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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Freitag, 29. April 2016

Draft 2016 - Runde 1
goff-jaredEs war schön, zu sehen was die Fans in Chicago von Commissioner Roger Goodell hielten. Jedesmal wenn er auf die Bühne kam um den nächsten neuen Millionär zu verkünden gab es laute Buhrufe. Der Chef nahm sie Erstaunen aber arrogantem Lächeln entgegen.
Es schien, als hätte er wirklich nicht mit dieser verständlichen Reaktion gerechnet. Nachdem er das dritte mal auf die Bühne gekommen war und die Buhs nicht aufhörten, ignorierte er sie da ihm nichts anderes übrig blieb.
Jubel brach aus, als das Geheimnis darum gelüftet wurde, wen die Rams mit ihrer ersten Wahl nahmen... Jared Goff (Bild), Quarterback, California.
Goff wird der erste Quarterback, der die Rams in ihrer neuen Heimat Los Angeles anführen wird. Zugute kommt ihm dabei, daß der amtierende Rookie des Jahres 2015, Running Back Todd Gurley, die Hauptlast der Offense tragen kann. Dazu eine Defense, die so richtig Fahrt aufgenommen hat und die Lambs könnten wirklich wieder spielen wie Rams. Der Beginn einer neuen Ära in ihrer neuen Heimat sieht nicht schlecht für das Team aus.
An Nr. zwei ging dann Carson Wentz, Quarterback, North Dakota, zu den Eagles.
An Stelle 26 kümmerten sich die Denver Broncos um ihr Quarterback-Problem. Ob sie es mit Paxton Lynch, QB, Memphis, lösen können?
Sie haben sich fünf Plätze nach oben gehandelt und den Platz mit den Seahawks getauscht um an Lynch zu kommen. Damit dürfte es klar sein, daß sie an Colin Kaepernick nicht mehr interessiert sind.
Die weiteren Plätze ab Nr. 3: 3. San Diego Chargers – Joey Bosa, DE/OLB, Ohio State
4. Dallas Cowboys – Ezekiel Elliott, RB, Ohio State
5. Jacksonville Jaguars – Jalen Ramsey, DB, Florida State
6. Baltimore Ravens – Ronnie Stanley, T, Notre Dame
7. San Francisco 49ers – DeForest Buckner
8. Titans (von Miami Dolphins via Eagles und Browns) – Jack Conklin, T, Michigan State
9. Chicago Bears (von Tampa Bay Buccaneers) – Leonard Floyd, DE/OLB, Georgia
10. New York Giants – Eli Apple, CB, Ohio State
11. Buccaneers (von Bears) – Vernon Hargreaves III, CB, Florida
12. New Orleans Saints – Sheldon Rankins, DT, Louisville
13. Dolphins (von Eagles) – Laremy Tunsil, T, Mississippi
14. Oakland Raiders – Karl Joseph, S, West Virginia
15. Browns (von Rams via Titans) – Corey Coleman, WR, Baylor
16. Detroit Lions –Taylor Decker, OT, Ohio State
17. Atlanta Falcons – Keanu Neal, S, Florida
18. Indianapolis Colts – Ryan Kelly, C, Alabama
19. Buffalo Bills – Shaq Lawson, DE, Clemson
20. New York Jets – Darron Lee, LB, Ohio State
21. Houston Texans (von Washington Redskins) – Will Fuller, WR, Notre Dame
22. Redskins (von Texans) – WR Josh Doctson, Texas Christian
23. Minnesota Vikings – Laquon Treadwell, WR, Mississippi
24. Cincinnati Bengals – William Jackson III, CB, Houston
25. Pittsburgh Steelers – Artie Burns, CB, Miami (Fla.)
26. Denver Broncos (von Seattle Seahawks) – Paxton Lynch, QB, Memphis
27. Green Bay Packers – Kenny Clark, DL, UCLA
28. 49ers (von Kansas City Chiefs) – Joshua Garnett, G, Stanford
29. Arizona Cardinals – Robert Nkemdiche, DL, Mississippi
30. Carolina Panthers – Vernon Butler, DT, Louisiana Tech
31. Seahawks (von Broncos) – Germain Ifedi, OL, Texas A&M
Das war es, denn die Patriots durften in Runde eins ja nicht wählen.

 

Kurzberichte
„Ich habe eh nie geglaubt, daß Kaepernick uns verlassen wird,“ sagte der neue Head Coach der 49ers, Chip Kelly.
Nachdem in der ersten Runde der Draft kein Tauschhandel zustande kam, ist es wohl fix, daß der Quarterback weiter für San Francisco spielen wird.
Denver tauschte Platz 31 mit dem 26. Platz der Seahawks um an Paxton Lynch zu kommen und die Broncos waren der einzige ernsthafte Interessent für Kaepernick.
Ob er sein Gehalt von $14,3 Millionen als Starter verdienen oder als Ersatzmann bekommen wird, darüber entscheidet die Vorbereitungsphase. Hier muß Kaepernick sich gegen Blaine Gabbert durchsetzen.

Wie sehr die Cowboys DeMarco Murray vermissen, zeigte sich, als sie an vierter Stelle Running Back Ezekiel Elliott aufnahmen.
Daß überhaupt ein Running Back in der erste Runde wegging, und dann auch noch so hoch, ist in der passfreudigen NFL von heute ein Wunder.
Der Wert der Running Backs liegt mittlerweile ja unter dem von Kickern.
Dallas hat auch Probleme in der Defense, die sie mit Defensive Back Jalen Ramsey hätten mildern können, aber sie entschieden sich für einen Running Back.

Eine Jury in New Orleans befand gestern, daß Cardell Hayes einen Prozeß wegen Totschlags bekommt.
Hayes hatte den Ex-Saints Verteidiger Will Smith ermordet, weil der mit seinem SUV auf Hayes` Hummer aufgefahren war.
Bei der Anhörung kam es zu Irritationen, da der Verteidiger von Hayes, John Fuller, nichts davon wußte, daß sein Klient vor die Geschworenen mußte. Er kam also unvorbereitet in den Gerichtssaal und verlangte, daß die Anhörung sofort beendet werden sollte.
Die Anklagevertretung sagte, daß sie Fuller von dem Termin unterrichtet hätte.
Das ging ja schon munter los.

PAUSE!!!
Bis nächste Woche Freitag wird es hier keine neuen Nachrichten mehr geben, denn WIN-FOOTBALL braucht mal ein paar Tage Erholung.
Am 6. Mai wird es dann wie gewohnt weitergehen und ich starte eine Aufholjagd, um die wichtigsten Meldungen der verlorenen Woche noch nachzuholen.
Bis dahin also, tschüs.

Donnerstag, 28. April 2016

Draft 2016
Draft_2016_webHeute Nacht beginnt das größte Spektakel der NFL außerhalb der Saison, die Draft. Für alle, die es vergessen haben oder noch gar nicht wußten, Pro7maxx überträgt ab 2:00 Uhr live.
Noch weiß man (offiziell) nicht, wer als erster Collegeabgänger einberufen wird?
Quarterback Jared Goff hält sich bedeckt, und auch Carson Wentz will nicht sagen ob er schon mit den Eagles verhandelt?
Die beiden werden als Nr. 1 und 2 weggehen, aber in welcher Reihenfolge?
Die Rams behaupten weiterhin, daß sie den Spieler, den sie aufnehmen wollen, erst kurz vorher benachrichtigen werden.
Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise verhandeln Team und Spieler schon Tage vorher miteinander. Selbst in der heutigen Zeit, in der die Rookiegehälter gedeckelt sind, und Goff und Wentz nicht schon jetzt mindestens über $60 Millionen reicher sind.
Die Browns wollen einen ganz bestimmten Spieler an achter Position einberufen. Wenn der dann schon weg sein sollte, dann sind sie bereit, auch ihren achten Platz wegzutauschen, um noch mehr Draftpicks zu sammeln.
Die Cowboys wollen einen guten Ersatzmann für den alternden und verletzungsanfälligen Quarterback Tony Romo haben, aber nicht unbedingt in Runde eins. Hier wollen sie sich auf die Defense konzentrieren.
Was werden die Broncos machen, die natürlich als letztes Team an der Reihe sind? Wie man hört haben sie die Hoffnungen auf Colin Kaepernick immer noch nicht aufgegeben. Und sie sollen Kontakt zu den Eagles aufgenommen haben. Deren Quarterback Sam Bradford findet es ehrenrührig, daß das Team einen Quarterback einberufen will und er möchte die Eagles verlassen. Die aber wollen ihn nicht gehen lassen, oder nur, wenn der Tauschhandel ihnen sehr viel bringt. Doch will Denvers General Manager Elway sich darauf einlassen?
Es ist also für ein wenig Spannung gesorgt für die, die sich das Spektakel live antun.
Heute also Tag eins und Runde eins der Draft, morgen Runde zwei und drei (ab 1:00 Uhr Samstagmorgen per Gamepass), am Samstag die restlichen vier Runden ab 18:00 Uhr (auch über den Gamepass).

Deflategate
Roger Goodell hat nicht vor, in der Sache Tom Brady noch irgendwelche Schritte einzuleiten.
Der Sonnengott der NFL ist froh, daß das Gericht seine Allmacht bestätigt hat und er wird Bradys Suspendierung für die ersten vier Spiele der Saison nicht aufheben.
Auch ein schlichtendes Gespräch mit der Spielergewerkschaft lehnt Eure Hoheit ab. Das aber hat Brady bisher auch immer abgelehnt. Brady müßte eine Schuld eingestehen, wenn er eine Reduzierung der Strafe erreichen will, und das lehnt der Quarterback ab. Er besteht darauf, daß er nichts Falsches gemacht hat und will seinen Namen suberhalten.
Brady hat noch Möglichkeiten gegen die Entscheidung Goodells vorzugehen, aber die sind verschwindend gering.
Im Zuge des weiter fortschreitenden Schwachsinns in dieser Affäre sind die Wiederverkaufspreise für Patriots-Tickets in den ersten drei Heimspielen gesunken. Die Fans wollen den besten Quarterback der Liga sehen, und wenn der nicht spielt...
Saints Quarterback Drew Brees war lange Zeit als Spielerrepräsentant in der NFLPA tätig. In dieser Funktion hat er den Commissioner sehr oft kritisiert und angegriffen. Auch in diesem Fall sagte er seine Meinung, obwohl er nicht mehr offiziell für die Gewerkschaft arbeitet.
Brees kritisiert, daß Goodell Richter, Geschworener und Henker in einer Person ist. Er traut den Entscheidungen des NFL Vorsitzenden nicht mehr.
Darüber sollte er sich aber bei seiner Gewerkschaft beschweren. Die hat Goodell bei den letzten Tarifverhandlungen diese Macht gegeben, um im Gegenzug noch ein paar Dollar mehr für die Spieler rauszuschlagen.
Goodell mag sich wie Gott der Allmächtige fühlen und so handeln, aber nur deshalb, weil die NFLPA ihn dazu gemacht hat.

Sprecherwechsel bei den NFL Übertragungen
Mike Tirico werden wir bei den Monday Night Spielen nicht mehr sehen und hören.
Der Kommentator steht kurz vor einem Wechsel zu NBC.
Sein Vertrag mit ABC/ESPN läuft im Sommer aus, und dann wird er zu NBC gehen.
Von 2006 an war Tirico die Stimme der Monday Night Football Übertragungen, zusammen mit Super Bowl Head Coach Jon Gruden.
Bei NBC soll er wohl die Thursday Night Football Spiele übernehmen.
Wer die Monday Night Football Spiele kommentieren wird, steht noch nicht fest.

Mittwoch, 27. April 2016

Kurzberichte
garoppoloDie Patriots brachen einen dritten Mann, nicht zum Skat, sondern auf der Quarterback Position.
An einen über die Draft zu kommen dürfte schwierig sein, sie dürfen in Runde eins wegen des Deflategate-Schwachsinns nicht wählen.
Normalerweise geht New England nur mit zwei Quarterbacks in die Saison, aber da es jetzt zu 99% sicher ist, daß Tom Brady für die ersten vier Spiele gesperrt ist, ist Not am Mann, wenn auch nur für den September.
Aber kurzfristig mal eben so einen Kurzzeitbeschäftigten zu finden, das dürfte nicht leicht sein, denn ein Verbleib im Team über die vier Wochen hinaus ist nicht wahrscheinlich.
Jimmy Garoppolo (Bild) wird in der Vorbereitungszeit, an der Brady teilnehmen darf, als Nr. 1 behandelt. Als bisheriger Ersatzmann der Patriots hat er noch keinen NFL Start auf seinem Konto und einen Touchdownpass. Jetzt wird es für ihn ernst, in seiner dritten Saison in New England.

Könnten die Browns auf einen weiteren Plätzetausch in der Draft hinarbeiten?
Die Gerüchteküche kocht jedenfalls.
Wenn die Verantwortlichen ein gutes Händchen haben, wenn sie gekonnt tauschen und einberufen, dann könnten sie irgendwann mal ein NFL-taugliches Team auf die Beine stellen.
Auf der anderen Seite heißt es aber, daß Head Coach Jackson eine Menge übrig hat für Quarterback Paxton Lynch. Sollte der an achter Stelle noch zu haben sein, würde Jackson wohl zuschlagen wollen.
Warten wir ab, was da passiert.

Die LA Rams haben sich letzte Woche mit den Quarterbacks Jared Goff und Carson Wentz getroffen, wollen aber nicht sagen, wen von beiden sie an erster Stelle rekrutieren.
Head Coach Jeff Fisher sagte dazu, daß sie erst am Abend der Draft damit rausrücken wollen.
Die Spannung bleibt also erhalten, wenn nicht vorher doch noch diese ominösen gut unterrichteten Kreise das Geheimnis platzen lassen.
(Goff soll es übrigens sein aber pssst, nicht weitersagen.)
Wie es aussieht werden die Eagles wirklich bis zuletzt warten müssen, welchen der beiden für sie noch übrig ist?

„Wo ist deine Wampe?“ wurde Jameis Winston gefragt, als er zum Training bei den Buccaneers erschien.
Der Quarterback hat abgenommen, heißt es. Und das beträchtlich.
Wide Receiver Mike Evans war überrascht, als Winston sein Shirt auszog und Evans keine Wampe sah, sondern einen Sixpack, wie er selber einen hat.
Mal sehen, wie sich das auf Winstons Leistungen auswirkt, die ihn ja letztes Jahr als Rookie schon in den Pro Bowl gebracht haben.

Bei den Dolphins ist Ndamukong Suh nicht zum freiwilligen Training erschienen. Der „leicht“ überbezahlte Verteidiger ist auch in Detroit immer erst im Mai im Training draufgetreten, äh, aufgetreten.
Auch Reshad Jones tauchte nicht auf. Der Safety fühlt sich unterbezahlt und will erst dann mit dem Team trainieren, wenn sein Gehalt seinen Vorstellungen entspricht. Für die $7 Millionen, die ihm 2016 zustehen, möchte er nicht antreten.

Da zahlt man einem Quarterback erst mal eine unrealistische Summe, stellt dann fest, daß man die Leistungsträger um ihn herum nicht halten kann, und bittet ihn deshalb, sein Gehalt nach unten zu korrigieren.
Zur Zeit verhandeln die Saints mit Drew Brees um einen neuen Vertrag. Er soll etwas weniger Geld pro Saison bekommen, dafür aber soll sein Vertrag verlängert werden.
Josh Norman, den die Redskins zum bestbezahlten Cornerback der Liga machten, hätten die Saints auch gerne gehabt, aber das Gehalt von Brees hat das verhindert.
Was am Ende bei den Verhandlungen herauskommt, wird man sehen.

Die NFL hat auch immer wieder lustige Geschichten zu bieten. Hier ist wieder mal so eine.
JaMarcus Russell will unbedingt wieder in der NFL spielen, wenn nötig auch umsonst.
Jamarcus Russell?
Wer ist das denn?
Russell gilt als der größte Draft-Flop aller Zeiten. 2007 nahmen ihn die Raiders an erster Stelle der Draft und fielen damit so was von auf die Nase.
Damals war es noch üblich einem Quarterback, der in der ersten Runde der Draft einberufen wurde, sofort ein Mindestgehalt von $60 Millionen und Aufwärts zu zahlen. Doch Russell wollte noch mehr. Deshalb streikte er bis in die Saison hinein. Als er dann endlich spielte, so ohne Vorbereitung, warf er mehr Fahrkarten als man sich vorstellen konnte. Aber auch nachdem er mit dem Team trainierte wurde es nicht besser, zumal Russell sich nicht durch Trainingsfleiß auszeichnete.
2009 hatten die Raiders die Schnauze voll und feuerten Russell, der viele Millionen für wenig Leistung bekommen hatte.
Seitdem hat er nicht mehr in der NFL oder anderswo gespielt. Jetzt will er es noch mal wissen, sieben Jahre nach seinem letzten Einsatz.
„Ich bin Willens mich nach oben zu arbeiten. Ich arbeite als Wasserträger, ich spiele in einem Scoutteam. Das macht mir nichts. Ich spiele ohne Gehalt.“
Lächerlich der Typ, einfach nur lächerlich.

Am Dienstag verstarb Winston Hill im Alter von 74 Jahren eines natürlichen Todes.
Hill spielte von 1963 bis 77 in der NFL, 14 Jahre davon für die New York Jets.
Er hält bis heute den Team-Rekord für Offensive Linemen mit 195 Starts in Folge. Dabei spielte er sogar mit einem gebrochenen Bein und nachdem ihm jemand auf die Kehle getreten war (Nein, Ndamukong Suh kann es nicht gewesen sein).
Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt und er gewann mit den Jets einen Super Bowl. 2010 wurde er in den Ring der Ehre des Teams aufgenommen.

Dienstag, 26. April 2016

Am Ende gewinnt doch der Teufel
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Das Berufungsgericht hat sich auf die Seite von Roger Goodell geschlagen und die vier Spiele Sperre für Tom Brady wieder in Kraft gesetzt.
Damit nimmt der größte Schwachsinn, den es in dieser an eigenartigen Vorkommnissen nicht armen Liga gegeben hat, seine unrühmliche Fortsetzung.
Warum hat das Gericht diese eigenartige Entscheidung getroffen?
"Wir glauben, daß (NFL-Commissioner Roger Goodell) seine weitreichende Verfügungsfreiheit gemäß Tarifvertrag ausgeübt hat und seine prozessualen Entscheidungen korrekt begründet waren laut dieses Abkommens, und sie berauben Brady nicht der grundlegenden Fairneß. Entsprechend, kehren wir das Urteil des Bezirksgerichts um und weisen an, daß die Strafe verhängt wird.“
Das Gericht bestätigte damit, daß die NFLPA einen großen Fehler gemacht hat, als sie zustimmte, dem Vorsitzenden der NFL so weitreichende Handlungsfreiheit zu gestatten, wenn es darum geht, Strafen auszusprechen.
Das Gericht betonte, daß es nur diesen Aspekt untersucht hat. Es kam zu dem Schluß, daß Roger Goodell die Vollmacht hatte nach seinem Gutdünken die Suspendierung zu verhängen und sie ausgeübt hat. Ob Brady jetzt drei, vier, fünf Spiele suspendiert worden wäre oder gar nicht, interessiert das Gericht nicht, denn Goodell hat die vollkommene Allmacht dies allein zu entscheiden.
Einer der Richter, der Hauptrichter Robert A. Katzman, merkte als Randnotiz an, daß er diese vollkommene Allmacht des Commissioners kritisch sieht.
So weit die Kurzfassung der 33 Seiten starken Urteilsbegründung.
Die Spielergewerkschaft war enttäuscht von dem Urteil und will dagegen Berufung einlegen.
Rechtsexperten glauben allerdings, daß Brady dieses Mal seine Sperre ableisten muß. Einer Umkehrung des Urteils des Berufungsgerichts geben sie keine große Chance. Allerdings könnte die von Richter Katzmann vermerkte kritische Randnotiz der NFLPA und Brady eine kleine, eine ganz kleine, Chance einräumen.
Der Fall könnte bis vor das oberste Gericht der USA gehen, wenn die Richter da nicht so furchtbar arbeitsscheu wären. Von über 7.000 Fällen, die pro Jahr bei ihnen landen, bearbeiten sie nur so um die 80.
Dieses Jahr also muß New England wirklich davon ausgehen, daß Jimmy Garoppolo in den ersten vier Spielen antreten muß. Arizona Cardinals, Miami Dolphins, Houston Texans und Buffalo Bills heißen da die Gegner. Nur das Spiel gegen die Cardinals findet Auswärts statt. Ein 3-1 Start wäre also auch mit Garoppolo möglich.
Ob Donald Trump Brady begnadigen würde, wenn er schon im September Präsident wäre?'
Ja!
Der leicht durchgeknallt wirkende Präsidentschaftskandidat rief sofort: „Freiheit für Tom Brady,“ als er von dem Urteil hörte.
Damit steht er nicht allein, aber dieses Mal wird der Teufel in der Gestalt von Roger Goodell wohl das letzte Lachen haben.

Kurzberichte
Bleiben wir bei Tom Brady.
Er ist und bleibt der beste Quarterback den die Liga hat und er wird trotz dieses dämlichen aufgeblasenen Skandals um luftleere Bälle in die Ruhmeshalle der NFL einziehen.
Die Fans jedenfalls lieben ihn, wie die lizensierten Souvenirverkäufe des letzten Jahres zeigen.
Sachen mit Bradys Namen oder Konterfeit waren die bestverkauften Artikel im Geschäftsjahr der Liga. Und nach diesem Skandalurteil werden die Verkäufe für das Geschäftsjahr 2016/17 erst Recht durch die Decke schießen.
Hier die Top 10:
1. Tom Brady, Quarterback , New England Patriots
2. Peyton Manning, Quarterback , Denver Broncos
3. Russell Wilson, Quarterback , Seattle Seahawks
4. Aaron Rodgers, Quarterback , Green Bay Packers
5. Dez Bryant, Wide Receiver , Dallas Cowboys
6. Odell Beckham Jr., Wide Receiver , New York Giants
7. Cam Newton, Quarterback , Carolina Panthers
8. Rob Gronkowski, Tight End , New England Patriots
9. J.J. Watt, Defensive End , Houston Texans
10. Jason Witten, Tight End , Dallas Cowboys

Die Eagles haben sich in der kommenden Draft auf Platz zwei getauscht, um sich einen Quarterback zu angeln.
Das stößt Sam Bradford sauer auf.
Er wies seinen Agenten an, sich nach einem neuen Team umzusehen, nach einem Team, in dem „er der Mann“ wäre, wie er es ausdrückte.
Am freiwilligen Trainingsprogramm des Teams will Bradford nicht teilnehmen.
Kann man verstehen. Für einen läppischen $40 Millionen Vertrag auch noch freiwillig trainieren?

2012 gaben die Cowboys Cornerback Brandon Carr einen $50 Millionen Vertrag.
Doch in den letzten beiden Saisons konnte er nicht einen Paß abfangen. Deshalb stand er kurz davor gefeuert zu werden.
Um der Entlassung zu entgehen stimmte Carr einer Gehaltskürzung zu. Statt eines Grundgehalts von $9,9 Millionen für sein letztes Vertragsjahr 2016, wird er nur $5,5 Millionen erhalten.

Die Raiders...
seit ewigen Zeiten spielen sie in der NFL, einige Zeit sogar erfolgreich. Gut, davon ist seit 2002 nun wirklich überhaupt gar nichts mehr zu merken, aber der Optimismus ist unter den Fans ausgebrochen.
Nach 14 Jahren ohne positive Saison gibt es aber auch wirklich Grund zur Hoffnung.
Die vielen Neuzugänge, das halbwegs erfolgreiche Auftreten von Quarterback Derek Carr, die Umzugsgerüchte, all das hat dazu geführt das die Raiders zum ersten Mal... ja, man glaubt es nicht, zum ersten Mal ihre Saisontickets ausverkaufen könnten.
Es ist nicht zu glauben, daß dieses Team mit der starken Raiders Nation im Rücken noch nie seine Saisonkarten ausverkaufen konnte.
So sagte Teambesitzer Mark Davis auch, daß er aufgeregt wie die Hölle wäre.
Warten wir mal ab wann Davis das „Ausverkauft“ Schild aufhängen kann?

Montag, 25. April 2016

Kurzberichte
Griffin III-Robert3Robert Griffin III (Bild) arbeitet mit dem Quarterback-Flüsterer Tom House zusammen und macht Fortschritte.
Der Quarterback der Browns arbeitet daran, ein besserer Pocket Passer zu werden.
House hat schon mit Drew Brees, Tom Brady, Carson Palmer, Matt Cassel und Alex Smith erfolgreich gearbeitet. Allerdings war er bei Tim Tebow erfolglos.
Doch RG3 soll tatsächlich große Fortschritte gemacht haben, wie House sagte. Der Quarterback wolle nicht durchschnittlich oder gut sein, sondern sehr gut. Dafür lege er sich ins Zeug.
Die Redskins können dann wohl in Woche vier erleben, wie gut ihre ehemalige Nr. 1 geworden ist, wenn die Browns bei ihnen antreten.

„Wir hatten einen guten Plan für unsere Defense. Wir wollten den Panthers das Laufspiel wegnehmen und Cam Newton unter Druck setzen, damit er den Ball schneller werfen muß, als er es gewohnt war. Und das haben wir bis zur Perfektion ausgeübt,“ meinte Cornerback Chris Harris im Interview nach dem Super Bowl Sieg seiner Broncos gegen Carolina.
Dumm nur, daß auf der anderen Seite eines nicht allzu dicken Vorhangs gerade Quarterback Cam Newton saß, der zu seiner Niederlage im Spiel befragt werden sollte.
Lange hielt Newton den Siegestaumel von Harris nicht aus. Wie man weiß stürmte der Quarterback der Panthers nach weniger als zwei Minuten aus dem Raum.
Harris wurde seitdem des Öfteren gefragt, ob er irgend etwas ändern würde, hätte er gewußt, daß der Quarterback der Verlierer mithören konnte, was er sagte?
Warum, antwortet Harris jedesmal darauf. Er hätte unter dem Eindruck einen großen Sieg errungen zu haben glücklich und beschwingt auf die Fragen geantwortet, die ihm gestellt wurden. Er hätte den Plan wiedergegeben, wie man die Offense der Panthers hatte stoppen wollen und sie letztlich auch gestoppt hatte.
Von seinen 41 Pässen konnte Newton nur 18 vervollständigen für 265 Yards. Über solch eine Leistung kann man sich gleich nach einem gewonnenen Super Bowl freuen.
Und ganz ehrlich, warum hätte er etwas anderes sagen sollen, selbst wenn er gewußt hätte, welches Mimöschen da auf der anderen Seite des Vorhangs saß?

Victor Cruz glaubt, daß er wieder zu 100% einsatzbereit ist.
Der Wide Receiver der Giants hat zuletzt 2014 gespielt, bevor ihn ein Riß der Patellasehne dazu zwang, die Saison 2015 zu verpassen.
Heute würde er sich großartig fühlen, meinte Cruz. Er hätte keine Schmerzen mehr und die Verletzung würde ihn nicht mehr behindern.
Am Trainingslager der Giants will er auf jeden Fall teilnehmen. Ob es dann reicht um es in den Saisonkader zu schaffen, wird man sehen.

Am Donnerstag ist die erste Runde der Draft 2016.
Wohl für einige Zeit die letzte in Chicago.
Nachdem die Veranstaltung 50 Jahre lang in New York City stattfand, wanderte sie 2015 für zwei Jahre nach Chicago aus.
Hier war der Tourismusmanager sehr erfreut über die starken Besucherzahlen, die man verzeichnen konnte und auch am nächsten Wochenende wird verzeichnen können.
Das weckte Begehrlichkeit bei anderen Städten und somit wird der Draft-Zirkus wohl zu einem Wanderzirkus werden.
Denver und Canton sollen heiße Kandidaten als Austragungsort für 2017 sein.

Am Samstag verstarb der ehemalige Defensive Tackle der Patriots Ron Brace. Er wurde nur 29 Jahre alt.
Brace spielte von 2009 bis 12 für New England, war allerdings oft verletzt und brachte es in der Zeit nur auf 39 Einsätze und sieben Starts.
Die Ursache seines Todes ist noch nicht bekannt.

Sonntag, 24. April 2016

Kurzberichte
Flaccos-mustacheIst Joe Flacco (Bild) Spitze?
Diese Frage beschäftigt die Gemüter der NFL-Fans schon lange. Spätestens nachdem die Ravens durch die Zahlung eines unvorstellbaren Gehalts an Flacco die Schleusen für Quarterback-Gehälter geöffnet haben, hat diese Frage noch mehr Fahrt aufgenommen.
Eine Umfrage in Maryland, dem Heimatstaat der Baltimore Ravens, brachte allerdings auch keine Klarheit. 39% derer, die den Fragebogen ausfüllten, meinten ja, Flacco gehört zur Elite der Quarterbacks. 31% meinten dagegen: Nein.
Joe Flacco könnte viel dafür tun, diese Frage in seinem Sinne zu beantworten, wenn er konstant auf einem hohen Level spielen würde, auf einem Level, das zeigen würde, daß er ein 100 Millionen Quarterback ist. Doch das schafft er einfach nicht. Und so wird es weiter Befürworter und Gegner Flaccos geben.

Sieben glorreiche Fans der Patriots zogen vor Gericht, um durchzusetzen, daß das Team die Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft wieder zurückbekommt.
Doch ohne Erfolg.
Der Richter wies die Klage letzte Woche ab, weil sie unbegründet wäre.

Die Chargers stellten ihr Stadionprojekt vor, das sie in San Diego verwirklichen wollen.
Und es ist ein wunderbares Stadion, das da entstehen soll. Es unterstreicht den Willen des Teams, in der Stadt bleiben zu wollen.
Angeschlossen an das Stadion ist ein Convention Center. Dagegen hat natürlich der Betreiber des bereits in San Diego existierenden Centers etwas und wird bestimmt gegen das Projekt schießen.
Die NFL hat bereits zugesagt, daß sie $300 Millionen beisteuern will, wenn der Bau genehmigt werden sollte.
Bilder dazu gibt es hier:

Ryan Clady wird in der Saison 2016 eingesetzt werden können.
Der Offensive Tackle spielte von 2008 bis 2014 für die Broncos. 2015 verpasste er wegen eines gerissenen Kreuzbands komplett.
Die Jets warben ihn dennoch von den Broncos ab, was nicht ohne Risiko war. Doch jetzt bekamen sie die gute Nachricht, daß Clady völlig ausgeheilt ist und an den Vorbereitungen teilnehmen kann. Die Jets sagten aber, daß sie es mit ihm langsam angehen wollen.

Zum $75 Millionen-Deal der Redskins mit Cornerback Josh Norman ist noch nachzutragen, daß von den $50 Millionen, die ihm garantiert wurden, $36,5 in den ersten zwei Jahren garantiert sind.

Samstag, 23. April 2016

Kurzberichte
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Und der Gewinner sind... Die Redskins.
Sie haben sich Josh Norman (Bild) geschnappt und den Ex-Panther zum bestbezahlten Cornerback der Liga gemacht.
Dafür müssen sie nun an anderer Stelle sparen, denn die Redskins haben nur noch $11 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Um Norman das Rekordgehalt von $75 Millionen für fünf Jahre ($50 Millionen garantiert) zahlen zu können, müssen sie also noch die ein und die andere Entlassung vornehmen.
Damit wird Norman zweimal im Jahr auf seinen ganz speziellen Freund Odell Beckham jr. treffen, den Wide Receiver der Giants mit dem er letztes Jahr zusammen eine Sondershow geboten hat.
Norman wollte nichts anderes, als der bestbezahlte Cornerback der NFL zu werden. Das ist er jetzt. Es ist nun an ihm zu beweisen, daß er das Geld wert ist.
In 53 Spielen für Carolina wehrte Norman 37 Pässe ab und fing 7 Interceptions für 2 Touchdowns. Zusätzlich erzwang er vier Fumbles.

Die Falcons zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Desmond Trufant.
Der Cornerback wird somit auch 2017 für Atlanta spielen.
In seinen bisherigen 48 Spielen für die Falcons wehrte er 44 Pässe ab und fing 6 Interceptions. Damit bewegt er sich in der Region, in der sich der gerade zum bestbezahlten Cornerback gewordene Josh Norman bewegt. Das heißt, daß Trufant groß abkassieren wird, wenn sein Rookievertrag ausgelaufen ist.

Unterbezahlt, gemessen an seinen Fähigkeiten und dem Wert für sein Team, ist der Gronk.
Patriots Tight End Rob Gronkowski wird dieses Jahr $2,5 Millionen verdienen. Daraus werden nächstes Jahr $4,5 Millionen, acht in 2018 und da die Patriots ihre Option auf die Saison 2019 zogen, $9 Millionen.
Doch Gronkowski sagt, daß er sich darüber keine Gedanken macht. Er hat einen Vertrag und den wird er erfüllen, meinte er. Alles andere würde sich dann schon regeln.
Er wartet also in Ruhe ab, bis für ihn der Tag des großen Geldes schlägt.

Im Februar wurde Justin Houston an einem Kreuzband operiert. Es war nicht gerissen, aber nach der Operation funktionierte Houstons Knie nicht wie erwartet.
Die Prognose für die Reha des Linebackers der Chiefs schwankte zwischen 6 und 12 Monaten. Mittlerweile sagen die Ärzte, daß Houston in der Saison wieder einsatzbereit werden könnte. Wann genau, das wäre nicht abzusehen, aber in der Saison halt.

Als hätten die Schiedsrichter nicht schon genug Probleme ein Spiel in der NFL unfallfrei über die Bühne zu bringen, sollen sie jetzt auch noch in Kanada pfeifen.
Die NFL und die CFL haben ein Abkommen getroffen, die Schiedsrichter betreffend.
Offizielle aus der NFL sollen im Juni und Juli Vorbereitungsspiele in der CFL leiten. Zebras aus der CFL sollen am Entwicklungsprogramm der NFL Schiedsrichter teilnehmen.
Es gibt große Unterschiede zwischen den beiden Ligen. Die Spielfelder haben andere Ausmaße und die Kanadier spielen nur zwei Downs bevor sie punten. Und auch sonst gibt es Unterschiede, an die die Schiedsrichter sich gewöhnen müssen.
Ob so eine neue, gänzlich andere, Erfahrung hilft in der NFL Saison bessere Leistungen zu erbringen, bleibt abzuwarten.

Freitag, 22. April 2016

Kurzberichte
norman-joshJosh Norman wurde von den Panthers auf den freien Spielermarkt entlassen und kann sich ein neues Team suchen.
Panthers General Manager Gettleman sagte in einer Pressekonferenz, daß die Tür hinter dem Cornerback aber nicht zugefallen wäre. Wenn Norman kein neues Team findet, das seine Gehaltsforderungen erfüllt, dann würde man neu mit ihm verhandeln. Der Cornerback denkt so an wenigstens $15 Millionen pro Saison. Damit wäre er der bestbezahlte Cornerback der NFL und nichts anderes kommt für ihn in Frage. Die Panthers boten ihm zuletzt magere $13,952 Millionen für 2016. Bei den Gesprächen um einen langfristigen Vertrag lagen die beiden Seiten sogar ganze $5 Millionen auseinander.
Norman hat sich derweil zu Vorstellungsgesprächen bei den Redskins und 49ers verabredet. 10 Teams sollen sich schon bei seinem Agenten gemeldet haben.
Doch welches Team kann ihm genug zahlen?
Die Free Agent Periode läuft schon seit sechs Wochen und hunderte Millionen Dollar sind schon geflossen. So haben die Redskins nur noch $11 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze, die 49ers aber haben noch $50 Millionen.
Norman wird bestimmt ein Team finden, das ihm sein Wunschgehalt zahlt, davon kann man ausgehen.

Quarterback Brian Hoyer reist herum, um seine Fähigkeiten zu präsentieren.
Doch die sind wohl nicht sehr ausgeprägt. Die Jets und die Broncos, die er bisher besuchte, scheinen nicht sehr begeistert von ihm gewesen zu sein.
Mal abwarten, wohin Hoyer noch so reisen muß, bis er einen Job bekommt.
Die Broncos haben die Hoffnung auf Colin Kaepernick immer noch nicht aufgegeben, werden sich aber auch nach einem oder gar zwei Quarterbacks umsehen, die sie in der Vorbereitungszeit testen wollen.

Mit Danny Trevathan und Malik Jackson haben die Broncos zwei sehr wichtige Verteidiger an andere Teams verloren. Die Vertragsverhandlungen mit Von Miller kommen nicht voran. Kann die Defense die schwache Offense durch eine weitere Saison tragen?
Ja, meint Chris Harris Jr. Der Cornerback hält das Gerede darum, daß die Broncos Defense geschwächt in die nächste Saison gehen wird für eine Motivation. Er glaubt, daß die verbliebenen Spieler und die Neuzugänge beweisen wollen, daß es auch ohne die zwei, oder víelleicht drei, fehlenden Stars gehen wird.
Außerdem kann Denver sich ja auch über die Draft verstärken. Zwar sind sie natürlich als Super Bowl Sieger erst als letztes Team an der Reihe, aber gute Defender findet man auch so spät und tieferen Runden noch.

Donnerstag, 21. April 2016

Kurzberichte
Draft_2016_webWie gestern bereits berichtet, interessierten sich die Eagles sehr für einen Positionstausch mit den Browns in der kommenden Draft.
Und der Tausch wurde besiegelt.
Die Eagles dürfen an zweiter Stelle ihren Wunschkandidaten einberufen. Dafür müssen sie Cleveland ihre Wahlmöglichkeit an achter Stelle der ersten Runde geben und ihre Picks in Runde drei und vier 2016. Zusätzlich dazu müssen die Eagles ihre Wahlmöglichkeiten in der ersten Runde 2017 und der zweiten Runde 2018 an Cleveland abtreten.
Die Eagles bekamen noch Clevelands Pick in der vierten Runde 2017.
Eagles Vizepräsident für Footballangelegenheiten Howie Roseman sagte, daß man einen Quarterback rekrutieren will, betonte aber gleichzeitig, daß Sam Bradford als Starter in die Saison gehen wird. Ob Bradford auch als Starter die Saison beschließt?
Werden wir sehen!
Noch weiß man nicht, wen die Rams mit ihrem ersten Pick nehmen werden. Zur Auswahl stehen Jared Goff und Carson Wentz, wenn man den Experten glaubt. Diese beiden sollen die besten Quarterbacks sein, die dieses Jahr vom College kamen.
Diese beiden werden also wohl an 1 und 2 weggehen. In spätestens 10 Tagen wissen wir es dann genau.

Josh Norman ist ein Free Agent. Die Carolina Panthers entfernten das Franchise Tag von dem Cornerback, der der bestbezahlte auf seiner Position werden möchte.
Panthers General Manager Dave Gettleman sagte, daß die Verhandlungen mit Normans Agenten zu keinem greifbaren Ergebnis führten. Die $13,952 Millionen, die dem Cornerback mit dem Franchise Tag zugestanden hätten, waren zu wenig. Er unterschrieb den Vertrag nicht, und somit durften die Panthers das Etikett von Norman nehmen.
Damit ist er frei zu wechseln.
Bei seinen Gehaltsvorstellungen kann er wohl nur bei einem Team unterkommen, das noch Platz unter der Gehaltsobergrenze hat, und da stehen die Jaguars, Titans und die Raiders gut da.
Das gab es schon oft, daß ein guter Spieler der Spur des Schotters folgte und von einem Super Bowl Kandidaten zu einem Loser wechselte. Norman wäre da bei weitem nicht der erste.

Cowboys Defensive End Demarcus Lawrence wird dem Team wohl in den ersten vier Spielen fehlen. Er wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.
Lawrence legte Einspruch gegen die drohende Sperre ein.

Im Spiel gegen die Bengals am 23. November verletzte sich Patrick Peterson am rechten Knöchel.
Letzte Woche wurde der Cornerback der Cardinals erst daran operiert. Jetzt ist es fraglich ob er bis zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit sein kann.

Mittwoch, 20. April 2016

Kurzberichte
bradford-sam-eaglesDie Cleveland Browns haben nicht nur nichts dagegen ihren zweiten Platz in der Draft zu tauschen, sie suchen sogar aktiv nach Tauschpartnern.
Bei den Eagles scheinen sie großes Interesse geweckt zu haben. Die brauchen dringend einen Quarterback und verhandeln mit den Browns.
Die Eagles müssen dann nur noch abwarten welchen Quarterback die Rams an erster Stelle einberufen, und können sich dann den nächstbesten nehmen.
Sam Bradford Bild), aktueller Quarterback der Eagles, sagte übrigens, daß er sich keine Sorgen darum macht, ob er ersetzt wird.
Er hat einen Zweijahresvertrag mit garantierten $18 Millionen, das ist durchaus ein beruhigender Gedanke.
Und die Eagles planen für die Zukunft, was durch die kurze Vertragslaufzeit bewiesen wird.
Ein guter Quarterback, der zwei Jahre in der NFL reifen kann, ist keine schlechte Sache. Möglich ist das, weil die NFL die Rookiegehälter vernünftigerweise gedeckelt hat. Früher mußte man einem Quarterback an erster und zweiter Stelle der Draft direkt einen $60 Millionen Vertrag geben. Heute geht das sehr viel moderater ab.
Und die Browns sind entweder völlig überzeugt davon, daß Robert Griffin III seinen Job gut macht, oder sie sind saublöd, oder sie sind superschlau, weil sie lieber mehrere Wahlmöglichkeiten in den nächsten Drafts haben möchten, als nur diese Eine. Das wird erst die Zukunft zeigen.

Larry Donnell bekam am Dienstag zwei gute Nachrichten.
Der Tight End der Giants bekam nach seiner schweren Nackenverletzung, die er sich in Woche acht der letzten Saison zuzog, von den Ärzten das OK zum Einsatz.
Und von den Giants bekam er einen Einjahresvertrag über $1,67 Millionen.

Das gab es noch nie. Zwei Spieleragenten feuerten ihren Klienten kurz hintereinander.
Am Dienstag sagte Drew Rosenhaus, daß er seinen Vertrag mit Johnny Manziel gekündigt hat.
In seinen 27 Jahren als Spieleragent, hat Rosenhaus noch nie einen Klienten gefeuert.
Bis jetzt.

Dienstag, 19. April 2016

Kurzberichte
Fitzpatrick-Ryan-jetsIn New York sieht es so aus, als ob die Jets sich vor der Draft nicht mit Ryan Fitzpatrick (Bild) einig werden.
Werden sie dann einen Quarterback einberufen?
So toll soll das Angebot an NFL-tauglichen Quarterbacks, die vom College kommen, dieses Jahr gar nicht sein. Und wenn die Jets an Position 20 endlich zugreifen können, wer wird dann noch auf dem Markt sein?
Werden sie Brian Hoyer verpflichten, der gerade frisch von den Texans gefeuert wurde?
Es ist keine leichte Aufgabe, die das Management da zu erfüllen hat. Zwei Sachen sind wohl klar, Fitzpatrick ist die $20 Millionen nicht wert, die er gerne hätte und Geno Smith ist nicht der Mann, der das Team erfolgreich führen kann, Hoyer aber auch nicht.
Es könnte darauf hinauslaufen, daß die Jets Fitzpatrick ein völlig überzogenes Gehalt werden zahlen müssen.

Die Broncos haben ihre erste freiwillige Trainingseinheit abgehalten.
Von Von Miller keine Spur, wie erwartet.
Und auch Quarterbacks wurden nicht gesichtet. Oh ja, Mark Sanchez und Trevor Siemian waren anwesend, aber sind das Quarterbacks?
Wenn man den Begriff sehr weit faßt, ja... aber...
Sanchez jedenfalls tut mal so, als wäre er der Anführer der Offense und versucht Vertrauen und Optimismus auszustrahlen. Bis die Broncos einen richtigen Quarterback finden sollten, wird er diese Rolle wohl weiterspielen.
Begonnen hat Sanchez ja schon vor ein paar Wochen, als er mit einigen Receivern der Broncos zusammen trainierte. Seitdem hält er per SMS ständigen Kontakt mit ihnen.
Emmanuel Sanders jedenfalls zeigt sich beeindruckt vom Arsch-Fumbler. „Ich kann sagen, daß er der Führer dieses Teams sein will, er will unser Quarterback sein, er will der Typ sein. Ich bin beeindruckt von seinem starken Arm und von seinen Würfen. Ich höre, daß er zusätzliche Zeit auf dem Trainingsgelände verbringt, und genau so einen Typen brauchen wir.“
Bleibt zu hoffen, daß sich all die Arbeit, die Sanchez zu investieren scheint, für die Broncos auszahlt.

Die Broncos verpflichteten Running Back Ronnie Hillman erneut.
Hillman war auf dem freien Spielermarkt, fand aber kein neues Team.
Denver gab ihm einen neuen Einjahresvertrag über $2 Millionen von denen $600.000 garantiert sind.

Andrew Luck hat noch viel Arbeit vor sich.
Der Quarterback der Colts nimmt zwar an den Trainingseinheiten teil, die außerhalb des Platzes stattfinden, aber ob er auf dem Platz alles mitmachen darf?
Zunächst noch nicht, sagte sein Head Coach Chuck Pagano.
Luck sieht auch selber ein, daß er noch nicht wieder bei 100% ist. Es ist zwar über 160 Tage her, daß er sich bei einem Tackle von den Broncos Linemen Trevathan und Walker eine Niere anriß, aber Luck muß sich noch weiter schonen.
Als die Colts gestern ihr erstes freiwilliges Training abhielten stemmte Luck Gewichte, machte ein paar Sprints und erzählte von seiner kaputten Schulter, die vor lauter Sorgen um die Niere fast unterging.
Die verletzte Schulter ist es auch, die Luck davon abhält, Pässe zu werfen. Und obwohl der Quarterback darauf brennt, endlich wieder voll aktiv zu werden, hält er sich an die Vorgaben seiner Ärzte. Die arbeiten daran, ihn zum Beginn des Trainingslagers im August wieder einsatzbereit zu bekommen.
Und so lange wird Andrew Luck viel Geduld beweisen müssen.

Das Berufungsgericht entschied für die Einigung, die die NFL und die Kläger in Sachen Gehirnerschütterung erzielt hatten.
Einige der über 5.000 Kläger waren ja dagegen diese Einigung anzunehmen, aber der zuständige Richter am Berufungsgericht entschied, daß der Vergleich über $1 Milliarde ausreichend ist. Nicht perfekt, aber fair, wie Richter Thomas L. Ambro meinte.

Die Chiefs hatten letztes Jahr zu früh mit dem Free-Agent Wide Receiver Jeremy Maclin verhandelt. Das kostete sie die Wahlmöglichkeiten in der dritten Runde der Draft 2016 und in Runde sechs 2017.
Dagegen legten die Chiefs Einspruch ein, den die NFL am Montag abwies.
Die ausgesprochenen Geldstrafen wurden allerdings etwas reduziert. Das Team muß statt $250.000 nur noch $200.000 zahlen und Head Coach Andy Reid statt $75.000 nur noch $60.000.

Die Station zur letzten Hoffnung dürften die Ravens für Trent Richardson sein.
Der Running Back unterschrieb am Montag einen Vertrag in Baltimore. Über die Modalitäten wurde nichts bekannt, aber es heißt, daß die Ravens Richardson vor Saisonbeginn feuern können, ohne viel zahlen zu müssen.
Richardson begann seine Karriere in Cleveland sehr vielversprechend, wurde dann aber faul, wie er es selber ausdrückte.
Ob er jetzt fleißig genug ist, sich in den 53 Mann Kader für die Saison zu kämpfen, bleibt abzuwarten.

Brandon Browner war ein Seahawk und wird wieder einer.
2011 spielte er für Seattle bevor er 2014 zu den Patriots wechselte. New England gab dem 31-jährigen keinen neuen Vertrag.
Der Cornerback hat den freien Spielermarkt getestet und blieb ohne neues Team. Am Montag unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Seattle.

Montag, 18. April 2016

Kurzberichte
romo-am-bodenNachdem Tony Romo (Bild) eine Metallplatte in die linke Schulter eingesetzt wurde, wirft der Quarterback der Cowboys immer wieder mal ein paar Bälle.
Dabei hatte er keine Probleme, wie er letzte Woche sagte.
Seit zwei Wochen würde er fleißig werfen, fuhr er fort, ohne Schmerzen oder sonstige Unannehmlichkeiten.
Nach zwei Brüchen der linken Schulter soll die Metallplatte weitere Verletzungen dieser Art verhindern.
Am freiwilligen Training der Cowboys, das am heutigen Montag beginnt, will der Quarterback teilnehmen.
Wieviel man ihn trainieren läßt, das steht auf einem anderen Blatt.

New Orleans gedachte dem ermordeten Will Smith. Hunderte Fans und Mitglieder der Saints trafen sich auf dem Trainingsplatz des Teams in einem Vorort von New Orleans.
Auch Racquel, die Witwe des Getöteten, war anwesend. Sie saß in einem Rollstuhl und trug eine dicke Sonnenbrille.
Es gab keine Reden, keine Zeremonie, nur stilles Gedenken.
Derweil lädt der Anwalt des Mörders Cardell Hayes seine Geschütze, um seine Notwehrthese zu untermauern. Dabei kommt es John Fuller gelegen, daß Smith 2011 in einen Fall von häuslicher Gewalt verwickelt war. Auch die Tatsache, daß Smith damals im Kopfgeldskandal der Saints als Teamcaptain zu den Anführern gehörte, spielt dem Anwalt in die Hände.
Seine Geschichte davon, daß Smith der Aggressor in dem Streit war, gegen den Hayes sich mit sieben Schüssen in den Rücken und einen in die Seite wehren mußte, will er damit glaubhafter machen.
Fuller verlangte, daß die Polizei der Stadt New Orleans den Fall an eine andere Dienststelle abgibt. Er hätte ein tiefes Mißtrauen gegenüber der Polizei von New Orleans und zweifele an deren Ehrlichkeit und Kompetenz.
Die Staatsanwaltschaft arbeitet an der Gegengeschichte und behauptet, daß Hayes ausgerastet war und Smith angriff.
Von glaubhaften Zeugenaussagen liegen noch keine Erkenntnisse vor.

So langsam möchte ich nichts mehr über Johnny Manziel schreiben, aber der Tünnes sorgt immer wieder für Meldungen.
Dieses Mal heißt es, daß er in einem Haus in Los Angeles, das er für zwei Tage gemietet hatte, mit Freunden gesoffen und Drogen konsumiert hat. Bei dieser wilden Feier richtete die Bande tausende von Dollar an Schäden an dem Haus an.

Die Texans feuerten Bryan Hoyer.
Zwar hatte Houston gehofft, für den Quarterback noch ein Angebot zu bekommen, aber da kam nichts.

Die Texans zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von DeAndre Hopkins.
Der Wide Receiver gehörte letztes Jahr zu den besten Receivern der Liga mit 111 gefangenen Pässen für 1.521 Yards und 11 Touchdowns.

Die Bears zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Kyle Long.
Long spielt abwechselnd als Guard oder Tackle und hat in drei Jahre in Chicago nur ein Spiel verpaßt.

Der Color-Rush kommt zurück.
Auch in der kommenden Saison wird es wieder vier Donnerstagsspiele geben, in denen die Teams grauenvoll überfärbte Uniformen tragen werden.
Den Anfang machen die Bills und die Jets in Woche 2, die schon letztes Jahr in diesem augenlichtgefährdenden Unsinn aufeinander trafen.
Damals konnten farbenblinde Fernsehzuschauer nur grau gekleidete Spieler, die gegen graue gekleidete Spieler auf grauem Untergrund spielten erkennen. Oder wie Gregg Rosenthal, der Chef der Sendung Around the NFL, der selber betroffen war sagte: „Es waren 22 Mann auf dem Platz, die `Greif den Mann mit dem Ball an` spielten.

Die Steelers feuerten Cornerback Cortez Allen.
Zwar unterschrieb Allen erst 2014 einen $24 Millionen Vertrag über vier Jahre, aber er startete nur in 18 Spielen von den 56, in denen er spielte.

Die Rams gaben Greg Zuerlein einen neuen Einjahresvertrag.
Letztes Jahr verwandelte der Kicker 20 von 30 Field Goal Versuchen und 26 von 28 Extrapunkten.

Nach 10 Saisons in der NFL gab Jason Hatcher seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Der Defensive End spielte zunächst für die Cowboys und zuletzt zwei Jahre für die Redskins.
Er startete in 147 Spielen und erzielte 34,5 Sacks.

Nachdem die NFL den Spielplan für die Saison 2016 veröffentlicht hatte, gab es eine kleine Überraschung
Die Colts werden das erste Team sein, das in London antreten muß und danach keine Freiwoche hat.
In Woche vier müssen sie in London gegen die Jaguars spielen und in Woche fünf erwarten sie Zuhause die Bears.
Das ist aber keine Willkür der Liga, sondern die Colts haben darum gebeten, um nicht schon so früh in der Saison ihr spielfreies Wochenende zu haben.
Somit hat Indianapolis erst in Woche 10 spielfrei.

Heute beginnen die Broncos ihre freiwilligen Trainingseinheiten.
Von Von Miller hört man, daß er nicht daran teilnehmen wird. Er ist bei der Tanzshow „Dancing with the Stars“ noch gut im Rennen, und so ein blödes Training für die Denver Broncos würde ihn da wohl bloß stören.
Natürlich spielt die Tatsache, daß Miller momentan keinen Vertrag bei den Broncos hat, auch eine Rolle. Das letzte Angebot von $18 Millionen pro Saison ist ihm zu wenig.

Freitag, 15. April 2016

Kurzberichte
2016-kickof-2fDer Spielplan für die Saison 2016 wurde veröffentlicht. Los geht es mit dem tatsächlichen Super Bowl Rematch zwischen den Panthers und den Broncos.
Das ist sensationell und hat es so noch nie gegeben. Das letzte Spiel der Saison 2015 ist auch das erste Spiel der Saison 2016.
Die Vorzeichen stehen dieses Mal aber etwas anders. Während die Panthers ihre Leistungsträger fast komplett halten konnten, haben die Broncos eine Menge guter Leute verloren und sie treten ohne einen NFL-tauglichen Quarterback an, jedenfalls so, wie es heute aussieht.
Zwar gingen die Panthers auch in den Super Bowl als Favoriten, aber dieses Mal dürften sie auch als Sieger aus dem Spiel hervorgehen.
In der Nacht vom 8. auf den 9. September heißt es also um 2:30 Uhr Carolina at Denver, Super Bowl 50 ½.
Die NFL hat die Qualität der Donnerstagsspiele weiter verbessert. Zwar weiß man vor Saisonbeginn natürlich nicht, wie die Teams sich entwickeln, aber auf dem Papier sehen die Paarungen schon mal gut aus.
Den kompletten Spielplan gibt es hier... Spielplan 2016

Und die erste Wahl in der Draft 2016 haben die...
Los Angeles Rams.
Sie tauschten den Platz mit den Tennessee Titans.
Während die Rams sagen, daß sie noch nicht genau wüßten, welchen Spieler sie an erster Stelle einberufen werden, glauben die Experten, daß es eigentlich nur Quarterback Carson Wentz sein kann.
Dieser Tausch zeigt, daß die Rams den Leuten in ihrer neuen Heimat ein gutes Produkt anbieten wollen.
Auf der anderen Seite haben sie sich natürlich hoch verschuldet, nach NFL Maßstäben.
Sie gaben den Titans ihre Wahlmöglichkeiten in der 1. zweimal der 2. und der 3. Runde der Draft 2016. Zusätzlich noch die Wahlmöglichkeiten in Runde 1 und 3 nächstes Jahr.
Die Titans ihrerseits gaben den Rams noch ihre Wahlmöglichkeiten in Runde vier und sechs 2016.
Die Titans sagten, daß sie einige Anfragen hatten für einen Platztausch und die Rams hätten das beste Angebot vorgelegt.
Daß man mit einem Tausch auch auf die Nase fallen kann, das sah man zuletzt bei den Redskins. Sie gaben eine Menge an die Rams ab, um an Quarterback Robert Griffin III zu kommen, und der spielt heute um den Starterposten bei den Browns.

Percy Harvin beendet seine Karriere.
Der Wide Receiver spielte zuletzt für die Bills, steht momentan aber ohne Vertrag da.
Da sich anscheinend niemand bei ihm meldete, tritt der 27-jährige in den Ruhestand.
2009 war Harvin der Rookie des Jahres als Wide Receiver und auch als Kickreturner war er sehr gut. Mit dem Ball laufen konnte er auch. Doch einige Verletzungen und eine böse Migräne ließen seine Leistungskurve nach unten gehen.

Donnerstag, 14. April 2016

Kurzberichte
manziel-johnny
„Laß Dich behandeln oder finde einen neuen Agenten,“ forderte Drew Rosenhaus seinen Klienten Johnny Manziel (rechts) auf.
Lange hat der Star-Spielervermittler Rosenhaus es nicht mit dem Problem- Quarterback ausgehalten.
Am Mittwoch kündigte er seinen Vertrag mit Manziel, um dem Unbelehrbaren zu helfen, wie Rosenhaus sagte.
Manziel hat fünf Tage Zeit, um sich Hilfe zu suchen. Nutzt er diese Chance nicht, dann tritt die Auflösung des Vertrags in Kraft.
Im Februar hatte Manziels vorheriger Agent Erik Burkhardt die Brocken hingeschmissen.
Rosenhaus hatte erst am 19. März die Vertretung Manziels übernommen und scheint nun einzusehen, daß er sich mit ihm übernommen hat.
Selbst dem Star unter den Spielervertretern scheint es nicht zu gelingen, den drogensüchtigen Vollflop bei einem Team unterzubringen.
Und mal ehrlich... wer will schon einen Apfel kaufen, aus dem 20 Würmer kriechen?

Gegen Tre Mason wurde ein Haftbefehl erlassen.
Der Running Back der Rams sollte wegen einer Anklage wegen rücksichtslosen Fahrens und Marihuanabesitzes vor Gericht erscheinen. Doch Mason erschien nicht.
Daraufhin wurde der Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Die Mordsache Will Smith- ein gerechtfertigter Mord?
Die Sache wird uns noch eine Weile beschäftigen, aber ich versuche, mich so kurz wie möglich zu fassen. Doch berichten muß ich weiter darüber.
Die Reihenfolge der Schüsse, die nicht unwichtig ist, ist von der Polizei aufgeklärt worden. Cardell Hayes schoß zuerst zweimal auf Racquel Smith und traf sie in beide Beine. Dann schoß er achtmal auf Will Smith, stellte sich über sein sterbendes Opfer und schrie ihn an.
Für Tanzanike Ruffin, den Anwalt von Kevin Oneale, hat Cardell Hayes einen gerechtfertigten Mord begangen. Oneale war ein Beifahrer von Hayes und gab zu Protokoll, daß Hayes sich selber und ihn beschützt hat. Will Smith hätte eine Waffe gehabt und Hayes hätte in Notwehr gehandelt.
Auch ein Zeuge, der auf der Straße entlangging und den Mord gesehen hat, sagte, daß der ehemalige Defensive End der Saints eine Waffe gehabt hätte.
Oneals Anwalt versuchte sich an einem billigen Wortspiel. Für die nicht so Englischkundigen, Saint heißt Heiliger: „In meinen Augen ist das eine Gerechtfertigte Tötung. Wir setzen voraus, daß Will Smith ein Saint ist, doch das ist er nicht.“
Warum aber bei einer Notwehrsituation dem Opfer laut Gerichtsmediziner Jeffrey Rouse sechs mal in den Rücken geschossen wurde, das muß geklärt werden. Insgesamt wurde Smith von acht Kugeln getroffen. Doch sechs davon in den Rücken? Ist das Notwehr? Ist das eine gerechtfertigte Tötung, wenn es die überhaupt gibt?
Und warum nimmt der Beifahrer von Hayes sich einen Anwalt? Gehört die zweite Waffe, die in Hayes Hummer gefunden wurde vielleicht ihm?
Fragen, Fragen, Fragen.
Das wird noch eine lange Geschichte werden.

Mittwoch, 13. April 2016

Die Mordsache Will Smith
smith-will-2Cardell Hayes, der Mörder von Will Smith (Bild), hatte angegeben, daß er einen Mercedes SUV verfolgte, der ihm hinten aufgefahren war.
Videos von Überwachungskameras haben diesen Augenblick festgehalten und zeigen, daß Hayes mit seinem Hummer ohne erkennbaren Grund auf freier Strecke abrupt bremste. Dabei fuhr der SUV, bei dem es sich um das Fahrzeug von Will Smith gehandelt haben könnte, leicht auf Hayes Wagen auf. ( https://youtu.be/F6jWeIfPoU8 )
Hayes steuerte seinen Wagen nach rechts an den Straßenrand und in dem Moment überholte der Unfallverursacher den Hummer und fuhr über die Gegenfahrbahn davon. Hayes fuhr ihm hinterher. Über die Geschehnisse danach gibt es (noch) keine Bilder aus Kameras. Man weiß noch nicht sicher, ob es sich um den SUV von Smith handelte, oder ob es ein baugleiches Fahrzeug war?
Die Verteidigung bastelt aus dem leichten Auffahrunfall jetzt einen Grund für die tödlichen Schüsse. Das dürfte aber ein Eigentor werden, wenn die Anklage daraus einen Mord ersten Grades bastelt, also einen geplanten Mord. Um solch eine Tat zu planen bedarf es nicht Stunden oder Tage, das kann auch in Minuten geschehen. In den Minuten, bis ein Auffahropfer den Unfallgegner stoppt und umbringt.
Die Polizei fand im Wagen von Smith eine voll geladene Waffe, aus der aber nicht geschossen worden sein soll, wie erste Untersuchungen ergaben. Wem die Waffe gehörte, ist noch nicht geklärt. Neben Smith und seiner Frau saßen noch zwei weitere Mitfahrer im Auto.
Währenddessen wartet Tyrann Mathieu darauf, daß aus seinem Rookievertrag ein gut dotierter fester Vertrag wird. Dann, so Mathieu, wird er als erstes seine Familie aus New Orleans rausholen und ihnen an einem sichereren Ort ein Zuhause bauen.
Letztes Jahr verdiente der Safety der Cardinals $585.000 und 2016 wird er $1,5 Millionen bekommen. Das reicht noch nicht für eine Umsiedlung.
2017 wird er ein Free Agent und seine Bezahlung könnte eine enorme Steigerung erfahren. Dann kann er seine Familie aus dem Krisengebiet holen.

Kurzberichte
Bleiben wir auf der brutalen Seite der USA.
Vor fünf Monaten wurde Stedman Bailey in den Kopf geschossen. Die Ärzte kämpften um sein leben und entfernten in sieben Stunden etliche Knochensplitter über Baileys rechtem Auge.
Sie sagten dem Wide Receiver der Rams, daß er seine Footballkarriere nicht mehr fortsetzen könnte.
Bailey folgte diesem gutgemeinten Ratschlag nicht und bereitet sich darauf vor, wieder zu spielen. In San Diego arbeitet er mit seinem Teamkollegen Tavon Austin zusammen, läuft Passrouten und fängt Pässe.
Ob er wirklich wieder in der NFL spielen wird, das steht noch nicht fest.

LeSean McCoy wird wohl keine Strafe durch die NFL auferlegt bekommen.
Der Running Back der Bills war vor einiger Zeit in eine Kneipenschlägerei verwickelt, bei der zwei Polizisten in Zivil krankenhausreif geschlagen wurden.
Aus Mangel an Beweisen wurde McCoy nicht angeklagt. Auf keinem Überwachungsvideo war zu sehen, daß er die Polizisten geschlagen hat.
Aus diesem Grund wird wohl auch die Liga nicht gegen McCoy vorgehen.

Dennis Pitta will seine Karriere noch nicht beenden. Mehrere Hüftoperationen haben den Tight End der Ravens in den letzten drei Jahren kaum spielen lassen. In sieben Spielen seit 2013 um genau zu sein.
Seine Karriere stand vor dem Ende. Doch Pitta will am freiwilligen Training der Ravens teilnehmen, das nächste Woche beginnt.
Die Ärzte haben ihm ihr OK gegeben. Die Hüfte wäre gut verheilt.
Ob es zur Aufnahme in den Saisonkader reicht, bleibt abzuwarten.

Die Saints hatten eine Option auf ein fünftes Jahr auf Kenny Vaccaro.
Sie zogen diese Option und somit bleibt der Safety 2017 in New Orleans und wird dafür $5,6 Millionen erhalten.
Vaccaro war letztes Jahr so ziemlich der einzige Lichtblick in der maroden Defense der Saints.

„Abnehmen,“ befahl Packers Head Coach Mike McCarthy seinem Running Back Eddie Lacy.
Der nahm sich den Befehl zu Herzen und verpflichtete einen persönlichen Trainer. Mit dessen Hilfe hat er wohl tatsächlich einige Pfunde abtrainieren können.
Teamkollegen, die Lacy in den letzten Tagen gesehen haben, sind beeindruckt davon, wie ihr ehemaliges Dickerchen heute aussieht.
Da wird sich wohl auch der Head Coach freuen, wenn er den Running Back demnächst sieht.

„Abgelehnt,“ mehr Worte brauchte es nicht für die NFL um auf das Ersuchen von Josh Gordon, seine Suspendierung zu beenden, zu reagieren.
Der Wide Receiver der Browns wurde erst letzten Monat erneut positiv auf die Einnahme verbotener Substanzen getestet.
Die Liga gestattete ihm, am 1. August erneut anzufragen, ob die Sperre aufgehoben werden könnte. Dann würde man in aller Ruhe untersuchen, ob man der Bitte nachkommt.
Gestern wurde auch bekannt, das Johnny Manziel geistig nicht ganz dabei zu sein scheint. Zunächst lautete das Gerücht ja, daß Manziel mit Gordon zusammen wohnen würde. Das stimmte nicht.
Dann ließ Manziel verlauten, daß er mit Von Miller zusammen wohnt. Doch Miller weiß davon nichts, wie er betonte.
Ja, ja, diese Drogen...
Doch die NFL in Zeiten der Gehirnerschütterungen will ihre Drogenpolitik vielleicht ändern. Da der Spielernachwuchs in Zukunft ausgedünnt werden dürfte und auch immer wieder Spieler vorzeitig ihre Karrieren beenden, braucht die NFL jeden Star, und Gordon war auf dem Weg einer zu werden.
Ein positiver Drogentest in der Freizeit eines Spieler, also vornehmlich zwischen den Saisons, soll sich nicht mehr unbedingt negativ für einen Spieler auswirken.
Das ist allerdings noch nicht spruchreif.

LeGarrette Blount unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag bei den Patriots.
Mit Boni kann der Running Back 2016 $2 Millionen verdienen.

Dienstag, 12. April 2016

Sean Payton über New Orleans: „Diese Stadt ist kaputt“
payton-sean-jubelt2„Ich hasse Schußwaffen,“ sagte Saints Head Coach Sean Payton (Bild), nachdem er vom Tod seines ehemaligen Spielers Will Smith erfahren hatte.
Dieser Tod wäre so sinnlos, fuhr Payton fort. Es gäbe in der Stadt zu viele Waffen, die zu leicht zu bekommen wären.
Daß die Gewalt und die Morde bisher nicht so sehr in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit geraten wären, läge daran, daß sie sich in den Armenvierteln abspielt.
Der Mord an Will Smith hätte die Gewalt ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Jetzt könnte jeder sehen, daß diese Stadt kaputt ist.
Will Smith hatte in Paytons Augen eine glänzende Karriere als Coach vor sich. In diesem Sommer sollte er als Mitglied von Paytons Trainerstab mit ins Trainingslager gehen.
Tyrann Mathieu hat die gleiche Meinung über New Orleans. Der Safety der Cardinals ist gebürtiger New Orleaner.
Er sagte: „Es ist so gefährlich, ich sage Ihnen ich fliege rein und ich fliege wieder raus. Solche Angst habe ich. Und dabei ist das meine Geburtsstadt.“
Auch zu dem Mörder Cardell Hayes hat Mathieu eine Meinung. Der Safety kennt den Mörder und twitterte über ihn: „Er ist ein haßerfüllte (Piep) Feigling. Hätte trotzdem niemals gedacht, daß er aufwächst und zum Mörder wird. Mögest Du bekommen, was Du verdienst, Feigling.“

Mittlerweile kristallisiert es sich heraus, daß es sich wohl doch nicht um einen Racheakt des Mörders Cardell Hayes gehandelt hat. Es war tatsächlich ein Ausbruch von Gewalt im Straßenverkehr.
Hayes gab zu Protokoll, daß sein Auto von einem Mercedes angefahren wurde. Der Fahrer dieses Mercedes hielt nicht an, sondern fuhr weiter. Hayes rief 911, um die Fahrerflucht zu melden, sagt er jedenfalls. Dieser Anruf konnte bei der zuständigen Dienststelle nicht verifiziert werden.
Hayes fuhr dem Unfallverursacher hinterher, um das Kennzeichen zu erkennen. Dabei touchierte er den Mercedes von Smith.
Das daraus resultierende Wortgefecht zwischen Smith und Hayes endete damit, daß Smith in die Seite und in den Rücken geschossen wurde und seine Frau Racquel eine Kugel ins Bein abbekam. Eine Zeugin gab an, daß sie sechs bis acht Schüsse gehört habe.
Der Verteidiger von Hayes machte das einzig Richtige für seinen Mandanten indem er die Notwehrkarte spielte. Die Aggression am Tatort wäre nicht von Hayes ausgegangen, sagte John Fuller, der Hayes am Samstag vertrat. Hayes braucht allerdings einen neuen Anwalt, denn Fuller wird ab Mai für sechs Monate als Richter arbeiten, da in sich New Orleans so viele Prozesse angehäuft haben, die die regulären Richter nicht mehr abgearbeitet bekommen.
Inwieweit die Zeugenaussagen die Notwehrtheorie bestätigen, muß jetzt untersucht werden. Notwehr ist bei einem Schuß in den Rücken auch oft sehr zweifelhaft.
Die Anklage gegen Hayes wurde wegen der Verletzung von Racquel Smith von Totschlag auf Totschlag und gefährliche Körperverletzung ausgeweitet.

Kurzberichte
Was macht man, wenn man von der NFL wegen der Einnahme verbotener Substanzen auf unbestimmte Zeit suspendiert ist?
Richtig, man läßt besser die Finger von dem Zeug!
Was ist man, wenn man darauf wartet, daß die NFL die Suspendierung aufhebt und man trotzdem weiter kokst, kifft oder säuft?
Richtig, saudumm!
Insofern könnte man Josh Gordon als saudumm bezeichnen. Der Wide Receiver der Browns wartet darauf, daß die NFL seine Suspendierung aufhebt und ist fast schon fest bei den Browns eingeplant. Doch letzte Woche kam ein Drogentest von ihm positiv zurück, was für Gordons Hoffnung, bald wieder an das dicke Geld zu kommen, negativ ist.
Wieder fand man Spuren von Marihuana bei Gordon. Und auch wenn diese Droge mittlerweile in einigen Staaten legal zu haben ist, verfolgt die NFL zu Marihuana eine strikte Linie.
Gordon hatte eine glänzende Karriere als Wide Receiver vor sich, wenn er nur die Finger von den Drogen hätte lassen können. 2013 führte Gordon die NFL mit 1.644 Passyards an. Danach spielte er nur noch in fünf Spielen. Er war die ganze Saison 2015 gesperrt und bat im Januar darum, wieder spielen zu dürfen.
Vielleicht war es wenig hilfreich, ausgerechnet mit Quarterback-Darsteller Johnny Manziel eine Wohngemeinschaft zu bilden (dieses Gerücht hält sich hartnäckig). Der steckt seine Nase ja auch gerne mal in weißes Pulver.

Mike DeVito gab bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Der Defensive End spielte in seiner Karriere für die Jets und die Chiefs.
Der 31-jährige wollte zunächst noch eine Saison in Kansas City spielen, hat sich dann aber anders entschlossen.

Colin Kaepernick werden die 49ers anscheinend nicht los.
Haben sie bei Anthony Davis und Antoine Bethea mehr Glück?
Wie es heißt, sind der dreimalige Pro Bowl Safety Bethea und einer der besten Offensive Tackle der Liga, Davis, für Head Coach Chip Kelly verzichtbar.
Wir erinnern uns an Kellys Zeit bei den Eagles. Auch da waren Leistungsträger wie LeSean McCoy, Nick Foles, DeSean Jackson und Jeremy Maclin für Kelly verzichtbar. Ein Trugschluß, wie man heute weiß, und auch damals schon wußte.
Kelly wollte seine Fehler aus der Eagles Zeit nutzen und daraus lernen, wie er öfter betonte.
Leere Worte?
Nicht so schnell!
Bethea ist 31 und kommt von einem Brustmuskelriss zurück. Davis soll sich nicht besonders mit General Manager Trent Baalke verstehen.
Vielleicht liegt es also nicht an Kelly?

Montag, 11. April 2016

Zur Ermordung von Will Smith
smith-willDie Polizei untersucht die Ermordung von Ex-Saints Defensive End Will Smith (Bild) durch Cardell Hayes.
Was zunächst aussah wie Gewalt im Straßenverkehr, kann seine Ursprünge im Jahr 2005 haben. In dem Jahr wurde Hayes` Vater von der Polizei erschossen. Hayes verklagte die Stadt New Orleans und namentlich den Polizeibeamten Billy Ceravolo.
Kurz vor dem Mord saß Will Smith mit seiner Frau Racquel, Ex-Saints Running Back Pierre Thomas und Billy Ceravolo zum Essen in einem Restaurant. Ceravolo gab bei der Vernehmung an, daß er, Smith und Thomas gut befreundet waren. Ceravolo sagte weiter, daß er nicht wußte, daß er namentlich von Hayes in der Klage aufgeführt war. Der Fall wurde 2011 nach Zahlung einer hohen Geldsumme geschlossen.
Der Unfall, der zur Ermordung von Smith führte, könnte absichtlich herbeigeführt worden sein.
Als Smith und seine Frau nach dem Essen um 11:30 Uhr am Samstag das Restaurant verließen, stiegen sie in ihren Mercedes und fuhren los. Hayes fuhr mit seinem Hummer in das Heck des Mercedes und schob den Wagen in ein geparktes Auto.
Bei dem danach entstandenen Wortgefecht erschoß Hayes Smith und schoß dessen Frau zweimal ins rechte Bein. Die Verletzungen von Racquel Smith wurden zunächst als lebensgefährlich bewertet, aber sie waren es Gott sei Dank nicht.
Will Smith verstarb noch am Tatort.
Hayes, der 2010 bereits wegen unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt war, wartete auf die Polizei, wurde verhaftet und wegen Mord 2. Grades angeklagt. Das entspricht wohl unserem Todschlag, wenn ich mich nicht irre. Die Kaution wurde auf $1 Million festgesetzt. Hayes` Anwalt wollte eine niedrigere Kaution, da Hayes am Tatort blieb, ein Abschleppunternehmen vor Ort besitzt und einen fünf Jahre alten Sohn hat, was eine Fluchtgefahr ausschließen würde.
Die Richterin Brigid Collins sagte, daß sie das sehr wohl bedacht hätte, aber auf der anderen Seite hätte sie ein Opfer, dem in den Rücken geschossen wurde.
Jetzt bleibt die Frage zu klären, warum Hayes Smith erschoß und nicht Ceravolo?
Ging Hayes davon aus, daß der mittlerweile Ex-Polizist mit in dem Wagen saß?
Ging es letztlich gar nicht um Rache sonder es war tatsächlich „nur“ Gewalt im Straßenverkehr?
Das weiß man noch nicht. Das werden die weiteren Ermittlungen wohl ergeben.
Was man weiß ist, daß ein 34 Jahre alter Ehemann und Vater dreier Kinder (eines aus einer früheren Beziehung) ermordet wurde.

Kurzberichte
Tyrann Mathieu liegt mit seinem Heilungsprozess wohl weit vor dem Zeitplan.
Der Cornerback der Cardinals erholt sich so schnell von seinem gerissenen Kreuzband, daß sein Teamkollege, Wide Receiver Larry Fitzgerald, Mathieu als Wolverine bezeichnet.
Dieser Marvel-Superheld hat ja enorme Selbstheilungskräfte.
Mathieu riß sich das Kreuzband am 20. Dezember im Spiel gegen die Eagles.
Bis zum Beginn des Trainingslagers will Mathieu wieder einsatzbereit sein.
Wolverine würde das schaffen. Mal sehen, ob Mathieu es schafft?

Tyler Highbee spielte Tight End am Western Kentucky College. Experten glaubten, daß er etwa in der vierten Runde der Draft sein Team finden würde.
Das könnten sie nach unten korrigieren müssen.
Highbee wurde am Sonntagmorgen verhaftet. Er wurde angeklagt nachdem er betrunken in der Öffentlichkeit randalierte, sich schlug und der Verhaftung zu entkommen versuchte.

Sonntag, 10. April 2016

Die NFL in Zeiten der Kopfverletzungen
arians-bruce2Der Football steht unter heftigen Angriffen. Das sehen immer mehr Beteiligte und sie machen sich Sorgen um ihren Sport.
Cardinals Head Coach Bruce Arians (Bild) hielt, wie sein Kollege Mike Tomlin in Pittsburgh, auch ein Seminar für High School und College Trainer ab. Wie auch Tomlin machte sich Arians Sorgen um den Fortbestand des Football in Zeiten der Gehirnerschütterungen. Und auch Arians wies darauf hin, nicht den Kopf für Angriffe zu nutzen und nicht den Kopf des Gegners anzugreifen.
Doch Arians hat den größten Gefahrenherd erkannt und benannt: Es sind die Mütter.
Sie und nicht die Väter, verbieten es ihren Söhnen Football zu spielen. Sie gilt es zu überzeugen, daß Football nicht gefährlicher sein muß als Fußball.
Und das wird sehr schwer.
Sehr schwer ist es laut Arians auch, die Neuzugänge die in die NFL kommen, umzuerziehen, weil in der High School und im College ganz anders gespielt wird, als in der NFL. Früher wußten die Spieler der Offense noch, was ein Huddle ist. Doch in den Spread Offenses die heute im College gespielt werden, gibt es kaum noch oder sogar gar keinen Huddle mehr. Offensive Linemen muß man in der NFL erst mal beibringen, was ein Three Point Stance ist, weil man sich so im College nicht mehr aufstellt.
Arians meinte dazu, daß man heute einen Offensive Lineman einberuft und ihm Millionen von Dollar zahlt obwohl er noch nie in einem Huddle war und nicht weiß, wie man sich bei den Profis aufstellt.
Dazu die ewig neuen Regeln um Verletzungen zu vermeiden.
Head Coaches in der NFL haben es heute nicht gerade leicht.

Kurzberichte
Geht Trent Richardson zu den Ravens?
Die Zeichen lassen es vermuten.
Der Running Back, der bei den Browns den Eindruck machte, als könnte er ein ganz großer werden, der dann aber bei den Colts auf Schlumpf-Format schrumpfte, möchte noch mal durchstarten.
Richardson sagte einer Tageszeitung in Baltimore, daß er vor dem Beginn des freiwilligen Trainingslagers am 18. April einen Vertrag bei den Ravens unterschreibt.
Warten wir mal ab.

Die Jets haben schnell jemanden gefunden, der D`Brickashaw Ferguson ersetzen soll. Sie verpflichteten Offensive Tackle Ryan Clady von den Broncos.
Die Rechnung war einfach, die Jets brauchten dringend einen Left Tackle, die Broncos brauchten dringend weiteren Platz unter der Gehaltsobergrenze. $9 Millionen sparen sie jetzt ein.
Clady spielte vier mal im Pro Bowl, dürfte also ein vollwertiger Ersatz für Ferguson sein, wenn da nicht die vielen Verletzungen in den letzten drei Jahren gewesen wären. In zwei dieser Saisons sah er öfter zu, als daß er spielte. Cladys Karriere nahm also einen gänzlich anderen Verlauf als die Fergusons, der nie ein Spiel verletzt verpaßte.
Denver hatte deshalb auch schon den Ex-Seahawk Russell Okung verpflichtet, weil sie nicht mehr auf Clady setzten.
Der Handel beinhaltet noch den Tausch zweier Draftpositionen. Die Broncos bekommen die Position der Jets in Runde fünf, die Jets dafür die der Broncos in Runde sieben.

Und gerade, als ich diese News beenden wollte kam über Facebook noch eine traurige Meldung herein.
Der ehemalige Defensive End der Saints, Will Smith, ist in dieser Nacht erschossen worden, Seine Frau wurde schwer verletzt.
Kurz vor den tödlichen Schüssen stellte Smith noch Bilder auf Twitter ins Netz, die ihn und seine Frau beim Feiern im Französischen Viertel von New Orleans zeigen.
Ein Fotograf nahm Bilder des Tatorts auf, auf dem man einen sehr verzweifelten Pierre Thomas sieht, einen Ex- Running Back der Saints. ( )
Smith spielte von 2004 an neun Jahre für die Saints. 2009 erzielte er die persönliche Bestmarke von 13 Sacks und gewann mit den Saints den Super Bowl gegen Indianapolis.

Samstag, 9. April 2016

Kurzberichte
tomlin-mike-2002
„Der Football wird attackiert und wir, die Trainer als Torwächter, müssen unseren Sport vor der Bedrohung der Kopfverletzungen schützen.“ Diese drastischen Worte sprach Steelers Head Coach Mike Tomlin (Bild) aus, als er eine Rede vor Trainern, Betreuern und Assistenten von Dutzenden High Schools und Colleges aus Pennsylvania hielt.
Die trafen sich im Rahmen des „High School Sports ans Concussion“ Seminars im Heinz Field, dem Stadion der Steelers.
Tomlin ist der Ansicht, daß die Liga die Gefahren der Kopfverletzungen ernst nehmen muß und offensiv damit umgehen sollte.
„Unsere Generation hat die Chance, das Spiel sicherer zu machen. Wir können aktiv Einfluß auf die Entwicklung des Spiels nehmen. Diese Chance dürfen wir nicht ungenutzt lassen,“ meinte er weiter.
Das neue Motto müsse nun lauten: „Sieh wen Du hittest, greif nicht den Kopf an und benutze nicht den Kopf für einen Angriff.“
Tomlin dürfte ein Vorreiter des neuen Selbstverständnisses sein, das eintreten muß, wenn die NFL, wenn der Football, eine Chance zum Überleben haben soll.
Schon jetzt ist der Schwund an Footballspielern an den Schulen deutlich zu spüren. Die besorgten Eltern lassen ihre Kinder lieber den deutlich ungefährlicheren Fußball spielen, als sie den Gefahren des Footballs auszusetzen.

Die Jets verhandelten einige Zeit lang mit D`Brickashaw Ferguson. Sie wollten, daß der Left Tackle einer Gehaltskürzung zustimmt. 2016 hätten ihm $10,38 Millionen zugestanden.
Diese Verhandlungen nahmen einen unerwarteten Verlauf.
Ferguson gab am Freitag plötzlich und unerwartet bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Der 32-jährige hat in seinen 10 Jahren in der NFL nicht einen Spielzug wegen Verletzung verpaßt. Er startete in 160 von 160 Spielen der regulären Saison und spielte in 10.707 von 10.708 Spielzügen.
Sein Schritt in die Rente spart den Jets dieses Jahr über $9 Millionen unter der Gehaltsobergrenze. Wenn die Jets diesen unerwarteten Geldsegen dazu benutzen Quarterback Ryan Fitzpatrick ein besseres Angebot zu machen, wäre das keine große Überraschung.
Nachdem sich Ferguson im Dezember besorgt über den Film „Concussion“ geäußert hatte, den er sich ansah, wird gemutmaßt, daß seine Entscheidung damit zu tun hat.

Shawn Oakman könnte Probleme bekommen, an einer hohen Position einberufen zu werden. Der Defensive End von Baylor hätte Chancen, recht früh ein NFL Team zu finden, wenn er nicht unter Verdacht stehen würde. Seit Freitag wird gegen ihn wegen Sexueller Gewalt ermittelt.
Oakman soll einer Frau in seiner Wohnung gewaltsam die Kleider vom Leib gerissen haben und sie vergewaltigt haben.
Oakman besteht darauf, daß der Sex einvernehmlich geschah.
Anklage wurde noch nicht erhoben, da die Ermittlungen noch andauern.
Da in den letzten beiden Jahren die Baylor-Spieler Samuel Ukwuach und Tevin Elliot wegen solcher Verbrechen verurteilt wurden, fühlte sich jemand bemüßigt ein Spruchband mit dem wahren Satz: „Wahre Männer respektieren Frauen,“ am Zaun des Trainingsplatzes aufzuhängen.

Die Saison beginnt für weitere vier Spieler vier Wochen später.
Die NFL suspendierte Jaguars Cornerback Aaron Colvin, Packers Cornerback Demetri Goodson, Falcons Cornerback Jalen Collins und Titans Wide Receiver Andrew Turziill für die ersten vier Spiele.
Alle vier haben gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen.

Die Bengals gaben Marvin Lewis eine Vertragsverlängerung um ein Jahr.
Damit bleibt der erfolgloseste der erfolgreichen Head Coaches bis nach der Saison 2017 Chef der Bengals.
Seit 2003 ist Lewis Head Coach in Cincinnati. In dieser Zeit führte er sein Team in den letzten fünf Saisons jedesmal in die Playoffs. Ein großer Erfolg in dieser harten Division. Doch die Bengals konnten nicht ein Playoffspiel gewinnen, ein großer Mißerfolg.
Jetzt hat Lewis noch zwei mal die Chance, auch mal in den Playoffs zu gewinnen. Er sollte sie nutzen.

Running Back Tim Hightower unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag bei den Saints.
In den letzten vier Spielen der letzten Saison erzielte er durchschnittlich 114 Yards.

Zugegeben, er ist etwas voreingenommen, aber könnte Patriots Head Coach Bill Belichick mit seinem Spruch: „Tom Brady ist der größte Quarterback aller Zeiten;“ nicht doch recht haben?
Oh, wenn ich jetzt daran denke, wie die Brady und Patriots- Hasser rotieren... köstlich!
„Brady ist ein toller Anführer und ein großartiger Spieler für unsere Organisation,“ fuhr Belichick fort.
Na ja, unwahr ist das nicht.

Freitag, 8. April 2016

Kurzberichte
Kubiak-Gary2Broncos Head Coach Gary Kubiak (Bild) redet mit vielen Leuten, das ist nichts besonderes. Im letzten Monat aber redete er mit Johnny Manziel und das erregte dann doch Aufmerksamkeit.
Wollen die Broncos diese Karikatur eines Quarterbacks etwa dem Arsch-Fumbler Sanchez zur Seite stellen?
Ganz ruhig Broncos Fans. Kubiak und sein Chef John Elway sagten mittlerweile, daß sie nicht die Absicht haben den Ex- Browns Quarterback zu verpflichten. Was Kubiak mit dem problematischen Gewinner der Heisman Trophäe besprach, das sagte der Head Coach nicht.
Zunächst wird sich Kubiak auf die Quarterbacks konzentrieren, die im Kader sind. Ob er die Sprachhülsen einstudiert hat, läßt sich nicht sagen, aber Kubiak meinte, daß mit Mark Sanchez und Trevor Siemian zwei Quarterbacks im Kader sind, mit denen man arbeiten kann. Er fühle sich gut mit den beiden.
Das mag ja sein, daß man mit denen arbeiten kann, aber Football kann man mit ihnen kaum spielen.
Und dann, so ließ Kubiak durchblicken, würde man sich überlegen einen Quarterback in der Draft einzuberufen.
Das klingt schon besser. Immerhin haben die Broncos 10 mal die Möglichkeit Spieler einzuberufen. Allerdings sind sie in Runde eins erst an 31. Stelle dran. Kubiak hat sich die möglichen Kandidaten ganz genau angesehen. Wer davon wird so spät noch zu haben sein?
Zum Hin und Her um 49ers Quarterback Colin Kaepernick wollte Kubiak nichts sagen.

Vom Giganten zum Patrioten in nur einem Tag wurde Markus Kuhn.
Der Defensive Lineman wurde am Donnerstag von den New York Giants gefeuert und kurz darauf von den New England Patriots verpflichtet.
Damit dürften die Patriots das erste und einzige NFL Team sein, das mit Sebastian Vollmer und Markus Kuhn zwei Deutsche im Kader hat.
Über Kuhns Vertrag wurde noch nichts bekanntgegeben. Es ist zudem fraglich, ob er nach der Vorbereitungszeit noch im Team sein wird.
In New York spielte Kuhn nur sehr sporadisch. In der Zeit seit 2012, als die Giants ihn in Runde sieben der Draft einberiefen, spielte er nur in 39 Spielen, startete sogar nur in 10.

Wer spielt gegen wen in den Vorbereitungsspielen?
Dieses Rätsel ist gelöst. Im Spielplan auf meiner Seite sind die Begegnungen aufgelistet. Noch stehen allerdings die Anfangszeiten nicht fest, aber die werde ich nachreichen.
Zu sehen bekommen wir die Spiele hier in Deutschland wohl eh nicht, außer natürlich per Gamepass.
Welche Spiele in den USA im überregionalen Fernsehen übertragen werden, liste ich hier schon mal auf.
Die Rückkehr der NFL nach Los Angeles ist ESPN eine Liveübertragung wert. Am 13. August heißt es deshalb Cowboys at Rams auf ESPN.
In Woche zwei will bisher noch kein Sender ein Spiel landesweit übertragen.
In Woche drei gibt es gleich sechs Spiele die überregional gezeigt werden. In dieser Woche spielen viele Starter oft eine ganze Halbzeit: Atlanta at Miami (NBC, Aug. 25), Cleveland at Tampa Bay (CBS, Aug. 26), Tennessee at Oakland (CBS, Aug. 27), San Diego at Minnesota (FOX, Aug. 28), Arizona at Houston (FOX, Aug. 28), Cincinnati at Jacksonville (NBC, Aug. 28).
In Woche vier, wenn die Teams die meisten Starter schonen, gibt es traditionell keine landesweit übertragenen Spiele.

Donnerstag, 7. April 2016

Jackson-HueKurzberichte
Robert Griffin III spürt eine enorme Last auf seinen Schultern.
Der neue Quarterback der Browns weiß, daß er etwas zu beweisen hat. Und er weiß, daß es in einem Team, das im Umbruch ist, nicht gerade leicht für ihn wird.
Alles ist neu in Cleveland: Head Coach Hue Jackson (Bild), der Chef der Footballabteilung Sashi Brown und General Manager, der hier irgendwie Chief Strategy Officer (CSO) heißt, Paul DePodesta... alles Rookies.
Das macht es um so schwerer. Die Fans sind schon angefressen, weil der neue CSO es versäumt hat die vielen brauchbaren Spieler, die er hat gehen lassen, durch adäquate Spielerzugänge zu ersetzen. DePodesta kommt aus der Baseballliga und nicht wenige sprechen ihm die Qualität ab, in der NFL vernünftig für ein schlagkräftiges Team sorgen zu können.
Dann meinte Head Coach Jackson auch noch, daß man das Spielsystem nicht unbedingt an die Fähigkeiten Griffins anpassen wird. Das wird es dem Quarterback auch nicht gerade leichter machen.
Doch Jackson sagte, daß Griffin III sehr lernfähig ist und sich gut an ein neues System gewöhnen wird. Die Qualität dafür hätte der Quarterback auch.

„Daß sich Spieler immer früher zur Ruhe setzen, wird die neue Normalität in der NFL,“ davon ist Chris Borland überzeugt. Der ehemalige Linebacker der 49ers gab letztes Jahr im Alter von 24 Jahren seinen Schritt in den Ruhestand bekannt. Borland gab an, daß er bei den ganzen Diskussionen um die Spätfolgen von Gehirnerschütterungen Angst um seine Gesundheit hätte.
Bills Linebacker AJ Tarpley kam letztes Jahr als nichteinberufener Rookie in die Liga. In dieser Woche gab er bekannt, daß er in den Ruhestand tritt. Als Grund gab auch er an, daß er Angst um seine Gesundheit hat.
Borland fühlt sich dadurch in seiner Aussage bestärkt. Er glaubt, daß es in naher Zukunft eine Menge Spieler geben wird, die sich sehr früh wieder aus der NFL zurückziehen.

Die Raiders haben viel Platz unter der Gehaltsobergrenze. Dieses Vakuum sind sie dabei auszufüllen. Sie haben bisher schon sehr viel Geld in neue Spieler investiert, und machen weiter damit.
Am Mittwoch sicherten sie sich die Dienste von Bengals Safety Reggie Nelson.
Der 32-jährige Pro Bowler unterschrieb einen Einjahresvertrag. Über die Finanzen wurde noch nichts mitgeteilt.

Colts Head Coach Chuck Pagano hofft, daß sein Quarterback seine Spielweise ändert.
„Ich wünsche mir, daß Andrew Luck aufhört zu agieren, als wäre er ein Linebacker,“ sagte Pagano in einem Interview.
Viele Verletzungen Lucks wäre zu vermeiden gewesen, wenn er nicht seinen Körper zu sehr ins Getümmel stürzen würde. Besonders die saisonbeendende Verletzung bei der Luck versuchte noch ein, zwei Yards zu erzielen und dabei zwischen zwei Verteidigern zerquetscht wurde, hätte vermieden werden können.
Manchmal wäre es halt besser, ein Yard nicht zu erzielen, dafür aber weiter spielen zu können. Das würde er jetzt versuchen Luck beizubringen, meinte Pagano.

Neu-Texans Quarterback Brock Osweiler trainiert schon mal privat mit seinen neuen Receiver Kollegen.
Er traf sich in Arizona mit DeAndre Hopkins, Jaelen Strong, Cecil Shorts, Keith Mumphery und Ersatz- Quarterback Tom Savage.
Die Texans beginnen mit ihren freiwilligen Trainingseinheiten erst am 18. April. Bis dahin will Osweiler sich aber schon mal etwas an seine neuen Kollegen gewöhnt haben.

ESPN Reporter Adam Schefter mußte viel Kritik dafür einstecken, daß er dem Frauenschläger Greg Hardy ein Podium geboten hat, auf dem der seine „Ich bin unschuldig“ Floskeln absabbern konnte.
Die Kritiker bemängelten vor Allem, daß Schefter nicht energischer nachgehakt hat, wenn Hardy besonders abstruse Sätze von sich gab.
Das Interview sah so aus, als wäre es als PR Einsatz für den momentan ohne Team dastehenden Hardy gedacht. Als sollte es nach außen ausstrahlen: „Seht her, der Mann ist doch gar kein Monster.“
Die Cowboys haben Hardys Vertrag, der nach der Saison auslief, nicht verlängert.
Noch nicht?
Kaum!
Hardy war die Aufregung und das Geld nicht wert.
Schefters Interview war auch das Geld nicht wert, das ESPN ihm bezahlt. Schefter selber sieht das anders. Er ist der Meinung, daß er ein gutes, kritisches Gespräch mit Hardy geführt hat. Das Interview hätte gezeigt, daß Hardy sich geändert hätte.
Allerdings bereute Schefter diesen Satz etwas später.
Vielleicht sollte Schefter lieber wieder losgehen und sich auf illegalem Weg Krankenakten von verletzten NFL Spielern besorgen, so wie er es im Fall Jason Pierre-Paul getan hat. Da liegen wohl seine wirklichen Stärken.
Das Fazit einer großen US Amerikanischen Tageszeitung lautet denn auch: „Dieses Interview konnte man nicht verteidigen.“

Beenden wir die heutigen News wieder mit dem Beweis, daß es auch eine lustige Seite der NFL gibt.
„Ich wette auf mich selber, daß ich der Quarterback für die Denver Broncos bin,“ meinte Mark Sanchez.

Mittwoch, 6. April 2016

Kurzberichte
twitter2Jetzt zwitschert es nicht nur Texte sondern ganze Footballspiele.
Ab der kommenden Saison werden die Donnerstagsspiele der NFL über Twitter gezeigt. Das twitterte NFL Chef Roger Goodell am Dienstag.
Der Kurznachrichtendienst wird die 10 Spiele streamen, die auch auf CBS und NBC gezeigt werden.
Goodell sprach davon, daß Twitter der richtige Anbieter wäre, um die Spiele der NFL weltweit zu präsentieren. Das heißt wohl, daß die Streams keiner Ländersperre unterliegen werden.
Auf Twitter würde immer sehr viel über die Spiele „gesprochen“, meinte Goodell. Da wäre es nur folgerichtig, die Spiele gleich auch dort zu zeigen.
Ein erster Test mit einem weltweit kostenlos gezeigten Spiel per Yahoo letztes Jahr verlief positiv. 15,2 Millionen Zuseher taten sich den nicht immer ruckelfrei laufenden Stream an. Für dieses eine Spiel mußte Yahoo $20 Millionen hinblättern. Was Twitter zahlt zwitscherte noch niemand. Da aber mehrere Internetfirmen um die Rechte geboten haben, dürfte es nicht gerade wenig sein.

Die NFL untersucht einen Vorfall Derek Wolfe betreffend.
Der Defensive End der Broncos ist unfreiwilliger Hauptdarsteller in einem Video, das die Skandalseite TMZ veröffentlichte. In dem Video sieht man, wie Wolfe jemanden mit der rechten Faust schlägt.
Was den Schlag auslöste ist nicht bekannt. TMZ sagte dazu, daß Wolfe von einer Flasche getroffen wurde und den Club blutend verließ.
Wolfe beichtete den Vorfall bei den Broncos. Die gaben bekannt, daß die Sache intern behandelt wird.

Die NFL beendet ihre über zwei Jahrzehnte Tradition der Rookie-Symposien.
Allerdings sollen die Frischlinge ab nächstes Jahr nicht unvorbereitet in ihre Profikarriere gehen. Vielmehr sollen die Benimmkurse für angehende NFL Stars von den Teams veranstaltet werden. In Zukunft sollen so nicht nur die einberufenen Rookies unterrichtet werden, sondern auch die Rookies, die nicht über die Draft ihren Weg ins Team fanden. Auch sie sollen lernen, wie man sich auf und neben dem Platz benehmen sollte.
Ob die Symposien wirklich viel gebracht haben, läßt sich so einfach nicht sagen. Vielleicht haben sie den ein oder anderen Problemspieler dazu gebracht, sich den menschlichen Umgangsformen entsprechend zu verhalten. Daß nicht jeder kapiert hat, was dort gelehrt wurde, sieht man ja immer wieder z.B. an Greg Hardy.

Fans der Patriots haben eine Klage vor einem Gericht in Boston eingereicht. Sie verklagen die NFL und Roger Goodell darauf, den Patriots die Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft zurückzugeben. Die war dem Team wegen der unsäglichen Deflategate-Affäre gestrichen worden.
Das Gericht müßte recht schnell urteilen, denn die Draft ist am 28. April.
Das wird knapp.

Und noch ein Prozeß...
Jets Wide Receiver Brandon Marshall steht vor Gericht, weil er im März 2012 eine Frau vor einem Nachtclub geschlagen haben soll. Dabei verletzte er sie so schwer an einem Auge, daß sie heute noch darunter leidet.
Die Klägerin Christin Miles verlangt eine nicht näher genannte Summe Schmerzensgeld.
Harvey Steinberg, Marshalls Anwalt, bezeichnet die Klage als Geldschinderei. Wenn sein Mandant kein reicher Profisportler wäre würde man sich gar nicht vor Gericht treffen.
Marshall, der damals für die Dolphins spielte, hörte sich die Klageverlesung ungerührt an.
Nachdem er das Gericht verließ wollte er keinen Kommentar abgeben.

Dienstag, 5. April 2016

Kurzberichte
Kaepernick-Colin2Colin Kaepernick (Bild) erschien am Montag zum ersten freiwilligen Training der 49ers.
Da der Quarterback immer noch in San Francisco unter Vertrag ist, und ihn ein Bonus erwartet wenn er fleißig trainiert, war dieser Schritt erwartet worden.
Sein Wechsel zu den Broncos scheitert bisher an den Finanzen. Denver bietet dem Quarterback $7 Millionen. Den Rest der garantierten $11,9 Millionen müßten die 49ers ihm zahlen. Die aber erwarten, daß Kaepernick einer Gehaltskürzung zustimmt, und die $7 Millionen akzeptiert, ohne daß die Niners ihm etwas zahlen müssen.
Klar wäre Kaepernick mit dem Hammer genagelt, wenn er sich darauf einließe. Es geht immerhin um $4,9 Millionen. Warum sollte er darauf verzichten?
Vielleicht haben Kaepernick und der neue Head Coach Chip Kelly ja gestern gute Gespräche geführt? Die beiden durften ja zum ersten Mal über Football miteinander reden. Wenn sie Gemeinsamkeiten gefunden haben sollten, könnte es ja sein, daß der Quarterback gar nicht mehr weg will.
Für die Broncos wird es langsam eng. Am 18. April beginnen sie mit ihren freiwilligen Trainingseinheiten und haben nur Mark Sanchez als Quarterback, also so gesehen niemanden.
Und dieser Niemand geht fest davon aus, daß er als bewiesene Witzfigur als Starter für Denver in die Saison geht.
Sanchez bat seine neuen Receiver zu einem privaten Training in Los Angeles, um sie kennenzulernen und ihnen ein paar Pässe zuzuwerfen.
Wer letztlich dem Ruf folgte, ist nicht bekannt.
Übrigens Trevor Siemian war bei dem Training. Er ist der Ersatzmann von Sanchez.

Robert Griffin III baut alle Brücken zu seinem alten Team, die Redskins, ab.
Der Quarterback bietet sein Haus für $2,75 Millionen zum Verkauf an. Das sind $250.000 mehr, als er vor drei Jahren dafür bezahlte.
Und für die, die glauben, man könne Mietzahlungen entkommen, wenn man Eigentum besitzt... dem ist nicht ganz so, die Miete heißt dann nur anders.
Die Hauseigentümergebühr beträgt $500 pro Monat, und die Grundstückssteuer beträgt $25.661 pro Jahr.
Wer dennoch zugreifen möchte... bitte schön.

Der TV Sender ESPN gab dem Frauenschläger Greg Hardy ein Podium, und der nutzte es.
Der ehemalige Defensive End der Panthers und Cowboys bestritt vehement, seine Ex-Freundin geschlagen zu haben. Niemals hätte er überhaupt IRGENDEINE Frau geschlagen war da zu hören. Niemals in seinem ganzen Leben, meinte Hardy. Immerhin wäre er in Oxford, Missouri, aufgewachsen, also mitten im Bibelgürtel der USA, da würde man so etwas nicht machen.
An dieser Stelle wartete man vergeblich auf die eingespielten künstlichen Lacher einer Sitcom.
Lustig, im Sinne von morbidem Humor, war seine Antwort auf die Frage von Adam Schefter, der das Interview führte, woher seine damalige Freundin denn die ganzen Prellungen und Blutergüsse gehabt hätte, die auf den Polizeifotos zu sehen sind?
Hardy meinte dazu: „Ich habe nicht gesagt, daß ich niemals etwas Falsches getan hätte. Diese Situation kam auf und ich habe entsprechend gehandelt... Zu sagen, daß ich nichts Falsches getan habe ist dehnbar, aber zu sagen, daß ich unschuldig bin ist korrekt.“
Jetzt aber... Tätäh, tätäh, tätäh.

Bleiben wir in den kriminellen Niederungen der NFL.
Aus Mangel an Beweisen wird es gegen LeSean McCoy nicht zu einer Anklage kommen.
Der Running Back der Bills war im Februar an einer Barschlägerei beteiligt, bei der zwei Polizisten in Zivil krankenhausreif geschlagen wurden.
Eine Auswertung der Überwachungsvideos ergab, daß man McCoy nicht einwandfrei als Beteiligten festmachen konnte.
Er und drei andere Männer, alles ehemalige NFL Spieler, schlugen sich, nachdem sie sich um eine Flasche Champagner gestritten hatten. Als die Polizisten eingriffen wurden diese zu Boden geschlagen, und weiter auf sie eingetreten.
Der Staatsanwalt sagte, daß es nicht eindeutig auszumachen wäre, wer was getan hätte und wer aus Notwehr gehandelt hätte und deshalb nicht belangt werden könnte.
Da ist McCoy also noch mal mit einem blauen Auge davongekommen.

Aldon Smith hat bei den Raiders verlängert.
Der Linebacker ist zu den Problemspielern der NFL zu rechnen. Er hatte mit einer „Spaß“Bombenwarnung schon mal den Flughafen von Los Angeles lahmgelegt.
Zur Zeit droht Smith eine 10 Spieltage dauernde Suspendierung wegen seiner vielen Verfehlungen.
Die Raiders gaben ihm trotzdem einen neuen Zweijahresvertrag.

Montag, 4. April 2016

vick-steelersKurzberichte
Michael Vick (Bild) glaubt, daß er noch eine weitere Saison in seinem Arm hat.
Der Quarterback mußte letztes Jahr bis Ende August warten, bis endlich jemand anrief, um ihn zu verpflichten. Ob das Telefon dieses Jahr noch mal klingelt?
Da wird der mittlerweile 36-jährige wohl vergebens warten.
Wenn sich noch nicht mal für Colin Kaepernick ein Team findet, und das in einer Liga, wo man als mittelmäßiger Quarterback schon $20 Millionen pro Jahr bekommt, wer soll sich dann für Vick interessieren?
Zwar hat er den Steelers letztes Jahr ganz gut geholfen, als Big Ben verletzt war, aber nach fünf Spielen verletzte sich Vick und mußte seinerseits ersetzt werden.
Vick muß einsehen, daß das Alter und der langjährige Knasturlaub wegen Tierquälerei ihre Tribute fordern. Wäre letzteres nicht geschehen, hätte Vick eine zumindest ansehnliche Karriere abliefern können. So aber geht seine Zeit in der NFL, die in Atlanta hoffnungsvoll begann, wohl sang- und klanglos Zuende.

Wo wir gerade überbezahlte, mittelmäßige Quarterbacks erwähnt haben.
Joe Flacco ist auf dem Weg der Besserung. Nicht als Quarterback, aber zumindest sein Knie, in dem er sich das vordere und hintere Kreuzband riß.
Bei einem Benefiz-Basketballspiel warf der Quarterback der Ravens am Samstag ein paar Körbe. Auf die Frage von Reportern, wie es um seinen Heilungsprozess steht, antwortete Flacco, daß er keinen Zeitpunkt für seine Rückkehr nennen könnte. Zwar liegt er bei der Reha im Zeitplan, aber ob er zum Beginn des Trainingslagers voll einsatzbereit ist, weiß er noch nicht.
Immerhin würde sein Knie sich von Woche zu Woche besser anfühlen.

Scott Chandler glaubt, daß seine Karriere beendet ist.
Der Tight End spielte 2015 für die Patriots und zog sich seinen zweiten Kreuzbandriß zu.
Der 30-jährige glaubt nicht, daß er davon noch einmal zurückkommen kann.
Die Patriots haben ihm Anfang März gekündigt, weil er den Gesundheitscheck nicht bestand. Jetzt noch mal ein neues Team zu finden, dürfte sehr schwer sein.

Sonntag, 3. April 2016

Kurzberichte
kaepernik-colinNoch 49ers Quarterback Colin Kaepernick (Bild) war letzte Woche zu Besuch im Haus von Broncos General Manager John Elway, um über einen Vertrag zu sprechen.
Die 49ers würden eine Wahlmöglichkeit in einer mittleren Runde der Draft akzeptieren, aber es geht noch um die Finanzen.
Die Broncos haben weniger als $2 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Sie könnten Kaepernick also auf keinen Fall die $11,9 Millionen zahlen, die ihm 2016 zustehen. Doch je weniger sie ihm zahlen wollen, desto mehr müssen die Niners zahlen, denn sie müssen für die Differenz aufkommen. Kaepernick könnte auch einer Gehaltskürzung zustimmen, wenn er ganz dringend aus San Francisco weg will.
Man wird sehen, wie das ausgeht.
Denver hat sich den Arsch-Fumbler Mark Sanchez für $4,5 Millionen ans Bein gebunden, eine horrend hohe Summe. Er und Kaepernick würden um den Posten des Starters kämpfen, was nach Kaepernicks Leistungen 2015 einem Kampf Not gegen Elend gleicht.
Ob der noch Niners- Quarterback am Montag bei den ersten freiwilligen Trainingseinheiten seines aktuellen Teams auftaucht ist fraglich. Vielleicht wird er erst am 18. April trainieren wenn die Broncos ihr freiwilliges Trainingsprogramm beginnen?

Die Browns feuerten Donte Whitner.
Der Safety spielte zwei Jahre in Cleveland und war zuvor bei den 49ers und den Bills.
Der 30-jährige wurde 2014 in den Pro Bowl gewählt, konnte 2015 aber nicht mehr an diese Leistung anknüpfen.

Wie schön es ist, wenn Papa Head Coach eines NFL Teams ist, sah man immer schon mal. Zuletzt in New England, wo Head Coach Bill Belichick seinen Sohn Steve zum Safeties Coach machte.
Jetzt bekam Britt Reid, ein Sohn von Chiefs Head Coach Andy Reid, einen netten Posten. Er wurde zum Defensive Line Coach ernannt, nachdem er einige Zeit der Assistent des Defensive Line Coaches Tommy Brasher war.
Brasher wurde nicht gefeuert, sondern bekam einen Job in einem „Spezial Projekt“, was auch immer das sein mag.

Samstag, 2. April 2016

Kurzberichte
Spagnuolo-Steve4Bäumchen wechsle dich, heißt es immer noch, knapp einen Monat nach Beginn der Transferperiode.
Gut eingekauft haben die Giants, besonders für die Defense.
Deshalb ist Steve Spagnuolo (Bild) auch besonders optimistisch, was seinen Teil der Truppe angeht.
Hoffentlich wächst der Defensive Coordinator mit der Qualität seiner neuen Spieler auch wieder zu alter Form. Immerhin war es seine Defense, die den Giants den Erfolg in Super Bowl XLII sicherte.
Danach hatte Spagnuolo seine Magie verloren. Als Head Coach der St. Louis Rams versagte er ebenso kläglich, wie in den danach folgenden Stationen als Defensive Coordinator in New Orleans, Baltimore und den Giants.
Die Giants gaben eine Menge Geld aus, um die Verteidigung zu stärken. In wenigen Stunden der Free Agent Periode gab General Manager Jerry Reese $204 Millionen aus um Dolphins Defensive End Olivier Vernon, Rams Cornerback Janoris Jenkins, Jets Defensive Tackle Damon "Snacks" Harrison, und Redskins Linebacker Keenan Robinson zu verpflichten.
Das schränkt die Chance auf Ausreden für den Defensive Coordinator sehr ein.

Zurück in Seattle ist Chris Clemons. Der Defensive End startete von 2010 bis 13 in 59 Spielen für Seattle.
In den letzten beiden Saisons spielte er in Jacksonville. Dort sammelte er 11 Sacks in 23 Spielen.
Mit 34 Jahren steht er vor dem Ende seiner Karriere. In Seattle will er noch mal um den Super Bowl mitspielen. 

Die Patriots sicherten sich Safety Patrick Chung für ein weiteres Jahr. Sein aktueller Vertrag läuft noch zwei Jahre, und die Verlängerung hält ihn für ein weiteres Jahr in New England.
Chung wird über die nächsten drei Saison verteilt $5,7 Millionen bekommen.

Die Texans setzen auf Quarterback Brandon Weeden als Ersatzmann für den unbewiesenen Brock Osweiler. Sie gaben Weeden einen Zweijahresvertrag über $4 Millionen.
Weeden ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, kann Osweiler aber zur Not ersetzen wenn es sich herausstellt, daß der die 70 Millionen irgendwie nicht wert sein sollte.

Die Gerüchte in Philadelphia, daß die Eagles einen Quarterback einberufen könnten, verstummen nicht.
Dabei ist die Tinte unter den Verträgen von Sam Bradford (2 Jahre, $35 Millionen) und Chase Daniel (3 Jahre, $21 Millionen) noch nicht trocken.
Wenn man bedenkt, daß die Teams der NFL nur 30 persönliche Gespräche mit Anwärtern vor der Draft führen dürfen, und Teambesitzer Jeffrey Lurie die Quarterbacks Carson Wentz, Jared Goff, Paxton Lynch und Kevin Hogan letzte Woche besucht hat, kann man aber auch wirklich auf diesen Gedanken kommen.

In vier seiner sieben Starts letztes Jahr kam Running Back Thomas Rawls über die 100 Yards-Marke.
Hätte der Rookie der Seahawks sich nicht einen Knöchel gebrochen, hätte er in den Statistiken ganz weit oben unter den besten Running Backs der letzten Saison landen können.
Das machte es für die Seahawks leicht, auf Marshawn Lynch zu verzichten, der nach der Saison in den Ruhestand trat. Viel geleistet hat der verletzungsbedingt eh nicht mehr letztes Jahr.
Rawls zog sich seine Verletzung in Woche 14 zu, nachdem er 44 Laufyards erzielt hatte... nach Seattles erster Angriffsserie.
Sein Heilungsprozess liegt voll im Zeitplan. Zu Beginn des Trainingslagers wird er wohl voll einsatzbereit sein.

Noch ein Verletzter, dessen Heilungsprozess voll im Zeitplan liegt, ist Luke Kuechly.
Der Linebacker der Panthers spielte in den Playoffs mit einer gerissenen Pfannenlippe in der der linken Schulter. Nach dem verlorenen Super Bowl gegen Denver wurde Kuechly erfolgreich operiert.
Spätestens zum Beginn des Trainingslagers soll er wieder einsatzbereit sein.

Freitag, 1. April 2016

Kurzberichte
watt-jj2JJ Watt (Bild) holte sich seinen dritten Verteidiger des Jahres-Titel letztes Jahr mit fünf angerissenen Brust- und Bauchmuskeln.
Von der gebrochenen Hand wußte man ja, die war ja auch nicht zu übersehen. Mitten in der Saison kam noch ein Bandscheibenvorfall dazu. Eine Leistenverletzung zwang ihn dazu das Playoffgemetzel gegen die Chiefs früher zu beenden. Die Sache mit den Muskeln ist allerdings neu.
Nie zuvor hätte er in einer Saison solche Schmerzen gehabt, wie 2015, sagte der Star-Verteidiger der Texans in einem Radiointerview.
Dennoch verpasste er kein Spiel. Seine Leistung ist so gesehen noch höher zu bewerten, als eh schon.

Noch ein Lazarettreport.
Tony Romo sagte, daß die Operation zur Einsetzung einer Stahlplatte in seine linke Schulter gut verlaufen ist. Der Quarterback der Cowboys rechnet damit, daß er in spätestens vier Wochen voll am Vorbereitungsprogramm seines Teams teilnehmen kann.
Es ist aber möglich, daß die Cowboys ihn noch länger schonen, und er nicht jede Übungseinheit mitmachen muß.

Sein Gehalt von $11,9 Millionen ist seit gestern um 16 Uhr USA Ostküstenzeit fest für Colin Kaepernick.
Die 49ers haben immer noch die Möglichkeit, ihn an ein anderes Team abzugeben, doch momentan sieht es eher so aus, als ob sie ihn behalten werden.
Am Montag wird Kaepernick beim freiwilligen Training des Teams erwartet. Zwar ist er noch nicht wieder einsatzbereit nach seinen Schulter-, Knie-, und Daumenoperationen, aber seine Anwesenheit würde zählen und es geht um ein paar Dollar. Wenn Kaepernick an 90% des Trainingsprogramms des Teams teilnimmt, bekommt er zusätzliche $400.000.
Bisher durfte der Quarterback noch nicht mit seinem neuen Head Coach Chip Kelly reden, weil die nicht immer ganz verständlichen Regeln der NFL das verbieten.
Am Montag könnten die beiden dann endlich ausloten, wie sie sich ihre Zusammenarbeit vorstellen und wie Kelly Kaepernick in seine Offense einbauen will.
Kelly hatte ja gleich nach seinem Wechsel von den Eagles zu den 49ers verkündet, daß Kaepernick für seine Offense wie gemacht wäre.
Vielleicht wird das ja was?

Vernon Davis wechselte letztes Jahr in der Saison von den 49ers zu den Broncos.
Einst war der Tight End ein Star, doch sein Stern versank in Denver in der Versenkung.
Am gestrigen Freitag wechselte er zu den Redskins und spielt damit in seiner Heimatstadt, wo er einen Einjahresvertrag unterschrieb.

 

 

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