Wichtiges zum Super Bowl

 

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11. 02. 2010

manningundline2Colts Präsident Bill Polian hat die Schuldigen für die Niederlage gegen die Saints ausfindig gemacht.
Für ihn waren die Offenseline und die Special Teams schuld.
Die Offenseline wäre von der Defenseline der Saints ausgespielt worden. Nach dem Standard der Colts hätte die Line sich zu sehr vom Gegner dominieren lassen.
Am Ende der ersten Halbzeit wäre die O-Line schuld gewesen, daß ein wichtiger First Down nicht erreicht wurde, der geholfen hätte, die Zeit runterlaufen zu lassen.
Und dann der Onside Kick zum Beginn der zweiten Halbzeit. Da wäre das Special Team nicht wachsam genug gewesen.
Dieser Onside Kick hätte das Spiel gedreht.

Hunderttausende säumten die Straßen, als die Saints ihre Siegesparade in New Orleans abhielten.
Vom Superdome aus ging es durch die Straßen der Stadt und schwarz, gold, weißes Konfetti regnete aus den Fenstern.
Quarterback Drew Brees rief vom Wagen herunter: „Wie fühlt sich das für die „Who dat Nation“ an? Diese Trophäe ist für Euch. Wir lieben Euch und diese Meisterschaft gehört Euch.“

09. 02. 2010

Das Super Bowl Nachbeben
brees-drew-saintsSuper Bowl 44 hat einen neuen Zuschauerrekord im amerikanischen TV aufgestellt. 106,5 Millionen Zuscheuer schauten das Spiel auf CBS
Der bisherige Rekord wurde von der letzten Folge von M*A*S*H gehalten. Diese Folge wurde 1983 von 106 Millionen Zuschauern gesehen.

Hunderte von Fans erwarteten die Saints am Flughafen von New Orleans bei deren Rückkehr.
„Who dat“ riefen sie ihren Helden entgegen, die das Selbstbewußtsein der geschundenen Metropole immens steigerten.
Auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt säumten Tausende die Straßen, um einen Blick auf die Vince Lombardi Trophäe zu erhaschen, die Head Coach Sean Payton aus dem Schiebedach seines Autos hielt.
Und die echte Parade kommt ja erst noch.

In Indianapolis wurden die Colts am Flughafen von den Fans begeistert empfangen.
Gut, es waren nur 11 Fans, in Worten ELF, aber die waren begeistert.
Einer der Fans, die trotz eisiger Kälte und Schneefalls zum Flughafen kamen, hielt ein Transparent hoch mit der Aufschrift: „Wo ist die Parade?“
Das Leben eines Verlierers ist hart.

Das war schnell. Nur 24 Stunden nach dem Super Bowl hat eine Internet- Wettseite in Amerika den Favoriten für den nächsten Super Bowl ausgelobt: Die Indianapolis Colts.
Sie sind 7 zu 1 Favorit vor San Diego mit 8 zu 1 und New Orleans mit 9 zu 1.
Ein Dollar Einsatz auf die Rams bringt einen Gewinn von 150 Dollar, wenn St. Louis den Super Bowl gewinnt.

Noch einen Tag vor dem Super Bowl sagte Tony Dungy, daß er sehr geschockt wäre, wenn sein ehemaliges Team nicht den Super Bowl gewinnen würde.
Man kann davon ausgehen, daß der Amateurprediger, zu dem Dungy nach seiner Zeit als Head Coach der Colts mittlerweile mutierte, sehr geschockt ist.
Nach dem Super Bowl sagte er, daß er damit gerechnet habe, daß Indianapolis wenigstens 30 Punkte zustande bringen würde.
Daß sie nur 17 Punkte produzierten, hat ihn wirklich sehr geschockt.
Überrascht sei er davon gewesen, daß die Colts nicht hart genug gespielt hätten. Er habe den unbedingten Willen zum Sieg vermisst, den die Saints im Übermaß hatten.
Auch die Fehlerquote sei bei den Colts überraschend höher gewesen, als bei den Saints, die nahezu Fehlerfrei spielten.

08. 02. 2010

Super Bowl 44
W H O D A T ???
brees-drew-sb-trophaeNIEMAND!!!

Das Wetter in Miami war super, das Spiel war super und der Gewinner war ein verdienter.
Wie lange haben sich die Fans der Saints mit grottenschlechten Teams herumplagen müssen und sind doch immer wieder ins Stadion geströmt?
Wie sehr mussten die Einwohner der Stadt unter den Folgen des Hurrikans Katrina leiden?
Die Stadt war verwüstet, das Stadion der Saints ein Auffanglager für Heimatlose.
Jetzt bekamen sie den Lohn für all diese Leiden und Entbehrungen, der Super Dome in New Orleans ist in der nächsten Saison die Heimat des amtierenden Weltmeisters.
Der vorletzte Super Bowl vor der Aussperrung der Spieler durch die Clubbesitzer reihte sich in die Reihe der tollen Endspiele ein, die wir in den letzten Jahren erleben durften.
Auch nach einer 10:0 Führung der Colts nach dem ersten Viertel glaubten die Saints an sich und kämpften sich zurück.
Drew Brees (Bild) vervollständigte auf dem Weg zum Sieg 32 seiner 39 Pässe für 288 Yards und 2 Touchdowns. 32 vollständige Pässe im Super Bowl sind ein Rekord, den er sich allerdings mit Tom Brady teilen muss.
Peyton Manning auf der anderen Seite hatte eine Bilanz von 31 vollständigen Pässe aus 45 Versuchen, 1 Touchdown aber auch 1 Interception. Und es war dieser Interception, der das Spiel letztendlich entschied.
Der viermalige MVP der Liga und Super Bowl MVP von vor drei Jahren machte diesen einen Fehler und der war teuer.
Vor diesem Fehler zeigte Saints Head Coach Sean Payton, daß man, um einen Favoriten zu schlagen, tricksen und mutig sein muß.
Nach der Halbzeit, in die Indianapolis mit einer 10:6 Führung ging, hatten die Saints den Kick Off.
Payton entschied sich dazu, einen Onside Kick ausführen zu lassen, um Manning nicht an den Ball kommen zu lassen. Dieser Mut wurde belohnt, New Orleans eroberte den Ball und marschierte über das Feld. Am Ende stand ein 16 Yards Touchdownpass von Brees auf Pierre Thomas, der damit den ersten Super Bowl Touchdown der Saints erzielte.
Indianapolis antwortete prompt und punktete im anschließenden Drive um sich die Führung zurückzuholen.
Mit einer 17:16 Führung für die Colts ging es in das letzte Viertel.
Fünf Minuten vor Spielende warf Brees einen 2 Yards Touchdownpass auf Jeremy Shockey und Payton entschied sich zu einem 2-Punkte versuch.
Lance Moore fing den Pass von Brees und der Ball war knapp in der Endzone, als Jacob Lacey Moore den Ball aus der Hand trat.
Der Linienrichter entschied sofort auf ungültig, nur 22:17 für die Saints.
Doch Sean Payton hatte es anders gesehen und forderte eine Videoüberprüfung.
Wieder war das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, der Videobeweis zeigte, daß der Versuch gültig war, 24:17 für New Orleans, die wichtige sieben Punkte Führung.
Zwei Minuten später dann der eine Fehler von Peyton Manning. Er warf einen Pass in Richtung Reggie Wayne, eigentlich eine todsichere Situation. Doch beim Versuch, dem Ball etwas entgegen zu kommen, rutschte Wayne leicht aus und Tracy Porter fing den Pass ab und lief Richtung Endzone. 74 Yards später hatte er die 31:17 Führung erzielt.
In den restlichen 3:12 Minuten hätte Indianapolis noch zweimal punkten müssen, doch die Defense der Saints hielt und aus den Aints wurden die Helden Louisianas.
Mit seiner fehlerfreien Vorstellung wurde Drew Brees zum MVP des 44. Super Bowls.
Ein tolles Spiel, ein verdienter Sieger, ein verdienter MVP und ein etwas zu hoch geschlagener Gegner, der an diesem Tag diesen einen Tick schlechter war.
Viele Fans in Indianapolis waren zwar enttäuscht, aber in der Niederlage hatten sie die Größe, den gebeutelten Menschen in New Orleans diesen Triumph zu gönnen.
Und was sich in den Straßen dieser Stadt, kurz vor dem offiziellen Beginn des Mardi Gras, abspielte, kann man sich ja vorstellen.
Das wird der längste Karneval in der Geschichte des Planeten.

06. 02. 2010

Das letzte Training
wayne-reggieEinen nervösen Magen hatte Saints Cornerback Randall Gay am Freitag. Deshalb konnte er nicht am letzten Training der Saints vor dem Super Bowl teilnehmen.
Auch Ersatz- Running Back Lynell Hampton verpasste das Abschlußtraining. Er konnte wegen eines verstauchten Knöchels aber die ganze Woche schon nicht mittrainieren.
Die beiden waren die einzigen Verletzten, die der Club meldete.
Etwas anders sieht es bei den Colts aus. Hier weiß man immer noch nicht, ob Dwight Freeney wird spielen können, und was genau mit seinem Fuß los ist.
Zudem verletzte sich Wide Receiver Reggie Wayne (Bild) im Abschlußtraining am Knie.
Diese Verletzung soll aber nicht so schlimm sein, daß er am Sonntag nicht wird spielen können.

04. 02. 2010

freeney-dwightDwight Freeney (Bild) trainiert seinen schmerzenden Knöchel.
Barfuß lief er durch den Sand des Strands vor dem Teamhotel der Colts.
Der Defensive End ist zuversichtlich, daß er am Sonntag wird spielen können.
Von einer Bänderverletzung will er nichts wissen. Er spricht nur davon, daß sein Knöchel verstaucht sei.

Bei den Saints nehmen die drei am Knie verletzten Spieler alle am Training teil.
Tight End Jeremy Shockey, Safety Darren Sharper und Linebacker Jonathan Vilma können wohl alle am Sonntag spielen.
Nach dem offiziellen Training blieben Quarterback Drew Brees und vier seiner Receiver noch auf dem Platz um Passrouten zu üben

03. 02. 2010

Wir führen ihn zum Schotter!
manning01Jim Irsay, Besitzer der Colts, hat vor, Peyton Manning (Bild) zum reichsten NFL Spieler aller Zeiten zu machen.
Nach dem Super Bowl stehen die Vertragsverhandlungen an, und im Schatten der Saison ohne Gehaltsobergrenze wird sich das für das Konto des viermaligen wertvollsten Spielers der Liga sehr günstig auswirken.
Wann ist Manning der reichste Spieler der NFL?
Letztes Jahr unterschrieb Defensive Tackle Albert Haynesworth einen Vertrag über $100 Millionen bei den Redskins, von denen 41 Millionen garantiert sind.
Im April unterschrieb Rookie- Quarterback Matthew Stafford für 41,7 Millionen in Detroit.
In Indianapolis will man die Entwicklung des freien Spielermarktes abwarten, der am 5. März beginnt. Daran soll sich das Gehalt von Manning dann orientieren, das bestimmt weit über den Gehältern von Haynesworth und Stafford liegen wird.

Sieg oder Niederlage, das ist egal. Am Montag fängt die Schule in Indianapolis zwei Stunden später an.
Nach dem letzten Super Bowl mit den Colts hatten sich viele Schulbusfahrer krank gemeldet.
Ihr Dienst beginnt um 5:30 Uhr. Durch die Verlegung des Schulbetriebs um zwei Stunden nach hinten hoffen die Verantwortlichen, daß dieses Jahr weniger Krankmeldungen erfolgen.

02. 02. 2010

freeneyDwight Freeneys (Bild) Einsatz im Super Bowl ist stark gefährdet.
Die Verletzung an seinem rechten Knöchel ist schlimmer, als bisher verlautbart wurde. Gerüchte reden von einem Bänderriss, der aber offiziell nicht bestätigt wird.
Für die Colts wäre der Ausfall des Defensive Ends ein schwerer Schlag.

Wieder ein Super Bowl in Miami, wieder ein Super Bowl im Regen?
Es sieht momentan schwer danach aus. Der Medientag am heutigen Dienstag wird nicht im Freien stattfinden.
Vor drei Jahren fand der Super Bowl zum ersten Mal im Regen statt und am Sonntag wird das wohl zum zweiten Mal der Fall sein.
In Miami und Umgebung gibt es seit Tagen immer wieder kräftige Schauer, deren Ende nicht abzusehen ist.

Peyton Manning fühlte sich von der Verpflichtung, beim Pro Bowl zu erscheinen, nicht belästigt.
Jeweils sieben Spieler der Colts und der Saints erschienen zum Auswahlspiel der Besten und Manning schilderte seine Eindrücke: „Ich bin mit einem privaten Jet mit sechs meiner besten Freunde und Mannschaftskollegen geflogen. Wir hatten Steaks eines der besten Steakhäuser zur Mahlzeit während des Fluges, sind privat etwas durch Miami gebummelt, schüttelten ein paar Hände, absolvierten ein Interview und kassierten dafür $45.000.
Ich kann mir Schlimmeres vorstellen, das man durchmachen kann.“

29. 01. 2010

tarkenton-fran2Fran Tarkenton Bild) gibt Brett Favre die Schuld daran, daß die Vikings den Super Bowl nicht erreicht haben.
Der Quarterback, der 1986 in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde, war von Anfang an gegen Favres Engagement in Minnesota. „Verwerflich“ nannte er die Verpflichtung damals.
Im Endspiel gegen die Saints wären sie das bessere Team gewesen. Und wäre nicht dieser völlig idiotische Pass am Spielende gewesen, hätte Minnesota gewonnen.
Nur sollte sich Mr. Tarkenton mal fragen, ob denn die Vikings OHNE Brett Favre überhaupt bis ins NFC Endspiel gekommen wären.

In New Orleans findet eine Parade statt, egal, ob die Saints den Super Bowl gewinnen oder verlieren.
Wenn sie als Verlierer zurückkommen, dann werden sie halt als Sieger der NFC gefeiert, Hauptsache feiern.

Colts Defensive End Dwight Freeney hat am Donnerstag zum zweiten Mal in dieser Woche nicht trainieren können.
Ihn plagt ein verstauchter Knöchel.
Damit, so sein Head Coach Jim Caldwell, wird er auch nicht zum Pro Bowl nach Miami fliegen.
Da wundert es dann doch, daß die Colts diesen Trick nicht für alle sieben Pro Bowler anwenden.

Jeremy Shockey wird im Super Bowl spielen, Knieverletzung hin, Knieverletzung her.
Selbst wenn sich der Zustand des Knies verschlimmern sollte, durch seinen Einsatz, will er das in Kauf nehmen.
Shockey hat schon Super Bowl XLII mit den Giants verpasst, weil er ein gebrochenes Bein hatte. Noch einen Super Bowl will der Tight End auf keinen Fall verpassen.

28. 01. 2010

Manning-runningKurzberichte
Die Colts sind das Heimteam im Super Bowl und sie haben die Wahl, welches Trikot sie tragen möchten.
Sie haben sich für das blaue Trikot entschieden. Bei ihrem letzten Super Bowl Sieg haben sie das weiße getragen, da waren sie allerdings auch das Gastteam.

Colts Besitzer Jim Irsay sagte der Presse, daß sich sein Club an die Regeln halten werde, und seine Pro Bowl Teilnehmer nach Miami reisen lässt.
Sein Teampräsident hatte in einer Radiosendung schon verkündet, was er von der Regel hält, den Pro Bowl vor dem Super Bowl auszutragen.
Irsay ist selbstverständlich auch nicht glücklich über die Ansetzung des Spiels der besten Spieler der Saison, aber er sieht keinen Grund, sich deshalb mit der Liga anzulegen und seine Spieler nicht zu den offiziellen Veranstaltung rund um den Pro Bowl reisen zu lassen.
Von Seiten der Saints, die ja auch Spieler haben, die in den Pro Bowl gewählt wurden, hat man übrigens noch nichts dazu gehört.

Letzten Sonntag hätten die amerikanischen TV-Sender, die kein Championshipspiel übertragen haben, getrost Strom sparen und ihre Sender abschalten können.
Der 31:28 Overtime-Hammer auf FOX war die meistgesehene Fernsehsendung seit dem Serienende von Seinfeld, 1998. 57,9 Millionen Zuschauer fieberten mit Brett Favre und Drew Brees.
Nur das NFC Finale zwischen den 49ers und den Cowboys 1982 hatte mehr Zuschauer, als dieses Finale.
Aber auch CBS konnte sich freuen, denn 46,9 Millionen Zuschauer verfolgten das Spiel der Jets in Indianapolis.
Seit 1986 hatte kein AFC Endspiel mehr so viele Zuschauer.

Der Sieg der Saints im NFC Endspiel hat dafür gesorgt, daß ein weiteres Team von der Liste derer genommen wird, die noch nie in einem Super Bowl standen.
Auf dieser Liste der Erfolglosen sind jetzt nur noch vier Teams, die Detroit Lions und die Cleveland Browns, die beide zusammen schon über 130 Jahre in der NFL zusammenbringen und die Houston Texans und die Jacksonville Jaguars, die beide ja noch recht junge Teams sind.

25. 01. 2010

brees-drew-saintsDie Championshipspiele
„Oh when the Saints go marching in“ ihren ersten Super Bowl. Die lange Durststrecke der treuen und phantastischen Fans hat ein Ende, die Heiligen sind im Spiel der Spiele.
Die Vikings haben aber auch alles getan, um den Saints den Feiertag nicht zu vermiesen. Fünf Ballverluste, darunter zwei Interceptions von Brett Favre, waren zuviel des Schlechten.
Ohne diese Ballverluste wären bestimmt die Vikings als Sieger vom Platz gegangen, aber hätte, wäre, könnte.
Den entscheidenden Ballverlust leistete sich Brett Favre 14 Sekunden vor Spielende, als er die Vikings in Field Goal Reichweite hätte bringen können.
Waren es die Schmerzen, die er verspürte, nachdem die Saints ihn brutal über den Platz geprügelt hatten?
War es die totale Erschöpfung, die aus jeder seiner Bewegungen sprach?
Eine Mischung aus beidem wird es gewesen sein.
Favre warf den Ball gegen seine Laufrichtung in die Mitte des Spielfelds, also genau die Sorte Pass, die man einem Anfänger sofort abgewöhnt.
Tracy Porter kam vor Rice an den Ball, für den der Pass gedacht war, und nahm Minnesota so die Chance auf das Field Goal zum Sieg.
Übrigens waren auch die letzten Pässe, die Favre für die Packers und die Jets warf, Interceptions.
Beim Stand von 28:28 in einem Spiel, das Alles hielt, was man sich vorher davon versprochen hatte, ging es in die Verlängerung.
Hier gewann New Orleans den Münzwurf und marschierte an die 22 der Vikings. Auf dem Weg dorthin mussten sie einen vierten Versuch und 1 in einen neuen First Down umwandeln.
Garrett Hartley nahm Maß und setzte seinen Field Goal Versuch genau in die Mitte der Torstangen.
Was sich danach im Stadion und in den Straßen der von Katrina gebeutelten Stadt abspielte, war unbeschreiblich.
Die Saints haben es nach Jahrzehnten, in denen sie zu den lächerlichsten Teams der Liga gehörten, in den Super Bowl geschafft.
Hier treffen sie auf die Colts, denn...

Indianapolis steht mit Peyton Manning zum zweiten Mal in einem Super Bowl.
Wieder ist das Spiel der Spiele in Miami, wieder ist Indianapolis dabei. Doch es war ein hartes Stück Arbeit für die Colts, die Jets zu Boden zu ringen.
New York führte schon 17:6, bevor Peyton Manning die Verteidigungsformationen der Jets analysiert hatte, und effizient gegen sie vorgehen konnte.
Danach war das Spiel für New York gelaufen, das keine weiteren Punkte mehr machte.
Daß der Sieg am Ende mit 30:17 doch recht deutlich ausfiel, ist der Erfahrung der Colts zu verdanken, die schon öfter in einem AFC Endspiel standen und die diese Erfahrung ausnutzen und in einen Sieg ummünzen konnten.
Außerdem haben sie in der Saison sieben Mal zur Halbzeit zurückgelegen und noch gewonnen, diese Situation war also für sie völlig normal.
Die Wide Receiver Austin Collie und Pierre Garcon hatten beide sehr großen Anteil am Spiel und dem Erfolg der Colts.
Collie fing 7 Pässe für 123 Yards und Garcon stellte mit 11 gefangenen Pässen für 151 Yards einen neuen Rekord im AFC Endspiel auf.
Doch die Jets haben bewiesen, daß sie mit ihrem Rookie- Quarterback und ihrem Rookie- Head Coach zurecht in dieses Spiel gekommen waren.
Nächstes Jahr muss man die Jets auf der Rechnung haben, mit der Erfahrung, die sie in der abgelaufenen Saison gesammelt haben.
Doch in dieser Saison waren die Fohlen noch eine Nummer zu groß für die Düsenjäger.

Die Buchmacher in Las Vegas sehen die Colts mit vier Punkten als Favoriten im Super Bowl.
Als größten Faktor bei der Berechnung sahen sie den Vorteil bei Indianapolis, weil die schon einmal im Super Bowl standen.

11. 01. 2010

Wild Cards - Tag 2
Buhs gegen die Patriots in einem Playoffheimspiel?
Ja, und zwar berechtigte.
Nach 15 Minuten stand es 24:0 für die Besucher aus Baltimore. Die Patriots agierten, als wären sie gar nicht darauf eingestellt, ein Spiel zu bestreiten. Patsch, patsch, patsch hauten die Ravens ihnen die Punkte um die Ohren.
Das Debakel, in dem das Spiel für New England endete, ist nur dadurch zu erklären, daß Tom Brady (Bild) schlimmer verletzt war, als es Head Coach Belichick zugab. Brady lieferte das schlimmste Spiel seiner Karriere ab, so schlecht hätte er gesund niemals agieren können. Er war für vier Ballverluste verantwortlich, darunter 3 abgefangene Pässe. Aus diesen Ballverlusten generierten die Ravens 20 Punkte.
Auf der anderen Seite ging Joe Flacco als Sieger vom Platz mit 4 vervollständigten Pässen von 10 Versuchen für 34 Yards und einer Passerwertung von 10 Punkten aus 158 möglichen.
Die Defense der Pats hatte also das Paßspiel der Ravens im Griff, doch durch Laufspiel erzielten sie 234 Yards, darunter den ersten Touchdown des Spiels im ersten Spielzug über 83 Yards.
Im vierten Quarter hatten die Patriots das Stadion halbleer gespielt. Die Hälfte, die noch da war, hielt sich mit lautstarkem Buhen in Laune.
Am Ende stand es 33:14 für Baltimore, die das Spiel durch ihren Blitzstart gewannen.
In der anschließenden Pressekonferenz sprach Tom Brady über die Fehler, die er und seine Mitspieler machten, und von denen die Ravens profitierten. Und wenn er unter den Zuschauern gewesen wäre, hätte er auch gebuht, gab er zu.

Nach drei miesen Wild Card Spielen blieb nur noch die Hoffnung, daß die Packers und die Cardinals den Kracher abliefern, der vor dem Kickoff erwartet wurde.
Doch was für ein Schock, das Spiel begann wie eine schlechte Kopie des Patriots-Spiels.
17:0 gingen die Cardinals in Führung bevor die Packers aufwachten.
Green Bays Quarterback Aaron Rodgers warf in seinem ersten Playoffspiel im ersten Spielzug seinen ersten Pass und der wurde prompt abgefangen.
Doch Rodgers bekam seine Nerven in den Griff und spielte auf dem gleichen Niveau wie Kurt Warner und das war sehr hoch.
Beide Verteidigungen hatten sich wohl entschlossen, die Angriffe nach Lust und Laune spielen zu lassen und lieferten keine Gegenwehr.
Erst im letzten Viertel mussten die Cardinals zum ersten und einzigen Mal punten. War die Packers Defense wirklich die zweitbeste der abgelaufenen Saison?
An diesem Tag lieferte sie keinen Beweis dafür.
1:52 Sekunden vor Spielende glichen die Packers zum 45:45 aus.
Damit ließen sie eine Menge Zeit auf der Uhr für Kurt Warner und seine Truppe.
Die Cardinals kamen noch mal auf Field Goal Nähe an die Endzone der Packers und der treffsichere Neil Rackers kam auf den Platz. Doch wie das in dieser Saison so mit den treffsicheren Kickern ist, Rackers versagte aus 34 Yards und schoß den Ball links an den Pfosten vorbei.
Das Spiel, das jetzt schon ein Klassiker für die Ewigkeit war, ging in die Verlängerung.
Green Bay bekam als erstes den Ball und beim dritten Versuch und 6 an der eigenen 24 kam der im Spiel arg gebeutelte Cornerback Michael Adams bei einem Blitz durch und schlug Rodgers den Ball aus der Hand. Rodgers erwischte den Ball mit seinem rechten Fuß und kickte ihn direkt in die Arme von Karlos Dansby. Der lief damit in die Endzone und zum 51:45 Sieg.
96 Punkte in einem Spiel, das die vorangegangenen Katastrophen Vergessen machte.


10. 01. 2010

Wild Cards
Der Dämon ist besiegt, die Cowboys haben ein Playoffspiel gewonnen. Nach 13 Jahren der erste Sieg nach der regulären Saison.
Und es war ein genauso überzeugender Sieg, wie in der Woche zuvor, als die Eagles auch nicht die Spur einer Chance hatten.
Die Dallas D spielt so überragend, daß der gute Brett Favre sich für nächste Woche gut polstern sollte, wenn Dallas in den Dome kommt.
Wieder hatte Jason Garrett, der vor Wochen noch so gescholtene Offensive Coordinator der Cowboys, einen Spielplan ersonnen, dem die Verteidigung Philadelphias nichts entgegen setzen konnte.
Sie versuchten es mit Blitzen, was sie in der Woche vorher kaum taten, aber Tony Romo hatte die Lage im Griff und warf sogar Pässe zu Roy Williams, die dieser auch fing. Seine Selbstkritik scheint zu fruchten.
Auf der anderen Seite können die Cowboys froh sein, daß Head Coach Andy Reid und Quarterback Donovan McNabb ihre Verträge verlängert haben. Die beiden haben ihre besten Zeiten hinter sich und dürften in der Zukunft kaum mehr eine Gefahr für Dallas werden.
Im ersten Viertel hatte Dallas den Ball für die ersten 7:30 Minuten, also genau die Hälfte, konnte aber keine Punkte erzielen, weil die Offense immer wieder Strafen produzierte.
Als das Adrenalin sich etwas gesetzt hatte, war Dallas der unumschränkte Herr auf dem Platz und der 34:14 Sieg geht auch in dieser Höhe voll und ganz in Ordnung.

Vorher gab es das AFC Wild Card Spiel Nr. 1, das die Jets gegen die erschreckend schwachen Bengals nahezu ohne Gegenwehr gewannen.
Zwar stand es am Ende nur 24:14 für New York, aber Cincinnati hatte nie die Chance ein engeres Ergebnis zu erreichen.
Mark Sanchez spielte, wie es ihm gesagt wurde: „Verliere das Spiel nicht.“ Er warf viele kurze Pässe und die Jets liefen viel. Ein Pass über 45 Yards auf Tight End Dustin Keller führte zur 14:7 Halbzeitführung und schon da war klar, daß die Bengals zu schwach waren, das noch zu drehen.
Mark Sanchez ist erst der vierte Quarterback in der NFL, der in seiner Rookiesaison ein Playoffspiel gewinnen konnte.
Gegen wen New York in der nächsten Runde antreten muss, entscheidet sich erst in dem Spiel heute. Es könnte Indianapolis sein, die den Jets die Playoffteilnahme ja erst geschenkt haben.
Chad Ochocinco muss sich jetzt übrigens wieder in Chad Johnson umbenennen. Das hatte er versprochen, wenn es Jets Verteidiger Darrelle Revis schafft, ihn vom Punkten abzuhalten. 85 hatte nicht die Spur einer Chance gegen Revis und so hatte das Spiel für die Bengals letztlich doch etwas positives... wenn Chad Johnson sich daran hält, was er gesagt hat.

townsend03. 01. 2010

Kurzberichte
Kinderhilfsorganisationen in den USA wollen nicht, daß The Who die Halbzeitshow des Super Bowl bestreiten.
Der Sender CBS, dessen CSI Franchise in allen drei Serien Melodien der Gruppe zur Titelmusik machte, setzte auf die Gruppe, wenn er den Super Bowl im Februar überträgt.
Aber der Gitarrist, Pete Townsend (Bild), ist als Sexualtäter gebrandmarkt, und daran stören sich die Organisationen. 2003 bekam er das Siegel „Vorsicht“, als er verhaftet wurde, weil in seinem Besitz Kinderpornos gefunden wurden.
Als Grund gab er an, daß er als Kind selber mißbraucht wurde, und er nur recherchiert habe.
Die NFL gab bekannt, daß sie nicht vorhabe, The Who zu ersetzen.

 

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