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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

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Montag, 20. April 2015

Kurzberichte
tebow-tim2Guten Morgen Footballland.
Es ist Montagmorgen und die Uhr zeigt... Viertel vor Tebow.
Ja, das Comeback des völlig überschätzten Collegelieblings, der es in der NFL leider nicht geschafft hat, steht bevor. Heute soll er einen Vertrag bei den Philadelphia Eagles unterschrieben, wie es diese ominösen gut unterrichteten Kreise melden.
Die Eagles sammeln Quarterbacks, aber nur mittelmäßige. Oder eben Tim Tebow(Bild).
Der absolvierte letzten Monat ein Probetraining bei den Eagles, und das scheint Head Coach Chip Kelly gefallen zu haben.
Frisch müßte der Quarterback ja sein, denn es ist über zwei Jahre her, daß er zuletzt im Kader eines NFL Teams stand, geschweige denn auf dem Platz.
Wie erwähnt, haben die Eagles keinen brauchbaren Quarterback in ihren Reihen, aber trotzdem ist nicht damit zu rechnen, daß Tebow noch im Team ist, wenn die Saison beginnt. Selbst um an dem dauerverletzten Sam Bradford oder dem Butt-Fumbler Mark Sanchez vorbeizukommen, dürfte es nicht reichen. Vielleicht wird er die Nr. 3 vor den nicht erwähnenswerten G.J. Kinne und Matt Barkley, aber selbst das ist schwer.
Vom Spielsystem her, paßt Tebow in Kellys Offense. Die braucht keinen Pocketpasser, sondern einen Quarterback, der aus der Shotgun heraus laufen kann. Das haben weder Bradford und schon gar nicht Sanchez drauf. Ob das reicht, um Tebow einen Platz im Saison-Kader zu verschaffen?
Wir werden es erleben.

Heute beginnen die ersten freiwilligen Trainingseinheiten der Vikings.
Die Frage in Minnesota lautet natürlich: „Wird Adrian Peterson daran teilnehmen?“
Es wird sehr wahrscheinlich so kommen, daß die die vielen Reporter, die auf die Ankunft des Running Backs warten, enttäuscht wieder abziehen werden.
Peterson will weg von den Vikings, da wäre es doch sehr eigenartig, wenn er zum ersten Training auftauchen würde.

In Woche drei beendete eine Verletzung an seinem rechten Wadenbein und Knöchel Danny Woodheads Saison vorzeitig.
Wenn heute die ersten Trainingseinheiten der Chargers anstehen, wird Woodhead dabeisein. Der Running Back sagte, daß er vollkommen genesen und hundert Prozent einsatzbereit ist.
Woodhead ist ein sicherer Passfänger, der schmerzlich vermißt wurde. In seiner ersten Saison in San Diego fing er 76 Pässe für 605 Yards und 6 Touchdowns.
Sein Ersatzmann, Rookie Branden Oliver, fing 2014 36 Pässe für 271 Yards und 1 Touchdown.

Sonntag, 19. April 2015

Kurzberichte
gates-antonio2
Antonio Gates (Bild) möchte da mal was klarstellen.
Der Tight End der Chargers sagte, daß er niemals darum gebeten hätte, bei weniger Spielzügen auf dem Platz stehen zu müssen.
Er liebe den Wettkampf, fuhr er fort. Jeder wisse das. Er liebe es, seinem Team dabei helfen zu können zu gewinnen. Und das könne er nicht, wenn er an der Seitenauslinie stehe würde, das könne er nur auf dem Platz. Deshalb wäre es ja unsinnig, um weniger Einsätze zu bitten.
Gates kann sich gar nicht vorstellen, woher dieses Gerücht kam. Irgend jemand müsse da etwas falsch interpretiert haben.
Die Chargers können also wohl weiter auf den vollen Einsatz des Tight Ends bauen. Zumal seine Einsätze von 996 Spielzügen in 2014 auf 787 in 2014 schon gesunken sind.
Gates glaubt auch, daß er nicht mit anderen Spielern seines Alters verglichen werden darf. Der bald 35 Jahre alte Tight End hat nie Collegefootball gespielt, und deshalb glaubt er, daß er nicht so viele harte Schläge hat einstecken müssen, wie andere Spieler die in diesem Alter sind.
Gates ist im letzten Jahr seines Vertrags mit den Chargers. Er fühlt sich aber nicht so, daß es auch das letzte Jahr seiner Karriere sein könnte.

Der im März verhaftete Bruce Miller ist wieder Zuhause.
Der Fullback der 49ers saß im Gefängnis, weil er unter dem Verdacht steht, seine Frau geschlagen zu haben. Der Fall wird immer noch von den Strafverfolgungsbehörden untersucht, und bisher kam es zu keiner Anklage.
Niners General Manager Baalke sagte, daß Miller nicht an den anstehenden Trainingseinheiten teilnehmen wird. Er würde versuchen in seiner Heimat in Georgia, seine Angelegenheiten zu ordnen.
Miller ist ein ausgezeichneter Vorblocker, den das Team gerne weiter einsetzen würde.

Einsetzen können die 49ers Aldon Smith.
Der Linebacker zieht einen Schwarm von Verfehlungen hinter sich her, darunter mehrere Alkoholfahrten, Schießereien, ein falscher Bombenalarm, nur so zum Spaß am Flughafen von Los Angeles und noch die ein und die andere Kleinigkeit.
Er freut sich darauf, wieder spielen zu dürfen, auch wenn noch verschiedene Gerichtstermine anstehen. Doch jetzt will er sich zuerst mal mit dem Team auf die Saison vorbereiten.

Die Jacksonville Jaguars gaben Stefan Wisniewski einen Einjahresvertrag über $2,5 Millionen.
Er startete in den letzten vier Jahren in 61 Spielen für die Oakland Raiders, 46 als Center, 15 als Guard.

Die Jaguars gaben Marcedes Lewis einen neuen Vertrag. Dabei soll es sich nicht um eine Vertragsverlängerung für den 30 Jahre alten Tight End handeln, sondern um einen neuen Kontrakt zu reduzierten Bezügen.
Seit 2006 spielt Lewis in Jacksonville. Letztes Jahr fing er nur 18 Pässe.
Da kann man davon ausgehen, daß sein Gehalt 2015 weit von den $6,65 Millionen entfernt sein wird, die ihm laut altem Vertrag zugestanden hätten.

Samstag, 18. April 2015

Kurzberichte
wilson-russell
„Football ist der ultimative Mannschaftssport.“ Zu dieser nicht unwichtigen Erkenntnis gelangte Seahawks General Manager John Schneider.
Das mag dann auch der Grund sein, warum die Vertragsverhandlungen mit Quarterback Russell Wilson (Bild) so zäh verlaufen. Schneider möchte nicht nur Wilson halten, sondern so viele Leistungsträger wie möglich.
Abschreckende Beispiele für die Idiotie, einem einzigen Spieler zu viel zu zahlen, und damit auf andere Leistungsträger verzichten zu müssen, gibt es seit einiger Zeit ja genug. Die Ravens, Cowboys, Saints, Bears usw., sie zahlen ihrem Quarterback Unsummen, und müssen dafür das halbe Team auflösen, etwas übertrieben gesagt.
Natürlich müssen die Seahawks Wilson halten, und der Preis dafür wird hoch sein. Doch vielleicht sieht auch der Quarterback im Verlauf der Verhandlungen ein, daß er ein funktionierendes Team um ihn herum braucht, um noch ein paar mal den Super Bowl gewinnen zu können.
Wenn sein Ego ihm nicht im Weg steht. Das Anspruchsdenken ist so ausgeprägt, daß jeder denkt, er müsse mehr verdienen, als jemand anderer. Wenn Quarterback A 20 Millionen bekommt, dann verlangt Quarterback B, der sich für den besseren hält, 22 Millionen. Ob er seinem Team damit schadet, ist ihm egal. Ihm geht es nur darum, daß jeder sieht, daß er mehr wert ist, als sein Kollege.
Natürlich ist das nicht nur auf Quarterbacks bezogen, aber hier haben die Gehälter halt unmoralische Gefilde erreicht.
Mal sehen, wie das in Seattle weitergeht.

„Ich freue mich darauf, nächste Woche meine Teamkollegen wiederzusehen und konzentriere mich auf den Football und mein Verlangen, der bestmögliche Spieler, Teamkollege und Mann zu sein, der möglich ist,“ sagte Johnny Manziel am Ende einer doch recht enttäuschenden Entschuldigungsrede.
Obwohl die dafür sehr wahrscheinlich beauftragte Werbeagentur so viel Zeit hatte, diese Rede zu schreiben, haben sich die Autoren nichts neues einfallen lassen. Es war eine ganz normale Entschuldigung, die man schon tausend mal gehört hat.
Sein letzter Satz war denn auch der einzig erwähnenswerte. Damit gab der Quarterback bekannt, daß er am ersten freiwilligen Training der Cleveland Browns, das am Montag beginnt, teilnehmen wird.
Ob seine Teamkollegen sich genauso darauf freuen, Manziel wiederzusehen, wie er sich freut, sie wiederzusehen, darf man bezweifeln.
Aber ein Anfang wird der Montag werden, und man wird sehen, was Manziel in den Monaten in der Entzugsklinik verinnerlicht hat.
Daß die Clubführung nicht allzuviel Hoffnung in Manziel steckt, hat man mit der Verpflichtung von Josh McCown gesehen. Zwischen ihm und Manziel soll es einen offen Kampf um die Position des Starters geben. Den könnte Manziel glatt gewinnen, denn McCown ist als Quarterback nicht gerade eine Offenbarung.
Am Montag also beginnt der Alltag für Johnny Football, der ein Ziel hat, nämlich massig Schotter in der NFL zu verdienen. Schaun mer mal, ob das noch klappt.

Brandon Marshall wurde am Fuß operiert.
Der Linebacker der Broncos hatte eine Lisfranc-Operation an seinem rechten Fuß. Obwohl er im Dezember zwei Spiele verpaßte, weil er wegen der Schmerzen nicht spielen konnte, erzielte er über die Saison die meisten Tackles im Team.
Die Trainingseinheiten vor dem Trainingslager wird er wohl verpassen, aber im August soll Marshall wieder einsatzbereit sein.

Nächste Woche veröffentlicht die NFL den kompletten Spielplan für die Saison 2015.
Wann genau, sagte der Ligasprecher Brian McCarthy noch nicht, aber wenn es so wird, wie letztes Jahr, dann ist es am Mittwoch soweit.
Die Veröffentlichung wird wieder auf dem NFL Network Live übertragen.

Freitag, 17. April 2015

Kurzberichte
peterson-adrian200Heute ist es so weit, Adrian Petersons (Bild) Sperre wird aufgehoben.
Der Running Back der Vikings darf dann wieder an allen Teamaktivitäten teilnehmen.
Bereits am Mittwoch hätte Commissioner Goodell Peterson von der Liste der gesperrten Spieler nehmen dürfen, doch er wollte es wohl ein wenig spannend machen und zeigen, wer letztlich das Sagen hat.
Goodell wies Peterson darauf hin, daß jeder weitere Verstoß gegen die Benimmregeln der Liga weitere Bestrafungen bis hin zum Ausschluß aus der NFL nach sich ziehen werden.
Der Agent des Running Backs gab bekannt, daß sein Klient einen neuen Start bei einem neuen Team einer Rückkehr zu den Vikings vorziehen würde. Doch Petersons Vertrag in Minnesota läuft noch bis nach der Saison 2017 und bringt ihm jährlich knapp $13 Millionen. Ein neues Team müßte diesen Vertrag übernehmen und da wird die Sache dann schwierig. So viel Geld hat kaum ein Team noch unter der Gehaltsobergrenze übrig.
Die Vikings haben immer wieder betont, daß sie Peterson wieder zurückhaben wollen.
Mal gespannt, was sich da noch tut.

„Für einen Titel nehme ich gerne eine gerissene Schulter in Kauf,“ sagte Dont'a Hightower.
Der Linebacker der Patriots konnte im letzten Super Bowl Seahawks Running Back Marshawn Lynch entscheidend stoppen, und schaffte das mit nur einem funktionstüchtigen Arm.
Die gesamten Playoffs über spielte Hightower mit einer gerissenen Pfannenlippe in der rechten Schulter. Er sagte keinem was von seiner Verletzung, weil er das Gefühl hatte, daß viele seiner Mannschaftskollegen auch so ihre kleineren Schmerzen und Verletzungen hatten.
In einem Interview in dieser Woche sagte er, daß seine Reha voll im Zeitplan läge. Mit etwas Glück könnte er an einem Teil des Trainingslagers teilnehmen, zum Saisonstart erwartet er aber, einsatzbereit zu sein.
Die Patriots haben aber ein Auge darauf, welche Linebacker so auf dem Markt sind, nur für den Fall...

Wer möchte nicht zu seinem Arbeitgeber gehen und ihm sagen: „Du Chef, ich möchte demnächst etwas weniger arbeiten?“
Antonio Gates hat genau das gerade gemacht. Der Tight End der Chargers wird bald 35 und möchte nicht mehr gar so viele Einsätze bekommen, wie in der letzten Saison. Da stand er bei 787 Spielzügen auf dem Platz und fing 69 Pässe für 821 Yards und 12 Touchdowns, und das in einer Saison, in der viele eigentlich erwartet hatten, daß der junge Ladarius Green groß herauskommen würde.
Gates geht in seine 13. Saison und in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags. Er sieht sein Karriereende kommen, obwohl er noch nichts darüber gesagt hat, was er in Zukunft machen will. Es kann sein, daß er noch ein, zwei Jährchen anhängen will.
Was nicht verkehrt ist, denn wenn er gesund ist, gehört er zu den besseren Tight Ends der Liga.

Und Gerechtigkeit für alle?
Wenn Jameis Winston in der Draft sein Team findet, dann als unter dem Verdacht der Vergewaltigung stehender Angeklagter.
Erica Kinsman zeigte den Quarterback am Donnerstag an. Sie war, wie Winston, an der Florida State Uni. 2012 soll Winston sie vergewaltigt haben.
Sie fordert $15.000 von Winston in einer Zivilklage, die vor einem Geschworenengericht verhandelt werden soll.
Der Quarterback mußte sich niemals vor einem ordentlichen Gericht wegen seiner - angeblichen - Tat verantworten.
John Clune, einer der Anwälte von Erica Kinsman, verklagte bereits das College, weil es nach einer Untersuchung des mutmaßlichen Verbrechens zu dem Schluß kam, daß Winston nicht gegen den Verhaltenskodex der Schule verstoßen habe.
Dieser Meinung schloß sich später dann auch das Gericht an, vor dem die Klage gegen die Uni verhandelt wurde.
Clune sagte, daß Mr. Winston niemals für seine Tat hätte geradestehen müssen. Er wurde nicht angeklagt und auch von der Schule nicht zur Verantwortung gezogen. Es wäre nun an der Zeit, daß zumindest auf dem Weg über die Zivilklage für Gerechtigkeit gesorgt werden solle. Wenn die verantwortlichen Stellen nicht an Gerechtigkeit interessiert wären, könne seine Mandantin wenigstens auf diesem Weg den Quarterback zur Verantwortung ziehen.
Der Anwalt von Jameis Winston war auf die Klage vorbereitet. Bereits vor einiger Zeit sagte er, daß eine Gegenklage gegen Mrs. Kinsman wegen Verleumdung und übler Nachrede schon bereitläge.
Für den außenstehenden Betrachter sieht es fast so aus, als wäre Niemand in Tallahassee an einer wirklichen Untersuchung des Falles interessiert gewesen. Zu wichtig war Winston wohl als Spieler für das Team der Uni.
Nachdem Erica Kinsman die Vergewaltigung bei der Polizei angezeigt hatte, hätten die Beamten eigentlich sofort losgehen und Beweise sammeln müssen. Das aber taten sie nicht. Erst als die Sache neun Monate später von den Medien aufgegriffen wurde und damit ein beträchtlicher Wirbel verursacht wurde, tat die Polizei so, als würde sie etwas tun. Einen Monat später wurde die Untersuchung ergebnislos eingestellt.
Zusammen mit all den anderen Verfehlungen Winstons wirft es ein unglaublich schlechtes Licht auf die NFL, daß solch ein Mensch als Topkandidat für die nächste Draft gilt.

„Ich bin ein Star, friß meinen Staub“
Sie kommen oft aus den brutalsten Verhältnissen. Sie genießen schon in der Schule und auf dem College Starruhm. Sie benehmen sich oft daneben und kommen ungestraft davon.
Sie wachsen auf, in dem Irrglauben, daß für sie andere Regeln gelten, weil sie Stars sind.
Wie sollen sie da lernen, was es heißt, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen?
Immer wieder hört man, daß Verfehlungen von Collegespielern unter den Teppich gekehrt werden, weil sie die Stars im Team sind.
So war es auch bei Aaron Hernandez.
Der Tight End wuchs in einem gefährlichen Viertel auf, in Bristol, Connecticut. Dennoch kam er aus einer intakten Familie, was für diese Gegenden eher selten ist. Hernandez wuchs mit seinem Bruder nicht bei einer alleinerziehenden Mutter auf, sondern hatte einen Vater, zu dem er aufsah und auf den er hörte. Der Vater entwickelte die sportlichen Talente seiner Söhne. Er predigte ihnen den Wert der harten Arbeit und der Disziplin.
Als der Vater starb, als Hernandez 16 Jahre alt war, suchte er sich Halt bei den falschen Freunden. Hier begann sein Weg, der ihn zu einer lebenslangen Haftstrafe führte.
All seine Trainer und Betreuer, die danach mit Aaron Hernandez zusammenarbeiteten, verschlossen die Augen davor, wenn der talentierte Tight End mal wieder in Schwierigkeiten geraten war.
Nach ein paar Monaten in Florida, wo er für die Gators spielte, war Hernandez in eine Schlägerei verwickelt, wurde wegen Schüssen auf ein fahrendes Auto verhört und wurde der Einnahme von Marihuana überführt. Letzteres brachte ihm die Sperre für ein Spiel 2008 ein, obwohl man hörte, daß der Tight End nicht nur diesen einen Drogentest nicht bestanden hatte.
Wie kam es aber dazu, daß ausgerechnet die New England Patriots diesen Spieler einberiefen? Gerade die Patriots legen Wert darauf, Spieler nicht zu verpflichten, die Probleme machen. Vielleicht sind die Patriots deshalb auch das Team mit den meisten weißen Spielern?
Dennoch holten sie Hernandez ins Team, wohlwissend, daß seine Probleme sein Talent überwogen.
Solange die NFL und die Colleges weiterhin die Augen verschließen, wenn ihre Starspieler Verfehlungen begehen, wird sich an deren Glauben an ihre Unantastbarkeit nichts ändern.
Wohin das führen kann, zeigt der Fall Aaron Hernandez mit der brutalstmöglichen Deutlichkeit.
So ist denn auch die Reaktion des ehemaligen Star-Tight Ends bei der Urteilsverkündung zu verstehen, als ihm klar wurde, daß er zum ersten Mal in seinem Leben für eine seiner Taten zur Verantwortung gezogen wurde. Hernandez wurde kreidebleich und preßte die Lippen zusammen, sah ungläubig zu den Geschworenen, und bekam dann die Erlaubnis des ihn bewachenden Polizisten, sich zu setzen. In seiner Welt war dieser Schuldspruch einfach unvorstellbar.
In der realen Welt kommt es aber vor, daß man für seine Taten zur Verantwortung gezogen wird.
Und in der NFL sollte man noch genauer darauf achten, wen man sich da in die Liga holt.
Vielleicht sollte man bei der anstehenden Draft schon damit anfangen. Es soll da wenigstens einen Spieler geben, der einen außerordentlich negativen Ruf hat.

Donnerstag, 16. April 2015

„Schuldig in allen Anklagepunkten“
hernandez hinter gitternWas könnte man mit $40 Millionen so alles anstellen?
Eine ganze Menge... wenn man in Freiheit wäre. Dann könnte man sich mit 40 Millionen ein wunderbares Leben machen. Am Strand liegen. Ein paar mal um die Welt reisen. Sich ein Haus um sein privates Kino herum bauen, usw., usw.
Wenn man in Freiheit wäre.
Ist Aaron Hernandez (Bild) aber nicht und wird er auch nie wieder sein. Der ehemalige Tight End der Patriots wurde in allen Anklagepunkten im Mordprozess gegen ihn für schuldig befunden. Die besondere Grausamkeit, mit der er den Mord an Odin Lloyd ausführte brachte ihm eine lebenslange Haftstrafe ein, ohne die Möglichkeit jemals auf Bewährung vorzeitig entlassen zu werden.
Zelle zu, Schlüssel weg heißt es in seinem Fall.
Zur Erinnerung: Hernandez war ein sehr talentierter Tight End der New England Patriots. 2010 wurde er in der vierten Runde der Draft einberufen. Am 27. August 2012 unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag über $40 Millionen. Darin enthalten war ein Bonus für die Unterschrift von $12,5 Millionen. Der höchste Unterschriftenbonus, der bis dahin jemals einem Tight End gezahlt wurde.
Sein letztes Spiel in der NFL bestritt Hernandez am 20. Januar 2013. Es war das AFC Endspiel gegen die Baltimore Ravens.
Danach ging es für Hernandez nur noch um Mord und Totschlag.
Am 17. Juni 2013 ermordete Aaron Hernandez Odin Lloyd. Zu diesem Ergebnis kamen die Geschworenen, obwohl weder eine Tatwaffe gefunden wurde, noch zweifelsfrei festgestellt werden konnte, wer die tödlichen Schüsse abgegeben hat.
Die Anklage gründete ihre Beweisführung auf die Aufzeichnungen des Bewegungsprofils von Hernandez` Handy und auf Zeugenaussagen, daß Hernandez an diesem Abend mit Lloyd unterwegs war, zusammen mit zwei anderen Personen, Ernest Wallace und Carlos Ortiz. Die warten als Mittäter auch noch auf ihre Prozesse in diesem Mordfall.
Ein Video einer Kamera des Überwachungssystems in Hernandez` Haus zeigte ihn etwa 10 Minuten nach der Tat mit einem dunklem Gegenstand in seiner Hand, die von der Anklage als Waffe bezeichnet wurde. Die Tatwaffe wurde, wie gesagt, nie gefunden. Allerdings fand die Polizei Munition im Haus des Angeklagten, die zu den Kugeln paßte, die man im Opfer fand.
Das Tatmotiv war für die Ankläger klar. Odin Lloyd, der Freund der Schwestern von Hernandez` Verlobter, wußte zuviel über einen anderen Mord, dessen Hernandez verdächtigt wurde. 2012 soll der Tight End in Boston aus seinem Auto heraus zwei Insassen eines anderen Fahrzeugs erschossen haben. Grund war eine Auseinandersetzung in einem Nachtclub, weil einer der Getöteten einen Drink über Hernandez verschüttet hatte.
Von diesem Tatmotiv erfuhr die Jury allerdings nichts, denn die Richterin verbot der Anklage dieses Motiv zu erwähnen, weil es nur Spekulation wäre.
Also schwenkte die Anklage um und brachte einen anderen Vorfall als Motiv auf den Tisch. Zwei Tage vor dem Mord hätten Hernandez und Lloyd in einem Nachtclub Krach miteinander gehabt. Das war das neue Tatmotiv. Nicht ganz so spektakulär, aber man nimmt, was man kriegen kann.
Auch für den Doppelmord von 2012 soll Hernandez noch vor Gericht gestellt werden.
Grund, warum die Ermittler sich sofort auf Hernandez als Mörder von Lloyd konzentriert hatten, war ein Autoschlüssel. In einer Hosentasche des mit sechs Schüssen hingerichteten Opfers fanden die Ermittler den Schlüssel eines Mietwagens, den Hernandez gemietet hatte. Die Industriebrache, wo Lloyd hingerichtet wurde, liegt nur eine Minute von Hernandez Haus entfernt.
Für die Verteidiger ein Grund, der Polizei schlampige Ermittlungsmethoden zu unterstellen. Man hätte schnell einen prominenten Verdächtigen gefunden und dann alles getan, um ihn als Mörder hinzustellen.
Niemals wurde versucht, einen anderen möglichen Täter zu finden.
Deshalb versuchte die Verteidigung den Schachzug des begründeten Zweifels anzuwenden.
Die beiden anderen Männer, die mit Lloyd und Hernandez unterwegs waren, hätten Lloyd getötet, behauptete die Verteidigung am letzten Prozesstag.
Im Schlußplädoyer gab die Verteidigung zum ersten Mal zu, daß Hernandez zusammen mit dem Opfer und einem der beiden anderen Männer am Tatort zusammen war. Doch Hernandez hätte nicht etwa selber geschossen, behauptete sein Verteidiger, sondern Hernandez hätte als 23 Jahre junger Mann mit ansehen müssen, wie der Freund der Schwester seiner Verlobten brutal hingerichtet wurde. Das hätte Hernandez geschockt und mitgenommen.
Ein weiterer Schachzug, der nicht fruchtete. Dagegen sprachen weitere Videobilder aus dem Überwachungssystem in Hernandez Haus. Die zeigten den Angeklagten kurz nach der Tat mit Wallace und Ortiz im Swimmingpool-Zimmer, wie sie ganz entspannt miteinander flachsten und Hernandez seine kleine Tochter herzlich knuddelte.
Geschockt sah darauf niemand aus.
Dennoch werteten erfahrene Prozessbeobachter die lange Diskussionsdauer der Geschworenen das als gutes Zeichen für den Angeklagten.
Falsch gedacht.
Die Jury kam mit einem glasklaren Urteilsspruch zurück, der Aaron Hernandez in allen Anklagepunkten schuldig sprach.
Die Anklagepunkte im Einzelnen:
Geplanter Mord (1st-degree murder) - schuldig.
Tragen einer Feuerwaffe ohne Lizenz - schuldig
Tragen einer großkalibrigen Waffe ohne Lizenz - schuldig
Besitz von Munition ohne FID Card (Firearm Identification) - schuldig
Besitz von Feuerwaffen ohne FID Card - schuldig.
All das führte zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe für Aaron Hernandez. Da auch noch die besondere Grausamkeit der Tat festgestellt wurde, hat Hernandez keine Chance, jemals auf Bewährung vorzeitig entlassen zu werden.
Da muß er also jetzt als 25 Jahre junger, ehemals vierzigfacher Millionär, Vater einer Tochter, sehr talentierter und hoffnungsvoller Tight End, lebenslang ins Gefängnis, und drei andere Menschen sind tot, weil jemand ein Getränk über ihn geschüttet hat.
Ob es das wert war?

Kurzberichte
Innerhalb von 12 Jahren nach dem Ausscheiden aus der NFL meldet einer von sechs ehemaligen Spielern den persönlichen Bankrott an.
Das erbrachte eine Studie des National Bureau of Economic Research. Etwa 2.000 Spieler, die zwischen 1996 und 2003 rekrutiert wurden und mittlerweile im Ruhestand sind, wurden überprüft.
Der Höhepunkt der Bankrotterklärungen läge den Untersuchungen zufolge etwa zwei Jahre nach dem Ausscheiden aus der NFL.
Grund sind oft Scheidungen, Vertrauen in miese Berater, und ein zu exzessiver Lebensstil. Da fällt mir wieder dieser Spruch eines englischen Fußballspielers ein, der mal gesagt hat: „Ich habe viel Geld für Alkohol, Autos und Frauen ausgegeben, und den Rest habe ich verjubelt.“
Aktuell haben vor Kurzem Warren Sapp und Terrell Owens Privatinsolvenz angemeldet.

Daryn Colledge beendete seine Karriere.
Seit 2006 spielte der Offensive Lineman in der NFL und startete in 137 Spielen.
Sein Weg führte ihn von Green Bay über Arizona nach Miami.
Am Mittwoch gab er seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.

Mittwoch, 15. April 2015

Wohin fließen die Flüsse?
Rivers_Philip5Die Gerüchte um Philip Rivers (Bild) verstummen nicht. Im Gegenteil, sie nehmen immer weiter Fahrt auf.
Obwohl der Quarterback immer wieder versicherte, die Chargers nicht zu verlassen, und das Team immer wieder beteuerte, Rivers behalten zu wollen, werden immer wieder neue Wechselgerüchte ins Leben gerufen.
Rivers sagte ja auch, daß ein Umzug des Teams aus San Diego nach Los Angeles ihm nichts ausmachen würde, aber das scheint so ganz nicht zu stimmen.
Rivers hat überhaupt keine Eile, seinen Vertrag, der nach der Saison 2015 endet, zu verlängern. Er habe eine Heimat für sich und seine Familie in San Diego, die er nicht gerne verlassen würde, meinte er.
Dann wird das neueste Gerücht ihm ja gar nicht gefallen. Wenn er schon nicht gerne mit dem Team nach Los Angeles umziehen würde, dann würde ihm ein Wechsel nach Nashville, Tennessee, doch schon überhaupt nicht schmecken, oder?
Das neueste Gerücht sagt nämlich, daß Rivers an die Titans abgegeben werden soll.
Auf der anderen Seite, das ist das möglichere Szenario. Rivers wuchs in Decatur auf, am Tennessee River. Ein Umzug in die Nähe der alten Heimat würde ihm wohl eher zusagen, als ein Wechsel in die gar nicht so friedliche Stadt der Engel.
Im Zuge dieses Gerüchts kam dann auch das Gerücht auf, daß die Chargers an Quarterback Marcus Mariota in der Draft interessiert sind. Der absolvierte am Dienstag ein Probetraining in San Diego.
Da fügt sich so einiges zusammen.
Doch die Chargers sind ein gefestigtes Team. Sie haben in den letzten zwei Saison 19 Spiele gewonnen, darunter ein Playoffspiel. Da wäre es gar nicht gut, einen wiedererstarkten Quarterback ziehen zu lassen.
Die Titans liegen völlig am Boden. Rivers würde dort zwar einen Funken zünden, aber einen Flächenbrand wird er nicht auslösen können.
Head Coach Whisenhunt und Rivers kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in San Diego. Whisenhunt würde den Quarterback sicher gerne haben. Sein momentan als Starter gelisteter Quarterback, Zach Mettenberger, hat einen eigenartigen Ruf. Er gilt als „Tom Brady für arme Leute“.
Mal sehen, was dabei herauskommt, wenn die Gerüchteküche diese Süppchen fertig gekocht hat. Irgendwohin werden die Flüsse wohl fließen.

Kurzberichte
„Ganz ruhig Leute. Es heißt ja nicht umsonst „freiwillige Trainingseinheiten,“ hatte Matt Forte als Spruch für die Fans der Bears parat. Diese sorgten sich nämlich, weil der Running Back nicht mit den anderen Teamkollegen zu der ersten, eben freiwilligen, Trainingseinheit erschienen ist.
Trainiert hat Forte aber, und zwar mit einem persönlichen Trainer. Ob das die Fans, die sein Twitterkonto mit Beschimpfungen überfluteten, beruhigt?
Sorgen bereitet den Fans auch sein Vertragsstatus. Forte geht in das letzte Jahr seines aktuellen Kontrakts und zeigt keine Eile, zu verlängern. Und das, wo er auch letztes Jahr wieder fast alleine die Offense der Teddys getragen hat.
In der Zwischenzeit sollten die Fans in Chicago es locker sehen, auch wenn das in der heutigen hyperaktiven Onlinewelt schwerfällt.

Ganz nett sehen die neuen Uniformen der Cleveland Browns aus. Die wurden gestern Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Immerhin sieht man hier eher Veränderungen zum vorherigen Design, als bei dem vor einigen Wochen vorgestellten enttäuschenden neuen Logo.
3.000 Fans und einige Spieler waren bei der Präsentation zugegen. Johnny Manziel war nicht darunter. Der Quarterback sah sich gutgelaunt ein Baseballspiel an.
Immerhin, er war nicht zugedröhnt auf einer Party. Das ist ein gewaltiger Fortschritt.
Seine Abwesenheit sorgte allerdings für weiteren Gesprächsstoff. Safety Donte Whitner sagte, daß Manziel viel Vertrauen bei seinen Teamkollegen verspielt hat. Diese Chance, etwas davon zurückzugewinnen, wäre dahin, meinte Whitner. Er fuhr fort, daß er seinen Quarterback nächste Woche zum Beginn der freiwilligen Trainingseinheiten dringend erwartet. Dem Namen nach wären diese Einheiten freiwillig. In der Realität aber würden sie fest zur Saisonvorbereitung gehören, und jeder sollte daran teilnehmen.
Hier kann sich der interessierte Leser selber ein Bild von den neuen Trikots machen machen:

Jameis Winston und Marcus Mariota, voraussichtlich die Nr. 1 und 2 Spieler, die in der nächsten Draft rekrutiert werden, werden nicht in Chicago sein.
26 andere mögliche Spieler, die in der ersten Runde ein Team finden könnten, haben ihr Kommen zugesagt. Darunter ist wohl kein anderer Quarterback.

Ein weiterer Steelers Verteidiger beendete seine Football-Karriere. Cornerback Ike Taylor hängt nach 12 Jahren seine Footballschuhe an den Nagel.
Der 34-jährige gewann zwei Super Bowls mit Pittsburgh.
Seine letzte Saison war vom Pech überschattet. Zuerst mußte er eine Gehaltskürzung akzeptieren, um nicht aus dem Team zu fliegen.
In Woche drei brach er sich gegen die Panthers den rechten Unterarm. In Woche 14 gegen die Bengals war er wieder dabei, nur um sich erneut zu verletzen.
Und gerechnet haben die Steelers sowieso nicht mehr mit Taylor, der seit Anfang des Monats ein freier Spieler ist. Zu einem neuen Team möchte er nicht wechseln, also erklärte er seine Karriere für beendet.

Dienstag, 14. April 2015

Kurzberichte
crabtree-michael7Michael Crabtree (Bild) gab auf seiner Twitterseite bekannt, daß er einen Vertrag bei den Oakland Raiders unterschrieben hat.
Der ehemalige Wide Receiver der 49ers galt 2009 als der beste Wide Receiver, der in der Draft zu bekommen war. Die Raiders aber bewiesen mal wieder, daß sie gezielt daneben greifen können, und sie nahmen Darrius Heyward-Bey. Drei Stellen später rekrutierten die 49ers Crabtree.
Heyward-Bey wurde zum Flop. Er war schnell, aber nicht fangsicher. Crabtree wurde ein wertvolles Mitglied des Receiver-Korps der 49ers.
Jetzt landete er dann doch noch in Oakland, nachdem er für San Francisco entbehrlich wurde. Nach einer Achillessehnenverletzung 2013 wurde er nicht mehr der alte.
Die Raiders gaben ihm einen Einjahresvertrag über $3,2 Millionen. Mit Boni kann er es auf $5 Millionen bringen.

John Kuhn bleibt in Green Bay.
Der Fullback unterschrieb einen weiteren Einjahresvertrag. In seiner neunten Saison bei den Packers wird er $870.000 verdienen. Mit Boni kann der 33-jährige Liebling der Fans es auf $920.000 bringen.

Auch am Montag beriet die Jury im Mordprozess gegen Aaron Hernandez ohne zu einem Ergebnis zu kommen.
Auch wenn die lange Diskussionsdauer für den Angeklagten spricht, würde er nicht aus dem Gefängnis kommen, wenn er freigesprochen würde.
Danach begänne dann ein Prozeß wegen Doppelmordes. 2012 soll Hernandez in Boston aus einem Auto heraus zwei Insassen eines anderen Wagens erschossen haben.

Die Dolphins verpflichteten Zack Bowman.
Der Cornerback fristete bei den Giants sein Dasein hinter Prince Amukamara und Dominique Rodgers-Cromartie.
Am Montag unterschrieb er einen Einjahresvertrag in Miami.

Dieser Monat ist ein schlimmer für ehemalige NFL Spieler.
Am Freitag verstarb Baltimore Colts Tight End Jim Mutscheller an Nierenversagen. Er wurde 85 Jahre alt.
In acht Saisons fing er 220 Pässe für 3.684 Yards und 40 Touchdowns.

Montag, 13. April 2015

Kurzberichte
kaepernick-colin4Die 49ers haben einen neuen Quarterback.
Colin Kaepernick (Bild) ist sein Name.
Nein, ich habe nicht über das Wochenende mein Gedächtnis verloren.
Tight End Vernon Davis meinte das über seinen Quarterback, nachdem die beiden am Freitag ein wenig miteinander trainiert hatten.
„Mein Gott, was hast du getan?“ fragte Davis Kaepernick nach dem Training.
Für den Tight End steht fest, daß sich das freiwillige Sondertraining Kaepernicks mit Kurt Warner mehr als gelohnt hat.
Schon wenn der Quarterback zurücklief um zu passen, entdeckte Davis eine große Veränderung darin, wie Kaepernick seine Füße setzte. Für ihn sah sein alter Mitspieler wie ein völlig neuer aus.
Mit dem neuen Kaepernick werden die 49ers 2015 mehr als acht Spiele gewinnen, ist Davis überzeugt.

Kendall Hunter soll Colin Kaepernick 2015 entlasten.
Der Running Back zog sich am zweiten Tag des Trainingscamps 2014 einen Kreuzbandriss zu. Seine Reha liegt im Zeitplan und Hunter hat das Lauftraining aufgenommen.
Zur Saison wird er wohl einsatzbereit sein.
Linebacker NaVorro Bowman wird nach seinem Kreuzbandriss bereits zum Beginn des Trainingscamps zurückerwartet.

Kreuzbandrisse sind ja die schlimmste Geisel der NFL.
Ein weiterer Rekonvaleszent ist Branden Albert. Der Offensive Tackle der Dolphins bereitet sich mit einem Boxtraining auf seine Rückkehr von der schweren Verletzung vor, die er in Woche 10 erlitt.
Auch er wird wohl zum Saisonbeginn einsatzbereit sein.

Spieler zweier Sportarten?
Das möchte Russell Wilson gerne werden.
Fraglich, ob die Seahawks ihrem Quarterback erlauben werden, neben seinem Job bei ihnen, noch einen in der Major Baseballliga anzunehmen.
Es dürfte jedenfalls eigenartig sein, daß ein Arbeitgeber, der einem Spieler die Millionen nur so auf das Konto schaufelt, es einem erlaubt einen Nebenjob anzunehmen, der den Spieler einen großen Teil der Saison vereinnahmt.
Wilson sagte in einem Interview, daß er ernsthaft überlegt, neben Football noch Baseball bei einem Team namens Rangers zu spielen. Die halten die Rechte in der MBL an ihm, und mit ihnen hat er in den letzten beiden Jahren in seiner Freizeit trainiert.
Wenn man sich ansieht, wie quälend lang so eine Baseballsaison Wilson von den Seahawks fernhalten würde, dürfte das ein Traum von ihm bleiben. Die Zeiten, in denen ein Spieler Football und Baseball spielte, dürften mit Neon Deion Sanders geendet haben.
Spielbeginn der Keulenschwinger ist der April. Saisonende ist der November, wenn diese Rangers in die Endspielserie kommen sollten.
Und dafür sollen die Seahawks Wilson zum bestbezahlten Spieler der NFL machen?
Eher nicht!

Die Rams wolle ein neues Stadion.
Die Verantwortlichen der Stadt St. Louis würden ihnen auch gerne eins hinstellen, wissen aber nicht, wovon sie es bezahlen sollen?
Um Steuergelder für den Bau verschwenden zu dürfen, müssen sie die Steuerzahler abstimmen lassen. Da droht dann vielleicht eine Niederlage.
Um diese störende Befragung umgehen zu können, haben sie das Gericht eingeschaltet. Das soll klären, ob man die dummen Steuerzahler wirklich darüber abstimmen lassen muß, was mit ihrem Geld geschieht.
Der Beschluß, der eine Abstimmung vorsieht, stammt aus dem Jahr 2002 und wird von den Stadtoberen in wohl gewählten Worten zumindest als antiquiert und völlig unklar bezeichnet.
Deshalb soll ein Richterspruch Klarheit schaffen.
Wenn es nichts mit dem Bau eines neuen Stadions an den Ufern des Mississippi wird, brauchen die Stadtoberen sich nicht zu grämen, und sich zu fragen, wofür sie die Steuergelder ihrer Einwohner ausgeben sollen?
Sie zahlen immer noch kräftig an den Raten für den 1995 eröffneten Edward Jones Dome.

Plant ihr noch oder baut ihr schon?
In Minnesota lautet die Antwort: „Wir bauen schon“.
Wie letzte Woche berichtet, ist das neue Stadion dort voll im Zeitplan.
Damit dem Neubau nicht das gleiche Schicksal widerfährt, wie dem alten Bau, wird es eine Dachheizung bekommen.
Dem alten Metrodome ist ja unter der Last des Schnees das Dach eingebrochen.
Auf der offiziellen Teamseite der Minnesota Vikings gibt es übrigens einen Live-Stream der Bauarbeiten am neuen Stadion. Wer also anderen gerne mal beim Arbeiten zusehen möchte... . Natürlich muß man die Zeitverschiebung beachten, sonst sieht man nicht viel.

Sonntag, 12. April 2015

Johnny Problemkind
manziel-johnny03Johnny Manziel (Bild) ist aus der Entzugsklinik, in die er sich am 28. Januar freiwillig begeben hat, entlassen worden.
Wie es heißt, hätte er gut und erfolgreich an sich gearbeitet.
Doch das, was jetzt vor ihm liegt, ist ein weiteres hartes Stück Arbeit. Er muß das Vertrauen seiner Teamkollegen gewinnen, die nicht wirklich gut auf ihn zu sprechen sind.
Wird ihm das gelingen?
Ein Experte in Sachen Suchtkrankheiten meinte auf ESPN, daß Manziel als anderer Mensch aus der Klinik gekommen wäre. Seine wilde Vergangenheit läge jetzt hinter ihm.
Das wäre schon mal ein guter Anfang.
Roger Staubach, legendärer Quarterback der Cowboys aus guten, alten Zeiten, sieht viel Potential in Manziel. Für ihn gehört Johnny Football in die Kategorie Russell Wilson. Auch Manziel wäre sowohl als Passer, wie auch als Läufer zu gebrauchen, genau wie der Quarterback der Seahawks. Manziel hätte von beiden sogar den stärkeren Arm.
Sei es wie auch immer, jetzt liegt es an Manziel, ob er seine Energie in seinen Job investiert und trainiert um Leistung auf dem Platz zu bringen, oder ob er weiter durch die Partylandschaft wandert und sich mit zusammengerollten Geldscheinen auf irgendwelchen Klos fotografieren läßt?

Und noch ein Problemkind
Bei Johnny Manziel hat man geahnt, daß da ein Problemkind in die NFL kommt. Von Jameis Winston weiß man, daß da ein Problemkind in die NFL kommen wird.
Davon ist sogar Winstons Anwalt überzeugt. David Cornwell sagte auf einem Symposium für Sport-Anwälte, daß sein Mandant Winston nicht bereit ist für das Leben eines NFL Spielers in der Öffentlichkeit.
Harte Worte von jemandem, der bezahlt wird, um einen zu vertreten und nicht um einen zu treten.
Und Cornwell erzählte die Geschichte vom Treffen zwischen ihm, Winston und Roger Goodell. Die drei trafen sich im Büro des NFL Vorsitzenden. Winston sah sich um, entdeckte eine Super Bowl Trophäe und sagte: „So eine möchte ich auch haben.“
Goodell sah Winston an, zeigte auf eine andere Statue und sagte: „ich würde es begrüßen, wenn Sie erst mal versuchen, die zu verdienen.“
Und Winston sah auf die betreffende Statue, die Walter Payton Mann des Jahres Trophäe, die verliehen wird an Spieler, die freiwillig wohltätige Arbeit leisten.
Winstons Reaktion auf Goodells Geste wurde von Cornwell nicht wiedergegeben. Statt dessen sagte der Anwalt, daß Winston bereit ist auf dem Platz ein guter Quarterback zu sein, daß er aber nicht bereit ist außerhalb des Platzes ein guter Vertreter der NFL zu sein.
Auf die Frage, ob denn die Buccaneers Winston trotzdem als ersten Spieler in der Draft einberufen werden, antwortete Cornwell: „Das ist gebongt.“
Dann wurde Cornwell gefragt, warum er es abgelehnt hätte Ray Rice zu vertreten, Winstons Verteidigung in der Anzeige wegen Vergewaltigung aber übernommen hätte? Cornwell antwortet darauf: „Ich habe Winston vertreten, weil ich genau erkannt habe, daß er unschuldig war. Als ich die Videos sah, wie Ray Rice seine damalige Verlobte geschlagen hat, habe ich das durch die Augen eines Vaters einer Tochter gesehen und wollte Rice nicht verteidigen. Wenn das meine Tochter gewesen wäre, bin ich nicht sicher, ob Rice heute noch leben würde.“
Dann verurteile Cornwell noch einige Medienvertreter, die die Sache um die angebliche Vergewaltigung aufgebauscht hätten, und bezeichnete diese Medien als Teil des Problems.
Als Fazit bleibt aber festzuhalten, daß selbst der bestimmt nicht schlecht bezahlte Anwalt Winstons glaubt, daß sein Mandant längst nicht geläutert ist. Das ist zumindest... bemerkenswert.

Kurzberichte
Was für eine Freude wegen eines Einjahresvertrags.
Am Freitag ließ sich der frischverpflichtete Running Back Stevan Ridley ein riesiges Jets Tattoo auf den rechten Unterarm stechen, oder ritzen, oder wie das heißt?
Ob sich das lohnt? Tattoos sind permanent, ein Einjahresvertrag nicht.

Die Jets zogen ihre Option auf das fünfte Jahr von Quinton Coples.
Der Outside Linebacker hat sich als guter Paßverteidiger erwiesen. Coples bekommt in seinem fünften Jahr $7,8 Millionen.

Die Denver Broncos gaben James Casey einen Einjahresvertrag.
Der Ex-Eagles Tight End gilt als solider Blocker.

Samstag, 11. April 2015

Kurzberichte
SPENCER-ANTHONYDie Saints versuchen ihre unsagbar löchrige Defense aufzupolstern. Neuestes Mitglied der Truppe ist Anthony Spencer (Bild).
Der ehemalige Cowboy unterschrieb einen Einjahresvertrag in New Orleans.
Spencer wurde 2007 von Dallas in der ersten Runde der Draft einberufen. Er wurde als Linebacker und Defensive End eingesetzt. 2014 erzielte er als Defensive End 25 Tackles, einen halben Sack, einen erzwungenen Fumble und er trug einen eroberten Fumble zum Touchdown zurück.
2012 legte er eine Saison hin, die ihn in den Pro Bowl brachte. Sein Defensive Coordinator damals, Rob Ryan, den er jetzt in New Orleans wiedertrifft.

Einer ist immer der bestbezahlte.
Der bestbezahlte Center der NFL ist seit Neuestem Mike Pouncey. Die Dolphins gaben ihm eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $52,2 Millionen.
Statt $7,4 Millionen pro Jahr, wird Pouncey $10,4 Millionen bekommen.

Unter den Geschworenen im Prozeß gegen Aaron Hernandez scheint Uneinigkeit zu herrschen.
Nach vier Tagen intensiver Beratungen sind die 12 nicht zu einem Urteil gelangt. Seit Freitag 13 Uhr Ortszeit haben sie Wochenendfrei und treffen sich erst am Montag wieder.
Beraten müssen sie nicht nur darüber, ob Hernandez ein Mörder ist, sondern auch noch ob er illegale Waffen und Munition besessen hat.
Beobachter gehen davon aus, daß die lange Beratungsdauer positiv für den Angeklagten sein könnte.

Die Giants müssen in den ersten vier Spielen auf Victor Butler verzichten.
Der Linebacker wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt und suspendiert.

Will Allen unterschrieb erneut in Pittsburgh. Der 32-jährige Safety startete letztes Jahr in vier Spielen für die Steelers.
Nachdem Troy Polamalu seinen Schritt in den Ruhestand bekanntgab, war Not am Mann, die durch Allen gemildert werden konnte.

„Weniger reden, mehr Leistung bringen,“ ist das neue Motto von Redskins Quarterback Robert Griffin III.
Seine Sprüche darüber, was für ein toller Quarterback er wäre, hätten ihn nicht weitergebracht, meinte RG3, deshalb hätte er sich vorgenommen, 2015 seine Leistungen auf dem Platz für ihn sprechen zu lassen.
Eine tolle Idee.
Die Redskins-Fans, die einen tollen Rookie Quarterback erlebt haben, würde es sicher sehr freuen, wenn Griffin III an diese Leistung wieder anknüpfen könnte.

„Ein schlechtes Produkt,“ so nennt der ehemalige Star- Running Back der Titans, Eddie George, sein altes Team.
Er hätte gerne $2 Milliarden, um die Titans zu kaufen und sie zu einem besseren Produkt zu machen. Fehlfunktion und Unordnung würden das Management auszeichnen. Die Verantwortlichen wären nicht in der Lage das Haus in Ordnung zu bringen.
Die Fans wären entsetzt, fuhr George fort. In der Vergangenheit hätten sie schon gesehen, wie man Meisterschaften gewinnen kann. Doch das wäre schon lange her.
George kam in seinen acht Saisons mit den Titans viermal in die Playoffs. Tennessee war einen halben Meter vom Gewinn eines Super Bowls entfernt. Davon ist heute nichts mehr zu spüren, und das regt George auf.
Und das Schlimmste für ihn ist, daß Besserung nicht in Sicht ist.

Freitag, 10. April 2015

Kurzberichte
polamalu-200Es tut immer weh, wenn ein ganz, ganz, ganz großer aufhört.
Walter Payton, Joe Montana, Dan Fouts, Dan Marino, Troy Aikman, Emmitt Smith, Jerry Rice, ja selbst Lawrence Taylor habe ich ein Tränchen nachgeweint, unter vielen anderen.
Jetzt ist es wieder soweit, denn Troy Polamalu (Bild) hat sein Karriereende verkündet.
Der Safety der Steelers wurde achtmal in den Pro Bowl berufen, nachdem er 2003 an 16. Stelle in der ersten Runde der Draft von den Steelers einberufen wurde. Polamalu erzielte 771 Tackles, 32 Interceptions und 12 Sacks.
In den letzten Jahren warfen ihn Verletzungen immer wieder zurück, und seine Leistung ließ sichtbar nach. Da ist es wohl konsequent, daß der 33-jährige seine Footballschuhe an den Nagel hängt.
Doch an den Gedanke daran, ihn nie wieder über die Line springen zu sehen,um den gegnerischen Ballträger zu erwischen, muß man sich erstmal gewöhnen.

Bleiben wir in der Stadt des köstlichen Ketchups.
Die NFL suspendierte LeVeon Bell für die ersten drei Spiele.
Letzten August wurde der Running Back verhaftet, weil er unter Drogeneinwirkung autofuhr. Dafür bekam er jetzt die Strafe von der Liga. Gegen die hat Bell bereits Einspruch eingelegt.
Die Steelers waren darauf vorbereitet weshalb sie dem Ex-Panthers Running Back DeAngelo Williams einen Vertrag gaben. Der ist zwar ewig verletzt, aber diese drei Spiele wird er hoffentlich mal durchhalten können.

Ketchup klebt, deshalb hier noch eine Meldung aus Pittsburgh.
Die Steelers zogen die Option auf das fünfte Jahr ihres Guards David DeCastro.
Nachdem ihn eine Knieverletzung in seinem Rookiejahr behinderte, wurde DeCastro danach zu einem der besten Linespieler der NFL.

Andrew Luck bleibt bis zum Ende der Saison 2016 bei den Colts.
Das Team zog die Option für das fünfte Jahr seines Rookievertrags.
Das ist keine Überraschung. Von allen Quarterbacks, die 2012 einberufen wurden, ist Luck der mit Abstand beste. Und Luck selber hatte nicht die Absicht, zu wechseln.
Pech, daß 2012 das erste Jahr markierte, in dem die Rookiegehälter gedeckelt wurden. So muß Luck 2015 für magere $3,4 Millionen spielen, obwohl er in die Liga von Manning, Brees und Brady gehört, die sich unter $19 Millionen nicht die Footballschuhe anziehen.
Nach 2016 dürfte sein Jahresgehalt, bei der zu erwartenden Steigerung der absurden Gehälter für Quarterbacks, das Zehnfache betragen.

Die Panthers verpflichteten Charles Tillman. Der Cornerback unterschrieb einen Einjahresvertrag.
Tillman spielte 12 Jahre für die Bears und wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt. In den letzten beiden Saisons brachte er es wegen einiger Trizepsverletzungen nur auf 10 Spiele.

Ist Jimmy Graham ein Weichei?
Für Michael Bennett ja!
Der Linebacker der Seahawks hält nicht viel von seinem neuen Teamkollegen. Für den Linebacker ist der Tight End weich und der am meisten überbewertete Spieler der NFL.
Bennett versteht das Bohei nicht, das um Grahams Wechsel gemacht wurde. Für ein lauforientiertes Team, wie die Seahawks es sind, bräuchte man einen Tight End, der blocken kann. Das wäre Graham ganz bestimmt nicht, laut Bennett.
Vielleicht kann Graham seinen neuen Teamkollegen ja vom Gegenteil überzeugen?
Warten wir es ab.

Die Begegnungen für die Vorbereitungsspiele stehen fest. Zwar fehlen noch die genauen Anstoßzeiten, aber wer neugierig ist, kann ja schon mal nachsehen, wer gegen wen...
Die Bekanntgabe des Spielplans für die reguläre Saison wird in etwa zwei Wochen erwartet.

Donnerstag, 9. April 2015

Kurzberichte
thomas-sarah2Bekannt geworden ist es schon vor einigen Tagen, seit gestern ist es offiziell: Sarah Thomas (Bild) ist die erste weibliche Vollzeit-Schiedsrichterin der NFL.
Shannon Eastin hat zwar 2012 zu den Ersatzschiedsrichtern gehört, die uns so viel Spaß bereitet haben, aber das zählt natürlich nicht.
Sarah Thomas wird erstes vollwertiges Mitglied einer echten Schiedsrichtercrew.
Sie hat vor, nicht ins Rampenlicht zu gelangen und nur durch ihre Leistungen zu überzeugen. Sie weiß, daß es öfter heißen wird: „Für eine Frau ganz ordentlich,“ oder „na ja, sie ist halt eine Frau,“ aber sie hofft, daß das schnell nachläßt.
Auch den Titel der Vorreiterin möchte sie eigentlich nicht hören, aber dagegen wird sie sich nicht wehren können. Sie ist eine Vorreiterin, und sie hofft, daß weibliche Schiedsrichter in der NFL irgendwann etwas ganz normales sein werden.
Doch zunächst will sie nur aus Liebe zum Football ihren Job machen. Ganz normal, wie ihre männlichen Kollegen auch.
Au weiah... wenn ich da an den Mist denke, den die sich in der letzten Saison zusammengepfiffen haben.
Sarah... mach es besser!!!

Von den Pats zu den Jets wechselte Stevan Ridley.
Der Running Back spielte letztes Jahr nur in sechs Spielen, bevor er sich einen Kreuzbandriss zuzog. 2012 erzielte er 1.263 Laufyards und 12 Touchdowns.
In New York unterschrieb er einen Einjahresvertrag.

Die Denver Broncos warten auf genaue Nachrichten Aqib Talib betreffend.
Der Cornerback soll zusammen mit seinem Bruder in einem Nachtclub in Dallas in eine „körperliche Auseinandersetzung“ verwickelt gewesen sein.
Ein Angestellter des Nachtclubs sagte aus, daß er versucht habe, eine Auseinandersetzung zwischen drei Personen zu schlichten. Dabei hätte eine der Personen ihn geschlagen und mit einer Pistole auf ihn gezielt.
Und auf jemanden mit einer Pistole zielen, dafür ist Talib ja bekannt.
Außerhalb des Clubs soll dann ein Schuß gefallen sein, wie verschiedene Zeugen bestätigten.
Die Broncos gaben keinen Kommentar ab. Sie warten auf den Polizeibericht.

Die Hälfte ist fertig.
Beim Bau des Stadions der Vikings gaben die Verantwortlichen bekannt, daß die Hälfte des Projekts fertiggestellt ist. Alles wäre im Budget- und Zeitplan. Der Eröffnung im Juli 2016 soll nichts im Wege stehen.

Das hat lange gedauert.
2007 brachen fünf Männer in das Haus von Redskins Safety Sean Taylor ein und wollten es ausrauben.
Taylor stellte sich ihnen, bewaffnet mit einer Machete, entgegen. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurde Taylor erschossen.
Am Mittwoch bekannte sich der letzte der fünf Männer, Timmy Lee Brown, für schuldig. Alle anderen sind schon im Knast.
Brown muß 18 Jahre in den Bau.
Der Todesschütze, Eric Rivera jr. bekam vor einiger Zeit 60 Jahre.

Eric Berry leidet am Hodgkin-Lymphom.
Der Bruders des Safeties der Chiefs sagte der Presse, daß Eric tapfer gegen den Krebs kämpft, und sich nicht unterkriegen läßt.
Evan Berry, ein Sophomore Defensive Back der Tennessee Volunteers, fuhr fort, daß sein Bruder noch drei Behandlungen vor sich hat, und daß es Eric gutginge.
Ob Eric Berry seine NFL-Karriere wird fortsetzen können, das wäre aber noch nicht sicher.

Und wieder muß ein Todesfall eines ehemaligen NFL-Spielers verkündet werden.
Der ehemalige Raiders Wide Receiver Art Powell verstarb im Alter von 78 Jahren.
Powell war vor Kurzem wegen Herzbeschwerden im Krankenhaus.
In seiner Karriere, in der er bei mehreren Teams Station machte, fing er 479 Pässe für 8.046 Yards und 81 Touchdowns.

Mittwoch, 8. April 2015

Kurzberichte
peterson-adrian200Adrian Peterson (Bild) hat sich am Dienstag mit Roger Goodell getroffen.
Ob der Running Back der Vikings jetzt optimistisch sein kann, daß der Commissioner der NFL ihn am 15. April wirklich wieder als Spielberechtigt erklärt, weiß man noch nicht. Peterson ist der Aufforderung der Liga, sich in psychologische Behandlung zu begeben, nicht nachgekommen, und das könnte Goodell ihm vorhalten.
Die gewöhnlich gut unterrichteten Kreise gehen allerdings davon aus, daß Peterson nicht weiter bestraft wird.
Beide Seiten gaben keinen Kommentar zu dem gestrigen Treffen ab.
Die Vikings sind weiterhin felsenfest davon überzeugt, daß Peterson 2015 für sie spielen wird. Ob das Wunschdenken ist, oder ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten. Peterson glaubt zwar auch, daß er 2015 spielen wird, aber nicht in Minnesota.

Wo wir gerade beim Namen Peterson sind. Die Fans der Cardinals machten sich Sorgen um ihren Cornerback Patrick Peterson.
Seine Leistungskurve zeigte letzes Jahr etwas nach unten, während sein Gewicht vor der Saison nach oben ging.
Peterson hat sich von den Teamärzten gründlich untersuchen lassen und dabei wurde festgestellt, daß seine Blutzuckerwerte bedenkliche Dimensionen angenommen hatten. Kurz gesagt, Peterson hat Diabetes.
Die Ärzte hätten ihn nach der Diagnose gut eingestellt, und so zeigte seine Leistungskurve schon während der Saison wieder nach oben.
Peterson bedankte sich für all die Genesungsglückwünschen der Fans und teilte ihnen auf seiner Twitterseite mit, daß sie sich keine Sorgen um ihn machen müßten.

Die NFL suspendierte LeGarrette Blount für ein Spiel.
Der Running Back der Patriots wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

„Chip Kelly respektiert keine Stars,“ zu diesem Fazit kam LeSean McCoy.
Der Running Back der Bills betonte, daß er bei seinem ehemaligen Head Coach bei den Eagles nicht nachtreten möchte. Daß er aber schwer an seinem Tausch zu den Bills zu knabbern hat, merkt man ihm deutlich an. Letzte Woche sagte er bereits, daß das Training bei den Bills mehr an die NFL erinnere, als das Training bei den Eagles. Das hätte ihn mehr an sein Training auf dem College erinnert.
Und Kelly hätte Probleme damit, daß es hieß DeSean Jackson und die Eagles, oder LeSean McCoy und die Eagles. Für Kelly muß es heißen „Chip Kelly und die Eagles“. Deshalb wären letztes Jahr Wide Receiver Jackson und dieses Jahr McCoy an andere Teams abgegeben worden.
Wie sein eigener Tausch zu den Bills abgelaufen ist, findet McCoy nicht gut. Das wäre sehr respektlos vor sich gegangen. Doch jetzt würde es für ihn nur noch heißen, den Bills zu helfen und eine Tausendyardssaison abzuliefern. Alles andere wäre Vergangenheit.

Lawrence Tynes verklagt die Tampa Bay Buccaneers.
Der ehemalige Kicker des Teams zog sich auf dem Gelände der Bucs eine Staphylokokkeninfektion zu, die einen Zeh in seinem Schußbein befiel. Deshalb mußte Tynes seine Karriere beenden.
Tynes Anwalt beziffert den Verdienstausfall seines Klienten auf wenigstens $20 Millionen.
Die Bucs gaben keinen Kommentar zu diesem laufenden Verfahren ab.

Die Vikings gaben Center John Sullivan eine Vertragsverlängerung bis nach der Saison 2017.
Damit einher ging auch eine Gehaltserhöhung. Statt $4.65 Millionen pro Saison wird Sullivan ab sofort $5,9 Millionen bekommen.

Lions Safety James Ihedigbo wird nicht an den Saisonvorbereitungen seines Teams teilnehmen.
Er möchte einen neuen Vertrag, obwohl er erst letztes Jahr einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat.

Und noch ein ehemaliger NFL-Spieler ist von uns gegangen.
Dick Wood war der allererste Quarterback der Miami Dolphins. Am Samstag verstarb er im Alter von 79 Jahren in Atlanta.
Die Todesursache wurde nicht veröffentlicht.

Dienstag, 7. April 2015

Aaron Hernandez... Mörder oder nicht?
hernandez-aaron2Hat die Verteidigung von Aaron Hernandez (Bild) lausig gearbeitet, oder ist sie dermaßen überzeugt von ihren Argumenten, daß sie nur einen Bruchteil der Arbeit aufwandte, die die Anklage investierte?
Die Anklage brauchte 39 Tage und 131 Zeugen, um zu versuchen zu beweisen, daß der ehemalige Tight End der Patriots Odin Lloyd tötete.
Die Verteidigung brauchte nur einen Tag und drei Zeugen, um zu versuchen Hernandez Unschuld zu beweisen.
Unter diesen drei Zeugen war ein Experte für PCP (Phencyclidin auch bekannt als Engelsstaub). Die Verteidigung hat sich entschlossen, die Taktik des begründeten Zweifels anzuwenden. Sie hat die beiden Mittäter als Hauptverdächtige präsentiert, die an dem bewußten Tag im Juni 2013 zusammen mit Hernandez unterwegs waren. Die Verteidigung behauptet, daß entweder Carlos Ortiz oder Ernest Wallace Odin unter PCP Einfluß erschossen hat. Eine Zeugin hatte im Prozeß ausgesagt, daß sie gesehen hat, wie Ortiz und Wallace vor dem Tattag PCP konsumiert hätten.
Da keiner der drei Tatbeteiligten aussagte, ist die Aussage der Zeugin zwar wichtig, bleibt aber zweifelhaft.
Der Drogenexperte der Verteidigung jedenfalls gab an, daß es noch Tage nach der Einnahme von PCP zu aggressiven Ausrastern der Konsumenten kommen kann, die im Zusammenhang mit der Droge stehen.
Ein Drogenexperte der Anklage widersprach dem. Nach seinen Erkenntnissen gäbe es keinen Beweis, daß die Einnahme von PCP noch Tage später zu solch einem Verhalten führen könnte. Ein klares Unentschieden.
Natürlich kann der Schachzug, Hernandez nicht aussagen zu lassen, auch nach hinten losgehen. Unter den Geschworenen könnten sich einige fragen, warum Hernandez nicht einfach in den Zeugenstand geht, und seine Sicht der Dinge erzählt?
Macht er das deshalb nicht, weil er sich sonst selbst belasten könnte?
Ist er so ein schlechter Schauspieler, daß er nicht dermaßen lügen kann, daß sich die Balken biegen, um Ortiz oder Wallace den Mord anzuhängen?
Wir werden es erleben, was die Geschworenen für einen Schluß aus dem Ganzen ziehen. Am heutigen Dienstag werden die Schlußplädoyers gehalten und dann ist es an der Jury.

Kurzberichte
An diesem Osterwochenende verstarben mehrere ehemalige Mitglieder der NFL:
Im Alter von 59 Jahren verstarb der Ex-Packers Running Back Terdell Middleton am Karfreitag.
Nach seiner Zeit in der NFL wurde er Feuerwehrmann.
Die Todesursache wurde noch nicht bekanntgegeben.

Der ehemalige Wide Receiver der Eagles und Steelers, Don Looney, starb im Alter von 98 Jahren an Altersschwäche.

84 Jahre alt wurde Charlie Summers. Er spielte als Safety in der Liga und wurde danach Assistenztrainer der Raiders.
Seine beste taktische Entscheidung fällte er im Super Bowl nach der Saison 1983.
Gegen Ende der ersten Halbzeit holte er Matt Millen vom Platz und schickte den Ersatz-Linebacker Jack Squirek rein. Der fing einen Paß von Redskins Quarterback Joe Theisman ab, und trug den Ball in die Endzone. Sieben wichtige Punkte im 38:9 Sieg für die Raiders.
Summers verstarb an Karfreitag in Maui an den Folgen einer Gallenblasenoperation.

Jets Defensive End Muhammad Wilkerson ist unzufrieden mit seiner Vertragssituation.
Bevor er keinen neuen Vertrag bekommt, wird er nicht an den Trainingseinheiten der Jets teilnehmen.
Wilkerson geht in das letzte Jahr seines Rookiekontrakts und bekommt 2015 $6,9 Millionen. Er möchte noch vor der Saison einen langfristigen Vertrag von den Jets bekommen.

Der Ernst des Lebens hat für die Bills, Jets und Falcons begonnen.
Diese drei Teams haben ihre ersten Trainingseinheiten abgehalten
Bei den Jets hat natürlich Geno Smith viel zu beweisen. Alleine um $276.328 seines vertraglich vereinbarten Gehalts zu kassieren, muß der Quarterback an den Trainingseinheiten teilnehmen. Wenn er den Einheiten fern bleibt, wird er dieses Geld nicht bekommen, immerhin 32% seines Jahresgehalts.
Aus welchen Gründen auch immer, sehen die Jets Smith als ihren Starter an. Aber Alternativen haben sie ja auch nicht. Ersatzmann Ryan Fitzpatrick erholt sich noch immer von einem Beinbruch, den er im Dezember erlitt. Und Starterqualitäten hat der ja nun auch nicht gerade. Ein Kampf um den Titel der Nr. 1 dürfte somit ausbleiben.

Auch wenn Johnny Manziel genesen und geläutert zu den Browns zurückkehrt, wird er auf einige Ablehnung stoßen.
Zu viel Vertrauen hat der Möchtegern- Quarterback bei seinen Teamkollegen verspielt.
Es begann mit der Geldzähl-Geste bei der Draft. Hier bewies Manziel, worauf es ihm ankam.
Sein angeberisches, respektloses Getue danach machte ihn nicht gerade sympathischer. Trainieren? Das Playbook studieren?
Doch nicht Johnny Football. Sowas ist doch nur für Football-Analphabeten. Er war doch ein talentierter Star.
Das brachte ihm im Team nicht gerade Beliebtheitspunkte ein.
Hätten seine Taten auf dem Platz sein großkotziges Gehabe übertüncht, wäre es ja gut gewesen, doch auf dem Platz machte Manziel sich lächerlich.
Kaum einer seiner Teamkollegen freut sich darauf, Manziel bald wieder im Team begrüßen zu können.
Und die Fans, die Johnny Football als Heilsbringer für ihr marodes Team angesehen haben, sind auch nicht wirklich scharf darauf, ihn wiederzusehen.
Ob Manziel es fertig bringt, diesen riesigen Vertrauensverlust wieder einzuholen?

Montag, 6. April 2015

Sind die 49ers im Krisenmodus?
garciaEs ist gerade einmal knapp zwei Jahre her, da standen die 49ers einen Fehlpass vom Gewinn des Super Bowls entfernt.
Gemessen daran war die 8-8 Saison 2014 eine herbe Enttäuschung. Sie endete damit, daß Head Coach Jim Harbaugh seinen Vertrag frühzeitig beenden und für viel mehr Geld zu einem College wechseln durfte.
Der ehemalige Quarterback des Teams, Jeff Garcia (Bild), findet das alles sehr unglücklich. Das Team war absolut Konkurrenzfähig, meinte Garcia. Es wäre auf der Höhe seines Talents gewesen. Es war einen Spielzug entfernt vom Gewinn eines Super Bowls und einen Spielzug davon entfernt, in einen weiteren Super Bowl zu gelangen. Garcia fragt sich, wohin die Reise jetzt gehen soll?
Viele Leistungsträger hätten das Team verlassen, der Trainerstab wäre umgebaut worden, all das würde viel Arbeit bedeuten, um die Mannschaft an neue Spielphilosophien zu gewöhnen. Und das in der NFC West, wo man an den Seattle Seahawks vorbei muß, um in die Playoffs zu kommen. Ob die Arizona Cardinals eine Einsaisonfliege waren, oder ob auch sie ein echter Playoffkandidat sind, bleibt abzuwarten. Rechnen muß San Francisco mit ihnen.
Jeff Garcia zweifelt die Fähigkeiten der Clubführung an. Einige der Verantwortlichen hätten keinen Football-Hintergrund. Der Vorstandsvorsitzende Jed York hätte z.B. nie Football gespielt. Er ist der Sohn von Denise DeBartolo York und Jon York und das qualifizierte ihn zu dem Job.
Jon York ist ein Krebsarzt im Ruhestand. Denise DeBartolo York war Mitbesitzerin der 49ers. Sie und ihr Ehemann sitzen noch im Vorstand des Teams.
Da sieht Garcia Schwachstellen, denn in seinen Augen fehlt diesen Leuten das nötige Fachwissen.
Der dreimalige Pro Bowl Quarterback sieht aber keine Lösung für das Problem. Dafür müßten einige Leute mit viel Einfluß an der Spitze des Teams abgelöst werden, und das würde wohl nicht passieren.

Neues Team, alte Probleme.
Bills Head Coach Rex Ryan steht vor dem Problem, daß sein neues Team keinen NFL-Tauglichen Quarterback hat. Er erklärte den Kampf um den Posten des Starters für eröffnet.
Dieselben Worte hörte man von ihm auch letztes Jahr bei den New York Jets.
Einige werden sich daran erinnern, was daraus geworden ist.
Die Fans wandelten den Kampfruf J.E.T.S., Jets, Jets Jets in M.E.S.S., Mess, Mess, Mess um.
Für Mess gibt es mehrere Übersetzungsmöglichkeiten, ich nehme mal Chaos als die Zutreffendste.
Bei den Jets sollte es ein Duell zwischen Geno Smith und Michael Vick geben. Sollte... denn die Trainer gaben Smith dermaßen mehr Vertrauensvorschuß in der Vorbereitungszeit, daß Vick öffentlich Zweifel daran anmeldete, ob da wirklich ein offenes Rennen um den Posten des Starters stattfinden würde?
In Buffalo hat Ryan EJ Manuel zur Verfügung, der 2013 in der ersten Runde der Draft von Buffalo rekrutiert wurde. Als zweiten Mann hat er den 30 Jahre alten Matt Cassel, der tatsächlich streckenweise mal ganz gut gespielt hat in der Vergangenheit. Hinter diesen beiden sind noch Tyrod Taylor und Jeff Tuel im Kader, die aber wohl eher nicht wirklich im Rennen sind.
Es bleibt abzuwarten, wie ernst Ryan dieses Mal seinen Spruch mit dem offenen Rennen nimmt?

Sonntag, 5. April 2015

Dieses Osterei fand keinen Abnehmer
cutler-jay-ohjehEin von Bears Quarterback Jay Cutler (Bild) signierter Football blieb bei einer Auktion ohne ein einziges Gebot.
Natürlich ist Cutler nicht der populärste Spieler der Bears in Chicago, doch sein Wert hat ein neues Allzeittief erreicht. Bei einer Wohltätigkeitsauktion der Anti-Grausamkeit-Gesellschaft (eine Tierschutzorganisation) lag das Ei nun herum, wurde angeboten wie Alt-Bier und lag und lag und lag.
Dabei war das Startgebot von $100 wahrlich nicht hoch.
Nachdem die Auktion beendet war, kam doch noch ein Gebot für den Ball von einem anonymen Bieter.
Die Anti-Grausamkeit-Gesellschaft gab das ganz erfreut auf ihrer Facebookseite bekannt.
Doch direkt die erste Antwort zeigte, was die Facebooker davon hielten: „Ich wette darauf, daß Jay Cutler selber der unbekannte Bieter ist“, schrieb ein gewisser T. Smith. Und in diesem Tenor ging es dann weiter, von ein paar Ausnahmen abgesehen.
Na dann, frohe Ostern!

Das Gericht gab der Bitte der NFL statt
Die NFL hat die angeforderten Beweisbilder vom Prozeß gegen Greg Hardy ausgehändigt bekommen.
Der damals noch für die Panthers spielende Defensive End war angeklagt, eine Frau geschlagen zu haben. In erster Instanz wurde er deswegen auch verurteilt.
Hardy ging in die Berufung und aus welchem Grund auch immer tauchte die Klägerin zum Berufungstermin nicht auf, woraufhin Hardy als freier Mann das Gericht verlassen konnte.
Vor einigen Woche verpflichteten die Cowboys den Frauenschläger, was einige Wellen schlug.
Der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, übergab die Bilder an B. Todd Jones und Lisa Friel. Jones ist der neue Direktor der Disziplinarabteilung der Liga. Er war vorher Vorsitzender des Büros, das für die Beaufsichtigung von Tabak, Alkohol, Schußwaffen und explosiven Stoffen zuständig ist.
Friel war Staatsanwältin und behandelte Sexualverbrechen.
Noch schweigen die beteiligten an der Untersuchung und sichten zunächst das Beweismaterial, bevor sie ihre Ergebnisse veröffentlichen.
Und sie werden sich Zeit lassen und alles genau abwägen. Noch mal darf sich Roger Goodell, darf sich die Liga, solch eine grobe Fehlleistung wie im Fall Ray Rice nicht erlauben.
Dem im Weg steht der Zeitpunkt der Verurteilung.
Hardy wurde verurteilt, bevor die NFL den neuen Strafenkatalog veröffentlichte. Das heißt, daß der Typ mit läppischen sechs Spielen Sperre davonkommen könnte, wenn auf ihn der alte Strafenkatalog angewendet wird.

Kurzberichte
Johnny Manziel spielt Golf.
Am Samstag wurde er in Shreveport gesehen, wie er mit seinem Vater eine Runde auf dem Golfplatz drehte.
Daraus darf man aber jetzt nicht schließen, daß Manziels Entzug abgeschlossen ist. Der Quarterback der Browns darf aber ab und zu eine Pause von der Reha nehmen.
Im Februar hat sich die größte Enttäuschung der letzten Draft freiwillig in eine Suchtklinik begeben.
Die Browns sind aber optimistisch, daß Manziel an den ersten Pflichttrainingseinheiten teilnehmen kann. Die beginnen am 26. Mai.

Die Saints haben Joseph Morgan einen neuen Vertrag gegeben.
Der Wide Receiver unterschrieb für ein weiteres Jahr in New Orleans.
Letztes Jahr fing er vier Pässe für 92 Yards. In der Mitte der Saison wurde er von Head Coach Payton aus nicht näher erläuterten Gründen suspendiert, im Dezember dann sogar gefeuert.
Ist die Not bei den Saints so immens groß, daß man so einen Spieler halten muß?

Die meisten Spielerwechsel sind unter Dach und Fach. Zwar sagt die Menge der verpflichteten Spieler nichts darüber aus, ob das betreffende Team auch die richtige Leute verpflichtete, aber hier ein kurzer Überblick über das Geschehen.
Die meisten neuen Spieler verpflichteten die Colts und die Patriots, mit 18.
Die Interpretation, die Colts wollen die Nr. 1 der AFC werde, die Patriots wollen die Nr. 1 bleiben, kommt einem da sofort in den Sinn.
Sehr zufrieden mit ihren Spielern, oder unzufrieden mit dem was auf dem Markt war, waren die Rams. Sie verpflichteten nur sechs neue Spieler.

Träumen wird man ja noch dürfen.
So träumt Josh Freeman davon, der neue Kurt Warner zu werden.
Warner tingelte durch die NFL Europa und die Arena Football League, bevor er von den Rams als Ersatzmann für Trent Green verpflichtet wurde.
Nachdem Green sich 1998 in der Vorbereitungsphase verletzt, legte Warner eine nie für möglich gehaltene Karriere hin, die ihn zum MVP der Liga machte, zum MVP des Super Bowls und später vielleicht sogar zum Mitglied in der Hall of Fame.
Und das möchte Josh Freeman jetzt nachmachen.
Der Quarterback wurde gerade als Ersatzmann für Dolphins Quarterback Ryan Tannehill verpflichtet. Da muß er sich zunächst aber noch gegen Matt Moore durchsetzen.
Dann müßte er ja hoffen, daß Tannehill nicht spielt. Sei es, daß er sich verletzt, sei es, daß er wegen anhaltender Erfolglosigkeit auf die Bank gesetzt wird. Wenn dann nicht Moore Tannehills Stelle einnimmt, sondern Freeman, dann könnte er seine steile Karriere starten, von der er träumt.
Aber erst dann.
Also doch eher nicht.

Samstag, 4. April 2015

Kurzberichte
graham-jimmy3Schon länger her ist der Wechsel von Tight End Jimmy Graham von den Saints zu den Seahawks.
Doch Quarterback Drew Brees sagte der Presse, daß er den Schock dieses Wechsels noch immer nicht überwunden hat.
Er meinte, daß es immer wieder wahnsinnige Spielerwechsel in dieser Zeit des Jahres gäbe, aber solch einen wahnsinnigen hätte er niemals erwartet.
Aber, so fuhr er fort, diese Entscheidung würde zeigen, welches Vertrauen die Teamführung in die jungen Spieler hätte. Sie müßten jetzt die Fußstapfen ausfüllen, die Graham hinterlassen hat.
Brees betonte, daß Graham für ihn wie ein Bruder war, und daß er ihn nicht nur auf dem Platz vermissen wird.

Die NFL hat die erste Schiedsrichterin eingestellt. Sarah Thomas wird ab sofort als Linejudge fest in eine Schiedsrichtercrew aufgenommen.
Auf dieser Position hat sie bereits einige Vorbereitungsspiele gepfiffen und war im Trainingslager der Saints letztes Frühjahr.
Sie ist eine von sieben neuen Schiedsrichtern, die 2015 in die NFL aufgenommen werden.

Cowboys Running Back DeMarco Murray hat Quarterback Tony Romo gefragt, ob er nicht eine Gehaltskürzung akzeptieren würde, um ihn in Dallas zu halten?
Der Quarterback hat dem Running Back daraufhin geantwortet: „Na klar, mach ich.“'
Doch Teambesitzer und General Manager Jerry Jones hat seinen Quarterback nie gebeten, auf einen Teil seiner $17 Millionen für 2015 zu verzichten.
Wie Tony Romo in dieser Woche der Presse verriet, wäre er bereit gewesen, auf $5 Millionen seines Gehalts für 2015 zu verzichten. Er wäre bereit gewesen, seine Gehaltszahlung umzuschichten und auf kommende Jahre zu verteilen, selbst wenn er dafür tatsächlich auf ein paar Millionen hätte verzichten müssen.
Jerry Jones wird die Worte wohl vernommen habe. Mal sehen, ob er Romo die Frage nach einem Gehaltsverzicht stellen wird, wenn z.B. Adrian Peterson zu bekommen wäre.

Die NFL wird keinen Druck auf Jameis Winston und Marcus Mariota ausüben.
Die beiden Quarterbacks könnten als Nr. eins und zwei in der nächsten Draft rekrutiert werden, wollen aber beide nicht an der Veranstaltung teilnehmen.
Von anderen Spielern, die bei der Draft anwesend waren, kommt aber so etwas wie Kritik und Bedauern. Die beiden würden sich um eine lebensverändernde Erfahrung bringen, wenn sie nicht an der Draft teilnehmen. Es ginge dabei ja nicht nur um den kurzen Moment auf der Bühne, sondern um die Festivitäten, die in der Woche zuvor schon beginnen.
Aber, so der Tenor, jeder müsse selber wissen, was er macht, und worauf er verzichtet.

“Gronk nicht ängstlich!“
So könnte man beschreiben, wir Patriots Tight End Rob Gronkowski über die Spätfolgen von Kopfverletzungen denkt.
Wenn er schon vor einer Verletzung Angst hätte, dann vor einer Knieverletzung, nicht aber vor einer Gehirnerschütterung, meinte Gronkowski. Eine Böse Knieverletzung würde seine Karriere sofort gefährden, eine Gehirnerschütterung nicht.
Er hätte auch deshalb keine Angst vor dem Verlust seines Gedächtnisses in späteren Jahren, weil er sich heute schon oft an manches nicht erinnern könne. So wisse er z.B. nicht, wie er letzte Nacht in sein Hotelzimmer gekommen wäre, sagte er in einem Interview.

Reggie Wayne hat sich vorgenommen, noch eine 15. Saison in der NFL zu spielen.
Zwar haben die Colts dem Wide Receiver bereits Lebewohl gesagt, doch Wayne hofft, noch in einem anderen Team unterkommen zu können.
Wenn es nach ihm ginge, würde er gerne für die Patriots oder die Broncos spielen, doch ob die den alternden Star verpflichten wollen?

Sammy Watkins gilt als bester Wide Receiver der Bills.
Im Januar wurde er an der Hüfte operiert und befindet sich seitdem in der Reha.
Wann er wieder ins Training einsteigen kann, ist fraglich. Sicher ist, daß er einen Großteil der Vorbereitungszeit verpassen wird.

In den letzten Tagen wechselten natürlich wieder einige Spieler von Team zu Team, andere unterschrieben Vertragsverlängerungen.
Josh Freeman bekam einen Einjahresvertrag von den Miami Dolphins.
Der Quarterback kam 2009 in der ersten Runde der Draft zu den Buccaneers, doch er konnte keinen Beweis seiner NFL-Tauglichkeit erbringen. 2014 war er in keinem Kader eines NFL Teams.
In Miami muß er um den Posten des ersten Ersatzmanns für Ryan Tannehill kämpfen.

Die Cowboys waren mit Rolando McClain zufrieden. 2013 war der Linebacker raus aus der NFL, doch die Cowboys gaben ihm 2014 eine Chance. Die nutzte er.
Jetzt unterschrieb er einen neuen Einjahresvertrag in Dallas, der ihm $3 Millionen einbringen kann.

Die Buccaneers gaben Dashon Goldson an die Redskins ab.
Die Redskins überlassen Tampa Bay für den Safety ihre Wahlmöglichkeit in der sechsten Runde der Draft 2016.
Erst 2013 gaben die Bucs Goldson einen Fünfjahresvertrag über $41 Millionen.
Die Redskins werden Goldson 2015 $4 Millionen zahlen müssen.

Die Saints verlängerten den Vertrag von Jahri Evans. Der Guard unterschrieb einen Vertrag, der ihn bis zum Ende der Saison 2017 in New Orleans hält.

Die Bears feuerten ihren langjährigen Center Roberto Garza. Als Ersatz für ihn verpflichteten sie Will Montgomery für ein Jahr.
Montgomery spielte bereits für die Panthers, Jets, Redskins und die Broncos.

Die Broncos holten sich Center Gino Gradkowski von den Ravens. Baltimore wird als Kompensation eine noch näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit Denvers in der Draft 2016 erhalten.
Gradkowski startete 2013 in allen 16 Spielen für Baltimore, 2014 wurde er nur in acht Spielen eingesetzt.

Mittwoch, 1. April 2015

Kurzberichte
Draft_rgbMan stelle sich vor es heißt: „ An erster Stelle der Draft nehmen die Tampa Bay Buccaneers Jameis Winston,“ und der kommt gar nicht auf der Bühne in Chicago.
Das gab es wohl noch nie, daß der Spieler, der an erster Stelle einberufen wurde, nicht auf die Bühne kam. Winston sagte, daß er noch überlegt, ob er nach Chicago reist, glaubt aber eher, daß er Zuhause bleibt.
Und bei der nächsten Draft dürfte auch der zweite Spieler nicht im Gebäude sein, denn auch Marcus Mariota sagte, daß er nicht bei der Veranstaltung anwesend sein wird.
Jameis Winston und Marcus Mariota wollen die Draft am 30. April im Kreis ihrer Familie im Fernsehen ansehen. Winston wohnt in Alabama, Mariota in Honolulu.
Beide haben Familienmitglieder, denen sie eine weite Reise nicht zumuten wollen, mit denen sie aber gerne feiern wollen, wenn sie zu Millionären gemacht werden.

Die Packers wurden sich mit zwei Spielern einig.
Die Defensive Linemen Letroy Guion und B.J. Raji bleiben in Green Bay. Zu welchen Konditionen die beiden unterschrieben wurde nicht veröffentlicht.

Die 49ers gaben Linebacker Desmond Bishop einen neuen Vertrag.
Bishop kam erst im Dezember nach San Francisco und spielte in zwei Spielen. Er unterschrieb einen Einjahresvertrag.

Running Back Jacquizz Rodgers landete bei den Bears.
Der ehemalige Falcon unterschrieb einen Einjahresvertrag. Rodgers ist ein guter Pass-Blocker und könnte damit Matt Forte entlasten, dem das Blocken nicht so liegt.

Die Baltimore Ravens haben einen erfahrenen Ersatz- Quarterback verpflichtet, Matt Schaub.
Der 33-jährige bekam einen Einjahresvertrag über $3 Millionen.

Das war es dann von mir für ein paar Tage. Ich mache eine kleine Pause und bin frühestens Samstag wieder im Einsatz.

Dienstag, 31. März 2015

Vergeßt Deflategate, hier kommen Textgate und Noisegate.
blank-arthurDie NFL verhängte Strafen gegen die Cleveland Browns und die Atlanta Falcons.
Die Falcons begingen Noisegate, und das wurde teuer. Sie erhöhten den Lärmpegel in den Saisons 2013 und 14 bei Heimspielen durch künstlich erzeugten Zuschauerlärm, den sie über versteckte Lautsprecher abspielten.
Die NFL suspendierte Falcons Präsident Rich McKay in seiner Eigenschaft als Vorsitzendem des Wettbewerbskomitees vom 1. April an. Frühestens am 30. Juni kann er einen Antrag auf eine Beendigung der Sperre stellen. McKay ist seit 22 Jahren Mitglied des Komitees.
Das Team traf es auch hart. Es verlor seien Wahlmöglichkeit in der fünften Runde der Draft von 2016 und muß $350.000 zahlen.
Viel genutzt hat es nicht. 2013 und 14 gewannen die Falcons jeweils nur drei Heimspiele.
Falcons Besitzer Arthur Blank (Bild) sagte bereits, daß er keinen Einspruch gegen die Strafen einlegen wird.
Bei den Browns wurde General Manager Ray Farmer für die ersten vier Wochen der kommenden Saison suspendiert. Er hatte während mehrerer Spiele Textbotschaften von seinem Platz im Stadion an die Trainercrew geschickt, was nicht erlaubt ist.
Farmer darf während seiner Suspendierung keinen Kontakt mit anderen Mitgliedern des Teams aufnehmen. Auch ins Stadion darf er in dieser Zeit nicht.
Die Browns müssen $250.000 Strafe zahlen.

Kurzberichte
Demaryius Thomas ist nach Streik.
Der Wide Receiver der Broncos hat noch keinen neuen Vertrag bekommen, und bis er den nicht hat, will er nicht mit dem Team trainieren.
Auch das freiwillige Training mit seinem Quarterback Peyton Manning nächste Woche will er ausfallen lassen.
Das würde auch seinem rechten Knöchel zugute kommen, meinte Thomas. Den verletzte er sich am 3. Dezember, als ein Teamkollege ihm drauftrat. Etwas mehr Ruhe täte ihm bestimmt gut.
Thomas betonte, daß er sich ausschließlich um sein Wohl kümmern würde. Er würde nur versuchen, das zu bekommen, von dem er glaubt, daß es ihm zustünde. Auch sein Agent würde nur das tun, was für ihn, Thomas, das Beste wäre. Andere Spieler und das Team würden ihn nicht interessieren.
Wenn die Verhandlungen um einen langfristigen Vertrag bis zum 15. Juli zu keiner Unterschrift führen würden, dann würde er den „Franchise Tender“, den Vorrechtsvertrag der Broncos über $12,8 Millionen für 2015 unterschreiben, sagte der Wide Receiver noch.

Jameis Winston reist kreuz und quer durch das Land um nicht nur seine Fähigkeiten als Quarterback anzupreisen, sondern auch, um gegen sein schlechtes Image anzukämpfen.
Immerhin hat der Spieler, der wohl als erster in der nächsten Draft einberufen wird, mit Vergewaltigung- Diebstahls- und anderen Verbrechensvorwürfen zu kämpfen.
Doch wird er gegen sein Image ankommen?
Wird er sich ändern können?
Wird er den Spruch: „Du kriegst den Typen zwar aus dem Ghetto, das Ghetto aber nicht aus dem Typen“ widerlegen können?
Wird die NFL wirklich wahr machen mit ihrer großspurig angekündigten Säuberung der Liga von kriminellen Subjekten?
Da wird sich Winston wohl keine Sorgen machen müssen. Der Versuch, sich ein Saubermannimage zu verschaffen, fällt auf fruchtbaren Boden. Die Verantwortlichen der Buccaneers, dem Team, das ihn wohl rekrutieren wird, haben sich dazu entschlossen, Winston seine Bemühungen und Versprechungen, ein besserer Mensch zu werden, abzukaufen. Auch die Mitglieder der Glazer-Familie, der die Bucs gehören, wollen ihm glauben, denn auch sie wollen den Quarterback unbedingt in ihrem Team haben. Immerhin vervollständigte Winston 66% seiner Pässe für annähernd 8.000 Yards und 65 Touchdowns. Er führte Florida State als Starter zu einer 26-1 Bilanz und zu einer nationalen Meisterschaft. Da wischt man so eine dumme kriminelle Vergangenheit gerne mal eben so vom Tisch.
Und überhaupt, Winston sagte doch: „Ich weiß, daß ich in der Vergangenheit Fehler gemacht habe. Doch ich habe daraus gelernt. Ich bin erwachsener geworden und habe diese Vergangenheit hinter mir gelassen.“
Na, wenn das nicht auch den letzten Zweifler noch überzeugt.

Ja, Russell Wilson wird für eine Zeitlang der bestbezahlte Spieler der NFL werden, aber...
Die Garantiesumme, die die Seahawks ihrem Quarterback in den Vertrag schreiben wollen, soll zwar hoch aber nicht sonderlich hoch sein.
Das drang schon nach außen, obwohl die Verhandlungen zwischen den Seahawks und Wilson noch gar nicht begonnen haben.
Trotzdem soll es bis zum Beginn des Trainingscamps einen unterschriebenen Vertrag geben.
Von Seattle ist es sinnvoll, sich für einen einzelnen Spieler nicht völlig zu verschulden. Ob Wilson da wirklich mitspielt, das wird der Knackpunkt werden.

Miles Austin unterschrieb einen Einjahresvertrag bei den Eagles.
Der 30-jährige Wide Receiver, der zunächst bei den Cowboys und letztes Jahr in Cleveland spielte, wird $2,3 Millionen bekommen und hat die Chance mit Boni weitere $700.000 zu verdienen.

Die Eagles wurden sich mit DeMeco Ryans einig.
Der Linebacker unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $7,5 Millionen und kann mit Boni $10 Millionen verdienen.

Montag, 30. März 2015

Kurzberichte
fitzgerald2Langweilig, aber ungefährlich, sehen die Bilder aus, die Larry Fitzgerald (Bild) und Russell Wilson aus ihren Urlauben veröffentlichten.
Im Gegensatz zu Patriots Quarterback Tom Brady mit seinem Sprung von der Klippe, ließen die beiden es ruhiger angehen.
Cardinals Wide Receiver Fitzgerald stand dabei zwar auch an einer Klippe, aber nicht um herunterzuspringen, sondern um einen Golfball zu schlagen.
Fitzgerald spielte das längste „par-3“ der Welt, was immer das auch heißt, aber es scheint etwas ganz besonderes zu sein.
Dieses „extreme 19. Loch“ liegt in Süd-Afrika, in etwa 400 Metern Höhe, und wenn man den Ball gespielt hat, braucht es einen fünfminütigen Hubschrauberflug, um zu seinem Ball zu gelangen.
Noch ruhiger ließ Seahawks Quarterback Wilson es angehen. Er besuchte das Trainingslager des Baseballteams Texas Rangers und schlug einen Homerun.

Am Sonntagmorgen wurde Saints Cornerback Brian Dixon in Miami Beach verhaftet.
Bei der Verhaftung soll er passiven Widerstand geleistet haben.
Warum er verhaftet wurde, wollte die Polizei nicht bekanntgeben.
Die Saints gaben bekannt, daß sie den Fall untersuchen würden.

Chuck Pagano macht sich überhaupt keine Sorgen um seinen Job.
Der Head Coach der Colts nahm es gelassen auf, daß er ohne neuen Vertrag in das letzte Jahr seines laufenden Kontrakts geht.
Er ist sich sicher, daß er die Colts noch lange Jahre trainieren wird.
Überhaupt würde er sich nicht darum sorgen, was morgen sein könnte. Seine Krebserkrankung hätte ihn gelehrt, sich auf das Heute zu konzentrieren.

Sonntag, 29. März 2015

Kurzberichte
Jclowney-jadeveonadeveon Clowney (Bild), sagt das jemandem noch was?
Clowney war der erste Spieler, der in der letzten Draft einberufen wurde. Doch auf dem Platz sah man den Linebacker der Texans sehr selten. In vier Spielen erzielte er sieben Tackles.
Eine Knieverletzung machte ihm zu schaffen. Am 8. Dezember wurde er operiert und momentan unterzieht er sich einer beschwerlichen Reha, wie er sagte.
Doch er klingt optimistisch, was die kommende Saison angeht. Clowney ist sicher, daß er bis zum Beginn des Trainingslagers fit sein wird. Bis dahin wird er allerdings nicht an den Vorbereitungen teilnehmen können.
Wenn er zurückkommt und den Erwartungen an ihn gerecht wird, wird die Verteidigung der Texans mit Ihm, J.J. Watt und Vince Wilfork die gegnerischen Angriffe vor große Probleme stellen.

In den Verträgen der NFL Spieler stehen viele Zusatzklauseln, die ihnen gefährliche Sportarten und Freizeitaktivitäten verbieten, wie z.B. Motorradfahren.
Jetzt wird wohl eine neue Klausel eingebaut werden müssen, die „cliff-diving“ Klausel, die Klippenspringer-Klausel.
Tom Brady stellte Bilder und Videos auf seine Facebook- und Twitter-Seiten, die ihn bei seinem neuesten Urlaubsvergnügen zeigen.
Der Quarterback der Patriots steht an einem Wasserfall und springt von einem Felsen mehrere Stockwerke tief ins Wasser.
Hier das Video dazu:
Doch Brady selber gab sofort Entwarnung. Er schrieb, daß er das nie wieder machen würde.

Patriots Head Coach Bill Belichick machte den Vorschlag, in jedem Stadion festinstallierte Kameras an den Goallines anzubringen. Diese sollen besser als die TV-Kameras zeigen können, ob ein Ball die Torlinie berührte oder nicht.
Ab Montag wird eine Kommission durch die 31 Stadien tingeln, und sich ansehen, ob und wie das bewerkstelligt werden könnte.
Im Mai können die Teambesitzer bei ihrem nächsten Treffen dann entscheiden, ob sie den Vorschlag annehmen oder ablehnen.

Die Broncos gehen mit den Running Backs C.J. Anderson, Montee Ball und Ronnie Hillman in die nächste Saison.
Head Coach Kubiak sagte, daß Anderson zunächst als Starter in die Vorbereitungszeit gehen wird.
Letzte Saison erzielte er mit 179 Läufen 849 Yards und 8 Touchdowns.

Samstag, 28. März 2015

Kurzberichte
kaepernik-colinEin Flag-Football Spiel soll Colin Kaepernick (Bild) geholfen haben.
Super Bowl MVP Kurt Warner holte einige Bürohengste auf das Feld und Kaepernick durfte mitspielen. Der Quarterback der 49ers hatte vorher schon mit Warner geübt, um etwas mehr Touch in seine Würfe zu legen. 10 Wochen hat Kaepernick unter Warners Anleitung mit verschiedenen Receivern gearbeitet, um seine Fähigkeiten als Passer auszubauen.
Das zeigte er beim Flag-Football, wo er seine Pässe zu den Amateuren nicht so hart werfen durfte, wie zu seinen professionellen Receivern.
Warner attestierte Kaepernick dann auch, daß er große Fortschritte gemacht hätte. Kaepernick wäre ein besserer Pocket-Passer geworden, sagte Warner. Er könne die Verteidigungen jetzt besser entschlüsseln und würde nicht immer nur an seinem primären Receiver festhalten.
Ob es wirklich etwas genutzt hat, wird man dann sehen, wenn die großen Jungs in der Saison wieder auf ihn losstürmen.

Die Panthers vermeldeten am Freitag zwei Neuzugänge.
Sie gaben Ex-Packers Wide Receiver Jarrett Boykin und Ex-49ers Offensive Tackle Jonathan Martin Einjahresverträge, über deren Finanzen sie nichts bekanntgaben.

So langsam gehen dem Gericht in der Verhandlung gegen Aaron Hernandez die Geschworenen aus. Am Freitag gab die Richterin bekannt, daß sie den dritten Geschworenen ausgetauscht hat. Gründe dafür gab sie nicht bekannt.
Der Freitag war ein wichtiger Tag im Prozeß, denn die Verlobte des ehemaligen Tight Ends der Patriots sagte aus.
Im Vorfeld hatte das Gericht Shayanna Jenkins Immunität gewährt. In der Vereinbarung hieß es, sie muß aussagen, oder ins Gefängnis, wenn sie die Aussage verweigert.
Und sie sagte aus, daß Hernandez vor dem Mord am Freund ihrer Schwester betrunken gewesen sei. Vor dem Mord an Odin Lloyd, hätte sie am 17. Juni 2013 eine Pistole in einer Schublade gefunden.
Zwar sah Jenkins während ihrer Aussage nie in Hernandez Richtung, aber als sie den Zeugenstand verließ flüsterte sie ihm kurz etwas ins Ohr.

Freitag, 27. März 2015

Was wäre der Alltag ohne Gerüchteküche?
pagano-chuck3Deshalb hier gleich ein paar davon.
Das erste Gerücht kommt aus Indianapolis. Hier hört man, die Colts wollen Head Coach Chuck Pagano (Bild) noch keinen neuen Vertrag geben. Er geht in das letzte Jahr seines Vierjahresvertrags und soll wohl beweisen, daß die Colts mit den gar nicht mal so billigen Neuzugängen etwas weiter kommen, als letztes Jahr.
Doch das ist kaum zu schaffen. Letztes Jahr endete die Saison für Indianapolis ein Spiel vor dem Super Bowl. Da würden viele Teams gerne erst ihre Saison beenden.
Gegen all die Konkurrenten aus der AFC das Conference-Endspiel zu erreichen, ist eigentlich schon ein echter Erfolg.
Dennoch sieht es so aus, als würde Pagano bis nach der Saison 2015 abwarten müssen, um zu erfahren, wie es für ihn weitergeht.
Vielleicht würde es Pagano schon helfen, wenn sein Team sich von den Patriots mal nicht chancenlos abschlachten lassen würde?
Das nächste Gerücht kommt aus der Ligazentrale.
Von hier hört man die Worte Mexiko und Deutschland.
Zwar ist die NFL noch nicht mal in der Lage ein Team in Los Angeles, dem immerhin zweitgrößten TV-Markt der USA, anzusiedeln, doch das hindert die Verantwortlichen nicht daran, ausländische Märkte ins Visier zu nehmen.
Zunächst will man die Märkte in Mexiko, Kanada und China erobern. Danach sollen dann Brasilien und Deutschland erobert werden. Der Vorschlag, mal einen Pro Bowl in Brasilien auszutragen, liegt ja schon auf dem Tisch.
Deutschland soll von diesem unbedeutenden Langeweiler verschont bleiben. Die NFL sieht uns als Land an, das dem fortgeschrittenen Status zugerechnet wird. Wir sollen mit einem regulären Saisonspiel beglückt werden und zwar schon 2017. Frankfurt und Düsseldorf wurden zunächst als mögliche Austragungsorte genannt, doch auch Berlin und München wären in der Überlegung.
Was die NFL stört, ist die Nichtbeachtung der regulären Saisonspiele im deutschen TV. Zwar würden einige Playoffspiele und der Super Bowl übertragen, aber das ist der NFL zu wenig.
Die Rede kann hier nur vom freiempfangbaren Fernsehen sein, denn im Bezahlfernsehen wird die reguläre Saison ja in einer phantastischen Menge gezeigt. Doch der Vertrag mit Sport 1 US ist nach der letzten Saison ausgelaufen, und ob und wie es weitergeht, steht in den Sternen.
2022 ist als Starttermin für ein festes Team in London vorgesehen. Schon dieses Jahr hätte die NFL gerne vier Spiele in London ausgetragen, aber ein Spiel wäre dann mit der Rugby Weltmeisterschaft kollidiert, und dagegen hätte man keine guten Karten gehabt. 2016 sollen dann vier Spiele in London stattfinden.
Für jedes der drei Spiele in der Saison 2015 wurden bereits mehr als 40.000 Karten verkauft.
Die NFL hat also große Ziele, neben dem kleinen Ziel Los Angeles.

Kurzberichte
Terence Newman hat in Minnesota unterschrieben.
Der Cornerback bekam einen Einjahresvertrag über $2,5 Millionen, von denen $750.000 garantiert sind.
Bei den Vikings trifft Newman wieder auf Head Coach Mike Zimmer. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Bengals und den Cowboys.
Als Starter ist der mittlerweile 36 Jahre alte Newman nicht vorgesehen.

Die Patriots hoffen, daß zwei Rekonvaleszenten bis zum Saisonbeginn wieder fit sein werden.
Right Tackle Sebastian Vollmer wurde an einer Schulter operiert. Seine Verletzung an einer Knorpellippe hat den Deutschen die ganze Saison über behindert.
Für ihn stehen die Prognosen so, daß er im September eingesetzt werden kann.
Das sieht bei Donta Hightower anders aus. Obwohl auch er an einer Knorpellippe operiert wurde, heißt es bei dem Linebacker, daß er sechs bis sieben Monate ausfallen wird.
Auch Hightower spielte zumindest seit Woche 14 mit dieser Verletzung.

John Fox sagte vor einigen Tagen, daß er Jay Cutler wieder Selbstvertrauen einflößen wolle.
Doch ist es dann im Sinn der Sache, wenn der Head Coach der Bears kurz darauf verkündet, daß es einen offenen Wettbewerb um den Posten des Starters auf der Quarterback-Position geben wird?
Das wohl eher nicht.
Zwar wird Cutler momentan noch als Nr. 1 gelistet und wird auch als Starter in die Vorbereitungszeit gehen, aber er muß sich gegen Jimmy Clausen durchsetzen, und eventuell gegen einen Quarterback, den Chicago in der Draft einberufen könnte.
Mal sehen, wie viel Selbstvertrauen Cutler daraus schöpfen kann?

Darrius Heyward-Bey bleibt noch eine Saison in Pittsburgh.
Die Steelers gaben dem Wide Receiver, der schon letztes Jahr für sie spielte, einen weiteren Einjahresvertrag.
Allerdings soll Heyward-Bey vornehmlich in den Special Teams eingesetzt werden.

Giants Wide Receiver Victor Cruz hat nach seiner Operation an einer gerissenen Patellasehne das Lauftraining aufgenommen.
Ob er zum ersten Saisonspiel einsatzbereit sein wird, ist aber fraglich.

Donnerstag, 26. März 2015

Frühjahrstreffen der Teambesitzer
brady-tom-refereeAm gestrigen Mittwoch ging das Frühjahrstreffen der Teambesitzer Zuende. Eine wichtige Regeländerung, die besonders den Ravens am Herzen lag, wurde u.a. noch beschlossen.
Wide Receiver dürfen sich nicht mehr als nicht fangberechtigter Spieler beim Schiedsrichter anmelden. Das führte beim Spiel der Patriots gegen Baltimore zu einigen Irritationen, weil Receiver New Englands sich als nicht berechtigt beim Schiedsrichter anmeldeten und trotzdem ihre normale Position einnahmen, während ein Linespieler sich als berechtigt anmeldete und sich auf seiner normalen Position aufstellte.
Außer... der Receiver stellt sich innerhalb der Tackle-Box auf, dann darf er sich als nichtberechtigt anmelden.
-Noch wurde über eine neue Regel für den Extrapunkt nichts entschieden, aber beim nächsten Treffen im Mai soll zumindest eine Änderung ihren Segen bekommen.
Vorschlag eins, den Ball für einen Extrapunktversuch an die 15 Yardslinie zu legen, statt an die zwei, dürfte dann abgesegnet werden.
Vorschlag zwei, den Ball bei einem Zweipunkteversuch an die eins oder 1 ½ zu legen, statt an die zwei, damit mehr Teams sich trauen, für zwei Punkte zu gehen, hat es da etwas schwerer.
Dieser Vorschlag kommt von den Steelers, die dann noch einen draufsetzten. Sollte die Verteidigung beim Zweipunkteversuch den Ball erobern und in die gegnerische Endzone zurücktragen, soll sie die zwei Punkte bekommen.
Ob der Extrapunkt-Kick ganz abgeschafft wird, und es nur noch Zweipunkteversuche geben soll, steht auch zur Diskussion.
-Nicht angenommen wurde der Vorschlag der Bears, jedem Team in der Verlängerung einmal den Ball zu geben.
-Linebacker dürfen nun auch Trikotnummern von 40-49 tragen, statt nur Nummern in den 50ern und 90ern.
-Wenn die Sonne schön scheint, und das Wetter es erlaubt, dürfen Teams mit überdachtem Stadion das Dach in der Halbzeit öffnen, wenn es bei Spielbeginn geschlossen war.

All dem Gerede seiner Chefs zum Trotz, blieb Commissioner Goodell bei seiner abschließenden Pressekonferenz dabei, daß es für die NFL keinen Druck gäbe, 2016 ein Team in Los Angeles anzusiedeln.
-Sein Lieblingsthema, die Playoffs auf 14 Teams auszuweiten, wurde zwar diskutiert, aber weiter ohne Erfolg. Doch Goodell will es beim nächsten Treffen noch mal auf den Tisch bringen.
Immerhin würden weitere Playoffspiele mehr Geld in die Kasse der NFL spülen, die pro Jahr jetzt schon etwas über 12 Milliarden Dollar einnimmt.
-Was Goodell überhaupt nicht gefallen hat, waren die vielen verbindlichen Gespräche zwischen Teams und Spielern, die Free Agents wurden, bevor die Transferperiode begann. Da wies er noch mal auf die Regeln hin, und betonte, daß einige dieser Abkommen genauer untersucht würden.
-Auf die Frage, ob die NFL einen Collegespieler disziplinieren könnte, antwortete Goodell, daß das nicht möglich wäre. Die NFL hätte keinerlei Einfluß auf die Colleges. Jedoch, sollte ein Spieler, der vom College in die NFL kommt, gegen die in der NFL geltenden Benimmregeln verstoßen haben, dann könnte die NFL ihn nach seinem Eintritt in die Liga bestrafen.
Ob das ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Jameis Winston war, wird sich zeigen.
-Natürlich kam auch eine Frage zu der Verpflichtung Greg Hardys durch die Dallas Cowboys. Dazu sagte Goodell, daß jedes Team Hardy hätte verpflichten können. Jedes Team wußte, daß Hardy für einige Spiele suspendiert werden könnte.
Die Liga wäre dabei, so viele Fakten wie möglich zusammenzutragen. Eine Entscheidung in naher Zukunft wäre möglich.

Kurzberichte
Die Buffalo Bills wollen den verstorbenen Gründer und Besitzer Ralph Wilson mit einer lebensgroßen Statue ehren. Diese soll auf einem neugestalteten Vorplatz vor dem Stadion errichtet werden.
Der Vorschlag dazu kam von den neuen Besitzern, Terry und Kim Pegula, genau ein Jahr nach dem Tod Wilsons.

Die Tampa Bay Buccaneers haben Jameis Winstons Vergangenheit unter die Lupe genommen, und über seine Zukunft mit ihm gesprochen. Dabei sind sie wohl zu dem Ergebnis gekommen, daß der Quarterback sein rüpelhaftes Benehmen abgelegt hat, und auf dem Weg sein könnte, ein annehmbares Mitglied der menschlichen Gesellschaft werden zu können.
Bucs Head Coach Lovie Smith sagte der Presse, daß Winstons Probleme hinter ihm lägen. Man habe mit ihm gesprochen und Smith wäre mit den Ergebnissen zufrieden.
Na, dann dürfte ja jetzt feststehen, welchen Spieler das schlechteste Team der letzten Saison als ersten einberufen wird. Als wenn es da noch Zweifel gegeben hätte.

„Wir müssen sein Selbstvertrauen wieder aufbauen, dann ist Jay Cutler ein wertvoller Quarterback,“ ist Bears Head Coach John Fox überzeugt.
Irgendwann in der letzten Saison hätte Cutler aufgehört, an sich zu glauben, das hätte zu seinen nachlassenden Leistungen geführt. Fox glaubt an Cutler, und will ihn nach und nach wieder aufbauen.
Fox vergleicht Cutlers Situation mit der von Cowboys Quarterback Tony Romo. Der hatte ja letztes Jahr eine nie für möglich gehaltene gute Saison hingelegt. Das wäre mit Cutler auch möglich, meinte Fox.
Ob es Zweckoptimismus ist, oder doch klappt, werden wir ja erleben.

Jordy Nelson erholt sich von einer Hüftoperation.
Das sagte Packers Head Coach Mike McCarthy am Mittwoch über seinen Wide Receiver.
Bis zum Beginn des Trainingscamps im August soll er wieder einsatzbereit sein.

Mittwoch, 25. März 2015

Football ist golden
sb-50-logoDer Super Bowl wird 50. Und die NFL will dieses Ereignis das ganze Jahr über feiern.
Goldene Bälle werden an jede High School überreicht, von der ein ehemaliger Schüler im Super Bowl spielte oder ein Super Bowl Team trainierte. Viele dieser Ehemaligen werden die Bälle persönlich überreichen.
Die 50 auf den Spielfeldern der 31 NFL Stadien wird dieses Jahr in Gold aufgemalt.
Die Vince Lombardi Trophäe wird allerdings Silbern bleiben, jedenfalls nach heutigem Stand. Das kann sich noch ändern.
In der Saison wird es 19 Spiele geben, in denen ehemalige Super Bowl Gegner aufeinandertreffen. Dazu zählt die NFL allerdings auch das Hall of Fame Spiel zwischen den Vikings und den Steelers. Dieses Spiel hat ja nichts mit der Saison zu tun, dient aber als Auftakt zur „Goldenen Saison“.
Zu jedem dieser „Rematches“ wird es besondere Feierlichkeiten geben.
Und zum ersten, und auch einzigen Mal, wird man auch als nicht Römer sofort erkennen könne, um den wievielten Super Bowl es sich am 7. Februar 2016 handeln wird, denn er wird nicht Super Bowl L heißen sondern Super Bowl 50. Die Liga mochte dieses einsame L nicht.
Teams, die im Super Bowl standen, werden ihre Spieler bei Spielen in der Heimatstadt zusammenführen und Ehren.
In den bisherigen 49 Super Bowls gab es 43 MVPs, die natürlich auch besonders geehrt werden. Zunächst in den Stadien ihrer Teams, dann auch noch mal beim Super Bowl selber.
Und natürlich werden viele Sammelartikel zur Goldenen Saison herauskommen, damit die Fans auch etwas davon haben.

Kurzberichte
Einige kleinere Regeländerungen, die Sicherheit der Spieler betreffend, wurden getroffen, die dem normalen Zuschauer gar nicht auffallen dürften.
Auffallen wird aber bestimmt öfter ein unabhängiger Neurologe am Spielfeldrand. Er darf eine Auszeit nehmen, wenn er der Meinung ist, daß ein Spieler verletzt sein könnte, der aber nicht vom Platz gehen will.
Die Uhr kann demnächst per Videobeweis überprüft werden. Wenn es kurz vor der Halbzeit, kurz vor Spielende oder in der Verlängerung auf jede Sekunde ankommt, kann die Zeit auf der Uhr per Videobeweis überprüft werden.
Die Indianapolis Colts zogen ihren schwachsinnigen Vorschlag eines „Neunpunkte- Touchdowns“ kurz vor der anstehenden Abstimmung zurück.

Wenn es nach Browns Head Coach Mike Pettine ginge, würden die Browns nicht zu Stars der HBO Serie Hard Knocks.
Die Teamleitung zeigte sich ja offen für HBO, aber Pettine sieht die Gefahr, daß das Team, und besonders Quarterback Johnny Manziel, zu sehr abgelenkt werden könnten.
Schon letztes Jahr, als der Hype um den Quarterback-Darsteller Manziel noch riesig war, sollten die Browns in der Serie auftreten. Dann wurde es aber doch Atlanta.
Johnny Football ist immer noch in der Suchtklinik, in die er am 28. Januar freiwillig ging.
Pettine erwartet sein Sorgenkind zum Auftakt der Krafttrainingseinheiten am 20. April zurück. Und dann soll Johnny sich auf Football konzentrieren können.

Chargers-Besitzer Dean Spanos würde schon gerne A) weiter in San Diego spielen und B) Mit Philip Rivers.
Ob beide Wünsche in Erfüllung gehen?
Der Vertrag mit Rivers soll nicht vorzeitig verlängert werden. Für 2015 stehen dem Quarterback $15,75 Millionen zu. Er möchte zwar weiter gerne für die Chargers spielen, aber eigentlich nur in San Diego, wo seine sieben Kinder ihr Zuhause haben und zur Schule gehen.
Stichtag für diese Entscheidungen wird der 20. Mai sein. An diesem Tag will der Bürgermeister von San Diego die Ergebnisse seiner Expertengruppe, zu den Kosten des Baus eines neuen Stadions in der Stadt, veröffentlichen.

Die Bears verpflichteten Ex-49ers Defensive Lineman Ray McDonald.
Zwar muß er noch einen Gesundheitscheck bestehen, aber wenn das geschafft ist, bekommt er einen Einjahresvertrag.

Dienstag, 24. März 2015

Kurzberichte
brees-drew-saintsUnd noch`n Gerücht.
Man hört, daß die Saints Drew Brees (Bild) abgeben wollen.
Dem widerspricht General Manager Mickey Loomis energisch. Niemand hätte die Absicht, den Quarterback abzugeben, sagte er der Presse.
Ob nicht doch etwas dran sein könnte?
Immerhin sind die Saints in einem riesigen Umbruch. Macht es da wirklich Sinn, an einem 36 Jahre alten Spieler festzuhalten? Wenn man dann noch bedenkt, mit welcher Irrsinnssumme Brees zur Gehaltsobergrenze zählt.
Das könnte noch spannend werden.

Fiel da nicht gerade das Wort Irrsinnssumme?
Bleiben wir dabei.
An welche Quarterbacks denkt ihr, wenn ihr an Quarterbacks denkt, die Einhundertmillionendollar wert sind?
Zwei oder drei kämen einem da so in den Sinn.
Anders herum könnte man auch fragen, wenn ihr an Quarterbacks denkt, an welcher Stelle fällt euch dann Ryan Tannehill ein?
Richtig, wenn man nicht gerade Dolphins-Fan ist, fällt einem Tannehill vielleicht überhaupt nicht ein.
Doch Miamis Vizepräsident für Footballangelegenheiten Mike Tannenbaum hält Tannehill für einen „Franchise- Quarterback“ und will ihn entsprechen bezahlen. Das bedeutet, daß Tannehill demnächst einen sechsstelligen Millionenbetrag kassieren dürfte.
Mike Tannenbaum ist übrigens der Typ, der den überqualifizierten Quarterback Mark Sanchez zu den Jets geholt hat.
Nachdem Ndamukong Suhs Gehalt schon mit $28,6 Millionen an der Gehaltsobergrenze knabbert, und demnächst auch Tannehills Gehalt sich in dieser Region bewegen könnte, werden noch mehr Leistungsträger gefeuert werden müssen.
Es sei denn, man bekäme einen leistungsbezogenen Vertrag hin, wie ihn Andy Dalton bei den Bengals schlucken mußte.

Die Giants haben es nicht eilig, Interceptionkönig Eli Manning weiter an sich zu binden.
Der Quarterback wird seinen laufenden Vertrag zunächst Zuende spielen müssen, bevor die Giants nach der Saison 2015 über einen neuen Vertrag mit ihm verhandeln.
Die Forderungen aus Mannings Lager zeigen aber auch deutlich, was für ein Realitätsverlust unter den Verantwortlichen grassiert. Mannings Agent fordert einen Fünfjahresvertrag über wenigsten $100 Millionen. Und wie es aussieht, könnten die Giants bereit sein, ihm das zu zahlen.
Wir leben in einer bekloppten, bekloppten, echt bekloppten Welt.

Andrew Luck wird noch keinen neuen Vertrag von den Colts bekommen.
Während andere Quarterbacks aus der Draft von 2012 bereits lukrative Verträge bekommen haben, wollen die Colts Luck erst nach der Saison 2015 einen neuen Vertrag geben.
Natürlich wird Luck dann der bestbezahlte Spieler werden, den es je in der Liga gab.

Noch jemand, der auf einen neuen Vertrag warten muß ist Marvin Lewis. Der erfolgreichste erfolglose Head Coach der Liga hat noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2015 bei den Bengals.
Diese führt er oft erfolgreich, wenn auch knapp, in die Playoffs, wo der Erfolg dann aber bereits im ersten Spiel endet.
Die Verantwortlichen in Cincinnati werden sich wohl erst mal ansehen wollen, ob Lewis nicht mal ein Spiel mehr in den Playoffs gewinnen kann, bevor sie mit ihm verlängern.

Nein, diese Meldung ist kein vorgezogener Aprilscherz. Die NFL überlegt, ob sie den Pro Bowl nicht mal in Brasilien austragen sollte?
In Brasilien gäbe es immer mehr Footballfans, heißt es aus der Ligazentrale.
OK, mag ja sein, aber muß man die dann mit diesem grottenschlechten, bedeutungslosen Freizeitgeschubse direkt wieder vergraulen?

105 Spieler waren beim Sichtungstraining für ehemalige NFL Spieler, die ein neues Team finden wollten.
Viel gebracht hat es wohl nicht. Erst zwei Verpflichtungen wurden bisher bekannt. Die Cardinals verpflichteten Wide Receiver Nathan Slaughter, die Colts verpflichteten Cornerback Deveron Carr.

Die NFL vergibt jedes Jahr Extrawahlmöglichkeiten in der Draft an Teams, die in der Zeit der Free Agent-Periode des Vorjahres mehr wichtige Spieler an andere Teams verloren, als welche zu verpflichten. Die Extrawahlmöglichkeiten beginnen nach Abschluß der dritten Runde, wenn der Super Bowl Gewinner den 97. Spieler rekrutiert hat.
Dieses Jahr vergab die Liga 32 Kompensationswahlmöglichkeiten an 14 Teams.
Mit vier Extras bekamen die Seahawks, Broncos und Chiefs dieses Jahr die meisten Plätze.

Gestern gab Darren Sharper vor Gericht zu, neun Frauen unter Drogen gesetzt und sie vergewaltigt zu haben.
Der ehemalige Safety der Saints muß deshalb nur neun Jahre ins Gefängnis, statt eventueller 30 Jahre, die er hätte bekommen können, wenn er in einem Geschworenenprozess für schuldig befunden worden wäre.

Eigentlich ist die HBO Serie Hard Knocks bei den NFL Teams nicht sehr beliebt. Die ganze Vorbereitungszeit über hängen zig Kameras an den Spielern, die sich eigentlich ungestört auf die Saison vorbereiten sollen.
Doch dieses Jahr gibt es sogar ein Duell zweier Teams, die gerne bei Hard Knocks mitmachen würden, die Texans und die Browns.
Mal sehen,. Für wen der Sender sich entscheidet?

Neue Regeln braucht die Liga... Wirklich?
Die NFL ändert jedes Jahr Regeln, erfindet neue, und streicht alte. So natürlich auch wieder dieses Jahr.
Zu den Regeln, die gestrichen wurden, gehört die Blackoutregel. Die besagte, daß ein Spiel nicht im örtlichen Fernsehen gezeigt werden durfte, wenn es nicht 72 Stunden vor dem Kickoff ausverkauft war. Darauf brauchen die TV-Sender nun nicht mehr zu achten.
Letztes Jahr gab es eh kein Spiel, daß nicht hätte übertragen werden dürfen, 2013 waren es nur zwei Spiele. Da wurde diese Regel von sich aus unnötig.
Als diese Regel eingeführt wurde, war sie noch nötig. In den 1970ern fielen 50% dem Blackout zum Opfer, in den 80ern 40%, in den 90ern 31%. Nach 2000 waren es nur noch 8% und seit 2014 nur noch 5%.
Das hatte natürlich nichts mit dem geschehen auf dem Platz zu tun, zu dem kommen wir jetzt.
Die Regel, ob ein Ball gefangen wurde oder nicht, wird geändert. Aber nur so, daß man es kaum bemerkt. Der Ball, den Cowboys Receiver Dez Bryant gegen die Packers fing, würde auch nach der neuen Regel als nicht als gefangen gewertet werden, denn es geht hier nur um Wortklauberei.
Bisher hieß es „der Receiver muß einen Footballbewegung gemacht haben, bevor der Ball als gefangen gewertet wird“, jetzt heißt es „der Receiver muß sich als Läufer etabliert haben, bevor der Ball als gefangen gewertet wird“.
Dieses Wortspiel soll mehr Klarheit in die Sache gebracht haben, meint Ligasprecher Dean Blandino. Na, dann ist ja jetzt alles klar, oder?
Die Ausweitung der Videobeweise auf noch mehr Schiedsrichterentscheidungen dürfte klar abgelehnt werden. Die Mitglieder des Regelkomitees gaben schon vor ihrer ersten Sitzung bekannt, daß sie keinem der auf dem Tisch liegenden Vorschläge eine Chance geben wollen.
Die Teambesitzer könnten sich auch für die Regeländerungen entscheiden, obwohl das Komitee sie abgelehnt hat, aber das ist kaum denkbar. Auch unter den Teambesitzern geht die Furcht vor noch mehr Spielverzögerungen durch noch mehr Videobeweise um.

War da nicht noch was?
Ach ja... DEFLATEGATE.
Auch nach zwei Monaten intensivster forensischer Untersuchungen und detektivischer Kleinarbeit kann immer noch kein Ergebnis geliefert werden.

Montag, 23. März 2015

Kurzberichte
harrison-jamesAlso doch die Steelers.
Linebacker James Harrison (Bild) schwankte noch zwischen den Titans und Pittsburgh, und es wurde Pittsburgh.
Er unterschrieb einen neuen Zweijahresvertrag.
Der 36-jährige wurde gefragt, was er von Chris Borlands Entscheidung hält, der mit 24 Jahren aus Angst vor Gehirnerschütterungen in den Ruhestand getreten ist? Das wäre seine Entscheidung, meinte Harrison. Wenn er diesen Schritt für richtig hielt, wäre es gut, daß er ihn gegangen sei. Er selber hätte noch keine Gehirnerschütterung erlitten, sagte Harrison, und er hofft, daß er auch keine mehr erleiden wird. Wenn doch, dann wäre es halt so.
Borlands Entscheidung, aus Angst vor den Spätfolgen von Gehirnerschütterungen mit dem Football nach nur einem Jahr in der NFL aufzuhören, wurde ja besonders von den hiesigen Medien wieder begierig aufgenommen, zeigte sie doch wieder einmal, wie furchtbar unmenschlich und gefährlich dieser Sport doch ist. Auf solche Meldungen fährt die hiesige „Qualitätspresse“ ja immer voll ab.
Borland gab bekannt, daß er den 49ers drei Viertel seines Unterschriftsbonus von $617.436 zurückzahlen wird. Das wären knappe $450.000.

John Mara, Mitbesitzer der New York Giants, sitzt im neugegründeten Komitee, das die Ansiedlung eines Teams in Los Angeles vorantreiben soll.
Er sagte am Sonntag, daß er davon ausgeht, daß 2016 ein NFL-Team in L.A. spielen wird.
In den nächsten Tagen will das Komitee einen Bericht zur Lage der Stadt der Engel vorlegen.

Beim Treffen der Teambesitzer in Phoenix sind die Meinungen über eine Ausweitung der Entscheidungen, die per Video angesehen werden können, sehr geteilt. Es kann sein, daß von den 13 Vorschlägen die vorliegen, kaum einer die Mehrheit bekommen wird. Insgesamt stehen 23 Regeländerungen zur Diskussion.
Die Teambesitzer treffen sich in dieser Woche und werden wieder viel zu besprechen und zu entscheiden haben. Alle Regeländerungen müssen von wenigsten 24 Teambesitzern akzeptiert werden.

Wer hat nicht mehr? Wer will noch mal?
Unter diesem Motto hätte der gestrige Sonntag stehen können. Zum ersten Mal fand ein Sichtungstraining für ehemalige NFL Spieler statt, die in keinem Team mehr sind, die gerne aber spielen würden.
So sah man auch Defensive End Michael Sam bei diesem Training für „Altstars“. Sam kam letztes Jahr vom College und gab vor der Draft bekannt, daß er schwul ist.
Zwar wurde er von den Rams einberufen, überstand aber die Vorbereitungsphase nicht. Gestern gab er sein Können beim „Veteran Combine“ zum Besten und war richtig schlecht. Seine 40 Yards Zeit lag mit inoffiziell gemessenen 5,07 und 5,1 Sekunden sogar noch über seiner Zeit des letzten Jahres.
Wenn man es in die NFL schaffen will, sollte die Zeit an erster Stelle ein vier zeigen.
Sollten die anwesenden Scouts die Zeit außer acht lassen, dann werden sie Sam nicht ganz abgeschrieben haben. Seine Beweglichkeit bei Paß-Rush-Drills soll sich gebessert haben. Auch zeigte Sam mehr Muskelmasse, als noch vor einem Jahr.
Von den 17 Defensive Linemen, die am Combine teilnahmen, liefen nur drei die 40 Yards unter fünf Sekunden.
Ein echter „Altstar“ war Felix Jones. Mit 27 Jahren fühlt sich der Running Back zu jung, um schon mit dem Football aufzuhören. Deshalb nahm er an diesem Schaulaufen teil, um noch mal einen Arbeitgeber zu finden.
Quarterback Brady Quinn glaubt auch, daß er zu Unrecht Arbeitslos ist. Mit seinen 30 Jahren hätte er noch einige gute Saisons in sich, sagte er gestern, und zeigte sich den Scouts.
Immerhin hatten alle 32 Clubs ihre Beobachter zu diesem ersten Veteranen-Casting geschickt. In den nächsten Tagen wird man sehen, ob jemand einen Vertrag erhalten wird.

Sonntag, 22. März 2015

Kurzberichte
Rivers_Philip5Es gibt Gerüchte, die gehen einfach nicht weg. So hält sich hartnäckig das Gerücht, daß Philip Rivers (Bild) die Chargers verlassen wird.
Die Saison 2015 soll der Quarterback noch für San Diego spielen. Dann läuft sein Vertrag aus, und Rivers überlegt, ob er dann noch mal verlängern oder wechseln soll?
General Manager Tom Telesco möchte allerdings, daß der 33-jährige Quarterback bis zu seinem Ruhestand für die Chargers spielt.
Wäre ein Philip Rivers in einem so hohen Alter denn überhaupt noch für andere Teams interessant?
Diese Frage will der General Manager gar nicht erst aufkommen lassen. Er will verhindern, daß Rivers zu einem anderen Team wechselt. Deshalb denkt er daran, Rivers nächstes Jahr zum Franchise Player zu machen, damit er das Team nicht verlassen kann.

89 Jahre sind ein stolzes Alter. So alt wurde „der letzte der 60 Minuten Männer“.
Am Samstag verstarb das Ruhmeshallenmitglied Chuck Bednarik nach einer kurzen Krankheit in einem Heim für betreutes Wohnen in diesem Alter.
Bednarik spielte als Linebacker und Center für die Eagles. 14 Jahre war er für Philadelphia aktiv und hält damit den Teamrekord. Acht mal spielte er im Pro Bowl. Von 1976 bis 1982 arbeitete r als Assistenztrainer bei den Eagles. Seit 1995 wird alljährlich die „Chuck Bednarik Auszeichnung“ an den besten Verteidiger der Colleges verliehen.

James Harrison wurde letztes Jahr von den Steelers aus dem Ruhestand zurückgeholt, als Not in der Verteidigung herrschte.
Der 36 Jahre alte Linebacker hat die Rückkehr wohl richtig genossen, denn momentan redet er davon, 2015 weiterzuspielen.
Er hätte sogar zwei Teams, die ihn gerne verpflichten würden, die Steelers und die Titans.
Harrison tendiert zu den Titans. Dort ist sein alter, jahrelanger Defensive Coordinator Dick LeBeau als Berater tätig. Deshalb möchte der Linebacker gerne dort anheuern.
Mal sehen, wo er dann tatsächlich landet.

Die Raiders haben ihren Vertrag mit Trent Richardson wohlbedacht.
Zwar läuft der Vertrag über zwei Jahre und Kann dem Running Back $3,85 Millionen einbringen, die Betonung liegt aber auf kann.
Garantiert haben die Raiders Richardson nur $600.000.
das macht dann schon mehr Sinn.

Samstag, 21. März 2015

Kurzberichte
peterson-adrian200
Die Vertreter von Adrian Peterson (Bild) weigern sich, sich mit Vertretern der Vikings zu treffen.
Während man bei den Vikings weiter davon ausgeht, daß der Running Back 2015 für sie spielen wird, sieht das in Petersons Lager anders aus.
Nachdem sich die Beteiligten vor einigen Wochen im Haus Petersons getroffen hatten, will ein zweites Treffen nicht zustande kommen.
Die Vikings luden Peterson und seinen Agenten Ben Dogra zu einem gemeinsamen Essen ein, was von Dogra abgelehnt wurde.
Knackpunkt soll Kevin Warren sein. Der soll demnächst vom Justitiar des Teams zum Vorstand für das operative Geschäft gemacht werden.
Das gefällt Peterson nicht, denn Warren hat mit dafür gesorgt, daß Peterson von Roger Goodell auf die Ausnahmeliste des Commissioners gesetzt wurde. Auf dieser Liste stehende Spieler dürfen zwar an verschiedenen Teamaktivitäten teilnehmen, und sie bekommen ihr volles Gehalt, trainieren und spielen aber dürfen sie nicht.
Der Running Back nimmt Warren das anscheinend so übel, daß er wegen ihm aus Minnesota weg will.
Die Cardinals kündigten bereits an, daß sie Minnesota eine hohe Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft für Peterson überlassen würden.

Neun Anklagen wegen Vergewaltigung gegen Darren Sharper könnten am Montag in einem Rutsch beendet werden.
Wie es heißt, wird sich der ehemalige Safety der Saints, der nach seiner aktiven NFL Zeit und einem Sieg im Super Bowl zum Serienvergewaltiger wurde, vor einem Gericht in Los Angeles für schuldig erklären.
Wenn er sich schuldig bekennt, sollen ihm einige Jahre der zu erwartenden 30-jährigen Haftstrafe erlassen werden.
Der 39-jährige sitzt seit dem 27.2. 2014 in Untersuchungshaft.
Das Schuldbekenntnis soll ihm auch den teuren Geschworenenprozess ersparen. Die Beweislage ist wohl so erdrückend, daß ein Prozess eh mit einem Schuldspruch enden würde.

Colts Linebacker Erik Walden wurde von seiner Ex-Freundin verletzt.
Erica Palmer fuhr mit ihren beiden Kindern, die von Walden sind, zum Haus des Linebackers. Hier drang sie durch die Hintertür ein, bewaffnet mit einer Pistole und einem Baseballschläger. Es kam zu einem Handgemenge, in dessem Verlauf Walden Palmer die Pistole entreißen konnte. Doch Palmer schlug mit dem Baseballschläger um sich. Waldens neuer Freundin wurde dabei ein Arm gebrochen.
Palmer floh daraufhin.
Als Walden seine neue Freundin mit dem Wagen ins Krankenhaus fahren wollte, tauchte seine Ex erneut auf, verletzte ihn mit einem Messer an einem Arm, und rannte wieder davon.
Die Polizei konnte Ms. Palmer kurz darauf in einem Hotelzimmer verhaften.
Walden und seine neue konnten das Krankenhaus nach kurzer Behandlung wieder verlassen.

Tommy Smith tritt als Präsident und Geschäftsführer der Titans zurück.
Der Schwiegersohn von Teambesitzer Bud Adams, der das Team im Oktober 2013 übernahm, als Adams verstarb, sagte, daß das Team in einer guten Verfassung wäre und ihm eine gute Zukunft bevorstünde.
Der Mann hat Humor, das muß man ihm lassen.
Doch, so fuhr Smith fort, er würde demnächst 64 und er brauche alle Kraft dort, wo sie am dringendsten eingesetzt werden müsste. Was er damit meinte, erläuterte er nicht.
Anteile der Titans gehören Smiths` Ehefrau und anderen Verwandten von Bud Adams und sollen nicht verkauft werden, merkte er noch an.

Die Dolphins drohten mit der Verpflichtung eines neuen Ersatz- Quarterbacks und Matt Moore hat verstanden.
Der alte Ersatzmann wird auch der neue Ersatzmann sein.
Moore verdiente 2014 $4 Millionen, was Miami definitiv zuviel war. Sie luden Tarvaris Jackson zu einem Probetraining ein, um Moore zu ersetzen.
Doch am Freitag unterschrieb Moore einen neuen Einjahresvertrag zu etwas reduzierten Bezügen, wie man hört.
Auch Safety Louis Delmas unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag in Miami, der ihm bis zu $3,5 Millionen einbringen kann.
Zwar riß er sich erst im Dezember ein Kreuzband, aber die Dolphins sind optimistisch, daß er in alter Stärke zurückkommen wird.

Auch der Bürgermeister der Stadt Dallas hat eine Meinung zu der Verpflichtung des Frauenschlägers Greg Hardy durch die Cowboys.
Mike Rawlings sagte, das diese Verpflichtung für ihn als Cowboys-Fan, ein Schlag in die Magengrube war.
Er liebe die Cowboys unsterblich, aber irgendwo gäbe es einen Punkt, an dem man als Vater und Ehemann eine Grenze ziehen müsste. Dieser Punkt wäre mit Hardys Verpflichtung erreicht. Rawlings fuhr fort, daß er sich nicht vorstellen könne, in nächster Zeit in Hardy-Trikot zu kaufen.

Freitag, 20. März 2015

Kurzberichte
holmes-santonio-jets3Wide Receiver Santonio Holmes versteht die Welt nicht mehr.
Seit November ist der ehemalige Super Bowl MVP arbeitslos. Seit November sitzt er am Telefon, doch kein Schwein ruft ihn an, keine Sau interessiert sich für ihn.
Und das kapiert Homes nicht. Es verwirre ihn, daß er nicht Teil, irgendeines Teams wäre, sagte er. Und Schuld daran wäre diese eine Verletzung, dieser Lisfranc-Bruch, den er sich im September 2012 zugezogen hatte.
Zwei Operationen und monatelange Reha waren nötig, um über die Verletzung wegzukommen.
Im März 2014 wurde er von den Jets gefeuert. Die Bears verpflichteten ihn, gaben ihm aber im November den Laufpass.
Mit seine 31 Jahre dürfte es für den Wide Receiver schwer sein, tatsächlich noch mal ein neues Team zu finden, zumal seine Explosivität seit der Verletzung fast völlig verschwunden ist.
Und sein oft doch etwas problematischer Umgang mit seinen Trainern dürfte ihn nicht wirklich attraktiver machen.
Da dürfte eine Karriere still und heimlich Zuende gehen.

Die Dolphins haben dem Angebot der Bills nichts gleichwertiges entgegengesetzt.
Buffalo hatte Tight End Charles Clay ein Angebot über $38 Millionen für fünf Jahre gemacht. Miami hatte fünf Tage Zeit, diesem Angebot zumindest zu entsprechen. Doch der Preis war ihnen zu hoch, müssen sie doch „den Einen“ bezahlen, Ndamukong Suh.
Clay wird also demnächst versuchen Pässe in Buffalo zu fangen, von wem auch immer die ihm dann zugeworfen werden.

Miami versucht auch, auf den hinteren Positionen im Kader billigere Arbeitskräfte zu verpflichten. Ersatz- Quarterback Matt Moore ist seit 2011 im Team und verdiente 2014 $4 Millionen. Zu viel für einen Ersatz-Quarterback, wenn man „den Einen“ bezahlen muss. Deshalb suchen die Dolphins nach einem billigeren Quarterback und luden Tarvaris Jackson zu einem Probetraining ein. Der spielt seit 2006 in der NFL startete aber 2011 zuletzt in einem Spiel.
Der wäre bestimmt günstig zu haben.
Die Dolphins sahen sich auch Center J.D. Walton und Wide Receiver Michael Crabtree an.
Walton startete letztes Jahr in allen 16 Spielen für die Giants.
Crabtrees Karriere in San Francisco begann vielversprechend, aber zuletzt ging seine Leistungskurve etwas nach unten.

Am Mittwoch feuerte Baltimore Running Back Bernard Pierce, am Donnerstag landete der Ex-Raven in Jacksonville.
Die Ravens versuchen eine Null-Toleranz-Politik in ihrem Team zu etablieren, nachdem sie mit dem Skandal um Ray Rice viele negative Schlagzeilen machten.
Pierce war am Mittwochmorgen betrunken am Steuer seines Autos erwischt worden, und ein paar Stunden später war er schon gefeuert.
Sehr vermissen werden die Ravens ihn nicht unbedingt. In 45 Spielen erzielte er 1.334 Laufyards und 5 Touchdowns.

Die Chargers gaben Ex-Saints Cornerback Patrick Robinson einen Einjahresvertrag, der ihm bis zu $3 Millionen einbringen kann.

Warum nur wechselte Frank Gore von den 49ers zu den Colts?
„Weil ich mit einem großartigen Quarterback zusammenspielen wollte,“ antwortete Gore auf die Frage.
Ob das auch auf seinen ehemaligen Quarterback Colin Kaepernick gemünzt war?
Zumindest war es auch mit ein Grund, warum er nicht bei den Eagles unterschrieben hätte.
Wie man weiß, ist es um deren Quarterback-Position wirklich nicht zum Besten bestellt.
Deshalb hätte Gore seinen Agenten gebeten, mit den Colts zu sprechen, und zu sehen, ob die ihn nicht haben wollten. Und sie wollten.

Die Falcons versuchen immer noch Tony Gonzales zu ersetzen.
Der Ausnahme- Tight End ging nach der Saison 2013 in den Ruhestand und hinterließ eine klaffende Lücke.
Die Verpflichtungen von Ex-Broncos Tight End Jacob Tamme und Ex-Seahawks Tight End Tony Moeaki könnten diese Lücke etwas kleiner werden lassen.
Wer von beiden zum Saisonbeginn noch im Kader sein wird, bleibt abzuwarten.

Die Browns wurden sich mit Dwayne Bowe einig.
Der Ex-Chiefs Wide Receiver unterschrieb einen Zweijahresvertrag, über dessen Finanzen noch nichts bekanntgegeben wurde.

„Immer wenn ich glaube, die Cowboys können nicht mehr tiefer sinken und sich noch unwürdiger Benehmen, finden sie eine Schaufel und graben sich noch ein paar Meter tiefer.“
Diese deutlichen Worte zur Verpflichtung des Frauenschlägers Greg Hardy durch die Dallas Cowboys fand Dale Hansen, ein Sport-Radio-Reporter aus Texas.
Auch die Fans bekamen ihr Fett weg. „Gibt es keine Grenze, die ihr nicht überschreiten würdet?“ fragte er. „Gibt es kein Verbrechen, das ihr nicht ablehnt? Gibt es kein Benehmen, das ihr nicht toleriert?“
Gute Fragen!

Die Buccaneers gaben Ex-Cowboys Defensive Back Sterling Moore einen Einjahresvertrag über $1,525 Millionen.

Menschlichkeit in der NFL?
Doch, selbst in dieser geldgeilen Liga gibt es zumindest Anzeichen davon.
Die Bengals wussten, daß sie letztes Jahr nicht auf die Dienste von Defensive Tackle Devon Still setzen konnten. Er unterstützte seine kleine Tochter im Kampf gegen den Krebs und hatte keinen Sinn für Football.
Damit Still seine NFL Krankenversicherung nicht verlor, versetzten sie ihn ins Trainingsteam. So konnten alle Kosten der Behandlung abgedeckt werden.
Die Behandlung war erfolgreich. Stills Tochter gilt als geheilt und die Bengals gaben dem Verteidiger einen neuen Einjahresvertrag.

Donnerstag, 19. März 2015

Was ist die Frau in unserer Gesellschaft wert?
(Und was hat das mit der NFL zu tun?)

hardy-greg2Ich will mich jetzt nicht als Moralapostel aufspielen, aber der gestrige Tag gibt einem sehr viel zu denken.
Die Baltimore Ravens feuerten am Mittwoch Running Back Bernard Pierce nur wenige Stunden, nachdem dieser bei einer Verkehrskontrolle betrunken am Steuer seines Autos erwischt wurde.
Die Dallas Cowboys verpflichteten Ex-Panthers Defensive End Greg Hardy (Bild), einen in erster Instanz verurteilten Frauenschläger.
Da sollte man in der gesamten NFL mal an den Prioritäten arbeiten.
Die Buccaneers waren auch hinter Hardy her, verzichteten aber, weil sie letztlich doch einen Spieler mit einer solch miesen Reputation nicht im Team haben wollten. Sie fürchteten, daß die Fans das mit weiterem Wegbleiben quittieren würden.
Ob sie solch einen Anflug von Moral und Gewissen auch an den Tag legen werden, wenn es in der Draft darum geht, den mutmaßlichen Vergewaltiger Jameis Winston zu rekrutieren?
Wohl eher nicht!
Dallas jedenfalls gilt jetzt als das Team, das einem Frauenschläger eine zweite Chance bietet.
Der Einjahresvertrag, den sie Hardy gaben, ist ein sehr wohlüberlegter. Hardy kann 2015 bis zu $13 Millionen verdienen. Garantiertes Geld ist in dem Vertrag nicht vorgesehen. Was Hardy bekommt, hängt davon ab, wie oft er spielt. Pro Spiel wären das $622.242 plus ein paar Dollar mehr für Trainingsfleiß.
Noch kann man ja darauf hoffen, daß die NFL ihn lange Zeit suspendieren wird. Dann würde er von Dallas auch keinen Cent bekommen.
Sollte die NFL allerdings auch einknicken, und ihn nur für sechs Spiele oder weniger sperren, dann könnte der Defensive End am Ende mehr verdienen, als die Cowboys Running Back Murray bereit gewesen wären zu zahlen.
Alles in Allem bleibt einem der gestrige Mittwoch irgendwie quer im Magen liegen.

Neue Regeln braucht die Liga
Jedes Jahr werden in der NFL neue, oft absurde, Regeln erfunden und eingeführt, bestehende Regeln geändert oder abgeschafft.
Nächste Woche ist es wieder soweit.
Einen absolut schwachsinnigen Vorschlag machten die Colts. Sie wollen den „Neunpunktetouchdown“ einführen.
Wenn einem Team nach einem Touchdown eine erfolgreiche Zweipunkte-Umwandlung gelingt, dann soll das Team auch noch eine Einpunkte-Umwandlung durch einen Kick von der 50 Yardslinie ausführen dürfen.
Abgesehen von diesem Quatsch gibt es natürlich auch noch andere Regeln, über die nächste Woche beim Treffen des Regelkomitees diskutiert werden wird.
Als schlimmster Fall gilt die Videoüberprüfung jeder Schiedsrichterentscheidung. Das ist tatsächlich ein Diskussionspunkt.
Auf jeden Fall wird die Passbehinderung besonders unter die Lupe genommen werden. Hier soll der Videobeweis wohl auf jeden Fall erlaubt werden.
Es wird diskutiert, ob Head Coaches drei statt zwei Videobeweise anfordern dürfen.
An den Goallines sollen Kameras fest installiert werden, um besser sehen zu könne, ob ein Ball die Linie berührt.
Die Bears möchten durchsetzen, daß in der Verlängerung beide Teams den Ball wenigstens einmal bekommen.
Nächste Woche erfahren wir dann mehr.

Kurzberichte
Die Vikings teilten Adrian Peterson mit, daß sie ihn nicht gehen lassen werden.
Sie wollen ihm 2015 sein volles Gehalt von $12,75 Millionen zahlen, und erwarten, daß der Running Back jeden Cent davon verdient.
Peterson selber hat ja Abwanderungsgedanken, aber die Stimmung in Minnesota ist nicht ins Negative geschlagen, nachdem Peterson vor Gericht zugegeben hat, daß er seinen Sohn mit einem Zweig geschlagen hat.
Er schwor ja auch hoch und heilig, daß er keines seiner Kinder jemals wieder mit einem Zweig schlagen würde.
Ein Teamwechsel, weil die Fans ihn nicht mehr mögen, ist also gar nicht dringend nötig.

Jermaine Gresham muß an einem Bandscheibenvorfall operiert werden.
Der Ex-Bengals Tight End sucht momentan ein neues Team. Doch da nicht feststeht, wann er wieder wird spielen können, ist das ein schwieriges Unterfangen geworden.

Kenrick Ellis, Ex- Defensive Lineman der Jets, hat ein neues Team gefunden.
Umziehen wird er nicht müssen, denn er ist bei den Giants gelandet. Sie gaben ihm einen Einjahresvertrag über $1,65 Millionen.

Chris Canty hat einen Einjahresvertrag bei den Ravens unterschrieben.
Der Defensive End und die Ravens trennten sich erst vor drei Wochen. Canty war zur Vorstellung bei den Jets, und wollte eigentlich noch zu den Seahawks, sagte das Treffen aber ab.
Statt dessen unterschrieb er für $2,5 Millionen wieder in Baltimore.

Mittwoch, 18. März 2015

Kurzberichte
richardson-trend-draftDie Raiders nehmen ihre Situation nicht wirklich ernst.
Sie haben so viel Platz unter der Gehaltsobergrenze, daß sie Geld ausgeben müssen, um keine Strafe zu kassieren. Doch was tun sie?
Sie gehen hin, und verpflichten Trend Richardson (Bild).
Der Running Back sah in Cleveland aus, als ob er einmal zu den ganz Großen gehören könnte.
Die Colts sahen dieses Potential, und warben ihn von den Browns ab.
In Indianapolis sah Richardson dann aus, wie eine Sättigungsbeilage, die niemand bestellt hatte. Zuletzt erzielte er nur noch magere 3,3 Yards pro Lauf.
Aber für die Raiders, die ihren Platz im Keller der Liga wohl unbedingt festigen wollen, scheint er der richtige Mann zu sein.
Wenigstens war er nicht teuer. Für zwei Jahre soll er $3,9 Millionen bekommen.
Manchmal stellt sich mir die Frage, ob Raiders General Manager Reggie McKenzie seinen Arbeitgeber hasst?

Die Buffalo Bills boten Dolphins Tight End Charles Clay einen Vertrag über fünf Jahre und $38 Millionen an.
Clay gehört zu den „Free Agents“, die wechseln dürfen, wenn das alte Team mit dem neuen Angebot nicht wenigstens gleichzieht.
Miami hat fünf Tage Zeit für seine Überlegung. Sollten die Dolphins nicht gleichziehen, kann Clay ohne Kompensation wechseln.

Die Chargers gaben Ex-49ers Wide Receiver Stevie Johnson einen Dreijahresvertrag. Dafür bekommt der Wide Receiver $10,5 Millionen, aus denen mit Boni $12 Millionen werden können.

Wird Chris Borland eine Welle auslösen?
Ja!
Die Entscheidung des 24-jährigen Linebackers, aus Angst vor Kopfverletzungen nach nur einer Saison in der NFL in den Ruhestand zu treten, wird Schule machen.
Schon länger kann man verfolgen, daß Eltern in den USA ihre Söhne nicht mehr Football spielen lassen, sondern nur noch das vermeintlich ungefährlichere und auf jeden Fall langweiligere Soccer.
Dieser Trend wird anhalten und sich verstärken. Immer mehr Eltern, und auch Jugendliche, glauben an die Gefahren von Kopfverletzungen und den Spätfolgen, wie z.B. Demenz, die diese auslösen sollen.
Woher meine Oma dann ihre Demenz hatte?
Football jedenfalls hat sie nie gespielt, da bin ich sicher.
Es steht also nicht mit völliger Sicherheit fest, daß Football Demenz fördert. Wenn ich manchmal beim Fußball sehe, wie Spieler da mit dem Ellenbogen oder dem Kopf voran mit ihren Gegenspielern zusammenrasseln, sollte man auch da dann doch etwas vorsichtiger sein.
Vom Boxen darf man hier erst gar nicht reden.
Aber sei es, wie auch immer, im Football ist es en Vogue die mutmaßlichen Gefahren herbeizureden.
Deshalb wird Borlands Entscheidung für weitere Panik sorgen.

Cleveland Browns oder vielleicht doch eher Breveland Clowns?
Letzteres!
Die Clowns sollen tatsächlich ihre Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft für Quarterback Sam Bradford angeboten haben.
Nicht bekannt ist, ob sie dieses Angebot noch an die Rams gerichtet haben, oder bereits an die Eagles?
Irgendeiner der bestimmt nicht schlecht bezahlten Verantwortlichen bei den Clowns sollte doch zumindest den Hauch einer Ahnung von Quarterbacks haben.

Die Redskins behalten Colt McCoy als dritten Quarterback.
Er bekam einen neuen Einjahresvertrag.

Nun ist es bekannt, was Vince Wilfork in Houston verdienen wird.
Der Ex-Patriots Nose Tackle bekam einen Zweijahresvertrag über $9 Millionen, von denen $5 Millionen im ersten Jahr garantiert sind.
Klingt nach einem versteckten Einjahresvertrag.

Dienstag, 17. März 2015

Kurzberichte
elway-john2Wie sich die Zeiten ändern.
John Elway (Bild) erinnerte sich an die Zeit, als er als Quarterback der Broncos in der Saison 1998 den Super Bowl gewann. Damals lag die Gehaltsobergrenze bei $52,388 Millionen. 10 Jahre nachdem er in den Ruhestand getreten war, war sie auf $116 Millionen geklettert. Als er vor fünf Jahren als Direktor des Spielerpersonals verantwortlich für den Kader der Broncos wurde, lag sie bei $120 Millionen, heute liegt sie bereits bei $143,28 Millionen.
Elway sagte nun in einem Interview, daß er sich an diese hohe Summe erst mal gewöhnen muß. Anderen General Managern würde es genauso gehen. Man müsse jetzt „größer“ denken. An solche wilden Wechsel, wie sie in der laufenden Transferperiode vorkamen, müsste man sich wohl gewöhnen.
Auch daran, daß Guards und andere bisher nicht so hoch bezahlte Spieler mit teilweise kräftigen Gehaltserhöhungen rechnen können, müsse man sich gewöhnen.

Das war eine kurze „Karriere“.
49ers Linebacker Chris Borland gab am Montag bekannt, daß seine Rookie-Saison letztes Jahr auch seine letzte Saison in der NFL war.
Der 24-jährige macht sich Sorgen um seine Gesundheit. Er hätte sich ausgiebig mit den Gefahren der Langzeitfolgen von Kopfverletzungen befasst, und das hätte ihn zu diesem Schritt veranlasst, sagte er zur Begründung.
Borland galt als Talent, dem eine gute Karriere in der NFL bevorstand.

Der ehemalige Defensive End der 49ers, Ray McDonald, geht in die Offensive.
Er zeigte die Frau, die ihn im Dezember beschuldigte sie vergewaltigt zu haben, wegen Verleumdung an.
Damit will McDonald erreichen, daß die Untersuchung durch die verantwortlichen Behörden beschleunigt wird, die seit drei Monaten keine neuen Erkenntnisse Zutage förderte.
Am Ende soll dann die Reinwaschung seines Namens stehen, damit seine Karriere in der NFL weitergehen kann.

Die Texans sicherten sich Vince Wilfork.
11 Jahre spielte der Defensive Tackle für die Patriots, die ihn letzte Woche feuerten.
Die Verpflichtung ist noch nicht unter Dach und Fach, weshalb es noch keine Vertragsdetails gibt.

Die Raiders sammeln doch keine Quarterbacks. Nachdem sie am Wochenende Christian Ponder verpflichteten, feuerten sie am Montag Matt Schaub.
Letztes Jahr gaben sie Houston ihre Wahlmöglichkeit in der sechsten Runde der Draft und Schaub $8 Millionen.
Doch Schaub spielte auch in Oakland auf dem unterirdischen Niveau, auf dem er bei den Texans spielte. Deshalb wurde er schnell von Derek Carr als Starter abgelöst.
Seine Entlassung spart den Raiders $5,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Alle schreiben darüber, obwohl es Schwachsinn ist. Aber wenn es alle tun, muß ich es wohl auch.
Tim Tebow war zu einem Probetraining bei den Philadelphia Eagles.
Genug gesagt.

Montag, 16. März 2015

Der Wochenendüberblick
bush-reggie4Die NFL macht keine Pause, deshalb muß ich hier eine Aufholjagd starten, denn ich habe eine gemacht.
Ganz kurz und schmerzlos die wichtigsten Spielerwechsel seit Freitag.
Reggie Bush (Bild) ist sich mit San Francisco einig geworden. Zunächst hatte der Ex-Lions Running Back die Patriots und die Saints besucht, bevor er bei den 49ers einen Vertrag unterschrieb.
Ob er mit seinen auch schon 30 Jahren wirklich den abgewanderten Frank Gore wird ersetzen können?
Bush hat eine verletzungsgeplagte Saison hinter sich.

Die Cowboys haben einen Ersatz für den abgewanderten DeMarco Murray gefunden. Es ist Darren McFadden von den Raiders.
Was klingt, wie ein schlechter Witz ist die bittere Wahrheit.
McFadden gehört in die Kategorie der Dauerverletzten. In seiner Zeit bei den Raiders seit 2008 hat der Running Back nur in einer Saison alle 16 Spiele bestritten, 2014.
Nur einmal, 2010, kam er über die Tausendyardsgrenze.
Am Freitag bekam er einen Zweijahresvertrag über $5,85 Millionen.

Die Raiders sammeln Quarterbacks.
Zu dem designierten Starter Derek Carr und den Ersatzleuten Matt Schaub und Matt McGloin verpflichteten sie noch Ex-Viking Christian Ponder.

Die Dolphins gaben Wide Receiver Mike Wallace an die Vikings ab.
Vor zwei Jahren lehnte Wallace ein Angebot Minnesotas über $76 Millionen für sechs Jahre ab und unterschrieb für fünf Jahre und $60 Millionen in Miami.
Am Freitag gaben die Dolphins ihn und eine Wahlmöglichkeit in der siebten Runde der Draft an Minnesota ab, und bekamen dafür Minnesotas Wahlmöglichkeit in der fünften Runde der Draft.
Miami konnte auf Wallace verzichten, weil sie kurz vorher Wide Receiver Kenny Stills von den Saints verpflichtet hatten.
Minnesota trennte sich kurz nach dem Tausch von Wide Receiver Greg Jennings.

Die Saints wurden sich mit Ex-Bills Running Back C.J. Spiller einig.
Für vier Jahre wird er $18 Millionen erhalten, von denen $9 Millionen garantiert sind.

Die Chiefs gaben Ex-Saints Guard Ben Grubbs einen Vierjahresvertrag über $24 Millionen, von denen $8 Millionen garantiert sind.

Percy Harvin landete wieder bei Head Coach Rex Ryan.
Die Bills gaben dem ex-Minnesota, Ex-Seattle, Ex-Jets Wide Receiver einen Einjahresvertrag über $6 Millionen.

Die Redskins verloren Linebacker Brian Orakpo an die Titans.
Sie gaben ihm einen Vierjahresvertrag, der ihm bis zu $35 Millionen einbringen kann.

49ers Cornerback Chris Culliver wechselte zu den Redskins.

49ers Cornerback Perrish Cox wechselte zu den Titans.
Tennessee gab ihm einen Dreijahresvertrag über $15 Millionen.

Die Patriots wollen Rob Gronkowski Hilfe zur Seite stellen. Sie verpflichteten Ex-Bills Tight End Scott Chandler.

Die Rams gaben Ex-Patriots Linebacker Akeem Ayers einen Zweijahresvertrag.
Außerdem sicherte St. Louis sich Ex-Lions Defensive Tackle Nick Fairley. Sie gaben ihm einen Einjahresvertrag über $5 Millionen.

Die Ravens verpflichteten Ex-Texans Safety Kendrick Lewis.

Pittsburgh verpflichtete Ex-Panthers Running Back DeAngelo Williams.
Der 31-jährige soll als Ersatzmann für LeVeon Bell agieren.

Die Steelers haben dafür gesorgt, daß Big Ben nach der Saison 2015 kein „Free Agent“ wird.
Am Wochenende unterschrieb Quarterback Roethlisberger vorzeitig einen neuen Fünfjahresvertrag über $99 Millionen. Mit Boni könnten daraus $108 Millionen werden.

Trent Richardson hat seine Entlassung von den Colts nicht einfach so hingenommen.
Der Running Back verklagte das Team. Er will erreichen, daß Indianapolis ihm sein Gehalt über $3,184 für 2015 zahlt.
Die Colts sehen das anders. Sie bestehen darauf, daß die Suspendierung für zwei Spiele in der letzten Saison laut Vertrag ausreichen, ihm dieses Geld nicht zahlen zu müssen.

Der alte Geschäftsführer der NFLPA ist auch der neue
Am Sonntag stand die Wahl des Chefs der Spielergewerkschaft an. Dem alten Chef der NFLPA, DeMaurice Smith, standen acht Gegenkandidaten gegenüber.
Doch die Spieler wählten Smith bereits im ersten Wahlgang.
Smith leitet die Geschicke der Spielergewerkschaft seit 2009 und wird sie wenigstens drei weitere Jahre leiten.

Freitag, 13. März 2015

Dumm gelaufen
murray-demarcoAnstatt DeMarco Murray (Bild) den Ball in die Hand zu drücken, und sich von ihm in die Playoffs tragen zu lassen, müssen die Cowboys ihren Ex- Running Back demnächst zweimal im Jahr in Schach halten.
Ausgerechnet zum Divisionsrivalen aus Philadelphia wechselte der beste Läufer der letzten Saison.
Kurz vorher hatten die Eagles noch mit Ryan Matthews von den Chargers verhandelt, den sie auch verpflichtet haben.
Die Eagles gaben Murray einen Fünfjahresvertrag über $42 Millionen, von denen $21 Millionen garantiert sind.
Die Cowboys, die von der unerwartet guten Saison ihres Running Backs völlig überrascht wurden, dachten wohl an die vielen Verletzungen Murrays und wollten ihm keine $8 Millionen zahlen.
Eagles Head Coach Chip Kelly sind Verletzungsvorgeschichten von Spielern anscheinend egal, er holte nach Quarterback Bradford und Running Back Matthews nun auch noch Murray ins Team.
Murray spielte seit 2011 in Dallas und 2014 war die erste Saison, in der er alle 16 Spiele absolvierte.
Dennoch wäre es von Vorteil gewesen, wenn die Cowboys Murray hätten halten können. Doch dazu hätten sie den Vertrag von Quarterback Tony Romo neu strukturieren müssen. Romo stehen 2015 $27,773 Millionen zu. Für ein paar dieser Dollar hätte man den Running Back halten können.
Das Internet ist voll von Bildern und Videos, die unzufriedene Cowboys-Fans zeigen, die das Trikot mit Murrays Nummer 29 verbrennen.

Auch Ravens Running Back Justin Forsett konnte einen guten Vertrag abschließen.
Forsett wird aber nicht das Team wechseln. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag in Baltimore, der ihm $9 Millionen einbringen kann.

Brandon Browner spielte 2013 für Seattle und 2014 für New England.
Der Cornerback konnte also zwei Super Bowls in Folge gewinnen.
Damit ist jetzt Schluß. Am Donnerstag unterschrieb er einen Dreijahresvertrag in New Orleans.

Die Raiders verpflichteten Ex-Eagles Safety Nate Allen.

Die Texans setzen weiter auf Defense. Sie gaben Ex-Broncos Safety Rahim Moore einen Dreijahresvertrag über $12 Millionen.

Die Redskins verpflichteten Ex-Broncos Defensive Tackle Terrance Knighton. Damit konnten sie ihre Defensive Line weiter aufpolstern.

Auch die Falcons arbeiten an ihrer Defense. Sie verpflichteten Ex-Buccaneers Cornerback Philip Adams und Ex-Jets Defensive End Adrian Clayborn.

Defense ist auch das Stichwort für die Jets. Sie holten Antonio Cromartie aus Arizona zurück nach New York.
Der Cornerback spielte zuletzt 2012 für die Jets. Am Donnerstag unterschrieb er einen Vierjahresvertrag über $35 Millionen.
Auch für vier Jahre unterschrieb der Ex-Chargers Safety Marcus Gilchrist bei den Jets.

Die 49ers gaben Ersatz- Quarterback Blaine Gabbert einen Vertragsverlängerung über zwei Jahre.
Wide Receiver Stevie Johnson wurde von ihnen entlassen.

Die Dolphins gaben Pro Bowl Tight End Jordan Cameron von den Browns einen Zweijahresvertrag.
Cameron verpasste 2014 fünf Spiele wegen einer Gehirnerschütterung.

Die Chiefs feuerten Pro Bowl Wide Receiver Dwayne Bowe.
Erst vor zwei Jahren gaben sie ihm einen Fünfjahresvertrag, der Bowe zu einem der bestbezahlten Wide Receiver der Liga machte.
Kansas City spart dadurch $14 Millionen.

Donnerstag, 12. März 2015

Führ mich zum Schotter
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Ndamukong Suh (Bild) hat am Mittwoch bei den Dolphins unterschrieben. Die Unterschrift war eigentlich schon am Dienstag erwartet worden, aber besser spät, als nie.
Bei der Pressekonferenz gestern wurden dann auch die Zahlen genannt, auf die man gewartet hat. Für sechs Jahre kann Suh $114,375 Millionen verdienen. $60 Millionen davon sind garantiert. Damit ist Suh in die Region der Quarterbacks aufgestiegen, die ähnlich hohe Garantiesummen bekommen, auch wenn sie sie nicht verdienen.
Für Miami bedeutet das, daß Suhs Gehalt in den kommenden Jahren wie folgt zur Gehaltsobergrenze angerechnet wird: 2015 $6,1M, 2016 $28,6M, 2017 $15.1M, 2018 $22.1M, 2019 $24,1M und 2010 $18.375M.
Das lässt nicht mehr sehr viel Platz für andere hochpreisige und hochklassige Spieler. Selbst die Weiterverpflichtung von Quarterback Ryan Tannehill könnte da zum Problem werden, obwohl nun wirklich kein Grund vorliegt, ihm eine horrend hohe Summe zu zahlen.
Suh sagte bei seiner Vorstellung, daß er mit den Verantwortlichen der Dolphins darüber gesprochen hätte, was seinen Hang, auf die am Boden liegenden Gliedmaßen gegnerischer Spieler zu treten, betrifft. Er versicherte, daß das kein Thema mehr wäre.

In Philadelphia steht man auf oft verletzte Spieler. Nachdem die Eagles auf Sam Bradford als Quarterback setzen wollen, verpflichteten sie am Mittwoch Ryan Matthews von den Chargers. 2013 markiert die einzige Saison, in der der Running Back, der seit 2010 in der NFL spielt, alle 16 Spiele absolvierte. Philly gab ihm einen Dreijahresvertrag über $12 Millionen.
Wenn man Head Coach Kelly so sieht, kommt man nicht auf die Idee, daß der Mann viel Humor hat. Hat er aber. Bei der Pressekonferenz am Mittwoch sagte er, daß ein Team ihm bereits eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der nächsten Draft für Bradford angeboten hätte.
Brüller!
Danach machte er eine Ansage, die man ernst nehmen kann. Er fuhr fort, daß er nicht vorhätte, sich so weit nach oben zu tauschen, daß er Quarterback Mariota in der Draft einberufen könnte. Dazu müssten die Eagles viel zu viele Spieler und Wahlmöglichkeiten in der Draft abgeben, um so weit nach oben zu kommen. Das wäre es nicht wert. Er, Kelly, hätte nicht vor, die Zukunft der Eagles für einen einzelnen Spieler zu opfern. Erst müssten die Löcher gestopft werden, die im Team klaffen. Das wäre viel wichtiger, als die Jagd nach nur einem Spieler.

DeMarco Murray sammelt noch Angebote. Der beste Running Back der abgelaufenen Saison wird am heutigen Donnerstag nach Philadelphia fliegen, um sich anzuhören, was er den Eagles wert wäre.
Die haben zwar am Mittwoch einen Running Back verpflichtet, aber den können sie bestimmt auch wieder loswerden.

Die Chiefs gaben Ex-Eagles Wide Receiver Jeremy Maclin einen Fünfjahresvertrag über $55 Millionen.

Die Indianapolis Colts fanden einen adäquaten Ersatz für ihren Altstar Reggie Wayne. Anfang der Woche setzten sie den verdienten Wide Receiver vor die Tür. Am Mittwoch holten sie Andre Johnson ins Team, der vom Divisionsrivalen Houston gefeuert wurde.
Der 33-jährige ist etwas jünger, als Wayne mit seinen 36 Jahren. Johnson kann auch bis zum Alter von 36 Jahren bei den Colts bleiben, denn er unterschrieb einen Dreijahresvertrag über $21 Millionen.
In Indianapolis setzt man auf verdiente Altstars. Johnson trifft auf Running Back Frank Gore, der auch schon 31 ist. Beide spielten bei den Miami Hurricanes zusammen ihren Collegefootball.

Die Bears gaben Ex-Giants Safety Antrel Rolle einen Dreijahresvertrag über $11,25 Millionen, von denen $5 Millionen garantiert sind.

Die Bears verpflichteten Wide Receiver Eddie Royal. Royal fing bereits bei den Broncos Pässe von Jay Cutler und wird das 2015 wieder tun, denn bis gestern konnte man noch rätseln, ob die neue Führungsriege der Bears intelligent oder dumm ist?
Seit gestern gibt es Klarheit: dumm.
General Manager Ryan Pace sagte der Presse, daß die Bears an Quarterback Jay Cutler festhalten werden. Die garantierte Summe von $15,5 Millionen für 2015 hätten sie ihm auch dann zahlen müssen, wenn sie ihn gefeuert hätten. Doch durch die Entscheidung ihn zu behalten, müssen sie ihm auch 2016 eine garantierte Summe von $10 Millionen zahlen.
Zwar haben die Bears nach Abnehmern für Cutler gesucht, doch kein anderes Team war so blöd, Cutlers Vertrag zu übernehmen. So blieb Chicago auf ihm sitzen.
Was vielleicht gar nicht so schlecht ist. Gute Quarterbacks sollen ja keine in der Draft zu haben sein. Auf dem Transfermarkt ist auch nichts vernünftiges. Wer also hätte ihn ersetzen sollen?
Da kann man ihn auch für die 15 Millionen spielen lassen, die ihm eh bezahlt werden müssen.

Wo wir gerade bei unbrauchbaren Quarterbacks sind...
Die J.E.T.S. Jets, haben sich den Garanten für einen Super Bowl Sieg an Land gezogen. Am Mittwoch verpflichteten sie Quarterback Ryan Fitzpatrick von den Texans.
Muß ich jetzt „Ironie aus“ schreiben?
Neh, ne?

Und noch ein frischgebackener Ruheständler.
Am Mittwoch gab Dolphins Cornerback Cortland Finnegan bekannt, daß er seine Karriere beendet.
Sechs jahre spielte Finnegan für die Titans, zwei für die Rams und eins für Miami.

Mittwoch, 11. März 2015

Spieler.Wechsel.Sensationen
graham-jimmy3Ich haben schon viele Eröffnungstage der „Free Agent“ Periode erlebt, aber noch keiner hat mich so umgehauen, wie dieser.
Fangen wir mit einem hellen Wahnsinn an. Jimmy Graham (Bild) geht von den Saints zu den Seahawks.
Was nutzt es, wenn man einem Spieler, meistens dem Quarterback, die Millionen in alle erdenkliche Körperöffnungen steckt, und im Gegenzug das halbe Team auflösen muß?
Die Saints gehören zu diesen selbstzerstörerischen Teams. Sie zahlen eine fast schon unmoralisch hohe Summe an Drew Brees, und müssen deshalb Leistungsträger um Leistungsträger ziehen lassen, um unter der Gehaltsobergrenze bleiben zu können. Am Montagmorgen lagen sie $16 Millionen über der Grenze, so hoch, wie kein anderes Team.
Daß Tight End Jimmy Graham, selbst mit seinen diversen Verletzungen ein absolut zuverlässiger Receiver, Brees jetzt als Anspielstation fehlen wird, ist so unglaublich Unglaublich, daß man es nicht glauben kann. Der Tight End hätte 2015 mit $11 Millionen zur Gehaltsobergrenze gezählt.
Daß die Saints im Gegenzug für Graham, und eine Wahlmöglichkeit in der vierten Runde der Draft, Center Max Unger von den Seahawks bekamen, plus eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft, kann man kaum als Kompensation bezeichnen.

Doch es geht weiter.
Darrelle Revis fühlt sich als Diener zweier Teams.
Zahlen die Jets ihm nicht genug, geht er zu den Pats, zahlen die ihm nicht genug, geht er wieder zu den Jets. OK, einmal unterbrochen von einem kurzen Abstecher zu den Buccaneers.
Seit Dienstag ist er wieder ein New Yorker, wo er einen Fünfjahresvertrag über $70 Millionen unterschrieb, von denen $39 Millionen garantiert sind.

New England verlor Running Back Shane Vereen an die New York Giants.
Vereen unterschrieb für vier Jahre und $16 Millionen.

Der bei den Packers entbehrlich gewordene Linebacker A.J. Hawk hat bei den Bengals unterschrieben.

Die Panthers gaben bekannt, daß sie Running Back DeAngelo Williams entlassen haben.

Die Broncos glauben, einen Ersatz für Tight End Julius Thomas gefunden zu haben. Sie verpflichteten Owen Daniels von den Ravens für drei Jahre.
Tight End Virgil Green bleibt in Denver. Er unterschrieb eine Vertragsverlängerung.

Die 49ers verpflichteten den Ex-Ravens Wide Receiver Torrey Smith. Er hat einen Fünfjahresvertrag über $40 Millionen unterschrieben.

Orlando Franklin bleibt in der AFC West. Der Guard wechselte von den Broncos zu den Chargers.

Defensive End LaMarr Woodley war letzte Woche von den Raiders gefeuert worden. Am Dienstag unterschrieb er bei den Cardinals.

Die Cardinals gaben Ex-49ers Guard Mike Lupati einen Fünfjahresvertrag über $40 Millionen. Damit machten sie ihn zum bestbezahlten Offensive Lineman der NFL.

Die Colts haben Ex-49ers Running Back Frank Gore an Land gezogen. Für zwei Jahre soll er garantierte $8,5 Millionen erhalten.
Außerdem meldeten sie, daß Safety Mike Adams einen neuen Vertrag unterschrieben hat.

Die Vikings verpflichteten einen Ersatz- Quarterback, Shaun Hill, für zwei Jahre und $6,5 Millionen.
Der 35-jährige spielte letztes Jahr in acht Spielen für den dauerverletzten Sam Bradford in St. Louis.

Sam Bradford liefert dann auch das Stichwort für den wohl beklopptesten Wechsel des gestrigen Tages.
Es bleibt abzuwarten, welchen Meisterplan Eagles Head Coach Chip Kelly verfolgt. Es mag sein, daß dieser sich einem Kleingeist wie mir nicht erschließt, aber Kelly wird schon wissen, was er tat, als er seinen Quarterback Nick Foles an die Rams abgab, um im Gegenzug den eben erwähnten dauerverletzten Sam Bradford zu bekommen.
Man darf gespannt sein, was Kelly da plant.
Die Eagles jedenfalls müssen das Gehalt über $12 Millionen für Bradford übernehmen, während die Rams Foles nur $1,522 zahlen müssen.
Die Eagles gaben auch Ersatz- Quarterback Mark Sanchez einen neuen Zweijahresvertrag über $16 Millionen.

Die Eagles verpflichteten den Ex-Seahawks Cornerback Byron Maxwell für sechs Jahre und $63 Millionen, von denen $25 Millionen garantiert sind.

Die Jets hätten Percy Harvin 2015 $10,5 Millionen zahlen müssen. Das war ihnen zu viel, und deshalb ließen sie den Wide Receiver am Dienstag gehen.

Haben die Lions einen Ersatz für Ndamukong Suh gefunden?
Kann man so sehen. Sie verpflichteten am Dienstag Defensive Lineman Haloti Ngata von den Ravens.
Detroit übernahm den Vertrag Ngatas, der ihm 2015 $8,5 Millionen garantiert. Das ist ein Bruchteil dessen, was sie Suh hätten zahlen müssen.

Eines der schlechtesten Teams der Liga hat sich bisher auffällig ruhig verhalten. Viel zu ruhig. Die Raiders liegen so weit unter der Gehaltsobergrenze, daß sie Geld ausgeben müssen, um keine Strafe zu kassieren, und sie haben erst eine nennenswerte Neuverpflichtung zu vermelden.
Sie gaben Super Bowl MVP Linebacker Malcolm Smith von den Seahawks einen Vertrag, über den noch keine Details nach Außen sickerten.

Einige Spieler haben gestern das Ende ihrer Karrieren bekanntgegeben.
49Ers Linebacker Patrick Willis gab unter Tränen bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Der 30-jährige spielte seit 2007 für San Francisco.

Um einiges jünger ist ein weiterer Ruheständler, Jake Locker.
Der Quarterback der Titans hat nie auf dem nötigen NFL Niveau gespielt, und die Titans hatten keine Absicht, ihn zu halten. Er hätte wohl kein neues Team gefunden, da konnte der 26-jährige seine Karriere auch gleich beenden.

Bei den Steelers war man der Meinung, daß Jason Worilds zu teuer für das Team wäre.
Anstatt sich jetzt noch mal auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber zu machen, gab der Linebacker seinen Schritt in den Ruhestand bekannt. Hätte er in Pittsburgh bleiben können, so hätte er noch weitergespielt, sagte er der Presse.
Mit 27 Jahren gehört er eigentlich nicht zum alten Eisen.

Dienstag, 10. März 2015

Der Spielermarkt ist hyperaktiv
johnson-80-texans2Wenn in den USA der Tag erwacht, wird es wieder munter, auf dem Spielermarkt. Und so soll es sein. Am 10. März eines jeden Jahres dürfen die Verantwortlichen der Teams mit den wechselwilligen Spielern Verträge aushandeln. Und eigentlich erst dann. Zwar erlaubt die NFL eine Kontaktaufnahme, drei Tage vor dem Stichtag, aber in diesem Jahr wurden der Liga zufolge bereits zu viele verbindliche Absprachen getroffen. Das war so nicht im Sinne des Erfinders.
Deshalb hat die NFL auch ein Memo an die Teams verschickt, in dem sie noch mal auf die Modalitäten der Behandlung im Umgang mit „Free Agents“ hinwies.
So dürfen Spieler und Teams miteinander in Kontakt treten, aber es ist nicht vorgesehen, verbindliche Absprachen zu treffen. Auch dürfen die Teams keine Angebote unterbreiten.
Die drei Tage vor der Wechselperiode dienen einzig dem Zweck, sich zu beschnuppern.
Dieses Jahr wurden diese Regeln massiv gebrochen, und die Liga wird jeden einzelnen Fall genau untersuchen. Es könnte sein, daß da einige Strafzahlungen auf die Beteiligten zukommen.

Ungeachtet dessen, war natürlich auch am Montag wieder einiges los.
Fangen wir DER Entlassung an. Die Texans feuerten Andre Johnson (Bild). 12 Saisons spielte der Wide Receiver in Houston. Sieben mal wurde er in den Pro Bowl gewählt. Doch die Texans hatten dem bald 34-jährigen mitgeteilt, daß er für sie nutzlos geworden sei. Wenn überhaupt, so würde er 2015 höchstens noch um die 50 Pässe für das Team fangen, teilte Head Coach Bill O`Brien dem einstigen Starreceiver letzte Woche mit.
Dann versuchten die Texans, Johnson an ein anderes Team abzugeben, was scheiterte. Am Montag feuerte Houston den Wide Receiver, der trotz seines hohen Alters noch mal ein neues Team finden dürfte.
Zu seinen 1.012 gefangen Pässen für 12.597 Yards und 64 Touchdowns dürften also noch ein paar dazu kommen.

Da in den drei Tagen vor dem 10. März also nichts verbindlich sein darf, darf Frank Gore sich noch überlegen, wohin er wechseln will?
Der Running Back der 49ers wurde ja bereits mit den Eagles in Verbindung gebracht, aber am Montag sagte er, daß er sich das noch mal genau überlegen würde.
Die Colts sollen ihm ein besseres Angebot unterbreitet haben, wie man hört.

Die Bills konnten Jerry Hughes halten. Der Defensive End hätte heute bei einem anderen Team unterschreiben dürfen, doch ein neuer Vierjahresvertrag über $45 Millionen, von denen $20 Millionen garantiert sind, konnte ihn zum Bleiben überreden.

Die Eagles konnten Brandon Graham halten. Der Linebacker hätte heute bei einem anderen Team unterschreiben dürfen, doch ein neuer Fünfjahresvertrag über $26 Millionen, von denen $14 Millionen garantiert sind, konnte ihn zum Bleiben überreden.

Am Montag wurden sich die Browns und Brian Hartline einig.
Der ehemalige Wide Receiver der Dolphins wird heute einen Vertrag in Cleveland unterschreiben. Von einem Zweijahresvertrag über $6 Millionen ist die Rede.

Will Blackmon ist zurück in Seattle.
Vor der Saison 2013 entließen die Seahawks den Cornerback.
Er spielte zwei recht erfolgreiche Saisons in Jacksonville, und soll heute wieder in Seattle unterschreiben.

Ein Wechsel von den jaguars zu den Seahawks ist ein unglaublicher Aufstieg.
In die andere Richtung wird wohl Julius Thomas gehen.
Der Tight End der Broncos soll diesen Abstieg wagen und heute einen Vertrag in Jacksonville unterschreiben.
Das ist um so erstaunlicher, da es heißt, daß auch die Seahawks an Thomas Interesse gezeigt haben sollen.

Ted Ginn jr. ist in Carolina gelandet.
Der Wide Receiver spielte eine wenig erfolgreiche Saison in Arizona.
Doch die Panthers schreckte das nicht ab, ihm einen Zweijahresvertrag zu geben.

Brian Hoyer soll sich mit Houston einig sein.
Der Ex-Browns Quarterback soll einen Dreijahresvertrag unterschrieben haben.
Über die Finanzen wurde nichts veröffentlicht.
Über die Finanzen von Ryan Mallet wurde etwas veröffentlicht. Der Quarterback soll einen Zweijahresvertrag bei den Texans unterschrieben haben, der ihm $7 Millionen einbringt.

Die Patriots zogen ihre Option für Darrelle Revis nicht. Wenn sie das getan hätten, hätte Revis 2015 für $20 Millionen weiter in New England gespielt.
So wird der Cornerback heute ein neues Team finden.

Die Saints feuerten Linebacker Curtis Lofton.
Als Grund wurde angegeben, daß er einen Gesundheitscheck nicht bestanden hat.

Die Rams feuerten die Offensive Linemen Jake Long und Scott Wells. Das schafft $12,5 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze.
Beide Spieler haben sich als sehr verletzungsanfällig erwiesen.

Der Bart ist ab... oder besser, weg.
Die Steelers feuerten Brett Keisel.
Der Defensive End spielte 13 Saisons in Pittsburgh.
Da er sich letztes Jahr einen Trizeps riß, kann es sein, daß der mittlerweile 36 Jahre alte Verteidiger seine Karriere beendet.

Die kriminelle Seite der NFL
Die Polizei nahm 49ers Fullback Bruce Miller wegen häuslicher Gewalt fest.
Die Staatsanwaltschaft wird heute entscheiden, ob sie Anklage erheben wird.
Die 49ers zeigten sich sehr enttäuscht über die Festnahme.

Etwas zu sehr gefeiert hat wohl Alex Okafor. Die Polizei wurde in den Nachtclub-Distrikt von Austin, Texas gerufen, weil dort jemand zu sehr über die Stränge schlug.
Es war der Linebacker der Cardinals. Der floh zu Fuß vor den Beamten, konnte aber nach kurzer Hatz festgenommen werden.
Die Cardinals zeigten sich sehr enttäuscht über die Festnahme.

Kurzberichte
Die AEG (Anschutz Entertainment Group) hat ihre Pläne für ein Stadion in Los Angeles beerdigt.
Man hätte den Kontakt mit der NFL und den Chargers abgebrochen. Das teilte ein Sprecher der Gruppe am Montag mit.

Tim Tebow (erinnert sich noch jemand?) wird zum Sichtungstraining für „Altstars“ erwartet.
Der Quarterback war ein Star auf dem College und führte in der NFL die Broncos in die Playoffs. Dann versank sein Stern rasend schnell.
Er wurde Analyst auf dem SEC Sender von ESPN, und leistete da sehr gute Arbeit. Doch er möchte es doch noch als Spieler in die NFL schaffen.
2012 spielte er zuletzt in der NFL. Seitdem hat er aber fleißig mit Tom House trainiert, dem persönlichen Trainer von Tom Brady. Tebow soll mittlerweile eine gute Wurftechnik erlangt haben und eine enge Spirale werfen können.

Chris Johnson konnte das Krankenhaus am Montag verlassen.
Bei einer Schießerei in Orlando wurde der ehemalige NFL Running Back an einer Schulter verletzt.
Die Wunde musste nicht operiert werden, und Johnson kann sich Zuhause auskurieren.

Montag, 9. März 2015

WWW in der NFL
Suh-Ndamukong5Wahnsinnig wilde Wechsel gab und gibt es in der NFL. Zwar dürfen die neuen Verträge erst am morgigen Dienstag unterschrieben werden, aber wer wohin wandert, steht bei vielen schon fest.
Den Vogel abgeschossen haben die Dolphins. Sie haben sich Ndamukong Suh (Bild) gesichert, den fiesen Treter von den Lions, der auf alle Körperglieder seiner Gegenspieler tritt, die ihm so im Weg rumliegen. Aber nicht nur da, nein, er tritt einem gegnerischen Quarterback auch schon mal in den Unterleib, wenn er selber am Boden liegt, und der Quarterback vor ihm steht. Da ist Suh nicht wählerisch.
Abgesehen von diesem Charakterfehler gehört Suh zu den besten Defensive Tacklen der Liga. Ab morgen ist er auf jeden Fall der bestbezahlte Verteidiger, den es je in der Liga gab. $114 Millionen zahlt Miami ihm für einen Sechsjahresvertrag. $60 Millionen davon sind garantiert.
Das ist nur unwesentlich mehr, als die $58 Millionen, die Detroit dem Defensive Tackle zahlen wollte, aber in Miami muß Suh keine Staats-Steuern zahlen, das summiert sich ganz ordentlich.
Aber, liebe Miami-Fans, einen Super Bowl haben die Dolphins sich damit nicht gesichert. Da wäre noch die Offense, die aus einer unterdurchschnittlichen Line besteht, die den bestenfalls durchschnittlichen Quarterback nicht genügend schützt.
Und so ganz ohne Offense wird es dann doch nicht gehen.

„Wir werden alles tun, um Frank Gore zu behalten,“ hörte man von den 49ers.
Hat nicht geklappt. Der Running Back lief zu den Philadelphia Eagles.
Die hatten in der letzten Woche LeSean McCoy an die Bills abgegeben, brauchten aber einen Ersatz.
Ob sie den wirklich in dem mittlerweile 32 Jahre alten Gore gefunden haben?
Wohl kaum!
Dennoch boten sie Gore einen Dreijahresvertrag, der ihm in den ersten zwei Jahren $7,5 Millionen garantiert.

Die Bills und LeSean McCoy haben sich auf einen Vertrag geeinigt.
Der Ex-Eagles Running Back unterschrieb für fünf Jahre und $40 Millionen, von denen $26,5 Millionen garantiert sind.

Die Chiefs möchten Pro Bowl Wide Receiver Jeremy Maclin von den Eagles verpflichten.
Um dafür Geld freizuschaufeln, haben sie ihren Pro Bowl Linebacker Tamba Hali gebeten, seinen Vertrag umzustrukturieren.
Hali hat zugestimmt und wird 2015 nicht ganz die $12 Millionen bekommen, die ihm eigentlich zugestanden hätten. Über die genauen Modalitäten drang jedoch nichts nach Außen.
Allerdings hört man, daß Maclin am Dienstag bei seinem alten Head Coach Andy Reid unterschreiben soll.

Mark Sanchez bleibt in Philadelphia.
Der, na ja, nennen wir ihn Quarterback, unterschrieb für weitere zwei Jahre und garantierte $5,5 Millionen. Mit allen Boni könnte er es auf $16 Millionen bringen, aber dafür müsste er für die Eagles in zwei Super Bowls starten und diese gewinnen.

Die Seahawks verloren Byron Maxwell an die Eagles.
Der Cornerback hat sich am Sonntag von seinen Teamkollegen verabschiedet.
Die genauen Konditionen werden noch bekanntgegeben.

Die Colts verpflichteten Todd Herremans von den Eagles.
Zu welchen Konditionen der Guard unterschreiben wird, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Torrey Smith fliegt von den Ravens zu den 49ers, wie man so hört.
Der Wide Receiver hat sich bereits aus Baltimore verabschiedet. Per Twitter hat er sich bei den Fans der Ravens für ihre tolle Unterstützung bedankt.
Ob er wirklich in San Francisco landen wird, bleibt noch abzuwarten.

Die Bengals erzielten eine Vertragsverlängerung mit Mike Nugent.
Für $4 Millionen bleibt der Kicker weitere zwei Jahre in Cincinnati.

Ganz kurz vor dem Stichtag konnten die Patriots einen der besten Safeties der Liga zum Bleiben überreden.
Sie boten Devin McCourty $47,5 Millionen für fünf Jahre, von denen $28,5 Millionen garantiert sind. Da fiel ihm die Unterschrift leicht.

Die Chargers wurden sich mit Brandon Flowers einig. Für weitere vier Jahre in San Diego wird der Cornerback pro Saison $9 Millionen bekommen.
Guard Orlando Franklin hat für weitere zwei Jahre bei den Chargers unterschrieben.

Ehemaliger NFL Running Back bei Schießerei verletzt
Da scheint Chris Johnson knapp mit dem Leben davongekommen zu sein.
Der ehemalige Running Back der Jets wurde mit einer Schußwunde in einer Schulter ins Krankenhaus gebracht.
Gegen vier Uhr am Sonntagmorgen war er mit Reggie Johnson und dem Fahrer Dreekius Oricko Johnson mit dem Jeep in Orlando, Florida, unterwegs. Als sie an einer roten Ampel anhielten, wurde aus einem Wagen, der neben ihnen anhielt, das Feuer auf den Wagen der Johnsons eröffnet. Der Fahrer wurde dabei getötet. Chris und Reggie Johnson wurden nicht lebensgefährlich verletzt.
Die Polizei untersucht den Anschlag, konnte von den Opfern aber noch keine hilfreiche Aussagen erhalten.

Sonntag, 8. März 2015

Kurzberichte
cobb-Randall3Wie man hört, konnten die Packers Randall Cobb (Bild) halten.
Sie boten dem Wide Receiver einen Vierjahresvertrag über $40 Millionen, den er akzeptiert haben soll. $17 Millionen davon sind garantiert.
Angeblich haben Cobb bessere Angebote vorgelegen, und dennoch ist er auch mit den $40 Millionen der bestbezahlte Slot-Receiver der Liga.
Zusammen mit Jordy Nelson bildet er ein historisches Duo. Niemals zuvor fingen zwei Receiver eines Teams in einer Saison jeder über 91 Pässe für 1.287 Yards und 12 Touchdowns.
Mit Cobbs Unterschrift bleibt das Trio Aaron Rodgers, Randall Cobb, Jordy Nelson, bis nach der Saison 2018 zusammen.

Die Saints wurden sich mit Mark Ingram einig.
Der Running Back hat einen Vertragsverlängerung über vier Jahre unterschrieben. $16 Millionen kann er in dieser Zeit verdienen.

Für manche Teams ist ein Punter ein sehr wichtiger Spieler. Wenn man den Ball nicht nach vorne bewegen kann, braucht man solch einen „Befreiungstreter“. Zu diesen Teams gehören die Titans. Deshalb verkündeten sie auch voller Erleichterung, daß sie Brett Kern halten konnten. Durchschnittliche schoß er den Ball 2014 40,8 Yards weit und stellte damit einen Mannschaftsrekord auf.
Für fünf weitere Jahre ballwegtreten wird er $15 Millionen bekommen.

Kareem Jackson unterschrieb eine Vertragsverlängerung über vier Jahre in Houston.
Der Vertrag kann dem Cornerback $34 Millionen einbringen, von denen $20 Millionen garantiert sind.

Auch Derek Newton bleibt bei den Texans.
Der Right Tackle verlängerte für fünf Jahre und $26,5 Millionen.

Die Cowboys hatten letztes Jahr eine überraschend starke Offensive Line, mit der so niemand gerechnet hatte.
Doug Free bleibt auch weiter ein Bestandteil dieser Line.
Der Right Tackle war der einzige aus diesem Mannschaftsteil, der nächste Woche zum Free Agent geworden wäre. Doch Dallas und Free einigten sich auf einen Vertrag über weitere drei Jahre und $15 Millionen.

Samstag, 7. März 2015

Kurzberichte
lynch-marshawn3Eine ganz schlechte Nachricht gab es für die Gegner der Seahawks in den nächsten drei Saisons. Running Back Marshawn Lynch (Bild) wird ihre Verteidiger weiter als Bowlingpins mißbrauchen.
Der Running Back verlängerte seinen Vertrag bis zum Ende der Saison 2017.
2015 hätten ihm im laufenden Vertrag nur $7 Millionen zugestanden. Diese Summe wurde im neuen Vertrag auf $12 Millionen deutlich erhöht.
In den zwei Jahren, um die er verlängert hat, wird er 2016 $9 Millionen bekommen und 2017 $10 Millionen. Zusätzlich bekommt er pro Jahr einen Kaderbonus von $3 Millionen.
Lynch ist nicht einfach nur ein Running Back. Er ist der personifizierte Terror für seine Gegenspieler.
2014 erzielte er 1.306 Laufyards und 17 Touchdowns auf dem Weg Seattles in den Super Bowl. Und im Super Bowl hätte er das Spiel gewonnen, wenn er im letzten Spielzug der Seahawks den Ball bekommen hätte.

Die Seahawks feuerten Tight End Zach Miller. Wie es heißt, hat er einen Gesundheitscheck nicht bestanden.

Die Chargers schlugen schnell zu. Sie verpflichteten den frisch von den Ravens gefeuerten Jacoby Jones.
San Diego gab dem Kickreturner, der ab und zu auch Wide Receiver spielt, einen Zweijahresvertrag über $5,5 Millionen.

Michael Oher hat in Carolina unterschrieben.
Der Offensive Tackle bekam einen Zweijahresvertrag. Über die Finanzen wurde noch nichts bekannt.

Die Bears gaben Wide Receiver Brandon Marshall an die New York Jets ab. Der ärmste wechselt also von einem schlechten Quarterback (Jay Cutler) zu einem miserablen Quarterback (Geno Smith).
Was für ein Abstieg für den 30-jährigen. Aber durch seine öffentlich geäußerte Kritik an Cutlers unsäglichen Leistungen, war er unhaltbar geworden. Wird bestimmt lustig zu hören, was er demnächst so über Smith loslassen wird.
Chicago spart durch den Handel $3,95 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Die Jets und David Harris wurden sich einig.
Der Linebacker unterschrieb einen neuen Dreijahresvertrag über $21,5 Millionen. In den ersten beiden Jahren sind $15 Millionen davon garantiert.

Marques Colston hat einer Umstrukturierung seines Vertrag zugestimmt.
Dadurch bleibt der Wide Receiver in New Orleans, spart dem Team aber einige Millionen. Wie viel genau, darüber wurde nichts veröffentlicht.
Nach seinem alten Vertrag hätten ihm $9,7 Millionen für 2015 zugestanden.

Auch 49ers Linebacker Aldon Smith hätten 2014 $9,7 Millionen zugestanden. Auch er stimmte einer Nachverhandlung zu.
Bei ihm sieht es so aus, daß sein garantiertes Gehalt in einen monatlichen Kaderbonus umgewandelt wurde. Dadurch muß der Linebacker dafür sorgen, daß er sich nicht verletzt und so gut spielt, daß er auch tatsächlich im Kader bleibt.

Ein ganz, ganz Großer steht kurz vor seinem Karriereende.
Die Indianapolis Colts gaben bekannt, daß sie Wide Receiver Reggie Wayne 2015 nicht mehr im Kader haben wollen.
Wayne selber überlegte ja noch, ob er noch eine Saison spielen, oder ob er seine Karriere beenden soll?
Diese Entscheidung wurde ihm nun abgenommen.
In seiner Karriere, die er 2001 begann, spielte er ausnahmslos für die Colts. Er fing 1.070 Pässe für 14.345 Yards und 80 Touchdowns. Sechs mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Die Lions gaben ihrem Kicker Matt Prater eine Vertragsverlängerung bis nach der Saison 2017.
In dieser Zeit kann er $9 Millionen verdienen.

Ein „Free Agent“, der Probleme haben dürfte, ein neues Team zu finden, ist LaRon Landry. Der ehemalige Linebacker der Colts wurde für die ersten 10 Saisonspiele suspendiert, weil er wiederholt der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde.

Freitag, 6. März 2015

Kurzberichte
jones-drew-maurice5Maurice Jones-Drew (Bild) hat genug. Nach neun Jahren in der NFL erklärte der Running Back, daß er in den Ruhestand treten wird.
Jones-Drew spielte zunächst für die erfolglosen Jacksonville Jaguars. Letztes Jahr wechselte er zu den fast noch erfolgloseren Oakland Raiders.
Daß seine Saison dort dann nicht gerade von Erfolg gekrönt war, versteht sich von selbst.
Da er mit seinen 30 Jahren das Verfallsdatum für Running Backs erreicht hat, erfolgte sein Schritt in den Ruhestand.
Dadurch wird kein Wiedersehen zwischen dem neuen Head Coach der Raiders, Jack Del Rio, und Jones-Drew erfolgen. Die beiden kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Jacksonville.
Der Running Back geht mit 8.167 Laufyards und 68 Touchdowns in Rente.

Die Panthers gaben Greg Olsen eine Vertragsverlängerung. Der Pro Bowl Tight End unterschrieb für weitere drei Jahre und $22,5 Millionen.

Nachdem Peyton Manning einer Gehaltskürzung von $4 Millionen zugestimmt hatte, musste er noch einen Gesundheitscheck absolvieren. Der verlief positiv. Sein Nacken und die Quadrizepsverletzung sind ausgeheilt.
Damit steht jetzt fest, daß der Quarterback die Offense der Broncos auch 2015 wieder anführen wird.
Gewinnt Manning mit Denver das AFC Endspiel, erhält er von den gekürzten vier Millionen zwei ausgezahlt. Führt er sie zum Super Bowl Sieg, bekommt er auch die anderen zwei Millionen noch ausgezahlt.
Ab dem 13. April dürfen sich Trainer und Spieler treffen und über Football sprechen. Dann kann Manning sich mit Head Coach Kubiak und Offensive Coordinator Dennison zusammensetzen, und ihnen erklären, wie sie unter seiner Anleitung die Offense zu führen haben. Das könnte noch zu der ein oder anderen Kontroverse führen.

Vince Wilfork gehört zu den Spielern der Patriots Defense, die maßgeblich am Erfolg des Teams beteiligt waren. Der Defensive Tackle spielte fünfmal im Pro Bowl, doch für eine Rückkehr nach New England wird es nicht reichen, wie man hört.
Wilfork gab am Donnerstag bekannt, daß er darüber informiert wurde, daß die Patriots ihre Option auf ihn für 2015 nicht ziehen werden.
Der mittlerweile 33 Jahre alte Defensive Tackle hätte New England für die nächste Saison $8 Millionen gekostet.
11 Jahren spielte er für New England.
Doch Wilfork liebt Football, und er hält sich noch für fit genug, weiterhin zu spielen. Ob er ein neues Team findet?

Darnell Dockett bleibt in der NFC West.
Der Defensive Lineman wurde vor einigen Tagen von den Cardinals gefeuert. Am Donnerstag unterschrieb er bei den 49ers.
Der Vertrag läuft über zwei Jahre und kann Dockett $7,5 Millionen einbringen, wenn der 34-jährige beide Jahre ableistet.

Lance Briggs kündigte im November an, daß seine 12 Jahre in Chicago zu einem Ende kämen.
Die Bears gaben am Donnerstag bekannt, daß sie nicht vorhaben, dem Linebacker für 2015 einen weiteren Vertrag anzubieten.
Damit wird Briggs Karriere wohl enden. Sieben mal spielte er im Pro Bowl.
Zum Ende hin erwischte ihn das Verletzungspech. Verpasste er zwischen 2003 und 10 nur vier Spiele, spielte er danach nur noch in 17 von 32 Spielen.

Bleiben wir in Chicago, wo die neue Führung eine wichtige Entscheidung zu fällen hat.
Wenn Quarterback Jay Cutler am 10. März noch im Kader ist, dann schulden die Bears ihm für 2016 $10 Millionen. Mit anderen Worten, wenn sie Cutler bis dahin noch nicht gefeuert haben, schulden sie ihm Geld für 2016, egal, ob er dann noch im Team ist oder nicht.
Wenn sie ihn feuern, schulden sie ihm wenigstens nur noch $15,5 Millionen für 2015.
Für einen Außenstehenden ist klar, daß die Verantwortlichen mit dem Hammer genagelt sein müssten, wenn sie Cutler unter diesen Bedingungen nicht feuern würden.
Aber, wir werden sehen, wie dumm die neuen Chefs sein werden.

Die Bengals konnten Rey Maualuga halten.
Der Linebacker unterschrieb eine Vertragsverlängerung über drei Jahre. Über die Finanzen wurde noch nichts bekannt.

Donnerstag, 5. März 2015

Kurzberichte
manning-broncosDer Minus vier-Millionen-Dollar-Mann. So kann man Peyton Manning (Bild) seit Mittwoch bezeichnen. Der Quarterback und die Broncos einigten sich auf einen umstrukturierten Vertrag.
Damit steht fest, daß Manning auch 2015 die Offense Denvers anführen wird.
Statt $19 Millionen wird Manning aber nur noch $15 Millionen bekommen. Doch um den Ärmsten nicht am drohenden Hungertuch nagen zu lassen, kann der Quarterback mit Extrazahlungen wieder auf $19 Millionen kommen. Dazu müssten die Broncos aber dann den Super Bowl gewinnen.
Doch den Broncos helfen die vier Millionen zunächst, um etwas mehr Platz unter der Gehaltsobergrenze zu haben.

Rex Ryan ist ein Mann, der an alten Gewohnheiten festhält - auch an schlechten.
Wie sonst ist es zu erklären, daß der Head Coach der Bills auf der Suche nach einem brauchbaren Quarterback bei Matt Cassell landete?
Cassell begann die letzte Saison als Starter in Minnesota. Nachdem er sich verletzte, übernahm Rookie Teddy Bridgwater die Offense und blieb der Starter.
Natürlich haben die Bills mit LeSean McCoy seit vorgestern einen hervorragenden Running Back, aber muß man deshalb auf einen unterdurchschnittlichen Quarterback setzen?
Noch ist ja Zeit, sich einen guten Quarterback zu beschaffen, Cassell muß nicht der Weisheit letzter Schluß sein.
Die Bills werden ein paar Wahlmöglichkeiten in der Draft an die Vikings abgeben, über die noch entschieden wird. Die Bills werden zusätzlich zu Cassell auch noch eine näher zu bestimmende Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft bekommen.
Cassel selber stehen 2015 $4,15 Millionen zu.
Der 32-jährige warf in seinen 10 Jahren in der NFL 96 Touchdowns und 70 Interceptions. Und auf Quarterbacks, die Interceptions werfen können, steht Rex Ryan ja.

Am Wochenende besuchte Panthers Quarterback Cam Newton einen Nachtclub. Als er gerade mit einem Rapper auf der Bühne stand fielen einige Schüsse. Zwei Menschen erlitten dabei Verletzungen, die nicht lebensbedrohlich sind.
Newton war nicht unter den Verletzten.
Die Polizei untersucht den Vorfall und hat noch niemanden verhaftet.

Die Saints feuerten Pierre Thomas.
Acht Jahre spielte der Running Back in New Orleans, der mit seinem 30 Jahren mittlerweile ein Alter erreicht hat, in dem die Leistung eines Running Backs anfängt, stark nachzulassen.

Die Saints wollen Curtis Lofton abgeben. Wenn sie ein gutes Angebot für den Linebacker bekommen, kann er gehen.
Lofton belastet die Saints mit über $9 Millionen, die sie sparen wollen (müssen).
Sein Vertrag läuft noch bis nach der Saison 2017 und bisher hat er in seiner Karriere noch kein Spiel verpasst.

Die Texans feuerten Chris Meyers.
Acht Jahre spielte der Center in Houston und hat in der Zeit noch kein Spiel verpasst.
Sein Vertrag wäre erst nach der Saison 2015 ausgelaufen. Doch $6 Millionen waren den Texans wohl zu viel für einen mittlerweile 33 Jahre alten Spieler.

Die Redskins wollen Kirk Cousins behalten, und sei es nur, um Robert Griffin III etwas unter Erfolgsdruck zu setzen.
Dabei hätten sie für den Ersatz- Quarterback bestimmt ein gutes Angebot bekommen können. Denn wie schlecht es um gute Spieler auf dieser Position bestellt ist, zeigten ja die Verpflichtungen von Josh McCown in Cleveland und Matt Cassel in Buffalo.
Doch die Redskins wollen schon vor dem Trainingslager eine Konkurrenz unter ihren Quarterbacks aufbauen, in der Hoffnung, daß diese RG3 beflügelt. Head Coach Jay Gruden sagte, daß keiner der beiden den Posten des Starters sicher hätte.

Die Pittsburgh Steelers ohne Troy Polamalu?
Steelers-Fans, gewöhnt Euch dran.
Wie es heißt, plant Pittsburgh die Saison 2015 ohne den Safety. Einzig die Frage, wie man sich von dem verdienten, aber in seiner Leistung stark nachlassenden, Superstar trennt, soll noch geklärt werden.
Dem Team wäre es am Liebsten, wenn Polamalu seinen Schritt in den Ruhestand erklären würde.
Aber egal, so oder so wollen die Steelers sich die $6 Millionen sparen, die dem 34-jährigen 2015 zustünden.

Mittwoch, 4. März 2015

Ahnungen, Vermutungen, Gerüchte, Entlassungen, Verpflichtungen
kelly-chip2Die Eagles wollen Marcus Mariota. Also, eigentlich will Head Coach Chip Kelly (Bild) Mariota, aber Chip Kelly ist die Philadelphia Eagles. So hört man es jedenfalls.
Deshalb sucht er einen Weg, um in der Draft an den Quarterback zu kommen. Den hat Kelly selber noch auf dem College gecoacht.
Aber bis dahin sieht Kelly natürlich nicht tatenlos zu. Er schickte Running Back LeSean McCoy nach Buffalo und erhielt dafür Linebacker Kiko Alonso von den Bills.
Alonso konnte 2014 nicht spielen, weil er einen Kreuzbandriss auskurierte. Doch Kelly glaubt, daß der Linebacker den Eagles mehr helfen kann, als Running Back McCoy, der immerhin zu den besten Läufern der Liga gehört.
Mittlerweile ist Alonso der neunte ehemalige Spieler der Oregon Ducks, Kellys altem Arbeitgeber. Wenn er in der Draft die Ex-Ente Mariota bekommt, dann können die Eagles sich bald in Philadelphia Ducks umbenennen.
Allerdings müssen die (noch) Eagles sich vom 20. Platz in der Draft auf Platz eins oder zwei hochtauschen, um an Mariota zu kommen. Das wird teuer.
Zusätzlich gaben die Eagles bekannt, daß sie Cary Williams gefeuert haben. Der Cornerback unterschrieb erst 2013 einen Dreijahresvertrag über $17 Millionen in Philadelphia.

Während die Eagles sich also Mariota krallen wollen, haben sich Vertreter der Buccaneers mit Quarterback Jameis Winston zu Vorgesprächen getroffen.
Der mutmaßliche Vergewaltigter war in Tampa Bay und hofft, daß er einen guten Eindruck bei den Gesprächen gemacht hat. Er geht davon aus, daß die Bucs ihn an erster Stelle der Draft einberufen werden.
Beide Seiten hielten sich bedeckt, über das Gesprochene.

Vertreter der Vikings flogen nach Houston. Dort trafen sie sich mit Adrian Peterson. Der Running Back steht noch bis nach der Saison 2017 in Minnesota unter Vertrag.
Die Vikings wollen den momentan gesperrten Running Back gerne behalten, und loten aus, wie das zu bewerkstelligen wäre?
Peterson stehen 2015 $12,75 Millionen zu. Ob die Vikings ihn um eine Gehaltskürzung bitten werden, ist nicht anzunehmen. Peterson hat schon anklingen lassen, daß das für ihn nicht in Frage kommt. Er will wohl weg aus Minnesota, wenn es ihm ans Konto geht.

Der in der ersten Instanz als Frauenschläger verurteilte Greg Hardy kämpft darum, daß seine Suspendierung beendet wird.
Der Defensive End der Panthers soll sich am heutigen Mittwoch mit Vertretern der NFL treffen, um seinen Fall zu diskutieren.
Die Liga forderte ihn auf, alle Beweisfotos, die am Tatort gemacht wurden und sich in Hardys Besitz befinden, mitzubringen. Dabei geht es nicht nur um die Verletzungen der Klägerin, sondern auch um Waffen. Die Klägerin behauptete, daß sie von Hardy auf ein Bett voller Waffen geworfen wurde.
Das Gericht weigert sich bisher, die Beweise an die NFL auszuhändigen.
Sollte Hardy nicht kooperieren, so würde sich das auf die Länge seiner Strafe negativ auswirken, sagte ein Sprecher der Liga.

Die Colts konnten ihren Longsnapper behalten. Der Vertrag von Pro Bowler Matt Overton wäre nächste Woche ausgelaufen.
Indianapolis verlängerte seinen Kontrakt für die Saison 2015.

Die Cowboys konnten Cole Beasley halten.
Der Wide Receiver unterschrieb einen neuen Vierjahresvertrag über $13,6 Millionen. Davon sind $7 Millionen garantiert. Boni könnten Beasleys Einkommen auf $15,1 Millionen hochtreiben.

DeMarco Murray würde sich einverstanden erklären, den Cowboys einen Heimatbonus zu gewähren.
Der führende Running Back der letzten Saison sagte, daß er nicht jedes bessere Angebot eines anderen Teams sofort annehmen würde.

Dienstag, 3. März 2015

Franchise Tag und Spielerwechsel
suh-ndamukong3Gestern war Hochbetrieb in der NFL. Die Teams vergaben ihre Franchise Tags - Vorrecht-Etiketten - an die Spieler, die sie nicht abgeben wollen.
Fangen wir mit einem Spieler an, der dieses Etikett nicht angeheftet bekommen hat, Ndamukong Suh (Bild).
Der Defensive Tackle der Lions darf sich jetzt ein Team suchen, das seinen Gehaltsvorstellungen am Nächsten kommt. Eine dreistellige Millionensumme wird dabei bestimmt herauskommen. Hätten die Lions ihm das Franchise Tag angeheftet, hätten sie ihm 2015 $26,9 Millionen zahlen müssen.
Es wird ein heißer Bieterkampf um Suh erwartet.

Auf der Jagd nach brauchbaren Spielern dürfen die Teams übrigens $10 Millionen mehr ausgeben, als 2014. Die Gehaltsobergrenze beträgt dieses Jahr $143,28 Millionen.
Das verschafft einer Menge Teams etwas Luft, andere müssen sich echt anstrengen, um nicht zu weit unter der jetzt auch noch gewachsenen Obergrenze zu bleiben.

Welche Spieler wurden denn nun gestern von ihren Teams als unverzichtbar vermerkt?
Die Patriots wollen ihren Kicker nicht verlieren. Sie markierten Stephen Gostkowski.

Die Giants wollen Defensive End Jason Pierre-Paul nicht abgeben.

Wie erwartet bekam Wide Receiver Demaryius Thomas von den Broncos das Etikett.

Auch Dallas wollte seinen besten Wide Receiver nicht gehen lassen und sie machten Dez Bryant zu ihrem Franchise Player.

Die Chiefs markierten Linebacker Justin Houston.

Den Dolphins ist Tight End Charles Clay unverzichtbar.

Zu den bekanntesten Spielern, die nicht mit dem Franchise Tag ausgezeichnet wurden, gehören: Broncos Tight End Julius Thomas, Cowboys Running Back DeMarco Murray, Packers Wide Receiver Randall Cobb, Eagles Wide Receiver Jeremy Maclin, und viele andere.

Gehen kann auch Texans Wide Receiver Andre Johnson. Er wollte letztes Jahr schon nicht mehr in Houston bleiben, weil das Team keinen brauchbaren Quarterback hat. Den haben die Texans immer noch nicht, also wird es so kommen, daß Johnson dieses Jahr, nach 12 Jahren in Houston, wirklich gehen wird.
Johnsons Agent hat die Erlaubnis der Texans bekommen, ein neues Team für den Wide Receiver zu finden. Sollte sich keins finden, werden die Texans ihn feuern, obwohl sein Vertrag noch zwei Jahre läuft.
Mit 33 Jahren ist Johnson allerdings nicht mehr der Frischeste.

Auch die Titans stellten einem Spieler frei, zu gehen. Sie sagten Safety Bernard Pollard, daß er sich ein neues Team suchen darf.
Pollard wird das wohl machen, denn er erwähnte vor Kurzem, daß er gerne noch mal einen Super Bowl gewinnen möchte. Mit den Ravens gelang ihm das im Februar 2013. Und bevor die Titans so weit sind, einen Super Bowl gewinnen zu können, dürfte der Berliner Flughafen fertig sein.

Die Steelers feuerten Wide Receiver Lance Moore.

Die Dolphins entließen Cornerback Cortland Finnegan und Lineman Nate Garner.

Die Ravens trennten sich von Cornerback Victor Hampton. Der wurde am Wochenende betrunken am Steuer seines Autos erwischt. Und von Problemspielern scheinen die Ravens echt die Nase voll zu haben.

Die 49ers verpflichteten einen Spieler des Jahres, den australischen Rugby-Spieler des Jahres.
Jarryd Hayne soll in San Francisco als Running Back und Kick-Returner eingesetzt werden.

Die Eagles gaben Brad Jones einen Vertrag über zwei Jahre.
Der Linebacker war erst kürzlich von den Packers entlassen worden.

Montag, 2. März 2015

Kurzberichte
lynch-marshawn-ss-sbMarshawn Lynch (Bild) spricht nicht gern mit den Medien - den amerikanischen Medien. Dem Türküschün Fürnsühn hat er in einem Interview aber gesagt, was er vom letzten Spielzug seiner Seahawks im Super Bowl hielt.
Nachdem er zuerst seinen, wie man jetzt weiß, Marketingspruch „Ich bin nur hier damit ich nicht bestraft werde“ abgesondert hatte, gab er zu, von der Auswahl des Spielzugs sehr überrascht gewesen zu sein.
„Um ehrlich zu sein,“ meinte er, „würde ich lügen, wenn ich sagen würde, daß ich erwartet hätte den Ball nicht zu bekommen. Ja, ich habe erwartet den Ball zu bekommen. Aber im Leben passieren solche Sachen. Es ist ein Mannschaftssport.“
Dann spekulierte er noch herum, daß man ihn vielleicht nicht zum „Gesicht“ der Liga hätte machen wollen, weil er mit einem Touchdown in diesem Spielzug bestimmt zum MVP des Spiels geworden wäre. „Hätte ich den Ball in die Endzone gebracht? Ja, hätte ich,“ beendete er das Üntürviüw.

Die Raiders feuerten LaMarr Woodley.
Der Defensive End spielte nur ein Jahr in Oakland. Hätten die Raiders ihn nicht entlassen, wäre ein Bonus über eine Million Dollar fällig geworden.

Davon, daß Brian Cushing einen Großteil der Saison mit einem gebrochenen Handgelenk gespielt hat, haben wir letzte Woche erfahren.
Doch da waren noch einige andere Verletzungen, mit denen der Texans Linebacker sich herumplagte. Wie jetzt bekannt wurde, wurde er nach der Saison auch noch am linken Knie und dem Knöchel operiert.
Aber, wie man hört, zum Beginn des Trainingslagers soll Cushing wieder voll einsatzbereit sein.

$5,5 Millionen würden Stevie Johnson 2015 zustehen. Das ist den 49ers zu viel. Sie wollen den Wide Receiver nur weiterverpflichten, wenn er einer Gehaltskürzung zustimmt.
$5,5 Millionen für einen Receiver, der 2014 gerade mal 35 Pässe für 435 yards und 3 Touchdowns fing, sind wirklich etwas viel.

Da hat der Bürgermeister von Inglewood, Kalifornien, wohl die Konkurrenz aufgeschreckt.
Ein Stadion in Inglewood läge zu nahe am Flughafen von Los Angeles und wäre deshalb zu sehr von terroristischen Anschlägen bedroht. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie, die von der Anschutz Entertainment Group in Auftrag gegeben wurde. Diese Gruppe plant selber den Bau eines Footballstadions in Los Angeles und hat schon das dafür nötige Land gekauft.
Da kann man solch ein Gutachten, das den Konkurrenten in Mißkredit bringt, vortrefflich brauchen. Tom Ridge, ein ehemaliger Mitarbeiter von Homeland Security, erstellte es im Auftrag der weltweit agierenden Sportrechtegruppe.
Entsprechend vehement fiel die Antwort von Inglewoods Bürgermeister aus. Er bezeichnete die Studie denn auch als das, was sie ist, als Gefälligkeitsstudie nach dem Motto, „Wes Geld ich krieg, des Interessen ich vertrete“.
Es wäre wohl nicht angesagt, ein Flugzeug in ein Footballstadion krachen zu lassen, meinte Bürgermeister Butts. Dann würde die Teams, bis das Stadion repariert wäre, in der Rose Bowl oder im Coliseum spielen. Würde man es etwas weiter in den Flughafen stürzen lassen, hätte man die gesamte Region für sechs Monate oder länger lahmgelegt.
Das Ergebnis des Gutachtens bezeichnete Bürgermeister Butts als sehr enttäuschend.
Tom Ridge wollte auf die Frage einer großen amerikanischen Tageszeitung nicht preisgeben, wie viel die Anschutz Gruppe ihm für sein Gutachten, das einen Konkurrenten der Gruppe torpedieren sollte, gezahlt hat. Den Verdacht, er hätte ein Gefälligkeitsgutachten abgeliefert, wies er jedoch ausdrücklich von sich. Er hätte seinen Bericht auf der Grundlage fundierter Erkenntnisse gefertigt.

Samstag, 28. Februar 2015

Kurzberichte
favre-brett222„Wir wollen Brett,“ riefen die Packers Fans und die Verantwortlichen des Clubs hörten die Rufe. Und nicht nur das, sie reagieren auch darauf.
Im Sommer wird Brett Favre (Bild) in die Packers Hall of Fame aufgenommen. Diese Veranstaltung sollte im Vorraum der Ruhmeshalle stattfinden und es gab nur ein sehr begrenztes Kartenkontingent. Das war schnell weg.
Doch die Fans wollten dabei sein. Sie forderten, daß die Zeremonie im Lambeau Stadion stattfinden sollte. Favre schloß sich dieser Forderung an.
Und die Verantwortlichen gaben nach... etwas.
Denn die Zeremonie wird wie geplant in der Ruhmeshalle abgehalten, doch sie wird auf die Videoleinwand im Stadion übertragen. Favre wird sich in einem Grußwort an die Fans dort wenden.
Die Eintrittskarten werden $4 kosten, Favres Trikotnummer in Green Bay.

Jetzt denkt Reggie Wayne wieder an den Ruhestand. Der Wide Receiver der Colts wechselt seine Meinung momentan fast so oft, wie Brett Favre damals.
Doch nach seiner Operation an einem gerissenen Trizeps, die er gerade hinter sich hat, scheint es so, als wäre es das jetzt tatsächlich für Wayne gewesen.
Mit seinen 36 Jahren und nach 14 Jahren in der Liga hat er sich den Ruhestand, gemessen an NFL Standards, wahrlich verdient.

War es das für Brian Hoyer in Cleveland, oder für Johnny Football?
Eher für ersteren. Die Browns verpflichteten am Freitag Quarterback Josh McCown für drei Jahre und $15 Millionen.
Fragt sich, was die Browns mit McCown wollen?
Gewinnen?
Klar, aber... bei seinem letzten Arbeitgeber, den Tampa Bay Buccaneers, hatte er eine Bilanz von 1-10 Siegen. Wahrlich, das ist $15 Millionen wert... oder?
Nun, die Browns wollten einen erfahrenen Quarterback, und zumindest das ist McCown mit seinen 35 Jahren.

Das muntere Spielerfeuern ging natürlich auch am Freitag weiter.
Unter den Opfern war Darnell Dockett. Der Defensive Lineman kam 2004 zu den Cardinals und wurde dreimal in den Pro Bowl gewählt. 2014 konnte er wegen einer Knieverletzung nicht spielen. 2015 hätten ihm $10 Millionen zugestanden, die die Cards sich lieber sparen wollten.

Auch die Ravens feuerten einen Defensive Lineman, Chris Canty.
Canty spielt seit 10 Jahren in der NFL, die letzten zwei in Baltimore. Doch der Defensive Lineman plant noch nicht das Ende seiner Karriere. Er ist sicher, daß er ein neues Team finden wird.

Die Dolphins trennten sich von den Wide Receivern Brian Hartline und Brandon Gibson. Das ergibt eine Ersparnis von etwa $9 Millionen für 2015.

Auch die Falcons setzten mit Harry Douglas einen Wide Receiver vor die Tür. Zusätzlich konnten Offensive Guard Justin Blalock und Defensive End Jonathan Massaquoi gehen.

Freitag, 27. Februar 2015

Kurzberichte
jackson-steven4„Denn sie haben mich gefeuert,“ hieß es natürlich auch gestern wieder.
Unter den bekanntesten Opfern war Running Back Steven Jackson (Bild).
Nach zwei eher enttäuschenden Saisons in Atlanta hatten die Falcons genug von ihm. Erzielte Jackson bei den Rams noch in jeder seiner acht Saisons wenigstens tausend Yards, erzielte er in Atlanta in zwei Jahren nur 1.250 Yards.
Die $3,8 Millionen, die ihm 2015 zugestanden hätten, sparen sie sich deshalb lieber. Ob er mit seinen 32 Jahren noch mal ein neues Team finden wird, bleibt abzuwarten.

Die Rams trennten sich von Defensive Tackle Kendall Langford.
Das Team spart dadurch $6 Millionen ein. Die Verantwortlichen sind der Meinung, daß sie genug Talent in der Defensive Line haben, das aber weniger kostet.

Die Jaguars feuerten Cornerback Will Blackmon.
Am Geld kann es nicht gelegen haben. Blackmons Gehalt zählt nur mit $920.000 zur Gehaltsobergrenze und die Jaguars liegen mit ungefähr $65 Millionen unter diese Grenze.

$2,8 Millionen sparen die Chiefs durch die Entlassung von Anthony Fasano.
Der Tight End spielte zwei Jahre in Kansas City und fing 48 Pässe für 426 Yards und 7 Touchdowns.

Bei den Eagles musste Todd Herremans gehen.
Der Guard ist mittlerweile 32 Jahre alt. Nachdem er sich letztes Jahr einen Bizeps riss, und sein Gehalt über $4 Millionen für 2015 nicht garantiert ist, kommt diese Entlassung nicht überraschend.

2014 machten die Steelers Jason Worilds zu ihrem Franchise Player und zahlten ihm $9,754 Millionen, um ihn zu halten.
Auf einen langfristigen Vertrag haben sie sich dann nicht mit ihm einigen können, so daß Worilds Vertrag im März ausläuft.
Dieses Mal wollen die Steelers den Defensive End ziehen lassen. Es ist anzunehmen, daß er schnell ein neues Team finden wird.

Neben den Entlassungen gibt es natürlich auch die Verlängerungen. So entschied sich Matt Hasselbeck dazu, weiter das Clipboard für Andrew Luck zu halten.
Der Quarterback unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag bei den Colts und kassiert weiterhin ein nettes sechsstelliges Gehalt fürs Nichtstun. Nun gut, um fair zu sein... Hasselbeck spielte in sieben Spielen, vervollständigte 37 seiner 56 Pässe für 431 Yards für 2 Touchdowns und 1 Interception als Ersatzmann für Andrew Luck.

Der von den Colts entlassene Defensive Tackle Ricky Jean-Francois landete bei den Redskins.
Dort unterschrieb er einen Dreijahresvertrag über $9 Millionen von denen 4 Millionen garantiert sind.

Michael Roos hat genug. Nach 10 NFL Saisons tritt der Left Tackle der Titans in den Ruhestand.
Ganz, wie man in der modernen Zeit Schluß macht, kündigte er seine Entscheidung per Instagram an.

Das „Weiße Haus“, ja, DAS Weiße Haus, hat einen Kinosaal. Dort wurde am Donnerstag der Film „The Hunting Ground“ gezeigt.
In diesem Film spricht Erica Kinsman über ihre Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Jameis Winston.
Es scheint recht schockierend gewesen zu sein. Senatorin Claire McCaskill fragte auf einer anschließenden Pressekonferenz, was es für ein Licht auf die NFL und unsere Gesellschaft werfen würde, wenn Winston weiterhin als Nr. 1 Kandidat für die kommende Draft angesehen würde?
Jeder Verantwortliche der NFL sollte sich diesen Film ansehen, bevor er sich dazu entschließt, diesen Spieler zu verpflichten, meinte sie.
Der Dokumentarfilm wurde von zwei Filmemachern produziert, die auch schon einen Film über die Vertuschung von Vergewaltigungsdelikten in der US Armee gemacht haben.
Die Florida State University, Kinsmans und Winstons Schule, gehört zu 97 Universitäten, gegen die Untersuchungen laufen, weil sie nicht korrekt mit Anzeigen wegen sexueller Übergriffe umgehen.

Das Gericht hat entschieden - Adrian Petersons Suspendierung ist zu beenden.
Gegen diese Entscheidung geht die NFL jedoch in Berufung, so daß der Running Back der Vikings weiter gesperrt bleibt. Doch im Unterschied zu einer reinen Suspendierung, wird Peterson bis zur Berufungsverhandlung wieder auf die „Ausnahmeliste des NFL Vorsitzenden“ gesetzt. Jemand, der auf dieser Liste steht, darf zwar nicht spielen, bekommt aber sein volles Gehalt.
US District Judge David S. Doty begründete seine Entscheidung unter anderem damit, daß Harold Henderson, der den Einspruch Petersons verhandelte, seine Kompetenzen überschritten hätte.
Doch irgendwie ist dieser Etappensieg des Running Backs für die Katz` denn er bleibt weiterhin bis zum 15. April gesperrt. Die nächste Möglichkeit den Berufungstermin anzusetzen, liegt zwischen dem 13. und 17. April, also genau in der Zeit, zu der Petersons Sperre eh endet.
Doch Dotys Entscheidung sorgte wenigstens dafür, daß die Vikings und ihr Running Back wieder miteinander reden und verhandeln können. Das ist erlaubt, wenn jemand nicht suspendiert ist, sondern auf dieser oben erwähnten Liste steht. Immerhin betonen die Vikings immer wieder, daß sie Peterson halten wollen.

Brandon Bostick hat Albträume. Jede Nacht würde er davon träumen, daß er den Ball bei dem Onsidekick der Seahawks nicht gefangen hat.
Doch das Schlimmste wäre, daß er nach dem Spiel Morddrohungen über die sozialen Netzwerke bekommen hätte, meinte der mittlerweile ehemalige Tight End der Packers.
Bostick sagte in einem Interview, daß er einen kurzen Blackout hatte, als der Ball in seine Richtung flog. Deshalb hätte er seinen ihm zugewiesenen Platz in der Aufstellung aufgegeben und hätte versucht, den Ball zu fangen.
Und der dann folgende Fehlgriff würde ihn jetzt ein Leben lang verfolgen.

Meinen die Jaguars es ernst, mit ihrer Ankündigung den Fans endlich mal ein wettbewerbstaugliches Team zu bieten?
Kaum!
Der Besitzer des Teams, Shahid Khan, verpflichtete den ehemaligen General Manager der Jets John Idzik. Eben den John Idzik, den viele Jets Fans gerne geteert und gefedert aus New York gejagt hätten.
Der soll nun als Berater in Jacksonville arbeiten und dabei helfen, die richtigen Spieler zu verpflichten. Ein Job, in dem er schon bei den Jets wenig Erfolge vorzuweisen hatte.

Donnerstag, 26. Februar 2015

Kurzberichte
hawk-aj2Ups, das ist schon ein kleiner Schock!
Die Green Bay Packers feuerten A.J. Hawk (Bild).
Nach neun Jahren in Green Bay muß der Linebacker sich ein neues Team suchen. Zum Abschied bedankte er sich bei seinen Mitspielern und den fleißigen Arbeitern im Hintergrund, unter denen er einige Freunde gefunden hatte. Er wäre dankbar, daß er für eines der großartigsten Teams der Liga hat spielen dürfen und mit ihm einen Super Bowl gewonnen hat.
Hawk wurde 2006 als fünfter Spieler der Draft von den Packers rekrutiert. Er verpasste nur zwei Spiele in seiner Karriere und brachte es auf 1.118 Tackles.
Doch dem Team waren die $2,5 Millionen, die Hawk 2015 gekostet hätte, wohl zu viel.

Und wie Hawk, werden noch viele andere namhafte Spieler der Gehaltsobergrenze zum Opfer fallen, so wie Jacoby Jones. Der Wide Receiver/Kickreturner wurde am Mittwoch von den Ravens gefeuert.
Als Receiver fing er 2014 nur neun Pässe für 131 Yards. Das machte ihn wohl entbehrlich.

Ob das hilft, Ndamukong Suh weiterverpflichten zu können?
Um Geld zu sparen, das man braucht, um den Defensive Tackle halten zu können, feuerten die Lions am Mittwoch Running Back Reggie Bush.
Bush war 2014 lange verletzt und erzielte in 11 Spielen nur 297 Laufyards, und er wird nächste Woche 30. Da fiel es Detroit nicht schwer, sich von ihm zu trennen und seine $3,25 Millionen zu sparen.

Die Giants feuerten Peyton Hillis.
Der Running Back erzielte in zwei Jahren in New York nur 362 Yards.

Die Denver Broncos wollen auch 2015 auf Peyton Manning setzen, wenn der Quarterback seinen Vertrag nachverhandelt.
Momentan kostet er zu viel.
Kein anderer NFL Spieler hat so viel Geld in der Liga verdient, wie Manning. 2015 würden ihm $19 Millionen zustehen. Das ist er nach den heute geltenden irrsinnigen Standards wert, aber es belastet die Gehaltsobergrenze immens.
Die Broncos wollen unbedingt in nächster Zukunft einen Super Bowl gewinnen. Doch ist Manning dafür der richtige Quarterback?
Seine Leistungen in der regulären Saison sind unbestreitbar unglaublich, doch in den Playoffs bringt es nicht wirklich. Seine Kaltwetteraversion ist legendär.
Ob der mittlerweile mit 39 Jahren doch schon recht alte Manning sich auf eine Gehaltskürzung einlässt, wird man sehen. Wenn nicht, kann er wohl gehen.

Die Bears gaben Cornerback Demontre Hurst eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre.
Hurst kam aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader und erzielte 2014 35 Defensive Tackles, 1 Interception, 1 erzwungenen Fumble und Achtmal stoppte er den gegnerischen Ballträger in den Special Teams.

Die Falcons gaben Kicker Matt Bryant eine Vertragsverlängerung. Mehr gab keine der beiden Seiten bisher bekannt.

Mittwoch, 25. Februar 2015

Kurzberichte
lynch-marshawn„Ich bin nur hier, um Kohle zu machen.“
Ne, moment. Wie war das?
Ach ja, es hieß: „Ich bin nur hier, um nicht bestraft zu werden,“ sagte Seahawks Running Back Marshawn Lynch (Bild) ja bei den Presseterminen vor dem Super Bowl auf jede Frage an ihn.
Teil eines groß angelegten Plans?
Die Vermutung könnte einem kommen, denn Lynch ließ sich den Spruch markenrechtlich sichern. Demnächst kommen T-Shirts und andere Sammlerobjekte mit dem Spruch auf den Markt, und der Running Back wird an jedem verkauften Teil mitverdienen.

Ravens Besitzer Steve Bisciotti sagte auf der Pressekonferenz zum Saisonabschluß seines Teams, daß 2014 das schlimmste Jahr als Besitzer für ihn war.
Hätte jemand Interesse an dem Team gezeigt, hätte er es wohl verkauft, meinte er. Der Fall Ray Rice hätte doch sehr an seinen Nerven gezerrt. Dazu kam noch, daß ein Mitarbeiter des Teamsicherheitsdienstes wegen sexuellen Belästigung angezeigt wurde. Doch die gute Arbeit von Head Coach John Harbaugh, der die Ravens erneut in die Playoffs führte, hätte ihn wieder aufgebaut, fuhr Bisciotti fort.
Nach 14 guten Jahren als Teambesitzer hätte er nun ein nicht so gutes durchlebt, das dann doch versöhnlich endete.
Jetzt würde er voller Vorfreude auf das nächste Jahr blicken.
Blicken wir mit ihm...

... Torrey Smith könnte demnächst Pässe für ein anderes Team fangen. Der Wide Receiver darf im März der Spur des Geldes folgen und zu einem anderen Team wechseln. Die Ravens befürchten, daß sie einen Bieterwettbewerb um ihn nicht gewinnen können.
Running Back Justin Forsett, der den suspendierten Ray Rice ersetzte, hat so gut eingeschlagen, daß auch er von anderen Teams umworben wird. Auch er könnte abwandern.
Die Vertragsverhandlungen mit Defensive End Haloti Ngata kommen überhaupt nicht voran.
Frohes neues Jahr Mr. Bisciotti.

browns-helm-altbrowns-helm-neuBleiben wir in der AFC North, wo die Cleveland Browns bahnbrechendes veröffentlicht haben - ihr neues Logo.
Das wurde aber auch Zeit, denn das alte (Links) gehörte ja zu den langweiligsten Logos der Liga. 40 Jahre zierte es das Team. Da kommt das neue (Rechts) doch wahrlich sehr viel frischer und auffälliger daher, oder?
Nicht?
Banausen!
Das neue hat doch ein sehr viel kräftigeres Orange, als das alte. Doch scheinbar niemand scheint das zu würdigen.
Dabei soll doch das neue Design das moderne Cleveland verkörpern. Es soll die Vergangenheit ehren und die Entwicklung in die Zukunft weisen.
Ach ja, und das nun braune Gesichtsgitter soll gegenüber dem alten grauen die Stärke und Härte Clevelands ausdrücken.
Das Internet ist voll von Hohn und Spott, berechtigtem Hohn und Spott übrigens, denn das ist ja nun tatsächlich Schwachsinn in Reinkultur, was die Clowns der Browns sich da geleistet haben.
Besonders die Seite, die aufzeigt, wie die Logos der anderen 31 aussehen würden, wenn die Browns sie verändert hätten, ist die Veralberung schlechthin: http://bleacherreport.com/tb/dg4HD?utm_source=newsletter&utm_medium=newsletter&utm_campaign=daily-radar

Die $110.000, die Rams Besitzer Stan Kroenke an die Verantwortlichen der Stadt Inglewood in Kalifornien als Denkanreiz gezahlt hat, haben sich gelohnt. Am gestrigen Dienstag stimmten die Stadtverordneten mit 5:0 Stimmen dem Bau eines zwei Milliarden Dollar teuren Footballstadions in ihrer Stadt zu.
Durch diese schnelle, einstimmige Entscheidung konnten eine Abstimmung unter den Bewohnern der Stadt und lange Untersuchungen zum Umweltschutz umgangen werden.
Da haben sich die paar Dollar als meinungsbildende Maßnahme doch wirklich gelohnt. 

Ob Philip Rivers dann demnächst mit seinen Chargers in diesem Stadion spielen wird?
Das wäre dem Quarterback egal, wie er der Presse sagte. Er hätte sowieso keinen Einfluß auf diese Entscheidung der Clubleitung, deshalb würde das auch keine Rolle spielen, ob er eine Vertragsverlängerung bei den Chargers unterschreibt. Er würde zwar lieber in San Diego bleiben, aber wenn nicht, dann nicht.
Sein aktueller Vertrag läuft nach der Saison 2015 aus. In der kommenden Saison wird er $15,75 Millionen verdienen, danach möchte er wie ein Top- Quarterback der Liga bezahlt werden. Immerhin könnte der kommende Vertrag der letzte des mittlerweile 33 Jahre alten Quarterbacks werden.
Noch haben die Verhandlungen nicht begonnen, aber Rivers würde gerne ein Charger bleiben. Wo er dann bezahlt wird, interessiert ihn nicht sehr, das wie ist ihm wichtiger.

12 Jahre NFL sind genug, entschied Jarret Johnson.
Der Linebacker der der Chargers gab am gestrigen Dienstag bekannt, daß er seine Footballschuhe an den Nagel hängt.
Da er das Team 2015 $5 Millionen gekostet hätte, stand seine Entlassung eh im Raum. Der kam der 33-jährige zuvor.

Die Giants trennten sich von Mathias Kiwanuka.
Der Defensive End spielte seit 2006 in New York, wurde aber jetzt ein Opfer der Gehaltsobergrenze.

Die Dolphins haben erste Bilder und Videos des beginnenden Stadionausbaus veröffentlicht.
In den kommenden zwei Jahren sollen $400 Millionen in Verbesserungen des mittlerweile 28 Jahre alten Stadions gesteckt werden.
Am Auffälligsten ist das neue Dach, das die Zuschauerränge umspannt, und die Besucher vor der prallen Sonne schützen soll.
Aus eigener, leidvoller Erfahrung weiß ich, daß das zwingend notwendig ist.

Wird es für eine Passbehinderung demnächst nur noch eine 15 Yardsstrafe geben?
Bisher wurde der Ball an die Stelle gelegt, an der sich das Foul ereignete. Das will das Regelkomitee wohl ändern.
Im Gegenzug sollen Passbehinderungen weiter nicht per Videobeweis untersucht werden können.
Doch bis das Komitee all seine Entscheidungen getroffen haben wird, werden noch viele solcher Vorschläge durch die Gegend geistern. Mal abwarten, was am Ende dabei herauskommt?

Dienstag, 24. Februar 2015

Kurzberichte
williams-deangelo200Ach waren das noch Zeiten, als DeAngelo Williams (Bild) 2008 18 Lauf-Touchdowns erzielte.
Danach erzielte der Running Back der Panthers noch 23 insgesamt in den folgenden Jahren, 2014 sogar gar keinen mehr. Die sieben Touchdowns, die er in seinen neun Jahren in Carolina fing, nicht mitgerechnet.
Da wundert es einen nicht sehr, daß die Panthers sich von ihm trennen wollen, zumal er im April 32 Jahre alt wird, also ein Alter, in dem nur noch wenige Running Backs erfolgreich spielen.
Williams sagte der Presse am Montag, daß das Team ihn darüber informiert hat, daß es seine Dienste nicht mehr in Anspruch nehmen will. General Manager Gettleman hätte ihm gesagt, daß es sich für das Team nicht rechnen würde, ihn und Jonathan Stewart zu behalten.

Die Cardinals sind sehr zufrieden mit Head Coach Bruce Arians und General Manager Steve Keim.
So zufrieden, daß sie die Verträge der beiden letzte Woche um vier weitere Jahre verlängerten. Bei beiden haben sie eine Option auf ein fünftes Jahr. Damit könnten Arians und Keim bis nach der Saison 2019 in Arizona bleiben.
Über die Finanzen wurde nichts bekanntgegeben, aber Insider gehen davon aus, daß Arians so um die $5,5 Millionen pro Jahr bekommen wird.
In seinen zwei Jahren bisher in Arizona führte der Head Coach das Team zu 21 Siegen, ein Mannschaftsrekord. Auch die 11 Siege 2014 sind ein Mannschaftsrekord.

Die Cardinals feuerten Ted Ginn jr.
Arizona hatte dem Wide Receiver/Kickreturner erst letztes Jahr einen Dreijahresvertrag über $9,75 Millionen gegeben.
Als Receiver wurde er kaum eingesetzt, und als Returner erzielte er in 22 Läufen magere 19 Yards.

Zwei Hausmädchen von Aaron Hernandez sagten in seinem Mordprozess aus, daß sie mehrere Waffen im Haus des ehemaligen Tight Ends der Patriots gesehen hätten.
Als die Polizei nach dem Mord an Odin Lloyd Hernandez Haus durchsuchte, fand sie keine Waffen. Eine Waffe mit dem Kaliber .22 wurde in einem Wald in der Nähe des Hauses des Verdächtigen gefunden und im Haus fand man Munition dieses Kalibers. Die Tatwaffe, eine .45er mit der sechs mal auf Lloyd geschossen wurde, wurde nie gefunden.

Die Dallas Cowboys hätten gerne, daß Brandon Carr einer Gehaltskürzung zustimmt. Mit $50 Millionen für fünf Jahre gehört Carr zu den bestbezahlten Cornerbacks der Liga.
2015 würden ihm $8 Millionen zustehen, etwas viel für einen Cornerback, der 2014 nicht einen Pass abfangen konnte.
Es sieht so aus, als ob Carr der Gehaltskürzung nicht zustimmen wird. Dann könnte er seinen Wert auf dem freien Spielermarkt testen. Ob es allerdings ein Team gibt, das ihm mehr bietet als Dallas, ist fraglich.

Die New Orleans Saints hätten gerne, daß Jahri Evans einer Gehaltskürzung zustimmt. Sein Gehalt für 2015 zählt mit $11 Millionen zur Gehaltsobergrenze. Deshalb baten die Saints den Guard zu einer Vertragsnachverhandlung.
Sollte Evens, der seit neun Jahren für die Saints spielt, und der sechs mal in den Pro Bowl gewählt wurde, dem nicht zustimmen, könnte es das für ihn in New Orleans gewesen sein.
Auch Guard Ben Grubbs steht kurz davor, sich ein neues Team suchen zu müssen, wie man hört.

Montag, 23. Februar 2015

Kurzberichte
harrison-jamesRuhestand?
War da was?
18 Tage war James Harrison (Bild) letztes Jahr im Ruhestand, als die Not in der Defense der Steelers so groß wurde, daß sie den Linebacker erneut verpflichteten. Mit Erfolg, lebte die bis dahin müde Verteidigung Pittsburghs nach seiner Rückkehr doch merklich auf. Harrison erzielte 29 Solo Tackles und 5,5 Sacks in 11 Spielen.
Nach der Saison wollte der 36-jährige sich dann endgültig aufs Altenteil zurückziehen, hat es sich aber doch wieder überlegt.
Zur Zeit trainiert er in Arizona, um sich auf seine 12. NFL Saison vorzubereiten. Wo er diese spielen wird, bleibt abzuwarten. Harrison gehört zu den hunderten von Spielern, deren Verträge im März auslaufen. Und wenn man sein Alter bedenkt, wird es bestimmt nicht leicht für ihn noch mal ein neues Team zu finden.
Aber die Steelers haben immer noch Bedarf an Outside Linebackern. Sehr wahrscheinlich wird Harrison weiter für Pittsburgh antreten.

Der Wink mit dem Stadionneubau in Carson, Kalifornien, scheint Wirkung zu zeigen.
Nachdem die Chargers und die Raiders gemeinsam bekanntgaben, daß sie sich ein Stadion in der Nähe von Los Angeles teilen wollen, hatte es der Bürgermeister von San Diego plötzlich sehr eilig, ein Gespräch mit Chargers Vorstandsvorsitzendem Dean Spanos zu führen.
Am gestrigen Sonntag trafen sich also Bürgermeister Kevin Faulconer und Spanos und sprachen eine Stunde miteinander.
Faulconer teilte Spanos mit, daß er ein Beratungskomitee eingesetzt hat, das innerhalb von drei Monaten einen Plan zum Bau eines neuen Stadions in San Diego vorlegen soll.
Vielleicht liegt ein solcher Plan sogar schon in der Schublade des Bürgermeisters, denn die Chargers liegen ihm ja schon seit Jahren mit der Bitte um einen Stadionneubau in den Ohren. Mit seinen fast 50 Jahren gehört das Qualcomm Stadion zu den ältesten Kästen der NFL und erfüllt die Standards der Liga schon lange nicht mehr.
Bleibt die Frage der Kosten. Faulconer sagte Spanos, daß die Stadt sich nicht rettungslos verschulden würde, um die Chargers zu halten.

DeAngelo Hall hat seinen Vertrag mit den Redskins nachverhandelt.
Der Cornerback ist mittlerweile 32 Jahre alt und hat zwei Achillesoperationen hinter sich. Da hieß es für ihn wohl „friß oder stirb“. Das kann man zumindest annehmen, wenn man die Bedingungen sieht.
Bisher standen Hall $4 Millionen zu, von denen eine garantiert war. Laut dem neuen Vertrag steht ihm nun gar keine Garantiesumme mehr zu. Hall muß also spielen, wenn er kassieren will. Wird er ausgemustert, erhält er kein Geld mehr.

Nach der Saison 2014 wurde DeAndre Hopkins an einem Handgelenk operiert.
Dem führenden Wide Receiver der Texans wurde ein Stift eingesetzt, um eine gerissene Sehne zu heilen.
Hopkins fing 2014 76 Pässe für 1.210 Yards und 6 Touchdowns.
In ein paar Wochen soll er wieder voll trainieren dürfen, heißt es.

Cam Newton lässt sich Zeit mit seinem neuen Vertrag mit den Panthers.
Der Quarterback sagte, daß er sich erst mal ansehen wolle, was Andrew Luck und Russell Wilson so in Zukunft verdienen werden. Es wird erwartet, daß zuerst Luck zum reichsten Spieler gemacht wird, den die NFL je hatte, und kurz darauf wird dann Wilson zum reichsten Spieler gemacht werden, den die NFL je hatte.
Sehr wahrscheinlich möchte dann Newton zum reichsten Spieler gemacht werden, den die NFL je hatte.
Aber so gut wie Luck und Wilson ist Newton nicht. Vielleicht wäre er es, wenn er bessere Receiver hätte, aber das ist natürlich Spekulation. Zudem stehen ihm 2015 bereits $14,7 Millionen zu, nachdem die Panthers ihre Option auf ein fünftes Jahr gezogen haben. Das ist wahrlich genug Geld für einen Quarterback von Newtons Kaliber.
Doch Panthers General Manager Dave Gettleman hat sich seine Meinung bereits gebildet. Für ihn ist Newton ein Franchise- Quarterback und der General Manager will alles tun, um ihn zu halten. Das klingt, als würden demnächst in Carolina viele Leistungsträger gefeuert werden müssen, um Newtons Gehalt zahlen zu können.

Sonntag, 22. Februar 2015

Kurzberichte
smith-lovie-bucsDie Buccaneers sehen sich ganz genau an, welche Collegeabgänger für sie von nutzen sein könnten.
Doch Head Coach Lovie Smith (Bild) sagte, daß man auch auf dem Spielermarkt sehr aktiv einkaufen möchte.
Die Bucs haben noch etwas Luft unter der Gehaltsobergrenze und können noch ein paar Dollar ausgeben. Und das wird nötig sein. Nur ein Spieler aus Tampa Bay wurde nach der letzten Saison in den Pro Bowl gewählt, Lineman Gerald McCoy.
Es gilt so viele Positionen zu verstärken, daß Smith das kaum in nur einem Jahr schaffen kann. Vor Allem muß er besser auswählen. Die Verpflichtung von Quarterback Josh McCown letztes Jahr lässt vermuten, daß Lovie Smith noch eine Menge Hausaufgaben machen muß, damit ihm nicht noch solch ein Fehlgriff unterläuft.

Und der warf doch!
Anfang der Woche dachte Jameis Winston ja noch, daß es unter seiner Würde wäre, beim Sichtungstraining Pässe zu werfen, aber am Samstag warf er dann doch.
Er und Marcus Mariota sollen bei ihren Vorstellungen denn auch bewiesen haben, warum sie als die Nummern eins und zwei in der Draft gesehen werden.
Mariota, der im College kurze, schnelle Pässe warf, warf gestern auch ein paar lange Pässe und zeigte, daß er den Arm dazu hat.
Mit Brett Hundley von UCLA gab es sogar einen dritten Quarterback, der die Scouts und anwesenden Head Coaches beeindruckt haben soll. Er könnte noch in der ersten Runde ein NFL Team finden.
Doch Würfe ohne Druck zu Receivern ohne Manndeckung, da haben schon ganz andere gut ausgesehen. Über ihre wahre NFL-Tauglichkeit sagt das nichts aus.

Ein Running Back, der eigentlich sehr weit oben rekrutiert werden könnte, kuriert noch eine Knieoperation aus, Georgias Todd Gurley.
Damit könnte Melvin Gordon aus Wisconsin als erste Running Back einberufen werden.
Letztes Jahr erzielte er in einem einzigen Spiel 408 Laufyards. Die 40 Yards beim Combine lief er gestern in 4,53 Sekunden, exakt die Zeit, die auch Marshawn Lynch seinerzeit lief. Und Gordon soll ähnlich bullig und stark wie der Super Bowl Läufer der Seahawks sein.

Der Held des letzten Super Bowls wurde in seiner Heimatstadt mit einer Parade geehrt.
Und so zog ein Triumphzug mit zwei Marschkapellen zu Ehren von Rookie Strong Safety Malcolm Butler durch Vicksburg, Mississippi.
Der 24-jährige sicherte mit seinem abgefangenen Pass den Patriots den Sieg. Seitdem trat er in mehreren Talkshows auf und überreichte einen Preis bei der Grammy Verleihung.

Rolando McClain war schon im Ruhestand. Der Linebacker konnte zunächst bei den Raiders und später bei den Ravens keinen Fuß fassen.
Bei den Ravens versuchte er es sogar zweimal. Nach dem zweiten Test attestierten die Ravens ihm, daß er nicht mehr die nötige Kondition für die NFL hätte.
Trotzdem gab Cowboys Besitzer Jerry Jones ihm einen Vertrag und McClain zahlte das Vertrauen mit einer tollen Leistung zurück.
Doch wo kam diese plötzliche Leistungssteigerung her?
Das weiß man jetzt. Preiset die Pharmaindustrie, die es McClain ermöglichte, es wieder zur nötigen NFL From gebracht zu haben.
Das brachte ein Drogentest jetzt Zutage und der brachte McClain eine Suspendierung für die ersten vier Saisonspiele 2015 ein.
Sein Vertrag läuft im März aus. Ob er zu den Cowboys zurückkommt, oder zu einem anderen Team wechselt, steht noch nicht fest.

Samstag, 21. Februar 2015

Kurzberichte
winston-jamais„Zuerst, bevor wir etwas anderes Ansprechen, will ich euch wissen lassen, daß ich weiß, daß ich Fehler gemacht habe. Ich weiß, ich habe eine Vergangenheit, aber gerade jetzt geht es nur darum, das Vertrauen dieser 32 Teams da draußen zu verdienen. … Ich bin ein Wettkämpfer und ich weiß, was ich tun kann und ich werden auf der Combine werfen.“
Wie er da so stand, und das sagte, dieser Jameis Winston (Bild), war man fast versucht, ihm seine Worte zu glauben.
Doch zu oft stellten sich solche Ansprachen im Nachhinein als von PR Beratern vorgefertigte Texte heraus, die von denen, die sie vortrugen, alsbald wieder ad absurdum geführt wurden.
Winston sagte noch, daß er einen kleinen Bruder hätte, dem er ein Vorbild sein müsste. Aber nicht das Vorbild, das er bisher war, sondern ein gutes Vorbild.
Dann wurde er auf seine Schulter angesprochen. Die ärztliche Untersuchung am Donnerstag hatte ergeben, daß die Schulter seines Wurfarms nicht ganz in Ordnung war.
Das erklärte Winston damit, daß er am Vortag noch Baseball gespielt hätte. Deshalb wäre die Schulter etwas überlastet gewesen.
Und dann zeigte er noch, daß er eine Menge Humor hat, als er sagte: „Eins noch von mir, ich will nächstes Jahr den Super Bowl gewinnen. Ich möchte gerne, daß es heißt Jameis versus Peyton Manning. Jameis versus Tom Brady. … So möchte ich gesehen werden.“

King Dunlap bleibt bei den Chargers.
Der Left Tackle hat einen neuen Vierjahresvertrag über $28 Millionen unterschrieben.

Die Packers trennten sich von Brad Jones.
Sechs Jahre spielte der Linebacker in Green Bay. Doch 2014 spielte Clay Matthews mehr und mehr in der Mitte und verdrängte Jones.

Es steht zu erwarten, oder zu befürchten (je nachdem), daß in der nächsten Saison noch mehr Schiedsrichterentscheidungen per Video nachträglich überprüft werden.
Rams Head Coach Jeff Fisher sagte in seiner Eigenschaft als Co-Vorsitzender des Regelkomitees, daß eine Menge Vorschläge vorlägen, die man genau unter die Lupe nehmen würde.
Er sprach aber auch über die Probleme, die weitere Spielverzögerungen durch weitere Videobeweise mit sich brächten. Nicht jede Passbehinderung wäre es wert, Bild für Bild überprüft zu werden. In manchen Fällen müsse man einfach die Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter hinnehmen.
Ganz genau würde sich das Komitee zwei Szenen aus Playoffspielen der Cowboys ansehen. Die Szene im Spiel gegen Detroit, als ein Lions Receiver von einem Cowboys Verteidiger behindert wurde, was von den Schiedsrichtern nicht so gesehen wurde, und die Szene im Spiel in Green Bay, als Dez Bryant einen Paß akrobatisch fing, und der per Videobeweis fälschlicherweise nachher als nicht gefangen gewertet wurde.
Das waren zwei grobe Fehlentscheidungen in wichtigen Spielen, die beide zu völlig anderen Ausgängen der Spiele hätten führen können. Hier müsse man sich ganz genau überprüfen, was man da hätte besser machen können, meinte Fisher.
Es wartet also wieder eine Menge Arbeit auf die Leute, die die Regeln machen.

Broncos General Manager John Elway will Demaryius Thomas in Denver halten.
Wenn sich die beiden Seiten vor dem Stichtag im März nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, will Elway den Wide Receiver zum Franchise Player machen.
Elway ist sich fast sicher, daß die Broncos Julius Thomas nicht werden halten können. Als er entscheiden musste, welchen Thomas er halten wollte, wäre die Wahl knapp auf Demaryius gefallen.

Freitag, 20. Februar 2015

Kurzberichte
la-chargers-raidersDas Thema Los Angeles zieht sich wie eine tägliche Seifenoper durch die Nachrichten.
Neuester Clou, die Oakland Raiders und die San Diego Chargers gaben eine gemeinsame Erklärung ab, daß sie ein neues Stadion in L.A. gemeinsam nutzen möchten. Darin heißt es, daß die Teams ein Stadion in Carson für $1,7 Milliarden bauen wollen. Wenn man keine dauerhafte Lösung in den jetzigen Heimatmärkten finden könnte, hätte man keine andere Möglichkeit, als andere Optionen zu finden, die die finanzielle Gesundheit der Teams garantieren.
Das Stadion in Carson läge ungefähr doppelt so weit von Los Angeles entfernt, wie das Stadion, das Rams Besitzer Kroenke in Inglewood bauen will.
Die Raiders und Chargers betonten, daß sie die Umzugsvorgaben der NFL voll und ganz akzeptieren. Drei Viertel der Teambesitzer müssen einem Umzug zustimmen. Beide Teams arbeiten eng mit dem Komitee zusammen, das die NFL in Sachen Los Angeles ins Leben gerufen hat.

Und da war doch noch Deflategate.
Auch so ein netter Running Gag.
Am gestrigen Donnerstag sagte Colts General Manager Ryan Grigson der Presse, daß er bereits eine Woche vor dem AFC Endspiel die Liga gebeten hatte, die Bälle im anstehen Spiel genau zu prüfen. Die Colts hatten das Gefühl, daß die Patriots nicht korrekt aufgepumpte Bälle benutzen würden.
Auf die Frage, warum die Colts dieses Gefühl hatten, gab Grigson keine Antwort.
Auf die Frage, ob die Colts den Bällen absichtlich die Luft rausgelassen haben, um die Patriots als Betrüger hinzustellen, antwortete er: „Das ist haarsträubend.“
Aber man wird ja mal fragen dürfen.
Die CSI: Deflategate untersucht und untersucht und untersucht immer noch, was da genau passiert ist, doch bisher ohne Ergebnis.

Am Donnerstag feuerten die Cardinals Linebacker Larry Foote.
Kurz darauf verpflichteten die Cardinals Larry Foote... als Inside Linebacker Coach.
Head Coach Bruce Arians denkt zwar, daß Foote immer noch spielen könnte, aber als Trainer in seinem Stab wäre er genau so wertvoll.
Der Linebacker bringt mit seinen 34 Jahren 13 Jahre NFL Erfahrung in seinen neuen Job ein.
Doch Foote könnte auf dem Spielermarkt ein neues Team finden, das ihn als Spieler verpflichten will. Dann, so Arians, würde man ihm keine Steine in den Weg legen. Dann könnte Foote als Trainer kündigen und bei einem anderen Team unterschreiben.

Spät, sehr spät, kam eine weitere Nachricht über einen schwer verletzten Spieler der Seahawks.
Cornerback Jeremy Lane zog sich nicht nur einen schweren Bruch an einem Handgelenk zu, nachdem er von Julian Edelman getackelt wurde, als er einen Pass von Tom Brady abfing und den Ball nach vorne trug. Wie General Manager John Schneider gestern der Presse sagte, zog sich Lane auch einen Kreuzbandriss bei dem Spielzug zu.
Damit könnte Lane den Seahawks erst im Oktober wieder zur Verfügung stehen, vorausgesetzt, die Operation und die Reha verlaufen gut.

Die 49ers haben die Vertragsverhandlungen mit Running Back Frank Gore und Wide Receiver Michael Crabtree aufgenommen.
Für den neuen Head Coach Jim Tomsula steht fest, daß die Niners diese beiden Spieler halten müssen, deren Verträge im März auslaufen.

Lange blieb der im NFC Endspiel zu traurigem Ruhm gelangte Packers Tight End Brandon Bostick nicht arbeitslos.
Nachdem Green Bay ihn vor einigen Tagen feuerte, landete er am Mittwoch bei den Vikings.
Bostick spielte in Green Bay vornehmlich in den Special Teams. Als Tight End fing er 2014 nur zwei Pässe für drei Yards und einen Touchdown.

Drei Strikes, und Du bist raus.
OK, das ist eine andere Sportart, aber in einigen US Staaten gilt diese Regel für Verbrecher. Drei Verurteilungen vor Gericht, und Du wanderst lebenslänglich in den Bau.
Auch die NFL arbeitet mit dieser Schlagfehler-Politik. Und somit geht Jameis Winston in die Draft, wie noch kein Collegeabgänger vor ihm.
Nach den Richtlinien der NFL hat Winston auf Grund seines unflätigen Benehmens und seiner Anzeigen wegen Vergewaltigung, Ladendiebstahls, einer Schießerei und anderer Delikte, bereits einen Strike auf dem Konto.
In der nach Ray Rice Ära heißt es: „Selbst wenn Ihr Verhalten nicht in einer strafrechtlichen Verurteilung resultiert, die Liga aber zu dem Schluß kommt, daß Sie gegen Verhaltensregeln verstoßen haben (die nach den geltende Richtlinien verboten sind), können Sie diszipliniert werden.“
Das erste Vergehen seinerseits in der NFL wäre bereits der zweite Strike, wenn er denn rekrutiert werden sollte. Doch obwohl die Teams alle Stein und Bein schwören, kriminelle Subjekte aus den Teams zu verbannen, stellt sich bei Winston nur die Frage, ob er an Nr. 1 zu den Buccaneers geht, oder an Nr. 2 zu den Titans?
Er muss auf den Spielfeld wahre Wunder vollbracht haben, um mit dieser Latte an Verfehlungen weiter als Topanwärter für die Draft angesehen zu werden.
Winstons größter Vorteil soll sein, daß er in der Pro Formation operieren kann. Er kann aus der Pocket passen und gegnerische Verteidigungen entschlüsseln.
Das macht ihn zur Nr. 1 vor Marcus Mariota. Der ist zwar ein besseres Mitglied der menschlichen Gesellschaft, hat aber den Pro-Stil nicht drauf. Mariota gehört zu den Quarterbacks, die zwar auch recht akkurat passen können, aber lieber aus der Shotgun heraus mit dem Ball laufen. Dieser Spielstil war vor drei, vier Jahren alternativlos, ist aber heute nicht mehr gefragt, seit die NFL Verteidigungen dieses System entzaubert haben. Heute heißt es wieder, daß man Quarterbacks braucht, die aus der Pocket heraus passen können.
Daß die beiden die einzigen Quarterbacks sind, die von den Experten als NFL tauglich angesehen werden, macht sie zu begehrten Objekten. Auch wenn einer von ihnen ein total mieses Subjekt ist, und der andere nicht aus der Pocket heraus passen kann.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Kurzberichte
cutler-jay-bears-2Gelegenheiten gab es bereits zur Genüge. Oftmals hätten der neue Head Coach der Bears und der neue General Manager ihrem Quarterback das Vertrauen aussprechen können. Doch bisher hat man weder von John Fox noch von Ryan Pace gehört, daß Jay Cutler (Bild) ihr Starter für 2015 wäre.
Ganz im Gegenteil, beim Sichtungstraining in Indianapolis trafen die beiden sich mit dem frisch von den Buccaneers gefeuerten Josh McCown, der ein Probetraining für die beiden abhielt.
Fox sagte dazu: „Sicher haben wir Interesse an ihm, sonst hätten wir uns ja nicht mit ihm getroffen.“
General Manager Pace sagte, daß er keine übereilten Entscheidungen treffen wolle. Zunächst würde er Cutler gerne etwas näher kennenlernen. Dazu würde mehr gehören, als sich nur die Videos des Quarterbacks anzusehen.
All das klingt nicht, wie eine Vertrauenserklärung.

Larry Fitzgerald bleibt in Arizona.
Der Wide Receiver der Cardinals unterschrieb einen neuen Zweijahresvertrag. Dieser Vertrag bringt ihm pro Jahr $11 Millionen ein.
Damit verzichtet Fitzgerald auf einige Millionen, denn nach seinem alten Vertrag, der bis nach der Saison 2018 gelaufen wäre, hätte er 2015 $16 Millionen verdienen können.

Andy Reid geht am Stock.
Der Head Coach der Chiefs bekam ein künstliches Kniegelenk eingesetzt. Den Senior Bowl musste er deshalb ausfallen lassen, aber bei Sichtungstraining der Collegeabgänger humpelt er rum, um sich die hoffnungsvollen Anwärter anzusehen.
Hauptaugenmerk wird auf den Wide Receivern liegen, da herrscht bei den Chiefs absoluter Notstand.

49ers General Manager Trent Baalke ist sich sicher, daß Vernon Davis in San Francisco bleibt.
Auf die Frage, ob der Tight End 2015 noch im Kader sein wird, antwortete er: „Absolut.“
Zwar hat die Leistung des Tight Ends 2014 stark nachgelassen, aber Davis wird das letzte Jahr seine laufenden Vertrags bei den 49ers ableisten und dafür $4,95 Millionen erhalten. Baalke glaubt, daß Davis die schlechteste Saison seiner Karriere wird abschütteln und zu alter Form auflaufen können.
Doch die Niners haben noch andere Baustellen, über die Baalke noch nichts sagen wollte. Und so pfeifen es die Spatzen von den Dächern, daß Running Back Frank Gore vielleicht nicht mehr für San Francisco spielen wird.
Doch auch an dieser Baustelle wird noch gearbeitet.

13 Jahre in der NFL reichen Ryan Clark.
Der Safety gab am Mittwoch bekannt, daß er als Pittsburgh Steeler in den Ruhestand treten wird.
Für die Steelers spielte er von 2006 bis 2013. In dieser Zeit startete er in 109 Spielen und erzielte 448 Solotackles und 12 Interceptions.
Letztes Jahr spielte er für die Washington Redskins und diese Saison stellt den Tiefpunkt seiner Karriere dar.

Letzte Woche besuchte Browns Head Coach Mike Pettine seinen Möchtegernsuperstar- Quarterback Johnny Manziel in der Entzugsklinik.
Was die beiden da besprochen haben, darüber hüllt sich Pettine in Schweigen.
Nur eines gab er preis, daß er Manziel sagte, wie stolz die Verantwortlichen der Browns auf ihn wären, weil er diesen mutigen Schritt getan hätte.
Pettine wies darauf hin, daß er von den Problemen seines Rookies nicht mitbekommen hätte. Und bei seinem Besuch in der Klinik hätte Pettine das Gefühl bekommen, einem anderen Manziel gegenüberzusitzen.
Das klingt zwar so, als würden die Browns ihren Oberclown doch noch nicht ganz abschreiben, aber... Auf die Frage, ob die Browns in der Draft oder auf dem Spielermarkt nach einem neuen Quarterback Ausschau halten wollten, antwortete Pettine, daß es zu viele Unwägbarkeiten bei Manziel gäbe. Deshalb wäre es nicht ausgeschlossen, daß das Team einen neuen Quarterback verpflichten würde.
Zu den Textbotschaften, die General Manager Ray Farmer während eines Spiels verbotenerweise an die Trainer an der Seitenauslinie schickte, sagte er, daß er sich mit Farmer ausgesprochen hätte. Pettine hätte seinem General Manager klargemacht, daß das nie wieder vorkommen dürfte. Farmer hätte sich anschließend bei ihm, und den anderen Trainern, entschuldigt.

Die Saints müssen Mark Ingram ziehen lassen, wenn er ein neues Team findet.
Aus finanziellen Gründen wäre es kaum möglich, den Running Back zu halten, wie General Manager Mickey Loomis betonte. Dabei würden sie ihn gerne behalten. Doch die böse Gehaltsobergrenze würde das verhindern, es sei denn, Ingram würde einem angepassten Vertrag zustimmen.
Sollte Ingram bis zum 10. März keinen neuen Vertrag unterschrieben haben, kann er frei wechseln. Und dann wird er bestimmt schnell einen neuen Arbeitgeber finden, gehörte er 2014 doch zu den besten Running Backs der Liga.

„Keinen Zweifel, ich will Peyton Manning als Quarterback,“ antwortete Gary Kubiak auf die Frage, mit welchem Quarterback er 2015 in die Saison gehen möchte?
Manning ist es ja eigentlich egal, wer unter ihm Head Coach oder Offensive Coordinator ist, aber Kubiaks Spielsystem ist nicht gerade auf Manning zugeschnitten.
Doch, so fuhr der neue Head Coach der Broncos fort, er und Manning hätten schon ein paar Gespräche geführt, und sich dabei etwas angenähert. Kubiak zeigte sich bereit, die Offense an die Fähigkeiten Mannings anzupassen.
Deshalb lernt Kubiak momentan auch schon die Ausdrücke aus Mannings Playbook.
Dabei steht noch gar nicht fest, ob der Quarterback 2015 für Denver spielen wird. Doch wenn, dann ist Kubiak gut vorbereitet.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Luxusproblem
raiders-logoViele Teams haben Probleme, die Gehaltsobergrenze der NFL einzuhalten. Viele Teams kommen ganz gut damit klar. Doch 10 Teams stehen kurz davor Geldstrafen zu bekommen, weil sie zu tief unter der Gehaltsobergrenze liegen.
In einem Zeitraum über zweimal vier Jahre wird gemessen, wieviel die Teams an Gehältern an ihre Spieler auszahlen. Das sind die Zeiträume von 2013 bis 16 und von 2017 bis 20. In dieser Zeit müssen die Teams mindestens 89% der Summe an Gehältern zahlen, die die Liga als Gehaltsobergrenze festgesetzt hat. Die Obergrenze liegt für 2013 und 14 zusammen bei $256 Millionen
Die Spielergewerkschaft NFLPA hat untersucht, wieviel Geld die Teams in diesen beiden Jahren an Gehältern gezahlt haben.
Die Teams, die am Meisten ausgegeben haben sind: Green Bay Packers ($296.9 Millionen, 116% der Obergrenze), Atlanta Falcons ($279.3 Millionen, 109.1%), Seattle Seahawks ($274.9 Millionen, 107.4%), Chicago Bears ($271.5 Millionen, 106%) und Denver Broncos ($269.8 Millionen, 105.4%). Sie müssen ihre Gehaltszahlungen deutlich drosseln.
Am anderen Ende der Skala liegen die Oakland Raiders, die am Weitesten von der Gehaltsobergrenze entfernt sind. Sie zahlten 2013 und 14 nur $205,3 Millionen, oder 80,2% der vorgeschriebenen Summe aus. Die anderen Teams, die in den nächsten beiden Jahren ordentlich mehr Geld auszahlen müssen sind: Carolina Panthers (80.8%), New York Jets (81.16%), Jacksonville Jaguars (82.2%), Dallas Cowboys (82.6%), New England Patriots (82.7%), New Orleans Saints (86.2%), Washington Redskins (87%), New York Giants (87.9%) und Pittsburgh Steelers (88.3%).
Diese 10 Teams werden sich auf dem Spielermarkt mit teuren Spielern eindecken MÜSSEN. Gut für die Spieler, die neue Teams suchen. So werden die Namen Raiders und Ndamukong Suh schon in einem Satz genannt.
Die Teams, die es nicht schaffen, wenigstens 89% an die Spieler zu zahlen, müssen den Differenzbetrag an die NFLPA abführen. Wobei zu bedenken ist, daß die Gehaltsobergrenze weiter nach oben gehen wird, die Zahlungen an die Spieler also auch steigen müssen.

Kurzberichte
Zwei weibliche Teenager zeigten Eagles Safety Nate Allen an.
Er soll in seinem Auto an einer roten Ampel eine unsittliche Tätigkeit an sich vorgenommen haben.
Allen war außer sich, als er von der Anzeige erfuhr.
Die Polizei untersucht den Fall und es wurde noch keine Anklage gegen Allen erhoben. Der Safety erwägt, die beiden Teenager wegen Verleumdung anzuzeigen.
Die Verantwortlichen der Eagles sagten, daß sie zu 100% hinter ihrem Safety stehen.

Josh Gordon hat eine Beschwerde gegen die Browns eingereicht. Der Wide Receiver wurde vom Team für das letzte Saisonspiel suspendiert, weil er am Vortag zu spät zum Training kam.
Durch diese Suspendierung würden ihm Nachteile auf dem freien Spielermarkt entstehen, die er abwenden möchte.
Es ist allerdings kaum anzunehmen, daß es überhaupt ein Team gibt, das diesen Suchtkranken, der für die ganze Saison 2015 suspendiert ist, verpflichten will.

Die Giants gaben Kevin Ogletree einen neuen Einjahresvertrag.
Der Wide Receiver kam als Ersatzmann für Victor Cruz in den Kader, der sich eine saisonbeendende Knieverletzung zuzog.
Ogletree fing in sieben Spielen fünf Pässe.

Die Panthers feuerten Safety Thomas DeCoud, dem sie erst letztes Jahr einen Zweijahresvertrag gaben.
Rookie Tre Boston verdrängte ihn von seinem Stammplatz.

Die Chiefs trennten sich von den Wide Receivern Donnie Avery und A.J. Jenkins.
Die Chiefs hatten 2014 keinen einzigen Wide Receiver, der einen Touchdownpass fing. General Manager John Dorsey will deshalb frisches Blut auf dieser Position verpflichten.

Charles Tillman würde gerne mal einen Super Bowl gewinnen. Deshalb will der Cornerback die Bears verlassen und mit seinen 34 Jahren bei einem Super Bowl tauglichen Team anheuern.
„Ich liebe dieses Spiel so sehr, daß ich so lange spiele, bis ich tot umfalle,“ meinte Tillman.
Und bis dahin möchte er eben gerne mal einen Super Bowl gewinnen.

Wie weiter oben berichtet, gehören die Packers zu den Teams, die über der Gehaltsobergrenze liegen. Da kommt es ungelegen, daß Randall Cobb $9 Millionen pro Jahr verdienen möchte.
Der Wide Receiver kann sich ab Montag ein neues Team suchen, wenn die Packers ihn nicht zu ihrem Franchise Player machen.
Der 24-jährige fing 2014 91 Pässe für 1.287 Yards und 12 Touchdowns.

Doug Baldwin hat sich für seine eigenartige Art, seinen Touchdown im Super Bowl zu feiern, entschuldigt.
Der Wide Receiver der Seahawks hatte so getan, als ob er auf den Ball schxxxn würde. Das brachte ihm eine 15 Yards Strafe und kostete ihn $11.025.
Kurz nach dem Spiel, wollte er sich zu seiner seltsamen Aktion nicht äußern. Mit ein paar Wochen Abstand fand er sie jetzt selber nicht mehr so gut und entschuldigte sich.
Die Geste hätte er gemacht, um Patriots Cornerback Darrelle Revis zu zeigen, was er von ihm hielt.

Dienstag, 17. Februar 2015

Kurzberichte
welker-wesWes Welker (Bild) scheint sich entschieden zu haben.
Der Wide Receiver der Broncos soll ja mit dem Gedanken gespielt haben, in den Ruhestand zu treten.
Das, so sagte er am Montag der Presse, wäre so nie von ihm gesagt worden. Er wüsste überhaupt nicht, woher FOX Sports 1, die die Meldung letzte Woche verbreiteten, das hätte.
Welker sagte, daß er sich auf die nächste Saison vorbereitet.
Ob der 33-jährige dann noch für Denver spielt, ist nicht sicher. Sein Vertrag läuft aus, und bisher haben die beiden Parteien noch keine Verlängerung diskutiert.
Und ob es dann Teams gibt, die ihn verpflichten wollen?

Die Packers trennten sich von Brandon Bostick. Der Tight End sorgte mit seinem Fehlgriff bei einem Onside Kick der Seahawks in nicht unbeträchtlichem Maß für die Niederlage seines Teams im NFC Endspiel.
Bostick kam 2012 als nichtrekrutierter Spieler nach Green Bay. Mehrere Verletzungen verhinderten, daß er einen festen Platz im Kader erobern konnte.
Sein Vertrag läuft noch ein Jahr, doch eine Klausel bewahrt die Packers davor, ihm sein Gehalt von $585.000 zahlen zu müssen.

Noch nicht gedraftet, lässt Jameis Winston schon den Möchtegernsuperstar raushängen.
Der ehemalige Quarterback von Florida State überlegt noch, ob er beim gemeinsamen Sichtungstraining, dem Scouting Combine, am Samstag Pässe werfen soll?
Sein Quarterback Coach George Whitfield jr. sagte dazu, daß Winston stark an sich glaubt. Deshalb würde er noch überlegen, ob er es nötig hätte, sein Können zu präsentieren. Wenn er sich dazu entschließen würde, wäre er vorbereitet, fuhr Whitfield fort. Fünf Wochen hätte er Winston trainiert und auf das Sichtungstraining vorbereitet.
Dieses Training war auch nötig, denn Bilder vom Beginn des Trainings zeigen einen Winston mit einer ziemlichen Wampe. Die soll aber mittlerweile verschwunden sein, versichert Whitfield.
Dennoch sollte diese Wampe ein weiteres Warnsignal für die NFL Teams sein, die an Winston interessiert sind.

Das war knapp.
Ravens Running Back Justin Forsett war mit seiner hochschwangeren Frau auf dem Weg zu einem Konzert.
Doch auf dem Weg dorthin mussten die beiden plötzlich eine andere Richtung einschlagen, weil die Wehen eingesetzt hatten.
Sie schafften es gerade noch so, eine Geburt im Auto zu verhindern, und das Krankenhaus rechtzeitig zu erreichen.

Die Reha von Carson Palmer macht große Fortschritte. Die Knieverletzung des Cardinals Quarterbacks heilt schneller, als im Zeitplan vorgegeben.
Laut Head Coach Bruce Arians könnte Palmer bereits an einigen Trainingseinheiten im Frühling teilnehmen.
Der 35-jährige wird ja immer noch als Starter für Arizona gelistet.

L.A. mal wieder
James T. Butts, der Bürgermeister der Stadt Inglewood, die 20 Kilometer von Los Angeles liegt, ist ein glühender Anhänger der Idee, ein Stadion in seiner Stadt zu bauen.
Die $118.000, die Rams Besitzer Stan Kroenke völlig selbstlos und ohne irgendwelche Hintergedanken an die Mitglieder des Stadtrats von Inglewood gezahlt hat, werden Butts Meinung ganz bestimmt nicht beeinflußt haben.
Kroenke betont weiterhin, daß er dieses Stadion nicht in der Absicht baut, ein NFL Team dahin zu locken. Doch warum sonst sollte er dieses Stadion bauen?
Und Inglewood kennt sich mit großen Sportmannschaften aus.
Bevor in Los Angeles das Staples Center gebaut wurde, spielten die Basketballteams der Lakers und der Kings im Forum in Inglewood. 1999 zogen sie um, ins Staples Center.
2013 schloß dann auch noch die Hollywood Park Pferderennbahn nach 75 Jahren und riss ein weiteres Loch ins städtischen Budget.
Auf eben diesem Platz der ehemaligen Rennbahn will Kroenke ein Stadion für 80.000 Zuschauer bauen, das, wie gesagt, nicht in der Absicht gebaut wird, ein NFL Team dort spielen zu lassen.
Aber warum soll man nicht mal eben so ein 80.000 Zuschauer fassendes Stadion bauen, wenn man nicht weiß, wohin mit seinem Geld?
Und natürlich soll dann auch ein NFL Team in diesem Stadion spielen, wenn es denn wirklich irgendwann mal fertiggestellt sein sollte.
Die Chargers haben schon durchsickern lassen, daß sie sich ganz genau ansehen, was dort, 180 Kilometer nördlich von ihnen, passiert.
So eine Umzugsdrohung ist ein gutes Druckmittel, um endlich ein neues Stadion von der Stadt San Diego gebaut zu bekommen. Doch bisher sperren sich die Politiker dort. Wie man solch eine Sperre aufheben kann, hat Kroenke mit seinem Geldgeschenk an die Verantwortlichen in Inglewood allerdings aufgezeigt. So ein paar Dollar Bestechungsgeld... äh, Entschuldigung... Unterstützungszahlungen durch Lobbyisten ohne die Absicht dafür eine Gegenleistung zu erhalten, sollten eigentlich auch in San Diego helfen.

Montag, 16. Februar 2015

brady-tom-sb49-mvpIst Tom Brady der beste Quarterback aller Zeiten?
Darüber wird viel und heftig diskutiert. Wenn Brady (Bild) der beste Quarterback aller Zeiten wäre, würde das ja bedeuten, daß Joe Montana es nicht mehr wäre. Eigentlich unvorstellbar.
Jemand, der sehr viel Ahnung hat, meint daß Tom Brady tatsächlich an die Spitze gehört. Es ist Super Bowl 3 MVP Joe Namath.
Für ihn ist Brady der beste aller Zeiten.
Wie Terry Bradshaw und Joe Montana hat er vier Super Bowls gewonnen. Wie Joe Montana hat er drei Super Bowl MVP Titel errungen. Doch Brady hat sogar in sechs Super Bowls gespielt, Bradshaw und Montana nur in vier.
Das kann man positiv und negativ sehen. Bradshaw und Montana haben all ihre Super Bowls gewonnen, Brady brauchte sechs um vier zu gewinnen.
Doch sechsmal in das Spiel der Spiele zu kommen, ist ja nun auch ein nicht zu unterschätzender Erfolg.
Und Namath vergleicht sie (fast) alle. Mit seinen 71 Jahren hat er die großen Quarterbacks aus der alten Zeit noch spielen sehen. Für ihn hat jede Zeit großartige Quarterbacks gehabt. Otto Graham, der 10 Meisterschaften mit den Cleveland Browns gewann. Bobby Layne, der mit den Detroit Lions drei NFL Meisterschaften gewann.
Großartige Quarterbacks.
Heute gehören Peyton Manning und Aaron Rodgers für Namath zum Besten, was es je auf dieser Position gegeben hat.
Deshalb, so meinte er, hätte er es auch so schwer den besten aller Zeiten auszumachen, da ja auch der Football viele Wandlungen durchgemacht hätte. Und doch, so ist Namath überzeugt, hätte kein Quarterback das Spiel jemals besser gespielt als Tom Brady.
Brady hätte jede Herausforderung gemeistert. Deshalb wäre er großartig. Niemand hätte es jemals besser gemacht.
Auch wenn Joe Namath selber zu den besten Quarterbacks gehört, die jemals in der NFL spielten, ist auch seine Meinung nur eine unter vielen. Aber eine mit Gewicht.

Haben die Rams die Saison 2015 schon abgeschrieben?
Könnte man meinen, denn bei der Pressekonferenz des neuen Offensive Coordinators, Frank Cignetti, hieß es, daß man voll auf Quarterback Sam Bradford setzen würde.
Cignetti war in den letzten drei Jahren der Quarterback Coach der Rams. Er kennt Bradford also ganz genau und sollte eigentlich gerade deshalb nicht an ihm festhalten.
Wenn Bradford mal spielte, wobei die Betonung auf wenn liegt, dann eher unspektakulär.
Jeff Fisher antwortete auf die Frage eines Reporters, ob er mit den Plänen Cignettis, auf Bradford zu setzen einverstanden wäre? „Ja, Bradford ist wieder hier und er trainiert gut.“
Ist die Lage auf dem Markt der Passwerfer wirklich so trüb, daß die Rams mangels Optionen an Bradford festhalten, der 25 der letzten 32 Spiele der Rams verpaßt hat?
Scheint so.
Mal sehen, wie viele Spiele Bradford 2015 durchhält. Immerhin wird er dieses Jahr $12,985 Millionen kassieren.

 

 

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