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Sonntag, 15. November 2015

Kurzberichte
graham-jimmy-ssFür Seattle mit 4-4 Siegen geht es heute um viel. Eine Niederlage gegen die 6-2 Cardinals dürfte das Rennen um den Divisionstitel entscheiden.
Selbst im Wild Card Rennen hätten sie es gegen die 6-2 Vikings und Packers und die 6-3 Falcons schwer, wenn die weiter gewinnen würden.
Seattles Tight End Jimmy Graham (Bild) hat sich für das Team nicht als die große Bereicherung erwiesen. Ihm fällt die Transition recht schwer. In New Orleans spielte er in einem paßorientierten Team mit einem Quarterback der fünf Schritte zurücklief und den Ball warf. Da wußte Graham genau, wann er sich nach dem Ball umzusehen hatte.
Blocken mußte Graham da äußerst selten.
Seattle ist ein lauforientiertes Team mit einem Quarterback, der hinter einer löchrigen O-Line um sein Leben läuft. Da muß Graham auch schon mal blocken, was er haßt, und wann der Ball wohin fliegt, weiß man auch nicht so genau.
Das ist zu viel Umstellung für einen Tight End, der noch nie in so einem System gespielt hat. Dennoch führt Graham die Seahawks mit 38 gefangenen Pässen für 450 Yards in beiden Kategorien an. Und das in einem Team, das mit 234 Passversuchen auf Platz 31 der 32 Teams liegt.
In der Passverteidigung folgte Richard Sherman in dieser Saison öfter dem besten Receiver des Gegners. Letztes Jahr stellte der Cornerback sich stur auf der linken Verteidigungsseite auf. In dieser Nacht wird er also hauptsächlich Larry Fitzgerald folgen, was nicht leicht sein wird. In dieser Saison fing der Star-Receiver der Cards bereits 55 Pässe für 706 Yards und 7 Touchdowns. Letztes Jahr fing er insgesamt nur 63 Pässe für 784 Yards und 2 Touchdowns.
Letztes Jahr gab es einen 19:3 Sieg der Seahawks. Hoffen wir, daß es im heutigen Sunday Night Football Spiel dann doch etwas munterer zugeht.
Zur Zeit stehen die beiden auf Platz sieben (Cardinals) und acht (Seahawks) des Power Rankings.

Machen wir mit den Top-10 gleich weiter
1. Patriots (Vorwoche 1),
2. Bengals (2),
3. Panthers (5),
4. Broncos (3),
5. Packers (4),
6. Vikings (6)
7. Cardinals (7),
8. Seahawks (9),
9. Steelers (10),
10. Eagles (-)

Nachdem sich in aufeinanderfolgenden Wochen Browns Quarterback Josh McCown und 49ers Running Back Reggie Bush auf dem Zementboden, der das Spielfeld des Edward Jones Domes in St. Louis umgibt verletzten, wollen die Verantwortlichen den Boden rutschfest machen.
In einem Fall etwas zu spät.
Reggie Bush hat die Betreiber des Stadions auf Schmerzensgeld und Verdienstausfall verklagt. Zwar bekommt er für 2015 sein volles Gehalt, aber falls er wegen der saisonbeendenden Knieverletzung nächstes Jahr nicht spielen kann, dann soll der Stadionbetreiber zahlen.
Ein Anwalt sei an ihn herangetreten und hätte ihn darauf aufmerksam gemacht, daß er diese Ansprüche geltend machen könne, sagte Bush der Presse.

„Ihr verdient besseres,“ sagte Lions Besitzerin Martha Ford zu den Fans des Teams.
In einem Brief an die Saisonkarteninhaber entschuldigte sie sich für die schlechten Leistungen in der Vergangenheit. Seit sich AFC und NFC 1970 zusammenschlossen kam Detroit zwar einige Male in die Playoffs, aber sie gewannen nur ein einziges Spiel in der Endrunde.
Martha Ford betonte, daß die Fans loyal und enthusiastisch hinter dem Team ständen. Sie schrieb weiter, daß die Fans alles für das Team getan hätten in der Vergangenheit, jetzt wäre es am Management auch mal was zu tun. Die Entlassungen in der letzten Woche wären ein erster Schritt für eine bessere Zukunft gewesen. Jetzt käme es darauf an, den richtigen Präsidenten und General Manager zu finden, die eine starke Mannschaft zusammenstellen könnten.
„Ihr verdient ein Lions Team, das ein konstanter Sieger ist und das um Meisterschaften kämpft,“ beendete sie ihren Brief.
Starke Worte. Bleibt abzuwarten, was darauf folgt?

Die Lions setzten Cornerback Rashean Mathis mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste.

Die Raiders nahmen Safety Nate Allen von der Liste der kurzzeitig verletzten Spieler. Er hatte sich im ersten Saisonspiel am Knie verletzt. Um Platz im Kader zu schaffen, feuerten sie Wide Receiver Marcus Thigpen.
Allen kann somit heute gegen die Vikings spielen.

Samstag, 14. November 2015

Kurzberichte
parisEs fällt schwer, sich heute auf Football zu konzentrieren, nach einer Nacht, in der der Islam mal wieder bewiesen hat, wie friedlich er ist.
Aber wir dürfen uns von dieser “Religion des Friedens” nicht ins Boxhorn jagen lassen. Das sieht auch die NFL so und gab bekannt, daß für die Spiele am Wochenende keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.
„Die Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien sind immer auf einem sehr hohen Standard,“ sagte Ligasprecher Brian McCarthy. Seit 2013 müssen Besucher durch Metalldetektoren gehen und dürfen keine Taschen mehr ins Stadion mitnehmen, außer kleine durchsichtige Beutel.
Nach dem 11.9.01 wurden die Sicherheitsvorkehrungen immer weiter erhöht und die bestmögliche Technik eingesetzt. Deshalb fühlt sich die NFL gut gewappnet gegen terroristische Anschläge.

Die NFL hat die Klagen der farbenblinden TV-Zuschauer vernommen und will entsprechend reagieren.
Für Normalsichtige spielten letzten Donnerstag Weihnachtselfen in rot gegen Weihnachtsbäume in grün. Für Farbenblinde spielten graue Mäuse gegen graue Mäuse auf einem grauen Untergrund.
Für nächstes Jahr wird man Tests machen, bevor man diesen farblichen Wahnsinn wieder auf die Fans losläßt. Ligasprecher Brian McCarthy sagte, daß man vor dem ersten Spiel mit den Color Rush Trikots keine Tests gemacht hätte, an denen farbenblinde Menschen beteiligt waren. Daran hätte man einfach nicht gedacht. In der Zukunft würde man solche Tests machen.
Für dieses Jahr stehen noch vier Spiele an, in denen die Spieler aussehen, als wären sie an Baumärkten vorbeigekommen, in denen die Farbkanister explodierten.
Am Donnerstag spielen die Titans in blau gegen die Jaguars in Goldfarben. Das könnte noch problematisch werden.
Die nächsten Spiele sind dann kein Problem mehr. Carolina spielt in blau gegen weiße Cowboys und dann spielt Tampa Bay in rot gegen gelb-goldene 49ers.
Nächstes Jahr wird der Color Rush bei jedem Donnerstagsspiel stattfinden. Dann aber so, daß auch Menschen mit Farbenblindheit keine Probleme haben, die Teams auseinanderzuhalten.

Anquan Boldin hat nicht vor, in den Ruhestand zu treten.
Der Vertrag des Wide Receivers bei den 49ers läuft nach der Saison aus. Wenn sie ihm keine Verlängerung anbieten, will Boldin sich nach einem anderen Team umsehen, wie er sagte.
Es ist kaum anzunehmen, daß die Niners, die sich in einem völligen Zusammen... äh... Umbruch befinden, noch Interesse an dem 35-jährigen haben.

Der Lazarettreport
Beim Spiel der Browns in Pittsburgh geht es für die Steelers weiter darum Siege für den Einzug in die Playoffs zu sammeln.
Wer bei den beiden Teams als Quarterback starten wird, steht noch nicht fest. Clevelands Josh McCown hat schmerzende Rippen, Steelers Ben Roethlisberger hat einen kaputten linken Fuß.
Bei den Browns hat Johnny Manziel viel mit der ersten Mannschaft trainiert, bei den Steelers hat Landry Jones das Gleiche getan. Dennoch hoffen beide Teams immer noch, daß die jeweilige Nr. 1 wird starten können.

Zwei Spieler mit Gehirnerschütterungen sind für das Spiel der Vikings in Oakland fraglich.
Raiders Running Back Latavius Murray wird wohl spielen können. Ob Vikings Quarterback Teddy Bridgewater antreten kann, steht noch nicht fest. Er durfte erst am Freitag wieder mit der Mannschaft trainieren.

Auf dem Verletzungsbogen der Seahawks wird Running Back Marshawn Lynch mit Bauchschmerzen als fraglich gelistet.

Beim Spiel der Lions in Green Bay ist der Einsatz des degradierten Packers Running Backs Eddie Lacy wegen Leistenproblemen fraglich.
Bei den Lions steht hinter Lions Wide Receiver Calvin Johnson mit Knöchelproblemen ein Fragezeichen.

Freitag, 13. November 2015

ryan-rex-bills2Die NFL 2015 - Woche 10 - Wenn die NFL es zu bunt treibt
Color Rush nannte die NFL diese augenzermarternde Zumutung, die sie gestern auf die Zuschauer losließ.
Diese Explosion der Farben bereitete sogar Phil Sims Kopfschmerzen, wie der Co-Kommentator Mitte des Spiels verriet.
In den USA haben sich farbenblinde TV-Zuschauer über die Auswahl der Trikotfarben beschwert. Sie konnten die Teams nicht auseinanderhalten. Rot und Grün würden für diese armen Leute beide Grau erscheinen, wie manche in den sozialen Netzwerken schrieben. Und Farbenblindheit ist recht weit verbreitet. Acht Prozent der männlichen Bevölkerung sind Farbenblind, darunter auch die ehemaligen Quarterbacks Vinny Testaverde und Roger Staubach.
Wer sich diesen Rausch der Farben antat, der wurde noch nicht mal für sein Durchhalten belohnt. Es gibt Kinder, die sind so häßlich, daß nur eine Mutter sie lieben kann. Und es gibt Spiele, die können nur Fans der beteiligten Teams gutfinden. Spannend war die Angelegenheit zwar, aber für den unparteiischen Zuschauer doch eher zäh. Fumbles, Interceptions, verpaßte vierte Versuche prägten dieses Paradebeispiel offensiver Hilflosigkeit.
Bills Head Coach Rex Ryan (Bild), für den das Spiel ja angeblich ein ganz normales war, feierte den knappen 22:17 gegen sein altes Team jedenfalls, als hätte er den Super Bowl gewonnen.
Nach dem Spiel gab Jets Head Coach Bowles bekannt, daß Quarterback Ryan Fitzpatrick sich am heutigen Freitag an seinem kaputten linken Daumen operieren läßt.
Dennoch soll er kein Spiel verpassen und gegen die Texans wieder starten.
Jets Running Back Zac Stacy mußte das Spiel mit einem gebrochenen Knöchel vorzeitig verlassen.
Die Jets und Bills haben beide 5-4 Siege auf dem Konto und sind damit gut im Wild Card Rennen. Nur die Steelers haben noch 5-4 Siege, alle anderen Teams in der AFC, außer Denver, New England und Cincinnati, haben wenigstens einen Sieg weniger.

Kurzberichte
Die Nerven liegen blank in Dallas, speziell bei Dez Bryant. Der Wide Receiver kommt mit der schlechten Situation, in der sein Team steckt, nicht klar.
Gestern hat er mehrere Reporter, die nach dem Training in die Umkleide durften, verbal zusammengestaucht. Bei der Abschrift seiner Tirade kam sehr häufig das Wort „Peep“ vor.
Auslöser soll eine rassistische Bemerkung gewesen sein, die ein Reporter gegen Wide Receiver Devin Street gemacht hat. Diese Bemerkung, die mit N anfängt und mit igger endet wurde allerdings von keinem der Anwesenden im Raum bestätigt.
Am Schluß der 10-minütigen Tirade bekam auch noch der Medienbeauftragte der Cowboys, Rich Dalrymple, sein Fett weg. Bryant forderte ihn mehrmals auf, diese Sache richtigzustellen. Der Wide Receiver meinte, daß der Medienbeauftragte sich um die falschen Leute kümmern würde.
Dann gab Bryant noch eine Zugabe, als Head Coach Jason Garrett in die Umkleide kam, um zu sehen, wer denn da so eine Stimmung verbreitete. „Dreckig, dreckig, dreckig, dreckig, dreckig, dreckig,“ rief Bryant in seine Richtung. „Sie (PEEP) dreckig, Coach! Sie sind dreckig! Sie sind dreckig! Sie alle! Und ganz besonders Du!"
Dann stürmte Bryant raus und kam mit einem Lautsprecher, aus dem laute Musik dröhnte, wieder rein.
Nach dem Vorfall twitterte er, daß er die Mediensitzung wohl gestört hätte, aber es ginge nicht, daß jemand ungestraft das „N“ Wort sagen dürfte.

Es ist das Gerücht im Umlauf, daß 49ers Linebacker Patrick Willis seinen Ruhestand nächstes Jahr unterbricht und zurückkommt.
Doch Willis dementierte dieses Gerücht sofort. Auf keinen Fall würde er aus dem Ruhestand zurückkehren, gab er bekannt.

Die Colts holten sich Quarterback Charlie Whitehurst von der Transferliste.
Der war vorgestern von den Titans auf die Liste gesetzt worden.

Don Shula drückt den Panthers die Daumen für eine 19-0 Saison.
Die Trainerlegende der Dolphins, der sein Team 1972 zu einer ungeschlagenen Saison führte, der bisher einzigen in der Geschichte der NFL, hofft, daß sein Sohn Mike, der als Offensive Coordinator in Carolina tätig ist, dieses Ziel erreicht.
Das würde ihn als Vater sehr stolz und glücklich machen, meinte Don Shula. Deshalb würde er die Panthers anfeuern.
Mike Shula macht tatsächlich einen ordentlichen Job, hat das Team doch keinen erwähnenswerten Wide Receiver zur Verfügung. Und dennoch macht die Offense bisher den zumindest einen Punkt mehr, als die Defense erlaubt.

Zur Kasse bitte
Und die NFL konnte ihre klamme Kasse wieder etwas auffüllen.
Panthers Cornerback Josh Norman mußte $5.000 zahlen, weil er die patriotische Botschaft „Stolz, Tapfer“ auf seinen Schuhen trug.

Die NFL schickte Rams Cornerback Lamarcus Joyner eine Zahlungsaufforderung über $23.152. Er attackierte Vikings Quarterback Bridgewater mit dem Helm voran, als der zum Zeichen der Aufgabe über den Boden schlitterte.
Die Gehirnerschütterung, die sich der Quarterback der Vikings dabei zuzog, ist bereits abgeklungen, und er kann am Sonntag spielen.

Donnerstag, 12. November 2015

Kurzberichte
starks-jamesDie Packers haben genug gesehen von Eddie Lacy. Der Running Back wurde zurückgestuft und James Starks (Bild) ist jetzt die Nr. 1 auf der Position.
Die Wachablösung wäre wohl auch dann erfolgt, wenn Lacy sich in der Niederlage gegen die Panthers nicht an der Leiste verletzt hätte.
Starks lief in dieser Saison 78 mal für 334 Yards und 1 Touchdown. Zusätzlich fing er 19 Pässe für 167 Yards und zwei weitere Touchdowns.
Lacy ist gar nicht so weit da hinterher mit 308 Yards aus 83 Läufen und 2 Touchdowns. 10 gefangene Pässe für 92 Yards sind auch nicht wirklich schlecht, aber er verlor in jedem der letzten drei Spiele den Ball, deshalb glaubt Head Coach McCarthy, daß Starks den Posten des Starters eher verdient, als Lacy.
Lacy verlor in seinen ersten beiden Saisons den Ball insgesamt nur vier mal.
McCarthy meinte aber auch, daß er froh ist, eine Doppelbedrohung auf der Running Back Position zu haben. Brauchen können die Packers zwei einsatzfähige Läufer, denn das Paßspiel stottert aus mehreren Gründen. Grund eins ist eine Verletzungsmisere bei den Receivern. Quarterback Aaron Rodgers gehen die Anspielstationen aus. Und Grund zwei ist, daß McCarthy die Ansage der Spielzüge an seinen Offensive Coordinator abgegeben hat. Das war nicht die beste Entscheidung, wie man immer wieder sieht.

Bob Iger versteht etwas von Unterhaltung. Er ist der Vorsitzende des Disney Konzerns, und er wurde engagiert, um den Chargers und Raiders den Weg nach Los Angeles zu ebnen.
Seine Erfahrung als Leiter des Hollywood Studios und der Vergnügungsparks soll er als Vorsitzender des Stadionprojekts der beiden Teams einbringen.
Iger vertrat die beiden Teams bereits am Mittwoch, als man mit Offiziellen der NFL über den Umzug diskutierte. Die Rams betreiben ihren eventuellen Umzug in Eigenregie und schickten einen eigenen Vertreter in die Diskussionsrunde.
Was da besprochen wurde, gelangte noch nicht an die Öffentlichkeit, aber es scheint weiteren Klärungsbedarf zu geben. Jets Besitzer Woody Johnson sagte, daß die Entscheidung über einen Umzug welcher Teams auch immer nach L.A. erst im März fallen könnte. Bisher ging man davon aus, daß die Entscheidung schon im Januar fallen würde.

Der Lazarettreport
Broncos Quarterback Peyton Manning hat eine Entzündung an einem Fuß. Inwiefern ihn das gegen die Chiefs behindern wird, bleibt abzuwarten. Starten soll er jedenfalls.

Die Jets setzten Offensive Guard Willie Colon auf die Verletztenliste und aktivierten Cornerback Dee Milliner.
Die Safeties Dion Bailey und Calvin Pryor werden heute Nacht nicht spielen können.

Die Ravens setzten Tight End Dennis Pitta auf die Verletztenliste. Ob damit nicht nur seine Saison, sondern auch seine Karriere beendet ist, wird man sehen.

Die Titans feuerten Quarterback Charlie Whitehurst.
Damit schafften sie Platz im Kader für Rookie Running Back David Cobb, der von der Bummerangliste genommen wurde. Auf dieser Liste der Verletzten, die während der Saison wieder zurückkommen können, stand er schon vor der Saison mit einer Wadenverletzung.

Chargers Wide Receiver Malcolm Floyd hat eine gerissene Pfannenlippe in einer Schulter. Von der will er sich aber nicht abhalten lassen, weiter zu spielen.
Normalerweise ist das eine saisonbeendende Verletzung, aber Floyd, der angekündigt hat, daß dies seine letzte Saison ist, will so nicht abtreten.
Zugezogen hat der 34-jährige sich die Verletzung früh in der Niederlage gegen die Bears.

Die besten Spieler der Woche 9

AFC
OFFENSE: QB MARCUS MARIOTA, TENNESSEE TITANS
28 von 39 Pässen für 371 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche in seiner Rookiesaison

DEFENSE: CB DARIUS BUTLER, INDIANAPOLIS COLTS
2 Tackles, 1 Interception
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche in seiner 7. Saison

SPECIAL TEAMS: P RYAN QUIGLEY, NEW YORK JETS
9 Punts, davon 5 innerhalb der gegnerischen 15, 4 von 4 Field Goals als Ersatzmann für den verletzten Kicker Nick Folk
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche in seiner 3. Saison

NFC
OFFENSE: QB CAM NEWTON, CAROLINA PANTHERS
15 von 30 Pässen für 297 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche in seiner 5. Saison

DEFENSE: DT LINVAL JOSEPH, MINNESOTA VIKINGS
10 Tackles, 0,5 Sacks
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche in seiner 6. Saison

SPECIAL TEAMS: K JOSH BROWN, NEW YORK GIANTS
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Dies ist seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche in seiner 13. Saison

Mittwoch, 11. November 2015

Kurzberichte
luck-andrew8Großes Pech für die Colts. Quarterback Andrew Luck (Bild) wird etwa 2 - 6 Spiele ausfallen.
Im letzten Viertel des Spiels gegen Denver verletzte sich Luck bei einem Lauf schwer. Er hat einen Riß in einer Niere und einen angerissenen Bauchmuskel.
Und das, nachdem es im ersten Spiel mit dem neuen Offensive Coordinator so gut für die Offense der Colts lief.
Dank eines brauchbaren Ersatzmanns in Matt Hasselbeck und der katastrophal schlechten AFC South könnten die Colts auch ohne Luck mit etwas Glück doch noch in die Playoffs kommen.
In dieser Woche haben sie zunächst einmal Spielfrei. Danach geht es zu den Falcons, die zwar im Playoffrennen in der NFC ganz gut mitmischen, die sich aber mal wieder im Sturzflug befinden. Dann wird es mit den Buccaneers, den Jaguars und den Texans einfacher.
Indianapolis sollte die Zeit ohne Luck also ganz gut überstehen können, selbst wenn er tatsächlich sechs Wochen ausfallen sollte.

„Abgewiesen,“ so lautete das Urteil zum Einspruch Aqib Talibs gegen seine Suspendierung für ein Spiel.
Nach Ansicht der Videobilder, die zeigten, daß der Cornerback mit voller Absicht Broncos Tight End Allen mit zwei Fingern ins rechte Auge gestochen hat, war kein anderes Urteil möglich.
Für das Spiel gegen die Chiefs ist Talib also nun ohne Bezahlung gesperrt.

Roger Staubach ist eine Legende in Dallas und für die gesamte Footballwelt.
Der Hall of Fame Quarterback der Cowboys sagte in einem Interview, daß er natürlich immer noch zu seinem Team hält, aber nicht zu Greg Hardy. „Ich feuere die Cowboys noch an,“ meinte Staubach, „Ich bin aber kein Hardy-Fan.“
Staubach kritisierte Hardys Aktionen auf dem Platz und Abseits davon. Die Entschuldigung Hardys per Twitter, hält Staubach für nicht aufrichtig. Hardy hatte dort veröffentlicht, daß er das, was in der Vergangenheit passierte, bedauere.
In der Tat sollte eine aufrichtige Aufarbeitung eines schweren Verbrechens etwas anders klingen.

Die NFL suspendierte Joseph Randle für vier Spiele, weil er gegen die Benimmregeln der Liga verstoßen hat.
Die Cowboys hatten den Running Back letzte Woche entlassen. Ob er in dieser Saison noch ein neues Team findet, ist fraglich.

„Etwas Respektlos,“ findet Jets Safety Calvin Pryor die Tatsache, daß Bills Head Coach Rex Ryan IK Enemkpali zu einem Teamcaptain gemacht hat.
Enemkpali hatte Jets Quarterback Geno Smith im Streit um $600 geliehene Dollar den Unterkiefer gebrochen. Der Linebacker war danach von den Jets gefeuert und sofort von den Bills verpflichtet worden.
In der Folge wurde Ryan Fitzpatrick zum Starter der Jets und etwas besseres hätte dem Team nicht passieren können.
Geno Smith hatte zu der Personalie kaum etwas zu sagen. Wer bei den Bills Teamcaptain wäre, würde ihn nicht interessieren, meinte er. Und überhaupt hätte er Enemkpali verziehen.
Pryor wurde von Reportern gefragt, was er denn sonst so von Rex Ryan hält? „Guter Chef der Defense, einen guten Sinn für Humor, lustig, netter Kerl,“ antwortete er.
Und auf die Frage, wie gut Ryan denn als Head Coach wäre, antwortete Pryor diplomatisch: „Kein Kommentar.“
Am Donnerstag kommen der ehemalige Head Coach Ryan und der Kieferbrecher mit den Bills nach New Jersey um dort gegen ihr altes Team zu spielen. Für Zündstoff ist also gesorgt.

Die Jets setzten Kicker Nick Folk auf die Verletztenliste.
Als Ersatz verpflichteten sie Ex-Texans Kicker Randy Bullock.

Steelers Quarterback Ben Roethlisberger glaubt nicht, daß er am Sonntag nicht gegen die Browns wird spielen können.
Gegen die Raiders letzten Sonntag verstauchte er sich den linken Mittelfuß.
Zunächst hieß es, daß er wenigstens ein Spiel aussetzen müßte, doch davon ist Big Ben nicht überzeugt.

„Na ja, was kann man von einem Defensive Coordinator erwarten, der den Bountygate-Skandal auslöste?“ meinte Vikings Head Coach Mike Zimmer in Richtung Rams Defensive Coordinator Gregg Williams.
Zimmer war sehr erbost über einen schlimmen, überharten, illegalen Angriff auf seinen Quarterback. Teddy Bridgewater war selber gelaufen und sah Cornerback Lamarcus Joyner auf sich zukommen. Bridgewater schlitterte mit den Füßen voran, um zu zeigen, daß er sich aufgibt. Dennoch stürzte Joyner sich mit dem Helm voran auf den am Boden liegenden Quarterback und traf ihn hart am Helm. Bridgewater mußte mit einer Gehirnerschütterung das Spiel verlassen.
Joyner kassierte eine Strafe wegen übertriebener Härte.
Und eine Zahlungsaufforderung von der Liga wird wohl auch noch kommen.
Und solch einen dreckigen Angriff lernt man nun mal von Williams, ist Zimmer überzeugt.

Die 49ers feuerten Running Back Pierre Thomas und verpflichteten Travaris Cadet als Ersatz.

Dienstag, 10. November 2015

Kurzberichte
Talib-Aqip-denverAqib Talib (Bild) ist gut bedient, da er für seinen feigen Angriff auf Dwayne Allen mit nur einem Spiel Sperre davonkommt.
Der Cornerback der Broncos stach dem Tight End der Colts mit voller Absicht mit zwei Fingern durch das Gesichtsgitter ins rechte Auge.
Abgesehen davon, daß er für diese Attacke vom Platz hätte gestellt werden müssen, stellt er sich jetzt auch noch hin und gibt das Opfer.
Nein, natürlich hätte er Allen nicht absichtlich ins Auge gestochen. Und natürlich hätte der Tight End nachher theatralisch den sterbenden Schwan gespielt.
Deshalb hat Talib auch sofort Einspruch gegen die Suspendierung eingelegt.
Die wird hoffentlich abgewiesen. Abgesehen von den $351.102, die Talib durch die Sperre verlorengehen, wird die Liga wohl zusätzlich noch eine Geldstrafe verhängen.
Broncos Head Coach Gary Kubiak steht natürlich hinter seinem Spieler: „Ich bin überzeugt, daß Talib niemandem absichtlich ins Auge gestochen hat.“
Nun, vielleicht sollte er sich das Video der Szene ansehen und dann zu der Überzeugung kommen, daß er Blödsinn redet!

Ja was denn nun?
Rex Ryan betonte, daß das Spiel gegen die Jets am Donnerstag für ihn nur ein anderes Spiel ist.
Kann man das dem Head Coach der Bills glauben, der vorher so lange Head Coach der Jets war?
Kaum!
Denn als kleines Schmankerl hat sich Ryan den Scherz erlaubt, Linebacker IK Enemkpali zum Teamcaptain zu machen.
Den Mann also, der von den Jets gefeuert wurde, weil er Quarterback Geno Smith den Kiefer gebrochen hatte.
Neeeiiin, für Rex Ryan ist das Spiel in New York nichts besonderes, neeeiiin!

Wes Welker hat wieder einen Job.
Der Wide Receiver war arbeitslos, seit er seinen Vertrag mit Denver wegen einiger Gehirnerschütterungen aufgelöst hatte.
Die Rams gaben dem 34-jährigen am Montag einen Job, nachdem ihr Wide Receiver Stedman Bailey wegen der Einnahme verbotener Substanzen für vier Spiele gesperrt wurde.
Bailey fing 2015 12 Pässe für 182 Yards, und das dürfte Welker auch schaffen.
Vielleicht kann er dem Paßangriff der Rams sogar helfen, mit seiner unbestreitbaren Erfahrung?
Mit 177 Passyards pro Spiel liegen die Rams tot am Boden der NFL Teams.

Jason Pierre-Paul ist zufrieden mit seiner Vorstellung im Sieg gegen die Buccaneers.
Der Defensive End der Giants stand zum ersten Mal, seit er sich bei einem Feuerwerksunfall an der rechten Hand verletzte, wieder auf dem Platz.
Die Hand, an der der Zeigefinger amputiert werden mußte, war unglaublich dick umwickelt. Doch Probleme hätte er damit nicht gehabt, sagte der Paß Rusher.
Etwas rostig wäre er gewesen, meinte JPP, aber im Ganzen wäre sein Comeback gelungen.

49ers Head Coach Tomsula scheint gefallen zu haben, was er in dem „überzeugenden“ 17:16 Sieg seines Teams gegen Atlanta gesehen hat.
Er gab bekannt, daß Quarterback Blaine Gabbert auch nach der Freiwoche wieder an Stelle von Kaepernick starten wird.

Wird Sean Payton auch 2016 noch Head Coach der Saints sein?
Das liegt ganz allein bei ihm. Die Teamführung gab Payton die Erlaubnis, sich nach einem neuen Arbeitgeber umzusehen.
Das klingt ganz so, als wollte man ihn loswerden.

Die Saints verpflichteten Quarterback Matt Flynn
Ihr Ersatz- Quarterback Luke McCown muß am Rücken operiert werden, und für ihn ist die Saison beendet.

Der Lazarettreport
Die Eagles setzten Rookie Linebacker Jordan Hicks mit einem gerissenen Brustmuskel auf die Verletztenliste.

Einen Brustmuskelriss zog sich auch Jonathan Hankins zu.
Für den Defensive Lineman der Giants ist die Saison auch beendet.

Die Colts haben Henry Anderson für den Rest der Saison verloren.
Der Defensive End hat sich gegen die Broncos einen Kreuzbandriß zugezogen.

Einen Kreuzbandriß zog sich auch Patriots Running Back Dion Lewis zu. Für ihn ist die Saison beendet.

In der Niederlage gegen die Bears im Monday Night Spiel verloren die Chargers auch einige Spieler.
Wide Receiver Malcolm Floyd erwischte es an der Schulter. Die Cornerbacks Jason Verrett und Patrick Robinson schieden mit einer Leisten- bzw. Nackenverletzung aus.

Die Jets müssen etwa sechs Wochen auf Kicker Nick Folk verzichten, der eine Quadrizepsverletzung hat.

Die Broncos könnten einen Monat lang auf DeMarcus Ware verzichten müssen.
Der Linebacker hat eine Rückenverletzung, die ihn seit längerem beeinträchtigt, und die sich am Sonntag gegen die Colts verschlimmerte.

Montag, 9. November 2015

Die NFL 2015 - Woche 9 - Minus drei Yards.
luck-andrew10Irgendwie glaubte man sich im falschen Film. Die Fohlen waren es, die über die Wildpferde hinwegdonnerten.
Gerade mal eine Woche hatte die Offense der Colts Zeit, sich von dem gefeuerten Offensive Coordinator Pep Hamilton auf den neuen Mann Rob Chudzinski einzustellen. Und der war in der Lage seinen Mannschaftsteil perfekt auf die bis dahin beste Defense der Liga einzustellen.
Klang es vor dem Spiel noch wie ein schlechter Witz, als man sagte, daß in diesem Spiel zwei Tabellenführer aufeinandertreffen, Denver ungeschlagen, Indianapolis mit 3-5 Siegen, hörte das Gelächter sehr schnell auf.
Chudzinski hat wohl eine Menge mehr Ahnung von seinem Job, als der gefeuerte Hamilton, und so brachte er mehr Pep in die Offense.
Andrew Luck (Bild) fand seine Receiver besser und die Laufwege für Gore und Bradshaw wurden hervorragend freigeblockt.
So ging man denn beinahe mit einer 17:0 Führung gegen die beste Defense der Liga in die Pause, wäre da nicht ein Puntreturn der Broncos gewesen, der ihnen in letzter Sekunde noch sieben Punkte brachte.
Die Offense der Broncos hatte bis dahin nicht wirklich gut gegen die bisher sehr marode Defense der Colts ausgesehen, gerade so, als hätte die Entlassung Hamiltons auch die Verteidigung beflügelt.
Die Colts spielten tatsächlich wie ein Tabellenführer, und wenn das kein Strohfeuer war, könnten sie die schwache AFC South weiter dominieren und auch noch mal gegen ein Team von „Außerhalb“ gewinnen.
Colts Quarterback Andrew Luck warf 36 Pässe von denen 21 ankamen für 252 Yards, 2 Touchdowns ohne Interception.
Broncos Quarterback Peyton Manning warf 36 Pässe von denen 21 ankamen für 281 Yards, 2 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Damit fehlten Manning am Ende drei Yards und ein Sieg, um an Brett Favre vorbeizuziehen. Favre hält noch eine Woche den NFL Rekord mit 71.838 Paßyards und Manning und Favre haben beide 186 Spiele als Starter gewonnen.
Die drei Yards wird Manning wohl gegen Chiefs nächste Woche holen. Auf Sieg Nr. 187 würde ich nicht viel Geld setzen.
Wie im lustigen Kinderreim der 10 kleinen Negerlein verabschiedeten die Broncos sich gegen die Colts aus der Gruppe der ungeschlagenen.
Obwohl Denver in der zweiten Halbzeit eine Aufholjagd gelang, gewann Indianapolis knapp und völlig verdient mit 27:24.
Indi hat nun mit 4-5 Siegen wieder die alleinige Tabellenführung in der Division.
Denver führt mit 7-1 weiter ungefährdet die AFC West an.

Weiter ungeschlagen blieben die Carolina Panthers.
Die Packers boten in der ersten Halbzeit ein Bild des Grauens und die Defense war nicht Ansatzweise in der Lage, die Offense der Panthers zu stoppen.
Auf der anderen Seite brachten Quarterback Aaron Rodgers und die Offense nichts positives Zustande.
Dadurch ging Carolina mit einer hohen 27:7 Führung in die Halbzeit.
Nach der Pause lief es für die Packers besser, aber zu wenig, zu spät. Carolina führte bereits mit 37:14.
Dieser Rückstand führte dazu, daß die Kollegen in Green Bays Verteidigung so gar nicht über die Leistungen von Ha Ha Clinton-Dix lachen konnten, und an der Seitenauslinie kam es zu einer Schubserei zwischen Ha Ha und Julius Peppers, die B.J. Raji mit einem sehr kräftigen Schubser gegen Clinton-Dix entschieden beendete.
Zwar kam Green Bay noch auf 29:37 heran, aber im entscheidenden vierten Versuch kurz vor Spielende an der Vier Carolinas stand Rodgers so stark unter Druck, daß er den Ball in die Arme von Linebacker Thomas Davis warf.
Die Panthers retteten somit ihren knappen 37:29 Vorsprung und bleiben weiter das einzige ungeschlagene Team der NFC.
Nächste Woche geht es zu den Titans. Die Siegesserie wird also eher nicht abreißen.
Die Packers müssen in der NFC North höllisch aufpassen, denn mit 6-2 Siegen stehen sie nicht mehr alleine an der Tabellenspitze.
Heimlich, still und leise haben die Minnesota Vikings wie ein fleißiges Eichhörnchen Sieg um Sieg gehamstert und stehen auch mit 6-2 Siegen da.
Chicago mit momentan 2-5 Siegen und Detroit mit 1-7 sind keine Gefahr für die beiden, die wohl den Divisionssieger unter sich ausmachen.

Das mit den 10 kleinen Negerlein trifft auch auf die gesunden Spieler der Patriots zu.
Nach und nach fallen Spieler aus, und gestern mußten Tight Ends als Linespieler eingesetzt werden, damit überhaupt noch so etwas wie ein Offensive Line auf den Platz geschickt werden konnte.
Offensive Tackle Sebastian Vollmer, der schon vor Wochen von der rechten Seite auf die linke gewechselt war, weil dort kein brauchbarer Mann mehr zur Verfügung stand, schied mit einer Kopfverletzung aus.
Auch Running Back Dion Lewis mußte vorzeitig vom Platz mit einer Knieverletzung.
Gegen die Redskins reichte es dennoch zu einem nie gefährdeten 27:10 Erfolg und damit dem Verbleib in der Gruppe der Ungeschlagenen. Der gehören jetzt nur noch New England, Carolina und Cincinnati an.

Das wohl beste Spiel des Tages lieferten sich die Raiders und Steelers.
Beide Teams kämpfen um eine Wild Card und Oakland wollte da ein Wort mitreden.
So kam es zu einer wilden Schießerei in Pittsburgh, die ein prominentes Opfer forderte.
Steelers Quarterback Ben Roethlisberger verletzte sich im letzten Viertel beim Stand von 35:28 für Pittsburgh am linken Mittelfuß und wurde ins Krankenhaus gebracht. Er wird einige Wochen ausfallen.
Roethlisberger wurde von Landry Jones ersetzt, der Pittsburgh noch zu einem knappen 38:35 Sieg führen konnte.
Oakland steht mit 4-4 Siegen auf Platz zwei der AFC West, während die Steelers mit 5-4 Siegen versuchen, im Wild Card Rennen zu bleiben. Die ungeschlagenen Bengals werden sie nicht mehr einholen, aber so ein wenig müssen sie darauf achten, daß die 2-6 Ravens und die 2-7 Browns...
Ach Quatsch!

Eine Gruppe, die ähnlich mies ist, wie die AFC South, ist die NFC East.
Hier blieben die Giants mit einem nie gefährdeten 32:18 in Tampa Bay auf Platz eins.
Die Eagles schlugen das Team, das Greg Hardy verpflichtete knapp mit 33:27 nach Verlängerung und halten mit 4-4 Siegen Kontakt zu New York.
Dallas und die Redskins mit 3-5 bzw. 2-6 sind in dieser Gruppe aber noch nicht abgeschlagen.

So langsam können die Saints sich ihre Playoffhoffnungen irgendwohin stecken.
Nachdem sie bereits Zuhause gegen die Punktelieferanten aus Tampa Bay mit ihrem Rookie Quarterback verloren, verloren sie gestern gegen die Punktelieferanten aus Tennessee mit ihrem Rookie Quarterback.
Punktelieferanten und Rookie Quarterbacks sind nicht so das Ding für New Orleans.
Gestern nahem die Titans einen 34:28 Sieg nach Verlängerung mit nach Hause.
Die Saints stehen in der NFC South mit 4-5 hinter Atlanta mit 6-3 und den 8-0 Panthers.

Der Lazarettreport
Broncos Linebacker DeMarcus Ware, Rücken.
Colts Safety Mike Adams, Knöchel.
Colts Defensive End Henry Anderson, Knie.

Vikings Quarterback Teddy Bridgewater und Cornerback Terrence Newman, Gehirnerschütterung.
Vikings Linebacker Audi Cole, gebrochener Knöchel.

Jets Center Nick Mangold, Nacken.
Jets Cornerback Antonio Cromartie, Oberschenkel.
Jets Kicker Nick Folk, Quadrizeps.

Packers Running Back Eddie Lacey, Leiste.
Packers Cornerback Casey Hayward, Gehirnerschütterung.

Raiders Running Back Latavius Murray, Gehirnerschütterung.

In der Niederlage gegen die 49ers zog sich Falcons Defensive End Tyson Jackson eine Rippenverletzung zu.

Buccaneers Safety Bradley McDougald, Gehirnerschütterung.

Cowboys Linebacker Sean Lee, Gehirnerschütterung.
Sein Ersatzmann Anthony Hitchens, Knöchel.

Die Bills setzten Wide Receiver Percy Harvin mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Samstag, 7. November 2015

Kurzberichte
goodell-rogerDie NFL gerät, erneut, unter Druck und das, erneut, zu Recht.
Auf einer Deadspin genannten Internetseite sind Bilder aufgetaucht, die von Greg Hardys Opfer am Tag nachdem sie von ihm verprügelt wurde gemacht wurden.
Hier kann man die Bilder sehen, aber Vorsicht, sie sind nichts für zarte Gemüter.
Jetzt ist die NFL, also Roger Goodell (Bild), in Zugzwang. Cowboys Besitzer Jerry Jones hat den Frauenschläger sofort wieder in Schutz genommen. Von dort ist also keine menschlich, moralisch korrekte Handlung zu erwarten. Jones geht Erfolg vor Moral.
Bleibt Roger Goodell. Er muß handeln, und die Betonung liegt auf MUSS.
Wenn all die Beteuerungen, gegen solche Widerlinge mit aller Kraft vorzugehen keine Lippenbekenntnisse sein sollen, muß der Vorsitzende der NFL Hardy aus der Liga entfernen. Alle gerichtlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben könnten, akzeptierend.
Es kann nicht sein, daß jemand, der angeblich die Integrität des Spiels verletzt haben soll von der NFL durch die Gerichte gejagt wird, und solch ein Krimineller wie Hardy, der eine Frau schwer verletzt hat, in Friede, Freude, Eierkuchen Manier einfach weiterspielt.
Hat die Liga ihre harte Gangart, die sie nach Ray Rice an den Tag gelegt hat, schon wieder aufgegeben?
Das darf nicht sein.
Solange so ein Verbrecher wie Hardy weiterspielt, ist es Goodell, der die Integrität des Spiels nicht nur verletzt, sondern zerstört.

Bleiben wir in Dallas.
Safety Jeff Heath hatte mit einem harten Hit Seahawks Wide Receiver Ricardo Lockette ins Krankenhaus gebracht.
Nach genauerer Ansicht kam die NFL zu der Überzeugung, daß der Angriff legal war und Heath keine Strafe zahlen muß, auch wenn er dafür auf dem Feld eine 15 Yards Strafe kassierte.
Zahlen muß allerdings Seahawks Defensive End Michael Bennet. Er ist mit $20.000 für einen späten Angriff auf Quarterback Matt Cassel dabei.

Und es gab weitere Strafen:
Bengals Safety George Iloka, $23.152 für einen Helm zu Helm Angriff gegen Steelers Tight End Heath Miller.
Raiders Linebacker Ray-Ray Armstrong, $17.363 für einen Angriff in den Magen von Jets Quarterback Geno Smith.
Cardinals Linebacker Kevin Minter, $8.681 für einen zu harten Angriff auf Browns Quarterback Josh McCown.
Saints Cornerback Brandon Browner, $8.681 für einen Hit gegen Giants Receiver Rueben Randle außerhalb des Spielfelds.
Giants Defensive Tackle Jonathan Hankins, $8.681 für einen Angriff mit der Schulter voran gegen Saints Running Back Mark Ingram.

„Wir stehen mit den Colts auf Platz eins,“ antwortete Texans Besitzer Bob McNair auf die Frage, ob er sich wegen des schlechten Saisonverlaufs Sorgen mache?
Nun, da hat der gute Mann recht. Platz 1 ist Platz 1 auch mit 3-5 Siegen.
„Wir wußten, daß wir keine High-Power-Offense haben,“ fuhr er fort. Allerdings wäre er negativ überrascht, daß die Defense die in sie gesteckten Erwartungen nicht annähernd erfüllt. Die hatte McNair in den Top fünf erwartet. Tatsächlich findet man sie erst auf Platz 15.
Aber, wie sagte McNair so treffend, Hauptsache Platz eins.

Der Lazarettreport
Giants Cornerback Prince Amukamara (Brust), Linebacker Jon Beason (Knie, Knöchel), Wide Receiver Victor Cruz (Wade) und Tight End Larry Donnell (Nacken) fallen gegen die Buccaneers aus.
Bei den Bucs fallen Wide Receiver Vincent Jackson (Knie), Defensive End Jacquies Smith (Knöchel) und Safety Major Wright (Oberschenkel) aus.

Bei den 49ers fallen die Running Backs Carlos Hyde und Mike Davis mit Verletzungen aus.

Auch bezahlter Patriotismus ist Patriotismus
Die NFL ehrt mal wieder all die tapferen US-amerikanischen Krieger und Kriegerinnen, die all überall auf der Welt für Recht, Ordnung, Demokratie und vor Allem Öl kämpfen.
Die Headsets der Trainer wechselten nach dem Brustkrebsbewußtseinsmonat die Farbe von Schwuchtelrosa zu Tarnfarbengraugrün.
Und das bezahlt der Steuerzahler der USA, denn das Kriegsministerium läßt sich die Bejubelung ihrer tapferer Kämpfer durch die Sportligen jedes Jahr etwa $6,8 Millionen kosten.
Das haben die US-Senatoren Jeff Flake und John McCain herausgefunden und in einem Bericht veröffentlicht.
Diese $6,8 Millionen fließen an die NFL, NHL, MLS und MLB. Dafür ehren die Teams dieser Ligen Soldaten und Soldatinnen immer wieder mal vor den Spielen und in den Halbzeitpausen.
Insgesamt sollen die Ausgaben für den bezahlten Patriotismus sogar $10,5 Millionen betragen, anderweitige Werbeaufträge mitgerechnet.
NFL Commissioner Roger Goodell zeigte sich von dem Bericht überrascht und sagte dazu, daß die Liga jeden Cent, der für bezahlten Patriotismus in die Kassen der NFL gelangte, zurückzahlen würde.
Nun, er sagte auch, daß die Liga gegen Frauenschläger härter vorgehen würde.
Er sagt viel, wenn der Tag lang ist.

Freitag, 6. November 2015

Kurzberichte
stafford-matthewDie Detroit Lions misten aus. Nachdem sie letzte Woche Offensive Coordinator Joe Lombardi, Enkel der Trainerlegende Vince, und zwei weitere Mitglieder der des offensiven Trainerstabs gefeuert hatten, ging es gestern weiter.
General Manager Martin Mayhew und Präsident Tom Lewand wurden vor die Tür gesetzt.
Head Coach Jim Caldwell wurde versichert, daß sein Job sicher wäre. Stellt sich die Frage: „Wie lange?“
Gerüchte gibt es auch um Matthew Stafford (Bild). Der Quarterback war einer der letzten seiner Art, der noch von den ungedeckelten Rookiegehältern profitieren konnte. So bekam er noch bevor er auch nur einen Paß in der NFL geworfen hatte, einen Vertrag über $78 Millionen, der ihm $50 Millionen garantierte. Dieser Wahnsinn hat ja mittlerweile ein Ende gefunden, und auch Quarterbacks müssen erst mal zeigen, was sie in der Profiliga wert sind.
Zugegeben gehört Stafford zu den nur vier Quarterbacks, die in einer Saison Pässe für über 5.000 Yards warfen und er brauchte nur 71 Spiele um über 20.000 Passyards zu kommen, so wenige wie kein anderer, aber...
Die Unbeständigkeit, ja zeitweise Hilflosigkeit Staffords ist manchmal nicht zu ertragen. Deshalb hört man, daß zur Zeit auch Staffords Zukunft in Detroit bald Vergangenheit sein könnte. Nach dieser Saison ist die Garantiesumme an ihn ausgezahlt, und Detroit kann ihn feuern ohne große finanzielle Einbußen hinzunehmen.
Viel verlieren würden die Lions nicht. Stafford steht auf Platz 24 der Quarterbacks mit 84,1 Wertungspunkten. 13 Touchdowns stehen 11 Interceptions gegenüber. Das Team hat 1-7 Siege.
Da ist es fast sicher, daß der Quarterback nächstes Jahr woanders spielt, wenn überhaupt.
Doch ab und zu, wenn die Besitzerfamilie Ford die Firma Ford mal wieder von einer Pleite in eine etwas sicherere Zeit geführt hat, kümmert man sich um das teure Hobby, die Lions. Momentan sind dann, nach langen Jahren der Untätigkeit, mal wieder Bewegungen im Footballteam angesagt.
Ob das Großreinemachen etwas bringt, wird man erst sehen, wenn die neuen Besen anfangen zu kehren. Bis dahin bleiben die Lions ein zahnloser Bettvorleger.

Im Donnerstagsspiel gab es zwar zunächst einen Schock, aber keine Überraschung.
Der Schock kam, als ich das Spiel startete und jemand etwas in Deutsch verzapfte. Doch Gott sei Dank, die zweite Tonoption war auch noch da. Zwar kam während des Spiels auch da mal der Deutsche Ton, doch Gott sei Dank nur kurz.
Dabei war das Spiel in der ersten Halbzeit tatsächlich annähernd unterhaltsam. Johnny Manziel zeigte, daß aus ihm irgendwann mal ein mittelmäßiger Quarterback werden könnte.
Doch in der zweiten Halbzeit spielten nur noch die Bengals und die Browns kamen mit einer 10:31 Niederlage sehr gut weg.
Die Bengals haben jetzt 8-0 Siege. Nächste Woche kommen die Texans in den Dschungel. Die unglaubliche Siegesserie wird also weitergehen.
Cleveland kann sich mit 2-7 Siegen schon mal einen guten Collegespieler aussuchen, den sie dann sehr früh einberufen können. Einen guten Collegespieler, nicht so einen wie Manziel.

DeMarco Murray kommt wieder nach Dallas.
Der Running Back reist mit seinem neuen Team, den Eagles, zum Sunday Night Football Spiel an.
Sein Wechsel nach Philadelphia war eine klassische Lose, Lose Situation. Die Eagles wissen ihn nicht richtig einzusetzen, Dallas hat keinen adäquaten Ersatz für ihn gefunden.
Der Wechsel wurde von Dallas initiiert, die dem besten Running Back der Saison 2014 keine für ihn angemessene Gehaltserhöhung zahlen wollten. Eine Folge des völlig überzogenen Gehalts für Quarterback Tony Romo. Die $21 Millionen Garantiesumme, die Philadelphia zu zahlen bereit war, toppte die Summe von $12 Millionen der Cowboys doch deutlich. Und Murray bekommt sie, obwohl er nicht annähernd die Yards erläuft, die er in Dallas erzielte.
Ob er am Sonntag gegen sein altes Team mit einer Portion Extramotivation aufläuft, kann man annehmen. Bleibt noch das Problem, daß seine Vorderleute ihm den Weg freiblocken müssen. Mal sehen, wie das gelöst wird.

Seahawks Wide Receiver Ricardo Lockette konnte das Krankenhaus verlassen.
Erst am Montag wurde er an einem Band und einer Scheibe im Nacken operiert.
Bleibt zu hoffen, daß er bald wieder genesen ist.

Die Steelers haben Dri Archer gefeuert. Der Running Back wurde nur selten eingesetzt und erfüllte die Hoffnungen nicht, die Pittsburgh in ihn hatte.
Seinen Platz im Kader nimmt Jacoby Jones ein, den die Chargers in dieser Woche rauswarfen.

Donnerstag, 5. November 2015

Kurzberichte
davis-vernon4„Ich muß mich jetzt erst mal dran gewöhnen, wieder zu gewinnen,“ sagte Vernon Davis (Bild) nach seinem Wechsel von den 49ers zu den Broncos.
Im weiteren Verlauf seines Antrittsinterviews in Denver ließ der Tight End durchklingen, daß er vom Quarterback- Fegefeuer in den Quarterback Himmel aufgestiegen sei, wenn er das natürlich auch etwas diplomatischer formulierte. Aber so konnte es verstanden werden.
Er hätte schon davon geträumt mit Peyton Manning zusammen zu spielen, seit er das College verlassen hat, meinte Davis, der seit 10 Jahren in der NFL spielt.
Es wäre hart gewesen, in einem Team zu spielen, das nicht alles hätte, was man braucht.
Das hat er ja nun in Denver. Die Mischung aus Kubiaks und Mannings Offense scheint in Fahrt zu kommen, und letzten Sonntag rollte sie ohne zu stottern über die Packers. Das hatte so keiner erwartet.
Am Mittwoch Nachmittag hat Davis bereits zum ersten Mal mit Manning trainiert. Am Sonntag kommt es zum Familientreffen. Kubiak sagte, daß Vernon Davis bereits gegen die Colts spielen wird. Da kann er sich gegenüber seinem Bruder aufstellen, Vonte Davis, Cornerback der Colts.
Welchen Einfluß er dann schon auf die Offense der Broncos nehmen kann, wird man sehen. Vielleicht entdeckt man, woran der Niedergang seiner Leistungen gelegen hat? 2013 fing er 18 Touchdownpässe, dieses Jahr fing er überhaupt erst 18 Pässe. Lag es an ihm, oder am Quarterback der 49ers?
Wir werden es erleben.

Die Colts versprechen sich von ihrem neuen Offensive Coordinator Rob Chudzinski, daß er die Offense schon vor dem letzten Viertel eines Spiels ans Laufen bringt.
Zu oft in dieser Saison hat der Angriff der Colts zu spät in die Gänge gefunden. Bestes Beispiel war das Monday Night Spiel gegen die Panthers. Hätte die Offense da das ganze Spiel über so dominant agiert, wie im letzten Viertel, hätte man Carolina locker aus den Rängen der Ungeschlagenen kicken können.
Die Offense der Colts erzielt 21,6 Punkte pro Spiel und steht damit auf Rang 20 in der Liga. Mit 352 Yards pro Spiel liegen sie auf Platz 16. Doch zu viel davon kam bisher erst spät in den Spielen zustande.
Das soll sich ändern.
Ob das aber schon am Sonntag gelingt, wenn es gegen die beste Defense der Liga geht, das ist eher nicht anzunehmen.
Denvers Verteidigung erlaubte letzte Woche Aaron Rodgers nur 77 Yards und 10 Punkte.

Kein Schwein rief ihn an, keine Sau interessierte sich für ihn, und so fand der von den Cowboys gefeuerte Running Back Joseph Randle keinen neuen Arbeitgeber in der NFL.
Und das, obwohl viele Teams Not leiden auf dieser Position. Vielleicht warten die Teams erst mal ab, ob und wie lange Randall suspendiert wird?
Er ist erst 23 und ein brauchbarer Running Back. Da sollte sich noch was ergeben.
Neben Darren McFadden haben die Cowboys noch Christine Michael und Rod Smith, von denen noch niemand etwas gehört hat. Um den Club der Namenlosen aufzupolstern verpflichteten die Cowboys gestern Trey Williams, der im Trainingsteam der Redskins sein Dasein fristete.
Das Laufspiel der Cowboys liegt also wohl komplett in den Beinen des verletzungsanfälligen McFadden.
Am Mittwoch trainierte Quarterback Tony Romo wieder mit und warf ein paar Pässe. Nach den Regeln der NFL darf er aber frühestens in Woche 12 wieder spielen, da geht es dann gegen Miami.

Die Jets gaben bekannt, daß sie mit Quarterback Ryan Fitzpatrick starten werden.
Fitzpatrick hat eine Verletzung am linken Daumen, der nach der Saison operiert werden soll. Sein Ersatzmann Geno Smith hat eine geprellte Schulter hat aber auch am Mittwoch mit dem Team trainiert.

„Es gibt nichts,das ich nicht tun kann,“ meinte Jason Pierre-Paul auf die Frage, ob er einsatzbereit wäre.
Der Defensive End der Giants hat am Mittwoch mit dem Team trainiert und soll gegen die Buccaneers eingesetzt werden.
JPP sprengte sich bei einem Feuerwerksunfall zum 4. Juli den Zeigefinger der rechten Hand weg, ist aber körperlich in Topform, wie man von den Giants hört.
Für den Defensive End ist jeder Einsatz wichtig. Er hat letzte Woche einen leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben, der ihm 2015 $8,7 Millionen einbringen kann. Dafür aber muß er spielen, und das wird er vielleicht schon am Sonntag.

Die Lions setzten Linebacker DeAndre Levy mit einer Hüftverletzung auf die Verletztenliste.

Um den verletzten Steve Smith zu ersetzen verpflichteten die Ravens Wide Receiver Joe Morgan.
Der sah 2012 als Rookie bei den Saints vielversprechend aus, konnte nach einer Knieoperation 2013 aber nicht mehr zu dieser Form auflaufen.

Am Dienstag verstarb Fred McNeil.
Der ehemalige Linebacker der Minnesota Vikings kam mit dem Team zweimal in den Super Bowl.
McNeil litt an einer unheilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems und an Demenz.
Er wurde nur 63 Jahre alt.

Die besten Spieler der Woche 8

AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS
26 von 38 Pässen für 356 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 25. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE DEREK WOLFE, DENVER BRONCOS
7 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K JUSTIN TUCKER, BALTIMORE RAVENS
5 von 5 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Dies ist seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
39 von 50 Pässen für 505 Yards, 7 Touchdowns
Dies ist seine 22. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB KWON ALEXANDER, TAMPA BAY BUCCANEERS
11 Tackles, 1 Interception, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR MARCUS SHERELS, MINNESOTA VIKINGS
77 Puntreturnyards, darunter 1 Puntreturn zum Touchdown über 65 Yards
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 4. November 2015

Kurzberichte
Whisenhunt-ken-cardinalsDas war ein sehr geschäftiger Tag in der NFL gestern. Es wurde geheuert und gefeuert getauscht und gehandelt.
Steigen wir ein in die Achterbahn der Gefühle.
Die Tennessee Titans feuerten Head Coach Ken Whisenhunt (Bild). Er brachte es in seinen 1 ½ Saisons dort auf eine Bilanz von 3-20 Siegen. Sein Start in die Saison 2015 mit 1-6 Siegen waren der Grund, aber nicht der Auslöser. Es wird vermutet, daß er gefeuert wurde, weil er Quarterback Marcus Mariota verheizt hat.
Der Rookie wurde in der ersten Halbzeit im Spiel gegen Miami unfair attackiert und von Dolphins End Olivier Vernon in Höhe der Knie getroffen. Dabei verletzte sich Mariota, aber Whisenhunt ließ ihn weiterspielen, obwohl Mariota sichtlich humpelte. Auch nachdem Vernon ihn erneut illegal attackierte ließ der Head Coach den Rookie im Spiel. Erst in den letzten zwei Spielminuten, beim Stand von 38:10 für Miami, nahm Whisenhunt Mariota aus dem Spiel.
Das war am 18. Oktober und Mariota hat seitdem nicht mehr gespielt.
Whisenhunt hat die Verletzung Mariotas verschlimmert, weil er ihn nicht auswechselte. Und die Gesundheit des „Franchise-Players“ mit vollem Wissen zu riskieren, da kann man mal bei den Redskins nachfragen, ob das gutgeht?
Dazu die lausige Bilanz Whisenhunts, der zuvor schon bei den Cardinals gezeigt hat, daß er es nicht kann, und da war die Entlassung überfällig.
Mike Mularkey übernimmt das Team als Interimstrainer. Wie Dan Campbell, der Interimstrainer der Dolphins, war auch Mularkey zuvor Tight End Trainer.

Bewegung auch in Indianapolis. Nein, weder der besonders unfähige General Manager Ryan Grigson noch Head Coach Chuck Pagano wurden gefeuert, sondern Offensive Coordinator Pep Hamilton.
Er wird von Rob Chudzinski ersetzt, dem Mann, den Pagano von Anfang an in dieser Position haben wollte. Aber wohl genau deshalb hatte Grigson ihn nicht gewollt. Er setzte auf Hamilton. Der ließ das Team laufen, wenn es hätte passen sollen, und sagte Paßspielzüge an, wenn ein Lauf angebracht gewesen wäre.
In jeder anderen Division wäre die Saison der Colts mit 3-5 Siegen aussichtslos, doch in der erbärmlichen AFC South stehen sie damit an der Tabellenspitze.
Und damit ist auch das nächste Spiel in Indianapolis ein Spiel zweier Tabellenführer, wenn Peyton Manning mit den ungeschlagenen Broncos durch das Stadion galoppiert.
Und da wird man deutlich sehen können, wer die Wildpferde und wer die Fohlen sind.

Die Cowboys feuerten Running Back Joseph Randle.
Als Grund gaben sie an, daß Randle zu viele negative Schlagzeilen außerhalb des Platzes produziert. Zudem droht dem Running Back eine Suspendierung durch die NFL.
Aber Greg Hardy geben die Cowboys einen langfristigen Vertrag.
Ja, ne, ist klar.

Die 49ers verpflichteten Running Back Pierre Thomas.
San Francisco verlor nacheinander die Running Backs Reggie Bush und Carlos Hyde mit Verletzungen. Zudem feuerten sie Jarryd Hayne, den sie mittlerweile wieder für die Trainingsmannschaft verpflichteten.
Thomas kann nicht nur laufen, sondern kann auch gut fangen.

Die NFL bleibt in Europa. Und Europa ist für die NFL London.
Allerdings spielt man nicht mehr nur im Wembley Stadion sondern auch in Twickenham.
Auch das Stadion dort soll über 80.000 Zuschauer fassen und wird als „Rugby-Tempel“ bezeichnet.
Der Vertrag beginnt 2016.
2018, wenn das Stadion der Tottenham Hotspurs NFL tauglich ist, werden auch dort Spiele ausgetragen.
Damit hat man in London mittlerweile drei Austragungsorte. Mexico City ist auch fast fest eingeplant. Ob da überhaupt noch ein Brotkrumen für Deutschland übrig bleibt?
Und nein, Vorbereitungsspiele wollen wir nicht.

Der Lazarettreport
Dieses Mal steht wohl fest, daß Johnny Manziel sich nicht umsonst auf einen Start vorbereitet.
Browns Quarterback Josh McCown hat eine schmerzhafte Rippenverletzung und kann nicht richtig atmen und schlafen. Da das Spiel gegen die Bengals bereits am Donnerstag ist, reicht die Zeit nicht die Verletzung auszukurieren.

Die Verletzung von Keenan Allen war schlimmer, als zunächst angenommen.
Die Chargers setzten den Wide Receiver mit einer Nierenverletzung auf die Verletztenliste. Er zog sich bei einem spektakulären Touchdowncatch einen Riß in einer Niere zu und muß operiert werden.

Die Buccaneers setzten Defensive Tackle Clinton McDonald mit einer Brustverletzung auf die Verletztenliste.

Das mußte ja mal passieren. Besonders bei einigen Stadien hier in Deutschland bin ich über die Maßen erstaunt, daß noch nichts Schlimmeres passiert ist.
Die Rams haben jetzt den Salat. In den letzten zwei Wochen verletzten sich zwei Spieler der Gastmannschaften, weil sie auf dem Steinboden, der um das Grasfeld angelegt ist, mit ihren Stollenschuhen ausrutschten und unglücklich hinfielen.
Auch in einigen deutschen Fußballstadien gibt es diese irrsinnigen Pflastersteinumrandungen um die Felder, auf denen man sich auf das Tollste verletzen kann.
In St. Louis erwischte es Browns Quarterback Josh McCown an einer Schulter, als er aus dem Feld lief, auf dem Steinboden nicht bremsen konnte, und in die Begrenzungsmauer krachte.
Letzten Sonntag erwischte es 49ers Running Back Reggie Bush, der ausrutschte und mit den Füßen voran in die Begrenzungsmauer krachte. Er zog sich eine saisonbeendende Knieverletzung zu.
Die Liga untersucht die Vorfälle.

Hier gibt es die Top 10 der NFL Teams zur Halbzeit der Saison

2015 Power Rankings: Halbzeit der Saison

PLATZ

TEAM

TREND

1

Patriots
7-0


Letzte Woche: 1

2

Broncos
7-0


Letzte Woche: 4

3

Bengals
7-0


Letzte Woche: 3

4

Packers
6-1


Letzte Woche: 2

5

Panthers
7-0


Letzte Woche: 5

6

Cardinals
6-2


Letzte Woche: 6

7

Falcons
6-2


Letzte Woche: 7

8

Seahawks
4-4


Letzte Woche: 9

9

Raiders
4-3


Letzte Woche: 16

10

Rams
4-3


Letzte Woche: 12

Dienstag, 3. November 2015

Die NFL 2015 - Woche 8 - Monday Night Football Tristeste
KUECHLY-LUKEVon der Petze zum Täter?
Wie bekannt wurde fälschen die Indianapolis Colts seit Wochen ihre Verletzungsbögen. General Manager Ryan Grigson, der Deflategate aufblies, steht jetzt selber im Verdacht die Integrität des Spiel verletzt zu haben. Er blickt Ripgate entgegen, denn seit Wochen soll Quarterback Andrew Luck mit einigen angeknacksten Rippen spielen. Diese Verletzung wurde aber nie in den Reporten aufgeführt. Da war immer nur von einer Schulterverletzung die Rede. Zugezogen haben soll Luck sich die Verletzung in Woche drei gegen die Titans, demselben Spiel, in dem er sich an der Schulter verletzte.
Luck gab Reportern gegenüber an, daß er angewiesen wurde, nicht über seine Rippen zu reden. Er sagte vor dem Spiel gegen Carolina, daß er keinerlei Behinderung spüre.
Die Liga untersucht die Sache, die von NBC aufgebracht wurde.
Doch kommen wir zum Spiel aus dieser Nacht.
Ich muß da mal ganz tief in die Sprüchekiste greifen und sagen: „Was hat denn dieses Team getan? Ich habe nichts an ihm gefunden, das eine 7-0 Bilanz verdient.“
Und doch stehen die Carolina Panthers mit 7-0 Siegen da.
Das Spiel, das von ESPN als Spitzentreffen zweier Tabellenführer angepriesen wurde, damit überhaupt jemand einschaltet, gehörte in den Abfluß, in den auch der strömende Regen abfloß, der nicht aufhören wollte. Und so brachten Gruden und Tirico auch immer wieder den Regen als Entschuldigung für die vielen Fehler, Strafen und furchtbaren Spielzüge an.
Beide Quarterbacks hatten ihre Probleme. Andrew Luck lieferte eine weitere unterirdische Vorstellung ab mit 23 von 47 für 231 Yards, 2 Touchdowns und 3 Interceptions.
Cam Newton brachte es auf 16 von 35 für 248 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.
Zusammen hatten die beiden 16 Paßyards im ersten Viertel.
Doch, wie auch letzte Woche, ein Spiel dauert 60 Minuten und ist nicht Zuende, bevor es Zuende ist.
Die Panthers Offense konnte nicht die nötigen Punkte sammeln, die es gebraucht hätte um sich von den unsäglichen Colts abzusetzen.
10 Minuten vor Spielende führte Carolina völlig verdient mit 23:6.
Doch da wachten die Colts auf und zeigten, was sie hätten erreichen können, wenn sie das ganze Spiel über so konzentriert und gut gespielt hätten, wie jetzt, wo es fast schon zu spät war.
Es war genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich den Daumen auf dem Ausknopf der Fernbedienung hatte, als die Colts ihre Serie an der eigenen 14 begannen, und die mit einem Touchdownpass von Luck auf Johnson über 18 Yards endete. Der Anschluß zum 23:13 war geschafft.
Die Panthers Offense kam nur von der eigenen 20 an die 25 und mußte punten. Indianapolis kam an der eigenen 43 zum ersten Spielzug und auch diese Serie endete mit einem Touchdownpass. Luck traf Fleener aus acht Yards. 23:20 nur noch für Carolina.
Dank eines verschossenen Extrapunktversuchs von Panthers Kicker Gano brauchten die Colts nur noch ein Field Goal zum Ausgleich.
Und wieder konnte Carolinas Angriff den Ball nicht nach vorne bewegen. Von der eigenen 20 kamen sie nur an die 27. Dabei stellten sie sich so ungeschickt an, daß sie Indianapolis noch vor der Zweiminutenwarnung wieder in Ballbesitz brachten.
Und das rächte sich.
Indianapolis kickte sich zum Ausgleich und in die Verlängerung.
Hier hatten sie zuerst den Ball, kamen aber nur zu einem Field Goal.
Ballbesitz Carolina an der eigenen 20. Ein tiefer Paß einige Spielzüge später von Cam Newton auf Tedd Ginn jr. hätte alles klarmachen können. Der präzise Paß segelte passgenau in die Arme von Ginn, der freie Bahn in die Endzone... gehabt hätte, denn er konnte den Ball nicht sichern.
Etwas später gab es dann den 26:26 Ausgleich durch ein Field Goal von Gano.
Indianapolis hätte jetzt mit einem weiteren Field Goal den Sieg sichern können. Doch ein Paß von Luck über die Mitte auf Fleener wurde von Safety Roman Harper abgewehrt und landete in den Armen des mal wieder besten Panthers, Luke Kuechly (Bild).
Damit kamen die Panthers an der 39 der Colts in Ballbesitz und vier Spielzüge später gab es den Siegtreffer zum 29:26 aus 52 Yards von Panthers Kicker Graham Gano.
Carolina schaffte es, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen und ungeschlagen zu bleiben.
Doch so, wie sie in dieser Nacht spielten und trotzdem gewannen, können sie nächste Woche gegen die Packers nicht auf einen Sieg hoffen. Es ist erstaunlich, daß die NFL dieses Spiel nicht von 19 Uhr auf den prominenteren 22:25 Platz verschoben hat.
Die Colts stehen jetzt mit der erbärmlichen Bilanz von 3-5 Siegen punktgleich mit den Texans an der Spitze der AFC South.

Kurzberichte
Die 49ers haben die Saison abgeschrieben.
Gestern gaben sie Tight End Vernon Davis an die Denver Broncos ab, und sie setzten Quarterback Colin Kaepernick auf die Bank. Blaine Gabbert wird die Offense gegen Atlanta anführen.
Mit Pro Bowler Davis fehlt ihm auf jeden Fall eine nicht unwichtige Anspielstation.
Denver tauschte seinen sechsten Platz in der nächsten Draft mit dem siebten der 49ers. Zusätzlich erhielten die Niners Denvers Wahlmöglichkeit in Runde sechs der Draft 2017.

Spieletausch in Woche 11.
Das Spiel der Bengals in Arizona wurde zum NBC Sunday Night Spiel befördert.
Kansas City spielt um 22:05 Uhr gegen die Chargers auf CBS.
Das Spiel der Packers in Minnesota wird um 22:25 Uhr von FOX übertragen.
In Woche 10 bleibt das Spiel der Bears in St. Louis auf dem 19 Uhr Platz wird aber nicht von FOX sondern von CBS übertragen.

Der Lazarettreport
Die Steelers setzten LeVeon Bell auf die Verletztenliste. Damit ist die Saison für einen der besten Running Backs der Liga beendet.

Die Seahawks setzten Ricardo Lockette mit einer Nackenverletzung, die operiert werden muß, auf die Verletztenliste.
Damit ist die Saison für den Wide Receiver beendet.

Die Chargers müssen einige Zeit auf Keenan Allen verzichten. Der Wide Receiver verletzte sich gegen die Ravens an einer Niere.

Die Jets Quarterbacks Fitzpatrick und Smith könnten beide nächsten Sonntag wieder einsatzbereit sein.
Fitzpatrick ist am linken Daumen verletzt und muß „irgendwann“ operiert werden. Geno Smith hat Schulter.

Die Broncos setzten Rookie Left Tackle Ty Sambrailo auf die Verletztenliste.
Seine Schulterverletzung, die er sich am 27.9. gegen die Lions zuzog, will nicht verheilen.

Die Saints setzten Running Back Khiry Robinson mit einem gebrochenen Schienbein auf die Verletztenliste.

Montag, 2. November 2015

Die NFL 2015 - Woche 8 - Es kann nur eine geben
elway-kubiakDie Mannschaft des Tages, ach was, des Jahres ist Denver. Wie sie die Packers aus dem Stadion prügelten, das war schon sehr eindrucksvoll.
John Elway (rechts) erinnerte sich, wie er damals im hohen Alter als Quarterback zwei Super Bowls mit Denver gewann, Laufspiel!
Wie bei Peyton Manning heute, ließ auch sein Wurfarm damals nach.
Und so gab er die Devise an seinen einstmaligen Ersatzmann und heutigen Head Coach Gary Kubiak (links) aus, Laufspiel.
Und so setzten die Broncos gestern verstärkt auf, Laufspiel.
Green Bays Defense konnte sich nicht nur darauf konzentrieren, Mannings Paßspiel zu stoppen, sondern sie mußten auch ein ernsthaftes Laufspiel beachten. Das machte die Räume für Pässe frei und Mannings Arm wurde nicht so sehr belastet, und er brachte auf die Tour auch mal einige tiefe Pässe an. Vor allem die Kombination 18 und 88, also Manning zu Thomas, funktioniert wieder. Thomas fing acht Pässe für 168 Yards.
Dabei muß man berücksichtigen, daß die Packers früh zwei wichtige Cornerbacks verloren. Sowohl Sam Shields als auch Quinten Rollins fielen mit Schulterverletzungen aus. Da ist es schwer, einen Manning in gewohnter Form zu stoppen.
Ganz anders Aaron Rodgers. Er stand unter einem ungeheuren Dauerdruck der zur Zeit besten Defense der Liga und er fand kein Mittel dagegen. Er wurde zwar nur dreimal gesackt, aber bei nahezu jedem Passversuch war ein Verteidiger der Broncos an ihm. Auch an seinen Receivern klebte ständig ein Verteidiger. Dadurch mußte er lange suchen, ob nicht doch jemand freisteht, und diese Zeit nutzen die Verteidiger, um an ihn heranzukommen.
So kam eine für ihn und seine Offense sehr untypische Bilanz zustande: 14 von 22 für 77 Yards, 0 Touchdowns. 77 Yards markieren den Tiefstwert für Rodger in einem Spiel, das er nicht verletzungsbedingt vorzeitig beendete.
Auch Manning blieb ohne Touchdownpass, allerdings bei einer „leicht“ besseren Bilanz: 21 von 29 für 340 Yards, bei 1 Interception.
Kein Touchdownpass also für Manning, aber drei durch, Laufspiel.
C.J. Anderson holte 101 Yards und 1 Touchdown mit 14 Läufen. Ronnie Hillman lief 19 mal für 60 Yards und erzielte zwei Touchdowns.
Daß das Spiel nur 29:10 zugunsten der Broncos endete, schmeichelt den Packers, die mit 500:140 Yards überrannt wurden.
Die Defense der Packers war zu schwach für Denvers Angriff und Green Bays Offense war viel zu schwach für Denvers Defense. Und Defense gewinnt Meisterschaften. Diese Defense, gepaart mit der gekonnten Mischung aus Pass- und Laufspiel die Peyton Manning entlastet, kann die Broncos sehr weit traben lassen.
Es war schon sehr eindrucksvoll, wie sie Green Bay abgepackt haben.
Wut war wohl der Antrieb Denvers. Wie Cornerback Chris Harris nach dem Spiel sagte, hätte es das Team wütend gemacht, daß sie im eigenen Stadion als Außenseiter gehandelt wurden.
Damit schieden die Packers aus dem Club der ungeschlagenen Teams aus und haben 6-1 Siege, während Denver mit 7-0 weiter marschiert.
In der Halbzeitpause wurde Broncos-Besitzer Pat Bowlen in den Ring der Ehre der Broncos aufgenommen.

So viel zum Spiel des Tages, das vor dem Spieltag Spiel des Tages war.
Kommen wir zu dem Spiel, das wirklich das Spiel des Tages wurde, Giants at Saints.
Wer es nicht gesehen hat und keinen Gamepass hat, der sollte sich das Probeabo des Gamepass besorgen, sich das Spiel ansehen und dann sofort das Abo kündigen, damit es nicht weiterläuft.
Wer es nicht gesehen hat, kann es nicht glauben. Und wer gesehen hat, glaubt es auch nicht.
Beide Teams erzielten sieben Touchdowns... jedes... nicht zusammen.
Giants Quarterback Eli Manning warf sechs Touchdownpässe, Drew Brees sieben für die Saints. Damit reiht er sich in die Reihe der NFL Rekordhalter wie Peyton Manning und Nick Foles ein, die auch sieben Touchdownpässe in einem Spiel warfen.
Ein Touchdown der Giants wurde von der Defense erzielt (ja beide Teams hatten Verteidiger auf dem Platz) nachdem Wide Receiver Willie Snead beim Versuch einen Paß zu fangen umgenietet wurde und Cornerback Trumaine McBride den Ball abfing und über 63 Yards in die Saints Endzone trug.
Damit gingen die Giants mit 49:42 in Führung, nachdem sie kurz zuvor noch mit zwei Touchdowns zurückgelegen hatten.
Doch 36 Sekunden vor Spielende beendete New Orleans einen 80 Yards-Marsch über das Feld mit dem siebten Touchdownpass von Drew Brees. 49:49.
Die Giants wollten wohl nicht in die Verlängerung und bewiesen erneut schlechtes Zeitmanagement. Als sie den Ball zu den Saints punteten, standen noch 20 Sekunden auf der Uhr.
Marcus Murphy nahm den Ball auf, und verlor ihn etwa an der Mittellinie. Willie Snead konnte ihn erobern. Ein Griff von Giants Punter Brad Wing in das Gesichtsgitter von Snead brachte eine 15 Yards Strafe.
Das führte dazu, daß Saints Kicker Forbath eine Chance bekam, aus 50 Yards das Spiel zu gewinnen.
Und er traf.
So entschied ein Kicker diese wilde Schlacht mit dem einzigen Field Goal des Spiels. Saints 52, Giants 49.
Die Giants stehen aber weiter an der Spitze der NFC East, mit 4-4 Siegen, da Dallas erwartungsgemäß gegen die Seahawks verlor.
New Orleans hat auch 4-4 Siege, steht aber in der NFC South nur auf Platz drei. Dennoch sind sie weiter im Rennen um eine Wild Card.
13 Touchdownpässe in einem Spiel (wenn man die Interception mitzählen würde, 14) ist neuer NFL Rekord. Der bisherige Rekord von 12 Touchdownpässen in einem Spiel stammt aus dem Jahr 1969, als auch die Saints und damals die St. Louis Cardinals für ein wildes Spiel sorgten. Beide Teams hatten sechs Touchdownpässe und New Orleans gewann 51:42.
Die 101 Punkte gestern sind die dritthöchste Punktausbeute in der Geschichte der Liga.
Drew Brees hat jetzt 10 mal fünf oder mehr Touchdownpässe in einem Spiel geworfen, ein Spiel mehr als Peyton Manning.

Eine Freikarte in die Playoffs werden die Bengals wohl nicht brauchen. Sie blieben auch in Pittsburgh ungeschlagen.
Die Steelers werden aber Gott und die Welt nicht mehr verstehen, denn sie bekamen zwar Quarterback Ben Roethlisberger nach einer Knieverletzung endlich wieder, verloren aber das Spiel und Running Back LeVeon Bell.
Er zog sich eine Knieverletzung zu, und mußte vorzeitig vom Platz.
Wie schwer die Verletzung ist, soll eine Untersuchung heute ergeben, aber wenn man auf Saisonbeendend tippt, könnte man richtig liegen. Es wurde von einem Innenbandriß und anderer gerissener Bänder und Sehnen im Knie gemunkelt.
Zwei Interceptions von Ben Roethlisberger im letzten Viertel sorgten dafür, daß die Bengals mit 16:10 gewannen und mit 7-0 dastehen.
Pittsburgh bleibt mit 4-4 im Playoffrennen.

Im Playoffrennen bleiben auch die Falcons.
Sie verloren allerdings gegen die (und ich schreibe das jetzt ganz langsam, damit es jeder versteht) Tampa Bay Buccaneers und zwar IN Atlanta.
Zwar brauchte Tampa die Verlängerung um die Falcons zu schlagen, aber eine Niederlage ist eine Niederlage.
Aber auch nach dem 23:20 Sieg ist Tampa Bay mit 3-4 Siegen weiter Tabellenletzter in der NFC South.
Atlanta hat nun 6-2 Siege und muß hoffen, daß die Colts in dieser Nacht den Panthers die erste Niederlage zufügen.
Nein, ich habe nichts eingeworfen!

Der Lazarettreport
Ein horrendes Karriereende gab es für Steve Smith. Der Wide Receiver spielte einen großen Teil seiner Karriere für Carolina.
Gestern zog der heutige Ravens Receiver sich eine gerissene Achillessehne zu.
Damit ist die Saison für ihn beendet. Da er davon sprach, nach der Saison aufzuhören, ist es wohl auch das Ende seiner Karriere.
Bei den Chargers fielen in ihrer Niederlage gegen Baltimore Wide Receiver Keenan Allen (Krämpfe), Left Tackle King Dunlap (Knöchel), Defensive End Corey Liuget (Fuß), Tight End Ladarius Green (Knöchel) und Guard Chris Watt (Schulter) aus.

Und weiter geht's mit Bears Running Back Matt Forte, Knie.

Lions Wide Receiver Calvin Johnson, Knöchel.

Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick, linke Hand.
Jets Quarterback Geno Smith, linke Schulter.

49ers Running Back Reggie Bush, Kreuzbandriß.

Saints Running Back Khiry Robinson, Bein.

Giants Tight End Larry Donnell, Nacken.

Seahawks Wide Receiver Ricardo Lockette, Gehirnerschütterung.

Sonntag, 1. November 2015

Kurzberichte
lions-chiefsLeute, wie die Zeit verfliegt. Heute ist schon Halbzeit der Saison 2015.
Das erste Spiel beginnt heute um 15:30 Uhr und bietet mit den Lions und den Chiefs zwei Teams, die man so schlecht nicht erwartet hatte. Vor der Saison sah es so aus, als ob die Londoner in den Genuß zweier Playoffaspiranten kämen. Heute treten jedoch zwei Loser an, die sich um einen guten Platz in der Draft streiten.
Die Lions haben 1-6 Siege, Kansas City 2-5, und die Zuschauer in London haben die verlängerte-Rücken-Karte.
Aber schon letzte Wochen haben zwei Loser ein ansehnliches Spiel geliefert, das könnte heute auch wieder der Fall sein.
Hoffen wir das Beste.

In Woche acht sind noch immer fünf Teams ungeschlagen. Seit die AFL und die NFL sich 1970 zusammengeschlossen haben gab es zu diesem Zeitpunkt der Saison höchstens 2 7-0 Teams. In dieser Saison könnten es vier sein.
Die Broncos oder die Packers, es kann halt nur einen geben, die Bengals und die Panthers. Die Patriots haben ihren siebten Sieg bereits am Donnerstag eingefahren.

Beim Spiel der Houston Texans (2-5) gegen die Tennessee Titans (1-5) treten zwei grottenschlechte Teams gegeneinander an. Und dennoch geht es in der AFC South, der schlechtesten Division, die es jemals in der NFL gab, um den Spitzenplatz.
Indianapolis führt die Gruppe mit 3-4 Siegen an, wird aber gegen die Panthers verlieren. Deshalb kann Houston mit einem Sieg mit den Colts gleichziehen. Die Titans blieben mit einem Sieg im Rennen um den Divisionstitel.
Erbärmlich.

Woche acht und das Spiel der Chargers (2-5) gegen die Ravens (1-6) ist ein Loser Bowl?
Un... fass... bar...!
Aber auch wenn man sich zehnmal verwundert die Augen reibt, es ist so.
Was nutzt es da, daß Chargers Quarterback Philip Rivers mit 2.452 Passyards an der Spitze aller NFL Quarterbacks steht?
Peyton Manning hat mit 1.524 Yards knapp 900 Yards weniger, steht mit seinen Broncos aber ungeschlagen auf Platz eins der AFC West und ist damit von den Chargers praktisch nicht mehr einzuholen.
Auch für eine Wild Card dürfte es für San Diego nicht reichen, selbst wenn sie heute den Todesvögeln die Federn ausrupfen.

Die 49ers feuerten Jarryd Hayne.
Obwohl es eine Zeitlang so aussah, als ob der ehemalige Rugbystar aus Australien es als Running Back in der NFL schaffen könnte, endete dieser Traum am Samstag.
Für ihn wurde Kendall Gaskins aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader befördert.

Die Bengals holten Vontaze Burfict von der PUP Liste.
Der Linebacker hat sich von seiner Gelenkknorpeloperation im Knie erholt und könnte heute bereits gegen die Steelers eingesetzt werden.

Und nicht vergessen, nachdem die lieben Kleinen in den USA es eine Stunde länger hell hatten, um ihre Süßigkeiten zu erpressen, haben auch die Amerikaner die Uhren umgestellt. Damit fangen die frühen Spiele wieder um 19 Uhr unserer Zeit an.

Samstag, 31. Oktober 2015

Kurzberichte
manning-rodgersDaß so spät in der Saison zwei ungeschlagene Teams gegeneinander spielen ist ungewöhnlich. Daß dieses Spiel dann vor der Saison auch noch als Sunday Night Spiel angesetzt wurde, ein Glückstreffer.
So wird die Welt erleben können, ob die Defense der Broncos dem Angriff der Packers standhält, und ob die Offense der Broncos gegen die Defense der Packers mal etwas positives zustande bringen kann?
Peyton Manning (l) und Aaron Rodgers (r) repräsentieren die Creme der NFL Quarterbacks, oder?
Aaron Rodgers ja, Peyton Manning nicht mehr so wirklich. Dennoch heißt es von den Packers, daß sie ihre Defense auf den „alten“ Manning vorbereiten. Nicht den alten Mann, der er heute ist, sondern den Manning, der er noch vor zwei Jahren war, als er die Rekordbücher der NFL neu schrieb.
Manning ist in seiner 18. Saison, Rodgers erst in der 11. Beide wollen einen zweiten Super Bowl Ring. Und beide treffen erst zum zweiten Mal aufeinander. Das erste Spiel gewannen die Packers 2008 mit 34:14 gegen die Colts.
Manning braucht noch einen Sieg, um Brett Favre einzuholen. Der hat 186 Siege als Starter auf dem Konto. Noch in dieser Saison also wird der Quarterback der Broncos Favre überholen, so viel ist sicher. Ob er bereits am Sonntag Favre wird einholen können, das ist nicht sicher.
Eher nächste Woche, wenn Manning in sein altes Wohnzimmer zurückkehrt. Dann spielt Denver gegen ein Indianapolis-Team, das in dieser Saison ein willkommener Punktelieferant ist.
Bis Woche 12 folgen dann schlagbare Gegner, bevor es dann, wieder in einem Sunday Night Spiel, in Denver zu Brady-Manning Bowl 17 kommt.
Doch am kommenden Sonntag werden zunächst die Einschaltquoten von NBC durch die Decke schießen, wenn zwei 6-0 Teams in einem vorgezogenen Super Bowl aufeinanderteffen.

Die Amerikaner lieben ihre Fantasyligen. FanDuel macht es möglich, daß Fantasyspieler täglich gegeneinander antreten können.
Eine 16 Millionen Dollar teure Werbekampagne sorgt seit Beginn der NFL Saison dafür, daß man keine NFL Vorschau ansehen kann, ohne massiv von dieser Werbung bombardiert zu werden.
Die NFL sieht den täglichen Fantasyligen sehr skeptisch auf die Finger. In einigen Staaten erwägt man, diese Ligen nicht mehr zu erlauben, da sie gegen das Glücksspielgesetz verstoßen.
Einige Mitarbeiter der Firma nehmen selber an den Ligen teil. Deshalb steht die Firma im Verdacht, daß man mit Insiderwissen Abzocke betreibt.
Und ein NFL Spieler möchte von den Millionen, die diese Firma täglich einnimmt, etwas abhaben.
Redskins Wide Receiver Pierre Garcons Name wird in den Werbefilmen oft zitiert und er erscheint oft im Bild. In einem 28-minütigen Informationsfilm 53 mal.
Deshalb verklagte Garcon FanDuel, damit der Gebrauch seines Namens angemessen entlohnt wird. Er hat jeden Spieler eingeladen, sich seiner Klage anzuschließen, dessen Name auch unentgeltlich benutzt wird.
FanDuel sieht der Klage gelassen entgegen, wie es aus der Firmenzentrale heißt. Ob sie deshalb so sicher sind, weil sie im Stadion der Redskins eine „FanDuel Lounge“ besitzen?
DraftKing, der Konkurrent von FanDuel, hat einen Vertrag mit der Spielergewerkschaft, der es der Firma erlaubt, die Namen der Spieler zu benutzen, FanDuel nicht.
Es ist anzunehmen, daß sich einige andere Spieler Pierre Garcons Klage anschließen werden. Es geht um sehr viel Geld.

Vor über einer Woche wurde Bears Nose Tackle Jeremiah Ratliff von den Bears gefeuert.
Wie die Polizei am Freitag bekanntgab, wurde sie deshalb zu Hilfe gerufen, weil Ratliff Drohungen ausgestoßen hatte und das Gelände des Teams nur unter Zwang verlassen hat. Dabei soll er gerufen haben, daß er „jeden hier killen will“.
Im Polizeibericht steht, daß Ratliff sehr wütend und irrational war. Die Bears zeigten den Nose Tackle jedoch nicht an.
Der Agent von Ratliff sagte dazu, daß sein Klient keine Erinnerung daran hat, daß er irgend etwas davon getan oder gesagt hat, was im Polizeibericht steht.

Die Cowboys haben Running Back Joseph Randle für das Spiel gegen Seattle deaktiviert. Er müsse persönliche Dinge klären, heißt es.

Der Lazarettreport
Die 49ers werden ohne Running Back Carlos Hyde gegen die Rams antreten müssen. Er hat eine Fußverletzung.

Jets Center Nick Mangold wird gegen die Raiders als zweifelhaft gelistet. Er zog sich gegen die Patriots eine Nackenverletzung zu.
Safety Calvin Pryor, die Wide Receiver Devin Smith und Chris Owusu, und Running Back Bilal Powell können nicht spielen. Wideout Eric Decker, Cornerback Buster Skrine Und Guard Willie Colon sind fraglich.

Titans Rookie Quarterback Marcus Mariota kann mit seinem verletzten Knie nicht gegen die Texans spielen.
Auch Cornerback Perrish Cox und Wide Receiver Harry Douglas fallen verletzt aus.

Die Chargers müssen auf Safety Eric Weddle und Linebacker Manti Te`o verzichten.

Ben Roethlisberger könnte für die Steelers gegen die Bengals antreten, doch einige andere Spieler werden nicht mitspielen können. Defensive End Stephon Tuitt (Knie), Safety Will Allen (Knöchel), Ersatz- Quarterback Michael Vick (Oberschenkel) und Linebacker Terence Garvin (Knie) fallen aus.

Die Broncos werden ohne Linebacker Shane Ray gegen Green Bay antreten müssen. Er hat eine Knieverletzung.

Die Cowboys rechnen damit, daß Quarterback Tony Romo nächste Woche wieder mit dem Team trainieren kann.
Er wirft bereits jetzt Pässe und hat keine großen Probleme. Sein gebrochenes Schlüsselbein scheint gut verheilt zu sein.

Es war klar, aber so ein bißchen Hoffnung hat man ja immer. Umsonst, die Dolphins verloren ihren besten Verteidiger Defensive End Cameron Wake mit einer gerissenen Achillessehne für den Rest der Saison.

Freitag, 30. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 8 - Flipper, ertränkt!
belichick-bill12Noch ist Flipper nicht so weit. Noch kann der Delphin den Patriots nicht das Wasser reichen. Zugegeben haben die beiden überzeugenden Siege in den beiden Wochen seit Dan Campbell das Team leitet Dolphins-Fans etwas optimistisch gestimmt, ABER... Die Gegner waren die Titans und die Texans, also zwei Teams, die eher zum Bodensatz der Liga gehören.
Um oben mitzumischen, da fehlt es dann doch noch, wie die gut geölte Football-Maschine aus New England gnadenlos aufwies.
Miami hat jetzt eine Menge Zeit, Erfahrung zu sammeln, und zu enträtseln, wie man die Patriots stoppen kann und selber zu Punkten kommt. Erst am letzten Spieltag steht das Rückspiel in Miami an.
Für die Patriots dürfte es da schon um nichts mehr gehen. Wenn sie weiter so unglaublich effektiv spielen wie bisher, dann müßten sie drei, vier Wochen vor Saisonende die Playoffs sicher haben.
Gestern kamen sie zunächst zu ihrem siebten Sieg im siebten Spiel. Die Defense ließ Miamis Offense keine Chance und New Englands Offense, tja, die ist nicht von dieser Welt.
Patriots-Hasser werden jetzt wieder nach Gründen suchen, warum man das Team nicht stoppen kann, aber wo auch immer sie suchen, sie werden bei Tom Brady und Bill Belichick (Bild) landen. Es kann sein, daß diese beiden Meister des Spiels es tatsächlich auch ohne zu betrügen schaffen, die Gegner korrekt zu analysieren, zu sezieren und auf dem Platz dann zu zerstören.
Tom Brady warf 38 Pässe von denen 26 ankamen für 356 Yards und 4 Touchdowns.
Ryan Tannehill, der in den letzten beiden Spielen gegen die erwähnten leichten Gegner mit 25 vervollständigten Pässen in Folge einen neuen NFL Rekord aufstellte, wurde wieder auf Normalmaß zurechtgestutzt. Seine Bilanz lautet 28 von 44 für 300 Yards, 0 Touchdowns, 2 Interceptions.
New England setzte auch wieder auf das Laufspiel, das sie gegen die Jets völlig ignorierten. So kam LeGarrette Blount mit 17 Läufen auf 72 Yards.
Und die Defense ist auch in der Lage, jeden Gegner zu stoppen. Sie sackte Ryan Tannehill fünf Mal. Miamis Defense kam nur auf zwei Sacks, keiner davon von Ndamukong Suh. Der hat weiterhin zwei Sacks, also $50.000.000 pro Sack. Cameron Wake, der einen der Sacks erzielen konnte, mußte das Spiel später mit einer Verletzung der Achillessehne verlassen. Wenn sie gerissen ist, ist Wakes Saison beendet. Ein herber Schlag für die Dolphins.
Miami hat 3-4 Siege, ist aber in der AFC damit noch sicher im Rennen um eine Wild Card. Nächste Woche geht es zu den Bills. Daß die zu schlagen sind, haben die Jaguars ja in London bewiesen.
Die Playoffs dürften New England mit einer 7-0 Bilanz schon sicher sein.

Kurzberichte
Deflategate sitzt tief.
In der Halbzeitpause des Spiels gegen Miami ehrten die Patriots einige verdiente Spieler, die ihren Ruhestand genießen. Darunter war auch Willie McGinest. Der Linebacker hatte einen tollen Moment in einem Spiel 2003 gegen die Colts. Er stoppte Running Back Edgerrin James bei einem vierten und Goal, der Indianapolis den Sieg gebracht hätte. Das veranlaßte Patriots-Besitzer Robert Kraft gestern zu dem Spruch: „Es gibt nichts zufriedenstellenderes, als den Colts eine Niederlage aufzusatteln.“
Das saß.

Erwarten die Cowboys eine Suspendierung ihres Running Backs Joseph Randle?
Der bekam einen Brief von der Liga. Darin wurde er darüber informiert, daß man einen Vorfall untersucht, an dem Randle zwischen den Saisons beteiligt war.
Es geht um Marihuana und darum, daß Randle die Mutter seines Sohnes mit einer Schußwaffe bedrohte.
Nettes Team, das die Cowboys sich da zusammengestellt haben.
Head Coach Jason Garrett konnte nicht sagen, ob der Running Back im weiteren Saisonverlauf eingeplant werden kann.
Für das nächste Spiel hatte Dallas sich eh schon für Darren McFadden als Starter entschieden. Der ist erstaunlicherweise noch ohne Verletzung, was bei ihm schon fast einem Wunder gleichkommt.
Gegen die Giants lief er 29 mal für 152 Yards.

Wie man aus der Ligazentrale hört, wird Johnny Manziel ohne Strafe durch die Liga davonkommen.
Am Mittwoch wurde der Quarterback der Browns von einem Sicherheitsmitarbeiter der NFL verhört. Das Gespräch verlief also anscheinend positiv für Manziel, der seine Freundin geschlagen und bedroht hatte.
Zur Zeit bereitet er sich darauf vor, den an der Schulter verletzten Josh McCown zu ersetzen.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Mit KODI in den Footballhimmel
kodi31Auf der Seite www.http://kodi.tv/ wartet der Footballhimmel auf uns Fans.
Wenn man dieses Programm runterlädt und installiert, dann kann der ruckelgeplagte Windows-Nutzer endlich den NFL Gamepass nutzen, ohne Augenflimmern zu bekommen.
Die NFL ist nicht in der Lage eine Gamepass-App die unter Windoof funktioniert, zu erstellen, und die Flash-Übertragung in den Browsern stottert.
Nicht so bei KODI, hier läuft alles flüssig, und je nach Internetverbindung in annähernder HD Qualität.
Aber als Extraschmankerl ist es mit KODI auch ganz einfach, USTVnow als Vollbild auf den Bildschirm zu bringen. ABC, CBS, FOX, NBC und einige andere Sender können so kostenlos gesehen werden.
Gesehen, nicht genossen, denn um die Nutzer zu einem kostenpflichtigen Abo zu animieren, streamt USTVnow in der kostenlosen Version nur mit höchstens 750 kbps.
Dennoch ist es toll, LIVE amerikanisches TV sehen zu können. Und gerade für Collegefootball-Fans ist USTVnow Samstags ein Eldorado.
Wie man an USTVnow und günstig an den Gamepass kommt, das verrate ich HIER...
Im Forum von Digitalfernsehen.de (http://forum.digitalfernsehen.de/forum/weitere-iptv-und-demand-angebote-z-b-zattoo-alice-maxdome-lovefilm-watchever/300887-xbmc-media-center-ip-tv-und-radio.html) gibt es viele Anregungen und Hilfestellungen zu KODI, das früher XBMC hieß.
Also KODI installieren und ab in den Footballhimmel.

Kurzberichte
manning-bronco510 Interceptions und nur sieben Touchdowns in sechs Spielen. Kann man damit ungeschlagen bleiben?
Man kann, wenn die Defense hält.
Doch gegen die Packers, die auch noch ungeschlagen sind, darf sich Peyton Manning (Bild) kein Interceptionfestival leisten, das könnte der Quarterback auf der anderen Seite, Aaron Rodgers, weidlich ausnutzen.
Seine Bilanz sieht dann doch wesentlich besser aus, als Mannings: 124 aus 182 für 1491 Yards, 15 Touchdowns, 2 Interception und eine Quarterback-Wertung von 115.9 Punkten.
Manning: 146 aus 237 für 1524 Yards, 7 Touchdowns und 10 Interceptions ergeben eine Wertung von 72,5 Punkten.
Dennoch stehen beide Teams mit 6-0 Siegen da.
Denvers Defense machts. Sie wird es auch auch am Sonntag sein, die Rodgers am Punkten hindern muß, damit die Broncos im Spiel bleiben können. Green Bays Offense erzielt im Schnitt 27 Punkte pro Spiel. Denver hat überhaupt erst einmal in dieser Saison über 27 Punkte erzielt. Da hilft es, daß die Defense nur 16,8 Punkte pro Spiel zuläßt.
Doch Manning hat seinen Fans versprochen, daß er hart an sich arbeitet und zu alter Verläßlichkeit zurückkehren will.
Noch letztes Jahr hätte man sich auf ein Passfeuerwerk dieser beiden Quarterbacks freuen können. Dieses Jahr kann man froh sein, wenn Manning mehr positive als negative Akzente setzen kann.
Ein gutes Spiel wird es aber trotzdem. Da glaube ich fest dran. Beim Tippspiel werde ich aber wohl die Packers als Sieger tippen.

Bei den Cowboys hat Dez Bryant voll mittrainiert.
Zum ersten Mal seit seinem Fußbruch stand der Wide Receiver wieder auf dem Trainingsplatz. Somit konnte er sich ein wenig an die Pässe von Matt Cassel gewöhnen, der trotz seiner nicht wirklich ganz so guten Vorstellung gegen die Giants, wieder als Starter aufgestellt ist.

Einen Tag, nachdem Steelers Head Coach Tomlin sagte, daß er Ben Roethlisberger als Starter erwartet, ruderte der Quarterback zurück.
Big Ben ist nicht davon überzeugt, daß er gegen die Bengals schon spielen kann.
Damit gehen die Bengals wohl mal als Favorit in dieses Spiel.

Bei den Patriots ist der Einsatz von Running Back Dion Lewis in dieser Nacht gefährdet. Er hat Unterleibsschmerzen.
Brauchen die Patriots einen Running Back?
Also gegen die Jets haben sie keinen gebraucht. Da traten sie völlig eindimensional als Brady-One-Man-Show an. Er warf 54 Pässe, von denen 34 ankamen für 355 Yards und 2 Touchdowns. Mit 15 Yards aus vier Läufen war er auch der beste Läufer der Patriots.
Ob das gegen die von Übergangstrainer Dan Campbell hervorragend motivierten und eingestellten Dolphins auch funktionieren wird, kann man bezweifeln. Dieses Team wirkt momentan wie ausgewechselt.
Dolphins Quarterback Tannehill vervollständigte seine ersten 18 Pässe gegen die Texans. Zusammen mit den letzten sieben Pässen im Spiel zuvor, die er ohne Unterbrechung an den Receiver brachte, stellte er mit 25 Vervollständigungen in Folge einen neuen NFL Rekord auf.
Auf die kommende Nacht können wir uns wohl freuen.

Bei den Chiefs hat Wide Receiver Jeremy Maclin wieder trainiert. Woche 7 hat er wegen einer Gehirnerschütterung verpaßt.

Bei den Browns hat Quarterback McCown wegen einer Schulterverletzung nicht trainiert, und Ersatzmann Manziel war bei einer Anhörung im Liga-Büro. Da ging es darum, ob er seine Freundin geschlagen hat und wenn ja, wie oft?
Zur Zeit steht eine mögliche Suspendierung Manziels im Raum, die Cleveland in ganz nette Bedrängnis bringen könnte.
Aber was macht das schon?
Mit 2-5 Siegen ist die Saison eh schon wieder gelaufen.

Bei den Buccaneers steht hinter Vincent Jackson ein dickes Fragezeichen für Sonntag.
Der Wide Receiver ist am Knie verletzt und könnte auch länger ausfallen.
Diese Nachricht ereilte die Bucs einen Tag, nachdem sie Wide Receiver Louis Murphy mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste setzen mußten.

Die besten Spieler der Woche 7

AFC
OFFENSE: QB RYAN TANNEHILL, MIAMI DOLPHINS
18 von 19 Pässen für 282 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB TELVIN SMITH, JACKSONVILLE JAGUARS
9 Tackles, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 26 Yards, 3 abgewehrte Pässe
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K STEPHEN GOSTKOWSKI, NEW ENGLAND PATRIOTS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB KIRK COUSINS, WASHINGTON REDSKINS
33 von 40 Pässen für 317 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE MICHAEL BENNETT, SEATTLE SEAHAWKS
3,5 Sacks, 5 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR DWAYNE HARRIS, NEW YORK GIANTS
1 Kickoffreturn zum Touchdown über 100 Yards
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Kurzberichte
pagano-chuck3Colts Head Coach Chuck Pagano (Bild) steht vor dem Abgrund seiner vorzeitigen Entlassung. Nächste Woche könnte er bereits einen Schritt weiter sein.
Zur Zeit führt er die Liste der Head Coaches an, die noch vor Saisonende gefeuert werden könnten.
Seine Bilanz in der eigenen Division beträgt 19-2 Siege. Gegen alle anderen Teams ist er 19-20. Wenn er nur gegen AFC South Teams spielen würde, könnte man ihn mit Vince Lombardi verwechseln. Die Colts haben 16 Spiele in Folge gegen ihre Divisionsrivalen gewonnen. Das ist ein NFL Rekord.
Diese Liste ist in ständiger Veränderung, und daß Jim Caldwell von den Lions auf Platz zwei auftaucht, dürfte niemanden überraschen. Seine Lions sind 1-6 und gemessen an dem, was das Team dieses Jahr erreichen wollte, hat der Mann völlig versagt.
Wie sieht das mit dem anderen Head Coach aus, dessen Team mit 1-6 Universen vom Erhofften entfernt ist, John Harbaugh von den Ravens?
Er taucht überraschenderweise nicht in der Liste auf obwohl es doch auch unter seinem Stuhl ganz schön warm werden dürfte.
Natürlich ist es nicht nur seine Schuld, daß die Ravens als Totalversager dastehen. Das viele Geld für Quarterback Joe Flacco sorgte dafür, daß man eine Menge guter Spieler nicht halten konnte.
Dennoch dürfte ein Flämmchen schon glimmen.

Chuck Pagano sitzt also auf dem heißen Stuhl. Der Head Coach eines Tabellenführers?
Wie geht das?
Nun, wenn sein Team die Division mit einer negativen Sieg-Niederlagen Bilanz anführt, dann geht das.
Indianapolis hat 3-4 Siege und steht nur deshalb auf Platz eins der AFC South, weil die anderen Teams dort noch viel mieser sind. Die AFC South ist dieses Jahr die nachweisbar schlechteste Division, die es jemals in der NFL gegeben hat.
Die Colts haben eine 0-4 Bilanz außerhalb der Division, und sind 3-0 gegen die Teams der eigenen Gruppe. Insgesamt steht die AFC South mit 8-19 da, wenn man die Spiele untereinander mitrechnet.
Erbärmlich!
So erbärmlich stand letztes Jahr noch nicht mal die NFC South da.
Gemessen an den Spielen gegen Teams außerhalb der eigenen Division stand die NFC West 2008 mit 25% gewonnener Spiele bisher am Schlechtesten da.
Es folgte die NFC South von 2014, die 26,3% ihrer Spiele gewinnen konnte.
Die AFC South bringt es 2015 bisher auf 21,1%.
Erbärmlich!
Und die Teams der Division haben nichts gelernt. Schon 2013 standen sie mit nur 30% gewonnener Spiele gegen Gegner von außerhalb da.
Erbärmlich!
Am Ende der Saison könnte die Division einen neuen Negativrekord aufgestellt haben.

Die Houston Texans hatten genug von Ryan Mallett.
Der Quarterback kam bereits vor einigen Wochen zu spät zum Training.
Das war, nachdem er vom Ersatzmann zum Starter und wieder zum Ersatzmann gemacht worden war. Mallett gab in einem Interview ganz klar zu erkennen, was er von der Degradierung hielt.
Am Samstag verpaßte er den Charterflug des Teams nach Miami und reiste mit einer Linienmaschine hinterher.
Das reichte den verantwortlichen dann doch und gestern feuerten sie Mallett.
Als Ersatz für ihn verpflichtete Houston T.J. Yates.

Jason Pierre-Paul hat einen Einjahresvertrag bei den Giants unterschrieben.
Der Defensive End war der Franchise Player der Giants, bis zum 4. Juli. Am Unabhängigkeitstag verletzte er sich bei einem Feuerwerksunfall schwer an der rechten Hand. Der Zeigefinger und ein Teil des Daumens mußten amputiert werden.
Lange weigerte JPP sich, mit den Giants in Kontakt zu treten.
Am Montag ließ er sich von den Teamärzten untersuchen, und die waren der Meinung, daß Pierre-Paul durchaus spielen kann.
So weit die Theorie. Doch wie wird das praktisch klappen?
Zwar hat JPP sich fitgehalten, doch ohne Trainingslager und Spielpraxis hat er bestimmt etwas Rost angesetzt. Nichtsdestotrotz soll er in Woche 10 gegen New England eingesetzt werden.
JPP hat einen leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben, der weit von den $871.000 entfernt sein dürfte, die dem Defensive End unter dem Franchisevertrag pro Spiel zugestanden hätten. Die genauen Vertragsdetails gaben die Giants nicht heraus.

Die NFL untersucht den Vorfall, in den Browns Quarterback Johnny Manziel und seine Freundin Colleen Crowley verwickelt waren.
Manziel soll Crowley mehrmals geschlagen haben.
Die NFL sollte sich Zeit lassen, wenn es nach den Browns geht. Starter Josh McCown hat eine Schulterverletzung und sein Einsatz ist fraglich.

Die Chargers und die Raiders könnten sich bald ein Stadion in Los Angeles teilen.
Am Sonntag haben sie schon mal geübt, wie das sein könnte.
Beim Heimspiel der Chargers gegen Oakland waren in etwa so viele Fans der Raiders im Stadion, wie Fans der Chargers.
Das schlug im dritten Viertel sogar zu Gunsten der Raiders um. Als die 37:6 führten, verließen die Chargers-Fans das Stadion in Scharen.
Man hat so das Gefühl, daß nicht viele in San Diego die Chargers vermissen werden.

Sammeln die Seahawks jetzt Running Backs?
Am Dienstag verpflichteten sie Bryce Brown, den die Bills nach Woche 1 gefeuert hatten.
Ob das bedeutet, daß Fred Jackson, auch ein Ex-Bill, jetzt gefeuert wird, oder ob es um Marshawn Lynch nicht zum Besten steht, darüber sagt man in Seattle nichts.

Nach einer langen Verletzung kam Running Back Todd Gurley endlich bei den Rams zum Einsatz, und jetzt ist er auf dem Weg zum Rookie des Jahres.
In den vier Spielen, die er bestreiten konnte, erzielte er 442 Laufyards und 2 Touchdowns.

Die Rams setzten Alec Ogletree auf die Bummerangliste.
Der Linebacker kuriert eine Knöchelverletzung aus.

Steelers Head Coach Mike Tomlin plant für nächsten Sonntag mit Ben Roethlisberger.
Der Quarterback hat seine Knieverletzung auskuriert und soll gegen die Bengals starten.

Die Cowboys planen, Greg Hardy einen langfristigen Vertrag zu geben.
Ne, dazu sag ich nix weiter.

Kleine Randnotiz.
Bills Quarterback EJ Manuel ist der erste Quarterback der NFL, der Spiele in drei Ländern verlor.
In den USA verliert er laufend, das ist klar. 2013 verlor er als Rookie ein Spiel mit den Bills in Toronto, Kanada, und letzten Sonntag verlor er in London, England.
Gratuliert man da jetzt?

Dienstag, 27. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 7 - Monday Night Football
johnson-chris-cardinalsEs war erstaunlich, wie schwer es der Tabellenführer der NFC West mit dem Tabellenletzten der AFC North hatte.
Während die Arizona Cardinals um einen Playoffplatz kämpfen, sind die Baltimore Ravens im Rennen um den besten Platz in der Draft ganz weit vorne.
Arizona hatte Glück, daß Chris Johnson (Bild) von den Toten auferstanden ist. Lange Jahre konnte man nicht auf den Running Back zählen, der einst bei den Titans für Rekorde sorgte. Doch momentan gehört er zu den besten Läufern der Liga, und das bekamen die Ravens zu spüren. Chris „CJ2K“ Johnson lief 18 mal für 122 Yards. Darunter war ein Lauf über 62 Yards. Die einstmals starke Defense der Ravens hatte dem nichts entgegenzusetzen.
Carson Palmer vervollständigte 20 seiner 29 Pässe für 275 Yards und 2 Touchdowns, doch der kleine Kardinalsvogel schaffte es nicht, den bösen Raben unter sich zu begraben.
So kam es am Ende zu einem dieser phantastischen Finishes, die den Football so interessant machen.
Nach dem Touchdown der Cardinals im letzten Viertel, der die 26:10 Führung brachte, setzte Kicker Catanzaro den Ball beim Extrapunkt an die Stange. Dadurch schaffte Arizona es nicht so in Führung zu gehen, daß die Ravens dreimal hätten punkten müssen, um noch zu siegen. Es blieb ein „Zwei-Punkte-Spiel“.
Und das sorgte für knisternde Spannung.
Die Offense der Ravens machte das, was sie am Besten kann, sich auf die Defense zu verlassen. Doch die liegt zur Zeit noch tiefer am Boden als der Angriff.
Beide Mannschaftsteile brauchten also gute Arbeit des Special Teams, und hatten Glück. Arizona mußte von der eigenen 30 punten. Der Ball wurde geblockt und von den Ravens an der Eins der Cardinals erobert. Von da kann auch die Offense der Ravens nicht mehr viel falsch machen und schaffte den 26:16 Anschluß. Es mußte eine Zweipunkte-Umwandlung her. Dabei gab es eine Strafe wegen Offside gegen Baltimore. Doch beim zweiten Anlauf klappte es, und Baltimore kam zum 26:18.
Noch ein Touchdown und eine Zwei-Punkte-Umwandlung, und man hätte den Ausgleich.
Arizona mußte auch im nächsten Ballbesitz punten und Baltimore kam 1:53 Minuten vor Spielende an der eigenen 24 ohne Auszeiten noch mal in Ballbesitz.
Flacco warf Pässe ins Nichts und kurze Pässe die ankamen. Dann kam der eine genaue tiefe Paß, den Flacco im Repertoire hat, aber zu selten abrufen kann. Über 31 Yards traf er Wide Receiver Chris Givens. Noch ein Paß über 23 Yards zu Tight End Gillmore und Baltimore stand an der Vier der Cards.
18 Sekunden waren noch zu spielen.
Eine Strafe gegen Baltimore drängte sie an die Neun zurück.
13 Sekunden.
Dann kam der Paß, den Flacco auch in jedem Spiel draufhat, der Paß zu einem Verteidiger. Schwer unter Druck stehend warf der Quarterback den Ball in die Endzone, in Richtung Gillmore. Doch er überwarf den Tight End und Safety Tony Jefferson fing den Ball ab.
Ein Spiel, das lange nur so vor sich hinplätscherte, hatte ein aufregendes Ende gefunden.
Die Cardinals verteidigten ihren ersten Platz und haben haben mit 5-2 Siegen zwei Siege Vorsprung vor den Rams und den Seahawks.
Baltimore hat mit 1-6 Siegen eine ebenso vernichtende Bilanz, wie die Lions. Dank einer bereits abgeleisteten spielfreien Woche stehen die Titans nur bei 1-5.

Kurzberichte
Die Lions zogen eine erste Konsequenz aus dem bisher desaströsen Saisonverlauf. Sie feuerten Offensive Coordinator Joe Lombardi und zwei weitere Assistenten der Offense.
Head Coach Jim Caldwell kann sich aber nicht sicher sein, daß er nicht auch noch drankommt.

„Unser Team braucht solche impulsiven Anführer,“ meinte Cowboys Besitzer Jerry Jones zu einem weiteren Vorfall des Lowlifes Greg Hardy.
Und ja, ich habe mich eigentlich geweigert über diesen verdammten Frauenschläger noch irgend etwas zu schreiben. Zu sehr ekelt dieser Widerling mich an.
Aber... was bleibt mir übrig???
Hardy geriet mit Special Teams Coordinator Rich Bisaccia körperlich aneinander, nachdem das Special Team der Cowboys gerade einen Kickoffreturn- Touchdown über 100 Yards kassiert hatte.
Danach legte er sich verbal noch mit Wide Receiver Bryant an, der wohl versuchte, Hardy zu beruhigen.
Doch Jones, der diesem Ekelpaket $11 Millionen in dieser Saison zahlt, meinte den Defensive End mal wieder entschuldigen zu müssen und bezeichnete ihn als impulsiven Anführer, der das Team inspiriert.
Ein impulsiver Anführer der seine Freundin würgt, sie schlägt, sie auf ein Bett wirft, das mit Waffen gefüllt ist, ihr Leben bedroht?
Kann man mildernde Umstände anführen, wenn dieser Typ der Geschundenen dann einen guten Millionenbetrag zukommen läßt, damit sie nicht bei der Berufungsverhandlung auftaucht?
Nein, kann man nicht!

Die NFL füllte ihren Bericht zur Berufung gegen das Urteil im Fall Tom Brady aus.
Noch mal zum (Un)Verständnis. Greg Hardy darf spielen und hat mit Nichts was am Hut, doch dagegen, daß Tom Brady spielt, läuft Roger Goodell Sturm.
In dem Bericht heißt es, daß Richter Berman, der Tom Bradys Suspendierung suspendierte, seine Kompetenzen mit diesem Urteil überschritten hätte.
Was sonst noch an heißer Luft in dem Bericht steht, lassen wir jetzt einfach mal dahingestellt sein.

Jason „Nine-Fingers“ Pierre-Paul ist in New York.
Der Defensive End der Giants wird seine Hand, die er sich bei einem Feuerwerksunfall schwer verletzte, von den Ärzten der Giants untersuchen lassen, obwohl er keinen Vertrag mit dem Team hat.
Ob er dieses Jahr noch spielen wird, steht weiter in der Ferne. Bis zum 17. November müssen sich die Parteien einigen. Danach kann JPP in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden.

Im Presseraum der Colts herrschte am Montag milde Spannung. Wenn die Tür aufgeht, kommt dann Head Coach Chuck Pagano herein, oder der General Manager, der verkündet, daß Pagano gefeuert wurde.
Es kam Pagano.
Wie oft er noch als Head Coach der Colts vor die Presse treten wird, darauf laufen die Wetten. Pagano sagte dann auch selbst: „Heute bin ich es noch mal. Ob ich es auch morgen noch sein werde, das weiß ich nicht. Ich mache hier meine Arbeit, bis man mich feuert.“
Die eigentlich recht geduldigen Fans in Indianapolis haben die Faxen dicke. Sie strömten noch während des Spiels gegen New Orleans zu den Ausgängen und ließen laute Buhrufe hören.
Zwar steht Indianapolis an der Spitze der AFC South, das aber nur, weil die anderen Teams dort noch viel mieser sind. Deshalb reichen 3-4 Siege, um die Gruppe anzuführen.

Die Rückenverletzung von Jason Peters ist wohl nicht so schlimm.
Der Left Tackle der Eagles soll nach der Freiwoche wieder einsatzbereit sein.

Fünf Teams stehen mit sechs Siegen ungeschlagen nach Woche sieben da.
Das ist ein neuer NFL Rekord, seit die AFL und die NFL sich 1970 zusammenschlossen.
Nach Sonntag werden es höchstens noch vier Teams sein, denn die 6-0 Packers müssen zu den 6-0 Broncos.
Da erwischt es also zwangsläufig einen.
Die Patriots spielen Zuhause gegen Miami. Das ist machbar.
Die Bengals müssen in Pittsburgh ran. Dann vielleicht gegen Big Ben. Das könnte eng werden.
Die Panthers erwarten im Monday Night Football die Colts. Das wird ein leichtes Fressen.

Die Pixelmatschpremiere eines weltweit kostenlos übertragenen NFL Spiels im Internet zog 33,6 Millionen Zuschauer an.
Auch wenn es nur die Bills und die Jaguars waren, die in London spielten, war der Stream beliebt. Er wurde weltweit von 33% Zuschauern genutzt, die nicht in den USA leben.
Die NFL wertet das Experiment als großen Erfolg, was für uns bedeutet, daß wir uns auf weitere Spiele einrichten müssen, die verpixelt auf unsere 55+ TV Geräte gestreamt werden.
Na prost Mahlzeit!

Montag, 26. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 7 - Es geht doch immer nur um Sechs
campbell-danDie AFC East sollte in dieser Saison nicht wieder die Patriots an der Spitze haben. Die Wachablösung würde bevorstehen, hieß es. Die Jets, die Dolphins, ja sogar die Bills sollten Chancen auf Platz 1 haben.
Doch alleine die Patriots sind noch ungeschlagen... und die Dolphins.
Die Dolphins?
Ja, die Dolphins!
Der Fisch stinkt nicht mehr vom Kopf her und unter Übergangstrainer Campbell (Bild) ist Miami noch ungeschlagen. Was hätte dieses talentierte Team erreichen können, wenn man den Versager Philbin als Head Coach bereits nach der letzten Saison gefeuert hätte, so wie es nötig gewesen wäre? Den noch in diese Saison mitzuschleppen war dumm.
Selbst Ndamukong Suh konnte gestern gegen Houston seinen ersten Sack in dieser Saison erzielen. Auf sein Gehalt umgerechnet wären das momentan $100.000.000 pro Sack.
OK, zu hoch sollte der Delphin nicht aus dem Becken springen, die geschlagenen Gegner waren die Titans und die Texans. Das heißt noch nicht viel. Aber der Anfang ist gemacht.
Gegen die Texans, die mal eine gute Defense hatten, ist noch gar nicht so lange her, erzielte Miami gestern in der ersten Halbzeit 41 Punkte. In der Halbzeit schalteten die Dolphins dann bereits in den Gnadenmodus, und in Durchgang zwei kam nur noch ein Field Goal dazu.
Quarterback Tannehill vervollständigte 18 seiner 19 Pässe für 282 Yards und 4 Touchdowns, ohne Fehlpaß.
Miami wird es vielleicht nicht mehr schaffen, in dieser Saison oben anzugreifen. Das Donnerstagsspiel in dieser Woche heißt aber Dolphins at Patriots und dürfte zumindest interessant werden.
Zumal Suh ja wohl noch nie auf Brady getreten ist, der fehlt ihm also noch in der Sammlung.

Brady hatte es gegen die Nr. 1 Defense mit seinem Nr. 1 Angriff gestern schwer. Die Jets wehrten sich nach Leibeskräften und lagen sogar mal mit 17:16 in Führung. Doch die Patriots sind halt immer noch ein Team, das man niederringen muß. Das schafften sie Jets nicht, trotz aller Bemühungen, und trotz einer ungewöhnlichen Ballallergie der Patriots Receiver. Wenn ich mich nicht irre, haben sie 10 perfekt geworfene Bälle nicht fangen können.
Bei den Jets spielt der vor der Saison oft belächelte Quarterback Fitzpatrick die Saison seines Lebens bisher. Grund genug Ikemefuna Enemkpali ein Denkmal zu setzen. Ohne ihn würde sehr wahrscheinlich Geno Smith weiter in New York vor sich hin dilettieren.
Mit Fitzpatrick und der grundsoliden Defense könnten die Jets in die Playoffs fliegen.
New England kann nach dem erkämpften 30:23 Sieg gegen New York mit 6-0 Siegen kaum noch abgefangen werden.
Die Jets stehen mit 4-2 im Rennen um eine Wild Card in der AFC gut da. Miami hat 3-3 und wirklich Hoffnung macht das nicht.
Die Bills haben gestern in London verloren, und ein Team, das gegen Jacksonville verliert, kann man nicht ernstnehmen.
Doch Head Coach Rex Ryan hat eine gute Entschuldigung. Im zweiten Viertel gab es große Probleme mit der Funkübertragung in den Helm von Quarterback Manuel. Das hätte dazu geführt, daß der Quarterback zwei Interceptions warf in der 31:34 Niederlage. Buffalo hat 3-4 Siege.

6-0 Siege haben auch die Panthers. Sie schlugen gestern die Eagles und konnten sich damit wohl etwas Respekt verschaffen, den sie doch ach so sehr vermissen.
Wahnsinnig überzeugend war das 27:16 gegen Philadelphia aber nicht, dazu ist die Offense der Eagles zu schlecht. Zumindest aber in das Monday Night Football Spiel in Woche acht dürfte Carolina jetzt mal als hoher Favorit gehen, das heißt nämlich Indianapolis at Carolina. Und die Colts gehören zu den negativsten Überraschungen dieser Saison.

Wirklich geschadet hat den Eagles die Niederlage nicht, denn die NFC Least ist die Division, die jeder gewinnen kann, aber anscheinend niemand gewinnen will.
Die Cowboys konnten auch mit Matt Cassel als Quarterback nicht mehr bewirken, als mit Brandon Weeden. Cassel warf drei Interceptions, zwei zu Rodgers-Cromarti, der einen davon direkt in die Endzone zurücktrug.
Giants Quarterback Eli Manning blieb ohne Interception, aber auch ohne Touchdownpass. Den einzigen Touchdown für die Offense erzielte Running Back Orleans Darkwa mit einem Lauf über 15 Yards.
Den dritten Touchdown zum 27:20 Sieg steuerte Ex-Cowboys Wide Receiver Dwayne Harris mit einem Kickoffreturn über genau 100 Yards bei.
Die Giants stehen momentan mit 4-3 alleine an der Spitze, gefolgt von den Eagles und den Redskins mit jeweils 3-4. Die Redskins mußten die Buccaneers niederringen und kamen zu einem 31:30 Sieg in letzter Minute.
Dallas hat ohne Quarterback Tony Romo kein Spiel mehr gewonnen, ist mit 2-4 aber dank der anderen Teams noch gut dabei.

Waren da nicht noch mehr ungeschlagene Teams?
Ja, aber die Bengals, Broncos und Packers hatten spielfrei.
Die Broncos und die Packers konnten sie somit in aller Ruhe auf ihr Aufeinandertreffen im nächsten Sunday Night Football Spiel vorbereiten.
Ja, am Sonntag heißt es die Defense der Broncos gegen Aaron Rodgers und seine Offense.
Natürlich spielt Peyton Manning auch mit, aber ob er eine positive Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Bei ihm heißt es eher zu hoffen, daß er nicht zu viele Interceptions wirft.
Das Spiel ist in Denver, was ein kleiner Vorteil für die Broncos sein dürfte.

Der Lazarettreport
Kaum war er drin, ist er schon wieder raus.
Texans Running Back Arian Foster zog sich bei der Demütigung durch die Dolphins eine schwere Verletzung an einer Achillessehne zu. Wenn sie gerissen ist, wie das NFLN meldete, dann ist seine Saison, vielleicht sogar seine Karriere, Geschichte.
Schlimm ist, daß er sich in der Müllzeit gegen Miami verletzte, als es um überhaupt gar nichts mehr ging, und die Starter eigentlich geschont werden.

Lions Quarterback Matthew Stafford zog sich in der Niederlage gegen Minnesota eine Verletzung an der linken Hand zu,. Heute soll es dazu genaueres geben.

Eagles Left Tackle Jason Peters, Rücken.

Redskins Defensive End Ryan Kerrigan, gebrochene Hand.

Buccaneers Wide Receiver Louis Murphy, Knie.

Jets Center Nick Mangold, gebrochene Hand.

Browns Quarterback Josh McCown, Schulter.

Titans Cornerback Jason McCourty, Oberschenkel.

Colts Wide Receiver Phillip Dorsett zog sich in der Niederlage gegen die Saints einen gebrochenen Knöchel zu.

Cowboys Running Back Joseph Randle, Rücken.

Panthers Defensive End Mario Addison, Schulter.

Steelers Cornerback William Gay zog sich in der Niederlage gegen die Chiefs eine Schulterverletzung zu.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Kurzberichte
roethlisb5Die Steelers haben Tyler Murphy aktiviert.
Der Quarterback soll als Ersatzmann für Landry Jones zur Verfügung stehen.
Ben Roethlisberger (Bild) und Michael Vick sind verletzt und können nicht spielen.
Um Platz für Murphy im Kader zu bekommen, setzten die Steelers Cornerback Cortez Allen mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Vier bewaffnete Männer drangen in das Haus von DeSean Jackson in Tarzana, Kalifornien, ein. Der Wide Receiver der Redskins war nicht Zuhause, aber fünf andere erwachsene Personen waren anwesend.
Ein Anwesender wurde verletzt, als er mit einem Eindringling kämpfte. Die Verbrecher flüchteten und konnten bisher noch nicht identifiziert werden.
Die Polizei wertet den Einbruch als Bandenverbrechen.

Marcus Mariota kann heute nicht spielen. Der Quarterback der Titans hat eine Knieverletzung, die ihm Oliver Vernon zufügte.
Die NFL bestrafte den Defensive End der Dolphins und er muß $17.363 zahlen für den unerlaubten Angriff auf Mariotas Knie.
Damit nicht genug, später im Spiel traf Vernon Mariota noch in der Nacken/Kopf Region, und das kostete ihn sogar $20.000.

Dez Bryant wird nicht gegen die Giants spielen. Die Cowboys ließen den Wide Receiver Zuhause, der noch einen gebrochenen Fuß auskuriert.

Die Jets verpflichteten Punter Steve Weatherford.
Er ersetzt Ryan Quigley, der am rechten Schienbein verletzt ist.

Die Chargers haben bestätigt, daß sie die NFL offiziell von ihren Umzugsabsichten nach Los Angeles informieren.

Die 49ers haben Antoine Bethea auf die Verletztenliste gesetzt.
Der Safety hat eine Brustverletzung.

Freitag, 23. Oktober 2015

Kurzberichte
brady-tom-sb49-mvpBrady-Hasser, wegsehen.
Tom Brady (Bild), Quarterback des amtierende Super Bowl Champions New England Patriots, möchte noch 10 Jahre weiterspielen.
Mit 38 Jahren sieht Brady aus, wie ein 22-jähriger. Seine Pässe kamen nie präziser als heute und ein Nachlassen seiner körperlichen Fähigkeiten auf dem Platz sind nicht zu erkennen. Brady ist nicht einfach ein guter Quarterback, er ist eine perfekt funktionierende Quarterback-Maschine.
Mit 38 Jahren ist lange noch nicht Schluß, für Brady. Ein Alter, in dem die meisten NFL Spieler schon lange ihre Karrieren beendet haben.
Natürlich wird auch an Brady der Zahn der Zeit nagen, so wie an allen Menschen. Aber es macht den Eindruck, als nage er an Brady sehr viel langsamer.
Und er liebt Football. Er liebt es mit seinen Teamkollegen zusammen zu sein, und er liebt es, zu gewinnen.
So gesehen, wird er diese Saison über alles lieben, denn die Patriots haben bisher jedes Spiel gewonnen.
Lassen wir uns überraschen, wie das noch weitergeht.

Die Bills werden gegen Jacksonville mit EJ Manuel als Quarterback starten. Das Knie von Tyrod Taylor ist immer noch angeschlagen.
Sammy Watkins und Percy Harvin werden Manuel als Receiver fehlen, beide sind verletzt. Harvin denkt sogar daran, seine Karriere vorzeitig zu beenden.

Die Bears feuerten Jeremiah Ratliff.
Der Defensive Lineman hatte eine hitzige Diskussion mit General Manager Ryan Pace. Der ließ Ratliff vom Sicherheitsdienst aus dem Gebäude geleiten. Sogar die Polizei wurde eingeschaltet.
Ratliffs Platz im Kader wird von Ziggy Hood eingenommen, einem ehemaligen Steeler.

Dez Bryant und Odell Beckham haben etwas gemeinsam. Hinter beiden Wide Receivern stehen Fragezeichen für den Einsatz am Sonntag.
Bryant von den Cowboys scheint seinen gebrochenen Fuß auskuriert zu haben, aber ob er schon gegen die Giants wird spielen können ist aüßerst fraglich.
Bei den Giants hat Wide Receiver Beckham Probleme mit dem Oberschenkel und auch er wird vielleicht nicht spielen können.
Bryant wird nach seiner langen Pause konditionell wohl noch nicht in der Lage sein, volle Leistung zu zeigen, wenn er überhaupt spielen sollte.
Brauchen könnte der neue Quarterback Matt Cassel ihn als Anspielstation aber schon.

Dennis Pitta nahm am Training der Ravens teil. Der Tight End hatte eine Hüftoperation und hat in dieser Saison noch kein Spiel absolviert.
Die Ravens haben jetzt drei Wochen Zeit zu entscheiden, ob sie ihn aktivieren, oder ob sie ihn auf der PUP Liste lassen. Das würde bedeuten, das er in dieser Saison nicht mehr spielen wird.
Das hängt natürlich vom weiteren Saisonverlauf der Ravens ab, die mit 1-5 Siegen am Boden liegen. Um den ersten Platz in der nächsten Draft zu verhindern, könnten sie einen sicheren Receiver wie Pitta brauchen, damit sie wenigstens noch den ein oder anderen Sieg holen.
Und der Tight End möchte in diesem Jahr noch spielen. Er glaubt, daß seine Karriere Zuende sein könnte, wenn er dieses Jahr nicht noch mal zum Zug kommt.
Und das könnte stimmen. Seit 2012 hat er verletzungsbedingt nur in sieben Spielen mitgewirkt. Da ist es wohl richtig, wenn er glaubt, daß er in der NFL keinen neuen Arbeitgeber mehr finden wird.

Panthers Quarterback Cam Newton ist es leid, daß die „Experten“ sein Team auch in dieser Saison immer wieder als Außenseiter listen. Immerhin hätte Carolina noch kein Spiel verloren und das sollte doch bitte respektiert werden.
Deshalb hatte Newton eine gute Idee, wie er glaubt. Er sagte, daß die Experten, die die Prognosen für die Spiele erstellen, Strafe zahlen sollten für schlechte Voraussagen.
Ob er auch damit einverstanden wäre, wenn Spieler, die schlechte Leistungen bringen, ihr Gehalt zurückzahlen sollten?

Im Donnerstagsspiel schlugen die Seahawks die 49ers 20:3.
Nach dem Spiel sah man Niners Quarterback Kaepernick mit einem Verband um seinen rechten Daumen. Er wäre geschwollen, aber nicht gebrochen, meinte der Quarterback.
49ers Running Back Carlos Hyde hat einen Haarriss in einem Fuß erlitten.
49ers Safety Antoine Bethea schied im zweiten Viertel mit einer Schulterverletzung aus.

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kann es nur EINEN geben?
flacco-joe-sbEs ist Fakt, Teams die EINEM Spieler Unsummen an Gehalt nachwerfen, Probleme haben, die Gehälter anderer Leistungsträger zahlen zu können.
New Orleans ist da ein Beispiel, doch ist Drew Brees dort ein Rekord- Quarterback, der bei dem man ein neunstelliges Gehalt gerade so verstehen kann.
Anders ist das in Baltimore. Hier bekommt ein mittelmäßiger Quarterback ein neunstelliges Gehalt, und kann das in keinster Weise rechtfertigen.
Letzten Sonntag hat Joe Flacco (Bild) so schlecht gespielt, daß sogar die Presse in Baltimore über ihn hergefallen ist. Seine Entscheidungen waren sehr rätselhaft, heißt es.
Für ein paar abgefangene Pässe pro Spiel ist Flacco ja immer gut, aber am Sonntag warf er zwei der eigenartigsten Fehlpässe seiner Karriere und das gegen die Verteidigung der 49ers, die zu den schlechtesten der Liga gehört. Nummer eins war ein Paß über drei Yards bei einem dritten Versuch und vier. Da wollte er den Ball zwischen zwei Verteidigern hindurch zu seinem Receiver erzwingen.
Der zweite war ein Paß der von Beobachtern als der vielleicht schlechteste Paß in Flaccos Karriere gewertet wurde. Er warf den Ball über 50 Yards zu einem völlig freistehenden Verteidiger der Niners und weit und breit war kein Spieler der Ravens zu sehen.
Diese beiden Fehlwürfe konnte San Francisco anschließend in Field Goals ummünzen. Und wenn man jetzt sieht, daß die 49ers gegen die Ravens 25:20 gewannen, dann sieht man, daß das zwei kostspielige Interceptions waren.
Aber, Geld für gute Receiver war keins mehr da, nachdem Flacco seinen fetten Vertrag unterschrieben hatte. Und auch die einst so übermächtige Defense mußte ausgedünnt werden, denn man mußte ja DEN EINEN bezahlen.
Die Defense erlaubt 2015 im Durchschnitt 27 Punkte pro Spiel. Ein erschreckender Wert. Nur sechs andere Teams lassen mehr Punkte zu. Der einstige Stolz auf diesen Mannschaftsteil, der früher in der Lage war, weniger Punkte zuzulassen, als die Offense erzielte, ist dahin.
Wie gesagt, es geht einigen Teams so, aber bei keinem ist der Wahnsinn dieser unangemessenen Überbezahlung eines Quarterbacks so offensichtlich, wie bei den Ravens (noch nicht mal in Dallas).
Deshalb gilt Baltimore als Paradebeispiel des grassierenden Wahnsinns.

Johnny Frauenschläger
Eine große amerikanische Tageszeitung stellt die Frage, warum Johnny Manziel noch nicht suspendiert ist?
Und die Frage ist mehr als berechtigt.
Zumindest auf der Ausnahmeliste des Commissioners müßte er schon stehen, denn die NFL gab ja bereits zu, die Bild- und Tonaufnahmen der Armaturenkamera aus dem Polizeiwagen zu haben.
Da hört man: Polizist: "Was ist heute passiert? Ihr Leute wart offensichtlich in diesem Auto?"
Manziels Freundin Colleen Crowley: "Er ist wie, ich weiß nicht, er hat mich ein paar Mal geschlagen."
Polizist: "Während Sie im Auto waren?"
Crowley: "Ja, aber ich möchte nicht... Bitte machen Sie nicht (unhörbar). Bitte nicht."
Sie sagte auch, daß Manziel "mir mehrmals wehtat." Und "Ich habe Angst um mein Leben."
Und die Reaktion der NFL, die sich geschworen hatte, Frauenschläger schnell und angemessen zu bestrafen?
Keine!
Roger Goodell, der Clown an der Spitze dieser Liga, lernt es einfach nicht und ist an Unglaubwürdigkeit nicht mehr zu überbieten.
Aber Hauptsache, die Berufung gegen Tom Brady der eher als nicht.... ach, lassen wir das.

Wann ist ein Fang noch ein Fang?
Calvin Johnson, Wide Receiver auf dem Weg in die Hall of Fame. Er fängt jeden verdammten Sonntag Pässe für die Detroit Lions, und ist immer wieder froh, wenn die Schiedsrichter auch entscheiden, daß er den Ball gefangen hat.
Was genau ein Catch ist, das weiß Johnson nicht mehr, wie er zugibt.
Früher wußte man, wann ein Receiver den Ball gefangen hat. Heute würde er nicht mehr durchblicken, gab der Megatron genannte Star der Lions zu.
Eine Zeitlang hatte er geglaubt, daß er die Regel verstanden hätte, aber seit Sonntag weiß er, daß er nichts weiß.
Ein Touchdown von seinem Teamkollegen Golden Tate war für ihn definitiv kein Touchdown. Doch für die Schiedsrichter und die Liga war es einer.
„OK,“ meinte Johnson, „ich weiß zwar nicht, wieso das ein Touchdown war, aber ich bin froh, daß es einer war.
Tate fing den Paß vor der Endzone. Er bewegte sich zwei Schritte und dabei durchbrach der Ball die Goalline. Dann verlor Tate den Ball und wurde zu Boden gebracht. In hundert Fällen vorher wurde das als nicht gefangener Paß gewertet. Hier wurde es als gefangener Paß und Touchdown gewertet. Die Erklärung von Schiedsrichterchef Dean Blandino war so Larifari, daß man alles verstand, oder auch nichts. Er redete von drei Füßen am Boden, Vorwärtsbewegung, Footballbewegung, Runner, kein Receiver, laber, laber, sülz.
Doch, wie gestern schon gesagt, ein Catch ist ein Catch, wenn die Schiedsrichter sagen, es ist ein Catch. Sagen sie, es war kein Catch, war es kein Catch. Wann sie was entscheiden, liegt alleine bei ihnen.

Neue Pläne für London
Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel in London am Sonntag, sagte ein Sprecher der Liga, daß man überlegt, nächstes Jahr ein Team zweimal in London spielen zu lassen.
Eines der Spiele wäre ein Heim- das andere ein Auswärtsspiel, damit dem heimischen Publikum nicht zwei Spiele entgehen.
Sehr wahrscheinlich werden die Jaguars das Team sein, daß zweimal in Übersee antreten soll.
Das ist der Schwachpunkt in dem Plan.

Respekt?
Respekt scheinen die Carolina Panthers sich noch nicht erarbeitet zu haben.
Nach dem Sieg nach einem Rückstand gegen die Seahawks letzten Sonntag, fragte man sich, ob das jetzt ein Beweis war, ein Beweis für die Klasse der Panthers.
Carolina ging ungeschlagen in diese Partie in Seattle, wo es immer besonders schwierig ist, gegen den 12. Mann zu gewinnen.
Zuvor hatte man gegen die Buccaneers gewonnen, die Jaguars, Texans und die am Boden liegenden Saints.
Da kann man locker auf vier Siege kommen, ohne nachher duschen zu müssen.
Doch sind die Seahawks der Beweis, daß die Panthers tatsächlich oben angekommen sind?
Schauen wir auf die Tabelle. Da sehen wir, daß Seattle 2-4 ist. Ein Beweis sieht anders aus.
Dennoch glauben die Panthers, daß man ihnen zu wenig Respekt entgegenbringt. Head Coach Ron Rivera ist auch nicht wirklich erbaut darüber, daß das Team die Außenseiterrolle nicht loswird.
Auch in das Primetimespiel am Sonntag gegen Philadelphia gehen die Panthers nicht als Favorit. Bei 5-0 für Carolina und 3-3 für Philadelphia sollte das aber doch eigentlich anders sein. Philadelphia hat sich bisher ja auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Es wird interessant zu sehen, ob die Panthers den Eagles die Flügel stutzen, oder ob die Adler den Panthern auf den Dätz scheißen werden.

Die besten Spieler der Woche 6

AFC
OFFENSE: WR DE ANDRE HOPKINS, HOUSTON TEXANS
10 gefangene Pässe für 148 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CAMERON WAKE, MIAMI DOLPHINS
4 Sacks, 2 erzwungene Fumbles
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K CHRIS BOSWELL, PITTSBURGH STEELERS
4 von 4 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkten
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR CALVIN JOHNSON, DETROIT LIONS
6 gefangene Pässe für 166 Yards, 1 Touchdown 
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT KAWANN SHORT, CAROLINA PANTHERS
2 Sacks, 1 abgewehrter Paß, 5 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: LB MICHAEL MAUTI, NEW ORLEANS SAINTS
blockte einen Punt und trug ihn über vier Yards zum Touchdown zurück 
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Kurzberichte
kaepernik-colinColin Kaepernick (Bild) nimmt Fahrt auf.
Der Quarterback der 49ers traut sich sogar zu, am Donnerstag die Defense der Seahawks zu meistern.
Das wird schwer, denn seine bisherige Bilanz gegen Seattle ist grausam. Drei Touchdownpässen stehen neun Interceptions gegenüber. 18 mal wurde er in seinen sechs Spielen gegen Seattle gesackt. Das führte zu 1-5 Siegen.
Gegen Baltimore beendeten die 49ers am Sonntag eine vier Spiele dauernde Niederlagenserie. Doch die Ravens Defense ist längst nicht mehr der Maßstab, an dem andere sich messen müssen. Baltimore hängt mit 1-5 Siegen im Tabellenkeller der AFC North, ohne Aussicht auf Besserung.
Colin Kaepernick allerdings scheint sich zu verbessern. Stellt man die Wochen drei und vier der Saison den Wochen fünf und sechs gegenüber, zeigt sich eine Kurve nach oben.
Passyards pro Spiel in 3 und 4: 113,5 - 5 und 6: 301.
Touchdown zu Interception in 3 und 4: 0-5 - 5 und 6: 4-0.
Die Passerwertung in diesen Zeiträumen verbesserte sich von 25,7 auf beachtliche 116,5, während er weniger selber mit dem Ball lief. Waren es in 3 und 4 noch 17 Läufe, so lief er in den Wochen 5 und 6 nur noch sechs mal.
Am Donnerstag werden wir sehen, ob diese Kurve nach oben einen Knick bekommt, oder ob der Trend sich fortsetzt?

Der Leistungsabfall von Peyton Manning beschäftigt nicht nur Broncosfans.
Das führte dazu, daß man seine Bilanz etwas näher unter die Lupe nahm. Dabei zeigte sich folgendes:
- In den ersten sechs Spielen 2015 wurden 10 seiner Pässe abgefangen. Zuvor hatte er fünf komplette Saisons, in denen er weniger als 10 Interceptions warf.
Die schlechteste Saison hatte er 1998, als er ein Rookie war. Da warf er 28 Interception, so viele wie kein anderer Quarterback in dieser Saison und so viele, wie nie wieder nachher.
- Auch seine Passerwertung war 1998 so schlecht, wie nie wieder danach. 1998 hatte er 71,2 Punkte, 2015 liegt sein Wert bei 72,5 Punkten. Sein Durchschnitt über die gesamte Karriere liegt bei 96,9 Wertungspunkten und damit ist er drittbester Quarterback in der Geschichte der NFL.
- 2015 konnte er nur 61,6% seiner Pässe vervollständigen. Auch da liegt sein schlechtester Wert in seinem Rookiejahr, mit 56,7%.
- Wenn er so weitermacht wie bisher, wird er es dieses Jahr nur auf 19 Touchdownpässe bringen. Sein Tiefstwert liegt bei 26 für eine Saison. Klar, in seiner Rookiesaison.
Ist es sein Körper, der ihn im Stich läßt?
Mit 38 Jahren ist Tom Brady ja auch nicht so sehr viel jünger, als Manning mit seinen 39, aber die Unterschiede sind immens. Brady scheint auf dem Höhepunkt seines Schaffens zu sein.
Dann ist es vielleicht doch das dumme System der Offense, das Head Coach Kubiak unbedingt spielen lassen will?
Wir werden es vielleicht nie erfahren.
Was wir erfahren werden ist, ob Manning sich wird berappeln können?
So ein bißchen Unterstützung durch die Offense könnte die Defense schon gebrauchen.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken. Zeit, es sich gemütlich warm zu machen. Doch unter welchem Trainerstuhl wird es langsam zu warm?
Die Experten in den USA gehen von Gus Bradley aus.
Gus wer?
Bradley!
Ist wohl der Head Coach der Jacksonville Jaguars, muß man also nicht unbedingt kennen. Hat in seiner Zeit dort acht Siege und 30 Niederlagen gesammelt.
Doch auch wenn er gefeuert würde, welcher Head Coach sollte dieses Team zu mehr Siegen führen können?
Ganz schön warm ist es auch unter dem Stuhl von Andy Reid. In seiner Zeit in Kansas City brachte er es auf 33-38 Siege und Null Playoffsiege. Das ist dann doch etwas sehr wenig.
Daß die Chiefs mit 1-5 Siegen in dieser Saison aussichtslos am Boden der AFC West rumkrebsen, dürfte noch ein, zwei brennende Scheite mehr unterm Stuhl bedeuten.
Chuck Pagano.
Der Head Coach der Colts galt ja schon vor der Saison als Kandidat, der nach der Saison gefeuert wird. Seine Chance auf einen vorzeitigen Abgang hat er am Sonntag mit dem idiotischsten Trickspielzug aller Zeiten selber noch mal selber ordentlich befeuert.

War es nun ein illegales Autorennen zwischen den Seahawks Running Backs Fred Jackson und Marshawn Lynch oder nicht?
Zur Zeit sind beide Versionen im Umlauf.
Fakt ist, daß Jackson nach dem Verlassen des Trainingsgeländes am Dienstag seine Corvette mit hohem Tempo gegen ein Stopschild steuerte. Das Schild tat seinen Job und stoppte den Wagen.
Jackson blieb unverletzt und ging zurück zum Trainingsgelände, während das Auto abgeschleppt wurde.
Die NFL untersucht den Vorfall.

In Amerika ist man es gewohnt, daß Reporter immer und überall ihre Mikrofone und Kameras am Liebsten direkt in die Münder der zu Interviewenden halten. Nah und persönlich sollen die Reportagen daherkommen.
Aber jetzt wurde es zu nah und zu persönlich.
Eine Kamera des NFLN nahm in der Umkleide der Bengals nach dem Spiel gegen Buffalo Sachen ins Visier, die in den USA gar nicht gehen.
Man erinnere sich nur an Nippelgate, die inszenierte Busenschau einer Möchtegernsängerin bei einer Halbzeitshow eines Super Bowls. Jetzt hat Amerika Penisgate, und das geht überhaupt nicht.
Die schon lange in der Kritik stehenden Interviews in den Umkleidekabinen dürften damit wohl bald dem Ende entgegengehen.

Die Jaguars setzten die verletzten Kick Returner Corey Grant und Wide Receiver Tony Washington auf die saisonbeendende Verletztenliste.

Dean Blandino ist der Chef der Schiedsrichter. In dieser Eigenschaft hat jetzt haargenau erklärt, wann ein Receiver einen Ball gefangen hat und wann nicht.
Wer die Erklärung selber sehen möchte, kann das Hier...
Für alle anderen, die kein Englisch können, oder bei denen der Link nicht funktioniert, hier die Erklärung in Kurzform: Ein Ball gilt dann als gefangen, wenn die Schiedsrichter sagen, daß er gefangen wurde. Wenn sie nicht der Meinung sind, daß der Ball gefangen wurde, werten sie ihn als nicht gefangen. Wann sie was entscheiden, ist ihnen weitestgehend selber überlassen.
Und da rätseln wir Fans immer rum, dabei ist es so einfach.

Giants Tight End Daniel Fells hat das Krankenhaus nach seiner Staphylococcus aureus Infektion verlassen können.
Drei Wochen wurde er behandelt, und es drohte ihm eine Fußamputation. Sieben Mal wurde er operiert. Und obwohl er das Krankenhaus verlassen durfte, muß er noch zweimal operiert werden, damit sichergestellt ist, daß der Infektionsherd völlig gesäubert ist.

Eine gerissene Achillessehne und ein gebrochenes Handgelenk kostete Joe Vitt der Versuch, den Diebstahl seines Wagens zu verhindern.
Der Linebacker Coach der Saints jagte am Samstagmorgen einem Mann und einer Frau hinterher, die sein Auto stehlen wollten. Dabei fiel der 61-jährige unglücklich und zog sich die Verletzungen zu.
Die erfolglosen Diebe konnten entkommen.

Dienstag, 20. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 6 - Monday Night Langeweile
bradford-sam-eagles
Das Schlimmste an der Vorstellung der beiden Teams aus der Nacht ist die Vorstellung, daß es eines davon in die Playoffs schafft.
Als unbedarfter Zuschauer, der sein zweites oder drittes Footballspiel sah, hätte man zu der Überzeugung kommen können, daß die beiden Teams schlechte Quarterbacks und ein kaum oder gar nicht funktionierendes Laufspiel haben.
Dabei fing es eigentlich ganz gut an.
Die Giants marschierten von der eigenen 20 bis in die Endzone der Eagles. Die Pässe von Eli Manning saßen und das Laufspiel schien zu funktionieren.
Aber das wars. Das waren die einzigen Punkte, die New York erzielen konnte. Nichts, kein einziges Field Gölchen, nichts mehr.
Dabei bekamen sie von den Eagles massig Vorlagen geliefert, denn Sam Bradford (Bild) leistete sich drei Interceptions. Kapital konnten die Giants daraus nicht schlagen.
Beide Quarterbacks hatten die selbe Anzahl an Passversuchen und Vervollständigungen.
Eli Manning: 24 von 38 für 189 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Sam Bradford: 24 von 38 für 280 Yards, 1 Touchdown, 3 Interceptions.
Das Laufspiel New Yorks brachte 81 Yards ein, ein ziemlich mieser Wert. Bei den Eagles hatte DeMarco Murray sein bestes Spiel in dieser Saison. Er erzielte mit 22 Läufen 109 Yards und einen Touchdown.
Beide Teams haben 3-3 Siege und stehen an der Spitze der NFC East. Da man die Redskins nicht wirklich zu den Mitbewerbern zählen kann, und Dallas mit seiner Verletztenmisere wohl auch chancenlos ist, wird der Playoffteilnehmer dieser Division zwischen den Giants und Eagles ermittelt, die sich gestern mit einem 7:27 trennten.
Aber, vielleicht steigern sich beide ja noch?

Kurzberichte
„Ich bereue diesen Spielzug nicht ein bißchen,“ sagte Colts Head Coach Chuck Pagano zu dem mißratenen Punt, der ihn und sein Team vor aller Welt lächerlich machte.
Nun, wenn er das nicht ein bißchen bereut gehört er entweder in die Geschlossene, oder er hätte gleich betteln könne: „Lieber General Manager, feuere mich.“
Pagano betonte, daß nur er, und er allein, für das Geschehen verantwortlich war. Ziel sei es gewesen, die Patriots mit 12 Mann auf dem Feld zu erwischen oder zumindest zu einem Abseits zu verleiten. Receiver Griff Whalen, der bei dem Spielzug als Center über dem Ball stand, hätte den Ball niemals anspielen sollen. Vorwürfe macht der Head Coach dem Receiver aber nicht.
In der Zwischenzeit hat die NFL den Spielzug in die Top drei der lächerlichsten Spielzüge aller Zeiten aufgenommen.

Titans Quarterback Marcus Mariota hat eine Innenbanddehnung in seinem linken Knie.
Die Verletzung wurde ihm durch einen zu späten und zu tiefen Angriff von Dolphins Defensive End Olivier Vernon zugefügt.
Ob Mariota gegen die Falcons wird spielen können, ist zur Zeit nicht sicher.

Die NFL hat bestätigt, daß sie den Vorfall genau untersucht, in den Browns Quarterback Johnny Manziel und seine Freundin verstrickt waren.
Die Bild- und Tonaufnahmen der Armaturenkamera im Streifenwagen wurden ausgewertet, und Manziels Freundin sagte, daß er sie mehrmals geschlagen habe und sie Angst um ihre Leben hatte.
Das ist Grund genug für die NFL, schnell und hart durchzugreifen, will sie sich nicht erneut negativ ins Gerede bringen.

Die New York Jets suspendierten Wide Receiver Quincy Enunwa für vier Spiele. Er hat gegen die Benimmregeln des Teams verstoßen, heißt es. Auch hier soll der Hintergrund ein Fall von häuslicher Gewalt sein.

Ben Roethlisberger?
Könnte vielleicht am Sonntag wieder spielen. Sein angeschlagenes Knie ist so weit ausgeheilt.
Michael Vick?
Kann mit seinem gezerrten Oberschenkel nicht spielen.
Warum sollte er auch, hat Landry Jones seine Sache doch gut gemacht, als er im dritten Viertel auf den Platz kam.
Jones kam in der vierten Runde der Draft 2013 zu den Steelers. Doch man traute ihm nicht zu, Big Ben ersetzen zu können und verpflichtete Michael Vick. Der verwaltete die Offense recht ordentlich, ohne Akzente setzen zu können.
Anders Jones. Er warf gegen Arizona seinen ersten Paß in einem NFL Spiel und brachte es in der kurzen Zeit auf 168 Yards und zwei Touchdownpässe.
Head Coach Tomlin sagte, daß er gar nicht in Erwägung gezogen hätte Jones für Vick zu bringen, obwohl Vick zu dem Zeitpunkt erst sechs Paßyards erzielt hatte.
Wenn Roethlisberger gegen Kansas City noch nicht wirklich einsatzbereit sein sollte, dann müßte Jones eh ran, weil Vick ja nicht kann.
Wirklich schlecht ist das nicht.

Die Lions setzten Rookie Fullback Zach Zenner auf die Verletztenliste.
Er hat mehrere gebrochene Rippen und einen Lungenkollaps gegen die Bears erlitten.

Die Saints feuerten Kicker Zach Hocker.
Für ihn kam Kai Forbath in den Kader.

Die Buffalo Bills kamen bereits gestern in London an. Nicht mitgeflogen sind Wide Receiver Percy Harvin und Defensive Tackle Kyle Williams, die verletzt sind.
Verletzt ist auch Sammy Watkins. Der Wide Receiver ging an Krücken.

Bei den Jaguars wird in diesem „Game of the Weak“ in London vielleicht Julius Thomas fehlen. Er zog sich eine Lungenquetschung zu, und die wird wohl bis Sonntag nicht behoben sein.

Ein Grund „Juhuu“ zu rufen?
Überhaupt, das London Spiel, was soll der Quatsch schon wieder?
Dieses Spiel wird LIVE nur auf Yahoo gestreamt. Zwar steht es im Gamepass gelistet, aber es können natürlich regionale Restriktionen verhängt werden.
Doch ich frage mich, warum werden die TV-Bildschirme immer riesiger, warum arbeitet man an 8k, obwohl 4k noch gar nicht in Fahrt gekommen ist, warum gibt es die Möglichkeit, TV-Bilder in schönstem HD genießen zu können, wenn man dann nur bescheidenen Pixelmatsch aus dem Internet geliefert bekommt?
Untersuchungen haben ergeben, daß Jugendliche in der beliebtesten Zielgruppe der Werbetreibenden vom Fernseher abrücken und alles am Liebsten auf ihren postkartengroßen Handybildschirmen ansehen.
Und wegen dieser Zielgruppe, die den Unterschied zwischen HD und Pixelmatsch genausowenig erkennt, wie den Unterschied von unkomprimierter Musik zu kastrierter mp3-Soße, soll nun alles ins Internet abwandern?
Die Firma Spox, die zur Zeit auch die Nachtspiele der NFL streamt, gehört einer Firma namens Permira, oder ist ein Teil davon. Diese Firma kündigte vor Wochen bereits an, für Sport das zu werden, was Amazon Prime für Filme und Serien ist. Die Firma kauft wie verrückt Sportrechte und will diese unter eigener Regie im Netz streamen.
Dann kann man sich auch wieder einen 72er Röhrenfernseher kaufen, um das anzusehen. Je kleiner der Bildschirm, desto weniger fällt die fehlende Qualität auf.
Das Internet bringt uns qualitätsmäßig zurück in die Steinzeit der Bild- und Tonqualität. Denn auch wenn die Anbieter, wie auch die NFL für ihren Gamepass, mit HD-Qualität werben, erreicht wird diese Qualität nicht.

Montag, 19. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 6 - Kleiner Sechsualkundeunterricht
newton-cam5Außer den Atlanta Falcons hat kein bis zu dieser Woche ungeschlagenes Team sein Spiel verloren.
Damit gibt es zur Zeit drei 6-0 Teams und zwei 5-0 Teams, die schon ihre Freiwoche hatten.
Das ist ungewöhnlich.
Es war aber für vier der fünf Teams nicht leicht, ungeschlagen zu bleiben.
Die Bengals hatten es mit einem 34:21 gegen die Bills noch am Leichtesten. Allerdings muß man Cincinnati, wie wohl auch Carolina, langsam ernst nehmen.
Die Panthers gewannen gestern in einer sehr feindlichen Umgebung, in Seattle. Hier gegen den 12. Mann zu bestehen, das bedeutet schon was, auch wenn die Seahawks nicht mehr die dominante Defense der letzten Jahre haben.
Man kann sagen, daß die Panthers hellwach zum Spiel erschienen, wurden sie doch Nachts gegen halb sechs in ihrem Hotel durch einen Feueralarm unsanft geweckt.
Laut schrillten die Alarmglocken, laut waren die Fans im Stadion. Da tat die Totenstille nach dem Touchdown zum Sieg doppelt gut.
Im vierten Viertel führten die Seahawks mit neun Punkten. Zuhause war das früher ein gutes Polster, das die Defense gekonnt verteidigte.
Nicht so gestern.
Panthers Quarterback Cam Newton (Bild) hatte gegen Seattle eine 0-4 Bilanz, die er auf 1-4 verbessern konnte. Zwar leistete er sich gestern zwei Interceptions und wurde dreimal gesackt, doch er behielt die Ruhe. 2:20 Minuten zeigte die Uhr noch, als ein 80 Yards Drive begann, der mit einem 26 Yards Touchdownpass von Newton zu Greg Olsen endete und Carolina die 27:23 Führung brachte.
32 Sekunden blieben auf der Uhr.
Seattle kam noch bis zur 30 Carolinas, brauchte aber einen Touchdown. Sieben Sekunden vor Spielende begannen sie den Ball hin und herzuwerfen, bewegten sich dabei aber zu sehr Rückwärts.
Es blieb beim 27:23 für die Panthers, die sich auf 5-0 verbesserten. Die Seahawks haben 2-4 Siege, wie auch San Francisco und St. Louis in ihrer Gruppe, die von den 4-2 Cardinals angeführt wird.

Die Cardinals versäumten es, ihre Überlegenheit in der Statistik gegen Pittsburgh, in Punkte umzuwandeln.
Nehmen wir nur mal die Quarterbacks. Arizonas Palmer brachte es auf 29 von 45 für 421 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions.
Pittsburghs Vick brachte es zunächst auf 3 von 8 für 6 Yards. Gott sei Dank verletzte er sich nur leicht am Oberschenkel bei einem Lauf, was Gott sei Dank dazu führte, daß er nur noch zusehen konnte, wie der dritte Mann, Landry Jones, ihm seinen Job wegnahm. Jones brachte es auf 8 von 12 für 168 Yards und 2 Touchdowns, nachdem er im dritten Viertel reinkam.
Macht 11 von 20 für 174 Yards und 2 Touchdowns, wenn man beide zusammenrechnet.
Doch was zählen Statistiken?
Das Einzige was zählt, sind die Punkte auf der Anzeigentafel und die zeigten 25 für Pittsburgh und 13 für Arizona.
Erstaunlich, wie gut die Defense der Steelers in den letzten Wochen geworden ist, denn es kamen nicht die selben alten Cardinals, die man leicht rupfen konnte, sondern die Cardinals 2015, die so viele Punkte erzielt haben, wie kein anderes Team in der NFL.
Die muß man erst mal ausschalten.
Pittsburgh bleibt mit 4-2 Siegen der hartnäckigste Verfolger der 6-0 Bengals in der AFC North.

Denver brauchte mal wieder eine Spitzenleistung der Defense, um die Fehler von Quarterback Manning auszubügeln.
Die Offense der Broncos brachte es bisher in dieser Saison auf 54 Punkte, die Specialteams und die Defense auf 85.
Auch gestern warf Peyton Manning wieder drei Interceptions. Und das nicht gegen einen ernsthaften Gegner, sondern gegen die Browns. Erwähnen muß man aber, daß ihm auch ein Touchdownpass gelang.
Daß ein Fehlpaß von ihm in der Verlängerung, in die es beim Stand von 23:23 ging, nicht den Sieg kostete, ist auch nur der Defense zu verdanken. Sie konnte Cleveland, das den Ball an der 39 Denvers bekam und somit fast schon in Field Goal Reichweite war, an die 43 der Browns zurückdrängen.
Im nächsten Ballbesitz sah man Manning, wie man ihn von früher kennt. Er führte seine Offense trotz einiger Bälle, die Demaryius Thomas nicht fange konnte, obwohl sie perfekt geworfen waren, an die 16 Clevelands. Von da war es ein Kinderspiel für Kicker McManus das Field Goal zum 26:23 Sieg zu erzielen.

Höllisch schwer hatten es die Packers Zuhause gegen die Chargers. Auch hier kann man nicht glauben, daß San Diego nicht gewonnen hat, wenn man die Statistiken sieht.
Packers Quarterback Aaron Rodgers, dem viele Receiver fehlen und dem auch gestern wieder einige abhanden kamen, muß wohl demnächst die Pässe, die er wirft, auch selber fangen.
So war es auch ein Paß zu Running Back Eddie Lacey, der Rodgers neue Rekorde zu seiner Sammlung hinzufügte. Mit einem Paß über 12 Yards zu Lacey überschritt Rodgers die 30.000 Yards-Marke. Und das gelang im so schnell, wie keinem Quarterback zuvor. Er brauchte dafür 3.652 Passversuche, Johnny Unitas 3.698.
Rodgers Bilanz insgesamt gestern: 16 von 29 für 255 Yards, 2 Touchdowns.
Damit hatte er das Nachsehen gegenüber Philip Rivers, der einen Irrsinnstag hatte. Der Quarterback der Chargers brachte es auf 43 von 65 für 503 Yards und 2 Touchdowns.
Doch am Ende fehlten ihm magere drei Yards zum Sieg.
Beim Stand von 27:20 für Green Bay kamen die Chargers 20 Sekunden vor Spielende an die drei der Packers. Rivers paßte nach rechts in die Endzone, doch Randall von den Packers flog durch die Luft, um den für Woodhead bestimmten Ball aus der Bahn zu schlagen.
Sieg Green Bay, ja, glücklicher Sieg Green Bay. Sie blieben ungeschlagen während die Chargers mit 2-4 den Anschluß an Denver langsam verlieren.

War da nicht noch ein Spiel?
Ach ja, ein Spiel, in dem viele Experten, sowohl in der Gameday First Crew, als auch in der Spieltagsvorschau von FOX, sechs Touchdowns von Tom Brady erwarteten und 600 Passyards von ihm.
Von den Colts war da gar nicht die Rede.
Glücklicherweise hatten die aber gar nicht vor, nur das Opferlamm zu geben und spielten ordentlich mit.
So entstand ein Spiel, das so spannend kaum einer erwartet hatte.
Die Colts hätten vielleicht sogar gewinnen können, hätten sie nicht den dämlichsten Trickspielzug, den es weltweit jemals gegeben hat, gespielt.
Man kann gar nicht fassen, was da in den Köpfen der Beteiligten abging.
Eine Minute vor Ende des dritten Viertels mußte Indi beim Stand von 27:21 für New England, von der eigenen 37 punten.
Und dann wurde es gruselig. Plötzlich liefen neun der 11 Colts-Spieler wie von der Tarantel gestochen auf die rechte Spielfeldseite. Nur noch Center Whalen und hinter ihm Anderson standen mit dem Ball fünf Patriots gegenüber. Whalen gab den Ball an Anderson, der sofort zu Boden gebracht wurde. Obendrein gab es noch eine Strafe gegen Indi, weil sie sich in einer illegalen Formation aufgestellt hatten.
Kurz nach diesem unintelligentesten Spielzug aller Zeiten kamen die Patriots zur 34:21 Führung.
Zwar kamen die Colts noch auf 34:27 heran, doch zu spät.
Auch New England kam zu einem glücklichen Sieg, der der Dummheit des Trainerstabs der Colts zu verdanken war.
Indianapolis führt die schwache AFC South dennoch mit 3-3 Siegen an.

Zu erwähnen wäre auch, daß die Lions gegen die Bears knapp nach Verlängerung mit 37:34 gewannen, und es somit kein siegloses Team mehr gibt, und...
daß die Dolphins, getreu dem Motto: „Neue Trainer lehren gut,“ das erste Spiel mit Dan Campbell gegen die Titans gewonnen haben.
Alle, sogar Ndamukong Suh, sollen dabei eine gute Leistung gezeigt haben.

Der Lazarettreport
Bleiben noch die Verletzungen nachzutragen.
Broncos Linebacker Shane Ray, Innenbandzerrung.
Broncos Wide Receiver Emmanuel Sanders, Schulter.

Browns Tight End Rob Housler, Oberschenkel.

Bills Wide Receiver Sammy Watkins, Knieprellung.
Bills Offensive Tackle Seantrel Henderson, Gehirnerschütterung.
Bills Wide Receiver Marquise Goodwin, Rippe.

Steelers Left Tackle Kelvin Beachum, Kreuzbandriß.

Cardinals Tight End Darren Fells, Schulter.

Chargers Wide Receiver Keenan Allen, Hüfte.

Packers Wide Receiver Ty Montgomery, Knöchel.

Lions Running Back Zach Zenner, Brust.
Lions Defensive End Jason Jones Nacken.

Titans Center Brian Schwenke, Bein.

Jets Running Back Bilal Powell, Knöchel.

Chiefs Defensive End Mike DeVito, Gehirnerschütterung.

Patriots Guard Marcus Cannon, Zeh.
Patriots Matthew Slater, Bein.

Colts Safety Mike Adams, Oberschenkel.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Kurzberichte
manning-td-509„Buh,“ na... erschrocken?
Nein?
Warum auch?
Dann ergeht es mir jetzt, wie den Broncos. Die können mit ihrer Offense auch niemanden mehr erschrecken.
Wäre da nicht die Defense, wäre Denver ganz bestimmt nicht 5-0.
Die O-Line schützt den Quarterback nicht mehr, wie noch letzte Saison, und Laufwege kann sie fast gar nicht freiblocken.
Peyton Manning (Bild) hat nicht mehr den Arm für die tiefen Pässe und sogar die Präzision im Kurzpaßspiel läßt zu wünschen übrig.
Fast zwei Jahrzehnte konnte Cornerback Charles Woodson, der zusammen mit Manning in der Draft 1998 in die NFL kam, keinen Paß von Manning abfangen. Letzten Sonntag gelangen ihm zwei Interceptions.
Sechs Touchdownpässen Mannings 2015 stehen sieben Interceptions gegenüber.
Gegen die Raiders gab es keinen Touchdown der Offense. Ergebnis trotzdem 16:10 für Denver... gegen die Raiders... einen Anwärter auf den ersten Platz in der Draft... erschreckend! Letztes Jahr gab es da noch ein 47:14 und ein 41:17. Das war standesgemäß.
Mit den Browns steht heute wieder ein Gegner auf dem Plan, über den Denver sich letztes Jahr keine Sorgen hätte machen müssen. Dieses Jahr könnte sogar dieses Team zum Stolperstein werden und die Broncos aus dem Kreis der ungeschlagenen Teams kegeln.

Nachdem die Wettbüros erfahren haben, daß Quarterback Andrew Luck vielleicht nicht spielt gegen New England, stiegen die Quoten für die Patriots kräftig.
Statt 5- 6 ½ Punkte-Favoriten sind die Patriots jetzt 9 ½ –10 ½ Favoriten.
Die Meldung, daß Björn Werner wegen seiner Knieprobleme eventuell nicht wird spielen können, löste keinen Kurssturz aus. Der deutsche Linebacker ist eh bloß noch Gelegenheitsspieler.
Die Gerüchteküche sagte ja bereits, daß Head Coach Paganos Zeit nach der Saison in Indianapolis um sein könnte.
Die Gerüchteküche weiß auch schon, wohin er vielleicht wechseln wird. Demnach bleibt er in der AFC South und wird entweder die Jaguars oder die Texans übernehmen.
Warum schmeißen wir die Titans nicht auch noch in den Topf?

Die Patriots setzten Tarell Brown auf die Verletztenliste.
Der Cornerback hat eine Fußverletzung.

Müssen die Texans auf den einen Spieler verzichten, der für sein Geld Leistung abliefert?
JJ Watt wird mit einer „Krankheit“ auf dem Verletzungsbogen Houstons geführt.

Johnny Problem
„Es war peinlich aber nichts ernstes,“ twitterte Johnny Manziel, nachdem über den Vorfall auf dem Highway berichtet wurde.
Zu den Zugeständnissen, die der Quarterback der Browns seinem Team machte, gehörte auch, die sozialen Medien nicht zu intensiv zu nutzen. Nachdem er seine Freundin jedoch während der Fahrt in seinem Auto verprügelt haben soll, wollte er sich rechtfertigen.
Der Zeuge, der gesehen haben wollte, daß Manziels Freundin bei voller Fahrt aus dem Wagen hätte springen wollen, hätte die Situation demnach völlig falsch interpretiert.
Die Polizei, die von zwei verschiedenen Zeugen gerufen wurde, einem Autofahrer, der von Manziel in rasender Geschwindigkeit überholt wurde, und einem Anwohner des Highways, der eine Auto meldete, das rücksichtslos über die Straße bretterte, hielt Manziel an.
Jetzt stellt sich wieder die Frage, wie wichtig ein Promibonus ist. Auf die Frage, ob Manziel Alkohol getrunken hätte, antwortete der wahrheitsgemäß, daß er zuvor am Tag etwas getrunken hätte. Ist es dem Umstand des erwähnten Promibonus zu verdanken, daß die Polizei Manziel daraufhin keinen Alkoholtest machen ließ? Der blieb nämlich aus.
Manziel und seine Freundin Colleen Elizabeth Crowley konnten nach der Überprüfung der Personalien ungehindert weiterfahren.
Colleen Elizabeth Crowley hat keine Anzeige erstattet, obwohl sie Blutergüsse am linken Arm hatte, und auch die Polizei sah keine Veranlassung, Manziel einen Strafzettel auszustellen.
Die Browns gaben bekannt, daß sie von der Sache Kenntnis haben. Sie hätten mit Manziel persönlich über den Vorfall geredet.
Für das heutige Spiel gegen Denver ist Manziel weiter im aktiven Kader.
Es sah so aus, als ob Manziel sein großkotziges Getue nach seinem freiwilligen Aufenthalt in einer Suchtklinik abgelegt und sein Leben in den Griff bekommen hätte. Doch gehört das Trinken von Alkohol so kurz nach einem Suchtentzug zu den Sachen, die man unterlassen sollte. Selbst wenn der Entzug nicht wegen Alkohol war, sondern wegen anderer Drogen, soll man die Finger von allen süchtigmachenden Mitteln lassen.
Gerade Cleveland hat Erfahrungen mit einem drogensüchtigen Spieler, der immer wieder mal clean erschien, Wide Receiver Josh Gordon. Ein unglaubliches Talent, das eine Hall of Fame Karriere haben könnte, wenn da nicht die Drogen wären.
Die Browns sollten die Zeichen der Gefahr erkennen und handeln. Nicht nur für das Team, auch, und besonders, für Johnny Manziel.

Samstag, 17. Oktober 2015

Kurzberichte
manziel-johnny03„Ich gebe Euch mein Ehrenwort, und ich betone, mein Ehrenwort,“ zugegeben, so dramatisch hat Johnny Manziel (Bild) es vielleicht nicht gesagt, daß er nicht mehr saufen will, aber so ähnlich wird es schon geklungen haben.
Am Montag wurde der Quarterback der Browns von der Polizei angehalten, als er bei der Fahrt mit seiner Freundin stritt. Dem Beamten gegenüber gab er zu, daß er zuvor am Tag etwas getrunken hatte.
Colleen Elizabeth Crowley, seine Freundin, sagte, daß Manziel ihren Kopf gegen die Seitenscheibe gestoßen hätte. Allerdings wollte sie keine Anzeige erstatten.
Ein Zeuge sagte aus, daß Manziel mit hoher Geschwindigkeit unterwegs war und seine Beifahrerin versucht hätte, aus dem fahrenden Auto zu entkommen.
Crowley und Manziel verließen den Ort des Geschehens einträchtig in trauter Zweisamkeit.
Die Browns sagten, daß sie von dem Vorfall Kenntnis hätten und sich weitere Schritte überlegen.
Was gibt es da zu überlegen?

Ja, die NFL springt auf den Zug und begeht deutlich sichtbar den Brustkrebsbewußtseinsmonat und tunkt alles in ein furchtbares Schwuchtelrosa.
Aber am 31. Oktober ist damit Schluß. Es muß ja alles seine Richtigkeit haben.
Deshalb dürfen Running Back DeAngelo Williams und Defensive End Cameron Heyward von den Steelers ab dem 1. November keine rosa Ausrüstungsteile mehr tragen. Die würden das gerne, weil sie Familienmitglieder durch den Krebs verloren haben. Williams verlor seine Mutter, Heyward seinen Vater.
Aber, wie gesagt, es gibt Regeln, und die besagen nun mal, daß der Oktober der Monat ist, in dem zur Krebsvorsorge aufgerufen wird und kein anderer Monat. Basta!
Sollten sie Pink tragen, und es ist nicht Oktober, werden sie von der NFL mit Geldstrafen belegt. (Hoffentlich werden die dann der Krebsforschung zur Verfügung gestellt).

Die Ravens gaben Marshal Yanda einen neuen Vertrag,.
Der Guard unterschrieb für weitere vier Jahre und $32 Millionen.

Die Patriots kommen zurück an den Ort des aufgeblasensten Skandals, den die NFL je erlebt hat. Und immer noch ist die Luft aus Deflategate nicht raus.
Mal sehen, wie ein Spiel zwischen den beiden Teams verläuft, wenn alle Bälle den nötigen Luftdruck haben. Gut sieht es für Indianapolis schon im Vorfeld nicht aus. Für das Spiel listen die Colts Quarterback Andrew Luck als fraglich.
Er hat Schmerzen in der rechten Schulter, die sich hartnäckig halten.

Der Lazarettreport
Die Bills gehen davon aus, daß sie LeSean McCoy einsetzen können.
Der Running Back hatte zwei Spiele mit einer Oberschenkelverletzung ausgesetzt.
Ob Tyrod Taylor spielen kann, oder doch EJ Manuel den Quarterback geben wird, steht noch nicht fest.

Im Spiel der Broncos gegen Cleveland fehlen Denver Linebacker DeMarcus Ware mit einer Rückenverletzung und Cleveland Cornerback Joe Haden mit einer Gehirnerschütterung.

Die Texans müssen mal wieder auf Linebacker Jadeveon Clowney verzichten. Der Dauerverletzte hat dieses Mal Knöchel.

Die Chargers müssen gegen die starke Packers Defense auf Left Tackle King Dunlap (Gehirnerschütterung ) und Center Chris Watt, (Leiste und Gehirnerschütterung ) verzichten.

Die Redskins versuchen verzweifelt, eine spielfähige Truppe zusammenzubekommen. Sie müssen ohne Cornerback Chris Culliver (Knie), Cornerback DeAngelo Hall (Zeh), Center Kory Lichtensteiger (Schulter, Finger, Nacken), Tight End Jordan Reed (Gehirnerschütterung ), und Left Tackle Trent Williams (Nacken, Gehirnerschütterung ) auf den Kriegspfad gegen die Jets gehen.
Da würde sich das Rauchen der Friedenspfeife anbieten.

Wird es für die Lions denn gegen die harmlosen Bears zu einem Sieg reichen?
Kaum, denn der Bettvorleger aus Detroit muß auf Defensive Tackle Haloti Ngata (Wade) und Tight End Eric Ebron (Knie) verzichten.
Da wird es schwer, den Makel des einzigen sieglosen Teams der NFL abzulegen.

Freitag, 16. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 6 - „Wir schaffen das!“
ryan-rob-saintsVor dem Spiel der Falcons in New Orleans war viel los rund um die Saints. Head Coach Sean Payton wurde schon als neuer Head Coach der Dolphins gehandelt, und Defensive Coordinator Rob Ryan (Bild) nahm bereitwillig die Schelte für die schlechte Verteidigung an.
Die Saints hatten als 1-4 Team vor dem Spiel keine Chance gegen die 5-0 Falcons... und sie nutzten sie.
Getreu dem Motto: „Wir schaffen das,“ legten sie los, wie ein Team für das es kein Morgen mehr gibt. Dieses Spiel mußte unter allen Umständen gewonnen werden, und die Spieler traten so auf, als hätte sich der Ernst der Lage tatsächlich bis zu ihnen herumgesprochen.
Allerdings muß man sagen, daß Atlanta tatkräftige Unterstützung leistete. Die Falcons machten genug Fehler, um New Orleans gut aussehen zu lassen.
Ein geblockter Punt, der in einen Touchdown resultierte, drei verlorene Bälle, das war dann doch nicht zu kompensieren. Besonders, wie zwei der Fumbles zustande kamen, war einfach nur lächerlich. Quarterback Matt Ryan verlor den Ball aus der Hand, ohne berührt worden zu sein, und Center James Stone haute sich den Ball bei der Rückgabe selber an den Hintern, ein Butt-Fumble 2.0 sozusagen.
So hatten die Saints, nach der desaströsen Niederlage gegen die Eagles, von Anfang an die Führung in diesem Spiel, die sie nie aus der Hand gaben.
Die Falcons haben in dieser Saison bereits drei Spiele gewonnen, bei denen sie zum Start des letzten Viertels zurücklagen, doch die Saints haben die Saison noch nicht abgeschrieben, oder zumindest wollen sie mit fliegenden Fahnen untergehen. Sie spielten mit dem Mut der Verzweiflung und wurden dafür belohnt. Atlanta konnte keine Aufholjagd starten.
Die Bilanzen der beiden Quarterbacks waren sehr ähnlich. Matt Ryan: 30 von 44 für 295 Yards, 2 Touchdown. Drew Brees: 30 von 39 für 312 Yards, 1 Touchdown. Beide blieben ohne Fehlpaß.
Auf dem Boden hatten die Falcons die Hoheit. Sie erzielten 150 Yards und deckten die größte Schwäche der Saints Defense gnadenlos auf, ohne sie ausnutzen zu können.
So siegte an diesem Abend Rob Ryans Defense gegen Matt Ryans (nicht verwandt) Offense.
Das 31:21 für New Orleans ist nach diesem Auftritt völlig verdient.
Die Saints haben 2-4 Siege, Atlanta 5-1.
Die Panthers stehen noch mit 4-0 an der Spitze der Division, müssen am Sonntag aber in Seattle antreten, was zu einem 4-1 führen könnte.
Und in dieser Gruppe, die letztes Jahr der Lachschlager der Liga war, ist ja alles möglich.
Saints Offensive Tackle Andrus Peat verletzte sich am linken Bein und Linebacker Dannelle Ellerbe verletzte sich an der Leiste. Beide konnten nicht weiterspielen.
HIER gibt es die Highlights des Spiels...

Kurzberichte
Die NFL suspendierte Side Judge Rob Vernatchi für ein Spiel.
Er war zuständig für die Uhrenkontrolle beim Spiel der Steelers in San Diego.
Was mit dem Verantwortlichen für die Stadionuhr passiert, darüber berät die NFL noch.

Die Seahawks suspendierten Derrick Coleman auf unbestimmte Zeit.
Der Fullback wurde verhaftet, nachdem er mit seinem Wagen einen Unfall baute und Fahrerflucht beging.
Wie es heißt, sei er am Steuer eingeschlafen und in ein anderes Auto gefahren.

Dan Campbell ist vor seinem ersten Spiel als Head Coach sehr nervös.
Der Übergangstrainer der Dolphins sagte der Presse, daß er jedesmal das Gefühl hat, sich übergeben zu müssen, wenn er an Sonntag denkt.
Dieses Spiel gegen die Titans wird ein echter Test. Vor Allem für Ndamukong Suh. Wenn er auch dieses Mal nicht in der Lage sein sollte, den gegnerischen Quarterback, Rookie Mariota, unter Druck zu setzen, gilt er wohl als Vollflop.
Als sehr, sehr teurer Vollflop.

Der Lazarettreport
Justin Tuck fällt für den Rest der Saison aus.
Der Defensive End der Raiders muß an einem gerissenen Brustmuskel operiert werden.

Cowboys Wide Receiver Dez Bryant hat ein leichtes Training aufgenommen.
Wann er nach seinem Fußbruch wieder spielen kann, steht noch nicht fest.

Schlechte Nachrichten für Maurkice Pouncey.
Der Center der Steelers muß noch einige Operationen an einem Knöchel über sich ergehen lassen, den er sich in einem Vorbereitungsspiel brach.

Giants Wide Receiver Odell Beckham konnte wegen Oberschenkelproblemen nicht trainieren.
Giants Cornerback Prince Amukamara wird mit einem angerissenen Brustmuskel 3-4 Wochen ausfallen.

Rams Guard Rodger Saffold muß an einer Schulter operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.

Titans Rookie Linebacker Deiontrez Mount zog sich beim Training einen Kreuzbandriß zu. Damit ist seine Saison beendet.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Kurzberichte
brown-antonioIn Pittsburgh hat Ben Roethlisberger ein leichtes Training aufgenommen. Der Quarterback hat ein angeschlagenes Knie und es wird noch etwas dauern, bis er wieder wird spielen können.
Steelers Wide Receiver Antonio Brown (Bild) schmeckt der Quarterback-Wechsel überhaupt nicht.
Mit Big Ben gehörte Brown zu den besten Receivern der Liga, Michael Vick wirft kaum in seine Richtung.
Brown fing nur neun Pässe für 87 Yards, in den zwei Spielen seit Vick Roethlisberger ersetzt. In den drei Spielen mit Roethlisberger waren es 29 Pässe für 436 Yards.
Brown möchte nun, daß Vick ihm den Ball öfter zuwirft, damit er etwas positives Bewirken kann. Wenn Brown den Ball erst mal in Händen hat, sind noch einige Extrayards drin.
Und Brown ist ein durchsetzungsfähiger Receiver, der sich gegen Verteidiger wehren kann. Deshalb ist es in seinen Augen kein großes Risiko, ihm den Ball zuzuwerfen.
Doch Brown steht oft unter Doppelbewachung. Da bleibt ein Risiko, denn Vick kann seine Pässe nicht mit der nötigen Präzision werfen.
Mal sehen, was sich Offensive Coordinator Todd Haley einfallen läßt, um die starke Defense der Cardinals zu überlisten.
Arizonas Head Coach kennt die Steelers ja ganz genau. Von 2007 - 11 war Bruce Arians der Offensive Coordinator in Pittsburgh.

„Ich bin angepißt,“ meinte Brandon Weeden auf die Frage, wie er sich fühle nachdem die Cowboys ihn als Starter demontiert hatten.
Aber... mit Weeden als Starter haben die Cowboys alle drei Spiele verloren. Das ist natürlich nicht allein seine Schuld, denn mit Dez Bryant fehlt ja auch noch der beste Wide Receiver des Teams, aber null von drei, da kann man den Quarterback schon mal austauschen.
Weeden sagte aber auch, daß er die Entscheidung des Trainerstabs wie ein Profi behandeln wird. Er plane keine Mitleidsparty.

Die Colts gaben Ahmad Bradshaw einen Einjahresvertrag.
Bereits letztes Jahr spielte der Running Back für die Colts bis er sich ein Bein brach.
Bradshaw ist Ersatzmann, falls Frank Gore etwas passiert.

Der Lazarettreport
Die Patriots setzten Left Tackle Nate Solder mit einem Bizepsriß auf die Verletztenliste.
Damit ist seine Saison beendet.

Die Defense der Panthers muß sich wohl auf Marshawn Lynch vorbereiten.
Der Running Back der Seahawks hat seine Oberschenkelprobleme überstanden und ist einsatzbereit.

Browns Quarterback Josh McCown sorgte für eine große Überraschung. Er wurde zum besten offensiven Spieler der AFC gewählt.
Dazu folgt natürlich noch die genaue Auflistung.
Doch seine Heldentat, die zu einem Sieg Clevelands in Baltimore führte, forderte ihren Preis. McCown verletzte sich an einem Knöchel und sein Einsatz gegen Denver ist gefährdet.

Lions Linebacker DeAndre Levy muß an der Hüfte operiert werden.
Für ihn könnte die Saison damit beendet sein.

Müssen die Ravens auf den dritten Mann setzen?
Running Back Justin Forsett hat einen schmerzenden Knöchel. Ersatzmann Taliaferro wurde am Mittwoch mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste gesetzt. Es sieht also so aus, als müßte Javorius Allen ran.

„Ich werde starten,“ zeigte sich Tyrod Taylor überzeugt.
Der Head Coach des Bills Quarterbacks, Rex Ryan, sieht das etwas anders.
Taylor hat ein angeschlagenes Knie. Zunächst hieß es, daß er ein paar Spiele verpassen wird. Doch das steht wohl noch nicht fest.
Gegen die 5-0 Bengals würde Taylor dringend gebraucht.

Hat Justin Tuck einen gerissenen Brustmuskel?
Heute wird der Defensive End der Raiders untersucht, um das festzustellen.
Wenn der Befund positiv ist, ist das für Tuck negativ, denn dann ist die Saison für ihn beendet.

Die besten Spieler der Woche 5

AFC
OFFENSE: QB JOSH MC COWN, CLEVELAND BROWNS
36 von 51 Pässen für 457 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche
HIER gibt es McCowns Highlights...

DEFENSE: S MIKE ADAMS, INDIANAPOLIS COLTS
4 Tackles, 2 Interceptions
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K MIKE NUGENT, CINCINNATI BENGALS
2 von 2 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB ELI MANNING, NEW YORK GIANTS
41 von 54 Pässen für 441 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE FLETCHER COX, PHILADELPHIA EAGLES
3 Sacks, 2 erzwungene Fumbles, 1 eroberter Fumble, 6 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR BOBBY RAINEY, TAMPA BAY BUCCANEERS
Trug 3 Punts über 85 Yards zurück (28,3 Yards/Return)
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Kurzberichte
bell-ladingensUnd die Schiedsrichter bauen weiterhin Mist. Dabei darf man nicht vergessen, daß die Zebras pro Saison sechsstellige Summen an „Aufwandsentschädigung“ bekommen. Da wird das Ganze noch Irrsinniger.
Die Steelers kamen zu ihrem Sieg gegen San Diego, als die Zeit ablief.
Doch die Zeit hätte gar nicht auf fünf Sekunden herabgelaufen sein dürfen. Der Uhrenadministrator hatte einen entscheidenden Fehler gemacht.
Die Chargers hatten nach ihrem Field Goal zur Führung den Ball angekickt und da zeigte die Uhr 2:56 Minuten. Der Kickoff resultierte in einem Touchback, und das bedeutet, daß die Uhr nicht hätte laufen dürfen. Doch das tat sie.
Die Steelers hatten ihren ersten Snap des Drives bei 2:38 Minuten. Es hätten aber 2:56 Minuten sein müssen, 18 Sekunden mehr.
Der Side Judge ist für die korrekte Zeit verantwortlich, doch der hatte wohl gepennt. Auch den sechs anderen gutbezahlten Schiedsrichtern fiel nichts auf. Sie hätten den Fehler jederzeit korrigieren können.
Es ist Aufgabe des Uhrenadministrators, die Uhr korrekt zu bedienen. Es ist Aufgabe der Schiedsrichter, dies zu überwachen, denn die offizielle Zeit wird auf dem Platz festgehalten.
Die Uhrenadministratoren werden von der NFL eingestellt und haben oft einen Hintergrund als College-Schiedsrichter.
Daß es jetzt keine erneute heiße Diskussion über eine Fehlleistung der Schiedsrichter gibt, so wie letzte Woche, als sie den Seahawks den Sieg schenkten, ist der Tatsache zu verdanken, daß die Steelers das Spiel in letzter Sekunde gewonnen haben.

Die Steelers aktivierten Wide Receiver Martavis Bryant.
Er hat eine vier Spieltage währende Suspendierung abgeleistet und darf wieder eingesetzt werden.

Bei den Jets darf Sheldon Richards wieder mitspielen.
Der Defensive End hat seine vier Spiele Suspendierung hinter sich.

Bei den Bills wird EJ Manuel gegen die Bengals starten. Der Nr. 1 Quarterback Tyrod Taylor zog sich eine Innenbandverletzung gegen die Titans zu. Zwar muß er nicht operiert werden, aber ausfallen wird er wohl einige Zeit.

Bei den Panthers darf Luke Kuechly wieder spielen. Der Linebacker hat das Gehirnerschütterungsprotokoll erfolgreich durchlaufen und das OK der Ärzte bekommen.

Die Dallas Cowboys nutzen ihre Freiwoche um Matt Cassel einsatzbereit zu machen.
Von Ersatz- Quarterback Brandon Weeden haben sie genug gesehen. Nach drei Niederlagen mit ihm können sie auch einen anderen Quarterback ausprobieren, denn weiter nach unten kann es ja nicht mehr gehen.
Cassel hatte eine wahnsinnig gute Saison, als er bei den Patriots Tom Brady ersetzte, der sich im ersten Saisonspiel einen Kreuzbandriß zuzog. Doch anscheinend hatte Cassel dabei sein Pulver verschossen.
Aber, wie gesagt, ob die Cowboys nun mit Weeden verlieren oder mit Cassel, wo ist der Unterschied?

Die Idee von Roger Goodell war, Tom Brady so lange zu suspendieren, bis die Patriots in Indianapolis antreten müssen.
Nach vier Spielen Sperre und einer Freiwoche für New England wäre es ja auch so gekommen, wäre nicht ein Richter der Meinung gewesen, daß man jemanden nicht bestrafen kann, der eher als nicht eventuell etwas gewußt haben könnte.
Und so platzte der perfide Plan des NFL Vorsitzenden.
Die Rückkehr der Patriots an den Ort ihres letzten Betrugs, wenn es denn eventuell einer hätte gewesen sein können, findet ohne gewollte Inszenierung durch Goodell statt. Dabei hatte die Liga dieses Spiel auch noch extra zum Sunday Night Spiel gemacht. 
Die Fans beider Lager nehmen das Spiel aber zum Anlaß, ihre Wut, ihren Haß, aufeinander in den asozialen Medien auszuleben.
Sachen fliegen einem da um die Augen, die man nicht widergeben kann.
Doch auch heute verstehe ich die Aufregung immer noch nicht. In der ersten Halbzeit, als die Bälle nicht den nötigen Luftdruck hatten, stand es nur 17:7 für die Patriots. Die zweite Halbzeit ging mit 28:0 bei voll aufgepumpten Bällen sehr viel deutlicher an sie.
Hier eine neue Geschichte die sehr beliebt ist. Tom Brady soll in seinen Strümpfen ein paar Hundertdollarscheine haben, die er den Schiedsrichtern dann zusteckt, wenn er mit ihnen in Kontakt kommt.
Einfach nett, was Brady-Neider sich so einfallen lassen.
Bei den Patriots gibt es einige unschöne Geschichten, die Leukämieerkrankung von Colts Head Coach Pagano betreffend, die tatsächlich unterirdisch sind.
Doch wenn die Fans es lieben, sich zu hassen, sollten wir sie lassen.
Also, wir alle sollten jetzt tief Luft holen und hoffen, daß das Spiel nicht so langweilig wird, wie man es zur Zeit befürchten muß.
Denn Tom Brady gegen die, ja was eigentlich?
Defense der Colts?
Die ist ja nun eher ein Lachschlager.
Ne, das wird nix.

Wo wir grade bei langweiligen Spielen sind. Am Donnerstag treffen die 5-0 Falcons auf die 1-4 Saints.
Saints Head Coach Payton redet von einem langsam Start und meint das ernst.
Und er liegt vielleicht gar nicht soooo falsch, denn Drew Brees hat ein Spiel weniger als Falcons Quarterback Matt Ryan, doch beiden haben sechs Touchdownpässe auf dem Konto.
Die Offense ist nicht so sehr das Sorgenkind der Saints, es ist die Defense. Die wird immer noch von Rob Ryan geleitet, der schon nach der letzten Saison hätte gefeuert werden müssen.
Warum die Saints den immer noch mit rumschleppen, kann man nicht verstehen.
Und diese Defense, wenn man sie denn so nennen will, bekommt es am Donnerstag mit Julio Jones zu tun, dem zur Zeit besten Receiver der Liga.
Hinter seinem Namen steht zwar noch ein kleines Fragezeichen, weil er eine hartnäckige Oberschenkelverletzung hat, aber auch mit halber Kraft dürfte ihm das, was die Saints als Verteidigung bezeichnen, keine Probleme bereiten.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 5 - Die Glocke, von Mike Tomlin
bell-leveon
San Diego!
Das Spiel fand in San Diego statt.
Das wurde einem aber nur klar, wenn man unten auf die Infoleiste schaute, denn das Stadion in San Diego war mit Fans gefüllt, die die Terrible Towels schwangen.
Wenn die Offense der Chargers im Ballbesitz war, verstand Quarterback Philip Rivers sein eigenes Wort nicht. Der sagte nach dem Spiel auch, daß er sich wie bei einem Auswärtsspiel gefühlt hätte.
So viel dazu, warum die Chargers aus San Diego weg wollen.
Das Spiel gehörte in die Schublade mit den öden Langeweilern, die man vergessen... halt, vergessen wir das. Das letzte Viertel entschädigte dafür, daß man sich drei Viertel lang hat anöden lassen und tapfer durchgehalten hat.
Was da passierte, entstammte wieder einem dieser Drehbücher, die zum Schluß hin noch mal für Spannung, Aufregung und Spaß sorgen.
Bis dahin wäre sogar ein Baseballspiel sehr wahrscheinlich interessanter gewesen.
Zur Halbzeit stand es 7:3 für die Heimmannschaft, also für die San Diego Chargers, um das noch mal zu verdeutlichen.
Nach drei Vierteln führte Pittsburgh mit 10:7.
Wer jetzt noch zuschaute, wurde belohnt.
Bis dahin hatte Pittsburgh versucht, Quarterback Michael Vick keine Fehler machen zu lassen, und Chargers Quarterback Rivers versuchte verzweifelt, irgendeinen Plan gegen die harte Steelers Verteidigung zu finden.
Noch 14 Minuten im letzten Viertel, und die Chargers starteten einen Drive an der eigenen 40.
Nach mühevollen sechs Minuten warf Rivers einen Touchdownpass über 11 Yards zu Tight End Antonio Gates, der seinen zweiten Touchdown des Spiels fing und den 101. seiner Karriere. 17:10 Chargers.
Nur Gates und Tony Gonzales (111) haben als Tight Ends über 100 Touchdownpässe gefangen.
Auf Seiten der Steelers war man jetzt bereit, Vick mal einen tiefen Paß werfen zu lassen. Er traf Marcus Wheaton mit einem 72 Yarder und 20 Sekunden nach der Chargers Führung hatte Pittsburgh ausgeglichen. Bis dahin hatte Vick 17 Pässe für 89 Yards geworfen.
Drei Minuten vor Spielende erzielte Chargers Rookie Kicker Josh Lambo die 20:17 Führung mit einem Kick aus 54 Yards.
Verhaltener Jubel der in geringer Anzahl anwesenden Chargers Fans.
2:56 Minuten zeigte die Uhr.
Pittsburgh mit Michael Vick und somit ohne Chance?
Nein!
Von der eigenen 20 führte er sein Team an die eins der Chargers. Auf dem Weg dorthin gingen die Auszeiten aus. 0:05 zeigte die Uhr, als es für Pittsburgh hieß, Field Goal zum Ausgleich oder Touchdown zum Sieg?
Man entschied sich dafür, alles auf eine Karte zu setzen. San Diego hatte dankenswerterweise ein Timeout genommen, um die eigene Defense sortieren zu können.
Vor dem Spiel hatte Head Coach Tomlin angekündigt, daß er die Glocke läuten lassen will, und so setzte er auf Running Back LeVeon Bell (Bild oben).
Der hatte schon 110 Yards auf dem Boden gutgemacht, jetzt sollte er den letzten Meter noch überwinden.
Es war knapp. Bell wurde vor der Endzone gestoppt. Er streckte die Hände mit dem Ball aus, und der Ball ging über die Goalline. Jetzt gab es noch bange Minuten zu überstehen, bis die Schiedsrichter per Videobeweis überprüft hatten, ob Bell zuvor mit einem entscheidenden Körperteil den Boden berührt hatte, oder nicht.
Nicht!
Also Touchdown.
Steelers 23, Chargers 20.
Chris Boswell, der vierte Kicker der Steelers in dieser Saison, der zuvor noch nie in einem NFL Spiel gekickt hatte, durfte noch den Extrapunkt zum 24:20 Endstand erzielen in einem der spannendsten Finishes aller Zeiten.
Die Chargers liegen nun mit 2-3 Siegen auf dem vorletzten Platz der AFC West und müßten die 5-0 Broncos überholen, um Playoffchancen zu haben.
Pittsburgh liegt mit 3-2 Siegen in der AFC North nicht ganz so aussichtslos auf dem zweiten Platz hinter den 5-0 Bengals.
HIER gibt es das Video zu den Höhepunkten des Spiels...

Kurzberichte
Die Löwen brüllen es aus den Käfigen... Lions Head Coach Jim Caldwell könnte nach Joe Philbin bei den Dolphins der zweite Head Coach werden, der in dieser Saison gefeuert wird.
Doch wird er es schaffen, vor Andy Reid gefeuert zu werden?
Auch der Head Coach der Chiefs steht nach der Niederlage gegen die Bears, ja, die nun wirklich nicht guten Chicago Bears, auf der Liste der gefährdeten Head Coaches.
Doch in Lovie Smith von den Buccaneers haben die beiden einen ernstzunehmenden Konkurrenten.
Wenn er die ganze Saison durchhalten würde, wäre das schon ein Wunder und man könnte demnächst nach Tampa Bay Pilgern statt nach Lourdes.
Mann, ist das spannend.
Sean Payton... habe ich Sean Payton vergessen?
Nun, dann reiche ich den Namen jetzt nach.
Wer gegen die Eagles mit 17:39 verliert, für den gibt es eigentlich kein Morgen mehr.

„Ist es nicht Zeit, Peyton Manning auf die Bank zu setzen?“ wurde Broncos Head Coach Kubiak am Montag gefragt.
Der hielt die Frage für eine Scherzfrage und sagte mit breitem Lächeln: „Nein.“ Manning würde ganz gut spielen, meinte Kubiak weiter.
Nun, fünf Spiele mit sechs Touchdowns und sieben Interceptions geben eine verquere Definition des Begriffs „ganz gut“ ab.
Die Fans stehen noch ziemlich geschlossen hinter Manning. Vereinzelt werden in den Sportsender des Radios Stimmen laut, die gegen Manning sind, aber noch stürmt es nicht im Wasserglas.

Die Cardinals verpflichteten Dwight Freeney.
der 35-jährige bekam einen Einjahresvertrag über das Mindestgehalt von $970.000.
Der Schritt wurde notwendig, weil Arizona die Defensive Ends ausgehen.

Der Lazarettreport
Es war klar, leider.
Chiefs Running Back Jamaal Charles hat sich einen Kreuzbandriß zugezogen, und die Saison der Chiefs dürfte weiter den Bach runtergehen.

Auch für Ravens Cornerback Will Davis ist die Saison mit einem Kreuzbandriß vorzeitig beendet.

Aus der Geschichte um Andrew Lucks Schulter ist immer noch nicht die Luft raus. Am Montag trainierte der Quarterback der Colts aber voll mit. Gegen die Patriots sollte er am Sonntag einsatzbereit sein.

Broncos Linebacker DeMarcus Ware wird wohl zwei Wochen wegen Rückenproblemen aussetzen.

Texans Linebacker Jadeveon Clowney hat einen verstauchten Knöchel. Über seine Einsatzfähigkeit wird von Tag zu Tag entschieden.

Die Cardinals werden etwa sechs Wochen auf Linebacker Alex Okafor verzichten müssen. Er hat Wade.

Montag, 12. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 5 - NFL Five-0
brady-tom0202Unglaublich, wie viele Teams nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen sind.
New England und Carolina sind 4-0, da sie bereits ihre Freiwoche hatten. Cincinnati, Denver, Green Bay und Atlanta sind 5-0.
New England hatte es mit den ersatzgeschwächten Cowboys am Leichtesten. Zwar konnte die Verteidigung der Cowboys Tom Brady (Bild) fünf mal sacken, doch insgesamt war Dallas viel zu schwach, um dem routiniert auftretenden amtierenden Meister Paroli bieten zu können. Alle Sacks kamen in Halbzeit eins. In Halbzeit zwei blieb Bradys Trikot sauber.
Wohl wegen der Sacks stand es zur Halbzeit nur 13:3 für New England, aber am Ende wurde daraus ein überzeugendes 30:6.
Dallas hat mit Brandon Weeden als Quarterback und ohne Dez Bryant als durchsetzungsfähigen Receiver keine Chance, in der Offense noch irgend etwas positives zustande zu bringen.
Die Patriots steuern ungebremst auf die Playoffteilnahme zu.
Wie man hört, sieht sich Dallas ernsthaft nach einem neuen Quarterback um. Sie haben nächste Woche spielfrei.

Was braucht eine Broncos-Mannschaft, die einen alternde Quarterback als Starter hat?
Eine schlagkräftige Defense.
Quarterback Manning und Raiders Safety Charles Woodson kamen beide 1998 in die NFL. In all den Jahren gelang es Woodson nicht einmal, einen Paß von Manning abzufangen.
Gestern fischte er dafür gleich zwei Pässe von Manning aus der Luft. Mit seinen 39 Jahren wurde Woodson damit der älteste Spieler der NFL, dem zwei Interceptions in einem Spiel gelangen.
Doch auch die Defense der Broncos spielte gut, und das mußte sie auch. Im letzten Viertel trug Broncos Cornerback Chris Harris jr. einen abgefangenen Paß über 74 Yards zum Touchdown zurück und sicherte damit den Erfolg für sein Team.
Ungewöhnliche Probleme hatte Raiders Kicker Janikowski. Der Pole hatte einen geblockten Field Goal Versuch im ersten Viertel und im dritten Viertel setzte er einen 40-Yarder neben die Stangen. Auch ein Onsidekick-Versuch ging schief.
Und das, wo er doch vor dem Spiel für seinen 241. Einsatz als Raider geehrt wurde. So viele Spiele hatte bisher noch kein Spieler für die Raiders absolviert.
In einem zähen Kampf rangen die Broncos die Raiders mit 16:10 nieder und blieben unter den Ungeschlagenen.
Schlecht für die Broncos ist allerdings, daß sich Paß-Rusher DeMarcus Ware am Rücken verletzte und ausschied.
Im letzten Viertel erwischte es Raiders Defensive End Justin Tuck an einer Schulter.

Quarterback Andy Dalton und seine Bengals hatten mit den Seahawks den wohl stärksten Gegner, der noch Ungeschlagenen.
Bengals Head Coach Marvin Lewis hat eine Erklärung dafür gefunden, warum seine „rostige Flinte“ zurück zu Red Rifle mutierte.
Nachdem Dalton in der letzten Saison erneut in den Playoffs kläglich scheiterte, wurde er im Pro Bowl, in den er wegen seiner Leistungen in der regulären Saison verdient gewählt wurde, gnadenlos ausgebuht.
Das motivierte ihn, meinte Lewis, womit er recht haben könnte.
Gegen die Defense der Seahawks vervollständigte er gestern 30 seiner 44 Pässe für 331 Yards und 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Sein Gegenüber Russell Wilson war mal wieder mehr damit beschäftigt, hinter seiner durchlässigen Line am Leben zu bleiben. Seine Bilanz lautet 15 von 23 für 213 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Cincinnati schaffte es, einen 24:7 Vorsprung der Seahawks noch aufzuholen.
Mit 24:24 ging es in die Verlängerung. Beide Teams hatten zweimal Ballbesitz, und die Bengals dann das glücklichere Ende.
Ein Kick von Mike Nugent aus 42 Yards knallte an die linke Torstange und flog von da aber weiter über die Querstange.
Der 27:24 Sieg war hart erkämpft, aber verdient, und auch die Bengals marschieren umgeschlagen weiter.

Auch Atlanta brauchte die Verlängerung, um die Redskins zu schlagen.
Es war eine grauenvolle Vorstellung, die die Offense der Falcons bot.
Quarterback Matt Ryans Bilanz von 24 aus 42 für 254 Yards, 0 Touchdowns aber 2 Interceptions, kann man unter vergessenswert abheften.
Redskins Quarterback Kirk Cousins brachte es auf 21 von 32 für 219 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions, von denen eine in der Verlängerung kam.
Mit 19:19 gingen die beiden Teams in die Extrazeit. Hier bekamen die Redskins zuerst den Ball und starteten von der eigenen 20.
Sie kamen bis an die eigene 48 und Cousins warf in Richtung Wide Receiver Ryan Grant. Der rutschte aus, fiel hin, und der Ball flog über ihn hinweg. Cornerback Robert Alford fing das Ei ab und trug es über 59 Yards zum Touchdown und zum äußerst knappen und gar nicht mal so verdienten 25:19 Sieg in die Endzone.
Also blieb auch Atlanta ungeschlagen.

Die Packers hatten es mit den Rams zu tun, die letzte Woche die Cardinals aus dem Club der Ungeschlagenen geboxt hatten.
Und auch in Green Bay benahmen sie sich sehr aufmüpfig.
19 Heimspiele und 580 geworfene Pässe lang wurde Packers Quarterback Aaron Rodgers nicht intercepted.
Damit ist seit gestern Schluß. Die Rams pickten gleich zwei seiner Pässe aus der Luft. Im dritten Viertel verlor Rodgers dann sogar noch den Ball. Doch all diese Mißgeschicke mal beiseite gelegt, kam Rodgers noch auf 19 aus 30 für 241 Yards, 2 Touchdowns und halt die 2 Interceptions.
Machen konnten die Rams nichts aus ihren Vorteilen, dafür sind sie dann doch nicht stark genug. Die Defense Green Bays fing im Gegenzug gleich vier Pässe von Nick Foles ab. Der brachte es dann auch nur auf 11 von 30 für 141 Yards und 1 Touchdown.
Green Bay gewann 24:10, verlor aber weitere Spieler.
Right Guard T.J. Lang (Knie), Linebacker Nick Perry (Schulter) und Nose Tackle B.J. Raji (Leiste), fielen verletzt aus.
Bei den Rams schied Defensive End Chris Long mit einer Knieverletzung aus.

Nach fünf Woche ohne Niederlage können Cincinnati, Denver, Green Bay und Atlanta sich schon mal auf die Playoffs vorbereiten. 91% aller Teams, die mit 5-0 in die Saison starteten, kamen in die Playoffs.
New England und Carolina sind mit 4-0 auch auf Kurs in die Endrunde.

Kurzberichte
In der 17:42 Niederlage gegen die Cardinals hatten die Lions genug von Quarterback Matthew Stafford. Nach seiner dritten Interception setzten sie ihn auf die Bank.
25 Minuten vor Spielende kam Dan Orlovsky auf den Platz. Für ihn reichte es in der Kürze der Zeit dann nur noch für eine Interception.
Head Coach Jim Caldwell sagte nach dem Spiel, daß Stafford der Starter des 0-5 Teams bleibt.

Die Cowboys beendet die Saison von Lance Dunbar am Samstag offiziell.
Sie setzten den Running Back mit seinem gerissenen Kreuz- und Innenband auf die Verletztenliste.

Der Lazarettreport
Die Chiefs warten gespannt auf die Untersuchungsergebnisse von Jamaal Charles Knie.
Der Running Back hat sich in der 18:17 Niederlage gegen Chicago am rechten Knie verletzt und es könnte sich um einen Kreuzbandriß handeln.

Lions Linebacker DeAndre Levy, Hüfte.

Für die Ravens reicht es Zuhause noch nicht mal mehr zu einem Sieg über Cleveland. Nach Verlängerung verlor Baltimore mit 30:33, und Linebacker Elvis Dumervil mit einer Leistenverletzung.

Browns Linebacker Scott Solomon, Knie.

Bills Running Back Cierre Wood, keine genauen Angaben.

Eagles Rookie Wide Receiver Nelson Agholor, muskuläre Probleme im unteren linken Bein.
Eagles Wide Receiver Josh Huff, keine genauen Angaben.

Patriots Linebacker Donta Hightower, Rippe.
Patriots Offensive Lineman Nate Solder, Ellenbogen.

Giants Linebacker Jon Beason überstand den knappen 30:27 Sieg gegen die 49ers nicht ohne Blessuren.
In einem Spiel, das nichts für Fans der Teams mit schwachen Nerven war, zog er sich eine Gehirnerschütterung zu.
49ers Running Back Reggie Bush kam von einer Wadenverletzung zurück und verletzte sich erneut an der Wade.

Samstag, 10. Oktober 2015

Kurzberichte
hasselbeck-coltsVom Totenbett auf das Spielfeld, so beschreibt Colts Head Coach Chuck Pagano, was mit seinem Quarterback Matt Hasselbeck (Bild) in dieser Woche los war.
Der Ersatzmann von Andrew Luck verbrachte eine Nacht mit einer bakteriellen Infektion im Krankenhaus. Danach kam er kaum von der Kloschüssel runter. Er bekam Infusionen, um überhaupt nur zu funktionieren.
Und daß der 40 Jahre alte, kranke Mann dann die Texans fachgerecht zerlegte, grenzt an ein Wunder.
Indianapolis steht mit 3-2 Siegen an der Spitze der AFC South. Zwei dieser Siege fuhr Matt Hasselbeck ein.
In vielen anderen Teams würde jetzt das Gerücht einer Quarterback-Kontroverse umgehen. Nicht so bei den Colts. Hier soll Luck sofort wieder starten, wenn seine Schulter es zuläßt.
Für Hasselbeck ist das OK, wie er sagte. Er ist mit seiner Rolle als Ersatzmann zufrieden, meinte er.

„Ich habe keine Angst,“ sagte Russell Wilson in einem Interview.
Der Quarterback der Seahawks spielt hinter einer Line, die so unsäglich schlecht funktioniert, daß ein Beobachter Angst um den Quarterback bekommen kann.
Nur die O-Line der Chiefs hat mehr Sacks zugelassen, als Seattles 18. Und das, obwohl Wilson ein Fluchtkünstler ist. Jeder andere Quarterback der Liga hätte schon doppelt so oft unter Verteidigern gelegen, wie Wilson.
Darrell Bevell, der für die Auswahl der Spielzüge verantwortlich ist, meinte dann auch, daß ihm das auch schon aufgefallen wäre. Man müßte jetzt dringend etwas dagegen tun.
Nach vier Spieltagen eine glorreiche Erkenntnis.
Doch Wilson müsse auch etwas tun, um die Situation zu entschärfen. Er müßte den Ball schneller loswerden, meinte Bevell.
Wie auch immer, es muß sich etwas ändern.
Wenn es auf dem Niveau weitergeht, dann könnte Wilson in dieser Saison 72 mal gesackt werden.
Der Rekord steht bei 76 Sacks, die Texans Quarterback David Carr 2002 kassierte.

Haben die Spieler der NFL die Zeichen der Zeit verstanden?
Man könnte fast zu dieser Überzeugung kommen, denn im Jahr 2015 wurden nur 37 Spieler verhaftet in den ersten neun Monaten. Letztes Jahr waren es in diesem Zeitraum 57.

Hoyer, Mallett, Hoyer...
Texans Head Coach O`Brien gab nach Hoyers ansehnlichem Spiel gegen die Colts bekannt, daß der Quarterback auch in Woche sechs starten wird.
Am Freitag wurde Linebacker Jadeveon Clowney mit einem Stützstiefel an seinem rechten Bein gesehen. Der Head Coach meinte dazu, daß es nichts schlimmes wäre und der Linebacker gegen die Jaguars einsatzbereit sein wird.

Die Einnahmemaschine der NFL kommt doch langsam in Gang.
Bills Defensive End Jerry Hughes und Dolphins Wide Receiver Jarvis Landry sagten unschöne Worte in Richtung Schiedsrichter, und das kostete sie jeweils $23.152 Strafe.
Hughes muß noch zusätzliche $8.681 zahlen, weil er mit einem Spieler der Giants überharten Helm zu Helm Kontakt hatte.
Panthers Cornerback Josh Norman und Saints Running Back Khiry Robinson benutzten Bälle, als sie gelungene Situationen feierten.
Das ist in der NFL verboten und kostete die beiden jeweils $8.681.
Zählt man das alles zusammen, dann ist man meilenweit von den sechsstelligen Summen, die die NFL in den Vorjahren pro Woche von ihren Spielern kassierte.

Die Dallas Cowboys haben Quarterback Matt Cassel für das Spiel gegen die Patriots in den aktiven Kader geholt.
Er soll die Nr. 2 hinter Brandon Weeden sein.

Am Sonntag soll es endlich klappen. Am Sonntag will Charles Woodson, Safety der Raiders, endlich einen Paß von Peyton Manning, Quarterback der Broncos, abfangen. Immerhin spielen die beiden seit 1998 in der NFL, also seit ewigen Zeiten.
Beide kamen in der ersten Runde der Draft 1998 in die NFL. Beide sind 39 Jahre alt.
Charles Woodson wurde an Position vier von den Raiders einberufen, Manning an erster Stelle von den Colts. Beide haben einen Super Bowl Ring.
Woodson hat 62 Interceptions in der NFL, doch nicht einmal war ein Paß von Peyton Manning darunter in all den 18 Saisons.
So oft haben die beiden auch gar nicht gegeneinander gespielt. Regelmäßig sehen sie sich erst seit drei Jahren, seitdem sie für Divisionsrivalen spielen.
Doch auch in diesen vier Divisionsspielen seitdem fischte Woodson keinen Paß Mannings aus der Luft.
Morgen soll es endlich zu einer Premiere kommen,
Manning wird in seiner O-Line auf Left Tackle Ty Sambrailo und eventuell auch Guard Evan Mathis verzichten müssen.

Der Lazarettreport
Die Seahawks gaben bekannt, daß Running Back Marshawn Lynch wegen seiner Oberschenkelverletzung nicht gegen Die Ungeschlagenen Bengals spielen kann.

Bei den Bills fallen Running Back LeSean McCoy und Rookie Karlos Williams aus.

Bei den Redskins fallen Wide Receiver DeSean Jackson (Oberschenkel), Tight End Jordan Reed (Gehirnerschütterung, Knie, Knöchel), Cornerback Chris Culliver (Knie) und CB DeAngelo Hall (Zeh) aus.

Die Lions müssen auf mehrere Leistungsträger verzichten, falls es die bei den Lions überhaupt gibt.
Defensive Tackle Haloti Ngata, Running Back Joique Bell und Tight End Eric Ebron fallen verletzt aus.

Freitag, 9. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 5 - Der Donnerstag
johnson-andre-coltsWas haben die Fans der Texans früher gejubelt, wenn Star- Receiver Andre Johnson (Bild) einen Touchdownpass fing. 12 Jahre spielte er für Houston.
Gestern waren sie allerdings sehr still bei den zwei Touchdowns Johnsons, denn in dieser Saison spielt er für den Divisionsrivalen Indianapolis Colts.
Vier Spiele lang hatten die Colts keine Verwendung für einen der besten Wide Receiver aller Zeiten. Er machte aber auch den Eindruck als wäre er zu alt, zu langsam und er stand selten frei. Doch ein Spiel gegen sein altes Team, in seinem alten Stadion, das weckte den alten Mann (34 Jahre). Er fing sechs Pässe für 77 Yards und zwei Touchdowns.
Zwei weitere alte Männer sorgten dafür, daß der Spruch „Alter vor Schönheit“ eingehalten wurde. Der 40 Jahre alte Quarterback Matt Hasselbeck vervollständigte 18 seiner 29 Pässe für 213 Yards und 2 Touchdowns.
Der 42 Jahre alte Kicker Adam Vinatieri erzielte zwei Field Goals und drei Extrapunkte.
Bleibt noch zu erwähnen, daß der 32 Jahre alte Running Back Frank Gore mal nicht den Ball kurz vor der Endzone verlor, sondern auch einen Touchdown beisteuerte.
Da hatten die jungen Wilden aus Houston das Nachsehen, die durchaus den Sieg hätten erringen können.
Kurz vor der Halbzeitpause setzte Quarterback Brian Hoyer einen Ave Maria Paß über 42 Yards in die Luft, und das Gebet wurde erhört. Die Verteidiger der Colts räumten sich in der Endzone gegenseitig aus dem Weg und machten den Weg frei für Wide Receiver Jaelen Strong, der den Ball somit unbedrängt fangen konnte.
Als es kurz vor Spielende 27:20 für Indianapolis stand, kamen die Texans noch mal bis an die 38 der Colts. Hoyer hatte Zeit, er suchte,
und suchte,
und suchte,
und wurde genau in dem Moment weggeputzt, als er den Ball in die Luft setzte. Der landete dann punktgenau in den Armen von Safety Mike Adams, der somit beide Interceptions der Colts an diesem Abend fing.
Den ersten noch von Ryan Mallett. Der spielte recht gut, doch ein harter Hit mit dem Helm voran in seine Magengrube durch einen Verteidiger, ließ ihm die Luft ab.
Hoyer kam für ihn rein, spielte etwas besser und blieb drin. Mallett wollte zwar wieder rein, aber Head Coach O`Brien ließ ihn nicht.
Doch die unglaublich schwache Leitung der eigentlich sehr starken Defense der Texans fand kein Mittel gegen die Offense der Colts, die von einem Methusalem angeführt wurde. JJ Watt stand unter konsequenter Doppelbewachung und konnte so gar keine Akzente setzen.
Daher ging Indianapolis zum 16. Mal in Folge als Sieger gegen einen Divisionsrivalen vom Platz und stellte damit einen neuen NFL Rekord auf.
Das haben noch nicht mal die Patriots in ihrer recht schwachen Division geschafft.
Die Patriots sind übrigens der nächste Gegner der Colts.
Da heißt es jetzt: „Tief Luft holen und nicht wieder auslassen.“

Kurzberichte
Bei den Cowboys meldete sich Sean Lee wieder zum Training.
Der „Quarterback“ der Defense hat das Gehirnerschütterungsprotokoll erfolgreich durchlaufen.

Bei den Ravens heißt es, daß Wide Receiver Steve Smith mit seiner Rückenverletzung am Sonntag nicht wird spielen können.

Nu isser doch weg.
Die Dolphins feuerten Defensive Coordinator Kevin Coyle. Der wußte mit dem Einhundertmillionendollarverteidiger Ndamukong Suh nichts anzufangen und fand auch sonst keine Mittel, mal irgendeine gegnerische Offense zu stoppen.
Nach reiflicher Überlegung hat der neue Head Coach Dan Campbell Coyle am Donnerstag endlich entlassen. Ein neuer Defensive Coordinator von Außen ist allerdings noch nicht gefunden worden. Deshalb wird Defensive Backs Coach Lou Anarumo die Defense zunächst leiten.
Coyle wird wohl niemand wirklich vermissen. Seit er in Miami wirkte, 2012, ließen die Dolphins 317, 335 und 373 Punkte pro Saison zu. In dieser Saison waren sie auf dem Weg 404 zuzulassen.

Die Patriots gaben Running Back Dion Lewis eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre.
Der neue Vertrag soll $5 Millionen wert sein.

Die 49ers werden im Sunday Night Football Spiel gegen die Giants auf Ahmad Brooks verzichten müssen.
Die Schwester des Linebackers starb in dieser Woche an der Autoimunkrankheit Lupus.
Brooks flog nach Louisiana, um an den Trauerfeierlichkeiten und der Beerdigung teilzunehmen.
Krsunthia Brooks wurde nur 40 Jahre alt.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Für Goodell ist alles Roger
goodell-rogerGoodell der Allmächtige (Bild) sprach, und die NFL Gemeinde hörte zu.
So sagte der Vorsitzende der NFL, daß er in dem blamablen Getue um Tom Brady, das für Goodell zu einer krachenden Blamage führte, nichts bereut.
Er hätte das Wohl der NFL im Sinn gehabt, und danach gehandelt.
Tom Brady, den er sehr schätzt, wie der Commish betonte, hätte sich an die Regeln zu halten die für jeden Spieler gelten. Wer die Integrität des Spiels verletzt, der gehört bestraft.
Was mich zu der Frage bringt, warum ein verurteilter Frauenschläger und ein mieses Subjekt wie Greg Hardy am Sonntag wieder spielen darf, und inwieweit ein Spieler, der eine Frau krankenhausreif prügelt, NICHT die Integrität des Spiels, ja der ganzen Liga, verletzt?
Aber Goodell sieht das mit den Frauenschlägern ja nicht so eng. Dazu gibt es (leider) weiter unten noch mehr.
Wie sieht Goodell denn die Chance, daß demnächst auch mal in Deutschland Spiele in der regulären Saison stattfinden?
Nun, Mexico steht auf jeden Fall auf dem Plan, und das schon 2016 in Mexico City, Deutschland vielleicht... irgendwann... wann steht noch nicht fest.
Internationale Spiele, vornehmlich in London, stehen auf jeden Fall bis 2025 auf dem Plan. In diesem Zeitraum wird es dann wohl auch zu einem oder mehreren Spielen in Deutschland kommen.
Für den Pro Bowl sieht die NFL in der weiteren Zukunft Brasilien, Süd Afrika und Australien als Austragungsorte.
Für Los Angeles blieb dann auch noch etwas Zeit, und der Status, daß 2016 dort schon ein Team angesiedelt werden soll, bleibt bestehen.
In Sachen Fantasy Football hatte Goodell auch etwas zu sagen. Er hält es für bedenklich, daß Spieler dazu angeregt werden, in täglich wechselnde Teams Geld zu investieren. Zwar gäbe es die saisonlangen Fantasyligen schon lange, doch die Möglichkeit, täglich zu spielen ist recht neu.
Einige Bundesstaaten würden diese Art Glücksspiel erlauben, und natürlich würde die Liga sich an die Gesetze der einzelnen Staaten halten. Gut findet Goodell das aber nicht.
Vorsicht was Du sagst Goodell. Das könnte von manchem so verstanden werden, daß man als Spieler in Teams in Colorado und Washington für die Einnahme von Marihuana nicht bestraft werden kann, weil die Gesetze dieser Staaten den Konsum legalisiert haben. Doch daran hält die Liga sich nicht.
Vielleicht verletzt Marihuana die Integrität des Spiels?
Man weiß es ja nicht.
Bleibt noch das Thema Preseason und erweiterte Playoffs, wenn nicht gar die 18 Spiele umfassende Saison.
Die Teambesitzer beraten zur Zeit darüber, nicht mehr vier Vorbereitungsspiele auszutragen. Doch da und auch bei der 18 Spiele Saison und den erweiterten Playoffs, stehen noch viele Beratungen bevor.
Und dann meinte der Commissioner noch, daß ihm die neue Regel bei den Extrapunkten sehr gut gefällt.

Frauenschläger verletzen NICHT die Integrität des Spiels
Greg Hardy ist (leider) immer noch Thema, und wird es vielleicht noch ein paar mal sein.
Sein erstes Interview schlug hohe Wellen. Was alle vermißt haben, sind Worte der Entschuldigung oder der Reue in Richtung seines verprügelten Opfers.
Hardy saß auf dem Podium und machte Scherze, oder was er dafür hielt, und plauderte locker vor sich hin. Anders als Ray Rice in der gleichen Situation, der sich bedauernd darüber äußerte, daß er seine damalige Verlobte bewußtlos geschlagen hatte, kam von Hardy in dieser Richtung nichts.
Das wirft die Frage auf, warum so ein Lowlife wie Hardy am Sonntag für die Dallas Cowboys spielt, und Ray Rice immer noch wie ein Aussätziger behandelt wird?
Auf die Frage eines Reporters an Hardy, ob er irgend etwas bereuen würde, antwortete der: „Natürlich. Ich bedauere, daß ich meinem Team erst jetzt helfen kann. Aber immerhin wurde ein Traum wahr... Ich bin jetzt ein Dallas Cowboy, Mann.“
Dann fuhr er fort und betonte, daß er Tom Brady bewundert, besonders aber dessen Frau. Hardy hofft, daß Brady seine heiße Frau mitbringt, und ihre Schwestern und all ihre Freundinnen.
Tom Brady tat diese Bemerkung Hardys ab, indem er sagte, daß er sich auf das Spiel vorbereitet, und natürlich auf Hardy, der ein guter Spieler wäre.
Cowboys Teambesitzer Jerry Jones wollte zu den Bemerkungen seines kriminellen Spielers keinen Kommentar abgeben.
Daß der Defensive End am Sonntag von den Cowboys-Fans im Stadion mit Jubel empfangen wird, steht wohl außer Frage. Die Fans sehen hauptsächlich, daß er der stark ersatzgeschwächten Defense helfen kann.

Kurzberichte
Die NFL hat schwer nachgelassen im Abkassieren ihrer Spieler.
Schon letzte Saison zeichnete sich ein Abwärtstrend bei den Geldstrafen an. In dieser Saison muß man glatt eine Gewinnwarnung aussprechen.
Gerademal $8.681 nimmt die Liga in dieser Woche ein. Die muß Giants Wide Receiver Odell Beckham zahlen, weil er Bills Safety Duke Williams geschlagen hat.
Beckham will gegen die Strafe Einspruch einlegen.

Cowboys Teambesitzer Jerry Jones hat Ersatz- Quarterback Brandon Weeden als einen der Gründe genannt, warum das Team die zwei Spiele mit ihm als Starter verloren hat.
Weedens nachlassende Leistung jeweils in der zweiten Halbzeit, hätten zu den Niederlagen geführt.
Ist das der zarte Hinweis darauf, daß Matt Cassel am Sonntag starten könnte?
Cassel ersetzte Tom Brady hervorragend, als dieser sich damals gleich im ersten Saisonspiel einen Kreuzbandriß zuzog.
Seitdem hat er diese Leistung aber nicht mehr abrufen können.
Und die Kritik an Weeden ist dann doch vielleicht etwas überzogen. Gegen die Saints brachte er Dallas kurz vor Spielende ganz gekonnt über das ganze Feld, und was soll er denn machen, ohne Wide Receiver Dez Bryant, der vornehmlich für die tiefen Pässe zuständig ist?
Jetzt ist auch noch Running Back Lance Dunbar ausgefallen, der den Quarterback etwas hatte entlasten können.
Viel mehr wird Cassel da auch nicht machen können.

Dolphins Quarterback Ryan Tannehill tut es leid, daß er sich abfällig über Verteidiger des Trainingsteams geäußert hat.
Sagt er jedenfalls.
Das war wohl eine direkte Reaktion darauf, daß sein neuer Head Coach dem Quarterback in blumigen Worten gesagt hat, was man als: „Heul leise, Flasche,“ verstehen konnte.
Head Coach Campbell will weg vom „Tu niemandem weh Training“ seines gefeuerten Vorgängers Philbin, und hin zu einem Training, das einem echten Spiel näher kommt.
Da kann man keinen weinerlichen Quarterback gebrauchen.
Derweil sagte Teambesitzer Alex Ross, daß er auf der Suche nach einem neuen Defensive Coordinator ist. Head Coach Campbell hat zwar einige Änderungen im Trainerstab vorgenommen, aber nur bei Assistenztrainern in der Offense.
Defensive Coordinator Coyle hat seinen Job noch nicht verloren.
Doch Ross meinte, daß es noch wichtige Veränderungen geben muß. Und seine Suche nach brauchbaren Defensive Coordinators zeigt ja, wer da als nächstes zum Arbeitsamt gehen muß.

Die Bills sorgten für etwas Wettkampf auf der Kicker Position.
Um mehr Leistung aus Dan Carpenter herauszukitzeln, verpflichteten sie Billy Cundiff. Er kann den Job gewinnen, wenn er Carpenter aussticht.

Auf dem Verletzungsbogen der Colts für das heutige Siel in Houston tauchen beide Quarterbacks auf.
Andrew Luck ist mit seiner Schulter noch als fraglich gelistet.
Matt Hasselbeck ist krank. Was er hat, wurde nicht mitgeteilt, aber sein Einsatz ist auch fraglich.

Die besten Spieler der Woche 4

AFC
OFFENSE: QB PHILIP RIVERS, SAN DIEGO CHARGERS
23 von 38 für 358 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 7. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S T.J. WARD, DENVER BRONCOS
6 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 1 abgewehrter Paß
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K JUSTIN TUCKER, BALTIMORE RAVENS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Dies ist seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
33 von 41 Pässen für 359 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 21. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB JOSH NORMAN, CAROLINA PANTHERS
4 Tackles, 2 Interceptions von denen er 1 über 46 Yards zum Touchdown zurücktrug, 3 abgewehrte Pässe
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K ROBBIE GOULD, CHICAGO BEARS
3 von 3 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Ende des ersten Viertels
hardy-greg2Woche vier ist Zuende. Das bedeutet, daß ein Viertel der regulären Saison bereits Vergangenheit ist. Das bedeutet auch, daß für viele Dopingsünder und kriminelle Spieler die Suspendierungen enden.
An erster Stelle ist hier natürlich ein echter Verbrecher zu nennen, Frauenschläger Greg Hardy (Bild).
Daß seine Suspendierung von 10 auf vier Spieltage reduziert wurde, ist schon ein Skandal. Daß sich dann auch noch ein Team fand, daß diesen Typen, der eher ins Gefängnis gehört denn auf den Footballplatz, verpflichtete, ist der nächste Skandal.
Der Defensive End läuft also leider nicht in Knast-Orange mit dem Schriftzug Department of Corrections (DOC) rum, sondern in blau/weiß/silber mit dem Texas Stern.
In seiner ersten Pressekonferenz seit langem sprach Hardy über Sacks, Vaterfreuden und sogar Tom Bradys Frau, nur nicht über seine Verbrechen.
Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Dallas Cowboys ihn nach seiner Verhaftung verpflichteten. Er würde mit rauchenden Colts auf den Platz stürmen, meinte er.
Ein unsagbar dummer Vergleich, hatte er seine damalige Freundin doch nicht nur furchtbar verprügelt, sondern sie auch noch auf sein Bett geschmissen, auf dem wenigstens vier halbautomatische Gewehre lagen, und gedroht, sie zu töten.
Und so einer spielt jetzt wieder fröhlich Football, statt im Knast in der Waschküche zu arbeiten.
Gut, daß er nur eine Frau verprügelt hat, und keine Luft aus irgendwelchen Bällen abließ. So konnte seine Strafe reduziert werden, denn es wurde ja nur eine Frau verletzt und nicht die Integrität des Spiels. Das wäre ja weitaus schlimmer gewesen.
Auch andere Spieler dürfen wieder mitmischen, nachdem sie die ersten vier Spiele nur zusehen durften.
Darunter sind keine weiteren Schwerverbrecher, sondern nur die üblichen Marihuana- und Dopingfans.
Chargers Tight End Antonio Gates z.B. Er hat verbotene Leistungssteigernde Substanzen eingenommen.

Der Lazarettreport
Rams Linebacker Alec Ogletree wurde an seinem gebrochenen rechten Wadenbein operiert.
Head Coach Jeff Fisher sagte, daß man Ogletree nicht auf die Verletztenliste setzen würde, weil der Linebacker in der Saison bestimmt wieder eingesetzt werden könnte.
Als Ersatz für ihn wurde Jo-Lonn Dunbar verpflichtet.

Bears Center Will Montgomery hat ein gebrochenes linkes Wadenbein.
Chicago setzte ihn auf die Verletztenliste und seine Saison ist beendet.

Detroits Defensive Tackle Tyrunn Walker brach sich gegen die Seahawks ein Wadenbein und mußte operiert werden. Zusätzlich renkte er sich noch einen Knöchel aus.
Für ihn ist die Saison beendet.

Seahawks Running Back Fred Jackson zog sich eine Sprunggelenksverlezung zu und wird einige Zeit ausfallen.

Giants Tight End Daniel Fells wurde an einem Zeh operiert.
Damit begann der Schlamassel, denn im Krankenhaus zog er sich eine behandlungsresistente Streptokokkeninfektion zu.

Kurzberichte
Den Bills gehen die Running Backs aus.
Sie luden Trent Richardson und einige andere zum Probetraining ein.
Richardson bestand auch diesen Test nicht.
Die Bills verpflichteten Ex-Colts Running Back Dan „Boom“ Herron.

Sind aller guten Dinge drei?
Wenn ja, dann müßte es für Connor Barth jetzt endlich in Tampa Bay klappen.
Die Buccaneers verpflichteten den Kicker zum dritten Mal.
Damit fanden die Bucs einen Ersatz für Kyle Brindza, der in den letzten beiden Spielen nur 2 von 7 Field Goal Versuchen erfolgreich verwandeln konnte, und zwei Extrapunkte vergab.

Lions Head Coach Jim Caldwell möchte nicht mehr über die Fehlentscheidung der Schiedsrichter sprechen, durch die Seattle zu einem glücklichen Sieg kam.
Für ihn ist diese Tatsachenentscheidung abgeschlossen, und der Blick müsse jetzt nach vorne gerichtet werden.
Die Schiedsrichtercrew hatte übersehen, daß Seattles Wright den Ball nach einem Fumble von Lions Wide Receiver Johnson absichtlich aus der Endzone geschlagen hatte.
Das ist illegal.
Detroit hätte den Ball mit halber Distanz zur Goalline mit einem erneuten ersten Versuch zurückbekommen müssen.
Der Schiedsrichter, der für diese Situation verantwortlich war sagte, daß er nicht der Meinung gewesen wäre, daß Wright den Ball absichtlich geschlagen hätte. Deshalb hätte er keine Flagge geworfen.
Diese Entscheidung gehörte nicht zu den Situationen, die per Videobeweis überprüft werden können.
Das führte dazu, daß Detroit das einzige Team in dieser Saison blieb, das noch keinen Sieg auf dem Konto hat.
Jim Caldwell hat die Sache abgehakt. Was bleibt ihm auch sonst übrig?

Wie geht es weiter in Miami?
Im offiziellen Power Ranking der NFL muß man weit nach unten gehen, um die Miami Dolphins zu entdecken.
Sehr weit!
Sie stehen mit 1-3 Siegen auf Platz 32 der 32 Teams und damit noch unter den 0-4 Lions.
Doch Gott sei Dank wurde Head Coach Joe Philbin noch auf dem Rückflug des Teams nach der Demütigung in London endlich gefeuert.
Der neue Head Coach, Dan Campbell, hat weder als Koordinator, geschweige denn als Head Coach, irgendwelche Erfahrungen vorzuweisen.
Er ist ein ehemaliger Tight End, der bei den Dolphins als Tight End Coach gearbeitet hat, und zum Job des Head Coaches kam, wie Maria zu Jesus.
Was macht ein unerfahrener Rookie- Head Coach also, um den Fisch vor dem Ertrinken zu retten?
Nun, er feuert nicht den Defensive Coordinator. Doch gerade Kevin Coyle steht im Mittelpunkt aller Kritik. Er schafft es nicht, den teuren Neueinkauf Ndamukong Suh zu motivieren und effektvoll einzusetzen.
Campbell dürfte Coyle feuern, denn Teambesitzer Ross hat ihm alle Macht und Vollmacht über den Trainerstab gegeben.
Campbell macht aber weiter so.
Und gerade ein weiter so kann den Dolphins nun wirklich überhaupt gar nicht helfen.
Campbell hatte am Dienstag ein langes Gespräch mit dem Defensive Coordinator. Vielleicht zeigt das Wirkung?
Wirkung müßte auch ein wohl fälliges Gespräch mit Quarterback Ryan Tannehill haben.
Der $77 Millionen- Quarterback regte sich beim Training am Samstag furchtbar darüber auf, daß ein billiger Verteidiger aus dem Trainingsteam einen Paß Tannehills abfing.
So was Majetstätsbeleidigendes aber auch.
Tannehill wies den Königsmörder mit den Worten: „Genieß deine Mitgliedschaft im Trainingsteam und genieß deinen Trainingsteam-Gehaltsscheck,“ zurecht.
Tannehill soll schon länger sauer sein, daß seine Pässe im Training immer wieder abgefangen werden. Ex- Head Coach Philbin hatte aus diesem Grund die Devise an die Trainingsspieler ausgegeben, nicht zu offensiv im Training an Tannehills Pässe zu gehen.
Head Coach Campbell sagte dazu auf einer Pressekonferenz am Mittwoch indirekt zu Tannehill gewandt, daß er den Wettbewerb im Training schätzt. Man müsse unter annähernden Spielbedingungen trainieren, damit man Sonntags einsatzbereit ist.
Das Training müßte intensiv sein und man müsse kämpfen, um zu gewinnen. Es ginge nicht nur darum, die Bewegungsabläufe einzustudieren, sondern auch darum, sie effektiv umzusetzen.
Nun, er hätte seinem Quarterback auch direkt sagen können: „Heul leise, Flasche!“

Und hier sind die Plätze 1 - 10 des Power Rankings

PLATZ

TEAM

BILANZ

BEST/TIEFST

1

New England
Patriots

3-0

1 / 6

2

Green Bay
Packers

4-0

1 / 2

3

Cincinnati
Bengals

4-0

3 / 16

4

Denver
Broncos

4-0

3 / 6

5

Carolina
Panthers

4-0

 

6

Seattle
Seahawks

2-2

1 / 8

7

Arizona
Cardinals

3-1

3 / 12

8

Atlanta
Falcons

4-0

8 / 25

9

New York
Jets

3-1

 

10

New York
Giants

2-2

10 / 25

Dienstag, 6. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 4 - Das völlige Versagen der Schiedsrichter
wilson-russell4Russell Wilson spielte im Monday Night Football Spiel gegen die Detroit Lions.
Russell Wilson warf 26 Pässe.
Russell Wilson vervollständigte 20 davon.
Russell Wilson erzielte 287 Yards.
Russell Wilson warf einen Touchdownpass.
Russell Wilson lief 10 mal.
Russell Wilson erzielte 40 Laufyards.
Russell Wilson entkam ein ums andere mal den anstürmenden Verteidigern der Lions.
Russell Wilson führte den Rest der Seahawks zu 13 Punkten.
Russell Wilson sah in den letzten vier Spielminuten zu, wie die Lions, die bis dahin 10 Punkte erzielt hatten, einen Drive hinlegten, der die Schwächen der Seahawks Defense offenlegte.
Russell Wilson erlebte, wie die Lions 1:51 Minuten vor Spielende an der 11 der Seahawks standen.
Russell Wilson fieberte mit, als Quarterback Matthew Stafford einen kurzen Paß zum bestbezahlten Wide Receiver der Liga, Calvin Johnson, warf.
Russell Wilson atmete auf, als Safety Kam Chancellor Johnson den Ball Zentimeter vor der Goalline aus der Hand schlug.
Russell Wilson war erleichtert, als Linebacker K.J. Wright den Ball absichtlich aus der Endzone schlug.
Russell Wilson wird es egal sein, daß diese Aktion illegal war, und eine Strafe gegen Seattle bedeutet hätte.
Ja, die Seahawks kamen mal wieder in dieser Endzone durch eine katastrophale Schiedsrichterfehlleistung mit einem Sieg davon.
Wer erinnert sich nicht an das letzte Spiel mit den Ersatzschiedsrichtern, damals gegen die Packers. Da wurde Green Bay um den verdienten Sieg betrogen, in dieser Nacht waren die Lions die Opfer.
In der Endzone darf ein Spieler den Ball nicht wegschlagen, sagte der Vizepräsident der Schiedsrichter, Dean Blandino, nach dem Spiel.
Da Wright den Ball absichtlich aus der Endzone schlug hätte Detroit den Ball an der Stelle bekommen müssen, wo Johnson ihn verlor, also Zentimeter vor der Goalline.
Statt dessen entschieden die Schiedsrichter auf Touchback, Ballbesitz der Seahawks an der 20.
Kurz darauf kniete Russell Wilson das Spiel ab und Detroit steht mit 0-4 da, während sich Seattle auf 2-2 Siege pfuschen konnte.
Ohne Russell Wilson hätte Seattle sehr alt ausgesehen. Die Offense funktionierte nur, weil Russell Wilson hinter der löchrigen O-Line um sein Leben laufen und trotzdem Akzente setzen konnte.
Die hochgelobte Defense hatte es mit einem der schwächsten Angriffe der Liga zu tun, und blieb am Ende nur knapper Sieger.
Warum, so fragte Mike Tirico seinen Analysten Jon Gruden, haben die Seahawks so viele Spieler in der O-Line, die vorher auf anderen Positionen in der Defense oder als Tight End gespielt haben?
Antwort: „Weil von den Colleges keine guten Offensive Linemen mehr kommen.“
Und DAS, sieht man jeden Sonntag, wenn man die 49ers ansieht, die Eagles, die Seahawks, die Lions, und wer da noch so alles Probleme hat.
Äh, hatte ich erwähnt, daß dieser Sieg nur, einzig und allein, auf das Konto von...
Ach, hatte ich erwähnt.
OK!

Kurzberichte 
Das hat gedauert, aber gestern war es endlich soweit, die Miami Dolphins feuerten Head Coach Joe Philbin.
Nach der Demütigung in London durch die Jets war nichts anderes zu erwarten.
Als Interimscoach wird Tight End Coach Dan Campbell agieren. Er kennt sich mit Verlieren aus, war er doch 2008 Tight End bei den Lions, die eine 0-16 Saison ablieferten.
Das soll aber kein schlechtes Omen sein. Campbell scheute sich in seiner Antrittsrede nicht, Namen von Spielern zu nennen, die ihre Leistung nicht gehaltsgerecht abliefern. Daß der $114 Millionen teure Ndamukong Suh recht uninteressiert zusah, wie die Jets am Sonntag die Dolphins Verteidigung überrannten, und daß der $77 Millionen teure Quarterback Tannehill Pässe in den freien Raum Pässen zu Receivern vorzieht, das schmeckt Campbell nicht.
Philbin verläßt Miami mit einer 24-28 Bilanz. Nie hatte der Fisch unter Philbin eine positive Bilanz, nie kam er in die Playoffs. Da hoffen wir einfach mal, daß es schlechter ja nun fast gar nicht geht. Zumal Campbell betonte, daß das Team den talentiertesten Kader hat, den er in seinen bisher sechs Jahren dort erlebt hat.

Der Plan ist bereits zum Teil aufgegangen.
Colts Quarterback Andrew Luck hätte letzten Sonntag mit seiner Schulterverletzung wohl spielen können, wenn es A) gegen einen ernstzunehmenden Gegner gegangen wäre und B) nicht bereits am Donnerstag das nächste Spiel angestanden hätte.
So wurde Luck gegen die Jaguars geschont und kann am Donnerstag gegen Houston spielen.
Zwar reichte es mit Ersatz- Quarterback Matt Hasselbeck nur zu einem knappen 16:13 nach Verlängerung, aber dieser Teil des Plans verlief positiv.
Am Montag trainierte Luck wieder ganz normal mit der ersten Mannschaft und wird wohl gegen die Texans starten.

Die Buccaneers feuerten Kicker Kyle Brindza.
Wer ihn ersetzt steht noch nicht fest.

Für Lance Dunbar ist die Saison beendet.
Der Running Back der Cowboys hat einen Kreuzbandriß.

Montag, 5. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 4 (zu Null)
Ein Tag, der grauenvoll begann, fand ein sehr versöhnliches Ende mit einem Knaller.
Das London-Spiel brachte einzig die Erkenntnis, daß Dolphins Head Coach Joe Philbin längst der Ex- Head Coach der Dolphins sein sollte.
Was Miami gegen die Jets zeigte, verspottet jede Beschreibung.
Der 27:14 Sieg der Jets geht voll in Ordnung, fiel aber zu knapp aus. 0 von 16 dritten oder vierten Versuchen wandelte Miami um. 0 von 16!
Da wurde deutlich, daß sie unter dem „Jet-lag“ litten.
Wofür Quarterback Ryan Tannehill und „Star“ Verteidiger Ndamukong Suh ihre unverschämt hohen Gehälter bekommen, konnte der geneigte Beobachter nicht erkennen.
Ryan Tannehills Bilanz lautet: 19 von 44 für 198 Yards, 2 Touchdowns bei 2 Interceptions.
Ryan Fitzpatrick brachte es auf 16 von 29 für 218 Yards, 2 Touchdown, 1 Interception. Doch mit 9 Läufen erzielte er wichtige 34 Yards.
Auf 166 Yards und einen Touchdown brachte es Running Back Chris Ivory mit 29 Läufen.
Saft- und Kraftlos in jedem Mannschaftsteil kamen die Dolphins daher. Wenn sie Philbin nicht noch diese Woche feuern, ist die Footballwelt nicht in Ordnung.

Kommen wir zu den Teams, die 3-0 Siege hatten und es auf 4-0 bringen wollten.
Auf dem Papier hatten die Bengals mit den Chiefs den schwersten Gegner. Doch die verletzungsbedingt anfällige Paßverteidigung der Chiefs erlaubte Bengals Quarterback Andy Dalton einen hervorragenden Tag.
Er vervollständigte 17 seiner 24 Pässe für 321 Yards und 1 Touchdown.
Die Bilanz von Alex Smith liest sich auch nicht schlecht. Der Quarterback der Chiefs brachte es auf 31 von 45 für 386 Yards, aber es sprang nichts dabei heraus.
Kansas City erzielte 21 Punkte, allesamt durch Field Goals von Carlos Santos. 7 von 7 lautet seine Bilanz.
Diese 21 Punkte waren zu wenig, um zu siegen.
Cincinnati gewann 36:21 und ist mit 4-0 Siegen ganz klar auf Playoffkurs.

Denver hatte es da mit den Vikings schon sehr viel schwerer.
Die Defense mußte den Sieg für die Broncos sichern, und sie tat es überzeugend. Muß sie auch, denn die Offense läuft nicht wirklich rund.
Quarterback Peyton Manning leistete sich zwei Interceptions. Beide Fehlpässe konnte Minnesota anschließend zu Punkten machen.
So war es auch nicht verwunderlich, daß neben der Defense, das Laufspiel Denvers eine große Rolle spielte. Den ersten Touchdown der Broncos erzielte Running Back Ronnie Hillman mit dem längsten Touchdownlauf der NFL Saison über 72 Yards.
Kurz vor Spielende steuerte auch Vikings Running Back Adrian Peterson mit 48 Yards einen langen Touchdownlauf bei. Vikings 17, Broncos 20.
Minnesota kam sogar noch zum 20:20, bevor Denvers Kicker Brandon McManus mit seinem dritten Field Goal des Tages den knappen 23:20 Sieg Denvers sicherte.
Die Broncos bleiben also auch im Club der unbesiegten Teams.

Green Bay hatte es gegen die 49ers, die bisher erst ein Spiel gewinnen konnten, unerwartet schwer.
Man muß den Niners aber zwei Komplimente machen. Sie konnten immerhin ein Field Goal erzielen, und die Defense schaffte es, die Packers auf 17 Punkten zu halten.
Nur 17 Punkte von einer von Quarterback Aaron Rodgers angeführten Offense, das ist eine stolze Leistung.
Was wäre, wenn San Francisco auch eine Offense hätte?
Und einen brauchbaren Quarterback?
Mann könnte sie zu den Favoriten zählen.
Haben sie aber nicht, und so blieb es beim äußerst knappen 17:3 Sieg für den doch haushohen Favoriten aus Green Bay.

Die NFC South hatte zwei 3-0 Teams an der Spitze, vor Woche vier: Atlanta und Carolina.
Nach dem ersten Viertel der Saison stehen die beiden mit 4-0 da.
Mit den Texans hatte Atlanta genauso wenig Arbeit, wie Carolina mit den Buccaneers.
Atlanta gewann 48:21, wobei die 21 Punkte für Houston erst zustande kamen, als Atlanta schon in den Gnadenmodus geschaltet hatte.
Texans Superstar JJ Watt bezeichnete die Leistung seines Teams als: bemitleidenswert.
Carolina fertigte Tampa Bay mit 37:23 ab. Bucs Quarterback Jameis Winston, die Nr. 1 der letzen Draft, leistete sich VIER Interceptions. Das war des Schlechten dann doch zu viel.

Bleiben noch die Arizona Cardinals, die fulminant in die Saison gestartet sind.
Nach der Papierform war auch ihr Gegner, die Rams, absolut schlagbar.
Auf dem Platz sah das anders aus.
Rams Rookie Running Back Todd Gurley erzielte 146 Laufyards, 144 davon in Durchgang zwei.
Quarterback Nick Foles spielte ruhig, sachlich, effektiv und brachte es auf 16 von 24 für 171 Yards und 3 Touchdowns.
Cards Quarterback Palmer haute den Ball 49 mal in die Luft. 26 Pässe kamen an für 352 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Das bedeutete am Ende eines harten Arbeitstages Rams 24, Cardinals 22.
Arizona hat den Club der Ungeschlagenen verlassen.
Dem gehören auch noch die Patriots an, die spielfrei hatten. Sie werden nächste Woche in Dallas auf 4-0 kommen.

Dallas!
brees-drew-400Das ist doch mal ein Stichwort.
Gut gespielt und doch verloren, so sieht es nach einem tollen Spiel in der Sunday Night Football Serie für die Cowboys aus.
Über die Verletzungsmisere des Teams brauchen wir nicht mehr zu reden.
Während des Spiels in New Orleans fiel auch noch der „Quarterback“ der Defense, Sean Lee, mit einer Gehirnerschütterung aus.
Dennoch lieferte Dallas den Saints einen Kampf auf Augenhöhe, denn bei denen merkte man Quarterback Drew Brees (Bild) an, daß seine Schulter ihm doch noch Probleme bereitete.
Dennoch wollte er unbedingt spielen und sein Team aus dem 0-3 Keller führen.
Das wäre beinahe in der regulären Spielzeit gelungen, aber, und dazu kommen wir noch, Kicker Zach Hocker reihte sich in die Riege der Kicker ein, die diesen Spieltag zu einem Fehlschußfestival machten.
12 Sekunden vor Spielende setzte er den Ball sehr treffsicher aus 30 Yards genau auf die linke Torstange. Damit vergab er den möglichen 23:20 Sieg der Saints.
Aber natürlich hatte der Regisseur des Spieltags das extra so eingefädelt, denn sonst wäre ja nicht ein weiterer Meilenstein von Quarterback Drew Brees in die Geschichtsbücher eingegangen. Der traf im ersten Spielzug der Verlängerung Running Back C.J. Spiller mit einem 80 Yards Touchdownpass.
Das war, nach der kürzesten Verlängerung in der Geschichte der NFL, Brees` vierhundertster Touchdownpass. Damit folgte er Tom Brady als fünfter Quarterback in der Geschichte der NFL nach, der erst vor zwei Wochen in den 400 Touchdownpass-Club aufgenommen wurde. Mit 205 Spielen brauchte Brees allerdings weniger Spiele dafür, als die anderen vier Mitglieder.
Nachdem der Regisseur an der Spannungsschraube gedreht hatte und Drew Brees den 400. Touchdownpass seiner Karriere geworfen hatte, endete das Spiel mit einem 26:20 n.V. Für die Saints, die damit einen 0-4 Start verhinderten und auf 1-3 Siege kamen.
Die Bilanz der Quarterbacks sieht wie folgt aus:
Dallas Ersatz- Quarterback Brandon Weeden: 16 von 26 für 246 Yards, 1 Touchdown
Drew Brees, mit sichtlich schmerzender Schulter: 33 von 41 für 359 Yards, 2 Touchdowns.
Ach so, und Drew Brees wurde der dritte Quarterback in der Geschichte der NFL, der über 5.000 Pässe vervollständigte. Nur er, Brett Favre und Peyton Manning haben das bisher geschafft.
Das Spiel entschädigte für den mißlungen Auftakt des ersten Spiels des ersten längsten Tages der Saison 2015, den immerhin 200.000 Zuschauer auf 7maxx verfolgten.

Schüsse ins Nichts
Die Kicker waren die Sorgenkinder am Sonntag.
Nicht nur, daß sie im ersten Viertel der Saison 16 Extrapunkte nicht verwandelten, sah es gestern ganz schlimm aus.
Nicht für Adam Vinatieri. Der Kicker der Colts wurde der erste Kicker in der Geschichte der NFL, der über 1.000 Punkte für zwei verschiedene Teams erzielte.
Und nicht für Carlos Santos, der, wie erwähnt, sieben seiner sieben Kicks für die Chiefs verwandelte.
Aber
- Josh Scobee, der gegen die Ravens zwei Schüsse danebensetzte, die im vierten Viertel zum Sieg gereicht hätten.
Er wurde gefeuert.
- Zach Hocker von den Saints vergab die Chance zum Sieg 12 Sekunden vor Spielende aus 30 Yards (Gott sei Dank für Drew Brees)
- Houstons Nick Novak vergab aus 53 Yards. Genutzt hätte das eh nichts.
- Jaguars Jason Myers vergab Sekunden vor Spielende die Chance zum Sieg aus 53 Yards:
In der Verlängerung vergab er aus 48 Yards und Indianapolis konnte das Spiel kurz darauf durch einen Treffer von Vinatieri mit 16:13 gewinnen.
- Kyle Brindza?
Der kickt für Tampa Bay und verschoß zwei seiner drei Field Goal Versuche und einen Extrapunkt. Der strömende Regen sollte nicht als Ausrede herhalten.
- Caleb Sturgis von den Eagles vergab ein 33 Yards Field Goal und einen Extrapunktversuch aus... na ja, 33 Yards.
- Blair Walsh von den Vikings vergab im zweiten Viertel ein 28 Yards Field Goal. Wie hoch verlor Minnesota noch mal?
20:23?

Der Lazarettreport
Einen Todesfall unter den Zuschauern gab es gestern.
Beim Spiel der Chiefs in Cincinnati brach ein Zuschauer in einem Waschraum des Paul Brown Stadions zusammen.
Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.
Über die Todesursache wurde noch nichts bekannt.

Die Seahawks gaben bekannt, daß Running Back Marshawn Lynch wegen seiner Oberschenkelverletzung heute Nacht nicht gegen die Lions spielen kann.

Bei den Eagles verließen Cornerback Byron Maxwell, Offensive Tackle Jason Peters und Linebacker Mychal Hendricks das Spiel gegen die Redskins vorzeitig.

Dolphins Cornerback Brent Grimes zog sich gegen die Jets eine Knieverletzung zu.

Rams Linebacker Alec Ogletree wurde mit einer Bahre vom Platz getragen. Er hat eine Knöchelverletzung, die operiert werden muß.

Bears Safety Antrel Rolle wurde mit einer Knöchelverletzung vom Platz gefahren.
Auch Bears Center Will Montgomery schied vorzeitig mit einer Knöchelverletzung aus.

Cowboys Running Back Lance Dunbar schied mit einer Knieverletzung aus.

Chargers Cornerback Brandon Flowers zog beim Sieg gegen Cleveland sich eine Gehirnerschütterung zu.
Sein Teamkollege, Wide Receiver Malcolm Floyd, zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 4 - Heute kommt Fisch auf den Tisch
big-ben-und-nfl-logoFür die Dolphins ist es das dritte Spiel in London. Das allererste Spiel der sogenannten internationalen Serie 2007 gegen die Giants verloren sie. Letztes Jahr gewannen sie gegen die Raiders.
Das Spiel der Jets gegen Miami heute ist das 12. Spiel der Serie in nunmehr bereits neun Jahren.
Die NFL hat sich in London etabliert. Wie sehr, das zeigt die Zuschauerzahl des heutigen Spiels. Obwohl die Premier League spielt und die Rugby WM in England ausgetragen wird, die auf der Insel einen enormen Stellenwert hat, ist das Wembley Stadion mit 84.000 Zuschauer wieder ausverkauft.
Selbst die nahezu zeitgleich stattfindende wichtige Fußballpartie zwischen Arsenal und Manchester im nur 12 Kilometer entfernten Emirates Stadion hat der NFL nichts anhaben können.
Die hat sich in England zum Familienfest entwickelt. Bei kaum einer andere Sportveranstaltung sieht man so viele Frauen und Kinder unter den Zuschauern, wie bei den Spielen der NFL.
Und für die Zukunft ist gesorgt. Ab 2018 werden zwei Spiele pro Jahr im neuen Stadion der Tottenham Hotspurs ausgetragen. Dieses Stadion ist voll und ganz auf die NFL ausgerichtet. Es wird einen auswechselbaren Kunstrasen für Football haben und einen Naturrasen für Soccer. Es wird zwei Umkleidekabinen haben, die für Footballteams mit 53 Spielern konzipiert wurden. Diese befinden sich an den gegenüberliegenden Enden des Stadions, und für die Fußballmannschaften gibt es die normalen Umkleiden und den Feldzugang in der Mitte des Stadions.
Da wird es dann nicht mehr sehr lange dauern, bis die US Amerikanische National Football League ein Team in Europa, Groß Britannien., England, London fest installieren wird. Mark Waller, Vizepräsident der internationalen Abteilung der Liga, geht von 2022 aus. Dann, so meinte er, wird es ein Londoner NFL Team geben.
Dieser Dreikampf gegen zwei der wichtigsten Sportarten, den die Liga erfolgreich hat bestreiten können, wäre Beweis genug, daß die NFL in London angekommen ist.
Das zeigt auch der Kartenvorverkauf für die diesjährigen drei Spiele. Mehr als 40.000 Karten für das Gesamtpaket wurden verkauft. Und das, obwohl die unsäglichen Jaguars auch wieder unter den Teams sind, die London heimsuchen.
2.000 Fans aus ganz Europa werden wieder pro Spiel den Trip nach London machen, wie die Veranstalter meldeten.
Ja, die NFL ist in der alten Welt angekommen.

Der Lazarettreport
Die Seahawks wissen noch nicht, ob Running Back Marshawn Lynch und Nose Tackle Brandon Mebane am Montag gegen die Lions werden spielen können.
Lynch hat Oberschenkel, Mebane Leiste.
Lions Running Back Joique Bell kann wegen einer Knöchelverletzung definitiv nicht spielen. Genausowenig wie Tight End Brandon Pettigrew, der eine Oberschenkelverletzung hat.

Die Ravens werden zumindest in Woche fünf auf Steve Smith verzichten müssen.
Zunächst hieß es, der Wide Receiver hätte einige gebrochene Rippen, jetzt hört man von Haarrissen im Rücken.
Wide Receiver Michael Campanaro zog sich gegen die Steelers eine saisonbeendende Bandscheibenverletzung zu.
Baltimore holte sich Wide Receiver Chris Givens von den Rams, damit Quarterback Joe Flacco nicht so ganz ohne Receiver dasteht.
Dafür erhalten die Rams die Wahlmöglichkeit der Ravens in der siebten Runde der nächsten Draft.

Die Packers holten Wide Receiver Jared Abbederis aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader.
Receiver Davante Adams` Einsatz gegen die 49ers ist zweifelhaft.
Um Platz für ihn im Kader zu machen wurde Defensive Tackle Bruce Gaston gefeuert.

Die Bears feuerten Defensive Tackle Brandon Dunn und verpflichteten Punter Spencer Lanning.
Punter Pat O`Donnell ist am rechten Knie verletzt. Sein Einsatz heute gegen Oakland ist fraglich.

Die Giants holten Tight End Will Tye aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader.
Um Platz für ihn zu schaffen terminierten die Giants den Vertrag mit Defensive Tackle Kendrick Ellis.

Kurzberichte
Eine obszöne Geste von Von Miller kostete ihn $11.567.
Der Linebacker der Broncos hatte Chiefs Quarterback Alex Smith gesackt und diesen Erfolg mit zwei Hüftstößen gefeiert. Die NFL fand die Hüftstöße anstößig und belegte Miller mit einer Geldstrafe.

Das hat gedauert. Erst am Samstag fanden die Steelers einen Kicker, der Josh Scobee ersetzen wird. Sie feuerten den Mann, der sie den Sieg gegen die Ravens gekostet hatte und verpflichteten Chris Boswell.
Der kam 2014 vom College und versuchte bei den Texans und Giants unterzukommen. Ohne Erfolg. In einem regulären NFL Spiel hat er noch nie gekickt.
Da Scobee fünf von 17 Field Goal Versuchen danebensetzte, kamen die Steelers wohl zu der Überzeugung, daß es schlechter eh nicht mehr geht.
Ihre Wahlmöglichkeit in der sechsten Runde der nächsten Draft, die die Steelers an die Jaguars für Scobee abgaben, sind sie aber dennoch los.

Samstag, 3. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 4 - London calling
philbin-hc-dolphinsAm Sonntag ist der erste „längste Tag“ der Saison. In London geht es um 15:30 Uhr los, und Ende ist dann erst am Montagmorgen so gegen sechs Uhr.
Als die Dolphins zuletzt in London spielten, war das der Auslöser zu einer Wende. Wie immer in der Ära Joe Philbin (Bild) als Head Coach startete Miami erbärmlich in die Saison. Philbin drohte damals, Quarterback Ryan Tannehill auf die Bank zu setzen, und das bewirkte, daß ein Ruck durch das ganze Team ging.
Auch dieses Jahr starteten die Dolphins wie gewohnt mies mit Philbin in die Saison, und zwar, wie üblich mit diesem Head Coach, mit 1-2 Siegen.
Dieses Mal geht Tannehill als völlig überbezahlter Starter ins Spiel und niemand würde eine Drohung, ihn auf die Bank zu setzen, ernst nehmen.
Statt dessen sollte die Vereinsführung daran denken, Philbin vor die Tür zu setzen. Mit ihm wird das nichts mehr.
Ob das London-Spiel dieses Mal eine Wende bringen kann, ist fraglich, denn die Jets Defense dürfte dem Angriff der Dolphins einige Probleme bereiten.
Auf der anderen Seite wird man sehen müssen, ob Ndamukong Suh endlich mal Lust hat, sich das enorme Gehalt, das er bezieht, auch mal zu verdienen. Bisher ist die Defense des Fischs ein Totalausfall, die noch nicht mal die Bills und noch schlimmer, die Jaguars, stoppen konnte.
Niederlagen gegen zwei Teams, die man nicht zu den Top-25 Teams der Liga zählen kann, sind unsäglich. Und auch das 17:10 gegen die Redskins war keine Offenbarung. Miami könnte also statt mit 1-2 auch mit 0-3 dastehen. Nachdem die Bills 27 unbeantwortete Punkte erzielt hatten, wurde Miami letzten Sonntag von den heimischen Fans gnadenlos ausgebuht. Die werden vielleicht sogar ganz froh sein, daß sie dieses „Heimspiel“ an London abtreten mußten.
Die Jets wurden letzten Sonntag von den Eagles zu Boden geholt. Auch sie scheinen doch nicht so wirklich zu den Playoffkandidaten zu gehören. Mal sehen, ob die selben alten Jets in London gelandet sind?
Auf jeden Fall werden ihnen Guard Willie Colon (Knie) und Tight End Jeff Cumberland (Gehirnerschütterung) fehlen.
So oder so müßte das Spiel von der Papierform her eins auf Augenhöhe werden.
Ob die Zuschauer etwas für ihr Eintrittsgeld geboten bekommen, bleibt abzuwarten. Allzuviel sollten wir uns nicht versprechen. Ein Kracher wie das Donnerstagsspiel dürfte es eher nicht werden.

Kurzberichte
Nach der Niederlage gegen die Bills wurde die Frau von Dolphins Cornerback Brent Grimes, Miko, verhaftet.
Sie geriet vor dem Stadion mit der Polizei aneinander.
Das zählt aber nicht zur Verhaftungsquote der Liga. Um die sieht es momentan richtig mau aus, denn einen ganzen Kalender-Monat lang wurde KEIN NFL Spieler verhaftet. Das ist das erste Mal seit 2009.
Das ist NEU, das ist SENSATIONELL, das ist UNGLAUBLICH... aber wahr.

Ein dickes Fragezeichen hinter dem Namen Andrew Luck?
Ja!
Zur Zeit weiß keiner, wer als Quarterback der Colts morgen starten wird. Luck hat eine Entzündung in der rechten Schulter und konnte nicht voll trainieren,.
Matt Hasselbeck trainierte mit der ersten Mannschaft. Ob der 40-jährige auch tatsächlich auflaufen wird, ist aber nicht sicher.
Indianapolis holte jedenfalls Quarterback Josh Johnson zusätzlich in den aktiven Kader.

In New Orleans trainierte Drew Brees wieder mit der ersten Mannschaft.
Der Quarterback hat seine Schulterverletzung auskuriert und wird wohl gegen Dallas starten.

Die Texans hoffen darauf, daß Arian Foster endlich mal wieder mitspielen kann. Der Running Back hatte eine Leistenverletzung und wird für das Spiel gegen die Falcons als möglich gelistet.
Bei den Falcons werden Running Back Tevin Coleman (Rippen), Safety Ricardo Allen (Knie), Wide Receiver Devin Hester (Zeh) und Tight End Jacob Tamme (Gehirnerschütterung) fehlen.

Die Bills werden definitiv ohne Running Back LeSean McCoy und Wide Receiver Sammy Watkins gegen die Giants antreten müssen.

Das Paßspiel der 49ers ist in dieser Saison nicht existent. Am Sonntag könnte jetzt auch noch Tight End Vernon Davis fehlen.
Der 31-jährige verletzte sich gegen die Packers am rechten Knie. Sein Versuch am Freitag zu trainieren, mußte ohne Erfolg abgebrochen werden.

Wie die Wettervorhersager vorhersagen, wird Hurrikan Joaquin es nicht bis Maryland schaffen. Das Spiel der Eagles gegen die Redskins wird nicht verlegt werden müssen.
Natürlich steht der Sturm weiter unter ständiger Beobachtung.

Die Steelers haben die Nase verständlicherweise voll von Josh Scobee.
Sie luden die Kicker Chris Boswell und Kai Forbath zum Probeschießen ein.
Ob einer von ihnen jedoch besser sein könnte, als der treffunsichere Scobee?

Freitag, 2. Oktober 2015

Die NFL 2015 - Woche 4 - Der Donnerstag
vick-steelers„Ich habe das Team hängen lassen.“ Zu dieser korrekten Selbsterkenntnis kam Steelers Kicker Josh Scobee.
Zwei Field Goal Versuche setzte er in der regulären Spielzeit denkbar knapp neben die Torstangen und vergab damit den möglichen Sieg seines Teams.
Was macht man, wenn man ohne einen guten Quarterback antreten muß?
Laufen und verteidigen. Nach dieser Devise handeln die Ravens ja schon lange, Pittsburgh ist so etwas nicht wirklich gewohnt. Michael Vick (Bild) erwies sich als passabler Ersatz für den verletzten Ben Roethlisberger, und blieb fehlerfrei. Seine Bilanz von 19 aus 26 für 124 Yards und 1 Touchdown ist für einen Ersatzmann, der monatelang keinen ernsthaften Einsatz mehr hatte, nicht schlecht.
Joe Flacco, der ein vielfaches dessen bekommt, was Vick verdient, machte es nicht besser. Seine Bilanz von 20 aus 33 für 189 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception und 3 Fumbles, von denen Pittsburgh nur einen erobern konnte, ist Flacco-typisch. Die Ravens werden sich dringend nach Receivern umsehen müssen, die in der Lage sind, sich auf die oft nicht sehr präzise geworfenen Bälle Flaccos einstellen zu können. Zwar kann der Mann sehr präzise Pässe werfen, aber nicht kontinuierlich. Und wenn dann auch noch sein bester Receiver, Smith Sr., größtenteils nur humpelt, dann sieht es ganz dunkel aus.
Auch Vick ließ einmal den Ball fallen, aber er erwies sich mit 33 Yards aus neun Läufen und einem sehr guten Block gegen einen Verteidiger als Allround-Talent.
Beide Mannschaften sind es gewöhnt, sich auf ihre Verteidigungen verlassen zu können, wenn die Offense stottert. Doch auch hier zeigte sich, daß beide Teams im Umbruch sind. So kam es mit zwei mittelmäßigen Angriffsreihen, die es mit mittelmäßigen Verteidigungen zu tun hatten, zu einem munteren Schlagabtausch zweier Divisionsrivalen, die sich nicht ausstehen können.
Und dank Josh Scobee zu einem Sieg der Ravens in der Verlängerung.
Auch hier konnten beide Mannschaften den Ball nicht ausreichend nach vorne bewegen. So kam Pittsburgh zweimal zu vierten Versuchen in eigentlich aussichtsreicher Entfernung für ein Field Goal. Doch Head Coach Tomlin hatte das Vertrauen in Scobee verloren und ließ die Versuche, erfolglos, ausspielen.
Als es knapp fünf Minuten vor Ende der Verlängerung nach einem leistungsgerechten Unentschieden aussah, da kam einer dieser präzisen Pässe von Flacco. Er traf Aiken mit einem 11-Yardspass an der 44 Pittsburghs und als die Ravens sich dann bis zur 35 der Steelers vorgekämpft hatten, zeigte Kicker Justin Tucker seinem Kollegen mal, wie man das richtig macht. Er traf aus 52 Yards zum 23:20 Sieg für Baltimore.
Die Ravens haben jetzt 1-3 Siege, Pittsburgh 2-2.

Kurzberichte
Eagles Running Back DeMarco Murray ist optimistisch, daß er seine Oberschenkelverletzung bis Sonntag auskuriert hat.
Gestern trainierte er wieder mit dem Team.
Bleibt die Frage, ob die Eagles am Sonntag gegen die Redskins spielen, denn Hurrikan Joaquin nimmt bedrohlichen Kurs auf Landover, Maryland, wo die Redskins ihr Stadion haben. Es kann sein, daß das Spiel verschoben werden muß.

Tom Brady trifft sich mit dem Fan, der ihm seinen Ball zurückgab, mit dem der Quarterback der Patriots seinen 400. Touchdown erzielte.
Receiver Danny Amendola hatte den Ball einem Zuschauer gegeben, nachdem er den Touchdown gefangen hatte.
Ein Balljunge gab David Bowen einen anderen Ball für den Rekord-Ball. Wohl wissend, daß solch ein Ball in eine Trophäensammlung gehört.
Bowen, der seit 1985 eine Saisonkarte für die Patriots hat, bekam dann auch eine Belohnung dafür, daß er den besonderen Ball gegen einen gewöhnlichen tauschte. Tom Brady traf sich mit ihm und unterschrieb einige Sammlerstücke Bowens.
Und damit sollte jetzt auch die Luft aus dieser Ballgeschichte raus sein.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Kurzberichte
luck-andrew8Andrew Luck (Bild) ist an der rechten Schulter verletzt. Die Verletzung hat er sich im Spiel gegen die Titans zugezogen und wird als Prellung gelistet.
Am Training der Colts nahm der Quarterback am Mittwoch nicht teil. Chancen zur Heilung hat er kaum, denn nächste Woche haben die Colts ein Donnerstagsspiel gegen den Schrecken unter den Verteidigern, Houstons JJ Watt.
Ob Indianapolis Luck am Sonntag gegen die Jaguars schont, wird man sehen. Über seinen Einsatz wird von Tag zu Tag entschieden.
Hinter der dünnen O-Line kann Luck nicht befreit aufspielen, dafür muß er viel zu oft um sein Leben laufen.
Daß das irgendwann mal schiefgeht, bleibt nicht aus. Bisher wurde er fünf mal gesackt, 10 mal gehittet und 38 mal unter Druck gesetzt. Das kann nicht ohne Folgen bleiben.
Bisher ist Luck noch nie auf einem Verletzungsbogen der NFL aufgetaucht. Doch wenn seine Vorderleute ihn weiterhin so schlecht beschützen, wird das wohl öfter geschehen.
Ob er am Sonntag auf dem Verletzungsbericht auftauchen wird, das steht noch nicht fest.

Die Saints und Patriots tauschten Spieler.
Saints Defensive Lineman Akiem Hicks ging nach New England, dafür kam Tight End Michael Hoomanawanui von den Pats zu den Saints.

In Dallas steht Ersatz- Quarterback Brandon Weeden unter Beschuß. Kritiker werfen ihm vor, das er entweder nicht Willens war, den Ball tief zu werfen, oder unfähig.
Weeden vervollständigte 22 seiner 26 Pässe für 232 Yards bei 1 Interception. Das Meiste davon in der ersten Halbzeit, denn in Durchgang zwei kam er nur noch auf 52 Yards.
Für einen Ersatzmann hat er sich durchaus achtbar geschlagen, und die Interception, die passiert unerfahrenen Spielern die den Starter ersetzen müssen.
Aber nur 52 Yards in Halbzeit zwei sind dann doch sehr wenig.
Doch Weeden verteidigte sich. Er hätte die Anweisung gehabt, kurze Pässe zu werfen und das hätte er umgesetzt. Atlanta hätte mögliche tiefe Pässe zu gut verteidigt, so daß die kurzen „underneath“ Pässe die beste Option gewesen wären.

Der Lazarettreport
Daß LeSean McCoy gegen die Giants nicht wird spielen können, steht so gut wie fest. Neben dem Running Back wird den Bills wohl auch Sammy Watkins fehlen.
Der Wide Receiver ist an einer Wade verletzt.

Die Chiefs traten gegen die Packers mit vielen Ersatzleuten in der Paßverteidigung an.
Dieser Mannschaftsteil verlor noch ein Mitglied. Cornerback Phillip Gaines hat einen Kreuzbandriß und für ihn ist die Saison beendet.

Jeden Tag ein paar Pässe mehr wirft Saints Quarterback Drew Brees. Er hat eine Zerrung in der rechten Schulter, also eine weit weniger schwere Verletzung als zunächst angenommen.
Ob er gegen Dallas am Sonntag spielen kann, steht aber noch nicht fest.

Eagles Linebacker Kiko Alonso hat ein verstauchtes Knie. Die Verletzung ist nicht so schlimm, wie zunächst angenommen. Einige Spiele wird er aber wohl verpassen.

Giants Wide Receiver Victor Cruz meldete sich von seiner Wadenverletzung zurück, trainierte und verschlimmerte die Verletzung. Er wird weiter ausfallen.

Die Packers setzten Tight End Andrew Quarless auf die Bummerangliste. Damit kann er frühestens in Woche 12 wieder eingesetzt werden.

Die besten Spieler der Woche 3

AFC
OFFENSE: WR A.J. GREEN, CINCINNATI BENGALS
10 gefangene Pässe für 227 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB PRESTON BROWN, BUFFALO BILLS
7 Tackles, 2 Interceptions, davon trug er einen über 43 Yards zum Touchdown zurück
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P PAT MC AFEE, INDIANAPOLIS COLTS
5 Punts für 249 Yards
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
24 von 35 Pässen für 333 Yards, 5 Touchdowns
Dies ist seine 13. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S TYRANN MATHIEU, ARIZONA CARDINALS
5 Tackles, 2 Interceptions von denen er 1 über 33 Yards zum Touchdown zurücktrug
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-RB DARREN SPROLES, PHILADELPHIA EAGLES
1 Puntreturn- Touchdown über 89 Yards, 1 Lauf- Touchdown
Dies ist seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

 

 

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