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Dienstag, 27. Juni 2017

Die Nr. 1?
brady-tom-sb49-mvpDie NFL gab gestern die Reihenfolge der Top 10 der Top 100 2017 bekannt.
Und so mancher konnte die Sendung wieder LIVE verfolgen, denn Per KODI kann man zur Zeit wieder den Gamepass nutzen.
Und wer sind nun die 10 Spieler, die 2017 nach Ansicht ihrer Kollegen die Saison bestimmen werden?
10. Matt Ryan, QB, Falcons
Der Quarterback ist der MVP der Saison 2016. In den Top 100 schaffte er es nur auf den 10. Platz.
9. Le'Veon Bell, RB, Steelers
8. Odell Beckham Jr., WR, New York Giants
7. Ezekiel Elliott, RB, Dallas Cowboys
Als Rookie lief der Running Back der Dallas Cowboys auf Platz sieben. Erstaunlich ist, daß mit Quarterback Dak Prescott auf Platz 14 zwei Rookies eines Teams es in die Top 20 geschafft haben.
6. Aaron Rodgers, QB, Green Bay Packers
5. Khalil Mack, DE, Oakland Raiders
4. Antonio Brown, WR, Pittsburgh Steelers
3. Julio Jones, WR, Atlanta Falcons
2. Von Miller, OLB, Denver Broncos
Ein Verteidiger auf Platz zwei. Gratulation
Und wer anders als der G.O.A.T. könnte auf Platz eins stehen?
Deshalb ist es nur klar daß es heißt:
1. Tom Brady, QB, New England Patriots (Bild)
Der alterslose Quarterback, der erst in der sechsten Runde der Draft einberufen wurde, hat die letzte Saison nach seiner idiotischen Suspendierung beherrscht, wie kein anderer, und auch 2017 ist nichts anderes von ihm zu erwarten.

Kurzberichte
Das war abzusehen. Die Saison 2017 findet ohne Nick Fairley statt. Der Defensive Tackle war letztes Jahr einer der wenigen NFL-tauglichen Verteidiger der Saints.
Doch die Kondition seines Herzens läßt es nicht zu, daß er 2017 spielt.
Er wurde auf die Reserve Liste der nicht Football bedingten Verletzungen gesetzt. Damit ist es ausgeschlossen, daß er 2017 noch mal reaktiviert werden könnte.

Da hat die Kombucha-Ausrede wohl doch etwas genutzt.
Vikings Wide Receiver Michael Floyd muß nur einen Tag in den Knast.
Er hatte Hausarrest, weil er mit Alkohol am Steuer erwischt wurde. Während des Arrests durfte er keinen Alkohol trinken... ach lest den Rest selber in den älteren News.

Zum ersten Mal seit seiner Schulteroperation warf Panthers Quarterback Cam Newton am Montag wieder ein paar Pässe. 45, um genau zu sein.
Sein Ziel ist ganz klar... Super Bowl. Und nicht nur um dort anzutreten, sondern um zu siegen.
Noch ist sein Arm natürlich eingerostet, aber es dauert ja noch einen Monat, bis das Trainingslager beginnt.

Man arbeitet daran. CTE bereits zu Lebzeiten entdecken zu können.
Es ist bereits 15 Jahre her, daß der forensische Pathologe Dr. Bennet Omalu (im Film gespielt von Will Smith), die chronische traumatische Enzephalopathie entdeckte.
Bisher ist es leider so, daß man erst sterben muß, bevor die Schädigung dann posthum im Gehirn entdeckt werden kann.
Das soll sich ändern. Am Translational Genomics Research Institute (TGen) in Phoenix soll eifrig daran geforscht werden, CTE auch an lebenden Personen feststellen zu können. Noch diesen Sommer sollen die Forschungen beginnen.
Das wäre ein Meilenstein in der Sicherheit der gefährdeten Personen, denn es sind ja nicht nur Footballspieler, die betroffen sind.
Wenn man erst mal in der Lage sein sollte, CTE am lebenden Gehirn zu entdecken, dann wird man wohl auch Heilungsmethoden entwickeln können.
Hoffen wir, daß es wirklich eines Tages so weit sein wird.

„Also ich werden den Ball an der 1-Yard Linie an Marshawn Lynch geben,“ sagte Raiders Quarterback Derek Carr in einem Interview.
Der Scherz ging ganz klar in Richtung Seattle, dem alten Team von Running Back Lynch.
Die Offense der Raiders ist mit dem Trio Carr, Wide Receiver Amani Cooper und Lynch bestens aufgestellt. Und wenn man sich an der 1-Yard Linie aufstellt, dann will Carr keinen Paß zu Cooper versuchen, sondern den Ball an den Brecher im Backfield geben, damit der in Beast Mode schaltet und in die Endzone kommt.
So wie die Seahawks es in Super Bowl XLIX gegen die Patriots hätten machen sollen. Ihr wißt schon.

Sonntag, 25. Juni 2017

Kurzberichte
Vikings Wide Receiver Michael Floyd steht wegen eines Alkoholvergehens unter Hausarrest. Bei einer Kontrolle wurde erneut Alkohol in seinem Blut nachgewiesen. Aber während seines 96 Tage dauernden Hausarrests darf der Wide Receiver keinen Alkohol trinken.
Doch eine Ausrede steht bereit, Kombuchatee. Den hat Floyd getrunken, und der enthält Alkohol. Und diesen Tee hat Floyd auf Anraten der Vikings getrunken, wie ein Verantwortlicher des Teams sagte. Der Wide Receiver hatte keine Ahnung, daß in Kombuchatee Alkohol ist.
Floyd muß am Montag vor Gericht erscheinen, weil er gegen die Auflagen verstoßen hat. Sein Anwalt glaubt, mit der Geschichte der Vikings einen Trumpf in der Hand zu haben, der verhindert, daß Floyd eine schärfere Strafe kassiert.

Quarterback Michael Vick hat seinen Rücktritt aus der NFL erklärt. Seine Footballschuhe hängt er aber noch nicht an den Nagel.
Der 37-jährige geht in die American Flag Football League und zwar als Spieler und Berater. Die 7 gegen 7 Liga beginnt ihren Spielplan 2018 mit acht Teams.
In dieser Liga will er noch lange spielen, weil er keine Angst davor haben muß gehittet zu werden. Fragt sich, wie lange es die AFFL geben wird?

Samstag, 24. Juni 2017

Der 125 Millionen Dollar Mann
carr-derek2„Ich fühle mich nicht, als ob das verdient habe,“ sagte Derek Carr (Bild) über seinen Vertrag der ihn zum reichsten NFL Spieler der Geschichte machte. Dann nahm er das Geld und freute sich.
Doch weder er noch General Manager Reggie McKenzie hatten jemals Zweifel, daß der Kontrakt zustande kommen würde. Und irgendwie haben sie es geschafft, den Vertrag so auszuhandeln, daß noch Geld übrig sein soll für den Verteidiger des Jahres Khalil Mack und sogar Wide Receiver Amari Cooper.
Das war deshalb möglich, weil die Verhandlungen geführt wurden, als ob sich zwei Familienmitglieder, die sich gut leiden können, miteinander unterhielten, meinte McKenzie.
Natürlich wird es geholfen haben, daß das Team demnächst nach Las Vegas umzieht. Auch wenn Carr und McKenzie nicht so recht rausrücken wollten, warum auch Mack, Cooper und Guard Gabe Jackson gehalten werden können?
Carrs Einkommen wird wohl so verteilt werden, daß der Großteil der $125 Millionen erst an ihn ausgezahlt wird, wenn das Team in Nevada angesiedelt sein wird. Dann fällt die Einkommenssteuer weg, und das heißt, daß Carr jeden Cent seines Gehalts behalten kann. Ein guter Grund, jetzt erst mal auf ein paar Dollar mehr zu verzichten.
Zunächst also ist noch Platz unter der Gehaltsobergrenze. Da wird es erst eng, und kritisch, wenn die Raiders in Las Vegas sind.
Und Carr weiß auch schon, was er mit seinem neuerworbenen Reichtum, den er nicht verdient hat, anstellen will. Zunächst will er ein paar Hähnchenschenkel essen, dann etwas nettes für seine Frau kaufen und nicht unbeträchtliche Summen seiner Kirche und Wohltätigkeitsorganisationen, die sich um Haiti kümmern, spenden.
Natürlich stehen schon andere Quarterbacks in der Schlange, die Carrs Vertrag toppen werden. Darunter auch Jameis Winston (Buccaneers) und Marcus Mariota (Titans). Sie haben allerdings das Pech gehabt, in der ersten Runde der Draft 2015 einberufen worden zu sein. Wenn ihre Teams die Optionen auf eine fünfte Saison ziehen, was sie sicher machen werden, dann können sie erst 2019 anfangen über dann wohl $150 Millionen Verträge zu verhandeln.
Carr, der 2014 in der zweiten Runde zu den Raiders kam, konnte schon 2017 zum Schotter geführt werden.
Winston und Mariota, die Nr. 1 und 2 von 2015, können erst sehr viel später groß kassieren.
Der Fluch der ersten Runde.

Kurzberichte
Warren Sapp schlägt vor, daß im Jugendfootball nicht mehr getackelt werden soll.
Nach 13 Jahren in der NFL spürt das Mitglied der Hall of Fame, wie seine Gedächtnisleistungen nachlassen und er gestörte Wahrnehmungen hat. Deshalb sollen junge Footballspieler frühestens auf der High School mit den Köpfen aneinanderrasseln, meint Sapp.
Ein Vorschlag, der Gehör finden sollte, und eh so ähnlich schon beraten wird.
Was auch sein muß, denn die Eltern lassen ihre Kinder schon nicht mehr gerne Football spielen, sondern lieber Fußball.

Gestörte Wahrnehmung?
NFL Commissioner Roger Goodell ist der Meinung, daß Deflategate seiner Beziehung zu Patriots Besitzer Robert Kraft nicht geschadet hat.
Goodell war anwesend, als am Dienstag in Jerusalem der Kraft Family Sports Complex eingeweiht wurde.
Der Jerusalem Post erzählte Goodell, daß seine Freundschaft zu Kraft niemals belastet war. Beide würden verstehen, daß man seinen Job hätte.
Dumme Sprüche, wenn man sich vor Augen hält, wie die Überreichung der Lombardi Trophäe nach Super Bowl LI ablief. Krafts angewidertes Gesicht sprach Bände, als er die Trophäe von Goodell überreicht bekam.
Kraft, der seine Meinung zu dem blödsinnigen Deflategate oft genug von sich gegeben hat und dessen Beziehung zu seinem ehemaligen Freund Goodell sehr wohl gelitten hat, ging bei seinem Interview mit der Zeitung nicht darauf ein. „Meine Leidenschaft ist der Football und es bedeutet mir so viel, zu sehen, wie sich das Spiel hier entwickelt,“ sagte er.
Und wir freuen uns auf den herzlichen Empfang, den die Fans der Patriots Goodell bereiten werden, wenn er zum Saisoneröffnungsspiel ins Gillette Stadion kommt. Die Beziehung der Patriots Fans zu Goodell wird ja wohl auch auf keinen Fall unter Deflategate gelitten haben, oder?
Hier ist ein Bild des Sportkomplexes in Jerusalem, den Rober Kraft für $6 Millionen gebaut hat: http://www.jpost.com/Israel-News/Sports/Robert-Kraft-invests-in-future-of-Israeli-sports-472646

Freitag, 23. Juni 2017

Und der neue reichste Spieler der NFL ist...
carr-derek22Derek Carr (Bild)!
Für den Quarterback der Raiders war gestern Zahltag. Da unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag über $125 Millionen.
Dabei kam es ihm zugute, daß er in der Draft vor drei Jahren in die zweite Runde abrutschte. Wäre er in der ersten Runde einberufen worden, hätte er noch weitere zwei Jahre warten müssen, um der reichste Spieler aller Zeiten der NFL zu werden.
Carr löste damit Andrew Luck von den Colts ab, der letztes Jahr der bestbezahlte Spieler aller Zeiten wurde.
Doch wie ich gestern schon geschrieben habe, stehen die Lions bereit, Matthew Stafford zum höchstbezahlten Spieler aller Zeiten zu machen.
Mann, die Kurzlebigkeit dieser „aller Zeiten“ Floskel nimmt erschreckende Ausmaße an.
Denn was ist eigentlich mit den wirklich guten Quarterbacks?
Wann werden Tom Brady und Aaron Rodgers, endlich die reichsten NFL Spieler aller Zeiten?
Sehr wahrscheinlich nicht mehr vor Stafford oder Kirk Cousins, der Stafford vielleicht als reichster Spieler aller Zeiten noch zuvorkommen könnte.
Brady bekommt mit seinen FÜNF Super Bowl Siegen $5 Millionen pro Jahr weniger, als Carr. Doch das ist Brady selber Schuld. Er hätte groß abkassieren können, aber nachdem er gesehen hatte, wie schlecht die Baltimore Ravens dastanden, nachdem sie Joe Flacco $22,13 Pro Jahr zahlten und viele Leistungsträger ziehen lassen mußten, lenkte er ein. Er wollte Teambesitzer Bob Kraft jeden nur möglichen Dollar unter der Gehaltsobergrenze sparen, ohne selber am Hungertuch nagen zu müssen. Ein Spagat, der vortrefflich gelang.
Zurück zu Derek Carr.
Der Bruder von David Carr, dem ersten Quarterback der Houston Texans, sorgte in Oakland für etwas lange nicht mehr dagewesenes... Er führte das Team zu seiner ersten positiven Saison seit VIERZEHN Jahren. Dann kam das mit dem gebrochenen Bein. So kamen die Raiders in die Playoffs, und Carr konnte nur zusehen, wie sein Ersatzmann, Rookie Connor Cook, das Wild Card Spiel gegen die Houston Texans vergeigte.
Carrs Chefs aber honorierten seine Glanzleistung, die toten Faders wieder zu beleben. Und so ist Derek Carr der für kurze Zeit reichste NFL Spieler aller Zeiten.

Kurzberichte
Bleiben wir bei Vertragsabschlüssen.
Die Kansas City Chiefs verlängerten mit Head Coach Andy Reid.
Er kam 2013 zu den Chiefs, nachdem er 14 Jahre der Head Coach der Eagles war. Er führte das Team seitdem dreimal in die Playoffs und bekam jetzt die Quittung dafür.
Die Bedingungen des neuen Vertrags liegen noch nicht vor, aber es soll ein Fünfjahresvertrag sein.
Nur ein paar Tage nachdem Reid die Chiefs als Head Coach übernahm, kam John Dorsey als General Manager nach Kansas City. Zusammen mit Reid bauten er ein wettbewerbsfähiges Team auf. Die beiden brachten die Chiefs, wie erwähnt, dreimal in vier Jahren in die Playoffs, während die Chiefs in den 15 Jahren zuvor nur dreimal in die Playoffs kamen.
Auch Dorsey bekam die Quittung für seine Leistung, allerdings ganz anders als Reid, denn er wurde gefeuert. Nach Ende der Saison 2017 ist für ihn in Kansas City Schluß. Ob für ihn ein Ersatzmann kommt, oder Reid einen Doppeljob annimmt, bleibt abzuwarten.

Marvin Lewis geht als lahme Ente in die Saison 2017 und muß endlich liefern.
Der Head Coach der Cincinnati Bengals leitet das Team seit 14 Jahren. Erneut geht er ohne neuen Vertrag in das letzte Jahr eines Kontrakts. Bereits 2010 ging er als lahme Ente in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags. Die Bengals kamen auf eine 4-12 Bilanz und Quarterback Carson Palmer war so auf der Palme, daß er in den Ruhestand treten wollte. Dennoch wurde Lewis wieder weiterverpflichtet.
Wenn er nach der Saison 2017 wieder keinen Playofferfolg vorweisen kann, dann sollte es das eigentlich endlich für ihn gewesen sein, und die Fans in Cincinnati können aufatmen.

Und wieder wird ein NFL Teambesitzer Botschafter der USA im United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland.
Donald Trump ernannte Jets Besitzer Woody Johnson.
Wenn der Senat der Ernennung zustimmt, dann wird Woodys Bruder Christopher das Tagesgeschäft der Jets leiten.
Unter Obama war Steelers Besitzer Art Rooney Botschafter der USA im United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland.

Nächsten Montag will die NFL die Reihenfolge der Top 10 der Top 100 2017 bekanntgeben. Die Namen der 10 Spieler kennt man schon.
Packers Quarterback Aaron Rodgers, Giants Wide Receiver Odell Beckham Jr., Steelers Running Back Le'Veon Bell, Broncos Linebacker Von Miller, Patriots Quarterback Tom Brady, Steelers Wide Receiver Antonio Brown, Falcons Quarterback Matt Ryan, Defensive End Khalil Mack, Cowboys Running Back Ezekiel Elliot, Falcons Wide Receiver Julio Jones.
Doch wer landete auf den Plätzen 20 bis 10?
20 - Luke Kuechly - Linebacker, Panthers
19 - Patrick Peterson - Cornerback, Cardinals
18 - Tyron Smith - Offensive Tackle, Cowboys
17 - A.J. Green - Wide Receiver, Bengals
16 - Drew Brees - Quarterback, Saints
15 - Aaron Donald - Defensive Tackle, Rams
14 - Dak Prescott - Quarterback, Cowboys
13 - Eric Berry - Strong Safety, Chiefs
12 - David Johnson - Running Back, Cardinals
11 - Derek Carr - Quarterback Raiders

Donnerstag, 22. Juni 2017

Kurzberichte
stafford-matthewDie Spanne, in der ein Spieler der höchstbezahlte der NFL ist, wird anscheinend immer kürzer.
Letztes Jahr wurde Colts Quarterback Andrew Luck der bestbezahlte, als nächster ist dieses Jahr wohl Raiders Quarterback Derek Carr dran, aber der nächste wartet schon auf den Titel.
Lions Präsident Rod Wood sagte, daß er keine Probleme damit hätte, Matthew Stafford (Bild) zum höchstbezahlten Spieler der NFL zu machen.
Man würde zur Zeit verhandeln und sehr wahrscheinlich noch in diesem Sommer zu einer Einigung kommen. Und Stafford würde in Detroit bleiben, egal was es kostet.
„Es ist eine Spitzenposition, und man braucht einen sehr, sehr guten Spieler auf dieser Position um beständig und wettbewerbsfähig zu sein,“ sagte Wood. „Und ich glaube, wir haben diesen Spieler, und wir arbeiten daran, diesen Deal zum Abschluß zu bringen.“

Jets Linebacker Lorenzo Mauldin wurde am Mittwoch verhaftet. Der Grund dafür liegt schon länger zurück. Im April soll er einen Mann in einem Nachtclub angegriffen haben.
Jean Lopez, der Angegriffene, sagte, daß Mauldin ihn ins Auge und aufs Kinn geschlagen hätte. Damit hätte er Lopez mehrere Knochen gebrochen.
Lopez Anwalt gab in der Anzeige gegen Mauldin an, daß sein Mandant seit der anschließenden Operation an Taubheitsgefühlen im Gesicht leidet die vom Mund bis zum Ohr reicht.
Mauldins Anwalt gab an, daß jemand anderer Lopez geschlagen hätte. Diese andere Person wäre von Zeugen identifiziert worden und würde zur Rechenschaft gezogen werden.

Wie der Sohn, so der Vater.
Ex- NFL Quarterback Michael Vick verbrachte bereits Zeit im Gefängnis, jetzt ist Papa dran.
Der 55 Jahre alte Michael Dwayne „Vick“ Boddie wurde angeklagt. Er hat mit Heroin gehandelt und Geld gewaschen.

Packers Defensive Tackle Letroy Guion ist für die ersten vier Spiele suspendiert, weil er die falschen Mittel einwarf.
Am Mittwoch wurde er auf Hawaii verhaftet, weil er betrunken am Steuer erwischt wurde.
Die Packers wollten sich noch nicht äußern, ob Guions Zukunft in Green Bay gegenwärtig schon Vergangenheit ist?
Als sie ihn im Februar 2016 verpflichteten, hatten sie wohl schon eine Ahnung. Guions Dreijahresvertrag über $11 Millionen ist gespickt mit Klauseln und beinhaltet nur $500.000 an garantiertem Gehalt.

Da kann ja nichts mehr schiefgehen.
Cowboys Besitzer Jerry Jones und seine Frau Gene haben sich am Mittwoch im Vatikan mit dem Papst getroffen.
Jones und einige Mitglieder Hall of Fame hatten eine Audienz bei Franziskus, der alle Mitglieder der Truppe segnete.

Die Verlockungen sind so nah, aber...
Running Back Adrian Peterson liebt Meeresfrüchte. Jetzt spielt er in New Orleans, oder wie Liebhaber von Meeresfrüchten sagen würden, im Paradies.
Oder, wie es bei Peterson der Fall ist, in der Hölle, denn er reagiert allergisch auf das Zeug. Vor einem Spiel der Vikings gegen die Saints 2015 aß er Shrimps und sein verkorkster Magen machte ihm große Probleme. Er spielte trotzdem und kam immerhin noch auf 95 Yards.
Und jetzt hat er einige der berühmtesten Fisch-Restaurants vor der Nase, das Meer direkt vor sich, und er darf all diese Köstlichkeiten nicht essen.
Also in dem Fall, echt die Hölle.

Wenn die Jets Defense demnächst verzweifelt versucht, die Offense der Patriots zu stoppen, dann steht David Harris ganz entspannt an der Seitenauslinie und sieht sich das an.
Der Linebacker hat im letzten Jahrzehnt zu den armen Verteidigern der Jets gehört, die oft recht hilflos aussahen, wenn es gegen New England ging. Seit Mittwoch ist Harris, den die Jets letzte Woche feuerten, ein Patriot. Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $5 Millionen, von denen $1,5 Millionen garantiert sind.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Kurzberichte
sappDas Ruhmeshallenmitglied Warren Sapp (Bild) möchte, nach seinem Tod, sein Gehirn der Forschung spenden.
Der ehemalige Defensive Tackle überläßt das Gehirn der Gehirnerschütterung Vermächtnis Stiftung.
Sapp spielte 13 Jahre in der NFL zunächst für die Buccaneers und dann für die Raiders. Seit einiger Zeit würde er bemerken, daß er Gedächtnislücken hat. Das wäre erschreckend. Er würde sich nicht mehr an den Weg zu dem Haus eines Freundes erinnern und könnte ohne Einkaufsliste nicht mehr einkaufen gehen, doch auch die Liste würde er vergessen mitzunehmen.
Die Gehirnerschütterung Vermächtnis Stiftung hat bereits 95 Gehirne von ehemaligen NFL Spielern untersucht und bei 91 wurden Schädigungen des Gehirns festgestellt.

OJ Simpson hatte ja glücklicherweise doch noch den Weg in den Knast geschafft. Zwar nicht für den Mord an seiner Ex-Frau und ihrem Freund Ron Goldman, aber wegen bewaffnetem Raub und Kidnapping. Seit 2008 sitzt er hinter Gittern.
Im Juli hat er die Chance auf eine Bewährungsanhörung. Sollte ihm diese gewährt werden und positiv verlaufen, könnte der ehemalige Star- Running Back und Filmschauspieler (u.a. Die nackte Kanone) im Oktober freikommen.

Lions Defensive Tackle Khyri Thornton wurde für sechs Spiele gesperrt. Er hat die falschen Mittel eingenommen.
Thornton war letztes Jahr Ersatzmann im Team und erzielte in 13 Einsätzen einen Sack. In diesem Jahr sollte er um einen Starterposten kämpfen. Dazu wird es nun nicht mehr kommen.
Eher kommt es so, daß er nicht mehr lange im Kader sein wird.

Schlimmer erwischte es Justin Gilbert.
Der zur Zeit ohne Team dastehende Cornerback wurde vor zwei Monaten für die ersten vier Spiele der Saison suspendiert, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde.
Ein weiterer Test vor Kurzem fiel wieder positiv aus, so daß Commissioner Roger Goodell ihn für ein Jahr sperrte.

Alle fünf professionellen Sportteams in Seattle unterstützen den „Pride Month“. Zusammen wollen sie mit der LGBTQ, der Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und queere Menschen Gemeinde, gegen Hass und Ausgrenzung sexuell anders orientierter Menschen kämpfen.
Es ist das erste Mal, daß in den USA alle Profiteams einer Stadt eine gemeinsame Aktion in dieser Sache starten.
Die fünf Teams sind: Seahawks, Mariners, Storm, Sounders und Reign, wobei ich außer bei den Seahawks nicht weiß, wer welchen Sport betreibt.

Dienstag, 20. Juni 2017

„Hail to the Redskins“
hailtotheredskinsDaniel Snyder gab am Montag eine kurze und knappe Bewertung eines Gerichtsurteils ab. „Ich bin BEGEISTERT!“ twitterte der Besitzer der Washington Redskins gefolgt von: „Hail to the Redskins“.
Das oberste Gericht hatte soeben entschieden, daß die Registrierung einer Handelsmarke selbst dann gewährleistet werden muß, wenn sie als abträglich aufgefaßt werden könnte. Das wäre durch das Recht auf freie Meinungsäußerung garantiert.
Die einstimmige Entscheidung der Richter hebt damit ein Verbot auf, das das U.S. Patent und Markenzeichen Amt für die Bezeichnung „Redskins“ 2014 in Kraft setzte. Das Amt hob den Schutz des Markennamens „Redskins“ damals auf, weil er herabwürdigend und verletzend für die Ureinwohner Amerikas wäre.
Bei dem Prozeß ging es aber eigentlich gar nicht um die Redskins, sondern um eine Musikgruppe genannt „The Slants“. Diesen Namen wollte das U.S. Patentamt nicht erlauben, weil er für asiatische Menschen beleidigend wäre. Es handelt sich um eine US Rockband mit asiatischen Mitgliedern, die von Simon Tam gegründet wurde. The Slants bedeutet übersetzt, die Schlitzäugigen. Und das, so das Patenamt, wäre diskriminierend und deshalb nicht erlaubt.
Das sah das Gericht anders. Das Recht auf die freie Meinungsäußerung wäre unantastbar. Der erste Verfassungszusatz würde auch dann greifen, wenn es um Hass ginge. Der erste Verfassungszusatz garantiere auch dann das Recht auf freie Meinungsäußerung, wenn man Hassgedanken von sich gäbe. (Mann, was für ein Unterschied zu uns, wo unser Justizministerschen haargenau entgegengesetzt argumentiert und unser Recht auf freie Meinungsäußerung per Gesetz verbieten lassen will).
Amanda Blackhorse, eine von fünf Unterzeichnern der Petition gegen den Namen Redskins, war immens enttäuscht über das 8:0 Urteil des Gerichts. Und noch enttäuschter war sie über die Reaktion Snyders. Jetzt hätte das Team die Freiheit, einen rassistischen Namen registrieren zu lassen.
Blackhorse will weiterhin nicht einsehen, daß das Team mit dem Namen Redskins die Ureinwohner ehren und nicht beleidigen will. „Unser Fall ist damit beendet,“ sagte sie. „Das ist nur ein weiterer Tag für amerikas Ureinwohner. Das ist nichts neues für uns. Für amerikas Ureinwohner hat es kaum jemals Gerechtigkeit gegeben.“

Kurzberichte
Jon Gruden wurde als Head Coach der Buccaneers Super Bowl Sieger, also Weltmeister.
Jetzt bekam seine Familie Weltmeister-Zuwachs. Sein Sohn Jon David Gruden II, genannt Deuce, wurde Juniorenweltmeister im Gewichtheben.
Deuce, der am College von Lafayette Football spielte, ist im Stab von Head Coach Jay Gruden, Jons Bruder, als Kraft- und Konditionstrainer der Redskins tätig.

Zwei Tage zusätzlich haben die Teams Zeit, ihre Franchise Player zu langfristigen Verträgen zu überreden.
Die NFL hat den Stichtag vom 15. auf den 17. Juli nach hinten verschoben.
Das hätte die NFL auch schon viel früher bekanntgeben können. Aber irgendwie ist es wohl jetzt erst aufgefallen, daß der 15.7. ein Samstag ist. Und im Tarifvertrag steht, daß der Stichtag, wenn er auf einen Samstag oder Sonntag fällt, auf den anschließenden Montag verschoben werden muß.
Es gibt nur noch zwei Spieler, die das betrifft: Running Back Le'Veon Bell von den Steelers und Quarterback Kirk Cousins von den Redskins.

Kann Super Bowl Erfahrung den Titans helfen, in den Super Bowl zu kommen?
Die Fans werden es hoffen. Mit Wide Receiver Eric Decker haben sie den vierten Spieler verpflichtet, der Super Bowl Erfahrung mitbringt.
Cornerback Logan Ryan, Nose Tackle Sylvester Williams und Wide Receiver Eric Weems sind die anderen drei.
Decker sagte bei seiner Vorstellung, daß er unglaublich davon profitiert, daß er mit Peyton Manning zusammen spielen durfte. Der zukünftige Hall of Fame Quarterback hat Decker viel über das Spiel beigebracht, nicht nur wie man Passrouten läuft und Verteidigungen liest sondern auch darüber, was man auf und neben dem Platz machen sollte.
Decker kann mit seiner Erfahrung dem noch recht unerfahrenen Quarterback Marcus Mariota bestimmt viel helfen. Ob das zum Erreichen des Super Bowls reicht, davon kann man nicht wirklich ausgehen.

Aber wer kommt denn dann in den Super Bowl?
Eine große US Tageszeitung hat dazu eine Befragung unter Experten durchgeführt, und die sagen...
Favorit Nr. 1 New England Patriots, wie eben praktisch jedes Jahr.
Platz zwei belegen die Seattle Seahawks, deren Verteidigung die Saison dominieren sollte.
Die Packers werden auch ein Wörtchen mitzureden haben. Hier trauen die Experten Quarterback Aaron Rodgers zu, daß er das Team ins Endspiel führen kann.
Es folgen die Pittsburgh Steelers und Dallas Cowboys auf den Plätzen vier und fünf.

Er hat einen Traum.
Tom Brady träumt davon, ein reguläres Saisonspiel in China spielen zu können.
2007 sollten die Patriots ein Vorbereitungsspiel gegen Seattle in China spielen, das wurde aber abgesagt.
Und der Quarterback möchte gerne mal in der Volksrepublik spielen, nun, wo er sich seinem Karriereende langsam doch nähert.
Zur Zeit ist er auf Werbetour in China und die NFL hat ein reguläres Saisonspiel dort für 2018 bereits ins Auge gefaßt.
Ob was daraus wird, wird man sehen.

Montag, 19. Juni 2017

Kurzberichte
Ingram-MarkSaints Running Back Mark Ingram (Bild) sieht die Verpflichtung von Adrian Peterson nicht als Bedrohung für ihn, sondern als Herausforderung.
Ingram übertraf 2016 zum ersten Mal in seinen sechs Jahren in New Orleans die Tausend Yards Grenze und holte pro Lauf fünf Yards. Und prompt wurde ihm der alternde Superstar Peterson vor die Nase gesetzt.
Das bedeutet, daß Ingram, sollte Peterson gesund bleiben, weniger Einsatzzeit bekommt. Trotzdem will Ingram beide Marken wieder erreichen. Immerhin hat er sich bisher auch schon mit Pierre Thomas, Chris Ivory und Tim Hightower gemessen.
„Ich habe Peterson bewundert, seit er ein Freshman in Oklahoma war,“ sagte Ingram. „Er gehört zu den besten Running Backs die es je auf diesem Planeten gab. Jetzt stehen wir im selben Backfield und konkurrieren miteinander. Wir machen uns gegenseitig besser. So sieht es aus.“
Und da ist dann noch Rookie Alvin Kamara, der auch nicht zu verachten sein soll.
Head Coach Sean Payton nennt die Tatsache, daß er die Laufspielzüge unter drei hungrigen Running Backs aufteilen muß, ein Luxusproblem.

Das war klar, daß Eric Decker nicht lange ohne neuen Arbeitgeber bleibt.
Der frisch von den Jets gefeuerte Wide Receiver hat für ein Jahr bei den Titans unterschrieben. Das sind gute Nachrichten für Quarterback Marcus Mariota. Allerdings muß Mariota hoffen, daß Decker sich gut erholt hat. Letztes Jahr konnte er nur in drei Spielen antreten, weil er an Hüfte und Schulter operiert wurde.
Decker begann seine NFL Karriere 2010 bei den Broncos bevor er zu den Jets wechselte. In seinen sieben Jahren fing er 385 Pässe für 5.253 Yards und 52 Touchdowns.
Decker ist der Country Sängerin Jessie James verheiratet und lebt in Tennessee.

Larry Grantham verstarb im Alter von 78 Jahren.
Er war ein Star-Verteidiger der Jets, mit denen er 1969 den Super Bowl gewann. In dem Spiel hatte er drei Tackles und wehrte zwei Pässe ab.
Er spielte alle 13 Jahre seiner NFL Karriere für die Jets und wurde 2011 in deren Ring der Ehre aufgenommen.
Allerdings versuchte er es zwei Jahre nach seinem Karriereende in der NFL noch mal in der World Football League. 1974 spielte er für die Florida Blazers.

Sonntag, 18. Juni 2017

Kurzberichte
bell-leveonWenn man in Pittsburgh auch so denkt...
Ein ehemaliger Präsident des Spielerpersonals eines AFC Teams wurde gefragt, ob er Steelers Running Back Le'Veon Bell (Bild) einen hoch dotierten langfristigen Vertrag geben würde? Seine Antwort war: „Nein, Ich könnte ihm das Geld nicht geben. Er hat charakterliche Probleme und hat eine Serie von Verletzungen. Deshalb würde ich keine langfristige Verbindung eingehen. Ich würde ihn dieses Jahr unter dem Franchise Etikett spielen lassen und mich nach einer preiswerteren Alternative umsehen. Am Ende der Saison würde ich dann abwägen. Ich liebe es, wie er spielt, aber ich könnte nicht viel Geld für diese Position ausgeben. Ich habe zu viele Running Backs gesehen, deren Leistungen stark abfielen, nachdem sie ihren großen Zahltag hatten.“
Uff, harte Worte.
Wollen mal sehen, wie die Steelers das sehen.

Fuß verstaucht, lautet die Erklärung für die Verletzung von Myles Garrett.
Damit steht fest, daß der Rookie Defensive End nächsten Monat zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit sein wird.

„Touchdown in Israel II“ heißt es für Patriots Besitzer Robert Kraft und 18 Mitglieder der Hall of Fame.
Und in Tel Aviv scheint man die NFL zu kennen. Als der legendäre Running Back der Cleveland Browns, Jim Brown, nach dem Abendessen in sein Hotel kam, riefen zwei aufgeregte Passanten: „Das ist Jim Brown! Das ist Jim Brown!“
Auf Joe Green, Defensive Tackle in Pittsburgh, als die Steelers den Steel Curtain schlossen, wurde gar von einem nicht weniger enthusiastischem weiblichen Fan in Steelers-Shirt empfangen. Green war überrascht und erfreut.
Die 18 Altstars werde eine Woche lang mit israelischen Fans und Jugendspielern reden.
Robert Kraft spendete $6 Millionen um Israels erstes Football-Stadion zu bauen.

Sind die Rookieverträge unfair?
Ryan Shazier ist der Meinung, daß die Rookieverträge unter dem laufenden Tarifvertrag nicht fair sind.
Spieler, die in der ersten Runde der Draft einberufen wurden, sind letztlich schlechtergestellt, als die Spieler aus der zweiten Runde.
Als Beispiel führt Shazier, der 2014 an 15. Stelle von den Steelers aufgenommen wurde, Odell Beckham an, der auch 2014 vom College kam.
Beckham muß vier Jahre für ein niedriges Rookiegehalt spielen, und dann hat das Team noch eine Option auf ein fünftes Jahr. Da gibt es zwar einen kräftigen Zuschlag, aber in die Dimensionen, in die Beckham als einer der besten Wide Receiver der Liga gehört, kommt er damit noch nicht.
Das Beispiel des Linebackers der Steelers für einen Spieler aus Runde zwei ist Derek Carr. Der Quarterback der Raiders wurde in der zweiten Runde einberufen. Er kann bereits nach drei Jahren einen neuen Vertrag aushandeln und wird dann ein vielfaches seines heutigen Gehalts kassieren. Carr wird als erster Spieler, der die $25 Millionen pro Jahr Grenze knackt, erwartet.
Auf dieses Gehalt müßte ein Quarterback, der in Runde eins rekrutiert wurde, wenigstens zwei Jahre länger warten. Dadurch entgehen ihm etwa $40 Millionen.
Shazier, der selber als Rookie aus der ersten Runde betroffen ist, wünscht sich im nächsten Tarifvertrag etwas mehr Spielraum für die Frischlinge aus der ersten Runde. Wenn das Team und der Spieler sich einig wären, sollten sie auch nach drei Jahren einen neuen Vertrag aushandeln dürfen. Wenn ein Spieler auf hohem Niveau spielt, dann sollte er auch danach bezahlt werden. Und das nicht erst nach fünf Jahren, nur weil er früher einberufen wurde, als jemand anderer.

Samstag, 17. Juni 2017

Kurzberichte
Thomas-Demaryius2Der neue Head Coach der Broncos verlangt mehr Einsatz vom besten Spieler der Offense.
Vance Joseph ist der Ansicht, daß Wide Receiver Demaryius Thomas (Bild) nicht genug Leistung bringt. Joseph will, daß Thomas vom ersten bis zum letzten Viertel und von Woche eins bis Woche 17 der dominante Spieler ist, der er sein kann.
Joseph ist der Meinung, daß Thomas in Gedanken nicht immer voll bei der Sache ist. „Er kann ein Spiel an sich reißen,“ sagte der Head Coach. „Ich verlange, daß er in jedem Spiel mit der Einstellung auf den Platz geht, das Spiel an sich zu reißen.“
Thomas war geschockt davon, was sein neuer Head Coach da sagte. Doch, so fuhr er fort, hätte er selber auch schon daran gedacht. Er hätte sich diese Herausforderung selber schon gestellt, bevor Joseph sie ausgesprochen hatte. „Ich muß dieses Jahr alles machen, blocken, fangen, Routen laufen, alles,“ meinte Thomas dazu, der im Dezember immerhin schon 30 wird.
Und ja, von dem $70 Millionen Wide Receiver wird vieles Abhängen in einer Saison ohne echten Quarterback.

Die USA!
Bevölkerung: etwa 325.145.963.
Davon Männlich: etwa 119.400.000.
Benötigte Quarterbacks in der NFL: genau 32.
Und die kriegen es da nicht mal hin, diese läppischen 32 Männer zu finden, die auf hohem Niveau einen Football werfen können.
So haben die Broncos zwei Quarterbacks im Team und sie suchen darunter den, der am Wenigsten schlecht ist.
Die Jets haben drei Quarterbacks im Team und sie suchen darunter den, der am Wenigsten schlecht ist. Head Coach Todd Bowles sagte, daß es noch keinen Favoriten auf den Starterposten gibt.
Die Browns haben drei Quarterbacks im Team und sie suchen darunter den, der am Wenigsten schlecht ist. Die Rangordnung wäre noch lange nicht entschieden, meinte Head Coach Hue Jackson.
Und es gibt noch eine Menge anderer Teams, die auch den richtigen Quarterback suchen.

Bei den Redskins glaubt man, den Richtigen gefunden zu haben.
Der neue Personalchef der Redskins, Doug Williams, hat eine klare Meinung zu Kirk Cousins. Er will den Quarterback auch im schlimmsten Fall behalten.
„Wenn es schwer ist, jemanden in dieser Liga zu finden, dann ist das ein guter Quarterback,“ meinte Williams. Der war selber mal Quarterback der Redskins und gewann mit ihnen einen Super Bowl. Und für ihn ist Cousins der Mann, mit dem das wieder gelingen kann. Cousins hätte in den letzten zwei Jahren zwei gute Saisons gespielt. Es wäre nicht leicht einen Quarterback zu finden, der das Team nach vorne bewegen kann. Cousins könnte das, meinte Williams. Und mit der neuen O-Line und den neuen Receivern wäre dieses Jahr viel mehr drin.
Viel weniger wäre nach einer 8-7-1 Saison 2016 ja auch fast nicht möglich. 
Williams sagte, daß die Verhandlungen zwischen den Redskins und den Vertretern von Cousins fortschreiten würden.
Im schlimmsten Fall käme es so, daß die Redskins Cousins ein drittes Mal in Folge zu ihrem Franchise Player machen müßten. Das würde dem Quarterback 2018 satte $35 Millionen garantieren. Zählt man die bisherigen Gehälter von Cousins unter dem Franchise-Etikett zusammen plus das Geld, das 2018 dazu kommen könnte, dann käme er auf $79 Millionen für drei Saisons.
Und da kann man nicht sagen, daß das zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel wäre.

Als es für Roger Goodell persönlich wurde, kniff er den Schwanz ein.
Wie berichtet, hatte die NFL im Jahr 2015 eine Bowlingveranstaltung für Jugendliche verboten, weil sie in einem Kasino in las Vegas stattfinden sollte. An dieser Wohltätigkeitsveranstaltung in einer Bowlinghalle mit 72 Bahnen wollten auch Spieler aus der NFL teilnehmen.
Da es nach den Regeln der NFL für Spieler verboten ist, an Veranstaltungen in Glücksspielkasinos teilzunehmen, mußte die der „Strikes for Kids“ Event, an der über 100 Jungen und Mädchen teilnahmen, in eine Halle außerhalb von Las Vegas verlegt werden, die nur 16 Bahnen hatte.
Die Veranstalter zogen gegen die NFL vor Gericht, um die finanziellen Einbußen einzuklagen, die durch diesen erzwungenen Umzug zustande kamen.
Zum Prozeß wird es aber nicht kommen, denn der Anwalt der Kläger wollte erwirken, daß NFL Commissioner Roger Goodell im Zeugenstand unter Eid aussagt, wie die Liga zum Glücksspiel steht.
Sofort nachdem dieser Antrag vorlag, legte die Liga ein Vergleichsangebot vor, dem die Kläger zustimmten. Somit bleibt Goodell die unliebsame Aussage unter Eid erspart und der Prozeß, der am 25. September beginnen sollte, wurde abgesagt.
Über die Bedingungen des Vergleichs wurde nichts verlautbart.

Jalen Ramsey mußte sich einer Bauchmuskeloperation unterziehen.
Der Defensive End der Jaguars soll zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit sein.

Die Saints müssen bis zu sechs Monate auf Terron Armstead verzichten.
Der Left Tackle mußte an einer gerissenen Pfannenlippe in der linken Schulter operiert werden.
Auch letztes Jahr verpaßte er bereits neun Spiele mit Hüft- Knie- und Quadrizepsproblemen.

„Der letzte macht das Licht aus,“ und dieser letzte war Philip Rivers.
Der Quarterback der Chargers hat sich 13 Jahre auf einem Platz in San Diego auf die kommende Saison vorbereitet. Auch dieses Jahr, nach dem Umzug nach Los Angeles, haben die Chargers auf ihrem Trainingsgelände in San Diego ihr Minicamp abgehalten.
Rivers sagte, daß er am letzten Tag sehr nervös war. Das Wissen darum, daß er zum letzten Mal in San Diego trainiert hat, hätte ihn mitgenommen.
Seit 1961 spielten die Chargers in San Diego, bevor sie nun dem Mammon, dem zu erwartenden Mammon, nach Los Angeles folgten.
Ein Streit darum, ob die Stadt San Diego ihnen ein neues Stadion baut oder nicht, endete mit „oder nicht“.
Für Rivers, der in der Gemeinde fest verwurzelt war, ist der Umzug ein Unding. Aber, so meinte er, er wäre Profi und muß nun das tun, was sein Arbeitgeber entschieden hat.
Die Fans in Los Angeles werden denselben motivierten Philip Rivers bekommen, der er 13 Jahre lang in San Diego war, lautet sein Versprechen.

Freitag, 16. Juni 2017

Kurzberichte
goff-jared12Jared Goff (Bild) hat zugelegt.
Der Quarterback geht fünf Kilo schwerer in seine zweite Saison bei den Rams. Damit, so hofft er, hätte er mehr Masse und Kraft, um seine Pässe tiefer und präziser zu plazieren, wenn seine Pocket um ihn herum zusammenbricht.
Außerdem wäre es von Vorteil für ihn, wenn er nicht sofort zu Boden geht, wenn ein Verteidiger ihn mit einer Hand greift.
Letztes Jahr, das letzte bei den Rams unter dem unfähigen Head Coach Jeff Fisher, war ein verlorenes Jahr für die Mannschaft, die Fans und überhaupt. Die bunt zusammengewürfelte O-Line konnte die Quarterbacks nicht schützen und für den eigentlich sehr guten Running Back Todd Gurley keine Löcher aufreißen. Gurleys Durchschnitt pro Lauf ging um ein Yard gegenüber 2015 zurück.
Goff kam nur in sieben Spielen zum Einsatz, weil Fisher ihm nichts zutraute, obwohl er Tennessee eine Menge Draftpicks abtrat, um die Rams hochzutauschen. Er warf fünf Touchdowns und sieben Interceptions, stand aber auch unter dauerndem Druck.
Goff hofft nun, daß die gewonnene Muskelmasse auch hilft, Hits besser wegstecken zu können.
Ob es hilft, werden wir sehen.
Was auf jeden Fall hilft, ist, daß Jeff „7-9“ Fisher nicht mehr der Head Coach ist.

Die Nr. 1 der letzten Draft, Myles Garrett humpelte am Mittwoch beim Training vom Platz, nachdem er zuvor über eine Minute auf dem Feld liegen blieb.
Der Rookie Defensive End der Browns hatte sich am linken Fuß verletzt, als er versuchte, Quarterback Brock Osweiler unter Druck zu setzen.
Garrett hatte bereits bei den freiwilligen Trainingseinheiten einige Zeit mit einer nicht näher erklärten Verletzung gefehlt.
Am Donnerstag wurde er geschont und verpaßte den letzten Tag des Minicamps. Wie schlimm auch immer die Verletzung war, sie hat jetzt sechs Wochen Zeit, auszuheilen.

Matt Forte hat etwas dagegen, daß die Experten und die Fans denken, daß die Jets die kommende Saison absichtlich gegen die Wand fahren.
Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, seit die Jets die Leistungsträger Linebacker David Harris und Wide Receiver Eric Decker vor die Tür setzten. Zuvor wurden ja schon Cornerback Darrelle Revis, Center Nick Mangold, Wide Receiver Brandon Marshall, kicker Nick Folk und Safety Marcus Gilchrist gefeuert.
Doch der Running Back möchte dieses negative Gerede nicht mehr hören. Wenn es nach Forte geht, dann sind er und seine Teamkollegen „full go“ und sagen: „Bringt es.“
Doch das dürfte schwer werden für ein Team, das mit den Stars letztes Jahr schon nur fünf Spiele gewinnen konnte. Und einen Quarterback haben die Jets ja auch nicht. Dafür bleibt aber wohl Forte. Der mittlerweile 31 Jahre alte Running Back erzielte 2016 mit 218 Läufen 813 Yards und sieben Touchdowns. Er hat für 2017 garantierte $4 Millionen im Vertrag stehen und wird wohl nicht entlassen werden. Und auch wenn er es zwar nicht mehr hören mag, aber die Jets scheinen auf die erste Wahl in der Draft 2018 aus zu sein.

3 Watt in der NFL. Eine Glühbirne bekommt man damit nicht ans Leuchten, aber für Spaß und Spannung wird gesorgt.
Die Pittsburgh Steelers gaben Rookie Linebacker TJ Watt einen Vierjahresvertrag. Er wurde an 30. Stelle der Draft einberufen.
Zusammen mit seinen beiden älteren Brüdern JJ (Texans) und Derek (Chargers), ist er der dritte Watt in der NFL.
Während Derek als Fullback in der Offense spielt, sind TJ und JJ Verteidiger. Sie treffen am 25. Dezember aufeinander. Auf Derek treffen beide nicht. Weder Pittsburgh noch Houston spielt gegen die Los Angeles Chargers.

Odell Beckham jr. hat die freiwilligen Trainingseinheiten übersprungen, weil er „wachsen und erwachsen“ werden wollte.
Sieht man sich die Idiotien Beckhams bisher an, hat der Mann da einen langen Weg vor sich. Ob ein paar ausgelassene freiwillige Trainingseinheiten dafür ausreichen, ist fraglich.
Beantwortet ist damit aber die Frage, ob er nicht beim Team war, weil er für einen neuen Vertrag streiken wollte. Das wäre auf keinen Fall der Fall gewesen, sagte der Wide Receiver der Giants. Er habe nur sein bisheriges Leben reflektiert und neue Sachen gelernt.
Beckhams Rookievertrag läuft noch dieses Jahr mit der Option auf ein fünftes Jahr. Und was dann kommt, läge in den Händen des Herrn, meinte Beckham.
Es ist aber schon nicht schön, daß er als einer der drei oder fünf besten Receiver der Liga 2017 für magere $1,8 Millionen spielen muß. Deshalb ist es verständlich, daß man auf den Gedanken kommen konnte, daß Beckham einen Warnschuß abgeben wollte. Doch der Mann wollte ja nur erwachsen werden.
Na dann...

Le'Veon Bell hat nicht am Minicamp der Steelers teilgenommen.
Der Running Back ist der Franchiseplayer des Teams und wartet auf einen hoch dotierten Langzeitvertrag.
Eine Strafe muß Bell für seine Abwesenheit nicht zahlen. Er hat aktuell keinen Vertrag und muß deshalb auch nicht an den Pflichtveranstaltungen der Steelers teilnehmen.

Die Rams nahmen Offensive Tackle Greg Robinson als zweiten Spieler in der Draft 2014 auf. Er konnte die in ihn gestellten Hoffnungen nie erfüllen.
Deshalb ließen die Rams ihn zu den Lions wechseln. Von Detroit bekommen sie dafür eine Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft. Welche Position, das hängt davon ab, wie gut Robinson 2017 spielt.

Die Colts haben den gerade erst verpflichteten Running Back Christine Michael auf die Verletztenliste gesetzt.
Michael spielte in vier Jahren bisher in 37 Spielen, verteilt auf die Packers, Seahawks und Cowboys.
Troymaine Pope (war wohl mal bei den Seahawks) wurde verpflichtet um ihn zu ersetzen.
Warum die Colts Michaels Saison bereits beendeten, ist nicht bekannt. Nur daß er beim Training „zu Boden fiel“ wurde berichtet.

Die Redskins gaben Doug Williams einen neuen Job.
Der ehemalige Quarterback des Teams wurde Vizepräsident des Spielerpersonals, drei Monate nachdem Scot McCloughan gefeuert wurde.
Der 61 Jahre alte Williams arbeitet seit 2014 für die Redskins.
Er war der erste schwarze Quarterback, der einen Super Bowl gewinnen konnte, als die Redskins Denver in Super Bowl XXII mit 42:10 abfertigten. Williams wurde auch zum MVP des Spiels gewählt.
Seit er 1989 aus der NFL ausschied tingelte er als Scout für verschiedene Teams umher. Auch als General Manager hat er schon gearbeitet, 2010 - 11 für die Virginia Destroyers aus der UFL.

Die Minicamps sind beendet und erst in etwa sechs Wochen fangen die Trainingslager an. Für manche Teams früher, für andere später.
Bis dahin haben die Spieler frei.

Dienstag, 13. Juni 2017

Kurzberichte
vickDie Falcons hielten eine Abschiedszeremonie für zwei ihrer ehemaligen Spieler ab.
Quarterback Michael Vick (Bild) und Wide Receiver Roddy White wurden am Schluß der Zeremonie von Teambesitzer Arthur Blank lange und kräftig umarmt.
Vicks Zeit in Atlanta endete zwar unehrenhaft, aber das war an diesem Tag kein Thema mehr.
Vor seinem Gefängnisaufenthalt führte Vick die Falcons zweimal in die Playoffs und einmal ins NFC Championship Spiel. Nur das zählte gestern.
White spielte von 2005 - 15 für Atlanta. Er führt das Team in den Kategorien gefangene Pässe (808), Passyards (10.863) und Touchdownpässen (63) an.

Nach neun Jahren in der NFL hat King Dunlap genug.
Der ehemalige Offensive Tackle der Eagles und zuletzt der Chargers, gab bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Los Angeles entließ Dunlap im März und seitdem wartete er auf Angebote. Die kamen nicht, also geht er.

Jeremy Maclin hat einen neuen Arbeitgeber.
Die Baltimore Ravens gaben dem Wide Receiver einen Einjahresvertrag. Hier trifft er auf Offensive Coordinator Marty Mornhinweg, der in Maclins ersten vier Saisons Offensive Coordinator bei den Eagles war.

Die Jets haben gewartet, aber es kam kein Angebot für Eric Decker. Und so feuerten sie den 30 Jahre alten Wide Receiver.
„Wir halten viel von Eric,“ sagte General Manager Mike Maccagnan, „aber wir setzen auf die jungen Leute, die wir im Team haben.“
Decker dürfte eigentlich nicht lange ohne Team bleiben.

Packers Head Coach Mike McCarthy befreite seine Veteranen erneut vom Minicamp.
Obwohl die Teilnahme Pflicht ist, dürfen die altgedienten Spieler, wie z.B. Quarterback Aaron Rodgers, Zuhause bleiben.
Insgesamt sind 16 Spieler befreit.

Cam Newton wird im Minicamp der Panthers keine Pässe werfen.
Eigentlich sollte der Quarterback nach seiner Schulteroperation in dieser Woche wieder werfen, aber dieser Plan wurde dann doch geändert.

Sein Gewicht in Gold aufwiegen lassen, kennt man ja.
Gewichtsverlust gegen Bares einzutauschen, das macht Eddie Lacy gerade.
Der ehemalige Running Back der Packers trug immer schon vier- fünf Kilo zuviel mit sich herum. Sein neuer Arbeitgeber, die Seahawks, gaben Lacy einen Anreiz, auf sein Gewicht zu achten. Sie setzten Gewichtsmarken, die der Running Back einhalten soll, um dann finanziell dafür belohnt zu werden. Und das klappt ganz gut.
$55.000 kassierte er, als er am 15. Mai unter 115 Kilo wog.
Die nächsten $55.000 kassierte er gestern, als er unter 113 Kg wog.
Nicht schlecht für jemanden, der noch im März 121 kg gewogen hat.

Odell Beckham jr. wird wohl am Minicamp der Giants teilnehmen.
Der Wide Receiver tauchte am Montag, einen Tag vor Beginn des Camps, auf dem Gelände des Teams auf.
Beckham blieb den freiwilligen Trainingseinheiten fern, hat sich aber privat fitgehalten und ein Video seines Trainings zusammengeschnitten.

Im Mai gab es einen neuen Verkaufsschlager bei den NFL Trikots.
Kein Jersey verkaufte sich so oft, wie das von Raiders Running Back Marshawn Lynch.
Selbst das von neu Saint Running Back Adrian Peterson nicht. Das landete sogar nur auf Platz 25.

Montag, 12. Juni 2017

Dez will Darrelle
bryant-dez2Dez Bryant (Bild) will seine Chefs davon überzeugen, Darrelle Revis zu den Cowboys zu holen. Und gleichzeitig versucht er, Revis die Cowboys schmackhaft zu machen.
Der Wide Receiver glaubt, daß der Cornerback eine gute Verstärkung für die Defense sein könnte. Und so twitterte Bryant an Revis: „Ich verspreche, du wirst lieben was wir hier haben. Deine Einstellung paßt zu unserer Kultur... ich warte...“
Bryant läuft jeden Tag seine Routen gegen die Cornerbacks, die Dallas im Kader hat. Dadurch wird er wohl auf den Gedanken gekommen sein, daß die Cowboys dort eventuell nicht so gut ausgestattet sein könnten. Selbst ein Revis, der mit 31 Jahren nicht mehr seine volle Leistung abrufen kann, könnte da helfen. Anthony Brown geht in sein zweites Jahr und ist damit der erfahrenste Cornerback im Team. Zwei Rookies, Chidobe Awuzie und Jourdan Lewis, wurden als Ersatz für Barry Church und Morris Claiborne geholt, die das Team als Free Agents verlassen haben.
Die Defense war auch letztes Jahr schon der schwächere Mannschaftsteil der Cowboys. Eine echte Verstärkung wäre nötig. Aber ob das Revis wäre?

What if?
Was wäre wenn? hieß eine Comicserie bei Marvel. Darin wurden Geschichten erzählt, die eine alternative Realität aufzeigten.
Was wäre wenn... z.B. im Wild Card Spiel der Saison 2005 der Bengals gegen Pittsburgh Kimo von Oelhoffen nicht Palmer linkes Knie getroffen hätte?
Der Defensive Tackle, der 2000 von den Bengals zu den Steelers gewechselt war, traf Cincinnatis Quarterback bei einem tiefen Angriff am linken Knie. Dabei rissen das vordere und das hintere Kreuzband und ein weiteres Band im Knie Palmers.
Dieser Angriff war zu der damaligen Zeit legal. Doch war dieser Angriff und das schlimme Ergebnis auch Anlaß dafür, die Regeln zu ändern. Die „Carson Palmer Regel“ alternativ auch „Kimo Regel“ besagt, daß ein Verteidiger darauf achten muß, daß er den Quarterback nicht in Höhe der Knie oder tiefer angreift, wenn der in einer ungeschützten Position ist und beide Füße auf dem Boden hat.
Was wäre wenn... es diesen Angriff und die daraus resultierende Verletzung nicht gegeben hätte?
Wäre Carson Palmer dann heute ein sicherer Kandidat für die Hall of Fame?
Bis zu diesem zweiten offensiven Spielzug der Bengals in diesem Wild Card Spiel wäre er es gewesen. Palmer hatte das Zeug, zu den ganz großen zu gehören.
Nach der Verletzung war er nicht mehr ganz der Alte, obwohl er eine gute Saison 2006 spielte. Doch den Schwung von vor der Verletzung hatte er verloren.
Palmer wurde dreimal in den Pro Bowl gewählt, 2005 und 2006, und dann noch mal 2015. 2005 war er der AFC Player of the Year, und der Quarterback, der die meisten Touchdownpässe der Saison geworfen hatte. Er war somit voll auf Kurs, Canton, Ohio.
2011 ging er zu den Raiders, doch seine Leistungen überzeugten Teambesitzer Al Davis nicht. 2013 wechselte Palmer zu den Cardinals. Dort spielt er bis heute.
Am 9.11. 2014 riß er sich wieder das Kreuzband im linken Knie. Er kam 2015 mit der wohl besten Saison seiner Karriere zurück. 35 Touchdowns, 11 Interceptions und 13-3 Siege. Mit einem 26:20 nach Verlängerung in der Divisional Runde gegen Green Bay, kam er zu seinem ersten Playoffsieg.
In der Saison 2016 warf er zum sechsten Mal in seiner Karriere Pässe für über 4.000 Yards. Dennoch war es mit 7-8-1 Siegen eine Saison zum Vergessen.
Palmers Head Coach Bruce Arians stellt jetzt die Frage, ob sein Quarterback auch ohne Super Bowl Ring ein Kandidat für die Ruhmeshalle sein könnte?
Seine reinen Statistiken sprechen dafür. 6.040 Versuche, 3.777 Vervollständigungen, 44.269 Yards, 285 Touchdowns, 180 Interceptions.
Doch seine Playoffbilanz von 1-3 Siegen und der fehlende Ring könnten seiner Aufnahme in die Hall entgegenstehen.
Was wäre wenn... diese böse Verletzung nicht gewesen wäre?

Dr. Jekyll und Mr. Hyde in der NFL.
Auf der einen Seite erlaubte die Liga den Raiders den Umzug in die Hauptstadt des Glücksspiels, Las Vegas.
Auf der anderen Seite griff sie hart durch, um Kindern, Jugendlichen und ihren Familien eine Bowlingveranstaltung zu vermiesen.
Diese Veranstaltung fand in Las Vegas statt und es nahmen mehrere Spieler der NFL daran teil. Es sollte Geld gesammelt werden, das für die Bildung und Entwicklung von Jugendlichen eingesetzt werden sollte. Allerdings fand diese Veranstaltung in einem Spielkasino statt, und das fand die Liga gar nicht gut.
Sie zwang alle Teilnehmer dazu, zu einer anderen, kleineren, Bowlinghalle zu wechseln, die keine Anbindung an ein Kasino hatte. Die Regeln wären klar, Spieler der NFL dürfen nicht an Veranstaltungen in Spielkasinos teilnehmen.
Was nach diesen Regeln erlaubt ist, und was nicht, entscheidet einzig und allein Commissioner Roger Goodell.
Also die Raiders in Las Vegas?
OK!
Eine Bowlingveranstaltung mit NFL Spielern in einem Kasino um Geld für Schüler zu sammeln?
Nicht OK!
Mit dieser schizophrenen Haltung kommt der Mann nicht mehr weit, wenn die Raiders nach Las Vegas umgezogen sein werden.

Kurzberichte
Die Chargers und Melvin Ingram einigten sich auf einen neuen Vertrag.
Der Outside Linebacker war der Franchise Player des Teams. Doch am Sonntag unterschrieb er einen Vierjahresvertrag über $66 Millionen von denen $42 Millionen garantiert sind.
Die Teams haben noch bis zum 15. Juli Zeit, ihre Franchise Player zur Unterschrift unter Langzeitverträge zu bewegen.
Drei Franchise Player gibt es zur Zeit, die bisher noch keinen langfristigen Vertrag unterschrieben haben, Quarterback Kirk Cousins (Washington Redskins), Running Back Le'Veon Bell (Pittsburgh Steelers) und Cornerback Trumaine Johnson (Los Angeles Rams).

Letztes Jahr stellte Lions Quarterback Matthew Stafford einen neuen NFL Rekord auf, indem er sein Team achtmal nach einem Rückstand im letzten Viertel noch zum Sieg führte. Das führte ihn auf Platz 31 der Top 100 2017.
Großen Anteil an diesem Rekord hatte Taylor Decker, der Staffords blinde Seite abdeckte. Decker wird mit einer Schulterverletzung wohl die ganze Saison 2017 verpassen.
Doch Defensive Tackle Haloti Ngata glaubt, daß genug Spieler im Team sind, die über sich hinauswachsen können, um Decker zu ersetzen.
Joe Dahl und Cornelius Lucas teilten sich Einsätze mit der ersten Mannschaft letzte Woche. Das Team verpflichtete Tony Hills als Free Agent, und Corey Robinson wird bald seine Fußverletzung auskuriert haben und könnte Deckers Platz einnehmen.
Ngata glaubt nicht, daß durch Deckers Verletzung die Luft aus Detroits Offense raus ist.

Samstag, 10. Juni 2017

Kurzberichte
luck-andrew8Keiner weiß, wann Andrew Luck (Bild) wieder spielen kann, und ob überhaupt 2017. Doch Colts-Besitzer Jim Irsay stellt ungetrübten Optimismus zur Schau. Für ihn steht fest, daß Luck im ersten Spiel bei den Rams hinter dem Center stehen wird.
Irsay sprach vor über 1.000 Saisonkarteninhabern und meinte, daß man in der Ära Luck noch mehrere Super Bowls gewinnen wird. „Und ja, ich spreche von mehreren Lombardis,“ betonte Irsay. „Und ich will verdammt sein, wenn wir nicht da raus gehen und sie uns holen.“
Verdammt, das könnte ein Himmelfahrtskommando werden.

Wie bereits vermutet, wird Lions Left Tackle Taylor Decker lange ausfallen.
Er wurde an einer gerissenen Pfannenlippe operiert und hat eine 4-6 monatige Zwangspause vor sich. Dadurch verpaßt er zumindest die Spiele gegen die Cardinals, Giants, Falcons und Vikings. Im schlimmsten Fall, könnte er sogar die ganze Saison verpassen.
Als Rookie spielte er letztes Jahr jeden offensiven Spielzug und behauptete sich sehr gut gegen die besten Pass Rusher der Liga.
Decker hatte sich letzte Woche beim freiwilligen Training verletzt.

Tauscht DeAngelo Williams den Grillrost gegen den Ring?
Es wird erwartet, daß der ehemalige NFL Running Back, der zuletzt für die Steelers spielte, eine Zukunft bei den Catchern anstrebt. Er soll am Impact Wrestling's Slammiversary in Orlando am 2. Juli teilnehmen, wie es der Wrestling Observer Newsletter meldet.
Williams hat 11 Jahre in der NFL auf dem Konto und 8.096 Laufyards. 6.846 davon holte er als Carolina Panther und stellte damit den Mannschaftsrekord auf.

Zwei Männer wanderten in den Knast, weil sie den Super Bowl Ring von DeMarcus Ware gestohlen haben.
Die beiden waren im Oktober 2016 in das Haus des damaligen Defensive Ends der Broncos eingebrochen und hatten seinen Super Bowl 50 Ring gestohlen und andere Wertsachen im Wert von etwa $40.000.
Dafür mußte der 41 Jahre alte Billy McCaslin 60 Tage in den Bau und der 32 Jahre alte Sergio Irreza 30 Tage.
Ware sagte, daß er froh war, zu der Zeit nicht im Haus gewesen zu sein. „Ich hätte die beiden gesackt,“ meinte er. „Ich hätte sie wirklich voll gesackt. Beide!“

Ex-NFL Wide Receiver James Hardy ist tot.
Er spielte von 2008 bis 09 für die Bills. In dieser Zeit fing er 10 Pässe für 96 Yards und 2 Touchdowns.
Nach einem erfolglosen Versuch, es in den Kader der Ravens zu schaffen, ging er in die Arena Football League.
Im Mai stand er vor Gericht, weil er drei Polizisten attackiert hatte. Doch der Richter war der Ansicht, daß Hardy mental nicht in der Lage war, dem Prozeß zu folgen.
Am Mittwoch wurde sein lebloser Körper in einem Fluß in Indiana aufgefunden.
Er wurde nur 31 Jahre alt.

Freitag, 9. Juni 2017

Kurzberichte
Murray-DeMarco-titans02Titans Running Back DeMarco Murray (Bild) mußte an seinem rechten Ringfinger operiert werden. Das Pflicht-Minicamp nächste Woche wird er verpassen. Aber zum Beginn des Trainingslagers wird er wieder einsatzbereit sein.
Murray war letztes Jahr mit 1.287 Yards der beste Running Back der AFC und wurde in seinen dritten Pro Bowl gewählt.
Auch Wide Receiver Tajae Sharpe wurde operiert. Ihm wurde eine Schraube in einem Fuß eingesetzt, um einen Bruch zu behandeln.
Mit einer solchen Verletzung ist es möglich, daß er lange Zeit ausfällt. 2016 fing er 41 Pässe für 522 Yards und 2 Touchdowns.
Sein Agent ist optimistisch, daß Sharpe zum Trainingslager einsatzbereit sein wird. Fraglich ist, ob er dann überhaupt noch ein Titan ist?
Sharpe war Anfang Mai in eine Kneipenschlägerei verwickelt, und ob die Titans ihn behalten, steht noch nicht fest.

Die Patriots gaben Julian Edelman einen langfristigen Vertrag.
Der Wide Receiver ist im letzten Jahr seines Vierjahresvertrags, der ihm $17 Millionen einbrachte. Er unterschrieb für weitere zwei Jahre bis nach der Saison 2019. In dieser Zeit kann er $11 Millionen verdienen von denen $9 Millionen garantiert sind.
Der mittlerweile schon 31 Jahre alte Edelman ist seit neun Jahren bei den Patriots und hatte letztes Jahr seine zweite Saison mit Fängen für über 1.000 Yards.

Während dieser Wide Receiver unter Vertrag genommen wurde, sucht ein anderer noch nach seinem neuen Team.
Jeremy Maclin war zu Vertragsgesprächen in Buffalo und Baltimore. Beide Gespräche verliefen ergebnislos.
Dabei hat Maclin mit Running Back LeSean McCoy in Buffalo und Steve Smith in Baltimore starke Fürsprecher.
Smith spielte letztes Jahr noch für die Ravens und könnte sich Maclin gut in deren Uniform vorstellen, wie er sagte.
Man kann davon ausgehen, daß die Gehaltsvorstellungen Maclins etwas über denen der besuchten Teams liegen. Bei den Chiefs, die ihn letzte Woche überraschend feuerten, hätte er 2016 $11 Millionen verdient.
Maclin ist seit 2009 in der NFL und fing 474 Pässe für 6.395 Yards und 46 Touchdowns.

In Buffalo nahm Sammy Watkins zum ersten Mal seit Januar wieder an einem Training der Bills teil.
Der oft verletzte Wide Receiver verpaßte in den letzten beiden Saisons 11 Spiele wegen diverser Verletzungen. Eine davon eine hartnäckige Fußverletzung, die operiert wurde, Watkins aber immer noch Schmerzen bereitet.
Wegen dieser Verletzungen haben die Bills ihre Option auf eine fünfte Saison des Wide Receivers nicht gezogen. Als sie sich 2014 in der Draft nach oben tauschten, um an Watkins zu kommen, konnten sie natürlich noch nicht ahnen, wie verletzungsanfällig er werden sollte. Auf dem College blieb er von Verletzungen verschont.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Die NFL und der Terror
arians-bruce3Die Terroranschläge in Groß Britannien beunruhigen die Cardinals nicht. Das jedenfalls sagte Head Coach Bruce Arians (Bild).
Die Cardinals müssen im Oktober nach London, das oft Ziel von Terrorattacken des ach so friedlichen Islams erlebte.
Um sich ordentlich auf das Spiel am 22. Oktober im Twickenham Stadion vorzubereiten, fliegen die Cardinals etwa eine Woche vorher nach London.
„Jedesmal wenn Du ängstlich bist und ISIS, oder wer auch immer das ist, deine Art zu denken oder zu handeln verändert, gewinnen die,“ sagte Arians auf ESPN. „Wir gehen hin, und wir werden hingehen, und werden alles tun um eine gute Show abzuliefern. Wenn etwas passiert, passiert es, aber es wird uns nicht einschüchtern.“
Am 22. Mai sprengte ein Islamist 22 Menschen in Manchester in den Tod, darunter viele Kinder. Diese hatten ein Konzert von Ariana Grande besucht und hatten nur einen schönen Abend verbringen wollen. Dafür bezahlten sie mit ihrem Leben.
Am 3. Juni überfuhr ein Terrorist mit einem LKW Fußgänger auf der London Bridge, bevor er aus dem Wagen sprang und mit einem Messer auf weitere unschuldige Opfer einstach. Dabei verloren sieben Menschen ihr Leben und viele andere wurden schwer verletzt.
Ob Arians die Meinung wirklich aller Cardinals wiedergibt?
Ersatz- Quarterback Drew Stanton hat mit seiner Familie darüber diskutiert. „Zu diesem Zeitpunkt macht es für meine Familie keinen Sinn, dort hinüber zu gehen,“ sagte er. „Ich habe kleine Kinder und eine Frau. Sie in bedrohliche Situationen zu bringen ist nicht förderlich.“
Safety Antoine Bethea glaubt, daß die Behörden, die NFL und die Sicherheitskräfte alles tun werden, um die Veranstaltung von Anfang bis Ende zu schützen. „Ich würde lügen, wenn ich sagte, daß ich mich nicht sorge,“ sagte er. „Solche großen Veranstaltungen sind immer ein Ziel und es ist auch schon viel schlimmes passiert, aber ich glaube, daß ich meine Familie mitnehmen kann.“
Es ist also traurige Tatsache, daß der Terror des Islams auch tief in unseren Sport hinein wirkt.

Kurzberichte
Cleveland ist eine Stadt der Sieger geworden. Das Basketball Team, die Cavaliers, spielen um den Titel und das Baseballteam, die Indians, haben in der letzten Saison in der World Series gestanden.
Und die Cleveland Browns?
Sie holten sich Platz eins in der Draft.
Diese Loser sind seit Jahren der Lachschlager der NFL. Zwar hatte Jimmy Haslam groß getönt, die Browns wieder zu einem Sieger zu machen, als er sie 2012 kaufte, aber was folgte war ein noch tieferer Absturz.
„Das ist eine großartige Sportstadt,“ sagte Haslam. „Eine Million Menschen waren letztes Jahr zur Siegesparade der Cavaliers in den Straßen. Das ist Phänomenal.
Wir spüren eine Menge Druck auf uns.“
Neun negative Saisons in Folge haben die Browns vorzuweisen. Die letzte mit 1-15 Siegen.
„Der Plan ist gemacht,“ gibt sich Haslam kämpferisch. „Wir haben gute Spieler einberufen und auch gute Free Agents verpflichtet. Letztes Jahr hat extrem wehgetan. Dieses Jahr werden wir besser sein. Wir haben uns verstärkt.“
Was Haslam fast die Tränen in die Augen treibt, ist die unfaßbare Loyalität der Fans. „Ihre Unterstützung ist weitaus größer, als sie sein sollte,“ meinte Haslam. „Sie sind uns treu geblieben. Diese Leute wollen die Browns gewinnen sehen. Wir müssen aufhören darüber zu reden und endlich liefern.“
Stimmt!
Verdient hätten diese Fans es, wenn man bedenkt, bei was für einem Sauwetter die oft ins Stadion strömen.

Das war es für Dennis Pitta in Baltimore.
Nach der dritten Hüftverletzung des Tight Ends, feuerten die Ravens ihn. Das spart ihnen $2,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Das ist trotzdem schade für das Team und Pitta, denn er gehört zu den besten Tight Ends der Liga, aber er ist halt zu oft verletzt. Zwar spielte er 2016 in allen 16 Spielen, aber zwischen 2013 - 15 verpaßte er 41 Spiele.
Verletzt sind auch die Tight Ends Benjamin Watson (Achillessehnenriss) und Maxx Williams (Knie).

Giants Mitbesitzer John Mara will, daß Odell Beckham bis zum Ende seiner Karriere ein Giant bleibt.
Auch wenn der Wide Receiver eher ein Problemkind ist, das sich hartnäckig gegen das Erwachsen werden wehrt, so ist er auf dem Feld eine Macht, die Mara gerne behalten möchte.
Der Co-Besitzer sprach im Gemeindehaus des Teams zu 1.500 Saisonkartenbesitzern.
Auf die Frage, eines Besuchers, wo Beckham denn zur Zeit wäre, wo die Mannschaft doch bereits miteinander trainiert, antwortete er: „Ich habe keine Ahnung, wo Odell Beckham ist.“
Auf die Frage, ob man Beckham schon einen Langzeitvertrag angeboten hätte, meinte Mara: „Noch nicht, aber wir arbeiten daran. Wir wollen, daß er für den Rest seiner Karriere ein Giant bleibt.“
Wenn die Giants nächste Woche ihr Pflicht-Minicamp abhalten, erwartet Mara, daß Beckham anwesend ist.

Rob und Rex Ryan waren in einer Bar in Nashville, um sich Spiel drei des Stanley Cup Finales der NHL anzusehen.
Dabei wurde es erst laut und dann handgreiflich.
Die Zwillinge schubsten sich mit anderen Besuchern der Bar herum. Eine Prügelei kann man das, was auf dem Video zu diesem Streit auf Twitter zu sehen ist, nicht nennen.
Dennoch wurde Ex- Jets und Bills Head Coach Rex Ryan wegen einfacher Körperverletzung angezeigt.
Rob Ryan, ein ehemaliger Defensive Coordinator bei diversen Teams, kam ohne Anzeige davon, obwohl auf dem Video zu sehen ist, wie er jemanden würgt.
Weder Rex noch Rob haben zur Zeit einen Job in der NFL. Rex ist bei ESPN untergekommen. Wie der Sender reagiert, steht noch nicht fest.

Peyton Manning berät Riddell. Der zukünftige Hall of Fame Quarterback arbeitet mit der Ausrüsterfirma zusammen, um die Sicherheit von Helmen zu erhöhen:
Manning, fünfmaliger MVP der NFL, spielte in seiner gesamten Karriere mit Helmen und Schulterpads von Riddell.
„Ich hatte das Glück, Football spielen zu können,“ sagte Manning. „Jetzt eine Partnerschaft mit Riddell einzugehen ist die willkommene Gelegenheit für positiven Einfluß auf die Sicherheit ihrer Produkte zu sorgen. Dabei haben wir Athleten aller Altersstufen im Blick.“
Konkurrenz hat wohl das Geschäft belebt. Von 1989 bis 2014 mußten alle NFL Spieler Riddell Helme tragen. Da war es nicht so wichtig, neue Sicherheitskriterien zu erforschen, man hatte ja das Monopol. Erst nach 2014 durften die Spieler auch Helme anderer Anbieter tragen. Seitdem tut sich was.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Kurzberichte
bowles-todd2J.E.T.S. Mess, Mess, Mess.
Aber damit soll wirklich bald Schluß sein. Es wird ausgemistet. Am Dienstag entließ Head Coach Todd Bowles (Bild) kurz mal Linebacker David Harris.
Wide Receiver Brandon Marshall, Center Nick Mangold und Cornerback Darrelle Revis wurden ja bereits gefeuert.
Wide Receiver Eric Decker wurde informiert, daß er noch in dieser Woche zu einem anderen Team abgegeben oder entlassen wird.
Harris und Decker sparen den Jets $11 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Warum die beiden guten Spieler so kurz vor den Pflicht Trainingseinheiten gefeuert wurden, darüber rätselt man in New York.
Bösartige, also wirklich bösartige Zungen, behaupten nun, daß die Jets sich einen sehr guten Platz in der nächsten Draft sichern wollen, um dann 2018 ein gutes Team zusammenstellen zu können.
Wäre ich bösartig, würde ich das auch so sehen.

Obwohl die Raiders in seiner Geburtsstadt spielen, war der anstehende Umzug nach Las Vegas der Grund für Marshawn Lynch, aus seinem Proberuhestand zurückzukehren, oder besser weil der Club umzieht.
Der Running Back gab am Dienstag seine erste Pressekonferenz, seit er in Oakland unterschrieb.
Lynchs Erklärung machte Sinn. Er sagte, daß er den heranwachsenden Fans gerne noch mal einen ortsansässigen Star zeigen möchte, bevor die Raiders Oakland den Rücken kehren und niemand dort mehr NFL Football im Stadion erleben kann.
Zwei Jahre müssen die Raiders noch in Oakland bleiben, mindestens. In dieser Zeit möchte Lynch den Fans dort noch etwas bieten.

Lions Left Tackle Taylor Decker verletzte sich letzte Woche an einer Schulter. Am Montag wurde er operiert.
Ob er 2017 wird spielen können, steht noch nicht fest.
Decker sollte eigentlich die blinde Seite von Quarterback Stafford bewachen. Den Job müßte dann vielleicht Right Tackle Rick Wagner übernehmen.

Patriots Head Coach Bill Belichick war wieder ganz er selbst, als er nach Tom Bradys angeblicher Gehirnerschütterung gefragt wurde. „Wir fertigen jede Woche unsere Verletzungsreports an“, nuschelte er ohne den Mund aufzumachen. „Wir fertigen die Berichte nach den Richtlinien der Liga an. Wissen Sie, unsere medizinische Abteilung kümmert sich um die verletzten Spieler. Die Spieler kommen nicht zu mir, um sich behandeln zu lassen. Das ist auch nicht mein Job. Dafür haben wir die medizinische Abteilung.“

Fünf Monate nach seiner Schulteroperation wirft Andrew Luck immer noch keine Pässe.
Der Quarterback der Colts hofft, daß er in sieben Wochen, wenn das Trainingscamp beginnt, so weit sein wird.
Bis dahin agiert Luck als Trainer. Er hilft den Quarterbacks und instruiert die Receiver, wie sie ihre Routen zu laufen haben.
Der (noch) bestbezahlte Spieler der NFL mit seinem $140 Millionen-Vertrag, hat nicht vor nur rumzusitzen. Dennoch verliert er kostbare Zeit, um sich an seine Receiver zu gewöhnen. Und ob er als Starter in die Saison gehen kann, ist fraglich. Die Heilungsphase nach einer OP an einer angerissenen Pfannenlippe kann bis zu neun Monaten dauern. Luck wurde im Januar operiert. Das könnte knapp werden.
Bis Luck wieder einsatzbereit ist, ist Scott Tolzien die Nr. 1 der Colts Quarterbacks. Da kann man dem Team nur viel Glück wünschen.

Die Chargers haben schon wieder Pech mit ihrer Nr. 1 aus der Draft.
Letztes Jahr streikte Defensive End Joey Bosa, weil er mit Klauseln im Vertrag nicht einverstanden war. Dieses Jahr fällt Wide Receiver Mike Williams eine Zeitlang aus, weil er einen leichten Bandscheibenvorfall hatte.
Am Minicamp nächste Woche wird er nicht teilnehmen.

Bis nächste Woche warten die Cardinals und die Patriots nicht. Sie eröffneten bereits gestern ihre Pflicht-Minicamps.
Schluß mit freiwilligem Training, jetzt wird es ernst.
Die 30 anderen Teams lassen sich noch bis nächste Woche Zeit.

Dienstag, 6. Juni 2017

Kurzberichte
watt-jj2JJ Watt (Bild) ist in den Top 100 2017 und ist gar nicht erfreut darüber.
Der Star-Verteidiger der Texans hat 2016 nur in drei Spielen spielen können, und deshalb glaubt er, daß er nicht in die Top 100 2017 gehört.
Doch die Spieler der NFL, die an der Wahl teilnahmen und ihn auf Platz 35 wählten, sahen das wohl anders.
Auch Adrian Peterson schaffte es in die Top 100. Mit 1,9 Yards pro Lauf kam er auf Platz 98.
Watt hatte letztes Jahr in drei Spielen zusammen 1,5 Sacks und kam auf Platz 35.
Vic Beasley von den Falcons führte die NFL 2016 mit 15,5 Sacks an und landete hinter Watt auf Platz 40.
Sollte die NFL da nicht doch mal den Wahlmodus auf den Prüfstand stellen?

Die Texans feuerten Keith Mumphery und Max Bullough.
Die Detroit Free Press berichtete, daß Wide Receiver Mumphery 2016 auf seinem College gegen die Universitätsregeln im Bezug auf Gewalt und sexuelle Übergriffe verstoßen hat. Die Texans reagierten mit seiner Entlassung auf den Artikel.
Linebacker Bullough wurde für die ersten vier Spiele der Saison suspendiert, weil er gegen die Drogenrichtlinien der Liga verstoßen hat. Das führte dann zu seiner Entlassung.
Houston verpflichtete bereits Wide Receiver Dres Anderson und Linebacker Sio Moore.

Dwight Freeney ist 37 Jahre alt, möchte aber noch nicht in den Ruhestand treten.
Der Pass Rusher spielte letztes Jahr für die Falcons,hat aber keinen Vertrag mehr. Doch wie er sagte, wären er und die Falcons nicht abgeneigt, es noch eine Saison miteinander zu versuchen.
Nach der schlimmen Klatsche im Super Bowl dachte Freeney zunächst ans Aufhören, doch mittlerweile hat der Schmerz der Schmach etwas nachgelassen.

Vikings Head Coach Mike Zimmer wurde am Montag 61. Und als Geschenk durfte er wieder das Training seines Teams leiten.
Nach seiner achten Operation am rechten Auge war er die letzten zwei Wochen krankgeschrieben.

„Colin Kaepernick ist absolut ein Starter in der NFL“, so lobte Seahawks Head Coach Pete Carroll den arbeitslosen Ex- Quarterback der 49ers. Der war in der letzten Woche zu einem Probetraining in Seattle und begeisterte Carroll.
Das führte dazu, daß die Seahawks Anfang dieser Woche Austin Davis als Ersatzmann verpflichteten.
Vielleicht war Kaepernick ja überqualifiziert?
Davis war 2016 im Kader der Denver Broncos. Er ist seit fünf Jahren in der NFL und hat in dieser Zeit 13 Spiele absolviert, 2014 10 für die Rams, 2015 3 für die Browns, 2016 keins.

Verdammte soziale Medien.
Broncos Ersatz Safety Will Parks veröffentlichte Videos vom Training der Broncos, was absolut verboten ist.
In den Videos sieht man, wie ein völlig überforderter Quarterback Paxton Lynch erfolglos versucht, Receiver bei Crossing Pattern zu treffen.
Diese Videos sollten aber nicht zeigen, wie unfähig Lynch ist, sondern wie gut Parks arbeitet. Er war bei den Spielzügen in der Verteidigung auf dem Platz.
Jetzt hat er Glück, daß er noch weiter im erweiterten Kader bleiben darf. Head Coach Vance Joseph erklärte, daß ein junger Spieler einen verzeihlichen Fehler gemacht hätte. Er wollte der Welt zeigen, wie hart er trainiert. Man habe mit ihm darüber gesprochen und Parks bewußt gemacht, daß die Teamangelegenheiten Privat wären und niemanden etwas angingen. Parks hätte nicht vorgehabt, jemand anderen bloßzustellen oder das Team zu verletzen.
Deshalb wollte man ihn mit einem blauen Auge davonkommen lassen.

Die 49ers verpflichteten Elvis Dumervil.
Der Pass Rusher ist seit 11 Jahren in der Liga. Von 2006 bis 12 spielte er für die Broncos, von 2013 bis 16 für die Ravens.
In dieser Zeit erzielte er 99 Sacks.
Wegen einer Fußverletzung konnte er 2016 nur in acht Spielen antreten. Deshalb feuerten die Ravens ihn im März, aus Kostengründen.

Giants Wide Receiver Roger Lewis Jr. wurde verhaftet, weil er im Rausch Auto fuhr.
Er hatte Marihuana und Alkohol konsumiert.
Die Giants gaben bekannt, daß sie von dem Vorfall wüßten, wollten aber noch keinen weiteren Kommentar abgeben.

Nächste Woche soll Cam Newton wieder Pässe werfen dürfen.
Der Quarterback der Panthers wurde an der rechten Schulter operiert und darf ab nächster Woche wieder leicht trainieren.
Verletzt hatte er sich in Woche 14 gegen San Diego, hatte aber kein Spiel verpaßt.
Voll ins Training wird er erst Ende Juli einsteigen, wenn das Trainingscamp beginnt.
Obwohl er nicht aktiv werden durfte, war Newton bei jeder der freiwilligen Trainingseinheiten anwesend.
Auch beim Training war Cornerback James Bradberry. Er brach sich dabei am Montag ein Handgelenk und wird etwa einen Monat ausfallen.

Viele Teams haben Probleme ihre besten Spieler zu den freiwilligen Trainingseinheiten zu bewegen.
Nicht so die Cowboys. Sie freuen sich darüber, daß bei den für die Medien öffentlichen Trainingseinheiten jeder Spieler anwesend war.
Doch nicht nur wenn die Kameras klickten und surrten, waren alle da. Head Coach Jason Garrett sagte, daß auch bei den nicht öffentlichen Einheiten jeder Spieler anwesend war.

„Are You ready for some Football?“
Aber sicher. Und Hank Williams stellt uns diese Frage jetzt wieder vor jedem Monday Night Football Spiel.
Vor sechs Jahren hatte ESPN genug von dem Country-Star, der sich wohl kritisch über den damaligen Präsidenten Hussein Obama geäußert hatte.
Ein neuer Präsident, eine neue Chance für Hank Williams, der seit 1989 vor jedem Monday Night Football Spiel diese Frage stellte.
Am 11.9. heißt es nach sechs Jahren Zwangspause also wieder: „Are you ready for some Football?“

Montag, 5. Juni 2017

Kurzberichte
norman-josh2Redskins Defensive Coordinator Greg Manusky gab bekannt, daß in der kommenden Saison sein bester Cornerback die besten Wide Receiver der Gegner konstant beschattet.
Das bedeutet zweimal Josh Norman (Bild) gegen Odell Beckham und zweimal Norman gegen Dez Bryant.
Manusky führte aus, daß es für viele Cornerbacks schwer wäre, nicht auf ihrer besten Seite zu spielen. Viele könnten ihre einstudierten Bewegungsabläufe nicht ändern und hätten deshalb eine feste Seite, auf der sie bleiben. Das wäre aber bei Norman nicht der Fall. Er kann deshalb den besten Receiver des Gegners verfolgen.
Und wir können verfolgen, wie gut das klappt.

Der Sheriff spielte ein Ründchen Golf mit dem Präsidenten.
Peyton Manning und der republikanische Senator Bob Corker aus Tennessee drehten auf dem Trump National Golf Club in Virginia eine Runde mit dem Präsidenten der USA, bevor sie noch auf einen Abstecher ins Weiße Haus mitgingen.
Manning ist ja immer noch auf der Suche nach einem „richtigen Job“, wie er nicht aufhört zu betonen. Doch Politik ist nicht seine Sache. Aber mal ein Golfspiel mit dem Führer der freien Welt, das hätte ihm Spaß gemacht, sagte der ehemalige Star Quarterback nachher.

LeSean McCoy will Jeremy Maclin nach Buffalo holen. Der Running Back und der Wide Receiver kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Eagles.
Nachdem die Chiefs Maclin gefeuert haben, versucht McCoy nun, seine Chefs davon zu überzeugen, den Wide Receiver zu verpflichten.
Brauchen können die Bills einen guten Receiver.
„Ich weiß, daß er uns enorm helfen könnte“, sagte McCoy ESPN. „Ich arbeite bereits hart daran und seien sie nicht überrascht, wenn es klappt.“
Mit Sammy Watkins haben die Bills einen hervorragenden Wide Receiver, der aber zu oft verletzt nur zusieht. Buffalo hat noch $12,6 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze, das sollte für Maclin reichen.

Hält eine Herzerkrankung Nick Fairley davon ab, seine NFL Karriere fortzusetzen?
Der Defensive Tackle der Saints wurde von den OTAs ausgeschlossen, weil er medizinische Probleme hat. Diese Probleme betreffen das Herz Fairleys, wie durchsickerte. Warum er erst jetzt nicht mehr damit trainieren darf, ist eigenartig, denn Fairley spielt seit sieben Jahren mit dieser Krankheit in der NFL. Erst im März unterschrieb er einen neuen Vierjahresvertrag über $28 Millionen.
Letzten Monat suchte er einen Kardiologen auf, und seitdem bleibt er den Trainingseinheiten fern und hat den Kontakt mit seinen Teamkollegen eingeschränkt.
Das Team hält sich geschlossen und antwortet nicht auf Fragen, wie es mit Fairley weitergeht?

Jaguars Linebacker Telvin Smith ist total unzufrieden mit den Fortschritten, die das Team macht. Er meint, daß man schon viel weiter sein müßte. „Mit den Spielern die wir haben, müßten wir schon viel besser sein, als wir sind,“ sagte Smith ESPN.
Die Niederlagenserien der Jaguars scheinen noch zu sehr in den Köpfen der Spieler zu hängen. Die neue kompromißlose Gangart von General Manager Tom Coughlin und Head Coach Doug Marrone hätte noch nicht gegriffen.
Ob sie noch greift?
Abwarten!

Sonntag, 4. Juni 2017

Jeremy Maclin
smith-alex200
Viele waren überrascht, Alex Smith (Bild) war geschockt. Der Quarterback der Chiefs konnte es gar nicht fassen, daß seine Chefs Wide Receiver Jeremy Maclin einfach so ruck zuck gefeuert hatten.
Smith sagte einer lokalen Zeitung, daß Maclin nicht nur ein guter Spieler ist, sondern auch ein guter Freund und erstaunlicher Teamkollege. Es wäre hart zu realisieren, daß er plötzlich nicht mehr da wäre. Immerhin hätte er in den letzten beiden Jahren gutes für die Mannschaft geleistet.
Für Smith war Maclin der Receiver, den er am zweithäufigsten anspielte. Nach einer Saison, in der kein Wide Receiver der Chiefs einen einzigen Touchdownpass fing, kam Maclin und fing acht.
Für den gefeuerten Wide Receiver dürfte es nicht schwer werden, ein neues Team zu finden. Er ist seit 2009 in der NFL und fing seitdem 474 Pässe für 6.395 Yards und 46 Touchdowns. Mit 29 Jahren hat er noch ein paar gute Saisons in sich.
So jemanden kann man brauchen... wenn man nicht gerade die Kansas City Chiefs ist.

Running Back oder Wide Receiver, das ist hier die Frage.
Sie stellt sich Ty Montgomery. Der Wide Receiver der Packers wurde letztes Jahr als Running Back eingesetzt, weil dem Team die Spieler auf dieser Position ausgingen.
Und er hatte seinen Spaß dabei.
Ihm hat es gefallen, bei jedem seiner Einsätze in vollen Körperkontakt mit seinen Gegnern zu kommen, anstatt immer wieder loszulaufen, um dann doch nicht den Ball zugeworfen zu bekommen.
Er würde einen völligen Wechsel vom Wide Receiver zum Running Back begrüßen. Das würde seine Zeit in der NFL zwar verkürzen, aber er hätte mehr Spaß am Job, wie er sagte. Als Wide Receiver könnte er wohl 10-12 Jahre spielen, als Running Back nur sechs bis acht, aber das würde er in Kauf nehmen.
Was ist mit der Tatsache, daß Green Bay drei Running Backs in der Draft aufnahm?
Montgomery glaubt, daß er sich gegen die Neuzugänge durchsetzen kann. Letztes Jahr hatte er zunächst noch keine große Ahnung davon, was ein Running Back genau zu tun hat. Das hat er mittlerweile gelernt. Nach der Saison begann Montgomery damit, Gewicht zuzulegen und zwar in Form von Muskelmasse. Zusätzlich trainiert er Cuts und andere Bewegungsabläufe, die er als Läufer braucht. Head Coach Mike McCarthy sagte auch, daß er der gelistete Starter ist.
Seine Statistiken der Saison 2016:
Running Back: 77 Läufe für 457 Yards, 3 Touchdowns
Wide Receiver: 44 Pässe für 348 Yards, keinen Touchdown.
2017 wird er wohl als Vollzeit- Running Back auflaufen. Die Nr. 88 müßte er in dem Fall aber gegen eine Zahl zwischen 20 und 49 tauschen, denn das sind die erlaubten Nummern für Running Backs.

Samstag, 3. Juni 2017

Kurzberichte
pitta-dennis2Das war es dann wohl mit Dennis Pitta (Bild). Der Tight End der Ravens zog sich am Freitag beim freiwilligen Training erneut eine Hüftverletzung zu.
Damit dürfte sein Karriereaus feststehen.
Wenn er gesund war, gehörte er zu den besten Spielern auf seiner Position. Aber er war nur selten gesund. Zwischen 2013 und 15 verpaßte er 41 Spiele. In dieser Zeit wurde er zweimal an der Hüfte operiert.
Auch jetzt muß man mit einer ausgedehnten Ausfallzeit rechnen.
Passiert ist es, als er sich streckte um einen Ball aus der Luft zu fischen. Dabei landete er hart auf dem Boden und konnte nicht mehr aufstehen. Das passierte ohne Fremdeinwirkung.
Erst am Donnerstag zog sich Cornerback Tavon Young einen Kreuzbandriss zu.
Da dürfte der Einsatz von Director of Performance Steve Saunders bereits jetzt als gescheitert angesehen werden. Er kam zu den Ravens um die Spieler des Teams zu den fittesten und am wenigsten verletzungsanfälligen Spielern der Liga zu machen.

Ray Rice hat einen Job in seiner alten Schule bekommen.
Der in der NFL als persona non grata geltende Ex-Ravens Running Back trainiert an der New Rochelle High School die Running Backs.
Seit den drei Jahren, in denen er nicht mehr in der NFL spielen durfte, hat er bereits die Schüler trainiert. Doch jetzt ist der Job offiziell und man nennt Ray Rice jetzt Coach Rice. Bezahlt wird er übrigens nicht, was er auch nicht nötig hat. Von dem letzten Gehalt, das die Ravens ihm zahlen mußten, kann er ganz gut leben.

Coach Vick klingt doch auch nicht schlecht.
Der ehemalige Quarterback würde gerne als Trainer arbeiten. In seiner von einem Gefängnisaufenthalt unterbrochenen Karriere spielte er für die Falcons, Eagles, Jets und Steelers.
Am Liebsten würde er als Quarterback-Coach tätig werden, was verständlich ist. Doch die Teams sind vorsichtig, wenn es um Vick geht. Es ist zu erwarten, daß die Fans ihm immer noch nicht verzeihen, daß er Hunde tötete, indem er sie in grausame, blutige Kämpfe hetzte.

Das kam gestern sehr überraschend. Mitten in den freiwilligen Trainingseinheiten trennten die Chiefs sich von Jeremy Maclin.
Das spart dem Team $10 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Der Wide Receiver gehörte zu den prominentesten Free Agents, die General Manager John Dorsey und Head Coach Andy Reid verpflichteten.
Vor Kurzem heiratete Maclin, und sein Head Coach und viele Teamkollegen haben mitgefeiert.
Maclin wäre in das dritte Jahr seines Fünfjahresvertrags über $55 Millionen gegangen. Und seine Verpflichtung hat die Chiefs auch einiges gekostet. Da sie verbotenerweise mit ihm verhandelten, bevor die Transferperiode begann, wurden ihnen zwei Draftpicks genommen und eine Geldstrafe aufgebrummt.
Doch nachdem 2015 nicht ein einziger Wide Receiver der Chiefs einen Touchdown fing, glaubt die Teamleitung nun, genug Receiver zu haben. 2016 sah es denn auch wirklich etwas besser aus. Tyreek Hill (61 gefangene Pässe, 593 Yards, 6 Touchdowns), Chris Conley (44 gefangene Pässe, 530 Yards) und Tight End Travis Kelce (85 gefangene Pässe, 1.125 Yards, 4 Touchdowns) reichen den Chiefs um Maclin (87 Pässe für 1.088 Yards, 8 Touchdowns) zu feuern.

Die Seahawks werden in der kommenden Saison auf allen Helmen eine 96 tragen. Damit ehren sie den kürzlich verstorbenen Cortez Kennedy.
Der Ex- Defensive Tackle spielte von 1990-2000 für Seattle und wurde nur 48 Jahre alt.

Bears Wide Receiver Cameron Meredith verletzte sich im Training an einem Daumen. Er fällt bis zum Beginn des Trainingslagers aus.
Letztes Jahr war er der beste Receiver des Teams mit 66 gefangenen Pässen für 888 Yards und 4 Touchdowns.

Freitag, 2. Juni 2017

Kurzberichte
elliot-ezekielNachdem er bereits eine volle Saison gespielt hat, obwohl er unter dem Tatverdacht der Vergewaltigung steht, untersucht die NFL immer noch den Fall Ezekiel Elliott (Bild).
Die Spielergewerkschaft hat Telefonaufzeichnungen und andere Dokumente an die NFL überreicht, die Ermittler in dem Fall gesammelt haben.
Worum es sich dabei genau gehandelt hat, dazu wollte sich niemand äußern, da es sich um eine fortlaufende Untersuchung handelt.
Allerdings wird gemunkelt, daß die Untersuchungen bald abgeschlossen wären. Was zu begrüßen wäre, denn Elliott wurde bereits im Juni 2016 von der Klägerin angezeigt. Sie behauptet, daß der heutige Running Back der Cowboys, sie über mehrere Tage fortgesetzt mißbraucht hätte. 

Die Nr. 1 der letzten Draft, Myles Garrett, nimmt nicht am Training der Browns teil. Eine nicht näher erklärte Erkrankung des Defensive Ends ist der Grund dafür. Nichts ernstes, wie Head Coach Hue Jackson betonte.
Daß Garrett nicht trainiert, ist eine reine Vorsichtsmaßnahme und nichts anderes, meinte Jackson noch.

Brock Osweiler hat sich derweil im Training der Browns als angenehme Überraschung erwiesen, wie Jackson sagte.
Eigentlich dachten viel, daß Osweiler zu dieser Zeit der Vorbereitungsphase schon gar nicht mehr in Cleveland wäre. Doch erstens kommt es anders, als man zweitens denkt.
Aber Vorsicht, noch wird nicht mit vollem Einsatz trainiert. Jackson muß noch viel mehr Zeit mit Osweiler verbringen, um zu sehen, ob der wirklich das Zeug zum Starter hat?
Doch bei den Browns würde es ja schon reichen, wenn der Quarterback eine durchschnittliche Leistung bringt. Bei dem Material, das das Team hat, reicht das für den Starterposten.

Mike Tirico wird Al Michaels bei den Donnerstagsspielen des Senders NBC ablösen.
Die NFL mußte diesen Schritt absegnen, denn die Sender sind verpflichtet, ihr bestes Kommentatorenteam Donnerstags einzusetzen.
Michaels, mittlerweile mit 72 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, wird aber weiter bei den Sunday Night Football Spielen an der Seite von Cris Collinsworth arbeiten. Der ehemalige Star Wide Receiver der Bengals ist weiterhin Donnerstags und Sonntags aktiv.
NBC übernimmt die Thursday Night Football Spiele ab dem 9.11.
Auch bei CBS hat es ja einen Wechsel gegeben, da Jim Nantz nicht mehr zusammen mit Phil Simms das Nr., 1 Team des Senders bildet, sondern mit Tony Romo.

Matt Cassel muß an seiner Wurfhand operiert werden.
Der Ersatz- Quarterback der Titans prallte bei einem Paß mit der Hand auf den Helm eines Verteidigers. Dabei brach er sich den Daumen und ihm muß ein Pin eingesetzt werden. Er wird etwa sechs Wochen ausfallen.
Da auch Starter Mariota noch nicht voll trainieren darf, sind Alex Tanney und Tyler Ferguson die einzigen gesunden Quarterbacks des Teams.
Doch Mariota kommt seiner vollen Einsatzfähigkeit immer näher. Er nimmt an den 7 gegen 7 Pass-Drills teil.

Broncos Linebacker Shaquil Barrett hat eine Hüftverletzung, die ihn einige Monate außer Gefecht setzen wird.

Für Ravens Cornerback Tavon Young dürfte die Saison beendet sein Er zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu.

Bei den Rams geht die Nr. 1 der Draft 2016, Jared Goff, als Starter in die Vorbereitungszeit.
Doch Head Coach Sean McVay betonte, daß der Job des Starters dennoch völlig offen ist. Sollte der Quarterback unter dem erforderlichen Niveau bleiben, könnte sich das sehr schnell ändern.
Allerdings steht mit Sean Mannion nicht gerade jemand hinter Goff, der ihm den Posten wirklich streitig machen kann.

Die Colts verpflichteten Christine Michael.
Der Running Back setzt seine Tour durch die Teams der NFL somit fort.
Bisher war er bei den Seahawks, den Cowboys, den Packers, den Redskins, noch mal den Seahawks unter Vertrag. Jeweils immer nur für kurze Zeit.
Jetzt also mal Indianapolis.
Dort hat man den mittlerweile 34 Jahre alten Frank Gore als Starter. Da ist es nicht schlecht, eine jüngere Aushilfskraft im Team zu haben. Michael ist 26.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Kurzberichte
trubisky-mitchMike Glennon ist der Starter der Bears wenn es in die Saison geht.
Wirklich?
Viele zweifeln daran, noch mehr hoffen, daß es nicht so kommt.
Es wird schon spekuliert, wann die Fans im Stadion nach Mitchell Trubisky rufen (Bild), sollte Glennon es nicht bringen.
Trubisky ist der Mann, für den die Bears sich einen Platz nach oben tauschten und dafür einige Draftpicks an die 49ers abtreten mußten. Es dürfte nicht lange dauern, bis er als Starter aufläuft. Vielleicht sogar schon zum ersten Saisonspiel?
Das bleibt abzuwarten.
In der Zwischenzeit feuerten die Bears Connor Shaw, da sie mit ihm und Mark Sanchez vier Quarterbacks im Kader haben. Shaw mußte Platz für Wide Receiver Victor Cruz machen, der bereits am Training des Teams teilnimmt. Doch Sanchez verletzte sich am Dienstag im Training am Knie. Deshalb verpflichteten sie Shaw wieder, jedenfalls bis Sanchez wieder einsatzbereit ist. Das soll bald schon wieder der Fall sein. Da die zwei eh nur für die Position der Nr. 3 im Team in Frage kamen, ist dieses Quarterback-Wechsel-dich-Spiel nicht weiter tragisch.
Bis dahin heißt es also in der Reihenfolge der Einsatzkarte: Glennon, Trubisky, Shaw und ein gesunder Sanchez.

Während so mancher gesetzte Starter den OTAs fernbleibt, können sich die Quarterbacks der Jets und auch der Broncos das nicht erlauben. In beiden Teams sind zwar Spieler im Kader, die die Bezeichnung Quarterback tragen, die aber nicht wirklich NFL-tauglich sind.
In New York haben sie Bryce Petty, Christian Hackenberg und Josh McCown, also fast niemanden. Als Starter ist zur Zeit der altgediente McCown gelistet. Doch Bryce Petty ist der Meinung, daß dieser Posten ihm gehört. Seine vier Starts mit drei Touchdowns und sieben Interceptions 2016 sollte er für seine Bewerbung aber besser nicht einreichen. Dennoch macht er genau das. Er sieht diese Spiele nicht als Makel, sondern als Sprungbrett.
Petty wurde 2015 in der vierten Runde der Draft von den Jets aufgenommen. Bisher zeigte er nur, daß er verdientermaßen so spät einberufen wurde.
Bleibt abzuwarten, ob seine Leistungen mit seinem Selbstbewußtsein schritthalten können.

Auch in Denver könnten es sich Paxton Lynch und Trevor Siemian nicht erlauben, die freiwilligen Trainingseinheiten zu schwänzen. Hier weiß der neue Head Coach Vance Joseph noch nicht, wer von den beiden der weniger schlechte Quarterback ist?
Das will er bis zum Start des Trainingslagers herausfinden, um dann eine Nr. 1 benennen zu können. Zur Zeit ist das noch schwierig. Beide Quarterbacks überbieten sich darin, schlecht auszusehen. Falsche Entscheidungen, Fumbles und schlechte Pässe bestimmten die gestrige Trainingseinheit. Beide Quarterbacks machen eher den Eindruck, daß sie noch sehr viel lernen müssen, als den, daß sie das Team anführen könnten.
Noch hat Joseph Geduld, denn er weiß, daß es nicht leicht ist, die neue Offense, die Offensive Coordinator Mike McCoy installiert, zu lernen. Doch zumindest die Fähigkeit, einen geraden Paß zu werfen sollten Siemian und Lynch haben, was nicht der Fall ist.
Letzte Woche sagte General Manager John Elway, daß es keinen Führenden im Rennen um den Starterposten gibt.
Bleibt zu hoffen, daß es den überhaupt jemals gibt.

Bisher haben die Seahawks und Colin Kaepernick noch nicht zueinander gefunden.
Man trennte sich nach den Vertragsgesprächen, ohne einen Vertrag abgeschlossen zu haben.

Christian Kirksey hat eine Vertragsverlängerung in Cleveland unterschrieben.
Für weitere vier Jahre kann der Linebacker es auf $38 Millionen bringen, von denen $20 Millionen garantiert sind.
Mit 148 Tackles führte er die Browns 2016 an, und lag damit in der Liga auf Platz drei.

„Mich interessieren Super Bowls, nicht Läufe“, meinte Panthers Running Back Jonathan Stewart. Er wurde gefragt, ob er Angst habe, daß der Rookie Christian McCaffrey ihm Einsatzzeit wegnehmen könnte.
Seine Antwort war, daß ihn das nicht interessiert. Wenn es helfen würde, den Super Bowl zu gewinnen, dann wäre das OK.
Um in den Super Bowl zu kommen braucht es auch einen guten Quarterback.
Cam Newton in der Form von 2015 wäre dazu nötig. Der von 2016 würde nicht reichen. Das sehen auch die Spieler der NFL so. Sie wählen die TOP 100 des Jahres 2017 und da stürzte Cam Newton vom 1. auf den 44. Platz ab.
Gute Running Backs könnten da helfen, daß Newton weniger selber läuft, sondern bessere Pässe wirft.

Apropos Top 100.
Es sind nur noch 99 Tage bis zum Saisonbeginn.

Dienstag, 30. Mai 2017

Kurzberichte
hoyer-brian21Nach den ersten Tagen der OTAs zeigte sich 49ers Quarterback Brian Hoyer (Bild) zufrieden mit der Offense, die Head Coach Kyle Shanahan mitgebracht hat. Dieses offensive System käme seinen Fähigkeiten zugute, meinte Hoyer, der vor einigen Wochen einen Zweijahresvertrag in San Francisco unterschrieb.
Der Quarterback und der Head Coach kennen sich aus gemeinsamen Tagen in Cleveland, 2014.
In den ersten neun Spielen unter Offensive Coordinator Shanahan kam der Quarterback auf 3.326 Yards und 12 Touchdowns bei 13 Interceptions. Die Browns hatten 6-3 Siege. Danach allerdings versank Hoyers Stern und ein gewisser Johnny Manziel ersetzte ihn.
Ob die Hoyer/Shanahan Kombi noch mal funktioniert, und dann über neun Wochen hinweg, das werden wir erleben. Mit 31 Jahren gehört der Quarterback nicht mehr zu den frischesten Vertretern seiner Zunft.

John Mara bekommt viele Briefe. Das ist der Mit-Besitzer der Giants gewohnt. Doch letztes Jahr bekam er mehr Briefe, die sich mit einem Spieler eines Teams auf der anderen Seite der USA beschäftigten, als für das eigene Team. Colin Kaepernick war das Hauptthema der Briefe.
„In all meinen Jahren in der Liga habe ich niemals emotionalere Briefe von Leuten bekommen, als zu diesem Thema“, sagte Mara in einem Interview. Tenor der Briefe war: „Wenn einer Euerer Spieler jemals so etwas macht, kommen wir nie mehr zu einem Giants-Spiel. Und das waren nicht nur ein, zwei Briefe. Das waren eine Menge.“
Natürlich ging es dabei um die Weigerung von Kaepernick, bei der Nationalhymne, zu stehen. Der ehemalige Quarterback der 49ers boykottierte die Hymne, indem er sitzen blieb, oder sich hinkniete. Damit wollte er auf die angebliche Benachteiligung der farbigen Bevölkerung hinweisen.
„Für viele, viele Menschen war das eine emotionale Angelegenheit, mehr, als jedes andere Thema, und das schließt die häusliche Gewalt mit ein“, fuhr Mara fort. Für ihn ist das deshalb auch der Hauptgrund, warum der gar nicht mal so untalentierte Quarterback zur Zeit immer noch ohne Team dasteht.
Doch Kaepernick verhandelt momentan ja mit den Seahawks. Die brauchen einen guten Ersatzmann, falls Russell Wilson ausfallen sollte.

Cowboys Cornerback Nolan Carroll wurde verhaftet, weil er unter Drogeneinfluß Auto fuhr.
Dallas hatte ihn erst vor Kurzem verpflichtet. Ob er jetzt suspendiert oder gar gefeuert wird, das steht noch nicht fest.

Es dürfte feststehen, daß die Raiders in naher Zukunft mal die Nr. 24 zur Ruhe setzen werden. Damit werden sie dann Cornerback Charles Woodson ehren, der zweimal für das Team spielte, von 1998 bis 2005 und von 2013-15.
In der Zwischenzeit will Marshawn Lynch der Nummer 24 weitere Ehre zuteilwerden lassen. Der Running Back trug diese Nummer auch bei den Seahawks.
Woodson freut sich, daß seine 24 bei Lynch in guten Händen ist. Der kommt aus Oakland und Woodson ist erfreut, daß Lynch vor seinen Freunden und der Familie mit seiner gewohnten 24 auflaufen kann. Es gäbe für ihn kaum einen würdigeren Spieler für diese Nummer, meinte Woodson.

Montag, 29. Mai 2017

Kurzberichte
beckham-odellOdell Beckham jr. (Bild) provoziert und enttäuscht seinen Arbeitgeber fortgesetzt.
Der Wide Receiver der Giants bleibt den OTAs des Teams weiter fern, und trainiert lieber etwas für sich, z.B. mit einem gewissen Johnny Manziel (einige mögen sich an ihn erinnern).
Dazu das schlechte Benehmen Beckhams auf und neben dem Platz, wie z.B. das Besäufnis auf dem Bootsausflug vor dem wichtigen Spiel gegen Green Bay, die durch einen Faustschlag zertrümmerte Wand in einer Umkleide im Lambeau Field, nachdem dieses wichtige Spiel verloren wurde, das idiotische Geplänkel mit dem Netz des Kickers, und noch so vieles mehr.
Die Presse in New York suhlt sich praktisch in den Meldungen um den fehlenden Star-Receiver.
Head Coach Ben McAdoo weist auf den Zusatz „freiwillig“ bei den freiwilligen Offseason Training Activities hin, deshalb könne man nicht ewig darauf herumreiten, daß der Receiver nicht beim Team ist. Er bleibt dem Team halt genauso fern, wie Eli Manning, Olivier Vernon oder auch der neue Wide Receiver der Giants, Brandon Marshall, meinte McAdoo.

Die Lions haben dem Ex-Vikings Running Back Matt Asiata einen Einjahresvertrag gegeben.
Ob er es in den Saisonkader schafft, steht noch nicht fest. Er muß sich gegen seine Mitkonkurrenten Zach Zenner, Dwayne Washington, Ameer Abdullah und Theo Riddick durchsetzen.

Nach seiner saisonbeendenden Rückenverletzung, legt Rob Gronkowski los. Der Tight End der Patriots wurde in die Drehbücher zweier Wrestlingveranstaltungen eingebaut, spielte in einem zurecht noch nie gezeigten Musikvideo mit und in einem erst recht zu recht nie gezeigten C-Filmchen mit.
Doch seinen Hauptarbeitgeber hat der Gronk nicht vergessen. Auch zum freiwilligen Training der Patriots erschien er. Und wie man hört, soll man ihm seine Verletzung nicht mehr anmerken.
Offensive Coordinator Josh McDaniels sagte, daß Gronk ohne Schonung an allen Einheiten teilgenommen hat.
Gronks Hauptaugenmerk dürfte darauf liegen, gesund zu bleiben und viel zu spielen. Das wirkt sich 2017 enorm auf sein Gehalt aus, wie ich ja berichtet habe.

Chip Kelly könnte seine wahre Bestimmung gefunden haben.
Der in der NFL grandios gescheiterte Head Coach hat bei ESPN unterschrieben. Dort wird er als Analyst für die Collegespiele fungieren.
Davon versteht er etwas, als Head Coach der Oregon Ducks hat er es zu Ruhm und Ehre gebracht.

„Nein, ich werde nicht in den Ruhestand treten“, meinte Vikings Head Coach Mike Zimmer.
Er wurde gefragt, ob sein Auge ihn zu diesem Schritt zwingen würde? Zur Zeit ist er nach der mittlerweile achten Operation an seinem rechten Auge ja zur Ruhe verdonnert und sitzt auf seiner Ranch in Kentucky. Aber er glaubt, er hofft, daß sein Auge ihn nicht in den vorzeitigen Ruhestand zwingt.
Über die freiwilligen Trainingseinheiten wird er per Tablet auf dem Laufenden gehalten. Defensive Coordinator Andre Patterson schickt Videos an Zimmer, die der dann analysieren kann.
Zimmer will am 4. Juni wieder in Minnesota sein und seinen Job weitermachen.

Freitag, 26. Mai 2017

Kurzberichte
cruz-victor3Victor Cruz (Bild) gehört zu den fangsicheren Wide Receivern der NFL. Doch die Giants trennten sich nach der letzten Saison von ihm.
In einem Radiointerview meinte Cruz in dieser Woche, daß aus der Chefetage des Teams die Order gekommen wäre, ihn nicht mehr so oft anzuspielen, damit man sich leichter von ihm trennen könnte.
Den Fans hätte man so vermitteln können, daß man sich von einem Receiver trennt, der nicht sehr produktiv war. Hätte er mehr Pässe für mehr Yards gefangen, wäre das schwieriger geworden, da Cruz zu den Fanlieblingen der Giants gehörte.
Der Wide Receiver hatte vor 2016 nahezu zwei komplette Saisons wegen diverser Verletzungen verpaßt. 2016 fing er nur 39 Pässe für 586 Yards und 1 Touchdown.
Giants Head Coach Ben McAdoo sagte, daß diese Anschuldigung jeglicher Grundlage entbehre.
Wie auch immer, Cruz kann 2017 beweisen, ob er Opfer einer Verschwörung gegen ihn war, oder ob er einer Verschwörungstheorie huldigt. Die Bears gaben ihm einen Einjahresvertrag. Cruz dürfte der erfahrenste Receiver sein, die die Bears momentan im Kader haben.

Die Minnesota Vikings haben von ihren 11 einberufenen Spielern aus der letzten Draft erst zwei verpflichtet.
Grund dafür könnten Verträge sein, die laut Spielergewerkschaft nicht erlaubte Klauseln enthalten. Die NFLPA nennt diese Klauseln „bad Language“ und geht dagegen vor.
Bei den beanstandeten Klauseln geht es z.B. um verbotene Strafzahlungen der Rookies, wenn sie dem Training fernbleiben und anderes.
Die NFLPA hat der NFL einige dieser Verträge zugeschickt, damit dort genau geprüft wird, ob sie gegen den laufenden Tarifvertrag verstoßen.
Fakt ist, daß die Verträge der Vikings sich kaum von denen anderer Teams unterscheiden, und daß das Team die nun beanstandeten Klauseln schon seit Jahren benutzt.

Cornerback Justin Gilbert ist zur Zeit ohne Team.
Sollte er eins finden, dann wäre er für die ersten vier Spiele suspendiert, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde.

Der Lazarettreport
Ryan Tannehill, Quarterback, Miami, Knie.
Er hatte sich ein Kreuzband angerissen und verpaßte die drei letzten Saisonspiele und das Wild Card Spiel gegen Pittsburgh.
Jetzt wäre alles überstanden und sein Knie wieder 100% belastbar, sagte er nach seinem ersten Einsatz bei Miamis OTAs.

Luke Kuechly, Linebacker, Carolina, Gehirnerschütterung
Er verpaßte die letzten sechs Spiele der Panthers. Doch das, so sagte er, würde nichts an seinem Spielstil ändern.
An den OTAs darf er noch nicht teilnehmen, da er immer noch im Gehirnerschütterungsprotokoll ist und keine Freigabe hat.

Danny Woodhead, Running Back, Baltimore, Knie
Er darf nach seinem Kreuzbandriss ab sofort mit dem Team trainieren. Die Ravens wollen ihn aber zunächst schonen.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Kurzberichte
Johnson-CalvinDie Lions sind erstaunt und beunruhigt darüber, daß Calvin Johnson (Bild) unglücklich ist.
Der langgediente Wide Receiver der Lions sagte letztens in einem Interview, daß er es gar nicht nett fand, wie er vom Team behandelt wurde, als er in den wohlverdienten Ruhestand trat.
Head Coach Jim Caldwell sagte nun, daß vom Kopf der Organisation, bis in die Ränge der Assistenztrainer Kopfschütteln ausgelöst wurde, über das, was Megatron gesagt hatte. Der fand es gar nicht gut, daß die Lions von ihm verlangten, seinen Anteil des Unterschriftsbonus von $320.000 zurückzuzahlen. In Johnsons Augen war das eine Respektlosigkeit seiner Person gegenüber. „Ich fühlte mich nicht, als wäre ich so behandelt worden, wie ich es verdient hatte“, meinte er dazu.
Diese Bemerkung löst bei den Verantwortlichen von Teambesitzerin Martha Ford über den Teampräsidenten und den General Manager bis hin zu Caldwell Unruhe aus.
Ein langjähriges Mitglied der Lions Familie behauptete, ungerecht behandelt worden zu sein und sich unglücklich zu fühlen, das geht ja gar nicht.
Head Coach Caldwell will nun versuchen, mit Johnson zu sprechen, um die Situation zu bereinigen.
Und ganz ehrlich, für einen Verein wie die Lions sind die dreihunderttausend Dollar nun wirklich Peanuts. Die hätte man einem Spieler, der mit gebrochenen Fingern und vielen anderen Blessuren gespielt hat, ruhig lassen können.
Mal sehen, was Caldwell da noch kitten kann?

Brock Osweiler ist felsenfest davon überzeugt, daß er gut genug ist, der Starter der Browns zu werden.
Und in Ermangelung eines wirklich guten Quarterbacks, könnte er damit sogar recht haben.
Head Coach Hue Jackson sagte zwar, daß für ihn Cody Kessler die Nr. 1 ist, aber den könnte Osweiler von seinem Platz verdrängen.
Kessler ist in seinem zweiten Jahr bei den Browns und hatte letztes Jahr einige Einsätze. Die waren nicht so überzeugend. Selbst ein Brock Osweiler, der in Houston überhaupt nichts positives zeigte, könnte ihm den Nr. 1 Posten abnehmen.
Doch Osweiler weiß, daß er seinen Head Coach in der Vorbereitungszeit davon überzeugen muß, daß er die bessere Wahl wäre. Er wäre nicht nach Cleveland gekommen, um dort den Ersatzmann zu spielen. „Ich will absolut spielen, wenn das nicht so wäre, hätte ich den falschen Job“, meinte Osweiler. Auf dem Platz müßte er nun beweisen, daß er den Starterposten verdient.
Bei einem Interview am Mittwoch ließ er Fragen danach, was denn bei den Texans so schief lief, unbeantwortet. Lieber redete er weiter von den Möglichkeiten, die sich ihm nun in Cleveland böten.
Und wir werden dann ja sehen, ob er sie nutzen konnte.

Als General Manager der Broncos heuert und feuert John Elway Spieler und Trainer. Doch jetzt steht für ihn selber eine Vertragsverlängerung an.
Er geht in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags und hofft, daß er einen neuen Vertrag noch vor Saisonbeginn unterschreiben kann.
Teampräsident Joe Ellis hatte gehofft, daß er Elways Unterschrift schon Anfang des Jahres hätte bekommen können, aber der General Manager zögerte noch.
Doch Elway möchte gar nicht woanders hin wechseln. „Die Broncos werden immer meine Heimat sein“, sagte er.

Eine kleine Verletztenübersicht.
Teddy Bridgewater, Quarterback Minnesota, Knie. Am 30. August ist es ein Jahr her, daß er sich verletzte.
Er hat noch keine Erlaubnis, am Training teilnehmen zu dürfen.
General Manager Spielman sagte, daß es noch nicht klar wäre, ob der Quarterback bis zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit wäre.

Marcus Mariota, Quarterback, Tennessee, gebrochenes Bein. Er verletzte sich im vorletzten Saisonspiel.
An den ersten Trainingseinheiten des Teams am Dienstag konnte er uneingeschränkt teilnehmen. Aber er wird natürlich noch geschont werden im weiteren Verlauf der Vorbereitungsphase.

Derek Carr, Quarterback, Oakland, gebrochenes Bein. Er verletzte sich im vorletzten Saisonspiel.
Er hat bereits an allen Trainingseinheiten teilnehmen können. Sein Bein scheint gut verheilt zu sein. Auch er wird noch geschont werden.

Donald Penn geht es schlecht, wenn er an Derek Carrs Verletzung denkt. Der Left Tackle rutschte beim Spiel gegen die Colts aus, als er hätte Defensive End Trent Cole aufhalten sollen. Cole erwischte Carr und zwar sehr unglücklich, wie man ja weiß.
„Ich hätte Cole festhalten und mit mir zu Boden reißen sollen“, meinte Penn. „Ich werde mir den Hintern aufreißen, damit so etwas nicht mehr passiert“, fuhr er fort.
Nachher ist man immer schlauer. Natürlich wäre eine Holding Strafe in diesem Fall besser gewesen, aber es kam halt anders. Dadurch gingen die Super Bowl Hoffnungen des Teams und die MVP Hoffnungen Carrs den Bach runter, aber wer konnte das in diesem Bruchteil einer Sekunde ahnen?

Mittwoch, 24. Mai 2017

Neue Regeln braucht die Liga...
goodell2017...und das jedes Jahr, damit es ja nicht langweilig wird.
So kommen auch 2017 wieder modifizierte und neue Regeln auf uns zu.
In der Schwebe war ja noch die Verlängerung. Die sollte von 15 auf 10 Minuten verkürzt werden. Der Vorschlag wurde angenommen. 

Angenommen wurde auch ein Vorschlag von Commissioner Goodell (Bild) selber, die Jubelarien nach einem Touchdown betreffend.
Choreografierter Jubel war verboten, Gruppenjubel war verboten, den Ball zum Jubeln benutzen war verboten. Der Verbote waren viele, keiner blickte mehr durch.
Spieler, Trainer und vor allem die Fans, hatten die Nase voll vom Spaß mit Flaggen in der Endzone, wenn mal wieder nicht den Regeln entsprechend gejubelt wurde. Und tatsächlich, Goodell hörte die Beschwerden und sah sich an, ob er nicht doch zu viel Blödsinn ersonnen hatte, um den Fans, Trainern und vor allem den Spielern, den Spaß am Jubel zu nehmen. Und er reagierte.
Auch jetzt wird man nicht direkt durchblicken können, aber all die bisher geltenden Verbote wurden zumindest gelockert.

Ein Schnitt in der Vorbereitungsphase fällt weg.
Bisher mußten die Kader der Spieler zunächst von 90 auf 75 Spieler reduziert werden, und zwar zwischen Woche drei und vier der Vorbereitungsspiele.
Jetzt müssen erst nach dem letzten Testspiel die Kader gekürzt werden, dann direkt auf die 53 Mann, mit denen man in die Saison geht.
37 Spieler auf einmal vor die Tür zu setzen wird nicht leicht für die Head Coaches. Und die General Manager werden sich sputen müssen, um unter den gefeuerten Spielern den ein oder anderen zu finden, der noch in ihr Team passen könnte.

Die Teambesitzer stimmten der Regel zu, daß ein zweiter Spieler während der laufenden Saison von der Verletztenliste wieder aktiviert werden darf.

Die Mediziner werden demnächst nicht mehr unter Beobachtung stehen, wenn sie einen verletzten Spieler am Spielfeldrand untersuchen.
An jeder Seitenauslinie werden Zelte aufgestellt, in denen die Untersuchungen und Behandlungen stattfinden können, ohne daß 60.000 im Stadion und einige Millionen an den Fernsehgeräten zusehen.

Kurzberichte
Der Super Bowl in Los Angeles wurde um ein Jahr verschoben.
Da das Stadion in Inglewood erst 2020 fertig wird, und nicht schon 2019, wird der Super Bowl, der der Stadt zugesagt wurde, nicht nach der Saison 2020 in LA stattfinden, sondern erst nach der Saison 2021. Das wäre dann Super Bowl LVI.
Super Bowl LV wird in Tampa Bay stattfinden, der Stadt, die bei der Wahl für diesen Super Bowl hinter Los Angeles auf Platz zwei landete.
Die Bauarbeiten am neuen Footballtempel in Inglewood verzögern sich, weil sie wegen rekordverdächtiger Regenfälle längere Zeit unterbrochen werden mußten. Und bei der NFL gibt es die Regel, daß ein Super Bowl nicht nach der ersten Saison in einem neugebauten Stadion stattfinden darf.

Rashad Jennings spielte in den letzten drei Jahren bei den Giants.
Zur Zeit ist der Running Back ohne Team, doch rumgesessen hat er nicht.
Jennings wurde der vierte NFL Spieler, der die amerikanische Ausgabe von Dancing with the Stars gewinnen konnte.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. erschien nicht zum ersten Tag der OTAs. Noch sind diese Offseason Training Activities freiwillig. Deshalb erscheinen Spieler oft nicht zu diesen Terminen.
Beckham jr. war wohl mehr nach feiern zumute. Er hatte gerade erst den wohl besten Schuh-Werbevertrag eines NFL Spielers unterschrieben. Adidas und Nike buhlten um den Giants Wide Receiver. Nike bekam den Zuschlag. Die Firma wird Beckham in den nächsten fünf Jahren $29 Millionen zahlen.
Als Spieler der Giants muß er 2017 für magere $1,839 Millionen auflaufen.

Rob Gronkowskis Gehalt für 2017 könnte von $5,25 Millionen auf $10,75 Millionen steigen. Doch dafür müßte der Tight End der Patriots einige Hürden überspringen.
Sein Gehalt steigt auf $6,75 Millionen, wenn er entweder 70% der möglichen Zeit spielt, 60 Pässe fängt, 800 Yards erzielt oder 10 Touchdowns.
7,75 Millionen sind drin, wenn der Gronk 80% der Zeit spielt, 70 Pässe fängt, 1.000 Yards erzielt oder 12 Touchdowns erzielt.
Auf $10,75 Millionen kann er es bringen, wenn er entweder 90% der Zeit spielen kann, 80 Pässe fängt, 1.200 Yards erzielt oder zum All-Pro gewählt wird.
Gronkowski gehört zu den verletzungsanfälligen Spielern. Nur in einer seiner sieben Saisons in New England startete er in allen 16 Spielen.

Tony Romo wird am kommenden Wochenende zum ersten Mal in seinem neuen Job als TV Analyst arbeiten.
Der ehemalige Quarterback der Cowboys wird bei einem Golfturnier eingesetzt, dem PGA Dean & Deluca Invitational at Colonial Country Club in Fort Worth, Texas.

Cortez Kennedy ist tot.
Der Lineman und Mitglied der Hall of Fame wurde nur 48 Jahre alt. Er spielte die ganzen 11 Jahre seiner Karriere für die Seahawks und wurde acht mal in den Pro Bowl berufen.
Er wurde am Dienstag in Orlando aufgefunden und die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet.

Dienstag, 23. Mai 2017

Kurzberichte
zimmer-mike2Mike Zimmer (Bild) kann vorläufig nicht das Training der Vikings leiten.
Der Head Coach des Teams wurde, wie berichtet, erneut am Auge operiert. General Manager Rick Spielman gab bekannt, daß Zimmer jetzt Ruhe braucht und sich von den vielen Operationen, die er seit November hatte, gründlich erholen muß. Die Gesundheit des Head Coaches hätte oberste Priorität.
In ein paar Wochen soll Zimmer wieder das Training leiten können.
In seiner Zeit in Minnesota holte er eine S/N Bilanz von 26-23.

Um seine Vertragsverhandlungen wirksam zu unterstützen, bleibt Aaron Donald den OTAs der Rams fern.
Der Defensive Lineman möchte einen guten langfristigen Vertrag. Den möchte General Manager Les Snead Donald auch geben. Doch besondere Eile wäre nicht nötig, meinte Snead, denn Donalds aktueller Vertrag würde erst nach der Saison 2018 enden.
Aaron Donald ist seit drei Jahren in der NFL und in jedem dieser drei Jahre spielte er im Pro Bowl. Sein neuer Vertrag dürfte ihm dann demnächst über $100 Millionen einbringen. Da lohnt es sich, genau zu verhandeln.

Der Vorschlag, für Spieler mit Gehirnerschütterungen eine Sonderregelung zu treffen, wird lebhaft diskutiert.
Es geht darum, daß für diese Spieler eine gesonderte Verletztenliste kommt, auf die sie gesetzt werden können. Nach einigen Tagen oder Wochen könnten diese Spieler wieder aktiviert werden. Für die Verletzten könnte in der Zwischenzeit ein Ersatzmann kurzfristig in den 53 Mann Kader kommen, der dann wieder gestrichen wird.
Die Idee stammt von den Washington Redskins, und ist sehr frisch. Im Frühlingstreffen der Teambesitzer dürfte sie schon auf der Tagesordnung stehen, aber für eine Abstimmung ist es noch zu früh. Es müßte noch daran gefeilt werden, um die gute Idee zur Beschlußreife zu bringen, heißt es.

Die Jets setzten Devin Smith auf die Transferliste.
Sie nahmen den Wide Receiver 2015 in der zweiten Runde der Draft auf. Doch nachdem er sich letzten Monat zum zweiten Mal innerhalb von 15 Monaten einen Kreuzbandriss zuzog, trennten sie sich von ihm.
Sollte es kein Team geben, das ihn von der Transferliste nimmt, dann fällt Smith automatisch zurück an die Jets, die ihn dann auf die Verletztenliste setzen werden.
Dadurch, daß sie ihn zunächst auf die Transferliste setzten, haben sie sich einen Platz im 90 Mann Kader geschaffen.
Smith hat bei den Jets das Verletzungspech gepachtet. Im ersten Trainingslager 2015 brach er sich einige Rippen und zog sich eine punktierte Lunge zu. In 10 Spielen konnte er eingesetzt werden, bevor er sich im Dezember ein Kreuzband riss.
2016 konnte er wegen dieser Verletzung nur in vier Spielen antreten und einen Paß fangen.
Jetzt der erneute Rückschlag, der die weitere Karriere des Wide Receivers gefährden dürfte.

Der Kampf in Pittsburgh (W-F berichtete) hat für Darrelle Revis keine Konsequenzen.
Der Cornerback wurde im März von mehreren Männern Nachts in eine handgreifliche Auseinandersetzung verwickelt. Ein Richter in Pittsburgh wies die Klage gegen Revis ab.
Die NFL gab nun bekannt, daß der momentan ohne Team dastehende Cornerback nicht mit einer Suspendierung zu rechnen hat, sollte er ein Team finden.
Die Jets schulden Revis noch $6 Millionen von den garantierten 39 Millionen aus dem 2015 abgeschlossenen Fünfjahresvertrag.

Montag, 22. Mai 2017

Kurzberichte
Johnson-CalvinCalvin Johnson (Bild) ist nicht gerade erfreut darüber, wie die Lions ihn, als einen der verdientesten Spieler des Teams, nach seinem Abgang behandelt haben.
Cowboys Besitzer Jerry Jones wandte bei Quarterback Tony Romo die „Tu das Richtige Regel“ an. Obwohl er es nicht gemußt hätte, ließ Jones Romo die $5 Millionen Unterschriftsbonus, die der Quarterback eigentlich hätte zurückzahlen müssen.
$5 Millionen sind für die Cowboys weniger als Peanuts.
Doch noch nicht mal diese Peanuts hatten die Lions für ihren ehemaligen Wide Receiver übrig. Auf die Frage eines Reporters, ob Johnson es toll fände, wenn seine Trikotnummer in diesem Herbst zur Ruhe gesetzt würde, antwortete er: „Ich möchte nicht zu viel über die Lions reden, so, wie unsere Beziehung geendet hat. Wenn sie herkämen, um mit mir zu reden, würden wir sehen. Aber, hey, ich weiß nicht“, sagte er am Rande seines „Catching Dreams“ genannten Trainingscamps für Jugendliche.
Megatron besteht darauf, daß er keine bösen Gedanken gegen die Lions hegt. Obwohl er ihnen neun Pro Bowl Saisons lieferte, bestanden sie darauf, daß er Teile seines Unterschriftsbonus an sie zurückzahlt, als er in den Ruhestand trat. Doch das wäre eine rein geschäftliche Angelegenheit gewesen. Nichts erwähnenswertes also.
Und dabei klingt er, als würde es doch an ihm nagen.

Zur Debatte um nicht gemeldete oder unbemerkte Gehirnerschütterungen hatte Calvin Johnson auch etwas beizutragen. Diese Verletzungen nicht zu melden, wäre gängige Praxis in der NFL. Er selber hätte einige Gehirnerschütterungen erlitten, in seiner Karriere. Doch man hätte einen Job zu tun. Das Team braucht einen. Da setzt man sich nicht auf die Bank, nur weil einem ein bißchen schwindelig ist, sagte er dazu.
Im Football gäbe es kaum einen Spieler, der ohne Gehirnerschütterung durch die Karriere käme, meinte Johnson. Und er gehört zu den Spielern, die offiziell nie mit einer Gehirnerschütterung auf dem Verletztenreport auftauchten.
In seinem „Catching Dreams“ Camp weist er Teilnehmer auf die Gefahren dieser Verletzung hin. Nicht nur aus versicherungstechnischen Gründen, sondern auch um die Teilnehmer darüber zu informieren, wie gefährlich Football ist.

Marshawn Lynch hatte Lust auf eine Fahrradtour. Der Running Back der Raiders lud seine Freunde ein, mitzufahren. Etwa 300 - 400 Freunde tauchten dann am Samstag am Startpunkt auf.
Mit ihnen fuhr Lynch, offensichtlich nicht im Beast Mode, von Oakland nach Berkeley und wieder zurück.

Vikings Head Coach Mike Zimmer mußte erneut am Auge operiert werden.
Während der letzten Saison mußte er bereits Notoperiert werden, weil er am rechten Auge eine Netzhautablösung hatte.
Am 17. Mai mußte er wieder operiert werden. Es war die achte OP seit dem 1. November. Und Zimmer hat keine Ahnung, ob dies die letzte Operation war, die er braucht.

Samstag, 20. Mai 2017

Kurzberichte
garrett-mylesDie absolute Nr. 1 der letzten Draft hat den Rookievertrag unterschrieben. Myles Garrett (Bild) unterschrieb für die üblichen vier Jahre, plus die Option auf ein fünftes Jahr. Dafür erhält der Pass Rusher garantierte $30,4 Millionen, darin enthalten ist ein Bonus für die Unterschrift von $20,25 Millionen.
Und man erkennt den Trend, unbewiesene Rookies von Jahr zu Jahr wieder höher und höher zu bezahlen. Bekam Quarterback Jared Goff letztes Jahr noch 27,9 Millionen für seine ersten vier Jahre, von denen er das erste bereits ohne nennenswerte Einsätze beendete, kam Garrett jetzt schon auf über 30 Millionen.

In den letzten vier Jahren stand Tom Brady nicht mit einer Gehirnerschütterung auf dem Verletzungsbericht der Patriots.
Trotzdem behauptete die Frau des Quarterbacks, daß ihr Mann Gehirnerschütterungen gehabt hätte.
Natürlich warten jetzt alle darauf, was Brady selber dazu zu sagen hat. Vorerst müssen wir mit der Aussage seines Agenten, Don Yee, vorlieb nehmen. Der sagt, daß Brady 2016 keine Gehirnerschütterung hatte. Alle Sicherheitsmaßnahmen der NFL hätten keinen Alarm geschlagen. Offensichtlich also hätte sich sein Klient keine Kopfverletzung während eines Spiels zugezogen.
Die NFL, die mit der NFLPA in diesem Fall zusammenarbeitet, hat bisher auch keine Anzeichen für eine nicht gemeldete Gehirnerschütterung Bradys entdecken können. „Wir haben uns bereits alle Reports und Protokolle der unabhängigen Neurologen und zugelassenen Trainer, die die Spieler während der Heim und Auswärtsspiele beobachten, angesehen. Dabei gab es keinerlei Hinweise, daß Mr. Brady eine Kopfverletzung erlitten hätte, oder zumindest Symptome einer eventuellen Verletzung aufwies.“
Bleibt das Rätsel zu lösen, warum die Frau des Quarterbacks das in einem TV-Interview behauptet hat?

Während Gisele Bündchen also offensichtliche Fake News verbreitet, geht Tom Brady daran, einen neuen Werbepartner zu sichern.
Er unterschrieb einen langfristigen Vertrag mit dem britischen Autohersteller Aston Martin.

Sollte nächste Woche die verkürzte Verlängerung abgesegnet werden, dann hätte Detroit darunter gelitten, wenn es diese Regel bereits 2016 gegeben hätte.
Die Lions wären dann nicht in die Playoffs gekommen. Sie ergatterten ihren Wild Card Platz in einem Kopf an Kopf Rennen mit den Buccaneers. Dabei mußten die Overtimespiele der beiden Teams herangezogen werden. Während die Lions ihr Overtimespiel gegen Minnesota sofort mit dem ersten Ballbesitz gewannen, verloren die Buccaneers ihres gegen Oakland. Oakland kam erst nach 13 Minuten und 15 Sekunden zum Sieg. Wäre die Verlängerung in diesem Spiel bereits nach 10 Minuten beendet gewesen, statt nach 15, wäre dieses Spiel unentschieden ausgegangen. Dann wären die Buccaneers mit 9-6-1 Siegen in die Playoffs eingezogen, nicht Detroit mit 9-7.
Trotzdem kann man davon ausgehen, daß die neue Regel eine Mehrheit finden könnte.

Ryan Fitzpatrick hat ein neues Team gefunden. Der ehemalige Quarterback der Jets unterschrieb in Tampa Bay.
Die Buccaneers verloren ihren Ersatzmann für Jameis Winston, Mike Glennon, an die Bears, wo er starten soll. Fitzpatrick ersetzt nun den Ersatzmann von Winston in Tampa Bay. Er erhielt einen Einjahresvertrag. Über die Finanzen wurde nichts verlautbart.

Wayne Walker verstarb im Alter von 80 Jahren.
In seiner Zeit als Linebacker und Kicker der Detroit Lions stellte er mit 200 gespielten Spielen und 15 Saisons (1958 - 72) Teamrekorde auf. Die wurden 2004 von Jason Hanson gebrochen, aber für die damalige Zeit waren sie Meilensteine.
2007 litt Walker an Kehlkopfkrebs. 2015 wurde er mit Parkinson diagnostiziert.

Freitag, 19. Mai 2017

Kurzberichte
brees-drew-400Drew Brees (Bild) sagte daß er es seiner Frau nicht sagen würde, wenn er eine Gehirnerschütterung hätte.
Der Quarterback der Saints reagierte mit dieser Aussage auf ein Interview von Gisele Bündchen, in dem die Frau von Tom Brady erzählte, daß ihr Mann Gehirnerschütterungen erlitten hätte.
Brees saß gestern in der Dan Patrick Show und sagte, daß er seiner Frau nicht mitteilen würde, wenn bei ihm in einem Spiel „die Glocken geläutet“ hätten. „Nein, ich würde nicht wollen, daß sie sich Sorgen macht“, meinte er.
Auf die Frage, ob er denn schon mal eine Gehirnerschütterung gehabt hätte, antwortete Brees: „Ich hatte eine dokumentierte Gehirnerschütterung, 2004 bei den Chargers. Ich wußte, daß etwas nicht stimmt, aber ich habe weitergespielt. Der Coach hat mich dann aus dem Spiel genommen. Er meinte, daß etwas mit mir nicht stimmen würde, und deshalb setzte er mich auf die Bank. Wenn er das nicht gemacht hätte, hätte ich weitergespielt. Und genau deswegen gibt es ja heute das Gehirnerschütterungsprotokoll. Heute wird man genau beobachtet, auch und vor allem von unabhängigen Neurologen. Und wenn die, wie im Fall von Tom Brady, nichts auffälliges bemerken, ist davon auszugehen, daß da auch nichts ist.“

Nach nur einer Saison feuerten die Steelers Ladarius Green bereits wieder. Dabei gaben sie dem Tight End 2016 einen Vierjahresvertrag über $20 Millionen.
Doch Green spielte 2016 nur in sechs Partien weil er sich mit Knöchelproblemen und Gehirnerschütterungen herumplagte. Er fing nur 18 Pässe für 304 Yards und 1 Touchdown.
Ein medizinisches Gutachten über seine Zukunft fiel nicht positiv aus, so daß die Steelers die Reißleine zogen.

Bekommen die Amis jetzt ihren BER?
Gestern gaben die Rams bekannt, daß sich die Eröffnung des neuen Stadions in Inglewood um ein Jahr verzögern würde.
Kalifornien, in dem in den letzten Jahren Wasser rationiert wurde, weil es nie regnete, erlebte im letzten Winter rekordverdächtige Regengüsse. Diese würden für Verzögerungen beim Bau des Stadions sorgen.
Die Chargers werden also noch eine weitere Saison im nur 27.000 Zuschauer fassenden StubHub Center spielen müssen in dem auch der Fußballclub LA Galaxy spielt. Und die Rams im dann wohl Los Angeles United Airlines Coliseum heißenden Stadion.

Das Los Angeles Memorial Coliseum wird einfach nur The Coliseum genannt. Daran wird sich auch bestimmt nichts ändern, wenn die Fluggesellschaft United Airlines die Namensrechte gekauft hat. Für 15 Jahre will die Gesellschaft $70 Millionen für die Rechte zahlen.
United Airlines ist zuletzt negativ in die Schlagzeilen geraten, weil sie einen Fluggast aus einem überbuchten Flugzeug mit brutaler Gewalt hat herauszerren lassen.
Sofort nachdem bekannt wurde, daß die Gesellschaft die Namensrechte kauft, wurde es auf Twitter lustig: „United Airlines wird wohl niemanden aus dem Coliseum zerren müssen, weil die Spiele der Rams nicht überbucht sind.“
Oder: „Achten Sie auf Ihre Sitzplatznummer um Handgreiflichkeiten des Sicherheitspersonals zu vermeiden.“
Weiter: „United Airlines Coliseum: Wo der Stadionsponsor brutaler ist, als die Action auf dem Feld.“
Usw., usw.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Kurzberichte
brady-tom-5Spielte Tom Brady (Bild) letztes Jahr mit einer Gehirnerschütterung?
Wenn es nach seiner Frau, Gisele Bündchen, geht, dann ja!
In einem Interview in der Show `CBS This Morning` erzählte sie, daß ihr Mann Gehirnerschütterungen erlitten hätte, Plural. "Ich muß sagen... als eine Frau... wie Sie wissen ist die NFL nicht die, sagen wir unaggressivste Sportart. Football... er hatte eine Gehirnerschütterung im letzten Jahr“, sagte sie. "Er hat die Gehirnerschütterungen ziemlich oft ... Ich meine, wir reden nicht darüber. Aber er hat Gehirnerschütterungen und ich glaube nicht wirklich, daß es eine gesunde Sache für seinen Körper ist, das durchzumachen. Wissen Sie, diese Art von Aggression die ganze Zeit, das kann nicht gesund sein. Ich plane, ihn gesund zu halten und viel Spaß zu haben, wenn wir etwa 100 sind, hoffe ich.“
Dem steht entgegen, daß Brady nie mit einer solchen Verletzung auf dem Verletzungsreport des Teams auftauchte. Zuletzt wurde er vor vier Jahren mit einer Gehirnerschütterung gelistet.
Die NFL und die NFLPA wollen zusammenarbeiten, um Licht in die Sache zu bringen. Doch sie bezweifeln die Aussage Bündchens. Die unabhängigen Neurologen, die während der Spiele eingesetzt werden, hatten niemals den Verdacht, daß Brady eine Gehirnerschütterung erlitten haben könnte. Auf keinem Berichtsbogen nach einem Spiel wurde auch nur der Verdacht einer solchen Verletzung aufgeführt.
Natürlich würde man auch den Quarterback selber dazu befragen, denn nichts wäre wichtiger für die NFL, als die Gesundheit ihrer Spieler (außer natürlich nicht ganz aufgepumpte Bälle).
Und wieder kann sich Commissioner Roger Goodell an Tom Brady abarbeiten. Mal sehen, wie das dieses Mal ausgeht.

LeGarrette Blount hatte ein Angebot der Patriots vorliegen. Wie ich letztens berichtete, war das eine Art Knebelvertrag, den der Running Back wohlweißlich nicht unterschrieben hat.
Statt dessen unterschrieb er bei den Philadelphia Eagles. Dort bekam er einen Einjahresvertrag über $2,8 Millionen.

Colin Kaepernick hat seinen Platz gefunden. Nein, nicht in der NFL, sondern im Museum.
Der ehemalige Quarterback der 49ers hat es ins Smithsonian Institute, kurz Smithsonian, geschafft. In der Abteilung der African American History werden Stücke aus dem Besitz Kaepernicks ausgestellt.
Natürlich hat Kaepernick es nicht wegen seiner Fähigkeiten als Quarterback es ins Museum geschafft, sondern mit seinen Aktionen, die amerikanische Nationalhymne zu boykottieren.
Noch muß im Smithsonian Platz für die Ausstellungsstücke dieses heroischen Freiheitskämpfers gefunden werden, aber nächstes Jahr, oder in zwei Jahren, wird Kaepernick wohl direkt neben Cassius Clay, auch bekannt als Muhammad Ali, ausgestellt werden.

Die Strafanzeige gegen Browns Rookie Defensive Tackle Caleb Brantley wurde abgewiesen.
Kurz vor der Draft wurde Anzeige gegen ihn erstattet, weil er eine Frau KO geschlagen haben soll.
Am gestrigen Mittwoch stellte die Staatsanwaltschaft die Untersuchung wegen unzureichender Beweislage ein.
Brantley fiel durch diese Anzeige bis in die sechste Runde der Draft herunter, wo die Browns ihn letztlich einberiefen.

Ein Blick in die Kristallkugel zeigt, daß die Teambesitzer bei ihrem Treffen nächste Woche zustimmen werden, einen zweiten Spieler in der laufenden Saison von der Verletztenliste wieder aktivieren zu können.
Seit 2012 ist es den Teams erlaubt, einen Spieler, der auf der eigentlich die Saison beendenden Verletztenliste steht, wieder zu aktivieren. Diese Spieler müssen allerdings acht Wochen aussetzen.
Der Vorschlag, einen zweiten Spieler wieder in die laufende Saison zurückholen zu dürfen, dürfte die nötige Mehrheit finden.
Gerüchten zufolge könnte auch der Vorschlag, die Verlängerung in der regulären Saison von 15 auf 10 Minuten zu verkürzen, eine Mehrheit finden. Doch da ist die Kristallkugel noch etwas trübe.
Seit die NFL die Sudden Death Overtime abgeschafft hat, gab es 83 Saisonspiele, die in die Verlängerung gingen. 22 davon dauerten länger als 10 Minuten.

Davonta Freeman möchte ein Spitzengehalt bekommen.
Der Running Back der Falcons hat General Manager Thomas Dimitroff seine Gehaltswünsche unterbreitet. Er möchte wie der Beste bezahlt werden.
Freeman schloß einen Streik allerdings aus, wenn er seinen Willen nicht bekommen sollte.
Was hat Freeman denn 2016 so geleistet?
Er lief 227 mal. Er erzielte 1.079 Yards und 11 Touchdowns. Pro Spiel lief er also im Schnitt 14 mal. Dabei riskierte er jedesmal seine Gesundheit, denn jeder Lauf kann der letzte sein, wenn es hart kommt. Dafür kann er dieses Jahr $1,838 Millionen bekommen, also auf 2016 bezogen wären das etwa $114.875 pro Spiel und $9.000 pro Lauf.
Sehen wir uns mal an, wo man sein Geld leichter verdienen kann, und auch mehr bekommt... sehr viel mehr.
Sehen wir uns die Hauptdarsteller der Big Bang Theory an. Johnny Galecky, Kaley Cuoco und Jim Parsons bekommen jeder $1.000.000. Nicht für die Staffel von 24 Folgen, sondern pro Folge, also $24 Millionen pro Jahr. Dabei sind sie pro Folge höchstens 10 Minuten im Bild, denn die Handlung spielt sich ja auf mehreren Ebenen ab. $1 Million für 10 Minuten (sichtbare) Arbeit, und das fast gänzlich ohne Verletzungsrisiko, falls nicht mal jemand mit dem Kopf gegen den Mikrofongalgen laufen sollte.
Da muß man sich als NFL Spieler, speziell als Running Back, wirklich völlig unterbezahlt fühlen, und das sogar zu Recht.
Freeman möchte also nicht ohne Grund in die Gegend von $12 Millionen kommen, die Steelers Running Back LeVeon Bell dieses Jahr bekommt.
Mal sehen, ob die Falcons da mitspielen?

Mittwoch, 17. Mai 2017

Kurzberichte
carr-derek2Vor einiger Zeit meinte Derek Carr (Bild) noch, daß er sich um eine Vertragsverlängerung bei den Raiders keine Sorgen machen würde.
Doch so langsam wird der Quarterback, der in den Pro Bowl gewählt wurde, bevor er sich das Bein brach, doch etwas nervös. Schon seit Wochen hat es keine Gespräche mehr zwischen dem Team und Carrs Agenten gegeben. Und das gefällt dem Quarterback, der auch im Rennen um den wertvollsten Spieler der Saison war, gar nicht so wirklich.
Carr geht in das letzte Jahr seines Rookievertrags. 2017 muß er, als einer der besten Quarterbacks der letzten Saison, für schlappe $977.519 spielen.
Carr nahm Rücksicht auf die besondere Situation seines Arbeitgebers. Er wollte die Umzugsverhandlungen und die Draft abwarten. So lange wollte er geduldig sein. Aber seinen Spruch „Ich will mein Leben lang ein Raider sein“, würde er wohl so nicht mehr raushauen. Heute klingt Carr um einiges frustrierter, wenn er auf die Vertragssituation angesprochen wird. Er will unbedingt, daß der neue Kontrakt noch vor dem Beginn des Trainingslagers unterschriftsreif sein soll. Jetzt hätten die Raiders in allen Punkten Sicherheit und sollten sich um ihn kümmern, ist er der Meinung.
Knackpunkt ist natürlich sein Preis und der Platz unter der Gehaltsobergrenze. Etwas mehr als die $24,6 Millionen, die Andrew Luck pro Jahr bekommt, möchte Carr schon haben.
Da wundert es einen dann nicht, daß man im Hauptquartier des Teams erst mal rechnen muß. Und ums Rechnen geht es auch Carr. In Kalifornien ist die Einkommenssteuer sehr hoch. In Nevada gibt es keine Einkommenssteuer. Also wird Carr zusehen wollen, daß ein Großteil seines vertraglich zugesicherten Einkommens erst nach dem Umzug des Teams zur Auszahlung ansteht.

Cardinals Linebacker Deona Bucannon verpaßte die letzten drei Saisonspiele wegen einer Sprunggelenksverletzung. Die Hoffnung, daß die Verletzung von selber ausheilt, hat sich leider nicht erfüllt.
Bucannon mußte jetzt doch operiert werden und wird den Start der regulären Saison wohl verpassen.

Man öffnet die Tür der Redskins Umkleide. Man kämpft sich durch Schwaden süßlich riechenden Drogenrauchs. Aus versteckten Lautsprechern tönt beschwingte Reggaemusik.
Alle sind sehr entspannt und locker.
Ach, so weit wird es schon nicht kommen, nur weil die Redskins den Enkel von Bob Marley verpflichtet haben.
Nico Marley spielt auf der Position des Linebackers, und war in seinen vier Jahren in Tulane durchweg als Starter gelistet.
Nicos Vater Rohan spielte auf dem College zusammen mit dem mörderischen Ray Lewis und Warren Sapp bevor er in die CFL ging.
Ob Nico Marley es in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Bei der 25. Ausgabe der Ehrung der Sportler des Jahres in den USA, wird Peyton Manning den Gastgeber spielen.
Der ehemalige NFL Quarterback fühlt sich sehr geehrt, daß ausgerechnet er die Jubiläumsausgabe der Excellence in Sports Performance Yearly Award (ESPY) moderieren darf.

Kyle Kennedy fragte bei der Verlobten des verstorbenen Aaron Hernandez, Shayanna Jenkins-Hernandez, an, ob unter den Unterlagen aus dem Gefängnis, die ihr überreicht wurden, auch ein Brief für ihn gewesen wäre.
Kennedy gab an, der Geliebte von Aaron Hernandez im Knast gewesen zu sein.
Für Jenkins-Hernandez war diese Anfrage unglaublich. In einem Interview sagte sie, daß alleine der Gedanke daran, daß der ehemalige Tight End der Patriots schwul gewesen sein könnte, irre wäre.
Hernandez hätte drei Briefe geschrieben, jeweils einen an sie, ihre gemeinsame Tochter und an seinen Anwalt. An einen Kyle Kennedy wäre keiner dabeigewesen.

Nach überstandenen Meniskus- Kreuzband- und Pfannenlippenoperationen zwischen 2015 und 16, wird John Ross (nein, nicht der von Dallas) von Reportern oft gefragt, ob er überhaupt gesundheitlich in der Lage wäre, in der NFL zu bestehen?
Zu oft, wie der genervte Rookie Wide Receiver der Bengals meint.
Er ist es leid, daß man ihm immer wieder die gleichen Fragen stellt.
Auf der anderen Seite muß man aber die Reporter aus Cincinnati verstehen. Ein verletzungsanfälliger Wide Receiver kann dem Team nicht helfen.
Da hilft den Fans nur, das Beste zu hoffen.

Der ehemalige Titans Cornerback Jason McCourty unterschrieb in Cleveland.
Bei den Browns kann er für zwei Jahre $6 Millionen bekommen, von denen zwei Millionen garantiert sind.

Sebastian Vollmer denkt daran, seine Footballschuhe an den Nagel zu hängen.
Der Düsseldorfer war lange Jahre ein wichtiger Spieler in der O-Line der Patriots, doch seine Hüfte macht ihm zu große Probleme.
Eigentlich wäre er ab nächste Woche ein Free Agent, doch sein Vertrag verlängerte sich automatisch in die Saison 2017, weil er die ganze letzte Saison auf der Verletztenliste verbrachte.
In der Planung der Patriots spielt der 32 Jahre alte Right Tackle keine Rolle mehr. Sie setzen auf Marcus Cannon, der einen Fünfjahresvertrag über $32,5 Millionen unterschrieb.
Die Meldung kam Ihnen jetzt bekannt vor?
Stimmt, ich habe sie so am 3. März schon verbreitet. Aber da Vollmer gestern in einem Radiointerview sagte, daß er demnächst der NFL Ade sagen wird, habe ich es halt noch mal verkündet. Mittlerweile, so teilte Vollmer noch mit, hätte er über 34 Kilogramm an Gewicht verloren. Das wäre nicht gut für einen Offensive Lineman.

Dienstag, 16. Mai 2017

Kurzberichte
wilson-russell4Die Seahawks haben nicht vor, Russell Wilson (Bild) zu ersetzen. Aber letztes Jahr haben sie zu spüren bekommen, daß er nicht unverletzbar ist. Lange humpelte er auf einem angeschlagenen Knöchel herum und war dabei noch produktiver, als viele Starter anderer Teams.
Doch Ersatz ist nötig, und wenn machbar, sogar guter.
Deshalb soll Seattle an Colin Kaepernick und Robert Griffin III dran sein.
Beide sind erprobte Starter. Kaepernick schaffte es, unter Führung eines guten Head Coaches, der selber mal Quarterback in der Liga war, sogar bis in den Super Bowl. RG3 hatte eine sensationelle Rookiesaison, und wurde danach vom Verletzungspech verfolgt.
Head Coach Pete Carroll sagte in einem Radiointerview, daß man sich alle zur Verfügung stehenden Spieler ansehe, und ganz besonders diese beiden. Doch müßte die Gehaltsobergrenze genau im Blick behalten werden.
Zur Zeit ist Trevor Boykin der Ersatzmann von Wilson, doch er hat in seiner Bewährungszeit Marihuana geraucht und wurde mit einem Rausch in der Öffentlichkeit aufgegriffen. Auf ihn wartet eine Suspendierung.

Tom Brady ist mit seinem Spitznamen G.O.A.T. nicht einverstanden.
Er sieht sich nicht als Greates of all Times. Auch nicht, nachdem er das größte Comeback in der Geschichte des Super Bowls geschafft hat.
Brady schüttelt das Gerede, daß er den Helden seiner Jugend, Joe Montana, überholt hat, ab. Für Brady bleibt Montana der größte Quarterback und Footballspieler aller Zeiten.
Ein Standpunkt, den man vertreten kann.

Patrick Mahomes II, erste Wahl der Chiefs in der Draft, wurde ausgeraubt.
Er und drei weitere Personen wurden von zwei bewaffneten Räubern am Abend des 12. Mai auf offener Straße ausgeraubt.
Die Verbrecher wurden schnell gefaßt. Wie sich herausstellte, waren sie nicht bewaffnet, sondern gaben nur vor, Waffen zu haben. Das aber konnten die vier beraubten Personen zum Zeitpunkt der Tat nicht erkennen.
Die gestohlenen Wertsachen konnten von der Polizei sichergestellt werden.

Nein, ich habe nichts gegen Frauen, aber als Kommentatorinnen von Männersportarten halte ich sie für wenig geeignet.
So habe ich beim Collegefootball ab und zu mal eine Kommentatorin gehört und sogar beim deutschen Fußball meine ich, daß ich da mal so was mitbekommen habe, beim rumschalten.
Und nein, das war nix.
Doch im zweiten Spiel des sogenannten Monday Night Football Doubleheaders am ersten Spieltag ist es mal wieder in der NFL so weit. ESPN setzt Beth Mowins, die auffällig oft Schwierigkeiten mit Zischlauten hat, als Spielzugkommentatorin ein. Sie kommentiert auch regelmäßig Collegefootball Spiele für den Sender und hatte ein paar Einsätze bei Vorbereitungsspielen der Raiders.
Die erste Frau, die ein NFL Spiel in der regulären Saison kommentierte war Gayle Sierens. Das war 1987 beim Spiel der Seahawks gegen die Chiefs.
Als Analyst des Spiels Chargers at Broncos soll übrigens Rex Ryan zum Einsatz kommen, der Ex- Head Coach der Bills.
Mowins und Ryan haben schon bei einem Spiel von Florida State zusammengearbeitet.

Cheerleader... nur wenige Teams kommen ohne aus im US Amerikanischen Sport. Doch für ihre viele Arbeit, die die Cheerleader haben, werden sie lausig entlohnt.
Oft waren sie länger als neun Stunden pro Tag im Einsatz und bekamen keine Überstunden bezahlt. Auftritte bei Veranstaltungen, die nichts mit dem Team zu tun haben, wurden oft gar nicht bezahlt.
Dagegen sind neunzig ehemalige Raiderettes vor Gericht gezogen. Sie wollten, daß sie für ihre Auftritte ordentlich entlohnt werden und verlangten Nachzahlungen von dem Milliardenschweren Team.
Bereits 2014 einigten sich die Streitparteien außergerichtlich auf eine Zahlung von $1,25 Millionen. Doch erst am gestrigen Montag zahlten die Raiders das Geld aus.

Dallas Cowboys Running Back Darren McFadden hat Michael Vick verklagt.
Vick war mit McFadden befreundet und der Running Back vertraute Vick seine Finanzen an. Zu der Zeit arbeitete Michael Vick, der übrigens nicht der ehemalige Quarterback ist, der wegen Tierquälerei im Knast saß, für Ameriprise Financial Services Inc. Diese Firma verklagte McFadden gleich mit.
Vick und Ameriprise hätten Gelder des Running Backs veruntreut und in viel zu riskante Unternehmungen gesteckt. Dabei hätte McFadden Millionen verloren.
Die Verhandlung ist für den April 2018 angesetzt.

Packers Rookie Linebacker Vince Biegel (4. Runde), brach sich einen Fuß.
Noch hat er seinen Rookievertrag nicht unterzeichnet, und ob es dazu kommt, wird man sehen. Biegel hatte im College schon einmal eine ähnliche Verletzung.
Für den Rest der Vorbereitungszeit bis zum Beginn des Trainingslagers fällt er aus. Ob er gleich zu Beginn des Trainingscamps fit sein wird, steht noch nicht fest.

Die Chargers feuerten Orlando Franklin.
Der Guard hatte erst 2015 einen Fünfjahresvertrag über $36,5 Millionen in San Diego unterschrieben.
Den Umzug nach Los Angeles muß er nun nicht mitmachen.

Montag, 15. Mai 2017

Kurzberichte
bortles-blake
Was macht man, wenn man einen miesen Quarterback hat, den man auch in die kommende Saison mitschleppen muß?
Nun, man baut ihn mit Sprüchen auf, oder zumindest versucht man es.
Das macht zur Zeit Jaguars Head Coach Doug Marrone. Er hat keine Alternative zu Blake Bortles (Bild), der nun wirklich nicht in die Top 30 der NFL Quarterbacks gehört.
Also sprach Marrone: „Er hat sich verbessert... Da gibt es keinen Zweifel.“
Da muß zwischen dem Ende der Saison 2016 bis heute eine Menge passiert sein, denn die Statistiken von Bortles geben diesen Grund zur Euphorie nicht her. 23 Touchdowns stehen 16 Interceptions gegenüber und seine Passerwertung von 78,8 Punkten sind auch eher nur das Weiße vom Ei.
Bortles hat in den letzten Monaten mit den Quarterback-Flüsterern Tom House und Adam Dedeaux gearbeitet um seine Wurftechnik zu verbessern. Ein Quarterback, der seit vier Jahren in der NFL spielt, und dessen Option auf eine fünfte Saison vor kurzem von den Jags gezogen wurde muß also daran arbeiten, seine Wurftechnik zu verbessern.
Oh Mann, wie groß die Not der Liga auf dieser Position ist, läßt sich daran deutlich erkennen.

Und Hue Jackson so: „Der Quarterback Job gehört Kessler. Er hat sich enorm verbessert.“
Klingt, als würde sich ein weiterer Head Coach seinen Quarterback schönreden, in diesem Fall der von den Browns.
An einem Rookie Camp des Teams nahm auch Kessler teil, der letztes Jahr ein paar Einsätze für Cleveland hatte. Und Jackson meine, daß Kessler einen großartigen Job gemacht hätte. Und deshalb wäre Kessler zur Zeit die Nr. 1 der Browns Quarterbacks, bis ihm diesen Platz jemand wegnimmt. Er hätte sich Hintern aufgerissen und hart trainiert, deshalb hätte er das Recht, seine Chance zu nutzen.
Oh Mann, wie groß die Not der Liga auf dieser Position ist, läßt sich daran deutlich erkennen.

„Ich finde unseren Wettbewerb auf der Running Back Position richtig gut“, meinte Broncos Head Coach Vance Joseph.
Das verwundert nicht, denn mangels Quarterback muß es ja an jemand anderem liegen, den Ball nach vorne zu bewegen.
Jamaal Charles, CJ Anderson, Devontae Booker und Rookie DeAngelo Henderson kämpfen um einen Platz im Kader. Von den genannten führte Booker letztes Jahr die Broncos mit 612 Laufyards an.
Charles war da noch bei den Chiefs, konnte aber wegen einer schweren Knieverletzung nur ein paar Spiele bestreiten. Auch Anderson, der für Denver spielte, konnte wegen einer Knieverletzung nur ein paar Spiele absolvieren. In voller Stärke wäre er ein Kandidat für den Posten des Starters.
Und ob er das ist, oder doch jemand anderer, das will Head Coach Joseph herausfinden.

Arnold Schwarzenegger will den Texans JJ Watt abluchsen:
Also nicht wirklich, aber der Superstar der Filmbranche sieht im Superstar der Texans einen kommenden Filmstar.
Der Terminator ist überzeugt davon, daß Watt sofort ein echter Actionstar werden könnte, wenn er wechseln würde: „Es wäre sehr leicht für ihn im Filmgeschäft ein Actionstar zu werden“, meinte Mr. „I`ll be back.“
Allerdings wäre Watt ja schon ein Superstar, fuhr Schwarzenegger fort. Jedes Jahr würde er Millionen um Millionen zu sammeln für ein nachschulisches Betreuungsprogramm. Das macht Watt für Schwarzenegger bereits jetzt zum Helden.

Samstag, 13. Mai 2017

Kurzberichte
madden18
Madden 18 ist da und das Titelbild der G.O.A.T. Ausgabe ziert niemand anderer als der größte Spieler aller Zeiten selber: Tom Brady.
Für Brady war das Jahr 2016 das Jahr des Triumphs. Nach einer Suspendierung, die völlig Gaga war, gewann der Quarterback zusammen mit seinen Patriots den Super Bowl und Brady selber feierte seinen persönlichen Triumph über Commissioner Roger Goodell. Der hatte alles getan, um Brady und den Patriots wegen Nichts die Saison zu versauen. Sein warum auch immer in Gang gesetzter Rachestreitwagen wurde an einer Wand des Willens der Bekämpften zerschmettert.
Und seinen unbändigen Triumph über den gescheiterten Commissioner brüllt Brady auf dem Titelbild des Computerspiels verdientermaßen heraus.
Wäre da nur nicht der Fluch des Madden Titelbilds. Immer wieder erlitten frühere Stars, die das Cover zierten, in der folgenden Saison Verletzungen. Zuletzt Rob Gronkowski, der 2016 auf dem Titel war. Einer Oberschenkelverletzung folgte eine punktierte Lunge und es endete in einer Rückenoperation, die Gronkowskis Saison beendete.
Und wer erinnert sich noch an Peyton Hillis?
Na, na, na?
Eben!
Er hatte das Zeug zum Star Running Back und zierte nach einer tollen Saison für die Browns das Cover von Madden 12. Danach erlitt er mehrere Oberschenkelverletzungen und eine Mandelentzündung.
2015 mußte er seine Karriere nach mehreren erlittenen Gehirnerschütterungen beenden.
Und jetzt also Tom Brady.
Ob die Buchmacher die Patriots weiterhin zu Favoriten in jedem anstehenden Spiel 2017 machen?

Die Patriots gaben David Andrews eine Vertragsverlängerung.
Der Center unterschrieb für weitere drei Jahre und $9 Millionen. Daraus können mit Boni $11,17 Millionen werden.

Tre Boston wechselt von den Panthers zu den Chargers. Der Safety twitterte, daß er die Wahl zwischen den Chargers, Bills und Steelers hatte.

Die Bears feuerten Eddie Royal.
Zwei Jahre spielte der Wide Receiver für Chicago. Das Team spart durch seine Entlassung $5 Millionen.
Mit 30 Jahren war er das älteste Mitglied der Bears Offense.
Chicago trennte sich auch von Defensive Lineman Will Sutton, Fullback Paul Lasike und offensive Lineman Cornelius Edison.

Der ehemalige Linebacker der Cowboys, Rolando McClain ist seit Dezember 2016 suspendiert, weil er wiederholt der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde. Es war seine dritte Suspendierung, und die Cowboys trennten sich daraufhin von ihm.
Sollte McClain darauf gehofft haben, daß er noch mal einen Fuß in die NFL bekommt, dann bekam diese Hoffnung jetzt einen Dämpfer.
Er wurde am Donnerstag von der Polizei in seinem Wagen angehalten, weil die Tönung seiner Scheiben nicht den Regeln entsprach. Als McClain die Seitenscheibe herunterließ, strömte der süßliche Duft von Marihuana in die Nase des Polizisten. Bei einer Untersuchung des Autos wurde eine nicht zugelassene Waffe gefunden.
McClain wurde verhaftet und später gegen eine Kaution von $2.000 wieder freigelassen.

„Abgelehnt“, lautete die Antwort der NFL, auf die Bitte von Josh Gordon, wieder spielen zu dürfen.
Der Wide Receiver der Browns hätte eine phantastische NFL Karriere haben können, wären da nicht diese verlockenden verbotenen Substanzen gewesen.
Seit 2014 ist er suspendiert. Sein aktueller Antrag auf Wiedereinsetzung wurde negativ beschieden. Im Herbst kann Gordon wieder einen Antrag stellen.
Zwar gab Commissioner Goodell 2016 dem Antrag Gordons statt und reduzierte die Strafe auf die ersten vier Saisonspiele, doch kurz vor Saisonbeginn begab sich der Wide Receiver freiwillig in eine Entzugsklinik. Das führte zu einer erneuten Suspendierung.

„Ich bin kein Heilsbringer,“ sieht Browns Rookie Myles Garrett seine Rolle recht realistisch. „Es braucht mehr als einen Mann, um das Team wieder in die Spur zu bringen,“ sagte er weiter.
An seinem Plan, Steelers Quarterback Ben Roethlisberger in seinem ersten NFL Spiel zu sacken, hält Garrett fest. Diesen Wunsch äußerte er sofort, als er von den Browns an erster Stelle der Draft einberufen wurde.
Klar weiß er, daß er als erste Wahl der Draft unter Erfolgsdruck steht, aber seine realistische Sicht auf die Misere der Browns überträgt sich hoffentlich auf die Fans und dämpft deren Erwartungshaltung.
Andererseits sind die Fans der Browns es ja gewohnt, von ihren Nr. 1 Spielern der Draft enttäuscht zu werden.

„Wir möchten der weiteren Karriere von Daryl Washington nicht im Wege stehen und trennen uns von ihm im besten Einvernehmen.“ So toll, wie die Cardinals hier die Entlassung des Linebackers in schöne Worte kleiden, möchte ich mich auch mal ausdrücken können.
Feuern durch die Rosen. Das ändert aber nichts daran, daß Washington gefeuert ist.
Der Linebacker war drei Jahre suspendiert und wurde letzte Woche wieder in die NFL aufgenommen.
Ob der 30-jährige noch mal ein Team findet ist fraglich.

Die NFLPA sorgt vor. Sie erwartet, daß es vor der Saison 2021 wieder zu einem Streik der Spieler kommen könnte, oder zu einer Aussperrung durch die Liga.
Nach der Saison 2020 stehen wieder Tarifverhandlungen an, und diese sind bisher nie reibungslos verlaufen.
1987 streikten die Spieler, 2011 sperrte die Liga die Spieler aus, 2021 wird wohl wieder das eine oder das andere passieren. Und dafür legt die Spielergewerkschaft Geld zurück, um ihren Mitgliedern finanziell auszuhelfen, wenn die Saison gar nicht gespielt werden sollte, oder wieder um einiges später beginnt und dann nur verkürzt ausgetragen wird.
Bei den anstehenden Verhandlungen wird es natürlich vor allem um Geld gehen, aber auch um die uneingeschränkte Macht des Commissioners, die verständlicherweise eingeschränkt werden soll und muß.
Genug zu verhandeln wird es also ganz bestimmt geben.

Michael Jackson ist tot.
Der ehemalige NFL Wide Receiver starb bei einem Motorradunfall. Er war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs und prallte in die Fahrerseite eines Wagens, der rückwärts aus einer Parklücke setzte und dabei über beide Fahrspuren fuhr.
Jackson spielte von 1991-95 für die Browns und von 96 bis 98 für die Ravens.
Er wurde nur 48 Jahre alt.

Yale Lary verstarb im Alter von stolzen 86 Jahren.
Lary war zu einer Zeit aktiv, als man auf dem Platz mehrere Positionen spielte. Er war 11 Jahre ein Detroit Lion, von 1952-53 und von 56 bis 64. Dazwischen verbrachte er zwei Jahre in der Armee.
1979 wurde er als Safety in die Hall of Fame aufgenommen.
Als Todesursache wurde Altersschwäche angegeben.

Freitag, 12. Mai 2017

Kurzberichte
romo-tony
Cowboys Besitzer Jerry Jones hat nicht vor, eine Abschiedsparty für Tony Romo (Bild) zu schmeißen.
Anders sieht das bei DeMarcus Ware aus. Für ihn ist eine Abschiedspressekonferenz geplant.
Auf die Frage, warum für den nach Statistiken besten Quarterback in der Geschichte der Cowboys noch nichts geplant ist, antwortete Jones: „Weil DeMarcus im Ruhestand ist, Tony nicht.“
So kurz, so knapp, so wahr.
Tony Romo hat seinen Abschied aus der aktiven Laufbahn noch nicht vollzogen. Er hat zwar bei CBS unterschrieben, hat sich aber eine Hintertür offen gelassen. Sollte ein Team bei ihm anrufen und ihn verpflichten wollen, dann darf Romo aus der Kommentatorenbox wieder auf das Spielfeld wechseln.
In Romos Idealfall wäre es so, daß Dak Prescott strauchelt, und Jones händeringend bei Romo anruft.
Tony Romo wird seine Ehrung durch das Team bekommen... Wenn er denn dann irgendwann mal in den Ruhestand getreten sein sollte.

Twitter gibt nicht auf. Die Rechte an den Donnerstagsspielen haben sie zwar an Amazon verloren, aber man will Sendungen rund um die NFL zwitschern. Dafür hat der Internetdienst einen Vertrag mit der NFL und dem NFL Network geschlossen. Das garantiert Twitter offizielles Video und Bildmaterial das ganze Jahr über.
Pro Woche soll es fünf Live Sendungen geben.

Die Buchmacher sind hart. Herzblut interessiert sie nicht, sondern nur harte Fakten.
Und diese harten Fakten bewegten die Wettbüros dazu, zwei Teams auszugucken, die ihrer Meinung nach 2017 nicht ein einziges Spiel gewinnen können: Die Browns (klarer Fall), und die Rams (auch ein sicherer Kandidat).
Die Buchmacher haben beide Teams nicht in einem einzigen Spiel der Saison zum Favoriten gemacht. Und die Rams haben ja immerhin zwei Spiele gegen die ebenfalls maroden 49ers.
Seit der Saison 2015 waren die Browns nicht ein einziges Mal der Favorit in den Augen der Buchmacher. Und die behielten Recht. Gegen die Browns zu wetten war in dieser Zeit eine leichte Möglichkeit, das Bankkonto wachsen zu lassen.
Auf der anderen Seite der Skala rangiert der amtierende Super Bowl Gewinner. Die Patriots sind in jedem Spiel der kommenden Saison als Favorit gelistet.
Doch ich warne hier ausdrücklich davor, Wetten auf Spiele abzuschließen, denn ihr wißt ja: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!“

Die NFLPA Hat eine Klage gegen die NFL eingereicht. Dabei geht es um die mißbräuchliche und unkontrollierte Verabreichung von Schmerzmedikamenten.
Einige Teamärzte verabreichen diese Pillen, als wären es Bonbons.
In der Klage beruft sich die Spielergewerkschaft auf den blamablen Deflategate „Skandal“. Es wäre nicht zu verstehen, daß die Liga nichts gegen Teams unternimmt, die bereits wegen ihrer Verschreibungspraktik unter Beobachtung stehen, weil sie Mißbrauch mit Schmerzmitteln betreiben und die Gesundheit der Spieler wissentlich riskieren, die Patriots aber knallhart bestraften, weil sie ein winziges bißchen Luft aus einigen Bällen gelassen haben (sollen).
Die Klageschrift der Gewerkschaft gegen die Liga umfaßt 11 Seiten.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Kurzberichte
Blount-LeGarrette2
Die Patriots kennen die Regeln, selbst die, die man nur selten zu sehen bekommt.
In der Nacht zum 10. Mai können Teams, deren uneingeschränkte Free Agents kein neues Team gefunden haben, ihre Offerten für diese Spieler verlängern. Damit soll verhindert werden, daß sie das Team wechseln können, ohne daß ihr alter Club eine Kompensation bekommt.
Das wird sehr selten genutzt, da die meisten Free Agents vorher ein neues Team finden.
Wenn man die Offerte (Tender) verlängert, kann ein Spieler bis zum 22. Juli weiter mit anderen Teams verhandeln. Wenn er bis zum 22. Juli keinen neuen Arbeitgeber gefunden hat, kann er nur für sein altes Team spielen. Sollte er dennoch nach diesem Termin wechseln, dürfte er in den ersten 10 Wochen der Saison nicht spielen.
Die Patriots haben diese „May-Ninth Tender (9. Mai Offerte)“ bei Running Back LeGarrette Blount (Bild) genutzt. Das heißt, daß sie ihn nicht gehen lassen wollen, zumindest nicht, ohne noch eine Kompensation für ihn zu bekommen.
Sollte Blount 2017 für die Patriots spielen, müßten sie ihm nur $1,1 Millionen zahlen.
Ein echtes Schnäppchen. Bleibt abzuwarten, ob Blount die Offerte unterschreibt.

Kleiner Schock am Morgen. Die Firma Perform, die über DAZN dabei ist den Sport fast gänzlich aus dem HD- Fähigen TV in das Pixelmatsch Internet zu holen, hat einen Vertrag mit der NFL abgeschlossen. Der Sender mit dem dämlichen Namen soll den Gamepass vermarkten.
Da dachte ich mir: „Gamepass bei DAZN, das`n Ding!“
Doch vorerst gibt es Entwarnung. DAZN soll zunächst Entwicklungshilfe für die NFL in Asien und Südamerika betreiben.
Für die USA und uns hier in Europa ändert sich, zunächst, nichts. Doch bei der geldgeilen NFL und dem „Wir kaufen alles, was mit Sport zu tun hat und streamen es in Pixelmatsch“ Sender kann man nicht sicher sein, ob es nicht bald auch uns hier trifft. Das könnte dann natürlich höhere Preise für niedrigere Qualität bedeuten.
Wohl bekomms!

Die Cardinals wollen sicher sein, daß sie mit einem guten Ersatz- Quarterback in die Saison gehen. Deshalb gaben sie Blaine Gabbert einen Einjahresvertrag.
Der versuchte es zuletzt drei Jahre lang bei den 49ers, mit sehr überschaubarem Erfolg.
Einberufen wurde er 2011 von den Jaguars an 10. Stelle der Draft. Wirklich gebracht hat er es aber nie. Doch als Ersatz für den alternden Carson Palmer wäre er nicht verkehrt.

Michael Floyd ist wieder Zuhause. Der Wide Receiver wurde 2012 als 13. Spieler von den Vikings einberufen. So wirklich eingeschlagen hat er nicht, so daß er an die Cardinals abgegeben wurde.
Die feuerten ihn, nachdem er am 12.12. letzten Jahres von der Polizei mit über zwei Promille im Blut schlafend auf dem Fahrersitz seines Autos gefunden wurde.
Die Patriots nahmen ihn anschließend auf, und er spielte in zwei Saisonspielen für sie. Für den Super Bowl stand er nicht auf der Liste der aktiven Spieler.
Am Mittwoch unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Minnesota.

Die Titans Spieler Tajae Sharp, Wide Receiver, und Sebastian Tretola, Offensive Lineman, waren in Nashville in eine Kneipenschlägerei verwickelt.
In der Folge reichte das Opfer eine Zivilklage gegen die Spieler ein.
Dante R. Satterfield, wie das Opfer heißt, sagte, daß es bei der TV Übertragung der Draft in der Bar zu Meinungsverschiedenheiten kam. Sharpe war sehr erbost über die erste Wahl seines Teams in der Draft. In der Folge des Streits gingen Satterfield, Sharpe und Tretola in den Hinterhof der Bar. Sharpe soll das Opfer dann heftig verprügelt haben. Satterfield war 12 Stunden bewußtlos und erlitt einige gebrochene Knochen im Gesicht, eine Gehirnerschütterung, ein gerissenes Trommelfell und einige andere Verletzungen.
Satterfield möchte dafür $500.000 Schmerzensgeld erstreiten.
Die Titans gaben nur bekannt, daß sie von der Klage unterrichtet wären.

Die Schiedsrichter haben einen neuen Chef.
Alberto Riveron ersetzt den freiwillig aus dem Amt geschiedenen Dean Blandino.
Riveron war neun Saisons Schiedsrichter in der NFL, bringt also praktische Erfahrung mit. Blandino war reiner Theoretiker.

Und leider gibt es wieder einen Todesfall zu berichten. Der hat zwar nur indirekt mit der NFL zu tun, sollte aber hier erwähnt werden.
Die Frau von ESPN Urgestein Chris Berman, Kathy, kam bei einem Autounfall ums Leben. Sie wurde 67 Jahre alt.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Kurzberichte
manning-sb-champ
Peyton Manning (Bild) wird eine besondere Ehrung zuteil.
Der Ausnahme- Quarterback wird von den Colts unsterblich gemacht. Am 7. Oktober wird vor dem Lucas Oil Stadion eine Statue Mannings enthüllt, an der zur Zeit noch von Ryan Feeney gearbeitet wird, einem Künstler und Feuerwehrmann.
Am 8. Oktober dann wird Peyton Manning in den Ring der Ehre aufgenommen und seine Trikotnummer zur Ruhe gesetzt. Die Colts spielen an diesem Tag um 19 Uhr unserer Zeit gegen die 49ers.
Schade, daß die Colts nicht den 14. Dezember gewählt haben, wenn sie ihr Heimspiel gegen Denver haben.
Aus der Ära Indianapolis ist Manning der erste Colt, der in den Ring der Ehre aufgenommen wird. Aus der Zeit der Colts in Baltimore sind sieben Spieler in diesem Ring verewigt.
Peyton Manning sagte, daß er sich riesig freut, daß ihm diese Ehre zuteil wird.

Wo gerade von einer Skulptur die Rede war, auch die Falcons haben sich eine vor ihr neues Stadion gestellt.
Ein wahrhaft riesiger Falke empfängt die Besucher vor dem neuen Footballtempel. Er ist stolze 12 Meter hoch und hält einen Football in seinen Krallen. Wenn mein Programm das richtig umgerechnet hat, wiegt er satte 33.000 Kg.

Wie erwartet wurden die Anschuldigungen wegen Mordes gegen Aaron Hernandez aufgehoben. Richterin E. Susan Garsh wies die Klage gegen den ehemaligen Tight End der Patriots, der vor Kurzem Selbstmord im Gefängnis beging, ab und stellte das Verfahren ein.
Das bedeutet nicht, daß Hernandez als unschuldiger Mann ins Gefängnis kam. Dieser Schritt ist eine reine Formalität, da der Angeklagte durch seinen Tod nicht in der Lage war, alle Instanzen der Gerichte zu durchlaufen um seine Unschuld zu beweisen. Wie der Angeklagte zu Tode kam, spielt dabei keine Rolle. Garsh erklärte denn auch, daß sie formal gar keine andere Wahl hatte, als zu diesem Ergebnis zu kommen.
Deshalb gilt wohl das, was die Mutter des brutal ermordeten Odin Lloyd, Ursula Ward, sagte: „Für uns ist er schuldig und wird immer schuldig sein.“

Die Bills holten sich einen neuen General Manager und entschuldigten sich bei den Panthers.
Der neue Head Coach der Bills, Sean McDermott, hat sechs Jahre lang mit Brandon Beane zusammengearbeitet. Beane war Assistenz General Manager der Panthers, McDermott der Defensive Coordinator. Deshalb war Beane auch die erste und man kann sagen, einzige Wahl, die in Frage kam, denn McDermott wollte ihn haben. Die beiden werden als erstes eine schlagkräftige Scoutingabteilung auf die Beine stellen müssen, denn die Pegulas haben alles gefeuert, was mit der Entdeckung alter und neuer guter Spieler zu tun hatte.
Die Pegulas, Besitzer der Bills, sind sich sicher, daß sie mit diesem eingespielten Duo ein gutes Gespann gefunden haben, um das Team aus der Talsohle der unendlichen Erfolglosigkeit herauszuführen.
Daß sie dies auf Kosten der Panthers machen, führte zu dem folgenden Twittereintrag auf der Bills-Teamseite: „Hey @Panthers, Entschuldigung, daß wir weitermachen euer Personal abzuwerben. Ihr sollt nur wissen, wir tun das aus Respekt.“

Dienstag, 9. Mai 2017

Der Fall Joe Mixon
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Joe Mixon hat großes Talent um es in der NFL sehr weit zu bringen. Hätte der Running Back nur durchschnittliche Fähigkeiten, wäre er überhaupt nicht einberufen worden.
Michael Vick (Bild), ehemaliger NFL- Quarterback, weiß, was es heißt, eine falsche Entscheidung zu treffen, die das ganze Leben verändert. Er züchtete Kampfhunde, trainierte sie und ließ zu blutigen Kämpfen antreten.
Das brachte ihm eine 21 Monate lange Gefängnisstrafe wegen Tierquälerei ein. Danach war er spielerisch nicht mehr der Alte und hatte es sehr schwer, noch mal ein Team zu finden, das ihm eine Chance gab.
Er versuchte es bei den Eagles, den Jets und den Steelers, doch ohne Erfolg. Nachdem er 2016 ohne Vertrag war, gab er bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Bis zu seiner Haft war er ein sehr guter Quarterback für die Atlanta Falcons. Er stellte NFL Rekorde für gelaufene Yards eines Quarterbacks insgesamt auf, mit 6.109 Yards, und in einer Saison mit 1.039 Yards.
Mixon kommt schon mit einer dicken Hypothek in die Liga. Von ihm gibt es ein Video, das zeigt, wie er einer Frau mit einem Schlag ins Gesicht mehrere Knochen brach.
Eigentlich wollte die NFL solche Typen nicht mehr in der NFL haben. Doch wenn dieser Typ Talent hat, dann ist das natürlich etwas ganz anderes. Talent schlägt Moral + Recht + Gesetz.
Kurz vor der Draft hatten sich Mixon und sein Opfer außergerichtlich geeinigt, und damit war die Sache für die Liga, und die Bengals, die Mixon aufnahmen, wohl erledigt. Allerdings fiel das Supertalent in Runde zwei. Ohne den Skandal wäre er unter den ersten drei bis vier Spielern gelandet, die ein Team gefunden haben. Doch viele Teams nahmen Mixon von ihrer Liste der einzuberufenden Spieler.
Eine Frauenschutzvereinigung in Cincinnati kritisierte die Entscheidung des Teams auf das Schärfste.
Doch er hat eine zweite Chance verdient. Darin sind sich Michael Vick und Bengals Besitzer Brown einig. Vick meint aber, daß der Running Back demütig und dankbar sein soll. Es wäre ein Privileg in der NFL spielen zu dürfen. Das hätte er selber am eigenen Leib erfahren. Natürlich dürfe so etwas nicht passieren, aber dieser eine Schlag wäre nicht das, was Mixon ausmacht.
Ähnliches schrieb auch Teambesitzer Brown in einem Brief an die Frauenschutzvereinigung.
Ob die das letztlich auch so sehen wird, darf bezweifelt werden.
Es ändert nichts daran, daß Mixon seine zweite Chance wohl verdient hat. Durch den Fall aus Runde eins in Runde zwei der Draft hat er bereits etliche Millionen Dollar verloren. Natürlich steht er unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit, besonders in Cincinnati.
Er muß seine Chance jetzt nutzen und seine natürliche Aggressivität auf dem Platz austoben und den Bengals zu Siegen verhelfen. Dann verblaßt das, was er 2014 als junger Collegespieler getan hat.

Kurzberichte
Bleiben wir auf der kriminellen Seite der NFL.
Jets Wide Receiver Robby Anderson wurde auf einem Musikfestival verhaftet. Er wurde gegen Sicherheitspersonal und Polizei handgreiflich.
Die Jets gaben nur bekannt, daß sie über den Vorfall unterrichtet wären.
Anderson kam 2016 als ungedrafteter Rookie ins Team und fing 42 Pässe für 587 Yards und 2 Touchdowns.
Bei den Jets sind bereits zwei Spieler zum Saisonstart suspendiert. Anderson könnte Nr. 3 werden.

Everybody was Kung-Fu fighting...
OK, kennt nicht mehr jeder, dieses Lied. Und außerdem ist Kung-Fu kein Jiujitsu. Das aber will Scott Peters in der NFL einführen, um die Zahl der Kopfverletzungen zu reduzieren.
Ich bin sicher, Ihr habt jetzt auch diese dusselige Reklame mit dem Fußballspieler, der ins Shaolin-Kloster geht, um seinen Schädel zu härten, vor Augen.
Aber Peters, ein gestandener 150 Kilo Offensive Lineman, will nicht so banal hart an die Sache Rangehen, und vor allemwill er den Kopf schützen. 
Nachdem er von einem Typen im Dojo auf die Matte gelegt wurde, der nur halb so groß und halb so schwer war wie er, fragte er sich, wie das möglich war. Er vertiefte sich in die Sache und verliebte sich in Jiujitsu.
Er merkte, wie sich langsam aber sicher seine Instinkte bei gegnerischen Angriffen schärften. Er lernte bessere Techniken, um harten Angriffen durch gezielte, geschmeidige Bewegungen auszuweichen. Vor allem lernte er, nicht mit dem Kopf voran in den Gegner zu gehen.
Und das sollen jetzt die Indianapolis Colts unter seiner Anleitung lernen und dann die ganze NFL. Es wird bestimmt schwer, das Muskelgedächtnis zum Umlernen zu bewegen. Antrainierte Bewegungsabläufe müssen umtrainiert werden.
Also dann, everybody is Jiujitsu fighting.

Die große Liebe von Ex- Cowboys Quarterback Tony Romo war Golf.
Doch seine Liebe wurde nicht erwidert.
Romo schaffte es nicht, sich für die U.S. Open 2017 zu qualifizieren, an denen er schon so lange hatte teilnehmen wollen, wenn da nur nicht dieser dumme Football-Job gewesen wäre.
Für, die, denen das was sagt, Romo hatte 3-over-par 75. Er hätte 3-under 69 par gebraucht, um weiterzukommen.

Jay Cutler hat einen Rat. Der ehemalige Quarterback der Bears rät seinem Team, Mitchell Trubisky nicht ins Feuer zu werfen, wenn die Saison den Bach runtergeht.
Natürlich werden viele Fans seinen Namen rufen, wenn Mike Glennon es nicht bringt. Trubisky wurde immerhin an 2. Stelle aufgenommen, und entsprechend hoch wären die Erwartungen der Fans in ihn.
Doch Cutler hält nichts davon, den Rookie rauszuschicken, damit er sich durchprügeln läßt. Die Beispiele von David Carr und Blaine Gabbert hätten gezeigt, wie schlecht es war, diese jungen Leute nicht langsam an die Brutalität in der NFL herangeführt zu haben.
Cutler versteht die Probleme der Bears 2017, mit einem Receiver-Corps, das von den verletzungsanfälligen Kevin White und Cameron Meredith angeführt wird, und einem Quarterback, der noch nichts bewiesen hat.
Das klingt ja gar nicht gut. White fing in 4 Spielen 19 Pässe für 187 Yards.
Meredith brachte es in 25 Spielen auf 77 Pässe für 1.008 Yards und 4 Touchdowns bei 3 Fumbles.
Glennon brachte es in vier Jahren in Tampa Bay auf 21 Spiele und warf 630 Pässe, von denen 374 ankamen für 4.100 Yards und 30 Touchdowns, bei 15 Interceptions und einer Passerwertung von 84.6 Punkten.
Nein, das klingt nicht gut.
Vielleicht erwähnt Cutler das bereits in seinem ersten Spiel als Analyst für FOX, wenn er beim Testspiel der Bears in Tennessee eingesetzt wird?

Und noch ein ehemaliger NFL Star geht zum Fernsehen. Ex- Wide Receiver Nate Burleson wird die Crew von „The NFL Today“ auf CBS als Analyst komplettieren. Er nimmt den Platz von Bart Scott ein.
Burleson spielte 11 Jahre in der Liga. Er war bei den Vikings, Seahawks, Lions und Browns. Insgesamt fing er 457 Pässe für 5.630 Yards und 39 Touchdowns.

Saints Center Max Unger wird auf der PUP Liste (physically unable to perform list) in die Saison gehen.
Er wurde an einem Fuß operiert und es wird fünf Monate dauern, bis er wieder einsatzbereit ist.

Montag, 8. Mai 2017

Kurzberichte
cutler-jay-bears200
Ex- Quarterback Jay Cutler (Bild) geht zu FOX. So weit habe ich das ja schon berichtet.
2006 begann er seine NFL Karriere bei den Denver Broncos. Sie nahmen ihn in der ersten Runde der Draft auf.
Seine Karriere verlief ähnlich der, des ungedrafteten Tony Romo von den Cowboys.
Glanzlichter wechselten mit Schattenseiten ab, wobei es mehr Schatten als Glanz gab.
Erfolge für seine Teams, 2009 wechselte er zu den Bears, konnte Cutler genau so wenig erzielen, wie Romo.
Für persönliche Rekorde reichte es allerdings auch bei Cutler. Er hält die Mannschaftsrekorde der Bears unter anderen in Vervollständigungen: Karriere (2.020), Saison (370 in 2014), Passversuche: Karriere (3.271), Saison (561 in 2014), Passyards: Karriere (23.443), Passtouchdowns: Karriere (154), Playoff Spiel (2 am 16.01.16 vs. SEA; mit 3 anderen), Passer Wertung: Karriere (85,2), Kassierte Sacks: Karriere (251), Saison (52 in 2010), Spiel (9 am 3.10. 2010 @NYG; mit 2 anderen), Passyards/Spiel: Karriere (229,8), 300+ Yards Pass Spiele: Karriere (16)
Und nachdem seine Dienste entbehrlich wurden, nahm er einen Job beim Fernsehen an, auch genau wie Tony Romo.
Anders als bei Romo allerdings, hatte kein Team Interesse an Cutler. Romo hätte noch zu den Texans wechseln können, wenn er denn wirklich gewollt hätte.
Und während Romo eine Klausel in seinem Vertrag mit CBS hat, die es ihm erlauben würde, wieder in der NFL aktiv zu werden, wenn ein Team ihn haben wollte, hat Cutler mit der Liga abgeschlossen.
Er sagte, daß eine Rückkehr als Quarterback für ihn nicht zur Debatte stünde.
Während also „Talente“ wie Brian Hoyer, Jared Goff, Mike Glennon, Blake Bortles, Tom Savage, Cody Kessler, und Josh McCown weiter in der Liga vor sich hindilletieren können, analysieren Tony Romo und Jay Cutler demnächst nur noch die „Höhepunkte“ dieser Möchtegern- Quarterbacks.

Ein Wide Receiver der Giants legte seinen Marshallplan vor.
Brandon Marshall gab bekannt, daß er in zwei Jahren in den Ruhestand treten wird.
Der sechsmalige Pro Bowler, der letztes Jahr noch für die Jets spielte, will noch zwei Saisons bestreiten. In diesen zwei Saisons will er den Super Bowl gewinnen, etwas mehr Spaß haben und dann will er die Welt der mentalen Gesundheit verändern.
Er selber wurde mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) diagnostiziert. Das ist eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs, und sie ist durch Impulsivität und Instabilität in Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet.
Marshall hätte dieses Jahr für nur $7,5 Millionen bei den Jets spielen müssen. Sein Wechsel zu den Giants bringt ihm $12 Millionen ein.
Ob das aber mit dem Gewinn eines Super Bowls bei den Giants was wird?

Sonntag, 7. Mai 2017

Die Luft ist raus aus Deflategate?
kraft-bobPatriots Besitzer Robert Kraft (Bild) kommt, verständlicherweise, nicht über die unsägliche Deflategate-Affäre weg. Neid und Eifersucht hätten eine große Rolle dabei gespielt, glaubt er.
Bei einem Gipfeltreffen von Wirtschaftsführern hielt Kraft eine Rede und nannte die Strafen unsinnig und idiotisch, was sie ja tatsächlich auch waren.
Eine Sperre, die ein Viertel der Saison dauerte, für Tom Brady, eine hohe Geldstrafe für das Team und der Verlust einer Wahlmöglichkeit in der Draft 2016 wären eine völlig überzogene Aktion von Commissioner Roger Goodell gewesen.
Daß Robert Kraft nach einem gewonnen Super Bowl in der Saison, die Goodell für die Patriots zerstören wollte, immer noch so heftig über die Affäre spricht zeigt, wie sehr das Ganze ihn getroffen hat.
„Ich bin nicht nachtragend“, meinte er, „aber ich vergesse auch nichts. Neid und Eifersucht sind unheilbare Krankheiten. Ich gehe in meine 24. Saison als Teambesitzer. Wenn wir nicht gewonnen hätten, wäre ich unglaublich sauer auf die anderen Teambesitzer und würde nur daran denken, was wir zu tun hätten, um einen Titel zu gewinnen. Ich verstehe, daß die Mitbewerber Druck auf das Büro der Liga ausgeübt haben und eine Lobby gebildet haben um in der Sache keine Kompromisse einzugehen. Das war unsinnig und idiotisch.“
Daß man ohne Brady 3-1 Siege geholt hätte, und die geschichtliche Aufholjagd im Super Bowl zeigten, daß es es sich lohnt, niemals aufzugeben.
Dann sprach der Besitzer der Patriots noch über die Eckpfeiler des anhaltenden Erfolg seines Teams, Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady. In den letzten 15 Jahren hätten sie alles für die Patriots gegeben. Dabei hätte man ihn davor gewarnt, Belichick zu verpflichten. „Wir mußten ein neues Stadion bauen“, sagte Kraft. „Wir brauchten den Zuspruch der Öffentlichkeit. Wir brauchten Leute, die gut und sympathisch in Interviews rüberkamen. Das war Belichick nicht. Man schickte mir Bänder von ihm aus seiner Zeit in Cleveland. Dort hatte Bill von fünf Saisons vier mit negativer Bilanz beendet. Demnach hätte ich ihn nicht verpflichten dürfen. Aber mich interessierte nur, ob wir uns sympathisch wären, ob wir miteinander gut auskommen würden. Und das hat sehr gut funktioniert.“
Über Tom Brady meinte Kraft: „Er ist netter als sonst jemand. Er ist aufrichtig. Er weiß, wie man mit Menschen klarkommt.“
Dann sprach Kraft noch eine Weile über Donald Trump und die tiefe Freundschaft, die die beiden verbindet. Der heutige Präsident hätte Kraft durch die schwere Zeit geholfen, als seine Frau Myra 2011 verstarb. Trump hätte zu den 5-6 Menschen gehört, die ihm ständig Mut zugesprochen hätten.
Kraft kritisiert, wie der Präsident in den Medien dargestellt wird, gibt aber zu, daß vieles davon Eigenverschulden ist. Trump würde halt öfter etwas sagen, was er in Wirklichkeit gar nicht so meine.
Das erleben wir ja gerade, wo Trump aufhört Trump zu sein, und in Sachen Kriegstreiberei zu Hillary mutiert.

Kurzberichte
Wenn man Patriots Quarterback Tom Brady so sieht, mit seinen 39 Jahren, dann weiß man, daß man die Zeit besiegen kann.
Doch ist Brady dafür wirklich der beste Beweis?
Nein, der Beste sicher nicht, denn das könnte dann doch eher James Harrison sein.
Auch der Outside Linebacker der Pittsburgh Steelers ist 39, und er hat im Vergleich zu Brady den ungleich härteren Job in der Liga. Und was noch unglaublicher ist, im Vergleich zu Brady, der glaubt, durch vegane Nahrungsaufnahme gesünder bleiben zu können, gehört Harrison zu den unbelehrbaren Fleischessern, die ja ach so ungesund leben.
Beide schaffen es, mit ihren Lebensweisen Väterchen Zeit ein Schnippchen zu schlagen, und beiden gönnt man noch viele gute Jahre.

Es gab doch einen Abschiedsbrief von Aaron Hernandez. Der ehemalige Tight End der Patriots hatte sich im Gefängnis das Leben genommen. Die Selbstmordtheorie war aber von seiner Familie und seiner Verlobten angezweifelt worden.
Doch jetzt wurde sein handschriftlicher Abschiedsbrief veröffentlicht und damit die letzten Zweifel ausgeräumt.
In dem Brief betonte Hernandez wie sehr er seine Verlobte Shayanna Jenkins Hernandez liebte. "Shay, du warst immer meine Seelenverwandte und ich will, daß du dein Leben liebst und weißt, daß ich immer bei dir bin. Indirekt habe ich dir gesagt, was kommen wird! Ich liebe dich so sehr und weiß, daß du ein Engel bist – buchstäblich! Wir teilen uns auf in zwei, um die Welt zu ändern! Erzähle meine ganze Geschichte, aber denke niemals an etwas anders, als daran, wie sehr ich dich liebe. Dies war der Plan einer höheren Macht, des Allmächtigen, nicht meiner. Ich liebe dich! Laß (geschwärzt) wissen, wie sehr ich sie liebe! Kümmere dich um (geschwärzt) und (geschwärzt) für mich –Sie sind meine Jungs (Du bist reich).
Ich wußte, daß ich dich liebe = Savage Garden.
Zusätzlich hatte Hernandez in seinem Blut einen Bibelspruch an die Zellenwand geschrieben: „Gott hat die Menschen so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben,“ Johannes 3.16.

Eddie Lacy wechselt von den Packers zu den Seahawks. In Green Bay startete er einen Garagen-Verkauf und bot dabei viele seiner persönlichen Sachen an.
Der Running Back, der in vier Saisons bei den Packers 3.435 Yards und 23 Touchdowns erzielte, verlangte zwar recht hohe Preise für seine getragenen Klamotten, aber der Erlös ging zu 100% an einen Wohltätigkeitsverein.
Bereits vor dem Mittagessen waren alle Teile verkauft.

Samstag, 6. Mai 2017

kelly-chadKurzberichte
So, es gilt eine Woche aufzuholen. Deshalb im Schweins(leder)galopp durch die angesammelten Meldungen.
253 Collegeabgänger wurden in der Draft am letzten Wochenende einberufen und die Denver Broncos bekamen den Mr. Irrelevant, also den Spieler, der als allerletzter aufgenommen wurde. Das war Mississippi Quarterback Chad Kelly (Bild). Er ist der Sohn des jüngeren Bruders von NFL und Buffalo Bills Legende Jim Kelly.
Kelly fiel auf den letzten Platz, weil er gesundheitliche Probleme hat (gerissener Meniskus und Kreuzband) und zusätzlich Probleme außerhalb des Platzes. Nach einer Kneipenschlägerei in Buffalo schmiß das College von Clemson ihn raus. Abgesehen davon hätte er unter Umständen bereits in der ersten Runde ein Team finden können.
Wegen seiner Verletzungen wird Kelly erst im August ins Training der Broncos einsteigen können.

Die ersten einberufenen Spieler haben bereits ihre Verträge mit ihren NFL Teams unterschrieben.
Dennoch wird schon wieder befürchtet, daß es zu Verzögerungen bei den Verpflichtungen kommen könnte. Die Spielergewerkschaft NFLPA moniert Vertragsklauseln bei einigen Verträgen, die im laufenden Tarifvertrag eigentlich nicht erlaubt sind.
Teams könnten versuchen Verträge so zu formulieren, daß sie damit Spielern und ihren Agenten finanziell schaden, obwohl Verträge laut Artikel 7 des Tarifvertrags so nicht formuliert werden dürften.
Die NFLPA will gegen jedes Team vorgehen, daß gegen diesen Artikel verstößt. Dabei geht es vornehmlich um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Anwesenheitspflicht bei offiziellen Teamveranstaltungen, und einige andere Klauseln.
Da jedes Team seine eigene „Vertragssprache“ spricht, und die Kontrakte nicht standardisiert sind, kann es zu unfairen Abschlüssen kommen. Wenn die NFLPA diese Verträge zunächst prüft, können sich Unterschriften der Rookies verzögern.

Direkt nach der Draft feuerten die Bills ihren General Manager Doug Whaley.
Bereits zum Ende der Saison 2016 hin, kamen die Gerüchte auf, daß er nicht mehr lange in Buffalo bleiben würde.
Teambesitzer Pegula feuerte gleich alles und jeden mit, der mit der Talententdeckung für die Bills zu tun hatte.

Die Steelers haben Quarterback Joshua Dobbs einberufen. Dadurch wurde Ersatz- Quarterback Zach Mettenberger entbehrlich und wurde gefeuert.

Die 49ers könnten nicht viel Freude an Reuben Foster haben.
Der Linebacker wurde an 31. Stelle einberufen. Das werteten viele als echtes Schnäppchen.
Doch es kann sein, daß Foster wegen einer gerissenen Rotatorenmanschette 2017 gar nicht wird spielen können.
Zudem gab er beim Sichtungstraining eine wässerige Urinprobe ab, die ihm weiteres Ungemach bereiten könnte.

Philadelphia stellte einen neuen Besucherrekord für eine Einberufungsveranstaltung auf.
Über 250.000 Besucher kamen zur Draft 2017.

Auch nach der Draft blieben die Teams fleißig, besonders die Colts. Sie verpflichteten 18 nicht einberufene Spieler. Auch darunter befindet sich ab und zu so manches Talent, wie z.B. Ex-Cowboys Quarterback Tony Romo, der mit etwas mehr Fleiß und Interesse für seinen Job ein ganz großer hätte werden können.

Wenns in der NFL nicht mehr klappt, geht man zum Fernsehen.
Cowboys Quarterback Tony Romo ging diesen Weg, als er nicht mehr gebraucht wurde, und jetzt Jay Cutler.
Der Ex- Quarterback der Bears hat bei FOX unterschrieben.
Zusammen mit Kevin Burkhardt und Charles Davis wird er das Gespann Nr. 2 des Senders bilden, hinter Joe Buck und Troy Aikman.
Cutler wird bereits beim Vorbereitungsspiel der Bears gegen Tennessee zum Einsatz kommen und seine alten Kollegen analysieren.

Endlich Golf!
Ex-Dallas Quarterback Tony Romo kann jetzt endlich seiner wahren Liebe nachgehen und Golf spielen.
Schon immer hat er sein Karriere in der NFL hinter diesen Rentnersport angestellt.
Statt sich auf die nächste Saison der Cowboys vorzubereiten, spielte er lieber Golf.
Golf!
Und das kann er jetzt, ohne seinen Arbeitgeber, der ihm etliche Millionen zahlte, zu schädigen.
Einige Male bat er darum, später ins Trainingslager kommen zu dürfen, weil er an einem Golfturnier teilnehmen wollte.
Jetzt kann er an Regionalausscheidung um die Teilnahme bei den 2017 U.S. Open teilnehmen, ohne diesen störenden Football im Nacken zu haben.

Jets Wide Receiver Devin Smith zog sich zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Für ihn ist die Saison 2017 bereits beendet.

Die Jets feuerten Safety Marcus Gilchrist.
Zwar spielte er auf einem hohen Niveau, aber in Woche 14 der letzten Saison zog er sich eine böse Knieverletzung zu.

Panthers Tackle Michael Oher wurde angezeigt, weil er einen Uber-Fahrer geschlagen hat.
Oher dachte, daß der Fahrer einen Umweg fahren wollte, um den Fahrpreis in die Höhe zu treiben.

Doug Martin hatte einen Autounfall.
Der Running Back der Buccaneers kam mit leichten Blessuren davon, während sein Wagen ziemlich zerstört wurde, als ein anderer Fahrer ein Stoppzeichen mißachtete und in Martins Fahrzeug krachte.

Natürlich werden die Raiders und ihr neu zu bauendes Stadion in Las Vegas überhaupt nicht mit der Glücksspielindustrie in Berührung kommen.
Natürlich nicht!
Außer eben, daß die $1,9 Milliarden für den Bau des Stadions fast gänzlich aus dem Glücksspielsektor stammen.
„Diese Industrie ist stark in das Projekt eingebunden“, sagte Jeremy Aguero, der Chef des Konsortiums das das Stadion bauen läßt.
„Wir müssen darauf achten, daß die NFL nichts mit der Glücksspielindustrie zu tun bekommt“, sagt Commissioner Goodell immer und immer wieder.
Na, dann achte mal schön, Roger, denn bald wirst Du ein Team haben, dessen Stadion gefördert, ermöglicht und beherrscht wird von Kasinobesitzern, für das von Spielern gezahlt wurde und das direkt in die Wettindustrie verstrickt ist.

Stephen Jones, Sohn des Cowboys Besitzers Jerry, und Vizepräsident des Teams, ist überzeugt davon, daß die NFL ihre Position in Sachen Marihuana überdenken muß.
Eine in vielen Bundesstaaten der USA legale Droge dürfe nicht länger von der Liga verteufelt werden.
Die NFL hat mittlerweile eine Expertenkommission eingesetzt, um die Nutzen und Risiken der Droge abzuwägen.

Die NFL suspendierte Texans Linebacker Max Bullough für vier Spiele.
Er hat gegen die Drogenrichtlinien der NFL verstoßen.

Dumm, dümmer, Jaguars?
Das Team zog seine Option auf die fünfte Saison mit Quarterback Blake Bortles.
Das wäre eine kluge Entscheidung für das Team aus vielen Gründen gewesen, meinte der Vizepräsident des Clubs, Tom Coughlin. Allerdings nannte er nicht einen dieser guten Gründe. Sehr wahrscheinlich weil er es nicht konnte.
Bortles, dessen Fähigkeiten bisher als Niete eingestuft werden können, bekommt dadurch 2018 $19 Millionen, die im Fall einer Verletzung voll zu zahlen sind.
Unfaßbar!

Die Bills zogen ihre Option auf Sammy Watkins nicht.
Der Wide Receiver hat zwar einiges an Talent, ist aber Verletzungsanfällig.
Im letzten Jahr seines Rookievertrags kann er ja beweisen, ob er einen guten langfristigen Vertrag wert ist. Das könnte ihm 2018 dann sogar mehr bringen, als die $13 Millionen, die er für die Option des fünften Jahres bekommen hätte.

Die Vikings zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Teddy Bridgewater nicht.
Der Quarterback gehört in die Kategorie derer die den Ball geradeauswerfen können, aber kein allzugroßes Talent haben.
Zudem kuriert er immer noch seine böse Knieverletzung aus, die er sich in der Vorbereitungsphase 2016 zuzog.

Malcolm Butler ist zum Training der Patriots erschienen.
Um den Cornerback gab es Wechselgerüchte. Butler erschien nicht zu den ersten freiwilligen Trainingseinheiten des Teams.
Am Mittwoch erschien er zum Training.
Ob die Wechselgerüchte aus der Welt sind, ist nicht sicher.

Jamaal Charles bleibt in der AFC West.
Der Running Back fand nach seiner Entlassung in Kansas City sein neues Team in Denver.
Charles unterschrieb bei den Broncos einen Einjahresvertrag, der ihm $3,75 Millionen bringen kann, mit allen festgelegten Boni.

Rams Wide Receiver Tavon Austin wurde am linken Handgelenk operiert.
Er wird einen großen Teil der Vorbereitungszeit verpassen.

Samstag, 29. April 2017

Draft 2017 - Tag 2 - Runde 2 und 3
kizer-deshone
DeShone Kizer hat ein Team gefunden. Aber der beste Quarterback, der in der Draft überhaupt zu haben war, wie er von sich selber behauptete, mußte verdammt lange warten, bis er einberufen wurde. Am ersten Tag saß er völlig umsonst im Green Room und wartete darauf, daß sein Name aufgerufen würde. Noch einen Abend im Wartezimmer der Anwärter wollte er sich nicht antun, und so flog er zurück nach Toledo.
Damit verpaßte er es, von einem der legendärsten Spieler der NFL aufgerufen zu werden, denn Jim Brown gab bekannt, daß Cleveland ihn verpflichten wird.
Die Browns nahmen Kizer allerdings erst als 52. Spieler auf, also recht spät in Runde zwei.
Dabei bescheinigen ihm Experten tatsächlich alles Talent der Welt.
Jetzt bescheinigen die Experten den Browns, mit der 52. Wahl ein Schnäppchen gemacht zu haben. Sie bekämen einen großen Wert für eine geringe Summe.

Frauenschläger haben in der NFL nichts zu suchen?
Im Prinzip ja, aber... wenn es brauchbare Spieler sind, dann gilt dieser hohle Spruch nicht.
So nahmen die Bengals an 48. Stelle Joe Mixon.
Der Running Back hatte 2014 einer Frau ins Gesicht geschlagen und ihr vier Knochen gebrochen. Vom moralischen Standpunkt also eher ein verachtenswertes Lowlife, war er vom Talent der beste Running Back, der in der Draft zu haben war. Und den wollten die Bengals, die ja große Erfahrung mit kriminellen Spielern haben (Adam Jones), sich nicht entgehen lassen.
Als Spieler, der spät einberufen wurde, wird Mixons Gehalt überschaubar sein.

Wir werden alle nicht jünger, auch Stars nicht. Deshalb müssen auch die Giants an eine Zukunft ohne Quarterback Eli Manning denken.
Ob ein Quarterback aus der dritten Runde der Draft sein Nachfolger werden kann?
Die Giants hoffen es, denn sie nahmen Davis Webb an 87. Stelle auf. Er wird noch ein, zwei Jahre hinter dem mittlerweile 36 Jahre alten Manning lernen können, bevor es für ihn ernst wird.

An 83. Stelle waren dann auch endlich die New England Patriots zum ersten Mal dran. Sie nahmen Defensive End Derek Rivers auf.

Kurzberichte
Oh Herr, laß es Weihnachten werden.
Die Pittsburgh Steelers nahmen TJ Watt in der ersten Runde auf und am Weihnachtstag kommt es zum Spiel gegen die Houston Texans mit seinem Bruder JJ Watt.
Die beiden können es gar nicht abwarten, sich ein Frohes Fest zu wünschen. Außer im Hinterhof in jungen Jahren, haben die beiden nie in voller Uniform auf dem gleichen Feld gestanden und mit- oder gegeneinander gespielt.
Direkt gegeneinander werden sie natürlich nicht spielen, denn beide sind Verteidiger.

Die Fans der Bears waren geschockt, als der Name von Mitch Trubisky für ihr Team an zweiter Stelle der Draft aufgerufen wurde.
Geschockt beschreibt sehr milde, was im Draftsaal los war, unter den Fans.
Entsetzen würde es eher treffen.
Als der Quarterback auf die Bühne kam, wurde er mit Pfiffen und Buhrufen empfangen. Kein schöner Einstand für den Mann, der das Team irgendwann mal als Nr. 1 führen soll.

Und jetzt sage ich Tschüß für eine Woche.
Am Samstag, 6.5., melde ich mich wieder zurück.
Ich hoffe, ihr klickt dann alle wieder bei Win-Football rein.

Freitag, 28. April 2017

Draft 2017
goodell-draft-17Das war sie also, das war die Draft 2017, Runde 1. Es hat einige Überraschungen gegeben, doch im Großen und Ganzen kam es doch so, wie die Experten es vorausgesehen haben.
Wie bereits letztes Jahr bekam Commissioner Roger Goodell (Bild) von den anwesenden Fans klar mitgeteilt, was sie von ihm halten. Er mußte erneut unter lauten Buhrufen die einberufenen Spieler verkünden.
An erster Stelle waren die Cleveland Browns dran und sie nahmen Myles Garrett von Texas A&M. Vor ein paar Tagen hatte das Ruhmeshallenmitglied Warren Sapp noch eindringlich davor gewarnt, diesen, in seinen Augen faulen, Spieler einzuberufen.
Die Browns sahen das anders und nahmen den Defensive End.
Der kam nicht auf die Bühne, um das Trikot von Roger Goodell in Empfang zu nehmen, denn er war Zuhause in Arlington, Texas, und sah sich die Übertragung im Fernsehen an.

Die Bears wollten Quarterback Mitchell Trubisky so sehr, daß sie mit den 49ers die Plätze tauschten.
Die Bears wären als dritte dran gewesen, die 49ers hatten Platz zwei.
Das zeigt, daß die Bears wohl nicht sehr viel Vertrauen in Mike Glennon haben, dem sie vor Kurzem einen $45 Millionen Vertrag gegeben haben.
Dafür mußte Chicago eine Menge Draftpicks an San Francisco abgeben. Platz drei 2017, klar, zusätzlich die Wahlmöglichkeiten in Runde drei und vier, und einen Pick in Runde drei 2018.

Die 49ers rutschten einen Platz tiefer und bekamen dafür recht viele Draftpicks von den Bears.
An dritter Stelle liegend nahmen sie Defensive End Solomon Thomas.
Dabei hätten sie selber dringend einen Quarterback gebraucht.

Und ein Running Back fand sehr früh sein Team.
Die Jaguars nahmen Leonard Fournette an vierter Stelle auf.

JJ Watts kleiner Bruder TJ Watts war den Steelers ihre Wahlmöglichkeit in Runde eins wert. Sie nahmen den Outside Linebacker an 30. Stelle auf.

Die Raiders sagten, daß sie „Meilen um Meilen“ an Informationen gesammelt hätten, bevor sie Gareon Conley an Stelle 24 einberiefen.
Gegen Conley liegt eine Anzeige wegen Vergewaltigung vor.
Der Cornerback sollte eigentlich im Green Room genannten Wartezimmer der NFL Anwärter in Philadelphia sein, reiste aber am Vortag bereits ab, um kein Störfaktor zu sein.

Es blieben noch einige talentierte Anwärter übrig, die in den nächsten Runden einberufen werden können.
Wie erwartet kam Quarterback DeShone Kizer ganz umsonst nach Philadelphia. Er blieb im Green Room sitzen. Er sah zu, wie drei Quarterback in Runde eins ein NFL Team fanden.
Und auch Cam Robinson, OT, Alabama; Malik McDowell, DT, Michigan State; Sidney Jones, CB, Washington hätten bereits in Runde eins ein Team finden können, müssen jetzt aber bis zur nächsten Runde warten.
Hier ist die komplette Reihenfolge der einberufenen Spieler...

Kurzberichte
Seit einem Jahr steht das Haus des verstorbenen Aaron Hernandez leer, in dem es einen Swimmingpool mit Wasserfall gibt, einen Kinosaal und eine Sauna.
Die Villa hat einen Wert von $1,3 Millionen.
Shayanna Jenkins Hernandez, die Verlobte des Verstorbenen, will das Recht zum Verkauf des Hauses vor Gericht erstreiten.
Es soll einen potentiellen Interessenten für die Villa geben.

Die Redskins verlängerten den Vertrag mit Morgan Moses um fünf Jahre.
Moses kam 2014 in Runde drei der Draft zu den Redskins und konnte seine Leistung seitdem kontinuierlich steigern.

Drew Brees ist hocherfreut über die Verpflichtung von Adrian Peterson.
Der Quarterback der Saints glaubt, daß Peterson und Mark Ingram das beste Running Back Duo der Saison 2017 werden können.
Kein anderes Team hätte zwei Running Backs mit der Qualität dieser beiden.

Donnerstag, 27. April 2017

Kurzberichte
bradford-sam-vikingWie es aussieht, wird Sam Bradford (Bild) ohne einen neuen Vertrag in die kommende Saison gehen.
Der Quarterback der Vikings hat noch einen Vertrag bis Ende 2017. Normalerweise wird vor dieser letzten Saison ein neuer Kontrakt ausgehandelt. Doch Bradford macht sich darüber keine Sorgen.
Muß er auch nicht, denn finanziell ist er abgesichert. Seine bisherigen Verträge brachten ihm bereits $96 Millionen ein.
Sein laufender Vertrag, den er mit den Eagles abschloß, die ihn dann an die Vikings abgaben, ist auch noch mal $36 Millionen wert.
Das ist auch in den heutigen teuren Zeiten, in denen wir leben, ein nettes Sümmchen.
Deshalb macht Bradford sich keine Sorgen, wie es nach 2017 weitergeht. „Ich habe sowieso keine Kontrolle darüber“, sagte er in einem Interview.

Jahri Evans unterschrieb in Green Bay.
Der ehemalige Guard der Saints spielte 11 Jahre für New Orleans.
Über die Konditionen seines Vertrag bei den Packers wurde noch nichts bekannt.

Die Oakland Raiders sind tatsächlich das Wagnis eingegangen, Marshawn Lynch zu verpflichten.
Der Running Back der Seahawks war ja inoffiziell im Ruhestand. Lediglich ein Video, das er kurz nach Super Bowl 50 ins Internet stellte, und auf dem er seine Footballschuhe an den Nagel hängte, zeigte, daß Lynch sich als Ruheständler betrachtete.
Sein letztes NFL Spiel bestritt er 2015 wo er wegen einer Leistenoperation nur in sechs Spielen spielte, und 2016 reiste er durch die Welt.
Da die Rechte an ihm noch bei den Seahawks lagen, mußten die Raiders ihre Wahlmöglichkeiten in Runde fünf und sechs der Draft 2018 an Seattle abgeben. Das ist kein hoher Preis, wenn Lynch es noch mal schafft, in den Beastmode zu schalten.
Am Mittwoch unterschrieb er einen Zweijahresvertrag über $9 Millionen. Mit Boni kann er es auf satte $16,5 Millionen bringen.
Für Lynch ist es eine Heimkehr. Er stammt aus Oakland und spielte seinen Collegefootball für Cal, die University of California, Berkeley.
Ob sich der Handel für Oakland auszahlt wird eine der spannendsten Geschichten der kommenden Saison sein.

Wenn wir morgen früh aufstehen, stehen die neuen Mitglieder der NFL Familie fest.
In dieser Nacht ist die erste Runde der Draft. Die Runden zwei und drei sind am Freitag dran, während am Samstag die restlichen Runden vier bis sieben abgehalten werden.
Die Cleveland Browns haben sich mit 1-15 Siegen das Recht der ersten Wahl erkämpft. Und wie man hört, wissen sie schon, wen sie als ersten Spieler 2017 einberufen werden.
Das ist aber noch nicht nach draußen gesickert, würde ja auch die Spannung nehmen.
Also wird die Uhr für die Browns ganz normal gestartet und dann muß man öde warten bis Roger Goodell auf die Bühne kommt und den ersten Spieler verkündet. Und so geht das die ganze Nacht. Die Uhr wird für ein weiteres Team gestartet, man wartet, Goodell kommt und sagt seinen Spruch. Dazwischen gibt es Werbung, viel Werbung, also sehr viel Werbung, und Experten beraten darüber, wer wohl als nächster Anwärter einberufen wird. Dazu zeigen sie kurze Filmchen der betreffenden Spieler.
Wer sich das Live antun will, das NFLN überträgt alle Runden Live. In dieser Nacht beginnt es um zwei Uhr unserer Zeit. Runde zwei und drei beginnen bereits um ein Uhr in der Nacht von Freitag auf Samstag. Und Runde vier bis sieben werden am Samstag ab 18:00 Uhr übertragen.

Hier die Rangfolge der ersten Runde, falls nicht noch Positionen getauscht werden sollten:
1. Cleveland Browns
2. San Francisco 49ers
3. Chicago Bears
4. Jacksonville Jaguars
5. Tennessee Titans (von Los Angeles Rams)
6. New York Jets
7. Los Angeles Chargers
8. Carolina Panthers
9. Cincinnati Bengals
10. Buffalo Bills
11. New Orleans Saints
12. Cleveland Browns (von Philadelphia Eagles)
13. Arizona Cardinals
14. Philadelphia Eagles (von Minnesota Vikings)
15. Indianapolis Colts
16. Baltimore Ravens
17. Washington Redskins
18. Tennessee Titans
19. Tampa Bay Buccaneers
20. Denver Broncos
21. Detroit Lions
22. Miami Dolphins
23. New York Giants
24. Oakland Raiders
25. Houston Texans
26. Seattle Seahawks
27. Kansas City Chiefs
28. Dallas Cowboys
29. Green Bay Packers
30. Pittsburgh Steelers
31. Atlanta Falcons
32. New Orleans Saints (von New England Patriots)

Nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn, so kurz vor der Draft, hat sich Gareon Conley einen Anwalt genommen. Der hat am Freitag mit allen 32 Teams einzeln Kontakt aufgenommen, um den Verantwortlichen klar zu machen, daß Conley unschuldig ist.
Conley selber hat auch persönlich mit einigen Teams gesprochen, um seine Sicht der Dinge darzustellen.
Ob die Teams überzeugt werden konnten, daß der Cornerback von Ohio State so unschuldig ist, wie er von sich behauptet?
Laut seinem Anwalt soll ein Video existieren, daß die Geschichte der Frau entkräften kann. Das aber müsse man erst anfordern.
Am Montag erst soll er von der Polizei verhört werden. Das könnte sich in der Tat negativ darauf auswirken, an welcher Stelle Conley einberufen wird. Mittlerweile hat er Philadelphia verlassen. Eigentlich sollte er in Runde eins im Draftroom sitzen und darauf warten, daß sein Name aufgerufen wird.
Er wollte aber keine Störfaktor sein, und deshalb hat er es vorgezogen, nach Hause zu fahren.

Mittwoch, 26. April 2017

Kurzberichte
peterson-adrian4Wer die News laufend verfolgt, der weiß, daß Running Backs es in der NFL nicht mehr so leicht haben. Das ändert sich Gott sei Dank wieder etwas. Ihr Wert wird wieder mehr geschätzt.
Dennoch gibt es Altstars, für die es nicht gut läuft.
Einer dieser Altstars hat ein neues Team gefunden. Zwar wollte Adrian Peterson (Bild) nur bei einem Team unterschreiben, das Chancen auf den Super Bowl hat, aber er landete letztlich bei den New Orleans Saints.
Der ehemalige Vikings Superstar unterschrieb am Dienstag einen Zweijahresvertrag über $7 Millionen, von denen $3,5 Millionen garantiert sind. Allerdings kann der 32-jährige es mit verschiedenen Zuzahlungen sogar auf $15,25 Millionen bringen.
Das ist dann immer noch weit weniger, als die $18 Millionen, die Minnesota ihm alleine für 2017 hätten zahlen müssen.
Ob Peterson es zur Nr. 1 bei den Saints bringt?
Immerhin erzielte Mark Ingram 2016 1.043 Laufyards. Deshalb sagte Head Coach Payton, daß Peterson Ingram unterstützen soll. Die Sache dürfte damit klar sein, wenn Peterson in der Vorbereitungszeit nicht noch Ingram den Rang abläuft.
Vielleicht muß der Running Back in diesem Jahr mal wieder in einem Vorbereitungsspiel antreten. Das hat er schon lange nicht mehr gemacht.
Und Gratulation an den Spielplanersteller. Das erste Monday Night Football Spiel der Saison heißt Saints at Vikings.

Für Jamaal Charles läuft es gar nicht gut.
Der ehemalige Running Back der Chiefs hat ein Video aufgenommen, um den Coaches der Teams zu beweisen, daß er nach seiner Knieoperation wieder vollständig einsatzbereit ist.
Der 30-jährige möchte noch nicht in den Ruhestand treten, doch es gibt kein Interesse an ihm.
Seit 2008 spielte Charles in der NFL, die ganze Zeit für die Chiefs. Dort erzielte er mit 1.332 Läufen 7.260 Yards. Er fing 285 Pässe für 2.457 Yards und brachte es insgesamt auf 64 Touchdowns.

LeGarrette Blount ist ein Free Agent. Der Running Back würde gerne bei den Patriots bleiben, doch von da kommen keine positiven Signale.
Die kamen jetzt von den Giants.
Die New Yorker brauchen einen Brecher durch die Mitte, also einen wie Blount.
Ob es zu einem Vertrag kommen wird, das ist noch fraglich. Die Verhandlungen sollen laufen.

Bei den Titans gab es nur einen Spieler, der nicht zu den freiwilligen Trainingseinheiten erschien, Running Back Derrick Henry.
Zwischen ihm und Head Coach Mike Mularkey herrscht Funkstille. Mularkey wartet darauf, daß Henry ihn anruft um ihm den Grund des Wegbleibens zu erklären.
Selber hat der Coach noch nicht zum Telefon gegriffen, um Henry anzurufen. „Jeder Spieler kennt unseren Zeitplan, was wir jeden Tag machen. Ich habe nicht das Gefühl, als ob ich jemandem hinterherlaufen müßte. Er ist informiert, wie jeder andere auch“, sagte Mularkey enttäuscht.
Als Nr. 2 hinter DeMarco Murray erzielte der Gewinner der Heisman Trophäe von 2015 2016 in der NFL 490 Yards und 5 Touchdowns.

Und noch ein Collegeabgänger, der auf dem Sprung in die NFL ist, wurde der Vergewaltigung angezeigt.
Ohio State Cornerback Gareon Conley wurde unter den ersten 10 Spielern erwartet, die in der Draft ein Team finden sollten.
Jetzt liegt eine Anzeige gegen ihn vor. Er soll eine Frau in einem Hotel in Cleveland vergewaltigt haben.
Die Frau wäre freiwillig mit ihm in sein Zimmer gegangen. Dort hätte Conley angefangen ihre Hose aufzuknöpfen und zog sie herunter. Als es ernst wurde sagte sie: „Stop, es tut weh!“
Doch Conley beendete erst den Akt, bevor er die Frau aus dem Hotelzimmer trat.
Zwei Zeugen, die auch in Conleys Zimmer waren, sagten, daß Conley nichts derartiges getan hätte. Die Frau hätte sich erst aufgeregt, als sie aus dem Zimmer geworfen wurde.

Steelers Wide Receiver Martavis Bryant darf bedingt wieder in der NFL mitspielen.
Bryant war ein Jahr suspendiert, weil er wiederholt der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde. Er hat alle Bedingungen erfüllt, die die NFL ihm auferlegt hat.
Er darf jetzt wieder mit dem Team trainieren, muß aber jederzeit damit rechnen, wieder überprüft zu werden.
Ein weiterer Verstoß wird ihm eine noch längere Sperre einbringen.

Ebenfalls wieder spielberechtigt ist Daryl Washington. Er ist der Beweis für die längere Suspendierung, die wiederholte Verstöße bringen. Der Linebacker der Cardinals war gar drei Jahre suspendiert.
Das Team gab bekannt, daß man von der NFL über das Ende der Sperre informiert wurde. Da man drei Jahre absolut keinen Kontakt zu Washington hätte haben dürfen, könne man jetzt noch nicht sagen, wie es mit dem Linebacker weitergeht?
Jetzt würde man sich erst mal auf die Draft konzentrieren, und sich danach um Washington kümmern.
Klingt nicht so, als hätten die Cardinals händeringend auf Washingtons Rückkehr gewartet.

Dienstag, 25. April 2017

Kurzberichte
rodgers-aaron-mvp-2014
22 Collegeabgänger werden am Donnerstag im Draftroom sitzen und darauf warten, daß der allseits geschätzte und beliebte Commissioner Roger Goodell ihren Namen aufruft.
Dennoch kommt es vor, daß der Name sehr spät fällt oder sogar gar nicht.
Gerade noch so kamen Aaron Rodgers (Bild) und Johnny Manziel davon. Rodgers wurde an 24. Stelle einberufen, Manziel an 22. Während Rodgers nicht unbedingt als Kandidat für die ersten 10 Plätze galt, dachte man das bei Manziel schon.
Rodgers hat sich seitdem fast schon in die Hall of Fame gespielt, Manziel wurde zum Lachschlager.
Ganz schlimm war es bei Geno Smith. Der Quarterback saß am ersten Tag ganz umsonst im Draftroom. Er wurde erst am zweiten Tag in Runde zwei von den Jets aufgenommen.
Dieses Jahr, so wird spekuliert, könnte von den anwesenden Anwärtern Notre Dames Quarterback DeShone Kizer vergeblich darauf warten, daß Goodell seinen Namen nennt. Die Experten gehen davon aus, daß wenigstens vier Quarterbacks ihre NFL Teams finden, bevor Kizer an der Reihe ist.
„Ich kann der beste Quarterback sein, der jemals in der NFL gespielt hat“, ist Kizer von sich selber überzeugt. Ob auch die Teams davon überzeugt sind, wird sich zeigen.

Die Giants werden ihre Option auf die fünfte Saison von Odell Beckham jr. ziehen.
Das war zu erwarten, obwohl der Star-Receiver dem Team auf dem Platz nicht immer nur Freude macht.
Noch ist die Sache nicht offiziell, aber es wird so kommen. Dann wird Beckham 2018 etwa $8 Millionen bekommen.

Die Patriots verpflichteten Mike Gillislee vom Divisionsrivalen aus Buffalo.
Die Bills hatten das Recht, dem Angebot der Patriots gleichzukommen, verzichteten aber darauf.
Der Running Back unterschrieb für zwei Jahre in New England. Buffalo bekam die Wahlmöglichkeit der Patriots an 163. Stelle in der kommenden Draft.
Buffalo nahm Gillislee in der fünften Runde 2013 auf. Letztes Jahr erzielte er mit 101 Läufen 577 Yards und 8 Touchdowns.
New Englands „eigener“ Running Back, LeGarrette Blount, ist ein uneingeschränkter Free Agent und hat bisher noch kein neues Team gefunden. Es kann sein, daß er bei den Patriots bleibt. Die haben zwar so einige Running Backs in letzter Zeit verpflichtet, aber nach der Vorbereitungssaison wird da wohl kräftig ausgedünnt werden.

Ein Richter ordnete an, daß sämtliche handschriftliche Schreiben von Aaron Hernandez, von der Gefängnisleitung noch vor der Beerdigung an die Familie übergeben werden müssen.
Die Beisetzung ist am heutigen Dienstag Nachmittag.
Unter den Schriftstücken, die herausgegeben werden müssen, soll eine Selbstmordnotiz des ehemaligen Patriots Tight Ends sein. Die Familie hätte ein Recht darauf, in dieser Zeit der Trauer, die letzten Gedanken des Toten zu erfahren, entschied der Richter.

Mit den Broncos gewann er einen Super Bowl. Trotzdem trat DeMarcus Ware als Cowboy in den Ruhestand.
Der Defensive End unterschrieb gestern einen Eintagesvertrag in Dallas, um als Cowboy aus der NFL auszuscheiden.
12 Jahre spielte er in der NFL, die letzten drei davon in Denver. Mit ihnen gewann er 2015 den Titel der Titel.
Doch sein Körper signalisierte ihm, daß es Zeit wäre aufzuhören. In den letzten zwei Jahren verpaßte er 11 Spiele.

Adrian Peterson soll mit den Saints nahezu einig sein.
Der Ex-Vikings Running Back steht kurz davor, einen Einjahresvertrag über $3 Millionen in New Orleans zu unterschreiben, heißt es.
Dabei wollte Peterson doch nur zu einem Team wechseln, das ernsthafte Chancen auf den Super Bowl hat.
Sollte es wirklich so kommen, hätte der Spielplanmacher ein gutes Näschen gehabt. Die Saints spielen in Woche 1 im frühen Monday Night Football Spiel in Minnesota.

Jake Long sagt so long.
Mit 32 Jahren beendet der Tackle seine Karriere.
Vor neun Jahren wurde er in der Draft vor Defensive End Chris Long und Falcons Quarterback Matt Ryan einberufen. In diesen neun Jahren spielte er für die Dolphins, Rams, Falcons und Vikings.
Long durchlitt mehrere Kreuzbandrisse in seiner Karriere. 2016 kam er für die Vikings nur ein paar mal zum Einsatz.
Jake Long ist übrigens nicht verwandt mit Howie Long.

Montag, 24. April 2017

Kurzberichte
montana-joeDas Land, auf dem einst das Candlestick Stadion der 49ers stand, wird bebaut. Eine Heimat für 7.000 Menschen soll dort entstehen. Und eine Straße in diesem Neubaugebiet soll Joe Montana Drive heißen.
Doch nicht wenn es nach dem legendären Quarterback der Niners (Bild) geht. Er möchte, daß die Straße Joe Montana-Dwight Clark Drive benannt wird.
Montana und Clark sind berühmt für „The Catch“ mit dem sie 1981 im NFC Championship Spiel die Cowboys besiegten.
Clark wäre sein ganz besonderer Freund, meinte Montana. „Wenn sie mich ehren, müssen sie ihn auch ehren“, sagte er.
Immer wieder muß er lachen, wenn er an die erste Begegnung mit Clark denkt. Der Tight End dachte Montana wäre der neue Kicker der 49ers, wie er so mit seiner schmächtigen Statur auf dem Trainingsplatz auftauchte.
Heute leidet Clark an ALS, einer Krankheit, die Zellen angreift, die die Muskeln steuern.
Neben den 49ers Legenden Ronnie Lott und Bill Walsh werden auch andere Sportgrößen der Stadt Straßen mit ihrem Namen bekommen... und hoffentlich auch Dwight Clark.

Die Ravens haben jetzt einen Director of Performance. Steve Saunders ist sicher, daß er die Spieler des Teams zu den fittesten und am wenigsten verletzungsanfälligen Spielern der Liga machen kann.
Weg mit dem Quatsch, daß Footballspieler Luft für 100 oder 200 Yards Sprints haben müssen. 20, 30 oder 40 Yards tun es auch. Spezielles Aufwärmen und Stretching soll helfen, Muskel- und Sehnenverletzungen zu vermeiden. Spezielles Muskeltraining soll helfen, Gelenksverletzungen zu vermeiden.
Letztes Jahr ging den Ravens im Endspurt die Luft etwas aus. Star Receiver Jimmy Smith war verletzt und Baltimore verlor drei der letzten vier Spiele.
Das soll in der kommenden Saison nicht mehr passieren.
Dank Steve Saunders soll es bei den Ravens keine verletzten Spieler mehr geben, und die Kondition soll bis zum Super Bowl reichen.
Na dann...

In der Nacht zum Freitag ist es so weit, die Einberufungsshow der NFL, die Draft, geht in die erste Runde.
Und wieder gibt es Kandidaten, die ins Kreuzfeuer der Kritik geraten sind.
Während der Anwärter Joe Mixon den Rechtsstreit mit der Frau, der er das Gesicht brach, gerade noch rechtzeitig vor der Draft beilegen konnte, schlug ein weiterer Anwärter zu.
Und das Ruhmeshallenmitglied Warren Sapp bezeichnete den Spieler, der an erster Stelle einberufen werden könnte, als Faulpelz.
Es ist also wieder genug los und es wird nie langweilig.
Defensive Lineman Caleb Brantley von den Florida Gators soll eine Frau KO geschlagen haben. Die Anzeige wurde am Freitag erstattet.
Chelsea Austin ist die Klägerin, mit der Brantley am 13. April eine Auseinandersetzung hatte. Dabei soll es zu der Körperverletzung gekommen sein, bei der sich bei der Klägerin ein Zahn gelockert hat. Zwei Zeugen haben den Vorfall miterlebt.
Von Brantley wurde erwartet, daß er in einer höheren Runde der Draft einberufen würde. Er könnte jetzt in die tieferen Runden abrutschen.

Warren Sapp hat seine Meinung über Myles Garrett. „Ich sehe da ein faules Kind“, meinte der Hall of Fame Defensive Tackle.
Nachdem Sapp sich die Videos des Defensive Ends angesehen hat, glaubt er nicht, daß Garrett es wirklich wert ist, an Nr. 1 aufgenommen zu werden.
Und als Hall of Fame Mitglied kennt sich Sapp wohl aus mit seiner Position.
„In dem Kid sehe ich da nichts auffälliges. Wo sind die Szenen, die seine Qualität beweisen? Wo sind die Spiele, die er dominiert hat? Er ist groß und er ist stark, das sticht den Scouts ins Auge. Aber ich sehe nur jemanden, der drei, vier Plays pro Spiel macht. Das soll die Nr. 1 sein? Nein, nein, nein. Das ist er nicht mal annähernd.“
Am Freitagmorgen werden wir dann sehen, ob die Browns auf Sapp gehört haben. Oder ein anderes Team, wenn die Browns ihren Platz an der Spitze tauschen.

Sollte man Spieler einberufen, die gerade eine schwere Operation hinter sich haben?
Auch dieses Jahr gibt es wieder einige Anwärter, die sich noch in der Reha befinden, und deren Chancen dadurch geschmälert sind.
Lohnt es sich, das Risiko einzugehen, sie dennoch zu rekrutieren?
Die Cowboys hoffen, daß es so ist.
2016 nahmen sie Jaylon Smith auf. Der Linebacker von Notre Dame zog sich in seinem allerletzten Collegespiel einen Kreuzbandriss und Nervenschäden im Knie zu. Obwohl die Cowboys wußten, daß er 2016 nicht würde für sie spielen können, nahmen sie ihn in der zweiten Runde auf.
Sie hoffen, daß sich ihr Wagnis 2017 auszahlt. Smith trainierte in dieser Woche zum ersten Mal mit dem Team bei den freiwilligen Trainingseinheiten.
Werden auch dieses Jahr wieder Teams so hoch pokern, wie Dallas letztes Jahr?

Sonntag, 23. April 2017

Kurzberichte
savage-tomDer General Manager der Texans, Rick Smith ist der Meinung, daß man in der Draft keinen Quarterback einzuberufen braucht, denn man hätte ja Tom Savage (Bild).
Klingt ungefähr so, als würde ein Fußball Bundesliga Club sagen: „Wir brauchen keinen guten Trainer, wir haben ja Peter Stöger.“
Houston hat also vor, mit Tom Savage als Starter und Brandon Weeden als Nr. 2 in die Saison zu gehen?
Das klingt nicht wirklich realistisch.
Nicht realistisch ist es aber auch, an 25. Stelle noch einen brauchbaren Quarterback rekrutieren zu können. Es sollen ja eh keine guten Quarterbacks zu haben sein, und so tief unten dürften die dann auch schon weg sein.
Ein Juwel wie Dak Prescott in Runde vier letztes Jahr findet man auch nicht alle Jahre. Tom Savage jedenfalls war kein solches Juwel. Er wurde 2014 in Runde vier von Houston einberufen.
Smith spürt absolut keinen Druck, einen Quarterback aufnehmen zu müssen. Allerdings will er mit drei Quarterbacks ins Trainingslager gehen. Wer die Nr. 3 wird, wird man sehen. Wunschkandidat Tony Romo ist ja mittlerweile aus dem Rennen.

Ein Richter des Bristol Superior Courts wies das Department of Corrections (DOC) am Freitag an, alle Unterlagen, die mit Aaron Hernandez zu tun haben, zu sichern und zu verwahren.
Die Verlobte des ehemaligen Patriots Tight Ends, der am Mittwoch Selbstmord beging, hat das im Namen ihrer Tochter angeordnet.
Es soll verhindert werden, daß die Angestellten des Gefängnisses Beweismaterial wegwerfen, vernichten oder löschen. Audio-, Videomaterial, handgeschriebene Notizen von Hernandez, seine medizinischen Unterlagen, alles muß sicher verwahrt werden.
Im Gegensatz zum Staatsanwalt und dem zuständigen Gerichtsmediziner, die von Selbstmord ausgehen, glauben der Anwalt von Hernandez und die verlobte des Verstorbenen, Shayanna Jenkins Hernandez, nicht daran, daß es Selbstmord war. Die sichergestellten Unterlagen sollen Licht in das Dunkel bringen.
Ebenfalls am Freitag forderte die Mutter des von Hernandez ermordeten Odin Lloyd die Patriots auf, $6 Millionen in die Vermögensmasse von Hernandez einzuzahlen. Dieses Geld soll an die Familie Lloyd ausgezahlt werden, da feststehe, daß Hernandez Odin Lloyd hingerichtet hat.
Und hier beginnt es wieder kompliziert zu werden. Ein Fall, der mit einer Verurteilung wegen eines geplanten Mordes endet, geht in Massachusetts automatisch in die Berufung. Und bis diese Berufung entschieden ist, gilt man als unschuldig. Da wird es nicht leicht für die Familie Odin, das ihr wohl zustehende Recht auch zu bekommen.

Nächste Woche um diese Zeit bin ich schon im wohlverdienten Kurzurlaub, was nicht so wichtig ist, klar. Aber nächste Woche um diese Zeit wissen wir auch, wer die neuen Millionäre sind, die vom College in die NFL wechseln.
Und die Raiders würden gerne vor der Draft wissen, was Marshawn Lynch vorhat?
Der Running Back der Seahawks möchte gerne für die Raiders spielen. Aber er läßt sich mit seiner Entscheidung Zeit. Zu viel Zeit, wenn es nach den Raiders geht.
„Irgendwann möchte man es dann doch gerne mal wissen“, meinte General Manager Reggie McKenzie.
Lynch galt ja eigentlich als Football-Rentner, aber er hat bis heute noch keinen entsprechenden Vertrag unterschrieben. Deshalb liegen die Rechte an ihm noch bei den Seahawks. Die Raiders und die Seahawks sind sich einig geworden, jetzt liegt es an Lynch, ob er wirklich noch mal in den Beastmode schalten will.

Geld machen mit dem Warenzeichen Las Vegas Raiders?
Ist möglich, wird aber schwer.
Lane Blue, Besitzer einer Luftfrachtfirma, hatte Großes vor. Er wollte sich den Namen beim Amt für Markenrechte schützen lassen, um die Raiders vom Umzug abzuhalten. Er glaubte, daß, wenn das Team ihm Millionen für die Abtretung des Namens hätte zahlen müssen, es in Oakland geblieben wäre.
Eine etwas irre Annahme. Es scheiterte daran, daß Blue die Rechte nicht bekam.
Dabei gilt in den USA das Recht der ersten Eintragung. Es wird nicht geprüft, ob der Antragsteller ein besonderes Recht an dem Namen hat, oder nicht. Und so haben sich schon einige Leute die Rechte an dem Namen für $275 gekauft, da man für verschiedene Artikel jeweils ein einzelnes Interesse anmelden muß.
Doch Patrick Jennings, ein Anwalt für Markenrechte, sagte bereits, daß diese Leute ihr Geld zum Fenster rausgeschmissen hätten. Wenn die Raiders die Rechte haben wollten, dann wäre es für ihn ein Klacks ihnen diese zu beschaffen.

Da will wohl jemand die NFL Teams gnädig stimmen.
Ex-Oklahoma Running Back Joe Mixon konnte einen Rechtsstreit außergerichtlich klären.
Amelia Molitor hatte eine Zivilklage gegen Mixon eingereicht, weil der sie 2014 so hart ins Gesicht schlug, daß er ihr den Kiefer und einen Wangenknochen brach.
Vor Kurzem tauchte im Internet ein Video auf, das den Vorfall zeigte.
Das machte sich nicht gut, so kurz vor der Draft und in dem Wissen, daß die NFL Frauenschläger nicht mehr wirklich gerne hat.
Doch jetzt wurde der Rechtsstreit beigelegt und man kann davon ausgehen, daß Mixon sich gegen ein nettes Sümmchen freikaufen konnte.
Seine Chancen darauf, früher als vor der Schlichtung ein Team zu finden, dürften gestiegen sein, gehört Mixon doch zu den besten Running Backs, die in der Draft zu haben sind. Und das steigert ja dann auch sein zu erwartendes Einkommen.

Die Chiefs feuerten Jaye Howard.
Der Defensive Lineman hatte gerade erst ein Jahr seines $12 Millionen schweren Zweijahresvertrags absolviert.
Im Dezember mußte Howard mit einer Hüftverletzung auf die Verletztenliste gesetzt werden.
Das Team muß ihm für 2017 noch $2,5 Millionen zahlen, wenn er keinen neuen Arbeitgeber findet.

„Wir werden 2017 nicht noch eine 1-15 Saison spielen“, sagte Browns Head Coach Hue Jackson, „Und wenn doch, dann werde ich im Lake Erie schwimmen gehen.“
Eine mutige Aussage.
Sieht man sich den Spielplan der Browns an und tippt Spiel für Spiel, dann kommt ein 0-16 dabei heraus. Zwar stehen auch die Jets und die Jaguars auf dem Plan, aber selbst die dürften nicht gegen Cleveland verlieren.
0-16 also.
ABER... 0-16 ist nicht 1-15. Dann müßte Jackson rein technisch gesehen nicht im Eriesee schwimmen gehen.
Uff!

Freitag, 21. April 2017

Der Spielplan 2017 ist da
spiel1-2017Und so beginnt es: Kansas City Chiefs at New England Patriots.
Nicht gerade die Knallerpartie, aber die Defense der Chiefs dürfte der Patriots Offense ein paar Schwierigkeiten bereiten.
Für das erste Sonntagsspiel auf NBC hat die NFL für gepflegte Langeweile gesorgt. Es ist mal wieder Giants at Cowboys. Man kann diese Ansetzung schon als Tradition bezeichnen. Es ist das dritte Mal in Folge, daß das erste Sonntagsspiel auf NBC diese beiden Teams zeigt.
Das Spiel selber kann, wie gewohnt, gut werden, aber dennoch sollte die Liga da für etwas mehr Abwechslung sorgen.
In den beiden Montagsspielen treffen die Saints auf die Vikings und die Chargers auf die Broncos.

Atlanta eröffnet das neue Stadion in Woche zwei. Gegner sind die Packers, die 2017 schon einmal in Atlanta spielten, nämlich im NFC Championship Game.

Die Browns sind der NFL nicht gut genug, um sie auf prominenten Plätzen zu zeigen. Sie haben nur 19 Uhr Spiele. Selbst das Spiel in London hilft da nicht. Das ist in den USA in den meisten Zeitzonen mitten in der Nacht und wird zudem nur vom NFLN übertragen und von keinem freiempfangbaren großen Sender.

Ganz anders die Raiders und die Cowboys, sie haben jeweils fünf Spiele zur Hauptsendezeit. Eins davon sogar gemeinsam, wenn die Raiders am 17. Dezember Dallas empfangen.

Tony Romo bekommt zwei Möglichkeiten, sein ehemaliges Team zu analysieren. Das Spiel der Chiefs in Dallas am 5. November ist ein 22 Uhr Spiel und wird von CBS übertragen. Das Spiel der Chargers in Dallas ist auf jeden Fall ein Fall für Romo, denn das ist das Thanksgiving Spiel.

Den schwersten Spielplan, gemessen am Abschneiden der Gegner 2016, haben die Dallas Cowboys.
Den leichtesten Spielplan haben die Indianapolis Colts.

Kurzberichte
Der zuständige Staatsanwalt hat den Tod von Aaron Hernandez als Selbstmord deklariert.
In der Zelle des ehemaligen Tight Ends der Patriots wurden drei handschriftlich verfaßte Abschiedsbriefe gefunden.
Dennoch geht Hernandez` Anwalt weiter davon aus, daß es kein Selbstmord war. Er verlangt weitere Untersuchungen.
Ob der Staatsanwalt dem Drängen nachgibt, bleibt abzuwarten.

Und leider noch ein Kriminalfall.
Der Mörder von Ex- Saints Defensive End Will Smith wurde gestern verurteilt.
Nach einem Streit im Straßenverkehr erschoß Cardell Hayes Smith auf offener Straße mit sieben Kugeln, und er verletzte die Frau von Smith.
Dafür bekam er gestern 25 Jahre Gefängnis. Das kann man als glücklich bezeichnen, denn es hätten 60 Jahre werden können. Es lag im Ermessen des Richters, wie wertvoll er das Leben von Will Smith einschätzt.

Und leider noch ein Kriminalfall.
Gestern gab Eli Manning eine Erklärung ab. Er betonte, daß er kein Betrüger wäre.
Alle Anschuldigungen, die gefälschten Sammlerstücke betreffend, die er verkaufte, wären haltlos.
Der Quarterback der Giants wirkte recht ärgerlich, als er zur Presse sprach.

Ein anonymer Anrufer meldete der Polizei, daß in nackter Mann in einem Feld in Elma, New York, herumirrte.
Die Polizei und die Feuerwehr rückten aus, um die Person zu finden.
Als sie ihn fanden, fanden sie heraus, daß es sich um Cyrus Kouandjio, Offensive Tackle der Buffalo Bills, handelte.
Kouandjio wehrte sich nicht gegen die Hilfskräfte und die Polizei betonte, daß sie ihn nicht verhaftet hätte.
Der Offensive Tackle wurde ins Erie County Medical Center zur Untersuchung eingeliefert.
Die Bills wollen erst mehr Informationen sammeln, bevor sie sich äußern.

Die Raiders zogen ihre Option auf die fünfte Saison von Khalil Mack.
Es wäre auch verwunderlich gewesen, wenn sie den amtierenden Verteidiger des Jahres nicht hätten behalten wollen.

Donnerstag, 20. April 2017

Superstar, brutaler Schläger, Mörder
hernandez-aaron4Wenn es jemals den völligen Absturz eines talentierten Superstars gegeben hat, dann war es wohl der von Aaron Hernandez (Bild).
Als Tight End der New England Patriots brauchte er sich nicht hinter Rob Gronkowski zu verstecken. Hernandez und der Gronk bildeten ein brandgefährliches Tight End Duo. 2011 fing Hernandez Pässe für 910 Yards während Gronkowski es auf 1.327 Yards brachte.
Hernandez gewann eine Collegemeisterschaft mit Quarterback Tim Tebow. Er gewann einen Super Bowl mit Tom Brady, er bekam einen $40 Millionen Vertrag. Er hatte eine Verlobte und eine Tochter.
Doch die kriminelle Energie von Hernandez war enorm. Nach dem frühen Tod seines Vaters hing er mit den falschen Typen ab unter denen Drogenhändler noch die harmlosesten waren.
2011 war er in eine Kneipenschlägerei verwickelt und schlug einem Angestellten so hart gegen den Kopf, daß dessen Trommelfell riss.
Ebenfalls 2011 soll er von einem fahrenden Auto heraus auf ein anderes Fahrzeug geschossen haben. Dabei wurden zwei der drei Insassen verletzt. Einer so schwer am Kopf, daß er heute noch Anfälle erleidet.
Für einen Doppelmord 2012, in dem Hernandez unter Verdacht stand, wieder aus einem Auto heraus auf ein anderes Auto geschossen zu haben, wurde er letzte Woche freigesprochen.
2013 schoß Hernandez auf seinen Freund Alexander S. Bradley, der dabei sein rechtes Auge verlor.
Ebenfalls 2013 erschoß er den 27 Jahre alten Odin Lloyd. Für die Grausamkeit der Tat wurde er zu lebenslänglicher Haft ohne Chance auf Bewährung verurteilt.
Die Patriots tilgten Hernandez daraufhin förmlich aus den Team Analen. Knapp 90 Minuten nach seiner Verhaftung wurde er entlassen. Alle Fanartikel von ihm wurden aus den Läden entfernt.
Am gestrigen Mittwoch beging Aaron Hernandez in seiner Einzelzelle Selbstmord. Er erhängte sich mit einem Bettlaken an den Gitterstäben der Zelle. Die Tür hatte er von innen blockiert. Der Fall wird noch untersucht, aber da die Türe von innen blockiert war und nur schwer geöffnet werden konnte, wird Fremdverschulden ausgeschlossen.
Und jetzt beginnt es Irre zu werden.
Da Hernandez gegen die Verurteilung am Mord von Odin Lloyd Berufung eingelegt hat, haben seine Anwälte den Antrag gestellt, daß seine Verurteilung gestrichen wird. Wenn ein Verurteilter im Verlauf des Verfahrens stirbt, ohne daß er alle legalen Mittel ausschöpfen konnte, so gilt im Staate Massachusetts, daß der Fall behandelt wird, als hätte er gerade begonnen.
Bei Aaron Hernandez heißt das, daß er als unschuldig gilt und als unschuldiger Mann starb.
Ein amerikanischer Albtraum.

Kurzberichte
Der Verdacht liegt nahe, daß der Selbstmord von Aaron Hernandez nicht zufällig auf den Tag fiel, an dem die Patriots mal wieder im Weißen Haus waren, um vom Präsidenten der USA zu ihrem Super Bowl Sieg gratuliert zu werden.
Aber wie auch immer, am Mittwoch waren die meisten Spieler der Patriots bei Donald Trump. Einige fehlten, darunter Quarterback Tom Brady, der auch schon nach dem Super Bowl Sieg 2015 die Reise nicht mitmachte. Aber 34 waren dabei. Trump nannte den Sieg der Patriots gegen Atlanta „legendär“.
Der Gronk hatte auch im Weißen Haus einen seiner berüchtigten Einfälle.
Er störte die Pressekonferenz von Pressesprecher Sean Spicer.
Gronk: „Sean, brauchst Du Hilfe?“
Spicer: „Ich denke nicht, aber danke.“
Gronk: „Sicher?“
Spicer: „Vielleicht.“
Gronk (unverständliches Gemurmel)
Spicer: „OK, danke Mann. Ich seh Dich in einer Minute.“

Phil Simms bleibt bei CBS.
Der Sender hatte den Analysten, der mit Jim Nantz zusammen 13 Jahre lang das Nr. 1 Kommentatoren-Duo des Senders bildete, ausgebootet und durch Tony Romo ersetzt.
Doch er hat einen Platz gefunden. Er wird in der Vorberichterstattungssendung NFL today unterkommen. Doch auch da trifft es einen, der gehen muß, Ex- Falcons Tight End Tony Gonzales.
Simms gab in einem Interview zu, daß die Entscheidung seinen Stolz verletzt hätte. Aber er würde mit Tony Romo reden und ihm sogar einige Tips geben. Ob der Rookie-Analyst die dann beherzigen würde, wäre seine Sache.

Und der Verlierer ist...
Tampa Bay.
Die Buccaneers haben das Pech, in diesem Jahr Hauptdarsteller der HBO Serie Hard Knocks sein zu müssen.
Kamerateams von NFL Films werden jeden Schritt des Teams in der Vorbereitungszeit begleiten.
Sehr beliebt sind diese Ablenkungen bei den Teams nicht wirklich.

Mittwoch, 19. April 2017

Kurzberichte
ballWer 2017 gegen wen spielt, das steht ja schon seit Januar fest und hier im Spielplan.
Aber wer wann gegen wen spielt, das stand bisher ja noch nicht fest. Doch am Donnerstag ist es so weit. In einer großen Show wird die NFL den Spielplan auf dem NFLN präsentieren. Nachteulen können das ab zwei Uhr Freitagmorgen unserer Zeit live mitverfolgen.
Wer lieber schläft bekommt den Spielplan ja im Laufe des Morgens natürlich auch hier zu sehen.
Dann wird endlich die spannende Frage geklärt, ob es direkt im Saisoneröffnungsspiel wieder zur Partie Atlanta gegen New England kommt. Noch mal zur Erinnerung, das hier sind die möglichen Gegner für das erste Spiel des amtierenden Super Bowl Siegers: Buffalo Bills, Miami Dolphins, New York Jets, Kansas City Chiefs, Los Angeles Chargers, Atlanta Falcons, Carolina Panthers, Houston Texans.

Gut, daß die Atlanta Falcons sich ein neues Stadion gebaut haben, in dem sie bald spielen werden. Sonst würden sie vielleicht auch zu den Umzugskandidaten gehören, wie viele andere Teams.
Trotz der Ausschüttung aller Fernsehgelder in gleicher Höhe an alle Teams, wird die Kluft zwischen armen und reichen Teams immer größer.
Zwei dieser unterbezahlten Teams sind bereits umgezogen, eins hat einen festen Umzugstermin im Auge.
Teams in kleinen Märkten drängt es in größere Städte, in denen mehr zu holen ist. Ob das immer auch so ausgeht, wie man es sich erträumt, bleibt abzuwarten.
Tatsache ist, daß selbst ein in der Stadt sehr beliebtes Team wie die Bengals plötzlich an einen Umzug denkt. Schuld sind die Eintrittsgelder, die nur teilweise gerecht aufgeteilt werden. Dazu kommen die Gelder aus anderen Einnahmen, die rund um das Stadion generiert werden und der Verkauf von Fanartikeln. Da behält jedes Team seine Einnahmen und teilt sie nicht mit den anderen Teams.
Machen wir uns also darauf gefaßt, daß die Raiders wohl nicht das letzte Team sind, das umziehen wird.
Die Dallas Cowboys gehören sicher nicht zu den Teams, die es woanders hinziehen wird. Mit einem Plus von $700 pro Jahr sind sie der Club, der das meisten Geld einnimmt. Am anderen Ende stehen die Raiders, die nur auf $300 Millionen pro Jahr kommen und damit das ärmste Team der Liga sind. Ob sie diese Lücke in Las Vegas schließen können? Mit nur 620.000 Einwohnern ist das wohl eher keine Großstadt. Allerdings immerhin eine Verbesserung gegenüber den 390.000 Einwohnern Oaklands.

Die Steuererhöhung in Las Vegas, um genug Geld für den Bau eines neuen Footballtempels für die Raiders zu sammeln, brachte im ersten Monat $4,6 Millionen ein.
Damit liegt man über dem, was man sich im Vorfeld vorgestellt hatte.

Malcolm Butler hat einen Vertrag in New England unterschrieben. Für 2017 soll der Cornerback $3,91 Millionen bekommen.
Das heißt aber nicht, daß die Patriots ihn nicht doch noch an ein anderes Team abgegeben werden, wenn ein gutes Angebot reinkommt.

Die Patriots gaben James White eine Vertragsverlängerung über drei Jahre.
Der Running Back erzielte im Super Bowl gegen Atlanta drei Touchdowns.

Kein Strafe für Aqib Talib.
Der Cornerback der Broncos hat sich im Juni 2016 selber ins Bein geschossen.
Dafür hat er von der Liga nur eine Verwarnung erhalten.

Nach 11 Jahren in der NFL hat Stephen Tulloch genug.
Der Linebacker gab bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
In seiner aktiven Zeit spielte er für die Lions, Titans und Eagles.

Die 49ers verpflichteten Garry Gilliam von den Seahawks.
Seattle hätte San Franciscos Angebot von $2,2 Millionen für den Linebacker angleichen können, verzichtete aber darauf.

Die Cowboys zogen ihre Option auf die fünfte Saison von Zack Martin.
Der Offensive Lineman hat in drei Saisons kein Spiel verpaßt. 2018 wird er etwa $9,3 Millionen verdienen.

Dienstag, 18. April 2017

Kurzberichte
luck-andrew8Andrew Luck (Bild) ist auf dem besten Weg der Besserung.
Die Operation an der Schulter seines Wurfarms wäre gut verlaufen. Der Heilungsprozess wäre im Zeitrahmen, sagte der Quarterback der Colts der Presse.
Die Verletzung, die 2017 operiert wurde, hatte er sich bereits 2015 in Woche 3 gegen Tennessee zugezogen.
2016 spielte er mal mit Schmerzen, mal schmerzfrei. Aber jeder Treffer an der Schulter hätte explosionsartige Schmerzwellen ausgelöst. Im Training hätte man ihn geschont, was sich negativ auf die Vorbereitung ausgewirkt hätte.
Auch nach der Saison 2016 hätte er noch viele Gespräche geführt, ob eine Operation notwendig oder gar erfolgversprechend wäre?
Er hätte einige Ärzte aufgesucht und dann entschieden, sich operieren zu lassen.
Das Stillsitzen während der laufenden Reha wäre nervig, aber nötig, sagte er deprimiert. Er wäre froh, wenn er endlich wieder den Ball werfen dürfte.
Richtig trainieren wird er wohl erst dürfen, wenn das Trainingslager begonnen hat. Und ob er dann die Saison 2017 durchsteht, hängt auch davon ab, ob die marode O-Line verstärkt werden konnte.

Manchmal ist jemand zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber selbst dann kann man ihn vielleicht noch als abschreckendes Beispiel gebrauchen, so wie Ray Rice.
Der ehemalige Running Back der Ravens, der aus bekannten Gründen keine Chance mehr in der NFL hat, wird sein Programm vorstellen, in dem es um Sozialkompetenz geht.
2014, nachdem Rice seine damalige Verlobte in einem Aufzug KO schlug, legte die Liga ein Pflichtprogramm für alle Spieler auf, in dem vor häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen gewarnt wird.
Nun soll Rice selber vor den Spielern über seine äußerst negativen Erfahrungen als Frauenschläger reden.
„Man kann so viel aus meiner Geschichte lernen“, sagte Rice. „Meine Geschichte ist eine wahre Geschichte. Viele Männer glauben, daß ihnen so etwas nicht passieren kann. Doch wie bei mir kann es im Bruchteil einer Sekunde doch passieren. Ich will, daß diese Typen von mir lernen. Ich bin froh darüber, deswegen mit der Liga in Kontakt zu sein und über die Möglichkeit, es zu erzählen.“
Als Spieler wird er mit seinen mittlerweile 30 Jahren keinen Fuß mehr in der NFL fassen können, aber als abschreckendes Beispiel ist er der absolut richtige Mann.
Seine Verlobte hat ihm übrigens verziehen und ist mittlerweile seine Frau und die beiden haben zwei Kinder.

Demnächst muß einer der fleißigsten Kriminellen der NFL mal wieder vor Gericht erscheinen... Adam Jones.
Der Defensive Back der Bengals muß sich der Anklage wegen dreier Vergehen stellen. Er konnte sich im Januar in einem Hotel mal wieder nicht benehmen und wurde festgenommen. Dabei verteilte er Kopfstöße und Tritte an die Polizisten, die ihn verhafteten.
In seinem ersten Interview in der Umkleide nach dem ersten Teamtreffen bat er die Reporter, ihm keine Fragen zum anstehenden Prozeß zu stellen. Doch Joe Danneman von FOX 19 hielt sich nicht daran. Er fragte Jones, ob es ihn stört, daß er die Fans der Bengals mal wieder aufgeregt hat?
Daraufhin beförderte Jones Danneman mit Tritten aus dem Kreis der Reporter und schrie ihn an, daß er solche Fragen doch nicht hören wollte. „Das ist Dein letztes Interview hier für dieses Jahr“, schrie Jones den Reporter weiter an.
Nicht, daß Jones sich danach beruhigte. Er setzte Danneman noch weitere Male nach, schrie ihn weiter an und verscheuchte ihn aus dem Raum.
Den anderen Reportern verging die Lust daran, Jones weitere Fragen zu stellen, und die Versammlung löste sich auf.

So ziemlich alle Teams haben ihre freiwilligen Trainingseinheiten am Montag begonnen.
Freiwillig ist das Wort auf das es ankommt.
Dennoch stieß es Titans Pro Bowl Defensive Lineman Jurrell Casey sauer auf, daß der Gewinner der Heisman Trophäe 2015, Running Back Derrick Henry nicht erschien. „Ich weiß jetzt, auf wen ich zählen kann und auf wen nicht“, meinte Casey dazu.
Henry erzielte 2016 in 110 Läufen 490 Yards und fünf Touchdowns, als zweiter Mann hinter DeMarco Murray.
„Es ist jedermanns eigene Entscheidung“, sagte Head Coach Mike Mularkey dazu. „Ich habe darüber keine Kontrolle.“
Und so wird es in allen Teams zur Zeit zugehen, denn wie gesagt, Freiwillig ist das entscheidende Wort.

Auf das Feld geht es erst, wenn die Teams drei Wochen lang ihr Kraft- und Konditionstraining absolviert haben.
Doch Derek Carr ist jetzt schon zufrieden mit seinem rechten Bein.
Der Quarterback der Raiders war auf MVP Kurs und das Team auf dem Weg in den Super Bowl. Dann brach sich Carr am vorletzten Spieltag das Wadenbein.
Er rechnet damit, daß er sofort loslegen kann, wenn das Training auf dem Platz beginnt.

Die Panthers gaben Kawann Short einen neuen langfristigen Vertrag über fünf Jahre.
Short war der Franchise Player der Panthers und dieses Etikett konnte nun entfernt werden.
Die fünf Jahre können Short $80 Millionen einbringen.
Letzte Saison hatte er 55 Tackles und sechs Sacks.

Bei den Bills lernt Quarterback Logan Thomas auf Tight End um.
Thomas warf bisher neun Pässe in der NFL, in einer Niederlage der Arizona Cardinals gegen die Denver Broncos 2014.
Vom Quarterback zum Passempfänger?
Kann klappen!
Terrelle Pryor begann als Quarterback und als Wide Receiver fing er 2016 Pässe für 1.007 Yards für die Browns.

Die Buccaneers zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Mike Evans.
Der Wide Receiver wird also auch 2018 für Tampa Bay auflaufen.
In jeder seiner drei Saisons bisher fing er Pässe für über 1.000 Yards.

Und noch mal die Buccaneers.
Doug Martin ist zum freiwilligen Training erschienen.
Der Running Back wurde letztes Jahr für vier Spiele suspendiert, weil er verbotene Substanzen zu sich genommen hatte. Ein Spiel Sperre fiel noch in die Saison 2016, somit ist er 2017 für die ersten drei Spiele gesperrt.
Nachdem er suspendiert wurde, begab er sich in eine Suchtklinik und hat seine Reha beendet.
Ob er es noch mal in den Saisonkader schafft, ist nicht sicher.
Zu groß ist das Angebot an Running Backs in der Draft, um jetzt schon sagen zu können, daß Martin nicht ersetzt wird.

Montag, 17. April 2017

Kurzberichte
prescott-dak2Das verflixte zweite Jahr wartet auf Dak Prescott (Bild). Der Quarterback hatte eine unglaubliche Rookie-Saison in Dallas. Doch das zweite Jahr wird schwieriger werden.
Die Gegner haben jetzt einen volle Saison von Prescott auf Video, die sie analysieren können. Die gewieften Defensive Coordinators werden seine Schwächen entdecken und ausnutzen.
Im zweiten Jahr haben viele Quarterbacks es schwerer, als in ihrer ersten Saison. Eben aus dem Grund, daß man sie besser kennt.
Bei Prescott kommt noch dazu, daß er die Cowboys weit, zu weit, geführt hat. Direkt in die Playoffs, etwas was sein Vorgänger Tony Romo viel zu selten geschafft hat. Der Erfolgsdruck dürfte deshalb schwer auf Prescott lasten.
OK, in den Playoffs hat Prescott dann das gemacht, was auch Romo dort immer machte, wenn er Dallas mal so weit geführt hatte, er verlor sofort das erste Spiel.
"Tony hat große Schuhe stehen lassen, die ich erst mal ausfüllen muß“, meinte Prescott.
Etwas übertrieben klang das schon. Zwar hat Tony Romo einige persönliche Meilensteine als Spieler gesetzt, aber dem Team hat das nicht geholfen. Cowboys Fans wünschen sich nun, daß Prescott mehr Erfolge mit dem Team erzielt, als für sich persönlich.

Wie gefeuert, so geheuert.
Am Freitag feuerten die Bears Sam Acho, am Samstag verpflichteten sie ihn wieder.
Der Linebacker spielt seit 2015 für Chicago. Zuvor war er vier Jahre bei den Cardinals, die ihn 2011 als 103. Spieler einberiefen.
In seinen sechs Saisons in der NFL spielte er in 82 Spielen und startete in 45.
Er erzielte 212 Tackles, 14 Sacks, 3 Interceptions, 10 abgewehrte Pässe, 9 erzwungene Fumbles und 3 eroberte Fumbles.

Sonntag, 16. April 2017

Kurzberichte
rooneyundSBtrophaee222So, ich hoffe, ich störe nicht beim Eiersuchen. Es kann eh nur ein Ei geben, das Football-Ei.
Und um das kümmere ich mich heute wieder.

Ich beginne leider mit zwei traurigen Nachrichten.
Dan Rooney (Bild) ist tot. Der Besitzer der Pittsburgh Steelers wurde 84 Jahre alt.
Die Rooney Familie kontrollierte die Geschicke der Steelers seit 1933. Für $2.500 kaufte Art Rooney sr. Die Lizenz für den Club.
Mit 12 Jahren war Dan der Waterboy des Teams. Nach seinem Studium kam er 1955 in die Chefetage. Von 1975 bis 2003 arbeitete er als General Manager. Danach übernahm sein Sohn Art Rooney jr. diesen Posten.
Dan Rooney wurde 2000 in die Hall of Fame aufgenommen. Er war von 2009 bis 2012 Botschafter der USA in Irland.

Die zweite Nachricht handelt von Todd Heap.
Der ehemalige Tight End der Baltimore Ravens überfuhr versehentlich mit seinem Truck seine dreijährige Tochter.
Das Kind spielte in der Auffahrt, als Heap es vorwärts fahrend überfuhr.
Das Mädchen wurde noch ins Krankenhaus gebracht, wo es für tot erklärt wurde.
Heap wurde 2014 in den Ring der Ehre der Ravens aufgenommen.

Für den Doppelmord in Boston im Jahr 2012 wurde Aaron Hernandez nicht schuldig gesprochen. Die Beweise reichten nicht für eine Verurteilung aus.
Der ehemalige Tight End der Patriots sitzt ja bereits lebenslänglich für einen Mord aus dem Jahr 2013 hinter Gittern.
Wegen der Grausamkeit dieses Mordes hat er keine Chance auf vorzeitige Begnadigung. Allerdings geht er in dem Fall in die Berufung.

Dean Blandino wechselt den Job.
Der bisherige Chef der Schiedsrichter geht zu einem TV Sender.
Sein Nachfolger wird noch gesucht. Es soll aber auf jeden Fall jemand sein, der eine lange Erfahrung als NFL Schiedsrichter hat. Diese Erfahrung brachte Blandino nicht mit. Er kannte die Materie nur aus dem Regelbuch und von Videos.

Eli Manning steht unter dem Verdacht, ein Betrüger zu sein.
E-Mails beweisen, daß Manning Trikots und Helme als „im Spiel getragen“ verkaufen wollte, die gar nicht in einem Spiel getragen wurden.
Manning fragte beim Equipment Manager der Giants an, ob der ihm Sachen besorgen könnte, die als im Spiel getragen durchgehen könnten.
Die New York Post hat die Affäre aufgedeckt. Vor dem Gericht in Bergen County, New Jersey, wurde eine Klage gegen Eli Manning und weitere Spieler und Angestellte der Giants eingereicht.

Die Lions haben ihre neuen Uniformen vorgestellt.
Vorsicht, wenn davon etwas als „im Spiel getragen“ angeboten wird, kann es sich nur um Betrug handeln.
Vorgestellt wurde vier neue Ausführungen, die normalen Heim und Auswärts- Uniformen, die Throwback Uniform, also ein meistens häßliches Teil, das das Team irgendwann mal im letzten Jahrtausend trug, und die normalerweise auch immer recht augenschädliche Color Rush Ausführung.

Die Titans feuerten Jason McCourty.
Der Cornerback wollte einem modifizierten Vertrag nicht zustimmen. 2017 hätten ihm $7 Millionen zugestanden, die die Titans nicht zahlen wollten.
Vor Kurzem verpflichteten sie Ex- Patriots Cornerback Logan Ryan für drei Jahre und $30 Millionen.

Und wieder hängt ein Star seine Footballschuhe an den Nagel.
Star Wide Receiver Roddy White von den Atlanta Falcons beendet seine Karriere.
Gespielt hat er schon 2016 nicht mehr, weil er kein neues Team fand nachdem er Anfang 2016 von Atlanta entlassen wurde.
Der 35-jährige bedankte sich bei Teambesitzer Arthur Blank für 11 tolle Jahre.
Viermal wurde White in den Pro Bowl gewählt. Er führt die Falcons in den Kategorien gefangene Pässe, Passyards und gefangene Touchdowns an.

Terrance „Pot Roast“ Knighton beendet seine Karriere.
Der Defensive Tackle ist seit 2016 ein Free Agent für den keine Angebote reinkommen.
Deshalb gab der ehemalige Jaguar, Bronco und Redskin bekannt, daß er als Spieler aufhört und es als Trainer versuchen will.

Texans Offensive Lineman David Quessenberry mußte sich einer Chemotherapie unterziehen.
Diese hat er erfolgreich beendet, wie das Team mitteilte.
Seit 2014 litt er an Lymphogranulomatose.
Es ist nicht wahrscheinlich, daß der 26-jährige seine Karriere in der NFL fortsetzen kann.

Die Texans zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Jadeveon Clowney.
Der Pass Rusher hatte Startschwierigkeiten in der NFL. Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück.
Doch 2016, als er Gesund blieb, zeigte er, welche Macht er ist.
Auch wenn Superstar JJ Watt nicht spielen konnte, blieb Houstons Defense unter den besten der Liga, dank Clowney.
Sechs Sacks und 55 Tackles sammelte er ein.
Zwar wurde er auch nach der Saison 2016 wieder operiert, aber es soll nur ein kleiner Eingriff an einem Knie gewesen sein.

Die Bills lassen sich Zeit mit Sammy Watkins. So langsam müßten sie sich entscheiden, ob sie ihre Option auf eine fünfte Saison des Wide Receivers ziehen wollen. Stichtag ist der 3. Mai.
Doch sie müssen Watkins Qualitäten gegen seine Verletzungsanfälligkeit abwägen, und das ist nicht leicht.
Qualität hat er, aber in den letzten drei Saisons verpaßte er 11 Spiele.
Das fünfte Jahr brächte Watkins einen Vertrag über $13 Millionen und beinhaltet eine Garantie gegen verletzungsbedingte Ausfälle. Da ist das Zögern der Bills verständlich.

Redskins Defensive End Trent Murphy verpaßte ein seinen ersten drei Saisons nur ein Spiel.
2017 wird er gleich die ersten vier Spiele verpassen. Er wurde wegen der Einnahme verbotener Substanzen suspendiert.

Die Jets haben kein Glück mit dem Marshall Service.
Nach den Wide Receivern Brandon Marshall und Jalin Marshall, die gefeuert wurden, verloren sie jetzt auch noch Nick Marshall, aber nur für vier Spiele.
Der Kick Returner wurde suspendiert, weil er verbotene Mittel eingenommen hat.

Atlanta kommt zurück in den Super Bowl.
Oder eher: Der Super Bowl kommt nach Atlanta.
Am 3. Februar 2019 findet das Spiel in der Stadt der braunen Brause statt.
Zuletzt war Atlanta 2000 Gastgeber des Super Bowls.

Die Ravens wollen nicht direkt nach ihrem Spiel in London ihre Freiwoche haben.
Das wäre nach Woche drei, und das ist den Ravens zu früh.
Sie baten den Spielplanersteller, sie für eine spätere Freiwoche einzuplanen.
Letztes Jahr baten die Colts, nicht nach der vierten Woche und ihrem Spiel in London eine Freiwoche zu bekommen. Sie wurden erhört und hatten in Woche 10 Spielfrei.

 

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