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13. 03. 2010

Sind die Redskins jetzt auf Titelkurs?
johnson-larry03In einem unglaublichen Coup sicherten sie sich die Dienste von Larry Johnson (Bild).
Der abgetakelte Running Back landet damit beim dritten Team in drei Jahren.
Erst wurde er von den Chiefs gefeuert, weil seine Leistungen in den Keller gingen, dann von den Bengals, die in ihm einen guten Ersatzmann sahen. Doch auch diesen Job konnte er nicht zur Zufriedenheit erfüllen.
Jetzt landete er in Washington. Für drei Jahre soll er $3,5 Millionen erhalten. Erfolgsboni könnten sein Gehalt bis auf $12 Millionen hochtreiben.

12. 03. 2010

Kurzberichte
olsen-merlinMerlin Olsen (Bild) ist tot.
Der Defensive Tackle war einer der Stars in der Fearsome Foursome genannten Verteidigung der Rams.
Nach einer Karriere, die ihm 14 Pro Bowl Auftritte in Folge bescherte, wurde er 1982 in die Ruhmeshalle des Footballs aufgenommen.
An der Seite von Dick Enberg gehörte er danach zu den besten TV-Kommentatoren und allein seine sonore Stimme machte Übertragungen mit ihm zum Genuss.
Allerdings hörte er als Kommentator auf, weil er in der TV-Serie Unsere kleine Farm eine Hauptrolle spielte, die er nicht aufgeben wollte. Danach übernahm er in der Serie Father Murphy sogar die Titelrolle.
Am Mittwoch verstarb Olsen im Alter von 69 Jahren an Lungenkrebs.

LaDainian Tomlinson reiste Ergebnislos aus Minnesota ab.
Der Running Back war nicht so ganz überzeugt von den Konditionen, die die Vikings ihm anboten.
Nächste Station auf seiner „Hier bin ich, wer will mich?“ Tour sind die Jets.

Dan Snyder findet es OK, wie seine Angestellten den freien Spielermarkt behandeln.
Der Besitzer der Redskins hatte letztes Jahr extra einen neuen General Manager eingestellt, der sich um die Ein- und Verkäufe kümmern sollte.
Da er selber kein glückliches Händchen bei der Verpflichtung neuer Spieler hatte, nahm er sich vor, sich wirklich zurückzuhalten.
Sicher fällt es ihm schwer, aber er steht voll hinter General Manager Bruce Allen und Head Coach Mike Shanahan. Beide bringen ja auch wirklich sehr viel Erfahrung mit und fallen momentan durch ihr besonnenes Handeln auf.
In den letzten Tagen verpflichteten sie Offensive Lineman Artis Hicks, Nose Tackle Maake Kemoeatu und Tight End Sean Ryan. Am Wochenende werden sie mit Running Back Larry Johnson verhandeln.
Und Dan Snyder, den es bestimmt in den Fingern juckt, sitzt still und lässt sie mal machen.

Jake Delhomme hält sich weitere Optionen offen. Nach seine Besuch in Cleveland reiste der Quarterback weiter nach New Orleans. Hier spielte er bereits von 1999 bis 2002.
Delhomme wurde in New Orleans geboren und könnte sich gut vorstellen, als Ersatzmann von Super Bowl MVP Drew Brees zu agieren.

11. 03. 2010

Mason-DerrickKurzberichte
Die Ravens sicherten sich nicht nur Anquan Boldin. Am Mittwoch konnten sie auch die Vertragsverlängerung mit Derrick Mason (Bild) verkünden.
Der Wide Receiver bleibt weitere zwei Jahre in Baltimore.

OK, es wäre doch Zeit, ein kleines Fazit zur Free Agency Phase zu ziehen.
Die begann letzten Freitag und bisher kann man sich nur wundern.
Die Cowboys und die Redskins wurden als die Teams gehandelt, die mit einer Schubkarre voller Geld losziehen und links und rechts die Scheine raushauen würden.
Beide Teams haben zusammen EINEN Spieler verpflichtet.
LaDainian Tomlinson wurde als der Spieler gehandelt, der als erster ein neues Team findet... Fehlanzeige.
Dunta Robinson, ein Cornerback, konnte den Vertrag mit der höchsten Garantiesumme einstreichen.
Verrückte Liga, diese NFL!

LaDainian Tomlinson ist dermaßen tief in der Gunst gesunken, daß er sogar einen Job als Ersatzmann akzeptieren würde.
Der Running Back verhandelt mit den Vikings, um nicht den Weg gehen zu müssen, den vor ihm schon viele Running Backs gegangen sind.
Vom Liga MVP in die Bedeutungslosigkeit ist es oft nur ein kleiner Schritt.
Da würde LT sogar lieber den Ersatzmann geben.

Ben Roethlisberger hat bei der Polizei ausgesagt, daß er einvernehmlichen Kontakt mit der Frau hatte, die ihn angezeigt hat. Allerdings wäre es nicht zu irgendwelchen sexuellen Übergriffen gekommen.
Seit Bill Clinton einen Raum im Weißen Haus zum Oral Office umfunktionierte, geht das in Amerika. Wie sagte er doch vor dem Untersuchungsausschuß?: „Ja, Sie hat mich mit dem Mund befriedigt, aber wir hatten keinen Sex.“
Zu klären wäre im Fall Big Bens allerdings, woher die Wunde am Kopf der Anklägerin stammt?
Wegen dieser Wunde war sie letzten Freitag im Krankenhaus. Die Anklägerin soll sie sich zugezogen haben, weil sie ausrutschte und sich den Kopf gestoßen habe.
Die Anwälte Roethlisbergers stellt diese Verletzung jedoch vor Probleme. Die völlige Unschuldsschine können sie mit ihrer Verteidigung wohl nicht mehr fahren.

Wollen die Browns auch noch Brady Quinn vergraulen?
Jedenfalls luden sie den von den Panthers gefeuerten Jake Delhomme zu einem Vorstellungsgespräch ein.
Damit würde auch Quinn verzichtbar, der eh nie die Leistung brachte, die man von dem an Nr. 1 einberufenen Quarterback erwartet hatte.

10.03.2010

Jones-ThomasKurzberichte
Thomas Jones (Bild) fand schnelle ein neues Team. Die Chiefs nahmen den von den Jets gefeuerten Running Back in ihren Kader auf.
Sie gaben dem drittbesten Running Back der letzten Saison einen Vertrag über zwei Jahre. Über die Finanzen gaben sie keine Auskunft.

Wie erwartet feuerten die Browns Derek Anderson.
Doch der Quarterback feuerte zurück. „Die Fans in Cleveland haben keinen Sieger verdient“, posaunte er heraus.
Natürlich wisse er selber, daß er nicht immer gut gespielt habe, aber daß die Fans applaudierten, als er 2008 schwer verletzt vom Platz musste, nehme er immer noch sehr übel.
Daß Anderson es 2007 in den Pro Bowl schaffte, als Quarterback der Clowns, übersieht man leicht. Seine Leistungen lagen meistens auf dem Niveau des Teams, also etwas unterhalb der Grasnabe.
Ob Anderson bald ein neues Team findet, ist fraglich.

Die Dolphins haben Jason Ferguson einen neuen Vertrag gegeben.
Obwohl der Nose Tackle für die erste Hälfte der kommenden Saison gesperrt ist, holten sie den 35-jährigen zurück.
Dennoch halten sie weiter Ausschau nach einem Starter auf der Position, was die Frage aufwirft, warum sie Ferguson einen Vertrag gaben?

Kurt Warner testet seinen Wert auf dem Freien Markt, dem freien Markt der Kommentatoren.
Der Quarterback, der seine aktive Karriere beendet hat, möchte gerne als Kommentator arbeiten. Wie er einer großen Tageszeitung in den Staaten mitteilte, gäbe es schon einen Bieterkrieg verschiedener Sender um ihn.

ESPN will einen Film über Vince Lombardi drehen. Immerhin ist die Super Bowl Trophäe nach dem legendären Head Coach der Packers benannt.
Der Hauptdarsteller steht auch schon fest, Robert De Niro.
Die Uraufführung soll am Wochenende vor Super Bowl XLVI, im Jahr 2012, sein... wenn es dann einen Super Bowl geben wird und die NFL ihre Spieler nicht für die Saison 2011 ausgesperrt hat.

09. 03. 2010

randle-el-antwaanKurzberichte
Die Steelers verpflichteten einen alten Bekannten. Antwaan Randle El (Bild) verbrachte die ersten vier Jahre seiner Karriere in Pittsburgh und ging dann nach Washington.
Die Redskins feuerten den Wide Receiver letzte Woche nach vier Jahren und Randle El fand bei den Steelers eine neu, alte, Heimat.

Mike Holmgren verpflichtete einen weiteren Quarterback.
In seiner Eigenschaft als Präsident der Browns holte er Seneca Wallace nach Cleveland, den er noch aus seinen Zeiten als Head Coach der Seahawks kennt.
Sieben Jahre verbrachte Wallace in Seattle, wo er nie die Chance hatte, Starter zu werden. Immer, wenn der ewig Verletzte Matt Hasselbeck zufällig mal in der Lage war zu spielen, durfte er starten.
Das heißt, daß Derek Anderson sich sehr wahrscheinlich nach einem neuen Team wird umsehen müssen. Am 19. März wäre eine Bonuszahlung von $2 Millionen an ihn fällig, die sich die Browns wohl gerne sparen werden.

Die Houston Texans verloren Dunta Robinson. Er gilt als einer der besten Cornerbacks der Liga und in der nächsten Saison wird er für die Falcons spielen.
Für sechs Jahre zahlt ihm Atlanta $57 Millionen.
Nachdem Robinson auf dem Flughafen in Atlanta aus dem Privatjet von Teambesitzer Arthur Blank gestiegen war, sagte er der Presse, daß er endlich zu Hause wäre.
Er wuchs in der Nähe von Atlanta auf und war immer Fan der Falcons. Für sie wollte er spielen, als seine professionelle Karriere begann. Jetzt sei er endlich da, wo er immer hin wollte.

08. 03. 2010

Kurzberichte
vickEs sieht so aus, als wollten die Eagles Michael Vick (Bild) behalten.
Sein Agent teilte der Presse mit, daß Philadelphia den Bonus von $1,5 Millionen, der in dieser Woche fällig ist, zahlen wird.
Die Eagles haben drei Quarterbacks im Kader, von denen jeder schon Starter war und wieder sein könnte. Dennoch machen sie keinen Anstalten, einen davon abzugeben.

Free Agent Jason Ferguson wird es nicht leicht haben, ein neues Team zu finden.
Der ehemalige Nose Tackle der Dolphins wurde von der NFL für die ersten acht Spiele der nächsten Saison suspendiert.
Er hat gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen und kann in der ersten Hälfte der Saison nur zusehen.

Tim Tebow hat noch keinen Job als Quarterback in der NFL, aber seinen Wert kennt er schon.
In einem Einkaufscenter in Ponta Vedra Beach, Florida, gab er Autogramme, für $160 das Stück. Ein Foto mit ihm war dagegen vergleichsweise billig, das kostete nur $75.
Tebow, der in der nächsten Draft zur Verfügung steht, hat nicht am Sichtungstraining in Indianapolis teilgenommen, weil seine Wurftechnik so grauenvoll ist, daß sie die Scouts eher abschreckt.
Der Quarterback arbeitet hart an seiner Wurftechnik und drei Teams scheinen Interesse an ihm zu haben, die Jaguars, Seahawks und Bills. Denen will er am 17. März zeigen, wie weit sich seine Technik schon verbessert hat. An diesem Tag wird er ein privates Sichtungstraining abhalten.
Denn ohne Job und nur durch den Verkauf seiner Autogramme wird Tebow sich nicht lange über Wasser halten können.

Scott Fujita sagte dem Team, mit dem er gerade den Super Bowl gewonnen hat, Lebewohl. Der Linebacker geht zu den Browns und damit macht er sportlich einen ganz beachtlichen Rückschritt.
Aber Fujita ging nicht, ohne der Region noch einen letzten Gruß zu hinterlassen. Er spendete die Hälfte seiner $82.000, die er für die Siege in den Playoffs erhielt, dem Fond zur Befestigung der Küstenanlagen.
Die paar Dollar hatte er bestimmt gerade noch in seiner Portokasse.

07. 03. 2010

Big Ben`s big Troubles
roethlisb3Zum zweiten Mal in einem Jahr wird Steelers Quarterback Ben Roethlisberger beschuldigt, eine Frau sexuell belästigt zu haben.
Wieder wurde der Quarterback nicht verhaftet und wieder steht der Verdacht im Raum, daß hier nur Geld aus einem reichen und berühmten Mitglied der Gesellschaft herausgepresst werden soll.
Ben Roethlisberger hat auch dieses Mal sofort wieder mit einer Gegenanzeige auf die Beschuldigungen reagiert.
Doch sein Ruf ist in Pittsburgh längst nicht so tadellos, wie man annehmen sollte.
Big Ben liebt das Nachtleben. Immer wieder zieht er mit einem Pulk an Leibwächtern los und besucht Clubs und Bars. Oft wird er auch in Las Vegas gesichtet, wo er die Spieltische unsicher macht.
Ein Kind von Traurigkeit ist Roethlisberger auf keinen Fall.
Am Anfang seiner Karriere in Pittsburgh wurde er besoffen gesichtet, wobei die Aufschrift des T-Shirts, das er trug, besonders negativ auffiel: „Trink wie ein Champion“.
Einige Restaurantbesitzer in Pittsburgh haben ihre eigenen Erinnerungen an die komischen Ansichten des Superstars. Roethlisberger verweigert öfter mal die Zahlung seiner Rechnungen mit dem Hinweis darauf, daß er dem Restaurant doch gerade zu mehr Ansehen verholfen habe. Das wäre doch ein kostenloses Essen wert.
Auf der anderen Seite gibt Big Ben gerne Autogramme und posiert auf Wunsch für Fotos. Ein Liebling der Fans.
Sollte der zweimalige Super Bowl Sieger zweimal in kurzer Zeit Ziel von geltungssüchtigen, geldgeilen Frauen geworden sein, die auf die Schnelle einen Reibach machen wollten?
Kann sein!
Sein Ansehen in Pittsburgh hat seit der letzten Anschuldigung jedoch gelitten. Nach dem ersten Vorfall standen die Fans bedingungslos auf seiner Seite.
Die Anrufer bei den Radiostationen drückten nach dem Vorfall von letzter Woche jedoch größtenteils ihr Missfallen über die Auftritte Roethlisbergers in der Öffentlichkeit aus. Viele zweifelten seinen Charakter an und einige trauten ihm zu, daß er über die Stränge geschlagen habe.

06. 03. 2010

Kurzberichte
boldin-anquan4Die Cardinals haben es endlich geschafft, sie sind Anquan Boldin (Bild) los.
Der Wide Receiver hatte schon seit Jahren einen besseren Vertrag haben wollen, der seine hervorragenden Leistungen würdigte.
Die Cardinals sahen jedoch nicht ein, ihm mehr zu zahlen und jetzt haben sie es geschafft, ihn endlich zu vergraulen.
Boldin wechselte das Federkleid und wird nächste Saison für die Ravens antreten.
Ein solcher Superreceiver ist genau das, was Quarterback Joe Flacco zu seinem Glück brauchte.
Billig war er außerdem. Die Ravens müssen nur ihre Wahlmöglichkeiten in der dritten und vierten Runde der Draft an Arizona abgeben.

Die Bears wurden sich mit Julius Peppers einig.
Head Coach Lovie Smith flog persönlich nach Carolina, um die Unterschrift des Defensive Ends zu sichern.
Der fünfmalige Pro Bowler erhält von den Bears einen Vertrag über $91,5 Millionen für sechs Jahre, von denen $42 Millionen garantiert sind.
Die Bears sicherten sich auch die Dienste von Running Back Chester Taylor, den sie dem Divisionsrivalen Minnesota abnahmen und von Tight End Brandon Manumaleuna, von den Chargers.

Ben Roethlisberger wird schon wieder eines sexuellen Übergriffs beschuldigt.
Am Freitag soll er in einem Nachtclub eine 20-jährige Collegestudentin belästigt haben.
Ob das diesmal stimmt, oder wieder nur ein Versuch ist, Big Ben abzuzocken, werden die polizeilichen Untersuchungen ergeben.
Bereits 2008 hate eine Frau Big Ben der sexuellen Belästigung bezichtigt. Hier scheint es sich zu bewahrheiten, daß es nur der Versuch war, einer im Rampenlicht stehenden Persönlichkeit, Geld aus den Rippen zu leiern.

Die Giants machten einen glücklichen Mann aus Antrel Rolle, denn sie machten ihm zum reichsten Safety der NFL.
Die Cardinals ließen Rolle auf den freien Spielermarkt, da sie einen fälligen Bonus von $4 Millionen nicht zahlen wollten. Die Giants griffen zu, um die Defense, die letztes Jahr völlig versackte, aufzupolstern.
Rolle erhält für drei Jahre $22,5 Millionen.

Die Dolphins sicherten sich Karlos Dansby.
Der ehemalige Linebacker der Cardinals erhielt von Miami einen Vertrag über fünf Jahre und $43 Millionen, von denen $22 Millionen garantiert sind.

05. 03. 2010

NFL im Niemandsland
jones-jerry200Mitternacht...
Die Jagd auf die freien Spieler wurde eröffnet, und die Teams übten erstmal Zurückhaltung.
Man kann sagen, daß es nicht die erwarteten Bieterkriege geben wird. Obwohl es keine Gehaltsobergrenze mehr gibt, blieben die Scheckbücher, noch, in den Taschen. Die Ungewissheit der Zukunft und die drohende Aussperrung der Spieler in der Saison 2011 haben die Clubchefs vorsichtiger agieren lassen, als gedacht.
Etwa 200 eingeschränkte freie Spieler sind auf dem Markt, die nicht nur Geld kosten, sondern auch noch durch Abgaben an Wahlmöglichkeiten in der Draft und, oder zusätzliche Abgabe eigener Spieler an das vormalige Team kompensiert werden müssen.
Einige Teams, wie die Buccaneers, Packers und die Steelers, haben schon vorab verkündet, daß sie nicht an Bieterkriegen teilnehmen werden. Andere Teams, wie die Chargers und die Dolphins, wollen bestimmte Positionen mit neuen Spieler aufpolstern.
Die Redskins und die Cowboys sind die Teams, von denen die größten Ausgaben erwartet werden. Die Besitzer der Teams schwimmen in Geld und sie wollen Erfolg.
Die Redskins versuchen ja schon seit Jahren, mit den guten Teams mitzuhalten. Sie versuchen schon lange, ein wettbewerbsfähiges Team durch den freien Spielermarkt zusammenzukaufen, bisher erfolglos. Jerry Jones (Bild) und die Cowboys sehen einem Super Bowl im eigenen Stadion entgegen, ein Spiel, das sie nicht verpassen wollen.
Phase eins der NFL im Niemandsland hat also begonnen.
Ein neuer Vertrag zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft kam nicht zustande.
Die Saison ohne Gehaltsobergrenze läuft.
Warten wir auf Phase zwei, die Aussperrung der Spieler zur Saison 2011, die den Angestellten der Clubs zeigen soll, wer in der Liga am längeren Hebel sitzt.
Wir Fans stehen da nur zwischen den Fronten, und unsere Interessen und Sehnsüchte interessieren die Herren in den oberen Etagen der NFL einen Scheiß.

Kurzberichte
Die Lions legten sofort los, als der freie Spielermarkt begann. Sie verhandelten noch in der Nacht mit Kyle Vanden Bosch, dem Defensive End der Titans.
Lions Head Coach Jim Schwartz fuhr persönlich zu Vanden Bosch nach Hause, um ihm ein Angebot zu unterbreiten.

Die Jets polsterten ihre sowie nicht schwache Verteidigung weiter auf. Sie verpflichteten Cornerback Antonio Cromartie von den Chargers.
In San Diego war man mit den Leistungen Cromarties nicht mehr zufrieden, doch die Jets sahen etwas in ihm, daß sie veranlasste, ihn zu kaufen.
Der Spielzug, der in ihrem Playoffspiel gegen San Diego ihre Zehnpunkteführung brachte, kann es nicht gewesen sein. Hier stand Cromartie erst wie angewurzelt da, als Jets Running Back Shonn Greene durch ein Loch in der Line auf ihn zulief. Als Cromartie Green nach 53 Yards noch einholte und aus dem Feld schubste, hatte Greene allerdings schon die Endzone erreicht.

Die Chargers haben sich anders besonnen. Sie wollen Darren Sproles nur dann abgeben, wenn sie eine Wahlmöglichkeit in der ersten und der dritten Runde der nächsten Draft für ihn bekommen.
Erst wollten sie den Running Back auf den freien Spielermarkt ziehen lassen, aber ohne Sproles und Tomlinson hätten sie doch recht verloren da gestanden.
Und Sproles steht mit weiteren $7,3 Millionen auf seinem Konto in der nächsten Saison da.

Die Panthers feuerten Quarterback Jake Delhomme. Damit setzten sie den Quarterback vor die Tür, nur ein Jahr nachdem sie ihm einen neuen langfristigen Vertrag gegeben hatten.
Nach der Vertragsverlängerung spielte er dann allerdings die schlechteste Saison seiner Karriere. Ein Festhalten an ihm wäre spielerischer Selbstmord gewesen.

04. 03. 2010

bulger0202Kurzberichte
D`Marco Farr fand harte Worte für Marc Bulger (Bild). Farr war Starter in der Defensive Line der Rams und gewann 1999 den Super Bowl mit dem Team. Heute ist er Analyst für die Radiostation, die die Spiele der Rams überträgt.
Er kennt sich also aus.
Und seiner Meinung nach ist der Quarterback der Rams eine Lusche. Bulger habe zwar alles Talent der Welt, aber er habe kein Charisma und keine Führungsqualitäten.
Auf dem Platz spult er sein Programm ab und das meist ziemlich lustlos.
Dabei habe Bulger unter Offensive Coordinator Mike Martz gelernt, zusammen mit Kurt Warner, aber ihm fehle der Wille und das Feuer. Das aber braucht man beides, um eine Offense anzuführen.
Für Farr ist klar, daß Bulger sein letztes Spiel für die Rams absolviert hat.
Wenn es nach ihm ginge, sollten die Rams Defensive Tackle Ndamukong Suh draften und sich auf dem Markt nach einem Quarterback umsehen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, um genau 0:00 Uhr Ostzeit in den Staaten, öffnet der freie Spielermarkt. Manche Analysten erwarten einen Käuferandrang wie zum Verkaufsstart des letzten Harry Potter Buches.
Ohne Gehaltsobergrenze werden die dicken Verträge nur so durch die Gegend schwirren. Die reichen Teams werden versuchen, sich ihr Super Bowl Team zusammenzukaufen und die ärmeren werden die Krumen vom Boden aufsammeln, ganz wie im richtige Leben.
Aber Redskins-Besitzer Dan Snyder hat im Rahmen der geltenden Bestimmungen ja schon versucht, sich sein Meisterteam zu basteln, mit großem Mißerfolg, wie man weiß.

Peyton Manning musste operiert werden.
Der Quarterback der Colts wurde in Chicago an einem eingeklemmten Nerv am Rücken operiert.
Manning musste nur eine Nacht im Krankenhaus bleiben.

03. 03. 2010

Kurzberichte
1635Auch der Pro Bowl im Jahr 2011 wird in der Woche vor dem Super Bowl ausgetragen. Austragungsort wird wieder das gewohnte Aloha Stadion in Honolulu, auf Hawaii sein.
Übertragen wird das Spiel am 30. Januar 2011 von FOX, die eine Woche später auch den letzten Super Bowl vor der Spieleraussperrung übertragen werden.
Grund für die Entscheidung, den Pro Bowl wieder vor dem Super Bowl auszutragen, sind die gestiegenen Einschaltquoten.
Für die meisten Fans ist die Saison mit dem Super Bowl abgehakt, der Pro Bowl nur noch ein Appendix, den man entfernen kann.
In der Woche vor dem Super Bowl dagegen fiebert man dem Saisonfinale entgegen, und nimmt den Pro Bowl als Schmankerl noch mit.
Der letzte Pro Bowl, der nach der Saison ausgetragen wurde hatte 8,8 Millionen Zuschauer, der Pro Bowl vor dem Super Bowl 12,3 Millionen.

Die Entlassung von Jets Running Back Thomas Jones kommt bei den Teamkollegen nicht gut an.
Unter seinen Mitspielern war Jones sehr beliebt und ein Stimmungsmacher.
Ein Spieler, der nicht genannt werden möchte, sagte, daß er die Entscheidung des Vorstands nicht verstehe: „Du feuerst T.J. Wegen $5,8 Millionen und behältst Vernon Gholston für $50 Millionen, der nichts Produktives abliefert?
Völlig unverständlich!“
Gholston war die sechste Wahl in der Draft von 2008 und die Jets warten immer noch auf den ersten Sack des Linebackers.
Die Jets sparen zwar schlappe $5,8 Millionen, verlieren aber einen beliebten Leistungsträger.

Und nicht vergessen: Übermorgen ist der erste Tag des neuen Geschäftsjahrs der NFL.
Wenn bis morgen keine Einigung zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft erzielt wurde, findet die Saison 2011 nicht statt.

02. 03. 2010

Kurzberichte
pace-orlandoNach nur einem Jahr in Chicago feuerten die Bears Orlando Pace (Bild).
Der 34-jährige war zu seinen besten Zeiten ein sehr guter Tackle bei den Rams. Aber diese Zeiten sind vorbei.
Zusammen mit Quarterback Jay Cutler sollte er die Offense nach vorne bringen. Aber Pace war den Bears keine Hilfe mehr.
Er startete in 11 Spielen, musste wehen einer Leistenzerrung pausieren und beendete die Saison als Reservespieler.
In seiner Zeit bei den Rams schaffte er es neun mal in den Pro Bowl, doch jetzt ist das Karriereende nah.

Chad Ochocinco, der sich wohl doch nicht wieder in Chad Johnson umnennen lässt, trotz einer verlorenen Wette, ist die Zeit der NFL Saison zu kurz.
Der profilierungssüchtige Wide Receiver der Bengals möchte auch zwischen den NFL Saisons im Licht der Öffentlichkeit erscheinen. Deshalb tritt er in der TV-Show Dancing with the Stars an.
Ob er da allerdings seine dummen Mätzchen abziehen kann, ist fraglich.
85 befindet sich in guter Gesellschaft. Die ehemaligen NFL Stars Jerry Rice, Emmitt Smith und Warren Sapp haben schon an der Show teilgenommen.
In der aktuellen Staffel wird er auf den ebenfalls noch aktiven Jason Taylor treffen.

Am Freitag werden die Jets Thomas Jones entlassen.
Der Running Back spielte drei Jahre in New York und darf sich nun ein neues Team suchen.
Zusätzlich zu seinem Gehalt von $2,8 Millionen für die Saison 2010 hätten die Jets ihm einen Bonus von $3,3 Millionen zahlen müssen.
Das war ihnen zu viel. Jones weigerte sich, über eine Gehaltskürzung zu verhandeln und jetzt darf er seinen Wert auf dem freien Spielermarkt testen.
Die Jets gaben Jones 2008 einen Zweijahresvertrag über $13,1 Millionen. In der Saison 2009 spielte er für das Grundgehalt von $900.000 und ließ sich das nicht anmerken.
Mit 1.402 Laufyards und 14 Touchdowns hatte er großen Anteil am Erreichen der Playoffs. Zum Dank bekam er jetzt den Tritt.

01. 03. 2010

Kurzberichte
CROMARTIE-antonioAntonio Cromartie (Bild) ist nicht mehr zufrieden in San Diego.
Die Chargers, die ihren Spielerkader eh gerade ausmisten, haben schon versucht, einen Abnehmer für den Cornerback zu finden.
Cromartie gehörte vor einigen Jahren noch zu den Leistungsträgern des Teams. Seine Leistungen haben allerdings nachgelassen und auch das Interesse der anderen Teams an ihm ist nicht überwältigend.
Mit den Lions klopfte jetzt allerdings ein Team an, das ihn gerne verpflichten würde. Wenn der Preis stimmt, werden die Chargers ihn nach Detroit abgeben.

Die Jets stehen kurz davor, Thomas Jones ziehen zu lassen. Der Running Back weigert sich, seinen Vertrag nachzuverhandeln.
Der 31-jährige spielt seit 10 Jahren in der Liga und hat in den letzten beiden Saisons 27 Touchdowns erzielt. Doch New York will in der Zukunft auf Shonn Greene setzen. Der Rookie lief in jedem Playoffspiel der letzten Saison über 100 Yards und erzielte jeweils einen Touchdown.
Jones ist damit der dritte Running Back über 30, der seinen Job verlor. LaDainian Tomlinson und Brian Westbrook sind die anderen.

Die Scouts der NFL, die am Wochenende beim Sichtungstraining in Indianapolis waren, haben ihren Favoriten für die Draft auserkoren.
Die meisten tippen darauf, daß Gerald McCoy als Nr. 1 weggehen wird.
Der Defensive Tackle wog schon mit 12 Jahren 120 Kilo und verputzte seine Gegner in der Kinderliga reihenweise.
Jetzt wiegt er knappe 150 Kilo und die Experten sehen in ihm einen neuen Tommie Harris.
Harris war Defensive Tackle der Bears und wurde dreimal in den Pro Bowl gewählt, bevor Verletzungen ihn zurückwarfen.
Die Rams, die ja die erste Wahl haben, möchten aber gerne einen Spieler einberufen, der sich zum Publikumsliebling ausbauen lässt. Da eignet sich ein Defensive Tackle nicht so wirklich.
Mal sehen, wen Commissioner Goodell am 22. April als ersten einberufenen Spieler verkündet.

27. 02. 2010

Kurzberichte
sproles2Die Chargers wollen in der nächsten Saison ohne Laufspiel antreten.
Warum sonst sollten sie Darren Sproles (Bild) gehen lassen, nur Tage nachdem sie schon LaDainian Tomlinson feuerten?
2009 machten sie Sproles zu ihrem Franchise Player, weil sie ihn auf keinen Fall ziehen lassen wollten. Doch dieses Jahr wären $7,3 Millionen für ihn zu zahlen, was dem Vorstand zuviel ist.
Deshalb lassen sie Sproles testen, was der frei Spielermarkt für ihn bietet.
San Diego hofft wohl darauf, in der Draft einen sofort einsetzbaren Running Back einzuberufen.

Arizona zog seine Bewerbung um die Austragung des Super Bowls 2014 zurück.
Nutznießer dieser überraschenden Einscheidung ist New York. Sie sind klarer Favorit für einen Winter Super Bowl.
Zwar haben auch Tampa und Süd Florida Bewerbungen eingereicht, aber mit dem neuen Stadion ist New York auf Platz 1 im Rennen.
Wirtschaftliche Gründe gaben den Ausschlag für den Rückzug Arizonas, die eine neue Bewerbung für 2015 einreichen wollen.
Mit ihren Bewerbungen für die Jahre 2012 und 2013 wurden sie von der Liga nicht berücksichtigt.

Für die Reihenfolge der kommenden Draft mussten einige Münzen geworfen werden, um zu entscheiden, wer wann dran ist.
Jacksonville kann als zehntes Team einen neuen Spieler einberufen und Denver ist als elftes Team dran.
Bei den Titans und den 49ers war Tennessee das glückliche Team. Sie sind an 16. Stelle dran, San Francisco an 17.
Um Platz 19 und 20 ging es zwischen den Falcons und den Texans. Hier gewann Atlanta.
Zu den Münzwürfen kam es, weil die Unentschieden der Teams untereinander auf dem Weg der Punktestände und sonstiger spielerischer Kräftevergleiche nicht aufgelöst werden konnten.
So sieht dir Draftreihenfolge in den ersten beiden Runden aus, wobei Teams ja noch ihre Plätze tauschen können.
1. Rams (1-15)
2. Lions (2-14)
3. Buccaneers (3-13)
4. Redskins (4-12)
5. Chiefs (4-12)
6. Seahawks (5-11)
7. Browns (5-11)
8. Raiders (5-11)
9. Bills (6-10)
10. Jaguars (7-9)
11. Broncos (von Bears, 7-9)
12. Dolphins (7-9)
13. 49ers (8-8)
14. Seahawks (von Broncos, 8-8)
15. Giants (8-8)
16. Titans (8-8)
17. 49ers (von Panthers, 8-8)
18. Steelers (9-7)
19. Falcons (9-7)
20. Texans (9-7)
21. Bengals (10-6)
22. Patriots (10-6)
23. Packers (11-5)
24. Eagles (11-5)
25. Ravens (9-7)
26. Cardinals (10-6)
27. Cowboys (11-5)
28. Chargers (13-3)
29. Jets (9-7)
30. Vikings (12-4)
31. Colts (14-2)
32. Saints (13-3)

RUNDE 2
33. Rams
34. Lions
35. Buccaneers
36. Chiefs
37. Redskins
38. Browns
39. Raiders
40. Seahawks
41. Bills
42. Buccaneers (von Bears)
43. Dolphins
44. Patriots (von Jaguars)
45. Broncos
46. Giants
47. Panthers
48. Patriots (von Titans)
49. 49ers
50. Texans
51. Chiefs (von Falcons)
52. Steelers
53. Patriots
54. Bengals
55. Eagles
56. Packers
57. Ravens
58. Cardinals
59. Cowboys
60. Chargers
61. Jets
62. Vikings
63. Colts
64. Saints

26. 02. 2010

Kurzberichte
reed-jeff2Die Steelers verschwendeten ihre Möglichkeit des Franchise Players für Kicker Jeff Reed.
Das mussten sie nach eigener Auskunft, weil die Verhandlungen mit ihm ins Stocken gerieten, sie Reed aber unbedingt halten wollen.
Etwas leichter liefen anscheinend die Verhandlungen mit Casey Hampton. Der Nose Tackle hat für weitere drei Jahre und $21,3 Millionen unterschrieben.

Auch die Seahawks haben keinen besseren Spieler im Team, als Kicker Olindo Mare. Auch sie hängten ihm das Etikett des Unternehmensspielers an.
Mare setzte in der letzten Saison nur zwei Versuche daneben. Bei einem Team, das selten in die Endzone der Gegner kommt, ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Die Cardinals verlängerten den Vertrag mit ihrem Head Coach. Ken Whisenhunt soll das Team bis nach der Saison 2013 trainieren.
Auch General Manager Rod Graves bleibt bis 2013 in Arizona.
Die Cardinals haben nach 2013 eine Option, den Vertrag mit Whisenhunt weiter zu verlängern.

In New Orleans kocht die Gerüchteküche über.
Seit Quarterback Drew Brees den Vorschlag gemacht hat, seinen ehemaligen Teamkollegen von den Chargers, LaDainian Tomlinson, zu verpflichten, gibt es kein Halten mehr.
So ist sich eine Tageszeitung in der Stadt der Saints sicher, daß das Team Reggie Bush feuern will, um Tomlinson zu verpflichten.
Die Saison 2010 schlägt für Reggie Bush mit $8 Millionen zu Buche, Geld, das in Tomlinson vielleicht besser investiert wäre.

Die Lions haben anscheinend nicht vor, zwei Jahre in Folge dickes Geld in teure Rookies zu investieren.
Wenn ein Club käme und ihnen ein gutes Angebot macht, dann würden sie ihre Wahlmöglichkeit an der zweiten Stelle der Draft sofort abgeben.

Und nicht vergessen, heute in einer Woche beginnt das neue Geschäftsjahr der NFL.
Heute in einer Woche gibt es entweder einen neuen Vertrag zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft, oder wir sehen einem NFL-losen 2011 entgegen.
Die letzten Meldungen von der Front besagen, daß sich nichts, aber auch gar nichts tut. Niemand bewegt sich auch nur einen Millimeter auf den anderen zu.
Auch die letzte Notrettung, den existierenden Vertrag um ein Jahr zu verlängern, die die Gewerkschaft vorgeschlagen hat, um mehr Zeit zum Verhandeln zu haben, wird von der Liga abgelehnt.

25. 02. 2010

Kurzberichte
tatupu-mos3iNur 54 Jahre wurde Mosi Tatupu (Bild) alt. Der Running Back war einer der populärsten Spieler der Patriots für die er 13 seiner 14 Jahre in der NFL spielte.
1978 wurde er von new England gedraftet und seine letzte Saison spielte er 1991 für die Rams.
Tatupu war nie ein Superstar, aber er wurde letztes Jahr in das Team zum fünfzigsten Geburtstag der Patriots gewählt.
Am 24. Februar verstarb er plötzlich und unerwartet. Woran er verstarb ist nicht bekannt, das soll eine Obduktion ergeben.
Sein Sohn Lofa Tatupu spielt aktuell als Middle Linebacker bei den Seahawks.

Das erste Spiel der Saison, das Hall of Fame Game genannte Vorbereitungsspiel, werden die Cowboys und die Bengals bestreiten.
Am 8.8. 2010 wird das Spiel stattfinden, einen Tag nachdem die sieben neuen Mitglieder in die Ruhmeshalle aufgenommen wurden.

24. 02. 2010

Kurzberichte
peppers-julius200Die Panthers werden dieses Jahr nicht hingehen, und Julius Peppers (Bild) zum Franchise Player machen.
Das heißt, daß der Defensive End das Team endlich verlassen kann, was er ja vor der letzten Saison schon wollte.
Die Bears haben sofort ihr Interesse an ihm bekundet. Billig wird er nicht, von den Panthers stünden ihm noch $40 Millionen zu. Die wird er von den Bears auch haben wollen.
Chicago hat auch Aaron Kampman vom Rivalen aus Green Bay auf der Einkaufsliste. Kampman kommt in der 3-4 Verteidigung der Packers nicht gut zurecht und wäre einem Wechsel nicht abgeneigt.

Die Eagles feuerten Brian Westbrook. Der Running Back hatte in der letzten Saison viele Probleme mit Verletzungen... zu viele Probleme.
Seine reduzierten Einsatzzeiten rechtfertigten das hohe Honorar nicht mehr.
Philadelphia könnte sich auf dem Markt nach einem neuen Running Back umsehen. Ein gewisser LaDainian Tomlinson wäre da zu haben.

Randy Hanson reichte jetzt doch eine Klage gegen die Raiders und deren Head Coach Tom Cable ein.
Hanson war Assistenztrainer der Raiders und Tom Cable hatte ihm bei einer handgreiflichen Auseinandersetzung den Kiefer gebrochen.
Untersuchungen der Staatsanwaltschaft führten nicht zu einer Klageerhebung und der Vorfall drohte unter dem Teppich zu verschwinden.
Hanson leitete jetzt eine Privatklage ein.

Saints Safety Darren Sharper möchte gerne beim Super Bowl Gewinner bleiben. Allerdings hat er auch nichts dagegen, seinen Wert auf dem freien Markt zu testen und dem meistbietenden Team seine Leistungen zur Verfügung zu stellen.
Die Saints jedenfalls verzichteten darauf, Sharper zu ihrem Franchise Player zu machen und gehen damit das Risiko ein, ihn zu verlieren.
New Orleans gab ihm letztes Jahr einen Einjahresvertrag über $1,7 Millionen, nachdem die Vikings ihn gefeuert hatten.
Es dürfte ihm nach seinen Leistungen in der abgelaufenen Saison nicht schwerfallen, irgendwo einen besseren Vertrag zu erhalten.

Die Rams haben etwas getan, das in der NFL als absolut unmöglich galt, sie senkten die Eintrittspreise.
In einer Liga, die in ihrer Gier maßlos ist und eigentlich immer nur das „noch mehr“ kennt, unvorstellbar.
Schon seit ihrer 8-8 Saison 2006 haben sie die Preise nicht mehr erhöht, doch es kamen immer weniger Zuschauer, um sich das grauenvolle Gegurke des Teams anzusehen.
Mit der 1-15 Saison 2009 kam ein neuer Tiefpunkt und die Ränge wurden noch leerer.
Die Rams haben 2010 die erste Wahl in der Draft und die damit verbundenen hohen Kosten werden nicht leicht zu schultern sein. Doch um wenigstens noch ein paar Zuschauer dazu zu bewegen, sich den neuen, teuren Star auch anzusehen, entschloß sich die Teamleitung zur Senkung der Eintrittspreise.

23. 02. 2010

Kurzberichte
tomlinsonaufmbike200Seit einigen Wochen steht fest, daß LaDainian Tomlinson (Bild) kein Charger mehr ist, aber offiziell ist es erst seit Montag.
Neun Jahre spielte der Running Back in San Diego und wird jetzt darauf warten, daß sich ein neuer Arbeitgeber für ihn interessiert.
In der Draft 2001 hätten die Chargers als erstes Team die Wahl gehabt und sie hätten sich für Quarterback Michael Vick entscheiden können. Statt dessen entschieden sie sich für Tomlinson. Diese Entscheidung haben sie wohl nie bereut, selbst wenn man die Knastzeit von Vick herausrechnet.
Im letzten Jahrzehnt lief Tomlinson für 12.490 Yards, so viel, wie kein anderer Running Back.
2006 wurde er zum MVP der Liga, nachdem er mit 31 Touchdowns einen neuen Saisonrekord aufgestellt hatte.

Einen Fehler machte der Chef der Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith, als er vor dem Super Bowl verkündete, daß die NFL zur Saison 2011 die Spieler mit 120%er Sicherheit aussperren werde.
Er ging davon aus, daß die NFL selbst ohne Spiele die Übertragungsgelder der TV-Anstalten kassieren würden.
Das war falsch!
Es wäre ja auch wirklich hirnrissig, wenn die Sender für nicht erbrachte Leitungen Geld zahlen würden.
Milliarden von Dollar wandern jährlich in die Taschen der Liga, aber natürlich nur, wenn es auch etwas gibt, das übertragen wird. Zu verschenken haben CBS, FOX, NBC, ESPN und DirecTV selbstverständlich nichts.
Wie Mr. Smith darauf kommt, daß die Sender ihr Geld für Nichts an die NFL zahlen würden, müsste er mal erklären.
Vor diesem Hintergrund erscheint eine Aussperrung nicht mehr 120%ig, sondern nur noch 100%ig.

Jemand streute das Gerücht, daß die Rams ihren ersten Platz in der Draft mit den Buccaneers tauschen wollten.
Dafür sollten sie die Wahlmöglichkeiten der Bucs in den Runden 1 und 3 bekommen und Quarterback Josh Johnson.
Das wäre völlig aus der Luft gegriffen, sagte Rams General Manager Billy Devaney der Presse.
Im Raum steht ja die Möglichkeit, daß Quarterback Marc Bulger die Rams verlassen wird, der letzte Woche seinen Spind komplett ausräumte.
Aber was wäre denn dieser Josh Johnson für ein Ersatz?
Hier würde doch nur ein mieser Quarterback gegen einen zumindest gleichmiesen getauscht.
Daß die Rams zu einem Handel bereit wären, ist ja möglich, aber doch nur, wenn sie sich dabei verbessern können.

20. 02. 2010

Kurzberichte
lewis-jamalDie Browns haben Jamal Lewis (Bild) gefeuert.
Die Saison des Running Back endete am 2. Dezember, als er mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Noch nach der Saison klagte er über verschwommenes Sehen und Kopfschmerzen.
Doch seine Karriere möchte Lewis noch nicht beenden, deshalb sucht sein Agent ein neues Team für ihn.

Roger Goodell möchte seinen Weg aus der NFL eine Flagfootballliga zu machen konsequent fortsetzen.
Für die Trainingseinheiten zwischen den Saisons will er das Vollkontakttraining um ein Viertel reduzieren.
Dazu muss das Regelkommittee sein OK geben, das nächste Woche tagt.
Der Commissioner möchte auch auf diesem Weg die Gefahr für Kopfverletzungen reduzieren.

19. 02. 2010

austin-miles2Kurzberichte
235 Spieler stehen kurz davor, den freien Spielermarkt zu entern.
235 Spieler, die von der Saison ohne Gehaltsobergrenze profitieren könnten. Natürlich werden nicht alle 235 ein neues Team finden und viele werden nicht den Schotter einfahren, den sie sich erträumen, aber einige werden Gott in Frankreich wie einen Normalverdiener aussehen lassen.
Am 5. März beginnt das neue kalendarische Jahr der NFL, das immer von März bis März läuft. Wenn bis dahin kein neuer Tarifvertrag zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft unterzeichnet wurde, können die Teams soviel Geld für ihre Spieler ausgeben, wie sie möchten.
Bis jetzt sieht es so aus, als wäre es leichter aus CDU und FDP eine fähige Regierung zu machen, als daß sich bei den Tarifverhandlungen etwas positives ergibt.

Die NFL verpflichtete Troy Vincent als Berater für die Tarifverhandlungen.
Vincent war Präsident der Spielergewerkschaft und galt sogar als Nachfolger des verstorbenen Gene Upshaw. Als DeMaurice Smith den Job erhielt schied Vincent aus der Spielergewerkschaft aus.
Nach dem Motto, „wes Knete ich kriege, des Seite vertrete ich“, steht er jetzt Seite an Seite mit Roger Goodell, dem er feindlich gegenübergestanden hätte, wenn er Vorsitzender der Gewerkschaft geworden wäre.
Jetzt soll er seine Insidererfahrungen der NFL bei den Verhandlungen zur Verfügung stellen.

Jason Campbell rechnet damit, bei den Redskins zu bleiben.
Der Quarterback habe ein sehr gutes Gefühl, nach seinen ersten Gesprächen mit dem neuen Head Coach Mike Shanahan.
Sollte Shanahan an Campbell festhalten, dann nur, wenn kein besserer Quarterback auf dem Markt zu finden ist.

Donte` Stallworth hat ein neues Team gefunden.
Der Wide Receiver, der im berauschten Zustand einen Fußgänger überfuhr und tötete, landete bei den Baltimore Ravens.
Das Team hat sich ja schon bei Ray Lewis als pflegeleicht im Umgang mit Mord und Totschlag erwiesen.
$900.000 wird Stallworth für ein Jahr in Baltimore erhalten.

18. 02. 2010

NFL Network überträgt die AFL
mabry222Die Arena Football League hat sich unter neuen Besitzern neu formiert. Am 2. April startet sie in ihre 23. Saison mit einigen alten Bekannten und neuen, alten, Teams.
6,1 Millionen Dollar haben die neuen Besitzer für sämtliche Rechte an der AFL hingelegt, die 2008 ihren letzten Meister ausspielte.
15 Teams gehen im April an den Start, darunter Chicago, Cleveland, Dallas, Arizona, Utah, Orlando und Tampa Bay aus der AFL und Oklahoma City, Tulsa, Alabama, Bossier-Shreveport, Iowa, Spokane, Jacksonville und Milwaukee aus der nun eingestellten AFL2.
2011 soll der letzte Meister der Liga, Philadelphia Soul, auch wieder dazu kommen, sowie Teams aus Süd Carolina, Denver und Pittsburgh.
Nicht mehr die Teams sollen die Spieler beschäftigen, sondern die Liga. Dadurch verspricht man sich eine bessere Kontrolle über die Finanzen.
Ein Fernsehsender steht als Übertragungspartner schon fest, das NFL Network. Hier wird in der Saison 2010 jeden Freitag ein Spiel Live gezeigt. Den Anfang macht die Partie Chicago at Iowa am 2. April.
14 der 15 Teams sollen auf jeden Fall am Freitag gezeigt werden.
Auch die Playoffspiele sollen Live übertragen werden, hier sind die Verhandlungen aber noch nicht abgeschlossen.

17. 02. 2010

Bei den Rams hat Marc Bulger seinen Spind ausgeräumt.
bulgerDERramDer Quarterback wird das Team wohl verlassen.
Einst als große Hoffnung war er sehr gut in seine Karriere gestartet. Aber schnell wurde klar, daß er nur eine Eintagsfliege war. Er war oft verletzt und seine Produktivität rasselte ins Bodenlose.
In seinen neun Jahren bei den Rams hat er Pässe für 22.814 Yards geworfen, 122 Touchdowns und 93 Interceptions.
Völlig überraschend kam seine Vertragsverlängerung im Jahr 2007, als die Rams ihm einen neuen Sechsjahresvertrag für $65 Millionen gaben.
Bereits zu diesem Zeitpunkt war offensichtlich, daß er das nicht annähernd mehr wert war.
In den Saisons seit dieser Zeit produzierte er Passerwertungen von nur noch 70,3, 71, 4 und 70,7 Punkten.
Ein Verlust wäre sein Weggang nicht.
Im April haben die Rams die erste Wahl in der Draft und könnten sich für einen Quarterback entschließen.
Sie könnten sich auch auf dem freien Markt umsehen und Philadelphias Michael Vick verpflichten oder Washingtons Jason Campbell.
Wo da allerdings die Verbesserung zu Bulger wäre, erschließt sich nicht sofort.

Kurzberichte
Die Raiders sehen etwas in Sebastian Janikowski, daß sie $9 Millionen für ihn ausgeben lassen.
Sie gaben dem polnischen Kicker einen neuen Vertrag über vier Jahre und $16 Millionen, von denen neun garantiert sind.
Janikowski ist damit im Moment der reichste Kicker der NFL.

Vikings Defensive End Ray Edwards versteht nicht, warum Roger Goodell mehr verdient, als er.
„Ich sehe nicht, daß er gehittet wird“, erzählte er einer Zeitung in Minnesota. „Er verdient $9 Millionen pro Jahr, wo ist da die Ausgewogenheit? Er riskiert nicht seine Gesundheit, so wie wir, er schubst nur einen Füller übers Papier.“
Edwards kann in der kommenden Saison $3,168 Millionen verdienen, ein Drittel dessen, was der Commissioner bekommt.
Für ihn ein Unding.

Jets Quarterback Mark Sanchez wird am Mittwoch am Knie operiert.
Eine angerissene Sehne muss repariert werden.
Zum Beginn des Trainingscamps soll Sanchez wieder voll einsatzbereit sein.

15. 02. 2010

UFL-LogoKurzberichte
Beginnen wir die NFL News mal wieder mit der UFL. Viele ehemalige Trainer der NFL arbeiten ja in der UFL und einige Spieler wechselten ja nach Ende der ersten UFL Saison in die NFL.
Die UFL hat sich entschlossen, noch eine Saison zu absolvieren und will sogar expandieren.
Neuer Spielort soll Hartford werden. In diesem Provinzstädtchen gab es mal ein professionelles Eishockeyteam, die Whalers, aber das ist schon vor 13 Jahren aus der Stadt geflüchtet.
Sehr wahrscheinlich wird es aber kein neues Team geben, sondern nur einen Ortswechsel des New Yorker Teams. Hier fehlten nämlich die Zuschauer, die in Hartford vielleicht kommen werden.
Head Coach des Teams soll Chris Palmer werden. Palmer war mal Quarterback der Giants und Head Coach der Cleveland Browns.

Nein, er wolle das Team nicht verkaufen, antwortete Pat Bowlen auf entsprechende Fragen.
Seit 25 Jahren besitzt er die Denver Broncos und er beabsichtige, das auch weiter zu tun.
Bowlen wird am 18. Februar 66 und sagt, daß er immer noch genug Energie habe, das Team zu führen.

Sollte Shahid Khan die Rams kaufen, darf Steve Spagnuolo gehen.
Der Head Coach des Teams hat eine Ausstiegsklausel, für den Fall, daß das Team den Besitzer wechselt.
Spagnuolo wurde letztes Jahr für vier Jahre und $11,5 Millionen verpflichtet. In seiner ersten Saison trainierte er die Rams mit 1-11 Siegen zum schlechtesten Ergebnis der Teamgeschichte, würde ihn da ernsthaft jemand vermissen?

13. 02. 2010

Alles Roger für Goodell
goodellWenigstens über eins sind sich die Clubbesitzer einig, daß Roger Goodell (Bild) für sie der richtige Mann am richtigen Platz ist.
Sie verlängerten den Vertrag des Commissioners, der im September ausgelaufen wäre, bis zum März 2015.
Am 1. September 2006 löste Goodell Paul Tagliabue ab und eine seiner wichtigsten Aufgaben war die Einstellung der NFL Europe. Die erledigte er auch sofort mit Hingabe und hinterließ gerade im Hauptspielort Deutschland viele enttäuschte Fans.
Für die immer noch laufenden Tarifverhandlungen wollten die Clubbesitzer einen Chef, dessen Gedanken nicht mit dem eigenen Vertrag beschäftigt sind, sondern einen Mann, der sich voll und ganz auf die Sache konzentrieren kann.
Im Steuerjahr 2008-2009 verdiente Roger Goodell $9,76 Millionen. Keine schlechte Gedankenstütze, auch wenn es nur ein Hungerlohn ist, verglichen mit dem, was der Chef des beliebtesten amerikanischen Sports verdient. Baseball Commissioner Bud Selig schaufelte $17, 48 Millionen auf sein Konto.

Gehaltsobergrenze oder nicht
Die Steelers werden für die nächste Saison einkaufen gehen, als gäbe es für die Saison eine Gehaltsobergrenze.
Auch wenn die Verhandlungen zwischen der Liga und den Spielern scheitern, wollen die Steelers nur soviel Geld für ihren Kader ausgeben, wie es die noch bestehende Gehaltsobergrenze erlaubt.
Im Vorstand weiß man, daß man sich damit einen schweren Nachteil gegenüber anderen Teams einhandelt, die richtig die Kohle rausschmeißen werden, aber den wollen sie in Kauf nehmen, um sich nicht zu sehr zu verschulden.
Letztes Jahr lag die Ausgabengrenze zwischen 111 und 128 Millionen Dollar. Das heißt, daß mindestens 111 Millionen an die Spieler ausgezahlt werden mussten und höchstens 128 Millionen, pro Team versteht sich.
Daran will Pittsburgh sich für die Saison 2010 orientieren.

Los Angeles Rams???
Gehen wir davon aus, daß die Rams an diesen Shahid Khan verkauft werden.
Damit dürfte man nicht so falsch liegen. Wenn die anderen Clubbesitzer dem neuen Eigentümer zustimmen, könnte der Handel im Mai über die Bühne gehen.
Aber was nun?
Ziehen die Rams nach Los Angeles um, die ja ein Team für ihr neues Stadion suchen?
In St. Louis sagt man eher: Nein!
Man habe sich extra für einen Käufer entschieden, der das Stadion in St. Louis bequem mit dem Auto erreichen kann.
Kitty Ratcliff, die Vorsitzende des Fremdenverkehrsbüros in St. Louis begrüßt den Verkauf an Khan. Man habe hier einen Fan als Käufer gefunden, der aus der Gegend stammt, der öfters bei den Heimspielen war und der der Gegend verbunden ist.
Ob das diesen Khan davon abhält, das Team dem Schotter nachjagen zu lassen?
Doch wohl eher: Nein!
Ein Verkaufspreis von $913 Millionen ist im Gespräch. Das dürfte aber etwas zu hoch gegriffen sein, denn die Rams haben mit ihrem Rumgegurke in den letzten Jahren doch einiges an Wert verloren. Gehen wir eher von $750 Millionen aus.
Die will der Khan ja nicht in den Sand setzen, sondern viel lieber wohl vermehren.
Das wäre in dem sehr viel größeren TV-Markt um Los Angeles leichter, als in der Provinz von St. Louis.
Zudem muss der Dome auf den neuesten Stand gebracht werden. In den letzten Jahren wurde er für $30 Millionen modernisiert, indem man Clubsitze einbaute und die Anzeigen- und Videotafeln erneuerte.
Doch das Stadion gehört zu den ältesten der Liga und man muss noch sehr viel mehr investieren, um es den Ansprüchen der heutigen Zeit anzugleichen, während in L.A. ein nagelneues, supermodernes Stadion wartet, und wartet...

12. 02. 2010

Kurzberichte
favre-brett-vikingVikings Quarterback Brett Favre (Bild) hatte in seiner 19. Saison eine Menge Spaß. Das jedenfalls berichtet er auf seiner Internetseite.
Nach den Statistiken war es sogar seine beste Saison, die allerdings ein Spiel zu früh endete.
Favre bedankte sich bei seinen vielen Fans für die Unterstützung.
Ob er eine 20. Saison spielen wird, ließ er offen, sagte aber, daß er nicht jünger würde und die blauen Flecken langsamer verschwänden, als früher.

Fünf Jahre war Middle Linebacker Antonio Pierce der Anker der Giants Defense. Vier Playoffsaisons und einen Super Bowl Sieg konnte er mit New York erreichen, doch am Donnerstag wurde er gefeuert.
Wegen einer Nackenverletzung musste er die letzten sieben Spiele der abgelaufenen Saison pausieren, und die Giants verloren Spiel um Spiel.
Pierce selber glaubt, daß er trotz seiner Nackenverletzung noch gut genug spielen könnte in einer 10. Saison, aber die Giants sind skeptisch und setzten in vor die Tür.

Nach 10 Jahren war Torry Holt nicht mehr gut genug für die Rams und er wechselte zu den Jaguars. Dort bewies der Wide Receiver, daß seine besten Zeiten tatsächlich hinter ihm lagen.
Er fing in der Saison 2009 51 Pässe für 722 Yards und nicht einen einzigen Touchdown.
Am Donnerstag sahen die Jags ihren Fehler ein und feuerten Holt.

Gerüchten zufolge sollen die Rams verkauft worden sein.
Der neue Besitzer wäre demnach der Besitzer einer Firma aus Illinois, die Autoteile fertigt, Shahid Khan.
Der 55-jährige wird allerdings verdächtigt zwischen 1999 und 2003 250 Millionen Dollar Einkommen nicht versteuert zu haben.
Vielleicht wird der Handel deshalb noch unter der decke gehalten?
Natürlich versuchten die großen Presseagenturen in den Staaten, Khan zu dem Deal zu befragen, aber der war für niemanden zu erreichen.

11. 02. 2010

Kurzberichte
manningundline2Colts Präsident Bill Polian hat die Schuldigen für die Niederlage gegen die Saints ausfindig gemacht.
Für ihn waren die Offenseline und die Special Teams schuld.
Die Offenseline wäre von der Defenseline der Saints ausgespielt worden. Nach dem Standard der Colts hätte die Line sich zu sehr vom Gegner dominieren lassen.
Am Ende der ersten Halbzeit wäre die O-Line schuld gewesen, daß ein wichtiger First Down nicht erreicht wurde, der geholfen hätte, die Zeit runterlaufen zu lassen.
Und dann der Onside Kick zum Beginn der zweiten Halbzeit. Da wäre das Special Team nicht wachsam genug gewesen.
Dieser Onside Kick hätte das Spiel gedreht.

Bruce Gradkowski hofft, daß die Raiders ihn behalten. Er hält sich für den besten der Raiders Quarterbacks und er möchte das Team 2010 anführen.
Aber will das Team ihn behalten?
Immerhin haben die Raiders in den ehemaligen Nr. 1 Pick 2007 für sechs Jahre $68 Millionen investiert.
Geld, daß absolut in den Sand gesetzt wurde, aber JaMarcus Russell ist das Lieblingsspielzeug des starrsinnigen Teambesitzers Al Davis und genießt damit Artenschutz.

Hunderttausende säumten die Straßen, als die Saints ihre Siegesparade in New Orleans abhielten.
Vom Superdome aus ging es durch die Straßen der Stadt und schwarz, gold, weißes Konfetti regnete aus den Fenstern.
Quarterback Drew Brees rief vom Wagen herunter: „Wie fühlt sich das für die „Who dat Nation“ an? Diese Trophäe ist für Euch. Wir lieben Euch und diese Meisterschaft gehört Euch.“

Wie erwartet feuerten die Browns Wide Receiver Donte` Stallworth, nachdem die Suspendierung durch die NFL aufgehoben wurde.
Am heutigen Donnerstag reist er zu einem Probetraining nach Detroit.

09. 02. 2010

Das Super Bowl Nachbeben
brees-drew-saintsSuper Bowl 44 hat einen neuen Zuschauerrekord im amerikanischen TV aufgestellt. 106,5 Millionen Zuscheuer schauten das Spiel auf CBS
Der bisherige Rekord wurde von der letzten Folge von M*A*S*H gehalten. Diese Folge wurde 1983 von 106 Millionen Zuschauern gesehen.

Hunderte von Fans erwarteten die Saints am Flughafen von New Orleans bei deren Rückkehr.
„Who dat“ riefen sie ihren Helden entgegen, die das Selbstbewußtsein der geschundenen Metropole immens steigerten.
Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt säumten Tausende die Straßen, um einen Blick auf die Vince Lombardi Trophäe zu erhaschen, die Head Coach Sean Payton aus dem Schiebedach seines Autos hielt.
Und die echte Parade kommt ja erst noch.

In Indianapolis wurden die Colts am Flughafen von den Fans begeistert empfangen.
Gut, es waren nur 11 Fans, in Worten ELF, aber die waren begeistert.
Einer der Fans, die trotz eisiger Kälte und Schneefalls zum Flughafen kamen, hielt ein Transparent hoch mit der Aufschrift: „Wo ist die Parade?“
Das Leben eines Verlierers ist hart.

Das war schnell. Nur 24 Stunden nach dem Super Bowl hat eine Internet- Wettseite in Amerika den Favoriten für den nächsten Super Bowl ausgelobt: Die Indianapolis Colts.
Sie sind 7 zu 1 Favorit vor San Diego mit 8 zu 1 und New Orleans mit 9 zu 1.
Ein Dollar Einsatz auf die Rams bringt einen Gewinn von 150 Dollar, wenn St. Louis den Super Bowl gewinnt.

Noch einen Tag vor dem Super Bowl sagte Tony Dungy, daß er sehr geschockt wäre, wenn sein ehemaliges Team nicht den Super Bowl gewinnen würde.
Man kann davon ausgehen, daß der Amateurprediger, zu dem Dungy nach seiner Zeit als Head Coach der Colts mittlerweile mutierte, sehr geschockt ist.
Nach dem Super Bowl sagte er, daß er damit gerechnet habe, daß Indianapolis wenigstens 30 Punkte zustande bringen würde.
Daß sie nur 17 Punkte produzierten, hat ihn wirklich sehr geschockt.
Überrascht sei er davon gewesen, daß die Colts nicht hart genug gespielt hätten. Er habe den unbedingten Willen zum Sieg vermisst, den die Saints im Übermaß hatten.
Auch die Fehlerquote sei bei den Colts überraschend höher gewesen, als bei den Saints, die nahezu Fehlerfrei spielten.

08. 02. 2010

Super Bowl 44
W H O D A T ???
brees-drew-sb-trophaeNIEMAND!!!
Das Wetter in Miami war super, das Spiel war super und der Gewinner war ein verdienter.
Wie lange haben sich die Fans der Saints mit grottenschlechten Teams herumplagen müssen und sind doch immer wieder ins Stadion geströmt?
Wie sehr mussten die Einwohner der Stadt unter den Folgen des Hurrikans Katrina leiden?
Die Stadt war verwüstet, das Stadion der Saints ein Auffanglager für Heimatlose.
Jetzt bekamen sie den Lohn für all diese Leiden und Entbehrungen, der Super Dome in New Orleans ist in der nächsten Saison die Heimat des amtierenden Weltmeisters.
Der vorletzte Super Bowl vor der Aussperrung der Spieler durch die Clubbesitzer reihte sich in die Reihe der tollen Endspiele ein, die wir in den letzten Jahren erleben durften.
Auch nach einer 10:0 Führung der Colts nach dem ersten Viertel glaubten die Saints an sich und kämpften sich zurück.
Drew Brees (Bild) vervollständigte auf dem Weg zum Sieg 32 seiner 39 Pässe für 288 Yards und 2 Touchdowns. 32 vollständige Pässe im Super Bowl sind ein Rekord, den er sich allerdings mit Tom Brady teilen muss.
Peyton Manning auf der anderen Seite hatte eine Bilanz von 31 vollständigen Pässe aus 45 Versuchen, 1 Touchdown aber auch 1 Interception. Und es war dieser Interception, der das Spiel letztendlich entschied.
Der viermalige MVP der Liga und Super Bowl MVP von vor drei Jahren machte diesen einen Fehler und der war teuer.
Vor diesem Fehler zeigte Saints Head Coach Sean Payton, daß man, um einen Favoriten zu schlagen, tricksen und mutig sein muß.
Nach der Halbzeit, in die Indianapolis mit einer 10:6 Führung ging, hatten die Saints den Kick Off.
Payton entschied sich dazu, einen Onside Kick ausführen zu lassen, um Manning nicht an den Ball kommen zu lassen. Dieser Mut wurde belohnt, New Orleans eroberte den Ball und marschierte über das Feld. Am Ende stand ein 16 Yards Touchdownpass von Brees auf Pierre Thomas, der damit den ersten Super Bowl Touchdown der Saints erzielte.
Indianapolis antwortete prompt und punktete im anschließenden Drive um sich die Führung zurückzuholen.
Mit einer 17:16 Führung für die Colts ging es in das letzte Viertel.
Fünf Minuten vor Spielende warf Brees einen 2 Yards Touchdownpass auf Jeremy Shockey und Payton entschied sich zu einem 2-Punkte versuch.
Lance Moore fing den Pass von Brees und der Ball war knapp in der Endzone, als Jacob Lacey Moore den Ball aus der Hand trat.
Der Linienrichter entschied sofort auf ungültig, nur 22:17 für die Saints.
Doch Sean Payton hatte es anders gesehen und forderte eine Videoüberprüfung.
Wieder war das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, der Videobeweis zeigte, daß der Versuch gültig war, 24:17 für New Orleans, die wichtige sieben Punkte Führung.
Zwei Minuten später dann der eine Fehler von Peyton Manning. Er warf einen Pass in Richtung Reggie Wayne, eigentlich eine todsichere Situation. Doch beim Versuch, dem Ball etwas entgegen zu kommen, rutschte Wayne leicht aus und Tracy Porter fing den Pass ab und lief Richtung Endzone. 74 Yards später hatte er die 31:17 Führung erzielt.
In den restlichen 3:12 Minuten hätte Indianapolis noch zweimal punkten müssen, doch die Defense der Saints hielt und aus den Aints wurden die Helden Louisianas.
Mit seiner fehlerfreien Vorstellung wurde Drew Brees zum MVP des 44. Super Bowls.
Ein tolles Spiel, ein verdienter Sieger, ein verdienter MVP und ein etwas zu hoch geschlagener Gegner, der an diesem Tag diesen einen Tick schlechter war.
Viele Fans in Indianapolis waren zwar enttäuscht, aber in der Niederlage hatten sie die Größe, den gebeutelten Menschen in New Orleans diesen Triumph zu gönnen.
Und was sich in den Straßen dieser Stadt, kurz vor dem offiziellen Beginn des Mardi Gras, abspielte, kann man sich ja vorstellen.
Das wird der längste Karneval in der Geschichte des Planeten.

07. 02. 2010

Kurzberichte
sapp01Am Samstag wurde Warren Sapp (Bild) verhaftet. Der ehemalige Star-Verteidiger der Buccaneers und der Raiders trat in den beschämenden Club der Frauenschläger ein.
Er soll eine Frau mit auf sein Hotelzimmer in Miami genommen haben und sie dort gewürgt und geschlagen haben.
Sapp, der Mitglied der Inside the NFL Crew ist und für den Sender ESPN über den Super Bowl berichten sollte, wurde von ESPN aus der Analystencrew entfernt.

„Die Colts werden gewinnen und das Ergebnis wird nicht knapp ausfallen,“ so optimistisch beurteilt Tony Dungy den Ausgang des Super Bowls.
Mit Dungy gewann Indianapolis vor drei Jahren den Titel und er hat eine Menge Vertrauen in sein ehemaliges Team.

06. 02. 2010

Das letzte Training
wayne-reggieEinen nervösen Magen hatte Saints Cornerback Randall Gay am Freitag. Deshalb konnte er nicht am letzten Training der Saints vor dem Super Bowl teilnehmen.
Auch Ersatz- Running Back Lynell Hamilton verpasste das Abschlußtraining. Er konnte wegen eines verstauchten Knöchels aber die ganze Woche schon nicht mittrainieren.
Die beiden waren die einzigen Verletzten, die der Club meldete.
Etwas anders sieht es bei den Colts aus. Hier weiß man immer noch nicht, ob Dwight Freeney wird spielen können, und was genau mit seinem Fuß los ist.
Zudem verletzte sich Wide Receiver Reggie Wayne (Bild) im Abschlußtraining am Knie.
Diese Verletzung soll aber nicht so schlimm sein, daß er am Sonntag nicht wird spielen können.

Also, sprach der Commissioner...
Vor dem Super Bowl wandte sich Commissioner Roger Goodell wie gewohnt an die Öffentlichkeit und adressiert wichtige Dinge, die angegangen werden müssen.
> Als erstes forderte er die Spielergewerkschaft und die Clubbesitzer auf, sich endlich zu einigen. Für den Super Bowl, der im Februar 2012 stattfinden soll, gibt es von Seiten der NFL noch keinen Notfallplan, falls die Saison 2011 nicht stattfinden sollte.
Dafür gebe es noch genug Zeit, wenn die Verhandlungen scheiterten.
> Die Liga wird noch ernsthafter als bisher darauf achten, wie mit Spielern verfahren wird, die Gehirnerschütterungen davongetragen haben.
Für ihn sei das eine sehr ernsthafte Verletzung, mit der sorgsam umgegangen werden muss.
> Die Zuschauerzahlen in Jacksonville sind ein Grund zur Besorgnis. Mit nur 40.000 Zuschauern pro Spiel ist es nicht länger möglich den Club in Jacksonville zu halten.
> Die Verlängerung der Saison auf 17 oder gar 18 Spiele liegt Goodell weiter am Herzen. Das will er bald ermöglichen.
> Es wird ernsthaft in Erwägung gezogen, den Super Bowl im neuen Stadion der Giants und der Jets auszutragen. Ein Schlechtwetter Super Bowl sozusagen.
> Die NFL will wieder zurück nach Mexico. Das erste Saisonspiel der 49ers gegen die Cardinals im Aztekenstadion sorgte für eine Rekordkulisse für reguläre Saisonspiele.
> Die Regeln für die Verlängerung bleiben, wie sie sind. Daran wird nicht gerüttelt.

Kurzberichte
Nach dem Super Bowl wird Roger Goodell die Suspendierung von Donte` Stallworth aufheben.
Der Wide Receiver der Browns war vor der Saison 2010 suspendiert worden, weil er im angetrunkenen Zustand einen Fußgänger überfuhr und dabei tötete.
Vor Gericht erhielt er den vollen NFL-Star-Bonus und musste nur 24 Tage in den Knast, doch die NFL griff mit der Sperre für eine Saison ohne Bezahlung härter durch.
Man kann davon ausgehen, daß die Browns Stallworth nicht weiterbeschäftigen wollen, und er sich ein neues Team suchen kann.

Ein ganz großer, um den es nach seinem Rücktritt in den Ruhestand ganz still geworden ist, hat sich jetzt an die Liga und die Spielergewerkschaft gewandt... Barry Sanders.
Er sagte den Verhandlungsgegnern, daß jeder in das Spiel involviert sei, Besitzer, Spieler und Fans. Das Spiel müsse geschützt und verehrt werden und zwar von jedem. Das möchte er jedem klarmachen und deshalb suchte er die beiden Seiten auf, die sich so unversöhnlich gegenüber stehen.
Eine Aussperrung würde das Spiel mit einer Macht herunterziehen, die die Liga sich nicht vorstellen könne. Das gelte es auf jeden Fall zu verhindern.

05. 02. 2010

Kurzberichte
Smith-DeMauriceAuf einer Skala von 1 bis 10 sieht der Vorsitzende der Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith (Bild), die Chance auf eine Aussperrung der Spieler bei 14.
Er glaubt, daß die Liga alles daran setzt, es zu einer Aussperrung kommen zu lassen.
Dem widerspricht Roger Goodell vehement. Man könne kein Geschäft erfolgreich betreiben, in dem man es schließt. Eine Aussperrung würde nicht nur den Spielern Verluste bringen, sondern auch den Teambesitzern. Deshalb würden die Clubchefs nicht auf eine Aussperrung hin arbeiten.
Für die Spieler steht fest, daß, wenn es 2010 eine Saison ohne Gehaltsobergrenze geben wird, sie einer solchen nie wieder zustimmen werden.
Unterm Strich sieht es so aus, als ob die Liga die schlechteren Karten hätte.
Bis zum 5. März stehen noch 10 bis 12 Treffen der Verhandlungsgegner an. Es bleibt spannend.

LaDainian Tomlinson wird nächstes Jahr nicht für die Chargers spielen.
Damit kommt es so, wie man es nach den letzten Kommentaren erwarten konnte. Tomlinson kommt mit seiner Erklärung, die Chargers zu verlassen, einer Entlassung zuvor.
Tomlinson ist der erfolgreichste Running Back, den die Chargers je hatten. Mit 12.490 Yards liegt er an achter Stelle der ewigen Bestenliste der Running Backs.
2001 draftete San Diego ihn in der ersten Runde und in seinen neun NFL Saisons spielte er fünf mal im Pro Bowl.

Chad 85 und T.O. in einem Team?
Ginge es nach Chad Ochocinco könnte das passieren. Er würde sogar einer Gehaltskürzung zustimmen, um das zu ermöglichen.
Terrell Owens wird am 5. März zu einem Free Agent, der von den Bills zu einem anderen Team wechseln kann. Und daß er aus Buffalo weg will, ist ja wohl sonnenklar.
Ochocinco und Owens bei den Bengals, das klingt nach viel Zoff und Wutausbrüchen. Das würde lustig.

04. 02. 2010

freeney-dwightKurzberichte
Dwight Freeney (Bild) trainiert seinen schmerzenden Knöchel.
Barfuß lief er durch den Sand des Strands vor dem Teamhotel der Colts.
Der Defensive End ist zuversichtlich, daß er am Sonntag wird spielen können.
Von einer Bänderverletzung will er nichts wissen. Er spricht nur davon, daß sein Knöchel verstaucht sei.

Bei den Saints nehmen die drei am Knie verletzten Spieler alle am Training teil.
Tight End Jeremy Shockey, Safety Darren Sharper und Linebacker Jonathan Vilma können wohl alle am Sonntag spielen.
Nach dem offiziellen Training blieben Quarterback Drew Brees und vier seiner Receiver noch auf dem Platz um Passrouten zu üben.

LaDainian Tomlinson hängt nicht so sehr an den Chargers, als daß er für weniger Geld für sie spielen würde.
Der Running Back hat sich mit der begrenzten Rolle, die er in der vergangenen Saison in San Diego spielte, nicht besonders wohl gefühlt. Er glaubt von sich, daß mehr in ihm drin gewesen sei, als die 730 Yards, die er nur auf sein Konto lief.
Tomlinson ist vertraglich noch zwei Jahr an die Chargers gebunden, aber einer vorzeitigen Trennung wäre er nicht abgeneigt.

Steve Bisciotti, der Besitzer der Ravens, sagte der Presse, daß viele NFL Teams sich in einer finanziellen Schieflage befinden. Schwarze Zahlen würde kaum ein Team schreiben.
Die Probleme könnten sich auf längere Zeit negativ auf die gesamte Liga auswirken und sie müssten zwangsläufig zu einer Aussperrung der Spieler führen.
Da war es wieder, das Au-Wort, „Aussperrung“.
Langsam aber sicher wird die Absicht klar. Die Liga bereitet die Fans und die Spieler durch ständiges Wiederholen auf die Aussperrung vor.
Die Clubbesitzer wollen beweisen, daß sie am längeren Hebel sitzen, koste es, was es wolle.

03. 02. 2010

Wir führen ihn zum Schotter!
Manning-running200Jim Irsay, Besitzer der Colts, hat vor, Peyton Manning (Bild) zum reichsten NFL Spieler aller Zeiten zu machen.
Nach dem Super Bowl stehen die Vertragsverhandlungen an, und im Schatten der Saison ohne Gehaltsobergrenze wird sich das für das Konto des viermaligen wertvollsten Spielers der Liga sehr günstig auswirken.
Wann ist Manning der reichste Spieler der NFL?
Letztes Jahr unterschrieb Defensive Tackle Albert Haynesworth einen Vertrag über $100 Millionen bei den Redskins, von denen 41 Millionen garantiert sind.
Im April unterschrieb Rookie- Quarterback Matthew Stafford für 41,7 Millionen in Detroit.
In Indianapolis will man die Entwicklung des freien Spielermarktes abwarten, der am 5. März beginnt. Daran soll sich das Gehalt von Manning dann orientieren, das bestimmt weit über den Gehältern von Haynesworth und Stafford liegen wird.

Kurzberichte
Die Texans verlängerten den Vertrag mit Head Coach Gary Kubiak.
Der neue Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2012.
Unter Kubiak erreichten die Texans in der letzten Saison mit 9-7 Siegen zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine positive Siegesbilanz.

Die Redskins haben einen neuen Wide Receiver- Coach. Es ist ihr ehemaliger Wide Receiver Keenan McCardell.
Der 40-jährige spielte 17 Jahre in der NFL. Sein letztes Jahr spielte er in Washington, wo er 2007 22 Pässe für 256 Yards fing.

Jets Head Coach Rex Ryan machte am Samstag im Rahmen der Festivitäten rund um den Pro Bowl eine obszöne Geste gegen einen Fan.
Das kostete ihn nun $50.000 Strafe.
Die Teamleitung der Jets verhängte diese Strafe, eine weitere Bestrafung durch die Liga wird noch folgen.

Sieg oder Niederlage, das ist egal. Am Montag fängt die Schule in Indianapolis zwei Stunden später an.
Nach dem letzten Super Bowl mit den Colts hatten sich viele Schulbusfahrer krank gemeldet.
Ihr Dienst beginnt um 5:30 Uhr. Durch die Verlegung des Schulbetriebs um zwei Stunden nach hinten hoffen die Verantwortlichen, daß dieses Jahr weniger Krankmeldungen erfolgen.

Demnächst wird uns nicht mehr Mike Pereira erklären, warum alle strittigen Entscheidungen seiner Schiedsrichter im Endeffekt doch richtig waren.
Der oberste Chef der Schiedsrichter geht in den Ruhestand. Neun Jahre hatte er diesen Posten inne.
Sein Nachfolger wird Carl Johnson.
Johnson war seit 2001 Line Judge in der NFL und wurde in acht Playoffspielen eingesetzt, darunter Super Bowl 42.

02. 02. 2010

Kurzberichte
vickEin reichliches Maß an Selbstüberschätzung plagt Eagles Quarterback Michael Vick (Bild). Er sieht sich selber noch unter den 10 besten Quarterbacks der Liga.
Seit 2006 ist er in keinem NFL Spiel mehr als Starter angetreten, dennoch glaubt er, daß er immer noch auf dem Level spielen kann, das ihn dreimal in den Pro Bowl brachte.
Die Eagles haben eine Option auf Vick für die nächste Saison, dennoch glaubt er, daß die Teams Schlange stehen werden, um ihn zu verpflichten.

Wieder ein Super Bowl in Miami, wieder ein Super Bowl im Regen?
Es sieht momentan schwer danach aus. Der Medientag am heutigen Dienstag wird nicht im Freien stattfinden.
Vor drei Jahren fand der Super Bowl zum ersten Mal im Regen statt und am Sonntag wird das wohl zum zweiten Mal der Fall sein.
In Miami und Umgebung gibt es seit Tagen immer wieder kräftige Schauer, deren Ende nicht abzusehen ist.

Peyton Manning fühlte sich von der Verpflichtung, beim Pro Bowl zu erscheinen, nicht belästigt.
Jeweils sieben Spieler der Colts und der Saints erschienen zum Auswahlspiel der Besten und Manning schilderte seine Eindrücke: „Ich bin mit einem privaten Jet mit sechs meiner besten Freunde und Mannschaftskollegen geflogen. Wir hatten Steaks eines der besten Steakhäuser zur Mahlzeit während des Fluges, sind privat etwas durch Miami gebummelt, schüttelten ein paar Hände, absolvierten ein Interview und kassierten dafür $45.000.
Ich kann mir Schlimmeres vorstellen, das man durchmachen kann.“

Der selbstbewußte Mike Martz hat den Job in Chicago bekommen.
Der Offensive Coordinator hat bei den Vorstellungsgesprächen überzeugt. Immerhin leitete er damals „The Greatest Show on Turf“, mit der die Rams den Super Bowl gewannen.
Head Coach Lovie Smith traut Martz am Ehesten zu, aus dem Interceptionkönig Jay Cutler einen halbwegs vernünftigen Quarterback zu machen.

Er lief in der vergangenen Saison als erst sechster Spieler über 2.000 Yards.
Er soll in seiner dritten Saison $560.000 verdienen.
Das ist Chris Johnson zu wenig. Der Running Back der Titans möchte nun, daß das Team ihn nach seinem Wert bezahlt, und der dürfte weit über der halben Million liegen, die für 2010 in seinem Vertrag steht.
Sein Agent und die Titans haben Verhandlungen aufgenommen, und Johnson hofft, daß Tennessee ordentlich was drauf legt.

01. 02. 2010

Pro Bowl
schaub-matt200In seiner neuen Rolle als Vorprogramm zum Super Bowl zog der Pro Bowl mit 70.697 Fans soviele Zuschauer an, wie seit 1959, als das Spiel in Los Angeles stattfand, nicht mehr.
Und die bekamen ein tolles Spiel geboten, wie es im Rahmen der Einschränkungen dieses Spiels der Besten möglich ist.
Allerdings war das Wetter sehr viel schlechter, als es in Honolulu jemals war. Während des ganzen Spiels regnete es leicht. Die Temperaturen lagen um die 15 Grad, während es in Honolulu zur selben Zeit sonnig und 26 Grad warm war. Doch der Vorstellung tat das keinen Abbruch. Die Teams punkteten munter hin und her und die AFC gewann knapp 41:34.
Matt Schaub (Bild), Quarterback der Houston Texans, warf Pässe für 189 Yards und zwei Touchdowns für die AFC und gewann damit den Titel des wertvollsten Spielers.
Auch Aaron Rodgers warf zwei Touchdowns für die NFC und DeSean Jackson fing zwei Touchdowns, doch die Stimmen bekam Schaub.
Drew Brees und Peyton Manning, die Gegner des kommenden Super Bowls, sahen sich das Spiel Seite an Seite an und hatten augenscheinlich ihren Spaß an dem Shoot out.

Kurzberichte
Vor dem Pro Bowl wurde Don Shula geehrt. Der Erfolgscoach der Dolphins enthüllte eine Statue, die ihm zu Ehren vor dem Stadion aufgestellt wurde.
Die Adresse des Büros der Dolphins wurde ihm zu Ehren auch geändert und lautet jetzt 347 Don Shula Drive für die 347 Spiele, die er als Head Coach der Dolphins gewann.
Die Liga rief einen neuen Preis ins Leben. Mit der Don Shula Trophäe wird jährlich der Head Coach ausgezeichnet, der, egal in welcher Liga er coacht, herausragendes geleistet hat.
Als letzter Gratulant tauchte übrigens Dan Marino mit einer 45-minütigen Verspätung auf. Shula dazu: „Er wird eine Strafe zahlen müssen.“

Auch nächstes Jahr würde Roger Goodell den Pro Bowl gerne vor dem Super Bowl austragen. Er wird versuchen, die Teambesitzer dazu zu überreden.
Viele Head Coaches und Clubchefs haben Kritik an der Ansetzung geäußert. Die gilt es zu überzeugen.
Als Austragungsort steht für nächstes und übernächstes Jahr ja schon Honolulu fest, wobei es wohl 2012 keinen Pro Bowl geben wird, weil es ja 2011 sehr wahrscheinlich keine Saison geben wird.
Roger Goodell sagte in einem Interview, daß die Zeichen darauf hin deuten, daß es zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft zu keiner Einigung kommen wird.

Dwight Freeneys Einsatz im Super Bowl ist stark gefährdet.
Die Verletzung an seinem rechten Knöchel ist schlimmer, als bisher verlautbart wurde. Gerüchte reden von einem Bänderriss, der aber offiziell nicht bestätigt wird.
Für die Colts wäre der Ausfall des Defensive Ends ein schwerer Schlag.

 

 

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