbeitete er als Assistent der Defense bei den Ravens.
Am Donnerstag landete er wieder bei den Giants.

Bei den Dallas Cowboys hat Scott Linehan einen Dreijahresvertrag als Offensive Coordinator unterschrieben.
Sein Vorgänger Bill Callahan wechselte zu den Redskins. Dort wird er die O-Line trainieren.

Kurzberichte
So viel Football, so wenig Tage.
Wenn die NFL die Playoffs ausweitet, dann befürchten die Veranstalter der College Playoffs, daß es zu Terminkollisionen kommen könnte.
Wenn die NFL 14 Teams in die Playoffs einziehen lässt, könnte eines der beiden Extraspiele Montags ausgetragen werden. Das würde dann auf einen Zeitpunkt fallen, an dem das neue College-Endspiel ausgetragen wird, das nächstes Jahr für den 11. 1. angesetzt ist.
Die Fans hätten dann eine schwere Entscheidung zu treffen, denn die Collegespiele sind mindestens so beliebt, wie die Spiele der Profis.
Die in der abgelaufenen Saison erstmals ausgetragenen Playoffs im College waren Einschaltquotenmäßig ein Riesenerfolg. Die zwei Halbfinalspiele hatten beide eine höhere Einschaltquote, als das Wild Card Spiel zwischen Arizona und Carolina und fast so viele, wie das Spiel der Ravens in Pittsburgh ein paar Tage später.
Vor Allem würde sich ESPN selber Konkurrenz machen, denn Monday Night gehört ESPN, und die College Playoffs auch.
Schon allein deshalb wird wohl eine Lösung gefunden werden, die ein Wild Card Spiel am Montag ausschließt. Im einfachsten Fall spielt man auch am Samstag um 19, 22 und 2 Uhr unserer Zeit, so wie man ja auch Sonntags spielt.
Die NFL hat zu der Sache noch nichts gesagt.

Die Ravens und Running Back Ray Rice sollen sich geeinigt haben.
Am gestrigen Donnerstag sollte darüber verhandelt werden, ob die Entlassung des Running Backs gerechtfertigt war und ob und wie viel Geld die Ravens Rice noch schulden?
Zu der Verhandlung kam es nicht. Beide Seiten sollen zuvor einen Kompromiss ausgehandelt haben.
Beide Seiten haben ein Stillschweigen über die Konditionen vereinbart.

Die Colts setzten Ersatz Linebacker Josh McNary auf die Liste der Spieler, die ohne Bezahlung suspendiert sind.
Gegen McNary läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Hast Du Vinatieri im Team, brauchst Du kein Glück.
Kicker Adam Vinatieri ist ein wertvoller Punktelieferant in den Playoffs. Seine Bilanz in der Endrunde sieht folgendermaßen aus:
Postseason Bilanz: 20-9
Bilanz im Conference Finale: 6-0.
Die meisten Punkte in der Karriere: Vinatieri, 233; David Akers, 175.
Die meisten Spiele gespielt: Jerry Rice, Vinatieri, 29.
Die meisten aufeinander folgenden Spiele gepunktet: Vinatieri 29; David Akers, 24.
Die meisten aufeinanderfolgenden Spiele mit Field Goals: Vinatieri, Tony Fritsch (1972-79), 13.
Die meisten Field Goals in der Karriere: Vinatieri, 56; Akers, 39.
Die meisten Field Goal Versuche in der Karriere: Vinatieri, 67; Akers, 47.
Die meisten Extrapunkte: Vinatieri, 65; Akers, 58.
Und am Sonntag will Vinatieri sein altes Team aus dem Rennen kicken. Lange und erfolgreiche Jahre absolvierte der Kicker mit den Patriots.
Am Sonntag kommt er mit seinem aktuellen Team, den Indianapolis Colts, zu Besuch und möchte seine weiße Weste bei den Conference Endspielen gerne behalten.
Wenn nicht, so wird gemunkelt, könnte das Spiel das letzte des mittlerweile 42-jährigen sein, denn er denkt ans Aufhören.
Na dann, good Luck Adam.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Das Trainerkarusell
delrio-jack2Und es dreht sich weiter. Seit gestern haben die 49ers und die Raiders neue Head Coaches.
Obwohl die Raider unbedingt einen Superstar Head Coach verpflichten wollten, wurde es letztlich dann doch nur Jack Del Rio (Bild).
Er war lange Jahre Head Coach der Jacksonville Jaguars und hat als Head Coach eine Bilanz von 68-71 Siegen mit zwei Playoffauftritten.
Zuletzt war er Defensive Coordinator der Denver Broncos und machte seinen Mannschaftsteil in der letzten Saison zum drittbesten der Liga.
Del Rio unterschrieb für vier Jahre. Über die Finanzen wurde noch nichts bekannt.

Die 49ers fanden einen neun Head Coach in den eigenen Reihen.
Sie machten Defensive Line Coach Jim Tomsula zum neuen Cheftrainer.
Tomsula ist seit 2007 bei den Niners uns überlebte mit Mike Nolan, Mike Singletary und Jim Harbaugh drei Head Coaches.
Die einzige Erfahrung, die Tomsula als Head Coach sammelte war, als er 2006 Rhein Fire zu 6-4 Siegen führte.

Haben die Redskins einen neuen Defensive Coordinator gefunden?
Wie es heißt wollen sie Chargers Linebacker Coach Joe Barry verpflichten.

Kurzberichte
Viel Ärger hat Josh McNary. Der Linebacker der Colts wurde angezeigt wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung.
Der Vorfall soll sich laut der Klägerin am 1. Dezember 2014 zugetragen haben.
Die Colts sagten dazu, daß sie momentan noch alle Fakten sammeln würden und noch keine Entscheidung getroffen hätten.

Vikings General Manager Rick Spielman will in der Draft nach einem Running Back Ausschau halten.
Da es ungewiss ist, wie es für Adrian Peterson weitergehen wird, keine schlechte Entscheidung.
Am 15. April endet die Suspendierung Petersons. Fraglich ist, ob er dann bei den Vikings bleiben wird, oder abwandert?
Spielman würde ihn gerne behalten, wappnet sich aber für den Notfall.

Das bald tagende Regelkomitee soll darüber beraten, ob man Passbehinderung demnächst auch mit einem Videobeweis überprüfen sollte?
Grund dafür ist die strittige Szene im Wild Card Spiel der Lions in Dallas.
Giants Besitzer John Mara gefällt der Gedanke, wie er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz sagte.
Man kann nur hoffen, daß es nicht dazu kommt, denn bald kann man dann wohl alle Schiedsrichterentscheidungen per Video überprüfen. Offside wäre da auch sehr wichtig. Oft ist ja strittig, wer sich zuerst bewegt hat. Das lässt sich per Superzeitlupe bestimmt ganz toll erkennen.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Das Trainerkarusell
garrett-jason2Nach der verlorenen Schlacht gegen die Packers endeten die Verträge von Dallas Head Coach Jason Garrett (Bild), Offensive Coordinator Bill Callahan und Defensive Coordinator Rod Marinelli.
Eigentlich sollten die Trainer der Cowboys eines dieser auf eigenartige Weise zusammengewürfelten Pro Bowl Teams trainieren, doch ohne gültige Verträge geht das schlecht.
Seit Dienstag haben der Head Coach und der Defensive Coordinator aber neue Verträge, wie ein leitender Mitarbeiter der Cowboys nach außen sickern ließ.
Jason Garrett soll für weitere fünf Jahre und $30 Millionen unterschrieben haben, Rod Marinelli für drei Jahre und eine noch nicht genannte Summe.
Es war kaum verständlich, warum Garrett nach drei 8-8 Saisons überhaupt noch die Cowboys führen durfte, aber die Geduld von Teambesitzer Jerry Jones zahlte sich aus, mit einer 12-4 Saison für das Team, und einem hochdotierten neuen Vertrag für Garrett.
Jetzt stehen die Verhandlungen mit den Superstars, Wide Receiver Dez Bryant und Running Back DeMarco Murray an.
Bei Murray kam es schon zu Problemen.
Ihm wurde ein Vierjahresvertrag über $16 Millionen vorgelegt, den er beleidigt zur Seite schob.
Selbst in einer so verrückten Zeit, in der Kicker und sogar Punter besser bezahlt werden, als echte Footballspieler, die ihre Knochen hinhalten, sind $4 Millionen pro Jahr zu wenig. Vor Allem für einen Mann wie Murray, der Dallas in die Playoffs getragen hat.

Die Jets verpflichteten am Dienstag einen neuen General Manager und einen neuen Head Coach.
Als General Manager kam der ehemalige Direktor des Scouting Teams der Texans, Mike Maccagnan, nach New York.
Er muss eine Menge Baustellen im Team flicken und hat einen harten Job vor sich.
Um einen neuen Head Coach muss er sich nicht kümmern. Die Jets verpflichteten Todd Bowles, der bisher als Defensive Coordinator der Cardinals arbeitete.
Beide Verpflichtungen und deren Konditionen sollen heute auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

Rex Ryan bekam den Offensive Coordinator seiner Wahl. Der neue Head Coach der Bills wollte Greg Roman von den 49ers und er bekam Greg Roman von den 49ers.
Eben jenen Greg Roman, den die Tochter des General Managers Trent Baalke nach dem Heimspiel gegen Seattle per Twitter als unfähig bezeichnete. Nach einem Spiel, in dem die 49ers so schlecht waren, daß der Teambesitzer sich anschließend bei den Fans dafür entschuldigte.
Roman kam also als neuer Offensive Coordinator, und Defensive Coordinator Jim Schwartz wurde gefeuert. Das war zu erwarten, gelten doch Schwartz und Head Coach Ryan als Meister der Verteidigung. Zwei davon waren also zu viel.

Die Steelers haben einen neuen Defensive Coordinator.
Sie nahmen einen aus dem eigenen Trainerstab, Linebackers Coach Keith Butler.
Seit 2003 war Butler Linebackers Coach in Pittsburgh, und es wurde immer wieder gemunkelt, daß der heute 58-jährige mal Dick LeBeaus Nachfolger würde.

Warum musste Head Coach John Fox nach vier AFC West Titeln in Folge Denver verlassen?
Das erklärte John Elway auf einer Pressekonferenz, bei der er am Anfang John Elway zunächst für die geleistete Arbeit dankte.
Man sieht, auch Medienprofis können Fehler machen und John Elway bedankte sich ganz schnell bei John Fox für die geleistete Arbeit.
Dann sagte er, daß die Meinungen darüber, wie man die Broncos auf den nächsten Level bringen könnte, zu weit auseinander gingen.
Elway will konsequent seinen Weg gehen, und den wollte Fox nicht mitgehen, was auch immer für ein Weg das wohl ist?

Raus aus dem Ramschladen
Der General Manager der Panthers sagte, daß er zukünftig keine Spieler mehr im Ramschladen einkaufen will.
Dave Gettleman wollte noch nichts zum Vertrag von Quarterback Cam Newton sagen, der nach der nächsten Saison ausläuft. Newton müsse beständiger spielen, meinte Gettleman, betonte aber sofort, daß der Quarterback hinter einer verletzungsbedingt dauernd wechselnden O-Line gutes geleistet hätte.
Um ihn besser zu schützen, sollen jetzt erfahrene Spieler verpflichtet werden, die halt nicht aus dem Ausverkauf stammen.
Gettleman gehört zu den General Managern, die es geschafft haben, ordentlich Platz unter der Gehaltsobergrenze zu lassen. Dieses Jahr, so weiß man jetzt, wollen die Panthers raus aus dem Ramschladen und neue Spieler im Luxusladen einkaufen. Das Geld dafür ist da.

Dienstag, 13. Januar 2015

Kurzberichte
fox-john2John Fox (Bild) erlebte einen schwarzen Montag nach dem Playoffaus gegen Indianapolis.
Die Denver Broncos feuerten den Head Coach und sagten allen Assistenztrainern, daß sie freigestellt sind, sich andere Arbeitsplätze zu suchen.
Vier Jahre war Fox Head Coach in Denver, viermal brachte er das Team in die Playoffs. Seine Bilanz in der Endrunde lautet 3-4 Siege, darunter eine 2-3 Bilanz mit Quarterback Peyton Manning, und die bittere 8:43 Niederlage im letzten Super Bowl.
Manning bewies am Sonntag erneut, daß er kein Playoff- Quarterback ist.
Die Entlassung Foxs kam überraschend. Er und sein Vorgesetzter John Elway waren gut befreundet und haben so manche Rund Golf miteinander gespielt.
Doch für Elway zählt der Gewinn des Super Bowls mehr, als Freundschaft. Und den Super Bowl will der ehemalige Quarterback der Broncos unbedingt gewinnen.
Offensive Coordinator Adam Gase und Defensive Coordinator Jack Del Rio wurden bereits seit Wochen als mögliche Head Coaches gehandelt. Sie werden bald neue Arbeitgeber finden. Die anderen Trainer sind noch unter Vertrag, haben aber gesagt bekommen, daß der neue Head Coach seine eigenen Leute einstellen darf.

Peyton Manning leidet an schmerzenden Quadrizepsmuskeln in beiden Beinen. Ein Muskel soll sogar angerissen sein.
Ein Oberschenkel machte ihm bereits im Dezember Probleme. Was vielleicht als Erklärung für seinen starken Leistungsabfall herangezogen werden kann.
Manning selber will diese Verletzungen allerdings nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Alpha bis Omega
Das Saisoneröffnungsspiel hieß Green Bay Packers at Seattle Seahawks.
Man wusste, hier spielen zwei Teams gegeneinander, die sich in den Playoffs sehr wahrscheinlich noch einmal begegnen.
Doch der Spielverlauf sah dann anders aus als erwartet. Die Seahawks waren viel stärker als gedacht.
Die erste Halbzeit konnten die Packers noch knapp gestalten und lagen bloß mit 10:17 zurück. Doch Seattle fand in Durchgang zwei seinen Rhythmus und gewann locker mit 36:16.
Auffällig war, daß Packers Quarterback Aaron Rodgers keinen einzigen Pass auf seine rechte Seite warf, um Cornerback Richard Sherman zu umgehen.
Sherman galt zum Beginn der Saison noch als unüberwindbar. Ein Mythos, der im Verlauf der Saison zwar entzaubert wurde, aber zu den besten Cornerbacks gehört Sherman mit seinen vier Interceptions immer noch.
Mal abwarten, ob Rodgers auch am Sonntag wieder nur auf seine linke Seite und in die Mitte passt?
Als unparteiischer Zuschauer wünscht man sich ein etwas knapperes Spiel, wenn die beiden im Endspiel um den NFC Titel wieder gegeneinander antreten.

Die Packers werden bereits am Freitag nach Seattle fliegen, einen Tag eher, als normalerweise üblich.
Mit dabei sein wird auch Eddie Lacy. Der Running Back verpasste einen großen Teil der ersten Halbzeit gegen Dallas wegen eines starken Asthmaanfalls. In der zweiten Halbzeit hatte sein Inhalator gewirkt, und er lief noch 11 mal für 63 Yards.

Dean Blandino, der Chef der Schiedsrichter, sagte, daß das Regelkomitee sich die Calvin Johnson Regel, die seit Sonntag Dez Bryant Regel heißt, ganz genau ansehen wird.
Man wolle die Definition des Prozesses eines gefangenen Balls vereinfachen.
Nötig ist es!!!

Mit 77 Jahren ist lange noch nicht Schluß.
Dick LeBeau hat am Sonntag seinen Job als Defensive Coordinator der Steelers gekündigt.
Am Montag sprach er bereits mit Bruce Arians, dem Head Coach der Cardinals. Deren Defensive Coordinator Todd Bowles wird von einigen Teams als Head Coach Kandidat umworben. Wenn Bowles geht, möchte LeBeau sein Nachfolger werden.
Arians und LeBeau kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Pittsburgh, wo Arians als Offensive Coordinator arbeitete.

Daß es weiter zwei mal in der Saison heißen wird Bill Belichick gegen Rex Ryan, wissen wir ja bereits.
Doch noch waren die Konditionen nicht bekannt, zu denen die Buffalo Bills Ryan verpflichteten.
Seit Montag weiß man auch das. Der neue Head Coach der Bills hat für fünf Jahre und $25 Millionen im Norden New Yorks unterschrieben.

Montag, 12. Januar 2015

Die NFL 2014 - Divisional Playoffs - Der Sonntag
bryant-dez3Der Boden kann keinen Ballverlust bewirken!
Jain!
Wenn ein Running Back mit dem Ball zu Boden geht, wenn er von einem Verteidiger berührt wurde, und den Ball verliert, nachdem sein Knie, Hintern oder sonstwas den Boden berührte, gilt diese Regel.
Wide Receiver haben es da sehr viel schwerer. Sie müssen den Ball weiterhin festhalten. Die Regel besagt, daß ein Receiver den Ball im gesamten Prozess des Fangs festhalten muss, sogar sicher festhalten muss.
Und deshalb muß sogar einem Cowboys Fan (Ja, es soll welche geben) klar sein, daß diese Regel bescheuert ist, aber daß sie konsequent angewandt wurde.
Doch sie allein hat das Spiel nicht entschieden. Entschieden wurde das Spiel von den Verteidigungen. Die Defense der Cowboys war nicht in der Lage, den an der linken Wade verletzten und stark humpelnden Quarterback Aaron Rodgers genügend unter Druck zu setzen.
Auf der anderen Seite musste Tony Romo nach jedem geworfenen Pass vom Boden aufstehen. Zwar wurde er nur viermal gesackt, für einen Raumverlust von 21 Yards, aber bei fast jedem Spielzug, nicht nur den Paßspielzügen, machte wenigstens ein Verteidiger der Packers Druck auf Romo.
Das fehlte den Cowboys.
Und gerade als Troy Aikman im letzten Viertel meinte zu erkennen, daß die Offense der Cowboys die Defense der Packers ausgelaugt hätte, legte die noch mal los, als hätten sie seinen Kommentar gehört und wollten ihn Lügen strafen.
Doch trotz aller Überlegenheit der Packers blieben die Cowboys dran. Sie brachen nicht ein, wie man es in den letzten Saisons zur Genüge gesehen hatte. Und ja, man muss es erwähnen, Tony Romo blieb wieder ohne Interception.
Seine Bilanz lautet 15 von 19 für 191 Yards, 2 Touchdowns.
Rodgers blieb mit 24 von 35 für 316 Yards und 3 Touchdowns weiter auf MVP Kurs. Trotz seiner eingeschränkten Bewegungsfreiheit meisterte er die Situation.
Den ersten Ballbesitz, der fast sieben Minuten dauerte, schloß Rodgers mit einem Touchdownpass über vier Yards auf Andrew Quarless ab.
Dallas blieb unbeeindruckt und hatte sich bis zur Halbzeit eine 14:10 Führung erkämpft.
Bis ins letzte Viertel hinein führten die Cowboys, bevor Green Bay 13 Minuten vor Spielende mit 26:21 wieder die Führung übernehmen konnte. Der Zweipunkteversuch schlug fehl.
Doch Dallas konterte. Neun Minuten vor Schluß kamen sie an der eigenen 18 zu einer weiteren Angriffsserie, die sie bis an die 32 der Packers führte. Noch waren vier Minuten zu spielen, als Dallas sich einem vierten und zwei gegenüber sah.
Statt die zwei Yards durch Running Back Murray erzielen zu lassen, wollte Head Coach Garrett alles. Romo Warf einen tiefen Pass auf die linke Seite, den Dez Bryant (Bild) akrobatisch fing. Erster Versuch und Goal an der 1 Green Bays. Dachten alle.
Denkste!
Die Schiedsrichter entschieden zwar auf Catch, aber Packers Head Coach McCarthy warf die rote Flagge, um die Szene überprüfen zu lassen.
After Further Review wurde entschieden, daß der Ball im Prozess des Fangs mal ganz kurz den Boden berührt und gewackelt hat. Somit, laut strenger Auslegung der Regel: Kein Catch.
Hart, aber leider korrekt.
Green Bay kam dadurch noch mal an den Ball und ließ die Zeit geschickt runterlaufen.
Und wer glaubt, daß der Catch doch einer war, dem würde Tom Brady wohl sagen: „Lern die Regeln.“
Ich werde die Regel selber gleich noch mal nachlesen, aber ich glaube, daß sie nach einem Touchdown von Calvin Johnson eingeführt wurde. Diese Szene löste eine Diskussion aus, weil der Wide Receiver der Lions den Ball im ersten Saisonspiel 2010 gegen die Bears nicht ganz sicher hatte, als die Refs nach einer längeren Konferenz den Touchdown doch nicht gaben. Deshalb heißt die Regel auch die Calvin Johnson Regel. Und sie gehört zu den beklopptesten der Liga.

Im zweite Spiel des Tages erlebten wir einen Wachwechsel. Die Fohlen erwiesen sich als zu stark für die Wildpferde.
Was der alte „Sheriff“ Peyton Manning mit seiner Offense zeigte führte zu etwas, das Manning in seiner langen Karriere noch nicht erlebt haben dürfte: Laute Buhrufe des eigenen Publikums.
Nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts brachte Manning zustande gegen sein altes Team. Reihenweise überwarf er seine Receiver und kam trotzdem auf eine eigenartig gute Statistik. Er vervollständigte 26 seiner 46 Pässe für 211 Yards und 1 Touchdown und blieb ohne Interception.
Die Bilanz von Colts Quarterback Andrew Luck sah ähnlich aus, mit 27 aus 43 für 265 Yards, 2 Touchdowns, aber sogar 2 Interceptions.
Dennoch kam in keiner Phase des Spiels das Gefühl auf, daß die Broncos die Überhand hätten gewinnen können.
Selbst die Laufstatistiken sind ähnlich. Für Indianapolis erzielten vier Läufer 99 Yards, Denver brachte es mit zwei Läufern auf 88 Yards.
Doch bei aller Spiegelbildlichkeit der Statistiken, Indianapolis war der Chef im Haus, und Andrew Luck ist der neue Sheriff.
Sollte er gesund und in Indianapolis bleiben, wird er im Laufe seiner Karriere eine Menge der von Peyton Manning dort aufgestellten Rekorde brechen.
Ob es aber schon für einen Sieg am nächsten Sonntag in New England reichen wird, das darf man stark bezweifeln.
Gestern reichte es zu einem 24:13 Sieg.

Kurzberichte
Wird die Zeit die Wunde heilen, die die Niederlage gegen die Colts in Peyton Mannings Herz gerissen hat?
Wir werden sehen. In der Pressekonferenz gestern wollte der sichtlich deprimierte Quarterback nicht sagen, ob das gerade sein letztes Spiel in der NFL gewesen wäre.
Darüber müsse er jetzt erst mal in Ruhe nachdenken, meinte Manning.
Manning spielte ja nicht nur gestern schlecht, sondern lieferte einen Dezember zum Vergessen ab. Einen Dezember, wie man ihn von Tony Romo gewohnt war.
Und mit 38 Jahren gehört man nun mal zum alten Eisen in der härtesten Liga der Welt.

Ist die Zeit für Trent Richardson in Indianapolis abgelaufen?
2013 wechselte der Running Back von den Browns zu den Colts und Indianapolis musste Cleveland dafür eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der folgenden Draft überlassen.
Richardson konnte aber nie die Leistung bringen, die man sich von ihm erhofft hatte.
Für das Spiel gegen die Broncos war er wegen einer Krankheit gar nicht erst im Kader.
Möglich, daß man ihn jetzt gehen lässt.

Sexy Rexy tanzt jetzt mit den Büffeln.
Am Sonntag verpflichteten die Bills Rex Ryan als ihren neuen Head Coach.
Über die Konditionen wollen die Parteien erst bei der heutigen Pressekonferenz etwas sagen.

Gary Kubiak bleibt in Baltimore.
Obwohl dem Offensive Coordinator Angebote als Head Coach vorlagen, entschied er sich dazu, bei den Ravens zu bleiben.

Im Sieg der Seahawks gegen die Panthers zog sich Seattles Rookie Wide Receiver Paul Richardson einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

Sonntag, 11. Januar 2015

Die NFL 2014 - Divisional Playoffs - Der Samstag
brady-tom302Zuerst und vor Allem ein heißer Dank an die Patriots und die Ravens für diese Sternstunde des Footballs. All der Mist, der in der regulären Saison so gespielt wurde, wurde von diesem einen Spiel gutgemacht.
Und dabei begann es, wie das Spiel von Vollprofis gegen drittklassige Amateure. Die Defense der Patriots fand überhaupt kein Mittel, die Ravens zu stoppen. Sie kamen nicht an Quarterback Flacco heran und eine Laufverteidigung war überhaupt nicht auszumachen.
Nach Belieben schubsten die Ravens die Patriots über den Platz und kamen durch zwei Touchdownpässe von Joe Flacco zu einer 14:0 Führung.
Die Patriots Offense kam im ersten Ballbesitz nur bis an die eigene 38.
New England musste aufpassen, nicht aus dem eigenen Stadion gejagt zu werden.
Doch, wie so oft, Head Coach Bill Belichick und seine Assistenten fanden Wege und Möglichkeiten. Möglichkeiten, die Ravens Head Coach John Harbaugh in der zweiten Halbzeit zur Weißglut trieben und ihn „Betrug, Betrug, Betrug“ rufen ließen.
Doch noch sind wir ja im ersten Viertel. Und da kamen die Patriots noch durch einen Touchdownlauf über vier Yards von Quarterback Tom Brady (Bild) zum Anschluß.
Was begann, wie eine Katastrophe, sah nun gar nicht mehr so schlecht aus.
Im zweiten Viertel bekam New Englands Defense die Ravens Offense - etwas - besser in den Griff. Die Offense der Patriots kam nach 12 Minuten zum Ausgleich durch einen Touchdownpass von Brady auf Danny Amendola.
In ihrem nächsten Ballbesitz erzielten die Ravens nur neun Yards, und mit 107 Sekunden auf der Uhr starteten die Patriots ihre nächste Serie. Die endete mit einem grauenvollen Fehlpaß von Brady. Ein Pass über die Mitte, gedacht für den Gronk, wurde von Linebacker Daryl Smith abgefangen.
Mit 63 Sekunden auf der Uhr kam Baltimore so an der eigenen 43 zu einem weiteren Drive. 53 Sekunden später warf Flacco seinen dritten Touchdownpass zur 21:14 Führung.
Auch die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit gehörten den Ravens, und zum zweiten Mal liefen die Patriots einem 14 Punkte Rückstand hinterher.
Doch nicht lange. Schon im nächsten Ballbesitz kamen die Pats durch einen Touchdownpass von Brady auf Gronkowski über fünf Yards wieder heran.
Die Offense der Ravens wurde in deren nächsten Ballbesitz ein Yard zurückgedrängt, und für New England war es Zeit, die Trickkiste zu öffnen.
Bei einem ersten und zehn an der eigenen 49 warf Brady den Ball zurück zu Wide Receiver Julian Edelman, der auf der High School Quarterback war. Er warf seinen ersten Pass in der NFL und Danny Amendola fing ihn für einen 51 Yards Touchdown. 28:28.
Hier begann auch die Zeit, die Harbaugh aufregte.
Die Patriots, in wohl besserer Kenntnis des Regelbuchs, machten Receiver zu nicht berechtigten Receivern. Genauso, wie Linespieler sich beim Schiedsrichter anmelden können, um sich als berechtigt zum Fangen eines Passes zu melden, können Receiver es genau andersherum machen.
Harbaugh kannte diese Regel wohl nicht, und regte sich furchtbar über die illegalen Formationen auf, die von den Schiedsrichtern nicht geahndet wurden. Das brachte ihm eine Bankstrafe ein.
Nach dem Spiel beschwerte sich Harbaugh bei der Pressekonferenz weiter über diese in seinen Augen unerlaubten Formationen. Und, so sagte er, wenn diese wirklich nicht unerlaubt wären, müsste das Regelkomitee demnächst darüber beraten.
Nun, für dieses Spiel käme das aber zu spät, denn noch lassen die Regeln diese Formationen zu. Tom Brady meinte in Richtung John Harbaugh: „Lern die Regeln.“
Im Vierten Viertel ließ die Defense der Patriots nur noch ein Field Goal der Ravens zu.
Fünf Minuten vor Spielende kamen die Patriots zu einem weiteren Touchdownpass von Brady und gingen mit 35:31 zum ersten Mal in diesem sagenhaften Spiel in Führung.
Doch Joe Flacco trieb die Seinen noch mal nach vorne. Bei einem zweiten und fünf an New Englands 36 warf er einen Pass in Richtung Torrey Smith in die Endzone, den Safety Duron Harmon abfangen konnte.
Zwar kam Flacco vier Sekunden vor Spielende noch mal an den Ball und zu einem Ave Maria Pass von der eigenen 48, aber der wurde zu Boden geklatscht.
In einem wahrhaft würdigen Playoffspiel konnten die Patriots den Fluch des Raben abschütteln und 35:31 gewinnen. Bleiben noch ein paar Statistiken.
Flacco vervollständigte 28 seiner 45 Pässe für 292 Yards und 4 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Brady brachte es auf 33 von 50 für 367 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Die Running Backs der Patriots hatten einen Freien Tag. Mit 13 Läufen brachten sie es auf 14 Yards.
Schwerstarbeit verrichtete dagegen Ravens Running Back Justin Forsett. Er lief 24 mal und erzielte 129 Yards.
Mit 46 Touchdownpässen in den Playoffs zog Tom Brady an Joe Montana vorbei und ist nun alleiniger Rekordhalter.
Niemals zuvor konnte ein Team, das in einem Playoffspiel zweimal mit 14 Punkten zurücklag, noch gewinnen.

Danach spielten dann die Panthers in Seattle, aber mal ehrlich, wer hatte nach diesem vorzüglichen vier Gänge Menü noch Appetit auf einen schlabberigen Hamburger?
Deshalb nur so viel: Die Seahawks gewannen, wie erwartet, und zwar mit 31:17.

Kurzberichte
Die Polizei verhaftete Jets Running Back Chris Johnson wegen unerlaubten Waffenbesitzes.
Bei einer Verkehrskontrolle in Orlando, Florida, sah der kontrollierende Polizist ein Waffe offen im Wagen Johnsons liegen. Das offene Tragen von Schußwaffen ist in Florida verboten.

Dick LeBeau hat bei den Steelers gekündigt.
Der 77-jährige Defensive Coordinator betonte, daß er gekündigt hätte, und daß er nicht in den Ruhestand getreten wäre.
Was er in Zukunft vorhat, sagte er noch nicht.

Vor ein paar Tagen sah es so aus, als ob Ben Roethlisberger an einem Knie würde operiert werden müssen.
Am Samstag sagte der Agent des Steelers Quarterbacks, daß die Entzündung in dem betroffenen Knie ohne Operation abklingen würde.

Bei dieser umstrittenen Szene im Spiel der Lions gegen Dallas, in der eine schon ausgesprochene Strafe wieder zurückgenommen wurde, gab es ein Nachspiel.
Die Liga verurteilte Dez Bryant zur Zahlung von $8.268. Der Wide Receiver der Cowboys war von der Seitenauslinie ohne Helm auf den Platz gelaufen, und schrie den Hauptschiedsrichter an.

Samstag, 10. Januar 2015

Kurzberichte
rodgers-sb45-trophyIn Green Bay wird viel Wirbel um die Wade von Aaron Rodgers (Bild) gemacht.
Der Quarterback könne vielleicht am Sonntag gar nicht spielen, heißt es.
Das dürfte Quatsch sein. Rodgers müsste schon an Krücken gehen, um nicht zu spielen, und selbst dann würde er noch auflaufen wollen.
Natürlich haben die beiden Tritte von Lions Verteidiger Ndamukong Suh nicht dazu beigetragen, daß es der Wade besser geht, aber die eine Woche Ruhe müsste ihren Teil zur Heilung beigetragen haben.
So hat Rodgers auch am Donnerstag voll mittrainiert und Head Coach McCarthy hält den Einsatz des eventuellen MVPs der Saison für möglich.
Natürlich würden die Cowboys Rodgers Mobilität testen, glaubt der Head Coach. Dallas wäre kein Team, das oft blitzen würde, aber bei den ersten Spielzügen am Sonntag würden sie wohl hinter Rodgers her sein.

Glückliche Spieler sind gute Spieler.
Ob es den Spruch gibt, weiß ich nicht, aber möglich wäre es.
Jedenfalls gaben die Patriots zwei Spielern am Freitag Vertragsverlängerungen.
Safety Patrick Chung unterschrieb für weitere drei Jahre und $8,2 Millionen, von denen $3,4 Millionen garantiert sind.
Running Back Brandon Bolden verlängerte für zwei Jahre und $2,3 Millionen.
Vielleicht können die beiden heute schon gegen Baltimore zeigen, wie glücklich die neuen Verträge sie gemacht haben?

Nein, Playoff- Quarterbacks sind sie beide nicht. Weder der bei den Fohlen, noch der bei den Wildpferden.
Ein 31:24 für Denver, wie in Woche 1 der Saison sollten wir eher nicht erwarten. Die Temperatur in Denver soll um die Null grad liegen. Obwohl es bewölkt sein soll, wird kein Schneefall erwartet.
Doch weder Peyton Manning noch Andrew Luck haben in den Playoffs guten Bilanzen vorzuweisen.
Als Starter ist Manning 8-5 in Playoffheimspielen. Mit 11-12 in den Playoffs sieht seine Bilanz überhaupt nicht gut aus.
Andrew Luck ist ja noch nicht ganz so lange dabei, wie sein Vorgänger in Indianapolis und morgiger Gegner. Seine Bilanz in Auswärtsspielen in den Playoffs lautet 0-2, insgesamt ist er 2-2.
Es ist erst das siebte Mal in der Geschichte der NFL, daß die beiden Quarterbacks mit den meisten Touchdownpässen in der Saison gegeneinander antreten.
Und obwohl Luck 40 warf, und Manning 39, sollten wir kein Shoot-Out erwarten.
Kaltes Wetter mögen beide Quarterbacks nicht.

Wo wir beim Wetter sind. In allen vier Stadien werden Temperaturen rund um den Gefrierpunkt oder gar darunter erwartet.

Die NFL untersucht, ob ein Mitarbeiter der Browns während der Spiele Textbotschaften verschickt hat, die gegen die Regeln der Liga verstoßen.
Jemand aus dem Vorstand soll mit diesen Textbotschaften versucht haben, Einfluß auf die Coaches zu nehmen.
Die Regeln verbieten die Benutzung von Smart- und auch Dumm-Phones im Teambereich 90 Minuten vor dem Kickoff. Das Verbot endet mit dem Schlußpfiff.
Die Browns gaben bekannt, daß sie die Vorfälle auch intern untersuchen würden, und voll mit der NFL kooperieren.

Die Stadt St. Louis möchte NFL Stadt bleiben.
Da Rams Besitzer Kroenke zur Zeit nicht mit den Vertretern der Stadt spricht, wandten sich die Mitglieder des Stadtrats direkt an die NFL. Sie stellten der Liga Pläne zum Neubau eines nicht überdachten Stadions direkt an den Ufern des Mississippi vor.
Ob da dann die Rams spielen sollen, oder ein anderes Team, das bliebe zu erörtern.
Finanziert werden soll der mit wenigstens $860 Millionen veranschlagte Bau zur Hälfte durch private Gelder und zur Hälfte durch Steuergelder.
Rams Besitzer Kroenke spielt ja mit dem Gedanken, ein neues Stadion in Inglewood, in der Nähe von Los Angeles zu bauen. Welches Team dann dort spielen soll, seine Rams, oder ein anderes, darüber sagt der Milliardär nichts.

Der Sieg für die Gutmenschen rückt näher.
Das Justizministerium der USA hat bekanntgegeben, daß es sich in den Kampf der politisch Korrekten gegen die Redskins zugunsten der Namensgegner einmischen wird.
Das US Amerikanische Patentamt hat den Redskins in sechs Fällen die Markenrechte aberkannt, die den Namen Redskins trugen.
Dieser Name wäre abfällig und beleidigend, werteten die Mitarbeiter des Amtes.
Dagegen legten die Redskins eine Klage ein. Das Justizministerium gab nun bekannt, daß es sich in diesem Streit um den Markennamen auf die Seite des Patentamts stellen wird, da der Name in der Tat abwertend wäre.
Da kommen dann bestimmt auch schwere Zeiten auf andere Teams in den USA zu, wie den Blackhawks und, ja, die Chiefs.
Die müssen dann in Zukunft wohl Kansas City Vorstandsvorsitzende der Vereinigung der amerikanischen Ureinwohner heißen.

Scot McCloughan, der neuen General Manager der Redskins, gab Robert Griffin III eine Arbeitsplatzgarantie.
Man dürfe ein junges Talent nicht sofort aufgeben, nur weil es Schwierigkeiten hätte, in der NFL Fuß zu fassen, meinte er.
Grund für die Bemerkung war die Frage eines Reporters, ob McCloughan einen neuen Quarterback in der ersten Runde der Draft einberufen würde?
Das hätte er nicht vor, meinte der General Manager. Vielmehr müsste RG3 jetzt anfangen, sich durch harte Arbeit auf die kommende Saison vorzubereiten. Es gälte, einige Defizite abzubauen.
Aber einen Quarterback gehen zu lassen, der einen in seiner Rookie Saison in die Playoffs geführt hätte, wäre nicht das Richtige.
Vielmehr müsse er, als General Manager der Redskins, jetzt dafür sorgen, daß Griffin III die richtigen Talente zur Seite gestellt bekäme, hauptsächlich einen guten Running Back und eine starke Offensive Line.

Ryan Pace, der neue General Manager der Bears, wollte Jay Cutler keine Arbeitsplatzgarantie geben.
Bei seiner ersten Pressekonferenz in seiner neuen Funktion sagte Pace, daß er Cutler zunächst näher kennenlernen wolle. Er wolle zunächst einige Gespräche mit ihm führen, bevor er eine Entscheidung treffen wird.
Um einen Quarterback zu bewerten würde es nicht ausreichen, sich nur die Filme der letzten Saison anzusehen, meinte Pace.
Pace hat das letzte Sagen über den Kader, und er wird in allernächster Zukunft einen Head Coach nach seiner Wahl einstellen.

Freitag, 9. Januar 2015

Das Trainerkarusell
shanahan-kyleBei den Head Coaches tut sich nicht viel. Zwar sammeln alle Kandidaten fleißig ihre Bonusmeilen, aber konkretes ist dabei noch nichts herausgekommen.
Doch in der zweiten Reihe tut sich was.
Die Browns feuerten ihren Offensive Coordinator Kyle Shanahan (Bild). Auch Quarterback Coach Dowell Loggains musste gehen.
So ganz verständlich ist diese Entscheidung nicht. Unter den gegebenen Umständen, und mit dem untauglichen Spielermaterial, mit dem sie arbeiten mussten, haben sie eigentlich gute Arbeit geleistet.
Head Coach Mike Pettine wollte zu der Sache nichts sagen.
Kyle Shanahan wurde sofort von den Bills angerufen. Sie sehen in ihm einen Head Coach Kandidaten.

Die Steelers sollen am Mittwoch den Vertrag mit Offensive Coordinator Todd Haley um zwei Jahre verlängert haben.
Weder Haley noch die Steelers wollten sich dazu äußern.

Rex Ryan war am Donnerstag in Buffalo.
Die Bills sprachen auch mit Bengals Offensive Coordinator Hue Jackson.
Am heutigen Freitag sprechen sie mit 49ers Offensive Coordinator Greg Roman.
Lustig ist, daß die Bills mit Mike Shanahan gesprochen haben, und später noch mit seinem Sohn Kyle sprechen werden.

Die 49ers sprachen mit Mike Shanahan und mit Broncos Offensive Coordinator Adam Gase.
Am heutigen Freitag kommt Cardinals Defensive Coordinator Todd Bowles nach San Francisco.

Die Buccaneers verpflichteten Dirk Koetter als neuen Offensive Coordinator.
Bis letzten Monat arbeitete Koetter noch als Offensive Coordinator bei den Atlanta Falcons.

Nehmen wir auch mal die General Manager in das Trainerkarusell auf. Die Bears verpflichteten Ryan Pace.
Er arbeitete bisher als Direktor für das Spielerpersonal und Assistent des General Managers bei den Saints.

Das ist nur ein grober Überblick über das stattfindende Gewusel.

Kurzberichte
Was interessiert Lions General Manager Martin Mayhew sein blödes Geschwätz von gestern?
Im Sommer sagte er noch voller Überzeugung, daß er nichts dagegen hat, daß sein Starverteidiger Ndamukong Suh nach der Saison seinen Marktwert auf dem freien Spielermarkt testet.
Suhs Vertrag läuft aus, und die Lions machten bisher keine großen Anstrengungen, den hinterhältigen, schmutzigen Treter zu behalten.
Doch man kann seine Meinung ja mal ändern. Am Montag hatten Mayhew und Suh ein langes, wie es heißt produktives, Gespräch. Nach diesem Gespräch sagte der General Manager, daß er Suh zum Franchise Spieler machen will. Laut Rookie-Vertrag, in dem eine ungewöhnliche Klausel steht, stehen Suh $26,7 Millionen zu, wenn er das „Unternehmensetikett“ angeheftet bekommt.
Ob die Lions diese Summe stemmen können, ist fraglich. Alleine für Wide Receiver Calvin Johnson und Quarterback Matthew Stafford müssen die Lions $40 Millionen ausgeben.
Es soll wenigstens 10 Teams geben, die in einen Bieterwettstreit mit Detroit um Suh eintreten wollen. Diesen Bieterwettstreit würden die Lions nicht gewinnen. Da ist das Franchise-Tag die naheliegendste Lösung.
Ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten.

Der ehemalige FBI Direktor Robert Mueller hat die Interna im Fall Ray Rice untersucht und sein Ergebnis vorgelegt.
Mueller sollte herausfinden, wer, wann, was in der NFL und bei den Ravens gewußt und gesehen hat?
Dieser „unabhängige“ aber von der NFL bezahlte Ermittler, der für eine Anwaltskanzlei arbeitet, die für die NFL arbeitet, kam nun zu dem Schluß, daß alles so war, wie die Ravens und die NFL es nach Außen dargestellt haben.
Auch Commissioner Blatter... äh, Goodell, hat eine blütenweiße Weste.
Wer hätte auch je etwas anderes vermutet?

Hall of Fame
Die NFL stellte 18 Kandidaten vor, unter denen die nächsten Mitglieder der Ruhmeshalle ausgewählt werden.
15 Kandidaten aus der „modernen Ära“ stehen zur Auswahl, ein Senior und zwei Führungskräfte.
Die 15 Kandidaten der modernen Ära sind: Kicker Morten Andersen, Running Back Jerome Bettis, Wide Receiver Tim Brown, Head Coach Don Coryell, Running Back Terrell Davis, Head Coach Tony Dungy, Linebacker - Defensive End Kevin Greene, Linebacker - Defensive End Charles Haley, Wide Receiver Marvin Harrison, Head Coach Jimmy Johnson, Safety John Lynch, and Guard Will Shields.
Der Senior ist Vikings Center Mick Tingelhoff.
Die Führungskräfte sind Bill Polian, der erfolgreiche General Manager der Indianapolis Colts und Ron Wolf, der für seine erfolgreiche Zeit als General Manager in Green Bay ausgewählt wurde.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Kurzberichte
bradford-sam200Rams Besitzer Stan Kroenke hat Pläne vorgelegt, ein Stadion in Los Angeles zu bauen. Doch welches Team dort spielen soll, wollte der Milliardär dem Bürgermeister von Inglewood nicht sagen.
Mit den Vertretern von St. Louis spricht Kroenke aber auch nicht. Die versuchen seit einige Tagen, ihn zu erreichen, kommen aber nicht an ihn heran. Er beantwortet keinen Anruf. Deshalb haben sie sich am Mittwoch direkt an die NFL gewandt, um zu erfahren, ob sie auch in naher Zukunft noch zu den Städten gehören, die ein NFL Team beheimaten?
Die Fans in der Stadt gehören zu den treuesten der Liga. Seit 2003 hatten die Rams keine positive Sieg-Niederlagen Bilanz mehr, und trotzdem ist das Stadion immer ausverkauft.
Ihr Besitzer Kroenke spielt jetzt die Trumpfkarte. Mit seinen Plänen, ein neues Stadion in L.A. zu bauen hat er ein gutes Mittel in der Hand, die Verantwortlichen in St. Louis zur teuren Renovierung des Edward Jones Domes zu erpressen. Doch die Stadt St. Louis und das County zahlen immer noch Raten über $12 Millionen pro Jahr an der Bausumme des mittlerweile 20 Jahre alten Domes. Neue Zahlungen dürften den Steuerzahlern kaum zu vermitteln sein.
Mal sehen, was daraus wird?

Bears Cornerback Tim Jennings wurde am Mittwoch in der Nähe von Atlanta verhaftet. Er war mit seinem Auto zu schnell, zu rücksichtslos, und zu betrunken unterwegs.
Gegen eine Kaution von $2.711 konnte er das Gefängnis wieder verlassen.
Der Bears gaben bekannt, daß sie sich die Sache genau ansehen und entsprechend handeln werden.

Die Rams müssen ihren Offensive Coordinator ersetzen.
Brian Schottenheimer hat in St. Louis gekündigt, um als Offensive Coordinator an die University of Georgia zu wechseln.

49ers Quarterback Colin Kaepernick spielte eine schlechte Saison. Um 2015 wieder ein besserer Quarterback zu sein, trainiert er mit Super Bowl Quarterback Kurt Warner.
Am Montag wird das Sondertraining beginnen. Hauptaufgabe von Warner wird es sein, Kaepernick zu einem besseren Pocket-Passer zu machen.

Die Chiefs verpflichteten Quarterback Terrelle Pryor für ein Jahr.
Seinen letzten Start in einem NFL Spiel hatte Pryor am 29.12. 2013 für Oakland.

Julian Edelman hat Rost angesetzt.
Der Wide Receiver der Patriots spielte in Woche 15 zum letzten Mal, als er sich eine Gehirnerschütterung zuzog.
Bis dahin spielte er die beste Saison seiner Karriere mit 92 gefangenen Pässen für 972 Yards und 4 Touchdowns.
Gegen die Ravens ist er wieder spielberechtigt. Er hat alle Gehirnerschütterungs-Protokolle erfolgreich durchlaufen.

Frühestens am Freitag wird Rolando McClain wieder trainieren dürfen.
Der Linebacker der Cowboys hat einen Gehirnerschütterung, und sein Einsatz gegen die Packers ist fraglich.

Die Panthers müssen gegen die Seahawks auf ihren Star Lotulelei verzichten.
Der Defensive Lineman hat sich beim Training am Dienstag einen Fuß gebrochen und für ihn ist die Saison beendet.

Die Colts haben die Dropperitis. Selten hat man eine Wide Receiver Crew gesehen, die kollektiv so viele perfekt geworfene Pässe hat fallen lassen, wie die Receiver der Colts.
Und der schlimmste Fallenlasser ist T.Y. Hilton. Kein anderer Spieler hat seit 2012 in den Playoffs so viele Bälle fallengelassen, wie er. 53 Pässe kamen in seine Richtung, sechs ließ er fallen.
Dennoch gehört er zu den besten Receivern der Liga. Deshalb wird Andrew Luck auch weiterhin Pässe in seine Richtung werfen. Nur gegen die Broncos sollte Hilton sie auch fangen, sonst sieht es sehr düster aus für Indianapolis.

Die Giants feuerten Defensive Coordinator Perry Fewell und Secondary Coach Peter Giunta.

Lions Wide Receiver Calvin Johnson kann aus gesundheitlichen Gründen nicht im Pro Bowl spielen. Seinen Platz nimmt Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. ein.

Am Mittwoch verstarb Jethro Pugh im Alter von 70 Jahren an Altersschwäche.
Pugh gehörte zur „Doomsday Defense“ der Dallas Cowboys und spielte in vier Super Bowls.
Pugh spielte im sogenannten „Ice Bowl“ 1967, im tiefgefrorenen Green Bay. Den neuen „Ice-Bowl“ am Sonntag zwischen Dallas und Green Bay wird er nun nicht mehr erleben.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Kurzberichte
losangeles-verbotUnd schon haben die neuen Pläne, ein Stadion für ein NFL Team in L.A. zu bauen, den erwarteten Rückschlag erhalten.
Der Bürgermeister von Inglewood, wo Rams Besitzer Stan Kroenke das Stadion hinstellen will, sagte, daß mit ihm noch niemand darüber gesprochen hätte, welches Team denn in den Neubau, der immerhin eine Milliarde Dollar kosten soll, einziehen soll?
Kroenke will das Stadion auf gut Glück bauen und dann mal sehen, wer es denn wohl nutzen wird?
Eine Garantie, daß seine Rams dort spielen werden, wollte Kroenke Bürgermeister James Butts Jr. nicht geben.
Und somit droht eine weitere dieser Blasen rund um ein Team in L.A. zu platzen.
Die NFL hat bisher zu Kroenkes Plänen noch gar nichts gesagt. Für sie ist es nur einer von drei Plänen, die zur Zeit um den Bau eines Stadions in Los Angeles existieren.
Commish Goodell hat ja bereits vor einigen Wochen klar gesagt, daß es 2015 kein Team in L.A. geben wird. Vor 2018 dürfte sowieso keines der drei Bauvorhaben fertiggestellt sein. Damit ist das Thema für ihn erstmal erledigt.

„Oh Tannenbaum,“ heißt es jetzt in Miami.
Vor zwei Jahren feuerten die New York Jets General Manager Mike Tannenbaum.
Jetzt ist er zurück in der NFL und zurück in der AFC East. Am 1. Februar beginnt er seinen neuen Job als Leitender Direktor für Footballangelegenheiten bei den Miami Dolphins.
Die Kompetenzen über die Zusammenstellung des Kaders bleiben aber bei General Manager Dennis Hickey. Head Coach Joe Philbin ist direkt Teambesitzer Stephen Ross unterstellt.

Die Redskins haben einen neuen General Manager.
Sie verpflichteten Scot McCloughan, der bereits bei den 49ers und den Seahawks tätig war.

„Bisher waren wir nicht gut genug,“ meinte Aaron Rodgers über die bisherigen Playoffauftritte seiner Packers.
Seit sie 2011 den Super Bowl gewannen, sind sie in der Endrunde nur 1-3. Das nagt an dem Quarterback, der in dieser Saison gute Chancen hat, zum MVP gewählt zu werden.
Er ist mit sich selber nicht ganz zufrieden. In den vier Playoffsiegen, die zum Gewinn des 45. Super Bowls führten, vervollständigte Rodgers 68,2% seiner Pässe, warf 9 Touchdownpässe und 2 Interceptions und erreichte eine Passerwertung von 109,2 Punkten.
Seitdem vervollständigte er in den Playoffs nur 63,9% seiner Pässe, warf 6 Touchdowns und 2 Interceptions und kam nur auf 91,6 Wertungspunkte.
Das soll sich ändern, wenn die Cowboys am Sonntag zu Gast sind. Die Offense der Packers rollt. Sorgen macht die Passanfällige Verteidigung.
Da könnte es ein munteres Spielchen geben, wenn die 2014 Auswärts noch ungeschlagenen Cowboys zum Tanz bitten.

Wer bleibt, wer geht in Pittsburgh?
Die beiden Altstars James Harrison und Troy Polamalu überlegen, ob sie aufhören, oder noch ein Jährchen dranhängen wollen?
Doch zusammen sind die beiden Verteidiger gerade mal so alt, wie ihr Chef, Dick LeBeau. Mit 77 Jahren denkt auch der Defensive Coordinator langsam ans Aufhören.
Die von ihm geführte Verteidigung baute in den letzten Saisons immer mehr ab. Hauptgrund war und ist die Überalterung der Spieler, aber auch LeBeau hat seinen Anteil daran.
Der Job von Head Coach Mike Tomlin scheint durch die Playoffteilnahme der Steelers noch mal gesichert worden zu sein, doch ob man LeBeau unbedingt halten will, ist zweifelhaft.
Derweil arbeiten die Verantwortlichen des Teams zusammen mit Ben Roethlisberger an einem neuen Vertrag.
Der Quarterback möchte in Pittsburgh bleiben, die Chefs möchten ihn behalten.
Sein laufender Vertrag endet erst nach der Saison 2015, doch Big Ben möchte mit einem neuen langfristigen Vertrag in die kommende Saison gehen.
Kein schlechter Zeitpunkt, jetzt schon zu verhandeln, denn Roethlisberger spielte seine beste Saison. Mit 4.952 Passyards stellte er einen neuen persönlichen Rekord auf, mit 32 Touchdownpässen erreichte er seine Bestmarke aus der Saison 2007.
Da hat er gute Karten in der Hand.
Einziger Minuspunkt... wie es scheint muß der Quarterback eine „kleine“ Operation an einem Knie machen lassen.

Mike Shanahan kennt wohl bald jede Stewardess in den USA. Der ehemalige Super Bowl Head Coach der Broncos war zu Bewerbungsgesprächen in Oakland, San Francisco (OK, da reicht eine Autofahrt über die Brücke), Buffalo und ist jetzt auf dem Weg nach Chicago.
Dort würde er einen alten Bekannten trainieren, Quarterback Jay Cutler. Den rekrutierte Shanahan 2006 als er in Denver als Head Coach arbeitete.

Dienstag, 6. Januar 2015

Kurzberichte
rivera-ron2Ron Rivera (Bild) hat momentan abseits seiner Panthers große Sorgen. Das Haus des Head Coaches brannte am Montagmorgen.
Ihm und seiner Familie ist dabei nichts geschehen. Zusätzlich zu Rivera selber und seiner Frau Stephanie waren seine beiden Brüder und deren Frauen zu Gast, als das Feuer gegen 3:30 Uhr ausbrach.
Am Mittag erklärte er der Presse ganz ruhig, daß dank der installierten Rauchmelder und des schnellen Eintreffens der Feuerwehr ein großer Teil des Hauses hätte gerettet werden können.
Es wird etwa sechs bis acht Monate dauern, bis die Riveras wieder in ihr Zuhause zurück können. Bis dahin hoffen sie, daß sie ein Haus in der Nähe mieten können.

Der Chef der Schiedsrichter ist davon überzeugt, daß bei der strittigen Szene im Spiel der Lions gegen Dallas eine Strafe angesagt gewesen wäre - wegen Holding.
Eine Passbehinderung schloß Dean Blandino aus. Aber auch ein Holding hätte einen neuen ersten Versuch für Detroit ergeben, statt eines vierten.
Auf das von Lions Receiver begangene Facemaskfoul in derselben Szene ging auch er nicht ein.
Diese Schiedsrichterentscheidung, und die dünne Erklärung danach, untermauern die konstant unglaublich schlechten Leistungen der Schiedsrichter in dieser Saison.
Vielleicht sollte man das Regelbuch, das mittlerweile die Dicke des Kölner Telefonbuchs hat, auf die Dicke des Bonner Buches abspecken.
Und vielleicht sollte man nicht auch noch hingehen, und die besten Schiedsrichter der Saison in den Playoffs zu bunt zusammengewürfelten neuen Teams zusammenstellen, sondern die besten Crews der regulären Saison in den Playoffs pfeifen lassen.

Adrian Peterson wird vor Gericht um die Aufhebung seiner Suspendierung kämpfen.
Der Running Back der Vikings verlor die Berufungsverhandlung vor der NFL am 12. Dezember. Doch, so die NFLPA, wäre der Leiter der Verhandlung ein parteiischer Schlichter gewesen, der seine Kompetenzen überschritten hätte.
Die Verhandlung vor einem ordentlichen Gericht ist für den 6. Februar angesetzt.

Und mal wieder Los Angeles.
Das beliebte Gänseblümchenspiel „Sie bekommen ein Team, sie bekommen kein Team,“ wird fortgesetzt.
Nachdem schon mehrere Möglichkeiten in den letzten Jahren im Gespräch waren, darunter auch ein Team und Stadion unter der Leitung der Anheuser-Gruppe, die auch in Deutschland Hallen und Eishockeyteams besitzt, geht es jetzt um Stan Kroenke.
Der Besitzer der Rams ist jetzt am Zug, seine Pläne für ein Stadion in Los Angeles vorzulegen.
Ein weiterer Vorschlag unter den vielen Vorschlägen, die in den letzten Jahrzehnten gemacht und verworfen wurden.
Man könnte eine fortlaufende Fernsehserie um Los Angeles und die NFL machen.
Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird Homer Simpson als Stadionbauer ins Gespräch gebracht werden.

Hat Johnny Manziel ein Alkoholproblem?
Das jedenfalls behauptet ESPN Reporter Skip Bayless.
Bayless erzählte in der Sendung „First Take“, daß er aus eigener Beobachtung und aus der Befragung von Manziels Mitspielern mit Sicherheit sagen könnte, daß der Quarterback der Browns ein Alkoholproblem hat und Hilfe braucht.
Manziel bestritt dies vehement.
ESPN steht in dieser Sache hinter dem Reporter und verteidigt ihn gegen Manziels Angriffe.

Am Montag verstarb der ehemalige Head Coach der Giants, Allie Sherman, im Alter von 91 Jahren.
Sherman erreichte 1961, 62 und 63 das Endspiel mit seinem Team, verlor aber zweimal gegen die Packers und einmal gegen die Bears.
Am Montag schlief er seiner Wohnung in Manhatten für immer ein.

Die Lions hätten eine große Aufgabe, und das wäre die weitere Verpflichtung von Ndamukong Suh, wie Head Coach Caldwell meint.
Das wird schwierig, denn der Vertrag Suhs läuft aus, und Detroit hat seit langem nicht mehr mit seinem Agenten verhandelt.
Doch Suhs Wert auf dem Spielermarkt ist etwas gesunken, seit seinen zwei Tritten auf das verletzte Bein von Packers Quarterback Aaron Rodgers.
Suhs verdiente Suspendierung wurde unverständlicherweise in eine minimale Geldstrafe von $70.000 umgewandelt. Deshalb sagte der ehemalige Head Coach der Steelers, Bill Cowher am Sonntag in der Spieltagsvorschau von CBS, daß er Suh nur einen Vertrag mit Klauseln geben würde.
Als Spieler würde Suh zu den besten der Liga gehören, aber seine Reputation als dreckiger Spieler würde Klauseln nötig machen.
Wenn Suh wegen seiner Ausraster mal wieder suspendiert würde, müsste er bei Cowher einen guten Teil seines Gehalts zurückzahlen.
Vielleicht fließen die Überlegungen des CBS Analysten in die Vertragsverhandlungen der an Suh interessierten Teams mit ein?
Seinen Einhundertmillionendollarvertrag wird Suh wohl bekommen, aber eventuell mit Abstrichen.

Brandon Marshall hat das Training wieder aufgenommen.
Der Linebacker der Broncos hat seine Fußverletzung so weit ausgeheilt, daß er gegen die Colts wieder mitspielen kann.

Die Bengals wurden am Sonntag das erste Team in der Geschichte der NFL, das in vier aufeinanderfolgenden Saisons das Spiel in der ersten Runde der Playoffs verlor.
Für marvin Lewis war es die sechste Niederlage in seinen sechs Playoffspielen mit den Bengals.
Damit wurde der Head Coach der erfolgloseste erfolgreiche Head Coach der Liga.
Dennoch hört man aus der Chefetage nichts über eine anstehende Entlassung des Trainers.
Es wird schwer, das den Fans zu verkaufen. Die Playoffs zu erreichen ist zwar ganz nett, aber dann auch mal ein Spiel zu gewinnen, wäre auch ganz schön.
Lewis selber fühlt sich wohl in Cincinnati und hat nicht die Absicht, von sich aus zu gehen.

Das Trainerkarusell
Noch hat sich auf dem Trainermarkt nichts entscheidendes getan, doch Verhandlungen sind Allerorten im Gang.
So war Mike Shanahan zu Bewerbungsgesprächen bei den Bills, den 49ers und den Raiders.
Shanahan war Super Bowl Coach der Broncos und weit weniger Erfolgreich bei den Redskins tätig.
Die Bills sprachen auch mit einem alten Spieler von ihnen, Quarterback Frank Reich. Der ist zur Zeit Offensive Coordinator der Chargers.
Doch Buffalo wird vielleicht im vorhandenen Trainerpool fündig. Defensive Coordinator Jim Schwartz ist ein heißer Kandidat. Schwarz war als Head Coach bereits bei den Lions tätig.

Rex Ryan war am Sonntag zu einem Bewerbungsgespräch in San Francisco.
Bisher drang über das Ergebnis noch nichts nach außen.
Am heutigen Dienstag stellt sich Ryan bei den Falcons vor.

Doug Marrone, der als Head Coach bei den Bills kündigte, hat mit den Jets gesprochen.
Marrone lebt in der Stadt New York und hat in Buffalo gute Arbeit geleistet.

Marc Trestman gehört zu den Head Coaches, die an Bears Quarterback Jay Cutler gescheitert sind.
Wird er demnächst Assistent eines weiteren Cutler Opfers?
Trestman war zu einem Bewerbungsgespräch in Tampa Bay, wo er als Offensive Coordinator arbeiten könnte. Dann unter Head Coach Lovie Smith, einem weiteren ehemaligen Trainer der Bears.
Und auch Quarterback Josh McCown kennt Trestman aus gemeinsamen Tagen in Chicago. Unter Trestman lief McCown zu Höchstform auf, als er den verletzten Cutler ersetzte.

Das war nur ein ganz grober Überblick, denn die Kandidaten verdienen sich zur Zeit fleißig ihre Vielfliegermeilen.

Montag, 5. Januar 2015

Die NFL 2014 - Wild Cards - Der Sonntag
dalton-andy3
Da waren sie also wieder in den Playoffs, diese lausigen Cincinnati Bengals, die einem aber auch so richtig den Spaß am Football vermiesen können.
Es hat nichts genützt, Quarterback Andy Dalton „die rostige Flinte“ (Bild) mit einem Vertrag auszustatten, der ihm im Erfolgsfall einige Millionen einbringen würde.
Er kann es einfach nicht.
Natürlich fehlten ihm die verletzten Wide Receiver A.J. Green und Tight End Jermaine Gresham, aber das ist ja nur eine Entschuldigung für ihn. Welche Entschuldigung hat der Rest des Hühnerhaufens?
Oh, da ist eine. Die Bengals Verteidigung verlor Linebacker Rey Maualuga mit einer Oberschenkelverletzung in der ersten Halbzeit.
Seit vier Jahren spielt Quarterback Dalton bei den Bengals, und viermal führte er sie in die Playoffs. Das ist eigentlich eine Erfolgsbilanz. Aber vier Niederlagen und null Siege, da hört der Erfolg auf. Erneut warf Dalton keinen Touchdownpass.
Die Defense war nicht in der Lage Colts Quarterback Andrew Luck unter Druck zu setzen. Würden seine Receiver nicht unter einer unheimlichen Dropperitis leiden, wäre seine Bilanz noch viel besser ausgefallen, als 31 aus 44 für 376 Yards und 1 Touchdown.
Beide Quarterbacks blieben übrigens ohne einen Fehlpass.
So lautete das Endergebnis nur 26:10 für Indianapolis und schmeichelte den Bengals damit enorm.
Und wieder hofft man, daß der Kelch mit den Bengals nächstes Jahr an uns vorübergehen wird.

Da waren sie ja wieder, die selben alten Cowboys, die den Ball nicht nach vorne bewegen können, und Nichts und Niemanden stoppen können.
Und so kamen die Lions schnell zu zwei Touchdowns, zwei verdienten Touchdowns, denn die Offense und die Defense spielten in Höchstform auf.
Doch Dallas kämpfte sich heran. Bei einem dritten und 12 an der eigenen 24 schien Dallas gestoppt. Bisher hatten die Cowboys kein Mittel gegen die Nr. 1 Verteidigung der regulären Saison gefunden. Doch es kam der Spielzug, der das Pendel in die andere Richtung schwingen ließ. Tony Romo warf einen kurzen Paß auf Terrance Williams, aus dem der einen 76 Yards Touchdownpass machte.
Und so ging es mit einer 17:7 Führung für Detroit in die Pause.
Nach der Pause war es zunächste wieder Detroit das punktete. Ein Field Goal zum 20:7.
Doch Dallas konterte sofort. Die neuen, guten Cowboys kamen auf den Platz und schlossen einen 80 Yards Drive mit einem 4. und 1 zum Touchdown ab.
Detroit hatte sein Pulver verschossen und für die Lions kamen keinen Punkte mehr.
Hätten aber kommen können, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Es wurde noch mal richtig Wild im AT&T Stadion.
Viertes Viertel. Detroit steht an der 46 der Cowboys. Dritter und eins. Stafford paßt auf Brandon Pettigrew. Linebacker Anthony Hitchens behindert die Sicht Pettigrews, während die eine Hand Pettigrews im Gesichtsgitter des Linebackers ist.
Gelbe Flagge.
Doch wofür?
Den Griff in die Gesichtsmake oder Passbehinderung?
Passbehinderung!
Halt, Kommando zurück. Nach einer Diskussion der sichtlich überforderten Schiedsrichter wurde die Flagge aufgehoben. Keine Strafe, keine Erklärung.
Nachher hieß es, daß ein anderer Schiedsrichter die Situation besser erkennen konnte, als der, der die Flagge warf. Demnach war es zwar „Shielding“, also der Verteidiger nahm dem Receiver die Sicht, aber das ist bei den Profis keine Strafe, nur im College. Eine Berührung von Hitchens an Pettigrew hätte zwar vorgelegen, aber die wäre nicht so eklatant gewesen, daß sie eine Strafe gerechtfertigt hätte.
Vom Griff in die Facemask, und daß sich die Strafen deshalb hätten gegenseitig aufheben können, war keine Rede.
Sei es wie auch immer. Statt Raumgewinns und neuem ersten Versuch mussten die Lions im vierten Versuch punten.
Dallas nutze die Gelegenheit und marschierte von der eigenen 41 zur 24:20 Führung in Detroits Endzone.
Es wurde noch wilder.
Bei einem 2. und 4 an der eigenen 26 der Lions erwischte Defensive End Anthony Spencer Quarterback Matthew Stafford, der den Ball verlor.
Rookie Defensive End DeMarcus Lawrence sah wohl seine Minute Ruhm gekommen und nahm den Ball auf, statt ihn nur zu sichern. Doch ihm wurde das Ei aus den Händen geschlagen und Offensive Tackle Reiley Reiff sicherte es.
Neuer erster versuch für Detroit.
Das war kurz vor der Zweiminutenwarnung.
An der 42 der Cowboys machte Lawrence es dann besser. Als Stafford dort den Ball verlor, als er gesackt wurde, sicherte Lawrence das Spielgerät, und mit nur noch einer Minute auf der Uhr, sicherte er damit auch den Sieg der Cowboys.
Die Schiedsrichter gaben mal wieder ihr Möglichstes, um nette Diskussionen auszulösen. Mal hören, was Schiedsrichterchef Dean Blandino im Laufe des Tages zu sagen hat?
Der in Dallas geborene und aufgewachsene Matthew Stafford zeigte kein schlechtes Spiel. Mit 28 aus 42 für 323 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception lieferte ein nach seinen Maßstäben gutes Spiel ab.
Doch der Mann, der in dieser Saison die Rolle des Tony Romo spielt, war nach seinen Maßstäben gemessen, sehr gut. Seine Bilanz lautet 19 von 31 für 293 Yards, 2 Touchdowns, und erneut KEIN Interception.
Nach dem Spiel lieferte Ndamukong Suh bei der Pressekonferenz noch eine nette Vorstellung ab.
Er brach in Tränen aus, brachte kein Wort hervor, und verließ völlig aufgelöst das Podium. Für den Mann, der eigentlich gar nicht hätte in diesem Spiel mitspielen dürfen, könnte es das letzte für die Lions gewesen sein. Sein Vertrag läuft aus, und die Verhandlungen sind an einem toten Punkt angekommen.

Und so geht es weiter
Divisional Playoffs
Jan. 10: Ravens at Patriots, 22:35 Uhr (NBC)
Jan. 11: Panthers at Seahawks, 02:15 Uhr (FOX)
Jan. 11: Cowboys at Packers, 19:05 Uhr (FOX)
Jan. 11: Colts at Broncos, 22:40 Uhr (CBS)

Good Bye
Und eine traurige Nachricht beherrschte den ganzen Sonntag.
Am Morgen verstarb einer der beliebtesten Moderatoren des Senders ESPN, Stuart Scott.
Im Alter von nur 49 Jahre verlor er seinen langen Kampf gegen den Krebs.

Sonntag, 4. Januar 2015

Die NFL 2014 - Wild Cards - Der Samstag
newton-cam5Der Samstag begann mit einer historischen Vorstellung entweder der Panthers Defense oder der Cardinals Offense. Das kann man sich aussuchen.
Die Panthers hielten die Cardinals auf 78 Offense-Yards. Seit es den Super Bowl gibt, hat noch keine Offense weniger als 100 Yards in den Playoffs erzielt.
Da hatten die Buchmacher ein gutes Näschen, als sie vor dem Spiel das schlechter plazierte Team zum Favoriten machten. Immerhin kam Arizona mit einer 11-5 Bilanz zu den Panthers, die mit der negativen Bilanz von 7-8-1 ihre Division gewonnen hatten.
Doch mit dem dritten Quarterback hat man es schwer, die erste Runde der Playoffs zu überstehen. Und da Cardinals Quarterback Lindley keinerlei Unterstützung durch ein halbwegs vernünftiges Laufspiel bekam, endete die Reise nach Charlotte in der Katastrophe.
Während Lindley einen Touchdown und zwei Interceptions warf, machte es Cam Newton (Bild) mit 2 Touchdowns und 1 Interception genau andersherum. Er erzielte mit 18 vollständigen Pässen aus 32 Versuchen 198 Yards, und damit knapp das Dreifache der Cardinals Offense.
Running Back Jonathan Stewart steuerte noch 123 Laufyards und 1 Touchdown bei, und die beiden bewiesen, daß die Defense der Cardinals in der Saison wohl oft über ihre tatsächlichen Verhältnisse gespielt hatte.
Im Ergebnis wird diese Übermacht nicht ganz deutlich. Carolina gewann nur mit 27:16. Schuld daran waren zu viele Fehler in der Offense und den Special Teams, die gegen richtige Gegner zum Desaster hätten werden können. Arizona war aber zu schwach, diese auszunutzen.
Cam Newton feierte den ersten Sieg in den Playoffs, seit er in der NFL ist.
Ob er sich jetzt auf eine Reise nach Seattle oder Green Bay vorbereiten muß, das entscheidet sich erst heute, wenn der Sieger des zweiten NFC Spiels feststeht.

Im zweiten Samstags-Spiel übten beide Verteidigungen viel Druck auf die Quarterbacks aus. Die Ravens mehr als die Steelers.
Es war die erwartet harte Rivalität dieser beiden AFC North Kontrahenten.
Ben Roethlisberger musste im letzten Viertel für ein paar Spielzüge vom Platz, nachdem er zum fünften Mal gesackt worden war. Dabei erlitt er ein Schleudertrauma. Das erklärt dann wohl auch seinen ersten Pass, nachdem er wieder auf den Platz kam. Den warf er aus 14 Yards punktgenau auf den in der Endzone stehenden Safety Darian Stewart.
Joe Flacco wurde zwar von Pittsburghs Verteidigung gejagt, konnte aber nur einmal gesackt werden.
Flacco vervollständigte 18 seiner 29 Pässe für 259 Yards und 2 Touchdowns.
Ben Roethlisberger brachte es auf 31 von 45 für 334 Yards, 1 Touchdown, bei 2 Interceptions.
Vom Laufspiel hielten beide Teams nicht viel. Pittsburgh musste ja auf LeVeon Bell verzichten, so daß von vornherein feststand, daß Big Ben Schwerstarbeit würde leisten müssen.
Die Steelers kamen insgesamt auf 68 Laufyards.
Baltimore blieb mit 49 Yards noch deutlich darunter.
Die Ravens setzten mit ihrem 30:17 Sieg eine Tradition fort. Zum sechsten Mal, seit John Harbaugh ihr Head Coach ist, gewannen sie das erste Playoffspiel in der Endrunde. Und es war zugleich eine Premiere, denn sie gewannen zum ersten Mal ein Playoffspiel gegen die Steelers in diesen sechs Jahren.
In der AFC steht damit schon eine Paarung für die nächste Runde fest. Baltimore muss nach New England. Dort haben die Ravens in den Playoffs schon zweimal gewonnen.

Die Bengals werden heute in Indianapolis ohne A.J. Green antreten müssen.
Der Wide Receiver leidet an einer Gehirnerschütterung und hat keine Freigabe von den Ärzten für das Spiel bekommen.

Samstag, 3. Januar 2015

Chip, der Allmächtige
kelly-chip2Die Eagles und der Vizepräsident für Footballangelegenheiten, Tom Gamble, haben sich einvernehmlich getrennt.
Heißt es.
Doch wie Beobachter berichten, wurde Gamble am Ende von Sicherheitsleuten des Teams vom Vereinsgelände geführt.
Wie Insider berichten, gab es in der Hierarchie der Eagles Kompetenzstreitigkeiten. Aus diesen Grabenkämpfen ging Head Coach Chip Kelly (Bild) als klarer Sieger hervor.
Nachdem Gamble „gegangen wurde“, wurde Howie Roseman vom General Manager zum Vizepräsident für Footballangelegenheiten gemacht. Was klingt, wie eine Beförderung, entpuppt sich als Degradierung, denn Roseman hatte als General Manager das Sagen über die Zusammensetzung des Teams und war der Verantwortliche für die nächste Draft. Oder besser, wäre gewesen, denn Head Coach Chip Kelly wurde zum General Manager ernannt und hat nun das alleinige Sagen über die Zusammenstellung des Kaders.
Kelly, so munkelt man, wollte aus seinem noch drei Jahre laufenden Vertrag aussteigen, wenn er nicht besser in die Rekrutierung neuer Spieler eingebunden würde. Dies wurde wohl durch seine Beförderung zum General Manager verhindert.
Teambesitzer Jeffrey Lurie streitet das zwar ab, aber ein Funken Wahrheit wird schon dran sein.
Mal sehen, was Kelly aus seiner Doppelrolle macht?
Mit der Gehaltsobergrenze will er sich nicht auseinandersetzten. Das sagte er bereits vor einem Jahr, als erste Gerüchte aufkamen, daß Kelly die totale Kontrolle über das Spielerpersonal haben wollte. Dafür wird er jemanden anheuern, der in seinem Sinne handeln wird. Vielleicht Tom Gamble, mit dem Kelly sich recht gut verstanden haben soll?

Wild Card Wochenende
Die Steelers werden definitiv ohne LeVeon Bell gegen die Ravens spielen.
Der Running Back testete sein angeschlagenes Knie am Freitag und verließ humpelnd und niedergeschlagen, den Platz.
Bell, der für 34% der von der Offense der Steelers erzielten Yards verantwortlich zeichnet und von seinen Teamkollegen zum MVP des Teams gewählt wurde, ist ein herber Verlust für Pittsburgh. Mit Läufen und gefangenen Pässen brachte er es auf 2.215 Yards. Zudem war er guter Blocker, der seinen Quarterback immer wieder vor blitzenden Linebackern schützte.

Stell Dir vor, Troy Polamalu kommt zurück, und niemand jubelt.
Unvorstellbar, oder?
Ist aber so. Der alternde ehemalige Superstar der Steelers Verteidigung soll heute Abend gegen die Ravens wieder mitmischen, und viele fragen sich, ob das gut ist?
In den Wochen, in denen der 33 Jahre alte Polamalu verletzt fehlte, fiel seine Abwesenheit nicht auf. Die Defense spielte gut. Und keiner weiß, wieviel Polamalu nach seiner Knieverletzung wird einbringen können?
Wie werden es erleben.

Überhaupt, wie kamen die Steelers in die Playoffs?
Über eine nicht kurze Strecke der Saison lieferten sie Spiele ab, die zum Fremdschämen waren.
Quarterback Roethlisberger lag öfter auf dem Platz, als ihm lieb sein konnte. Die Defense stoppte Nichts und Niemanden.
Der Tiefpunkt war eine Heimniederlage gegen die Fußabtreter aus Tampa Bay.
Und doch hat sich dieses Team berappelt. Es fand seine alten Tugenden wieder. Head Coach Mike Tomlin drohte jedem ernsthafte Konsequenzen an, der nicht bereit war Steeler-Football zu spielen, also harten, aggressiven Football, der den Gegnern Furcht einflößt.
Dazu kam James Harrison aus dem Ruhestand zurück und verstärkte und zündete die Defense.
Ben Roethlisberger und Offensive Coordinator Todd Haley fanden endlich gemeinsame Wege, um den Quarterback besser zu schützen, und viel öfter zu laufen, als sie es bis dahin taten.
Das Ergebnis spricht für sich. Roethlisberger erzielte 4.952 Passyards. Damit führt er die Liga, zusammen mit Drew Brees von den Saints, an.
Das hätte eine Zeitlang niemand erwartet.
So überholten die lange Zeit am Boden liegenden Steelers noch alle AFC North Teams und gewannen die Division.

Ähnlich sah es bei den Cowboys aus.
Sie sorgten schon vor der Saison für Lacher, als sie Vorbestellungen für Eintrittskarten für die Playoffs verschickten.
Die Cowboys, die im Lexikon nachschlagen mussten, was das Wort Playoffs bedeutet.
Und so, wie die letzten Saisons endeten, begann die neue Saison.
Im ersten Viertel des ersten Spiels gegen San Francisco warf Quarterback Tony Romo drei Interceptions, und die 49ers erzielten drei Touchdowns.
Damit war der Weg der Kuhjungs eigentlich vorgezeichnet.
Romo war auf dem besten Weg, zum Versager der Saison gewählt zu werden, und die Mannschaft kämpfte um Platz eins in der nächsten Draft.
Doch dann setzte Dallas mehr und mehr auf das Laufspiel und mehr und mehr auf DeMarco Murray. Die Offenseline, deren Spieler kaum einer kannte, blockte seine Laufwege frei, und sie hielt Romo die Verteidiger vom Hals. Diese O-Line der Namenlosen wurde zur besten der Liga, von ein paar Rückschlägen mal abgesehen.
Die Verteidigung?
Das Gleiche. Viele Verletzte, viele Unerfahrene, ein Spieler, der bereits im Ruhestand war und bewiesen hatte, daß er keine Lust auf Football hat.
Was sollte das werden?
Nun, es wurde gut.
Linebacker Rolando McClain, der zuvor bei den Raiders und den Ravens für viel Unruhe sorgte, zeigte in Dallas, daß er doch Lust auf Football hatte. Er wurde zu einem festen Bestandteil einer Verteidigung, die zwar nur auf Platz 19 in der Gesamtwertung landete, die aber so hoch niemand erwartet hatte.
Selbst Teambesitzer Jerry Jones ließ sich vor der Saison zu der Aussage hinreißen: „Wir haben keine gute Mannschaft“.
So kann man sich irren. Und über die Vorbestellungen lacht heute auch keiner mehr.

Die Steelers und die Cowboys. Zwei echte Traditionsmannschaften, die gegen alle Regeln in den Playoffs landeten.
So kanns gehen.

Freitag, 2. Januar 2015

Kurzberichte
bell-ladingensLeVeon Bell (Bild) hat sein angeschlagenes Knie am Donnerstag getestet und war mit dem Ergebnis gar nicht zufrieden. Alle Versuche des Steelers Running Backs, zu laufen, wurden von einem stechenden Schmerz unterbunden, sagte Bell der Presse.
Am heutige Freitag will er es noch mal versuchen, ist aber gar nicht mehr optimistisch.
Derweil durchläuft der vor einigen Tagen verpflichtete Ben Tate einige Extratrainingseinheiten, um die Geheimnisse des Playbooks der Steelers zu entschlüsseln.
Starten soll der unrekrutierte Rookie Josh Harris, wenn Bell wirklich nicht mitmischen kann.

Bengals Wide Receiver A.J. Green hat seine Gehirnerschütterung so weit ausgeheilt, daß er wieder am Training teilnehmen darf.
Daß er gegen die Colts wird spielen können, heißt das noch nicht.

Die Hoffnungen, daß Drew Stanton rechtzeitig zu den Playoffs wieder einsatzbereit sein könnte, haben sich zerschlagen.
Der Quarterback der Cardinals hat ein angerissenes Kreuzband und kann nicht spielen. An seiner Stelle wird wieder Ryan Lindley starten.

Es war eine historische Saison für die Kansas City Chiefs. Sie waren das erste Team seit 60 Jahren, das in einer Saison keinen einzigen Touchdown durch einen Wide Receiver erzielte.
Selbst Bears Wide Receiver Brandon Marshall brachte es trotz einiger verpasster Spiele und trotz Quarterback Jay Cutler noch auf acht Touchdowns.
Doch die Wide Receiver der Chiefs erzielten nicht einen.
Das ist auch General Manager John Dorsey aufgefallen, der für die nächste Saison mal schauen will, was auf dieser Position so an brauchbarem Material zu haben sein wird?
Die größte Enttäuschung ist natürlich Dwayne Bowe. Er fing 2010 noch 15 Touchdowns, bekam einen dicken Vertrag und fing danach nur noch 5, 3, 5 und 0 Touchdowns. Er gehört zu den überbezahltesten Spielern der Liga.
Glück für die Chiefs, Anfang der Saison 2014 war er für ein Spiel suspendiert. Dank einer Klausel im Vertrag können die Chiefs ihn feuern, ohne daß es sie viel kostet.
Viel kosten wird dann der neue Receiver, und das könnte Dez Bryant sein, wenn seine Vertragsverhandlungen mit Dallas scheitern.

Für Dez Bryant sind zur Zeit die Playoffs wichtig, nicht sein Vertrag.
Der Wide Receiver der Cowboys hat mit 16 Touchdowns einen neuen Mannschaftsrekord aufgestellt, und hat zum ersten Mal, seit er 2010 einberufen wurde, die Playoffs erreicht.
Die, und nur die, wären zur Zeit wichtig, betont er immer wieder.
Er hätte den Cowboys und Teambesitzer Jerry Jones viel zu verdanken, sagte Bryant. Er wäre ein sogenannter Problemspieler gewesen, doch durch die Hilfe seiner Teamkollegen und seines Besitzers hätte er in die richtige Spur gefunden.
Das würde er bei den anstehenden Verhandlungen nicht vergessen. Aber Jones dürfte nicht vergessen, was er, Bryant, wert ist.
Wenn man da einen gemeinsamen Nenner fände, dann würden die Cowboys und Bryant noch lange zusammenbleiben.
Jetzt aber wäre es erst mal wichtig, lange in den Playoffs zu bleiben.

Die Buffalo Bills rechneten fest damit, daß Bill Polian in die Geschäftsleitung kommen wird. Doch der ehemalige General Manager der Colts bleibt lieber bei ESPN, wie er am Donnerstag sagte.
Der 72-jährige hat erst vor Kurzem seinen Vertrag mit dem TV Sender verlängert und fühlt sich dort sehr wohl.

War da was mit Rente?
Am Donnerstag sagte Colts Wide Receiver Reggie Wayne, daß der Gedanke daran, nach der Saison 2014 aufzuhören, wohl doch etwas zu früh kam. Heute denkt er eher daran, noch eine 15. Saison zu spielen.
Doch nur, wenn die Colts ihn noch wollen. Woanders würde er nicht spielen, betonte er.
Mit 39 Jahren ist Matt Hasselbeck der älteste Quarterback in der NFL. Und mal ehrlich, sonderlich viel hat er in Indianapolis als Clipboardhalter für Andrew Luck ja nicht zu tun. Und dafür eine siebenstellige Summe kassieren?
Warum nicht!
Deshalb denkt auch er daran, noch eine Saison dranzuhängen, seine 17. dann.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Kurzberichte
marroneTrainerfeuern einmal anders herum.
Bills Head Coach Doug Marrone (Bild) hatte nach der Saison drei Tage Zeit, sich zu überlegen, ob er Head Coach des Teams bleibt, oder ob er die Option zieht, zu gehen.
Marrone durfte das Team verlassen, und wird trotzdem für 2015 sein volles Gehalt von $4 Millionen erhalten, selbst dann, wenn er bei einem anderen Team unterschreibt. Das wurde ihm vertraglich so zugesichert.
Und Marrone zog die Option, zum Doppelverdiener zu werden, denn es ist davon auszugehen, daß er wieder einen Job in der NFL finden wird. Wenn nicht als Head Coach, so doch als Offensive Coordinator.
Wie es heißt werden die Bills Ende des Monats Bill Polian als Chef der Footballangelegenheiten vorstellen. Man kann davon ausgehen, daß er Marrone gefeuert hätte, um einen eigenen Head Coach einzustellen. Dem kam Marrone zuvor. Und nahm noch etwas Geld mit auf den Weg.

„Nächste Frage,“ war Ndamukong Suhs einzige Antwort, auf die Frage nach seinen Tritten auf das verletzte Bein von Packers Quarterback Aaron Rodgers.
Der Defensive Tackle der Lions, der zu den schmutzigsten Spielern der NFL gehört, wollte sich nicht zu dem Vorfall und seiner von der NFL unverständlicherweise aufgehobenen Suspendierung äußern.
Zehn mal antwortete Suh mit dieser Phrase und 12 mal mit der Phrase: „Ich konzentriere mich voll auf Dallas.“
Mittlerweile sickerte auch nach draußen, auf was für eine dämliche Ausrede der Schlichter reingefallen ist, der die Berufungsverhandlung führte. Suh hat ihn mit dem Spruch: „Meine Füße waren so kalt, ich habe gar nicht gespürt, daß ich auf etwas getreten bin,“ reingelegt.
Tätääääh!

Die Redskins und Defensive Coordinator Jim Haslett haben sich einvernehmlich getrennt, wie es heißt.
Seit 2010 leitete Haslett recht Erfolglos die Defense der Redskins.

Irgendwann soll ja auch der Dümmste mal was kapieren.
So geschehen, jetzt in St. Louis. Da gab Head Coach Jeff Fisher bekannt, daß Quarterback Sam Bradford um seinen Posten als Starter wird kämpfen müssen, vor der nächsten Saison. Gegen wen, das wäre noch nicht klar, da dieser Jemand noch nicht im Team wäre, aber Bradford wäre nicht mehr als Starter gesetzt.
Wenn der dauerverletzte Bradford überhaupt mal spielte, dann recht Erfolglos. Seine Bilanz als Starter lautet 18-30-1.
Und da Head Coach Fisher selber um seinen Arbeitsplatz kämpfen muß, da auch er keinen Erfolg vorzuweisen hat, muß ein Quarterback her, der A) auch mal ein paar Spiele am Stück abliefert, und B) auch mal ein paar davon gewinnt.
Fishers Zeit in St. Louis verläuft ähnlich armselig, wie die bei den Titans und hat eine Bilanz von 20-27-1. In seinen 20 Saisons als Head Coach konnte Fisher nur sechs mit einem positiven S/N Verhältnis beenden.

Der Lazarettreport
Die Colts setzten Right Tackle Gosder Cherilus mit einer Leistenverletzung auf die Verletztenliste.

Bengals Wide Receiver A.J. Green hat sich gegen die Steelers eine Gehirnerschütterung zugezogen. Sein Einsatz gegen die Colts ist fraglich.

Steelers Running Back LeVeon Bell wurde gesehen, wie er ohne zu humpeln auf den Trainingsplatz ging.
Doch daraus darauf zu schließen, daß sein überdehntes Knie einen Einsatz gegen Baltimore zulässt, wäre verfrüht.
Bell sagte, daß er sich von Tag zu Tag etwas besser fühlt. Über Samstag sagte er noch nichts.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: RB C.J. ANDERSON, DENVER BRONCOS
13 Läufe für 87 Yards, 3 Touchdowns, 2 gefangene Pässe für 20 Yards
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB JONATHAN NEWSOME, INDIANAPOLIS COLTS
6 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: WR-PR ANTONIO BROWN, PITTSBURGH STEELERS
Trug 2 Punts über 84 Yards zurück, darunter 1 über 71 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
17 von 22 Pässen für 226 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 12. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S ROMAN HARPER, CAROLINA PANTHERS
6 Tackles, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 31 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR MICAH HYDE, GREEN BAY PACKERS
1 Puntreturn- Touchdown über 55 Yards
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

 

 

ebookreader200
rahmenobenrot
rahmenobenrotrechts
rahmen55-105

 

 

 

 

[Home] [Ergebnisse] [NFL News] [News Archiv] [News Videos] [Total Exzess] [Statistiken] [Tabellen] [Football erklärt] [Forum] [History] [NFL] [Impressum]

 


WIN-FOOTBALL Magazin © voss-multimediagruppe. Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung. Alle Logos und Namen sind eingetragene Markenzeichen der jeweiligen Namensinhaber und urheberrechtlich geschützt. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.

 

 

 

email 
facebook-f
facebookseitedave
winfootball2009logo

Besuchen Sie Win-Football auf Facebook

amazon-aktuell