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Sonntag, 31. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 17 - Das Ende ist da
ballsnapFangen wir mit einem Blick auf die Spiele an, in denen es um überhaupt gar nichts mehr geht und die deshalb völlig bedeutungslos sind, und die man sich sparen kann:
Dallas at Philadelphia
Green Bay at Detroit
Houston at Indianapolis
Washington at New York Giants
Kansas City at Denver
Das sind also die Spiele, die man getrost komplett in die Tonne kloppen kann, wenn man nicht gerade Fan eines der Teams ist.
In allen anderen Spielen geht es zumindest wenigstens für eins der beteiligten Teams um etwas.
Um 19 Uhr sind die Spiele der Jets in New England und der Steelers in Cleveland wichtig. Pittsburgh und New England stehen im Fernduell um das Heimrecht in den Playoffs. Und ein Blick auf die Paarungen zeigt, daß die Steelers dabei die klar leichtere Aufgabe haben.
Das sind also die einzigen Spiele um 19 Uhr, auf die sich ein Blick lohnt.
Um 22:25 Uhr sieht das schon etwas anders aus. Hier geht es in Fernkämpfen noch für die Ravens, Chargers, Bills, Titans, Rams, Saints, Seahawks, Panthers und Falcons um etwas.
Nur zwei der Teams treten tatsächlich gegeneinander an, die Panthers und die Falcons. Die Panthers sind schon in den Playoffs, können aber noch die NFC South gewinnen. Die Falcons müssen unbedingt gewinnen, um noch einen Wild Card Platz zu erobern. Da haben aber die Seahawks etwas dagegen, die gegen Arizona gewinnen müssen, um diesen letzten Platz in der NFC noch zu bekommen. Doch das klappt nur, wenn zeitgleich Atlanta gegen Carolina verliert.
Seahawks gegen Arizona, das dürfte nach einem Sieg für Seattle aussehen.
Carolina at Atlanta ist also so gesehen das Spiel des Tages, weil es da für beide Teams noch um etwas geht.

Kurzberichte
„Ich möchte spielen,“ sagte Cowboys Quarterback Dak Prescott. Für ihn wäre es wichtig, die Saison Zuende zu spielen. Nur weil das Spiel gegen Philadelphia für beide Teams völlig bedeutungslos wäre, wolle er sich nicht auf die Bank setzen lassen.
Ob die Eagles Starter schonen, ist zumindest in der Offense nicht anzunehmen. Die Eagles sehen das Spiel als Trainingseinheit für Ersatz- Quarterback Nick Foles. Der braucht jede Sekunde, um sich mit seinen Receivern abzustimmen. Spielfrei haben die Eagles ja dann nächste Woche.

Dave Gettleman fängt schon mal an, den Saustall der Giants auszumisten.
Am ersten vollen Arbeitstag in New York feuerte der neue General Manager den Vizepräsidenten der Spieleranalyse Marc Ross, und Right Tackle Bobby Hart. Für ihn kommt Rookie Adam Bisnowaty aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader.
Hart wäre ein Störfaktor im Team. Sein Selbstbewußtsein würde nicht von seinen Leistungen untermauert.
Ross, der kurz als neuer General Manager der Giants im Gespräch war, war seit 2007 für das Team tätig. Doch Gettleman sagte, daß er und Ross zu unterschiedliche Ansichten hätten.

Die Raiders wollen Jon Gruden.
Gruden war schon mal Head Coach der Raiders, bevor er mit den Buccaneers den Super Bowl gewann, und dann als Analyst zu ESPNs Monday Night Football ging.
Gruden war auch Wunschkandidat in Tampa Bay, doch die wollen jetzt doch Dirk Koetter behalten. Gruden hatte signalisiert, daß ihn die Buccaneers schon gereizt hätten.
Ob die Raiders ihn reizen?
Wenn ja, dann wird Jack Del Rio gefeuert. Wenn nein, dann könnte Del Rio bleiben. Der hatte erst vor der Saison eine Verlängerung bis über die Saison 2020 hinaus unterschrieben. Doch da waren die Verantwortlichen geblendet von der Playoffsaison 2016. 2017 gab es wieder die schlechten alten Raiders, die niemand sehen will.
In Oakland heißt es also: „Sichern und weitersuchen.“ Ein Vertrauensbeweis ist das nicht.

Und noch eine Vertragsverlängerung in Green Bay.
Die Packers und Center Corey Linsley wurden sich für weitere drei Jahre und $25,5 Millionen einig.

Der Lazarettreport
Los Angeles Chargers: Running Back Melvin Gordon (Knöchel) wird wohl spielen können. Für die Chargers geht es ja noch um etwas. Wie lange er auf dem verletzten Knöchel rumlaufen kann, das bleibt abzuwarten.

New York Jets: Running Back Matt Forte (Knie) und Right Guard Brian Winters (Bauchmuskel) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Green Bay Packers: Linebacker Nick Perry (Knöchel, Schulter) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Kansas City Chiefs: Running Back Charcandrick West (Krankheit) kann nicht spielen.

Dallas Cowboys: Wide Receiver Cole Beasley (Krankheit) kann nicht spielen.

Cincinnati Bengals: Linebacker Vontaze Burfict (Schulter) kann nicht spielen

New York Giants: Wide Receiver Tavarres King (Gehirnerschütterung) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Samstag, 30. Dezember 2017

Kurzberichte
manning-eli-sb-trophyDer neue General Manager der Giants, Dave Gettleman, möchte Quarterback Eli Manning (Bild) behalten. Viel hätte er noch nicht von Eli gesehen, sagte Gettleman, aber das Video vom Spiel gegen die Eagles hätte ihm viel Positives gezeigt. In dieser Niederlage vervollständigte der Quarterback 37 von 57 Pässen für 434 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception. Der neue General Manager schließt aber nicht aus, daß man in der Draft einen möglichen Nachfolger für Manning einberufen könnte.
Die Giants sind, Stand heute, mit ihren zwei Siegen an zweiter Stelle dran, nach den Browns. Da sollte doch noch ein brauchbarer Ballwerfer zu kriegen sein.
Auch Wide Receiver Odell Beckham jr. soll das Team möglichst nicht verlassen.
Der aber hat ja eine klare Vision. Er möchte der bestbezahlte Spieler werden, den es jemals in der NFL gab. Und Gettleman wäre bescheuert, wenn er diesem Wunsch nachgeben würde.
Und 2018 muß Beckham eh noch für sein Rookie-Gehalt spielen, denn die Giants zogen ihre Option auf eine fünfte Saison für den Wide Receiver. Ob der sich dann so richtig reinhängen wird, bleibt abzuwarten. Einerseits wird er lustlos sein, andererseits muß er beweisen, daß er das viele Geld, das er haben möchte, auch wirklich wert ist.
Hier dürften schwierige Verhandlungen anstehen.

Die Packers konnten Davante Adams halten.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und $58 Millionen. Damit gehört er zu den bestbezahlten Receivern der Liga.

Andrew Luck ist zurück in Indianapolis.
Der Quarterback war eine Zeitlang in Holland, um seine kaputte Schulter behandeln zu lassen. Während dieser Zeit hat man nichts von ihm gehört.
In Indianapolis sprach er zur Presse. Luck meinte, daß seine Schulter keine weitere Operation braucht. Er glaubt, daß er sofort einsteigen kann, wenn die freiwilligen Trainingseinheiten beginnen.
Nächste Woche möchte er mit dem Wurftraining anfangen.
Luck verpaßte 26 der letzten 48 Spiele der Colts. Das ist eine Menge für den bestbezahlten Spieler den es jemals in der NFL gab (bevor er von ein paar anderen Quarterbacks überholt wurde).

So schlimm wird es am 1. Januar dann wohl doch nicht beim lustigen Head Coaches feuern zugehen.
Ben McAdoo von den Giants ist ja schon weg, und Marvin Lewis von den Bengals hat von sich aus eingesehen, daß er das Team besser verlassen sollte.
Und es trudelten einige Vertrauensbeweise ein. So gaben die Jets bekannt, daß Head Coach Todd Bowles und General Manager Mike Maccagnan weiterwursteln dürfen. Seit sie 2015 das Ruder übernahmen, holten die Jets 20-27 Siege.
Aus Tampa Bay hört man, daß Dirk Koetter bleiben darf. Tampa ist es gewohnt, nicht in die Playoffs zu kommen. Sie erleben das in dieser Saison zum 10. Mal in Folge. Unter Koetter sind die Buccaneers 13-18.
Auch die Redskins wollen es wohl weiter mit mit Jay Gruden versuchen. Die vielen Verletzten hätten es dem Head Coach schwer gemacht, und er hätte trotzdem das Team lange auf Erfolgskurs gehalten. Allerdings könnte die anhaltende Erfolglosigkeit Grudens ihn dann doch den Job kosten. In seinen vier Jahren bei den Redskins holte er 28-34-1 Siege und kam nur einmal in die Playoffs.

Zur Kasse bitte...
hieß es ja gestern schon hier.
Heute kommen noch einige dazu:
-Jaguars Defensive End Yannick Ngakoue, hat einen Schiedsrichter berührt und muß dafür $30.387 Strafe zahlen.
-49ers Cassius Marsh, $18.231 wegen Roughing the Passer
-Chargers Joey Bosa, $18.231 wegen Roughing the Passer
-Cowboys Geoff Swaim, $9.115 für einen illegalen Crackback Block.
-Raiders Lee Smith, $9.115 für einen illegalen Crackback Block.
-Texans Jadeveon Clowney und Julien Davenport müssen jeweils $9.115 zahlen für Facemask Penaltys.
Keine Strafe müssen die Texans für ein schlecht abgewickeltes Gehirnerschütterungsprotokoll zahlen. In Woche 14 erlitt Quarterback Tom Savage eine Gehirnerschütterung. Die Liga und die Spielergewerkschaft untersuchten, warum Savage trotzdem wieder auf den Platz zurückkam?
Die Untersuchung ergab, daß die beteiligten Trainer und Ärzte dem Protokoll nach korrekt gearbeitet hätten. Doch daß der Quarterback zunächst weiterspielte, wäre nicht akzeptabel. Deshalb müsse man diese Protokolle weiter feinjustieren.
Head Coach Bill O`Brien hatte Savage nach kurzer Zeit von sich aus aus dem Spiel genommen und zu einer zweiten Untersuchung geschickt. Da wurde dann eine Gehirnerschütterung festgestellt.

Freitag, 29. Dezember 2017

Kurzberichte
foles-nick2„Ich habe nicht gut genug gespielt,“ bewertete Nick Foles (Bild) seine Vorstellung.
Der Ersatz Quarterback der Eagles zeigte halt, daß er nur Ersatz ist. Die Zeit, als er mal sieben Touchdownpässe in einem Spiel warf, liegt halt schon lange zurück.
Aber mit dem, was er gegen die Raiders zeigte, dem Team, gegen das er 2013 als Quarterback der Eagles sieben Touchdowns warf, war wirklich nicht berauschend. Am Sonntag lautete seine Bilanz: 19 von 38 für 163 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
„Ich muß besser spielen, sauberer, korrekter, gerade bei den dritten Versuchen. Da ist die Präzision des Quarterbacks am Meisten gefragt,“ meinte Foles.
Head Coach Pederson sagte: „Ich gewinne gerne mit 40:3 oder 34:28, aber wir haben einen Weg gefunden, zu gewinnen. Das ist das Wichtigste. Manchmal hat man halt solche Spiele. Jetzt müssen wir nach vorne gehen, die Filme ansehen, um Fehler zu analysieren und abzustellen. Die Defense hat sehr, sehr gut gespielt. Sie hat uns im Spiel gehalten.“
Aber in den Playoffs wird es schwerer, als gegen die Raiders. Die haben in dieser Saison wieder gewohnt schlecht gespielt und haben den Eagles in der zweiten Halbzeit fünf Ballverluste geschenkt. Und diese Weihnachtsgeschenke wird es von den Gegnern, die im Januar nach Philadelphia kommen, nicht geben.

„Ja, unsere Offense hat dieses Jahr unterdurchschnittlich gespielt,“ gab Raiders Head Coach Jack Del Rio zu.
Seine Entscheidung, den Offensive Coordinator der Saison 2016, Bill Musgrave, gegen Todd Downing auszutauschen, hat keinen Erfolg gebracht.
Letztes Jahr standen die Raiders plötzlich und unerwartet in den Playoffs. Dieses Jahr, unter dem Neuling Downing, ging es down, down, down, zurück zu den schlechten alten Raiders, die man seit Jahrzehnten kennt.
Doch Del Rio lobte seinen Offensive Coordinator und sagte, daß dieser Mann eine große Zukunft in der NFL hat. Irgendwie klang das so, als hätte Downing diese Zukunft irgendwo, aber nicht bei den Raiders.
2016 belegten die Raiders mit 373,3 Offense Yards Platz sechs in der Liga und mit 416 Punkten Platz sieben.
2017 ging es runter auf 323,2 Yards und Platz 19 und 291 Punkte auf Platz 23.
Mal sehen, was Teambesitzer Mark Davis so vorhat?
Wird er seinen Head Coach bitten, einen neuen Offensive Coordinator zu verpflichten, oder wird er Del Rio sogar feuern?
Es bleibt spannend.

Chargers Quarterback Philip Rivers möchte das erreichen, was schon einmal einem Team gelang. Er möchte sein Team nach einem 0-4 Start in die Saison noch in die Playoffs führen.
Nein, die Chargers wären nicht das zweite Team, dem dieses Kunststück gelang. Das erste Team, dem das gelang, waren die San Diego Chargers 1992. Und auch wenn sie jetzt die Los Angeles Chargers sind, sind und bleiben es die Chargers.
Doch das Team braucht Hilfe. Ein Sieg gegen die Raiders alleine reicht nicht. Die Titans müssen gegen die Jaguars verlieren und die Bills gegen die Ravens. Das ist aber alles absolut möglich.
Die Jaguars sagten, daß sie mit allen Startern spielen wollen.

Die Jaguars kennen es nicht, vor einem vollen Haus in Jacksonville zu spielen. Einige Sektionen der Zuschauerränge sind mit Decken von Sponsoren abgedeckt.
Doch in den Playoffs will man die Hütte mal wirklich voll kriegen. Deshalb werden die Vorhänge abgezogen, damit 3.501 weitere Plätze frei werden. Die Karten für diese Plätze werden ab Freitag 10 Uhr Ortszeit in den Verkauf gehen.
Stand heute wären es die, UPS, Tennessee Titans, die nächstes Wochenende in Jacksonville spielen würden. Ein alter Bekannter aus der AFC South, gegen den man ja an Silvester erst spielen wird.
Allerdings könnten es auch die Chargers oder die Bills werden, je nachdem, wie die Spiele am Sonntag ausgehen.
Aber egal, wer der Gegner wird, die Kartennachfrage ist groß in Losertown. Die Leute mögen es, daß diese Chaotentruppe plötzlich soliden Football spielt. Schon zu den letzten Heimspielen kamen immer mehr Zuschauer.
Es lohnt sich also, nach zuletzt 2007, endlich mal wieder über die reguläre Saison hinaus zu spielen.

Die Giants haben einen neuen General Manager. Es ist Dave Gettleman, der diesen Posten schon bei den Carolina Panthers bekleidet hatte.
Dort war er nicht unumstritten. Einige seiner Entscheidungen lösten doch großes Erstaunen aus. Und sie führten dazu, daß er im Juli dieses Jahres gefeuert wurde.
Bei den Giants ist man überzeugt, daß er dort einen besseren Job machen wird, als bei den Panthers. Und immerhin hat er in Carolina ein Super Bowl Team zusammengestellt. Das wurde zwar nach einer 15-1 Saison von den Broncos geschreddert, aber immerhin ist ja auch schon das Erreichen des Super Bowls ein Erfolg.
Das soll Gettleman nun in New York versuchen.

Zur Kasse bitte...
hieß es für Alvin Kamara. Der Rookie Running Back der Saints trug am Weihnachtstag Schuhe mit einem weihnachtlichen Motiv im Spiel gegen Atlanta. Das kostete ihn $12.154.
Den Umschlag mit dem die Zahlungsaufforderung kam zeigt er in einem Video, untermalt mit einem Weihnachtslied.

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Das lustige Trainer-Feuern steht bevor
jackson-hue2Die Liste der Head Coaches, die am 1. Januar arbeitslos werden könnten, ist länger als mein Arm.
Wer sind die Kandidaten, die beim Arbeitsamt vorstellig werden könnten?
1. Hue Jackson, Cleveland Browns (Bild): Jetzt muß er ins Wasser gehen.
Als die Browns 2016 mit 1-15 untergingen, sagte Jackson, daß das nicht mehr vorkommt. Wenn doch, dann würde er in den Lake Erie springen.
Ob er denn wirklich springen würde, wurde er gefragt? „Heck yeah,“ antwortete der erneut gescheiterte Head Coach. „Ich muß ja wohl.“
2. Chuck Pagano, Indianapolis Colts: Ohne Quarterback Andrew Luck war klar, daß die Saison vermurkst war.
3. John Fox, Chicago Bears: Da hatte man sich in Chicago mehr erwartet als 14-33 Siege.
4. Jim Caldwell, Detroit Lions: General Manager Bob Quinn sagte, als er den Job in Detroit annahm, daß er sich ansehen wird, ob Caldwell das Team in die Playoffs führen kann? Er hatte genug Baustellen, da wollte er sich nicht auch noch um einen neuen Head Coach kümmern.
Jetzt hat er die Gelegenheit, sich in Ruhe einen neuen Head Coach zu suchen.
5. Dirk Koetter, Tampa Bay Buccaneers: Quarterback Jameis Winston ist nicht der Superstar, den man in ihm vermutete. Die Buccaneers sind 2017 2-10 wenn Winston startet.
Leidtragender könnte der Head Coach sein.
6. Vance Joseph, Denver Broncos: Da General Manager John Elway seinem Rookie Head Coach keinen Quarterback gab, der NFL tauglich war, war klar, daß es mit den Broncos nichts werden konnte. Da aber auch die Defense aufgegeben hat, kann es sein, daß Joseph keine Chance hat, auf ein zweites Jahr in Denver.
7. Marvin Lewis, Cincinnati Bengals: Er hat ja schon von sich aus gesagt, daß er nach der Saison die Bengals verläßt.
8. Jay Gruden, Washington Redskins
9. Mike Mularkey, Tennessee Titans
10. Bill O'Brien, Houston Texans
11. Todd Bowles, New York Jets

Kurzberichte
Ein Truck, der Buccaneers Wide Receiver DeSean Jackson gehört, war am 24.12. in einen Unfall mit Fahrerflucht verwickelt.
Personenschaden gab es wohl nicht. Der Truck fuhr in einen Baum, und der Fahrer floh vom Unfallort.
In dem Wagen wurden 6,3 Gramm Marihuana gefunden und Munition, die in Florida verboten ist.
Jacksons Agent sagte, daß ein Freund des Wide Receivers sich den Truck geliehen hatte, und nichts davon, was gefunden wurde, Jackson gehört.

Die Giants haben den Krebs suspendiert.
In einem Radiointerview beschwerte sich sein Teamkollege Landon Collins über Cornerback Eli Apple. Der wäre längst nicht so gut, wie man gedacht hätte. Außerdem wäre er faul und träge. Dieses Krebsgeschwür müßte man beseitigen.
Schöne Worte sind nicht wahr und wahre Worte sind nicht schön. Trotzdem entschuldigte sich Collins bei Apple.
Das Team suspendierte Apple für das letzte Saisonspiel, weil er beständig ein Benehmen gezeigt hat, daß dem Ansehen des Teams schadet.
Wegen fehlender Leistungsbereitschaft wurde der Cornerback in das Trainingsteam versetzt. Dort wurde er handgreiflich gegen Cornerback Coach Tim Walton.
Interim General Manager Kevin Abrams suspendierte den faulen Apfel daraufhin.
Die Giants hatten in dieser Saison Probleme mit ihren Cornerbacks, denn auch Dominique Rodgers-Cromartie und Janoris Jenkins waren schon suspendiert.

„Zur Hölle nein,“ war Dez Bryants deutliche Antwort auf die Frage an den Wide Receiver, ob er eine Gehaltskürzung bei den Cowboys akzeptieren würde?
Seine Leistung in der abgelaufenen Saison war unbeständig, wenn man es nett ausdrücken will. Er ließ viele gut geworfene Pässe fallen, wurde dann unleidlich, weil man ihm nicht genug Bälle zuwarf, und fing sie dann wieder zu oft nicht, wenn Prescott ihn anspielte.
Mit 66 gefangenen Pässe für 814 Yards war er immer noch der beste Receiver der Cowboys. Doch das Team täte gut daran, sich schon mal nach einem Ersatz für den 29-jährigen umzusehen. Seit November würde er an einer Tendinitis leiden, sagte Bryant der Presse. Dabei tauchte er allerdings nie auf dem Verletzungsbogen auf.
Verletzt ist er aber in der Tat oft. Auch das sollte Dallas in die Gleichung mit einbeziehen.

James Harrison hat die Steelers dreimal gebeten, ihn zu einem anderen Team gehen zu lassen.
Center Maurkice Pouncey stellte klar, daß es nicht das Management ist, dem man die Schuld geben sollte. Die Fans, die keinen Einblick in die Interna haben, hätten die Organisation massiv beschuldigt Harrison vertrieben zu haben.
Das wäre aber nicht so, meinte der Center. Harrison hätte weggewollt.
Daß der Star- Linebacker ausgerechnet zu den Patriots gegangen ist, das schmeckt Linebacker Bud Dupree überhaupt gar nicht. Das würde sich anfühlen, als würde Harrison Head Coach Mike Tomlin, Mr. Rooney und allen Spielern ins Gesicht spucken. Harrison wäre auch kein Vorbild gewesen. Er wäre ein schlechter Mannschaftskollege gewesen und ein schlechtes Beispiel für die jüngeren Linebacker, wie ihn (Dupree) und TJ Watt.
Und jetzt würde Harrison sein Insiderwissen über die Steelers an den ärgsten Konkurrenten weitergeben. Ein unglaublicher Gedanke für Dupree.

Rams Running Back Todd Gurley hat Boden gutgemacht auf Tom Brady. Einer der beiden wird der MVP der NFL Saison 2017. Da der Preis, mit einigen Ausnahmen, gewohnheitsgemäß an Quarterbacks geht, hat Brady die besseren Chancen. Er hat zur Zeit 34 Stimmen, Gurley hat 30.
Gurley, der in Woche 16 zum besten Angreifer der NFC gekürt wurde, wird in Woche 17 nicht spielen. Die Rams schonen ihn, Quarterback Goff, Defensive Tackle Aaron Donald, und einige weitere Starter. Das schmälert seine Chance natürlich.

Auch die Chiefs schonen Starter, darunter Quarterback Alex Smith. Rookie Patrick Mahomes wird an seiner Stelle starten.
Kansas City hat die AFC West gewonnen und steht auf Platz vier in der Conference. Daran kann nichts etwas ändern.

Die besten Spieler der Woche 16
AFC

OFFENSE: RB DION LEWIS, NEW ENGLAND PATRIOTS
24 Läufe für 129 Yards, 1 Touchdown. 5 gefangene Pässe für 45 Yards, 1 weiterer Touchdown.

DEFENSE: CB MIKE HILTON, PITTSBURGH STEELERS
3 Sacks, 6 Tackles, 1 erzwungener Fumble
Noch nie, seit Sacks gezählt werden, hat ein Cornerback in einem Spiel drei Sacks erzielen können.

SPECIAL TEAMS: K HARRISON BUTKER, KANSAS CITY CHIEFS
5 von 6 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: RB TODD GURLEY, LOS ANGELES RAMS
122 Laufyards, 10 Gefangene Pässe für 158 Yards, 2 Touchdowns.

DEFENSE: S HARRISON SMITH, MINNESOTA VIKINGS
2 Interceptions, 8 Tackles

SPECIAL TEAMS: KR DAMIERE BYR, CAROLINA PANTHERS
1 Kickoffreturn zum Touchdown über 103 Yards. Insgesamt kam er auf 146 Returnyards, bevor er sich verletzte und nicht mehr spielen konnte.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Kurzberichte
mcvay„Ich habe die Los Angeles Rams in recht gutem Zustand hinterlassen,“ meinte Ex- Head Coach Jeff Fisher, letzte Woche in einem Interview.
Das sehen seine ehemaligen Spieler nicht so. Die geben ihrem neuen Head Coach Sean McVay (Bild) die volle Ehre den Umschwung geschafft zu haben.
McVay und seinem Stab alleine wäre der erste Divisionstitel seit 2003 zu verdanken. Jeff Fisher hätte damit nichts zu tun, heißt es aus dem Team.
Linebacker Robert Quinn meinte: „Ich weiß nicht, genau, was McVay und Defensive Coordinator Wade Phillips getan haben, aber sie haben das Beste aus uns herausgeholt. Sie haben gute neue Leute geholt, und jeder wuchs an der Herausforderung.“
Mag Fisher auch strahlen, weil er glaubt, an dem Erfolg mitbeteiligt gewesen zu sein. Fakt ist, daß er mit einem Großteil der Spieler, die schon zu seiner Zeit bei den Rams waren, nicht annähernd so erfolgreich war, wie McVay es als Rookie Head Coach eines NFL Teams auf Anhieb war. Und McVay ist ein starker Kandidat auf den Titel Head Coach of the Year.
Unter ihm erzielte die Offense 2017 bisher 465 Punkte. 2016 waren die Rams mit 224 Punkte abgeschlagen letzte der Liga.
„Es ist einfach alles, was er hier getan hat,“ sagte Quarterback Jared Goff über seinen neuen Head Coach. „Von Tag eins an war alles so beeindruckend.“
Und ja, die Rams haben beeindruckt in der langsam endenden Saison. Und sie können ja noch mehr beeindrucken. In den Playoffs ist alles möglich.
„Playoffs“, da muß Jeff Fisher mal nachschlagen, was das Wort bedeutet.

Man sieht sich immer zweimal im Leben, heißt es ja.
Im Fall von James Harrison könnte das stimmen. Tatsächlich hat es ja sogar schon mal gestimmt.
Nach einer langen erfolgreichen Zeit bei den Steelers wechselte der Linebacker für eine Saison zum Divisionsrivalen aus Cincinnati. Da sah man sich zum zweiten Mal.
Mit 80,5 Sacks ist der 39-jährige der beste Linebacker, den die Steelers je hatten. Dennoch feuerten sie ihn am Weihnachts-Wochenende.
Im AFC Endspiel könnten sie ihm wieder begegnen, denn Harrison unterschrieb bei den Patriots. Und wenn die Steelers und New England es wieder bis dahin schaffen, gibt es ein großes Hallo, denn dann sähe man sich ein drittes Mal.
Harrison kann seinem neuen Head Coach Bill Belichick dann bestimmt ein paar wertvolle Insider-Hinweise auf die Steelers geben.
Die Patriots verloren die Linebacker Donta Hightower und Shea McClellin durch Verletzungen und Rob Ninkovich an den Ruhestand.
Um Platz für Harrison im Kader zu schaffen, feuerten die Patriots Linebacker Trevor Reilly.

Bruce Arians hat nicht die Absicht zu kündigen.
Der eher erfolglose Head Coach der Cardinals tritt Gerüchten, daß er freiwillig das Feld räumt, entschieden entgegen. Arians betonte, daß er gerne einen neuen Quarterback finden und fördern würde. Das wäre seine Aufgabe im nächsten Jahr.
Als er 2012 noch bei den Colts war und Andrew Luck trainierte, wäre das eines der besten Jahre gewesen, die er hatte, abgesehen natürlich von Chucks Krankheit, meinte er. Chuck Pagano mußte damals in der Saison mit Leukämie ins Krankenhaus und Arians übernahm für ihn. Dabei war er als Interimscoach so erfolgreich, daß er am Ende der Saison zum Head Coach des Jahres gewählt wurde.
Die Cardinals heuerten ihn daraufhin als Head Coach an. Arians Zeit in Arizona begann zunächst erfolgreich, doch 2016 ging es in den Keller, und da sind die Cardinals auch heute noch: 2013: 10-6; 2014: 11-5; 2015: 13-3; 2016: 7-8-1; 2017: 7-8 nach 15 Spielen.
Vielleicht muß Arians nach der Saison gar nicht von sich aus kündigen.

Chay Vang, ein gefeuerter Restaurantmitarbeiter, jagte einen ehemaligen Kollegen mit dem Auto, mit dem er einen Disput hatte. Dabei krachte er vor dem Lambeau Field Stadion der Packers in mehrere andere Wagen und landete abschließend im Eingangsbereich des Stadions.
Das war am Freitag vor Weihnachten.
Vang wurde verhaftet und muß sich nun einigen Anklagepunkten stellen. Seine Kaution wurde auf $10.000 festgesetzt.
Der 40-jährige, der für die Firma Delaware North im Lambeau Field arbeitete, geriet vor einigen Woche in einen handgreiflichen Streit mit einem 25-jährigen Kollegen. Vang wurde von seinem Arbeitgeber als der Schuldige ausgemacht und gefeuert.
Um sich zu rächen, versuchte Vang am Freitag seinen Kontrahenten zu überfahren. Deshalb lautet einer der Anklagepunkte auf versuchten Mord.

Der Lazarettreport
Die Rams setzten Pass Rusher Matt Longacre mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste.

Die Panthers setzten Wide Receiver Damiere Byrd mit einer Beinverletzung auf die Verletztenliste.
Erst am Sonntag sorgte er mit einem Kickoffreturn- Touchdown über 103 Yards für äußerst wichtige Punkte im Sieg über Tampa Bay.

Ravens Head Coach John Harbaugh gab bekannt, daß sich Cornerback Jaylen Hill das vordere und hintere Kreuzband in einem Knie gerissen hat. Für ihn ist die Saison beendet.

Die Jaguars setzten Wide Receiver Jaelen Strong mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Dienstag, 26. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 16 - Der Montag
watt-jj4Nä, watt wär dat schön gewesen, wenn JJ Watt (Bild) hätte spielen können. Doch leider ist der Starverteidiger der Texans öfter verletzt, als einsatzbereit. So kam es auf dem Platz nicht zu einem Familientreffen mit seinem jüngeren Bruder TJ, dem Starverteidiger der Steelers. So wirklich hätten sie sich eh nicht auf dem Platz getroffen, weil ja beide in der Defense spielen.
Die Eltern der beiden waren auf jeden Fall im Stadion, denn leichter konnten sie ihre Söhne zur Weihnachtszeit nicht zusammen antreffen.
Das Spiel lief, wie man es erwarten konnte. Houston hatte nicht den Hauch einer Chance und ging mit 6:34 gnadenlos unter.
Pittsburgh sicherte sich damit eine spielfreie Woche in Runde eins.

Auch in Philadelphia gewann der Favorit, bewies aber, daß er ohne Quarterback Carson Wentz nicht mehr wirklich Playofftauglich ist.
Die Offense der Eagles kommt mit Ersatz Quarterback Nick Foles nicht so recht in Gang. Und dazu hat die Defense auch so ihre Probleme, besonders mit tiefen Pässen. Das wurde besonders gegen die Raiders deutlich, die ja nun wirklich nicht zu den Teams gehören, die mit tiefen Pässen glänzen.
Die Eagles waren so schlecht, daß es bis ins letzte Viertel 10:10 stand. Keine überzeugende Leistung, für das beste Team der NFC gegen ein unterdurchschnittliches AFC Team.
Nick Foles konnte nur 19 seiner 38 Pässe vervollständigen, für 163 Yards und 1 Touchdown bei 1 Interception.
Nur die Tatsache, daß Derek Carr noch schlechter war, konnte Philadelphia retten. Seine Statistik: 15 von 29 für 140 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions.
Erst 27 Sekunden vor Spielende konnte Philadelphia durch ein 48 Yards Field Goal von Jake Elliott mit 13:10 in Führung gehen.
Oakland versucht dann, durch dieses Ball hin und her Gewerfe noch irgend etwas zu erreichen, doch Defensive End Derek Barnett konnte an den Ball kommen und ihn über 23 Yards in die Endzone Oaklands tragen.
Das erhöhte den Sieg künstlich auf 19:10.
Playofftauglich war das wie gesagt nicht.
Trotzdem sind die Eagles die Nr. 1 der NFC und haben in den gesamten Playoffs Heimrecht. Das könnte mit der Leistung von gestern aber vielleicht gerade mal ein Spiel dauern.
Minnesota ist das zur Zeit zweitbeste Team der NFC und hätte auch ein Heimspiel. Sollten sie in den Divisional Playoffs gewinnen und die Eagles verlieren, dann hätte Minnesota auch im NFC Endspiel Heimrecht.
Und danach dann im Super Bowl, der ja auch in Minnesota stattfindet. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, denn noch können sie die Vikings von Carolina oder New Orleans abgefangen werden.

Und so sieht das Playoff-Szenario vor Woche 17 aus.
AFC

1. yz-New England Patriots (12-3): AFC East Champion.
2. y-Pittsburgh Steelers (12-3): AFC North Champion.
3. y-Jacksonville Jaguars (10-5): AFC South Champion.
4. y-Kansas City Chiefs (9-6): AFC West Champion.
5. Baltimore Ravens (9-6): Wild Card Nr. 1.
6. Tennessee Titans (8-7): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Los Angeles Chargers (8-7), Buffalo Bills (8-7)

NFC
1. yz-Philadelphia Eagles (13-2): NFC East Champion.
2. y-Minnesota Vikings (12-3): NFC North Champion.
3. y-Los Angeles Rams (11-4): NFC West Champion.
4. x-New Orleans Saints (11-4): NFC South .
5. x-Carolina Panthers (11-4): Wild Card Nr. 1.
6. Atlanta Falcons (9-6): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Seattle Seahawks (9-6)

Das führt dazu, daß noch folgende Entscheidungen fallen werden:
Die Patriots könnten Heimrecht in den Playoffs erreichen, wenn
1) NE Sieg oder
2) PIT Niederlage oder
3) NE Unentschieden + PIT Unentschieden

Pittsburgh könnte das Heimrecht bekommen wenn
1) PIT Sieg + NE Niederlage oder Unentschieden oder
2) PIT Unentschieden + NE Niederlage

Baltimore Ravens könnten in die Playoffs kommen, wenn
1) BAL Sieg oder Unentschieden oder
2) BUF Niederlage oder Unentschieden oder
3) TEN Niederlage oder Unentschieden

Tennessee Titans könnten in die Playoffs kommen, wenn
1) TEN Sieg oder
2) TEN Unentschieden + BUF Niederlage oder Unentschieden + LAC Niederlage oder Unentschieden oder
3) BUF Niederlage + LAC Niederlage

Die Los Angeles Chargers könnten in die Playoffs kommen, wenn
1) LAC Sieg + TEN Niederlage oder Unentschieden + BUF Niederlage oder Unentschieden oder
2) LAC Sieg + TEN Niederlage oder Unentschieden + BAL Sieg oder Unentschieden oder
3) LAC Unentschieden + TEN Niederlage + BUF Niederlage oder Unentschieden

Und bei den Buffalo Bills sieht es folgendermaßen aus
1) BUF Sieg + BAL Niederlage oder
2) BUF Sieg + LAC Niederlage oder Unentschieden + TEN Niederlage oder Unentschieden oder
3) BUF Unentschieden + LAC Niederlage + TEN Niederlage

NFC
Philadelphia ist die Nr. 1

Minnesota Vikings können in Runde eins Spielfrei bekommen, wenn
1) MIN Sieg oder Unentschieden oder
2) CAR Niederlage oder Unentschieden oder
3) NO Sieg

New Orleans Saints können die NFC South gewinnen, wenn
1) NO Sieg oder
2) CAR Niederlage oder
3) NO Unentschieden + CAR Unentschieden

Carolina Panthers können die NFC South gewinnen, wenn
1) CAR Sieg + NO Niederlage oder Unentschieden oder
2) CAR Unentschieden + NO Niederlage
Carolina würde in Runde eins Spielfrei bekommen, wenn
1) CAR Sieg + NO Niederlage oder Unentschieden + MIN Niederlage + LAR Niederlage oder Unentschieden

Atlanta kann in die Playoffs kommen, wenn
1) ATL Sieg oder
2) SEA Niederlage oder
3) ATL Unentschieden + SEA Unentschieden

Seattle Seahawks können in die Playoffs kommen, wenn
1) SEA Sieg + ATL Niederlage oder Unentschieden oder
2) SEA Unentschieden + ATL Niederlage

Sind Sie jetzt verwirrt?
Nun, Sie werden es nicht mehr sein, am 1. Januar 2018.

Der Lazarettreport
Oakland Raiders: Guard Vadal Alexander, Gehirnerschütterung

Philadelphia Eagles: defensive End Brandon Graham, Knöchel

Houston Texans: Running Back Jordan Todman, Schulter
Cornerback Kevin Johnson, Knie
Ersatz Quarterback Taylor Heinicke, Gehirnerschütterung

Atlanta Falcons: Tight End Levine Toilolo, Bänderdehnung im Knie

Tennessee Titans: Running Back DeMarco Murray, Bänderdehnung im Knie

Los Angeles Chargers: Running Back Melvin Gordon, Knöchel

Buffalo Bills: Running Back Travaris Cadet wurde mit einer Knöchelverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Montag, 25. Dezember 2017

In Woche 17 wird es kein Sunday Night Spiel geben. Das Risiko, daß dieses Spiel für eines oder gar beide Teams bedeutungslos ist, wird so umgangen.
Dafür gibt es dann zwei Blöcke mit Spielen. Einen um 19 Uhr mit sieben Spielen und einen um 22:25 Uhr mit neun Spielen.

woche17-2017

Die NFL 2017 - Woche 16 - Der Sonntag
caldwell-jimFicken mit Problemen, Favoriten mit Problemen, Head Coaches mit Problemen.
So viele Probleme, doch es gibt Lösungen und Resultate.
Jay Glazer von FOX glaubt, daß am 1. Januar die Rekordzahl von 14 Head Coaches gefeuert werden könnten. Darunter dürfte Jim Caldwell (Bild) von den Detroit Lions sein. Er schaffte es nicht, sein Team zum nötigen Sieg über die Bengals zu führen.
Die Lions hätten unbedingt gewinnen müssen, um ihre kleine Playoffchance noch zu wahren. Konnten sie aber nicht. 17:26 unterlagen sie den Bengals, die schon länger keine Playoffchancen mehr hatten, und deren Head Coach Marvin Lewis von sich aus seinen Abgang zum 1.1. bereits verkündet hat.
Detroit ist also raus.
Doch wie sieht es denn überhaupt aus im Playoffrennen?
AFC
1. yz-New England Patriots (12-3): AFC East Champion.
2. y-Pittsburgh Steelers (11-3): AFC North Champion.
3. y-Jacksonville Jaguars (10-5): AFC South Champion.
4. y-Kansas City Chiefs (9-6): AFC West Champion.
5. Baltimore Ravens (9-6): Wild Card Nr. 1.
6. Tennessee Titans (8-7): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Los Angeles Chargers (8-7), Buffalo Bills (8-7)

NFC
1. yz-Philadelphia Eagles (12-2): NFC East Champion.
2. y-Minnesota Vikings (12-3): NFC North Champion.
3. y-Los Angeles Rams (11-4): NFC West Champion.
4. x-New Orleans Saints (11-4): NFC South .
5. x-Carolina Panthers (11-4): Wild Card Nr. 1.
6. Atlanta Falcons (9-6): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Seattle Seahawks (9-6)

Vieles ist jetzt klar. Sieben Divisionsmeister stehen fest. Einzig die NFC South ist noch offen. Die New Orleans Saints und die Carolina Panthers können sie gewinnen. Beiden haben allerdings auch so schon die Playoffs erreicht. Einzig die Reihenfolge, muß noch entschieden werden.
Die Jacksonville Jaguars waren das Team des Dezembers. Doch sie strauchelten ausgerechnet bei den am Boden liegenden 49ers. Doch die liegen ja auch seit Jimmy Garoppolo dort als Quarterback startet nicht mehr wirklich, sondern rappeln sich auf. Sie haben jedes der vier Spiele mit Garoppolo als Starter gewonnen und das 44:33 gegen die zur Zeit beste Defense der Liga, das bedeutet etwas.
Jacksonville konnte aber trotzdem die AFC South gewinnen, denn die Titans verloren mit 23:27 gegen die Rams. Die konnten dadurch zum ersten Mal seit 2003 wieder ihre Division gewinnen.
Ihr neuer Kicker Sam Ficken, und ich werde diesen Namen aus Jugendschutzgründen ab jetzt Fixxxen schreiben, zeigte dabei, daß er weit von der Klasse vom verletzten Stammkicker Greg Zuerlein entfernt ist. Fixxxen verschoß ein Field Goal und einen Extrapunktversuch. Diese vier Punkte hätten den Rams das Leben etwas leichter machen können.
Noch liegt Tennessee auf einem Wild Card Platz, aber die Chargers und die Bills liegen noch auf der Lauer.

Buffalo verlor erwartungsgemäß gegen die Patriots. Doch sie machten New England eine Zeitlang das Leben schwer. Zur Halbzeit stand es noch 13:13. Erst im zweiten Durchgang konnten die Patriots beweisen, daß zwischen den beiden Teams doch Welten liegen.
Mit 37:16 sicherte New England sich zum achten Mal in Folge einen spielfreien Tag Runde eins der Playoffs.
In diesem Spiel gab es erneut eine Kontroverse um einen gefangenen Pass in der Endzone, der als nicht gefangen gewertet wurde. Bills Wide Receiver Kelvin Benjamin fing einen Pass von Quarterback Tyrod Taylor. Er hatte den Ball sicher und zumindest die Fußspitzen am Boden der Endzone. Doch wie schon letzte Woche im Spiel der Patriots in Pittsburgh, winkte denen auch heute wieder das Glück. Erneut erkannte der Videoschiedsrichter, daß der Ball sich um den millionsten Teil einer Mikromillimeters bewegt haben soll, als Benjamin zu Boden fiel. Wäre der Touchdown gewertet worden, wäre Buffalo mit einer 17:13 Führung in die Pause gegangen. Sie wären dann zwar im zweiten Durchgang auch aus dem Stadion geprügelt worden, aber wenigstens Halbzeit eins hätten sie gewonnen.

Die Chiefs hatten ihre Probleme gegen die Dolphins. Doch am Ende stand ein 29:13 Sieg und der Gewinn der AFC West.

In der AFC geht es noch darum, wer als Nr. 1 Team das Heimrecht in den Playoffs bekommt. Die Steelers spielen heute erst gegen die Texans. Sie haben also Aussicht auf einen Sieg.
Baltimore kann man fast als Wild Card Nr. 1 festtackern. Wild Card Nr. 2 wird sich zwischen den Titans, Chargers und Bills entscheiden. Die Bills müssen zu den Dolphins, die Chargers empfangen die Raiders und die Titans die Jaguars. Klingt so, als hätten die Titans das schwerste der Spiele vor sich.

In der NFC ging es zwischen den Seahawks und den Cowboys noch darum, sich eine letzte, kleine Chance auf die Playoffs zu erspielen. Nur der Sieger konnte diese erhalten, der Verlierer war raus.
In einem Spiel, das Kommentator Joe Buck zurecht als häßlich bezeichnete, gewannen die Seahawks mit 21:12.
In der ersten Halbzeit erzielten sie nur 46 Yards mit der Offense, gingen aber mit 7:6 in Führung.
Dallas konnte von der Rückkehr von Running Back Ezekiel Elliott nicht wie erhofft profitieren, und die Niederlage war gerecht.
Dadurch liegt Seattle jetzt auf der Lauer und muß gegen Arizona gewinnen. Doch sie müssen hoffen, daß die Panthers die Falcons schlagen. Das ist natürlich durchaus möglich.
Zwar hatten die Panthers Probleme gegen die Buccaneers, aber am Ende stand der erwartet Sieg. Der fiel mit 22:19 allerdings sehr knapp aus und beinahe ins Wasser.
Beim letzten Touchdown hatte Carolinas Quarterback Cam Newton Glück.
Tampa Bay führte 19:15. Die Panthers standen 39 Sekunden vor Spielende an der 2 der Bucs. Shotgun Aufstellung. Newton ließ den Ball beim Snap fallen, doch der titschte so glücklich auf, daß er dem Quarterback wieder in die Hände sprang. Ein kraftvoller Sprung in die Endzone sicherte den Sieg und die Playoffteilnahme.
Zurück zum Spiel in Dallas. Seahawks Safety Earl Thomas folgte Dallas Head Coach Jason Garrett nach dem Spiel in die Kabine der Cowboys und rief: „Wenn ihr alle eine Chance habt, kommt und holt mich.“
Nun, niemand holte ihn, aber die NFL wird sich wohl ein paar Dollar von seinem Konto holen.

Die Falcons haben ihren Schwung in dieser Saison nie finden können.
So war denn auch die 13:23 Niederlage in New Orleans keine Überraschung.
Saints Quarterback Drew Brees erzielte 239 Passyards und kam damit über die Marke von 70.000 Passyards. Er brauchte dafür nur 248 Spiele. Brett Favre und Peyton Manning, die anderen beiden Quarterbacks, denen das gelungen ist, brauchten dafür 258, bzw. 293 Spiele.
Nach dem „Arsch-Fumble” vor einigen Jahren von Jets Quarterback Mark Sanchez, haben wir nun den „Arsch-Interception“.
Saints Rookie Cornerback Sensation Marshon Lattimore sah einen abgelenkten Ball durch die Luft fliegen. Lattimore war noch ein Stück davon entfernt, strauchelte und fiel flach auf den Bauch. Der Ball landete auf seinem Allerwertesten, von wo Lattimore ihn sich krallte und sicherte. Unter #ButtInterception, oder noch besser, #Butterception, gibt es lustige Sprüche zu diesem Kunststück.
Immer wenn man denkt, man hätte schon alles gesehen...
Die Falcons haben in ihrem Spiel gegen die Panthers eine schwerere Aufgabe, als die Seahawks, die Arizona empfangen.
Nachdem es lange so aussah, als würden drei NFC South Teams in die Playoffs kommen, dürften es dann wohl doch nur zwei werden.

Der Lazarettreport
Cincinnati Bengals: Running Back Joe Mixon, Knöchel
Safety Shawn Williams, Gehirnerschütterung

Titans: Running Back DeMarco Murray, Knie

Los Angeles Rams: Safety Marqui Christian, Schulter
Offensive Lineman Rodger Saffold, Rippen

New York Giants: Safety Landon Collins (Unterarm) und Tight End Evan Engram (Rippen)

Arizona Cardinals: Running Back Kerwynn Williams, Quadrizeps, Rippen
Linebacker Haason Reddick, Fuß

Washington Redskins: defensive Lineman Ziggy Hood (Ellenbogen)
Wide Receiver Robert Davis, Gehirnerschütterung

Buffalo Bills: Running Back Travaris Cadet, Knöchel

New Orleans Saints: Left Tackle Terron Armstead , Pferdekuss

Dallas Cowboys Left Tackle Tyron Smith, Knie

Chicago Bears: offensive Tackle Bobby Massie (Knie)

Kansas City Chiefs: Running Back Akeem Hunt, Schulter

Los Angeles Chargers: Running Back Melvin Gordon (Knöchel)

New York Jets: defensive Tackle Leonard Williams (Rücken)
Right Tackle Brandon Shell, Gehirnerschütterung

Sonntag, 24. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 16 - Der Samstag
tucker-justinDie Ravens schlugen die Colts erwartungsgemäß, taten sich aber mangels spielerischer Klasse recht schwer. Am Ende reichte es aber zu einem 23:16.
Baltimore wahrte damit seine Chancen auf einen Wild Card Platz. Mit 9-6 Siegen stehen sie jetzt vor den Buffalo Bills mit 8-6. Buffalo spielt heute in New England. Man kann also bei ihnen mit einer Niederlage rechnen.
Erzielten die Colts in Baltimore 16 Punkte, konnten die Packers im eigenen Stadion nicht ein einziges mageres Pünktchen gegen die Vikings erzielen.
Minnesota kam auch nur auf 16 Punkte, da die stark ersatzgeschwächte Defense Green Bays erbitterten Widerstand leistete. Da auch die Offense viele Verletzte aufwies, standen die Chancen für die Packers von Beginn an nicht gut. Dafür haben sie sich aber gut verkauft.
Minnesota stand ja bereits als Playoffteilnehmer fest. Aber es galt und gilt für sie noch das Heimrecht in der Endrunde zu sichern. Mit 12-3 Siegen sind sie auf einem guten Weg.
Für Green Bay war es die erste zu Null Niederlage gegen Minnesota seit 1971.

Kurzberichte
Beginnen wir die Kurzberichte mit dem Beweis, daß die NFL eine lustige Seite hat.
„Ich habe die Los Angeles Rams in recht gutem Zustand hinterlassen,“ meinte Ex- Head Coach Jeff Fisher.
Ein guter Witz!
Zwar kann man Fisher anrechnen, daß er Running Back Todd Gurley holte, Defensive End Aaron Donald und sogar Quarterback Jared Goff, doch seine 31-45-1 Bilanz in der Zeit von 2012 bis zu seiner überfälligen Entlassung in Woche 14 der Saison 2016 spricht da eher gegen ihn. Das sind etwa 6,2-9 Siege im Schnitt, was seinen Spitznamen Jeff „7-9“ Fisher erklärt.
Aber Humor hat der Mann, das steht fest.
Und Twitter liebt seinen Spruch, wie die vielen lustigen Kommentare und Memes beweisen.

Die Steelers trennten sich von James Harrison.
2013 trat er seinen Ruhestand an und 2014 hatte Pittsburgh den Linebacker aus dem Ruhestand zurückgeholt.
Harrison wußte, daß er 2017 nicht als Starter antreten würde. Die Zeichen standen schon klar auf Rookie TJ Watt.
Fünf Mal wurde Harrison in den Pro Bowl gewählt und 2008 war er Verteidiger des Jahres.
Dieses Mal dürfte er seinen Ruhestand wohl nicht noch einmal abbrechen.
Nachdem Harrison entlassen wurde, aktivierten die Steelers Offensive Tackle Marcus Gilbert, der vier Spiele suspendiert war, weil er gegen die Drogenregeln der Liga verstoßen hatte.

Der Lazarettreport
Die Texans setzten Quarterback Tom Savage mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste.

Ryan Shazier hat die Steelers auf dem Trainingsgelände besucht.
Der Linebacker hatte sich im Spiel gegen die Bengals schwer an der Wirbelsäule verletzt und mußte operiert werden.
Als er seine Teamkollegen am Samstag besuchte, saß er im Rollstuhl und seine Verlobte begleitete ihn.

Samstag, 23. Dezember 2017

Bortles... von der Flasche zum Superstar?
bortles-blakeWer war der beste Quarterback im Dezember... bisher?
Blake Bortles (Bild).
Blake wer?
Bortles.
Das ist der Lachschlager der Jaguars, der immer für 2-3 Interceptions pro Spiel gut ist. Immer wieder schafft er es, die Fans zu Begeisterungsstürmen zu bringen, also, die der gegnerischen Teams.
Seit 2014 versucht er so zu tun, als wäre er ein NFL Quarterback. In dieser Zeit warf er 88 Touchdowns und satte 59 Interceptions.
Doch dieses Jahr hat er erst acht Interceptions geworfen. Zwar auch nur 19 Touchdowns, aber halt eben nur acht Interceptions.
Mit Rookie Running Back Leonard Fournette hat er jemanden, der ihn entlasten kann. 923 Laufyards hat der bisher gesammelt und wird wohl noch Vierstellig werden.
Was Texans Star-Verteidiger Jadeveon Clowney von dem Clown Bortles hält, habe ich ja gestern geschrieben. Doch ist er nicht der einzige Kritiker. Nach dem 30:24 Sieg der Jaguars über die Seahawks am 10. Dezember sagte Safety Earl Thomas: „Das war ein unterdurchschnittlicher Quarterback.“ Bortles hatte 268 Passyards und 2 Touchdowns in diesem Spiel erzielt.
In dem Spiel gegen die Texans hatte Bortles übrigens 326 Passyards und drei Touchdowns. Und Das Arbeitspferd Fournette hatte wegen einer Verletzung nicht spielen können.
Bortles ist also mittlerweile in der Lage, selber Spiele zu positiven Ergebnissen zu führen.
Und das verstört die Verteidiger, die Bortles bisher als Flasche angesehen haben. Und das war er ja auch letztes Jahr noch. Bis Ende 2016 hatte er 34 seiner 45 Starts verloren.
Und im November 2017 kam er nur auf eine Passerwertung von 71,0 Punkten. Drei Touchdowns standen drei Interceptions gegenüber.
Und dann dieser Umschwung im Dezember.
Wo kommt der her?
Kann eine Flasche über Nacht zu einem Gewinner werden?
3-0 Siege und mit 128,6 Punkten die beste Passerwertung aller aktiven Quarterbacks.
Wie weit können die Jaguars in den Playoffs, die sie schon erreicht haben, kommen?
Sie haben die drittbeste Defense der Liga und die Defense, die die wenigsten Punkte erlaubt. Ein weiterer Sieg in der regulären Saison garantiert ihnen sogar ein Heimspiel in der Endrunde (eine Niederlage der Titans hätte den selben Effekt).
Und die Defense ist dann auch der wahre Garant des guten Abschneidens der Jaguars.
Bortles hat immer noch eine „ungewöhnliche“ Wurfbewegung. Er wartet aber nicht mehr endlos darauf, daß seine Receiver sich freilaufen, was zu vielen Sacks geführt hat. Oft warf er auch überhastet und wurde ganz im Sinne des Wortes auf dem falschen Fuß erwischt. Bortles hat gelernt, den Ball früher loszuwerfen und nicht ins Feld, sonder ins Aus.
Bortles hat seinen Rhythmus gefunden. Er läuft den Verteidigern davon, und hält dabei seine Receiver im Auge.
Und wir behalten Blake Bortles im Auge. Zumindest in dem einen Playoffspiel, das sie ja garantiert haben werden. Stand heute wäre das Buffalo at Jacksonville. Aber es dürfte doch eher Baltimore werden.

Ach, würde der Rabe doch nimmermehr krächzen
Ravens Präsident Dick Cass ist fest davon überzeugt, daß die Proteste der Spieler gegen die Nationalhymne für leere Plätze im Stadion gesorgt haben.
Dem könnte man entgegen halten, daß die Ravens keinen attraktiven, erfolgreichen Football spielen, aber das würde Cass wohl nicht umstimmen. Er glaubt, daß der Protest am 24. September im Londoner Wembley Stadion die Fans abgeschreckt hat.
Über den Spieltag verteilt hatten sich mehr als 200 Spieler den Protesten angeschlossen.
Cass räumt ein, daß schon öfter leere Sitze im M&T Bank Stadium zu sehen waren, wenn die Ravens nicht auf dem Standard gespielt haben, den sie sich gesetzt hatten. Doch dieses Jahr wäre es anders. Dieses Jahr wären die Proteste schuld.
Als die Ravens in der Woche nach dem London-Spiel wieder Zuhause spielten, knieten sich einige Spieler während der Hymne hin, was zu lauten Buh-Rufen führte.
Die Spieler der Ravens haben seitdem übrigens nicht mehr protestiert.
Cass schrieb einen Brief an die Fans, in dem er sich entschuldigte. Er betonte die gute Zusammenarbeit zwischen dem Club und der Gemeinde. Er hofft, daß die Fans jetzt wieder ins Stadion kommen, um die Mannschaft zu unterstützen.

„Es war voreilig, die Ravens abzuschreiben,“ meinte Head Coach John Harbaugh.
Immerhin hatten die Ravens an einem Punkt der Saison nur 3-4 Siege und darunter war sogar eine Niederlage gegen die Teddybären aus Chicago.
Wenn ich mich richtig erinnere sagte FOX Analyst Jimmy Johnson da bereits: „Stecht eine Gabel in sie“, seine Art zu sagen, daß die Saison für das Team bereits vorbei ist.
Die Special Teams ließen lange Returns zu. Quarterback Joe Flacco spielte wie, na ja, wie Joe Flacco. Die Offense war tot. Die O-Line ein Schweizer Käse, die Receiver konnten sich nicht freilaufen.
Doch da war noch die Defense, die Schlimmeres verhinderte. Sie erzwang Turnover am Fließband. Und Kicker Justin Tucker gehört zu den sichereren Schützen der Liga.
Und irgendwie gelang dann der Umschwung. Die Ravens gewannen fünf der letzten sieben Spiele und liegen mit 8-6 Siegen auf der Lauer auf einen Wild Card Platz. Wenn sie ihre letzten beiden Spiele gewinnen, gegen Indianapolis und Cincinnati, nun gut, also da sie ihre beiden letzten Spiele gewinnen, werden sie die Bills wohl aus dem Wild Card Rennen befördern. Beide Teams liegen gleichauf, doch Buffalo muß in New England spielen.
Und so kommen die Ravens, die man schon fast abgeschrieben hatte, doch noch in die Playoffs.
„Wir spielen nicht schön“, meinte Harbaugh, „aber das ist egal, wenn das Endergebnis stimmt.“

Dick Enberg ist tot.
Der beliebte Kommentator starb am Donnerstag im Alter von 82 Jahren an einem Herzinfarkt.
Das sagte seine Frau Barbara der Presse.
Enberg war in seiner aktiven Zeit für NBC, ESPN und CBS tätig. Er kommentierte Baseballspiele, zumeist der San Diego Padres, den Super Bowl und Wimbledon Tennis.
Er kommentierte 42 Jahre lang NFL Spiele. Unvergessen seine Zeit zusammen mit Hall of Fame Quarterback Dan Fouts.
Erst letztes Jahr ging Enberg als Kommentator der Padres in den Ruhestand.
Und nun starb er praktisch auf gepackten Koffern. Er wollte zu seiner Familie nach Boston fliegen, um Weihnachten zu feiern.

Der Lazarettreport
Wer ist Out?
Jacksonville Jaguars: Wide Receiver Marqise Lee (Knöchel)

Indianapolis Colts: Receiver Donte Moncrief (Knöchel), offensive Lineman Denzelle Good (Knie), Tight End Brandon Williams (Gehirnerschütterung) und defensive Back Rashaan Melvin (Hand)

Green Bay Packers: Wide Receiver Davante Adams, Gehirnerschütterung

Tennessee Titans: Cornerback LeShaun Sims wurde mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

New York Jets: Right Guard Brian Winters (Bauch)

Washington Redskins: Die Linebackers Ryan Anderson (Knie) und Zach Brown (Achilles/Zeh/Oberschenkel)

Tampa Bay Buccaneers: Wide Receiver DeSean Jackson (Knöchel) und defensive End Robert Ayers (Schulter)

Los Angeles Chargers: Linebacker Denzel Perryman (Oberschenkel) und defensive Tackle Corey Liuget (Knie)

Detroit Lions: Center Travis Swanson (Gehirnerschütterung)

Dallas Cowboys: defensive End David Irving (Gehirnerschütterung)

Seattle Seahawks: Linebacker D.J. Alexander (Gehirnerschütterung)

Freitag, 22. Dezember 2017

Kurzberichte
wilson-russell4Die Seahawks müssen $100.000 Strafe zahlen.
Die NFL und die NFLPA kamen zu dem Ergebnis, daß das Team eine Kopfverletzung von Quarterback Russell Wilson (Bild) während des Spiels gegen Arizona am 9. November nicht ordnungsgemäß behandelt hat.
Die Verantwortlichen, also Coaches, Mediziner und andere Hilfskräfte, müssen einen Kurs durchlaufen, der ihnen die korrekten Schritte im Fall einer möglichen Gehirnerschütterung noch mal näher erläutert.
Schiedsrichter Walt Anderson erkannte, daß Wilson nach einem Hit von Cardinals Linebacker Karlos Dansby Probleme hatte. Er gab dem Trainerstab den Rat, sich um den Quarterback zu kümmern. Der wurde dann auch ins Behandlungszelt geführt, aus dem er Sekunden später aber schon wieder herauskam und wieder ins Spiel zurückging.
Die Liga und die Spielergewerkschaft kamen gemeinsam zu dem Ergebnis, daß die Seahawks da nicht dem Protokoll entsprechend gehandelt haben.
Beide Institutionen gaben bekannt, daß sie weiter ein wachsames Auge darauf haben, wie die Teams mit solchen Fällen umgehen.
Die Seahawks ließen wissen, daß sie die Strafe akzeptieren. Auf keinen Fall hätte man absichtlich gegen das Protokoll verstoßen.

Der Verkaufsprozess der Carolina Panthers beginnt erst nach der Saison. Es trudeln zwar schon Interessensbekundungen ein, aber zuerst soll die Saison des Teams in Ruhe und möglichst erfolgreich Zuende gebracht werden.
Ligasprecher Joe Lockhart sagte, daß die Liga die Panthers auf jeden Fall in Charlotte halten will. Man wäre auf dem Feld und wirtschaftlich dort bisher sehr erfolgreich.

Schiedsrichter Gene Steratore benutzte ein zusammengefaltetes Blatt Papier, um zu verdeutlichen, daß die Cowboys im Spiel gegen Oakland bei einem vierten Versuch einen neuen ersten Versuch erreicht hatten.
Das soll er demnächst nicht noch mal so machen. Der Vizepräsident der NFL Schiedsrichter Al Riveron gab bekannt, daß er seine Leute angewiesen hätte, keine fremden Hilfsmittel mehr zu benutzen.
Es wäre zwar nicht verboten gewesen, was Steratore gemacht hat, und es wäre auch weiterhin nicht verboten, aber es ist nicht erwünscht.

„Blake Bortles ist Müll,“ war die (fundierte?) Meinung von Texans Linebacker Jadeveon Clowney nach dem überragenden Sieg der Jaguars gegen Houston.
Obwohl Jacksonville in diesem Jahr in die Playoffs kam, gehört Bortles immer noch nicht in den Kreis der guten Quarterbacks. Für Clowney offensichtlich ganz bestimmt nicht.
Es ist ja auch kaum zu verstehen, was sich da getan hat. In Woche 13 wachte Bortles auf und war auf einmal ein guter NFL Quarterback.
Quatsch?
Nein ernsthaft!
Seitdem gehört er unter die fünf besten Quarterbacks bei den vervollständigten Pässen und bei den Passyards pro Spiel
Beim Touchdown/Interceptionverhältnis ist er mit 7/0 sogar der beste, genauso wie bei der Passerwertung mit 128,6 Punkten.
Was ist da passiert?
Wenn das jemand wüßte.
Doch Clowney kann sich seit seiner Äußerung vor Zuwendungen von Jaguars Fans nicht mehr retten. Dutzende von Mülltonnen hat er schon geliefert bekommen, und der Strom reißt nicht ab.
Clowney und das Team können diese Abfalleimer bestimmt gut gebrauchen, denn die Saison der Texans kann man ja mal wieder in die Tonne kloppen.

„Wir sind nicht das Team, das gegen die Browns verliert,“ ist Bears Defensive End Akiem Hicks überzeugt.
Die Geschichte wiederholt sich zwar oft, aber die Bears wollen das verhindern.
Der letzte Sieg der Browns kam am heiligen Abend 2016. Und genau ein Jahr später treffen die 0-14 Browns auf die 4-10 Bears.
Und wenn es nach Hicks geht, steht es am 1. Weihnachtsfeiertag 0-15 und 5-10.

Zur Kasse bitte...
hieß es erneut für Marshawn Lynch. Viel geholfen hat seine Verpflichtung den Raiders dieses Jahr nicht.
Doch das schmälert nicht den Enthusiasmus der Running Backs.
Nachdem sein Quarterback David Carr den Ball verloren hatte, als er versuchte einen Touchdown zu erzielen, kochten Lynchs Gefühle über. Die Schiedsrichter hatten auf Touchback entschieden, weil der Ball durch die Endzone ins Aus rollte. Lynch schrie einen Seitenschiedsrichter lautstark an. Teamkollegen hielten ihn zurück, damit er nicht auch noch körperlich auf den Side Judge losging. Dafür gab es eine Strafe wegen unsportlichen Verhaltens und jetzt eine Zahlungsaufforderung von $24.309 von der Liga.

Der Lazarettreport
Die Saints setzten Safety Kenny Vaccaro mit einer Aduktorenzerrung auf die Verletztenliste.
Zusätzlich hat er eine Handgelenksverletzung und an beiden muß er operiert werden.

Wie erwartet werden die Packers am Samstag auf Wide Receiver Davante Adams verzichten. Er zog sich letzten Sonntag eine Gehirnerschütterung zu.
Selbst wenn er das OK der Ärzte bekäme, würde er nicht eingesetzt. Für die Packers besteht keine Chance mehr auf das Erreichen der Playoffs.

Bei den Indianapolis Colts können Wide Receiver Donte Moncrief (Knöchel), offensive Lineman Denzelle Good (Knie), Tight End Brandon Williams (Gehirnerschütterung) und defensive Back Rashaan Melvin (Hand)

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Kurzberichte
brady-tom-sb49-mvpTom Brady (Bild) ist wohl der einzige echte noch verbliebene Kandidat auf den MVP Titel 2017.
Chiefs Quarterback Alex Smith hat sich durch schlechte Leistungen selbst aus dem Rennen katapultiert.
Carson Wentz war nach Smith einige Zeit der Spitzenkandidat, doch seine Knieverletzung beendete seinen Lauf.
Rams Running Back Todd Gurley liegt zur Zeit auf Platz zwei hinter Brady, doch mit seinen 15 Stimmen der Wahlmänner liegt er 20 Stimmen hinter Brady.
Steelers Wide Receiver Antonio Brown hat neun Stimmen, wird aber den Rest der regulären Saison mit einer Wadenverletzung verpassen. Dennoch schaffte er es, drei Spiele vor Saisonende, einen NFL Rekord aufzustellen. Er wurde der erste Receiver der in fünf Saisons in Folge über 100 Pässe fing. Seine 1.533 Passyards dürften bereits jetzt reichen, um in dieser Statistik die Spitzenposition zu halten.
Und die Steelers überzeugten zwar nicht in jedem Spiel in dieser Saison, aber ihre individuellen Leistungen überzeugten durchaus. Auf den nächsten Plätzen folgen Running Back Le'Veon Bell mit drei Stimmen und Quarterback Ben Roethlisberger, auch mit drei Stimmen.
— Woche 14 MVP (Carson Wentz)
— Woche 13 MVP (Tom Brady)
— Woche 12 MVP (Carson Wentz)
— Woche 11 MVP (Carson Wentz)
— Woche 10 MVP (Carson Wentz)
— Woche 9 MVP (Carson Wentz)
— Woche 8 MVP (Carson Wentz)
— Woche 7 MVP (Carson Wentz)
— Woche 6 MVP (Alex Smith)
— Woche 5 MVP (Alex Smith)
— Woche 4 MVP (Alex Smith)
— Woche 3 MVP (Alex Smith)
— Woche 2 MVP (Alex Smith)
— Woche 1 MVP (Alex Smith)

Patriots Quarterback Tom Brady strotzt mit seinen 40 Jahren vor Gesundheit und Kraft. Mit seinen Ernährungsratgeber-Büchern verdient er sich ein nettes Zubrot.
Immer mit im Boot ist sein Freund und persönlicher Trainer Alex Guerrero. Der schwört auf die natürliche chinesische Medizin, und der Gesundheitszustand von Brady scheint ihm ja recht zu geben.
Und der Quarterback sorgte dafür, daß Guerrero im Team viele Privilegien zugesprochen bekam. Er durfte im Team-Flieger mitfliegen, er durfte mit in die Teamzone bei den Spielen, er durfte auch andere Spieler des Teams behandeln.
All das ist Vergangenheit, denn Head Coach Bill Belichick wurde das wohl zu viel. Er strich Guerreros Privilegien.
Tom Brady wollte sich dazu nicht äußern.

Rams Kicker Greg Zuerlein hat einen Bandscheibenvorfall. Für ihn ist die Saison beendet.
In dieser Saison gehörte er zu den besten Kickern der Liga. Mit 38 Field Goals und 44 Extrapunkten führt er die NFL jeweils an.
Mit einem Sieg gegen die Titans am Sonntag können die Rams die NFC West gewinnen. Zuletzt waren sie 2004 in den Playoffs.
Doch zunächst sind sie auf der Suche nach einem brauchbaren Kicker.

Tre’Davious White ist nicht auf Rache aus.
Der Cornerback der Bills, der von Patriots Tight End Rob Gronkowski feige und brutal angegriffen wurde, sieht die Sache als erledigt an.
Es ist also nicht damit zu rechnen, daß es von Whites Seite aus zu unschönen Szenen kommt, wenn die beiden sich am Sonntag wiedersehen.
White war im Gehirnerschütterungsprotokoll und kann am Sonntag wieder mitspielen.
Gronkowski wurde für seinen Angriff in den Rücken auf den am Boden liegenden White für ein Spiel suspendiert, und kam letzte Woche pünktlich zum Spiel gegen Pittsburgh wieder zurück.
Dort heimste er dann Lorbeeren für den besten Angreifer der AFC ein.
Das bringt uns zu...

Den besten Spielern der Woche 15
AFC

OFFENSE: TE ROB GRONKOWSKI, NEW ENGLAND PATRIOTS
9 gefangene Pässe für 168 Yards

DEFENSE: CB MARCUS PETERS, KANSAS CITY CHIEFS
2 Interceptions

SPECIAL TEAMS: P SAM KOCH, BALTIMORE RAVENS
5 Punts für durchschnittlich 43 Yards

NFC
OFFENSE: RB TODD GURLEY, LOS ANGELES RAMS
152 Laufyards und 4 Touchdowns in weniger als drei Vierteln gegen die Seahawks, bevor er geschont und auf die Bank gesetzt wurde.

DEFENSE: CB DARIUS SLAY, DETROIT LIONS
2 Interceptions

SPECIAL TEAMS: K ROBBIE GOULD, SAN FRANCISCO 49ERS
6 von 6 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Kurzberichte
elliott-ezekielEzekiel Elliott (links) hat am Montag zum ersten Mal seit sechs Wochen wieder das Gelände der Dallas Cowboys betreten dürfen.
Der Running Back war von NFL Commissioner Roger Goodell (rechts) wegen einer angeblichen sexuellen Belästigung suspendiert worden, obwohl die staatlichen Untersuchungsbehörden keine Anhaltspunkte für eine Anklage gegen Elliott fanden.
Doch was wissen die schon?
Einzig der allmächtige Goodell hat den vollen Überblick.
Dallas zeigte in den ersten Spielen ohne den besten Running Back der Liga der Vorsaison, wie abhängig sie von ihm waren und sind. Mittlerweile hat die Offense auch ohne Elliott halbwegs funktioniert, aber die Playoffs dürften nicht mehr zu erreichen sein. Dallas holte 3-3 Siege in Elliotts erzwungener Abwesenheit. Das hat Goodell sauber hingekriegt.
Zwei Spiele haben die Cowboys noch, die sie auf keinen Fall verlieren dürfen. Doch sie brauchen auch einige Niederlagen anderer Teams, um noch einen Wild Card Platz ergattern zu können. In diesen zwei Spielen darf der Running Back jetzt wieder mitmischen. Auch wenn er etwas Rost angesetzt haben dürfte, dürfte die Offense der Cowboys wieder etwas weniger ausrechenbar sein. Elliott muß man immer im Auge haben, als Verteidiger.

Die Saison ist für die Packers gelaufen. Der letzte Rettungsversuch von Quarterback Aaron Rodgers ging schief. Deshalb setzte Green Bay ihn jetzt mit seiner Schulterverletzung auf die Verletztenliste.
Die beiden letzten, unbedeutenden, Saisonspiele werden ohne ihn stattfinden.
Brett Hundley, der in seinen Starts auf eine Bilanz von 3-4 Siegen kam, wird die Packers in den letzten zwei Spielen anführen.
Rodgers Comeback war furchterregend. Er war völlig eingerostet und wurde viel zu oft von Verteidigern gehittet, die beständig blitzten. Dreimal wurde er gesackt. Einmal landete er dabei hart auf seiner frisch operierten rechten Schulter.
Das nächste Spiel der Packers ist gegen die Vikings. Eine Attacke von Linebacker Anthony Barr im ersten Aufeinandertreffen am 15. Oktober brach die Schulter von Rodgers.
Wide Receiver Davante Adams ist nach dem unerlaubten Angriff von Panthers Linebacker Thomas Davis im Gehirnerschütterungsprotokoll. Ob er eingesetzt wird, wenn er wieder spielen darf, ist kaum anzunehmen.

Panthers Linebacker Thomas Davis hat gegen seine Sperre von zwei Spielen erfolgreich Einspruch eingelegt.
Er hatte am Sonntag Packers Wide Receiver Davante Adams unerlaubt von hinten mit dem Helm voran angegriffen. Dafür wurde er für zwei Spiele suspendiert.
Sein Einspruch sorgte dafür, daß er jetzt nur für ein Spiel gesperrt ist.

Der Wert der Carolina Panthers wurde von Forbes auf $2,3 Milliarden festgelegt. Ob das letztlich auch der Verkaufspreis sein wird, wird man sehen. Der dürfte um einiges darüber liegen.
Ob Donald Trump wieder ins Bieterrennen einsteigt, wie damals bei den Buffalo Bills?
Kaum anzunehmen.
Jon Bon Jovi war auch an den Bills interessiert. Ob er es noch mal versucht?
Wird man sehen.
So viele Superreiche, die mal eben so über $2 Milliarden übrig haben, und die ein NFL Team haben möchten, wird es dann doch nicht geben.

Die Pro Bowl Teilnehmer sind bekannt.
Die Steelers führen das Feld mit acht Spielern an. Es folgen die Eagles und die Saints mit jeweils sechs.
Tom Brady wurde zum 13. mal gewählt und führt damit die Liste der aktiven Spieler an.
Hier gibt es die komplette Übersicht...

Dienstag, 19. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 15 - Der Montag
gruden-jon2Die Falcons hatten es schwer gegen die Buccaneers, die keine Chancen mehr auf die Playoffs hatten. Doch am Ende stand ein sehr glücklicher Sieg und dadurch sind die Green Bay Packers aller Sorgen enthoben, wie weit sie mit Aaron Rodgers noch kommen könnten?
Und in der Halbzeit wurde Jon Gruden (Bild) geehrt. Doch der Reihe nach.
Die Falcons starteten gut, und zur Halbzeit lagen sie mit 17:7 vorne. In der zweiten Halbzeit ließen sie dann ziemlich nach, und die stark ersatzgeschwächten Buccaneers konnten den Anschluß halten. Zusätzlich zu den vielen Ausfällen mußten sie auch ohne Running Back Doug Martin auskommen, der aus disziplinarischen Gründen suspendiert war. Da kommt es einem Wunder gleich, wie gut sie mithalten konnten.
Die Verletztenliste der Buccaneers: Defensive Tackle Gerald McCoy (Bizeps) und Linebacker Lavonte David (Oberschenkel), konnten erst gar nicht mitspielen. Dann fielen nach und nach auch noch Howard (Knöchel), Guard J.R. Sweezy, Unterleib, Linebacker Adarius Glanton, Bein, Safety T.J. Ward, Gehirnerschütterung, Safety Justin Evans und Wide Receiver DeSean Jackson, beide Knöchel, aus.
Im letzten Viertel brauchte es die läuferischen Fähigkeiten von Falcons Quarterback Matt Ryan, um die nötigen Yards und First Downs zu erzielen. Mit drei Läufen erzielte er 29 Yards. Überhaupt überliefen die Falcons die Buccaneers. Running Back Devonta Freeman kam mit 22 Läufen auf 126 Yards und 1 Touchdown.
Die Stats der Quarterbacks:
Matt Ryan: 17 von 31 für 212 Yards, 1 Touchdown.
Jameis Winston, der keine gute Saison spielt, hatte einen guten Tag mit: 27 von 35 für 299 Yards und 3 Touchdowns.
Eine Minute vor Spielende führte Atlanta knapp mit 24:21. Tampa Bay startete an der eigenen 29. Ohne Timeout schafften die Bucs es bis an die 36 der Falcons. Kicker Patrick Murray versuchte fünf Sekunden vor Schluß ein Field Goal aus 54 Yards. Die Länge stimmte, doch der Ball segelte rechts an den Stangen vorbei.
Mit 9-5 Siegen bleiben die Falcons den 10-4 Saints und Panthers auf der Pelle. Durch ihren Sieg eliminierten sie die Packers endgültig aus dem Playoffrennen.
Atlanta spielt nächste Woche in New Orleans. Keines der beiden Teams darf sich eine Niederlage leisten, denn die Panthers empfangen die Buccaneers, womit sie einen Sieg fast sicher haben dürften.
In der Halbzeitpause wurde Jon Gruden in den Ring der Ehre der Buccaneers aufgenommen. Er hatte es nicht weit, denn er war als Analyst für ESPN bereits im Stadion.
Als Head Coach hatte er Tampa Bay 2002/03 zum Super Bowl Sieg geführt. Den Gegner in diesem Spiel kannte er aus dem F F, denn das war sein altes Team, die Raiders.
Tampa Bay hatte Gruden 2002 von den Raiders abgeworben. Oakland bekam zwei Wahlmöglichkeiten in Runde eins, zwei Draftpicks in Runde zwei und $8 Millionen für den Head Coach.
Gruden führte Tampa Bay sofort in seinem ersten Jahr in den Super Bowl, wo zufällig die Raiders der Gegner waren. Gruden wußte schon die Spielzüge Oaklands, bevor diese sie begannen. Das half zu einem überzeugenden 48:21 Sieg.
Nach der Saison 2008 wurde Gruden gefeuert und arbeitet seitdem für ESPN.

Kurzberichte
Die Eagles haben die Playoffs erreicht, doch Head Coach Doug Pederson meinte, daß man mit der Leistung vom Sonntag nicht weit kommen wird.
Nach dem Ausfall von Quarterback Carson Wentz kommt es natürlich auf die Defense an. Doch gerade die versagte gegen die New York Winzlings und ließ 504 Yards zu.
Der knappe 34:29 Sieg kam nur Zustande, weil die Offense unter Ersatz- Quarterback Nick Foles nicht zusammenbrach. Er vervollständigte 24 seiner 38 Pässe für 237 Yards und 4 Touchdowns. Doch es waren halt nur die Giants, die ihm gegenüberstanden. Gegen einen guten Gegner könnte das ganz anders aussehen.
Vielleicht wird es aber auch nicht so schlimm, denn Pederson beanstandete vor Allem die mentale Einstellung seiner Defense. Die hatte die Giants Offense nicht ernst genommen. In den Playoffs, wenn richtige Gegner kommen, wird das wohl nicht passieren.
„Ich haben den Spielern gesagt, daß sie so in den Playoffs nicht spielen können,“ meinte Pederson. „Man muß jede Woche bereit sein. Man kann nicht so spielen, und erwarten, daß man gewinnt.“
Und Philadelphia muß sich immer noch reinhängen, zumal so lange, bis sie das Heimrecht in den Playoffs sicher haben. Das ist nämlich noch nicht der Fall.

Zwei Spiele Sperre handelte sich Thomas Davis ein.
Der Linebacker der Panthers hatte Packers Wide Receiver Davante Adams von hinten mit dem Helm voran angegriffen. Adams erlitt dabei eine Gehirnerschütterung.

Panthers Besitzer Jerry Richardson hat das Tagesgeschäft abgegeben.
Tina Becker, eine Geschäftsführerin, die seit 20 Jahren für den Club arbeitet, wird diese Aufgabe übernehmen.
Obwohl Richardson das Team verkaufen will, wird die NFL die Untersuchung gegen ihn fortführen.

Der Lazarettreport
Raiders: Left Tackle Donald Penn muß am Fuß operiert werden. Für ihn ist der Rest der Saison beendet.
Seit 2007 hat er kein einziges Spiel verpaßt.

Los Angeles Chargers: Tight End Hunter Henry hat einen kleinen Riß in einer Niere erlitten.

New York Jets: defensive Lineman Leonard Williams ist im Gehirnerschütterungsprotokoll

Montag, 18. Dezember 2017

Die Panthers stehen zum Verkauf
richardson-jerryJerry Richardson (Bild) zieht sich zurück und bietet seine Carolina Panthers zum Verkauf an.
Wie bereits berichtet, läuft eine Untersuchung gegen ihn.
Die Anschuldigungen gegen den 81-jährigen lauten auf sexuelle Belästigung und Äußerung rassistischer Beleidigungen.
Vier weitere Angestellte des Teams werden ebenfalls beschuldigt, wie es heißt.
Ob er aus eignem Antrieb zu dem Entschluß kam, oder ob er dazu überredet wurde, das wird man wohl nie erfahren.
Richardson entschloß sich zu diesem radikalen Schritt, nur einige Stunden nachdem die NFL angekündigt hatte, den Fall zu untersuchen.
Fakt ist, daß kein Teambesitzer der NFL sein Team wegen einer Pillepalle Anschuldigung verkaufen würde.
Richardson kaufte die Panthers 1993 für $206 Millionen. Ihr heutiger Wert liegt deutlich über $1 Milliarde.

Die NFL 2017 - Woche 15 - Der Sonntag
Vieles wurde klarer an diesem Spieltag. Eine Menge der kommenden Spiele werden völlig bedeutungslos, eine wenige noch sehr bedeutungsvoll.
Wie sieht denn das Playoff-Feld aus?
AFC

1. x-New England Patriots (11-3): AFC East Champion
2. x-Pittsburgh Steelers (11-3): AFC North Champion
3. Jacksonville Jaguars (10-4): AFC South
4. Kansas City Chiefs (8-6): AFC West
5. Tennessee Titans (8-6): Wild Card Nr. 1.
6. Buffalo Bills (8-6): Wild Card Nr. 2.
In the hunt: Baltimore Ravens (8-6), Los Angeles Chargers (7-7), Oakland Raiders (6-8)

NFC
1. xy-Philadelphia Eagles (12-2): NFC East Champion
2. x-Minnesota Vikings (11-3): NFC North Champion
3. Los Angeles Rams (10-4): NFC West
4. New Orleans Saints (10-4): NFC South
5. Carolina Panthers (10-4): Wild Card Nr. 1.
6. Atlanta Falcons (8-5): Wild Card Nr. 2.
In the hunt: Seattle Seahawks (8-6), Detroit Lions (8-6), Dallas Cowboys (8-6), Green Bay Packers (7-7)

Über die letzten zwei Minuten des Spitzenspiels der Patriots in Pittsburgh könnte man ein ganzes Buch schreiben.
Eigentlich hatten die Steelers das ganze Spiel über ein leichtes Übergewicht. Und nein, ich meine nicht Quarterback Ben Roethlisberger.
Doch man darf die Patriots nicht vorzeitig abschreiben, wenn sie ein Spiel und einen Gegner ernstnehmen. Anders als letzte Woche gegen Miami waren sie voll konzentriert.
Die Steelers führten 2:06 Minuten vor Spielende mit 24:19. New England startete von der eigenen 23. Es begann die Brady zu Gronkowski Sondervorstellung. Zwei Pässe über jeweils 26 Yards und einer über 17 brachten die Patriots an Pittsburghs acht. Diese acht Yards überwand Running Back Dion Lewis und der Zweipunkteversuch mußte her. Brady zu Gronkowski, 27:24 für New England.
Noch waren 56 Sekunden auf der Uhr und Pittsburgh hatte eine Auszeit übrig. Roethlisberger zu Rookie Wide Receiver JuJu Smith-Schuster, der 69 Yards erzielte. Die Steelers standen an der 10 der Patriots.
Big Ben zu Tight End Jesse James, der mit dem Knie vor der Endzone den Boden berührte, den Ball aber über die Linie ausstreckte. Touchdown Pittsburgh.
Doch nicht so schnell, denn das Videoauge sieht alles. In dem Moment, als James den Ball ausstreckte, bewegte der sich den millionsten Teil eine Mikromillimeters, also ganz klar... kein Touchdown.
Zweiter Versuch. Noch 28 Sekunden. Die Auszeit war verbraucht. Roethlisberger zu Wide Receiver Heyward-Bey für drei Yards.
Dritter Versuch. Schnelle Aufstellung der Offense. Es sah aus, als ob Roethlisberger den Ball „spiken“ wollte, um die Uhr anzuhalten. Verwirrung bei den Patriots, aber leider auch bei den eigenen Leuten. Roethlisberger hatte gerufen „clock it, clock it“, doch über seinen Helmfunk hörte er „don`t clock it“. Er war also selber etwas verwirrt. Roethlisberger passte in die Endzone, wo Cornerback Eric Rowe den Ball abfälschte und Safety Duron Harmon ihn abfing. Touchback!
Die Videoschiedsrichter stahlen Jesse James den Touchdown, und den Steelers den Sieg.
Damit haben jetzt beide Teams 11-3 Siege, New England aber den Tiebreaker für sich.
Beide Teams haben ihre Division gewonnen. Beide Teams haben Spielfrei in Runde eins. Beide Teams verloren wichtige Spieler.
Bei den Patriots schied Running Back Rex Burkhead mit einem verletzten linken Knie aus.
Bei den Steelers zog sich Wide Receiver Antonio Brown, der eine überirdische Saison spielte, eine angerissene linke Wade zu. Er könnte zum ersten Playoffspiel am 13. Januar wieder einsatzbereit sein, heißt es.
Noch nicht wieder einsatzbereit, aber im Stadion, war Ryan Shazier, der erst vor wenigen Tagen an der Wirbelsäule operiert wurde.
Fehlen noch die Stats der Quarterbacks:
Tom Brady: 22 von 35 für 298 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception
Ben Roethlisberger: 22 von 30 für 281 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.

Mit Verwunderung sieht man auf das drittbeste Team der AFC, die Jaguars. Dieser Lachschlager der vergangenen Jahre hat es über eine kompromißlose Defense geschafft, zum Wettbewerber zu werden. Dazu eine gute Saison von Quarterback Blake Bortles, der zwar immer noch im Mittelfeld der Statistiken rumgeistert, der aber zumindest nicht mehr die horrenden Fehler macht, die zu seinem Markenzeichen wurden.
Und so haben sie durch ein 45:7 über Houston sicher die Playoffs erreicht, und das zum ersten Mal seit 2007.

Die Wild Card Plätze gehören momentan den Titans und den Bills.
Buffalo besiegte die Dolphins mit 24:16. Die Bills waren in diesem Jahrtausend noch nie in den Playoffs.

Tennessee tat sich sehr schwer in San Francisco und verlor 23:25. Seit Jimmy Garoppolo der Quarterback der 49ers ist, hat das Team nicht mehr verloren.
Tennessee und Buffalo haben 8-6 Siege, doch spüren sie den Atem der Ravens im Nacken, die auch 8-6 haben.

Auch in der NFC gibt es eine Menge Klarheit. Durch ein hart erkämpftes 34:29 über die Giants gewannen die Eagles die NFC East und haben in der ersten Runde spielfrei.

Minnesota spielte gegen ein Bengals Team, das sich aufgegeben hat.
Am Nachmittag verkündete deren Head Coach Marvin Lewis, daß er das Team nach der Saison verlässt. Ein weiser Entschluß, denn sein Vertrag läuft eh aus, und noch mal einen Anschlußvertrag, nach dieser katastrophalen Saison, hätte es sowieso nicht mehr gegeben.
Und wenn schon der Head Coach aufgibt, dachten sich die Spieler wohl, dann machen wir das auch.
Minnesota hätte auf jeden Fall gegen diese Chaoten gewonnen, aber 34:7 war dann doch überdeutlich.
Auch Minnesota konnte seine Division gewinnen.

Selbst als die Rams noch schlecht waren, haben sie Seattle immer vor Probleme gestellt. Jetzt sind die Rams gut, und Seattle hat ausgeschi....
42:7 gewann Los Angeles IN Seattle. Deren Ausfälle von Superstars in der Defense können auf Dauer nicht vernünftig kompensiert werden. Das wurde gestern überdeutlich.
Und die Offense besteht eh nur aus Quarterback Russell Wilson, der auch mal an seine Grenzen gerät. So konnten die Rams ihren Spitzenplatz in der NFC West gegen die Seahawks verteidigen. Mit jetzt 10-4 Siegen und Seattle als stärkstem Verfolger mit 8-6, kann da eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Wieder wurde ein Seahawk vom Platz gestellt. Dieses Mal erwischte es Safety Delano Hill wegen unsportlichem Fehlverhalten.

Große Probleme hatten die Saints mit den Jets.
Der 31:19 Sieg kann als Glücklich bezeichnet werden.
Mit 10-4 Siegen liegen sie nur deshalb auf Platz eins der NFC South, weil sie beide Spiele gegen die Panthers gewonnen haben.

Die Panthers kamen durch einen sehr knappen 31:24 Sieg über die Packers auch auf 10-4 Siege.
Was haben die Packers Fans gejubelt, daß Quarterback Aaron Rodgers nach seiner Schulteroperation wieder mitmischen konnte.
Doch er hatte Rost angesetzt und nach jedem seiner drei Interceptions wurde der Jubel wohl etwas leiser.
Dennoch schafften die Packers es, das Spiel bis zum Schluß offen zu halten.
Nachdem Green Bay vor der Zweiminutenwarnung auf 24:31 herangekommen war, versuchten sie einen Onsidekick. Der gelang und Defensive Back Marwin Evans eroberte den Ball nach 13 Yards.
Rodgers vervollständigte zunächste Pässe über 8 und 6 Yards, bevor er Wide Receiver Geronimo Allison für 10 Yards traf. Doch der verlor den Ball und da Green Bays Timeouts aufgebraucht waren, konnten die Panthers das Spiel abknien.
Wären Rodgers nicht diese drei Interceptions... ach was soll`s?
Aaron Rodgers: 26 von 45 für 290 Yards, 3 Touchdowns, 3 Interceptions, 6 Läufe für 43 Yards.
Cam Newton: 20 von 31 für 242 Yards, 4 Touchdowns, 14 Läufe für 58 Yards.

Atlanta spielt erst heute gegen die Buccaneers. Mit einem Sieg könnten sie auf 9-5 kommen, und ihren Wild Card Platz verteidigen.

Und weil es irgendwie Kreise ziehen wird... Ja, Hauptschiedsrichter Gene Steratore hat eine Karteikarte benutzt, um zu verdeutlichen, daß zwischen den Yardmarker und den Ball halt nur noch dieses Kärtchen passte. Was war passiert?
Cowboys Quarterback Dak Prescott lief bei einem vierten und eins gegen die Raiders selber. Er wurde gestoppt, doch ob er einen neuen ersten Versuch erreicht hatte, das war nicht sofort klar. Es wurde nachgemessen. Steratore hielt die Karte zwischen Ball und Yardmarker, wobei diese ganz leicht nach vorne zeigte, die Nasenspitze des Balles also wohl um einen Millimeter einen neuen ersten Versuch bestätigte.
Und ja, das war das erste Mal, das es so etwas gab.
Steratore sagte nach dem Spiel, daß er auch ohne die Karte schon deutlich erkannt hatte, daß der Ball ganz knapp den Marker berührte. Er hätte das nur deutlich darstellen wollen. Seine Entscheidung stand da aber schon fest.
Dallas gewann knapp mit 20:17 und wahrte mit 8-6 Siegen seine minimalen Wild Card Chancen.
Oakland fiel auf 6-8, ist rechnerisch aber auch noch im Rennen.

Der Lazarettreport
Pittsburgh Steelers: Wide Receiver Antonio Brown, angerissene Wade. OP nicht nötig
Running Back James Conner, Knie

New England Patriots: Running Back Rex Burkhead, Knie

Green Bay Packers: Wide Receiver Davante Adams, Gehirnerschütterung
Linebacker Nick Perry, Knöchel

Oakland Raiders: Left Tackle Donald Penn (Fuß)

Cowboys: defensive End Benson Mayowa (Rücken)
Offensive Tackle Tyron Smith (Knie)

New York Jets: defensive Lineman Leonard Williams, Gehirnerschütterung

New Orleans Saints: Guard Larry Warford, Gehirnerschütterung

Jacksonville Jaguars: Wide Receiver Marqise Lee, Knöchel

New York Giants: Safety Landon Collins, Knöchel
Wide Receiver Tavarres King (Gehirnerschütterung)
Linebacker B.J. Goodson (Knöchel)

Eagles: Cornerback Patrick Robinson, Gehirnerschütterung

Baltimore Ravens: Wide Receiver Jeremy Maclin, Knie

Arizona Cardinals: Safety Antoine Bethea (Knie)
Linebacker Karlos Dansby (Wade)
Wide Receiver Brittan Golden brach sich einen Arm

Washington Redskins: Linebacker Ryan Anderson, Knie

Cincinnati Bengals Safety George Iloka (Schulter),
offensive Tackle Cedric Ogbuehi (Schulter)
Linebacker Jordan Evans (Unterarm)

Minnesota Vikings: Wide Receiver Jarius Wright, Fuß

Buffalo Bills: Wide Receiver Kelvin Benjamin spielt mit einem gerissenen Meniskus, der nach der Saison operiert wird

Miami Dolphins: Safety T.J. McDonald, Schulter

San Francisco 49ers: Wide Receiver Rick Robinson, Gehirnerschütterung

Tennessee Titans: Cornerback Logan Ryan, Knöchel

Los Angeles Rams: Linebacker Mark Barron, Knie

Seattle Seahawks: Linebacker D.J. Alexander (Gehirnerschütterung),
Cornerback Justin Coleman (Brust),
Tight End Nick Vannett (Schulter)

Los Angeles Chargers: Rookie Running Back Austin Ekeler, gebrochene Hand, Saison beendet

Sonntag, 17. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 15 - Der Samstag
smith-alex-kcc3Unterschiedlicher konnten die beiden Teams nicht in die Saison starten. Die Chiefs holten 5-0 Siege, die Chargers 0-4.
Und doch trafen sie in dieser Nacht mit 7-6 Siegen aufeinander. Während Los Angeles einen fast schon unheimlichen Höhenflug absolvierte, sanken die Chiefs tiefer und tiefer.
Schuld daran war Rookie Running Back Kareem Hunt, der in die Saison startete, als ob nur er zum Rookie des Jahres gekrönt werden dürfte. Doch dann verschwand er fast völlig von der Bildfläche. Das war dann auch die Schuld der O-Line, die ihre Dominanz verloren hatte. Doch mittlerweile hat die Line ihre alte Stärke wieder und Hunt jagt wieder nach der Rookie Krone.
Das entlastet natürlich auch Quarterback Alex Smith (Bild). Der spielte nämlich auch auf seinem gewohnt niedrigen Niveau, in der Schwächephase der Line.
Jetzt ist wie gesagt, alles wieder auf Startniveau angekommen, und das bekamen die Chargers schmerzhaft zu spüren. Zunächst konnten sie noch mithalten, aber im letzten Viertel kam der völlige Zusammenbruch. Es war schon mehr als erstaunlich, daß Quarterback Philip Rivers seit Woche 10 keinen Interception mehr geworfen hatte. Das holte er gestern nach und leistete sich drei Fehlpässe.
Doch auch wenn ihm das nicht passiert wäre, hätten die Chargers kaum Chancen gegen eben jenen bereits erwähnten Kareem Hunt gehabt. Der erzielte mit 24 Läufen 155 Yards und 1 Touchdown. Zusätzlich fing er 7 Pässe für 51 Yards und 1 Touchdown.
Damit ist er wieder in der Spur zum Rookie des Jahres und vor Allem ist er dabei, die Chiefs in die Playoffs zu tragen.
Sein Quarterback Alex Smith kam zu folgender Bilanz: 23 von 30 für 231 Yards und 2 Touchdowns. Das war der Smith, der in der ersten Hälfte der Saison auf dem Weg zum MVP der Liga war.
Anders dagegen Philip Rivers: 20 von 36 für 227 Yards, 1 Touchdown und besagte drei Interceptions.
Mit 8-6 Siegen stehen die Chiefs jetzt wieder alleine an der Spitze der AFC West. Die Chargers fielen auf 7-7 und sind zumindest noch im Wild Card Rennen. Die 6-7 Raiders spielen im Sunday Night Football Spiel gegen Dallas und können auch auf 7-7 Siege kommen.

Zuvor besiegten die Lions die Bears mit 20:10. Mit 8-6 Siegen bleibt Detroit den 10-3 Vikings auf den Fersen.

Der Lazarettreport
Los Angeles Chargers: Linebacker Denzel Perryman, Oberschenkel
Wide Receiver Keenan Allen (Rücken), Running Back Austin Ekeler (Hand), defensive Tackle Corey Liuget (Knie) und Left Tackle Russell Okung (Leiste)

Kansas City Chiefs: Linebackers Kevin Pierre-Louis (Schulter) und Jarvis Jenkins (Ellenbogen)

Detroit Lions: Guard T.J. Lang (Fuß), Running Back Theo Riddick (Handgelenk) und Wide Receiver T.J. Jones (Schulter)

Chicago Bears: Outside Linebacker Pernell McPhee (Schulter) und Guard Josh Sitton (Knöchel),
Safety Chris Prosinski und offensive Tackle Tom Compton sind beide im Gehirnerschütterungsprotokoll

Die Jaguars gaben bekannt, daß Running Back Leonard Fournette nicht gegen Houston spielen kann. Er hat eine Quadrizepsverletzung.
Chris Ivory wird ihn ersetzen.

Die Seahawks setzten Safety mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste.

Die Packers haben Quarterback Aaron Rodgers am Samstag in den aktiven Kader aufgenommen. Damit kann er heute gegen die Panthers spielen, und natürlich auch starten.

Samstag, 16. Dezember 2017

Zur Kasse bitte
carroll-pete-erklärungsnotDie NFL hat eine weitere Einnahmequelle entdeckt. Nicht mehr nur Spieler werden wegen Verfehlungen zur Kasse gebeten, sondern in dieser Woche gleich vier Coaches.
Die Head Coaches Sean Payton von den Saints und Pete Carroll (Bild) von den Seahawks müssen jeder je $10.000 zahlen. Beide sind in der letzten Woche unrechtmäßig auf das Feld gelaufen.
Offensive Line Coach Pat Flaherty und Wide Receiver Coach Keenan McCardell von den Jaguars müssen auch jeder $10.000 für die gleiche Regelverletzung zahlen.
Das Spiel der Seahawks in Jacksonville spülte viel Geld in die klammen Kassen der NFL. Eine handgreifliche Auseinandersetzung zum Ende des Spiels hin kostete Seahawks Sheldon Richardson, $9,115 (unnötige Härte); Quinton Jefferson$9,115 (unnötige Härte), Offensive Lineman Germain Ifedi, $24,309 (verbale Beleidigung eines Schiedsrichters); und Jaguars RB Leonard Fournette, $12,154 (unsportliches Verhalten).

Kurzberichte
Die Panthers ermitteln intern gegen ihren Besitzer Jerry Richardson. Was dem 81-jährigen vorgeworfen wird, das wurde nicht gesagt.
Der Club heuerte die Anwaltsfirma Quinn Emanuel Urquhart und Sullivan an, um die Untersuchungen zu leiten.
Die Panthers werden zu der Sache nichts bekanntgeben, solange die Ermittlung im Gange ist.
Die NFL wurde von der Sache unterrichtet, sagt aber auch noch nichts dazu.

Das oberste Gericht der USA überprüft, ob der Professional and Amateur Sports Protection Act (PASPA), verfassungsmäßig ist.
Dieser Akt will den Profi und Amateursport vor illegalen Wetten schützen.
Bisher ist Nevada der einzige Staat, in dem legal auf Sport gewettet werden darf.
New Jersey hat Klage gegen den PASPA eingereicht, der 1992 vom Kongreß verabschiedet wurde.
Im Frühling soll die Entscheidung fallen.
Cowboys Besitzer Jerry Jones würde es begrüßen, wenn Sportwetten endlich legalisiert würden. Das wäre eine $150 Milliarden-Industrie, die eh nicht mehr aufzuhalten wäre, meinte er.

Reggie Bush beendet seine Karriere.
Der Running Back sagte, daß er noch eine Menge Football in sich hätte, da aber niemand Gebrauch davon machen würde, wäre es wohl an der Zeit, aufzuhören.
Der 32-jährige wurde 2006 in der ersten Runde der Draft von den Saints einberufen.

Humor hat er, der neue General Manager der Browns.
Deshalb mal wieder etwas von der heiteren Seite der NFL.
John Dorsey sagte, daß alles, außer dem Gewinn der AFC North 2018, für Cleveland inakzeptabel wäre.

Der Lazarettreport
Denver Broncos: Quarterback Trevor Siemian wurde mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Bills: Quarterback Nate Peterman ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll. Tyrod Taylor wird starten.
Wer ist sonst noch definitiv raus?

Green Bay Packers: Cornerback Davon House (Schulter/Rücken).
Quarterback Aaron Rodgers ist noch nicht auf der Liste der aktiven Spieler aufgetaucht.

Carolina Panthers: Guard Trai Turner (Gehirnerschütterung)

Kansas City Chiefs: Center Mitch Morse (Fuß) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Washington Redskins: Linebacker Zach Brown (Achilles, Hüfte) und Safety Montae Nicholson (Gehirnerschütterung)

Cincinnati Bengals: Linebacker Kevin Minter (Oberschenkel) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.
Linebacker Vontaze Burfict (Gehirnerschütterung) und Cornerback Dre Kirkpatrick (Gehirnerschütterung) dürfen noch nicht spielen.

Arizona Cardinals: Wide Receiver John Brown (Zeh)

Oakland Raiders: Wide Receiver Amari Cooper (Knöchel) und defensive End Mario Edwards (Knöchel)
Rookie Safety Obi Melifonwu wurde an der Hüfte operiert und auf die Verletztenliste gesetzt.

Dallas Cowboys: defensive Tackle David Irving (Gehirnerschütterung), Linebacker Justin Durant (Gehirnerschütterung) und Cornerback Orlando Scandrick (Rücken)

San Francisco 49ers: Right Tackle Trent Brown (Pfannenlippe) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Pittsburgh Steelers: Tight End Vance McDonald (Schulter)

Patriots: defensive Lineman Alan Branch (Knie)

Freitag, 15. Dezember 2017

Kurzberichte
osweiler-brock2Im bedeutungslosen Donnerstagsspiel gewannen die Broncos mit 25:13 in Indianapolis.
Nachdem sich Broncos Quarterback Trevor Siemian an der linken Schulter verletzt, kam Brock Osweiler (Bild) in`s Spiel. Was für ein Glück für die Broncos. Er lieferte ein phantastisches Spiel ab. Seine Bilanz: 12 von 17 für 194 Yards, 2 Touchdowns plus ein Touchdownlauf.
Colts Tight End Brandon Williams zog sich eine Gehirnerschütterung zu, nach einem furchterregenden Hit. Er blieb bewußtlos am Boden Liegen und wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort wachte er auf und konnte alle Extremitäten bewegen, wie der behandelnde Arzt bekanntgab.

Der neue General Manager der Browns ließ recht schnell seine Meinung über seinen Vorgänger vom Stapel. John Dorsey meinte: „Wissen sie was? Ihr habt einem Typen wie (Head Coach) Hue Jackson Spieler zu geben. Und wißt ihr was? Ich sage es geradeheraus. Die Typen, die vorher hier waren, dieses System, sie haben keine echten Spieler geholt.
Bill Parcells würde sagen `Du bist, was dein S/N Verhältnis aussagt` und wissen sie was? Da haben sie`s. So sieht die Wahrheit aus. Und ich werde mein verflucht bestes geben, um Hue Spieler zu geben.“
Für Dorsey ist also klar, daß Head Coach Jackson mit dem miesen Personal, das der Ex- General Manager Sashi Brown geholt hat, gar nicht besser abschneiden konnte.
Das beleidigt natürlich nicht nur Brown, sondern auch die Spieler. Ein paar im Kader sind ja durchaus NFL-tauglich.
Im Stillen hätte Dorsey das wohl denken dürfen. Vielleicht hätte er es seinem Boss Jimmy Haslam sagen dürfen? Aber diese Gedanken öffentlich vor einem Radiomikrofon auszusprechen?
Grenzwertig!
Und was, wenn Hue Jackson als Head Coach doch nicht so gut ist, wie Dorsey anscheinend denkt? Auf eine Bilanz von 1-28 Siegen muß man erst mal kommen. Das kann nicht nur am General Manager und den Spielern liegen. Da muß das Unvermögen des Head Coaches nun doch auch mit in die Rechnung einbezogen werden, oder?

Der Lazarettreport
Ryan Shazier bleibt im Krankenhaus.
Der Linebacker der Steelers hat die Wirbelsäulenoperation gut überstanden und die Reha begonnen.
Head Coach Tomlin hat ihn im Krankenhaus besucht, weil Shazier mit ihm über den Plan für das Spiel gegen die Patriots reden wollte.
„So ist Ryan,“ sagte Tomlin.

Die Cardinals setzten Running Back Adrian Peterson mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste.

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Kurzberichte
brady-tom-5Eins steht fest, mit einer Horrorvorstellung wie am Montag gegen Miami, wird New England in Pittsburgh nichts reißen können.
Ist eine Achillessehnenverletzung von Quarterback Tom Brady (Bild) schuld an der unterirdischen Vorstellung?
Seit drei Wochen steht Brady damit auf dem Verletztenreport des Teams, und es betrifft seinen Standfuß. Er verpaßte einige Trainingseinheiten mehr, als sonst üblich. Und am Montag verpaßte er viele Würfe, die er normalerweise vervollständigt.
Als er nach dem Spiel gefragt wurde, ob er eher körperliche oder mentale Probleme gehabt hätte, antwortete er: „Etwas von beidem.“
Und als drittes hätte er noch anfügen können, daß ihm Tight End Rob Gronkowski fehlte. Der war wegen einer schmutzigen Attacke aus dem Spiel gegen Buffalo berechtigterweise suspendiert. Gegen die Steelers darf er wieder mitmischen.
Ob das reicht?
Die Defense hat viele Verletzte zu beklagen. Und wenn im Kampf um den MVP Titel der Saison nicht (fast) immer nur Quarterbacks berücksichtigt würden, dann wäre Steelers Wide Receiver Antonio Brown ein absoluter Spitzenanwärter auf den Titel. Running Back Le'Veon Bell hat auch seine normale Form so ziemlich wiedergefunden. Das spricht für Pittsburgh. Denen fehlt zwar Linebacker Ryan Shazier in der Verteidigung, aber dieses Manko dürfte auszubügeln sein.
Letzte Woche lieferten die 9-3 Rams und die 10-2 Eagles das tolle Spiel ab, das man von den beiden Spitzenteams der NFC erwartet hatte. Hoffen wir, daß die 10-3 Patriots und die 11-2 Steelers als die Spitzenteams der AFC da in Nichts nachstehen werden.
Was mir jetzt schon die Vorfreude vermiest ist das Wissen darum, daß Tony Romo mit seiner nervenden Stimme und nervtötenden Art das Spiel analysieren wird.
Würg!

Kann Aaron Rodgers die Last der Green Bay Packers schultern? So kurz, nachdem seine gebrochene rechte Schulter geheilt ist? Die hatte er sich am 15. Oktober gegen die Vikings gebrochen. Zwei Metallplatten und 13 Schrauben halten die Schulter zusammen.
Er selber ist bereit und weiß um die Verantwortung, die auf ihm lastet. Am Mittwoch trainierte er mit der ersten Mannschaft, und damit steht fest, daß er tatsächlich am Sonntag gegen die Panthers spielen wird.
Rodgers weiß von den Erwartungen, die die Fans haben. Und er genießt diese Erwartungen, wie er der Presse sagte. Und er wolle diese Erwartungen nicht nur erfüllen, sondern sogar übertreffen.
Dazu muß er die Defense der Panthers überwinden, was nicht leicht sein dürfte.
Wie es ist, nach einer gebrochenen Schulter wieder aktiv zu werden, das weiß Rodgers. 2013 war es allerdings die linke Schulter, die er sich gebrochen hatte. Es braucht viel Willenskraft und Überwindung, sich wieder den heranstürmenden Verteidigern zu stellen. Und Luke Kuechly wird am Sonntag auf Rodgers zustürmen, das steht mal fest.
Mit 7-6 Siegen haben die Packers noch Chancen, die Playoffs zu erreichen. Kleine Chancen, aber real existierende.

Cowboys Besitzer Jerry Jones ist zufrieden mit dem neuen Vertrag für Commissioner Roger Goodell.
90% des Gehalts von $200 Millionen für die Laufzeit von fünf Jahren, sind Leistungsbezogen. Und Goodell muß viel leisten, um an die Boni zu gelangen, meinte Jones. Die Teambesitzer müssen mehrheitlich darüber abstimmen, ob der Vorsitzende der NFL die einzelnen Extrazuwendungen auch tatsächlich bekommen wird. Jones hatte hart dafür gekämpft, daß der Vertrag diese Klausel enthält, und er hat gewonnen.
Der neue Vertrag läuft 2024 aus, und Goodell sagte der Presse, daß die Liga danach einen neuen Commissioner braucht. Für ihn wäre dann Schluß. Dann hat Goodell mit 65 Jahren auch das Rentenalter erreicht.

Tommy Nobis ist im Alter von 74 Jahren eines natürlichen Todes gestorben.
Er war der erste Spieler überhaupt, der 1966 von den gerade neugegründeten Atlanta Falcons einberufen wurde. Fünf mal spielte der Linebacker im Pro Bowl. Seine Trikotnummer 60 war die erste, die jemals von den Falcons zur Ruhe gesetzt wurde.

Wenn die Patriots in Pittsburgh antreten, dann treffen sie auf den amtierenden besten AFC
Spieler der Woche 14
AFC

OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
44 von 66 Pässen, beides Karrierebestmarken, für 506 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: CB XAVIEN HOWARD, MIAMI DOLPHINS
2 Interceptions gegen Patriots Quarterback Tom Brady, der nächste Gegner der Steelers.

SPECIAL TEAMS: PR JAYDON MICKENS, JACKSONVILLE JAGUARS
Er trug einen Punt über 72 Yards zurück

NFC
OFFENSE: RB JONATHAN STEWART, CAROLINA PANTHERS
16 Läufe für 103 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: LB DEION JONES, ATLANTA FALCONS
13 Tackles, 1 Interception

SPECIAL TEAMS: PR-WR TREVOR DAVIS, GREEN BAY PACKERS
138 Returnyards

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Kurzberichte
belichick-bill12Die Patriots spielten am Montag, als ob sie mit halber Kraft gegen einen Gegner spielten, den sie nicht ernst nahmen. Tom Brady warf so viele ungenaue Pässe, wie selten zuvor. Ob da die Verpflichtung von Wide Receiver Kenny Britt helfen kann. Der war am Freitag von den Browns gefeuert worden.
New England gab ihm einen Zweijahresvertrag. Wie kann ein Mann, der selbst für ein 0-13 Team nicht gut genug ist, einem 10-3 Team helfen?
Head Coach Bill Belichick (Bild) stellte sich den Fragen der Reporter in seiner gewohnt arroganten, abfälligen, einsilbigen, nuschelnden Art.
So wurde er gefragt, ob die Patriots vielleicht schon eher das Spiel nächste Woche in Pittsburgh im Visier hatten, und die Dolphins nur als lästigen Zwischenstop ansahen? „Nein“, antwortete er. „Macht mal halblang. Eine Frage zum Spiel?“
Die kam dann in Form von: „Bei den dritten Versuchen habt ihr versagt. 0 von 11.“
Belichick: „Nicht gut genug.“
Und so ging es munter weiter.
Aber eine Niederlage in der Saison ist kein Weltuntergang. Was zählt, sind die anstehenden Playoffs.

Die nächste Gehaltsobergrenze wird wieder etwas höher sein, als die momentane. Von $178 Millionen pro Jahr und Team ist die Rede.
Das wäre dann ein ordentlicher Aufschwung zu den $167 Millionen, die es zur Zeit sind.
Seit 2012 geht es stetig Bergauf. Damals betrug die Obergrenze gerade mal $120,6 Millionen.

Die Anzeige der ehemaligen NFLN Mitarbeiterin zieht Kreise bis zu ESPN.
Donovan McNabb und Eric Davis, die damals beim NFLN arbeiteten und die Bekleidungsstylistin sexuell bedrängt haben sollen, arbeiten zur Zeit bei ESPN. Der Sender suspendierte die beiden nun für die Dauer der Untersuchungen.

Return Spezialist Devin Hester hat genug.
Nach 11 Jahren in der NFL gab er seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Schon nach seinem letzten Spiel für die Seahawks im Januar 2017 sagte der 35-jährige, daß das wohl sein letztes Spiel war.
11 Monate später machte er seinen Rücktritt offiziell.

Das muß es jetzt aber dann doch gewesen sein. Seit Jahren straucheln die Bengals unter Head Coach Marvin Lewis mehr schlecht als recht dahin.
Doch die wehrlose 7:33 Niederlage gegen die zahnlosen Bears stellt den Tiefpunkt des Teams dar.
Lewis spürt das Feuer unter seinem Sitz jetzt bestimmt ganz deutlich.
Aber auch John Fox, Head Coach der Bears, hat einen sehr warmen Hintern. Im besten Fall können die Bears noch auf 7-9 Siege kommen, was unwahrscheinlich ist. Zu wenig.

Zwei Teams haben die Playoffs sicher, die Eagles und die Steelers.
In Woche 15 können weitere Teams die Endrundenteilnahme sichern, die Rams und die Jaguars. Ja, die zwei gehörten letztes Jahr noch zu den Lachschlagern der Liga.
Es ist kompliziert, aber nicht unmöglich.
Los Angeles
LAR Sieg + DET Niederlage oder Unentschieden + GB Niederlage oder Unentschieden + NO Niederlage + ATL Niederlage

Jacksonville
JAX Sieg, oder 2) JAX Unentschieden + BUF Niederlage oder Unentschieden, oder 3) JAX Unentschieden + BAL Niederlage oder Unentschieden, oder 4) BUF Niederlage + BAL Niederlage, oder 5) BAL Niederlage + KC-LAC Spiel endet nicht Unentschieden.

Der Lazarettreport
Die Steelers setzten Ryan Shazier mit seiner Wirbelsäulenverletzung auf die Verletztenliste.
Ob er zum Beginn der nächsten Saison einsatzbereit sein wird, das kann man noch nicht sagen.

Aaron Rodgers ist von seiner Schulterverletzung genesen.
Der Quarterback der Packers darf am Sonntag gegen die Panthers spielen.
Nach den Playoffchancen für Green Bay muß man zwar mit der Lupe suchen, aber mit 7-6 Siegen existieren sie noch.

Die Broncos setzten Guard Ron Leary mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste.

Die Redskins setzten Tight end Jordan Reed (Oberschenkel), Linebacker Chris Carter (Bein), und Running Back Byron Marshall (Oberschenkel) auf die Verletztenliste.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 14 - Der Montag
cutler-jay-dolphins
Kann jemand das Geschehen aus letzter Nacht erklären?
Also, die Erklärung, die noch am Plausibelsten erscheint ist die, daß zwei Menschen die Körper getauscht haben, wie in einer schlechten Hollywood-Komödie.
Patriots Quarterback Tom Brady spielte im Körper von Dolphins Quarterback Jay Cutler (Bild) und umgekehrt.
Nicht möglich?
Mag sein, sah aber so aus.
Überhaupt schienen alle Rollen in dieser Nacht völlig vertauscht. Die Dolphins beherrschten die Patriots in allen Belangen. Man fragt sich, wo diese Leistung bisher versteckt war, und warum? Mit dieser Leistung wären die Dolphins auf glasklarem Playoffkurs. Auf Wild Card Kurs sind sie nach diesem überzeugenden Spiel gegen New England auf jedem Fall. Das Endergebnis von 27:20 für Miami hätte durchaus noch höher ausfallen können.
Werfen wir einen Blick auf die beiden Quarterbacks:
Jay Cutler: 25 von 38 für 263 Yards, 3 Touchdowns, 0 Int.
Tom Brady: 24 von 43 für 233 Yards 1 Touchdown, 2 Int. Sein erster Pass zu einem Wide Receiver kam, als noch 10 Minuten zu spielen waren... im dritten Viertel.
Während Brady überhaupt kein Laufspiel hatte, das ihn entlasten konnte, zeigte Running Back Kenyan Drake, wieso die Dolphins in der Lage waren, Jay Ajayi zu den Eagles abgeben zu können. Drake erzielte mit 25 Läufen 114 Yards und ließ die Verteidiger der Patriots dabei ganz furchtbar alt aussehen. Zusammen mit seinen fünf gefangenen Pässen brachte er es auf insgesamt 193 Yards.
Brady warf schon im ersten Drive seinen ersten Interception und wiederholte das im ersten Drive der zweiten Halbzeit. Damit war das Vorhaben, das zweite AFC Team mit 11-2 Siegen zu werden, erledigt, sie rutschten auf 10-3. Die Steelers sind und bleiben also zunächst die Nr. 1 der AFC. Nächste Woche kommt es dann zum direkten Vergleich der beiden Teams.
Mit dem, was die, zugegeben, Ersatzgeschwächten Patriots gegen Miami zeigten, können sie in Pittsburgh keinen Blumentopf gewinnen.
Miami kletterte auf 6-7 und kann damit noch im Kampf um einen Wild Card Platz mitmischen. Bei der Leistung, die sie gegen Denver und New England zeigten, ist das durchaus möglich.

Kurzberichte
Das NFL Network suspendierte drei Moderatoren, Hall of Fame Running Back Marshall Faulk, Ike Taylor und Heath Evans. Sie stehen unter dem Verdacht der sexuellen Belästigung.
Jami Cantor, eine ehemalige Mitarbeiterin des Senders, eine Bekleidungsstylistin, hat die drei angezeigt.
Auch einige ehemalige Mitarbeiter des Senders wurden angezeigt: Donovan McNabb, Warren Sapp und Eric Davis.

Das Spiel der Seahawks in Jacksonville hat ein Nachspiel. Einige Jaguars Fans überschütteten mehrere Spieler der Seahawks mit Bier und warfen Plastikflaschen und Popcorntüten auf sie.
Vier „Fans“ wurden ausfindig gemacht und sie wurden für weitere Veranstaltungen im Stadion verbannt. Ihre Saisontickets werden eingezogen.
Man stelle sich das mal hier in Europa vor, wo viele „Fußballfans“ jeden Spieltag die absolute Drecksau raushängen lassen.
Seattles Defensive Lineman Quinton Jefferson hatte versucht, in die Zuschauerränge zu klettern, war aber gescheitert, weil Mitarbeiter seines Teams ihn festhielten. Er war gerade vom Platz geflogen und auf dem Weg in die Kabine, als er eine Bierdusche abbekam.
Und auf einige Spieler der Seahawks werden noch Geldstrafen zukommen. Sie erwiesen sich als schlechte Verlierer und wurden gegenüber Jaguars Spielern handgreiflich. Die NFL untersucht die Vorfälle, die sich gegen Ende des Spiels abspielten und wird entsprechend reagieren.
Seahawks Head Coach Pete Carroll sagte, daß das Benehmen seiner Spieler absolut unentschuldbar war.

Die NFL bleibt eine Gelddruckmaschine.
Weitere $2,5 Milliarden bekommt sie von der Telefongesellschaft Verizon dafür, daß die Firma fünf Jahre lang die Spiele der Liga auf die mobilen Endgeräte ihrer Kunden streamen darf.

Der Lazarettreport
Für Jets Quarterback Josh McCown ist die Saison beendet. Er brach sich gegen die Broncos die linke Hand.
Die Jets stehen jetzt ohne brauchbaren Quarterback da.

Bleiben wir bei den Jets. Sie bekommen es am Sonntag sehr wahrscheinlich wieder mit Alvin Kamara zu tun. Der Running Back der Saints hat seine Gehirnerschütterung auskuriert und kann wohl wieder eingesetzt werden.

Es war zu befürchten und leider wurde es wahr. Superstar Quarterback Carson Wentz von den Eagles zog sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Ziel ist es, zur nächsten Saison wieder einsatzbereit zu sein.
Mit 33 Touchdownpässen führt er die NFL an und er war auf sicherem Kurs, der MVP der Saison zu werden.

Montag, 11. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 14 - Der Sonntag
Die möglichen Playoffteams:
NFC

1. x-Philadelphia Eagles (11-2): NFC East
2. Minnesota Vikings (10-3): NFC North
3. Los Angeles Rams (9-4): NFC West
4. New Orleans Saints (9-4): NFC South
5. Carolina Panthers (9-4): Wild Card Nr. 1.
6. Atlanta Falcons (8-5): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Seattle Seahawks (8-5), Dallas Cowboys (7-6), Detroit Lions (7-6), Green Bay Packers (7-6), Arizona Cardinals (6-7)

AFC
1. x-Pittsburgh Steelers (11-2): AFC North
2. New England Patriots (10-2): AFC East
3. Jacksonville Jaguars (9-4): AFC South
4. Kansas City Chiefs (7-6): AFC West
5. Tennessee Titans (8-5): Wild Card Nr. 1.
6. Buffalo Bills (7-6): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Baltimore Ravens (7-6), Los Angeles Chargers (7-6), Oakland Raiders (6-7), Miami Dolphins (5-7)

wentz-carson2Es gibt Gewinner und Verlierer, und es gibt Gewinner, die Verlierer sind, Das sind die Philadelphia Eagles.
Sie traten bei den Rams an, und es trafen die beiden Nr. 1 und Nr. 2 Spieler der Draft 2016 aufeinander. Es trafen die beiden Teams mit den besten Offenses aufeinander, deren Verteidigungen aber keineswegs nur eine Sättigungsbeilage sind, die niemand bestellt hat.
Das Spiel war so wichtig, daß FOX seine Vorberichterstattung zum 14. Spieltag in`s L.A. Coliseum verlegt hat. War es denn ein Spiel, das dem Hype, der darum gemacht wurde, endlich mal gerecht wurde?
Ja!
Was wir hier geboten bekamen, das war hohe Quarterback Kunst in Perfektion. Carson Wentz (Bild) und Jared Goff zeigten ihr Können und boten das, was man sich erhofft hatte. Es war manchmal unglaublich, wie es beide schafften, ihre Pässe zwischen mehreren Verteidigern hindurch punktgenau bei ihren Receivern anzubringen. Der Wahnsinn!
Bis, ja, bis zur Verletzung von Eagles Quarterback Carson Wentz.
In einem Spiel mit ständig wechselnden Führungen, lief Wentz selber für einen Touchdown in die Endzone. Doch wegen einer Strafe zählten die Punkte nicht. Doch was zählt, ist die Verletzung am linken Knie, die Wentz sich dabei zuzog. Als er in die Endzone sprang, wurde er von zwei Verteidigern in die Zange genommen. Völlig legal und korrekt.
Noch blieb Wentz im Spiel und bei einem vierten Versuch und zwei an der Rams zwei passte er zu Wide Receiver Alshon Jeffery in die Endzone.
Spielstand da: Philadelphia 31:Rams 28.
Nun war es wieder an den Rams, in Führung zu gehen. Und das taten sie auch. Während des ganzen Spiels war es so, daß die Quarterbacks, wenn die Verteidigungen sie im Griff hatten, ihre Running Backs von der Leine ließen. Beide Teams zeigten eine perfekte Mischung aus Pass- und Laufspiel.
So war es Rams Running Back Todd Gurley, der die Punkte zur 35:31 Führung für Los Angeles erzielte.
Sehen wir uns die Statistiken der führenden Running Backs beider Teams mal an, denn seit Jay Ajayi von den Dolphins zu den Eagles gewechselt ist, und endlich in einem guten Team spielen kann, hat er wieder richtig Spaß an seinem Job.
Todd Gurley: 13 Läufe für 96 Yards, 2 Touchdowns
Jay Ajayi: 15 Läufe für 78 Yards.
Und die Quarterbacks:
Carson Wentz: 23 von 41 für 291 Yards, 4 Touchdowns, 1 Int.
Jared Goff 16 von 26 für 199 Yards, 2 Touchdowns.
Und Nick Foles, der Wentz im letzten Viertel ersetzte, machte zumindest keinen spielentscheidenden Fehler: 6 von 10 für 42 Yards.
Und er führte die Eagles noch zum Sieg mit 43:35.
Mit 11-2 Siegen hat Philadelphia die NFC East gewonnen. Doch was ist dieser Sieg wert, wenn Wentz tatsächlich einen Kreuzbandriss haben sollte, wovon auszugehen ist.
Mit 9-4 Siegen führen die Rams weiter die NFC West an, da die Seahawks in Jacksonville 24:30 verloren.
Seattle hat 8-5 Siege und nächste Woche heißt es Rams at Seahawks.
Bei den Seahawks flogen die Defensive Ends Michael Bennett und Sheldon Richardson von Platz, weil sie einen Kampf anfingen.

Minnesota hätte die NFC North gewinnen können, doch die Panthers, die ihrerseits noch die NFC South gewinnen wollen, hatten etwas dagegen.
Das ganze Spiel über ging es hin und her. Kein Team konnte sich so richtig durchsetzen.
Die Vikings hatten großen Erfolg mit ihrem Vorhaben, Panthers Quarterback Cam Newton daran zu hindern, selber zu laufen.
Bis, ja, bis 2 ½ Minuten vor Spielende. Bis dahin hatte Minnesota Newton nur acht magere Laufyards gestattet. Doch dann tat sich die Lücke auf, auf die Newton das ganze Spiel über gewartet hatte, und er lief über 62 Yards bis an die acht der Vikings.
Da stand es in einem hochklassigen Spiel 24:24.
Die Chance, jetzt zu punkten, ließen die Panthers sich nicht nehmen. Im dritten Versuch lief Running Back Jonathan Stewart aus einem Yard in die Endzone.
Da war das Spiel entschieden.
Vikings 24, Panthers 31.
Statistisch war Vikings Quarterback Case Keenum seinem Gegenüber haushoch überlegen. Doch was nutzt das am Ende?
Case Keenum: 27 von 44 für 280 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Cam Newton: 13 von 25 für 137 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception. Und der eine verdammt lange Lauf.
Damit kommt Carolina auf 9-4 und liegt gleichauf mit den Saints. Minnesota hat 10-3 Siege und einen komfortablen Vorsprung auf die 7-6 Lions und Packers.

Spiel des Tages war das Sunday Night Spiel. Selten trennen Sieger und Verlierer einer Schlacht zwischen den Steelers und den Ravens mehr als sieben Punkte.
In dieser Nacht war ein einziger magerer Punkt, der über Sieg und Niederlage entschied.
Zunächst sah es so aus, als wollten die Steelers die Ravens in der Luft zerpflücken. Baltimores Quarterback Joe Flacco, der immer für eine Interception gut ist, warf direkt im ersten Drive eine. Die Serie begann vielversprechend, doch sie endete mit einem abgefangenen Pass von Pittsburghs Safety Sean Davis an der 30 der Steelers.
Ben Roethlisberger nutzte die Chance und führte seine Offense zum 7:0.
Eins nur so zwischendurch... Big Ben warf im Verlauf des Spiels drei Wahnsinnspässe zu Wide Receiver Antonio Brown über weite Distanzen und so haarscharf noch im Spielfeld, daß kein Finger zwischen Browns Fuß und die Auslinie mehr gepaßt hätte.
Allein diese drei Pässe waren schon das ganze Spiel wert. Das nur mal so.
Pittsburgh ging schnell mit 14:0 in Führung, doch Flacco und seine Offense zeigten sich unbeeindruckt von dem frühen Fehlwurf.
Halbzeit 20:14 für die Steelers.
Der zweite Durchgang begann mit einer Dominanz der Ravens, die die Fans in Pittsburgh sprachlos machte.
Fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels stand es sogar 24:20 für Baltimore. Damit nicht genug, schraubten die Ravens ihre Führung 2:43 Minuten vor Ende von Durchgang drei auf 31:20 hoch.
Pittsburgh kam zu einem Field Goal, und durch einen weiteren Touchdown auf 31:29 heran und versuchte einen Zweipunkteversuch. Der Lauf von Running Back Bell konnte aber gestoppt werden.
Baltimore erhöhte auf 38:29. Pittsburgh verkürzte auf 38:36.
62 Sekunden vor Spielende gingen die Steelers dann durch ein Field Goal von Boswell aus 46 Yards wieder in Führung... 39:38.
Doch die Ravens hatten noch Zeit genug. Sie kamen bis an die eigene 39. Flacco wurde gesackt und verlor den Ball. Der hoppelte aus dem Spielfeld.
Die Ravens gingen davon aus, daß die Uhr angehalten war, weil der Ball ja ins Aus ging. Doch die Schiedsrichter entschieden, daß der Quarterback schon fest im Griff des Verteidigers war, bevor er den Ball verlor und stoppten den Spielzug in diesem Moment bereits. Der Weg des Balles spielte keine Rolle mehr.
Und als die Ravens sich gemütlich zum Huddle aufstellten, hieß es plötzlich vom Hauptschiedsrichter: „Das Spiel ist aus.“
Wieder mal ein bizarres Ende eines Spiels.
Die Ravens verloren damit wieder ihren Wild Card Platz an die Bills, die im Blizzard 13:7 nach Verlängerung gegen die Colts gewannen.
Baltimore und Buffalo haben 7-6 Siege.
Die Steelers haben 11-2 Siege und die AFC North gewonnen. Nächste Woche empfangen sie die Patriots. Die werden dann wohl auch 11-2 Siege haben, denn sie müssen in der kommenden Nacht nur gegen die Dolphins antreten.
Und gegen die Steelers ist Patriots Quarterback Tom Brady, die Playoffs mitgerechnet, 10-2.
Bleiben noch die Stats der beiden Quarterbacks. Die Ravens haben in dieser Saison noch keinem Quarterback ein 300 Yards Spiel erlaubt. Konnte Big Ben diese Marke knacken?
Er konnte. Und wie er konnte: 44 von 66 für 506 Yards und 2 Touchdowns.
Joe Flacco: 20 von 35 für 269 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.

Zum „Spitzenspiel“ in der AFC West empfingen die 6-6 Chiefs die 6-6 Raiders.
Man kann jetzt nicht behaupten, daß die Chiefs bei ihrem 26:15 Sieg große Probleme gehabt hätten.
Genau so wenige Probleme hatten die 6-6 Chargers bei ihrem 30:13 Sieg über die Redskins.
Aus dem Dreikampf in der AFC West wurde ein Zweikampf zwischen den Chiefs und den Chargers. Den werden die beiden dann nächsten Samstag austragen.

Die Titans verloren 7:12 in Arizona, und damit auch den Spitzenplatz in der AFC South, da die Jaguars gegen die Seahawks gewannen.
Hier heißt es jetzt Jacksonville 9-4 (und damit sind sie ab jetzt echt ernst zu nehmen) und 8-5 Titans. Die bleiben aber auf einem Wild Card Platz.

Der Lazarettreport
Jets: Quarterback Josh McCown, linke Hand gebrochen.

Houston Texans: Quarterback Tom Savage, Gehirnerschütterung
Offensive Tackle Kendall Lamm, Gehirnerschütterung

Buffalo Bills: Quarterback Nathan Peterman, Gehirnerschütterung

Tennessee Titans: Quarterback Marcus Mariota, Knie, spielte aber weiter

Tampa Bay Buccaneers: defensive Tackle Gerald McCoy, Schulter und Bizeps

Seattle Seahawks: Die Linebacker Bobby Wagner (Oberschenkel) und K.J. Wright (Gehirnerschütterung)

Oakland Raiders: Wide Receiver Amari Cooper, Knöchel
Defensive End Mario Edwards Jr., Knöchel
Tight End Clive Walford, Gehirnerschütterung

Los Angeles Rams: Cornerback Kayvon Webster, gerissene Achillessehne
Rams Corner Trumaine Johnson, Gehirnerschütterung

Washington Redskins: Running Back Byron Marshall, Oberschenkel
Running Back Samaje Perine (Bauch) und offensive Tackle Trent Williams (Knie)

Steelers: Tight End Vance McDonald, Schulter

Green Bay Packers: Cornerback Davon House, Rücken

New York Giants: Safety Landon Collins (Knöchel)

Cincinnati Bengals: defensive End Carlos Dunlap, Brust

Tennessee Titans: Tackle Taylor Lewan, unterer Rücken

Denver Broncos: Safety Justin Simmons, Knöchel

Die New England Patriots gaben bekannt, daß Defensive Lineman Trey Flowers, Defensive Back Brandon King und Running Back Mike Gillislee heute gegen Miami nicht spielen können.

Samstag, 9. Dezember 2017

Kurzberichte
payton-sean2Auf Saints Head Coach Sean Payton (Bild) könnte eine Geldstrafe zukommen.
Die Liga untersucht das Verhalten Paytons gegen Ende des Spiels in Atlanta. Da lief der Head Coach auf den Platz und schrie einen Schiedsrichter an. Payton hatte versucht, eine Auszeit zu nehmen, doch niemand hatte auf seine Rufe reagiert.
„Ich hatte eine Auszeit verlangt,“ sagte Payton nach dem Spiel zur Presse. „Der Schiedsrichter fragte mich noch mal und ich sagte, daß ich doch schon ein Timeout verlangt hätte. Das habe ich ihm zugerufen. Vielleicht mit etwas mehr Lautstärke und Nachdruck, als ich es hätte tun sollen, aber ich hatte genug.“
Noch hat der Head Coach keine Zahlungsaufforderung von der Liga, aber die kann noch kommen.

Mit den Donnerstagsspiele werden die Spieler sich wohl nie anfreunden. Saints Quarterback Drew Brees macht die kurze Vorbereitungszeit auf das Spiel in Atlanta für die vielen Verletzten verantwortlich, die New Orleans zu erleiden hatte.
Brees bezeichnete diese Spiele als absolut unsicher. Diese Verletzungen wären zu 100% das Produkt des Donnerstagsspiels, meinte er. „Ist das klug, die Gesundheit und Sicherheit der Spieler zu betonen, und dann nach nur vier Tagen wieder spielen zu müssen? Nein, absolut nicht?“, wetterte er vor der Presse.
Brees reiht sich damit in die lange Liste der Spieler ein, die öffentlich gegen die Donnerstagsspiele Stimmung machen.

Die NFL hat die Verpflichtung von General Manager John Dorsey durch die Browns untersucht. Die Liga kam zu dem Ergebnis, daß der Club nicht gegen die Rooney Regel verstoßen hat.
Ein Team ist nicht verpflichtet, die Namen der Leute bekanntzugeben, mit denen sie verhandelt haben.

Browns Besitzer Jimmy Haslam hat eine klare Aufgabe für den neuen General Manager John Dorsey: „Finde einen Quarterback!“
Bis zur Draft hat der neue General Manager noch über vier Monate Zeit und bis der freie Spielermarkt öffnet noch drei Monate. Viel Zeit, um endlich einen tauglichen Quarterback zu finden, glaubt Haslam.
Zur Zeit haben die Browns DeShone Kizer, Kevin Hogan und Cody Kessler im Kader. Keinen von ihnen taugt etwas.
Dorsey hat das seltene Glück, eine Menge Platz unter der Gehaltsobergrenze vorzufinden. Die Browns sind sehr sparsam, was ihre Spielergehälter angeht. Das Ergebnis sieht man ja auf dem Platz.
OK, die sauteure Defense der Giants hat denen auch nichts genützt, Geld gewinnt wohl doch keine Spiele.
Aber es kann nicht schaden, eine Menge Dollar übrig zu haben, für die man einen Quarterback verpflichten kann, der auf dem freien Markt auftaucht.
Für einen Rookie muß man ja nicht mehr so viel hinblättern, wie früher. Und dieses Jahr sollen wieder einige gute Quarterbacks vom College abgehen.
Seit die Browns 1999 ihre Wiedergeburt erlebten, bis zum Ende der Saison 2016, haben sie 26 Starter auf der Position verschlissen. Etwas mehr Stabilität wäre da nicht schlecht.

Die Browns trennten sich von Kenny Britt. Sie setzten den Wide Receiver auf die Transferliste.
In neun Spielen für Cleveland dieses Jahr fing er 18 Pässe für 233 Yards.

Rashad Jennings hat genug.
Der zur Zeit arbeitslose Ex- Running Back der Jaguars, Raiders und Giants erklärte seine Karriere für beendet.
Der 32-jährige wird nächste Woche mit den Giants eine Pressekonferenz dazu geben, und als Mitglied dieses Teams in den Ruhestand treten.

Zur Kasse bitte
Chiefs: Cornerback Marcus Peters, $24.309 weil er die Flagge eines Schiedsrichters in die Zuschauerränge warf.
Safety Daniel Sorensen, $18.231 für einen Late Hit gegen Jets Quarterback Josh McCown.

Jaguars: Linebacker Myles Jack, $9.115 wegen Facemask.

Der Lazarettreport
Wer kann nicht spielen?
Arizona Cardinals: Running Back Adrian Peterson, Nacken
Wide Receiver John Brown (Zeh)

Cincinnati Bengals: Running Back Joe Mixon, Linebacker Vontaze Burfict und Cornerback Dre Kirkpatrick. Alle drei stecken im Gehirnerschütterungsprotokoll

Jets: Linebacker Bruce Carter (Leiste)

Carolina Panthers: Linebacker Shaq Thompson (Fuß)

Denver Broncos: Guard Ronald Leary (Back) und Quarterback Paxton Lynch (Knöchel)

Washington Redskins: Tight End Jordan Reed (Oberschenkel), Safety Montae Nicholson (Gehirnerschütterung) und Wide Receiver Maurice Harris (Gehirnerschütterung)

New York Giants: offensive Lineman Justin Pugh (Back)

Houston Texans: Wide Receiver Braxton Miller (Gehirnerschütterung), Running Back Alfred Blue (Gehirnerschütterung) und Linebacker Jelani Jenkins

Minnesota Vikings: Tackle Mike Remmers (Unterer Back)
Tight End David Morgan (Gehirnerschütterung),

Kansas City Chiefs: Center Mitch Morse (Fuß) und defensive Back Eric Murray (Knöchel)

Green Bay Packers: Cornerback Demetri Goodson (Oberschenkel)

Tennessee Titans: Linebacker Derrick Morgan (Knie)

Indianapolis Colts: Wide Receiver Donte Moncrief (Knöchel)
Center Ryan Kelly, Gehirnerschütterung

Tampa Bay Buccaneers: Cornerback Vernon Hargreaves (Oberschenkel) und die Safeties Josh Robinson (Oberschenkel) und T.J. Ward (Gehirnerschütterung)

Seattle Seahawks: Guard Oday Aboushi (Schulter)

Freitag, 8. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 14 - Der Donnerstag
ryan-matt-10New Orleans gegen Atlanta, der Kampf um die Macht in der NFC South. Drew Brees gegen Matt Ryan (Bild). Die Playoffs stehen auf dem Spiel. Kann es besser werden?
Wer hätte gedacht, daß dieses Spiel von den Verteidigungen bestimmt werden würde?
Für die Saints wurde es bereits im ersten Drive kritisch. Rookie-Sensation Running Back Alvin Kamara zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Und wie wichtig er in seiner kurzen Zeit bereits für das Team wurde, sah man, nachdem er ausgefallen war. Es war, als ob die Hälfte der Saints Offense ausgefallen wäre.
Trotzdem kam New Orleans noch zu einem Field Goal.
Die Falcons antworteten ihrerseits mit einem Field Goal.
Dann tat sich mit Punkten einige Zeit nichts mehr, bis Atlanta Viereinhalb Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit durch einen Lauf über ein Yard von Running Back Devonta Freeman den ersten Touchdown des Spiels erzielte.
Und wieder wurde darauf sofort geantwortet, durch einen 26 Yards Touchdownpass von Drew Brees auf Wide Receiver Tommylee Lewis.
10:10 zur Halbzeit. Dabei hatte Matt Ryan Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts den ersten seiner drei Interceptions geworfen. Vier Sekunden waren für die Saints noch auf der Uhr. Sie standen an der 29 der Falcons. Kicker Will Lutz traf zwischen die Torstangen, doch Guard Josh LeRibeus hatte sich zu früh bewegt. Strafe gegen die Saints und die Schiedsrichter erklärten die erste Halbzeit für beendet.
Es blieb spannend, alleine schon durch die beiden weiteren Interceptions, die sich Ryan im weiteren Spielverlauf leistete. In drei aufeinanderfolgenden Angriffsserien warf er den Ball zum Gegner. Wobei, einmal war es sein Tight End Austin Hooper, der den Ball schon fast sicher in den Händen hatte und den er dann doch irgendwie Cornerback Chris Banjo „abgab“.
Doch der wichtigste Fehlpass kam erst knapp vor Ende.
New Orleans 17, Atlanta 20. 3:49 Minuten auf der Uhr.
Die Saints marschierten von der eigenen 20 bis an die 11 Atlantas. An der der Falcons 24 hatten sie einen vierten und eins ausgespielt. 90 Sekunden vor Schluß warf Brees in die Endzone in Richtung Tight End Josh Hill. Doch Linebacker Deion Jones fing den Ball ab.
Und wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, kommt mal wieder etwas neues.
Die Saints hatten noch genug Auszeiten übrig, um etwa 20 Sekunden vor Spielende noch mal an den Ball zu kommen, wenn sie Atlanta keinen neuen ersten Versuch erlaubt hätten.
Doch dieses Mal war es Saints Head Coach Sean Payton, der seinem Team schadete. Nachdem es ihm nicht gelungen war, einen Schiedsrichter auf ein Timeout aufmerksam zu machen, das er haben wollte, lief Payton auf den Platz und rief etwas in Richtung eines Offiziellen. Der warf eine Flagge. 15 Yards Strafe gegen die Bank wegen unsportlichen Verhaltens. First Down Falcons. Zweimal abknien. Spiel, Sieg und Jubel.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Drew Brees: 26 von 35 für 271 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Matt Ryan: 15 von 27 für 221 Yards, 1 Touchdown, 3 Interceptions.
Die Saints hatten die Verletzungsseuche. Die Defensive Ends Trey Hendrickson und David Onyemata, Linebacker A.J. Klein und Safety Kenny Vaccaro fielen nacheinander aus. Das nutzen die Falcons natürlich.
New Orleans hat zwar mit 9-4 Siegen immer noch Platz eins in der Division inne, aber die Panthers lauern mit 8-4 hinter ihnen. Atlanta kam auf 8-5 heran.
Noch können die Saints die Playoffs ganz vergeigen.

Kurzberichte
Die Vikings haben sich einen guten Plan für ihre Defense ausgedacht. Im Spiel in Carolina wollen sie Quarterback Cam Newton behandeln, wie einen Running Back.
Das heißt, daß sie kompromißlos auf ihn losgehen werden, wenn er auch nur den Anschein macht, als ob er mit dem Ball loslaufen will. Immerhin ist der Quarterback der beste „Running Back“ der Panthers.
Letztes Jahr hatte das schon ganz gut funktioniert. Da sackten die Vikings Newton acht mal und erlaubten ihm nur 26 Laufyards.

Bills Defensive Back Tre’Davious White ist nicht damit einverstanden, daß Patriots Tight End Rob Gronkowski nur für ein Spiel suspendiert wurde. Besonders gemessen daran, daß auch Steelers Wide Receiver JuJu Smith-Schuster für ein Spiel suspendiert wurde, wäre das nicht gerecht.
Daß der Gronk für seinen absichtlichen Angriff nur ein Spiel aussetzen muß, nannte White einen Witz. Und eine Entschuldigung hätte er von Gronkowski auch nicht erhalten, obwohl der Tight End dies behauptet.
Patriots Head Coach Bill Belichick hat sich nach dem Spiel persönlich bei Bills Head Coach Sean McDermott für seinen Spieler entschuldigt.

Bengals Safety George Iloka ist in Rage: „Was machen wir denn?“ fragte er. „Spielen wir Football oder Flag Football?“
Er ist gar nicht erfreut darüber, daß er eine Strafe über $36.464,50 dafür bekommen hat, daß er seinen Job gemacht hat.
OK meinte er, daß die Strafe von einem Spiel Sperre auf eine Geldzahlung reduziert wäre, wäre zwar ganz gut, aber dafür, daß er nur getan hat, was er als Safety zu tun hatte, als Steelers Wide Receiver Antonio Brown einen Ball in der Endzone fing, wäre auch das nicht angemessen.
„Denn wir spielen doch Football,oder“? Fragte er die Reporter, die ihn umstanden.
Auch zu dem Hit von JuJu Smith-Schuster hatte Iloka ein Meinung. Für ihn war der Angriff völlig in Ordnung. JuJu Smith-Schuster hätte seine Attacke gegen Vontaze Burfict mit der Schulter angefangen, und dann wären die Helme aufeinandergestoßen. Daß der Wide Receiver dann aber noch über Burfict stehen blieb, und ihm ein paar Worte entgegenschleuderte, das fand Iloka auch nicht gut.

Also jetzt doch. Zunächst hieß es, daß Steelers Linebacker Ryan Shazier nicht operiert werden müßte, und am Donnerstag wurde er dann doch operiert.
Shazier hatte mit dem Helm voran Bengals Wide Receiver Josh Malone im Rücken angegriffen. Der Hit war völlig legal und Malone ist auch nichts passiert. Doch Shazier zog sich dabei eine Wirbelsäulenverletzung zu.
Am Donnerstag wurde seine Wirbelsäule in einer Operation stabilisiert.

Die Browns misten aus, aber nur halbherzig.
Gestern wurde der Vizepräsident Sashi Brown gefeuert. Er war für die Kaderzusammenstellung zuständig und hat es geschafft, 2016 Carson Wentz und Jared Goff nicht zu verpflichten, und 2017 Deshaun Watson zu den Texans gehen zu lassen.
Sofort wurde ein Nachfolger Browns verpflichtet, Ex-Chiefs General Manager John Dorsey.
Man kann natürlich darüber spekulieren, wie es den Quarterbacks, die Brown in den Drafts zu anderen Teams hat gehen lassen, in Cleveland ergangen wäre, aber besser als das, was Brown verpflichtete, wären sie wohl gewesen.
Nach einem Sieg in zwei Saisons und 27 Niederlagen, wobei ja noch vier Siege in dieser Saison folgen können (kleiner Scherz), darf Head Coach Hue Jackson weitermachen. Er mußte halt mit dem Murks an Spielermaterial auskommen, das ihm zu Verfügung gestellt wurde. Deshalb will Teambesitzer Jimmy Haslam ihn noch behalten. Zumindest 2018.
Noch droht den Browns Ungemach. Sie sollen bei der Verpflichtung von Dorsey gegen die Rooney Regel verstoßen haben. Nach dieser Regel müssen sie, bevor sie einen neuen General Manager oder Head Coach verpflichten, der weißer Hautfarbe ist, zumindest als Alibi zuerst so tun, als würden sie einen Farbigen verpflichten wollen, und mit ihm ein Einstellungsgespräch führen. Das haben die Browns anscheinend nicht getan. Doch Haslam sagte, daß er sehr wohl zuerst mit einem farbigen Kandidaten gesprochen hätte. Mit wem, das wollte er nicht sagen.
Die NFL kann die Sache untersuchen. Sollte Haslam die Regel mißachtet haben, drohen dem Team Strafen, bis hin zur Streichung von Draftpicks.

Jets Offensive Coordinator John Morton möchte Josh McCown behalten.
Der Quarterback hat nur einen Vertrag für die Saison 2017, aber Morton hat gefallen, was er bisher geleistet hat.
Und tatsächlich liefert der 38-jährige seine wohl beste Saison ab. In den Quarterback Statistiken findet man ihn in der oberen Hälfte.
Und mit 18 Touchdowns, 261 vollständigen Pässen und 2.880 Yards hat er persönliche Bestmarken aufgestellt.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Die Hitparade der Hits
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Kaum gab es mal wieder wunderbare Hits in einem Spiel, die einen vor Begeisterung vom Sitz rissen, legt die Bedenkenträgerindustrie los.
Die wunderbaren Hits gab es von Steelers Wide Receiver JuJu Smith-Schuster (Bild) und Bengals Safety George Iloka. Einen ekelhaften Hit gab es von Patriots Tight End Rob Gronkowski.
Eine große Tageszeitung in den USA forderte die Schiedsrichter auf endlich durchzugreifen, um das Chaos auf dem Platz einzudämmen. Diese Akte der brutalen Gewalt, die das Spiel der NFL besudeln und ihre Mitwirkenden gefährdet, müßten von den Schiedsrichtern von vornherein verhindert werden.
Am Sonntag hätten sie z.B. nicht Patriots Tight End Rob Gronkowski vom Platz gestellt, der absichtlich versuchte, einen wehrlosen Gegenspieler zu verletzen. Und da liegt die Zeitung richtig. Eine solch abartige und widerliche Art, mit einem am Boden liegenden Gegner umzugehen, gehört auf der Stelle mit einem Platzverweis geahndet.
Etwas anders liegt es bei den beiden Szenen im Monday Night Football Spiel. Hier wurden Attacken aus dem Spielverlauf heraus geführt. Die gilt es, anders zu bewerten.
Troy Vincent, der Chef der Footballangelegenheiten der NFL und ehemaliger Pro Bowl Defensive Back, sagte, das man nicht im Geschäft der Spielerverbannung wäre. Man müsse schon mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Zunächst würde gelten: „Lasst die Spieler spielen.“
Guter Vorsatz. Der gilt natürlich nicht, wenn ein Spielzug offensichtlich Zuende ist, wie im Fall von Gronkowski. Hier war der Platzverweis dringend geboten.
Der Gronk wurde zwar für ein Spiel suspendiert, aber ein Platzverweis wäre auch nötig gewesen. Sein Opfer, Bills Cornerback Tre’Davious White, wird mit einer bei der hinterhältigen Attacke erlittenen Gehirnerschütterung sehr wahrscheinlich mehr Spielzüge verpassen, als Gronkowski.
Der ehemalige Chef der Schiedsrichter, Mike Pereira, ist der Meinung, daß in diesem Fall der Platzverweis eigentlich ganz automatisch hätte erfolgen müssen.
Nach dem Monday Night Football Spiel suspendierte die Liga zwei Spieler. Allerdings hob die NFL die Sperre von Bengals Safety George Iloka am Mittwoch wieder auf. Er muß nur $36,464 Strafe zahlen für seinen sehenswerten Angriff auf Steelers Wide Receiver Antonio Brown.
Steelers Quarterback Ben Roethlisberger ist überhaupt nicht damit einverstanden, daß sein Teamkollege, Wide Receiver JuJu Smith-Schuster, dieselbe Strafe bekam, wie Rob Gronkowski. Big Ben sieht einen Unterschied, ob man einen Spieler nach einem Spielzug noch absichtlich verletzt, oder ob eine harte Attacke während eines Spielzugs erfolgt. Für ihn wurde sein Kollege ungerecht behandelt. Die Liga hat JJSS allerdings nicht nur für den Hit bestraft, sondern auch dafür, daß er noch über Burfict stehen blieb und ihn verhöhnte. Das kam gar nicht gut an.
Auch Steelers Safety Mike Mitchell hat so seine Meinung dazu: „Das ist doch kein verdammter Football“, legte er los. „Als ich sechs Jahre alt war, habe ich Charles Woodson, Rod Woodson, Sean Taylor, the Hitters, Jack Tatum zugesehen. Das war Football. Das heute ist kein Football. Du kennst die Risiken, wenn Du deinen Vertrag unterschreibst, Niemand möchte gelähmt werden, niemand möchte Kopfverletzungen, das alles ist natürlich negativ. Aber lasst uns nicht so tun, als wäre Football ein gefährliches, barbarisches Spiel.
Als ich meinen Vertrag unterschrieb, hatte ich $368 auf dem Bankkonto. Da liege ich heute weit drüber. Das verdanke ich nicht einem bösen, schmutzigen Spiel. Es ist Football. Das ist nicht anders als die Kämpfe in der UFC. Es ist ein Gefecht, ein Kontaktsport.“
Und da irrt Mitchell. Tanzen ist ein Kontaktsport. Football ist ein Kollisionssport, wie der legendäre Vince Lombardi einst sagte.
Und das soll halt immer weiter verwässert werden. Die NFL denkt jetzt ernsthaft darüber nach, die Targeting-Regeln der Collegespiele zu übernehmen. Wer da mit dem Helm voran auf einen Gegenspieler losgeht, der wird sofort automatisch vom Platz gestellt. Diese Strafe kann aber per Videobeweis angefochten werden.

Kurzberichte
Steelers Linebacker Ryan Shazier ist wieder in Pittsburgh.
Vom Krankenhaus in Cincinnati wurde er in das University of Pittsburgh Medical Center verlegt.
Wie es dem am Rücken verletzten Shazier geht, darüber herrscht Schweigen. Nur daß er keine Operation braucht, das gab Steelers General Manager Kevin Colbert bekannt.

Warren Moon, ehemaliger NFL Quarterback, wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt.
Moon, einer der wenigen schwarzen Quarterbacks, die in die Hall of Fame aufgenommen wurden, hat so seine Geschichte mit sexuellen Belästigungen. Der heute 61-jährige wurde bereits 1995 von einem Cheergirl der Minnesota Vikings deswegen angezeigt.
17 Jahre spielte Moon in der NFL, hauptsächlich für die Houston Oilers, bevor er für diese Liga nicht mehr gut genug war und sechs Jahre in der CFL sein Gnadenbrot verdiente.
Bis vor Kurzem arbeitete er als Analyst der Seattle Seahawks bei Radioübertragungen. Nachdem er nun erneut angezeigt wurde, bat er um seine Freistellung dort. Der Club kam seinem Wunsch nach.
In der NFL gehörte Warren Moon zu den Interception-Königen. Seinen 291 Touchdownpässen stehen satte 233 Interceptions entgegen.
Mir war nie klar, wieso er 2005 in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Roger Goodell hat seine Vertragsverlängerung unterschrieben.
Fünf weitere Jahre bleibt er damit der Vorsitzende der NFL. In dieser Zeit kann er mit allen Sonderzuwendungen bis zu $200 Millionen verdienen.
Dafür muß ein armer Quarterback dann doch noch viel länger arbeiten.
Wieviel Geld der Commissioner momentan verdient, das weiß man nicht so genau. Zuletzt wurde sein Gehalt 2015 veröffentlicht, und da bekam er $31,7 Millionen. Weniger dürfte es heute auf keinen Fall sein.
Goodells aktueller Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2019. Danach beginnen dann die weiteren fünf Jahre.

Die Buschbrände rund um Los Angeles haben Einfluß auf die Rams und die Eagles.
Die Rams mußten ihr Training auf ihrem Gelände in Thousand Oaks am Mittwoch absagen.
Die Eagles halten sich momentan etwa 80 Meilen von den Feuern entfernt auf, beobachten die Situation aber natürlich mit Adleraugen.
Die Brände sind bis auf 20 Meilen an das Los Angeles Memorial Stadium herangekommen. Noch aber hat die NFL nicht entschieden, ob das Spiel der beiden Teams am Sonntag dort stattfinden kann.

Die Chiefs suspendierten Marcus Peters für das Spiel gegen die Raiders.
Der Cornerback hob im Spiel gegen die Jets eine Schiedsrichterflagge auf und feuerte sie in die Zuschauerränge.

Die besten Spieler der Woche 13
AFC

OFFENSE: QB JOSH MC COWN, NEW YORK JETS
26 von 36 Pässe für 331 Passyards, 1 Touchdown und 2 weitere Lauf Touchdowns.

DEFENSE: S ERIC WEDDLE, BALTIMORE RAVENS
1 Sack und 1 Interceptionreturn über 45 Yards

SPECIAL TEAMS: K CHRIS BOSWELL, PITTSBURGH STEELERS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: QB RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS
20 von 31 Pässe für 227 Yards, 3 Touchdowns.

DEFENSE: DE DEAN LOWRY, GREEN BAY PACKERS
Er trug einen eroberten Fumble über 62 Yards zum Touchdown zurück.

SPECIAL TEAMS: K ROBBIE GOULD, SAN FRANCISCO 49ERS
5 von 5 Field Goals

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Kurzberichte
tomlin-mikeDas war zu erwarten. Die Hits, die uns Fans vor Begeisterung aus den Sitzen gerissen haben, fand die NFL übertrieben.
Oh NFL, wie haste dir verändert!
Drei Szenen machten das Monday Night Football Spiel zwischen den Steelers und den Bengals zu einem Spiel, an das man sich erinnert. Ohne diese Szenen hätte man die ansonsten öde Angelegenheit heute schon wieder vergessen.
Steelers Head Coach Mike Tomlin (Bild) hatte nichts gegen den hohen körperlichen Einsatz von Rookie Wide Receiver JuJu Smith-Schuster gegen Bengals Linebacker Vontaze Burfict. Was Tomlin sauer aufstieß war, daß sein Receiver noch über dem verletzt am Boden liegenden Burfict stehen blieb und ihn verhöhnte.
Die zweite Szene, in der Bengals Linebacker George Iloka Wide Receiver Antonio Brown in der Endzone versuchte vom Ball zu trennen, gefiel auch nur uns Fans, nicht aber der NFL. Smith-Schuster und Iloka wurden beide für ein Spiel suspendiert.
Mann NFL, wie haste dir verändert!
Die Hits waren Klasse, die Strafen sind Schei..be!
Früher wären diese beiden Spieler in der engeren Wahl zum Spieler der Woche gelandet.
Die dritte Szene war die, in der Linebacker Jordan Evans und Cornerback William Jackson den Weg für Steelers Running Back Le'Veon Bell freimachten. Hier war es tatsächlich so, daß Jackson, der einen Schritt rückwärts machte, als Bell an ihm vorbeilief, dachte, daß der Running Back im Aus war. Um eine Strafe wegen eines Late Hits zu vermeiden, machte er Bell Platz, wie zu vermuten war, und wie Jackson nach dem Spiel im Interview sagte.

Abgelehnt!
So der Spruch der NFL, gegen den Einspruch von Rob Gronkowski. Und das war zu erwarten.
Der Tight End der Patriots hatte gegen seine Suspendierung für ein Spiel Einspruch eingelegt. Doch die NFL entschied gegen den Gronk, der einem am Boden liegenden Verteidiger der Bills brutal die Schulter in den Rücken gerammt und absichtlich versucht hatte, ihn zu verletzen.

Das Feuer unter dem Sitz von Giants Head Coach Ben McAdoo hat also endlich Betriebstemperatur erreicht, und zur Entlassung des Trainers geführt.
Wer ist der nächste?
Kann man auch Broncos Head Coach Vance Joseph zu den Kandidaten zählen?
Also zunächst ist wohl Clevelands Hue Jackson dran. Zwei Jahre führt er die Browns mittlerweile und in diesen zwei Jahren hat er bisher einen Sieg eingefahren. Seine Bilanz bis heute: 1-27 Siege. Das dürfte dann doch etwas wenig sein. Selbst wenn man bedenkt, daß die für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlichen Mist gebaut haben, hat man vom Head Coach bestimmt ein klein wenig mehr erwartet.
In Denver hört man, daß die Spieler sich und die Saison aufgegeben haben.
Hier aber, wie auch in Cleveland, hat der Mann Mist gebaut, der die Mannschaft zusammengestellt hat. Und wenn der, also John Elway, seinem Head Coach keinen NFL-tauglichen Quarterback besorgt hat, dann trifft Joseph ganz bestimmt keine Alleinschuld.
Joseph bestreitet, daß seine Spieler aufgegeben haben.
Aber mal ganz ehrlich, ja... wenn eine Defense, die man zu den besten der Liga zählt, gegen die Dolphins 35 Punkte erlaubt... die DOLPHINS... dann sieht das doch nach aufgeben aus.
Also sitzt Joseph sehr wahrscheinlich auf einem Stuhl, unter dem zumindest das Holz schon mal gestapelt wird.

Ron Meyer, ehemaliger Head Coach der Indianapolis Colts von 1986-91, verstarb im Alter von 76 Jahren eines natürlichen Todes.
1987 führte er die Colts in die Playoffs.
Mitten in der Saison 1991 wurde er gefeuert, nach einem 0-5 Start. Insgesamt lautet seine Bilanz in Indianapolis 36-35.

Der Lazarettreport
Steelers: Linebacker Ryan Shazier muß mit seiner Rückenverletzung noch im Krankenhaus bleiben. Er muß noch einige Tests über sich ergehen lassen.

Bills: Defensive End Shaq Lawson (Knöchel) und Wide Receiver Jordan Matthews (Knie) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Bears: Offensive Lineman Kyle Long wurde mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Falcons: Guard Andy Levitre wird mit einer Bizepsverletzung das Donnerstagsspiel gegen New Orleans verpassen.

Texans: Wide Receiver Bruce Ellington und Tight End CJ Fiedorowicz wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Broncos: Defensive End Derek Wolfe wurde mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Panthers: Linebacker Spencer Paysinger wurde als Ersatz für Linebacker Jarred Norris verpflichtet, der mit einer Wadenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt wurde.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 13 - Der Montag
bell-leveonEinen herzlichen Dank an zwei Teams, die, zumindest in ein paar Szenen, uns Fans den Glauben an diesen Sport zurückgaben.
Von Anfang...
Zunächst sahen die Steelers sich mal in aller Seelenruhe an, was die Bengals denn so drauf haben. Und Cincinnati nutzte den Freiraum, den Pittsburgh ihnen bot. Ohne viel Gegenwehr kamen sie zu einer 17:0 Führung.
Erst im letzten Ballbesitz, 31 Sekunden vor der Pause, kamen die Steelers wenigstens mal in Field Goal Reichweite. Und Kicker Chris Boswell traf aus 30 Yards. Nur noch 17:3 für die Bengals.
Im zweiten Durchgang spielte Pittsburgh dann auch mit. Nachdem die Bengals in deren ersten Ballbesitz gestoppt wurden, führte Quarterback Ben Roethlisberger seine Offense in die Endzone. Ein Touchdownpass über 35 Yards zu Le'Veon Bell (Bild) verkürzte Cincinnatis Führung auf 17:10. Ein kurioser Touchdown, denn zwei Verteidiger der Bengals freuten sich darüber, die besten Plätze im Stadion zu haben, um sich Bells Lauf in die Endzone anzusehen. Linebacker Jordan Evans und Cornerback William Jackson hätten eine Chance gehabt, Bell zu stoppen, der zwischen ihnen und der Auslinie vorbeilief. Während Evans Bell wenigstens noch ein kleines Schubserchen mitgab, machte Jackson sogar einen Schritt rückwärts, um Bell nicht im Weg zu stehen. Beide Verteidiger dachten wohl, daß der Running Back mit einem Fuß im Aus hätte gewesen sein können. War er aber nicht.
Danach kamen die Bengals durch ein Field Goal aus 41 Yards zum 20:10, doch es war noch viel Zeit auf der Uhr.
Nach fünf Minuten im letzten Viertel verkürzte Steelers Kicker Boswell aus 37 Yards auf 20:13. Und die Steelers hatten noch acht Minuten Zeit. Und die nutzten sie. Und jetzt gab es dann auch zwei Szenen, die einen vom Sitz rissen.
Zuerst bekam Vontaze Burfict zu spüren, wie es ist, wenn jemand absichtlich verletzt wird. Der Linebacker der Bengals gehört ja zu den schmutzigsten Spielern, die es jemals in der NFL gab. Er teilt gerne aus, doch dieses Mal erwischte es ihn. Der eher schmächtige Rookie Wide Receiver JuJu Smith-Schuster scheppte Burfict einen ein, daß es nur so krachte. Der Wide Receiver machte den Weg für Running Back Le'Veon Bell frei. Eine wunderbare Szene, die einem das Gefühl gab, mal wieder echten, ehrlichen, harten Football zu sehen. Natürlich redete Analyst John Gruden davon, das der Hit illegal war, daß der Wide Receiver vom Platz gestellt werden müßte, daß er auf jeden Fall von der Liga bestraft gehört, doch all dieses blöde Gerede konnte einem diesen tollen Hit nicht madig machen.
Burfict mußte verletzt vom Platz gefahren werden.
Die 15 Yards Strafe gegen Pittsburgh konnte das Team nicht stoppen. Sie kamen an Cincis sechs und Ben Roethlisberger paßte in die Endzone zu Wide Receiver Antonio Brown. Als er den Ball fing, bekam er von Safety George Ilonka einen verpaßt, daß es nur so schepperte. Auch dies eine wunderbare Szene, die früher ganz normal und Gang und Gäbe war, heute aber bestraft wird. Und wieder verlangte Gruden eine Strafe durch die Liga, die bestimmt auch kommen wird.
Zwei tolle Szenen, die Erinnerungen an früher weckten, an die Zeit, als solche harten Angriffe noch legal waren und dazu gehörten.
Anders als die Attacke von Rob Gronkowski am Sonntag, über die in den Kurzberichten noch die Rede sein wird.
Wie auch immer... 20:20.
Die Bengals mußten erneut punten, nachdem sie von der eigenen 12 bloß bis an die 17 gekommen waren.
Die Steelers hatten noch 2:42 Minuten Zeit, die sie nutzten.
Als die Uhr auf Null sprang schoß Kicker Boswell den Ball aus 38 Yards zum 23:20 Sieg der Steelers durch die Stangen.
Damit eroberte Pittsburgh den ersten Platz in der AFC zurück, vor den Patriots, die auch 10-2 Siege haben.
Cincinnati fiel auf 5-6, ist aber immer noch im Playoffrennen.
Leider gab es einige Verletzungen, darunter eine sehr schwere. Steelers Linebacker Ryan Shazier mußte mit einer Rückenverletzung ins Krankenhaus gefahren werden. Als er vom Platz gefahren wurde, konnte er die Arme bewegen, bewegte aber seine Beine nicht.
Er hatte Wide Receiver Josh Malone getackelt und verletzte sich dabei.
Bengals Linebacker Vontaze Burfict mußte nach dem Angriff von Smith-Schuster mit einer Kopfverletzung vom Platz gefahren werden. Doch er sprang kurz darauf vom Bahrenwagen und lief in die Kabine.

Kurzberichte
Für seinen späten illegalen, brutalen Angriff auf den bereits am Boden, außerhalb des Feldes, liegenden Bills Cornerback TreDivious White, wurde Patriots Tight End Rob Gronkowski für ein Spiel suspendiert.
Der Gronk kündigte an, gegen die Sperre vorgehen zu wollen.

Ravens Cornerback Jimmy Smith wurde für vier Spiele suspendiert.
Er hat verbotene Mittel eingenommen.

Bei den Winzlingen, ehemals Giants genannt, herrscht das pure Chaos.
John Mara, Mitbesitzer des Teams, ließ es zu, daß Head Coach Ben McAdoo, der das Team zu einer 2-10 Saison führte, Quarterback Eli Manning nach 210 Starts in Folge auf die Bank setzte. McAdoo erzählte der Presse nachher voller Arroganz, daß er mit seiner Entscheidung im Reinen wäre. Rückendeckung hatte der erfolglose Head Coach ja nicht nur von Mara, sondern auch von General Manager Jerry Reese. Der hatte ein Team zusammengestellt, das das Laufspiel völlig vernachlässigte.
Gestern, nach der Demütigung des zweimaligen Super Bowl MVP Quarterbacks, zog Mara endlich die Reißleine und feuerte McAdoo und Reese. Es wäre Blödsinn, diese Entscheidung noch länger hinauszuschieben, meinte er.
Zu spät... viel zu spät... Für Eli Manning genau ein Spiel zu spät, denn er soll nächsten Sonntag wieder starten.
Mara sagte, daß er fühle, daß die Giants komplett umgekrempelt werden müßten.
Mara beugt sich wohl dem Druck der Fans und Spieler. Werbetafeln im Raum New York zeigen Schriftzüge, wie: „Big Blue, Shame on You“
Flugzeuge mit Bannern fliegen über New York, die auf die Schande der Giants hinweisen.
Eine Gruppe ehemaliger Spieler hatte angekündigt, beim nächsten Heimspiel an den Spielfeldrand zu kommen und Eli Mannings Nr. 10 zu tragen. 
Mit all dem hatte Mara nicht gerechnet. Das war wohl zu viel für ihn.
Und zugegeben, McAdoo führte die Giants 2016 zu 11-5 Siegen und in die Playoffs. Dennoch hätte er früher gefeuert werden müssen.
Na ja, es war schon echt Blödsinn, was sich da getan hat.

Keenan Allen hat NFL Geschichte geschrieben.
Der Wide Receiver der Chargers wurde am Sonntag gegen die Browns der erste Spieler, der in drei Spielen in Folge wenigstens 10 Pässe für 100 Yards und 1 Touchdown fing.
Keenan Allen... nicht Jerry Rice, Randy Moss, oder andere Wide Receiver Größen... Keenan Allen.

Montag, 4. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 13 - Der Sonntag
Die Playoffkandidaten:
NFC

keenum-case-vikings1. Minnesota Vikings (10-2): NFC North

2. Philadelphia Eagles (10-2): NFC East

3. Los Angeles Rams (9-3): NFC West

4. New Orleans Saints (9-3): NFC South

5. Seattle Seahawks (8-4): Wild Card Nr. 1.

6. Carolina Panthers (8-4): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Atlanta Falcons (7-5), Detroit Lions (6-6), Dallas Cowboys (6-6), Green Bay Packers (6-6), Arizona Cardinals (5-7), Washington Redskins (5-7)

AFC
1. New England Patriots (10-2): AFC East

2. Pittsburgh Steelers (9-2): AFC North

3. Tennessee Titans (8-4): AFC South

4. Kansas City Chiefs (6-6): AFC West

5. Jacksonville Jaguars (8-4): Wild Card Nr. 1.

6. Baltimore Ravens (7-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Buffalo Bills (6-6), Los Angeles Chargers (6-6), Oakland Raiders (6-6), Cincinnati Bengals (5-6)

Fangen wir mit der NFC an, denn dort gab es eine Wachablösung. Die beiden Spitzenteams lieferten miese Spiele ab, aber Minnesota konnte Seins gegen die Falcons mit 14:9 gewinnen. Damit kamen die Vikings auf 10-2 Siege und zogen an Philadelphia vorbei.
Im Kampf der Raubvögel in Seattle zerrupften die Seahawks die Eagles mit 24:10 und Seattle verbesserte sich durch diesen Sieg auf 8-4 und überholte die Panthers im Rennen um die Wild Card Plätze.
Die Eagles fielen auf 10-2 und wurden als Nr. 1 Team der NFC von den Vikings abgelöst. Minnesota ist eine durch und durch ausgeglichene Mannschaft, die Kurs nimmt auf ein Heimspiel im Super Bowl.
Die Falcons stürzten auf 7-5 ab und fielen aus den Wild Card Rängen.

In New Orleans bewiesen die Saints, daß sie eine Ausgewogenheit gefunden haben, die man so bei ihnen nicht kannte. Die Offense gehört zum Besten, was die NFL zu bieten hat, muß aber nicht mehr den Punkten hinterherlaufen, die die Defense aufgibt. Die Verteidigung hat sich stark verbessert und spielt nicht mehr den Prügelknaben für die Gegner, sondern teilt selber kräftig aus.
Das bekamen die Panthers zu spüren.
Die Saints Offense läuft und läuft und läuft, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Rookie Running Back Sensation Alvin Kamara erzielte mit 9 Läufen 60 Yards und 2 Touchdowns. Er landete allerdings hinter Mark Ingram, der mit 14 Läufen auf 85 Yards und 1 Touchdown kam.
Damit nicht genug, kann dieses doppelköpfige Monster auch noch Pässe fangen. Ein Running Back, der Pässe fangen kann, in einem Team ist schon Gold wert, aber zwei... unbezahlbar.
Ingram fing 6 Pässe für 37 Yards und Kamara 5 für 66.
Damit hatte Quarterback Drew Brees wertvolle Helfer, die ihm das Leben erleichtern. Die Offense der Saints ist nicht mehr nur von ihm abhängig. Trotzdem brachte er es auf eine Bilanz von 25 aus 34 für 269 Yards und 1 Touchdown.
Panthers Quarterback Cam Newton hatte keine Unterstützung durch das Laufspiel. Er war mal wieder das Laufspiel. Sechs Läufe für 51 Yards machten ihn zum besten Running Back seines Teams.
Ohne die Unterstützung, die Drew Brees hatte, hätte Newton als Quarterback auftrumpfen müssen, was er aber nicht konnte, wie seine Bilanz zeigt: 17 von 27 für magere 183 Yards und 2 Touchdowns.
Dazu kamen zwei Ballverluste der Panthers in Puntsituationen, die die Saints zu ihrem Vorteil nutzten, und fertig war Carolinas 21:31 Niederlage.
New Orleans steht dadurch jetzt mit 9-3 alleine auf Platz 1 der NFC South. Die Panthers fielen auf 8-4, behaupteten aber ihren Wild Card Platz.

Die Rams gewannen wie erwartet in Arizona. Mit diesem 32:16 Erfolg gegen den Divisionsrivalen behaupteten sie mit 9-3 den Spitzenplatz in der NFC West gegen die Seahawks.

In der AFC geht es drunter und drüber.
Die Ravens fertigten die Lions mit 44:20 ab und behaupteten ihren Wild Card Platz.
Lions Quarterback Matthew Stafford verletzte sich in der zweiten Halbzeit an der Wurfhand und könnte ein paar Spiele verpassen. Mit 6-6 Siegen liefert sich Detroit ein Kopf an Kopf Rennen mit den Cowboys und Packers, die auch 6-6 Siege haben. Doch alle drei Teams haben harte Konkurrenten vor sich, die schwer zu knacken sein werden.
Baltimore hat 7-5 Siege und einen knappen Vorsprung vor den 6-6 Chargers, Raiders und Bills.
Wo wir gerade bei 6-6 sind, die ganze AFC West hat 6-6 bis auf die 3-9 Broncos. Damit ist die AFC West die schlechteste Division der NFL.
Los Angeles und Oakland hatten „Freispiele“. Allerdings taten beide Teams sich gegen die Lachschlager schwer, mit denen sie es zu tun hatten. Die Chargers kamen nur zu einem knappen 19:10 gegen die Browns und die Raiders nur zu einem 24:17 gegen die Giants. Das zeigt, wie schwach die Teams dieser Gruppe sind.
Und die Chiefs?
Tja, die lieferten sich gegen die Jets in New Jersey das Spiel des Tages. Das hätte im Vorfeld wohl kaum einer so erwartet.
Es war ein wildes, ja fast ein wahnsinniges Spiel. Schon nach dem ersten Viertel stand es 14:14, nachdem die Chiefs schon 14:0 geführt hatten.
Chiefs Head Coach Andy Reid hatte die Verantwortung für die offensiven Spielzüge an Offensive Coordinator Matt Nagy ab.
Mit 21:17 für die Jets ging es in die Halbzeit. Nach dem dritten Viertel führten die Jets 27:24.
Das letzte Viertel und die letzten Minuten waren nichts für schwache Nerven. Neun Minuten vor Spielende gingen die Chiefs mit 31:30 in Führung.
Kurz darauf trafen die Jets einen Field Goal Versuch aus 21 Yards. Doch eine Strafe gegen die Chiefs brachte die Jets näher an die Endzone und sie akzeptierten die Strafe.
Bei einem 3. und 4 an Kansas Citys vier warf Jets Quarterback Josh McCown einen Pass ins leere, aber wieder lag eine Strafe gegen die Chiefs vor.
Nach einem 3. und 1 kamen die Jets dann durch einen Lauf von McCown in die Endzone. Die 36:31 Führung.
Ein Zweipunkteversuch mußte her.
McCown wird bis an die 25 zurückgejagt. Er wirft den Ball über die Endzone hinaus.
Na... erraten?
Genau... Strafe gegen die Chiefs!
Chiefs Cornerback Marcus Peters hob die Flagge auf, die die Strafe anzeigte und feuerte sie in die Zuschauerränge. Platzverweis... dachte Peters wohl und ging in die Kabine. Doch die Schiedsrichter hatten nichts in der Art entschieden.
Der Versuch wird wiederholt und dieses Mal klappt es, 38:31.
Doch Chiefs Quarterback Alex Smith, der einen seiner besseren Tage hatte, führte sein Team noch bis an die 19 der Jets. Da allerdings kommt es zu einem 4. und 6, bei dem Smith einen Pass ins absolute Nichts abfeuert.
Die Jets retten den Sieg über die Zeit, und machen die Chiefs zu einem 6-6 Team, das nach seinem 5-0 Start in die Saison nur noch ein einziges Spiel gewinnen konnten.
Allerdings bleiben die Chiefs die Nr. 1 der AFC West, auch wenn es drei Teams mit 6-6 Siegen gibt. Doch ein weiterer Ausrutscher von Kansas City und die Chargers oder Raiders, oder beide, ziehen an ihnen vorbei.
Dabei gab Alex Smith alles: 19 von 33 für 366 Yards, 4 Touchdowns, und mal 0 Interceptions.
Ohne Unterstützung durch das Laufspiel wurde er auch der beste Running Back seines Teams mit einem Lauf über 70 Yards. Der so sensationell in die Saison gestartete Rookie Running Back Kareem Hunt bringt es nicht mehr und er kam nur auf 40 Yards mit seinen neun Läufen.
Auch Josh McCown hatte kaum Unterstützung durch das Laufspiel. Seine Bilanz: 26 von 36 für 331 Yards und 1 Touchdown.
Mit 5-7 Siegen haben die Jets noch eine Hauchdünne Chance auf die Playoffs.

Die Nr. 2 der AFC fertigte die Bills mit 23:3 ab, allerdings nicht ohne Kontroversen. Patriots Quarterback Tom Brady lieferte sich ein Wortgefecht mit seinem Offensive Coordinator Josh McDaniels. Der hatte wohl nicht die richtigen Spielzüge angesagt, als ein Drive über 14 Spielzüge nicht mit dem erwarteten Touchdown endete, sondern nur mit einem Field Goal Versuch.
Bills Quarterback Tyrod Taylor mußte mit einer Knieverletzung vom Platz.
Patriots Tight End Rob Gronkowski machte einen auf Arschloch. Bills Cornerback TreDavious White lag am Boden, halb außerhalb des Feldes, nachdem er einen für Gronkowski gedachten Ball abgefangen hatte. Der Gronk nahm Anlauf und rammte seine Schulter in den Rücken Whites.
Der fällige Platzverweis blieb aus, aber Gronkowski wird in den nächsten Tagen eine Zahlungsaufforderung der Liga erhalten.
Nach dem Spiel entschuldigte der Gronk sich bei White.
Für einen Tag sind die Patriots mit 10-2 die Nr. 1 der AFC. Doch die 9-2 Steelers können diesen Platz in dieser Nacht mit einem Sieg gegen die Bengals zurückerobern.

Die Titans bleiben nach einem 24:13 Sieg über die Texans die Nr. 1 der AFC South.
Die Jaguars haben auch 8-4 Siege nach ihrem 30:10 über die Colts, bleiben aber auf Platz zwei der Gruppe und auf einem Wild Card Platz.

Der Lazarettreport
Baltimore Ravens: Cornerback Jimmy Smith, gerissene Achillessehne, Saison beendet

Chicago Bears: Linebacker Pernell McPhee und Guard Kyle Long zogen sich beide Schulterverletzungen zu.

Lions: Quarterback Matthew Stafford, Hand
Offensive Tackle Rick Wagner, Knöchel
Guard T.J. Lang, Fuß

Houston Texans: Linebacker Jelani Jenkins, Wide Receiver Braxton Miller, Tight End C.J. Fiedorowicz, alle Gehirnerschütterung
Wide Receiver Bruce Ellington, Oberschenkel

Atlanta Falcons: Guard Andy Levitre, Trizeps

Minnesota Vikings: Tight End David Morgan, Gehirnerschütterung

Miami Dolphins: Cornerback Cordrea Tankersley, Knöchel

Kansas City Chiefs: defensive Lineman Allen Bailey , Knie
Center Mitch Morse, Fuß

Buffalo Bills: defensive End Shaq Lawson, Knöchel.
Quarterback Tyrod Taylor, Knie

New England Patriots: Linebacker Kyle Van Noy, Bein

Green Bay Packers: Cornerback Damarious Randall, Gehirnerschütterung

Los Angeles Rams: Linebacker Alec Ogletree , Ellenbogen

Cleveland Browns: Safety Jabrill Peppers, Knie

Giants: offensive Lineman Chad Wheeler, Gehirnerschütterung

Eagles: Tight End Zach Ertz, Kopf

Sonntag, 3. Dezember 2017

Kurzberichte
rodgers-aaron-xx3Am Samstag hat Aaron Rodgers (Bild) zum ersten Mal seit seiner Schulterverletzung wieder trainiert.
An seinem 34. Geburtstag ließ er es sich nicht nehmen, zum Training zu kommen. Der Quarterback der Packers liegt im Zeitplan mit seiner Genesung, hat aber noch ein paar Hürden vor sich, bevor er wieder voll einsatzbereit ist.
Die Packers nutzten für ihn ihre zweite von den zwei Möglichkeiten, verletzte Spieler wieder von der Verletztenliste zu nehmen. Normalerweise ist für Spieler, die auf diese Liste gesetzt werden, die Saison beendet. Doch zwei Spieler pro Saison dürfen wieder von der Liste genommen werden. Ihre erste Möglichkeit nutzte Green Bay für Right Tackle Jason Spriggs.
Nach den Regeln darf Rodgers frühestens am 17. Dezember gegen die Panthers wieder spielen. Doch vorher wird noch untersucht, ob seine gebrochene Schulter vollständig ausgeheilt ist.
Gegen die Buccaneers heute und die sieglosen Browns nächste Woche müssen die 5-6 Packers auf jeden Fall noch ohne Rodgers auskommen. Um noch in die Playoffs zu kommen, dürfen sie sich keine Niederlage mehr leisten.

Alshon Jeffery bleibt vier weitere Jahre in Philadelphia.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über $52 Millionen, von denen $27 Millionen garantiert sind.

Die Chargers verpflichteten Kicker Travis Coons.
Nick Novak wurde mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.
Coons spielte zuletzt 2015 für die Browns. Er vergab vier von 32 Field Goal Versuchen und zwei Extrapunkte.

Samstag, 2. Dezember 2017

Kurzberichte
kuechly-luke2Die Zeit wird knapp. Viele Spiele sind es nicht mehr, um verlorenes Terrain noch aufzuholen. Da heißt es jetzt für viele Teams: Gewinn oder geh unter.
Die Panthers treten in New Orleans an. Zwei 8-3 Teams treffen aufeinander. Mit 8-3 Siegen sind beide klar auf Playoffkurs, aber Siegen ist trotzdem Pflicht.
Panthers Linebacker Luke Kuechly (Bild) weiß, wen er zu stoppen hat... Rookie Running Back Alvin Kamara, New Orleans` besten Läufer.
Kamara erzielte seinen ersten NFL Touchdown in Woche drei, als er Kuechly entwischte.
Die Saints wissen ihrerseits, wen sie zu stoppen haben... Quarterback Cam Newton, Carolinas besten Läufer.
Und mit der neuen, stark verbesserten Defense haben die Saints vielleicht sogar die Chance, das zu schaffen.
Es erwartet uns also sehr vielleicht kein offensives Feuerwerk, sonder eine dieser unerträglichen Abwehrschlachten.
Die NFL erwartet viel von dem Spiel. Sie verlegte es von 13 Uhr auf 16:25 Uhr US Westküstenzeit, wo mehr Zuschauer vor der Glotze sitzen.
Mal sehen, ob das Spiel das wert ist?

Panthers Defensive End Charles Johnson wurde für vier Spiele suspendiert.
Er hat verbotene leistungssteigernde Mittel eingenommen.

Die Cardinals verlängerten den Vertrag mit Corey Peters.
Der Defensive Tackle unterschrieb für weitere drei Jahre und $12 Millionen, von denen $7,25 garantiert sind.

Voll aufgeladen
Nach einem 0-4 Start in die Saison noch in die Playoffs kommen? Das gelingt nur ganz, ganz selten.
Doch die Liga ist dieses Jahr ganz besonders mies, und deshalb kann es sein, daß die Chargers, obwohl sie eher zu den Loserteams zu zählen sind, dieses Ziel noch erreichen können.
Die Chiefs, mit 5-0 wie der kommende Super Bowl Sieger in die Saison gestartet, haben ihren Höhenflug beendet. Denver konnte man in dieser Saison eh nichts zutrauen, da man halt nur mit der Defense eben nicht dauernd als Sieger vom Platz gehen kann. Und die Raiders spielten letztes Jahr über ihren bescheidenen Möglichkeiten, wie man dieses Jahr sieht.
Und so kommt es, daß die Chargers tatsächlich noch Chancen auf die Playoffs haben. Neu wäre das für sie nicht. Als sie noch in San Diego waren haben sie mit 8-8 Siegen mal die Division gewonnen und auch nach einem 1-3 Start erreichten sie mal das AFC Endspiel.
Doch nun sind die Los Angeles Chargers und die Kansas City Chiefs dabei, eine Kreuzblende zu vollziehen. Die Chiefs gewannen nach ihrem Superstart nur noch ein Spiel und stehen mit 6-5 da. Die Chargers verloren nur noch zwei Spiele und holten auf 5-6 auf.
Quarterback Philip Rivers führt eine ausgewogene Offense und hat bisher erst sieben Interceptions geworfen. Das ist einungewöhnlich niedriger Wert für ihn.
In der Defense terrorisieren Joey Bosa und Mark Ingram die gegnerischen Quarterbacks. 19 Sacks haben die beiden bisher erzielt.
Natürlich ist es auch der Tatsache geschuldet, daß die Chargers als letztplaziertes Team der AFC West 2016 einen leichten Spielplan haben. Und auf dem Rest des Weges wartet 2017 nur noch ein einziges Team mit einer positiven Bilanz auf sie, Kansas City in Woche 15. Das wird so eine Art Endspiel für beide Teams. Und beim Tipspiel werde ich da wohl auf die Chargers tippen.
Die Los Angeles Chargers würden erst das zweite Team, das nach dem Zusammenschluß von AFL und NFL 1970 nach einem 0-4 Start noch in die Playoffs käme.
Das andere Team?
Die San Diego Chargers, 1992.

Zur Kasse bitte
Zwei weitere Spieler der Broncos und Raiders erhielten Strafen für die wüste Schlägerei beim Spiel letzten Sonntag.
Raiders Offensive Lineman Gabe Jackson, der am Sonntag vom Platz gestellt wurde, weil er während des Tumults einen Schiedsrichter berührte, muß $30.387 zahlen. Broncos Linebacker Shane Ray muß $12.154 wegen unsportlichen Verhaltens zahlen.
Broncos: Safety Darian Stewart, $24.309 für einen unerlaubten Angriff auf Raiders Wide Receiver Amari Cooper, der das Spiel verletzt verlassen mußte.

Browns: Rookie Safety Jabrill Peppers, $24.309 für einen unerlaubten Angriff auf Bengals Wide Receiver Josh Malone.

Rams: Cornerback Blake Countess $24.309 für einen unerlaubten Angriff auf Saints Tight End Coby Fleener, der sich eine Gehirnerschütterung zuzog.

Dolphins: Cornerback Bobby McCrain, $9.115 wegen unnötiger Härte. Er wurde deshalb auch vom Platz gestellt.

Cardinals: Chandler Jones, $18.231 wegen Roughing the Passer.

Chiefs: Safety Daniel Sorensen, $18.231 wegen Roughing the Passer.

Der Lazarettreport
Packers: Ty Montgomery wurde nach einer Operation an einem Handgelenk auf die Verletztenliste gesetzt.

Dallas Cowboys: defensive Back Orlando Scandrick brach sich einige Wirbelfortsätze im Spiel gegen die Redskins. Er wird einige Wochen ausfallen.

Wer kann denn an diesem Spieltag nicht mitspielen?
Bills: Kelvin Benjamin, Knie.

Packers: Cornerback Kevin King, Schulter

Jets: Cornerback Juston Burris, Gehirnerschütterung

Atlanta Falcons: Cornerback Desmond Trufant, Gehirnerschütterung

Miami Dolphins: Running Back Damien Williams, Schulter

Chicago Bears: Linebacker Isaiah Irving, Knie

Houston Texans: Wide Receiver Will Fuller, Rippen.

Kansas City Chiefs: Linebacker Dee Ford (Rücken), defensive Back Eric Murray (Knöchel) und Running Back Charcandrick West (keine genauen Angaben)

Minnesota Vikings: Tackle Mike Remmers (Rücken)

Baltimore Ravens: Guard Jermaine Eluemunor (Schulter)

Detroit Lions: Cornerback Jamal Agnew (Knie) und Center Travis Swanson (Knie)

Los Angeles Chargers Wide Receiver Mike Williams (Knie)

Oakland Raiders: Wide Receiver Amari Cooper (Knöchel)

New York Giants: Linebacker Jonathan Casillas (Nacken/Handgelenk)

Saints: Tight End Coby Fleener (Gehirnerschütterung) und Safety Marcus Williams (Leiste)

New England Patriots: Wide Receiver Chris Hogan (Schulter) und offensive Tackle Marcus Cannon (Knöchel)

Indianapolis Colts: Center Ryan Kelly (Gehirnerschütterung)

Denver Broncos: Guard Ronald Leary (Rücken), Quarterback Paxton Lynch (Knöchel), defensive Tackle Domata Peko (Knie) und defensive End Derek Wolfe (Nacken)

Freitag, 1. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 13 - Der Donnerstag
prescott-dak2Fangen wir mit den Bilanzen der Quarterbacks an. Der eine: 26 von 37 für 251 Yards, 2 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Der andere: 11 von 22 für magere 102 Yards, 2 Touchdowns und 0 Interception.
Klar, wer da das Siegerteam anführte.
Oder?
Nein, dieses Mal nicht. Der eine, das war Kirk Cousins von den Redskins und der andere Dak Prescott (Bild) von Dallas.
Und der eine hat verloren und der andere gewonnen.
Dermaßen irreführend sind Statistiken nicht oft.
Beide Teams sind verzweifelt und beide Teams brauchten dringend einen Sieg. Beide standen vor dem Spiel bei 5-6 Siegen und mußten gewinnen, um den Anschluß an die anderen möglichen Wild Card Kandidaten nicht zu groß werden zu lassen.
Die Redskins erwischten einen hundsmiserablen Start und verschliefen fast die gesamte erste Halbzeit. Selbst ein guter Drive von der Dallas 49 bis an die 16 führte nicht zu Punkten. Cousins warf in Richtung Wide Receiver Jamison Crowder, der den Ball nicht fangen konnte. Safety Jeff Heath fischte das Ei aus der Luft. Doch der anschließende Drive der Cowboys endete mit einem Punt. Crowder fing den Ball und ließ ihn nach einem harten Hit fallen.
Wieder konnten die Cowboys keine Punkte aus diesem Mißgeschick produzieren.
Irgendwie kam aber doch eine 17:7 Halbzeitführung für sie zustande.
In der zweiten Halbzeit ließ Dallas nichts mehr anbrennen. Die Redskins konnten wieder nur sieben Punkte erzielen, Dallas kam auf 21.
Darunter war der 72. gefangene Touchdownpass von Wide Receiver Dez Bryant, der damit einen neuen Teamrekord aufstellte.
Mann des Spiels war ein Ex-Redskin, Running Back Alfred Morris. Er erzielte mit 27 Läufen 127 Yards und 1 Touchdown. Zunächste hatten die Redskins ihren Ex-Mitspieler sehr gut im Griff, doch nach und nach dominierte die O-Lind der Cowboys so, wie man es von ihr erwartet, und Morris profitierte davon. Es war das vierte Spiel ohne den suspendierten Ezekiel Elliott, und das erste, in dem das Laufspiel auch ohne ihn funktionierte.
Das Endergebnis fiel mit 38:14 dennoch etwas zu deutlich aus.
Mit 6-6 Siegen wahrten die Cowboys die winzigen Playoff-Chancen, die Redskins haben es mit 5-7 jetzt verdammt schwer.
Während des Spiels gab es einige Verletzte.
Redskins: offensive Tackle Morgan Moses, Knöchel
Wide Receiver Maurice Harris, Gehirnerschütterung.
Linebacker Josh Harvey-Clemmons, Knöchel
Cowboys: Quarterback Dak Prescott, Prellung an der Wurfhand. Er konnte aber weiterspielen.
Cornerback Orlando Scandrick, Rücken.

Kurzberichte
Die Liga und die Spieler bewegen sich aufeinander zu und machen Fortschritte in der leidigen Hymnenboykott Sache.
Bisher liegt nur ein Entwurf eines Übereinkommens vor, doch ESPN will erfahren haben, daß die NFL über die nächsten sieben Jahre $89 Millionen in Lokale und Nationale Projekte stecken will, damit soziale Ungerechtigkeiten bekämpft werden können.
Der erste Entwurf konnte Eagles Safety Malcolm Jenkins schon überzeugen. Er kündigte an, daß er vor dem nächsten Spiel nicht die Faust in die Luft strecken will, wenn die Hymne gespielt wird.
Na, wenn das kein Erfolg ist...

Ein Gnadenbrot hat Eli Manning abgelehnt.
So hat Giants Head Coach Ben McAdoo dem Super Bowl MVP Quarterback im Namen des Vorstands angeboten, im nächsten Spiel zu starten, damit seine Serie von 210 Starts in Folge nicht unterbrochen wird. Danach dann sollte erst Geno Smith die Offense übernehmen.
Doch Eli Manning hat auf diese Beleidigung entsprechend reagiert und das Angebot dankend abgelehnt. Für ihn würde es nicht um Serien und Rekorde gehen, sagte Manning, sondern um Siege.
Gut gesprochen!

Nach Jahren der Suspendierung wird Wide Receiver Josh Gordon am Sonntag zum ersten Mal wieder spielen.
Die Browns stellten ihn in der Startformation auf.

 

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