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Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Freitag, 28. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 13 - 13, wie Pech, Unglück, schlechte Spiele
Johnson-CalvinDas war ja wohl nichts. Drei Spiele, drei wichtige Spiele, und keines konnte einen vom Hocker hauen.
Im ersten Spiel ging es für Detroit darum, Anschluß an die Packers zu halten. Die Bears mussten versuchen, im Rennen um eine Wild Card nicht zu viel Boden zu verlieren.
Pech für die Bears, daß Quarterback Jay Cutler nicht nur einen schlechten Tag erwischt hatte, sondern dazu noch einen total lustlosen. Seine Bilanz von 31 aus 48 für 280 Yards und 2 Touchdowns bei 2 Interceptions sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus, aber wenn man ihm so zusah, konnte einem bei mancher Aktion schlecht werden.
Anders Matthew Stafford. Der Quarterback der Lions hatte seine Startschwierigkeiten, aber dann legte er los. Mit dem besten Spieler des Spiels, Wide Receiver Calvin Johnson (Bild), hatte er aber auch eine sichere Anspielstation.
Vor diesem Spiel konnten die Lions in 25 Angriffsserien keinen Touchdown erzielen. Doch gegen die Bears, die mal so stolz auf ihre Defense waren, gelangen ihnen gleich vier. Der erste war ein gewagter Wurf in Richtung Johnson, der doppelt gedeckt wurde. Doch Megatron ließ sich nicht beirren und brach den Touchdown –Fluch.
Im Verlauf des Spiels bewies der Wide Receiver, daß alle Gerüchte darum, daß seine Leistungen in den Keller gehen, nur Gerüchte waren.
Er fing 11 Pässe für 146 Yards und 2 Touchdowns. In den beiden Spielen zuvor fing er zusammen nur Pässe für 117 Yards. Mit 8 Touchdowns an Thanksgiving hält er jetzt einen Rekord. Außerdem übersprang er die 10.000 Yardsgrenze für gefangene Pässe in seiner Karriere. Dafür brauchte er nur 115 Spiele, so wenige wie noch kein Spieler zuvor.
All das führte zu einem 34:17 Sieg. Detroit bleibt mit 8-4 Siegen dick im Playoffrennen, während die Bears mit 5-7 schon langsam die Urlaubspläne für Januar schmieden können.

 

In Dallas zeigten sich die selben alten Cowboys, die man in dieser schlechten Form in dieser Saison nicht mehr erwartet hatte.
Die Defense hatte keine Chance die Hochgeschwindigkeitsoffense der Eagles auch nur zu verlangsamen, geschweige denn zu stoppen.
Die Offenseline, in den letzten so gerühmt für den Schutz, den sie Quarterback Tony Romo bietet, hatte Löcher so groß wie Scheunentore. Vier mal wurde Romo gesackt, der permanent unter Druck stand und zudem zwei Interceptions warf.
Mark Sanchez scheint sich in der Offense der Eagles wirklich wohl zu fühlen. Der Quarterback verlor bei einem harten Hit einmal den Ball, blieb aber ansonsten Fehlerlos.
Dazu kam, daß Running Back LeSean McCoy mit 159 Yards mehr als doppelt so viele Laufyards erzielte, wie Murray von den Cowboys mit seinen 73 Yards. Beide erzielten je einen Touchdown.
Philadelphia gewann mühelos mit 33:10 und hat mit 9-3 Siegen die Oberhand vor Dallas mit 8-4. Zudem haben die Eagles das etwas leichtere Restprogramm.
In zwei Wochen müssen in Philadelphia unbedingt die neuen Cowboys aufs Feld, die in dieser Saison so gut gespielt haben. Die alten Cowboys werde dort keinen Blumentopf gewinnen können.

In Duell der Cardinalsverfolger zwischen Seattle und San Francisco herrschte für den neutralen Zuschauer gähnende Langeweile.
In einer Abwehrschlacht gewannen die Seahawks mit 19:3.
Seattle hat jetzt mit 8-4 Siegen noch beste Chancen die 9-2 Cardinals abzufangen. San Francisco ist mit 7-5 Siegen aber auch noch nicht weg vom Fenster.

Brady-Rodgers-Bowl I 
Tom Brady gegen Peyton Manning erfuhr in dieser Saison die 16. Aufführung.
Tom Brady gegen Aaron Rodgers wird am Sonntag zum ersten Mal stattfinden. Das ist mehr als Erstaunlich bei den beiden zukünftigen Ruhmeshallenmitgliedern, die unter sich drei MVP Titel und vier Super Bowl Ringe teilen.
Dreimal hat Brady bisher erst gegen Green Bay gespielt. Seine Bilanz von 2-1 Siegen holte er gegen Brett Favre (1-1) und Rodgers Ersatzmann Matt Flynn (1-0), in einem Spiel in dem Rodgers wegen einer Gehirnerschütterung fehlte.
Rodgers hat 30 Touchdowns, denen nur 3 Interceptions entgegenstehen. Brady steht mit 26:6 etwas schlechter da.
Beide Teams haben in den letzten Woche das Laufspiel für sich entdeckt.
Beide Verteidigungsreihen gehören eher ins Mittelfeld der Liga, was eine Menge Offense zulassen sollte.
Wir Fans können nur hoffen, daß dieser Brady-Rodgers-Bowl I zumindest Ansatzweise das hält, was er verspricht.

Donnerstag, 27. November 2014

Lasset uns Danksagen für die drei Spiele heute
turducken-nflNFL Spiele an Thanksgiving sind Tradition.
Doch wie begann diese Tradition?
1929 wurden die Portsmouth Spartans in Ohio gegründet. Doch der Markt in dem Städtchen war selbst für die noch junge NFL zu klein.
George A. Richards, Besitzer einer Radiostation in Detroit, kaufte das Team 1934 und machte die Detroit Lions daraus.
Doch die Lions standen im Schatten der Tigers, einer Baseballmannschaft. Mit 15.000 Zuschauern im 26.000 Leute fassenden Stadion war Richards nicht zufrieden.
Da kam er auf die Idee, die Lions am Thanksgivingstag spielen zu lassen. Seine Beziehungen zu NBC über seinen Radiosender sorgten dafür, daß der Fernsehsender das Spiel auf 94 Stationen landesweit zeigte.
Und das Spiel war ein Erfolg, auch wenn Detroit gegen Chicago verlor. Vor dem Stadion mussten Menschen weggeschickt werden, weil die 26.000 Plätze ruck zuck ausverkauft waren.
Und seitdem haben die Lions immer am letzten Donnerstag im November gespielt.
Dallas spielt seit 1966 am Thanksgivingstag.
Tex Schramm, General Manager der damals recht unterirdisch spielenden Cowboys, wollte das Team bekannter machen.
Zuschauer kamen so gut wie keine zu den Heimspielen, aber die Sonderschicht am Donnerstag sollte das ändern, war Schramm überzeugt.
Die Liga war gegen das Experiment, stellte den Cowboys aber in Aussicht, einen Teil des finanziellen Verlustes zu übernehmen, den das Team machen würde.
Die Liga brauchte keinen Cent zu zahlen, denn 80.259 Zuschauer strömten in die randvolle Cotton Bowl. Sie sahen einen 26:14 Sieg gegen die Browns.
Und die zweite Tradition war geboren.
Das dritte Spiel ist eine reine Gelddruckmaschine und hat nichts mit Tradition zu tun. Dieses Spiel wurde 2006 addiert, um neben den Sendern CBS und FOX auch NBC ein Spiel zu geben.
Bis vor Kurzem war es ja strikt so, daß wenigstens ein Team aus der AFC an Thanksgiving zu sehen war. Das hatte seine Gründe bei den TV-Sendern, da ja immer der Sender des Gastteams das Spiel überträgt. Da Detroit und Dallas beide in der NFC spielen, die FOX gehört, zeigte CBS also immer ein Spiel mit AFC Beteiligung.
Diese Restriktionen gibt es nicht mehr in der Form, und so spielt heute nicht ein AFC Team.
Aber von der Papierform her stehen drei gute Partien auf dem Programm. Freuen wir uns drauf!

Good Luck... bad Griffin III 
Oh, was wurde damals, 2012, ein Hype um Robert Griffin III gemacht. Die Trikots des frisch von den Redskins einberufenen Quarterbacks gingen weg, wie frisches Brot.
Da ging die Rekrutierung eines gewissen Andrew Luck durch die Colts beinahe völlig unter.
Und heute?
Nun, die beiden an Nr. 1 (Luck) und Nr. 2 (Griffin III) einberufenen Spieler haben sich in völlig verschiedene Richtungen entwickelt.
Andrew Luck wird in dieser Saison wohl die 5.000 Passyards-Grenze überspringen, während RG3 wegen anhaltender Erfolglosigkeit auf die Bank gesetzt wird.
Am Sonntag wird es deshalb wohl kein direktes Aufeinandertreffen der beiden Erstgedrafteten geben, wenn sich Redskins Starter Colt McCoy nicht verletzt.
Griffin III wurde durch viele Verletzungen in seiner Entwicklung in der NFL zurückgeworfen, während Luck konstant und bisher ohne schlimmere Blessuren sich anschickt, alle Rekorde Peyton Mannings bei den Colts einzustellen.
Während die Zukunft für Luck also glücklich aussieht, muß sich Griffin III Sorgen um die Seine machen. Er ist im vorletzten Jahr eines $21 Millionen-Vertrags. Die Redskins haben eine Option auf ein fünftes Jahr. Werden sie diese ziehen?
Redskins Head Coach Gruden setzte RG3 zwar auf die Bank, glaubt aber trotzdem an seinen Quarterback. Er wäre ja noch jung, und wenn er mal eine Saison ohne Verletzungen spielen würde, dann würden auch seine Leistungen besser und vor Allem konstanter werden.
Auf keinen Fall aber werden sich Entwicklungen ergeben, wie 1998. Damals wurde ein gewisser Peyton Manning von den Colts an Nr. 1 einberufen und die Chargers entschieden sich an zweiter Stelle für Ryan Leaf.
Was daraus wurde, weiß man. Manning ist hundertfacher Millionär mit einem sicheren Platz in der Hall of Fame. Leaf hat einen sicheren Platz im Knast, weil er sich seinen Lebensunterhalt durch Drogenschmuggel und –handel bestreiten wollte.
Dieses Schicksal sollte Robert Griffin III eigentlich nicht drohen. Leaf war ein stinkendfauler, arroganter Mistkerl, der keine Lust mehr hatte, etwas zu tun, nachdem er seinen Vertrag unterschrieben hatte.
Diese Entwicklung ist bei Griffin III
nicht zu entdecken. Und wenn er irgendwann an seine hervorragenden Leistungen aus seiner Rookiesaison anknüpfen könnte, würde das den Redskins sehr helfen.

Kurzberichte
Die NFL möchte nächstes Jahr zwei weitere Playoffspiele austragen. Deshalb soll das Feld der Teilnehmer von 12 auf 14 Teams erweitert werden.
Am Modus mit den Divisionssiegern soll sich aber nichts ändern.
Momentan haben 16 der 32 Teams eine Bilanz von 7-4 oder besser. So viele 7-4 Teams gab es in der Geschichte der NFL noch nie.
Trotzdem wird auch der Gewinner der NFC South in die Playoffs kommen. Wenn die Endrunde heute begänne, wären das die Atlanta Falcons mit 4-7 Siegen.
Das bedeutet, daß von den 16 7-4 Teams 11 in die Playoffs kämen, plus die unsäglichen Falcons.
Auch nächstes Jahr würden dann einige 7-4 Teams das Nachsehen gegenüber Atlanta haben.
Gerecht ist das nicht. Oder?

Die Cowboys setzten Defensive Tackle Jack Crawford mit einem gebrochenen Daumen auf die Verletztenliste.
Wide Receiver Terrance Williams soll dagegen mit einem gebrochenen Zeigefinger spielen. Er bekam einen Stift eingesetzt und soll heute gegen Philadelphia antreten.

Die NFL verurteilte Dominic Raiola zur Zahlung von $10.000. Der Center der Lions hat einen Gegenspieler entgegen der Regel 12, Abschnitt 2, Artikel 12(c) des Regelbuches zu Boden gebracht.
Kurz, er wurde wegen unnötiger Härte bestraft.

Keine Strafe hat Marshawn Lynch zu befürchten. Nachdem der Running Back der Seahawks aufgefordert wurde, $100.000 zu zahlen, weil er nicht mit den Medien sprach, gab er sich auch danach nicht sehr auskunftsfreudig.
Zwar gab er nach dem Spiel gegen Arizona Antworten, aber die bestanden immer nur aus dem Wort „Yeah“, auch auf Fragen die nicht mit einem simplen Ja oder Nein zu beantworten gewesen wären.
Die Liga gab bekannt, daß sie das einmal durchgehen lässt, aber Lynch solle sich das nicht angewöhnen.

Kommen wir zur lustigen Seite der NFL
Am Sonntag kommt es zum vorgezogenen Super Bowl, wenn die Patriots bei den Packers antreten.
Auf die Frage eines Reporters an Pats Head Coach Belichick, was für Ähnlichkeiten er bei den Quarterbacks Aaron Rodgers und Tom Brady sähe, antwortete Belichick: „Beide tragen die Nr. 12“.

Doch auch Jets Head Coach Rex Ryan hatte noch einen Brüller auf Lager.
Auf einer Pressekonferenz antwortete er auf die Frage, warum er jetzt Vick wieder auf die Bank setzt und Smith starten lässt? „Ich habe es doch immer gesagt, wir haben zwei gute Quarterbacks.“
Recht so Rexy, nur nicht den Humor verlieren.

Die besten Spieler der Woche 12

AFC
OFFENSE: RB JUSTIN FORSETT, BALTIMORE RAVENS
22 Läufe für 182 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S CHARLES WOODSON, OAKLAND RAIDERS
1 Sack, 8 Tackles
Dies ist seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: RB BOOBIE DIXON, BUFFALO BILLS
1 geblockter Punt
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: RB EDDIE LACY, GREEN BAY PACKERS
25 Läufe für 125 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S KAM CHANCELLOR, SEATTLE SEAHAWKS
8 Tackles
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR JOSH HUFF, PHILADELPHIA EAGLES
1 Kickoffreturn über 107 Yards zum Touchdown 
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 26. November 2014

Kurzberichte
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Die Redskins haben die Nase voll von ihrem Superstar, der dann doch keiner war, Robert Griffin III.
Head Coach Jay Gruden hat Teambesitzer Dan Snyder gefragt, ob er den zu oft zu hilflos agierenden Quarterback auf die Bank setzen darf, und er darf.
Am Sonntag gegen die Colts wird Gruden eine andere Waffe aus dem Holster ziehen und Colt McCoy (Bild) starten lassen.
Das Faß zum Überlaufen brachten kritische Aussagen Griffins zu den Leistungen seiner Mitspieler nach der hohen Niederlage gegen die bis dahin 1-8 Buccaneers in Woche 11.
Gruden meinte daraufhin, daß Griffin III sich lieber um seine Leistungen kümmern sollte, statt um die seiner Kollegen.
Griffin III verpasste sechs Spiele, nachdem er sich in Woche zwei an einem Knöchel verletzte. In den drei Spielen seit seiner Rückkehr haben die Redskins kein Spiel mehr gewonnen.
Für die 3-8 Redskins geht es eh nur noch um einen guten Platz in der Draft. Mehr ist für sie nicht mehr drin, da sie nicht in der NFC South spielen, sondern mit Dallas und Philadelphia zwei 8-3 Teams in der Division vor sich haben.

Die Arizona Cardinals haben Probleme, den Ball nach vorne zu bewegen. Ohne Quarterback Carson Palmer fällt dann doch sehr auf, daß auch das Laufspiel nicht richtig funktioniert.
Deshalb verpflichteten sie ein altes Schlachtroß, das eigentlich schon beim Abdecker war, Michael Bush.
Der Running Back erzielte 2011 für Oakland 977 Yards. Letzes Jahr spielte er für die Bears und erzielte in 13 Spielen nur 197 Yards.
Wie er dem Laufspiel der Cardinals auf die Sprünge helfen soll bleibt abzuwarten.

Die Broncos wechselten ihren Kicker. Sie feuerten Brandon McManus, der nicht unter den 25 besten Kickern der Liga zu finden ist.
An seiner Stelle soll jetzt Connor Barth das Ovale durch das Eckige treten.

Die Bills wollen ihr Heimspiel gegen Cleveland nicht wieder in der Fremde austragen. Obwohl ihr Stadion die Schneemassen nicht ganz unbeschadet überstanden hat, wollen sie gegen die Browns Zuhause spielen.
Die Schäden sind nicht so groß, daß sie nicht bis Sonntag repariert werden könnten, sagte der Vizepräsident des Clubs, Andy Major.
Hilfreich ist vor Allem, daß erstmal kein neuer Schneefall zu erwarten ist.

Rex Ryan ist voll und Ganz davon überzeugt, daß er nicht während der Saison gefeuert wird.
Der Head Coach der Jets sah am Montag eine weitere völlig talent-, hilf-, und lustlose Vorstellung seines Teams gegen Buffalo.
Bedenkt man, daß die Bills wegen des Schneechaos nicht trainieren konnten, wiegt die 3:38 Niederlage doppelt schwer. Bedenkt man, daß das Spiel nicht in Buffalo stattfand, sondern in Detroit wiegt sie dreifach schwer.
Doch in einer Tageszeitung sagte Ryan völlig überzeugt, daß er in den nächsten fünf Wochen noch der Head Coach des Teams sein wird.
Warum sollten die Jets auch jetzt noch den Trainer wechseln?
Die Saison ist eh im Eimer. Und Teambesitzer Woody Johnson ist A) ein großer Fan von Ryan und B) feuert er Leute nicht gerne vor dem Ende einer Saison.
Jets Fans müssen Ryan also noch ein paar Wochen ertragen.

Die Chargers haben ihren Center Rich Ohrnberger auf die Verletztenliste gesetzt. Er muß am Rücken operiert werden.

Dienstag, 25. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 12 - Monday Night Football
brees-drew4Es war schon eigenartig. Letzte Nacht traten zwei Teams gegeneinander an, deren Voraussetzungen nicht unterschiedlicher sein konnten.
Als Gast kamen die 6-4 Ravens zu den 4-6 Saints. Während die Ravens unbedingt gewinnen mussten, um im Playoffrennen keinen Boden zu verlieren, konnten sich die Saints eine Niederlage leisten, und trotzdem dranbleiben.
Seitdem der Superdome in New Orleans von einem deutschen Autohersteller gesponsert wird, stehen die Heimspiele der Saints unter keinem guten Stern mehr.
Und so schlecht, wie dieses Jahr, hat man das Team schon lange nicht mehr gesehen. Zwar warf Drew Brees (Bild) Pässe für 420 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception, doch es reichte nicht. Ravens Running Back Justin Forsett lief die Verteidigung der Saints in Grund und Boden. Er erzielte mit 22 Läufen 182 Yards (persönliche Bestmarke) und 2 Touchdowns.
New Orleans konnte mit einer knappen 17:14 Führung in die Pause gehen, doch nach fünf Minuten im letzten Viertel hatten die Ravens bereits eine 27:17 Führung herausgespielt.
Die Punkte zur 24:17 Führung resultierten aus einem furchtbaren Paß von Drew Brees. Der Quarterback der Saints warf den Ball in den Rücken von Tight End Jimmy Graham. Defensive Back Will Hill fing den Ball ab und trug ihn unbedrängt über 44 Yards in die Endzone der Saints.
So kam es, daß die Saints zum ersten Mal seit langem wieder drei Spiele in Folge verloren. Doch mit 4-7 Siegen liegen sie gleichauf mit Atlanta an der Spitze der NFC South und haben noch alle Chancen auf die Playoffs. So wie auch die Panthers mit 3-7-1 und Tampa Bay mit 2-9.
Baltimore hat jetzt sieben Siege, wie alle Teams in der AFC North. Hier wird sich voraussichtlich erst am letzten Spieltag entscheiden, wer von den Vieren vorzeitig in Urlaub darf (muß), und wer Überstunden machen muß (darf).

Kurzberichte
56.044 Detroiter nutzen den freien Eintritt um ein zusätzliches Footballspiel zu sehen.
Sie konnten beobachten, wie die Buffalo Bills die New York Sturzflieger mit 38:3 zerschredderten.
Die letzten Spiele der Jets werden wohl die Abschiedstournee von Head Coach Rex Ryan werden.
Und Quarterback Michael Vick, der nach dem Sieg gegen Pittsburgh tönte, die Jets hätten viel mehr Spiele gewinnen können, wenn sie ihn von Anfang an hätten starten lassen, wurde im dritten Viertel wegen fortgesetzter Unfähigkeit auf die Bank gesetzt.
Übrigens sorgten die Fans in Detroit dafür, daß Buffalo sich wie in einem Heimspiel fühlen konnte. Der Büffel in der Mitte des Platzes, die Bills Schriftzüge in den Endzonen, alles war da. Wenn die Offense auf dem Platz war, war es recht ruhig, wenn die Defense Dienst tat, war es schön laut.
Und das, obwohl die Bills die Lions eben in diesem Stadion vor Kurzem besiegten.

Ein 33-jähriger Mann aus Ohio behauptet, daß er von Leuten aus Johnny Manziels Gefolgschaft geschlagen wurde, als er versuchte, den Ersatz- Quarterback der Browns zu erreichen.
In das Handgemenge, das sich daraus entwickelte, soll sich auch Johnny Football eingemischt haben. Sicherheitsleute des Hotels, in dem sich der Vorfall ereignete, trennten die Streithähne.
Der Mann sagte der Presse, daß er aus Cleveland stammt und seit jeher eingefleischter Browns Fans sei. Und jetzt hätte er dem neuen Superstar der Browns die Hand schütteln wollen, und wäre so schlecht behandelt worden. Das, so betonte er, hätte seine Meinung über dieses unreife Jüngelchen, also Manziel, komplett geändert.
Der Hotelmanager sagte, daß er den Untersuchungsbehörden alle relevanten Videobänder zur Verfügung stellen wird.

Ist Katy Perry würdig, in der Halbzeit des Super Bowls aufzutreten?
Die NFL glaubt das.
Mit 10 Nr. 1 Hits in den letzten sieben Jahren hat Perry sich das Recht erworben, ein Millionenpublikum zu unterhalten.
Da muss ich mir glatt mal was anhören, um zu wissen, wer Katy Perry ist.

Der Lazarettreport
Die Chiefs befürchten, daß ihr Pro Bowl Safety Eric Berry Lymphdrüsenkrebs haben könnte.
Berry wird noch in dieser Woche einen Spezialisten in Atlanta aufsuchen, um Klarheit zu bekommen.
Die Chiefs setzten den Safety am Montag auf die Liste der nicht footballbedingten Verletzungen.

Bengals Right Tackle Andre Smith muss an einem Arm operiert werden und für ihn ist die Saison beendet.

Browns Safety Tashaun Gipson hat eine Verletzung des hinteren Kreuzbands in einem Knie.
Sollte Cleveland die Playoffs erreichen, könnte er wieder einsatzbereit sein.
Auf die Verletztenliste haben die Browns ihn noch nicht gesetzt.

Wie erwartet wurde Texans Quarterback Ryan Mallett mit einem gerissenen Brustmuskel auf die Verletztenliste gesetzt.

Vikings Tackle Phil Loadholt wurde mit einem gerissenen Brustmuskel auf die Verletztenliste gesetzt.

Montag, 24. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 12- Beckham, vom Fußballstar zum Footballstar
belichick-4In der Frühschicht der Sonntagsspiele gab es keine großen Überraschungen.
Die Patriots zähmten die Löwen und zeigten, daß sie das heißeste Team der AFC sind. Der 34:9 Sieg gegen einen Playoffanwärter der NFC war klar und deutlich. Auffällig war, daß Head Coach Bill Belichick (Bild) den Superstar der Vorwoche, Running Back Jonas Gray, tatsächlich nicht einsetzte. Gray hatte in der Woche verschlafen und war zu spät zum Training erschienen. Für ihn trat der gerade von den Steelers zurückgekehrte LeGarrette Blount an und erzielte mit 12 Läufen 78 Yards und 2 Touchdowns.

In der NFC hatten die Packers einige Probleme mit den aufmüpfigen Vikings. Am Ende reichte es nur zu einem wirklich knappen 24:21 Sieg.
Und, so dachte sich die NFL vielleicht, warum sollten wir einen Super Bowl nicht mal mitten in der Saison austragen?
Auf jeden Fall hat die Saisonplanung am nächsten Sonntag das Spiel der 9-2 Patriots bei den 8-3 Packers zusammengebracht, eine absolut mögliche Super Bowl Paarung.
Zwar sind die Cardinals immer noch mit 9-2 Siegen das beste Team der NFC, aber so, wie sie sich gestern von den Seahawks die kleinen Flügelchen haben ausrupfen lassen, wären sie wirklich kein würdiger NFC Vertreter im Super Bowl.
Seattle kam zu einem niemals gefährdeten 19:3 Sieg und sie zeigten sich dabei auch nicht gerade in meisterlicher Form.

Doch Gott sei Dank gab es in der Spätschicht und im Abendspiel zwei echte Knaller.
Flipper und Fury gehörten damals, im letzten Jahrtausend, als die zwei Fernsehsender in Deutschland noch in schwarz-weiß sendeten, zu meinen Lieblingsserien.
Gestern zeigten die Beiden ein wirklich ansehnliches Footballspiel.
Die Broncos hatten im eigenen Stadion sehr lange das Nachsehen. Die Dolphins hielten in Offense und Defense mühelos mit und lagen 5 Minuten vor Spielende verdient mit 28:25 vorne.
Miamis Quarterback Ryan Tannehill und sein Gegenüber Peyton Manning lagen in den Statistiken sehr nahe beieinander. Tannehill hatte einen Bilanz von 26 aus 36 für 228 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Manning kam auf 28 aus 35 für 257 Yards und 4 Touchdowns.
Bei Manning ist man solch eine Bilanz gewohnt. Tannehill spielt erst so gut, seit er vor dem Spiel gegen Oakland in London von seinem Head Coach beinahe auf die Bank gesetzt worden war. Der Quarterback hat den Warnschuß verstanden, wie sich jetzt zeigt.
Doch fünf Minuten vor Spielende gingen die Broncos zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Ein Touchdownlauf von CJ Anderson über 10 Yards brachte das 32:28.
Anderson, der in der Draft 2013 von niemandem einberufen wurde, dürfte sich gestern eine Menge Aufmerksamkeit gesichert haben. Er erzielte mit 27 Läufen 167 Yards und 1 Touchdown.
Die Broncos bauten die Führung durch einen 2 Yards Touchdownpass von Manning auf Welker auf 39:28 aus.
Miami blieben noch etwas über drei Minuten. Ein Touchdown mit Zweipunkteumwandlung gelang ihnen noch, doch der anschließende Onsidekick wurde von CJ Anderson gefangen und besiegelte Flippers Schicksal.
Miami hat jetzt 6-5 Siege und sieht praktisch nur noch die Rücklichter des Playoffexpress.
Denver steht vor dem nächsten Sunday Night Spiel in Kansas City mit 8-3 sehr gut da. Die Chiefs haben 7-4 und müssen unbedingt gewinnen.

Und das Sunday Night Spiel der Cowboys bei den Giants hielt alles, was man sich eigentlich gar nicht davon versprochen hatte.
Dallas hatte 7-3 Siege auf dem Konto, die Giants nur 3-7. Eli Manning hatte letzte Woche in der Niederlage gegen San Francisco mit fünf Interceptions auch noch den treuesten Fan aus dem Stadion vertrieben.
Entsprechen wurden wohl die Eintrittskarten der Giantsfans über die Tauschbörsen an Cowboysfans abgegeben. Direkt ein Heimspiel war es für die Giants jedenfalls nicht, was die Stimmung im Stadion betraf.
Die New Yorker hatten bei ihren Aufs und Abs einen ihrer guten Tage, und Dallas hatte ganz schön zu kämpfen.
Zur Pause stand es 21:10 für New York , und es sah nicht so aus, als ob die Giants sich diese Führung noch würden abnehmen lassen.
Doch ein erneut Fehlerfreier Tony Romo blieb mal wieder ohne Interception und führte Dallas noch zum 31:28 Sieg. Was einen zumindest staunen lässt. Eine Minute vor Spielende hatten die Cowboys einen zweiten und zwei an New Yorks 13.
Doch statt wie sonst üblich in solch einer Situation einen Pass zum Gegner zu werfen, traf Romo Wide Receiver Dez Bryant in der Endzone zum Siegtreffer.
Dallas Defense hielt die letzte Minute noch und Dallas bleibt gleichauf mit den Eagles. Beide haben 8-3 Siege und treffen bereits am Donnerstag in Dallas zum ersten ihrer beiden Divisionsduelle aufeinander.
Bereits 18 Tage später gibt es das Rückspiel in Philadelphia.
Doch eine Szene des Spiel muß hier besonders erwähnt werden, ein Touchdownpass der Giants.
Eli Manning setzte den Ball in die Luft und er segelte über 43 Yards. Obwohl Wide Receiver Odell Beckham von Cowboys Cornerback Brandon Carr behindert wurde, sprang er hoch und beugte sich ganz weit nach hinten, um den Ball noch zu erreichen. Er bekam nur noch Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand an den Ball und konnte ihn dennoch unter Kontrolle bringen. Dann schaffte Beckham es noch, darauf zu achten in der Endzone zu landen und nicht außerhalb, fertig war der beste Passfang aller Zeiten.
Wie Chris Collinsworth sagte, nachdem er mit Boh, Wow und Oh fertig war, ließ einen noch mehr staunen. Beckham war im College zunächst ein Weltklasse Fußballspieler, bevor er zum Football wechselte. So lange fängt er noch gar keine Pässe.
Aber nachdem, was man gestern sah, dürfte ihm eine Wahnsinnskarriere bevorstehen.
Insgesamt fing er gestern 10 Pässe für 146 Yards und 2 Touchdowns.
THE catch: http://www.nfl.com/videos/nfl-cant-miss-plays/0ap3000000433422/Wk-12-Can-t-Miss-Play-Literally-bending-like-Beckham

Der Lazarettreport
Gerade fingen die Texans an, sich an Quarterback Ryan Mallett zu gewöhnen, da könnte seine Saison bereits beendet sein.
In der Niederlage gegen die Bengals zog er sich einen Brustmuskelriß zu.
Ob er in dieser Saison noch mal wird spielen können, steht noch nicht fest.
Auf Seiten der Bengals zog sich Offensive Tackle Andre Smith einen Riß an einem Oberarmmuskel zu. Auch für ihn könnte die Saison beendet sein.

Im Sieg gegen die Falcons verletzte sich Browns Safety Tashaun Gipson an einem Knie. Er musste vom Platz gefahren werden.
Was genau er hat, werden Untersuchungen am heutige Montag ergeben.

Redskins Linebacker Adam Hayward brach sich das rechte Schienbein. Seine Saison ist Zuende.

Miamis Cornerback Jamar Taylor kugelte sich eine Schulter aus. Saisonbeendend soll die Verletzung, die sehr schmerzhaft aussah, nicht sein.
Auf Seiten der Broncos verletzten sich Cornerback Kayvon Webster an der Schulter, Aqib Talib am Oberschenkel und Brandon Marshall zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Samstag, 22. November 2014

Kurzberichte
carroll-peteImmer wieder kommen Gerüchte auf, daß Marshawn Lynch nicht mehr für die Seahawks spielen will. Und auch aus der Vorstandsetage kommen keine Nachrichten, daß man den Running Back halten will.
Doch wenn Head Coach Pete Carroll (Bild) irgend etwas zu sagen hat, dann bleibt Lynch in Seattle.
Für Carroll steht fest, daß Lynch seinen Vertrag, der noch bis zum Ende der Saison 2015 läuft, erfüllt. Carroll bewundert die Härte und das Durchhaltevermögen seines Running Backs. Darauf möchte er auf keinen Fall verzichten.
Doch Ersatz ist da. Die Seahawks haben mit Robert Turbin und Christine Michael zwei Running Backs einberufen, nur für den Fall der Fälle.
Lynch stehen nächstes Jahr $5 Millionen zu plus ein Kaderbonus von $2,5 Millionen. Und wenn man bedenkt, daß er beinahe die einzige offensive Waffe ist, die die Seahawks haben, dann sollten sie ihm das Geld lieber zahlen.

Der Chef der Schiedsrichter, Dean Blandino, hat Seattles Head Coach Pete Carroll angerufen, und sich bei ihm entschuldigt. Seine Leute hätten bei der Niederlage des Seahawks gegen die Chiefs zwei Passbehinderungen gegen Receiver Seattles nicht geahndet.
Zunächst hätten die Schiedsrichter eine Paßbehinderung gegen Wide Receiver Jermaine Kearse übersehen. Doch der zweite Fall war der schwerere.
Bei einem vierten Versuch kurz vor Spielende lief Wide Receiver Doug Baldwin in die Endzone und wurde von seinem Verteidiger weggeschubst. Da stand es 24:20 für Kansas City, und Seattle hätte das Spiel gewinnen können.
Baldwins Reaktion, als er von dem Anruf erfuhr: „Die Refs sind auch nur Menschen. Wir machen alle Fehler.“

Jason Avant hat bei den Chiefs unterschrieben.
Der Wide Receiver war vor einigen Tagen von den Panthers gefeuert worden.
Über die Modalitäten wurde noch nichts bekannt, es heißt aber, daß der Vertrag nur bis zum Ende der Saison 2014 läuft.

Es wäre ein herber Verlust, wenn Larry Fitzgerald nicht gegen die Seahawks würde spielen können.
Der Wide Receiver der Cardinals hat einen Bänderdehnung in einem Knie, und sein Einsatz ist fraglich.

Für das Spiel der Bills gegen die Jets in Detroit gibt es freien Eintritt.
Einige Spieler der Bills sind mit Schneemobilen abgeholt und zum Flughafen gefahren worden.

Freitag, 21. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 12 - Thursday Night Football
carr-derekEs war erst das erste Spiel der Woche, doch die Blamage der Woche haben wir bereits erlebt.
Die Niederlage der 7-3 Chiefs gegen die 0-10 Raiders wird nicht mehr übertroffen werden können.
Und Oaklands Sieg war verdient. Quarterback Derek Carr (Bild) ließ tatsächlich durchblicken, daß er die Antwort auf die Frage nach dem Quarterback der Zukunft sein könnte.
Dazu braucht er zwar noch fähige Mitspieler in der Offense um sich herum, aber auch da gab es einen Lichtblick, Running Back Latavius Murray. Bis seinem frühen Ausscheiden im zweiten Viertel wegen einer Gehirnerschütterung hatte er schon 112 Yards und 2 Touchdowns mit vier Läufen erzielt.
Wer weiß, was er noch für Schäden in der völlig überschätzten Verteidigung der Chiefs angerichtet hätte. So sorgte er für die 14:3 Halbzeitführung Oaklands.
Doch die Chiefs punkteten sich heran und neun Minuten vor Spielende gingen sie 20:17 in Führung.
368 erfolglose Tage und 16 Niederlagen in Folge waren beinahe abgehakt, als 1:42 Minuten vor Spielende Raiders Wide Receiver James Jones einen 9 Yards Touchdownpass von Carr zur 24:10 Führung der Raiders fing.
Damit ließen sie Kansas City allerdings zu viel Zeit auf der Uhr, auch wenn die keine Auszeiten mehr hatten.
Spannend wurde es dann, als die Uhr nur noch 49 Sekunden zeigte. Die Chiefs standen an der 45 Oaklands und hatten einen dritten und sechs vor sich. Linebacker Sio Moore sackte Chiefs Quarterback Alex Smith und rastete fast aus vor Freude. Während er und ein Teamkollege tief im Rücken der Chiefs Offense noch irgendwelche Urwaldtänze aufführten, beeilten sich die Chiefs, den Ball anzuspielen, um eine Strafe gegen Oakland zu provozieren.
Gut, daß Defensive End Justin Tuck das sah, und schnell reagierte. Er nahm geistesgegenwärtig eine Auszeit, um Schaden von seinem Team abzuwenden. Eine Strafe hätte einen dritten und eins für Kansas City bedeutet.
Da Smith sieben Yards verlor, als er gesackt wurde, hatten die Chiefs nun aber einen vierten und 13 vor sich. Smith warf einen Pass, der ins Leere segelte und Oakland hatte den ersten Saisonsieg in der Tasche.
Kansas City liegt momentan mit 7-4 knapp hinter Denver. Die Broncos können sich mit einem Sieg gegen Miami am Sonntag etwas Luft verschaffen. Sie hatten ja letzte Woche mit der Niederlage gegen die Rams für die Blamage der Woche gesorgt.
Die Raiders müssen aufpassen, daß sie jetzt nicht die erste Wahl in der nächste Draft verspielen. Sie haben jetzt einen Sieg und damit genau so viele wie die Jaguars.
Die nächsten Verfolger sind die Jets und die Buccaneers mit jeweils zwei Siegen.
Als Fazit bleibt aber, daß dieses Spiel zwischen einem Team, das an der Tabellenspitze stand, gegen das schlechteste Team der Liga ein unterhaltsames war.
Die Raiders zeigten vor einem landesweiten Publikum, daß sie doch irgendwie Football spielen können.

Kurzberichte
Adrian Peterson glaubt, daß es das Beste für ihn wäre, wenn er nicht zu den Vikings zurückkehren würde wenn er nächstes Jahr wieder spielen darf.
In einem Interview sagte er, daß alle seiner Kinder ihn lieben würden. Er betonte auch, daß er keines davon mehr mit einem Zweig schlagen würde.
Muss ja auch nicht sein, die flache Hand reicht da wirklich völlig aus.
Sein Sohn, den er mit einem Zweig geschlagen hatte, würde ihn immer noch unendlich lieben, fuhr Peterson fort. Und das wäre für ihn wichtiger, als alles andere.

Das Spiel Buffalo gegen die Jets kann nicht am Sonntag im Heimstadion der Bills ausgetragen werden.
Immer noch herrscht in Orchard Park der Ausnahmezustand, so daß keine ausreichenden Hilfskräfte zum Stadionfreischaufeln kommen können.
Die NFL verlegte deshalb Zeit und Ort des Spiels.
Es findet am Montag um 19:00 Uhr Ortszeit in Detroit statt.
Die Bills haben in dieser Woche bedingt durch den harten Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen nicht trainieren können.
Sie werden am Freitag und Samstag im Allen Park der Lions trainieren, und am Sonntag ein leichtes Abgehen der Spielzüge abhalten.
Die Liga dankte den Verantwortlichen der Lions, daß sie ihnen in so kurzer Zeit das Stadion und das Trainingsgelände zur Verfügung gestellt haben.

LeGarrette Blount war nicht lange Heimatlos.
Die Patriots nahmen den frisch von den Steelers gefeuerten Running Back zurück.
Blount spielte letztes Jahr für New England und erzielte 772 Yards. Da er im Transferzeitfenster keinen Abnehmer fand, galt er als gefeuert und wurde zum Schnäppchen. Die Patriots müssen den Steelers keinen Kompensation für ihn bieten, und sie konnten Blount für den Mindestlohn einstellen.

Donnerstag, 20. November 2014

Lynch-Justiz in der NFL
lynch-marshawn3Reden ist Silber, Schweigen ist teuer.
Das kennt Marshawn Lynch (Bild) schon vom letzten Super Bowl. Im Januar stand der Running Back der Seahawks kurz davor, $50.000 als Strafe dafür zahlen zu müssen, daß er nicht mit den Medien sprach.
Und da die NFL in den letzten Wochen kaum noch dazu kam insgesamt sechsstellige Strafgelder bei ihren Spielern abzukassieren, haut sie jetzt direkt sechsstellige Strafforderungen raus.
Letzte Woche erwischte es Jets Head Coach Rex Ryan, der ein (böses) Wort zuviel sagte. In dieser Woche guckte die Liga sich Lynch aus und verdonnerte ihn zur Zahlung von $100.000, weil er weiterhin nicht mit den Medien redet.
Vor dem Super Bowl hatte die NFL die drohende Strafe gegen den Running Back zur Bewährung ausgesetzt. Doch diese Bewährung nutzte Lynch nicht. Nachdem er nach der Niederlage gegen die Chiefs nicht mit den Reportern sprach, verhängte die NFL eine Strafe über $50.000 gegen ihn, plus die $50.000 für die verwirkte Bewährung.
Spieler der NFL müssen den Medien während der Trainingswoche auf dem Trainingsgelände und nach Spielen in der Umkleidekabine zur Verfügung stehen. So steht es im Tarifvertrag.
Die Seahawks waren auch nicht zufrieden mit ihrem Superstar.
In der Halbzeitpause blieb Lynch auf der Spielerbank sitzen und ging nicht mit in die Kabine.
Linebacker Bobby Wagner entschuldigte Lynch. Der Running Back hätte einen steifen Nacken gehabt und hätte kaum gehen können. Deshalb wäre er auf der Bank geblieben. Wagner wäre die ganze Zeit bei ihm geblieben, damit niemand seinen Teamkollegen stören konnte.

„Globale Erwärmung? Welche globale Erwärmung?“ fragt man sich im Nordosten der USA.
Dort stöhnt man über einen selten erlebten harten Wintereinbruch im November. Noch nie in der Geschichte der Bills hätte es so viel Schnee im Westen New Yorks gegeben, sagte Andy Major, der General Manager des Clubs.
Das Spiel der Jets in Buffalo steht kurz davor, verschoben werden zu müssen. Die Bills baten ihre Fans, das Stadion von den Schneemassen freizuschaufeln, und boten ihnen dafür Eintrittskarten und $10 die Stunde.
1,20 Meter hoch liegt der Schnee bisher und von Donnerstag auf Freitag sollen noch mal bis zu 90 Zentimeter dazukommen.
Die NFL hat die endgültige Entscheidung darüber, wie es nun weitergeht. Das Spiel könnte auf Montag verschoben werden oder es könnte in Toronto ausgetragen werden, wo die Bills ja schon oft gespielt haben.
Einige Trainer, darunter Head Coach Doug Marrone, haben es am Dienstag ins Stadion geschafft und haben dort auch geschlafen. Von den Spieler kam Mittwoch keiner zum Training, da rund um Orchard Park, wo das Stadion steht, seit Mittwoch ein Fahrverbot herrscht. Deswegen ist es natürlich doppelt schwer, genug Schneeschaufler zu finden.
Dennoch hofft Major, daß 500 Freiwillige zusammenkommen um die etwa 200.000 Tonnen Schnee wegzubekommen.
Doch wohin mit dem weißen Mist?
Auf die Parkplätze. Die werden dann natürlich für die Besucher des Spiels nicht zur Verfügung stehen.
Fred Jackson macht sich Gedanken um die ausgefallenen Trainingseinheiten. Der Running Back der Bills sieht einen großen Nachteil für sein Team, weil es sich nicht ausreichend auf die Jets vorbereiten kann. Zwar kämen die Spielpläne mit den elektronischen Möglichkeiten, die man heute hat, zu den Spielern, aber das ersetzt in Jacksons Augen nicht die Zusammenkunft im Unterrichtssaal und das körperliche Training.
Ganz ehrlich? Football ist ein blöder Wintersport!

Kurzberichte
Die Browns hatten Running Back Ben Tate auf die Transferliste gesetzt. Die Vikings, die jetzt wissen, daß Adrian Peterson 2014 nicht mehr für sie spielen wird, verpflichteten Tate.
Zusätzlich konnten auch die Running Backs Matt Asia und Jerick McKinnon am Mittwoch wegen Verletzungen nicht trainieren, so daß ein halbwegs brauchbarer Läufer gerade recht kam.

49ers Linebacker Ahmad Brooks wurde in der ersten Hälfte gegen die Giants seiner Meinung nach nicht oft genug eingesetzt.
Darüber beschwerte er sich bei Defensive Line Coach Jim Tomsula recht vehement und lautstark.
Das führte dazu, daß Brooks in der zweiten Hälfte gar nicht mehr spielte.
Spieler und Trainer hätten sich mittlerweile miteinander ausgesprochen, heißt es. Eine weitere Strafe hat der Linebacker nicht zu erwarten.

Mike Tomlin verbietet gern. Letztens verbot der Head Coach der Steelers seinen Spielern vor einem Kick oder Punt zur Musik im Stadion zu tanzen.
Am Dienstag verbot Tomlin seinem Safety Mike Mitchell zu twittern.
Nach dem Sieg gegen die Titans nutzte Mitchell sein Twitter-Konto, um mit kritischen Fans zu kommunizieren. Dabei ging er bei so manchen Antworten zu weit, wie Tomlin bemängelte.
Deshalb forderte er Mitchell auf, sein Benutzerkonto zu schließen.

Bleiben wir in Pittsburgh.
Die Teamkollegen von LeGarrette Blount scheinen dem Running Back keine Träne nachzuweinen. Für Teamcaptain Maurkice Pouncey hat die Entscheidung sich letztlich gar als Segen erwiesen.
Er sagte, daß die Steelers ein gutes Team wären, und daß man stolz sein könnte, für sie zu spielen. Wer das nicht wolle, der hätte hier auch nichts verloren.
Die Steelers müssen jetzt einen Ersatzmann finden, der LeVeon Bell entlasten kann.
Möglichst Jemanden, der bis zum Ende des Spiels im Stadion bleibt.

Die besten Spieler der Woche 11

AFC
OFFENSE: RB JONAS GRAY, NEW ENGLAND PATRIOTS
37 Läufe für 201 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE J.J. WATT, HOUSTON TEXANS
1 Sack, 1 erzwungener Fumble, 5 Tackles, 1 eroberter Fumble, 1 gefangener Touchdownpass in der Offense
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P MIKE SCIFRES, SAN DIEGO CHARGERS
9 Punts für 380 Yards
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR MIKE EVANS, TAMPA BAY BUCCANEERS
7 gefangene Pässe für 209 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB CHRIS BORLAND, SAN FRANCISCO 49ERS
12 Tackles, 2 Interceptions
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K GREG ZUERLEIN, ST. LOUIS RAMS
5 von 5 Field Goal, 1 Extrapunkt
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 19. November 2014

Die Saison ist für Peterson beendet
peterson-adrian4Das ging dann wohl nach hinten los.
Der Fall Adrian Peterson (Bild) hat die Kluft zwischen der NFL und der NFLPA vertieft.
Die Spielergewerkschaft hatte eine Berufungsverhandlung im Fall des Vikings Running Backs verlangt, der seinen Sohn mit einem Zweig geschlagen hatte.
Dieser Verhandlung fand am Montag statt und wurde für Peterson und die NFLPA zum Desaster. Doch in der US Presse kommt auch der Sonnengott der Liga, Commissioner Roger Goodell, nicht ungeschoren davon.
Nachdem sich Peterson vor Gericht schuldig bekannt hatte, seinen vierjährigen Sohn geschlagen zu haben, wollte die NFLPA eine baldige Aufhebung seiner Suspendierung erreichen, in die sich Peterson freiwillig begeben hatte.
Acht Spiele hatte der Running Back bereits verpasst. Jetzt wird er auch noch den Rest der Saison verpassen.
Anstatt Peterson sofort wieder spielen zu lassen, wie einige sehr optimistische Vertreter der Vikings gehofft hatten, hat Goodell ihn bis zum Ende der Saison ohne Bezahlung suspendiert. Bisher bekam er zumindest sein Gehalt. Die Suspendierung ohne Gehalt wird Peterson $4.147.058 kosten.
Goodell merkte an, daß er an Peterson keinerlei Anzeichen erkennen konnte, daß dieser sein Vergehen aufrichtig bereut.
Dem Vorsitzenden der NFL wird nun vorgeworfen, billige Rache zu üben, weil Peterson nicht zu einem von der NFL angesetzten Treffen am letzten Freitag erschienen war. Die Presse bemängelt außerdem die weitere Konzeptlosigkeit des Ligachefs in Sachen häusliche Gewalt.
Für die Presse ist klar, daß Goodell Peterson suspendiert hat, weil er die NFL nicht respektiert hat und nicht, weil er seinen Sohn geschlagen hat.
Es werden jetzt Befürchtungen laut, daß betroffene Frauen, die sich und ihre Kinder der Tyrannei ihres Lebensgefährten ausgesetzt sehen, sich nun erst recht nicht melden werden. Die drakonischen Strafen, mit denen der Commissioner zur Zeit um sich wirft, gefährden die Existenz der Betroffenen. Das werden viele nicht riskieren wollen.
Es wird Zeit, daß die NFL zusammen mit der NFLPA Richtlinien erarbeitet, um betroffene Spieler zu bestrafen, ohne ihre Existenzen und die ihrer Familien zu gefährden.
Die Gewerkschaft hat übrigens direkt, nachdem Goodell die Suspendierung Petersons verkündet hat, Einspruch dagegen eingelegt.

Kurzberichte
Die Saints setzten am Dienstag zwei Spieler auf die Verletztenliste, Rookie Wide Receiver Brandin Cooks mit seinem gebrochenen Daumen und Safety Rafael Bush mit einem gebrochenen Wadenbein.
Außerdem feuerten sie Ersatz Running Back Edwin Baker.
Die drei freien Plätze im Kader füllten sie mit Linebacker Moise Fokou, Cornerback Terrence Frederick und Safety Pierre Warren auf.

Mal sehen, ob der Aufsprung klappt, denn das Spielerkarussell dreht sich ganz schön schnell.
In der Nachbetrachtung zum Monday Night Spiel schrieb ich, daß Steelers Running Back LeGarrette Blount in Spielermontur im Stadion gesehen wurde, nicht aber auf dem Platz.
Das stimmte nur zum Teil. Zwar war Blount in voller Montur im Stadion, aber nicht die ganze Zeit. Da die Steelers ihn nicht einsetzten, hat er das Stadion vor Spielende verlassen. Als seine Kollegen noch duschten, saß Blount schon im Mannschaftsbus.
Daraufhin dachten sich die Steelers: „Dann kann er auch gleich ganz gehen“, und setzten ihn auf die Transferliste.
Da könnte sich schnell ein Abnehmer für ihn finden, dann die Browns feuerten Ben Tate.

Ben Tate war letztes Jahr als Ersatzmann hinter Arian Foster bei den Texans nicht glücklich. Er hielt sich für einen Starter und die Browns sahen das wohl auch so.
Nachdem er in dieser Saison bisher nur 333 Yards erzielen konnte, und gegen sein altes Team letzten Sonntag mit zwei Läufen auf Minus neun Yards kam, sahen die Browns ihren $7 Millionen Irrtum ein.
Da Wide Receiver Josh Gordon seine Suspendierung absolviert hat, wurde Platz im Kader nötig, den das Team durch die Entlassung Tates geschaffen hat.

Auch die Colts brauchen eventuell einen neuen Running Back. Sie mussten Ahmad Bradshaw mit einem gebrochenen Bein auf die Verletztenliste setzen. Zwar haben sie noch Trent Richardson, aber so unbedingt glücklich wurden sie mit ihm nicht, nachdem sie ihn letztes Jahr von den Browns abwarben.
Am Dienstag gaben die Colts Kickreturner Josh Cribbs einen Vertrag,.
Cribbs hält zusammen mit Leon Washington den NFL Rekord mit acht Kickoffreturn- Touchdowns.
Letztes Jahr spielte Cribbs für die Jets, bis er mit einer Schulterverletzung auf der Verletztenliste landete. Davor war er im Kader der Browns.

Die Panthers feuerten Jason Avant.
Der Wide Receiver fing in 11 Spielen nur 21 Pässe für 201 Yards und 1 Touchdown.
Daß er nach der Niederlage gegen Atlanta letzten Sonntag seinen Head Coach mit verblümten Worten als Feigling und Unfähig bezeichnete, der keine Ahnung hatte, wie man das Spiel noch hätte gewinnen können, war da wohl der berühmte letzte Tropfen.

„After further review“ hat die Liga festgestellt, daß Jonas Gray über 200 Laufyards erzielte.
Der Running Back der Patriots war hauptsächlich am Sieg über die Colts beteiligt. In 38 Läufen erzielte er 199 Yards und 4 Touchdowns.
Bisher.
Doch ein Fehler des Statistikers wurde am Dienstag korrigiert.
Im letzten Viertel wurde Gray zwei Yards bei einem Lauf zurückgedrängt. Doch eine Strafe gegen die Colts hob diesen Raumverlust auf. Das hatte der Statistiker übersehen. So erzielte Gray also 201 Yards und nicht 199.

Champ Bailey ist im Ruhestand.
Der Pro Bowl Cornerback unterschrieb am Dienstag einen Eintagesvertrag mit den Broncos, um als Mitglied dieses Teams in den Ruhestand zu treten.

Die Eagles haben es auch gemerkt.
Dem Beobachter des Spiels Eagles at Packers fiel auf, daß die Packers einen irren Spaß am Spiel hatten. Nur lachende Gesichter und besonders Quarterback Aaron Rodgers bekam das Grinsen gar nicht mehr aus seinem Gesicht.
Eagles Linebacker Brandon Graham regte sich darüber vor Reportern auf. Er fand es ganz und gar nicht gut, daß Rodgers sein Team auslachte, wie er es empfand. „Zur Hölle ja, das hat mich +#`th43* angepisst,“ meinte er.
Und auch Jeremy Maclin hatte seine Meinung zum Spiel. Der Wide Receiver fand die Leistung seines Teams so schlecht, daß er behauptete, sogar die Raiders hätten an diesem Tag die Eingeweide aus den Eagles prügeln können.
Autsch... das tut weh.

Dienstag, 18. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 11- Monday Night Football
mettenberger-zach
Endlich einmal ein gutes Spiel. Wie erwartet hatten die Steelers ihre Probleme mit diesem Anwärter auf einen guten Platz in der nächsten Draft.
Doch anders als gegen Tampa Bay und gegen die Jets, ließen sich die Steelers in dieser Nacht in Tennessee nicht das Futter vom Brot nehmen.
Die Titans zeigten aber hervorragende Ansätze und Rookie Quarterback Zach Mettenberger (Bild) bewies, daß das Vertrauen von Head Coach Whisenhunt in ihn gerechtfertigt ist.
Sein erster Touchdownpass zu Nate Washington über 80 Yards war eine reine Augenweide.
Tennessees Defense hatte Pittsburghs Offense hervorragend im Griff und setzte Quarterback Roethlisberger immer wieder enorm unter Druck. Und obwohl es schwer ist, diesen Koloss von Quarterback zu Boden zu bringen, konnten sie ihn fünf mal sacken.
Doch wen die Titans nicht in den Griff bekamen, das war LeVeon Bell. Der Running Back lieferte eine Einmannshow und bewies, wie so einige andere Running Backs an diesem Spieltag, daß die Head Coaches und General Manager gut daran tun würden, diese Position nicht weiter so abwertend zu behandeln, wie sie es zur Zeit handhaben.
Die Steelers Defense konnte Mettenberger übrigens nicht einmal sacken.
Pittsburgh ging mit einer 13:7 Führung in die Halbzeitpause. Der eine Touchdown der Steelers resultierten aus einem Fehlpass Mettenbergers bei seinem allerersten Wurf. William Gay fing den Ball ab und trug ihn über 28 Yards in die Titans Endzone.
Der Quarterback konnte später seine Nerven unter Kontrolle bringen und lieferte ein gutes Spiel ab. Er vervollständigte 15 seiner 24 Pässe für 263 yards, 2 Touchdowns und hatte diesen einen Fehlpaß.
Doch wir waren bei dem wichtigsten Mann des Spiels, wir waren bei LeVeon Bell.
Als die Steelers es zunächst bedingungslos mit Paßspiel versuchten im dritten Viertel, lernte Ben Roethlisberger die Grashalme im Stadion mit Namen kennen. Als die Titans dann auch noch mit 24:13 in Führung gingen, wich Steelers Offensive Coordinator Haley vom bedingungslosen Paßspiel ab und gab den Ball wieder und wieder an Bell, der schon im ersten Durchgang nicht gestoppt werden konnte.
Bell beendete seinen Arbeitstag mit 33 Läufen für 204 Yards und 1 Touchdown.
Sein Kollege LeGarrette Blount soll in Arbeitskluft im Stadion gesehen worden sein, doch auf dem Platz tauchte er nicht auf.
Nachdem Pittsburgh 9 Minuten vor Spielende mit 27:24 in Führung gegangen war, mussten die Titans in ihrem nächsten Ballbesitz punten.
Es waren noch sieben Minuten auf der Uhr, eigentlich genug Zeit für einige weitere Ballbesitzwechsel.
Doch ein unglaublich intelligentes Zeitmanagement, das viele Teams nicht mehr beherrschen, vor Allem die Saints nicht, sorgte dafür, daß die Steelers den Ball bis zur Schlußsekunde des Spiels nicht mehr hergaben. Die Saints sind in Woche 13 der nächste Gegner der Steelers.
So konnte Pittsburgh dann endlich mal ein Team aus den Tiefen des Tabellenkellers besiegen.
Dank der eigenartigen Zählweise bei Unentschieden bleiben die Bengals mit 6-3-1 Siegen an der Spitze der AFC North, obwohl die Steelers mit 7-4 einen Sieg mehr haben. Aber nach Prozentpunkten haben die Bengals mit .650 das bessere Verhältnis, als Pittsburgh mit .636.
Tennessee bleibt mit 2-8 Siegen gut im Rennen um einen vorderen Platz in der nächsten Draft.
Und vom Versenken der Saison, wie einige Fans es ja verlangt haben, war in diesem Spiel trotz der Niederlage nichts zu spüren.

Kurzberichte
Noch mit dem Spiel von letzter Woche gegen die Ravens, hatte Titans Tight End Chase Coffman zu kämpfen.
Er lief Tony Coaxum, einen Assistenztrainer der Ravens, an der Seitenauslinie über den Haufen. Im Fernsehen sah es tatsächlich so aus, als ob er absichtlich Kurs auf den Assistenten genommen hätte.
Deshalb bekam er am Sonntag eine Zahlungsaufforderung über $30.000 zugestellt.
Coffman geht gegen die Strafe an. Nach der Niederlage im Montagsspiel gegen die Steelers nahm er zu dem Unfall Stellung. Er behauptet, daß er nicht absichtlich Kurs auf Coaxum genommen hätte. Mittlerweile habe er sich mit dem Assistenten ausgesprochen und sich bei ihm entschuldigt.

Josh Gordon ist zurück.
Der beste Wide Receiver der letzten Saison hat seine Suspendierung hinter sich gebracht und darf ab Mittwoch wieder mit den Cleveland Browns trainieren.
Eigentlich sollte seine Suspendierung wegen Drogenmißbrauchs bis Mitte nächsten Jahres gehen, aber sein Einspruch gegen die Strafe hatte Erfolg und so wurde er nur für die ersten 10 Spiele dieser Saison gesperrt.
Gordon fing letztes Jahr Pässe für 1.646 Yards, und das für ein Team, das nun wirklich nicht zur Elite der Liga gehört.

Am Sonntag führte die DEA unerwartete Inspektionen bei einigen Teams der Liga durch.
Grund ist die Aussage einiger Spieler aus früheren Zeiten, daß die Ärzte der Teams ihren Spielern zu leichtfertig zu hohe Mengen an schmerzstillenden Mitteln geben.
Diese Praxis soll auch heute noch gelten.
Die Detroit Lions gehörten zu den Teams, die von Agenten der Drug Enforcement Administration, der Drogenvollzugsbehörde, Besuch bekamen.
Head Coach Jim Caldwell sagte am Montag in einem Interview, daß die Agenten nichts illegales gefunden hätten.
Über die Ergebnisse bei den anderen Teams, die überraschend besucht wurden, liegt noch nichts vor.

Dwayne Gratz muß einen ziemlichen Rausch gehabt haben.
Der Cornerback der Jaguars wollte am Sonntagmorgen um fünf Uhr Waren, die er in einem Geschäft in Miami Beach kaufen wollte, mit Kaugummi bezahlen.
Die Polizei nahm den sichtlich angetrunkenen Gratz fest.
Gegen Hinterlegung einer Kaution über $1.000 wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Liga wird am Sonntag erschrocken auf das Spiel der Patriots in Indianapolis geblickt haben.
Zwei Touchdownpässe von Tom Brady waren für ihn ja eher unterdurchschnittlich. Aber das, was Running Back Jonas Gray ablieferte, war überdurchschnittlich. Er erzielte mit 38 Läufen 199 Yards und VIER Touchdowns.
Die Patriots haben also auf einmal ein Laufspiel. Phasenweise gab es das ja hin und wieder schon mal in New England, aber diese Leistung dann doch nicht.
Übrigens gab es in Woche 11 nur vier Touchdownläufe von anderen Running Backs. Jamaal Charles erzielte zwei für die Chiefs und Knile Davis, Eddie Lacey und LeVeon Bell erzielten je einen für ihre Teams.
Gray hatte also alleine so viele, wie seine Kollegen zusammen.

Der Lazarettreport
Jetzt wird es eng für die Broncos.
Running Back Montee Ball meldete sich vor Woche 11 von einer Leistenverletzung zurück. Gerade rechtzeitig um Ronnie Hillman zu ersetzen, der sich in Woche 10 eine Mittelfußzerrung zugezogen hatte.
Doch Ball verschlimmerte in der Niederlage gegen St. Louis seine Leistenzerrung und wird zwei bis drei Wochen fehlen.
Hillman wird nächsten Sonntag auch noch nicht spielen können.
Es gab auch eine gute Nachricht. Die Knöchelverstauchung, die Tight End Julius Thomas sich gegen die Rams zuzog, soll ihn nicht vom Einsatz nächsten Sonntag abhalten.

Die Falcons mussten Running Back Antone Smith mit einem gebrochenen Bein auf die Verletztenliste setzen.
Ihr Cornerback Robert Alford brach sich ein Handgelenk und wird etwa vier Wochen ausfallen.

Die Saints müssen etwa sechs Wochen auf Brandin Cooks verzichten. Der Rookie Wide Receiver musste an einem Daumen operiert werden, den er sich gegen die Bengals brach.

Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald zog sich gegen die Lions eine Bänderdehnung in einem Knie zu.
Nachdem er das Knie eine kurze Zeit geschont hatte, ging er wieder auf den Platz und fing einen wichtigen Paß bei einem dritten Versuch.
Sein Head Coach geht nicht davon aus, daß der Wide Receiver ein Spiel verpassen wird.

Schlechte Nachrichten für die Colts. Running Back Ahmad Bradshaw brach sich ein Wadenbein und wird längere Zeit ausfallen.

Montag, 17. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 11
gresham-jermaineEs gab Touchdowns, tolle Läufe, wieder viele Verletzungen, doch ein Interception beherrscht die Schlagzeilen sämtlicher Sportseiten in den USA. Es war dieser widerliche Saints-Fan, der dem hübschen, blonden, weißen, weiblichen Bengals-Fan seinen Ellenbogen ins Gesicht rammte, um an einen Ball zu kommen, den Bengals Tight End Jermaine Gresham (Bild) ihr nach einem Touchdown zugeworfen hatte.
CBS Kameras fingen diese Szene ein, hier zu sehen: https://vine.co/v/O5IHvQEPnqO Und auch die Szenen danach, als sie den Widerling anflehte, ihr den Ball zu geben, wurden von CBS auführlich gezeigt.
Dieser Typ weiß seitdem, was ein Shitstorm ist. Die meisten Kommentare auf Facebook kann man gar nicht wiedergeben.
Nun, die junge Frau bekam einen Ball. Ein Offizieller der Saints überreichte ihn ihr persönlich, und er soll sogar mit Autogrammen verziert gewesen sein.
Football gab es auch.
Und die Saints zeigten, warum sie in dieser Saison mehr Niederlagen, als Siege eingefahren haben. Die Offense stottert gewaltig, und die Defense ist nicht in der Lage selbst so unterirdische Gegner wie die Bengals zu stoppen.
Cincinnati flog mit einem 27:10 Sieg nach Hause und bleibt damit an der Spitze der AFC North, wenn die Steelers nicht noch gegen die Titans gewinnen.

Kommen wir zur Sektion: „Blamage der Woche“.
Die leistete sich Denver. In allen Studiosendungen auf ESPN und NFLN war in der Woche nur zu hören, warum die Broncos das beste Team der Liga wären. Die Offense unter den besten fünf, die Defense unter den besten fünf, die Fehler aus dem letzten Super Bowl abgestellt. Da wäre ein weiterer Auftritt im Endspiel vorprogrammiert, hieß es auch in der Spieltagsvorschau auf FOX.
Und dann erzielen diese Broncos gegen die Rams nur einen Touchdown und kassieren 22 Punkte. Und diese Niederlage war auch noch verdient. Zu dominant war die Defense der Rams an diesem Tag. Und der bisher immer eingetretene Zusammenbruch des Teams spätestens im letzten Viertel blieb aus.
Auch St. Louis erzielte nur einen einzigen Touchdownpass von Shaun Hill auf Kenny Britt über 63 Yards, aber sie hatten Kicker Greg Zuerlein, der Denver mit fünf Field Goals erschoß.
Denver muß sich die Tabellenführung in der AFC West mit den Chiefs teilen. Beide haben 7-3 Siege.

Die Chiefs zeigten in ihrem Heimsieg gegen den amtierenden Weltmeister eine Leistung, die sie zu einem würdigen Playoffanwärter machen.
Die Seahawks sind nach ihrem Super Bowl Sieg gut in die Saison gestartet, zeigen momentan aber wenig meisterliches. Eine Laufverteidigung scheint nicht zu existieren. Chiefs Running Back Jamaal Charles erzielte mit 20 Läufen 159 Yards und 2 Touchdowns.
Quarterback Alex Smith musste den Ball nur 16 mal passen. 11 mal traf er seine Mitspieler für 108 Yards.
Nach einem harten Kampf gingen die Chiefs als knapper 24:20 Sieger vom Platz. Seattle muß zusehen, daß sie mit 6-4 Siegen wenigstens im Rennen um einen Wild Card Platz bleiben, denn die Division ist fest in der Hand der Cardinals.

Beim Spitzenspiel der 8-1 Cardinals gegen die 7-2 Lions war eins offensichtlich: Die Cardinals haben hübsche Cheergirls.
Diese hübschen Cheergirls sahen einen hässlichen 14:6 Sieg ihrer Mannschaft.
So stand es bereits zur Halbzeit, doch leider wurde die zweite Hälfte auch noch gespielt.
Und als aufmerksamer Beobachter erkannte man nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts, was auch nur Ansatzweise nach einem Spitzenspiel der Punktbesten Teams der NFC ausgesehen haben könnte.
Aber wie gesagt, die Cheergirls sind hübsch.
Detroit fiel auf 7-3 zurück, während Arizona auf 9-1 davon eilte.

So wie die Seahawks haben auch die 49ers jetzt 6-4 Siege in der NFC West.
Sie würgten sich zu einem 16:10 Sieg gegen die Giants.
Der hätte höher ausfallen müssen, sehr viel höher, denn Giants Quarterback Eli Manning vergraulte mit seinen fünf Interceptions auch noch den treuesten Fan aus dem MedLife Stadion.
Aber ein Sieg ist ein Sieg.

Das dachten sich auch die Packers, die Philadelphia zu Gast hatten.
Allerdings hatten sie allen Grund zur Freude über ihren überzeugenden Sieg.
Es war für den neutralen Zuschauer richtig lustig, anzusehen, wie die Packers sich die Eagles packten, ihnen sämtliche Federn ausrissen, und sie mit 53:20 in die Tonne packten.
Quarterback Aaron Rodgers zeigte erneut eine Leistung, die ihn eigentlich zum MVP der Saison machen muß. An ihm führt bei dieser Wahl kein Weg vorbei.
Seine Bilanz gestern: 22 von 36 für 341 yards und 3 Touchdowns.
Bereits zur Halbzeit stand es 30:6 für Green Bay und die Überlegenheit dieses jetzt 7-3 Teams gegen das jetzt auch 7-3 Team aus Philadelphia war in etwa so deutlich, wie der Sieg eines 10-0 Teams gegen ein 0-10 Team.
Auffällig ist, daß die Packers den meisten Spaß am Job haben, von allen 32 Teams. Man sieht nur fröhliche Gesichter in ihren Reihen.
Mal sehen, wie lange das anhält?
Green Bay und Detroit liegen jetzt punktgleich auf Platz 1 der NFC North. Die beiden treffen am letzten Spieltag in Green Bay aufeinander. Dann könnte es glatt um Alles gehen.

Achtung... Ironie ein...
In der NFC South kam es zum Spitzenspiel der 3-6 Falcons gegen die 3-6-1 Panthers.
Da die 4-5 Saints zur gleichen Zeit von den Bengals gefressen wurden, war klar, daß der Sieger dieses Spitzenspiels die Führung in der Division übernehmen würde.
Nun, jetzt ohne Ironie, das Spiel war genau so unterirdisch, wie man es von der Sieg-Niederlagen Bilanz her erwarten konnte.
Die Falcons führten Sekunden vor Spielende mit 19:17.
Die Panthers hatten noch die Chance auf den Sieg, aber die Distanz für den Field Goal Versuch, den sie ausführten, betrug 63 Yards.
Defensive End Rashede Hageman blockte den Kick von Graham Gano und die Falcons flogen als Tabellenführer nach Hause.
Mit jetzt 4-6 Siegen haben sie dieselbe Bilanz wie die Saints nach ihrer Niederlage.
Carolina bleibt den beiden mit 3-7-1 Siegen aber auf den Fersen.

Bleibt noch Sunday Night Football.
Hier bewiesen die Patriots ihre absolute Vormachtstellung in der AFC.
Im German Bowl zwischen Indis 92 Björn Werner und Patriots Nr. 76 Sebastian Vollmer gewann New England mit überzeugenden Leitungen in der Defense und der Offense mit 42:20.
Die Patriots haben jetzt 8-2 Siege und dürften sich das Heimrecht in den Playoffs nur schwerlich noch wegnehmen lassen.
Die Colts bleiben mit 6-5 Siegen an der Spitze der AFC South.

Der Lazarettreport
In der Niederlage gegen die Buccaneers verletzte sich Redskins Offensive Tackle Trent Williams am Knie und am Knöchel.
Heute wird untersucht, ob er eine Kreuzbandverletzung hat?
Die Redskins verloren mit Chris Baker, Jordan Reed, Trent Murphy und Shaun Lauvao noch weitere Spieler mit mehr oder weniger schweren Blessuren.

Im Sieg seiner Chargers gegen Oakland zog sich Quarterback Philip Rivers eine schwere Rippenprellung zu.
Dennoch spielte er weiter.
Untersuchungen nach dem Spiel ergaben, daß sein Knorpelgewebe gerissen ist, eine gebrochene Rippe wurde nicht festgestellt.

Die Seahawks haben gegen die Chiefs einen der besten Center der Liga verloren. Max Unger zog sich eine Sprunggelenksverletzung zu und verließ das Stadion an Krücken.

Die Broncos verloren nicht nur das Spiel gegen die Rams sondern auch Tight End Julius Thomas mit einer Knöchelverletzung und Wide Receiver Emmanuel Thomas mit einer Gehirnerschütterung.

Sonntag, 16. November 2014

Kurzberichte
seferian-jenkinsNFL = No Fun League?
Ja, hier ist mal wieder ein Beweis dafür.
Buccaneers Rookie Tight End Austin Seferian-Jenkins (Bild) musste auf die harte Tour lernen, daß die NFL ihren Sport ernst nimmt.
Nachdem er gegen Atlanta einen Touchdown erzielt hatte, legte er den Ball auf den Boden, setzte seinen linken Fuß darauf und stellte sich in „Captain Morgan“ Pose hin.
Mit diesem Touchdown gingen die Bucs 17:16 in Führung. Allerdings darf der Ball nicht als Requisite beim Feiern benutzt werden, so steht es halt in den Regeln.
Also bekamen die Buccaneers eine 15 Yards Strafe beim Kickoff. Die Falcons nutzen die gute Feldposition, die daraus resultierte, um in Führung zu gehen.
Und jetzt setzte die NFL dem Ganzen noch die Krone der Lächerlichkeit auf. Nachdem Seferian-Jenkins eine 15 Yards Strafe kassierte, sich von seinem Head Coach eine Standpauke anhören musste, und indirekt für die Niederlage seines Teams verantwortlich war, brummte die Liga ihm noch eine Strafzahlung über $11.025 auf... weil er den Fuß auf den Ball stellte...
Wie will die NFL diesen Schwachsinn noch überbieten?

NaVorro Bowman steht kurz vor seiner Rückkehr.
Der Linebacker der 49ers riß sich im NFC Championshipspiel gegen Seattle im Januar das vordere und hintere Kreuzband.
Am Samstag gaben die 49ers bekannt, daß Bowman von den Ärzten die Freigabe zum Training bekommen hat.
In der kommenden Woche wird er wieder mit dem Team trainieren.
Die Niners haben dann 21 Tage Zeit, ihn von der Liste der verletzten Spieler zu nehmen, die während der Saison wieder eingesetzt werden dürfen. Natürlich darf man von ihm keine Wunderdinge erwarten, wenn er wieder spielen wird, aber allein seine Präsenz könnte die derzeit drittbeste Verteidigung der Liga noch stärker machen.

Die Eagles testen einige Quarterbacks, um für den Fall gerüstet zu sein, falls auch Ersatzmann Mark Sanchez etwas zustoßen sollte.
Nick Foles wird mit seinem gebrochenen Schlüsselbein so bald nicht zurückkommen.
Letzte Woche probierten sie Terrelle Pryor und Thad Lewis aus, ohne daß es zu Vertragsabschlüssen kam.

Auch die Chiefs testeten einen Spieler, auf einer Position, auf der sie schwach besetzt sind.
Die Receiver Donnie Avery und AJ Jenkins sind verletzt, und Santonio Holmes wurde gerade von den Bears gefeuert. Da luden die Chiefs ihn zu einem Probetraining ein.
Ob Holmes einen Vertrag bekommt, ist aber trotz der Not auf der Position fraglich.
Bei den Jets spielte er vier nicht erwähnenswerte Saisons, und die Bears sahen in ihm letztlich auch keine Verstärkung.

Eine Vertragsverlängerung gaben die Chiefs einem Defensive End. Allen Bailey unterschrieb für weitere vier Jahre und $25 Millionen. Davon sind 15 Millionen garantiert.
Bailey ist seit vier Jahren bei den Chiefs und konnte in seinen ersten drei Saisons zwei Sacks erzielen.
In dieser Saison erzielte er bereits 29 Tackles und vier Sacks.

Champ Bailey wird einen Eintagesvertrag mit den Broncos abschließen, um als Bronco in den Ruhestand zu treten.
15 Jahre spielte der Pro Bowl Cornerback in der NFL. Die ersten fünf bei den Redskins, die ihn 1999 einberiefen.
Dann wollte Redskins Head Coach Joe Gibbs Running Back Clinton Portis von den Broncos haben. Dafür gab er Bailey und eine Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der Draft an Denver ab.
Die Broncos trennten sich nach dem Super Bowl gegen Seattle im Januar von Bailey, der kein neues Team mehr fand.
Am Dienstag wird er nach 10 Jahren in Denver als Bronco in den Ruhestand treten.

Arian Foster kann nicht gegen die Browns spielen.
Der Running Back der Texans ist an der Leiste verletzt.

Die Giants setzten Peyton Hillis auf die Verletztenliste.
Der einstmals vielversprechende Running Back hatte bei den Browns mal eine so tolle Saison, daß er es im Folgejahr auf das Cover des Madden Computerspiels schaffte.
Danach traf ihn der „Madden-Fluch“ und seine Karriere ging bergab.
Gegen die Seahawks zog er sich letzte Woche eine Gehirnerschütterung zu, die seine Saison jetzt vorzeitig beendete.

Samstag, 15. November 2014

Kurzberichte
ryan-rex2Die NFL hat es dieses Jahr sehr schwer Woche für Woche sechsstellige Strafgelder von ihren Spielern abzukassieren. Da kam ein Head Coach als Unterstützer der klammen Strafkasse gerade recht.
Jets Head Coach Rex Ryan (Bild) wurde von einer Fernsehkamera dabei erwischt, wie er nach dem Sieg gegen Pittsburgh jemandem, der nicht von der Kamera eingefangen wurde: „F...ck Dich“ hinterherrief. Und ob wir jetzt für die drei Punkte ein I einsetzen, oder die Amis ein U, es ist ein und dasselbe böse Wort.
Da Ryan ein Wiederholungstäter ist, kostete ihn dieser Ausbruch $100.000.

Die Titans sind sauer auf ihre Fans.
In den üblichen Medien, in denen die Fans die Möglichkeit haben, ihre Meinung loszuwerden, hört man oft, für Tight End Delanie Walker zu oft, daß die Titans die Saison versenken sollen, um in der Draft weit vorne zu landen.
Mit 2-7 Siegen sind sie auf einem guten Weg. Zur Zeit hätten sie die fünfte Wahl hinter den 0-9 Raiders, den 1-9 Jaguars, 1-8 Buccaneers und 2-8 Jets.
Doch Walker findet dieses Gerede haarsträubend. Er kann sich nicht vorstellen, daß es in irgendeinem Team Spieler geben könnte, die absichtlich verlieren, nur um das Team im Kampf um die erste Wahl besser, oder halt schlechter, dastehen zu lassen.
Bei den Titans gäbe es jedenfalls keinen solchen Spieler... niemals, meinte der Tight End. Der Gedanke wäre lächerlich. Niemand würde in der Woche hart trainieren um dann am Wochenende absichtlich zu verlieren. Dann könnte man sich doch nicht mehr im Spiegel anschauen, ist Walker überzeugt.
Für die Anrufer in den Sport Talkshows, die verlangen, daß das Team die Saison versenkt, steht ein wichtiges Spiel an. Niemand weiß, was der Spielkoordinator der NFL sich dabei gedacht hat, als er das Spiel Steelers at Titans zu einem Monday Night Spiel gemacht hat, aber die ganze Nation kann jetzt zusehen, wie die Titans reagieren. Die Steelers haben in dieser Saison schon gegen zwei lausige Teams verloren. Werden die Titans das dritte, oder schenkt Tennessee den Sieg her?
Wir werden es erleben.

Der Lazarettreport
Für die Teilnehmer des Tippspiels könnte es ein wichtiger Hinweis sein. Es heißt, daß Seahawks Running Back Marshawn Lynch vielleicht nicht gegen die Chiefs spielen kann.
Er ist an einer Wade und den Rippen verletzt. Allerdings hat er am Freitag voll mittrainiert, was eher auf sein Mitwirken hindeutet.
Bei den Chiefs werden auf jeden Fall die Receiver AJ Jenkins und Donnie Avery wegen Verletzungen fehlen.

Für Browns Nose Tackle Phil Taylor ist die Saison beendet.
Er wurde mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Bei den Lions hat Reggie Bush während der Woche drei Trainingseinheiten verpasst. Ob der Running Back mit seinem angeschlagenen Knöchel spielen kann, ist fraglich.

In der Niederlage gegen Miami am Donnerstag brach sich Bills Cornerback Leodis McKelvin einen Knöchel. Für ihn könnte die Saison beendet sein.
Auf Seiten der Dolphins erwischte es Will Davis. Der Cornerback riß sich ein Kreuzband.

Der Exzellenz verpflichtet
„Hier kommen die Männer in Schwarz“, war schon lange vor dem Film ein Spruch, der den Gegnern Respekt und manchmal auch Angst einflößte.
Mit diesem Männern in Schwarz waren die Raiders gemeint, die hart, böse, gemein, und erfolgreich Football spielten.
Die Männer mit der Augenklappe haben jedoch alles verloren, was den Gegnern Respekt einflößen könnte. Das Maskottchen auf den Helmen sollte statt der Klappe über einem Auge besser gleich eine Augenbinde tragen, um das Elend seines Teams nicht weiter ansehen zu müssen.
Fünf Super Bowl Auftritte, drei Siege, das sind längst vergangene Zeiten. Die beiden Saisons von 2010 und 11, in denen das mittlerweile Faders genannte Team aus Oakland mit 8-8 Siegen wenigstens ausgeglichene Saisons vorweisen konnten, waren das Beste, was der Club seit langem vorweisen konnte.
Seit ihrem letzten Super Bowl Auftritt 2002 haben sie sieben Head Coaches verschlissen. Damals verloren sie das Endspiel gegen Tampa Bay, das ihnen kurz zuvor den Head Coach abgeluchst hatte. John Grudens Vertrag wäre nach der Saison 2002 ausgelaufen, und die Raiders hatten Angst, ihn ohne Kompensation zu verlieren. Gruden hatte die Raiders erfolgreich geleitet und vor der Saison 2002 wechselte er zu den Buccaneers. Dafür bekamen die Raiders Tampas Wahlmöglichkeiten in der ersten Runde der Draft 2002 und 03, und $8 Millionen.
Sein Nachfolger Bill Callahan, unter Gruden Offensive Coordinator der Raiders, profitierte von der guten Arbeit seines Vorgängers und führte Oakland in den Super Bowl. Da hieß der Gegner Tampa Bay und deren Head Coach John Gruden profitierte davon, daß er die Raiders in- und auswendig kannte. Er sah jeden Spielzug seines alten Teams voraus und Tampa Bay konnte das Spiel überlegen gewinnen.
Heute liegt das einst so stolze Team völlig zerstört am Boden. Al Davis, lange Jahre despotischer Besitzer des Teams, verstarb 2011 im Alter von 81 Jahren. Sein Sohn Mark Davis übernahm den Club, hat aber anscheinend nicht die geringste Ahnung von dem, was er da tut. Wie zuvor sein Vater verpflichtet er weiterhin einstmals gute Spieler anderer Teams, die allerdings nur noch zum Abkassieren nach Oakland kommen.
Unter seiner Führung kämpfen die Raiders permanent um die erste Wahl in der Draft und sie sind auf bestem Weg eine 0-16 Saison abzuliefern.
Seit die NFL 16 Spiele in der Saison spielt hat es erst ein Team gegeben, das eine 0-16 Bilanz aufzuweisen hat, die 2008 Detroit Lions.
Doch es gibt Lichtblicke. Auch wenn es nicht so aussieht, könnte Rookie Quarterback Derek Carr das Team nächstes Jahr aus der Misere führen. Seine Touchdown/Interception Bilanz sieht mit 13:9 nicht schlecht aus.
In der Defense ist Linebacker Khalil Mack auf dem Weg ein Star zu werden.
Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Zunächst heißt der beste Spieler der Raiders Charles Woodson und der Cornerback ist mittlerweile 38 Jahre alt.
Doch die Raiders sind dieses Jahr erst mal auf dem Weg zu 0-16 und der ersten Wahl in der Draft.
Von ihrem Leitspruch „Der Exzellenz verpflichtet“ sind sie Lichtjahre entfernt.
Der passendere Spruch wäre: „Vom Gegner vernichtet“.

Freitag, 14. November 2014

Kurzberichte
luck-andrew10Indianapolis Colts gegen New England Patriots. Das war früher „must see football“, schon allein wegen Peyton Manning und Tom Brady.
Doch auch wenn es heute „nur“ heißt Andrew Luck (Bild) gegen Tom Brady, ist es immer noch „must see football“ geblieben.
Andrew Luck ist auf dem besten Weg einer der besten Quarterbacks aller Zeiten zu werden. Wenn nichts schwerwiegendes dazwischen kommt, dann wird ihn sein Weg in der NFL direkt in die Hall of Fame führen.
Die Colts stehen mit 6-3 Siegen ungefährdet an der Spitze der AFC South. Die Patriots führen die AFC East mit 7-2 Siegen an, vor Miami, die durch einen 22:9 Sieg über Buffalo jetzt 6-4 Siege haben. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, daß auch die Patriots trotz der Verfolger recht ungefährdet an der Spitze ihrer Division sind.
Und die beiden haben die volle Aufmerksamkeit der Footballfans, denn sie spielen im Sunday Night Spiel gegeneinander.
Welches Indi Team wird auflaufen?
Das, das gegen die Bengals zu Null gewann, oder das, das gegen die Steelers 51 Punkte kassierte?
Werden die Patriots ihren Höhenflug, der nach der 14:41 Demütigung in Woche vier gegen die Chiefs begann, fortsetzen?
Wir werden es erleben.

Wie lange die Vikings noch auf Running Back Adrian Peterson verzichten müssen, ist ja noch nicht abzusehen. Doch ein anderer sehr wichtiger Spieler der Offense steht kurz vor seiner Rückkehr, Kyle Rudolph.
Der Tight End verpasste nach einer Leistenoperation sieben Spiele, doch die Reha ist abgeschlossen und vielleicht kann er bereits gegen Chicago wieder mitmischen?
In dieser Woche hat er wieder zusammen mit der Mannschaft trainiert.
Der Pro Bowler ist der zuverlässigste Receiver der Vikings und Teddy Bridgewater bekommt in ihm eine erstklassige Anspielstation. Zudem kann er auch blocken und mit dem Ball laufen.
Wenn jetzt noch Peterson zurückkäme...

Schlechte Nachrichten für die Fans der Steelers. Mit den Titans steht ausgerechnet im Monday Night Spiel ein Katastrophenteam als Gegner auf dem Plan.
Zur Erinnerung... Die Steelers putzen Playoffanwärter wie Indianapolis und Baltimore wie nichts weg und verlieren gegen Anwärter auf die erste Wahl in der Draft wie die Jets und die Buccaneers.
Jetzt geht es also gegen eines dieser Luschenteams. Tennessee hat eine Bilanz von 2-7. Da ist Alarmstimmung angebracht.
Head Coach Mike Tomlin hat aber einen Plan ausgetüftelt, mit dem er einen Sieg einfahren will. Tomlin will testen, wie hart im Nehmen der neue Quarterback der Titans ist. Tennessee startet mit Rookie Zach Mettenberger. Und auf den will Tomlin seine Verteidiger hetzen. Druck, Druck und dann noch mal Druck will Tomlin auf ihn ausüben lassen, auch wenn Troy Polamalu leider noch nicht wieder mitspielen kann.
Es klingt allerdings so, als wenn der unparteiische Footballfan bei diesem Spiel wieder einen Horror kriegen könnte.

Die Cardinals sind auf Playoffkurs. Großen Anteil an dem unerwarteten Erfolg hat Defensive Coordinator Todd Bowles.
Deshalb banden die Cards ihn mit einer Vertragsverlängerung weiter an sich. Bowles bleibt bis zum Ende der Saison 2017.
Über die Finanzen wurde nichts verlautbart. Nur daß die Cardinals aus einem der am Schlechtesten bezahlten Defensive Coordinatoren einen der am Besten bezahlten gemacht haben, drang nach draußen.
Bowles ist einer der heißesten Kandidaten für einen Job als Head Coach. Sollte ein Team ihn verpflichten wollen, kann er wechseln.
Am Sonntag muß Bowles Defense in einem sehr wichtigen Spiel die Offense der Lions in Schach halten.
Mit 8-1 sind die Cardinals das momentan beste Team der NFL. Nicht nur der NFC, nein, der NFL. Detroit steht mit 7-2 auch dank seiner Defense hervorragend da.
Wenn es nicht so absurd wäre, müßte man jetzt sagen, daß es bei diesem Spiel um das Heimrecht in den Playoffs geht.
Aber das ist so absurd, daß das wohl niemand sagen wird.

Dienstag, 11. November 2014

Kurzberichte
mccown-josh-bucsEinfach nur noch zum Heulen fand Buccaneers Quarterback Josh McCown (Bild) die Leistung seines Teams. Nach der fünften Niederlage in Folge brachen bei der anschließenden Pressekonferenz ein paar Tränchen aus seinen Augen.
„1-8, 1-8, und 1-8,“ sagte er immer wieder. „Du weißt, daß Du deinen Teamkollegen, deinen Trainern und deinen Fans und jedem anderen Besseres als das geben willst. Das tut weh. Das tut weh.“
McCown selbst hatte sein Möglichstes gegeben. Er warf gegen Atlanta 43 Pässe von denen 27 ankamen für 301 Yards und 2 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Im letzten Viertel brachte er sein Team sogar in Führung, aber erneut reichte es nicht. Der Sieg in Pittsburgh bleibt der einzige in dieser Saison.
Und während das den Quarterback zu Tränen rührte, regte sich ein anderer Spieler darüber auf.
Defensive Tackle Gerald McCoy wetterte, daß das Team total undiszipliniert sei. Die Buccaneers wären das undisziplinierteste Team, in dem er jemals gespielt hat, sagte er der Presse.
10 Strafen mit einem Raumverlust von 70 Yards kassierten die Bucs gegen die Falcons. Das wäre nicht akzeptabel, wetterte der Defensive End.
Und Head Coach Lovie Smith, der für die Disziplin des Teams verantwortlich ist, wird sich schwertun, McCoy für seine Wutrede zu disziplinieren, denn McCoy gehört zu den wenigen brauchbaren Spielern des Teams. Erst vor Kurzem unterschrieb er einen Siebenjahresvertrag über $100 Millionen.
Wenn Lovie Smith unfähig ist, seine Truppe in den Griff zu kriegen, dürfte McCoy länger bei den Bucs bleiben, als der Head Coach.

Gegen 49ers Defensive End Ray McDonald wird keine Anklage erhoben.
McDonald wurde im August unter dem Verdacht, gewalttätig gegen seine Verlobte geworden zu sein, verhaftet.
Da es keine ausreichenden Beweise gäbe, die den Verdacht erhärteten, stellte die Staatsanwaltschaft von Santa Clara das Verfahren ein.
Trotz des Wirbels, der um häusliche Gewalt momentan herrscht, hatten die 49ers den Defensive End nicht suspendiert. Er startete in allen neun Spielen. Wie man sieht zu Recht.

Die Spielergewerkschaft bereitet eine Klage im Namen von Adrian Peterson vor.
Die NFL soll die Suspendierung des Running Backs der Vikings aufheben.
Peterson hatte sich in einem Prozess schuldig bekannt seinen vierjährigen Sohn geschlagen zu haben. Dadurch entging er einer möglichen Gefängnisstrafe.
Die NFLPA setzt sich nun dafür ein, daß ihr Mitglied bald wieder spielen darf.
Die NFL gab bekannt, daß sie sich momentan noch überlegt, wie lange sie Peterson nach dessen Schuldbekenntnis noch sperren will.
Aus dem Umfeld der Vikings ist zu hören, daß man auf Petersons Rückkehr vor dem Spiel gegen die Packers am 23.11. hofft.
Das könnte etwas optimistisch gedacht sein.

War da nicht noch ein Spiel, in der Nacht?
Verdrängen hilft ja nichts.
Panthers Quarterback Cam Newton wurde von der Eagles Verteidigung neun mal gesackt (persönliche „Bestmarke“), er warf drei Interceptions, und Philadelphia gewann 45:21.
Mit 3-6-1 Siegen bleibt Carolina aber in der unglaublich schlechten NFC South weiter im Playoffrennen.
Philadelphia hält mit 7-2 Siegen die Cowboys mit 7-3 weiter knapp auf Distanz.

Der Lazarettreport
Broncos Running Back Montee Ball konnte seine Rückkehr von seiner Leistenverletzung nicht besser timen.
Sein Ersatzmann Ronnie Hillman zog sich gegen die Raiders eine Verletzung des Mittelfußes zu. Er wird etwa zwei Wochen ausfallen. In der Zeit kann er dann auch seine angeschlagenen Schulter und seinen Knöchel schonen und kurieren.

Die Cardinals bekamen schlechte Nachrichten, nachdem das Knie ihre Quarterbacks gründlich untersucht wurde.
Der Quarterback riß sich erneut das Kreuzband in seinem linken Knie. Damit wurden die Befürchtungen von Sonntag bestätigt.
Palmer sagte, daß er kein sehr emotionaler Mensch wäre, aber er hätte in der Nacht von Sonntag auf Montag geheult wie ein Baby.

Auch bei Branden Albert bestätigte sich der erste schlimme Verdacht auf Kreuzbandriss.
Der Left Tackle der Dolphins gilt als bester Spieler in der O-Line. Miami setzte ihn am Montag auf die Verletztenliste und muß jetzt die Line ordentlich durcheinanderwirbeln.

Der ehemalige Safety der Minnesota Vikings, Orlando Thomas, verstarb am Montag im Alter von nur 42 Jahren.
Er spielte von 1995 bis 2001 für die Vikings. In seiner Rookiesaison führte er die Liga mit neun Interceptions an.
Thomas litt an ALS. Die Amyotrophe Lateralsklerose (Abkürzung: ALS) ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems.
Es wird vermutet, daß Kopfverletzungen, die er sich während seiner aktiven Zeit zugezogen hat, für seine Erkrankung verantwortlich sind.

Trotzdem will ich die News mit einem weiteren, nein, zwei weiteren Beweisen beenden, daß die NFL zu Unrecht No Fun League genannt wird.
In zwei aufeinanderfolgenden Spielen wurden die Bears mit jeweils über 50 kassierten Punkten abgefertigt.
Head Coach Marc Trestman meinte dazu: „Wir sind zur Zeit kein sehr gutes Footballteam.“
Wahrlich, eine meisterhafte Untertreibung. Das passt zum heutigen 11.11. hier in Köln.
Den zweiten Lacher bietet Brock Osweiler. Der Ersatz- Quarterback der Broncos möchte so dringend selber einmal spielen. Doch Peyton Manning gibt ihm noch nicht einmal dann eine Chance, wenn die Raiders fertig für den Weg zur Müllhalde im Müllsack gestopft sind. Hier gibt es das Video dazu: http://www.nfl.com/videos/denver-broncos/0ap3000000425801/Osweiler-wants-Manning-to-give-him-a-chance

Montag, 10. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 10
vick-michael-eagles
Die Steelers sind wieder zurück.
Ja wohin sind sie denn zurück?
Nach diesem Spieltag wieder zu den Teams, die sich am besten blamieren können.
Aber, die Steelers haben eine Entschuldigung. Sie spielen eine spiegelverkehrte Saison. Playoffanwärter wie die Colts und die Ravens werden in Grund und Boden gestampft, das sind für Pittsburgh die leichten Gegner. Wenn es dann gegen Anwärter auf die erste Wahl in der Draft wie die Buccaneers und gestern die 1-8 Jets geht, dann versagen die Steelers.
Die Defense, die durch die Rückkehr von James Harrison so gestärkt schien, kollabierte völlig. Der Ausfall von Troy Polamalu war dann doch nicht zu kompensieren.
Was aber mit der Offense los war, das kann man nicht erklären. In den beiden vorherigen Spielen dominierte die O-Line die Gegner. Gegen Indianapolis und Baltimore warf Ben Roethlisberger jeweils sechs Touchdowns.
Und gegen die Jets reichte es nur zu einem Touchdown bei zwei Interceptions. Zwei Interceptions gegen ein Team, das in den neun Spielen vorher erst einen Paß abgefangen hatte.
Und Jets Quarterback Michael Vick (Bild), mittlerweile 34 Jahre alt, erzielte gegen den löchrigen Stahlvorhang zwei Touchdowns ohne Interception.
Vick warf insgesamt nur 18 Pässe, von denen 10 ankamen für 132 Yards und die 2 Touchdowns.
Big Ben mühte sich da mehr ab. Er warf 43 Pässe von denen 30 für 343 Yards ankamen.
Doch der Minimalismus seines Gegenübers siegte.
Die Jets gewannen mit 20:13. Ob sie jetzt ihre Aufholjagd starten, von der Wide Receiver Eric Decker letzte Woche redete, wird man sehen? Mit 2-8 Siegen sind sie doch ein Stück weit von den Patriots mit 7-2 weg.
Pittsburgh steht jetzt bei 6-4 und verlor wertvollen Boden auf die Browns mit 6-3.
Nach dem Spiel meinte Michael Vick nur, daß die Jets mehr Spiele hätten gewinnen können, wenn sie ihn von Anfang an hätten starten lassen.

Detroit und Green Bay lieferten sich ein Fernduell. Bereits um 19 Uhr begann die erwartete Abwehrschlacht der Lions gegen die Dolphins. Detroit ging als knapper 20:16 Sieger daraus hervor.
Im Sunday Night Lachschlager gewannen dann die Packers gegen die Bears.
Hier stellte man sich die Frage, warum um die sechs Touchdownpässe von Big Ben so ein Wirbel gemacht wurde. Immerhin brauchte er dafür jeweils ein ganzes Spiel. Packers Quarterback Aaron Rodgers schaffte das in EINER Halbzeit.
42:0 stand es zur Pause für Green Bay.
Zwar begann Rodgers die zweite Halbzeit noch, aber nachdem es in der ersten Angriffsserie nur zu einem Field Goal reichte, war sein Arbeitstag beendet, und Matt Flynn übernahm.
Auch die Bears setzten Quarterback Jay Cutler irgendwann auf die Bank und irgend jemand anderer übernahm.
Irgendwie endete das Spiel dann nur 55:14 für Green Bay.
Detroit führt die NFC North mit 7-2 weiter an. Green Bay, das schlecht in die Saison gestartet ist, liegt mit 6-3 dahinter.
Chicago kann mit 3-6 schon für die nächste Saison planen.
Miami hat jetzt 5-4 und hat damit Boden im Rennen um einen Wild Card Platz in der AFC verloren.

In London hatte Wide Receiver Dez Bryant am Freitag die Sperrstunde der Cowboys überschritten.
Im Spiel war er aber hellwach. Er fing 6 Pässe für 158 Yards und 2 Touchdowns von Tony Romo. Für den Quarterback war dieses Spiel gegen die Jaguars ein leichtes Training, um zu testen, wie es seinem Rücken geht. Und es ging gut. Er leistete sich keinen Fehlpaß!!!
Dallas gewann erwartet deutlich mit 31:17.
Und die Clubführung gewann die Einsicht, daß Bryant zwar ein wichtiger und guter Spieler ist, sein Benehmen aber einem hochdotierten Vertrag, der nach der Saison fällig wird, im Weg steht.
Ob die Fans in London nicht doch irgendwann mal die Nase davon voll haben werden, jedes Jahr die Jaguars vorgesetzt zu bekommen, bleibt abzuwarten.

Einen Kracher lieferten sich die 49ers und die Saints.
New Orleans ist weit von alten großen Tagen entfernt, und die Niners haben auch so ihre Probleme. Doch die Niners haben die zweitbeste Verteidigung der Liga, und die entschied das Spiel.
Beide Teams hatten ihre Momente und sie machten ihre Fehler, so daß Sekunden vor Spielende ein gerechtes 24:24 auf der Tafel stand.
Fünf Sekunden vor dem Abpfiff standen die Saints an San Franciscos 47. Drew Brees warf einen Ave Maria Pass in die Endzone und Jimmy Graham fing ihn.
Doch der Tight End hatte seinen Bewacher weggeschubst. Leicht zwar nur, aber Cornerback Perrish Cox verkaufte den Schubser gut, ließ sich spektakulär fallen, und die Schiedsrichter reagierten. Und das zu Recht.
Verlängerung.
Als die Saints zum zweiten Mal an den Ball kamen, nachdem kein Team punkten konnte, sackte 49ers Linebacker Aaron Brooks Quarterback Drew Brees an der 10 der Saints und schlug ihm den Ball aus der Hand. Linebacker Borland eroberte das Ei an der 17, und Head Coach Jim Harbaugh schickte sofort das Field Goal Team aufs Feld.
Phil Dawson traf aus 35 Yards zum 27:24 für San Francisco.
Die Saints stehen nun mit der Negativbilanz von 4-5 Siegen tatsächlich immer noch an der Spitze der NFC South.
Die 49ers haben 5-4 Siege, und damit reicht es in der NFC West nur zu Platz drei hinter Arizona (8-1) und Seattle (6-3). Natürlich könnte dieser Sieg für die 49ers der Startschuß zum Endspurt gewesen sein, aber ob es reicht, um an Arizona und Seattle noch vorbeizukommen???

Die Cardinals und die Seahawks spielten erst in der Spätschicht, in der auch die Broncos antraten. Alle drei haushohen Favoriten taten sich zunächst gegen die krassen Außenseiter schwer, bis sehr schwer.
Denver lag sogar mal kurz gegen die Raiders mit 0:3 zurück, nachdem Peyton Manning einen Interception geworfen hatte.
Oakland ging sogar kurzzeitig mit 10:6 in Führung, bevor Denver das Spiel ernstnahm.
Am Ende hatte Peyton Manning fünf Touchdownpässe geworfen und für ein standesgemäßes 41:17 gesorgt.
Denver bleibt mit 7-2 Siegen an der Spitze der AFC West.

Die Cardinals hatten es Zuhause mit den Rams zu tun, die erneut bewiesen, daß sie eine Zeitlang aufmüpfig sein können. Die Rams gingen sogar mit einer 14:10 Führung in die Halbzeit.
Im dritten Viertel fielen keine Punkte.
Im letzten Viertel verletzte sich Cardinals Quarterback Carson Palmer an dem Knie, an dem er sich schon 2005 das Kreuzband riß. Auch gestern lautete die erste Diagnose; Kreuzbandriss.
Das könnte das Karriereaus für Palmer bedeuten, der erst am Freitag eine Vertragsverlängerung über $50 Millionen unterschrieb.
Doch wie von den Rams gewohnt, brachen sie im letzten Viertel ein, und Arizona konnte einen 31:14 Sieg abheften.
Drew Stanton, der Palmer ersetzte, kann sich wohl darauf vorbereiten, das Team weiter anzuführen.

Ähnlich verlief es in Seattle. Auch hier hielt der Gast eine Zeitlang ordentlich mit.
Mit 17:17 ging es zwischen den Giants und den Seahawks in das letzte Viertel.
Dank der Läufe von Running Back Marshawn Lynch und Quarterback Russell Wilson, und der Tatkräftigen Unterstützung einer absolut miserablen Schiedsrichtercrew, kam Seattle doch noch zu einem auch in der Höhe erwarteten 38:17 Sieg.
Ein ums andere Mal übersahen die zebras geschickt versteckte Passbehinderungen der Seattle Verteidiger. Die Giants, die gut mitgehalten hatte, also im Spiel, nicht ihre Gegenspieler, waren zu Recht sehr erbost über die Leistung der Offiziellen, die sogar Live vom ehemaligen Chef der Schiedsrichter, Mike Pereira, kritisiert wurden.

Der Lazarettreport
Schauen wir uns mal in den Krankenstationen um.
Hier finden wir Dolphins Left Tackle Branden Albert. Der beste Spieler der Offense verletzte sich an einem Knie, und seine Saison scheint vorüber zu sein.
Dolphins Cornerback Cortland Finnegan verletzte sich an einem Sprunggelenk. Er wird heute genauer untersucht.
Bei den Lions verletzte sich Guard Larry Warford an einem Knie. Auch bei ihm soll es heute genaueres geben.

In der Schlacht zwischen den Niners und den Saints verletzten sich San Franciscos Wide Receiver Bruce Ellington und Defensive Tackle Ian Williams beide am Knöchel.

Peyton Hillis, der ein paar gute Läufe für die Giants hatte, schied mit einer Gehirnerschütterung aus.
Bei den Seahawks schied Defensive Tackle Brandon Mebane mit einer Oberschenkelverletzung vorzeitig aus.

In der Demütigung durch die Packers verletzte sich Bears Wide Receiver Brandon Marshall erneut am Knöchel. Wie lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Sonntag, 9. November 2014

Kurzberichte
romo-huch200Während Sport 1 US um 19 Uhr die zu erwartende Horrorvorstellung der Cowboys gegen Jacksonville in London auf dem Hauptkanal zeigt, können wenigstens die Fans ein auf dem Papier interessanteres Spiel sehen, die den Optionskanal empfangen können. Da wird das Spiel der 49ers in New Orleans gezeigt.
Einem kompletten Gruselkabinett ähnelt das, was bei den späten Spielen abläuft. Broncos at Raiders, Rams at Cardinals (Optionskanal) und Giants at Seahawks (Hauptkanal) hören sich alle an, als gäbs Schlachtfeste in der Dose.
Da bleibt dann nur die Hoffnung, daß die Bears in Green Bay im Sunday Night Spiel mithalten können, damit dieser Spieltag nicht ganz zur Katastrophe verkommt.
Zu einer Abwehrschlacht dürfte das Spiel der Dolphins in Detroit werden. Hier trifft die beste Verteidigung der Liga (Detroit) auf die drittbeste (Miami).
TOTAL DEFENSE

 

 

VS OPPONENTS

TEAM DEFENSE

Rank

TEAM

YDS

YDS/G

PASS

P YDS/G

RUSH

R YDS/G

3rd %

4th %

PTS

PTS/G

SOLO TKL

AST TKL

TKL

SACK

INT

FF

1

DET

2323

290.4

1731

216.4

592

74.0

32.0

42.9

126

25.20

300

115

415

23

9

8

2

SF

2335

291.9

1650

206.3

685

85.6

45.6

50.0

178

35.60

291

59

350

13

9

6

3

MIA

2437

304.6

1609

201.1

828

103.5

40.2

61.5

151

37.75

340

96

436

25

9

10

Das klingt nach einem Leckerbissen für die Fans der Defense. Mal sehen, wie oft der Redzone Kanal zu diesem Spiel schalten kann, oder ob das nur ein „Mittelfeldgeplänkel“ wird?
Für beide Teams ist das Spiel immens wichtig. Miami hat 5-3 Siege und muß an den Patriots mit 7-2 dranbleiben.
Detroit steht mit 6-2 an der Spitze seiner Division, spürt aber den Atem der 5-3 Packers im Nacken.
Insgesamt ist diese Spielwoche eine mit sehr uninteressanten Paarungen, denn das Monday Night Spiel mit Panthers at Eagles ist auch nicht gerade ein Leckerbissen. Mal sehen, ob das ein oder andere Spiel positive Überraschungen bieten kann?

Im Monday Night Spiel wird Mark Sanchez für die Eagles starten. Der Quarterback war einst von den Jets als Franchise Quarterback einberufen worden, was ihm den Spitznamen Sanchize einbrachte.
Gut gestartet, aber dann schlimm abgestürzt, das war sein Verlauf für die New Yorker. Es schien so, als hätte er in den ersten beiden Saisons instinktiv gehandelt und gespielt, und hätte danach angefangen zu sehr zu überlegen und nachzudenken.
Das hat man ja oft, daß ein Spieler, der einen guten Instinkt hat, plötzlich anfängt zu überlegen, abzuwägen, und er sich selber damit schwächt.
Wie auch immer, Sanchez fing an zu stinken, als er seinem Instinkt nicht mehr traute.
Sanchez selber glaubt, er wäre heute ein besserer Quarterback, als vor zwei Jahren, als er zuletzt in einem NFL Spiel startete.
Helfen wird ihm, daß ihm das Offensesystem in Philadelphia liegt. Zudem hat er gute Receiver und Running Backs um sich herum, und bessere Trainer. All das könnte den Eagles helfen, daß die Zeit mit Sanchez nicht vollends zum Albtraum wird.

Mike Vrabel hat drei Super Bowl Ringe als Linebacker der Patriots gewonnen.
Am Samstag meldete er den Diebstahl der drei Ringe und schickte eine Warnung an alle Pfandhäuser im Gebiet von Houston, wo er lebt: „An alle Pfandhäuser in Houston: 3 Super Bowl Ringe sind auf dem Weg zu Euch mit der liebenswerten Mithilfe der (zensiert) die unsere Hintertür eingetreten haben.“

Der Lazarettreport
Die Seahawks setzten Offensive Lineman Stephen Schilling auf die Verletztenliste. Im Gegenzug konnten sie Jeremy Lane von der Liste der kurzzeitig verletzten Spieler nehmen.
Der Defensive Back verletzte sich im ersten Saisonspiel an der Leiste. Seine Rückkehr kann eine leicht schwächelnde Paßverteidigung der Seahawks etwas aufpolstern.

Die Giants nahmen Running Back Rashad Jennings wegen einer Knieverletzung nicht mit nach Seattle.

Die Bears setzten Guard Matt Slauson mit einer Brustmuskelverletzung auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler.

Dolphins Guard Daryn Colledge wird gegen Detroit nicht spielen können. Er hat starke Rückenschmerzen.
Letzte Woche verpasste er deswegen sein erstes Spiel in seinen neun Jahren in der NFL. Zwar nahm er in der Woche am Training teil, doch am Samstag wurde entschieden, daß er nicht spielen kann.

Und zum Abschluß noch mal wieder etwas aus der lustigen Seite der NFL.
Tommy Smith, Präsident und Vorstandsvorsitzender der Tennessee Titans versteht, warum die Fans seines Teams unzufrieden sind.
Er habe aber alles getan, um das Team zu verstärken. Er hätte mit Ken Whisenhunt einen neuen Head Coach verpflichtet und $60 Millionen auf dem Spielermarkt ausgegeben. Das würde den Schmerz, den ein 2-6 Team bereitet, noch verschlimmern.
Aber, so sagte er am Ende, ich habe diesen Job nicht angenommen, um unter den ersten 10 zu sein, die in der Draft einen Spieler einberufen. „Ich hoffe, daß wir dieses Jahr noch mehrere Spiele gewinnen und nächstes Jahr eine gute Saison spielen. Einen Super Bowl Auftritt in der Saison 2017 halte ich für realistisch.“

Samstag, 8. November 2014

Kurzberichte
palmer-carson-carddinalsDie Cardinals sind anscheinend sehr zufrieden mit Quarterback Carson Palmer (Bild).
Am Freitag hörte man im Umfeld des Teams, daß der Vertrag mit ihm um drei Jahre verlängert wurde und Palmer dafür $50 Millionen bekommen soll.
Damit wäre er Gehaltsmäßig in den Sphären, in denen die Hundertmillionendollar- Quarterbacks sind, die Sechsjahresverträge abgeschlossen haben. Allerdings sind von den 50 Millionen nur 20 Millionen garantiert.

Offizielle der Raiders haben sich mit Vertretern der Stadt San Antonio getroffen.
Am Freitag sprachen unter Anderen Raiders Besitzer Mark Davis und der ehemalige Bürgermeister San Antonios, Henry Cisneros miteinander. Dabei ging es darum, die Möglichkeiten eines Umzugs des Teams zu erörtern.
Bereits vor vier Monaten gab es eine erste Kontaktaufnahme zwischen den Parteien.
Die Raiders sind im letzten Jahr ihres Mietvertrags mit dem Oakland Coliseum. Immer wieder munkelt man, daß sie das Team sind, das nach Los Angeles umziehen wird, wenn da endlich mal ein NFL genehmes Stadion gebaut worden sein sollte.
Nötig wäre es, aus dem Coliseum auszuziehen, denn die Raiders sind das einzige Team, das seine Spielstätte mit einem Baseballteam teilen muss.
Mark Davis hat sich vor einigen Wochen ein Collegespiel in San Antonios Alamo Dome angesehen, um zu testen, ob er als Übergangsstadion taugt, bis L.A. so weit ist.
Mit den Dallas Cowboys und den Houston Texans gibt es bereits zwei NFL Teams, die sich die Fan-Basis in Texas teilen. Die Raiders, mit ihren 0-9 Siegen, hätten es da schwer, den beiden Konkurrenz zu machen. Selbst, wenn es nur für kurze Zeit sein sollte.

Nach der Vorstellung, die Andy Dalton im Donnerstagsspiel abgeliefert hat, fragt man sich, was es die Bengals kosten würde, diesen Versager loszuwerden?
Nicht so furchtbar viel. Zwar gaben die Bengals dem Quarterback einen dieser momentan üblichen Hundermillionendollarverträge für sechs Jahre, aber mit einer ganz gekonnten Einschränkung. Von den etwas unter hundert Millionen Dollar liegenden $96 Millionen in Daltons Vertrag sind nur $17 Millionen garantiert. Man war sich beim Vertragsabschluß also durchaus bewußt, daß der „Rote Flinte“ genannte Quarterback sich als „Rostige Flinte“ entpuppen könnte.
Wenn Cinci also einen Quarterback in der nächsten Draft finden sollte, wäre es nicht teuer, Dalton zu feuern.
Damit könnte dann, nach Vikings Christian Ponder, Titans Jake Locker und Jets Geno Smith der nächste untaugliche Quarterback auf den Markt kommen, der mal als ganz große Hoffnung gehandelt wurde.

In Cleveland wollte Head Coach Mike Pettine auf die Euphoriebremse treten. Jetzt, wo das Team mit 6-3 Siegen zusammen mit Pittsburgh an der Spitze der AFC North steht, hört und liest man überall das Wort „Playoffs“.
Natürlich wäre es ein Fehler die Browns zu ignorieren, sagte der Head Coach, aber, dann stockte er und sagte: „Warum nicht wir?“
Statt auf die Bremse zu treten, hatte er wohl das Restprogramm Clevelands vor Augen, und da gab es wirklich keinen Grund, die Playoffs als Ziel auszuschließen.
Nach Siegen über die hilflosen Buccaneers, Bengals, Jaguars und Raiders, stehen noch die Texans, Falcons und Bills als mögliche Punktelieferanten auf dem Programm.
Da könnte es am letzten Spieltag in Baltimore zu einem echten Showdown kommen.
Cleveland in den Playoffs?
Die absoluten Wahnsinnsfans der Stadt hätten es so was von verdient.

3:24 verloren, aber warum?
Das fragt sich Bengals Rookie Running Back Jeremy Hill. Für ihn sind die Browns anscheinend kein verdientes Playoffteam. Er fand die Niederlage gegen Cleveland peinlich, und meinte daß die Browns schlechter waren, als er gedacht hatte. Sie hätten ihn nicht sonderlich hart gehittet, oder sonst etwas getan, was ihm Respekt eingeflößt hätte. OK, sagte er, sie hätten gewonnen, das wäre aber auch schon alles.
Diese Typen wären gar nicht so gut, wie das Ergebnis es zeigen würde. „Wir waren es,“ meinte er. „Wir haben ihnen das Spiel geschenkt. Sie haben nur da gesessen und von unseren Fehlern profitiert.“

Mit den London-Spielen ist es wie mit Weihnachten, sie kommen immer so plötzlich und unerwartet.
Deshalb mussten die Jaguars Spieler Tommie Campbell und Lou Young Anfang der Woche noch schnell nach Miami fliegen, um sich ihre Pässe abzuholen.
Auch für Khairi Fortt musste noch hastig ein Pass her, aber Fortt ist erst seit letzten Sonntag im Team, das taugt als Entschuldigung.
Deshalb hat der General Manager der Jaguars, Dave Caldwell, vorgeschlagen, daß die NFL für jeden Spieler und Trainer der Liga Pässe besorgen soll. Damit sollen solche überhasteten Aktionen in der Zukunft entfallen, denn... London kommt immer so plötzlich.

Es ist bedrohlich ruhig geworden, um die zusätzliche Einnahmequelle der NFL, die sich aus Strafgeldern ihrer Spieler speist. Nicht, daß die Liga kurz vor der Pleite stehen würde, aber die letztes Jahr üblichen sechsstelligen Beträge, die die Liga jede Woche von ihren Spielern abzockte, sind es längst nicht mehr.
In dieser Woche kamen aber mal wieder ein paar Dollar zusammen.
Ravens Linebacker Terrell Suggs muß $8.268 zahlen, wegen unnötiger Härte gegen Steelers Running Back LeGarrette Blount. Sein Teamkollege Courtney Upshaw muß für einen zu späten Angriff auf Big Ben $20.000 zahlen.
Deutlich teurer kam es für Seyi Ajirotutu. Der Receiver der Chargers muß $27.562 zahlen, weil er einen Schiedsrichter berührt hat.
Im Spiel der Redskins gegen Minnesota muß es hoch hergegangen sein. Drei Spieler wurden zur Kasse gebeten. Redskins Fullback Darrel Young muß 22.050 zahlen für einen Blind Side Hit, Redskins Linebacker Keenan Robinson und Minnesotas Defensive Tackle Linval Joseph müssen beide je $16.537 zahlen weil sie die gegnerischen Quarterbacks zu hart angegriffen haben.
Panthers Linebacker Thomas Davis muß $16.537 Zahlen für eine überharte Attacke gegen Saints Tight End Jimmy Graham.
Und damit kam die Liga mal wieder über $100.000.

Freitag, 7. November 2014

Kurzberichte
big-ben-und-nfl-logo200Die Saison 2014 ist in dieser Nacht erst in die zehnte Woche gegangen, da gab die NFL bereits die London-Spiele für 2015 bekannt.
Am 4. Oktober, Woche 4, spielen die Jets gegen die Dolphins.
Da könnte es deshalb spannend werden weil diese beiden Rivalen oft gute Spiele abliefern, und weil man sehen wird, wie der neue Head Coach der Jets das Team mit dem neuen Quarterback eingestellt haben wird, den der neue General Manager verpflichtet haben wird.
In Woche 7, am 25. Oktober heißt die Partie Lions at Chiefs. Sollten die beiden Teams dann ungefähr die Form haben, die sie 2014 in Woche 7 hatten, dürfte es ein gutes Spiel werden.
Was sich die NFL allerdings dabei gedacht hat, in Woche 8 am 1. November, zwei Grottenteams aufzubieten, müsste mal jemand erklären. Leider werden die Jaguars ja jedes Jahr ein Spiel in London austragen in der nächsten Zukunft, doch ihnen dann die Bills als Gegner mit über den Teich zu schicken ist ein Schlag ins Gesicht der NFL Fans in der alten Welt...
Oder etwa nicht?
Sehen wir es mal als Test der NFL an, um zu sehen, wie leidensfähig wir hier sind. Sehen wir es als Test, mit dem die NFL ausprobieren will, wie viele Fans diese beiden Versager ins Stadion locken?
Ja, so sehen wir es.

Wer das Flugzeug mit dem Spruchband „Feuert John Idzik“ gechartert hat, weiß man immer noch nicht. Doch das Flugzeug zog seine Kreise vorgestern nicht nur über dem Stadion der Giants und Jets, sondern umkreiste eine lange Zeit auch den Trainingsplatz der Sturzflieger.
Die Spieler sollen sich darüber sehr aufgeregt haben, heißt es.
Am gestrigen Donnerstag schlug das Imperium zurück. Head Coach Rex Ryan ließ ein Spielzug-Flugzeug über den Trainingsplatz fliegen, mit dem Banner „Wir stehen das zusammen durch“.
Na, das ist doch mal `ne Antwort.

Es war eine historische Blamage.
So ein schlechtes Spiel hat noch niemals zuvor ein Quarterback vor einem landesweiten TV Publikum abgeliefert.
Damit hat sich Bengals Quarterback Andy Dalton als bisher größter Versager der Liga erwiesen. Er vervollständigte in der 3:24 Niederlage gegen Cleveland nur 10 seiner 33 Pässe für 86 Yards bei 3 Interceptions. Damit erreichte er eine Passerwertung von 2,0 Punkten. 2 Punkte von 158,3 möglichen.
Ich gebe hier ein Versprechen ab: „Wenn diese Katastrophentruppe die Divisional Playoff Runde erreicht, endet Win-Football. Wenn so ein Team die Playoffrunde erreichen kann, dann falle ich vom Glauben an die NFL ab und werde mir eine andere Freizeitbeschäftigung suchen. Win-Football ist dann Geschichte.“
Schlimm genug, daß die Bengals sich von den Browns aus dem eigenen Stadion haben prügeln lassen, haben sie es den Browns auch noch ermöglicht mit 6-3 Siegen mit den Steelers zusammen Platz eins der AFC North einzunehmen.
Die Browns...
6-3...
Platz 1...
Hört mir auf!!!

Die Ravens müssen für den Rest der Saison auf Jimmy Smith verzichten.
Der Cornerback wurde nach einer Fußoperation auf die Verletztenliste gesetzt.

Die Berufungsverhandlung im Fall Ray Rice ist beendet.
Jetzt heißt es abwarten. Jetzt kommt es darauf an, wie lange sich die ehemalige Bezirksrichterin Barbara S. Jones Zeit läßt, für ihren Urteilsspruch.
Doch was dann?
Was, wenn sie entscheidet, daß die Doppelbestrafung des ehemaligen Running Back der Ravens unrechtmäßig war?
Die NFL behauptet, die Videoaufnahmen aus dem Aufzug wären neues Beweismaterial gewesen, und diese Aufnahmen hätten eine neue, erweiterte, Bestrafung gerechtfertigt.
Doch Recht und Gesetz in den USA und der Tarifvertrag der NFL schließen eine erneute Bestrafung für etwas, für das man bereits bestraft wurde, aus.
Und noch mal, was dann?
Wer würde Ray Rice verpflichten?
Der Mann ist das Gesicht für häusliche Gewalt geworden.
Wer will sich an ihm die Finger verbrennen?
Zugegeben, seine damalige Verlobte hat ihm verziehen. Mittlerweile ist sie seine Frau. Doch die Öffentlichkeit, die die windelweiche erste Strafe niemals akzeptiert und verstanden hat, sieht in Ray Rice nur noch den Frauenschläger.
Zumindest dürfte Rice sein Gehalt von den Ravens für 2014 bekommen.

Die Firma Nike hat den Vertrag mit Adrian Peterson aufgelöst.
Der Running Back der Vikings war als Sprecher für die Sportartikelfirma unterwegs.
Im September hatte Nike den Vertrag mit dem Kinderschläger ausgesetzt. Nachdem Peterson sich vor zwei Tagen schuldig bekannte, seinen vierjährigen Sohn geschlagen zu haben, löste die Firma den Vertrag auf.

Donnerstag, 6. November 2014

Kurzberichte
fitzpatrick-ryan-texansDie Texans haben den Quarterback ausgetauscht. Statt Ryan Fitzpatrick (Bild) wird Ryan Mallett ab jetzt starten.
Houston steht mit 4-5 Siegen nur deshalb auf dem zweiten Platz der AFC South, weil Tennessee und Jacksonville noch schlechter sind.
Mallett wurde 2011 in der dritten Runde der Draft von den Patriots einberufen. Jetzt hat er die Chance, sich einen langfristigen Vertrag mit den Texans zu erspielen.
Das Team steht mit seiner Pass-Offense auf Platz 28 der 32 Teams. Viel tiefer geht es also nicht mehr.

Steelers Head Coach Mike Tomlin will keine tanzenden Spieler mehr sehen.
Seine Spieler tanzten im Spiel gegen die Ravens vor einem 108 Yards Kickoffreturntouchdown von Jacoby Jones locker zur Musik der Soundanlage des Stadions herum, anstatt sich auf den bevorstehenden Spielzug zu konzentrieren.
Deshalb hat Tomlin seinen Spielern das Tanzen vor einem Kickoff verboten. „Es war lächerlich“, sagte Tomlin in einem Interview. „Typen tanzten herum bevor der Ball gekickt wurde und dann wurde der Ball gegen sie zum Touchdown zurückgetragen, das ist nicht akzeptabel. Man wird unser Kickoff Team nicht mehr tanzen sehen.“
Wenn es hilft, weitere Spiele in so überzeugender Art und Weise zu gewinnen, wie die letzten beiden, werden auch die Tänzer nicht traurig darüber sein.

Der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, mußte am gestrigen Mittwoch unter Eid als erster in der Berufungsanhörung im Fall Ray Rice aussagen.
Über zwei Stunden dauerte die Befragung. Da die Richterin alle Beteiligten an der Berufungsverhandlung dazu verpflichtet hat, nach außen hin Stillschweigen zu wahren, ist über den Verlauf der Befragung nichts bekannt.
Am heutigen Donnerstag sollen Ray Rice und seine Frau Janay getrennt befragt werden.

Marcus Lattimore tritt in den Ruhestand, ohne jemals ein Spiel in der NFL gespielt zu haben.
Der Running Back der 49ers wurde 2013 in der vierten Runde der Draft einberufen. Doch er hat es niemals geschafft, seine schlimme Knieverletzung, die er sich in seiner letzten Saison auf dem College zuzog, zu überwinden.

Montee Ball hat am Mittwoch wieder am Training der Broncos teilgenommen.
Der Running Back hat seine Leistenverletzung, die er sich Anfang Oktober zugezogen hatte, auskuriert.
Ob Ball seinen Posten als Starter wieder zurückbekommt, steht noch nicht fest. Er selber ist der Meinung, daß sein Ersatzmann Ronnie Hillman sich den Posten verdient hat.
Ball erzielte im Durchschnitt 3,1 Yards pro Lauf, Hillman 4,3. Und da Ball in seiner Zwangspause über 5 Kilo abgenommen hat, wird ihm wohl noch etwas Durchschlagskraft fehlen, so daß Hillman vielleicht tatsächlich weiter als Starter antreten wird.
Aber ein schlagkräftiges Running Back Duo ist ja momentan In in der NFL. Und das bilden die beiden.

Und damit können wir ja dann auch gleich zum Lazarettreport kommen
Die Lions werden mit Calvin Johnson gegen die Dolphins antreten. Das jedenfalls sagte der Wide Receiver der Presse.
Megatron ist sicher, daß sein verstauchter Knöchel verheilt ist. Am Mittwoch hat er wieder voll am Training teilgenommen, so, wie auch Running Back Reggie Bush und Tackle Laadrian Waddle, die auch ihre Verletzungen auskuriert haben.

R-E-L-A-X, liebe Packers Fans. Quarterback Aaron Rodgers hat die Oberschenkelzerrung, die er sich im Spiel gegen die Saints zugezogen hat, auskuriert.
Seinem Einsatz gegen Chicago steht nichts im Weg.

Sein Verletzungspech verfolgt Percy Harvin seit seiner Zeit in Minnesota.
Der Wide Receiver der Jets kann wegen einer Verletzung an einer Ferse nicht trainieren, und sein Einsatz gegen die Steelers ist fraglich.
Gut, bleiben wir bei den Jets. Die sind ja auch irgendwie „krank“. Die Gruppe „Feuert John Idzik“ hat mit dem Verkauf von T-Shirts, mit eben diesem Spruch, genug Geld eingenommen, um drei Anzeigetafeln im Umkreis des Stadions zu mieten, auf denen auch genau dieser Spruch zu sehen ist.
Dann war noch etwas Geld übrig, um ein Flugzeug zu mieten, das ein Spruchband... genau... mit diesem Spruch hinter sich herzog. Allerdings sagte die Gruppe, daß das Flugzeug nicht von ihnen gemietet wurde. Es gibt also wohl einen anonymen Geldgeber, der auch möchte, daß der General Manager in die Wüste geschickt wird.

Die besten Spieler der Woche 9

AFC
OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
25 von 37 Pässen für 340 Yards, 6 Touchdowns
Dies ist seine 11. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB BRENT GRIMES, MIAMI DOLPHINS
2 Interceptions, 3 Tackles
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: WR-PR JULIAN EDELMAN, NEW ENGLAND PATRIOTS
1 Puntreturntouchdown über 84 Yards, 9 gefangene Pässe für 89 Yards, 1 Touchdown,
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR JEREMY MACLIN, PHILADELPHIA EAGLES
6 gefangene Pässe für 158 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB JUNIOR GALETTE, NEW ORLEANS SAINTS
4 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: ST JUSTIN BETHEL, ARIZONA CARDINALS
1 Field Goal Versuch geblockt, 1 Tackle im Special Team
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 5. November 2014

Das schwarze Kapitel der NFL
rice-ray4Die NFL hat mit einer Menge Spieler zu kämpfen, die mit Recht und Gesetz auf dem Kriegsfuß stehen.
Heute müssen wir uns wieder einigen dieser kriminellen Subjekte widmen. Am heutigen Mittwoch beginnt die Berufungsanhörung im Fall Ray Rice (Bild R.).
Dabei geht es nicht nur darum, ob der Frauenschläger doppelt bestraft werden durfte, sondern auch darum, wieviel Macht Roger Goodell hat, und ob er sie nicht mißbraucht?
Tatsächlich hat das Verhalten des Vorsitzenden der Liga des Öfteren etwas Sonnengottähnliches.
Die ehemalige US Bezirksrichterin Barbara S. Jones wird die Berufung des ehemaligen Ravens Running Backs leiten und im Zuge der Anhörung auch darüber entscheiden, ob Goodell, in diesem Fall, seine Befugnisse überschritten hat.
Bereits 2012 wurde der Commish ja zurückgepfiffen, als er einige Spieler im Bountygate-Skandal der Saints zu hart bestraft hatte. Sein Vorgänger Paul Tagliabue leitete damals die Berufungsanhörung und reduzierte einige Strafen.
peterson-adrian5Ein weiterer Running Back stand gestern vor Gericht, Adrian Peterson (Bild L.) von den Minnesota Vikings. Er bekannte sich schuldig, seinen vierjährigen Sohn geschlagen zu haben. Dadurch entging er einer Gefängnisstrafe.
Er muß lediglich eine Strafe von $4.000 zahlen, die Gerichtskosten tragen und 80 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Anders als Rice, der mittlerweile von den Ravens gefeuert wurde, ist Peterson noch ein Viking. Wann, bzw. ob, er wieder für sie spielt, bleibt abzuwarten.
hardy-greg2In der Umkleide der Vikings stehen seine Teamkollegen hinter Peterson. Fullback Jerome Felton sagte, daß der Running Back mit einer hundertprozentigen Unterstützung rechnen kann.
Zunächst muß Roger Goodell Petersons Suspendierung aufheben. Dazu, so sagte ein Sprecher der NFL, würde man zunächst die Gerichtsunterlagen auswerten. Einen Zeitplan gibt es da also noch nicht.
Völlig aus dem Zeitplan geraten ist der Fall Greg Hardy (Bild R.). Der Prozesstermin für seine Berufungsverhandlung ist vom 17. November auf irgendwann 2015 verlegt worden.
Der Defensive End der Panthers wurde schuldig befunden, eine Frau geschlagen zu haben. Doch gegen dieses Urteil hatte er Berufung eingelegt.
Bis zur Verkündung des Urteils in der Berufungsverhandlung bleibt Hardy suspendiert.
Zur Verzögerung kam es, weil das Gericht in Mecklenburg völlig überlastet ist. 9.000 Verbrechen und 200.000 Vergehen und Verkehrsverstöße werden dort jedes Jahr verhandelt. Und bei der Abarbeitung ist ein Stau aufgetreten.

Kurzberichte
Die Colts haben LaRon Landry zurück.
Der knallharte Safety hat eine vierwöchige Suspendierung hinter sich gebracht.

Die Texans sind von Jadeveon Clowney frustriert.
Die Nr. 1 der letzten Draft hat bisher nur das Geld des Teams kassiert und nichts dafür geleistet. Zwar hatte sich der Linebacker im ersten Saisonspiel eine Knieverletzung zugezogen, doch die wäre nicht so schwer gewesen, daß er hätte sechs Wochen aussetzen müssen, heißt es aus der Clubführung. In der NFL müsste Clowney lernen, auch mal mit einer leichten Verletzung zu spielen.
Im College war der Linebacker ohne nennenswerte Verletzungen davongekommen.
In Woche sieben spielte er kurz, um dann wieder wegen der Schmerzen im Knie vom Platz zu gehen. Für das Spiel gegen die Eagles letzten Sonntag war er mit einer „Krankheit“ gelistet und spielte wieder nicht.
Dann soll er ein Foto der Niederlage gegen Philadelphia auf Instagram auch noch mit „gefällt mir“ bewertet haben, was gar nicht gut ankam. Diese Bewertung hat er auch schnell wieder zurückgenommen.
LaDainian Tomlinson, ehemaliger Star- Running Back der Chargers, sagte in einem Interview, daß es Clowney an Charakter mangele. Er wäre der Beweis dafür, daß man den jungen Spielern zu früh zu viel gebe. Und dann würde das passieren; sie würden nicht mehr dafür arbeiten wollen.
Clowney hat die Möglichkeit, Tomlinsons Einschätzung ad absurdum zu führen, und den Texans weiteren Frust zu ersparen.

Der Lazarettreport
Die Steelers werden ohne Troy Polamalu und Ryan Shazier gegen die Jets antreten müssen.
Safety Polamalu hat einen Bänderdehnung in einem Knie und Rookie Linebacker Shazier hat einen verstauchten Knöchel.

Für Giovani Bernard kommt das Thursday Night Spiel zu früh. Der Running Back der Bengals ist an der Hüfte verletzt und könnte am Sonntag vielleicht spielen. Doch der Donnerstagstermin kommt für ihn zu früh.
Jeremy Hill soll an seiner Stelle spielen.
Auch Linebacker Rey Maualuga (Oberschenkel), Cornerback Leon Hall (Gehirnerschütterung ) und Right Tackle Andre Smith (Knöchel) könnten das Spiel gegen die Browns verpassen.

Die Texans müssen etwa vier Wochen auf Kareem Jackson verzichten. Der Cornerback hat sich gegen die Eagles eine Zerrung eines hinteren Kreuzbands zugezogen.

Die Saints setzten Fullback Austin Johnson mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Auch für Todd Herremans ist die Saison beendet. Der Guard der Eagles hat einen gerissenen Bizeps.

Tony Romo ist mit den Cowboys nach London geflogen. Der Quarterback hat allerdings noch Schmerzen in seinem angeknacksten Rücken. Ob er gegen die Jaguars wird spielen können, ist fraglich.

Dienstag, 4. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 9 - Monday Night Football
luck-andrew8Das Leben der New Yorker ist hart! Nicht nur, daß ihre Stadt in jedem Katastrophenfilm in Schutt und Asche gelegt wird, und auch die Realität grausam zugeschlagen hat, müssen die Einwohner auch noch unter gleich zwei grottenschlechten Footballteams leiden.
Von den Jets hatte man vor der Saison nichts erwartet, und selbst das wurde noch unterboten. Daß aber auch die Giants dermaßen abrutschen, das konnten man so nicht erwarten.
Natürlich war es klar, daß die Colts gewinnen würden, aber daß die Giants zu Winzlingen degradiert wurden, konnte man nicht erwarten.
Höhepunkt des Spiels für die Fans im Stadion war lediglich die Zeremonie in der Halbzeitpause, als Defensive End Michael Strahan seinen Hall of Fame Ring überreicht bekam.
Ansonsten flohen die Fans bereits im dritten Viertel aus dem Stadion.
Dabei hatte es in der ersten Halbzeit noch gar nicht so schlecht ausgesehen. Da führte Indianapolis erst 16:3. Die Giants Offense und Defense hatten ihre positiven Momente.
Das änderte sich im dritten Viertel, als Andrew Luck (Bild) anfing, ernstzumachen. Der Quarterback der Colts warf drei Touchdownpässe und baute die Führung auf 37:10 aus.
Wenn man das Glück nicht auf seiner Seite hat, dann merkt man das an Kleinigkeiten. Nach dem berühmten Butt-Fumble von Jets Quarterback Mark Sanchez in diesem Stadion vor zwei Jahren, gibt es jetzt die „Hintern-Balleroberung“. Bei einem Handoff von Luck an Running Back Bradshaw verloren die zwei den Ball. Der titschte dem Center an den Hintern und von dort in die Arme von Bradshaw, der daraufhin die nötigen Yards zu einem neuen ersten Versuch zurücklegte.
Dann warf Luck einen Paß in die Endzone. Als erster kam Giants Cornerback Rodgers-Cromartie an den Ball, doch Wide Receiver Hilton nahm ihm den Ball im Fallen aus den Händen und erzielte einen Touchdown.
Head Coach Tom Coughlin fummelte in einer Szene an seiner Socke rum, um die rote Flagge zu erreichen, weil er eine Szene per Video überprüft haben wollte. Doch bis er auf den Knien war, die Flagge rausgezogen und geworfen hatte, hatte Andrew Luck schon einen neuen Spielzug angefangen und seinen Paß geworfen, einen 32 Yards Touchdownpass auf Coby Fleener.
Wenn`s nicht läuft, läuft`s nicht.
Doch die Fans, die liefen davon.
Sie sahen die Gnaden- Touchdowns ihrer N.Y. Winzlinge im letzten Viertel nicht.
Das Endergebnis von 40:24 für die Colts schmeichelt den Giants noch.
Und ESPN Analyst John Gruden stellte verwundert fest, was wir alle denken: „Ich habe keine Ahnung, was in dieser Saison in der Liga passiert“.
Die Colts stehen mit 6-3 Siegen alleine an der Spitze der AFC South. In dieser schwachen Gruppe sind die Texans mit 4-5 die nächsten „Verfolger“. Von Tennessee und Jacksonville ist selbstverständlich überhaupt nichts zu erwarten.
Auch von den Giants ist wohl nichts mehr zu erwarten. Mit 3-5 Siegen liegen sie auf Platz drei der NFC East, hinter Philadelphia mit 6-2 und Dallas mit 6-3. Allerdings haben sowohl Dallas, als auch Philadelphia verletzte Starter auf der Quarterback-Position. Das könnte ihnen Probleme bringen.
Die Giants verloren nicht nur das Spiel, sondern auch einen ihrer besten Verteidiger. Cornerback Prince Amukamara riß sich einen Bizeps und für ihn ist die Saison beendet.

Kurzberichte
Auch in Pittsburgh wurde am Sonntag ein großer Ehemaliger geehrt.
Die Steelers setzten in der Halbzeitpause die Nummer 75 von „Mean“ Joe Greene zur Ruhe. Der Defensive Tackle spielte in den Super Bowl Teams der 70er für Pittsburgh und war ein Eckpfeiler der „Stahlvorhang“ genannten Verteidigung.
Und die Ehrung konnte zu keinem besseren Zeitpunkt erfolgen, als in diesem Spiel gegen Baltimore. In diesem Spiel terrorisierte die Defense der Steelers die Offense der Ravens, wie in Joe Greens guten alten Tagen.

Und wo eben bereits Mark Sanchez`s peinlichste Szene erwähnt wurde... Die Eagles werden wohl 6-8 Wochen auf Quarterback Nick Foles verzichten müssen, der ein gebrochenes Schlüsselbein auskurieren muß.
Head Coach Chip Kelly versuchte natürlich, seinen Ersatzmann durch lobende Worte aufzubauen. Immerhin liegen die Eagles, noch, auf Platz eins ihrer Division. Da möchte man natürlich, trotz Mark Sanchez, gerne bleiben.
Zwar war sein erster Paß, nachdem er für Foles auf den Platz kam, ein 52 Yarder auf Jeremy Maclin, aber auch ein blinder Quarterback findet mal einen Receiver.
Und so pries Kelly Sanchez nach dem Spiel als einen „höllisch guten Quarterback“. Sanchez hätte einen sehr starken Arm, fuhr der Head Coach fort, einen NFL Arm. Und NFL Füße. Damit könne er anstürmenden Verteidigern ausweichen. Als die Eagles nach einem Ersatz- Quarterback suchten, als Michael Vick zu den Jets abgewandert war, wäre Sanchez sein erste Wahl gewesen, sagte Kelly.
In den Testspielen hatte Sanchez tatsächlich aufblitzen lassen, daß er als NFL Quarterback doch etwas taugen könnte. Jetzt muß er es beweisen.
Das Spielsystem von Kelly liegt Sanchez. Schnelle, kurze Pässe, viel Laufspiel. Da hat man kaum eine Chance, sich den Ball vom Hintern des eigenen Mitspielers aus der Hand schlagen zu lassen.
Doch die Jets Fans wissen, daß Sanchez nach einiger zeit todsichere Wege finden wird, Spiele zu vergeigen.

Die 49ers verlängerten den Vertrag mit Kendall Hunter. Obwohl der Running Back in der laufenden Saison nicht spielt, unterschrieb er eine Verlängerung bis zum Ende der Saison 2015.
Hunter riß sich ein Kreuzband im Trainingslager und wurde im August auf die Verletztenliste gesetzt.
Die 49ers hoffen auf eine völlige Genesung des Running Backs, damit er den mit 32 Jahren doch schon recht alten Frank Gore nächstes Jahr ersetzen oder zumindest entlasten kann.

Die Packers verlängerten den Vertrag mit ihrem Head Coach.
Doch außer, daß Mike McCarthy einen neuen langfristigen Vertrag unterschrieben hat, wurde noch nichts bekannt. Weder über die Laufzeit, noch über die Finanzen.

Die Redskins schlagen zurück.
Der Vorstand des Clubs darf Ureinwohner der USA verklagen, die behaupten der Name Redskins würde von dem Team als rassistische Herabwürdigung genutzt.
Das entschied US Bezirksrichter Gerald Bruce Lee am Freitag.
Das Team darf auch die Anführer der „Anti-Redskins-Kampagne“ dafür verklagen, daß dem Team auf deren Treiben hin die Rechte an ihrem Teamlogo und dem Teamnamen im Juni vom Patentamt entzogen wurden.
Der Richter hörte sich die Argumente des Teamvorstands und des Anwalts der fünf namentlich aufgeführten Anführer der Ureinwohner an und entschied zugunsten der Redskins... also des Teams!
Die schriftliche Urteilsbegründung steht noch aus. Wenn diese vorliegt, wird das Team wohl Klage einreichen.

Montag, 3. November 2014

Die NFL 2014 - Woche 9
roethlisGegen die Colts warf Steelers Quarterback Ben Roethlisberger (Bild) letzte Woche sechs Touchdownpässe. Daran schien er so viel Gefallen gefunden zu haben, daß er gegen die Ravens gleich noch mal sechs Touchdownpässe warf.
Es war ein typisches Spiel dieser beiden Divisionsrivalen, die sich nicht ausstehen können. Es wurde mit einer Intensität und einer Energie geführt, die die anderen „Spitzenspiele“ an diesem Wochenende nicht annähernd aufbringen konnten.
Das begann schon am Donnerstag mit den Saints und den Panthers.
Am Sonntag enttäuschten dann die Cardinals und die Cowboys. Beide Teams hatten sechs Siege vorzuweisen, boten aber eine Vorstellung, die bis ins Knochenmark enttäuschte. Wobei Knochen mark fast schon ein gutes Stichwort ist. Tony Romo konnte nicht mitspielen. Der Quarterback der Cowboys hat zwei gebrochene Dornenfortsätze an einem Wirbel.
Es heißt, daß er durchaus hätte spielen können und wohl auch nächsten Sonntag in London gegen Jacksonville spielen wird, aber er spielte halt nicht, und sein Ersatzmann Brandon Weeden war völlig überfordert. Die O-Line, die bisher so gefeiert wurde, ließ ihn aber auch völlig im Stich. Das Laufspiel funktionierte auch nicht. Zum ersten Mal in dieser Saison blieb DeMarco Murray unter 100 Yards. In 19 Läufen kam er nur auf 79 Yards.
Die Cardinals blieben aber eine Erklärung, warum sie mit nun sieben Siegen das beste Team der NFC sind, schuldig. Wenn sie das mit der Leistung wurden, die sie gegen Dallas zeigten, sagt das eine Menge über die Qualität, oder nicht vorhandene Qualität, ihrer Gegner aus.
Alles in Allem ging der 28:17 Sieg über ein Cowboys-Team, das auf Normalform gestutzt wurde, in Ordnung.

Die globale Erwärmung hat gestern einen weiten Bogen um Foxboro gemacht. Mittags mussten die Schneepflüge raus, um das Feld vom Schnee zu befreien. Die von den Meteorologen vorhergesagten starken Winde brachten eine Eiseskälte mit sich.
Ob es daran lag, daß das Spitzenspiel zwischen Denver und New England nicht das hielt, was man sich davon versprochen hatte?
Beide Quarterbacks warfen mehr als 50 Pässe, trotzdem wollte auf den neutralen Zuschauer kein Funke überspringen.
Brady hatte eine Bilanz von 33 aus 53 für 333 Yards, 4 Touchdowns, bei 1 Interception.
Manning konterte mit 34 von 57 für 438 Yards, 2 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Bereits zur Halbzeit führten die Patriots 27:7 und Denvers Offense um Peyton Manning kam überhaupt nicht in die Gänge.
Ein Aufbäumen war danach nicht zu erkennen, so daß der 43:21 Sieg für New England völlig in Ordnung geht.
Die Patriots haben die Demütigung des Monday Night Spiels in Kansas City dazu genutzt, positive Energie zu mobilisieren. Danach haben sie kein Spiel mehr verloren und sind auf dem besten Weg, sich das Heimrecht in den Playoffs zu sichern.

San Diego wurde in Miami nach Strich und Faden auseinandergenommen.
Dolphins Head Coach Joe Philbin stand wieder an der Seitenauslinie, nachdem er einige Tage frei hatte, um seinen verstorbenen Vater zu beerdigen.
Viele glaubten ja bereits, daß Quarterback Philip Rivers sich unter den guten Quarterbacks der Liga eingenistet hat, und daß die Chargers jetzt auch zu den Spitzenteams der NFL gehören.
Falsch gedacht.
Natürlich kann man in Miami gegen die Dolphins verlieren, aber 0:37? Das ist dann doch des Schlechten zuviel.
Der oft gescholtene Dolphins Quarterback Ryan Tannehill vervollständigte 24 seiner 34 Pässe für 288 Yards und 3 Touchdowns.
Der oft gelobte Rivers brachte es nur auf 12 von 23 für 138 Yards und 3 Interceptions. Im letzten Viertel nahm er sich eine Verletzung an der Hand, um nicht mehr über den Platz geprügelt zu werden. Head Coach McCoy sagte in der Pressekonferenz, daß das nicht nötig gewesen wäre, kurz darauf hätte er seinen Quarterback sowieso rausgeholt, um ihn zu schonen. Der Hand würde es gutgehen, und Rivers wird kein Spiel deswegen verpassen.
Miami steht mit 5-3 Siegen nicht wirklich schlecht da, hat aber zwei Siege Rückstand auf die Patriots, die gegen Denver gewannen.
Die Chargers haben mit 5-3 Siegen zumindest keinen Boden auf Denver verloren, das nach der Niederlage gegen New England mit 6-2 dasteht.

Philadelphia gegen Houston. Eagles Quarterback Nick Foles schied mit einem gebrochenen Schlüsselbein aus und Mark Sanchez kam als Ersatzmann rein. Da stand es 7:7.
Sanchez schaffte es nicht, den Eagles den Sieg zu versauen. Seine Bilanz von 15 aus 22 für 202 Yards, 2 Touchdowns und 2 Interceptions klingt voll nach Sanchez.
Um gegen die Texans 31:21 zu gewinnen, reichte es aber.
Foles wird einige Wochen ausfallen, so daß die Eagles Fans sich an den „Butt-Fumbler“ gewöhnen müssen.
Ein hartes Los.
Auch die Texans hatten einen Verlust zu erleiden. Running Back Arian Foster musste wegen einer Leistenzerrung vorzeitig aufgeben.
Philly steht jetzt mit 6-2 Siegen vor Dallas mit 6-3.
Houston bleibt mit 4-5 Siegen zweiter in der AFC South.

Doch wir waren ja eigentlich noch bei den Steelers.
Wenn Football ein Mannschaftssport ist, wieso kann die Präsenz eines einzelnen Spielers eine so große Wirkung haben?
Der aus dem Ruhestand zurückgeholte, 36 Jahre alte Linebacker James Harrison hat dermaßen einen Funken in Pittsburgh gezündet, wie man es kaum für möglich hält.
Er alleine hatte Ravens Quarterback Joe Flacco zweimal unter sich begraben. Insgesamt musste der erneut hilflos agierende $120 Millionen Quarterback vier Sacks hinnehmen.
Seine Bilanz von 30 aus 45 für 303 Yards und 2 Touchdowns bei 1 Interception liest sich gar nicht mal schlecht, aber schauen wir doch mal, wie man das besser macht.
Big Ben vervollständigte 25 seiner 37 Pässe für 340 yards und 6 Touchdowns, OHNE Interception. Zwei Spiele in Folge mit 6 Touchdowns stellen einen neuen NFL Rekord dar. Und das nicht gegen irgendwelche Verteidigungen aus Tampa Bay oder Jacksonville, sondern schon gegen starke Kaliber aus Indianapolis und Baltimore.
In einer Strecke von drei Spielzügen in Folge wurde Roethlisberger dreimal von Ravens Verteidigern gesackt. Doch er schüttelte das ab und rupfte dem hässlichen schwarzen Todesvogel die Federn aus.
Es mag täuschen, aber man gewinnt den Eindruck, als hätten die Steelers das tiefe Tal der Erfolglosigkeit verlassen, seit der „Alte Mann“ mit der 92 wieder im Kader ist.
Wäre da nicht das Verletzungspech. Safety Troy Polamalu musste mit einer Bänderdehnung im Knie das Spiel verlassen, und Rookie Linebacker Ryan Shazier erwischte es am rechten Knöchel. Wie schwer die Verletzungen sind, wird heute untersucht werden.
Die mentale Verletzung, die Pittsburgh Baltimore mit dem 43:23 beibrachte, dürfte so leicht nicht heilen.
Die Bengals stehen zwar immer noch mit 5-2-1 Siegen an der Spitze der AFC North, doch Pittsburgh hat mit 6-3 Siegen ordentlich aufgeholt.
Die Ravens fielen auf 5-4 und stehen damit sogar auf dem letzten Platz noch hinter den Browns!!!

Samstag, 1. November 2014

Kurzberichte
idzik-johnDie Fans der Jets haben die Schnauze voll. Einige kreative unter ihnen gestalteten die Internetseite „FireJohnIdzik.com“.
Nach einem grauenvollen 1-7 Start in die Saison haben sie dieses Seite ins Netz gestellt, um den bisher durch Unfähigkeit aufgefallenen General Manager John Idzik (Bild) loszuwerden.
Höhepunkt der Seite ist die Rubrik „Idzik Hall of Shame“, hier kann man besondere Höhe... äh... Tiefpunkte seines Schaffens bewundern, wie die Verpflichtungen von Mike Goodson und Dimitri Patterson, die nur durch ihr Fehlverhalten auffielen. Doch auch Quarterback Geno Smith wird dort erwähnt.
Durch den Verkauf von T-Shirts möchten die Seitenbetreiber genug Geld sammeln, um auf einer Anzeigetafel vor dem Stadion ein weithin sichtbares „Feuert John Idzik“ schalten zu können.
Head Coach Rex Ryan sagte am Freitag, daß er versteht, daß niemand glücklich ist. Und dann zeigte er, daß auch er Humor hat, als er fortfuhr: „Aber wenn wir gewinnen, wird dieses andere Zeug abklingen.“

Siege gegen die Green Bay Packers und Carolina Panthers in nur vier Tagen haben die Saints Selbstbewußt gemacht.
Nach einem unerwarteten 2-4 Start in die Saison, sind die Saints jetzt zumindest bei 50% angekommen und von jetzt an soll es keine Rückschläge mehr geben.
Head Coach Sean Payton erinnerte das Team am Freitag noch mal daran, wie bitter es war mit nur 2-4 Siegen dazustehen. Das habe nicht nur an der Psyche gekratzt, sondern sich auch körperlich ausgewirkt.
Siege gegen ein Packers Team, das mit vier Siegen in Folge nach New Orleans kam, und ein Auswärtssieg in Carolina nach sieben Auswärtsniederlagen in Folge sollen nun den Karren aufs Gleis gebracht haben.
Die Saints wollen den gerade erkämpften ersten Platz in der NFC South nicht mehr abgeben. Aufpassen müssen sie in dieser Saison bei diesem Vorhaben nur auf die Panthers. Die Falcons und Buccaneers spielen eher um einen guten Platz in der nächsten Draft, als um einen Playoffplatz.

Die Panthers haben schlecht gespielt gegen die Saints, und Quarterback Cam Newton hat einen Schuldigen ausgemacht: sich selbst.
Es war das dritte schlechte Spiel in Folge von ihm, und das schlechteste der drei.
Seine Passvervollständigungsrate lag mit 35,7% so niedrig wie noch nie, und auch seine Passerwertung lag mit 39,4 Punkten so unterirdisch tief, wie nie zuvor.
Deshalb nimmt Newton die Schuld für die Niederlage auf sich. Er hätte eine Menge schlechter Pässe geworfen, auch wenn er nicht unter Druck war, fuhr er fort. Daran wäre niemand anderer schuld, als er selber.
Stimmt aber trotzdem nicht ganz.
Die O-Line musste viele Spieler ersetzen, und kaum ein Linespieler spielte auf seiner Position. Zudem ließen seine Receiver Newton ein ums andere Mal im Stich und ließen präzise geworfene Pässe fallen.
Es war also doch eher ein kollektives Versagen.

Dolphins Head Coach Joe Philbin fehlte den zweiten Tag in Folge beim Training.
Eine Familienangelegenheit sei daran schuld, heißt es. Was genau los ist, wurde nicht gesagt.

Brady-Manning Bowl 16 steht an.
Gegen die Chicago Bears hatten die Patriots eine neue, noch schnellere Gangart der Offense trainiert. Mit Erfolg, wie man gesehen hat.
New England will verhindern, daß die Defense der Broncos Spieler zwischen den Spielzügen austauschen kann.
Denver legt auch ein hohes Tempo in der Offense vor, was die Patriots daran hindern kann, ihre Verteidiger auszutauschen.
Ob das Paßspiel allerdings bei beiden Teams so gut wie gewohnt funktionieren kann, bleibt abzuwarten. Meteorologen sagten starke Winde für das Spiel voraus.
Doch daran glaubt Patriots Head Coach Bill Belichick erst, wenn es wirklich soweit sein sollte. „Wenn ich meinen Job so schlecht machen würde wie die, wäre ich nach einer Woche gefeuert.“
Und wo er recht hat, hat er recht.
Der Gewinner des Spiels hat beste Aussichten darauf, das Heimrecht in den Playoffs zu bekommen.

Der Lazarettreport
Die Bengals sind optimistisch, daß Wide Receiver AJ Green seine Zehenverletzung ausgeheilt hat. Sie rechnen mit seinem Einsatz gegen die Jaguars.
Running Back Giovani Bernard kann wegen diverser Verletzungen nicht spielen.

Die Texans hatten nur kurz etwas von Jadeveon Clowney. Der Linebacker spielte nach einer langen Verletzungspause letzte Woche zum ersten Mal wieder. Jetzt sieht es so aus, als ob seine Knieverletzung ihn doch noch weiter vom Spielen abhalten wird.

Ein wahrer Pechvogel ist DeAngelo Hall. Der Cornerback der Redskins kuriert zur Zeit einen Achillessehnenriss aus. Als er sich Anfang der Woche eine Pizza aus der Küche holen wollte, riß die frisch operierte Sehne erneut und wurde bereits am Donnerstag erneut operiert.

Freitag, 31. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 9 - Auftakt zur zweiten Halbzeit
brees-drew4Für den Reporter einer amerikanischen Tageszeitung war der Sieg der Saints: „Ein dominanter Auswärtssieg für New Orleans.“
Was auch immer der sich eingeworfen hatte, das möchte ich auch haben.
Ohne die Zuhilfenahme bewußtseinserweiternder Drogen sah man nämlich nur den Sieg eines mittelmäßigen Teams gegen ein schlechtes Team.
Schon der Blick auf die Tabelle vor dem Spiel ließ in einem den Verdacht aufkommen, daß hier zwei höchstens mittelmäßige Teams gegeneinander spielen würden, die 3-4-1 Panthers gegen die 3-4 Saints. Während des Spiels wurde man den Verdacht nicht los, daß hier zwei höchstens mittelmäßige Teams gegeneinander spielen. Nach dem Spiel hatte sich dieser Verdacht bestätigt.
Beide Teams hatten Aufstellungssorgen, weil hier wie dort Linespieler angeschlagen waren oder gleich ganz fehlten. Es erwies sich, daß die O-Line der Panthers ihre Aufstellungsprobleme nicht lösen konnte. Immer wieder stürmten die Saints Verteidiger durch und hingen an Quarterback Cam Newton. Der konnte dann auch nur 10 seiner 28 Pässe an den Mann bringen für 151 Yards bei 1 Interception. Wobei man anmerken muß, daß er auch Pässe viel zu hoch warf, wenn er nicht bedrängt wurde.
Allerdings war auf seine läuferischen Qualitäten Verlass. Sieben Läufe brachten 43 Yards und 1 Touchdown.
Eine etwas unübersichtliche Szene gab es kurz vor der Halbzeit. Newton wurde an der eigenen eins gesackt und verlor den Ball. Schnell entschieden die Schiedsrichter auf Ballbesitz New Orleans. Das Getümmel auf dem Platz ging aber da noch weiter. Am Ende kam Cam Newton mit dem Ball aus der Spielertraube, aber die Balleroberung wurde Saints Linebacker Curtis Lofton zugeschrieben.
Zwei Spielzüge später stand es durch einen Touchdownlauf von Mark Ingram 7:0 für die Saints. Der Running Back brachte es insgesamt auf 100 Yards und 2 Touchdowns aus 30 Läufen.
Es waren noch 3:20 Minuten zu spielen. Carolina konnte allerdings keinen ersten Versuch erzielen und musste punten.
Die Saints kamen so 109 Sekunden vor der Pause an der eigenen 15 noch mal in Ballbesitz. Ohne Timeouts führte Drew Brees (Bild) seine Truppe nach vorne.
14 Sekunde vor Halbzeitende stand New Orleans an Carolinas 33. Brees paste auf Meachem in die Endzone, doch der kam nicht an den Ball. Die Schiedsrichter erkannten eine Passbehinderung und sechs Sekunden vor der Pause kamen die Saints so an die eins der Panthers. Touchdownpass von Brees auf Tight End Jimmy Graham, 14:0.
Brees brachte es im Spiel auf 24 vollständige Pässe aus 34 Versuchen für 297 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Der erste Drive der Panthers in Durchgang zwei gehörte den Läufen von Quarterback Cam Newton. Er erzielte die meisten Yards und den abschließenden Touchdown.
Damit aber hatte er sein Pulver für diesen Abend komplett verschossen.
Am Ende stand es in diesem „Spitzenspiel“ um Platz eins in der schwachen NFC South 28:10 für New Orleans.
Die Saints stehen durch diesen ersten Auswärtssieg nach sieben Niederlagen mit 4-4 Siegen alleine an der Tabellenspitze und haben drei Heimspiele in Folge vor sich. Carolina fiel auf 3-5-1 zurück, hat aber das leichteste Restprogramm aller 32 NFL Teams vor sich, was die Spielstärke der Gegner angeht.
Vor dem Spiel gab es schlechte Nachrichten für Greg Hardy. Der Defensive End der Panthers ist suspendiert, weil er in einem Prozess schuldig befunden wurde, eine Frau geschlagen zu haben.
Er legte Berufung ein und der neue Prozess sollte am 17. November beginnen.
Doch das Gericht gab am Donnerstag bekannt, daß die Berufungsverhandlung sehr wahrscheinlich erst nach der Saison stattfinden wird.
Bis dahin bleibt Hardy suspendiert.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Kurzberichte
newton-cam5Die zweite Halbzeit der Saison beginnt heute Nacht mit dem „Spitzenspiel“ um die Tabellenführung in der NFC South. Die 3-4 Saints müssen zu den 3-4-1 Panthers.
Halt mal. Zwei Teams mit einer negativen Sieg-Niederlagen Bilanz kämpfen zur Halbzeit um die Tabellenführung?
Ja, das ist tatsächlich so.
Das zeigt, wie hundsmiserabel diese Division ist. Doch es ist nun mal ein Spiel um Platz 1 und ein Spiel um Platz 1 ist ein Spitzenspiel. Immerhin gehörten beide Teams letztes Jahr zu den Playoffteilnehmern.
Warten wir also ab, was sie in diesem Thursday Night Spiel unterhaltsames bieten können?
Beide Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen und es bleibt abzuwarten, welches besser damit klarkommt?
Die Panthers werden ihren Fans etwas beweisen wollen. Immerhin haben sie zweimal in Folge verloren, und eine dritte Niederlage, zumal vor eigenem Publikum, muß deshalb verhindert werden.
Die Saints scheinen langsam in Fahrt zu kommen, und brauchen ein Erfolgserlebnis ebenso nötig wie der Divisionsrivale.
Wie auch immer, zwei mittelmäßige Teams sind durchaus in der Lage ein gutes Spiel abzuliefern.
Die Panthers werden ohne Left Tackle Byron Bell antreten müssen. Er ist an einem Ellenbogen und einem Knie verletzt.

Doch es gibt ja noch ein echtes Spitzenspiel am neunten Spieltag, eines, das weder ein Donnerstags- noch Sonntags- oder Montagsabendspiel ist.
Doch wenn die zukünftigen Ruhmeshallenmitglieder Tom Brady und Peyton Manning aufeinandertreffen ist es halt ein Spitzenspiel. Ob es ein spitzen Spiel wird, weiß man ja erst hinterher.
Der 38-jährige Manning muß zum 15 Monate jüngeren Brady. Man sieht also, daß es diese Rivalität nicht mehr sehr lange geben wird.
Rivalen sind die beiden sowieso nur auf dem Platz, privat sind sie gut befreundet.
Zählt man die Playoffs mit, dann treffen die beiden zum 16. Mal aufeinander. Brady hat 10 mal gewonnen und hat Zuhause eine Bilanz von 7-2.
Im bisherigen Saisonverlauf haben die Broncos und Patriots bewiesen, daß sie sich wieder im AFC Endspiel treffen könnten. Denver ist 6-1, New England 6-2.
Sport 1 US überträgt das Spiel am Sonntag ab 22:20 Uhr.

Die Redskins werden mit Robert Griffin III gegen Minnesota beginnen. Das gab ein Insider aus dem Umfeld der Redskins am Mittwoch bekannt.
Head Coach Gruden wollte das offiziell noch nicht bestätigen.
Als RG3 letztes Jahr nach einer Knieoperation zurückkam, war das keine Offenbarung. Und auch jetzt sollten Redskins-Fans nicht zuviel von ihm erwarten.

Cowboys Besitzer Jerry Jones geht davon aus, daß Tony Romo gegen die Cardinals spielen wird.
Er sagte in einem Radiointerview, daß manch ein Spieler mit so einer Rückenprellung ein, zwei Spiele aussetzen würde, doch Romo hätte eine hohe Schmerzakzeptanzschwelle. Sein Quarterback, so sagte Jones voller Überzeugung, wird am Sonntag spielen.
Warten wir es ab.
Sport 1 US wird das Spiel der 6-2 Cowboys gegen die 6-1 Cardinals um 19 Uhr übertragen.

Die Bengals müssen wenigstens zwei Wochen auf Vontaze Burfict verzichten. Der Linebacker wurde am Mittwoch am Knie operiert.

Die besten Spieler der Woche 8

AFC
OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
40 von 49 Pässen für 522 Yards, 6 Touchdowns
Dies ist seine 10. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S LOUIS DELMAS, MIAMI DOLPHINS
1 Interceptionreturn- Touchdown über 81 Yards, 1 eroberter Fumble, 2 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: RB-KR KNILE DAVIS, KANSAS CITY CHIEFS
1 99 Yards Kickoffreturn- Touchdown
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR LARRY FITZGERALD, ARIZONA CARDINALS
7 gefangene Pässe für 160 Yards, 1 Touchdown 
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB ANTHONY BARR, MINNESOTA VIKINGS
8 Tackles, 1 Sack, 1 erzwungener und eroberter Fumble, den er über 27 Yards zum Touchdown zurücktrug
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K KAI FORBATH, WASHINGTON REDSKINS
2 von 2 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Monday Night Football - Nachbeben
romo-am-bodenGerade als man dachte, die Cowboys hätten aus ihren Fehlern gelernt und einige davon abgestellt, Bums, geht es zur Halbzeit der Saison zurück zu den schlechten, alten Cowboys.
Quarterback Tony Romo (Bild) hatte ein Knie von Redskins Linebacker Keenan Robinson in den Rücken bekommen. Romo musste zur Behandlung in die Kabine. Hätten selbst die Cowboys-Fans letztes Jahr noch gejubelt, daß Romo verletzt raus musste, spielte er dieses Jahr bisher tatsächlich so, als würde er zumindest einen Teil der $100 Millionen verdienen, die er bekommt. Entsprechend waren die Fans dieses Mal erschrocken.
Auch Head Coach Jason Garrett machte den Eindruck, als hätte er Fortschritte gemacht. Immerhin hat er die Cowboys, denen noch während der Vorbereitungsphase niemand auch nur irgend etwas zugetraut hatte, zum Tabellenführer der NFC East gemacht.
Doch dann kam das Monday Night Spiel, und alles ging über Bord.
Romo hatte sich starke Schmerzmittel spritzen lassen, und kam zurück, um in den letzten zwei Minuten wieder zu spielen. Anstatt Ersatzmann Weeden weiterspielen zu lassen, und ihn den Ball an Running Back DeMarco Murray geben zu lassen, setzte Head Coach Garrett Romo wieder ein und setzte auf Paßspiel.
Kann es sein, daß dieser Befehl von ganz oben kam?
Ist anzunehmen. Kurz bevor Romo wieder aus der Kabine kam, hatte Teambesitzer Jerry Jones am Spielfeldrand mit Garrett gesprochen.
Das Ergebnis ist bekannt. Das Team mit bis dahin erst zwei Siegen holte mit seinem dritten Quarterback bei dem Team mit bis dahin erst einer Niederlage seinen dritten Sieg.
Am Dienstag wurde Romos Rücken dann genauer untersucht. Immerhin hatte er in den letzten beiden Jahren zwei Operationen. Das genaue Ergebnis liegt noch nicht vor, aber es sieht so aus, daß das Knie von Robinson nur einen nicht lange anhaltenden Eindruck auf einem Rückenmuskel hinterlassen hat. An der operierten Wirbelsäule soll nichts festgestellt worden sein.

Kurzberichte
Die Buccaneers gaben Linebacker Mark Barron an die Rams ab. Als Kompensation erhalten sie Wahlmöglichkeiten der Bucs in Runde vier und sechs der nächsten Draft.
Um Platz für Barron im Kader zu schaffen, feuerten die Rams Quarterback Case Keenum.

Einen Aufstand der Gutmenschen wird es am Sonntag in Minnesota geben.
Wenn die Redskins gegen die Vikings spielen, soll es Proteste von Studenten der Universität gegen den „rassistischen“ Teamnamen des Teams aus Washington geben, unter dem Motto: „Es gibt keine Ehre im Rassismus“.
Das ist allerdings nichts neues. Solche Proteste gab es bereits letztes Jahr, als die Redskins im Metrodome spielten, wie auch vor 22 Jahren schon, als die Redskins dort Super Bowl XXVI gewannen.
Teambesitzer Dan Snyder tat die Sache als Getue der Political Correctness ab.

Champ Bailey tritt in den Ruhestand.
Der 12-malige Pro Bowl Cornerback spielte in seinen 15 NFL Jahren hauptsächlich für die Broncos
Im März entließen sie ihn aus Kostengründen. Zwar unterschrieb er danach noch einen Vertrag bei den Saints, doch er schaffte es nicht in den 53 Mann Kader.
Da sich kein Team mehr bei ihm meldete, verkündete er am Dienstag sein Karriereende.

Die Panthers setzten Chase Blackburn auf die Verletztenliste.
Der Linebacker hat eine Knieverletzung und kann dieses Jahr nicht mehr spielen.

Gordon Soltau verstarb am Dienstag im Alter von 89 Jahren.
Soltau spielte neun Jahre für die 49ers als Wide Receiver und Kicker.
Er fing 249 Pässe für 3.487 Yards und 25 Touchdowns. Zusätzlich erzielte er 70 Field Goals und 284 Extrapunkte.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 8 - Monday Night Football
mccoy-colt-redskinsDer dritte Mann hat die Siegesserie von Dallas beendet.
Die Redskins kamen nach Dallas und starteten mit ihrem dritten Quarterback, Colt McCoy (Bild). Der legte eine Vorstellung hin, als wolle er mit Robert Griffin III um den Posten des Starters kämpfen, wenn RG3 seine Knöchelverletzung ausgeheilt hat. Am Ende des Spiels hatte McCoy eine Bilanz von 25 aus 30 für 299 Yards bei 1 Interception.
Es war das typische Spiel dieser beiden Rivalen, die sich bis ins Knochenmark bekämpfen, egal wie der Tabellenstand gerade aussieht.
Der sah Dallas mit 6-1 Siegen gegenüber den Redskins mit einer 2-5 Bilanz klar im Vorteil. Doch das hat nichts zu bedeuten, wenn es auf dem Platz losgeht.
Und so verlief das Spiel auch mit zwei Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegneten.
Nachdem es mit einer hauchdünnen 7:3 Führung für Dallas in die Pause ging, wurde es im zweiten Durchgang etwas munterer.
Redskins Quarterback McCoy hatte seine Nervosität abgelegt und agierte sicherer als in der ersten Halbzeit. Zwar merkte man ihm an, daß er nur selten, wenn überhaupt, mit der ersten Mannschaft trainiert hat, aber die Abstimmungsprobleme wurden deutlich weniger.
Zunächst gingen die Redskins mit 10:7 in Führung, durch einen Lauf über fünf Yards von Running Back Alfred Morris.
Dallas Kicker Dan Bailey glich noch im dritten Viertel aus, nachdem Ersatz- Quarterback Brandon Weeden das Team an die drei Yards Linie der Redskins geführt hatte.
Weeden musste für Tony Romo einspringen, der sich in der Mitte des dritten Viertels eine Rückenprellung zuzog. Er konnte selber vom Platz und in die Kabine gehen, mußte allerdings etwas gestützt werden.
Fünf Minuten vor Spielende kam Romo wieder aus der Kabine und lief in die Mannschaftszone um sich zurückzumelden. Jetzt lautete die Frage: Tony Romo wieder einsetzten oder Brandon Weeden weiterspielen lassen?
Weeden hatte Dallas nach dem Field Goal Drive auch einmal in die Endzone geführt. Neun Minuten vor Spielende hatte er einen 25 Yards Pass zu Tight End Jason Witten geworfen zum zwischenzeitlichen 17:17.
Als Dallas Head Coach Garrett sich entschlossen hatte, Weeden wieder auf die Bank zu setzen, konnte das eigentlich nur schiefgehen. Romo hatte Rückenschmerzen und seine Mobilität war eingeschränkt, während Weeden seinen Rhythmus gefunden hatte.
Es waren noch 1:52 Minuten zu spielen, als es fast zum Desaster kam. Dallas stand an der eigenen 12 und Romo wurde von Redskins Safety Meriweather an der eigenen drei gesackt, verlor den Ball und es war reines Glück, daß Dallas Running Back Murray, der ein gewohnt starkes Spiel ablieferte, vor Redskins Linebacker Ryan Kerrigan an den Ball kam.
Dann ein Pass von Romo, der genau in die Hände von Redskins Cornerback Bashaud Breeland flog, der ihn aber aus welchen Gründen auch immer, nicht fangen konnte. So kam der eigentliche Adressat des Balles, Wide Receiver Williams, glücklicherweise dazu, ihn zu fangen.
Zwei Szenen in denen Dallas einen irren Dusel hatte.
Sechs Sekunden vor Spielende musste Dallas noch mal punten, doch die Redskins ließen die Zeit ablaufen, und es ging in die Verlängerung.
Hier bekamen die Redskins zuerst den Ball, und McCoy führte die Offense in Field Goal Reichweite. Keith Forbath traf aus 40 Yards.
Dallas musste also zumindest auch ein Field Goal erzielen. Doch Tony Romo wurde von der Redskins Verteidigung so schwer unter Druck gesetzt, daß er sein Team nur von der eigenen 20 an die 27 führen konnte. Ein letzter Pass von Romo bei einem Vierten und drei in Richtung Dez Bryant wurde von Breeland an der 45 abgewehrt und die Redskins hatten das Spiel mit 20:17 gewonnen. Für die Redskins war es der erste Sieg gegen ein NFC East Team seit dem letzten Saisonspiel 2012, als es um den Einzug in die Playoffs ging. Auch damals war Dallas das Opfer.
Philadelphia wird es besonders gefreut haben, die mit 5-2 Siegen Dallas mit nun 6-2 Siegen weiter auf den Fersen bleiben.
Die Redskins haben jetzt 3-5 Siege und sind rein theoretisch immer noch voll im Playoffrennen.
Dallas Running Back DeMarco Murray konnte seinen NFL Rekord auf acht Spiele in Folge, in denen er mehr als 100 Laufyards erzielte, erhöhen. Zwar verlor er einmal in aussichtsreicher Position den Ball, weil er noch unbedingt einen Extrayard erzielen wollte, aber an seiner erneut tollen Vorstellung änderte das nichts.

Kurzberichte
Den Bears wurde von den Patriots das Fell abgezogen, und Brandon Marshall blieb stumm. Es kann sein, daß das schon das Schweigen der Resignation ist.
Aber jemand anderer hatte etwas zu sagen, General Manager Phil Emery. Er sieht die Sache so, wie sie ist: „Wir sind ein 3-5 Team und Jay ist ein 3-5 Quarterback“, sagte er.
Dann unternahm er hilflose Versuche, Cutler doch noch Gutzureden, und führte auf, warum er dem Quarterback solch einen Irrsinnsvertrag gegeben hat. Emery ging zurück bis in Cutlers High School Tage und förderte viele tolle Taten zutage. Doch es nutzt ja alles nicht. Es bleibt bei der Erkenntnis: „Wir sind ein 3-5 Team und Jay ist ein 3-5 Quarterback“.

Solche stümperhaften Versuche, eine Misere schönzureden, hat auch Jets General Manager Idzik drauf. Doch ein Fan, ein einflußreicher Fan, hat davon die Schnauze voll.
Mike Francesca vom Radiosender WFAN redete sich in Rage, als er über die Jets grantelte. Er zog über General Manager Idzik her, über Head Coach Ryan, über Quarterback Smith, über die marode Defense, und was ihm in den sieben Minuten, die man sich hier anhören sollte, noch so alles einfiel: http://ftw.usatoday.com/2014/10/mike-francesa-unleashed-a-7-minute-jets-rant-for-the-ages
Und ob man die Jets mag, oder nicht, DAS MUSS man sich anhören.

Die Jets haben einen Quarterback Wechsel vollzogen. In der nächsten Niederlage in Kansas City am Sonntag wird Michael Vick starten.

Am Montag verstarb Mo Collins im Alter von nur 38 Jahren.
Collins war Lineman bei den Raiders. Die hatten ihn 1998 in der ersten Runde einberufen. Er spielte sechs Jahre für Oakland und erreichte einmal mit ihnen den Super Bowl.
Die Todesursache wurde noch nicht bekanntgegeben.

Der Lazarettreport
Die Rams setzten Jake Long auf die Verletztenliste. Der Left Tackle zog sich erneut einen Kreuzbandriss zu.
Auch für den besten Wide Receiver des Teams ist die Saison beendet. Brian Quick riß sich die Rotatorenmanschette in einer Schulter.

In der Niederlage gegen die Redskins zog sich Dallas Linebacker Justin Durant einen gerissenen Bizeps zu. Für ihn ist die Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Glück im Unglück hatte Nick Fairley. Der Defensive Tackle der Lions wird mit einer Bänderdehnung im Knie nur einige Wochen aussetzen müssen, nicht die ganze Saison.

Wie erwartet zog sich Bears Defensive End Lamarr Houston einen Kreuzbandriss zu, als er einen Sack gegen New Englands Ersatz- Quarterback in der „Müllzeit“ zu überschwenglich feierte.
Damit ist die Saison für ihn beendet.
Auch für Guard Matt Slauson kam das Saisonende vorzeitig. Er zog sich einen gerissenen Brustmuskel zu.

Chiefs Quarterback Alex Smith hat eine ausgerenkte Schulter. Die zog er sich bereits in der ersten Halbzeit gegen die Rams zu, spielte aber weiter, ohne jemandem etwas davon zu sagen.
Ob er gegen die Jets spielen kann, steht noch nicht fest.

Die Giants setzten Jon Beason auf die Verletztenliste. Der Linebacker ist am Fuß verletzt und muß operiert werden.

Packers Quarterback Aaron Rodgers wird mit seiner Oberschenkelverletzung kein Spiel aussetzen müssen.
Das teilte Head Coach McCarthy am Montag mit.

Texans Linebacker Brian Cushing hat weiter Schmerzen in seinem vor einiger Zeit operierten Knie. Ob er spielen kann, wird kurzfristig entschieden.

Ravens Cornerback Jimmy Smith hat eine Sehnenzerrung in einem Fuß und muß einige Wochen aussetzen.

Montag, 27. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 8
ryan-matt11Halbzeit in der NFL und die Achterbahnfahrten hören nicht auf.
Teams, die in der Vorwoche noch wie die Mädchen spielten, verhauen plötzlich ihre Gegner, während Favoriten straucheln.
Der Tag fing mit einer außergewöhnlichen Anstoßzeit an. Bereits um 14:30 Uhr unserer Zeit begann das Spiel in London zwischen den Lions und dem „Heimteam“ aus Atlanta. Und die als Heimstark bekannten Falcons legten auch los, als wollten sie die Lions aus dem Stadion fegen.
Mit einer sicheren 21:0 Führung gingen sie in die Halbzeit.
Doch in Durchgang zwei vergaßen sie zu punkten, und so kam Detroit zu einem kaum möglich gehaltenen 22:21 Sieg durch ein Field Goal von Matt Prater aus 48 Yards als die Uhr auf Null sprang.
Und diesem Field Goal ging ein Drama voraus. Vier Sekunden waren noch auf der Uhr, als die Lions einen Field Goal Versuch aus 43 Yards versuchten. Der Kick von Prate segelte neben die Torstange. Doch die Schiedsrichter hatten da schon abgepfiffen, da Detroit zuviel Zeit gebraucht hatte... Delay of Game... Fünf Yards Strafe... nächster Versuch aus 48 Yards. Dieses Mal traf Prater zum doch etwas glücklichen, aber letztlich verdienten Sieg.
In der unglaublich schwachen NFC South hätte Atlanta mit einem Sieg beinahe die Tabellenführung übernehmen können, obwohl sie dann nur 3-5 Siege hätten vorweisen können. Doch jetzt haben sie nur 2-6 Siege vorzuweisen, sind aber trotzdem immer noch im Playoffrennen.
Detroit steht jetzt mit 6-2 Siegen alleine an der Spitze der NFC North. Das haben sie New Orleans zu verdanken.

Die Saints hatten vor, ihre verkorkste Saison noch zu retten. Dazu war ein Sieg über die bisher recht starken Packers nötig. Das schafften sie auch.
Der 44:23 Sieg könnte der Wendepunkt in der Saison gewesen sein. Die Saints Offense hat ihre alte Stärke erreicht, wobei besonders ein Running Back sehr positiv auffiel. Mark Ingram erzielte mit 24 Läufen 172 Yards und 1 Touchdown.
Quarterback Drew Brees vervollständigte 27 seiner 32 Pässe für 311 Yards und 3 Touchdowns.
Aaron Rodgers verletzte sich bei einem Lauf am linken Oberschenkel. Das behinderte ihn zwar nicht stark, aber er konnte nicht mehr jedem anstürmenden Verteidiger ausweichen. Er hatte eine Bilanz von 28 aus 39 für 418 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Green Bay hat mit 5-3 Siegen Detroit jetzt in der Division vor sich, aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die anderen Teams aus der NFC North, Chicago und Minnesota, sind nur Kanonenfutter, das man vernachlässigen kann.
Und siehe, mit einer mageren Bilanz von 3-4 Siegen sind natürlich auch die Saints in der unglaublich schwachen NFC South noch im Playoffrennen, denn die Panthers führen die Tabelle mit nur 3-4-1 Siegen an.

Seattle konnte in Carolina verhindern, dreimal in Folge zu verlieren. So langsam hat sich beim amtierenden Champion doch der Super Bowl Kater eingeschlichen, denn ein magerer 13:9 Sieg gegen die Panthers ist nichts, worauf man stolz sein sollte.
Doch ein Sieg ist ein Sieg und Seattle konnte so verhindern, daß die Cardinals zu sehr außer Sichtweite gerieten.

Arizona gewann in einem Thriller mit 24:20 gegen die Eagles.
Das Spiel hätte Sheldon Cooper gefallen. Genau so wie er, hatten auch die Schiedsrichter „Spaß mit Flaggen“. Sie pflasterten in der ersten Halbzeit das Spielfeld mit ihren gelben Taschentüchern zu, als gäbs kein Morgen mehr.
Das änderte sich im zweiten Durchgang, und man hatte das Gefühl, jemand aus der Ligazentrale hätte in ihrer Kabine angerufen, und sie gebeten, dieses Grauen zu stoppen.
Dann wurde das Spiel auch flüssiger und besser, nachdem die Teams mit einem 7:7 gegangen waren.
1:56 Minuten vor Spielende gingen die Eagles mit 20:17 in Führung.
Doch das war nicht der Sieg. Den holten sich die Cardinals 1:21 Minuten vor Spielende durch einen 75 Yards Touchdownpass von Palmer auf John Brown.
Überhaupt war es das Spiel der Big Plays. Plätscherte es oft minutenlang fast ereignislos vor sich hin, weckten einen tolle Pässe und lange Läufe oftmals aus dem einsetzenden Schlummer.
Mit dem 24:20 Sieg setzten sich die Cardinals mit 5-1 Siegen an der Spitze der NFC West fest.
Philly fiel auf 5-2 und muss nun hoffen, daß die 6-1 Cowboys in dieser Nacht gegen die Redskins verlieren.

Zu den Teams, die man in dieser Saison überhaupt nicht einschätzen kann, gehören die Pittsburgh Steelers.
Mit einer epochalen Leistung zerlegten sie die Indianapolis Colts, als wäre es nichts.
Allerdings brauchten sie dazu jeden der einen persönlichen Rekord darstellenden sechs Touchdownpässe von Ben Roethlisberger.
Die sechs Touchdownpässe stellen auch einen Mannschaftsrekord dar, genauso wie die 522 Passyards und die 40 vollständigen Pässe.
Big Ben wurde erst der dritte Quarterback der NFL, der mit 150 oder weniger Starts 100 Siege erzielen konnte. Die anderen beiden sind Joe Montana und Tom Brady.
All das war nötig, um Indianapolis in Schach zu halten. Zwar hatte Andrew Luck zwei Interceptions auf seinem Konto, aber er warf auch drei Touchdownpässe.
Zu wenig an diesem Tag, an dem die wahren Steelers ihr Gesicht zeigten.
In einem Shootout gewann Pittsburgh mit 51:34. Damit bleiben sie mit 5-3 Siegen in der unglaublich schwachen AFC North tatsächlich mitten Im Playoffrennen, dank der Bengals.

Cincinnati gewann im „Spitzenspiel“ der Gruppe mit 27:24 gegen die Ravens.
Bedingt durch die ungewöhnliche Zählweise des Unentschiedens gegen Carolina stehen die Bengals jetzt mit 4-2-1 Siegen auf Platz 1 der Division, während Baltimore und Pittsburgh mit jeweils 5-3 hinter ihnen stehen und lauern.

War eben nicht die Rede von Tom Brady?
Nun, der Hundertmillionendollarquarterback zeigte dem Hundertmillionendollarquarterback auf der Gegenseite mal, wie man es sich wirklich verdient, ein Hundertmillionendollarquarterback zu werden.
Der Unterschied zwischen einem echten Superstar und einem Möchtegern hätte nicht deutlicher aufgezeigt werden können.
Tom Brady hatte eine Bilanz von 30 aus 35 für 354 Yards und 5 Touchdowns.
Chicagos Quarterback Jay Cutler vervollständigte 20 seiner 30 Pässe für 3 Touchdowns, als die Patriots schon heruntergeschaltet hatten, und 1 Interception. Zusätzlich brachte er das Stadion einmal mit einem wirklich lustig aussehenden Fumble zum Lachen.
Und so ist es kein Wunder, daß New Englands 51:23 Sieg völlig in Ordnung ging.
Was Bears Defensive End LaMarr Houston geritten hat, 3 Minuten vor Spielende beim Stand von 48:23 einen Sack dermaßen überschwenglich zu feiern, daß seine Saison dadurch beendet wurde, weiß wohl nur er selber. Bei seinem „Sack Dance“ zog er sich eine Knieverletzung zu. Zwar werden heute noch Untersuchungen gemacht, aber die Prognose lautet Kreuzbandriss. Und das nur, weil er Ersatz- Quarterback Jimmy Garoppolo, der Brady mittlerweile abgelöst hatte, zu Fall brachte.
Das Spiel war ein lockeres Aufwärmtraining für die Patriots, die nächsten Sonntag die Denver Broncos empfangen.
Peyton Manning gegen Tom Brady... zwei echte Quarterback-Legenden... die Fortsetzung des Klassikers.

Der Lazarettreport
Lions Tackle Nick Fairley musste auf der Bahre vom Platz gefahren werden, nachdem sein Teamkollege Ndamukong Suh auf ihm landete. Dabei verdrehte sich Fairleys Knie dermaßen, daß man das Schlimmste befürchten muß.

Gleich drei Verletzungen hatten die Rams in ihrer Niederlage gegen die Chiefs zu erleiden.
Wide Receiver Brian Quick verletzte sich an der Schulter, ebenso wie Offensive Lineman Rodger Saffold. Offensive Tackle Jake Long hat sich eine sehr wahrscheinlich saisonbeendende Knieverletzung zugezogen.

Ravens Cornerback Jimmy Smith musste mit einer Fußverletzung das Spiel verlassen.

Im Kracher der Eagles gegen die Cardinals krachten Eagles Wide Receiver Jeremy Maclin und Cardinals Cornerback Patrick Peterson dermaßen mit den Helmen aneinander, daß sie beide vom Platz mussten. Während Maclin später wieder mitspielen konnte, blieb Peterson mit Verdacht auf Gehirnerschütterung draußen.

Sonntag, 26. Oktober 2014

14 Stunden Football LIVE
14stdEinen wunderschönen guten Morgen an die Freunde der besten Sportart der Welt da draußen.
Je nachdem, wie lange das Sunday Night Spiel dauert haben wir etwa 14 Stunden Live Football vor uns.
Es beginnt um 14:30 Uhr mit dem Spiel der Lions gegen die Falcons in London (Gamepass/NFL now/ustvnow.com).
Dann geht es um 18:00 Uhr auf Sport 1 US und dem Optionskanal weiter mit Bears at Patriots und Ravens at Bengals. Nach 21:00 Uhr stehen dann die Partien Eagles at Cardinals und Colts at Steelers an, bevor die Partie Packers at Saints (Gamepass/ustvnow.com/Sport 1 US Optionskanal) den Marathon beendet. Da Sport 1 US den Großteil der Zuschauer auf dem Hauptkanal mit Baseball anödet, wird das letztgenannte Spiel dieses Mal nur auf dem Optionskanal gezeigt.
Also, bei allerschönstem Fernsehwetter heißt es, zeitig Mittagessen, dann die Chips und Getränke in Reichweite stellen und am Marathon teilnehmen.
Der beginnt, wie erwähnt, in London, so zeitig, daß das Spiel bis zu der normalen Anstoßzeit der frühen Spiele beendet sein sollte.
Ob Calvin Johnson daran teilnimmt, steht immer noch nicht fest. Der Wide Receiver der Lions ist an einem Knöchel verletzt und läuft noch nicht ganz rund.
Auf keinen Fall mitspielen wird CJ Mosley. Der Defensive Tackle wurde von den Lions in Flugzeug gesetzt und nach Hause geschickt.
Er wurde für zwei Woche suspendiert, wegen nicht näher bekanntgegebener Verletzungen der Teamregeln.
Atlanta weiß noch nicht genau, welcher Spieler der angeschlagenen O-Line auf welcher Position spielen soll?
Das Verletzungspech hat die Falcons voll im Griff.

Kurzberichte
Die Tampa Bay Buccaneers gaben Gerald McCoy eine Vertragsverlängerung.
Der zweimalige Pro Bowl Defensive Tackle unterschrieb am Samstag eine Verlängerung über sieben Jahre und $98 Millionen. $51 Millionen davon sind garantiert.

Da wollte es jemand aber so richtig wissen.
Titans Running Back Shonn Greene wurde am Freitagabend wegen mehrerer Vergehen verhaftet.
Alles begann damit, daß der Herr Superstar sein Auto auf einen Behindertenparkplatz gestellt hatte. Als eine Parkplatzwächterin den Berechtigungsschein sehen wollte, setzte sich Greene wortlos wieder in sein Auto und fuhr weg. Dabei nahm er keine Rücksicht auf andere Personen auf dem Parkplatz und gab Gas, wobei er die Parkplatzwächterin nur knapp verfehlte.
Nachher ignorierte er dann noch ein Haltezeichen der Polizei und gab noch mehr Gas.
Die Polizei identifizierte Greene als den Halter des Fahrzeugs und ihn selbst als Fahrer. Die Polizei trat mit den Titans in Kontakt, und die sorgten dafür, daß sich der Running Back auf der Wache stellte. Dabei wurde dann festgestellt, daß seine Fahrerlaubnis abgelaufen war.
Nach Hinterlegung einer Kaution über $2.000 durfte er wieder gehen. Am 13. November muß er vor Gericht erscheinen.

Chargers Safety Jahleel Addae zog sich gegen die Broncos eine Gehirnerschütterung zu, die erst am Freitag entdeckt wurde.
Nach einem heftigen Helm an Helm Hit direkt im ersten Spielzug wackelte er, als er vom Platz ging. Sofort wurde er auf eine Gehirnerschütterung getestet, doch es wurde nichts festgestellt. Auch Untersuchungen nach dem Spiel ergaben nichts Auffälliges.
Erst am Freitagnachmittag wurde dann eine Gehirnerschütterung festgestellt, nachdem die Kopfschmerzen und Übelkeit nicht nachließen.

Die Saints feuerten Tight End Tom Crabtree. Sie brauchten den Platz im Kader, um einen Running Back aufnehmen zu können. Pierre Thomas und Khiry Robinson sind beide verletzt. Deshalb holten die Saints Running Back Edwin Baker aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader.

Und zum Schluß mal wieder der Beweis, daß es auch in der NFL viel Humor gibt: „Ich fühle, daß wir ein gutes Footballteam sind. Wenn wir nur diesen wichtigen ersten Sieg bekommen würden, dann könnten wir es noch in die Playoffs schaffen“, sagte Jets WR Eric Decker.

Samstag, 25. Oktober 2014

Kurzberichte
payton-sean2Einen 2-4 Start in die Saison hätten die wenigsten von den Saints erwartet.
Gegen die Packers am Sonntag könnte es die fünfte Niederlage geben.
Head Coach Sean Payton (Bild) wollte seine Spieler mit einem gezeichneten Witz dazu ermutigen, niemals aufzugeben.
Das Bild zeigte zwei Männer mit Spitzhacken in einem Tunnel. Einer ist nur Zentimeter davon entfernt, auf Diamanten zu stoßen, doch er sieht sie nicht, gibt auf und geht.
Der andere stürzt sich auf die Diamanten.
Unter dem Bild steht der Spruch: „Gib niemals auf“.
Wie Payton damit seine bisher recht erfolglose Truppe zum Siegen animieren wollte, bleibt sein Geheimnis. Aber vielleicht klappts ja.
Wir können es uns ja Live ansehen, jedenfalls die, die den Optionskanal von Sport 1 US empfangen können. Auf Sport 1 US zeigt der Sender lieber eines dieser öden Baseballspiele.

Sind die Spieler der NFL für die Ligabosse alle potentielle Täter?
Die Spielergewerkschaft glaubt das.
Am Montag soll das Programm gegen häusliche Gewalt beginnen, mit dem das Bewußtsein der Spieler gegen diese Straftat geschärft werden soll.
Die NFLPA sieht darin einen Angriff auf ihre Mitglieder, da die Liga praktisch alle Spieler als Straftäter in einen Topf wirft.
Natürlich widerspricht die Liga dieser Anschuldigung. Sprecher Brian McCarthy schrieb in einer E-Mail, daß nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte. Es wäre eher so, daß die Mehrzahl der Spieler unter den Aktionen einiger weniger leiden würden. Die Öffentlichkeit würde alle Spieler als Straftäter in einen Topf werfen, und dagegen müsse man vorgehen.
Deshalb würde es auch jedes einzelne Mitglied der NFLPA angehen, und alle müssten an dem Programm teilnehmen, schon um den schlechten Ruf, den die NFL mittlerweile hat, wieder loszuwerden.
Es gehe auch darum, das Bewußtsein der Mitspieler zu sensibilisieren. Wenn man den Verdacht, oder gar handfeste Hinweise habe, daß ein Teamkollege straffällig wurde oder werden könnte, müsse man sein Wissen einem Vertrauensmann mitteilen.
Deshalb sollen alle Spieler der NFL an diesem Programm teilnehmen, nicht nur die üblichen Verdächtigen.

Steelers Head Coach Mike Tomlin wechselt den Returner aus.
Rookie Dri Archer wird ab sofort keine Kickoffs mehr zurücktragen. An seiner Stelle soll LeGarrette Blount diese Aufgabe übernehmen.
Bisher krebsen die Steelers auf dem vorletzten Platz rum, was die Startposition nach Kickoffs betrifft. Nur einen Platz besser stehen sie da, wenn es um die durchschnittlichen Yards pro Return geht.
Blount gehörte bisher zu den Vorblockern für Archer und freut sich jetzt darauf, den Ball selber tragen zu dürfen.

Der Lazarettreport
Die Verteidigung der Packers ist angeschlagen. Doch auch die Offense der Saints hat ihre Verluste zu beklagen. So können die beiden Läufer Pierre Thomas und Khiry Robinson beide nicht mitspielen.
Thomas hat es an den Rippen und einer Schulter, Robinson hat einen ausgerenkten Arm.

Die Ravens müssen gegen die Bengals auf Owen Daniels verzichten. Der Tight End hatte einen kleinen Eingriff an einem Knie.

Bei den Colts wird Wide Receiver Reggie Wayne nicht spielen können. Er ist an einem Ellenbogen verletzt.
Hinter dem Einsatz von Running Back Trent Richardson steht ein Fragezeichen. Er hat eine Oberschenkelverletzung.

In der Niederlage gegen die Broncos verletzte sich Chargers Rookie Cornerback Jason Verrett so schwer an einer Schulter, daß er wohl einige Wochen ausfallen wird.
Verrett gehörte zu den aussichtsreichen Kandidaten auf den Titel Rookie des Jahres.

Freitag, 24. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 8 - Thursday Night Football
manning-peyton-broncos4Da spielen zwei Teams um die Spitze in der AFC West und der Unterschied ist streckenweise immens.
Im Großen und Ganzen hatten die Broncos auf beiden Seiten des Balles die Chargers im Griff. Abgesehen von ein paar lichten Momenten San Diegos, hatte Denver alles völlig unter Kontrolle.
Die beiden Teams lagen mit 189 erzielten Punkten (Denver) auf Platz fünf der NFL, und mit 184 (San Diego) auf Platz sieben. Dennoch blieb das erste Viertel ohne Punkte.
Erst im zweiten Viertel wurde der Punktereigen eröffnet, durch einen zwei Yards Touchdownpass von Peyton Manning (Bild) zu Emanuel Sanders. Sanders fing im Verlauf des Spiels noch zwei weitere Touchdownpässe. Für 14 weitere Punkte sorgte Running Back Juwan Thompson mit Läufen über zwei und ein Yard.
Während die Offense der Broncos also ihren gewohnten Stiefel runterspielte, haderte Chargers Quarterback Philip Rivers mit den Spielzügen, die ihm sein Offensive Coordinator hereingab. Nach einer erneut erfolglosen Angriffsserie, bei der San Diego mehr nach hinten, als nach vorne marschierte, riß er sich den Helm vom Kopf und schrie wütend hinein. Was nicht viel genutzt haben dürfte, denn im Helm sitzt nur ein Empfänger mit Lautsprechern, kein Mikrofon mit Sender.
Dennoch hatte der Wutausbruch positives bewirkt, jeden falls kurzfristig. Die Chargers erreichten die Endzone der Broncos zum Zwischenstand von 7:7.
Es dauerte bis zum Ende des dritten Viertels, daß die Chargers wieder zu Punkten kamen. Ein Paß über vier Yards auf den überzeugenden Tight End Antonio Gates sorgte für den 14:28 Anschluß.
Nachdem Denver die Führung auf 35:14 ausgebaut hatte, verkürzten die Chargers 9:31 Minuten vor Spielende auf 21:35.
Dann war es an Peyton Manning, wütend zu werden.
In Indianapolis hatte er sein Publikum in vielen Jahren erzogen. Auch der Anzeigentafelbediener wußte, was er zu tun, und vor Allem, was er zu lassen hatte.
In Denver klappt das immer noch nicht so. Bei der Pressekonferenz ach dem Spiel beschwerte sich Manning über den Mann an den Kontrollen. Der hatte in einer kritischen Situation der Broncos Offense laute Musik gespielt und die Fans zum Jubeln angestachelt.
Manning hatte wütend gestikuliert und die Fans versucht, zu beruhigen.
Manning fuhr fort, daß er mit dem Anzeigentafelbediener darüber reden wird. Wenn Denvers Offense den Ball hat, hat es ruhig im Stadion zu sein.
Nun, auch diese Ablenkung konnte die Vorherrschaft der Broncos und deren 35:21 Sieg nicht verhindern.

Kurzberichte
Roger Goodell muß bei der Verhandlung des Einspruchs im Fall Ray Rice aussagen. Die ehemalige Bezirksrichterin Barbara S. Jones, die die Anhörung leitet, hat es so beschlossen.
Der Vorsitzende der NFL muß dann klarstellen, wann er welches Video gesehen hat.
Befragt wird Goodell von Jeffrey Kessler. Der hat es sich zum Hobby gemacht, die NFL im Namen der NFLPA seit den 90ern des letzten Jahrhunderts zu bekämpfen.
Das wird spannend, wenn er versucht, die Wahrheit aus Goodell rauszulocken. Weiß man doch, daß, wenn die Stunde der Wahrheit gekommen ist, man lügen, lügen, lügen muß.

Brian Urlacher, eine Legende in Chicago, hat auch etwas zu den teilweise unerträglichen Vorstellungen seiner Bears zu sagen. Der ehemalige Linebacker ist der Meinung, daß Quarterback Jay Cutler auch nicht ansatzweise die Leistung bringt, die man von einem Mann, der einen Einhundertmillionendollarvertrag unterschrieben hat, erwarten könnte.
Vor ihm sagte schon Ex- Head Coach Mike Ditka, daß es in der Mannschaft keinen Anführer gäbe.
„Finanziell gehört er zu den Elite-Spielern der Liga“, sagte Urlacher. Und er fuhrt fort: „Er hat bisher aber nicht die Leistungen eines Elite-Spielers gebracht. Wenn Du dir die anderen Typen so ansiehst... die Bradys, die Mannings, die Rodgerses, die Breeses... diese Typen gewinnen jedes Jahr. Rodgers hat keine Offensive Line, er gewinnt. Brady hat keine Receiver, er gewinnt. Wenn Du dir Jay ansiehst, er hat Brandon Marshall, Alshon Jeffery, Martellus Bennett, eine gute O-Line, und aus irgendeinem Grund bringt er nichts zustande.“

Jake Locker kann sich wohl nach einem neuen Team umsehen.
Nachdem der Quarterback als Starter der Titans in die Saison ging, verletzte er sich und wurde durch Charlie Whitehurst ersetzt. Doch der brachte rein gar nichts zustande.
Zwar könnte Locker wieder spielen, aber der Zug scheint abgefahren. Da die Saison eh schon vergeigt ist, setzt Head Coach Ken Whisenhunt auf Rookie Zach Mettenberger.
Damit wären nächstes Jahr wohl zwei Quarterbacks auf dem Markt, um die sich kaum jemand reißen wird, Locker und Minnesotas Ponder.
Werfen wir noch Geno Smith dazu, die Möglichkeit besteht in der Tat, dann hätten wir ein recht talentloses Trio zusammen.

Und noch ein wichtiger Hinweis: Nicht nur, daß Sport 1 US das Spiel in London nicht zeigt (ich empfehle noch mal ustvnow.com), auch das Sunday Night Football Spiel wird nicht jeder sehen können.
Dank der öden Keulenschwinger, die eines ihrer wer weiß wie vielen Endspiele spielen, werden die Packers in New Orleans nur auf dem Optionskanal von Sport 1 US gezeigt, den nur SKY Abonnenten empfangen können.
Das jüngste Gerücht lautet nun, daß das London-Spiel auch auf NFL now als Gratisstream gezeigt wird. Ob es stimmt, weiß ich noch nicht sicher.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Der Feind aller Vernunft lauert... die Zeitumstellung
big-ben-und-nfl-logo200Fangen wir mit dem Wichtigsten an, fangen wir mit der Zeitumstellung an.
Bei uns werden von Samstag auf Sonntag die Uhren umgestellt. Die Amerikaner stellen erst nächste Woche um, weil die Süßigkeitenlobby dafür gesorgt hat, daß die lieben Kleinen es zu Halloween eine Stunde länger hell haben, um die Süßigkeitenhersteller reicher zu machen.
Dadurch fangen die Spiele, bis einschließlich der Collegespiele am 1.11., hier eine Stunde früher an.
Das heißt, daß es am Sonntag bereits um 14:30 Uhr losgeht, wenn die Lions in London gegen die Falcons spielen. Sport 1 US hat übrigens nicht vor, das Spiel zu übertragen. Natürlich kann man es über USTVNOW kostenlos bei uns sehen (wie das geht, steht hier...), und auch die Besitzer des Gamepasses sind nicht auf Sport1 US angewiesen, wenn die das Spiel tatsächlich ignorieren.
Allzuviel sollten wir uns eh nicht von dem Spiel versprechen. Die Lions haben ihre 5-2 Siege hauptsächlich der Defense zu verdanken. Die 2-5 Falcons haben weder eine Defense noch Offense, die Spiele entscheiden kann.
Bei uns findet es ja wenigstens zu einer humanen Anstoßzeit statt. Im Osten der USA sind es dann erst 9:30 Uhr, im Westen 6:30 Uhr und auf Hawaii unmenschliche 4:30 Uhr.

Thursday Night Football
Los geht das Footballwochenende bereits heute mit dem Kampf um den Spitzenplatz in der AFC West. Die 5-2 Chargers treten bei den 5-1 Broncos an.
Denver spielt damit zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen im landesweiten Fernsehen. Das war wohl ein Sicherheitsreifen. Hätte Peyton Manning nicht bereits am Sonntag Brett Favres Rekord gebrochen, dann hätte er heute noch mal die Chance gehabt, es vor einem nationenweiten Publikum zu versuchen.
Vor lauter Peyton Manning ist ein, doch etwas kleinerer, Rekord von Chargers Quarterback Philip Rivers völlig untergegangen. Er ist der erste NFL Quarterback, der in fünf aufeinanderfolgenden Spielen eine Passerwertung von über 120,0 Punkten erzielte. Die beiden Vorgänger von ihm, die es vier Mal in Folge schafften, sind übrigens nicht die üblichen Verdächtigen, sondern Johnny Unitas und Kurt Warner.
Die Chargers gaben bekannt, daß Cornerback Brandon Flowers wegen einer Gehirnerschütterung nicht spielen wird.
Übrigens ist es heute fast auf den Tag 75 Jahre her, daß das erste professionelle Footballspiel im US TV übertragen wurde. Am 22. Oktober 1939 spielten die Philadelphia Eagles gegen die Brooklyn Dodgers. Brooklyn gewann 23:14.

Kurzberichte
Der Prozess gegen Vikings Running Back Adrian Peterson kann bald beginnen.
Der Versuch des Staatsanwalts, den Richter auszutauschen, ist gescheitert.
Richter Kelly Case hatte den Staatsanwalt und den Anwalt von Peterson im Gerichtssaal als Medienhuren beschimpft. Der sich mittlerweile im Ruhestand befindende Richter Jeff Walker, der über das Absetzungsverfahren zu entscheiden hatte, sprach sich gegen eine Absetzung aus.
Damit wird der Prozess gegen Peterson wegen Kindesmißhandlung wohl wie geplant am 1. Dezember beginnen.

Zwar hat Robert Griffin III am Mittwoch ein paar Minuten mit der ersten Offense der Redskins trainiert, doch für das Spiel gegen Dallas wird immer noch Quarterback Colt McCoy als Starter gelistet.
Es ist aber möglich, daß RG3 als Ersatzmann und „Wild Card“ mit nach Dallas reist.
Daß es zwischen Griffin III und Kirk Cousins zu einer Quarterback- Kontroverse kommen könnte, hat Cousins durch seine schlechten Leistungen verhindert. Wenn RG3 wieder fit ist, wird er seinen Posten des Starters zurückbekommen.

Der Lazarettreport
Die Texans gaben bekannt, daß Brian Cushing am Sonntag nicht spielen wird.
Der Linebacker hat seit einigen Wochen Probleme mit seinem Knie, an dem er sich vor zwei Jahren das vordere und letztes Jahr das hintere Kreuzband riß.
In Woche 10 hat Houston spielfrei. Man hofft jetzt, daß ihm die zwei Wochen Pause guttun werden.

Für Oaklands Defensive End LaMarr Woodley könnte die Saison beendet sein. Er riß sich gegen die Cardinals einen Bizeps.
Die Chancen, daß er in dieser Saison noch mal spielen wird, sind gering.

Die besten Spieler der Woche 7

AFC
OFFENSE: QB PEYTON MANNING, DENVER BRONCOS
22 von 26 Pässen für 318 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 27. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB TELVIN SMITH, JACKSONVILLE JAGUARS
1 Sack, 1 erzwungener Fumble, 4 Tackles, 1 Interception
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: DT CHRIS JONES, NEW ENGLAND PATRIOTS
1 geblockter Field Goal Versuch, der den Sieg sicherte, 3 Tackles in der Defense
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
19 von 22 Pässen für 255 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 10. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB KEENAN ROBINSON, WASHINGTON REDSKINS
14 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR STEDMAN BAILEY, ST. LOUIS RAMS
1 Puntreturn über 90 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Kurzberichte
rice-ray4Ray Rice (Bild) klagt gegen seine Entlassung durch die Baltimore Ravens.
Der Running Back hatte seine Verlobte in einem Aufzug KO geschlagen und war daraufhin von der Liga für zwei Spiele suspendiert worden.
Nachdem Videoaufnahmen aus der Kabine veröffentlicht wurden, auf denen der KO Schlag zu sehen ist, wurde seine Suspendierung auf unbestimmte Zeit erweitert und die Ravens feuerten ihn.
Gegen seine Entlassung geht Rice nun gerichtlich vor.
Gegen seine Suspendierung geht die Spielergewerkschaft vor. Die Anhörung zwischen der NFL und der NFLPA ist für den 5.-6. November angesetzt.
Im Tarifvertrag ist ganz klar geregelt, daß ein Spieler für ein Vergehen nicht zweimal bestraft werden darf. Aus diesem Grund müssten die Ravens ihm sein Gehalt von $3,52 Millionen für die Saison 2014 zahlen und die erweiterte Suspendierung müsste aufgehoben werden, argumentieren die Gewerkschaftsvertreter.

Wenn man sich die Vorstellungen der Buccaneers so ansieht, kommt man nicht auf die Idee, daß da jemand verbotene leistungssteigernde Substanzen zu sich nimmt. Baldriantee wäre der erste Gedanke, der einem da eher kommt.
Und doch... Defensive End DaQuan Bowers wurde für zwei Spiele suspendiert, weil er positiv auf verbotene Mittel getestet wurde.

Vor dem Sunday Night Spiel gegen die Bears am 9.11. sollte die Rückkehr des ehemaligen Star- Quarterbacks Brett Favre nach Green Bay gefeiert werden.
Lange hegte die Clubführung einen Groll gegen den mehrmaligen Liga MVP, Rekordjäger und Super Bowl Sieger, weil er so ein Tohuwabohu um seinen Schritt in den Ruhestand veranstaltete.
Doch ein anderer Star hat gesundheitliche Problem, nämlich Bart Starr. Der Hall of Fame Quarterback sollte bei der Zeremonie anwesend sein, hat aber Probleme mit seinem Herz. Da Favre Starr auf jeden Fall dabei haben wollte, sagte er sein Erscheinen ab.
Der Plan, Favres Trikotnummer irgendwann in der Saison 2015 feierlich zur Ruhe zu setzen, besteht aber weiterhin.

Luke Kuechly wird von der Liga nicht dafür bestraft werden, weil er einen Schiedsrichter berührte.
Im dritten Viertel hatte der Linebacker der Panthers eine etwas zu angeregte Interaktion mit einem Spieler der Packers.
Als ein Schiedsrichter ihn von hinten am Trikot zog, schlug Kuechly mit den Armen nach hinten, im Glauben, ein Gegenspieler hätte ihn gepackt. Dabei traf er den Back Judge Steve Freeman, der sofort eine gelbe Flagge warf. Kuechly wurde vom Platz gestellt.
Die Liga gab am Dienstag bekannt, daß es korrekt war, den Spieler vom Platz zu stellen, daß man ihm aber glaubt, daß er nicht wusste, wer ihn da von hinten am Trikot zog. Deshalb wird Kuechly keine Geldstrafe erhalten.

Die Panthers feuerten Charles Godfrey. Der Defensive Back spielte all seine sieben NFL Saisons für die Panthers.
Letztes Jahr verpasste er den Großteil der Saison wegen einer Achillessehnenverletzung.
Dieses Jahr stimmte er einer Gehaltskürzung zu, doch seine Leistung überzeugte Head Coach Rivera nicht mehr.

Die Jets gaben Jeremy Kerley eine Vertragsverlängerung.
Der Wide Receiver unterschrieb für weitere vier Jahre und $16 Millionen, von denen allerdings nur $5,4 Millionen garantiert sind.

Und nur der Vollständigkeithalber, die Dallas Cowboys feuerten Michael Sam. Der erste Spieler, der sich vor der Draft zu seiner Homosexualität bekannte, war dort im Trainingsteam.

Nach einer erneut armseligen Vorstellung seines Quarterbacks Jay Cutler, schnaubte Wide Receiver Brandon Marshall nach dem Spiel in der Kabine vor Wut.
Doch das Einzige was er bereut ist, daß die Tür nicht zu war, und so nach außen dringen konnte, was er lautstark von sich gab. Inhaltlich steht er auch zwei Tage später noch zu dem, was er schrie.
„Wir haben Alshon Jeffery, Martellus Bennett, Matt Forte, wir haben eine talentierte Offensive Line. Wir haben eine tolle, tolle Truppe und das ist inakzeptabel. Was haben wir vorzuweisen?
Vierzehn Punkte. Waren es 14 Punkte? Das ist inakzeptabel. Das ist inakzeptabel.“

Der Lazarettreport
Die Patriots müssen eine Zeitlang auf ihren besten Passverteidiger verzichten. Chandler Jones ist an der Hüfte verletzt und fällt etwa einen Monat aus.

Die Bills setzten Running Back CJ Spiller auf die Verletztenliste und auch Fred Jackson fällt länger aus.
Um diese Ausfälle zu kompensieren, verpflichteten sie Phillip Tanner. Der spielte bisher eher unauffällig bei den Cowboys.

Gegen die Bengals zog sich Colts Wide Receiver Reggie Wayne eine Verletzung am Ellenbogen zu.
Jetzt gehen die Meinungen arg auseinander. Manche sprechen von einer dreiwöchigen Pause, andere sagen, daß er kein Spiel verpassen wird.
Mal sehen, was wird?

Die dieses Jahr ins untere Mittelmaß abgerutschten Saints werden 2-3 Wochen auf Pierre Thomas verzichten müssen.
Der Running Back verletzte sich gegen Detroit an einer Schulter.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 7 - Monday Night Football
roethlisberger-und-tomlin
Es brauchte den totalen Zusammenbruch der Houston Texans, um die Steelers wie die Steelers aus alten Tagen aussehen zu lassen.
Nachdem Houston mit 13:0 in Führung gegangen ware, wurde es richtig laut im Ketchup Stadion. Die Fans buhten sich den Frust über ihr Team aus dem Leib. Sogar Linebacker Lawrence Timmons fand das Spiel so schlecht, daß er sein Mittagessen über den Platz verteilte.
OK, in Wirklichkeit hatte er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen, doch irgendwie war diese Szene symptomatisch für eine Leistung, die die Fans einfach nur noch zum Kotzen fanden.
Auch Offensive Tackle Marcus Gilbert mußte das Spiel mit einer Gehirnerschütterung vorzeitig verlassen.
Alles änderte sich nach dem ersten Field Goal für Pittsburgh. Das fiel 3:07 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Danach brachen bei den Texans die Dämme. Im nächsten Ballbesitz kamen sie von der eigenen 20 nur bis zur 21 und mussten punten.
Pittsburgh kam an der eigenen 37 zum ersten Versuch und Ben Roethlisberger warf einen kurzen Pass zu Le`Veon Bell, der 28 Yards gutmachte. Der nächste Pass von Big Ben landete nach 35 Yards in der Endzone der Texans... nur noch 13:10 und noch 96 Sekunden auf der Uhr.
Dann passierte etwas, das man nicht alle Tage sieht, Texans Running Back Arian Foster verlor den Ball und das an der eigenen 6. Steelers Linebacker Jason Worilds eroberte den Ball an der drei und einen Touchdownpass von Roethlisberger auf Brown später stand es 13:17 und es waren noch 70 Sekunden auf der Uhr.
Im zweiten Versuch für die Texans von der eigenen 20 warf Quarterback Fitzpatrick einen Pass, der geblockt wurde, einem Steelers Verteidiger an den Helm prallte und von dort in die Hände von Defensive End Brett Keisel flog. Der trug den Ball bis an die 8 der Texans und zwei Spielzüge später hatten die Steelers bereits eine 24:13 Führung und es waren immer noch 14 Sekunden auf der Uhr.
Doch Houston konnte sich danach in die Pause retten.
Im dritten Viertel gab es keine Punkte, doch das letzte Viertel wurde wieder etwas munterer.
Nachdem Pittsburgh es zu einer 30:16 Führung gebracht hatte, erlebte man ein so schlechtes Zeitmanagement, wie am Tag zuvor von den Saints. Anstatt mit dem Ball in den verbleibenden drei Minuten bedingungslos zu laufen, passten die Steelers, retten den Texans damit wertvolle Sekunden und sahen sich nach dem 30:23 Anschluß noch einem entscheidenden Onsidekick gegenüber.
Der Ball flog die geforderte Distanz, wurde von einem Steeler berührt und flatterte umher. Am Ende konnte Tight End Michael Palmer ihn unter Kontrolle bringen und Pittsburgh den Sieg sichern.
Alles in Allem war es ein glücklicher Sieg, der ohne den Zusammenbruch der Texans so nicht möglich gewesen wäre.
Ein schlechtes Team schlug ein noch schlechteres Team.
Aber... ein Sieg ist ein Sieg.
Und der ist in der schwachen AFC North wichtig, wo nur die Ravens mit 5-2 Siegen halbwegs den Anforderungen entsprechen. Und denen bleibt Pittsburgh mit nun 4-3 Siegen auf den Fersen.
Houston ist mit 3-4 Siegen nicht weit von Indis 5-2 entfernt in der AFC South.

Kurzberichte
Quarterback-Wechsel bei den Redskins.
Head Coach Jay Gruden gab bekannt, daß er von Kirk Cousins genug hat.
Schon gegen die Titans wechselte er Colt McCoy ein. Und der soll auch gegen Dallas am Montag starten. Daß Robert Griffin III bis dahin wieder einsatzbereit sein könnte, schließt Gruden aus.
Nachdem McCoy gegen Tennessee auf den Platz kam, vervollständigte er 11 seiner 12 Pässe für 128 Yards und 1 Touchdown.

Da hat der Mann gerade kräftig mitgeholfen, den amtierende Super Bowl Champion zu besiegen, und dann erkennt ihn ein Wachmann nicht.
Ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma der Rams ließ Quarterback Austin Davis am Montag nicht ins Stadion, weil Davis sich nicht ausgewiesen hatte, und der Sicherheitsmann ihn nicht erkannte.
So ist das Leben wohl, wenn man für eine graue Maus spielt.

Voll im Zeitplan wäre das neue Stadion der Vikings, wie es heißt.
Neun Monate, nachdem der alte Metrodome zerstört wurde, ist das neue Stadion zu einem Viertel fertiggestellt. Ob der Milliardenbau auch finanziell im Rahmen ist, wurde nicht gesagt. Nur daß täglich eine Million Dollar verbaut würden, gab man bekannt.
650 Arbeiter sind auf der Baustelle beschäftigt und 200 Firmen aus Minnesota sind am Bau beteiligt.
Im August 2016 soll das erste Vorbereitungsspiel der Vikings im neuen Prunkbau stattfinden.

Daß Bears Wide Receiver Brandon Marshall nach der Niederlage über seine Kollegen meckerte und besonders Quarterback Jay Cutler in der Kabine niedermachte, ist Zeugen zufolge tatsächlich passiert.
Doch Head Coach Trestman wollte davon am Montag nichts wissen. Er sagte, auf Fragen nach dem Vorfall, daß es keinen Riß in der Mannschaft gäbe. Das Team hätte ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl. Wenn so etwas passiert wäre, dann vielleicht in der Hitze, die nach so einer Schlacht herrschen könnte.
Seine Spieler dürften ihre Emotionen zeigen, meinte Trestman. Und wenn Marshall mit der „inakzeptablen“ Offense nicht zufrieden gewesen wäre, dann hätte er sich getrost Luft machen dürfen.
Nur offiziell, wusste Trestman halt nichts davon.

Ein sehr dünnes Nervenkostüm zeigte Sean Payton nach der - unnötigen - Niederlage gegen die Lions.
Die Saints hatten es geschafft, eine 13 Punkte Führung in den letzten vier Minuten noch zu verspielen. Anstatt zu laufen, ließ der Head Coach seinen Quarterback passen, und schenkte dadurch den Lions sehr viel Zeit, die Detroit zu nutzen wusste.
Auf die Frage eines Reporters, warum er den Sieg auf diese Weise verschenkt hätte, fragte Payton zurück: „Noch jemand eine Frage... eine intelligente Frage?“
Am Ende schob der Head Coach die - unnötige - Niederlage seines Teams auf die schlechten Schiedsrichter.
OK, das passt in dieser Saison ja besser, als jemals zuvor.

Nach dem Sieg der Jaguars gegen die wohl doch nicht wirklich guten Browns, gibt es nur noch ein Team in der NFL ohne Sieg.
Die Oakland Raiders haben somit die besten Aussichten, das Rennen um die erste Wahl in der Draft zu gewinnen.
Zwar sind die Jets und die Buccaneers, die auch jeweils schon ein Spiel gewonnen haben, harte Konkurrenten, aber wenn die Faders so weiterspielen, gewinnen sie locker.

Der Lazarettreport
Am Sonntag um 14:30 Uhr treten die Lions in London gegen die Falcons an.
Wie es heißt, macht Wide Receiver Calvin Johnson die Reise mit. In den beiden letzten Spielen, beides Siege für Detroit, fehlte Megatron wegen eines angeschlagenen Knöchels. Daß er wirklich spielt, steht auch noch nicht fest.

Die Falcons setzten Peter Konz auf die Verletztenliste. Der Offensive Lineman hat eine nicht näher bezeichnete Knieverletzung.

Die Redskins setzten Brian Orakpo auf die Verletztenliste. Der Linebacker hat einen gerissenen Brustmuskel.
RG3 soll jüngsten Gerüchten zufolge ab Mittwoch voll ins Training einsteigen.

Montag, 20. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 7 - 18 und 88, zwei geschichtsträchtige Zahlen
manning-td-509
Rekorde, und Sensationen liefern die Schlagworte für diesen Spieltag.
Fangen wir mit der Zahl 509 an. Der alte Rekord für Touchdownpässe in der NFL stand bei 508 und wurde gehalten von Brett Favre, Ex-Packers, Ex-Jets, Ex-Vikings Quarterback.
Vor dem gestrigen Spiel gegen die 49ers hatte Broncos Quarterback Peyton Manning (Bild) sich bis auf zwei Touchdowns diesem Rekord genähert. Die Footballfans weltweit fieberten nun, ob er gegen die 49ers die nötigen drei Touchdownpässe werfen könnte, die er noch brauchte, um alleiniger Rekordhalter zu werden?
Er konnte, und zwar bereits vor der Halbzeit. Die verletzungsgeplagten Gäste aus San Francisco hatten den Broncos nicht wirklich viel entgegenzusetzen, so daß sie sich fühlten, als wären sie unter eine Stampede geraten.
Pass Nr. 507 ging an Emanuel Sanders. Die Nr. 508, mit der der Rekord eingestellt wurde, fing Wes Welker. Und die Nr. 509 der Nr. 18 ging an die Nr. 88 Demaryius Thomas. Mit diesem Rekordwurf gingen die Broncos bereits mit 28:10 in Führung.
18+88Und Manning ist ja noch nicht fertig. Sogleich folgte Touchdownpass Nr. 510 hinterher, und die Saison ist noch lang.
So bald wird ihn niemand vom Thron stürzen können. Die nächsten Verfolger, Tom Brady, Drew Brees und Aaron Rodgers, dümpeln alle so in den 270ern und sind schon viel zu alt, um noch lang genug spielen zu können, um Manning einzuholen.
Und so rechneten Al Michaels und Chris Collinsworth mal nach, und kamen zu den Ergebnis, daß Andrew Luck in 30 Jahren etwa, den Rekord knacken könnte.
Spaß beiseite, es wird schon eine lange Zeitlang dauern, bis dieser Rekord, der ja jetzt von Woche zu Woche ausgebaut wird, mal geknackt wird.
Als die 49ers in der zweiten Halbzeit keinen Spieler in der O-Line mehr auf seiner angestammten Position spielen lassen konnten, weil ihnen die Leute wie in dem beliebten Kinderlied „Zehn kleine Negerlein“ nach und nach ausfielen, setzten sie auch Quarterback Colin Kaepernick auf die Bank.
Mit einem souveränen 42:17 Sieg setzten sich die Broncos wieder alleine an die Spitze der AFC West, mit 5-1 Siegen.
San Diego verlor Zuhause gegen die Chiefs und steht jetzt bei 5-2 Siegen. Kansas City bemüht sich mit 3-3 Anschluß zu halten.

Und noch `nen Rekord gab es in Dallas.
Hier wurde DeMarco Murray der erste Running Back in der Geschichte der NFL, der in den ersten sieben Saisonspielen jeweils über 100 Laufyards erzielte.
Er tat dies nicht, ohne den Fans eine Schrecksekunde zu geben, als er bei einem Lauf unbedrängt mit dem rechten Knöchel umknickte. Bei seiner Verletzungsgeschichte ist es ein Wunder, daß er weiterspielen konnte.
Und Dallas brauchte ihn, um die Giants im Zaum zu halten. Am Ende hatte er 128 Laufyards erzielt und 1 Touchdown.
Nach dem Spiel bedankte er sich bei der O-Line dafür, daß sie ihm den Weg freimachen.
Obwohl die Cowboys in der ersten Halbzeit optisch dominierten, ging es mit einem 14:14 in die Halbzeit.
Um zum 31:21 Endstand zu kommen, mussten die Cowboys hart arbeiten, in der Offense, wie in der Defense. Doch dieses Mal war ein Interception von Tony Romo A) nicht spielentscheidend und B) nicht sein Fehler. Bei einem Pass auf die rechte Seite fiel Wide Receiver Dez Bryant auf die Nase und der Verteidiger konnte den Ball in aller Seelenruhe aus der Luft fischen. Es war in Romos siebten Spiel erst der sechste Fehlpass, und drei davon warf er im ersten Viertel des ersten Spiels gegen die 49ers.
Die Eagles hatten Spielfrei, und so übernahm Dallas die alleinige Tabellenführung mit 6-1 Siegen.

Und die Sensation gab es in St. Louis. Hier gingen die Rams, die bisher erst ein Spiel gewonnen hatten, gegen den amtierenden Weltmeister mit einem 28:26 Sieg vom Platz.
Ja, lest es ruhig noch mal, es ist so.
Die Rams brauchten zwei irrsinnige Trickspielzüge, um die Seahawks zu schlagen. Nr. 1, bei einem Punt der Seahawks rannten alle Special Teams Spieler der Rams auf ihre linke Seite. Ein Spieler winkte mit dem Arm, um einen Fair Catch zu signalisieren. Die Spieler der Seahawks hatten den Ball im Rücken, und reagierten auf das, was sie vor sich sahen.
Der Ball flog aber auf die rechte Seite der Rams, wo Stedman Bailey ihn aufnahm und über 90 Yards zum Touchdown zurücktrug. Selbst der Kameramann fiel auf den Trick herein und reagierte erst auf Bailey, als der schon ordentlich Boden gutgemacht hatte.
Damit gingen die Rams bereits 21:3 in Führung.
Doch Seattle kämpfte sich heran. Zwar hatte die Rams Verteidigung Running Back Lynch im Griff und erlaubte ihm nur 53 Yards, doch Quarterback Wilson erzielte mit sieben Läufen 106 Yards.
Wieder sah es so aus, als würde St. Louis nach der ersten Halbzeit schlappmachen. Zum Beginn des letzten Viertels war der Vorsprung auf 21:19 geschrumpft.
Doch wenn man mit 1-4 Siegen dasteht, und keine echte Perspektive hat, kann man doch auch mal was ganz wahnsinniges wagen.
Es waren noch 2:55 Minuten zu spielen, und es stand mittlerweile 28:26 für St. Louis. Die Rams standen an der eigenen 18 und hatten einen vierten Versuch und drei vor sich.
Also hieß es, den Ball wegschlagen und hoffen, daß die Defense es richtet. Niemand rechnet mit einem Trickspielzug, wenn ein Team an der eigenen 18 steht. Und das nutzten die Rams aus. Punter Johnny Hekker warf den Ball zu Running Back Benny Cunningham, der 18 Yards gutmachte.
Eine mutige Entscheidung von Head Coach Jeff Fisher, die belohnt wurde. Die Rams besiegten den amtierende Super Bowl Champion.

Und es gab weitere hochkarätige Spiele, auf die es sich lohnen würde, im Einzelnen einzugehen, wenn man dazu die Lust und die Zeit hätte.
Deshalb in Kürze:
Die Dolphins gewannen in Chicago. Und das so überzeugend, daß Bears Wide Receiver Brandon Marshall nach dem Spiel seine Teamkollegen zusammenfaltete.
Bei den Bears erschien mal wieder der schlechte Jay Cutler zum Spiel, während Ryan Tannehill bei den Dolphins den Weckruf seines Head Coaches von vor dem Spiel in London gehört, verstanden und beherzigt hat.
Damals wollte der Head Coach bis kurz vor dem Spiel gegen die Raiders sich nicht festlegen, ob Tannehill startet oder nicht. Er startete, und er startete auch gestern. Er vervollständigte 25 seiner 32 Pässe für 277 Yards und 2 Touchdown.
Die Bilanz von Cutler lautete 21 von 34 für 190 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Und das Endergebnis lautete 27:14 für Miami.

Die Saints kommen in dieser Saison nicht in die Gänge. Gestern mussten sie zur zur Zeit besten Defense der Liga, zu den Lions.
In einem spannenden, aber nicht hochklassigen Spiel gewann Detroit letztlich verdient mit 24:23.

Die Packers ließen die Panthers wie Mädchen aussehen. Green Bay gewann locker mit 38:17.

Die Bengals bleiben eine Mogelpackung. Keiner weiß, wie sie es immer wieder in die Playoffs schaffen, aber mit der Leistung von gestern ist das dieses Jahr unmöglich.
Indianapolis fertigte das Kätzchen kurz und knapp mit 27:0 ab.

Der Lazarettreport
Die Bills gewannen das Spiel gegen die Vikings, verloren aber CJ Spiller. Der Running Back brach sich ein Schlüsselbein und soll am heutigen Montag operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.
Vorher fiel schon Running Back Fred Jackson mit einer Leistenverletzung aus. Er wird einige Wochen fehlen.

Die Falcons verloren das Spiel in Baltimore und Center Peter Konz. Er verletzte sich am Knie. Heute sollen weitere Untersuchungen gemacht werden.

Colts Running Back Trent Richardson zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Ob er länger ausfällt, steht noch nicht fest.

Redskins Linebacker Brian Orakpo verletzte sich beim Sieg gegen die Titans an der Brust. Heute sollen weitere Untersuchungen gemacht werden.

Bei den Saints fiel Running Back Pierre Thomas in der ersten Halbzeit aus. Was genau ihm fehlt, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Die Bears verloren Rookie Cornerback Kyle Fuller, der sich eine Hand brach.

Giants Defensive Tackle Cullen Jenkins verletzte sich an einer Wade und wurde nach dem Spiel an Krücken gesichtet.

Bei den 49ers verletzte sich Cornerback Chris Cook am Oberschenkel, und Center Daniel Kilgore hat sich entweder einen Knöchel oder ein Bein gebrochen. Ganz genau wusste es Head Coach Harbaugh nach dem Spiel noch nicht.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Schiedsrichterschelte
flaggeauffeld„Keine Angst, wenn die Saison beginnt, werden unsere Schiedsrichter weniger Flaggen werfen als jetzt“, hieß es während der Testspielphase, als die Flaggenwut der Herren in dicken Streifen inflationäre Züge annahm.
Jetzt sind sechs Wochen gespielt, Zeit sich mal anzusehen, ob diese Aussage ein Versprechen oder ein Versprecher war.
Holding Strafen gegen die Defense gingen gegenüber der Vorsaison in dieser Zeit um 120% nach oben. Illegale Benutzung der Hände plus 163%. Illegale Berührung plus 285%. Und auch die Passbehinderung der Angriffsspieler ging um 51% in die Höhe.
Klares Fazit, die Aussage war ein Versprecher.
Und selbst wenn alle diese Strafen berechtigt gewesen wären, wäre es schlimm. Aber diese Versager mit den Pfeifen haben ja oft keine Ahnung, von dem, was sie tun. Ich erinnere nur an das Spiel Green Bay at Chicago. Nach fünf Minuten griff Bears Tackle Jordan Mills Packers Linebacker Julius Peppers in die Gesichtsmaske. Das war natürlich eine Strafe... gegen Peppers.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen. Und die Fehlentscheidungen gehen ja weiter und weiter. Es gibt Phantom-Passbehinderungen, Phantom Horse Collar Strafen, und es gibt dennoch genügend Fouls, die nicht geahndet werden.
Und es ist ja nicht so, daß diese Schiedsrichter Geld und Freizeit opfern, um ein Spiel zu leiten, nein, diese Herren kassieren pro Saison sechsstellige Summen für ihre Tätigkeit.
Die neuen Regeln haben den Football, wie er war, als ich ihn kennenlernte, eh schon langweiliger gemacht. Jetzt kommen auch noch die vielen, allzuvielen, Flaggen dazu, da fängt es langsam an grausam zu werden.
Mittlerweile hat man schon Grund zu jubeln, wenn bei einem Spielzug mal keine Flagge geworfen wurde.
Und doch... so will es die Liga. Bei einem Treffen des Regelkomitees entschied man sich dazu, die Schiedsrichter anzuhalten, die Regeln strenger zu befolgen, und seltener mal ein Auge zuzudrücken.
Das machen die Schiedsrichter und kassieren die Schelte dafür.
Aber... auf irgendeinen muß man ja schimpfen!

Vom Seahawk zum Jet
Warum haben die Seahawks ihre Allzweckwaffe Percy Harvin zu den Jets geschickt?
Natürlich war, und ist, der Wide Receiver verletzungsanfällig, aber das wussten die Seahawks schon, als sie ihn von den Vikings abwarben.
Auch sein aggressives Verhalten war den Seahawks bekannt. Und doch soll das jetzt für ihre Entscheidung, ihn abzugeben, ausschlaggebend gewesen sein. Harvin soll des Öfteren mit Teamkollegen körperlich aneinandergeraten sein. Im August soll Doug Baldwin mit einem aufgeplatzten Kinn aus solch einer Auseinandersetzung gekommen sein.
Harvin galt als Zeitbombe.
Aus diesem Grund ließen schon die Vikings ihn ziehen. Seattles Head Coach Pete Carroll hatte darauf gebaut, Harvins Emotionen in den Griff zu bekommen, was aber wohl nicht gelang.
Jetzt kann Rex Ryan versuchen, Harvin zu entschärfen:
Viel Glück, Kommissar Rex.

Der Lazarettreport
Am Samstag wurden noch einige Spieler auf die Verletztenliste gesetzt.
So muß Seattle für den Rest der Saison auf Defensive End Cassius Marsh verzichten. Er brach sich am Mittwoch beim Training einen Fuß. Es war eine Verletzung ohne Fremdeinwirkung.

Die Titans setzten Tight End Craig Stevens auf die Liste. Er wurde am Mittwoch an einem gerissenen Quadrizeps operiert.
Die Verletzung hatte er sich bereits am 5. Oktober im Spiel gegen Cleveland zugezogen.
Gegen die Redskins werden heute auch Tight End Taylor Thompson, Running Back Shonn Greene und Cornerback Coty Sensabaugh fehlen.

Die Ravens dürfen Will Hill wieder einsetzen.
Der ehemalige Safety der Giants hat seine dritte Suspendierung in seinen drei Jahren in der Liga hinter sich gebracht.
Baltimore nahm ihn für das Spiel gegen die Falcons in den Kader der 53 aktiven Spieler auf.
Um Platz für ihn zu schaffen, setzten die Ravens Defensive Lineman Christo Bilukidi auf die Verletztenliste.

Am Freitag sah es noch so aus, als könnten die Panthers Running Back DeAngelo Williams gegen Green Bay einsetzen. Doch am Samstag meldeten sie, daß seine Knöchelverletzung doch noch nicht ganz abgeheilt ist.
Auch Running Back Fozzy Whittaker kann nicht eingesetzt werden, so daß das Laufspiel ganz auf dem angeschlagenen Knie von Jonathan Stewart liegt.

Samstag, 18. Oktober 2014

Percy Harvin
Harvin-Percy5Freitag, 18.10.14, 17:37 Uhr MEZ, aus der NFL Zentrale kam folgende Nachricht:
Seattles Masterplan für Percy Harvin (Bild) zahlte sich in der hässlichen Niederlage gegen die Cowboys nicht aus. Sechs mal bekam er den Ball für Minus 1 Yard, während die Verteidiger der Cowboys jedes mal im Schwarm über ihn herfielen.
Daraufhin entschied Head Coach Pete Carroll: „Er ist zu schnell, um ihn nicht in der Tiefe zu nutzen.“
Für das Spiel gegen die Rams, so fuhr Carroll fort, wolle man ihn deshalb wieder mehr als Wide Receiver nutzen, der den Pass über 20 Yards fängt, denn als Receiver, der einen Pass hinter der Line of Scrimmage fängt und dann die entscheidenden Yards machen muß.
So weit die Kurzfassung dieser Meldung. Um 23:42 Uhr kam die Meldung, daß Percy Harvin tatsächlich tief geht, sehr tief, einmal quer über den Kontinent, zu den Jets.
Seattle gab die Allzweckwaffe an die Jets ab und wird dafür eine noch zu bestimmende Wahlmöglichkeit in einer mittleren Runde der nächsten Draft bekommen.
New York muss Harvins restlichen Vertrag übernehmen, der dem Running Back/ Wide Receiver/ Kick Returner für dieses Jahr garantierte $11 Millionen einbringt. Zwar läuft der Vertrag noch vier Jahre und ist über diesen Zeitraum $41,5 Millionen wert, aber kein Cent dieser Summe ist nach der Saison 2014 garantiert.
Das war schon eine große Überraschung, als die Meldung kam. In dieser Saison blieb Harvin erstaunlicherweise bisher von Verletzungen verschont. Die Seahawks haben sogar das Playbook auf seine einzigartigen Fähigkeiten zugeschnitten. Unn nu isser weg... einfach so.
Die Ausbeute, die er dem Team lieferte war dann doch nicht das, was man sich von ihm erhofft hatte. 11 seiner 22 Pässe fing er hinter der Line of Scrimmage. Die daraus resultierenden sechs Yards pro Pass markieren den niedrigsten Wert unter allen Receivern, die minimum fünf Pässe gefangen haben.
Unter dem Strich war Harvin sogar ein Vollflop für Seattle. Sie gaben ihm eine Menge Geld und den Vikings drei ihrer Wahlmöglichkeiten in der Draft 2013 und das alles für acht Spiele, die der Dauerverletzte für sie eingesetzt werden konnte.
Für die Jets könnte sich der Handel auszahlen. Wenn Harvin wirklich mal ohne Verletzung eine Saison durchspielen kann, ist er für Geno Smith eine gute Anspielstation. Und sie haben noch $20 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze, das ist also überhaupt kein Thema.

Ich liebe Verschwörungstheorien.
Dieses Mal bringen die Jets eine neue auf.
Die NFL verschaukelt das Team. Die Schiedsrichter sind angewiesen, die Jets vom Siegen abzuhalten. Als neuesten Beweis dafür bringen sie das geblockte Field Goal gegen die Patriots auf den Tisch.
Patriots Linebacker Don`t A Hightower stellte sich direkt gegenüber des Longsnappers auf. Das ist verboten und gibt eine fünf Yards Strafe. Doch der Schiedsrichter hinter Hightower wartete nicht, bis der Spielzug begann, um dann eine Flagge zu werfen, sondern er signalisierte Hightower, er möge doch einen Schritt zur Seite gehen.
Böser Schiedsrichter!
Oder doch nicht?
Die Regel für diese Situation ist eine vorbeugende Regel. Die Schiedsrichter sollen nicht warten, bis der Spielzug beginnt, um dann eine Flagge werfen zu können, sondern sie sollen Verletzungen vermeiden und deshalb weisen sie die Spieler darauf hin, daß sie sich in einer nicht erlaubten Position befinden, erklärte Ligasprecher Greg Aiello dazu.
Und tatsächlich sieht man immer wieder bei Field Goal Versuchen, wie der Umpire hinter einem Spieler, der dem Center gegenüber steht, auf den Hinter tatscht, um ihn auf seinen Fehler hinzuweisen. Sieht lustig aus, ist aber genau so vorgesehen.
Und deshalb ist auch diese Verschwörungstheorie keine Verschwörungstheorie.
Schade!

Kurzberichte
Am 9. Dezember muß Vikings Defensive Tackle Tom Johnson vor Gericht erscheinen.
Er wurde am 5. Oktober verhaftet, als er sich weigerte, ein Steak und Suschi Restaurant zu verlassen. Warum er das Restaurant verlassen sollte, wurde nicht bekanntgegeben.
Selbst der Einsatz von Pfefferspray nutzte nichts.
Als die herbeigerufene Polizei ihn endlich nach draußen verfrachtet hatte, musste sie Elektroschocker einsetzen, um Johnson zur Ruhe zu bringen.

Steelers Head Coach Mike Tomlin scheint einen Schuldigen ausgemacht zu haben. Er setzte Cortez Allen, einen Starter auf der Position des Cornerbacks, auf die Bank.
An seiner Stelle soll Brice McCain starten.
Eine Überraschung ist das nicht. Nachdem Allen einen dicken Vertrag über fünf Jahre und $26 Millionen in der Tasche hatte, verlor er die Lust daran, sich anzustrengen. Die gegnerischen Quarterbacks passen erbarmungslos in seine Richtung, und gegen Cleveland war er der Hauptverantwortliche für einige von Brian Hoyers Big Plays.

Der Lazarettreport
Mal sehen, was für eine Mannschaft die Seahawks noch zusammenbekommen. Als nicht Einsatzfähig für Sonntag gelten: Tight End Zach Miller (Knöchel), Linebacker Bobby Wagner (Zeh), Center Max Unger (Fuß) und Cornerback Byron Maxwell (Wade).

Panthers Wide Receiver Kelvin Benjamin hat seine Gehirnerschütterung auskuriert. Am Freitag durfte er wieder mit dem Team trainieren.
Ob er aber am Sonntag wird spielen können, steht noch nicht fest.
Spielen wird Running Back Jonathan Stewart, der sich als geheilt zurückmeldete.

Beim Gegner aus Green Bay werden Cornerback Sam Shields (Knie) und Defensive End Dantone Jones (Knöchel) nicht spielen können.

Im wichtigen Spiel gegen den Divisionsrivalen aus San Diego müssen die Chiefs auf Safety Eric Berry (Knöchel) und Cornerback Chris Owens (Gehirnerschütterung) verzichten.
Running Back Cyrus Gray wurde beim Training gesehen, mit einem Gips um seine linke Hand. Das ist für einen Running Back doch etwas hinderlich.

Beim Gegner aus San Diego wird Running Back Donald Brown wegen einer Gehirnerschütterung fehlen.

Die Bears müssen gegen die Dolphins auf Safety Chris Conte (Schulter) und Linebacker Lance Briggs (Rippen) verzichten.

Mike Zimmer konnte am Freitag nicht das Training seiner Vikings leiten. Der Head Coach hätte einen „kleinen Eingriff“ gehabt und könne am Sonntag wieder beim Team sein, heißt es.

Freitag, 17. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 7 - Thursday Night Football
brady200Uff, was für ein Spiel. Niemand, also fast niemand, hätte vor dem Spiel gedacht, daß dieses Spiel das bisher beste der diesjährigen Thursday Night Football Serie werden würde.
Zu klar lagen die Vorteile auf Seiten der Patriots. Doch was dann passierte, ist der Grund, warum diese Spiele trotzdem gespielt werden.
Die Defense der Patriots war kaum in der Lage die eigentlich gar nicht mal so gute Offense der Jets zu stoppen. Erst kurz vor der Endzone versagten die Jets und kamen in der ersten Hälfte nur zu vier Field Goals.
Im ersten Viertel hatten sie den Ball über 12 Minuten und die Patriots nur knappe zwei. Dennoch führte New England mit 7:6.
In der zweiten Halbzeit kamen dann auch die Jets endlich verdientermaßen in die Endzone der Pats und gingen ihrerseits mit 19:17 in Führung.
Die Defense der Patriots bekam aber langsam die Überhand, während New Englands Offense zeitweise stotterte.
Knapp acht Minuten vor Spielende gingen die Patriots durch einen sehenswerten Touchdown-Fang von Danny Amendola mit 27:19 in Führung, doch die Jets hielten weiter mit.
Quarterback Geno Smith zeigte die Leistung, die man von ihm eigentlich konstant erhofft hatte, als man ihn einberief. Gute Läufe, präzise Pässe... alles da. Und so führte er die Seinen zum 27:25 Anschluss. Es waren noch 2:31 Minuten auf der Uhr, als die Jets die Zweipunkte-Conversion zum Ausgleich versuchten. Doch hier überwarf Smith seinen Receiver in der Endzone.
Ein furchtbar schlechtes Zeitmanagement der Patriots gab den Jets noch eine weitere Angriffsserie. Die startete 66 Sekunden vor Spielende ohne Auszeiten an der eigenen 12. Die Prevent-Defense New Englands beugte nicht sehr viel vor, sondern ließ zu viel zu. So schafften es die Jets sich fünf Sekunden vor Spielende noch mal in Field Goal Reichweite zu kämpfen. Ein 58 Yards Versuch, aber Nick Folk hatte schon bei seinen vorherigen Versuchen gezeigt, daß er den Ball an diesem Abend sehr weit schießen konnte. Doch Defensive Tackle Chris Jones konnte Folks Schuß blocken und den Patriots damit den 27:25 Sieg sichern.
Wie gesagt, spielte Geno Smith so, wie die Jets und ihre Fans es von ihm erhofft und erwartet hatten. Er vervollständigte 20 seiner 34 Pässe für 226 Yards und 1 Touchdown. Lediglich die Abschlußschwäche innerhalb der Red Zone verhinderte einen Sieg seines Teams.
Tom Brady (Bild) ist wieder der Tom Brady, den man kennt. Er vervollständigte 20 seiner 37 Pässe für 261 Yards und 3 Touchdowns.
Und für uns Zuschauer war es endlich mal ein Thursday Night Football Spiel, das wirklich sehenswert war.

Kurzberichte
Eine Anklage gegen Jerry Jones, wegen sexueller Belästigung wurde, wie erwartet, eingestellt.
Jana Weckerly, eine 27-jährige Stripperin aus Ardmore, Oklahoma, hatte versucht, mit einer Anzeige gegen den Besitzer der Dallas Cowboys um eine Million Dollar reicher zu werden.
Nach einer außergerichtlichen Verhandlung zwischen den Anwälten von Jones und Weckerly, wurde beschlossen keinen Prozess zu führen.
Weckerlys Anwalt betonte, daß von Jerry Jones kein Geld an seine Klientin gezahlt wurde. Jones Anwälte sagten, daß man die Klägerin hätte überzeugen können, die falsche Anschuldigung zurückzuziehen.

Der Sonntag kommt, und es wird ein Rekord-Sonntag werden. Wenn Denver Quarterback Peyton Manning zwei Touchdownpässe wirft, stellt er den Touchdown-Rekord von Brett Favre mit 508 Touchdownpässen ein. Gelingen ihm gegen die 49ers gar drei Touchdowns, wird er alleiniger Rekordhalter.
Drei Touchdownpässe gegen die 49ers holt man aber nicht mal eben so.
Von den Broncos hört man denn auch, daß der Rekord nicht im Vordergrund des Spiels steht. Wichtig wäre nur ein Sieg gegen San Francisco. Wenn dabei der Rekord gebrochen wird, nimmt man das gerne mit.
NBC hat schon tonnenweise Archivmaterial von Mannings Touchdownpässen zusammengestellt. Die werden immer wieder mal eingespielt werden.
Natürlich hoffen Al Michaels und Chris Collinsworth, daß der Rekord während ihrer Sunday Night Football Übertragung fällt.
Und wir Zuschauer hoffen das natürlich auch. Und, für die 49ers Fans, nur weil Manning vielleicht den Rekord bricht, muß das ja nicht heißen, daß Denver das Spiel gewinnt!
Wir unparteiischen Zuschauer wünschen uns nur ein tolles Spiel... bei dem ein Rekord aufgestellt wird.

Jimmy Graham erschien am Mittwoch zum Training der Saints. Der Tight End ist an der Schulter verletzt und nähert sich dem Ende der prognostizierten 2-3 Wochen Heilungszeit.
Voll hat er nicht am Training teilgenommen. Doch Head Coach Sean Payton ist optimistisch, daß Graham gegen die starke Passverteidigung der Lions antreten kann. Darüber will er nach dem Training am Freitag entscheiden.

Momentan ist es aus unerklärlichen Gründen schwer, die Offense der Cowboys zu stoppen. Wer auch immer der Mann ist, der Quarterback Tony Romo spielt, er spielt seine Rolle besser als das Original. Wide Receiver Dez Bryant ist sowieso kaum zu stoppen, und da wird es brenzlig für die Giants.
Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie war am Mittwoch nicht auf dem Trainingsplatz zu entdecken. Er bot bisher eh nicht das, was New York sich von ihm erwartet hatte, und jetzt ist er auch noch verletzt. Kniesehne und Knöchel sind angeschlagen.
Er selber gab zu, daß er bisher nur 60% der Leistung gebracht hat, die man sonst von ihm gewohnt ist. 60% Leistung für 100% seines jährlichen $7 Millionengehalts. Eine schlechter Handel für die Giants.
Ob er überhaupt gegen Dallas antreten kann, steht noch in den Sternen.

Bei den Panthers nahm Jonathan Stewart voll am Training teil. Der Running Back überdehnte sich in Woche drei ein Knie, ist aber gegen die Packers wieder voll einsatzbereit.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Kurzberichte
Griffin III-Robert3Robert Griffin III (Bild) hat am Mittwoch am Training der Redskins teilgenommen. Er hat zumindest ein paar Pässe geworfen.
So ganz darf er nach dem Willen der Ärzte noch nicht trainieren, aber er steht kurz davor, seinen Posten als Starter wieder einzunehmen.
Noch trug er einen Schuh, der seinen verletzten Knöchel stützt, und er wirkte, als wäre er völlig eingerostet. Deshalb rechnet Redskins Head Coach Jay Gruden auch nicht damit, daß RG3 in den nächsten zwei oder drei Wochen wieder wird spielen können.
Ob er bereits am 2. November gegen die Vikings schon wieder spielen kann, glaubt Gruden nicht. Eher am 16. 11. nach der Freiwoche gegen Tampa Bay.

Nachdem in Dallas einige Fälle von Ebola aufgetreten sind, machen sich die Cowboys und die Giants Sorgen um ihre Leute.
Letzte Woche verstarb ein Patient im Krankenhaus der Presberitaner an dem Virus.
Die Gesundheitsbeauftragten der Liga haben den beiden Teams geraten, nicht in Panik zu geraten. Der Ebola Virus würde sich nur bei direktem Kontakt mit einem Infizierten verbreiten.
Die Medien hätten die ganze Sache zu sehr aufgebauscht. Momentan wäre die Gefahr in Dallas an einem Hundebiss zu sterben größer, als die, sich mit Ebola anzustecken.
Kein Mitarbeiter der Dallas Cowboys habe Kontakt zu einer infizierten Person gehabt, deshalb wären momentan keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen im Umgang der Teammitarbeiter untereinander nötig.
Die Giants haben ihren Arzt nach Dallas geschickt, um im Vorfeld abzuklären, ob eine Anreise ohne Risiko möglich ist?
Bisher, so hört man aus ihrem Umfeld, spräche nichts dagegen.

Haben die Gehirnerschütterung wirklich zugenommen?
Nicht, wenn es nach Marvin Lewis geht. Der Head Coach der Bengals glaubt nicht, daß die Zahl dieser Verletzungen zugenommen hat. Auch glaubt er nicht, daß es heute nötig ist, die Spieler länger vom nächsten Einsatz abzuhalten, als es früher war. Er habe schon sehr lange mit Spielern speziell aus der Defense zu tun, und er habe früher nicht den Eindruck gehabt, daß man die Verletzung unterschätzt hätte. Vielmehr wäre es so, daß man sie heute überbehandle, weil die Medien die Sache aufbauschen würden.
Da steht er mit seiner Meinung total konträr zu der Meinung, die die Liga vertritt. Die NFL hat die Direktive an alle Teams und ihre Leiter herausgegeben, nur noch die in der Zentrale geltende Meinung nach Außen zu vertreten. Und die lautet halt, daß Gehirnerschütterungen sehr gefährlich sind.
Der Head Coach der Bengals fuhr fort, daß es die Aufgabe der Trainer, den Spielern die neuen Regeln für das erlaubte Angreifen des Gegners einzutrichtern, sehr erschwert hat. Gerade Linebacker, wie sein Superstar Vontaze Burfict, müssten ihre langjährig einstudierten Bewegungsabläufe radikal ändern. Das wäre nicht leicht.
Ob Lewis demnächst eine Zahlungsaufforderung bekommt, weil er es gewagt hat, seine eigene Meinung zu sagen und nicht die offiziell verlangte, wird man sehen.
In der Zentrale jedenfalls sollen die Worte von Lewis heftiges Kopfschütteln ausgelöst haben.
Hoffentlich hat sich dabei Niemand eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Die Panthers ließen ihren Wide Receiver Kelvin Benjamin das Gehirnerschütterung Protokoll durchlaufen.
Benjamin klagte em Montag beim Training über Kopfschmerzen. Head Coach Rivera glaubt, daß er sich die Verletzung beim letzten Spielzug in der Verlängerung gegen die Bengals zugezogen hat, als Linebacker Vontaze Burfict ihm ordentlich einen eingeschenkt hatte.
Ob der Rookie Wide Receiver am Sonntag wird spielen können, steht noch nicht fest.

Mark Ingram will unbedingt am Sonntag gegen die Lions wieder spielen. Der Running Back der Saints hat seinen gebrochenen Daumen ausgeheilt, und er konnte am Mittwoch ohne Einschränkungen am Training teilnehmen.
Sein Head Coach Sean Payton wollte dazu noch nicht so recht Stellung beziehen.

Die Liga suspendierte Jorvorskie Lane für zwei Spiele.
Bei dem Fullback der Buccaneers wurden leistungssteigernde Mittel nachgewiesen.

Mike Tomlin gibt nichts auf die Kritik von Außen. Der Head Coach der Steelers, der das Team in Grund und Boden gecoacht hat, bezeichnet die Kritik von von Ex- Head Coach Bill Cowher und Ex- Wide Receiver Hines Ward, die sie an ihm und den Steelers äußerten, arrogant als „Fahrstuhlmusik“.
Cowher sagte, zurecht, daß das Team weich geworden wäre. Ward wunderte sich darüber, daß die harte Offense es auf einmal mit Finesse versuchen würde, statt wie gewohnt weiter die Gegner einfach zu überrennen.
Doch Tomlin ficht das wie gesagt nicht an. Diese Leute hätten keinen Einblick auf das, was im Team geschehe, deshalb könnten sie nicht mitreden.
Aber, Entschuldigung Mr. Tomlin, diese Leute sehen doch an jedem Spieltag, was für einen Murks die von ihnen trainierten Steelers da so abliefern.

Kann Jadeveon Clowney am Montag seine Jagd auf den Titel des Rookies des Jahres wieder aufnehmen?
Die erste Wahl in der letzten Draft musste nach einer Knieoperation pausieren und der Zeitplan für seine Rückkehr lag bei 4-6 Wochen. Fünf Wochen sind jetzt um, und Texans Head Coach Bill O`Brien glaubt, daß der Linebacker gegen Pittsburgh wird spielen können.
Nach zwei Niederlagen in Folge wollen die Texans unbedingt mal wieder gewinnen. Da käme ein von der Leine gelassener Clowney gerade recht, um zusammen mit JJ Watt Jagd auf Big Ben zu machen.

Zur Kasse bitte
Die ersten Zahlungspflichtigen des letzten Spieltags sind gefunden.
Fangen wir mit jemand an, der gegen Seattle sein bestes Spiel der Saison hatte.
Gegen die Seahawks lief Cowboys Running Back Joseph Randle fünf mal für 52 Yards. Doch ansonsten gab es über ihn von diesem Spiel nichts zu vermelden. Seine Geldstrafe, die das Team ihm am Mittwoch auferlegte, resultierte aus einer Verhaftung wegen Ladendiebstahls.
Dafür behalten die Cowboys einen Gehaltsscheck von Randle ein. Bei einem Gehalt von $495.000 für die Saison wären das $29.117. Da hätte er sein Parfüm und die Unterhosen mal besser bezahlt.

Vontaze Burfict ist mit $25.000 dabei. Der Linebacker der Bengals hatte die Fußgelenke von Panthers Quarterback Newton und später von Tight End Olsen verdreht.
Olsen unterstellte Burfict Absicht, und verlangte von der Liga, daß der Linebacker für einige Spiele suspendiert werden sollte.
Noch ist es nicht so weit, aber beim nächsten Vorfall könnte es dazu kommen.

Broncos Defensive Tackle Terrance Knighton muß $11.025 zahlen, weil er seine Worte im Spiel gegen die Jets nicht sorgsam gewählt hat.
Er gab zu, eine rassistische Bemerkung gemacht zu haben und wird keinen Einspruch gegen die Strafe einlegen.

Einspruch gegen seine Strafe wegen der Benutzung unerlaubter Worte hatte Colin Kaepernick eingelegt. Der Quarterback der 49ers hatte damit Erfolg und seine Strafe in Höhe von $11.025 wurde um die Hälfte reduziert.

Die besten Spieler der Woche 6

AFC
OFFENSE: QB JOE FLACCO, BALTIMORE RAVENS
21 von 29 Pässen für 306 Yards, 5 Touchdowns
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT JURRELL CASEY, TENNESSEE TITANS
2 Sacks, 9 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P PAT MC AFEE, INDIANAPOLIS COLTS
4 Punts für 159 Yards, 1 Onsidekick, den er selber eroberte, 6 Touchbacks bei Kickoffs
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: T TYRON SMITH, DALLAS COWBOYS
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE EZEKIEL ANSAH, DETROIT LIONS
5 Tackles, 2,5 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K CHANDLER CATANZARO, ARIZONA CARDINALS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

 

 

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