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Mittwoch, 30. September 2015

Kurzberichte
manning-td-509Die glorreichen Sieben.
Von den 32 Teams der NFL sind nach dem dritten Spieltag noch sieben Teams ungeschlagen. Neben drei Teams, von denen man das erwarten konnte, sind es vier Teams, denen man das nicht unbedingt zugetraut hat.
New England, Denver und Green Bay sind die üblichen Verdächtigen. Cincinnati, Atlanta, Carolina und Arizona überraschen dagegen doch etwas.
Wenn man sich die Woche vier ansieht, dann könnte nur eins der ungeschlagenen Teams aus dem Kreis ausscheiden. Die Bengals empfangen Zuhause die Chiefs und haben den schwersten Gegner der Sieben.
Alle anderen könnten ungeschlagen bleiben.
Es wird spannend, zu sehen, wer von den sieben Ungeschlagenen in die Playoffs kommt. Ein 3-0 Start ist ja das beste Ticket dorthin.

„Unsere Gegner kennen unsere Aufstellungen,“ ist Golden Tate überzeugt.
Der Wide Receiver der Lions sagte, daß seine Gegenspieler ihm mitteilten, daß sie wüßten, was die Lions in der Offense machen.
Quarterback Matthew Stafford widerspricht Tate. Er ist der Meinung, daß die Offense nicht zu voraussagbar wäre. Tate hat aber gehört, daß die Gegner die Spielzüge seiner Offense ausrufen.
Bestes Beispiel war das Spiel gegen Denver. Bei den zwei Interceptions von Stafford, agierten die Verteidiger, als ob sie genau wüßten, wohin der Quarterback die Bälle werfen wird.
Und David Burton, der einen Ball Staffords mit einer Hand abfing, betonte dann auch nach dem Spiel, daß er an der Aufstellung der Offense genau erkannte, was für ein Spielzug kommen wird.
Ob das alleine aber eine Erklärung dafür ist, daß die Lions mit 0-3 dastehen?
Eher nicht. Würde die Offense ihre Spielzüge gekonnter umsetzen, und die Defense ab und zu mal die Gegner stoppen, dann könnte auch mal ein Sieg für Detroit rausspringen.
Wenn nicht mehr diese Saison, dann nächste.
Dann sollte der Offensive Coordinator aber nicht mehr Joe Lombardi sein. Der Mann hat zwar einen berühmten Namen und ist tatsächlich der Enkel des berühmten Vince Lombardi. Doch der große Name nützt nichts, wenn man es in seinem Job nicht bringt.

Illegal aber nicht niederträchtig, so bezeichnet Ben Roethlisberger den Angriff von Mark Barron gegen ihn, der sein Knie verletzte.
Eine Strafe hätte es für den Angriff schon geben sollen, meinte der Quarterback der Steelers. Seit Tom Brady bei einem solchen Angriff in Woche eins der Saison 2007 schwer verletzt wurde, gelten Angriffe auf die Knie des Quarterbacks als strafbare Handlung.
Big Ben wird vier bis sechs Wochen ausfallen, während Barron noch nicht mal eine Strafe dafür kassierte.

Frühestens im Februar hat das Berufungsgericht Zeit, sich der Berufung der NFL im Deflategate-Fall anzunehmen.

Die Browns trennten sich von Offensive Line Coach Andy Moeller.
Gegen ihn liegt eine Anzeige wegen ein häuslicher Gewalt vor, die seine Verlobte erstattete.
Die Trennung soll im gegenseitigen Einvernehmen vonstatten gegangen sein.

Die Texans feuerten Kicker Randy Bullock.
Er verwandelte 5 von 6 Field Goal Versuchen, versemmelte aber zwei Extrapunkte. Er ist der einzige Kicker, der bisher zwei Extrapunkte vergab.
Nick Novak wird Bullock ersetzen. Novak verwandelte 2014 85% seiner Field Goal Versuche für die Chargers.

Der Lazarettreport
Die Eagles setzten Offensive Lineman Andrew Gardner auf die Verletztenliste.
Er verletzte sich gegen die Jets so schwer an einem Fuß, daß seine Saison beendet ist.

Die Panthers setzten Defensive End Charles Johnson auf die Bummerangliste.
Er wird acht Wochen wegen einer Oberschenkelverletzung verpassen.

Die Bills werden am Sonntag gegen die Giants auf LeSean McCoy verzichten müssen. Der Running Back hat Oberschenkel.

Zu wem soll Aaron Rodgers demnächst noch seine Pässe werfen?
Jetzt fällt Tight End Andrew Quarless mit einer Bänderdehnung im linken Knie etwa sechs Wochen aus.

Die Chargers setzten Guard Johnnie Troutman mit einer Armverletzung auf die Verletztenliste.

Dienstag, 29. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 3 - Der Montag
rodgers-aaron200Wie kann ein Team ein Spiel dermaßen dominieren, und dennoch nur knapp gewinnen?
Diese Frage müssen die Packers unbedingt klären, denn gegen ein besseres Team als Kansas City geht das schief. Das hat man ja im Januar im NFC Endspiel gesehen.
In den USA gibt es eine Werbung, die die Vorzüge des Satellitenfernsehens „DirecTV“ den Nachteilen des Kabelfernsehens „Cable“ gegenüberstellt.
Das gestrige Spiel kann in Gänze für eine solche Werbung genutzt werden, Die Nr. 24 der Draft 2005, Quarterback Aaron Rodgers (Bild), und seine Packers waren DirecTV, die Nr. 1 der selben Draft, Quarterback Alex Smith, und die Chiefs waren nur Cable. Beide Teams waren arg ersatzgeschwächt.
Selbst Randall Cobb, der drei Touchdowns fing, spielte mit einer Schulterprellung.
Der direkte Quarterback-Vergleich:
Rodgers: 24 von 35 für 333 Yards, 5 Touchdowns
Smith: 24 von 40 für 290 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
DirecTV gegen Cable halt.
Aber halt, einen wichtigen Punkt gilt es noch zu erwähnen... Ein Wide Receiver der Chiefs fing den einen Touchdownpass. Das gab es in der ganzen letzten Saison nicht, und in dieser bis dahin auch nicht. Jeremy Maclin war der Wunderknabe, dem dieses seltene Kunststück gelang. Den letzten Touchdown-Fang eines Wide Receivers der Chiefs gab es am 4. Januar 2014 gegen die Colts.
Das Endergebnis von 38:28 zeigt, wie unnötig spannend die Packers es trotz der bereits erwähnten Übermacht gemacht haben.

Kurzberichte
Die Bears tauschten gestern zwei Spieler.
Sie gaben Defensive End Jared Allen an die Panthers ab und Linebacker Jon Bostic an die Patriots.
Als Kompensationen werden sie von den Teams Wahlmöglichkeiten in späten Runden der nächsten Draft erhalten.

Die Eagles mußten ihren Kicker auf die Verletztenliste setzen.
Cody Parker verletzte sich beim Warmmachen vor dem Spiel gegen die Jets an der Leiste. Für ihn ist die Saison beendet.
Caleb Sturgis wurde verpflichtet um ihn zu ersetzen.

Den Dolphins wurde nach der vernichtenden Niederlage gegen die Bills vorgeworfen, daß sie lustlos agiert hätten.
Auf einer Pressekonferenz sprach Head Coach Joe Philbin das Thema an. R sagte, daß die Schuld für die Demütigung bei ihm läge. Es wäre seine Verantwortung, das Potential, das in der Mannschaft steckt, zu wecken. Er übernimmt die Verantwortung für diese schlechte Vorstellung.
Die Gedanken daran, daß die Dolphins in dieser Saison den Spitzenplatz in ihrer Division einnehmen könnten, sind vorübergeflogen.
Ein Ndamukong Suh macht noch kein Spitzenteam. Dazu bedarf es eines Teams das gut spielt, keiner Individuen, die lustlos agieren.
Dafür ist der Head Coach zuständig. Und in diesem fall scheint er zu versagen, was eine Ablösung, die eh schon längst fällig war, noch nötiger macht.

Julio Jones überrannte die Cowboys Defense, und alle Verteidigungen, die ihn bisher versucht haben aufzuhalten.
Der Wide Receiver der Falcons hat in den ersten drei Spielen 34 Pässe gefangen, so viele wie noch kein Wide Receiver zuvor in dieser Spanne. Auch seine 440 Yards und 23 First Downs sind ein Rekord. Seine vier Touchdowns teilt er sich mit mehreren anderen.

Da wir gerade bei Rekorden sind. Peyton Manning erzielte auch wieder einen Meilenstein.
Der Quarterback der Broncos konnte sich mit seinem Head Coach auf eine Änderung des Spielsystems einigen. Kubiak will seinen Quarterback direkt hinter dem Center haben, Manning bevorzugt die Shotgunposition.
Die beiden kamen sich in der Mitte entgegen und einigten sich auf die Pistol-Formation. Im 24:12 Sieg gegen die Lions funktionierte dieser Kompromiß sehr gut.
Und in der Pistol schaffte Manning es dann auch, seine Pässe wie gewohnt anzubringen. Mittlerweile hat er in seiner Karriere 6.008 an den Mann gebracht und befindet sich mit Brett Favre zusammen im Zwei-Mann-Sechstausender Club.

Bänderdehnung und Knochenprellung lautete die Diagnose für das linke Knie von Ben Roethlisberger.
Der Quarterback der Steelers muß nicht operiert werden, wird aber einige Wochen ausfallen.
Für diese Zeit lautet die Devise für Ersatzmann Michael Vick: „Versau das Spiel nicht.“
Aggressives Paßspiel wird man in den nächsten Wochen also in Pittsburgh eher nicht sehen. Ein Glück, daß Le`Veon Bell nach seiner Suspendierung wieder eingesetzt werden darf, und sein Ersatzmann DeAngelo Williams momentan in bester Spiellaune ist.
Dennoch wird es natürlich schwer, die Zeit bis zu Big Bens Rückkehr zu überstehen. Für die Line vor Vick steht eine wichtige Änderung an, denn Roethlisberger ist Rechtshänder, Vick Linkshänder. Das erfordert eine große Umstellung für die Blocker. Die sich jetzt nach links orientieren müssen.
Auch die Spirale des Balles dreht sich in die andere Richtung, was die Wide Receiver vor große Herausforderungen stellt.
Das Spiel gegen Baltimore am Donnerstag wird schon ein richtiger Gradmesser werden.

Kommen wir mal wieder zur lustigen Seite der NFL und lesen, was Lions Tight End Eric Ebron meinte: „ Wenn ich bedenke, wie großartig unser Team ist, wundert es mich, daß wir 0-3 sind.“
 

Montag, 28. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 3 - Der Sonntag
brady-tom0202Die New England Patriots taten gegen die Jaguars nicht mehr als nötig und erzielten nur die 50 plus einen Punkt, die von den Buchmachern eh erwartet wurden.
Das kann man fast als schlampige Vorstellung bezeichnen.
Egal, ein 51:17 Sieg ist ein 51:17 Sieg.
Tom Brady (Bild) warf nur zwei Touchdownpässe, darunter aber den 400. seiner Karriere. Nur er, Brett Favre (508), Peyton Manning (über 500 und wird noch mehr erzielen) und Dan Marino (420) haben in ihren NFL Karrieren die Vierhundertermarke überwunden.
Der Passempfänger, Danny Amendola, gab den Rekord-Ball an einen Fan ab, doch ein Balljunge holte ihn für Brady zurück. Dem war es aber ziemlich egal, und er nahm seinem Wide Receiver nicht übel, daß er den Ball verschenkt hatte.
Ob der voll aufgepumpt, oder eher luftleer war, wurde nicht überliefert liebe Brady-Neider.

Knapp!
Beinahe hätte es für die Colts noch nicht einmal dazu gereicht, einen der Punktelieferanten aus der eigenen Division zu schlagen.
Wieder tat sich Indianapolis auf beiden Seiten des Balles sehr schwer. Am Ende gab ein nicht verwandelter Zweipunkteversuch den Ausschlag.
Beim Stand von 35:27 für Indi kämpften sich die Titans in den letzten Spielminuten auf ein 35:33 heran. Der Zweipunkteversuch hätte die Verlängerung gebracht, doch die löchrige Defense der Colts hielt, und der mehr als glückliche Sieg konnte gesichert werden.
Vor dem Spiel war Titans Quarterback Marcus Mariota mit 129,9 Passerpunkten der führende Quarterback der Liga, Colts Quarterback Andrew Luck mit 58,9 Punkten der schlechteste.
Das direkte Duell der beiden gestern endete mit folgenden Bilanzen:
Luck: 18 von 30 für 260 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Mariota: 27 von 44 für 367 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Die Colts konnten es somit knapp verhindern, auf 0-3 Zurückzufallen.

Das konnten die Ravens nicht verhindern.
Für sie reichte es im eigenen Stadion nicht zu einem Sieg gegen den Divisionsrivalen aus Cincinnati, und das obwohl Quarterback Joe Flacco Pässe für 362 Yards warf. Das Laufspiel steuerte allerdings nur 36 Yards bei.
In einem wilden Duell mit wechselnden Führungen gingen die Bengals als knapper 28:24 Sieger vom Platz und stehen mit 3-0 Siegen da.
Und daß Teams, die mit 3-0 Siegen in die Saison starten eher in die Playoffs kommen, als Teams, die mit drei Niederlagen starten, dürfte bekannt sein.
Für Baltimore ist es der erste 0-3 Start in eine Saison in der Vereinsgeschichte.

Bitter wird das Donnerstagsspiel für die Steelers.
Quarterback Ben Roethlisberger verletzte sich am linken Knie und wird wenigstens vier Spiele verpassen.
Somit müssen die Stählernen mit Michael Vick als Quarterback gegen die Ravens antreten. Keine leichte Aufgabe, auch wenn Baltimores Defense längst nicht mehr den Schrecken verbreitet, den sie mal verbreiteten.
Bis zu seinem Ausscheiden gegen die Rams hatte Roethlisberger 20 seiner 24 Pässe für 192 Yards vervollständigt, bei 1 Interception.
Sein Ersatzmann Michael Vick vervollständigte 5 seiner 6 Pässe für 38 Yards.
Er hat jetzt nur eine dieser verdammt kurzen Vorbereitungszeiten auf das Donnerstagsspiel. Das kann ganz schön schiefgehen. Mit 35 Jahren ist er ja auch nicht mehr der Jüngste und zuletzt startete er 2013 in einem NFL Spiel.
Am Ende stand ein 12:6 Sieg über die Rams, den man fast schon als glücklich bezeichnen kann.

Adrian Peterson, der Kindesmißhandler und Running Back der Minnesota Vikings, wurde kurz vor Spielbeginn erneut Vater eines Sohnes.
Er feierte den freudigen Anlaß mit einer Sondervorstellung gegen die San Diego Chargers.
Die Chargers wurden vor der Saison von vielen als Playoffteam gehandelt. Die Vikings sahen in ihrem ersten Spiel gegen die 49ers so schlecht aus, daß einem schlecht werden konnte.
Doch sie haben ihren Rhythmus gefunden.
Gestern lief Peterson für 126 Yards und erzielte zwei Touchdowns.
Die Vikings, ohne ihr Maskottchen Rangnar, gingen als verdienter 31:14 Sieger vom Platz.
Mitte des vierten Quarters, als die Vikings mit 24 Punkten führten, setzten die Chargers Quarterback Rivers auf die Bank, um ihn zu schonen. Der hatte mit 21 vervollständigten Pässen aus 34 Versuchen 246 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception nicht schlecht gespielt, doch Minnesota wollte den Sieg mehr, und tat mehr dafür.

Fiel da gerade der Name 49ers?
Die Teamleitung der Niners war gestern furchtbar gemein. Quarterback Colin Kaepernick ist es gewohnt, seine Pässe zu den Spielern in den roten Jerseys zu werfen. Die hatten aber gestern die Cardinals an. Hätte ihm ja mal einer sagen können, daß seine Mitspieler, die in weiß waren.
So warf Kaepernick vier Interceptions.
Die Wachablösung in der AFC West hat stattgefunden. Die Cardinals sind das Team, an dem man dort vorbei muß. Auf beiden Seiten des Balles ließen sie den 49ers nicht den Hauch einer Chance.
Beinahe hätten sie noch mehr Punkte erzielt, als die Patriots gegen die Jaguars.
Am Ende reichte es nur zu einem 47:7 Sieg, der sehr viel deutlicher hätte ausfallen können.
Das Spiel begann mit Arizona im Ballbesitz. Doch Punkte sprangen da noch nicht heraus.
Als aber die Offense der Cardinals das nächste Mal auf den Platz kam, führte die Mannschaft bereits 14:0, dank zweier Interceptions von Kaepernick, die zu Punkten zurückgetragen wurden.
Kaepernicks armselige Bilanz von gestern lautet: 9 von 19 für 67 Yards NULL Touchdowns, VIER Interceptions.
Und wenn Carson Palmer gesund bleiben sollte, dann werden die Cards die Division beherrschen. Der Quarterback beendete den Tag mit 20 von 32 für 311 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.

Divisionsrivale Seattle tat sich gegen die ersatzgeschwächten Bears zunächst schwer.
Am Ende stand aber doch ein standesgemäßer 26:0 Sieg auf der Videotafel und auch die Seahawks konnten einen 0-3 Start vermeiden.
Running Back Marshawn Lynch verließ das Spiel vorzeitig mit einer Oberschenkelverletzung.

Woche zwei war gespielt.
Es stand fest, daß die Offense der Eagles nichts taugt und die Defense der Jets eine Macht darstellt.
Nicht so schnell.
Im direkten Vergleich zeigte es sich, daß die Eagles Offense in der Woche vor dem Spiel gegen die Jets ordentlich dazugelernt hat, und die Defense New Yorks alles andere als eine Macht ist.
Die Eagles gingen mit einer 24:7 Führung in die Pause, bevor sie ins Stocken gerieten. Auffällig, daß Running Back Ryan Matthews, dem bis da noch gar nichts gelungen war, 108 Laufyards erzielte. Ihm gefiel es wohl, daß sein Kollege DeMarco Murray verletzt nur zusehen konnte.
Doch die Jets zeigten, daß sie eine Mogelpackung sind. Quarterback Fitzpatrick ist nicht der Quarterback, der einen Rückstand aufholen kann.
Philadelphia gewann 24:17 und auch sie konnten einen 0-3 Start verhindern.

Der Divisionsrivale aus Dallas startete stark ersatzgeschwächt, aber fulminant gegen die Falcons.
Schnell führten sie 14:0 und dachten wohl, daß sie auch ohne Wide Receiver Dez Bryant und Quarterback Tony Romo ein gutes Team wären.
Das dachten die Falcons nach dem anfänglichen Schock nicht, sortierten sich, und zeigten Dallas, was eine Harke ist.
Zur Halbzeit stand es zwar noch 28:17 für Dallas, aber das war's dann auch.
In Durchgang zwei spielte nur noch Atlanta und besonders Wide Receiver Julio Jones zeigte, daß die Defense der Cowboys nicht annähernd so stark ist, wie sie bisher geredet wurde.
Er fing 12 Pässe für 164 Yards und 2 Touchdowns, und besiegte Dallas fast im Alleingang.
Am Ende stand ein verdienter 39:28 Sieg für Atlanta.
Atlanta gehört zu den 3-0 Teams, Dallas fiel auf 1-2 zurück.

Genug ist genug, hieß es wohl in Denver.
In Detroit zeigte sich, daß Broncos Quarterback Peyton Manning das dumme Offensivsystem, das Head Coach Kubiak ihm aufzwingen wollte, in die Tonne gekloppt hat.
Frei und aus der ihm genehmen Shotgunposition agierte Manning fast wie in alten Zeiten. Fast, weil A) sein Wurfarm doch nicht mehr so stark ist und B) weil sein Lieblingsreceiver Demaryius Thomas eine Ballallergie hatte und ungewöhnlich viele Fehler machte.
Da die Lions aber den Abgang von Ndamukong Suh in der Defense nicht kompensieren konnten, und die Offense, namentlich Quarterback Stafford, immer noch nichts auf die Reihe bringen, reichte es zu einem 24:12 Sieg für Denver.

Fiel da gerade der Name Ndamukong Suh?
Was macht der denn so?
Nun, der kassiert seine neunstellige Gage und verliert munter mit den Dolphins, gestern gegen Buffalo
Der Quarterback, den er gestern unter Druck setzten sollte, ließ sich überhaupt nicht irritieren. Tyrod Taylor, den vor der Saison kaum jemand kannte, kam zu einer Bilanz von 21 aus 29 für 277 Yards und 3 Touchdowns.
Mit viel Respekt vor Suh scheint er nicht agiert zu haben.
Dolphins Quarterback Ryan Tannehill bewies mit drei Interceptions, daß er das ganze Geld, das die Dolphins ihm zahlen, doch nicht so wirklich wert ist.
Seine Bilanz sonst: 26 von 49 für 297 Yards und 2 Touchdowns.
Das Endergebnis lautet Buffalo 41:14 Miami.

Der Lazarettreport
Vikings Cornerback Xavier Rhodes, Gehirnerschütterung.

Chargers Cornerback Jason Verrett, Fuß.
Chargers Offensive Lineman Orlando Franklin. Knöchel.

Panthers Defensive End Charles Johnson, Oberschenkel.

Jets Cornerback Darrelle Revis, Leiste und Oberschenkel.

49ers Tight End Vernon Davis, Knie.

Bears Offensive Lineman Jermon Bushrod, Gehirnerschütterung

Sonntag, 27. September 2015

2005.
smith-alex-kccZwei Quarterbacks wurden an sehr unterschiedlichen Stellen der ersten Runde einberufen.
Zwei Quarterbacks gingen dann sehr unterschiedliche Wege.
Die zwei Quarterbacks treffen im Monday Night Football Spiel aufeinander.
Alex Smith (Bild) war die Nr. 1 in der Draft und ging zu den 49ers. Hier spielte er mehr schlecht als recht, wenn er überhaupt spielte und mal nicht verletzt war. Und nicht nur seine Verletzungen warfen ihn zurück, sondern auch zu viele verschiedene Offensive Coordinators, die Station in San Francisco machten. Einer davon war übrigens der heutige Head Coach der Packers, Mike McCarthy.
Die Niners sahen nach der Saison 2012 ein, daß die einstige Nr. 1 wohl doch nicht das Wahre ist, und gaben ihn an die Kansas City Chiefs ab. Hier spielt er unter der Prämisse, das Spiel ja nicht zu versauen. Zum Liga MVP wird es die Nr. 1 wohl nie bringen.
Das hat aber der Quarterback, der an 24. Stelle einberufen wurde. Zwar mußte Aaron Rodgers nach der langen Wartezeit in der Draft auch noch lange auf seinen ersten Start warten, denn er hatte noch Brett Favre vor sich, aber das Warten hat sich gelohnt. Die Nr. 24 wurde bereits zweimal zum MVP der Liga gewählt und hat einen Super Bowl gewonnen.
Smith und Rodgers sind dicke Freunde, wie die beiden sagen. Jeder ist mit sich und seiner Karriere zufrieden.
Das werden sie auch nach Montag noch sein, egal wie das Spiel ausgeht.
Ob es so ausgeht, wie das letzte Spiel der beiden im Lambeau Field?
Das war 2012 und Smith gewann mit den 49ers, für die er da noch startete, mit 30:22.

Drew Brees or not Drew Brees?
Drew Brees, Quarterback, 36 Jahre, Mitglied des Einhundertmillionendollarclubs, zur Zeit einziger Spieler der New Orleans Saints der wettbewerbsfähig ist... oder besser wäre, wäre er nicht verletzt.
Mit dem Ausfall des Quarterbacks und ohne einen Ersatzmann in der Hinterhand zu haben, der den „Altstar“ eines Tages, geschweige denn sofort, ersetzen kann, sieht es noch Dunkler für die Saints aus, die auf dem besten Wege sind, wieder die Aints zu werden.
Die Niederlage im eigenen Stadion gegen die als Punktelieferanten bekannten Tampa Bay Buccaneers mit einem Rookie- Quarterback war als Warnschuß an Deutlichkeit nicht zu überbieten.
Doch an eine Zukunft ohne Brees, der dem Zenit seiner Karriere entgegeneilt, hat in der Organisation noch niemand gedacht. Lieber gab man ihm einen neuen, völlig überzogenen, Vertrag der nächstes Jahr mit $27,4 Millionen zur Gehaltsobergrenze zählt.
Schlechtes Management sorgte dafür, daß die Saints dieses Jahr $30,8 Millionen an totem Kapital unter der Gehaltsobergrenze mitschleppen. Das ist Geld, das sie für Spieler ausgeben müssen, die gar nicht mehr im Team sind. Nächstes Jahr werden das immer noch $16 Millionen sein. Und Brees müßte man auch noch bezahlen, egal ob er verletzungsbedingt nicht spielen würde, oder gefeuert wäre. Das mit Feuern wird aber nicht stattfinden.
Luke McCown soll es jetzt richten, wo Brees mit einer Schulterverletzung wohl längere Zeit ausfallen wird.
Luke McCown, der bereits fünf Teams der NFL bereist hat, ohne positive Akzente setzen zu können.
Heute geht es gegen die Carolina Panthers, die nun wahrlich auch kein Powerhouse sind. Dennoch droht den Saints ein 0-3 Start in die Saison. Und was es bedeutet, mit drei Niederlagen in eine Saison zu starten, das habe ich ja am Freitag schon geschrieben.
Heute heißt es also für New Orleans: „Gewinn oder stirb!“

„Spaß mit Flaggen“ ist ein Running Gag bei der Big Bang Theory.
„Spaß mit Flaggen“ haben auch die NFL Schiedsrichter in dieser Saison. Wenn Ihr das Gefühl hattet, daß es bisher viel zu viele gelbe Taschentücher auf dem Rasen gab, dann hat Euch dieses Gefühl nicht getrogen.
504 Strafen wurde in den ersten beiden Wochen akzeptiert. Das heißt, daß noch viel mehr Flaggen geworfen wurden, diese Strafen aber dann abgelehnt wurden.
504 in zwei Wochen, so viele Strafen in zwei aufeinanderfolgenden Wochen wurden noch nie zuvor in der Geschichte der NFL akzeptiert.
Schlampiger Football oder übertriebene Regelungswut profilierungssüchtiger Zebras?
Von beidem ein wenig.
13 Teams kassierten bisher zweistellige Strafen. Sieben davon konnten ihre Spiele dennoch gewinnen. Das schlimmste Strafen/Siegverhältnis hatte Dallas. Sie kassierten 18 Strafen für 142 Yards gegen die Eagles und gewannen 20:10.

Das ist mal ein Plan.
Lawrence Phillips, niemand wird sich an ihn erinnern, war einmal eines der hoffnungsvollen Talente, die es nie zu Starruhm brachten.
Der Running Back wurde 1996 von den Rams in der ersten Runde einberufen.. Schon damals machte er mehr durch seinen zweifelhaften Charakter auf sich aufmerksam, als durch Leistungen auf dem Platz.
Das führte dazu, daß Phillips einen ziemlichen Abstieg begann. Von den St. Louis Rams (1996–1997) ging es zu den Miami Dolphins (1997). Dann versuchte er es in der NFLE, bei den Barcelona Dragons (1998). Hier spielte er recht gut, so daß die San Francisco 49ers ihm 1999 einen Vertrag gaben.
Doch auch da konnte er kleinen Fuß fassen und stieg in die Arena Football Liga ab, zu den Florida Bobcats (2001).
Danach folgten noch zwei Team in der CFL, die Montreal Alouettes (2002) und die Calgary Stampeders (2003).
Zur Zeit sitzt er wegen versuchten Mordes im Knast. Nach einem Disput mit drei Teenagern 2005, raste er mit seinem Auto in die Gruppe der Jugendlichen und verletzte sie schwer.
Er wurde in Folge dessen, und nach mehreren weiteren Anklagen wegen Gewalttätigkeiten, 2008 zu 31 Jahren Gefängnis verurteilt.
Im Gefängnis brachte er am 12. April dieses Jahres seinen Zellennachbarn Damion Soward, einen verurteilten Mörder, um, plädiert aber auf Notwehr.
Um den Prozessanwalt finanzieren zu können, ersann Anwalt Daniel S. Chamberlain einen guten Plan. Dieser Anwalt vertritt Phillips in der Sache der ehemaligen Spieler gegen die NFL, die auf Entschädigungen für erlittene Hirnverletzungen warten.
Er plädiert darauf, daß Phillips deshalb so gewalttätig wurde, weil sein Gehirn geschädigt wurde, als er in der NFL spielte. Deshalb müßte der Ex- Running Back Geld aus dem Fond der Liga für Opfer von Gehirnschädigungen bekommen. Chamberlain rechnete aus, daß Phillips $1,4 Millionen zustünden.
Mit dem Geld soll Phillips dann Jesse Whitten, den Anwalt, der ihn im Mordprozess vertreten soll, bezahlen.
Da warte ich jetzt mal gespannt auf die Verfilmung.

Samstag, 26. September 2015

Der Lazarettreport 
brees-drew4Beginnen wir mit den Verletzten, beginnen wir mit Drew Brees (Bild).
Der Quarterback der New Orleans Saints wird NICHT gegen die Panthers spielen. Am Mittwoch war er noch sicher, daß er spielen könnte, aber seine Ärzte und sein Head Coach sind der völlig korrekten Meinung, daß Brees seine Verletzung in der rechten Schulter auskurieren muß. Ein Spiel könnte die Verletzung noch verschlimmern.
An seiner Stelle wird Luke McCown starten.
Brees verpaßt zum ersten Mal in seinen 10 Jahren bei den Saints ein Spiel wegen einer Verletzung.
Zusammen mit Brees werden auch Guard Jahri Evans und Safety Jairus Byrd nur zusehen können. Beide haben Knie.

Bei den Panthers steht ein dickes Fragezeichen hinter Luke Kuechly. Der Linebacker leidet noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung.

Den Eagles werden die Linebacker Kiko Alonso (Knie) und Mychal Kendricks (Oberschenkel) fehlen.
Der Einsatz von Running Back Murray ist noch fraglich.

Bei den Jets stehen hinter Wide Receiver Eric Decker (Knie), Running Back Chris Ivory (Quadrizeps) und Cornerback Darrelle Revis (Leiste) Fragezeichen.

Bei den Bears wird wie erwartet Quarterback Jay Cutler fehlen. Auch Wide Receiver Alshon Jeffery fällt aus. Beide haben Oberschenkel

Beim Gegner aus Seattle könnte Running Back Marshawn Lynch wegen einer Wadenverletzung ausfallen.

Eddie Lacy hat am Freitag eingeschränkt mit dem Team trainiert.
In Green Bay geht man davon aus, daß der Running Back im Monday Night Football Spiel gegen die Chiefs wird starten können.
Lacy hatte sich gegen Seattle einen Knöchel verknackst.

Die Zehenverletzung von Redskins Cornerback DeAngelo Hall stellte sich als angerissene Sehne heraus. Damit fällt er mindestens vier Wochen aus.

Kurzberichte
Die Frage, die die Buchmacher brennend interessiert ist die, wann die Patriots in den Gnadenmodus schalten werden?
New England empfängt die Jaguars.
Da stellt man sich in Las Vegas die Frage, wann die Patriots die 50 Punkte voll machen, und wann sie danach die Starter schonen?

Deflategate?
War der Blödsinn nicht beendet?
Nein!
Die NFL und die NFLPA haben sich gemeinsam entschlossen, ein beschleunigtes Berufungsverfahren anzustrengen. Wenn das 2. Bundesberufungsgericht mitmacht, dann könnten die Argumente der verfeindeten Parteien abschließend im Januar gehört werden.
Der vorgeschlagene Zeitplan der Liga und der Gewerkschaft sieht wie folgt aus: Am 26. Oktober reicht die NFL ihre Argumente ein. Die NFLPA reicht ihre Antwort darauf am 7. Dezember ein. Die Liga wiederrum kann am 21. Dezember auf die Gegenargumente antworten.
Im Januar könnte dann die mündliche Anhörung erfolgen. Das aber nur, wenn das Gericht den Zeitplan akzeptiert und einhalten kann.
Wenn die NFLPA verliert, könnte es so kommen, daß Tom Brady die ersten vier Spiele der Saison 2016 verpassen wird.

Jimmy Graham ist frustriert. Aber nicht, wie man vermutete, darüber, daß die Seahawks den Tight End nicht richtig einzusetzen wissen, sondern weil nach zwei Spielen zwei Niederlagen in der Bilanz stehen.
Nach dem Spiel gegen die Packers verließ Graham wortlos den Platz und sah sehr angefressen aus. Zunächste dachte man, es wäre, weil er in zwei Spielen für Seattle nur sieben Pässe für 62 Yards gefangen hat. In New Orleans war das oft seine Halbzeitbilanz.
Gegen die Packers warf Quarterback Wilson nur zwei Pässe in seine Richtung, von denen Graham einen fing.
Am Freitag sagte der Tight End der Presse, daß er sich nicht vorstellen könne, woher dieser Blödsinn kam, daß er sauer auf seine Trainer wäre. Als er nach Seattle kam, wußte er, daß die Seahawks ein lauforientiertes Team sind.
Damit hätte sein Frust nichts zu tun, sondern nur damit, daß sein neues Team mit 0-2 in die Saison gestartet ist.

Freitag, 25. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 3 - Der Donnerstag
manning-eli2Die New York Giants wollten nicht mit 0-3 in die Saison starten, die Redskins wollten beweisen, daß man mit ihnen in dieser Saison rechnen muß.
Die Giants konnten ihr Vorhaben umsetzten, die Redskins bleiben ein Team, das aussieht wie eine Sättigungsbeilage, die niemand bestellt hat.
New Yorks Quarterback Eli Manning (Bild), der letztes Jahr ein Interception-Feuerwerk abbrannte, hat in dieser Saison noch keinen Fehlpaß geworfen.
Seine Bilanz im Thursday Night Football Spiel lautete 23 aus 32 für 279 Yards und 2 Touchdowns.
Redskins Head Coach Jay Gruden sagte bereits, daß er an Kirk Cousins festhalten wird, auch wenn seine Bilanz von 30 aus 49 für 316 Yards, 1 Touchdown bei 2 Interceptions nicht das Wahre ist.
Robert Griffin III hat nun den Beweis, daß seine Nummer hinter dem Namen stimmt, denn der Rookie-Komet aus der Saison 2012 ist tatsächlich nur noch die Nummer drei im Team und war noch nicht mal in Ausrüstung.
Dabei haben Cousins und Griffin III beide 23 Interceptions in ihrer Karriere auf dem Konto. Cousins brauchte dafür nur 514 Versuche, Griffin III ganze 1.063. Beim Interception pro Paß Verhältnis hat Griffin III also klar die besseren Karten.
Das Endergebnis dieses von Fehlern durchzogenen Spiels von 32:21 läßt auf den ersten Blick auf ein gutes, spannendes Spiel schließen, war in Wirklichkeit aber ein Langeweiler, für den das Aufbleiben sich wahrlich nicht lohnte, außer natürlich für die Fans eines der Teams.
Die Redskins verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Cornerback DeAngelo Hall mit einer Verletzung am rechten dicken Zeh. So ein „Turftoe“ kann ganz schön hartnäckig sein. Vor ihm mußten schon die Guards Shawn Lauvao und Josh LeRibeus das Spiel verletzt verlassen, sowie Defensive End Kedric Golston, der sich eine Hand brach.
Wie wichtig es für New York war, nicht auf 0-3 herabzusinken, zeigte eine Grafik während des Spiels. Seit 1990 sind überhaupt nur drei Teams, die mit drei Niederlagen in die Saison starteten, in die Playoffs gekommen: Die Chargers 1992, die Lions 95 und Buffalo 98.

Kurzberichte
Matt Cassel hat schon als kleiner Junge davon geträumt, mal ein Dallas Cowboy zu sein.
Seit gestern ist der Quarterback, der bereits vier Teams in der NFL recht erfolglos durchlaufen hat, ein Cowboy.
Zunächst wird er aber noch das Playbook der Cowboys besser kennenlernen. Am Sonntag wird Weeden starten mit Moore als Ersatzmann. Ob Cassel schon in Uniform an der Linie stehen wird, wird man sehen.
Er ist jedenfalls glücklich, als gebürtiger Texaner für DAS Team in Texas als dritter Mann antreten zu dürfen.

Sam Bradford glaubt, daß die Hochgeschwindigkeitsoffense seiner Eagles noch in die Spur kommen kann.
Der Quarterback sieht zwar ziemlich überfordert mit dem aus, was sein Head Coach Chip Kelly von ihm verlangt, aber Bradford ist sicher, daß er das Spielsystem bald beherrschen wird.
Leider bekommt er von seinen Running Backs nicht die geringste Unterstützung. Ryan Matthews hat vier Yards auf seinem Konto, DeMarco Murray 11. Darren Sproles erzielte mit 6 Läufen bisher 46 Yards und ist damit der beste Running Back des Teams.
Das macht 61 Laufyards für drei Running Backs in zwei Spielen. 2014 hatte Murray die in der ersten Halbzeit eines Spiels für Dallas erzielt.
Philadelphia scheint ein Paradebeispiel dafür zu sein, wie ein Head Coach sein System einem Kollektiv an Spielern aufzwingen will, die nicht in der Lage sind, das umzusetzen.
Das passiert zur Zeit auch in Denver, wo man nur hoffen kann, daß Quarterback Peyton Manning seinen Head Coach dazu überreden kann, ihn von der Leine zu lassen.
Bradford ist kein schlechter Quarterback, aber er braucht Zeit, seine Anspielstationen zu finden. Er muß geschützt werden doch viel zu oft bricht die Wand vor ihm viel zu schnell zusammen.
Für Sonntag ist gegen die Jets zudem der Einsatz von Murray gefährdet. Er hat Schmerzen im Oberschenkel.
Für Bradford ist die aggressive Defense der Jets nicht unbedingt eine Umgebung, in der er Vertrauen aufbauen kann. Selbst dann nicht, wenn Cornerback Darrelle Revis wegen Leistenproblemen nicht spielen kann.

Die Steelers haben Gefallen daran gefunden, auf zwei Punkte nach einem Touchdown zu gehen.
Gegen die 49ers haben sie nach zwei Touchdowns zwei erfolgreiche Versuche gestartet und sind 3 für 3 in der Saison.
Mit neun verschossenen Extrapunkten in den ersten zwei Wochen der Saison zeigt sich, daß die Idee, den Ball für den Kick auf die 15 Yardslinie zu legen, keine schlechte war.
Die Steelers versuchen schon deshalb, die Zweipunkteumwandlung verstärkt zu exerzieren, weil ihr Kicker Josh Scobee zu den Kickern gehört, die einen der neun Versuche danebengesetzt haben.
Außerdem, so meint Quarterback Ben Roethlisberger, gäbe es den Gegnern direkt von Anfang an etwas zum Nachdenken, wenn sie einem 8:0 Rückstand hinterherlaufen müssen.
Am Sonntag können sie in St. Louis weiter fleißig üben.

Donnerstag, 24. September 2015

Kurzberichte
chancellor-kam„B O O M“
Der sehr geehrte Herr Kam Chancellor (Bild) hat sich dazu herabgelassen, seinem Arbeitgeber wieder zur Verfügung zu stehen.
Seahawks Safety Chancellor, der von vielen als der beste auf seiner Position angesehen wird, beendete seinen Streik am Mittwoch und erschien auf dem Trainingsgelände des Teams.
Und Head Coach Pete Carroll machte gute Mine zum bösen Spiel und umarmte den Mann, der dem Team in den ersten beiden Spielen unglaublich geschadet hat, freundlich.
Wie es heißt, haben die Seahawks den Gehaltsforderungen des Safeties nicht nachgegeben. Chancellor wird trotz seines Streiks für mehr, für wesentlich mehr, Geld für die $7 Millionen spielen müssen, die in seinem noch drei Jahre laufenden Vertrag stehen.
Für Chancellor wurde der Streik langsam wohl zu teuer. Zusätzlich zu den Strafen für das Fernbleiben des Trainingslagers, gingen ihm auch für jedes bestreikte Spiel die Gehaltsschecks durch die Lappen, jeweils $236.000.
Das, und die doch vorhandene Liebe zum Team und zum Erfolg, werden ihn bewogen haben, wieder mitzuspielen. Immerhin trat er im letzten Super Bowl mit einer angerissenen Kniesehne an.
Und da das Team und Chancellor wie man hört nur $1 Million auseinanderlagen, und Chancellor einen umstrukturierten Vertrag nicht unbedingt ablehnen würde, wird er wohl im Lauf der Saison, oder zum Ende, doch ein nettes Sümmchen mehr bekommen.
Jetzt muß Bears Ersatz- Quarterback Jimmy Clausen sich darauf einstellen, daß er es am Sonntag mit Chancellor zu tun bekommt. Das macht seine Aufgabe ganz bestimmt nicht leichter.

„Ich muß besser werden“; diesen Spruch gab Andrew Luck von sich.
Der Quarterback der Colts nahm die Schuld an der Niederlage gegen die Jets auf sich.
Mit fünf Interceptions in den ersten zwei Spielen führt er die NFL an. Seine Vervollständigungsrate bringt im Platz 30 ein und bei der Passerwertung ist er der Allerletzte.
Das bedeutet, daß er noch hinter Johnny Manziel und Jameis Winston liegt. Für einen Quarterback, der vor der Türe des Einhundertmillionendollarclubs steht, keine gute Situation.
Sein Team ist 0-2, denn zusätzlich zu den schlechten Leistungen Lucks, hat die Defense überhaupt keine Qualität vorzuweisen.
Doch Luck übernimmt die Verantwortung für den 0-2 Start zu 100%, wie er sagte.
Wenn es am Sonntag nicht endlich mit einem Sieg klappt, wann dann?
Da geht es gegen die Titans, und die waren in den letzten Jahren nicht mehr, als Kanonenfutter für Indianapolis. Doch dieses Jahr haben sie Marcus Mariota.
Er führt die Quarterbacks der Liga mit 129,9 Passerwertungspunkten an. Luck hat bloß 58,9, eine unterirdische Bilanz.
Wenn die Defense der Colts noch nicht mal in der Lage sein sollte, Tennessees Rookie zu stoppen, dann ist der Playoffzug abgefahren.

Drew Brees will gegen die Panthers spielen.
Obwohl der Quarterback der Saints an der Rotatorenmanschette seines Wurfarm verletzt ist, trainiert er am Mittwoch, warf allerdings keine Pässe.
Ob er wirklich spielen wird, das steht noch nicht fest.

Sind wir also wieder bei den Verletzungen angekommen.
Eagles Running Back DeMarco Murray, der es in dieser Saison bereits auf grandiose 11 Yards bei 21 Läufen gebracht hat, verließ das Training der Eagles am Mittwoch mit Schmerzen im Oberschenkel.

Bei den Jets kann Cornerback Darrelle Revis wegen einer Leistenverletzung nicht trainieren.

New York Giants Wide Receiver Victor Cruz (Wade) und Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie (Gehirnerschütterung) sowie Washington Redskins Wide Receiver DeSean Jackson (Oberschenkel) können heute Abend nicht spielen. Der Einsatz von Giants Offensive Tackle Ereck Flowers (Knöchel) ist fraglich.

Ohne Dez Bryant und Tony Romo wird der Angriff der Cowboys schon ganz schön stottern. Wenn auch noch Tight End Jason Witten ausfällt, dann gute Nacht.
Er hat zwei verstauchte Knöchel und ein verstauchtes Knie.

Bei den Browns hat Quarterback Josh McCown seine Gehirnerschütterung überwunden.
Head Coach Pettine gab sofort bekannt, daß er ihn gegen die Raiders starten läßt.

Die besten Spieler der Woche 2

AFC
OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
21 von 27 für 369 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 12. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB DARRELLE REVIS, NEW YORK JETS
4 Tackles, 2 eroberte Fumbles, 1 Interception
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR TRAVIS BENJAMIN, CLEVELAND BROWNS
6 Puntreturns für 154 Yards, darunter 1 über 78 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR LARRY FITZGERALD, ARIZONA CARDINALS
8 gefangene Pässe für 112 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB SEAN LEE, DALLAS COWBOYS
14 Tackles, 1 Interception, 2 abgewehrte Pässe
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-RB DAVID JOHNSON, ARIZONA CARDINALS
1 Kickoffreturn über 108 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 23. September 2015

Kurzberichte
romo-tony3Die Dallas Cowboys setzten Quarterback Tony Romo (Bild) auf die Bummerangliste. Das heißt, daß er in Woche 11 wieder spielen könnte, wenn sein Schlüsselbein bis dahin ausgeheilt ist.
Die Cowboys trafen gestern zwei Maßnahmen, um die Zeit ohne Romo ohne größere Schäden zu überstehen. Sie beförderten Kellen Moore vom Trainingsteam in den aktiven Kader, und sie verpflichteten einen weiteren Quarterback, Matt Cassel von den Bills. Die Bills gaben den Cowboys zusätzlich ihre Wahlmöglichkeit in der siebten Runde der Draft 2017, und Dallas gab den Bills seine Wahlmöglichkeit in der fünften Runde für all das.
Teambesitzer Jerry Jones gab schon mal den Vertrauensbilder, als er sagte, daß es kaum einen besseren Passer als Brandon Weeden gäbe.
Was der noch beweisen muß, denn in acht Starts in Folge in der NFL ging er Achtmal als Verlierer vom Platz.
Daß er Romo letzten Sonntag gegen die Eagles so gut vertrat, als er reinkam, lag wohl eher an der nicht vorhandenen Qualität der Eagles. Weeden vervollständigte alle sieben seiner sieben Pässe, darunter den 42 Yards Touchdownpass zu Terrance Williams.

Auch die Bears holten einen Quarterback aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader.
Sie beförderten David Fales, der als Ersatzmann hinter Jimmy Clausen agiert, bis Jay Cutler wieder zurück ist.

Geschichte gehört wohl zu den Horrorfächern in der Schule.
Doch Geschichte kann auch interessant oder wenigstens amüsant sein.
So wurden z.B. die New York Giants das erste Team in der Geschichte der NFL, das die ersten beiden Saisonspiele verlor, obwohl sie zum Beginn des letzten Viertels jeweils über 10 Punkte Vorsprung hatten.
Das erste Team in der Geschichte!
Seit 96 Jahren!

Das mit den Extrapunkten hat die NFL wohl ganz gut hingekriegt.
Zwar ging die Erfolgsrate für die Versuche nicht in den Keller, aber sie sank, und das war das Ziel.
Seit 1989 lag die Erfolgsquote bei über 97%. Letztes Jahr lag sie sogar bei 99,3%. Dieses Jahr ging sie auf 94,1% nach zwei vollen Spieltagen zurück.
Mission erfolgreich!
Zuletzt lag die Rate 1979 bei unter 95%.
Auf der anderen Seite versuchen die Teams schon öfter die Zwei-Punkte-Umwandlung. Sieben erfolgreiche Versuche gab es bisher.
Die Regeländerung hat sich also gelohnt.

Todd Bowles hat genug gesehen.
Der Head Coach der Jets gab bekannt, daß Ryan Fitzpatrick der Quarterback Nr. 1 bleibt, auch wenn Geno Smith wieder einsatzbereit ist.
Zwei Spiele, zwei Siege, das hat Bowles überzeugt.
Fitzpatricks Bilanz bisher: 37 von 58 für 423 Yards, 4 Touchdowns bei 2 Interceptions. Damit liegt er in der Statistik auf Platz 24, also weit höher, als man hätte erwarten können.
Wie Mike Tirico, Kommentator von ESPN, während des Spiels gegen die Colts immer wieder betonte, spielt der erfahrene Fitzpatrick hinter einer erfahrenen Line. Das würde ihm sehr helfen.
So sehr, daß er Geno Smith bei den Jetzt (zunächst) ausgebootet hat.

Fiel da gerade der Name Colts?
Head Coach Chuck Pagano hat die Vorstellung seines Quarterbacks nach dem Spiel öffentlich hart kritisiert. Und seinem General Manager Ryan Grigson gab er auch direkt eine mit.
Pagano meinte zu seinem Quarterback, daß seine vier Ballverluste (3 Interceptions, 1 Fumble), nichts mit Trigonometrie zu tun hätten. Das sollte wohl eine hochgeistige Klatsche für Andrew Luck sein, der auf der Stanford Universität das Studienfach Mathematik belegte.
General Manager Grigson mußte sich von seinem Head Coach sagen lassen, daß Luck es hinter dieser schlechten O-Line aber auch nicht leicht hätte, gut auszusehen. Und das schon seit drei Jahren.
Und daß Grigson kein Hexer beim Zusammenstellen eines guten Teams ist, das ist ja wirklich offensichtlich.
Auf der defensiven Seite feuerten die Colts Cornerback Eric Patterson und verpflichteten Josh Thomas, der seinen Platz übernehmen soll.

$20.000 für ein Maskottchen?
Das war den Vikings dann doch zu viel.
Weil „Rangnar der Vikinger“ Darsteller Joe Juranitsch pro Spiel $20.000 haben möchte, verlängerten die Vikings den Vertrag mit ihm nicht.
Bisher bekam Rangnar $1.500 pro Spiel.
Die Fans starteten bereits eine Petition, um Juranitschs Rückkehr zu fordern.
Aber auf der anderen Seite wird es ja wohl noch andere „Vikinger“ geben, die auf einem Motorrad ins Stadion fahren und die Fans anfeuern können.
Die Jets haben den Ausfall ihres „Feuerwehrmanns“ ja auch ganz gut weggesteckt.

Der Lazarettreport
Buccaneers Tight End Seferian-Jenkins könnte mit einer Schulterzerrung bis zu sechs Wochen ausfallen.

Die Jaguars setzten Wide Receiver Rashad Greene nach einer Daumenoperation auf die Bummerangliste.

Eagles Linebacker Kiko Alonso zog sich gegen Dallas ein angerissenes Kreuzband zu. Er wird eine ganze Zeit ausfallen.

Dienstag, 22. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 2 - Der Montag
Fitzpatrick-Ryan-jets
Fassungslos.
Dieser Spieltag ließ einen am Ende fassungslos zurück.
Dachte man nach der unterirdischen Vorstellung der Eagles und ihrer Offense, daß es schlechter nicht mehr ginge, kamen die Colts und bewiesen, daß er wahrlich noch viel schlechter geht.
Indianapolis verlor nacheinander gegen die Bills und die Jets (7:20), zwei Teams, die wahrlich nicht unter die Top-25 der Liga gehören.
Indianapolis verlor nacheinander gegen die Quarterbacks Tyrod Taylor und Ryan Fitzpatrick (Bild), die nun wahrlich nicht unter die Top-30 Quarterbacks der Liga gehören.
Damit bestätigte sich, was sich in der Vorbereitungszeit schon andeutete, daß die Defense der Colts nicht NFL-tauglich ist.
Schlimm ist, daß sich die Offense auch auf dieses abgrundtiefe Niveau begeben hat. Fehler, Strafen, Ballverluste, das ist alles, was die Offense zustande bringt.
Andrew Luck spielt höchstens noch auf dem Level seines Vaters Oliver, und der war nicht wirklich gut. Und wenn man dann mal 10 Minuten den Ball hat und über das ganze Feld marschiert, verliert Running Back Frank Gore den Ball einen Zentimeter vor der Goalline, ohne daß ein Verteidiger auch nur in seiner Nähe ist.
Damit kam es zu einer Konstellation, die man so nie erwarten konnte: Die Jaguars, Buccaneers, Raiders, Redskins, Browns und Jets haben ihre Spiele gewonnen. Das dürfte so bald nicht wieder an einem Spieltag passieren.
Die Colts starteten somit zum zweiten Mal in Folge mit 0-2 Siegen in eine Saison. Noch kein Team in der Geschichte der NFL erreichte im zweiten Jahr eines 0-2 Starts die Playoffs. Die Colts könnten aber das erste Team werden, dem das gelingt, denn auch wenn sie echt mies sind, haben sie mit den Jaguars, Titans und Texans bewiesene Verlierer in der Division, an denen sie noch vorbeiziehen können. Und der Gewinn einer Division berechtigt zum Einzug in die Playoffs, auch wenn man ein negatives Sieg-Niederlage-Verhältnis hat. Seit 2013 sind die Colts 12-0 gegen ihre Divisionsrivalen. Da geht also noch was.
Was ist der Sieg der Jets dagegen wert?
Mit den Browns und den Colts hatte man zwei der schlechtesten Teams der Liga als Gegner, die man beide besiegen konnte. Die rechte Aussagekraft hat das noch nicht. Lustig wird es nächsten Sonntag, wenn mit den Eagles ein weiteres richtig mieses Team zu Gast ist. Überhaupt haben die Jets einen sehr leichten Spielplan. Erst in Woche sieben muß man nach New England.
Bei dem leichten Spielplan ist das Erreichen der Playoffs für die Jets tatsächlich machbar.
Für Colts Head Coach Chuck Pagano dürfte es seine letzte Saison sein, wenn sein Team den Aufschwung nicht schafft. Zwar ist der General Manager Ryan Grigson hauptsächlich verantwortlich für das schwache Spielerpersonal, aber Pagano wird derjenige sein, der seinen Job deswegen verliert.
Verloren haben die Colts auch Cornerback Vontae Davis und Tight End Dwayne Allen.
Davis zog sich eine Gehirnerschütterung zu, Allen eine Knöchelverletzung.
Auf Seiten der Jets fiel Wide Receiver Eric Decker mit einer Knieverletzung aus.

Kurzberichte
280.000 Zuschauer hatte das erste Spiel am zweiten Spieltag auf 7maxx.
Grandios!
Eine Steigerung von gut 90.000 Zuschauern gegenüber dem ersten Spieltag. Und das für einen Winzsender, den viele immer noch im Dschungel der über 2.000 Sender in der Liste suchen.
Wenn der Sender jetzt noch den O-Ton neben dem deutschen Kommentar senden würde, wären wohl noch mehr Zuschauer drin.

Werden die (S)Aints einige Wochen auf Quarterback Drew Brees verzichten müssen?
Aus New Orleans hört man, daß er eine Rotatorenverletzung in der rechten Schulter hat, die er auskurieren muß. In der ersten Halbzeit der Niederlage gegen die Buccaneers hätte er einen Schlag auf auf den Arm abbekommen, und danach hätte er ihn nicht mehr richtig bewegen können.
Wer Brees kennt, der weiß, daß es eine Menge Schmerzen braucht, um ihn am Sonntag vom Start gegen die Panthers abzuhalten.

Am heutigen Dienstag werden die Cowboys einige Quarterbacks ausprobieren, um zu entscheiden, wer der Ersatzmann hinter Brandon Weeden wird. Christian Ponder soll unter den Testkandidaten sein.
Ob man überhaupt jemanden von draußen holt, steht noch nicht fest. Momentan tendiert man dazu, Kellen Moore aus der Trainingsmannschaft in den aktiven Kader zu befördern.
Moore war Quarterback von Boise State und soll da recht überzeugend gespielt haben.
Tony Romo muß übrigens nicht an seinem gebrochenen Schlüsselbein operiert werden. An den wenigstens acht Wochen Pause ändert das nichts.

Die Bears werden mindestens zwei Wochen auf Quarterback Jay Cutler verzichten müssen, der eine Oberschenkelverletzung hat.

Gebrochen ist nichts. Das ergaben die Röntgenaufnahmen von Eddie Lacys Knöchel.
Trotzdem steht noch nicht fest, wie lange der Running Back den Packers fehlen wird?

Für Texans Offensive Lineman Jeff Adams ist die Saison mit einem Riß der Patellasehne beendet.

Ist man nun dämlich oder ganz besonders dämlich, wenn man $114 Millionen für einen Verteidiger ausgibt, nur um dann 396 Offense-Yards der Jacksonville Jaguars zu kassieren?
396 Yards von einem guten Team sind schon viel, aber von den JAGUARS???
Jags Quarterback Blake Bortles vervollständigte 18 seiner 33 Pässe für 273 Yards und zwei Touchdowns.
Zählt man die $114 Millionen, die die Dolphins Ndamukong Suh zahlen, so nach und nach auf seine Tackles um die er für Miami im Lauf der Zeit erzielt, steh man momentan bei $38 Millionen pro Tackle, denn in zwei Spielen brachte der leicht überbezahlte Defensive Tackle es auf unspektakuläre drei Tackles.
Suh ist sehr unzufrieden mit der Verteidigung. Niemand wüßte so recht, was er zu tun hätte. Man müßte zurück an die Zeichentafel und sehen, was für Spielzüge man umsetzen soll und kann.
Gegen die Jaguars soll Suh schon einige Male aus dem System ausgebrochen sein, das Defensive Coordinator Kein Coyle angesagt hatte. Suh war nicht wirklich zufrieden mit den Vorgaben seines Chefs.
Mal sehen, wie das da beim Fisch noch weitergeht?

Montag, 21. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 2 - Der Sonntag
kaepernik-colin
Letzte Woche stellte sich nach dem Sieg der 49ers über die Vikings die Frage, wie aussagekräftig dieser Sieg war?
Es gibt noch mehr Fragen, z.B. wie wichtig sind die Vorbereitungsspiele?
Wer hatte mehr Anteil an der Rekordsaison von DeMarco Murray, der Running Back selber oder seine O-Line in Dallas?
Hat man mit einem 0-2 Start noch Chancen auf einen Super Bowl Sieg?
Was ist eine Blamage?
Versuchen wir mal die Fragen abzuarbeiten und fangen mit den 49ers an.
Nach dem Sieg über die Vikings, die im ersten Spiel wie eine Schülermannschaft auftraten, schien man in San Francisco schier abzuheben. Alles war der Meinung, daß der neue Head Coach und seine bunt zusammengewürfelte Mannschaft auf dem richtigen Weg, und zwar dem in die Playoffs wären.
Doch der neutrale Beobachter blieb skeptisch. Zu schlecht war das, was die Vikings gezeigt hatten, um daraus Schlüsse auf die Qualität der 49ers ziehen zu können.
In Woche zwei stand da ein ganz anderes Team als Gegner und Gradmesser auf dem Plan, die Steelers. Die haben selber genug Verletzungssorgen und müssen noch den Verlust suspendierter Spieler kompensieren, doch ein anderes Kaliber als Minnesota sind sie dann doch. Und das zeigte sich vom Kickoff an. Pittsburghs Offense hatte Null Probleme, den Plan in jedem Spiel wenigstens 30 Punkte zu erzielen in die Tat umzusetzen. Auf der anderen Seite hatte die Defense der Steelers Quarterback Kaepernick und die Seinen ganz gut im Griff.
Erst als die Steelers recht früh schon in den Gnadenmodus schalteten, ergaben sich Chancen für die 49ers. So erreichte Kaepernick (Bild) noch eine Bilanz von 33 aus 46 für 335 Yards und 2 Touchdowns.
Ben Roethlisberger brachte es auf 21 aus 27 für 369 Yards und 3 Touchdowns. DeAngelo Williams, der wieder für den gesperrten LeVeon Bell spielte, erzielte drei Lauf- Touchdowns.
Bereits zur Halbzeit hatten die Steelers 29 ihrer gewünschten 30 Punkte erzielt. Am Ende stand es 43:18 für Pittsburgh, und die 49ers wissen jetzt etwas besser, wo genau sie stehen.

Die Frage nach der Wichtigkeit der Vorbereitungsspiele stellte FOX Analyst Troy Aikman in der Horrorvorstellung der Eagles gegen Dallas.
Er war der Meinung, daß man in Woche zwei der Saison, mit vier Vorbereitungsspielen und einem regulären Spiel nicht mehr so armselig auftreten dürfte, wie Philadelphia. OK, Dallas zeigte auch nicht viel mehr, aber was die Eagles boten war tatsächlich blamabel, peinlich und grottenschlecht. Für so eine miese Leistung, so meinte Aikman, könnte man sich die Vorbereitungsspiele sparen.
Dieses Spiel beantwortete auch die Frage danach, wer mehr Anteil am guten Abschneiden von Running Back DeMarco Murray letztes Jahr hatte?
Da spielte Murray noch für Dallas und war am Ende der Saison der beste Running Back der Liga. Jetzt spielt er für Philadelphia. Im direkten Vergleich, sah man, daß wohl die Kombination, Murray - Dallas O-Line den Erfolg ausmachte. Die Bilanz gestern zeigte, daß die Cowboys O-Line den Running Backs Joseph Randle und Darren McFadden den Weg für 82 Yards freiblockte.
Murray erzielte hinter der Line der Eagles Z W E I Yards mit 13 Läufen.
Beides keine großartigen Werte, oder?
Bitter für Dallas, daß sie nach dem langen Ausfall von Wide Receiver Dez Bryant jetzt auch lange auf Tony Romo verzichten müssen. Der Quarterback brach sich das linke Schlüsselbein. Als er sich zuletzt diese Verletzung zuzog, verpaßte er 10 Spiele.
Das Ergebnis dieses Anti- Footballspiels lautet Dallas 20, Philadelphia 10.

Die Packers hatten eine menge Arbeit mit den Seahawks, die den Platz allerdings als Verlierer verließen, und jetzt mit 0-2 Siegen dastehen.
Zwar haben Teams, die mit 0-2 in die Saison starten, kaum Chancen auf das Erreichen des Super Bowls, aber Seattle berappelte sich letztes Jahr nach einem 3-3 Start und erreichte das Endspiel.
Auf dem Weg dorthin schlugen sie die Packers im NFC Championshipspiel, die in Seattle lange wie der sichere Sieger aussahen, und das Spiel im letzten Viertel aus der Hand gaben.
Nicht so dieses Mal.
Die Seahawks führten mit 17:16, als es ins letzte Viertel ging, aber am Ende hatte Green Bay die Nase verdient mit 27:17 vorne.

Furchtbar viel Arbeit hatten die Patriots mit den aufmüpfigen Bills.
Es brauchte 446 Passyards von Quarterback Tom Brady, um gegen Buffalo zu gewinnen. Noch nie kassierte eine Defense der Bills so viele Passyards.
Am Ende ging es aus, wie gewohnt, wenn die Patriots gegen ein Team von Head Coach Rex Ryan spielen, sie gewinnen. Dieses Mal aber verdammt knapp mit 40:32.
Der unerfahrene Quarterback der Bills, Tyrod Taylor, erzielte zwar drei Touchdowns, leistete sich aber auch drei Interceptions. Das war dann des Schlechten zu viel.
Rex Ryan meinte nach dem Spiel, daß seinem Team noch ein kleines Stück Qualität fehlt. Er nahm die Niederlage voll auf seine Kappe.
Vielleicht haben die Bills die fehlenden Teile bis zum Rückspiel gefunden?

Was ist eine Blamage?
Die Frage stellen wir mal den Aints, den Dolphins, den Ravens und den Lions.
Die verloren nämlich gegen die Buccaneers, die Jaguars, die Raiders und die Vikings.
Im Detail: Bucs - Aints 26:19 IN New Orleans, Dolphins - Jaguars 20:23, Ravens - Raiders 33:37, und Lions - Vikings 16:26.
Wobei nicht sicher ist, ob die Niederlege Detroits gegen Minnesota wirklich eine Blamage ist. Die Vikings spielten sehr viel besser, als letzte Woche gegen San Francisco und Running Back Adrian „der Kindesmißhandler“ Peterson erzielte mit 29 Läufen 134 Yards. Er scheint seinen Rost, der in Woche eins noch an ihm haftete, abgestreift zu haben. Das half auch Quarterback Teddy Bridgewater, der die Unterstützung eines guten Laufspiels dringend braucht.
Die Defense teilte auch ganz schön aus. Lions Quarterback Matthew Stafford wurde nach dem Spiel an seiner Wurfhand und den Rippen geröntgt. Über die Befunde gibt es noch keine Nachricht.

Natürlich blieben auch in Woche zwei die Verletzungen nicht aus.
Dallas Quarterback Tony Romo wurde schon erwähnt, und die Cowboys müssen jetzt dringend nach einem Quarterback suchen, der Brandon Weeden ersetzen kann, wenn ihm etwas passiert.
Höre ich da schon die Tebow, Tebow Rufe?

Cardinals Linebacker LaMarr Woodley zog sich im lockeren 48:23 Sieg gegen die Bears eine Verletzung an der rechten Schulter zu.
Bei den Bears ging Quarterback Jay Cutler mit einer Oberschenkelverletzung vorzeitig in die Kabine.

Bei den Bills wurde Safety Aaron Williams mit einer Nackenverletzung auf einer Streckbahre ins Krankenhaus gefahren. Das hat er aber mittlerweile schon wieder verlassen können.

Die Packers traten ohne Right Tackle Bryan Bulaga gegen Seattle an, der an einem gerissenen Meniskus operiert wurde und verloren Running Back Eddie Lacy schon früh mit einer Knöchelverletzung.

Im 24:20 Sieg der Falcons bei den Giants zog sich Atlantas Running Back Tevin Coleman eine Rippenverletzung zu und wurde vom Platz getragen.
Bei den Giants zog sich Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie eine Gehirnerschütterung zu. Sein Teamkollege Left Tackle Ereck Flowers wurde mit einer Knöchelverletzung vom Platz getragen.

Bei den 49ers verletzten sich Running Back Carlos Hyde am Kopf und Tight End Vance McDonald am Knie. Bei beiden steht der Statusreport noch aus.

Das Duell zweier Heisman Trophäen Gewinner zwischen Clevelands Johnny Manziel gegen Tennessees Marcus Mariota endet mit einem 28:14 Sieg für Johnny Football. Die Titans verloren auch noch Quarterback Marcus Mariota mit einer Knöchelverletzung. Ob und wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.

Die Dolphins verloren nicht nur das Spiel gegen Jacksonville, sondern auch Running Back Lamar Miller mit einer Knöchelverletzung.

Samstag, 19. September 2015

Kurzberichte
mariota-marcus2Letzte Woche gab es das interessante Duell der beiden an Stelle eins und zwei einberufenen Quarterbacks der letzten Draft.
Aus diesem Duell ging die Nr. 2, Marcus Mariota (Bild), so was von als klarer Sieger hervor, daß man es kaum fassen konnte.
Am Sonntag gibt es das nächste interessante Aufeinandertreffen, wenn der Heisman Trophäen Gewinner des Jahres 2012, auf den Sieger 2014 trifft, namentlich Johnny Manziel gegen Marcus Mariota.
Manziel, der letztes Jahr in die NFL kam hat zwar nicht mehr den Status eines Rookies, spielt aber wie einer. Wenn er sich bei Mariota angesehen hat, wie man sich als Jungprofi zu benehmen und vorzubereiten hat, dann wird ihm sonnenklar geworden sein, welche Fehler er begangen hat.
Manziel ließ schon als er die Bühne am Drafttag betrat, das Ar...mutszeugnis raushängen, mit seiner Geldzähl-Bewegung.
Mariota sah sich das Ganze im Kreis seiner Familie auf Hawaii an, weil seine Großmutter die weite Reise nach Chicago nicht antreten konnte.
Danach begann er, sich auf sein Team vorzubereiten, während Manziel letztes Jahr Geldscheine zusammenrollte und sich eigenartiges weißes Pulver damit in die Nase zog.
Natürlich ist das Spiel der Titans bei den Browns ansonsten völlig bedeutungslos, aber für Fans der beiden Quarterbacks bestimmt nicht ohne Reiz.

Haben die Patriots das unverschämte Glück, in zwei aufeinanderfolgenden Wochen zwei der besten Running Backs der Liga in Folge aus dem Weg zu gehen?
Letzte Woche brauchten sie sich nicht mit LeVeon Bell herumschlagen, weil er suspendiert war. Am Sonntag ist der Einsatz von LeSean McCoy fraglich, der Oberschenkelprobleme hat.
Bills Head Coach Rex Ryan ist zwar vorsichtig optimistisch, daß McCoy wird spielen können, aber wie lange und wie gut?
Damit mit den Bällen nichts schiefgeht, bieten die Fanartikelläden rund um das Stadion der Bills Ballpumpen an, die reißenden Absatz finden, wie man hört.

Die Packers müssen in der NFC Endspiel Revanche gegen Seattle auf Bryan Bulaga verzichten. Der Offensive Tackle ist am Knie verletzt und muß das Spiel aussetzen.

Die Giants müssen weiter auf Victor Cruz verzichten. Die Wade des Wide Receivers ist noch nicht ausgeheilt.

35 Sekunden Zeit, 66 Yards zu gehen, eine Auszeit, das war das Szenario gegen Ende des Spiels letzten Donnerstag. Dann wären die Chiefs beim Stand von 24:24 in Field Goal Reichweite gekommen, und Cairo Santos hätte den Siegtreffer erzielen können.
So hatte Chiefs Head Coach Andy Reid sich das gedacht, und deshalb ließ er Jamaal Charles mit dem Ball laufen, statt sich auf die Verlängerung einzustellen.
Und die Fans der Chiefs erlebten, warum die Fans in Philadelphia gar nicht so furchtbar unglücklich waren, als Reid dort seinen Posten aufgeben mußte.
Reid hat die Tendenz, sich solche Schnitzer zu leisten.
Womit er nicht rechnen konnte war, daß sein eigentlich recht sicherer Running Back sich den Ball aus der Hand würde schlagen lassen.
Sehen wir es so: Reid hatte den Mut, das Spiel noch gewinnen zu wollen. Was in wenigen Sekunden noch möglich ist, hatten ja die Cowboys am Sonntag bewiesen.
Sein Mut wurde nicht belohnt, und Denver kam zu einem sehr, sehr glücklichen Sieg.

Die Polizei in Santa Clara gab bekannt, daß sie vier Leute festgenommen hat, die einen Fan der Vikings vor dem Stadion zusammengeschlagen haben sollen.
Einer der verhafteten war ein Saisonkarteninhaber.
Zwar waren alle Beteiligten schon vom Tatort verschwunden, als die Polizei ankam, aber in Zeiten der Handy-Spielbergs gibt es kaum noch ein Entkommen. Ein Video des Überfalls tauchte am Dienstagmorgen in den sozialen Medien auf und darauf konnte man die Täter, drei Männer und eine Frau, klar identifizieren.
Die 49ers haben dem Saisonkarteninhaber die restlichen karten wieder entzogen.
Das Opfer trug keine lebensgefährlichen Verletzung davon und konnte nach kurzer Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.

Die Texans werden ihren maroden Rasen gegen einen Kunstrasen ersetzen.
Die Chiefs hatten sich nach dem Spiel in Houston bitter über den Untergrund beschwert.
Der Belag soll schnellstmöglich ausgetauscht werden.

Freitag, 18. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 2 - Der Donnerstag
manning-bronco5Die Offense von Gary Kubiak stinkt.
Erst als Broncos Quarterback Peyton Manning (Bild) die Vorgaben seines Head Coaches offenbar ignorierte, kam Denvers Offense ins Laufen.
Bis dahin lieferte sie eine genauso erbärmliche Vorstellung ab, wie am Sonntag gegen Baltimore. Wie kann ein Head Coach oder auch ein Offensive Coordinator auch nur annehmen, er würde ähnlich viel von Offense verstehen, wie Peyton Manning?
Das ist mehr als vermessen.
Zunächste überzeugten die Chiefs und sahen aus, als würden sie Denver genauso aus ihrem Stadion prügeln, wie sie letztes Jahr die Patriots demütigten.
Das erste Viertel endete 0:0, bevor Kansas City zu zwei Touchdowns kam. Zunächste war es Running Back Jamaal Charles, der für die Chiefs die Endzone fand, dann war es Cornerback Marcus Peters, der einen Paß von Manning in Richtung Thomas abfing und in die Endzone trug.
Nach diesem 14:0 schwanden alle Hoffnungen, daß Denver überhaupt noch etwas zu sagen haben könnte, in diesem Spiel.
Die Defense spielte solide, aber Manning im Korsett des Spielsystems seines neuen Head Coaches funktionierte überhaupt nicht, zumal Manning keinerlei Entlastung von seinen Running Backs bekam.
Dann war der Quarterback es wohl leid und übernahm die Kontrolle über seinen Mannschaftsteil. Er spielte aus der Shot-Gun Position, die er seit etlichen Jahren bevorzugt, und die ihm mehr Zeit und Überblick verschafft, und er zog das Tempo an. Weg mit dem Quatsch, den Kubiak ihm aufzwingen will, und Peyton- Football, wie er sein soll.
Zwar kamen seine tiefen Pässe oft recht ungenau und er über- und unterwarf die Receiver, doch langsam fand er seinen Rhythmus, aus dem Kubiak ihn gedrängt hatte.
Nach und nach funktionierte auch die Kombination 18 zu 88, also Manning zu Thomas, wieder so, wie man es aus der letzten Saison gewohnt war.
Bleibt zu hoffen, daß Manning Kubiak ordentlich den Kopf gewaschen hat, und seine Offense weiter so führt, wie er es will und kann.
Nur auf die Defense zu hoffen, wäre keine gute Entscheidung.
So kam Manning noch zu einer Bilanz von 26 aus 45, für 256 Yards, 3 Touchdowns bei dem bereits erwähnten Interception.
In die Pause ging es mit einem 14:14, nachdem grauenvolles Zeitmanagement der Chiefs, die paßten, als sie hätten laufen sollen, den Broncos den Ball und den Ausgleich brachte.
Das dritte Viertel endete mit 3:3, bevor das Spiel richtig wild wurde.
2:32 Minuten vor Spielende gingen die Chiefs mit 24:17 in Führung. Manning, der sich aus Kubiaks Fesseln befreit hatte, führte Denver noch zum Ausgleich. Da nur noch 40 Sekunden zu spielen waren, stand die Verlängerung vor der Tür. Die Chiefs machten nun nicht mehr den Fehler aus der ersten Halbzeit, sondern sie gaben Running Back Jamaal Charles den Ball, was sich als Fehler erwies. Die wieder phantastisch spielende Verteidigung Denvers schlug dem Running Back den Ball aus der Hand und Cornerback Roby eroberte das Ei und trug es über 21 Yards zum Touchdown zurück.
Damit kamen die Broncos zu einem im ersten Viertel niemals für möglich gehaltenen Sieg.
Chiefs Head Coach Andy Reid alleine ist die Niederlage zuzuschreiben. In der ersten Halbzeit bewies er furchtbares Zeitmanagement, am Spielende hätte er seine Quarterback das Spiel abknien lassen sollen, statt Charles mit dem Ball laufen zu lassen. In der Verlängerung wäre dann alles möglich gewesen.

Kurzberichte
Bei den Texans hat Arian Foster ein leichtes Training absolviert.
Der Running Back kann nach seiner Leistenoperation allerdings noch nicht spielen.

Die Bills bangen gegen die Patriots um den Einsatz von LeSean McCoy.
Der Running Back mußte das Training wegen Schmerzen im Oberschenkel beenden.

Bei den Buccaneers gab Mike Evans bekannt, daß er gegen die Saints wird spielen können.
Die Oberschenkelverletzung des Wide Receivers soll hundert Prozent abgeklungen sein.

Auf der Liste derer, die nächstes Jahr in die Hall of Fame aufgenommen werden können, steht der Name Darren Sharper.
Diese Entscheidung löste heftige Kontroversen aus, ist Sharper doch ein verurteilter mehrfacher Vergewaltiger.
Als Safety, der für die Packers, Vikings und Saints spielte, hat er die Nominierung sicherlich verdient, aber kann die NFL es sich leisten, einen Schwerverbrecher in die Ruhmeshalle zu wählen, oder auch nur, es zu erwägen?
Sicherlich nicht. Die Liga hat genug Mist gebaut und baut ihn noch, im Umgang mit kriminellen Spielern, die weniger hart bestraft werden, als Spieler, die eher als nicht vielleicht davon gewußt haben könnten... ach, Ihr kennt den Quatsch.
Die Regeln verbieten es den Stimmberechtigten, sich an etwas zu orientieren, das nicht auf dem Footballfeld geschah. Nur, ist das heute noch wirklich sinnvoll?

Und, für die, die es noch nicht gehört haben sollten.
Das Spiel in der vergangenen Nacht wurde von Sport1 US übertragen.
Der Sender ist sich mit dem Rechtehändler perform einig geworden und überträgt alle Nacht-Spiele, also Sunday-, Monday- und Thursday Night.
Alles in bestem HD und mit Originalkommentar, und bis zum Ende der regulären Saison. Die Rechte enden dann.

Donnerstag, 17. September 2015

Kurzberichte
favre-brett222Zur nächsten Wahl für die Aufnahme in die Hall of Fame wurden sofort im ersten Jahr ihrer Berechtigung Brett Favre (Bild) und Terrell Owens auf die Liste gesetzt.
Favre war Quarterback der Packers, und 1-2 anderer nicht erwähnenswerter Teams, Owens tingelte durch fünf NFL Clubs und sogar den Abstieg in eine niedere Indoor Liga steht in seinem Lebenslauf. Doch auch er kann es in die Ruhmeshalle schaffen.
Bestehen bei T.O. auch Zweifel, ob er es schaffen wird, bei Favre darf man davon ausgehen, daß er es auf Anhieb schaffen wird.
Mit den Packers gewann er 1997 den Super Bowl und dreimal war er MVP der Liga.
Sein Hick-Hack nach seinem Rücktritt und dem Rücktritt vom Rücktritt wird bei der Entscheidung, ob er aufgenommen wird, keine Rolle spielen (dürfen).
Einer hat seine Nominierung nicht mehr erlebt, Ken Stabler. Der ehemalige Quarterback der Raiders starb im Juli 2015 im Alter von 69 Jahren und im August wurde er auf die Liste derer gesetzt, die in die Ruhmeshalle aufgenommen werden dürfen. „The Snake“, wie er genannt wurde, hätte es verdient gehabt, früher nominiert zu werden.

Die beiden Angestellten der Patriots, die eher als nicht eventuell Luft aus Bällen abgelassen haben könnten, dürfen wieder für das Team arbeiten.
Die NFL hob die Sperre für John Jastremski und Jim McNally auf.
Die Pats müssen jetzt andere Aufgabenfelder für die beiden finden, denn mit Bällen dürfen sie nicht mehr in Berührung kommen.

„Du darfst nicht punkten,“ hat Eli Manning zu seinem Running Back Rashad Jennings gesagt.
In völliger Verkennung der verbleibenden Zeit auf der Uhr, hatte der Quarterback der Giants seinen Running Back angewiesen, nicht in die Endzone der Cowboys zu laufen, wenn er den Ball bekommt.
Manning war der Meinung, daß es wichtiger wäre, Zeit von der Uhr zu nehmen, als zu punkten. Sein Head Coach Coughlin war völlig anderer Meinung. Er wollte einen Zehnpunktevorsprung haben.
Doch auf dem Platz gab Manning andere Anweisungen.
Jennings erzählte Reportern davon in einem Interview. Am Donnerstag entschuldigte er sich bei Manning dafür, daß er ihn bloßgestellt hatte.

Und es geht los. Die NFL hat letztes Jahr ungewöhnlich wenige Strafen gegen ihre Spieler ausgesprochen und dadurch nicht so viel eingenommen wie üblich.
Dieses Jahr beginnt die Liga direkt mit einer $35.000 Strafe.
Bengals Cornerback Adam Jones riß Raiders Receiver Amari Cooper den Helm vom Kopf und knallte Coopers Kopf in den Helm.
Jones hat bereits Einspruch gegen die Strafe eingelegt, dabei kann er froh sein, daß er für die Aktion nicht suspendiert wird.

Um das Wide Receiver Corps der Patriots steht es sehr schlecht. Wie sonst ist zu erklären, daß sie vom Punktelieferanten aus Houston einen Receiver verpflichten, der selbst da keinen Stammplatz hat?
Wide Receiver und Kickreturner Keshawn Martin unterschrieb am Mittwoch einen Einjahresvertrag.

Nein, Kam Chancellor hat auch nach der Niederlage seiner Seahawks gegen den Außenseiter aus St. Louis noch keine Lust, seinem Team und den Fans zu helfen.
Der Safety hat nicht das geringste Interesse, seinen Streik zu beenden. Also wird Seattle auch gegen die passfreudigen Packers auf ihn verzichten müssen.

Texans Head Coach O`Brien hat sich doch schon entschieden, wer sein Quarterback im nächsten Spiel sein wird.
Sein Starter für die Saison, Brian Hoyer, war letzten Sonntag ein Vollflop. Deshalb versucht O`Brien es jetzt mit Ryan Mallett.
Ob das unter dem Strich etwas ändern wird, ist zweifelhaft.

Die besten Spieler der Woche 1

AFC
OFFENSE: QB MARCUS MARIOTA, TENNESSEE TITANS
13 von 16 für 209 Yards, 4 Touchdowns, 158,6 Passerwertungspunkte, die höchste erreichbare Marke
Er ist der erste Rookie in der Geschichte der NFL, der am ersten Spieltag diese Wertung erzielte.
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB AQIB TALIB, DENVER BRONCOS
3 Tackles, 2 abgewehrte Pässe, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 51 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: WR-PR JARVIS LANDRY, MIAMI DOLPHINS
2 Puntreturns über insgesamt 74 Yards, darunter 1 über 69 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR JULIO JONES, ATLANTA FALCONS
11 gefangene Pässe für 141 Yards, 2 Touchdowns 
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT AARON DONALD, ST. LOUIS RAMS
9 Tackles, 2 Sacks
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR TAVON AUSTIN, ST. LOUIS RAMS
1 Puntreturn- Touchdown über 75 Yards, 1 Lauf- Touchdown über 16 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 16. September 2015

Kurzberichte
manning-peyton-broncos4Die Broncos setzten Peyton Manning (Bild) wegen einer Rückenverletzung auf den Verletztenreport für Woche 2.
Doch Manning weiß gar nichts davon, daß er verletzt ist. Er zeigte sich völlig überrascht, als er darauf angesprochen wurde.
Immerhin wurde Manning viermal von den Ravens gesackt. Dennoch trainierte er ohne Probleme am Montag und bereitete sich auf das Spiel am Donnerstag gegen die Chiefs vor.
Aber ob verletzt oder nicht, mit der Leistung, die er gegen Baltimore zeigte, können die Broncos in dieser Saison keinen Blumentopf gewinnen.
Denvers Angriff kam nur zu vier Field Goals, den Rest mußte die Defense erledigen.
Gegen einen Gegner der selber auch keine Offense hat, wie am Sonntag, mag das noch gutgehen, aber es kommen auch noch andere Gegner.
Und wenn Manning und die Broncos schon von dein eigenen Fans ausgebuht werden, wie es gegen Baltimore der Fall war, dann steht es nicht gut, echt nicht gut.
So wie um Brandon Marshall. Um den Inside Linebacker steht es auch nicht gut. Er sagte, daß eine Schraube in seinem operierten Fuß gebrochen ist. Doch er will sich erst nach der Saison operieren lassen, weil er sonst etwa zwei Monate ausfallen würde. Ob er das durchsteht bleibt abzuwarten.

Die Ravens verpflichteten Jason Babin.
Der 35-jährige Pass Rusher wurde von den Jets gefeuert, weil er letztes Jahr nur zwei Sacks erzielte.
In Baltimore soll er Terrel Suggs ersetzen, für den die Saison mit einem Achillessehnenriss bereits beendet ist.

Wo genau stehen die 49ers?
Diese Frage beschäftigt die Footballwelt, seit der Vorbereitungszeit.
Der Trainerstab wurde ausgewechselt und viele Leistungsträger haben das Team verlassen.
Da gab das erste Saisonspiel gegen die Vikings viel Grund zur Hoffnung. Aber was ist der 20:3 Sieg wirklich wert? Was sind die 168 Laufyards von Running Back Carlos Hyde wirklich wert?
Nicht so sehr viel, denn Minnesota spielte auf dem Niveau eines zweitklassigen Collegeteams. Selbst Running Back Adrian Peterson fand die Vorstellung seiner Vikings, und seine eigene, blamabel.
Nach diesem Spiel schon in Siegesträume zu verfallen, wäre nicht wirklich angebracht.
Der nächste Gegner am Sonntag ist da schon ein besserer Gradmesser. Die Steelers haben auch ihre Verletzungssorgen, genau wie die Vikings, aber sie spielen doch auf einem deutlich höheren Level.
UND, gegen die Steelers werden die 49ers nicht diese grauenerregenden Trikots tragen, die sie letzten Sonntag trugen. Ein Schockfaktor für den Gegner fällt damit schon mal weg.

Die Wadenverletzung, die sich Niners Running Back Reggie Bush gegen die Vikings zuzog, ist nicht besorgniserregend.
Lange wird er damit nicht ausfallen, wie es heißt.

Da wir schon mal bei den 49ers sind...
In Australien ist man mit hohen Einschaltquoten beglückt worden. Den ersten Auftritt des ehemaligen australischen Rugby-Superstars Jarryd Hayne mit San Francisco, wollten sich viele nicht entgehen lassen.
Der Kickoff erfolgte in Australien kurz nach 18 Uhr, also fast schon zur Hauptsendezeit. ESPN übertrug das Spiel und freute sich über 116.000 Zuschauer. Das waren mehr, als die bisherige Bestmarke von 107.100 Zuschauern, die der letzte Super Bowl generierte. Der lief allerdings auch zur Mittagszeit.
Bei uns war die erste Übertragung im deutschen Free TV seit Jahrzehnten mit 190.000 Zuschauern im Schnitt ein voller Erfolg. 7Maxx erzielte damit zwar nicht seine beste Einschaltquote, die gehört 24: Live another Day mit 230.000 Zuschauern, aber mit der nach dem Spiel eingesetzten Mundpropaganda dürfte die Zahl wohl nächste Woche noch steigen.

Die Cowboys holten sich Brice Butler von den Raiders, um Dez Bryant zu ersetzen.
Eine tolle Wahl, hat er doch in seinen zwei Saisons bisher enorme 30 Pässe für 383 Yards und zwei Touchdowns gefangen.
Damit qualifiziert er sich höchstens als Notnagel, falls noch ein weiterer Receiver der Cowboys ausfallen sollte.

Die Packers setzten Sam Barrington auf die Verletztenliste.
Eine Fußverletzung beendete die Saison für den Inside Linebacker vorzeitig.

Die Redskins setzten Duke Ihenacho auf die Verletztenliste.
Der Safety brach sich in der Niederlage gegen Miami das linke Handgelenk.

Die Falcons verpflichteten Jake Long.
Head Coach Dan Quinn war nach dem Spiel gegen die Eagles der Meinung, daß die O-Line mehr Erfahrung braucht. Offensive Tackle Long war im März von den Rams entlassen worden. In den letzten zwei Jahren wurde er zweimal an gerissenen Bändern in den Knien operiert.
Wenn er gesund bleibt, ist er eine Verstärkung für Atlanta.

Die Colts feuerten Vick Ballard.
In seiner Rookiesaison 2012 war er der beste Running Back der Colts. Doch in den nächsten beiden Jahren hielten ihn ein Kreuzbandriss und ein Achillessehnenriss vom Einsatz ab.

Dienstag, 15. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 1 - Monday Night Football
quinn-danIn der Nacht gab es ja auch noch das Monday Night Football Spiel zwischen den Eagles und den Falcons.
Eine der schlechtesten Verteidigungen der letzten Saison, gegen die Hochgeschwindigkeits-Offense Philadelphias. Eigentlich eine klare Sache.
Nicht so schnell!
Falcons Head Coach Dan Quinn (Bild), vormals Defensive Coordinator der Seahawks, hatte seine Verteidigung perfekt auf das Tempo der Eagles Offense eingestellt. Zwar gingen den Spielern gegen Ende des Spiels die Luft aus, aber die Offense der Eagles hatte ihren Rhythmus auch noch nicht so ganz gefunden. Die Line von Quarterback Bradford ließ ihm nicht genug Zeit. Ob es daran liegt, daß Head Coach Kelly glaubt, sein Quarterback müsse den Ball so schnell passen, daß die Defense erst gar keine Gelegenheit hat an ihn heran zu kommen?
Da muß noch viel getan werden. 52 mal passte Bradford und viel zu oft wurde er zu Boden gestoßen, kurz nachdem er den Ball geworfen hatte.
Seine Bilanz in seinem ersten NFL Start seit langem: 36 von 52 für 336 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Auf der anderen Seite war auch die Offense der Falcons noch nicht ganz in Saisonform. Matt Ryan warf 34 Pässe von denen 23 ankamen für 298 Yards, 2 Touchdowns bei 2 Interceptions.
Der beste Running Back der letzten Saison, DeMarco Murray, erzielte mit 8 Läufen NEUN Yards, und 1 Touchdown für die Eagles. Nach der ersten Halbzeit standen gar –4 Yards auf seinem Konto.
Wahrlich keine Meisterleistung.
Hochklassig war das Spiel nicht, aber wenigstens spannend.
Erst 8 ½ Minuten vor Spielende gingen die Eagles zum ersten Mal in Führung, 24:23.
Falcons Kicker Matt Bryant brachte seine Raubvögel kurz danach aus 47 Yards wieder mit 26:24 in Front.
Eagles Kicker Cody Parkey machte es schlechter. Er verschoß einen Versuch aus 44 Yards, der rechts an den Stangen vorbeisegelte. Damit bestätigte sich der schlechte Eindruck, den er schon in den Testspielen hinterließ.
Die Defense der Falcons hielt, und Head Coach Dan Quinn kam in seinem ersten Spiel gleich zum ersten Sieg, gegen die vor dem Spiel leicht favorisierten Eagles.

Ach ja, da war ja danach noch ein Spiel. Ich hatte es gerade so schön verdrängt.
Aber gut, hier wenigstens das Endergebnis. 49ers 20, Vikings 3.

Kurzberichte
Die Texans wußten, daß sie ohne NFL-tauglichen Quarterback in die Saison gehen. Kurz vor Saisonbeginn meinte Head Coach Bill O`Brien, daß Brian Hoyer der weniger schlechte der zur Verfügung stehenden Quarterbacks wäre.
Während des Spiels gegen die Chiefs wurde er eines Besseren belehrt. Er setzte den Totalausfall Hoyer im letzten Viertel auf die Bank und ließ Ryan Mallett ran. Der sorgte dann dafür, daß die Texaner, die wohl glauben ein JJ Watt genügt, um Spiele zu gewinnen, nicht völlig von den Häuptlingen skalpiert wurden.
Stellt man die Bilanzen der Beiden gegenüber, erkennt man, daß Mallett tatsächlich in seinem Kurzeinsatz noch das Schlimmste abwenden konnte. B. Hoyer 18/34, 236 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception. R. Mallett 8/13, 98 Yards, 1 Touchdown, 0 Interceptions.
Wer von beiden nächsten Sonntag startet, das weiß der Head Coach wohl selber noch nicht. Er meinte, daß man auf den ersten Spielzug gegen Carolina warten müßte, um das zu erfahren.

Die Browns planen für Woche zwei mit Johnny Fumble, äh, Football, als Quarterback.
Head Coach Pettine glaubt nicht, daß die Gehirnerschütterung von Josh McCown bis dahin ausgeheilt sein wird. Zudem kann McCown vorerst ja auch nicht trainieren, was Johnny Manziel die Chance gibt, die ganze Woche mit dem ersten Angriff zu arbeiten.
Manziel selber ist auch nicht ganz fit. Der Ellenbogen in seinem Wurfarm bereitet ihm Schmerzen.
Das führt uns dann auch gleich zur Sektion...

Der Lazarettreport
Im Spiel gegen Minnesota verletzte sich 49ers Running Back Reggie Bush an einer Wade und konnte nicht weiterspielen.

Cowboys Wide Receiver Bryant wurde bereit am gebrochenen Fuß operiert. Ausfallzeit etwa 4 - 6 Wochen.
Sein Teamkollege Defensive End Gregory fällt etwa vier Wochen mit einer Sprunggelenksverletzung aus.

Raiders Safety Charles Woodson hat eine ausgekugelte Schulter. Ob er am Sonntag spielen wird, steht noch nicht fest.
Sein Teamkollege Safety Nate Allen wird viele Wochen wegen eines Bänderrisses in einem Knie ausfallen.

Lions Quarterback Stafford steckte einen harten Hit von Chargers Linebacker Ingram ein. Danach steckte sein Wurfarm in einer Manschette. Am Montag hatte er eine dicke Packung Eis auf dem Arm.
Ob er am Sonntag spielen kann, ist ungewiß.

Redskins Wide Receiver Jackson verließ das Spiel gegen Miami mit einer Oberschenkelverletzung. Ausfallzeit etwa 3-4 Wochen.

Cardinals Running Back Andre Ellington hat eine Bänderdehnung im linken Knie. Ausfallzeit etwa 2-3 Wochen.

Jets Fans können aufatmen. Die Knieverletzung von Cornerback Cromartie war nicht schlimm. Er soll in Woche zwei spielen können.
Sein Teamkollege Linebacker Mauldin konnte das Krankenhaus verlassen. Er war nicht an der Wirbelsäule verletzt, sondern erlitt „bloß“ eine Gehirnerschütterung.

Colts Wide Receiver Hilton hat ein angeschlagenes Knie. Über seinen Einsatz wird kurzfristig entschieden.

Montag, 14. September 2015

Die NFL 2015 - Woche 1 - Der Sonntag
bryant-dez2Ich habe das ungute Gefühl, daß kein Team zu den Playoffs noch einen 53 Mann-Kader zusammenbekommt, wenn das mit den Verletzungen so anhält.
Deshalb stelle ich die Verletzungsübersicht dieses Mal auch an die erste Stelle der Berichterstattung.
In aller Kürze, weil es so viele waren: Ravens Left Tackle Eugene Monroe, Gehirnerschütterung,
Ravens Defensive End Terrell Suggs, Achillessehne (Saison beendet),
Redskins Wide Receiver DeSean Jackson, Oberschenkel,
Cowboys Wide Receiver Dez Bryant (Bild), gebrochener Fuß (etwa 6 Wochen),
Cowboys Defensive End Randy Gregory, Knöchel,
Jets Rookie Linebacker Lorenzo Mauldin, Wirbelsäule (Prognose steht noch aus, kann aber alle Extremitäten bewegen),
Jets Cornerback Antonio Cromartie, Linkes Bein,
Browns Quarterback Josh McCown, Gehirnerschütterung,
Panthers Linebacker Luke Kuechly, Gehirnerschütterung,
Colts Wide Receiver T.Y. Hilton, Knie (Prellung),
Raiders Quarterback Derek Carr, rechte Hand (aber wohl kein Bruch),
Cardinals Running Back Andre Ellington, Knie,
Rams Cornerback Trumaine Johnson, Gehirnerschütterung,
und Gary Arthur, Schiedsrichter, Schlüsselbeinbruch.
Und leider noch eine nicht geringe Zahl weiterer Verletzter, die keine schweren Blessuren davontrugen. Hoffen wir, daß einige der oben genannten Spieler im Saisonverlauf zurückkommen können.

Ein Spiel, das auf dem Papier aussah, wie ein Lachschlager, entpuppte sich als bestes Spiel des Tages.
Die völlig überschätzte Defense der Seahawks traf auf die völlig unterschätzte Defense der Rams. Und obwohl beide Verteidigungsreihen gut spielten, blieb genug Offense übrig, für ein irres Spiel.
Die Rams Offense, angeführt von Quarterback Nick Foles, erzielte 53 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit durch einen 37 Yards Touchdownpass von Foles auf Kendricks den Anschluß zum 31:30. Die Extrapunkte sind in dieser Saison wirklich nicht mehr automatisch, denn gestern wurde vier Stück nicht verwandelt. Zuerlein aber traf und schickte das Spiel in die Verlängerung.
Hier kamen die Rams zuerst an den Ball und zu einem Field Goal, Rams 34 Seahawks 31.
Seattle kam in seinem Ballbesitz nur von der eigenen 20 an die 42 der Rams.
Und jetzt wurde es ironisch.
Seattle hatte einen vierte und eins Situation, und Erinnerungen an den vergeigten Paß im letzten Super Bowl kamen auf. Das dachte sich wohl auch die Verteidigung der Rams und konzentrierte sich ganz auf Running Back Marshawn Lynch, von dem viele glaubten, daß er den Super Bowl gewonnen hätte, hätte er nur den Ball bekommen.
Doch, Ironie halt, Lynch bekam dieses Mal den Ball, die Rams drängten ihn ein Yard zurück, und wieder gingen die Seahawks als Verlierer vom Platz.
Jetzt sieht die Entscheidung, Wilson im Super Bowl einen Paß werfen zu lassen, gar nicht mehr so dumm aus.

Ein Spiel, das auf dem Papier aussah, wie die Spitzenpartie des Tages, entpuppt sich als Gähner.
Zwei schlechte Angriffsreihen trafen auf zwei gute Verteidigungen und konnten den Ball nicht nach vorne bewegen.
Die beiden beteiligten Quarterbacks sahen aus, als hätten sie zum ersten Mal in einem NFL Spiel auf dem Platz gestanden.
Erst DREI Minuten vor Spielende kamen die Broncos, ach ja, es geht um Ravens at Broncos, zum ersten Mal in die Redzone der Ravens.
Erst EINE Minute vor Spielende kamen die Ravens zum ersten Mal in die Redzone der Broncos.
Zwei grottige Offenses schafften selbst da keine Touchdowns. Die erzielten alle die Verteidigungen. Manning warf einen Fehlpaß, der zum Touchdown zurückgetragen wurde, und Flacco leistete sich auch so einen „Pick-Six“.
Flaccos zweite Interception kam, als er das Spiel gewinnen wollte.
Beim Stand von 19:13 für Denver hatte Baltimore zum ersten Mal die Redzone der Broncos erreicht. Es waren noch etwa 30 Sekunden zu spielen und Flacco warf einen Paß Richtung von Tight End Gilmore, doch Denvers Defensive Back Stewart konnte den Ball abfangen und den knappen Sieg in diesem Spiel ohne offensiven Touchdown sichern.

Es war das erste Mal, daß die beiden an Nr. 1 und 2 einberufenen Quarterbacks der letzten Draft im ersten Saisonspiel aufeinandertrafen.
Die Tampa Bay Buccaneers nahmen an Nr. 1 Jameis Winston, eine schlechte Wahl. Die Tennessee Titans nahmen an Nr. 2 Marcus Mariota, eine phantastische Wahl.
Beide Quarterbacks warfen gleich im ersten Viertel Touchdownpässe. Mariota allerdings zu einem eigenen Mitspieler, Winston zu einem Verteidiger.
Und Mariota spielte so überragend, wie die Buccaneers sich das von Winston wohl erhofft hatten.
Natürlich relativiert sich Mariotas Leistung, denn hier trafen die beiden wirklich miesesten Teams der letzten Saison aufeinander, und beide Teams werden auch dieses Jahr eher wieder um den ersten Platz in der Draft spielen, als um den Super Bowl Einzug. Doch der Unterschied von der Nr. 2 zur Nr. 1 war schon erstaunlich.
Mariota vervollständigte 13 von 16 Pässen für 209 Yards und VIER Touchdowns.
Winstons Bilanz lautete: 16 von 33 für 210 Yards, 2 Touchdowns bei 2 Interceptions.
Das Endergebnis von 42:14 in diesem Loser Bowl sprach dann auch eine ganz deutliche Sprache.
Tennessee ist damit schon etwas zurückgefallen, im Kampf um die Draftposition, denn nicht nur Tampa Bay versagte völlig, auch der harte Konkurrent aus Oakland zeigte, daß auch er dieses Jahr wieder ein ernstes Wort um das schlechteste Team der Liga mitreden will.
Die Raiders verloren Zuhause mit 33:13 gegen die Bengals.

Den Jets muß man zu einem Heimsieg gratulieren. Sie schlugen die, ach so, die Cleveland Browns mit 31:10. Da kann man sich die Gratulation sparen.
Nachdem Browns Quarterback Josh McCown wegen einer Gehirnerschütterung vom Platz mußte, die er sich zuzog, als er wie Superman in die Endzone fliegen wollte, kam Johnny Manziel für ihn rein.
Der warf 1 Interception und verlor zweimal den Ball. Gerüchte behaupten, daß man ihn jetzt Johnny Fumble nennt.
Jets Quarterback Fitzpatrick spielte auch nicht berauschend, aber das hatte ja auch niemand erwartet.
So kam es in einem unansehnlichen Spiel zu einem Sieg für die Jets.

Den letzten Touchdownpass in einem Spiel mit Bedeutung warf Tyrod Taylor 2011, als er noch auf dem College war. Damals spielte der heutige Quarterback der Bills gegen das Team von Andrew Luck.
Und wie das manchmal so kommt, seinen nächsten Touchdownpass in einem Spiel mit Bedeutung warf Taylor wieder in einem Spiel gegen das Team von Andrew Luck.
Die Bills bewiesen, daß mit ihrer Defense dieses Jahr zu rechnen ist. Luck bekan keinen Stich.
Wie gut die Offense ist, kann man noch nicht sagen. Die Defense der Colts ist zu schlecht, um da schon auf die Qualitäten der Bills Offense schließen zu können.
Seit der zweiten Halbzeit im AFC Endspiel gegen die Patriots scheint bei den Colts die Luft raus zu sein.
Der 27:14 Sieg der Bills geht so was von voll in Ordnung...

Kann man einen Sieg der Cardinals gegen die Saints noch eine Überraschung nennen?
Nein, wohl eher nicht.
Die Kräfteverhältnisse haben sich verschoben. Die Saints sind nicht besser, als letztes Jahr, während die Cardinals ordentlich aufgeholt haben.
Während Saints Quarterback Drew Brees mit seiner Bilanz von 30 von 48 für 355 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception zeigt, daß er nicht mehr der Alte ist, haben die Cardinals Playoffchancen, wenn Carson Palmer gesund bleibt. Seine Bilanz lautet: 19 von 32 für 307 Yards, 3 Touchdowns, 0 Interception.
Das Endergebnis von 31:19 für Arizona geht in Ordnung.

Startschwierigkeiten zeigten die ersatzgeschwächten Packers. ABER, wer ist nicht ersatzgeschwächt.
Der 31:23 Sieg gegen die Bears mußte härter erarbeitet werden, als vorausgesehen, fiel aber etwas knapper aus, als es hätte sein können.

Man muß echt dranbleiben und sollte nicht frustriert in die Küche gehen, um sich was zu essen zu machen.
Es geht um Football, und da ist alles möglich. Das haben die Dallas Cowboys in dieser Nacht sehr eindrucksvoll bewiesen.
Das ganze Spiel über, das eher ermüdete, als erfrischte, erinnerte ihr Auftritt gegen die Giants doch irgendwie an das erste Saisonspiel letztes Jahr gegen die 49ers.
Dallas spielte nicht ganz so schlecht, wie letztes Jahr, aber gut ist anders.
Die Frage, ob die O-Line der Cowboys so toll ist, daß Running Back DeMarco Murray letztes Jahr zum besten Läufer der Liga wurde, oder ob Murray mehr Anteil an diesem Erfolg hatte, läßt sich eindeutig nicht klären. Aber so überragend, wie viele prognostizierten, kam die Line nicht daher.
Die beiden Running Backs der Cowboys, Randle und McFadden, kamen zusammen auf doch sehr magere 81 Laufyards. Da tendiert man dazu, den Vorteil bei Murray zu sehen.
Nach der Zweiminutenwarnung wurde man plötzlich hellwach. Dallas hatte kurz vorher den Vorsprung der Giants auf 23:20 verkürzt.
Die Running Backs der Giants konnten anschließend von Dallas nicht gestoppt werden. 100 Sekunden vor Spielende standen die Giants an der Cowboys Eins.
Statt zu laufen, passten die Giants und Mannings Wurf segelte ins Nichts.
Field Goal.
26:20 New York.
Jetzt blieben Dallas noch 93 Sekunden, um von der eigenen 28 ohne Auszeiten in die Endzone der Giants zu kommen. Ohne Wide Receiver Bryant, der mit einem gebrochenen Fuß ausschied. Und manchmal gibt es diese unglaublichen Finishes, so wie dieses. Sechs Spielzüge später findet Tony Romo, nach einem schlechten Snap seines Centers, den Ball am Boden und nachdem er ihn aufgenommen hatte, Tight End Witten in der Endzone. 27:26 Dallas.
Ein Wahnsinnsende eines eher durchwachsenen Spiels.

Im Fernduell, NFL auf 7maxx gegen Tennis-Endspiel auf Eurosport (glaube ich), gewann die NFL mit 190.000 Zuschauern zu 150.000 Zuschauer.
Damit kam die NFL im Kampf der Zwergensender gegeneinander zu einem knappen Sieg. (Wollte Eurosport sich nicht auch die NFL Rechte sichern?)

Sonntag, 13. September 2015

Kurzberichte
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Bengals Quarterback Andy Dalton (Bild) hat den Spitznamen die rote Flinte, spielt aber oft nur wie eine rostige Flinte.
In Cincinnati wäre man froh, wenn das Talent, das in Dalton schlummert, regelmäßig geweckt werden könnte. Dazu reiste Offensive Coordinator Hue Jackson extra nach Texas, um Andy Dalton und seine Frau Jordan zu besuchen.
Das war einige Wochen nachdem Dalton beim Pro Bowl ausgebuht wurde. Zwar hatten die Bengals mal wieder die Playoffs erreicht, aber mal wieder war das erste Spiel dort auch das letzte. Nicht zuletzt, weil Dalton in den Playoffs immer unglaublich versagt.
Jackson wollte seinem Quarterback mitteilen, daß er ihm voll vertraut und auf ihn setzt. Der Offensive Coordinator wollte das Ego seines Quarterbacks wieder aufrichten.
Dalton selber hatte da auch schon Pläne, um konstantere Leistungen zu erbringen. Er trainierte mit Quarterbackflüsterer Tom House. Der ehemalige Baseballspieler trainierte auch schon Drew Brees und Tim Tebow.
Ob es etwas genutzt hat können wir heute Abend ja selber auskundschaften, wenn die Bengals in Oakland antreten.

Robert Griffin III ist nur der dritte Mann, wenn die Redskins heute die Dolphins empfangen.
Head Coach Gruden setzt auf McCoy als Nr. 2.

Die Dallas Cowboys verlängerten den Vertrag mit Tyrone Crawford.
Der Defensive Tackle verlängerte um fünf Jahre und $45 Millionen, von denen $25,7 Millionen garantiert sind.

Arthur Blank geht die Geduld aus. Der Besitzer der Falcons möchte kein Team für die Zukunft zusammenstellen, er will jetzt gewinnen.
Zwei nicht unwichtige Spieler werden zum Saisonstart allerdings fehlen. Returnspezialist Devin Hester hat eine Zehenverletzung und Linebacker Brooks Reed erholt sich noch von einer Leistenoperation.

Wie stark ist sein Arm noch?
Das fragen sich Experten und Denver Fans, wenn sie Quarterback Peyton Manning sehen.
Seine Receiver sind zwar der Meinung, daß Manning noch genug Zip in seine Würfe legen kann, aber wenn man sich seine Pässe in den Vorbereitungsspielen ansieht, können einem Zweifel kommen.
Der Zahn der Zeit nagt schließlich an jedem, auch an Manning, der immerhin schon 39 ist. Sein Leistungsabfall letztes Jahr war alarmierend.
Diese Saison könnte tatsächlich die letzte dieses Superstars sein. Mal sehen, wie weit er die Broncos noch bringen kann.
Das heutige Spiel gegen die Ravens ist ein echter Härtetest für Manning und seine Offense. 

SPOX überträgt alle Nachtspiele mit O-Ton LIVE
bildvergleichUnter http://www.spox.com/de/livestream/nfl/programm.html zeigt also ab sofort ein Internetstreamanbieter die Nachtspiele der NFL.
Und in den Foren und bei Facebook gibt es nicht wenige, die sich darüber freuen. Das ist mir völlig unverständlich.
Fangen wir alleine bei der Bildqualität an. Auf dem Bild seht ihr oben, wie ein HD Bild im TV aussehen sollte und darunter ist der Pixelmatsch zu sehen, den SPOX rausgibt. Alleine das ist schon zum Kotzen.
Ich habe die NFL schon gesehen, da gab es noch kein HD, sondern da wurden Videorekorder noch mit dem Antennenkabel mit dem analogen 4:3 Röhrenfernseher verbunden. Damals hatte ich einen Freund in Wiesbaden, der mir die Spiele von AFN aufnahm, in Extended Longplay Bandgeschwindigkeit, damit im NTSC Format zwei Spiele auf eine Kassette paßten.
Diese unterirdische Bildqualität hatte ich eigentlich für überwunden gehalten und war hoch erfreut über das tolle Bild von Sport1 US auf meinem Flachbildschirm.
Vorbei!
Die Zeit des Pixelmatsches ist wieder da. Wie man sich darüber freuen kann, erschließt sich mir nicht.
Zudem kann man die Spiele auf diesem ominösen Streamanbieter nur live gucken. Aufnehmen und sie zu menschlichen Zeiten ansehen ist nicht drin. Auch werden die Spiele nicht wiederholt.
Auch das ein riesiger Rückschritt bei dem ich mich frage, wie man sich darüber freuen kann?
Spiele live per Stream in Pixelmatschqualität kann man sich auch bei http://www.astream.eu/ ansehen, dafür braucht man keinen Anbieter wie SPOX.
Würde SPOX in der Qualität senden, die ich vom Gamepass her kenne, wäre die Sache annehmbar. In dieser Beziehung. Die Möglichkeit des zeitversetzten Ansehens würde dann immer noch fehlen.
Doch wie ich von vielen Foren und Facebookseiten weiß, ist die Qualität in etwa die, in der auch Lola1 streamt, und bei denen kann man auch nicht von Qualität reden. Man sieht was, man erkennt was, aber das ist es dann auch. Fußball mag da noch gehen, aber wer jemals versucht hat, ein Eishockeyspiel bei Lola1 anzusehen, der weiß, wie wertvoll Kopfschmerztabletten sein können.
Nein, ich möchte keinen gewaltigen Rückschritt bejubeln und kann auch nicht verstehen, wieso man das macht?
Und wer sich jetzt fragt, warum ich, als Gamepassbesitzer, mich so echauffiere, dem sei gesagt, daß ich nicht auf dem hohen Roß sitze, so wie andere Gamepassbesitzer, die mir manchmal etwas arrogant vorkommen, wenn sie sagen: „Dann hol Dir halt den Gamepass und gut ist“.
Ich fühle mit denen, denen A) der Anschaffungswiderstand in Euronen zu groß ist, oder die B) eine schlechte Internetleitung haben. Leitungsmäßig ist Deutschland halt in vielen Gebieten noch in der Geschwindigkeits-Steinzeit. Für die kommt der Gamepass halt nicht in Frage und auch von SPOX haben die nix. Die sind auf Sport1 US angewiesen gewesen und sind jetzt voll in den Arsch gekniffen.
Ja, Maxx überträgt zwei Spiele am Sonntag. Zwei von fünf, die Sport1 US bisher übertrug und das auch noch ohne O-Ton und nur in SD Qualität. HD ist bei Maxx Pay-TV. Auch das ein Riesenschritt zurück in überwunden geglaubte grottige Zeiten.
Fazit: Die Saison 2015 steht unter einem verdammt beschissenen Stern.

Samstag, 12. September 2015

Kurzberichte
spox200
Leute, Ihr bleibt mir doch treu, auch wenn es dieses Jahr keine Spiele auf Sport1 US zu sehen gibt, gell?
Immerhin hatte Sat1 zu nachtschlafender Zeit mitten in der Woche 250.000 Zuschauer. Das wäre für Sp1US niemals zu schaffen gewesen. Und sooo schlimm waren die Kommentatoren gar nicht, wie ich kurz mal probegehört habe.
Und auch für das volle Live-Feeling mit Originalkommentar ist gesorgt, jedenfalls, wenn man bereit ist, sich Pixelmatsch mit ruckelnden Streams mitten in der Nacht reinzuziehen. SPOX (Bild) überträgt alle Nachtspiele mit O-Ton LIVE.
In diesem Sinne rein in die News.
Die NFL hat noch mal bekräftigt, daß das Problem mit den Headsets der Steelers nicht absichtlich ausgelöst wurde. Die Patriots wären daran nicht Schuld gewesen. Man würde sich weitere Schritte überlegen, damit ein solcher Fehler nicht wieder passiert.
Steelers Head Coach Mike Tomlin war bei der Pressekonferenz nach dem Spiel sehr zerknirscht, über diesen „Fehler“, doch seine Bosse haben mittlerweile bekanntgegeben, daß sie keine förmliche Beschwerde einreichen wollen.
Patriots Head Coach Bill Belichick war auch zerknirscht, weil er genau wußte, daß jetzt der nächste Proteststurm (Shitstorm) über sein Team hereinbrechen wird. Die Presse hat einen Gefallen daran gefunden, die Patriots in den Dreck zu ziehen.
Tja, Erfolg schafft Neider.

Bleibt die Frage, wer angefangen hat?
Steelers Tight End Coach James Daniel geriet in eine verbale Auseinandersetzung mit einem Patriots-Fan. Es soll sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen sein, oder besser, Fußtrittlichkeiten, denn Daniel wurde dabei gesehen, wie er dem Fan in den Allerwertesten trat.
Die Polizei wurde eingeschaltet und Daniel schrie die Beamten an, die ihn befragen wollten.
Die NFL untersucht den Vorfall.

Die Verletzung, die sich Patriots Defensive Lineman Dominique Easley gegen die Steelers zuzog, ist ein Hip-Pointer, eine äußerst schmerzhafte, akute Verletzung des Darmbeins des Beckens.
Er wird etwa ein bis zwei Wochen ausfallen.

AJ Green bleibt in Cincinnati.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und $60 Millionen.

Aldon Smith ist ein übler Bursche. Damit paßt er genau zu den bösen Buben aus Oakland.
Die Raiders gaben dem ehemaligen Defensive End der 49ers einen Einjahresvertrag. Trotz seiner vielen Probleme mit Recht und Gesetz, ist Smith sofort spielberechtigt.
Er wird also kurz über die Brücke zu seinem neuen Arbeitgeber fahren und sofort mitmischen dürfen.

Robert Griffin III hat das Gehirnerschütterungs-Protokoll erfolgreich durchlaufen. Der Quarterback der Redskins ist ab sofort spielberechtigt.
Ob er als Nr. 2 oder drei ins Spiel gehen wird, steht noch nicht fest.

Ikemefuna Enemkpali wurde für vier Spiele suspendiert, weil er Jets Quarterback Geno Smith den Kiefer gebrochen hat.
Die Bills holten ihn aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader, damit die Suspendierung sofort mit dem ersten Spieltag beginnen kann.

Die Dolphins holten Jonas Gray aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader.
Letzte Woche feuerten die Patriots den Running Back, der sofort von den Dolphins verpflichtet wurde.
Gray gelangte zu Berühmtheit, als er gegen die Colts letzten November 201 Laufyards erzielte. In der Woche darauf verpaßte er ein Training, weil er verschlafen hatte, und mit sowas landet man auf der Abschußliste von Head Coach Belichick.

Running Back C.J. Spiller (Knie), Linebacker Dannell Ellerbe (Zeh), Defensive Back Keenan Lewis (Hüfte) und Safety Jairus Byrd (Knie), können definitiv nicht von den Saints eingesetzt werden.

Freitag, 11. September 2015

Saisoneröffnungsspiel - Back to Football!
brady-tom-refereeDie Saison begann mit einer, nennen wir es, Panne.
In der ersten Halbzeit konnten die Trainer der Steelers lange Zeit nicht über ihre Headsets miteinander kommunizieren, weil sie die Radioübertragung des Spiels mit den Kommentatoren der Patriots darin hörten.
Die NFL schaltete daraufhin die Headsets der Patriots aus, damit sie keinen Vorteil hatten. Danach gab die NFL bekannt, daß dieser Schaltungsfehler nicht von den Patriots verschuldet wurde, sondern vom schlechten Wetter. Das hätte zu einem Kurzschluß und einer Fehlschaltung geführt.
Was glaubhaft ist, denn wenn die Patriots, die wie kein anderes Team mit Betrug in Verbindung gebracht wird, wieder absichtlich Mist gebaut hätten, wären es ja die New England Idiots.
Für Steelers Head Coach Mike Tomlin war die Sache nicht neu. Er meinte, daß man als Gastteam im Stadion der Patriots öfter Probleme mit der Kommunikationsanlage hätte.
Nachdem das Unterhaltungsprogramm dann abgeschaltet werden konnte, sah es allerdings so aus, als ob die Steelers Defense noch immer nicht miteinander auf eine Linie gebracht werden konnte. Pats Tight End Gronkowski stand so oft frei, wie es beim Training nicht der Fall sein dürfte. Anstatt ihn in Doppeldeckung zu nehmen, beachteten sie ihn gar nicht.
Eine schlechte Idee, die zu drei Touchdowns für den Gronk führte.
Überhaupt verschliefen die Steelers die erste Halbzeit, und als sie in Durchgang zwei endlich aufwachten, war es etwas zu spät, um die gutgeölte Maschine der Patriots noch zu stoppen.
Tom Brady (Bild), der mit ohrenbetäubendem Lärm empfangen wurde, zeigte sich von der Hexenjagd in den letzten Monaten gegen ihn, völlig unbeeindruckt.
Kühler hätte auch sein großes Vorbild Joe „Cool“ Montana nicht spielen können. Bradys Bilanz von 25 aus 32 für 288 Yards und 4 Touchdowns spricht Bände.
Ben Roethlisbergers Bilanz von 26 aus 38 für 351 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception war nicht viel schlechter. Die Offense hatte ihre Momente und könnte tatsächlich 30 Punkte pro Spiel erzielen, wenn die letzten Feinabstimmungen gemacht werden können. Eine positive Überraschung war Running Back DeAngelo Williams, der mit 21 Läufen 127 Yards erzielte. Eine negative Überraschung und mit spielentscheidend waren zwei verschossene Field Goals von Pittsburghs Kicker Josh Scobee. Hier muß was passieren.
So gewannen die Patriots knapp mit 28:21.
Pittsburgh wird noch sehr viel an der Defense arbeiten müssen, die einfach zu oft nicht wußte, was los war.
New England hat den ersten Schritt zur Titelverteidigung, mit einer kleinen „Panne“, erfolgreich hinter sich gebracht.

Kurzberichte
Eli Manning bekommt seinen neuen Vertrag. Aber er verpaßte den Einhundertmillionendollarclub knapp.
Am Wochenende soll der Quarterback der Giants einen Vierjahresvertrag über $84 Millionen unterschreiben.
Nimmt man aber die $97,5 Millionen dazu, die er im noch laufenden Vertrag erhält, dann kann er sich ein nettes Rentnerleben machen, wenn es soweit ist.

Ein Verteidiger schaffte es aber in den Einhundertmillionendollarclub.
Die Bills zahlen Defensive Tackle Marcell Dareus für sechs Jahre $100 Millionen. $60 Millionen davon sind garantiert.

Die Colts wurden sich mit Anthony Castonzo einig.
Der Left Tackle unterschrieb für weitere vier Jahre und $43 Millionen.

Luke Kuechly hat einen neuen Fünfjahresvertrag unterschrieben.
Der bringt dem Linebacker der Panthers $62 Millionen ein.

Greg Hardy gab bekannt, daß er gegen seine Strafe keinen Einspruch einlegen wird.
Der Frauenschläger und Defensive End der Dallas Cowboys akzeptiert seine Suspendierung für die ersten vier Saisonspiele.
Immerhin ist seine Sperre ja eh schon von 10 auf unglaublich wenige vier Spiele reduziert worden.

Die Verletztenliste, auf die die Spieler gesetzt werden, die in der Saison wieder spielen können, wird jetzt IR Boomerang Liste genannt, in den Staaten.
Deshalb nenne ich sie ab jetzt auch Bummerangliste. Ihr wißt dann, was gemeint ist.
Auf diese Bummerangliste setzten die Vikings Center John Sullivan wegen einer Wirbelsäulenverletzung.
Er kann erst in Woche neun wieder eingesetzt werden

Die Cardinals verpflichteten den ehemaligen Lions Tight End Joseph Fauria, um den verletzten Momah zu ersetzen.

Donnerstag, 10. September 2015

Saisoneröffnungsspiel
brady-tom-sb49-mvpNur noch Stunden (zur Zeit 15) sind es bis zum Saisoneröffnungsspiel zwischen den Steelers und den Patriots.
Von den bisher 49 ausgetragenen Super Bowls haben diese beiden Mannschaften alleine 10 gewonnen, sechs die Steelers und vier die Patriots.
Das läßt viel Gutes für diese Nacht erwarten.
Pats Quarterback Tom Brady (Bild) darf spielen, Richter Berman sei Dank.
Doch leider fehlt bei den Steelers deren Top- Running Back LeVeon Bell, der wegen Drogenmißbrauchs suspendiert ist. Das ist eine nicht zu unterschätzende Schwächung.
Auch die Steelers Defense ist nicht mehr das, was sie mal war. Ob es reicht gegen New England?
Könnte sein. Die Offense der Pats hat in den Testspielen nicht wirklich überzeugt, Brady war sogar unterirdisch. Im Opener wird ihm Center Bryan Stork fehlen, der eine Gehirnerschütterung hat.
Dennoch können wir Fans uns freuen, daß wir zwei Top- Quarterbacks der Liga zu sehen bekommen und nicht nur Big Ben.
Roethlisberger und sein Offensive Coordinator zeigten sich ja vor einigen Wochen überzeugt, daß sie in jedem Spiel 2015 wenigstens 30 Punkte erzielen werden.
Von uns aus können sie damit sofort anfangen.
Wenn New England dann gut dagegenhält, wird es ein munteres Spielchen in tiefer Nacht. Auf Sport1 US wird es übrigens nicht übertragen
Vor dem Spiel wird das vierte Super Bowl Banner der Patriots enthüllt. Platz für Banner Nr. 4 machte das 16-0 Banner der Saison 2007. Das sah aber auch ganz ehrlich etwas dämlich aus.
Dann werden ohrenbetäubende Jubelstürme losbrechen, wenn Tom Brady auf den Rasen läuft.
Ohrenbetäubende Pfiffe gegen Roger Goodell werden wir nicht zu hören bekommen, der Feigling kommt ja nicht. Aber die Erklärung seines Pressesprechers klingt toll: „Mr. Goodell glaubt, daß der Fokus sich auf das Spiel auf dem Platz richten sollte, und auf die Festivitäten um den Super Bowl Sieg der Patriots. Zwar hat Mr. Goodell die anderen Eröffnungsspiele besucht, aber es gibt bei diesem Spiel keinen Anlaß, der seine Anwesenheit erfordert.“

Kurzberichte
ESPN muß Sendezeit füllen... viel Sendezeit. Deshalb brachte der Sender jetzt ein neues, altes, Gerücht wieder zum Vorschein.
Angestellte der Patriots aus dem untersten Lohnsegment sollen in die Umkleidekabinen der Gegner geschlichen sein, wenn die Teams bei Aufwärmtraining waren, und die Pläne für die ersten 20 Spielzüge kopiert haben.
Manche Head Coaches glaubten diese Geschichte und legten bewußt falsche Spielzugpläne aus, um die Patriots zu täuschen.
Gut, sie hätten auch einen ihrer schlechtbezahlten Mitarbeiter vor die Tür stellen und jedem Fremden den Zutritt verwehren können, aber die Patriots mit falschen Plänen auszustatten, machte wohl mehr Spaß.
Auch das soll so um die Zeit von 2002 gewesen sein, als die Spygate-Lüge erfunden wurde.
Der ehemalige Head Coach der Colts, Tony Dungy, sagte, daß sein Quarterback Peyton Manning sogar glaubte, daß die Patriots in der Umkleide des Gegners Wanzen angebracht hätten.
Der Erfolg der Patriots in diesem Jahrtausend hat erstaunlich viele Neider hervorgebracht. Lügen und Denunziationen gegen das Team sind so richtig Mode geworden.
Neid muß etwas furchtbares sein. Hoffentlich werde ich davon verschont bleiben.
Mal sehen, wann ESPN sich für diese Räuberpistole entschuldigt.

Die Patriots haben die NFL aufgefordert, die Suspendierung der Angestellten, die eher als nicht vielleicht Luft aus Bällen abgelassen haben könnten, aufzuheben.
Die Liga gab bekannt, daß sie das Anliegen der Patriots prüfen würde.

Kam Chancellor streikt weiter und wird somit nicht gegen die Rams spielen.
Der Pro Bowl Safety der Seahawks fängt damit an, sich selber massiv zu schaden, denn die Gehaltsschecks für die Spiele, die er verpaßt, werden ihm nicht überreicht.
Davon, daß er dem Team und den Fans massiv schadet, wollen wir erst gar nicht reden.
Die Gegner Seattles wird es dagegen massiv freuen.

Rassismus?
Gibt es nicht mehr in den USA, seit ein schwarzer Mann im Weißen Haus sitzt!
Oder doch?
Auf dem Footballfeld auf jeden Fall, sagte Brandon Marshall. Der Wide Receiver ist dieses Jahr wohl Dauergast in der Sendung „Inside the NFL“ und antwortete dort auf die Frage, ob er glaube, daß es in der NFL immer noch Rassismus gäbe: „Absolut! Ja!
Es gibt viele Spieler da draußen, die glauben, daß weiße Spieler, speziell Quarterbacks, anders behandelt werden.“
Und er fuhr fort: „Das ist nicht nur meine Meinung. Die Jungs glauben das. Ich weiß das aus Gesprächen mit ihnen.“
Sein Head Coach Todd Bowles meinte, daß er nichts gegen den Nebenjob seines Spielers hätte, wäre aber froh, wenn er sich etwas zurückhalten würde. Zwar hätte er als Spieler auch das Gefühl gehabt, daß verschieden Spieler anders behandelt würden, doch so kraß, wie Marshall hätte er das nicht empfunden.
Aber wie gesagt hofft er, daß sein Wide Receiver sich demnächst vielleicht etwas zügelt.

Bleiben wir beim Rassismus.
Die Redskins haben ja eine Meute Gutmenschen am Hals, die der Meinung sind, daß der Name, den das Team trägt um die Ureinwohner der USA zu ehren, nicht in die Zeit der überbordenden Political Correctness paßt.
Die Washington Redskins Original Americans Foundation (OAF) bekam letzte Woche einen Brief der Indian National Finals Rodeo (INFR), in dem die INFR mitteilte, daß sie sich von der OAF als Sponsor trennt.
Zu groß wären die Unterschiede in den Befindlichkeiten der Mitglieder der Rodeo-Organisation über den Namen Redskins.
Viele würden glauben, daß die Redskins den Namen weiter tragen, weil sie die Ureinwohner Amerikas ehren wollen, aber zu viele würden sich von dem Namen beleidigt fühlen.
Deshalb wäre man nach langen Überlegungen und Beratungen zu dem Schluß gekommen, sich von dem Sponsor zu trennen.
Damit fehlen dem Rodeo-Veranstalter für die nächste große Veranstaltung $200.000 des $900.000 Budgets.

Bleiben wir bei den Redskins.
Head Coach Jay Gruden ist sich nicht sicher, wer seine Nr. 2 bei den Quarterbacks sein soll?
Mit anderen Worten, es kann passieren, daß Robert Griffin III, der als Rookie so fulminant in die Liga gestartet war, auf den dritten Platz abrutschen kann.
Kirk Cousins wurde ja letzte Woche von Gruden als sein Quarterback für die Saison benannt.
Dahinter muß sich RG3 mit Colt McCoy um den zweiten Platz streiten.
Vielleicht tut Griffin III die Ruhe ganz gut, und er kann nächstes Jahr in der Vorbereitungszeit voll durchstarten. Für dieses Jahr ist der Zug wohl tatsächlich abgefahren.

Die Patriots gaben Offensive Tackle Nate Solder eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre und $20,1 Millionen.

Cardinals Tight End Ifeany Momah zog sich einen Meniskusriss zu.
Für ihn dürfte die Saison beendet sein.

Randall Cobb hat seine verstauchte Schulter wohl überstanden.
Am Mittwoch trainierte der Wide Receiver wieder mit den Packers.

Bei den Bills geht man davon aus, daß LeSean McCoy spielen kann.
Der Oberschenkel des Running Backs soll geheilt sein.

Die Giants werden ohne Wide Receiver Victor Cruz gegen Dallas spielen müssen. Er ist an einer Wade verletzt.

Mittwoch, 9. September 2015

Kurzberichte
cassel-matt200Man hat einen zu teuren Quarterback, der nur als Ersatzmann gebraucht wird. Man weiß, daß an dem Mann kein großes Interesse besteht. Einer Gehaltskürzung möchte er ungern zustimmen.
Was tun?
Feuern und ihn zurückkriechen lassen.
So machten es die Bills im Fall von Matt Cassel (Bild). Drei Tage, nachdem sie ihn entlassen hatten, gaben sie ihm einen neuen, reduzierten Vertrag.
Wie viel weniger, als die $4,2 Millionen, die ihm 2015 zugestanden hätten, er nun bekommt, wurde nicht bekanntgegeben.
Damit geht Buffalo doch mit drei Quarterbacks in die Saison und die Reihenfolge ist Tyrod Taylor, Matt Cassel und EJ Manuel.
Um Cassel in den Kader aufnehmen zu können, feuerten die Bills Rookie Tight End Nick O`Leary, der sich damit zu früh gefreut hat, den 53 Mann Kader erreicht zu haben.

Jason Pierre-Paul hat bei den Giants einen längst fälligen Gesundheitscheck absolviert.
Wenn das Ergebnis der Ärzte vorliegt, werden die Giants die Vertragsverhandlungen mit dem Defensive End aufnehmen. Als Franchise Spieler stehen ihm $14,8 Millionen für 2015 zu. Die Giants werden das aber nicht für einen Spieler zahlen wollen, der sich selber eine nicht footballbedingte Verletzung zugefügt hat und deshalb einige Spiele verpassen wird.
Seine Hand ist immer noch dick verbunden, um Infektionen zu vermeiden. Seinen Unterschriften wird er ab jetzt sowieso mit links machen müssen, da er mit der verletzten rechten Hand wohl nie mehr wird schreiben können.

ESPN muß Sendezeit füllen... viel Sendezeit. Deshalb brachte der Sender jetzt Spygate und Deflategate in einen engen Zusammenhang.
Roger Goodell hätte Deflategate deshalb künstlich aufgeblasen, um die zu schwache Strafe damals (etwa 2002 wenn ich mich nicht irre) bei Spygate zu kompensieren.
Als Goodell davon erfuhr, stritt er ab, daß die beiden Gates etwas miteinander zu tun hatten.
Die Patriots betonten erneut, daß sie niemals verbotene Filmaufnahmen von Trainingseinheiten ihrer Gegner gemacht haben, um die Spielzugsignale auszuspionieren. Diese haltlose Anschuldigung stammte von einem unzufriedenen Mitarbeiter, der dem Team eins hatte auswischen wollen. Deshalb hätte der diese Geschichte erfunden und an den Boston Herald verkauft.
Vier Monate, nachdem die Zeitung den Lügenartikel gedruckt hatte, entschuldigte sich das Blatt auf der gesamten Titelseite bei den Patriots dafür, daß sie dieses Märchen geglaubt und verbreitet hatten.
Doch der angerichtete Schaden war irreparabel und diese Lüge haftet dem Team immer noch an.
ESPN hat sich übrigens keine vier Monate Zeit gelassen, für seine Entschuldigung. Der Sender gab zu, daß er diesen Zusammenhang zwischen der damaligen und der aktuellen Affäre konstruiert hatte. Dieser falsche Bericht hätte niemals gesendet werden dürfen.

Bleiben wir beim Vorsitzenden der NFL.
Roger Goodell hat angedeutet, daß er sich überlegt, disziplinarischen Maßnahmen gegen Spieler nicht mehr unbedingt selber entscheiden zu wollen.
Er wäre offen dafür, ein besseres System zu installieren. Das Ganze würde ja auch schon mit der Gewerkschaft diskutiert. Unabhängige Vermittler einzuschalten wäre ein guter Schritt zu mehr Gerechtigkeit.
Damit gab Goodell in seinem ersten Interview, seit er vor Gericht eine saftige Niederlage hatte einstecken müssen, indirekt zu, daß seine Entscheidungen demnächst kaum noch ohne anschließendes Gerichtsverfahren durchzusetzen sein könnten.
Seine Allmacht scheint verflogen.
Erstaunlich ist aber, daß er es einzusehen scheint.
Am Ende betonte der große Vorsitzende noch mal, daß er das Saisoneröffnungsspiel morgen nicht besuchen wird.

Doch es gibt auch Siege vor Gericht für die gebeutelte Liga.
Die Gewerkschaft versucht seit Jahren $4 Milliarden vor Gericht gegen die NFL zu erstreiten. Die NFLPA ist der Ansicht, daß die Teambesitzer in dem einen Jahr ohne Gehaltsobergrenze, geheime Absprachen getroffen hätten, um die Gehälter nicht explodieren zu lassen.
Zugegeben, das war schon eigenartig, daß das nicht geschah.
Die Klage wurde bereits einige Male vor verschiedenen Gerichten abgewiesen, so auch gestern wieder. Die NFLPA kann keine stichhaltigen Beweise vorlegen, daß solche Absprachen existierten.
Die Tatsache, daß die Dallas Cowboys und die Washington Redskins 2012 von der Liga saftig bestraft wurden, weil sie 2010 zu hohe Gehälter gezahlt hatten, wurde als Beweis nicht akzeptiert.
Dallas wurden $10 Millionen an der Gehaltsobergrenze abgenommen, den Redskins gar $36 Millionen.

Bei den Falcons meldeten sich Wide Receiver Roddy White und Left Tackle Jake Matthews pünktlich kurz vor Saisonbedingt wieder zum Training.
White wurde am Ellenbogen operiert, Matthews hatte Rücken.

Verlieren die Saints noch ein Mitglied ihrer Defense, wenn auch nur kurzfristig?
Gegen den Defensive Lineman Cameron Jordan wird wegen eines Vorfalls in einem Nachtclub ermittelt.
Jordan soll eine Frau auf den Po getätschelt haben, was zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit ihrem Freund geführt hat.
Niemand wurde verletzt, niemand wurde angezeigt, niemand wurde verhaftet.
Die Saints warten noch auf den Polizeibericht, bevor sie sich äußern wollen.

Im Alter von nur 27 Jahren verstarb Tyler Sash. Die Todesursache steht noch nicht fest. Die Polizei schließt jedoch Fremdverschulden aus.
Sash spielte von 2011 bis 2013 als Safety für die Giants und gewann mit ihnen den Super Bowl.

Dienstag, 8. September 2015

Kurzberichte
smith-geno3
Da klappt einem doch glatt der Kiefer runter. Geno Smith (Bild) hat mit den Jets trainiert.
Mit offenem Mund standen die Beobachter am Spielfeldrand und sahen, wie der Quarterback der Jets nur einen Monat, nachdem ihm der Kiefer gebrochen wurde, wieder Pässe im Training warf.
Beim Interview in der Kabine mit ihm sah und hörte man, welch gute Arbeit das Operationsteam geleistet hat. Man merkte ihm beim Sprechen nicht an, welch schwere Verletzung er davongetragen hatte. Er fühle sich gut, meinte er. Und er hofft, daß er bald wieder mit den Jungs rausgehen und in den Wettkampf eingreifen kann.
Aber, liebe Jets Fans, ihr braucht jetzt keine Angst zu haben, daß er bald wieder spielt und die Bälle bevorzugt zum Gegner wirft. Erstmal wird Smith vier Spiele lang nur zusehen dürfen, bevor er Euch wieder zur Verzweiflung treibt.
Bis dahin könnt ihr Euch an Ryan Fitzpatrick erfreuen.

Die Cleveland Browns haben ihren Offensive Line Coach Andy Moeller auf unbestimmte Zeit suspendiert.
Was er schlimmes getan hat, wurde nicht bekanntgegeben. Aus der Clubführung hieß es nur, daß er in einen Vorfall verwickelt war, den man sehr ernst nehme.

Zwei Monate, nachdem ihm wegen eines Feuerwerksunfalls ein Finger amputiert werden mußte, hat sich Jason Pierre-Paul endlich mit Vertretern seines Arbeitgebers getroffen.
Der Defensive End war im Hauptquartier der Giants und das Ganze wurde wie eine Verschwörung behandelt. Head Coach Tom Coughlin war sehr wortkarg, als er nach dem Training darauf angesprochen wurde. Doch er sagte, daß JPP am Sonntag gegen Dallas spielen könnte, wenn er von den Medizinern die Erlaubnis dazu bekäme.
Wenn nicht, könnten die Giants ihn auf die Liste der nicht footballbedingten Verletzungen setzen, und müßten ihn nicht bezahlen.
Das wäre eigentlich die logischste Entscheidung, denn die Giants haben ihr defensives Spielsystem geändert, und das hat JPP nicht trainiert.
Pierre-Paul geht in seine sechste Saison, bzw. würde hineingehen. 2010 wurde er in der ersten Runde einberufen. 2011 erzielte er 16,5 Sacks und gewann mit seinem Team den Super Bowl. Letztes Jahr erzielte er nur noch 12,5 Sacks, aber er ist ein solider Grundstein der Defense.
Kann er das auch mit einer zerstörten rechten Hand sein?
Wir werden es vielleicht bald erfahren.

Die Seahawks haben kein Interesse daran, Kam Chancellor gehen zu lassen.
Der unzufriedene Safety hat immer noch nicht mit der Mannschaft trainiert, und einige Teams haben schon angefragt, ob sie ihn verpflichten dürfen?
Die Seahawks haben aber alle Anfragen abgeschmettert. Sie beharren, berechtigterweise, darauf, daß Chancellors Vertrag noch drei Jahre läuft.
Wie geht es jetzt weiter?
Stichtag ist der morgige Mittwoch. Dann beginnen die Seahawks die Vorbereitungen auf ihr Spiel am Sonntag gegen die Rams. Wenn Chancellor bis Mittwochmorgen seinen Streik nicht beendet, dann wird er am Sonntag wohl nicht eingesetzt.
Head Coach Pete Carroll hat sich schon auf Dion Bailey konzentriert, der Chancellors Position einnehmen wird. Er rechnet vorsichtshalber nicht damit, daß der seinen Ausstand beendet.

Die Texans glauben und hoffen, daß Arian Foster in spätestens einem Monat wieder eingesetzt werden kann.
Der Running Back hat eine Leistenoperation hinter sich, und befindet sich in der Reha. Die, so Head Coach O`Brien, würde gut verlaufen. Deshalb würde er Foster eher früher als später wieder zurückerwarten.

Montag, 7. September 2015

Kurzberichte
murray-demarcoDie Cowboys scheinen nicht wirklich zufrieden zu sein, mit den Ersatzleuten für Running Back DeMarco Murray (Bild), den sie zu den Eagles haben ziehen lassen.
Am Sonntag holten sie sich Christine Michael von den Seahawks. Trotz des weiblichen Vornamens scheint Michael was draufzuhaben, denn die Seahawks dachten, daß er mal Lynch ersetzen sollte, wenn der in Rente geht. Verletzungen und Probleme mit dem Erwachsenwerden haben aber dafür gesorgt, daß Seattle mit Christine Michael nicht glücklich wurde.
Am Sonntag gaben sie ihn an die Cowboys ab. Dafür erhalten sie von Dallas eine noch näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit in der Draft 2016.

Die Sache mit Robert Griffin III scheint den behandelnden Neurologen arg mitgenommen zu haben.
Zunächst erklärte Robert Kurtzke den Quarterback der Redskins nach einer erlittenen Gehirnerschütterung für einsatzbereit. Kurz darauf änderte Kurtzke seine Meinung und erklärte RG3 für nicht einsatzbereit.
Am Wochenende erklärte Kurtzke sich selber nicht mehr für einsatzbereit und kündigte.
Abraham Kader ist jetzt der verantwortliche unabhängige Neurologe für die Redskins. Allerdings soll Kurtzke Griffin III noch ein weiteres Mal untersuchen, bevor er seinen Job aufgibt.

Die Packers verpflichteten James Jones. Der Wide Receiver war frisch von den Giants entlassen worden und unterschrieb für ein Jahr in Green Bay.
Die Packers hatte ihn 2007 in der dritten Runde gedraftet, für ihn ist es also eine Heimkehr.

Autsch, das muß Wehtun.
Die Eagles verpflichteten einen ehemaligen Ersatz- Quarterback der Jaguars als dritten Mann, Stephen Morris.
Er übernimmt die Rolle, für die Tim Tebow nicht gut genug war.

Die Jets setzten Cornerback Dee Milliner auf die Liste der verletzten Spieler, die in der Saison zurückkommen können.
Milliner ist an einem Handgelenk verletzt und darf frühestens nach sechs Wochen wieder mit dem Team trainieren und nach acht Wochen spielen.

Die Saints setzten Jairus Byrd nicht auf die PUP-Liste. Der Safety hat ein geschwollenes Knie, das noch aus seiner Meniskusoperation letztes Jahr herrührt.
In New Orleans ist man also optimistisch, daß Byrd vor den sechs Wochen wieder eingesetzt werden kann, die er nicht eingesetzt werden dürfte, wenn er auf der PUP-Liste stünde.

24 Stunden stand Montee Ball im 53 Mann Kader der Broncos, dann erwischte es ihn noch.
Denver entließ den Running Back am Sonntag zusammen mit Center Gino Gradkowski.

Zum ersten Mal, seit der Hexenjagd durch Roger Goodell gegen ihn, hat Tom Brady mit der Presse gesprochen.
Brady zeigte sich ganz als Diplomat und sagte, daß er trotz dieser unsäglichen Angelegenheit immer noch großen Respekt vor dem Vorsitzenden der NFL hat.
Dann betonte er, daß er mit den Angestellten der Patriots fühlt, die seit Monaten auf unbestimmte Zeit suspendiert sind, weil sie eher als nicht eventuell Luft aus seinen Spielbällen gelassen haben könnten. John Jastremski und James McNally dürfen erst wieder für die Patriots arbeiten, wenn es die NFL erlaubt. Und dann dürfen sie nicht mehr mit den Bällen arbeiten, sondern müssen anderweitig beschäftigt werden.
Brady hofft, daß alle Beteiligten aus dieser Sache gelernt haben und in Zukunft ähnliche Fehler vermeiden.

Ben Roethlisberger war nicht im Geringsten überrascht, daß sein Kollege Brady den Prozeß gegen Goodell gewonnen hat. Er dachte von Anfang an, daß die Liga einen ohne echte Beweise nicht bestrafen kann. Und die hätte es ja nun wirklich nicht gegeben, meinte Roethlisberger. Der hat seine eigenen Erfahrungen mit dem Commissioner, wurde er doch suspendiert, weil er unter Verdacht stand eine Vergewaltigung begangen zu haben.
Jetzt, so fuhr Roethlisberger fort, freut er sich darauf, daß er am Donnerstag gegen den Besten antreten kann. Nicht nur den Besten der Patriots sondern gegen den Besten in der Liga. Er habe eine Menge Respekt vor Brady, deshalb würde es sich bestimmt ganz toll anfühlen, gegen ihn zu gewinnen.
Bradys Sieg gegen Goodell wäre ein großer Sieg für alle Spieler gewesen. Goodell müßte in Zukunft vorsichtiger sein, mit seinen Entscheidungen, ist Big Ben überzeugt.

Sonntag, 6. September 2015

Kaderkürzung
wayne-reggie-wr-nepAm gestrigen Samstag standen die letzten Kaderkürzungen an. Nach 16:00 Uhr unserer Zeit durften die 32 Teams nur noch die 53 Mann im Team haben, mit denen sie in die Saison gehen.
Der wohl bekannteste Name auf der Liste der gefeuerten ist Reggie Wayne (Bild). Der Wide Receiver bat die Patriots darum, gehen zu dürfen.
Nach seiner schweren Knieverletzung fand er nicht mehr seine gewohnte Form. Die Colts gaben dem Receiver keinen neuen Vertrag mehr.
Wayne heuerte bei den Patriots an, doch er wurde nur in zwei Testspielen eingesetzt und fing zwei Pässe.
Im gegenseitigen Einvernehmen trennten sich Wayne und die Patriots. Jetzt wird der 36-jährige wohl seine Footballschuhe an den Nagel hängen. Das allerdings wird er als Colt machen, für die er 14 Jahre spielte.
Die Patriots läßt dieser Schritt mit nur vier gesunden Receivern zurück. Brandon LaFell wurde auf die PUP Liste gesetzt und wird einen Großteil der Saison verpassen. Wegen einer Fußverletzung konnte er in keinem Vorbereitungsspiel antreten.
New England wird sich vier Tage vor dem Saisonstart noch ansehen, was denn so an Wide Receivern auf dem Markt ist. Unter den über 600 gestern gefeuerten Spielern wird ja wohl jemand sein.
Und... ist da nicht noch ein gewisser Wes Welker ohne Team?

Und wer wurde sonst noch so vor die Tür gesetzt?
Tim Tebow. Der Quarterback hat es noch nicht mal als dritter Mann in den Kader der Eagles geschafft. Sein Arbeitgeber ESPN hatte ihm ja zugesichert, daß er seinen Job in der Collegefootballabteilung des Senders zurückbekommt, wenn es in der NFL nicht klappt.

Christian Ponder. Einst so hochgelobt, wie Tebow, brachte auch er es nicht in der NFL. Die Raiders feuerten den Ex-Vikings Quarterback gestern.
Die Eagles sollen ihr Interesse an ihm bekundet haben.

Hakeem Nicks. Der Wide Receiver der bereits für die Giants und Colts spielte, schaffte es noch nicht mal in das Low Level Team der Titans. Aber die Patriots suchen ja dringend einen Receiver.

Matt Cassel. Der Quarterback war den Bills dann wohl doch zu teuer. Damit bleiben nur noch Tyrod Taylor und EJ Manuel im Kader.

Jason Babin. Nach 12 Jahren in der NFL, davon das letzte bei den Jets ließen sie den Defensive End gestern gehen.

Nick Novak. Der Kicker der Chargers verlor seinen Job an den ungedrafteten Josh Lambo.

Duron Carter. Er taucht hier nur wegen seines berühmten Vaters auf, Wide Receiver Legende Cris Carter. In der CFL spielte Duron nicht schlecht. Um es mit den Colts in die Saison zu schaffen, reichte es nicht.

Matt Simms. Er taucht hier nur wegen seines berühmten Vaters auf, Quarterback Legende Phil Simms. Er hatte nie eine wirkliche Chance in Buffalo.

Devon Still. Die Bengals ließen ihn letztes Jahr im Trainingsteam, damit seine krebskranke Tochter Leah über ihn krankenversichert war.
Doch Dieses Jahr war im 10 Mann starken Trainingsteam kein Platz mehr für den Defensive Tackle.

Bleiben durfte der australische Rugby-Star Jarryd Hayne. Er schaffte den Sprung als Running Back und Returner ins Team der 49ers.

Wer sich gerne Team, für Team über die Entlassungen informieren möchte, kann das auf der Seite der NFL:
http://www.nfl.com/news/story/0ap3000000518343/article/nfl-roster-cuts-tracker

Kurzberichte
Cardinals Right Tackle Bobby Massie hat gegen die Drogenrichtlinien der NFL verstoßen und wurde für zwei Spiele suspendiert.

Die Seahawks rechnen wohl nicht mehr damit, daß Kam Chancellor noch mal für sie spielt.
Der Safety ist mit seinem erst kürzlich unterschriebenen Vertrag nicht mehr zufrieden und hat die Saisonvorbereitungen Seattles bestreikt.
Die Seahawks sind intensiv auf der Suche nach einem Ersatz für Chancellor.
An dem sollen die Giants bereits dran sein.

An den Gerüchten, daß die Redskins Robert Griffin III abgeben wollen, ist nichts dran, hört man aus dem Team.
Nachdem der Quarterback seinen Starterposten an Kirk Cousins verloren hatte, kamen die Gerüchte sofort auf.
Head Coach Jay Gruden aber setzte Griffin III als zweiten Mann hinter Cousins und vor Colt McCoy ein. Ein kluger Schachzug, denn ob Cousins wirklich Starterpotential hat, muß noch bewiesen werden.

Samstag, 5. September 2015

Kurzberichte
tebow-tim-eagleSchafft es Tim Tebow (Bild) in den Saisonkader der Eagles?
Philadelphia gab Matt Barkley an die Arizona Cardinals ab, und das könnte darauf hinweisen, daß Tebow als dritter Mann bleiben kann.
Bis heute Nachmittag 16 Uhr Ostküstenzeit müssen die Teams ihre Kader von 75 auf 53 Spieler getrimmt haben. Da werden noch einige bekannte Namen unter den Gefeuerten sein. Immerhin werden über 600 Spieler arbeitslos werden und kein neues Team finden.
Wenn Tebow also um 22:01 Uhr unserer Zeit noch bei den Eagles ist, dann wird er als dritter Quarterback hinter Bradford und Sanchez in die Saison gehen.

Bleiben wir noch bei den bekannten Namen, die bisher gefeuert wurden.
-Defensive Lineman Darnell Dockett, 49ers
-Als Spieler machte er keine Schlagzeilen, aber als Schläger und Kieferbrecher. Die Bills feuerten Linebacker IK Enemkpali, der die Jets, zumindest Zeitweise, von Quarterback Geno Smith erlöste.
-Punter Steve Weatherford, Giants
-Quarterback Josh Freeman wurde erneut von den Dolphins gefeuert. Jetzt allerdings kann die für ihn eingebaute Drehtüre wieder ausgebaut werden.
-Die Falcons setzen auf Sean Renfree als Ersatzmann für Quarterback Matt Ryan. Rex Grossman und T.J. Yates konnten ihre Koffer wieder packen.
-Der von den Bills gefeuerte Running Back Fred Jackson ist wieder mit Marshawn Lynch zusammen. Die Seahawks gaben Jackson einen Einjahresvertrag als Ersatzmann für Robert Turbin, der sich eine schlimme Knöchelverstauchung im letzten Testspiel zuzog.
-Während Jackson die Bills unerwartet verlassen mußte, werden wohl drei Quarterbacks im Kader bleiben, selbst der teure Matt Cassel, der über $4 Millionen für das Stehen an der Seitenauslinie bekommt. Einzig Matt Simms wurde bisher gefeuert.

Jason Pierre-Paul soll nächste Woche zu den Giants stoßen.
Der Defensive End, dem nach einem Feuerwerksunfall ein Finger amputiert werden mußte, hat bisher nur per Telefon und SMS mit seinem Team in Kontakt gestanden.
JPP ließ nun über seinen Agenten mitteilen, daß er sich dazu herabläßt, persönlich bei seinem Arbeitgeber zu erscheinen.

Patriots Quarterback Tom Brady meint, daß bei der unsäglichen Deflategate-Affäre alle verloren haben.
Seine Gedanken teilte er auf Facebook mit und auf meiner Seite kann man nachlesen, was er so denkt:
Was die Steelers so dachten, ist jetzt auch klar. Sie haben den Prozeß mit Spannung verfolgt, und sie hatten gehofft, daß Tom Brady nächsten Donnerstag gegen sie spielt.
Diese Hoffnung hat sich erfüllt. Defensive End Cameron Heyward sagte, daß es einfach besser wäre, die Patriots mit Brady zu schlagen.
Ob dieser Traum in Erfüllung geht, das erleben wir in fünf Tagen.

Freitag, 4. September 2015

Alles Roger Major Tom
testbacktofootball2015durchsichtigEndlich ist die irrsinnige Hexenjagd, die NFL Commissioner Roger Goodell gegen Patriots Quarterback Tom Brady veranstaltet hat, beendet.
Vorerst.
Der arrogante vor Selbstgefälligkeit strotzende Vorsitzende der Liga hat vom Gericht den fälligen Tritt in den Hintern bekommen. Der kompetente Wirtschaftsfachmann mußte sich erneut vorführen lassen, daß Rechtssprechung nicht sein Fachgebiet ist.
Goodell hat den Fall selber vor ein Gericht in New York gebracht, um einem Prozeß in Minnesota zu entgehen. Dort hatte die NFLPA bereits einige Siege gegen Goodell errungen.
Doch auch ein Gericht in New York konnte nicht anders, als das gestrige Urteil zu fällen. Zu schwach waren die Indizien, die Ted Wells, der von der Liga eingesetzte Ermittler, zutage brachte.
Der Hinweis, daß Tom Brady eher als nicht eventuell möglicherweise davon gewußt haben könnte, daß die Bälle für ihn zu weich aufgepumpt waren, löste beim Erscheinen schon Schenkelklopfer und Lachsalven aus.
So eine hirnrissige Beweisführung hatte man noch nie gehört. Dennoch genügte sie Goodell, Tom Brady nicht nur für vier Spiele zu sperren, sondern auch, um über den Einspruch negativ zu entscheiden.
Klarer Doppelfehler!
Die NFL kam dann auf die Idee, Brady deshalb als überführt darzustellen, weil er sein Handy just an dem Tag zerstörte, als er es an Wells hätte übergeben sollen.
Keine gute Idee des Quarterbacks, zugegeben.
Doch auch die NFL machte dann einen entscheidenden Fehler. Sie ließ nicht zu, daß die Vertreter Bradys Jeff Pash verhörten. Pash hatte den Ermittlungsbericht von Wells mit zusammengestellt und überarbeitet. Pash ist der führende Rechtsexperte der NFL.
Diese Tatsache stieß Richter Berman besonders negativ auf. Berman bemängelte zudem, daß er keine Aussagen von Pash erhalten hatte.
Der Richter bemängelte zudem, daß ein Spieler, der nur davon gewußt haben könnte, daß seine Spielbälle manipuliert waren, härter bestraft wurde, als Spieler, die Drogen, leistungssteigernde Substanzen etc. zu sich nahmen, oder unter Drogeneinfluß Auto fuhren.
Brady eine Verringerung der Strafe unter diesen Gesichtspunkten zu verweigern, weil er die Integrität des Spiel verletzt haben könnte, schmeckte Berman überhaupt nicht.
Berman hielt Brady auch zugute, daß der nicht über mögliche Strafen informiert war, die die NFL für das zu weiche Aufpumpen von Bällen installiert hatte. Selbst wenn er den Zeugwarten gesagt haben sollte, daß sie die Bälle für ihn genehm aufpumpen sollten, wäre das kein Grund ihn so hart zu bestrafen und dann das Urteil nach dem Einspruch nicht abzumildern.
Wie schon eine Woche zuvor ein Richter in Minnesota, kam auch Berman zu der Überzeugung, daß Roger Goodell nicht viel Ahnung von den rechtlichen Klauseln im Tarifvertrag hat.
40 Seiten lang ist die Urteilsbegründung Bermans, in der er die NFL förmlich zerfleddert. Jeder einzelne Punkt wurde zu Bradys Gunsten entschieden.
Die Liga sieht das natürlich ganz anders und wird den Fall vor das Berufungsgericht bringen. Dort, so hofft man, sitzen ältere, erfahrenere Richter, die im Sinne des großen Vorsitzenden urteilen werden.
Rechtsexperten, die sich die Urteilsbegründung des Richters genau angesehen haben, sind allerdings fast geschlossen der Überzeugung, daß Bermans Urteil „Kugelsicher“ ist.
Roger Goodell hat eine brennende Frage beantwortet, nämlich die, ob er wie üblich das Saisonauftaktspiel besucht?
Der Feigling wird sich nicht den berechtigten Buhrufen der Fans in Foxborough aussetzen. Goodell wird ein anderes Spiel am Eröffnungswochenende besuchen. Welches, das wurde noch nicht bekanntgegeben.
Die Allmacht von Goodell dem Großen bröckelt. Kein Spieler, der halbwegs bei Verstand ist, wird eine Strafe des Commishs noch einfach so akzeptieren. Sie alle werden vor Gericht ziehen, um Goodells Urteilssprüche anzufechten. Der NFL würde es jetzt nur noch helfen, wenn sie einen unabhängigen Vermittler die Fälle verhandeln läßt.
Die Zeit von Goodell dem Allmächtigen dürfte beendet sein.
Für uns Fans heißt das endlich: „Zurück zum Football.“
Pats Head Coach Bill Belichick jedenfalls war so was von völlig aus dem Häuschen, daß er auf die Frage eines Reporters, wie er denn den Ausgang des Gerichtsverfahrens sehen würde, klar und deutlich antwortete: „Gut.“ So einen heftigen Gefühlsausbruch von Belichick hat man selten erlebt.
Es gab natürlich sehr viele Reaktion Pro und Kontra, Erklärungen der Liga und von Patriots Besitzer Bob Kraft, die hier nicht alle von mir wiedergegeben werden können. Das wäre eine Tagesarbeit, die ich nicht stemmen kann.

Kurzberichte
Meine Leser hier von Win-Football haben es ober auf der Seite zuerst gesehen, mein neues Banner für meine Facebookseite.
„Back to Football,“ heißt es da. Endlich kann man sagen.
Die letzten Vorbereitungsspiele der bedeutungslosen vierten Woche sind beendet. Die Teams müssen bis morgen ihre Kader auf 53 Mann kürzen und dann geht nächsten Donnerstag endlich die Saison los, wenn Ben Roethlisberger mit seinen Steelers auf die Patriots mit Tom Brady trifft.
Brady selber hat im letzten Test gegen die Giants nicht gespielt. Seine bisherigen Vorstellungen in den Vorbereitungsspielen waren ja eher durchwachsen. Mal abwarten, was er nächsten Donnerstag abliefert?

Während Richter Berman sein Urteil verkündete, saßen Anwälte der NFL und der NFLPA zusammen, um die Benimmregeln der Liga zu diskutieren.
Die Gewerkschaft kämpft darum, daß solche Verfahren von unabhängigen Schlichtern verhandelt werden.
Die Steilvorlage dazu haben sie während der Verhandlungen erhalten, als das Brady Urteil bekanntgegeben wurde.
Die Anwälte der NFL müssen einsehen, daß Urteile von Goodell nicht mehr unangefochten bleiben werden. Nicht nachdem jetzt schriftlich dargelegt wurde, daß Goodell unfair und falsch geurteilt hat.

Broncos Safety T.J. Ward wurde für das erste Spiel suspendiert.
Die Suspendierung resultiert aus einem Vorfall in einem Stripclub, an dem Ward beteiligt war. Er soll ein Glas nach einer Kellnerin geworfen haben.
Sein Einspruch gegen die Strafe wurde gestern abgewiesen.

Die Falcons gaben bekannt, daß Brooks Reed an der Leiste operiert wurde. Der Linebacker wird etwa sechs Wochen ausfallen.

Schwere Verletzungen sollen sich zwei Buccaneers gegen Miami zugezogen haben.
Sowohl Offensive Lineman Garrett Gilkey als auch Defensive End Larry English zogen sich Knieverletzungen zu. Beide werden heute genauer untersucht.

Die Buccaneers verpflichteten den frisch von den Bears gefeuerten Tim Jennings.
Über die genauen Vertragsbedingungen für den Cornerback wurde noch nichts bekanntgegeben.

Donnerstag, 3. September 2015 BREAKING NEWS

TOM BRADY HAT GEWONNEN (vorerst)
brady vs goodellWie erwartet hat Richter Berman die Suspendierung von Patriots Quarterback Tom Brady (links) aufgehoben.
Der Mann hätte sich ja zum Gespött seiner Zunft gemacht, wenn er Brady auf Grund der dämlichen Aussage im Wells Report, daß Brady eher als nicht eventuell davon gewußt haben könnte, daß die Bälle für ihn manipuliert waren, verurteilt hätte.
Lächerlich hat sich die NFL gemacht, die mit dieser unhaltbaren „Beweisführung“ den Gang vor Gericht gewagt hat.
Gerichte verurteilen jemanden selten auf den bloßen, vagen Verdacht hin, daß er eher als nicht, eventuell etwas gewußt haben könnte.
Gerichte haben schon gerne Beweise. Handfeste, echte Beweise.
Es hat der NFL auch nicht geholfen, daß sie praktisch ein Heimspiel vor Gericht hatte. Mit dieser unhaltbaren „Beweislage“ wäre selbst im diktatorischen Rußland kein Angeklagter schuldig gesprochen worden.
Roger Goodell hat mit diesem selten dämlichen Blödsinn sehenden Auges seine eigene Position geschwächt. Brady hätte eine Strafe verdient, wenn man ihm die Manipulation, oder die Anstiftung dazu, zweifelsfrei hätte nachweisen können. Aber so war der Ausgang vor Gericht bereits sonnenklar, bevor überhaupt feststand, daß man damit vor Gericht ziehen würde.
Damit können wir Footballfans aufatmen. Das Saisoneröffnungsspiel wird mit Zweien der besten Quarterbacks, die es zur Zeit gibt, stattfinden. Patriots-Fans werden eh aufatmen, wir unparteiischen Zuschauer dürfen uns freuen, weil wir die besten Quarterbacks erleben dürfen, die die beiden Teams im Kader haben, und die neidzerfressenen Brady-Hasser dürfen mitzittern und sich vor Freude überschlagen, wenn die Patriots verlieren sollten.
Ganz ehrlich ihr Patriots-Hasser, eine Niederlage mit Garoppolo würde doch nur halb so viel Spaß machen, oder?
So ist für alle gesorgt, egal ob Freund, Feind oder unparteiischer Fan.
Richter Berman, der gehofft hatte, daß die verfeindeten Lager sich außergerichtlich einigen, blieb wie gesagt nichts anderes übrig, als so zu urteilen. Deshalb war das Brady-Lager ja auch so optimistisch und nicht an einer Einigung interessiert, weil sehr früh klar war, daß sie gewinnen würden.
Die NFL hat aus Sturheit und Dummheit die Angebote, die das Brady-Lager machen wollte, gar nicht erst angehört. Zu siegessicher war Gottvater Goodell in seiner unglaublich abgehobenen Arroganz.
Jetzt hat er einen verdienten Tritt in die Weichteile bekommen, der hoffentlich sehr schmerzt.
Natürlich wird die NFL gegen das Urteil in Berufung gehen. Doch bis da entschieden wird, könnte die Saison bereits vorüber sein. Und... wenn Goodell und die Seinen bis dahin keinen weniger blöden Spruch als den, daß es eher als nicht möglich gewesen wäre, daß Brady eventuell etwas gewußt haben könnte, auf Lager haben, blamiert Goodell sich erneut bis auf die Unterhose.
Eine doch noch mögliche Blamage will Goodell sich wohl ersparen. Wie es heißt, will die Liga keine einstweilige Verfügung erwirken, die es Brady untersagt, in den ersten vier Saisonspielen anzutreten.
Das Ganze war ein Riesenblödsinn, und das ist jetzt eindeutig bewiesen.

Donnerstag, 3. September 2015

Kurzberichte
pagano-chuck3Wenn die Colts nicht wenigstens in das AFC Endspiel kommen, dann wird, wie man hört, Head Coach Chuck Pagano (Bild) nach der Saison gehen müssen.
Manche sagen sogar, daß er den Super Bowl gewinnen muß, um bleiben zu können.
Pagano und General Manager Ryan Grigson haben zu unterschiedliche Ansichten über das Spielerpotential und wie es eingesetzt werden soll. Letztes Jahr hätte Grigson Rookie Receiver Donte Moncrief gerne öfter auf dem Feld gesehen, doch Pagano setzte lieber den nachlassenden Altstar Reggie Wayne ein. Das hat die Offense doch sehr geschwächt.
Das sagt nicht, daß Grigson nicht auch mal daneben liegt. Er holte Running Back Trent Richardson, der es nicht brachte. Er berief Björn Werner ein, der viel zu oft nur zusieht. Er verpflichtete die Free Agents Gosder Cherilus und LaRon Landry, die das Team eher schwächten.
Von Arthur Jones kam noch gar nichts. Der Defensive Lineman kam letztes Jahr von den Ravens zu den Colts und bekam einen Fünfjahresvertrag über $33 Millionen. 2015 wird Jones sehr wahrscheinlich überhaupt nicht spielen, weil er an gerissenen Sehnen in einem Sprunggelenk operiert werden muß. Seine garantierten $16 Millionen wird Jones dennoch bekommen.
Es steht nicht gut um die Beziehung General Manager - Head Coach. Beide machten Fehler.
Mal abwarten, wer den Kürzeren zieht?

Fiel da gerade der Name Reggie Wayne?
Der Name des Verräters?
„Nein,“ sagte Andrew Luck „Reggie Wayne ist kein Verräter.“
Der Quarterback nimmt seinen ehemaligen Wide Receiver vor den Anfeindungen einiger Fans in Schutz. Die sind nicht erbaut davon, daß Wayne ausgerechnet bei den Patriots unterschrieben hat. Irgendwo, aber nicht da hätte, er unterschreiben sollen, meinen sie.
Eine Tageszeitung in Indianapolis titelte: „Reggie Wayne - Patriot oder Verräter?“
Nun, die Antwort ist ja wohl klar. Wayne ist ein Patriot. Ein New England Patriot.
Und auch für Andrew Luck ist klar, daß Wayne kein Verräter ist. Er hätte halt vom AFC Rivalen einen Vertrag bekommen, und den unterschrieben. Das wäre ganz normal.
Und... die NFL ist ein Geschäft, das vergessen die Fans manchmal, die denken, daß ein Spieler treu seinem Team ergeben ist. In Wahrheit aber ist er aber nur treu seinem Gehaltskonto ergeben.

Gut gegen Böse. Der gute Arzt gegen die böse Firma. Das hat Hollywoodpotential.
Im Dezember kommt der Film „Gehirnerschütterung“ in die Kinos. Darin wird der Kampf das guten Doktors Bennet Omalu gezeigt, der es mit der mächtigen und bösen NFL aufnimmt.
Als Hauptdarsteller wurde ein Star verpflichtet, der die Massen in die Kinos locken soll, Will Smith. Er ist der tapfere Pathologe Omalu, der aufzeigt, wie gefährlich Football für die Spieler ist.
Wie aus dem Studio von Sony Pictures jetzt durchsickerte, haben Regisseur Peter Landesman und Smith gemeinsam daran gearbeitet, die Aussage des Films etwas abzuschwächen, um Beschwerden der NFL zu entgehen. Allzu negative Aussagen über die Liga sollen sogar ganz herausgeschnitten worden sein.
Landesman, der auch als Autor des Films fungierte, sagte, daß man nicht aus Angst vor der NFL so gehandelt hätte, sondern weil der Film besser, reichhaltiger und fairer werden sollte.
Ob das gelungen ist, werden amerikanische Kinobesucher im Dezember feststellen können.

Die Fans in New England lieben ihre Sportmannschaften abgöttisch.
Doch die Aussage eines Radiomoderators am Mittwoch ging dann doch zu weit. In einem Gespräch zwischen den Moderatoren Gary Tanguay und Kirk Minihane, bei dem es um Deflategate ging, fragte Tanguay seinen Gegenüber, wie man denn Roger Goodell loswerden könnte?
Minihane antwortet: „Heuer jemanden an, der ihn killt.“
Minihane, der für WEEI arbeitet war schon öfter suspendiert, weil er zuviel Luft abließ. Jetzt droht ihm eine erneute Suspendierung. Mal sehen, ob er dagegen Einspruch einlegt, und ob die Sache dann vor Gericht geht?

Saints Cornerback Keenan Lewis wird etwa vier bis sechs Wochen ausfallen. Er wurde am Dienstag an der Hüfte operierte.
Ebenfalls am Dienstag setzten die Saints Corner P.J. Williams mit einem gerissenen Oberschenkelmuskel auf die Verletztenliste.

Und zum Schluß mal wieder was zum Lachen.
Buccaneers Defensive Tackle Gerald McCoy sagte. „Wir wollen, daß unsere Gegner sich fürchten, wenn sie ins Raymond James Stadion kommen.“

Mittwoch, 2. September 2015

Kurzberichte
ryan-rex-billsWerden wir den Zirkusdirektor Rex Ryan (Bild) verlieren.
Der Head Coach der Bills sagte, daß Buffalo seine letzte Station als Head Coach ist. Seine Zeit wäre um, meinte Ryan. Er würde das Feld dann jüngeren überlassen. Er selbst würde nicht mehr woandershin wechseln.
Vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee. Nachdem er die Jets in seinen ersten beiden Jahren als Head Coach dort jeweils in das AFC Endspiel führte, begann sein Stern zu sinken. 26 Siege und 38 Niederlagen fuhr er danach ein, und dennoch versprach er vor jeder Saison, daß die Jets den Super Bowl gewinnen würden, was ihn ziemlich dumm aussehen ließ.
Die Bills waren zuletzt 1999 in den Playoffs. Für sie wäre es schon ein Riesenerfolg, wenn sie nur mal wieder in die Endrunde kämen.
Dazu müssen sie aber an Dauer-Playoff-Gast New England und den gerade erstarkenden Dolphins vorbei, was nicht leicht sein dürfte.

Saints Head Coach Sean Payton sucht nicht nach Entschuldigungen, aber daß die Hoffnungsträger Cornerback Brandon Browner, Linebacker Dannell Ellerbe, Running Back C.J. Spiller und Linebacker Anthony Spencer bisher wegen Verletzungen kaum oder gar nicht ins Geschehen eingreifen konnten, sieht Payton schon als negativ an.
Spencer wurde sogar auf die Verletztenliste gesetzt, was die Saison für ihn beendet.
Wer von den anderen zum Saisonstart bereitstehen wird, ist nicht sicher.
Payton hofft, daß die Spieler nach und nach wieder einsatzbereit sein werden.

Shad Khan gefällt es in London. Der Besitzer der Jaguars sagte, daß er sein Team gerne bis 2030 jedes Jahr ein Spiel im Wembley Stadion spielen lassen würde.
Für ihn ist die Beziehung zwischen Jacksonville und London wie eine Ehe, die im Himmel geschlossen wurde.
Ob das die Fans in London, England und Europa auch so sehen?
Khan meint zwar, daß wir hier drüben zu doof wären, den Unterschied zwischen den Steelers und den Panthers erkennen zu können, aber daß zeigt nur, wie unintelligent der pakistanische Besitzer der Jags ist.
Wir können schon den Unterschied zwischen einem echten NFL Team und seinem Team erkennen.
Dennoch will Khan den Vertrag mit dem Wembley Stadion verlängern und uns Fans hier seine Chaostruppe weiterhin aufdrängen.
Für uns ist das dann eher, wie eine Ehe, die in der Hölle endet.
Bleibt zu hoffen, daß Jacksonville dann wenigstens immer ein ansehnlicher Gegner zur Seite gestellt wird.

Bleiben wir bei den Jaguars.
Julius Thomas hat sich eine zweite Meinung eingeholt. Der Wide Receiver entschied sich daraufhin, seine linke Hand operieren zu lassen.
Somit steht der teure Neueinkauf den Jags erst irgendwann im Oktober zur Verfügung.

Von den Jaguars zu den Steelers, auch wenn wir da ja keinen Unterschied erkennen.
Pittsburgh gab Wide Receiver Antonio Brown eine nette Gehaltserhöhung. 2015 wird er $2 Millionen mehr bekommen, als in seinem alten Vertrag drin standen.
Somit verdient Brown in der kommenden Saison acht statt sechs Millionen Dollar.

Dienstag, 1. September 2015

Kurzberichte
taylor-tyrodZwei Teams haben riesig überrascht, durch die Benennung ihrer startenden Quarterbacks.
Bills Head Coach Rex Ryan wollte sich eigentlich noch etwas Zeit lassen, bevor er seine Entscheidung bekannt gibt, aber gestern kam er doch damit raus und sorgte für erstaunte Blicke.
Seine Nr. 1 ist Tyrod Taylor (Bild).
Mr. Unbekannt hat sich in Ryans Augen den Posten des Starters in der Vorbereitungszeit verdient. Er stach Matt Cassel aus und EJ Manuel, der von den Bills 2013 in der ersten Runde der Draft aufgenommen wurde.
Taylor vervollständigte in den Testspielen 24 seiner 31 Pässe für 236 Yards, und er lief 11 mal für 108 Yards und 1 Touchdown. Das überzeugte nicht nur den Head Coach, sondern auch die Fans in Buffalo. Die wünschten sich in den letzten Tagen Taylor als Starter. Der war bisher noch in keinem NFL Spiel Starter und hat erst 35 Pässe in Saisonspielen geworfen, als Ersatzmann für Joe Flacco in Baltimore. Die Ravens holten ihn in der sechsten Runde der Draft 2011 ins Team.
Sollte Tyrod Taylor im ersten Spiel gegen Indianapolis nicht die Leistung bringen, die Ryan von ihm erwartet, wird der Head Coach sich nicht scheuen, ihn gegen Manuel oder Cassel auszutauschen. Es kann aber auch sein, daß einer der beiden an ein anderes Team abgegeben wird. Cassels Gehalt in Buffalo beträgt $4,2 Millionen - etwas viel für einen Ersatzmann.
Und Ryan hatte noch eine Überraschung parat, als er bekanntgab, daß Running Back Fred Jackson nicht mehr zu den Bills gehört. Seit 2006 spielte Jackson in Buffalo. Er fiel der Kaderkürzung zum Opfer.

„Das ist jetzt Kirks Team für die Saison,“ gab Redskins Head Coach Jay Gruden bekannt.
Damit steht fest, daß Gruden das Vertrauen in RG3 völlig verloren hat, denn mit seiner Ankündigung stellte er sich gegen seinen Teambesitzer Dan Snyder, der Griffin III spielen sehen will.
Man kann sagen, daß Gruden ein hohes Risiko eingeht, denn wenn Kirk Cousins nicht einschlägt, dürfte Grudens Zeit bei den Redskins vorbei sein.
Nach einigen guten Spielen, die Cousins letztes Jahr hinlegte nachdem er den mal wieder verletzten RG3 ersetzte, ließen seine Leistungen merklich nach und er wurde durch Colt McCoy ersetzt.
Gruden spielt also mit dem Feuer.
Dürfte Gruden aber ziemlich egal sein, denn sein Fünfjahresvertrag garantiert ihm sein Gehalt über die volle Laufzeit, auch wenn er gefeuert wird.
Die Bilanz bisher:
Cousins als Starter: 2-7
Griffin III als Starter 14-21.

Es war so, daß beide Seiten im Kampf Brady gegen Goodell nicht an einer Einigung interessiert waren.
Am gestrigen Montag trafen die beiden verfeindeten Parteien erneut vor Richter Berman aufeinander, der gehofft hatte, daß die Parteien sich geeinigt hätten.
Hatten sie nicht, und jetzt ist es an Berman, eine Entscheidung zu fällen.
Beide Seiten haben ihren Einspruch schon vorbereitet, so daß die unterlegene Partei sofort die nächste Instanz anrufen kann.
Wenn Brady verliert, wird er versuchen, eine einstweilige Verfügung zu erlangen, die ihm erlaubt zu spielen.
Die NFL wird versuchen eine einstweilige Verfügung zu erwirken, die Brady nicht erlaubt zu spielen.
Bis die nächste Instanz überhaupt aktiv wird, werden Monate ins Land ziehen. Rechtsexperten in den USA rechnen damit, daß das Berufungsgericht den Fall sogar erst verhandelt, wenn die Saison 2016 begonnen hat.
Wann Berman seinen Urteilsspruch bekanntgibt, bleibt abzuwarten. Kann heute sein, kann morgen sein, spätestens am Freitag jedoch soll es so weit sein.

Und der nächste Kicker der Steelers ist... Josh Scobee.
Pittsburgh verlor bisher Shaun Suisham und Graham Hartley mit Verletzungen. Am Montag verpflichteten sie Scobee von den Jaguars. Jacksonville bekommt dafür die Wahlmöglichkeit der Steelers in der sechsten Runde der nächsten Draft.
Pittsburgh muß den Vertrag erfüllen, den Scobee mit den Jaguars schloß. Das bedeutet, daß sie ihm 2015 $3,4 Millionen zahlen müssen.
Scobee spielte in 168 Saisonspielen und verwandelte 235 seiner 291 Field Goal Versuche und 317 seiner 322 Extrapunkte.

Wo wir schon mal bei den Schmusekätzchen sind... Tight End Julius Thomas wird den Jaguars wohl etwa fünf Woche fehlen. Er muß voraussichtlich an einer Sehne in der linken Hand operiert werden.
Heute will Thomas eine zweite Meinung einholen und dann entscheiden.

Zurück zu den Steelers.
Goodell will wohl zeigen, daß er auch andere Einsprüche negativ bescheiden kann, nicht nur Bradys.
So wies er den Einspruch von Steelers Wide Receiver Martavis Bryant ab. Seine Suspendierung für vier Spiele wegen Drogenmißbrauchs wurde nicht reduziert.

Jameis Winston könnte humpelnd in die Saison gehen.
Der Quarterback der Buccaneers hat einen verstauchten Knöchel, der ihn aber nicht weiter stören würde, wie er sagte.
Knapp zwei Wochen hat der Knöchel ja noch Zeit, zu heilen.

Den Panthers gingen ja so nach und nach die Paßempfänger aus.
Gestern holten sie sich Wide Receiver Kevin Norwood von den Seahawks.
Der stand bereits auf der Liste der Seahawks Spieler, die gefeuert werden sollten, aber dann kam die Anfrage aus Carolina.
Seattle erhält von den Panthers eine noch näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit in der Draft 2017 für Norwood.

Die Raiders feuerten Running Back Trent Richardson. Ob er noch mal ein Team finden wird, ist fraglich.

Montag, 31. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 3 - Teil 3
brees-drew-saintsDie dritte und wichtigste Testspielwoche ist beendet. Die meisten Teams kennen ihre Starter, viel haben ihre Starter wegen Verletzungen verloren.
In Woche vier werden fast alle Teams ihre Starter schonen und nur die Anwärter auflaufen lassen.
Am gestrigen Sonntag gab es noch zwei Spiele, die landesweit im TV übertrage wurden. Die Spiele in Woche vier sind so bedeutungslos, daß sie nur wieder in den Märkten der beteiligten Teams übertragen werden.
Gestern also spielten noch die Texans gegen die Saints und die Cardinals gegen die Raiders.
Die Saints gaben dabei ein trauriges Bild ab. Unkonzentriert, inkonsistent, undiszipliniert traten sie auf und lieferten eine grausige Leistung ab.
Während das Heimteam den Zuschauern also Kopfschmerzen bereitete, spielt Texans Quarterback Brian Hoyer tatsächlich wie ein Starter. Man muß aber fragen, ob die miese Defense der Saints Hoyer gut aussehen ließ? Immerhin konnten alle drei eingesetzten Quarterbacks der Texans ihr Team zu Punkten führen. 
Hoyer jedenfalls vervollständigte 7 seiner 11 Pässe für 82 Yards.
Drew Brees (Bild) spielte nur die erste Serie der Saints und vervollständigte 4 seiner 6 Pässe für 40 Yards.
Bei den Saints verletzte sich Ersatz Safety Vinnie Sunseri an einem Bein und mußte vom Platz gefahren werden. Bei den Texans schieden Linebacker Carlos Thompson mit einer Gehirnerschütterung aus und Tight End Anthony Denham mit einer Schulterverletzung.

Das Spiel der Cardinals in Oakland war ganz einfach nur unterirdisch.
Beide Teams sind absolut noch nicht in Saisonform.
Menelik Watson wird auch nicht mehr in Saisonform kommen, denn der Right Tackle der Raiders zog sich einen Achillessehnenriss zu.

Kurzberichte
Die Bears haben den Vertrag mit Cornerback Tim Jennings aufgelöst.
In den Saisons 2012 und 13 war er so gut, daß er danach jeweils in den Pro Bowl gewählt wurde. Doch die Bears befinden sich in einer Verjüngungskur und der 31-jährige fiel dieser zum Opfer.
So gehört er zu den Opfern, die die Teams jetzt bringen müssen, um die Kader am 1.9.15 von 90 auf 75 zu trimmen. Bis zum 5.5. müssen die Kader dann auf die üblichen 53 Mann für die Saison gekürzt werden. Da werden noch einige prominente Namen auftauchen. So wie der Name Brandon Bostick. Der Tight End wurde von den Vikings vor die Türe gesetzt.
Bostick erlangte traurige Berühmtheit, als er im NFC Championshipgame gegen Seattle einen Onsidekick der Seahawks nicht festhalten konnte.
Den ganzen Spielerwanderungen kann ich nicht folgen. Das kann die NFL selber sehr viel besser. Deshalb hier der Link für die ganz neugierigen:

Packers Wide Receiver Randall Cobb hat sich seine Schulter nur verstaucht und nicht gebrochen. Das ergaben genauere Untersuchungen. Dennoch wird er einige Zeit ausfallen. Ob er in Woche eins antreten kann, steht noch nicht fest.

Entwarnung bei den Jets.
Defensive Lineman Leonard Williams zog sich nur eine Muskelzerrung zu. Bänder und Sehnen in dem verletzten Knie sind nicht betroffen.

Die Bears setzten Safety Ryan Mundy mit einer hartnäckigen Hüftverletzung auf die Verletztenliste.
Wide Receiver Kevin White wurde mit einem Ermüdungsbruch eines Schienbeins auf die PUP Liste gesetzt. Er muß operiert werden, kann aber in der Saison zurückkommen.

Seattles Head Coach Pete Carroll ist frustriert über die Leistungen seiner Offense. Frustriert aber nicht besorgt.
Immerhin hat der Motor der Offense, Running Back Marshawn Lynch, nur sehr wenig Einsatzzeit bekommen.
Und Quarterback Russell Wilson ist wohl noch mit Geldzählen beschäftigt. Das neueste Mitglied im Club der Einhundertmillionendollarquarterbacks vervollständigte gegen die Chargers nur 7 seiner 15 Pässe für 56 Yards. Zwar sagte er zur Presse, daß er die Verantwortung für einige schlechte Würfe übernähme, aber sollte ein Einhundertmillionendollarquarterback nicht wenigsten 50% seiner Pässe vervollständigen können?
Gerade seine Pässe zu einem der besten Tight Ends der Liga, Jimmy Graham, segelten zweimal in aussichtsreicher Feldposition über den Tight End hinweg. Satt Touchdowns gab es jeweils nur Field Goals.
Vielleicht, wenn Wilson mit Geldzählen fertig ist, klappts auch wieder mit dem Football und der Head Coach braucht nicht mehr frustriert zu sein.

Sonntag, 30. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 3 - Teil 2
cousins-kirk3Es ist viel passiert, also in aller Kürze das Wichtigste aus der Nacht.
Und wieder stehen die Quarterbacks im Mittelpunkt.
Die Redskins haben ein Problem und das heißt Robert Griffin III. Er soll starten, weil er die Redskins viel Spielermaterial gekostet hat, beim Tausch mit den Rams in der Draft 2012. Doch Kirk Cousins (Bild) wäre der bessere Mann. Gegen Baltimore vervollständigte er 20 seiner 27 Pässe für 190 Yards und 1 Touchdown.
Damit kann Ravens Head Coach John Harbaugh nicht zufrieden sein, denn in Ermangelung einer funktionierenden Offense, sollte die Defense wenigstens die Gegner stoppen.
Seinen persönlichen Einsatz zeigte Harbaugh, als es auf dem Platz einen Kampf gab. Sein Wide Receiver kamar Aiken war sehr unsanft von Keenan Robinson mit dem Kopf voran zu Boden gebracht worden. Wide Receiver Steve Smith schlug daraufhin wild um sich und wollte sich in einer Spielertraube, die sich schnell gebildet hatte, an den Peiniger heran arbeiten. Dabei lieferte er sich mit Cornerback Chris Culliver einen ordentlichen Schlagabtausch.
Harbaugh stürmte auf den Platz, um seine Spieler aus der Kampfzone zu holen. Dann stürmte er zur gegnerischen Seitenauslinie, um Redskins Head Coach Jay Gruden ein paar Worte, die nicht sanfter Natur gewesen sein können, zuzurufen. Der hatte dem Ganzen nämlich nur stoisch in aller Seelenruhe zugesehen.
All der Einsatz für nichts, denn die Redskins gewannen 31:13.
Das Nachspiel zum Spiel wird nicht lange auf sich warten lassen. Die NFL hat vor der Saison die klare Richtlinie herausgegeben, daß Spieler, die nicht direkt an einer Auseinandersetzung beteiligt sind, sich aus dem Kampfgebiet fernzuhalten haben. Das haben so einige Spieler beider Teams nicht bedacht, und sie eilten ihren Kollegen zu Hilfe.
Smith und Culliver wurden des Feldes verwiesen.
Redskins Wide Receiver Evan Spencer zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Fullback Jordan Campbell schied mit einer Verletzung an der rechten Schulter aus.
Bei den Ravens zog sich Offensive Lineman Ryan Jensen eine Gehirnerschütterung zu.

Autsch!
Gegen die Browns geriet Tampa Bays Hoffnung auf eine besser Zukunft, Jameis Winston, ordentlich ins Straucheln.
Viermal wurde der Rookie Quarterback gesackt und er warf eine Interception.
Die erste Garnitur der Browns Defense war zu stark für die O-Line der Bucs.
Browns Quarterback Josh McCown war zurück an seiner alten Wirkungsstätte und nach einem Rundblick muß er festgestellt haben, daß sich nicht viel verändert hat. Ein halbgefülltes Stadion in Tampa ist ein gewohnter Anblick. Abwarten, ob der Winston-Hype das Stadion zur Saison füllen kann?
McCown gilt als Starter und Johnny Manziel spielte wegen einer leichten Verletzung nicht. McCown kam auf eine Bilanz von 17 aus 23 für 117 Yards und 2 Touchdowns.

Was wäre wenn...?
Was wäre, wenn Sam Bradford gesund bliebe und die ganze Saison für die Eagles bestreiten könnte?
Dann hätten die Eagles einen Quarterback, der sie in die Playoffs führen könnte. Seine gestrige, fehlerlose, Bilanz von 10 aus 10 für 121 Yards und 3 Touchdowns gegen die Packers konnte sich sehen lassen, zumal Green Bay die erste Defense spielen ließ.
Der Tausch mit den Rams könnte sich also als gutes Geschäft erweisen.
Höre ich da die Frage: „Und Tebow?“
Tebow war 2 von 2 für 15 Yards.
Und die Verletzungen in den Testspielen gingen weiter. Packers Pro Bowl Receiver Randall Cobb verletzte sich an einer Schulter. Zwar hieß es zunächst, daß er sich die Schulter nur verrenkt und nicht gebrochen hätte, aber das genaue Untersuchungsergebnis steht noch aus.
Right Tackle Bryan Bulaga schied vorzeitig mit einem verletzten linken Knöchel aus, Defensive Back Micah Hyde mit einer Nackenverletzung.
Bei den Eagles zog sich Offensive Lineman Lane Johnson eine Innenbandzerrung in einem Knie zu.
Packers Quarterback Aaron Rodgers war gar nicht in Uniform und sah nur zu.

Wo gerade kurz die Rams erwähnt wurden. Im Spiel der Colts gegen die Rams gab es eine doppelte Premiere. Sowohl der von den Eagles zu den Rams gewechselte Quarterback Nick Foles, als auch Colts Andrew Luck warfen ihre ersten Touchdowns in den Vorbereitungsspielen.
Wurde ja auch Zeit.
Colts Defensive Tackle Arthur Jones verletzte sich direkt im ersten Spielzug an einem Knöchel und schied aus. Running Back Josh Robinson zog sich eine Gehirnerschütterung zu.
Bei den Rams schied Rookie Guard Jamon Brown mit einem verstauchten rechten Knöchel aus.
Das Stadion in St. Louis war übrigens noch erbärmlicher gefüllt, als das in Tampa Bay.

Hätten die 49ers nicht so viele Personalsorgen, wären die Broncos wohl nicht zu einem Sieg gekommen.
Quarterback Peyton Manning findet einfach seinen Rhythmus nicht, in der neuen Offense, die Head Coach Kubiak ihm aufgezwungen hat.
Er vervollständigte 14 seiner 21 Pässe für 124 Yards. Dreimal wurde er gesackt, zweimal davon lag er unter NaVorro Bowman, der gerade von einer furchtbaren Knieverletzung zurückkam.
Im vierten Vorbereitungsspiel wird Manning wohl nicht auflaufen. Das bedeutet, daß er in 11 Angriffsserien in den Testspielen seine Offense zu mageren zwei Field Goals führen konnte.
Die Leistung von Colin Kaepernick bei den 49ers gibt auch nicht gerade Grund zu Jubelsprüngen. Er hatte eine Bilanz von 2 aus 5 für 13 Yards.
Zu Fuß war er besser unterwegs 53 Yards aus drei Läufen machten ihn zum besten Running Back des Teams an diesem Abend. Was dann wieder gegen das schlechte Abschneiden der etatmäßige Running Backs spricht.

Steht Rex Ryan plötzlich vor einem Luxusproblem?
Der Head Coach der Bills sah staunend zu, wie all seine Quarterbacks gegen die Steelers überzeugten.
Passing CP/AT YDS TD INT
E. Manuel 7/8 170 2 0
T. Taylor 12/13 122 0 0
M. Simms 5/5 65 1 0
M. Cassel 6/7 38 0 0
Das sieht doch gar nicht so schlecht aus gegen eine Defense, die eher als nicht eventuell zu den besseren der Liga gehören sollte.
Ryan will heute entscheiden, wer sein Starter wird. Bekanntgeben will er die Entscheidung aber noch nicht.
Nach einem Kurzauftritt von Ben Roethlisberger bei den Steelers, vervollständigte Michael Vick 4 seiner 5 Pässe für 106 Yards.
Daß die Bills die Steelers mit 43:19 geradezu demütigten, sollte man in einem Vorbereitungsspiel nicht so eng sehen.
Eng sehen muß man den erneuten Ausfall eines Kickers bei den Steelers. Garrett Hartley zog sich eine Oberschenkelverletzung am rechten Bein zu. Laut Head Coach Tomlin ist es kaum möglich, daß er im ersten Saisonspiel antreten kann.
Bei den Bills beendeten Cornerback Stephon Gilmore und Wide Receiver Marquise Goodwin das Spiel vorzeitig. Gilmore hat Gehirnerschütterung und Goodwin Rippe.

Im Spiel der Dolphins gegen Atlanta verletzte sich Dolphins Center Mike Pouncey am Knie und ging vom Platz. Sein eine Minute jüngerer Zwillingsbruder spielt für die Steelers und schied vor zwei Wochen mit einem verletzten Knöchel für längere Zeit aus.
Quarterback Ryan Tannehill zeigte hinter einer O-Line im Umbruch eine ansprechende Leistung. 15 aus 19 für 145 Yards und 1 Touchdown in weniger als einer Halbzeit toppt viele seiner Bilanzen aus kompletten Spielen.

Im alljährlich stattfindenden Stadtduell der Jets gegen die Giants gingen die Jets als Sieger vom Platz.
Jets Quarterback Fitzpatrick ist ja als Starter gelistet und vervollständigte 9 von 14 Pässen für 127 Yards und 2 Touchdowns.
Die Giants, die den Mund ähnlich voll nahmen wie die Steelers, als sie vor Kurzem bekanntgaben, daß ihre Offense wenigstens 28 Punkte pro Spiel erzielen wird, muß an diesem Versprechen (Versprecher) noch hart arbeiten. Eli Manning ist nur noch ein Schatten seiner selbst, aber ein Schatten, der wohl bald der bestverdienende Spieler aller Zeiten in der NFL werden wird. Ihn selber wird seine Bilanz von 12 aus 16 für 91 Yards und 1 Interception nicht sehr stören, wenn er seine Millionen zählt.
28 Punkte gab es aber tatsächlich in diesem Spiel und zwar für die Jets. Die großspurigen Giants kamen nur auf 18 Pünktchen.
Jets Defensive Lineman Leonard Williams und Linebacker Jamari Lattimore verletzten sich am Knie. Heute soll genau untersucht werden, wie schwer die Verletzungen sind.

Kurzberichte
Julio Jones und die Falcons konnten sich auf eine Vertragsverlängerung einigen.
Der Wide Receiver unterschrieb für weitere fünf Jahre und $71,25 Millionen von denen $47,5 garantiert sind.

Vor dem Spiel gegen Baltimore machten die Redskins ihren Left Tackle Trent Williams zum bestverdienenden Left Tackle aller Zeiten.
Für fünf Jahre bekommt er $66 Millionen. $43,24 Millionen davon sind garantiert.

Beenden wir die News mit einer Werbung , die auf dem Sportnachrichtensender von SKY läuft.
In diesem Werbespot erzählt uns SKY, daß die NFL 2015 auf Sport1 US gezeigt wird.
Auch wenn von Sport1 dazu immer noch keine klare Aussage vorliegt, darf man sich doch fragen, warum SKY extra einen Werbespot produzieren sollte, für etwas, das gar nicht stimmt.
Also, Wahrscheinlichkeitsgehalt, daß die NFL auch dieses Jahr wieder auf Sport1 US gezeigt wird: 99,9%.

Samstag, 29. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 3 - Teil 1
mariota-marcus2
Zurück auf dem Boden ist man in Tennessee. Rookie Quarterback Marcus Mariota (Bild) und seine Offense wurden von den Chiefs nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen.
Mariota hat nach drei Vorbereitungsspielen noch keinen Touchdownpass geworfen. 7 von 11 für 99 Yards und drei Läufe für 22 Yards lautete seine gestrige Bilanz.
Anders dagegen Alex Smith. Der Quarterback der Chiefs ist eigentlich nur dazu da, das Spiel nicht zu vergeigen. Doch gegen die Titans Defense konnte Smith frei aufspielen. Gegenwehr war kaum vorhanden.
In der ersten Angriffsserie überwanden die Chiefs 80 Yards in acht Spielzügen und beendeten den Drive mit einem 29 Yards Touchdownpass von Smith zu Jeremy Maclin.
Der Extrapunkt dürfte Roger Goodell gefallen haben, denn der segelte an der Torstangen vorbei. Ein Hoch auf die neue Extrapunktregel.
Wenn in Woche drei der Vorbereitungsspiele tatsächlich die Teams auflaufen, die auch in der Saison starten sollen, dann sieht es für Tennessee so aus, als würde sich zu den Vorjahren nicht viel ändern. Die Offense stottert und die Defense... welche Defense?
Kansas City verwandelte acht seiner 10 dritten Versuche, mußte niemals punten und erzielte mit 432 zu 238 beinahe 200 Yards mehr an Offense.
Das erste Saisonspiel gegen die Buccaneers dürfte schon Richtungweisend sein, wo die Titans beim Kampf um die erste Wahl in der nächsten Draft landen werden.
Bei den Chiefs verletzte sich Wide Receiver Albert Wilson an der Schulter. Titans Safety DaNorris Searcy verletzte sich am linken dicken Zeh.
Bei den Beiden stehen heute weitere Untersuchungen an, um festzustellen, wie schwer die Verletzungen sind.

2 Interceptions, 1 Touchdown, Feierabend.
Das war der wenig erbauliche Arbeitstag von Tom Brady gestern.
Der Quarterback der Patriots trifft sich am Montag wieder mit der Ausgeburt des Bösen, also Roger Goodell, vor Gericht. Vorher spielte er noch ein wenig gegen die Panthers, mit durchwachsenem Erfolg. Den hat er hoffentlich am Montag.
Seine letzte Serie, die über 80 Yards ging, konnte er dann aber doch noch erfolgreich abschließen, mit einem 18 Yards Touchdownpass auf Tight End Scott Chandler.
Die besten Waffen des Receiver-Arsenals waren nicht beteiligt. Tight End Rob Gronkowski und die Wide Receiver Brandon LaFell und Julian Edelman sahen nur zu.
Jimmy Garoppolo, der zur Zeit ja immer noch als Starter für die ersten vier Saisonspiele gelistet ist, vervollständigte 13 seiner 17 Pässe für 126 Yards und 1 Touchdown.
Panthers Quarterback Cam Newton konnte seine Offense nur zu zwei Field Goals führen, bevor er seinem Ersatzmann Platz machte.
Als hätte Newton nicht schon genug Probleme mit seinen Pässen, verletzte sich auch noch Wide Receiver Jericho Cotchery an der Leiste. Wie schwer er verletzt ist, soll heute herausgefunden werden.
Bei den Patriots mußte ihr einziger Fullback im letzten Viertel vom Platz getragen werden. Er verletzte sich an einem Bein.
Tackle Sebastian Vollmer nahm sich selber aus dem Spiel und sprach mit den Medizinern des Teams. Er kam nicht ins Spiel zurück.

Kurzberichte
Kommando zurück: Die Redskins dürfen, Quarterback Robert Griffin III doch nicht von der Ravens Defense über den Platz prügeln lassen.
Zwar hatte er nach seiner Gehirnerschütterung zunächst das OK bekommen, wieder spielen dürfen, doch der behandelnde Neurologe korrigierte sein Untersuchungsergebnis und will RG3 in frühestens einer Woche noch mal untersuchen.
Die Verletzung hatte Griffin III sich letzte Woche gegen Detroit zugezogen, nachdem er nur 2 seiner 5 Pässe vervollständigen konnte, zweimal den Ball verlor, dreimal gesackt wurde und noch einige weitere Hits einstecken mußte.

Texans Head Coach Bill O`Brien ließ den Langschläfer Ryan Mallett am Freitag mit der dritten Garnitur trainieren.
Diese Strafmaßnahme war es dann aber auch, sagte er in der Pressekonferenz nach dem Training.
Quarterback Mallett ist, wenn er ausgeschlafen ist, immer noch wenigstens die Nr. 2 im Kader.

Freitag, 28. August 2015

Kurzberichte
tomlin-mike-2002Am Donnerstag sagte Steelers Head Coach Tomlin (Bild), daß die Chance besteht, daß Maurkice Pouncey in der laufenden Saison zurückkehren könnte.
Der Center mußte an einem gebrochenen Knochen im linken Fußgelenk operiert werden.
Die Steelers setzen ihn noch nicht auf die Verletztenliste, die seine Saison beenden würde. Sie wollen erst abwarten, wie sein Heilungsprozeß verläuft. Sie hoffen, daß er in Woche neun wieder dabeisein kann.
Bis dahin wird Cody Wallace als Center eingesetzt und Doug Legursky ist sein Ersatzmann.

Die NFL suspendierte Steelers Wide Receiver Martavis Bryant für vier Spiele, weil er gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat.
Bryant legte Berufung gegen die Sperre ein.

Die Footballfans haben ein neues (altes) Hassobjekt, Michael Vick.
Auch nach so langer Zeit, nachdem der Quarterback seine Strafe wegen Tierquälerei verbüßt hat, kennt der Haß gegen ihn kein Halten.
Es heißt in Kreisen von Fans, die nicht gerade zu den Steelers Fans zu zählen sind, daß in Pittsburgh jetzt mit Ben Roethlisberger und Michael Vick das meistgehasste Quarterback Duo der Liga zusammen spielt.
Werfen wir noch Running Back LeVeon Bell in den Mix, kommt folgender Witz heraus, den ich gerade gelesen habe, den ich nicht gut finde, den ich aber entgegen meiner tiefsten Überzeugung doch wiedergeben muß: „Kommen ein Drogensüchtiger, ein Vergewaltiger und ein Tierquäler in eine Bar... Die Steelers müssen in der Stadt sein.“
Für die, die der NFL noch nicht so lange folgen, die Erklärung: Quarterback Ben Roethlisberger war zweimal wegen Vergewaltigung angezeigt, kam aber nach Vergleichen immer ohne Verurteilung davon.

OK, für Jets Fans habe ich auch noch einen: „Ein Jets Fan rettete ein kleines Mädchen aus den reißenden Fluten des Hudsons.
Abends erschien dem tapferen Fan eine Fee, die ihm zwei Wünsche erfüllen wollte. Als erstes wünschte sich der Mann eine Million Dollar. „Kein Problem,“ meinte die Fee, wedelte mit ihrem Zauberstab und die Million war da.
Als zweites wünschte der Fan sich das ewige Leben. „Das,“ so die Fee, „höre ich immer wieder. Doch den Wunsch nach dem ewigen Leben kann ich Dir nicht erfüllen.“
Der Fan überlegt und sagt dann: „Dann möchte ich erst sterben, nachdem die Jets den Super Bowl gewonnen haben.“
„Du mieser kleiner Drecksack,“ erwiderte die Fee und wedelte mit ihrem Zauberstab.

Letroy Guion wird die ersten drei Spiele der Packers verpassen.
Der Defensive Tackle war mit Marihuana erwischt worden, was ihm eine Suspendierung über drei Spiele einbrachte.
Seine Berufungsverhandlung gegen die Höhe der Strafe verlief erfolglos.

Die 49ers haben Ahmad Brooks von allen Teamaktivitäten entschuldigt und ihn nach Hause geschickt, nachdem er von Staatsanwälten in Santa Clara County, California, der sexuellen Belästigung bezichtigt wurde.
Die NFL untersucht den Fall und wird demnächst ihre Bewertung und ihr Urteil bekanntgeben.
Brooks bleibt noch im 90 Mann Kader der Vorbereitungsphase. Was beim demnächst anstehenden Schnitt der Kader auf 75 Mann passiert bleibt abzuwarten.

Die dritte und entscheidende Testspielwoche beginnt heute.
Im dritten Vorbereitungsspiel starten oft die Formationen, die die Trainer auch am ersten Spieltag auf dem Platz sehen wollen.
Ob das auch im Fall EJ Manuel so ist, ist allerdings nicht gesagt.
Bills Head Coach Rex Ryan läßt den Quarterback am Samstag gegen die Steelers starten. Eine Eintrittskarte zum ersten Saisonspiel ist das aber nicht.
Ryan sagte, daß er alle drei Quarterbacks am Samstag mit der ersten Offense spielen lassen möchte.

Ryan Mallett hat keine Lust mehr auf Training.
Nachdem Texans Head Coach O`Brien Brian Hoyer zu Starter krönte, scheint Mallett der Antrieb zu fehlen.
Am Donnerstag verpaßte er das Training, weil er verschlafen hatte.
Mallett zeigte sich sehr enttäuscht als er von der Entscheidung seines Head Coaches für Hoyer erfuhr, und sagte das auch in jedes Mikrofon, das man ihm entgegenhielt. Er hätte so hart gearbeitet, um den Starterposten zu erobern und es wäre unfair, Hoyer ihm vorzuziehen.
Doch die Entscheidung des Head Coaches steht. Also, schlafen Sie gut, Herr Mallett.

Giants Safety Nat Berhe wurde an einer Wade operiert und für ihn könnte die Saison bereits beendet sein, wie es heißt.

Eine Oberschenkelverletzung plagt Emmanuel Sanders seit drei Wochen.
Broncos Head Coach Kubiak hofft, daß der Wide Receiver bis zum Saisonstart wieder einsatzbereit sein wird. In den letzten beiden Testspielen wird Sanders eher nicht mehr antreten.

Redskins Quarterback Robert Griffin III hat die Erlaubnis, sich am Samstag von der Verteidigung der Ravens über den Platz prügeln zu lassen. Ein unabhängiger Neurologe hat Griffin III nach seiner Gehirnerschütterung als geheilt erklärt.

Bei den Seahawks litt Linebacker Bruce Irvin an einer Gehirnerschütterung. Auch er durchlief erfolgreich das Gehirnerschütterungsprotokoll und darf wieder spielen.

Donnerstag, 27. August 2015

Kurzberichte
bennett-martellusMichael Bennett regte sich öffentlich darüber auf, daß mittelmäßige Quarterbacks neunstellige Summen kassieren. Da wollte sein Bruder Martellus (Bild) nicht zurückstehen.
Der Tight End der Bears fragte: „Warum denkt eigentlich jeder, daß der Quarterback der Anführer ist.“
Und er kennt sich nun wirklich mit mittelmäßigen Quarterbacks aus, spielt er doch mit der Flitzfluse Jay Cutler zusammen.
Cutler ist nun wirklich der am Meisten überbezahlte Quarterback, den es je in der NFL gab.
„Die Offense zu führen, oder das Team, das sind zwei ganz verschiedene Sachen,“ meinte Bennett. „Manchmal mag ich Cutty, manchmal nicht. Es gibt Veteranen, denen die Mitspieler folgen. Und dann gibt es Typen, die die Offense anführen, die Formation ansagen und die Spielzüge runterspulen.“
Klar, damit kann nur Cutler gemeint sein.
Doch, so schlimm das auch für Bennett, die Bears und deren Fans ist, Cutler ist der Quarterback. Daran ändert auch Bennetts Kritik nichts.
Leider!
Aber vielleicht schafft der neue Trainerstab ja, was noch niemandem zuvor gelang, und Cutler zeigt endlich das Potential, das in ihm steckt?
Wer lacht da?

Osi Umenyiora hätte gerne noch weitergespielt, aber nur für die Giants.
Wie es heißt, hat der 33-jährige Defensive End ein Angebot der Jets ausgeschlagen. Statt dessen hat er einen Zweitagesvertrag bei den Giants unterschrieben, um als Mitglied dieses Teams, für das er von 2003 bis 12 spielte, in den Ruhestand zu treten.
Nach zwei unterdurchschnittlichen Saisons bei den Falcons wurde er dort im März entlassen. Seitdem hat er darauf gewartet, daß die Giants ihn noch mal kontaktieren. Das taten sie nicht. Deshalb trat er an den Club heran, um als Giant vom Football zurückzutreten.

49ers Linebacker Ahmad Brooks und der ehemalige 49ers Defensive End Ray McDonald müssen sich nun vor Gericht verteidigen.
Die beiden stehen unter dem Verdacht, letzten Dezember eine Frau sexuell angegriffen zu haben.
Als der Prozeß gegen McDonald begann, der angeklagt ist, eine unter Drogen gesetzte Frau vergewaltigt zu haben, belasteten die Anwälte des Opfers Brooks damit, das Opfer vorher sexuell belästigt zu haben.
Die 49ers gaben bekannt, daß sie die Sache mit der NFL zusammen abklären wollen. Ahmad würde zurück in sein Haus in Kalifornien fahren und nicht am Spiel am Samstag teilnehmen.
Die Höchststrafe für McDonalds wäre acht Jahre Gefängnis, für Brooks sechs Monate.

Schlechter Einstand für Kurt Warner.
Der Quarterback, der mit den Rams den Super Bowl gewann, nahm den Job des Offensive Coordinators an der Desert Mountain High (Scotsdale, Arizona) an.
Da ist einer seiner Söhne Junior Wide Receiver.
Warners erster Einsatz ging nach der Verlängerung mit 20:14 an den Gegner aus Queen Creek.
Warner ließ sein Team 45 Pässe werfen und 10 mal laufen.

Nur einige Stunden, nachdem die Broncos Kicker Connor Barth gefeuert hatten, hatte er einen neuen Arbeitgeber.
Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $2,75 Millionen bei den Tampa Bay Buccaneers. Da kickte er schon von 2009 bis 13.
Die Bucs waren wohl mit den Leistungen von Patrick Murray nicht zufrieden, der bisher zwei Field Goals und einen Extrapunkt verschoß.
Denver wird mit Brandon McManus in die Saison gehen, der 2014 nur 69,2% seiner Field Goal Versuche verwandeln konnte.

Rex Grossman hat bei den Falcons unterschrieben.
Der Quarterback bekam einen Einjahresvertrag über dessen Finanzen noch nichts bekannt wurde.

Joe Buck, Fox Kommentator an der Seite von Troy Aikman, hat einen Verdacht.
Auf Twitter zieht er gegen Rams Besitzer Stan Kroenke zu Felde. In einem seiner Posts klagt Buck Kroenke an, die Rams absichtlich zu schwächen, um den Umzug nach Los Angeles voranzutreiben.
Buck schrieb: „Saug das Leben aus einem Team, bring es zu Boden, erhöhe die Eintrittspreise, und sag dann, daß es nicht mehr unterstützt wird und mach Dich davon. Gutes Beispiel für die NFL zu feiern SCHERZ!“
Und es folgten noch mehrere solcher Botschaften.
Man kann Buck mögen oder nicht, aber in dem Fall würde ich ihm mal Recht geben.
Kroenke tut wirklich nicht viel, um die Rams wettbewerbsfähig zu machen. Es könnte tatsächlich Kalkül dahinter stecken.

Die Verletzungswelle ebbt nicht ab. Auch gestern gab es wieder einen bemerkenswerten Ausfall zu beklagen.
Redskins Linebacker Junior Gallette zog sich beim Training eine gerissene Achillessehne zu.
Gallette war in den letzten zwei Saisons mit 22 Sacks der beste Paß-Rusher der Saints. Die Redskins setzten große Hoffnungen in ihn. Doch seine Saison ist jetzt bereits vorbei.

Nicht ganz so schlimm steht es um Johnny Manziel.
Der, ja, nennen wir ihn jetzt Quarterback, der Cleveland Browns hat Schmerzen im Ellenbogen des Wurfarms. Im nächsten Vorbereitungsspiel wird er wohl nicht antreten.

Jadeveon Clowney ist sich sicher, daß er im ersten Saisonspiel spielen kann.
Der Linebacker der Texans hat sich von seiner Knieoperation erholt, und steigt voll ins Training ein.

Julian Edelman weiß noch nicht, wann er wieder ins Geschehen eingreifen kann.
Der Wide Receiver der Patriots ist an einem Bein verletzt, konnte am Mittwoch aber wieder ein leichtes Training absolvieren.

Mittwoch, 26. August 2015

Kurzberichte
bennett-michael2„Wenn ich Miamis Ryan Tannehill wäre und höchstens sieben Spiele gewonnen hätte, wie könnte ich dann dafür $100 Millionen bekommen?“ fragen sich nicht nur unzählige Footballfans, sondern in diesem Fall Michael Bennett (Bild).
Der Defensive Lineman der Seahawks zog schwer vom Leder über die unverhältnismäßig hohen Gehälter vieler mittelmäßiger Quarterbacks.
„Quarterback ist die einzige Position in der NFL auf der Du mittelmäßig sein kannst und hoch bezahlt wirst,“ fuhr er fort. „Auf keiner anderen Position darfst Du nur Mittelmaß sein.
Da gibt es einige mittelmäßige Quarterbacks in der NFL die viel Geld machen. Nimm einen Typen wie Sam Bradford - er hat niemals wirklich gespielt in den letzten drei Jahren, aber er machte mehr Geld als die meisten Typen in der NFL.“
Was ihn auch wurmt, sind die besonderen Schutzmaßnahmen für Quarterbacks. Bennett meinte, daß er in jedem Spiel öfter in Höhe der Knie angegriffen wird, deshalb könne er nicht verstehen, warum Bradford so rumheult, daß Terrell Suggs ihn an den Knien angegriffen hat. Footballspieler würden dort gehittet, warum nicht auch Quarterbacks?
Bennett läßt klar durchblicken, daß er mit seinen $28,5 Millionen nicht zufrieden ist, die er in dieser Saison dafür bekommt, Quarterbacks zu Boden zu bringen. Er würde mehr verdienen, wenn er einer von denen wäre.
Klingt so, als wäre der Mann auf einer Mission. Gegnerische Quarterbacks sollten sich warm anziehen, wenn sie gegen ihn antreten müssen.

Bleiben wir bei mittelmäßigen Quarterbacks und zwar bei einem, der nicht neunstellig bezahlt wird.
Michael Vick hat einen Einjahresvertrag bei den Steelers unterschrieben. Die brauchten einen Ersatzmann für Ersatz- Quarterback Bruce Gradkowski, der sich gegen die Packers an einer Hand und Schulter verletzte. Am Dienstag wurde er an einem Finger operiert und seine Saison ist beendet.
Über das Gehalt Vicks wurde nichts bekanntgegeben, doch es wird nicht überhöht sein.

Nachdem die Steelers-Fans von der Verpflichtung Vicks erfuhren, schwoll ihnen der Kamm. Sofort setzte jemand eine Petition ins Netz unter dem Titel: Sagt Nein zu Michael Vick im Team der Pittsburgh Steelers.
Und was dann im Text folgte, habe ich von Bing übersetzen lassen, damit Niemand sagen kann, ich hätte in die Übersetzung etwas hineininterpretiert, das dort nicht stand. Hier also die automatische Übersetzung: „Michael Vick ist ein verurteilter Verbrecher und keine-Klasse Stück Scheiße. Er ist auch eine schreckliche QB, weshalb er keine Mannschaft hat. Lasst uns vereint als Steeler Ventilatoren - als NFL-Fans - und ihn daran hindern, in unserem Team zu spielen! Steelers-Fans vereint! Melden Sie sich Vick davon abhalten, jemals die begehrte Steelers-Uniform tragen!!“
Lustig... Fans mit Ventilatoren übersetzen. Zwar nicht falsch, aber in diesem Kontext eher doch.
Ich habe dann mal Win, Loss, Tie eingegeben und heraus kam Gewinn, Verlust, Krawatte... auch nicht schlecht.

Die Steelers waren nach der Verletzung von Maurkice Pouncey ja auch gezwungen, sich nach einem Center umzusehen.
Den fanden sie in Doug Legursky. Der 29-jährige wurde in Frankfurt geboren und spielte schon von 2008-12 bei den Steelers.
Seinen ersten Einsatz als Center in der NFL hatte er in Super Bowl XLV, als er für den verletzten Pouncey aufs Feld mußte.

Gleich das Kreuzband und das Innenband riß sich Cowboys Cornerback Orlando Scandrick.
Er zog sich die Verletzung in seinem rechten Knie am Dienstag beim Training zu, als er unglücklich unter Rookie Wide Receiver Lucky Whitehead landete.
Für ihn ist die Saison beendet.

Die Patriots holten sich Offensive Tackle/ Tight End Michael Williams von den Eagles. Philadelphia erhält dafür eine noch näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit New Englands in der nächsten Draft.

Die Eagles setzten Evan Mathis vor die Tür und die Broncos verpflichteten ihn
Der zweimalige Pro Bowl Guard unterschrieb für ein Jahr und $4 Millionen.
Mathis hatte zuvor ein $5,5 Millionen Angebot eines anderen Teams abgelehnt, weil er lieber bei einem wettbewerbsfähigen Team spielen wollte.
Möglich wurde die Verpflichtung, weil Quarterback Peyton Manning vor einiger Zeit einer Gehaltskürzung über $4 Millionen zugestimmt hatte.
Geld, das man jetzt gut verwenden konnte.

Nach 10 Jahren in der NFL hat Chris Myers genug.
Der ehemalige Center der Texans und Broncos spielte zweimal im Pro Bowl.
Nachdem die Texans ihn im März gefeuert hatten, hätten zwar ein paar Teams Interesse an ihm gezeigt, doch, so sagte Myers im Radio, er hätte kein Verlangen mehr danach Football zu spielen. Deshalb würde er in den Ruhestand treten.

Dienstag, 25. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 2 - Teil 5
winston-jameis3Auch die zweite Woche der Vorbereitungsspiele ist geschafft.
Das letzte Spiel war ein Monday Night Football Spiel. Die Nr. 1 der letzten Draft, Buccaneers Quarterback Jameis Winston (Bild), hatte sein erstes Heimspiel und es war ein gutes.
Abgesehen davon, daß er nur gegen die Bengals spielen mußte, kann sein Auftritt dennoch als Erfolg gewertet werden, denn er spielt ja nur für die Buccaneers. Es trafen also zwei Teams aufeinander, die nichts mit der Titelvergabe zu tun haben.
Winston verknackste sich allerdings leicht den rechten Knöchel, nachdem er 8 seiner 13 Pässe für 90 Yards und einen Touchdownlauf auf sein Konto addiert hatte. Die Verletzung zog er sich zu, als zwei Verteidiger der Bengals im zweiten Viertel auf ihm landeten.
Doch nach dem Spiel gab Head Coach Smith Entwarnung - Alles nicht so schlimm, meinte er.
Bengals Quarterback Andy Dalton spielte, als wäre es ein Playoffspiel. Er bot also eine seiner vergessenswerten Vorstellungen mit 6 aus 13 für 46 Yards und 2 Interceptions.
Doch der Rest der Bengals, Offense, wie Defense, passte sich dem Niveau ihres startenden Quarterbacks an und ließ Tampa Bay beim Heimdebüt ihres Heilsbringers strahlen.
Wie lange diese Strahlen in der Saison anhalten wird bleibt abzuwarten. Ein Gradmesser war Cincinnati nicht.
Das Spiel endete mit einem 25:11 Sieg für Tampa Bay.

Kurzberichte
Reggie Wayne ist jetzt ein Patriot und die Colts sind nicht amüsiert.
Nun, wenn sie hätten verhindern wollen, daß ihr ehemaliger Star-Receiver zu einem anderen Team wechselt, hätten sie ihm ja selber einen Vertrag geben können. Wayne wollte ja bleiben. Die Colts wollten ihn nicht mehr haben. Sein hohes Alter von 36 Jahren und seine schwere Knieoperation waren den Colts ein zu großes Risiko.
Daß er ausgerechnet zu dem Team wechselte, das Indianapolis im letzten AFC Championshipspiel ordentlich die Luft abgelassen hat, war natürlich kaum vorstellbar. Aber die Personalnot in New England auf der Receiver Position machte es möglich.
Wayne unterschrieb einen Einjahresvertrag, über dessen Finanzen noch nichts mitgeteilt wurde..
Auch, ob es einen Bieterwettstreit mit den Packers gab, ist nicht klar. Die Sollen nach dem Ausfall von Jordy Nelson auch bei Wayne angefragt haben.
Ob Wayne es wirklich in den Saisonkader schafft, das steht auf einem anderen Blatt.

Die Eagles verlängerten den Vertrag mit Mychal Kendricks.
Der Inside Linebacker erhält für weitere vier Jahre $29 Millionen von denen $16 Millionen garantiert sind.

Bleiben wir kurz in Philadelphia, wo Head Coach Chip Kelly den Chef der Schiedsrichter kritisiert.
Dean Blandino sagte, daß der Angriff von Terrell Suggs auf die Knie von Quarterback Sam Bradford völlig legal war. Es wäre ein Read Option Spielzug gewesen, bei dem der Quarterback nach den Regeln eines Running Backs behandelt werden darf. Deshalb hätte Suggs die Knie Bradfords angreifen dürfen.
Diese Aussage mag richtig sein, steht aber im völligen Kontrast zu der Absicht der NFL, die Knie ihrer Spieler und besonders die ihrer Quarterbacks zu schützen.
Deshalb übte Chip Kelly auch scharfe Kritik an der Aussage Blandinos, zumal er nicht der Überzeugung ist, daß seine Offense in der Situation einen Read Option Spielzug ausführte. Für ihn haben die Schiedsrichter auf dem Feld richtig entschieden.
Darauf, ob Suggs es absichtlich auf Bradfords Knie abgesehen hatte, ging Kelly nicht mehr ein. Doch sein Blick sprach Bände.

Bei den Bills warten die drei kleinen Quarterbackchen immer noch darauf, wen von ihnen der große böse Head Coach zum Starter macht.
In Houston ist die Sache seit gestern klar. Head Coach Bill O`Brien entschied sich für Brian Hoyer.

Die NFL suspendierte Bears Defensive Tackle Jeremiah Ratliff für drei Spiele.
Er hat gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen.

Geno Smith darf ein leichtes Training aufnehmen.
Der Quarterback, dem vor weniger als zwei Wochen der Kiefer an zwei Stellen gebrochen wurde, warf am Montag bereits ein paar Pässe auf dem Trainingsgeländer der Jets.

Leider wurden am Montag die letzten Zweifel an der Schwere von Jordy Nelsons Verletzung begraben.
Für den Wide Receiver der Packers ist die Saison mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie beendet.

Titans Cornerback Jason McCourty wurde an einem Leistenbruch operiert.
Head Coach Whisenhunt glaubt, daß er beim ersten Saisonspiel dabei sein kann.

Ravens Head Coach John Harbaugh gab bekannt, daß Running Back Lorenzo Taliaferro ein verletztes hinteres Kreuzband hat. Er wird einige Wochen ausfallen.

Seit fast drei Jahren wirft Peyton Manning seine Pässe, ohne Gefühl in den Fingerspitzen seiner Wurfhand zu haben.
Ärzte haben dem Quarterback der Broncos gesagt, daß er nicht darauf hoffen sollte, daß er jemals wieder Gefühl in den Fingerspitzen haben würde.
Diese Wirkung hat die Ursache in der Nackenverletzung, die Manning die Saison 2011 hat verpassen lassen. Wie lange der 39-jährige noch in der Lage sein wird, genaue Pässe zu werfen, ist höchst fraglich.

Montag, 24. August 2015

Vorbereitungsspiele 2015 - Woche 2 - Teil 4
nelson-jordieEin bedeutungsloses Spiel, zwei bedeutungsvolle Ausfälle.
Ganz schön hart, wie es die Green Bay Packers und die Pittsburgh Steelers gestern erwischt hat. Dabei hat es für uns Fans so gut angefangen. Was die Startformationen der Teams boten, war saisontauglich.
Der Spaß am Spiel wurde dann aber schnell getrübt, als sich nacheinander Packers Wide Receiver Jordy Nelson (Bild) und Steelers Center Maurkice Pouncey verletzten.
Nelson fing einen Paß von Rodgers und wollte gerade damit loslaufen, da er völlig freistand und noch einige Meter hätte erzielen können. Doch statt dessen fiel er mit einem Schmerzensschrei zu Boden und humpelte anschließend vom Platz.
Die erste Diagnose lautete: Kreuzbandriss. Heute soll das rechte Knie genauer untersucht werden, doch das wird wohl nur die erste Diagnose bestätigen.
Nelson fing letztes Jahr Pässe für 1.519 Yards und 13 Touchdowns. Er ist systemrelevant, ohne Frage, aber ist er auch alternativlos?
Jain! Rodgers wird mit seinen Fähigkeiten in der Lage sein, einen anderen Receiver sehr gut aussehen zu lassen.
Und Offensive Coordinator Tom Clements wird sich Spielzüge ausdenken, bei denen man die gewiß ganz besonderen Fähigkeiten von Nelson nicht unbedingt braucht. Bisher hat es sich schon als eine gute Idee erwiesen, daß Head Coach McCarthy die Offense nicht mehr selber leitet, sondern diese Aufgabe an seinen Assistenten delegiert hat.
Pouncey hatte das Pech, daß einige Spieler auf seinem linken Bein landeten. Dabei brach sich der Center einen Knochen im Knöchel und muß sehr wahrscheinlich operiert werden.
Das Endergebnis von 24:19 für Pittsburgh dürfte da niemanden interessieren.

Die Bills, die Texans und jetzt die Titans. Sie fragen sich: „Wer soll unser Quarterback Nr. 1 werden?“
Während Buffalo und Houston sich die Frage stellen, weil keiner ihrer Kandidaten so wirklich NFL-tauglich ist, sieht das bei den Titans anders aus. Hier sieht es nach zwei Testspielen so aus, als könnten zwei Quarterbacks den Starterposten erobern.
Sowohl Rookie Marcus Mariota als auch der seit einigen Jahren bei den Titans spielende Zack Mettenberger sahen gut aus.
Natürlich, wie immer, Preseasonspiele haben keine große Aussagekraft und wenn es dann auch noch gegen die Rams geht, verringert sich die Aussagekraft noch weiter, aber Mariota blieb fehlerfrei. 5 von 8 für 59 Yards lautet seine Bilanz mit einem möglichen Touchdown, wenn Running Back Dexter McCluster einen Siebenyardspass von Mariota in der Endzone hätte festhalten können.
Mettenberger kam auf 7 von 9 für 91 Yards und 1 Touchdown.
Auch der dritte Mann, Alex Tanney, kam auf 7 von 9 für 105 Yards und 1 Touchdown.
Quarterback Nick Foles, den die Rams von den Eagles bekamen für ihren dauerverletzten Sam Bradford, spielte nur kurz. Er vervollständigte 3 seiner 7 Pässe für 18 Yards und leistet sich eine Interception.
So verhagelten die Titans Rams Head Coach Jeff Fisher seine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte und gewannen mit 27:14.

Die Cowboys setzten ihre Starter nur kurz der Verletzungsgefahr auf dem löchrigen Rasen im Stadion der 49ers aus.
So kam Quarterback Tony Romo zu der eigenartigen Bilanz von 1 aus 1 für –1 Yard.
Bei den Running Backs spielte John Randle doch, obwohl er eine Brustmuskelverletzung hat. Er lief sieben mal für 30 Yards. McFadden brachte es mit drei Läufen auf vier Yards. Sehr aussagekräftig ist das nicht.
Die 49ers spielten nicht wie ein Team, das viel Abgänge und einen neuen Head Coach zu verkraften hat. Sie trumpften gegen die Ersatzleute der Cowboys auf und machten ihren Fans Mut.
Besonders Jarryd Hayne bereitete den Fans wieder viel Spaß. Der EX-Rugbystar aus Australien trug Punts über 27, 34 und 23 Yards zurück.
Sollte er es nicht als Running Back in den Kader schaffen, dann vielleicht in den Special Teams.
Dallas hatte so etwas wie einen freien Tag, so kam San Francisco zu einem leichten 23:6 Sieg.

Kurzberichte
Die Patriots haben so große Sorgen auf der Wide Receiver Position, daß sie einen Dinosaurier zum Probetraining eingeladen haben.
EX-Colts Wide Receiver Reggie Wayne soll von den Pats getestet werden und sich einer Gesundheitsuntersuchung unterziehen.
14 Jahre spielte Wayne für Indianapolis, bevor er nach einem Kreuzbandriss nicht mehr zu seiner gewohnten Form fand.
Ob er demnächst Pässe von Tom Brady fangen wird, ist aber doch fraglich.

Redskins Quarterback Robert Griffin III durfte wieder trainieren.
Nur drei Tage nach seiner Gehirnerschütterung, die er sich gegen Detroit zuzog, gaben die Ärzte ihm grünes Licht.

Falcons Wide Receiver Roddy White muß an einem Ellenbogen operiert werden. Ihm sollen einige lose Partikel entfernt werden.
Dennoch soll er am ersten Spieltag einsatzbereit sein.

Sonntag, 23. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 2 - Teil 3
bradford-sam-eaglesEs ist eine Quarterback –lastige Liga und deshalb stehen diese Spieler auch heute im Mittelpunkt der Spielberichte.
Beginnen wir mit Sam Bradford (Bild). Der dauerverletzte Quarterback der Eagles hatte seinen ersten Einsatz und wurde sofort gemein und billig von Terrell Suggs attackiert. Bradford kommt gerade von einer schweren Knieverletzung zurück und der Outside Linebacker der Ravens nahm bereits im sechsten Spielzug die Knie Bradfords absichtlich ins Visier.
Bradford konnte den Ball noch an seinen Running Back abgeben, bevor er den Hit einstecken mußte.
Suggs bekam eine 15 Yards Strafe wegen übertriebener Härte.
Man kann von Glück sagen, daß dieser hundsgemeine Angriff für den Quarterback ohne Folgen blieb. Bradford ist davon überzeugt, daß Suggs es mit voller Absicht auf seine Knie abgesehen hatte. Der bestreitet das natürlich, was auch sonst?
Dennoch bleibt nur zu sagen: „Terrell Sucks.“
Zwei Spielzüge später kassierte Bradford einen legalen Hit von Brandon Williams, der dem Quarterback eine blutende Lippe bescherte.
Bradford schüttelte auch das ab und machte seine Sache gut. Er warf in seinem Kurzeinsatz fünf Pässe von denen drei ankamen für 35 Yards.
Mark Sanchez und Matt Barkley lieferten sich erneut ein Kopf an Kopf Duell um den Platz des ersten Ersatzmanns, bevor Tim Tebow wieder Tim Tebow war.
Running Back DeMarco Murray gab sein Debüt in Eagles Uniform und erzielte auch gleich einen Touchdown.
Bei den Ravens zeigte sich erneut, daß Quarterback Joe Flacco nur so gut ist, wie seine Receiver. Seine Bilanz: 3 von 7 für 23 Yards NULL Touchdowns und ZWEI Interceptions.
Das Ergebnis von 40:17 für Philadelphia ist zwar nicht wichtig, in dieser Höhe aber doch erwähnenswert.

Auch bei den Cardinals steht ein startender Quarterback auf dem Platz, der frisch von einer Knieoperation zurückkommt. Auch Carson Palmer machte seine Sache gut.
Wenn er nicht die dicke Stütze an seinem linken Knie hätte, würde man gar nicht merken, daß er operiert wurde.
Während Palmer sieben Pässe warf, von denen drei für 88 Yards und 1 Touchdown ankamen, spielte Philip Rivers bei den Chargers nicht. Hier sollten die Ersatzleute Sorensen und Clemens zeigen, was sie können, und sie sahen nicht schlecht aus.

Bei den Broncos bekam Peyton Manning die Offense nicht in die Gänge. Er blieb für vier Serien auf dem Platz und alle vier Serien endeten mit Punts.
Erst als Brock Osweiler mit den Ersatzleuten gegen die Ersatzleute der Texans spielte, konnte Denver First Downs erzielen.
Bei den Texans verflog alle Hoffnung, die die beiden Quarterback Darsteller im ersten Testspiel aufbauten.
Weder Hoyer noch Mallett überzeugten. Erst der dritte Mann, Tom Savage, sorgte für Bewegung. Die Running Backs konnten überhaupt keine Akzente setzen.
Die Bilanzen im Einzelnen.
Denver
Manning: 8 von 14 für 52 Yards
Osweiler 7 von 16 für 121 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Houston
Savage: 15 von 24 für 168 Yards
Hoyer 7 von 11 für 52 Yards
Mallett 5 von 7 für 23 Yards.

Letztes Jahr ließ Saints Rookie Receiver Brandin Cooks aufblitzen, daß eine Menge in ihm steckt. Dieses Jahr tritt er den Beweis an, daß Quarterback Brees sich auf ihn verlassen kann.
Cooks fing alle vier Pässe, die für ihn bestimmt waren, für 117 Yards darunter 1 Touchdown über 45 Yards.
Ruck-Zuck stand es 21:0 für New Orleans gegen New England.
Die Startformationen der Saints waren denen der Patriots in allen Belangen überlegen.
Nachdem Tom Brady fünf Pässe für die Patriots geworfen hatte, von denen 2 für 13 Yards ankamen, galoppierte Garoppolo auf den Platz und machte Hoffnung, falls der Richter in New York eventuell doch die ungerechtfertigte Strafe der NFL gegen Brady aufrechterhalten sollte.
Er vervollständigte 28 seiner 33 Pässe für 269 Yards, 1 Touchdown, bei 1 Interception.
Das sah gar nicht mal so schlecht aus. Brady spielte immerhin drei Serien und konnte nicht einen First Down rausholen.

Eli Manning verlangt, der bestbezahlte Spieler aller Zeiten zu werden.
Ist die Bilanz von 4 aus 14 für 46 Yards, auch wenn sie nur in einem Testspiel zustande kamen, da ein Beleg dafür, das viele Geld nicht nur zu bekommen, sondern zu verdienen?
Immerhin waren die Gegner nur die Jaguars, da ist eine bessere Bilanz ganz einfach Pflicht.
Ryan Nassib machte seine Sache nach Manning etwas besser. Er vervollständigte 19 seiner 35 Pässe für 217 Yards und 1 Touchdown. Diese Bilanz erwartet man ganz einfach gegen die Jaguars.
Jaguars Quarterback Blake Bortles hatte große Probleme gegen eine Defense der Giants, in der kaum ein Starter stand. Er beendete das Spiel mit 8 von 16 für 98 Yards.
Als wenn die Giants nicht bereits genug Ausfälle hätten, zog sich Linebacker Mark Herzlich eine Gehirnerschütterung zu, Linebacker Jon Beason verdrehte sich ein Knie und Safety Justin Currie verletzte sich ernsthaft an einem Knöchel.

Dolphins Quarterback Ryan Tannehill traf schnelle Entscheidungen und sezierte die Defense der Panthers. Er vervollständigte 12 seiner 15 Pässe für 102 Yards und 1 Touchdown.
Die schnellen Entscheidungen waren notwendig, weil seine Line sehr löchrig war. Tannehill konnte das gut kompensieren.
Und daß auf die Panthers Fans schwere Zeiten zukommen, das steht ja fest. Der Ausfall von Wide Receiver Kelvin Benjamin ist kaum zu verkraften. So hatte Cam Newton auch sichtbare Probleme, seine Pässe anzubringen. Er ist ja eh kein begnadeter Passer, wie seine Trainer vor dieser Saison erschrocken festgestellt haben.
4 von 10 für 42 Yards und 1 Interception sprechen eine deutliche Sprache.
Doch damit nicht genug, denn eine weitere schwere Verletzung schwächte die Panthers. Defensive End Frank Alexander zog sich einen Achillessehnenriss zu und für ihn ist die Saison beendet. Center Ryan Kalili verletzte sich am linken Knie. Sein Status ist noch ungewiß.

War das etwa Jay Cutler?
Dieser Typ in Bears Uniform, der 8 seiner 9 Pässe für 69 Yards an den eigenen Mann brachte?
Cutler soll vom neuen Offensive Coordinator nicht in Bedrängnis gebracht werden. Bei dritten Versuchen und lang lassen die Bears die Running Backs ran. Vertrauen in den tiefen Paß von Cutler haben sie nicht.
Bei den Colts ließ die Line Quarterback Andrew Luck zunächst im Stich. Das legte sich allerdings, doch besonders vertrauensbildend sah das nicht aus.
Der Eindruck aus dem ersten Tesstspiel der Colts, daß die Defense noch sehr, sehr viel Arbeit hat, bestätigte sich gegen Chicago.

Samstag, 22. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 2 - Teil 2
ryan-matt11J.E.T.S., Yes, Yes, Yes
Guck mal, wer gewonnen hat. Die Jets konnten die Atlanta Falcons im zweiten Vorbereitungsspiel schlagen.
Die erste Garnitur der Falcons Offense hatte keine Probleme gegen die Jets Defense, die in dieser Saison eigentlich das Team vor dem totalen Absturz bewahren soll. Die anderen Mannschaftsteile Atlantas können da nicht mithalten.
Quarterback Matt Ryan (Bild) spielte zwei Serien und führte die Falcons beide male in die Endzone. Er erzielte eine perfekte Passerwertung mit 158,3 Punkten. Er vervollständigte 4 seiner 5 Pässe für 75 Yards und 1 Touchdown.
Die Jets kamen erst in Tritt, als die Starter der Falcons ihren Arbeitstag Mitte des zweiten Viertels beendet hatten. Da kam die Defense zu einem Erfolgserlebnis, als sie einen Safety erzielen konnte.
Jets Quarterback Ryan Fitzpatrick spielte sechs Serien und vervollständigte 13 von 19 Pässen für 118 Yards. Sein Ersatzmann Bryce Petty konnte einen Touchdown erzielen und hatte eine Bilanz von 12 aus 19 für 168 Yards.
Die Jets müssen noch ein wenig an ihrer Disziplin arbeiten (wem sag ich das?), denn alleine in der ersten Halbzeit kassierten sie 10 Strafen. Atlanta kam nur auf sechs insgesamt.
Am Ende hieß es dann 30:22 für die New Yorker. Die bezahlten den bedeutungslosen Sieg aber teuer. Wide Receiver Shaq Evans verletzte sich am Rücken. Wide Receiver Jeremy Kerley, Running Back Daryl Richardson und Safety Durell Eskridge zogen sich Gehirnerschütterungen zu.

Im zweiten Spiel der Nacht versuchte Chiefs Quarterback Alex Smith weiter sein hohes Gehalt zu rechtfertigen. Erwartungsgemäß ging das mal wieder leicht daneben. Zwar konnte er einen Touchdownpass werfen, leistete sich aber auch einen Interception, den Seahawks Linebacker Bobby Wagner über 25 Yards zum Touchdown zurücktrug. 11 seiner 18 Pässe kamen an, für 81 Yards.
Seattle hatte Probleme, Ordnung in die neu zusammengestellte O-Line zu bekommen. Wäre Quarterback Russell Wilson nicht so unglaublich mobil, hätte er wohl genau so oft unter Verteidigern gelegen, wie der unmobile Robert Griffin III von den Redskins am Tag zuvor.
Wilson machte seine Sache aber sehr viel besser, entkam den anstürmenden Verteidigern ein ums andere Mal und kam so auf eine Bilanz von 9 aus 15 für 78 Yards. Im Verlauf des Spiels funktionierte die O-Line immer besser, als die Starter der Chiefs nur noch zusahen.
Am Ende gewann Kansas City mit 14:13 und bescherte den Seahawks die zweite Niederlage im zweiten Testspiel.
Chiefs Linebacker Dee Ford brach sich eine Rippe.

Kurzberichte
Die Giants werden den Mann(ing) wohl bezahlen müssen.
Eli Manning soll ja gesagt haben, daß er nur einen Vertrag unterschreibt, der ihn zum bestbezahlten Spieler der NFL macht. Manning selber stritt ab, diese Aussage gemacht zu haben.
Doch egal, denn wenn die Giants den Quarterback halten wollen, wird er fast automatisch der bestbezahlte Spieler der Liga.
Wenn Manning keinen Vertrag unterschreibt, und die Giants ihn 2016 zum Franchise Player machen sollten, dann würden ihm $23,7 Millionen zustehen. Das wären dann mehr, als die $22 Millionen, die Aaron Rodgers von den Packers bekommt.
Ein neuer Vertrag dürfte kaum unter dieser Summe liegen, also ist es eher möglich als nicht, daß Eli Manning vielleicht nächstes Jahr der bestbezahlte Spieler der NFL werden könnte.

Aaron Rodgers ist froh, daß er endlich wieder so spielen kann, wie er möchte.
Den Quarterback der Packers plagte in den Playoffs eine Wadenverletzung. Die ist er endlich los, und er hat seine volle Beweglichkeit wieder.
Jetzt, so meinte er strahlend, könne er endlich wieder aus der Pocket rauslaufen und den Verteidigern entkommen.

Vor ihrem Spiel im neuen Stadion der 49ers haben die Cowboys Angst um die Gesundheit ihrer Spieler. Der Belag des Stadions ist, man kann es nicht anders sagen, unter aller Sau.
Teambesitzer Jerry Jones hätte zwar gerne gesehen, wie seine Starter in Form sind, aber nachdem er den löchrigen Rasen gesehen hatte, bat er seinen Head Coach, die Starter möglichst nicht einzusetzen.
49ers Head Coach Jim Tomsula hat einige Trainingseinheiten an andere Orte verlegen lassen, die eigentlich im Stadion vor Publikum hätten abgehalten werden sollen.
Das Problem mit dem miesen Rasen ist kein neues, denn das existiert, seit das Stadion letztes Jahr eröffnet wurde.
Seitdem ist der Belag schon einige Male ausgetauscht worden, anscheinend ohne, daß es etwas nutzte.
Es bleibt jetzt abzuwarten, inwieweit die Wächter des Rasens bis Sonntagabend den Platz bespielbar machen können.

Da überlegt man, wie lange Cowboys Running Back Darren McFadden mal ohne Verletzung bleibt, da erwischt es den anderen.
Bei Joseph Randle verschlimmerte sich eine Brustmuskelverletzung, an der der Running Back leidet.
Wie lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Die Bills werden etwa vier Wochen auf Chris Hogan verzichten müssen. Der Wide Receiver überdehnte sich gegen die Browns ein Knie.

Die Steelers werden unbestimmte Zeit auf Senquez Golson verzichten müssen. Der Cornerback wurde am Freitag an einer Schulter operiert.

Den Redskins gehen die Tight Ends aus. Sie verloren Niles Paul und Logan Paulson kurz hintereinander mit saisonbeendenden Verletzungen.
Deshalb holten sie sich Derek Carrier von den 49ers.
San Francisco bekommt dafür die Wahlmöglichkeit der Redskins in der fünften Runde der nächsten Draft.

Redskins Ersatz- Linebacker Adam Hayward zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Für ihn ist die Saison beendet.

Freitag, 21. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 2 - Teil 1
gruden-jay3Nachdem Redskins Quarterback Robert Griffin III mit einer Gehirnerschütterung den Platz verlassen mußte, fragte man sich, warum Head Coach Jay Gruden (Bild) seinen Quarterback verheizen wollte?
Er hat doch gesehen, daß das, was bei anderen Teams eine O-Line ist, bei den Redskins eine Oh weh-Line war. Nicht nur, daß die Typen vor Griffin III nicht in der Lage waren, die Verteidiger der Lions auch nur zu bremsen, geschweige denn aufzuhalten, machte es eher den Eindruck, als hätten sie Einladungskarten an ihre Gegenspieler verschickt.
RG3 hatte keine andere Chance, als nur die, um sein Leben zu laufen. Acht mal ließ er sich zurückfallen, um zu passen. Dabei kassierte er sechs Hits, wurde dreimal gesackt und verlor zweimal den Ball.
Zu der Gehirnerschütterung zog sich Griffin III auch noch eine Nervenquetschung in einer Schulter zu. Da Griffin III sich selber als besten Quarterback der NFL bezeichnet, müßte er wohl das Team wechseln, um das beweisen zu können. Oder aber er lernt, wie man Verteidiger erkennt, die durch die Line brechen könnten. Oder aber er lernt, den Ball früher zu passen. Oder aber er lernt, den Ball einfach wegzuwerfen. Oder aber er lernt, den Ball festzuhalten. Bei dem Spielzug bei dem er sich verletzte, ließ er den Ball einfach so fallen.
Es könnte also tatsächlich auch an RG3 liegen. Aber dann wäre er ja gar nicht der beste Quarterback der Liga. Geht also nicht.
Jetzt muß der Quarterback der Redskins das Gehirnerschütterungsprotokoll durchlaufen und es ist fraglich, wann er wieder eingesetzt werden darf.
In den sozialen Medien stellen viele die Frage, ob Redskins Head Coach Gruden sich auf die Art und Weise, wir er Griffin III im Feuer gelassen hat, von ihm entledigen will?
Und Fragen wird ja wohl erlaubt sein.
Detroits Defense ist auf einem guten Weg und könnte dem Team den Weg in die Playoffs ebnen.

Über dem Spiel der Bills in Cleveland hingen ja kilometerhohe Fragezeichen, die Quarterbacks beider Teams betreffend.
Diese Fragezeichen waren nach dem Spiel etwas kleiner.
Browns Quarterback Johnny Manziel spielte gut. Immer noch nicht so gut, daß man ihn als Starter proklamieren sollte, aber zum Vorjahr verbietet sich jeder Vergleich. Manziel scheint seine Lektion tatsächlich gelernt zu haben und er möchte nicht mehr als Lachnummer gelten.
McCowns Bilanz: 7 von 10 für 57 Yards, 0 Touchdowns, 2 Interceptions.
Manziel: 10 von 18 für 118 Yards, 1 Touchdown, 0 Interception.
Die Kluft verringert sich, da McCown die nötige Spielübersicht vermissen läßt.
Bei den Bills hatte der Mann die beste Bilanz, den fast niemand mehr auf der Karte hat. Zwar spielte EJ Manuel nur gegen die Anwärter der Browns Defense, aber seine Mitspieler gehörten ja auch zur 2. und 3. Garnitur der Bills.
Manuels Bilanz: 9 von 14 für 111 Yards und 1 Touchdown.
Tyrod Taylor, der als Starter auflief: 7 von 10 für 65 Yards, vier Läufe für 41 Yards.
Cassel war zwar in Montur, wurde aber nicht eingesetzt.

Kurzberichte
Der ehemalige NFL Quarterback Erik Kramer hat einen Selbstmordversuch überlebt.
Der 50-jährige hat sich in einem Hotel in Calabasas, California, versucht durch einen Schuß zu töten.
Wohin er sich geschossen hat, und wie sein Zustand genau ist, wurde noch nicht bekanntgegeben.
Seit sein damals 18 Jahre alter Sohn vor vier Jahren an einer Überdosis Heroin starb, litt Kramer an Depressionen. Die, so sagte seine Ex-Frau, hätten vor Allem mit Kopfverletzungen zu tun, die er sich in seiner Zeit in der NFL zugezogen hatte.
Kramer spielte 13 Jahre professionellen Football und durchlief die Stationen Atlanta Falcons (1987), Calgary Stampeders (1988–1990), Detroit Lions (1991–1993), Chicago Bears (1994–1998) und San Diego Chargers (1999).

„Ich weiß nicht, wer das aufgebracht hat, daß ich der bestbezahlte Spieler der NFL werden möchte,“ sagte Eli Manning einen Tag, nachdem das Gerücht aufgekommen war.
Philip Rivers und Ben Roethlisberger kamen im selben Jahr in die Liga, wie Manning. Beider verdienen zur Zeit mehr als Manning, ja, sogar Rivers, der keinen Ring vorzuweisen hat. Big Ben und Manning haben beide bereits zwei.
Eine Gehaltserhöhung für Manning ist also angebracht, aber ihn zum bestbezahlten Spieler der Liga zu machen wäre nicht angebracht.
Gut, daß er das ja auch gar nicht will.

Als Corey Peters humpelnd unter Schmerzen den Trainingsplatz verließ, ahnte man es schon.
Genauere Untersuchungen brachten die Gewißheit, der Left Guard der Cardinals hat eine gerissene Achillessehne. Damit ist die Saison für ihn gelaufen.

Die Broncos setzten Defensive Tackle Marvin Austin mit einer Leistenverletzung auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler.

Steelers Wide Receiver David Nelson hat eine Schulterverletzung, die ernsthafter Natur sein könnte. Genauere Untersuchungen sollen ergeben, wie schwer er verletzt ist.

Die Cowboys feuerten Lache Seastrunk. Er gehörte zu den Running Backs, die vom Team getestet wurden.
Er hat den Test wohl nicht bestanden.
Darren McFadden, der momentan zufällig mal nicht verletzt ist, sagte, daß er sich die Spielzüge mit Joseph Randle teilen wird.
Es käme ihm nicht darauf an, wer der Nr. 1 Running Back der Cowboys wäre, sondern es wäre wichtig, daß das Team gewinnt, meinte er. Und dafür wolle er 110% geben.
Na, mal sehen, wie lange das gutgeht?

In Tampa Bay will Head Coach Lovie Smith die defensiven Spielzüge ansagen.
Ob er damit eine zweite 2-14 Saison verhindern kann, darf man bezweifeln.

Donnerstag, 20. August 2015

Deflategate geht jetzt wohl bald die Luft aus (hoffentlich)
brady vs goodellDoch vorher gibt es dazu halt noch ein bißchen was zu sagen. So meinte Richard Sherman, daß man Tom Brady unfair behandelt.
Der Cornerback der Seattle Seahawks wundert sich, daß man ein Individuum härter bestraft, als eine Organisation.
Verglichen zu der einen Million Dollar, die die Patriots für die angeblich luftleeren Bälle bezahlen muß, wären die $2 Millionen, die Brady für eine Sperre von vier Spielen an Gehalt wegfallen würden, doch sehr unverhältnismäßig, meinte Sherman. Das müßte doch einige Warnsignale aufleuchten lassen, doch niemand würde darüber reden, sagte der Cornerback.
Sherman ist einfach nur perplex, daß diese Sache die ganze Zeit zwischen den Saisons beherrscht hat. Am Ende hätte diese Sache doch nur minimalen Auswirkungen auf die Saison gehabt und minimalen Einfluß auf die Regeln. Für Sherman ist das Ganze eine kleine Störung.
Sagt der Starverteidiger des Teams, das gegen die Patriots im letzten Super Bowl knapp den Kürzeren zog.
Was sagt denn Richter Berman?
Der sah gestern die Anwälte der zerstrittenen Parteien wieder vor sich und grillte den Vertreter der NFL.
„Warum haben Sie Mr. Jeff Pash, der der Justitiar der Liga ist, nicht an Mr. Bradys Berufungsverhandlung am 23. Juni teilnehmen lassen?“ wollte Berman von NFL Anwalt Nash wissen.
„Die Gewerkschaft hat dieses Thema aufgebracht,“ erwiderte Nash. „Commissioner Goodell urteilte, daß er kein relevanter Zeuge war.“
„Aber er hat den Wells Report überarbeitet und mitverfasst,“ unterbrach der Richter den Anwalt. „Er ist ein Anwalt. Er ist eine Führungskraft unter den Ligamitarbeitern. Warum war er nicht geladen?“
Nashs Antwort im vollen Wortlaut: „...“
Doch Richter Berman bohrte weiter: „Wie konnte Mr. Goodell seine vier Spiele Sperre aufrechterhalten für das Luftauslassen aus Bällen, im Vergleich zu Spielern, die leistungssteigernde Drogen nehmen, deren Strafen aber reduziert wurden?“
Nash: „Mr. Goodell fand, daß das Luftablassen der Bälle, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, sich nachteilig auf die Liga ausgewirkt hat. Das Urteil betrifft die Integrität des Spiels.“
Berman: „Damit habe ich ein kleines Problem. Beides wirkt sich doch nachteilig auf die Integrität des Spiels aus.“
Und wieder blieb Nash eine Antwort schuldig.
Und obwohl Brady eher nicht schuldig ist, hat sich sein Lager eine Strategie ausgedacht, die sie anwenden will, wenn die Sache eine negative Wendung für sie nehmen sollte. Denn obwohl der Richter gestern die NFL hat auflaufen lassen, heißt das nicht, daß er Brady davonkommen lassen will.
Für den Fall soll sich Brady bereit erklären, eine Strafe für das Nichtmitwirken an den Untersuchungen von Tom Wells zu akzeptieren.
Lieber Unschuldig sein, und sich auf ein minderes Vergehen schuldig bekennen, als Unschuldig sein, und trotzdem die Höchststrafe zu bekommen.
Das ist eine gerade in den USA übliche Vorgehensweise, wenn es dem Angeklagten nicht gelingt, seine Unschuld zu beweisen. Und hier auch, wie ich am eigenen Leib erfahren habe. Denn es ist längst nicht wirklich so, daß die Schuld bewiesen werden muß. Eher muß man darum kämpfen, seine Unschuld zu beweisen.
Die NFLPA hofft, daß Brady mit zwei Spielen Sperre davon kommen könnte, wenn der Richter sich auf den Handel einläßt. Brady allerdings will keine Suspendierung akzeptieren, sondern höchstens eine Geldstrafe.
Nach dem gestrigen Tag war die Mannschaft um Brady allerdings zuerst mal in Feierlaune. Für sie war es einfach zu schön mit anzusehen, wie der Richter die NFL bloßstellte.
Berman will auch weiterhin, daß die Parteien einen Kompromiß aushandeln, doch Goodell ist zu stur. Ein Gütegespräch zwischen ihm und Brady am Dienstag endete ergebnislos. Goodell besteht darauf, daß sein Wille geschehe. Ein Wunsch, der für einen Mann in dieser allmächtigen Position nicht ungewöhnlich ist.
Die NFLPA hat durchblicken lassen, daß auch sie nach der gestrigen Anhörung kein großes Interesse an einem Kompromiß mehr hat.
Für den 31. August hat Richter Berman Brady und Goodell wieder vorgeladen. Daß bis zum 4. September ein Urteil gefällt werden soll, ist weiter Stand der Dinge. Wetten würde ich darauf aber nicht.

Kurzberichte
Stehen die gemeinsamen Trainingseinheiten zweier Teams vor dem Aus?
Noch sind die Befürworter dieser gemeinsamen Trainingseinheiten in der Mehrzahl, doch nach den vielen Schubsereien und sogar Prügeleien, die es dieses Jahr bei diesen Veranstaltungen gegeben hat, könnte sich das ändern.
Ein Schlag eines Rams Spielers auf die 12 von Cowboys Wide Receiver Dez Bryant am Dienstag beendete das auch bis dahin schon nicht sehr freundschaftlich verlaufene Training der beiden Teams.
Und auch von anderen Plätzen wurden Vorfälle gemeldet. So kam es zu einem Faustkampf zwischen Dolphins Defensive End Olivier Vernon und Panthers Tackle Michael Oher.
Auch die Ravens und die Eagles schubsten sich ziemlich rum, ohne daß die Lage dort allerdings eskalierte.
Natürlich gibt es auch genug Beispiele, die beweisen, daß es sehr wohl auch ohne ein Übermaß an Aggressivität abgehen kann. Die Saints und die Patriots, Giants und Bengals, sie trainieren gemeinsam, ohne sich zu kloppen.
Ich glaube deshalb, daß es auch nächstes Jahr wieder zu gemeinsamen Trainingseinheiten kommen wird.
Sehr wahrscheinlich wird die NFL dann einen Strafenkatalog für Kämpfe während des Trainings ausgearbeitet haben.

Und wieder trudelten Horrormeldungen über schwere Verletzungen herein.
Die Knie, immer wieder erweist dieser Körperteil als wenig tauglich für American Football. Diese Erfahrung mußte auch Louis Delmas machen.
Der Safety der Dolphins zog sich zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss zu. Das ist leider dann auch für ihn das Ende der Saison, bevor sie begann.

Panthers Wide Receiver Kelvin Benjamin zog sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Die Verletzung ereignete sich beim Training gegen die Dolphins, jedoch ohne eine Fremdbeteiligung.
Damit ist die Saison 2015 für den Top-Receiver der Panthers beendet.

Auch Cardinals Left Guard Mike Lupati erwischte es am linken Knie. Doch er soll nach einer nötigen Operation nur sechs bis acht Wochen ausfallen.
Auch Right Guard Bobby Massie könnte drei Wochen ausfallen. Er fuhr unter Alkoholeinfluß Auto und wurde für drei Spiele gesperrt. Massie hat Berufung gegen die Länge der Sperre eingelegt, und da er nur Menschenleben gefährdete und nicht die Integrität des Spiels, könnte die Strafe reduziert werden.
Nose Tackle Corey Peters mußte das Training abbrechen, weil er Schmerzen im unteren linken Bein hatte. Er wird heute gründlich untersucht.

Bei den Raiders brach sich Wide Receiver Andre Holmes eine Hand. Er wird etwa drei bis vier Wochen ausfallen.

Aufatmen dagegen bei den Bills. Von dort heißt es, daß Running Back LeSean McCoy seinen Oberschenkel schonen muß, daß er aber zum Saisonauftakt einsatzbereit sein wird.

Mittwoch, 19. August 2015

Kurzberichte
bryant-dez2Das gemeinsame Training der Rams und der Cowboys artete in eine zünftige Prügelei aus.
Nicht nur, daß sämtliche Ersatzbänke auf einen Schlag geleert wurden und alle kräftig mitmischten, nein, auch Dez Bryant (Bild), der ganze zwei Plätze weiter in einem Gespräch mit Jerry Jones war, spurtete los, um auch noch ein paar Böcke zu schlagen. Allerdings heißt es, daß er sich kräftig eine eingefangen hat.
Ob Teambesitzer Jones glücklich darüber war, daß sein Star- Receiver, der wegen eines angeschlagenen Oberschenkels geschont wird, losrannte, um sich zu kloppen, darf man bezweifeln.
Das war bereits die zweite Schlägerei des Tages, und die Head Coaches Fisher und Garrett entschieden sich, das Training abzubrechen.

Kam Chancellor findet nichts dabei, sein Team zu schwächen.
Der Safety hat einen Vertrag über vier Jahre und $28 Millionen, der noch drei Jahre läuft. Dennoch bestreikt Chancellor das Trainingslager und verlangt mehr Geld.
Geben die Seahawks der Erpressung nach, öffnen sie Tür und Tor für andere langfristig verpflichtete Spieler, die nach kurzer Zeit denken, daß sie unterbezahlt wären.
Diesen Spielern könnte es, wie auch Chancellor, egal sein, ob sie einen weiteren Super Bowl gewinnen. Sie denken nur an ihr eh schon üppig gefülltes Konto.
Und wo soll das Geld unter der Gehaltsobergrenze herkommen, denn Quarterback Wilson kassiert ja bereits knapp ein Siebtel dieses Geldes ab.
10 Spieler Seattles kassieren $97 Millionen der zur Verfügung stehenden $143 Millionen. Da bleibt für die andere knapp 50 nicht mehr furchtbar viel übrig.
Die Seahawks können Chancellor für jeden Tag, den er dem Training fernbleibt, $30.000 abknöpfen und sie können ein Viertel seines Unterschriftenbonus von einer Million Dollar zurückfordern.
Chancellor läßt sich von Teamkollegen die neuesten Trainingsvideos zuschicken und spricht viel mit ihnen, um nicht ganz den Kontakt zu verlieren.
Eine echte Alternative zu richtigem Training ist das eher nicht.

Eigentlich war vorgesehen, daß Tom Brady und Roger Goodell heute wieder an den Anhörungen vor Richter Berman zu erscheinen haben.
Das hat sich geändert.
Brady war gestern noch mal in New York um einen Kompromiß zu finden, flog aber erfolglos wieder ab. Der Richter hob die Verpflichtung der beiden, heute anwesend zu sein, auf.
Ob Roger Goodell an der Anhörung teilnimmt, steht noch nicht fest.

Hatten wir das nicht letztens schon bei den Texans?
Die Bills stehen ohne echten Quarterback da und setzen verstärkt auf das Laufspiel. Der Plan bekam gestern einen Knacks, denn Running Back LeSean McCoy verließ den Platz humpelnd weil er sich am linken Oberschenkel verletzte.
Heute stehen Untersuchungen an, die ergeben sollen wie schwer die Verletzung ist.
Auch Percy Harvin verletzte sich nur Minuten nach McCoy. Der Wide Receiver bekam wegen Hüftschmerzen eine Plasmainjektion.

Während also ein Großteil der Offense der Bills vom Platz humpelte, sieht Head Coach Rex Ryan Fortschritte bei seinem eigentlich dritten Quarterback.
Tyrod Taylor ist auf dem besten Weg, den Starterposten in Buffalo zu erobern. Er entpuppt sich als der am Wenigsten schlechte Quarterback der untauglichen Dreifaltigkeit.
Matt Cassel hat momentan noch Position eins im Kader inne. Das scheint sich aber zu ändern.
Währenddessen spricht kaum einer mehr von EJ Manuel. Seine Zeit bei den Bills scheint sich dem Ende zuzuneigen.

Die Jets verpflichteten Quarterback Matt Flynn.
Ob er es in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Für sechs Spiele wurde Jerome Simpson suspendiert.
Der Wide Receiver der 49ers hat gegen die Drogenpolitik der NFL verstoßen.
Im September 2014 feuerten die Vikings Simpson, nachdem sie erfuhren, daß er im Juli wegen Fahrens unter Drogeneinfluß verhaftet worden war.
Die 49ers gaben ihm einen Vertrag, im Wissen, daß Simpson noch gesperrt werden würde.

Dennis Pitta kann frühestens in Woche sieben für die Ravens spielen.
Der Tight End erholt sich von einer Hüftoperation, und das Team setzte ihn auf die PUP Liste. Spieler, die auf dieser Liste der momentan nicht einsatzfähigen Spieler stehen, dürfen erst nach Woche sechs der Saison wieder mit der Mannschaft trainieren.

Dienstag, 18. August 2015

Kurzberichte
griffiniii-robert7„Ich glaube, ich bin der beste Quarterback der NFL,“ meint Redskins Quarterback RG3 über sich.
Da kann man natürlich anderer Meinung sein. Sollte Robert Griffin III (Bild) irgendwann mal wieder an die Form anknüpfen können, die er in seiner Rookiesaison zeigte, dann vielleicht.
Was er aber nach seiner schweren Knieverletzung bisher ablieferte zeigt einzig, daß es eher möglich ist als nicht, daß der Mann eventuell an immenser Selbstüberschätzung leiden könnte.
In einem Interview jedenfalls zeigte er sich überzeugt, daß er Niemandem etwas beweisen müßte. Er wüßte, daß er nicht nur der beste Quarterback der Redskins wäre, sondern auch der beste Quarterback der Liga. Im Kontrast zu seinem Spruch, daß er niemandem etwas beweisen müsse, sagte er dann aber: „Ich muß jetzt da raus gehen, und das zeigen.“
Ja was denn nun?
Muß RG3 nun etwas beweisen oder nicht?
Ja, er muß. Und zwar schnell. Denn sein alter Head Coach bei den Redskins, Mike Shanahan sagte in einem Interview, daß Kirk Cousins in vielen anderen Teams ein gesetzter Starter wäre, so gut wäre er. RG3 wäre nur deshalb noch der Starter bei den Redskins, weil er das Team so viel gekostet hätte, und das läßt Teambesitzer Daniel Snyder seinen jeweils aktuellen Head Coach wissen.
Snyder besteht darauf, daß RG3 für die Redskins startet.
Und RG3 hält das wohl für einen Vertrauensbeweis.
Aber so lange kein Head Coach sich traut, gegen seinen Brötchengeber aufzubegehren, ändert sich daran bei den Redskins nicht.

Kommen wir zu einem anderen Quarterback, der eher als nicht eventuell leichte Spuren von immenser Selbstüberschätzung zeigen könnte, kommen wir zu Eli Manning.
Getreu dem Spruch: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch kommt man weiter ohne ihr,“ hat Manning den Giants eine klare Ansage gemacht. Er möchte einfach nur der bestbezahlte Spieler der NFL werden.
Er möchte also mehr verdienen, als Aaron Rodgers und Russell Wilson.
Größenwahn?
Heute ja!
Seine beste Zeit liegt hinter ihm, in der er immerhin zwei Super Bowls gewinnen konnte und zweimal zum wertvollsten Spieler des Spiels wurde.
Die Giants würden gerne einen neuen Vertrag mit Eli noch vor Saisonbeginn unter Dach und Fach bringen, doch zwischen den Gehaltsvorstellungen der Verhandlungspartner klafft ein tiefer Abgrund.
Manning gehört zur Zeit nicht zu den Top-5 Quarterbacks der Liga und wird sehr wahrscheinlich auch nie mehr dazugehören. Ihm dann mehr zu zahlen, als dem MVP der Saison 2014 wäre glatter Wahnsinn.
Aber wir haben schon schwachsinnigere Entscheidungen erlebt, wenn es darum ging, Quarterbacks zu bezahlen.

Auch ohne den neuen Vertrag wird Eli Manning 2015 seine Pässe zu Victor Cruz werfen.
Der Wide Receiver gab bekannt, daß sein operiertes Knie wieder voll belastbar ist. Das bewies er, indem er am Sonntag voll am Training teilnahm.
Head Coach Tom Coughlin sagte aber „Nein“ zur Bitte Cruz` am Samstag gegen die Jaguars spielen zu dürfen. Erst mal will Coughlin den Rest der Woche abwarten, bevor er über einen Einsatz entscheidet.

Die Cowboys sind vorsichtig mit ihrem wertvollen Spielerpotential. Wide Receiver Dez Bryant und Tackle Tyron Smith sind leicht verletzt und nehmen nicht am Training teil.
Momentan nimmt dafür mal Running Back Darren McFadden am Training teil, der zwischen zwei Verletzungen mal aktiv sein kann.
Byron Jones, der sich an der Schulter verletzte, wird heute noch eine zweite Meinung einholen, um zu evaluieren, wie schwer seine Verletzung tatsächlich ist.

Die St. Louis Rams sind in Oxnard, California, angekommen, um gemeinsam mit den Dallas Cowboys zu trainieren.
Als sie am Trainingsgelände aus dem Bus stiegen, wurden sie von einigen tausend Menschen begrüßt, die begeistert: „L.A. Rams, L.A. Rams,“ riefen.
Ja, es hat sich rumgesprochen, daß der zweitgrößte TV-Markt der USA bald wieder ein NFL Team beheimaten könnte.
Rams Tight End Jared Cook war überrascht von der Begeisterung und konnte es gar nicht fassen, daß mehr Fans für sein Team da waren, als für Dallas.
Beim Training hieß es dann auch von den Rängen: „Wessen Haus? Rams Haus!“
Die Fans rund um Los Angeles scheinen wirklich bereit zu sein, für ein neues (altes) Team.

Die Buccaneers haben den Quarterback ihrer Zukunft, jetzt arbeiten sie daran, ihn besser zu beschützen. Deshalb verpflichteten sie eine Verstärkung für ihre O-Line, Gosder Cherilus.
Der ehemalige Right Tackle der Colts bekam einen Zweijahresvertrag über $7 Millionen.
Indianapolis feuerte Cherilus letzte Woche, weil er Probleme mit einem Knie hat.

Das erste Spiel der Buccaneers findet ohne Akeem Spence statt.
Der Defensive Tackle wurde für ein Spiel suspendiert, weil er gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen hat.

Chris Johnson hat tatsächlich einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Die Arizona Cardinals scheinen so große Not auf der Running Back Position zu haben, daß sie dem ehemaligen Titans und Jets Running Back einen Einjahresvertrag gaben.
Über die Finanzen wurde nichts mitgeteilt.

Bills Head Coach Rex Ryan gab bekannt, daß Running Back Karlos Williams ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Williams wäre am Montag mit starken Schmerzen aufgewacht. Was genau los ist, das sagte Ryan nicht.
Im Training verloren die Bills dann Ty Powell. Der Linebacker wurde mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen.

Jadeveon Clowney darf am Training der Texans teilnehmen.
Der Linebacker war letztes Jahr die absolute Nr. 1 der Draft, aber verletzungsbedingt konnte er sein Talent nicht beweisen.
Nach seiner Operation eines defekten Gelenkknorpels im Knie hofft man in Houston, daß er jetzt endlich durchstarten kann.

Terrell Suggs ist wohl nicht ganz zufrieden mit Ersatz- Quarterback Matt Schaub.
Der Linebacker der Ravens macht sich über die verunglückten Passversuche Schaubs beim Training lustig.
Als Schaub mal wieder einen Paß ins Aus warf, rief Suggs: „Alles bis auf den Paß sah gut aus.“
Schaub soll nicht sehr glücklich über die offene Kritik des Verteidigers sein, wie man seinem säuerlichen Gesichtsausdruck entnehmen konnte.
Vorher kommentierte Suggs einen Fehlpaß mit den Worten: „Deine Jungs sind die Jungs in Violett.“
Da bleibt den Ravens Fans nur die Hoffnung, daß Joe Flacco nur ja nichts passiert.

Montag, 17. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 1 - Teil 4
tebow-tim-eagleZur gewohnten Footballzeit am Sonntag um 19 Uhr gab es das letzte Vorbereitungsspiel aus Woche 1. Die Colts traten in Philadelphia an.
Colts Quarterback Andrew Luck spielte eine Serie und sah dann nur zu. Er wird erkannt haben, daß seine Defense noch sehr, sehr, sehr viel Arbeit vor sich hat, um in Saisonform zu kommen. Zu leicht ließ sie sich von Eagles Quarterback Mark Sanchez und seinen Nachfolgern auseinanderpflücken.
Die Defense der Colts wirkte, als hätte man ihnen die Luft rausgelassen.
Björn Werner hatte zwar einige gute Momente, doch ob er am ersten Spieltag in der Startformation stehen wird, dürfte noch nicht in Fels gehauen sein.
Obwohl einige Spieler beider Teams ihre Momente hatten, liest man heute in der USAmerikanischen Presse nur Tim Tebow (Bild).
Tim Tebow dies, Tim Tebow das, Tim Tebow jenes, Tim Tebow welches, Tim Tebow Touchdown, usw.
Ja, Tim Tebow hat gespielt und zwar wie... Tim Tebow, und ob seine Leistung sich noch steigern läßt, und ob er im ersten Saisonspiel noch im Kader sein wird, glaube ich nicht so ganz. Seine Bilanz von 6 aus 12 für 69 Yards und 1 Lauf- Touchdown ist etwas mager für 1½ Viertel.
Mit Sam Bradford, Mark Sanchez und Matt Barkley haben die Eagles drei Quarterbacks, die im Kader bleiben könnten. Barkley spielte von Mitte erstes bis Mitte drittes Viertel und vervollständigte 12 von 20 für 192 Yards. Er blieb ohne Touchdown und einer seiner Pässe wurde von Björn Werner abgefälscht und anschließend abgefangen. Dennoch wirkte er solider als Tebow.

Kurzberichte
Die Besucher meiner Facebookseite wissen es schon seit gestern Abend. Aber natürlich will ich es hier auch noch mal verkünden, denn: „Es ist eher möglich als nicht, daß Sport1US vielleicht doch die Saison 2015 übertragen könnte.“
Nun werden Sie sich sicher fragen, was diese schwammige Formulierung soll, und ich schäme mich auch ein bißchen, das so zu schreiben, aber heh... Wenn Goodell der Allmächtige einen Superstar auf Grund solch einer schwachsinnigen Beweisführung suspendieren kann, kann ich die Botschaft doch auch so verkünden.
Immer wieder gibt es ja Naseweise, die von jemandem wissen, der jemanden kennt, der jemanden hat sagen hören... kennt man ja. Aber dem Post auf Facebook eines gewissen Marc Bäcker möchte ich einfach glauben.
Ich zitiere inklusive Rechtschreib- und Kommatafehler: „Für alle die es interessiert. Wie ich erfahren habe, sind die Verhandlungen mit der NFL, wohl auf einem sehr guten Weg. Die Chancen, dass es die NFL weiterhin auf Sport 1US im gewohnten umfang geben wird sind mittlerweile deutlich größer als nicht. Man ist sehr bemüht, dass die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Auch das weder zapf, Berrenberg oder Büchner bei P7Max aufgetaucht sind, sondern ein Casting veranstaltet wird, zeigen in welche Richtung es geht.“
Losgehen soll es so schnell wie möglich, vielleicht schon zur zweiten Testspielwoche.
Wie gesagt, keinerlei Wahrheitsgehalt zu erkennen, aber es gibt uns Hoffnung, und die stirbt nun mal immer zuletzt.

Ärger im Paradies, oder wie nennen Jets- Fans ihr Team?
Wenn man in der Medienhauptstadt der Welt im Rampenlicht steht, wird man auf Schritt und Tritt verfolgt. So fotografierte ein Reporter der New York Post Jets Quarterback Geno Smith, wie der nur zwei Tage nach seiner Kieferoperation mit einem Freund Bälle hin- und herwarf.
Die Zeitung nahm das Foto als Titelbild, das Smith mit geschwollenem und farblich sehr interessantem Gesicht zeigte.
Head Coach Bowles soll sich sehr darüber aufgeregt haben, daß Smith sich nicht die nötige Ruhe zur Genesung gönnt.
Zu wenig Ruhe gönnten sich auch die restlichen Spieler des Teams. Nach der zweiten Schubserei beim Training am Sonntag ließ Head Coach Bowles seine Jungs fünf Strafrunden laufen, von einer Seitenauslinie zur nächsten.
Safety Calvin Pryor wurde vom Training freigestellt. Er hat einen Todesfall in der Familie und wird wohl das nächste Vorbereitungsspiel gegen Atlanta verpassen.
Wide Receiver Brandon Marshall verletzte sich am rechten Arm oder der Schulter. Genaues konnte Bowles noch nicht sagen.

Die Giants verpflichteten Brandon Meriweather.
Der 31-jährige Safety hat seit 2010 keine 16 Spiele einer Saison mehr durchgehalten, aber mehrere Ausfälle in der Giants Secondary brachten das Team in Personalnot.

Wo wir bei der Secondary sind.
Die Rams verloren EJ Gaines für die Saison. Der Cornerback zog sich eine Lisfranc-Verletzung in einem Fuß zu, die operiert werden mußte.

Die Buccaneers müssen etwa sechs Wochen ohne Demar Dotson auskommen. Der Defensive Tackle zog sich gegen die Vikings eine Zerrung im hinteren Kreuzband eines Knies zu.

Die Cowboys müssen eine Zeitlang auf Byron Jones verzichten. Ihre Nr. 1 der letzten Draft verletzte sich an einer Schulter.
Der Cornerback kollidierte beim Training mit Cornerback Morris Clayborne und blieb verletzt liegen.
Wie lange Jones ausfällt, konnte Teambesitzer Jerry Jones noch nicht sagen.

63 Yards mit fünf Läufen erzielte Jarryd Hayne für die 49ers gegen Houston.
Der Ex-Rugby Star aus Australien findet die Wandlung zum Footballspieler gar nicht so schwierig.
Head Coach Tomsula sieht Hayne als Meister im freien Raum. Doch der Ex-Rugby-Star hat noch einige Probleme, durch die Line zu kommen.
Das, so Tomsula, müsse noch besser werden.
Momentan aber sieht es so aus, als ob Hayne sich den Platz des zweiten Running Backs hinter Carlos Hyde sichern könnte.

Sonntag, 16. August 2015

Testspiele 2015 - Woche 1 - Teil 3
berry-ericBei den Cardinals war man gespannt, wie Quarterback Carson Palmer nach seiner erneuten schweren Knieverletzung auftreten würde?
Fehlerlos!
Er vervollständigte alle vier seiner Pässe für 77 Yards und führte Arizona in die Endzone.
Chiefs Quarterback Alex Smith warf in seiner ersten Serie einen Interception. Insgesamt vervollständigte er 6 seiner 10 Pässe für 42 Yards.
Sein Ersatzmann Chase Daniel warf drei Touchdowns.
Nach dem gelungenen Auftritt Palmers gegen Kansas City, gab es noch zwei erwähnenswerte Szenen.
Zunächst wurde der von seiner Krebserkrankung genesene Eric Berry (Bild) begeistert empfangen und der Safety der Chiefs hatte auch seinen Kurzauftritt.
Dann gab es eine unheimliche Begegnung der dritten Art, als die erste Kurzzeittrainerin der NFL (Dr. Jen Welter, Cardinals) und die erste Vollzeitschiedsrichterin der NFL (Sarah Thomas) sich vor dem Spiel trafen um die neuesten Backrezepte auszutauschen oder was auch immer.

Die Texans Quarterbacks machten keinen schlechten Eindruck.
Weder Brian Hoyer noch Ryan Mallett spielten wirklich schlecht gegen die 49ers. Hoyer warf in der ersten Serie der Texans einen 58 Yards Touchdown Paß und danach noch einen erfolgreichen Zweipunktepaß zur 8:0 Führung.
Noch aber hat keiner der beiden den Starterposten sicher. Im nächsten Vorbereitungsspiel wird Mallett starten, dessen Bilanz mit 10 von 11 für 90 Yards etwas besser aussieht, als Hoyers 2 von 4 für 67 Yards und 1 Touchdown.
Niners Quarterback Kaepernick warf in seiner einzigen Angriffsserie drei Pässe, von denen einer ankam, für 14 Yards.
Beide Teams setzten sehr auf die Spieler, die den Sprung in den Kader schaffen könnten. Die mutmaßlichen Starter wurden geschont.
Das Ergebnis von 23:10 für Houston ist halt ein aussageschwaches Testspielergebnis.

Warum war Jameis Winston die Nr. 1 in der Draft und Marcus Mariota die 2?
Weil Winston erst mit seinem achten Paß einen Interception warf, Mariota bereits im dritten.
OK; Zynismus beiseite, beide Frischlinge müssen lernen, lernen, lernen.
Winston hatte zuvor aber bereits einen Paß über 40 Yards zu Vincent Jackson erfolgreich angebracht.
Wie Mariota wurde auch Winston nach und nach sicherer, als das Adrenalin nicht mehr die Überhand hatte. Zudem ging es am Ende der ersten Halbzeit gegen die dritte Garnitur der Vikings, als Winston in einem No-Huddle Drive fünf seiner fünf Pässe vervollständigte und am Ende mit einem Hechtsprung in die Endzone einen Touchdown erzielte.
Alles in Allem gab es aber mehr Schatten als Licht in Winstons Debüt als Profi.
Vikings Quarterback Teddy Bridgewaters Bilanz lautet 7 von 8 für 86 Yards.
Vikings Right Tackle Phil Loadholt zog sich einen Achillessehnenriss zu und für ihn ist die Saison beendet.

Kurzberichte
Was brachte die neue Extrapunktregel, die in den Vorbereitungsspielen getestet wird?
Nun, es wurden nicht mehr 100% der Extrapunkte verwandelt. Von bisher 40 Extrapunktversuchen setzte Titans Kicker Ryan Succop einen daneben.
Ob man das als Erfolg werten kann, das wird Goodell der Allmächtige dann entscheiden.
Vielleicht segelt ja noch der ein oder andere Extrapunkt aus 33 Yards neben die Stangen. Ein wirkliches Mehr an Zweipunkteversuchen brachte die neue Regel bisher nicht. Obwohl die Testspiele doch gerade dazu einladen.

Alles im Fluß in San Diego.
Quarterback Philip Rivers unterschrieb einen Vertrag über weitere vier Jahre bei den Chargers.
In den Club der Einhundertmillionendollarquarterbacks konnte er aber nicht eintreten. Rivers erhält nur $84 Millionen, von denen allerdings satte $65 Millionen garantiert sind.

Bears Wide Receiver Kevin White kann die Saison wohl abschreiben.
Er erlitt einen Ermüdungsbruch im linken Schienbein, der operiert werden muß.

CJ Spiller hatte einen kleinen Eingriff an einem Knie.
Der Running Back der Saints soll zum ersten Saisonspiel wieder fit sein.

Nicht nur Tight End Julius Thomas brach sich eine Hand, es erwischte es auch Jaguars Safety Jonathan Cyprien.
Er brach sich im Spiel gegen Pittsburgh einen Finger an seiner rechten Hand.
Auch er soll nur die Vorbereitungsspiele verpassen.

Und die Redskins verloren einen weiteren Tight End.
Logan Paulsen hat eine Metatarsophalangeal-Verstauchung. Das ist eine Schädigung des Bindegewebes zwischen Fuß und einem der Zehen. Wenn die große Zehe beteiligt ist, wird es als "Turf Toe" bezeichnet.
Er wird am Montag operiert und für ihn ist die Saison beendet.

 

 

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