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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Freitag, 31. Juli 2015

Kurzberichte
garoppoloDie Patriots begannen ihre erste Trainingseinheit im Camp mit Tom Brady. Er und nicht Jimmy Garoppolo (Bild) trainierte als erster mit der ersten Mannschaft. Er warf präzise Pässe mit Bällen, von denen man nicht genau weiß, wieviel bar ihr Druck betrug.
10.000 Fans sahen einen Quarterback, der nicht den Eindruck machte, als würde er sich von dem idiotischen Theater, das Roger Goodell um ihn veranstaltet, beeinflussen lassen.
Etwas Unruhe kam dennoch kurzfristig auf, als ein Flugzeug über den Platz flog, das ein Spruchbanner mit der Aufschrift: „Betrüger seht nach oben,“ hinter sich herzog. Diese Grüße wurden übersendet von einigen lustigen Jets-Fans.
Die Patriots-Fans ließen sich davon nur kurz ablenken und sahen wieder auf den Platz, wo Jimmy Garoppolo einen Fehlpass in die Endzone warf. Einer jener Pässe, die jungen Quarterbacks unterlaufen.
Mehr Trainingszeit wird ihm helfen, solche Fehler zu vermeiden.
Nach dem Training war Garoppolo bereit, Fragen der Reporter zu beantworten, während Brady stumm in die Kabine verschwand.
Auf die Frage an den vermeintlichen Starter in den ersten vier Spielen, ob er bereit wäre für das erste Saisonspiel, antwortete er: „Wir blicken nicht so weit nach vorne. Es ist doch erst der erste Tag im Trainingscamp.“
Da hat der junge Mann aber gut bei Head Coach Belichick gelernt.

 

LeGarrette Blount nahm nicht am Training teil.
Der beste Running Back der Patriots der letzten Saison hatte den Fitnesstest nicht bestanden.
Blount hat eine Woche mehr, um für die Saison fit zu werden. Als er noch für die Steelers spielte, wurde er zusammen mit LeVeon Bell mit Marihuana erwischt. Blount wurde für ein Spiel gesperrt, Bell für drei.
Bells Einspruch gegen die Strafe sorgte für die Reduzierung auf zwei Spiele.

Während man also weiß, daß Bell und Blount uns Footballfans im ersten Saisonspiel ihre Fähigkeiten nicht zeigen dürfen, weiß man das bei Tom Brady noch nicht so genau.
Doch die Verteidiger der Steelers wissen gar nicht, auf wen sie sich da vorbereiten sollen, wenn Jimmy Garoppolo starten sollte. Einige Spieler Pittsburghs haben noch nie etwas von Garoppolo gehört.
Kein Problem, haben sie doch ein ganzes Trainingslager über Zeit, sich auf den unbekannten Zweiten vorzubereiten.

Was, wenn das Gericht gegen Brady urteilt?
Wie sehen die Chancen für die Patriots dann in den ersten vier Spielen aus?
Pittsburgh, Buffalo, Jacksonville und Dallas sind die Gegner.
Das könnte selbst mit Jimmy Garoppolo als Quarterback für einen 2-2 Start in die Saison sorgen. Die Bills haben zwar schon letztes Jahr den Pats das Leben schwer gemacht, aber sie haben auch keinen Quarterback, der einem Furcht einflößen kann. Ein Sieg New Englands in dem Spiel ist also möglich.
Und gegen Jacksonville darf man noch nicht mal verlieren, wenn man mit Sheldon Cooper als Quarterback spielen würde.
Ein 2-2 Start ist also tatsächlich möglich, und damit der selbe Start wie 2014.
Und die Saison endete mit dem Super Bowl Sieg.

Während die Patriots auf dem Platz standen, um an ihrer Titelverteidigung zu arbeiten, bekamen das Brady-Lager den ersten Tiefschlag.
Das Gericht in Minnesota leitete die Klage der NFLPA an das Gericht in Manhatten weiter. Die NFL hatte sofort nach Bekanntgabe der ungerechtfertigten Aufrechterhaltung der Suspendierung Bradys das Gericht in Manhatten eingeschaltet, das dafür sorgen soll, daß die Sperre auch aufrechterhalten bleibt.
Dieser Schachzug war sehr klug, sorgt er doch für ein Heimspiel der NFL.
Der verhandelnde Richter Richard M. Berman forderte gestern beide Seiten auf, ihren Ton herunterzuschrauben.

Die Denver Broncos werden das Trainingslager dazu nutzen, das Laufspiel aufzuwerten. Dadurch soll Druck von Quarterback Peyton Manning genommen werden, der ja nun auch nicht jünger wird.
Die Offense soll besser ausbalanciert werden in der kommenden Saison. General Manager John Elway findet das sehr gut. Er meinte, daß in seinen späten Tagen in der Liga auch für ihn das Laufspiel der beste Freund war. Für Manning soll es das jetzt auch werden.

Nach sieben Jahren in der NFL in denen er Station bei den Bengals, Giants und Bills machte, erklärte Keith Rivers das Ende seiner Karriere.
Der Linebacker hatte vor Kurzem noch bei den Cowboys unterschrieben, doch für sie wird er nicht mehr spielen.

„Wir wissen doch noch nicht mal, wie viele Finger JPP noch hat,“ sagte Giants Mitbesitzer John Mara der Presse.
Jason Pierre-Paul wurde durch einen explodierenden Feuerwerkskörper am 4. Juli schwer an der rechten Hand verletzt. Das Team hat den Defensive End seitdem nicht sehen dürfen. Deshalb, so fuhr Mara fort, könnte man im Moment auch nicht mit JPP über einen neuen Vertrag verhandeln. Ohne zu wissen, wie es genau um ihn steht, wäre das völlig unmöglich.
Unabhängig davon würde das Team dem Defensive End gerne die bestmögliche Behandlung zukommen lassen.
Doch der sitzt in Florida und läßt einfach nichts von sich hören.

Sheldon Richardson gehört zu den Schwachmaten, die ohne zu überlegen fremde Menschenleben aufs Spiel setzen.
Der Defensive End der Jets wurde bei einem illegalen Straßenrennen erwischt. Richardson wurde dabei mit über 200 Km/H geblitzt.
Als er angehalten wurde, widersetzt er sich der Verhaftung. Unter dem Fahrersitz des Wagens lag eine halbautomatische Waffe.
In dem Fahrzeug, aus dem es stark nach Marihuana roch, saßen noch zwei Mitfahrer, einer davon erst 12 Jahre alt.
Richardsons Intelligenz kann man daran messen, daß der Gute momentan wegen Drogenmißbrauchs für die ersten vier Saisonspiele gesperrt ist.
Die Jets wollen zunächst noch weitere Informationen sammeln, bevor sie eine Entscheidung fällen.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Robert Kraft entschuldigte sich bei den Fans der Patriots
kraft-bob
Das, was Patriots Besitzer Robert Kraft (Bild) gestern in einer Erklärung vor der Presse verlas, gilt in diplomatischen Kreisen als Kriegserklärung.
Kraft entschuldigte sich bei seinen Spielern und den Fans mit den Worten: „Ich habe einen Fehler gemacht, als ich mein Vertrauen in die Liga gesetzt habe.“
Härter konnte er seine Enttäuschung über die unwürdige Hexenjagd, die die NFL, also Roger Goodell, gegen Tom Brady veranstaltet, als erfahrener Geschäftsmann der Übung im Umgang mit Worten hat, nicht formulieren.
Kraft hatte die Strafe akzeptiert, die die NFL, also Roger Goodell, gegen ihn und das Team verhängte. Der Verlust zweier hoher Wahlmöglichkeiten in der Draft und $1 Million wären genug, um den Blutdurst des Commissioners zu stillen, hatte Kraft gehofft. Dadurch, daß er die Strafe akzeptierte und nicht dagegen vorging, dachte er, daß die NFL milder gestimmt würde, und das Kesseltreiben gegen den Quarterback beenden würde.
Das, so stellte sich ja leider heraus, war falsch.
Wenn man jemals einen enttäuschten Mann vor der Kamera gesehen hat, dann gestern Robert Kraft.
Er war besonders verbittert über die Tatsache, daß Spieler, die schlimmere Taten begingen, sogar das Leben anderer gefährdeten, bei einem Einspruch immer eine Reduzierung der Strafe erreichten. Aber ein Spieler, dessen Integrität in keinem Zweifel steht, der ein Botschafter der Liga ist, dessen Strafe wird nicht reduziert, weil er eventuell davon gewußt haben könnte, daß Angestellte der Patriots Luft aus Bällen hätten entweichen lassen können.
Dabei, so fuhr Kraft fort, hätte die NFL keinerlei Beweise dafür gefunden. Fast sämtliche Textbotschaften der Handys der Betroffenen wurden auf den Servern der Mobilfunkanbieter gefunden, darunter auch die Botschaften des zerstörten Handys von Brady, und absolut nichts, nicht der allerkleinste Beweis wurde dabei entdeckt.
Er will, so fuhr er fort, prüfen lassen, ob er jetzt noch einen Einspruch gegen die bereits akzeptierte Strafe einlegen kann. Weder er, noch Tom Brady, den Kraft für einen der aufrichtigsten Menschen hält und vor dem er den allergrößten Respekt hat, hätten etwas falsches getan.
Die Liga hat nicht den geringsten Beweis, daß irgend jemand von den Patriots willentlich Luft aus irgendwelchen Bällen gelassen hat, Tom Brady schon gar nicht, zog der Besitzer des amtierenden Liga-Champions weiter vom Leder.
„Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß es niemals darum ging fair und gerecht zu sein,“ ging Kraft in die Schlußoffensive. „Damals im Mai hatte ich eine schwierige Entscheidung zu treffen, die ich heute bereue.“

Nach Robert Kraft betrat Head Coach Bill Belichick das Podium, um Fragen der Reporter zum Start des Trainingslagers zu beantworten. Und das tat er in gewohnt arroganter, nuschelnder Weise.
Beispiel - „Was sagen Sie zu der Entscheidung, die Strafe für Tom Brady aufrecht zu erhalten?“
Antwort von Belichick: „Unser Fokus liegt jetzt darauf, ins Trainingscamp zu gehen um zu versuchen, jeden Tag etwas besser zu werden“
Auf 20 Fragen gab es zwanzig mal diese Antwort.
Oh falsch!
Auf einige Fragen antwortete er: „Das wurde bereits besprochen.“ Damit meinte er, daß Robert Kraft in seiner Erklärung kurz vorher diese Punkte angesprochen hatte.
Dank Head Coach Belichick wissen wir also jetzt, daß die Patriots ins Trainingslager gehen, und jeden Tag etwas besser werden wollen.

Die NFLPA hatte sich gut vorbereitet und konnte bereits gestern vor einem Gericht in Minnesota eine Klage im Namen Bradys gegen die NFL einreichen.
NFLPA STELLUNGNAHME ZU TOM BRADYS VIER-SPIEL SUSPENDIERUNG
Das Urteil des Commissioners heute tat nichts, um die rechtlichen Mängel des ordentlichen Verfahrens zu beseitigen. Die NFL bleibt bei den folgenden Tatsachen:
-Die NFL hatte in der Sache keine Regeln, die sie auf Spieler anwenden konnte;
-Die NFL hat den Spielern keine Benachrichtigungen über eine solche Verfahrensweise, oder potentieller Disziplinierungen, zukommen lassen;
-Die NFL griff zu einer nebulösen Formulierung des "generellen Bewußtseins" um eine rechtlich nicht gerechtfertigte Strafe auszusprechen;
-Die NFL hatte bis vor zwei Tagen kein besonderes Verfahren etabliert, um den Luftdruck in Bällen zu testen; und
-Die NFL hat die reine Bedeutung des Tarifvertrags verletzt.
Die Tatsache, daß die NFL Zuflucht sucht in einer Nebelwand irrelevanter Textmitteilungen statt zuzugeben, daß sie alle Telefon-Datensätze hat, die sie beantragte, ist ein neuer Tiefpunkt, sogar für sie, aber sie tut nichts, um ihre Fehler zu korrigieren.
Die NFLPA wird diese ungeheuerliche Entscheidung im Namen Tom Bradys anfechten.“
Was sie ja auch tat.
Der Vertreter der Gewerkschaft bat um einen beschleunigten Prozeß bis zum 4. September. Sollte es nicht möglich sein, bis dahin zu einem Urteil zu kommen, so sollte es Tom Brady durch eine einstweilige Verfügung gestattet sein, zu spielen.
Auch Tom Brady war nicht untätig. Auf Facebook wetterte er gegen die Entscheidung, seine Suspendierung aufrechtzuerhalten. Er verteidigte seinen Umstieg von einem Samsung Handy auf ein Ei-Phon und seine Entscheidung, das alte Handy zu zerstören, um seine Daten nicht in falsche Hände geraten zu lassen.

Während uns diese dusselige Schlammschlacht also noch eine Weile beschäftigen wird, auch wenn es keiner von uns mehr hören mag, gibt es ja auch noch Vorkommnisse außerhalb des Boxrings. Deshalb hier die

Kurzberichte
Einen Tag bevor sie ins Trainingslager gehen, verlängerten die Redskins den Vertrag mit Ryan Kerrigan.
Der Linebacker geht ins letzte Jahr seines Rookievertrags.
Er verlängerte für fünf Jahre und $11,5 Millionen pro Jahr.

Cowboys Besitzer Jerry Jones erschien mit einer funkelnagelneuen Hüfte im Trainingslager seines Teams.
Er brachte auch einen Tip mit, wer denn die Nr. 1 auf der Running Back Position werden könnte. Für ihn hat Joseph Randle das Potential, DeMarco Murray nachzufolgen. Randle war Murrays Ersatzmann in den letzten zwei Saisons. Er kennt das Spielsystem also genau.

Stephen Jones, Vizepräsident der Cowboys, gab bekannt, daß der Streik von Jeremy Mincey für den Defensive End teuer wird.
Mincey ist unzufrieden mit seinem laufenden Vertrag und bestreikt deshalb das Trainingscamp. Doch die Cowboys werde das nicht hinnehmen. Jones sagte, daß der Club erwartet, daß jeder Spieler mit einem laufenden Vertrag im Trainingslager erscheint.
Mincey kann für jeden Tag, den er streikt, mit $30.000 belangt werden. Es ist an den Cowboys zu entscheiden, wie viel davon sie dem Defensive End abnehmen.

Geno Smith ist zum zweiten Mal in Folge zum schlechtesten Quarterback der Liga gewählt worden.
Und der Quarterback der Jets findet das saukomisch. Er hätte schon letztes Jahr über diese Positionierung gelacht, und er hätte auch dieses Jahr wieder herzhaft darüber gelacht, sagte der Preisträger.
Wir machen jetzt folgendes - wir schauen zuerst auf die Statistiken der Saison 2014, und suchen, und suchen und, Aha, da ist Smith, Platz 25, 13 Touchdowns, 13 Interceptions, Quarterback-Wertung 77,5.
Dann fragen wir die Jets-Fans, könnt ihr auch über diese Positionierung lachen?

Mittwoch, 29. Juli 2015

Dumm, dümmer, Brady
brady-fertzig-ballAm gestrigen Dienstag gab der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, in einem 20-seitigen Bericht bekannt, daß er die Suspendierung von vier Spielen für Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) aufrecht erhält.
Als Hauptgrund lasen viele aus dem Bericht heraus, daß Tom Brady am Tag seines ersten Verhörs durch den von Goodell eingesetzten Ermittlers Wells, sein Handy zerstört hat.
Das war natürlich saudumm, denn auch ein blöder deutscher Politiker, der der Kinderpornographie angeklagt ist weiß, daß man das Notebook mit den Beweisen nicht zerstört, sondern als gestohlen meldet, um sich nicht noch verdächtiger zu machen.
Brady meinte lapidar, daß er laufend seine benutzten Handys zerstört, wenn er sich das neueste Modell zulegt. Was Goodell da negativ aufstieß war die Tatsache, daß Brady sein Handy, das er vorher, vom Frühjahr 2014 bis zum 5. November benutzte, noch intakt war und untersucht werden konnte. Das sieht dann doch sehr verdächtig aus, und dumm... saudumm!
Ungeachtet dessen wird der Kampf Gut gegen Böse weitergehen, denn Tom Brady gab der NFLPA die Erlaubnis für ihn vor ein ordentliches Gericht zu gehen.
Was kann im weiteren Verlauf passieren?
Einiges, und nicht nur Gutes.
Als erstes wird die Gewerkschaft wohl versuchen, eine einstweilige Verfügung zu erlangen, die es Brady erlaubt zum Saisonbeginn zu spielen und bis zum Urteil, wann auch immer das gefällt wird.
Die Chancen stehen nicht schlecht, hat der Vertreter der dunklen Seite der Macht, also Goodell, doch schon des Öfteren den Kürzeren bei solchen Verhandlungen gezogen. Deshalb zieht die NFLPA in Minnesota vor Gericht, wo der Richter David S. Doty schon oft Urteile zugunsten der Spieler gefällt hat.
Dennoch könnte es sogar sehr negativ für Brady und die Patriots werden. Natürlich ist die NFL nicht in der Lage, auch nur den kleinsten Beweis für Bradys „Verbrechen“ vorzulegen. Doch könnte der Richter auch die Zerstörung des Handys als Vertuschungsversuch ansehen.
Schlecht für Bradys Lager ist, daß die NFL bereits ein Gericht in Manhatten eingeschaltet hat. Das Gericht soll den Fall untersuchen und dafür sorgen, daß Bradys Suspendierung aufrecht erhalten bleibt.
Ein kluger Schachzug, der verhindern kann, daß der Fall in Minnesota verhandelt wird.
Nehmen wir an, die Verhandlung wäre erst Ende November und der Richter käme zu dem Ergebnis, daß die NFL Brady zurecht bestraft hat, dann würde Bradys Sperre mitten im Rennen um die Playoffplätze beginnen. Das wäre nicht im Sinne des Teams.
Deswegen wäre es nicht schlecht, die Strafe zu akzeptieren, die vier Spiele Sperre zum Beginn der Saison abzusitzen, und für den Rest der Saison spielen zu können.
Ein Prozeß, dem noch einige weitere folgen könnten, kann sich aber auch über die Saison hinaus bis ins nächste Jahr ziehen.
Wie es gestern auf dem NFL Network hieß, haben Patriots Besitzer Robert Kraft, Head Coach Bill Belichick und Tom Brady noch beraten, was das Beste wäre.
Wie schlimm wäre ein Start in die Saison mit Jimmy Garoppolo, der Brady eh dereinst nachfolgen soll?
Erinnern wir uns an 2008. Im ersten Viertel des ersten Saisonspiels gegen die Chiefs verletzte sich Brady am Knie. Matt Cassel kam rein und führte New England zu 11-5 Siegen und beinahe in die Playoffs. Die verpaßten die Patriots nur, weil die Dolphins ganz knapp vor ihnen landeten.
Kein Team in der NFL ist in der Lage sich so gut nachzujustieren, wie die Patriots. Eine volle Vorbereitungszeit für Garoppolo mit der ersten Mannschaft, die Cassel nicht hatte, könnte dazu führen, daß das Fehlen eines der allerbesten Quarterbacks der Liga sich nicht ganz so schlimm auswirkt.

Die Patriots gaben folgende Erklärung ab: "Wir sind extrem enttäuscht von der heutigen Entscheidung von Commissioner Goodell. Wir können die Position der Liga in dieser Frage nicht verstehen. Die meisten würden zustimmen, daß die erhobenen Sanktionen ursprünglich übertrieben und beispiellos waren, vor allem in Anbetracht der Tatsache, daß die Liga keine stichhaltigen Beweise dafür hat, daß etwas Unrechtes begangen wurde. Wir werden weiterhin eindeutig an Tom Brady glauben und ihn unterstützen.
Wir glauben auch, daß die Gesetze der Wissenschaft weiterhin die Torheit diese ganze Tortur unterstreichen. Angesichts all dessen ist es unverständlich, warum die Liga versucht, den Ruf eines ihrer größten Spieler und Vertreter zu zerstören."

Am heutigen Mittwoch um 15 Uhr unserer Zeit wird das NFLN eine Pressekonferenz von Patriots Head Coach Bill Belichick live übertragen.

Kurzberichte
Eric Berry hat seine Krebsbehandlung abgeschlossen.
Der Safety der Chiefs darf nach achtmonatigem Kampf gegen das Hodgkin-Lymphon (ein Blutkrebs) wieder mit dem Team trainieren.
Natürlich muß Berry jetzt erst mal dafür sorgen, daß er nach der langen Behandlung wieder einsatzbereit wird. Daß er zum Saisonbeginn schon so weit sein wird, ist fraglich.

Ein Fragezeichen steht auch hinter Chiefs Pro Bowl Defensive Tackle Dontari Poe.
Er mußte an einem Bandscheibenvorfall operiert werden und fällt längere Zeit aus.

Die NFL reduzierte die Suspendierung von LeVeon Bell von drei auf zwei Spiele.
Der Running Back der Steelers war unter Marihuana-Einfluß am Steuer seines Wagens erwischt worden.

Werden die Dolphins für Josh Freeman eine Drehtür einbauen?
Im April verpflichteten sie den Quarterback.
Vor vier Tagen feuerten sie ihn, gestern verpflichteten sie ihn wieder.

Bei den Cowboys wird Jeremy Mincey das Trainingslager bestreiken.
Der Defensive End ist unzufrieden mit seinem Vertrag.

Die Cowboys feuerten einen ihrer Running Backs.
Ryan Williams hat Knieprobleme und wurde so für Dallas unbrauchbar.

Dienstag, 28. Juli 2015

Kurzberichte
haley-todd3Todd Haley (Bild) hat hochfliegende Pläne. Mindestens 30 Punkte will der Offensive Coordinator der Steelers mit seiner Offense in jedem Spiel erzielen.
Sein Quarterback Ben Roethlisberger hat nicht vor, diese zahl in Zweifel zu ziehen. Er sagte, daß die Steelers so gut sein könnten, wie sie wollen.
Der Defense würde das sehr helfen. Sie ist ein wilder Mix aus alternden Spielern und jungen Talenten, die sich mitten in einem Umbruch befindet.
In der Offense geht jeder Starter in die neue Saison, der letztes Jahr schon im Team war. Eine eingespielte Truppe also, die 2014 die zweitmeisten Yards in der Liga erzielte und in Sachen Punkteausbeute auf Platz sieben landete.
Einzig die Startverzögerung des Running Backs LeVeon Bell, der zunächst suspendiert ist, könnte Sand ins Getriebe streuen.
Aber dafür wurde ja DeAngelo Williams engagiert, der führende Running Back der Carolina Panthers. Der ist zwar verletzungsanfällig, aber die drei Spiele, die Bell suspendiert ist, sollte er durchhalten.
Und dann mal sehen, ob die 30 Punkte Prognose eingehalten wird?

Jen Welter ist die erste Frau, die bei einem NFL Team als Trainerin arbeitet - zumindest in der Vorbereitungszeit.
Sie wird mit den Inside Linebackern der Arizona Cardinals arbeiten. Erfahrung als Trainerin sammelte sie bisher in der Indoor Football League.
Football gespielt hat sie auch und zwar 14 Jahre in der Women`s Football Alliance. 2014 spielte sie sogar Running Back in der IFL für die Texas Revolution. Welch passender Name.
Welter gehört zu sieben Aushilfstrainern, die in diesem Sommer für die Cardinals arbeiten.
Auch wenn sie also nur einen Kurzauftritt hat, könnte sie eine neue Ära einläuten.

Ob es etwas nutzt?
Die NFL hält im Trainingscamp eines jeden Teams eine einstündige Lehrstunde über häusliche und sexuelle Gewalt ab. Daran müssen alle Angestellten der Teams teilnehmen, nicht nur die Spieler und Trainer.
Der Fokus liegt dieses Jahr darauf aufzuzeigen, wie jeder Beteiligte davon betroffen sein wird. Nicht nur auf die Opfer der Gewalt wird eingegangen, sondern auch darauf, wie schnell die Karriere des Täters in der NFL beendet sein kann.
Natürlich gibt es Stimmen, die der Liga-Führung unterstellen, jeden Angestellten der Liga unfairerweise unter Generalverdacht zu stellen. Bei der Wichtigkeit des Themas wird die NFL aber darüber hinweghören.

Jonathan Martin wird seine Karriere beenden.
Der Offensive Tackle spielte bereits für die Dolphins und die 49ers. Zur Zeit ist er bei den Panthers unter Vertrag.
Doch Rückenprobleme zwingen den erst 25-jährigen dazu, der NFL den Rücken zu kehren.

Die Wächter der Bälle.
Sollte man das Gedöns um die zu schwach aufgepumpten Bälle im letzten AFC Endspiel dereinst verfilmen, wäre das doch ein netter Titel.
Und nein, die Luft ist immer noch nicht raus aus Deflategate.
Statt bisher 12 Bällen muß eine Mannschaft ab der kommenden Saison 24 Bälle bei den Schiedsrichtern abgeben. Der Hauptschiedsrichter, der bisher alleine für den ordnungsgemäßen Zustand der Spielgeräte verantwortlich war, bestimmt zwei aus seiner Crew, die den Luftdruck prüfen und überwachen. Der Druck muß zwischen 12,5 und 13,5 Pfund pro Quadratzoll betragen, also etwa 0,86 bis 0,93 bar. Zum Vergleich: Beim Fußball sind Werte zwischen 0,6 und 1,1 bar erlaubt.
Sind die Bälle überprüft und OK, werden sie in der Kabine des Schiedsrichters eingeschlossen und bewacht. Dazu wird allerdings kein bewaffneter Ex-Marine eingesetzt, wie man vermuten könnte, sondern die NFL begnügt sich mit einem Kicking Ball Coordinator genannten Normalsterblichen.
10 Minuten vor Spielbeginn werden ein Schiedsrichter und ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes 24 Bälle, 12 für jedes Team, auf den Platz bringen.
In der Halbzeit werden die Bälle, die in Halbzeit eins benutzt wurden, gegen die Bälle ausgetauscht, die in der Schiedsrichterkabine lagen. Zuvor wird nochmals bei allen Bällen der Luftdruck geprüft.
Die Daten, die dabei anfallen, werden notiert und zum Ligabüro zur Auswertung übermittelt.

Montag, 27. Juli 2015

Kurzberichte
bridgewater-teddyMadden-Football in echt.
Immer mehr Teams installieren zu Trainingszwecken virtual Reality Anlagen.
Die Cowboys und 49ers haben bereits Anlagen von STRIVR installiert, die Patriots wollen eine installieren.
Die Buccaneers haben sich für das Konkurrenzprodukt von EON entschieden. Demnächst werden die Vikings sich wohl auch für STRIVR entscheiden.
Ob diese Firma demnächst der offizielle Ausrüster der Liga wird?
Jedenfalls hat sich Commissioner Goodell letzte Woche auf eine Tour durch die Firma begeben.
STRIVR arbeitete mit Bändern von zuvor aufgenommenen Trainingseinheiten, während das EON System mehr wie ein fortschrittliches Videospiel funktioniert.
Vikings Quarterback Terry Bridgewater /Bild) würde EON bevorzugen. Er meinte, daß dieses System genauso wie seine Xbox zu bedienen ist, mit der er schon seit Jahren spielt.

Die Vikings verlängerten den Vertrag mit ihrem Kicker.
Für vier weitere Jahre wird er $14 Millionen erhalten, von denen $5,25 Millionen garantiert sind.
2015 muß er allerdings noch für die mageren $660.000 aus seinem Rookievertrag kicken.

Nach Operationen an Leiste und Knie meldete sich Gosder Cherilus als genesen bei den Colts zurück.
Die feuerten den Right Tackle dann sofort, den sie erst 2013 für fünf Jahre und $35 Millionen verpflichtet hatten. Damit machten sie ihn zu dem Zeitpunkt zum teuersten Right Tackle der NFL.
Zunächst konnte Cherilus einen Gegenwert für seinen Preis erbringen, doch dann begannen ihn Verletzungen zu plagen.
Ein Versuch der Colts, den Vertrag mit Cherilus umzustrukturieren scheiterte. Seine Entlassung war die Folge.
Sollte er kein anderes Team finden mit dem er sich einig wird, ist eine Rückkehr zu den Colts nicht ausgeschlossen.

Den Super Bowl werden übrigens die Miami Dolphins gewinnen.
Damit können wir uns die Saison dann jetzt schon schenken und brauchen kein teures Geld für den Gamepass auszugeben.
Kurt Bullard, ein Student der Harvard Universität hat ein Analysemodell entwickelt, das die Stärke der wichtigsten Spieler jedes Teams bewertet und damit die Chancen der Teams errechnet.
Und wer würde an der Harvard Uni und ihren Studenten zweifeln?
Aber...
es bleibt ja noch die Hoffnung, daß sich einige der wichtigen Spieler der Teams verletzen, und daß unwichtige Spieler größere Rollen übernehmen.
Also sollten wir uns die Saison vielleicht doch ansehen, und sei es, um zu sehen, wie die Dolphins hinter Ndamukong Suh zum ersten Mal seit 2008 wieder in die Playoffs kommen und den Super Bowl gewinnen.
Zumindest eine Rückkehr in die Playoffs kann man dem Fisch ja endlich mal wieder gönnen.

Dazu paßt auch die Aussage von Dolphins Head Coach Joe Philbin.
Er sagte, daß er nicht nach Miami gekommen wäre um Durchschnitt abzuliefern.
Genau das aber hat er bisher getan. In seinen bisherigen drei Saisons bei den Dolphins hat er das Team zu nur 23 Siegen geführt bei 25 Niederlagen. Einer 7-9 Saison folgten zwei 8-8 Saisons.
Damit gehen nur sehr wenige Head Coaches in ihre vierte Saison mit einem Team.
Seiner Aussage: „Ich bin hierher gekommen um Meisterschaften zu gewinnen,“ konnte er noch keine entsprechenden Taten folgen lassen.
Diese Saison ist Philbins letzte Chance. Noch eine Saison ohne Playoffs, und das war's für ihn in Miami.
Gut, daß die Dolphins dieses Jahr den Super Bowl gewinnen werden.

Hat Roger Goodell sich mit seiner unsinnigen Bestrafung für Tom Brady dem Diktat eines Teambesitzers unterworfen?
So wie man Goodell kennt, erscheint das wenig plausibel.
Mehrere Besitzer?
Eher auch nicht.
Dennoch gibt es das Gerücht, daß Bisciotti im Namen von Colts Besitzer Jim Irsay und einigen anderen Teambesitzern Druck auf den Vorsitzenden der NFL ausgeübt hat, die Strafe für den Quarterback der Patriots nur ja nicht zu mindern.
Bisciotti nahm dazu Stellung und sagte, das daran nichts Wahres wäre. Er hätte nie und würde nie Druck auf den Commissioner ausüben oder auf irgend jemand anderen in der NFL. Die Geschichte wäre zu 100% erfunden. Das wäre unfair dem Besitzer der Patriots, Robert Kraft, gegenüber, einem ehrenwerten Mann, wie Bisciotti betonte.
„Laßt uns über Football reden und den Beginn der Trainingscamps,“ fuhr der Ravens Besitzer fort. „Fans und Leute wie ich wollen, daß die Angelegenheit jetzt geregelt wird.“

Sonntag, 26. Juli 2015

Kurzberichte
peterson-adrian4Für die Steelers und die Vikings geht es ja schon in zwei Wochen los. Die beiden bestreiten das Hall of Fame Spiel am 9. August. Deshalb haben die beiden Teams am gestrigen Samstag ihre Trainingslager bezogen. Am heutigen Sonntag stehen bereits die ersten Trainingseinheiten an.
Vikings Running Back Adrian Peterson (Bild) wurde von den Fans vor Ort mit lauten MVP Rufen begeistert empfangen.
Peterson bestritt 2014 nur ein Spiel, weil er wegen Kindesmißhandlung angeklagt war. Die Vikings sagten, daß sie dafür sorgen wollen, daß der Running Back im Trainingslager wieder in die Form gebracht wird, die ihm 2012 den Titel des Liga MVPs eingebracht hat. Schon jetzt sähe man aber, daß Peterson sich selber fitgehalten hat.
Ein Einsatz Petersons in einem Vorbereitungsspiel ist allerdings wenig wahrscheinlich, wie Head Coach Zimmer sagte.

Bei den Steelers zeigte Antonio Brown mit seiner Ankunft, daß er eigentlich ganz zufrieden mit seinem Vertrag ist.
Rolls Royce hatte dem Wide Receiver ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt, mit dem er am Trainingslager aufkreuzte.
Die Befürchtungen, daß der beste Receiver der letzten Saison streiken könnte, um eine entsprechende Bezahlung zu erpressen, bewahrheiteten sich nicht.
„Das war ein langer Weg von dem Jeep Wrangler, mit dem ich 2010 als Rookie hier aufkreuzte,“ sagte er lachend, als er ausstieg.
Brown wurde erst in der sechsten Runde der Draft von den Steelers rekrutiert.
Niemand reichte letztes Jahr an seine 129 gefangenen Pässe für 1.689 Yards heran, doch viele Receiver verdienen mehr als er. Brown hat noch drei Jahre seines $42,5 Millionenvertrags zu absolvieren, den er 2012 unterschrieb.
Doch Brown betonte, daß bei Streiks noch nie etwas positives herausgekommen wäre. Deshalb hofft er darauf, ohne diese Zwangsmaßnahme einen besseren Vertrag zu bekommen.
Auch LeVeon Bell erschien pünktlich im Trainingscamp. Der Running Back wartet immer noch darauf, daß sein Einspruch gegen seine Suspendierung verhandelt wird.
2014 war Bell der zweitbeste Running Back hinter DeMarco Murray von den Cowboys.
Das wird ein tolles Saisonauftaktspiel 2015, ohne zwei der größten Stars der Liga, Pittsburghs Bell und Brady auf Seiten der Patriots.
Fünf Steelers stehen zum Beginn des Camps auf der PUP-Liste: Offensive Tackle Mike Adams (Rücken), Quarterback Bruce Gradkowski (Schulter), Cornerback Senquez Golson (Schulter), Linebacker Shawn Lemon (Achilles) und Center Maurkice Pouncey (Fuß)
.

Nachdem die Steelers den Vertrag mit Head Coach Mike Tomlin bis zum Ende der Saison der Saison 2018 für wenigstens $7 Millionen pro Jahr verlängert haben, war am Freitag der General Manager an der Reihe.
Auch Kevin Colbert erhielt eine Verlängerung bis zum Ende der Saison 2018.

Die Patriots verlängerten den Vertrag ihres Punters Ryan Allen um drei Jahre.

Die Pro Football Hall of Fame gab in der Sache Junior Seau folgende Erklärung ab: „Es wurde fälschlicherweise berichtet, daß die Hall of Fame der Familie Seaus nicht erlaubt habe bei der Zeremonie zu sprechen oder sie gar ausgesperrt hätte. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt.
In der Tat ist es seit 2010 Politik der Ruhmeshalle, Lobpreisungen für Spieler, die posthum in die Halle aufgenommen werden, nur per Videobotschaft abzuspielen. Der Fall Seau ist kein Präzedenzfall. Zuerst wurde diese Methode 2011 angewandt, als Les Richter von den Rams posthum aufgenommen wurde.“

Cardinals Rookie Damond Powell wurde in der Garageneinfahrt seines Hauses aus einem vorbeifahrenden Auto angeschossen.
Der Rookie Receiver wurde ins Krankenhaus gebracht. Seine Verletzungen sollen nicht lebensgefährlich sein.
Im Tatauto sollen drei vermummte Personen gesessen haben, wie die Polizei mitteilte.
Die Cardinals gaben bekannt, daß sie Powells Familie alle Unterstützung zukommen lassen, die sie in dieser schlimmen Zeit braucht.

Und dann noch mal wieder ein Beweis dafür, daß die NFL eine lustige Seite hat.
„Wir werden nächstes Jahr den Super Bowl gewinnen,“ das sagte Dallas Quarterback Tony Romo.
Das lassen wir dann mal so stehen.

Samstag, 25. Juli 2015

Kurzberichte
seau2Am achten August gehört der verstorbene Junior Seau (Bild) zu den sieben Männern, die in die Hall of Fame aufgenommen werden.
Seau hat sich 2012 laut polizeilichem Untersuchungsbericht selber durch einen Schuß in die Brust getötet.
Die Familie des Verstorbenen hat Seaus Gehirn der Forschung zukommen lassen, weil der Linebacker an Gehirnschäden gelitten haben soll, die er sich in seiner Zeit in der NFL zugezogen hat.
Wohl aus diesem Grund beruft sich der Vizepräsident der Ruhmeshalle auf einen Passus, der 2010 installiert wurde und der besagt, daß die Lobreden für posthum aufgenommene Mitglieder nur per Video eingespielt werden sollen.
Es macht den Anschein, als wolle man einer möglichen Kontroverse aus dem Weg gehen, wenn man die Tochter Seaus live sprechen ließe.
Jedoch wurde diese Praxis schon einmal angewandt, als 2011 Les Richter von den Rams posthum aufgenommen wurde.
Sydney Seau, die die Rede auf dem Podium halten wollte, ist sehr frustriert über das Vorgehen der Ruhmeshallenbetreiber. Sie hätte gerne die Rede gehalten, die ihr Vater wohl gehalten hätte, nachdem er 20 Jahre als stolzer Spieler in der NFL zugebracht hatte. Sie hätte nichts geplant, um die Liga anzuprangern. Sie hätte nur eine Rede zu Ehren ihres Vaters halten wollen, sagte sie der Presse.

Vom Crackverkäufer in die Pro Football Hall of Fame führte der Weg von Jerome Bettis.
Der ehemalige Running Back der Steelers mit dem Spitznamen Bus mußte in seiner Kindheit in Detroit zusammen mit seinem Bruder Drogen verkaufen, um überleben zu können.
Beide Eltern hätten sich den Arsch aufgerissen und doch hätte das Geld nicht zum Leben gereicht, sagte der Bus in einem Interview.
Das wäre ihm zu der Zeit auch gar nicht irgendwie ungewöhnlich vorgekommen, da in der Nachbarschaft viele mit Drogen handelten. Das war ganz normal, meinte er.
Als Bettis in den Ruhestand trat, stand er auf Platz sechs der ewigen Bestenliste der NFL Running Backs. Sechsmal spielte er in seinen 13 Jahren in der Liga im Pro Bowl.
Seine jugendliche Crackdealer-Vergangenheit hat er erfolgreich hinter sich lassen können.

Nachdem er sich bei den Feierlichkeiten zum 4. Juli mit einem Feuerwerkskörper zwei Finger der rechten Hand weggesprengt hatte, war es das wohl mit dem Football für C.J. Wilson.
Der Cornerback der Buccaneers kam 2013 als ungedrafteter Free Agent zu den Bears.
Letztes Jahr war er im Trainingsteam der Buccaneers und wurde in zwei Saisonspielen eingesetzt.
Wilson wurde von Tampa Bay auf die Liste der Spieler gesetzt, die vorübergehend im Ruhestand sind. Dadurch können sie ihn behalten, aber er zählt nicht zum 90 Mann Kader für das nächste Woche beginnende Trainingslager.
Wilson hofft, daß er vollständig genesen wird. Inwieweit man vom Verlust des Zeige- und Mittelfingers vollständig genesen kann ist jedoch nicht klar.
Jedenfalls arbeitet Wilson nach Angaben seiner Agenten darauf hin, irgendwann wieder in der NFL spielen zu können.

Die Cardinals verpflichteten Jermaine Gresham.
Der Tight End verbrachte seine ersten fünf Jahr in der Liga bei den Bengals.
Über die Modalitäten wurde nichts verlautbart.

Die Dolphins trennten sich nach kurzem Gastspiel von Josh Freeman.
Der Quarterback verbrachte noch nicht einmal drei Monate im Team.
Eigentlich hatte er gehofft, in Miami einen Neustart seiner Karriere hinlegen zu können. Daraus wird dann wohl nichts.

Die Saints feuerten Linebacker Junior Galette.
Mehrere Vorfälle außerhalb des Footballfeldes, darunter eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt im Januar, die zurückgezogen wurde, haben die Saints zu diesem Schritt bewogen.
Hauptgrund soll allerdings ein Video gewesen sein, das einen Vorfall zeigt, der einige Jahre zurückliegt. Das zeigt einen Mann, der Galette ähnlich sieht, wie er an einem Strand eine Frau mit einem Gürtel schlägt.
Galette nahm die Nachricht seiner Entlassung nicht sehr gelassen auf.
„Die Saints haben einen schweren Fehler gemacht, mich zu treten, während ich am Boden liege,“ sagte er. „Ich bin nicht verrückt. Es wird die schlechteste Entscheidung sein, die sie je getroffen haben. Ich werde nächstes Jahr der beste Spieler der Liga sein.“
Galette verwies noch auf seinen sauberen Werdegang in seinen sechs Jahren in der Liga. Doch das konnte die Saints nicht überzeugen.
Galette gehört zu den besten Paß Rushern der Liga. Es könnte sein, daß er nicht lange ohne ein neues Team bleiben wird.

Am gestrigen Freitag wurden drei Spieler suspendiert.
Broncos Defensive End Derek Wolfe wurde vier Spiele gesperrt, weil er verbotene Substanzen eingenommen hat.
Auch wegen verbotener Substanzen wurde Vikings Cornerback Jabari Price suspendiert und zwar für zwei Spiele.
Chiefs Cornerback Sean Smith wurde betrunken am Steuer erwischt und darf dafür drei Spiele aussetzen.

Freitag, 24. Juli 2015

Kurzberichte
tomlin-mikeEin weiterer schwüler Tag mit langweiligen Meldungen?
Es sah zunächst so aus.
Dann kam doch eine Meldung, die zumindest sehr überraschte.
Die Pittsburgh Steelers haben den Vertrag mit Head Coach Mike Tomlin (Bild) bis zum Ende der Saison 2018 verlängert.
Seine Bilanz in der regulären Saison weist 82-46 Siege auf, gerade mal 64,1%. In den Playoffs hat er 5-4 Siege, darunter einen Super Bowl Titel vorzuweisen.
Den Super Bowl gewann er, nachdem er das Team von Bill Cowher übernommen hatte. Wie so viele andere Head Coaches vor ihm profitierte er von der guten Vorarbeit seines Vorgängers, eigene Akzente konnte er danach kaum setzen.
Fünfmal in seinen acht Jahren bei den Steelers führte er das Team in die Playoffs.
Nur fünf mal.
Immerhin konnte Pittsburgh in jeder Saison mehr als 50% der Saisonspiele gewinnen.
Doch Tomlin und die anderen Verantwortlichen taten kaum etwas, um die Überalterung des Teams zu bremsen. Das rächte sich immer wieder spät in der Saison.
Ob Tomlin der Mann ist, der die Pittsburgh Steelers zu einem weiteren Super Bowl Sieg führen kann?
Er selber glaubt unerschütterlich daran, und wir werden einfach abwarten, welche Fortschritte Tomlin und die Steelers in naher Zukunft machen.

Die NFLPA soll Roger Goodell vorgeschlagen haben, Tom Bradys Suspendierung von vier Spielen in eine hohe Geldstrafe umzuwandeln.
Aus der NFL Zentrale kam noch keine Reaktion darauf.

Die NFL verdient recht gut an der Strafe für Tom Brady.
Zum ersten Mal überhaupt haben die Fanartikel des Quarterbacks der Patriots sich besser verkauft, als die Fanartikel aller anderen Spieler.
Gemessen wurde der Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2015.
Bis dahin gehörten seine Artikel noch nie zu den Top drei der meistverkauften. Die Fans zeigen der Liga also mit ihrer Geldbörse, was sie von der idiotischen Strafe halten.
Auch die nächsten vier Plätze in der Verkaufshitparade gehören Quarterbacks. Colin Kaepernick, Russell Wilson, Aaron Rodgers und Peyton Manning folgen auf Brady, bevor mit J.J. Watt der erste nicht- Quarterback auftaucht.

Die NFL suspendierte Letroy Guion für die ersten drei Saisonspiele.
Der Defensive Tackle der Packers wurde im Februar verhaftet. Bei einer Kontrolle seines Fahrzeugs fand die Polizei Marihuana, eine Handfeuerwaffe und $190.000 Bargeld. Die Suspendierung ist die Reaktion der Liga auf die Verhaftung.
Guion hat angekündigt, gegen die Strafe in Berufung zu gehen.

Höchststrafe!
Ja, für viele ist es die Höchststrafe, sich Spiele der Washington Redskins ansehen zu müssen.
Doch dieses Jahr will die Defense der Redskins die Gegner bestrafen, die gegen sie antreten.
Redskins Nose Tackle Terrance „Pot Roast“ (Schmorbraten) Knighton gab bekannt, daß die defensive Front sich den Spitznamen „Capital Punishment“ gegeben hat.
Zwar ist Washington, D.C., die Hauptstadt der USA, aber da Hauptstadt Strafe nicht so gut klingt, habe ich die andere mögliche Übersetzung gewählt.
Die Redskins werden eine Menge leisten müssen, um den selbstverliehenen Spitznamen zu ehren. Mit 27,4 zugelassenen Punkten pro Spiel war die Verteidigung der Redskins letztes Jahr die drittschlechteste der Liga.

Earl Thomas wurde im Februar an einer Schulter operiert.
Vorsichtig optimistisch hofften die Seahawks darauf, daß ihr Safety zum ersten Saisonspiel wieder hätte einsatzbereit sein können.
Nun sieht es danach aus, daß Thomas vielleicht schon in einem Vorbereitungsspiel antreten kann.
Er selber denkt dabei an das dritte oder vierte Spiel. Allerdings setzen die Teams im letzten Testspiel kaum Stammspieler ein.
Doch zum Saisonstart sollte der Safety wohl auf jeden Fall wieder fit sein.

Am 16. Juli wurden vor einer Militärbasis in Chattanooga, Tennessee, fünf Menschen erschossen.
Broncos Quarterback Peyton Manning, der an der Universität von Tennessee spielte, hat den Chattanooga Heroes Fund ins Leben gerufen, um den Hinterbliebenen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Kurzberichte
p7maxxSeine NFL-Spiele mit deutschem Kommentar kann man in dieser Saison auch im Internet ansehen und das sogar kostenlos.
Pro7 zeigt die Spiele nicht nur auf Maxx und SAT1, sondern auch auf ran .de im Livestream.
Los geht es in der Nacht vom 10. auf den 11. September um 2:30 Uhr mit dem Saisoneröffnungsspiel der Pittsburgh Steelers bei den New England Patriots auf SAT1.
Zusätzlich zu den beiden Sonntagsspielen um 19 und um 22:25 Uhr auf Maxx werden auch weitere Spiele übertragen. Zwei der drei Spiele in London sind zusätzlich im Programm - die Partien der Jets gegen Miami am 4.10. und der Lions gegen Kansas City am 1.11. jeweils um 15:30 Uhr.
Am Donnerstag, 26.11. - Thanksgiving gibt es die Spiele Philadelphia Eagles at Detroit Lions um 18:30 Uhr und Carolina Panthers at Dallas Cowboys um 22:30 Uhr.
Und das Alles halt nicht nur auf Maxx, sondern auch im Internet, live, kostenlos und (etwas negatives muß ja dran sein) nur mit deutschem Kommentar.

Ridiculous - die Übersetzungsmöglichkeiten für dieses Wort sind vielfältig. Ich nehme heute mal „albern“.
Albern findet der Präsident der NFLPA, Eric Winston, was im Fall Tom Brady passiert... oder besser, eben nicht passiert.
Sechs Monate brauchte eine Untersuchungskommission, um herauszufinden, daß es eher möglich als nicht hätte gewesen sein können, daß Tom Brady von den luftleeren Bällen hätte gewußt haben können.
Jetzt dauert es schon über einen Monat, daß die Berufungsverhandlung abgehalten wurde. Und ja: Das ist albern.
Natürlich werden die Patriots- und Brady-Hasser das anders sehen und rufen: „Hängt ihn auf, er könnte davon gewußt haben“.
Doch nicht nur Fans der Pats und Bradys, sondern auch neutrale Beobachter haben von dem Schwachsinn, den Roger Goodell sich da leistet, die Schnauze voll.
Der absolutistische Herrscher der Liga sagte, daß er keine Eile habe, ein abschließendes Urteil zu fällen. Es ist diesem Typen also völlig schnurz, daß in dieser Woche die ersten Trainingslager beginnen, und die Patriots gerne wüßten, ob sie Tom Brady mit der ersten Offense trainieren lassen sollen?
Alleine das ist schon ein Eingriff, der den Wettbewerb mehr verzerrt, als ein Ball, dem ein Quentchen Luft fehlt.
Es wird Zeit, daß die Spielergewerkschaft im Namen Bradys vor Gericht zieht, um eine einstweilige Verfügung zu erwirken, die es dem Quarterback erlaubt, uns Footballfans ein tolles Spiel und ein direktes Aufeinandertreffen mit Ben Roethlisberger zu bieten.
Denn darum geht es doch letztlich, daß wir Fans das Beste gezeigt bekommen, das die Liga zu bieten hat.

Roger Goodell hat ein goldenes Händchen. Er hat das Wirtschaftsstudium mit einem Diplom abgeschlossen, und das zeigt sich.
Wenn der Chef der NFL auch keine Ahnung von angemessenen Strafen für die Spieler und Trainer der Liga hat, wie man Geld scheffelt, das weiß er.
Die NFL schüttete an ihre Teams im abgelaufenen Geschäftsjahr $7,2 Milliarden aus. Das sind $226 Millionen pro Team und eine Steigerung um 20% zum Vorjahr. Gegenüber dem Geschäftsjahr von vor fünf Jahren ist es sogar mehr als das doppelte.
Also, davon, wie man Frauenschläger und Luftablasser adäquat bestraft hat Goodell keinen Schimmer. Aber wie man Geld scheffelt, das weiß er wirklich.

Darrelle Revis spielte bei den Jets, als Mark Sanchez dort den Quarterback gab.
Zu den beiden Auftritten der Jets im AFC Endspiel zu dieser Zeit meinte Revis: „Wir haben es bis dahin geschafft, ohne einen Quarterback zu haben.“
Als er merkte, was er da gesagt hatte, ruderte er zurück: „Mark war solide. Er war nicht spitze.“
Aber, so Revis, mit einem Quarterback hätte man diese Endspiele gewinnen können.

In Houston wächst die Hoffnung, daß die Nr. 1 der Draft 2014 endlich loslegen kann.
Der behandelnde Arzt von Jadeveon Clowney sprüht vor Optimismus, wenn er von der Heilung des Outside Linebackers spricht.
Clowney wurde vor sieben Monaten an einem Knie operiert.
Teamarzt Dr. Walt Lowe sagte nach der letzten Untersuchung, daß Clowneys Knie spektakulär aussähe.
Dennoch wollte er nicht sagen, wann der Linebacker wieder voll am Training teilnehmen darf.
Das schmälert die Hoffnung dann doch immens.

Persönliches Geschichtchen
Da saß ich gestern Nachmittag in diesem schwülen Wetter vor der Glotze und dachte beim Zappen durch die Fernsehprogramme: „Au schwitz ich.“
So langsam döste ich ein, als ich plötzlich den Namen Michael Irvin hörte.
Ich war wohl auf Nickelodeon weggeschlummert, und dort lief eine Kinderserie über einen weiblichen Quarterback, also eine Quarterbackin, „Bella and the Bulldogs“.
Da träumte ein Junge von seinem Idol, dem Hall of Fame Wide Receiver der Dallas Cowboys, Michael Irvin. Irvin riet dem Jungen, der auch Wide Receiver spielen wollte, Ballettunterricht zu nehmen, um seine Fußtechnik zu verbessern. Dabei war sich der Hall of Fame Wide Receiver auch nicht zu blöde, im rosa Tütü rumzuhüpfen.
Glaubt mir, als ich das gesehen habe, habe ich den letzten Rest an Glauben an alles verloren.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Kurzberichte
mariota-marcusDer letzte Mann ist unter Vertrag.
Am gestrigen Dienstag unterschrieb auch Quarterback Marcus Mariota (Bild) seinen Rookievertrag bei den Titans.
Er war der einzige Spieler aus der ersten Runde der letzten Draft, der seinen Vertrag noch nicht unterschrieben hatte.
In seiner ersten Saison als Head Coach der Titans probierte es Ken Whisenhunt mit drei verschiedenen Quarterbacks und kam nur auf zwei Siege. Dadurch erkämpfte sich der Club die zweite Wahl in der Draft, und sie nahmen Mariota, der als sofortiger Starter erwartet wird.
Über die Finanzen wurde nichts verlautbart. Es wurde nur bekanntgegeben, daß man sich auf eine „teilweise Offset Language“ geeinigt hätte.

Ein neuer Trend hat in der NFL eingesetzt. Immer mehr Spieler wollen auf einen Spieleragenten verzichten. Dabei werden sie von der Spielergewerkschaft unterstützt.
Seahawks Left Tackle Russell Okung bereitet sich zur Zeit darauf vor, seinen nächsten Vertrag alleine auszuhandeln, ohne mehrere Millionen seines Geldes einem gierigen Agenten in den Rachen schmeißen zu müssen.
Die NFLPA wird ihm dabei helfend zur Seite stehen. Dazu gaben sie ihm die Unterlagen darüber, was die Top 10 Offensive Tackles der Liga verdienen, und sie gaben ihm Ratschläge, wieviel er für sich herausholen kann. Zusätzlich werden sie ihn in der „Vertragssprache“, unterrichten, die einige Verklausulierungen enthält, die man verstehen muß.
Im März wird Okung ein Free Agent. Bis dahin muß er fit sein, um sich selber vertreten zu können.
Und dann wird die Gewerkschaft den ausgehandelten Vertrag vor der Unterschrift einem Anwalt vorlegen, der ihn überprüft. Wenn dann alles OK ist, wird der Left Tackle ihn unterschreiben und muß nichts an einen Spieleragenten abdrücken. Von seinem letzten Sechsjahresvertrag über $48,5 Millionen mußte er noch 2,5%, also $1.212.500, an seinen Agenten zahlen.

Volles Risiko geht Sam Bradford.
Der dauerverletzte Quarterback der Eagles lehnte eine vorzeitige Vertragsverlängerung ab. Er will mit einer guten Saison in Philadelphia seinen Marktwert steigern, und dann groß abkassieren.
Bradford hatte in St. Louis kaum gespielt und geht in die letzte Saison seines Rookie-Vertrags mit den Rams, den die Eagles übernommen haben. 2015 stehen dem an erster Stelle der 2010er Draft einberufenen $13 Millionen zu. Das will er in Zukunft vervielfachen.
Ob sein Mut sich auszahlt, bleibt abzuwarten. Erstens muß er Leistung zeigen, und zweitens auch noch gesund bleiben.
Das könnte ganz schön schiefgehen.

„Nein, ich werde meinen Vertrag mit den Vikings auf gar keinen Fall nachverhandeln,“ meinte Adrian Peterson noch vor einigen Wochen.
Gestern verhandelte der Running Back den Vertrag nach.
Er konnte das, ohne sich selber untreu zu werden, denn der neue Vertrag stellt ihn nicht schlechter.
Seine $13 Millionen, die ihm 2015 zustehen, bekommt er als Unterschriftenbonus von $2 Millionen und als Gehalt von $11 Millionen. Das hilft dem Team unter der Gehaltsobergrenze, und die Summe ist für Peterson komplett garantiert.
Eine Klausel garantiert Peterson für 2016 $7 Millionen, im Fall einer Verletzung.
2016 wird sein Gehalt von $13 Millionen auch wieder aufgeteilt und ein Teil über $5 Millionen wird als Kaderbonus ausgezahlt.
Allerdings ist dieses Geld nur garantiert, wenn die Vikings Peterson nicht bis zum dritten Tag des neuen Ligajahres im März gefeuert haben.
$6 Millionen seines Gehalts von $18 Millionen 2017 werden auch wieder als Kaderbonus ausgezahlt. Auch hier gibt es wieder diesen Stichtag.
Peterson hat drei Jahre seines Sechsjahresvertrag über $46 Millionen absolviert. Nach der Nachverhandlung verzichtet er auf etwa $2 Millionen. Doch von der Summe, die ihm für 2015-17 gezahlt werden sollte, war gar nichts mehr garantiert. Da war es schon besser, für die jetzt ausgehandelten Garantiesummen auf ein paar Dollar zu verzichten. Wobei er diese paar Dollar durch leistungsbezogene Boni trotzdem noch bekommen kann.

Die Chiefs feuerten Defensive Back Justin Cox, der am Montag wegen häuslicher Gewalt, Einbruch und unbefugten Betretens verhaftet wurde.
Es war der zweite Vorfall dieser Art innerhalb von knapp zwei Jahren. Die Mississippi State University suspendierte ihn letztes Jahr für die letzten drei Spiele.
Wegen seines zweifelhaften Charakters hatte er in der letzten Draft keine Chance. Die Chiefs verpflichteten ihn als Free Agent.
Gestern korrigierten sie ihren Fehler.

Dienstag, 21. Juli 2015

Kurzberichte
brady-tom-fertigWarum läßt Sonnengott Goodell sich so viel Zeit, um seinen Richterspruch über Tom Brady (Bild) bekanntzugeben?
Möchte er Zeit schinden, damit Brady die Möglichkeit, noch vor dem Beginn der Saison vor ein ordentliches Gericht zu ziehen und dort ein Urteil zu erlangen, genommen wird?
Daß die NFL sich mit ihren Anklagepunkten vor Gericht blamieren dürfte, das muß der Vorsitzende der Liga erkennen, selbst wenn er nur ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen hat.
Man munkelt, daß hinter verschlossenen Türen ein Ausweg aus dem Dilemma gesucht wird, in das Goodell sich mit seiner übertriebenen vier Spiele Suspendierung manövriert hat. Ein Ausweg, in dem der Commish sein Gesicht nicht verliert.
Ein ehemaliger Berater der Liga, Jodi Balsam, glaubt, daß die Vertreter der Spielergewerkschaft und Goodell seit dem 23. Juni, dem Tag der Berufungsverhandlung, in engem Gedankenaustausch stehen. Er glaubt, daß beide Seiten weiter miteinander verhandeln.
Doch die beiden Verhandlungsgegner sind zu weit auseinander. Goodell wäre vielleicht bereit, die Strafe auf die Hälfte zu reduzieren, um sich nicht ganz der Lächerlichkeit preiszugeben, doch die NFLPA will, daß die dämliche Strafe völlig aufgehoben wird.
Die Gewerkschaft steht Gewehr bei Fuß, um zumindest durch eine richterliche Verfügung zu erreichen, daß der Quarterback der Patriots spielberechtigt ist, bis ein Gericht ein endgültiges Urteil gefällt hat.

Seit Montag sitzt Titans Wide Receiver Justin Hunter in Haft. Eine Kaution wurde abgelehnt.
Hunter soll am 3. Juli bei einer Kneipenschlägerei in Virginia Beach jemanden krankenhausreif geschlagen haben.
Am Montag stellte sich Hunter freiwillig der Polizei, die nach ihm fahndete.
Die Titans gaben bekannt, daß sie auf weitere Untersuchungsergebnisse warten, bevor sie reagieren wollen.

Die Green Bay Packers vermelden erneut Rekordeinnahmen.
Als einziges NFL Team in öffentlichem Besitz sind sie gezwungen, jedes Jahr ihre Bilanzen offenzulegen.
Im Finanzjahr 2015 haben sie die $375 Millionenmarke überschritten. Damit gingen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 16% in die Höhe.
Allerdings wuchsen auch die Ausgaben des Clubs um 13% auf $336 Millionen. Darin enthalten die $159 Millionen für die Spielergehälter, die um $12 Millionen zurückgingen.
Es wären mehr Einnahmen möglich, aber die Packers wollen mit ihren durchschnittlich $92 pro Eintrittskarte weiter unter dem Durchschnitt der anderen Teams bleiben.

Die Arizona Cardinals wollen einen neuen Ex-Spieler in ihren Ring der Ehre aufnehmen.
In der Halbzeit des Spiels gegen die 49ers am 27. 9. wird dem Safety Adrian Wilson diese Ehre zuteil.
Wilson spielte 12 Saisons für die Cardinals. Er wurde fünfmal in den Pro Bowl gewählt und erzielte 987 Tackles, 27 Interceptions und 25,5 Sacks. Er erzwang 15 Fumbles, eroberte 8 Fumbles und erzielte 4 Touchdowns.

Montag, 20. Juli 2015

Brett Favre 4-ever
favre-brett-ehrungDie Dummheit des Menschen ist grenzenlos... manchmal aber entpuppt sich jemand als lernfähig.
Es war sowieso nur unterdrückte Wut und verletzte Eitelkeit, die Brett Favres (Bild) Ehrung bei den Packers verhinderte.
Bisher.
Mark Murphy, der Vorstandsvorsitzende der Packers, sagte ja vor einiger Zeit, daß man Brett Favre nicht ehren wolle, weil man ihn nicht den Buhrufen der Fans aussetzen wollte.
Dieser blöde Spruch war an Dämlichkeit nicht zu überbieten.
Zugegeben, der Abschied Favres aus Green Bay hätte weniger holprig verlaufen können. Daß er dann auch noch für den Divisionsrivalen aus Minnesota spielte, war nicht gerade ein Glanzstück an geistreichem Verhalten Favres. Aber daß er nach all der Zeit, in der meterhohes Gras über die Angelegenheit wachsen konnte von den Fans in Green Bay hätte ausgebuht werden können, näh!
So entschloß sich die Vereinsführung, ihre angeschlagenen Egos außen vor zu lassen, und den verdientesten Packer aller Zeiten zu ehren.
Doch es war weiterhin ein steiniger Weg.
Vor dem Sunday Night Spiel gegen die Bears am 9.11. 2014 sollte die Rückkehr des ehemaligen Star- Quarterbacks Brett Favre nach Green Bay gefeiert werden.
Doch ein anderer Star hat gesundheitliche Problem, nämlich Bart Starr. Der Hall of Fame Quarterback sollte bei der Zeremonie anwesend sein, hat aber Probleme mit seinem Herz. Da Favre Starr auf jeden Fall dabei haben wollte, sagte er sein Erscheinen ab.
Dann kam der nächste Schritt. Bevor Brett Favres Trikot mit der Nr. 4 zur Ruhe gesetzt wird, sollte der legendäre Quarterback in die Packers Hall of Fame aufgenommen werden.
Diese Zeremonie wurde für den 18. Juli terminiert. Fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit, denn die Veranstaltung sollte im Atrium der Halle stattfinden. Fassungsvermögen 1.600 Leute.
Doch die Frage nach Karten war riesengroß. Deshalb hatte Favre den Vorschlag gemacht, die Zeremonie im Stadion abzuhalten. Fassungsvermögen 80.000.
Die Verantwortlichen der Green Bay Packers Hall of Fame Inc. setzten sich mit ihrem ehemaligen Quarterback zusammensetzen, um die Sache durchzudiskutieren.
Und wie ein Wunder ließ der Herr Hirn vom Himmel auf die Clubführung der Packers regnen, und sie gaben Favres Vorschlag nach, denn: „Wir wollen Brett,“ riefen die Packers Fans und die Verantwortlichen des Clubs hörten die Rufe. Und nicht nur das, sie reagierten auch darauf... etwas. Denn die Zeremonie sollte weiter wie geplant in der Ruhmeshalle abgehalten werden, doch sie sollte auf die Videoleinwand im Stadion übertragen werden. Favre sollte sich in einem Grußwort an die Fans dort wenden. Die Eintrittskarten sollten $4 kosten, Favres Trikotnummer in Green Bay.
Es wurde noch viel Käse in Green Bay produziert, bis es endlich am Samstag, dem 18. Juli 2015, zu einer würdigen Zeremonie für Brett Favre kam.
Nach sieben Jahren im Exil durfte Favre wieder den Rasen des Lambeau Field betreten. Ja, die Clubführung hatte es dem geschmähten Sohn gestattet, seine Füße wieder auf den heiligen Rasen zu setzen und über 67.000 Fans jubelten, als gäbe es kein morgen mehr.
Der dreimalige MVP der Liga wurde in die Packers Hall of Fame aufgenommen und seine Trikotnummer „4“ wurde zu Ruhe gesetzt.
Die problematische Trennung im Jahr 2008 war vergessen.
Daß er 2009 seine alten Packers mit den Vikings in beiden Saisonspielen schlug, auch.
Doch die 16 Jahre, die Favre FÜR Green Bay spielte, sind das, an was sich die Fans erinnerten.
War Brett Favre ein technisch vollkommener Quarterback?
Auf keinen Fall. Er war ein Hasardeur, der nicht nur 508 Touchdowns auf dem Konto hat, sondern auch 336 Interceptions.
Doch er hatte sehr oft das Glück des Tüchtigen, und wenn es drauf ankam, dann floß Eiswasser durch seine Blutbahnen.
Wenn der Gegner 70 Sekunden vor Schluß mit drei oder vier Punkten Vorsprung führte, dann wußte man, Brett Favre hatte den Gegner da, wo er ihn haben wollte. Wenn die Packers dann den letzten entscheidenden Drive starteten, konnte man schon mal den Siegersekt einschenken.
So kam Favre zu 11 Auftritten Im Pro Bowl, zu drei Liga MVP Titeln, zu zwei NFC Meisterschaften und zu einem Sieg im Super Bowl.

 

Die Atlanta Falcons, die Favre 1991 in der zweiten Runde der Draft an 33. Stelle einberiefen, werden sich bestimmt das ein oder andere Mal geärgert haben, daß sie den Quarterback an die Packers abgaben.
Von 1992 bis 2007 spielte er für Green Bay, bevor er in den Ruhestand trat.
Den beendete er, um 2008 für die Jets zu spielen. 2009 und 10 spielte er noch für die Vikings, bevor er dann noch mal seine Karriere beendete, und im Ruhestand blieb.
Den unterbrach er am Sonntag noch mal, um einige Altstars der Packers zu einem 38:32 Sieg über einige NFL Altstars zu führen, in einem Flagfootballspiel.
Und siehe, die Pässe des 45-jährigen flogen immer noch, wie an der Schnur gezogen.
Bleibt zu erwähnen, daß Bart Starr auch dieses Mal wegen seiner Krankheit nicht bei der Zeremonie anwesend sein konnte. Nach zwei Schlaganfällen und einem Herzinfarkt ist der Quarterback, der Green Bay zu fünf NFL Meisterschaften, darunter die ersten beiden Super Bowls, führte, aber auf dem Weg der Besserung, wie sein Sohn Bart Starr jr. der Presse sagte.
Starr jr., sagte weiter, daß sein Vater hofft, am 26. November im Stadion sein zu können, wenn Brett Favres Trikot mit der Nr. 4 neben die anderen Trikots mit den zur Ruhe gesetzten Nummern gehängt wird.
Drücken wir die Daumen, daß der 81-jährige seinen Wunsch erfüllt bekommt.
Natürlich gäbe es zu Brett Favre noch viel mehr zu schrieben und vor Allem zu lesen. Das kann man ja, wenn man sich ein gutes Buch über ihn zulegt.

 

Kurzberichte
Ein Ball, der zu denen gehörte, die etwas wenig Luft in sich hatten, als die Patriots die Colts im AFC Endspiel vernichteten, brachte eine Menge Geld ein.
Bei einer Auktion erstand ihn jemand für $43.740, die einem Wohltätigen Zweck zugeführt wurden.
Es war der Ball, mit dem LeGarrette Blount einen Touchdown lief.

Wie erwartet wird die NFLPA die zu ähnlichen Vertragsabschlüsse von Dez Bryant und Demaryius Thomas auf eine mögliche Absprache zwischen Dallas und Denver untersuchen.
Das ist noch nicht offiziell, aber es wäre ein Wunder, wenn es nicht so käme.

Bills Head Coach Rex Ryan sprang aus einem fliegenden Flugzeug.
Doch er machte nicht den Möllemann, sondern schnallte sich einen Fallschirm an.
Er machte einen Tandemsprung im Rahmen eines Festes rund um die Niagarafälle, „Thunder of Niagara“.

Am Wochenende verstarb Bill Arnsparger im Alter von 88 Jahren.
Arnsparger war der Assistenz-Coach der No-Name Defense der Dolphins, die 1973 und 74 den Super Bowl gewannen.
In der Saison 1972, die mit dem Super Bowl 1973 endete, verloren die Dolphins nicht ein Spiel.

Freitag, 17. Juli 2015

Kurzberichte
miller-von4Die Franchise-Spieler haben ihre Verträge unterschrieben, außer Jason Pierre-Paul, und andere Spieler freuen sich darüber.
Mit der Erwartung, daß die Gehaltsobergrenze nächstes Jahr wieder ein Stück wächst, reibt sich so mancher die Finger. Darunter zwei Wide Receiver, Cincinnatis A.J. Green und Atlantas Julio Jones.
Beide gehen ins letzte Jahr ihrer Rookieverträge und beide werden nächstes Jahr noch dickere Verträge unterschreiben, als Thomas und Bryant dieses Jahr.
Denvers Von Miller (Bild) freut sich über die $101 Millionen, die Linebacker Justin Houston von den Chiefs bekommt, weiß er doch, daß er diese Zahl nächstes Jahr wohl toppen wird, egal ob in Denver oder woanders.
Beide Spieler kamen 2011 in die NFL und seitdem hat Miller 49 Sacks eingesackt, Houston „nur“ 48,5.
Bei den Broncos geht man schon davon aus, daß Miller der Franchiseplayer 2016 wird. Personalchef Elway meinte, daß man einen Plan hat, um Miller halten zu können, daß man aber halt auch nicht jeden halten kann, um unter der Gehaltsobergrenze bleiben zu können.
Bleibt abzuwarten, auf welche Summe die Gehaltsobergrenze nächstes Jahr klettern wird, die zur Zeit bei $143,28 Millionen liegt.

Am Donnerstag unterschrieb Cam Heyward einen neuen Vertrag bei den Steelers.
Der Defensive End geht in die letzte Saison seines Rookievertrags. Die Steelers, die ihre Defense dringend verjüngen müssen, gaben ihm nun knappe $60 Millionen für sechs Jahre.

Dan Connolly hat sich für den Ruhestand entschieden.
Der Offensive Lineman der Patriots begann seine Karriere 2005 bei den Jaguars. 2007 hatte er das Glück, zu einem richtigen NFL Team wechseln zu können.
Mit New England gewann er Super Bowl 49. Nach der Saison lief sein Vertrag aus, und Connolly bekam keine Angebote mehr.
Deshalb erklärte er am Donnerstag, daß er in den Ruhestand treten wird.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Und die Glückszahl ist... die 88
bryant-thomasNa, wenn das mal nicht nach Preisabsprache riecht?
Sowohl Cowboys Wide Receiver Dez Bryant als auch Broncos Wide Receiver Demaryius Thomas haben kurz vor Toresschluß Langzeitverträge bei ihren Teams unterschrieben.
Dabei fällt auf, daß die beiden nicht nur Wide Receiver sind und beide die 88 tragen, sondern daß sie mit Fünfjahresverträgen über $70 Millionen auch fast identische Verträge unterschrieben haben. Auch die Garantiesummen sind sehr ähnlich; Bryant erhält $45 Millionen, Thomas 43,5 Millionen.
Vermutete die NFLPA bisher eine Preisabsprache zwischen den Cowboys und den Broncos, sieht es jetzt fast schon danach aus. Die Ähnlichkeiten sind einfach zu groß, um sie zu ignorieren.
Es bleibt abzuwarten, wie die Spielergewerkschaft reagieren wird.
Doch zurück zum Großkampftag der Free Agent Jagd.
Alles fing nämlich mit Chiefs Linebacker Justin Houston an. Er unterschrieb zur Mittagszeit einen Monstervertrag über $101 Millionen für sechs Jahre. Damit ist er hinter Ndamukong Suh der bestbezahlte Verteidiger der NFL und der bestbezahlte Linebacker.
Irgendwann zwischen Houston und Bryant und Thomas unterschrieb Stephen Gostkowski einen Vertrag bei den Patriots, der ihn zum bestbezahlten Kicker der NFL machte. Er bekommt für einen Vierjahresvertrag $17,2 Millionen. Zwar hatte der 31-jährige bereits seinen Franchisevertrag unterschrieben, der ihm 2015 $4,59 Millionen garantiert hätte, aber die langfristige Sicherheit war ihm wichtiger. Dafür tritt er dann auch für nur $4,3 Millionen pro Jahr gegen den Ball.
Erst recht spät zum Nachmittag an der Ostküste hin unterschrieb dann zunächst Bryant seinen Vertrag und nur kurze Zeit später Thomas seinen.
Damit sind die beiden die bestbezahlten Wide Receiver hinter Calvin Johnson. Doch ihre Garantiesummen stellen einen neuen Rekord für Wide Receiver dar.
Cowboys Besitzer Jerry Jones wies nach der Unterschrift noch mal darauf hin, daß es keine Absprachen zwischen den Broncos und seinem Club gegeben hat.
Nicht erwähnt werden muß wohl, daß da noch ein Franchise Player war, der auf einen langfristigen Vertrag wartete. Doch daß Giants Defensive End Jason Pierre-Paul den nicht bekommt, stand ja nach dem 4. Juli fest.
JPP wurde mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Kurzberichte
Die NFLPA wird bestimmt untersuchen, ob da was zwischen den Broncos und den Cowboys gelaufen ist.
Doch auch im Fall Tom Brady steht sie Gewehr bei Fuß.
Sollte der Quarterback der Patriots auch nur einen Tag suspendiert werden, wird die Gewerkschaft für Brady vor ein ordentliches Gericht ziehen. Das gab ihr Sprecher gestern bekannt.
Es wird erwartet, daß der NFL Vorsitzende Roger Goodell noch in dieser Woche sein Urteil bekanntgibt.

Cheerleader sind jetzt Angestellte. Zumindest in Kalifornien.
Das bedeutet für die Sportteams in sunny California, daß sie ihre Cheerleader nicht mehr weiter ausbeuten können, sondern daß sie ihnen den üblichen Mindestlohn zahlen müssen.
Die Raiders z.B. zahlen ihren Cheerleadern $5/Stunde. Aber Auftritte bei Veranstaltungen abseits der Spiele und die Trainingsstunden werden nicht vergütet. Das gehört aber ab 2016, wenn das neue Gesetz in Kraft tritt, zur Arbeitszeit die bezahlt werden muß.
Kalifornien ist der erste Staat, der die Ausbeutung von Cheerleadern abstellt.

Der ehemalige Wide Receiver der Texans, Jajuan Dawson starb im Alter von nur 37 Jahren.
Am Sonntag fiel er auf einem See in der Nähe von Dallas aus einem Boot, das seine Familie gemietet hatte.
Jajuan trug keine Rettungsweste und ertrank.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Die (Football)Welt ist voller Geheimnisse
Thomas-Demaryius2Ah, ich liebe Gerüchte und Verschwörungstheorien.
Deshalb ist heute ein guter Nachrichtentag, was die NFL angeht.
Beginnen wir mit der Verschwörungstheorie.
Es geht um die beiden Wide Receiver Dez Bryant von den Cowboys und Demaryius Thomas (Bild) von den Broncos. Beide sehen sich als momentan besten Wide Receiver der Liga. Beide haben zur Zeit keinen Vertrag, weil sie als Franchise Player ihrer Teams die Franchiseverträge nicht unterschrieben haben und auch keinen Langzeitvertrag.
Und genau darum geht es. Wenn einer der beiden nicht bis zum Stichzeitpunkt um 22:00 Uhr unserer Zeit heute einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat, verklagt die NFLPA die Broncos und Cowboys wegen verbotener Preisabsprachen.
Der Spielergewerkschaft sollen glaubhafte Beweise vorliegen, daß sich Broncos Personalchef John Elway und sein Kollege von den Cowboys, Stephen Jones, darüber abgesprochen haben sollen, was sie jeweils ihrem störrischen Spieler bereit sind zu zahlen.
Das ist nicht erlaubt.
Das ist vernünftig, aber halt nicht erlaubt.
Beide Spieler wollen in die Region, in der Lions Wide Receiver Calvin Johnson zur Zeit ist, also in die $16 Millionen pro Saison Region.
Beide Teams können sich das, mit Blick auf die Gehaltsobergrenze, nicht leisten. Doch beiden Spielern ist das egal. Der eine will auf jeden Fall mehr verdienen, als der andere. Deshalb belauern sie genau, was der jeweils andere für Schritte macht, und deshalb kommen die Verhandlungen nicht zu einem Abschluß, denn der, der zuerst unterschreibt, wird weniger verdienen, als der, der danach unterschreibt. Verlierer sind die Teams und Fans, denen das Geschachere auf den Senkel geht.
Und wenn nicht beide bis heute Abend unterschreiben, will die NFLPA gegen die beiden Teams etwas unternehmen.
Ob die beiden Spieler, wie sie angedroht haben, wirklich bis in die Saison hinein streiken werden, ist fraglich. Damit schaden sie nicht nur ihren Teams und Fans sondern auch ihrem Bankkonto. Und wenn ihnen auch Punkt eins und zwei Scheißegal sind, Punkt drei ist es nicht.
Nach 22:00 Uhr heute Abend können sie bis zum Ende der Saison 2015 keinen langfristigen Vertrag mehr unterschreiben. Wenn sie dann mitten in der Saison ihren Streik beenden sollten, fehlt ihn Training und Spielpraxis... und Geld!
Ihr Gehalt bekommen sie pro Spiel. Wenn sie vier Spiele bestreiken, verlieren sie vier Gehaltsschecks. $750.000 pro Spiel. Das ist nicht wenig.
Der Vorstand der Cowboys glaubt deshalb auch, daß Dez Bryant nur blufft.
Ob die Broncos das von Thomas auch glauben, weiß man nicht.
Fest steht, daß es seit 2002 keinen Franchise Player mehr gab, der wirklich bis in die Saison hinein gestreikt hat.
Damals verpaßte der mittlerweile in die Hall of Fame aufgenommene Offensive Tackle Walter Jones von den Seahawks zwei Spiele.

Kommen wir zum Gerücht.
Was die NFL dieses Jahr über den großen Teich nach London schickt, ist ja ziemlicher Käse.
Das soll sich nächstes Jahr ändern. Dann sollen die Packers in einem der drei London-Spiele antreten.
Dabei verlieren sie dann keines ihrer Heimspiele, denn Gastgeber werden die Jaguars sein.
OK, Packers at Jaguars klingt wie ein Schlachtfest in der Dose, aber Hauptsache ein gutes Team spielt in dieser Partie.
Ein Gerücht, wie gesagt, aber eines das wahr werden kann.
Die Packers wären dann das 21. Team, das in London antritt.

Kurzberichte
Die Bills gaben ihrem Offensive Line Coach Aaron Kromer bezahlten Urlaub.
Kromer hat eine Anzeige wegen Körperverletzung und Bedrohung am Hals.
Die Bills untersuchen den Vorfall noch, und bis zur Klärung ist Kromer zunächst eine unerwünschte Person im Team.

Der Stadtrat von San Diego hat ein beschleunigtes Planfeststellungsverfahren genehmigt. Für $2,1 Millionensoll untersucht werden, ob es sich mit der Umwelt verträgt, wenn in San Diego ein neues Stadion für die Chargers gebaut wird?
Der Beschluß wurde mit 6:3 Stimmen gefaßt.
Die Chargers betonten, daß der Abschluß der Prüfung zu spät kommt, wenn er im Oktober fertiggestellt sein soll.

Während einige Teams mit einem Umzug in andere Städte liebäugeln, reicht anderen die Renovierung ihrer Spielstätte.
Die Panthers gehen daran, ihre 153 Luxussuiten zu renovieren und den Wifi-Empfang zu verbessern.
Panthers Besitzer Jerry Richardson hat selber bereits $71 Millionen in die Verschönerung des 20 Jahre alten Stadions gesteckt. Die Stadt Charlotte wird $75 Millionen beisteuern.

Die Colts wollen Center Jeff Saturday in ihren Ring der Ehre aufnehmen.
Die Zeremonie zu Ehren Saturdays wird am Montag, dem 21. September, in der Pause des Monday Night Football Spiels gegen die Jets, stattfinden.
Saturday kam 1999 als ungedrafteter Free Agent ins Team. Er bestritt 170 Spiele zusammen mit Peyton Manning, ein Rekord für ein Quarterback/Center Duo in der NFL. Sechs Mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Manning beendet seine Karriere.
Danieal Manning von den Texans gab bekannt, daß er nach neun Jahren in der NFL genug vom Football hat.
Der Safety spielte zunächst für die Bears, bevor er 2011 nach Houston wechselte.

Da auf Facebook noch mal die Frage nach Marcus Mariota aufkam...
Nein, der Quarterback hat seinen Rookievertrag immer noch nicht unterschrieben.
Dabei geht es nicht um die angebliche Surf-Klausel. Das war ein netter Scherz, der irgendwie ein Eigenleben entwickelte. Es geht natürlich ums Geld.
Es geht um die „Offset Language“, das sogenannte „Gegenrechnen“.
Mariota möchte einen Vertrag ohne „Offset Language“ (OffL), die Titans vergeben prinzipiell nur Rookieverträge mit OffL und wollen von dieser Regel nicht abweichen.
Offset-Häh?
Genau!
Kurzer, wirklich ganz kurzer, Erklärungsversuch eines komplexen Themas.
Rookieverträge für Spieler, die in der ersten Runde der Draft einberufen wurden werden über vier Jahre abgeschlossen, mit der Option für das Team auf ein fünftes Jahr.
Diese Option muß im März nach der dritten Saison des Rookies gezogen werden. Dann sind $10 Millionen für den Spieler im fünften Jahr im Fall einer Verletzung garantiert.
Im vierten Jahr kommt die OffL ins Spiel. Wenn das Team einen Rookie (ich nenn ihn so, obwohl er natürlich nach seiner ersten Saison kein Frischling mehr ist) im vierten Jahr entläßt, kann es Geld sparen.
Wenn z.B. einem Rookie im vierten Jahr $2 Millionen zustehen, und er wechselt zu einem Team, das ihm auch $2 Millionen zahlt, wird es spannend.
MIT OffL ist das alte Team dann aus dem Schneider. Mariota z.B. würde dann vom neuen Team $2 Millionen bekommen, und gut.
OHNE OffL allerdings profitiert der Spieler, denn sowohl sein neues Team würde ihm dann $2 Millionen zahlen, und auch das alte Team müßte ihm noch die $2 Millionen aus dem Rookievertrag zahlen.
Aber... vielleicht ist das ja alles Quatsch und es geht nur ums Surfen?

Dienstag, 14. Juli 2015

Kurzberichte
bryant-dez2„Kein Vertrag, kein Dez,“ in diese einfachen Worte kleidete Dez Bryant (Bild) seine Situation mit den Cowboys.
Der Wide Receiver versicherte seinen Twitterfolgern, wie sehr er Football liebt. Aber, so fuhr er fort, die Fans müßten ihn verstehen, daß er an seine Zukunft denken muß.
Eine Zukunft, die wie folgt aussehen könnte: Bryant pokert weiter und bekommt keinen Langzeitvertrag von Dallas. Dann spielt er 2015 entweder für $12,8 Millionen, die er für einen Franchise Vertrag bekommt, oder gar nicht. Zugegeben, das ist nur eine magere Dreiviertelmillion Dollar pro Spiel, aber besser als gar nichts, oder?
Am morgigen Mittwoch, 15.7. um 16 Uhr Ostküstenzeit muß er sich entschieden haben. Nach diesem Zeitpunkt kann er keinen Langzeitvertrag mehr unterschreiben. Dann heißt es: Spiel oder hungere.

Vor dieser Wahl stehen auch Jason Pierre-Paul, Defensive End, New York Giants, Demaryius Thomas, Wide Receiver, Denver Broncos und Justin Houston Outside Linebacker, Kansas City Chiefs.
Sie alle haben die Franchiseverträge ihrer Teams noch nicht unterschrieben. Sie alle haben bisher nicht an den Trainingseinheiten ihrer Teams teilgenommen.
Bei Jason Pierre-Paul ist die Sache klar. Nach seiner Fingeramputation hat er zur Zeit keine Chance darauf, von den Giants einen Langzeitvertrag vorgelegt zu bekommen.
Alle anderen pokern weiter und könnten sich damit selber ins Aus befördern. Doch das kann doch keiner von ihnen wirklich wollen, oder?
Auch sie haben nur noch einen Tag Zeit, einen Langzeitvertrag zu unterschreiben. Doch auch nach 16 Uhr am morgigen Mittwoch können sie noch weiter streiken, wenn sie ihrem Arbeitgeber zeigen wollen, wie sehr sie ihn verachten.
Den Franchisevertrag können sie auch nach dem Stichtag noch jederzeit unterschreiben, wenn sie denn einsehen, daß ein zweistelliger Millionenbetrag für eine Saison doch gar nicht mal soooo wenig ist.

Demaryius Thomas hat zwar seine Unterschrift unter einen Vertrag mit den Broncos noch nicht geleistet, aber am Montag leistete jemand anderer eine wichtige Unterschrift für zwei Familienmitglieder von Thomas - US Präsident Obama.
Osama reduzierte die Strafen von 46 Gefangenen, so daß diese aus der Haft entlassen werden können.
Der Präsident der USA hat diese Befugnis, um Strafgefangenen, die kein Gewaltverbrechen begangen haben, aber übermäßig hohe Strafen vom Gericht bekommen haben, Strafzeit zu erlassen.
Dieses Jahr gehörten die Mutter und Oma von Demaryius Thomas zu den Verbrechern, deren Strafen reduziert wurden. Die beiden saßen wegen illegalen Drogenhandels seit 1999 in Haft. Da war Demaryius 11 Jahre alt.
Mutter Katrina Smith hätte noch bis 2017 in Haft bleiben sollen und Großmutter Minnie Thomas hätte eigentlich lebenslänglich sitzen müssen.
Dazu schrieb Thomas auf Twitter: „Gott ist gut. Großartige Neuigkeit heute, Meine beste Lady kommt am 10. November nach Hause.“

Was für ein Unterschied so ein paar Tage machen.
Gut, es waren keine paar Tage, sondern zwei Jahre, aber was solls?
2013 gab Johnny Manziel Autogramme in seiner Eigenschaft als Quarterback von Texas A&M. Weil er damals Geld für seine Unterschrift verlangte suspendierten die Aggies ihn für die erste Halbzeit des ersten Saisonspiels.
Am Sonntag durfte Johnny Football Geld für seine Autogramme verlangen, und etwa 350 Fans zahlten bereitwillig $125 dafür.
Sie standen stundenlang in brütender Hitze um am Ort der Collegetriumphe des Heisman Trophy Gewinners von 2012 Geld für seine Unterschrift bezahlen zu dürfen.
Es war die erste öffentliche Autogrammstunde des Quarterbacks, seit er zu den Browns in die NFL kam.
Es ist übrigens nicht bekannt, ob eine Autogrammstunde Manziels in Cleveland geplant ist, bei der die Fans für seine Unterschrift Geld zahlen sollen.
Ach, eher nicht, oder?

Montag, 13. Juli 2015

Kurzberichte
manning-archieRussell Wilson, Colin Kaepernick, Matthew Stafford, Philip Rivers, Andrew Luck, Sam Bradford, Nick Foles und Marcus Mariota haben etwas gemeinsam. Sie alle haben irgendwann in ihrer Jugend an der Manning Passing Academy teilgenommen.
Die Liste ließe sich noch weiter verlängern, denn in diesem Jahr findet die Akademie zum 20. Mal statt. Archie Manning (Bild), Ex- Quarterback der Saints und Vater der Super Bowl MVPs Peyton und Eli, rief sie damals ins Leben um hoffnungsvollen High School Quarterbacks in ihrer Entwicklung zu helfen.
Am letzten Wochenende nahmen 37 College Quarterbacks am Lehrgang teil, darunter Dak Prescott, dem Chancen auf den Gewinn der Heisman Trophy eingeräumt werden.
Die Akademie findet jedes Jahr in Nicholls State statt, das etwa 90 Kilometer südwestlich von New Orleans liegt.
Archie Manning will mit seinem Übungslager jungen Talenten helfen. Er verfolgt ihre spätere Entwicklung aber nicht mehr. So war er völlig überrascht, daß Russell Wilson letztens sagte, daß er dieser Akademie viel zu verdanken hätte.
Jeder Teilnehmer wird in seiner Akademie gleich behandelt, sagte Manning Sr.
So wird er auch die Söhne von Packers Head Coach Mike McCarthy und Saints Head Coach Sean Payton, die in diesem Jahr teilnahmen, nicht bevorzugt behandelt haben.
Beide Väter waren anwesend und sahen sich an, was ihre Sprößlinge so drauf haben.
Mal sehen, was aus dem Nachwuchs wird?

Am Sonntag wurde Aaron Kromer wegen Körperverletzung verhaftet.
Kromer ist der Offensive Line Coach der Buffalo Bills.
Laut Polizeibericht hatte Kromer drei Jugendliche am Strand von Walton County, Florida, gebeten, die Liegestühle, die sie benutzt hatten, dorthin zurückzubringen, wo sie sie hergeholt hatten.
So wie Jugendliche manchmal drauf sind, kann man sich lebhaft vorstellen, wie sie reagiert haben. Jedenfalls kam es wohl zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf Kromer einem der Jugendlichen einen Faustschlag ins Gesicht verpaßt haben soll.
Der Jugendlich sagte aus, daß der Offensive Line Coach ihm gedroht hätte ihn und seine Familie umzubringen, wenn er zur Polizei gehen sollte.
Die Bills gaben bekannt, daß sie von dem Vorfall wüßten und weitere Fakten sammeln würden.

Im letzten Spiel der Saison riß sich Senderrick Marks ein Kreuzband.
Der Defensive Tackle der Jaguars ist überzeugt, daß er zum Beginn der Saison einsatzbereit sein könnte. Sein operiertes Knie heilt gut, und mit etwas Glück könnte er sogar am Trainingslager teilnehmen, meinte er:
Die Jaguars warten noch ab, wie sein Heilungsprozess vorangeht, bevor sie entscheiden, ob und wann sie ihn wieder am Training teilnehmen lassen.

Sonntag, 12. Juli 2015

Greg Hardy
hardy-greg2Eine Nacht drüber geschlafen, und der Schock über die Reduzierung der Suspendierung des Frauenschlägers Greg Hardy (Bild) hat sich etwas gelegt.
Ich teile zwar nicht die Erklärungsversuche, die ich gestern so gehört und gelesen habe, gebe sie aber hier der Vollständigkeit halber wieder.
Solomon Wilcox vertrat in der Sendung Total Access die Meinung, daß Hardy ja nicht nur die ersten vier Spiele der kommenden Saison gesperrt ist, sondern daß er ja auch 2014 bereits 15 Spiele wegen seines Verbrechens von den Panthers nicht eingesetzt wurde.
Im Prinzip stimmt das, doch hat der Defensive End dafür sein volles Gehalt erhalten.
Zweiter Verteidigungspunkt, der Zeitpunkt seines Verbrechens. Hardy prügelte auf seine damalige Freundin ein, als die Strafen für häusliche Gewalt in der NFL in der Regel nur zwei Spiele Sperre betrugen. Die Strafe wurde erst auf Minimum sechs Spiele erhöht, nachdem Hardy seine Tat begangen hatte. Aus diesem Grund war der neutrale Schlichter Harold Henderson, der die Berufungsverhandlung leitete, der Ansicht, daß 10 Spiele Sperre viel zu viel wären. Eine Reduktion auf vier Spiele schien ihm angemessen. Alles andere wäre, gemessen an den Höhen der anderen Strafen die zu diesem Zeitpunkt für dieses Gewaltverbrechen verhängt wurden, nicht zu rechtfertigen, ist Henderson überzeugt.
Erst als der Aufschrei riesig wurde, nachdem die Öffentlichkeit das Video von Ray Rice sah, in dem er seine damalige Verlobte bewußtlos aus einem Fahrstuhl zerrte, erhöhte die Liga die Strafen für solche Lowlives drastisch.
Vorher wurden Spieler, die betrunken Autofuhren oder Drogen zu sich nahmen, härter bestraft, als Spieler die ihre Frauen oder Kinder als Punching Bags benutzten.
Hardy hatte nun das „Glück“, daß er seine Freundin ins Krankenhaus schlug, bevor die Strafen erhöht wurden.
Deshalb bekommt er nun nur vier Spiele Sperre. Das ist technisch gesehen korrekt.
Es beweist aber auch, wieder einmal: Recht und Gerechtigkeit haben oft nichts miteinander zu tun.
Und das Schlimmste ist, Hardy überlegt ernsthaft, gegen diese vier Spiele Sperre noch vor ein ordentliches Gericht zu ziehen. Das Geld dafür wird er haben. Die Dallas Cowboys zahlen Hardy 2015 pro Spiel 819.750 Dollar. Sechs zusätzliche Spiele in der Saison machen $4,9 Millionen zusätzlichen Verdienst aus.

JPP
„Der wird noch Schmerzen bekommen,“ sagte Ronnie Lott, und der hat Ahnung.
Der legendäre Hall of Fame Defensive End der 49ers hat Erfahrung damit, sich ein Glied eines Fingers abnehmen zu lassen, um weiter footballspielen zu können.
Er ließ sich 1986 das erste Glied seines kleinen Fingers an der linken Hand amputieren. Während eines Spiels in der Saison 1985 gegen Dallas wurde der Finger zertrümmert. Vor die Wahl gestellt, Finger wiederherstellen und lange in der Reha bleiben, oder abschneiden und bald wieder spielen können, entschied Lott sich für letzteres.
Noch heute spürt er Phantomschmerzen in dem nicht mehr vorhandenen Körperteil. An die Schmerzen, die er nach der Operation hatte, möchte er sich nicht mehr erinnern, aber das Schmerzgedächtnis macht ihm da einen Strich durch die Rechnung. „Es gibt Schmerz und es gibt Schmerz,“ sagte Lott in einem Interview. „Und Pierre-Paul wird starke Schmerzen haben, das garantiere ich.“
Dennoch meldete sich der Defensive End der Giants mit einer Ansage. Wenn die Giants ihm das volle Gehalt von $14,8 Millionen für 2015 zahlen, dann würde er in Woche 1 dabei sein.
Die Giants haben mehrere Möglichkeiten. Sie können Pierre-Paul den Franchisevertrag vor Woche eins unterschreiben lassen und ihn auf die Liste der nicht footballbedingten Verletzungen (NFI) setzen. Dann sparen sie sich jede Woche über $870.000 in der JPP nicht spielt.
Oder aber sie können ihm sein Gehalt zahlen, auch wenn er auf der Verletztenliste steht. Dann würde Pierre-Paul bereit sein, den Franchisevertrag zu unterschreiben.
Die Situation um seine Unterschrift ist nicht einfacher geworden.

Samstag, 11. Juli 2015

Kurzberichte
Fangen wir die News mit einem Riesenskandal an.
Die Suspendierung von Greg Hardy wurde von 10 Spielen auf nur vier Spiele reduziert.
Nur noch mal zum Vergleich. Der Defensive End der Cowboys hat eine Frau ins Krankenhaus geprügelt und ihr Leben bedroht.
Tom Brady hat vielleicht davon gewußt, daß seine Zeugwarte Luft aus ein paar Bällen gelassen haben könnten.
Frauenprügeln ist also auf einer Stufe mit dem ach so schweren Verbrechen eventuell Luft aus Bällen gelassen zu haben.
Mehr schreibe ich, aus Jugendschutzgründen, dazu nicht.

ryan-rob2Was ist mit den Ryan Zwillingen passiert?
Der als Head Coach zu den Bills gewechselte Rex hat immer noch nicht gesagt, daß Buffalo den nächsten Super Bowl gewinnen wird, und jetzt wird auch Rob (Bild) kleinlaut?
Der Defensive Coordinator der Saints möchte zwar, daß sein Mannschaftsteil in der kommenden Saison der beste der Liga wird, aber im Stillen.
Rob möchte, daß seine Defense auf dem Platz überzeugt. Letztes Jahr hätte es zu viel Gerede gegeben, und zu wenig Leistung. Dieses Jahr soll das andersherum laufen.
„Was letztes Jahr passiert ist, ist daß wir zu viel geredet haben und dann in unsere Hintern getreten wurden,“ meinte Rob Ryan. „Dieses Jahr weiß ich, daß wir großartig sind, und wir werden es einfach nur beweisen.“
Daß die Defense der Saints sich eigentlich nur verbessern kann, das steht schon mal fest. 2014 wurde sie 31. und nur die Falcons landeten hinter New Orleans.
Da kann es doch nur aufwärts gehen.
Und dann wird Rob auch wieder seine Sprüche klopfen.

Eine Universität hat eine Untersuchung gemacht, deren Ergebnis bereits für viel Kopfschütteln, Unverständnis und lustige Diskussionen gesorgt hat.
Die Emory University wollte die Fans der NFL bewerten und kam zu dem Ergebnis, daß die Dallas Cowboys die besten Fans der Liga haben und die Miami Dolphins die schlechtesten.
(Bitte nicht auf den Verkünder der Nachricht einprügeln.)
Wie haben die Autoren der Studie, Mike Lewis und Manish Tripathi, denn nun festgestellt, daß die Cowboys die besten Fans haben?
Die beiden haben untersucht, wer die begeisterungsfähigsten, engagiertesten und leidenschaftlichsten Fans hat, und welche ihr Team am Meisten unterstützen.
Was man von der Studie hält, kann man halten, wie man will, nachdem man weiß, daß der „12. Mann“ der Seahawks auf einem sehr tiefen 26. Platz landete.

Mark Sanchez arbeitet hart daran, den Job des Starters in Philadelphia zu bekommen.
Der Quarterback lud 10 seiner Mitspieler zu einem einwöchigen privaten Training in San Diego ein.
Ob es etwas nutzen wird?
Nun, Sanchez hat auch schon zu seiner zeit als Jets Quarterback privat mit seinen Kollegen trainiert, und was kam dabei heraus???
Ein Butt-Fumble.

Freitag, 10. Juli 2015

Kurzberichte
PIERRE-PAUL-JASON2Die Liste der Verletzungen von Jason Pierre-Paul (Bild) wird immer länger. Jetzt kommt auch noch ein gebrochener Daumen dazu. Dieser gebrochene Daumen könnte es nun sein, der die Reha bis in die Saison hinein verlängert.
Das Krankenhaus, in dem JPP behandelt wird, sucht derweil das Leck, durch das ESPNs Adam Schefter an die medizinischen Unterlagen des Giants Defensive Ends gekommen ist.
Selbst die Giants wußten noch nichts von der Amputation, bis Schefter es im Sender verkündete.
Die Meldung brachte die Giants dazu, ihr $60 Millionen-Angebot an JPP zurückzuziehen, das der Defensive End eh nicht annehmen wollte, wie man hört.
Da er auch seinen Franchise-Vertrag noch nicht unterschrieben hat, steht er technisch gesehen momentan ohne Team da und bekommt kein Krankengeld.
Mittlerweile wurde auch bekanntgegeben, daß Buccaneers Cornerback C.J. Wilson der Zeige-und Mittelfinger einer Hand amputiert wurden.

Der Prozeß wegen Vergewaltigung gegen Jameis Winston wird nicht in Tallahassee abgehalten.
Bezirksrichterin Anne C. Conway entschied, daß die Verhandlung gegen die Nr. 1 der letzten Draft im mittleren Verwaltungsbezirk von Florida stattfindet.
Wann der Quarterback der Buccaneers vor Gericht erscheinen muß, steht noch nicht fest.

Wann bezahlt man einem Punter übermäßig viel Kohle?
Wenn man kein Vertrauen in die eigene Offense hat!
Jeder mag sich jetzt selber ein Bild davon machen, wieviel Vertrauen die Ravens in Quarterback Joe Flacco und die Offense haben. Baltimore gab seinem Punter Sam Koch eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre für $16,25 Millionen plus einen Unterschriftenbonus von $4 Millionen.
Damit kommt Koch über sechs Jahre gerechnet auf $3,25 Millionen, und das macht ihn zu einem der bestbezahlten Ballwegtreter der NFL.

NFL?
Nein Danke!
Die Stadionbetreiber der Rose Bowl in Pasadena haben sich dazu entschieden, kein NFL Team zeitweise aufzunehmen.
Die Abstimmung erfolgte mit 11:0 Stimmen.
Die Liga hatte bei einigen Stadien in der Umgebung von Los Angeles angefragt, ob sie ab 2016 ein NFL Team für ein paar Saisons aufnehmen könnten?
Pasadena ist jetzt aus dem Rennen.

Ken Stabler ist tot.
Der ehemalige Quarterback der Raiders starb am Mittwoch im Alter von 69 Jahren an Darmkrebs.
Kenny „the Snake“ Stabler führte die Raiders zum Sieg in Super Bowl XI. 1974 war er der MVP der Liga. Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Der Linkshänder hatte ein sehr ausschweifendes Nachtleben und probierte bei Auswärtsspielen gerne die örtlichen Bars und Clubs aus.
Das wirkte sich nicht auf seine Leistungen aus. Auf dem Platz war er ein Sieger, wie seine 96-49-1 Bilanz beweist. Sieben Siege in den Playoffs stehen auf seinem Konto.
In seinen 15 Jahren in der NFL, die ihn auch noch zu den Houston Oilers und den New Orleans Saints führten, erzielte er 27.938 Paßyards und 194 Touchdowns.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Kurzberichte
bigbenundballDie NFL kehrt dem Wembley Stadion den Rücken.
Zwei Spiele in London pro Jahr werden demnächst im neuen Stadion der Tottenham Hotspurs ausgetragen. Der Vertrag läuft über 10 Jahre.
Das neue Stadion soll 2018 fertig sein und 61.000 Besuchern Platz bieten. Unter einem ausfahrbaren Naturrasen soll ein Kunstrasen für American Football installiert werden.
Tottenhams Team spielt bisher in einem 36.000 Mann Stadion und das ist mittlerweile viel zu klein geworden.
Londons Bürgermeister Boris Johnson sieht diesen Schritt als einen weiteren zu einem festen Londoner Team an.

Das war eine schlimme Feier zum 4. Juli, nicht nur für Jason Pierre-Paul.
Letzter Stand bei dem Defensive End der Giants ist der, daß ihm der Zeigefinger der rechten Hand amputiert wurde. Das berichtete Adam Schafter von ESPN.
Die Abordnung des Teams, die nach Miami geflogen war um JPP dort im Krankenhaus zu besuchen, flog unverrichteter Dinge wieder ab, denn es kam zu keinem Treffen.
Derweil steht Adam Schafter schwer in der Kritik. Er veröffentlichte vertrauliche medizinische Unterlagen Pierre-Pauls, darunter auch ein Bild der Hand. Dieses Bild ist mittlerweile nicht mehr unter der angegebenen Internetadresse zu erreichen, und das ist gut so. Es war ein grauenvolles Bild.
Doch nicht nur Jason Pierre-Paul hat sein Spiel mit Feuerwerkskörpern mit dem Verlust eines Fingers bezahlt. Gleich zwei Finger verlor Buccaneers Cornerback C.J. Wilson. Und während ein Defensive End mit einem Finger weniger noch voll einsatzbereit sein kann, wiegt der Verlust von zwei Fingern für einen Cornerback ungleich schwerer.
Die Buccaneers gaben bekannt, daß sie noch nicht wissen, um welche Finger welcher Hand es sich handelt.
Da Wilson letztes Jahr nur im Trainingsteam der Bucs war, bevor er im Dezember kurz in den aktiven Kader aufgenommen wurde, könnte seine Zeit in der NFL beendet sein.

Ein U.S. Bundesrichter hat das Büro für Patent- und Markenrechte angewiesen, den Schutz des Markennamens Washington Redskins aufzuheben. Er würde die Ureinwohner verunglimpfen.
Dagegen können die Redskins noch in Berufung gehen.
Der Richter entschied auch, daß das Team den Namen Redskins ungeachtet dessen weiterhin führen darf.
Und Teampräsident Bruce Allen sagte, daß das Team, das den Namen Redskins seit über 80 Jahren mit Stolz tragen würde, diesen auch weiter tragen wird.
Bis zum Ende der Berufungsverhandlung darf aber in der Zwischenzeit jeder sein eigenes Produkt vom Handtuch bis zum Fesselballon mit dem Logo der Redskins zieren und verkaufen, ohne daß die Redskins dagegen etwas unternehmen können oder daran mitverdienen.

Und der beste Spieler 2015 wird sein...
J.J. Watt wurde von seinen Kollegen zum (erwartet) besten Spieler der kommenden Saison gewählt.
Der Defensive End der Texans ist der erste Verteidiger, der die Wahl in den fünf Jahren, seit es diese eigenartige Top 100 Wahl gibt, gewann.
Von ihm erwarten seine Kollegen also, daß er die Liga genauso dominiert, wie 2014.
Auf Platz zwei landete der MVP der letzten Saison, Packers Quarterback Aaron Rodgers.
Von „Pfuscher“ Tom Brady erwarten die NFL Kollegen auch wieder einiges. Auch ohne zu betrügen landete er auf Platz drei der Top 100.
DeMarco Murray von den Eagles wird seine Erfolgsgeschichte, die letztes Jahr in Dallas begann, fortschreiben können. Glauben jedenfalls seine Kollegen und wählten ihn auf Platz vier.
Peyton Manning hatte es im Endspurt der Saison 2014 schwer. Macht nichts, glauben seine Kollegen, und sie erwarten für 2015 eine Leistung von ihm, die Platz fünf wert ist.
Auf den weiteren Plätzen landeten:
6 Calvin Johnson, Wide Receiver, Lions
7 Andrew Luck, Quarterback, Colts
8 Antonio Brown, Wide Receiver Steelers
9 Marshawn Lynch, Running Back, Seahawks
10 Rob Gronkowski, Tight End Patriots

Mittwoch, 8. Juli 2015

Die NFL kommt ins freiempfangbare TV!
pro7-nflEins stand felsenfest: Die NFL wollte in Deutschland unbedingt ins freiempfangbare Fernsehen.
Das hat die Liga erreicht, wie man gestern Abend erfuhr.
Jeden Sonntag wird der Sender Pro 7 Muxx zwei Spiele der Liga LIVE übertragen und zwar das 19 Uhr und das 22:25 Uhr Spiel.
Ob damit Sport 1 US nach nur einem Jahr Existenz der Geschichte angehören dürfte ist noch offen. Ohne das Zugpferd NFL dürfte Sp1US es sehr schwer haben. Der Sender kann sich aber noch die Pay-TV Rechte sichern.
Für uns steht fest... Wir bekommen jeden Sonntag zwei Spiele Live ohne Bezahlung zu sehen. Los geht es am 13. September um 19 Uhr.
Zu den Playoffs wird SAT1 dann auch ins Geschehen einsteigen. Hier teilen sich die beiden Schwesternsender die Partien.
Den Pro Bowl überträgt Pro7 Maxx, den Super Bowl SAT1.
Insgesamt kommen die beiden Sender dann auf 50 Live-Spiele im freiempfangbaren TV. Ein unglaublicher Wert.
Zu befürchten ist, daß diese Spiele nur von deutschen Hanseln kommentiert werden. O-Ton sollten wir nicht von Pro7 erwarten. Das ist dann doch ein Abstieg.
Ein Abstieg ist auch, daß die beiden Sender nur in SD freiempfangbar sind. Die HD Ableger sind nur als Bezahlsender zu empfangen.
Spannend wird es sein, was für Einschaltquoten wir Footballfans in Deutschland dem Zwergensender bescheren werden? Immerhin tritt man in der Hauptsendezeit gegen den Tatort, NCIS, Rosamunde Pilcher und Spielfilme auf den anderen Ramschsendern an.
Bei Pro7 Maxx ist man ja schon mit minimalen Zahlen zufrieden, aber wenn selbst die unterboten werden sollten, dann wird wohl sehr bald wieder die 52. Wiederholung von NCIS auf dem Sender laufen.
Also, verkündet die Botschaft. Animiert Freunde, Verwandte und Bekannt die NFL auf Pro7 Maxx zu gucken.

Kurzberichte
Eine Abordnung der Giants ist nach Miami gereist, um Jason Pierre-Paul auf die Finger zu sehen.
Der Defensive End hatte sich beim Anzünden von Feuerwerkskörpern an beiden Händen verletzt, wie es jetzt heißt. Bisher war ja immer nur von einer verletzten Hand die Rede gewesen.
Ein für Dienstag angesetztes Treffen fand allerdings nicht statt. Die Krankenakte durften die Delegation jedoch einsehen, wie es heißt.
Am heutigen Mittwoch wollen die Giants noch mal versuchen, JPP zu besuchen.

Die Pro Football Hall of Fame verlieh Tom Jackson den Pete Rozelle Radio- und Fernseh-Preis. Damit ehrten sie Jacksons langjährige außerordentliche Hingabe zum professionellen Football in Radio und Fernsehen.
Jackson spielte 14 Jahre als Linebacker für die Broncos. Seit 1987 arbeitet er für ESPN.
Zusammen mit Chris Berman ist er der Gastgeber der Sendung Sunday NFL Countdown.

Die Packers werden Andrew Quarless nicht feuern.
Der Tight End hatte vor ein paar Tagen in der Öffentlichkeit ein paar Schüsse in die Luft abgegeben. Quarless wollte wohl damit einen Streit zwischen zwei Männern und einer Gruppe Frauen vor einer Parkgarage beenden.
Die Polizei nahm Quarless fest und die Anklage lautet auf ein minderes Vergehen.
Green Bay zeigt wohl deshalb Geduld mit dem Tight End, weil Quarterback Rodgers ihn pries als Spieler, der 2015 einen Riesensprung machen kann.

Dienstag, 7. Juli 2015

Kurzberichte
bridgewater-teddy„Momentan sind wir nicht so gut, wie wir glauben.“ Das sagte Teddy Bridgewater (Bild) über sein Team.
Der Quarterback glaubt, daß die Erwartungen an die Vikings zu hoch sind.
Die Fans hoffen auf einen Playoffplatz, und auch die Spieler haben diese Ambitionen, doch der Quarterback glaubt, daß das Team und er noch nicht soweit sind. Er ist der Meinung, daß die Vikings noch einen langen Weg vor sich haben.
Nachdem Bridgewater das Team im Endspurt der Saison 2014 übernahm, vervollständigte er 72,1% seiner Pässe in den letzten fünf Spielen. Eine tolle Zahl. Aaron Rodgers vervollständigte über die Saison 65,6% seiner Pässe, und der Quarterback der Packers gilt als Maßstab für seine Spielerkollegen.
Wenn Bridgewater 2015 also an seine Leistung aus der letzten Saison anknüpfen kann, wenn Running Back Adrian Peterson eine erneute Rekordjagd starten sollte, und die Defense den ein oder anderen Angriff stoppen kann, dann sind die Playoffs ein realistisches Saisonziel.

Jason Pierre-Paul hat seine Hand beim Anzünden eines Feuerwerkskörpers so schwer verletzt, daß seine Teilnahme am Trainingslager gefährdet ist. Auch zum Saisonstart könnte der Defensive End der Giants noch ausfallen.
Welche Hand betroffen ist, wurde immer noch nicht mitgeteilt. Dagegen weiß man jetzt, wie schwer die Verletzung(en) sind. JPP hat Verbrennungen an der Handfläche sowie an drei Fingerspitzen.
Der Daumen soll schwer verletzt sein und ein Finger wird auf Nervenschäden getestet. Der Defensive End muß noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben.
Auch wenn die Verletzungen schwer erscheinen, gaben die Ärzte schon die Prognose aus, daß JPP keine bleibenden Schäden zurückhalten wird. Karrieregefährdend wären die Schäden nicht.
Die Giants haben jedoch ihr Angebot für einen Langzeitvertrag über $60 Millionen für den Defensive End zurückgezogen. Dieses Angebot soll sowieso nicht nach dem Geschmack von JPP gewesen sein. Wie man hört, hätte er es nicht akzeptiert.
Es heißt aber, daß die Giants Pierre-Paul weiter als ihren Franchise Player ansehen. Das bedeutet weiterhin, daß er 2015 für $14 Millionen für die Giants spielt, oder gar nicht.

Ein Wechsel in die kanadische Footballliga CFL ist für einen ehemaligen NFL Spieler immer ein Abstieg.
Diesen Abstieg machte jetzt Austin Collie.
Einst ein vielversprechender Wide Receiver in der NFL, zunächst bei den Colts, dann bei den 49ers und Patriots, machten ihm zu viele Gehirnerschütterung einen gehörigen Strich durch die Karriere.
Er besucht regelmäßig eine Forschungsklinik in Provo. Dort läßt er sein Gehirn darauf untersuchen, ob es noch scharf und stark ist.
Nun spielt er für die British Columbia Lions und fing in seinem ersten Spiel fünf Pässe für 65 Yards und 1 Touchdown.
Warten wir mal ab, wie lange?

Montag, 6. Juli 2015

Kurzberichte
PIERRE-PAUL-JASON2Wie schwer ist Jason Pierre-Paul (Bild) verletzt?
Das wurde noch nicht bekanntgegeben. Fest steht nur, daß der Defensive End der Giants sich beim Anzünden eines Feuerwerkskörpers zur Feier des 4. Juli an einer Hand verletzt hat.
Der 26-jährige wurde von den Giants zum Franchise-Player gemacht, hat den Vertrag aber noch nicht unterschrieben. Aus diesem Grund ist er technisch gesehen ohne Vertrag.
Das Team gab bekannt, daß sie den Vorfall genau untersuchen werden, und sich ein Bild der Verletzung machen wollen.
Welchen Einfluß die Verletzung auf die weitere Vertragssituation JPPs haben wird, steht noch nicht fest.

Packers Tight End Andrew Quarless wurde verhaftet.
Er hatte am frühen Samstagmorgen Krach mit ein paar Frauen in Miami Beach, Florida. Im Zuge der Auseinandersetzung feuerte er ein paar Schüsse in die Luft aus einer Handfeuerwaffe ab.
Als er von der Szene fliehen wollte, versteckte er die Waffe in einer Topfpflanze, wo sie kurz darauf entdeckt wurde.
Quarless hat fünf Saisons für Green Bay hinter sich. Um einen Stammplatz in der nächsten Saison steht er im Duell mit Richard Rodgers, nicht verwandt mit Aaron.
Wie dieser Vorfall den Wettstreit beeinflussen wird, bleibt abzuwarten.

Für Elvis Dumervil ist es ganz klar. Wenn er einen neuen Sack Rekord aufstellt, kommt sein Team in den Super Bowl.
Deshalb hat der Defensive End der Ravens sich einen Merkzettel mit der Zahl „23“ darauf in seinen Spind geklebt.
23 Sacks wären ein neuen Saisonrekord in der NFL. Diese Anzahl will Dumervil erreichen. Dann, so meinte er, wäre Baltimore ganz sicher im Super Bowl.
Letztes Jahr erzielte er 17 Sacks, das ist schon eine stolze Hausnummer. Der Rekord steht bisher bei 22.5 Sacks und wird gehalten vom ehemaligen Giants Defensive End Michael Strahan.

Schlechte Nachricht für Vikings-Fans.
Cornerback Josh Robinson zog sich einen angerissenen Brustmuskel zu. Er ist im letzten Jahr seines Rookievertrags und es steht nicht fest, wann er ins Geschehen wird eingreifen können?
In 42 Spielen für Minnesota erzielte er 155 Tackles, wehrte 15 Pässe ab und fing 5 Interceptions.

Freitag, 3. Juli 2015

Kurzberichte
gates-antonio2Gestern war der Tag der Suspendierungen. Vier Spieler erwischte es.
Besonders schlimm ist es für Antonio Gates (Bild). Der Tight End der Chargers steht vermutlich vor seiner letzten Saison, und die fällt um ein Viertel kürzer für Gates aus. Er ist für die ersten vier Spiele gesperrt, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde.
„Ich habe in den 12 Jahren meiner NFL Karriere niemals die Integrität der NFL verletzt und habe sehr auf meinen Körper geachtet. Niemals habe ich wissentlich eine Substanz zu mir genommen, die auf der Verbotsliste der Liga steht,“ sagte er der Presse.
Klingt wie ein klarer Fall von: „Die Zahnpasta wars.“

Auch bei Sheldon Richards waren es positive Testergebnisse auf negative Substanzen.
Auch der Pro Bowl Defensive Lineman der Jets wurde für vier Spiele gesperrt.

Bei Rolando McClain waren es auch verbotene Substanzen. Auch der Linebacker der Cowboys darf die ersten vier Wochen nur zusehen.

Gleiches Vergehen, ganz anderes Strafmaß.
Packers Defensive Lineman Datone Jones wurde nur für das erste Spiel der Saison gesperrt.

Wie erwartet feuerten die Texans Brandon Ivory.
Der ungedraftete Rookie wurde am Mittwoch wegen bewaffneten Einbruchdiebstahls verhaftet.

Lions Legende Sanders ist tot.
Am Donnerstag verstarb Hall of Fame Tight End Charlie Sanders im Alter von 68 Jahren.
Für ein Jahrzehnt gehörte Sanders zu den besten Receivern der Liga. Sieben mal spielte er im Pro Bowl.
Doch auch nachdem er 1977 seine Karriere nach einer schweren Knieverletzung beendete, blieb er den Lions treu.
Zunächst arbeitete er als Rundfunksprecher, dann als Assistenztrainer und seit 1998 in der Personalabteilung.
Am Donnerstag verlor er seinen sieben Monate dauernden Kampf gegen den Krebs.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Kurzberichte
heinzfieldDa die NFL nichts mehr dagegen hat, die Zuschauer des Super Bowls frieren zu lassen, wollen die Steelers versuchen, auch mal das Spiel der Spiele in ihre Heimatstadt zu holen.
Pittsburgh will ein Gebot für das Jahr 2023 abgeben, das wäre dann Super Bowl 57 oder LVII.
Wäre doch nicht schlecht, wenn der Rekordmeister mit sechs Super Bowl Siegen auch mal Gastgeber der Veranstaltung im Heinz Field (Bild) wird.
Der Plan könnte allerdings daran scheitern, daß die NFL das Stadion der Steelers nicht als Super Bowl –tauglich ansieht. Und das ist der Fall, wie man schon hört. Auch die Hotelsituation In Pittsburgh ist nicht wirklich geeignet, den erwarteten Zuschaueransturm zu meistern.

Es ist hart, von dem mageren Gehalt eines NFL Spielers leben zu müssen.
Texans Defensive Lineman Brandon Ivory kam deshalb auf die Idee, sein Einkommen durch Einbruchsdiebstahl aufzubessern. Zusammen mit einem Kumpanen, Nicholas Gerald Gibson III, wurde Ivory verhaftet, nachdem Anwohner die Polizei riefen, weil sie zwei Männer dabei beobachtet hatten, die die Tür eines Hauses aufbrachen. Ivory und Gibson hatten zwei iPads und Bargeld erbeutet. Einer der beiden hatte eine Schußwaffe bei sich, ein anderer ein Messer. Für beide wurde jeweils eine Kaution von $120.000 festgesetzt.
Ob Ivory, der im Mai bei den Texans einen Vertrag erhielt, noch länger im Kader der Texans bleibt, ist sehr fraglich.

Die Jets übergaben die Schlüssel für das erste von ihnen gebaute High-Tech Smart Home an Sgt. Adam Keys.
Der Soldat wurde bei einer Explosion sehr schwer verwundet. In seinem neuen Haus kann er völlig ohne Hilfe klarkommen.
Die Jets bauen auch noch für vier weitere Soldaten, die im Krieg schwer verwundet wurden, solche Häuser.
Jets Besitzer Woody Johnson sagte bei der Schlüsselübergabe: „Diese Veteranen haben das ultimative Opfer gebracht für ihr Land. Sie verdienen ein Haus, daß sie unterstützt und es ihnen ermöglicht unabhängig zu leben.“

Die Top 100 2015, Plätze 11 - 20
Auf Platz 11 findet sich der erste von gleich drei Cornerbacks in dieser Gruppe. Richard Sherman von den Seahawks verlor gegenüber dem Vorjahr vier Plätze.
Darrelle Revis von den Jets wurde 17. und Patrick Peterson von den Cardinals belegt Platz 19.
Den drei Cornerbacks stehen vier Wide Receiver gegenüber, angeführt von Julio Jones von den Falcons auf Platz 13. Sein Kollege Jordy Nelson von den Packers machte einen Riesensprung. Er sprang von Platz 83 auf Platz 18.
Steelers Running Back LeVeon Bell ist der höchste Neueinstiger. Er landete aus dem Nichts auf Platz 16.
Die Plazierungen im Einzelnen:
20. Demaryius Thomas, WR, Broncos
19. Patrick Peterson, CB, Cardinals
18. Jordy Nelson, WR, Packers
17. Darrelle Revis, CB, Jets
16. Le'Veon Bell, RB, Steelers
15. Dez Bryant, WR, Cowboys
14. Luke Kuechly, LB, Panthers
13. Julio Jones, WR, Falcons
12. Jamaal Charles, RB, Chiefs
11. Richard Sherman, CB, Seahawks

Mittwoch, 1. Juli 2015

Kurzberichte
idzik-johnM-E-S-S, Jets, Jets, Jets.
Ja, es war ein Schlamassel, den der gefeuerte General Manager John Idzik (Bild) angerichtet hat. Nach dem Prinzip einer Bundeskanzlerin, daß man nichts Falsch macht, wenn man gar nichts macht, blieb er völlig tatenlos, während seine Kollegen der anderen Teams Spieler verpflichteten, die ihren Teams helfen sollten.
Hinter den Startern der Jets gab es kaum Tiefe. Ersatzleute waren auch wirklich meistens nur Ersatzleute. Mit dem vorhandenen Spielermaterial konnte Head Coach Rex Ryan keine schlagkräftige Truppe aufstellen. Das führte in der Folge 2014 zu einer 4-12 Saison, nach der General Manager und Head Coach gefeuert wurden.
Die Nachfolger sind Rookies auf ihren Posten. Aber General Manager Mike Maccagnan fand in der Kasse $50 Millionen unter der Gehaltsobergrenze, die Idzik durch seine schlechte Einkaufspolitik angesammelt hatte. Damit ging er los und sorgte für ein besseres Spielerpotential für seinen Head Coach Todd Bowles.
Die Pressemeute in New York jedenfalls zeigt sich positiv überrascht über den Kader, den Maccagnan zusammengestellt hat. Darauf könne man aufbauen, sind sie überzeugt.
Bleibt natürlich die Problemzone Nr. 1, die Quarterback Position. Die sieht Geno Smith als Starter. Damit dürfte die positive Grundstimmung dann doch einen herben Dämpfer erhalten.
Aber vielleicht ist ja noch etwas Geld in der Kasse, um sich noch einen richtigen Quarterback zu kaufen?

Zum ersten Mal seit acht Jahren kann man Brett Favre wieder in seinem Packers Trikot sehen. Der 45 Jahre alte Super Bowl Quarterback ziert das Cover der „Where are they now“ Ausgabe von Sports Illustrated.
Wo Favre heute ist, das weiß man ja. Er lebt auf einem riesigen Anwesen in Hattiesburg, Missouri, wo er mit Begeisterung jagt, fischt, Kreuzworträtsel löst und Natur-Sendungen im Fernsehen ansieht.
In einem Interview mit der Zeitschrift sagte Favre, daß er heute noch spielen könnte. Aber, so betonte er, er würde kein Team mehr anführen können, und er würde auch den Ball nicht mehr so weit feuern könne, wie früher, aber ja, er fühlt sich noch fit genug, zu spielen.
Nein, das wäre kein Versuch, ein erneutes Comeback zu starten. Der Ruhestand schmeckt ihm sehr gut, wie er meinte, zumal er und seine Frau sehr viel Arbeit mit ihren diversen wohltätigen Stiftungen haben.
Langeweile schiebt der ehemalige Star- Quarterback also nicht.

Am 25. Juli geht es los. Die Pittsburgh Steelers und die Minnesota Vikings werden dann ihre Trainingslager eröffnen.
Obwohl es also bald losgeht, wissen einige Teams noch nicht, wann sie ins Camp gehen werden.
Besonders viel Zeit lassen sich die Indianapolis Colts. Sie gehen erst am 1. August ins Lager.
Aber dann wird es endlich ernst, und man hat die Tage bis zum Saisonstart schon in Sichtweite. Und für ganz ausgehungerte gibt es ja dann auch schon die Vorbereitungsspiele.
Ob die hier im TV übertragen werden, steht immer noch nicht fest. Es gibt immer noch keinen Fernsehsender, der die Rechte für Deutschland gekauft hat.

Dienstag, 30. Juni 2015

Kurzberichte
Weatherford-steve2Saure Gurkenzeit in der NFL.
Die Minicamps sind beendet, die Trainingslager noch in weiter Ferne. Wo saug ich mir da die Meldungen aus den Fingern, um meinen Lesern ziemlich täglich so etwas wie interessante Nachrichten zu präsentieren?
Fang ich mit einem Zickenkrieg an.
Giants Punter Steve Weatherford (Bild) nahm sich die Freiheit heraus, etwas kritisches über die Quarterback-Sammlung des Divisionsrivalen aus Philadelphia zu sagen.
Er nannte Sam Bradford einen Ferrari, der allzuoft in der Werkstatt stehen würde, und meinte, daß Mark Sanchez zumindest ein zuverlässiger Sedan wäre. Der Ferrari würde zwar ab und zu einen tollen Fahrspaß bringen, bevor er wieder zur Reparatur müßte, während der Sedan behäbig aber beständig fahren würde. Über Tim Tebow sagte er: „Ich bin der größte Tebow-Fan der Welt. Ich meine, wer würde nicht wollen, daß seine Tochter sich mit einem Typen wie ihm trifft? Ich möchte nur nicht, daß er für mein Team spielt.“
Das schrie ja einer Erwiderung. Die kam von Eagles Center Jason Kelce. Der fand es eigenartig, daß ein Spieler, der auf dem Platz nicht berührt werden darf, sich solche Kommentare erlaubt.
Weatherford blieb bei seinen Aussagen. Er entschuldigte sich aber bei allen Eagles-Fans, die sich angegriffen fühlen könnten.

Die Eagles gaben John Moffit einen Einjahresvertrag.
Der Guard wurde 2011 von den Seahawks in der dritten Runde der Draft rekrutiert und spielte bis 2012 in Seattle.
2013 spielte er für die Broncos, 2014 gar nicht.
Die Eagles trennten sich in der letzten Zeit von den Guards Evan Mathis, Todd Herremans und Cole Manhart.

Marko Beslach hatte beim Spiel der Bills in Detroit letztes Jahr mit einem Laserpointer auf Quarterback Kyle Orton und Holder Colton Schmidt gezielt.
Vor Gericht bekannte Beslach sich schuldig und erhielt als Strafe eine einjährige Bewährungsstrafe, 80 Stunden gemeinnützige Arbeit, eine Geldstrafe über $235 und ein Stadionverbot.
Am 23. November steht eine Überprüfung des Falles vor Gericht an. Das Bußgeld hat Beslach bereits gezahlt. Ob er wieder ins Stadion darf, wird in der Verhandlung entschieden.
Schwachmaten, die in einem NFL Stadion einen Laserpointer benutzen können des Stadions verwiesen und verhaftet werden.

Wer wird der neue Wolverine?
Hugh Jackman will die Rolle ja nicht mehr spielen.
Bereitet sich Aaron Rodgers darauf vor, Jackman abzulösen?
Nein!
Auch wenn er in einem Video seiner Freundin Olivia Munn im Hintergrund zu sehen ist, wie er mit einem Schwert trainiert, geht es nur um Munn, die im Vordergrund für ihre Rolle im nächsten X-Men Film trainiert.
Für ihre Rolle muß sie das Katana beherrschen, und der Quarterback der Packers hilft ihr bei ihren Übungen.

Darren McFadden fühlt sich wieder wie ein Rookie. Und das nach sieben Jahren in der NFL.
Grund für das trügerische Gefühl ist der Wechsel des Running Backs von den Raiders zu den Cowboys.
McFadden fühlt sich in Dallas sehr wohl und glaubt, daß er mit dem Wechsel eine Verjüngungskur durchgemacht hat.
Das wäre auch dringend nötig, denn in Oakland hat McFadden es bereits seit drei Jahren nicht mehr gebracht. Im Durchschnitt erzielte er pro Lauf 3,5 Yards. Wenn er überhaupt mal lief, denn meistens sah er nur verletzt zu, was da auf dem Platz passierte.
Dallas hofft, daß McFadden an seine Zeit vor seinem Abschwung anknüpfen kann, in der er tatsächlich ein recht guter Running Back war.
Mit Joseph Randle steht er im Duell um den Posten des Starters. Hinter den beiden sind Lance Dunbar, Ryan Williams und Lache Seastrunk im Kader. Diesen jungen Leuten will McFadden sein Wissen und sein Können vermitteln.
Es steht zu befürchten, daß das das einzige Positive sein wird, was Dallas von McFadden geliefert bekommt, denn im Minicamp konnte er wegen einer Oberschenkelzerrung schon wieder nicht voll trainieren.

Montag, 29. Juni 2015

Kurzberichte
cruz-victor3Victor Cruz (80) würde gerne wieder der Spieler werden, der er vor seiner Patellasehnenoperation war.
Doch er weiß nicht, ob er das schafft?
Seit seiner Operation im Oktober stellt er sich diese Frage. Und seine Reha bezeichnet er als das härteste Erlebnis seines Lebens. „Entweder ich schaffe das, oder es schafft mich,“ sagte er vor Kurzem.
Beim Minicamp der Giants war der Wide Receiver anwesend, nahm aber nicht am Training mit seinen Kollegen teil. Er lernt langsam, wie er sein Knie belasten darf.
Und er lernt die Offense, indem er seinen Quarterback Eli Manning oft fragt, warum er gerade dies und das gemacht hat?
Victor Cruz kann es gar nicht mehr abwarten, wieder mit der Mannschaft trainieren zu dürfen. Doch ob er bis zum Saisonstart gegen Dallas wieder einsatzbereit sein wird, steht noch in den Sternen.

Als Ken Whisenhunt letztes Jahr die Titans als Head Coach übernahm, sollte es mit dem Team endlich aufwärts gehen.
Statt dessen landeten sie bei 2-14 Siegen und schafften es noch nicht mal die erste Wahl in der Draft zu erreichen - Tampa Bay war noch schlechter.
Doch die zweite Wahl war ja gar nicht so viel schlechter, als die erste. Mit Marcus Mariota könnten sie den Quarterback der Zukunft gefunden haben.
Doch wann wird diese Zukunft beginnen?
Am Liebsten natürlich sofort, aber Whisenhunt ist sich noch nicht sicher, ob er den Frischling sofort in die Schlacht werfen will?
Doch welche Alternative hat er? Zack Mettenberger, der den Spitznamen „Tom Brady für Arme“ hat?
Doch in Tennessee würde es einen Aufschrei der Fans geben, wenn Mariota nicht sofort starten sollte. Zu lange haben sie auf ein Erfolgserlebnis, sei es auch noch so klein, gewartet.
Und wenn schon in Woche eins das Spiel der Titans gegen die Buccaneers ansteht, dann wollen die Fans bestimmt das Duell Mariota gegen Jameis Winston sehen.

Wer auf unsagbar dämlichen Humor tief unter dem Niveau einer Kellerassel steht, für den ist Ted 2 natürlich einen Kinobesuch wert.
Wer auf Tom Brady steht, der könnte sich überlegen, ob er das Geld für eine Kinokarte ausgeben sollte, denn der Quarterback der Patriots hat einen Cameo-Auftritt in dem Machwerk.
Wo wir gerade im Kino sind...
Es läuft tatsächlich ein neuer Football-Film mit Kevin Costner. Nach dem General Manager in „Draft Day“ gibt er nun in „City of McFarland“ einen Footballtrainer. Der Film erzählt die wahre Geschichte von Jim White, der vom Grantler zum netten Menschen wird.
Die Kinos, in denen der Film läuft muß man zwar bestimmt mit der Lupe suchen, aber es soll ein paar Kinos geben, die den Film zeigen.

Dez Bryant und die Cowboys sollen wieder über einen neuen Vertrag verhandeln.
Am Freitag hat es ein Treffen zwischen Vertretern des Teams und dem Agenten des Wide Receivers, Tom Condon, gegeben.
Es macht den Anschein, als wollte Dallas tatsächlich vor dem Stichtag am 15. Juli eine Vertragsverlängerung unter Dach und Fach bringen.
Noch vor zwei Wochen sagte Stephen Jones, der Sohn von Teambesitzer Jerry, daß die Gehaltsvorstellungen der Vertragsgegner zu weit auseinander lägen. Ob diese Kluft in knapp drei Wochen überbrückt werden kann?

Samstag, 27. Juni 2015

Kurzberichte
wilson-russellEs gibt einen Grund, warum die Vertragsverhandlungen mit den Seahawks und Quarterback Russell Wilson (Bild) nicht so recht vorankommen.
Wilson hat eine bescheidene Bedingung, die die Seahawks erfüllen müssen. Er möchte der bestbezahlte Spieler aller Zeiten werden.
Der $118 Millionen-Vertrag, den die Panthers Cam Newton gaben, sind für Wilson nur die untere Grenze dessen, was er haben möchte. Wilson denkt so an schlappe $30 Millionen pro Jahr. Als Garantiesumme denkt er so an die $100 Millionen.
Wenn das keine bescheidenen Wünsche sind?
Doch Seattle hat nicht mehr so sehr viel Platz unter der Gehaltsobergrenze.
Seattle sieht auch die Gefahren, die kommen könnten, wenn Running Back Marshawn Lynch nicht mehr da ist, um Wilson zu entlasten. Wird der Quarterback dann noch derselbe sein, fragt man sich in den oberen Etagen?
Doch was wird passieren, wenn die Seahawks nicht auf die Vorstellungen Wilsons eingehen?
Dann wird ein Bieterkrieg um den Quarterback entfacht, der ihn wohl ziemlich sicher zu einem anderen Team abwandern läßt. Welches Team sich dann in den finanziellen Selbstmord stürzt, ist natürlich nicht abzusehen, aber daß es immer wieder Dumme gibt, sah man ja zuletzt an der Verpflichtung von Ndamukong Suh.
Seattle steckt ja so was von in einer Zwickmühle.

In der Gegend um Boston weiß man eins: Tom Brady erhielt eine viel zu hohe Strafe für eine viel zu geringe Tat.
Gegen diese Tatsache kann man nichts einwenden.
Deshalb hat der Foxborough Country Club jede seiner Fahnen auf dem Golfplatz mit der Nr. 12 versehen. Clubmanager Matt Killilea sagte, daß man öffentlich die Unterstützung für Brady und die Heimmannschaft zeigen wolle.

Keine Unterstützung für Tom Brady gab es von Emmanuel Sanders.
Der Wide Receiver der Broncos wetterte vor einer Gruppe von Kindern gegen den Quarterback der Patriots und das Team.
Zu dem Teilnehmern des Ed McCaffrey Football Camps sagte er, daß Betrügen nicht belohnt werden dürfte. Man sollte die Patriots nicht als Super Bowl Sieger anerkennen.
Sanders antwortete dies, auf die Frage eines Teilnehmers danach, was er von Deflategate hält?
Und die Frage traf wohl einen Nerv Sanders: „Ob ich sauer bin wegen Deflategate?“ fragte er zurück. „Ja klar bin ich sauer. Ich glaube nicht, daß sie dieses Jahr der Super Bowl Sieger hätten sein dürfen.
Betrügen ist nicht gut. Es gibt da draußen Spieler, die sich 365 Tage im Jahr den Arsch aufreißen, und einer betrügt - und egal ob das geholfen hat, den Super Bowl zu gewinnen oder nicht, sie haben betrogen und sollten deshalb nicht Meister sein.“
Es ist übrigens nicht überliefert, wie Sanders Quarterback, Peyton Manning, auf die Tirade seines Wide Receivers reagiert hat. Manning ist ein enger Freund von Brady.

Letzte Woche fragte die NFL bei Stadien in der Gegend um Los Angeles an, ob sie für die Saison 2016 ein NFL Team übergangsweise aufnehmen könnten.
Diese Anfrage ist, wie man jetzt hörte, auch als Versuchsballon zu verstehen. Die NFL ist neugierig, wie viele Zuschauer zu einer Mannschaft kommen würden, die kurz vor einem Umzug nach L.A. steht.
Auch wenn der Versuch vielleicht nicht das gewünschte Ergebnis bringen wird, nie war Los Angeles wieder so nah an einem Team, wie heute.

Rookie-Symposium
„Ich sehe nur nach vorne,“ sagte Jameis Winston der Presse nach dem Rookie-Symposium.
Der Quarterback der Buccaneers hätte bei der Veranstaltung nicht nur zuhören, sondern auch seine vielen Erfahrungen über seine Vergangenheit mitteilen können.
Beleidigungen, Diebstahl, Vergewaltigung, über all das hätte er seine persönlichen Erfahrungen mitteilen können.
Doch Winston will nur noch nach vorne schauen, gerade so, als könne er mit seinem Schritt in die NFL seine auf dem College begangenen Verbrechen einfach so abschütteln.
Und obwohl er eine sehr fragwürdige Vergangenheit hat, läßt die NFL Winston als Vorbild vor Kindern auftreten. So bei einer Play-60 Veranstaltung in Cleveland. Den Teilnehmern da gab er mit auf den Weg: „Ich glaube, daß Menschen Fehler machen können. Ich glaube aber auch, daß man sich davon nicht unterkriegen lassen soll. Ich blicke jetzt nur noch nach vorne.“
Dann sollte er mal hoffen, daß er von hinten nicht von seiner Vergangenheit eigeholt wird. Winston weiß, daß jede kleine Verfehlung einige Minuten später auf ESPN verbreitet wird. Die Adleraugen kreisen über ihm.
Fragen zu seiner Vergangenheit beantwortete Winston nicht.
Seine Beratercrew arbeitet hart daran, das schwarze Schaf als weißen Ritter dastehen zu lassen. Winston war einer der aktivsten Teilnehmer des Symposiums, stellte viele Fragen und beteiligte sich an Rollenspielen. Den Kindern der Play-60 Veranstaltung zeigte er, wie man den Ball wirft und tat auch sonst so, als würde ihm das alles viel Spaß machen, was ja sogar der Fall hätte sein können.
Seine Berater haben wirklich einen tollen Job gemacht. Sie profitieren ja auch bestimmt nicht schlecht davon, wenn Winston das umsetzt, was er sich vorgenommen hat. Gegen Ende des Symposiums verriet er, warum er den Weichspülgang so perfekt durchlaufen hat: „Ich versuche Millionen zu machen.“
Das Wort gewordene Geldzählzeichen von Johnny Manziel.

Nicht nur Jameis Winston weiß, daß er unter Sonderbeobachtung steht. Auch Frank Clark weiß das.
Der Rookie der Seahawks hat nach den neuen Regeln der NFL bereits einen Strike für seine Verhaftung wegen häuslicher Gewalt aus dem letzten Jahr. Wegen dieses Verbrechens wurde er im November aus dem Team der Michigan Wolverines geschmissen.
Der Defensive End wird also das nächste Mal, wenn er eine Frau schlägt oder eine andere Straftat begeht, als Wiederholungstäter behandelt. Das würde eine Suspendierung von sechs Spielen bedeuten, und könnte sogar den Ausschluß aus der NFL nach sich ziehen.
Auch Clark hat seine Sprüche, daß er jetzt ein besserer Mensch werden möchte, der sein Leben in den Griff bekommt, sehr gut gelernt. Auch er meinte, daß er jetzt nach vorne blicken würde. Er könne nicht ein Leben lang daran zurückdenken, was in der Vergangenheit passierte.
Hat man so irgendwie schon an anderer Stelle gehört.

Freitag, 26. Juni 2015

Kurzberichte
sapp01Die Behörden in Las Vegas haben Anklage gegen Warren Sapp (Bild) erhoben.
Der Hall of Fame Defensive Tackle soll seine Freundin geschlagen und mehrmals gegen ihren Kopf getreten haben, als sie am Boden lag.
Laut Polizeibericht begann die Auseinandersetzung im April damit, daß Sapp seiner Freundin an der Poolbar eines Hotels in Henderson, Nevada, absichtlich ein Getränk ins Gesicht schüttete. Während der Fahrt zur Wohnung der Frau in Las Vegas wurden heftige Argumente ausgetauscht. In der Wohnung wurde Sapp dann gewalttätig.
Am 23. Juli muß er vor Gericht erscheinen.

So eine Gewerkschaft hat es ja auch nicht leicht.
Auf der einen Seite kämpft die NFLPA momentan für einen Spieler der Patriots (Tom Brady) und für die New England Patriots, und auf der anderen Seite kämpft sie für einen Spieler der Patriots (Malcolm Butler) und gegen die Patriots.
Butlers Flug zum freiwilligen Training der Patriots hatte wegen schlechten Wetters Verspätung. Da Butler deshalb zu spät zum freiwilligen Training erschien, suspendierten die Patriots den Helden des letzten Super Bowls für den Rest der optionalen Trainingseinheiten (OTAs).
Das geht natürlich nicht, wie es ganz klar im Regelwerk heißt. In Artikel 21, Abschnitt 5 der Tarifverhandlungen von 2011 ist festgelegt: "Kein offizieller Club darf einen Spieler darauf hinweisen, daß das Offseason Trainings Programm oder die Unterrichtsstunden nicht freiwillig sind (noch darf ein Club gegen einen Spieler bei Nichtteilnahme arbeitsrechtliche Schritte zum Nachteil des Spielers einleiten)."
Aber genau das haben die Patriots getan. Deshalb hat die NFLPA eine Klage gegen den Club eingereicht. Ohne Zustimmung Butlers übrigens, aber die braucht die Gewerkschaft nicht. Die NFLPA nimmt alle Unregelmäßigkeiten unter die Lupe, von denen sie erfährt. So leitete sie letztes Jahr ein Verfahren gegen die Seahawks ein, die verbotenerweise bereits in einem sehr frühen Stadium des Trainings mit voller Ausrüstung trainierten.

Es ist heute ziemlich genau ein Jahr her, daß Drew Brees sich seine Spielerkollegen bei den Saints ansah und sagte: „Warum nicht die New Orleans Saints? Sagt mir, warum wir nicht die Meisterschaft gewinnen können?“
Nun, die Frage wurde auf die brutalstmögliche Weise beantwortet. Mit nur 7-9 Siegen landeten sie in der NFC South hinter den Panthers mit 7-8-1 und verpaßten die Playoffs.
Abgesehen davon, daß kein Team mit einem negativen Punktekonto etwas in den Playoffs zu suchen haben dürfte, war dieser knappe Abstand natürlich herzzerreißend.
Weder die Defense, die ein Totalausfall war, noch die Offense, die sich dem Niveau der Defense anpaßte, konnten das bringen, was Brees vor der Saison in ihnen gesehen haben wollte.
Das aber hindert den Quarterback der Saints nicht daran, sein Team auch 2015 wieder als Super Bowl Sieger zu sehen. Brees will noch mal das große Spiel gewinnen, bevor er in den Ruhestand tritt.
Das wäre eigentlich vom Alter her bald zu erwarten. Brees ist 36, sagte aber vor Kurzem, daß er spielen will bis er 45 ist.
Bis dahin hat er ja noch ein paar Chancen, seinen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Denn daß das mit der 2015er Mannschaft klappt, ist nicht zu erwarten.

87 Jahre alt wurde Dick Stanfel. Der fünfmalige Pro Bowl Guard der Lions und Redskins verstarb in dieser Woche nach langer Krankheit.
Nach seiner aktiven Zeit wurde er Offensive Line Coach der Bears. Mit ihnen gewann er 1985 den Super Bowl.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Die Top-100 2015
brees-drew4Als die Plätze 21 bis 30 der Top-100 Liste 2015 veröffentlicht wurden, tauchte der Name Drew Brees (Bild) auf Platz 30 auf.
Damit fiel der Quarterback der Saints um 24 Plätze gegenüber dem Vorjahr nach unten.
Zurecht?
Leider ja.
Egal, ob die Spieler der Liga über die Leistung ihrer Kollegen aus dem Vorjahr abstimmen, oder darüber, was sie in der kommenden Saison erwarten, der Sturz von Brees ist berechtigt.
Weder hat die Offense der Saints letztes Jahr die Leistung gezeigt, die man erwartet hatte, noch kann sie 2015 ohne Jimmy Graham die erwünschten Leitungen erbringen.
Deshalb ist es wohl gerechtfertigt, daß der Quarterback dafür die Watschen einsteckt.
Doch Brees hat Gesellschaft. Auf Platz 26 findet man Ben Roethlisberger von den Steelers und auf Platz 22 Russell Wilson von den Seahawks. Beide hätte man höher erwarten können.
Da es jetzt langsam spannend wird, hier die Spieler auf den Plätzen:
30. Drew Brees, QB, Saints
29. LeSean McCoy, RB, Bills
28. Gerald McCoy, DT, Buccaneers
27. Justin Houston, OLB, Chiefs
26. Ben Roethlisberger, QB, Steelers
25. Joe Thomas, OT, Browns
24. Ndamukong Suh, DT, Dolphins
23. Joe Haden, CB, Browns
22. Russell Wilson, QB, Seahawks
21. Earl Thomas, S, Seahawks

Rookie-Symposium
Lisa Friel beendete ihre Rede auf dem Rookie-Symposium der NFL mit den Worten: „Ich hoffe, ich sehe keinen von Ihnen wieder.“
Lisa Friel ist eine ehemalige Anklägerin aus New York, die sexuelle Verbrechen verhandelte. Jetzt arbeitet sie für die NFL und behandelt Anschuldigungen in Sachen häusliche Gewalt, sexuelle Übergriffe und Kindesmißhandlung. Wenn sie also sagt, daß sie keinen der Rookies jemals wieder vor sich sehen will, dann hat das einen tiefgreifenden Grund. Sollte von den Frischlingen demnächst mal einer vor ihr antreten müssen, dann würde das bedeuten, daß etwas sehr schiefgegangen ist, und er eine Gewalttat begangen haben könnte.
Nach dem schrecklichen Jahr, das die NFL hinter sich hat, mit den Fällen Ray Rice, Adrian Peterson, Greg Hardy, usw. nahm der Teil des Symposiums, in dem es um Gewalt ging, einen breiten Raum ein.
Die neuen Strafen der Liga gegenüber Gewalttätern sind drastisch verschärft worden. Grund dafür war der immense Aufschrei der Öffentlichkeit, weil Ex- Ravens Running Back Ray Rice nur zwei Spiele suspendiert wurde, nachdem er seine damalige Verlobte in einem Aufzug KO geschlagen hatte.
Die Rookies wurden also ganz besonders darauf hingewiesen, daß die Zeiten, in denen man Frauenschlägern nur einen Klaps auf den Po gab, vorbei sind.
Die Liga selber muß aber auch aufpassen, was sie macht. Die Aussagen, daß man aufpassen würde, wen man verpflichtet, dürfen kein bloßes Lippenbekenntnis sein.
Tampa Bay Buccaneers Quarterback Jameis Winston, die Nr. 1 der letzten Draft, ist wegen sexueller Gewalt angeklagt.
Frank Clark, Defensive End der Seahawks wurde von der University of Miami rausgeschmissen, weil er wegen häuslicher Gewalt verhaftet wurde.
Die Universität Ohio State schmiß Titans Wide Receiver Dorial Green-Beckham raus, weil er mehrmals wegen Drogenmißbrauchs verhaftet wurde und wegen häuslicher Gewalt angeklagt wurde.
Da nehmen sich Dallas und Denver noch harmlos aus, die Spieler verpflichteten, die nur wegen Marihuanamißbrauchs angezeigt wurden, was in Colorado ja eh keine Straftat mehr ist.
Es sieht fast so aus, als würde Lisa Friel irgendwann doch noch mal den ein oder anderen Spieler der über 100, die an diesem diesem Rookie-Symposium teilnahmen, vor sich sehen.

Kurzberichte
Das Stadion der Tennessee Titans hat ab sofort einen neuen Namensgeber.
Die Titans spielen jetzt im Nissan Stadium und nicht mehr im LP ( Louisiana-Pacific Corp) Stadion. Über die Finanzen sickerte noch nichts nach Außen, aber der Autohersteller soll sich die Rechte für 20 Jahre gesichert haben.

Die ehemaligen Spieler, die gehofft hatten, bald finanzielle Unterstützung aus dem Fond der NFL zu erhalten, den die Liga für die Betroffenen von Kopfverletzungen eingerichtet hat, müssen noch lange warten.
Die NFL und die über 21.000 Spieler, die gegen die Liga geklagt hatten, hatten sich auf eine Summe von über einer Milliarde Dollar geeinigt.
90 Klägern war diese Summe nicht hoch genug. Deswegen haben sie Einspruch gegen diesen Kompromiß eingelegt. Und so lange, bis der nicht verhandelt wurde, gibt es kein Geld aus dem Fond.

Bis Ende nächster Woche wird es wohl dauern, daß wir erfahren, wie Roger Goodell im Fall Tom Brady urteilt.
Es heißt, daß der Vorsitzende der NFL viele Beweise zu sichten hätte, und er sich dafür viel zeit nimmt.

Einer fehlt noch.
Alle Rookies die in der ersten Runde einberufen wurden, haben ihre Verträge unterschrieben, bis auf Marcus Mariota.
Der Quarterback wurde als zweiter Spieler von den Titans einberufen, und er ist noch nicht zufrieden, mit dem, was das Team ihm anbietet.
Dennoch, so sagte er, würde er keinen Gedanken daran verschwenden, zu streiken.
Mariota ist völlig Zuversichtlich, daß sein Agent einen guten Vertrag für ihn aushandeln wird. Was eigentlich gar nicht so schwer sein dürfte. Seit die Liga die Rookie-Gehälter gedeckelt hat, gibt es so viel nicht mehr zu verhandeln. Das zeigt ja auch die Tatsache, daß 31 von 32 Spielern bereits unterschrieben haben.

Und dann war da ja noch der Name Redskins.
Ja, auch dieses leidige Thema ist dafür gut, das Sommerloch zu füllen.
Anfang der Woche wurde wieder vor Gericht darum gestritten, ob die Redskins ihren „beleidigenden“ Namen markenrechtlich schützen lassen dürfen.
Seit etwa 1972 will ein Teil der Ureinwohner Amerikas, daß die Redskins nicht mehr Redskins heißen dürfen, weil dieser Spitzname das Ansehen der Indianer in den Schmutz ziehen würde.
Die Redskins haben nicht vor, den Namen Redskins abzulegen, auch wenn sie die Markenrechte an dem Namen nicht mehr haben.
Diese Rechte wurden ihnen letztes Jahr genommen, mit der Begründung, daß beleidigende Namen nicht rechtlich geschützt werden dürfen.
Doch der derzeitigen Vorkämpferin gegen den Namen Redskins, Amanda Blackhorse, geht das nicht weit genug. Sie verlangt, daß die Redskins den Namen Redskins ganz aufgeben müssen.
Auf der einen Seite also die Redskins, die ihren Namen wieder markenrechtlich schützen lassen wollen, auf der anderen Seite Mrs. Blackhorse, die den Namen Redskins völlig getilgt haben möchte.
Und wieder zog sich das Gericht zur Beratung zurück.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Ist es gut, Gronk zu sein?
gronkowski-rob2Bestimmt!
Rob Gronkowski (Bild) hat ein Buch geschrieben und es „It`s Good To Be Gronk“ genannt.
Darin erzählt er, wie toll ein exzessives Leben im 21. Jahrhundert sein kann... wenn man Gronk ist.
Der Tight End verrät in dem Buch, daß er noch keinen Cent seines Gehalts oder des Unterschriftenbonus von den Patriots ausgegeben hat. Bisher schafft er es, alleine von seinen Werbeeinnahmen zu leben. Er hätte kein teures Auto, keinen teuren Schmuck oder Tattoos. Am Liebsten trägt er seine alte Jeans, die er schon in der High School trug.
„Ich trinke nicht, nehme keine Drogen, ich breche nicht das Gesetz... Ich bin nur ein 23-jähriger, der Spaß hat,“ meinte er.
Und wie viel Spaß er hat, das kann man jetzt selber nachlesen.

10 Stunden für ein paar luftleere Bälle
10 Stunden dauerte die Berufungsverhandlung in der Deflategate Sache.
10 Stunden mußten Tom Brady und sein Anwalt Jeffrey Kessler Fragen beantworten und Beweise vorlegen, die zeigen, daß der Quarterback unschuldig ist.
Kessler ist überzeugt davon, daß es ihm und Brady gelungen ist die Suspendierung von vier Spielen abzuwenden, oder zumindest abzumildern.
Brady sagte unter Eid aus und wie man hörte, blieb er bei der Version der Geschichte, die er von Anfang an erzählte. Er habe nichts von luftleeren Bällen gewußt, die im Championshipspiel gegen Indianapolis benutzt wurden, bis er es in der Presse gelesen hätte. Angeordnet hätte er schon gar nicht, daß die Bälle für ihn nicht mit dem vollen Druck aufgepumpt werden sollten.
Ob damit der hieb- und stichhaltige Beweis des Chefuntersuchers Ted Wells widerlegt werden konnte, der ganz klar belegte, daß es eher möglich als nicht wäre, daß Brady von den Bällen gewußt haben könnte?
Selten hat es bei einer Untersuchung eine klarere Schuldzuweisung gegeben. (vorsichtshalber schreibe ich hier mal: Ironie aus)
Jetzt ist es an Roger Goodell, das Chaos, das er mit der fünfmonatigen Affäre angerichtet hat, zu bewerten. Wann er mit einem Ergebnis herauskommt, kann man noch nicht sagen.
Bradys Lager jedenfalls steht bereit vor ein ordentliches Gericht zu ziehen, sollte die Suspendierung nicht aufgehoben werden.
Goodell kann jetzt noch sein Gesicht wahren, indem er Brady freispricht. Ein Prozeß auf Grundlage des Untersuchungsberichts, daß es eher als nicht Möglich gewesen wäre, daß Brady von den Bällen gewußt haben könnte, würde die NFL der Lächerlichkeit preisgeben.
Aber beim Sonnengott der NFL weiß man ja nie, wie er so drauf ist. Goodell könnte einen Prozeß riskieren.
Goodell hielt es vor dem AFC Endspiel ja auch nicht für nötig, Aktionen gegen die Patriots einzuleiten, denn er wußte da schon, daß etwas faul sein könnte.
Die Ravens informierten die Liga nach ihrem Playoffspiel gegen New England darüber, daß sie meinten die Bälle der Patriots wären nicht voll aufgepumpt gewesen.
Hier hätte die Liga hingehen und die Patriots warnen müssen, sich an die Regeln zu halten. Hier hätte die Liga hingehen und den Luftdruck der Bälle im Spiel gegen die Colts doppelt überprüfen müssen.
Das tat die Liga nicht. Sie tat gar nichts und machte sich dadurch ganz klar mitschuldig. Erst als die Colts zur Halbzeit ihren Verdacht äußerten, daß mit den Bällen der Pats etwas nicht stimmte, schritt die Liga ein.
Das ist, wenn das mit den Bällen ein Skandal sein sollte, dann auch ein Skandal.
Und jetzt muß Kaiser Roger richten. Ohne einen echten Beweis. Im Wissen, daß die Liga selber nicht unschuldig ist.
Es bleibt spannend.

Dienstag, 23. Juni 2015

Kurzberichte
bell-ladingensWährend die Patriots sich darauf vorbereiten, ohne Tom Brady in die Saison zu starten, gibt es ja auch beim ersten Gegner personelle Probleme. Star Running Back LeVeon Bell (Bild) ist für die ersten drei Spiele gesperrt. Er soll von DeAngelo Williams ersetzt werden. Der war der beste Running Back der Panthers, bevor er in Carolina entbehrlich wurde.
Bell fehlte den Steelers bereits in den Playoffs, nachdem er sich im letzten Saisonspiel ein Knie verdreht hatte. Seine Ersatzleute erzielten gegen die Ravens gerademal 46 Yards, und es gab eine bittere Heimniederlage gegen Baltimore.
Wenn Bell und Williams zusammen eine Doppelbedrohung der gegnerischen Verteidigungen darstellen sollten, dürfte Quarterback Ben Roethlisberger aufs Beste entlastet werden.
Dazu jedoch müßte Williams gesund bleiben. In Carolina haben viele kleinere Verletzungen dafür gesorgt, daß die Panthers sich dazu entschlossen, auf ihn zu verzichten. Seine Leistungskurve zeigte steil nach unten. So hofft man denn auch in Pittsburgh, daß der Running Back zumindest die ersten drei Saisonspiele einsatzbereit bleibt.
Das wird ein Saisonauftakt, ohne Tom Brady und LeVeon Bell.
Danke lieber Commissioner.

Nur ganz kurz noch mal zur Erinnerung: Heute ist die Berufungsanhörung in der Sache Deflategate.
Und wie es in einem ordentlichen Prozeß so ist, ist Tom Brady so lange schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat.
Mal sehen, ob ihm das gelingt?

Sachen gibt`s.
Terrelle Pryor hat tatsächlich ein dummes Team gefunden, das ihn von der Transferliste nahm.
Wer waren die Clowns, die den erwiesenermaßen nicht NFL-tauglichen Quarterback aufnahmen?
Die Cleveland Browns.
Und sie machten das, was Pryor zuvor schon vorgeschlagen hatte, sie nahmen ihn als Wide Receiver auf. Erfahrung als Receiver hat er bereits sammeln können. Pryor fing bereits einen Paß für 22 Yards, 2012, als er für Oakland spielte.
Ein Beweis seiner Klasse, oder?
Ob die Clowns, äh die Browns, sich damit einen Gefallen getan haben?
Zugegeben, sie haben ein Defizit auf der Wide Receiver Position, aber ob sie das mit Pryor beheben können?

Ahmad Bradshaw spielte zuletzt für die Indianapolis Colts.
Momentan ist er ohne Team. Und ein neues Team zu finden dürfte jetzt noch etwas schwerer geworden sein, denn der Running Back ist für ein Spiel suspendiert.
Bradshaw hat gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen.

Und dann doch noch ein Wort zu „Ballers“. Die Serie mit Dwayne „The Rock“ Johnson hatte am Sonntag Premiere und enttäuschte... zumindest mich.
So einen Quatsch gab es in der Form schon mal. Ich weiß allerdings nicht mehr, wie die Serie damals, vor gut 15 Jahren, hieß.
Aber irgendwie stehe ich mit meiner Meinung ziemlich alleine da. Die meisten Kommentare zu Ballers bei Serienjunkies sind positiv.
Muß also an mir liegen.
Mit 30 Minuten sind die Folgen zu kurz. Man wird in der Pilotfolge durch die Handlung gehetzt. Auch wenn das widerliche Gebaren und flegelhafte Benehmen bestimmter Spieler recht realistisch dargestellt wird, hätte man sich zum Aufbau etwas mehr Zeit nehmen sollen. Einziger, winziger, Lichtblick war der Kurzauftritt von Trainerlegende Don Shula.
Ich weiß nicht, ob ich mir noch eine Folge antun werde.

Sonntag, 21. Juni 2015

Rookies müssen lernen, lernen, lernen
carter-in-frankfurt-200Noch etwa sechs Wochen, bevor die Teams ihre Trainingslager eröffnen.
Sechs Woche Ruhe für die altgedienten Spieler, nicht ganz so für die Rookies. Die sind eingeladen, am jährlichen Rookie-Symposium der NFL teilzunehmen. Das beginnt nächste Woche in Aurora, Ohio.
Hier wird ihnen beigebracht, daß es Kontraproduktiv ist, auf andere Menschen zu schießen, Frauen zu schlagen oder zu vergewaltigen und daß die Einnahme von Drogen in der Liga gar nicht gerne gesehen wird. Sachen also, die Manchem nicht von vornherein klar sind.
Um diese Lehren zu untermauern, setzt die NFL ehemalige und aktuelle Spieler als Gastredner ein, die meistens ganz genau aus eigener Erfahrung wissen, wovon sie reden. Ansonsten würde das Gelaber der Typen hinter dem Pult wohl auf taube Ohren stoßen.
Wie so oft, wird auch Cris Carter (Bild) zu den Rednern gehören. Der Hall of Fame Wide Receiver kam in die NFL, als es dieses „Benimmseminar“ noch nicht gab. Er gehört zu den Spielern, die ganz genau wissen, was Drogen- und Alkoholmißbrauch anrichten.
Einberufen wurde er 1987 von den Eagles. Die setzten ihn nach der Saison 1989 vor die Tür, weil er zu viele Probleme bereitete. Carter verstand die Entlassung als Weckruf und als Chance. In den folgenden Jahren seiner Karriere spielte er sich in die Ruhmeshalle der NFL. Wenn Cris Carter also spricht, weiß er, wovon er redet.
Und so werden auch Frauenschläger wie Jets Wide Receiver Brandon Marshall eingeladen, um den Rookies aus erster Hand zu erzählen, was geht, und was nicht.
Gestrauchelte Ehemalige werden erklären, wie wichtig es ist, sein Gehalt gut anzulegen, damit man auch nach seinem letzten Spielzug noch ein Auskommen mit dem Einkommen hat.
Es gibt also viel zu lernen für die Frischlinge. Hoffentlich nehmen sie die Lehren an.

Kurzberichte
Am Mittwoch wurden in Charleston, South Carolina, neun schwarze Kirchgänger von einem Weißen erschossen.
Jerry Richardson, der Besitzer der Panthers, spendete den Hinterbliebenen der neun Todesopfer $100.000. Nicht jeder Familie $100.000, was bei seinem Reichtum möglich gewesen wäre, sondern insgesamt.
Damit sollen die Beerdigungskosten abgedeckt werden, wie Richardson in einem Brief schrieb.

Werden die Houston Texans 2015 endlich erfahren, wie gut ihre erste Wahl aus der Draft von 2014 ist?
Letztes Jahr konnte Jadeveon Clowney wegen einer hartnäckigen Knieverletzung nicht spielen. Mittlerweile ist das operierte Knie so weit verheilt, daß man bei den Texans vorsichtig optimistisch ist.
Während des Trainingslagers im August soll der Passrusher langsam wieder an den Ernst des Footballerlebens herangeführt werden.

Bekommen die Bengals endlich einen Quarterback, der was taugt?
Der Trainerstab der Bengals ist davon überzeugt, daß AJ McCarron es zum Starter bringen kann.
McCarron wurde 2014 in der fünften Runde der Draft von Cincinnati einberufen. Seine Leistungen während der bisherigen Trainingseinheiten in diesem Jahr haben seine Trainer überzeugt.
Noch wird weiter Andy „die rostige Knarre“ Dalton als Starter gelistet, was er wohl auch bleibt. Mit Dalton, dessen Spitzname übrigens „red Rifle“ ist, wie mir grade einfällt, kamen die Bengals zwar jedes Jahr in die Playoffs, verloren aber immer das erste Spiel.
Dalton wird ab jetzt immer wieder über seine Schulter sehen müssen, weil McCarron hinter ihm lauert.
Da Andy Dalton in seinem $96 Millionen-Vertrag keine hohe Garantiesumme stehen hat, kann er ohne weiteres schnellstens gefeuert werden.

Wie kann man das Selbstbewußtsein seiner Quarterbacks erhöhen?
Indem man im Training nur die Ersatzleute aus der Defense aufstellt.
Am letzten Tag des Minicamps der Bills waren alle Quarterbacks so schlecht, daß Head Coach Rex Ryan die Starter aus der Defense am Spielfeldrand zusehen ließ. Doch selbst gegen die Ersatzleute brachten die Quarterbacks nichts zustande.
Matt Cassel galt eigentlich als die Nr. 1 der Katastrophentruppe, weil er die meiste praktische Erfahrung hat. Doch bisher blieb er jeden Beweis seiner Fähigkeiten schuldig.
Wenn die Bills ihn vor dem Saisonstart feuern, sparen sie $4,5 Millionen.
EJ Manuel ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber im Duell mit Cassel erwies er sich als das kleinere Übel. Über Tyrod Taylor muß man gar nicht erst reden.
Ob Head Coach Ryan bei seiner Aussage, daß der Starter zu 99,9% bereits im Kader der Bills wäre bleibt?
Wenn ja, dann gute Nacht Buffalo.

Samstag, 20. Juni 2015

Deflategate... Würg!
brady-tom-sb49-mvpTom Bradys (Bild) Vermächtnis wird durch das unsägliche Theater um Deflategate keinen Kratzer abbekommen. Nur beinharte Patriots- und Brady-Hasser und Neider werden weiter ihren Spaß an dem Quatsch haben, der in der kommenden Woche in die nächste Runde geht.
Während Brady also weiter als einer der besten Quarterbacks aller Zeiten auf Kurs in die Hall of Fame ist, versucht NFL Commissioner Roger Goodell, an Bradys Glanz zu kratzen. Das wird ihm nicht gelingen.
Selbst der „Erzfeind“ der Patriots, Rex Ryan, ist der Meinung, daß Bradys Ansehen nicht gelitten hat. „Ich habe nichts als Respekt für diesen Typen,“ sagte der Ex- Head Coach der Jets, der unter Brady gelitten hat, wie kein zweiter, und der mit den Bills erwartungsgemäß weiter unter Brady leiden wird. Allerdings erst im zweiten Spiel, denn das erste zwischen Buffalo und New England ist in Woche zwei. Da wird Brady wohl nicht dabei sein.
Die Firmen, für die Brady als Werbeikone arbeitet, haben den Quarterback nicht fallengelassen. Auch für sie ist das Getue um die luftleeren Bälle Firlefanz.
Am Dienstag wird der Commish Bradys Einspruch gegen seine vier Spieltage dauernde Suspendierung verhandeln. Eine Suspendierung, die dafür sorgt, daß wir Fans um den Genuß eines Duells zwischen Tom Brady und Ben Roethlisberger im Saisoneröffnungsspiel gebracht werden. Eine Tatsache, die Big Ben sehr bedauert.
Es ist nicht davon auszugehen, daß Goodell die Suspendierung ganz aufhebt. Dazu ist der Mann zu stur. Also werden wir auf jeden Fall um den Spaß im ersten Spiel gebracht werden, selbst wenn Goodell die Strafe auf zwei Spiele reduzieren sollte.
Während Goodell den Blödsinn also in die nächste Runde treibt, wird ein Wohltätigkeitsverein davon profitieren. Einer der luftleeren Bälle, die die Patriots in der ersten Halbzeit des AFC Championship-Spiels gegen die Colts benutzten, soll versteigert werden. Der Erlös soll einem wohltätigen Zweck zukommen. Es wird erwartet, daß der Ball eine Menge Geld einbringen wird.

Kurzberichte
Nachdem Panthers General Manager Dave Gettleman seinen Quarterback in den Einhundertmillionendollarclub geführt hat, könnte man annehmen, daß Cam Newton etwas geschont werden soll, damit die Investition nicht gefährdet wird.
Doch davon will Gettleman nichts hören. Er will nicht, daß sein „Vollblüter“ weniger selber läuft. Zwar ist der General Manager sich mit Head Coach Rivera einig, daß Newtons Spielübersicht und Paßgenauigkeit verbessert werden muß, aber sein Läufe, mit denen die gegnerischen Verteidiger immer rechnen müssen, sollen nicht weniger werden.
Das wäre dann ja nicht mehr Cam, meinte Gettleman.
Und wenn man die Statistiken sieht, sieht man, warum Gettleman Newton nicht zügeln will. Seit 2011 lief der Quarterback 467 mal und erzielte dabei 2.571 Yards und 33 Touchdowns. Weit mehr, als irgendein anderer Quarterback in der Liga.

Russell Wilson hat vorgesorgt. Der unterbezahlte Quarterback, der die Seahawks zweimal in den Super Bowl führte, hat eine gute Versicherung abgeschlossen. Für den Fall, daß er sich in der kommenden Saison verletzt, in der er für unsagbar niedrige $1,5 Millionen spielen muß, hat er sich privat abgesichert.
Trotzdem hofft er immer noch darauf, daß die Seahawks ihm bis zum Beginn des Trainingslagers einen Vertrag vorlegen, den er unterschriftswürdig findet.
Doch selbst, wenn er bis dahin keinen neuen Vertrag bekommt, so wird ihn das nicht davon abhalten Seattle ein drittes Mal in den Super Bowl zu führen, meinte er.

Die Dallas Cowboys tun es, und die Buccaneers wollen es tun.
Auch Tampa Bay will die virtuelle Realität benutzen, um das Training zu perfektionieren.
Offensive Coordinator Dirk Koetter sagte, daß Quarterback Jameis Winston ein Filmjunkie wäre. Deshalb könnte das 3D System gerade ihm besonders helfen.
Die Suche nach dem richtigen System gestaltet sich dabei aber recht schwierig. Wenn Koetter mit den Anbietern redet, bekommt er zu hören, daß die Anlage in drei Monaten aufgebaut werden könnte. Wenn Koetter dann sagt, daß er das System aber schon morgen braucht, enden die Gespräche.
Mal sehen, wann die Bucs denn endlich eins nutzen können?

Freitag, 19. Juni 2015

Kurzberichte
trestman-marc3Marc Trestman (Bild) ist dankbar. Der neue Offensive Coordinator der Ravens ist dankbar dafür, mit einem anderen, einem besseren, Quarterback arbeiten zu können, als dem, mit dem er als Head Coach in Chicago arbeiten mußte.
In Chicago hätte er viel damit zu tun gehabt die Fehler von Jay Cutler zu korrigieren. Bei Joe Flacco dagegen müßte er nur die vorhandenen Fähigkeiten erweitern. Das wäre etwas ganz anderes, meinte er.
Trestman klang richtig erleichtert, als er das sagte.
Und Trestman achtet darauf, nicht zu viel an der Offense zu ändern. Immerhin ist er der vierte Offensive Coordinator des Teams seit 2012, da käme es den Ravens zugute, wenn mal etwas Beständigkeit einkehren würde.
Und die Spieler zeigen sich zufrieden mit ihrem neuen Offensive Coordinator. Sie finden es sehr hilfreich, daß sie nicht schon wieder viele ganz neue Formationen und Spielzüge einstudiert werden müssen.
Quarterback Joe Flacco ist von seiner Offense überzeugt. Immerhin wäre die Offense so gut, daß die beiden letzten Offensive Koordinatoren nach ihrem Abschnitt in Baltimore Jobs als Head Coaches bekommen haben.
So kann man das auch interpretieren.
Jim Caldwell landete in Detroit, Gary Kubiak übernahm die Broncos.
Jetzt also Trestman, der als ehemaliger Head Coach nun Offensive Coordinator in Baltimore ist. Und er hat auf der wichtigsten Position unbestritten einen besseren Mann zur Verfügung, als in Chicago. Und aus ihm kann der als Quarterback –Flüsterer bekannte Trestman sicher mehr herausholen, als aus Cutler.

Dez Bryant wollte wenigstens mal sehen, wie seine Kollegen, die er so schmählich im Stich läßt, sich beim Training so abrackern.
Der Wide Receiver der Cowboys kam am letzten Tag des Minicamps mal auf einen Besuch vorbei.
Dabei betonte er, daß nicht er damit gedroht hat, nicht beim Saisonstart dabei sein zu wollen, sondern daß diese Drohung von seinem Agenten kam.
Aber auch wenn Bryant nur die Vorbereitungszeit schwänzt, so wird sich sein Fehlen nicht positiv auf eine Mannschaft auswirken, die ohne NFL-tauglichen Running Back in die Saison geht.

Beim letzten Training des Minicamps der Cowboys sah der streikende Wide Receiver Dez Bryant zu, wie sich sein Kollege Terrance Williams am linken Ellenbogen verletzte.
Röntgenuntersuchungen ergaben nichts auffälliges. Deshalb geht man davon aus, daß der Wide Receiver sich einen Nerv verletzt haben könnte.
Während Bryant sein Team im Stich läßt, ist Williams der Nr. 1 Receiver der Cowboys. Momentan steht Dallas also ohne die echte Nr. 1 und die Übergangs Nr. 1 da.

Michael Oher ist nicht begeistert davon, was der Film „The Blind Side“ aus dem Jahr 2009 für ihn bewirkt hat.
In dem Film wird die Geschichte des scheuen Offensive Tackles erzählt, der von seiner Adoptivmutter, gespielt von Sandra Bullock, unter die Fittiche genommen, und zum großartigen Footballspieler aufgebaut wird.
Aber, so Oher, der mittlerweile darum kämpft, einen Kaderplatz bei den Panthers zu erobern, alle würden ihn immer nur an dem messen, was im Film zu sehen ist. Das käme der Wirklichkeit aber nicht nicht nahe. Zumal heute nicht mehr, wo das Alter anfängt, seinen Tribut zu fordern.
Deshalb würde Oher mehr kritisiert, als er es verdient hätte, meinte er. Er könne halt nicht mehr die Leistung bringen, die im Film zu sehen ist. Doch er würde immer nur daran gemessen.
Nachdem er bei den Ravens entbehrlich wurde, wechselte er 2014 zu den Titans. Dort spielte er eine unterdurchschnittliche Saison. Die Panthers wollen nun versuchen, noch wenigstens eine gute Saison aus ihm herauszuholen.
Ob er zum Saisonbeginn noch in Carolina ist, ist zweifelhaft.

Am Donnerstag feuerten die Bengals Quarterback Terrelle Pryor, den sie erst im Mai verpflichtet hatten.
Der Quarterback sieht wohl ein, daß er als Quarterback wohl keinen Job mehr in der NFL bekommt, deshalb kündigte er an, auf Wide Receiver umlernen zu wollen.
Na, wenn da mal was draus wird.

Die Texans gaben Jonathan Joseph eine Vertragsverlängerung.
Der Cornerback unterschrieb einen Dreijahresvertrag über $22 Millionen, von denen $11,5 Millionen garantiert sind.

Cam Newton ist ein schlechter Passer. Deshalb legt der Trainerstab der Panthers großen Wert darauf, die schlampige Fußarbeit des neuen Einhundertmillionendollarquarterbacks zu verbessern.
Schlechter Passer... schlampige Fußarbeit... Einhundertmillionendollarquarterback... wie paßt das alles zusammen?
Gar nicht, aber wir werden uns daran gewöhnen müssen, daß strunzdurchschnittliche Ballwerfer neunstellige Dollarbeträge kassieren werden.
Head Coach Ron Rivera versuchte dann auch gleich, die erweiterten Trainingsmethoden seines Superstars zu relativieren. Newton hätte nur ein Jahr auf dem College gespielt, nicht drei oder vier, wie andere Quarterbacks. Deshalb hätte er sich nicht so entwickeln können, wie seine Kollegen. Aus diesem Grund müsse man halt jetzt noch etwas an der Feinabstimmung arbeiten.
Etwas an der Feinabstimmung arbeiten... nach vier Jahren in der NFL... nach über 2.000 geworfenen Pässen... nach einem Einhundertmillionendollarvertrag.
Prost Mahlzeit!!!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Kurzberichte
bryant-dez2Dez Bryant (Bild) hat nichts dagegen 2015 für nur $13 Millionen zu spielen. Eigentlich. Aber der Wide Receiver der Cowboys möchte auch Sicherheit für seine Zukunft haben. Und die, so meint er, können ihm nur ein langfristiger Vertrag geben.
Deshalb solle Niemand von ihm erwarten, daß er in nächster Zeit an irgendeiner Teamaktivität teilnehmen wird.
Cowboys Besitzer Jerry Jones versteht die Sorgen seines Receivers. Er sieht ein, daß ein Spieler abgesichert sein will.
Dennoch sind die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien zu einem Stillstand gekommen.
Vor zwei Wochen hätten Jones und Bryant zuletzt miteinander geredet, sagte Jones.
Bryants Aussage, daß er im ersten Saisonspiel gegen die Giants nicht spielen wird, glaubt Jones nicht. Er ist davon überzeugt, daß der Wide Receiver mit an Bord sein wird, wenn die Saison losgeht.
Davon war er auch damals überzeugt, als Running Back Emmitt Smith im Streik war. Ich weiß nicht mehr genau, aber es waren wohl zwei Spiele, die der Running Back damals aussetzte.

„Ich werde nicht streiken,“ meinte Julio Jones.
Der Wide Receiver der Falcons möchte einen neuen, besseren, langfristigen Vertrag bekommen. Doch dafür würde er seine Kollegen nicht im Stich lassen. Das, so sagte Jones, wäre egoistisch und unfair. Seine Kollegen würden ihn brauchen und er würde tun, was getan werden müßte.
Für ihn ginge es um das Spiel. Und dafür würde er das Gehalt bekommen, das sein Teambesitzer für angemessen hält.
Hört, hört!

„Muskel Hamster“, wäre der schlimmste Spitzname, den jemals jemand verliehen bekommen hat, sagte der Träger eben dieses Namens, Doug Martin.
Der Running Back der Buccaneers hofft, daß seine Leistung auf dem Platz dafür sorgen wird, daß er einen neuen, besseren Spitznamen verliehen bekommt.
Dafür müßte er aber dann auch mal eine Saison durchspielen. Als er 2012 als Rookie in die Liga kam, erzielte er mit Läufen und gefangenen Pässen phantastische 1.926 Yards und 12 Touchdowns.
Danach verpaßte er wegen Schulter- und Knöchelverletzungen 15 Spiele in zwei Saisons. Deshalb zogen die Bucs es auch vor, die Option auf die fünfte Saison Martins nicht zu ziehen.
Der Muskel Hamster möchte aber gerne weiter bei den Buccaneers bleiben und verhandelt deshalb mit dem Team. Die Clubleitung sagte, daß sie gerne mit Martin verlängern würden, wenn er eine entsprechende Leistung abliefert.
Und die will er ja abliefern, alleine schon, um diesen Muskelhamster loszuwerden. Selber könne er sich ja keinen Spitznamen geben, meinte er. Das wäre ja nicht üblich.
Bis er einen neuen bekommt, muß er wohl noch eine Weile am Rad drehen.

Gut, nicht sehr gut, so bezeichnen Beobachter der bisherigen Trainingseinheiten der Redskins das, was Quarterback Robert Griffin III abgeliefert hat.
Griffin III wäre zu oft zu zögerlich, und das resultierte gestern in einigen zu weit geworfenen Pässen in Richtung Pierre Garcon.
Head Coach Jay Gruden sagte, daß er aber zufrieden wäre mit den kleinen Fortschritten, die sein Quarterback gemacht hätte.
Gruden muß das sagen, denn das gehört zum Selbstvertrauensaufbauprogramm für Griffin III.
Jeden Tag würde Griffin III ein Stücken besser, meinte der Head Coach.
Und bis zum Beginn der Saison sind es ja noch 84 tage. Da hat RG3 noch genug Zeit, um wieder der zu werden, der er in seiner Rookie-Saison war.

Beim Überfliegen der Überschriften zu den Nachrichten, die die NFL in mein Media-Postfach gelegt hat kam Freude auf. „Manziel“ und „zur Ruhe setzen“ las ich da.
Doch die Freude verflog schnell. Nach genauerer Ansicht stand da: „Manziel setzt sein Money Sign zur Ruhe.“
Schade, Manziel verzichtet also in Zukunft auf die arrogante Geste des Geldzählens.
Ich glaube, vielen von uns wäre es lieber, wenn wir auf Johnny Manziel verzichten könnten.
Ob auch die Gegner der Browns auf die Geste des Geldzählens verzichten werden?
Kaum!
Letztes Jahr war das ein nettes Mittel um Manziel zu verspotten, ohne ein Strafe zu kassieren.

Vier Passempfänger findet man auf den Plätzen 31 bis 40 der Top 100 Spieler der Saison 2015 (oder doch 2014?).
Wie auch immer, die Rookie-Sensation Odell Beckham von den Giants landete auf Platz 32. Seine konstante Leistung und natürlich auch „DER Catch“, dürften dafür gesorgt haben, daß seine NFL Kollegen ihm auch 2015 viel zutrauen.
Einen Platz vor ihm landete Saints Tight End Jimmy Graham, der 2015 die Passoffense der Seahawks noch ein Stück weit gefährlicher machen wird.
T.Y. Hilton von den Colts landete auf Platz 35 und A.J. Green von den Bengals auf Platz 37.
Auf Platz 34 landete Tony Romo.
Der Quarterback der Cowboys spielte 2014 eine für seine Verhältnisse überdurchschnittliche Saison, und das scheinen seine Spielerkollegen auch 2015 von ihm zu erwarten.

Bills Fans, ganz ruhig bleiben. Es ist noch Zeit, zu üben. Und Zeit werden Eure Quarterbacks wohl brauchen, um bis zum Saisonbeginn einen Paß geradeaus werfen zu können.
Beim Training gestern war es noch nicht so weit. Bei einer 11 gegen 11 Übung standen 22 Paßspielzüge auf dem Plan. Dabei vervollständigten die Quarterbacks vier Pässe und wurden acht mal gesackt. Den längsten Paß brachte Quarterback Nr. 4 an den Mann. Matt Simms vervollständigte einen 15 Yards-Paß zu Deonte Thompson.
Ob Fans, die ihre Saisonkarten geordert haben, doch langsam das viele Geld bereuen, das sie dafür ausgegeben haben?
Was nutzt es, wenn die Bills zwar eine solide Defense haben und einen talentierten Running Back, wenn nicht ein halbwegs NFL-tauglicher Quarterback im Kader ist?

„Ich habe die Kniescheibe von jemand anderem,“ meinte Broncos Linebacker Danny Trevathan auf die Frage nach seiner Genesung. „Die andere war durch,“ fuhr er fort.
Im Januar wurde er operiert. Noch übt er mit dem Ersatzteil klarzukommen. Die neue ist etwas größer als die, mit der er geboren wurde.
Ob er einsatzbereit sein wird, wenn die Saison startet, ist fraglich.
Das Selbe gilt für Brandon Marshall. Der Linebacker litt an einer Lisfranc-Verletzung. Die, so sagte er zerknirscht, hätte er zu spät operieren lassen. Deshalb steht auch hinter seiner Einsatzfähigkeit ein Fragezeichen.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Lag der Erfolg im Laufspiel an DeMarco Murray oder der O-Line der Cowboys?
murray-demarcoSeine Laune trübt sich ein wenig, wenn DeMarco Murray (Bild) darauf angesprochen wird, daß er seine Krone des besten Running Backs der Saison nur gewonnen hat, weil die O-Line der Cowboys 2014 schier unüberwindbar war.
Bevor der Running Back nach Philadelphia abwanderte, lautete die offizielle Sprechweise in Dallas ja, daß Murray das Team in die Playoffs getragen hat. Dabei hat er sich auch nicht von einer verletzten Hand beirren lassen.
Nachdem Murray abgewandert war, ausgerechnet zu einem Divisionsrivalen, änderte man in Dallas die offizielle Meinung. Da hieß es dann, daß Murray nur so gut hatte sein können, weil seine Linespieler ihm die Wege freiblockten.
Natürlich wird beides etwas stimmen, denn so ganz ohne gute Vorblocker kann ein Running Back kaum etwas gewinnen, außer Barry Sanders damals bei den Lions.
So wies denn Murray darauf hin, daß auch Emmitt Smith eine gute Line vor sich hatte, als er zum besten Running Back aller Zeiten wurde.
Für die Cowboys, und später noch ein paar Jahre für Arizona, erzielte Smith 18.355 Laufyards. Der nächste Running Back, der noch aktiv ist und ihn einholen könnte, ist Frank Gore von den Colts mit 11.073 Yards.
Wichtig ist also, daß Line und Läufer zu gleichen Teilen ihre Arbeit machen. Und genau das hat Murray zur Zeit in Philadelphia vor. Sein Arbeitseifer, die neue Offense zu lernen, brachte ihm den Spitznamen „Nerd“ ein. Das Playbook von Head Coach Kelly hätte etwa eine Milliarde Spielzüge, die man lernen müsse, meinte der Streber. Er gab dann auch zu, daß er jeden Tag sehr ernst nimmt. Um mit all den guten Spielern um ihn herum mithalten zu können, müsse er hart arbeiten, meinte Murray. Seine Linespieler in Philadelphia wären kein bißchen weniger gut, als seine Mitspieler in Dallas, ist der Running Back sicher.
Man wird sehen, wie produktiv DeMarco Murray 2015 sein wird. Immerhin hat der beste Läufer der Saison 2014 (Murray: 1.845 Yards) den besten Läufer der Saison 2013 (LeSean Jackson: 1.607 Yards) abgelöst.
Was ihn von einer weiteren sehr guten Saison abhalten könnte, sind nicht die Spieler vor ihm, sondern seine Running Back Kollegen. Ryan Mathews und Darren Sproles sind jeder für sich in der Lage, auch den ein oder anderen Meter zu erzielen.
Das juckt Murray aber nicht. Ihm geht es darum zu gewinnen. Möglichst sogar noch ein Spiel im Februar 2016.

Pierre Garcon ist sauer auf Jack Warner.
Pierre Garcon ist Wide Receiver der Washington Redskins, Jack Warner war hohes Mitglied in der MaFifa genannten Führungsriege des Welt Fußballverbands.
Pierre Garcon wurde zwar im Staat New York geboren, hat seine familiären Wurzeln aber in Haiti. Deshalb gründete er nach dem verheerenden Erdbeben, das 2010 über 230.000 Todesopfer forderte, die Hilfsorganisation „Helping Hands Foundation“.
Er weiß, daß es schwierig ist, den Opfern, von denen immer noch Hunderttausende in Zelten leben, zu helfen, weil auch viele Hilfsgelder für Haiti nicht bei den Menschen dort ankommen.
So wie auch Hilfsgelder in Höhe von $750.000, die Jack Warner den Erdbebenopfern hätte überreichen sollen, sie aber lieber auf eigene Konten wandern ließ.
„Wenn sie einen Weg finden wollen, Geld zu verstecken, finden sie ganz bestimmt einen,“ sagte Garcon. „Und das gilt nicht nur für die FIFA, nicht nur für den Sport. Das gilt überall. Traurig, aber das ist die menschliche Natur.
Es ist hart zu sehen, daß das mit der FIFA so geht, aber uns Haitianer überrascht das nicht. Wir sind daran gewöhnt.“
Die Hilfe für Haiti ist ein einziger Sumpf der Korruption, ist sich Garcon sicher. Deshalb hat er die Hilfe in die eigenen Hände genommen, damit wenigstens das Geld aus seiner Organisation bei den Menschen dort ankommt. Deshalb hat er auch selber mit Hand angelegt, als ein Waisenhaus und eine Schule gebaut wurden. Deshalb ist er sauer und traurig, daß es Menschen gibt, die sich am Leid anderer Menschen bereichern.

Kurzberichte
Letzte Woche feuerten die New England Patriots Brandon Spikes. Der Linebacker nahm das wohl nicht so gut auf, denn er stellte seinen AFC Championship Ring, den er 2011 mit dem Team gewann, bei Ebay ein.
Für den Schnäppchenpreis von $19.499 hätte man ihn ersteigern können.
Doch es fand sich Niemand, der ihn haben wollte. Zwar stellte Spikes den Ring nach Ablauf der ersten Auktion erneut ein, doch wieder blieb er auf dem ungeliebten Stück sitzen.

Sachen gibt`s, die glaubt man nicht.
Ein ehemaliges Cheergirl der Baltimore Ravens (aus der Saison 2005) bekannte sich schuldig, Sex mit einem 15-jährigen Jungen gehabt zu haben.
Durch das Schuldbekenntnis von Molly Shattuck wurden einige schwere Anklagepunkte fallengelassen, dennoch drohen der 48-jährigen 15 Jahre Haft.

Die Chargers fügten dem Bürgermeister von San Diego einen herben Schlag zu. Ein Sonderberater des Teams sagte, daß die Abstimmung, die am 15. Dezember darüber entscheiden soll, ob die Steuerzahler dem Bau eines neuen Stadions zustimmen oder nicht, nicht rechtmäßig ist.
Zwar verhandeln die Chargers immer noch mit der Stadt, aber ihr Umzug nach Los Angeles ist wohl kaum noch zu verhindern.

Die Titans haben kein Glück mit hochbezahlten Running Backs.
Nachdem sie damals Chris Johnson mit Geld zuschütteten, ließ seine Leistung in erschreckendem Maß nach.
2013 gaben sie Shonn Greene einen Dreijahresvertrag über $10 Millionen, und ernteten das gleiche Ergebnis.
Nach zwei Saisons, in denen er für die Jets jeweils über 1.000 Yards erzielte, sahen die Titans in ihm ihre Lösung auf der Running Back Position.
Das war wohl nichts. In zwei Saisons für Tennessee erzielte er insgesamt nur 687 Yards und sechs Touchdowns.
Das führte jetzt zu seiner Entlassung.

Die Broncos gehen mit C.J. Anderson als Nr. 1 Running Back ins Trainingslager.
Montee Ball, der sich auch Hoffnungen auf den Posten des Starters gemacht hat, sieht Anderson als Nr. 1a und sich als Nr. 1b.
Head Coach Gary Kubiak sagte aber, daß noch nicht feststehen würde, wer als Nr. 1 in die Saison gehen wird. Ball könnte sich den Posten noch erkämpfen.

Dienstag, 16. Juni 2015

In Rex we trust
ryan-rex-billsRex rules
Egal wie, sexy Rexy hat die Herzen der Bills Fans im Sturm erobert. Auch wenn Rex Ryan (Bild) Eigenartigerweise bisher noch keine Playoffteilnahme Buffalos garantiert hat, ordern die Fans die Saisonkarten.
Um diese Zeit des Jahres hatte Ryan als Head Coach der Jets immer schon den Super Bowl Sieg seines Teams garantiert. Für neutrale Beobachter war das immer ein lustiger Moment.
Diese dumme Peinlichkeit hat sich Ryan als Bills Head Coach (noch) erspart. Er scheint etwas vorsichtiger geworden zu sein.
Doch seine einnehmende Persönlichkeit hat auch in Buffalo gewirkt. Rex kommt, gewinnt die Herzen der Spieler und Fans und läßt sie glauben, daß dies das Jahr werden könnte.
Und es hat gewirkt. Am Montag waren 57.500 Saisonkarten verkauft. Das schlägt den alten Rekord aus dem Jahr 1992, als 57.132 Karten verkauft wurden. Und es ist eine gewaltige Steigerung zu letztem Jahr, als 47.482 Saisontickets verkauft wurden.
Ob Ryan die 15 Jahre dauernde Durststrecke der Bills ohne Playoffauftritt beenden kann?
Das ist eine DER Fragen für die kommende Saison.

Kurzberichte
Thomas Davis unterschrieb eine Vertragsverlängerung bei seinen Panthers.
Der Linebacker verlängerte bis nach der Saison 2017. Damit dürfte feststehen, daß der 32-jährige seine Karriere dort beenden wird, wo er sie begann, in Carolina.
Obwohl er in seiner Zeit bei den Panthers drei Kreuzbandrisse am selben Knie erlitt, kam er jedesmal mit gleicher Stärke zurück.
Über die Finanzen wurde nichts gesagt.

Noch wird fleißig dran gebaut, aber das neue Stadion der Vikings hat bereits einen Namensgeber.
Für 20 Jahre sicherte sich die U.S. Bank die Namensrechte.
In diesem Jahr spielen die Vikings noch eine Saison in Minnesotas TCF Bank Stadium, einem Stadion mit dem Namen einer kleinen lokalen Bank.
Die U.S. Bank hat ihren Hauptsitz in Minneapolis und ist die fünftgrößte Bank der USA.

Kann man den Betrug, den die Seahawks letztes Jahr während der Vorbereitungszeit begingen „Practicegate“ nennen?
Kann man.
Seattle trainierte während der optionalen Trainingseinheiten 2014 härter, als es die NFL erlaubt. Dafür müssen sie jetzt büßen.
Während alle anderen Teams bei den Minicamps in dieser Woche an drei Tagen auf dem Platz trainieren dürfen, dürfen die Seahawks nur einen Tag auf dem Feld trainieren.
Damit rächt es sich, daß sie letztes Jahr zu viel Körperkontakt veranstaltet haben. Dieses Jahr haben sie es den Regeln entsprechend ruhiger angehen lassen.

Die Falcons trennten sich von Sam Baker.
Der Offensive Tackle hatte 2012 einen Sechsjahresvertrag über $41,5 Millionen unterschrieben, doch einige Verletzungen warfen ihn in seiner Entwicklung immer wieder zurück.
Letztes Jahr mußte er wegen eines Patellasehnenrisses die komplette Saison aussetzen.

Anfang des Monats verletzte sich Saints Outside Linebacker Junior Galette beim Gewichtestemmen einen Brustmuskel.
Operation oder keine Operation war die Frage?
Seit gestern steht fest, daß Galette nicht operiert werden muß.
Ruhe und Reha sollen dafür sorgen, daß er bis zum Saisonbeginn einsatzbereit ist.

2015 wird Quarterback Nick Foles $1,5 Millionen verdienen.
Das ist den Rams zu wenig. Deshalb nahm das Team Kontakt zu Foles Agenten auf, um einen Langzeitvertrag auszuhandeln, bevor Foles auch nur einen einzigen Paß für sie geworfen hat.
In den sechsstelligen Millionenbereich wollen sie den Quarterback aber wohl nicht führen. Sie wollen ihm vielmehr einen guten Vertrag geben, der ihn an sie bindet, auch wenn er seinen Marktwert durch gute Leistungen 2015 steigern sollte.
Das klingt gar nicht mal unvernünftig. Wenn sie ihm keine allzu hohe Garantiesumme in den Vertrag schreiben, können sie ihn immer noch ohne große Verluste feuern.

Eric Weddle hat seinen Streik beendet. Der Pro Bowl Safety wird am Pflicht-Minicamp der Chargers teilnehmen.
Weddle wollte vor der Saison 2015 einen neuen Vertrag haben, doch die Chargers bleiben bisher hart und beharren darauf, ihm erst nach der Saison ein Angebot zu unterbreiten.

Dez Bryant ist nicht der einzige Spieler, dem man das Franchise Etikett angeheftet hat, und der damit überhaupt nicht zufrieden ist.
So wie der Wide Receiver der Cowboys, wollen auch Kansas Citys Linebacker Justin Houston und New York Giants Defensive End Jason Pierre-Paul, ausgedehnt streiken.
Alle drei werden den Pflicht-Minicamps, die in dieser Woche beginnen, fernbleiben. Die Teams dürfen sie dafür nicht mit Geldstrafen belegen, denn da keiner von ihnen seinen Franchise-Vertrag unterschrieben hat, gehören sie momentan nicht zum Team.
Der Stichtag für einen Langzeitvertrag für Franchise-Player ist der 15. JuLi und nicht der 15. JuNi, wie ich gestern versehentlich schrieb.

 

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