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Montag, 15. Juni 2015

Kurzberichte
harrison-james„Wir alle müssen unsere Rollen spielen,“ sagte James Harrison (Bild).
Der All-Pro Linebacker der Steelers, der letztes Jahr aus seinem Ruhestand zurückgeholt wurde, hat wieder Spaß am Job gefunden und will noch einige Jahre weiterspielen, und das mit 37 Jahren.
Da macht es ihm auch nichts aus, daß er pro Spiel nicht mehr bei 60 Spielzügen auf dem Platz stehen soll, sondern nur bei etwa 20.
Jarvis Jones und Ryan Shazier sollen den Hauptteil der Arbeit machen.
Harrison meinte zwar, daß es keinen Spaß machen würde, den Ersatzmann zu geben. Jeder wolle doch starten, doch jeder hätte auch seine Rolle zu spielen.
Harrison glaubt, daß er selbst mit 50 Jahren noch mehr als 25 Spielzüge würde bestreiten können.

Ein Sieg ist ein Sieg, auch wenn man auf dem Weg dorthin betrogen hat, oder?
Zugegeben, Patriots-Hasser werden das nicht so sehen, aber für Fans und die meisten neutralen Beobachter war aus Deflategate schnell die Luft raus.
Den Beweis ihres verdienten, oder unverdienten, Erfolgs bekamen die Patriots am Sonntag im Haus ihres Besitzers Robert Kraft überreicht. Jeder Spieler und Trainer des Super Bowl Siegers erhielt seinen Super Bowl Ring. Den Ring, es zu beweisen, ihn ewig zu zeigen.
Bei der Ring-Zeremonien-Party herrschte ausgelassen Stimmung, so wie es sich für ein Siegerteam gehört.
Am Ende waren sich alle einig: „Es ist toll, Meister zu sein.“

Vizemeister ist ein Unwort, daß man im Englischen nicht kennt.
Entweder, man ist Meister, oder „Runner-up“, „Second“, „Loser“, aber niemals nie nicht irgendein Meister.
Deshalb ist es sehr verwunderlich, daß die Colts ein Zeichen ihrer Niederlage auf einem Banner verewigt haben.
Im Stadion von Indianapolis hängt ein Stofffetzen mit der Aufschrift: „2014 Finalist“.
Das brachte den Colts einige Kritik ein. Und diese Kritik überraschte das Team.
Niemand in den USA würde jemals ein Banner mit dem klaren Hinweis auf eine Niederlage aufhängen.
Niemand?
Nun ja. Fast Niemand.
Ganz unrecht hat das Team ja nicht. Immerhin hängen nicht nur bei ihnen genügend Banner, die darauf hinweisen, daß man dann und wann die Playoffs erreicht hat. Diese AFC bzw. NFC irgendwas Meister-Banner hängen in vielen Stadien.
Deshalb verwundert es die Colts, daß man sie kritisiert, weil sie ihren Stolz zeigen, ins AFC Endspiel gekommen zu sein.
Auf Facebook machen sich unübersehbar viele Facebooker aus dem Raum Boston darüber lustig, daß die Colts ein Banner aufhängen, in dem sie ihren Stolz auf eine 7:45 Klatsche sichtbar machen.
Aber vielleicht sind die Colts ja stolz darauf, daß die Patriots betrügen mußten, um 45:7 zu gewinnen.
Auch wenn die Colts 28 der 45 Punkte in der zweiten Hälfte kassierten, als die Bälle alle den nötigen Druck hatten.
Sei es, wie auch immer, die Colts sind gewillt, den Spott, der sich über sie ergießt, zu ertragen. Zumal ähnliche Banner auch bereits in anderen Stadien hängen würden, wie man aus Indianapolis hört, sogar seit einigen Jahren im eigenen, das seit 1996 dort hängt, als sie gegen Pittsburgh verloren.
Und, liebe Fans aus dem Raum um Boston, im Stadion der Patriots hängt ein Banner, daß an die 16-0 Saison des Teams 2007 erinnert. 16-0 in der regulären Saison, aber am Ende eine Super Bowl Niederlage gegen die Giants.

Brandon Spikes wurde von der Polizei als Fahrer seines Maybach ermittelt, der nach einem Unfall verlassen auf einer Interstate aufgefunden wurde.
Am vorigen Wochenende hatte Spikes mit seinem Wagen den Wagen einer dreiköpfigen Familie touchiert, deren Insassen alle mit leichten Verletzungen im Krankenhaus behandelt wurden.
Die Polizei klagt Spikes in vier Punkten an: Fahrerflucht, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, zu schnelles Fahren und Unfähigkeit, innerhalb der markierten Linien zu bleiben.
Die Patriots hatten Spikes sofort gefeuert, nachdem sie von dem Unfall erfahren hatten, obwohl da noch nicht feststand, wer seinen Wagen gesteuert hatte.
Die Polizei ist heute sicher, daß es Spikes selber war.

Adrian Peterson spürte die Liebe, die Liebe der Bewohner Palästinas, oder besser, seiner Heimatstadt Palestine, Texas.
Dort wurde der „Adrian Peterson Tag“ veranstaltet, zu Ehren des Running Backs der Minnesota Vikings.
Von Ressentiments gegen Peterson, der vor Gericht stand, weil er einen seiner Söhne mit einem Zweig geschlagen hatte, war auch nicht Ansatzweise etwas zu spüren.
Peterson meinte sogar, daß einige Reden und Aufmerksamkeiten etwas zu positiv waren. Das hätte sich von den acht vorherigen „Adrian Peterson Tagen“ unterschieden.
So stand die neunte Ausgabe auch unter dem Motto: „Wir stehen hinter Dir,“ und das spürte man.

15 Minuten brauchte eine Jury, um Vikings Defensive Tackle Tom Johnson freizusprechen.
Der war am 5. Oktober 2014 vor einem Restaurant in der Innenstadt von Minneapolis festgenommen worden. Die Anklage lautete auf widerrechtliches Betreten, ungebührliches Benehmen, Gewaltanwendung und gewaltsame Widersetzung der Verhaftung.
Die Polizei benutzte eine chemische Keule und einen Elektroschocker, um Johnson festnehmen zu können.
Die Videoaufnahmen von Johnsons Handy wurden als Beweis für die Verteidigung zugelassen. Darauf war zu sehen, daß die Polizei bei ihrer Festnahme weit gewalttätiger vorgegangen war, als es nötig gewesen wäre.
Die Polizei in Minneapolis wollte keine Stellung zu dem Freispruch abgeben.
Die Vikings glaubten wohl an die Unschuldsvermutung, denn sie ließen Johnson nach der Verhaftung weiterspielen und gaben ihm im März einen neuen Dreijahresvertrag über $7 Millionen.

Die Saints verpflichteten Kevin Williams für ein Jahr.
Der Defensive Tackle begann seine NFL Karriere vor 12 Jahren bei den Vikings.

Das erste Team, das alle Spieler unter Vertrag hat, die es 2015 einberief, sind die Rams.
Sie vermeldeten am Freitag, daß alle Rookies aus der Draft unterschrieben haben.

Am Donnerstag setzten die Patriots Tim Wright auf die Transferliste.
Am Freitag nahmen die Buccaneers den Tight End wieder in ihren Kader auf.
Wright wechselte letztes Jahr von Tampa Bay nach New England. Dafür erhielten die Bucs Guard Logan Mankins.
Jetzt haben sie Wright zurück.

Dez Bryant sagte in einem Interview, daß eine legitime Chance besteht, daß er zum Saisonbeginn nicht spielen wird.
Der Wide Receiver der Cowboys ist unzufrieden mit seiner Vertragssituation. Er wurde von Dallas zum Franchise Player gemacht. Deshalb hat er auch bisher noch an keinem Training teilgenommen.
Am 15. Juli ist der Stichtag, bis zu dem die Teams ihre Franchise-Spieler langfristige Verträge unterzeichnen lassen können.
Danach spielt Bryant deshalb entweder für das Franchise-Gehalt, oder gar nicht. Dann bekäme er auch die $12,8 Millionen nicht, die ihm 2015 als Franchise-Spieler zustehen würden.

Freitag, 12. Juni 2015

Kurzberichte
tomlinsonaufmbike200Die Chargers werden die Trikotnummer 21 nie wieder vergeben.
Am 22. November, beim Spiel gegen die Chiefs, wird die Nummer, die Running Back LaDainian Tomlinson (Bild) trug, zur Ruhe gesetzt.
Tomlinson spielte neun Jahre in San Diego und war 2006 der MVP der NFL. Fünfmal spielte er im Pro Bowl. Er erzielte 12.480 Yards für die Chargers. Zählt man seine Yards von den Jets dazu, für die er zwei Jahre spielte, komm er auf 13.684 Yards und belegt damit Platz fünf in der ewigen Bestenliste der NFL. Mit seinen 145 Lauf- Touchdowns belegt er Platz zwei hinter Emmitt Smith von den Cowboys.
Seine Nummer ist erst die vierte, die die Chargers nicht mehr vergeben.
Wide Receiver Lance Alworth (19), Quarterback Dan Fouts (14) und der verstorbene Linebacker Junior Seau (55), sind Tomlinsons Vorgänger.

Wie man hört lotet die NFL aus, welche Stadien in der Gegend um Los Angeles bereit wären, nächstes Jahr vorübergehend ein oder zwei Teams dort spielen zu lassen.
Diese Meldung stammt wieder aus einem dieser gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen und ist höchst inoffiziell.
Allerdings beflügelt diese Meldung wieder die Hoffnung, daß wirklich bald mal wieder NFL Football in LA, oder wenigstens in der Nähe, gespielt wird.
Führende Kandidaten zur Aufnahme eines Teams für 2016 sind die Rose Bowl und das Los Angeles Memorial Coliseum. Letzteres mußten die Raiders ja damals verlassen, weil es bei einem Erdbeben schwer beschädigt wurde. 20 Jahre ist das schon wieder her.
Die Verantwortlichen der University of Southern California, unter deren Kontrolle die Rose Bowl steht, sagten, daß sie sich eine Anfrage der NFL sorgfältig ansehen würden, wenn sie eine erreichen würde.
Die Rams, Raiders und Chargers gelten ja als Umzugskandidaten, und haben Pläne zum Bau eines Stadions im Umfeld von LA. Die NFL betonte, daß sie nur ein Stadion unterstützen wird, in dem dann zwei Teams spielen können.

Die Eagles feuerten Guard Evan Mathis.
Damit trennten sie sich erneut von einem Pro Bowler.
Der 33-jährige Mathis und das Team waren sich nicht über den laufenden Vertrag einig. Mathis bestand auf die $5,5 Millionen, die ihm für 2015 zuständen, doch die Eagles wollten, daß er einer Gehaltskürzung zustimmt.
Deshalb nahm der Guard bisher nicht an den Trainingseinheiten teil.
Das braucht er nun auch nicht mehr.

Browns Punter Andy Lee trug bei den 49ers die Trikotnummer 4.
Bei den Browns wird er seiner verstorbenen Tochter zu Ehren die Nr. 8 tragen.
Madeline verstarb acht Tage nach der Geburt an Komplikationen.

Die Patriots feuerten ihren dritten Quarterback Garrett Gilbert. Als Ersatz für ihn verpflichteten sie den Ex-Packers Ersatz- Quarterback Matt Flynn.
Ein paar NFL Teams dachten mal, daß Flynn ein Starter sein könnte und zahlten ihm Millionen, nur um festzustellen, daß Flynn doch nur ein Ersatzmann ist.
Aber als Sicherheitsnetz hinter Jimmy Garoppolo, falls der ausfällt in der Zeit, in der er den suspendierten Tom Brady ersetzt, da wird es reichen.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Meinten Sie Bottles?
bortles-blake
OK... fangen wir mit dem größten Schwachsinn an, der mir in der letzten Zeit, ach Quatsch, seit Bestehen des Universums, untergekommen ist.
Blake Bortles (Bild) möchte in den Club der Einhundertmillionendollarquarterbacks.
Blake WER???
Bortles!
Der soll der momentane Laiendarsteller auf der Position des Quarterbacks bei den Jacksonville Jaguars sein.
Jacksonville WER???
Jaguars!
Doch, die gibt es. Die sind Punktelieferanten in der NFC South. Oder ist es die AFC?
Bilanz 2014 3-13 Siege und dadurch die erste Wahlmöglichkeit in der Draft verpaßt, und die zweite.
Egal!
Dieser Blake Dingens meinte nun tatsächlich ernsthaft, daß er der nächste Einhundertmillionendollarquarterback werden sollte.
Ich hab dann mal nachgesehen, wer der Typ überhaupt ist.
Also Bortles auf der NFL Seite eingeben. Kam die Frage: Meinten Sie Bottles?
Kein Scherz!
Aber dann kam tatsächlich auch etwas über ihn, den nächsten Einhundertmillionendollarquarterback: Blake Bortles, Quarterback, Jacksonville Jaguars, Draft: 3. Spieler insgesamt 2014, Rookiesaison: Spiele 14, gestartet 13, Pässe 475, vervollständigt 280, Yards 2.908, Touchdowns 11, Interceptions 17, Sacks 55, zusätzlich lief er 56 mal für 419 Yards.
Mal abgesehen davon, daß der arme Kerl für die Jaguars spielt, ist die Aussage, der nächste Einhundertmillionendollarquarterback werden zu sollen, nicht von dieser Welt, es sei denn, er hätte einen Witz machen wollen.
ABER...
Vielleicht könnte es ja auch wirklich gelingen, aus den Jaguars WIEDER ein echtes NFL Team zu machen.
Erinnern wir uns kurz an die Saison 1999.
Es war die letzte Saison von Dolphins Quarterback Dan Marino. Mit 9-7 kamen sie gerade so als Wild Card Team in die Playoffs. In Runde eins schlugen sie die Seahawks. In der nächsten Runde wurden sie von den Jacksonville Jaguars in Marinos letztem Spiel mit 62:7 gedemütigt, der einseitigsten Niederlage eines Playoffteams in der Super Bowl Ära.
Ja, so waren die Jaguars mal.
Und das, und der Qualitätsverfall, den wir bei der Aufnahme von mittelmäßigen Quarterbacks in den Club der Einhundertmillionendollarquarterbacks erleben, macht es vielleicht gar nicht mal abwegig, daß selbst ein Blake Bortles ernsthaft daran glaubt demnächst diese Gehaltsstufe erreichen zu können.

Kurzberichte
Kommen wir zu einem echten Quarterback in einem echten NFL Team, kommen wir zu Peyton Manning.
Der hat Spaß am Lernen neuer Bewegungsabläufe, wie er nach der ersten Pflicht-Trainingseinheit der Presse sagte. Langweilig würde es ihm momentan bestimmt nicht, meinte er weiter.
Dabei hat er noch nie so wenig arbeiten müssen, wie dieses Jahr. Der neue Trainerstab läßt Manning des Öfteren im Kraftraum agieren, während die jüngeren, unerfahreneren Spieler auf dem Platz stehen.
Für Manning, der seit 1998 kaum einen Spielzug im Training verpaßt hat, ist auch das eine völlig neue Erfahrung. Dennoch empfindet er all die neuen Methoden als stimulierend.
Head Coach Kubiak will seinen 39 Jahre alten Starter frisch ins Trainingslager gehen lassen, und dessen Ersatzleute Brock Osweiler und Zac Dysert ein wenig Erfahrung sammeln lassen.
Immerhin geht man davon aus, daß es tatsächlich Mannings letzte Saison in der NFL sein könnte. Da müssen auch mal die Leute hinter ihm den ein oder anderen Paß werfen dürfen.

Jordy Nelson hat wieder mit den Packers trainieren dürfen. Der Wide Receiver hat seine Hüftoperation auskuriert.
Nelson und das Team haben die Operation immer als minderen Eingriff bezeichnet. Dennoch ist Nelson noch nicht wieder voll einsatzbereit.
Doch er hofft, daß er zum Beginn des Trainingscamps 100% erreicht haben wird.
Schlechte Nachrichten für die Gegner der Packers. Letztes Jahr führte Nelson sein Team mit 98 gefangenen Pässen für 1.519 Yards und 13 Touchdowns an.

Auf den Plätzen der Top 100 Spieler der kommenden Saison kam es auf den Plätzen von 41 bis 50 zu einer kleinen Überraschung.
Auf Platz 43 findet man Philip Rivers. Den Quarterback der Chargers, dem viele attestieren, daß er 2014 eine seiner besten Saisons abgeliefert hat.
Doch wenn man die Spieler fragt, was sie da eigentlich bewerten, die Leistungen überhaupt, die der letzten Saison oder die Erwartungen auf die kommende Saison, weiß eh keiner so genau, worum es geht.
Trotz dieses Wahlwirrwars ist Platz 43 für Rivers, den achtbesten Quarterback der Saison 2014, eine negative Überraschung.
Gut, daß das Abschneiden in dieser Wahl keine Auswirkungen auf die Vertragsverhandlungen hat.

Super Bowl Held Malcolm Butler, der Safety, der den letzten Paß von Wilson abfing, wurde von den Patriots vom Training ausgeschlossen.
Grund für die Maßnahme ist, daß Butler zu spät zur ersten optionalen Trainingseinheit (OTA) erschien.
Die NFLPA läßt nun untersuchen, ob diese Suspendierung überhaupt Rechtens ist?
Immerhin steht das „optional“ bei den optionalen Trainingseinheiten für „optional“.

Adrian Peterson soll in den Vorbereitungsspielen nicht antreten.
Vikings Head Coach Mike Zimmer will seinen Star- Running Back schonen. Die Arbeit im Training würde für diesen erfahrenen Spieler völlig ausreichen, um ihn auf die Saison vorzubereiten, sagte Zimmer.
Peterson selbst hält das für OK. Er meinte, daß die Vikings schon genug von ihm gesehen hätten. Sie wüßten, was er könne. „Ich bin einsatzbereit“, sagte er zum Abschluß.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Kurzberichte
SHERMAN-RICHARDDa mußte noch eine Antwort von Richard Sherman (Bild) kommen, aber daß diese so lau ausfiel, enttäuscht dann doch.
Letzte Woche zog Jets Cornerback Antonio Cromartie über seinen Kollegen von den Seahawks her. Cromartie meinte, daß Sherman nur deshalb so gute Statistiken hätte, weil er selten, besser fast nie, gegen die besten Receiver antritt.
Und seitdem wartete man gespannt auf die Reaktion.
Die kam gestern, und enttäuschte. Die Äußerung von Cromartie wäre unglücklich gewesen, meinte Sherman. Immerhin wäre Cromartie nur deshalb in den Pro Bowl gekommen, weil er, Sherman, sich auf den Super Bowl hätte vorbereiten müssen. Da wäre es nicht nett, so etwas zu sagen.
Da hätte mehr draus werden können.
Sherman erschien übrigens ohne Manschette um seinen linken Ellenbogen zu den freiwilligen Trainingseinheiten. Den hatte er sich im Championshipspiel verletzt. Zunächst hieß es, Sherman müßte operiert werden, doch andere Ärzte meinten, die Verletzung können auch ohne Operation auskuriert werden.
Sherman entschied sich fürs Auskurieren, denn eine Operation hätte eine etwa neunmonatige Rehabilitationszeit nach sich gezogen.

Die Seahawks gaben ihrem Quarterback einen neuen Vertrag.
Zumindest ihrem Ersatz- Quarterback. Tarvaris Jackson unterschrieb am Dienstag einen Vertrag über dessen Konditionen nichts bekanntgegeben wurde.
Nach drei Saisons in Seattle wurde Jackson nach der letzten Saison ein Free Agent. Ein neues Team fand er nicht, so daß er bei seinem alten Team einen neuen Vertrag unterschrieb.

Stehen die 49ers kurz davor, noch einen Spieler zu verlieren?
Safety Eric Reid sagte einer Tageszeitung in San Francisco, daß er mit seinen drei Gehirnerschütterungen daran gedacht hat, seinen Job an den Nagel zu hängen.
Zwar wäre er zu dem Entschluß gekommen, doch weiterzuspielen, aber wie lange, das könne er nicht sagen.
Vielleicht wäre die nächste Gehirnerschütterung der Auslöser für den Schritt in den Ruhestand.

Die Chargers konnten Corey Liuget einen Vertrag vorlegen, der dem Defensive End zusagte.
Er unterschrieb für weitere fünf Jahre und $58,5 Millionen, von denen $30 Millionen garantiert sind.

Es sieht so aus, als hätte David Quessenberry seinen Blutkrebs besiegt.
Der Offensive Lineman der Texans erfuhr vor einem Jahr von seiner Erkrankung und befindet sich heute auf dem Weg der Besserung.
Er geht zu den Teamtreffen und nimmt am Training teil, darf aber noch nicht spielen.
Wann die Ärzte ihm das erlauben, steht noch nicht fest.

T.J. Houshmandzadeh ist zurück bei den Bengals.
Er und Chad Johnson bildeten dereinst das dynamische Receiver Duo in Cincinnati. Für zunächst zwei Wochen soll Houshmandzadeh den Trainerstab verstärken, um dem Team das „Bill Walsh minority coaching program“ näherzubringen.
Head Coach Marvin Lewis sagte, daß dieses Programm ihm geholfen hätte, ein besserer Trainer zu werden.
Dann möchte man gar nicht wissen, wie schlecht Lewis ohne dieses Programm wäre?
Vielleicht ist dieses Programm der erste Schritt für Houshmandzadeh in ein Trainerleben?

Aus der beliebten Serie „Guck mal wer zum Training kommt“ gibt es heute die Folge Muhammad Wilkerson.
Sechs Team haben mit ihren Pflicht- Minicamps begonnen, die Arizona Cardinals, Denver Broncos, Indianapolis Colts, Oakland Raiders, San Francisco 49ers und New York Jets.
Und bei letzteren erschien der mit seinem Vertrag unzufriedene Wilkerson.
Der Defensive End hatte noch letzte Woche gesagt, daß er erst wieder zum Training erscheint, wenn er einen neuen Vertrag hat. Doch er ruderte etwas zurück. Er meinte gestern, daß das ein Geschäft wäre und solche Sachen ihre Zeit bräuchten.
Auf die Frage, ob er denn auch mit den Jets ins Trainingslager gehen würde, wenn er bis dahin noch keinen neuen Vertrag hätte, antwortete Wilkerson nicht.
Experten glauben, daß Wilkerson kein genügendes Druckmittel hat um einen hochdotierten Vertrag zu erzwingen, weil die Jets in der Draft Leonard Williams einberiefen.

Bei den Raiders nahm Quarterback Derek Carr am ersten Tag des Minicamps teil.
Einen Monat lang mußte Carr auf das Training verzichten, weil er am Zeigefinger seiner Wurfhand operiert wurde. Diese Verletzung ist ausgeheilt, und Carr kann sich voll auf die Saison vorbereiten.

Bei den Broncos weigert sich Demaryius Thomas immer noch zum Training zu erscheinen.
Head Coach Kubiak betonte zwar, daß ihm das keine großen Sorgen bereiten würde, aber wenn man sich ansieht, wie sehr er die Offense der Broncos umbaut, ist das Fehlen des wichtigsten Wide Receivers bestimmt nicht angenehm. Gerade die Receiver hätten im neuen System das meiste Neue zu lernen, meinte Kubiak selber. Aber, so fuhr der Head Coach fort, er stehe im ständigen Kontakt mit Thomas und würde ihm alles zukommen lassen, was er lernen müsse.
Ob das das praktische Training ersetzen kann?
Klar, kann es nicht.
Aber Thomas will erst dann wieder mit der Mannschaft trainieren, wenn er einen neuen langfristigen Vertrag unterschrieben hat. Dazu ist noch bis zum 15. Juni Zeit.
Danach spielt Thomas 2015 entweder für $12,823 Millionen die ihm der Franchisevertrag garantiert oder gar nicht.

Dienstag, 9. Juni 2015

Kurzberichte
bradford-sam200Eagles Quarterback Sam Bradford (Bild) hat vor, als Starter in die Saison zu gehen. Der ewig verletzte ehemalige Ram ist der Meinung, daß sein Kreuzbandriss gut verheilt.
Von Trainings zu Training könne er sich besser bewegen, sagte er der Presse.
Ein Reporter schrieb vor einigen Wochen, daß Bradford etwas mobiler wäre als ein Wasserspender.
Nach zwei Wochen leichtem Training sieht Bradford selber das anders. Von Mal zu Mal könne er das Knie besser belasten. Auch Schmerzen hätte er nach dem Training keine.
Offensive Coordinator Pat Shurmur ist sehr zuversichtlich, daß Bradford einsatzbereit sein wird, wenn es drauf ankommt.

Oberschenkelalarm in New York.
Letztes Jahr verletzte sich Giants Wide Receiver Odell Beckham am rechten Oberschenkel, dieses Jahr am linken. Und was letztes Jahr war, das ist den Fans noch in sehr unguter Erinnerung.
Erst zum fünften Saisonspiel war er wieder einsatzbereit.
Das wollen die Giants dieses Jahr vermeiden.
Letztes Jahr erwischte es Beckham in der ersten Woche der freiwilligen Trainingseinheiten. Im Trainingscamp verschlimmerte sich die Verletzung. Deshalb wollen die Giants den Receiver dieses Jahr schonen. Erst im August, wenn das Team ins Trainingslager geht, soll Beckham wieder mit dem Team trainieren.

Das war ja eine kurze Verpflichtung, nach nur einem Monat bei den Patriots kann sich Brandon Spikes wieder ein neues Team suchen.
Die Pats feuerten den Linebacker, nachdem sie erfahren haben, daß die Polizei einen Unfall untersucht, in den Spikes verwickelt sein könnte.
Spikes Mercedes Maybach wurde verlassen auf dem Mittelstreifen einer Interstate gefunden. Am Kühler des Wagens wurden Unfallspuren gefunden.
Über das Navigationssystem hatte der Fahrer einen Unfall mit einem Reh gemeldet. Ein Reh wurde aber am Unfallort nicht gefunden.
Etwa zeitgleich meldete der Fahrer eines Nissans einen Unfall kurz vor der Stelle, an der der Maybach gefunden wurde. Der Fahrer gab an, daß er von hinten von einem anderen Fahrzeug gerammt wurde. Er, seine Beifahrerin und ein 12-jähriger Junge, wurden mit kleineren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Zwar sagte die Polizei, daß es keine Verbindung dieser beiden Vorfälle gäbe, auch wüßte man noch nicht, wer den Maybach gefahren hätte, aber die Untersuchungen dauerten noch an.
Die Patriots jedenfalls feuerten Spikes schon mal auf Verdacht.

Das ging schief. Die Verleumdungsklage, die der ehemalige 49ers und Bears Defensive Lineman Ray McDonald gegen eine Frau einreichte, die ihn der Vergewaltigung bezichtigt, wurde vom Richter abgewiesen.
McDonald konnte keine ausreichende Beweise für seine Klage vorlegen.

Am 15. Dezember will der Bürgermeister von San Diego die Bürger der Stadt über den Neubau eines Stadions für die Chargers abstimmen lassen. Das wäre kurz vor dem Stichtag, den die NFL angesetzt hat, an dem umzugswillige Teams ihr Vorhaben der Liga Zentrale mitteilen sollen.
Der Stadtrat hat bis zum 18. September Zeit, dem Plan des Bürgermeisters zuzustimmen, oder ihn abzulehnen.

Ein Vielreisender ist Tracy Porter. Der Cornerback spielte vier Jahre für die Saints, mit denen er den Super Bowl gewann, und je ein Jahr für die Broncos, Raiders und Redskins.
Am Montag unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Chicago. Hier soll er die Secondary verstärken.

Die Cowboys nutzen High Tech, um sich auf die Saison vorzubereiten.
Schon länger benutzen sie Drohnen, mit denen sie das Training aus bisher ungewöhnlichen Winkeln Filmen können. Das neueste Spielzeug stammt von StriVR Labs. Mit der Ausrüstung dieser Firma können die Spieler der Cowboys das Training in 3-D betrachten.
OK, das können sie natürlich, wenn sie alle auf dem Platz sind und zugucken, was da so passiert, aber mit dem neuen System können sie das Training auch später wieder und wieder in 3-D sehen. Dazu haben sie extra einen Raum auf dem Gelände des Hauptquartiers umgebaut, in dem die 3-D Filme gezeigt werden.
Auf dem Trainingsplatz wurde ein 360° Kamerasystem installiert, das das Training aufnimmt.
Profitieren können von den Aufnahmen alle Spieler, aber besonders die, die nicht am Training haben teilnehmen können. Sie können sich Live und in Lebensgröße ansehen, was ihre Kollegen veranstaltet haben.

Montag, 8. Juni 2015

Kurzberichte
manning-eli-sb-trophyEli Manning (Bild) fängt an, sich in dem offensiven System von Offensive Coordinator Ben McAdoo wohler zu fühlen.
Letztes Jahr kann man als mittelschwere Katastrophe bezeichnen. Damals konnte der Quarterback der Giants wegen einer Knöchelverletzung nicht am vollen Trainingsprogramm vor der Saison teilnehmen.
Und das sah man.
Manning warf 14 Interceptions und kam deutlich sichtbar lange Zeit nicht mit den Neuerungen klar, die McAdoo ihm aufgezwungen hatte.
Warum manche Trainer stur auf ihrem System bestehen, und sich nicht auf das Können ihrer Spieler einstellen, wird sich mir nie erschließen.
Wenn Pep Guardiola beim 1. FC Köln Tiki Taka Fußball spielen lassen wollte, käme dabei ja auch nur Takka Tukka Fußball raus.
Aber es ist nun mal so, daß viele Trainer nicht Willens, oder in der Lage sind, sich auf das vorhandene Spielermaterial und –Potential einzustellen.
Also mußte Eli Manning spielen, was ihm aufgezwungen wurde. Nachdem Wide Receiver Odell Beckham seine Oberschenkelverletzung auskuriert hatte, und Manning sich an das neue System etwas gewöhnt hatte, funktionierte die Offense besser. Am Ende der Saison hatte Manning mit 63,1% vervollständigter Pässe sogar eine neue persönliche Bestleitung aufgestellt.
Dieses Jahr, mit dem vollen Trainingsprogramm und der Studie tausender Stunden von „Spiel“Filmen, ist Manning überzeugt, daß die Gegner die Offense der Giants werden fürchten müssen.
Zwar gäbe es immer noch einiges zu lernen, betonte Manning, aber das wären meist nur Feinabstimmungen.

„Just win Baby“ ist ein berühmter Spruch, den der mittlerweile verstorbene Besitzer der Raiders vor Jahren für sein Team aufbrachte.
„Just don`t lose Baby“, könnte man die Situation um Chiefs Quarterback Alex Smith bisher bezeichnen.
Damit soll 2015 Schluß sein. Head Coach Andy Reid möchte mehr Pässe von Smith sehen, und vor Allem mehr tiefe Pässe. Das ist etwas, das man von Smith nicht kennt.
Offensive Coordinator Doug Pederson glaubt, daß Alex Smith diese Aufgabe wird meistern können. Man müsse ihn nur von der Leine lassen.
Der vorsichtige Spielstil von Smith hat dafür gesorgt, daß der Quarterback den Ball nicht oft zum Gegner warf. Aber die fehlende Aggressivität hat auch dafür gesorgt, daß das Paßspiel der Chiefs keine wirkliche Gefahr ist. Letztes Jahr warf Smith nur vier Pässe, die über 35 Yards durch die Luft flogen und kein Wide Receiver erzielte einen Touchdown. In neun Jahren in der NFL kommt Smith auf magere durchschnittliche 6,46 Yards pro Paß.
Das Alles soll sich 2015 ändern. Smith soll nicht nur nicht verlieren, sondern zur Abwechslung mal auf Sieg spielen, mit allen Gefahren, die tiefe Pässe in sich bergen.
Was daraus wird, werden wir erleben.

Muhammad Wilkerson überlegt noch, ob er an den am Dienstag beginnenden Pflichttrainingseinheiten der Jets teilnehmen soll?
Der Defensive End ist unzufrieden mit seinem Vertrag. Zwar haben die Jets ihre Option auf eine fünfte Saison Wilkersons gezogen, die Wilkerson $6,9 Millionen garantiert, aber er möchte einen hochdotierten langfristigen Vertrag bekommen. Vorher möchte er nicht an anstehenden Teamaktivitäten teilnehmen.
Das könnte teuer werden, denn wenn er alle drei Trainingstage bestreikt, dann könnte das Team ihm eine $72.000 Strafe auferlegen.
Ein langfristiger Vertrag könnte ihm garantierte $34 Millionen einbringen, da fallen die läppischen 72.000 nicht mehr ins Gewicht. $34 Millionen ist die Garantiesumme, die Cameron Jordan bei den Saints letzte Woche erzielt hat.
Das ist so in etwa die Region, die auch Wilkerson vorschwebt. Dabei ist es ihm auch egal, ob die Jets ihm so viel zahlen wollen, oder ein anderes Team. Für ihn wäre Football nur ein Geschäft, bei dem er das Beste für sich herausholen wolle, sagte Wilkerson.

Sonntag, 7. Juni 2015

Kurzberichte
mccown-josh-bucsEin mentales Aufbauprogramm betreiben Browns Head Coach Mike Pettine und General Manager Ray Farmer. Die beiden preisen ihren designierten Quarterback Nr. 1, Josh McCown (Bild), als gäbe es kein Morgen mehr.
Er wäre schon ein ganz besonderer Typ und sie wären froh, gerade ihn im Team zu haben. Man hätte es gar nicht besser treffen können, als mit ihm.
Na ja, was man so sagt, wenn man die Psyche eines Mitläufers in die eines Starters verwandeln möchte.
Die Browns hoffen, daß McCown in Cleveland zu der Form auflaufen kann, die er 2013 bei den Bears zeigte. In nur fünf Starts warf er 13 Touchdowns und nur 1 Interception.
Die Buccaneers sahen danach ihre Lösung auf der Quarterback Position in ihm, aber ihre Augen trübten sie. McCown lief in Tampa Bay hinter einer der schlechtesten Offensive Lines der Liga zu oft um sein Leben. An genaue Pässe war da kein Denken.
Die Browns glauben, daß ihre Line den Quarterback besser beschützen kann. Zudem wollen sie mehr auf das Laufspiel setzen, um McCown zu entlasten.
Ob das Alles reichen wird, um die Offense oft genug nach vorne zu treiben, bleibt abzuwarten.

Wenn Du eine Offense hast, mit der Du glücklich bist, wenn sie ab und zu mal über die Mittellinie kommt, was brauchst Du da?
Einen Pro Bowl Punter.
Aus diesem Grund wohl holten sich die Cleveland Browns Andy Lee von den San Francisco 49ers. Die Niners erhalten dafür die Wahlmöglichkeit der Browns in der siebten Runde der Draft 2017.
Furchtbar „teuer“ war Lee also nicht gerade, der 2007,09 und 11 in den Pro Bowl gewählt wurde.
Die Browns halten ihn aber für besser, als Spencer Lanning. Der erlangte nur deshalb Aufsehen, weil er von einem „Karatetritt“ durch Pittsburghs Antonio Brown niedergestreckt wurde.
Nach zwei Saisons in Cleveland ist seine Zeit dort beendet.
Für den 32-jährigen Lee ist es die Möglichkeit, noch weiter gegen den Ball zu treten, denn Rookie Bradley Pinion, den die 49ers dieses Jahr einberiefen, war als Starter vorgesehen.
Lee sagte, daß er begeistert wäre für die wunderbaren Fans in Cleveland spielen zu dürfen.
Na ja, was man so sagt, wenn man von einer der tollsten Städte der USA nach Cleveland wechseln muß.

Wenn vorher mal einer die Verträge mit der Liga gelesen hätte, wäre Tony Romo eine große Peinlichkeit erspart geblieben.
Der Quarterback der Cowboys nahm in Las Vegas an einer Fantasy-Football Veranstaltung teil. Mitten in der Veranstaltung erreichte die Veranstalter und Beteiligten ein Schreiben aus dem NFL Hauptquartier, in dem die Liga darauf hinwies, daß Veranstaltungen im Zusammenhang und in Zusammenarbeit mit Kasinos nicht erlaubt sind. Die Liga möchte nicht mit Glücksspiel in Verbindung gebracht werden.
So steht es im Tarifvertrag der NFL und der Spielergewerkschaft NFLPA.
Romo twitterte, daß es ihm für die Fans und Spieler leid tue. Er, sein ehemaliger Teamkollege Running Back DeMarco Murray und Wide Receiver Dez Bryant, wollten eine Autogrammstunde abhalten.
Dez Bryant twitterte, daß er das Ganze nicht verstehen würde. Die NFL hätte doch sonst keine Skrupel mit allem Möglichen Geld zu verdienen.
Aber es nutzte nichts, die Fans mußten enttäuscht abgewiesen werden, sollen aber ihre Teilnahmegebühren vom Kasino erstattet bekommen.

Samstag, 6. Juni 2015

Kurzberichte
turner-norvNorv Turner (Bild) ist hochzufrieden mit Adrian Peterson.
Der Offensive Coordinator der Vikings sagte über seinen Running Back, daß man ihm nicht ansehe, daß er zum letzten Mal im September 2014 ein Spiel bestritten hat.
Seitdem hielt Peterson sich selber fit und in Form. Und das, so Turner, würde man sehen. Der Typ wäre in einer unglaublichen Form, schwärmte der Offensive Coordinator bei einem Radiointerview.
Peterson wird in der Offense der Vikings die gewohnt große Rolle spielen, jetzt wo feststeht, daß er nicht zu einem anderen Team wechseln wird.

Wenn es nicht zum Himmel stinken würde, würde ich es gerne ignorieren, aber auch wenn die Meldung einen unangenehmen Geruch hat, muß ich dahin gehen, wo die Winde wehen.
Es geht um die - und das ist keine Scherzmeldung - ich nennen sie mal auf Deutsch „Pupssteuer“ der Broncos.
Zugegeben haben die Broncos als Organisation mit der Verhaftung von Pat Bowlens Sohn John Michael ein weit größeres Problem als die aus ihren Spielern entweichende Luft, aber da die Medien in den USA so fleißig darüber berichten, hänge ich mich an Deflategate 2.0 an.
Von Miller brachte die „Steuer“ an den Tag. Der Linebacker wurde mit einer Geldstrafe belegt, weil er während einer Mannschaftssitzung, oder besser, während mehrerer Sitzungen, Luft aus seinem Darm entließ.
Und noch mal, das ist keine Meldung, die eigentlich am 1. April hätte erscheinen müssen.

Die 49ers werden einen weiteren Abgang verkraften müssen, jedenfalls für 2015.
Right Tackle Anthony Davis teilte dem Team mit, daß seine körperliche und mentale Gesundheit ihn dazu zwingt, 2015 auszusetzen.
Er sagte, daß er es versteht, wenn einige diesen Schritt nicht verstehen, aber das wäre ihm egal. Er müsse zumindest ein Jahr Pause von der NFL einlegen.
Der 25-jährige spielte 2014 wegen einer Gehirnerschütterung und diverser anderer Verletzungen nur in sieben Spielen. Allzusehr wird man ihn also wohl nicht vermissen.
Erst 2013 unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag und bekam dafür einen Unterschriftenbonus von $7,5 Millionen. Diesen, so meinte Davis, würde er zurückzahlen.
Die 49ers haben eine andere Sicht auf die Dinge. Sie gaben bekannt, daß Davis in den Ruhestand getreten wäre.

49ers Fullback Bruce Miller entschuldigte sich am Freitag bei seinen Teamkollegen, bevor er nach langer Zeit zum ersten Mal wieder mit ihnen trainierte.
Miller wurde von einem Gericht dazu verurteilt, an 16 Sitzungen eines Seminars über häusliche Gewalt teilzunehmen. 
Am 5. März wurde er verhaftet, weil er seine ehemalige Verlobte geschlagen haben sollte. Wie sich herausstellte, hatte Miller ihr nur ihr Handy aus der Hand gerissen und es zerschmettert.
Ob Miller eine Strafe von der Liga zu erwarten hat, steht noch nicht fest.

Dolphins Rookie Devante Parker mußte erneut am linken Fuß operiert werden.
Miami nahm den Wide Receiver in der ersten Runde der Draft auf, mit dem Wissen um seine Operation derentwegen er 2014 die ersten sieben Spiele für Louisville verpaßte.
Bei der aktuellen Operation wurde eine Schraube ersetzt, die einen Bruch im Fuß zusammenhielt.
Pünktlich zum Saisonstart soll Parker aber einsatzbereit sein.

Jaguars Rookie Safety James Sample versuchte einem Mitspieler den Ball abzunehmen und brach sich dabei den rechten Arm.
Er wurde sofort operiert und kann während des Trainingslagers im August vielleicht schon wieder mittrainieren.

Kickball?
Was ist Kickball?
Kickball soll ein Spiel sein, das Baseball ähnelt. Es ist ein Kinderspiel.
Bei solch einem Kickballspiel hat sich Dolphins Kicker Caleb Sturgis verletzt. Er zog sich eine Quadrizepsverletzung in seinem Standbein zu. Diese Verletzung könnte ihn im schlimmsten Fall seinen Job kosten. Letztes Jahr verwandelte er nur 77,5% seiner Field Goal Versuche. Das ist keine Erfolgsgeschichte.
Zwar wird Sturgis nur zwei oder drei Wochen aussetzen müssen, aber wenn die Dolphins einen besseren Kicker auf dem Markt finden sollten, dann könnte es das für Sturgis in Miami gewesen sein.

Dürftige, aber immerhin Neuigkeiten zur NFL 2015 im deutschen TV.
Es sollen zur Zeit mehrere Sender ein Angebot bei der NFL abgegeben haben.
Die NFL möchte ein Spiel pro Woche LIVE hier im freiempfangbaren Fernsehen zeigen.
Mehr gibt es noch nicht, aber immerhin tut sich anscheinend was.

Freitag, 5. Juni 2015

Kurzberichte
ryan-rex2„In Rex we trust“ müssen sich die Fans in Buffalo wohl denken. Die Bills streben einem neuen Saisonkartenvorverkaufsrekord entgegen.
Bei seiner letzten Pressekonferenz sagte der neue Head Coach des Teams, Rex Ryan (Bild), daß er denkt, daß die Bills dieses Jahr in die Playoffs kommen.
Das wäre das erste Mal seit 1999.
Nein, eine Garantie dafür werde er nicht abgeben, betonte er.
Den Fans scheint es jedoch zu reichen. Sie wollen das mögliche geschichtsträchtige Ereignis miterleben.
Ryan gab aber noch eine Garantie ab. Mit dem Verweis auf seine Defense garantierte er, daß die Gegner nicht gerne gegen Buffalo spielen würden.

Wie wir seit einigen Wochen wissen, bezahlt das US Amerikanische Militär Sportteams dafür, daß sie die Truppen ehren und sie ihre Flaggenparaden und sonstige Shows veranstalten lassen.
Die New England Patriots bekamen z.B. $675.000 von der Army National Guard dafür, daß die Truppen während der Halbzeit eines Spiels eine „True Patriot“ Show veranstalten durften.
Alleine von den Guards erhielten die NFL Teams in den letzten drei Jahren $7 Millionen.
Mit dieser Verschwendung von Steuergeldern soll bald Schluß sein. Drei Anwälte haben vom Senat den Auftrag bekommen, diese für die NFL lukrativen Verträge mit dem Pentagon zu verbieten.
Senator John McCain sagte der Presse, daß er geschockt war, als er erfuhr, daß die Teams diese Veranstaltungen nicht aus ihrem Herzen heraus unterstützten, sondern das sie das nur gemacht haben, um noch ein paar Extradollar zu verdienen.
Es ginge nicht, daß die Ausgaben für die Ausrüstung des Militärs gekürzt würden, auf der anderen Seite aber Millionen für Werbung bei Sportveranstaltungen ausgegeben würden.
Damit müsse Schluß sein. Die eh schon reichen Teams der NFL dürften nicht auch noch weitere Steuergelder zugeschustert bekommen.

Es wird immer wahrscheinlicher, daß die Sache mit Los Angeles tatsächlich etwas wird.
Am 11. August treffen sich die Teambesitzer zu einer Sondersitzung in Chicago. Dabei soll es um die Stadt der Engel gehen.
Zu konkreten Schritten wird es aber noch nicht kommen. Viel mehr sollen die 32 Besitzer genau über die anstehenden und bereits begonnenen Projekte ins Bild gesetzt werden.
Ein Zeitrahmen für das „Unternehmen Umzug“ soll gesetzt werden. Voraussichtlich wird es beim planmäßigen Treffen in New York im Oktober dann Konkretes geben.

Fünf Interceptions machen die Fans der Patriots unruhig. Fünf Interceptions warf ihr Starter für die ersten vier Saisonspiele, Jimmy Garoppolo, beim Training am Donnerstag.
Brady, der auch mit der ersten Mannschaft trainierte, war 14 von 15 mit einem fallengelassenen Paß.
Garoppolo war sehr unsicher. Er las die Defense nicht richtig, überwarf seine Receiver und er warf oft zu spät.
Die NFL hat es mit Bradys Suspendierung vortrefflich verstanden, den Fans den Spaß am Saisonauftaktspiel gegen Pittsburgh zu nehmen.

Bei den Saints verletzte sich Linebacker Junior Gallette am Brustmuskel. Wenn der Top Pass Rusher operiert werden muß, wird er fünf bis sechs Monate ausfallen.

Bei den Ravens trainierte Dennis Pitta zum ersten Mal seit seiner zweiten Hüftoperation.
Noch trainierte er nicht mit dem Team, sondern nur für sich, aber es ist wohl ein Zeichen dafür, daß er zum Saisonbeginn einsatzbereit sein wird.

Das mit der häuslichen Gewalt hat sich leider als Dauerthema etabliert. Heute gibt es gleich zwei Vorfälle zu vermelden.
Die Redskins untersuchen zusammen mit der Liga einen Fall, ihren Rookie Jamison Crowder betreffend.
Auf seiner Instagramseite tauchten beunruhigenden Fotos und Meldungen auf. Die sind mittlerweile gelöscht. Sie zeigten Bilder einer Frau mit einer geschwollenen und aufgeplatzten Lippe und blauen Flecken im Gesicht. Darunter stand ein Text, in dem besagte Frau im Wortlaut schrieb, daß sie j_crowder 3 Bc geliebt habe. Immer hätte sie Entschuldigungen gefunden. Aber jetzt, da sie fühle, daß Crowder sie nicht mehr lieben würde, hätte sie keinen Grund mehr ihn zu beschützen.
Sie wolle nichts von ihm. Sie wolle nur die nächste Person darauf aufmerksam machen, wohin Crowders Ärger führen würde. Sie selber würde sich von ihm nicht weiter verletzen lassen, weder körperlich noch geistig.
Es machte den Anschein, als wäre Crowders Benutzerkonto gehackt worden. Dennoch nehmen die Redskins die Angelegenheit sehr ernst und untersuchen den Vorfall zusammen mit der Sicherheitsabteilung der Liga.

Der zweite Fall wird aus Denver gemeldet. Hier wurde der Sohn von Teambesitzer Pat Bowlen verhaftet.
John Michael Bowlen sitzt seit Mittwoch im Gefängnis. Die Anklage lautet auf häusliche Gewalt. Er soll eine Frau, mit der sich traf, belästigt haben.
Das Team schloß Bowlen auf unbestimmte Zeit von allen Aktivitäten aus. Er arbeitet in einer Führungsposition in der Marketing Abteilung der Broncos.
Als Angestellter des Teams unterliegt er den in der NFL geltenden Benimmregeln. Also wird auch die Liga noch eine Strafe gegen ihn verhängen, wenn sich die Anschuldigungen als Wahr erweisen sollten.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Yahoo überträgt ein NFL Spiel exklusiv, und keiner ruft Juhuu, oder?
bills-jaguarsNa ja, es gibt zwei Gründe nicht Juhuu zu rufen. Der erste gilt für die US Amerikaner, die eigentlich damit rechnen, daß (fast) jedes Spiel der NFL live auf einem freiempfangbaren TV Sender übertragen wird. Ausnahmen sind da nur das Monday Night Football Spiel, das auf ESPN läuft und die Donnerstagsspiele, die exklusiv vom NFLN übertragen werden.
Jetzt wandert also das erste Spiel exklusiv ins Internet, und das finden viele Amerikaner dann gar nicht gut. Sofort kam dann auch wieder die Diskussion auf, daß sich doch niemand vor einen Computer setzt, um Football zu gucken. Das zieht in der heutigen Zeit aber nicht mehr wirklich, in der man selbst ein billiges Tablet per HDMI Kabel an den Fernseher anschließen kann. Ich mache das z.B. mit einem 75 € Teil der Firma Denver.
Kommt noch die Auswahl des Spiels dazu. Buffalo Bills at Jacksonville Jaguars ist nicht gerade das Spiel, auf das die (Online) Welt gewartet hat. Um das mal zu übersetzen: Das wäre so, als wenn die Deutsche Fußball Bundesliga als Appetithappen 1. FC Köln gegen Mainz Null irgendwas zeigen würde. Nicht wirklich lecker, oder?
Aber sei es, wie auch immer. Die NFL wittert eine weitere Einnahmequelle, also wird sie ausprobiert.
Am 25. Oktober werden also die neuen Zeiten eingeläutet, und das zunächst einmal kostenlos. CBS, denen das Spiel eigentlich gehört, wird es produzieren.
Auch wenn nicht viele Juhuu rufen, allzuviele Amerikaner wird man mit diesem Versuchsballon am Ende nicht erschrecken, denn das Spiel beginnt an der Westküste bereits um 6:30 Uhr morgens. Und viele Fans haben die beiden Teams auch nicht, außer im eigenen Einzugsgebiet, so daß nur die hartgesottensten Footballfans auf dieses Spiel scharf sein dürften. Und in den Heimmärkten von Buffalo und Jacksonville wird die Begegnung ganz normal im TV gezeigt.
Dennoch war das Spiel Yahoo $20 Millionen wert, wie man hört. Dafür hat die Internetfirma auch die exklusiven Werberechte für das Spiel.
Da darf man auf die weltweiten Einschaltquoten gespannt sein. Hoffen wird, daß die Server Yahoos dem zu erwartenden Ansturm gewachsen sein werden. Bei uns sind es dann ziviele 15:30 Uhr. Eine gute Zeit für etwas Football.

Hat die Stadt Oakland die Pocken?
Irgendwas muß doch Schuld daran sein, daß die Sportteams der Stadt alle weg wollen.
Alle drei großen Teams Oaklands haben Abwanderungsgedanken. Das Basketballteam Golden State Warriors genauso wie das Baseballteam Athletics, wie auch die Raiders.
Dabei haben die Fans aus Oakland den Ruf, die treusten und lautesten zu sein, die es gibt. Dennoch wollen die Warriors über die Brücke nach San Francisco, die Raiders nach Los Angeles und das Baseballteam möchte schon seit wenigstens sechs Jahren einfach nur weg, weil sie sich das Stadion mit den Raiders teilen müssen. Das Problem könnte sich ja bald in Luft auflösen, wenn die Raiders auswandern.
Schon immer fiel der Schatten des großen, hellen San Francisco auf das kleine Oakland mit seinen knapp 400.000 Einwohnern. Doch immer konnten das Städtchen mit seinen Sportteams mehr oder weniger glänzen. Die Warriors sollen dieses Jahr sogar in der Endspielserie sein.
Wenn bald alle Teams weg sind, versinkt Oakland mit seiner hohen Verbrechensrate bald ganz im Nichts.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Zickenkrieg in der NFL
CROMARTIE-antonio2Das ist nichts neues, aber immer wieder mal unterhaltsam.
Antonio Cromartie (Nr. 31) von den Jets gab nun bekannt, daß Richard Sherman für ihn nicht annähernd der beste Cornerback der Liga ist.
Immer wieder würde man über die Klasse von Sherman reden, wenn man über Cornerbacks reden würde, und davon hat Cromartie die Nase voll.
Cromartie sagte, wenn man der Beste sein wollte, müßte man auch gegen die Besten spielen, und genau das macht Seattles Sherman nicht.
Das stimmt!
Sherman blieb in der letzten Saison stur auf seiner linken Verteidigerposition. Egal, welche Wide Receiver die Gegner auf ihrer rechten Seite aufstellten, Sherman kümmerte sich um diesen.
Ein guter Cornerback würde den besten Receiver auf dem Platz decken, und keinen Receiver aus der dritten Reihe, nur weil der sich rechts aufstellt, meinte Cromartie.
Der Erfolg Shermans liegt für Cromartie in den Mitspielern. Damit meinte er Earl Thomas und Kam Chancellor. Die beiden sind ihrerseits All-Pros.
Wenn Sherman beweisen wolle, wie gut er ist, solle er doch mal versuchen in einem Team zu spielen, das keine zwei All-Pros hat.
Für Cromartie steht fest, daß Shermans Name nicht genannt werden sollte, wenn es um die besten Corner der NFL geht.
Er sagte in Richtung Sherman: „Geh und folge dem Nr. 1 Receiver. Folge ihm ein ganzes Spiel lang und laß uns sehen, was Du kannst. Darrelle Revis hat das in seiner ganzen Karriere gemacht. Ich habe das gemacht. Patrick Peterson und Joe Haden haben das gemacht. Sherman ist der einzige Defensive Back, der das nicht gemacht hat. Wenn man sich selber als den Nr. 1 Corner in der NFL bezeichnet, folge dem besten Typen in jedem einzelnen Spiel.“
Na ja, da ist was dran, oder?

Kurzberichte
Die Cleveland Browns gaben einem Neunjährigen einen Eintagesvertrag.
Dylan Sutcliffe leidet an der seltenen Krankheit Ataxia Telangiectasia, die neurologische Probleme bereitet und eine Lebenserwartung von nur ca. 20 Jahren zuläßt.
Bei einer der zahlreichen „Wünsch Dir was“ Organisationen in den USA gab Sutcliffe an, daß es sein Traum ist, für die Browns zu spielen.
Sein Wunsch wurde wahrgemacht.
Der Junge wurde mit einer standesgemäßen Limousine zum Browns Hauptquartier in Berea gefahren und wurde bei einer Pressekonferenz als neuestes Mitglied der Browns vorgestellt, bevor beim Training zusehen durfte.

Die Rams verpflichteten Jeff Garcia als neuen Assistenten der Offense.
Der ehemalige Pro Bowl Quarterback der 49ers und einiger anderer Teams soll dem Coach der Wide Receiver, Ray Sherman, zur Seite stehen.

$103 Millionen steht als Summe im neuen Vertrag von Cam Newton.
Was dieser erneute Wahnsinnsvertrag für einen mittelmäßigen Quarterback, für andere, wirklich gute Quarterbacks der Liga bedeutet, und für die Finanzmanager dieser Teams die das Geld an anderer Stelle freischaufeln müssen, ist klar.
Newton wird in den ersten drei Jahren des Vertrag garantierte $67,6 Millionen erhalten und davon bereits $30 Millionen im ersten Jahr.

Der möchte nur spielen, aber niemand läßt ihn.
Wes Welker ist weiterhin auf der Suche nach einem Team.
Nachdem die Broncos den Vertrag des Wide Receivers nicht verlängerten, sucht er nach einem neuen Arbeitgeber. Doch mit 11 Jahren NFL auf dem Buckel und ernsten Problemen mit Gehirnerschütterungen halten sich die Teams zurück.
Daß wir ihn noch mal auf dem Platz erleben dürfen, ist eher unwahrscheinlich.

Die Saints gaben Cameron Jordan eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre.
$55 Millionen kann der Defensive End in dieser Zeit an neuem Geld verdienen, davon bereits $26 Millionen in den ersten zwei Jahren.

Ja da rieben sich aber alle auf dem Trainingsplatz der Vikings verwundert die Augen.
Adrian „ich werde kein Kind mehr mit einem Zweig schlagen“ Peterson kam zum Training.
Der Running Back hat über die ganze Zeit seiner Suspendierung nur eines von seinem Team zu hören bekommen: „Entweder Du spielst 2015 für uns, oder Du spielst gar nicht.“
Zwar hat Peterson alles mögliche versucht, von den Vikes wegzukommen, aber am Ende ist es wohl doch so, daß das Team gewonnen hat.
Peterson will spielen, und wenn es sein muß, dann eben für die Minnesota Vikings.

Dienstag, 2. Juni 2015

Kurzberichte
newton-cam-draft-2011
Cam Newton (rechts) wird in den Club der 20 Millionen Quarterbacks aufgenommen.
Der Quarterback der Carolina Panthers soll in den nächsten Stunden einen Fünfjahresvertrag unterschreiben, der über 100 Millionen Dollar wert ist.
Noch ist das Ganze nicht offiziell, aber die gut unterrichteten Kreise und so... Sie wissen schon.
Mit der Vertragsverlängerung bleibt Newton bis nach der Saison 2020 bei den Panthers.
Wie es weiter heißt, soll der Vertrag nicht erfolgsabhängig sein, so wie die Verträge, die 49ers Colin Kaepernick und Bengals Andy Dalton vor Kurzem unterschrieben. In Newtons Vertrag soll eine hübsche Garantiesumme stehen.
Nachdem schon letzte Woche Ryan Tannehill von den Dolphins als mittelmäßiger Quarterback eine stolze Summe in den neuen Vertrag geschrieben bekam, steht jetzt felsenfest, daß die Seahawks für Russell Wilson und die Colts für Andrew Luck sehr tief in die Teamkasse greifen müssen. Auch sie werden in den Club der Quarterbacks aufgenommen werden, die $20 Millionen pro Saison bekommen.
Neben Cam Newton sind bisher Green Bay Packers Aaron Rodgers, Pittsburgh Steelers Ben Roethlisberger, Atlanta Falcons Matt Ryan, Baltimore Ravens Joe Flacco und New Orleans Saints Drew Brees Mitglieder dieses elitären Clubs. Und mal ehrlich, wenn Joe Flacco und Matt Ryan in diesem Club sind, dann kann man auch wirklich jeden aufnehmen.
Die momentanen Spitzenverdiener der NFL:
1. Rodgers: $22M
2. Roethlisberger: $21.85M
3. Ryan: $20.75M
4. Flacco: $20.1M
5. Brees: $20M

Robert Mathis ist davon überzeugt, daß er zum Beginn des Trainingscamps der Colts wieder einsatzbereit sein wird.
Der Linebacker führt das Team in der Kategorie Sacks an und heilt einen Achillessehnenriss aus, den er sich letzten September zuzog. In der Reha gab es einen Rückschlag, der nicht näher spezifiziert wurde. Doch Mathis glaubt daran, daß die Saison nicht ohne ihn beginnen wird.

Da hätte Steve Weatherford seine neugeborene Tochter, und ihre drei älteren Geschwister, beinahe einen Tag nach ihrer Geburt zur Halbwaisen gemacht.
Der Punter der Giants war bei der Geburt dabei, die in San Diego stattfand. Dann nahm er einen Flug über den Kontinent, um pünktlich zum Training der Giants zu sein.
Doch ein schwerer Sturm sorgte dafür, daß die Maschine in Washington, statt New York landen mußte. Dort mietete Weatherford ein Auto um nach New Jersey zu fahren. Nach drei Stunden Fahrt fuhr er mit etwa 100 KM/Std. durch eine sehr tiefe Pfütze. Er verlor die Kontrolle über den Wagen, der sich ein paar mal um die eigene Achse drehte. Der Wagen krachte in die Mittelleitplanken und wurde fast völlig zerstört. Weatherford kam nur mit einer aufgeplatzten Lippe aus dem Wrack, die er sich zuzog, als der Airbag aufging.
Als er auf dem Trainingsplatz erschien, wußte man schon von seinem Unfall. Head Coach Tom Coughlin war heilfroh, seinen Punter gesund und munter begrüßen zu können.

Montag, 1. Juni 2015

Schon wieder Johnny Manziel?
manziel-johnnyLeider ja.
Der Möchtegern- Quarterback der Browns fühlte sich bei einem Golfturnier von einem Zwischenrufer gemobbt. Zwei Stunden lang hatte Manziel die Autogrammwünsche des Mannes ignoriert.
Irgendwann platzte Manziel der Kragen und er warf eine (Plastik) Wasserflasche nach dem 18-jährigen. Wie sollte es anders sein, der Quarterback traf sein Ziel nicht.
Fragt sich, ob es nicht einfacher gewesen wäre, dem Autogrammwunsch nachzukommen?
Der verfehlte Fan verzichtete darauf, Manziel anzuzeigen.
Johnny Football war vielleicht deshalb etwas gestreßt, weil er die klare Ansage erhalten hat, daß es keinen Kampf um den Posten des Starters geben wird. Head Coach Pettine setzt auf Josh McCown.
McCown begrüßte die Aussage seines Trainers. Er ist froh, daß er sich voll und ganz auf seinen Job konzentrieren kann, ohne die Ablenkung, die Brian Hoyer letztes Jahr durchmachen mußte.
Für Manziel, der ja bestimmt irgendwie hoffte, glaubte, dachte, daß er den Posten des Starters würde erobern können, war das bestimmt ein mittelschwerer Schlag.

Ist der Anfang gemacht?
Die Tribüne der Pferderennstrecke in Inglewood, Kalifornien, auf der einmal ein NFL Stadion stehen soll, ist nicht mehr. Sie wurde am Sonntag gesprengt.
Es sollen etwa 75 Rams Fans bei der Sprengung zugegen gewesen sein. Sie jubelten, als die Tribüne, die 65.000 Zuschauer fassen konnte, dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Stan Kroenke, Besitzer der Rams, wird an dieser Stelle ein 80.000 Fans fassendes Stadion bauen, in dem einmal ein NFL Team spielen soll.
Ob das dann die Rams sein werden, das steht angeblich immer noch nicht fest. Doch warum sollte Kroenke Milliarden für ein Projekt ausgeben, das er dann nicht selber nutzt?
Warum sollte der Bürgermeister von Inglewood, der die Sprengung im Video festhielt, sonst einen Schutzhelm mit dem Rams Logo getragen haben?
Kroenke hat jetzt einen sichtbaren Vorsprung vor seinen Konkurrenten, die ein NFL Stadion in Carson bauen wollen.
Der Schutt soll Mitte Juli abgetragen worden sein. Dann soll zügig mit dem Bau begonnen werden.
Das Video der Sprengung gibt es hier: http://www.nfl.com/videos/nfl-network-total-access/0ap3000000494845/Hollywood-Park-implosion-paves-way-for-LA-stadium

Sonntag, 31. Mai 2015

Kurzberichte
marshall-brandon2Die Jets und Brandon Marshall (Bild) einigten sich auf einen restrukturierten Vertrag.
In diesem Fall allerdings mußte der Wide Receiver keine Gehaltskürzung hinnehmen, wie sonst bei nachverhandelten Verträgen üblich, sonder er bekommt mehr Geld.
Das allein ist schon erstaunlich. Noch erstaunlicher allerdings ist die Tatsache, daß Marshall bisher ja noch keinen einzigen Paß für die Jets gefangen hat. Und trotzdem erhöhten sie seine Bezüge für den Dreijahresvertrag von $24,3 Millionen auf $26 Millionen. Sein garantiertes Gehalt für 2015 stieg von $7,5 Millionen auf $9 Millionen.
Die Jets hoffen darauf, daß Marshall in der Lage sein wird die Pässe, die der oft sehr hilflos wirkende Geno Smith durch die Luft wirft, zu fangen. Sollte er das können, könnte dadurch das Selbstwusstsein von Smith gestärkt werden.
Marshall fing 2012 und 13 jeweils über 100 Pässe für die Bears. 2014 fing er nur 61. Da Smith ein noch schlechterer Quarterback als Jay Cutler ist (doch, das ist möglich), trägt Marshall eine große Verantwortung dafür, daß das Paßspiel der Jets nicht völlig versagt. Es scheint, als hätten die Jets ihn dafür schon mal im Voraus belohnen wollen.

Es sieht nicht so aus, als würde Michael Bennett bald am Training der Seahawks teilnehmen.
Der Defensive Tackle fühlt sich unterbezahlt und streikt für mehr Geld. Dabei stört es ihn nicht, daß er erst im zweiten Jahr seines Vierjahresvertrags ist, der $28,5 Millionen wert ist.
Bennett sieht sich selber unter den sieben oder acht besten Spielern auf seiner Position. Ihn stört, daß er nicht entsprechend entlohnt wird.
Beim Super Bowl gegen die Patriots bot er eine überragende Vorstellung. Das sahen natürlich auch die Verantwortlichen in Seattle, aber werden sie auf Bennetts Forderungen eingehen?
Eher nicht. Erst müssen sie ihren Quarterback zufriedenstellen, und noch wissen sie gar nicht, wie viel Geld sie für ihn hinlegen müssen. Aber ein netter dreistelliger Millionenbetrag wird dafür fällig werden.
Es wird nicht leicht, Wilsons Gehalt noch unter die Gehaltsobergrenze zu bringen, da Safety Earl Thomas und Cornerback Richard Sherman letztes Jahr sehr lukrative Verträge unterzeichnet haben.
Bennett will nicht weg aus Seattle, das betont er immer wieder. Aber er sollte nicht mit einer baldigen Gehaltserhöhung rechnen.
Mal sehen, was er dann macht?

Es gibt Körper, die halten Hits aus bis zum geht nicht mehr.
Auf der anderen Seite gibt es Körper, die sich für Sport nicht eignen.
Einen solchen Körper hat Sean Lee. Der Linebacker der Cowboys hat den Geist eines Kriegers und den Körper einer Mimose. In den letzten drei Jahren verpaßte Lee 31 Spiele wegen Verletzungen. Wenn er mal spielen kann, gehört er zu den besten Verteidigern der Cowboys. Aber leider spielt er viel zu selten. Alle 16 Saisonspiele hat er für Dallas in seinen fünf Jahren dort noch nicht absolvieren können.
Momentan kuriert er noch einen Kreuzbandriss aus, den er sich letztes Jahr zuzog. Die Cowboys wollen ihn ganz behutsam wieder an den Ernst des Fotballer-Lebens heranführen.
Um ihn während der Saison gesund zu halten wollen sie Lee von der Position des Middle Linebackers auf die schwache Seite wechseln lassen. Da könnte ihm der Defensive Tackle vor ihm das Leben erleichtern.
Für Dallas wäre es von hohem Wert, wenn Lee mal eine Saison durchspielen könnte, denn er gilt als Quarterback der Defense, der die gegnerischen Angriffsreihen entschlüsseln kann.

Die Falcons fanden schnell Ersatz für den frisch gefeuerten Hundemörder Prince Shembo.
Am Freitag verpflichteten sie Offensive Guard Chris Chester für ein Jahr.
Chester wurde Anfang der Woche von den Redskins entlassen, nachdem er 64 Spiele in Folge für sie gespielt hat.

Samstag, 30. Mai 2015

Kurzberichte
brady-tom-sb49-mvpOb Tom Brady (Bild) am 23. Juni endlich die Luft aus Deflategate lassen kann?
Dann jedenfalls ist seine Berufungsanhörung vor Roger Goodell höchstpersönlich. Zwar hat die Spielergewerkschaft den Sonnengott gebeten, nicht selber die Anhörung zu leiten, aber was schert Goodell, was die NFLPA möchte?
Goodell scheint viele Fragen am Brady zu haben, denn als möglicher zweiter Verhandlungstag wurde der 25. Juni genannt.
Die Termine kommen wenigstens nicht mit dem Minicamp der Patriots in Konflikt, das vom 16. bis 18. Juni abgehalten wird.
Nach dem gestrigen Training wich Brady den Reportern aus, während sein Head Coach Bill Belichick nur den Fragen nach dem Deflategate-Quatsch auswich. Er spulte sein stoisches Repertoire herunter, von wegen, man müsse jetzt jeden Tag besser werden und hart arbeiten. Genau darauf wäre die Mannschaft jetzt fokussiert, und alles andere wäre unwichtig.

Tim Tebow strahlt über das ganze Gesicht. Der gescheiterte Wunder- Quarterback ist dermaßen froh darüber, noch mal eine Chance bekommen zu haben, daß er noch mehr grinst, als sonst.
OK, als ob das möglich wäre.
Aber der Wunderknabe, der keiner war, nimmt die Sache in Philadelphia sehr ernst und glaubt tatsächlich daran, daß er im Rennen um den Starterposten für die Saison ist.
Kann er auch, denn wenn man sich seine Konkurrenten ansieht, sieht man den Dauerverletzten Sam Bradford, den Butt-Fumbler Mark Sanchez und irgendwelche Sättigungsbeilagen, die niemand bestellt hat.
Obwohl Tebow vor zwei Jahren zuletzt im Kader eines NFL Teams stand, hat er sich nach eigenen Aussagen selber fit gehalten und jeden Tag trainiert.
Am gestrigen Freitag warf er seine Pässe mehr schlecht als recht. Einige zu weit, andere zu kurz, einen zu einem Verteidiger. Aber es war die erste Trainingseinheit, mit einer 11 gegen 11 Übung, da kann schon mal etwas schiefgehen.
Den Optimismus des strenggläubigen Tebows wird es nicht erschüttert haben.

Die Falcons feuerten Linebacker Prince Shembo, weil der sich gar nicht königlich benommen hat.
Der Prince wurde von seiner ehemaligen Freundin angezeigt, weil er ihren Hund mißhandelt haben soll. Das Tier, ein Yorkie, verstarb letzten Monat an den Folgen von stumpfer Gewalteinwirkung.
Shembo gab zu, den Hund getreten zu haben, als seine damalige Freundin ihn kurz in Shembos Obhut ließ.
Am gestrigen Freitag wurde Shembo verhaftet und seine Kaution auf $16.700 festgesetzt. 
Die Falcons entließen den Linebacker kurz nachdem sie von der Verhaftung erfuhren. Sie gaben bekannt, daß sie sehr enttäuscht von Shembo wären.

Matt Simms war nicht lange ohne Team. Kurz nachdem die Jets den Sohn von Super Bowl MVP Phil Simms gefeuert hatten, nahmen die Bills ihn auf.
Wie lange er in Buffalo bleiben wird, steht noch nicht fest. Sehr wahrscheinlich wird es sich für ihn nicht lohnen, die Koffer auszupacken.

Die NFL suspendierte Rams Running Back Trey Watts für die ersten vier Saisonspiele.
Er hat gegen die Drogenpolitik der Liga verstoßen.

Ist Björn Werner ein „Baller“?
Wenn er nicht so oft verletzt wäre, wäre er ein „Baller“, meinte der Deutsche Outside Linebacker bei den Colts, Björn Werner.
Was ist ein Baller?
Als Baller bezeichnet man einen Verbrecher, der es an die Spitze geschafft hat. So sagt es das „Urban Dictionary“.
Ursprünglich bezeichnete man so Ball Spieler, die von der Straße kamen, und die Millionen als professionelle Spieler einer Sportart machten. Heute wird der Begriff verwendet um alle Gangster zu beschreiben, die auf großem Fuß leben.
Aber gut, nehmen wir den ursprünglichen Begriff, den des Spielers von der Straße, der es als Profi geschafft hat an den Schotter zu kommen.
Damit wissen wir dann auch gleich, wie wir die neue HBO Serie „Ballers“ zu übersetzen haben, die demnächst über die Fernsehbildschirme flimmert, und in der es um American Football geht.
Doch zurück zu Werner.
Daß es bei ihm nicht kesselt liegt also an seinen vielen Verletzungen.
Der heute 24-jährige wurde 2013 in der ersten Runde der Draft von Indianapolis einberufen. Seitdem plagten ihn Fuß- Knie- und Schulterverletzungen.
Zwar wolle er kein großes Ding daraus machen, sagte Werner, aber seit er in die NFL gekommen wäre, wäre er nicht einmal mehr gesund gewesen.
Er hätte versucht, trotz der Schmerzen zu spielen, aber das gelang nicht wirklich.
Er sagte, daß er versteht, daß er zu wenig geliefert hat, als erster Spieler den die Colts aufnahmen. Er weiß, daß er langsam als Flop angesehen wird.
Werner hofft, daß er 2015 schmerzfrei spielen kann. Dann, so meinte er, könnte er beweisen, daß er ein „Baller“ wäre.
Eine weitere unterdurchschnittliche Saison könnte seine letzte bei den Colts sein, egal ob es an seinen Verletzungen lag oder nicht.
Doch schon der Auftakt zu den OTAs läßt nichts Gutes vermuten. Werners Schulterverletzung hält ihn an der Seitenauslinie fest.
Das sieht nicht gut aus.

Freitag, 29. Mai 2015

Kurzberichte
kelly-chip2Chip Kelly (Bild) besteht darauf, daß er kein Rassist ist.
Vor einigen Wochen hatte LeSean McCoy ihn als solchen bezeichnet. Der Running Back war von den Eagles an die Bills abgegeben worden, was ihm anscheinend nicht gefallen hat.
Als die Eagles am Mittwoch ihr erstes optionales Training abhielten, wurde Head Coach Kelly gefragt, was er zu der Anschuldigung zu sagen hätte?
Kelly antwortete, daß er großen Respekt vor McCoy hätte, jedoch in dieser Sache läge er falsch. Kelly fuhr fort, daß er sich bereits mit McCoys Agenten über die Sache unterhalten hätte, und er plane auch noch mit McCoy selber zu reden.
Unterstützung erhielt Kelly von anderen Spielern. Neuzugang DeMarco Murray meinte, daß er an seinem neuen Head Coach noch keine rassistischen Züge bemerkt hätte. Auch andere - farbige - Spieler bezeichneten Kelly als fairen und unvoreingenommenen Menschen.

Da haben die orangen Trikots mit der Aufschrift „Bleibt auf Euren Füßen“, die die Broncos vor dem ersten Training an ihre Spieler verteilten, ja mal nichts genutzt.
Left Tackle Ryan Clady verletze sich am Mittwoch am linken Knie, als er sich rückwärts bewegte bei einem Paßspielzug. Danach blieb er noch für einen weiteren Spielzug auf dem Platz, bevor er zu den Trainern ging.
Niemand glaubte so recht an etwas Schlimmes. Die ausgeführte Magnetresonanztomographie (MRI) war eigentlich nur Routine, aber sie zeigte, daß Clady sich das vordere Kreuzband gerissen hatte.
Das dürfte bedeuten, daß die Saison 2015 ohne Clady stattfinden wird. Das ist niederschmetternd, denn die Gruppe der Spieler, die den mittlerweile 39 Jahre alten Peyton Manning schützen soll, besteht aus neuen erfahrenen Spielern von anderen Teams und jungen, unerfahrenen Spielern. Clady war der einzige Offensive Lineman, der auf der selben Position spielte, wie letztes Jahr.
Die Broncos reagierten schnell. Sie verpflichteten Ryan Harris, der letztes Jahr für die Chiefs spielte. Der kennt das System von Head Coach Kubiak aus gemeinsamen Zeiten in Denver und Houston.

Siebeneinhalb Stunden dauerte die Berufungsverhandlung im Fall Greg Hardy am Donnerstag.
Der Frauenschläger hatte gegen seine 10 Spieltage dauernde Suspendierung Einspruch eingelegt.
Was bei der Verhandlung herausgekommen ist, sickerte noch nicht durch. Man kann nur hoffen, daß die Suspendierung im vollen Umfang aufrecht erhalten bleibt.

Immerhin, er kam zum Training.
Cowboys Wide Receiver Dez Bryant hat seinen Franchise-Vertrag mit dem Team noch nicht unterschrieben, der ihm 2015 $12,823 Millionen einbringen kann.
Dennoch kam er zum optionalen Training, wo er aber für sich blieb. An den Gruppenaktivitäten nahm er nicht teil.
Daß der Wide Receiver trotz der ungeklärten Vertragssituation am freiwilligen Training teilnimmt, oder besser, dort erscheint, wird in Dallas als positives Zeichen gewertet.

Archie Manning produzierte mit Peyton und Eli zwei Super Bowl MVP Quarterbacks.
Archie selber war selber nur so ein Quarterback, wie es viele gab.
Anders Phil Simms. Er war selber ein Super Bowl MVP, aber seine beiden Söhne fielen in der NFL durch.
Chris Simms hat seine „Karriere“ schon länger beendet, nun könnte Matt Simms ihm folgen. Am Donnerstag feuerten die Jets den Ersatz- Quarterback.

Adrian Peterson dreht auf.
Der Running Back der Vikings dreht fast schon durch, aber dafür fehlt dann doch noch was.
Auf Twitter zog er über die Verträge vom Leder, die für ihn nur Einseitig zu sein scheinen. Er kommt zu der Überzeugung, daß Spieler gezwungen sind, sich an existierende Verträge zu halten, während dieselben Verträge für die Teams nur Absichtserklärungen wären.
Wenn das Team entscheiden würde, man solle einer Gehaltskürzung zustimmen, oder seine Koffer packen, bliebe dem Spieler kaum etwas anderes übrig, als zuzustimmen.
Aus diesem Grund würde er, Peterson, darauf bestehen, daß die Vikings seinen Vertrag honorieren müssen.
Mittlerweile ginge es für ihn nicht mehr darum, zu einem anderen Team wechseln zu dürfen, sondern darum, daß die Vikings den Vertrag mit ihm buchstabengetreu einhalten sollen. Er möchte sicher sein, daß seine Zukunft abgesichert ist. Seine Entscheidung, nicht an den freiwilligen Trainingseinheiten teilzunehmen, wäre rein geschäftlich, nicht persönlich.
Es geht nur ums Geld, und zwar um die volle Summe, die die Vikings ihm in den Vertrag geschrieben haben, und keinen Cent weniger.
Peterson bedankte sich noch bei seinen Kollegen aus der NFL. Immerhin spielte er 2014 nur in einem Spiel und dennoch wurde er bei der Top 100 - 2015 Wahl auf Platz 62 gewählt.
Die Wahl ist ja eine eigenartige Mischung aus dem, was im Vorjahr passierte, und was man für die kommende Saison erwartet.

Donnerstag, 28. Mai 2015

Watt sacht man dazu?
watt-jj2J.J. Watt (Bild) und seine Texans sind die Hauptdarsteller der 10. Saison von „Hard Knocks“.
Sie werden bei ihren Saisonvorbereitungen von den Kameras des Senders HBO begleitet. Wenn sie Watt ins Bild bekommen wollen, müssen sie früh aufstehen, denn Watt beginnt seinen Tag um 3:30 Uhr mit einem 1.200 Kalorien-Frühstück, um um 5:30 Uhr im Trainingsraum Gewichte zu stemmen.
Ihre erste optionale Trainingseinheit haben die Texans mit einer 24-stündigen Verspätung aufgenommen, nachdem die Fluten des schweren Sturms vom Trainingsgelände abgeflossen waren.
Am Ende ist es wirklich egal, welche Teams HBO wählt. Während Hard Knocks jedes Jahr demselben Muster folgt, gilt dies auch für unsere Beziehung damit. Wir verpassen die erste Episode, weil wir nicht glauben können, daß es schon läuft.
Wir nehmen die erst Wiederholung auf, programmieren eine Serie-Aufnahme und dann müllt es unsere Rekorder zu, während wir schwören, wir sehen es uns eines Tages an bis — BUMS — es kommt der NFL-Saison-Opener und wir sehen lieber Jimmy Garoppolo und Big Ben im ersten Saisonspiel zu, als uns anzusehen ob einige ungedraftete Rookies mit Mumm es in ein Team schaffen, das uns sowieso nie interessiert hat. Wobei dieses Jahr ja noch gar nicht feststeht, ob Sport 1 US die Serie zeigt?
Wenn sie Bestandteil des NFL Pakets war, wird sie wohl nicht laufen, denn der Sender hat die Rechte an der NFL nicht mehr. Wenn der Vertrag allerdings direkt mit HBO lief, wovon nicht auszugehen ist, dann dürfte hier Watt zu sehen sein.

Kurzberichte
„Bleibt auf Euren Füßen“, stand auf den neuen orangen Trikots, die die Broncos zu den ersten OTAs überreicht bekamen.
Eine wichtige Erinnerung daran, wie man in der Vorbereitungszeit Verletzungen vermeiden kann, indem man aufrecht bleibt und nicht auf dem Boden landet.
Doch wer landete schon bei den ersten 11 gegen 11 Übungen auf dem Boden?
Der, der nun wirklich nie Hintern- Rasenkontakt haben sollte, Peyton Manning.
Der Quarterback stolperte bei einer mißglückten Ballübergabe an Running Back C.J. Anderson über die eigenen Füße.
Ein normaler Zwischenfall beim ersten Training oder doch ein Alarmsignal, daß das Lernen einer neuen Offense doch nicht das Wahre für den zukünftigen Hall of Fame Quarterback und seine Mitspieler ist?
Ich persönlich befürchte Letzteres.
Es wäre auf jeden Fall besser, wenn der neue Head Coach Kubiak sich auf Manning eingestellt hätte, als andersherum.
Manning spielt am Liebsten aus der Shotgun. Kubiak will ihn mehr direkt hinter dem Center agieren lassen. Angeblich ist das keine große Umstellung... oder doch?

Nicht zum Training der Broncos zugelassen war Antonio Smith.
Gegen den Defensive End wird wegen Kindesmißhandlung ermittelt. Deshalb zog Head Coach Gary Kubiak es vor, Smith vom Training freizustellen.
Als die Broncos Smith im März verpflichteten, ermittelte die Polizei in Houston bereits gegen den 33-jährigen. Die Broncos erfuhren allerdings erst letzte Woche von diesen Ermittlungen.

Einige Anwälte in Missouri könnten dafür sorgen, daß die Umzugspläne der Rams Wirklichkeit werden.
Sie zweifeln die Autorität des Gouverneurs Jay Nixon an, der den Bau eines neuen Stadions in St. Louis erlaubt hat. Um diesen Bau zu verhindern, haben sie eine Klage vor Gericht eingereicht.
Die Anwälte klagen gegen den, in ihren Augen, Mißbrauch von Steuergeldern.
Die Rams sind mit dem Edward Jones Dome nicht mehr zufrieden, der zu alt und unmodern geworden ist.
Da kommt es doch passend, daß Teambesitzer Kroenke ein neues Stadion in der Nähe von Los Angeles bauen wird.

Manche lernen es nie, andere noch viel später.
Zu letzteren scheint Ray McDonald zu gehören. Der frisch von den Bears gefeuerte Defensive Tackle wurde innerhalb von drei Tagen zum zweiten Mal verhaftet. Dieses Mal, weil er gegen eine einstweilige Verfügung verstieß.
Laut dieser durfte er sich der Frau, die er am Montag attackierte, nicht nähern. McDonald beachtete diese Verfügung nicht und wurde deshalb erneut verhaftet.
Man kann wohl sagen, daß man von Ray McDonald von einem ehemaligen NFL Spieler sprechen muß.

97 Jahre sind ein sehr stolzes Alter.
So alt wurde der älteste Spieler der Bears, John Siegal, ein End.
Siegal spielte alle fünf Jahre seiner NFL Karriere für die Bears. Dreimal wurde er in den Pro Bowl gewählt. 1940, 41 und 43 wurde er mit Chicago Meister der NFL.
Siegal schlief am Mittwoch friedlich ein.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Kurzberichte
roethlisb5So recht fehlt Ben Roethlisberger (Bild) die Lust auf das erste Saisonspiel gegen den amtierenden Weltmeister ohne Tom Brady.
Für Big Ben ist Brady der beste Quarterback im Football. Ihn nicht auf der anderen Seite in Uniform zu sehen, wenn die Saison angepfiffen wird, ist für Roethlisberger ein Unding. Ohne ihn wäre es einfach nicht das Wahre, meinte der Quarterback der Steelers.
Und er hat recht. Auch für uns Fans wird dieses Auftaktspiel ohne Tom Brady nicht den Wert haben, den es mit ihm hätte.
Ein Spitzenspiel ohne DEN Spitzenspieler ist halt nicht das Selbe.

Von Marshawn Lynch sprach keiner, als es darum ging die Abwesenden beim optionalen Training der Seahawks aufzuzählen. Ihn erwartete niemand. Der Running Back wäre nur erwähnt worden, wenn er sich hätte blicken lassen.
Doch das Fehlen von Quarterback Russell Wilson, Tight End Jimmy Graham und Defensive End Cliff Avril war ein Thema. Die drei fehlten alle aus „persönlichen“ Gründen.
Defensive Tackle Michael Bennett und Outside Linebacker Bruce Irvin fehlten ohne Angabe von Gründen.
Avril trauert um seinen verstorbenen Vater. Graham war auf der Beerdigung seines Managers in Miami. Dort wurde er begleitet von Wilson, der auch zur Beerdigung von Avrils Vater gehen wird, in einigen Tagen.
Bei Bennett und Irvin geht es ums Geld. Beide sind nicht zufrieden mit ihren Verträgen.

Für eine Überraschung sorgte Ndamukong Suh. Der Defensive Tackle hatte zwar am ersten freiwilligen Training der Dolphins vor einigen Tagen teilgenommen, war danach aber nicht mehr gesehen worden.
Am ersten Tag der OTAs tauchte er tatsächlich auf dem Trainingsplatz auf. Die Anwesenheit des Einhundertvierzehnmillionendollarspielers sorgte dafür, daß die Dolphins eine einhundertprozentige Anwesenheit ihrer Mannschaft vermelden konnten.
Das ist sehr selten bei den NFL Teams in dieser Phase der Saisonvorbereitung.

 

In Cleveland steht Johnny Manziel verständlicherweise im Fokus der Presse, die zum Training zahlreich erschien.
Manziel legte sichtbar Trainingsfleiß an den Tag. Er entwischte den Verteidigern, warf seine Pässe und sprach nach jeder Aktion mit seinen Trainern.
Mit den Pressevertretern sprach er nicht. Das tat Safety Donte Whitner. Er sagte der Presse, daß Manziel langsam kapiert, worauf es in der NFL ankommt. Er würde langsam verstehen, wie ernst es in der Liga zugeht.
Head Coach Mike Pettine wollte keine Wertung zu dem abgeben, was Manziel auf dem Trainingsplatz gezeigt hat. Er sagte nur, daß der Quarterback bei den Zusammenkünften sehr engagiert wäre.
Immerhin haben die Browns, anders als Kevin Costner im Film „Draft Day“, den Problem- Quarterback einberufen, während Costner den Fehler in letzter Sekunde abwenden konnte, und der Film ein glückliches Ende nahm.
Ob es für die Browns noch zu einem Happy End mit ihrem bisherigen Draft-Flop kommt, werden wir weiter beobachten.

 

Die Texans mußten ihre angesetzten OTAs absagen. Houston ertrank in den Fluten eines schweren Sturms, der die texanische Großstadt heimsuchte.
Erst wenn die Lage sich wieder beruhigt hat, und die Fluten abgeflossen sind, werden die Trainingseinheiten beginnen.
Colin Kaepernick machte einen dämlichen Scherz über die Katastrophe in Houston. Der Quarterback der 49ers schrieb auf seiner Twitterseite: „Ich habe euch gewarnt, daß der #7turm kommt“. Kaepernicks Trikotnummer ist die 7.
Kurz darauf entschuldigte er sich dafür. Er hätte nicht gewußt, wie schlimm der Sturm war, und wie viele Opfer er gekostet hatte.

Bei den 49ers zeigte er nicht das, was man von ihm erwartet hatte. Für San Francisco gilt Wide Receiver A.J. Jenkins, den sie 2012 in der ersten Runde aufnahmen, als Draftflop.
In seiner Rookiesaison spielte er nur in drei Spielen. Nur ein Paß ging in seine Richtung, und den ließ er fallen.
Nachdem er zu den Chiefs abgegeben wurde, fing er für Kansas City in zwei Saisons 17 Pässe für 223 Yards.
Was Dallas sich von ihm verspricht, erschließt sich einem nicht so ganz.

Dienstag, 26. Mai 2015

Kurzberichte
peterson-adrian4Adrian Peterson (Bild) hat den Vikings mitgeteilt, daß er nicht an den optionalen Trainingseinheiten (OTA) teilnehmen wird. Die beginnen am Dienstag und dauern drei Tage.
Das ist aber nicht ungewöhnlich, denn auch in der Vergangenheit nahm der Running Back nicht an den OTAs teil.
Ausnahme war letztes Jahr, als der neue Head Coach Mike Zimmer das Team kennenlernen wollte.
Wie ernst es Peterson damit ist von den Vikings wegzukommen, sieht man, wenn man weiß, daß er auf einen Trainingsbonus von $250.000 verzichtet. Die Vikings aber wollen ihn weiterhin unbedingt behalten. Der Vertrag des Running Backs läuft noch drei Jahre und bringt ihm 2015 $12,75 Millionen ein.
Wenn Peterson die anstehenden Pflicht-Trainingseinheiten ausläßt, wird es für ihn finanziell sehr heftig, denn dann drohen ihm hohe Geldstrafen.

„Befreit Tom Brady“, heißt es bei den Patriots Fans.
Über 100 Fans sollen es gewesen sein, die sich vor dem Gillette Stadion einfanden, und die Plakate und Spruchbänder mit der Aufschrift „Free Tom Brady“ hochhielten.
Eine recht hübsche junge Frau hielt ein Plakat hoch, auf dem stand: „Brady`s Balls are pefect“, was man durchaus auch sehr Zweideutig interpretieren könnte.

Die Bears reagierten schnell. Sofort nachdem sie am Pfingstmontag davon erfuhren, daß Ray McDonald wegen häuslicher Gewalt und Gefährdung eines Kindes verhaftet wurde, feuerten sie ihren Defensive Tackle ohne zu zögern.
Die Polizei gab bekannt, daß McDonald eine Frau angriff, die ein Baby im Arm hatte.
Die Bears gaben eine kurze Erklärung ab. In der hieß es, daß sie McDonald eine zweite Chance geben wollten. Sie wären sehr enttäuscht, daß der Defensive End diese Chance nicht genutzt hätte und dem Standard der Bears nicht entsprochen hätte.
Gegen McDonald wird bereits in weiteren Fällen ermittelt. Diese trugen sich zu, als er noch bei den 49ers unter Vertrag war.
Ob er unter diesen Umständen ein neues Team finden wird, ist fraglich.

Jim Schwartz wird Schiedsrichterflüsterer.
Der ehemalige Head Coach der Lions arbeitet demnächst als Berater in der Schiedsrichterabteilung der NFL. Schwartz soll den Zebras dabei die Regeln und deren Auslegungen aus der Sicht eines Head Coaches kommentieren.
Zuletzt arbeitete Schwartz als Defensive Coordinator der Bills. Nachdem er dort entbehrlich wurde, fand er kein neues Team, das ihn anstellen wollte.

Gary Kubiak sieht viel Arbeit auf sich und die anderen Head Coaches der Liga zukommen.
Der Head Coach der Broncos will einen Teil der Vorbereitungszeit darauf verwenden, Zweipunkteumwandlungen zu üben, und zu üben, wie man diese mit der Defense verteidigt.
Die neuen Extrapunktregeln werden eine Menge Zweipunkteversuche auslösen, ist Kubiak sicher.
Ob es wirklich so kommt, werden wir ja sehen. Kubiak will darauf vorbereitet sein.

Samstag, 23. Mai 2015

Kurzberichte
mcfadden2Die Dallas Cowboys haben sich nicht in Ruhe zurückgelehnt, weil sie Darren McFadden als Nachfolger für DeMarco Murray verpflichtet haben.
Können sie auch nicht, denn der oft verletzte Ex- Raiders Running Back hält keine ganze Saison durch.
Also testen sie weitere Läufer. So war ihr ehemaliger Nr. 1 Pick aus der Draft von 2008 am Donnerstag in Dallas, zusammen mit Ben Tate, der von den Texans und sogar den Browns als unbrauchbar abgestempelt wurde. 2014 hatte Tate es nach den Brown noch bei den Vikings und den Steelers probiert, und wurde jedesmal wieder nach Hause geschickt.
Ob einer der beiden bei den Cowboys landet, ist kaum anzunehmen.

Die Miami Dolphins sind optimistisch, daß Branden Albert zum Saisonbeginn wieder einsatzbereit ist.
Der Left Tackle hatte sich im letzten November das vordere und hintere Kreuzband gerissen. Vor seiner Verletzung war er auf Pro Bowl Kurs.
Alberts Reha ist voll im Zeitplan aber die Vorbereitungszeit wird wohl noch ohne ihn stattfinden.

Reggie Bush trägt wieder einen goldenen Helm.
Der Running Back, der 2006 von den Saints einberufen wurde, ist nach Abschnitten bei den Dolphins und den Lions, bei den 49ers gelandet.
Mit seinen 30 Jahren möchte er noch mal als Puntreturner arbeiten, sagte er. Zuletzt hat er vor drei Jahren Punts zurückgetragen. 2008 punktete er bei dreien seiner 20 Punts, die er für New Orleans zurücktrug.

Freitag, 22. Mai 2015

Kurzberichte
shula
Und weiter geht das muntere Klagen gegen die NFL: Dieses Mal sind es die Schmerzmittel, die Ex-Spieler veranlassen, die Liga auf ordentlich Schmerzensgeld zu verklagen.
13 Kläger sind es, die Klage eingereicht haben, Tausende werden sich anschließen, wie man vom Prozeß um die Kopfverletzungen weiß.
Doch dieses Mal werden nicht nur die Teams angeklagt, sondern auch einzelne Trainer. Dolphins Head Coach Don Shula (Bild) z.B. steht mit auf der Liste derer, die vor den Kadi gezerrt werden.
Er, und viele seiner Kollegen, sollen Spielern wissentlich über lange Zeiträume abhängig machende Schmerzmittel gegeben haben, um sie schnell wieder einsatzbereit zu machen.
Bei der NFL kommt eben keine Langeweile auf, auch wenn keine Saison ist. Deshalb ist NFL ja die Abkürzung für „Nichts Für Langeweiler“.

Die NFL hat Marcell Dareus für das erste Saisonspiel gesperrt.
Der Defensive Tackle der Bills hat gegen die Drogenrichtlinien der Liga verstoßen.

Die Broncos haben davon erfahren, daß gegen Antonio Smith ermittelt wird.
Der Defensive End steht unter dem Verdacht der Kindesmißhandlung. Ein Staatsanwalt in Texas hat die Ermittlungen gegen Smith eingeleitet.
Noch wurde der Defensive End nicht verhaftet oder angeklagt.
Die Broncos wollen abwarten, bis sie weitere Informationen haben, bevor sie eine Stellungnahme abgeben.

Die Klage gegen Ray Rice wurde eingestellt. Der Running Back der Ravens war angeklagt, seine damalige Verlobte in einem Aufzug KO geschlagen zu haben.
Da Rice an allen Anti-Aggressions-Seminaren teilgenommen hat, und auch sonst alle Auflagen des Gerichts erfüllte, stellte Richter Michael Donio das Verfahren gegen ihn ohne Auflagen ein.

Das Geheimnis um die Verletzung von Derek Carr ist gelüftet.
Der Quarterback der Raiders ist am rechten Ringfinger verletzt. Eine Operation wäre aber nicht nötig, gab Carrs Agent Tim Younger bekannt.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Kurzberichte
smith-geno3In New York wird es keine Quarterback –Rivalität geben. Bei den Giants ja sowieso nicht, aber auch bei den Jets steht der Starter fest.
Der neue Head Coach Todd Bowles hält einen Kampf um den Posten des Starters zwischen dem unterdurchschnittlichen Geno Smith (Bild) und dem noch viel unterdurchschnittlicheren Ryan Fitzpatrick für nicht angebracht.
Bei seiner Wahl zwischen Not und Elend entschied er sich für Smith als Starter.
Bei der Ansicht der Spiel-Filme hätte er eine Menge Talent in Smith entdeckt, sagte Bowles der Presse nach dem zweiten Trainingstag.
Welche Filme das waren, und wo er dieses Talent entdeckt haben will, das verriet er leider nicht.
In zwei Saisons bei den Jets vervollständigte Smith nur 57,5% seiner Pässe für 5.571 Yards und 25 Touchdowns bei 34 Interceptions.
Da Talent zu entdecken, ist schon eine besondere Fähigkeit.

Bei den Giants gab es einen Rückschlag für die O-Line.
Left Tackle Will Beatty hat sich einen Brustmuskel gerissen und muß operiert werden. Wenn überhaupt, wird er erst spät in der Saison wieder einsatzbereit sein.

Beim Treffen der Teambesitzer in San Francisco gab Commissioner Roger Goodell bekannt, daß Teams, die nach Los Angeles umziehen möchten, vor dem Ende der regulären Saison 2015 ihren Willen kundtun sollen. Innerhalb von sechs Wochen sollten die Teams sich melden.
Das Zeitfenster für die Willensbekundung dürfte zwischen dem 1. Januar und 15. Februar liegen.
Sollte Los Angeles bis 2018 ein neues Stadion und ein NFL Team bekommen, dann könnte 2020 dort ein Super Bowl ausgetragen werden, fuhr der Commish fort.

Zur NFL im Ausland führte Goodell zunächst Mexico an. Das letzte Spiel dort fand 2005 statt.
Zu dem Plan ein Spiel in Deutschland auszutragen, der ja vor Wochen ins Gespräch gebracht wurden, sagte er nichts. Lediglich der Plan, einen Pro Bowl in Brasilien auszutragen und die Fernsehberichterstattung im Ausland zu intensivieren, wurde von ihm angeführt.

Die Plätze 80 bis 71 der von den NFL Spielern selber ausgestellten Bestenliste wurden bekanntgegeben.
Da findet sich Cam Newton. Der Quarterback der Panthers machte einen tiefen Fall von Platz 24 auf Platz 73.
Das spiegelt aber das tatsächliche Geschehen bei den Panthers im letzten Jahr wider, als sie eine unterirdische 7-8-1 Saison ablieferten.
Ein „leicht“ überbezahlter Quarterback, der 2014 gar nicht auf der Liste erschien, landete 2015 auf Platz 77, Matt Ryan von den Falcons.
Er landete 2013 noch auf Platz 17, bevor er im Jahr danach völlig aus den Top-100 verschwand.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Kurzberichte
ballEndlich, die NFL hat die Automatik aus dem Extrapunkt verbannt.
Die Teambesitzer einigten sich darauf, den Ball beim Extrapunkt nicht mehr auf die Zweiyardslinie zu legen, sondern auf die 15. Damit wird der Versuch zu einer 33 Yards Angelegenheit, die nicht mehr automatisch bei jedem Kick zum Extrapunkt führen wird.
Doch auch die Defense kann von der neuen Regel profitieren, denn wenn sie den Ball blockt und in die gegnerische Endzone zurückträgt, bekommt sie zwei Punkte.
Wird sich durch die 13 zusätzlichen Yards viel ändern?
Nicht sehr viel. Von der zwei setzten die Kicker 99,5% ihrer Schüsse durch die Stangen, bei Field Goal Versuchen aus 33 Yards erzielten sie immer noch eine Quote von 94%.
Beim Zweipunkteversuch wird der Ball wie bisher an die Zweiyardslinie gelegt.
Die Abstimmung ging mit 30:2 sehr deutlich aus. Nur Oakland und die Redskins stimmten dagegen.
Zwar heißt es, daß die neue Regel zunächst nur für die Saison 2015 gilt, aber die meisten Teambesitzer gehen davon aus, daß die Regel fest installiert bleiben wird.

Um den Frieden in der NFL nicht zu gefährden, wird Patriots Besitzer Robert Kraft die Strafe gegen sein Team nicht anfechten.
Kraft will das nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen. Doch als loyales Mitglied der Teambesitzergemeinschaft sagte er, daß es reicht, wenn Tom Brady gegen sein Urteil in Berufung geht, und nötigenfalls vor Gericht ziehen wird.
Kraft will nicht noch mehr Unruhe in die Liga bringen. Ein Kampf zwischen ihm und Roger Goodell hätte Unfrieden in die Reihen der Teambesitzer bringen können.

Beim Treffen der Teambesitzer ging es natürlich auch um den „Running Gag“ Los Angeles.
Aber außer der Erkenntnis, daß es zwei neue Stadien im Raum Los Angeles geben könnte und vielleicht zwei Teams dorthin umziehen könnten, konnte nicht Neues in Erfahrung gebracht werden.
Vor dem Hotel, in dem die Delegation der Raiders untergebracht war, protestierten einige Fans in vollen Fan-Outfits dafür, daß ihr Team in Oakland bleiben sollen.

New Orleans, Atlanta, Süd Florida und Tampa haben sich um die Ausrichtung der Super Bowls 2019 und 2020 beworben.
Wer wann zum Zug kommt, wird noch entschieden.

Raiders Quarterback Derek Carr kann wegen einer Verletzung nicht am Training teilnehmen.
Welcher Art die Verletzung ist wurde nicht bekanntgegeben.

Dienstag, 19. Mai 2015

Kurzberichte
tannehill-ryan2Den Dolphins ist ihr bestenfalls durchschnittlicher Quarterback für die nächsten sechs Jahre $95 Millionen wert.
Diese Summe boten sie Ryan Tannehill (Bild), der dann auch sofort seine Unterschrift unter den Vertrag setzte.
Damit ist klar, daß die beiden guten Quarterbacks aus der Klasse von 2012, Andrew Luck und Russell Wilson, die noch auf ihre Vertragsverlängerungen warten, mit deutlich höheren Bezügen rechnen können.
Luck und Wilson haben ihre Teams in die Playoffs gebracht und Wilson sogar schon zum Super Bowl Sieg. Davon ist der Quarterback der Dolphins dann doch Lichtjahre entfernt. Miami war 2008 zuletzt in den Playoffs.
Die Verlängerung für Tannehill rechnet sich so: Zwei Jahre läuft sein Rookievertrag noch, für den er noch $18,255 Millionen erhält. Die Verlängerung läuft über vier Jahre für $77 Millionen, von denen $45 Millionen garantiert sind.

Justin Smith hat fertig.
Der Defensive Lineman der 49ers gab bekannt, daß er seine Karriere nach 14 Jahren beendet.
Zwar hatten die Verantwortlichen der Niners gehofft, daß Smith noch eine Saison dranhängt, aber der angeschlagene Körper des Linemans spielt nicht mehr mit.
Smith spielte sieben Jahre für die Bengals und sieben Jahre für die 49ers.
In seiner Karriere erzielte er 87 Sacks. Die teilt er mit jeweils genau 43 ½ zwischen den Bengals und den 49ers auf.

Die Teambesitzer treffen sich in dieser Woche wieder.
Bei ihren Gesprächen wird es um Los Angeles gehen, und darum, wie man die automatischen Extrapunktversuche etwas spannender gestalten könnte?
Besonders spannend wird das Aufeinandertreffen von Patriots Teambesitzer Robert Kraft mit dem NFL Vorsitzenden Roger Goodell sein.
Die beiden galten bis vor Kurzem als allerbeste Freunde und Vertraute.
Das ist Vergangenheit.

Dean Spanos bleibt der Besitzer der San Diego Chargers, und auch ihr Vorsitzender, aber das Tagesgeschäft wird er nicht mehr leiten.
Das gab er ab an seinen Sohn A.G. Spanos.

Odell Beckham jr. versteht nicht, warum Footballspieler so wenig verdienen?
Der Wide Receiver der Giants ziert das Cover des neuen Madden Videospiels, und sprach sich in einem Interview für bessere Gehälter für Footballspieler aus.
Immerhin wäre Football ein sehr körperlicher Sport, und deshalb müßten die Spieler deutlich mehr verdienen, als Basketball oder Baseballspieler, die sich eher selten oder gar nicht berühren.
Football wäre kein Kontaktsport sondern ein Kollisionssport.
Zwar hätten die Basketballspieler über 80 Spiele pro Saison und die Baseballspieler auch etwas in der Richtung, aber als Spieler der populärsten Sportart der USA müßte man deutlich mehr verdienen, als die Spieler anderer Sportarten.
Im Football wäre die Verletzungsgefahr auch ungleich höher, als anderswo.
Das Durchschnittsgehalt in der NFL betrug 2013 etwa $2 Millionen. Das wäre zu wenig, meint Beckham. Auch wenn die Kader im Football doppelt so stark wären, wie im Baseball und viermal so stark wie im Basketball, sollte der einzelne NFL-Spieler mehr bekommen, als es heute der Fall ist.

Montag, 18. Mai 2015

Kurzberichte
pettine-mikeSieh an, Mike Pettine (Bild) scheint langsam zu begreifen, was es heißt, Head Coach eines NFL Teams zu sein.
Der Head Coach der Browns hat angekündigt, daß er sich ab jetzt mehr um die Offense des Teams kümmern will. Er sagte, daß er das Playbook seines Offensive Coordinators John DeFilippo lernt, wie einer seiner Spieler im ersten Jahr.
Pettine hat als Assistenztrainer bis zu seinem Job in Cleveland nur auf der defensiven Seite des Balles gearbeitet. Daß er von Offense Null Ahnung hat, sieht man allein schon an der Auswahl seiner Quarterbacks.
Aber wenn er jetzt auch mal lernen möchte, was die Offense denn so macht, dann kann ja nichts mehr schiefgehen.

Guck mal, wer zum Training kommt.
Orlando Scandrick hatte die bisherigen freiwilligen Trainingseinheiten bestreikt, um einen besseren Vertrag aus den Cowboys zu erpressen. Dieser Plan scheint aufgegangen zu sein, denn aus der Chefetage hört man, daß der Cornerback einen nicht geringen Aufschlag zu seinen $1,5 Millionen bekommen soll, die ihm 2015 zugestanden hätten.
Die Gespräche zwischen den Cowboys und Scandricks Agent sollen recht erfolgreich verlaufen.

Keine einzige Trainingseinheit hat Tom Brady bisher verpaßt.
Obwohl um den Quarterback der Patriots in der dämlichen Deflategate-Sache ein immenses Bohei herrscht, hat er sich von der Ausübung seines Jobs nicht abhalten lassen.
Das scheint so eine Art Trotzreaktion zu sein, denn es ist eher selten, daß Brady so früh im Jahr an allen freiwilligen Trainingseinheiten teilnimmt.

Dennis Pitta ist optimistisch, daß er 2015 für seine Ravens wird spielen können.
Der Tight End hatte sich in zwei Saisons hintereinander die Hüfte gebrochen. Seine Reha würde dem vorgegebenen Zeitplan entsprechend verlaufen, und das mache gäbe ihm Hoffnung, sagte er.
Ob er wirklich bereits zum Saisonstart einsatzbereit sein wird, steht aber noch nicht fest.

Im Alter von nur 25 Jahren verstarb Adrian Robinson jr. am Samstag.
Der Linebacker spielte 2012 in 12 Spielen für die Steelers. In der ersten Hälfte der Saison 2013 spielte er für die Broncos, als diese den suspendierten Von Miller ersetzen mußten.
Die Todesursache wurde nicht bekanntgegeben.

Samstag, 16. Mai 2015

Kurzberichte
goodell-rogerWie erwartet wird Roger Goodell (Bild) selber die Berufungsverhandlung im Fall Tom Brady führen.
Die Spielergewerkschaft hat zwar um einen neutralen Schlichter gebeten, aber der Bitte wurde nicht stattgegeben.
Die NFLPA argumentierte damit, daß die NFL und Ted Wells sich dem Urteil eines neutralen Schlichters stellen sollten, wenn sie der Meinung wären, daß in dem Bericht genügend Gründe für eine Verurteilung vorhanden wären.
Währenddessen haben Anwälte der Patriots den Wells-Report in Grund und Boden argumentiert und für absolut lächerlich erklärt.
Die Patriots haben noch Zeit bis zum 21. Mai, um ihrerseits Einspruch gegen die Millionenklage und den Verlust zweier Wahlmöglichkeiten in den nächsten Drafts einzulegen.
Mit den Gegenargumenten ihrer eigenen Anwälte, werden sie das wohl auch machen und notfalls vor ein ordentliches Gericht ziehen.

Während also das im Grunde lächerliche Deflategate weiter Wellen schlägt, zeigt die NFL, daß sie recht wenig Humor hat. NFL heiß ja nicht umsonst Not For Laughs.
Der Verkauf von Patriots Shirts mit der Nr. 12 und der Namensaufschrift „Deflator“ wurde von der Liga untersagt. Einige Fans, die die Patriots und Tom Brady anscheinend nicht so sehr mögen, hatten Shirts mit der Aufschrift bestellt. Doch der Hersteller durfte sie nicht ausliefern.

Die Buccaneers waren ja sehr zufrieden mit ihrem Spieler, den sie als ersten in der Draft einberiefen.
Auch von den Titans hörte man jetzt gutes vom ersten Training ihrer Nr. 1. Marcus Mariota.
Head Coach Ken Whisenhunt zeigte sich nach dem Training am Freitag beeindruckt von seinem Rookie- Quarterback.
Whisenhunt sagte, daß der Frischling das Playbook schon recht gut kennen würde.
Wie bereits erwähnt... am ersten Spieltag spielen die Buccaneers gegen die Titans.

Garo Yepremian verstarb im Alter von 70 Jahren.
Der ehemalige Kicker der Dolphins wurde unfreiwillig Berühmt, als er sich in einem Super Bowl einen völlig mißratenen Paß erlaubte, nachdem der Kickversuch zuvor schon mißlungen war.
Er erlag am Freitag einem Krebsleiden, das im Mai 2014 diagnostiziert wurde.
Yepremian stammt aus Zypern und kam mit 22 Jahren in die USA. In der NFL spielte er von 1966 bis 1981.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Kurzberichte
madden16Und der Sieger ist... Odell Beckham Jr.
Der Wide Receiver der Giants wird das Cover von Madden 16 zieren.
Das haben die Fans so entschieden. Sie waren aufgerufen, den Titelhelden zu wählen.
Beckham setzte sich im Finale gegen Rob Gronkowski durch, den Tight End der Patriots.
Beckham ist der erste Spieler der Giants, der es auf das Cover des Kultspiels geschafft hat, und mit 22 Jahren ist er der jüngste. Bleibt zu hoffen, daß ihm der Madden-Fluch erspart bleibt, denn immer wieder mal zogen sich Spieler, die es auf den Titel geschafft hatten, nachher Verletzungen zu, oder durchlitten eine unterdurchschnittliche Saison.

„Nimm Dir einen Anwalt und schlag die NFL vor einem ordentlichen Gericht.“ Diesen Rat gab Jonathan Vilma Tom Brady.
Und der ehemalige Linebacker der Saints weiß, wovon er redet. Im Kopfgeld-Skandal wurde er von Roger Goodell für die gesamte Saison 2012 suspendiert. Vilma ging vor Gericht und gewann den Kampf gegen den Sonnengott der NFL. Goodell mußte die Untersuchung des Skandals an seinen Vorgänger Paul Tagliabue abgeben. Der reduzierte dann die Strafen fast aller Beteiligten.
Brady soll nun auch diesen Weg gehen, denn die Spielergewerkschaft hat es versäumt, Goodell im aktuellen Tarifvertrag etwas von seiner Macht zu nehmen. Goodell selber, oder ein von ihm eingesetzter Handlanger, ist auch der Verhandlungsführer wenn die Einsprüche der Spieler verhandelt werden. Aus diesem Grund glaubt Vilma nicht, daß die NFLPA für Brady bei Goodell eine kürzere Suspendierung herausholen kann.
Vor einem ordentlichen Gericht müßte die NFL echte Beweise vorlegen, um Bradys Suspendierung zu rechtfertigen. Nur das Gefühl des Chefs der Untersuchungskommission, Ted Wells, daß Brady wohl eher als nicht davon gewußt haben könnte, daß seine Bälle nicht den erforderlichen Luftdruck hatten, dürfte vor Gericht als Beweis nicht ausreichen.
Aus Bradys Lager gab es bisher keinen Kommentar zum Vorschlag von Vilma.

Die Broncos werden ihren Besitzer ehren. Pat Bowlen wird am 1. November, in der Halbzeit des Sunday Night Spiels gegen Green Bay, in den Ring der Ehre aufgenommen.
In der Zeit seit 1984, in der Bowlen das Team besitzt, gewannen die Broncos 61% ihrer Spiele, kamen 17 mal in die Playoffs, spielten in sechs Super Bowls und gewannen zwei davon.
Die Leitung des Teams mußte er vor einigen Monaten abgeben, da er an Alzheimer leidet.

Kyle Arrington unterschrieb in Baltimore.
Der Cornerback war vor einigen Tagen von den Patriots gefeuert worden. Die Ravens gaben ihm einen Dreijahresvertrag. Über die Finanzen wurde nichts verlautbart.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Fanatics freut sich
bradys-trikotFanatics ist der offizielle Hersteller der NFL-Fan-Trikots. Die Firma freut sich über den seit Montag glatt verdoppelten Absatz an Tom Brady Trikots.
Die Nr. 12 der Patriots war schon vorher eines der bestverkauften Trikots, doch seit Montag legen sich wohl viele Fans ein zweites oder gar drittes Trikot zu.
Währenddessen tobt der Grabenkrieg zwischen dem Brady-Lager und Ted Wells und der NFL.
Bradys Agent Don Yee kritisierte den Abschlußbericht von Wells, in dem kein einziger Beweis aufgeführt war, daß Brady tatsächlich von den luftleeren Bällen wußte. Weiter kritisierte Yee, daß der Bericht wohl von oben beeinflußt worden wäre. Wells kritisiert Yee dafür, daß er ihn kritisiert.
Wells Kommentar zu seinem Bericht: „Die Schlußfolgerungen in dem Bericht geben die unabhängige Meinung von mir persönlich und meinem Team wider. Diese Schlußfolgerungen wurden in keiner Weise von irgendjemandem im Liga-Büro beeinflußt.“
Die enge Freundschaft zwischen Patriots-Besitzer Robert Kraft und NFL Commissioner Roger Goodell soll seit Montag am Boden zerschmettert sein, wie man hört.
Die beiden hatten eine besondere Beziehung, die es so nicht zwischen einem anderen Teambesitzer und dem Sonnengott Goodell gibt.
Ein Patriots-Fan hat einen Spendenaufruf gestartet, um die eine Million Dollar zusammenzubekommen, die das Team als Strafe zahlen muß.
Nur mal so als Hinweis: Eine Million Dollar hat der Milliardär Kraft bestimmt immer in seiner Geldbörse für spontane Ausgaben. Wir sollten dem Spendenaufruf nicht folgen.
Brady hat bereits Einspruch gegen die Strafe eingelegt. Der Fall könnte Mitte Juni verhandelt werden.
Mittlerweile überlegt auch Robert Kraft, ob er Einspruch gegen die Strafe einlegen soll?
Zunächst hatte er ja angekündigt, die Strafe zu akzeptieren.

Kurzberichte
Die Dolphins haben bei den Verhandlungen mit Ndamukong Suh nichts falsch gemacht.
Obwohl Details über den Vertrag Suhs bereits an die Öffentlichkeit kamen, bevor die Parteien überhaupt miteinander hätten verhandeln dürfen, kam die Liga nach reiflicher Überprüfung zu dem Schluß, daß die Dolphins nichts manipuliert haben.
Suh unterschrieb seinen $114 Millionen-Vertrag erst, nachdem die Transferperiode begonnen hatte. Damit wäre alles in Ordnung.

Wird Justin Smith 2015 spielen oder nicht?
Diese Frage wollen die 49ers geklärt haben. Deshalb will sich General Manager Trent Baalke in dieser Woche mit dem 35 Jahre alten Defensive Lineman treffen.
Smith sagte, daß er sich körperlich gut fühlen würde, aber das wäre um diese Jahreszeit immer so. Das Gefühl würde von Spieltag zu Spieltag schlechter.
Und Smith hat ordentlich was aushalten müssen. In seiner Karriere, die 2002 begann, startete nur in zwei Spielen nicht.
Baalke hofft, daß er Smith noch zu einer Saison überreden kann.

Die Lions verpflichteten Lance Moore für ein Jahr.
Der Wide Receiver spielte acht Jahre für die Saints und letztes Jahr für Pittsburgh.
2014 fing er nur 14 Pässe für 198 Yards und 2 Touchdowns.

Die Jaguars zeigten, daß sie volles Vertrauen in die noch unbewiesenen Fähigkeiten von Dante Fowler haben.
Obwohl der Rookie- Linebacker sich sofort am ersten Trainingstag ein Kreuzband riß, gaben sie ihm am Dienstag den maximal möglichen Vertrag für Rookies.
Für seine ersten vier Jahre wird er $23,5 Millionen bekommen. Die Summe ist voll garantiert und enthält keine Klauseln.

Dienstag, 12. Mai 2015

Der Schwachsinn hat einen Namen... N F L
brady-tom-fertigTom Brady (Bild) hat von der NFL eine Suspendierung für vier Spiele aufgebrummt bekommen.
Noch mal zum Mitdenken - weil er in E-Mails an seine Zeugwarte davon geschrieben hat, daß die Bälle ihm nicht griffig genug wären.
Eine Verurteilung, weil der Quarterback der Patriots eventuell, unter Umständen und möglicherweise davon gewußt haben könnte, daß die Angestellten des Teams die Bälle für ihn nicht mit dem erforderlichen Luftdruck aufgepumpt haben.
Auf Grund der Beweislage, die gar keine Beweislage ist, wurden Brady und das Team hart bestraft. Dem Leiter der Untersuchungskommission, Ted Wells, war es nicht gelungen, irgendeinen handfesten Beweis zu liefern. Auch wenn Wells 243 Seiten vollschrieb mit heißer Luft, konnte er nichts, gar nichts, und überhaupt nichts beweisen. Vor Gericht hätte ein Anwaltsgehilfe Wells zerpflücken können.
Wells nimmt an, daß Brady von den Manipulationen wußte. Wells nimmt weiter an, daß diese Manipulationen auch vorher schon begangen wurden. Wells nimmt es Brady übel, daß der zu keiner Aussage bereit war.
Der Fall würde als Lachschlager in die Lehrstoffe angehender Anwälte eingehen.
Aber die NFL meint, daß die Beweise ausreichen um, A) Tom Brady für vier Spiele zu suspendieren, B) Dem Team eine Strafe über $1 Million aufzuerlegen, und C) den Patriots in der Draft 2016 die Wahlmöglichkeit in der ersten und 2017 in der vierten Runde zu streichen.
Die Strafen für das Team kann man noch akzeptieren. Vielleicht haben Angestellte des Clubs, ob auf Anweisung oder nicht, die Spielgeräte manipuliert. Man weiß es ja nicht. Kann also sein. Oder eben nicht. Na, vielleicht doch.
Die Strafe aber gegen Brady ist vor Allem in der Höhe nicht gerechtfertigt. Frauenschläger kamen da oft mit weniger davon.
Natürlich hat der zukünftige Hall of Fame Quarterback Einspruch gegen die Strafe eingelegt. Die Liga aber wird, vor Allem weil es um die Patriots geht, die ja nun weiß Gott keine Unschuldslämmer sind, um jede Stunde der Suspendierung mit Klauen und Zähnen kämpfen.
Teambesitzer Robert Kraft hat angekündigt, die Strafe durch die Liga zu akzeptieren, auch wenn es keine Beweise dafür gäbe, daß irgend jemand irgend etwas verbotenes getan haben könnte. Die Höhe der Strafe allerdings hält Kraft, völlig verständlich, für völlig überzogen, vor Allem, weil es eine Strafe ist, die nicht auf Beweisen beruht.
Die Zeugwarte John Jastremski und James McNally wurden trotzdem von Kraft am Montag auf unbestimmte Zeit ohne Bezahlung suspendiert. Die beiden können nicht ohne die Zustimmung der Liga wieder aktiviert werden.
Ob Brady schon vorher wieder aktiviert wird?
Kaum!
Warum nicht?
Weil seine Suspendierung bis zum 12. Oktober dauert, bis nach Woche fünf, da New England in Woche vier Spielfrei hat.
Und in Woche sechs lautet das Sunday Night Spiel: New England at Indianapolis. Ein wunderschöner Zufall, ist es nicht?
Diese ganze aufgeblasene Sache bleibt von vorne bis hinten Schwachsinnig.

Kurzberichte
Wer ist Jimmy Garoppolo?
Gute Frage, oder?
Jimmy Garoppolo ist der Quarterback der New England Patriots in den ersten vier Saisonspielen gegen die Pittsburgh Steelers, Buffalo Bills, Jacksonville Jaguars und Dallas Cowboys.
Bis auf die Jaguars sind das alles ernstzunehmende Gegner, die auf kompromißlose Verteidigungen setzen. Ja, auch die Bills, die mit Rex Ryan als Head Coach einen neuen Chef haben, der weiß, wie man mit der Offense der Patriots umzugehen hat.
Keine leichte Aufgabe für Garoppolo, der allerdings als Nachfolger Bradys gehandelt wird. Mit 37 Jahren könnte Bradys Ruhestand bald kommen.
Garoppolo wurde 2014 in der zweiten Runde der Draft von den Patriots einberufen.
Er kam in sechs Spielen kurz zu Einsätzen und vervollständigte 19 seiner 27 Pässe für 182 Yards und 1 Touchdown, ohne Interception.

Die Patriots verpflichteten Fred Davis.
Der Tight End spielte zuvor für die Redskins. 2014 spielte er gar nicht, weil er wegen wiederholten Drogenmißbrauchs suspendiert war.

Auch wer im Knast sitzt, kann noch Straftaten begehen.
Aaron Hernandez wurde angeklagt, weil er Zeugen bedroht haben soll.
Der ehemalige Tight End der Patriots (ist heute wohl eine Patriots-Sonderausgabe) wurde letzten Monat wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt.
Opfer der Bedrohung war ein Zeuge der Ermordung zweier Männer, die Hernandez 2012 in Boston erschossen haben soll. Der Prozeß steht noch an.
Der Name des Bedrohten wurde nicht bekanntgegeben, aber es handelt sich vermutlich um Alexander Bradley. Der verlor ein Auge, als er von Hernandez ins Gesicht geschossen wurde. Demnächst steht noch ein Zivilprozeß in dieser Sache an.

Da schau mal einer an. Die ganzen Militärgeschisssachen bei NFL Spielen, und auch anderen Sportligen, sind gar nicht aus patriotischen Gefühlen heraus geboren. Das Militär bezahlt die Ligen für diese nervigen Auftritte und verbucht das Ganze dann unter Kosten für die Rekrutierung neuer Soldaten, also kurz, bezahlte Werbung.
Und das ist einem Senator des amerikanischen Kongresses jetzt sauer aufgestoßen. Senator Jeff Flake aus Arizona verlangte, daß das Militär die Kosten für diese Veranstaltungen offenlegt. Er will wissen, wie viel Geld der Steuerzahler auf diese Weise an die Sportorganisationen gezahlt wird.
Nur so als Beispiel: Die New Jersey Army National Guard zahlte den New York Jets von 2011-14 $377.000 dafür, daß während einiger Spiele die Soldaten auf den Stadionmonitoren gezeigt werden und man etwas ehrenvolles über sie per Lautsprecher verbreitet.
Also, das nächste Mal, wenn die Kameras mal wieder Soldaten in Uniform bei einem Spiel zeigen, wissen wir, daß das bezahlte Werbung ist.

Montag, 11. Mai 2015

Kurzberichte
manziel-johnny02„Großartig, phantastisch, eindrucksvoll“ sind nun wirklich nicht die Worte, die man erwartet, wenn Johnny Manziel (links) beschrieben wird. Und doch benutzte Browns Offensive Coordinator John DeFilippo genau diese Worte, als er gefragt wurde, wie der Sorgenkind- Quarterback sich denn so macht?
Die Einstellung zu seinem Job scheint sich bei Manziel tatsächlich grundsätzlich geändert zu haben.
Wurde er letztes Jahr um diese Zeit herum fotografiert, wie er in einem Pool auf einem aufblasbaren Schwan mit einer Champagnerflasche in der Hand herumtrieb, so sieht man ihn dieses Jahr seit zwei Wochen fast nur im Gebäude der Browns. Für DeFilippo ist das ein sicheres Zeichen, daß der Flop der vorletzten Draft wirklich ein NFL- Quarterback werden will.
Doch um die Offense der Browns anzuführen muß er an Josh McCown vorbei. Der hat momentan das Kommando über die Offense übernommen und macht den Eindruck, als wäre er sicher, daß der Job des Starters seiner ist.
Doch Johnny Football könnte ihm auf den Fersen bleiben, wenn er seine Einstellung zu seinem Job, seinem Leben, wirklich geändert bekommt. Ob das so ist, bleibt abzuwarten.

Vier Wide Receiver warten auf den großen Zahltag und belauern sich dabei gegenseitig. Jeder der vier erwartet, daß er in die Gehaltsregionen von Calvin Johnson vorstoßen kann. Der unterschrieb 2012 einen Achtjahresvertrag über $132 Millionen bei den Lions.
Dahin wollen auch Julio Jones (Falcons), A.J. Green (Bengals), Dez Bryant (Cowboys) und Demaryius Thomas (Broncos).
Jones und Green gehen in die letzte Saison ihrer Rookieverträge.
Bryant und Thomas haben beide das Franchise-Etikett anhaften und sind nicht glücklich darüber.
Diese vier belauern sich nun. Wer unterschreibt als erster einen neuen Vertrag, und wie viel wird er dafür kassieren?
Der nächste der unterschreibt, wird dann mehr wollen als sein Vorgänger. Ob einer der vier mehr bekommen wird, als Megatron, ist fraglich, aber in der heutigen Zeit nicht undenkbar. Sicher ist, daß jeder der vier der bestbezahlte Receiver der Liga werden will.

Sonntag, 10. Mai 2015

Kurzberichte
kelly-chip2Eagles Head Coach Chip Kelly (Bild) hat versucht, Marcus Mariota zu bekommen. Er soll Kontakt mit den Buccaneers aufgenommen haben, um vom 20. Platz in der Draft auf die erste Position kommen zu können.
Doch egal, was auch immer Kelly den Buccaneers geboten haben mag, sie wollten Jameis Winston und waren absolut nicht an einem Platztausch interessiert.
Ob er danach noch Kontakt zu den Titans aufgenommen hat, die Mariota, wie erwartet an zweiter Stelle einberiefen, ist nicht bekannt. Doch auch sie werden so fixiert auf Mariota gewesen sein, wie die Bucs auf Winston.
So stehen die Eagles weiterhin ohne NFL-tauglichen Quarterback da.
Anders die Buccaneers. Nach dem ersten Training der Rookies soll General Manager Jason Licht mit einem breiten Lächeln im Gesicht zu seinem Auto gegangen sein. Er war offensichtlich zufrieden mit dem, was Winston gezeigt hatte.

Auch die Seahawks gehören zu den Teams, die sich bewußt für einen Problemspieler entschieden haben.
Die Buccaneers nahmen den moralisch sehr zweifelhaften Jameis Winston, die Cowboys den Marihuana-Fan Randy Gregory und Seattle entschied sich für Frank Clark.
Der Defensive End von Michigan war angeklagt wegen häuslicher Gewalt. Die Staatsanwältin erlaubte ihm, die Anklage auf ein minderschweres Vergehen herunterzustufen. Dafür mußte er sich freiwillig in eine Therapie begeben.
Bei den Gesprächen mit den Seahawks hinterließ Clark einen positiven Eindruck, so daß sie den Defensive End gegen Ende der zweiten Runde einberiefen.
So viel zu dem Versprechen der NFL Teams, sehr viel sorgsamer auszuwählen, wen sie verpflichten und wen nicht.
Immerhin führte der Vorfall, den Clark in einem Hotelzimmer mit seiner damaligen Freundin hatte dazu, daß die Wolverines ihn aus dem Team schmissen.

Letztes Jahr hat Titans Head Coach Ken Whisenhunt sein offensives System durchgezogen. Er hat dabei drei Quarterbacks und 16 verschiedene Kombinationen der O-Line verschlissen. Er hatte einen Plan, und den verfolgte er bedingungslos.
Es hat nichts genutzt.
Da die Spieler sein System nicht umsetzen konnten, will er dieses Jahr mal versuchen, ob er sich umstellt und ein System findet, für das seine Spieler geeignet sind.
Mit Marcus Mariota haben die Titans (mal wieder) ihren Quarterback für die Zukunft gefunden. Whisenhunt muß beweisen, daß er mit ihm gewinnen kann, sonst ist seine Zukunft in Tennessee bald Vergangenheit.
Der Head Coach muß also ein System finden, das seinem Rookie- Quarterback hilft. Anstatt Mariota ein neues System aufzuzwingen, in dem der Frischling versagt, muß Whisenhunt sich auf Mariotas Stärken einstellen.
Für manche Head Coaches ist es schwer, von ihrem Konzept abzuweichen und sich auf das einzustellen, was die Spieler können.
Mal sehen, wie das bei den Titans klappt, denn Whisenhunt ist ein Anhänger der Pässe aus der Pocket, Mariota ist der agile, lauffreudige Quarterback. Auch sein Vorgänger hatte diesen Stil drauf, und Jake Locker wurde nicht der Pocket Passer, den Whisenhunt wollte.
Zwei Welten prallen aufeinander.

In der kommenden Woche wird das Strafmaß für Tom Brady bekanntgegeben.
Der Quarterback der Patriots wird eine Suspendierung erhalten, weil er möglicherweise, vielleicht und unter Umständen davon gewußt haben könnte, daß sein Zeugwart die Bälle für ihn nicht mit dem erforderlichen Luftdruck aufgepumpt hat.
Man darf gespannt sein, wie hoch das Strafmaß im Vergleich mit Frauenschlägern, besoffenen Autofahrern und Drogenkonsumenten ausfallen wird.

Am zweiten Tag der Minicamps für die Rookies gab es bereits die zweite Saisonbeendende Verletzung.
Die Broncos entschieden sich in der dritten Runde für Tight End Jeff Heuerman von Ohio State. Am Samstag nahm er am Training der Special Teams teil, und riß sich dabei ein Kreuzband.
Dabei hatten die Broncos das Training schon in eine Halle verlegt, weil es draußen recht winterlich und der Trainingsplatz zu rutschig war.
Heuerman hat diese Vorsichtsmaßnahme nichts geholfen.

Wes Welker wurde von einem Gehirnerschütterung-Spezialisten für einsatzbereit erklärt.
Der Wide Receiver spielte letztes Jahr eine unterdurchschnittliche Saison für die Broncos, gemessen an seinen Maßstäben.
Momentan ist der 34-jährige ohne Team, aber er hofft, daß sich das bald ändert.

Samstag, 9. Mai 2015

Kurzberichte
wilson-russell3Die Seahawks haben Probleme damit, einen Vertrag mit Russell Wilson (Bild) zustande zu bringen. Beim Vertragspoker sollen die beiden Seiten einige 10 Millionen auseinander liegen.
Seattle scheut sich, den Wahnsinn mitzumachen, mit dem andere Teams sich geschwächt haben. Viele Teams, die ihren Quarterbacks dreistellige Millionenbeträge in den Rachen werfen, haben sich damit geschwächt, weil sie andere wichtige Leistungsträger nicht mehr bezahlen konnten.
Das wollen die Seahawks vermeiden. Ihr Angebot an Wilson soll Gerüchten zufolge bei nur $80 Millionen liegen. Wilson soll mehr an $120 Millionen denken.
Er spielte in seinen ersten drei Jahren in der NFL bereits in zwei Super Bowls und gewann einen. Er hat in dieser Zeit mehr Spiele gewonnen, als irgendein anderer Quarterback vor ihm. Er spielte für ein Taschengeld, weil er erst in der dritten Runde der Draft rekrutiert wurde. Jetzt möchte er abkassieren.
Die Seahawks wollen sich nicht schwächen.
Da bleibt es spannend.

Michael Bennett und die Seahawks wollen sich eigentlich nicht trennen. Der Defensive End jedenfalls möchte Seattle nicht verlassen, aber er möchte mehr Geld verdienen. Die $32 Millionen für vier Jahre, von denen 16 Millionen garantiert sind, sind ihm nicht genug.
Allerdings ist Bennett erst im zweiten Jahr dieses Vertrags.
Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hat er einige Trainingseinheiten ausfallen lassen.

Es war einmal... da hätte ein an Nr. 1 einberufener Quarterback für die Summe von $24,35 Millionen pro Jahr gar nicht erst die Footballschuhe angezogen.
Jameis Winston muß für $24,35 Millionen für vier Jahre spielen.
Doch das Märchen um Winston hat ganz gut begonnen. Nur Stunden nachdem die Buccaneers ihn gedraftet hatten, unterschrieb er schon seinen Vertrag.
Am ersten Tag des Rookie-Trainingslagers war er der erste auf dem Gelände und begrüßte seine frischgebackenen Kollegen per High Five.
Und am ersten Tag des Trainings zeigte Winston dann auch gleich, daß er tatsächlich ein guter NFL Quarterback werden kann.
Nachdem er mit Offensive Coordinator Dirk Koetter bis ein Uhr Nachts das Playbook studiert hatte, konnte er vieles von dem Neugelernten bereits umsetzen. Beobachtet wurde er von über 50 Medienvertretern. Die sahen zwar einige eiernde Pässe, aber welcher NFL Quarterback wirft die nicht an seinem ersten Trainingstag?
Was auffiel war, daß Winston sofort das Kommando übernahm. Für einen Quarterback unerläßlich.
Die Verantwortlichen, die dem Problemspieler eine Chance gaben, werden sich zufrieden selbst auf die Schultern geklopft haben.

Schon am ersten Tag des Rookie-Trainings gab es die erste saisonbeendende Verletzung zu beklagen.
Die Jacksonville Jaguars nahmen Defensive End Dante Fowler als dritten Spieler in der Draft auf. Und der zog sich beim ersten Training einen Kreuzbandriss zu.
Das Unglück passierte bei einer 11 gegen 11 Übung, als er Right Tackle Watts Dantzler blockte.
Die Jaguars hatten gehofft, mit Fowler einen Grundpfeiler für die Defense gefunden zu haben. Er sollte vom ersten Spieltag an starten.
Das wird sich jetzt ein Jahr verzögern.

Cowboys Defensive Lineman Josh Brent hat seine Karriere zum zweiten Mal beendet.
Das erste Mal trat er 2013 in den Ruhestand, nachdem er im besoffenen Kopf einen Autounfall baute, bei dem sein Beifahrer und Teamkollege Jerry Brown getötet wurde. Brent mußte sechs Monate ins Gefängnis.
2014 beendete er den Ruhestand und kam zu den Cowboys zurück. Als brauchbarer Spieler erwies er sich nicht gerade und er sah seinen Kollegen auf dem Platz mehr zu, als daß er selber spielte.
Am gestrigen Freitag erklärte der 27-jährige, daß er erneut seine Karriere beendet.

„Ich sage Ihnen das, so langsam wie ich kann,“ begann Peyton Manning eine Antwort auf die Frage nach diesem dämlichen Deflategate. „Tom ist mein Freund, er wird immer mein Freund sein. Ich weiß nicht, was passiert ist. Mehr habe ich nicht für Sie.“
Danach konnte Manning dann endlich das Kinder-Krankenhaus in Indianapolis betreten, für das der Quarterback der Denver Broncos als Spendenbeschaffer Geld sammeln möchte.
Als Colts Head Coach Chuck Pagano das erste Training seiner Rookies leitete, wurde er natürlich auch gefragt, ob er zu Deflategate was zu sagen hätte? Er antwortete: „Wirklich, wir haben uns weiterbewegt. Wir konzentrieren uns jetzt auf diese jungen Leute, unsere Frischlinge. Da wollen wir genau sehen, was wir haben.“
„Laßt die Sache ruhen und laßt Tom großartig sein,“ twitterte San Francisco 49ers Quarterback Colin Kaepernick (und traf damit den Nagel genau auf den kopf).

Freitag, 8. Mai 2015

Kurzberichte
brady-tom-AFC-ChampNoch ein kurzes Wort zu Deflategate.
Wie war das noch?
Im Forum hat uns new england feyenoord noch mal daran erinnert: 1. Halbzeit 17:7 mit Bällen ohne Luft... 2. Halbzeit 28:0 mit aufgepumpten Bällen.
Patriots und Brady Hasser stürzen sich natürlich mit Elan auf den „Skandal“, aber daran, daß Tom Brady (Bild) in die Hall of Fame kommen wird, ändert der Quatsch nichts.
Gestern saß der Quarterback der Patriots in einer schon länger geplanten Fernsehshow und mußte natürlich Fragen zu Deflategate beantworten.
Er tat das mit der professionellen Abgebrühtheit eines Politikers. Er redete viel, sagte aber nichts. Eine Eigenschaft, die man sich wohl im Lauf der Jahrzehnte aneignet, wenn einem bei jedem Schritt ein Mikro vor die Nase gehalten wird.
Noch wisse er nicht, wie er sich fühle, sagte Brady dem Interviewer. Er hätte ja erst vor 30 Stunden erfahren, daß er der Schuldige wäre. Sobald er wüßte, wie er sich fühlt, würde er das mitteilen.
Teambesitzer Robert Kraft gab eine Erklärung heraus, in der er mitteilte, daß er von dem Ergebnis der Untersuchungskommission sehr Enttäuscht wäre.
Nach drei Monaten der Untersuchung hätte die Kommission keine brauchbaren Beweise gefunden. Man hätte keinen Schuldigen präsentieren können. Statt dessen hätte man ein paar E-Mails zwischen Tom Brady und einem Zeugwart als Beweis angeführt, daß der Quarterback für den Fall verantwortlich sein KÖNNTE.
OK, wurden doch wieder ein paar Worte mehr zu diesem schlechten Witz.

Lael Collins hat schnell ein NFL Team gefunden.
Die Dallas Cowboys gaben dem Offensive Lineman von LSU einen Vertrag.
Collins wurde bei der Draft übergangen, weil er aus Chicago nach Baton Rouge geflogen war, um von der Polizei vernommen zu werden. Eine schwangere Frau, mit der Collins mal zusammen war, war brutal ermordet worden, und auch das Baby, das zunächst hatte gerettet werden können, starb kurz darauf.
Doch Collins wurde nur als Zeuge vernommen, nicht als Verdächtiger. Für die Tatzeit hatte er ein Alibi. Die Daten seines Handys zeigten, daß er meilenweit vom Tatort entfernt war. Zeugen bestätigten, daß auch Collins dort war, wo sein Handy war.
Dallas gab dem Offensive Lineman einen Dreijahresvertrag über $1,65 Millionen, die sie ihm auch garantierten.

Im Februar 2014 wurde Fred Davis auf unbestimmte Zeit suspendiert. Der Tight End war damals in Diensten der Redskins, und er war zum wiederholten Mal der Einnahme verbotener Substanzen überführt worden.
Am gestrigen Donnerstag hob die NFL die Sperre auf.
Ob der 29-jährige ein neues Team findet, ist fraglich. Ein Redskin ist er jedenfalls nicht mehr.
2011 finge er für die Redskins 59 Pässe für 796 Yards und 3 Touchdowns.
Danach fing er in drei Jahren 31 Pässe für 395 Yards und 1 Touchdown.

Die Giants trennten sich von Kevin Ogletree.
Der Wide Receiver spielte 2014 in sieben Spielen als Ersatzmann für den verletzten Victor Cruz. Zwar bekam er im Februar noch mal einen Einjahresvertrag, doch den hoben die Giants gestern auf.

Linebacker Kamerion Wimbley hat seine Karriere beendet.
Das gab der 31-jährige am gestrigen Donnerstag bekannt.
In seinen neun Jahren in der NFL spielte er für die Browns, die Raiders und zuletzt für die Titans.

Vikings Left Tackle Matt Kalil wurde an beiden Knien operiert.
Letztes Jahr war er eine große Enttäuschung für die Vikings, weil er nicht annähernd die Leistung brachte, die man sich von ihm erhofft hatte. Schuld daran war eine Operation an einem Knie vor der Saison.
Ob er dieses Jahr, nach Operationen an beiden Knien, den Erwartungen entsprechen kann, ist sehr fraglich.
Nach einer tollen Rookiesaison 2012 spielte Kalil im Pro Bowl. Danach gingen seine Leistungen zurück. Trotzdem zogen die Vikings ihre Option auf das fünfte Jahr des Tackles.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Deflategate
brady-tom-sb49-mvpDer Skandal um die nicht voll aufgepumpten Bälle im Playoffspiel der Patriots gegen Indianapolis gilt als aufgeklärt, und Tom Brady (Bild) ist wohl schuld.
Die Anschuldigung gegen den zukünftigen Hall of Fame Quarterback klingt allerdings windelweich: „Tom Brady hatte zumindest Kenntnis von den inadäquaten Aktivitäten.“
Eine richtige Schuldzuweisung müßte anders klingen.
Dennoch folgte der Aufschrei sofort, und viele fordern eine zwei Spiele dauernde Suspendierung Bradys. Andere gehen sogar noch weiter und wollen den Head Coach, den Teambesitzer und das ganze Team bestraft sehen. Die Patriots wären Pfuscher und wenn man sie jetzt nicht bestrafen würde, würden sie weiterpfuschen.
Geldstrafen und Suspendierungen für Teambesitzer Kraft und Head Coach Belichick wären noch das mindeste. Die Streichung einer Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft soll es sogar werden.
Und das nur, weil der Quarterback die Bälle so hat aufpumpen lassen, wie es ihm angenehm war. Beweise gegen Belichick und Kraft wurden nicht gefunden.
In E-Mails, die zwischen Brady und Zeugwart Jim McNally hin und hergingen, beschwerte sich der Quarterback immer wieder mal über Bälle, die nicht so aufgepumpt waren, wie er sie bevorzugt.
Auf Grund dieser E-Mails steht Bradys Schuld für den Chef der Untersuchungskommission, Ted Wells, fest.
Für Tom Brady Sr., Tom Bradys Vater, steht fest, daß das Ganze zu einem „Framegate“ wurde, einem „Verleumdungsgate“.
Tom Brady Sr. zweifelt keine Sekunde an der Integrität seines Sohnes. Für ihn ist der Fall klar. Für seinen Sohn gälte nicht, daß man so lange Unschuldig ist, bis die Schuld bewiesen ist, sondern sein Sohn wäre so lange Schuldig bis er seine Unschuld bewiesen hätte.

Kurzberichte
Am heutigen Donnerstag wird Ed Reed als Baltimore Raven in den Ruhestand treten.
Der Safety spielte 11 seiner 12 Jahre in der NFL für die Ravens. Er trug 64 Interceptions für 1.590 Yards zurück und führt damit die NFL an.
Nach einer farblosen Saison 2013 zunächst in Houston und danach noch für die Jets, fand er 2014 kein Team mehr.
Heute beendet der 36-jährige seine Karriere offiziell.

Lael Collins ist nicht der Vater des ermordeten Babys. Das steht nach dem DNA Vergleich fest.
Der ehemalige Offensive Tackle von LSU gilt weiterhin nicht als Verdächtiger. Das bekräftigte ein Polizeisprecher aus Baton Rouge erneut, als er das Untersuchungsergebnis bekanntgab.

„Es gibt einen Grund, warum er sich von allen schwarzen Spielern trennt,“ sagte LeSean McCoy über seinen ehemaligen Head Coach bei den Eagles, Chip Kelly.
Der Running Back wurde überraschend an die Buffalo Bills abgegeben und scheint das noch nicht ganz verkraftet zu haben.
Einen Beweis seiner Aussage blieb er schuldig. Er sagte: „Unsere Beziehung war nie wirklich toll. Ich habe ihn als Trainer immer respektiert. Ich denke, das ist die Art, wie er sein Team führt. Er will die volle Kontrolle. Man sieht, wie schnell er die guten Spieler losgeworden ist. Vor allem alle die guten schwarzen Spieler. Von ihnen entledigte er sich am schnellsten. Das ist die Wahrheit. Es gibt einen Grund. … Es ist schwer, das zu erklären. Aber es gibt einen Grund warum er sich der schwarzen Spieler entledigte — die guten — einfach so.“
Quarterback Nick Foles fiel der Axt des Head Coaches aber auch zum Opfer und der ist Weiß.
Warum also sagte Jackson das?
Will er nachtreten, weil er sich schlecht behandelt fühlt und deshalb ein „Rassismusgate“ lostreten?

San Francisco 49ers Linebacker Ahmad Brooks wurde wegen sexueller Gewalt angezeigt.
Die Frau, die Brooks anzeigte, führt bereits einen Prozeß gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Ray McDonald.
Nachdem dieser von der Klägerin im März angezeigt wurde, trennten die 49ers sich sofort von ihm. Zur Zeit ist McDonald bei den Bears unter Vertrag.
Brooks soll die Frau gemeinsam mit McDonald vergewaltigt haben. Warum Brooks zunächst nicht von der Klägerin erwähnt wurde, ist nicht geklärt.
Von den 49ers war noch kein Kommentar dazu zu hören.

Das NFL Network hat wieder seine Serie „Top 100“ gestartet. Hier bestimmen die Spieler der Liga, wen sie am meisten schätzen.
Und für viele gab es in der ersten Ausgabe einen Schock, als die Spieler von Platz 100 bis 91 bekanntgegeben wurden.
Auf Platz 97 tauchte ein Einhundertmillionendollar- Quarterback auf, Joe Flacco von den Baltimore Ravens.
Obwohl er zu den bestbezahlten Spielern der Liga gehört, halten seine NFL Kollegen offensichtlich nicht sehr viel von ihm.
Flaccos Reaktion auf die Klatsche ist nicht bekannt. Bekannt ist die Reaktion von Adam Vinatieri. Der Kicker der Colts landete auf Platz 98, freut sich aber darüber, daß er es als Kicker überhaupt in die Liste geschafft hat.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Kurzberichte
palmer-carson-carddinalsCarson Palmer (Bild) ist zurück im Training.
Der Quarterback der Cardinals riß sich im November ein Kreuzband und hat seine Reha abgeschlossen.
Der 35-jährige trainierte sofort mit der ersten Mannschaft und soll als Starter in die Saison gehen.

Eine Woche vor seinem 31. Geburtstag gab John Carlson bekannt, daß er seine NFL Karriere beendet.
Der Tight End der Cardinals hat mehrere Gehirnerschütterungen erlitten, und hält es für besser, sich keine weitere mehr auf dem Footballplatz zuzuziehen.

„An zweiter Stelle nahmen die Tennessee Titans Marcus Marioto,“ sagte Roger Goodell. Und dafür entschuldigte er sich kurz darauf bei Marcus Mariota.
Der hatte den kleinen Versprecher der Commissioners gar nicht mitbekommen, und wußte überhaupt nicht, warum der Chef der NFL ihn angerufen und sich entschuldigt hatte.
Mariota war ja nicht in Chicago bei der Draft anwesend. Er feierte mit Freunden und Verwandten Zuhause auf Hawaii. In dem Lärm, der dort herrschte, ging das O am Ende seines Namens völlig unter.
Aber natürlich hat er Goodell verziehen, der am Telefon ziemlich verlegen wirkte, wie MariotA sagte.

Jetzt wird natürlich überlegt, wie die beiden Quarterbacks, die in der Draft zuerst ihre Teams fanden, vermarktet werden können.
Da sieht es für Jameis Winston gar nicht so gut aus. Ein Marktforschungsinstitut hat geforscht und geforscht, und fand heraus, daß Mariota und Winston einen ziemlich gleichen Bekanntheitsgrad haben. Winston allerdings rangiert in Sachen Beliebtheit etwa auf dem Niveau von Johnny Manziel, Janet Jackson und Donald Trump, also sehr sehr weit unten.
Marcus Mariota, aktueller Gewinner der Heisman Trophäe, rangiert sehr weit oben, auf einer Stufe mit Roger Staubach, Aaron Rodgers und Sandra Bullock.
Aber das dürfte eigentlich egal sein. Die interessierten Firmen werden beide mit lukrativen Werbeverträgen ausstatten.

Kaum auf einen Werbevertrag hoffen kann Randy Gregory.
Der Defensive End hat eine unrühmliche Koks-Vergangenheit. Die aber hinter ihm läge, wie er betonte.
Die Dallas Cowboys haben hoch gepokert, als sie Gregory in der zweiten Runde der Draft aufnahmen. Sie hoffen, daß er der Mann ist, der endlich in die Fußstapfen von DeMarcus Ware treten kann.
Der Defensive End selber betont, daß er noch nicht Erwachsen genug war, als er sich Marihuana reinzog. Auch heute wäre er noch nicht wirklich Erwachsen, aber er würde an sich arbeiten. Und um von den Drogen wegzukommen, würde es nur Willenskraft brauchen, und die hätte er. Schon seit längerem hätte er kein Marihuana mehr verkonsumiert.

Auf Twitter kündigte Bruce Irvin an, daß er nicht daran glaubt, daß die Seahawks ihre Option auf sein fünftes Jahr ziehen würden.
Damit hatte er recht, und der Linebacker flippte auf Twitter völlig aus, und kritisierte die Entscheidung sehr hart.
Doch vielleicht ist Irvin gar nicht so unersetzlich, wie er anscheinend von sich selber glaubt?
In seinen drei Jahren in Seattle erzielte er im Durchschnitt 5,5 Sacks pro Saison. Im Umgang mit den Medien kann er ein wandelndes Pulverfaß sein, wie seine Twitterseite beweist.

Am Montag verstarb Marv Hubbard im Alter von 68 Jahren an den Folgen seines Prostatakrebses.
Hubbard spielte von 1969 bis 75 als Running Back für die Raiders. Danach spielte er eine Saison in Detroit.
In seiner Karriere erzielte er 4.544 Laufyards und 23 Touchdowns. Er fing zusätzlich 85 Pässe für 628 Yards und 1 Touchdown.
Dreimal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Dienstag, 5. Mai 2015

Die Draft 2015, das Nachbeben
Da war doch noch wer?
Richtig... Mr. Irrelevant!
Als letzter Spieler in der Draft 2015 wurde LSU Tight End Gerald Christian von den Cardinals einberufen.

mariota-winstonAnsonsten lassen wir die Zeit zeigen, wer von den Frischlingen irrelevant ist, und wer nicht.
Die zwei Frischlinge (Bild), auf die das Hauptaugenmerk fallen dürfte, spielen dann auch sofort gegeneinander.
Im Loser Bowl, der direkt am ersten Spieltag stattfindet, wird dann auch die Frage beantwortet, warum die NFL dieses Spiel zu einem 22:25 Uhr Spiel gemacht hat.
Zu dieser Zeit setzt die Liga normalerweise Spiele an, die in der westlichen Zeitzone ausgetragen werden, oder die als wichtig angesehen werden. Aber da die Tennessee Titans mit ihrer zweiten Wahl in der Draft, Marcus Mariota, bei den Tampa Bay Buccaneers mit ihrer ersten Wahl, Jameis Winston, antreten, ist dieses Spiel der beiden Fußabtreter der Saison 2014 ein zumindest interessantes Spiel. Es wird erwartet, daß sowohl Winston als auch Mariota als Starter auflaufen werden. In weiser Voraussicht, wurde dieses Spiel also auf einen prominenten Sendeplatz gelegt.
Beide Teams haben in der letzten Saison jeweils nur zwei Spiele gewinnen können. Ein Team wird nach Woche eins 2015 schon mal die Hälfte dieser Siege auf dem Konto haben.
Jameis Winston scheint übrigens auch Baseball-Fan zu sein, genau wie Russell Wilson.
Die Buccaneers jedenfalls schrieben eine Klausel in Winstons Vertrag, die es dem Quarterback verbietet, professionell Baseball zu spielen.

Lael Collins, der in der Draft kein Team fand, das ihn einberufen wollte, hat bereits zu einigen Teams Kontakt aufgenommen.
Der ehemalige Offensive Tackle von LSU hätte eigentlich in der ersten Runde ein Team finden sollen.
Doch ein Mord stand dem im Weg.
Die Polizei von Baton Rouge, Louisiana, wollte Collins vernehmen, weil eine im achten Monat schwangere Frau, mit der befreundet gewesen sein soll, brutal ermordet wurde.
Brittney Mills wurde mit mehreren Schüssen in den Bauch getötet. Das Baby, das zunächst lebend gerettet werden konnte, verstarb einige Tage später.
Auch wenn die Polizei immer wieder bekräftigte, daß Collins nur als Zeuge, nicht als Verdächtiger befragt werden sollte, schien das die Teams abzuschrecken.
Ein mutmaßlicher Vergewaltiger als Nr. 1, das war gerade noch so OK, aber Mord, das war dann anscheinend doch zu heftig.
Collins wurde am Montag vernommen und verließ das Polizeigebäude zusammen mit seinem Anwalt als freier Mann.
Collins soll die ermordete Schwangere seit September nicht mehr gesehen haben. Zur Tatzeit soll er ein Alibi haben.
Am Montagabend wurden Collins und Bills Head Coach Rex Ryan in einem Restaurant in Baton Rouge gesehen, wo sie gemeinsam zu Abend aßen.
Collins wird wohl, wenn er wirklich nicht angeklagt wird, als Free Agent ein Team finden. Denn nach der Draft ist für die Teams vor der Free Agent Jagd. Die New Orleans Saints sollen bereits 13 verpflichtet haben.
Als Free Agent würde Collins einen Dreijahresvertrag unterschrieben, der deutlich unter dem liegt, was er als rekrutierter Spieler hätte bekommen können. Wenn er unter den 15 ersten Spielern gewesen wäre, die einberufen wurden, hätte er wenigstens $4 Millionen als Unterschriftenbonus bekommen können. Als Free Agent sind es nur $90.000. Etwa $1,5 Millionen an garantiertem Gehalt kann ein Free Agent in den ersten drei Jahren verdienen.
Doch Free Agents können bereits nach zwei Jahren einen neuen Vertrag aushandeln, rekrutierte Spieler erst nach frühestens drei Jahren.

Kurzberichte
Gegen 49ers Fullback Bruce Miller wird keine Anklage wegen häuslicher Gewalt erhoben.
Bei einem Streit mit seiner Verlobten im März in der Tiefgarage eines Hotels ging es lautstark zu. Miller wurde verhaftet.
Nach gründlicher Untersuchung des Vorfalls kam die Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis, daß Miller nur wegen Sachbeschädigung in einem minderen Fall angeklagt wird.
Er hatte das Handy seiner Verlobten gegen eine Wand geschleudert. Zwar hatte er die Frau geschubst, aber sie sagte aus, daß sie nicht verletzt wurde.
Die 49ers gaben bekannt, daß sie noch nichts dazu sagen wollten, da sie den Bericht der Staatsanwaltschaft noch nicht kennen würden.

Die Texans verlängerten den Vertrag mit Whitney Mercilus.
Der Outside Linebacker bekommt für weitere vier Jahre $26 Millionen, von denen 10,5 Millionen garantiert sind.

Die Cowboys haben bereits viel Spaß mit Greg Hardy. Jetzt wollen sie versuchen, den Defensive End am zwitschern zu hindern.
Ein Panthers Fan stellte am Freitag ein Bild von Kelvin Benjamin und Devin Funchess auf Twitter ein und bezeichnete die beiden neuen Teammitglieder, die in Runde eins und zwei gedraftet wurden, als „Die Zwillingstürme“.
Hardy antwortete auf diesen Beitrag mit der Frage: „Wurden die Zwillingstürme am 11.9. nicht in die Luft gejagt, LOL?“
Witze über 9/11, wie es nach amerikanischer Lesart heißt, kommen auch 2015 noch nicht gut.
Die Cowboys wollen jetzt versuchen, daß Hardy weniger in den sozialen Netzwerken aktiv ist. Und wenn er schon etwas von sich geben will, dann nicht gar so abgrundtief geistloses, wie dieses.
Hardy müsse verstehen und einsehen, daß er sich unter einem Mikroskop befindet und genauer beobachtet wird, als andere Spieler, sagte Teambesitzer Jerry Jones.
Jones mußte genug Kritik einstecken, nachdem er den Frauenschläger verpflichtet hatte. Die Hoffnung, daß es nach und nach ruhiger um diese skandalöse Verpflichtung werden würde, erfüllt sich bisher nicht.
Den 12.600 Twitterern, die ihm folgten, sagte Hardy am Sonntag aber jedenfalls Lebe wohl.

Die Dallas Cowboys werden ihre Option auf das fünfte Jahr von Morris Claiborne nicht ziehen.
Der Cornerback konnte die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Nach dem er 2014 auf die Bank verbannt wurde, spielte er den Beleidigten und verließ das Trainingsgelände. Tage später riß er sich eine Patellasehne, und seine Saison war vorzeitig beendet.
Von 50 möglichen Spielen hat der Cornerback 21 verpaßt und fing nur drei Pässe ab.
Mit der Einberufung von Cornerback Byron Jones wurde Claiborne entbehrlich.

Auch die Buccaneers waren nicht zufrieden, mit einem ihrer Spieler aus Runde eins der Draft von 2012.
Sie gaben bekannt, daß sie die Option auf das fünfte Jahr von Running Back Doug Martin nicht ziehen werden.
Mit 1.454 Yards und 11 Touchdowns in seiner Rookiesaison begann die Karriere des „Muscle Hamsters“ vielversprechend. In den zwei Saisons danach erreichte er jeweils nur noch weniger als 500 Yards.

Bruce Irvin glaubt nicht, daß die Seahawks ihre Option auf die fünfte Saisons für ihn ziehen werden.
Das jedenfalls gab der Outside Linebacker auf seiner Twitterseite bekannt.
Head Coach Pete Carroll allerdings sagte noch vor Kurzem, daß er Irvin behalten möchte.

Vier sind noch im Rennen.
Vier Spieler können es noch auf das Cover des neuen Madden Videospiels schaffen.
Patriots Tight End Rob Gronkowski, Cardinals Cornerback Patrick Peterson, Giants Wide Receiver Odell Beckham Jr. und Steelers Wide Receiver Antonio Brown sind die Spieler, die John Madden für würdig befindet.
Bis zur Bekanntgabe, wer es geschafft hat, dauert es noch ein wenig.

Montag, 4. Mai 2015

Die Draft 2015 ist Geschichte.
winston-jameis2Es gab keine Überraschungen. An Nr. 1 nahmen die Tampa Bay Buccaneers Jameis Winston (Bild), die Tennessee Titans nahmen danach Marcus Mariota.
Diese beiden Quarterbacks werden als sofortige Starter erwartet, da beide Teams auf dieser Position ansonsten niemand von Wert beschäftigen.
Die Nr. 1, Jameis Winston, hatte es eigenartig eilig, seinen Vertrag zu unterschreiben.
Nur einen Tag nachdem die Buccaneers sich für ihn entschieden hatten, unterschrieb er schon seinen Rookievertrag über vier Jahre und $23,35 Millionen. Darin enthalten ist ein Bonus von $16,7 Millionen für seine Unterschrift.
So schnell wurde wohl selten eine Nummer eins mit seinem Team einig.

Nach langen Jahren wurde mal wieder ein Running Back in der ersten Runde der Draft einberufen, und dann wurden es sogar zwei. An neunter Stelle nahmen die St. Louis Rams Todd Gurley aus Georgia.
An 14. Stelle nahmen die San Diego Chargers Melvin Gordon aus Wisconsin.
Man merkt so langsam, daß es ganz ohne funktionierendes Laufspiel in der NFL doch nicht so recht klappt.

Die New Orleans Saints haben wohl mal auf das Alter ihres Quarterbacks gesehen und gemerkt, daß Drew Brees doch schon 36 ist. In der dritten Runde entschieden sie sich deshalb an Stelle 75 für Quarterback Garrett Grayson von Colorado State. Der hatte eigentlich erwartet früher ein Team zu finden. Er selber dachte sogar daran, in der ersten Runde einberufen zu werden, aber er wurde ordentlich nach unten durchgereicht.
Ob er dann wirklich in die Fußstapfen von Brees wird treten können, bleibt natürlich abzuwarten.
Immerhin war er, wenn auch erst in Runde drei, der dritte Quarterback, der rekrutiert wurde.

Wie erwartet hatte Lael Collins in der Draft keine Chancen mehr, früh einberufen zu werden.
Der Offensive Lineman, reiste am Mittwoch nach Baton Rouge, wo er im Zuge der Ermittlungen die Ermordung seiner Freundin betreffend, von der Polizei vernommen werden soll.
Daß er allerdings überhaupt kein NFL Team fand, ist dann doch eine kleine Überraschung.
Er kann jetzt nur noch als Free Agent bei einem Team landen, denn für die Draft 2016 ist er nicht mehr berechtigt.

Nachdem kein Team vor oder während der Draft bei den Vikings für Running Back Adrian Peterson angefragt hat, hört man aus dessen Ecke nun andere Töne.
Petersons Agent Ben Droga betonte, wie sehr sein Klient es schätzt, daß die Vikings ihn nicht abgeben wollen. Das würde zeigen, was für ein wertvoller Spieler der Running Back immer noch ist.
Droga sagte, daß er versucht, diesen Wert, den Peterson noch für die Vikings hat, in einen Vertrag zu verwandeln, der seinen Klienten bis zum Ende seiner Karriere zu einem Viking macht.
Petersons Vertrag läuft noch drei Jahre und kann ihm $46 Millionen einbringen, von denen aber kein Cent garantiert ist. Das möchte Droga ändern.

Kurzberichte
Richtig gut sehen die neuen alternativen Uniformen der 49ers aus.
Das schwarz-rote Design strahlt Kraft und Willen aus.
Nach den Regeln der NFL können die Niners diese neue Uniform 2015 nur in zwei Spielen tragen, was schade ist.
Hier gibt es das Bild dazu:

Die Colts trennten sich von Josh Cribbs.
Der Kick-Returner wurde entbehrlich, nachdem Indianapolis Phillip Dorsett als 29. Spieler einberufen hatte. Der schnelle Wide Receiver ist nicht verwandt mit Tony Dorsett, dem ehemaligen Star- Running Back der Dallas Cowboys.
Für den mittlerweile 32 Jahre alten Cribbs dürfte es nicht leicht sein, eine neues Team zu finden.

Donnerstag, 30. April 2015

Kurzberichte
Draft_2015_RGBFang ich mal mit der schlechten Nachricht an.
Die NFL hat die Draft auf den 82. Geburtstag meines Vaters gelegt. Schlechter Zeitpunkt. Deshalb kann ich frühestens am Montag in gewohnt ausführlicher Weise berichten.
Ich versuche, am Samstag ein paar wichtige Nachrichten zu schreiben, bin aber nicht sicher, ob das klappt. Ich bin in der tiefsten Eifel, wo noch nicht mal Hase und Igel sich gute Nacht sagen, weil die da ausgewandert sind.
Wer das NFL Network abonniert hat, kann die Draft ja am Fernseher verfolgen, alle anderen sollten auf NFL.com das Geschehen im Liveticker verfolgen.

Während also hunderte hoffnungsvoller Anwärter darauf warten, von einem NFL Team einberufen zu werden, warten immer noch einige Spieler aus der Draft von 2012 darauf, ob ihre Teams die Option auf das fünfte Jahr ziehen werden.

Die Cardinals zogen ihre Option auf das fünfte Jahr von Michael Floyd.
Der Wide Receiver wurde an 13. Stelle der Draft rekrutiert und wird 2016 $7,3 Millionen bekommen.
2013 fing er Pässe für 1.047 Yards und 5 Touchdowns. Seine Produktivität sank 2014 auf 841 Yards bei allerdings 6 Touchdowns. Schuld daran waren die Probleme, die die Cardinals auf der Quarterback Position hatten.

Die Dolphins sind bereit, Ryan Tannehill demnächst die Millionen nur so aufs Konto zu schaufeln.
Bis dahin zogen sie aber zunächst mal ihre Option auf das fünfte Jahr des Quarterbacks, was Tannehill 2016 auch schon unglaubliche $16 Millionen einbringen wird, also pro Spiel eine Million.
Unabhängig davon versuchen die Dolphins noch vor dem Beginn der kommenden Saison einen langfristigen Vertrag mit dem Quarterback auszuhandeln.

Nicht gezogen haben die Bears ihre Option auf das fünfte Jahr von Shea McClellin.
Nachdem der Defensive End zunächst auf seiner Position nicht die erhoffte Leistung gebracht hatte, machten die Bears ihn zum Linebacker. Doch auch da konnte er nicht überzeugen.

Die Bears haben Martellus Bennett auf die Transferliste gesetzt.
Das bedeutet, daß die Zeit des Tight Ends in Chicago abgelaufen sein dürfte.
In zwei Saisons für die Bears fing er 155 Pässe für 1.675 Yards und 11 Touchdowns.
Letztes Jahr im August suspendierten die Bears Bennett für fünf Tage, weil er zu lasch trainierte. Dieses Jahr ist er bisher den Trainingseinheiten ferngeblieben, und das dürfte das Faß zum Überlaufen gebracht haben.

Lael Collins hat Chicago verlassen und ist nach Louisiana geflogen.
Der Mord an seiner Freundin Brittany Mills wird von der Polizei in Baton Rouge untersucht. Im Zuge dieser Untersuchung soll Collins als zeuge vernommen werden. Er steht nicht unter Mordverdacht, betonte ein Polizeisprecher.
Collins Chancen darauf, in der ersten Runde rekrutiert zu werden, dürften sich dadurch allerdings verringert haben.

NaVorro Bowman darf wieder mit den 49ers trainieren.
15 Monate nach seiner grauenvollen Knieverletzung nahm der Linebacker am Mittwoch am freiwilligen Training des Teams teil. Im Championshipspiel 2013 riß er sich das vordere und hintere Kreuzband.
Noch kann er dem linken Knie nicht jede Bewegung zumuten, aber, so sagte er, von Tag zu Tag ginge es besser.
Eigenartig wäre für ihn, nach dieser langen Zeit in ein Team mit einem völlig neuen Trainerstab zurückzukommen.

Mittwoch, 29. April 2015

Kurzberichte
revis-darrelle2Da hätte er mal besser geschwiegen. Im Dezember sagte Jets Besitzer Woody Johnson, daß er es gut fände, wenn Darrelle Revis (Bild) wieder zurück zu den Jets wechseln würde.
Der Cornerback spielte zu der Zeit bei den Patriots.
Die beschwerten sich bei der NFL über diesen „Abwerbeversuch“ und bekamen Recht. Am Dienstag verurteilte die Liga die Jets zur Zahlung einer Strafe von $100.000.
Zwar beteuerte Johnson, daß er seinen Spruch nie als Manipulation gemeint hätte, und er sich nie in die Angelegenheiten anderer Teams einmischen würde, aber das nutzte nichts.
Auch der Versuch der Jets, den Patriots einen auszuwischen, scheiterte.
Nachdem Revis nach der Saison tatsächlich wieder zurück zu den Jets gewechselt war, sagte Patriots Besitzer Robert Kraft im März, daß er bedaure, daß Revis die Patriots verlassen hätte. Er würde sich wünschen der Corner wäre noch im Team.
Das veranlaßte die Jets dazu, den Pats einen Manipulationsversuch zu unterstellen.
Doch das sah die Liga nicht so und erlegte den Patriots keine Geldstrafe auf.

Rex Ryan ist es ja gewohnt, ohne vernünftigen Quarterback in eine Saison zu gehen. So ist es auch bei seinem neuen Team, den Buffalo Bills.
Deshalb ließ er in den ersten Tagen des Trainings Matt Cassel, Tyrod Taylor und EJ Manuel gleich viele Spielzüge mit der ersten Offense spielen.
Daran wird sich bis zum Beginn des Trainingslagers im August wohl nichts ändern. Erst dann dürfen die offensiven und defensiven Reihen gegeneinander antreten. Bis dahin werfen die Quarterbacks ihre Pässe unbedrängt, und daraus kann man so viel nicht ablesen.
Erst im Trainingslager und bei den Testspielen wird sich wohl herausstellen, wer als Starter in die Saison geht.

Die Rassenunruhen in Baltimore veranlaßten die Ravens dazu, die geplante Draft-Party im M&T Bank Stadium abzusagen.
Die sollte am Donnerstag stattfinden, wenn die erste Runde der Draft abgehalten wird.
Die Ravens gaben bekannt, daß alle Eintrittskarten erstattet werden.
Das Baseballteam Baltimores hat bereits zwei Spiele am Montag und Dienstag verschoben.

Die Bengals zogen gleich zwei Optionen auf die fünfte Saison ihrer 2012 rekrutierten Spieler, Cornerback Dre Kirkpatrick und Offensive Lineman Kevin Zeitler.
Unterschiedlicher aber hätte der Werdegang der beiden in Cincinnati nicht sein können. Zeitler startete in 39 Spielen und gehört zu den besten Guards der Liga.
Kirkpatrick startete nur in fünf Spielen, ließ aber sein Talent ab und zu aufblitzen. Alleine im Spiel gegen Denver im Dezember 2014 fing er zwei Pässe von Peyton Manning ab.

Die Polizei möchte Lael Collins zur Ermordung seiner schwangeren Freundin befragen.
Der ehemalige Offensive Lineman von LSU gilt nicht als Tatverdächtiger.
Collins ist zur Zeit in Chicago, da erwartet wird, daß er in der ersten Runde der Draft ein NFL Team findet. Die Polizei von Baton Rouge hat ihn gebeten, Fragen zu der getöteten Brittany Mills zu beantworten. Die 29-jährige wurde etwa gegen 22:30 Uhr am Freitag in ihrer Wohnung erschossen.
Das Baby konnte in einer Notoperation gerettet werden.
Die Polizei läßt untersuchen, ob Collins der Vater ist.
Der Offensive Lineman hat sich mit Jim Boren einen Strafverteidiger, der auf Mordfälle spezialisiert ist, als Anwalt genommen. Der sicherte der Polizei die volle Kooperation seines Mandanten zu. Zeugenaussagen und Bewegungsprofile würden beweisen, daß Collins am Tattag nicht in der Nähe der Wohnung der Ermordeten gewesen wäre.

Die NFL gilt als Unternehmensvereinigung, die nicht nach Gewinn strebt. Deshalb ist die NFL nicht verpflichtet Steuern zu zahlen.
Klingt komisch für die reichste Sportorganisation der Welt, die ihre Milliardengewinne immer gerne in die Welt hinausposaunt.
Ist aber so.
Oder besser, war so.
In früheren Zeiten hat das wohl auch gestimmt. Doch das ist lange vorbei. Schon seit Jahren beklagen Politiker in Washington, daß die reichste Liga der USA keine Steuern zahlt.
Am Dienstag gab die Liga von sich aus bekannt, daß sie nach 70 Jahren der Steuerbefreiung ab sofort Steuern zahlen wird.
Dabei gab die Liga auch gleich mal das Gehalt von Commissioner Roger Goodell für das Steuerjahr 2012 bekannt. $44 Millionen kassierte der Chef.
Experten glauben nicht, daß die NFL, die pro Jahr etwa $10 Milliarden einnimmt, bald um Geld betteln muß. Steuerexperten könnten es schon so hingebogen bekommen, daß die Steuerabgaben für die Liga sich im Rahmen halten würden. Schon alleine deshalb, weil die Teams immer fleißig ihre Steuern gezahlt haben. Die waren nicht Steuerbefreit. Der größte Teil der Einnahmen der Liga wird seit jeher an die Teams abgeführt. Das wird natürlich angerechnet.

Die NFL suspendierte Dion Jordan für die Saison 2015.
Der Defensive End der Dolphins wurde erneut der Einnahme verbotener Substanzen überführt. Bereits 2014 war er deshalb für die ersten vier Spiele suspendiert.
Ob er nach 2015 noch mal ein Team findet, darf man bezweifeln. Miami wird ihn jedenfalls nicht zurückhaben wollen, wie man hört.

Nein, die Saison 2015 wäre nicht seine Abschiedstournee, sagte Peyton Manning fast schon trotzig.
Auch die Fragen nach seinem Alter, immerhin ist er bald 39 Jahre alt, wären doch witzlos. Er würde sich großartig fühlen und deshalb wäre 2015 bestimmt nicht seine letzte Saison.
Das neue Playbook der Broncos wäre interessant, meinte der Quarterback. Es würde ihm Spaß machen, es zu studieren. Es wäre gar nicht so dramatisch anders, wie manche behaupten würden.
Beim theoretischen Unterricht fragt Manning seinen neuen Head Coach Kubiak zwar oft „warum?“, aber das wäre nichts neues, meinte Kubiak. Schon als er noch Offensive Coordinator in Denver war und Quarterback John Elway und Tight End Shannon Sharpe vor sich hatte, hörte er von ihnen auch oft diese Frage nach dem Warum?
Große Spieler würden das Fragen. Sie wollen wissen, warum sie was machen sollen. Und man sollte dann besser die richtigen Antworten bereit haben, meinte Kubiak.
Mal sehen, wie sich der Umbruch bei den Broncos in der Saison auswirkt.

Dienstag, 28. April 2015

Kurzberichte
griffiniii-robert3Die Redskins haben lange überlegt. Doch sie haben sich dazu entschlossen, ihre Option auf die fünfte Saison von RG3 zu ziehen.
In der Hauptstadt der USA nahmen die Gerüchte zu, daß die Redskins sich von Robert Griffin III (Bild) trennen wollten.
Mit dem Schritt, die Option auf die fünfte Saison zu ziehen, dürften diese verstummen.
Der Quarterback der Redskins war 2012 NFL Offensive Rookie of the Year. Er warf Pässe für genau 3.200 Yards und 20 Touchdowns. Mit Läufen erzielte er weitere 815 Yards und 7 Touchdowns.
Dank Griffin III konnten die Redskins nach langer Zeit mal wieder die NFC East gewinnen. In den Playoffs zog er sich eine schwere Knieverletzung zu, die ihn zurückwarf, und er konnte nie wieder an seine Leistungen aus dem ersten Jahr anknüpfen.
2016 stehen RG3 in seinem fünften Jahr dann $16 Millionen zu.

Die Eagles zogen ihre Option auf das fünfte Jahr von Fletcher Cox.
Letztes Jahr hatte der Defensive End eine dermaßen gute Saison, daß Head Coach Chip Kelly ihn zum wertvollsten Spieler des Teams 2014 kürte.

Steelers Wide Receiver Antonio Brown tauchte am Montag beim Training auf.
Eigentlich wollte der sich unterbezahlt fühlende Brown den freiwilligen Trainingseinheiten fernbleiben, um einen neuen Vertrag zu erzwingen.
Aber er hat seine Meinung geändert.
Vielleicht, so munkelt man, hat er das Gefühl, daß die Steelers eher bereit sind, einem hart arbeitenden Spieler mehr Geld zu zahlen, als einem streikenden.
Davon ist aber nicht auszugehen. Die Steelers sind bekannt dafür, laufende Verträge nicht nachzuverhandeln (außer zu ihren Gunsten). Brown ist erst im dritten Jahr eines Sechsjahresvertrags. Da wird er schlechte Karten haben. Die Steelers haben schon bessere Spieler und Trainer des Geldes wegen gehen lassen.

Adrian Peterson.
Wird er die Saison 2015 für die Vikings, die Cardinals oder die Cowboys bestreiten?
Also für die Cowboys nicht, die haben bekanntgegeben, daß sie den Running Back nicht verpflichten wollen.
Die Cardinals wollen ihn unbedingt haben, und sie werden nicht müde, das immer wieder zu betonen.
Wie man hört, wollen sie Minnesota am Donnerstag ein gutes Angebot unterbreiten.

Wie weit ist unsere Gesellschaft eigentlich verkommen?
Bevor die Draft am Donnerstag beginnt, müssen die 28 Anwärter, die in Chicago sind um im Fall ihrer Berufung auf die Bühne zu gehen, an einem Pflichtseminar über häusliche Gewalt teilnehmen.
Die angehenden Rookies werden das selbe 45-minütige Programm durchlaufen, wie alle Angestellten, Spieler und Trainer der NFL es 2014 durchlaufen mußten.
Die Familien und Agenten der Anwärter sind eingeladen, auch am Seminar teilzunehmen.
Wie bereits erwähnt werden die Top- Quarterbacks Marcus Mariota und Jameis Winston nicht an der Draft in Chicago teilnehmen, wobei gerade letzterer nach allem was man so hört, das Seminar nötig hat.
Aber für die zukünftigen NFL Spieler werden auch nach der Draft noch Seminare stattfinden.

Montag, 27. April 2015

Kurzberichte
winston-jameis2So genau dürfte vor ihm noch kein NFL Anwärter unter die Lupe genommen worden sein.
75 Menschen wurden von den Tampa Bay Buccaneers befragt, um den zweifelhaften Charakter von Jameis Winston (Bild) zu durchleuchten.
Tampa Bay will den Florida State Quarterback an Nr. 1 einberufen und ihn zum Aushängeschild des Teams machen.
Dazu schwärmten Mitglieder der Glazer Familie, der Head Coach, der General Manager, Mitglieder des Trainerstabs, aus um Familienmitglieder, Freunde, Mannschaftskollegen, ehemalige Collegetrainer, High School Trainer und sogar einen Staatsanwalt zu Winston zu befragen.
Dabei kam zutage, daß es sogar noch eine zweite Frau gibt, die von dem Star- Quarterback auf dem College sexuell belästigt worden sein soll.
Doch auch dieser Fall wurde nicht genau untersucht. Die Staatsanwaltschaft gab zu diesem Fall bekannt, daß sie die Klägerin für unglaubwürdig hält.
Die Buccaneers kamen nach dieser intensiven Überprüfung abschließend zu der Überzeugung, daß nichts dagegen spricht, Winston zum Gesicht des Clubs zu machen.
Marcus Mariota sollen sie auch unter die Lupe genommen haben, wie man hört. Das aber längst nicht so intensiv.

Peyton Manning stimmte, wie berichtet, einer Gehaltskürzung zu.
Doch spendabel seinem ehemaligen College gegenüber bleibt er trotzdem.
Er spendete der Universität von Tennessee am Freitag $3 Millionen. Diese werden nicht nur dem Sportsektor zugute kommen, sondern auch talentierten Studenten und Studenten, die ehrenhalber für die Gemeinschaft arbeiten.

„Warum denn in der Ferne suchen, wenn das Gute liegt so nah?“ gilt nicht für Colts General Manager Ryan Grigson. Er sucht in fernen Ländern nach talentierten Spielern für sein Team.
Zuletzt nahm er einen Kugelstoßer aus Australien ins Visier, einige Spieler aus Kanada und einen Rugbyspieler aus Kenia.
Doch Grigson will die Suche in Afrika, dem Süd-Pazifik-Raum und Ost-Europa intensivieren.
Wie auch immer, eine Entdeckung, die er bisher verpflichtete, hat ihn davon überzeugt, diesen Weg weiterzugehen. Linebacker Daniel Adongo war Rugbyspieler in Afrika. 2013 zeigte er bei den Colts, daß ihm Football auch liegt. 2014 verpaßte er wegen einer Verletzung. 2015 soll er wieder einsatzbereit sein.
Und war da nicht noch Björn Werner?
Ja, aber der kam vom College über die Draft zu den Colts, wurde also nicht direkt im Ausland gefunden.

Sonntag, 26. April 2015

Kurzberichte
russell-jamarcus4Ein Scout eines Footballteams, der nicht genannt werden möchte, machte einen interessanten Vergleich.
Er stellte Jameis Winston und JaMarcus Russell (Bild) nebeneinander und fand einige interessante Vergleiche. Am Auffälligsten wäre der Mangel an Konzentration.
Den hätten Winston und Russel gemeinsam. Beide wären körperlich talentiert, aber im Verlauf eines Spiels würden sie die Konzentration verlieren und Bälle werfen, die abgefangen werden könnten. Nur, so fuhr der anonyme Spielerbeobachter fort, hätte Winston nicht so einen starken Wurfarm, wie Russell.
Noch mal zur Erinnerung. JaMarcus Russell wurde von den Raiders rekrutiert und begann seine NFL „Karriere“ mit einem Streik, weil ihm das Team zu wenig Geld bot. Als Russell in die NFL kam, wurden Rookie-Quarterbacks noch mit sehr hohen zweistelligen Millionensummen ausgestattet, wenn sie in der ersten Runde gedraftet wurden.
Als er dann endlich spielte, wurde er zu einem der größten, wenn nicht DEM größten, Vollflops der Liga. Russell ist dann auch der Hauptgrund, warum die Rookiegehälter im laufenden Tarifvertrag gedeckelt wurden.
JaMarcus Russell hätte auf dem College sehr viel weniger Interceptions geworfen, als Winston, fuhr der Scout mit seinem Vergleich fort.
Läßt sich also festhalten, daß Winston neben seinem zweifelhaften Charakter auch zweifelhafte Spielklasse hat.
Die Chancen für Marcus Mariota, an Nr. 1 einberufen zu werden, sind also wirklich gar nicht schlecht.

Greg Hardy mißhandelt nicht nur Frauen, sondern auch seine Autos.
Nach einem schweren Unwetter wollte der Defensive End der Cowboys nach dem Training eine hoch überflutete Straße mit seinem Bentley befahren. Mitten in den Fluten blieb er stecken.
Er stieg in einen seiner anderen Wagen, einen weißen Ferrari, mit dem er sich abholen ließ.
Der Abschleppdienst brauchte mehrere Stunden, um den Bentley aus dem Wasser zu ziehen.

Die Panthers zogen die Option auf das fünfte Jahr von Luke Kuechly.
Der Linebacker wurde 2012 an neunter Stelle von den Panthers einberufen. In der Folgezeit entwickelte er sich zu einem der besten Verteidiger der NFL.
Seine 473 Tackles in seinen ersten drei Saisons sind der Bestwert in der Liga in diesem Zeitraum.
Die $11 Millionen, die ihm in seinem fünften Jahr zustehen, dürfte er wert sein.

Samstag, 25. April 2015

Also, sprach der Commish!
goodell-rogerDer NFL Vorsitzende Roger Goodell (Bild) ist stolz auf seine neue Untersuchungsgruppe, die im Fall Greg Hardy schnell und entschlossen durchgegriffen hat.
Die Gruppe besteht aus Anna Isaacson, Jeff Pash und Lisa Friel. Alle haben Erfahrung in anwaltlichen Angelegenheiten und in Fällen von Gewalt gegen Frauen.
Diese Untersuchungsgruppe wird ab sofort direkt eingeschaltet, wenn ein NFL Spieler, oder auch Angestellter, unter Verdacht der häuslichen Gewalt gerät.
Im Fall Greg Hardy hat diese Gruppe die Beweise gesichtet, die dem Gericht vorlagen, das den Defensive End in erster Instanz verurteilt hat. Die Beweisfotos der Verletzungen des Opfers wären erschreckend gewesen.
Früher hat die Liga erst abgewartet, wie die Gerichte entschieden haben, das soll nun nicht mehr der Fall sein. Die Untersuchungskommission wird sofort in Aktion treten und selbstständig entscheiden, ob die Beweislast ausreicht.
Deshalb spielt es auch keine Rolle, daß Hardys Opfer nicht zur Berufungsverhandlung erschienen ist, und der Defensive End deshalb das Gericht als freier Mann verlassen konnte. Die Beweise, die zur Verurteilung in erster Instanz vorlagen, reichten der Kommission aus, Hardy für 10 Spiele zu sperren.
Bei der Veranstaltung der Sportreporter der Associated Press, auf der Goodell am Freitag sprach, wurde er gefragt, ob Hardy jetzt an der kurzen Leine geführt würde?
Goodells Antwort war ein schlichtes „Ja“. Zu dem Zeitpunkt wußte Goodell noch nichts von dem neuesten Vorfall, den Defensive End betreffend.
Im Training mit seinem neuen Team, den Cowboys, geriet Hardy mit einem Mitspieler verbal ziemlich aneinander. Goodell sagte, daß er sich sehr genau ansehen wird, was da passiert ist. Für den Defensive End würde jetzt eine Null-Toleranz-Grenze gelten. Der nächste Vorfall könnte zu seinem Ausschluß aus der NFL führen.
Goodell ging auch auf Los Angeles ein. Er meinte, daß die vorgestellten Neubauprojekte durchaus realisierbar wären. Die Projekte wären ihm vor einigen Tagen präsentiert worden, und sie sähen vielversprechend aus. Darauf könne man aufbauen.

Kurzberichte
Warum erst warten, bis man in der NFL ist, wenn man sich auch vorher schon besoffen am Steuer erwischen lassen kann?
Florida State Cornerback P.J. Williams war der MVP der Seminoles Defense 2013 und ist ein Anwärter in der anstehenden Draft.
Seit einigen Wochen reist er von NFL Team zu NFL Team und erklärt, daß er ein guter Mensch wäre. Diese Trunkenheitsfahrt wäre ein einmaliger Ausrutscher gewesen, und daran solle man ihn nicht messen.
Die Verantwortlichen der Teams ihrerseits erklärten Williams die Regeln, die in der NFL gelten. Einige hätten ihm direkt gesagt, daß sie keine Problemspieler haben wollen.
Denen hätte er geantwortet, daß er keine Probleme bereiten würde. Er hätte eine Familie und eine kleine Tochter. Für die wolle und müsse er sorgen. Deshalb würde er keine Probleme mehr bereiten. Viel mehr würde er daran arbeiten, der beste Cornerback zu werden, den es jemals in der NFL gab.
Das mit der Familie und der kleinen Tochter... wo hatten wir das zuletzt schon mal???
Ach ja, dieser Aaron Hernandez.

Die Tennessee Titans verpflichteten Hakeem Nicks für ein Jahr.
Noch vor drei Jahren gehörte Nicks zu den besten Wide Receivern der Liga, als er mit den Giants den Super Bowl gewann.
Seitdem plagten ihn mehrere Verletzungen, die ihn zurückwarfen.

Die Lions zogen die Option für das fünfte Jahr ihres Offensive Tackles Riley Reiff.
General Manager Martin Mayhew sagte am Freitag, daß er die Papiere fertig ausgearbeitet hat.
In seinem fünften Jahr wird Reiff etwa $8 Millionen verdienen.

Wo wir gerade in Detroit sind.
Es war der dritte Spieltag. Ja, er hatte Packers Quarterback Aaron Rodgers gesackt. Ja, darüber konnte er sich freuen. Aber Linebacker Stephen Tulloch freute sich so sehr, und hampelte so übertrieben herum, daß er sich dabei einen Kreuzbandriss zuzog.
Nach sieben Monaten Aufbautraining ist sein Knie wieder voll belastbar, wie er sagte.
Tulloch wird mit den Lions die Vorbereitungszeit absolvieren können.

Verzettelt sich die NFL langsam?
Weiß man überhaupt noch, mit welchen Stadienbetreibern und welchen Städten man in Verhandlungen steht?
Jetzt heißt es, daß die Liga mit den Stadionbetreibern der Tottenham Hotspurs verhandelt, um dort Spiele austragen zu lassen.
Das Stadion wird gerade modernisiert und soll etwa 2018 fertig sein. Dann, so hoffen die Betreiber, könnte man dem Wembley-Stadion Konkurrenz machen.
Man geht sogar so weit, daß man die Umkleideräume schon für die großen Kader der NFL Teams einrichtet.
Und natürlich befeuern die Gespräche zwischen der NFL und den „Spurs“ wieder die Gerüchte, um ein ständiges Team in England.
Einfach nichts drum geben!

Und zum Schluß noch mal wieder was von der heiteren Seite der NFL.
Cowboys Quarterback Tony Romo versicherte felsenfest: „Dieses Jahr werden wir den Super Bowl gewinnen.“
Allemallachen!

Freitag, 24. April 2015

Kurzberichte
Thomas-Demaryius2Broncos General Manager John Elway ist sehr enttäuscht von Demaryius Thomas (Bild).
Der Wide Receiver bekam das Franchise Etikett angeheftet, was bedeutet, daß er zu keinem anderen Team wechseln darf. Die Verhandlungen um einen langfristigen Vertrag mit Thomas waren ergebnislos abgebrochen worden, und die Broncos wollten Thomas auf jeden Fall behalten.
Weil der Wide Receiver mit der momentanen Situation unzufrieden ist, bleibt er den „freiwilligen“ Trainingseinheiten fern. Das schmeckt Elway überhaupt nicht, und das sagte der ehemalige Superstar- Quarterback auch bei einer Pressekonferenz. Er sehe null Nutzen darin, daß Thomas dem Training fernbleibt. Ganz ehrlich, null Nutzen für ihn, null Nutzen für das Team, fuhr er fort.
Doch das wird den Wide Receiver nicht interessieren. Wie so viele andere Franchise Player wird auch er den ersten freiwilligen Trainingseinheiten fernbleiben, und vielleicht auch noch den dann folgenden Minicamps.
Als Grund führen die Spieler gerne an, daß die Verletzungsgefahr beim Training nicht gering wäre. Verletzungen aber würden ihren Wert mindern. Deshalb würden sie sich lieber alleine fit halten und vorbereiten. Damit argumentierte auch Thomas.
Doch dem widersprach Elway: „Das macht für mich keinen Sinn. Wenn er hier verletzt wird, ist er abgesichert. Wenn er woanders verletzt wird, nicht. Sagt mir warum das Sinn machen sollte? Warum trainiert er dann nicht mit uns? Das verstehe ich absolut nicht.“
Aber ob er es versteht oder nicht, ändern kann er nichts.

Die Patrioten waren im Weißen Haus, wo sie von Präsident Hussein Obama für ihren Super Bowl Sieg geehrt wurden.
Nicht dabei war Quarterback Tom Brady, der wegen einer familiären Angelegenheit nicht mitreisen konnte.
Die anderen mußten sich einen luftleeren Witz des Präsidenten anhören, der so schlecht dann doch wirklich nicht war.
Obama sagte: „Ich erzähle bei solchen Anlässen ja gerne einen Haufen Witze. Aber mit den Patriots in der Stadt fürchte ich, daß 11 von 12 Witzen platt gewesen wären“
Nach dieser Anspielung auf Deflategate zeigte Head Coach Bill Belichick sehr deutlich, was er von der Bemerkung hielt, als er den Daumen sichtbar nach unten senkte.
Nach Witzen war dem Präsidenten an diesem Tag sehr wahrscheinlich auch gar nicht zumute. Kurz vorher hatte er sein Beileid an die Familien zweier getöteter Geiseln aussprechen müssen, die bei einem Drohnenangriff auf ein Al-Kaida Lager versehentlich getroffen wurden.

Was versteht ein Kicker vom Footballspiel?
Eigentlich eine ganze Menge, wenn er aufmerksam ist.
Er steht 60 Minuten am Spielfeldrand und kann sich genau ansehen, was die wirklichen Footballspieler machen. Ab und zu kommt der Kicker dann mal auf den Platz, tritt gegen den Ball und geht wieder. Dann kann er wieder von einem der besten Plätze im Stadion zusehen, wie die anderen ihre Prellungen, Verstauchungen und schlimmere Verletzungen erleiden und erdulden.
Kann ein Kicker deshalb aber hingehen, und einen Quarterback kritisieren?
Wie gesagt, wenn er aufmerksam zugesehen hat, was die anderen so auf dem Platz treiben, dann wohl ja.
Also ist es erlaubt, daß Jay Feely Tim Tebow als den schlechtesten Quarterback bezeichnet, den er je gesehen hat.
Und Feely hat viele gesehen. Er kickte für die Florida Bobcats, Tampa Storm, Atlanta Falcons, New York Giants, Miami Dolphins, Kansas City Chiefs, New York Jets, Arizona Cardinals und Chicago Bears. Da hat er eine Menge Quarterbacks gesehen.
Wenn Jay Feely also mit seinem Fachwissen als Zuschauer in der ersten Reihe diese Feststellung trifft, dann hat sie Substanz.

Steelers Running Back LeVeon Bell sagte, daß sein Knie, das er sich im Dezember überdehnte, bald wieder zu 100% belastbar wäre.
Doch sollte das Knie nicht schon Ende Januar wieder völlig hergestellt sein?
Die neue Aussage überraschte dann doch eher.
Bells Knie war also schlimmer verletzt, als zunächst zugegeben wurde.
Sei es, wie auch immer, bedingt durch seine Suspendierung wird Bell ja erst in Woche vier der Saison eingesetzt werden dürfen. Bis dahin hat er Zeit das Knie zu schonen. Im Trainingslager kann er es ja ruhig angehen lassen.

Die Jets zogen die Option auf das fünfte Jahr von Quinton Coples.
Der Linebacker hat bisher zwar nicht das gezeigt, was die Jets sich von ihm erhofft haben als sie ihn 2012 rekrutierten, aber er war auch nicht so schlecht, daß sie das Vertrauen in ihn verloren haben.

Victor Cruz ist sicher, daß er in Woche 1 gegen die Cowboys mitmischen kann.
Der Wide Receiver der Giants hat sich vor sechs Monaten einen Riß einer Patellasehne zugezogen.
Cruz sagte den Medien am Donnerstag, daß er vor einem Monat damit begonnen hat, geradeaus zu laufen. Abrupte Richtungswechsel mutet er dem Knie noch nicht zu.
Wann er ins volle Training einsteigen kann, weiß er noch nicht, aber gegen Dallas, da will er dabeisein.

Donnerstag, 23. April 2015

10 Spiele Sperre für Hardy
hardy-greg2Applaus oder Buhrufe für die Entscheidung der NFL, den in erster Instanz als Frauenschläger verurteilten Greg Hardy (Bild) für 10 Spiele ohne Gehalt zu suspendieren?
Viele, wenn nicht die meisten, Tageszeitungen der USA halten diese Sperre für ausreichend. Einige führen aber an, daß Hardy nicht die ganze Sperre absolvieren muß, sondern schon vorher wieder spielberechtigt sein wird.
Das wäre ein Skandal!
Der zehnwöchige Bann gilt als einer der härtesten, der je im US Sport für einen Akt der häuslichen Gewalt verhängt wurde.
Die NFL hat die Lehre aus der empörend laschen Bestrafung von Ray Rice letztes Jahr gelernt. Diese Strafe ist ein Fortschritt. Ein Rückschritt wäre es, wenn die Suspendierung tatsächlich frühzeitig aufgehoben würde.
Die NFLPA wird im Namen Hardys Einspruch gegen die Sperre einlegen. Das ist ihr gutes Recht, und sogar ihre Pflicht. Doch der normale Mensch hofft, daß die Spielergewerkschaft eine Bruchlandung hinlegen wird. Aber danach sieht es leider nicht aus. Hardy beging sein Verbrechen, bevor die NFL neue Regeln, die feigen Frauenschläger betreffend, aufgestellt hat. Die NFLPA wird argumentieren, daß Hardy nach den alten Regeln bestraft werden muß. Das wären dann läppische vier Spiele (vielleicht sechs) Sperre, und, wie bereits erwähnt, erneut ein Skandal. Aber rechtens.
Unfaßbar!
Sollte Hardy nach der Suspendierung noch im Kader seines neuen Teams, den Cowboys, sein, dann wird sein altes Team, die Panthers, es an Thanksgiving mit dem Defensive End zu tun bekommen.

Kurzberichte
Eine Bundesrichterin akzeptierte den Vergleich zwischen der NFL und den Klägern im Gehirnerschütterungs- Prozeß.
132 Seiten stark ist die Erklärung der Richterin Anita Brody, in der sie den Vergleich über $900 Millionen als fair, vernünftig und adäquat bezeichnet.
Der Vergleich hat eine Laufzeit von 65 Jahren, in denen ehemalige Spieler Ansprüche geltend machen können, wenn sie neurologische Probleme bekommen. Die Spieler müssen nicht beweisen, daß diese Probleme auf ihre Zeit in der NFL zurückzuführen sind.
Es wird erwartet, daß einige Anwälte der Ex-Spieler Einspruch gegen diesen Richterspruch einlegen werden.
Die NFL war nach ersten Aussagen zufrieden mit der Entscheidung.

Keinen Cent an garantiertem Geld steht in Tim Tebows Vertrag mit den Eagles.
Tebow bekommt den Mindestlohn von $660.000, ohne Unterschriftenbonus, ohne alles.
Diese Summe verteilt sich in Happen von $38.824 pro Spieltag, solange Tebow im Kader ist.
Wenn Tebow es nicht in den Saisonkader schafft, bekommt er für jeden Tag den er am Training teilnahm $195, und für jede Woche im Trainingslager $1.800.
Sollte Tebow es in die Saison schaffen, dann stehen ihm sofort $388.000 zu, wenn er auf der Liste der Spieler landen sollte, die wegen einer Verletzung die Saison vorzeitig beenden mußten.
Darben muß Tebow nicht, wenn er sein Geld von den Broncos vernünftig angelegt hat. Die gaben ihm eine Garantiesumme von $8,45 Millionen, als sie ihn 2010 als 25. Spieler in der Draft einberiefen.

Manche Tageszeitung in den USA sieht es als Vertrauensbeweis an, daß die Bengals den Vertrag mit Head Coach Marvin Lewis um ein Jahr verlängerten.
Darüber kann man geteilter Meinung sein.
Fakt ist, daß Lewis nicht als „lahme Ente“ in die Saison 2015 geht, sondern als Head Coach, der danach noch ein Jahr weiter wirken darf.
Aber Lewis ist diese Art „Vertrauensbeweis“ schon gewohnt. Seit er 2003 seinen ersten Kontrakt mit den Bengals unterschrieb, hat er bereits acht Folgeverträge unterschrieben.
Erstaunlich bei einer Bilanz von 100 Siegen, 96 Niederlagen und 2 Unentschieden, und dem ewigen Versagen in den Playoffs. Da hat Cincinnati mit Lewis noch nicht ein einziges Spiel gewonnen.

Die Dolphins verpflichteten Greg Jennings.
Der Wide Receiver unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $8 Millionen.
Jennings spielte bisher bei den Packers und den Vikings.

Die Patriots und Jerod Mayo haben sich mal zusammengesetzt und über den Vertrag des Linebackers geredet.
Mayo zog sich in Woche sechs 2014 eine gerissenen Patellasehne zu. Zweifel an seiner weiteren Leistungsfähigkeit wurden laut. Um nicht von den Pats gefeuert zu werden, ließ er sich auf eine Gehaltskürzung ein.
Er unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag über $4,5 Millionen und kann es mit Boni auf $6 Millionen bringen.

Ein weiterer Zivilprozeß wartet auf Aaron Hernandez.
Ursula Ward, die Mutter des von Aaron Hernandez hingerichteten Odin Lloyd, verklagte den ehemaligen Tight End der Patriots auf Schmerzensgeld. Der war letzte Woche zu einer lebenslänglichen Haft, ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung, verurteilt worden.
Wards Anwalt, Douglass Sheff, sagte, daß es vor Allem darum ginge, zu erkunden, wieviel Geld Hernandez noch besitzt und wo er es bunkert. Daran soll dann die Höhe des Schmerzensgeldes errechnet werden. Von mindestens $9 Millionen gehen die Kläger aus.
Sheff sagte auch, daß er Hernandez in dem Zivilprozeß, der vielleicht erst in Jahren stattfinden wird, im Zeugenstand zu einer Aussage zwingen will. Lloyds Mutter will dem Mörder ihres Sohnes dabei in die Augen sehen.
Im Zivilprozeß wird er aussagen müssen, im Strafprozeß mußte er das nicht.
John Fitzpatrick, der Anwalt von Hernandez, äußerte sich noch nicht zu den Worten seines Kollegen.
Die Patriots schulden Hernandez noch $6,2 Millionen. Dagegen gehen sie gerichtlich vor. In ihren Augen schulden sie ihrem Ex- Tight End nichts. Sollte ein Gericht zu der Auffassung gelangen, daß die Patriots Hernandez das Geld zahlen müssen, wollen sie es bei Gericht zurücklegen, um es an Mrs. Ward auszuzahlen, wenn sie den Zivilprozeß gewinnt.
Wenn es nach den Patriots geht, soll Hernandez das Geld nicht in die Finger kriegen. Ob das so machbar ist, wird sich zeigen.
Die schier endlose Saga geht also weiter.

Mittwoch, 22. April 2015

Der Spielplan 2015
kickoff-glanzDa ist er also nun, der komplette Spielplan zur Saison 2015.
Und so beginnt es. Die Pittsburgh Steelers sind der Gegner der New England Patriots im Auftaktspiel.
Der zweimalige Super Bowl Sieger Ben Roethlisberger, gegen den viermaligen Sieger Tom Brady.
Klingt gut!
Wenn da nicht die vielen Fragezeichen hinter Pittsburghs Defense stünden.
Das erste Sunday Night Football Spiel zeigt zwei alte Rivalen, wenn die Giants gegen die Cowboys antreten.
Die doppelte Monday Night Football Portion zeigt zuerst die Eagles bei den Falcons und dann Minnesota in San Francisco. Mit Adrian Peterson???

Die Packers treffen an Thanksgiving Zuhause auf die Bears und sie nutzen diese Gelegenheit zur Danksagung. Sie werden Brett Favres Trikotnummer in der Halbzeit des Spiels zur Ruhe setzen und dem Quarterback endlich für alles danken, was er für sie getan hat.
Ein würdiger Rahmen in einem Spiel gegen einen echten Erzrivalen, auch wenn der meilenweit davon entfernt sein dürfte, ein echter Gegner zu sein.
Aber von der Tradition dieses Spiels her, eine gute Wahl.
Der Donnerstag beginnt schon mit einem vielversprechenden Spiel, wenn die Eagles in Detroit antreten.
Dann folgt ein Spiel, das nicht ganz so viel verspricht, wenn die Panthers in Dallas auf ein Cowboys Team treffen, bei dem ihr alter Teamkollege Greg Hardy hoffentlich immer noch gesperrt ist. Für Carolina ist es der erste Auftritt an Thanksgiving.

Der Brady - Manning Bowl 17 wird am 29. November ausgetragen. Im Sunday Night Spiel müssen die Patriots in Denver antreten.

Peyton Manning reist in Woche 9 in seine alte Heimat nach Indianapolis. Ob die Fans immer noch Ruhe geben, wenn seine Offense am Werk ist?
Eher nicht!

Die Patriots treten am 18. Oktober in Indianapolis an. Mal sehen, ob die Colts die Bälle für New England dann besonders hart aufpumpen?

Direkt in Woche 1 treffen die beiden schlechtesten Teams der Vorsaison aufeinander. Tennessee muß nach Tampa Bay. Wer von beiden tritt wohl mit Jameis Winston an und wer mit Marcus Mariota?

Und hier geht's zum Spielplan...

Kurzberichte
„Es ist offensichtlich, daß wir keinen Franchise- Quarterback haben,“ gab Bills General Manager Doug Whaley zu.
In einem Radiointerview sagte er weiter, daß man deshalb versucht, um diese Position herum die bestmöglichen Spieler zu verpflichten, damit der Quarterback das Spiel nicht alleine tragen muß.
Ginge es nach Whaley, wäre EJ Manuel der Starter, aber, so warf er ein, da hätte sein Head Coach das letzte Wort.

Patriots Tackle Nate Solder offenbarte am Dienstag, daß er vor der Saison 2014 an Hodenkrebs operiert wurde.
Nach der ganz offensichtlich erfolgreichen Behandlung startete er in jedem Spiel der Patriots und gewann mit ihnen den Super Bowl.
Solder rief seine Geschlechtsgenossen dazu auf, sich regelmäßig vom Arzt untersuchen zu lassen. Diese Krankheit wäre sehr viel weiter verbreitet, als viele denken.

Die Ravens konnten Jimmy Smith halten.
Der Cornerback unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre. Neben einem Unterschriftenbonus von $13 Millionen wird er garantierte $21 Millionen erhalten.

Und noch`n Stadion in Los Angeles.
Nachdem ja vor einigen Wochen schon der Stadtrat von Inglewood den Bau eines Stadions erlaubt hat, zog jetzt Carson City nach. Auch hier wurde dem Bau eines NFL Stadions zugestimmt.
Dieser geplante Bau soll mit $1,7 Milliarden allerdings teurer werden, als das geplante Stadion in Inglewood.
Also, Stadien werden wohl bald einige da sein, fehlen nur die Teams, die darin spielen sollen.

Dienstag, 21. April 2015

Kurzberichte
manning-eli-sb-trophyEli Manning (Bild) geht ohne Vertragsverlängerung in die neue Saison.
Der zweimalige Super Bowl MVP der Giants macht sich aber keine übertriebenen Sorgen darum, daß er das letzte Jahr seines laufenden Vertrags ohne neuen Kontrakt absolvieren wird. Für ihn zählt nur, sich optimal auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten und sich damit eine gute Basis für den kommenden Vertragspoker zu erspielen.
Dazu hat er bereits ein paar Trainingstage mit seinen Receivern abgehalten. Der mittlerweile auch schon 34 Jahre alte Quarterback will 2015 wenigstens 70% seiner Pässe vervollständigen und höchstens 10 Interceptions werfen.
Letztes Jahr vervollständigte er 63,1 % seiner Pässe und warf 14 Interceptions.

Der genaue Spielplan für 2015 wird am Dienstag um 20:00 Uhr Ostküstenzeit (2 Uhr Mittwochmorgen bei uns) live auf dem NFLN bekanntgegeben.
Die NFL läßt sich dafür viel Zeit, um Werbeeinnahmen zu generieren. Drei Stunden wird die Sendung dauern.

Russell Wilson ist die Nr. 1, was die Fanartikelverkäufe im abgelaufenen Geschäftsjahr angeht.
Peyton Mannings Artikel belegen den zweiten Platz in der Verkaufshitparade.
Erst an sechster Stelle kommt der erste Nicht- Quarterback, Cowboys Wide Receiver Dez Bryant.

Adrian Wilson hat seine Karriere beendet.
Am Montag unterschrieb er einen Eintagesvertrag bei den Cardinals. Der Defensive Back spielte 12 Jahre in der NFL. Er begann in Arizona, wechselte in der Folge zu den Patriots und danach den Bears, und geht nun als Cardinal in den Ruhestand.
Wilson erzielte 987 Tackles, 25 ½ Sacks, 27 Interceptions und 4 Touchdowns.

Dieser April bleibt ein schwarzer Monat für ehemalige NFL Spieler.
Im Alter von 70 Jahren verstarb der ehemalige Linebacker der Bears, Doug Buffone.
Er wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Der Gerichtsmediziner stellte eine natürliche Todesursache fest.
Im Alter von 84 Jahren verstarb Bob St. Clair. Der Offensive Tackle spielte seine 11 Jahre in der NFL alle in seiner Heimatstadt San Francisco.
Auch bei ihm heißt es, daß er eines natürlichen Todes gestorben ist.

Der Ernst des Lebens beginnt
Fast alle Teams haben ihre ersten Trainingseinheiten abgehalten, die unter der Bezeichnung „Freiwillig“ laufen. Deshalb nehmen nicht immer alle Spieler an diesen Einheiten teil.
Hier ein paar Meldungen über ein paar bekanntere Spieler.
Natürlich hat Adrian Peterson nicht daran teilgenommen. Daraus kann man aber noch nichts schließen, denn der Running Back der Vikings hat nie an den ersten Einheiten teilgenommen.

Bei den Chargers nahm Eric Weddle nicht teil. Der Safety fühlt sich von seiner Teamleitung nicht respektiert.
Ohne einen neuen Vertrag will er nicht mit dem Training anfangen.

Bei den Steelers ist Antonio Brown mit seinem Vertrag unzufrieden. Deshalb tauchte der Wide Receiver nicht beim ersten Training auf.
Brown ist einer der Top-Receiver der Liga und möchte entsprechend bezahlt werden.

In Dallas vermißte man Dez Bryant. Der Wide Receiver wurde mit dem Franchise Tag behaftet. Diese Spieler, egal in welchem Team, sieht man selten bei den ersten Trainingseinheiten.
Cornerback Orlando Scandrick verdient nur $1,5 Millionen. Zu wenig wie er glaubt. Deshalb wird auch er zunächst nicht zu den trainierenden Cowboys stoßen.

Johnny Manziel hat am ersten Tag des Trainings teilgenommen. Der Quarterback der Browns hat viel Arbeit vor sich, um sich den Respekt und das Vertrauen seiner Teamkollegen zu holen.

Sehr zufrieden scheinen die Spieler der Lions zu sein. Hier vermeldete man, daß bis auf Safety James Ihedigbo alle Mann an Bord sind.

 

 

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