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Freitag, 30. Dezember 2016

Kurzberichte
phillips-wade22Die Probleme in der Offense der Broncos sind überwältigend. Doch auch auf der anderen Seite des Balles kommen Probleme auf General Manager John Elway zu. Nach der Saison endet der Vertrag von Defensive Coordinator Wade Phillips (Bild).
Die Defense war der Mannschaftsteil, der Denver letztes Jahr in die Playoffs trug. Dieses Jahr war die Aufgabe zu schwer, da noch weniger Unterstützung von der Offense kam, als 2015.
Nach dem Super Bowl Sieg verhandelten die Broncos mit Phillips, doch ohne Erfolg.
Phillips trainiert seit 46 Jahren in der NFL. Obwohl sein 70. Geburtstag bevorsteht denkt er nicht ans Aufhören.
Dann heißt es natürlich auch, nicht wieder zu viele gute Spieler zu verlieren, so wie nach der letzten Saison.
Elway darf sich auch nicht wieder zu sehr auf die Defense konzentrieren. So ganz ohne Offense geht es dann doch nicht, wie man 2016 brutal vorgeführt bekam.

Dolphins Quarterback Ryan Tannehill hat ein paar Pässe geworfen.
In Woche 14 zog er sich eine Bänderzerrung in einem Knie zu. Am Donnerstag war er zum ersten Mal wieder beim Mannschaftstraining, trainierte aber nur für sich.
Am Sonntag wird er auf keinen Fall in Uniform am Spielfeldrand stehen, aber in den Wild Cards könnte er vielleicht wieder spielen.
Matt Moore hat Tannehill bis jetzt aber ganz gut ersetzt und hat 2-0 Siege geholt.

Wettschulden sind Ehrenschulden.
Deshalb besteht Antonio Brown darauf, von Brandon Marshall einen Porsche zu bekommen.
Der Wide Receiver der Steelers und der Wide Receiver der Jets hatten gewettet, wer am Ende der Saison mehr Paßyards erzielt hat.
Brown brachte es vor dem letzten Spiel auf 1.284 Yards, Marshall auf sagenhaft lächerliche 788 Yards.
Hätte Marshall gewonnen, hätte Brown ihm einen schwarz/goldenen Rolls-Royce geschuldet.
Brown verlangt nun von Marshall, daß der den Porsche, oder besser, den Geldwert, an eine Stiftung spendet, die von Brown geleitet wird, und die sich um Mental kranke Menschen kümmert.

Mit 39 Jahren verstarb Keion Carpenter.
Der Safety spielte von 1999 an für die Bills und später noch für die Falcons.
Carpenter war mit der Familie im Urlaub und der Tod ereilte ihn beim Laufen.

Am 7.12. hieß es: „Der ehemalige Running Back der Bears, Rashaan Salaam, verstarb im Alter von 42 Jahren. Seine Leiche wurde in einem Park in Boulder, Colorado, gefunden. Laut Polizei gibt es keine Beweise für eine Gewalteinwirkung.“
Da hatte die Polizei wohl etwas übersehen, denn gestern kam die Meldung, daß Salaam sich in den Kopf geschossen hatte.

Der Lazarettreport
Bengals: Tight End Tyler Eifert wurde am Dienstag erfolgreich am Rücken operiert.

Panthers: Wide Receiver Devin Funches, Knie, saisonbeendende Verletztenliste

Dolphins: Running Back Jay Ajayi konnte zum zweiten Mal in Folge nicht trainieren. Er hat eine Schulterverletzung.

Bills Quarterback Tyrod Taylor muß vielleicht an der Rumpfmuskulatur operiert werden.
Nach dem letzten Saisonspiel hat er einen Termin bei Dr. William Myers in Philadelphia. Dort wird sich entscheiden, ob eine Operation nötig ist.
Im Vertrag von Taylor steht die Klausel, daß ihm garantierte $30 Millionen zustehen, wenn er sich im Einsatz verletzt. Deshalb geht das Team auf Nummer sicher und läßt ihn im letzten Saisonspiel lieber nicht spielen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Kurzberichte
smith-steve-panthers2Zu 89% ist sich Steve Smith Sr. (Bild) sicher, daß das nächste Spiel sein letztes ist.
Der Wide Receiver der Ravens denkt daran, seine Karriere zu beenden.
Carolinas Head Coach Ron Rivera möchte dann aber, daß Smith als Panther in den Ruhestand tritt. Für dieses Team hat Smith von 2001 bis 2013 gespielt.
Mittlerweile ist Smith 37 Jahre alt. Er hatte schon nach der Saison 2015 vor, seine Karriere zu beenden. Ein Achillessehnenriss beendete seine Saison allerdings vorzeitig im November, und so wollte der Wide Receiver nicht in den Ruhestand treten.

Schon im wichtigen Spiel gegen New Orleans fehlte Buccaneers Running Back Doug Martin. Tampas Head Coach hielt sich über den Grund bedeckt.
Am Mittwoch klärte die Sache sich auf. Martin hatte die Nachricht bekommen, daß er wegen Drogenmißbrauchs für vier Spiele suspendiert wurde.
Der Running Back wollte dagegen Einspruch einlegen, aber Head Coach Dirk Koetter riet ihm davon ab. Er riet Martin dazu, sofort in eine Entzugsklinik zu gehen, um die Hilfe zu bekommen, die er benötigt.

Die Broncos werden sowohl Trevor Siemian als auch Paxton Lynch gegen die Raiders spielen lassen.
Als wäre es in unserem Tipspiel in der letzten Woche nicht schon schwer genug?
Wer läßt seine Starter spielen?
Wer gibt den Ersatzleuten etwas Einsatzzeit in den vielen bedeutungslosen Spielen?
Werden die Teams sich noch richtig reinhängen, wenn es, wie z.B. bei dem Spiel Jacksonville at Indianapolis um weniger als Nichts geht?
Die Raiders können das Quarterback-Wechsel-Dich-Spiel der Broncos zu ihrem Vorteil nutzen. Oakland kann noch die Nr. 1 der AFC werden, muß allerdings mit dem Ersatz- Quarterback spielen. Da ist es nicht schlecht, daß Denver dieses Spielchen treibt.

New England will auch die Nr. 1 der AFC werden und kann das auch, wenn es Miami schlägt. Miami kann aber von der Nr. 6 noch auf die Nr. 5 der AFC hochklettern mit einem Sieg. Dann müßten sie nicht zu den kaum schlagbaren Steelers, sondern nur zu den lächerlichen Texans. Das wäre natürlich ein großer Vorteil.
Dazu aber müßten sie gegen die Patriots gewinnen, die auch noch gewinnen müssen.
Klingt wie eine Mission Impossible.

Es gibt unwichtige Spiele und es gibt unglaublich unwichtige Spiele.
Eines dieser unglaublich unwichtigen Spiele ist das Hall of Fame Spiel. Dieses erste Vorbereitungsspiel einer Saison fand bisher immer am Sonntag nach der Aufnahmezeremonie der neuen Ruhmeshallenmitglieder statt.
Ab 2017 wird das Spiel schon Donnerstags vor der Zeremonie stattfinden, nächstes Jahr also am 3. August.

In den USA ist es oft anders, als bei uns.
Daß Seattles Quarterback Russell Wilson jedem seiner Linespieler einen gebogenen Fernseher schenkt, das klingt ja noch normal, aber Carson Wentz?
Der Quarterback der Eagles schenkte jedem seiner schweren Jungs vor ihm ein Beretta Jagdgewehr.
Wentz ist ein leidenschaftlicher Jäger. Er liebt es also wehrlose Tiere abzuknallen. Als er den Anruf der Eagles in der Draft bekam, daß sie ihn einberufen hatten, schoß er gerade nur so zum Spaß Enten vom Himmel. Und jetzt sollen seine Linespieler wohl diese Leidenschaft mit ihm teilen.

Als Reggie Bush 2006 zu den Saints kam, lag eine große Karriere vor dem Running Back. Und ja, er hat in seinen 11 Saisons in der NFL über 5.000 Lauf und 3.600 Passyards erzielt.
Nachdem er mit den Saints einen Super Bowl gewonnen hatte, wechselte er noch zu den Dolphins, Lions, 49ers und aktuell den Bills.
Und genau bei denen steht er vor einem Rekord, den er ganz bestimmt nicht will. In der Saison 2016 lief er 12 mal mit dem Ball und erzielte dabei MINUS 3 Yards.
Sollte er gegen die Jets also nicht wenigstens drei Yards erzielen, wird er der erste Running Back der NFL, der in einer Saison mit 10 und mehr Läufen negative Yards erzielt.
Es gibt Rekorde, die will man einfach nicht.

Der Lazarettreport
Die Broncos setzten DeMarcus Ware mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste. Damit ist seine Saison vorzeitig beendet. Er muß operiert werden, und danach könnte sogar seine Karriere beendet sein.
Auch Cornerback Kayvon Webster wurde auf die Verletztenliste gesetzt. Er zog sich gegen Kansas City eine Gehirnerschütterung zu.

Die Dolphins setzten Safety Isa Abdul-Quddus mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste.

Die Cowboys setzten Defensive End Ryan Davis mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die Buccaneers setzten Running Back Charles Simms mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die besten Spieler der Woche 16
AFC

OFFENSE: RB JAY AJAYI, MIAMI DOLPHINS

DEFENSE: CB JALEN RAMSEY, JACKSONVILLE JAGUARS

SPECIAL TEAMS: DE JAMIE MEDER, CLEVELAND BROWNS

NFC

OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS

DEFENSE: S MALCOLM JENKINS, PHILADELPHIA EAGLES

SPECIAL TEAMS: K MATT BRYANT, ATLANTA FALCONS

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Rexit in Buffalo
ryan-rex-billsEs ist demütigend für einen Head Coach, in der Saison gefeuert zu werden. Es ist aber noch viel demütigender, wenn man eine Woche vor dem letzten Spieltag gefeuert wird und nicht erst am schwarzen Montag.
Nachdem Jeff Fisher den verdienten Abgang in Los Angeles bekam, und Doug Bradley endlich in Jacksonville gehen mußte, wurde gestern Rex Ryan (Bild) bei den Bills gefeuert.
Vorgestern hatte ich den Rexit ja schon vorausgesagt. Daß er eine Woche vor Saisonende kommen würde, das war allerdings nicht abzusehen. Seine Bilanz in fast zwei Jahren in Buffalo: 15-16 Siege.
Es heißt nun, daß Ryan gehen mußte, weil er seinen großmäuligen Sprüchen mal wieder keine große Taten folgen ließ. Als er sein Amt in Buffalo antrat, laberte er mal wieder davon, daß er das Team sofort in die Playoffs führen würde. Davon ist Ryan ja immer und überall überzeugt. Bei den Jets hat das ja sogar mal geklappt, bevor ein nicht recht zu erklärender Niedergang begann.
Obwohl Rex Ryan als Spezialist für die Defense gilt und Defensive Coordinator war, bevor er Head Coach wurde, schaffte er es, die Defense der Bills in seinem ersten Jahr auf Platz 19 herunter zu wirtschaften, obwohl sie auf Platz vier stand, bevor er das Zepter übernahm.
Auch 2016, in seiner zweiten Saison in Buffalo, steht die Defense auf diesem Platz. Dabei hatte sich Rex die Hilfe seines Bruders Rob als Assistent gesichert, der auch den Ruf eines guten Defensive Coaches hatte. Das dürfte jetzt nicht mehr der Fall sein. Rob wurde übrigens gleich mit gefeuert.
Im letzten Spiel wird Anthony Lynn als Head Coach das Team leiten. Er war bisher Defensive Coordinator des Teams. Und er kündigte eine Änderung auf der Quarterback Position an. Statt Tyrod Taylor soll EJ Manuel starten.
Die Bills Fans leiden derweil weiter. 17 Saisons in Folge war ihr Team nicht mehr in den Playoffs.

Drei Head Coaches sind also schon mal abserviert. Doch noch sind genug Kandidaten da, die am schwarzen Montag gefeuert werden können. Auf Platz eins steht Mike McCoy von den Chargers. Wer gegen Cleveland verliert, hat in der NFL nichts zu suchen.
Auf Platz zwei steht Todd Bowles. Die Jets brauchen Erfolg und zwar sofort. Ob Bowles den liefern kann, ist fraglich. Zwar hat er letzte Woche tapfer sein Team in New England in einen desaströsen Untergang geführt, nachdem ihm erst am Tag zuvor Nierensteine entfernt wurden, doch das wird ihn kaum retten. Zu uninspiriert lief seine Truppe in dieser Saison auf dem Platz herum. Eine Truppe, die vom Potential her zu den Playoffkandidaten gezählt wurde.
Sollten die Lions noch die Playoffs verpassen, obwohl sie einige Wochen auf Platz eins der NFC North standen, wird wohl auch Jim Caldwell seine Koffer packen können. Vor zwei Wochen gehörte er noch zu den Kandidaten um den Titel Head Coach des Jahres.
Und hinter John Fox von den Bears, Marvin Lewis von den Bengals und Chuck Pagano von den Colts stehen die Teambesitzer, vielleicht aber nur um ihnen den nötigen Tritt zu geben.
Es bleibt also noch spannend.

Befehlsverweigerung
Nach der Niederlage der Vikings gegen die Packers, in der Green Bays Offense zur Bestform auflief, sagte Terrence Newman, daß die Vikings Defense den Gameplan von Head Coach Mike Zimmer ignoriert hat.
Newman ist Defensive Back der Vikings und steht seit 14 Jahren auf dem Platz. Und er sagte nun, daß man nicht einverstanden gewesen wäre mit dem, was der Head Coach sich ausgedacht hatte.
Darüber regte sich Deion Sanders auf. Der Hall of Fame Cornerback und NFLN Analyst nannte dieses Verhalten „Idiotisch und ignorant.“
Es gäbe einen Grund, warum Spieler spielen und Coaches leiten. Zwar hätte Newman bestimmt Erfahrung, mit seiner langen aktiven Zeit, doch Head Coach Zimmer wäre einer der akribischsten Coaches, die es gibt, meinte Sanders. Seine Erfahrung als Trainer wäre viel größer, als die Newmans als Spieler.
Zimmer hatte sich einen Plan ausgedacht, der die Big Plays vor Allem von Wide Receiver Jordy Nelson verhindern sollte.
Doch diese „Raketenwissenschaftler“ wie Sanders die Befehlsverweigerer nannte, hätten es besser gewußt. Zimmer hatte entschieden, daß Cornerback Xavier Rhodes Nelson bewacht. Doch die Defensive Backs entschieden sich, ihre festen Positionen zu behalten, und Nelson explodierte förmlich gegen alle Verteidiger, die nicht Rhodes hießen. Green Bay ging früh in Führung und mußte von da an nie mehr zurückblicken.

Kurzberichte
Detroit Lions at Dallas Cowboys
1. Halbzeit
Lions Running Back Zach Zenner, 10 Läufe für 64 Yards und 2 Touchdowns.
Die Lions hatten eine Chance, Dallas zu überrennen.
2. Halbzeit
Running Back Zach Zenner, 2 Läufe für 3 Yards
Warum gaben die Lions Zenner den Ball in der zweiten Halbzeit nicht öfter?
Head Coach Jim Caldwell hat dafür eine Antwort, die er vielleicht für intelligent hält, die aber dumm klingt: „Manchmal sieht man etwas. Man sieht, daß etwas anderes besser funktioniert, dann müssen wir das justieren. Und wir haben gesehen, daß wir mehr Pässe als Läufe spielen mußten.“
Der geneigte Zuschauer sah das nicht wirklich. Das Laufspiel funktionierte, die grandiose Offense der Cowboys konnte an der Seitenauslinie gehalten werden, und man ging mit einem 21:21 in die Pause.
Wieso also gingen die Lions von der Offense weg, die doch so erfolgreich war? Zumal Quarterback Matthew Stafford einen verletzten Mittelfinger an der Wurfhand hat und Unterstützung durch den Running Back dringend brauchte.
Wie auch immer. In der zweiten Halbzeit spielte nur noch Dallas und die Lions könnten ihre Playoffteilnahme verspielt haben.

Starter schonen oder nicht schonen?
Darüber könnte man Bücher schreiben. Beide Thesen haben ihre Anhänger und Gegner.
Während die Cowboys am Montag ihre Starter nicht schonten, und auch die Patriots das für kommenden Sonntag nicht vorhaben, hört man aus Pittsburgh, daß man eher zu den Fans der anderen Seite gehört.
Head Coach Mike Tomlin denkt ernsthaft daran, seine besten Leute nicht einzusetzen.
Und die Frage wird wohl nie wirklich befriedigend beantwortet werden können.
Auf der einen Seite die Verletzungsgefahr, auf der anderen die Gefahr, daß die Spieler aus dem Rhythmus kommen und im ersten Playoffspiel eingerostet wirken.
Wie man es macht, macht man es verkehrt.

Am 27. Dezember verstarb Bruce DeHaven.
Der Special Teams Coach war bei dem Buffalo Bills Team, das vier mal in Folge in den Super Bowl kam.
DeHaven wirkte 29 Jahre als Special Teams Coach in der NFL. Er arbeitete bei den 49ers, den Cowboys und den Seahawks. Von 1987-99 und 2010-12 war er bei den Bills tätig.
Zuletzt arbeitete er für die Carolina Panthers. Dort hörte er 2015 auf, weil er Prostatakrebs bekam.
Dieser Krankheit erlag er nun im Alter von 68 Jahren.

Der Lazarettreport
Tampa Bay: Tight End Cameron Brate, Rücken. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Titans: Marcus Mariota, gebrochenes Bein. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

49ers: Running Back Carlos Hyde, Knie. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Eagles: Running Back Ryan Matthews, Bandscheibenvorfall. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Raiders: Quarterback Derek Carr, gebrochenes Bein. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Dienstag, 27. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 16 - Alles klar
prescott-dak4In Green Bay knallten die Sektkorken, denn der Löwe schlief heute Nacht.
Dabei war die Konstellation klar, die Cowboys sind die Nr. 1 der NFC, wollten ihre Starter aber nicht einrosten lassen. Die Lions mußten gewinnen, um die NFC North gewinnen zu können und um überhaupt die Playoffs erreichen zu können.
Doch wie gesagt, fiel der Löwe nach einer starken ersten Halbzeit in einen tiefen Schlaf und Dallas überrannte den leblosen Bettvorleger.
21:21 stand es zur Halbzeit und beide Angriffsreihen zeigten ihr Bestes. Nach der Halbzeit spielte nur noch Dallas und erzielte weitere 21 Punkte.
Darunter war ein schöner Trickspielzug bei dem Quarterback Dak Prescott (Bild) den Ball zurück zu Wide Receiver Dez Bryant warf. Der lief nach links raus und warf einen Touchdownpass mit links über 10 Yards zu Tight End Jason Witten.
In Dallas fragt man sich nun, ob es klug war diesen Trick schon vor den Playoffs zu zeigen.
Ob es klug war alle Starter bis zum Schluß spielen zu lassen?
Das ist immer so eine Frage, aber zumindest hat sich niemand ernsthaft verletzt, obwohl alle Spieler sich reinwarfen, als ob es noch um was ging. Die Verletzten werden unten im Lazarettreport aufgeführt.
Die Quarterback Bilanzen:
Dak Prescott: 15 von 20 für 212 Yards, 3 Touchdowns
Matthew Stafford: 26 von 46 für 260 Yards, 0 Touchdowns, 1 Int.
Detroit droht jetzt das Aus. Im letzten Sunday Night Spiel der Saison empfangen sie die Packers. Beide Teams haben 9-6 Siege. Beide Teams müssen unbedingt gewinnen, wenn die Redskins ihr Spiel um 22:25 Uhr gegen die Giants gewinnen. Dann ist der Verlierer des Sunday Night Spiels raus. Bei einem Unentschieden wären die Packers und die Lions in den Playoffs. Verlieren die Redskins, sind auch beide Teams aus dem Sunday Night Spiel weiter.
Für ein wenig Spannung ist am letzten Spieltag also noch gesorgt.

Der Lazarettreport 
In dieser Woche sind einige Operationssäle in den USA voll mit verletzten NFL Stars.
Oaklands Quarterback Derek Carr und Tennessees Quarterback Marcus Mariota werden an ihren gebrochenen Wadenbeinen operiert.
Sehr wahrscheinlich kommt auch Jets Quarterback Bryce Petty heute mit einer gerissenen Pfannenlippe unters Messer.
Unterschiedlich sind die Erholungszeiten von Carr und Mariota. Carr wird mit 5-6 Wochen gelistet, Mariota mit 4-5 Monaten.
Titans Defensive Tackle Karl Klug wird an einer gerissenen Achillessehne operiert.
Und Seattles Wide Receiver Tyler Lockett wurde bereits am Samstag an seinem gebrochenen Bein operiert. Head Coach Pete Carroll sagte, daß keine Bänder und Sehnen verletzt wurden. Deshalb rechnet er damit, daß Lockett am Trainingslager teilnehmen kann.

Vier Cowboys wurden im Spiel gegen Detroit verletzt: Defensive Tackle Terrell McClain (Knöchel), defensive End Ryan Davis (Knie), Cornerback Anthony Brown (Gehirnerschütterung) und Offensive Tackle Tyron Smith (Knie). Keiner von ihnen soll ein Spiel verpassen.

Lions: Safety Miles Killebrew, Auge.

Kurzberichte
Der Rexit in Buffalo steht bevor.
Bills Head Coach Rex Ryan macht den Teambesitzern die Entscheidung noch etwas leichter.
Bei dem Spielzug, in dem Dolphins Running Back Jay Ajayi in der Verlängerung 57 Yards erzielte und Miami in Field Goal Reichweite brachte, hatte Ryans Defense nur 10 Mann auf dem Platz.
Wer da Mist gebaut hat?
Egal, Rex Ryan übernahm die volle Verantwortung für das Versagen.

Anscheinend hat Broncos Head Coach Gary Kubiak die Nase von Trevor Siemian voll. Gegen die Raiders soll Paxton Lynch als Quarterback starten.
Siemians Bilanz gegen die Chiefs war nicht gerade berauschend: 17 von 43 für 183 Yards, 1 Interception.

Montag, 26. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 16 - Alles klar
roethlisb5Die Würfel sind gefallen, es gibt nur noch ein wirklich wichtiges Spiel. Wie erwartet wurde das Spiel der Packers in Detroit zum Sunday Night Spiel gemacht. Hier geht es darum, wer sich die NFC North sichern kann.
Aber auch andere Spiele wurden umgelegt. Mehr dazu weiter unten.
Kommen wir erst zum AFC Showdown. Gestern gab es zwei Spiele mit Playoff-Bedeutung. In der AFC North kam es zum hartumkämpften Spiel um Platz eins der Division zwischen den Ravens und den Steelers.
Beide boten das, was man von ihnen erwartet hatte, einen harten, ehrlichen, bodenständigen Kampf um die Krone.
Normalerweise, wenn diese beiden Teams gegeneinander antreten, kann man davon ausgehen, daß Ben Roethlisberger (Bild) der bessere der beiden Quarterbacks ist. Nicht so gestern. Da leistete er sich zwei kostspielige Fehler, die beinahe für eine Niederlage Pittsburghs gesorgt hätten. Aus seinen beiden Interceptions machten die Ravens 10 Punkte.
Ben Roethlisbergers Bilanz: 24 von 33 für 279 Yards, 3 Touchdowns, 2 Int.
Joe Flacco: 30 von 44 für 262 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Mit 7:6 für Pittsburgh ging es in die Pause. Danach übernahm Baltimore zunächst das Kommando auf dem Platz und lag zum Beginn des letzten Viertels 10 Punkte vor Pittsburgh.
Doch die Steelers rissen sich zusammen und die Ravens auseinander.
Bezeichnend dafür der letzte Drive. Baltimore hatte gerade die 27:24 Führung übernommen. Es waren noch 78 Sekunden auf der Uhr und die Steelers hatten zwei Auszeiten. Das sind Welten für eine erstklassige Offense, wie die der Steelers. Sie starteten nach Baltimores Kickoff an der eigenen 25. Eigentlich mußten sie nur in Field Goal Reichweite kommen, um eine Verlängerung zu erzwingen. Doch sie spielten auf Sieg.
Big Ben führte seine Offense an die Vier der Ravens und es waren noch 14 Sekunden auf der Uhr. Die Auszeiten waren aufgebraucht.
Roethlisberger warf in die Mitte zu Antonio Brown, der von drei oder vier Verteidigern kurz vor der Endzone gestoppt wurde. Geistesgegenwärtig streckte er seine linke Hand mit dem Ball aus. Der Ball kam über die Goalline und Brown erzielte so den nötigen Touchdown. Die Uhr wäre unweigerlich abgelaufen, hätte er das nicht gemacht. Das Field Goal wäre nicht mehr möglich gewesen.
Der Extrapunkt saß auch, 31:27 Pittsburgh.
Baltimore hatte nur noch neun Sekunden. Es waren die letzten Sekunden der Saison 2016 für sie.
Ben Roethlisberger hatte mit diesem unfaßbaren phantastischen Drive seine Fehler wieder gutgemacht und sein Team in die Playoffs geführt.
Baltimore ist raus.

Im zweiten Spiel des Abends gewannen die Chiefs mit 33:10 gegen die Broncos.
Die Chiefs hatten so viel Spaß am Sieg, daß sie Denver zum Schluß auch noch so richtig verarschten. 156 Kilo-Mann, Defensive Tackle Dontari Poe, stellte sich an der Zwei der Broncos als Quarterback in der Shotgun auf. Er bekam den Ball und warf einen Sprungball zum Touchdown auf Tight End Demetrius Harris. Eine sehr lustige Szene, eine unglaubliche Demütigung für den noch amtierenden Meister.
Dadurch sind die Broncos von den Playoffs eliminiert.
Das gab es zuletzt 2003, daß beide Teams des Vorjahres- Super Bowls nicht in die Playoffs kamen. 2016 ist es wieder so. Sowohl Denver als auch Carolina können bereits am 2. Januar in die Ferien fahren.

Und so sieht der Playoffspiegel aus
In der AFC stehen alle Teilnehmer fest. Es kann nur noch kleine Verschiebungen in der Rangfolge zwischen New England, Kansas City und Oakland geben

yz-1. New England Patriots (13-2): AFC East Champions.

x-2. Oakland Raiders (12-3): AFC West Führer.

y-3. Pittsburgh Steelers (10-5): AFC North Champions.

y-4. Houston Texans (9-6): AFC South Champions.

x-5. Kansas City Chiefs (11-4): Wild Card Nr. 1.

x-6. Miami Dolphins (10-5): Wild Card Nr. 2.

NFC

y*-1. Dallas Cowboys (12-2): NFC East Champions.

y-2. Atlanta Falcons (10-5): NFC South Champions.

3. Detroit Lions (9-5): NFC North Führer.

y-4. Seattle Seahawks (9-5-1): NFC West Champions.

x-5. New York Giants (10-5): Wild Card Nr. 1.

6. Green Bay Packers (9-6): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer

7. Washington Redskins (8-6-1)

8 Tampa Bay Buccaneers (8-7)

Kurzberichte
Seit 2013 ist Matt McGloin bei den Raiders.
Anfang der Transferperiode entschieden die Raiders sich, den Ersatz- Quarterback auf keinen Fall gehen zu lassen. Sie machten ihm ein Leistungsangebot, daß sie $900.000 kostete, das aber dafür sorgte, daß sie eine Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der Draft für ihn bekommen würden, sollte ein anderes Team ihn abwerben.
Eine Anfrage eines anderen Teams kam nicht, und so stand McGloin für $2,559 Millionen am Spielfeldrand und sah Derek Carr zu.
Jetzt ist es an der Zeit für McGloin, dem Team etwas zurückzuzahlen, in Form von Leistung. Er ist der Mann mit dem die Raiders in die Playoffs gehen, nachdem sich Carr ein Wadenbein gebrochen hat.
Seine sechs Starts für Oakland kann man nicht so recht bewerten. Sie kamen alle in der Saison 2013, als die Raiders nur der Fußabtreter für andere Teams waren. Seine Bilanz von acht Touchdowns und acht Interceptions ist deshalb nicht wirklich aussagekräftig. In diesem Raiders Team hätte selbst der beste Quarterback aller Zeiten, Tom Brady, schlecht ausgesehen.
Der erste echte Test für den Ersatzmann kommt am Sonntag in Denver. Die Broncos werden sich vom heimischen Publikum mit Anstand verabschieden wollen, das eine sehr schlechte Saison über sich ergehen lassen mußte. Da wird die Defense Jagd auf den Neuen machen.
Ein Ersatzmann für McGloin muß jetzt noch verpflichtet werden.

Kommen wir zu den verschobenen Spielen.
Packers at Lions, Sunday Night Football
New Orleans Saints at Atlanta Falcons von 19 Uhr auf 22:25 Uhr
New York Giants at Washington Redskins von 19 auf 22:25 Uhr.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 16 - Böser Weihnachtsmann
carr-derek22Nein, mein guter Weihnachtsmann, das war gar nicht nett, was Du da an Geschenken verteilt hast. Die zwei gebrochene Wadenbeine, bei zwei Quarterbacks, die in dieser Saison viel gutes gezeigt haben, hättest Du im Sack stecken lassen können.
Bei Raiders Quarterback Derek Carr (Bild) ist der Verlust für den Rest der Saison besonders bitter, hat das Team doch die Playoffs erreicht.
Aber auch bei Marcus Mariota hättest Du dir das Geschenk schenken können, auch wenn die Titans so dusselig waren und gegen die Jaguars verloren. Dadurch, daß die Texans später gegen die Bengals gewannen, schieden die Titans zwar aus dem Playoffrennen aus, in das ein Team, das gegen Jacksonville verliert eh nicht gehört, aber das wußte zu dem Zeitpunkt ja noch niemand. Es sei denn, Du hattest einen Tip von einem gewöhnlich gut unterrichteten Informanten.
Nun gut, für das Geschenk der Texans in den Playoffs kannst Du nicht wirklich was. Ein Team aus dieser miesen Gruppe muß ja leider in die Playoffs kommen und einem anderen, besseren, Team den Platz wegnehmen. Sind es halt wieder die Texans, wie letztes Jahr.

Fangen wir mit dem Spiel des Tages an, jedenfalls vom Ergebnis her. Bei den Dolphins und den Bills gab es über 1.000 Yards an Offense. Dabei hatten die Bills sich geschworen, Dolphins Running Back Jay Ajayi dieses Mal nicht wieder über 200 Yards zu erlauben. Daraus wurde nichts. Ajayi erzielte mit 32 Läufen 206 Yards und 1 Touchdown.
Das tuntige Tackeln der Bills Defense in diesem Spiel könnte für Head Coach Ryan den Rexit bedeuten, auch wenn die Offense schlimmeres verhinderte.
Für die Bills Offense steuerte Quarterback Tyrod Taylor mit 26 Treffern aus 39 Würfen 329 Yards und 3 Touchdowns, ohne Interception bei.
Da sah Matt Moore auf der anderen Seite etwas blasser aus: 16 von 30 für 233 Yards, 2 Touchdowns, 1 Int.
Miami führte kurz nach der Pause bereits mit 21:7, ließ sich diesen Vorsprung aber noch abknöpfen.
80 Sekunden vor Spielende ging Buffalo mit 28:31 in Führung.
Doch Miami kam noch mal bis an die 37 der Bills. Kicker Andrew Franks, der bereits einen Versuch aus 46 Yards verschossen hatte, mußte jetzt aus 55 Yards ran. Der Versuch, Franks durch eine Auszeit zu verwirren, ging schief, da Rex Ryan die Geste genau in dem Moment machte, als der Ball angespielt wurde. Knapp, wirklich ganz knapp, schaffte der Ball es über die Querstange und das Spiel ging in die Verlängerung.
Hier hatten beide Teams zweimal den Ball und die Uhr lief gnadenlos runter. Doch 51 Sekunden vor Ende der Verlängerung traf Franks für die Dolphins noch mal aus 27 Yards und zum 34:31 Sieg.
Miami braucht mit 10-5 Siegen in dieser Nacht eine Niederlage der Broncos, um sicher in die Playoffs zu kommen.
Für die Bills ist alles vorbei, war es realistisch gesehen aber auch schon vor diesem Spiel.

Die Titans verloren, wie gesagt, gegen die Jaguars. Dadurch hatten die Colts noch die Chance, Platz eins der schwachen AFC South zu erringen.
Es lag übrigens nicht am Ausfall von Mariota, daß das Spiel in Jacksonville verloren ging. Der Titans Quarterback fiel im dritten Viertel mit einem gebrochenen rechten Wadenbein aus, hatte bis dahin aber nichts gebracht. Seine Bilanz: 8 von 20 für 99 Yards, 1 Touchdown.
Sein Ersatzmann Matt Cassel: 13 von 24 für 124 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Dagegen hatte Jaguars Quarterback Blake Bortles direkt einen hervorragenden Tag gegen die als stark eingeschätzte Defense Tennessees: 26 von 38 für 325 Yards, 1 Touchdown geworfen, 1 Touchdown gefangen. Das war wirklich ein schöner Trickspielzug, der zu dem gefangenen Touchdownpass von Bortles führte. Was so ein Trainerwechsel manchmal bewirken kann.
Durch die deutliche 17:38 Niederlage ist Tennessee aus dem Playoffrennen. Die Jaguars hatten eh keine Chance mehr.

Die Raiders spielten noch um Platz 1 in der NFC und das Heimrecht in den Playoffs. Die Colts mußten siegen, um vielleicht noch die AFC South zu gewinnen.
So gesehen stand bei dem Spiel Colts at Raiders also wirklich noch was an.
Doch so hatten die Raiders Fans sich das nicht vorgestellt. Beim einzigen Sack, den ihr Quarterback Derek Carr gegen die Colts einstecken mußte, brach der sich das rechte Wadenbein.
Da nutzt der 33:25 Sieg am Ende nichts mehr. Matt McGloin ist jetzt der Quarterback für den Rest des Weges, der endlich mal wieder in die Endrunde geführt hat.
Bitter!

Durch einen so lockeren 41:3 Sieg im strömenden Regen von New England über die Jets, wie er lockerer nicht hätte sein können, bleiben die Patriots die Nr. 1 der AFC vor den Raiders.
Jetzt weiß ich auch endlich, was die Abkürzung Jets bedeutet: Just End The Season (laß die Saison endlich enden).

Die Texans gewannen in einem dieser für diese Saison typischen Horrorspiel 12:10 gegen die Bengals. Damit können sie mit ihren 9-6 Siegen nicht mehr von Platz 1 der AFC South verdrängt werden.

Um die AFC abzuschließen muß noch eins erwähnt werden: Chargers Head Coach Mike McCoy ist nicht mehr tragbar.
Er schaffte es, daß sein Team das einzige in der Saison 2016 wurde, das gegen die Cleveland Browns verlor.
20:17 gewannen die Browns ihr erstes Spiel seit dem 3.12.15, als ein gewisser Johnny Manziel ihr Quarterback war.

In der NFC wurden in der South klare Verhältnisse geschaffen. Die Falcons verprügelten die Panthers in Carolina mit 33:16 und kamen auf 10-5 Siege.
Da die Buccaneers einen offenen Schlagabtausch in New Orleans knapp mit 24:31 verloren, fielen sie auf 8-7 herunter. Damit ist Atlanta nicht mehr einzuholen und Sieger der Division.
Die Saints spielten nur noch für die Ehre, denn sie wußten schon vor Spielbeginn, daß sie aus dem Playoffrennen ausgeschieden waren.
Die Buccaneers sind rein rechnerisch noch im Rennen.

Im Playoffrennen blieben die Redskins. Durch einen überzeugenden 41:21 Sieg in Chicago hielten sie sich die Türe offen.
Dabei halfen ihnen die FÜNF Interceptions, die Bears Quarterback Matt Barkley warf.
Nun müssen die Redskins ihr letztes Spiel gegen die Giants gewinnen, die die Playoffs jetzt sicher haben, und darauf hoffen, daß die Packers gegen Detroit verlieren, oder aber daß Detroit seine beiden letzten Spiele verliert.
Beim Monday Night Spiel sind also alle Redskins Fans plötzlich Dallas Fans.

Die Packers machen nicht den Eindruck, als würden sie das Spiel nächste Woche gegen die Lions verlieren.
Sie dominierten die Vikings deutlicher, als das Ergebnis von 38:25 für Green Bay aussagt.
Quarterback Aaron Rodgers kann sich endlich wieder auf seine Receiver verlassen.
Trotz all der vielen Verletzten, die die Packers zu beklagen haben, und trotz der Niederlagenserie vor Dezember, sind sie auf einem sicheren Weg in die Playoffs.

Die Seahawks erleben einen untypischen Saisonverlauf. Sie sind als langsame Starter bekannt, die immer besser in Fahrt kommen. Dieses Jahr stimmt das leider nicht.
Das liegt zum Teil an der schwachen Offensive Line, die es nicht schafft, Quarterback Russell Wilson genug Zeit und Raum zu verschaffen.
Gestern lagen sie Zuhause zur Halbzeit bereits mit 14:3 zurück.
Nach der Pause drehten sie auf. Wilson wurde besser abgeschirmt und das zeigt sich in seiner Bilanz: 29 von 45 für 350 Yards, 4 Touchdowns.
Carson Palmer von den Cardinals: 16 von 26 für 284 Yards, 1 Touchdown.
Und am Schluß waren es wieder die Kicker, die das Spiel entschieden, wie schon beim 6:6 im Hinspiel.
Seahawks Kicker Steven Hauschka vergab ein Field Goal und einen Extrapunkt.
Auch Chandler Catanzaro vergab einen Field Goal Versuch, verwandelte aber alle vier Extrapunkte.
So stand es 65 Sekunden vor Spielende 31:25 für die Cardinals, als Wilson einen Touchdownpass über fünf Yards zu Wide Receiver Paul Richardson warf zum 31:31. Der Extrapunkt hätte die Führung bringen können, aber da versagte Hauschka mal wieder und setzte den Ball links neben den Pfosten.
60 Sekunden.
Die Cardinals bekamen den Ball an der eigenen 25.
Und auch wenn Hauschka eben getroffen hätte, würde ihnen ein Field Goal reichen.
Das tat es dann auch.
Drei Sekunden vor Schluß traf Catanzaro aus 43 Yards zum 34:31 Sieg.
Damit haben die Seahawks ihren zweiten Platz in der NFC an die Falcons verloren.
Das kann sich in Woche 17 wieder ändern. Atlanta muß gegen die Saints antreten, Seattle in San Francisco.
Allerdings haben die Seahawks nicht nur das Spiel gegen Arizona verloren, sondern auch einen wichtigen Spieler. Wide Receiver Tyler Lockett brach sich ein Bein, muß operiert werden und wird den Rest der Saison verpassen.

Der Playoffspiegel
AFC

yz-1. New England Patriots (13-2): AFC East Champions.

x-2. Oakland Raiders (12-3): AFC West Führer.

3. Pittsburgh Steelers (9-5): AFC North Führer.

y-4. Houston Texans (9-6): AFC South Champions.

5. Kansas City Chiefs (10-4): Wild Card Nr. 1.

6. Miami Dolphins (10-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer

7. Baltimore Ravens (8-6):

8. Denver Broncos (8-6):

NFC

y*-1. Dallas Cowboys (12-2): NFC East Champions.

y-2. Atlanta Falcons (10-5): NFC South Champions.

3. Detroit Lions (9-5): NFC North Führer.

y-4. Seattle Seahawks (9-5-1): NFC West Champions.

x-5. New York Giants (10-5): Wild Card Nr. 1.

6. Green Bay Packers (9-6): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer

7. Washington Redskins (8-6-1):

8. Tampa Bay Buccaneers (8-7)

x — Playoff Platz sicher
y — Division gewonnen
z — Spielfrei in der ersten Runde
* - Heimrecht in den Playoffs

Der Lazarettreport
Jets: Quarterback Bryce Petty, Schulter
Wide Receiver Brandon Marshall, Hüfte
Tight End Austin Seferian-Jenkins, Oberschenkel
Defensive Lineman Leonard Williams, Brust
Running Back Khiry Robinson, Bein

Redskins: Receiver DeSean Jackson, Kieferprellung
Running Back Robert Kelley, Knie

Bears: Linebacker Leonard Floyd, Gehirnerschütterung 
Safety Deon Bush, Knöchel
Linebacker Pernell McPhee, Schulter
Cornerback Tracy Porter, Schulter

Jaguars: Running Back T.J. Yeldon, Knöchel
Running Back Chris Ivory, Oberschenkel

Dolphins: Safety Isa Abdul-Quddus, Nacken

Browns: Quarterback Robert Griffin III, Gehirnerschütterung, fällt für den Rest der Saison aus.
Cornerback Joe Haden, Nacken

Chargers: Linebacker Denzel Perryman, Knie

Cardinals: Safety Tony Jefferson, Knie

Seahawks: Running Back Thomas Rawls, Schulter

Packers: Quarterback Aaron Rodgers, Nacken, wird wohl keinen Einsatz verpassen.

Colts: Cornerback Darius Butler, Gehirnerschütterung
Wide Receiver Donte Moncrief, Schulter

Rams: Wide Receiver Kenny Britt, Schulter

49ers: Running Back Carlos Hyde, Knie

Samstag, 24. Dezember 2016

Der Lazarettreport
bowles-todd2Fangen wir mit einem Head Coach an, der im Lazarettreport auftaucht.
Jets Head Coach Todd Bowles (Bild) wurde am Freitag mit einer nicht näher erläuterten Krankheit ins Krankenhaus gebracht. Ob er bei seinem vorletzten Spiel für das Team gegen die Patriots dabeisein kann, steht noch nicht fest.
Die Jets gaben bekannt, daß der Zustand des 53-jährigen stabil sei.
Wenn Bowles nicht noch nach New England nachfliegt, wird Assistenz Head Coach Mike Caldwell die Jets gegen die Pats führen.
Die New York Jets waren mit großen Playoffambitionen in die Saison gegangen. Doch was dann kam, waren viele Horrorvorstellungen. Die Jets haben fünf ihrer letzten sechs Spiele verloren und stehen bei 4-10 Siegen.

Die Cardinals setzten Safety Tyrann Mathieu mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste. Seine Saison endet damit zwei Spiele früher, als die seines Teams.

Auch für einen Eagle endet die Saison etwas früher als für den Rest des Teams. Running Back Ryan Matthews wurde mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Falcons Wide Receiver Julio Jones kann gegen die Panthers spielen. Die Zehenverletzung scheint auskuriert.

Die Cowboys schonen Defensive End DeMarcus Lawrence mit seiner Rückenverletzung. In den letzten beiden Saisonspielen wird er nicht antreten, doch in den Playoffs wird er wieder mitmischen können.

Ravens Cornerback Jimmy Smith kann wegen einer Knöchelverletzung nicht gegen die Steelers spielen.
Ravens Wide Receiver Steve Smith fällt mit einer Oberschenkelverletzung sehr wahrscheinlich aus.

Titans Cornerback Jason McCourty kann wegen einer Brustverletzung nicht gegen die Jaguars spielen.

Bei den Broncos werden gegen Kansas City auf jeden Fall fehlen: Linebacker Brandon Marshall, Tight End Virgil Green und Safety T.J. Ward (alle mit Gehirnerschütterung).

Packers Running Back James Starks kann wegen einer Gehirnerschütterung nicht gegen Minnesota spielen.

Sein Comeback nach einem gerissenen Meniskus währte eine Woche.
Vikings Running Back Adrian Peterson hat noch Schmerzen im Knie und er verletzte sich zusätzlich an der Leiste bei einem seiner sechs Läufe für 22 Yards letzte Woche.
Minnesota setzte Cornerback Mackensie Alexander mit einer Abdomenverletzung auf die Verletztenliste.

Kurzberichte
Bei all den vielen Flugmeilen der NFL Teams muß man ständig damit rechnen, daß irgendwann mal etwas passiert. Das könnte dann schlimmer ausgehen, als das, was gestern den Vikings passierte. Sie waren auf dem Weg zu ihrem Spiel in Green Bay.
Ihre Maschine landete sicher in Greenville, Wisconsin, rutschte dann aber über die vereiste Rollbahn hinaus.
Die Notrutschen funktionierten wohl nicht und eine Fluggasttreppe konnte nicht zu dem Flugzeug gebracht werden. So mußte die Feuerwehr helfen. Mit einem Rettungskorb wurden jeweils drei Leute aus dem Flugzeug geholt. Dadurch dauerte die Rettung der etwa 150 Passagiere über drei Stunden.

Die NFL bestrafte Rams Defensive Tackle Aaron Donald.
Für zwei Vergehen im Spiel gegen die Seahawks muß er insgesamt $42.540 zahlen.
Damit kommt Donald in dieser Saison bereits auf $82.040 an Strafen.

Bei den Patriots überlegt man, ob man Quarterback Jimmy Garoppolo nach der Saison abgeben soll.
Wenn ein gutes Angebot käme, würde man sich das sehr genau ansehen.
Derweil sinken die Chancen, daß Tight End Rob Gronkowski in den Playoffs eingesetzt werden kann, wie man hört.

Es weihnachtet sehr. Deshalb ein frohes Fest an all meine Leser.
Und bitte, keinen Krach heute Abend. Wenn ihr zwischen den Spieleübertragungen und der Familie wählen müßt, trefft bitte die richtige Wahl.
Familie hat man schließlich das ganze Jahr ;)

Freitag, 23. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 16 - Dallas ist die Nr. 1
cowboysweihnachtssternDallas Cowboys - Nicht gespielt und doch gewonnen. Sie senden herzliche Weihnachtsgrüße an die Philadelphia Eagles, für deren Weihnachtsgeschenk.
Die New York Giants hätten mit einem Sieg bei den bereits aus dem Playoffrennen ausgeschiedenen Eagles ihre Teilnahme an der Endrunde festmachen können. Doch „nicht in unserem Haus“ war die Devise der Eagles. Sie legten einen Blitzstart hin und profitierten von einem schlechten Eli Manning. Nachdem die Eagles durch einen Lauf über 25 Yards von Running Back Darren Sproles mit 7:0 in Führung gingen, warf Manning im anschließenden Drive der Giants den ersten seiner drei Interceptions.
Strong Safety Malcolm Jenkins trug den Ball über 34 Yards zum 14:0 zurück.
Womit klar ist, daß beide Extrapunktversuche erfolgreich waren, was ja heutzutage eine Erwähnung wert ist.
Mit einer 21:10 Führung für Philadelphia ging es in die Pause.
Im zweiten Durchgang gab es nur noch Field Goals, zwei für die Giants, eins für die Eagles.
Daß die Giants ihre Playoffteilnahme noch nicht sichern konnten, lag nicht nur an Eli Manning, sondern auch an den Schiedsrichtern. Beim Stand von 24:19 für die Adler hatten die Giganten noch zwei Chancen, den Sieg zu erringen. Zwei Minuten vor Spielende warf Manning in Richtung Wide Receiver Sterling Shepard. Doch an dem hing Cornerback Nolan Carroll und ich meine „hing“. Wenn es jemals eine Passbehinderung gegeben hat, dann in dieser Szene. Carroll zerrte an Shepard, hielt seinen linken Arm fest, schubste ihn um und kam damit davon. Es war der vierte Versuch für die Giants und der Ball ging an der 37 Philadelphias zurück an die Eagles.
Die erzielten in drei Versuchen nur fünf Yards und ließen den Giants noch 91 Sekunden und eine Auszeit.
New York startete an der eigenen 15 und kam bis an Philadelphias 34. Beim dritten und 10 paßte Manning in Richtung Tight End Will Tye. Defensive Back Terrence Brooks fing den Paß ab und die Eagles konnten die letzten fünf Sekunden abknien.
Die Bilanzen von Wentz und Manning:
Carson Wentz: 13 von 24 für 152 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Eli Manning: 38 von unglaublichen 63 für 356 Yards, 1 Touchdown aber halt 3 Int.
Durch diesen Sieg der Eagles gewannen die Dallas Cowboys die NFC East und sie sind die Nr. 1 der NFC. Damit haben sie in Runde eins spielfrei und das Heimrecht, solange sie in den Playoffs bleiben.
Die Giants können mit jetzt 10-5 Siegen aber immer noch in dieser Woche in die Playoffs kommen, wenn entweder die Lions, Packers, Buccaneers oder Falcons verlieren. Detroit spielt in Dallas, die Packers gegen die Vikings, die Bucs in New Orleans und die Falcons in Carolina. Da ist die ein oder andere Niederlage möglich für diese Teams.

Kurzberichte
Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. wurde mal wieder bestraft.
Im Spiel gegen die Lions trug er Schuhe, auf denen er Craig Sager ehrte. Der beliebte Moderator des Senders TNT verstarb letzte Woche.
Beckham kostete die Ehrenbezeugung $18.000.

Cam Newton hat seinem Head Coach geraten, Luke Kuechly in dieser Saison nicht mehr einzusetzen.
Die Panthers haben keine realistische Chance mehr auf die Playoffs, und deshalb sollte der Middle Linebacker nach seiner zweiten Gehirnerschütterung in zwei Jahren geschont werden, auch wenn er die Freigabe der Ärzte hat.
Wo wir gerade bei Cam Newton sind...
Als der Quarterback der Panthers anfing, sich darüber zu beschweren, daß die Schiedsrichter ihn nicht genug beschützen würden, dachte ich noch: „Heul doch!“
Nach den letzten beiden Spielen, die wir gesehen haben, dem Monday Night und dem Thursday Night Spiel, muß ich meine Meinung radikal ändern und dem von mir nicht gerade gemochten Newton zu 100% recht geben (auch wenn das schwerfällt).
Die Szene, in der Newton mit dem Helm voran angegriffen wurde, habe ich ja am Mittwoch ausführlich beschrieben.
Nachdem es im Donnerstagsspiel eine ähnliche Szene gab, muß ich diese beschreiben.
Eagles Quarterback Carson Wentz lief mit dem Ball und entschied sich spät dazu zu rutschen, als er sah, daß Cornerback Eli Apple auf ihn zulief. Als Wentz rutschte, versuchte Apple alles, um Wentz nicht zu berühren. Doch es kam zu einer lächerlich leichten Berührung. Sofort flog für diese Nichtigkeit eine Flagge.
Und ja, Cam Newton wird von den Schiedsrichtern unfair anders behandelt.

Am Dienstag kam das Gerücht auf, daß es demnächst wieder eine Frühlingsliga der NFL geben soll.
Die NFL distanzierte sich von diesem Bericht.
Aber, so hieß es in einer Erklärung der NFL weiter, man habe die Spieler informiert, daß es wieder eine Liga geben wird, die im Frühling spielt. Spieler, die nicht zum festen Kader eines NFL Teams gehören, dürften an dieser Liga teilnehmen. Die NFL wird Scouts zu den Spielen der neuen Liga entsenden, um die Spieler zu beobachten und zu bewerten.
Geleitet wird die Liga, die in West Virginia spielen soll, von erfahrenen Trainern und Mitarbeitern der NFL. Vier Teams sollen daran teilnehmen, die noch gegründet werden.
Eine Internetseite hat die Spring League auch schon: http://www.thespringleague.com/ 

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Kurzberichte
siemian-trevor3Die Broncos glauben, daß Trevor Siemian (Bild) auch nach 2016 noch ihr Quarterback sein wird.
Auf dieser Position herrscht große Flaute und guter Nachwuchs aus dem College ist auch nicht wirklich zu erwarten, wie die Experten immer wieder betonen.
Da werden wohl noch andere Teams an die mittelmäßigen Passwerfer gebunden bleiben, die sie bisher schon durchgeschleppt haben.
Andererseits heißt das auch, daß die Gehälter für halbwegs brauchbare Quarterbacks noch höher ausfallen werden, als bisher.
In Denver führte die Unfähigkeit der Offense, und namentlich Siemians, dazu, daß ein Riß zwischen der Offense und Defense entstand. Es war von Anfang an klar, daß die Defense die Broncos durch die Saison 2016 tragen mußte, doch etwas Unterstützung von der Offense wäre schon nötig gewesen.
Denvers Playoffchancen sind nur noch klein. Sie stehen mit 8-6 Siegen hinter den 9-5 Dolphins und können nur auf die Endrunde hoffen, wenn die Dolphins stolpern und sie selber alles gewinnen.
Das Restprogramm der beiden Teams:
Miami at Buffalo, New England at Miami
Denver at Kansas City, Oakland at Denver.
Beide Teams haben es also mit Teams zu tun, die noch Playoffhoffnungen haben und mit Teams, die bereits sicher weiter sind.

Als die Bills zuletzt gegen die Dolphins spielten, wurden sie von Jay Ajayi mit 214 Yards überrannt.
Dieses Mal wollen sie den Running Back etwas besser in Schach halten. Die Dolphins werden hingegen hoffen, daß Ajayi wieder so ein Spiel abliefern kann, denn sie treten auch am Samstag wieder mit Matt Moore als Quarterback an, der den verletzten Ryan Tannehill ersetzt. Allerdings hat Moore gegen die Jets ein sehr gutes Spiel abgeliefert, aber das war halt gegen die Jets. Die Defense der Bills geht doch etwas härter zur Sache.
Wenn Miami die letzten beiden Spiele gewinnt, haben sie die Playoffs sicher.
Aber mit 7-7 Siegen haben auch die Bills noch rechnerische Chancen auf die Playoffs. Head Coach Rex Ryans Job steht auf dem Spiel. Man kann also damit rechnen, daß der Defense orientierte Coach sich etwas ausdenkt, um Ajayi zu stoppen. Was es bringt, wird man sehen. Verlieren die Bills auch nur eins ihrer letzten beiden Spiele, sind die hauchdünnen Playoffchancen dahin.

Für den Samstag gab es eine kleine Spielplanänderung.
Das Spiel der Buccaneers gegen die Saints wurde von 19 Uhr auf 22:25 Uhr verlegt.
Für das Sunday Night Football Spiel in Woche 17 gibt es einige Anwärter. Da hat sich die NFL noch nicht festgelegt.

Die Lions wollen sich ihren Rekord nicht nehmen lassen. Deshalb halten sie an den letzten beiden Spieltagen zu den Browns.
Die Lions sind das einzige Team, das mit einer 0-16 Bilanz eine Saison durchlaufen hat. Das war 2008.
Vielleicht haben die Lions ja Erfolg, denn am Samstag spielen die Browns gegen die Chargers. Die haben in dieser Saison schon einige Spiele vergeigt.
Detroit hat seit 2008 einige erfolglose Saisons abgeliefert, doch sie haben sich berappelt. 2016 stehen sie ganz kurz davor, die Playoffs zu erreichen. Wenn sie die beiden letzten Spiele gegen Dallas und Green Bay gewinnen, haben sie es geschafft.

Es ist doch nur ein Spiel. Dennoch gibt es Menschen, die so ein Spiel furchtbar ernst nehmen.
So hat der 20 Jahre alte Pontrey O`Neal seine Stiefmutter Magdalena Ruiz erstochen, weil sie sich beim Spiel der Cowboys gegen Tampa Bay hämisch über Dallas äußerte.
Als der Vater dazwischenging, war es schon zu spät.
Der Täter wurde verhaftet und unter Mordanklage gestellt.

Immer wenn neue Head Coaches gesucht werden, taucht auch der Name Jon Gruden auf der Liste auf.
Immer wieder betont der Analyst von ESPN, daß er sich in seinem Job bei dem Sender wohl fühlt und nicht wieder als Trainer arbeiten möchte.
Gruden führte die Tampa Bay Buccaneers zu deren einzigem Super Bowl Sieg und hat zuletzt 2008 als NFL Head Coach gearbeitet.
Damit ist er verdammt lange aus dem Geschäft.

Vikings Running Back Adrian Peterson weiß nicht, ob er am Samstag gegen die Packers spielen kann.
Sieht man sich seine sechs Läufe von letzter Woche an, die 22 Yards einbrachten, dürfte der Verlust nicht allzu schwer wiegen.

Chiefs Running Back Jamaal Charles hat die Saison abgehakt.
Auch wenn die Chiefs in die Playoffs kommen sollten, wird er nicht mehr spielen können. Sein Knie, das im November erneut operiert werden mußte, sorgte dafür, daß er auf die Verletztenliste gesetzt werden mußte.

Die besten Spieler der Woche 15
AFC

OFFENSE: QB MATT MOORE, MIAMI DOLPHINS

DEFENSE: LB BRUCE IRVIN, OAKLAND RAIDERS

SPECIAL TEAMS: K RYAN SUCCOP, TENNESSEE TITANS?

NFC
OFFENSE: RB DEVONTA FREEMAN, ATLANTA FALCONS

DEFENSE: S HA HA CLINTON-DIX, GREEN BAY PACKERS

SPECIAL TEAMS: P BRAD WING, NEW YORK GIANTS

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Pro Bowl
brady-tom-sb49-mvpDie Pro Bowl Teilnehmer stehen fest. Dallas und Oakland dominieren. Von den Cowboys sind die Rookies Dak Prescott und Ezekiel Elliott nominiert, zusammen mit drei Spielern der Offensive Line.
Die Raiders stellen sieben Spieler, darunter Quarterback Derek Carr und natürlich Defensive End Khalil Mack.
Sollte NFL Commissioner Roger Goodell mit seinem dämlichen Deflategate-Spielchen gedacht haben, daß er an der Reputation von Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) kratzen könnte, muß er sich das abschminken. Brady wurde neben Carr und Ben Roethlisberger auch als Quarterback für die AFC gewählt, sogar als Starter. Im Rennen um den wertvollsten Spieler der Liga ist er auch noch, obwohl er für die ersten vier Spiele suspendiert war.
In der NFC hat es Lions Quarterback Matthew Stafford in das Pro Bowl Team geschafft. Aber sowohl er als auch Derek Carr haben Fingerverletzungen, die sie vielleicht davon abhalten, im Pro Bowl zu spielen. Oder die Lions und die Raiders kommen in den Super Bowl. Das wäre natürlich der schönere Grund nicht im Pro Bowl spielen zu müssen. Der wird wieder eine Woche vor dem Super Bowl ausgetragen und zwar in Orlando, Florida.
Gott sei Dank ist die NFL wieder zu dem Format AFC vs. NFC zurückgegangen. Diese Wählerei der Spieler, wie damals auf dem Schulhof, war an Blödsinn kaum zu überbieten.
Hier geht es zu den Teams...

Kurzberichte
Derek Carrs Verletzung am kleinen Finger der Wurfhand hat die Raiders nicht davon abhalten können, die Playoffs zu erreichen. Doch natürlich hat sie Einfluß auf die Spielzugauswahl.
Innerhalb der Redzone und bei Spielzügen, bei denen kurze Distanzen überwunden werden müssen, ist es von Vorteil, wenn der Quarterback sich direkt hinter dem Center aufstellt. Doch das fällt Carr schwer. So oft es geht, steht er in der Shotgun-Formation oder zumindest der Pistol.
Sieben Mal standen die Raiders in San Diego, an einem schönen sehr warmen Tag, in der Redzone und nur einmal konnten sie punkten. Zweimal verloren sie den Ball.
Das mag gegen die Chargers nicht den Sieg kosten, in den Playoffs aber kommen andere Kaliber als Gegner.
Erst am 7.1.17 beginnen die Playoffs. Vielleicht kann Carr bis dahin schon wieder schmerzfrei den Ball direkt vom Center annehmen?
Und wenn die Raiders nicht schon in der Wild Card Runde ranmüssen, hat Carrs Finger noch eine Woche mehr um zu heilen. Dann müßte der Finger auf jeden Fall OK sein.

Auch bei den Seahawks geht ein Graben durch das Team. Wie in Denver kritisiert die Defense die schlechte Arbeit der Offense.
In Seattle ist es namentlich Richard Sherman, der sich recht vehement über die Spielzugauswahl der Offense aufgeregt hat. Im Spiel gegen die Rams, ja die hilflosen Rams, machte die Offense in Shermans Augen wieder einen Fehler, der sie bereits einen Super Bowl Sieg gekostet hat.
An der Eins der Rams stehend, warf Quarterback Wilson den Ball in Richtung Tight End Graham, der beinahe abgefangen wurde. Deswegen schrie Sherman Head Coach Pete Carroll und Offensive Coordinator Darrell Bevell lautstark an. Teamkollegen mußten ihn mit sanfter Gewalt zurückziehen.
Am Dienstag verteidigte er seinen Ausbruch. Manchmal müsse man so etwas machen, um etwas zu bewirken, um Diskussionen auszulösen, um bessere Leistungen abzurufen, um auf Fehler aufmerksam zu machen.
Head Coach Carroll und Sherman haben sich ausgesprochen und wollen die Sache nicht weiter aufbauschen.
Offensive Coordinator Bevell sprach auch mit Sherman. Nach dem Gespräch meinte Bevell: „ich glaube nicht, daß es OK ist, wenn ein Verteidiger einen Spielzug der Offense in Frage stellt.“ da scheint noch etwas zu brodeln.

Aber zu der Geschichte gibt es noch eine Fortsetzung.
Nach einer Pressekonferenz am Dienstag drohte Sherman einem Radioreporter an, dessen Karriere zu zerstören.
Der Reporter hatte es gewagt, den Cornerback zu fragen, wieso er sich anmaße, einen Spielzug der Offense in Frage zu stellen?
Daraufhin schrie Sherman: ich werde dafür sorgen, daß Du keinen Medienpass mehr bekommst. Ich werde deine Karriere zerstören.“
Mittlerweile hat sich Sherman bei dem Reporter entschuldigt.

Die Giants und ihr Head Coach Ben McAdoo müssen Strafen zahlen.
McAdoo hatte während des Spiels gegen Dallas kurz ein Funksprechgerät benutzt, um die offensiven Spielzüge an Quarterback Eli Manning hereinzugeben. Die offizielle Übertragungsanlage funktionierte nicht.
Da die Benutzung des Walkie-Talkies verboten war, müssen die Giants $150.000 zahlen und der Head Coach $50.000.
Zusätzlich wurde die Wahlmöglichkeit des Teams in der vierten Runde der Draft auf den letzten Platz der Runde zurückgestuft.

Schiedsrichterchef Dean Blandino mußte mal wieder was erklären. Dabei war die Szene im Nachhinein betrachtet recht lustig.
Panthers Quarterback Cam Newton lief gegen die Redskins mit dem Ball und entschied sich recht spät dazu, mit den Füßen voran zu rutschen. Da war Linebacker Trent Murphy schon in der Luft, um Newton zu stoppen. Murphys Helm berührte den von Newton, und der Quarterback, schmiß den Ball auf Murphy. Da flog eine Flagge durch die Luft und Newton freute sich wie Bolle. Er lief freudestrahlend über den Platz, weil die Offense der Panthers zusätzliche 15 Yards bekommen würde... dachte er... dachten wohl einige.
Aber nicht so schnell. Die Flagge wurde geworfen wegen verhöhnens des Gegners. Was Schiedsrichter Walt Coleman bestrafte war also der Wurf des Balles auf Murphy und nicht dessen Angriff auf Newton.
Coleman gab zu Protokoll, daß er die Berührung der Helme nicht mitbekommen hatte, das Taunting aber schon.
Nachher änderte Coleman seine Erklärung. Der Angriff gegen Newton wäre kein gewaltsamer Angriff gewesen, sondern ein zufälliger.
Und, so erklärte es Blandino, ein nicht gewaltsamer, also nicht absichtlicher, Angriff müsse nicht bestraft werden.
Und so kam es, daß nicht die Redskins 15 Yards zurückmußten, sondern die Panthers, die dadurch sogar aus der Field Goal Reichweite kamen.

Der Lazarettreport
Wide Receiver Julio Jones hat wieder am Training der Falcons teilgenommen.
Ob seine Sehnenverletzung am Zeh ihn wirklich nicht mehr behindert, wird man sehen.

Die Giants setzten Running Back Shane Vereen mit einer Trizepsverletzung auf die Verletztenliste.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 15 - der Montag
mccarthy-mike2Die Fans der Packers drückten den Panthers die Daumen, und es hat sich gelohnt.
Durch einen nie gefährdeten 26:15 Sieg in Landover, Maryland, schubste Carolina die Redskins aus den Playoffrängen.
Damit wurden die Packers (im Bild HC McCarthy) das zweite Wild Card Team der NFC. Für jetzt. Sie stehen noch im Kampf mit den Buccaneers um diesen Platz und weiterhin den Redskins.
Green Bay und Tampa Bay haben jeweils 8-6 Siege, die Redskins 7-6-1. Und auch die Vikings mit 7-7 sind noch im Rennen.
Green Bay kann noch die 9-5 Lions abfangen und die NFC North gewinnen. Das wäre eine Meisterleistung nach dem schwachen Saisonverlauf bis zum Dezember, der den vielen Verletzten geschuldet war.
Die Saison ist jetzt in die „Zweispielewarnung“ gegangen. Die restlichen Spiele sind: Washington at Chicago (machbar), Giants at Redskins (schwer).
Detroit at Dallas (schwer), Green Bay at Detroit (klingt nach Sunday Night Football)
Minnesota at Green Bay, Chicago at Minnesota (machbar).
Es bleibt also spannend auf der Zielgeraden.

Kurzberichte
Die Heilsarmee in den USA dankt Ezekiel Elliott.
Der Rookie Running Back der Cowboys sprang nach einem Touchdown in einen riesigen Heilsarmee-Kessel, der als Reklame hinter der Endzone stand.
Das wurde von den Schiedsrichtern zurecht bestraft. Eine Strafe durch die Liga hat Elliott dafür nicht zu befürchten, wie man hört. Was die Heilsarmee schade finden wird, denn Elliott hatte angekündigt, die Summe der Strafe an die Organisation zu spenden.
Die Heilsarmee konnte diesen werbewirksamen Auftritt gut gebrauchen, denn das Spendenaufkommen soll nach diesem Sprung sprunghaft angestiegen sein, wie ein Sprecher der Organisation sagte. Von einem Plus von 61% ist die Rede.

In Houston wird es im Kampf um die Playoffs wild, brutal, unzivilisiert, grausam, primitiv,schonungslos, gefährlich und barbarisch.
Jedenfalls wenn es um den neuen Quarterback Tom Savage geht. Savage könnte man mit all diesen Worten übersetzen.
Head Coach O`Brien hat die Nase voll vom $72 Millionen-Mann Brock Osweiler und wird am Samstag Savage gegen die Bengals starten lassen. Der führte das Team am Sonntag noch zum Sieg, obwohl es 0:13 gegen Jacksonville zurücklag.
Die $72 Millionen, von denen „nur“ 37 Millionen garantiert sind, hätten die Texans auch der Heilsarmee spenden können. Von Osweiler bekamen sie dafür nur 14 Touchdowns in der Saison aber 16 Interceptions. Mit 71,4 Wertungspunkten liegt er auf Platz 30 der Quarterbacks.

Die Jaguars machten den bisherigen Offenseline Coach Doug Marrone zum Interimstrainer.
Unter den Namen, die bisher als mögliche Nachfolger des gefeuerten Doug Bradley genannt werden ist auch der von Tom Coughlin. Der war bereits von 1995 bis 2002 Head Coach der Jaguars. Dann führte er die Giants zu zwei Super Bowl Siegen, bevor ihn das Glück verließ. Seit 2011 bis 2015 holten die Giants mit ihm als Head Coach keine 10 Siege mehr pro Saison. Erst als der mittlerweile 70 Jahre alte Coughlin „gegangen wurde“, kam der Erfolg zu den Giants zurück. Unter Rookie Head Coach Ben McAdoo holten die Giants in dieser Saison bereits 10 Siege.
Der neue Head Coach wird übrigens nicht an den Quarterback Darsteller Blake Bortles gefesselt sein. Der General Manager des Teams, Dave Caldwell, sagte bereits, daß man sich nach einem neuen Quarterback umsehen wird, und der neue Head Coach dabei ein Wort mitreden kann.

In der Mannschaft der Broncos gibt es keinen Riss zwischen der Offense und der Defense, meint jedenfalls Head Coach Gary Kubiak.
Nach dem Spiel gegen die Patriots hatte es in der Kabine der Broncos Wortgefechte zwischen der Offense und der Defense gegeben.
Die Offense konnte im eigenen Stadion nur drei Punkte erzielen. Die Defense erlaubte der Punktemaschine der Patriots nur 16 Punkte, was enorm wenig ist. Doch Patriots Quarterback Tom Brady konnte einen für ihn sehr seltenen Sieg aus der dünnen Höhenluft Denvers mit nach Hause nehmen.
In den letzten drei Spielen hatte die Offense der Broncos den Ball 37 mal und konnte daraus nur zwei Touchdowns erzielen. Viel zu wenig.
Um noch an den Dolphins vorbei in die Playoffs zu kommen, müssen gegen Kansas City und Oakland Siege her, zu denen auch die Offense mal etwas beisteuern sollte.

Montag, 19. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 15 - der Sonntag
bradley-gus3Was für ein wilder Spieltag, was für unfaßbar knappe Ergebnisse. Im Kampf um die Playoffplätze ging es hoch her, wenn auch nicht immer hochklassig.
Zwei Männer, die in einem Spiel auf der Strecke blieben sind Gus Bradley (Bild) und Brock Osweiler. Nach dem Spiel der Jaguars in Houston wurde Jags Head Coach Gus Bradley von seinen Aufgaben befreit und die Jaguars Fans von seiner Anwesenheit erlöst.
Warum so spät?
Warum so kurz kurz vor Weihnachten?
Das ist ein klein bißchen herzlos.
Aber nötig war es. Die 20:21 Niederlage gegen die Texans war die 12. in dieser Saison und somit hätte die Entlassung also schon viel früher kommen müssen.
Die Texans sahen sich ja vom Anfang der Saison an als Playoffteam. Um das zu festigen heuerten sie Quarterback Brock Osweiler für $72 Millionen an, der in Denver ein paar ordentliche Spiele abgeliefert hatte. Broncos General Manager John Elway wird sich bei dem Handel ins Fäustchen gelacht haben.
Gestern platzte Head Coach Bill O`Brien der Kragen. Nachdem Osweiler im zweiten Viertel zwei Interceptions hintereinander geworfen hatte, schickte O`Brien Tom Savage ins Spiel. Die Fans waren darüber dermaßen aus dem Häuschen, daß sie jubelten, als hätten sie gerade den Super Bowl gewonnen.
Immerhin führten die hilflosen Jaguars zu diesem Zeitpunkt mit 13 Punkten und die Texans mußten gewinnen, um in der miesen AFC South an der Spitze zu bleiben. Das klappte dann auch denkbar knapp, denn Houston gewann letztlich noch mit 21:20.
Mit 8-6 Siegen blieben sie auf Platz 1 der Division.

Die Titans gewannen im eiskalten Kansas City. Vor dem Spiel hatte Quarterback Marcus Mariota noch Angst davor, im kältesten Spiel seines Lebens schlecht auszusehen.
Doch diese Angst konnte er wohl abschütteln.
Seine Bilanz: 19 von 33 für 241 Yards, 0 Touchdowns, 1 Int.
Etwas besser sogar als Alex Smith von den Chiefs: 15 von 28 für 163 Yards, 0 Touchdowns, 1 Int.
Am Ende wurde es noch sehr spannend. Im letzten Viertel führten die Chiefs mit 17:7. Alle Punkte stammten aus der ersten Halbzeit. Kansas City schien das Spiel im Griff zu haben, als die Titans plötzlich zu neuem Leben erwachten.
12 Punkte erzielten sie noch, und die auf erstaunliche Weise. Drei Minuten vor Schluß kam Tennessee auf 17:16 heran und wollte den Sieg. Deshalb spielten sie einen Zweipunkteversuch. Der ging schief.
Kansas City mußte im nächsten Drive punten und mit 67 Sekunden kamen die Titans an der eigenen 25 noch mal an den Ball. Sie schafften es Fünf Sekunden vor Spielende an die 35 der Chiefs.
Kicker Ryan Succop trat zu einem 53 Yards Field Goal Versuch an und der Ball schaffte es nicht über die Stange. Doch Chiefs Head Coach Andy Reid hatte eine Auszeit genommen, um den Kicker zu „vereisen“, wie das so schön heißt, dabei war dem bestimmt eh schon sehr kalt. Was für ein Glück für den ehemaligen Kicker der Chiefs, denn er traf danach zum 17:19 und seine Freude darüber, sein altes Team geschlagen zu haben, war riesig.
Tennessee kam also auch zum achten Sieg in der Saison und bleibt mit den Texans Punktgleich.
Für die Chiefs war diese, doch unerwartete, Niederlage ein Rückschritt im Kampf gegen die Raiders. Kansas City fiel auf 10-4 zurück.

Was machten die Colts und die Raiders?
Nun, die Colts verprügelten die Vikings in Minnesota, daß kein Auge trocken blieb. 34:6 hieß es am Ende.
Die so sehnlich erwartete Rückkehr von Vikings Running Back Adrian Peterson war ein Fiasko. In seinem ersten Spiel seit Woche zwei lief er sechsmal für 22 Yards und war damit sogar noch der beste Läufer der Vikes.
Indianapolis konnte also mit jetzt 7-7 Siegen Tuchfühlung mit den beiden Teams vor ihnen halten. Nächsten Samstag spielen sie in Oakland.

Und damit kommen wir zu den Raiders.
Sie gewannen knapp mit 19:16 gegen San Diego und brauchten dafür vier Field Goals von Sebastian Janikowski.
Mit 11-3 stehen sie jetzt alleine an der Spitze der AFC West und haben die Playoffs bereits sicher.
Sie gewannen den ersten Einzug in die Playoffs seit 14 Jahren auf dem Feld, auf dem sie 2003 so böse im Super Bowl von den Buccaneers verprügelt wurden.

Denver verlor wie erwartet gegen die Patriots (3:16) und sie stehen mit 8-6 Siegen ziemlich belämmert da.
New England hat zum achten Mal in Folge die AFC East gewonnen (NFL Rekord) und hat sich ein freies Wochenende in den Playoffs erkämpft.
In Denvers Kabine soll es nach dem Spiel ein lautstarkes Gefecht zwischen der Offense und der Defense gegeben haben. Head Coach Gary Kubiak konnte durch beherztes Eingreifen Schlimmeres verhindern.

Die Ravens stolperten zu einem knappen Sieg gegen die Eagles. Als Philadelphia vier Sekunden vor Spielende auf 27:26 herankam, durch einen Touchdownlauf von Quarterback Carson Wentz über vier Yards, wollten sie den Sieg.
Doch der Zweipunkteversuch ging schief, und Baltimore schaffte es mit sehr viel Glück auf 8-6 Siege zu kommen. Damit bleiben sie den Steelers auf den Fersen, die die Bengals mit 24:20 schlugen und sie aus dem Playoffrennen schmissen.
Pittsburgh hat 9-5 Siege und empfängt am Samstag die Ravens.
Da kann man das typische, knüppelharte Spiel um Alles erwarten, das diese beiden Teams schon so oft abgeliefert haben. Wenn Pittsburgh gewinnt, steht es als Divisionssieger fest.

Mit einem 30:27 über unerwartet aufmüpfige Bears in einem der kältesten Spiele aller Zeiten kamen die Packers auf 8-6 Siege.
Damit blieben sie den Lions auf den Fersen, die gegen die Giants 6:17 verloren, die NFC North aber immer noch mit 9-5 anführen.
Die Defense der Giants hat in den letzten Woche dermaßen an Fahrt aufgenommen, daß man sich vor ihnen fürchten muß, sollten sie die Playoffs erreichen.
Mit 10-4 Siegen reicht ihnen dazu ein Sieg gegen Philadelphia am Donnerstag.

Die Packers werden sich das heutige Monday Night Football Spiel ansehen und Carolina die Daumen drücken.
Wenn die Panthers die Redskins schlagen, hätte Green Bay den letzten Wild Card Platz für eine Woche, ansonsten würden die 7-5-1 Redskins diesen Platz momentan noch halten.

Die Giants drückten im Sunday Night Football Spiel den Buccaneers die Daumen. Ein Sieg Tampa Bays hätte ihre Chancen auf den Gewinn der NFC East erhöht.
Und Tampa machte Dallas das Leben sehr schwer... in der der zweiten Halbzeit.
In der ersten Halbzeit wollten die Cowboys ihren Fans beweisen, daß die knappe Niederlage in New Jersey gegen die Giants nur ein Ausrutscher war.
Dallas ist stolz auf seine Offense, die im Freien in New Jersey nicht warm wurde. Tampa Bay ist stolz auf seine Defense, die in den letzten fünf Spielen völlig das Kommando über die Spiele übernahm.
Nicht so in Dallas. Mit einem verdienten 17:6 für die Cowboys ging es in die Halbzeit.
Aus der Pause stürmten die Buccaneers heraus, als hätten sie realisiert, daß sie sich bis dahin unter Wert verkauft hatten.
Sie erzielten 14 unbeantwortete Punkte, bevor Dallas wieder seinen Rhythmus fand, und zwar nicht nur in der Offense, sondern auch im schwächeren Mannschaftsteil, der Defense. Die wollte das Spiel nicht einfach so herschenken und ließ Defensive End David Irving von der Leine. Der war für die Chiefs gerade gut genug für das Trainingsteam gewesen, doch hier bewies er, daß das wohl eine Fehleinschätzung war. Er setzte Bucs Quarterback Jameis Winston unter Dauerdruck und sackte ihn zweimal.
Dazu erzielte Kicker Dan Bailey noch drei Field Goals im vierten Viertel und daraus wurde ein glücklicher aber nicht unverdienter 26:20 Sieg der Cowboys.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Rookie Dak Prescott: 32 von 36 für 279 Yards
Zweitjahresspieler Jameis Winston: 17 von 35 für 247 Yards, 2 Touchdowns, 3 Interceptions.
Noch führt Dallas die NFC East mit 12-2 Siegen an, kann aber von den 10-4 Giants noch eingeholt werden. Da New York beide Spiele gegen Dallas gewann, hätte es bei Punktegleichstand den Vorzug.
Dallas spielt nächsten Montag gegen Detroit, für das es auch noch um viel geht.

Der Playoffspiegel nach Woche 15 vor dem Monday Night Spiel:
AFC

yz-1. New England Patriots (12-2): AFC East Champions.

x-2. Oakland Raiders (11-3): AFC West Führer.

3. Pittsburgh Steelers (9-5): AFC North Führer.

4. Houston Texans (8-6): AFC South Führer.

5. Kansas City Chiefs (10-4): Wild Card Nr. 1.

6. Miami Dolphins (9-5): Wild Card Nr. 2.

NFC

x-1. Dallas Cowboys (12-2): NFC East Führer.

y-2. Seattle Seahawks (9-4-1): NFC West Champions.

3. Atlanta Falcons (9-5): NFC South Führer.

4. Detroit Lions (9-5): NFC North Führer.

5. New York Giants (10-4): Wild Card Nr. 1.

6. Washington Redskins (7-5-1): Wild Card Nr. 2.

x — Playoff Platz sicher
y — Division gewonnen
z — Spielfrei in der ersten Runde

Der Lazarettreport
Giants: Cornerback Janoris Jenkins, Rücken.

Lions: Cornerback Darius Slay, Oberschenkel

Cowboys: Linebacker Jusin Durant, Ellenbogen.

Titans: Cornerback Jason McCourty, Brust
Safety DaNorris Searcy, Gehirnerschütterung.

Jaguars: Cornerback Aaron Colvin, Knöchel.
Left guards Josh Wells, Schulter und Jeremiah Poutasi Knöchel

Vikings Wide Receiver Adam Thielen, Nacken.
defensive Tackle Tom Johnson, Oberschenkel

Steelers: Tight End Ladarius Green, Gehirnerschütterung

Bengals: Linebacker Vincent Rey, Oberschenkel

Broncos: Tight End Virgil Green, Gehirnerschütterung
Defensive End Derek Wolfe, Nacken

Niners: Wide Receiver Quinton Patton, Fuß

Chargers: offensive Tackle, verließ das Spiel gegen Oakland mit einer nicht näher erklärten Verletzung.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 15 - der Samstag
moore-matt-2Im Fernduell mit den Broncos um einen Playoffplatz legten die Dolphins vor. Ersatz- Quarterback Matt Moore (Bild) spielte das beste Spiel seiner Karriere. Seit neun Jahren ist Moore in der NFL, zunächst in Dallas, dann in Carolina und seit 2011 in Miami. Er hatte seinen letzten Start am 1. Januar 2012. Damals warfen die Dolphins die Jets aus dem Playoffrennen und Todd Bowles war der Interim Head Coach in Miami.
Gestern nahm Moore die hilflose Defense der chancenlosen Jets auseinander und warf vier Touchdowns. Seine Bilanz: 12 von 18 für 236 Yards, 4 Touchdown, 1 Int.
Miami konnte den Divisionsrivalen recht problemlos mit 34:13 schlagen und hat 9-5 Siege. Da werden es die Broncos (8-5) mit dem anderen Divisionsrivalen Miamis, den Patriots, bestimmt schwerer haben.
Miami hat zum ersten Mal seit 2008 wieder eine positive S/N Bilanz, und das mit einem Rookie Head Coach, Adam Gase, dem jüngsten Head Coach der Liga.
Jets Quarterback Bryce Petty, der die Zukunft des Teams werden soll, hat noch einen langen Weg vor sich, um das zu schaffen. Ansätze zeigte er aber, wie seine Bilanz zeigt: 20 von 36 für 235 Yards, 1 Touchdown, 2 Int. Anfang des letzten Viertels verletzte er sich an der Brust und Ryan Fitzpatrick kam für ihn.
Weitere Verletzte gab es mit Dolphins Cornerback Byron Maxwell (Knöchel) und Dolphins Linebacker Darron Lee (Auge).

Neue Technik braucht die Liga
Die NFL wird eine Menge Flugmeilen sparen, denn sie will es den Teams erlauben, mit den Anwärtern für die Draft per Videokonferenz Kontakt aufzunehmen.
Diese Videochats sollen nicht auf die 30 Spieler angerechnet werden, die ein Team vor der Draft auf sein Teamgelände einladen darf.
Noch wird an dieser Regel gefeilt, aber die Zustimmung dafür wird bestimmt kommen.

Samstag, 17. Dezember 2016

Kurzberichte
wilson-russell4Die Seahawks haben ihre erschreckend schwache NFC West gewonnen. Mit 8-4-1 Siegen stehen sie uneinholbar vor den 5-7-1 Cardinals.
Drei weitere Teams könnten sich an diesem Spieltag den Seahawks als Sieger ihrer Divisionen anschließen.
New England kann mit einem Sieg gegen Denver die AFC East gewinnen. Doch vielleicht haben sie die Division schon gewonnen, denn wenn die Dolphins in dieser Nacht gegen die Jets verlieren, wären die Patriots schon nicht mehr einzuholen.
Atemlos in Detroit. Dort wartet man auf die Ergebnisse des eigenen Teams gegen die Giants und aus Chicago, wo die Packers antreten.
Detroit ist Sieger der NFC North, wenn sie gewinnen und die Packers verlieren. Beides klingt nicht sehr realistisch.
Dallas ist in den Playoffs, hat aber die NFC East noch nicht gewonnen. Ein Sieg gegen Tampa Bay und eine Niederlage der Giants wären dafür nötig.

Vikings Running Back Adrian Peterson hat sich entschlossen, morgen gegen die Colts zu spielen.
Minnesota hat noch minimale Chancen auf die Playoffs. Ein halbwegs gutes Laufspiel zur Entlastung von Quarterback Sam Bradford könnte da helfen.

„Ich möchte die Chance bekommen, gegen die Rams zu spielen,“ sagte Jeff „7-9“ Fisher in einem Interview mit Charissa Thompson, das wir am Sonntag ab 17 Uhr in der Spieltagsvorschau von FOX sehen können. (Ihr wißt schon, via USTVnow).
Fisher war am Montag nach fünf sehr erfolglosen Jahren von Rams Besitzer Stan Kroenke gefeuert worden. Viel zu spät.
Und jetzt träumt Mr. Erfolglos also davon, noch mal einen Job als Head Coach in der NFL zu bekommen. Doch ist das so unrealistisch?
Auch wenn Jeff Fisher und Dan Reeves mit 165 Niederlagen als Head Coaches ihrer NFL Teams den Ligarekord halten, werden immer wieder Trainer gefeuert, die ersetzt werden müssen. Möglichst von Leuten, die schon Erfahrung in dem Job haben. Selbst wenn sie bewiesen haben, daß sie es nicht können. Also vielleicht auch von Fisher.
Ich werde mir am Sonntag mal anhören, was Fisher sonst noch so zu sagen hat in dem Interview, zumal ich immer die Vorschausendung von FOX gucke.

An diesem Wochenende könnte es die billigste Eintrittskarte für ein NFL Spiel seit Urzeiten geben.
Für gerade mal $6 werden Karten für das Spiel der Browns in Buffalo gehandelt.
Zwei der schlechtesten Teams der NFL treffen aufeinander, am letzten Sonntag vor Weihnachten für den auch noch ein kaltes, hundsmiserables Wetter mit Regen/Schnee Schauern vorausgesagt wird.
Da kriegt man die Karte kurz vor Kickoff wohl noch geschenkt.

Falcons Wide Receiver Julio Jones kann mit seiner Zehenverletzung nicht gegen die 49ers spielen.
Bei den Niners wird Wide Receiver Torrey Smith mit einer Gehirnerschütterung fehlen.

Panthers Star-Verteidiger Luke Kuechly kann nach seiner Gehirnerschütterung wieder spielen.

Zur Kasse bitte
Im Spiel gegen die Steelers benutzte Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. einige unschöne Wörter, die er einem Schiedsrichter zurief. Das kostete ihn $12.154.

Seahawks Cornerback Richard Sherman muß $18.231 Zahlen für eine überharte Attacke gegen Packers Wide Receiver Davante Adams.

Zwei mal $24.309 Strafe muß Redskins Safety Deshazor Everett zahlen. Darunter eine Strafe für einen Hit, der Eagles Running Back Darren Sproles eine Gehirnerschütterung einbrachte und der deswegen in dieser Woche nicht spielen kann.

Freitag, 16. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 15 - Der Donnerstag
goff-jared12Das Ende ist nah. Schon Woche 15 und die begann mit dem Langeweiler Rams at Seahawks. Manchmal muß man wirklich am Verstand desjenigen zweifeln, der sich diese saudummen Spielterminierungen ausdenkt, auch wenn die Rams den Seahawks in den letzten Jahren so manches Problem bereiteten.
Und Seattle gewann nach anfänglichen Startschwierigkeiten annähernd standesgemäß mit 24:3. Damit gewannen die Seahawks auch gleich die NFC West und das zum dritten Mal in vier Jahren. Zusätzlich sicherten sie sich zumindest ein Heimspiel in den Playoffs.
Rams Rookie Quarterback Jared Goff (Bild) wurde im letzten Viertel mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung aus dem Spiel genommen.
Seahawks Defensive End Michael Bennett verletzte sich am Nacken und mußte auch im letzten Viertel vom Platz.
Und irgendwie lag ein Fluch auf dem vierten Viertel, denn bei einem angetäuschten Punt lief Seahawks Punter Jon Ryan 26 Yards, bevor er am Helm getroffen wurde und umfiel. Auch bei ihm besteht der Verdacht auf Gehirnerschütterung.

Kurzberichte
Die Patriots haben riesige Probleme auf der Wide Receiver Position.
Deshalb griffen sie schnell zu, nachdem die Cardinals Michael Floyd gefeuert hatten, weil er betrunken mit seinem Auto gefahren war.

Gestern noch ein Kellner, heute im Kader der Philadelphia Eagles.
So kann es gehen.
Rick Lovato arbeitete im Restaurant seines Vaters und Onkels in New Jersey, als den Eagles die Long Snapper ausgingen.
Da erinnerte sich wohl jemand an Lovato, der letztes Jahr in zwei Spielen der Packers als Ersatzmann den Ball nach hinten zum Punter und zum Halter bei Field Goal Versuchen warf.
Zur Zeit übt er emsig, damit er im Spiel gegen die Ravens nicht allzuviel falsch macht.

„Nein, nein, nein,“ antwortete Jerry Jones auf die Frage, ob Dak Prescott auf die Bank gesetzt wird?
Der Teambesitzer der Cowboys sagte, daß der Quarterback auf jeden Fall gegen die Buccaneers starten wird.
Ein Quarterback, der ein Team zu 11 Siegen in Folge geführt hat, kann nicht wegen eines unterdurchschnittlichen Spiels degradiert werden, meinte Jones.

Die NFL untersucht den verbotenen Einsatz eines Walkie-Talkies im Spiel der Cowboys gegen die Giants.
Giants Head Coach Ben McAdoo benutzte das Gerät für fünf Spielzüge der Offense im letzten Viertel, nachdem die reguläre Funkübertragung in Eli Mannings Helm ausgefallen war.
Danach hätten McAdoo und Manning nur per Handsignalen kommunizieren dürfen, denn der verantwortliche Überwacher des Funksignals konnte so nicht den Funkverkehr abschalten, was immer erfolgt, wenn die Spielzuguhr auf 15 Sekunden heruntergelaufen ist.
Da die betreffende Angriffsserie der Giants mit einer Interception endete, hatte es für Dallas keine negative Folgen.
Ob es für die Giants noch negative Folgen haben wird, wird man sehen.

Josh Norman ist heiß auf die Panthers.
Der Cornerback galt als einer der besten Cornerbacks der Liga und war auf jeden Fall der beste auf dieser Position bei den Panthers. Trotzdem gaben die ihn vor der Saison an die Redskins ab. Das kam so überraschend, daß Norman, der die Nachricht im Auto hörte, Rechts ranfuhr und seinen Head Coach, General Manager und den Teambesitzer anrief, um sich diesen Schritt bestätigen zu lassen.
Im Monday Night Spiel gibt es ein Wiedersehen Normans mit seinem alten Team. Norman, der sich fühlte als hätte man ihm ein Messer in den Rücken gestoßen, freut sich darauf, ein paar Pässe von Panthers Quarterback Cam Newton abzufangen.

Der Lazarettreport
Cam Newton spielte bei Weitem nicht auf dem Level, das ihn letztes Jahr zum MVP der Liga machte.
Schuld daran soll eine Schulterverletzung am Wurfarm gewesen sein.
Die Schulter wurde am Dienstag untersucht, aber es wurde keine Verletzung festgestellt. Im Training wird Newton jedoch geschont.

Als hätten die Packers nicht schon genug Verletzte, kam jetzt ein weiterer Running Back dazu.
James Starks hatte einen Autounfall und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.
Mehr war von den Packers darüber nicht zu erfahren.

Die Fingerverletzung von Matthew Stafford wird keine Auswirkungen auf den Spielplan haben. Das jedenfalls sagte der Quarterback der Lions der Presse am Donnerstag.
Dabei wird es doppelt schwierig für ihn, denn zum ersten Mal seit dem 2. Oktober spielen die Lions im Freien und dann auch noch gegen die plötzlich erstarkte Defense der Giants im eiskalten New Jersey.
Zur Zeit trainiert er mit einem modifizierten Handschuh, der den Mittelfinger schützt, seinen Griff für den Ball aber nicht zu sehr beeinträchtigen soll.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Kurzberichte
ryan-rex6Rex Ryan (Bild) sitzt auf dem heißen Stuhl. Es kann sein, daß der Head Coach der Bills am schwarzen Montag gefeuert wird. Doch seine Spieler wollen das nicht. Sie sprachen ihm ihr Vertrauen aus und hoffen, daß er auch 2017 noch Head Coach der Bills sein wird.
Derweil hat jemand sich den Spaß gemacht und eine völlige Ga-Ga- Statistik erstellt.
Gemessen an dem Sieg/Niederlagen Prozentsatz von Jaguars Head Coach Gus Bradley und Patriots Head Coach Bill Belichick, müßte Belichick ab jetzt 41 Saisons mit 0-16 Siegen absolvieren, um ähnlich schlecht zu sein wie Bradley.
Wenn Jaguars Besitzer Khan diese Statistik sieht, muß ihm doch endlich klar werden, daß Bradley nicht der richtige Mann für sein Team ist.
Dessen Bilanz in Jacksonville bisher: 4-12, 3-13, 5-11, und 2-11 in 2016. Da kann natürlich noch ein Sieg oder auch zwei dazukommen. Macht 14-47 und 23% insgesamt.
Belichick bringt es auf stolze 234-115 und 67%.
Schon alleine um die Zuschauer in London nicht jedes Jahr mit den Jaguars zu quälen, sollte Bradley den schwarzen Montag nicht überstehen.

Roger Goodell will kein zweites Deflategate und das kommt bei den Patriots gar nicht gut an.
Nein, hier folgt jetzt kein Hinweis auf die völlig blamable Angelegenheit, die der Vorsitzende der NFL sich bei Deflategate geleistet hat, aber einen zweiten Fall unter den Teppich kehren zu wollen ist nicht der richtige Schritt.
Die New York Giants hatten sich beim Spiel in Pittsburgh darüber beschwert, daß die Steelers zu lasch aufgepumpte Bälle benutzten. Goodell beruft sich dabei darauf, daß das Ballüberwachungsprotokoll korrekt abgelaufen wäre. Die Bälle wären vor dem Spiel von den Schiedsrichtern getestet worden und waren vom Moment an unter der Bewachung der Schiedsrichter.
Doch die Giants testeten einige Bälle an der Seitenauslinie und stellten fest, daß sie eben nicht korrekt aufgepumpt waren.
Auch dazu wußte Goodell etwas zu sagen: „Jeder benutzt eigene Geräte zur Überprüfung des Luftdrucks. Deshalb kann es zu Abweichungen kommen. Wir verlassen uns nur auf unsere Geräte.“
Und deshalb wird es kein zweites Deflategate geben, auch wenn sich Goodell dadurch erneut selber unglaubwürdig macht.

Da er gerade dabei war, auf seiner Pressekonferenz zum Wintertreffen der Teambesitzer zu reden, sagte Goodell auch etwas zu den Chargers und den Raiders. Für beide Teams stehen Umzüge an. Weder Oakland noch San Diego haben große Chancen die Teams zu behalten. Stadionneubauten sind in beiden Städten eher nicht möglich. Deshalb heißt es wohl bald Los Angeles Chargers und Las Vegas Raiders.
Im Januar können beide Clubs ihre Anträge zum Umzug einreichen und spätestens im März könnten sie dann die Oks bekommen.
Die Teambesitzer stimmten gestern schon mal dafür, den Chargers einen Mietvertrag mit dem neuen Stadion in Inglewood zu erlauben.
Dieses Stadion läßt Rams Besitzer Kroenke gerade bauen. Miete müssen in diesem neuen Footballtempel auch die Rams zahlen, denn Kroenke läßt das Stadion für seine Firma bauen, nicht für die Rams.

Die Cardinals feuerten Michael Floyd.
Der Wide Receiver war vor zwei Tagen verhaftet worden, weil er betrunken Auto fuhr. Bei der Überprüfung widersetzte er sich den Anordnungen eines Polizisten.
Als die Cardinals von der Verhaftung erfuhren, feuerten sie ihn.

Der unter Verdacht der Vergewaltigung stehende Quarterback der Buccaneers, Jameis Winston, hat sich freigekauft.
Erica Kinsman beschuldigte Winston 2013, sie 2012 vergewaltigt zu haben. Nach der Untersuchung der Anschuldigung fand der Staatsanwalt keine Gründe für eine Anklageerhebung.
FSU, die Uni für die Winston spielte, heuerte einen unabhängigen ehemaligen Richter an, der die Vorwürfe untersuchte. Auch er fand keine Beweise für eine Anklage.
Da reichte Kinsman eine Zivilklage gegen den Quarterback ein, der Konterte mit einer Gegenklage wegen Verleumdung.
Am 14. Dezember einigten sich die Streitparteien Außergerichtlich. Wieviel Geld dabei geflossen ist, wurde nicht bekanntgegeben.

Werden die Broncos ihren Titel verteidigen können?
Kaum!
Mit 8-5 Siegen stehen sie hinter den beiden 10-3 Teams aus Oakland und Kansas City. Gegen beide müssen sie noch spielen, dazu das Spiel am Sonntag gegen die Patriots.
Natürlich können sie all diese Spiele gewinnen und die Konkurrenten um einen Wild Card Platz müssen ja auch erst mal gewinnen. Aber leicht wird es für Denver nicht.

New England at Denver.
Einst ein Klassiker mit Tom Brady und Peyton Manning.
Heute ein Spiel von vielen. Immer noch wichtig und vielleicht auch gut, aber der Hype ist nicht mehr da.
Für die Patriots geht es um Platz eins der AFC, für die Broncos um einen Wild Card Platz.
Klingt immer noch so, als müßte man es sich ansehen.
Muß man sich Rams at Seahawks in dieser Nacht ansehen?
Klingt wie ein Lachschlager, ABER, die Rams haben den Seahawks in den letzten Jahren immer große Probleme bereitet.
Und Jeff „7-9“ Fisher ist ja nicht mehr Head Coach der Rams. Mal sehen, ob das die Spieler lähmt oder motiviert?
Die Seahawks führen zwar die NFC West mit 8-4-1 Siegen an, was aber eher an den anderen miesen Teams in dieser Division liegt, als an der Qualität der Seahawks. Die spielen dieses Jahr unter ihren Möglichkeiten.
Wie auch immer. Auf Twitter kommt das Spiel wieder als kostenloser Stream. Sehen wir es uns ruhig an.

Der Lazarettreport
Beim Kampf um die Playoffs haben die Colts es sehr schwer. Mit 6-7 Siegen stehen sie hinter den Texans und Titans mit jeweils 7-6.
Doch Quarterback Andrew Luck ist angeschlagen und spielte schon gegen die Texans mit einer schmerzenden Schulter und einem kaputten Ellenbogen.
Hinter der wohl schlechtesten O-Line der Liga kassierte er 2016 96 Hits und führt die Liga damit an.
Seit 2012 hat er 471 Hits kassiert, so viele wie kein anderer Quarterback der NFL in diesem Zeitraum.
Am Mittwoch konnte er nicht trainieren. Ob er am Sonntag in Minnesota spielen kann, steht noch nicht fest.

Vikings Running Back Adrian Peterson trainiert wieder mit dem Team.
Spielen wird er am Sonntag wohl nicht. Aber wie berichtet möchte er am Heiligen Abend gegen die Packers dabeisein.

Die besten Spieler der Woche 14
Obwohl es ja im Winter eigentlich keine High Powered Offense geben kann, wurden zwei offensive Spieler MVP der Woche 14, die trotz Schneegestöber Wege in die Endzone fanden.
AFC
OFFENSE: RB LE’VEON BELL, PITTSBURGH STEELERS

DEFENSE: DT GENO ATKINS, CINCINNATI BENGALS

SPECIAL TEAMS: WR-KR TYREEK HILL, KANSAS CITY CHIEFS?

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS

DEFENSE: LB VIC BEASLEY JR., ATLANTA FALCONS

SPECIAL TEAMS: P BRAD WING, NEW YORK GIANTS

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Kurzberichte
prescott-dak2Da hat er in der Eiseskälte von New Jersey mal ein schlechtes Spiel abgeliefert, schon kommen die Gerüchte, daß Tony Romo Dak Prescott (Bild) als Quarterback der Cowboys ablösen wird.
Head Coach Jason Garrett allerdings denkt momentan gar nicht daran, Prescott auf die Bank zu setzen. Doch das letzte Wort wird Teambesitzer Jerry Jones haben, und der überlegt noch.
Jones sagte, daß man in der beneidenswerten Lage wäre, mit Romo einen 1A Ersatzmann zu haben. Und die Playoffs wären ja schon sicher erreicht. Da würde es sich anbieten, Romo etwas Spielzeit zu gönnen.
Allerdings geht es noch darum, sich das Heimrecht in den Playoffs zu sichern, und das ist nicht unwichtig.

Die Stadt Oakland will die Raiders behalten. Dafür wollen sie den Plan für ein neues $1,3 Milliarden teures Stadion vorlegen. Doch der für Stadionangelegenheiten verantwortliche Mann in der NFL, Eric Grubman, hat bereits jetzt große Bedenken dazu.
Unter diesen Bedenken ist der Plan, eine private Investorengruppe zum nötigen Kauf eines geeigneten Geländes zusammenzustellen.
Grubman denkt, daß die Absichten ganz gut wären, glaubt aber, daß es an der Umsetzung hapern wird. Und die Zeit würde gegen die Stadt arbeiten. Am 1. Januar, wenn die reguläre Saison endet, dürfen die Raiders ihre Umzugspläne in Angriff nehmen. Und daß sie nach Las Vegas wollen, wird ihnen bis dahin niemand mehr ausreden können.
Und wenn dann wenigstens 24 der 32 Teambesitzer zustimmen, dann heißt es Viva Las Vegas.

Die Bengals feuerten Kicker Mike Nugent.
Im Sieg gegen die Browns hatte er am Sonntag ein Field Goal und einen Extrapunkt verschossen.
In der Saison lautet seine Bilanz bei den Field Goals 23 von 29 und bei den Extrapunkten 23 von 29.
Randy Bullock, der auch schon für die Steelers kickte, wurde als Ersatzmann geholt.

Der Kampf um einen neuen Head Coach der Rams ist eröffnet.
Heißester Kandidat soll Jim Harbaugh sein, der die 49ers in den Super Bowl brachte und der jetzt ein Collegeteam trainiert.
Das jedenfalls verkündete der ehemalige Star Running Back der Rams, Eric Dickerson, in seiner Radiosendung.
Dickerson war auch die Stimme der Rams Fans, die treibende Kraft, die dazu führte, daß Jeff Fisher endlich gefeuert wurde.

2017 wird es in der NFL eine ordentliche Erhöhung der Gehaltsobergrenze geben.
Die Teams wurden informiert, daß sie nächstes Jahr zwischen $166 Millionen und $170 Millionen ausgeben dürfen. Spätestens im März wird die genaue Summe bekanntgegeben.
Dieses Jahr lag die Obergrenze bei $155,27 Millionen.

Am gestrigen 13. Dezember knallten in Cleveland nicht die Sektkorken.
Auf den Tag genau ein Jahr ohne Sieg zu sein brachte die Fans der Browns nicht in Feierstimmung.

Die Ravens feuerten Kickreturner Devin Hester.
Bei den Bears war Hester ein Kandidat für die Hall of Fame, doch seine Leistungskurve legte einen Knick Richtung Keller ein.

Die vier Londonspiele wurden bekanntgegeben. Also eigentlich sind es nur drei, weil in einem spielen die Browns.
Also eigentlich sind es nur zwei, weil in einem spielen die Jaguars.
Also eigentlich ist es nur eins, weil in einem spielen die Cardinals gegen die Rams.
Aber dennoch hier die Spiele:
Am 24. 9. 17 oder am 1. 10. 17 spielen die Ravens gegen die Jaguars und das andere Spiel ist Saints at Dolphins.
Für den 22.10.17 oder den 29.10.17 sind angesetzt: Vikings at Browns und als zweites Cardinals at Rams.
Die genauen Termine für die vier Spiele an diesen vier Sonntagen werden noch bekanntgegeben.

Adrian Peterson möchte gegen die Packers wieder spielen. Das wäre dann sozusagen ein Weihnachtsgeschenk.
Der Running Back der Vikings sagte letzte Woche noch, daß er nur wieder spielen würde, wenn Minnesota noch im Playoffrennen wäre. Jetzt klingt das ein wenig anders.
Minnesota ist momentan nicht in den Playoffs, hat aber noch Chancen.
Peterson hat eine Meniskusoperation nach Woche zwei auskuriert, und die Vikings sind mit 73,4 Laufyards pro Spiel das schlechteste Team der Liga.
Petersons Hilfe könnte jetzt etwas zu spät kommen.

Der Lazarettreport
Die Dolphins setzten Center Mike Pouncey mit einer Hüftverletzung auf die saisonbeendende Verletztenliste.
Um einen Ersatz- Quarterback zu haben, nachdem sich Ryan Tannehill verletzt hat, verpflichteten sie T.J. Yates. Er ist der zweite Mann hinter Matt Moore.

Die Jets, am Sonntagmorgen Gegner der Dolphins, setzten zwei Spieler auf die Verletztenliste, Safety Marcus Gilchrist (gerissene Patellasehne) und Right Tackle Breno Giacomini (Rücken, Schulter, Wade).

„Nierensteine“, waren die nicht näher bezeichnete Krankheit, die Kelechi Osemele vom Spiel gegen die Chiefs abhielten.
Der Guard der Raiders wurde kurz vor dem Spiel ins Krankenhaus gebracht. Jetzt ist er wieder einsatzbereit.

Die Texans setzten Wide Receiver Braxton Miller mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste.

Dienstag, 13. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 14 - Der Montag
fisher-jeff7-10Bevor ich mich über das Monday Night Football Spiel hermache, zunächst zwei wichtige Meldungen.
Rams Besitzer Stan Kroenke hatte einen Geistesblitz und feuerte Head Coach Jeff „7-9“ Fisher (Bild).
Erst vor Kurzem war durchgesickert, daß Fisher am Anfang der Saison einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben hatte. Doch nach dem Spiel gegen die Falcons hatte Kroenke wohl endgültig die Schnauze voll. Als das letzte Viertel der 14:42 Schmach begann, war das riesige Coliseum bereits zur Hälfte geleert. Ganz voll war es auch schon beim Kickoff nicht.
Mit einem Versager wie Fisher zahlende und mitfiebernde Fans demnächst in den milliardenteuren neuen Footballtempel zu locken, wäre ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Seine S/N/U Bilanz bei den Rams steht bei 31-45-1 (4-9 bisher dieses Jahr). Nicht eine positive Saison konnte er abliefern. Nach dem Spiel gegen Atlanta bezeichnete Running Back Todd Gurley die Offense der Rams als „Middle-School Offense“, also noch nicht mal High-School tauglich. So viel Kritik aus den eigenen Reihen ist pures Gift.
Allerdings kam die Entlassung durch den Teambesitzer zu einer ungünstigen Zeit. Das verlorene Spiel gegen die Falcons war die 165. Niederlage in Fishers Karriere als Head Coach. Damit zog er mit Dan Reeves gleich. Am Donnerstag im Spiel gegen Seattle hätte Fisher Niederlage Nr. 166 einfahren können und wäre dadurch alleiniger Rekordhalter geworden.
Schade, den Rekord wird er sehr wahrscheinlich nicht mehr holen können. Ein weiteres Team wird Fisher wohl nicht mehr finden.
Als Interimstrainer wird John Fassel agieren. Sollte jemand dieser Name bekannt vorkommen, er ist der Sohn des ehemaligen Giants Head Coaches Jim Fassel. John war bisher der Special Teams Coordinator der Rams.
Wie man hört, soll auch General Manager Les Snead kurz vor seiner Entlassung stehen.

Und dann war da noch die Befürchtung, daß Dolphins Quarterback Ryan Tannehill sich ein Kreuzband gerissen haben könnte.
Diese Befürchtung bewahrheitete sich nicht. Tannehill hat lediglich eine Bänderdehnung. Von den letzten drei Spielen könnte er aber zwei verpassen.
Das schmälert die Playoffchancen Miamis allerdings.

Und jetzt zum heißen Spiel im eiskalten Foxborough.
Und was für eine High Powered Offense Show uns dort, teilweise, geliefert wurde.
Es begann zunächst gemächlich und die Special Teams gaben den Ton an. Im zweiten Ballbesitz der Patriots setzte Punter Ryan Allen seinen Schuß an die Eins der Ravens. Und die die Defense machte das Beste daraus. Als Running Back Kenneth Dixon mit dem Ball aus der Endzone laufen wollte, wurde er eiskalt gestoppt und es stand 2:0 für New England.
Allens nächster Punt landete in der Endzone und Ravens Quarterback Joe Flacco schaffte es mal, seine Offense in Punktereichweite zu führen. An der 16 der Patriots versuchte der unfehlbare Justin Tucker ein Field Goal aus 34 Yards. Seine Bilanz 2016 bis dahin: 28 von 28 Field Goals, 20 von 20 Extrapunkten. Eine todsichere Sache also. Doch Linebacker Shea McClellin sprang über den Center und blockte den Schuß.
Die Patriots Offense kam noch zu zwei sehenswerten Drives und dabei sprang ein Touchdown heraus. Beim zweiten Drive wurde Quarterback Tom Brady an der Zwei der Ravens gesackt, als er gerade den Paß warf. Der Ball segelte in der Endzone in die Hände von Safety Eric Weddle.
Fazit der ersten Halbzeit: Die Ravens Defense ist weit verwundbarer, als die Statistiken es aussagen, die Patriots können das Feld auch ohne die fehlenden Tight End Rob Gronkowski und Wide Receiver Danny Amendola und mit einem sehr schwächelnden Wide Receiver Wide Receiver Julian Edelman überbrücken.
In Durchgang zwei zeigten die Ravens, wie man Geschenke des Gegners in Punkte umwandelt.
Mittlerweile führten die Patriots 23:3.
Ein Punt der Ravens landete an der 15 der Patriots. Cornerback Cyrus Jones berührte den Ball mit dem Fuß, als er dem Spielgerät gerade aus dem Weg gehen wollte. Die Ravens eroberten das Ei an New Englands Drei.
Von da aus kann selbst ein Joe Flacco nicht mehr so furchtbar viel falsch machen. Und so kam Baltimore dann auch zum ersten Touchdown.
Beim Kickoff gingen die Fehlleistungen des Special Teams der Patriots sofort weiter. Matt Slater trug den Ball bis an die eigene Zwanzig, wo er ihn verlor. Rookie Linebacker Patrick Onwuasor eroberte ihn an der 22.
Wieder ein Geschenk, daß auch eine schwache Offense wie die der Ravens nicht ausschlagen kann.
Nur noch 23:17 für die bis dahin völlig überlegenen Patriots. 14 Punkte für Baltimore in 1:26 Minuten.
Durch ein Field Goal von Justin Tucker knapp sieben Minuten vor Spielende kamen die Ravens sogar auf 23:20 heran.
Der Spielverlauf war nun völlig auf den Kopf gestellt.
Doch Brady führte die Seinen noch mal in die Endzone der Ravens. Dazu brauchte es nur einen Spielzug nach dem Kickoff Baltimores. Brady paßte von der eigenen 21 tief über die Mitte in Richtung Wide Receiver Chris Hogan. Der stand völlig frei und lief unberührt in die Endzone.
30:20
Kurz vor der Zweiminutenwarnung verkürzten die Ravens noch mal auf 30:23, aber danach ließen die Patriots die Zeit kontrolliert herunterlaufen.
Ein kurzer Blick auf die Bilanzen der Quarterbacks:
Tom Brady: 25 von 38 für 406 Yards, 3 Touchdowns, 1 Int.
Joe Flacco: 37 von 52 für 324 Yards, 2 Touchdowns, 1 Int.
Durch diesen knappen, viel zu knappen, Sieg bleiben die Patriots mit 11-2 Siegen das beste Team der AFC.
Die Ravens fielen mit 7-6 Siegen auf Platz zwei der AFC North hinter die 8-5 Steelers zurück. Pittsburgh hat es jetzt selber in der Hand, diesen Platz zu behaupten.

Der Lazarettreport
Ravens: Cornerback Jimmy Smith, Knöchel
Defensive Back Jerraud Powers, Gehirnerschütterung.

Packers: Quarterback Aaron Rodgers, Wade, Einsatz nicht gefährdet.

Cardinals: Cornerback Tyvon Branch, Leiste, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Colts: Sie setzten Safety Clayton Geathers (Nacken) und Guard Jack Mewhort (Knie) auf die Verletztenliste.

49ers: Sie setzten Tight End Vance McDonald mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste.

Jets: Running Back Matt Forte, Knie

Montag, 12. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 14 - Der Sonntag
bell-leveonForumsmitglied ChoosenOne wies mich nach meiner Spielzusammenfassung des Donnerstagsspiels freundlich darauf hin, daß ich zu blöd wäre um zu wissen, daß es im Winter keine High Powered Offenses geben würde.
Ausgehend davon, daß ich diese fundamentale Erkenntnis jetzt hoffentlich verinnerlicht habe, werde ich die Wetterverhältnisse nunmehr verstärkt in die News einfließen lassen.
Es gab einige wichtige Spiele, direkte Aufeinandertreffen und auch Fernduelle, die großen Einfluß auf die Playoffchancen hatten.
In Buffalo hat es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wild geschneit. Keine guten Voraussetzungen für gute Offense. Doch Steelers Running Back Leveon Bell (Bild) wird in seinem Herzen die Sommersonne getragen haben, denn er erzielte mit 38 Läufen 236 Yards und 3 Touchdowns. Als zweitbester Receiver des Teams steuerte er noch vier gefangene Pässe für 62 Yards bei.
Damit war Bell im eiskalten Buffalo der heißeste Spieler und erzielte alle drei Touchdowns für Pittsburgh.
Die Steelers gewannen knapp mit 27:20 und stehen momentan mit 8-5 Siegen vor den Ravens mit 7-5, die aber heute Nacht noch gegen die Patriots gewinnen können.

Von dem was die Angriffsreihen der beiden Teams so zeigten, war es in Tampa Bay nicht 20° Plus, sondern 20° Minus.
Die Buccaneers brauchten den Sieg gegen New Orleans, um in Kontakt mit den Falcons bleiben zu können, die im späteren Spiel einen Sieg gegen die hilflosen Rams wohl sicher hatten.
Die Saints brauchten einen Sieg, um überhaupt noch zu irgendwas wenigstens rechnerisch Kontakt halten zu können.
Um es vorweg zu nehmen, die Falcons gewannen tatsächlich in Los Angeles und zwar mit nur 42:14. Das hätte auch höher ausfallen können, sollen, müssen.
Tampa Bay mußte also die Saints besiegen. Und das taten sie mit der Defense. Wer hätte gedacht, daß dieses Spiel im sonnigen Tampa Bay keine Offense zeigen würde?
Auch wenn es im letzten Viertel wie aus Eimern schüttete, hätte ja zumindest bis dahin ein wenig Offense möglich gewesen sein sollen.
War aber nicht so.
Saints Quarterback Drew Brees warf grausame drei Interceptions und keinen Touchdownpass.
Seine Bilanz: 25 von 41 für 257 Yards, 0 Touchdowns, 3 Int.
Jameis Winston: 16 von 26 für 184 Yards, aber wenigstens 16:11 gewonnen.
So stehen die Bucs weiter zusammen mit den Falcons mit 8-5 Siegen in der NFC South, wobei Atlanta vor den Bucs steht, weil die Falcons im Vergleich mit gemeinsamen Gegnern etwas besser abgeschnitten haben.
Die Saints sind mit 5-8 Siegen nicht wirklich noch im Playoffrennen.

Die Lions lieben es dieses Jahr, es spannend zu machen.
Wieder gingen sie erst kurz vor Spielende in Führung, wieder gewannen sie knapp. Und das mit einem Quarterback, der sich am Ende des ersten Viertels den Mittelfinger an der Wurfhand ausrenkte und zwei Sehnen riss. Doch Matthew Stafford machte weiter, schütze seine Hand nur mit einem Handschuh.
Spannend wurde es dann wieder zum Ende hin. Die Chicago Bears führten mit 17:13. Es waren noch sieben Minuten zu spielen, als Detroit an der eigenen 24 den Siegesdrive begann. Stafford führte die Lions methodisch über den Platz bis an die Sieben Chicagos.
Im zweiten Versuch lief Stafford selber mit dem Ball in die Endzone und der Extrapunkt führte zum 20:17 für die Lions.
Zwar hatten die Bears mit 3:17 Minuten noch viel Zeit auf der Uhr, aber die Defense der Lions hielt.
Mit 9-4 führen sie jetzt die NFC North an, in der ihnen Minnesota und Green Bay im Nacken sitzen.

Minnesota hatte in Jacksonville viel Arbeit mit den lästigen Jaguars, aber am Ende stand dann doch ein erwarteter 25:16 Sieg für die Vikings fest.
Sie haben jetzt 7-6 Siege.

Auf 7-6 Siege wollten auch die Packers kommen. Die hatten es Zuhause mit den ehemals starken Seahawks zu tun, und mit einem die Offense schwächenden Winterwetter.
Doch davon ließen die Packers sich nicht beeindrucken, und zeigten, daß man auch im Winter den Angriff gut aussehen lassen kann.
Anders die Seahawks. Sie zeigten eine unterirdische Leistung und konnten am Ende froh sein, nur 10:38 verloren zu haben.
Seahawks Quarterback Russell Wilson war total von der Rolle. Seine Bilanz: 22 von 39 für 240 Yards, 1 Touchdown, FÜNF Interceptions.
Aaron Rodgers: 18 von 23 für 246 Yards, 3 Touchdowns.
Damit zeigt sich, daß die Packers doch noch den Ernst der Lage erkannt haben, den sie so lange verleugneten. Es könnte zu spät sein, da die Lions ihre völlig unerwartete Siegesserie weiter am Leben halten.
Auch Green Bay hat jetzt 7-6 Siege und hält Kurs auf zumindest einen Wild Card Platz.

Zwei Fernduelle und ein direktes Aufeinandertreffen gab es in der Kombination Denver at Tennessee, Arizona at Miami und Houston at Indianapolis.
Die Colts verabschiedeten sich dabei durch eine unnötige Niederlage vom gemeinsamen ersten Platz in der AFC South.
Die Texans gewannen 22:17 und haben 7-6 Siege. Indianapolis fiel auf 6-7 zurück.

Die Titans hatten die Broncos zu Gast. Tennessee mußte gewinnen, um an den Texans dranbleiben zu können, Denver mußte gewinnen, um den momentan sicheren Wild Card Platz weiter gegen die Dolphins verteidigen zu können.
Nun, es kann nur einen geben und das war Tennessee. Die Titans beendeten die erste Halbzeit mit einer 13:0 Führung, stellten dann aber bei winterlichen Temperaturen im zweiten Durchgang die offensiven Bemühungen ein.
Dadurch kam Denver noch auf 13:10 heran. 2:26 Minuten vor Spielende kamen die Broncos noch mal mit der Offense auf den Platz und Quarterback Trevor Siemian, der wegen eines geprellten Knöchels in der Woche nicht voll trainieren konnte, führte sie von der eigenen zwei nur an die eigene 29. Dort warf er einen Paß zu Tight End A.J. Darby, der den Ball aber verlor. Den eroberte Safety Daimion Stafford und sicherte so den knappen Sieg der Titans.
Die haben jetzt mit auch 7-6 Siegen Tuchfühlung mit Houston halten können.
Denver fiel durch diese völlig unnötige Niederlage auf 8-5 Zurück und der amtierende Meister bangt um die Playoffteilnahme.

Die Dolphins gewannen zwar im strömenden Regen von Miami gegen die Cardinals, verloren aber Quarterback Ryan Tannehill. Der zog sich im dritten Viertel sehr wahrscheinlich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.
Als er ausfiel waren noch 1:46 Minuten im dritten Viertel zu spielen und es stand 21:9 für Miami.
Die Cardinals, speziell Quarterback Carson Palmer, waren in dieser Wasserschlacht überfordert.
Die Bilanz von Tannehill bis zu seinem Ausfall: 15 von 20 für 195 Yards, 3 Touchdowns, 1 Int.
Sein Ersatzmann Matt Moore: 3 von 5 für 47 Yards.
Carson Palmer: 18 von 33 für 145 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Nachdem Tannehill ausgefallen war, kamen die Cardinals noch bedrohlich nahe an die Dolphins heran. Drei Minuten vor Schluß stand es 23:23 und die Verlängerung drohte.
89 Sekunden vor Ende kam Miami nach einem Punt der Cards an deren 47 an den Ball.
10 Sekunden vor Schluß hatten die Dolphins es bis an die drei Arizonas geschafft. Running Back Damien Williams bekam den Ball und versuchte in die Endzone zu laufen. Doch er hatte eine Menge Cardinals Verteidiger vor sich und lief hierhin und dorthin und die Uhr lief gegen Null.
Doch eine Sekunde vor Spielende wurde Williams Odyssee beendet und Kicker Andrew Franks konnte einen Field Goal Versuch aus 21 Yards zum 26:23 Sieg verwandeln.
Zwar haben die Dolphins jetzt auch 8-5 Siege, aber Denver hat die Regeln zum Auflösen eines Unentschiedens auf seiner Seite.

Washington (6-5-1) trat in Philadelphia (5-7) an.
Vor dem Spiel stand also fest, daß beiden Teams nur ein Sieg helfen konnte, um an den 11-1 Cowboys und den 8-4 Giants dranbleiben zu können.
Beide Teams gingen denn auch genau so zur Sache.
Mit einer 13:7 Führung für die Eagles ging es in die Pause. Daraus kamen die Redskins wacher heraus. Ende des dritten Viertels führten sie 21:13.
Als im letzten Viertel noch fünf Minuten auf der Uhr standen, gingen die Eagles wieder mit 21:22 in Führung. Doch die Redskins konterten noch einmal und holten sich mit 27:22 die Führung zurück. Der Zweipunkteversuch mißlang.
Eagles Quarterback Carson Wentz führte seine Offense noch mal an die 14 der Redskins. Dort wurde er aber 21 Sekunden vor Schluß gesackt und verlor den Ball. Defensive End Trent Murphy eroberte das Ei und sicherte den Sieg.
Mit jetzt 5-8 Siegen sind die Chancen für Philadelphia nur noch recht klein. Mit 7-5-1 stehen die Redskins etwas besser da.
Sie erwarteten dann den Ausgang des Sunday Night Spiels zwischen Dallas und den Giants.

Da gab es nicht viel zu sehen.
Im eiskalten New Jersey gewannen die Giants auch das zweite Spiel gegen Dallas. Nach dem 20:19 im ersten Saisonspiel gab es gestern ein 10:7.
Die zwei Niederlagen der Cowboys kamen also beide durch die Giants und das mit vier Punkten Differenz.
Dieses New Yorker Team hat mit 9-4 Siegen die allerbesten Chancen auf die Playoffs, die Dallas ja bereits fest erreicht hat.
Dallas Quarterback Dak Prescott hatte gestern einen Kälteschock. Seine Bilanz: 17 von 37 für 165 Yards, 1 Touchdown, 2 Int.
Eli Manning: 17 von 28 für 193 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.

Wie sieht es denn vor dem Spiel der Patriots gegen die Ravens mit dem Playoffspiegel aus?
AFC

1. New England Patriots (10-2): AFC East Führer.
2. Kansas City Chiefs (10-3): AFC West Führer.
3. Pittsburgh Steelers (8-5): AFC North Führer.
4. Houston Texans (7-6): AFC South Führer.
5. Oakland Raiders (10-3): Wild Card Nr. 1.
6. Denver Broncos (8-5): Wild Card Nr. 2.
Sollte New England heute Nacht verlieren, sind die Chiefs erster.

NFC
x-1. Dallas Cowboys (11-2): NFC East Führer.
2. Detroit Lions (9-4): NFC North Führer.
3. Seattle Seahawks (8-4-1): NFC West Führer.
4. Atlanta Falcons (8-5): NFC South Führer.
5. New York Giants (9-4): Wild Card Nr. 1.
6. Tampa Bay Buccaneers (8-5): Wild Card Nr. 2.

Kurzberichte
Cardell Hayes wurde für schuldig befunden.
Er hatte im April 2015 den ehemaligen Defensive End der Saints, Will Smith, bei einer Auseinandersetzung im Straßenverkehr mit acht Schüssen getötet.
Die Höhe der Strafe (bis zu 40 Jahre) wird am 17. Februar verkündet.

Nächstes Jahr wird es vier Spiele in London geben.
Welche Teams wann gegeneinander spielen, das wird die NFL in dieser Woche bekanntgeben.

Der Lazarettreport
Chargers: Running Back Melvin Gordon, Hüfte
Rookie Verteidiger Joey Bosa, Nacken
Cornerback Craig Mager, Ellenbogen.

Cardinals: Cornerback Marcus Cooper, Rücken.
Linebacker Deone Buccannon, Knöchel

Vikings: Cornerback Trae Waynes, Gehirnerschütterung.
Wide Receiver Laquon Treadwell, Knöchel.

Colts: Wide Receiver Donte Mancrief, Oberschenkel.

Packers: Tight End Jared Cook, Brust.

49ers: Tight End Vance McDonald, Schulter
Wide Receiver Torrey Smith, Gehirnerschütterung.

Rams: Safety Maurice Alexander, Gehirnerschütterung.

Giants: Running Back Shane Vereen, Gehirnerschütterung.

Eagles: die Running Backs Darren Sproles, Gehirnerschütterung, und Wendell Smallwood, Knie
Guard Allen Barbre, Oberschenkel
Long Snapper Jon Dorenbos, Handgelenk

Redskins: Linebacker Sua Cravens, angerissener Bizeps.

Freitag, 9. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 14 - Der Donnerstag
carr-derek2Das waren also zwei der besten Teams der AFC?
Das war wenig überzeugend!
In den letzten Wochen wechselten die Raiders und die Patriots sich immer wieder mal ab, wenn es darum ging die Nr. 1 der AFC zu bestimmen. Jetzt sind es also die Chiefs und die Patriots, die dieses Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel spielen, denn die Raiders waren nicht in der Lage ihre goldenen Chancen in genügende Punkte umzumünzen.
Von wegen, der verletzte kleine Finger an der Wurfhand von Raiders Quarterback Derek Carr (Bild) würde ihn nicht wirklich behindern. Das sah in Wirklichkeit ganz anders aus. Carr war nicht sehr passgenau in diesem so wichtigen Spiel, und das kostete den Sieg. Carr wollte aber auch nach dem Spiel den Finger nicht als Entschuldigung gelten lassen. Seine Bilanz: 17 von 41 für 117 Yards. Saumäßig!
Alex Smith Bilanz: 17 von 26 für 264 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Nachdem die Raiders im ersten Viertel nach einem Punt, den Kansas City Wide Receiver Tyreek Hill fallen ließ, an der 38 der Chiefs in Ballbesitz kamen, konnten sie nur ein Field Goal erzielen.
Nach diesen drei Punkten für Oakland kamen die Chiefs zu drei Touchdowns. Mit 21:10 ging es in die Halbzeit.
Nach der Pause hätten die Raiders alles klar machen können. Die Chiefs kamen als erste an den Ball und Quarterback Alex „Versau das Spiel wenigstens nicht“ Smith warf eine Interception. Oakland kam an der 18 der Chiefs an den Ball und konnte wieder nur ein Field Goal erzielen.
Kickoff Oakland. Erster Spielzug. Die Raiders sackten „Versau das Spiel wenigstens nicht“ Smith und der verlor den Ball. Defensive End Denico Autry eroberte das Ei und wieder starteten die Raiders an der 18 der Chiefs. Wieder reichte es nur zu einem Field Goal Versuch. Halter Marquette King, der Punter des Teams, schaffte es nicht den Ball für Kicker Janikowski zu plazieren und so blieb Oakland dieses Mal ganz ohne Punkte.
Und das war es für dieses Spiel. Die drei Punkte aus dem ersten Ballverlust der Chiefs in der zweiten Halbzeit waren die letzten Punkte in diesem Spiel zweier nicht wirklich eindrucksvoller Teams.
Beide Mannschaften hatten die Ausfälle von Startern zu beklagen. Die Chiefs verloren Linebacker Derrick Johnson mit einem Achillessehnenriss. Bei den Raiders fehlte Kelechi Osemele. Der Guard wurde am Donnerstagmorgen mit einer nicht näher erklärten Krankheit ins Krankenhaus gebracht. Damit fehlte der unbestritten beste Beschützer von Quarterback Carr.
Die Chiefs stehen jetzt mit 10-3 Siegen auf Platz 1 vor den 10-3 Raiders. Kansas City hat beide Spiele gegen Oakland gewonnen und hat somit beste Chancen auf Platz eins der AFC West zu bleiben. Die Raiders stürzten auf Platz fünf der Bestenliste in der AFC ab und sind nur noch ein Wild Card Team.

Kurzberichte
Die Cowboys brauchen wohl keine Angst haben zu müssen, daß ihnen ihr bester Spieler bald fehlen wird.
Die Polizei ermittelt immer noch gegen Cowboys Rookie Running Back Ezekiel Elliott, und die NFL scheint keine Eile zu haben, ihre eigenen Ermittlungen zu beschleunigen.
Elliott wird der Vergewaltigung beschuldigt, doch die Beweislage ist sehr dünn.
Man kann davon ausgehen, daß Elliott die Saison in Ruhe Zuende spielen darf, auch wenn sie bis in den Februar dauern sollte.

In das Haus von Giants Wide Receiver Victor Cruz wurde eingebrochen. Vandalen schmierten rassistische Beleidigungen an die Wände und den Namen TRUMP.
Cruz vermutet, daß das etwas damit zu tun haben könnte, daß er den gewählten Präsidenten der USA, Donald Trump, hart kritisiert hat. 

Zugegeben, es ist völlig irrelevant, aber die Browns werden am Sonntag mit Quarterback Robert Griffin III starten.
Er hatte sich gleich im ersten Saisonspiel eine Schulter gebrochen. Jetzt darf er wieder spielen.

Die Falcons verlängerten den Vertrag mit Cornerback Robert Alford um vier Jahre.
Von den $38 Millionen, die im Vertrag stehen sind 21 Millionen garantiert.

Die Jets setzten Center Nick Mangold mit einer Knöchelverletzung auf die Verletztenliste.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Kurzberichte
peterson-adrian4Adrian Peterson (Bild) würde in dieser Saison gerne noch mal für die Vikings spielen. Allerdings nur, wenn sie noch im Playoffrennen sind. Ansonsten würde der Running Back lieber nicht mehr antreten.
Sein operiertes Knie hat die Belastungstests bestanden und Peterson ist sehr bald wieder voll einsatzbereit. Jetzt kommt es drauf an, wie lange die Vikings noch um die Playoffs mitspielen?
Von den letzten sieben Spielen haben sie sechs verloren. Da die Lions eine nahezu unerklärliche Siegesserie hinlegen, haben die 6-6 Vikings mittlerweile zwei Siege Rückstand auf Detroit mit 8-4.
Es sind nur noch vier Spiele zu spielen, da wird es schwer für Minnesota, noch an den Lions vorbeizukommen, zumal auch die Packers mit ebenfalls 6-6 noch ein Wörtchen mitreden werden.
Wie die Zukunft Petersons in Minnesota aussehen wird, wird man sehen. Im März würde ihm ein Kaderbonus von $6 Millionen zustehen, wenn er dann noch im Team wäre. Es ist fraglich, ob der dann 32-jährige, nicht vorher gefeuert wird?

Wird das Donnerstagsspiel halten, was es verspricht?
Zwei Teams, die eine fünfzigjährige Rivalität vorweisen können die bis auf Blut geht. Zwei Teams, die um die Krone ihrer Division kämpfen. Von den Voraussetzungen her also ein Kracher.
Ob es wirklich so kommt, werden wir sehen. Immerhin spielten die Raiders seit 2002 nur um einen guten Platz in der Draft und nicht um die Playoffs. Bei den Chiefs hieß es lange zu Quarterback Alex Smith: „Junge, versau das Spiel wenigstens nicht.“
Noch letztes Jahr wäre diese Partie der Gähner schlechthin gewesen.
Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Oakland hat 10-2 Siege, Kansas City 9-3.
Es ist auf jeden Fall das im Vorfeld beste Donnerstagsspiel, dieser Saison. Freuen wir uns drauf.
Es wird natürlich wieder kostenlos LIVE auf Twitter gestreamt.

Der Lazarettreport
Die Saison ist für Jason Pierre-Paul beendet.
Der Defensive End der Giants mußte an einem Leistenbruch operiert werden und hat wenigstens sechs Wochen Zwangspause vor sich.
Das Team hat ihn allerdings noch nicht auf die Verletztenliste gesetzt.

Falcons Wide Receiver Julio Jones konnte wegen seines „Turf-Toes“ nicht trainieren. Diese schmerzhafte Verletzung der Bänder des großen Zehs ist hartnäckig und Jones wird, auch wenn er eingesetzt werden sollte, nicht in voller Stärke spielen können.

Vikings: pro Bowl Safety Harrison Smith, Sprunggelenksverletzung, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Panthers: Linebacker Luke Kuechly darf nach seiner Gehirnerschütterung wieder trainieren. Ob er spielen darf, steht noch nicht fest.

Packers: Linebacker Nick Perry wurde an einigen gebrochenen Fingern operiert. Wann er wieder spielen kann, steht noch nicht fest.

Chiefs: Ihr bester Receiver, Jeremy Maclin, kann nach seiner Leistenverletzung wieder trainieren. Er soll am Donnerstag gegen die Raiders fit sein.

Die besten Spieler der Woche 13
AFC

OFFENSE: QB ANDREW LUCK, INDIANAPOLIS COLTS
DEFENSE: S ERIC BERRY, KANSAS CITY CHIEFS
SPECIAL TEAMS: K STEPHEN GOSTKOWSKI, NEW ENGLAND PATRIOTS

NFC
OFFENSE: RB DAVID JOHNSON, ARIZONA CARDINALS
DEFENSE: DE AKIEM HICKS, CHICAGO BEARS
SPECIAL TEAMS: K MATT PRATER, DETROIT LIONS

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Der heiße Stuhl
fisher-jeff7-9Nach dem Monday Night Desaster ist der Sitz von Jets Head Coach Todd Bowles verdammt heiß geworden.
Anders als in Los Angeles, wo man Jeff Fisher (Bild) die Chance gegeben hat, weiter vor sich hin zu dilettieren, ist man in New York wohl hoffentlich nicht so dumm.
Wenn man sich die Bilder aus den Rängen während der Demontage durch die nun wirklich nicht gerade berauschenden Colts ansieht, kann man verstehen, daß es höchste Zeit für einen Wechsel ist. Hier sind die Bilder der bemitleidenswerten Fans: http://www.nfl.com/news/story/0ap3000000752487/article/reminder-there-are-no-sad-fans-quite-like-jets-fans
Während man sich in Los Angeles fest vorgenommen hat, die gerade neu hinzugewonnenen Fans in den nächsten Jahren auch so leiden zu lassen, will man in New York dem Leiden ein Ende bereiten, sprich, Todd Bowles feuern. Die Playoffs kann man nach der Niederlage gegen Indianapolis auch rein rechnerisch nicht mehr erreichen. Die Saison ist also mal wieder für den... verlängerten Rücken.
Bowles ist zwar erst in seiner zweiten Saison und hat 2015 die Playoffs nur ganz knapp verpaßt, aber mit einer katastrophalen 3-9 Saison bisher hatte wohl niemand gerechnet.
Auf Platz eins der zu feuernden Head Coaches sitzt derweil immer noch Gus Bradley von den Jaguars. Sie stehen mit 2-10 Siegen noch schlechter da als die Jets.

Bei den Rams setzt man derweil auf Kontinuität, wie es heißt. Die Kontinuität des Verlierens.
Letztes Jahr schon habe ich mich gefragt, was Head Coach Jeff „7-9“ Fisher gegen seine Vorgesetzten in der Hand hat, womit er sie erpreßt, um seinen Job zu behalten?
Diese Frage stellte sich letzte Woche auch Eric Dickerson, der Hall of Fame Running Back der Rams. Er stellte sie öffentlich in seiner Radioshow und er dürfte von der Entscheidung der Clubführung entsetzt gewesen sein. Dickerson attackiert Fisher schon seit Wochen harrt und regt sich über dessen Unfähigkeit auf. Und die Rams Fans, die in Dickersons Show anrufen, erweisen sich auch nicht gerade als Fisher Fans.
Fisher, der die Rams in dieser Saison bisher zu 4-8 Siegen geführt hat, wird mal wieder keine positive S/N Bilanz abliefern können. 8-8 ist das Beste, was noch drin ist.
Dennoch wurde am Sonntag bekannt, daß der Vertrag mit dem ausgewiesenen Versager um ZWEI Jahre verlängert wurde.
Es heißt, das Jahr 2017 wurde festgeschrieben. Für das Jahr 2018 sollen die Rams die Option haben den Vertrag aufzulösen ohne finanzielle Einbußen zu erleiden.
Doch der Vertrag soll nicht erst am Sonntag unterschrieben worden sein. Ausgehandelt wurde er wohl schon vor der Saison 2016, und unterschrieben wurde er schon früh in der regulären Saison. Es steht also gar nicht fest, daß das Team und die Fans auch 2017 weiter unter Fisher leiden müssen. Es könnte unter Umständen auch schon nach dieser Saison Schluß sein.
Aber man darf nicht vergessen, Fishers Agent Marvin Demoff ist der Vater von Rams Präsident Kevin Demoff. Und nichts wirkt besser als Vitamin B, wie man weiß.
Auch der Vertrag von General Manager Les Snead wurde wohl um zwei Jahre verlängert. Darüber drangen aber noch keine Details nach draußen.

Natürlich sitzen noch mehr Head Coaches auf gut geheizten Stühlen:
Marvin Lewis, Bengals. Sein Abgang ist überfällig.
John Fox, Bears. Er wird im Februar 62 und sollte sich auf ein Leben in Freiheit und Besinnlichkeit freuen.
Mike McCoy, Chargers. Die Chargers wollen nach Los Angeles umziehen. Das sollten sie nicht mit einem Head Coach, der ähnlich unfähig ist wie der der Rams.
Aus Baltimore hört man Gerüchte, daß John Harbaughs Job nicht sicher ist, wenn die Ravens die Playoffs nicht erreichen.
Unter dem Sitz von Lions Head Coach Jim Caldwell dürften die Flammen nicht mehr ganz so heiß sein. Ein Einzug in die Playoffs könnte ihm noch eine weitere Saison in Detroit sichern.

Kurzberichte
Die San Diego Chargers haben Kontakt mit dem Los Angeles Coliseum aufgenommen.
Das macht deutlich, daß ihre Umzugspläne langsam konkret werden. Es wird ausgelotet, ob ein Umzug schon 2017 realisiert werden kann.
Die Steuerzahler in San Diego lehnten bei einer Volksbefragung den Neubau eines knapp zwei Milliarden Dollar teuren Stadions in der Stadt ab.
Bis zum 15. Januar haben die Chargers Zeit, ihre Umzugspläne der Liga vorzulegen. Danach geht der Zuschlag zum Umzug nach Los Angeles an die Raiders, wenn sie denn wollen?

Die Jets feuerten C.J. Spiller.
Der Running Back wurde erst vor fünf Wochen unter Vertrag genommen.

Und wieder holt einen die brutale Wirklichkeit im schusswaffenfreudigen Amerika ein.
Der Prozeß gegen den Mörder von Will Smith hat begonnen. Der ehemalige Star-Verteidiger der Saints wurde am 9. April 2015 in New Orleans bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Straßenverkehr erschossen.
Gestern sagte seine Witwe aus. Sieht wies die Anschuldigungen der Verteidigung, daß ihr Mann der Aggressor in der Auseinandersetzung war, empört zurück.
Der Prozeß gegen den Angeklagten Carell Hayes soll etwa 7-10 Tage dauern.

In dem Fall der gewalttätigen Auseinandersetzung im Straßenverkehr bei dem letzte Woche der Ex- Running Back der Jets, Joe McKnight, erschossen wurde, konnte die Polizei einen Tatverdächtigen verhaften.
Auch dieser Vorfall ereignete sich in der Nähe von New Orleans.
Die Kaution für den mutmaßlichen Täter, den 54 Jahre alten Ronald Gasser, wurde auf $500.000 festgesetzt.

Die NFL suspendierte Colts Linebacker DQwell Jackson für vier Spiele.
Er wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

Drei Teams könnten in dieser Woche ihre Divisionen gewinnen.
Die Patriots könnten mit einem Sieg, und einer Niederlage der Dolphins, die AFC East gewinnen.
Mit einem Sieg über die Giants können die Cowboys die NFC East gewinnen.
Die Seahawks können mit einem Sieg, und einer Niederlage der Cardinals, die NFC West gewinnen.

Der ehemalige Running Back der Bears, Rashaan Salaam, verstarb im Alter von 42 Jahren.
Seine Leiche wurde in einem Park in Boulder, Colorado, gefunden. Laut Polizei gibt es keine Beweise für eine Gewalteinwirkung.

Der Lazarettreport
Panthers Head Coach Ron Rivera macht sich nicht nur Sorgen um die Krawatten seiner Spieler, sondern auch um ihre mentale Gesundheit.
Die Erwartungen wären so hoch gewesen, nach der Saison 2015, die erst mit einer Niederlage im Super Bowl endete. Nach der krachenden 7:40 Niederlage gegen die Seahawks war die Enttäuschung im Team riesengroß.
Von 15-1 Siegen 2015 sind die Panthers auf 4-8 abgestürzt und liegen auf dem letzten Platz der NFC South. Noch sind sie rechnerisch im Playoffrennen, aber diese Chance ist minimal.
Nach der Saison wird Rivera viel zu tun haben, das angeknackste Selbstbewußtsein seiner Spieler wieder herzustellen.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 13 - Der Tag des Mitleids
bowles-todd2Wie buchstabiert man Jets?
M-I-T-L-E-I-D
Vor dem Spiel hielten die Jets einen Moment des Schweigens für ihren ehemaligen Running Back Joe McKnight. Der war am Donnerstag bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Straßenverkehr erschossen worden. Er wurde 28 Jahre alt. Mit 107 Yards bei einem zurückgetragenen Kickoff hält er den Rekord für den längsten Spielzug in der Geschichte der Jets.
Der Moment der Stille dauerte ziemlich das ganze Spiel über an. Unterbrochen nur ab und zu von kräftigen Buhs der Fans gegen ihre Mannschaft.
In dieser Saison gab es schon viele armselige Vorstellungen völlig überforderter Teams, aber noch keine Vorstellung war so armselig, wie die der Jets gegen die Colts. Weder das Spiel der Dolphins in Baltimore kommt da ran, noch das Spiel der Panthers in Seattle oder das der Packers gegen die Titans.
Nachdem Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick den Jets in der ersten Halbzeit erneut eindrucksvoll bewiesen hatte, daß es gut war, ihm keinen hochdotierten langfristigen Vertrag zu geben, testete Head Coach Bowles (Bild) die Zukunft. Er brachte Bryce Petty im zweiten Durchgang.
Die Bilanzen der beiden: Petty: 11 von 25 für 135 Yards, 1 Touchdown, 2 Int.
Fitzpatrick: 5 von 12 für 81 Yards, 0 Touchdowns, 2 Int.
Ganz anders Andrew Luck von den Colts: 22 von 28 für 278 Yards, 4 Touchdowns.
Mit dem auch in dieser Höhe von 41:10 mehr als verdienten Sieg stehen die Colts jetzt mit 6-6 Siegen an der Spitze der schwachen AFC South. Da tummeln sich mit den Colts, den Texans und den Titans jetzt drei 6-6 Teams. Die Texans haben Platz eins, weil die Regeln die beim Gleichstand der Teams angewendet werden, zu ihren Gunsten ausfallen.
Sieht man sich das Restprogramm der drei Teams an, dann hat Indianapolis das schwerste Programm und Houston das leichteste.

Kurzberichte
Im Kampf um einen guten Platz in der nächsten Draft setzen die Jets auf Bryce Petty. Der Quarterback ist seit 2015 im Kader und der noch Head Coach Todd Bowles will testen, ob Petty der Mann für die Zukunft sein könnte?

Die Broncos verpflichteten Justin Forsett.
Der 31 Jahre alte Running Back hatte seine beste Saison 2014 in Baltimore, als Broncos Head Coach Kubiak dort noch Offensive Coordinator war.
Zuletzt spielte Forsett in Detroit. Jetzt soll er Denver helfen, die Playoffs zu sichern.
Dabei könnte auch Trevor Siemian helfen. Der Quarterback verpaßte das Spiel gegen die Jaguars mit einem verstauchten Knöchel. Gott sei Dank kam der Ausfall nur gegen die Jaguars.

Mike Zimmer ist zurück bei der Arbeit.
Der Head Coach der Vikings mußte letzten Mittwoch an einer abgelösten Netzhaut notoperiert werden. Dadurch verpaßte er das wichtige Spiel am Donnerstag gegen die Cowboys.
Gegen den doch um einiges leichteren Gegner aus Jacksonville kann er das Team wieder leiten.

Da die Titans und die Browns in Woche 13 Spielfrei hatten, dürfen Spieler dieser Teams am Sonntag noch selbsgestylte Schuhe tragen. Die restlichen 30 Teams durften das ja in der letzten Woche.
Von jetzt ab ist jeder Spieltag ein voller Spieltag.
Sollte die NFL diese Sache mit den bunten Schuhen jedes Jahr einmal erlauben, wäre die Woche an Thanksgiving gut, wenn alle Teams spielen, oder der erste volle Spieltag nach den Freiwochen.

Chip Kelly flog nach der Niederlage gegen die Bears nach New England zu seiner Familie.
Der Vater des Head Coaches der 49ers ist am Freitag verstorben. Er wurde 87 Jahre alt.
Eigentlich wollte Kelly schon am Wochenende nach New England fliegen, aber seine Mutter wollte, daß er bei der Mannschaft bleibt.

OK, da so viel darauf rumgeritten wird, werde ich auch ein Wort dazu verlieren, warum Panthers Quarterback Cam Newton am Sonntag beim ersten Spielzug nicht eingesetzt wurde.
Es waren nicht seine unterirdischen Leistungen in diesem Jahr, die zu der Einspielzugsperre führten, sondern ein Verstoß gegen den Dresscode von Head Coach Rivera.
Der bemängelte aber nicht das lächerliche Outfit Newtons, das sehr oft an die schwarzen Zuhälter in den Krimiserien der 70er Jahre erinnert, sonder eine fehlende Krawatte.
Weil Newton keine trug, als es an Bord des Fliegers nach Seattle ging, ließ Rivera Newton nicht als Starter auflaufen. Es startete Derek Anderson, der in seinem ersten Paß sofort eine Interception warf.
Und jetzt genug von dem Schwachsinn.

Der Lazarettreport
Die Seahawks gaben bekannt, daß die Saison für Earl Thomas definitiv beendet ist.
Sie setzten den Safety mit einem gebrochenen Bein auf die Verletztenliste.

Die Migräne ist stärker.
Immer wieder versuchte Percy Harvin, dagegen anzukämpfen, doch diese schrecklichen Kopfschmerzen holten den Wide Receiver immer wieder ein. Auch jetzt wieder.
Die Bills hatten ihn erst letzten Monat verpflichtet und setzten ihn gestern auf die nicht footballbedingte Verletzungsliste.

Falcons Wide Receiver Julio Jones hat einen „Turf-Toe“. Diese äußerst schmerzhafte Zehenverletzung ist oft sehr hartnäckig und hat schon die Saison so mancher Spieler beendet.
Jones will die Zähne zusammenbeißen, und kein Spiel verpassen. Atlanta würde einen einsatzbereiten Jones brauchen, sitzen die überraschenden Buccaneers ihnen doch im Nacken.

Montag, 5. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 13 - Der Sonntag
prescott-dakMann, machen Extrapunktversuche in dieser Saison Spaß.
Im besten Spiel des Tages, dem der Chiefs in Atlanta, gab es dank solch eines Versuchs eines der phantastischsten Finishes aller Zeiten.
Doch der Reihe nach. Die wichtigste Nachricht überhaupt zuerst, jedenfalls für mich, die Dallas Cowboys sind in den Playoffs.
Zwei Chancen hatten sie gestern. Tampa Bay oder die Redskins mußten verlieren, damit die Cowboys einen Playoffplatz sichern konnten. Tampa Bay gewann 28:21 in San Diego, aber die Redskins verloren 23:31 in Arizona.
Das hat wichtigen Einfluß auf die Playoffsituation. Tampa Bay hat jetzt 7-5 Siege und darf als eine der großen Überraschungen der Saison angesehen werden. Damit sind die Buccaneers zur Zeit das an sechster Position gesetzte Team der NFC, also das zweite Wild Card Team.
Die Redskins haben mit 6-5-1 Siegen kaum noch Chancen, genau so wie die Cardinals mit 5-6-1 Siegen.

Wäre an diesem Wochenende schon das Wild Card Wochenende gewesen, dann hätte es die Partie Miami at Baltimore gegeben. Nun, die beiden Teams trafen gestern in Baltimore aufeinander.
Nach zuletzt sechs Siegen in Folge waren sich fast alle Analysten der verschiedenen Spielvorschausendungen einig, daß Miami als Favorit in das Spiel ging. Die Defense galt als knüppelhart, und die Offense, mit Running Back Jay Ajayi schien in Fahrt gekommen zu sein.
Davon war gestern allerdings überhaupt nichts zu sehen. Die Defense ließ Joe Flacco aussehen, wie einen guten Quarterback. Die Offense erinnerte an den traurigen Haufen aus der letzten Saison.
Und so kam es, daß die Ravens den Fisch ertränkten. 38:6 lautete das Endergebnis und brachte Baltimore zu 7-5 Siegen.

Durch den erwarteten 20:10 Sieg der Broncos gegen die Jaguars, sind die Dolphins jetzt wieder raus aus den Playoffs und Denver drin. Miami hat 7-5 Siege und Platz zwei in der AFC East. Denver steht mit 8-4 Siegen auf Platz drei der AFC West.

Durch den Sieg der Ravens mußte Pittsburgh nachlegen. Sie hatten es mit den Giants zu tun, die zuletzt sechs mal in Folge gewonnen hatten. Doch sie galten bei den Analysten deshalb nicht unbedingt als Favoriten, denn all diese Siege kamen gegen Teams, die eine negative S/N Bilanz haben. Die Jungs, und Mädels, in den Studios fragten sich deshalb, wie sie abschneiden würden, wenn sie es mit einem richtigen Gegner zu tun bekämen?
Die Frage konnte Pittsburgh klar beantworten. Running Back LeVeon Bell und Tight End Ladarius Green waren zu viel für die Zweihundertmillionendollardefense der Giants. Bell erzielte mit 29 Läufen 118 Yards und Green brachte es mit 6 gefangenen Pässen auf 110 Yards und 1 Touchdown.
Und auch wenn Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. der Meinung war, daß die Schiedsrichter das Spiel zugunsten der Steelers gepfiffen hätten, bleibt unter dem Strich die Erkenntnis, daß es doch eher eigenes Unvermögen war, daß die Niederlage brachte.
Zwei entscheidenden Interceptions von Eli Manning waren in diesem Spiel zuviel.
Die Bilanzen der beiden Quarterbacks:
Ben Roethlisberger: 24 von 36 für 289 Yards, 2 Touchdowns, 1 Int.
Eli Manning: 24 von 39 für allerdings nur magere 195 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Das wurde dann zu einem 24:14 für Pittsburgh.
Die haben jetzt auch 7-5 Siege, genau wie die Ravens. New York bleibt mit 8-4 Siegen hartnäckigster Verfolger der 11-1 Cowboys in der NFC East.
Sowohl die Ravens, als auch die Steelers bekommen es in Woche 14 mit starken Gegnern der AFC East zu tun. Pittsburgh mit Buffalo und Baltimore im Monday Night Spiel mit den Patriots. Keine unlösbaren Aufgaben, aber sehr schwere.

Die Ravens könnten davon profitieren, daß die Patriots ohne Rob Gronkowski doch nicht mehr so stark sind, wie mit ihm. Jedenfalls gewannen sie gestern nur unstandesgemäß knapp mit 26:10 gegen die Rams.
Es kann natürlich auch sein, daß die Rams so euphorisiert waren, daß sie über ihre Kräfte hinauswuchsen. Kurz vor dem Spiel hieß es nämlich aus der Chefetage, daß das Team den Vertrag mit Star- Head Coach Jeff „7-9“ Fisher um weitere zwei Jahre verlängert hat. Für das Team bedeutet das, daß die Spieler weitere zwei Jahre sofort nach dem 17. Spieltag in den Urlaub fahren können, und sich nicht durch die Playoffs quälen müssen. So etwas verleiht einem natürlich zusätzliche Kräfte.
Vielleicht konnten sie dadurch den Patriots mehr Paroli bieten, als man erwarten konnte?
Wie auch immer, für Tom Brady bedeutete dieser Sieg den alleinigen Spitzenplatz unter allen NFL Quarterbacks. Reguläre Saisonspiele und Playoffspiele zusammengerechnet hat TB12 jetzt 201 Spiele gewonnen und zog an Peyton Manning vorbei, der es auf 200 Siege brachte.
Rams Head Coach Jeff Fisher ist dem Rekord von 195 Niederlagen eines NFL Head Coaches wieder nähergekommen. Er hat jetzt 164 Spiele verloren und braucht nur noch eine Niederlage, um mit Dan Reeves von den Broncos gleichzuziehen.
Und dann hat er ja noch zwei 7-9 Saisons vor sich, in denen er den Rekord weiter ausbauen kann.
Und daß Fisher nicht nur unfähig ist, sondern, na ja, (mir fällt nichts ein, was der Zensur entkommen könnte), zeigt diese Szene, in der er seine rote Fahne sucht, um einen Videobeweis anzufordern.
http://www.nfl.com/videos/nfl-game-highlights/0ap3000000750667/Jeff-Fisher-searches-for-challenge-flag

Im dichten Schneetreiben von Green Bay kämpften die Packers um ihre kleine Chance, noch in die Playoffs zu kommen.
Sie hatten es mit den unsäglichen Texans zu tun, und gingen als 21:13 Sieger vom Platz.
Viel genutzt hat es nicht. Auch wenn sie mit den Vikings zusammen 6-6 Siege haben, mußten sie mit ansehen, wie die unterirdische Defense der Lions in New Orleans auftrumpfte.
Apropos 6-6... Sollten die Colts in dieser Nacht gegen die Jets gewinnen, haben in der schwachen AFC South die Texans, Titans und Colts 6-6 Siege.

Die Offense Detroits hatte mit der miesen Defense der Saints keine großen Probleme.
Und die gar nicht mal so gute Defense der Lions ließ Saints Quarterback Drew Brees keinen Touchdownpass werfen. Ein ungewohntes Gefühl im heimischen Stadion. Dafür warf er drei Interceptions, das ist ja fast noch ungewohnter.
Die Lions, auch bekannt als die Herzinfarktkatzen, weil sie fast jedes Spiel erst in den Schlußminuten knapp gewinnen, machten es gestern überhaupt nicht spannend. Sie gewannen souverän mit 28:13.
Drew Brees: 31 von 44 für 326 Yards, 0 Touchdowns, 3 Int.
Matthew Stafford: 30 von 42 für 341 Yards, 2 Touchdowns, 0 Int.
Und man kann an der Ähnlichkeit der Statistiken erkennen, wie spielentscheidend die drei Interceptions waren.
Detroit bleibt mit 8-4 an der Spitze der NFC North.
Mit 5-7 Siegen haben die Saints noch rechnerische Chancen. Sie müßten aber an den 7-5 Buccaneers und den Falcons vorbei. Die hatten die Chiefs zu Gast.

Und was könnte man über den Kracher Chiefs at Falcons alles schreiben.
Es käme ein gutes Buch dabei heraus. Deshalb beschränke ich mich auf die beiden Heldentaten des Safetys Eric Berry.
Es war sein Spiel.
In der ersten Halbzeit trug er einen abgefangenen Paß von Falcons Quarterback Matt Ryan über 37 Yards zum Touchdown zurück. Der anschließende Extrapunkt brachte die 20:13 Führung für Kansas City.
Mit 20:16 für die Chiefs ging es in die Pause.
Beide Teams schenkten sich nichts und das blieb auch so.
Die Chiefs konnten im dritten Viertel noch einen Touchdown erzielen, durch einen Touchdownlauf von Wide Receiver Albert Wilson über 55 Yards bei einem angetäuschten Puntversuch. Doch die Falcons waren weit davon entfernt sich geschlagen zu geben, und die Spannung stieg noch an.
Knappe vier Minuten vor Spielende kamen die Falcons zur 27:28 Führung. Ein Extrapunkt zum 27:29 hätte jetzt nichts gebracht, da die Chiefs mit einem Field Goal schon wieder die Führung hätten übernehmen können. Deshalb war klar, daß zwei Punkte zum 27:30 hermußten.
Ryan paßte nach links in Richtung Hopper, doch Berry sprang dazwischen, fischte das Ei aus der Luft und rannte los. Und er rannte bis in die Endzone der Falcons zum 29:28 der Chiefs. Die schafften es, danach die Zeit bis zum Spielende zu kontrollieren und den Sieg zu sichern. 
Es war mal wieder eines dieser fantastic finishes, die einen vom Hocker reißen.
Die Falcons haben jetzt 7-5 Siege und müssen sich gegen die aufmüpfigen Buccaneers wehren.
Die Chiefs sicherten sich mit 9-3 Siegen den zweiten Platz hinter den Raiders.
Die hatten große Probleme mit den Bills, konnten aber letztlich verdient mit 38:24 gewinnen und auf 10-2 Siege kommen.
Damit zogen sie wieder mit den Patriots gleich, die auch 10-2 Siege haben, aber die Vorteile bei einem Unentschieden liegen in dieser Woche mal wieder bei den Raiders. Letzte Woche lag New England vorne.

Die Seahawks fertigten die völlig chancenlosen Panthers dann noch mit 40:7 ab und bleiben mit 8-3-1 Siegen sicher vor den 5-6-1 Cardinals auf Platz 1 der NFC West.
Carolina bleibt mit 4-8 völlig abgeschlagen letzter der NFC South.

Noch eine kleine Anekdote zum Loser Bowl zwischen den 49ers und den Bears.
Niners Head Coach Chip Kelly setzte Quarterback Colin Kaepernick in der Mitte des vierten Viertels auf die Bank. Bis dahin hatte Kaepernick eine Bilanz von: 1 von 5 für VIER Yards.

Der Playoffspiegel
AFC
1. Oakland Raiders (10-2): AFC West Führer.
2. New England Patriots (10-2): AFC East Führer.
3. Baltimore Ravens (7-5): AFC North Führer.
4. Houston Texans (6-6): AFC South Führer.
5. Kansas City Chiefs (9-3): Wild Card Nr. 1.
6. Denver Broncos (8-4): Wild Card Nr. 2.

NFC
x-1. Dallas Cowboys (11-1): NFC East Führer.
2. Seattle Seahawks (8-3-1): NFC West Führer.
3. Detroit Lions (8-4): NFC North Führer.
4. Atlanta Falcons (7-5): NFC South Führer.
5. New York Giants (8-4): Wild Card Nr. 1.
6. Tampa Bay Buccaneers (7-5): Wild Card Nr. 2.
X-Playoffs sicher

Spielverlegung
Das Sunday Night Football Spiel in Woche 15 heißt Tampa Bay at Dallas.
Das Spiel wurde von 19 Uhr unserer Zeit in die Primetime verlegt.
Das ursprünglich vorgesehene Spiel der Steelers in Cincinnati wurde auf 19 Uhr verlegt.

Der Lazarettreport
Seahawks: Safety Earl Thomas, gebrochenes linkes Bein. Die Saison ist für ihn sehr wahrscheinlich beendet, und er denkt darüber nach, seine Karriere zu beenden.

Giants: Defensive Lineman Achtfinger Jason, also Jason Pierre-Paul, Leiste, Ausfallzeit noch nicht bekannt.
Cornerback Coty Sensabaugh, Rippen

Panthers: Defensive Back Daryl Worley, Gehirnerschütterung

Patriots. Wide Receiver Danny Amendola, Knöchel, er trägt einen Stützstiefel.

Falcons: Offensive Lineman Jake Matthews, Knie

Texans: Wide Receiver Braxton Miller, Schulter

Broncos: Running Back Kapri Bibbs, Knöchel.

Eagles: Wide Receiver Dorial Green-Beckham, Rippen

Buccaneers: Tight End Luke Stocker, Knöchel
Wide Receiver Cecil Shorts, Knie

Steelers: Defensive Lineman Javon Hargrave, Gehirnerschütterung

Sonntag, 4. Dezember 2016

Kurzberichte und Der Lazarettreport
gronkowski-rob2Rob Gronkowskis (Bild) Saison ist doch offiziell beendet.
Die Patriots setzten den Tight End nach seiner Rückenoperation auf die Verletztenliste.

Die NFL hat die Suspendierung von Alan Branch zurückgezogen.
Der Defensive Tackle der Patriots sollte für vier Spiele gesperrt werden, weil er gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat. Er hatte geplant gegen die Entscheidung vorzugehen.
Das ist nun nicht mehr nötig.
Wieso die Liga die Suspendierung zurückzog ist nicht bekannt.

Andrew Luck hat das Gehirnerschütterungsprotokoll doch noch rechtzeitig erfolgreich durchlaufen. Damit steht seinem Start im Monday Night Spiel gegen die Jets nichts mehr im Weg.
Am Samstag hat er ohne Einschränkungen am Training teilgenommen.

Beinahe, aber auch nur beinahe, wäre es dem dauerverletzten Jadeveon Clowney mal gelungen, eine Saison durchzuspielen.
Dieses Mal hat der Defensive End der Texans Verletzungen an einem Ellenbogen und Handgelenk. Er flog erst gar nicht mit der Mannschaft nach Green Bay.

Die Packers werden Guard T.J. Lang (Fuß) und Center/Guard JC Tretter (Knie) schmerzlich vermissen. Beide können nicht antreten.

Chiefs Quarterback Alex Smith muß auf seinen sichersten Receiver verzichten. Jeremy Maclin hat Leiste und kann nicht gegen die Falcons spielen.

Eine Unterleibsverletzung hält Steelers Kicker Chris Boswell davon ab, gegen den Ball zu treten.
Pittsburgh verpflichtete auf die Schnelle Randy Bullock als Ersatzmann. Der hat 75 seiner 93 Field Goal Versuche und 90 seiner 94 Extrapunktversuche verwandelt.

Bills Tight End Charles Clay ist nicht mit dem Team nach Oakland geflogen. Er ist nicht verletzt sondern werdender Vater.

Samstag, 3. Dezember 2016

Blind, blinder, Schiedsrichter
holdingDa schon wieder ein Spiel von schlechten Schiedsrichterentscheidungen entschieden wurde, überlegt die Liga schon wieder, wie man das abstellen könnte?
Man überlegt jetzt, eine solche Situation wie am Donnerstag, in der die Schiedsrichter den Schlag von Cowboys Defensive Tackle Thornton an den Helm von Vikings Quarterback Bradford nicht sahen, vom Videoschiedsrichter entscheiden zu lassen.
Das Vergehen war zu offensichtlich und zu spielentscheidend, um es ungeahndet zu lassen. 66.000 Fans im Stadion hatten es gesehen und Millionen TV Zuschauer. Nur die, auf die es ankam, die sahen es nicht.
Bradford, der sich sofort bei Hauptschiedsrichter Corrente (Bild) beschwerte, bekam von dem die Antwort: „Er hat dich nicht am Helm getroffen.“
da die Videoschiedsrichter eh ein ganzes Spiel überwachen und mit dem Hauptschiedsrichter auf dem Platz kommunizieren können, wäre es ein Leichtes, sie direkt ganz zu involvieren. Darüber denkt die NFL jetzt nach. Sie muß dabei natürlich abwägen, ob es dadurch nicht noch mehr Verzögerungen und Unterbrechungen gibt, die die Spiele dann noch weiter in die Länge ziehen.
Nicht jedes übersehene Holding in einem Spiel sollte überprüft werden, aber in den letzten Minuten, wo so viel auf dem Spiel steht, wie am Donnerstag, da sollte man den Videoschiedsrichter mit einbeziehen.
Patriots Head Coach Bill Belichick machte vor der Saison den Vorschlag, daß die Head Coaches jede strittige Szene anfechten können sollten. An der Anzahl der Anfechtungen sollte sich nichts ändern. Das wurde zur Diskussion gestellt, und abgelehnt.
Am Donnerstag hätte es ja auch nichts genutzt, da die Head Coaches in den letzten zwei Minuten keinen Videobeweis von sich aus mehr anfordern dürfen.
Und wenn dieser Spielzug von einem Videoschiedsrichter hätte überprüft werden können, dann hätte der auch den zu frühen Start von Vikings Left Tackle T.J. Clemmings sehen können, den die Schiedsrichter auch nicht sahen.
Und dann?
Natürlich wurde auch mal wieder diskutiert, ob Vollzeitschiedsrichter es besser machen könnten?
Aber wie sollten sie? Hätten sie bessere Augen?
Auch ein Vollbeschäftigter Corrente hätte Bradford dieselbe Antwort gegeben.
Mal abwarten, was da noch auf uns zukommt.

Kurzberichte
Jason Witten ist nicht traurig.
Der Tight End der Cowboys fing in 129 aufeinanderfolgenden Spielen wenigstens einen Paß.
Gegen die Vikings endete diese tolle Serie.
Zuletzt blieb Witten in Woche neun der Saison 2008 gegen die Giants ohne einen gefangenen Paß.
Doch der Tight End ist glücklich darüber, daß das Team das Spiel gewonnen hat. Nur das zählt, meinte er.

Die Spieler dürfen an diesem Spieltag etwas, was sonst strikt verboten ist. Sie dürfen selbstgestylte Schuhe tragen, auf denen sie Mami und sonstwen grüßen dürfen.

Patriots Head Coach Bill Belichick ist sich noch nicht sicher, ob er Tight End Rob Gronkowski auf die Verletztenliste setzen soll?
Doch die Chancen für den Star-Receiver stehen nach seiner Rückenoperation nicht gut. Deshalb wäre es nicht verkehrt, seine Saison für beendet zu erklären, um seinen Platz im 53 Mann Kader freizumachen.
Zur Zeit ist der unbewiesene Neuling Matt Lengel der Nr. 2 Tight End hinter Martellus Bennett.

Antonio Brown hat die nervösen Zuckungen (die er als Tanzen ansieht) nach einem Touchdown mal wieder übertrieben.
Der Wide Receiver der Steelers wurde erneut dafür zur Kasse gebeten.
Für eine übertriebene Feier nach einem Touchdown an Thanksgiving muß Brown $24.309 zahlen.
Running Back Leveon Bell, der mit Brown feierte, mußte nur $12.154 zahlen, weil er Ersttäter war, Brown dagegen Wiederholungstäter.
Quarterback Ben Roethlisberger will sich mit dem Receiver noch mal ernsthaft unterhalten, damit der diese gräßlichen „Tänze“ unterläßt, da sie auch Strafen auf dem Platz nach sich ziehen, die dem Team schaden.

Cowboys Linebacker Rolando McClain wurde auf unbestimmte Zeit suspendiert. Er wurde zum dritten Mal der Einnahme illegaler Drogen überführt.
Es wird spekuliert, daß die Karriere des 27-jährigen damit beendet ist.

Aus für Trevor Siemian.
Zumindest gegen die Jaguars wird der am Knöchel verletzte Quarterback der Broncos nicht spielen können.
Paxton Lynch wird die Offense in die Schlacht führen.
Vielleicht gibt es Hoffnung, daß die Defense anfängt ihren Job so zu machen, wie man es von ihr erwarten darf?
Momentan haben die Broncos ihren Playoffplatz an die Dolphins verloren. Grund dafür sind die Leistungen der Defense in den Schlußminuten gegen Kansas City, die nicht wirklich gut waren. Jedenfalls ist Safety T.J. Ward der Meinung, daß die Defense der Broncos zu oft zu lax an ihren Job herangeht. Man würde es versäumen, Spiele dichtzumachen. In den letzten beiden Spielen ließ die Defense der Broncos jeweils noch Touchdowns in den letzten zwei Minuten zu. Das geht nicht immer gut, wie gegen die Saints. Eine Niederlage wie gegen Kansas City, als man drei Minuten vor Schluß noch mit acht Punkten führte, dürfe nicht mehr vorkommen. Jetzt wäre es höchste Zeit, sich besser zu konzentrieren und richtig reinzuhauen.
Das werden die Jaguars gar nicht gerne hören, die gerne eine erneute Saison mit 10 oder mehr Niederlagen verhindern wollen.

Der Lazarettreport
Die Jaguars müssen gegen Denver auf Running Back Chris Ivory und Wide Receiver Allen Hurns (beide Oberschenkel) verzichten.

Die Panthers werden gegen die Seahawks auf Star-Verteidiger Luke Kuechly verzichten müssen. Er ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Auch Safety Kurt Coleman kann aus demselben Grund nicht spielen.

Colts Quarterback Andrew Luck wartet noch auf die Freigabe durch die unabhängigen Ärzte. Die haben Luck nach seiner Gehirnerschütterung zwar erlaubt, zu trainieren, aber ob er am Montag gegen die Jets spielen kann, das steht noch nicht fest.

Die Packers haben dicke Fragezechen hinter Quarterback Aaron Rodgers und Linebacker Clay Matthews.
Rodgers verletzte sich gegen die Eagles am rechten Oberschenkel, Matthews an der Schulter.

Die Raiders setzten Cornerback DJ Hayden mit einer Oberschenkelverletzung auf die Verletztenliste.

Eagles Running Back Ryan Matthews wird mit seinem angeschlagenen Knie nicht gegen die Bengals spielen können.

Freitag, 2. Dezember 2016

Die NFL 2016 - Woche 13 - Der Donnerstag
gronkowski-rob3Der Donnerstag begann mit einer Hiobsbotschaft für die Patriots. Tight End Rob Gronkowski (Bild) muß heute operiert werden, und für ihn ist die Saison sehr wahrscheinlich beendet.
Es geht dabei nicht um seine punktierte Lunge, sondern um einen Bandscheibenvorfall, der ihn quält.
Aber ist das wirklich so eine Hiobsbotschaft?
Der Gronk hat noch in jeder Saison einige Spiele verpaßt, und die Patriots konnten seine Ausfälle immer gut wegstecken. So wird es auch dieses Mal wieder sein. Obwohl, Bradys Treffsicherheit nimmt ab, wenn der Gronk nicht dabei ist. Mit Gronkowski vervollständigt er 65,5% seiner Pässe, ohne ihn 57,5%.
Die Hoffnungen, daß Gronkowski vielleicht zu den Playoffs zurück kommen kann, haben die beiden orthopädischen Chirurgen, die Gronk behandeln, so gut wie begraben. Im besten Fall könnte die Heilung in acht Wochen erfolgen, doch normal wären 12-16 Wochen.

Da war doch noch ein Spiel.
Es war eines dieser Spiele, die nur eine Mutter lieben könnte, wenn das Spiel ein Kind wäre.
Es fing schon damit an, daß Tony Corrente der Hauptschiedsrichter war. Der Tony Corrente, der beim Spiel der Raiders gegen die Texans nicht wußte, wer wer war.
Mit 7:3 für Dallas ging es in die Halbzeit. Die Cowboys hatten in den Selbstzerstörungsmodus geschaltet und immer wieder wurden gute Raumgewinnen der Offense durch Strafen zurückgepfiffen.
Dallas hatte Glück, daß die Vikings so gebeutelt sind. 11 verschieden Starter spielten dieses Jahr in der Offensive Line. Gestern spielten nur Ersatzleute und auch Quarterback Sam Bradford ist ja „nur“ Ersatzmann. Dazu mußte gestern auch noch die Trainerriege durcheinandergewirbelt werden, weil Head Coach Mike Zimmer am Mittwochabend dringend am Auge operiert werden mußte.
All das mußte Minnesota wegstecken. Und dann noch Tony Corrente. Der hatte seinen großen Auftritt mit seiner üblichen Fehlentscheidung am Ende des Spiels.
Beim Stand von 17:9 für Dallas kamen die Vikings neun Sekunden vor der Zweiminutenwarnung noch mal an den Ball. Sie begannen an der eigenen 35 und wenn sie mehr Drives wie diesen zustande gebracht hätten, dann hätten sie das Spiel dominiert. Sam Bradford führte seine Offense an die drei der Cowboys. Ein Paß zu Running Back Jerick McKinnon in die Endzone führte zum 17:15 Anschluß und ein Zweipunkteversuch mußte her. Eine Strafe beim Versuch gegen Minnesota führte dazu, daß die Vikings jetzt fünf Yards weiter zurück mußten.
Bradford paßte in Richtung Kyle Rudolph und der Ball segelte 10 Meter über den Tight End hinweg.
Aus!
Dallas gewann 17:15... doch nur weil Blindfisch Corrente mal wieder keinen Durchblick hatte. Bradford hatte nämlich von Cowboys Defensive Tackle Cedric Thornton einen Schlag an den Helm bekommen. Die eigentlich fällige Strafe hätte den Ball an die 3 ½ Yardslinie gebracht. Doch dank Corrente gab es diese Strafe gegen Dallas nicht, und wieder wurde ein Spiel durch die anhaltende Unfähigkeit der Schiedsrichter vergeigt.
Bitter für Minnesota, die jetzt auf 6-6 gefallen sind, während Dallas mit 11-1 Siegen dasteht.
Doch die Schwäche der Cowboys Defense wurde durch die verletzungsgeschwächte Offense der Vikings brutalstmöglich offengelegt.
Das zeigt auch die Bilanz von Quarterback Sam Bradford: 32 von 45 für 247 Yards, 1 Touchdown.
Dagegen sah Dak Prescott reichlich blaß aus: 12 von 18 für 139 Yards, 1 Touchdown. Zum geschenkten Sieg reichte das aber.

Der Lazarettreport
Am Samstag wird Jay Cutler an der Schulter seines Wurfarms operiert.
Damit ist die Saison für den Quarterback der Bears offiziell beendet. Seine Zeit in Chicago sehr wahrscheinlich auch.
In seinen fünf Starts in dieser Saison warf er vier Touchdowns und fünf Interceptions.

Broncos Quarterback Trevor Siemian konnte mit seinem verknacksten Fuß immer noch nicht trainieren.
Damit ist sein Einsatz gegen die Jaguars in Gefahr.

Redskins Tight End Jordan Reed kann mit seiner verstauchten Schulter immer noch nicht trainieren.

Bills Wide Receiver Sammy Watkins konnte trotz seines schmerzenden Fußes am Training teilnehmen. Das heißt aber nicht, daß er gegen Oakland spielen kann.

Raiders Quarterback Derek Carr konnte trotz seines an zwei Stellen ausgerenkten kleinen Fingers an der Wurfhand normal trainieren.

Saints Running Back Mark Ingram tut ein Zeh weh, und sein Einsatz gegen die Lions ist gefährdet.

Vikings Safety Harrison Smith wurde nach der Niederlage gegen Dallas an Krücken gesehen.
Was mit ihm ist, darüber gibt es noch keine Auskunft.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kurzberichte
zimmer-mike2Das könnte ins Auge gehen.
Vikings Head Coach Mike Zimmer kann heute sehr wahrscheinlich seine Mannschaft nicht leiten. Er hatte am Mittwochabend eine Notoperation am Auge. Diese Operation war für den Freitagmorgen geplant, wurde aber gestern plötzlich schon nötig.
Zimmer hatte bereits zwei Augenoperationen um eine gerissene Retina zu reparieren, beide Anfang November.
Die Vikings haben einen Notfallplan erstellt, falls Zimmer heute Abend nicht an der Seitenauslinie stehen kann.
Fehlen wird den Vikings auf jeden Fall Center Joe Berger, der noch im Gehirnerschütterungsprotokoll ist.

Die Cowboys jagen ihre Teamrekorde.
Heute Nacht, das Spiel wird ab 2:15 Uhr kostenlos auf Twitter gestreamt, können sie ihr elftes Spiel in Folge gewinnen. In einer einzigen Saison gelang ihnen das noch nie, doch über zwei Saisons verteilt, 1968-69, gelang ihnen das schon mal.
Der beste Start in eine Saison mit 12-1 Siegen von 2007 kann mit zwei weiteren Siegen eingestellt werden.
Quarterback Dak Prescott kann den Rookie-Rekord von Ben Roethlisberger einstellen. Der Quarterback der Steelers begann seine NFL Karriere 2004 mit 13 Siegen in Folge. 13 Siege kann auch Prescott noch erreichen.
Und die Playoffs haben die Cowboys zu 99% sicher. Doch was dann?
Das Team ist zu jung und zu unerfahren, um jetzt schon weit in der Endrunde zu kommen. Doch auf der anderen Seite ist es ja nicht schlecht, wenn sie überhaupt mal wieder reinkommen. Dann kann alles passieren.

Die Dolphins feuerten Defensive Tackle Leon Orr. Er wurde mit seinem Wagen von der Polizei gestoppt, weil er illegal abgedunkelte Scheiben an seinem BMW hatte.
Im Fahrzeug wurden Marihuana und weitere verschreibungspflichtige Substanzen entdeckt.
Orr, der gerade aus dem Trainingsteam in den 53 Mann Kader befördert wurde, wurde sofort entlassen, als die Dolphins von der Verhaftung erfuhren.

Die Misere der 49ers hat bestimmt viele Ursachen. Aber Trent Baalke ist das egal. Der General Manager des Teams sagte, daß das Versagen des Teams alleine auf seinen Schultern lastet.
Das Unvermögen der Spieler auf dem Platz ist seine Schuld, meinte Baalke. Und damit ginge es ihm schlecht, fuhr er fort. Er fühle sich ausgelaugt. Und wenn er an die Fans denkt, die ein erfolgreiches Team sehen wollen, fühlt er sich miserabel und traurig.
Und die Besitzer, die alles tun würden, um ihm und seiner Crew die Arbeit zu erleichtern, müßten auch leiden, weil er einen schlechten Job gemacht hat.
Und den schlechtesten Job machte er wohl, als er Chip Kelly als Head Coach verpflichtete. Nur ein Sieg bisher, das geht wohl nicht nur auf Baalkes Konto, das hat wohl auch der Head Coach zu verantworten. Doch Kelly ist überzeugt, daß er in San Francisco bleibt.
Jedenfalls sagte er, daß er nicht nach Oregon zurückgehen wird. Kelly war der Head Coach der Oregon Ducks, bevor er in die NFL zu den Eagles wechselte.
Die Ducks feuerten seinen Nachfolger Mark Helfrich am Donnerstag. Obwohl Kelly eindrucksvoll bewiesen hat, daß er es als NFL Head Coach nicht kann, sagte er, daß er nicht vorhat zurück nach Oregon zu gehen. Dort erzielte er eine 46-7 Siegesbilanz. Als Collegetrainer scheint er es also zu bringen.
Doch werden die 49ers ihn weiter beschäftigen, oder läßt Kelly sich da eine Chance zu einem gelungenen Abgang entgehen?
Wird die Teamleitung Baalke feuern?
Das wäre ein logischer Schritt.
Wir werden es erleben.
Jedenfalls ist es wirklich traurig, den Niedergang dieses einst so stolzen und guten Teams zu erleben.

Der Lazarettreport
Broncos Quarterback Trevor Siemians linker Knöchel wird von einem Stützstiefel geschützt. Er verletzte sich in der Niederlage gegen die Chiefs und konnte am Mittwoch nicht trainieren.
Ob er ein Spiel aussetzen muß, steht noch nicht fest.

Bei den Patriots trainierten Tom Brady, Rob Gronkowski und Julian Edelman am Mittwoch nicht.
Brady macht selten bei allen Trainingseinheiten mit, deshalb besteht kein Grund zur Sorge, daß sein rechtes Knie wirklich ernsthaft angeschlagen ist.
Um einer totalen Blamage, und einer völlig unerwarteten, zuvorzukommen, lobte der Head Coach der 9-2 Patriots, Bill Belichick, schon mal den Rookie Quarterback der 4-7 Rams, Jared Goff.
Belichick meinte, daß man es da mit einem sehr talentierten Rookie zu tun bekäme, den man erst mal in den Griff bekommen müßte.
Tätäääää!

Bills Wide Receiver Sammy Watkins hat schon wieder Probleme mit seinem operierten Fuß.
Gegen die Jaguars spielte er am Sonntag, und wieder bekam er Schmerzen. Es kann sein, daß er in dieser Saison nicht mehr spielen kann.

„Dem Finger geht es gut, danke der Nachfrage,“ ist alles, was Raiders Quarterback Derek Carr sagt, wenn er auf seinen verletzten kleinen Finger an der Wurfhand angesprochen wird.
Er ist überzeugt davon, daß er kein Spiel deswegen verpassen wird.

Colts Quarterback Andrew Luck darf nach seiner Gehirnerschütterung wieder am Training teilnehmen.
Am Montag gegen die Jets wird er spielen können.

Packers Linebacker Clay Matthews sagte, daß er seine Schmerztoleranz testen muß, wenn er gegen die Texans spielt.
Er wurde am Sonntag von einem Eagles Spieler hart zu Boden gestoßen und landete unsanft auf seiner Schulter.

Die besten Spieler der Woche 12
AFC

OFFENSE: WR-KR TYREEK HILL, KANSAS CITY CHIEFS

DEFENSE: DE KHALIL MACK, OAKLAND RAIDERS

SPECIAL TEAMS: K JUSTIN TUCKER, BALTIMORE RAVENS

NFC
OFFENSE: RB MARK INGRAM, NEW ORLEANS SAINTS

DEFENSE: DE JASON PIERRE-PAUL, NEW YORK GIANTS

SPECIAL TEAMS: K MATT PRATER, DETROIT LIONS

 

 

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