news

Nächste Seite

Vorherige Seite

Montag, 31. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 8 - Der Sonntag
hopkins-dustinDas war es, die erste Hälfte der Saison ist vorbei. Und was für ein spannender Spieltag liegt hinter uns.
Die Zuschauer in London bekamen ihr erstes Spiel mit Verlängerung geboten und nicht nur das, es gab auch gleich eins der seltenen Unentschieden zu sehen.
Schon in Woche sieben endete ein Spiel unentschieden. Daß zwei NFL Spiele in aufeinanderfolgenden Wochen mit einem Unentschieden endeten, gab es zuletzt 1997.
Und hier war es so weit. Und wieder waren es die hochbezahlten Kicker, die versagten.
Redskins Kicker Dustin Hopkins (Bild) konnte nur zwei seiner vier Field Goal Versuche erfolgreich verwandeln. In der Verlängerung schaffte er es beim Stand von 27:27 eine Minute vor Ende der Extrazeit nicht, ein todsicheres Field Goal aus schlappen 34 Yards zu erzielen. Selten gab es in einer Saison so viele Versager auf dieser Position, wie in dieser, denn auch der ansonsten sichere Kicker der Bengals, Mike Nugent, schoß in der regulären Spielzeit einmal daneben. Das aber aus der gar nicht so erfolgversprechenden Distanz von 51 Yards. Aus dieser Entfernung sitzt nicht jeder Schuß, aber aus 34 Yards muß eigentlich jeder sitzen.
Da es nicht so war, gab es ein weiteres Unentschieden.
Und kaum war dieses letzte Spiel in London für dieses Jahr Zuende, stand die erste Begegnung 2017 fest: Saints at Dolphins.
Miami spielte bereits dreimal in London, die Saints erst einmal.

Die nächste Verlängerung gab es dann beim Spiel der Raiders in Tampa Bay. Hier war es Buccaneers Kicker Roberto Aguayo der einen Extrapunkt verschoß. Der hätte sein Team vor dem Gang in die Overtime retten können.
So aber ging es mit 24:24 in die Überstunden. Und die Raiders hatten auf Selbstzerstörung geschaltet. Das ganze Spiel über spielten sie schon undiszipliniert und saudumm, aber in der Verlängerung legten sie noch mal einen Gang zu. Am Ende des Spiels hatten sie mit 23 Strafen einen neuen NFL Rekord aufgestellt. Diese Strafen kosteten sie 200 Yards. Nicht eingerechnet sind die zahlreichen Strafen, die von den Buccaneers nicht akzeptiert wurden.
Und zwei verschossene Field Goals von Sebastian Janikowski kosteten die Raiders beinahe den Sieg. Doch bei beiden Field Goal Versuchen hatte Janikowski über 50 Yards zu überwinden, und diese Distanz ist nun mal nicht automatisch, auch wenn der Kicker der Raiders die NFL Kicker in dieser Kategorie anführt.
So ging das Spiel bis 1:55 Minuten vor Ende der Overtime, und David Carr rettete sein Team.
Der Quarterback der Raiders traf Wide Receiver Seth Roberts mit einem kurzen Paß und Roberts lief 41 Yards bis in die Endzone der Bucs zum 30:24 Endstand.
Überhaupt hätten die Raiders ohne Carr schlecht ausgesehen. Er ist auf dem Weg zu einem guten NFL Quarterback zu werden und sich unter der Elite auf dieser Position einzunisten. Er vervollständigte 40 seiner 59 Pässe für 513 Yards (Teamrekord) und vier Touchdowns.
Dagegen sah Jameis Winston von den Buccaneers sehr blaß aus. Seine Bilanz: 16 von 32, also gerade 50%, für 180 Yards und 2 Touchdowns.
Oakland bleibt somit auch im fünften Auswärtsspiel ungeschlagen und steht mit 6-2 Siegen punktgleich mit Denver auf Platz eins der AFC West. Die beiden Teams stehen sich im nächsten Sunday Night Football Spiel gegenüber.

Denver schlug die Chargers und dabei war ihre Defense überragend. So überragend, daß sogar Wade Phillips mitmischte.
Der Defensive Coordinator Denvers wurde von von einem Chargers Spieler über den Haufen gerannt.
Running Back Melvin Gordon hatte zu viel Schwung, als er im zweiten Viertel über die Seitenauslinie lief und mit Phillips zusammenstieß. Der Defensive Coordinator wurde auf einer Bahre aus dem Stadion getragen und ins Krankenhaus gefahren. Doch es gab Entwarnung, denn bereits heute soll er wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.
So richtig überrannt fühlte sich wohl auch Chargers Quarterback Philip Rivers. Er stand unter Dauerdruck der Broncos Defense und blieb mit 20 von 47 vervollständigten Pässen deutlich unter 50%. Dabei sprangen 267 Yards und 2 Touchdowns heraus, aber auch 3 Interceptions.
Broncos Quarterback Trevor Siemians Bilanz: 20 von 38 für 276 Yards, 0 Touchdowns, 1 Interception.

Verlängerung Nr. 3 gab es in Dallas.
Hier trafen die Rookie Wunder Quarterbacks Carson Wentz und Dak Prescott aufeinander. Beide hatten glänzende Momente, beide machten aber auch Anfängerfehler. Die aber hielten sich in Grenzen, so daß auch das dritte Overtimespiel des Tages zu einem Kracher wurde.
Hilfe bekamen die beiden Quarterbacks von ihren Running Backs, die ordentlich Yards sammelten.
Kommen wir zu den Bilanzen: Carson Wentz: 32 von 43 für 202 Yards, 1 Touchdown.
Dak Prescott: 19 von 39 für 287 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception, den er in die Endzone warf, ganz so, wie Cowboys Fans es von Tony Romo gewohnt sind. Allerdings war es erst Prescotts zweite Interception in dieser Saison.
Die Running Backs halfen ihren Quarterbacks wie gesagt sehr gut aus.
Darren Sproles von den Eagles erzielte mit 15 Läufen 86 Yards.
Cowboys Rookie Running Back Ezekiel Elliott sammelte mit 22 Läufen 96 Yards.
Diese Verlängerung bei Stand von 23:23 ging aber nicht bis in die Schlußminuten der Extrazeit, sondern wurde sofort entschieden.
Dallas bekam den Ball und marschierte bis zur 28 Philadelphias. Dort riskierten sie es einen vierten Versuch auszuspielen, obwohl sie mit Dan Bailey einen zuverlässigen Kicker haben. Doch die Eagles hätten nach einem Field Goal ja auch noch mal den Ball bekommen, also ging Head Coach Jason Garrett volles Risiko bei Vierter und eins. Prescott nahm den Ball vom Center und streckte sich vorwärts. Dabei bekam er tatkräftige Hilfe von seinen Linespielern, die ihn noch ein Stück nach vorne schubsten.
First Down.
Ein paar Minuten später hatte Dallas einen zweiten und fünf an der fünf der Eagles und Prescott traf einen völlig freistehenden Tight End Jason Witten zum 29:23 Sieg.
Mit 6-1 Siegen hat Dallas jetzt zwei Spiele Vorsprung vor dem Rest der NFC East, denn alle anderen Teams haben erst vier Spiele gewonnen.

Die Falcons hatten Julio Jones. Die Packers hatten einen Plan, den Wide Receiver zu stoppen, nämlich Beten.
Und die Gebete wurden erhört.
Jones verletzte sich früh am linken Knöchel. Er spielte zwar weiter, war aber kein Faktor mehr. Er fing drei Pässe für 29 Yards.
Doch die Packers waren viel schlimmer dran. Ihrer Offense fehlten Wide Receiver Randall Cobb, Wide Receiver Ty Montgomery, Running Back Eddie Lacy, Running Back James Starks, und Tight End Jared Cook. Doch Quarterback Aaron Rodgers ließ sich davon nicht beirren.
Er nutzte das Personal, das noch einsatzbereit war und vervollständigte 28 seiner 38 Pässe für 246 Yards und 4 Touchdowns.
Falcons Quarterback Matt Ryan blieb mit 28 von 35 für 288 Yards und 3 Touchdowns zum Rest seines Personals weiterhin gut im Rennen um den MVP 2016.
An der vier Minuten Marke führten die Packers denn auch verdient mit 32:26 in diesem munteren Schlagabtausch.
Doch Ryan führte Atlanta noch zu einem weiteren Touchdown. Aus 11 Yards traf er Mohamed Sanu in der Endzone zum 32:32 Ausgleich.
Das Zittern der Fans vor dem Kicker begann.
Doch Matt Bryant konnte den Extrapunkt zum 33:32 Sieg für Atlanta erzielen.
Green Bay kam in den restlichen 30 Sekunden des Spiels nur noch von der eigenen 25 zur 32 und konnte einen vierten und drei nicht umwandeln.

Kurzberichte
Cam Newton macht jetzt voll einen auf Mimose. Der Quarterback der Panthers will sich mit NFL Chef Roger Goodell treffen und die bösen Schiedsrichter verpetzen, die ihn nicht genug beschützen.
Immer wieder müßte er harte, grenzwertige Hits einstecken, die von den Schiedsrichtern nicht geahndet würden. Das müsse aufhören, meinte Newton. Das würde ihm den Spaß am Spiel verderben. Er fühlt sich nicht mehr sicher und genug wäre genug.
Im dritten Viertel des 30:20 Siegs gegen die Cardinals wurde Newton von Defensive End Calais Campbell unterhalb der Knie angegriffen. Dabei, so Newton, hätte er sich einen Kreuzbandriss zuziehen können. Er wäre völlig überrascht gewesen, daß es da keine Strafe gegen Campbell gegeben hatte.

Den Head Coach hat es nicht erwischt, sondern nur den Offensive Coordinator.
Anstatt Head Coach Gus Bradley nach den weiterhin unsäglichen Leistungen der Jaguars zu feuern, feuerte Teambesitzer Khan zunächst mal Offensive Coordinator Greg Olsen. Quarterback Coach Nathaniel Hackett wird ihn ersetzen.
In der ersten Halbzeit gegen die Titans bot die Jaguars Offense ein Bild des Jammers. Sie kam nur auf 22 Spielzüge und drei neue Erste Versuche.
Die Erfolge der Jags Offense kamen erst in der Müllzeit, als die Titans den Sieg schon sicher hatten.

Der Lazarettreport
Colts: In der Niederlage gegen die Chiefs zog sich Cornerback Vontae Davis eine Gehirnerschütterung zu.

Chiefs: Quarterback Alex Smith, Gehirnerschütterung.
Running Back Spencer Ware, Gehirnerschütterung

Raiders: Cornerback Sean Smith, Schulter

Buccaneers: Running Back Jacquizz Rodgers, Fuß

Cowboys: Safety Larry Church, Arm
Cornerback Morris Clayborne, Leiste.

Eagles: Guard Allen Barbre, Oberschenkel

Panthers: Center Ryan Kalil, Schulter
Linebacker Shaq Thompson, Knie

Cardinals: Safety Tyrann Mathieu, Schulter

Texans: Sie konnten knapp gegen die Lions gewinnen verloren aber Wide Receiver Jaelen Strong, Knöchel
Safety Lonnie Ballentine, Leiste
Nose Tackle Vince Wilfork, Leiste
Wide Receiver Will Fuller, Bein.

Bills: Wide Receiver Brandon Tate, Gehirnerschütterung

Falcons: Tight End Jacob Tamme, Schulter

Seahawks: Defensive End Michael Bennett muß an einem Knie operiert werden, soll aber nur etwa drei Wochen ausfallen.

Freitag, 28. Oktober 2016

Kurzberichte
bradley-gus3Nach der grauenvollen Vorstellung, die die Jaguars in Tennessee abgeliefert haben, muß der Teambesitzer Shad Khan Head Coach Gus Bradley (Bild) feuern. Ein anderer Schritt ist nicht vorstellbar.
In der nächsten Draft muß das Team sich dann auf einen Quarterback konzentrierten, denn mit der Vollfluse Blake Bortles kann es auf gar keinen Fall weitergehen.
Die Kombination der beiden liefert Antifootball in Reinkultur.
Bradley selber sagte nach dem Spiel: „Das war schlecht.“
Um das Spiel aus dieser Nacht mal in einem Satz zusammenzufassen: „Die kackbraunen Trikots, die die Jaguars trugen waren symbolisch für die Qualität ihres Auftritts.“
Das eher durchschnittliche Team der Titans sah gegen diese Katastrophentruppe aus, wie der kommende Super Bowl Sieger.
Der gute, altmodische Powerfootball der Titans war zu viel für die Jaguars.
Mike Mularkey dürfte den Sieg seines Teams genossen haben. Der Head Coach der Titans wurde von Shad Khan nach einer Saison in Jacksonville gefeuert und von Bradley ersetzt.
Endergebnis: Jaguars 22, Titans 36

Die Liga will wohl nicht mehr als Lügner dastehen. Sie will ihren Worten wohl endlich auch Taten folgen lassen.
Deshalb verhörten Sicherheitsmitarbeiter der Liga Cowboys Rookie Running Back Ezekiel Elliott. Der wurde von seiner Ex-Freundin beschuldigt, sie geschlagen zu haben.
Natürlich muß so etwas untersucht werden, aber in beide Richtungen. Man muß so eine Anschuldigung ernst nehmen, man muß aber auch untersuchen, ob da nur jemand vom Ruhm eines NFL Stars profitieren möchte. Solch einen Fall gab es schon mal, Steelers Quarterback Ben Roethlisberger betreffend.
Die Polizeibeamten, die den Elliott Fall untersuchten, kamen zu dem klaren Ergebnis, daß kein Grund vorliegt, ihn anzuklagen. Das gäben die Beweise nicht her.
Doch nach dem neuerlichen Versagen der NFL im Fall Josh Brown, will man wohl besonders vorsichtig und gründlich sein... oder es jedenfalls so aussehen lassen, als ob.
Elliott ist mit 703 Yards der führende Running Back der Liga.

Broncos Running Back C.J. Anderson muß am Meniskus im rechten Knie operiert werden.
Wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.
Die Verletzung zog er sich im Spiel am Montag zu, in dem er mit 16 Läufen 107 Yards und 1 Touchdown erzielte.

Vor der Saison gaben die Ärzte Bills Safety Aaron Williams eine 50:50 Chance, daß er wieder würde spielen können.
Er kam frisch von einer Nackenoperation ähnlich der, die Peyton Manning damals durchmachte.
Am Sonntag wurde Williams von Dolphins Wide Receiver Jarvis Landry mit einem harten Blindside Hit brutal zu Boden gestreckt und dabei verletzte er sich erneut am Nacken.
In Buffalo macht man sich ernsthafte Sorgen um Williams, der jetzt vielleicht wirklich nie mehr wird spielen können.

Die Redskins konnten Cornerback Josh Norman und Tight End Jordan Reed mit nach London nehmen. Beide Spieler haben ihre Gehirnerschütterungen auskuriert.
Und nicht vergessen, am Sonntag beginnen alle Spiele EINE STUNDE FRÜHER, also 14:30 Uhr, 18 Uhr und 21 Uhr.

Wo es hier eh nur noch um Verletzte geht, also Der Lazarettreport.
Packers Linebacker Clay Matthews hat Oberschenkel. Hinter seinem Einsatz gegen Atlanta steht ein Fragezeichen.
Dabei hatten die Packers sich so einen tollen Plan ausgedacht um Star Receiver Julio Jones zu stoppen. Dieser Plan könnte jedoch auch ohne Matthews gelingen, denn er besteht aus „Beten“.

Auch Bills Running Back LeSean McCoy hat Oberschenkel und auch sein Einsatz ist gefährdet.

Bei den Patriots hat Running Back Dion Lewis nach seinem Kreuzbandriss zum ersten Mal wieder mit dem Team trainiert.

Bei den Cowboys hat Quarterback Tony Romo nach seinem Wirbelbruch zum ersten Mal wieder in voller Montur trainiert.

Jaguars Cornerback Aaron Colvin verletzte sich gegen die Titans an einer Wade und konnte nicht weiterspielen.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Kurzberichte
goff-jared2Wer das Spiel der Rams gegen die Giants in London gesehen hat, und tapfer bis zum Ende aushielt, wird sich an die Szene erinnern, in der Rams Quarterback Case Keenum gegen Ende des Spiels einen punktgenauen Paß zu einem völlig freistehenden... Verteidiger... in der Endzone geworfen hat. Sein vierter Fehlpass in diesem Spiel.
Könnte das die Szene gewesen sein, die den Fall von Keenum einleitete?
Die Rams verschuldeten sich mit Draftmöglichkeiten auf Jahre hinaus bei den Titans um an Jared Goff zu kommen.
Doch während der Vorbereitungsphase bemerkten sie, daß der Quarterback keinesfalls NFL-tauglich war. Also startete Keenum, der nun auch nicht gerade NFL-tauglich ist, aber zunächst recht gut spielte.
Das Spiel in London könnte nun dazu geführt haben, daß Goff bald seinen ersten Einsatz bei den Rams bekommt. In dieser Woche trainierte er ausführlich mit der ersten Mannschaft.
Er soll große Fortschritte gemacht haben dabei, die Offense zu lernen und zu verstehen.
Werden wir am neunten Spieltag Goff als Starter erleben?
Die Rams haben diese Woche spielfrei und der Rookie kann da noch ein wenig üben.

Brock Osweiler bekam einen $72 Millionenvertrag in Houston und war bisher keinen Cent davon wert.
Head Coach O`Brien sagte nach der schrecklichen Vorstellung gegen Denver, daß der Quarterback weiter der Starter des Teams bleibt.
Osweiler sollte das fehlende Puzzlestückchen sein, das den Texans für ein Super Bowl Team fehlte. Und nach einem Sieg in Woche eins über Chicago, sah es auch so aus. „Er ist alles, was wir dachten, daß er wäre. Er kann unter Druck Leistung bringen und genau das wollten wir,“ sagte der Head Coach nach dem Spiel.
Dumm nur, daß die Bears der Gegner waren, ein Team, das noch schlechter ist als die Texans.
Houston ist dank der anderen Teams in der AFC South mit 4-3 an der Tabellenspitze, trotz Osweiler, nicht wegen ihm. Seine Passerwertung von 71,9 Punkten stinkt, und deshalb stinkt es auch den Fans. Einem sogar so sehr, daß er Osweiler loswerden will. Er startete eine GoFundMe Seite im Internet mit dem Ziel $72 Millionen einzusammeln, um Osweiler aus seinem Vertrag rauskaufen zu können, damit er Houston verläßt.
Eigentlich reichen $37 Millionen, weil Osweiler „nur“ so viel garantiert wurde, aber sicher ist sicher.
„Ich bin ein eingefleischter Texans Fan und wir müssen Brock Osweiler loswerden, oder wir werden nie etwas erreichen,“ meinte der Spendensammler. „Er ist verschwendete $72 Millionen und für einen Dollar pro Tag können wir ihn loswerden und DeAndre Hopkins (Wide Receiver) wieder glücklich machen.“
Daraus wird zwar nichts werden, aber es zeigt die Unzufriedenheit, die in der texanischen Stadt herrscht.

„Warum gewinnen wir nicht, und was können wir tun, um das zu ändern?“ wollte Shad Khan wissen.
Der pakistanische Besitzer der Jaguars hält sich eigentlich ziemlich aus den Teamangelegenheiten raus. Khan scheint seinen Besitz nur als Prestigeobjekt zu betreiben, das ihm nebenbei finanzielle Gewinne einbringen soll. Der Teambesitzer lebt noch nicht mal in Jacksonville.
Aber so langsam will er wohl doch mal Erfolge sehen. Vor der Saison hatten viele Experten die Jaguars als Playoffteam eingestuft. Sie hatten sich auf vielen Positionen verstärkt und schon 2015 gehörte die Offense zu den besseren der Liga.
All diese Hoffnungen sind verpufft, ach was explodiert. Die Jaguars sind weiterhin keinen Deut besser als in den Vorjahren und Head Coach Gus Bradley versteht es weiterhin nicht, sein Team zu Siegen zu führen. Seine Bilanz in Jacksonville: 14-40 Siege.
Seit vier Jahren wurstelt er herum, ohne auch nur den kleinsten Erfolg vorweisen zu können. Die Niederlage am Sonntag gegen die Raiders, die von Ex-Jaguars Head Coach Jack Del Rio trainiert werden, war eine der schlimmsten in Bradleys Amtszeit.
Khan hatte die Frage nicht nur so gestellt, sondern ganz offen vor Trainern und Spielern. Jeder konnte seine Meinung zu der Miesere offen aussprechen. Ob dabei etwas positives herauskam, das ist nicht überliefert.
Und trotz der vielen Vorschußlorbeeren geht es in dem Spiel heute Nacht gegen Tennessee (3-4 Siege) für die Jaguars (2-4) halt wieder mal nicht um den Einzug in die Playoffs, sondern um eine gute Plazierung in der Draft.

Am achten Spieltag gibt es einen Spieletausch.
Das Spiel der 3-3-1 Cardinals bei den 1-5 Panthers war der NFL wohl nicht mehr interessant genug. Letzte Saison standen diese beiden Teams sich noch im NFC Conference Finale gegenüber, dieses Jahr sind sie nur noch Loser. Deshalb wurde die Partie von 21:25 Uhr auf 18 Uhr vorverlegt.
Das Spiel der 4-2 Packers gegen die 4-3 Falcons wechselte dafür von 18 Uhr auf 21:25 Uhr.

In Dallas trainiert Quarterback Tony Romo wieder. Allerdings nur für sich und noch nicht mit der Mannschaft.
Denn noch ist sein Rücken nicht wieder so weit geheilt, daß an einen baldigen Einsatz gedacht werden kann. Im Sunday Night Football Spiel werden also die beiden Rookie Quarterbacks Dak Prescott und Carson Wentz gegeneinander antreten im wichtigen Divisionsspiel der Eagles in Dallas.

Zwei gute Nachrichten von DeMarcus Ware.
Der Super Bowl Ring, der ihm am Montag gestohlen wurde ist wieder da. Die Polizei hat die Einbrecher verhaftet, die in Wares Haus eingebrochen waren, während der Linebacker sich den Sieg seiner Broncos gegen die Texans ansah. Alle gestohlenen Gegenstände konnten sichergestellt werden.
Sehr hilfreich waren Videoaufnahmen der Verbrecher, die von versteckten Kameras in Wares Haus aufgenommen wurden. Diese Bilder wurden von der Polizei in den sozialen Medien verbreitet, und sie führten zu sachdienlichen Hinweisen, die der Polizei halfen, die Täter zu finden.
Und die zweite gute Nachricht kam von Ware selber. Er konnte zum ersten Mal nach seinem Unterarmbruch vor einem Monat wieder trainieren.
Wann er wieder eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest.

Die Seahawks feuerten C.J. Spiller.
Seattle hatte den Ex-Saints Running Back vor Woche vier verpflichtet. Doch nach zwei Spielen und drei Läufen für neun Yards, trennten sie sich wieder von ihm.

C.J. Anderson wird wohl ein paar Woche ausfallen.
Der Running Back der Broncos hat eine schwere Prellung an seinem rechten Knie.

Die besten Spieler der Woche 7
Und wieder lief Dolphins Running Back Jay Ajayi über 200 Yards und wieder machte ihn das natürlich zum besten offensiven Spieler der...
AFC
OFFENSE: RB JAY AJAYI, MIAMI DOLPHINS

DEFENSE: LB DENZEL PERRYMAN, SAN DIEGO CHARGERS

SPECIAL TEAMS: P MARQUETTE KING, OAKLAND RAIDERS

NFC
OFFENSE: WR DAVANTE ADAMS, GREEN BAY PACKERS

DEFENSE: S LANDON COLLINS, NEW YORK GIANTS

SPECIAL TEAMS: KR JOSH HUFF, PHILADELPHIA EAGLES

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Kurzberichte
pederson-dougEagles Head Coach Doug Pederson (Bild) macht sich Sorgen um seinen Running Back Ryan Mathews. Er hat in den letzten drei Spielen zweimal gegen Ende des Spiels den Ball verloren.
Nun sind zwei Fumbles noch kein Trend, aber für Pederson halt Grund zur Besorgnis.
Vor dem wichtigen Sunday Night Football Spiel gegen den Divisionsrivalen aus Dallas überlegt Pederson, ob Mathews zum Ende des Spiels hin müde wird und die Konzentration verliert. Das könnte gegen die Cowboys kostspielig werden.
Pederson denkt jetzt darüber nach, ob er besser Wendell Smallwood oder Darren Sproles einsetzen soll wenn das Spiel dem Ende entgegengeht.

Seine Pässe waren zu hoch, zu niedrig, zu weit, zu kurz, er verlor den Ball unbedrängt, er wirkte unsicher und unbeholfen. Das war wohl nicht das, was die Texans sich von Brock Osweiler versprachen, als sie den Quarterback verpflichteten.
Ihn mit einem $72 Millionenvertrag von den Broncos wegzulocken, nachdem er 2015 sieben halbwegs brauchbare Spiele als Ersatzmann von Peyton Manning abgeliefert hatte, war keine gute Idee.
Doch eine Blöße wollte sich Head Coach Bill O`Brien nicht geben, als er gefragt wurde, ob es nicht Zeit wäre, Osweiler auf die Bank zu setzen? „Nein,“ war seine eindeutige Antwort.
Konnte man von dem Head Coach, der maßgeblich an der Verpflichtung Osweilers mitgewirkt hat etwas anderes erwarten?
Die Offense würde nicht nur wegen Osweiler stottern, meinte O`Brien. Es gäbe viele Baustellen, die man flicken müßte. „Osweiler ist ein guter Spieler,“ fuhr der Head Coach fort. „Ich denke, es ist immer schwer, ein neues System zu lernen und in ein neues Team zu kommen. Aber wir alle müssen unsere Jobs besser machen, auch wir Trainer. Ich glaube er kann besser spielen und unsere Receiver können ihre Routen besser laufen. Wir müssen sicherstellen, daß sie es auch wirklich machen.“
Es ist noch nicht zu spät. In der schon wieder grauenvollen AFC South steht Houston mit 4-3 Siegen auf Platz eins und ist damit, dank der anderen schlechten Teams, wieder auf Playoffkurs, wie schon letztes Jahr.

War da gerade von schlechten Teams in der AFC South die Rede?
Und hat die NFL nicht in diesem Jahr mit sinkenden Einschaltquoten im Fernsehen zu kämpfen?
Und ist es da nicht völlig Kontraproduktiv, zwei der wirklich allerschlechtesten Teams der Liga in einem Primetimespiel antreten zu lassen?
Die Logik hinter dem Thursday Night Football Spiel zwischen den Jaguars und den Titans müßte mir mal jemand erklären.
Diese Teams gehören seit Jahren zum Bodensatz der Liga und fallen nur dadurch auf, daß sie ständig im Kampf um einen guten Platz in der Draft stehen. Und doch spielen sie im nächsten Thursday Night Spiel gegeneinander.
Es ist ja ein netter Zug der NFL, daß in diesen Spielen auch mal die weniger guten Teams ihre Auftritte zur Hauptsendezeit haben sollen, aber so weit unten im Pool der 32 Teams sollte man vielleicht doch nicht graben.
Was soll als nächstes kommen? 49ers gegen Browns?
Prost Mahlzeit.
Doch so ganz überzeugt ist die NFL von Jacksonville at Tennessee wohl selber nicht. Das Spiel wird nur auf dem NFL Network übertragen und nicht auf CBS oder NBC. Letztgenannter Sender wird CBS ja ab nächste Woche ablösen.
NBC wird froh sein, diesen Quotenkiller nicht schon übertragen zu müssen.

Die Giants haben Josh Brown gefeuert.
Spät, zu spät, viel zu spät.
Natürlich gilt auch für einen widerlichen Frauenschläger die Unschuldsvermutung, aber der fall Brown offenbart, wie wenig die NFL von ihrer selbstauferlegten Maxime „keine Macht den Frauenschlägern“ hält. Der Versuch in diesem Proteststurm noch einen Rest von Gesicht zu wahren ist vergebens. Die NFL und die Giants haben kollektiv versagt. Ganz besonders nach dem Vorfall beim Pro Bowl 2016.
Da rief Browns Ehefrau Molly die Sicherheitsleute der NFL an, weil ihr Ehemann betrunken im Hotel auftauchte und versuchte mit Gewalt in das Zimmer von Molly und den drei Kindern zu gelangen.
Molly und die Kinder hatten den Kicker nach Hawaii begleitet, doch es gab einen Streit.
Die NFL brachte die vier in ein anderes Hotel und hielten dieses vor Josh Brown geheim.
Zu diesem Zeitpunkt wußten die Giants bereits, daß es den Vorfall im Jahr 2015 gegeben hatte. Und der größte Skandal an der Geschichte ist, daß die Giants den Vertrag mit Brown verlängerten, nach dem neuerlichen Vorfall auf Hawaii.
Jetzt versuchen NFL und Giants natürlich alles, um dieses PR Desaster unter den Teppich zu kehren. Doch da liegt bereits so viel Dreck, da wird der Platz eng.

Nach dem Spiel der Texans in Denver gab es einen schrecklichen Unfall.
Der 36 Jahre alte Jason Coy fiel aus etwa 15 Metern Höhe über eine Brüstung, als er das Stadion verlassen wollte.
Coy wurde ins Denver Health Medical Center gebracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlag.
Die Polizei untersucht, ob es ein Unfall war oder ob Coy gestoßen wurde.

Und als Broncos Linebacker DeMarcus Ware nach Hause kam, war bei ihm eingebrochen worden.
Die Haustür war aufgebrochen und die Polizei fahndet nach zwei Männern, die von versteckten Kameras aufgenommen wurden, als sie Sachen aus dem Haus trugen.
Was genau gestohlen wurde, ist noch nicht bekannt, doch der Super Bowl 50 Ring von Ware war wohl darunter, wie der Linebacker twitterte.

Dolphins Wide Receiver Jarvis Landry verpaßte Bills Cornerback Aaron Williams einen sehr harten Crack-Back Block, der viel Kritik hervorrief.
Und ja, dieser Hit war so hart, daß es nur so schepperte.
Doch er war völlig legal. Oberschiedsrichter Dean Blandino sah sich das Video an und bewertete den Angriff als normales Footballspiel. Weder setzte Jones seinen Helm oder seine Schultern unerlaubt ein, noch traf er Williams in verbotenen Zonen. Allerdings wäre die Strafe wegen übertriebener Härte, die die Schiedsrichter verhängten, angemessen gewesen. Einen Ausschluß vom Spiel, wie ihn Bills Head Coach Rex Ryan forderte, wäre dagegen unangemessen gewesen.
Jones entschuldigte sich nachher bei Williams, der ganz schön lädiert wurde.

Und Blandino erklärte noch eine Regel.
Im Spiel der Seahawks gegen die Cardinals (Entschuldigung, daß ich diesen Tiefpunkt des Football noch mal erwähne) sprang Seahawks Linebacker Bobby Wagner bei einem Field Goal Versuch der Cards über den Center, berührte ihn dabei leicht, und blockte den Ball.
Legal!
Wagner stand weit genug vom Center weg, um nicht wegen illegaler Aufstellung bestraft zu werden. Daß er den Gegenspieler mit der Fußspitze leicht berührte, ist auch legal, da es unabsichtlich geschah und Wagner sich nicht abstieß.
Weiter landete Wagner nicht auf einem Gegenspieler, als er den Ball blockte, womit sein gelungener Block völlig legal war.

Zwei Tage nachdem Running Back Tevin Coleman sich eine Oberschenkelverletzung zuzog, verpflichteten die Falcons Stevan Ridley.
Der hatte von 2011 bis 14 eine gute Zeit bei den Patriots, doch nach einem Kreuzbandriss 2014 fand er nicht mehr zu alter Klasse zurück.
Die Falcons gaben auch die Entlassungen von Linebacker A.J. Hawk und Offensive Lineman Mike Person bekannt.

Von einem gerissenen Bizeps lasse ich mir die Saison nicht versauen, ist Terrell Suggs wohl der Meinung.
Der Linebacker der Ravens verpaßte mit dieser Verletzung das Spiel gegen die Jets, doch das soll es dann gewesen sein.
Suggs hat nicht vor, noch ein weiteres Spiel deswegen zu verpassen, obwohl es durchaus eine saisonbeendende Verletzung ist.
Suggs sieht das allerdings anders. Für ihn ist es eine Frage der Schmerzakzeptanz und seine Schmerzschwelle läge sehr hoch, meinte der Linebacker.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 7 - Der Montag
Osweiler-Brock-texans2Die Broncos schlugen die Texans erwartungsgemäß mit 27:9. Damit versauten sie Quarterback Brock Osweiler (Bild) die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, aber Osweiler brauchte die Broncos gar nicht dazu. Er spielte so dämlich, daß er sich selber demontierte.
Nur eine Szene des Spiels, dann ist aber auch gut damit.
Osweiler nahm den Snap an und wollte passen. Dabei verlor er den Ball, als er seinen Arm gerade nach oben hob. Völlig unbedrängt und freistehend. Fumble!
Sein dritter an diesem Abend.
Diese Szene war symptomatisch für die armselige Vorstellung Osweilers an diesem Abend.
Bizarr war die Situation außerdem. Jeder dachte, es wäre ein unvollständiger Paß gewesen, da der Ball in einer Kurve nach vorne flog. Auch Chris Harris von den Broncos, der den Ball aufnahm und stehen blieb. Wäre er losgelaufen, hätte er freie Bahn in die Endzone gehabt. Konfusion überall.
Man muß Broncos General Manager John Elway nicht direkt für ein Genie halten, daß er den überzogenen Gehaltsvorstellungen Osweilers nicht nachkam und ihn gehen ließ, aber klug war dieser Schachzug schon.
Die Texans sind mit den $72 Millionen, die sie Osweiler zahlen, ganz schön doof dran.
Trevor Siemian, den Denver letztes Jahr in der siebten Runde der Draft einberief, spielt für $525.000 und verwaltet das Spiel. Seine Fehler halten sich in Grenzen und er schafft es immer wieder mal, die Offense in die Endzone zu führen. Gegen Houston schaffte er das drei mal worunter ein sehenswerter Touchdownpass zu Demaryius Thomas war.
Siemians ($ 32.812 für diesen Abend) Bilanz: 14 von 25 für 157 Yards, 1 Touchdown.
Osweiler ($ 1.125.000 für diesen Abend): 22 von 41 für 131 Yards, 3 Fumbles.
Bleibt noch eine schwere Verletzung zu vermelden. Texans Right Tackle Derek Newton riß sich in beiden Knien die Patellasehnen. Seine Saison ist beendet. Der Rehaprozess wird lange dauern und sehr schwer werden.

Kurzberichte
Mitten in der Saison verkündete Arian Foster, daß er seine Karriere beendet.
Der ehemalige Star Running Back der Texans, der in dieser Saison für die Dolphins spielte, hat völlig unerwartet sein Karriereende nach acht Jahren in der NFL bekanntgegeben.
Er kam 2009 ungedraftet zu den Texans und erzielte in seiner Karriere 6.527 Laufyards. Das hätten sehr viel mehr werden können, wäre er nicht so oft verletzt gewesen.

Jay Cutlers Daumen ist gerade rechtzeitig verheilt. Nachdem Quarterback Brian Hoyer sich den linken Unterarm brach, wird er den Bears eine ganze Zeitlang fehlen.
Gut, daß Cutler genau jetzt wieder einsatzbereit wurde.

„Unsere Laufdefense ist Müll,“ meinte Steelers Linebacker Ryan Shazier.
Er scheint recht zu haben. Patriots Running Back LeGarrette Blount erzielte gegen Pittsburgh mit 24 Läufen 127 Yards und 2 Touchdowns.
Klar wäre Blount ein kräftiger Running Back, meinte Shazier, aber die Steelers hätten die Blocks gegen ihn nicht richtig gesetzt, sie hätten schlecht getackelt.
Und vergessen wir nicht die 204 Yards von Dolphins Running Back Jay Ajayi eine Woche vorher.
Da liegt echt etwas im Argen bei Pittsburghs Laufverteidigung.

Andere Sorgen hat Vikings Head Coach Mike Zimmer. Er stauchte nach der Niederlage gegen die Eagles sein O-Line zusammen.
Es wäre peinlich gewesen, was dieser Mannschaftsteil gezeigt hat. Zimmer meinte, daß er sehr enttäuscht von seinen Spielern wäre. Verpaßte Blocks, Unvermögen auch nur eine paar Zentimeter beim dritten Versuch zu überwinden, Hits auf den Quarterback, er könne gar nicht alles aufzählen, was schief lief.
Insider sind der Ansicht, daß es in diese Woche ungemütlich in Minnesota wird.

„Es ist schlimm, wenn man merkt, daß einem niemand mehr vertraut. Wenn der Head Coach, der General Manager, der Teambesitzer dir nicht mehr vertrauen, ist das ein schlimmes Gefühl. Ja, ich bin sauer darüber, ich bin angepisst,“ meinte Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick in seiner Pressekonferenz nachdem Spiel gegen die Ravens.
In diesem Spiel war Fitzpatrick nur der Ersatzmann für Geno Smith. Der aber zog sich einen Kreuzbandriss zu und seine Saison ist beendet. Seine Karriere wohl auch, denn es dürfte kaum möglich sein, daß er noch mal ein Team findet, wenn sein Vertrag mit den Jets nach dieser Saison endet.
Also kam Fitzpatrick wieder auf den Platz und lieferte eine solide Leistung ab.
Todd Bowles findet das super. Der Head Coach sagte: „ Wenn Fitzpatrick keine Interceptions wirft, wenn er angepisst ist, kann er von mir aus gerne bei jedem Spiel angepisst sein, das ist super.“
Zur Erinnerung, bevor Fitzpatrick wegen völliger Unfähigkeit auf die Bank gesetzt wurde, und sich deswegen angepisst fühlte, hatte er 11 Interceptions geworfen und führte damit die Liga dieses Jahr an. Nur 6 Touchdowns und lediglich 57,4% vervollständigte Pässe standen auf der Habenseite.

Der Lazarettreport
Cardinals: Wide Receiver Jaron Brown, Kreuzbandriss, Saison beendet.

Packers: Cornerback Damarious Randall wurde an einem Muskelriss operiert. Er fällt etwa sechs Wochen aus.

Eagles: Cornerback Ron Brooks, gerissener Quadrizeps, Saison beendet.

Chargers: Defensive End Caraun Reid, Kreuzbandriss, Saison beendet.

Montag, 24. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 7 - Der Sonntag
catanzaro2Kicker sind das Hauptthema des Spieltags. Sie bekommen Millionen Dollar, nur um für ein paar Sekunden auf dem Platz zu stehen und den Ball durch die Torstangen zu schießen, nachdem ihre Teamkollegen sich über den Platz geprügelt haben und sich dabei Verstauchungen, Prellungen und blutige Nasen geholt haben.
Dann kommt so ein Kicker, blitzsauberes Trikot, frisch und ausgeruht, und tritt den Ball neben die Stangen.
Und kassiert dafür Millionen.
Nie, wirklich nie war das schlimmer, als in dieser Nacht. Nach einem der grauenvollsten Footballspiele aller Zeiten stand es nach der regulären Spielzeit 3:3. Seattle und Arizona mußten in die Verlängerung.
Die Cardinals bekamen den Ball zuerst und Kicker Chandler Catanzaro (Bild) erzielte ein Field Goal aus 45 Yards.
Danach erzielte Seahawks Kicker Steven Hauschka aus 36 Yards den Ausgleich zum 6:6.
Beide Teams zeigten auch in der Verlängerung, daß sie absolut nicht im Stande waren, den Ball mit der Offense nach vorne zu bewegen.
So wechselten die Ballbesitze und die Uhr lief zu einem Unentschieden herab.
Doch 3:19 Minuten vor Ende der Verlängerung kamen die Cardinals noch mal so nah an die Endzone der Seahawks, daß sich ein Field Goal Versuch lohnte. 24 Yards sind ein Jiffy für gute Kicker. Nicht aber für Catanzaro. Der traf zwar den linken Pfosten mit sehenswerter Präzision, aber von da aus sprang der Ball zurück ins Feld und nicht über die Querstange.
24 Yards, wie gesagt.
3:19 Minuten sind eine Menge Zeit und die Seahawks nutzten sie. Auch sie manövrierten sich in eine aussichtsreiche Position für ihren Kicker. Doch aus 28 Yards schaffte es Hauschka den Ball so weit links neben das Tor zu setzen, daß er noch nicht mal im Fangnetz landete, das ja etwas breiter ist.
So blieb es beim 6:6 in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hatte und keine Zuschauer. Und doch stellte das Spiel einen Rekord auf, denn es ist das Unentschieden mit der niedrigsten Punktzahl in der Geschichte der NFL.
Nach dem Spiel sagte Cardinals Head Coach Bruce Arians dann auch, was er von Catanzaros Leistung hielt: „Mach es. Du bist ein Profi. Das ist nicht die High School, Baby. Du wirst dafür bezahlt es zu machen.“

Und Kicker hatten auch anderswo Probleme.
Redskins Kicker Dustin Hopkins traf aus 45 Yards die linke Torstange und wenn man auf das Ergebnis von 20:17 für Detroit sieht, erkennt man, daß dieser Fehlschuß sehr kostspielig war.
Daß es aber auch ganz anders geht, bewies Mr. Automatic Adam Vinatieri.
Der Kicker der Colts erzielte im dritten Viertel ein wichtiges Field Goal aus 33 Yards und stellte mit 43 erfolgreich verwandelten Versuchen in Folge einen neuen NFL Rekord auf.
Sein letzter Fehlschuß war in Woche zwei der Saison 2015.
Indianapolis gewann gegen die Titans mit 34:26.

Es gab noch ein weiteres Spiel, das in die Verlängerung ging, doch das war ein Thriller.
Die Chargers und die Falcons lieferten sich einen ansehnlichen Schlagabtausch.
Und wieder waren es die Schiedsrichter, die mit ihrem Unvermögen maßgeblich zum Ausgang des Spiels beigetragen haben. Und wieder war Julio Jones das Opfer. Es stand 30:30. Der Wide Receiver der Falcons wurde Sekunden vor Spielende behindert, als er einen Paß, der zu einem neuen ersten Versuch gereicht hätte, versuchte zu fangen.
Kicker Matt Bryan traf im vierten Versuch aus immerhin 58 Yards allerdings nur die linke Stange. Verlängerung!
Im ersten Ballbesitz in der Extrazeit kamen die Falcons nur bis an die eigene 45 und hatten dort noch ein Yard zu überwinden. Im dritten Versuch versuchte es Quarterback Ryan selber, erzielte aber keinen Raumgewinn.
Head Coach Dan Quinn wollte nicht punten und ließ den Versuch ausspielen, doch Running Back Devonta Freeman wurde ein Yard zurückgedrängt.
Die Chargers kamen also in einer guten Feldposition in Ballbesitz. Sechs Spielzüge später traf Kicker Josh Lambo aus 42 Yards zum glücklichen 33:30 Sieg für San Diego.
Beide Quarterbacks spielten sich die Seele aus dem Leib.
Matt Ryan: 22 von 34 für 273 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Philip Rivers: 27 von 44 für 371 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Mit seinem 46. Spiel in Folge, in dem Ryan mehr als 200 Passyards erzielte, stellte er einen neuen NFL Rekord auf.

Die Patriots kann man besiegen. Doch dazu hätten die Steelers Quarterback Ben Roethlisberger gebraucht. Wobei, an seinem Ersatzmann Landry Jones gibt es nicht wirklich etwas auszusetzen. Er hat im Rahmen seiner Möglichkeiten ein gutes Spiel abgeliefert. Doch für die Patriots reichte es leider nicht.
Jones Bilanz: 29 von 47 für 281 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Tom Brady: 19 von 26 für 222 Yards und 2 Touchdowns.
Jones hatte das Pech, daß Star-Receiver Antonio Brown sich eine Verletzung am linken Oberschenkel zuzog. Er spielte zwar weiter, aber man sah ihm an, daß er davon behindert wurde.
Die Defense der Steelers hatte Brady gut im Griff, aber nicht ihren ehemaligen Teamkollegen LeGarrette Blount. Der Ex-Pittsburgh Running Back erzielte mit 24 Läufen 127 Yards und 2 Touchdowns.
Da hatte LeVeon Bell von den Steelers mit 81 Yards aus 21 Läufen das Nachsehen. Als Receiver fing Bell noch 10 Pässe für 68 Yards, was ihn mit 149 Gesamtyards dann doch an Blount vorbeiziehen ließ. Doch aus all den offensiven Bemühungen resultierte nur 1 Touchdown und drei Field Goals.
In einem für Teams dieses Kalibers punktarmen Spiel trennen die beiden sich mit einem 27:16 für New England.

Die Vikings und die Eagles hatten eins gemeinsam: Kein anderes Team beschützte den Ball so gut, wie diese beiden.
Doch das Spiel begann mit einem Festival der Fehler. In den ersten fünf Drives des Spiels, gab es fünf Ballverluste. Eagles Quarterback Carson Wentz hatte zwei Fumbles und einen Interception, Vikings Quarterback Sam Bradford eine Interception und einen Fumble.
Danach normalisierte sich das Geschehen. Doch die Defense der Eagles bekam die Oberhand. Minnesota schaffte es nicht, Bradford ausreichen zu schützen und bei fast jedem Wurf stand er unter Druck.
Nachdem die Vikings Mitte des zweiten Viertels nach mühsamer Kleinarbeit zu einem 48 Yards Field Goal kamen, nahm Eagles Wide Receiver Josh Huff den anschließenden Kickoff an und trug ihn unbedrängt zum Touchdown zurück.
Von da an blickten die Eagles nie mehr zurück. Zwar erzielten sie nur 21 Punkte, aber die Vikings kamen erst 34 Sekunden vor Spielende zu einem Touchdown.
Philadelphia haute mit dem 21:10 Sieg die Vikings also aus den Rängen der ungeschlagenen Teams. Schlecht für Minnesota, denn sie waren das letzte ungeschlagene Team und wie die Kommentatoren anmerkten, ist das schlecht weil... Noch nie hat ein Team, das als letztes in der Saison die erste Niederlage einstecken mußte, den Super Bowl gewonnen.
Man kann von solchen Spaßstatistiken halten, was man will, aber so ist es nun mal.
Die Vikings haben viel Arbeit, um Bradford besser zu schützen. Wenn, wie gestern, die Defense mal nicht dominiert, wird es eng.
Und Wunder Rookie Quarterback Carson Wentz von den Eagles ist nach zwei mittelmäßigen Spielen in Folge bei den normalsterblichen Quarterbacks gelandet.

Was so eine kleine Degradierung manchmal bewirkt.
Vor dem Spiel der Ravens bei den Jets war es schwer, den Sieger richtig zu tippen. Die Jets hatten vor, Geno Smith zu starten und bei den Ravens war Joe Flacco nach einer Trainingspause wegen einer schmerzenden Schulter einsatzbereit.
Zwei schlechte Quarterbacks also, doch Smith ist ja dann doch der schlechtere der beiden.
Doch nachdem Smith acht Pässe geworfen hatte, von denen vier für 95 Yards und 1 Touchdown ankamen, verletzte er sich am rechten Knie, als er gesackt wurde.
Also mußte der auf die Ersatzbank verbannte Ryan Fitzpatrick wieder ran.
Er spielte jetzt auch nicht, wie der Fitzpatrick der Saison 2015, aber er spielte wenigstens fehlerfrei, was man von Flacco mal wieder nicht sagen kann.
Fitzpatrick: 9 von 14 für 120 Yards und 1 Touchdown.
Flacco: 25 von 44 für 248 Yards, 0 Touchdowns, aber 2 Interceptions.
So kam es zu einem glücklichen 24:16 Sieg für die Jets, die demnächst dann wohl wieder Fitzpatrick starten lassen.

Jay Ajayi lief den Bills davon.
Der Running Back der Dolphins steuerte 214 Laufyards und 1 Touchdown zum knappen 28:24 Sieg Miamis über den Divisionsrivalen bei. Damit wurde er erst der vierte Spieler der NFL, der in zwei Spielen in Folge jeweils über 200 Yards kam.
Die anderen drei: O.J. Simpson, Earl Campbell und Ricky Williams.
Was für eine Steigerung für einen Running Back, der in den ersten fünf Spielen der Saison insgesamt nur auf 117 Yards kam.

Der Lazarettreport
Lions: Cornerback Darius Slay, Oberschenkel.

Redskins: Cornerback Josh Norman, Gehirnerschütterung.

Bills: Running Back LeSean McCoy, Oberschenkel.
Safety Aaron Williams wurde mit einer Nackenverletzung ins Krankenhaus gebracht, konnte aber mit dem Team zurück nach Buffalo fliegen.

Browns: Quarterback Cody Kessler, Gehirnerschütterung.
Mit Kevin Hogan setzten die Browns danach den sechsten Quarterback in dieser Saison ein.

Jets: Center Nick Mangold, Knöchel

Falcons: Running Back Tevin Coleman, Oberschenkel.
Defensive End Dwight Freeney, Quadrizeps.

Chargers: Defensive Tackle Caraun Reid, Knie.
Cornerback Craig Mager, Gehirnerschütterung.

Eagles: Cornerback Ron Brooks, rechtes Knie

Jaguars: Defensive Tackle Roy Miller, Achillessehne.

49ers: Defensive Lineman Arik Armstead, Schulter.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Kurzberichte
ryan-rex-bills„Nein, ein Ultimatum habe ich ihm nie gestellt,“ meinte Bills Besitzer Terry Pegula Head Coach Rex Ryan (Bild) betreffend, und offenbart damit eine Gedächtnislücke. Wenn man an das Ende der letzten Saison zurückblickt, dann hat der ungeduldig wirkende Pegula genau das getan.
Heute, einen gefeuerten Assistenztrainer, eine Degradierung von Defensive Coordinator Rob Ryan und vier Siege weiter, sehen Terry Pegula und seine Frau, die als Mitbesitzerin eingetragen ist, das ganz anders.
„Wir brauchen Kontinuität,“ sagt Terry heute. „Dabei ist es uninteressant ob Du nach Gas bohrst oder ein Sportteam leitest. Wenn man dauernd etwas ändert klappt am Ende gar nichts.“
Das klingt dann jetzt wie ein Bekenntnis über die Saison 2016 hinaus an Head Coach Ryan. Die Sitzung mit ihm, in der die Pegulas ihn aufforderten Offensive Coordinator Greg Roman nach dem 0-2 Start in die Saison zu feuern, hat gewirkt. Die Offense hat Fahrt aufgenommen.
Später nahm Rex dann seinem Bruder Rob die Verantwortung für die Defense ab, und seitdem stellt sie sich nicht bei jedem Spielzug anders auf, und auch sie funktioniert jetzt wie geschmiert.
Das sind die Bills, die man vor der Saison so hatte erwarten können. Und das gefällt Terry und Kim Pegula. Da kann man sein blödes Geschwätz von gestern auch gerne schon mal vergessen.
Und ganz ehrlich... die Patriots werden es auch mit Tom Brady am 30. Oktober nicht leicht mit diesen Bills haben.

Wir sind blöd, und nur Roger Goodell hat den Durchblick.
Auf die Frage eines englischen Reporters wie man denn die Strafen für häusliche Gewalt und Endzonentänze vergleichen könne, antwortete Goodell: „Ich verstehe daß die Öffentlichkeit diese Dinge nicht versteht und daß es für sie schwer sein kann zu verstehen, wie wir zu unseren Positionen gelangen. Aber das sind Sachen, die wir zu machen haben. Ich glaube das geht viel tiefer und ist viel komplizierter, als es erscheint, aber wir verwenden eine Menge Aufmerksamkeit darauf.“
Endlich ist jetzt alles klar.

Die Rams haben eine Priorität heute gegen die Giants - zu verhindern, daß Odell Beckham jr. einen guten Tag hat. Dabei haben sie es natürlich auf die Hüfte des Wide Receiver abgesehen, die ja bekanntlich angeschlagen ist.
Beckham ist darauf vorbereitet und erwartet einige späte Hits von den Rams Verteidigern. Ob ihm die Vorbereitung hilft, sein Temperament im Zaum zu halten?
Und wird der Schwachsinn mit den Kickernetzen endlich aufhören? Zumindest letzteres wünscht sich Quarterback Eli Manning.
Seit Beckham im Spiel gegen Minnesota aus Wut auf ein Kickernetz eingeschlagen hat, und dieses zurückschlug, hat der Wide Receiver einen Running Gag daraus gemacht... oder das, was er dafür hält.
Er umarmte Kickernetze, er legte sich auf sie, er küßte sie, und damit sollte jetzt halt bitte Schluß sein, meint nicht nur Manning.
Beckham soll sich auf das Spiel konzentrieren und auf gemeine Attacken von Linebacker Alec Ogletree. Bei einem Spiel im Dezember 2014 rammte Ogletree Beckham außerhalb des Feldes zu Boden und hinderte ihn durch einen Griff in die Gesichtsmaske daran, aufzustehen. Beckham warf Ogletree den Ball voller Wut an den Kopf. Daraufhin wurde es richtig munter, denn einige Spieler beider Mannschaften gingen aufeinander los.
Klingt, als könnten wir heute Nachmittag wieder ein munteres Spielchen erleben.

Der Lazarettreport
Texans: Cornerback Kevin Johnson, gebrochener Fuß, Liste der kurzzeitig Verletzten.

Jets: Linebacker Erin Henderson, unbekannte Krankheit, Liste der nicht footballbedingten Verletzungen.

Samstag, 22. Oktober 2016

Kurzberichte
mcadoo-mike2Jetzt kommt die Sache langsam in Fahrt. NFL Chef Goodell setzte Josh Brown auf die Ausnahmeliste. Damit ist der Kicker der Giants nicht mehr spielberechtigt, das aber bei vollen Bezügen.
Wenig begeistert davon wird Giants Head Coach Ben McAdoo (Bild) sein. Er sagte in einer Pressekonferenz, daß er weiter voll an Browns Seite steht. Weiter meinte er, daß das Team noch nicht entschieden hätte ob Brown weiter eingesetzt wird oder nicht.
Diese Entscheidung wurde McAdoo durch die Aktion von Roger Goodell in der Zwischenzeit ja abgenommen. Der Proteststurm, der über die NFL hereinbrach, weil der Frauenschläger nur für ein Spiel suspendiert wurde, war zu groß, und das auch noch im rosa Monat, in dem die Liga so tut, als ob ihr die Gesundheit von Frauen am Herzen liegt. In Wahrheit ist dieses Schweinchenrosagetue natürlich nur eine weitere Möglichkeit für die NFL, Fanartikel zu verkaufen... und positive Werbung für sich zu machen. Da kam die Veröffentlichung des Polizeiberichts am Mittwoch mit Browns Aussagen und Entschuldigungsschreiben irgendwie furchtbar ungelegen.
Die NFL will den Fall jetzt noch mal ganz genau unter die Lupe nehmen und zeitnah entsprechend reagieren. Bis dahin ist Brown freigestellt.
Goodell betonte in einem Interview mit BBC, daß die Suspendierung für ein Spiel völlig angemessen war, nach den Fakten, die die Liga bis dahin vorliegen hatte. Für den Vorfall aus dem Jahr 2015, um den es da ging, wurde Brown zwar angezeigt, aber das Verfahren wurde eingestellt. Die neuen Beweise, die die NFL jetzt sichten wird, könnten ein anderes Ergebnis nach sich ziehen. In ihnen sind auch mehrere Vorfälle aus dem Jahr 2014 dokumentiert.
Durch die Freistellung wurde Browns Kaderplatz frei, so daß die Giants Ex-Bears Kicker Robbie Gould verpflichten konnten, ohne einen anderen Spieler feuern zu müssen.

Ach, wo wir schon mal bei den Giants sind...
Sie haben den zeitlichen Vorteil vor den Rams. Während es für das Team aus New York „nur“ sechs Stunden Zeitunterschied am Sonntag beim Kickoff sind, hängen die Rams neun Stunden hinterher.
Das ist eine ganze Menge mehr. Für die Giants sind es beim Kickoff neun Uhr morgens, für die Rams sind es sechs Uhr früh. Das darf man nicht unterschätzen.
Die Rams sind deshalb schon am Montag in London gelandet, um sich an die europäische Zeit zu gewöhnen. Die Giants kamen erst am Freitag in England an, knappe 48 Stunden vor Spielbeginn.
Morgen Nachmittag werde wir ja dann sehen, wie wach die zwei Teams sein werden.
Als die Rams 2012 noch aus St. Louis anreisten, kamen sie auch schon am Montag, obwohl sie von dort aus auch nur sechs Stunden Zeitunterschied hatten.
Die Patriots kamen erst am Freitag.
Der Erfolg?
Die Rams marschierten in ihrem ersten Ballbesitz zum 7:0 über das Feld. Danach erzielten die Patriots 45 Punkte.

Bleiben wir doch gleich bei den Giants und den Rams, um die es auch in der Rubrik „Zur Kasse bitte“ geht.
Wide Receiver Odell Beckham jr. muß eine Strafe von $24.309 zahlen, weil er nach einem Touchdown noch auf dem Feld seinen Helm abnahm. Das ist nicht erlaubt.

Rams Defensive Tackle Aaron Donald muß $18.231 zahlen, weil er die Line der Lions zu hart attackierte, als die zum Spielschluß einen Spielzug abknieten.

Keinen Spaß versteht die NFL (No Fun League) auch, wenn man das Spielgerät mißbraucht. So muß Redskins Tight End Vernon Davis $12.154 zahlen, weil er den Ball nach einen Touchdown als Requisit für seinen Jubel benutzte. Was auch immer er da machte, es hat den Verantwortlichen der Liga nicht gefallen.

Lions Safety Glover Quinn muß $24.309 wegen unsportlichen Verhaltens zahlen.

Ndamukong Suh wurde nicht bestraft. Die NFL sah sich die Aufnahmen an, die die Steelers ihnen zuschickten. Darauf hatten die Steelers gesehen, daß Suh absichtlich auf ein Bein von Quarterback Roethlisberger getreten war.
Die NFL hat das nicht gesehen.

Zwischen den Patriots und den Bengals ging es hoch her. Jeweils $9.115 mußten wegen diverser Vergehen zahlen: Patriots Tight End Rob Gronkowski, Running Back LeGarrette Blount und Wide Receiver Julian Edelman sowie Bengals Cornerback Dre Kirkpatrick.
Linebacker Vontaze Burfict war ja bereits Anfang der Woche um die Zahlung von $75.000 für die notleidende Kasse der NFL gebeten worden.

Der Lazarettreport
Redskins: Rookie Wide Receiver Josh Doctson, Achillessehne, Saison sehr wahrscheinlich beendet.
Tight End Jordan Reed, Gehirnerschütterung, kann am Sonntag nicht spielen.

Freitag, 21. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 7 - Der Donnerstag.
montgomery-tyEs war das Spiel des Ty Montgomery (Bild). Der Wide Receiver war das Arbeitspferd der Packers. Die Running Backs James Starks und Eddie Lacy fehlten verletzungsbedingt. Lacy wurde am Nachmittag vor dem Spiel auf die Verletztenliste gesetzt. Er muß an seinem Sprunggelenk operiert werden. Da war es klar, daß das Spiel rein auf den Schultern von Quarterback Aaron Rodgers lastete.
Montgomery, der auf der High School Running Back spielte, stellte sich also als Running Back hinter dem Quarterback auf, oft Seite an Seite mit Randall Cobb um Rodgers wenigstens etwas zu entlasten.
Und so erzielte Montgomery mit neun Läufen 60 Yards. 10 gefangene Pässe brachten weitere 66 Yards.
Auch wenn der Wide Receiver Rodgers sehr gut entlastete, warf der Quarterback 56 Pässe. 39 davon kamen an und stellen einen neuen Mannschaftsrekord für die Packers dar. 13 dieser Pässe fing Wide Receiver Davante Adams und blieb damit einen Paß unter dem existierenden Teamrekord.
Blendet man die erste Halbzeit aus, und das letzte Viertel, war es fast ein gutes Spiel.
Vielleicht hätte es ein gutes werden können, hätte sich nicht Bears Quarterback Brian Hoyer im zweiten Viertel den linken Unterarm gebrochen?
Seine Bilanz bis dahin: magere 4 von 11 für 49 Yards, also nicht das Wahre.
Sein Ersatzmann Matt Barkley: 6 von 15 für 81 Yards, 2 Interceptions.
Aaron Rodgers: 39 von 56 für 326 Yards, 3 Touchdowns.
Bears 10, Packers 26

Was interessiert die NFL ihr blödes Geschwätz von gestern im Bezug auf häusliche Gewalt?
Die Giants haben reagiert. Spät, zu spät, aber sie haben reagiert. Sie nahmen Kicker Josh Brown nicht mit nach London und verpflichteten Robbie Gould, den Ex-Bear.
Die NFL ist der größte Maulheld, den es auf diesem Planeten gibt. Daß gerade im pinken Brustkrebsbewußtseinsmonat ein weiterer Skandal mit häuslicher Gewalt die Liga trifft, ist ein echtes PR-Desaster. Was hat die Liga getönt, daß Frauenschläger keine Chance mehr in der NFL bekommen werden. Niemals würde solch ein minderwertiges Subjekt mehr einen Fuß in die Liga bekommen. Sofort würde man auf Vorwürfe dieser Art reagieren.
Was wurde da gelabert?
Scheiße wurde da gelabert!
Die Gleichgültigkeit der Liga gegenüber Frauen kann kein rosa der Welt übertünchen.
Die Beweise im Fall häuslicher Gewalt gegen Giants Kicker Brown liegen bereits seit 2014 vor. Brown gab es gegenüber Giants Besitzer John Mara sogar zu. Anfang dieser Saison wurde Brown deshalb für EIN Spiel gesperrt.
Bedenkt man, daß ein Spieler für vier Spiele gesperrt wurde, weil er vielleicht, unter Umständen, aber nicht wirklich etwas davon gewußt haben könnte, daß seine Balljungen ein paar Bälle nicht genug hätten aufgepumpt haben können, sieht man, was NFL Boß Roger Goodell die Gesundheit einer Frau wert ist.
Aber OK, für Goodell ist die „Integrität des Spiels“ halt wichtiger, als irgendsoeine mißhandelte Frau.
Erst das Geständnis von Brown, das er 2014 an Familienmitglieder und Freunde als eine Art Entschuldigung schrieb, regte die Giants zu einer weiterführenden Reaktion an. Dieses Schreiben wurde am Mittwoch veröffentlicht. Jetzt konnten die Verantwortlichen nichts mehr vertuschen und verheimlichen.
Brown schrieb, daß er sich seiner Frau gegenüber als Gott fühlte und sie wie seine Sklavin behandelte. Er mißhandelte sie verbal und körperlich.
Brown wurde jetzt erst mal nicht mit nach London genommen. Wenn die Giants wieder zurück sind, wollen sie weitere Schritte überdenken.
Frage: „Was gibt es da eigentlich noch zu überdenken?“

Der Treter schlug wieder zu.
Jedenfalls sehen die Steelers das so. Sie reichten eine Beschwerde bei der NFL gegen Dolphins Verteidiger Ndamukong Suh ein.
Der überbezahlte Defensive Tackle ist als gemeiner Treter bekannt (und eigentlich nur dafür). Am Sonntag soll er Quarterback Ben Roethlisberger aufs Bein getreten haben. Das haben die Steelers auf einem Video entdeckt.
Die Liga wird sich das Beweismaterial ansehen.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Kurzberichte
burfict-vontazeFangen wir mit „Zur Kasse bitte“ an.
Bengals Linebacker Vontaze Burfict (Bild) hat mal wieder den Rüpel raushängen lassen. Im Spiel gegen die Patriots machte er den Ndamukong und trat absichtlich auf Running Back LeGarrette Blounts Bein.
Das kostete ihn $75.000. Eine milde Strafe, bedenkt man die vielen Strafen, die dieser schmutzige Spieler bisher schon kassiert hat.
Steelers Running Back DeAngelo Williams bezeichnete Burfict als Gefahr für das Spiel. Seiner Meinung nach hätte der NFL Vorsitzende Roger Goodell Burfict suspendieren müssen, zumindest für ein Spiel. Williams twitterte: „So Roger ist besorgt um die Sicherheit der Spieler, richtig? Wie auch immer, ein bekannter Gewohnheitstäter wurde mit einem Bußgeld belegt, statt ihn vom Platz zu entfernen? Botschaft angekommen??????“
Ganz anders sieht das Marvin Lewis. Der wenig erfolgreiche Head Coach der Bengals hat am Sonntag nichts falsches von Burfict gesehen. Nach dem letzten Touchdown der Patriots zum 35:17 trat Burfict dem am Boden liegenden LeGarrette Blount auf ein Bein. Dafür muß er die Strafe zahlen, nicht für einen Angriff auf Blounts Knie, etwas früher in diesem Drive. Lewis sagte, daß er sich die Szene wieder und wieder angesehen hat, und nicht erkannt hat, das Burfict irgendjemandem irgendwo draufgetreten hat.
Burfict hätte versucht, einem Teamkollegen zu Hilfe zu kommen, dem von einem Patriotsspieler in das Gesichtsgitter gegriffen wurde. Das wäre alles, was er erkennen könnte, meinte Lewis. Diese Strafe, so der Head Coach weiter, wäre nur der Reputation Burficts wegen ausgesprochen worden, und nicht, wegen eines tatsächlichen Vorfalls.
Wie auch immer, es wird als achte Strafe in Burficts 53 absolvierten Spielen in die Bücher aufgenommen. Insgesamt hat das Burfict, die entgangenen Spieltag-Schecks seiner Suspendierung mitgerechnet, bisher $805.400 an Strafen gekostet.
Damit dürfte er dann vor James Harrison von den Steelers liegen.

Eine Strafe aus Woche 1 wurde reduziert.
Patriots Wide Receiver Julian Edelman hatte Cardinals Linebacker Deone Bucannon überhart angegriffen. Dafür sollte er $23.409 Strafe zahlen.
Edelman legte Einspruch gegen die Strafe ein. Am Mittwoch reduzierte die Liga die Strafzahlung auf $9.000.
Allerdings kamen neue $9.115 dazu für ein Griff in das Gesichtsgitter im Spiel gegen die Bengals am Sonntag.

Die 32 Teambesitzer haben ihr Herbsttreffen beendet. In der Abschlußpressekonferenz sprach NFL Commissioner Roger Goodell auch über die sinkenden Einschaltquoten: „Ich glaube nicht, daß es dafür nur einen Grund gibt. Wir sehen uns alle Faktoren an. Jeder hat seine Theorien. Wir wissen, daß zwei unserer Primetimespiele direkt gegen wichtige Wahlkampfdebatten standen. Unsere Donnerstagsspiele stehen im Wettbewerb mit starken Networkserien. Das gibt immer niedrigere Einschaltquoten. Wir suchen keine Entschuldigungen. Wir sehen uns alles an und machen Veränderungen. Viele Leute schalten die Spiele ab, aus vielen unterschiedlichen Gründen.“
Na, dann hoffen wir mal, daß die Verantwortlichen erkennen, daß man zur Hauptsendezeit nur die guten Teams gegeneinander antreten lassen sollte, und nicht die Colts gegen die Texans zum Beispiel.
Die Proteste einzelner Spieler bei der Nationalhymne sieht Goodell übrigens nicht als einen Grund für den Zuschauerschwund.

Oh Mann, was haben die Jets vor der Saison ein Gschiss um Ryan Fitzpatrick gemacht. Der Quarterback war des festen Glaubens, er wäre ein 20 Millionen Dollar Quarterback, nur weil er eine wirklich nicht schlechte Saison 2015 gespielt hatte, zugegeben mit zwei Jets Mannschaftsrekorden.
Die Jets sahen das etwas anders und wollten ihn zu diesem Preis nicht weiterverpflichten. Verpflichten aber wollten sie ihn weiter.
Man einigte sich auf $12 Millionen für 2016.
Und selbst das Geld hätten die Jets besser in den Hudson geworfen, denn Fitzpatrick ist nicht einen Cent davon wert. 5 Touchdowns stehen 11 Interceptions gegenüber. Gegen die Cardinals hatte Head Coach Todd Bowles dann die Nase voll, und setzte Fitzpatrick im vierten Viertel für Geno Smith auf die Bank.
Damit haben wir dann eine Zeitreise zurück zum Anfang der Saison 2015 unternommen. Geno Smith ist jetzt wieder der Starter der Jets und Fitzpatrick sein Ersatzmann.
Natürlich ist es unfair, das Versagen der Jets nur an Fitzpatrick und der Offense festmachen zu wollen. Es ist die Defense, die völlig versagt. Und das, obwohl Head Coach Todd Bowles vorher als Defensive Coordinator unter Head Coach Bruce Arians bei den Cardinals gearbeitet hat. Doch die Defense bekommt weder das gegnerische Laufspiel gestoppt, noch das Paßspiel. Insgesamt liegt die Jets Defense auf Platz 23, die Secondary liegt sogar auf Platz 28.
Die Temperatur unter dem Sitz von Bowles wird heißer. Er kämpft darum, auch 2017 noch Head Coach der Jets sein zu können. Ob das mit dem Wechsel von Fitzpatrick zu Geno Smith klappt?
Vielleicht!
Wenn die Defense auch mal einen Gegner stoppen kann.
Andererseits ist es Zeit an die Zukunft zu denken. Mit 1-5 Siegen ist der Playoffzug für dieses Jahr abgefahren. Fitzpatrick ist nicht die Zukunft, dafür ist er zu schlecht und zu alt. Es ist also Zeit, Smith zu testen und zu sehen, ob man nächstes Jahr einen neuen Quarterback einberufen soll? Smith ist im letzten Jahr seines Rookievertrags. Ihn nach der Saison loszuwerden ist also kostenneutral.
Ein guter Platz unter den Top 5 sollte in der Draft ja drin sein.

Sam Bradford wußte, daß er in Woche 7 im Spiel der Vikings in Philadelphia spielen würde.
Nur daß er für Minnesota spielen würde, das hätte er sich wohl nicht vorstellen können.
Und so kommt es, daß Bradford nicht für sondern gegen die Eagles spielt.
Als Bradford erfuhr, daß die Eagles Carson Wentz in der Draft einberiefen, wollte Bradford sofort weg aus Philadelphia. Da es kein Team gab, das Interesse an dem oft verletzten Quarterback zeigte, machte Bradford gute Mine zum bösen Spiel. Worte wie, war nicht so gemeint, ich bin stolz ein Eagle zu sein, ich werde mich voll für mein Team einsetzten und ähnlich einstudierter Quatsch war deshalb von ihm zu hören.
Dann kam die saisonbeendende Knieverletzung von Teddy Bridgewater in Minnesota. Die Eagles hatten volles Vertrauen in Carson Wentz und ließen Bradford gehen. Eine Win-Win Situation für beide Teams.
Bradford beweist zur Zeit, was für ein guter Quarterback er ist, wenn er gesund bleibt, und Wentz hat Kurs auf den Titel Rookie des Jahres genommen.
Daß man Wentz erst auf Platz 25 und Bradford gar erst auf Platz 28 in der Quarterback-Statistik findet, irritiert dabei etwas. Doch beide tun, was man von ihnen verlangt, und das relativ fehlerfrei. Wentz hat erst eine Interception geworfen, Bradford Null.
Den Rest erledigen das Laufspiel und die Verteidigungen. Dabei ist die Minnesotas allerdings klar die bessere Mannschaft.
Wird interessant zu sehen, wie die beiden Teams versuchen werden sich auszutricksen.

Oma oder Late Night Show?
Das war die Frage.
Dallas Rookie Quarterback Dak Prescott hatte die Einladung zu einer Abend-Talkshow vorliegen, die ihm ein nettes Sümmchen eingebracht hätte. Die Cowboys haben am Sonntag spielfrei und deshalb etwas Freizeit, so das Prescott die Einladung durchaus hätte annehmen können.
Doch statt dessen flog er lieber nach Louisiana, um seine Großmutter zu besuchen.
„Football und Familie, darauf liegt mein Fokus. Meine Familie ist mir wichtiger als irgendso eine Show,“ sagte Prescott dazu.
Und Football liegt weiterhin noch vor ihm, denn die Cowboys gaben bekannt, daß Prescott in Woche acht starten wird.

Der Lazarettreport
Redskins Tight End Jordan Reed hat eine Gehirnerschütterung verschwiegen um weiterspielen zu können.
Er erzählte der Presse am Mittwoch, daß er im Spiel gegen Baltimore vor zwei Wochen eine Gehirnerschütterung erlitten hat. Letzte Woche wurde die Verletzung von den Teamärzten entdeckt und gegen die Eagles durfte Reed nicht spielen.

Bills: Running Back McCoy mußte das Training am Mittwoch mit einer Oberschenkelzerrung abbrechen. Sein Einsatz gegen Miami ist gefährdet.

Dolphins: Die Befürchtungen bewahrheiteten sich. Für Safety Reshad Jones ist die Saison mit einer Schulterverletzung Zuende.

Packers: Running Back Eddie Lacy wird mehrere Wochen mit seiner Knöchelverletzung ausfallen.

Bears: Wide Receiver Eddie Royal tut ein Zeh weh. Er kann nicht gegen die Packers spielen.

Ravens: Quarterback Joe Flacco hat Schmerzen in der rechten Schulter. Sein Einsatz gegen die Jets ist gefährdet.

Die besten Spieler der Woche 6
AFC

OFFENSE: RB JAY AJAYI, MIAMI DOLPHINS

DEFENSE: LB DONT’A HIGHTOWER, NEW ENGLAND PATRIOTS

SPECIAL TEAMS: P DREW KASER, SAN DIEGO CHARGERS

NFC

OFFENSE: WR ODELL BECKHAM, JR., NEW YORK GIANTS

DEFENSE: DE DAVID IRVING, DALLAS COWBOYS

SPECIAL TEAMS: K JAMISON CROWDER, WASHINGTON REDSKINS

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Kurzberichte
jones-jerry5Cowboys Besitzer Jerry Jones (Bild) sagt „Amen“ zum geplanten Umzug der Raiders nach Las Vegas. Der einflußreiche Teambesitzer hat auch den Umzug der Rams nach Los Angeles tatkräftig unterstützt.
Da kann also fast nichts mehr schiefgehen.
Zum geplanten Einsatz von Quarterback Tony Romo in Woche acht hat er mittlerweile eine etwas andere Meinung. Letzte Woche war Romos Einsatz für ihn alternativlos. Aber anders als manche Politikerin sieht Jones allerdings mittlerweile eine Alternative. Der überzeugende Sieg gegen Green Bay hat Jones ins Schwanken gebracht. Ein Einsatz von Dak Prescott, auch wenn Romo wieder einsatzbereit ist, ist für ihn mittlerweile nicht mehr undenkbar.
Schön, wenn Menschen so intelligent sind, und nach Alternativen suchen und diese auch sehen.

Bill Belichick stammt aus der Vor-Jederzeit-erreichbar-Zeit, als an den Telefonen noch Schnüre waren und man nicht panisch wurde, wenn das Handy mal zwei Minuten nicht geklingelt, gebrummt oder gesonstwas hat.
Und sein Surface mußte seinen Frust über die neue Technik erleben. Sein Surface Tablet wurde zum Surf Ace Tablet, als der Head Coach der Patriots es in Woche vier wütend von sich schleuderte.
„Wie Sie sicher bemerkt haben, bin ich fertig mit Tablets,“ meinte er dazu zur Presse. „Sie sind mir einfach zu unzuverlässig. Ich bleibe bei den Bildern, wie einige andere Head Coaches auch, weil sie sich auch nicht auf die unzuverlässige Leistung der Tablets verlassen. Ich kann das nicht mehr ertragen.“
Wenn man bedenkt, wie einsilbig Belichick gewöhnlich bei seinen Antworten ist, und dann für seine Erklärung zur Unbrauchbarkeit des Tablets fünf Minuten opferte, kann man erkennen, wie sehr ihn das beschäftigte.
Nennen wir das jetzt mal ein Werbedebakel für Microsoft.
Die Firma reagierte auch sofort: „Wir respektieren Coach Belichicks Entscheidung, stehen aber hinter der Zuverlässigkeit unseres Surface.“
Auch die NFL selber bangte wohl um die Werbemillionen Microsofts und betonte sofort, daß die Tablets sehr zuverlässig wären und von den meisten Mitarbeitern begeistert benutzt würden.

„Wir wollen ihn einfach killen,“ sagte Broncos Cornerback Chris Harris.
Er meinte damit seinen ehemaligen Teamkollegen, Texans Quarterback Brock Osweiler. Dem Ärmsten galt dieser martialische Spruch.
Harris ist sauer: „Wir wissen, daß er uns verlassen hat. Es ist wie es ist. Ich bin ziemlich sicher, daß er gewinnen möchte. Und wir wollen ihn furchtbar schlagen. Wir wollen viele Interceptions.“
Und wieder hat die NFL Mist gebaut, als sie die erbärmlichen Texans in ein Monday Night Football Spiel schickten, auch wenn es Osweiler gegen sein altes Team ist. Ein Quotenbringer dürfte das nicht gerade werden.

Sag mir wo die Zuschauer sind
Und doch, die NFL such nach Antworten wegen der sinkenden Einschaltquoten im US TV.
Zwar klagen die Teambesitzer auf hohem Niveau, aber 11% Verlust in den ersten sechs Wochen sind bedenklich. Die NFL Spiele führen die Quoten in ihren Zeitschienen weiter unangefochten an, aber eben doch mit weniger Zuschauern, als die NFL es gewohnt ist.
Wahljahr, heißt eine Antwort.
Stimmt zum Teil. Einige Male haben Donald Trump und Killary Clinton sich bekämpft, wenn parallel ein NFL Spiel lief, aber diese Ausnahmen jetzt als Erklärung für den kompletten Zuschauerverlust festzumachen ist zu simpel. Selbst wenn man sieht, daß eine der Debatten, die zeitgleich zum Monday Night Football Spiel der Falcons in New Orleans lief, 84 Millionen Zuschauer hatte und ein Wortgefecht, daß parallel zum Sunday Night Football Spiel der Giants in Green Bay lief, 69 Millionen Zuschauer.
Die NFL sollte doch mal bei sich selber nach den Gründen suchen. Seit Jahren nimmt die Qualität der Spiele ab und zwar drastisch. Die Donnerstagsspiele sind Schrott. Zu viele Strafen, zu viele Unterbrechungen, und jetzt auch noch zu wenige Stars. Peyton Manning im Ruhestand, Tom Brady idiotischerweise für vier Spiele suspendiert.
Auch die Proteste vieler schwarzer Spieler, die die Nationalhymne boykottieren um damit gegen eine in ihren Augen extreme Polizeigewalt zu protestieren, werden von Experten als Grund für TV-Zuschauerschwund herangezogen. Die Zuschauer hätten sich abgewandt um damit gegen die Proteste zu protestieren.
Auch haben sich die Sehgewohnheiten geändert. Vielleicht hat die NFL gar keinen Zuschauerschwund, denn viele Leute gucken die Spiele mobil auf dem Handy oder Tablet oder was es da sonst noch gibt. Diese Zahlen werden (noch) nicht erfaßt.
Oder vielleicht liegt es doch einfach an der miesen Qualität vieler Spiele und der unglücklichen Ansetzung der Primetimespiele?
Woche 2 N.Y. Jets at Buffalo, zwei Teams, die letztes Jahr nicht in die Playoffs kamen und das zu Recht.
Philadelphia at Chicago, zwei große TV Märkte, aber wer will die Bears sehen?
Woche 3 Houston at New England, die Texans? Echt?
Wieder Chicago, dieses Mal in Dallas.
Atlanta at New Orleans, zwei Teams, die letztes Jahr nicht in die Playoffs kamen und das zu Recht.
Woche 4 Miami at Cincinnati, kein Kommentar.
Woche 5 Arizona at San Francisco, wer will die 49ers sehen?
Tampa Bay at Carolina, die Buccaneers? Echt?
Woche 6, Houston at Indianapolis, eine Spiel zweier Teams aus der grauenvollsten Division der Liga.
Zwar weiß man natürlich vorher nicht, ob diese Spiele vielleicht doch gut werden, aber viele scheinen vorsichtshalber schon mal Abstand davon zu nehmen, um ihre Zeit nicht zu verschwenden.
Die TV Anstalten jedenfalls sagen bereits, daß sie die sinkenden Einschaltquoten ernst nehmen müssen und diese in die Überlegungen der nächsten TV Rechte Verhandlungen einbeziehen werden.
Und spätestens jetzt müßten die Alarmglocken in der New Yorker NFL Zentrale grell schrillen.

Der Lazarettreport
Buccaneers: Wide Receiver Vincent Jackson, linkes Knie, Liste der kurzzeitig Verletzten.

Jets: Wide Receiver Eric Decker wurde erfolgreich an der Hüfte operiert, Ausfallzeit etwa acht Monate.
Decker stand schon mit einer gerissenen Rotatorenmanschette auf der Verletztenliste.

Packers: Cornerback Sam Shields, Gehirnerschütterung, Liste der kurzzeitig Verletzten.
Running Back Eddie Lacy hat einen sehr stark schmerzenden Knöchel, James Starks fällt sechs Wochen aus.
Da holten die Packers Ersatz Running Back Knile Davis von den Chiefs. Kansas City erhält für ihn eine späte Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft.
Green Bay versucht jetzt Davis schon für das Donnerstagsspiel gegen Chicago einsatzbereit zu kriegen. Das heißt, daß es ein sehr eingeschränktes Offensesystem für ihn geben wird.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 6 - Der Montag
rodgers-aaron-35654Langsam ist es genug. Wieder läßt einen ein Nacht-Spiel mit unzähligen Fragen zurück. Als erstes würde ich gerne wissen: Womit haben wir das verdient?
Und...
Warum spielt ein Großteil der Teams in dieser Saison so absolut unterirdisch?
Warum dann auch noch ausgerechnet in der Primetime?
Wieso wundert die NFL sich, daß die Einschaltquoten für ihre Spiele in dieser Saison um bis zu 20% gesunken sind?
Wird es bald besser werden?
Die letzte Frage ist leicht zu beantworten: „Nein!“ denn am Donnerstag spielen zwei der schlechtesten Teams der Liga gegeneinander, wenn die Bears in Green Bay antreten. Chicago hat erst einen Sieg auf dem Konto und spielt auch dementsprechend. Green Bay hat zwar bereits drei Spiele gewonnen, aber Quarterback Aaron Rodgers (Bild) wurde am Sonntag von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen.
Nach der absolut verdienten Niederlage gegen Dallas sagte Rodgers, daß er sich jetzt mit einem Scotch auf die Couch zurückziehen wird, und sich den Film des Spiels ansieht. Er wäre selbst sein härtester Kritiker und er sähe sich immer die Filme an, um zu sehen, wo er sich verbessern könne.
Da wird er viel erkennen können, schlechte Pässe in Folge, Ballverluste, Interceptions, keine negative Kategorie, in der Rodgers dieses Jahr nicht an der Spitze liegt.
Wenn er sich die Filme ansehen würde, hätte er dann nicht schon einiges erkennen können, wo er sich verbessern müßte?
Seit Woche acht der letzten Saison hat Rodgers eine Passerwertung von 84 Punkten. Heute liegt er mit 88,4 Punkten auf Platz 23 in der laufenden Saison.
Rodgers, der zweimal der MVP der Liga war.
Wann endlich kriegt er die Kurve und zeigt uns Fans wieder sein Können? Das muß doch noch da sein, irgendwo verborgen unter dem momentanen Unvermögen.
Es sollte doch alles besser werden, durch die Rückkehr von Wide Receiver Jordy Nelson, der letztes Jahr verletzt war. Sein Fehlen wurde doch dafür verantwortlich gemacht, daß die Offense der Packers abstürzte.
Nu isser widder da und nix positives ist zu erkennen.
Aber ich glaube, ich bin abgeschweift. Es ging ja eigentlich um die optische Katastrophe aus dieser Nacht.
Die unsäglichen Cardinals trafen Zuhause auf ein Team, das man nicht als Footballteam bezeichnen kann, weil man damit den Footballsport selber beleidigen würde.
Die schlechten Cardinals also besiegten die bodenlos grottenschlechten Jets mit 28:3, oder so.

Kurzberichte und Der Lazarettreport
Insider gehen davon aus, daß die Raiders beim Treffen der Teambesitzer im Januar ihr OK zum Umzug nach Las Vegas bekommen.
Zur Zeit sammelt die NFL noch Informationen, die für oder gegen einen Umzug sprechen. Doch seit feststeht, daß die Stadtverwaltung den Bau eines neuen Stadions abgenickt hat, hat der Umzugszug ordentlich Fahrt aufgenommen.

Die Operation an Ben Roethlisbergers Knie ist gut verlaufen.
Gegen die Patriots soll am Sonntag Landry Jones starten. Das wirft die Frage auf, welches Spiel der 22 Uhr Schiene man an Stelle dessen ansehen soll?
So eine richtige Alternative gibt es da nicht.
In Woche acht haben die Steelers spielfrei. Danach hofft Head Coach Tomlin, daß sein Quarterback wieder einsatzbereit sein wird.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. spielte einen Großteil des Spiels gegen Baltimore mit einer Hüftverletzung.
Dennoch entschied er das Spiel mit einem sehenswerten 66 Yards- Touchdown.
Ob er gegen die Rams in London spielen kann, steht noch nicht fest.

Nach nur zwei Spielen ist Tom Brady bereits im MVP Rennen.
Bisher lag Falcons Quarterback Matt Ryan in Front, doch der Quarterback der Patriots ist ihm bereits hart auf den Fersen.

Obwohl Colin Kaepernick gegen Buffalo nicht das Gelbe vom Ei war, soll der Quarterback der 49ers auch nächste Woche wieder starten.

Nach seinem schweren Migräneanfall hat Broncos Head Coach Gary Kubiak am Montag wieder das Training des Teams geleitet.

Cowboys Wide Receiver Dez Bryant hat die Reporter aufgefordert ihn nicht mehr nach seinem Status zu fragen.
„Meinem Knie geht es gut, ich werde gegen Philadelphia spielen,“ sagte er.

Die Dolphins befürchten, daß Safety Reshad Jones eine gerissene Rotatorenmanschette hat.
Wenn die Untersuchungen den Verdacht bestätigen, ist seine Saison beendet.

„Das war schon etwas besonderes,“ meinte Dolphins Running Back Jay Ajayi zu seinem 204 Yards-Spiel.
204 Yards gegen eine Steelers Defense, von der man eigentlich annahm, daß sie zu den besten der Liga gehören würde.
Ein 100 Yards-Spiel hat Ajayi noch nicht vorzuweisen. Er ging direkt über die 200. Hürde. Sein bestes Spiel bis dahin... 48 Yards.
Erstaunlich für einen Running Back, der die beleidigte Leberwurst spielte, als er erfuhr, daß die Dolphins Arian Foster verpflichtet hatten. Danach ließ Ajayis Trainingsfleiß in der Vorbereitungszeit merklich nach.
Seine 204 Yards zeigen nun deutlich auf, daß die Steelers doch etwas überbewertet in die Saison 2016 gegangen sind.

Texans Cornerback Kevin Johnson brach sich im Overtimesieg gegen die Colts einen Fuß. Er wird auf unbestimmte Zeit ausfallen.

Die NFL untersucht einen Angriff von Bengals Vontaze Burfict auf die Knie von Patriots Tight End Martellus Bennett.
Burfict gehört zu den schmutzigsten Spielern der Liga und hat eine Serie von verbotenen Aktionen aufzuweisen.
Klingt nach einer weiteren Geldstrafe.

Montag, 17. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 6 - Der Sonntag
prescotttrifftfavreRookie trifft Legende, so kann man das Bild rechts betiteln. Cowboys Quarterback Dak Prescott hatte die Chance, ein paar Worte mit Brett Favre zu wechseln.
Die Legende der Packers bekam in der Halbzeitpause seinen Hall of Fame Ring verliehen und damit hatten die Fans im Lambeau Field wenigstens einen positiven Moment in diesem Spiel.
Wie steigert man grausam?
Grausam, grausamer, Packers Offense.
Weder Head Coach McCarthy noch Quarterback Rodgers verstehen, warum sie auf Pressekonferenzen immer wieder nach dem Versagen der Offense gefragt werden?
Immer wieder wehren sie diesbezüglich Fragen mit angewidertem Augenrollen ab.
Nun, sie sollten sich dieses Spiel ansehen, dann würden sie die Fragen der Reporter verstehen.
„Niemand kommt in unser Haus, ohne einen Preis dafür zu bezahlen. Nicht jetzt, niemals,“ sagen Clay Matthews und Aaron Rodgers in einem der lustigsten Werbespots, die zur Zeit laufen.
Doch... die Cowboys kamen gestern in das Haus der Packers und zahlten es dem Heimteam heim. Dabei nahmen sie zwei Rekorde mit nach Hause.
Zahlen mußte nur Green Bay, und zwar Lehrgeld.
Rookie Quarterback Dak Prescott stellte mit 163 Pässen in Folge ohne Interception einen neuen NFL Rekord für Spieler, die ihre NFL Karriere beginnen, auf.
Bisheriger Rekordhalter ein gewisser Tom Brady.
Kurz danach war es dann so weit, oder?
Prescott verlor den Ball bei einem Passversuch, als sein Arm nach hinten ging. Seine Hand kam leer zurück, deshalb war es kein Interception, sondern ein Fumble.
Der erste abgefangene Ball in Prescotts Karriere kam dann 20 Sekunden vor Ende des dritten Viertels, nach 176 Passversuchen ohne Fehlwurf.
Und auch Rookie Running Back Ezekiel Elliott wollte nicht ohne neuen NFL Rekord aus Wisconsin abreisen. Er erzielte im vierten Spiel in Folge über 130 Laufyards und das war noch keinem Rookie Running Back zuvor gelungen.
Und die Packers?
Nun, die wurden vom eigenen Publikum ausgebuht. Das hat man in Green Bay noch nicht erlebt, in dieser Intensität. Die Offense bekam überhaupt nichts auf die Reihe und die Defense hatte keine Chance gegen die O-Line der Cowboys und deren Wunder-Rookies.
Ob Rodgers und McCarthy kapieren, warum die Fans sie ausgebuht haben?
Wohl eher nicht. Sie wissen ja gar nicht, wovon die Rede ist und machen voll weiter auf Realitätsverweigerung.
Die Quarterback Bilanzen:
Prescott: 18 von 27 für 247 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception, 2 Fumbles von denen einer an die Packers ging.
Rodgers: 31 von 42 für 294 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception, 2 Fumbles von denen einer an die Cowboys ging.
Dallas 30, Green Bay 16

Wer den kompletten Wahnsinn will, der ist bei den Saints sehr gut aufgehoben.
So war auch das Spiel gegen die Panthers wieder nichts für schwache Nerven, aber ein Fest für Offense-Fans.
21:0 führte New Orleans bereit im ersten Viertel, bevor die Panthers realisierten, daß da ein Footballspiel stattfand. Mit 24:10 für die Saints ging es in die Halbzeit, und der Wahnsinn begann.
24:17, 31:17, 31:24, 31:30, weil Panthers Kicker Gano den Extrapunkt verschoß, 38:30 und noch sechs Minuten zu spielen. Unendlich viel Zeit also.
Drei Minuten später gab es dann den Anschluß zum 38:36 durch einen Touchdownlauf von Panthers Quarterback Newton. Beim fälligen Zweipunkteversuch sorgte er auch mit einem weiteren Lauf in die Endzone für den 38:38 Ausgleich.
Der Wahnsinn hatte den Höhepunkt erreicht.
Doch Saints Quarterback Drew Brees sorgte nicht nur für einen weiteren NFL Rekord, sondern auch für den Marsch in Field Goal Reichweite.
11 Sekunden vor Schluß traf Kicker Lutz aus 52 Yards zum 41:38 Endstand.
Die Quarterback Bilanzen:
Brees: 34 von 49 für 465 Yards, 4 Touchdowns, 1 Interception
Newton: 27 von 47 für 322 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Die Steigerung von gut?
Gut, besser, Brees.
Brees stellte mit seinem 15. 400 Yards Spiel in der regulären Saison einen neuen NFL Rekord auf und zog an Peyton Manning vorbei.
Die Steigerung von schlecht?
Schlecht, schlechter, Newton.
Gut verlieren kann er schlecht, das wissen wir ja von Cam Newton. Und auch nach diesem Spiel verließ er einfach wieder die Pressekonferenz, dieses Mal bereits nach 90 Sekunden. Das waren 59 Sekunden weniger, als nach seiner Super Bowl Pressekonferenz.
Die wird er dieses Mal wohl nicht erleben, denn mit jetzt 1-5 Siegen sind die Chancen auf das Erreichen des Super Bowls, ja gar der Playoffs, doch recht klein.

Daß er mit seinem gerissenen Meniskus im linken Knie weiterspielte, war keine gute Idee von Ben Roethlisberger.
Kurz vor der Halbzeit zog der Quarterback der Steelers sich diese Verletzung zu, spielte aber trotzdem weiter.
Doch das hätte er besser gelassen.
Pittsburgh konnte nur einen Touchdown erzielen, und den bereits im ersten Viertel. Schon vor Big Bens Verletzung sah das Team nicht gut aus.
Die Dolphins nutzten diese schwache Vorstellung Pittsburghs zum 30:15 Sieg.
Bereits heute wird Roethlisberger operiert. Mit etwas Glück könnte er nur 3-4 Spiele verpassen.
Seine unterirdische Bilanz: 19 von 34 für 189 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Ryan Tannehill: 24 von 32 für 252 Yards.

„Das ist nicht, wer wir sind,“ meinten die Bengals nachdem sie von den Cowboys aus Dallas geprügelt wurden.
Gegen die Patriots hatten sie sich viel vorgenommen. Nun, das haben viele andere Teams vor ihnen auch schon. Allerdings hielten die Bengals sich daran und gestalteten die erste Halbzeit sehr ausgeglichen. Sie hielten Tom Brady, der von seinen Heimfans frenetisch empfangen wurde, gut in Schach. So führte New England nur 10:7 als es in die Kabinen ging.
Doch Patriots Head Coach Bill Belichick ist der Meister der Halbzeitjustierung. Nach der Pause bekam der Tiger sein Fell abgezogen.
Am Ende stand es 35:17 für New England, und damit war das Ergebnis standesgemäß.
Mit einer Bilanz von 21 aus 31 für 254 Yards und 1 Touchdown hätte Andy Dalton Cincinnati gegen viele Gegner zum Sieg führen können, doch nicht, wenn auf der anderen Seite wohl beste Quarterback aller Zeiten steht. Bradys Bilanz: 29 von 35 für 376 Yards, 3 Touchdowns.
Die Bengals haben dieses Jahr wohl eine neue Marschrichtung. Statt ihre Fans erst in den Playoffs zu enttäuschen, enttäuschen sie sie dieses Jahr schon in der regulären Saison.
Und doch, die Bengals sind das, was sie schon in Dallas waren.

Die Steigerung zu dumm?
Dumm, dümmer Bears!
Sie schafften es, sich Zuhause eine 13:0 Führung zu Beginn des letzten Viertels von den Jaguars abnehmen zu lassen.
VON DEN JAGUARS!
ZUHAUSE!
IM LETZTEN VIERTEL!
Genug dazu.
Ach so, noch der Endstand, Jaguars 17, Bears 16.

Eine nicht geahndete Passbehinderung entschied das Spiel der Falcons in Seattle.
Lange hatten die Seahawks die Lufthoheit in ihrem Stadion. Zur Pause führten sie 17:3 und es sah nicht danach aus, als würden sie noch auf die Verliererstraße geraten können.
Doch Atlanta kämpfte sich heran. Nicht nur das, zum Beginn des letzten Viertels führten sie mit 24:17.
Matt Ryan erzielte 220 seiner 335 Passyards in der zweiten Halbzeit.
Seine Bilanz: 27 von 42 für 335 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception.
Sein Gegenüber Russell Wilson: 25 von 37 für 270 Yards.
Selbst als die Seahawks auf 24:23 verkürzen konnten, sah es noch gut aus für die Falcons, da sie den Extrapunktversuch von Hauschka blocken konnten.
Kurz nach der Zweiminutenwarnung aber traf Hauschka, und zwar aus 44 Yards zur 24:26 Führung.
In drei Passversuchen von der eigenen 25 erzielte Atlanta danach kein einziges Yard mehr. Im vierten Versuch holte Quarterback Matt Ryan kräftig aus und traf Wide Receiver Julio Jones an Seattles 35. Mit 90 Sekunden auf der Uhr hätte man es jetzt noch zumindest zu einem Field Goal schaffen können.
Doch Jones konnte den Ball nicht fangen, weil Cornerback Richard Sherman den rechten Arm von Jones festhielt. Eine ganz klare Passbehinderung... die allerdings von den sieben Blinden in Zebrastreifen nicht gesehen wurde.
Falcons Head Coach Dan Quinn hatte sie gesehen und teilte das dem Schiedsrichter an seiner Seite auch lautstark, sehr lautstark, mit. Doch auch wenn Quinns Kopf Millimeter vor dem Platzen stand, es änderte nichts, blind bleibt blind.
Sollen wir jetzt blind mit blind, blinder, Schiedsrichter steigern?
Es ist schade, wenn ein so ausgezeichnetes Spiel durch die offensichtliche Unfähigkeit der Schiedsrichter am Ende so ausgeht.
Da ist es auch kein Trost, daß Seahawks All-Pro Safety Earl Thomas nach dem Spiel sagte: „Sie haben uns das Beste abverlangt.“
Atlanta 24, Seattle 26.

Der Lazarettreport
Packers: Cornerback Damarious Randall, Leiste
Wide Receiver Davante Adams, Gehirnerschütterung.

Cowboys: Cornerback Morris Claiborne, Gehirnerschütterung.

Ravens: Sie verloren nicht nur das Spiel mit 23:27 gegen die Giants, sondern auch Terrell Suggs. Der Star-Verteidiger zog sich einen Bizepsriss zu.

Browns: Safety Jordan Poyer erwischte es ganz schlimm. Er zog sich eine Gehirnerschütterung zu und einen Nierenriss.
Daß die Browns gegen die Titans verloren (26:28) muß ich doch nicht erwähnen?

Dolphins: Tight End Dion Sims, Gehirnerschütterung.

Das Spiel der Colts in Houston endete 23:26 nach Verlängerung. Zusätzlich verloren die Colts noch Tight End Dwayne Allen mit einer Knöchelverletzung, und Wide Receiver Phillip Dorsett mit einer Oberschenkelzerrung.
Bei den Texans zog sich Cornerback Jonathan Joseph eine Verletzung an einem Unterarm zu, die heute genauer untersucht wird.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Kurzberichte
ryan-matt9Bisher bewegt sich Falcons Quarterback Matt Ryan (Bild) auf MVP Kurs. Mit 1.740 Passyards, 12 Touchdowns, nur 2 Interceptions und 121,6 Passerwertungspunkten führt er die NFL an.
Mit 4-1 Siegen führt Atlanta die NFC South an. Nächster Verfolger ist Tampa Bay mit 2-3 Siegen. New Orleans und Carolina liegen mit jeweils nur einem Sieg abgeschlagen am Boden der Division.
Das hat nichts zu bedeuten, sind die Falcons doch auch 2015 mit 5-0 Siegen hervorragend in die Saison gestartet, nur um dann gerade mal auf 8-8 zu kommen.
Das soll dieses Jahr nicht passieren. Die einzige Niederlage in dieser Saison kam in Woche 1 gegen die Buccaneers. Da sahen die Falcons aus, wie das Team, das in der Saison 2015 so versagt hat. Doch die Falcons bekamen danach Luft unter die Flügel und flogen von Sieg zu Sieg.
Heute geht es gegen einen anderen Raubvogel, die Seahawks. Und das Wetter wird eine Rolle spielen. Die Dome-gewohnten Falcons müssen sich in Seattle auf kräftige Winde und leichten Regen einstellen. Werden Matty Ice und sein Team auch damit klarkommen?
Seattle steht mit 3-1 Siegen an der Spitze der NFC West und muß sich gegen die unerwartet aufmüpfigen Rams wehren, die ihnen mit 3-2 Siegen im Nacken sitzen.
Quarterback Russell Wilson und die Seinen sind die äußeren Bedingungen gewohnt. Nachdem die Defense der Broncos in den letzten Spielen erschreckend versagt hat und auf Platz fünf der Statistik abgerutscht ist, stehen jetzt die Seahawks in dieser Kategorie auf Platz eins. Damit bekommt die beste Offense der Liga es erneut mit der besten Defense der Liga zu tun, wie es zuvor schon gegen die Denver Broncos der Fall war.
Klingt schon wieder nach einem guten 22 Uhr Spiel.

Während das kleine Pro7maxx ab 19 Uhr wieder mit Livespielen der NFL auf Quotenjagd geht, zeigt der große Bruder Pro7 ab 20:15 Uhr den Film Blind Side. Hauptdarstellerin Sandra Bullock bekam für ihre Leistung darin 2010 einen Oscar.
In dem Streifen wird gezeigt, wie die NFL Karriere des Offensive Tackles Michael Oher begann.
Die Karriere des mittlerweile 30-jährigen nähert sich dem Ende. Seine beste Zeit hatte er bei den Baltimore Ravens. Mit ihnen gewann er Super Bowl XLVII.
Momentan ist er bei den Panthers unter Vertrag.
Spielen kann er heute nicht, denn er ist im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Für Footballfans ist der Film sehr interessant, in dem auch viele bekannte College Head Coaches Auftritte haben. Doch diese Fans werden wohl eher ein Live-Spiel gucken, als diesen alten Schinken aus dem Jahr 2009.

Ja, es ist noch mitten in der Saison und die Playoffs sind noch in weiter Ferne. Dennoch ist das Bild, das zeigt, wie die Playoffs aussähen, wenn sie heute begännen, recht lustig.
Die Steelers und die Vikings als die Nummern eins ihrer Conferences. Dallas und Oakland als die klaren Nummern zwei.
Die Panthers ohne jede Chance, wie auch die Jets, die sich doch so viel für 2016 vorgenommen hatten.
Doch, ja, der Blick lohnt sich:
AFC Playoff Picture
Wild Card round
No. 6 Baltimore Ravens (3-2) at No. 3 New England Patriots (4-1)
No. 5 Denver Broncos (4-1) at No. 4 Houston Texans (3-2)

Divisional round
Der schwächste AFC Wild Card Sieger at No. 1 Pittsburgh Steelers (4-1)
Der stärkste AFC Wild Card Sieger at No. 2 Oakland Raiders (4-1) 

NFC Playoff Picture
Wild Card round
No. 6 Philadelphia Eagles (3-1) at No. 3 Atlanta Falcons (4-1)
No. 5 Green Bay Packers (3-1) at No. 4 Seattle Seahawks (3-1)

Divisional round
Der schwächste NFC Wild Card Sieger at No. 1 Minnesota Vikings (5-0)
Der stärkste AFC Wild Card Sieger at No. 2 Dallas Cowboys (4-1)
Da sind interessante Paarungen dabei. Mal sehen, wer von diesen Teams es dann letztlich wirklich in die Playoffs schafft?

Der Lazarettreport
Cam Newton muß noch eine Untersuchung eines unabhängigen Neurologen überstehen, dann darf er wieder spielen.
Der Quarterback der Panthers soll heute noch mal untersucht werden.
Sollte er das OK bekommen, würde er gegen die Saints starten.

Gehirnerschütterungen sind es auch, die zwei Spieler der Redskins vom Einsatz abhalten.
Tight End Jordan Reed und Rookie Safety Sua Cravens sind definitiv raus.

Bei den Packers hat Running Back James Stars Knie und kann nicht spielen.
Starter Eddie Lacy hat Knöchel und sein Einsatz ist gefährdet.

Die Patriots setzten Linebacker Jonathan Freeny mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste.

Und dann gibt es noch zwei traurige Nachrichten.
Dennis Byrd, ehemaliger Defensive Lineman der Jets, wurde bei einem Autounfall getötet. Er wurde nur 50 Jahre alt.
Ein 17-jähriger kam mit seinem Ford Explorer von seiner Fahrbahn ab und raste auf die Gegenspur. Dort prallte er frontal in den Hummer von Byrd. Der Unfallverursacher und ein 12 Jahre alter Passagier in Byrds Wagen wurden in kritischen Zustand ins Krankenhaus gebracht.
Byrds NFL Karriere kam am 29. November 1992 zu einem brutalen Ende.
Er kollidierte bei einem Sack mit Teamkollege Scott Mersereau und brach sich dabei die Wirbelsäule. Die erste Prognose lautete, daß er nie wieder würde gehen können.
Doch nach ein paar Monaten konnte er wieder gehen.
Die Nr. 90, die Byrd trug, wurde 2012 von den Jets zur Ruhe gesetzt.

Nur 32 Jahre alt wurde Quentin Groves.
Der ehemalige NFL Linebacker spielte für die Jacksonville Jaguars (2008–2009), Oakland Raiders (2010–2011), Arizona Cardinals (2012), Cleveland Browns (2013), Houston Texans (2014), Tennessee Titans (2014), Buffalo Bills (2015).
Groves war zum Zeitpunkt des Todes in Trinidad, wo er den Geburtstag seiner Tochter feierte.
Er starb im Schlaf, wie es heißt. Die Todesursache ist noch nicht bekannt.

Samstag, 15. Oktober 2016

Kurzberichte
bradys-trikotDer Superstar ist zurück und die Fans wollen ihn sehen.
Noch nie waren Eintrittskarten für ein Spiel im Gillette Stadion so teuer, wie die für das Spiel der Patriots am Sonntag gegen die Bengals.
Die Fans lassen es sich etwas kosten, den ersten Auftritt von Quarterback Tom Brady 2016 im Heimspiel gegen Cincinnati sehen zu können.
Der Durchschnittspreis für eine Karte auf dem zweiten Kartenmarkt lag am Freitag bei $550. Damit liegt der Preis über dem für die Playoffspiele der Patriots. Das beinhaltet auch das Championship Spiel 2014 gegen die Colts, in dem der Schwachsinn mit Tom Bradys Suspendierung begann. Zur Erinnerung: Der Quarterback wurde für vier Spiele gesperrt, weil er unter Umständen vielleicht etwas davon gewußt haben könnte, daß die Bälle für ihn in dem Spiel nicht voll aufgepumpt hätten gewesen sein können.
Mit den zu lasch aufgepumpten Bällen in der ersten Halbzeit erzielten die Patriots 17 Punkte, mit den korrekt aufgepumpten Bällen in Durchgang zwei 28.
Erkennt jemand den Unterschied?
Die Preisliste auf dem zweiten Kartenmarkt führen dieses Jahr die Broncos mit durchschnittlich $399 an. Auf Platz zwei folgen die Patriots mit $390.

Die Legislative in Las Vegas hat dem Bau eines Stadions für die Raiders zugestimmt.
Der Neubau soll $1,9 Milliarden kosten. $750.000 sollen die Steuerzahler tragen, $650.000 Sheldon Adelson, der das Projekt betreibt und $500.000 die Raiders.
Der Stadtrat stimmte mit 28:13 für das Stadion. Eine Komfortable Mehrheit. Dennoch wird gemurrt, weil die Abstimmung im Schweinsgalopp durchgeboxt wurde und nicht genug Experten angehört wurden, die Gegenargumente hätten einbringen können.
Jetzt muß noch die Mehrheit der 32 Teambesitzer der NFL zustimmen, bevor die Raiders tatsächlich umziehen dürfen. 24 Teambesitzer müssen ihr OK geben.
Die Raiders haben 2020 als Umzugstermin im Auge. Oakland würde das Team also 2019 zum letzten Mal erleben.
Das Team der University of Nevada, Las Vegas würde das Stadion auch nutzen. Die Rebels würden Miete an die Betreibergesellschaft zahlen.

Das Erfolgsrezept der Bills?
Wechsel!
Nachdem sie Offensive Coordinator Greg Roman gefeuert haben, haben sie mit Anthony Lynn drei Spiele in Folge gewonnen. Er hat die offensiven Spielzüge vereinfacht, und das tat der Offense gut.
Doch auch auf der defensiven Seite gab es einen Wechsel. Der lief etwas unbeachteter ab, weil Defensive Coordinator Rob Ryan nicht gefeuert, sondern nur degradiert wurde.
Zwar gilt Rex` Zwilling immer noch als Chef der Defense, doch die Spielzüge gibt Defensive Coordinator Dennis Thurman ein. Er hat die Defense genau so von überflüssigem Müll entrümpelt, wie Lynn die Offense.
KISS heißt die Devise. Das steht nicht für die grellbemalte Rockgruppe aus den 70ern sonder für Keep It Simple, Stupid, also halt es einfach, Trottel.
Die exotischen Blitze von Ryan wurden gestrichen, ebenso wie die ewig wechselnden schrillen Aufstellungen etc.
Jetzt wird grundsolider, simpler, Old-School Football gespielt.
Das Rezept: „Einfach aufstellen und dem Gegner in den Hintern treten,“ geht in Buffalo zur Zeit voll auf.
Der Erfolg?
3-2 Siege, darunter ein (von Roger Goodell geschenkter) 16:0 Erfolg gegen die Patriots.

Carson Wentz hat eingeschlagen wie eine Bombe.
Der Rookie- Quarterback der Eagles führt die Trikotverkäufe in den ersten fünf Wochen der Saison an.
Auf Platz zwei folgt Von Miller von den Broncos.
Die Wunder-Rookies der Cowboys findet man auf Platz vier (Running Back Ezekiel Elliott) und sieben (Quarterback Dak Prescott).

Zur Kasse bitte
NFL steht für No Fun League. Das müssen immer mehr Spieler erkennen.
Jede Woche lassen sich die Verantwortlichen bekloppte Sachen einfallen, um Spieler zu bestrafen und abzuzocken. Jetzt wird man von der Liga sogar schon bestraft, wenn man den starken Max macht.
Das mußte Carlos Hyde erfahren. Der Running Back der 49ers spannte nach einem gefangenen Paß seine starken Bizeps an, und das kostete ihn $9.115. Hyde machte den Fehler, seine Kraft nicht zu verstecken, sondern sie direkt gegen einen Gegenspieler zu richten. Und das verbietet die Regel 12, Section 3, Article 1 (i) (3).
Weiter wurde bestraft: Eagles Defensive Tackle Fletcher Cox, $9.115 weil er Lions Quarterback Stafford den Helm vom Kopf riss.

Der Lazarettreport
Welche Spieler werden für morgen als „Out“ gelistet?
Browns: Quarterback Josh McCown, Schulter.

Cowboys: Cornerback Sam Shields, Gehirnerschütterung.
Tight End Jared Cook, Knöchel.

Lions: Running Back Theo Riddick, Knöchel.
Tight End Eric Ebron, Knöchel und Knie.
Defensive Tackle Haloti Ngata, Schulter.

Bengals: Sie müssen weiter auf den ersten Einsatz von Tight End Tyler Eifert warten.

Ravens: Linebacker Elvis Dumervil, Fuß.

Dolphins: Tight End Jordan Cameron, Gehirnerschütterung.
Cornerback Xavier Howard, Knie.

Raiders: Running Back Latavius Murray, Zeh.

Rams: Cornerback Trumaine Johnson, Knöchel.

Freitag, 14. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 6 - Der Donnerstag
rivers-philip6Nach der Niederlage gegen die Chargers wurde Broncos Offensive Tackle Russell Okung ins Krankenhaus eingeliefert. Er zeigte gehirnerschütterungsähnliche Symptome und sollte genauer untersucht werden. Er konnte mit dem Team zurückfliegen.
Head Coach Gary Kubiak sah sich das Spiel von Zuhause aus an, weil er nach der Niederlage gegen die Falcons mit einem schweren Migräneanfall ins Krankenhaus gebracht worden war. Er sah ein Broncos Team, dessen Defense gegen die starke Offense der Chargers kaum ein Mittel fand und dessen Offense furchtbar versagte.
Erst kurz vor der eigenen Endzone konnten die Broncos die Chargers aufhalten und sie so zu vier Field Goals zwingen. Davor aber marschierte San Diego mit langen und weiten Drives nach Belieben über den Platz.
Broncos Quarterback Trevor Siemian mühte sich redlich und warf 50 Pässe. Davon kamen 30 an für 230 Yards und 1 Touchdown. Doch es brachte keine zählbaren Erfolge, denn 10 der 13 Punkte kamen nur deshalb zustande, weil Spieler der Chargers nahe der eigenen Endzone den Ball an Denver verloren.
Die Chargers beendeten eine 15 Spiele dauernde Auswärtssiegesserie der Broncos in der Division. Dabei holten sie sich selber vom Haken.
Offiziell sind die Chargers das beste 1-4 Team gewesen, das jemals so in eine Saison gestartet ist, denn sie erzielten in jeder dieser Niederlagen über 30 Punkte. Insgesamt hatten sie die vier Spiele mit der Differenz von 14 Punkten verloren.
So schlecht waren sie also gar nicht, bis auf die Einbrüche in den Schlußminuten.
Dieser Einbruch drohte auch in dieser Nacht wieder, doch die Offense Denvers war zu schwach, die Gelegenheit beim Schopf zu packen. Eine Strafe wegen Holding nullifizierte einen Touchdown von C.J Anderson fünf Minuten vor Spielende, der das 21:16 hätte bringen können. Der dann fällige Zweipunkteversuch hätte Denver noch auf 21:18 heranbringen können. Im anschließenden Versuch verlor Wide Receiver Demaryius Thomas den Ball und die Chargers eroberten ihn.
So blieb die Rekordnacht von Quarterback Philip Rivers (Bild) von einer weiteren Schmach verschont.
Philips brachte 18 seiner 29 Pässe an. Mit den 179 Yards die dabei heraussprangen, überholte er die Chargers Legende Dan Fouts. Der erzielte in seiner Karriere 43.040 Passyards für San Diego, Rivers hat jetzt 43.094 auf seinem Konto... und hat ja noch eine Weile vor sich.
Der knappe, zu knappe, 21:13 Sieg San Diegos könnte Head Coach Mike McCoy den Job gerettet haben... vorerst!
Die Chargers müssen lernen, auch im letzten Viertel noch Gas zu geben. Nur dann können sie mit ihren jetzt 2-4 Siegen noch an den Broncos (4-2) und den Raiders (4-1) vorbeikommen.

Kurzberichte
Für Dak Prescott ist die Sache klar. Die Rookiesensation sagte, daß die Cowboys Tony Romos Team sind. Prescott betonte, daß das von vornherein klar war. Er hätte nur sein Bestes versucht, um das Team im Wettbewerb zu halten (was ihm gelungen ist).
Daß Prescott 155 Pässe in Folge ohne Interception warf, und damit einen neuen NFL Rekord für Rookies aufstellte, ist dabei nicht wichtig. Auch der 4-1 Start in die Saison und die alleinige Spitzenposition in der NFC East spielen keine Rolle. Auch daß die Offense der Cowboys hinter der der Falcons die zweitbeste der NFL ist, ist ohne Belang.
Wenn Romo zurückkommt, was in Woche acht erwartet wird, dann tritt Prescott ohne zu murren ins zweite Glied zurück. Er ist froh, stolz und glücklich, daß er dem Team so gut hat helfen können, meinte Prescott. Er würde gerne spielen, aber wenn die Nr. 1 zurückkommt, dann wird die Nr. 1 starten.
Prescotts Zeit wird kommen. Bei Romos Verletzungsanfälligkeit eher früher als später.

In Carolina trainierte Cam Newton den zweiten Tag in Folge.
Die Gehirnerschütterung des Quarterbacks scheint auskuriert.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Kurzberichte
brady-tom-5Brady (Bild) auf Gronk... Touchdown... kennt man... ist Standard bei den Patriots.
Doch drei Touchdowns von Brady auf Martellus Bennett später etabliert sich ein neuer Standard. Zwei fangsichere Tight Ends für Brady, das bedeutet double trouble für die Verteidigung. Double Trouble wie damals 2010-12, als der Gronk noch mit dem verurteilten Mörder Aaron Hernandez zusammen die Verteidigungen aufmischte.
Für Bennett war es das erste drei Touchdown Spiel in seiner neun Jahre dauernden Karriere. Doch da werden noch mehr solcher Spiele folgen, mit einem Quarterback, der zwar älter, aber nicht schlechter wird.
Zugegeben, man kann ein Spiel gegen die Browns nicht als Maßstab heranziehen, doch das was Brady in seinem ersten Spiel nach seiner idiotischen Suspendierung zeigte, und was ihn zum AFC Angreifer der Woche machte, das sah so aus, als ob sich das wie ein roter Faden durch den Rest der Saison ziehen wird. Mit den Bengals steht als nächstes ein etwas besserer Gegner auf dem Plan, bevor dann in der Woche danach mit den Steelers ein echter Gegner wartet. Obwohl, mit 379 zugelassenen Yards pro Spiel findet man die Steelers Defense erst auf Platz 25 der Stats. Das ist erschreckend weit unten. Bennett und Gronkowski werden da das ein und das andere Yard hinzufügen. Nicht zu vergessen die Wide Receiver Julian Edelman und Danny Amendola. Auch Running Back LeGarrette Blount darf man nicht vergessen.
Dank eines unerwarteten 3-1 Starts in die Saison, trotz der durch Commissioner Roger Goodell angezettelten Wettbewerbsverzerrung, sind die Patriots ganz glasklar auf Super Bowl Kurs. Brady, Bennett und den Gronk kann man nicht stoppen.
Sorry Patriots-Hasser... ist so.

Es scheint so, als wäre die NFL Greg Hardy endgültig los.
Bisher stand ja noch immer die Drohung im Raum, daß der ehemalige Defensive End der Panthers und Cowboys noch mal ein Team findet, das dumm genug ist, ihn zu verpflichten.
Doch Hardy hat sich bereits anderweitig umgesehen. Er trainiert seit einigen Monaten fleißig, um ein Käfigkämpfer zu werden.
Hardy hat vor in die Mixed Martial Arts (MMA) zu gehen.
„Ich bin voll fokussiert und begeistert meine MMA Karriere zu starten,“ meinte Hardy dazu.
Doch Vorsicht Mr. Frauenschläger, die Jungs im Achteck schlagen zurück.

Der Super Bowl Kater, der die Panthers befallen hat, ist kein neues Phänomen. Der befällt nicht nur die Verlierer des großen Spiels, sondern oft auch die Sieger.
Selten erreicht ein Verlierer im Jahr darauf noch mal das Endspiel. Nur zwei Teams in den 50 Jahren des Super Bowls, haben nach einer Niederlage im Jahr darauf das Spiel gewonnen, die Cowboys 1971 und die Dolphins 1972.
Der 1-4 Start Carolinas läßt vermuten, daß das Team dieses Jahr nicht in die Playoffs kommen wird. Nur 6% der Teams, die mit 1-4 in die Saison starten, erreichen die Playoffs. Im Gegensatz zu dem sehr leichten Spielplan von 2015, haben die Panthers dieses Jahr stärkere Gegner, und damit werden sie nicht so leicht fertig.
Doch oft kommt nach dem Super Bowl Kater im zweiten Jahr danach ein Aufschwung. Den haben die Denver Broncos erlebt, die von den Seahawks im Super Bowl 48 verprügelt wurden, ein schlechtes Jahr erlebten, und dann im Super Bowl 50 die Panthers verprügelten.
Also, alles schon dagewesen.

Die Steelers nahmen den kürzlich von den Bills gefeuerten Running Back Karlos Williams ins Trainingsteam auf.

Colin Kaepernick hat den restrukturierten Vertrag mit den 49ers unterschrieben.
Damit entfallen seine Garantiegehälter im Verletzungsfall. Er auf der anderen Seite, darf sich nach der Saison ein neues Team suchen.

Ben Roethlisberger hat eine Ahnung, wieso die Steelers so oft so viele Verletzte haben. Der Quarterback glaubt, daß es am zu harten Kontakttraining liegt.
Im Sommer wurde dem Team attestiert, daß sie das härteste Training aller 32 Mannschaften absolvieren.
„Wir haben zu viel hartes Kontakttraining mit Pads,“ sagte Big Ben dazu. „Das könnte der Grund für unsere Verletzungsanfälligkeit sein.“
Die Verletztenliste der Steelers beinhaltet: Linebacker Ryan Shazier (Knie), Receiver Markus Wheaton (Schulter), offensive Tackle Marcus Gilbert (Knöchel), Guard Ramon Foster (Brust), Safety Robert Golden (Oberschenkel), Fullback Roosevelt Nix (Rücken) und Receiver Eli Rogers (Zeh), defensive End Cameron Heyward (Oberschenkel).
Laut Roethlisberger sind das alles Opfer der zu harten Trainingsmethoden von Head Coach Mike Tomlin.

Brett Favre kann sich in Tony Romo hineinversetzen. Der Hall of Fame Quarterback der Packers kann sich vorstellen, daß Romo so bald wie möglich wieder die Cowboys führen möchte. Doch andererseits wäre es nicht intelligent, den bisher Fehlerfrei aufspielenden Dak Prescott auf die Bank zu setzen.
Erst wenn der Rookie- Quarterback anfangen sollte zu schwächeln, sollten die Cowboys über einen Quarterback- Wechsel nachdenken, meinte Favre.
Damit steht er nicht alleine. Doch es kommt nur darauf an, was Jerry Jones will. Und der Teambesitzer der Cowboys möchte den überbezahlten Romo auf dem Platz sehen, sobald er wieder einsatzbereit ist.

Ob Quarterback Trevor Siemian in dieser Nacht gegen die Chargers spielen kann, das steht noch nicht fest.
Kickoff 2:25 Uhr. Kostenloser Livestream auf Twitter.

Der Lazarettreport
Panthers: Quarterback Cam Newton darf mit seiner Gehirnerschütterung wieder ein leichtes Training aufnehmen.

Redskins: Tight End Jordan Reed zeigte im Training gehirnerschütterungsähnliche Symptome.

Browns: Nachdem er sich in Woche 2 ein Schlüsselbein brach, nahm Browns Quarterback Josh McCown wieder das Training auf.

Jets: Sie setzten Wide Receiver Eric Decker mit einer angerissenen Rotatorenmanschette auf die Verletztenliste. Ihn erwartet nach einer Operation eine achtmonatige Rehaphase.

Die besten Spieler der Woche 5
AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS

DEFENSE: CB NICKELL ROBEY-COLEMAN, BUFFALO BILLS

SPECIAL TEAMS: K ADAM VINATIERI, INDIANAPOLIS COLTS

NFC
OFFENSE: RB DAVID JOHNSON, ARIZONA CARDINALS

DEFENSE: CB DARIUS SLAY, DETROIT LIONS

SPECIAL TEAMS: PR-WR JAMISON CROWDER, WASHINGTON REDSKINS

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Kurzberichte
Kaepernick-Colin-afro„Das stinkt,“ meinte Blaine Gabbert. Der degradierte Quarterback der 49ers ist gar nicht erfreut darüber, daß er seinen Platz für Colin Kaepernick (Bild) räumen muß.
Gegen die Bills wird am Sonntag definitiv Colin Kaepernick starten
Doch realistisch betrachtet kann es mit Kap nicht schlechter gehen. Fünf Touchdowns Gabberts stehen sechs Interceptions gegenüber. Das ist keine Bilanz, auf die man als NFL Quarterback stolz sein kann. Von seinen 150 geworfenen Pässen kamen nur 87 an. Das sind magere 58%. Nur Aaron Rodgers von den Packers ist mit 56,12% noch mieser als Gabbert.
Da kann man als Verantwortlicher auch mal ausprobieren, wie denn der nächste in der Reihe den Job macht. Immerhin hat Kap die Niners mal in den Super Bowl geführt. Das zwar mit einem fähigen Head Coach, der etwas von seinem Job verstand, aber immerhin.
Nach dem Super Bowl Auftritt ging es mit Kaepernick bergab. Heute kennt man ihn nur noch als Captain Protest weil er die Nationalhymne boykottiert um dadurch auf die Polizeigewalt in den USA hinzuweisen.
Rein Äußerlich hat er seinen Look seiner inneren Einstellung angepaßt. Heute trägt er seine Frisur als sogenannten Afrolook und sieht aus wie ein Nebendarsteller aus der Kinoserie Shaft aus den 70ern.
Ab jetzt wird er also diese „Haarpracht“ unter den Helm zwängen und zeigen, ob er es noch drauf hat.
Wenn er gut spielt, wird er sich für andere Teams qualifizieren, denn nach der laufenden Saison will er San Francisco auf jeden Fall verlassen.

Carson Palmer hat das Gehirnerschütterungsprotokoll erfolgreich durchlaufen. Er darf wieder spielen.
Bis zum Spiel gegen die Jets hat er noch einen Tag länger, um wieder fit zu werden, denn das ist das Monday Night Football Spiel.

Die Lions verpflichteten den vor Kurzem von den Ravens gefeuerten Justin Forsett.
Die Lions sind schwach besetzt auf der Running Back Position nachdem sie Ameer Abdullah in Woche zwei mit einer Fußverletzung verloren.

Die Browns feuerten Quarterback Charlie Whitehurst, der am Sonntag noch den verletzten Cody Kessler ersetzte. Doch Whitehurst verletzte sich in den Schlußminuten selber noch am Knie und mußte seinerseits von Wide Receiver Terrelle Pryor ersetzt werden.
Die Browns einigten sich mit ihm über eine Abfindung, bevor sie ihn entließen.
Kessler hat seine Rippenprellung so weit ausgeheilt, daß er nächsten Sonntag vielleicht wieder starten kann.

„Einspruch abgelehnt,“ hieß es für Lane Johnson. Er hatte gegen seine Sperre wegen des zweiten Verstoßes gegen die Drogenpolitik der Liga Einspruch eingelegt.
Der Offensive Lineman der Eagles ist somit für die nächsten 10 Spiele suspendiert.

Es ist zwar kein Anfall von Rinderwahnsinn, aber Altersstarrsinn könnte es schon sein.
Cowboys Besitzer Jerry Jones sagte, daß Tony Romo der Nr. 1 Quarterback ist, sobald er wieder gesund ist. Ihn interessiert es anscheinend nicht, daß die Offense seines Teams mit Dak Prescott seit Jahren endlich mal wieder ordentlich läuft.
Wenn Romo wieder einsatzbereit ist, wird er starten.

Die Vikings verlieren O-Liner nach O-Liner. Gestern verpflichteten sie Tackle Jake Long, um die Line wieder etwas aufzupolstern.
Long hat selber Knieprobleme und ist seit 2014 in keinem Spiel mehr gestartet.
Bevor er diese Probleme bekam, spielte er viermal im Pro Bowl.

Sieben Teams stehen mit 1-4 Siegen da, eines mit 0-5.
Dennoch sind nicht alle Head Coaches dieser Teams von der Entlassung bedroht. Ron Riveras Job in Carolina gilt trotz der miesen Leistungen der Panthers als sicher.
Anders sieht es bei Mike McCoy (Chargers), Gus Bradley( 1-3 Jaguars), Todd Bowles (Jets) aus, und selbst Marvin Lewis (2-3 Bengals) ist nicht mehr sicher.
Lewis ist viel zu lange schon erfolglos in Cincinnati tätig. Zwar führt er das Team mit schöner Regelmäßigkeit in die Playoffs, wo es dann mit schöner Regelmäßigkeit das erste Spiel verliert, aber die Art und Weise, wie die Bengals von den Cowboys vorgeführt wurden, das war unterirdisch.
Rex Ryan wird seine Heizung unter dem Trainerstuhl etwas kühler stellen können. Seit der Head Coach der Bills seinen Offensive Coordinator Greg Roman gefeuert hat, hat das Team drei Spiele in Folge gewonnen mit insgesamt 79:37 Punkten. Gäbe es die Patriots nicht, würde Buffalo die AFC East anführen.

Natürlich steht auch Dolphins Head Coach Adam Gase unter Feuer.
Um wenigstens etwas zu tun, feuerte er gestern die Offensive Linemen Billy Turner und Dallas Thomas.
Gase sah vor Allem Turner als Hauptschuldigen an, daß Quarterback Ryan Tannehill von den Titans dreimal gesackt wurde.

Panthers Quarterback Cam Newton ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll. Ob er am Sonntag gegen die Saints spielen kann, steht noch nicht fest.
Derweil übt sich Newton im Verkehr Charlottes als Segwayfahrer. Wie ein echter Mann natürlich ohne Helm.
Das, so meinte Head Coach Rivera, wäre Newtons Sache. Immerhin wäre er ein erwachsener Mann, der wissen sollte, was er tut.

Saints Safety Erik Harris wurde erfolgreich an seinem gerissenen Kreuzband operiert. Er zog sich die Verletzung beim Training am Montag zu. Die Saison ist für ihn beendet.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Kurzberichte
Kubiak-Gary2Broncos Head Coach Gary Kubiak (Bild) wird am Donnerstag nicht in der Lage sein, das Team gegen die Chargers zu leiten. Er wurde nach der Niederlage gegen die Falcons mit einer schweren Migräne ins Krankenhaus eingeliefert.
Als Interimstrainer wird Special Teams Coordinator Joe DeCamillis das Team leiten. Die Spielzüge der Offense wird Offensive Coordinator Rick Dennison ansagen.
Am Montag soll Kubiak wieder seinen Aufgaben nachkommen können, sagte General Manager John Elway. Bis dahin wird der 55 Jahre alte Head Coach Zuhause die Krankheit auskurieren.
Wenigstens werden die Broncos wieder auf Trevor Siemian als Starter setzen können. Der Quarterback hat die verletzte linke Schulter auskuriert und gilt als einsatzbereit.

Eine Woche nachdem ihn die Panthers, die in dieser Nacht übrigens mit 14:17 gegen die Buccaneers verloren haben, ihn gefeuert haben, fand Bene Benwikere ein neues Team.
Die Dolphins verpflichteten den Cornerback.

Da mußte ein Bauernopfer her. Quarterback Joe Flacco konnten die Ravens wohl nicht feuern, da setzten sie Offensive Coordinator Marc Trestman vor die Tür.
Quarterback Coach Marty Mornhinweg wird den Job übernehmen.
Die Ravens Offense findet man erst auf Platz 23 in der Statistik.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. mußte letzte Woche $24.309 Strafe wegen unsportlichen Verhaltens im Spiel gegen die Vikings zahlen.
Weitere Zahlungsaufforderungen gingen an Vikings Cornerback Jerick McKinnon, $12.154 auch wegen unsportlichen Verhaltens.
Redskins Cornerback Josh Norman, $9.115, weil er so tat, als würde er einen Pfeil auf den Gegner abschießen.
Panthers Guard Trai Turner war mit $24.309 dabei, weil er einen Schiedsrichter angeschnauzt hat.

Ryan Grigson wehrt sich. Der General Manager der Colts ist der Meinung, daß er deshalb keine gute Verteidigung zusammenstellen konnte, weil Teambesitzer Jim Irsay Quarterback Andrew Luck ein viel zu hohes Gehalt zahlt.
Ja, das mit dem viel zu hohen Gehalt stimmt, der Rest nicht. Grigson hatte genug Zeit Geld für Verteidiger und auch Offensive Linemen auszugeben, bevor Luck das Wahnsinnsgehalt garantiert wurde. Da hätte er handeln können. Daß es jetzt nicht mehr geht, ist klar. Der Platz unter der Gehaltsobergrenze ist durch Lucks $140 Millionen für sechs Jahre furchtbar eingeschränkt.
So wie Grigson bisher agiert hat, kann man das Gehalt Lucks als Schmerzensgeld ansehen. So wie er von anstürmenden Verteidigern unter Druck gesetzt wird, bleibt ihm nur, ewig um sein Leben zu laufen.

Wachablösung in San Francisco?
Nein, leider wird nicht Head Coach Chip Kelly gefeuert. Aber einen Quarterback Wechsel soll es geben. Die ewigen: „We want Kap,“ Rufe der wenigen verbliebenen Fans im Stadion könnten Wirkung zeigen.
Die 49ers wollen den Vertrag mit Colin Kaepernick restrukturieren. Wenn das geschafft ist, womit man bis Freitag rechnet, könnte Kaepernick den doch recht ineffektiven Blaine Gabbert ablösen. Gabbert findet man erst auf Platz 28 in der Statistik, viel schlechter kann es also auch mit dem Nationalhymnenverweigerer nicht werden.
Der neue Vertrag soll den 49ers zusichern, Kaepernick im Verletzungsfall weniger garantiertes Geld zahlen zu müssen. Der Quarterback kann dafür nach der Saison zu einem anderen Team wechseln, wenn er eins findet.
Head Coach Kelly denkt in der Zwischenzeit angestrengt darüber nach, wer gegen die Bills am Sonntag starten soll?

Der Lazarettreport
Steelers: Defensive End Cam Heyward, Oberschenkel, etwa drei Wochen Pause.

Cardinals: Guard Evan Mathis, wurde am Knöchel operiert, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Buccaneers: Running Back Charles Sims, Knie, Liste der kurzzeitig Verletzten.

Vikings: Right Tackle Andre Smith, Trizeps, Saison beendet.

Dolphins: Offensive Lineman Laremy Tunsil, verknackste sich einen Knöchel, als er in der Dusche ausrutschte, einige Wochen Pause.
Die Nackenverletzung von Linebacker Koa Misi könnte Karrierebeendend sein.
Misi wird zunächst sechs Monate versuchen, ohne Operation auszukommen. Wenn das nicht geht, muß er operiert werden, und dann könnte er vielleicht nie mehr spielen.

Patriots: Quarterback Jacoby wurde auf die Liste der kurzzeitig Verletzten gesetzt.

Montag, 10. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 5 - Der Sonntag
brady-tomHurra, der Superstar ist zurück. Nach der dämlichsten Suspendierung aller Zeiten durfte Tom Brady (Bild) endlich wieder spielen.
„Ich habe eine Menge Rost angesetzt,“ meinte der Quarterback der Patriots. Da kamen die Breveland Clowns als Trainingspartner natürlich genau richtig, um ganz gemütlich wieder in den Ernst der Liga hineinzuschnuppern.
Und Brady ließ es langsam angehen... in der zweiten Halbzeit... als der Sieg bereits felsenfest stand. In der ersten Halbzeit erzielte er 271 Passyards, danach nur noch recht genau die Hälfte, nämlich 135. Den Rost dürfte er sich dabei wohl weggespielt haben für die kommenden Aufgaben gegen echte Gegner, wie die Steelers in Woche sieben. Davor geht es noch gegen die Bengals, die gestern in Dallas von den Cowboys aus dem Stadion geprügelt wurden.
Bradys Bilanz gegen Cleveland: 28 von 40 für 406 Yards, 3 Touchdowns, nicht schlecht für einen 39 Jahre alten Veteranen, der Rost angesetzt hat.
Bei den Browns mußte mit Charlie Whitehurst bereits der fünfte Quarterback in dieser Saison ran, nachdem sich Rookie Cody Kessler an den Rippen verletzte.
Das Ergebnis fiel mit 33:13 für New England unglaublich moderat aus.

Wenn in Dallas nicht noch der Rinderwahnsinn ausbricht, dann müßten die Verantwortlichen eigentlich weiter auf Rookie Quarterback Dak Prescott setzen, auch wenn Tony Romo wieder einsatzbereit sein sollte. In Woche 8, nach der Freiwoche, geht es gegen Philadelphia. Da soll Romo wieder spielen, was uns den Spaß an den beiden Super Rookie- Quarterbacks Prescott und Carson Wentz verhageln würde.
Und dabei ist Prescott noch nicht einmal der Wunderknabe der Cowboys. Das ist Rookie Running Back Ezekiel Elliott, der gestern 134 Yards und 2 Touchdowns erzielte.
Damit ist Elliott nicht nur der beste Rookie Running Back der Liga, sondern schlicht der beste Running Back der Liga. Er führt seine Kollegen mit 546 Yards an. An zweiter Stelle folgt der Ex-Cowboy und jetzige Titan DeMarco Murray mit 461 Yards.
Elliott dürfte damit Kurs auf den Titel „Rookies des Jahres“ genommen haben.
Prescott und Elliott sezierten die Bengals, die sich dieses Jahr schon wieder wie ein Playoffteam gefühlt haben. Dieses Gefühl dürfte nach 2-3 Siegen etwas nachgelassen haben.
Zu schwach war das, was die Bengals auf beiden Seiten des Balles gegen die Cowboys zeigten.
Nachdem Dallas mit 28:0 führte, ließen sie es etwas ruhiger angehen. So kam Cincinnati im letzten Viertel auch noch zu 14 Punkten. Der Sieg der Cowboys war aber zu keiner Zeit gefährdet.
Mit 4-1 Siegen führt Dallas die NFC East an, vor den Eagles mit 3-1.

Philadelphia mußte die erste Niederlage in der laufenden Saison hinnehmen und Rookie Quarterback Carson Wentz leistete sich den ersten Fehlpass seiner jungen Karriere.
Das Spiel in Detroit stand auf des Messers Schneide und ging mit 24:23 durchaus glücklich an die Lions.
Wentz warf zwei Touchdownpässe, Matthew Stafford drei.

Daß es in Woche fünf durchaus noch ungeschlagene Teams geben kann ist normal. Sollte aber jemand auf die Minnesota Vikings gesetzt haben, wäre das nicht normal gewesen.
Doch die Vikings sind tatsächlich das einzige noch ungeschlagene Team der NFL.
Gestern bewiesen sie, daß die Texans absolut zu den vernachlässigbaren Teams der Liga gehören, und daß sie selber zu Recht ungeschlagen sind.
Die Defense der Vikings hatte den hilflosen Angriff der Texans völlig im Griff, und Quarterback Sam Bradford gehört tatsächlich zur Elite der NFL Quarterbacks, wenn er gesund bleibt.
Bradford vervollständigte 22 seiner 30 Pässe für 271 Yards und 2 Touchdowns. Damit spielte er den Mannschaftsteil, auf den Houston eigentlich so stolz ist, locker aus.
Brock Osweiler von den Texans bleibt den Beweis seiner zu teuer bezahlten Qualitäten dagegen weiterhin schuldig. Seine Bilanz: 19 von 42 für 184 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Doch wie das so ist, da die AFC South auch dieses Jahr wieder eine Fußabtreter-Division ist, liegen die Texans dort mit 3-2 Siegen an der Spitze.

Das war deutlicher, als das Ergebnis vermuten läßt.
Die Offense der Falcons, die beste der Liga, war stärker als die Defense der Broncos, die stärkste der Liga.
Und die mittelmäßige Defense Atlantas war gut genug, Broncos Rookie Quarterback Paxton Lynch im Zaum zu halten. Er zeigte, daß er nicht die Klasse und die Coolness von Dak Prescott oder Carson Wentz hat. Sechs Mal landete er gestern unter gegnerischen Verteidigern.
Falcons Wide Receiver Julio Jones fing letzte Woche noch Pässe für exakt 300 Yards von Quarterback Matt Ryan. Gestern fing er zwei Pässe für 29 Yards.
Running Back Tevin Coleman war gegen Denver die Nr. 1 von Ryan. Er fing 4 Pässe für 132 Yards und 1 Touchdown.
Ryans Bilanz: 15 von 28 für 267 Yards, 1 Touchdown.
Paxton Lynch: 23 von 35 für 223 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Nach dem 23:16 Sieg steht Atlanta mit 4-1 Siegen alleine an der Spitze der NFC South. Alle anderen Teams haben nur ein Spiel gewonnen. Die Buccaneers spielen aber heute noch gegen die Panthers. Carolina wird ohne Quarterback Cam Newton antreten, da der noch seine Gehirnerschütterung auskuriert.
Denver hat 4-1 Siege, genau wie die Raiders, die gestern knapp mit 34:31 gegen die Chargers gewannen.
Nach der Niederlage wurde Broncos Head Coach Kubiak mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus gefahren.

Der Lazarettreport
Packers: Running Back Eddie Lacy mußte im 23:16 Sieg seiner Packers gegen die Giants vorzeitig mit einer Fußverletzung aufhören.
Safety Chris Banjo, Oberschenkel

Giants: Cornerback Eli Apple und Dominique Rodgers-Cromartie, beide Leiste
Wide Receiver Dwayne Harris, Zeh

Redskins: Linebacker C.J. Mosley, Oberschenkel

Browns: Defensive End Xavier Cooper, Schulter

Vikings: offensive Guard Brandon Fusco, Gehirnerschütterung

Texans: Guard Jeff Allen, Gehirnerschütterung

Jets: New York verlor 13:31 gegen Pittsburgh und Linebacker David Harris, Oberschenkel, Cornerback Darryl Roberts, Schulter und Center Nick Mangold, Knie

Steelers: defensive End Cam Heyward, Oberschenkel
Safety Shamarko Thomas, Leiste

Lions: defensive Tackle Haloti Ngata, Schulter

Rams: Corner Trumaine Johnson, Knöchel

Samstag, 8. Oktober 2016

Ganz kurze Kurzmeldung: Da Hurrikan Matthew die Kurve gekriegt hat und wieder Kurs auf den Atlantik nimmt, hat die NFL entschieden, daß das Spiel der Titans in Miami wie geplant stattfindet.

Freitag, 7. Oktober 2016

Die NFL Einschaltquoten sinken
thursdaynightfootballlogo
Die NFL kennt nur einen Weg, den nach oben. Wachstum ist das Motto. Egal ob es um Einnahmen oder Einschaltquoten geht, die NFL wächst und gedeiht.
Dieses Jahr aber lassen die Einschaltquoten nach. Das zwar nach einem Rekordjahr 2015, aber ein solcher Rückgang wie zur Zeit, der überrascht dann doch.
Natürlich dominieren die Sendungen Thursday Night Football, Sunday Night Football und Monday Night Football die Einschaltquoten am Sonntag, Montag und Donnerstag noch, aber die durchschnittlichen 16,7 Millionen Zuschauer am Montag sind satte 11% weniger als 2015.
Auf der anderen Seite gehen aber etwas mehr Zuschauer in die Stadien, etwa 80.000 in den ersten vier Wochen pro Spiel.
Die NFL folgt A) dem Trend, daß immer weniger Menschen vor den Fernsehern sitzen, und hat B) mit der Präsidentschaftswahl zu kämpfen, die ihre Debattensendungen der Kandidaten gegen die Footballübertragungen ansetzt. So hat der Kabelnachrichtensender FOX News die besten Einschaltquoten seiner 20-jährigen Geschichte.
Die erste Debatte zwischen Donald Trump und Killary Clinton sorgte dafür, daß die Einschaltquote für das Monday Night Football Spiel zwischen Atlanta und New Orleans an dem Abend um 40% absackte. Das nagt natürlich am Durchschnitt.
Die Thursday Night Football Spiele in diesem Jahr waren bisher alle für den Eimer. Wegen der kurzen Vorbereitungszeit der Teams auf dieses Spiel, ist das seit Anbeginn der Serie eine eher öde Angelegenheit. Vom Spiel in dieser Nacht, das die Cardinals mit 33:21 gegen die 49ers gewannen, würde mich nicht die Einschaltquote interessieren, sondern die Ausschaltquote. Die dürfte enorm gewesen sein.
Dennoch sind die NFL Übertragungen absolute Quotenbringer und werden das auch weiterhin bleiben. Vielleicht auf einem etwas niedrigeren Niveau, aber das ist immer noch recht hoch.

Kurzberichte
Eagles Linebacker Nigel Bradham hat einen neuen Spitznamen: „Vollpfosten.“
Defensive Coordinator Jim Schwartz hat ihm den verliehen. Bradham war am Sonntag mit einer geladenen Pistole im Rucksack im Flughafen von Miami festgenommen worden.
Schwartz war nicht erfreut über diese Verhaftung: „Wenn Du Sachen wie ein Vollpfosten machst, wirst Du bald als Vollpfosten bezeichnet,“ meinte Schwartz dazu.
Gegen Bradham läuft bereits ein Verfahren, weil er einen Hotelangestellten geschlagen haben soll. Der Gerichtstermin dafür ist der 17. Januar.

Steelers Wide Receiver Antonio Brown hat seine obszöne Geste nach einem Touchdown erneut teuer bezahlt.
Sein Touchdown „Tanz“ im Spiel gegen die Chiefs am Sonntag kostete ihn dieses Mal $24.309.
Da kam der Wiederholungstäterzuschlag zur Wirkung, denn nach dem ersten Spiel gegen Washington mußte er nur $6.076 zahlen.

„Ein übertriebener Grad von physischen Kontakten auf dem Feld,“ kostet die Falcons eine Menge.
Im Mai haben sie zu hart trainiert, was nach dem geltenden Tarifvertrag nicht erlaubt ist. Das kostet sie 2017 drei Tage an organisierten Teamaktivitäten. Die Spieler werden für diese Ausfalltage allerdings bezahlt.

Der Lazarettreport
Broncos Quarterback Trevor Siemian hat ein leichtes Training aufgenommen.
Ob er mit seiner Schulterverletzung gegen die Falcons spielen kann, ist aber noch nicht sicher.

Packers: Cornerback Sam Shields, Gehirnerschütterung, wird nicht spielen.

49ers: Wie erwartet wurde NaVorro Bowman mit seiner Achillessehnenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.
Im Spiel gegen die Cardinals zog sich Cornerback Chris Davis eine Knieverletzung zu und wurde nach dem Spiel an Krücken gesichtet.

Cardinals: Offensive Guard Evan Mathis und Guard Mike Lupati erlitten beide Knöchelverletzungen gegen die 49ers.

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Kurzberichte
ryan-matt11
Das Spiel der Woche ist unbestritten das der überraschenden Atlanta Falcons bei den ungeschlagenen Denver Broncos.
Falcons Quarterback Matt Ryan (Bild) trägt seinen Spitznamen Matty Ice wieder zu Recht. Im ersten Viertel dieser Saison machte er seine schlechte letzte Saison vergessen.
Doch halt, letztes Jahr starteten die Falcons mit 5-0 Siegen in die Saison, nur um dann auf 8-8 abzustürzen.
Dieses Jahr stehen sie mit 3-1 Siegen alleine an der Spitze der NFC South. Alle anderen Teams dort haben 1-3 Siege. Mit einer Quarterback- Wertung von 126,3 Punkten steht Ryan einsam an der Spitze der NFL Quarterbacks. Eine deutliche Verbesserung zu den 89,0 Punkten, mit denen er die letzte Saison abschloß.
Daß Matt Ryan startet ist klar, aber wer wird bei den Broncos auflaufen?
Trevor Siemian glaubt, daß er es sein wird. Sein Head Coach Gary Kubiak ist da nicht ganz so sicher. Siemian ist an der linken Schulter verletzt und bisher hat er damit nicht trainiert.
Kubiak will sich Zeit mit seiner Entscheidung lassen, wenn nötig bis kurz vor Spielbeginn. Rookie Paxton Lynch hat letzte Woche nicht schlecht gespielt, als er in der zweiten Halbzeit gegen die Buccaneers ran mußte.
Bei den Falcons stehen noch Fragezeichen hinter Wide Receiver Mohamed Sanu (Schulter) und Tight End Jacob Tamme (Hüfte).
Die Situation ist also klar. Atlanta mit der momentan besten Offense spielt gegen die beste Defense der Liga, und die durchschnittliche Offense der Broncos gegen die durchschnittliche Defense der Falcons.
Das klingt nach einem guten 22 Uhr Spiel.

Die Cardinals haben Carson Palmer nicht mit nach San Francisco genommen.
Der Quarterback zog sich gegen die Rams eine Gehirnerschütterung zu, die noch nicht abgeklungen ist.
Sein Ersatzmann Drew Stanton vervollständigte danach nur vier seiner 11 Pässe für 37 Yards und warf zwei Interceptions. Ob er in dieser Nacht besser spielt, weil er besser vorbereitet ist, wird man sehen. Twitter streamt das Spiel wieder kostenlos.
Als Stanton Palmer vor zwei Jahren ersetzen mußte, erzielte er eine Bilanz von 5-3 Siegen, bevor er sich selber am Knie verletzte.
Die Cardinals sind bisher weit unter ihren eigenen Ansprüchen geblieben und stehen mit 1-3 Siegen am Ende der NFC West. 1-3 haben auch die 49ers, bei denen das aber auch nicht anders erwartet wurde.
Bei den Niners werden Defensive Tackle DeForest Buckner (Fuß) und Defensive Back Jimmie Ward (Quadrizeps) nicht spielen.
Die Chancen auf den Ausgang des Spiels stehen 50:50, wie man auch an den bisher abgegebenen Tips im Forum sieht.

Seahawks Wide Receiver Doug Baldwin ist sich sicher, daß es Teambesitzer gibt, die ihren Spielern verbieten an den von 49ers Quarterback Colin Kaepernick initiierten Protesten gegen Polizeibrutalität teilzunehmen.
Er behauptet, daß einige Besitzer ihren Spielern befehlen bestimmte Sachen zu machen. Ihm wäre zu Ohren gekommen, daß ein Besitzer gesagt hat: „Du stehst in der Reihe mit deiner Hand auf dem Herzen und du singst die Nationalhymne, weil ich das will.“ Das findet Baldwin ungeheuerlich.

Die Redskins gaben Safety Donte Whitner einen Einjahresvertrag.
Der 31-jährige hatte 2016 bisher kein Team gefunden.

Die Dolphins werden ihr Teamgelände am heutigen Donnerstag schließen. Hurrikan Matthew wird heute erwartet. Der soll mit Windgeschwindigkeiten von hundert Stundenkilometern des Festland erreichen.
Die Dolphins hatten heute eh einen freien Trainingstag angesetzt. Die Trainer sollen sich Zuhause auf das Spiel gegen die Titans vorbereiten.
Ob das Spiel am Sonntag in Miami stattfinden kann, steht zur Zeit immer noch nicht fest.

Justin Forsett sucht einen Job. Und dafür bietet er sich per Twitter an.
Seit Montag ist der ehemalige Running Back der Ravens arbeitslos. Das Team und er haben sich „einvernehmlich“ getrennt, wie es heißt.

Für Reggie Wayne ist klar, wer Schuld hat am Desaster der Colts. Der ehemalige Star-Receiver des Teams zeigt mit dem Finger auf General Manager Grigson und auch Head Coach Chuck Pagano.
Grigson hat grauenvolle Entscheidungen in der Draft und auf dem freien Spielermarkt getroffen. Er trägt für Wayne die Hauptschuld an der Misere.
Chuck Pagano ist für Wayne ein Head Coach, der Spieler nicht entwickeln kann, und der keine Ahnung vom Gamemanagement hat.
Andrew Luck ist für Wayne das Opfer dieser beiden. Der Quarterback steht unter Dauerdruck und dafür, daß er keine Unterstützung der Line hat, würde er sehr gut spielen, meinte Wayne.
Der ehemalige Wide Receiver glaubt nicht daran, daß das Team 2016 noch mal die Kurve kriegt.

Der Lazarettreport
Und wieder erwischte es einen Charger. Die sind wirklich vom Verletzungspech gebeutelt. Neuester Ausfall ist Cornerback Jason Verrett, der mit einem angerissenen Kreuzband für den Rest der Saison ausfällt.

Bengals Tight End Tyler Eifert verletzte sich im Pro Bowl am Knöchel und konnte deswegen bisher nicht spielen.
In dieser Woche stieg er wieder ins Training ein und verletzte sich am Rücken. Sein Saisondebut gegen Dallas ist damit gefährdet.

Das Training am Mittwoch fand bei den Panthers ohne Cam Newton statt.
Der Quarterback ist im Gehirnerschütterungsprotokoll.

Bears: Wide Receiver Kevin White, gebrochenes linkes Wadenbein, Liste der kurzzeitig Verletzten.

Die besten Spieler der Woche 4
AFC
OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS

DEFENSE: LB ZACH BROWN, BUFFALO BILLS

SPECIAL TEAMS: PR-WR WILL FULLER, HOUSTON TEXANS

NFC
OFFENSE: WR JULIO JONES, ATLANTA FALCONS

DEFENSE: DT AARON DONALD, LOS ANGELES RAMS

SPECIAL TEAMS: P JON RYAN, SEATTLE SEAHAWKS

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Kurzberichte
beckham-odell„Ich habe keinen Spaß mehr,“ sagte ein sehr frustrierter Odell Beckham Jr.(Bild), der gegen die Vikings den Tiefpunkt seiner Karriere mit drei gefangenen Pässen für 23 Yards erlebte.
Der Wide Receiver der Giants glaubt, daß er unter Sonderbeobachtung der Schiedsrichter steht. Nachdem er zum ersten Mal außerhalb des Spielfelds noch getackelt wurde, regte er sich furchtbar auf, besonders deshalb, weil es gegen diese illegale Aktion von Vikings Cornerback Xavier Rhodes keine Flagge gab. Es war Beckham, der für seinen Ausbruch bestraft wurde, und der deshalb nur eine weitere Verwarnung davon entfernt war, vom Platz zu fliegen. Das schien er beherzigt zu haben, denn nachdem er ein zweites Mal außerhalb des Feldes angegriffen wurde, ohne daß eine Flagge flog, hatte er sich besser im Griff und blieb ruhig.
Aber das verhagelt den Wide Receiver die Laune. Zusätzlich ist Beckham frustriert über die schlechten Leistungen der Giants Offense, die zwar nicht schlecht spielt, aber dennoch hinter den Möglichkeiten bleibt, die der Kader eigentlich hergibt.
All das sorgt dafür, daß Beckham den Spaß am Spiel verloren hat.

Die Colts stehen mit 1-3 Siegen furchtbar schlecht da. Schuld ist vor Allem Teambesitzer Jim Irsay, der den unfähigen General Manager Ryan Grigson weiter vor sich hindilettieren läßt. Grigson ist seit Jahren nicht in der Lage eine O-Line zusammenzustellen, die Quarterback Andrew Luck schützen kann. Auch sonst hat Grigson kein glückliches Händchen.
Head Coach Chuck Pagano bleibt dadurch die undankbare Aufgabe, mit dem unzureichenden Personal das Bestmögliche zu erreichen.
Nach der katastrophalen Leistung gegen die Jaguars in London wurde jetzt aber zwei Verteidiger gefeuert, Cornerback Antonio Cromartie und Linebacker Sio Moore.

A.J Hawk hat ein neues Team gefunden. Der langjährige Linebacker der Packers spielte letztes Jahr für die Bengals. Am Dienstag unterschrieb der 32-jährige bei den Falcons.

Der Abschied von Justin Forsett kündigte sich am Sonntag bereits an. Der als Starter in die Saison gegangene Running Back der Ravens war gegen die Raiders nicht aktiv.
Am Dienstag kam die Botschaft, daß er und die Ravens getrennte Wege gehen.
2016 erzielte er mit 31 Läufen 98 Yards in drei Spielen.

Die Chargers vergeigten zum dritten Mal in dieser Saison eine Führung im letzten Viertel.
Das werden sich die Verantwortlichen des Teams sich sehr wahrscheinlich nicht länger ansehen. Da wird die Temperatur unter dem Sitz von Head Coach Mike McCoy wohl noch höher gedreht werden.
Seit dem Start der Saison 2015 hat er eine Bilanz von 5-15 Siegen. Das ist unterirdisch.

Die Polizei hat den Fall genau untersucht und ist zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen.
Aqib Talib hat sich die Schußwunde in seinem Bein selber zugefügt.
Der Cornerback der Broncos wurde in den frühen Morgenstunden des 5. Juni in einem Park in Dallas angeschossen.
Talib sagte aus, daß er einen Schuß hörte und zu Boden fiel. Daraufhin hätten Bekannte ihn in seinen Rolls Royce getragen und ins Krankenhaus gefahren.
Dort wurde festgestellt, daß der Schußkanal vom Oberschenkel zur Wade führte. Von Anfang an stand deshalb der Verdacht im Raum, daß die Wunde selber zugefügt wurde.
Der Abschlußbericht der Polizei sagt jetzt genau das aus.
Talib kann von der NFL wegen dieses Vorfalls suspendiert werden.

Matthew wütet und kann den NFL Spielplan durcheinanderwirbeln.
Ein Hurrikan der Kategorie 4 hat Kurs auf die Ostküste der USA genommen. Die Behörden planen die Evakuierung von einer Million Menschen in South Carolina und Florida. Am Donnerstag könnte Matthew South Florida erreichen.
Collegespiele und NFL Spiele könnten verschoben werden.
Das Spiel der nur wenige Kilometer auseinanderliegenden Washington Redskins gegen die Ravens in Baltimore soll stattfinden. Wasserdichte Kleidung wäre ratsam für die Stadionbesucher.
Momentan wird darüber beraten, ob das Spiel der Titans in Miami besser doch in Nashville ausgetragen werden soll?

Steelers Head Coach Mike Tomlin hat die NFL ernsthaft gefragt, wie sein Wide Receiver Antonio Brown nach einem Touchdown feiern darf, ohne daß das Team einen 15 Yards Strafe bekommt. „Wir brauchen Klarheit darüber, was legal ist und was nicht,“ schrieb Tomlin. „Ich weiß daß Antonio nicht will,daß das für uns negativ ausgeht. Er möchte uns positive Energie rüberbringen und unsere Fans unterhalten. Aber wir müssen detaillierte Klarheit darüber bekommen, was er machen kann und was nicht.“
Geht es noch bekloppter?
Der Typ muß einfach nur aufhören diese obszönen, unappetitlichen Bewegungen mit seinem Unterleib zu machen und gut ist.

Der Lazarettreport
Cardinals: Running Back Chris Johnson, Leiste, Liste der kurzzeitig Verletzten.
Defensive Back Tyvon Branch, Leiste, Liste der kurzzeitig Verletzten.
Quarterback Carson Palmer ist immer noch im Gehirnerschütterungsprotokoll und sein Einsatz am Donnerstag ist sehr unwahrscheinlich.

Cowboys: Guard La'el Collins, wird am Zeh operiert, Liste der kurzzeitig Verletzten.

Man lernt nie aus
Gestern habe ich geschrieben: „Sollte der Spruch, daß die Offense Spiele gewinnt und die Defense Meisterschaften, immer noch gelten, dann werden die Vikings ab jetzt zum engeren Favoritenkreis gehören.“
Und siehe, der Spruch stimmt nicht.
Choosie aus dem Forum hat mich belehrt, daß der Spruch: „Offense SELLS TICKETS, but defense wins championships...", also Offense VERKAUFT TICKETS, aber Defense gewinnt Meisterschaften heißt,“ und von Coach "Bear" Bryant ist.
Dieser Spruch macht auch mehr Sinn, als der andere.
Man lernt halt nie aus. Jahrelang habe ich den Spruch so wiedergegeben, wie ich ihn ganz offensichtlich mal falsch aufgeschnappt habe.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 4 - Der Montag
zimmer-mike24-0 Siege!
Und das mit einem Quarterback, der immer noch das Playbook lernt, aber einer einer nahezu unüberwindbaren Defense. Das sind die Minnesota Vikings.
ESPN Analyst Jon Gruden war schier aus dem Häuschen, als er uns Zuschauern die Qualitäten der von Head Coach Mike Zimmer (Bild) geleiteten Vikings „D“ erklärte. Und das zu Recht.
Die Giants stellen statistisch gesehen die sechstbeste Offense der Liga, doch die Vikings hatten keine Probleme damit.
Auf der anderen Seite gaben die Giants Unsummen aus, um ihre Defense zu verstärken, was bisher nahezu gar nichts gebracht hat. Um die Offense der Vikings zu finden, muß man in der Statistik sehr weit nach unten scrollen, um sie auf Platz 29 zu entdecken. Doch das reichte gestern aus, um die Giants alt aussehen zu lassen.
Und einiges wurde für Minnesota ganz klar: A) Running Back Adrian Peterson muß für das Gehalt, das ihm 2017 zusteht, nicht weiterverpflichtet werden. Wenn man das für zwei brauchbare Running Backs ausgibt, müßte es eigentlich auch laufen für die Vikes. Jerick McKinnon z.B. kam gestern mit 18 Läufen auf 85 Yards und 1 Touchdown.
B) In der momentanen Form, und wenn er gesund bleibt, ist Quarterback Sam Bradford auch 2017 die klare Nr. 1. Teddy Bridgewater könnte dann als Ersatzmann für ihn im Kader bleiben.
C) Das Blair Walsh Project ist ein Horror. Zu oft kämpfen sich die Spieler der Offense durch die gegnerische Defense und riskieren dabei ihre Gesundheit, nur um dann zuzusehen, wie dieser Kicker ihre Anstrengungen zu Nichte macht. Auch gestern setzte er wieder einen machbaren Versuch aus unter 50 Yards neben die Stangen. Mittlerweile kann man froh sein, wenn er wenigstens die Extrapunkte macht.
Wie gut Quarterback Bradford ist, wenn er ohne Verletzung aufspielen kann, zeigt seine Bilanz von 26 aus 36 für 262 Yards und 1 Touchdown.
Eli Manning erzielte 261 Yards, brauchte dafür aber 45 Würfe von denen 25 ankamen. Er blieb ohne Touchdownpass bei 1 Interception.
Sollte der Spruch, daß die Offense Spiele gewinnt und die Defense Meisterschaften, immer noch gelten, dann werden die Vikings ab jetzt zum engeren Favoritenkreis gehören.
Giants 10, Vikings 24.

Kurzberichte
Des Einen Freud, des Anderen Leid.
So ist das nun mal. Während Tom Brady sich darüber freut, gegen die Browns endlich sein erstes Spiel in dieser Saison bestreiten zu dürfen, ist dieser Gedanke für den Head Coach des Gegners, Hue Jackson von den Browns, erschreckend.
Bradys erste Worte zur Presse gestern nach dem Training: „Es macht eine Menge Spaß wieder zurück zu sein.“
Jackson, auf die Frage, wie er die Rückkehr von Brady gerade vor diesem Spiel einschätzt?: „Überhaupt nicht lustig.“
Tom Brady betonte zwar, daß er dieses Spiel nicht als ein besonderes ansieht, und er nicht auf Rache aus wäre, aber daß die Browns auch nach dem nächsten Spieltag noch immer das einzige sieglose Team der NFL sein könnten, davon kann man ausgehen.
Auch Defensive End Rob Ninkovich kommt von einer Suspendierung zurück.
In Buffalo ist es übrigens am Montag Heller gewesen, als sonst. Das kam, weil Bills Head Coach Rex Ryan nach dem glücklichen Sieg in New England immer noch strahlte.

Es ist Woche fünf der Saison, also enden noch andere vier Spieltage dauernde Sperren:
Bills defensive End Marcell Dareus
Bills Offensive Tackle Seantrel Henderson
Dallas Cowboys defensive Lineman DeMarcus Lawrence
San Francisco 49ers Linebacker Aaron Lynch
Falcons Cornerback Jalen Collins
Jaguars Corner Aaron Colvin
Running Back Karlos Williams. Er ist zur Zeit ohne Team
Defensive Tackle Armonty Bryant. Er wurde gestern von den Browns gefeuert.
Und ja, kein Scherz, auch Johnny Manziels Suspendierung endete gestern. Ob der Football-Clown noch mal ein Team findet?

Panthers Head Coach Ron Rivera geht zur Zeit davon aus, daß sein Quarterback Cam Newton nächsten Montag gegen die Buccaneers noch im Gehirnerschütterungsprotokoll sein könnte.
Die Verletzung zog Newton sich zu, als er versuchte nach einen Touchdown zwei Punkte zu erzielen. Dabei wurde er von Falcons Linebacker Jones hart Helm an Helm getroffen.
Eine völlig legale Aktion, denn Newton war in diesem Moment ein Läufer und mit dem darf ein Verteidiger Kloppekopp spielen.
Dennoch ist es natürlich schön, wenn der Head Coach des verletzten Spielers das auch so sieht. Und so gab Ron Rivera Jones seine Absolution, indem er das Offensichtliche extra erwähnte und der Presse sagte, daß der Angriff des Linebackers gegen den Quarterback völlig legal war. Er hätte in der Situation genau dasselbe getan.
Rivera war in seiner aktiven Zeit selber Linebacker.

Oh was waren sie in Tampa Bay erfreut, als sie Jameis Winston nach der langen Pause zwischen den Saisons zum ersten Mal wiedersahen. Ordentlich abgespeckt hatte der Quarterback, und richtig fit sah er aus.
War Winston ein Scheinriese?
Sieht so aus. Head Coach Dirk Koetter ist so gar nicht zufrieden mit dem, was Winston in dieser Saison geleistet hat. „Sehr besorgt,“ nennt Koetter sein Gefühl, wenn er an Winston denkt.
Zwar würde er in seiner Leistung keinen Rückschritt erkennen, meinte Koetter, aber Fortschritte wären leider auch nicht zu erkennen.
Acht Interceptions in vier Spielen wären zu viel. Daran müßte jetzt gearbeitet werden.
Wäre da nicht Ryan Sixpatrick von den Jets, stünde Winston auf Platz eins der Interceptionwerfer.
Einfacher wird es nicht für Koetter, Winston und den Rest der Gang, geht es doch nächsten Montag ab nach Carolina.

Wie sagte ein Analyst bei Good Morning Football letztens so treffend: „Warum sollen die Bears nicht einen anderen Quarterback ausprobieren?
Immer hört man „Wir wissen ja nicht ob wir mit dem dann überhaupt gewinnen“: Aber das ist Quatsch. Die Bears können mit Jay Cutler nicht mehr als fünf Spiele in der Saison gewinnen, dann ist es doch egal, ob sie mit einem anderen auch nicht mehr als fünf Spiele gewinnen.“
So gesehen.
Und so sagte Head Coach John Fox am Montag, daß Bryan Hoyer wohl auch dann der Starter bleibt, wenn Cutler seine Daumenverletzung auskuriert hat.
Ob natürlich Hoyer der richtige für die Zukunft ist?
Eher nicht.
Die nächste Draft könnte da schon eher helfen. Wenn die Bears dann so eine gute Nase beweisen, wie die Eagles dieses Jahr, dann könnte die Transuse Cutler endlich entsorgt werden.

„Sauwütend,“ beschreibt Chargers Head Coach Mike McCoy seinen Gemütszustand, nachdem sein Team erneut eine Führung vergeigt hat.
Mit 13 Punkten führten sie am Sonntag sieben Minuten vor Schluß gegen die Saints. Dann verloren die Chargers zweimal den Ball innerhalb der eigenen 31, was zu einem Endergebnis von 35:34 für New Orleans führte.
Die Saints feierten damit ihren ersten Sieg in der Saison, denn zum ersten Mal konnte die Offense mehr Punkte erzielen, als der Mannschaftsteil, den man gemeinhin Defense nennt, zuließ.
Die Chargers stürzten auf 1-3 ab und müßten an den erstarkten Raiders und den 4-0 Broncos vorbeikommen, um in die Nähe der Playoffs kommen zu können.
Wer lacht da?

Die Titans feuerten Special Teams Coach Bobby April.
Sein Assistent Steve Hoffman wird den Job übernehmen.

Im Juli wurde Eagles Linebacker Nigel Badham verhaftet, weil er jemanden geschlagen hatte.
Am Sonntag wurde er verhaftet, weil er eine illegale Waffe bei sich trug.
Die Eagles haben von der Verhaftung erfahren und wollen sich weitere Schritte überlegen.

Der Lazarettreport
Wie leider erwartet, für NaVorro Bowman ist die Saison beendet. Der Linebacker der 49ers zog sich einen Achillessehnenriss zu.
Das ist ein herber Verlust für das eh nicht so gute Team.

Falcons: Linebacker Sean Weatherspoon, Achillessehnenriss, Saison beendet.

Giants: Tight End Larry Donnell, Gehirnerschütterung.

Und leider gibt es auch die überhaupt nicht lustige Seite der NFL, denn immer mehr halten Methoden aus der Fußballfan-Welt Einzug in die Welt der Footballfans.
Ein Ravens Fan aus Maryland erlitt sehr schwere Kopfverletzungen, als er nach Spielende von zwei Raiders Fans zu Boden geschlagen wurde.
Der 55-jährige Joseph Bauer war am Montagmorgen noch immer in kritischer Verfassung.
Die Täter, Scott Smith und Andrew Nappi, wurden verhaftet.
Ravens Head Coach John Harbaugh begann seine Pressekonferenz am Montag damit, daß er Bauer und seiner Familie alles Gute wünschte.

Montag, 3. Oktober 2016

Die NFL 2016 - Woche 4 - Der Sonntag
brady-tom-sb49-mvpUnd schon ist ein Viertel der Saison wieder vorbei.
Aus den Rängen der fünf ungeschlagenen Teams verabschiedeten sich zwei, die Patriots und die Ravens. Die Eagles hatten spielfrei, die Vikings müssen in dieser Nacht noch ran, und Denver überkam eine Schulterverletzung von Quarterback Siemian, um ungeschlagen zu bleiben.
Die Patriots spielten zum letzten Mal ohne den suspendierten Quarterback Tom Brady (Bild). Jimmy Garoppolo war mit seiner Schulterverletzung nicht aktiv und Jacoby Brissett hätte mit seiner Daumenverletzung an der Wurfhand unter normalen Umständen auf keinen Fall gespielt.
Aber was ist schon normal, wenn der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, einen privaten durch nichts gerechtfertigten Rachefeldzug führt?
So kamen die Bills zu einem unverdienten Sieg, den Head Coach Rex Ryan natürlich wie den Gewinn des Super Bowls feierte.
16:0 lautete das Endergebnis und es war das erste Mal überhaupt, daß die Patriots im Gillette Stadion ohne Punkte blieben.
In ihrem vorherigen Stadion hatten sie zuletzt 1993 eine zu Null Heimniederlage hinnehmen müssen.
Eine Katastrophe ist das nicht für New England, die oft langsam in eine Saison starten und die nach der Suspendierung Bradys eigentlich mit 2-2 Siegen erwartet wurden. Nun sind es 3-1 Siege und der Fehlstart wurde verhindert.
2-2 Siege haben die Bills auf dem Konto und belegen damit Platz 2 der AFC East.

Die Ravens hatten drei mal glücklich gewonnen. Selbst gegen die Browns hatten sie nicht gut ausgesehen.
Gestern nun kamen die Raiders und bewiesen, daß man 2016 tatsächlich mit ihnen rechnen muß.
Auch wenn sie nur 28:27 gewonnen haben, wird sie das nicht weiter stören, denn einen 3-1 Start in eine Saison hatten sie schon lange nicht mehr.
In den Schlußminuten eroberte Baltimore einen Fumble von Raiders Running Back Washington an Oaklands 17. Von dort aus brauchte Baltimore vier Spielzüge, um nach einer Zweipunkteumwandlung mit 27:21 in Führung zu gehen.
Oakland startete danach an der eigenen 34 und marschierte zur erneuten 28:27 Führung.
Zwei Minuten vor Schluß kamen die Ravens noch von der eigenen 21 bis an die 50. Hier stoppten die Raiders ihr Vorwärtskommen. In vier Versuchen schaffte Baltimore kein einziges Yard mehr.
Oaklands Defense sicherte den sehr knappen Sieg.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
David Carr: 25/35 für 199 Yards, 4 Touchdowns
Joe Flacco: 32/52 für 298 Yards, 1 Touchdown.
Damit ist auch Baltimore nicht mehr ohne Niederlage.

Weiter ungeschlagen blieben die Broncos.
Zwei Minuten vor der Halbzeit erwischte es Broncos Quarterback Trevor Siemian an der linken Schulter, die er sich ausrenkte.
Dadurch kam Rookie Paxton Lynch zu seinem ersten Einsatz für Denver. Da führte Denver bereits mit 17:7.
Lynch führte sein Team noch zu einem nie gefährdeten 27:7 Sieg.
Sechs Minuten vor Spielende schlug das Wetter wieder zu und zum zweiten Mal in zwei Wochen mußte das Spiel in Tampa für über eine Stunde unterbrochen werden.
Die restliche Spielzeit fand dann praktisch unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, denn die Fans hatten vom Team und vom Wetter die Nase voll
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Paxton Lynch: 14 von 24 für 170 Yards, 1 Touchdown.
Trevor Siemian: 5 von 7 für 68 Yards, 1 Touchdown.
Jameis Winston: 17 von 35 für 179 Yards, 0 Touchdown, 2 Interceptions.

Schwach in die Saison gestartet, nehmen die Falcons enorm an Fahrt auf.
Gestern gewannen sie locker und unerwartet hoch, aber sehr verdient mit 48:33 gegen die Panthers.
Panthers Quarterback Cam Newton zog sich beim Versuch, eine Zweipunkteumwandlung selber zu erzielen, eine Gehirnerschütterung zu und mußte das Spiel verlassen.
Doch auch er hätte gegen die Falcons nicht mehr viel ausrichten können. Die spielten völlig entfesselt und waren auf Rekordjagd.
Quarterback Matt Ryan paßte für 503 Yards und 4 Touchdowns und Wide Receiver Julio Jones fing 12 dieser Pässe für genau 300 Yards und 1 Touchdown. Noch nie hat ein Quarterback/ Wide Receiver Duo in der Super Bowl Ära für 500 Yards gepaßt und Pässe für 300 Yards gefangen.
Selbst die Defense, die gegen die Saints noch so unterdurchschnittlich aussah, spielte auf einem höheren Niveau, als vor zwei Wochen noch.
Die Falcons stehen jetzt mit 3-1 Siegen alleine an der Spitze der NFC South. Alle anderen Teams haben 1-3 Siege.

Zwei Teams stehen mit 3-1 Siegen an der Spitze der NFC West, die Seahawks und... die Rams.
Die Rams profitierten gestern davon, daß Cardinals Quarterback Carson Palmer eine Gehirnerschütterung im letzten Viertel erlitt, und eine erfolgreiche Aufholjagd dadurch nicht mehr starten konnte.
Knapp drei Minuten vor Spielende trug Rams Tavon Austin einen Punt der Cards über 47 Yards an die 19 Arizonas zurück. Fünf Spielzüge später gingen die Rams durch einen Paß über vier Yards von Keenum auf Quick mit 17:13 in Führung.
Arizonas Ersatz Quarterback Drew Stanton schaffte es nicht, die Cards noch mal zu Punkten zu führen, so daß die Tabelle mit den 3-1 Rams und den 1-3 Cardinals wie auf den Kopf gestellt aussieht.
Ob Palmer bereits im Donnerstagsspiel gegen die 49ers wieder spielen kann, darf bezweifelt werden.

Die Seahawks spielten gegen die Jets und sie sorgten dafür, daß deren Quarterback Ryan Sixpatrick, wie er nach seinen sechs Interceptions letzte Woche genannt wird, genau dort weiter machte.
Auch gegen die Seahawks warf Fitzpatrick wieder drei Interceptions, und man fragt sich, warum die Jets so ein Theater um seine Verpflichtung kurz vor dem Trainingscamp gemacht haben?
Auf der anderen Seite spielte Quarterback Russell Wilson nicht so, als ob er am linken Knie eine Stütze trug und sein rechter Knöchel geprellt war. Zugegeben, fehlte ihm etwas die Mobilität, aber Wilson ist ja längst auch zum Pocket Passer gereift, wie seine Bilanz von 23 aus 32 für 309 Yards und 3 Touchdowns beweist.
Ohne die drei Interceptions würde auch Sixpatricks Bilanz von 23 aus 41 für 261 Yards, 1 Touchdown und halt die 3 Interceptions nicht so schlecht aussehen.
Seahawks 27, Jets 17

Die Chiefs hatten ein unglaubliches Pech. Sie mußten in Pittsburgh antreten, gegen ein Steelers Team, das auf Genugtuung aus war. Die 3:34 Schmach gegen die Eagles wollte getilgt werden.
Und diese Genugtuung bekamen sie. Das erste Viertel schlossen sie mit dem Vereinsrekord von 22 erzielten Punkten ab.
Die Chiefs hatten nichts zu melden, auch wenn sie durch die Rückkehr des lange verletzten Running Backs Jamaal Charles auf einen Schub gehofft hatten.
Den Schub hatten nur die Steelers durch die Rückkehr des suspendierten Running Backs Le`Veon Bell. Er lief 18 mal für 144 Yards.
Charles trug den Ball zwei mal und erzielte sieben Yards.
Ben Roethlisberger traf seine Receiver mit 27 Pässen 22 mal für 300 Yards und 5 Touchdowns.
Alex Smith mühte sich mit seinen 30 aus 50 für 287 Yards und 2 Touchdowns bei 1 Interception umsonst ab.
Auch wenn die Steelers nach dem fulminanten Start von 22 Punkten in jedem Viertel danach nur noch jeweils einen Touchdown erzielten, reichte es zu einem auch in der Höhe verdienten lockeren 43:14 Sieg.

Der Lazarettreport
Viel Pech hatte NaVorro Bowman. Der Linebacker der 49ers hat die Saison 2014 nach einer furchtbaren Knieverletzung verpaßt.
Gestern zog er sich ohne Fremdeinwirkung eine Verletzung an der Achillessehne zu. Es könnte sein, daß die 49ers nicht nur das Spiel gegen Dallas mit 17:24 verloren, sondern auch Bowman wieder für lange Zeit.
Heute wird er genauer untersucht.

Panthers Linebacker Thomas Davis, Oberschenkel

Washington Redskins Linebacker Ryan Kerrigan, Ellenbogen.
Linebacker Su'a Cravens, Gehirnerschütterung

Chicago Bears Wide Receiver Kevin White, Knöchel

New York Jets Cornerback Darrelle Revis, Oberschenkel

Tampa Bay Buccaneers defensive Tackle Gerald McCoy, Bein
Defensive End Noah Spence (Schulter) und Tight End Brandon Myers (Schulter)

Cardinals Safety Tyvon Branch, Leiste

Lions Running Back Dwayne Washington, Knöchel

Raiders Tight End Lee Smith, Knöchel

Baltimore Tight End Maxx Williams, Knie

Falcons Linebacker Sean Weatherspoon, Wade

Lions Running Back Dwayne Washington, Knöchel

Raiders Tight End Lee Smith, Knöchel

Baltimore Tight End Maxx Williams, Knie

Falcons Linebacker Sean Weatherspoon, Wade

Chiefs Running Back Knile Davis, Gehirnerschütterung

Samstag, 1. Oktober 2016

London calling
luck-andrew8Zurück nach London, hieß es für Colts Quarterback Andrew Luck (Bild). Dort und in Frankfurt hat er einen großen Teil seiner Kindheit verbracht.
Sein Vater Oliver, einst ein wenig erfolgreicher Quarterback der Houston Oilers, war der General Manager der Frankfurt Galaxy aus der WLAF und 1995 General Manager von Rhein Fire bevor er Chef der NFLE wurde. Diesen Job übte er bis 2000 von London aus aus.
Andrew, der 1989 in Washington, D.C., geboren wurde, würde sich also in Frankfurt und London auskennen, wenn er nicht noch zu jung gewesen wäre, zu der Zeit.
Dennoch gehört London zu den Orten, an denen er einen Teil seiner Kindheit verbrachte.
Jetzt ist er also zurück, um am Sonntag um 15:30 Uhr gegen den Divisionsrivalen aus Jacksonville zu spielen. Und wie alle Mitglieder dieser beiden Teams hat er mit dem Jetlag zu kämpfen. Beide Teams landeten am Donnerstag, um sich wenigstens etwas auf die englische Zeit einzustellen. Immerhin ist es beim Kickoff erst 9:30 Uhr an der Ostküste der USA.
Damit haben die beiden Teams es aber besser als die Rams, die auch noch in London spielen werden. Für das Team aus Los Angeles ist es um 15:30 Uhr erst 6:30 Uhr.
Indianapolis (1-2) und Jacksonville (0-3) werden also nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen die Zeitumstellung zu kämpfen haben. Wir werden sehen, wie sich das auswirken wird?
Wide Receiver Donte Moncrief (Schulter), offensive Lineman Jonathan Harrison (Krankheit) und defensive Back Darius Butler (Oberschenkel) werden den Colts verletzungsbedingt fehlen.

Kurzberichte
Zwar lieferten sich Redskins Cornerback Josh Norman und Giants Wide Receiver Odell Beckham keine Ringkampfeinlagen, dennoch wurde Norman zur Kasse gebeten.
Er muß $48.620 für eine illegale Attacke gegen Giants Rookie Wide Receiver Sterling Shepard zahlen.
Norman steht unter Beobachtung. Eine weitere illegale Aktion könnte zu einer Suspendierung führen.
Giants Center Weston Richburg, der auf Grund zweier Strafen wegen unsportlichen Verhaltens vom Platz gestellt wurde, muß $12.154 Strafe zahlen.

Menschlich wünschen die Browns Josh Gordon alles Gute, beruflich haben sie die Nase von dem Wide Receiver voll.
Einen Tag nachdem Gordon sich in eine Entzugsklinik begeben hat, sagte Browns Head Coach Hue Jackson, daß das Team ohne Gordon weitermachen wird. „Er macht, was er machen muß, wir machen, was wir machen müssen. Und wir müssen dieses Kapitel jetzt abschließen,“ meinte Jackson weiter.
Eine andere Entscheidung wäre aber auch sehr überraschend gewesen.
Damit dürfte die Karriere eines unglaublich talentierten Wide Receivers endgültig beendet sein, wie auch die Karriere des nahezu talentfreien Quarterbacks Johnny Manziel, der auch versuchte, den Browns auf der Nase herumzutanzen.

Die Bengals hadern mit sich selber. Statistisch gesehen hatte ihre Offense die hilflose Defense der Dolphins genauso fest im Griff, wie ihre Defense die Offense des „Fischs“. Doch Punkte wollten dabei partout nicht rausspringen.
Die totale Überlegenheit brachte nur einen Touchdown, und fünf Field Goals.
Strafen, Unaufmerksamkeiten, schlechte Spielzugauswahl hielten die Bengals davon ab, gegen die auf Platz 25 liegende Defense der Dolphins zu Touchdowns zu kommen. (Wofür zahlt Miami eigentlich Ndamukong Suh so ein Wahnsinnsgehalt?)
Daran müssen sie in Cincinnati dringend arbeiten, wenn sie in die Playoffs kommen wollen, um da endlich auch mal ein Spiel zu gewinnen.

Der Lazarettreport
Die Bills setzten Wide Receiver Sammy Watkins auf die Liste der kurzzeitig Verletzten.
Watkins wurde vor einigen Monaten an seinem linken Fuß operiert. Die OP verlief gut und der Fuß ist geheilt. Dennoch hat Watkins Schmerzen und kann nicht seine gewohnte Leistung bringen.
Buffalo verpflichtete Wide Receiver Justin Hunter um ihn zu ersetzen.

Wie erwartet ist die Saison für J.J. Watt beendet. Die Texans setzten ihn auf die Verletztenliste und 2016 geht für ihn nichts mehr.

Jets: Wide Receiver Erick Decker, angerissene Rotatorenmanschette, einige Wochen Pause.

Cowboys: Wide Receiver Dez Bryant, er wird gegen die 49ers mit seinem Haarriss im Knie sehr wahrscheinlich nicht spielen.

Texans: Ersatz Running Back Jonathan Grimes, gebrochenes Bein, einige Wochen Pause.
Offensive Tackle Duane Brown, Knie, kann diesen Sonntag nicht spielen.

Panthers: Offensive Tackle Michael Oher, Gehirnerschütterung, raus für Sonntag.

Steelers: Linebacker Ryan Shazier (Knie), Wide Receiver Eli Rogers (Zeh) und Safety Robert Golden (Oberschenkel) können gegen die Chiefs nicht spielen.

Falcons: Die Linebacker De'Vondre Campbell (Knöchel) und Paul Worrilow (Leiste) sind raus gegen die Panthers.

 

 

feldhintergrund04
feldhintergrund03

 

 

 

[Home] [Ergebnisse] [NFL News] [News Archiv] [Total Exzess] [Statistiken] [Tabellen] [Football erklärt] [Forum] [History] [NFL] [Impressum]

 


WIN-FOOTBALL Magazin © voss-multimediagruppe. Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung. Alle Logos und Namen sind eingetragene Markenzeichen der jeweiligen Namensinhaber und urheberrechtlich geschützt. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.

 

 

winfootball2009logo