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Mittwoch, 15. Juni 2016

Kurzberichte
sanchez-mark-broncosBei den Broncos haben die beiden Quarterbacks Mark Sanchez (Bild) und Trevor Siemian sich etwas von Rookie Paxton Lynch abgesetzt.
Heute enden die letzten Trainingseinheiten bevor es in die Sommerpause geht. Head Coach Kubiak betonte, daß aus dem Dreikampf seiner Quarterbacks ein Zweikampf geworden ist. Lynch hat an Boden gegenüber den beiden verloren.
Sanchez hat bisher mit dem ersten Angriff trainiert und Siemian mit den Ersatzleuten. In dieser Konstellation wird es dann auch ins Trainingslager gehen.
Zwischen Sanchez und Siemian ist der Abstand laut Kubiak nicht so groß. Da gäbe es ein Kopf an Kopf Rennen.
Bei Sanchez zählt die Erfahrung von sieben Saisons in der NFL, bei Siemian zählt, daß er der dritte Mann hinter Manning und Osweiler war und deshalb das Playbook der Broncos Offense schon gut kennt.

Die Vertragsverhandlungen der Broncos mit Von Miller sind durch den Megavertrag von Cox mit den Eagles noch schwieriger geworden.
Jetzt müssen sie Miller mehr zahlen, als Cox in Philadelphia erhält.
Doch es gibt auch Lichtblicke, denn Brandon Marshall unterschrieb eine Verlängerung.
Der Linebacker bekommt für weitere vier Jahre $32 Millionen von denen $20 Millionen garantiert sind.

Handy oder Football, das war die Frage.
Cowboys Running Back Darren McFadden entschied sich für sein Handy. Das fiel ihm am Wochenende vor zwei Wochen Zuhause aus der Hand, und beim Versuch es zu fangen, landete er auf einem Ellenbogen und brach sich einen Knochen.
McFadden trainierte die ganze Woche, klagte aber über leichte Schmerzen und der Arm war ziemlich geschwollen. Am Montag wurde er genauer untersucht und am Dienstag operiert.
Er wird einige Monate ausfallen.
Das ist ein herber Schlag für Dallas, die letztes Jahr eine seltene verletzungsfreie Saison von McFadden erlebten. Mit 1.089 Yards landete er auf Platz vier der NFL Running Backs.

Packers Head Coach Mike McCarthy hat seinen Stars erlaubt, dem Minicamp in dieser Woche fernzubleiben.
Da die Vorbereitungszeit wegen des Hall of Fame Spiels für die Packers eine Woche früher beginnt, gab McCarthy Aaron Rodgers, Jordy Nelson, Julius Peppers, Clay Matthews und einigen anderen Trainingsfrei.

Gute Nachricht für die Ravens. Wide Receiver Breshad Perriman wurde an einem angerissenen Kreuzband operiert.
Perriman erhielt zusätzlich eine Stammzelleninjektion von einem der führenden Orthopäden der USA, James Andrews.
Wenn die Heilung gut verläuft, kann er zum Saisonstart einsatzbereit sein.

Die Steelers spielten letztes Jahr viele Zweipunkteversuche nach Touchdowns.
Das hat Ben Roethlisberger gut gefallen. Der Quarterback möchte gerne nach jedem Touchdown einen Zweipunkteversuch spielen.
Big Ben hat das bereits mit Head Coach Mike Tomlin besprochen.
Letztes Jahr versuchten die Steelers 11 mal zwei Punkte zu erzielen und waren in 72,7% der Fälle erfolgreich.
Wir werden wohl bereits in den Testspielen sehen, ob Head Coach Tomlin die Sache auch so sieht, wie sein Quarterback?

Dienstag, 14. Juni 2016

Kurzberichte
gronkowski-rob3Am Montag begann das Minicamp der Patriots. Running Back Dion Lewis nahm nach seinem Kreuzbandriß, den er sich im November zuzog, zum ersten Mal am Training teil.
Er findet es gut, endlich den Rost loszuwerden, den er angesetzt hatte, sagte er zu den Reportern.
Auch Tight End Rob Gronkowski (Bild) nahm am Training teil. Er wartet ja noch auf einen neuen Vertrag der Patriots, und es war nicht klar, ob er erscheinen würde?
An den Teamaktivitäten letzte Woche nahm er nicht teil.

Fletcher Cox hat einen Sechsjahresvertrag bei den Eagles unterschrieben.
Der Defensive End ist im letzten Jahr seines Rookievertrags, der über die gesamte Laufzeit nur $7,8 Millionen wert war.
Ab 2017 kassiert Cox dann ab. Sein neuer Vertrag kann ihm $103 Millionen einbringen von denen $63 Millionen garantiert sind.
Es scheint gewirkt zu haben, daß Cox die bisherigen Teamaktivitäten bestreikte und auch androhte das Trainingslager zu bestreiken, wenn er keinen vernünftigen Langzeitvertrag bekommen sollte.

Nicht alle Teams haben Cheergirls.
Doch die Jubelmädels konnten eine weitere Bastion einreißen und sie eroberten Detroit.
Vor sechs Jahren hatte Andrea Wilamowski eine Vision und sie begann das Projekt Detroit Pride, eine inoffizielle Cheerleadertruppe der Lions. Doch die Mühlen mahlten langsam.
Und so wurde es 2016, bevor die Lions sich entschlossen, Cheergirls offiziell zu installieren.
Noch in diesem Monat beginnen die Tryouts, im August wird die Truppe vorgestellt und beim ersten Heimspiel am 18. September wird es dann ernst.
Ob die Lions mit den Cheergirls von ihren schlechten Leistungen auf dem Platz ablenken wollen?

Die Lions polstern ihren Luftangriff auf. Am Montag gaben sie Ex- Redskins und Cardinals Wide Receiver Andre Roberts einen Einjahresvertrag.
Und in dieser Woche wollen sie sich ansehen, was Anquan Boldin noch so drauf hat?

Es ist schwer, nach einer Niederlage im Super Bowl wieder in das Endspiel zu kommen.
Zuletzt gelang das den Bills, das aber dann auch gleich mehrere Male. Von 1990-93 standen sie jedes Mal im Super Bowl, nur um jedesmal zu verlieren.
Einen Super Bowl zu gewinnen, nachdem man im Vorjahr einen verloren hatte, das gelang nur den Dallas Cowboys in Super Bowl VI und den Miami Dolphins in Super Bowl VII.
Nun ist es an den Carolina Panthers, diesen Fluch zu durchbrechen. Das Potential dazu haben sie.

Ben Grubbs wird seine Karriere wohl beenden müssen.
Der Pro Bowl Guard spielte letztes Jahr für die Chiefs und zog sich im Oktober eine schwere Nackenverletzung zu. Die könnte ihn dazu zwingen, mit dem Football aufzuhören.
Erst im Frühjahr 2015 gaben die Chiefs Grubbs einen Vierjahresvertrag über $24 Millionen.

Bryan Robinson ist tot.
Der ehemalige Defensive Lineman wurde am Samstag tot in einem Motelzimmer gefunden.
Der Gerichtsmediziner fand keine Verletzungen an Robinsons Körper. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung stehen noch aus.
Robinson spielte 1997 für die Rams und von 1998 bis 2003 für die Bears. 2004 spielte er für die Dolphins, von 2005-07 für die Bengals und zuletzt von 2008 bis 10 für die Cardinals.
Er wurde nur 41 Jahre alt.

Montag, 13. Juni 2016

Kurzberichte
sb-ring-db-sb-50Am Sonntag bekamen die Denver Broncos ihre Super Bowl Ringe.
Auch der angeschossene Aqib Talib und der vertragslose Von Miller waren anwesend, um sich das Juwel abzuholen.
Nach 1997 und 98 war es der dritte Super Bowl Sieg für die Broncos. Für Quarterback Peyton Manning war es der zweite Erfolg, nach einem Sieg mit den Colts über die Bears.
General Manager John Elway, der als Quarterback die beiden ersten Super Bowl der Broncos gewann, hatte ein Team zusammengestellt, das gnadenlos auf Defense setzte ohne die Offense zu vernachlässigen.
Der erste Super Bowl Auftritt Denvers unter Elway als General Manager ging ja völlig in die Hose, weil er an der Defense gespart hatte. Den Fehler konnte er abstellen und das erfolgreich, wie man sah.
Ob der schlechte Verlierer des 50. Super Bowls, Panthers Quarterback Cam Newton, sich die Ringe der Broncos angesehen hat, ist nicht überliefert.

Cam Newton hat immer noch an der Niederlage im letzten Super Bowl zu knabbern.
Der Quarterback der Panthers unterbrach ein Interview, das er vor dem Anstoß eines Kickball Spiels gab. Grund war eine Reporterin, die es wagte ein Handy sichtbar zu halten, das in einer Broncos Schale steckte. Newton pflaumte die Dame ungehalten an.
Einige Beobachter waren der Meinung, daß Newton nur Spaß machte, doch etwa genau so viele waren der Meinung, daß Newton es ernst meinte.
Sympathiepunkte jedenfalls konnte Newton mit seinem erneuten mimosenhaften Ausbruch nicht sammeln.

Quarterback Philip Rivers freut sich, weiter in San Diego spielen zu können.
Wird er über das Jahr 2016 hinaus weiter in San Diego spielen können mit den Chargers?
Der erste Teilerfolg ist erzielt. Am Samstag wurden die nötigen Unterschriften präsentiert, die es braucht, um im November über den Bau eines neuen Stadions abstimmen zu können.
110.786 Unterschriften wurden eingesammelt und machten den Weg zur Volksbefragung frei.
Damit ist natürlich noch nicht garantiert, daß für den Bau des Stadions gestimmt wird im November, aber der erste Schritt wurde erfolgreich getan.
Sollte der Neubau abgelehnt werden, werden die Chargers wohl nach Los Angeles umziehen und sich das Stadion dort mit den Rams teilen.

Die Chargers wurden sich mit Keenen Allen einig.
Der Wide Receiver unterschrieb für weitere vier Jahre und $45 Millionen von denen $20 Millionen garantiert sind.

Eine Frau beschuldigt Eagles Wide Receiver Nelson Agholor, sie sexuell belästigt zu haben.
Die Polizei untersucht den Vorwurf.
Das Geschehen soll sich in einem Stripclub abgespielt haben am Donnerstag Nachmittag.
Die Eagles wollten noch keinen Kommentar abgeben. Sie sammeln noch Beweise.

Ravens Wide Receiver Breshad Perriman hat sich das Kreuzband im linken Knie angerissen.
Noch in dieser Woche wird er operiert. Wann er wieder einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest.
Bereits letztes Jahr, in seiner Rookiesaison, verletzte er sich am rechten Knie und die Ravens setzten ihn auf die Verletztenliste.
Ob er 2016 sein erstes Spiel für Baltimore wird spielen können, das ist fraglich.

Jets Quarterback Geno Smith will die neue Chance nutzen, die die Abwesenheit von Ryan Fitzpatrick ihm bietet.
Beobachter sind der Meinung, daß Smith gute Leistungen im Minicamp abgeliefert hat.
Smith hat bereits vor dem Minicamp mit den Receivern Antonio Brown (Steelers), Odell Beckham (Giants) und Jarvis Landry (Dolphins) gearbeitet und will das noch einmal machen vor dem Trainingslager.

Wes Welker arbeitete mit den Ravens und den Dolphins, als Gast-Trainer.
Der Wide Receiver, den man eher als ehemaligen Wide Receiver bezeichnen kann, arbeitete jeweils an zwei Tagen der letzten Woche mit den Receivern der Teams.
An Angeboten von Teams, die ihn als Wide Receiver anheuern wollen, mangelt es weiterhin.

Freitag, 10. Juni 2016

Kurzberichte
SHERMAN-RICHARDRichard Sherman (Bild) hat mal wieder einen rausgehauen. Der Cornerback der Seahawks hat ja gerne mal eine Meinung, die er dann auch kundtut.
Gestern sagte er, daß die Milliardäre gefälligst selber für ihre neuen Stadien zahlen sollen.
Damit traf er natürlich einen Nerv, denn wenn man sieht, um welche Summen es bei Stadionneubauten geht, und wieviel Geld die Besitzer der NFL Teams so auf ihren Konten horten, ist es wirklich schwer verständlich, warum die Steuerzahler immer wieder für die Kosten aufkommen müssen. Manchmal nur teilweise, aber ein komplett eigenfinanziertes Stadion ist selten.
Als großes negatives Beispiel kann das Stadion in St. Louis angesehen werden. Für dieses Stadion, das die Rams bereits verlassen haben, müssen die Steuerzahler in St. Louis immer noch zahlen.
Anfang 2015 mußte die Stadt, also der Steuerzahler, immer noch $100 Millionen in den Topf einzahlen, aus dem die Baukosten gezahlt werden. Und die Zahlungsverpflichtungen laufen noch bis 2021. Ohne die Miete der Rams, die pro Jahr die lächerliche Summe von $500.000 zahlten, dürfte das die Laufzeit verlängern.
Sherman hat also recht, wenn er fordert, daß die Besitzer ihre Stadien selber finanzieren sollen. Vielleicht würde das auch die Umzugslust etwas mindern, wenn man sein eigenes Stadion verläßt, das mit eigenem Geld gebaut wurde, und bei dem nicht der Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleibt.

Die NFL untersucht natürlich den Fall Aqib Talib.
Zunächst ist die Frage zu klären, wer ihm ins Bein schoß, ein Fremder oder er selber. Dann ist zu klären, ob die Waffe, mit der er sich aller Voraussicht nach selber anschoß, zugelassen war, und ob er sie mit sich führen durfte.
Doch auch der Umstand, daß Talib bei der Polizei keine klare Aussage machen konnte, weil er völlig sturzhackedicht war, wird die NFL interessieren. Damit alleine könnte er schon gegen die Benimmregeln der Liga verstoßen haben.
Talib besuchte seine Teamkollegen am gestrigen Donnerstag beim Training. Wann er wieder trainieren darf, steht noch nicht fest. Nächste Woche steht noch eine freiwillige Trainingseinheit an, bevor die Broncos in den Sommerurlaub gehen.

Neue Regeln braucht die Liga, immer und immer wieder.
Letzter Schrei ist die James Jones Regel.
Der Wide Receiver der Packers trägt gerne ein Kapuzenshirt unter seinem Trikot. Dabei hängt die Kapuze aus dem Trikot heraus und verdeckt seinen Namenszug.
Also mußte die James Jones Regel her, die das verbietet. Spieler dürfen keine Kleidungsstücke mehr unter ihrem Trikot tragen, von denen Teile über den Kragen herausragen.

Gestern unterschrieb Jared Goff seinen Vertrag bei den Rams. Der Quarterback wurde an erster Stelle in der Draft einberufen. Er unterschrieb für vier Jahre und $27,9 Millionen, von denen $18,6 Millionen garantiert sind.
Die Rams gaben sehr viel auf, um an Goff zu kommen, ähnlich wie die Redskins damals, als sie mit den Rams tauschten um an Robert Griffin III zu kommen.
Die Rams brauchten Griffin III nicht, weil sie dachten, daß sie mit Sam Bradford bereits einen Quarterback für die Zukunft hätten. Die Redskins dachten, daß sie mit Griffin III einen Quarterback für die Zukunft bekämen.
Beide lagen falsch.
Mal sehen, wie das jetzt mit Goff so kommen wird?

Ein weiterer Rookie- Quarterback unterschrieb gestern seinen Vertrag, Paxton Lynch.
Er unterschrieb für vier Jahre und etwa $9,5 Millionen, wie vermutet wird. Genaue Zahlen wurden nicht genannt.
Die Denver Broncos haben eine Option auf ein fünftes Jahr auf ihn.

30 Punkte pro Spiel, das ist weiter das Ziel der Steelers Offense.
Bereits letztes Jahr waren sie überzeugt, in jedem Spiel wenigstens 30 Punkte erzielen zu können, doch dann schlugen die Suspendierungs- und Verletzungsteufel zu.
Offensive Coordinator Todd Haley gab die Devise für diese Saison wieder heraus, und wenn die Teufelchen mal Pause machen, ist die Offense wohl wirklich dazu in der Lage.

Colts Besitzer Jim Irsay sagte, daß der neue Vertrag für Quarterback Luck nicht nur den Quarterback glücklich machen soll, sondern auch den Club.
Irsay will die Unterschrift von Luck noch vor dem Beginn des Trainingslagers bekommen. Beide Seiten hätten sich bei den Verhandlungen bereits sehr angenähert.
Das hat man in dieser Woche schon von Von Miller und den Broncos gehört.
Doch in Indianapolis ist Irsay überzeugt, daß die $25 Millionen, die er seinem Quarterback pro Jahr zahlen möchte, für Luck OK sein könnten.
Was bei dem Vertrag dann noch übrigbleibt, um den Club glücklich zu machen, das weiß wohl nur Irsay.

Nach sechs Monaten des Schweigens sagte Quarterback Colin Kaepernick gestern nach dem Training mal wieder etwas zur Presse.
Er hätte keinen Zwist mit den Verantwortlichen der 49ers sagte er. Die Offense von Head Coach Chip Kelly wäre großartig, und überhaupt wäre er froh und stolz ein 49er zu sein.
Na also!

Zwar haben hielten sich die Verletzungen dieses Jahr während der Minicamps in Grenzen, aber ganz aus blieben sie nicht.
Letztes Opfer ist Hauoli Kikaha. Der Defensive End der Saints zog sich am Donnerstag einen Kreuzbandriß zu.
Für ihn ist die Saison beendet.

„Er wußte nicht, was er tat.“ Diese Begründung gab Buccaneers Head Coach Dirk Koetter ab, auf die Frage, warum er Rookie Tight End Austin Seferian-Jenkins gestern vom Trainingsplatz schmiß und nach Hause schickte.
Tampa nahm ASJ an 38. Stelle der Draft 2014 auf. Was genau er falsch gemacht hat ist nicht überliefert. Koetter meinte noch, daß es zwischen ihm und Seferian-Jenkins große Probleme gäbe.

Nach jedem Training wird Browns Head Coach Hue Jackson gefragt, wer denn nun sein Quarterback Nr. 1 wäre.
Jedes Mal antwortet er, daß das noch lange nicht feststehen würde.
Ein Vertrauensbeweis für RG3 würde anders klingen.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Kurzberichte
miller-von6Ups, was ist denn jetzt los?
Am Montag gab es von Von Miller (Bild) ein nahezu euphorisches Statement zu seinen Vertragsverhandlungen mit den Broncos.
Jetzt sind die Verhandlungen abgebrochen worden.
Was genau los ist, darüber gibt es verschiedene Versionen. In einer großen Tageszeitung der USA steht, daß die Broncos ihr Angebot an Miller zurückgezogen haben, bei der NFL heißt es, Miller hätte das Angebot zurückgewiesen.
Unterm Strich stimmt wohl beides.
Zuletzt ging es um einen Sechsjahresvertrag der dem Linebacker $114,5 Millionen hätte einbringen können. Das Angebot lag am Dienstag auf dem Tisch. Am Mittwoch zogen die Broncos es zurück. Sehr wahrscheinlich ging es hinter den Kulissen um Garantiesummen, die nicht kommuniziert werden.
Bis zum 15. Juli haben die beiden Seiten noch Zeit, sich zu einigen. Danach gibt es für Miller zwei Möglichkeiten, A. Er spielt 2016 für $14,1 Millionen, die ihm als Franchise Spieler zustehen oder B. Er spielt 2016 gar nicht.
Mal sehen, für was er sich entscheidet.
Sein Teamkollege Demaryius Thomas kennt das Prozedere. Der Wide Receiver hat es letztes Jahr erlebt. Er gab seinem Kollegen aus der Verteidigung den Rat: „Geduld! Wenn man geduldig bleibt werden dein Anwalt und John Elway etwas austüfteln, das Du unterschreiben kannst.“
Thomas unterschrieb seinen neuen langfristigen Vertrag über fünf Jahre und $70 Millionen letztes Jahr am Stichtag.
Es gibt aber einen kleinen Unterschied zwischen Thomas und Miller. Thomas wollte nicht unbedingt der bestbezahlte Wide Receiver der Liga werden, Miller aber will unbedingt der bestbezahlte Verteidiger werden und an Ndamukong Suh vorbeiziehen.

Bei den Cowboys hat Rolando McClain noch an keiner Trainingseinheit teilgenommen.
Der Linebacker fehlt aber nicht aus Vertragsgründen, sondern wegen Problemen in seiner Familie. Deshalb ist McClain in Alabama und nicht in Dallas.
Wann der Linebacker zum Training kommt, das konnte Head Coach Garrett nicht sagen.
Letztes Jahr war McClain in den ersten vier Spielen suspendiert. Er spielte in 11 Begegnungen und erzielte 80 Tackles, 2 Sacks und 1 Interception.

Gioavani Bernard verlängerte seinen Vertrag mit den Bengals.
Für weitere drei Jahre wird der Running Back $15,5 Millionen bekommen.
Bernard spielt 2016 noch unter seinem Rookievertrag. Die Verlängerung bindet ihn also bis zum Ende der Saison 2019 an die Bengals.

Letztes Jahr waren die Patriots optimistisch, daß Tom Brady nicht für vier Spiele suspendiert wird. Also trainierte er in der Vorbereitungszeit fast vollständig mit dem ersten Angriff.
Dieser Optimismus ist 2016 nicht vorhanden, denn Ersatz- Quarterback Jimmy Garoppolo arbeitet hauptsächlich mit den Startern zusammen. Brady arbeitet allerdings auch ab und zu mit der ersten Offense zusammen, aber bei Weitem nicht so oft, wie Garoppolo.

Bears Guard Manny Ramirez ist am Mittwoch im Alter von 33 Jahren in den Ruhestand getreten.
Ramirez spielte in Super Bowl XLVIII noch für Denver und er ist der Mann, der den ersten Snap im Spiel eine Meile hoch über Manning hinweg warf.
Ramirez hatte erst vor einigen Monaten in Chicago unterschrieben.

Die Saison 2015 war für LeVeon Bell verkorkst. Der Running Back der Steelers war auf dem Weg, der beste Running Back der Saison zu werden.
Wäre auf dem Weg gewesen, denn für die ersten vier Spiele war er suspendiert, weil er und sein Running Back- Kollege LeGarrette Blount unter Drogeneinfluß standen und verhaftet wurden, als sie fröhlich mit dem Auto unterwegs waren.
Dazu kam eine saisonbeendende Knieverletzung am 1. November und schwupp, rutscht man in der Liste der besten Spieler der Saison 2016 weit nach unten.
Bell landete auf Platz 41, was natürlich 2015 reflektiert und nicht 2016 voraussieht. Doch der Absturz ist gemessen an der letzten Saison völlig nachvollziehbar.
Nach seiner Knieverletzung muß er erst mal wieder beweisen, ob er nicht ein oder zwei Schritte verloren hat.
Auch von den beiden Quarterbacks, die vor 12 Jahren als Nr. 1 und 2 einberufen wurden, halten die Spieler-Kollegen nicht wirklich viel.
Eli Manning von den Giants landete auf Platz 47, und Philip Rivers von den Chargers landete auf Platz 46.

John Madden wurde an der Hüfte operiert.
Der beste Analyst, den es jemals gab erholt sich gut von der OP, wie man hört.
Mittlerweile ist der Namensgeber der beliebtesten NFL Computerspielserie 80 Jahre alt. Sein letztes Spiel kommentierte er 2009.
Als Head Coach der Raiders brachte er es von 1969-78 zu einer 103-32-7 Bilanz und 1977 zu einem Super Bowl Sieg.

Und jetzt endlich mal wieder die lustige Seite der NFL.
Trent Richardson kam als vielversprechendes Talent zu den Browns. Doch der Running Back hielt nicht, was man sich von ihm erhofft hatte.
Bei den Colts sank sein Stern noch tiefer. Und ja, auch in Oakland sank er tiefer und tiefer.
Zur Zeit versucht der Running Back in den Kader der Ravens zu kommen. Das ist ein schwieriges Unterfangen.
Dennoch hat er seinen Humor nicht verloren, denn Richardson sagte, daß er eines Tages in die Hall of Fame aufgenommen wird, wenn seine Karriere beendet ist.
Ob jetzt als Eintrittskartenverkäufer oder als Putzmann, das ließ er offen.

Mittwoch, 8. Juni 2016

Kurzberichte
Kubiak-Gary2Die Minicamps sind in vollem Gang. Hier einige Impressionen davon.
In Denver hat sich doch herauskristallisiert, daß von allen unbrauchbaren Quarterbacks im Team Mark Sanchez der wohl am Wenigsten unbrauchbare ist. Er allein bekam die volle Zeit mit dem ersten Angriff zugeteilt.
Trevor Siemian, der in seinem zweiten Jahr in Denver ist, trainierte mit den Ersatzleuten und Rookie Paxton Lynch arbeitete mit der dritten Offense.
Zwar soll der Kampf um den Starterposten weiterhin offen sein, aber Sanchez geht mit einem Vorsprung in den Wettbewerb.
Letzte Woche bekamen bei den freiwilligen Trainingseinheiten noch alle Quarterbacks denselben Anteil an Snaps mit dem ersten Angriff.
Ab jetzt wolle er Kontinuität in die Angriffsreihen bringen, meinte Head Coach Gary Kubiak (Bild). Das soll auch nächste Woche so bleiben, wenn die Broncos eine letzte freiwillige Einheit auf dem Programm haben, bevor die Spieler in den Sommerurlaub gehen.

Nicht am Training teilgenommen hat Cornerback Aqib Talib. Er heilt seine Schußwunde aus, die er sich wohl allem Anschein nach tatsächlich selber zugefügt hat.
Talib flog erst am Dienstagabend von Dallas nach Denver.
Die Polizei in Dallas untersucht zwei mögliche Szenarien. Nr. 1 ist die Möglichkeit, daß Talib von einer fremden Person angeschossen wurde, die noch zwei weitere Personen verletzte. Nr. 2 ist die Möglichkeit, daß Talib sich selber ins Bein schoß, was der Schußkanal vermuten läßt.
Head Coach Gary Kubiak wollte auf die Frage, ob er wisse wie Talib an die Verletzung kam, nichts sagen. Talib hätte mit ihm und General Manager Elway gesprochen, doch das geschah vertraulich.
Der letzte NFL Spieler der sich selber ins Bein schoß, Plaxico Burres von den Giants, mußte danach für zwei Jahre in den Knast, weil er gegen die Waffengesetzte des Staates New York verstoßen hatte.
Ähnliches könnte auch Talib drohen, der gegen die Waffengesetzt von Texas verstoßen haben könnte. Auch das wird von der Polizei untersucht.

49ers Quarterback Colin Kaepernick hat für sich trainiert, als das Team die erste Trainingseinheit im Minicamp absolvierte.
Wie berichtet darf Kaepernick frühestens zum Beginn des Trainingslagers wieder voll am Training teilnehmen. Also warf er abseits des Platzes ein paar Pässe.
Der Quarterback hat einige Operationen an diversen Körperteilen hinter sich und muß noch geschont werden.
Damit steigen die Chancen für Blaine Gabbert, als Starter in die Saison zu gehen.

In Cleveland trainierte Quarterback Robert Griffin III komplett mit dem ersten Angriff.
Doch der neue Head Coach Hue Jackson will das nicht als Statement verstanden wissen.
RG3 hat den Starterposten noch nicht sicher, meinte Jackson.

„Mein Herz ist, wo mein Gehalt herkommt.“ Nach dieser Devise agieren die Spieler der NFL nun mal.
So wurde aus Ex-Saints Safety Roman Harper der Panthers Safety Roman Harper und jetzt der Ex-Panthers Safety Roman Harper, den es wieder zurück zu den Saints trieb.
Harper spielte von 2006 bis 13 in New Orleans und danach zwei erfolgreiche Saisons in Carolina. Für die löchrige Defense der Saints ist er eine gute Verstärkung.

Da hat sich aber jemand unbeliebt gemacht.
Vikings Rookie Laquon Treadwell trug auf einem Video, das er auf Snapchat veröffentlichte, eine Raiders Kappe.
Das kam bei den Vikings Fans aber mal so was von überhaupt nicht gut an.
Treadwell war völlig überrascht davon, daß er als Spieler der Vikings keine frei Auswahl seiner Kopfbedeckung mehr hat. Und von der Wucht der Kommentare, die über ihn hereinbrach war er nicht minder überrascht.
Aber, so meinte er, er hätte verstanden. Er löschte den Post und hofft, daß damit alles wieder gut ist.
Doch das Netz vergißt nie.........

Zum Tode von Roger Goodell...
ist zu sagen, daß es sich um eine Falschmeldung handelte.
Jemand hat gestern das Twitter-Konto der NFL gehackt und die Meldung verbreitet, daß der Commissioner im Alter von 57 Jahren verstorben sei.
Obwohl die Meldung nicht lange im Netz stand, vermeldete sogar Wikipedia die Nachricht über Goodells Tod. Da muß allerdings jemand den Schalk im Nacken gehabt haben, denn die Todesursache sollen „Deflated Lungs“ gewesen sein, eine Anspielung also auf Deflategate.
Die NFL hat die Behörden eingeschaltet, um den Hacker zu ermitteln.
Nach seinem Tod schlug dem Vorsitzenden der NFL nicht nur Sympathie entgegen. Aus einer Region im Nordosten der USA, aus New England, kamen einige freudige Kommentare zu seinem Ableben.
Aber nicht nur von dort. Es stellte sich heraus, daß Goodell unter Footballfans noch viel unbeliebter ist, als man bisher dachte.
In Chicago prallten die lauten Buhrufe noch von ihm ab, die immer erklangen, wenn er bei der Draft auf die Bühne kam. Doch es ist etwas anderes, wenn Du siehst, wie viele Menschen auf deinem (virtuellen) Grab tanzen.
Doch der „Verstorbene“ selber reagierte später auch per Twitter auf die Nachricht: „Mann, Du verläßt das Büro mal einen Tag um Golf zu spielen mit Jim Kelly, und dein eigenes Network killt Dich.“

Dienstag, 7. Juni 2016

Kurzberichte
manning-tropy-sb50-3Irgendwie geht es in den heutigen News vornehmlich um den amtierenden Meister.
Aber... Ehre, wem Ehre gebührt.
Die Broncos hatten gestern ihren Empfang im Weißen Haus, wo Hussein Obama sie zu ihrem Sieg in Super Bowl 50 gratulierte. Dabei machte er die gewohnt müden Scherze, wie diesen: „Ah da ist ja der Typ aus der Werbung,“ in Anspielung auf Quarterback Peyton Manning (Bild), der tatsächlich sehr oft in Werbefilmchen zu sehen ist.
Nachdem alle pflichtbewußt in schallendes Gelächter ausgebrochen waren, bekam Obama ein Trikot der Broncos mit seinem Namen und der Nr. 44 darauf, schüttelte die Hände von Spielern und Trainern und es gab noch einige Reden im Rosengarten des Weißen Hauses.

Wide Receiver Demaryius Thomas nutzte die Gelegenheit um Obama persönlich zu danken. Der Präsident hatte die Mutter von Thomas 2015 vorzeitig begnadigt, die als drogensüchtige Drogenhändlerin seit 2000 im Knast saß und eine 20-jährige Strafe hätte absitzen müssen.
Thomas übergab dem Stabschef Obamas ein Schriftstück, in dem er auch noch mal um die vorzeitige Haftentlassung seiner Oma bat. Die sitzt zweimal Lebenslänglich wegen Drogenhandels ab. 2015 konnte sie sich nicht für eine vorzeitige Entlassung qualifizieren.

Aqib Talib nahm ja nicht an dem Trip nach Washington teil. Der Cornerback wurde am Montag aus dem Krankenhaus entlassen.
In der Nacht zum Sonntag wurde ihm bei einer Schießerei in einem Nachtclub in Dallas ins untere rechte Bein geschossen.
Wirklich?
Wurde ihm ins Bein geschossen, oder schoß er sich selber ins Bein?
Hat es ja schon mal bei einem New Yorker Spieler gegeben, Plaxico Burres, Wide Receiver Giants.
Die Wunde brauchte bloß ein paar Stiche und wird Talib nicht lange pausieren lassen. Zum Beginn des Trainingslagers soll er spätestens wieder mit dem Team trainieren.
Die Polizei hat die Fahndung nach dem vermeintlichen Schützen aufgenommen, der noch zwei weitere Personen verletzte. Dabei untersucht sie auch die Möglichkeit, ob Talibs Wunde nicht unabsichtlich selbst beigebracht worden sein könnte. Der Schußkanal weißt auf diese Möglichkeit hin, wie es heißt. Talib soll selber auch zu anderen Beteiligten gesagt haben, daß er sich selber angeschossen haben könnte.
Die Polizei nahm in ihren Bericht auf, daß Talib zu sehr unter Alkohol- oder Drogeneinfluß stand, um eine klare Aussage machen zu können. Deshalb könne der Cornerback auch nicht genau sagen, wie er die Schußverletzung bekam.

Und von Von Miller gibt es auch Neuigkeiten.
Der MVP des letzten Super Bowls sagte, daß er und die Broncos kurz vor einem Vertragsabschluß stehen würden.
Die Verhandlungen um einen langfristigen Vertrag wären sehr weit fortgeschritten. Von Miller glaubt, daß er bald einen neuen Vertrag bei den Broncos unterschreiben wird.
Bei der Zeremonie im Weißen Haus und dem ganzen Drumherum fühlte er sich, als wäre er wieder mit seinen Kollegen zusammen. Technisch gesehen ist er ja zur Zeit ohne Vertrag, aber das spielte am gestrigen Montag für ihn und seine „Kollegen“ keine Rolle.

Und jetzt weg vom Meister, hin zu den Verfolgern.
Oder zu den Titans, also eher zu einem Hinterherläufer. Und ums Laufen geht es auch, denn Titans Linebacker Brian Orakpo ist davon überzeugt, daß Running Back DeMarco Murray in Tennessee an seine Glanzzeit aus dem Jahr 2014 anknüpfen kann, als er für Dallas spielte und der beste Running Back der NFL war.
Orakpo und Murray spielten schon oft gegeneinander. Das begann schon im College, als Orakpo von 2004 - 08 für Texas spielte und Murray von 2006 - 10 für Oklahoma.
2009 wurde Orakpo von den Redskins einberufen, Murray 2011 von den Cowboys.
Jetzt also spielen sie in einem Team zusammen. Und beim Training konnte Orakpo sehen, daß Murray noch alles in sich hat, was ihn 2014 auszeichnete und womit die Trainer der Eagles 2015 nichts anzufangen wußten.

Nicht so viel laufen soll Quarterback Marcus Mariota.
Er soll vielmehr lernen, die Pocket besser zu nutzen.
Immerhin hält Mariota mit 87 Yards den Rekord für den längsten Lauf 2015. Das aber soll nicht zur ständigen Einrichtung werden. Vielmehr soll Mariota lernen, den Schutz der Pocket besser zu nutzen und aus dieser Position seine Pässe anzubringen.
Deshalb steht Pocket-Präsenz und tiefe Pässe werfen auf dem Lehrplan für den Quarterback, der in sein zweites Jahr geht.
Natürlich muß die Line Mariota dafür besser beschützen. Letztes Jahr wurde der Ärmste in seinen 12 Starts als Rookie 38 mal gesackt. Was sollte er da anderes machen, als um sein Leben zu laufen?
Line und Quarterback müssen sich besser aufeinander einspielen. Das erfordert noch sehr viel Arbeit vom Trainerstab.

Wenn es darum geht, einen Spieler zum bestbezahlten auf seiner Position zu machen, denkt man meistens an ein gutes Team, das sich einen Star etwas kosten läßt.
Aber auch weniger gute Teams kommen manchmal auf so eine Idee, wie in diesem Fall die Vikings.
Sie gaben Harrison Smith eine Vertragsverlängerung über fünf Jahr. Dafür erhält er $51,25 Millionen und das macht ihn zum bestbezahlten Safety aller Zeiten mit einem Langzeitvertrag.
$28,578 Millionen davon sind im Krankheitsfall garantiert. $15,278 Millionen sind auf jeden Fall garantiert.
Smith spielt seit 2012 für Minnesota und wurde letztes Jahr in den Pro Bowl gewählt.
Bleibt zu erwähnen, daß Earl Berry von den Chiefs 2016 $10,806 Millionen bekommt, aber nur für einen Einjahresvertrag.

NFL Chef Roger Goodell betonte, daß er kein Interesse an einer Einigung mit Tom Brady hat.
„Zu diesem Zeitpunkt, nein. Die Gerichte werden ihre Entscheidungen treffen, und auf dieser Grundlage werden wir weitermachen,“ sagte Goodell.
Zu den Raiders und den Chargers meinte der Commissioner, daß er die beiden Teams gerne an ihren momentanen Plätzen halten würde. In San Diego sähe das auch gar nicht so schlecht aus. Und Las Vegas als neue Heimat der Raiders kommt ihm auch nicht mehr sooo übel vor, wenn es das Team dann doch aus Oakland rauszieht.

„4. Juli? Ohne mich,“ sagte Jason Pierre-Paul mit Überzeugung.
Der Defensive End der Giants verlor bei einem Feuerwerksunfall letztes Jahr Teile seiner rechten Hand.
Er will am 4. Juli nicht in den USA sein, sondern irgendwo, wo man diesen Tag nicht feiert... was ja dann der Rest der Welt wäre.
Wo er hinflüchten will, sagte er nicht.

Die Panthers verlängerten den Vertrag mit Ryan Kalil.
Für weitere zwei Jahre soll der Offensive Lineman $16,75 Millionen bekommen.

Colin Kaepernick darf nicht am anstehenden Minicamp der 49ers teilnehmen. Die Ärzte gaben dem Quarterback nicht das OK.
Damit ist die letzte Chance dahin, das neue System der Offense zu lernen, bis das Trainingslager losgeht. Das steht erst Ende Juli an, und bis dahin haben die Spieler frei.

Montag, 6. Juni 2016

Kurzberichte
Talib-Aqip-denverBeim Besuch der Broncos im Weißen Haus heute wird neben Brock Osweiler ein weiterer wichtiger Spieler der letzten Saison fehlen, Aqib Talib (Bild).
Der fehlt aber unfreiwillig, denn ihm wurde in der Nacht zu Sonntag in einem Nachtclub in Dallas ins untere rechte Bein geschossen, und er liegt im Krankenhaus.
Talib wurde das zufällige Opfer eines um sich schießenden Nachtclubbesuchers. Zwei weitere Personen wurden auch verletzt, aber genau wie Talib, nicht lebensgefährlich.
Der Cornerback soll am heutigen Montag bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Dennoch kann er nicht mit dem Team nach Washington reisen.
Die Broncos gaben bekannt, daß Talib sich vollständig von der Verletzung erholen wird. Sie sind optimistisch, daß er zum Saisonstart einsatzbereit sein wird.

Der größte (Boxer) aller Zeiten ist tot.
Ja, ich gehöre zu den Leuten, die damals um drei Uhr Nachts aufgestanden sind, um Cassius Clay, wie er da noch hieß, zuzusehen, wie er seinen Gegnern CTE einhämmerte.
Leider blieben die Treffer, die der größte aller Zeiten einsteckte, auch nicht ohne Wirkung. Seit Jahren litt Muhammad Ali an Parkinson und der Tod erlöste ihn am 3. Juni 2016 im Alter von 74 Jahren von seinen Leiden.
Was hat die Todesnachricht über einen Boxer in den NFL Meldungen zu suchen?
Nun, es gab da Berührungspunkte. Hier ist einer davon. Am 14. Juli 1979 kämpfte Broncos Defensive End Lyle Alzado in einem auf acht Runden angesetzten Schaukampf gegen den mittlerweile in Muhammad Ali umgetauften Clay.
1979 markierte das Jahr, in dem Alzado von den Broncos zu den Browns wechselte.
Ali war bereits im Ruhestand und hatte sich kaum auf den Kampf vorbereitet, der im Mile High Stadion unter der brutalen Mittagssonne stattfand. Der Kampf ging über die volle Distanz und Ali lobte Alzado danach sogar ganz höflich.
Nach seiner Zeit bei den Browns ging Alzado 1982 zu den Raiders. 1985 beendete er seine Karriere und 1992 verstarb er im jungen Alter von nur 43 Jahren.

Clay Matthews wechselt zurück zu seiner natürlichen Position.
Der Verteidiger der Packers wurde in den letzten zwei Jahren auf mehreren Positionen eingesetzt. Hauptsächlich spielte er auf der Middle Linebacker Position und das nicht schlecht.
Doch 2016 soll er wieder mehr an der Außenseite eingesetzt werden. Ob er dort bleibt wird von den Leuten abhängen, die in der Mitte spielen. Wenn sie nicht gut genug sind, wird Matthews wohl wieder wechseln. Er ist nun mal überall einsetzbar.

Niemand kann die Zeit zurückdrehen.
Matt Forte will es aber versuchen.
Der Running Back wechselte von den Bears zu den Jets. Im Alter von 30 Jahren will er in New York beweisen, was er noch drauf hat.
In Chicago hat er bewiesen, daß er zu den zuverlässigsten Spielern auf seiner Position gehört. Dennoch wurde er für die Bears entbehrlich, was ihn tief getroffen hat. Verletzungsbedingt fehlte er 2015 in drei Spielen und erzielte nur 898 Laufyards.
Bei den Jets will er wieder die Tausender-Barriere knacken. Dabei will ihm Offensive Coordinator Chan Gailey helfen. Als guter Coordinator, der die Stärken seiner Spieler nutzt, und ihnen kein System aufzwingt, das sie nicht spielen können, will er Forte wieder hinter einem Fullback als Vorblocker einsetzen. Auch als Passempfänger will und soll er wieder verstärkt eingesetzt werden. In seiner Zeit in Chicago fing er 487 Pässe.
Das klingt, als wäre Forte eine gute Entlastung für den Quarterback der Jets, wer auch immer das am Ende sein wird.

Samstag, 4. Juni 2016

Neues im Fall Will Smith
smith-will-2Am Freitag ging es in einer Kautionsanhörung darum, ob der Mörder von Will Smith (Bild) auf eine mildere Summe als die zunächst angesetzten $1,75 Millionen hoffen konnte.
Hoffen konnte er, aber die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Das vorweg.
Die Anhörung brachte sehr viel Licht in die Sache, denn die Frage, warum der ehemalige Verteidiger der Saints nur Kugeln in den Rücken und die Seite bekam, konnte geklärt werden.
Ein dienstfreier Polizist des NOPD war Anfangs Ohren- und später Augenzeuge des Mordes.
Christopher McGaw saß in einer Bar in der Nähe des Tatorts. Dort hörte er den Krach eines Autounfalls und sofort danach die Stimmen zweier Männer, die sich anschrien.
Einer der Männer rief: „Ach Du hast eine Pistole, ich habe auch eine.“
Der Polizist in Zivil verließ das Lokal und näherte sich der Unfallstelle. Dann hörte McGaw Schüsse und duckte sich. Obwohl er keine Waffe bei sich führte, näherte er sich weiter vorsichtig dem Ort der Schüsse. Dort sah er den Mörder Cardell Hayes mit einer Waffe in der Hand. Und er sah Will Smith, der Bäuchlings in seinem SUV lag. Es sah so aus, als hätte er versucht von der Fahrerseite aus an das Handschuhfach zu kommen.
Wie ja schon berichtet wurde, wurde im Auto von Smith eine Waffe gefunden die voll geladen war und aus der nicht geschossen wurde.
McGaw rief die Notfallnummer 911 und auf der Aufnahme des Anrufs ist die Stimme von Hayes im Hintergrund zu hören, der sagt, daß er mit der Waffe in der Hand aus seinem Auto ausstieg, und daß Smith unbewaffnet war.
Natürlich mildert die Schilderung nicht die Grausamkeit des Geschehens, aber die Verteidigung wird den Versuch von Smith, an das Handschuhfach und die wohl darin liegende Waffe zu kommen, für ihre Zwecke ausschlachten.
Fest steht, daß Smith keine Waffe in der Hand hatte und acht mal in die Seite und den Rücken geschossen wurde.
Der Richter, der die Kautionsanhörung leitete, sah keinen Grund wegen der Aussage McGaws die Höhe der Kaution zu senken.

Kurzberichte
„Als ich die Bills nicht habe kaufen können, habe ich mich entschlossen Präsident der USA zu werde,“ sagte Donald Trump in einem Interview.
So können Katastrophen passieren.

So rum kann es auch gehen. Bei einem Vorfall häuslicher Gewalt wurde die Frau von Lawrence Taylor verhaftet.
Taylor, L.T. genannt, gehört zu den Legenden der NFL und spielte Linebacker für die New York Giants.
Lynette Taylor warf ihrem Ehemann ein unidentifiziertes fliegendes Objekt an den Kopf, das eine tiefe Wunde hinterließ.
Zwar gab sie zu, daß sie einen Gegenstand nach ihrem Mann warf, aber sie widersetzte sich der Verhaftung.
Lawrence Taylor sagte, daß er seine Frau nicht anzeigen wird. Mit zur Wache mußte sie trotzdem.

Packers Tight End Jared Cook hat eine „kleine“ Operation an einem Fuß hinter sich. Für den Rest der Vorbereitungszeit wird er ausfallen.
Ob er zur Saison wieder einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest.

Knatsch in Minnesota über eine Werbung an einem Hochhaus.
Als die Vikings die U.S. Bank als ihren Stadion-Sponsor bekamen, schlossen sie vor zwei Jahren mit Wells Fargo eine Vereinbarung. Der Konkurrenzbank gehört nämlich ein 17-stöckiges Zwillingshochhaus in direkter Sichtnähe das Stadions. Die Vereinbarung sah vor, daß Wells Fargo nur einen aufgemalten dezenten Schriftzug an ihren Zwillingstürmen anbringen sollte. Auf diese Weise würde man auf Film- und Fotoaufnahmen des U.S. Bank Stadions nicht ohne Weiteres den Schriftzug des Konkurrenten erkennen.
Doch irgendwie kam Wells Fargo die Idee, sich prominenter zu präsentieren. Sie brachten riesige, dreidimensionale, beleuchtete Schriftzüge an den Türmen an, die wie eine Fotobombe wirken, wie ein Sprecher der Vikings sagte.
Dagegen zogen die Vikings und die U.S. Bank vor Gericht. Wells Fargo soll die $490.000 teure Leuchtreklame wieder abmontieren und sich an die Vereinbarung halten.
Der Urteilsspruch soll noch vor dem 24. Juni erfolgen.

Freitag, 3. Juni 2016

Kurzberichte
wentz-carsonIn Philadelphia ist der Quarterback Coach John DeFilippo hocherfreut davon, was er von Rookie Quarterback Carson Wentz (Bild) sieht.
Wentz hätte seine Erwartungen weit übertroffen, meinte DeFilippo.
Doch der Quarterback Coach weiß, daß man in der Organisation will, daß Sam Bradford in die Saison startet.
Der hört dann wohl auch die Signale und tut etwas für sein Geld. Er organisiert eine Sommer-Trainingseinheit für sich und seine Receiver.
Was für eine Wandlung, nachdem er vor Kurzem noch zu einem anderen Team wechseln wollte.
Im Juli, wenn keine OTAs anstehen, will er sich mit seinen Receivern treffen.

Sieht man sich die Renovierungsarbeiten im Stadion der Dolphins an, dann sieht es zur Zeit echt nicht danach aus, als ob da ab September Football gespielt werden könnte.
Das Spielfeld ist übersät mit Steinen, die zum Bau eines Schutzdachs dienen. Kräne, die in alle Richtungen zeigen stehen um das Stadion herum. Nichts sieht wirklich fertig aus.
Doch die Offiziellen des Teams sind optimistisch. Was bleibt ihnen auch übrig?
Seit Dezember wird rund um die Uhr gebaut, was die Baukosten auf $500 Millionen hochtrieb. Doch anders als in Deutschland, wo weder eine U-Bahn, noch eine Philharmonie und schon gar kein Flughafen gebaut werden können, kann man davon ausgehen: „Die schaffen das.“
Obwohl, es sind nur noch 97 Tage übrig. Das ist nicht viel.
Da werden noch viele Überstunden fällig werden, um rechtzeitig fertig zu werden.
Am Mittwoch gab die NFL bekannt, daß das erste Testspiel der Dolphins gegen Atlanta am 25. August in Orlando ausgetragen wird.
Kein gutes Zeichen.

Allen Hurns ließ sich von $40 Millionen überzeugen in Jacksonville zu bleiben.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und bleibt bis zum Ende der Saison 2020 ein Jaguar.
$20 Millionen der 40 Millionen sind garantiert. Mit Boni könnte er in der Zeit sogar auf $44 Millionen kommen.

„Wenn am Sonntag ein Spiel wäre, wäre ich dabei,“ verkündete ein optimistischer Jordy Nelson.
Der Wide Receiver der Packers trainierte zwar schon mal mit Quarterback Rodgers zusammen, nach seinem Kreuzbandriß, aber noch nicht so ausgiebig wie am Donnerstag.
Nelson lief mit voller Geschwindigkeit und hielt nichts zurück.
Während die anderen Quarterbacks mit den anderen Receivern arbeiteten, arbeiteten Rodgers und Nelson eine ganze Zeitlang zusammen.
Slants, Cuts nach links und rechts, nichts wurde ausgelassen um das Knie zu testen. Alles ging gut. Zeit für moderaten Optimismus in Green Bay.

49ers Quarterback Colin Kaepernick kann nach seinen diversen Operationen immer noch nicht trainieren.
Wann es soweit sein wird, das kann noch niemand sagen.
Kaepernick wurde an der linken Schulter dem rechten Daumen und dem linken Knie operiert.
Am Donnerstag warf er zumindest ein paar kurze Pässe zum Aufwärmen. Dabei blieb es dann aber auch.
Head Coach Kelly bedauert zwar, daß der Quarterback die neue Offense noch nicht praktisch lernen kann, glaubt aber, daß Kaepernick das Versäumte aufholen kann.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Kurzberichte
osweiler-brock2Training statt Weißes Haus, dazu entschied sich Brock Osweiler (Bild).
Der Quarterback hatte großen Anteil daran, daß die Broncos die Saison, in der Peyton Manning unterirdisch spielte, gut überstanden. Somit hatte er auch großen Anteil daran, daß Denver den Super Bowl gewinnen konnte.
Den Termin nächsten Montag, an dem die Mannschaft im Weißen Haus vom Präsidenten empfangen wird, nimmt Osweiler aber nicht wahr. Er möchte die bei den Texans anstehende Trainingseinheit an dem Tag nicht verpassen.
Osweiler unterschrieb einen Vierjahresvertrag über $72 Millionen bei den Texans und möchte dort beweisen, daß er als Ersatzmann hinter Manning genug gelernt hat um selber ein Team führen zu können.
Er muß ein neues offensives System lernen, deshalb ist jede Trainingseinheit für ihn wichtig. Aus diesem Grund lehnte er die Einladung der Broncos, mit ihnen ins Weiße Haus zu kommen, ab.
Damit, daß die Broncos ihn nicht weiter haben verpflichten wollen, hätte das nichts zu tun.
Von Miller, der einen neuen Vertrag will und bisher dem Training fernblieb, wird wohl mit reisen.

Rams Quarterback Nick Foles hat keine Lust auf Training. Eigentlich sollte er sich reinhängen um seinen Starterposten gegen Rookie Jared Goff zu verteidigen, doch irgendwie ist ihm die Lust dazu vergangen.
Bis zur Draft hat Foles an allen Teamaktivitäten teilgenommen. Seit die Rams Goff einberiefen hat man Foles nicht mehr beim Team gesehen.
Während Sam Bradford in Philadelphia Getöse darum machte, daß sein Team einen Quarterback an zweiter Stelle einberief, protestiert Foles in Los Angeles heimlich, still und leise.
Beide können sich nicht leisten, die beleidigte Leberwurst zu spielen. Dazu sind beide nicht gut genug.

Den Redskins wurde ein Laptop gestohlen auf dem sich vertrauliche Daten zu NFL Spielern befinden.
Jemand schlug das Seitenfenster des Autos eines Trainers ein und entwendete den Computer. Darauf befanden sich medizinische Daten zu Spielern, die in den letzten 13 Jahren zur Draft anstanden und von den Scouts beobachtet wurden.
Der Laptop war passwortgeschützt aber nicht verschlüsselt.
Bisher gibt es keine Beweise dafür, daß jemand das Paßwort geknackt hat und die Unterlagen veröffentlichte.
Bisher!
Die NFL hat sofort die Direktive ausgegeben, daß alle Computer der Trainer und anderer Teammitarbeiter ab jetzt verschlüsselt werden müssen.
Die Redskins, die NFL und die NFLPA arbeiten zusammen um alle Spieler, die betroffen sind, zu benachrichtigen.

Cowboys Rookie Defensive Tackle Maliek Collins brach sich beim Training einen Fuß und mußte operiert werden.
Er wird etwa 10-12 Wochen ausfallen.

Gestern gab die NFL bekannt, daß der Pro Bowl demnächst in Orlando, Florida, der Stadt der Vergnügungsparks, stattfinden wird.
Das Disney-Imperium wird von Orlando aus geleitet und der Pro Bowl wird in enger Zusammenarbeit mit Disney und ESPN ausgetragen, das beinhaltet auch eine Pro Bowl Parade im Magic Kingdom.
Nachdem die Teams seit ein paar Jahren im äußerst dämlichen Schulhofverfahren ausgewählt wurden, kehrt man jetzt wieder dazu zurück die besten der AFC gegen die besten der NFC spielen zu lassen. Die Zeiten in denen zwei ehemalige Größen der Liga Stein, Papier, Schere, Echse, Spock spielten und nacheinander ihre Spieler auswählten, gehören damit hoffentlich für immer der Vergangenheit an.

Über 5.000 ehemalige Spieler zerrten die NFL vor Gericht und verklagten die Liga, weil sie die Spieler im Unklaren über die Gefährlichkeit von Gehirnverletzungen gelassen hatte.
Die Kläger und die Liga einigten sich darauf, daß die NFL $1 Milliarde für die Spieler zur Verfügung stellt, die nachweislich an Spätfolgen der erlittenen Kopfverletzungen leiden.
70 Spieler waren dagegen und wollten mehr. Deshalb wollten sie in Berufung gehen. Doch dieser Antrag wurde vom Gericht abgelehnt.
Der Vergleich wäre fair und daher akzeptabel lautete die Begründung.

Als die Jets Wide Receiver Eric Decker und Brandon Marshall letzte Woche das Training mieden, hieß es, sie würden für die Verpflichtung von Quarterback Fitzpatrick streiken.
Alles Quatsch, meinten beide, als sie in dieser Woche am Training teilnahmen.
Beide hätten ihre Abwesenheit mit dem Head Coach abgeklärt und beide hätten Gründe gehabt um nicht mit dem Team zu trainieren. Beide gaben etwa gleichlautende Kommentare in die vor die Nase gehaltenen Mikrofone.
Zugleich hieß es, daß die Jets und Fitzpatrick sich bei ihren Vertragsverhandlungen näher gekommen sein sollen.

Stephen Bowen geht in den Ruhestand.
Der Defensive End spielte zunächst für die Redskins, dann die Cowboys und zuletzt für die Jets.
Er spielte in 128 Spielen, erzielte 176 Tackles, 12,5 Sacks und wehrte neun Pässe ab.
Am Mittwoch unterschrieb er einen Eintagesvertrag mit den Redskins um als Mitglied dieses Teams in den Ruhestand zu treten.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Kurzberichte
brady03
Tom Brady (Bild) bekommt mächtige Unterstützung in seinem Kampf gegen Roger Goodell.
Die American Federation of Labor and Congress of Industrial Organizations (AFL-CIO), der mitgliederstärkste Dachverband der Gewerkschaften der USA und Kanadas, hat an das Berufungsgericht appelliert, den Fall Bradys noch einmal zu behandeln.
Die AFL-CIO ist sicher, daß die Richter irrten, als sie dem Commissioner der NFL seine Allmachtsbefugnisse zugestanden.
Die AFL-CIO argumentiert, daß Goodell die Grundlagen der Fairneß mißachtete, als er den Quarterback der Patriots wegen zu lasch aufgepumpter Bälle suspendierte und dann auch noch den Einspruch verhandelte.
Goodell hätte wie ein Arbeitgeber gehandelt, der seine eigene Entscheidung rechtfertigt, anstatt einen unparteiischen Schlichter einzuschalten.
Das gefällt dem Dachverband gar nicht. Der Fall hätte ein hohes Potential um das Vertrauen der Öffentlichkeit in den Schlichtungsprozess zu erschüttern.
Das ist schon ein schweres Geschütz, das die AFL-CIO da auffährt.

Als der ehemalige Saints Defensive End Will Smith am 9. April nach einem Auffahrunfall erschossen wurde soll er mehr als das dreifache der erlaubten Alkoholmenge im Blut gehabt haben (erlaubt sind in Louisiana 0,8 Promille).
Das wollen zwei Leute wissen, die angeblich den toxikologischen Report kennen.
Das Büro des Gerichtsmediziners wollte sich dazu nicht äußern, weil es eine laufende Untersuchung betrifft.
Auch das Polizeipräsidium wollte das nicht kommentieren.

Der Pro Bowl verläßt Honolulu. Hawaii, und zieht nach Orlando, Florida.
Das wird die NFL heute auf einer Pressekonferenz im ESPN Wide World of Sports Disney Complex bekanntgeben.
Es soll sich um einen mehrjährigen Vertrag handeln.
Das erste Spiel wird im Camping World Stadium ausgetragen. Ab nächstes Jahr werden die Spiele dann in der renovierten Citrus Bowl stattfinden.
Orlando gewann die Wahl gegen die Mitbieter aus Honolulu, Houston und Sydney, Australien.
Die Liga versucht verzweifelt dieses unbedeutende Spiel interessanter zu gestalten. Aus diesem Grund werden immer wieder mal die Regeln geändert und die Orte gewechselt... ohne wirklichen Erfolg. Das Spiel bleibt öder Bockmist.

Die Titans haben in ihrem Stadion neue Sitze installiert. Ob das aus dem Grund geschah, damit im Fernsehen schönere Bilder zu sehen sein werden?
Viele dieser Sitze werden wieder leer bleiben, wie in den letzten Jahren üblich.
Damit überhaupt die Heimspiele im lokalen Fernsehen übertragen werden durften hatten die Titans 2015 ein großes Kartenkontingent an einen Broker verkauft, der sie auf dem zweiten Ticketmarkt weiterverkaufen sollte.
Die Titans überlegen nun, wie sie Zuschauer ins Stadion locken könnte.
Natürlich wäre eine Möglichkeit, Spiele zu gewinnen, aber genau das dürfte in Tennessee nicht gelingen. Da diese Möglichkeit wegfällt, wurde das Marketingbüro verstärkt. Man will verstärkt in Einkaufszentren, auf Sportplätzen und in Schulen nach Stadionbesuchern suchen.
Jeden Tag ziehen etwa 82 Menschen neu in das Einzugsgebiet der Titans, die will man ins Stadion locken. Zu einer Party im Nissan Stadion kamen viele Fans und Neugierige um sich Autogramme abzuholen und mit Spielern und Trainern zu reden.
Natürlich sind die Titans nicht das einzige Team, das sich überlegt, wie es Zuschauer ins Stadion locken kann?
Natürlich haben auch die anderen Teams Ideen, wie sie das schaffen könnten.
Doch das Beste wäre es natürlich Spiele zu gewinnen, Das Beste, aber auch das Schwerste.

„Ich habe ein paar Millionen abgegriffen und mich damit abgesetzt,“ sagte Brandon Browner zu seiner Zeit bei den Saints.
Der Cornerback war letztes Jahr der schlechteste Cornerback der Liga in der schlechtesten Verteidigung der Liga.
Auf Twitter zwitscherte er den Satz oben, der auf wenig Verständnis bei Saints-Fans stieß.
Browner machte Stationen in Denver, Seattle, New England, New Orleans und jetzt wieder Seattle. Bei den Seahawks wird er weiter Geld von den Saints bekommen, denn die gaben ihm 2015 einen Dreijahresvertrag über $15 Millionen und sie müssen ihm 2016 und 17 noch insgesamt $5,35 Millionen zahlen, die zur Gehaltsobergrenze angerechnet werden. Für die eine unterirdische Saison des Leistungsverweigerers mußten sie ihm dann im Ganzen $7 Millionen zahlen.

Walter Thurmond hatte eine sehr gute Saison letztes Jahr als Safety bei den Eagles.
Auf dem freien Spielermarkt hätte er jetzt richtig abkassieren können, doch Thurmond möchte nicht mehr.
Im Alter von 28 Jahren zieht er es vor, der NFL Lebe wohl zu sagen.
Thurmond hat zwei Dokumentarfilme produziert und in beiden Regie geführt. Darin sieht er seine Zukunft, nicht im Football.

Die Lions haben Tight End Tim Wright mit einem gerissenen Kreuzband auf die Verletztenliste gesetzt.
Damit ist die Saison für ihn beendet.

Dienstag, 31. Mai 2016

Kurzberichte
landry-jarvisDie Liste der hundert besten Spieler der kommenden Saison sorgt immer wieder für Überraschungen, Unmut und Verwunderung.
So war z.B. Jarvis Landry (Bild) geehrt und enttäuscht zur gleichen Zeit.
Der Wide Receiver der Dolphins stellte mit 195 gefangenen Pässen in seinen ersten beiden Saisons einen neuen NFL Rekord auf. Seine Leistung im letzten Jahr mit 110 gefangenen Pässen für Miami stellten einen Teamrekord auf und brachten ihn in den Pro Bowl.
Das brachte ihm Platz 98 in der aktuellen Top 100 Liste, auf den Landry stolz ist. Aber er glaubt, daß er eine höhere Plazierung verdient gehabt hätte.
Er kann ja daran arbeiten, nächstes Jahr sehr viel höher zu landen. Mit nur neun Touchdowns in seinen ersten beiden Saisons steht er nicht sehr gut da. Eine tiefe Gefahr stellt er auch nicht dar. Sein Durchschnitt liegt bei 10,5 Yards pro Paß. Das liegt natürlich auch daran, daß die Dolphins keinen guten Quarterback haben. Tannehill kann den Ball nicht tief werfen. Dazu hat weder den Arm, noch das Talent.
Da liegt es also an Landry nach einem gefangenen Ball selber noch einige Meter zu laufen. Dann klappt das auch mit einer besseren Plazierung in den Top 100 2017.

Cowboys Rookie Running Back Ezekiel Elliott liebt die Herausforderung mit den anderen Running Backs des Teams zu konkurrieren.
Momentan ist für ihn alles viel schneller, als er es gewohnt ist. Selbst beim Training bewegen sich die Mitspieler schon schneller, als in einem Collegespiel. Viel schneller.
Elliott versucht also als erstes, sich an das Tempo zu gewöhnen. Den Posten des Starters wird er vielleicht in seiner ersten Saison noch nicht erringen können. Darren McFadden, der letztes Jahr 1.089 Yards und drei Touchdowns erzielte, fällt ja gerne mal verletzt aus. Danach steht dann Alfred Morris bereit, der von den Redskins zu den Cowboys wechselte. An den beiden vorbeizukommen dürfte nicht ganz einfach sein. Doch Elliott arbeitet dran. Wenn nicht schon 2016, dann eben 2017.
Sicher ist, daß 2016 alle drei Running Backs zu vielen Einsätzen kommen, denn Teambesitzer Jerry Jones gab die Devise aus, Tony Romo gesund zu halten und verstärkt auf das Laufspiel zu setzen.

Quo Vadis Raiders?
„Wenn sie es wirklich schaffen, wovon sie reden, dann werden wir nach las Vegas umziehen,“ sagte Raiders Besitzer Mark Davis.
Er meint damit den Bau eines $1,4 Milliarden teuren überdachten Stadions, den die Verantwortlichen Nevadas anleiern wollen.
Las Vegas will die Raiders und die Raiders wollen Oakland nicht mehr. Damit könnte ein neuer Umzug eines der drei Teams, die ihre Heimatstädte verlassen woll(t)en fast schon sicher sein.
Bleiben nach den Rams, die ja schon ihre Stadt verlassen haben, den Raiders, die schon mal nach günstigen Umzugswagenpreisen gucken, noch die Chargers. Sie wollen in San Diego bleiben, aber nur, wenn sie ein ultramodernes, neues Stadion hingestellt bekommen.
Für alle drei Teams steht ja bald ein neues Stadion in Los Angeles bereit. Die Rams bauen es und werden bald darin spielen. Wenn die Chargers kein neues Stadion in San Diego bekommen, dürfen sie auch im Stadion der Rams spielen. Sollten die Chargers nicht umziehen, dann dürfen die Raiders in die Stadt der Engel umziehen. Bleibt die Frage, ob sie das noch wollen, wo sie doch jetzt ihr Herz für die Stadt der Sünde entdeckt haben. Und Sünde paßt ja nun viel besser zu den Raiders als Engel.
Die Fans in Oakland aber wollen das Team nicht einfach so aufgeben. In diesem Jahr stellten die Raiders mit über 50.000 verkauften Saisonkarten einen neuen Rekord auf. Befeuert wurde dieser Run auf die Saisontickets wohl von den Umzugsgerüchten und von der Hoffnung nach Jahrzehnten mit grauenvollen Teams mal wieder eine Mannschaft zu haben, die mehr als nur acht Spiele pro Saison gewinnen kann.
Das sieht auch Bruce Irvin so. Der Outside Linebacker wechselte von einem Super Bowl fähigen Team, den Seahawks, zu den Losern nach Oakland. Doch die, so ist er sicher, haben sich so gut verstärkt, daß sie zumindest einen Playoffplatz erreichen könnten.
„Wir sind auf dem Weg nach oben,“ ist Irvin sicher. Er selbst würde alles geben, damit die Raiders nicht mehr als Fußabtreter gelten.
Jetzt müssen sie nur noch an den Chiefs, den Chargers und dem amtierenden Super Bowl Sieger aus Denver vorbeikommen, und schon klappt das mit den Playoffs.
Das klingt dann doch einfacher, als es sein könnte.

Montag, 30. Mai 2016

Kurzberichte
ryan-rob-saints
„Der letzte Platz der Saints Defense war nicht meine Schuld,“ ist der für die Katastrophe verantwortliche Defensive Coordinator Rob Ryan (Bild) überzeugt.
Er setzte sich mit seinem Bruder Rex zusammen zu einem Radiointerview hin, und beide arbeiteten ihre schlechten Saisons 2015 auf.
Rob versagte als Defensive Coordinator in New Orleans, Rex als Head Coach in Buffalo. Beide arbeiten 2016 zusammen, denn Rex holte Rob in seinen Trainerstab.
Rob betonte daß er mit dem Schei...dreck, den er bei den Saints spielen sollte, nichts besseres erreichen konnte. Und er sagte tatsächlich Bull...t. „Ich kann mir nur vorwerfen, daß ich damals nichts gesagt habe. Ich hätte aufstehen und sagen sollen, „F...ck, ich kann das nicht trainieren“. Aber ich versprechen Ihnen, ich sage es jetzt.“
Rob Ryan sollte die Defense der Seahawks imitieren, allerdings etwas simpler. Das war mit dem schlechten Spielermaterial nicht möglich. Und das alles nur, weil die Saints Safety Jarius Byrd von den Bills verpflichtet hatten, und die Defense komplett auf ihn zugeschnitten werden sollte.
Das ging komplett schief und Rob will beweisen, daß seine Verteidigungen immer noch Är...e treten können, wenn man ihn machen läßt.
Seinen Bruder Rex würde das bestimmt sehr freuen, denn seinen Job als Head Coach der Bills könnte er verlieren, wenn dieses Jahr nicht die Playoffs erreicht werden.
OK, Rex wird seinen Job los sein nach der Saison 2016.

Der Spieler Russell Okung vertraut dem Spieleragenten Russell Okung.
Im März verschaffte der Agent Okung dem Spieler Okung einen $53 Millionen Dollar Vertrag bei den Broncos. Bis dahin spielte der Offensive Tackle bei den Seahawks.
Mag Okung auch zufrieden und stolz auf seinen selbstausgehandelten Vertrag sein, so hört er doch viel Kritik.
Sieht man sich genau an, was er da ausgehandelt hat, bleibt ein Einjahresvertrag über $5 Millionen übrig. Das Team hat danach die Option, den Rest des Vertrags zu erfüllen oder nicht. Der Offensive Tackle muß sich also richtig reinhängen, um an den Rest des Schotters zu kommen.
Für Okung ist das der beste Deal am besten Ort. Er bereut nichts und sagt, daß er den Vertrag auch heute nicht anders aushandeln würde.
Okung hat auch einiges gelernt, als er für sich selber verhandelte. Als Agent hätte er drei Tage vor dem offiziellen Beginn der Transferperiode anfangen können zu verhandeln. Als Spieler, selbst als einer der für sich selber agiert, durfte er das aber nicht. Er durfte erst am tatsächlichen Starttag mit Teams sprechen.
Aber er ist ja zufrieden mit seinem Vertrag und er arbeitet schon hart daran, den Trainingsbonus über $1 Million zu erreichen, den er ausgehandelt hat. Er nimmt schon fleißig an den freiwilligen Trainingseinheiten der Broncos teil.

„Ich werde nicht der Quarterback- Trainer der Tennessee Volunteers“, sagte Peyton Manning.
Der frischgebackene Super Bowl Sieger und Ruheständler möchte auch nicht als Kommentator oder Analyst Für das Fernsehen arbeiten, wie er betonte.
Aber er hat sich vorgenommen in dieser Saison der größte Fan der „Vols“ zu sein, wie er sein ehemaliges Collegeteam nennt. Man wird ihn bei jedem Heimspiel sehen, meinte er, aber als Zuschauer in den Rängen, nicht als Coach am Spielfeldrand.

Sagt jemandem der Name Knowshon Moreno noch etwas?
Wenn nicht, macht nichts.
Moreno war Running Back und spielte zunächst für die Broncos und danach für die Dolphins.
2011 zog er sich für die Broncos spielend einen Kreuzbandriß zu. 2014, in Miami, riß er sich das selbe Kreuzband.
2015 spielte er nicht, doch das soll es noch nicht gewesen sein. Der 28-jährige visiert ein Comeback an.
Als Doppelbedrohung leistete er hervorragende Arbeit. Er erzielte 3.616 Laufyards und 27 Touchdowns, als Receiver fing er 158 Pässe für 1.409 Yards und 9 Touchdowns.
Wie es heißt, führt Moreno bereits Gespräche mit den Dolphins und den Broncos.
Große Chancen räumen die Insider ihm allerdings nicht ein.

Sonntag, 29. Mai 2016

Kurzberichte
rodgers-aaron12Aaron Rodgers (Bild) ist kein Fan der Aufdringlichkeit der TV-Anstalten. Kameramänner auf dem Platz, Mikrofone die alles übertragen, was er im Huddle sagt, all das behagt dem Quarterback der Packers nicht.
Doch wenn sich Spieler verletzen, weil sie die Atmosphäre hautnah in die Wohnzimmer übertragen sollen, dann hört es ganz auf.
Bei der Niederlage im Playoffspiel gegen die Cardinals zog sich Wide Receiver Randall Cobb eine punktierte Lunge zu. Diese Verletzung wäre nach Rodgers Ansicht nicht passiert, hätte Cobb nicht ein Funkmikrofon getragen. Cobb fiel auf den Sender, der sich in die Lunge bohrte.
Cobb kam vom Platz nachdem er bei dem Versuch einen Paß zu fangen hart auf dem Rücken und dem Sender landete, und spuckte Blut. Er bekam kaum noch Luft und wurde ins Krankenhaus gebracht.
Heute ist wieder gesund und einsatzbereit, aber als Spion für einen TV-Sender wird er wohl nicht mehr arbeiten.
Überhaupt, fragt sich Rodgers, was das Alles soll?
Um Spygate der Patriots wurde damals ein Riesenwirbel veranstaltet, doch das wäre nichts gegen das, was heute von der NFL offiziell erlaubt würde.
Beide Guards wären verkabelt und die Defense könnte laut und deutlich mithören, was die Offense im Huddle bespricht. Handsignale würden von den TV-Kameras eingefangen und zeitgleich von den Reportern kommentiert.
Da wäre Spygate gar nichts dagegen gewesen.
Zu der Idee, Kameras in die Helme der Quarterbacks einzubauen, wie es in der WLAF ja bereits schon mal war, meinte Rodgers: „Nicht in meinen Helm, das sage ich Euch.“

In vier Jahren bei den Broncos spielte Peyton Manning zweimal im Super Bowl, gewann ihn einmal und stellte einige NFL Rekorde auf.
Wäre ihm das bei den Titans auch gelungen?
Beinahe wäre es so gekommen, denn wie der Quarterback jetzt sagte, wäre er 2012 beinahe in Tennessee gelandet. Für das Collegeteam dort hat er ja gespielt, deshalb war Tennessee für ihn in der engeren Wahl, nachdem die Colts ihn unrühmlich gefeuert hatten.
Daß er aber dort so erfolgreich gewesen wäre, und das Team mitgerissen hätte, wie es ihm in Denver gelang, davon ist nicht auszugehen. Ein lustloser Running Back mit Chris Johnson, NFL-untaugliche Wide Receiver, eine Defense, die den Namen nicht verdiente, so gut hätte Manning gar nicht sein können, um das alles auszugleichen.
Deshalb lehnte er, schweren Herzens, das Angebot von Titans Besitzer Bud Adams ab und entschied sich für Denver.
Trotzdem kann man sich aber mal fragen: „Was wäre gewesen wenn...?“

Das Angebot, das die Jets Ryan Fitzpatrick machten, wurde nun bekannt.
New York machte dem Quarterback ein Angebot über drei Jahre und wollte ihm 2016 $12 Millionen zahlen.
Das Angebot liegt am unteren Ende der Skala dessen, was altgediente Quarterbacks so verdienen, aber gut über den $8 Millionen, die die Jets bisher so zahlen wollten.
Es ist klar, daß dieses Angebot Fitzpatrick immer noch zu niedrig ist, glaubt er doch, daß er ein $20 Millionen-Mann wäre.
Ist er aber nicht. Und so lange Wunschdenken und Wirklichkeit so weit auseinenderliegen, wird er es schwer haben, einen neuen Arbeitgeber zu finden.
Die Jets wären die einzigen, die ihm zumindest $12 Millionen zahlen würden.

 

Freitag, 27. Mai 2016

harbaugh-hc-ravensKurzberichte
Die NFL strich den Ravens eine Woche ihrer organisierten Team Aktivitäten (OTA).
Head Coach John Harbaugh (Bild) muß eine Strafe von $137.000 zahlen, der Club $343.000.
Die Ravens hatten ihre Rookies und Einjahresspieler im Minicamp mit Pads trainieren lassen. Das ist nicht erlaubt.
Harbaugh übernahm die volle Verantwortung für den Verstoß.
Zu dem unerlaubten Training in Pads fiel ihm nur ein zu sagen, daß er einen Fehler gemacht hätte und es ihm leid täte. Er hätte das Regelbuch mißinterpretiert und würde die Strafe akzeptieren.
Daß Harbaugh nicht ganz Regelkundig ist, weiß man ja spätestens seit seiner Tirade in einem Spiel gegen New England. Da erkannte er eine regelkonforme Aufstellung der Patriots Offense nicht und lamentierte los, als gäbe es kein Morgen mehr.

Zu was kann man einen verurteilten Frauenschläger immer noch brauchen?
Als abschreckendes Beispiel!
So luden die Baltimore Ravens ihren Ex- Running Back Ray Rice ein, damit er ihren Rookies erzählt, wie es nicht gehen sollte.
Rice lieferte seine Geschichte ab, die guten und die schlechten Seiten. Er hatte die volle Aufmerksamkeit der Frischlinge.
Rice hat seit seiner Entlassung in Baltimore 2014 schon öfter über häusliche Gewalt und ihre Folgen gesprochen. Seit es ihn selber betroffen hat, hat er sich schlau gemacht über diese abartige Seite menschlichen Zusammenlebens. So weiß er heute, daß es in den USA alle 12 Sekunden passiert.
Er hätte sich selber geschworen so etwas nie wieder seiner Frau anzutun und vor Allem nicht seiner kleinen Tochter, sagte er. Heute würde er für die Opfer häuslicher Gewalt kämpfen.
Er versteht, warum viele Menschen ihm nie vergeben werden.
Er scheint sich mit seiner Rolle als abschreckendes Beispiel abgefunden zu haben.

„Boomer“ geht in Rente.
Nein, nicht Esiason, sondern der andere Boomer.
ESPN Urgestein Chris Berman wird nach der NFL Saison 2016 aufhören.
Berman kam 1979 zu ESPN, einen Monat nachdem der Sender gegründet wurde. Nach der NFL Saison läuft der Vertrag des 61-jährigen aus und Insider erwarten, daß Boomer dann in Rente geht und nicht zu einem anderen Sender wechseln wird.
Fraglich ist, ob ESPN sein „Gesicht“ gehen lassen wird?
Eher werden sie ihm ein Angebot machen, das er nicht wird ablehnen können.
ESPN ohne Berman?
Unvorstellbar!

Einer der ganz großen Wide Receiver denkt daran, in den Ruhestand zu treten.
Wes Welker, der zuerst für die Patriots spielte, und anschließend für die Broncos, landete zuletzt bei den Rams, wo er nur noch ein Schatten früherer Zeiten war.
Welker hat einige Gehirnerschütterungen erlitten und überlegt, ob es noch Sinn macht, weiterzuspielen?
Auf der anderen Seite denkt er an das Geld, das er noch verdienen könnte.
Er wägt jetzt ab, ob ein gesundes Leben in Armut besser ist, als ein krankes in Reichtum?
Am Hungertuch wird er schon nicht nagen müssen, aber so ein paar Milliönchen würde der 35-jährige doch gerne noch mitnehmen.
Es sieht aber so aus, als ob ihm die Entscheidung abgenommen wird. Noch hat sich kein Team bei Welker gemeldet um ihn für 2016 zu verpflichten.

Dancing with the Stars hat Antonio Brown besser gemacht.
Der Wide Receiver der Steelers sagte, daß seine Fußarbeit und seine Hüftbewegungen von der Teilnahme an der TV-Show profitiert hätten.
Er könnte heute seine Hüften besser bewegen, wenn er eine Paßroute läuft und sich nach dem Ball umdreht.
Auch seine körperliche Fitneß wäre durch den Ausflug in das Tanzlager besser geworden.
Alle in Allem zieht er ein positives Fazit seiner Teilnahme an DWTS.

Die Saison ist noch nicht dran, und schon geht es beim Verletztenreport los.
Titans Linebacker Kevin Dodd mußte an einem Fuß operiert werden den er sich im Rookie-Camp gebrochen hat.

Ravens Running Back Trent Richardson knickte mit einem Fuß Fuß um und fällt ein bis zwei Wochen aus.

Chiefs Wide Receiver Jeremy Maclin verletzte sich an einem Knöchel.

Ein Rückkehrer ist Kelvin Benjamin.
Der beste Wide Receiver der Panthers hat nach seinem Kreuzbandriß letztes Jahr zum ersten Mal wieder mit dem Team trainiert.
Als Rookie fing er Pässe für 1.008 Yards und 9 Touchdowns. Letztes Jahr wollte er diese Marken übertreffen, doch dann ereilte ihn die Verletzung.
Dieses Jahr wird er voll einsatzbereit sein, wenn nicht noch etwas dazwischen kommt.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Kurzberichte
romo-am-bodenOptimismus macht sich breit in Dallas. Sowohl Quarterback Tony Romo (Bild) als auch Wide Receiver Dez Bryant sind sich sicher, daß sie nach ihren Operationen wieder voll einsatzbereit sein werden.
Der mittlerweile 36 Jahre alte Romo sagte, daß er sich so gut fühle, wie noch nie zuvor. Er glaubt, daß er noch vier, fünf Jahre spielen kann.
Was in manchen Ohren wie eine Drohung klingt, wenn man bedenkt, was Romo bisher alles NICHT erreicht hat.
Auch Bryant fühlt sich pudelwohl. Gefragt, ob er denn wieder so gut werden könnte, wie 2014, als er herausragend spielte, antwortete er: „Ich werde sogar besser als dann sein.“
Beide nahmen am Dienstag am Training der Cowboys teil, aber beide werden noch geschont.
Immerhin ist es besser, Romo nimmt am Training teil und wird geschont, als daß er wieder an irgendwelchen Golfturnieren teilnimmt um diese Zeit. Das hat er jahrelang gemacht und damit seinem Team unglaublich geschadet.
Bleibt zu hoffen, daß beide Spieler wirklich so gesund sind, wie sie sich fühlen.

„Football ist ein brutales Spiel das Menschen nicht spielen sollten,“ meinte Bills General Manager Doug Whaley am Mittwoch.
„Ganz offensichtlich habe ich meine Worte in meinem Kommentar gestern schlecht gewählt,“ meinte er am Donnerstag.
Als ehemaliger Spieler, der das Spiel liebt hätte er sagen wollen, daß Football ein körperbetontes Spiel ist bei dem man mit Verletzungen rechnen müsse. Die Spieler von heute würden besser geschützt als jemals zuvor. Dennoch gäbe es halt einen Risikofaktor.
Das, und nichts anderes, hätte er ausdrücken wollen.
Aber gesagt hat er: „Football ist ein brutales Spiel das Menschen nicht spielen sollten.“

Die Jets sind zufrieden mit dem, was sie von Rookie Quarterback Christian Hackenberg bisher so zu sehen bekamen. Er wurde in der zweiten Runde aufgenommen und in New York glaubt man schon schon, daß er der Starter wird, wenn Fitzpatrick nicht von seiner absurd hohen Gehaltsforderung abweicht.
Doch wird dabei nicht jemand vergessen?
Ist da nicht noch Geno Smith im Kader?
Doch, nach genauerer Überprüfung ist er es noch.
Doch ihn hat anscheinend kaum jemand mehr auf dem Radar. Was nicht verwundert, nach den „Leistungen“ die er bisher gezeigt hat.
Aber Smith verhält sich ruhig. Von ihm hat man bis vor Kurzem nichts gehört. Sein Head Coach Todd Bowles sagte etwas über ihn. „Geno ist OK. Er macht, was er immer macht. Er macht seinen Job. Wenn jemand nicht hier ist, aus welchen Gründen auch immer, machen wir den nächsten Spieler einsatzbereit.“
Und das scheint Smith zu sein.
Beim ersten Treffen mit den Medienvertretern stand Smith vor seinem Spind und beantwortete Fragen. Wie es ihm geht, wurde er gefragt? Ob er gereift wäre, wurde er gefragt. Ob er sich fühle als ob er um seine Karriere kämpfen müßte wurde er gefragt? „Nein,“ antwortete Smith. „Ich versuche jeden Tag besser zu werden. Das ist mein Ziel.“
Ob er denn als Starter in die Saison gehen würde?
Auf diese Frage antwortete er ganz diplomatisch: „Das ist noch so weit weg.“

Es ist heiß in Florida. So heiß, daß die Buccaneers ihr Training in die Morgenstunden verlegten, um der Bruthitze am Nachmittag zu entgehen.
In der Vorbereitungszeit beginnt das Training für das Team schon um 10:30 Uhr.
Letztes Jahr hatte man messen lassen, wie hoch die Temperaturunterschiede am Tag so wären während der Vorbereitungszeit. Dabei kam heraus, daß es um 8:45 Uhr etwa 4-5 Grad Celsius kühler war, als um 14:45 Uhr.
Der neue Head Coach Dirk Koetter sagte, daß man kein Gehirnchirurg sein müßte um zu erkennen, wann man das Training abhalten sollte.
Doch ob es wirklich für Erleichterung sorgt, wenn man von 10:30 Uhr bis in die Mittagszeit und die Mittagshitze hinein trainiert?
Man muß nur dran glauben.

„Wir wollen keine Entschuldigungen,“ hört man von den Cardinals. Damit meinen sie ihren Saisonauftakt gegen die Patriots minus Tom Brady.
Wenn sie das Spiel gewinnen würden, würde es nur heißen, „ja, aber die haben ja nicht gegen Tom Brady gespielt“.
Deshalb wollen die Cardinals gegen die beste Mannschaft spielen, die New England aufzubieten hat.
Und vielleicht klappt das ja auch?
Brady hat ja um eine erneute Anhörung vor dem Berufungsgericht gebeten. Da sind viele Szenarien möglich. Im besten Fall, für Brady, seine Fans und unparteiische Footballfans, kann es so kommen, daß seine Suspendierung wieder so lange aufgehoben wird, bis eine Entscheidung gefallen ist. Und wenn alle Rechtswege beschritten werden, kann das bis 2017 dauern.
Das aber ist das beste Szenario. Darauf sollten wir uns nicht verlassen.
Und die Cardinals auch nicht.
Das wiederum ist Arizonas Wide Receiver Larry Fitzgerald recht. Er ist der Meinung, daß man vorsichtig damit sein sollte, was man sich wünscht.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Kurzberichte
sb-xlv-1Da haben sie mal wieder getagt, die Teambesitzer der NFL. Und bei diesem Frühjahrstreffen wurde mal wieder einiges beschlossen.
So wurden die Super Bowls für die Zeit von 2019 bis 2021 vergeben.
Natürlich wurden die neuen Stadien berücksichtigt, wie es in der NFL üblich ist, und auch ein generalüberholtes. Los Angeles ist Austragungsort von Super Bowl LV in 2021. Das neue Stadion in Atlanta ist 2019 mit Super Bowl LIII an der Reihe. Dazwischen gibt es Super Bowl LIV in Miami, wo das Stadion der Dolphins für $450 Millionen renoviert wird.
2017 findet das Endspiel ja wie bekannt in Houston statt und 2018 im neuen Stadion der Vikings.
Es lohnt sich also auf jeden Fall ein neues Stadion zu bauen oder eins zu renovieren, dann darf man auch mal Super Bowl Gastgeber sein. Wobei „mal“ für Miami nicht stimmt. Wenn ich mich nicht verzählt habe, haben da schon 10 Super Bowls stattgefunden.

An den Videobeweisen wurde auch wieder gewerkelt. Die Videoschiedsrichter in New York können die Feldschiedsrichter anrufen, wenn sie sehen, daß diese schwere Fehler machen, wenn z.B. der Ball an die falsche Stelle gelegt wird, Strafen falsch abgemessen werden oder die Zeitnahme nicht korrekt abläuft.
In diesen Bereichen gab es letztes Jahr ziemliche Fehler der Feldschiedsrichter.

In seiner Abschlußpressekonferenz ging Commissioner Goodell natürlich auch auf die Vorwürfe ein, die der Kongressabgeordnete Frank Pallone aufbrachte.
Goodell findet es fragwürdig, daß der Bericht, der die NFL sehr schlecht aussehen läßt, zustande kam, ohne das ein Verantwortlicher der Liga überhaupt angehört wurde.
Den Vorwurf der versuchten Einflußnahme auf die Untersuchungskommission des National Institutes of Health (NIH) wies er strikt von sich.
Man müsse doch als Außenstehender erkennen, daß die NFL alles dafür tut, die Sicherheit der Spieler zu erhöhen, meinte der Commish zum Schluß noch.

Steelers Running Back LeVeon Bell ist überzeugt, daß die Bengals absichtlich versucht haben, ihn zu verletzen.
Bell wurde bei einem Angriff von Bengals Verteidiger Vontaze Burfict am 1. November letzten Jahres so schwer verletzt, daß die Saison für ihn beendet war.
Das ganze Spiel über hätten die Verteidiger der Bengals schon versucht, ihm die Knöchel zu verdrehen und andere schmutzige Tricks versucht.
Der Angriff von Burfict, bei dem Bell sich ein Kreuzband riß, wäre kein Unfall gewesen, sondern wäre mit voller Absicht so ausgeführt worden.
Daß Burfict ein schmutziger Spieler ist, das wurde ja spätestens im Playoffspiel der Steelers gegen die Bengals klar. Und wegen dieser wiederholten Verletzungen der Sicherheitsregeln ist der Linebacker ja auch für die ersten drei Spiele der kommenden Saison gesperrt.

Quarterback Mark Sanchez nahm trotz seines frisch operierten Daumens an der linken Hand am Training der Broncos teil.
Höhepunkt dieses ersten Teamtrainings aber war Rookie Quarterback Paxton Lynch. Er warf seinen ersten Touchdown im Training und feierte, als ob Denver gerade den Super Bowl gewonnen hätte.
Ansonsten sah man, daß Sanchez wie ein erfahrener Spieler agierte und Lynch oft überhastet wirkte.
Doch das war nicht anders zu erwarten. Lynch kann Sanchez trotzdem den Posten des Starters abjagen.

Die Raiders haben ein Marktforschungsinstitut beauftragt, den Markt in Las Vegas zu sondieren.
Es ist ja fraglich, ob diese Stadt überhaupt Potential für ein NFL Team hat? Der TV Markt in Las Vegas ist z.B. der fünftkleinste der USA.
In ersten Berichten scheint sich abzuzeichnen, daß Las Vegas nicht schlecht dasteht.
Raiders Besitzer Mark Davis hat es sich in den Kopf gesetzt in die Stadt der Sünde umzuziehen. Doch er möchte nichts überstürzen und er möchte das Richtige tun.

Bengals Tight End Tyler Eifert verletzte sich beim Pro Bowl am linken Knöchel. Die Verletzung ist bis jetzt nicht abgeheilt und Eifert muß operiert werden.
Er wird etwa drei Monate ausfallen.

Ein verdrehtes Sprunggelenk vermiest Byron Bell die Saison.
Der Offensive Lineman renkte sich beim Training am Dienstag ein Sprunggelenk aus und für ihn ist die Saison beendet.

Dienstag, 24. Mai 2016

Kurzberichte
brady-fertzig-ballDeflategate geht in die nächste Runde.
Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) hat sich dazu entschlossen, den Kampf gegen Roger Goodell weiterzuführen.
Bradys Anwälte aus der NFLPA verlangten eine erneute Anhörung vor denselben drei Richtern, die erst vor Kurzem im Sinne Goodells entschieden haben.
Vornehmlich soll es in der erneuten Verhandlung darum gehen, ob der Vorsitzende der NFL tatsächlich korrekterweise die Macht hat, wie ein Alleinherrscher über Strafen und Suspendierungen zu entscheiden. Außerdem soll Goodell nicht im erforderlichen Zeitrahmen gehandelt haben, über den er bei Entscheidungen über Equipment-Verletzungen verfügt.
Ob Brady und seine Anwälte eine erneute Anhörung bekommen, ist nicht gesagt. Am gestrigen Montag wurde die Petition eingereicht. Wenn die Richter in den nächsten 21 Tagen nicht darauf reagieren, ist die Sache vom Tisch. Damit würde ihre zuvor getroffene Entscheidung in Kraft bleiben.
Die Richter können sich 14 weitere Tage Bedenkzeit gönnen und auf eine Reaktion der Liga warten.
Diese Option wäre für Brady die Bessere, denn das würde darauf hinweisen, daß das Gericht sich erneut des Falles annehmen wolle.
Aber selbst wenn die Richter sich des Falles nicht erneut annehmen wollen, ist das nicht das Ende. Dann kann Brady versuchen, den U.S. Supreme Court für seine Sache zu interessieren. Doch ob die sich dann bewegen?
Von den jährlich etwa 7.000 Fällen, die dem obersten Gerichtshof vorgelegt werden, bearbeiten die Richter dort höchstens 80.

Und wieder traf es die Jaguars.
Dante Fowler, der sich letztes Jahr als Rookie direkt im ersten Training einen Kreuzbandriß zuzog, nahm am Montag am ersten Training der Mannschaft teil.
So weit, so gut, doch dann kam der Schreck.
Rookie Defensive End Jonathan Woodard riß sich eine Achillessehne und mußte operiert werden.
Für ihn könnte die Saison 2016 schon gelaufen sein.

„Ich werde in der nächsten Saison Football spielen,“ sagte Ryan Fitzpatrick am Montag in einem Radiointerview.
Man hat viel gehört und gelesen über den Ex- Quarterback der Jets, aber noch nichts von ihm. Am Montag sagte er dann selber mal etwas dazu.
Zur Zeit ist Fitzpatrick ja ohne Vertrag, doch wie er sagte, würde man hinter verschlossenen Türen weiterverhandeln. Es wäre halt ein langwieriger Prozeß und beide Verhandlungsgegner hätten ihre Vorstellungen.
Da der Quarterback letztes Jahr mit 31 Touchdowns einen neuen Rekord für die Jets aufstellte, hält er sich jetzt für einen 20 Millionen Dollar Mann.
Die Jets halten ihn höchstens für einen 10 Millionen Dollar Mann.
Die Kluft gilt es zu überbrücken.
Ob es ihn denn nicht stutzig machen würde, daß kein anderes Team sich für ihn interessiert, wurde Fitzpatrick gefragt?
Auch da würde sich etwas abspielen, was man nicht nach außen tragen würde, antwortete er.
Na, dann warten wir mal ab, was da noch kommt?

Der Kongreß vs. Die NFL
Der amerikanische Kongreß ist gar nicht zufrieden mit der NFL. Die Liga benimmt sich wie eine politische Partei, also sie lügt und betrügt, windet und versteckt sich, so gut es nur geht.
$16 Millionen zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Gehirnerkrankungen und Kopfverletzungen, die NFL Spieler sich in ihrer aktiven Zeit zugezogen haben, wurden noch nicht überwiesen, obwohl sie schon lange zugesagt wurden.
Staatliche Mitarbeiter, die die Untersuchungen vorantreiben wollten, benutzten mittlerweile Steuergelder um die Forschungen zur Chronischen traumatischen Enzephalopathie (CTE) weiterführen zu können.
Nun dürfte es der Milliarden schweren NFL nicht schwer fallen, $16 Millionen zu zahlen, aber sie will nicht. Und sie will deshalb nicht, weil der Versuch das National Institute of Health (NIH) zu beeinflussen, fehlgeschlagen ist.
Ein Mitglied der demokratischen Partei sagte, daß die NFL die Zahlung des zugesagten Geldes gestoppt hat, als das NIH sich weigerte, sich beeinflussen zu lassen.
Derweil erneuert die Liga in schöner Regelmäßigkeit ihr Lippenbekenntnis, daß ihr die Gesundheit der Spieler am Herzen liegt, der ehemaligen wie auch der aktiven.
Doch der 91 Seiten starke Bericht des Untersuchungsausschusses zeigt, daß die NFL einzig daran interessiert ist, ihr Image und ihre Interessen zu wahren. Hier ist der Link zu dem Bericht: https://drive.google.com/viewerng/viewer?url=http://www.gannett-cdn.com/usatoday/editorial/sports/nfl/Democratic-Staff-Report-on-NFL-NIH-Investigation-5-23-2016.pdf
Die Spielergewerkschaft NFLPA hat sich dazu entschlossen, bei der Studie zu CTE nicht mit der NFL zusammenzuarbeiten, weil die NFLPA der NFL nicht traut. Wenn es darum ginge das Richtige für Spieler zu tun, könne man der NFL nicht trauen, sagte Bengals Offensive Tackle Eric Winston, der Präsident der NFLPA.
Wie erwartet wehrte sich die NFL vehement gegen den Bericht.
Dr. Richard Ellenbogen, ein Neurologe und Mitglied des NFL Kopf, Nacken und Wirbelsäulen Komitees wurde als derjenige im Bericht genannt, der das NIH versucht hat zu beeinflussen.
Doch der sagte, daß er niemals auf Geheiß der Liga gehandelt habe. „Ich habe niemals zum Kongreß gesprochen. Niemand hat mich nach meiner Meinung gefragt,“ sagte er. Er hätte zwei private Treffen mit NIH Director Walter Koroshetz gehabt, das wäre alles gewesen.
Doch er zieht eine Lehre aus den Anschuldigungen gegen ihn: „Die große Politik kann dich zerstören, wenn Du ihnen widersprichst.“
Doch die NFL benimmt sich wirklich abartig in dieser Sache. Um von ihrer Seite aus CTE zu erforschen, setzte die Liga einen Rheumatologen als Verantwortlichen des „ leichten traumatischen Gehirn Verletzungs Komitees“ ein. Ein Spezialist für Arthritis untersucht also Gehirnverletzungen im Auftrag der NFL.
Und Roger Goodell spielt demnächst vier Wochen Quarterback für die Patriots oder was?

Montag, 23. Mai 2016

Kurzberichte
schiedsrichterunterderhaube
Die NFL hat vor, die Videobeweise zu vereinfachen. Im Regelbuch soll klarer definiert werden, bei welchen Spielszenen die Head Coaches einen Beweis anfordern dürfen und vor Allem auch, wann sie es nicht dürfen. Etwa 30 Spielszenen dürfen bisher per Video überprüft werden.
Die Regeln sollen nicht vereinfacht werden, wir dürfen also immer noch rätseln, wann ein Paß gefangen wurde und wann nicht. Wäre ja auch zu schade, wenn man uns diesen kleinen Spaß wegnehmen würde.
Eine klarere Sprache im Regelbuch sorgt also nicht für klarere Verhältnisse bei der Überprüfung. Die Schiedsrichter haben hier immer noch genug Raum für Fehler.
Die in den letzten Playoffs schon als erfolgreich angesehene Neuerung, Videobeweise auch im Hauptquartier der Schiedsrichter in New York zusammen mit dem Feldschiedsrichter anzusehen, soll auf die gesamte Saison ausgeweitet werden.
Die neu gefaßten Regeln brauchen den Zuspruch von 24 Teambesitzern um eingeführt zu werden.

Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Deshalb hofft Richard Sherman einfach mal, daß Marshawn Lynch aus seinem vor Kurzem angetretenen Ruhestand wieder zurückkommt.
Der Cornerback der Seahawks ist sich sicher, daß sein ehemaliger Running Back es nicht ohne Football aushält und deshalb noch mal in den Beast Mode schaltet.
Ob Sherman Recht behält?

Die Cowboys und Jaguars haben viel Vertrauen in momentan noch verletzte Rookies.
Die Jaguars gaben ihrer Nr. 1 der letzten Draft, Jalen Ramsey, einen Vierjahresvertrag über $23 Millionen von denen $15 Millionen garantiert sind.
Jahr eins davon wird er mit einem angerissenen Meniskus vielleicht schon verpassen. Ob das so kommt, soll eine Untersuchung des verletzten Knies in dieser Woche klären.
Dallas gab Linebacker Jaylon Smith, den sie in Runde zwei aufnahmen, einen Vertrag. Über die Konditionen wurde noch nichts bekannt.
Smith hat einen Nervenschaden in seinem linken Knie, den er sich in seinem letzten Collegespiel, im Fiesta Bowl, zuzog.
Die Cowboys hoffen, daß er irgendwann im Lauf der Saison noch eingesetzt werden kann.

Kennt jemand Jay Ajayi oder Rookie Kenyan Drake?
Niemand?
Und doch sind die beiden dazu auserkoren, das Laufspiel für die Dolphins zu sein.
Ajayi soll als Starter in die Saison gehen, wobei Drake, der in der dritten Runde einberufen wurde, ihm durchaus den Posten streitig machen kann.
Dieses Backfield gilt als das unerfahrenste der Liga. Und das bei einem Quarterback, der an guten Tagen gerade mal Durchschnitt ist.
Keine guten Aussichten.
Auf der anderen Seite des Balles kann man davon ausgehen, daß Cameron Wake von Saisonbeginn an dabei sein kann. Der 34 Jahre alte Defensive End kuriert einen Achillessehnenriß aus und ist dem Heilungszeitplan sogar etwas voraus.
Das sind gute Aussichten, denn das Team wird eine gute Defense brauchen.

Der ehemalige Center der Browns, Tom DeLeone, verstarb im Alter von 65 Jahren.
Seit 2011 litt DeLeone an einem Gehirntumor.
DeLeone war der Center von Clevelands „Kardiac Kids“, den Herzschlag-Kids, da sie 1980 viele Spiele erst in den letzten Minuten gewinnen konnten, wobei man cardiac eigentlich mit C schreibt.
In seinen 11 Saisons in der NFL wurde DeLeone zweimal in den Pro Bowl berufen.

Samstag, 21. Mai 2016

Sam Bradford vs. Michael Bennett
bennett-michael2Als Seahawks Pro Bowl Defensive Lineman Michael Bennett (Bild) davon hörte, daß Eagles Quarterback Sam Bradford einen Teamwechsel verlangte, weil sein Team einen Quarterback in der Draft aufnehmen wollte, wäre er fast geplatzt.
Bennet konnte es nicht glauben, daß Bradford sich darüber beschwerte, daß er in den nächsten zwei Jahren $40 Millionen verdienen wird und trotzdem um den Starterposten kämpfen muß.
Für Bennett geht es nur ums Geld. Er selber muß nicht um seinen Starterposten in Seattle kämpfen, will aber nicht mehr für die mageren $28,5 Millionen spielen, die in seinem Vierjahresvertrag stehen, den er 2014 unterschrieb.
Da ist es nicht verwunderlich, daß er einen Spieler nicht respektiert, der mehr verdient als er, der seine Teams aber nur zu einer 25-37-1 Bilanz geführt hat.
„Dieser Typ steht ganz klar dafür, wie ein Spieler nicht sein sollte,“ meinte Bennet in Richtung Bradford. „Wenn ich sein Teamkollege wäre, wie könnte ich mit jemand zusammen spielen, der nicht auf hohem Niveau in einen Wettbewerb eintreten will, und das ohne daß der Typ die Statistiken oder Siege vorzuweisen hat, die seine Starterposition untermauern?“
Klare Worte. Da muß man nicht erwähnen, daß sich Bennett auf ein Treffen mit Bradford am 20. November freut. Dann kommen die Eagles nach Seattle.
Bleibt allerdings abzuwarten, ob der verletzungsanfällige Quarterback dann noch einsatzbereit ist.
Bis jetzt hat Bradford das Vertrauen des neuen Head Coaches Doug Pederson. Der läßt Bradford als Starter in die Vorbereitungszeit gehen.
Im Gegensatz zu Bennett, der nicht mit einem überbezahlten Loser zusammen spielen will, stehen die Teamkollegen von Bradford hinter ihrem Quarterback. Jedenfalls sagen sie das brav in die Mikrofone, wenn sie danach gefragt werden.
Was bleibt ihnen auch anderes übrige zum Wohle der Mannschaft?

Kirk Cousins nur Durchschnitt?
„Ich bin nur ein durchschnittlicher Quarterback.“ Zu dieser überraschenden Erkenntnis kam Kirk Cousins von den Redskins in einem Radiointerview.
So einen Spruch loszulassen, wenn man mitten im Poker um ein neunstelliges Gehalt ist, ist irgendwie Kontraproduktiv.
Welcher General Manager möchte einem Spieler, der sich selber nur für durchschnittlich hält, ein überdurchschnittliches Gehalt zahlen?
Cousins meinte, daß er als durchschnittlicher Quarterback davon profitiert, daß er tolle Mitspieler um sich herum hat, die ihn gut aussehen lassen.
Wie viele dieser tollen Spieler um den Durchschnitts- Quarterback herum würden die Redskins halten können, wenn sie Cousins überbezahlen?
Sähe Cousins dann immer noch gut aus, wenn die Redskins diese Spieler nicht mehr halten könnten.
Wäre das neunstellige Gehalt für Cousins dann nicht in die Tonne gekloppt?
Doch wäre es!

Kurzberichte
Ein Rookie machte eine klare Kampfansage an einen Veteranen.
Broncos Rookie Running Back Devontae Booker hält sich für so gut, daß er CJ Anderson den Posten des Starters abnehmen kann. „Ich bin nicht gekommen um nur Pads zu tragen, ich will jemandem den Job wegnehmen,“ meinte er.
Anderson reagierte gelassen darauf. „Es kommt nicht darauf an, was er sagt, es kommt darauf an, was er kann,“ meinte der designierte Starter. „Ich weiß, was ich kann. Er kommt mit sehr viel Selbstvertrauen in die Mannschaft und das ist gut für das Team. Ich habe so etwas auch gesagt, als ich 2013 nicht über die Draft in die Liga kam.“
Anderson hat auch einiges Selbstvertrauen und ist sich sicher, daß er sich nicht nur gegen Booker durchsetzen kann, sondern auch gegen Ronnie Hillman, Juwan Thompson, Cyrus Gray und Kapri Bibbs.

Zum Schluß mal wieder ein Brüller, aber ein echter.
Seht Euch dieses Video an, und ihr kommt aus dem Lachen nicht mehr raus.
Die Steelers experimentieren mit Roboter Tackling Dummies und es sieht irre aus.
Die ferngesteuerten Dummies wurden am Dartmouth College entwickelt. Sie sollen das Verletzungsrisiko der Spieler mindern, weil diese sich nicht mehr gegenseitig tacklen müssen.
Steelers Head Coach Mike Tomlin dazu: „Es ist lustig. Die Dinger werden nie müde. Sie laufen mit annehmbaren Geschwindigkeiten. Jeder Mannschaftsteil kann sie gebrauchen.
Es ist Lustig, Du stellst sie auf den Platz und siehst, wie sie den Spielern hinterherlaufe. Es macht Spaß, da zuzusehen.“
Stimmt!
http://www.nfl.com/videos/nfl-network-total-access/0ap3000000664182/Steelers-experimenting-with-robot-tackling-dummies

Freitag, 20. Mai 2016

Kurzberichte
paidpatriotism213Bisher ließ die NFL sich ihren zur Schau gestellten Patriotismus gut bezahlen. Wie jede Sportliga in den USA übrigens.
Doch damit will die NFL jetzt aufhören. Die Liga zahlte $723.734 an das Verteidigungsministerium zurück. Ab jetzt sollen Ehrungen für US-amerikanische Soldaten vor und während Spielen der NFL aus vollem Herzen und nicht aus vollen Konten heraus abgehalten werden.
Mit dem bezahlten Patriotismus soll jetzt Schluß sein. Allerdings zahlt die NFL nur einen Bruchteil des Geldes zurück, das sie in den letzten vier Jahren erhalten hat.
Ein Senator hat ausgerechnet, daß das Verteidigungsministerium in dieser Zeit $6,8 Millionen an die Sportligen NFL, NHL, MLB, MLS und NBA gezahlt hat, damit die diese unsäglichen Werbeshows für die Soldaten veranstalten. $6,1 Millionen davon gingen an die NFL.
Da sind $723.734 nun wirklich eine magere Rückzahlung.

„Sie haben versucht mich umzubringen,“ ist Saints Besitzer Tom Benson überzeugt.
Schon lange läuft ein unglaublicher Machtkampf zwischen ihm und seinen Erben. Seine Adoptiv-Tochter Renee hat wiederholt versucht ihren Vater für geistig Unzurechnungsfähig zu erklären. Benson hatte zwei leibliche Kinder, die beide bereits verstorben sind.
Besonders nachdem er das Testament zu Renees Ungunsten geändert hatte, nahmen die Anfeindung noch mal an Fahrt auf. Benson hatte verfügt, daß seine Saints und sein Basketballteam, die Pelicans, auf keinen Fall an seine Tochter und ihre Kinder gehen dürfen.
Selbst körperlich sollen seine Erben Benson und auch seine Frau Gayle attackiert haben.
Gayle ist auch die Person, die der 88-jährige Benson als Alleinerbin in seinem Testament eingesetzt hat. Deshalb wird auch sie von Renee attackiert.
Nachdem am 19. Februar 2016 Richter Rickhoff Renee Benson als Verwalterin des $ 1 Milliarde Shirley Benson Trusts einsetzte, der die Lone Star Capital Bank in San Antonio, die Hälfte der fünf Autohäuser, Teile einer großen Ranch in der Nähe von Johnson City, Texas, ein Haus am Lake Tahoe, Nevada, ein Flugzeug und Bargeld und andere Immobilien-Beteiligungen umfaßt, könnte man glauben, daß Ruhe einkehrt. Bensons Anwalt sagte, sein Mandant hätte nach den vielen Streitigkeiten und zwei Wochen der Vermittlung entschieden, den Streit zu beenden um seine verbleibende Zeit in Frieden zu verbringen und sich von den hohen Steuern zu befreien, die die abgegebenen Vermögenswerte belasten.
Daß damit der Streit aber wirklich endet ist nicht zu erwarten. Renee will die beiden Sportteams. Vorher wird sie keine Ruhe geben.

Connor Barth hat bei den Saints unterschrieben.
Der Kicker war von den Buccaneers entlassen worden, nachdem die einen neuen Kicker in Runde zwei einberufen hatten.
In New Orleans muß er sich aber gegen Kai Forbath durchsetzen, um es in den Saisonkader zu schaffen.

Wieder hat es einen Rookie der Jaguars erwischt.
Nachdem sie letztes Jahr die ganze Saison über auf Dante Fowler verzichten mußten, der sich einen Kreuzbandriß zuzog, erwischte es am gestrigen Donnerstag Jalen Ramsey.
Der Cornerback verletzte sich am Meniskus. Allerdings besteht die Hoffnung, daß er nicht die ganze Saison verpassen wird.
Nächste Woche soll eine zweite Untersuchung mehr Klarheit bringen.

$101 Millionen sind nicht genug?
Scheint so!
Jets Cornerback Darrelle Revis feuerte seine beiden Agenten, die ihn seit seiner Rookiesaison 2007 betreuten. Sie machten ihn zu einem der bestbezahlten Spieler der NFL, der nicht auf der Quarterback-Position spielt.
Alleine in dieser Saison wird er $17 Millionen kassieren.
Dennoch benachrichtigte Revis die beiden per E-Mail, daß sie gefeuert wären.
Neil Schwartz und Jonathan Feinsod wurden von der Kündigung völlig überrascht, wünschten Revis aber das Allerbeste.

Cam Newton versteht ja nicht, warum er nicht jedermanns Liebling ist.
Ist ja auch schwer zu verstehen oder?
So ein sensibler, introvertierter, ruhiger, unauffälliger Superstar.
Oder...?
Vielleicht kann man es mit seinem neuesten Spielzeug erklären. Nachdem er zum Super Bowl mit einer Hose flog, die selbst ein Zuhälter nur mit der Kneifzange angefaßt hätte, fährt Newton jetzt in einem 1a Zuhälter-Auto durch die Gegend.
Es ist ein 1970er Oldsmobile 442 Cutlass, den er mit 24-karätigem Gold verziert hat.
Den Kühlergrill zieren sein C1N und ein Panther Logo aus Blattgold.
Wer diesen Ausbund an großkotziger Geschmacklosigkeit sehen will... bitte... http://ftw.usatoday.com/2016/05/cam-newton-customized-oldsmobile-gold-plated-cutlass-panthers 

Peyton Manning ist nach seinem Schritt in den Ruhestand noch nicht in ein tiefes Loch gefallen.
Ganz im Gegenteil, er weiß gar nicht, wie er alles schaffen soll, was er sich vorgenommen hat. Er will die Spiele der New York Giants besuchen, um seinen Bruder Eli spielen zu sehen. Er will seine Collegemannschaft, die Tennessee Volunteers besuchen und noch so vieles mehr, was er in den letzten 22 nicht hat machen können.
Langeweile würde nicht aufkommen, betonte Manning, der seine glanzvolle Karriere mit dem Sieg in Super Bowl 50 gegen die Carolina Panthers krönte.
Momentan dreht das zukünftige Ruhmeshallenmitglied einige Werbespots, die uns dann demnächst begleiten oder verfolgen werden, je nachdem.
Langeweile wird da wohl nicht aufkommen, aber das Verlangen, da unten mitzumischen, wenn er die Spiele seiner Collegenachfolger und seines Bruders beobachtet, das wird kommen, davon kann man ausgehen.

Donnerstag, 19. Mai 2016

Kurzberichte
elliott-ezekiel
Die Cowboys machen ernst. Sie bezahlen ihren Rookie- Running Back so, wie man früher einmal Running Backs bezahlt hat bevor den Teams Punter und Kicker wichtiger waren.
Ezekiel Elliott unterschrieb einen Vierjahresvertrag über $25 Millionen. Darin enthalten ist ein Unterschriftenbonus über $16 Millionen.
Ein angemessenes Gehalt für einen Collegeabgänger, der an vierter Stelle sein NFL Team fand.
In seiner letzten Collegesaison wurde er zum besten offensiven Spieler der Big Ten gewählt. Er erzielte 1.821 Laufyards und 23 Touchdowns. Zusätzlich fing er 27 Pässe für 206 Yards.
Gegen die großen Jungs werden ihm diese Zahlen nicht gelingen, aber Dallas dürfte schon glücklich sein, wenn die Hälfte am Ende der Saison in den Statistiken steht.
Gutes Zeichen für Elliott: Er ist erst der dritte Running Back den die Cowboys in den Top 20 der Draft einberiefen. Die anderen beiden waren Tony Dorsett und Emmitt Smith. Beide sind heute in der Hall of Fame. Mit 18.355 Laufyards steht Smith unangefochten auf Platz eins der ewigen Bestenliste der NFL Running Backs.

Humor hat er ja, der Gronk.
Man könnte auch sagen, er macht sich zum Affen, das bleibt jedem selber überlassen.
Jedenfalls meinte der Tight End der Patriots daß er mal eine Ballettsunde nehmen sollte. Eine schlechte Idee, wie sich zeigt.
Wer sich traut, kann sich ja das Video dazu antun. Hier der Link: https://thescene.com/watch/gq/gronk-takes-ballet-lessons-from-a-real-life-ballerina
Doch VORSICHT, der Fremdschämfaktor ist hoch.

Andrew Luck hat sich etwas vorgenommen. Der Quarterback der Colts möchte in der kommenden Saison gesund bleiben.
Helfen dabei soll ihm der ehemalige Head Coach der Dolphins, Joe Philbin. Der hat den Job des Offensive Line Coaches in Indianapolis übernommen. Er ist somit verantwortlich für einen Mannschaftsteil, den General Manager Ryan Grigson sehr schlecht zusammengestellt hat.
Head Coach Chuck Pagano gab der Line die Schuld an den vielen Verletzungen Lucks.
Luck will nun nicht mehr so oft selber laufen, wenn die Line es mal wieder nicht geschafft hat ihm die gegnerischen Verteidiger vom Leib zu halten. Auch will er den Ball in diesen Situationen schneller wegwerfen.
Vielleicht schlagen ja auch die Rookies gut ein, denn in der Draft nahmen die Colts einige Offensive Lineman auf, darunter einen Center in der ersten Runde.
Man wird sehen, was daraus wird, denn diese Line war so schlecht, daß es einige Drafts brauchen wird, sie zu verbessern. Und ob Grigson dafür der richtige Mann ist?

Mittwoch, 18. Mai 2016

Kurzberichte
murray-demarcoZurück zum Power-Football?
Weg von der passfreudigen Liga?
Wenn es nach den Cowboys, Rams und Titans geht, dann ja. Diese Teams agieren azyklisch und setzen auf starke O-Lines und kraftvolles Laufspiel. So haben sie eingekauft und rekrutiert.
Für diese Teams steht das lange vernachlässigte Laufspiel ganz oben auf dem Plan der Offense. Ob das eine Wende einleitet und Teams mal wieder mehr Geld für Running Backs ausgeben, als für Kicker oder gar Punter, die ja eigentlich gar keine Footballspieler sind?
Das bleibt abzuwarten, aber es ist ein erster Schritt, vor Allem dann, wenn diese Teams damit Erfolg haben.
Dallas hatte ja schon mal Erfolg damit, als sie von DeMarco Murray (Bild) fast im Alleingang in die Playoffs getragen wurden.
Der spielt jetzt für Tennessee, wo hinter ihm noch ein bärenstarker Rookie im Kader ist. Die beiden werden sich aber sehr anstrengen müssen, um den besten Läufer der Titans abzuhängen, Quarterback Marcus Mariota. Der hatte letztes Jahr mit 87 Yards den längsten Lauf überhaupt in der NFL Saison erzielt.
Die NFL ist eine Liga in der gepaßt wird, dann wird gepaßt, bevor nach einem weiteren Paß mal gelaufen wird.
Darauf sind die Verteidigungen eingestellt. Schnelle, wendige Linespieler sollen den Quarterback unter Druck setzen und die Receiver stören. Da kommt ein kräftiger Running Back ihnen ganz und gar ungelegen. Zumal die Cowboys, Rams und Titans auch ihre Linespieler so ausgesucht haben, daß sie Laufwege freiblocken können.
Werden wir die Wiedergeburt des Laufspiels erleben?
Nicht ganz, aber in Ansätzen!

Man kann nicht sagen, daß James Harrison und Roger Goodell jemals gute Freunde werden könnten. Der Linebacker der Steelers gehört zu den Spielern, die der Sonnengott der NFL am Liebsten bestraft.
Dadurch ist das Verhältnis Harrisons zur gesamten NFL nicht gerade das Beste.
Die Kluft dürfte noch tiefer geworden sein, nachdem was Harrison zuletzt bei einem Drogentest passiert ist.
Harrison wollte das Ganze mit seiner Kamera aufnehmen. Doch eine Stimme auf der Aufnahme von jemand, der nicht im Bereich der Kamera erfaßt wurde, sagte: „Wenn Sie die Kamera nicht weglegen, kann ich Sie nicht testen.“
Nach eineigen hin- und herfliegenden Argumenten meinte der Unsichtbare: „Wenn Sie die Aufnahme nicht stoppen, sorge ich dafür, daß ihr Test positiv gewertet wird.“
Und das entspricht den Richtlinien der NFL in denen es heißt: „Ein Spieler, der nicht unumschränkt beim Testprozess kooperiert, so wie es vom Arzt bestimmt wird, oder der eine verdünnte Probe abgibt, bekommt ein positives Testergebnis.“
Die Weigerung, das Handy mit der Kamera wegzulegen wäre also für Harrison negativ gewesen.
Der Linebacker überlegt jetzt, wie man gegen diese Praktik vorgehen kann? Er legt sich ja gerne mit denen da oben in der Liga an.

Die Denver Broncos werden gleich drei ehemalige Spieler in ihren Ring des Ruhms aufnehmen, Safety John Lynch (2004-07), Kicker Jason Elam (1993-07) und Linebacker Simon Fletcher (1985-95).
Bei welchem Spiel diese Zeremonie stattfindet, das steht noch nicht fest.
John Lynch weiß sein Glück gar nicht zu fassen, denn er wird in diesem Jahr auch noch von den Tampa Bay Buccaneers geehrt für die er 11 Jahre spielte, bevor er nach Denver wechselte. In Tampa wird er in den Ring der Ehre aufgenommen.

Die Saints feuerten Kicker Josh Scobee. Der war erst im März verpflichtet worden um den unzuverlässigen Kai Forbath in der Vorbereitungsphase herauszufordern.
Auch Offensive Tackle Bryan Witzmann mußte gehen.
Neu ins Team kam Cornerback Jimmy Pruitt als nicht einberufener Rookie.

Die Chargers zögerten nicht lange und nahmen den frisch von den Titans als entbehrlich angesehenen Quarterback Zach Mettenberger auf.
Ob es so ist, wie eine Tageszeitung in San Diego vermutet, darf man bezweifeln. Die Zeitung mutmaßt, daß Mettenberger als Nachfolger von Philip Rivers aufgebaut werden soll.
Rivers hat noch kein Spiel verpaßt, seit er 2006 Drew Brees bei den Chargers ersetzte. Sein Vertrag läuft noch bis nach der Saison 2019. Allerdings wird er im Dezember 35, ist also nicht mehr der Jüngste.

Dienstag, 17. Mai 2016

Kurzberichte
sanchez-mark-broncosDas geht ja schon gut los für die Denver Broncos.
Quarterback-Darsteller Mark Sanchez (Bild) wird den Beginn der Vorbereitungszeit verpassen, weil er an einer gerissenen Sehne in der linken Hand operiert wurde. Gut, daß er Rechtshänder ist.
Zugezogen hat er sich die Verletzung beim Gewichtestemmen.
Wie es heißt soll er nur eine Woche verpassen.

Wo wir grade bei den Broncos sind. Die Fans werden den Namen kennen, Jeff Heuerman.
Vielleicht auch nicht, aber in Runde drei der Draft 2015 holten die Broncos sich den Tight End. Im Minicamp der Rookies zog er sich dann einen Kreuzbandriß zu und die Saison 2015 war für ihn gelaufen.
Das passierte nur 24 Stunden nachdem Jaguars Rookie Dante Fowler sich auch ein Kreuzband riß.
Das führte dazu, daß viele Teams dieses Jahr sehr viel vorsichtiger mit ihren Rookies waren, und man hat auch bisher von keiner saisonbeendenden Verletzung gehört.
Jetzt ist Heuerman wieder einsatzbereit. Er hat die Auszeit genutzt, um zu lernen. Er war bei jedem Teammeeting und jeder Tight End Besprechung dabei. Wenn es für die anderen auf den Platz ging, blieb Heuerman im Unterrichtsraum. Er flog zu jedem Auswärtsspiel mit, um ein Gefühl für die Mannschaft zu bekommen für den Tag seiner Rückkehr.
Und den Tag gab es jetzt.
Ob er für sein Engagement in seinem verlorenen Rookiejahr belohnt wird wird sich zeigen, wenn die Kaderkürzungen anstehen.

Das geht ja schon gut los für die Buffalo Bills.
Wide Receiver Sammy Watkins hat sich einen Fuß gebrochen und mußte operiert werden. Ihm mußte eine Schraube eingesetzt werden, die die gebrochenen Teile zusammenhält. Dennoch hofft Watkins, daß er zum Saisonbeginn wieder einsatzbereit sein kann.
Letztes Jahr fing Watkins in einer der schlechtesten Passoffenses der Liga 60 Pässe für 1.047 Yards und 9 Touchdowns.
Doch damit nicht genug, denn Rookie Defensive End Shaq Lawson, den die Bills in Runde eins aufnahmen, könnte die ganze Saison verpassen. Doch die Bills wußten um dieses Risiko. Lawson zog sich bereits in seiner letzten Collegesaison eine Verletzung an einer Schulter zu. Dennoch pokerte Bills General Manager Doug Whaley hoch und entschied sich für den Defensive End. Jetzt mußte Lawson an der Schulter operiert werden und es heißt, daß er 5-6 Monate ausfallen wird.
Als Whaley Lawson einberief, ging der General Manager noch davon aus, daß der Defensive End kein Spiel verpassen würde.

Die Titans feuerten Ersatz- Quarterback Zach Mettenberger.
Mit Marcus Mariota, Matt Cassel, Alex Tanney und Mettenberger hatten die Titans vier Quarterbacks im Kader, da mußte wenigstens einer weichen.
In den letzten beiden Saisons startete Mettenberger 10 mal und nicht ein Sieg ist auf seinem Konto.

Danny Amendola mußte eine nicht unbeträchtliche Gehaltskürzung hinnehmen.
Doch der Wide Receiver der Patriots hat auch noch gesundheitliche Probleme mit denen er klarkommen muß.
Nach Operationen an Knie und Knöchel steht noch nicht fest, wann genau er wieder einsatzbereit sein wird?
Optimistisch betrachtet könnte er zum Beginn des Trainingslagers wieder dabei sein, pessimistisch betrachtet könnte er zumindest das erste Saisonspiel verpassen.

Die Panthers feuerten Cornerback Brandon Boykin. Dabei sind sie auf der Position dünn mit Talenten besetzt.
Erst vor zwei Monaten gaben sie Boykin einen Einjahresvertrag über $840.000. Deshalb ist die Entlassung eine kleine Überraschung.
Boykin spielte einige gute Saisons in Philadelphia und wechselte letztes Jahr zu den Steelers. Bei ihnen startete er nur in einem Spiel.
In Carolina schaffte er es noch nicht mal bis ins Trainingslager.
Da die Panthers sich in der Draft einige Cornerbacks geholt haben, kann man davon ausgehen, daß sie viel Vertrauen in die Frischlinge haben.
Boykin muß sich jetzt wieder ein neues Team suchen, das vierte in einem Jahr.

Montag, 16. Mai 2016

Kurzberichte
palmer-carson-carddinalsCarson Palmer (Bild) scheint etwas anders zu sein, als andere. Der Quarterback der Cardinals liebt es, sich zu schinden. Er liebt es, sich Filme der kommenden Gegner anzusehen, lange bevor die Saison losgeht.
In der Zeit zwischen den Saisons, die die meisten Spieler dazu nutzen abzuschalten und sich auszukurieren, hat Palmer Spaß daran sich auf die nächste Saison vorzubereiten.
Trotzdem ist er froh, dieses Jahr etwas mehr Zeit für seine Familie zu haben und auch um Golf zu spielen. Letztes Jahr steckte er nach einem Kreuzbandriß in der Reha und mußte dafür viel Zeit aufwenden.
Palmer hält auch nichts von dem Mythos, daß man nicht mehr so hart arbeiten müsse, wenn man über 30 ist. Ganz im Gegenteil meinte er dazu. Je älter man wird, desto härter muß man arbeiten, ist er überzeugt.
Obwohl er letztes Jahr nicht an der gesamten Vorbereitungszeit teilnehmen konnte, spielte er die beste Saison seiner langen Karriere. Er warf Pässe für 4.671 Yards und 35 Touchdowns bei 11 Interceptions. Palmer glaubt, daß das daran lag, daß er in der Reha nicht nur sein kaputtes Knie behandelt hat, sondern auch seine rechte Schulter gestärkt hat. Außerdem verliebte sich der Quarterback in das virtuelle Trainingssystem STRIVR, das er Zuhause benutzen kann. Das wäre eine sehr große Hilfe, sagte Palmer. Dadurch wäre er nicht mehr nur auf den Trainingsplatz angewiesen.
Er hofft, daß er dieses Jahr, mit einer vollen Vorbereitungszeit, noch besser sein kann als 2015.

Jarryd Hayne zieht Olympia der NFL vor.
Der Running Back der 49ers war ein Rugby-Star in Australien. Weil er dieses Spiel immer noch liebt kündigte er bei den 49ers und bereitet sich mit der Rugby Mannschaft der Fijis auf die Olympischen Spiele vor, die in diesem Sommer stattfinden.
Der 28-jährige hätte schon als Kind davon geträumt, an den Spielen teilnehmen zu können. Jetzt hat das Fiji Rugby Sevens Team ihn gebeten für sie zu spielen, und das konnte Hayne nicht ablehnen.
Hayne war ein starker Läufer auf dem Rugbyplatz. Er schaffte es aber nicht, seine Fähigkeiten auf dem Footballfeld zu zeigen. Da gab es doch zu große Unterschiede zwischen den Spielanlagen, die er nicht überwinden konnte.
Hayne dankte den San Francisco 49ers für ihre Unterstützung und die Chance die sie ihm gegeben hatten.

Die Titans haben mit Running Back DeMarco Murray und dem Rookie Derrick Henry „Thunder and Thunder“ auf dieser Position, wie ihre Teamkollegen sie nennen.
Das wird Quarterback Mariota in seinem zweiten Jahr entlasten können.
Doch braucht der auch gute Receiver und da sieht Head Coach Mike Mularkey Handlungsbedarf. In seinen Augen haben seine Receiver viel Raum zur Verbesserung.
Rishard Matthews, Kendall Wright, Dorial Green-Beckham, Justin Hunter und Harry Douglas müssen härter arbeiten, fordert Mularkey. Die Receiver wären der schwächste Punkt in der gesamten Mannschaft. Aus diesem Grund müßten sie in der Vorbereitungszeit mehr arbeiten, als die anderen Spieler. Mularkey erwartet nicht weniger als das Allerbeste von seinen Receivern. Wer von ihnen das nicht verstehen und mitziehen würde, der wird sich ein neues Team suchen können.

Beweisen wir doch noch mal, daß die NFL auch ihre lustige Seite hat.
Fangen wir mit Rob Gronkowski an. Er ist einer der besten, vielleicht DER beste Tight End in der Liga. Furchtlos wirft er seinen Körper in die Schlacht.
Doch kann auch der Gronk Furcht empfinden vor... Geistern.
In einem Interview wurde er aus irgendeinem Grund gefragt, ob er an Geister glaubt?
„Manchmal,“ antwortete er. „Wenn Du allein Zuhause bist, dann wird es unheimlich. Ich mag es nicht, allein Zuhaus zu sein.“
„Buh!“

Gleich zwei Brüller ließ Vikings Running Back Adrian Peterson vom Stapel.
Als erstes sagte er, daß er daran glaubt, daß die Minnesota Vikings in der kommenden Saison alles gewinnen könnten.
Der war schon gut, aber dann kam es noch besser, als er sagte: „Ich glaube, daß unser Quarterback Teddy Bridgewater so gut ist, wie Tom Brady.“

Samstag, 14. Mai 2016

Kurzberichte
lasvegasCowboys Besitzer Jerry Jones plädiert für ein Team in Las Vegas.
„Nicht so schnell,“ meine Arthur Blank. Der Besitzer der Falcons fragt sich, ob es überhaupt eine ausreichende Fanbasis in der Stadt der Sünde gibt für ein dauerhaft angesiedeltes NFL Team?
„Ich habe noch keine Daten dazu gesehen, ob Las Vegas ein NFL Team unterstützen würde oder nicht,“ meinte Blank. „Sicher gibt es dort einen dynamischen Markt, einen wachsenden Markt, sehr viel Tourismus und Conventions. Doch ich will Fakten sehen.“
Blank sorgt sich vor Allem darum, ob es genug einheimische Fans gäbe, oder ob es mehr Touristen wären, die die Spiele besuchen würden. Das wäre ja auch wichtig für den TV Markt.
Die Aversion gegen das Glücksspiel, die in der NFL Zentrale Alarm auslöst, wenn man das Wort hört, die hat Blank nicht. Dagegen würde man das Team dort gut abschirmen können, ist der Falcons Besitzer überzeugt. Glücksspiel gibt es schließlich auch in anderen Märkten, meinte er.
Und das ist ja auch korrekt. Solange man einen Internetanschluß hat und ein Smartphone hat man Las Vegas in seiner Hand.
Vielleicht kann man die NHL als Test verwenden?
Wie es heißt, plant die Hockey Liga ein Team in Las Vegas anzusiedeln. Eine moderne neue Arena hat Las Vegas, jetzt muß nur noch ein Team dort rein. Da kann man dann ja mal beobachten, wie das mit dem Fanzuspruch so läuft.
Und irgendwann wird es dann auch mal ein NFL Team in Sin City gebe... Wetten daß.

Die Raiders pokerten hoch, als sie Karl Joseph in der ersten Runde der Draft aufnahmen.
Der Safety kuriert ein gerissenes Kreuzband aus, das er sich in der letzten Saison zuzog, als er noch für West Virginia spielte.
Doch in Oakland ist man optimistisch, daß Joseph zur Saison einsatzbereit sein wird. Man glaubt auch, daß man ihm den Trainingsrückstand nicht allzusehr anmerken wird.

„Zwischen mir und Sam Bradford wird es keine Spannungen geben,“ ist Carson Wentz überzeugt.
Noch hat der Rookie Quarterback der Eagles den amtierenden Starter nicht getroffen, aber Wentz glaubt nicht, daß Bradford und er nicht miteinander klarkommen werden.
Er erwartet eine Wettbewerbsatmosphäre zwischen sich und Bradford in der jeder den anderen antreiben würde und aus der beide etwas lernen könnten.
Der Plan des neuen Head Coaches Doug Pederson ist ja, Wentz hinter Bradford lernen zu lassen.
Diesen Plan könnten zwei Sachen durchkreuzen nämlich 1. die Verletzungsanfälligkeit Bradfords und 2. die Fans. Wenn nämlich Bradford wieder keine Leistung bringt, dann wird es sehr laut im eigenen Stadion gegen den eigenen Mann. Da spürt man nicht, daß man sich in der „Stadt der brüderlichen Liebe“ befindet.
Nächste Woche werden die Beiden zum ersten Mal miteinander trainieren.
Wentz hat sein Training in Philadelphia bereits begonnen. Am Freitag startete das Rookie-Camp. Weil es sehr stark regnete, warf Wentz seine Pässe in der Halle.

Kaum im Team hat Derrick Henry bereits seinen Spitznamen weg.
Die Veteranen der Titans waren so beeindruckt vom Rookie Running Back, daß sie ihn als „Monster“ bezeichneten.
Mit 1,92 Metern und 112 kg ist Henry wahrlich eine imposante Erscheinung, die auch die erfahrenen Spieler in Erstaunen versetzt.
Zusammen mit DeMarco Murray wird da harte Arbeit auf gegnerische Verteidigungen zukommen.

Chip Kelly schwärmt von seiner tollen Beziehung zu Colin Kaepernick.
Der Head Coach der 49ers freut sich, daß der Quarterback in San Francisco bleibt.
Die Abwanderungsgedanken nimmt Kelly Kaepernick nicht übel. Im Football gäbe es halt auch die geschäftliche Seite, meinte er in einem Interview.
Auf sportlicher Basis kämen er und der Quarterback sehr gut miteinander zurecht. Doch daß Kaepernick sich gegen Blaine Gabbert als Starter zunächst einmal durchsetzen muß, das wäre klar, meinte Kelly weiter.

Der Free Agent Markt ist ja so gut wie abgegrast. Die Draft ist gelaufen. Sehen wir uns doch mal ganz kurz an, was noch als Restposten auf dem freien Transfermarkt rumliegt?
Es sind ganz bekannte Namen darunter so wie: Anquan Boldin, Wide Receiver, bisher 49ers,
Arian Foster, Running Back, bisher Texans,
Ryan Fitzpatrick, Quarterback, bisher Jets,
Dwight Freeney, Defensive End, bisher Cardinals,
Fraglich, ob sie noch einen Job bis zum Saisonbeginn bekommen?

Freitag, 13. Mai 2016

Kurzberichte
wentz-carsonWas war der zweite Platz in der letzten Draft wert?
$26,67 Millionen in denen ein Unterschriftenbonus von $17,6 Millionen enthalten sind.
Das sagt der Rookievertrag, den Quarterback Carson Wentz (Bild) bei den Philadelphia Eagles unterschrieben hat und der vier Jahre läuft.
Da wird man als Frischling wehmütig an die gute alte Zeit denken, in der es für solch einen Vertrag sofort $60 Millionen mindestens gab.
Doch das ist vorbei, heute muß man sich halt mit sehr viel weniger zufriedengeben.
Sam Bradford, der vor Kurzem einen Zweijahresvertrag über $26 Millionen unterschrieben hat, soll der Starter in Philadelphia bleiben... vorerst. Er hatte noch so einen Sechzigmillionendollarvertrag.
Die Eagles haben jetzt alle Rookies unter Vertrag.

Las Vegas Raiders?
Das klingt von Mal zu Mal, daß man es hört wahrscheinlicher.
Unterstützung für die Idee kommt auch aus Reihen der Teambesitzer. Jerry Jones, dem die Cowboys gehören, gefällt die Idee in der Glücksspielstadt ein NFL Team anzusiedeln.
Aber genau das ist es, was Goodell dem Allmächtigen nicht gefällt. Die NFL hat eine Allergie gegen die Stadt des Glücksspiels und der ungezügelten Wetten. Die Gefahr dort manipulierte Spiele abzuliefern wäre größer, als sonstwo, heißt es aus der Ligazentrale.
Was natürlich Quatsch ist, die Gefahr lauert immer und überall. Es wird zwar nicht leicht werden, Goodell davon zu überzeugen, daß Las Vegas nicht gefährlicher ist als andere Städte, aber es könnte gelingen.
Jones meinte, daß der Unterhaltungseffekt die Manipulationsgefahren überwiegen würde.
Und die zu erwartenden Einnahmen natürlich, das sollte nicht unerwähnt bleiben. Und wenn Goodell Dollarzeichen vor seinen Augen auftauchen sieht, ist er nicht mehr zu bremsen.
Raiders Besitzer Mark Davis hat bereits engen Kontakt zur Stadtspitze in Las Vegas, und die Verantwortlichen würden ihn mit offenen Armen empfangen.
Jetzt müssen nur noch Goodell und eine Mehrheit der anderen Teambesitzer überzeugt werden.

Am 23. August erscheint das Computerspiel Madden 17. Und das Cover wird geziert von Rob Gronkowski.
Der Tight End der Patriots war schon letztes Jahr in der engeren Wahl, verlor aber knapp gegen Odell Beckham jr.
Er selbst spielt das beliebteste Footballspiel für Konsole und PC nicht. Er findet es langweilig, nur da zu sitzen und Knöpfe zu drücken. Auf der anderen Seite sagte er aber, daß er Call of Duty spielt und NHL. Sitzt man da nicht auch nur da und drückt irgendwelche Knöpfe?
Aber man muß ja nicht alles verstehen.
Für Madden Fans ist eh nicht die Verpackung wichtig, sondern der Inhalt, und der soll ja von Mal zu Mal besser werden.
Übrigens hat der Gronk eine Meinung zu Tom Brady. Gronk glaubt, daß Brady 2016 alle 16 Spiele für die Patriots bestreiten wird. Was ihn dazu bringt, das zu glauben?
Keine Ahnung.
Gronkowski war völlig überrascht, als er davon hörte, daß das Berufungsgericht die vier Spiele Sperre für seinen Quarterback wieder in Kraft gesetzt hatte. „Ich hatte gedacht, daß dieser Blödsinn Zuende wäre,“ meinte er. „Es ist doch nur noch dämlich, was da passiert ist. Warum geht das noch weiter?“
Ja lieber Gronk, das wüßten wir auch gerne.

Die Stadt der Engel... Der zweitwichtigste TV Markt der USA... Hauptwohnsitz all derer, die in der TV- und Filmbranche Rang und Namen haben.
Da fiel die Wahl für die diesjährige Hard Knocks Staffel nicht schwer.
Die Rams, die gerade von St. Louis wieder zurück nach Los Angeles gezogen sind, waren die erste Wahl.
So sind also die Los Angeles Rams die Stars der 11. Saison, die am 9. August startet. Sehr wahrscheinlich wird man die Staffel wieder auf dem NFL Network sehen können, wenn man den Gamepass abonniert hat.
Allerdings gab es letztes Jahr auch eine Möglichkeit, die Folgen über das Internet zu sehen, auf einer auch aus Deutschland zugänglichen Seite von HBO.
Ein neues Team in der Stadt, ein neuer Quarterback, der das Team in eine erfolgreiche Zukunft führen soll, Zutaten für einen Quotenrenner.
Na ja, und mit Jeff Fisher einen Head Coach, der seit Jahren kein Team mehr zu positiven Saisons hat führen können... aber man kann nicht alles haben.

Man kann es ja mal versuchen. Die Seahawks gehören zu den Teams, die nicht gerne Verträge zu ihrem Nachteil nachverhandeln. Das haben schon einige Spieler erfahren.
Doch Defensive End Michael Bennett will versuchen, ob er einen besseren Vertrag erstreiken kann.
Bis es so weit ist, will er zunächst den freiwilligen Trainingseinheiten fernbleiben.
General Manager John Schneider dazu: „Ich verstehe nicht, warum Bennett nicht mit seinem Vierjahresvertrag über $32 Millionen einverstanden ist, den er erst 2014 unterschrieben hat?
Bennett muß verstehen, daß Football ein Teamsport ist. Er hat noch zwei Jahre in seinem Vertrag und wir müssen uns zuerst um die Spieler kümmern, deren Verträge nach dieser Saison auslaufen.“
Klingt nicht so, als würde Bennett Erfolg haben.

Etwas Hilfe kann ja nie schaden. So hat Buccaneers Head Coach Dirk Koetter sich einen Game Management Coach zugelegt.
Dieser GMC ist verantwortlich für das Zeitmanagement, Videobeweisanforderungen und Spielszenarien wie z.B. ob man auf einen oder zwei Extrapunkte geht?
Koetter wird die Spielzüge für seine Offense ansagen, da braucht er Entlastung bei anderen Angelegenheiten. Die soll ihm sein Offensive Quality Control Coach Andrew Weidinger bringen.
Weidinger soll besonders darauf achten, ob man einen Videobeweis anfordern soll, oder gar darf. „Diese Entscheidung finde ich am Härtesten,“ meinte Koetter. „Kann man für eine betreffende Schiedsrichterentscheidung überhaupt einen Videobeweis anfordern oder nicht?“
Keine Bange, Hilfe ist unterwegs.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Kurzberichte
boehringer-moritz2Man speakt Deutsch in the NFL.
Es geht um „umlauts“, wie es in der Meldung stand.
Es geht also um Umlaute, also die Pünktchen auf einem O, wie in Böhringer.
Die NFL gab dem deutschen Wide Receiver (Bild) der Minnesota Vikings die Erlaubnis seinen Namen Böhringer und nicht Boehringer auf seinem Trikot zu schreiben.
Ich erinnere mich noch, als John Madden die Pünktchen auf Tom Nüttens Trikot erklärte und dabei den Namen nahezu Fehlerfrei aussprach. Die meisten Kommentatoren sprachen ihn damals Nutten aus, was bei uns hier doch sehr eigenartig klang.
Mal sehen, wie nahe die Kommentatoren bei Böhringer an die Wirklichkeit kommen?
Auf der Internetseite der NFL wird dann auch erklärt, was ein Umlaut ist, wann man ihn einsetzt und der Name Böhringer wird denn auch gleich korrekt geschrieben. Das ist mit amerikanischen Tastaturen gar nicht so einfach.

Björn Werner hat ein neues Team gefunden. Die Jacksonville Jaguars verpflichteten den Defensive Lineman den die Colts 2013 in der ersten Runde der Draft einberiefen.
In seinen drei Saisons in Indianapolis spielte Werner in 38 Spielen und erzielte 77 Tackles, 6,5 Sacks, wehrte 5 Pässe ab, erzwang zwei Fumbles und eroberte einen.
2014 war sein bestes Jahr und er erzielte 50 Tackles und vier Sacks. 2015 spielte er so enttäuschend, daß er seinen Posten als Starter verlor.
Nach der Saison verlor er seinen Job bei den Colts.
Der Deutsche ist der sechste Defensive Lineman, den die Jaguars in den letzten zwei Monaten unter Vertrag nahmen. Wen davon sie mit in die Saison nehmen, das bleibt abzuwarten.
Werner muß sich in der Vorbereitungszeit durchbeißen.

Super Bowl in der Eiseskälte?
Ja, wird es wieder geben. Am 4. Februar 2018 wird der Super Bowl in Minnesota ausgetragen.
Aber anders als in New York zuletzt, kann man da das Dach schließen.

Ricardo Lockette wird am heutigen Donnerstag in den Ruhestand treten.
Der Wide Receiver der Seahawks zog sich in der letzten Saison eine schwere Nackenverletzung zu, die der Grund für diesen Schritt ist.
Der 29-jährige wurde bei einem Puntreturn von Cowboys Jeff Heath schwer gehittet. Lockette lag minutenlang regungslos auf dem Platz. Nach einer Operation in einem Krankenhaus in Dallas mußte er noch vier Tage dort bleiben, bevor er nach Seattle transportiert werden konnte.

Wie jetzt bekannt wurde, haben die Eagles und die Broncos miteinander verhandelt, und es ging um Sam Bradford.
Doch die beiden Seiten konnten sich nicht über einen Preis für den Quarterback einigen.
Was beweist, wie verzweifelt man in Denver ist, wenn man sich für Sam Bradford interessiert.

Patriots Wide Receiver Julian Edelman mußte erneut operiert werden.
Edelman brach sich den linken Fuß letzten November und mußte operiert werden. Er kam dann pünktlich zu den Playoffs wieder zurück. Da sah man aber, daß er nicht voll einsatzbereit war.
Jetzt mußte eine Schraube ausgetauscht werden, die ihm bei der früheren Operation eingesetzt wurde.
Bis zum Beginn des Trainingslagers soll er wieder voll einsatzbereit sein.

Das Center for Disease Control (CDC), hat eine Studie beendet. Darin sollte die Frage geklärt werden, ob es unter ehemaligen Spielern der NFL ein erhöhtes Selbstmordrisiko gibt?
Gibt es nicht, ist die eindeutige Antwort des CDC.
Nebenbei ergab die Studie noch, daß ehemalige Spieler der NFL seltener an Krebs sterben, an Herzkrankheiten und an, na ja, in den USA sehr wichtig, an Morden.
Untersucht wurde eine Gruppe von 3.439 Ex-Spielern, die zwischen 1959 und 88 wenigstens fünf Jahre spielten. 12 dieser Spieler begingen Selbstmord. Gemessen an der Gesamtbevölkerung unter Einberechnung des Geschlechts, der Rasse und des Alters hätten es 25 sein müssen. Die Selbstmordrate ehemaliger NFL Spieler lag also zur Hälfte unter dem Durchschnitt.

Die Bills werden die Trikotnummer 78 zur Ruhe setzen.
Die trug Defensive End Bruce Smith in seiner aktiven Zeit in Buffalo.
Mit 171 Sacks führt er die Bestenliste des Teams an. 2009 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.

Und noch ein Ehrung.
Die Arizona Cardinals nehmen Roy Green in den Ring der Ehre auf.
Am 2. Oktober, beim Spiel gegen die Rams, wird der Defensive Back/Returnspecialist/ Wide Receiver in der Halbzeitpause geehrt werden.
Allein der Werdegang vom Defensive Back zum Wide Receiver ist bemerkenswert.
Aufgenommen wird er als Wide Receiver, der seine Karriere bei den Cards mit 522 gefangenen Pässen für 8.496 Yards und 66 Touchdowns beendete.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Kurzberichte
Fitzpatrick-Ryan-jets"Fitz hat keine Argumente, Mann. Er ist wer er ist... Bei 20 anderen Teams in der Liga wäre er ein Backup. Die einzigen Mannschaften, in denen er starten würde sind die Teams, die eine schlechte Quarterback Situationen haben. Er ist eine Übergangslösung.
OK, er will $15 [Millionen], wegen [Brock] Osweiler. Aber der hat seine beste Zeit noch nicht erreicht. Sie zahlen für sein Potential, das er vielleicht erreichen wird. Es geht jetzt nur noch abwärts für Fitz...
All diese Menschen sind heiß auf Geld und Respekt. Mann, komm schon, Mann. Es gibt eine Menge Leute da draußen, die unterbezahlt sind und es gibt eine Menge Leute, die überbezahlt sind. Du hattest deine Chance in Buffalo, als Du am Hebel warst. Du wurdest bezahlt, Du hast deinen Vorteil genutzt. Du kassierst nicht zweimal ab, Bro. Es gibt nur 32 Arbeitsplätze. Wenn Du den Job nicht nimmst, nimmt ihn jemand anderer. Eine Sache, die ich von der NFL weiß ist, sie drehen die Seite um und marschieren weiter.“
Diese nicht gerade netten Worte fand der ehemalige Jets Linebacker Bart Scott für Quarterback Ryan Fitzpatrick (Bild), der sein Team im Ringen um sehr viel mehr Geld hängen läßt.
Dazu ist nichts weiter zu sagen.

$25 Millionen wird Andrew Luck demnächst pro Saison bekommen. Davon gehen Experten in den USA aus.
Luck wird der erste Spieler werden, der die $150 Millionen Grenze für die Laufzeit seines Vertrags durchbricht. Und ein Großteil dieses Geldes wird er als Garantiesumme bekommen, denn genau darauf kommt es ihm an, wie der Quarterback der Colts immer wieder betont.
Ich weise an dieser Stelle mal nicht darauf hin, daß die Colts dann viele andere Leistungsträger nicht mehr werden bezahlen können und gehen lassen müssen.
In der Saison 2016 wird Luck noch mal für magere $16,2 Millionen spielen müssen, also nur $1 Million pro Spiel erhalten... vor Steuer...
In der AFC South, die gerade dabei ist aufzurüsten, wird es sich rächen, so viel Geld an nur einen Spieler zu vergeben. Die Vorherrschaft der Colts in der Division dürfte ihrem Ende entgegengehen. Gut, das ist sie letztes Jahr schon, aber mit einem gesunden Luck hätte man sich die Krone wieder sichern können, so schlecht wie die anderen Teams waren.

Die Jaguars haben ordentlich eingekauft und gedraftet. Somit steht fest, daß Head Coach Gus Bradley liefern muß.
Er leitet die Jaguars seit 2013 und konnte als Entschuldigung für das schlechte Abschneiden des Teams immer den schlechten Kader anführen.
Das wird 2016 nicht mehr gehen. Dieses Jahr heißt es Playoffs oder Arbeitsamt für Bradley.

Ein weiterer heißer Kandidat für den heißen Stuhl ist Rex Ryan.
Als er die Buffalo Bills letztes Jahr übernahm, nahm er den Mund mal wieder zu voll und kündigte einen Playoffauftritt seines Teams an.
Ein echter Brüller.
Die Fans und die Verantwortlichen aber glaubten daran, weil sie daran glauben wollten. 1999 tauchten die Bills zum letzten Mal in den Playoffs auf.
Ryan lieferte nicht. Gerade seine Paradereihe, die Defense, war lausig, und deshalb ist die Heizung unter seinem Trainersessel schon mal eingeschaltet.

Rams Safety TJ McDonald hat sich schon mal richtig in Los Angeles eingefügt.
Am Dienstagmorgen rammte er mit seinem Wagen ein geparktes Auto.
Kurz darauf wurde er verhaftet. Die Polizei sage, daß er unter dem Einfluß einer Droge stand, „die nicht Alkohol war“.
Gegen eine Zahlung von $300 kam McDonald am Nachmittag wieder frei.
Die Rams wollen sich erst äußern, wenn sie weitere Informationen gesammelt haben.

Dienstag, 10. Mai 2016

Kurzberichte
tannehill-ryan2Eine ganz besondere Lehrstunde bekam Ryan Tannehill (Bild).
Vor einigen Wochen sprach der ehemalige Quarterback der Broncos, Peyton Manning, mit seinem alten Offensive Coordinator Adam Gase. Der ist heute Cheftrainer der Dolphins. Die beiden vereinbarten, daß Manning dem Quarterback der Dolphins ein paar Tricks und Kniffe zeigen soll.
Gase glaubt, daß Tannehill vom Einfluß des frischgebackenen Super Bowl Siegers profitieren kann.
Und so kam es zu einem privaten Training zwischen Peyton Manning und Ryan Tannehill.
Tannehill hat sich eigenen Angaben zufolge sehr über Manning Hilfe gefreut. Er fand es großartig Tips von einer lebenden Legende bekommen zu haben.

Gewußt haben wir es schon lange, aber erst jetzt gab ESPN eine offizielle Stellungnahme ab.
Monday Night Football Kommentator Mike Tirico wird den Sender verlassen und zu NBC wechseln.
Als Ersatz für ihn wird Sean McDonough zusammen mit Analyst Jon Gruden die Spiele kommentieren und analysieren.
Tirico freut sich darauf, bei den Olympischen Spielen arbeiten zu können. Die Chance hatte er bei ESPN nicht, da NBC jedes Jahr Unsummen ausgibt, um die Spiele exklusiv übertragen zu dürfen.
Neben den Olympischen Sommer- und Winterspielen wird Tirico auch bei den Sunday und Thursday Night Spielen arbeiten, beim Golf und anderen Sportarten. Daß er das Duo Al Michaels, Cris Collinsworth auseinanderreißen wird ist nicht anzunehmen.
McDonough wird erst der fünfte Kommentator der seit 46 Jahren laufenden Monday Night Football Serie. Sein Debüt wird er beim Hall of Fame Game im August geben.

„Ich freue mich riesig heute wieder mit meinen Teamkollegen und Trainern auf dem Platz zu stehen.“ So was sagt man, wenn man als beleidigte Leberwurst merkt, daß kein Team angebissen hat, obwohl man doch klar und deutlich gesagt hat, daß man sein aktuelles Team verlassen will.
So also kam Eagles Quarterback Sam Bradford zum Training, wie einige seiner Mitspieler es erwartet hatten.
Zu ESPN sagte Bradford, daß es eben auch die wirtschaftliche Seite des Footballs gibt, die man beachten muß. Deshalb wäre er jetzt dem Team und seinen Kollegen verpflichtet und wolle eine erfolgreiche Saison spielen, nicht weniger.

Die Lions holten sich Linebacker Jon Bostic von den Patriots.
Dafür bekommt New England eine noch zu bestimmende Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft von Detroit.

Heute geht's es los, heute wird der Kunstrasen im neuen Stadion der Vikings verlegt. Damit ist das Team wieder ein Stück näher an der pünktlichen Eröffnung des neuen Footballtempels in Minnesota.
Die Rasenmischung soll sehr viel fortschrittlicher sein, als die alte Mischung, die im Metrodome verlegt wurde.
Das kann man auch erwarten, denn zwischen 1982 und heute sollte es Fortschritte gegeben haben, die vor Allem der Sicherheit der Spieler dient.
Am 3. August muß der Kunstrasen allerdings echtem Rasen weichen, da dann ein Fußballspiel im Stadion stattfindet und die spielen wohl nicht auf Kunstrasen.
Das Fußballspiel wird die erste Bewährungsprobe für das neue Stadion werden, bevor dann richtiger Football dort gespielt wird.

War da gerade die Rede von Kunstrasen?
Die Browns spendieren fünf High Schools in der Umgebung von Cleveland einen neuen Kunstrasen. Das Ganze wird etwa $5 Millionen kosten.

Die Arizona Cardinals sind das nächste Team, das alle seine Draftpicks verpflichten konnte.
Gestern unterschrieben die letzten drei einberufenen Collegeabgänger.

Im Januar wurde Chargers Running Back Melvin Gordon an einem Knorpelriß im linken Knie operiert.
Nach seiner enttäuschenden Rookiesaison verspricht Gordon, daß er 2016 voll durchstarten wird.
Dazu muß das Knie aber erst mal völlig ausgeheilt sein. Die Rehaphase wurde von seinen Ärzten mit vier bis sechs Monaten angegeben.
Das dürfte reichen, um am Trainingslager teilnehmen zu können.

Die Verletzung von Jacksonvilles Nr. 1 in der Draft 2015 im ersten Training am ersten Tag hat viele Head Coaches vorsichtig werden lassen. Dante Fowlers Rookiesaison endete da bereits.
Das wollten viele Trainer 2016 vermeiden und ließen ihre Rookies eher gemächlich in die ersten Trainingseinheiten als Profis gehen.
Die Jaguars selber ließen ihre Frischlinge zusammen mit den Neuzugängen der Dolphins viel theoretisches pauken.
Rams Head Coach Jeff Fisher setzt schon länger auf Eins gegen Eins Übungen, als auf intensives Feldtraining.

Montag, 9. Mai 2016

Kurzberichte
luck-mit-coltshelm2Die Spieler wählen wieder den besten Spieler der Saison 2016.
Natürlich machen sie das auf Grund der Erkenntnisse aus der Saison 2015. Und da erlebte Andrew Luck (Bild) den größten Absturz, als der erste Teil der Liste veröffentlicht wurde.
Nach und nach werden die Positionen ja in Zehnergruppen herausgegeben. In der Gruppe der Plätze 91 bis 100 findet man dann auch sofort den Quarterback der Colts.
Letztes Jahr landete er noch auf Platz sieben, jetzt findet man ihn auf Platz 92.
Was verständlich ist, da die Spieler sich nicht jeden Aspekt ansehen, der einen Spieler betrifft, und sich statt dessen meistens an den reinen Statistiken orientieren. Und nach denen war der schwerverletzte Luck halt nur noch ein Schatten dessen, was er in der Saison 2014 war.
Ein verständlicher Absturz. Ein gesunder Luck kann aber dieses Jahr wieder weit oben landen und bei der Wahl zum besten Spieler 2017 unter den ersten 10 Spielern auftauchen.
Für ihn wird es eh viel wichtiger sein, daß er nach der Saison 2016 auf der Liste der bestbezahlten Spieler auf Platz eins landen wird. Noch laufen die Verhandlungen, aber Teambesitzer Irsay betonte ja bereits, daß er Luck zum bestbezahlten Spieler der Liga machen will.
Daß dafür dann wieder Leistungsträger gehen müssen, die man nicht bezahlen kann?
Nebensache!

Im Versuch Marshawn Lynch zu ersetzen nutzten die Seahawks drei ihrer 10 Wahlmöglichkeiten in der Draft, um Running Backs aufzunehmen: C.J. Prosise, Alex Collins und Zac Brooks.
Natürlich ist darunter kein neuer Lynch. Im besten Fall sind die drei kombiniert das, was die Seahawks an Lynch verloren haben.
Als Starter ist eh keiner von ihnen vorgesehen. Den Posten hat zur Zeit Thomas Rawls inne. Als Rookie erzielte er letztes Jahr mit 147 Läufen 830 Yards und 4 Touchdowns.
Ersatzmann Christine Michael allerdings sollte öfter mal über seine Schulter blicken. Er erzielte in seinen vier Saisons in der NFL erst 497 Yards mit 106 Läufen. Letztes Jahr probierten die Cowboys ihn aus und schickten ihn als unbrauchbar zurück nach Seattle.
Mit fünf Running Backs werden die Seahawks nicht in die Saison gehen. Das wird ein harter Kampf um einen Platz im Kader.

Sam Bradford spielt die beleidigte Leberwurst und verpaßt wertvolle Zeit, um mit seinen Kollegen zu trainieren.
Der Quarterback der Eagles ist sauer darüber, daß die Eagles sich so weit nach oben tauschten um einen Quarterback einzuberufen.
Head Coach Doug Pederson installiert ein neues System für die Offense und er ist sauer, daß Bradford sich nicht anschickt, diese zu lernen. Jeder Tag, den der Quarterback wegbleibt ist ein verlorener Tag.
Für Carson Wentz, den die Eagles in der Draft aufnahmen, ist jeder dieser Tage ein Gewinn.
Doch Bradfords Teamkollegen glauben, daß der sich doch bald aufrafft, um zum Training zu kommen. Right Tackle Lane Johnson will wissen, daß der Quarterback in dieser Woche seinen Ministreik wegen grassierendem Beleidigtsein beenden will, oder nächste Woche. So genau wußte Johnson es dann doch nicht.
Bradford selber hält sich bedeckt. Er hält seinen Wunsch, zu einem anderen Team wechseln zu dürfen, aufrecht.

Die Cowboys äußerten sich positiv zum Heilungsprozeß von Dez Bryants Knöchel und gebrochenem Fuß.
Der Wide Receiver wurde nach der Saison operiert und bereitet sich auf die Saison vor.
Seine Reha verläuft genau nach Zeitplan, so daß Bryant an der Vorbereitungszeit teilnehmen kann. Allerdings werden die Cowboys ihn schonen und nicht voll mittrainieren lassen.

Die Chiefs zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Eric Fisher.
Der Offensive Lineman hatte in seinen ersten 30 Spielen Probleme, als man ihn auf drei verschiedenen Positionen einsetzte. In der Saison 2015 kam sein Durchbruch.

Sonntag, 8. Mai 2016

Kurzberichte
elliot-ezekielFür einen kurzen Schreckensmoment sorgte die Nr. 1 der Cowboys aus der letzten Draft.
Ezekiel Elliott (Bild) ist die große Hoffnung in Dallas, was alleine schon die Tatsache beweist, daß er als Running Back in der ersten Runde einberufen wurde.
Running Backs stehen in der Passlastigen Liga nicht mehr hoch im Kurs.
In der ersten Trainingseinheit am ersten Trainingstag der Rookies rutschte er aus und vertrat sich einen Fuß.
Doch der Schreck währte nicht lange, denn Elliott konnte weitermachen.
Bei solch einer Gelegenheit schießt einem die Geschichte von Dante Fowler durch den Kopf. Der Rookie der Jaguars zog sich letztes Jahr im ersten Training mit seinem Team einen Kreuzbandriß zu, und seine erste Saison in der NFL war am ersten Tag beendet.

In den Augen vieler Experten sind die Jacksonville Jaguars das Team, das man 2016 auf der Rechnung haben sollte. Sie haben clever auf dem Transfermarkt eingekauft und gut gedraftet.
Die Defense landete 2015 auf Platz 24, dieses Jahr hat man sich kräftig verstärkt und müßte weiter oben landen.
Die Offense landete 2015 auf Platz 18 und zeigte zum Ende der Saison hin einen Aufwärtstrend. Den gilt es weiter auszubauen, was in der AFC South, in der nur die Texans eine brauchbare Defense haben, eigentlich gelingen sollte.

Die Texans kamen in die Playoffs, weil ein Team aus der AFC South halt in die Playoffs kommen mußte. Die Chiefs zeigten ihnen dann ja auch sofort, was sie in den Playoffs verloren hatten, nämlich nichts, gar nicht, überhaupt nichts.
Das lag an der Defense, die aus JJ Watt besteht, und der war schwer angeschlagen.
Die Offense... welche Offense?
Und genau da hat man sich verstärkt.
Ob das mit Quarterback Brock Osweiler ein kluger Schachzug war, wird sich zeigen. In der Draft holten die Texans die Wide Receiver Will Fuller und Braxton Miller sowie Running Back Tyler Irvin. Alles schnelle Leute, die Osweiler glänzen lassen sollen.

Ob die Rams klug gehandelt haben, als sie ihre Seele für Quarterback Jared Goff verkauften?
Zwar gehen sie davon aus, daß Goff im ersten Saisonspiel starten wird und der Quarterback für die Zukunft ist, aber dachten sie das nicht schon öfter?
Durch den Tauschhandel mit den Titans konnten sie erst in Runde vier einen weiteren Spieler aufnehmen und sie spendierten ihrem neuen Quarterback Tight End Tyler Higbee als Anspielstation. Higbee hat eine lange Verletztenliste und einen anstehenden Prozeß wegen einer Schlägerei auf dem Konto.
Ob er eine kluge Wahl war?

Ob Tyreek Hill eine kluge Wahl war?
Die Chiefs nahmen den Wide Receiver in der fünften Runde auf, wohl wissend, was er auf dem Kerbholz hat.
Hill bekannte sich schuldig, seine Freundin vergewaltigt und stranguliert zu haben. Das führte dazu, daß er 2014 aus dem Team der Oklahoma State Universität flog.
Und die Absichtserklärungen der Verantwortlichen der NFL, solche minderwertigen Subjekte nicht mehr in die Liga zu lassen, werden wieder und wieder ad absurdum geführt.
Hill ist auch bei den Fans der Chiefs nicht sehr beliebt. Sie wetterten in den Sozialen Medien gegen den Vergewaltiger.
Der aber macht das, was man als Verurteilter in so einem Fall macht, er sagt, daß das nie wieder vorkommt, und daß er jetzt ein völlig anderer Mensch wäre.
Chiefs General Manager John Dorsey betonte, daß man einen gründlichen Hintergrundcheck gemacht hätte. Man hätte mit den Familienmitgliedern Hills gesprochen, mit seinen Trainern und sogar mit dem Staatsanwalt, der den Fall behandelt hat.
Davon, daß man mal mit dem Opfer geredet hätte, sagte er nichts.

Cardinals Head Coach Bruce Arians ist sehr zufrieden mit seinem Neuzugang Robert Nkemdiche. Noch zufriedener wäre er, wenn der Defensive Tackle aufhören würde, seine Mitspieler zu killen.
Der Rookie legt viel Elan an den Tag, zu viel, wie Arians betonte. Er bat Nkemdiche sich etwas zurückzuhalten, wenn er mit den eigenen Leuten trainiert.

Matt Slauson bleibt zwei weitere Jahre bei den Chargers.
Der Guard unterschrieb eine Vertragsverlängerung über deren finanzielle Konditionen noch nichts bekanntgegeben wurde.

Cameron Wake hat in Miami verlängert.
Der 34 Jahre alte Defensive End unterschrieb für weitere zwei Jahre und $15 Millionen.
Zwar kommt Wake von eine Achillesverletzung zurück, aber bei den Dolphins hofft man, daß er trotzdem an die Leistungen aus seinen Pro Bowl Saisons 2010, 12, 13 und 14 anknüpfen kann.
Seine 70 Sacks markieren Platz zwei in der Team-Geschichte und Platz 11 unter den aktiven Spielern.

Zwei Punter von Down Under kämpfen um einen Job bei den New York Jets.
Lachlan Edwards und Tom Hackett hoffen beide, daß sie es in den Saisonkader schaffen.
Mit Brad Wing aus Melbourne haben die New York Giants bereits einen Australier als Punter.

Justin Tuck beendet seine Karriere.
Der zweimalige Super Bowl Sieger spielte neun Jahre für die Giants. Die letzten beiden Saisons spielte er für die Raiders.
Tucker unterschrieb einen Eintagesvertrag bei den Giants, um als Mitglied dieses Teams in den Ruhestand zu treten.

Samstag, 7. Mai 2016

Kurzberichte
boehringer-moritz2„Die Wohlfühlzeit ist vorbei,“ meinte Vikings Head Coach Mike Zimmer zu Moritz Böhringer (Bild).
Und damit meinte er nicht nur die Tatsache, daß der deutsche Wide Receiver die ungewöhnliche Hitze in Minnesota nicht vertrug. Einige Male mußte Böhringer bei 30 Grad auf dem Trainingsplatz das Training unterbrechen.
Dabei ist es für ihn wichtiger als für alle anderen neuen Spieler, am Training teilzunehmen. Wenn man die Videos aus der GFL ansieht, dann erscheint einem Böhringer als Mann unter Kindern. Doch in der NFL warten ganz andere Kaliber auf den Wide Receiver. Und dazu fehlen ihm dann die Grundlagen. Böhringer hat nie College-Football gespielt. Er ist nie gegen annähernd gleichstarke Gegner angetreten. Er hat nie die Bewegungsabläufe gelernt, die man sich auf dem Weg von der High School über das College bis zu den Profis aneignet.
Zimmer sagte, daß er beeindruckt davon wäre, wie schnell sein deutscher Neuzugang lernt.
Wird das reichen, um auch zum Saisonbeginn noch im Kader zu stehen?
Nur wenn Böhringer hart arbeitet. Deshalb hat sein Head Coach auch von ihm verlangt, daß die TV-Auftritte und andere Sachen die ihn ablenken könnten, jetzt vorbei sind. Ab jetzt heißt es Football arbeiten und lernen und das 24/7. Dann hat Böhringer eine echte Chance es in den Kader zu schaffen, denn die Vikings sind auf der Wide Receiver Position alles andere als gut bestückt.

In Minnesota traf Böhringer schon mit Adrian Peterson zusammen.
Den Running Back juckt es in den Fingern, wie er sagte. Dieses Jahr will Peterson deshalb unbedingt auch mal in einem Vorbereitungsspiel eingesetzt werden. Seit 2011 wird Peterson geschont und er kommt erst zur Saison zum Einsatz.
Und egal ob es ihn juckt oder nicht, daß er in einem Testspiel seine Gesundheit aufs Spiel setzt, das wird Head Coach Zimmer nicht zulassen.

Broncos General Manager John Elway meinte, daß Quarterback Paxton Lynch früher einsatzbereit sein könnte, als die Leute dächten.
Broncos Head Coach Gary Kubiak meinte, daß Quarterback Paxton Lynch noch einen langen Weg zu gehen hat.
Aussagen, die widersprüchlicher nicht sein können von zwei Verantwortungsträgern des amtierenden Super Bowl Meisters.
Lynch bekam die Nr. 12 verliehen und begann sein erstes Training mit seinem neuen Team. Es war holprig, aber das ist oft so bei den Frischlingen.
Und wer nun Recht hat, Elway oder Kubiak, das werden wir ja dann irgendwann erfahren.
Am zweiten Tag des Rookie-Camps am heutigen Samstag ist Lynch entschuldigt. Er nimmt an seiner Schulabschlußfeier in Memphis teil.

Es geht um die Nr. 14.
Diese Nummer trug Quarterback Christian Hackenberg in Penn State. Diese Nummer trug, oder trägt, Ryan Fitzpatrick bei den Jets.
Ob Hackenberg seine alte Nummer in New York tragen kann, oder ob Fitzpatrick zurückkommt, das bleibt ja weiterhin die spannende Frage.
Auf Hackenberg ruhen die Hoffnungen des Teams. Er soll endlich der Quarterback für die Zukunft sein. Ob er noch eine Saison Zeit hat, hinter Fitzpatrick zu lernen, oder ob er sofort in die Schlacht geworfen wird, das läßt Fitzpatrick mit seiner absurd hohen Gagenforderung noch offen.
Bleibt abzuwarten, ob das Bartmännchen sich da verzockt.

Nachdem Laremy Tunsil sich eine Gasmaske aufgesetzt hatte und durch die Öffnung einen tiefen Zug aus einer Drogenpfeife genommen hatte, fühlte er sich bestimmt gaaaaanz toll.
Nachdem ein Video dieser Schwachsinnstat kurz bevor er hätte einberufen werden können im Internet auftauchte, verlor der Offensive Lineman von Ole Miss einige Millionen Dollar. Tunsil galt als Spieler, der an erster Stelle hätte ein Team finden können. Team um Team rekrutierte Spieler und sie ließen Tunsil links liegen.
Doch mit den $12,45 Millionen, die die Dolphins ihm jetzt für einen Vierjahresvertrag gaben, die ihn an 13. Stelle aufnahmen, kann er einigermaßen zufrieden sein.
An erster Stelle und auch an zweiter wäre er eh nicht einberufen worden. Die beiden Teams hatten anderes im Sinn. Doch zum Vergleich mal die Summen, um die es ging: Jameis Winston hatte letztes Jahr als Nr. 1 $25,35 Millionen bekommen. Tunsil bekam dieses Jahr für Platz 13 gerade mal die Hälfte.
Und er beginnt seine NFL Karriere direkt mit einem Besuch bei einem Drogenexperten der Liga. Der soll entscheiden, ob Tunsil sofort als Ersttäter gilt, oder ob er unbefleckt in die NFL aufgenommen wird?

Als zweites Team haben die 49ers all ihre Frischlinge unter Vertrag nehmen können.

Die Titans konnten ihren Tight End Delanie Walker weiter an sich binden.
Walker unterschrieb einen Zweijahresvertrag und er bekommt garantierte $8,2 Millionen.

Weniger Geld oder gefeuert werden?
Da akzeptierte Danny Amendola die Gehaltskürzung bei den Patriots.
Der Wide Receiver und New England einigten sich auf einen rekonstruierten Vertrag, der Amendola in zwei Jahren $7,35 Millionen einbringen kann, plus $750.000 Leistungsbonus.
Eigentlich hätte der Wide Receiver in den nächsten beiden Jahren $12 Millionen bekommen sollen.

Freitag, 6. Mai 2016

Los geht`s
boehringer-moritzEine Woche Pause ist um, also starte ich die Aufholjagd nach den verlorenen Meldungen.
Dominiert werden die Nachrichten natürlich von der Draft, deren Runden 2-7 Freitag und Samstag stattfanden.
Top Meldung für uns deutsche: Die Minnesota Vikings beriefen Moritz Böhringer (Bild) in der sechsten Runde der Draft ein als 180. Spieler insgesamt.
Der Wide Receiver ist der erste Spieler einer europäischen Liga, der direkt in die NFL rekrutiert wurde. Und Böhringer verschwendete keine Zeit. Er war der erste Rookie, der seinen Profivertrag unterschrieb.
Der 22-jährige wurde Footballfan, als er als Teenager ein Video von Adrian Peterson im Internet sah. Das machte ihn nicht nur zum Footballfan, sondern auch zum Vikings-Fan. Und genau bei dem Team landete er jetzt auch.
Es gibt Geschichten, die kann sich kein Drehbuchautor schmalziger ausdenken.
Bleibt noch das Problem, daß der Wide Receiver seinen wert unter Beweis stellen muß, um eine Arbeitserlaubnis zu bekommen. Dazu muß er beweisen, daß er es wert ist, einem US Amerikaner den Arbeitsplatz wegzunehmen. Das dürfte nicht leicht werden.

Böhringer war also der erste Rookie der seinen Vertrag unterschrieb. Als erstes Team gelang es den Atlanta Falcons alle einberufenen Spieler zu verpflichten.
So nach und nach werden weitere Erfolgsmeldungen von den anderen Teams eintrudeln, und es wird auch wieder den ein oder anderen Querkopf geben, der seine Unterschrift hinauszögert.

Lernen die Teams es eigentlich irgendwann mal?
Die Rams nahmen in der vierten Runde Tight End Tyler Higbee auf. Der stand am Donnerstag vor Gericht, weil er letzten Monat in eine Schlägerei verwickelt war. Er widersetzte sich danach der Verhaftung und er stand unter Drogen.

Mehr Theorie, weniger Praxis. Diesen ungewöhnlichen Weg will Adam Gase mit seinen Rookies gehen. Der Rookie- Head Coach der Dolphins weicht damit von der Praxis ab, gerade den neuen Spielern so viel Training auf dem Platz zukommen zu lassen, wie es nur irgendwie geht.
Ob es ihm damit gelingt, seine neuen Spieler vor Verletzungen zu verschonen?
Kaum, denn Verletzungen können immer passieren, wie man in den,letzten Jahren vermehrt erfährt.
Auf der anderen Seite kann es nicht schaden, daß die Neulinge lernen, wie man sich in der Öffentlichkeit und den Medien gegenüber korrekt verhält, denn genau das wird ihnen in den Theoriestunden beigebracht. Genau das sollte ja erreicht werden damit, daß die NFL das gemeinsame Rookie-Symposium abgeschafft hat und die Verantwortung an die Teams übergab.

Die Nachwirkungen der Draft bekommen natürlich auch die altgedienten Spieler zu spüren. So wie Mike Adams.
Die Steelers feuerten den Offensive Tackle, den sie 2012 an 56. Stelle der Draft einberiefen.
Adams startete in seinen drei Saisons in Pittsburgh nur in 20 Spielen.

Die Buccaneers feuerten Kicker Connor Barth.
Sie hatten in der zweiten Runde einen Kicker einberufen. Es war erst das vierte Mal in den letzten 25 Jahren, daß ein Kicker so früh aufgenommen wurde.

Für einige Überraschungen wurde in der Draft natürlich auch gesorgt. So hatten die Panthers fünf Wahlmöglichkeiten und nahmen damit drei Cornerbacks auf.
Was man mit drei einberufenen Cornerbacks machen will, das konnte General Manager Gettleman nicht so wirklich erklären. Er ist aber felsenfest davon überzeugt, das Richtige getan zu haben.

Giants General Manager Jerry Reese steht in der Kritik weil er Corner Eric Apple an 10. Stelle in den Big Apple holte.
Er verteidigte sich am Montag damit, daß die Kritiker halt nicht genau wüßten, wie gut Apple wirklich wäre.
Außerdem wäre Apple der einzige Spieler Spieler gewesen, der für die erste Runde auf dem Zettel der Giants stand, der noch zu haben war und der nicht unter den Problemspielern aufgeführt war.
Linebacker Leonard Floyd und Offensive Tackle Jack Conklin, die die New Yorker gerne gehabt hätten, waren schon weg.

Ob Mr. Irrelevant es in den Saisonkader schafft?
Der letzte Spieler, der 2016 einberufen wurde ist Kalan Reed. Der Cornerback wurde als 253. und letzter Spieler von den Titans aufgenommen.

Kurzberichte
Die Redskins machten Jordan Reed zu einem der bestbezahlten Tight Ends der Liga.
Sie verlängerten seinen Vertrag um fünf Jahre und $50 Millionen von denen $22 Millionen garantiert sind.

Für Cowboys Besitzer Jerry Jones war es klar, daß er den Vertrag mit dem Frauenschläger Greg Hardy nach der Saison nicht verlängert.
Es wurde ja spekuliert, wann die Vertragsverlängerung über die Bühne gehen würde, doch es wird keine geben.
Hardy brachte zu viel Unruhe in das Team.

Die NFL warnt ihre Spieler davor, Fleisch aus Mexico und China zu essen. Darin könnte die verbotene Substanz Clenbuterol enthalten sein, die als Dopingmittel benutzt werden kann.
Da viele Burgerketten Fleisch aus Mexico beziehen, ist die Gefahr groß, unwissentlich gegen die Drogenrichtlinien der Liga zu verstoßen.

Die Buffalo Bills kauften Land, um ihren Trainingsplatz zu vergrößern.
Bisher wurde dieses Stück Land als Parkplatz für das Ralph Wilson Stadion genutzt.

Wo wir gerade bei den Bills sind.
Erst ein Spieler, der dieses Jahr mit dem Franchise Tag versehen wurde, hat einen langfristigen Vertrag mit seinem Team abgeschlossen.
Left Tackle Cordy Glenn verlängerte bei den Bills um fünf Jahre und $65 Millionen von denen 19 Millionen garantiert sind.

Bleiben wir in Buffalo.
Über die Draft hat er es nicht geschafft, aber die Bills gaben Rob Gronkowskis Bruder Glenn einen Vertrag.
Glenn Gronkowski wuchs als glühender Fan der Bills auf und freut sich darauf, für das Team zu spielen... wenn er es in den Saisonkader schafft.

Die Saints verlängerten den Vertrag mit Terron Armstead. Für $64,5 Millionen bleibt der Offensive Lineman weitere fünf Jahre in New Orleans.
$25 Millionen wurden ihm garantiert.

Peyton Manning hat nicht vor dieses Jahr als Kommentator im Fernsehen zu arbeiten.
Zu sehen wird man ihn allerdings sehr oft bekommen, denn der frische Ruheständler hat vor so einige Werbefilmchen zu drehen.

Blaine Gabbert hat die Kontrolle über die erste Offense der 49ers übernommen. Zwar kann Colin Kaepernick nach seinen diversen Operationen wieder trainieren, aber Gabbert gilt zur Zeit als Nr. 1 der Niners.

Die Redskins feuerten Chris Culliver.
Erst vor zwei Jahren hatten sie dem Cornerback einen Vierjahresvertrag gegeben, doch die Dinge entwickelten sich danach sehr negativ.
Culliver riß sich im November das vordere und hintere Kreuzband in einem Knie, nachdem er eine zwei Spiele dauernde Sperre zum Saisonbeginn abgesessen hatte.

Der Geist des Biests schwebt über den Seahawks.
Nachdem Running Back Marshawn Lynch im Ruhestand ist, wird Seattle 2016 die Nummer 24 an keinen anderen Spieler vergeben.

Steelers Linebacker James Harrison gab bekannt, daß er 2016 definitiv seine 14. Saison spielen wird.
Und die Steelers gaben bekannt, daß sie Ersatz- Quarterback Bruce Gradkowski einen Vertrag für 2016 gegeben haben.

Die Bears feuerten Safety Antrel Rolle und Offensive Lineman Matt Slauson.
Chicago gab Quarterback Brian Hoyer einen Einjahresvertrag im Wert von $2 Millionen.

Freitag, 29. April 2016

Draft 2016 - Runde 1
goff-jaredEs war schön, zu sehen was die Fans in Chicago von Commissioner Roger Goodell hielten. Jedesmal wenn er auf die Bühne kam um den nächsten neuen Millionär zu verkünden gab es laute Buhrufe. Der Chef nahm sie Erstaunen aber arrogantem Lächeln entgegen.
Es schien, als hätte er wirklich nicht mit dieser verständlichen Reaktion gerechnet. Nachdem er das dritte mal auf die Bühne gekommen war und die Buhs nicht aufhörten, ignorierte er sie da ihm nichts anderes übrig blieb.
Jubel brach aus, als das Geheimnis darum gelüftet wurde, wen die Rams mit ihrer ersten Wahl nahmen... Jared Goff (Bild), Quarterback, California.
Goff wird der erste Quarterback, der die Rams in ihrer neuen Heimat Los Angeles anführen wird. Zugute kommt ihm dabei, daß der amtierende Rookie des Jahres 2015, Running Back Todd Gurley, die Hauptlast der Offense tragen kann. Dazu eine Defense, die so richtig Fahrt aufgenommen hat und die Lambs könnten wirklich wieder spielen wie Rams. Der Beginn einer neuen Ära in ihrer neuen Heimat sieht nicht schlecht für das Team aus.
An Nr. zwei ging dann Carson Wentz, Quarterback, North Dakota, zu den Eagles.
An Stelle 26 kümmerten sich die Denver Broncos um ihr Quarterback-Problem. Ob sie es mit Paxton Lynch, QB, Memphis, lösen können?
Sie haben sich fünf Plätze nach oben gehandelt und den Platz mit den Seahawks getauscht um an Lynch zu kommen. Damit dürfte es klar sein, daß sie an Colin Kaepernick nicht mehr interessiert sind.
Die weiteren Plätze ab Nr. 3: 3. San Diego Chargers – Joey Bosa, DE/OLB, Ohio State
4. Dallas Cowboys – Ezekiel Elliott, RB, Ohio State
5. Jacksonville Jaguars – Jalen Ramsey, DB, Florida State
6. Baltimore Ravens – Ronnie Stanley, T, Notre Dame
7. San Francisco 49ers – DeForest Buckner
8. Titans (von Miami Dolphins via Eagles und Browns) – Jack Conklin, T, Michigan State
9. Chicago Bears (von Tampa Bay Buccaneers) – Leonard Floyd, DE/OLB, Georgia
10. New York Giants – Eli Apple, CB, Ohio State
11. Buccaneers (von Bears) – Vernon Hargreaves III, CB, Florida
12. New Orleans Saints – Sheldon Rankins, DT, Louisville
13. Dolphins (von Eagles) – Laremy Tunsil, T, Mississippi
14. Oakland Raiders – Karl Joseph, S, West Virginia
15. Browns (von Rams via Titans) – Corey Coleman, WR, Baylor
16. Detroit Lions –Taylor Decker, OT, Ohio State
17. Atlanta Falcons – Keanu Neal, S, Florida
18. Indianapolis Colts – Ryan Kelly, C, Alabama
19. Buffalo Bills – Shaq Lawson, DE, Clemson
20. New York Jets – Darron Lee, LB, Ohio State
21. Houston Texans (von Washington Redskins) – Will Fuller, WR, Notre Dame
22. Redskins (von Texans) – WR Josh Doctson, Texas Christian
23. Minnesota Vikings – Laquon Treadwell, WR, Mississippi
24. Cincinnati Bengals – William Jackson III, CB, Houston
25. Pittsburgh Steelers – Artie Burns, CB, Miami (Fla.)
26. Denver Broncos (von Seattle Seahawks) – Paxton Lynch, QB, Memphis
27. Green Bay Packers – Kenny Clark, DL, UCLA
28. 49ers (von Kansas City Chiefs) – Joshua Garnett, G, Stanford
29. Arizona Cardinals – Robert Nkemdiche, DL, Mississippi
30. Carolina Panthers – Vernon Butler, DT, Louisiana Tech
31. Seahawks (von Broncos) – Germain Ifedi, OL, Texas A&M
Das war es, denn die Patriots durften in Runde eins ja nicht wählen.

Kurzberichte
„Ich habe eh nie geglaubt, daß Kaepernick uns verlassen wird,“ sagte der neue Head Coach der 49ers, Chip Kelly.
Nachdem in der ersten Runde der Draft kein Tauschhandel zustande kam, ist es wohl fix, daß der Quarterback weiter für San Francisco spielen wird.
Denver tauschte Platz 31 mit dem 26. Platz der Seahawks um an Paxton Lynch zu kommen und die Broncos waren der einzige ernsthafte Interessent für Kaepernick.
Ob er sein Gehalt von $14,3 Millionen als Starter verdienen oder als Ersatzmann bekommen wird, darüber entscheidet die Vorbereitungsphase. Hier muß Kaepernick sich gegen Blaine Gabbert durchsetzen.

Wie sehr die Cowboys DeMarco Murray vermissen, zeigte sich, als sie an vierter Stelle Running Back Ezekiel Elliott aufnahmen.
Daß überhaupt ein Running Back in der erste Runde wegging, und dann auch noch so hoch, ist in der passfreudigen NFL von heute ein Wunder.
Der Wert der Running Backs liegt mittlerweile ja unter dem von Kickern.
Dallas hat auch Probleme in der Defense, die sie mit Defensive Back Jalen Ramsey hätten mildern können, aber sie entschieden sich für einen Running Back.

Eine Jury in New Orleans befand gestern, daß Cardell Hayes einen Prozeß wegen Totschlags bekommt.
Hayes hatte den Ex-Saints Verteidiger Will Smith ermordet, weil der mit seinem SUV auf Hayes` Hummer aufgefahren war.
Bei der Anhörung kam es zu Irritationen, da der Verteidiger von Hayes, John Fuller, nichts davon wußte, daß sein Klient vor die Geschworenen mußte. Er kam also unvorbereitet in den Gerichtssaal und verlangte, daß die Anhörung sofort beendet werden sollte.
Die Anklagevertretung sagte, daß sie Fuller von dem Termin unterrichtet hätte.
Das ging ja schon munter los.

PAUSE!!!
Bis nächste Woche Freitag wird es hier keine neuen Nachrichten mehr geben, denn WIN-FOOTBALL braucht mal ein paar Tage Erholung.
Am 6. Mai wird es dann wie gewohnt weitergehen und ich starte eine Aufholjagd, um die wichtigsten Meldungen der verlorenen Woche noch nachzuholen.
Bis dahin also, tschüs.

Donnerstag, 28. April 2016

Draft 2016
Draft_2016_webHeute Nacht beginnt das größte Spektakel der NFL außerhalb der Saison, die Draft. Für alle, die es vergessen haben oder noch gar nicht wußten, Pro7maxx überträgt ab 2:00 Uhr live.
Noch weiß man (offiziell) nicht, wer als erster Collegeabgänger einberufen wird?
Quarterback Jared Goff hält sich bedeckt, und auch Carson Wentz will nicht sagen ob er schon mit den Eagles verhandelt?
Die beiden werden als Nr. 1 und 2 weggehen, aber in welcher Reihenfolge?
Die Rams behaupten weiterhin, daß sie den Spieler, den sie aufnehmen wollen, erst kurz vorher benachrichtigen werden.
Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise verhandeln Team und Spieler schon Tage vorher miteinander. Selbst in der heutigen Zeit, in der die Rookiegehälter gedeckelt sind, und Goff und Wentz nicht schon jetzt mindestens über $60 Millionen reicher sind.
Die Browns wollen einen ganz bestimmten Spieler an achter Position einberufen. Wenn der dann schon weg sein sollte, dann sind sie bereit, auch ihren achten Platz wegzutauschen, um noch mehr Draftpicks zu sammeln.
Die Cowboys wollen einen guten Ersatzmann für den alternden und verletzungsanfälligen Quarterback Tony Romo haben, aber nicht unbedingt in Runde eins. Hier wollen sie sich auf die Defense konzentrieren.
Was werden die Broncos machen, die natürlich als letztes Team an der Reihe sind? Wie man hört haben sie die Hoffnungen auf Colin Kaepernick immer noch nicht aufgegeben. Und sie sollen Kontakt zu den Eagles aufgenommen haben. Deren Quarterback Sam Bradford findet es ehrenrührig, daß das Team einen Quarterback einberufen will und er möchte die Eagles verlassen. Die aber wollen ihn nicht gehen lassen, oder nur, wenn der Tauschhandel ihnen sehr viel bringt. Doch will Denvers General Manager Elway sich darauf einlassen?
Es ist also für ein wenig Spannung gesorgt für die, die sich das Spektakel live antun.
Heute also Tag eins und Runde eins der Draft, morgen Runde zwei und drei (ab 1:00 Uhr Samstagmorgen per Gamepass), am Samstag die restlichen vier Runden ab 18:00 Uhr (auch über den Gamepass).

Deflategate
Roger Goodell hat nicht vor, in der Sache Tom Brady noch irgendwelche Schritte einzuleiten.
Der Sonnengott der NFL ist froh, daß das Gericht seine Allmacht bestätigt hat und er wird Bradys Suspendierung für die ersten vier Spiele der Saison nicht aufheben.
Auch ein schlichtendes Gespräch mit der Spielergewerkschaft lehnt Eure Hoheit ab. Das aber hat Brady bisher auch immer abgelehnt. Brady müßte eine Schuld eingestehen, wenn er eine Reduzierung der Strafe erreichen will, und das lehnt der Quarterback ab. Er besteht darauf, daß er nichts Falsches gemacht hat und will seinen Namen suberhalten.
Brady hat noch Möglichkeiten gegen die Entscheidung Goodells vorzugehen, aber die sind verschwindend gering.
Im Zuge des weiter fortschreitenden Schwachsinns in dieser Affäre sind die Wiederverkaufspreise für Patriots-Tickets in den ersten drei Heimspielen gesunken. Die Fans wollen den besten Quarterback der Liga sehen, und wenn der nicht spielt...
Saints Quarterback Drew Brees war lange Zeit als Spielerrepräsentant in der NFLPA tätig. In dieser Funktion hat er den Commissioner sehr oft kritisiert und angegriffen. Auch in diesem Fall sagte er seine Meinung, obwohl er nicht mehr offiziell für die Gewerkschaft arbeitet.
Brees kritisiert, daß Goodell Richter, Geschworener und Henker in einer Person ist. Er traut den Entscheidungen des NFL Vorsitzenden nicht mehr.
Darüber sollte er sich aber bei seiner Gewerkschaft beschweren. Die hat Goodell bei den letzten Tarifverhandlungen diese Macht gegeben, um im Gegenzug noch ein paar Dollar mehr für die Spieler rauszuschlagen.
Goodell mag sich wie Gott der Allmächtige fühlen und so handeln, aber nur deshalb, weil die NFLPA ihn dazu gemacht hat.

Sprecherwechsel bei den NFL Übertragungen
Mike Tirico werden wir bei den Monday Night Spielen nicht mehr sehen und hören.
Der Kommentator steht kurz vor einem Wechsel zu NBC.
Sein Vertrag mit ABC/ESPN läuft im Sommer aus, und dann wird er zu NBC gehen.
Von 2006 an war Tirico die Stimme der Monday Night Football Übertragungen, zusammen mit Super Bowl Head Coach Jon Gruden.
Bei NBC soll er wohl die Thursday Night Football Spiele übernehmen.
Wer die Monday Night Football Spiele kommentieren wird, steht noch nicht fest.

Mittwoch, 27. April 2016

Kurzberichte
garoppoloDie Patriots brachen einen dritten Mann, nicht zum Skat, sondern auf der Quarterback Position.
An einen über die Draft zu kommen dürfte schwierig sein, sie dürfen in Runde eins wegen des Deflategate-Schwachsinns nicht wählen.
Normalerweise geht New England nur mit zwei Quarterbacks in die Saison, aber da es jetzt zu 99% sicher ist, daß Tom Brady für die ersten vier Spiele gesperrt ist, ist Not am Mann, wenn auch nur für den September.
Aber kurzfristig mal eben so einen Kurzzeitbeschäftigten zu finden, das dürfte nicht leicht sein, denn ein Verbleib im Team über die vier Wochen hinaus ist nicht wahrscheinlich.
Jimmy Garoppolo (Bild) wird in der Vorbereitungszeit, an der Brady teilnehmen darf, als Nr. 1 behandelt. Als bisheriger Ersatzmann der Patriots hat er noch keinen NFL Start auf seinem Konto und einen Touchdownpass. Jetzt wird es für ihn ernst, in seiner dritten Saison in New England.

Könnten die Browns auf einen weiteren Plätzetausch in der Draft hinarbeiten?
Die Gerüchteküche kocht jedenfalls.
Wenn die Verantwortlichen ein gutes Händchen haben, wenn sie gekonnt tauschen und einberufen, dann könnten sie irgendwann mal ein NFL-taugliches Team auf die Beine stellen.
Auf der anderen Seite heißt es aber, daß Head Coach Jackson eine Menge übrig hat für Quarterback Paxton Lynch. Sollte der an achter Stelle noch zu haben sein, würde Jackson wohl zuschlagen wollen.
Warten wir ab, was da passiert.

Die LA Rams haben sich letzte Woche mit den Quarterbacks Jared Goff und Carson Wentz getroffen, wollen aber nicht sagen, wen von beiden sie an erster Stelle rekrutieren.
Head Coach Jeff Fisher sagte dazu, daß sie erst am Abend der Draft damit rausrücken wollen.
Die Spannung bleibt also erhalten, wenn nicht vorher doch noch diese ominösen gut unterrichteten Kreise das Geheimnis platzen lassen.
(Goff soll es übrigens sein aber pssst, nicht weitersagen.)
Wie es aussieht werden die Eagles wirklich bis zuletzt warten müssen, welchen der beiden für sie noch übrig ist?

„Wo ist deine Wampe?“ wurde Jameis Winston gefragt, als er zum Training bei den Buccaneers erschien.
Der Quarterback hat abgenommen, heißt es. Und das beträchtlich.
Wide Receiver Mike Evans war überrascht, als Winston sein Shirt auszog und Evans keine Wampe sah, sondern einen Sixpack, wie er selber einen hat.
Mal sehen, wie sich das auf Winstons Leistungen auswirkt, die ihn ja letztes Jahr als Rookie schon in den Pro Bowl gebracht haben.

Bei den Dolphins ist Ndamukong Suh nicht zum freiwilligen Training erschienen. Der „leicht“ überbezahlte Verteidiger ist auch in Detroit immer erst im Mai im Training draufgetreten, äh, aufgetreten.
Auch Reshad Jones tauchte nicht auf. Der Safety fühlt sich unterbezahlt und will erst dann mit dem Team trainieren, wenn sein Gehalt seinen Vorstellungen entspricht. Für die $7 Millionen, die ihm 2016 zustehen, möchte er nicht antreten.

Da zahlt man einem Quarterback erst mal eine unrealistische Summe, stellt dann fest, daß man die Leistungsträger um ihn herum nicht halten kann, und bittet ihn deshalb, sein Gehalt nach unten zu korrigieren.
Zur Zeit verhandeln die Saints mit Drew Brees um einen neuen Vertrag. Er soll etwas weniger Geld pro Saison bekommen, dafür aber soll sein Vertrag verlängert werden.
Josh Norman, den die Redskins zum bestbezahlten Cornerback der Liga machten, hätten die Saints auch gerne gehabt, aber das Gehalt von Brees hat das verhindert.
Was am Ende bei den Verhandlungen herauskommt, wird man sehen.

Die NFL hat auch immer wieder lustige Geschichten zu bieten. Hier ist wieder mal so eine.
JaMarcus Russell will unbedingt wieder in der NFL spielen, wenn nötig auch umsonst.
Jamarcus Russell?
Wer ist das denn?
Russell gilt als der größte Draft-Flop aller Zeiten. 2007 nahmen ihn die Raiders an erster Stelle der Draft und fielen damit so was von auf die Nase.
Damals war es noch üblich einem Quarterback, der in der ersten Runde der Draft einberufen wurde, sofort ein Mindestgehalt von $60 Millionen und Aufwärts zu zahlen. Doch Russell wollte noch mehr. Deshalb streikte er bis in die Saison hinein. Als er dann endlich spielte, so ohne Vorbereitung, warf er mehr Fahrkarten als man sich vorstellen konnte. Aber auch nachdem er mit dem Team trainierte wurde es nicht besser, zumal Russell sich nicht durch Trainingsfleiß auszeichnete.
2009 hatten die Raiders die Schnauze voll und feuerten Russell, der viele Millionen für wenig Leistung bekommen hatte.
Seitdem hat er nicht mehr in der NFL oder anderswo gespielt. Jetzt will er es noch mal wissen, sieben Jahre nach seinem letzten Einsatz.
„Ich bin Willens mich nach oben zu arbeiten. Ich arbeite als Wasserträger, ich spiele in einem Scoutteam. Das macht mir nichts. Ich spiele ohne Gehalt.“
Lächerlich der Typ, einfach nur lächerlich.

Am Dienstag verstarb Winston Hill im Alter von 74 Jahren eines natürlichen Todes.
Hill spielte von 1963 bis 77 in der NFL, 14 Jahre davon für die New York Jets.
Er hält bis heute den Team-Rekord für Offensive Linemen mit 195 Starts in Folge. Dabei spielte er sogar mit einem gebrochenen Bein und nachdem ihm jemand auf die Kehle getreten war (Nein, Ndamukong Suh kann es nicht gewesen sein).
Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt und er gewann mit den Jets einen Super Bowl. 2010 wurde er in den Ring der Ehre des Teams aufgenommen.

Dienstag, 26. April 2016

Am Ende gewinnt doch der Teufel
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Das Berufungsgericht hat sich auf die Seite von Roger Goodell geschlagen und die vier Spiele Sperre für Tom Brady wieder in Kraft gesetzt.
Damit nimmt der größte Schwachsinn, den es in dieser an eigenartigen Vorkommnissen nicht armen Liga gegeben hat, seine unrühmliche Fortsetzung.
Warum hat das Gericht diese eigenartige Entscheidung getroffen?
"Wir glauben, daß (NFL-Commissioner Roger Goodell) seine weitreichende Verfügungsfreiheit gemäß Tarifvertrag ausgeübt hat und seine prozessualen Entscheidungen korrekt begründet waren laut dieses Abkommens, und sie berauben Brady nicht der grundlegenden Fairneß. Entsprechend, kehren wir das Urteil des Bezirksgerichts um und weisen an, daß die Strafe verhängt wird.“
Das Gericht bestätigte damit, daß die NFLPA einen großen Fehler gemacht hat, als sie zustimmte, dem Vorsitzenden der NFL so weitreichende Handlungsfreiheit zu gestatten, wenn es darum geht, Strafen auszusprechen.
Das Gericht betonte, daß es nur diesen Aspekt untersucht hat. Es kam zu dem Schluß, daß Roger Goodell die Vollmacht hatte nach seinem Gutdünken die Suspendierung zu verhängen und sie ausgeübt hat. Ob Brady jetzt drei, vier, fünf Spiele suspendiert worden wäre oder gar nicht, interessiert das Gericht nicht, denn Goodell hat die vollkommene Allmacht dies allein zu entscheiden.
Einer der Richter, der Hauptrichter Robert A. Katzman, merkte als Randnotiz an, daß er diese vollkommene Allmacht des Commissioners kritisch sieht.
So weit die Kurzfassung der 33 Seiten starken Urteilsbegründung.
Die Spielergewerkschaft war enttäuscht von dem Urteil und will dagegen Berufung einlegen.
Rechtsexperten glauben allerdings, daß Brady dieses Mal seine Sperre ableisten muß. Einer Umkehrung des Urteils des Berufungsgerichts geben sie keine große Chance. Allerdings könnte die von Richter Katzmann vermerkte kritische Randnotiz der NFLPA und Brady eine kleine, eine ganz kleine, Chance einräumen.
Der Fall könnte bis vor das oberste Gericht der USA gehen, wenn die Richter da nicht so furchtbar arbeitsscheu wären. Von über 7.000 Fällen, die pro Jahr bei ihnen landen, bearbeiten sie nur so um die 80.
Dieses Jahr also muß New England wirklich davon ausgehen, daß Jimmy Garoppolo in den ersten vier Spielen antreten muß. Arizona Cardinals, Miami Dolphins, Houston Texans und Buffalo Bills heißen da die Gegner. Nur das Spiel gegen die Cardinals findet Auswärts statt. Ein 3-1 Start wäre also auch mit Garoppolo möglich.
Ob Donald Trump Brady begnadigen würde, wenn er schon im September Präsident wäre?'
Ja!
Der leicht durchgeknallt wirkende Präsidentschaftskandidat rief sofort: „Freiheit für Tom Brady,“ als er von dem Urteil hörte.
Damit steht er nicht allein, aber dieses Mal wird der Teufel in der Gestalt von Roger Goodell wohl das letzte Lachen haben.

Kurzberichte
Bleiben wir bei Tom Brady.
Er ist und bleibt der beste Quarterback den die Liga hat und er wird trotz dieses dämlichen aufgeblasenen Skandals um luftleere Bälle in die Ruhmeshalle der NFL einziehen.
Die Fans jedenfalls lieben ihn, wie die lizensierten Souvenirverkäufe des letzten Jahres zeigen.
Sachen mit Bradys Namen oder Konterfeit waren die bestverkauften Artikel im Geschäftsjahr der Liga. Und nach diesem Skandalurteil werden die Verkäufe für das Geschäftsjahr 2016/17 erst Recht durch die Decke schießen.
Hier die Top 10:
1. Tom Brady, Quarterback , New England Patriots
2. Peyton Manning, Quarterback , Denver Broncos
3. Russell Wilson, Quarterback , Seattle Seahawks
4. Aaron Rodgers, Quarterback , Green Bay Packers
5. Dez Bryant, Wide Receiver , Dallas Cowboys
6. Odell Beckham Jr., Wide Receiver , New York Giants
7. Cam Newton, Quarterback , Carolina Panthers
8. Rob Gronkowski, Tight End , New England Patriots
9. J.J. Watt, Defensive End , Houston Texans
10. Jason Witten, Tight End , Dallas Cowboys

Die Eagles haben sich in der kommenden Draft auf Platz zwei getauscht, um sich einen Quarterback zu angeln.
Das stößt Sam Bradford sauer auf.
Er wies seinen Agenten an, sich nach einem neuen Team umzusehen, nach einem Team, in dem „er der Mann“ wäre, wie er es ausdrückte.
Am freiwilligen Trainingsprogramm des Teams will Bradford nicht teilnehmen.
Kann man verstehen. Für einen läppischen $40 Millionen Vertrag auch noch freiwillig trainieren?

2012 gaben die Cowboys Cornerback Brandon Carr einen $50 Millionen Vertrag.
Doch in den letzten beiden Saisons konnte er nicht einen Paß abfangen. Deshalb stand er kurz davor gefeuert zu werden.
Um der Entlassung zu entgehen stimmte Carr einer Gehaltskürzung zu. Statt eines Grundgehalts von $9,9 Millionen für sein letztes Vertragsjahr 2016, wird er nur $5,5 Millionen erhalten.

Die Raiders...
seit ewigen Zeiten spielen sie in der NFL, einige Zeit sogar erfolgreich. Gut, davon ist seit 2002 nun wirklich überhaupt gar nichts mehr zu merken, aber der Optimismus ist unter den Fans ausgebrochen.
Nach 14 Jahren ohne positive Saison gibt es aber auch wirklich Grund zur Hoffnung.
Die vielen Neuzugänge, das halbwegs erfolgreiche Auftreten von Quarterback Derek Carr, die Umzugsgerüchte, all das hat dazu geführt das die Raiders zum ersten Mal... ja, man glaubt es nicht, zum ersten Mal ihre Saisontickets ausverkaufen könnten.
Es ist nicht zu glauben, daß dieses Team mit der starken Raiders Nation im Rücken noch nie seine Saisonkarten ausverkaufen konnte.
So sagte Teambesitzer Mark Davis auch, daß er aufgeregt wie die Hölle wäre.
Warten wir mal ab wann Davis das „Ausverkauft“ Schild aufhängen kann?

Montag, 25. April 2016

Kurzberichte
Griffin III-Robert3Robert Griffin III (Bild) arbeitet mit dem Quarterback-Flüsterer Tom House zusammen und macht Fortschritte.
Der Quarterback der Browns arbeitet daran, ein besserer Pocket Passer zu werden.
House hat schon mit Drew Brees, Tom Brady, Carson Palmer, Matt Cassel und Alex Smith erfolgreich gearbeitet. Allerdings war er bei Tim Tebow erfolglos.
Doch RG3 soll tatsächlich große Fortschritte gemacht haben, wie House sagte. Der Quarterback wolle nicht durchschnittlich oder gut sein, sondern sehr gut. Dafür lege er sich ins Zeug.
Die Redskins können dann wohl in Woche vier erleben, wie gut ihre ehemalige Nr. 1 geworden ist, wenn die Browns bei ihnen antreten.

„Wir hatten einen guten Plan für unsere Defense. Wir wollten den Panthers das Laufspiel wegnehmen und Cam Newton unter Druck setzen, damit er den Ball schneller werfen muß, als er es gewohnt war. Und das haben wir bis zur Perfektion ausgeübt,“ meinte Cornerback Chris Harris im Interview nach dem Super Bowl Sieg seiner Broncos gegen Carolina.
Dumm nur, daß auf der anderen Seite eines nicht allzu dicken Vorhangs gerade Quarterback Cam Newton saß, der zu seiner Niederlage im Spiel befragt werden sollte.
Lange hielt Newton den Siegestaumel von Harris nicht aus. Wie man weiß stürmte der Quarterback der Panthers nach weniger als zwei Minuten aus dem Raum.
Harris wurde seitdem des Öfteren gefragt, ob er irgend etwas ändern würde, hätte er gewußt, daß der Quarterback der Verlierer mithören konnte, was er sagte?
Warum, antwortet Harris jedesmal darauf. Er hätte unter dem Eindruck einen großen Sieg errungen zu haben glücklich und beschwingt auf die Fragen geantwortet, die ihm gestellt wurden. Er hätte den Plan wiedergegeben, wie man die Offense der Panthers hatte stoppen wollen und sie letztlich auch gestoppt hatte.
Von seinen 41 Pässen konnte Newton nur 18 vervollständigen für 265 Yards. Über solch eine Leistung kann man sich gleich nach einem gewonnenen Super Bowl freuen.
Und ganz ehrlich, warum hätte er etwas anderes sagen sollen, selbst wenn er gewußt hätte, welches Mimöschen da auf der anderen Seite des Vorhangs saß?

Victor Cruz glaubt, daß er wieder zu 100% einsatzbereit ist.
Der Wide Receiver der Giants hat zuletzt 2014 gespielt, bevor ihn ein Riß der Patellasehne dazu zwang, die Saison 2015 zu verpassen.
Heute würde er sich großartig fühlen, meinte Cruz. Er hätte keine Schmerzen mehr und die Verletzung würde ihn nicht mehr behindern.
Am Trainingslager der Giants will er auf jeden Fall teilnehmen. Ob es dann reicht um es in den Saisonkader zu schaffen, wird man sehen.

Am Donnerstag ist die erste Runde der Draft 2016.
Wohl für einige Zeit die letzte in Chicago.
Nachdem die Veranstaltung 50 Jahre lang in New York City stattfand, wanderte sie 2015 für zwei Jahre nach Chicago aus.
Hier war der Tourismusmanager sehr erfreut über die starken Besucherzahlen, die man verzeichnen konnte und auch am nächsten Wochenende wird verzeichnen können.
Das weckte Begehrlichkeit bei anderen Städten und somit wird der Draft-Zirkus wohl zu einem Wanderzirkus werden.
Denver und Canton sollen heiße Kandidaten als Austragungsort für 2017 sein.

Am Samstag verstarb der ehemalige Defensive Tackle der Patriots Ron Brace. Er wurde nur 29 Jahre alt.
Brace spielte von 2009 bis 12 für New England, war allerdings oft verletzt und brachte es in der Zeit nur auf 39 Einsätze und sieben Starts.
Die Ursache seines Todes ist noch nicht bekannt.

Sonntag, 24. April 2016

Kurzberichte
Flaccos-mustacheIst Joe Flacco (Bild) Spitze?
Diese Frage beschäftigt die Gemüter der NFL-Fans schon lange. Spätestens nachdem die Ravens durch die Zahlung eines unvorstellbaren Gehalts an Flacco die Schleusen für Quarterback-Gehälter geöffnet haben, hat diese Frage noch mehr Fahrt aufgenommen.
Eine Umfrage in Maryland, dem Heimatstaat der Baltimore Ravens, brachte allerdings auch keine Klarheit. 39% derer, die den Fragebogen ausfüllten, meinten ja, Flacco gehört zur Elite der Quarterbacks. 31% meinten dagegen: Nein.
Joe Flacco könnte viel dafür tun, diese Frage in seinem Sinne zu beantworten, wenn er konstant auf einem hohen Level spielen würde, auf einem Level, das zeigen würde, daß er ein 100 Millionen Quarterback ist. Doch das schafft er einfach nicht. Und so wird es weiter Befürworter und Gegner Flaccos geben.

Sieben glorreiche Fans der Patriots zogen vor Gericht, um durchzusetzen, daß das Team die Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft wieder zurückbekommt.
Doch ohne Erfolg.
Der Richter wies die Klage letzte Woche ab, weil sie unbegründet wäre.

Die Chargers stellten ihr Stadionprojekt vor, das sie in San Diego verwirklichen wollen.
Und es ist ein wunderbares Stadion, das da entstehen soll. Es unterstreicht den Willen des Teams, in der Stadt bleiben zu wollen.
Angeschlossen an das Stadion ist ein Convention Center. Dagegen hat natürlich der Betreiber des bereits in San Diego existierenden Centers etwas und wird bestimmt gegen das Projekt schießen.
Die NFL hat bereits zugesagt, daß sie $300 Millionen beisteuern will, wenn der Bau genehmigt werden sollte.
Bilder dazu gibt es hier:

Ryan Clady wird in der Saison 2016 eingesetzt werden können.
Der Offensive Tackle spielte von 2008 bis 2014 für die Broncos. 2015 verpasste er wegen eines gerissenen Kreuzbands komplett.
Die Jets warben ihn dennoch von den Broncos ab, was nicht ohne Risiko war. Doch jetzt bekamen sie die gute Nachricht, daß Clady völlig ausgeheilt ist und an den Vorbereitungen teilnehmen kann. Die Jets sagten aber, daß sie es mit ihm langsam angehen wollen.

Zum $75 Millionen-Deal der Redskins mit Cornerback Josh Norman ist noch nachzutragen, daß von den $50 Millionen, die ihm garantiert wurden, $36,5 in den ersten zwei Jahren garantiert sind.

Samstag, 23. April 2016

Kurzberichte
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Und der Gewinner sind... Die Redskins.
Sie haben sich Josh Norman (Bild) geschnappt und den Ex-Panther zum bestbezahlten Cornerback der Liga gemacht.
Dafür müssen sie nun an anderer Stelle sparen, denn die Redskins haben nur noch $11 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Um Norman das Rekordgehalt von $75 Millionen für fünf Jahre ($50 Millionen garantiert) zahlen zu können, müssen sie also noch die ein und die andere Entlassung vornehmen.
Damit wird Norman zweimal im Jahr auf seinen ganz speziellen Freund Odell Beckham jr. treffen, den Wide Receiver der Giants mit dem er letztes Jahr zusammen eine Sondershow geboten hat.
Norman wollte nichts anderes, als der bestbezahlte Cornerback der NFL zu werden. Das ist er jetzt. Es ist nun an ihm zu beweisen, daß er das Geld wert ist.
In 53 Spielen für Carolina wehrte Norman 37 Pässe ab und fing 7 Interceptions für 2 Touchdowns. Zusätzlich erzwang er vier Fumbles.

Die Falcons zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Desmond Trufant.
Der Cornerback wird somit auch 2017 für Atlanta spielen.
In seinen bisherigen 48 Spielen für die Falcons wehrte er 44 Pässe ab und fing 6 Interceptions. Damit bewegt er sich in der Region, in der sich der gerade zum bestbezahlten Cornerback gewordene Josh Norman bewegt. Das heißt, daß Trufant groß abkassieren wird, wenn sein Rookievertrag ausgelaufen ist.

Unterbezahlt, gemessen an seinen Fähigkeiten und dem Wert für sein Team, ist der Gronk.
Patriots Tight End Rob Gronkowski wird dieses Jahr $2,5 Millionen verdienen. Daraus werden nächstes Jahr $4,5 Millionen, acht in 2018 und da die Patriots ihre Option auf die Saison 2019 zogen, $9 Millionen.
Doch Gronkowski sagt, daß er sich darüber keine Gedanken macht. Er hat einen Vertrag und den wird er erfüllen, meinte er. Alles andere würde sich dann schon regeln.
Er wartet also in Ruhe ab, bis für ihn der Tag des großen Geldes schlägt.

Im Februar wurde Justin Houston an einem Kreuzband operiert. Es war nicht gerissen, aber nach der Operation funktionierte Houstons Knie nicht wie erwartet.
Die Prognose für die Reha des Linebackers der Chiefs schwankte zwischen 6 und 12 Monaten. Mittlerweile sagen die Ärzte, daß Houston in der Saison wieder einsatzbereit werden könnte. Wann genau, das wäre nicht abzusehen, aber in der Saison halt.

Als hätten die Schiedsrichter nicht schon genug Probleme ein Spiel in der NFL unfallfrei über die Bühne zu bringen, sollen sie jetzt auch noch in Kanada pfeifen.
Die NFL und die CFL haben ein Abkommen getroffen, die Schiedsrichter betreffend.
Offizielle aus der NFL sollen im Juni und Juli Vorbereitungsspiele in der CFL leiten. Zebras aus der CFL sollen am Entwicklungsprogramm der NFL Schiedsrichter teilnehmen.
Es gibt große Unterschiede zwischen den beiden Ligen. Die Spielfelder haben andere Ausmaße und die Kanadier spielen nur zwei Downs bevor sie punten. Und auch sonst gibt es Unterschiede, an die die Schiedsrichter sich gewöhnen müssen.
Ob so eine neue, gänzlich andere, Erfahrung hilft in der NFL Saison bessere Leistungen zu erbringen, bleibt abzuwarten.

Freitag, 22. April 2016

Kurzberichte
norman-joshJosh Norman wurde von den Panthers auf den freien Spielermarkt entlassen und kann sich ein neues Team suchen.
Panthers General Manager Gettleman sagte in einer Pressekonferenz, daß die Tür hinter dem Cornerback aber nicht zugefallen wäre. Wenn Norman kein neues Team findet, das seine Gehaltsforderungen erfüllt, dann würde man neu mit ihm verhandeln. Der Cornerback denkt so an wenigstens $15 Millionen pro Saison. Damit wäre er der bestbezahlte Cornerback der NFL und nichts anderes kommt für ihn in Frage. Die Panthers boten ihm zuletzt magere $13,952 Millionen für 2016. Bei den Gesprächen um einen langfristigen Vertrag lagen die beiden Seiten sogar ganze $5 Millionen auseinander.
Norman hat sich derweil zu Vorstellungsgesprächen bei den Redskins und 49ers verabredet. 10 Teams sollen sich schon bei seinem Agenten gemeldet haben.
Doch welches Team kann ihm genug zahlen?
Die Free Agent Periode läuft schon seit sechs Wochen und hunderte Millionen Dollar sind schon geflossen. So haben die Redskins nur noch $11 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze, die 49ers aber haben noch $50 Millionen.
Norman wird bestimmt ein Team finden, das ihm sein Wunschgehalt zahlt, davon kann man ausgehen.

Quarterback Brian Hoyer reist herum, um seine Fähigkeiten zu präsentieren.
Doch die sind wohl nicht sehr ausgeprägt. Die Jets und die Broncos, die er bisher besuchte, scheinen nicht sehr begeistert von ihm gewesen zu sein.
Mal abwarten, wohin Hoyer noch so reisen muß, bis er einen Job bekommt.
Die Broncos haben die Hoffnung auf Colin Kaepernick immer noch nicht aufgegeben, werden sich aber auch nach einem oder gar zwei Quarterbacks umsehen, die sie in der Vorbereitungszeit testen wollen.

Mit Danny Trevathan und Malik Jackson haben die Broncos zwei sehr wichtige Verteidiger an andere Teams verloren. Die Vertragsverhandlungen mit Von Miller kommen nicht voran. Kann die Defense die schwache Offense durch eine weitere Saison tragen?
Ja, meint Chris Harris Jr. Der Cornerback hält das Gerede darum, daß die Broncos Defense geschwächt in die nächste Saison gehen wird für eine Motivation. Er glaubt, daß die verbliebenen Spieler und die Neuzugänge beweisen wollen, daß es auch ohne die zwei, oder víelleicht drei, fehlenden Stars gehen wird.
Außerdem kann Denver sich ja auch über die Draft verstärken. Zwar sind sie natürlich als Super Bowl Sieger erst als letztes Team an der Reihe, aber gute Defender findet man auch so spät und tieferen Runden noch.

Donnerstag, 21. April 2016

Kurzberichte
Draft_2016_webWie gestern bereits berichtet, interessierten sich die Eagles sehr für einen Positionstausch mit den Browns in der kommenden Draft.
Und der Tausch wurde besiegelt.
Die Eagles dürfen an zweiter Stelle ihren Wunschkandidaten einberufen. Dafür müssen sie Cleveland ihre Wahlmöglichkeit an achter Stelle der ersten Runde geben und ihre Picks in Runde drei und vier 2016. Zusätzlich dazu müssen die Eagles ihre Wahlmöglichkeiten in der ersten Runde 2017 und der zweiten Runde 2018 an Cleveland abtreten.
Die Eagles bekamen noch Clevelands Pick in der vierten Runde 2017.
Eagles Vizepräsident für Footballangelegenheiten Howie Roseman sagte, daß man einen Quarterback rekrutieren will, betonte aber gleichzeitig, daß Sam Bradford als Starter in die Saison gehen wird. Ob Bradford auch als Starter die Saison beschließt?
Werden wir sehen!
Noch weiß man nicht, wen die Rams mit ihrem ersten Pick nehmen werden. Zur Auswahl stehen Jared Goff und Carson Wentz, wenn man den Experten glaubt. Diese beiden sollen die besten Quarterbacks sein, die dieses Jahr vom College kamen.
Diese beiden werden also wohl an 1 und 2 weggehen. In spätestens 10 Tagen wissen wir es dann genau.

Josh Norman ist ein Free Agent. Die Carolina Panthers entfernten das Franchise Tag von dem Cornerback, der der bestbezahlte auf seiner Position werden möchte.
Panthers General Manager Dave Gettleman sagte, daß die Verhandlungen mit Normans Agenten zu keinem greifbaren Ergebnis führten. Die $13,952 Millionen, die dem Cornerback mit dem Franchise Tag zugestanden hätten, waren zu wenig. Er unterschrieb den Vertrag nicht, und somit durften die Panthers das Etikett von Norman nehmen.
Damit ist er frei zu wechseln.
Bei seinen Gehaltsvorstellungen kann er wohl nur bei einem Team unterkommen, das noch Platz unter der Gehaltsobergrenze hat, und da stehen die Jaguars, Titans und die Raiders gut da.
Das gab es schon oft, daß ein guter Spieler der Spur des Schotters folgte und von einem Super Bowl Kandidaten zu einem Loser wechselte. Norman wäre da bei weitem nicht der erste.

Cowboys Defensive End Demarcus Lawrence wird dem Team wohl in den ersten vier Spielen fehlen. Er wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.
Lawrence legte Einspruch gegen die drohende Sperre ein.

Im Spiel gegen die Bengals am 23. November verletzte sich Patrick Peterson am rechten Knöchel.
Letzte Woche wurde der Cornerback der Cardinals erst daran operiert. Jetzt ist es fraglich ob er bis zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit sein kann.

Mittwoch, 20. April 2016

Kurzberichte
bradford-sam-eaglesDie Cleveland Browns haben nicht nur nichts dagegen ihren zweiten Platz in der Draft zu tauschen, sie suchen sogar aktiv nach Tauschpartnern.
Bei den Eagles scheinen sie großes Interesse geweckt zu haben. Die brauchen dringend einen Quarterback und verhandeln mit den Browns.
Die Eagles müssen dann nur noch abwarten welchen Quarterback die Rams an erster Stelle einberufen, und können sich dann den nächstbesten nehmen.
Sam Bradford Bild), aktueller Quarterback der Eagles, sagte übrigens, daß er sich keine Sorgen darum macht, ob er ersetzt wird.
Er hat einen Zweijahresvertrag mit garantierten $18 Millionen, das ist durchaus ein beruhigender Gedanke.
Und die Eagles planen für die Zukunft, was durch die kurze Vertragslaufzeit bewiesen wird.
Ein guter Quarterback, der zwei Jahre in der NFL reifen kann, ist keine schlechte Sache. Möglich ist das, weil die NFL die Rookiegehälter vernünftigerweise gedeckelt hat. Früher mußte man einem Quarterback an erster und zweiter Stelle der Draft direkt einen $60 Millionen Vertrag geben. Heute geht das sehr viel moderater ab.
Und die Browns sind entweder völlig überzeugt davon, daß Robert Griffin III seinen Job gut macht, oder sie sind saublöd, oder sie sind superschlau, weil sie lieber mehrere Wahlmöglichkeiten in den nächsten Drafts haben möchten, als nur diese Eine. Das wird erst die Zukunft zeigen.

Larry Donnell bekam am Dienstag zwei gute Nachrichten.
Der Tight End der Giants bekam nach seiner schweren Nackenverletzung, die er sich in Woche acht der letzten Saison zuzog, von den Ärzten das OK zum Einsatz.
Und von den Giants bekam er einen Einjahresvertrag über $1,67 Millionen.

Das gab es noch nie. Zwei Spieleragenten feuerten ihren Klienten kurz hintereinander.
Am Dienstag sagte Drew Rosenhaus, daß er seinen Vertrag mit Johnny Manziel gekündigt hat.
In seinen 27 Jahren als Spieleragent, hat Rosenhaus noch nie einen Klienten gefeuert.
Bis jetzt.

Dienstag, 19. April 2016

Kurzberichte
Fitzpatrick-Ryan-jetsIn New York sieht es so aus, als ob die Jets sich vor der Draft nicht mit Ryan Fitzpatrick (Bild) einig werden.
Werden sie dann einen Quarterback einberufen?
So toll soll das Angebot an NFL-tauglichen Quarterbacks, die vom College kommen, dieses Jahr gar nicht sein. Und wenn die Jets an Position 20 endlich zugreifen können, wer wird dann noch auf dem Markt sein?
Werden sie Brian Hoyer verpflichten, der gerade frisch von den Texans gefeuert wurde?
Es ist keine leichte Aufgabe, die das Management da zu erfüllen hat. Zwei Sachen sind wohl klar, Fitzpatrick ist die $20 Millionen nicht wert, die er gerne hätte und Geno Smith ist nicht der Mann, der das Team erfolgreich führen kann, Hoyer aber auch nicht.
Es könnte darauf hinauslaufen, daß die Jets Fitzpatrick ein völlig überzogenes Gehalt werden zahlen müssen.

Die Broncos haben ihre erste freiwillige Trainingseinheit abgehalten.
Von Von Miller keine Spur, wie erwartet.
Und auch Quarterbacks wurden nicht gesichtet. Oh ja, Mark Sanchez und Trevor Siemian waren anwesend, aber sind das Quarterbacks?
Wenn man den Begriff sehr weit faßt, ja... aber...
Sanchez jedenfalls tut mal so, als wäre er der Anführer der Offense und versucht Vertrauen und Optimismus auszustrahlen. Bis die Broncos einen richtigen Quarterback finden sollten, wird er diese Rolle wohl weiterspielen.
Begonnen hat Sanchez ja schon vor ein paar Wochen, als er mit einigen Receivern der Broncos zusammen trainierte. Seitdem hält er per SMS ständigen Kontakt mit ihnen.
Emmanuel Sanders jedenfalls zeigt sich beeindruckt vom Arsch-Fumbler. „Ich kann sagen, daß er der Führer dieses Teams sein will, er will unser Quarterback sein, er will der Typ sein. Ich bin beeindruckt von seinem starken Arm und von seinen Würfen. Ich höre, daß er zusätzliche Zeit auf dem Trainingsgelände verbringt, und genau so einen Typen brauchen wir.“
Bleibt zu hoffen, daß sich all die Arbeit, die Sanchez zu investieren scheint, für die Broncos auszahlt.

Die Broncos verpflichteten Running Back Ronnie Hillman erneut.
Hillman war auf dem freien Spielermarkt, fand aber kein neues Team.
Denver gab ihm einen neuen Einjahresvertrag über $2 Millionen von denen $600.000 garantiert sind.

Andrew Luck hat noch viel Arbeit vor sich.
Der Quarterback der Colts nimmt zwar an den Trainingseinheiten teil, die außerhalb des Platzes stattfinden, aber ob er auf dem Platz alles mitmachen darf?
Zunächst noch nicht, sagte sein Head Coach Chuck Pagano.
Luck sieht auch selber ein, daß er noch nicht wieder bei 100% ist. Es ist zwar über 160 Tage her, daß er sich bei einem Tackle von den Broncos Linemen Trevathan und Walker eine Niere anriß, aber Luck muß sich noch weiter schonen.
Als die Colts gestern ihr erstes freiwilliges Training abhielten stemmte Luck Gewichte, machte ein paar Sprints und erzählte von seiner kaputten Schulter, die vor lauter Sorgen um die Niere fast unterging.
Die verletzte Schulter ist es auch, die Luck davon abhält, Pässe zu werfen. Und obwohl der Quarterback darauf brennt, endlich wieder voll aktiv zu werden, hält er sich an die Vorgaben seiner Ärzte. Die arbeiten daran, ihn zum Beginn des Trainingslagers im August wieder einsatzbereit zu bekommen.
Und so lange wird Andrew Luck viel Geduld beweisen müssen.

Das Berufungsgericht entschied für die Einigung, die die NFL und die Kläger in Sachen Gehirnerschütterung erzielt hatten.
Einige der über 5.000 Kläger waren ja dagegen diese Einigung anzunehmen, aber der zuständige Richter am Berufungsgericht entschied, daß der Vergleich über $1 Milliarde ausreichend ist. Nicht perfekt, aber fair, wie Richter Thomas L. Ambro meinte.

Die Chiefs hatten letztes Jahr zu früh mit dem Free-Agent Wide Receiver Jeremy Maclin verhandelt. Das kostete sie die Wahlmöglichkeiten in der dritten Runde der Draft 2016 und in Runde sechs 2017.
Dagegen legten die Chiefs Einspruch ein, den die NFL am Montag abwies.
Die ausgesprochenen Geldstrafen wurden allerdings etwas reduziert. Das Team muß statt $250.000 nur noch $200.000 zahlen und Head Coach Andy Reid statt $75.000 nur noch $60.000.

Die Station zur letzten Hoffnung dürften die Ravens für Trent Richardson sein.
Der Running Back unterschrieb am Montag einen Vertrag in Baltimore. Über die Modalitäten wurde nichts bekannt, aber es heißt, daß die Ravens Richardson vor Saisonbeginn feuern können, ohne viel zahlen zu müssen.
Richardson begann seine Karriere in Cleveland sehr vielversprechend, wurde dann aber faul, wie er es selber ausdrückte.
Ob er jetzt fleißig genug ist, sich in den 53 Mann Kader für die Saison zu kämpfen, bleibt abzuwarten.

Brandon Browner war ein Seahawk und wird wieder einer.
2011 spielte er für Seattle bevor er 2014 zu den Patriots wechselte. New England gab dem 31-jährigen keinen neuen Vertrag.
Der Cornerback hat den freien Spielermarkt getestet und blieb ohne neues Team. Am Montag unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Seattle.

Montag, 18. April 2016

Kurzberichte
romo-am-bodenNachdem Tony Romo (Bild) eine Metallplatte in die linke Schulter eingesetzt wurde, wirft der Quarterback der Cowboys immer wieder mal ein paar Bälle.
Dabei hatte er keine Probleme, wie er letzte Woche sagte.
Seit zwei Wochen würde er fleißig werfen, fuhr er fort, ohne Schmerzen oder sonstige Unannehmlichkeiten.
Nach zwei Brüchen der linken Schulter soll die Metallplatte weitere Verletzungen dieser Art verhindern.
Am freiwilligen Training der Cowboys, das am heutigen Montag beginnt, will der Quarterback teilnehmen.
Wieviel man ihn trainieren läßt, das steht auf einem anderen Blatt.

New Orleans gedachte dem ermordeten Will Smith. Hunderte Fans und Mitglieder der Saints trafen sich auf dem Trainingsplatz des Teams in einem Vorort von New Orleans.
Auch Racquel, die Witwe des Getöteten, war anwesend. Sie saß in einem Rollstuhl und trug eine dicke Sonnenbrille.
Es gab keine Reden, keine Zeremonie, nur stilles Gedenken.
Derweil lädt der Anwalt des Mörders Cardell Hayes seine Geschütze, um seine Notwehrthese zu untermauern. Dabei kommt es John Fuller gelegen, daß Smith 2011 in einen Fall von häuslicher Gewalt verwickelt war. Auch die Tatsache, daß Smith damals im Kopfgeldskandal der Saints als Teamcaptain zu den Anführern gehörte, spielt dem Anwalt in die Hände.
Seine Geschichte davon, daß Smith der Aggressor in dem Streit war, gegen den Hayes sich mit sieben Schüssen in den Rücken und einen in die Seite wehren mußte, will er damit glaubhafter machen.
Fuller verlangte, daß die Polizei der Stadt New Orleans den Fall an eine andere Dienststelle abgibt. Er hätte ein tiefes Mißtrauen gegenüber der Polizei von New Orleans und zweifele an deren Ehrlichkeit und Kompetenz.
Die Staatsanwaltschaft arbeitet an der Gegengeschichte und behauptet, daß Hayes ausgerastet war und Smith angriff.
Von glaubhaften Zeugenaussagen liegen noch keine Erkenntnisse vor.

So langsam möchte ich nichts mehr über Johnny Manziel schreiben, aber der Tünnes sorgt immer wieder für Meldungen.
Dieses Mal heißt es, daß er in einem Haus in Los Angeles, das er für zwei Tage gemietet hatte, mit Freunden gesoffen und Drogen konsumiert hat. Bei dieser wilden Feier richtete die Bande tausende von Dollar an Schäden an dem Haus an.

Die Texans feuerten Bryan Hoyer.
Zwar hatte Houston gehofft, für den Quarterback noch ein Angebot zu bekommen, aber da kam nichts.

Die Texans zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von DeAndre Hopkins.
Der Wide Receiver gehörte letztes Jahr zu den besten Receivern der Liga mit 111 gefangenen Pässen für 1.521 Yards und 11 Touchdowns.

Die Bears zogen ihre Option auf ein fünftes Jahr von Kyle Long.
Long spielt abwechselnd als Guard oder Tackle und hat in drei Jahre in Chicago nur ein Spiel verpaßt.

Der Color-Rush kommt zurück.
Auch in der kommenden Saison wird es wieder vier Donnerstagsspiele geben, in denen die Teams grauenvoll überfärbte Uniformen tragen werden.
Den Anfang machen die Bills und die Jets in Woche 2, die schon letztes Jahr in diesem augenlichtgefährdenden Unsinn aufeinander trafen.
Damals konnten farbenblinde Fernsehzuschauer nur grau gekleidete Spieler, die gegen graue gekleidete Spieler auf grauem Untergrund spielten erkennen. Oder wie Gregg Rosenthal, der Chef der Sendung Around the NFL, der selber betroffen war sagte: „Es waren 22 Mann auf dem Platz, die `Greif den Mann mit dem Ball an` spielten.

Die Steelers feuerten Cornerback Cortez Allen.
Zwar unterschrieb Allen erst 2014 einen $24 Millionen Vertrag über vier Jahre, aber er startete nur in 18 Spielen von den 56, in denen er spielte.

Die Rams gaben Greg Zuerlein einen neuen Einjahresvertrag.
Letztes Jahr verwandelte der Kicker 20 von 30 Field Goal Versuchen und 26 von 28 Extrapunkten.

Nach 10 Saisons in der NFL gab Jason Hatcher seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Der Defensive End spielte zunächst für die Cowboys und zuletzt zwei Jahre für die Redskins.
Er startete in 147 Spielen und erzielte 34,5 Sacks.

Nachdem die NFL den Spielplan für die Saison 2016 veröffentlicht hatte, gab es eine kleine Überraschung
Die Colts werden das erste Team sein, das in London antreten muß und danach keine Freiwoche hat.
In Woche vier müssen sie in London gegen die Jaguars spielen und in Woche fünf erwarten sie Zuhause die Bears.
Das ist aber keine Willkür der Liga, sondern die Colts haben darum gebeten, um nicht schon so früh in der Saison ihr spielfreies Wochenende zu haben.
Somit hat Indianapolis erst in Woche 10 spielfrei.

Heute beginnen die Broncos ihre freiwilligen Trainingseinheiten.
Von Von Miller hört man, daß er nicht daran teilnehmen wird. Er ist bei der Tanzshow „Dancing with the Stars“ noch gut im Rennen, und so ein blödes Training für die Denver Broncos würde ihn da wohl bloß stören.
Natürlich spielt die Tatsache, daß Miller momentan keinen Vertrag bei den Broncos hat, auch eine Rolle. Das letzte Angebot von $18 Millionen pro Saison ist ihm zu wenig.

 

 

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