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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Sonntag, 15. Februar 2015

Kurzberichte
johnson-chrisDaß sein Stern erloschen war, sah man schon in Tennessee.
Also, beinahe jeder sah es, denn die Verantwortlichen der Jets sahen es nicht und verpflichteten Running Back Chris Johnson (Bild) 2014 für zwei Jahre und $8 Millionen.
Das war er längst schon nicht mehr wert.
Die neue Führungsspitze der Jets reagierte auch entsprechend und zog die Option, den CJ2K genannten Johnson auch 2015 zu behalten, nicht.
Johnsons beste Zeit liegt schon sehr lange hinter ihm, und die Jets werden ihn nicht vermissen. Die $3,5 Millionen, die sie ihm für dieses Jahr hätten zahlen müssen, können sie besser anlegen.
Seine 663 Laufyards, die er 2014 für New York erzielte, sind ein ganzes Stück weit weg, von den 2.006 Yards, die er 2009 noch für die Titans erzielte.
Die Jets betonten, daß die Trennung von Johnson nichts mit seiner Verhaftung wegen unerlaubten Waffenbesitzes im Januar zu tun hat.

Die NFL hat die Gerichtsakten im Fall Greg Hardy angefordert.
Der Defensive End der Panthers wurde in einem Prozess schuldig gesprochen, weil er seine damalige Freundin geschlagen und bedroht hat.
Hardy hatte gegen das Urteil Berufung eingelegt. Doch zum Berufungsprozess kam es nicht, weil die Anklägerin nicht zum Termin erschien. Deshalb konnte Hardy das Gericht als freier Mann verlassen.
Die NFL will nun untersuchen, wie sie den Frauenschläger behandeln soll?
Letztes Jahr um diese Zeit hätte sie Hardys Suspendierung aufgehoben. Doch seit Ray Rice hat sich das Bewußtsein der Liga gegenüber Gewalttätern, die Frauen schlagen, geändert. Und das Urteil aus dem ersten Prozess wird ja seine Gründe gehabt haben. Diese Gründe möchte die NFL genau untersuchen. Noch hält das Gericht die Akten unter Verschluß, doch es gilt als sicher, daß die Liga die Akten bald bekommt.
Bis auf Weiteres bleibt Hardy gesperrt.

Die Cowboys hielten eine Option auf Henry Melton. Der Defensive Tackle hatte einen Vertrag über drei Jahre und $24 Millionen.
Am Samstag entschied sich das Team, die Option für das Jahr 2015 nicht zu ziehen und ließ lieber Melton ziehen.
2015 hätten ihm $9 Millionen zugestanden. Geld, das Dallas dringend braucht, um Wide Receiver Bryant und/oder Running Back Murray halten zu können.

Samstag, 14. Februar 2015

Kurzberichte
harbaugh-jim3Er war einer der besten Head Coaches der NFL in den letzten vier Jahren. Dennoch genügte er den Ansprüchen seines Arbeitgebers nicht mehr und so trennten sich die 49ers und Head Coach Jim Harbaugh (Bild) „einvernehmlich“.
So lautete die offizielle Version bisher, die seit dieser Woche in das Reich der Legenden gehört.
49ers Besitzer Jed York erzählte diese Version der „einvernehmlichen“ Trennung oft und gerne. Harbaugh blieb dagegen recht stumm.
In einem Interview in dieser Woche antwortete der ehemalige Head Coach San Franciscos nun auf die Frage: „Es gab so viele Kommentare von Jed York, es sei eine gegenseitige Trennung zwischen Ihnen und dem Team gewesen, daß Sie sich einvernehmlich getrennt hätten. Ist das wahr? Oder wurde Ihnen gesagt, daß sie nicht mehr der Trainer wären?“
Harbaugh: „Ja, mir wurde gesagt, ich wäre nicht mehr der Trainer.“
„Und,“ so fuhr Harbaugh fort, „das ist die Wahrheit. Ich habe die 49ers nicht verlassen. Ich fühlte, daß die 49ers-Hierarchie mich aufgegeben hat.“
Jeder wusste es, aber jetzt ist es auch offiziell, daß die 49ers Harbaugh gefeuert haben.
Der ist ja, wie man weiß, sehr weich gelandet und bekommt in seinem neuen Job als Head Coach einer Collegemannschaft ein höheres Gehalt, als in seinem Job bei den Niners.

Zwei Superstars, zwei Fragezeichen.
Werden wir 2015 Broncos Quarterback Peyton Manning und Seahawks Running Back Marshawn Lynch wieder in Aktion erleben?
Beide machen ein großes Geheimnis darum.
Manning hatte am gestrigen Freitag ein langes Gespräch mit John Elway. Elway und Manning, zwei NFL Legenden unter sich. Elway konnte als Quarterback mit Denver den Super Bowl gewinnen und ist heute Verantwortlich für das Spielerpersonal. Manning würde gerne noch einmal den Super Bowl gewinnen, und ließ deshalb durchsickern, daß er noch ein Jahr dranhängen möchte.
Manning sagte Elway, daß er körperlich und geistig fit für eine weitere Saison wäre.
Damit läge der Ball dann auf Elways Seite. Will er den bald 39 Jahre alten Quarterback tatsächlich noch für $19 Millionen behalten? Das wären die Broncos ihm schuldig, wenn er am 9. März noch im Kader des Teams wäre. Manning muß demnächst einen Gesundheitstest absolvieren. Dann erst möchte Elway sich entscheiden.
Eine wichtige Rolle wird auch der neue Offensive Coordinator der Broncos spielen, Gary Kubiak. Er hat ein anderes Spielsystem, als Manning es gewohnt ist. Manning ist es eigentlich egal, wer unter ihm Offensive Coordinator ist, aber mit ihm und Kubiak dürfte es zu Reibereien kommen.
Man darf gespannt sein, wie es da weitergeht.

Gespannt ist man auch, wie es in Seattle weitergeht.
Die Seahawks haben Running Back Marshawn Lynch einen Vertrag über $10 Millionen angeboten für 2015.
Auch Lynch ziert sich noch mit einer klaren Zu- oder Absage. Er ist ganz schön durchgeschüttelt worden, in der abgelaufenen Saison, und möchte erst mal abwarten, ob alle Knochen wieder an ihre alten Plätze wandern.
Momentan stehen die Zeichen für ihn eher auf Ruhestand, wie es aus dem Team verlautet.
Doch das kennt man noch von letztem Jahr. Da war erst klar, daß Lynch weitermacht, als er im Trainingslager auftauchte.
Dieses Jahr wird man vielleicht wieder so lange warten müssen, bis man weiß, was Lynch will.

Jeder noch so kleine Schritt zählt.
Die NFL hat Tennessee Linebacker A.J. Johnson vom gemeinsamen Sichtungstraining, dem Scouting Combine, das in diesem Monat stattfindet, ausgeladen.
Johnson steht unter Verdacht der gemeinschaftlich begangenen Vergewaltigung. Er und Defensive Back Michael Williams sollen nach einem Spiel am 16. November eine Athletin der Universität vergewaltigt haben. Am 17. November wurden Johnson und Williams von allen Teamaktivitäten suspendiert.
In dieser Woche entschied eine Jury, daß der Fall vor einem Geschworenengericht verhandelt wird.
Die Anwälte der beiden Angeklagten betonen natürlich, daß ihre Klienten unschuldig sind.
Bisher hat die NFL noch nie jemanden vom Sichtungstraining ausgeladen. Doch das Bestreben, die NFL von kriminellen Subjekten zu säubern, muß ja irgendwann mal ernsthaft in die Tat umgesetzt werden.
Sollten die Geschworenen zu der Überzeugung kommen, daß Johnson unschuldig ist, wird die Liga ihm bestimmt eine weitere Chance einräumen.

Kein Blutalkoholtest, keine Verurteilung.
Die Weigerung von Lions Defensive Tackle Nick Fairley, sich einem Blutalkoholtest zu unterziehen, brachte ihm am gestrigen Freitag einen Freispruch vor Gericht ein.
Fairley wurde am 27. Mai 2012 von einem Polizisten mit über 150 Stundenkilometer geblitzt. Der Polizist setzte die Festtagsbeleuchtung seines Autos in Gang und verfolgte Fairleys Wagen über mehrere Kilometer, bis der endlich rechts ranfuhr.
Da es vor Gericht nur die Aussage des Polizisten gab, daß er Fairley für angetrunken hielt, aber keine Beweise dafür, wurde er in diesem Anklagepunkt freigesprochen. Blieb noch der Teil des rücksichtslosen Fahrens übrig, für den der Defensive Tackle zusätzlich angeklagt war.
Dafür wurde er schuldig gesprochen und musste eine Strafe von $500 zahlen.

Wenn man durch eine Bank reich werden will, sollte man keine überfallen, sondern eine Gründen.
Wenn man durch die NFL reich werden will, sollte man nicht für sie spielen, sondern ihr Vorsitzender werden.
Mit einem Jahresgehalt von $35,1 Millionen im Jahr 2012 gehört Commissioner Roger Goodell einsam an die Spitze der Gehaltsliste der Liga.
Unter Goodell wurde die Liga allerdings auch so reich, wie keine andere Sportliga weltweit jemals wurde. Deshalb sehen die Teambesitzer sein Gehalt auch als völlig angemessen an.

Hurra, heißen wir Calendargate willkommen.
Die Eagles haben ihren Jahreskalender 2015 wie alle anderen Teams auch, im Herbst 2014 veröffentlicht.
Jetzt fiel es dem Internetskandalportal TMZ auf, daß Wide Receiver Riley Cooper das Blatt für den Februar ziert.
Wie es sich für TMZ gehört, machten sie sofort einen Skandal daraus.
Cooper hatte 2013 während eines Musikkonzerts rassistische Äußerungen gegen Schwarze gemacht, die auf Video festgehalten wurden.
Und der Februar ist der „Black History Monat“ in den USA.
Jemand der sich abfällig über Schwarze geäußert hat, ziert also das Blatt des Black History Monats. Das ist schon ein großes Fettnapf.
Natürlich haben die Eagles sich sofort für diesen Fehler entschuldigt. Sie wiesen aber darauf hin, daß der Kalender von der Herstellerfirma gestaltet wurde, nicht von ihnen.

Im Dezember brannte das Haus von Cowboys Linebacker Rolando McClain in Alabama ab.
Die Feuerwehr kam jetzt zu dem Ergebnis, daß das Feuer absichtlich gelegt wurde.
Zur Zeit des Feuers stand das Haus für $1,5 Millionen zum Verkauf.
Die Polizei untersucht jetzt, wer den Brand gelegt hat. Sie gab bekannt, daß ein Auto gesehen wurde, das sich schnell vom Brandort entfernte. Darauf konzentriert sich die Fahndung.

Freitag, 13. Februar 2015

Kurzberichte
mccarthy-mike2Gewußt hat man es ja bereits letzte Woche, doch erst am gestrigen Donnerstag gab Mike McCarthy (Bild) offiziell bekannt, daß er die offensiven Spielzüge der Packers nicht mehr ansagen wird.
Der Head Coach gibt diese Aufgabe an Tom Clements weiter, der seit gestern auch Assistenz Head Coach ist.
Wide Receiver Coach Edgar Bennett wurde zum Offensive Coordinator befördert. Quarterback Coach Alex Van Pelt wird zusätzlich die Wide Receiver trainieren.
McCarthy sagte, daß er sich dadurch besser um die Defense und die nicht so guten Special Teams kümmern könnte. Jetzt, so fuhr er fort, hätte er den Kopf besser frei, für das große Ganze.

Es geht mal wieder um zweitgrößten Fernsehmarkt der USA, den die NFL links liegen lässt. Es geht mal wieder um Los Angeles. Es geht um sechs Millionen TV Haushalte
Ein ehemaliger Basketballstar, Magic Johnson, versteht nicht, wieso die größte Sportliga der Staaten hier kein Team hat?
„Das ist ein Ort, an dem die Clippers (ein Basketballteam) für $2 Milliarden verkauft wurden!“ sagte Johnson. „Der Wert eines NFL Teams würde sich sofort schlagartig vervielfachen, wenn es hierher käme,“ zeigt Johnson sich überzeugt.
Nach seiner brillanten Karriere beim Basketball legte Earvin Jonson eine ebenso eindrucksvolle Karriere als Geschäftsmann hin. Er möchte der NFL nicht nur helfen, in der Stadt der Engel wieder ansässig zu werden, er möchte auch ein Team kaufen, oder zumindest einige Anteile daran.
Alleine durch den Fernsehmarkt in Los Angeles könnte die NFL bei den nächsten Rechtevergaben an die TV Gesellschaften ein paar Milliarden Dollar mehr kassieren. Sechs Millionen TV Haushalte sind ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Zu all den Möchtegernwirwollenwiedereinteaminlosangelesanwärtern hat sich jetzt also ein weiterer gesellt. Jemand, der bereits Anteile an einem Baseballteam, einem Frauenbasketballteam und einem noch zu gründenden Fußballteam in der Stadt hält.
Jetzt möchte Johnson noch ein NFL Team in sein Portfolio stecken.
Ob es was bringt?

Sie bleiben noch ein Jahr zusammen, die Saints und Kicker Shayne Graham und Linebacker Parys Haralson.
Beide unterschrieben am gestrigen Donnerstag neue Einjahresverträge in New Orleans.
Der mittlerweile 37 Jahre alte Graham muss sich aber gegen Dustin Hopkins durchsetzen, der auch einen Vertrag mit den Saints hat.

Brian Cushing musste wieder operiert werden.
Der Linebacker der Texans hat einen großen Teil der Saison mit einem gebrochenen Handgelenk gespielt.
Doch Cushing ist froh, daß es dieses Mal nicht seine Knie waren, die operiert werden mussten, so wie nach den Saisons 2012 und 2013.
Drei Monate Reha stehen aber dennoch jetzt an.

Donnerstag, 12. Februar 2015

Kurzberichte
halloffameDas erste Vorbereitungsspiel steht fest.
Im Hall of Fame Spiel am 9. August treffen die Pittsburgh Steelers und die Minnesota Vikings aufeinander.
Von beiden Teams werden an diesem Wochenende ehemalige Spieler in die Ruhmeshalle aufgenommen, Steelers Running Back Jerome Bettis und Vikings Center Mick Tingelhoff.
Die Vikings würden gerne mit Adrian Peterson antreten, wenn der Running Back bis dahin nicht mehr von der NFL suspendiert ist, und wenn er nicht zu einem anderen Team gewechselt ist.
Anstoß ist um 20:00 Uhr Ostküstenzeit und übertragen wird das Spiel von NBC.

Die Buccaneers haben Josh McCown gefeuert.
Der Quarterback kam erst letztes Jahr als Ersatzmann für Mike Glennon nach Tampa Bay. Im November wurde er zum Starter befördert.
Kann seine Entlassung als Hinweis darauf verstanden werden, daß die Bucs sich in der Draft tatsächlich Jamais Winston antun wollen?
Oder doch eher Marcus Mariota?
Wir werden es erleben.

Bevor Brett Favres Trikot mit der Nr. 4 zur Ruhe gesetzt wird, wird der legendäre Quarterback in die Packers Hall of Fame aufgenommen.
Diese Zeremonie wird am 18. Juli stattfinden. Fast unter Ausschluß der Öffentlichkeit, denn die Veranstaltung findet im Atrium der Halle statt. Fassungsvermögen 1.600 Leute.
Doch die Frage nach Karten ist riesengroß. Deshalb hat Favre den Vorschlag gemacht, die Zeremonie im Stadion abzuhalten. Fassungsvermögen 80.000.
Die Verantwortlichen der Green Bay Packers Hall of Fame Inc. wollen sich mit ihrem ehemaligen Quarterback zusammensetzen, und die Sache durchdiskutieren.

Lange war es ruhig, um einen der kriminellsten Spieler der NFL.
Doch am Mittwoch sorgte Adam, der nicht mehr Pacman genannt werden möchte, Jones wieder für Probleme außerhalb des Spielfelds.
Irgendwas ist wohl in einem Spielkasino in Lawrenceburg vorgefallen. Weder die Polizei, die vom Casino zur Hilfe gerufen wurde, noch die Betreiber der Spielhölle wollten allerdings bekanntgeben, was?
Auch die Bengals haben noch nicht erfahren, was ihr Cornerback angestellt haben soll, und sie wollten deshalb noch keinen Kommentar abgeben.
Jones selber hat dazu einem Fernsehsender am Handy einen Kommentar abgegeben. Aus Gründen des Jugendschutzes hier nur die Teile, die man wiedergeben kann, ohne dabei Rot zu werden: „Man, **********, ***** **********. ********* you. Get the **** outta here.“

Die Colts feuerten LaRon Landry.
Der Safety unterschrieb vor zwei Jahren einen Vierjahresvertrag über $24 Millionen, doch er zeigte nie annähernd die Leistung, die diesem Gehalt entsprochen hätte.
Zwei weitere Spieler mussten gehen, Andrew Jackson und Xavier Nixon.
Linebacker Jackson wurde im Januar verhaftet, weil er besoffen Auto fuhr. Nixon spielte schlecht und verpasste dann auch noch den Flug zum AFC Championship Spiel.

Werden die Texas A&M Aggies jetzt durch die Seattle Seahawks reich?
Die Fans der Seahawks sind stolz auf ihr Team und sorgen bei Heimspielen dafür, daß die Gegner gegen sie als 12. Mann antreten müssen.
Die Seahawks sind stolz auf ihre Fans, und stellen viele Fanartikel mit der Nr. 12 her.
Daran verdienen die Aggies mit, denn sie haben 1990 die Bezeichnung „12th man“ erfunden und als Marke schützen lassen.
Bisher bekamen sie deshalb pro Jahr $5.000 von den Seahawks.
Alle fünf Jahre verhandeln die Aggies und die Seahawks den Vertrag neu aus. Das nächste Mal soll 2016 verhandelt werden. Und dann, so munkelt man, will Texas A&M mehr Geld für den Begriff... viel mehr... sehr viel mehr. Verständlich, denn selbst das billigste Trikot mit der Nr. 12 kostet etwa $100 und verkauft sich tausendfach.
Klar, daß man als Rechteinhaber einen ordentlichen Teil der Summe abhaben will.

Im Mordprozess gegen Aaron Hernandez musste am Mittwoch bereits der zweite Geschworene ausgetauscht werden.
Als Grund gab Richterin Susan Garsh persönliche Gründe an, die nichts mit dem Prozess zu tun hätten.

Heuern und feuern bei den Giants.
Sie verpflichteten den kanadischen Center Brett Jones und trennten sich von Running Back David Wilson.
Jones spielte für die Calgary Stampeders und gewann letztes Jahr mit ihnen den Grey Cup.

Wes Welker soll Rücktrittsgedanken hegen.
Der Wide Receiver der Broncos soll laut darüber nachgedacht haben, mit seinen 33 Jahren und 11 Saisons in der NFL, in den Ruhestand zu treten.
Noch ist nichts spruchreif, aber seine Produktivität hat enorm nachgelassen. Welkers Vertrag mit Denver läuft aus, und Teams, die ihn verpflichten möchten, werden bestimmt nicht Schlange stehen.
Ein konsequenter Schritt also.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Kurzberichte
murray-demarcoDie Draft-Experten der NFL gehen davon aus, daß die Position des Running Backs wieder an Wert gewinnt.
Vor Allem DeMarco Murray (Bild) von den Cowboys und natürlich Marshawn Lynch haben stark dazu beigetragen.
Doch wird die Skepsis nicht aufhören. Der letzte Running Back der in der ersten Runde der Draft genommen wurde, war Trent Richardson von den Browns, 2012. Sein Niedergang, nachdem er zu den Colts gewechselt war, lässt die Scouts weiterhin vorsichtig sein.
Doch die Experten sind sich einig, daß es lange nicht mehr so gute Running Backs, die vom College kommen, gegeben hat.
Helfen könnte den Läufern, daß es unter den Quarterbacks, die aus dem College in die NFL wollen, kaum brauchbares Material gibt. Einer der besten Quarterbacks, Jamais Winston, gehört in dieselbe Kategorie der Problemspieler, wie Johnny Manziel. Ein Team, das ihn einberuft, muss sich auf einiges Negative gefasst machen.
Das scheint bei den beiden Running Backs, von denen man glaubt, daß sie weit oben ein Team finden werden, nicht der Fall zu sein. Weder Melvin Gordon aus Wisconsin, noch Todd Gurley aus Georgia sollen so einen miesen Charakter haben, wie Winston. Und beide Läufer haben die Statur, um es mit den Verteidigern der NFL aufnehmen zu können.
Es könnte also sein, daß zumindest einer der beiden in der ersten Runde einberufen wird. Und dann verdient ein Running Back vielleicht auch mal wieder mehr, als ein Punter.

Tom Brady hat sein Versprechen wahrgemacht. Der Quarterback der Patriots schenkte den Truck, den er als MVP des Super Bowls gewonnen hatte, Malcolm Butler.
Der unrekrutierte Rookie Cornerback hatte den Pass von Russell Wilson auf Wide Receiver Lockette abgefangen, und damit den Sieg der Patriots gesichert.
Wie es heißt, würden für die Schenkung über $12.000 an Steuern fällig. Diese zu zahlen, überlässt Brady dann aber doch Butler. Ein teures Geschenk für den Beschenkten.

Seahawks Cornerback Richard Sherman hat sich entschieden.
Er lässt seinen verletzten linken Ellenbogen nicht operieren. Mit einer speziellen Therapie soll der Arm bis zum Beginn des Trainingslagers auch ohne Operation wieder voll hergestellt sein.

Die Familie von Tom Benson möchte den Besitzer der New Orleans Saints für geschäftsunfähig erklären lassen.
Ein Richter traf sich am gestrigen Dienstag mit den Anwälten von Benson und denen seiner Familie und ordnete nach dem Gespräch an, daß der 87-jährige auf seinen Geisteszustand untersucht werden muß.
Bensons Tochter Renee, und ihre Kinder, Rita und Ryan LeBlanc wollen erreichen, daß ihr Vater und Opa das Team und sein Vermögen nicht an seine zweite Frau Gayle weitergibt. Seit Benson diese Frau vor 10 Jahre heiratete, hat sie ihn Stück für Stück von seiner Familie, seinen Freunden und Beratern isoliert.
Richter Kern Reese ordnete an, daß das Ergebnis der psychologischen Untersuchung bis zum 13. März vorliegen muss.
Ein Richter in Texas hat für die dortigen Unternehmungen, die Benson gehören, bereits gegen den Besitzer der Saints entschieden.
Dort ging es um Überschreibungen von Autohäusern, Banken und eine Ranch an Gayle Benson.
Der Richter in Texas entschied, daß Benson nicht mehr in der Lage wäre, die Tragweite seiner Entscheidungen, die Besitztümer seiner zweiten Frau zu überschreiben, überblicken könnte. Er entschied, daß die Überschreibungsurkunden wieder rückgängig gemacht werden müssten.
Dieses Urteil hat keinen direkten Einfluß auf die Sache in Louisiana, zeigt aber schon mal, daß Benson auch dort keinen leichten Stand haben dürfte.

Über Deflategate hätte man SMS-Gate beinahe ganz aus den Augen verloren.
Die NFL untersucht immer noch, ob Browns General Manager Ray Farmer während eines Spiels per SMS Einfluß auf die Trainer genommen hat, was nicht erlaubt ist.
Vom Ausgang dieser Untersuchung macht Bryan Hoyer es abhängig, ob er in Cleveland bleiben wird, oder nicht. Der Quarterback ist leicht angesäuert, weil er glaubt, daß es in diesen Textbotschaften um ihn ging. Er will nun wissen, ob die Trainer ihn auf die Bank setzten, weil sie den Befehl dafür von oben bekommen haben.
Bisher ist Hoyer ja nicht abgeneigt, in Cleveland zu bleiben. Das kann sich aber schnell ändern, wenn ihm das Untersuchungsergebnis nicht gefällt.
Zwar hat Hoyer keine großen Chancen bei einem anderen Team den Posten des Starters zu bekommen, aber das würde ihn nicht daran hindern, die Browns zu verlassen, wenn man ihm dort nicht vertraut und par ordre du mufti auf die Bank setzt.

Dienstag, 10. Februar 2015

Freigekauft?
hardy-greg2Greg Hardy (Bild), in erster Instanz verurteilter Frauenschläger, verließ am gestrigen Montag das Gericht als freier Mann.
Zu der Berufungsverhandlung des Defensive Ends der Panthers war seine Freundin, die ihn angezeigt hatte, nicht erschienen. Deshalb fand die Verhandlung erst gar nicht statt, und alle Anklagepunkte wurden fallengelassen. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack.
Wie es heißt hat Nicole Holder sich finanziell von Hardy abfinden (bestechen) lassen und auch die Zivilklage gegen ihn fallenlassen. Ihre offizielle Begründung für ihr Nichterscheinen gestern lautet, daß sie diese grauenvolle Geschichte nicht noch einmal erzählen möchte.
Diese grauenvolle Geschichte erzählte sie letztes Jahr vor Gericht, und sie klang schlimmer als das, was Janay Rice erleiden musste. Die Konsequenz war ein berechtigter Schuldspruch.
Die Staatsanwaltschaft ließ fieberhaft nach der Klägerin fahnden, um den Berufungsprozess doch noch stattfinden zu lassen. Vergeblich!
Daß Hardy die Zeit bis zum neuen Prozess genutzt hat, um sich freizukaufen, kann man ihm nicht verübeln. Der Liga müsste man allerdings verübeln, wenn sie Hardy jetzt als freigesprochenen Unschuldigen behandeln und voll und ganz als wieder spielberechtigt deklarieren würde.
Aus der Liga hört man, daß man den Fall selber peinlichst genau untersuchen würde. Die neu eingesetzten Experten zum Thema häusliche Gewalt, werden den Fall durchleuchten, diskutieren und nach den neugeschaffenen Richtlinien diese Verbrechen betreffend behandeln.
Ob es wirklich nur sechs Spiele Sperre 2015 für Hardy geben wird, bleibt abzuwarten. Man hört sogar, daß es weniger werden könnten, was dann wieder ein Skandal wäre, ähnlich dem, den letztes Jahr das Urteil gegen Ray Rice auslöste.
Letztes Jahr hätte die NFL ganz bestimmt noch nach dem Grundsatz geurteilt: „Wo kein Kläger, da kein Richter... und also auch kein Urteil“.
Doch dieses Jahr wird sie die Sache strenger angehen. Hardy wurde verurteilt. Daß er sich in der Zwischenzeit freikaufte, darf die NFL nicht interessieren, oder es sollte sogar als Strafverschärfend gewertet werden.

Kurzberichte
98 Jahre sind ein stolzes Alter. Dieses Alter erreichte der Gründer der Firma NFL Films, Ed Sabol. Am gestrigen Dienstag schlief er friedlich ein, wie bekanntgegeben wurde.
Als er und sein Sohn Steve, der bereits vor einigen Jahren starb, die Firma leiteten, bekam man von ihnen diese tollen Zeitlupenaufnahmen zu dramaturgisch hervorragend angepasster Musik zu sehen, die 52 Emmys einheimsten.
Seit Steve Sabol tot ist, sieht man bei diesen Zusammenschnitten leider nicht mehr so viele Spielszenen, sondern zu oft und zu lange nur noch rumschreiende Spieler.
Dennoch hat Ed Sabol eine tolle Sache ins Leben gerufen, als er die Firma 1962 gründete.
Bleibt zu hoffen, daß die Qualität dieser einst hervorragenden Zusammenschnitte jetzt nicht noch tiefer in den Keller geht.

Jamal Lewis leidet unter chronischem Geldmangel.
Der ehemalige Running Back der Ravens gewann 2000 den Super Bowl mit dem Team.
Beim zweiten Super Bowl Gewinn der Ravens 2012 war Lewis schon im Ruhestand, aber Teambesitzer Steve Bisciotti gab ihm, und einigen anderen verdienten ehemaligen Spielern Baltimores, einen Ring ehrenhalber.
Diesen Ring versteigerte Lewis jetzt für über $50.000. Ein Tropfen auf den heißen Stein seiner $10,6 Millionen Schulden, die Lewis hat.

Die NFL hat eine oberste medizinische Beraterin.
Elizabeth Nabel, Präsidentin eines Krankenhauses in Boston und Professorin an der Universität von Harvard, wird die NFL in allen kommenden medizinischen Fragen beraten.

Ein erster Schritt ist wohl getan. Die NFL gründete ein Komitee, das untersuchen soll, wie man Los Angeles wieder in die Städte der NFL Teams aufnehmen kann.
Viele Pläne hat es bisher gegeben, viele neuzubauende Stadien sind im Gespräch, viele Teams möchten gerne dorthin umziehen, doch nichts Genaues gibt es nicht.
Da soll jetzt das neueingerichtete Komitee helfen.
Ob es was bringt, wird man sehen.

Die Seahawks haben einen neuen Defensive Coordinator.
Sie beförderten jemanden aus den eigenen Reihen, Kris Richard, der bisher als Defensive Backs Coach tätig war.

Richard Sherman könnte um eine Operation seines verletzten Ellenbogens herumkommen.
Der Cornerback der Seahawks soll die Verletzung mit einer speziellen Behandlung ausheilen. Ob das wirklich möglich ist, wird eine erneute Untersuchung nächsten Monat ergeben.

Auch Philip Rivers wird wohl um eine Operation herumkommen.
Der Quarterback der Chargers hatte einen Bandscheibenvorfall, der nach neusten Untersuchungsergebnissen nicht operiert werden muß.
Rivers kann den Rücken durch Schonung und spezielle Behandlungen von selber heilen lassen.

Ach, guck mal wer da fleißig trainiert?
Peyton Manning wirft in New Orleans fleißig Pässe. Der 38-jährige will sich selber testen, ob er noch eine weitere Saison aus seinem Wurfarm herausholen kann?
Der Quarterback der Broncos trainiert unter Anleitung eines Kraft- und Konditionstrainers.

Brett Favre wird in diesem Jahr endlich von den Packers geehrt werden.
Der Super Bowl Quarterback wird es 2015 endlich erleben, daß Green Bay seine Trikotnummer zur Ruhe setzt.
Das wurde am gestrigen Montag offiziell bekanntgegeben.

Montag, 9. Februar 2015

Kurzberichte
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In Green Bay hört man, daß Head Coach Mike McCarthy (Bild) demnächst nicht mehr die offensiven Spielzüge ansagen wird.
Offensive Coordinator Tom Clements soll in der kommenden Saison diese Aufgabe übernehmen und dann auch zum Assistenz- Head Coach befördert werden.
Bis jetzt ist noch nichts offiziell, aber glauben kann man es. McCarthy stand ziemlich in der Kritik, als er zum Ende des NFC Endspiels die verletzten Verteidiger der Seahawks nicht genügend herausgefordert hatte. Dies brachte uns Fans um einen Super Bowl mit zwei Traditionsmannschaften und sorgte dafür, daß die Seahawks das Spiel, das die Packers bis fünf Minuten vor Spielende vollkommen beherrschten, gewannen.

In New England fragt man sich, ob Darrelle Revis im Team bleibt.
Der Cornerback unterschrieb vor der Saison 2014 einen Einjahresvertrag über $12 Millionen. Wenn die Patriots ihn halten wollen, haben sie die Option, ihn für $20 Millionen weiterzuverpflichten. Ob sie diese Option ziehen werden, ist jetzt der Knackpunkt. Die Pats würden gerne einen längerfristigen Vertrag mit Revis aushandeln, was die jährlichen Kosten senken könnte. Bleibt abzuwarten, ob Revis das annimmt?

Die Bills verpflichteten Richie Incognito.
Der Guard der Dolphins erlangte unrühmliche Bekanntheit, weil er einen Teamkollegen mobbte, der daraufhin in psychiatrische Behandlung musste.
Incognito wurde deswegen im November 2013 suspendiert. Im Februar 2014 wurde er wieder als spielberechtigt deklariert, aber er fand kein Team, das ihn aufnehmen wollte. Zwar war er zu Probetrainings in Tampa Bay, Kansas City und Denver, aber seine schlechte Reputation hielt diese Teams davon ab, ihn zu verpflichten.
Rex Ryan glaubt nun, daß der Guard den Bills helfen kann. Der Head Coach will die Bills Verteidigung zu einem Bollwerk machen, und dafür meint er, Incognito zu brauchen, der ein gemeiner Blocker ist, der austeilen kann.
Um das Andere macht sich Ryan dann später Gedanken. Und Incognito wird wohl wissen, was die Uhr geschlagen hat. Mit 31 Jahren läuft seine zeit in der NFL langsam ab. Er muss die Chance nutzen, noch ein paar Dollar aufs Konto zu bekommen, bevor seine Karriere endet.

Steht Cam Newtons Abschied aus Carolina bevor?
Eher nicht, aber es ist ja immer eine gute Sache, für die Zukunft vorzusorgen. Warum sonst sollte der Quarterback wieder auf sein altes College gehen, um seinen Abschluß nachzuholen?
Als er von den Panthers einberufen wurde, hatte er seine Ausbildung noch nicht abgeschlossen. Aber er hatte seiner Mutter versprochen, das College nicht ohne Abschluß zu verlassen. Um den noch nachzuholen, ist er jetzt der berühmteste Student in Auburn geworden. Newton nutzt die Freizeit zwischen den Saisons, um noch etwas für seine Bildung zu tun.
Und verkehrt ist es ja nie, so einen Abschluß zu haben. Vielleicht wollen die Panthers seinen Rookievertrag nicht verlängern, der nach der Saison 2015 ausläuft?

Wohl auf keinen Fall werden die Panthers den Vertrag mit Greg Hardy verlängern.
Der Defensive End wurde in einem Prozess wegen häuslicher Gewalt schuldig gesprochen, legte aber Berufung dagegen ein, und hat deshalb seine Strafe noch nicht antreten müssen.
In der Saison 2014 spielte er ein Spiel, bevor er suspendiert wurde.
Doch obwohl die Teams und die NFL immer wieder betonen, die Liga von solchen miesen, kriminellen Subjekten zu säubern, heißt es, daß viele Teams Hardy gerne verpflichten würden, wenn die Panthers ihn ziehen lassen.
Nicht, daß einen diese Doppelzüngigkeit der Verantwortlichen ankotzen würde, aber man darf sich ja seine Gedanken machen, oder?

Die Baltimore Ravens finden, daß Haloti Ngata zu viel verdient. Sie würden den Vertrag mit dem Defensive Lineman gerne nachverhandeln.
Der 31-jährige steht vor seiner 10. Saison und soll ein Mindestgehalt von $8,5 Millionen in diesem Jahr bekommen.
Baltimore würde ihm gerne weniger zahlen, und dafür die Vertragslaufzeit verlängern.
Momentan sieht es eher danach aus, als ob Ngata 2015 bei einem anderen Team spielen wird, denn er hält nicht viel von dem Vorschlag.

Samstag, 7. Februar 2015

Kurzberichte
gronkowski-rob2Die NFL hat beim letzten Spiel der Saison, im letzten Spielzug, noch mal kräftig abkassiert.
Vier Spieler bekamen Zahlungsaufforderungen zugeschickt, weil sie an der kleinen Schlägerei teilnehmen, die Seahawks Linebacker Bruce Irvin angezettelt hatte. Der war dann auch mit $10.000 dabei.
Sein Teamkollege Michael Bennett muß $8.268 zahlen, genau so viel wie die Patriots Tight Ends Rob Gronkowski und Michael Hoomanawanui.
Seahawks Wide Receiver Doug Baldwin muß für eine obszöne Geste nach einem Touchdown im dritten Viertel $11.025 zahlen. Er tat so, als würde er auf den Ball scheixxxen.

Schwarzer Humor, oder was ist das?
Eine Familie in Kent, Washington, betrauert den Tod ihres Mannes und Vaters Michael Sven Vedvik, der kurz nach der Niederlage Seattles im Super Bowl verstarb, mit den folgenden Worten: „Er war ein kleiner Geschäftsmann in Kent, Washington, und liebte seine Familie, seine Arbeit, die Seahawks und das Leben. Wir machen den lausigen Spielzug der Seahawks für seinen plötzlichen Tod verantwortlich. Mike wurde sehr geliebt und wird sehr vermisst werden.“

Die Raiders haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Ken Norton jr.
Der war bisher Linebacker Coach bei den Seahawks.
Für Seattle ist es bereits der zweite Verlust eines Trainers, nach der Super Bowl Niederlage.
Norton und Raiders Head Coach Del Rio kennen sich aus gemeinsamen Tagen als Spieler der Dallas Cowboys.

Abertausende Fanartikel, die nicht gebraucht werden, werden einem Wohltätigen Zweck gespendet.
Die Shirts, Kappen und sonstigen Artikel mit dem Aufdruck: „Seattle Seahawks, Back 2 Back Super Bowl Champions,“ werden in Gegenden der Welt verschifft, in denen man dringend Kleidung benötigt.

Die Anzeige wegen unerlaubten Drogenbesitzes gegen Joseph Randle wurde fallengelassen.
Doch jetzt liegt eine Anzeige seiner Ex-Freundin wegen häuslicher Gewalt gegen den Cowboys Running Back vor.
Randle soll die Frontscheibe des Autos, in dem seine Ex, sein Sohn, den er mit ihr hat, und ihr neuer Freund saßen, mit der Faust eingeschlagen haben. Zudem bedrohte Randle die beiden mit einer Waffe.
Die Polizei fand am Tatort keine Waffe. Aber ein Zeuge sagte aus, daß ein anderer Mann mit einer Waffe vom Tatort weggelaufen wäre.

Die Geschworenen im Mordprozess gegen Aaron Hernandez machten gestern einen kleinen Betriebsausflug. Sie besuchten das Haus des ehemaligen Patriots Tight Ends und andere Sehenswürdigkeiten der Tat.
Ein Jurymitglied wurde nach noch nicht mal einer Woche bereits ausgetauscht, weil sie außerhalb des Gerichts über den Fall mit jemand gesprochen haben soll.
Hernandez selber durfte an der Bustour nicht teilnehmen, aber seine Anwälte überwachten mit Argusaugen und Ohren, was den Geschworenen erzählt wurde.

Der Anwalt des wegen Vergewaltigung angeklagten Darren Sharper erhebt schwere Vorwürfe gegen Reggie Bush.
Sharper spielte als Safety von 1997 bis 2010 in der NFL, zuletzt bei den New Orleans Saints, wo er mit Bush zusammen spielte.
Der Anwalt Sharpers behauptet auf der Internetseite seiner Kanzlei, daß Harper mit Bush zusammen einige Nachtclubs besuchte. Dabei soll der Running Back, der zur Zeit bei den Lions spielt, Frauen Ecstasy in den Champagner geschüttet haben.
Der Anwalt Bushs streitet das im Namen seines Klienten vehement ab. Er erwägt, seinen Kollegen wegen Verleumdung anzuzeigen.
Gegen Bush liegt momentan auch keine Anzeige, welcher Art auch immer, vor.
Die Lions wollten dazu keinen Kommentar abgeben.
Und da sage noch mal einer, zwischen den Saisons wäre in der NFL nichts los.

Freitag, 6. Februar 2015

In Sachen A vs. B
peterson-adrian4Am heutigen Freitag beginnt ein Prozess vor einem Bundesgericht, den die Spielergewerkschaft der NFL gegen die Liga führt, im Namen von Adrian Peterson (Bild).
Der Running Back der Vikings ist noch bis 15. April suspendiert. Dagegen klagt die NFLPA. Sie besteht darauf, Petersons Sperre sofort aufzuheben.
Im Zuge der zunehmenden Brutalitäten unter ihren Spielern außerhalb des Spielfelds, sah die NFL schwarz und zog die Notbremse. Sie verhängte gegen Gewalttäter härtere Strafen und längere.
So stand Peterson vor drei Monaten vor Gericht, weil er seinen kleinen Sohn mit einem Zweig geschlagen hatte. Peterson bekannte sich schuldig, versprach aber, nie wieder einen Zweig zu benutzen, um seinen Sohn zu schlagen. Was er statt dessen benutzen wird, ließ er offen.
Daraufhin sperrte die Liga den Running Back am 18, November bis in den April hinein.
Gegen diese Sperre legte er Einspruch ein, der verhandelt und abgelehnt wurde. Dagegen zog die NFLPA vor ein ordentliches Gericht, um die sofortige Aufhebung der Sperre zu erreichen.
Im Prinzip geht es dabei mehr ums Prinzip, denn Petersons sofortige Wiedereinsetzung würde ihm nur einige Treffen zu den angesetzten freiwilligen Trainingseinheiten ermöglichen, mehr nicht. Die richtige Vorbereitung auf die Saison 2015 beginnt eh erst nach dem 15. April.
Deshalb ist dieser Prozess mehr ein Machtkampf der NFLPA gegen die NFL.
Und er ist ein Vorgeplänkel vor dem nächsten Prozess. Dann will die Spielergewerkschaft die neuen, härteren Strafen zu Fall bringen, die die Liga einseitig, ohne Rücksprache mit der Gewerkschaft, installiert hat. Die neuen Strafen hätten als Bestandteil des Tarifvertrags mit der NFLPA abgesprochen werden müssen, glaubt die Gewerkschaft.
Und wo wir gerade bei Gerichtsprozessen sind. Der Mordprozess gegen Aaron Hernandez läuft ja seit letzter Woche, und ist ein offener Schlagabtausch der Anklage gegen die Verteidigung.
Am gestrigen Donnerstag führte die Verteidigung an, daß die Polizei am Tatort schlampig gearbeitet hätte, bei der Sicherung der Beweise.
Das wird noch eine ganze Weile hin und hergehen.
Der nächste Prozess gegen einen (mutmaßlichen) Gewalttäter steht schon vor der Tür.
Am Montag beginnt der Prozess gegen Greg Hardy. Der Defensive End der Carolina Panthers wird dann wegen häuslicher Gewalt auf der Anklagebank sitzen.
Die NFL sollte bei der Auswahl ihrer Spieler nicht nur auf die spielerischen Fähigkeiten der zu rekrutierenden achten.
Womit wir schon beim nächsten Thema wären...

Kurzberichte
Die Tampa bay Buccaneers wären verrückt, wenn sie Jameis Winston mit ihrer ersten Wahlmöglichkeit einberufen würden.
Das kommt nicht von mir, sondern ist die eigentlich allgemeine Meinung in den USA. Von der spielerischen Klasse her würde der Quarterback zwar eine halbwegs plausible Nr. 1 abgeben, aber nicht vom Verhalten her.
Winston hat einen miesen Charakter und würde die Probleme in der NFL nur vergrößern. Er gilt als „alberner Hanswurst“ und das ist noch die mildeste Bezeichnung des Quarterbacks. Und so einen haben wir schon bei den Browns, da braucht's nicht noch einen weiteren.
Das sehen die Teilnehmer an den verschiedenen Pseudo-Drafts natürlich anders. Bei den meisten geht Winston an Nr. 1. Doch in einer „Mock“-Draft muss man ja nicht auf die unrühmliche Vergangenheit eines Spielers und sein fragwürdiges Benehmen eingehen.
Die Buccaneers, und alle anderen Teams, die einen neuen Quarterback brauchen, sollten das aber. Aber werden sie es auch?
Wir werden es erleben, wenn es am 30. April heißt: „Die Tampa Bay Buccaneers nehmen mit ihrer ersten Wahl in der Draft....“

Die Titans feuerten den Star des Films „The Blind Side“.
Michael Oher spielte zwar selber nicht mit in dem Streifen, aber es ging um sein Leben, darum , wie er es als scheuer Hüne in die NFL schaffte.
Doch die Zeit des Right Tackles in der Liga geht wohl ihrem Ende entgegen.
Bis letztes Jahr spielte Oher für die Ravens. Nach seinem Wechsel zu den Titans, die ihm einen Vierjahresvertrag gaben, war von seiner ehemaligen Stärke nichts mehr zu spüren.
Am Donnerstag schrieben die Titans ein dickes ENDE unter das Kapitel Oher.

Es folgt eine Vermisstenanzeige:
Vermisst wird ein dunkelhäutiger Spieler mit verfilzten, langen Haaren, der zuletzt in einem roten Trikot mit der Nr. 10 gesehen wurde.
Wer ihn findet, kann ihn wohl behalten, denn den Redskins scheint er nicht mehr so sehr viel wert zu sein.
Die Redskins verschickten einen Brief an die Saisonkarteninhaber. Darin warben die Redskins darum, die Dauerkarten zu verlängern, und stellten ihre wichtigsten Spieler vor, mit denen sie 2015 das ein oder andere Spiel zu gewinnen hoffen.
"Head Coach Jay Gruden, der neue General Manager Scot McCloughan, und Defensive Coordinator Joe Barry werden einen Kern von Spielern, wie Ryan Kerrigan, DeSean Jackson, plus die Pro Bowler Trent Williams and Alfred Morris anführen. Die Redskins sind bereit in der nächsten Saison den Aufschwung zu schaffen!" heißt es im Brief.
Kein Wort über Robert Griffin III, den Rookie des Jahres 2012. Das muß nichts bedeuten. Aber daß der Quarterback, der mal als Heilsbringer gedacht war, so gar nicht erwähnt wird, ist schon eigenartig.

Vince Wilfork will noch nicht aufhören.
Der Defensive Tackle der Patriots möchte noch einen weiteren Super Bowl mit dem Team gewinnen. Deshalb würde er gerne noch eine 12. Saison in der NFL, bei den Patriots, spielen.
Doch wollen die den fünfmaligen Pro Bowler noch behalten?
Der 33-jährige würde 2015 $8 Millionen kosten. Ob die Pats das noch zahlen wollen?

Die Seahawks unterbreiteten Marshawn Lynch einen für Running Backs sehr lukrativen Vertrag und sie wollen Quarterback Russell Wilson zum bestbezahlten Quarterback aller Zeiten machen.
Dafür werden einige Änderungen im Kader nötig werden. Um die beiden bezahlen zu können, werden die Seahawks sich von anderen Leistungsträgern trennen müssen, um unter der Gehaltsobergrenze bleiben zu können.
Was dann passiert, kann man sich am Beispiel der Ravens ansehen. Die spielen zwar immer noch irgendwie mit, haben aber nicht mehr das Kaliber wie in ihrer Super Bowl Saison.
Mal abwarten, wer da alles demnächst gefeuert wird, um Wilsons (und Lynchs?) Gehalt zahlen zu können?

Super Bowl 49... immer noch?
Wie viele Paralleluniversen braucht Dr. Sheldon Cooper noch gleich, um seine „String-Theorie“ zu beweisen?
28?
In einem dieser Universen haben die Seahawks den Super Bowl gegen New England gewonnen, im Madden Universum.
Die Macher des Computerspiels haben den letzten offensiven Spielzug der Seahawks über Marshawn Lynch laufen lassen, und der Running Back kam nahezu unbedrängt in die Endzone. Endergebnis Patriots 28, Seahawks 31.
Aber Paralleluniversen zählen nicht. In diesem Universum sagte Head Coach Pete Carroll einen Paßspielzug an... und wird weiterhin dafür heftig kritisiert.
Doch Patriots Head Coach Bill Belichick ist die Kritik an seinem Kollegen leid. Er kritisiert die Kritiken der Kritisierer als übertrieben. Belichick ist ja selbst ein Head Coach, der schon die ein oder andere eigenartige Entscheidung getroffen hat, oder auch mutige Entscheidung, wie auch immer man es sehen will.
Wie würde er jetzt in der Kritik stehen, wenn die Patriots nicht gewonnen hätten?
Wie würde er jetzt angegriffen, weil er nach dem ersten Versuch und fünf Seattles an der fünf der Patriots keine Auszeit nahm, als die Uhr noch 1:06 Minuten zeigte?
Hätte er Brady nicht alle Chancen geben müssen, nach einem eventuellen Touchdown der Seahawks New England wenigstens noch mal in Field Goal Reichweite führen zu können?
Er tat es nicht. Und die Seahawks brauchten ewig, um den verhängnisvollen Spielzug vorzubereiten. Als er begann, standen nur noch 26 Sekunden auf der Uhr.
Ich spekuliere jetzt mal, daß Belichick heute ganz nett kritisiert würde, weil er keine Auszeit nahm, und wenn die Seahawks einen Touchdown erzielt hätten.
Das wird wohl in einem anderen dieser Paralleluniversen der Fall gewesen sein, aber nicht in unserem.

Earl Thomas wird vermutlich sechs bis acht Monate ausfallen.
Der Safety der Seahawks spielte im Super Bowl mit einer gerissenen Pfannenlippe in der Schulter.
Die Verletzung zog er sich bereits im Championshipspiel gegen die Packers zu.
Jetzt muß die Schulter operiert werden, und Thomas könnte die ersten Saisonspiele verpassen.

Nach der Super Bowl Niederlage kann Richard Sherman wieder auf die sonnige Seite des Lebens blicken. Am Donnerstag brachte seine Freundin seinen Sohn zur Welt.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Kurzberichte
baldwin-doug2Die Wide Receiver der Seahawks, zuvorderst Doug Baldwin (Bild), regen sich über den Kommentar auf, den ihr Offensive Coordinator Darrell Bevell nach dem Spiel zum letzten Spielzug der Offense machte.
Bevell kritisierte öffentlich, daß Ricardo Lockette nicht beherzt genug zum Ball ging.
Baldwin sagte, daß man mit so einer Kritik wartet, bis man in der Kabine unter sich ist. Das öffentlich zu machen wäre hart. Zwar würde man in der Hitze des Gefechts schon mal etwas sagen oder machen, das man besser hätte lassen sollen, doch als Trainer hätte man eine größere Verantwortung für seine Worte, als z.B. Spieler, meinte Baldwin.
Ob Bevell sich entschuldigen wird, wie Baldwin es erwartet, bleibt abzuwarten.

29 mal dieselbe Antwort, dazu die falsche Mütze und doch kommt Marshawn Lynch ohne Strafzahlung davon.
Der öffentlichkeitsscheue Running Back der Seahawks kam nur zu den Pflichtterminen mit der Presse vor dem Super Bowl um nicht bestraft zu werden. Und die NFL wird ihn nicht bestrafen, wie ein Ligasprecher sagte. Lynch hätte an den Medienveranstaltungen teilgenommen, und seine „Beast Mode“ Kappe wäre von einem lizensierten Fanartikelhersteller der NFL hergestellt worden, und sie wäre in den Teamfarben gewesen. Deshalb gäbe es keinen Grund, Lynch zu bestrafen.

Wie die Seahawks erst gestern auf ihrer Internetseite bekanntgaben, spielte Strong Safety Kam Chancellor mit einem gerissenen Innenband im linken Knie.
Die Verletzung zog er sich im Training am Freitag vor dem Super Bowl zu, als er mit einem Mitspieler zusammenstieß. Zusätzlich zu dieser Verletzung zog er sich eine schwere Prellung des Knies zu. Die Ärzte sagten Chancellor, daß er nicht würde spielen können. Doch der Safety spielte trotz seiner starken Schmerzen. Er trat in jedem Spielzug der Verteidigung an und hatte 10 Tackles.

Die Wege der Super Bowl Parade in Boston waren freigeschaufelt. Und die Massen am Zugweg riefen: „Brady, Brady,“ als sie den viertel Titel ihrer Patriots feierten.
Der Gronk fiel beim Jubeln dermaßen aus der Rolle, daß man Angst haben musste, er würde aus dem Paradebus fallen.
Die sozialen Medien sind voller Bilder des wild zappelnden Gronkowskis.
Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zog der Tross mit den Spielern, ihren Frauen und Freundinnen, dem Maskottchen und den Cheergirls durch die Straßen Richtung Rathaus.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren hoch, denn auf dem Weg kam man an der Stelle vorbei, an der beim Boston Marathon 2013 durch eine Bombe drei Menschen getötet und 260 verletzt wurden.
Doch alles ging gut. Nichts störte die Feier.

Die Cardinals haben einen Ersatz für Todd Bowles gefunden. Sie beförderten ihren Outside Linebacker Coach James Bettcher zum Defensive Coordinator.
Hauptgrund für Head Coach Bruce Arians dafür, keinen Defensive Coordinator von Außen zu verpflichten, war der, die gut funktionierende Defense nicht durcheinanderzubringen. Bettcher steht für die nötige Kontinuität.

Die Saison ist vorüber, doch die Neuigkeiten trudeln weiter herein. Jetzt beginnt die „Schwarze“ Zeit der NFL, die Zeit, in der die kriminellen Spieler der Liga die Schlagzeilen übernehmen.
Hoffen wir, daß es um einiges moderater zugehen wird, als in den letzten Jahren. Doch die heutigen Nachrichten lassen das leider nicht erwarten.
Legen wir los: Joseph Randle wurde erneut verhaftet. Die Polizei wurde durch einen Notruf wegen häuslicher Gewalt zum Haus des Running Backs der Dallas Cowboys in Kansas gerufen. Dabei fanden die Polizisten Marihuana bei Randle.
Die Polizei nahm die Anzeige von Randles Lebensgefährtin und Mutter seines Kindes auf, die allerdings keinerlei Verletzungen aufwies.
In drei Wochen muß Randle vor Gericht erscheinen.
Bereits vor vier Monaten wurde Randle wegen Ladendiebstahls verhaftet. Seine Beute damals hatte einen Wert von $123.
Die Cowboys gaben noch keinen Kommentar zu der erneuten Verhaftung ab.

Um Marihuana geht es auch bei der nächsten Verhaftung. Packers Defensive Tackle Letroy Guion wurde in Florida mit Marihuana und einer Handfeuerwaffe bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle erwischt.
Außerdem hatte er einen Beutel mit mehr als $190.000 in Bar dabei.
Guion soll sich bei der Kontrolle sehr unkooperativ verhalten haben, und die Polizisten mussten ihm Handschellen anlegen.
Gegen Hinterlegung einer Kaution über $100.000 kam er wieder frei.
Guion hatte für 2014 einen Einjahresvertrag über $1 Million in Green Bay und wollte einen langfristigen Vertrag aushandeln. Die Verhaftung dürfte dem im Weg stehen.
Die Packers gehören zu den saubersten Teams der Liga, was ihre Spieler angeht. Zuletzt wurde Linebacker Erik Walden 2011 verhaftet, der seine Freundin krankenhausreif geprügelt hatte. Vor Gericht musste er deshalb nicht, weil seine Freundin die Anzeige gegen ihn wieder zurückzog.
Walden spielt zur Zeit für die Indianapolis Colts.

Für die Colts spielt auch der nächste Verhaftete.
Bei einem Disput um einen Parkplatz wurde Linebacker D`Qwell Jackson handgreiflich. Er soll seinen Kontrahenten zweimal mit der flachen Hand geschlagen haben.
Am 26. Februar muß er vor Gericht erscheinen.
Das Team will erst weitere Fakten sammeln, bevor es sich dazu äußert.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Kurzberichte
gordon-joshNoch 218 Tage bis zur nächsten Saison.
Für Josh Gordon (Bild) sind es noch 365 Tage mehr, denn die NFL hat den Wide Receiver der Browns für ein Jahr suspendiert.
Einen Tag, nachdem Quarterback Manziel sich in eine Suchtklinik begeben hat, gab die Liga bekannt, daß sie Gordon erneut für ein Jahr sperrt, weil er erneut positiv bei einem Drogentest aufgefallen war.
Bereits letztes Jahr war Gordon eigentlich für die komplette Saison gesperrt. Eine Änderung im Strafenkatalog der Liga führte aber dazu, daß der Wide Receiver, der gegen die Länge der Suspendierung Einspruch eingelegt hatte, nur 10 Spiele zuschauen musste.
Manziel und Gordon waren von den Browns für das letzte Saisonspiel gesperrt, weil sie angesetzte Teamaktivitäten Samstags vor dem Spiel verpasst hatten.
Wie sich später herausstellte, war Johnny Manziel sturzhackebetrunken an dem Tag.
Obwohl Manziel nach dem Spiel Stein und Bein schwor, daß er sich ändern würde, wurden er und Gordon kurz darauf in Aspen fotografiert, und sie schienen voll dabei zu sein, mit der Betonung auf voll.
Während die Browns noch immer Hoffnung haben, daß sie mit Manziel den Quarterback für die Zukunft gefunden haben, dürfte Gordon Vergangenheit sein.
Daß ein anderes Team diesen Problemspieler verpflichten wird ist kaum anzunehmen, zumal seine Produktivität stark nachgelassen hat.

Wieviel Pech kann ein NFL Spieler haben?
Sehen wir uns mal Logan Mankins an, der zwischen zwei Super Bowl Siegen für die Patriots spielte.
Der Guard wurde 2005 als letzter Spieler in der ersten Runde der Draft von den Patriots rekrutiert. Das war drei Monate, nachdem New England Super Bowl 39 gewonnen hatte.
Es folgten neun Jahre, in denen Mankins 130 Spiele für die Patriots startete, in sechs Pro Bowls gewählt wurde und an zwei Super Bowl Niederlagen teilnahm.
2014 wechselte Mankins zu den Buccaneers, fünf Monate bevor die Patriots Super Bowl 49 gewannen.
So sieht ein Pechvogel aus.

Als MVP des Super Bowls bekommt man ein tolles Auto geschenkt. Tom Brady bekam am Sonntag einen bulligen Truck.
Doch was soll eine Mann, der sich täglich solch ein Fahrzeug leisten könnte, mit so einem Gefährt, wenn er schon ein paar Autos hat?
Deshalb sagte der Quarterback der Patriots in einem Radiointerview, daß er den Truck dem unrekrutierten Rookie Malcolm Butler, der den entscheidenden Interception gefangen hat, schenken möchte.
Der hat einen Dreijahresvertrag zum Mindestlohn von $420.000 pro Jahr und kann den Wagen bestimmt gut gebrauchen.

Nachdem Dick LeBeau in Pittsburgh gekündigt hatte, sah es zunächst so aus, als würde der Defensive Coordinator zu den Cardinals wechseln. Den Head Coach dort, Bruce Arians, kennt er aus vielen gemeinsamen Tagen bei den Steelers.
Doch daraus wurde nichts.
Wie es aussieht könnte der mittlerweile 77 Jahre alte LeBeau zu einem anderen alten Bekannten stoßen, Ken Whisenhunt. Der ist Head Coach der Titans, und auch die beiden teilten eine gemeinsame Zeit in Pittsburgh.
In Tennessee hat Ray Horton den Job des Defensive Coordinators, und soll diesen auch behalten. LeBeau würde mehr als Berater agieren. Auch LeBeau und Horton kennen sich. Von 2004-10 war Horton der Assistent von LeBeau in Pittsburgh.

Dienstag, 3. Februar 2015

Super Bowl 49 - Das Nachbeben
carroll-pete-erklärungsnotOh, das Nachbeben ist riesig. Selten wurde ein Head Coach nach der Niederlage in einem Super Bowl dermaßen kritisiert. Doch der Mißerfolg hat auch in diesem Fall mehrere Väter. Als erstes Ricardo Lockette, der Wide Receiver hätte entschlossener zum Ball gehen müssen. Statt dessen ließ er sich von Butler, der ihn einfach mehr wollte, wegdrängen. So jedenfalls sieht es Offensive Coordinator Darrelle Bevell. Der ist auch verantwortlich für die Spielzugauswahl, die von Head Coach Pete Carroll (Bild) abgesegnet wurde. Beide übernehmen die Verantwortung für den Spielzug.
Carroll sagte nachher, daß die Defense der Patriots ganz klar darauf aus war, einen Lauf von Lynch durch die Mitte zu stoppen. Das hatten sie während des Spiels schon des Öfteren geschafft. Deshalb wollten der Offensive Coordinator und der Head Coach einen Pass, über die Verteidiger hinweg in die Endzone wagen. Das hatte im dritten Viertel bei einem zweiten und drei an der drei auch schon zu einem Touchdown geführt, auch wenn der Pass mehr zur Außenseite ging.
Russell Wilson übernahm die Verantwortung für den Fehlpaß. Er hätte den Pass geworfen, nicht Carroll oder Bevell. Der Quarterback war sich sicher, daß die Seahawks das Spiel gewinnen, in dem Moment, als der Ball seine Hand verließ. Der Ball kam präzise zu Lockette, so, wie es vorgesehen war. Doch Lockette... na ja... wie gesagt, er war nicht beherzt genug. Und von allen an diesem Spielzug maßgeblich beteiligten hat er bisher noch keine Verantwortung übernommen.
Quarterback Wilson will sich nicht an diesem einen Paß messen lassen. Er twitterte am Montag, daß er besser und sicherer zurückkommen wird. Und reicher wohl auch, denn einem dreistelligen Millionengehalt dürfte dieser eine Fehlpass nicht im Wege stehen.
Der geht eh mehr auf das Konto von Lockette.

NBC gehört zu den großen Gewinnern dieses Spiels. Noch niemals zuvor in der Geschichte des US amerikanischen Fernsehens waren so viele Geräte auf ein und denselben Sender eingeschaltet. 47,5% der Haushalte mit Messgeräten sahen Super Bowl 49. 114,4 Millionen Fernsehzuschauer waren noch mal ein paar Millionen mehr, als die 112.2 Millionen des letzten Jahres, von denen im Lauf der Übertragung viele abschalteten.
Der Spitzenwert des letzten Sonntags lag gar bei 120,8 Millionen. Das war in der Halbzeitshow, als diese eher durchschnittliche Hupfdohle „sang“ und 48,2% der Haushalte sich das angetan haben.

Die Patriots sind trotz der widrigen Wetterverhältnisse an der Ostküste wohlbehalten in Massachusetts gelandet.
Die Siegesparade wird allerdings erst am morgigen Mittwoch abgehalten werden können. Bis dahin muss noch Schnee geschippt werden, um den Weg freizumachen.

Nach dem Super Bowl ist für einige Spieler immer vor der OP.
So muß Seahawks Starverteidiger Richard Sherman an seinem linken Ellenbogen operiert werden.
Nickelback Jeremy Lane zog sich einen verheerend gebrochenen Arm zu, wie Head Coach Carroll es nannte. Auch er muß operiert werden.
Bei den Patriots ist es Dont'a Hightower, der unters Messer kommt.
Der Linebacker spielte im Super Bowl praktisch nur mit einem Arm und muß an einer Schulter operiert werden.
Wie es heißt, zog er sich die Verletzung bereits in Woche 14 zu.
Nicht operiert werden muß Cliff Avril, aber seine Verletzung im Super Bowl muß noch erwähnt werden.
Der Defensive End der Seahawks zog sich im dritten Viertel eine Gehirnerschütterung zu.

Wer 2015 gegen wen spielt, steht ja schon fest. Die genauen Daten folgen noch, aber die Spekulationen darum, wer das Saisoneröffnungsspiel am 10.9. gegen die Patriots bestreiten wird, schießen schon mal hoch.
Die Heimgegner sind: Buffalo, Miami, N.Y. Jets, Jacksonville, Tennessee, Philadelphia, Washington und Pittsburgh. Die NFL steht ja auf Spiele zwischen Divisionsrivalen, aber mal ehrlich, das Wahre sind die alle nicht, sieht man mal von den Bills mit ihrem neuen Head Coach ab.
Und von den anderen Teams sind nur die Eagles und Pittsburgh interessant. Jacksonville, Tennessee und die Redskins sind eher Sättigungsbeilagen, die niemand wirklich zu sich nehmen will.
Viele tippen auf Philadelphia, ich wage den Tip: Buffalo Bills mit Rex Ryan.

Kurzberichte
Warren Sapp wurde in Phoenix verhaftet.
Der ehemalige Starverteidiger und momentane Studioanalyst des NFLN soll zwei Prostituierte geschlagen haben.
Der 42-jährige wurde am Montag morgen verhaftet, nachdem die Polizei von Mitarbeitern eines Hotels zu Hilfe gerufen wurde weil aus Sapps Zimmer starker Lärm drang.
Als die Polizei eintraf lief ihnen eine Frau entgegen, die sagte, daß Sapp gewalttätig gegen sie geworden war. Die Frau war leicht verletzt. Eine zweite Frau, die mit in Sapps Zimmer war, verschwand, bevor die Polizei eintraf.

Die Colts verpflichteten Wide Receiver Duron Carter.
Duron ist der Sohn des Ruhmeshallenmitglieds Cris Carter und er soll in der CFL so etwas wie ein Star geworden sein.
Diese Verpflichtung bedeutet noch nicht, daß er auch am ersten Spieltag der kommenden Saison noch im Kader sein wird.

Johnny Manziel, der Typ, der dachte, er könnte ohne Arbeit zum Superstar in der NFL werden, hat sich freiwillig in eine Entzugsklinik begeben.
Der viele Alkohol bei den vielen Parties hat seinem Körper und seinem Geist nicht gutgetan. Deshalb kam der „Quarterback“ zu der Überzeugung, daß der Weg zum wahren Schotter nur über Leistung führt, und daß er dafür einen klaren Verstand und einen gesunden Körper braucht.
Bisher dachte Johnny Football ja, daß sein Lebensstil seinem Erfolg nicht im Weg stehen würde. Was ihn geläutert hat, ist nicht bekannt.
Aus Manziels Umfeld heißt es, daß der Möchtegernsuperstar eingesehen habe, daß er ein besseres Familienmitglied, ein besser Freund und ein besserer Teamkollege werden müsse. Und dieser Gang in die Klinik wäre sein erster Schritt dorthin.
Ja, der Weg zum wahren Schotter kann echt beschwerlich sein.
Im April beginnen die freiwilligen Trainingseinheiten der Browns. Mal sehen, wie geläutert Manziel dort auftauchen wird?

Chargers Center Nick Hardwick gab bekannt, daß er in den Ruhestand tritt.
Nach 11 Jahren in der NFL erklärte er seine Karriere für beendet.

Montag, 2. Februar 2015

Super Bowl 49 - Patriot und Edelman
brady-tom-sb49-mvpIch weiß zwar nicht, ob die Wahl zum MVP des Spiels knapp war, aber vorstellbar wäre es. Tom Brady (Bild) wurde trotz zweier Interceptions zum wertvollsten Spieler des wertvollsten Super Bowls gewählt.
Es war ein Spiel, das dem Anlass würdig war, und das die grauenvolle Veranstaltung des letzten Jahres, und die vielen schlechten Spiele der abgelaufenen Saison auswischte.
New England begann mit einer liebgewordenen Tradition. Noch nie in einem Super Bowl mit Bill Belichick als Head Coach und Tom Brady als Quarterback konnten sie im ersten Viertel Punkte erzielen. So war es auch dieses mal. Zwar standen die Patriots 100 Sekunden vor Ende des Viertels an der 10 der Seahawks, doch die Defense setzte den Quarterback dermaßen unter Druck, daß er einen Pass in die Endzone warf, genau in die Arme von Cornerback Jeremy Lane. Der lief mit dem Ball los und wurde an der 14 von Julian Edelman aus dem Feld gedrängt. Dabei verletzte sich Lane und konnte nicht mehr weiterspielen.
So ging es mit einem 0:0 ins zweite Viertel.
Die Verteidigung der Patriots hatte die Offense der Seahawks vollkommen im Griff. Als New England nach 10 Minuten zum ersten Touchdown kam, hatte Seattles Offense erst 20 Yards erzielt.
Die Patriots marschierten in neun Spielzügen von der eigenen 35 los und beendeten den Drive mit einem 11 Yards Touchdownpass von Brady auf Brandon LaFell.
Seattle erzielte im nächsten Ballbesitz zwei Yards.
Doch auch die Patriots kamen danach nur sieben Yards weit und mussten punten.
Jetzt fand die Seahawks Offense langsam ihren Rhythmus. Sie mixten das Laufspiel mit Lynch und Paßspiel mit Wilson und kamen von der eigenen 30 startend zu ihrem ersten Touchdown. Schlüsselszene der Angriffsserie war ein 44 Yards Pass von Wilson auf Chris Matthews. Der war erst vor ein paar Tagen vom Trainingsteam in den aktiven Kader übernommen worden. Und es blieb nicht sein letzter Fang. Mit vier gefangenen Pässen für 109 Yards und 1 Touchdown, war er der beste Receiver der Seahawks. An der drei der Patriots war klar, daß der Ball zu Running Back Marshawn Lynch ging, der die paar Meter klarmachte. 7:7.
Doch anders als die hilflosen Broncos letztes Jahr, wehrten die Patriots sich und das erfolgreich.
Sie begannen ihre nächste Serie an der eigenen 20. Sieben Spielzüge später standen sie an der 22 der Seahawks. „Gronk Time“.
Brady fand Rob Gronkowski auf der rechten Seite der Endzone, und der konnte den Ball trotz guter Bewachung sichern. 14:7 und nur noch 29 Sekunden zu spielen in der ersten Halbzeit.
Da gingen die Verteidiger der Patriots geistig schon mal in die Kabine, was sich furchtbar rächte.
Seattle startete von der eigenen 20 und brauchte nur 27 Sekunden, um in die Endzone New Englands zu kommen. Zwei Sekunden vor der Halbzeitpause traf Wilson Matthews mit einem Pass über 11 Yards in der Endzone. 14:14.
Eine muntere erste Halbzeit, die Lust auf mehr machte.
Nach der gewohnt überlangen Halbzeitpause des Super Bowls fanden die Seahawks sofort wieder ihren Rhythmus, während die Defense der Patriots, die geistig zu früh in Kabine ging, auch zu lange drinblieb.
Eine ernsthafte Gegenwehr im ersten Drive Seattles war jedenfalls zunächst nicht spürbar. Erst als die Seahawks die acht der Pats erreicht hatten, wurden sie gestoppt. Die Patriots erlaubten Marshawn Lynch bei einem dritten und eins keinen Zentimeter und Steven Hauschka schoß ein Field Goal aus 27 Yards. 14:17.
Überhaupt hatten die Patriots das Biest ganz gut im Griff. Er erzielte mit 24 Läufen 102 Yards und 1 Touchdown.
Dann leistete sich Tom Brady seinen zweiten Fehlwurf. Ein Pass über die Mitte sollte den Gronk erreichen, doch Linebacker Bobby Wagner kam vor Gronkowski an den eigentlich nicht schlecht geworfenen Ball, und fing ihn ab. Genau auf dem Mittelstreifen kamen die Seahawks so in Ballbesitz.
Als es hieß zweiter und drei an der drei, dachte man eigentlich, daß Lynch wohl zu seinem zweiten Touchdown kommen würde, doch Head Coach Pete Carroll gab einen Paßspielzug herein. So traf Wilson seinen Wide Receiver Doug Baldwin in der Endzone. 14:24.
So wie das Spiel sich nach dem Touchdown zwei Sekunden vor der Halbzeit entwickelt hatte, war es das eigentlich. Seattle hatte die Kontrolle über das Spiel übernommen.
Und richtig, die Patriots erzielten in ihrer nächsten Serie nur ein Yard und mussten punten.
Doch New Englands Verteidigung hatte ihre Ordnung wiedergefunden. So blieb es nach drei Vierteln beim 14:24.
15 Minuten Zeit für Tom Brady, um in seinem sechsten Super Bowl nicht zum dritten Mal als Verlierer vom Platz zu gehen.
Das letzte Viertel war bereits halb rum, als die Patriots zum Anschluß- Touchdown kamen, einem Pass über vier Yards von Brady auf Danny Amendola. 21:24.
Dann mühten sich Wilson und Lynch ab, um doch nur fünf Yards in ihrem nächsten Ballbesitz zu erzielen.
Nach dem Punt lag der Ball an New Englands 36. Nach 64 Yards und 4:05 Minuten lag er in der Endzone der Seahawks.
Die Patriots liefen nur zweimal, und Brady passte neunmal, darunter ein Touchdownpass über drei Yards auf Julian Edelman.
Edelman fing insgesamt 9 Pässe für 109 Yards und 1 Touchdown. Damit war er der beste Receiver der Patriots und mit seinem Touchdown zum 28:24 auch der Siegbringer?
Noch war das Spiel diesseits der Zweiminutenwarnung, 2:02 Minuten, um genau zu sein. Überwältigend viel Zeit für eine Seahawks Offense, die blitzschnell punkten kann.
Und so kam Seattle, von der eigenen 20 startend, auch bis zur eins der Patriots. 26 Sekunden Zeit, 2. Versuch, ein mageres Yard, Marshawn Lynch, das Spiel war entschieden. Seattle würde mit 31:28 gewinnen.
Doch es folgte eine Szene, die nicht nur in die Geschichte des Super Bowls eingehen wird, in die dieses Spiel eh schon gehört, sondern in die Geschichtsbücher des Footballs allgemein.
Es folgte der, wie Cowboys Legende, Running Back Emmitt Smith, ihn auf Twitter nannte, idiotischste Spielzug in der Geschichte des Footballs.
Auch NBC Analyst Cris Collinsworth schnappte nach Luft und Worten, über das, was kam.
Nicht Marshawn Lynch bekam den Ball, um im 2. Versuch den Touchdown aus einem Yard 26 Sekunden vor Spielende zu erzielen und damit den zweiten Super Bowl Sieg in Folge zu sichern, sondern Head Coach Carroll gab einen Paßspielzug rein.
Wilson warf also den Ball in Richtung Wide Receiver Lockette. Patriots Rookie Safety Malcolm Butler drängte sich (legal) an Lockette vorbei, frei nach dem Motto: „Wer will es mehr?“
Butler wollte es mehr als Lockette. Er fing den Pass ab und sicherte den Patriots den vierten Super Bowl Sieg bei der achten Teilnahme.
Danach erwiesen sich die Seahawks noch als schlechte Verlierer. Sie fingen eine wüste Schubserei an, als Tom Brady das Spiel abkniete. In der Folge wurde Seahawks Linebacker Bruce Irvin sogar noch vom Platz gestellt.
So endete ein Spiel, das viel schlechtes in den letzten Jahren vergessen ließ, mit einer negativen Note, die aber nicht wirklich noch interessiert.
Zum MVP wurde, wie bereits erwähnt, nicht Julian Edelman gekürt, sondern sein Passlieferant, Tom Brady. Er vervollständigte 37 seiner 50 Pässe für 328 Yards und 4 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Brady hat jetzt vier Super Bowls gewonnen, so wie auch Terry Bradshaw und Joe Montana. Seine sechs Super Bowl Teilnahmen sind allerdings ein einsamer Rekord für Quarterbacks. Auch seine 13 Touchdownpässe sind ein einsamer Rekord. Den hielt bisher Joe Montana mit 11.
Alles in Allem also ein verdienter dritter Super Bowl MVP Titel für den 37-jährigen.

Kurzberichte
Am Sonntag verstarb Ann Mara, die Mitbesitzerin der New York Giants, im Alter von 85 Jahren.
Ihr Sohn John sagte der Presse, daß seine Mutter vor zwei Wochen während eines Schneesturms das Haus verließ, ausrutschte und böse stürzte.
Dabei erlitt sie eine schwere Kopfverletzung, von der sie sich nicht mehr erholte.

Die Falcons haben einen neuen Head Coach. Sie verpflichteten Dan Quinn, der bisher als Defensive Coordinator der Seahawks tätig war.
Als Offensive Coordinator verpflichteten die Falcons Kyle Shanahan.

Sonntag, 1. Februar 2015

rodgers-aaron-mvp-2014Und die Gewinner sind...
Bei der alljährlichen oscarzeremonieähnlichen Preisverleihungsveranstaltung der NFL, die am Samstag vor dem Super Sonntag stattfindet, wurden die besten und wichtigsten Trainer und Spieler der abgelaufenen Saison ausgezeichnet.
Hier nur die wichtigsten der besten:
Zum wertvollsten Spieler der Saison wurde Packers Quarterback Aaron Rodgers (Bild) gewählt. Für ihn ist es die zweite Auszeichnung zum MVP der Saison.
Rodgers vervollständigte 2014 65,6% seiner Pässe für 4.381 Yards und 38 Touchdowns, bei nur 5 Interceptions. Er erhielt 31 Stimmen der 50 stimmberechtigten Personen.
Damit wurde die Tradition fortgesetzt und wieder ein Spieler aus der Offense geehrt. J.J. Watt, der auch ein verdienter Kandidat gewesen wäre, landete auf Platz zwei, aber...

Zum Verteidiger des Jahres wurde Texans Defensive End J.J. Watt gewählt.
Dabei war Watt nicht nur in der Defense eine Macht, sondern spielte auch erfolgreich in der Offense. Hier fing er drei Touchdownpässe.
Seine Wahl erfolgte einstimmig.
Doch als Verteidiger hat man es schwer, zum MVP der Saison gewählt zu werden. Das gelang zuletzt Giants Linebacker Lawrence Taylor 1986.

Zum offensiven Spieler des Jahre wurde Cowboys Running Back DeMarco Murray gewählt.
Er lief 392 mal für 1.845 Yards und 13 Touchdowns.

Zum Head Coach des Jahres wurde Bruce Arians von den Cardinals gewählt.
Er führte sein Team, das von schier unglaublichem Verletzungspech verfolgt wurde, zu 11-5 Siegen und bis in die Wild Card Runde.

Zu den Rookies des Jahres wurden in der Offense Giants Wide Receiver Odell Beckham gewählt und in der Defense Rams Defensive Tackle Aaron Donald.

Und zum ersten Mal wurde der Assistenztrainer des Jahres gekürt. Die Premierenauszeichnung ging an einen weiteren Trainer der Cardinals, Defensive Coordinator Todd Bowles.
Mal abwarten, wer nächstes Jahr noch so alles geehrt wird?
Der Quarterback Trainer des Jahres?
Der O-Line Trainer des Jahres?
Und in 10 Jahren wird dann der Balljunge des Jahres geehrt.

Im August werden folgende ehemalige in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen:
Junior Seau (Posthum), Jerome Bettis, Tim Brown, Charles Haley, Will Shields und Mick Tingelhoff als Spieler und Ron Wolf und Bill Polian als Mitarbeiter ihrer Teams.

Super Bowl
Werden wir in der kommenden Nacht wieder „Spaß mit Flaggen“ haben?
Das ist anzunehmen, denn die Seahawks führten die Liga in der abgelaufenen Saison mit 130 Strafen an, und die Patriots waren mit 120 Strafen dicht dahinter.
Das klingt, als müssten die Livegucker viiieeeel Geduld mitbringen.
Die Menge der Strafen wirkt sich also nicht Nachteilig auf den Erfolg eines Teams aus. Wäre es so, dann wären die Jaguars im Super Bowl die nur 73 Strafen kassierten, aber auch nur drei Spiele gewannen.
Man kann also schließen, daß Einsatz und Aggressivität zum Erfolg beitragen, auch wenn dabei das ein oder andere Foul begangen wird.
Bleibt es, wenigstens die dummen Strafe, wie Offside oder Rangeleien mit den Gegenspielern, zu vermeiden.

Die Patriots mussten im AFC Endspiel auf Center Bryan Stork verzichten. Er hatte sich eine Woche zuvor, gegen die Colts, an einem Knie verletzt.
Heute könnte er eventuell wieder eingesetzt werden.

Kam Chancellor musste am Freitag mit einer Knieverletzung das Training abbrechen.
Am Samstag trainierte der Safety der Seahawks wieder mit der Mannschaft.

Patriots Head Coach Bill Belichick ließ das Training am Samstag ausfallen. Er war der Meinung, daß man genügend vorbereitet wäre. So traf sich das Team nur für das Mannschaftsfoto.

Samstag, 31. Januar 2015

Super Bowl 
edelman-julian2„Minitron“, ein netter Spitzname für einen kleinen Spieler, der ein riesen Wide Receiver ist.
1,77 Meter klein ist Julian Edelman (Bild), der auf dem Feld wie ein Rise wirkt, wenn er die kritischen Pässe fängt. 92 Pässe für 972 Yards und 4 Touchdowns fing der Edelman in der Saison und bekam von seinem Quarterback Tom Brady Ende letzten Jahres diesen Spitznamen, der nicht von ungefähr an Megatron Calvin Johnson erinnert. Brady wollte damit den Wert Edelmans unterstreichen.
Doch Edelman ist weit mehr, als nur ein Receiver. Er kann auf den Außenseiten des Feldes eingesetzt werden, sowie auch in der Mitte, er läuft mit dem Ball, trägt Punts zurück und er blockt.
Nicht zu vergessen, daß er auf dem College als Quarterback spielte und in den Playoffs gegen Baltimore einen Touchdownpass über 51 Yards warf.
Nicht schlecht für einen Spieler, der in der siebten Runde der Draft von 2009 an Position 199 einberufen wurde.
Da würde der Spitzname „Schweizer Armeemesser“, den ihm Ersatz- Quarterback Jimmy Garoppolo gab, auch passen.
In seinen sechs Saisons mit den Patriots stand er bereits einmal im Super Bowl. Den verlor New England gegen die New York Giants.
Am Sonntag wäre Minitron gerne auf Seiten der Sieger, und ich werde ihm alle Daumen und die dicken Zehen drücken, damit das wahr wird.

Für einige Experten steht fest, daß das Laufspiel den Super Bowl entscheiden wird. Sie sind der Meinung, daß es an Steelers, Verzeihung, Patriots Running Back LeGarrette Blount oder seinem Gegenüber Marshawn Lynch liegen wird, wer der Sieger der Nummer 49 wird?
Dann könnte der Sieg an die Seahawks gehen, denn New Englands Laufverteidigung ist anfällig. Und wenn Lynch erstmal in den Beastmode geschaltet hat, Gnade ihrer Asche.
Blount dürfte es da mit der Verteidigung Seattles schon ordentlich schwerer haben. Sein Vorteil ist, daß er noch frisch ist, da die Steelers ihn vor seinem unrühmlichen Abgang dort selten eingesetzt haben.
Auf jeden Fall dürften alle Beteiligten ihren Anteil an Prellungen und Stauchungen haben, wenn das Spiel vorüber ist.

Die Seahawks gingen ohne Verletzungssorgen in das Training am Freitag. Das sah am Ende anders aus.
Im vorletzten Spielzug erwischte es Defensive Back Kam Chancellor am linken Knie, und er musste vom Platz getragen werden.
Sein Einsatz am Sonntag soll aber nicht gefährdet sein.

Und natürlich zog Roger Goodell vor dem Super Bowl wieder eine Bilanz der abgelaufenen Saison.
Zu der Erweiterung der Playoffs, die bereits für 2014 erwartet wurde, sagte er, daß es noch viele Bedenken unter den Teambesitzern gäbe. Sie befürchten, daß die reguläre Saison dadurch entwertet würde. Auch die dann unausweichlichen Kollisionen mit den neuen Playoffspielen im College Football wären ein Punkt, der gegen eine Erweiterung der eigenen Playoffs spräche.
Da klang er vor einem Jahr noch sehr viel optimistischer.
Für ihn harte Worte fand Goodell für die Schiedsrichter. Deren Leistungen, vor Allem in den Playoffs, müssten konstanter werden, meinte er.
Die Erfahrung, mit den enger beieinanderstehenden Torpfosten beim Pro Bowl bewertete der Commissioner als positiv.
Dann ging er noch auf das harte Jahr ein, daß die kriminellen Spieler der Liga bereitet hätten, und auch ihm persönlich. Hier müsse noch viel getan werden.
Bisher scheuten die Verantwortlichen der NFL das Streaming von Spielen im Internet und das Zeigen von lizensierten Schnipseln auf Youtube, wie der Teufel das Weihwasser. Doch mittlerweile denkt man daran, probeweise mal ein kostenloses Spiel im Internet zu übertragen, und es einem weltweiten Publikum zur Verfügung zu stellen.
Auch bei Youtube will man lizensierte Spielausschnitte zeigen.
Zu dem Benehmen von Seahawks Running Back Marshawn Lynch hatte Goodell auch eine Anmerkung: „Wenn man in der NFL spielt, hat man eine Verpflichtung den Fans gegenüber. Das ist ein Teil unseres Jobs.“

Kurzberichte
Die Packers reagierten (spät) auf den schweren Fehler beim Onsidekick der Seahawks im NFC Championship Spiel.
Am Freitag feuerten sie Special Teams Coach Shawn Slocum.
In einer kurzen Presseerklärung dankte Head Coach McCarthy Slocum für die gute Arbeit, die er in Green Bay seit 2006 geleistet hat.

„DeMarco Murray ist ersetzbar“, heißt es in Dallas.
Der Running Back nimmt es zur Kenntnis und überlegt schon mal, zu welchem Team er wohl demnächst wechseln wird?
„Ich möchte wirklich sehen, wohin es die Cowboys bringt, wenn sie mich durch ein kostengünstigeres Modell oder einen Rookie ersetzen,“ sagte Murray in einem Interview.
Dallas will nicht gegen den momentan üblichen Trend schwimmen. Zur Zeit werden Running Backs ja behandelt, wie eine Sättigungsbeilage, die niemand bestellt hat. Sieht man sich die erfolgreichen Teams in den Playoffs an, dann erkennt man aber, daß es meistens die Running Backs waren, die ihre Mannschaften so weit trugen. Doch das wird in der Liga zur Zeit nicht gewürdigt.
Und gerade die Cowboys hätten niemals an den Playoffs teilgenommen, wäre Murray nicht gewesen.
Aber dennoch will Dallas seinem Running Back kein angemessenes Gehalt zahlen, weil es momentan halt nicht en vogue ist.
Ob ein anderes Team bereit sein wird, beim Gehalt von Murray gegen den Strom zu schwimmen, muß sich ja auch erst mal zeigen.
Aber seinen Abschied von den Cowboys, den hat der Running Back geistig schon mal vollzogen.

Freitag, 30. Januar 2015

Super Bowl
sb-luftrausWann wird dem Super Bowl am Sonntag die Luft ausgehen?
Hoffentlich nicht so schnell, wie letztes Jahr.
Daß den Bällen nicht die Luft ausgeht, dafür will die NFL sorgen. Sie stellt Sonderbewacher ab, die jede Sekunde darüber wachen, daß niemand an den Spielgeräten rumfummelt. Tony Medlin, der Zeugwart der Chicago Bears, wird sich der Eier annehmen.
Das wird nicht leicht, denn es sollen etwa fünfmal mehr Bälle ins Spiel gebracht werden, als in einer normalen Partie. Jedes Team wird 54 Bälle nutzen können. Das deshalb, weil besonders in der ersten Halbzeit viele Bälle benutzt werden sollen, die dann bei Versteigerungen für wohltätige Zwecke genutzt werden, als tatsächlich im Super Bowl benutzte Bälle.
Ab dem heutigen Freitag werden die 108 Bälle rund um die Uhr bewacht.
Die Teams werden heute mit diesen Bällen trainieren, und dann kommen sie hinter Schloß und Riegel... die Bälle, nicht die Teams.
Drei Stunden vor dem Kickoff werden die Bälle zu den Schiedsrichtern gebracht, die sie überprüfen.
Danach werden die Bälle weiterhin ständig überwacht. Wie genau, darüber wollte sich Schiedsrichterchef Dean Blandino nicht äußern. Es ist aber anzunehmen, daß eine Sondereinheit der Navy Seals mit dieser unglaublich wichtigen Aufgabe eher nicht belästigt wird.
Erst kurz vor dem Spiel werden die Spielgeräte an die Balljungen übergeben.
In der Halbzeit sollen stichprobenartig Bälle erneut überprüft werden.

Doch damit nicht genug. Die Schiedsrichter werden am Sonntag viel zu erklären haben. Jedesmal wenn die Patriots in einer (erlaubten) Formation mit der Offense auf dem Platz stehen, bei der sie Linespieler zu Passempfängern machen und Passempfänger zu Linespielern, sollen die Zebras Seattles Defense dies laut und deutlich klarmachen.
In den letzten Spielen wären einige dieser Ansagen nicht wirklich bei den Verteidigungen angekommen. Das soll am Sonntag anders werden.
Seahawks Head Coach Pete Carroll hat sich extra mit dem Chef der Schiedsrichter, Dean Blandino, getroffen, um sich über all diese (erlaubten) Sonderformationen schlau zu machen.
Besonders die Handsignale der Schiedsrichter, die darauf hinweisen, wer berechtigt ist und wer nicht, hat er sich erklären lassen.
Daß die Schiedsrichter dennoch Mist bauen werden, ist vorprogrammiert. Selten gab es eine Saison mit dermaßen vielen Fehlentscheidungen, wie die übermorgen Zuende gehende.
Deshalb werden auch viele Punkte zu besprechen sein, wenn das Regelkomitee sich nach der Saison wieder zusammensetzt, um noch mehr, noch kompliziertere Regeln zu ersinnen.
Und vor Allem die Videobeweise sollen ausgeweitet werden. Passbehinderung soll auf jeden Fall zu den Entscheidungen gehören, die man nachträglich minutenlang wird überprüfen können.
Doch wie sagte Giants General Manager George Young so treffend? „Der Videobeweis ersetzt einfach nur die lausige Entscheidung einer Person durch die lausige Entscheidung einer anderen Person.“
Warten wir ab, wie viele lausige Entscheidungen wir im letzten Spiel noch zu sehen bekommen.

Richtig mitteilsam war Marshawn Lynch bei der letzten Pflichtmedienveranstaltung vor dem Super Bowl.
Etwa fünf Minuten lang sagte er den Presseleuten, daß er ihnen nichts zu sagen hätte, gefolgt von Fragen an die Reporter, warum sie ihn dauernd etwas fragen wollten?
Immer wieder sah er auf sein Handy, auf dem er den Timer auf fünf Minuten eingestellt hatte, damit er ja keine Sekunde länger als nötig vor der infohungrigen Meute sitzen musste.
Eine Frage beantwortete er aber ganz klar und deutlich. Als ein Reporter wissen wollte, warum Lynch die nicht lizensierte Kappe mit seinem Beastmode-Loge tragen würde, und wo man sie erwerben könnte, verwies Lynch in aller Klarheit auf seine Internetseite.
Na also, geht doch!

Wer wird das Rennen gewinnen, der Super Bowl oder Richard Shermans Sohn?
Die Freundin des Starverteidigers der Seahawks könnte genau am Sonntag zur Entbindung müssen. Trotzdem kam Ashley Moss mit nach Arizona, um ihrem Freund zuzujubeln.
Moss möchte, daß Sherman unbeschwert ins Spiel geht. Deshalb hatte sie vor, ihm nicht zu sagen, wenn sie ins Krankenhaus gebracht wird. Doch Sherman meinte nur: „Du rufst gefälligst an.“
Sollte der Cornerback nach dem Schlußpfiff wie von der Tarantel gestochen in die Umkleidekabine sausen, dann wissen wir, daß sein Sohn da ist.

Unter den Gästen oder den Mitarbeitern des Hotels, in dem die Patriots untergebracht sind, muß es beinharte Seahawks Fans geben.
In der Nacht zum Donnerstag wurde zum zweiten Mal in drei Nächten der Feueralarm ausgelöst.
Ich beantrage eine Untersuchung dieses Fire Alarm Gates.

Und während die Spieler der Seahawks und der Patriots am Sonntag im Spiel ihres Lebens auf dem Platz stehen werden, steht der ehemalige Tight End der Patriots, Aaron Hernandez, vor Gericht.
Die Auswahl der Jurymitglieder konnte nach einigen Komplikationen beendet werden, und am gestrigen Donnerstag begann der Mordprozess gegen Hernandez.
2013 soll er Odin Lloyd erschossen haben. Lloyd war der Freund der Schwester von Hernandez Verlobter. Sein von Kugeln durchsiebter Körper wurde auf einem stillgelegten Fabrikgelände, unweit des Gillette Stadions gefunden.
Ein weiterer Mordprozess wartet bereits auf den ehemaligen Patriot, ein Doppelmord aus dem Jahr 2012. Damals soll Hernandez zwei Männer erschossen haben, weil einer von ihnen in einem Nachtclub einen Drink über den Tight End verschüttet hatte.
Danach wartet dann ein Zivilprozess auf Hernandez, weil er einem ehemaligen Freund ein Auge ausgeschlagen haben soll.
Während seine ehemaligen Teamkollegen auf das Spiel ihres Lebens warten, wartet auf Hernandez Lebenslänglich.
Gestern wurden die Eröffnungsplädoyers gehalten. Das Spiel des Lebens für Hernandez hat begonnen.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Super Bowl 
wilson-russellWenn der Super Bowl vorüber ist, steht die nächste große Schlacht für die Seahawks an. Dann wollen sie einen neuen Vertrag mit Russell Wilson (Bild) ausarbeiten.
Bereits vor einigen Wochen hieß es aus der Chefetage des Teams, daß man Wilson zum bestbezahlten Quarterback aller Zeiten machen möchte.
Das Geld unter der Gehaltsobergrenze sollte da sein, denn Seattle hat eine Mannschaft aus jungen, hungrigen Spielern, die Erfolge erzielt, aber nicht viel kostet. Von den 22 erwarteten Startern am Sonntag sind 14 unter 26 Jahre alt, und nur einer ist über 30, Defensive Tackle Kevin Williams.
Eilig haben die beiden Parteien es nicht. Wilsons Rookie-Vertrag läuft erst nach der Saison 2015 aus. Momentan spielt er noch für lächerliche $667.859 und brachte sein Team, mit großer Unterstützung der Verteidigung, zum zweiten Mal in Folge in den Super Bowl. Doch die Seahawks möchten so bald wie möglich sicherstellen, daß Wilson in Seattle bleibt.

Während sich also das Management der Seahawks und Quarterback Wilson demnächst zusammensetzen und reden, sagt Running Back Marshawn Lynch weiter nichts.
Am Mittwoch hatte er einen neuen Spruch auf Lager. Auf jede Frage an ihn antwortete er: „Sie wissen, warum ich hier bin.“
Und ja, wenn die Reporter nicht unter dem Verlust ihres Kurzzeitgedächtnisses litten, wussten sie es, denn immerhin hatte Lynch am Dienstag 29 mal gesagt: „Ich bin nur hier, damit ich nicht bestraft werde.“
Doch eine Strafe wird ihn wohl doch ereilen. Lynch trug ein nicht von der NFL lizensiertes Käppie, mit seinem „Beastmode-Logo“. Und wenn es um die Kleiderordnung geht, versteht die NFL nun wirklich überhaupt keinen Spaß. Zumal es nicht das erste Mal ist, daß Lynch die Geduld der Liga testet, indem er nicht zugelassene Klamotten trägt.
Über Uniformverstöße wird nach dem Super Bowl entschieden.

Abgesehen von Lynchs sozialer Angststörung, die er sich mal von einem Facharzt attestieren lassen sollte, damit ihm solche Qualen wie am Dienstag und Mittwoch erspart bleiben (und uns auch), ist das Team der Seahawks wohlauf.
Am Mittwoch konnten alle Spieler ohne Einschränkungen trainieren.

Patriots Quarterback Tom Brady hat eine schlimme Erkältung aus New England nach Arizona mitgeschleppt.
Doch Brady betonte, daß er am Sonntag einhundertprozentig einsatzbereit sein wird. Die Knoblauchkur, die er absolviert, würde ihn schon wieder auf die Beine bringen.

Das Trainerkarusell
Die Denver Broncos haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Wade Phillips. Der 67-jährige war bereits in Houston Defensive Coordinator unter Gary Kubiak, der auch jetzt sein Head Coach ist.
Phillips selber hat auch schon genügend Erfahrung als Head Coach gesammelt und war der Übergangs- Head Coach der Texans, nachdem Kubiak in Houston gefeuert wurde.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Super Bowl 
lynch-marshawn-ss-sb„Ich bin nur hier, damit ich nicht bestraft werde“, beantwortete Marshawn Lynch (Bild) jede Frage an ihn beim Medientag vor dem Super Bowl.
Einmal, zweimal, wäre das ja vielleicht lustig gewesen, aber 29 mal, wie eifrige Beobachter nachgezählt haben, ist nicht mehr lustig, sondern nur lästig.
Bleibt zu hoffen, daß die NFL den „medienscheuen“ Running Back der Seahawks trotzdem bestraft. Ab und zu kann man ja mal den Clown geben, aber auf die Dauer?
Einige Spieler der Seahawks sprangen ihrem armen, ach so gequälten, Teamkollegen zur Seite, darunter natürlich auch Richard Sherman, der als Großmaul bekannt ist. Sie stellten den Zwang, daß die Spieler bei bestimmten Gelegenheiten dazu verpflichtet sind mit den Medien zu reden, in Frage.
Natürlich ist dieser Medientag ein überflüssiger dummer Rummel. Und viele Reporter sorgen mit ihren dämlichen Fragen dafür, daß die Spieler und Trainer diesen Tag abgrundtief hassen. Mittlerweile ist die Veranstaltung auf ein Big Brother im Dschungelcamp Niveau herunter verkommen. Aber... die Medien zahlen dafür. Die Medien sorgen für den enormen Reichtum der NFL. Die Medien sind es, die den Spielern der NFL fünf- bis sechsstellige Millionengehälter ermöglichen. Die Medien wollen dafür etwas zurückbekommen. Und das ist korrekt so.

Ganz anders Rob Gronkowski. Der Tight End der Patriots qualifizierte sich mit seinem Benehmen für eine Teilnahme an Big Brother im Dschungelcamp, so sehr machte er sich zum Affen.
Er tanzte wild herum um „sang“ das Lied Roar von Katy Perry (was auch immer das für ein Lied sein mag), nur weil jemand ihn darum gebeten hatte.
Solche Entgleisungen sind es dann auch, die das Niveau des Medientages über die Jahre hinweg ins bodenlose haben sinken lassen.

Natürlich kamen auch die Head Coaches nicht ungeschoren davon. Doch Pete Carroll, von 1997 bis 99 Head Coach der Patriots, und Bill Belichick, der Nachfolger Carrolls in New England, waren gut drauf.
Belichick erschien sogar mit einem Lächeln im Gesicht zur Folterveranstaltung.
Auf die Frage an den Nachfolger, wie sein Verhältnis zu seinem Vorgänger wäre, antwortete er: „Gut. Großartig. Es gibt keinen Head Coach in der NFL, den ich mehr respektiere“. Und Belichick sagte es laut und deutlich und nicht in seiner gewohnt arroganten murmelnden Art, wie er normalerweise bei Pressekonferenzen spricht, und bei der man oft gar nichts versteht.
Beide Coaches hatten einen rauhen Start als Head Coaches in der NFL. Belichick hatte als Head Coach der Browns von 1991 bis 95 eine Bilanz von 36-44. Carrolls Karriere begann etwas erfolgreicher. Bei den Patriots holte er 33-31 Siege, was ihn aber nicht davor bewahrte 1999 gefeuert zu werden.
Und heute stehen die beiden kurz davor, ihren vierten (Belichick) oder zweiten (Carroll) Super Bowl zu gewinnen.
11 Jahre ist es her, seit die Patriots zuletzt das große Spiel gewannen.
Für Carroll ist es der zweite Super Bowl in zwei Jahren. Auf die Frage, ob die Seahawks eine Dynastie wären, antwortete er, daß man davon noch nicht reden könnte.
Aber er wäre froh, fuhr Carroll fort, daß es am Sonntag ausgerechnet gegen sein altes Team und seinen Nachfolger dort ginge. Aber nein, betonte er, er würde keinen Groll gegen die Patriots und ihren Besitzer Robert Kraft hegen. Football wäre ein Geschäft, und heuern und feuern gehöre nun mal dazu.
Er selbst hat ja auch schon oft bewiesen, daß er Spieler ruck-zuck feuert, wenn sie ihm nicht mehr genehm sind.
Beiden Trainern wurde die Frage gestellt, was denn der Knackpunkt in der abgelaufenen Saison gewesen wäre?
Für beide Trainer waren es Niederlagen gegen die Chiefs. Die Patriots wurden in Woche vier von Kansas City geradezu gedemütigt. Danach ging ein Ruck durch das Team, das sich aufs übelste gekränkt fühlte und solch ein Gefühl nicht mehr erleben wollte.
Die Seahawks verloren in Woche 11 gegen Kansas City. Auch für Pete Carroll war dies die Initialzündung für den erfolgreichen Endspurt Seattles.
Beide Trainer sprachen nach diesen Spielen mit den Spielern und puschten sie auf. Beide Teams gingen danach merklich konzentrierter zur Sache.
Am Sonntag kommt es also wegen den Chiefs zum Duell Vorgänger gegen Nachfolger. Wer von beiden ist der bessere?

Das war etwas zu früh.
Im Nervenkrieg vor dem Super Bowl werden die Spieler meistens erst in der Nacht vor dem Spiel durch einen Feueralarm aus dem Schlaf gerissen.
Doch die Patriots wurden bereits in der Nacht vom Montag auf den Dienstag um 1:30 Uhr örtlicher Zeit so rüde gestört.
Mal sehen, ob solch ein Fehlalarm sich noch mal wiederholt?

Kurzberichte
Die Familie von Saints Besitzer Tom Benson will ihn für geschäftsunfähig erklären lassen.
Dagegen wehrt sich Benson vor Gericht.
Auslöser war Bensons Entscheidung, die Leitung der Saints und der Pelicans (was auch immer das für ein Team ist), seiner Frau Gayle zu übergeben, nicht seiner Tochter Rene Leblanc oder deren Kinder Ryan und Rita.
Gayle Benson stand bereits einige Male vor Gericht. Zudem wurde sie wegen Möbeldiebstahls verhaftet, doch in dem Fall kam es zu keiner Anklage.
Die Anwälte beider Seiten betonten, daß dies eine lange, hässliche Auseinandersetzung würde.

Drew Brees ist sich sicher, daß die Saints die Probleme, die sie 2014 zu einem unterirdischen Team machten, erkannt hätten.
Der Quarterback ist sicher, daß diese Probleme abgestellt werden könnten.
Aber, so meinte Brees, das wäre eine Menge Arbeit. Und, so meinte er weiter, diese enttäuschendste Saison, die er je erlitten hätte, würde sich so nicht wiederholen.
Details zu den erkannten Problemen wollte Brees nicht verraten.

Die Browns verpflichteten den ehemaligen Quarterback Coach der Raiders, John DeFilippo, als neuen Offensive Coordinator.

Denvers neuer Head Coach Gary Kubiak verpflichtete einen alten Bekannten. Er holte Rick Dennison als Offensive Coordinator ins Boot, der unter ihm als Quarterback Coach in Baltimore tätig war.

Dienstag, 27. Januar 2015

Kurzberichte
belichick-4Am Montag landeten auch die Patriots in Arizona.
Ihr Flug ging von Boston ab, kurz bevor ein historisch schwerer Schneesturm die Region traf.
Natürlich wurden den Spielern und Trainern, die bei den Pressekonferenzen auftraten, fast nur Fragen zu Deflategate gestellt. Da ich die Geschichte für völligen Schwachsinn halte, werde ich bei Win-Football nur noch darauf eingehen, wenn der Schuldige tatsächlich mit unwiderlegbaren forensischen Beweisen als Täter überführt und zu lebenslänglich Knast verdonnert wurde.
Head Coach Belichicks (Bild) Standardantwort auf die dämlichen Fragen zu den luftleeren Bällen: „Dazu hatte ich bereits zwei lange Pressekonferenzen, mein gesamter Fokus und meine Aufmerksamkeit gelten den Seattle Seahawks.“
Vielleicht werden auch die Medienvertreter im Lauf der Woche ihren Fokus etwas mehr dem Super Bowl zuwenden?

Die Raiders haben noch nicht genug von Charles Woodson. Sie gaben dem Safety eine Vertragsverlängerung für die Saison 2015, die dann Woodsons 18. in der NFL wird.
Im Oktober wird der Safety stolze 39 Jahre alt. Für einen Spieler auf dieser exponierten Position ein geradezu methusalisches Alter.
Bisher spielte nur einer im Alter von 39 Jahren auf diesem Posten, Darrell Green von den Redskins. Das Ruhmeshallenmitglied hielt bis zum 42. Lebensjahr durch.

Einen neuen Head Coach haben die Falcons noch nicht, aber auf den Positionen dahinter kaufen sie trotzdem schon mal ein.
Obwohl Head Coaches eigentlich gerne selber ihre Crew zusammenstellen, vergeben die Falcons schon mal Posten an Assistenztrainer. Ex-Broncos Linebacker Coach Richard Smith wurde als Defensive Coordinator verpflichtet.
Raheem Morris ist noch als Secondary Coach der Redskins gelistet, soll aber in Atlanta die Passverteidigung leiten und Assistenz- Head Coach werden.
Das sieht so aus, als hätte der neue Head Coach des Teams nicht sehr viel zu sagen.

Vontaze Burfict musste an einer Mikrofraktur an einem Knie operiert werden.
Der Linebacker der Bengals spielte die gesamte Saison unter seinen Möglichkeiten. Die Verletzung könnte der Grund dafür gewesen sein.
Zum Beginn des Trainingslagers soll er wieder voll einsatzbereit sein.

Montag, 26. Januar 2015

Kurzberichte
SHERMAN-RICHARD
Viel heiße Luft gab es auf der Pressekonferenz zur Ankunft der Seattle Seahawks in Arizona.
Cornerback Richard Sherman (Bild) kritisierte den Umgang der NFL mit Deflategate. Aber, so meinte er, was solle da auch passieren. Vor dem AFC Endspiel hätte Commissioner Goodell ja seinen guten Freund, Patriots Besitzer Robert Kraft, besucht und in seinem Haus übernachtet.
Deshalb ist Sherman davon überzeugt, daß in dem riesigen Skandal, zu dem dieser Bockmist in den Staaten aufgeblasen wurde, nichts passieren wird.
Sherman redete noch gefühlte 10 Minuten weiter, doch seine Worte wehten wie ein lauer Luftzug an einem vorbei.
Für Shermans Teamkollegen Michael Bennett ist Deflategate nur Propaganda.
Er sagte den Reportern, daß sie ihn und alle anderen Spieler, weniger nach Schweinsblasen, atmosphärischen Konditionen und Pfund pro Quadratzentimeter fragen sollten, sondern danach, wie es den Spielern ginge, und wie sie vorhätten den Super Bowl Titel zu verteidigen.
Head Coach Pete Carroll stellte sich auf die Seite seines Kollegen Bill Belichick. Er hätte in der letzten Woche eine Menge über den nötigen Luftdruck gelernt, der in einem Football zu herrschen hätte, sagte Carroll. Auch er hätte sich bisher nicht so im Detail darum gekümmert, genau wie Belichick.

Während also die Seahawks bereits ihre erste Pressekonferenz in Arizona am Sonntag abhielten, trainierten die Patriots noch mal im Gillette Stadion.
Für die Zweifler... das ist erlaubt und verstößt nicht gegen irgendwelche Regeln.
Das Team wird heute erst nach Glendale fliegen.

War es das jetzt endgültig für Josh Gordon?
Der Wide Receiver der Browns war für die Saison 2014 suspendiert, weil er wiederholt auf verbotene Substanzen getestet wurde. Sein Einspruch gegen diese Sperre führte dazu, daß er bereits nach acht Spielen wieder spielen durfte.
Bei einem Drogentest letzte Woche wurde er positiv auf Alkohol getestet. Deshalb droht Gordon eine erneute einjährige Sperre.
Wenn es dazu käme, dann wäre seine Zeit bei den Browns, ja sogar in der NFL, wohl abgelaufen.

Im Pro Bowl gewann ein Team, das von Ex Cowboys Wide Receiver Michael Irvin zusammengestellt wurde, gegen ein Team, das von Ex Vikings Wide Receiver Cris Carter zusammengestellt wurde, mit 32:28.

Odell Beckham, der Wide Receiver der Giants, der nur drei Finger braucht, um einen Ball zu fangen, sagte, daß er die ganze Saison über mit ein paar gerissenen Muskeln in einem Bein gespielt hätte.
Er wäre nicht voll einsatzbereit gewesen und hätte unter den gegebenen Umständen sein bestes gegeben. Einige Spiele zum Saisonbeginn hatte er ja wegen dieser Verletzung verpasst.
Mann, oh Mann, dann warten wir mal ab, was ein gesunder Beckham 2015 zeigt.

Sonntag, 25. Januar 2015

Kurzberichte
lynch-marshawn3Für Patriots Defensive Tackle Vince Wilfork steht fest, daß Seahawks Running Back Marshawn Lynch (Bild) der beste Läufer der Liga ist.
Doch werden sich Gegner der Seahawks auch 2015 mit dem Biest auseinandersetzen müssen?
Die Spekulation, daß Lynch Seattle verlassen könnte gab es bereits nach dem letzten Super Bowl. Jetzt kochen sie wieder hoch.
Wir werden halt alle nicht jünger und so nagt der Zahn der Zeit auch an Lynch, der 29 Jahre alt sein wird, wenn die nächste Saison beginnt. Sein Gehalt wird dann $8,5 Millionen betragen, sehr viel Geld für einen so alten Running Back.
Spieler auf dieser Position haben nach so vielen Jahren in der NFL eine Menge Hits einstecken müssen. Das zeigt Wirkung.
Zwar lässt Lynch gegnerische Verteidiger immer noch oft wie Kegel auf der Bowlingbahn umfallen, wenn er durch sie hindurch und über sie hinweg läuft, aber wie lange wird er es noch so einfach aussehen lassen können?
In der zuendegehenden Saison merkte man noch nicht viel davon, daß er älter wird. Seine 17 Touchdowns, darunter vier Pässe, sind eine Karrierebestmarke. Auch seine 37 gefangenen Pässe für 367 Yards sind eine Bestmarke. Und als Blocker ist er auch sehr wirksam.
Doch $8,5 Millionen?
Nur 18 Running Backs in der Geschichte der NFL übertrafen die 1.300 Yards Marke, nachdem sie 29 Jahre alt wurden.
Die Zeit macht halt nur vor dem Teufel halt.
Head Coach Pete Carroll rechnet fest damit, daß Lynch auch 2015 Angst und Schrecken als Seahawk verbreiten wird.
Zumindest in einem Spiel im Jahr 2015 wird er das noch machen... nächsten Sonntag im Super Bowl.

Wird Earl Thomas im Super Bowl spielen können?
Head Coach Carroll glaubt fest daran. Zwar kann der Safety mit seiner verletzten Schulter noch nicht voll trainieren, aber Carroll glaubt, daß die Woche, die noch vor Thomas liegt, ausreicht, ihn einsatzbereit zu kriegen.
Der Head Coach würde Thomas bereits heute einsetzen, wenn der Super Bowl heute wäre.
Hier die Liste der als nicht oder eingeschränkt einsatzbereiten aufgeführten Spieler beider Teams: Seattle - Defensive End Michael Bennett (nicht verletzungsbedingt), Tackle Justin Britt (Knie), LS Clint Gresham (Nacken), Running Back Marshawn Lynch (nicht verletzungsbedingt), Cornerback Richard Sherman (Ellenbogen), Guard J.R. Sweezy (Knöchel).
New England - Cornerback Brandon Browner (Knie), OLB Dont'a Hightower (Schulter), Punter Chris Jones (Ellenbogen), Wide Receiver Brandon LaFell (Schulter, Zeh), Defensive Tackle Sealver Siliga (Fuß), Center Bryan Stork (Knie), Quarterback Tom Brady (Knöchel).

Justin Forsett scheint in Baltimore eine Heimat gefunden zu haben.
Der Running Back gehörte zu den NFL Nomaden, die nirgendwo eine feste Anstellung bekommen können. Das könnte sich ändern. Als er als Notnagel bei den Ravens landete, die den Frauenschläger Ray Rice ersetzen mussten, trumpfte Forsett auf.
Unter Offensive Coordinator Gary Kubiak erzielte er 1.266 Laufyards und 8 Touchdowns.
Und das wäre Problem Nr. 1. Kubiaks Spielschema war mehr auf das Laufspiel ausgerichtet. Der neue Offensive Coordinator, Mark Trestman, wird mehr auf das Paßspiel setzen.
Und dann wäre da noch das Problem Nr. 2. Forsett ist 29 Jahre alt. Und hat damit das gleiche Problem wie Marshawn Lynch.
Doch Forsett ist wesentlich preiswerter zu haben, als Lynch. Da könnte es sein, daß die Ravens ihm einen Folgevertrag für die Saison 2015 geben.
Forsett glaubt fest daran.

Samstag, 24. Januar 2015

Kurzberichte
romo-tony4Tony Romo möchte, daß Wide Receiver Dez Bryant und Running Back DeMarco Murray in Dallas bleiben. Dafür wäre der Quarterback sogar bereit, seinen Vertrag nachzuverhandeln.
Die Verträge beider Spieler laufen aus, und beide werden ordentliche Gehaltszuwächse verlangen.
Um beide Superstars der abgelaufenen Saison zu behalten, reicht der Platz unter der Gehaltsobergrenze nicht aus.
Bryant soll zum Franchise Player gemacht werden, das könnte ein paar Dollar sparen. Murray bekam bereits ein Angebot über $4 Millionen, das er beleidigt zur Seite schob.
Romo will aber alles tun, um die beiden weiter um sich zu haben. Deshalb ist er bereit mit Teambesitzer Jerry Jones zu reden, um seinen Vertrag anzupassen.

Die Ravens wollen Terrence Cody feuern. Der Defensive Tackle steht im Verdacht der Tierquälerei.
Der Staatsanwaltschaft von Baltimore liegt eine Anzeige vor. Erste Untersuchungen ergaben, daß Cody seinen Hund zu einem Tierarzt brachte, weil er schwere Verletzungen aufwies. Die Verletzungen könnten von einer Mißhandlung durch Cody stammen, zeigte sich der Arzt überzeugt, und zeigte den Defensive Tackle an.
Der wehrt sich. Warum, so fragte er, hätte er seinen Hund zu einem Tierarzt bringen sollen, wenn er selber ihn mißhandelt hätte? Da hätte er sich doch selber in Verdacht gebracht.
Dennoch sagten die Ravens, daß sie Codys Vertrag nach dem Super Bowl auflösen wollen, und das, obwohl er eh nur einen Einjahresvertrag hat, der im März endet.

Wo war Trent Richardson?
Die Colts hatten den Running Back für das Spiel gegen die Patriots Zuhause gelassen.
General Manager Ryan Grigson sagte der Presse am Freitag, daß Richardson vereinsintern für zwei Spiele suspendiert wurde, aus persönlichen Gründen, wie er betonte.
Deshalb wollte er nichts genaues zu den Gründen mitteilen.
Das heißt, daß Richardson auch für das erste Spiel der Saison 2015 suspendiert ist, da die Colts ja gegen New England ihr letztes Spiel der Saison 2014 bestritten haben.
Das sieht dann auch nach einem Abschied aus, denn es ist kaum anzunehmen, daß die Colts den Running Back weiter mit durchfüttern wollen.

Die NFL hat vor einigen Wochen aus gegebenem Anlass die Regeln für Strafen geändert, die gegen Spieler ausgesprochen werden, die gegen die Benimmregeln der Liga verstoßen.
Dagegen hat die Spielergewerkschaft Klage eingereicht. Sie klagt dagegen, daß die neuen Regeln einseitig von der Liga aufgestellt wurden. Die NFLPA meint, daß die NFL die Regeln nur in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft, im Rahmen einer zusätzlichen Vereinbarung des Tarifvertrags, hätte ändern dürfen. 
Die Sache soll bald von einem unabhängigen Schlichter verhandelt werden.

Die Luft aus Deflationgate ist immer noch nicht raus.
Die NFL untersucht die Sache immer noch und stellt immer neue Vermutungen auf.
Physiker sollen nun untersuchen, wie man aus 11 von 12 Bällen schnell die Luft herauslassen kann?
Vorsicht, auch wenn ich öfter mal einen kleinen Scherz in meine Berichte einstreue, das ist keiner: Dr. Allen Sanderson, Naturwissenschaftler an der Universität von Utah, vermutet, daß die Bälle in einem sehr warmen Raum aufgepumpt worden sein könnten, wie einer Sauna. Das würde den Druckabfall erklären, den die Bälle erlitten, als sie ins kalte Stadion gebracht wurden.
Damit genug dazu für heute.

Doch wir machen mit einem weiteren Witz weiter.
Ein Insasse eines Gefängnisses in Colorado verklagt die NFL auf 88 Milliarden Dollar.
Terry Hendrix ist überzeugt davon, daß der Ball, den Cowboys Wide Receiver Dez Bryant klar für jedermann ersichtlich fing, und der nach der Überprüfung der Videobilder als nicht gefangen gewertet wurde, in Wirklichkeit halt eben doch gefangen wurde.
Durch diese Fehlentscheidung wäre den Cowboys die Chance genommen worden, ins NFC Endspiel einzuziehen. Deshalb verlangt Hendrix im Namen der Cowboys $88.987.654.321,88 von der NFL.
Die handschriftlich verfasste Anzeige liegt der NFL vor, die sich dazu aber noch nicht äußern wollte.

Johnny Who?
Wo wir gerade bei Witzen sind... Für seine Teamkollegen war Johnny Manziel „ein hundertprozentiger Witz“.
Was die Mitspieler der Browns über den Rookie- Quarterback zu erzählen haben zeigt eines ganz deutlich, daß dieser Clown es wirklich nur darauf abgesehen hatte in der NFL groß abzukassieren.
Manziel war alles, was man befürchtet hatte, und schlimmer.
Eine Tageszeitung in Cleveland sprach mit 20 Spielern der Browns und sie wussten nichts Positives über den erhofften Franchise Quarterback zu sagen. Das ganze Jahr über zeigte Manziel einen Mangel an Engagement und Vorbereitung. Statt dessen liebte er es, sich ausgiebig den Freuden des Nachtlebens hinzugeben. Das wirkte sich nachteilig auf seine Vorbereitungen und seine Arbeit auf dem Teamgelände aus.
So verpasste er ja am Samstag vor dem letzten Spieltag eine angesetzte Behandlung seines verletzten Oberschenkels. Das Team ließ offiziell verlautbaren, daß Manziel zu spät zur Behandlung erschienen wäre.
Doch in Wirklichkeit war es etwas anders. Sicherheitsmitarbeiter der Browns, die zu Manziels Wohnung gefahren waren, um den Quarterback abzuholen, fanden ihn - mit ihren Worten - sturzhackebetrunken vor.
Doch die Browns waren gewarnt. So ist Manziel. Schon auf dem College ließ er es gerne Krachen. Außer in seinem letzten Jahr dort. Da ging es für Manziel nur um Football. Er blieb aus dem Rampenlicht. Jetzt weiß man, daß er das nur tat, um so hoch wie möglich rekrutiert zu werden.
Das blieb den Verantwortlichen der Browns nicht verborgen. Nicht eine Person, die sie über Manziel befragten, sagte, daß er bald erwachsen werden würde.
Doch sie rekrutierten ihn trotzdem.
Nachdem sie Manziel einberufen hatten, richtete Browns Besitzer Jimmy Haslam deutliche Worte in Richtung seines Rookie- Quarterbacks: „Fang an, Dich wie ein Ersatz- Quarterback zu benehmen. Cleveland ist eine Stadt mit hart arbeitenden Menschen, nicht Hollywood.“
Damit wollte Haslam wohl von Anfang an verhindern, daß Manziel abhebt. Was nicht funktioniert hat. Kurz nachdem Haslam ihn gewarnt hatte, zeigte ein Foto Manziel auf einer Toilette mit einem zusammengerollten Geldschein, das Synonym für Drogenmißbrauch. Statt seine Nase ins Playbook zu stecken, steckte er sie lieber... ach, na ja.
Sich auf die Saison vorzubereiten, wie andere Quarterbacks der Liga, war nicht sein Ding. Lieber ließ Manziel keine Feier aus.
Doch Glück und Pech liegen dicht beieinander. Glück haben die Browns, die Johnny Manziel zu den Konditionen des neuen Tarifvertrags einberiefen und das auch noch spät in der ersten Runde. Einige Draftexperten sagten voraus, daß Manziel spätestens an fünfter Stelle ein Team finden würde, doch es dauerte bis Platz 22, daß die Browns zuschlugen. Das minderte seinen Wert beträchtlich. So müssen sie ihm keine achtstellige Summe pro Jahr zahlen, sondern nur eine recht geringe siebenstellige.
Pech für Manziel, denn so unendlich reich, wie er sich das erhofft hatte, wurde er am Drafttag nicht. Was ihn nicht davon abhielt, trotzdem die Geste des Geldzählens zu zeigen, als er zu Roger Goodell auf die Bühne ging.
Auch die Werbeverträge, die er mit einigen Klamottenausrüstern abgeschlossen hat, sind in Gefahr. Wenn Manziel nicht spielt, ist er auch nichts mehr wert. Je nachdem, wie die Firmen sich in den Verträgen abgesichert haben, können sie sich kostengünstig von ihm befreien.
Und ob er in der NFL noch mal spielt, das ist absolut nicht sicher.
Browns Besitzer Haslam jedenfalls hat die Nase von Manziel gestrichen voll. Er will auch dieses Jahr wieder nach einem Quarterback Ausschau halten, der das Team tragen kann.
Und wenn Manziel sich weiter so daneben benimmt, wie bisher, dann könnte es sehr schnell heißen „Johnny good bye“.

Freitag, 23. Januar 2015

Frühsport an drei Sonntagen.
14std
Die NFL hat sich gestern besonders bei ihren Fans in den westlichen Teilen des Landes unbeliebt gemacht.
Die Liga gab bekannt, daß alle drei London-Spiele um 9:30 Uhr Ostküstenzeit beginnen werden. Dann sind es bei uns in der Sommerzeit wunderbare 15:30 Uhr, in Los Angeles aber erst 6:30 Uhr. Da muss man schon ein Riesenfan sein, um um diese unchristliche Zeit Augen für Football zu haben.
Wenn ich mich nicht sehr vertue, dann ist das Spiel am 4. Oktober zwischen den Dolphins und den Jets noch in der Sommerzeit. Die Spiele am 25. Oktober zwischen den Bills und den Jaguars und am 1. November zwischen den Lions und den Chiefs müssten schon in der Winterzeit sein.
Wie auch immer, die Spiele am 4. und 25. Oktober sind kaum von Bedeutung und für Fans im Westen schon gar nicht. Einzig das Spiel der Chiefs aus der AFC West ist für diesen Landesteil wichtig und interessant.
Ausprobiert hat die NFL diese 14 Stunden LIVE Football ja in der abgelaufenen Saison schon, und es scheint dem Chef gefallen zu haben. 

Deflategate
Patriots Head Coach Bill Belichick ist kein Mann vieler Worte. Auf einer Pressekonferenz zum Thema Deflategate war es genauso. Er redete zwar knapp neun Minuten, sagte aber nichts. In diesen neun Minuten wiederholte er seine zwei vorgefertigten Sätze in 15 verschiedenen Variationen. In diesen Sätzen betonte er ständig, daß er mit der Sache nichts zu tun hat, und daß er erst am Montag aus der Zeitung davon erfuhr. Ferner betonte er, daß er über die verschiedenen Zustandsformen von Footbällen keine Ahnung hätte. Wie hart oder weich ein Ball wäre, wie groß oder klein, hätte ihn noch nie interessiert (ihn, der sich nun wirklich auch noch um das kleinste Detail kümmert, was sein Team angeht). Das war ganz große Politikerkunst.
Auch Quarterback Tom Brady wurde von der Presse zu der Sache „verhört“.
Durch die Aussagen von völlig Unbeteiligten, die Kilometerweit vom Ort des Geschehens entfernt waren, wie z.B. FOX Analyst Troy Aikman, scheint man Brady zum Sündenbock machen zu wollen. Für Aikman ist es sogar offensichtlich, daß der Quarterback der Schuldige ist. Er soll für das Ablassen der Luft persönlich verantwortlich sein. Wie und wann und wo er das bewerkstelligt haben soll, das ist natürlich ein Rätsel, das gelöst gehört, um das sich Aikman allerdings nicht kümmert. Ihm reicht es, mit dem Finger auf Brady zu zeigen.
Sollte die NFL Brady befragen wollen, so würde die Spielergewerkschaft ihn vertreten.

Kurzberichte
Marshawn Lynch scheint eine ganz schlechte Kinderstube gehabt zu haben. Der Running Back der Seahawks wurde erneut zur Kasse gebeten, weil er wieder eine obszöne Geste beim Feiern machte.
Wieder machte er den Michael Jackson, also den Griff an sein bestes Stück, wie schon im Spiel gegen die Cardinals.
$20.000 kostete es ihn dieses mal.
Wie teuer die Super Bowl Woche noch für ihn wird, wird sich zeigen. Lynch muß am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mit der Presse sprechen. Das ist etwas, das er tunlichst vermeidet. Doch die NFL sagte bereits, daß die Strafsumme immer höher wird, für jeden Pressetermin, den er nicht oder nur schweigend, wahrnimmt.

Im Spiel der Packers gegen die Seahawks gab es noch zwei Spieler, die Strafen zahlen müssen. Packers Linebacker Clay Matthews muß für einen illegalen Block gegen Quarterback Russell Wilson $22.050 zahlen.
Seahawks Guard J.R. Sweezy muß $8.268 für einen illegalen Hit gegen Matthews zahlen.

Die 49ers haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Eric Mangini, der seit 2013 ihr Tight End Coach war.

Jimmy Haslam geht mit denselben Problemen in die neue Saison, wie letzes Jahr. Bei einem Treffen der Besitzer der großen Sportteams der Stadt Cleveland, sagte der Besitzer der Browns, daß er einen „Franchise“ Quarterback sucht. Einen Quarterback also, der das Unternehmen tragen kann.
Mit anderen Worten, der Vollflop Johnny Manziel ist wohl schon abgehakt. Gott sei Dank sind die Zeiten vorbei, in denen unbewiesene Collegebubis sofort $60 Millionen zugesagt bekamen, bevor sie auch nur einen einzigen Spielzug in der NFL gemacht hatten. Manziel zu feuern, wäre finanziell tragbar.
Zeit würde es, den leidenden Fans in Cleveland mal einen guten Quarterback zu präsentieren. Seit ihrer Rückkehr in die NFL 1999 haben die Browns in 16 Jahren 22 verschiedene Starter auf dieser Position gehabt.

Der allererste Spieler, den die Vikings je einberiefen, ist am Donnerstag gestorben.
Running Back Tommy Mason wurde 75 Jahre alt.
Wie seine Schwägerin Suzanne MacNeil der Presse sagte, schlief er friedlich an der Seite seiner Frau Karen ein.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Deflategate
patriots-luftrausDem Thema geht noch immer nicht die Luft aus. Vor Allem muß man festhalten, daß die Schiedsrichter einen großen Teil Mitschuld tragen. Sie werfen sich ständig gegenseitig die Bälle zu und haben sie zwischen den Spielzügen immer in der Hand, um sie an die richtige Stelle auf dem Platz zu legen. Und sie haben nichts gemerkt, weil man den Unterschied kaum merken konnte.
Nach der Halbzeit übrigens spielten die Patriots mit korrekt aufgepumpten Bällen. Der Zeugwart der Colts hatte den Ball als zu weich gemeldet, den Dqwell Jackson im zweiten Viertel abgefangen hatte, und den der Linebacker ihm nach dem Spielzug übergab. Deshalb wären die Bälle in der Halbzeit ausgetauscht worden, heißt es.
Halten wir also fest: Die Patriots sollen in der ersten Halbzeit betrogen und sich mit zu weichen Bällen einen Vorteil verschafft haben und gewinnen diesen Durchgang nur mit 17:7.
In der zweiten Halbzeit, mit korrekt aufgepumpten Bällen, haben sie 28:0 gewonnen.
Da hätten sie sich aber fein selber hereingelegt.
Die ganze Diskussion ist also nur heiße Luft. Heiße Luft, die auch die Ravens betrifft. Punter und Kicker dieses Teams erzählten Reportern von CBS, daß sie das Gefühl gehabt hätten, daß die Bälle im Divisional Playoffspiel in New England nicht so weit flogen, wie normalerweise.
Kann ja auch sein, daß die Bälle nicht wie gewohnt flogen, weil es unter Null Grad war und die beiden einfach schlecht gekickt haben. Aber was wäre eine Verschwörungstheorie wert, wenn man sie nicht auf das heftigste Diskutieren würde?

Kurzberichte
Nach der bitteren Niederlage gegen Seattle, an der Packers Head Coach Mike McCarthy große Mitschuld hat, traf ihn jetzt ein echter Schicksalsschlag.
Am Mittwoch verstarb sein Bruder Joe im Alter von nur 47 Jahren. Er brach in einem Fitnessstudio zusammen. Als der herbeigerufene Krankenwagen das Krankenhaus mit ihm erreichte, konnte dort nur sein Tod festgestellt werden.

Die Bears verpflichteten Adam Gase als neuen Offensive Coordinator.
Gase war in den letzten beiden Jahren Offensive Coordinator in Denver und folgte seinem Head Coach John Fox nun nach Chicago.

Die Jaguars verpflichteten Greg Olson als neuen Offensive Coordinator.
Bisher trainierte er die Quarterbacks bei den Raiders.

Die Ravens verpflichteten Marty Mornhinweg als neuen Quarterback Coach.
Er war 2014 Offensive Coordinator der Jets.

Na, wenn das den mit ordentlichem Ego ausgestatteten Rex Ryan nicht getroffen hat?
Kim Pegula, die neue Besitzerin der Buffalo Bills (das Team gehört ihr und ihrem Mann Terry), sagte im teameigenen Radiosender, daß Ryan nicht seine erste Wahl für den Posten des Head Coaches gewesen wäre.
Wer der Wunschkandidat war, sagte sie leider nicht.

Todd Bowles, neuer Head Coach der Jets, hat eine Meinung zu Geno Smith. Auf seiner Pressekonferenz erwähnte er seinen Quarterback kaum. Er sagte nur, daß er Geno Smith für einen großartigen College Quarterback hält.
Damit hat er ja auch genug gesagt.
Die Jets liegen $40 Millionen unter der Gehaltsobergrenze. Damit können sie einen guten NFL Quarterback verpflichten.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Die NFL 2014 - Championship Games - Das Nachbeben Teil 2
belichick-411 der 12 Bälle der Patriots hatten nicht genug Luft.
Die NFL wollte sich gestern noch nicht dazu äußern, welche Strafe New England zu erwarten hat.
Wie gesagt, die Colts hätten auch mit voll aufgepumpten Bällen keine Chance gegen die Patriots gehabt, aber der bittere Beigeschmack bleibt trotzdem.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, er sollte seine letzten Tage in der NFL erlebt haben.
Head Coach Bill Belichick (Bild) betonte erneut, daß er die Untersuchungen der NFL voll unterstützen wird.
In der Hitze der Schlacht hatte Dqwell Jackson gar nicht bemerkt, daß der Ball, den er im zweiten Viertel abfing, nicht fest genug aufgepumpt war. Doch dieser Ball, den der Linebacker abfing, gehörte zu denen, die zuerst untersucht wurden.
Die Regel sagt, daß das Heimteam die Pumpe für die Bälle stellen muß. Die Bälle kommen 2 Stunden und 15 Minuten vor Spielbeginn zu den Schiedsrichtern, die sie auf den korrekten Druck prüfen. Sie bleiben unter Aufsicht der Schiedsrichter, bis sie kurz vor dem Spiel an die Ballbeauftragten der Teams übergeben werden.
Das Heimteam stellt zusätzlich 12 Ersatzbälle pro Team. Das Heimteam muß dann für die gesamte Dauer des Spiels dafür sorgen, daß rund um den Platz Bälle zur Verfügung stehen.

Pete Carroll freut sich auf sein altes Team.
Der Head Coach der Seahawks war 1997 Head Coach der Patriots. Nach drei Jahren und 27-21 Siegen wurde er gefeuert.
Deshalb, so sagte er, würde er den Super Bowl schon ein wenig persönlich nehmen.
Seine Entlassung in New England sieht er im Nachhinein als Glücksfall an. Als Head Coach für USC, wohin er dann wechselte, konnte er viele Kontakte zu NFL Teams knüpfen und er konnte viele Erfahrungen sammeln, die letztendlich zu seinem ersten Super Bowl Sieg führten und ihn direkt anschließend in den zweiten Super Bowl brachten.

Das Trainerkarusell
Doug Marrone, bis vor Kurzem noch Head Coach der Bills, hat bei den Jaguars angeheuert.
Er unterschrieb als Assistenz Head Coach und Offensive Line Coach, wie das Team mitteilte.
Natürlich reiste Marrone durch die Städte der NFL Teams, die einen neuen Head Coach suchten, doch da wollte ihn keiner.
Jetzt unterschrieb Marrone als Assistent in Jacksonville. Und er muß zeigen, was er kann, denn die O-Line der Jags ließ 2014 71 Sacks zu, 13 mehr, als das nächstschlechte Team.
Das Gehalt bei den Jaguars ist ein nettes Zubrot für ihn, denn die Bills müssen ihm für 2015 noch sein volles Gehalt von $4 Millionen zahlen.
Jags Head Coach Gus Bradley sollte aber von nun an öfter mal hinter sich blicken. Es könnte sein, daß da jemand seinen Job bekommen könnte.

Die Jets haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Chan Gailey, der seit seinem Abschied als Head Coach der Bills 2012 nicht mehr in der NFL tätig war.

Die Raiders haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Bill Musgrave, der bisher als Quarterback Coach bei den Eagles arbeitete.

Die Ravens haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Marc Trestman, der am schwarzen Montag als Head Coach der Bears gefeuert wurde.
Trestman gilt als Quarterback- Flüsterer. Einen Beweis dieser Behauptung blieb er bei Jay Cutler in Chicago schuldig. Mal sehen, was er aus Joe Flacco machen kann?

Die Bears haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Vic Fangio von den 49ers.
Die Konditionen des Vertrags wurden nicht bekanntgegeben.

Die Redskins haben einen neuen Defensive Coordinator. Sie verpflichteten Joe Barry von den Chargers. Dort arbeitete er bisher als Linebacker Coach.

Kurzberichte
Der Pro Bowl steht an.
Am Sonntag wird es in diesem bedeutungslosen Spiel ohne Kickoff und Blitze Neuerungen geben.
Die Torstangen rücken näher aneinander. Satt 5,48 Meter werden sie nur noch 4,26 Meter auseinanderstehen.
Ein weiterer Versuch, Field Goals und Extrapunkten den herrschenden Automatismus zu nehmen.
Zusätzlich sollen die Teams pro Viertel zwei Auszeiten nehmen dürfen, statt drei in einer Halbzeit. Ein nicht genutztes Timeout in Viertel eins und drei darf dann in Viertel zwei und vier übernommen werden. Beide Auszeiten können nicht übernommen werden.
In jedem Viertel wird es eine Zweiminutenwarnung geben und der Ballbesitz wechselt nach jedem Viertel.
Kickoffs gibt es nicht. Der Ball wird statt dessen an die 25 gelegt.
U.s.w. Die Jungs von ESPN werden das schon alles erklären.

Die Lions trennten sich von Center Dominic Raiola.
14 Jahre spielte er in Detroit und startete in 203 Spielen, ein Teamrekord.
Doch Raiola entwickelte sich immer mehr zum Problemspieler. Im letzten Saisonspiel gegen die Packers war er gesperrt, weil er den Suh gemacht hatte. Im Spiel gegen die Bears war er Defensive Lineman Ego Ferguson auf den Knöchel getreten.

Dienstag, 20. Januar 2015

Die NFL 2014 - Championship Games - Das Nachbeben
patriots-luftrausJetzt haben wir den Beweis.
Die ganze Saison über hatte man ja das Gefühl, daß aus den Spielen irgendwie die Luft raus wäre. Das Niveau war ziemlich platt. So platt, wie die Bälle im AFC Endspiel der Colts in New England.
Die Patriots sollen mit nicht ganz den Richtlinie entsprechend aufgepumpten Bällen gespielt haben. Das hätte die Spielgeräte griffiger gemacht heißt es. Die Sache würde untersucht, und den Patriots droht der Entzug einer Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft, heißt es.
Nach Spy Gate gäbe es jetzt ein Deflation Gate (heißt es).
Quarterback Tom Brady hält die ganze Geschichte für Mist. Sein Head Coach Belichick kündigte an, die Untersuchung der NFL voll und ganz zu unterstützen.
Die Liga sucht nun fieberhaft nach Videobeweisen die Belichick, oder ein anderes Mitglied des Trainerstabs, dabei zeigt, wie er die Luft aus den Bällen lässt.
Das Ganze zeigt, daß der Druck auf den Football zugenommen hat.
Vor einem Spiel prüfen die Schiedsrichter jeden der 12 Bälle, die ein Team zum Spiel mitgebracht hat. Auch die 12 Ersatzbälle werden geprüft. Wie auf dem Gemüsemarkt wird die Festigkeit des Eis geprüft, sein Gewicht, und die Maße. Erst wenn die Eier diesen Güteklassetest überstanden haben, dürfen sie in den Korb gelegt werden.
Das Ganze klingt nach heißer Luft. Dennoch ist der Hype gerade vor dem Super Bowl natürlich unermeßlich aufgeblasen. Gerade die Patriots, die ja ihren Ruf als Betrüger weg haben, stehen unter Sonderbeobachtung. Es ist also nicht Anzunehmen, daß dieser Geschichte bald die Luft ausgehen wird.
Die Patriots sind also mal wieder die Bösen. Die Colts sind die Betrogenen. Aber ob sie gewonnen hätten, wenn die Patriots außer mit vollem Einsatz auch noch mit vollem Luftdruck gespielt hätten?
Nääääh!

Die Seahawks haben gegen die Packers durch einen grandiosen Kraftakt gewonnen.
Oder haben die Packers durch unglaublich dummes Zeitmanagement verloren?
Die Wahrheit wird wie immer irgendwo in der Mitte liegen.
Fakt ist, daß die Seahawks mit Safety Earl Thomas und Cornerback Richard Sherman spät im Spiel zwei verletzte Starverteidiger hatten, die man hätte testen können, sollen, müssen.
Doch Head Coach McCarthy war zu feige. Er gab keinen Spielzug rein, der es Quarterback Rodgers erlaubt hätte, Pässe in die Richtung dieser Verteidiger zu werfen.
Thomas verletzte sich bereits in der ersten Halbzeit an einer Schulter und musste in der Kabine behandelt werden. Doch er kam zurück.
Sherman verletzte sich am linken Ellenbogen und konnte den Arm nicht mehr ausstrecken. Trotzdem spielte er weiter.
Doch McCarthy nutzte das nicht aus. 
Ob Belichick es ausnutzen wird? Ob er es ausnutzen kann?
Die Beiden haben zwei Wochen, um die Verletzungen auszukurieren. Und so ein Super Bowl mobilisiert die letzten Kraftreserven.
Doch nicht nur McCarthy steht in der Kritik. Daß Tight End Bostick eine Mitschuld an der Niederlage trägt, ist ja klar. Aber auch Morgan Burnett steht in der Kritik. Zwar fing er 5:13 Minuten vor Spielende einen Pass von Seahawks Quarterback Wilson an der eigenen 39 ab, aber anstatt das freie Feld vor ihm zu nutzen, und den Ball noch ein paar Yards nach vorne zu tragen, setze er sich auf seine vier Buchstaben.
Klasse, der Ball war gesichert, schlecht, es wurde keine wertvolle Zeit von der Uhr genommen und keine wertvollen Yards erzielt.
Doch Burnett verteidigte seine eigenartige Aktion. Er sagte einer Zeitung in Green Bay, daß er jederzeit wieder so handeln würde. Er hätte nur den Ball sichern wollen. Außerdem wäre ihm signalisiert worden, nichts weiter zu riskieren. Deshalb meint Burnett, daß er alles richtig gemacht hätte.

Kurzberichte
Nach dem Betrugsspiel seiner Patriots vollbrachte Vince Wilfork noch eine echte Heldentat, ohne sich nachher unnötig als Held aufzublasen.
Der Defensive Lineman der Patriots hatte nach dem Spiel noch so viel Luft, daß er eine Frau mit einer Hand aus einem Auto ziehen konnte, das sich überschlagen hatte und auf der Seite zu liegen kam.
Als die herbeigerufenen Rettungskräfte den Unfallort erreichten, hatte Wilfork die Frau bereits aus dem Auto geholt.
Die wurde dann sofort behandelt und festgenommen, weil sie unter Alkoholeinfluß stand.

Die Raiders haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Bill Musgrave.
Zuletzt arbeitete Musgrave als Quarterback Coach bei den Eagles. 2003 und 04 war er bereits einmal Offensive Coordinator unter Head Coach Del Rio in Jacksonville.
Musgrave übernimmt eine Offense, die auf Platz 31 der 32 Teams steht und pro Spiel durchschnittlich 15,8 Punkte erzielt.
Das klingt nach einer Menge Arbeit.

Rex Ryan ist wohl nicht so sehr von E.J. Manuel überzeugt.
Der neue Head Coach der Bills sagte der Presse, daß er auf dem Spielermarkt und bei der Draft nach einem guten Quarterback Ausschau halten wird.
Ein Vertrauensbeweis klingt anders.

Montag, 19. Januar 2015

Die NFL 2014 - Championship Games
carroll-pete-2Wer will es mehr?
Es ist nicht vorbei bevor es nicht vorbei ist.
Ein Spiel dauert 60 Minuten.
Gib niemals auf.
Wem noch mehr Phrasen für das Spiel der Packers gegen Seattle einfallen, prima.
Meine Weisheit ist am Ende.
Da haben die Packers die Seahawks 55 Minuten des Spiels völlig im Griff, und dann das. Völlig Chancenlos stolperten die Seahawks über den eigenen Rasen und weder die Offense, noch die Defense und schon gar nicht die Special Teams konnten Green Bay den geringsten Widerstand entgegensetzen, und dann das.
Russell Wilson zeigte das grauenvollste Spiel seines Leben. Zu einem Zeitpunkt hatte er mehr Interceptions geworfen, als vervollständigte Pässe.
Aber, siehe oben.
Die Packers konnten aus ihrer totalen Überlegenheit nicht den nötigen Vorsprung herausholen. In der ersten Halbzeit punkteten sie vier mal, aber sie erzielten dabei nur einen Touchdown.
Dieser 16:0 Vorsprung erwies sich als zu wenig.
Im dritten Viertel begann der Untergang der Packers. Seattle hatte einen dritten und 19 an Green Bays 48. Was Green Bays Defense hier zeigte, war eine einzige Katastrophe. Weder fühlte sich irgendein Verteidiger bemüßigt, Druck welcher Art auch immer auf Quarterback Wilson auszuüben, noch stand irgendein Verteidiger auch nur in der Nähe von Wide Receiver Baldwin, der in aller Seelenruhe an der 19 Green Bays auf den Ball wartete, und bekam.
Doch die Seahawks schafften es nicht in die Endzone. Steven Hauschka versuchte ein Field Goal aus 37 Yards. So sah es zunächst aus. Doch Punter Jon Ryan, der als Halter fungierte, nahm den Ball, lief nach Links und warf einen 19 Yards Touchdownpass zu Clint Gresham.
Der Anschluß war geschafft, auch wenn man nur einen Extrapunkt versuchte, statt zwei.
Nach fünf Minuten im letzten Viertel kamen die Packers zu einem weiteren Field Goal und der 19:7 Führung.
Seattle, obwohl nicht mehr ganz so hilflos agierend, wie in der ersten Halbzeit, kam dennoch nicht so richtig in Schwung. Ganz im Gegenteil. Russell Wilson warf fünf Minuten vor Spielende noch seinen vierten Interception.
Doch Seattles Defense wollte jetzt endlich zeigen, was sie kann. Sie drängte Green Bay von der Packers 43 in drei Spielzügen bis an die 39 zurück. Das hatte nur etwas über eine Minute von der Uhr genommen.
Die Seahawks starteten nach dem Punt von der eigenen 31, und schalteten in den Beast Mode. Wilson und Running Back Marshawn Lynch zeigten ihrer Verteidigung, daß sie das Spiel noch gewinnen wollten.
Knapp 100 Sekunden waren vergangen, da lief Wilson aus einem Yard in die Endzone. Nur noch 19:14 für Green Bay.
Es folgte der Onsidekick. Der Ball flog genau in die Hände von Packers Tight End Brandon Bostick. Das Spiel schien entschieden. Doch der Tight End griff nicht richtig zu und versaute seinem Team die Chance auf den Super Bowl.
Seattles Wide Receiver Chris Matthews sicherte nach Bosticks Griff ins Leere den Ball an der Mittellinie.
Die Uhr zeigte noch 2:09 Minuten.
Es dauerte nur vier Spielzüge und Marshawn Lynch erzielte mit einem 24 Yards Lauf die 20:19 Führung für die Hausherren. Der Zweipunkteversuch erwies sich als hartes Stück Arbeit, doch letztlich fand der Pass von Quarterback Wilson Tight End Luke Willson in der Endzone. Die wichtige 22:19 Führung war hergestellt.
Wichtig deshalb, weil ein Field Goal der Packers jetzt nur noch den Ausgleich und nicht den Sieg bringen konnte.
Und der Ausgleich kam. 14 Sekunden vor Spielende traf Mason Crosby aus 48 Yards zum 22:22.
Verlängerung.
Hier bekam Seattle als erstes und einziges Team den Ball. Und den Schwung, den sie in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit gefunden hatten, nahmen sie mit in die Overtime.
Ein 35 Yards Touchdownpass von Wilson auf Jermaine Kearse führte zum 28:22 Sieg und sorgte für viel Entsetzen unter einigen Zuschauern.
Viele hatten das Stadion nämlich bereits fünf Minuten vor Spielende verlassen, als Green Bay noch zweistellig führte. Nun hörten sie den Jubel der Verbliebenen.
Pech gehabt.
Ein Spiel dauert 60 Minuten, oder 63:19, wie in diesem Fall.

Schade, denn somit kommt es nicht zu einem Super Bowl zwischen den Patriots und den Packers, die zusammen sieben der bisherigen 48 Super Bowls gewonnen haben. Kein Brady gegen Rodgers, die uns in der Saison eine vergnügliche Stunde bereitet haben.
New England machte übrigens mit den Colts kurzen Prozess und fegte sie mit 45:7 aus dem Stadion.
Vielleicht stellen die Patriots sich gegen Seattle besser an, als die Broncos letztes Jahr?
Schlechter geht ja eigentlich gar nicht!

Kurzberichte
„Ich bleibe Offensive Coordinator in Baltimore,“ sagte Gary Kubiak letzte Woche noch ganz überzeugt.
Doch nachdem er mit seinem ehemaligen Teamkollegen John Elway gesprochen hatte, änderte er seine Meinung. Elway ist heute Personalchef der Broncos.
Kubiak war Elways Ersatzmann von 1983 bis 91 in Denver.
Von 1995 bis 2005 war er dort Offensive Coordinator unter Mike Shanahan.
Am Sonntag wurde Kubiak der neue Head Coach der Broncos.
Seine magere Bilanz von 63-66 Siegen, die er als Head Coach der Texans erzielte, schien John Elway nicht abgeschreckt zu haben.
Die Konditionen des Vierjahresvertrags sollen heute bekanntgegeben werden.

CBS war mit den Einschaltquoten der Donnerstagsspiele zufrieden.
Der Sender übertrug 2014 die ersten acht Donnerstagsspiele simultan zusammen mit NFLN.
Der Sender hatte die Möglichkeit, aus dem Vertrag auszusteigen, entschied sich aber dazu, auch dieses Jahr die ersten acht Spiele wieder zu übertragen.
Ausgenommen davon ist ja das Saisoneröffnungsspiel, das zwar auch ein Donnerstagsspiel ist, das aber NBC gehört.

Samstag, 17. Januar 2015

John Fox ist jetzt ein Bear
fox-john2Lange war der ehemalige Head Coach der Broncos nicht arbeitslos. Am Mittwoch war John Fox (Bild) zu einem ersten Bewerbungsgespräch in Chicago, am Freitag unterschrieb er einen Vierjahresvertrag.
Da wartet eine Menge Arbeit auf den alten Fuchs. Er kommt von einem Super Bowl Bewerber mit einem zukünftigen Hall of Fame Quarterback zu einem Loserteam mit, na ja, Jay Cutler.
Das ist schon ein gewaltiger Abstieg. Zusammen mit einem unerfahrenen General Manager soll er in der windigen Stadt ein Team zusammenstellen, das wenigstens mal wieder an den Playoffs schnuppern kann.
Und bei dieser Mammutaufgabe ist die Offense um die Niete Cutler noch nicht mal das Schwierigste. Die Defense, lange Jahrzehnte der Grundstein der Erfolge der Bears, ist noch maroder, als die Offense. Nach der Defense der Raiders war sie 2014 die schlechteste der Liga.
Um die Bears da vom letzten Platz der NFC North wieder an die Spitze zu führen, vorbei an den Lions und den Packers, wird es schwer, sehr schwer.
Die Bilanz von 46-18 Siegen in Denver hat Fox zu einem großen Teil Quarterback Peyton Manning zu verdanken. In Chicago muß Fox beweisen, was er selber auf die Beine stellen kann.
Aber, vor den Broncos führte er ja bereits die Panthers in den Super Bowl. Da hatte er auch keinen MVP Quarterback im Kader.
Carolina gewann 2001 ein Spiel. Dann kam Fox und führte die Panthers 2002 zu 6 Siegen und 10 Niederlagen. 2003 gewannen sie 11 Spiele in der regulären Saison und kamen in den Super Bowl.
Er konnte es also. Ob er es noch kann, wird man sehen.

Kurzberichte
Eine nette Nebeneinkunft hatte ein Student bei den Bengals. Im Mai begann Nicholas Brannon ein Praktikum bei den Bengals.
Bis Dezember hatte er aus den Spinden der Spieler 106 Gegenstände gestohlen und über einen Freund verkaufen lassen.
$3.588,73 hat der Verkauf der gestohlenen Gegenstände eingebracht. Eingebracht hat es Brannon auch einen Gerichtsprozess, der nächste Woche beginnt.

Die Dolphins wissen nicht, ob Mike Wallace nächste Saison noch für sie spielen wird?
Eigentlich wäre es erst das dritte Jahr im $60 Millionen Vertrag, des Wide Receivers, der über fünf Jahre läuft, aber die Dinge um Wallace stehen nicht zum Besten.
Der Wide Receiver bringt nicht die erhoffte Leistung, und im letzten Saisonspiel gegen die Jets hatte er plötzlich keine Lust mehr und nahm sich selber aus dem Spiel.
Eine Gehaltskürzung will Wallace nicht akzeptieren. Da stehen die Zeichen wohl auf Trennung.

Der Lazarettreport
Die Packers führen Quarterback Aaron Rodgers immer noch mit seiner Wadenverletzung auf der Verletztenliste für den Spieltag.
Doch Seahawks Safety Earl Thomas meinte dazu, daß er sich von den Packers nicht vera...lbern ließe. Thomas sagte, daß er gesehen hätte, wie Rodgers den Verteidigern der Cowboys ausgewischen wäre. Deshalb würde er auf diese Meldung nicht hereinfallen.
OK, Rodgers ist also auf der Verletztenliste, kann aber keinen Seahawk damit hinters Licht führen.
Wer steht denn vor dem Championship-Sonntag sonst noch auf der Liste?
Neben Rodgers listen die Packers auch noch Eddie Lacey als Verletzt. Der Running Back hat Schmerzen im Knie.
Bei den Seahawks steht kein Spieler auf der Verletztenliste
Bei den Colts stehen Fragezeichen hinter beiden startenden Cornerbacks. Vontae Davis hat Knie und Greg Toler hat Leiste.
Bei den Patriots steht fest, daß Bryan Stork nicht mitspielen kann. Der Center ist am Knie verletzt.

Freitag, 16. Januar 2015

Das Trainerkarusell
Spagnuolo-Steve4Die Giants haben einen neuen Defensive Coordinator. Es ist ein alter Bekannter, Steve Spagnuolo (Bild).
Hauptsächlich seiner guten Defense haben die Giants ihren ersten Super Bowl Erfolg gegen die Patriots zu verdanken.
Auf Grund der guten Arbeit, die er in New York geleistet hatte, bekam er den Posten des Head Coaches in St. Louis. Von da an gings bergab.
Als Head Coach erwies er sich als völlig untauglich und verließ die Stadt nach drei Jahren und 10-38 Siegen.
Doch auch als Defensive Coordinator hatte er kein glückliches Händchen mehr. In New Orleans schaffte er es, seinen Mannschaftsteil zu einer historisch schlechten Saison zu führen.
Nachdem er von den Saints gefeuert wurde, arbeitete er als Assistent der Defense bei den Ravens.
Am Donnerstag landete er wieder bei den Giants.

Bei den Dallas Cowboys hat Scott Linehan einen Dreijahresvertrag als Offensive Coordinator unterschrieben.
Sein Vorgänger Bill Callahan wechselte zu den Redskins. Dort wird er die O-Line trainieren.

Kurzberichte
So viel Football, so wenig Tage.
Wenn die NFL die Playoffs ausweitet, dann befürchten die Veranstalter der College Playoffs, daß es zu Terminkollisionen kommen könnte.
Wenn die NFL 14 Teams in die Playoffs einziehen lässt, könnte eines der beiden Extraspiele Montags ausgetragen werden. Das würde dann auf einen Zeitpunkt fallen, an dem das neue College-Endspiel ausgetragen wird, das nächstes Jahr für den 11. 1. angesetzt ist.
Die Fans hätten dann eine schwere Entscheidung zu treffen, denn die Collegespiele sind mindestens so beliebt, wie die Spiele der Profis.
Die in der abgelaufenen Saison erstmals ausgetragenen Playoffs im College waren Einschaltquotenmäßig ein Riesenerfolg. Die zwei Halbfinalspiele hatten beide eine höhere Einschaltquote, als das Wild Card Spiel zwischen Arizona und Carolina und fast so viele, wie das Spiel der Ravens in Pittsburgh ein paar Tage später.
Vor Allem würde sich ESPN selber Konkurrenz machen, denn Monday Night gehört ESPN, und die College Playoffs auch.
Schon allein deshalb wird wohl eine Lösung gefunden werden, die ein Wild Card Spiel am Montag ausschließt. Im einfachsten Fall spielt man auch am Samstag um 19, 22 und 2 Uhr unserer Zeit, so wie man ja auch Sonntags spielt.
Die NFL hat zu der Sache noch nichts gesagt.

Die Ravens und Running Back Ray Rice sollen sich geeinigt haben.
Am gestrigen Donnerstag sollte darüber verhandelt werden, ob die Entlassung des Running Backs gerechtfertigt war und ob und wie viel Geld die Ravens Rice noch schulden?
Zu der Verhandlung kam es nicht. Beide Seiten sollen zuvor einen Kompromiss ausgehandelt haben.
Beide Seiten haben ein Stillschweigen über die Konditionen vereinbart.

Die Colts setzten Ersatz Linebacker Josh McNary auf die Liste der Spieler, die ohne Bezahlung suspendiert sind.
Gegen McNary läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Hast Du Vinatieri im Team, brauchst Du kein Glück.
Kicker Adam Vinatieri ist ein wertvoller Punktelieferant in den Playoffs. Seine Bilanz in der Endrunde sieht folgendermaßen aus:
Postseason Bilanz: 20-9
Bilanz im Conference Finale: 6-0.
Die meisten Punkte in der Karriere: Vinatieri, 233; David Akers, 175.
Die meisten Spiele gespielt: Jerry Rice, Vinatieri, 29.
Die meisten aufeinander folgenden Spiele gepunktet: Vinatieri 29; David Akers, 24.
Die meisten aufeinanderfolgenden Spiele mit Field Goals: Vinatieri, Tony Fritsch (1972-79), 13.
Die meisten Field Goals in der Karriere: Vinatieri, 56; Akers, 39.
Die meisten Field Goal Versuche in der Karriere: Vinatieri, 67; Akers, 47.
Die meisten Extrapunkte: Vinatieri, 65; Akers, 58.
Und am Sonntag will Vinatieri sein altes Team aus dem Rennen kicken. Lange und erfolgreiche Jahre absolvierte der Kicker mit den Patriots.
Am Sonntag kommt er mit seinem aktuellen Team, den Indianapolis Colts, zu Besuch und möchte seine weiße Weste bei den Conference Endspielen gerne behalten.
Wenn nicht, so wird gemunkelt, könnte das Spiel das letzte des mittlerweile 42-jährigen sein, denn er denkt ans Aufhören.
Na dann, good Luck Adam.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Das Trainerkarusell
delrio-jack2Und es dreht sich weiter. Seit gestern haben die 49ers und die Raiders neue Head Coaches.
Obwohl die Raider unbedingt einen Superstar Head Coach verpflichten wollten, wurde es letztlich dann doch nur Jack Del Rio (Bild).
Er war lange Jahre Head Coach der Jacksonville Jaguars und hat als Head Coach eine Bilanz von 68-71 Siegen mit zwei Playoffauftritten.
Zuletzt war er Defensive Coordinator der Denver Broncos und machte seinen Mannschaftsteil in der letzten Saison zum drittbesten der Liga.
Del Rio unterschrieb für vier Jahre. Über die Finanzen wurde noch nichts bekannt.

Die 49ers fanden einen neun Head Coach in den eigenen Reihen.
Sie machten Defensive Line Coach Jim Tomsula zum neuen Cheftrainer.
Tomsula ist seit 2007 bei den Niners uns überlebte mit Mike Nolan, Mike Singletary und Jim Harbaugh drei Head Coaches.
Die einzige Erfahrung, die Tomsula als Head Coach sammelte war, als er 2006 Rhein Fire zu 6-4 Siegen führte.

Haben die Redskins einen neuen Defensive Coordinator gefunden?
Wie es heißt wollen sie Chargers Linebacker Coach Joe Barry verpflichten.

Kurzberichte
Viel Ärger hat Josh McNary. Der Linebacker der Colts wurde angezeigt wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung.
Der Vorfall soll sich laut der Klägerin am 1. Dezember 2014 zugetragen haben.
Die Colts sagten dazu, daß sie momentan noch alle Fakten sammeln würden und noch keine Entscheidung getroffen hätten.

Vikings General Manager Rick Spielman will in der Draft nach einem Running Back Ausschau halten.
Da es ungewiss ist, wie es für Adrian Peterson weitergehen wird, keine schlechte Entscheidung.
Am 15. April endet die Suspendierung Petersons. Fraglich ist, ob er dann bei den Vikings bleiben wird, oder abwandert?
Spielman würde ihn gerne behalten, wappnet sich aber für den Notfall.

Das bald tagende Regelkomitee soll darüber beraten, ob man Passbehinderung demnächst auch mit einem Videobeweis überprüfen sollte?
Grund dafür ist die strittige Szene im Wild Card Spiel der Lions in Dallas.
Giants Besitzer John Mara gefällt der Gedanke, wie er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz sagte.
Man kann nur hoffen, daß es nicht dazu kommt, denn bald kann man dann wohl alle Schiedsrichterentscheidungen per Video überprüfen. Offside wäre da auch sehr wichtig. Oft ist ja strittig, wer sich zuerst bewegt hat. Das lässt sich per Superzeitlupe bestimmt ganz toll erkennen.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Das Trainerkarusell
garrett-jason2Nach der verlorenen Schlacht gegen die Packers endeten die Verträge von Dallas Head Coach Jason Garrett (Bild), Offensive Coordinator Bill Callahan und Defensive Coordinator Rod Marinelli.
Eigentlich sollten die Trainer der Cowboys eines dieser auf eigenartige Weise zusammengewürfelten Pro Bowl Teams trainieren, doch ohne gültige Verträge geht das schlecht.
Seit Dienstag haben der Head Coach und der Defensive Coordinator aber neue Verträge, wie ein leitender Mitarbeiter der Cowboys nach außen sickern ließ.
Jason Garrett soll für weitere fünf Jahre und $30 Millionen unterschrieben haben, Rod Marinelli für drei Jahre und eine noch nicht genannte Summe.
Es war kaum verständlich, warum Garrett nach drei 8-8 Saisons überhaupt noch die Cowboys führen durfte, aber die Geduld von Teambesitzer Jerry Jones zahlte sich aus, mit einer 12-4 Saison für das Team, und einem hochdotierten neuen Vertrag für Garrett.
Jetzt stehen die Verhandlungen mit den Superstars, Wide Receiver Dez Bryant und Running Back DeMarco Murray an.
Bei Murray kam es schon zu Problemen.
Ihm wurde ein Vierjahresvertrag über $16 Millionen vorgelegt, den er beleidigt zur Seite schob.
Selbst in einer so verrückten Zeit, in der Kicker und sogar Punter besser bezahlt werden, als echte Footballspieler, die ihre Knochen hinhalten, sind $4 Millionen pro Jahr zu wenig. Vor Allem für einen Mann wie Murray, der Dallas in die Playoffs getragen hat.

Die Jets verpflichteten am Dienstag einen neuen General Manager und einen neuen Head Coach.
Als General Manager kam der ehemalige Direktor des Scouting Teams der Texans, Mike Maccagnan, nach New York.
Er muss eine Menge Baustellen im Team flicken und hat einen harten Job vor sich.
Um einen neuen Head Coach muss er sich nicht kümmern. Die Jets verpflichteten Todd Bowles, der bisher als Defensive Coordinator der Cardinals arbeitete.
Beide Verpflichtungen und deren Konditionen sollen heute auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden.

Rex Ryan bekam den Offensive Coordinator seiner Wahl. Der neue Head Coach der Bills wollte Greg Roman von den 49ers und er bekam Greg Roman von den 49ers.
Eben jenen Greg Roman, den die Tochter des General Managers Trent Baalke nach dem Heimspiel gegen Seattle per Twitter als unfähig bezeichnete. Nach einem Spiel, in dem die 49ers so schlecht waren, daß der Teambesitzer sich anschließend bei den Fans dafür entschuldigte.
Roman kam also als neuer Offensive Coordinator, und Defensive Coordinator Jim Schwartz wurde gefeuert. Das war zu erwarten, gelten doch Schwartz und Head Coach Ryan als Meister der Verteidigung. Zwei davon waren also zu viel.

Die Steelers haben einen neuen Defensive Coordinator.
Sie nahmen einen aus dem eigenen Trainerstab, Linebackers Coach Keith Butler.
Seit 2003 war Butler Linebackers Coach in Pittsburgh, und es wurde immer wieder gemunkelt, daß der heute 58-jährige mal Dick LeBeaus Nachfolger würde.

Warum musste Head Coach John Fox nach vier AFC West Titeln in Folge Denver verlassen?
Das erklärte John Elway auf einer Pressekonferenz, bei der er am Anfang John Elway zunächst für die geleistete Arbeit dankte.
Man sieht, auch Medienprofis können Fehler machen und John Elway bedankte sich ganz schnell bei John Fox für die geleistete Arbeit.
Dann sagte er, daß die Meinungen darüber, wie man die Broncos auf den nächsten Level bringen könnte, zu weit auseinander gingen.
Elway will konsequent seinen Weg gehen, und den wollte Fox nicht mitgehen, was auch immer für ein Weg das wohl ist?

Raus aus dem Ramschladen
Der General Manager der Panthers sagte, daß er zukünftig keine Spieler mehr im Ramschladen einkaufen will.
Dave Gettleman wollte noch nichts zum Vertrag von Quarterback Cam Newton sagen, der nach der nächsten Saison ausläuft. Newton müsse beständiger spielen, meinte Gettleman, betonte aber sofort, daß der Quarterback hinter einer verletzungsbedingt dauernd wechselnden O-Line gutes geleistet hätte.
Um ihn besser zu schützen, sollen jetzt erfahrene Spieler verpflichtet werden, die halt nicht aus dem Ausverkauf stammen.
Gettleman gehört zu den General Managern, die es geschafft haben, ordentlich Platz unter der Gehaltsobergrenze zu lassen. Dieses Jahr, so weiß man jetzt, wollen die Panthers raus aus dem Ramschladen und neue Spieler im Luxusladen einkaufen. Das Geld dafür ist da.

Dienstag, 13. Januar 2015

Kurzberichte
fox-john2John Fox (Bild) erlebte einen schwarzen Montag nach dem Playoffaus gegen Indianapolis.
Die Denver Broncos feuerten den Head Coach und sagten allen Assistenztrainern, daß sie freigestellt sind, sich andere Arbeitsplätze zu suchen.
Vier Jahre war Fox Head Coach in Denver, viermal brachte er das Team in die Playoffs. Seine Bilanz in der Endrunde lautet 3-4 Siege, darunter eine 2-3 Bilanz mit Quarterback Peyton Manning, und die bittere 8:43 Niederlage im letzten Super Bowl.
Manning bewies am Sonntag erneut, daß er kein Playoff- Quarterback ist.
Die Entlassung Foxs kam überraschend. Er und sein Vorgesetzter John Elway waren gut befreundet und haben so manche Rund Golf miteinander gespielt.
Doch für Elway zählt der Gewinn des Super Bowls mehr, als Freundschaft. Und den Super Bowl will der ehemalige Quarterback der Broncos unbedingt gewinnen.
Offensive Coordinator Adam Gase und Defensive Coordinator Jack Del Rio wurden bereits seit Wochen als mögliche Head Coaches gehandelt. Sie werden bald neue Arbeitgeber finden. Die anderen Trainer sind noch unter Vertrag, haben aber gesagt bekommen, daß der neue Head Coach seine eigenen Leute einstellen darf.

Peyton Manning leidet an schmerzenden Quadrizepsmuskeln in beiden Beinen. Ein Muskel soll sogar angerissen sein.
Ein Oberschenkel machte ihm bereits im Dezember Probleme. Was vielleicht als Erklärung für seinen starken Leistungsabfall herangezogen werden kann.
Manning selber will diese Verletzungen allerdings nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Alpha bis Omega
Das Saisoneröffnungsspiel hieß Green Bay Packers at Seattle Seahawks.
Man wusste, hier spielen zwei Teams gegeneinander, die sich in den Playoffs sehr wahrscheinlich noch einmal begegnen.
Doch der Spielverlauf sah dann anders aus als erwartet. Die Seahawks waren viel stärker als gedacht.
Die erste Halbzeit konnten die Packers noch knapp gestalten und lagen bloß mit 10:17 zurück. Doch Seattle fand in Durchgang zwei seinen Rhythmus und gewann locker mit 36:16.
Auffällig war, daß Packers Quarterback Aaron Rodgers keinen einzigen Pass auf seine rechte Seite warf, um Cornerback Richard Sherman zu umgehen.
Sherman galt zum Beginn der Saison noch als unüberwindbar. Ein Mythos, der im Verlauf der Saison zwar entzaubert wurde, aber zu den besten Cornerbacks gehört Sherman mit seinen vier Interceptions immer noch.
Mal abwarten, ob Rodgers auch am Sonntag wieder nur auf seine linke Seite und in die Mitte passt?
Als unparteiischer Zuschauer wünscht man sich ein etwas knapperes Spiel, wenn die beiden im Endspiel um den NFC Titel wieder gegeneinander antreten.

Die Packers werden bereits am Freitag nach Seattle fliegen, einen Tag eher, als normalerweise üblich.
Mit dabei sein wird auch Eddie Lacy. Der Running Back verpasste einen großen Teil der ersten Halbzeit gegen Dallas wegen eines starken Asthmaanfalls. In der zweiten Halbzeit hatte sein Inhalator gewirkt, und er lief noch 11 mal für 63 Yards.

Dean Blandino, der Chef der Schiedsrichter, sagte, daß das Regelkomitee sich die Calvin Johnson Regel, die seit Sonntag Dez Bryant Regel heißt, ganz genau ansehen wird.
Man wolle die Definition des Prozesses eines gefangenen Balls vereinfachen.
Nötig ist es!!!

Mit 77 Jahren ist lange noch nicht Schluß.
Dick LeBeau hat am Sonntag seinen Job als Defensive Coordinator der Steelers gekündigt.
Am Montag sprach er bereits mit Bruce Arians, dem Head Coach der Cardinals. Deren Defensive Coordinator Todd Bowles wird von einigen Teams als Head Coach Kandidat umworben. Wenn Bowles geht, möchte LeBeau sein Nachfolger werden.
Arians und LeBeau kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Pittsburgh, wo Arians als Offensive Coordinator arbeitete.

Daß es weiter zwei mal in der Saison heißen wird Bill Belichick gegen Rex Ryan, wissen wir ja bereits.
Doch noch waren die Konditionen nicht bekannt, zu denen die Buffalo Bills Ryan verpflichteten.
Seit Montag weiß man auch das. Der neue Head Coach der Bills hat für fünf Jahre und $25 Millionen im Norden New Yorks unterschrieben.

Montag, 12. Januar 2015

Die NFL 2014 - Divisional Playoffs - Der Sonntag
bryant-dez3Der Boden kann keinen Ballverlust bewirken!
Jain!
Wenn ein Running Back mit dem Ball zu Boden geht, wenn er von einem Verteidiger berührt wurde, und den Ball verliert, nachdem sein Knie, Hintern oder sonstwas den Boden berührte, gilt diese Regel.
Wide Receiver haben es da sehr viel schwerer. Sie müssen den Ball weiterhin festhalten. Die Regel besagt, daß ein Receiver den Ball im gesamten Prozess des Fangs festhalten muss, sogar sicher festhalten muss.
Und deshalb muß sogar einem Cowboys Fan (Ja, es soll welche geben) klar sein, daß diese Regel bescheuert ist, aber daß sie konsequent angewandt wurde.
Doch sie allein hat das Spiel nicht entschieden. Entschieden wurde das Spiel von den Verteidigungen. Die Defense der Cowboys war nicht in der Lage, den an der linken Wade verletzten und stark humpelnden Quarterback Aaron Rodgers genügend unter Druck zu setzen.
Auf der anderen Seite musste Tony Romo nach jedem geworfenen Pass vom Boden aufstehen. Zwar wurde er nur viermal gesackt, für einen Raumverlust von 21 Yards, aber bei fast jedem Spielzug, nicht nur den Paßspielzügen, machte wenigstens ein Verteidiger der Packers Druck auf Romo.
Das fehlte den Cowboys.
Und gerade als Troy Aikman im letzten Viertel meinte zu erkennen, daß die Offense der Cowboys die Defense der Packers ausgelaugt hätte, legte die noch mal los, als hätten sie seinen Kommentar gehört und wollten ihn Lügen strafen.
Doch trotz aller Überlegenheit der Packers blieben die Cowboys dran. Sie brachen nicht ein, wie man es in den letzten Saisons zur Genüge gesehen hatte. Und ja, man muss es erwähnen, Tony Romo blieb wieder ohne Interception.
Seine Bilanz lautet 15 von 19 für 191 Yards, 2 Touchdowns.
Rodgers blieb mit 24 von 35 für 316 Yards und 3 Touchdowns weiter auf MVP Kurs. Trotz seiner eingeschränkten Bewegungsfreiheit meisterte er die Situation.
Den ersten Ballbesitz, der fast sieben Minuten dauerte, schloß Rodgers mit einem Touchdownpass über vier Yards auf Andrew Quarless ab.
Dallas blieb unbeeindruckt und hatte sich bis zur Halbzeit eine 14:10 Führung erkämpft.
Bis ins letzte Viertel hinein führten die Cowboys, bevor Green Bay 13 Minuten vor Spielende mit 26:21 wieder die Führung übernehmen konnte. Der Zweipunkteversuch schlug fehl.
Doch Dallas konterte. Neun Minuten vor Schluß kamen sie an der eigenen 18 zu einer weiteren Angriffsserie, die sie bis an die 32 der Packers führte. Noch waren vier Minuten zu spielen, als Dallas sich einem vierten und zwei gegenüber sah.
Statt die zwei Yards durch Running Back Murray erzielen zu lassen, wollte Head Coach Garrett alles. Romo Warf einen tiefen Pass auf die linke Seite, den Dez Bryant (Bild) akrobatisch fing. Erster Versuch und Goal an der 1 Green Bays. Dachten alle.
Denkste!
Die Schiedsrichter entschieden zwar auf Catch, aber Packers Head Coach McCarthy warf die rote Flagge, um die Szene überprüfen zu lassen.
After Further Review wurde entschieden, daß der Ball im Prozess des Fangs mal ganz kurz den Boden berührt und gewackelt hat. Somit, laut strenger Auslegung der Regel: Kein Catch.
Hart, aber leider korrekt.
Green Bay kam dadurch noch mal an den Ball und ließ die Zeit geschickt runterlaufen.
Und wer glaubt, daß der Catch doch einer war, dem würde Tom Brady wohl sagen: „Lern die Regeln.“
Ich werde die Regel selber gleich noch mal nachlesen, aber ich glaube, daß sie nach einem Touchdown von Calvin Johnson eingeführt wurde. Diese Szene löste eine Diskussion aus, weil der Wide Receiver der Lions den Ball im ersten Saisonspiel 2010 gegen die Bears nicht ganz sicher hatte, als die Refs nach einer längeren Konferenz den Touchdown doch nicht gaben. Deshalb heißt die Regel auch die Calvin Johnson Regel. Und sie gehört zu den beklopptesten der Liga.

Im zweite Spiel des Tages erlebten wir einen Wachwechsel. Die Fohlen erwiesen sich als zu stark für die Wildpferde.
Was der alte „Sheriff“ Peyton Manning mit seiner Offense zeigte führte zu etwas, das Manning in seiner langen Karriere noch nicht erlebt haben dürfte: Laute Buhrufe des eigenen Publikums.
Nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts brachte Manning zustande gegen sein altes Team. Reihenweise überwarf er seine Receiver und kam trotzdem auf eine eigenartig gute Statistik. Er vervollständigte 26 seiner 46 Pässe für 211 Yards und 1 Touchdown und blieb ohne Interception.
Die Bilanz von Colts Quarterback Andrew Luck sah ähnlich aus, mit 27 aus 43 für 265 Yards, 2 Touchdowns, aber sogar 2 Interceptions.
Dennoch kam in keiner Phase des Spiels das Gefühl auf, daß die Broncos die Überhand hätten gewinnen können.
Selbst die Laufstatistiken sind ähnlich. Für Indianapolis erzielten vier Läufer 99 Yards, Denver brachte es mit zwei Läufern auf 88 Yards.
Doch bei aller Spiegelbildlichkeit der Statistiken, Indianapolis war der Chef im Haus, und Andrew Luck ist der neue Sheriff.
Sollte er gesund und in Indianapolis bleiben, wird er im Laufe seiner Karriere eine Menge der von Peyton Manning dort aufgestellten Rekorde brechen.
Ob es aber schon für einen Sieg am nächsten Sonntag in New England reichen wird, das darf man stark bezweifeln.
Gestern reichte es zu einem 24:13 Sieg.

Kurzberichte
Wird die Zeit die Wunde heilen, die die Niederlage gegen die Colts in Peyton Mannings Herz gerissen hat?
Wir werden sehen. In der Pressekonferenz gestern wollte der sichtlich deprimierte Quarterback nicht sagen, ob das gerade sein letztes Spiel in der NFL gewesen wäre.
Darüber müsse er jetzt erst mal in Ruhe nachdenken, meinte Manning.
Manning spielte ja nicht nur gestern schlecht, sondern lieferte einen Dezember zum Vergessen ab. Einen Dezember, wie man ihn von Tony Romo gewohnt war.
Und mit 38 Jahren gehört man nun mal zum alten Eisen in der härtesten Liga der Welt.

Ist die Zeit für Trent Richardson in Indianapolis abgelaufen?
2013 wechselte der Running Back von den Browns zu den Colts und Indianapolis musste Cleveland dafür eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der folgenden Draft überlassen.
Richardson konnte aber nie die Leistung bringen, die man sich von ihm erhofft hatte.
Für das Spiel gegen die Broncos war er wegen einer Krankheit gar nicht erst im Kader.
Möglich, daß man ihn jetzt gehen lässt.

Sexy Rexy tanzt jetzt mit den Büffeln.
Am Sonntag verpflichteten die Bills Rex Ryan als ihren neuen Head Coach.
Über die Konditionen wollen die Parteien erst bei der heutigen Pressekonferenz etwas sagen.

Gary Kubiak bleibt in Baltimore.
Obwohl dem Offensive Coordinator Angebote als Head Coach vorlagen, entschied er sich dazu, bei den Ravens zu bleiben.

Im Sieg der Seahawks gegen die Panthers zog sich Seattles Rookie Wide Receiver Paul Richardson einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.

Sonntag, 11. Januar 2015

Die NFL 2014 - Divisional Playoffs - Der Samstag
brady-tom302Zuerst und vor Allem ein heißer Dank an die Patriots und die Ravens für diese Sternstunde des Footballs. All der Mist, der in der regulären Saison so gespielt wurde, wurde von diesem einen Spiel gutgemacht.
Und dabei begann es, wie das Spiel von Vollprofis gegen drittklassige Amateure. Die Defense der Patriots fand überhaupt kein Mittel, die Ravens zu stoppen. Sie kamen nicht an Quarterback Flacco heran und eine Laufverteidigung war überhaupt nicht auszumachen.
Nach Belieben schubsten die Ravens die Patriots über den Platz und kamen durch zwei Touchdownpässe von Joe Flacco zu einer 14:0 Führung.
Die Patriots Offense kam im ersten Ballbesitz nur bis an die eigene 38.
New England musste aufpassen, nicht aus dem eigenen Stadion gejagt zu werden.
Doch, wie so oft, Head Coach Bill Belichick und seine Assistenten fanden Wege und Möglichkeiten. Möglichkeiten, die Ravens Head Coach John Harbaugh in der zweiten Halbzeit zur Weißglut trieben und ihn „Betrug, Betrug, Betrug“ rufen ließen.
Doch noch sind wir ja im ersten Viertel. Und da kamen die Patriots noch durch einen Touchdownlauf über vier Yards von Quarterback Tom Brady (Bild) zum Anschluß.
Was begann, wie eine Katastrophe, sah nun gar nicht mehr so schlecht aus.
Im zweiten Viertel bekam New Englands Defense die Ravens Offense - etwas - besser in den Griff. Die Offense der Patriots kam nach 12 Minuten zum Ausgleich durch einen Touchdownpass von Brady auf Danny Amendola.
In ihrem nächsten Ballbesitz erzielten die Ravens nur neun Yards, und mit 107 Sekunden auf der Uhr starteten die Patriots ihre nächste Serie. Die endete mit einem grauenvollen Fehlpaß von Brady. Ein Pass über die Mitte, gedacht für den Gronk, wurde von Linebacker Daryl Smith abgefangen.
Mit 63 Sekunden auf der Uhr kam Baltimore so an der eigenen 43 zu einem weiteren Drive. 53 Sekunden später warf Flacco seinen dritten Touchdownpass zur 21:14 Führung.
Auch die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit gehörten den Ravens, und zum zweiten Mal liefen die Patriots einem 14 Punkte Rückstand hinterher.
Doch nicht lange. Schon im nächsten Ballbesitz kamen die Pats durch einen Touchdownpass von Brady auf Gronkowski über fünf Yards wieder heran.
Die Offense der Ravens wurde in deren nächsten Ballbesitz ein Yard zurückgedrängt, und für New England war es Zeit, die Trickkiste zu öffnen.
Bei einem ersten und zehn an der eigenen 49 warf Brady den Ball zurück zu Wide Receiver Julian Edelman, der auf der High School Quarterback war. Er warf seinen ersten Pass in der NFL und Danny Amendola fing ihn für einen 51 Yards Touchdown. 28:28.
Hier begann auch die Zeit, die Harbaugh aufregte.
Die Patriots, in wohl besserer Kenntnis des Regelbuchs, machten Receiver zu nicht berechtigten Receivern. Genauso, wie Linespieler sich beim Schiedsrichter anmelden können, um sich als berechtigt zum Fangen eines Passes zu melden, können Receiver es genau andersherum machen.
Harbaugh kannte diese Regel wohl nicht, und regte sich furchtbar über die illegalen Formationen auf, die von den Schiedsrichtern nicht geahndet wurden. Das brachte ihm eine Bankstrafe ein.
Nach dem Spiel beschwerte sich Harbaugh bei der Pressekonferenz weiter über diese in seinen Augen unerlaubten Formationen. Und, so sagte er, wenn diese wirklich nicht unerlaubt wären, müsste das Regelkomitee demnächst darüber beraten.
Nun, für dieses Spiel käme das aber zu spät, denn noch lassen die Regeln diese Formationen zu. Tom Brady meinte in Richtung John Harbaugh: „Lern die Regeln.“
Im Vierten Viertel ließ die Defense der Patriots nur noch ein Field Goal der Ravens zu.
Fünf Minuten vor Spielende kamen die Patriots zu einem weiteren Touchdownpass von Brady und gingen mit 35:31 zum ersten Mal in diesem sagenhaften Spiel in Führung.
Doch Joe Flacco trieb die Seinen noch mal nach vorne. Bei einem zweiten und fünf an New Englands 36 warf er einen Pass in Richtung Torrey Smith in die Endzone, den Safety Duron Harmon abfangen konnte.
Zwar kam Flacco vier Sekunden vor Spielende noch mal an den Ball und zu einem Ave Maria Pass von der eigenen 48, aber der wurde zu Boden geklatscht.
In einem wahrhaft würdigen Playoffspiel konnten die Patriots den Fluch des Raben abschütteln und 35:31 gewinnen. Bleiben noch ein paar Statistiken.
Flacco vervollständigte 28 seiner 45 Pässe für 292 Yards und 4 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Brady brachte es auf 33 von 50 für 367 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Die Running Backs der Patriots hatten einen Freien Tag. Mit 13 Läufen brachten sie es auf 14 Yards.
Schwerstarbeit verrichtete dagegen Ravens Running Back Justin Forsett. Er lief 24 mal und erzielte 129 Yards.
Mit 46 Touchdownpässen in den Playoffs zog Tom Brady an Joe Montana vorbei und ist nun alleiniger Rekordhalter.
Niemals zuvor konnte ein Team, das in einem Playoffspiel zweimal mit 14 Punkten zurücklag, noch gewinnen.

Danach spielten dann die Panthers in Seattle, aber mal ehrlich, wer hatte nach diesem vorzüglichen vier Gänge Menü noch Appetit auf einen schlabberigen Hamburger?
Deshalb nur so viel: Die Seahawks gewannen, wie erwartet, und zwar mit 31:17.

Kurzberichte
Die Polizei verhaftete Jets Running Back Chris Johnson wegen unerlaubten Waffenbesitzes.
Bei einer Verkehrskontrolle in Orlando, Florida, sah der kontrollierende Polizist ein Waffe offen im Wagen Johnsons liegen. Das offene Tragen von Schußwaffen ist in Florida verboten.

Dick LeBeau hat bei den Steelers gekündigt.
Der 77-jährige Defensive Coordinator betonte, daß er gekündigt hätte, und daß er nicht in den Ruhestand getreten wäre.
Was er in Zukunft vorhat, sagte er noch nicht.

Vor ein paar Tagen sah es so aus, als ob Ben Roethlisberger an einem Knie würde operiert werden müssen.
Am Samstag sagte der Agent des Steelers Quarterbacks, daß die Entzündung in dem betroffenen Knie ohne Operation abklingen würde.

Bei dieser umstrittenen Szene im Spiel der Lions gegen Dallas, in der eine schon ausgesprochene Strafe wieder zurückgenommen wurde, gab es ein Nachspiel.
Die Liga verurteilte Dez Bryant zur Zahlung von $8.268. Der Wide Receiver der Cowboys war von der Seitenauslinie ohne Helm auf den Platz gelaufen, und schrie den Hauptschiedsrichter an.

Samstag, 10. Januar 2015

Kurzberichte
rodgers-sb45-trophyIn Green Bay wird viel Wirbel um die Wade von Aaron Rodgers (Bild) gemacht.
Der Quarterback könne vielleicht am Sonntag gar nicht spielen, heißt es.
Das dürfte Quatsch sein. Rodgers müsste schon an Krücken gehen, um nicht zu spielen, und selbst dann würde er noch auflaufen wollen.
Natürlich haben die beiden Tritte von Lions Verteidiger Ndamukong Suh nicht dazu beigetragen, daß es der Wade besser geht, aber die eine Woche Ruhe müsste ihren Teil zur Heilung beigetragen haben.
So hat Rodgers auch am Donnerstag voll mittrainiert und Head Coach McCarthy hält den Einsatz des eventuellen MVPs der Saison für möglich.
Natürlich würden die Cowboys Rodgers Mobilität testen, glaubt der Head Coach. Dallas wäre kein Team, das oft blitzen würde, aber bei den ersten Spielzügen am Sonntag würden sie wohl hinter Rodgers her sein.

Glückliche Spieler sind gute Spieler.
Ob es den Spruch gibt, weiß ich nicht, aber möglich wäre es.
Jedenfalls gaben die Patriots zwei Spielern am Freitag Vertragsverlängerungen.
Safety Patrick Chung unterschrieb für weitere drei Jahre und $8,2 Millionen, von denen $3,4 Millionen garantiert sind.
Running Back Brandon Bolden verlängerte für zwei Jahre und $2,3 Millionen.
Vielleicht können die beiden heute schon gegen Baltimore zeigen, wie glücklich die neuen Verträge sie gemacht haben?

Nein, Playoff- Quarterbacks sind sie beide nicht. Weder der bei den Fohlen, noch der bei den Wildpferden.
Ein 31:24 für Denver, wie in Woche 1 der Saison sollten wir eher nicht erwarten. Die Temperatur in Denver soll um die Null grad liegen. Obwohl es bewölkt sein soll, wird kein Schneefall erwartet.
Doch weder Peyton Manning noch Andrew Luck haben in den Playoffs guten Bilanzen vorzuweisen.
Als Starter ist Manning 8-5 in Playoffheimspielen. Mit 11-12 in den Playoffs sieht seine Bilanz überhaupt nicht gut aus.
Andrew Luck ist ja noch nicht ganz so lange dabei, wie sein Vorgänger in Indianapolis und morgiger Gegner. Seine Bilanz in Auswärtsspielen in den Playoffs lautet 0-2, insgesamt ist er 2-2.
Es ist erst das siebte Mal in der Geschichte der NFL, daß die beiden Quarterbacks mit den meisten Touchdownpässen in der Saison gegeneinander antreten.
Und obwohl Luck 40 warf, und Manning 39, sollten wir kein Shoot-Out erwarten.
Kaltes Wetter mögen beide Quarterbacks nicht.

Wo wir beim Wetter sind. In allen vier Stadien werden Temperaturen rund um den Gefrierpunkt oder gar darunter erwartet.

Die NFL untersucht, ob ein Mitarbeiter der Browns während der Spiele Textbotschaften verschickt hat, die gegen die Regeln der Liga verstoßen.
Jemand aus dem Vorstand soll mit diesen Textbotschaften versucht haben, Einfluß auf die Coaches zu nehmen.
Die Regeln verbieten die Benutzung von Smart- und auch Dumm-Phones im Teambereich 90 Minuten vor dem Kickoff. Das Verbot endet mit dem Schlußpfiff.
Die Browns gaben bekannt, daß sie die Vorfälle auch intern untersuchen würden, und voll mit der NFL kooperieren.

Die Stadt St. Louis möchte NFL Stadt bleiben.
Da Rams Besitzer Kroenke zur Zeit nicht mit den Vertretern der Stadt spricht, wandten sich die Mitglieder des Stadtrats direkt an die NFL. Sie stellten der Liga Pläne zum Neubau eines nicht überdachten Stadions direkt an den Ufern des Mississippi vor.
Ob da dann die Rams spielen sollen, oder ein anderes Team, das bliebe zu erörtern.
Finanziert werden soll der mit wenigstens $860 Millionen veranschlagte Bau zur Hälfte durch private Gelder und zur Hälfte durch Steuergelder.
Rams Besitzer Kroenke spielt ja mit dem Gedanken, ein neues Stadion in Inglewood, in der Nähe von Los Angeles zu bauen. Welches Team dann dort spielen soll, seine Rams, oder ein anderes, darüber sagt der Milliardär nichts.

Der Sieg für die Gutmenschen rückt näher.
Das Justizministerium der USA hat bekanntgegeben, daß es sich in den Kampf der politisch Korrekten gegen die Redskins zugunsten der Namensgegner einmischen wird.
Das US Amerikanische Patentamt hat den Redskins in sechs Fällen die Markenrechte aberkannt, die den Namen Redskins trugen.
Dieser Name wäre abfällig und beleidigend, werteten die Mitarbeiter des Amtes.
Dagegen legten die Redskins eine Klage ein. Das Justizministerium gab nun bekannt, daß es sich in diesem Streit um den Markennamen auf die Seite des Patentamts stellen wird, da der Name in der Tat abwertend wäre.
Da kommen dann bestimmt auch schwere Zeiten auf andere Teams in den USA zu, wie den Blackhawks und, ja, die Chiefs.
Die müssen dann in Zukunft wohl Kansas City Vorstandsvorsitzende der Vereinigung der amerikanischen Ureinwohner heißen.

Scot McCloughan, der neuen General Manager der Redskins, gab Robert Griffin III eine Arbeitsplatzgarantie.
Man dürfe ein junges Talent nicht sofort aufgeben, nur weil es Schwierigkeiten hätte, in der NFL Fuß zu fassen, meinte er.
Grund für die Bemerkung war die Frage eines Reporters, ob McCloughan einen neuen Quarterback in der ersten Runde der Draft einberufen würde?
Das hätte er nicht vor, meinte der General Manager. Vielmehr müsste RG3 jetzt anfangen, sich durch harte Arbeit auf die kommende Saison vorzubereiten. Es gälte, einige Defizite abzubauen.
Aber einen Quarterback gehen zu lassen, der einen in seiner Rookie Saison in die Playoffs geführt hätte, wäre nicht das Richtige.
Vielmehr müsse er, als General Manager der Redskins, jetzt dafür sorgen, daß Griffin III die richtigen Talente zur Seite gestellt bekäme, hauptsächlich einen guten Running Back und eine starke Offensive Line.

Ryan Pace, der neue General Manager der Bears, wollte Jay Cutler keine Arbeitsplatzgarantie geben.
Bei seiner ersten Pressekonferenz in seiner neuen Funktion sagte Pace, daß er Cutler zunächst näher kennenlernen wolle. Er wolle zunächst einige Gespräche mit ihm führen, bevor er eine Entscheidung treffen wird.
Um einen Quarterback zu bewerten würde es nicht ausreichen, sich nur die Filme der letzten Saison anzusehen, meinte Pace.
Pace hat das letzte Sagen über den Kader, und er wird in allernächster Zukunft einen Head Coach nach seiner Wahl einstellen.

Freitag, 9. Januar 2015

Das Trainerkarusell
shanahan-kyleBei den Head Coaches tut sich nicht viel. Zwar sammeln alle Kandidaten fleißig ihre Bonusmeilen, aber konkretes ist dabei noch nichts herausgekommen.
Doch in der zweiten Reihe tut sich was.
Die Browns feuerten ihren Offensive Coordinator Kyle Shanahan (Bild). Auch Quarterback Coach Dowell Loggains musste gehen.
So ganz verständlich ist diese Entscheidung nicht. Unter den gegebenen Umständen, und mit dem untauglichen Spielermaterial, mit dem sie arbeiten mussten, haben sie eigentlich gute Arbeit geleistet.
Head Coach Mike Pettine wollte zu der Sache nichts sagen.
Kyle Shanahan wurde sofort von den Bills angerufen. Sie sehen in ihm einen Head Coach Kandidaten.

Die Steelers sollen am Mittwoch den Vertrag mit Offensive Coordinator Todd Haley um zwei Jahre verlängert haben.
Weder Haley noch die Steelers wollten sich dazu äußern.

Rex Ryan war am Donnerstag in Buffalo.
Die Bills sprachen auch mit Bengals Offensive Coordinator Hue Jackson.
Am heutigen Freitag sprechen sie mit 49ers Offensive Coordinator Greg Roman.
Lustig ist, daß die Bills mit Mike Shanahan gesprochen haben, und später noch mit seinem Sohn Kyle sprechen werden.

Die 49ers sprachen mit Mike Shanahan und mit Broncos Offensive Coordinator Adam Gase.
Am heutigen Freitag kommt Cardinals Defensive Coordinator Todd Bowles nach San Francisco.

Die Buccaneers verpflichteten Dirk Koetter als neuen Offensive Coordinator.
Bis letzten Monat arbeitete Koetter noch als Offensive Coordinator bei den Atlanta Falcons.

Nehmen wir auch mal die General Manager in das Trainerkarusell auf. Die Bears verpflichteten Ryan Pace.
Er arbeitete bisher als Direktor für das Spielerpersonal und Assistent des General Managers bei den Saints.

Das ist nur ein grober Überblick über das stattfindende Gewusel.

Kurzberichte
Was interessiert Lions General Manager Martin Mayhew sein blödes Geschwätz von gestern?
Im Sommer sagte er noch voller Überzeugung, daß er nichts dagegen hat, daß sein Starverteidiger Ndamukong Suh nach der Saison seinen Marktwert auf dem freien Spielermarkt testet.
Suhs Vertrag läuft aus, und die Lions machten bisher keine großen Anstrengungen, den hinterhältigen, schmutzigen Treter zu behalten.
Doch man kann seine Meinung ja mal ändern. Am Montag hatten Mayhew und Suh ein langes, wie es heißt produktives, Gespräch. Nach diesem Gespräch sagte der General Manager, daß er Suh zum Franchise Spieler machen will. Laut Rookie-Vertrag, in dem eine ungewöhnliche Klausel steht, stehen Suh $26,7 Millionen zu, wenn er das „Unternehmensetikett“ angeheftet bekommt.
Ob die Lions diese Summe stemmen können, ist fraglich. Alleine für Wide Receiver Calvin Johnson und Quarterback Matthew Stafford müssen die Lions $40 Millionen ausgeben.
Es soll wenigstens 10 Teams geben, die in einen Bieterwettstreit mit Detroit um Suh eintreten wollen. Diesen Bieterwettstreit würden die Lions nicht gewinnen. Da ist das Franchise-Tag die naheliegendste Lösung.
Ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten.

Der ehemalige FBI Direktor Robert Mueller hat die Interna im Fall Ray Rice untersucht und sein Ergebnis vorgelegt.
Mueller sollte herausfinden, wer, wann, was in der NFL und bei den Ravens gewußt und gesehen hat?
Dieser „unabhängige“ aber von der NFL bezahlte Ermittler, der für eine Anwaltskanzlei arbeitet, die für die NFL arbeitet, kam nun zu dem Schluß, daß alles so war, wie die Ravens und die NFL es nach Außen dargestellt haben.
Auch Commissioner Blatter... äh, Goodell, hat eine blütenweiße Weste.
Wer hätte auch je etwas anderes vermutet?

Hall of Fame
Die NFL stellte 18 Kandidaten vor, unter denen die nächsten Mitglieder der Ruhmeshalle ausgewählt werden.
15 Kandidaten aus der „modernen Ära“ stehen zur Auswahl, ein Senior und zwei Führungskräfte.
Die 15 Kandidaten der modernen Ära sind: Kicker Morten Andersen, Running Back Jerome Bettis, Wide Receiver Tim Brown, Head Coach Don Coryell, Running Back Terrell Davis, Head Coach Tony Dungy, Linebacker - Defensive End Kevin Greene, Linebacker - Defensive End Charles Haley, Wide Receiver Marvin Harrison, Head Coach Jimmy Johnson, Safety John Lynch, and Guard Will Shields.
Der Senior ist Vikings Center Mick Tingelhoff.
Die Führungskräfte sind Bill Polian, der erfolgreiche General Manager der Indianapolis Colts und Ron Wolf, der für seine erfolgreiche Zeit als General Manager in Green Bay ausgewählt wurde.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Kurzberichte
bradford-sam200Rams Besitzer Stan Kroenke hat Pläne vorgelegt, ein Stadion in Los Angeles zu bauen. Doch welches Team dort spielen soll, wollte der Milliardär dem Bürgermeister von Inglewood nicht sagen.
Mit den Vertretern von St. Louis spricht Kroenke aber auch nicht. Die versuchen seit einige Tagen, ihn zu erreichen, kommen aber nicht an ihn heran. Er beantwortet keinen Anruf. Deshalb haben sie sich am Mittwoch direkt an die NFL gewandt, um zu erfahren, ob sie auch in naher Zukunft noch zu den Städten gehören, die ein NFL Team beheimaten?
Die Fans in der Stadt gehören zu den treuesten der Liga. Seit 2003 hatten die Rams keine positive Sieg-Niederlagen Bilanz mehr, und trotzdem ist das Stadion immer ausverkauft.
Ihr Besitzer Kroenke spielt jetzt die Trumpfkarte. Mit seinen Plänen, ein neues Stadion in L.A. zu bauen hat er ein gutes Mittel in der Hand, die Verantwortlichen in St. Louis zur teuren Renovierung des Edward Jones Domes zu erpressen. Doch die Stadt St. Louis und das County zahlen immer noch Raten über $12 Millionen pro Jahr an der Bausumme des mittlerweile 20 Jahre alten Domes. Neue Zahlungen dürften den Steuerzahlern kaum zu vermitteln sein.
Mal sehen, was daraus wird?

Bears Cornerback Tim Jennings wurde am Mittwoch in der Nähe von Atlanta verhaftet. Er war mit seinem Auto zu schnell, zu rücksichtslos, und zu betrunken unterwegs.
Gegen eine Kaution von $2.711 konnte er das Gefängnis wieder verlassen.
Der Bears gaben bekannt, daß sie sich die Sache genau ansehen und entsprechend handeln werden.

Die Rams müssen ihren Offensive Coordinator ersetzen.
Brian Schottenheimer hat in St. Louis gekündigt, um als Offensive Coordinator an die University of Georgia zu wechseln.

49ers Quarterback Colin Kaepernick spielte eine schlechte Saison. Um 2015 wieder ein besserer Quarterback zu sein, trainiert er mit Super Bowl Quarterback Kurt Warner.
Am Montag wird das Sondertraining beginnen. Hauptaufgabe von Warner wird es sein, Kaepernick zu einem besseren Pocket-Passer zu machen.

Die Chiefs verpflichteten Quarterback Terrelle Pryor für ein Jahr.
Seinen letzten Start in einem NFL Spiel hatte Pryor am 29.12. 2013 für Oakland.

Julian Edelman hat Rost angesetzt.
Der Wide Receiver der Patriots spielte in Woche 15 zum letzten Mal, als er sich eine Gehirnerschütterung zuzog.
Bis dahin spielte er die beste Saison seiner Karriere mit 92 gefangenen Pässen für 972 Yards und 4 Touchdowns.
Gegen die Ravens ist er wieder spielberechtigt. Er hat alle Gehirnerschütterungs-Protokolle erfolgreich durchlaufen.

Frühestens am Freitag wird Rolando McClain wieder trainieren dürfen.
Der Linebacker der Cowboys hat einen Gehirnerschütterung, und sein Einsatz gegen die Packers ist fraglich.

Die Panthers müssen gegen die Seahawks auf ihren Star Lotulelei verzichten.
Der Defensive Lineman hat sich beim Training am Dienstag einen Fuß gebrochen und für ihn ist die Saison beendet.

Die Colts haben die Dropperitis. Selten hat man eine Wide Receiver Crew gesehen, die kollektiv so viele perfekt geworfene Pässe hat fallen lassen, wie die Receiver der Colts.
Und der schlimmste Fallenlasser ist T.Y. Hilton. Kein anderer Spieler hat seit 2012 in den Playoffs so viele Bälle fallengelassen, wie er. 53 Pässe kamen in seine Richtung, sechs ließ er fallen.
Dennoch gehört er zu den besten Receivern der Liga. Deshalb wird Andrew Luck auch weiterhin Pässe in seine Richtung werfen. Nur gegen die Broncos sollte Hilton sie auch fangen, sonst sieht es sehr düster aus für Indianapolis.

Die Giants feuerten Defensive Coordinator Perry Fewell und Secondary Coach Peter Giunta.

Lions Wide Receiver Calvin Johnson kann aus gesundheitlichen Gründen nicht im Pro Bowl spielen. Seinen Platz nimmt Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. ein.

Am Mittwoch verstarb Jethro Pugh im Alter von 70 Jahren an Altersschwäche.
Pugh gehörte zur „Doomsday Defense“ der Dallas Cowboys und spielte in vier Super Bowls.
Pugh spielte im sogenannten „Ice Bowl“ 1967, im tiefgefrorenen Green Bay. Den neuen „Ice-Bowl“ am Sonntag zwischen Dallas und Green Bay wird er nun nicht mehr erleben.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Kurzberichte
losangeles-verbotUnd schon haben die neuen Pläne, ein Stadion für ein NFL Team in L.A. zu bauen, den erwarteten Rückschlag erhalten.
Der Bürgermeister von Inglewood, wo Rams Besitzer Stan Kroenke das Stadion hinstellen will, sagte, daß mit ihm noch niemand darüber gesprochen hätte, welches Team denn in den Neubau, der immerhin eine Milliarde Dollar kosten soll, einziehen soll?
Kroenke will das Stadion auf gut Glück bauen und dann mal sehen, wer es denn wohl nutzen wird?
Eine Garantie, daß seine Rams dort spielen werden, wollte Kroenke Bürgermeister James Butts Jr. nicht geben.
Und somit droht eine weitere dieser Blasen rund um ein Team in L.A. zu platzen.
Die NFL hat bisher zu Kroenkes Plänen noch gar nichts gesagt. Für sie ist es nur einer von drei Plänen, die zur Zeit um den Bau eines Stadions in Los Angeles existieren.
Commish Goodell hat ja bereits vor einigen Wochen klar gesagt, daß es 2015 kein Team in L.A. geben wird. Vor 2018 dürfte sowieso keines der drei Bauvorhaben fertiggestellt sein. Damit ist das Thema für ihn erstmal erledigt.

„Oh Tannenbaum,“ heißt es jetzt in Miami.
Vor zwei Jahren feuerten die New York Jets General Manager Mike Tannenbaum.
Jetzt ist er zurück in der NFL und zurück in der AFC East. Am 1. Februar beginnt er seinen neuen Job als Leitender Direktor für Footballangelegenheiten bei den Miami Dolphins.
Die Kompetenzen über die Zusammenstellung des Kaders bleiben aber bei General Manager Dennis Hickey. Head Coach Joe Philbin ist direkt Teambesitzer Stephen Ross unterstellt.

Die Redskins haben einen neuen General Manager.
Sie verpflichteten Scot McCloughan, der bereits bei den 49ers und den Seahawks tätig war.

„Bisher waren wir nicht gut genug,“ meinte Aaron Rodgers über die bisherigen Playoffauftritte seiner Packers.
Seit sie 2011 den Super Bowl gewannen, sind sie in der Endrunde nur 1-3. Das nagt an dem Quarterback, der in dieser Saison gute Chancen hat, zum MVP gewählt zu werden.
Er ist mit sich selber nicht ganz zufrieden. In den vier Playoffsiegen, die zum Gewinn des 45. Super Bowls führten, vervollständigte Rodgers 68,2% seiner Pässe, warf 9 Touchdownpässe und 2 Interceptions und erreichte eine Passerwertung von 109,2 Punkten.
Seitdem vervollständigte er in den Playoffs nur 63,9% seiner Pässe, warf 6 Touchdowns und 2 Interceptions und kam nur auf 91,6 Wertungspunkte.
Das soll sich ändern, wenn die Cowboys am Sonntag zu Gast sind. Die Offense der Packers rollt. Sorgen macht die Passanfällige Verteidigung.
Da könnte es ein munteres Spielchen geben, wenn die 2014 Auswärts noch ungeschlagenen Cowboys zum Tanz bitten.

Wer bleibt, wer geht in Pittsburgh?
Die beiden Altstars James Harrison und Troy Polamalu überlegen, ob sie aufhören, oder noch ein Jährchen dranhängen wollen?
Doch zusammen sind die beiden Verteidiger gerade mal so alt, wie ihr Chef, Dick LeBeau. Mit 77 Jahren denkt auch der Defensive Coordinator langsam ans Aufhören.
Die von ihm geführte Verteidigung baute in den letzten Saisons immer mehr ab. Hauptgrund war und ist die Überalterung der Spieler, aber auch LeBeau hat seinen Anteil daran.
Der Job von Head Coach Mike Tomlin scheint durch die Playoffteilnahme der Steelers noch mal gesichert worden zu sein, doch ob man LeBeau unbedingt halten will, ist zweifelhaft.
Derweil arbeiten die Verantwortlichen des Teams zusammen mit Ben Roethlisberger an einem neuen Vertrag.
Der Quarterback möchte in Pittsburgh bleiben, die Chefs möchten ihn behalten.
Sein laufender Vertrag endet erst nach der Saison 2015, doch Big Ben möchte mit einem neuen langfristigen Vertrag in die kommende Saison gehen.
Kein schlechter Zeitpunkt, jetzt schon zu verhandeln, denn Roethlisberger spielte seine beste Saison. Mit 4.952 Passyards stellte er einen neuen persönlichen Rekord auf, mit 32 Touchdownpässen erreichte er seine Bestmarke aus der Saison 2007.
Da hat er gute Karten in der Hand.
Einziger Minuspunkt... wie es scheint muß der Quarterback eine „kleine“ Operation an einem Knie machen lassen.

Mike Shanahan kennt wohl bald jede Stewardess in den USA. Der ehemalige Super Bowl Head Coach der Broncos war zu Bewerbungsgesprächen in Oakland, San Francisco (OK, da reicht eine Autofahrt über die Brücke), Buffalo und ist jetzt auf dem Weg nach Chicago.
Dort würde er einen alten Bekannten trainieren, Quarterback Jay Cutler. Den rekrutierte Shanahan 2006 als er in Denver als Head Coach arbeitete.

Dienstag, 6. Januar 2015

Kurzberichte
rivera-ron2Ron Rivera (Bild) hat momentan abseits seiner Panthers große Sorgen. Das Haus des Head Coaches brannte am Montagmorgen.
Ihm und seiner Familie ist dabei nichts geschehen. Zusätzlich zu Rivera selber und seiner Frau Stephanie waren seine beiden Brüder und deren Frauen zu Gast, als das Feuer gegen 3:30 Uhr ausbrach.
Am Mittag erklärte er der Presse ganz ruhig, daß dank der installierten Rauchmelder und des schnellen Eintreffens der Feuerwehr ein großer Teil des Hauses hätte gerettet werden können.
Es wird etwa sechs bis acht Monate dauern, bis die Riveras wieder in ihr Zuhause zurück können. Bis dahin hoffen sie, daß sie ein Haus in der Nähe mieten können.

Der Chef der Schiedsrichter ist davon überzeugt, daß bei der strittigen Szene im Spiel der Lions gegen Dallas eine Strafe angesagt gewesen wäre - wegen Holding.
Eine Passbehinderung schloß Dean Blandino aus. Aber auch ein Holding hätte einen neuen ersten Versuch für Detroit ergeben, statt eines vierten.
Auf das von Lions Receiver begangene Facemaskfoul in derselben Szene ging auch er nicht ein.
Diese Schiedsrichterentscheidung, und die dünne Erklärung danach, untermauern die konstant unglaublich schlechten Leistungen der Schiedsrichter in dieser Saison.
Vielleicht sollte man das Regelbuch, das mittlerweile die Dicke des Kölner Telefonbuchs hat, auf die Dicke des Bonner Buches abspecken.
Und vielleicht sollte man nicht auch noch hingehen, und die besten Schiedsrichter der Saison in den Playoffs zu bunt zusammengewürfelten neuen Teams zusammenstellen, sondern die besten Crews der regulären Saison in den Playoffs pfeifen lassen.

Adrian Peterson wird vor Gericht um die Aufhebung seiner Suspendierung kämpfen.
Der Running Back der Vikings verlor die Berufungsverhandlung vor der NFL am 12. Dezember. Doch, so die NFLPA, wäre der Leiter der Verhandlung ein parteiischer Schlichter gewesen, der seine Kompetenzen überschritten hätte.
Die Verhandlung vor einem ordentlichen Gericht ist für den 6. Februar angesetzt.

Und mal wieder Los Angeles.
Das beliebte Gänseblümchenspiel „Sie bekommen ein Team, sie bekommen kein Team,“ wird fortgesetzt.
Nachdem schon mehrere Möglichkeiten in den letzten Jahren im Gespräch waren, darunter auch ein Team und Stadion unter der Leitung der Anheuser-Gruppe, die auch in Deutschland Hallen und Eishockeyteams besitzt, geht es jetzt um Stan Kroenke.
Der Besitzer der Rams ist jetzt am Zug, seine Pläne für ein Stadion in Los Angeles vorzulegen.
Ein weiterer Vorschlag unter den vielen Vorschlägen, die in den letzten Jahrzehnten gemacht und verworfen wurden.
Man könnte eine fortlaufende Fernsehserie um Los Angeles und die NFL machen.
Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird Homer Simpson als Stadionbauer ins Gespräch gebracht werden.

Hat Johnny Manziel ein Alkoholproblem?
Das jedenfalls behauptet ESPN Reporter Skip Bayless.
Bayless erzählte in der Sendung „First Take“, daß er aus eigener Beobachtung und aus der Befragung von Manziels Mitspielern mit Sicherheit sagen könnte, daß der Quarterback der Browns ein Alkoholproblem hat und Hilfe braucht.
Manziel bestritt dies vehement.
ESPN steht in dieser Sache hinter dem Reporter und verteidigt ihn gegen Manziels Angriffe.

Am Montag verstarb der ehemalige Head Coach der Giants, Allie Sherman, im Alter von 91 Jahren.
Sherman erreichte 1961, 62 und 63 das Endspiel mit seinem Team, verlor aber zweimal gegen die Packers und einmal gegen die Bears.
Am Montag schlief er seiner Wohnung in Manhatten für immer ein.

Die Lions hätten eine große Aufgabe, und das wäre die weitere Verpflichtung von Ndamukong Suh, wie Head Coach Caldwell meint.
Das wird schwierig, denn der Vertrag Suhs läuft aus, und Detroit hat seit langem nicht mehr mit seinem Agenten verhandelt.
Doch Suhs Wert auf dem Spielermarkt ist etwas gesunken, seit seinen zwei Tritten auf das verletzte Bein von Packers Quarterback Aaron Rodgers.
Suhs verdiente Suspendierung wurde unverständlicherweise in eine minimale Geldstrafe von $70.000 umgewandelt. Deshalb sagte der ehemalige Head Coach der Steelers, Bill Cowher am Sonntag in der Spieltagsvorschau von CBS, daß er Suh nur einen Vertrag mit Klauseln geben würde.
Als Spieler würde Suh zu den besten der Liga gehören, aber seine Reputation als dreckiger Spieler würde Klauseln nötig machen.
Wenn Suh wegen seiner Ausraster mal wieder suspendiert würde, müsste er bei Cowher einen guten Teil seines Gehalts zurückzahlen.
Vielleicht fließen die Überlegungen des CBS Analysten in die Vertragsverhandlungen der an Suh interessierten Teams mit ein?
Seinen Einhundertmillionendollarvertrag wird Suh wohl bekommen, aber eventuell mit Abstrichen.

Brandon Marshall hat das Training wieder aufgenommen.
Der Linebacker der Broncos hat seine Fußverletzung so weit ausgeheilt, daß er gegen die Colts wieder mitspielen kann.

Die Bengals wurden am Sonntag das erste Team in der Geschichte der NFL, das in vier aufeinanderfolgenden Saisons das Spiel in der ersten Runde der Playoffs verlor.
Für marvin Lewis war es die sechste Niederlage in seinen sechs Playoffspielen mit den Bengals.
Damit wurde der Head Coach der erfolgloseste erfolgreiche Head Coach der Liga.
Dennoch hört man aus der Chefetage nichts über eine anstehende Entlassung des Trainers.
Es wird schwer, das den Fans zu verkaufen. Die Playoffs zu erreichen ist zwar ganz nett, aber dann auch mal ein Spiel zu gewinnen, wäre auch ganz schön.
Lewis selber fühlt sich wohl in Cincinnati und hat nicht die Absicht, von sich aus zu gehen.

Das Trainerkarusell
Noch hat sich auf dem Trainermarkt nichts entscheidendes getan, doch Verhandlungen sind Allerorten im Gang.
So war Mike Shanahan zu Bewerbungsgesprächen bei den Bills, den 49ers und den Raiders.
Shanahan war Super Bowl Coach der Broncos und weit weniger Erfolgreich bei den Redskins tätig.
Die Bills sprachen auch mit einem alten Spieler von ihnen, Quarterback Frank Reich. Der ist zur Zeit Offensive Coordinator der Chargers.
Doch Buffalo wird vielleicht im vorhandenen Trainerpool fündig. Defensive Coordinator Jim Schwartz ist ein heißer Kandidat. Schwarz war als Head Coach bereits bei den Lions tätig.

Rex Ryan war am Sonntag zu einem Bewerbungsgespräch in San Francisco.
Bisher drang über das Ergebnis noch nichts nach außen.
Am heutigen Dienstag stellt sich Ryan bei den Falcons vor.

Doug Marrone, der als Head Coach bei den Bills kündigte, hat mit den Jets gesprochen.
Marrone lebt in der Stadt New York und hat in Buffalo gute Arbeit geleistet.

Marc Trestman gehört zu den Head Coaches, die an Bears Quarterback Jay Cutler gescheitert sind.
Wird er demnächst Assistent eines weiteren Cutler Opfers?
Trestman war zu einem Bewerbungsgespräch in Tampa Bay, wo er als Offensive Coordinator arbeiten könnte. Dann unter Head Coach Lovie Smith, einem weiteren ehemaligen Trainer der Bears.
Und auch Quarterback Josh McCown kennt Trestman aus gemeinsamen Tagen in Chicago. Unter Trestman lief McCown zu Höchstform auf, als er den verletzten Cutler ersetzte.

Das war nur ein ganz grober Überblick, denn die Kandidaten verdienen sich zur Zeit fleißig ihre Vielfliegermeilen.

Montag, 5. Januar 2015

Die NFL 2014 - Wild Cards - Der Sonntag
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Da waren sie also wieder in den Playoffs, diese lausigen Cincinnati Bengals, die einem aber auch so richtig den Spaß am Football vermiesen können.
Es hat nichts genützt, Quarterback Andy Dalton „die rostige Flinte“ (Bild) mit einem Vertrag auszustatten, der ihm im Erfolgsfall einige Millionen einbringen würde.
Er kann es einfach nicht.
Natürlich fehlten ihm die verletzten Wide Receiver A.J. Green und Tight End Jermaine Gresham, aber das ist ja nur eine Entschuldigung für ihn. Welche Entschuldigung hat der Rest des Hühnerhaufens?
Oh, da ist eine. Die Bengals Verteidigung verlor Linebacker Rey Maualuga mit einer Oberschenkelverletzung in der ersten Halbzeit.
Seit vier Jahren spielt Quarterback Dalton bei den Bengals, und viermal führte er sie in die Playoffs. Das ist eigentlich eine Erfolgsbilanz. Aber vier Niederlagen und null Siege, da hört der Erfolg auf. Erneut warf Dalton keinen Touchdownpass.
Die Defense war nicht in der Lage Colts Quarterback Andrew Luck unter Druck zu setzen. Würden seine Receiver nicht unter einer unheimlichen Dropperitis leiden, wäre seine Bilanz noch viel besser ausgefallen, als 31 aus 44 für 376 Yards und 1 Touchdown.
Beide Quarterbacks blieben übrigens ohne einen Fehlpass.
So lautete das Endergebnis nur 26:10 für Indianapolis und schmeichelte den Bengals damit enorm.
Und wieder hofft man, daß der Kelch mit den Bengals nächstes Jahr an uns vorübergehen wird.

Da waren sie ja wieder, die selben alten Cowboys, die den Ball nicht nach vorne bewegen können, und Nichts und Niemanden stoppen können.
Und so kamen die Lions schnell zu zwei Touchdowns, zwei verdienten Touchdowns, denn die Offense und die Defense spielten in Höchstform auf.
Doch Dallas kämpfte sich heran. Bei einem dritten und 12 an der eigenen 24 schien Dallas gestoppt. Bisher hatten die Cowboys kein Mittel gegen die Nr. 1 Verteidigung der regulären Saison gefunden. Doch es kam der Spielzug, der das Pendel in die andere Richtung schwingen ließ. Tony Romo warf einen kurzen Paß auf Terrance Williams, aus dem der einen 76 Yards Touchdownpass machte.
Und so ging es mit einer 17:7 Führung für Detroit in die Pause.
Nach der Pause war es zunächste wieder Detroit das punktete. Ein Field Goal zum 20:7.
Doch Dallas konterte sofort. Die neuen, guten Cowboys kamen auf den Platz und schlossen einen 80 Yards Drive mit einem 4. und 1 zum Touchdown ab.
Detroit hatte sein Pulver verschossen und für die Lions kamen keinen Punkte mehr.
Hätten aber kommen können, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Es wurde noch mal richtig Wild im AT&T Stadion.
Viertes Viertel. Detroit steht an der 46 der Cowboys. Dritter und eins. Stafford paßt auf Brandon Pettigrew. Linebacker Anthony Hitchens behindert die Sicht Pettigrews, während die eine Hand Pettigrews im Gesichtsgitter des Linebackers ist.
Gelbe Flagge.
Doch wofür?
Den Griff in die Gesichtsmake oder Passbehinderung?
Passbehinderung!
Halt, Kommando zurück. Nach einer Diskussion der sichtlich überforderten Schiedsrichter wurde die Flagge aufgehoben. Keine Strafe, keine Erklärung.
Nachher hieß es, daß ein anderer Schiedsrichter die Situation besser erkennen konnte, als der, der die Flagge warf. Demnach war es zwar „Shielding“, also der Verteidiger nahm dem Receiver die Sicht, aber das ist bei den Profis keine Strafe, nur im College. Eine Berührung von Hitchens an Pettigrew hätte zwar vorgelegen, aber die wäre nicht so eklatant gewesen, daß sie eine Strafe gerechtfertigt hätte.
Vom Griff in die Facemask, und daß sich die Strafen deshalb hätten gegenseitig aufheben können, war keine Rede.
Sei es wie auch immer. Statt Raumgewinns und neuem ersten Versuch mussten die Lions im vierten Versuch punten.
Dallas nutze die Gelegenheit und marschierte von der eigenen 41 zur 24:20 Führung in Detroits Endzone.
Es wurde noch wilder.
Bei einem 2. und 4 an der eigenen 26 der Lions erwischte Defensive End Anthony Spencer Quarterback Matthew Stafford, der den Ball verlor.
Rookie Defensive End DeMarcus Lawrence sah wohl seine Minute Ruhm gekommen und nahm den Ball auf, statt ihn nur zu sichern. Doch ihm wurde das Ei aus den Händen geschlagen und Offensive Tackle Reiley Reiff sicherte es.
Neuer erster versuch für Detroit.
Das war kurz vor der Zweiminutenwarnung.
An der 42 der Cowboys machte Lawrence es dann besser. Als Stafford dort den Ball verlor, als er gesackt wurde, sicherte Lawrence das Spielgerät, und mit nur noch einer Minute auf der Uhr, sicherte er damit auch den Sieg der Cowboys.
Die Schiedsrichter gaben mal wieder ihr Möglichstes, um nette Diskussionen auszulösen. Mal hören, was Schiedsrichterchef Dean Blandino im Laufe des Tages zu sagen hat?
Der in Dallas geborene und aufgewachsene Matthew Stafford zeigte kein schlechtes Spiel. Mit 28 aus 42 für 323 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception lieferte ein nach seinen Maßstäben gutes Spiel ab.
Doch der Mann, der in dieser Saison die Rolle des Tony Romo spielt, war nach seinen Maßstäben gemessen, sehr gut. Seine Bilanz lautet 19 von 31 für 293 Yards, 2 Touchdowns, und erneut KEIN Interception.
Nach dem Spiel lieferte Ndamukong Suh bei der Pressekonferenz noch eine nette Vorstellung ab.
Er brach in Tränen aus, brachte kein Wort hervor, und verließ völlig aufgelöst das Podium. Für den Mann, der eigentlich gar nicht hätte in diesem Spiel mitspielen dürfen, könnte es das letzte für die Lions gewesen sein. Sein Vertrag läuft aus, und die Verhandlungen sind an einem toten Punkt angekommen.

Und so geht es weiter
Divisional Playoffs
Jan. 10: Ravens at Patriots, 22:35 Uhr (NBC)
Jan. 11: Panthers at Seahawks, 02:15 Uhr (FOX)
Jan. 11: Cowboys at Packers, 19:05 Uhr (FOX)
Jan. 11: Colts at Broncos, 22:40 Uhr (CBS)

Good Bye
Und eine traurige Nachricht beherrschte den ganzen Sonntag.
Am Morgen verstarb einer der beliebtesten Moderatoren des Senders ESPN, Stuart Scott.
Im Alter von nur 49 Jahre verlor er seinen langen Kampf gegen den Krebs.

Sonntag, 4. Januar 2015

Die NFL 2014 - Wild Cards - Der Samstag
newton-cam5Der Samstag begann mit einer historischen Vorstellung entweder der Panthers Defense oder der Cardinals Offense. Das kann man sich aussuchen.
Die Panthers hielten die Cardinals auf 78 Offense-Yards. Seit es den Super Bowl gibt, hat noch keine Offense weniger als 100 Yards in den Playoffs erzielt.
Da hatten die Buchmacher ein gutes Näschen, als sie vor dem Spiel das schlechter plazierte Team zum Favoriten machten. Immerhin kam Arizona mit einer 11-5 Bilanz zu den Panthers, die mit der negativen Bilanz von 7-8-1 ihre Division gewonnen hatten.
Doch mit dem dritten Quarterback hat man es schwer, die erste Runde der Playoffs zu überstehen. Und da Cardinals Quarterback Lindley keinerlei Unterstützung durch ein halbwegs vernünftiges Laufspiel bekam, endete die Reise nach Charlotte in der Katastrophe.
Während Lindley einen Touchdown und zwei Interceptions warf, machte es Cam Newton (Bild) mit 2 Touchdowns und 1 Interception genau andersherum. Er erzielte mit 18 vollständigen Pässen aus 32 Versuchen 198 Yards, und damit knapp das Dreifache der Cardinals Offense.
Running Back Jonathan Stewart steuerte noch 123 Laufyards und 1 Touchdown bei, und die beiden bewiesen, daß die Defense der Cardinals in der Saison wohl oft über ihre tatsächlichen Verhältnisse gespielt hatte.
Im Ergebnis wird diese Übermacht nicht ganz deutlich. Carolina gewann nur mit 27:16. Schuld daran waren zu viele Fehler in der Offense und den Special Teams, die gegen richtige Gegner zum Desaster hätten werden können. Arizona war aber zu schwach, diese auszunutzen.
Cam Newton feierte den ersten Sieg in den Playoffs, seit er in der NFL ist.
Ob er sich jetzt auf eine Reise nach Seattle oder Green Bay vorbereiten muß, das entscheidet sich erst heute, wenn der Sieger des zweiten NFC Spiels feststeht.

Im zweiten Samstags-Spiel übten beide Verteidigungen viel Druck auf die Quarterbacks aus. Die Ravens mehr als die Steelers.
Es war die erwartet harte Rivalität dieser beiden AFC North Kontrahenten.
Ben Roethlisberger musste im letzten Viertel für ein paar Spielzüge vom Platz, nachdem er zum fünften Mal gesackt worden war. Dabei erlitt er ein Schleudertrauma. Das erklärt dann wohl auch seinen ersten Pass, nachdem er wieder auf den Platz kam. Den warf er aus 14 Yards punktgenau auf den in der Endzone stehenden Safety Darian Stewart.
Joe Flacco wurde zwar von Pittsburghs Verteidigung gejagt, konnte aber nur einmal gesackt werden.
Flacco vervollständigte 18 seiner 29 Pässe für 259 Yards und 2 Touchdowns.
Ben Roethlisberger brachte es auf 31 von 45 für 334 Yards, 1 Touchdown, bei 2 Interceptions.
Vom Laufspiel hielten beide Teams nicht viel. Pittsburgh musste ja auf LeVeon Bell verzichten, so daß von vornherein feststand, daß Big Ben Schwerstarbeit würde leisten müssen.
Die Steelers kamen insgesamt auf 68 Laufyards.
Baltimore blieb mit 49 Yards noch deutlich darunter.
Die Ravens setzten mit ihrem 30:17 Sieg eine Tradition fort. Zum sechsten Mal, seit John Harbaugh ihr Head Coach ist, gewannen sie das erste Playoffspiel in der Endrunde. Und es war zugleich eine Premiere, denn sie gewannen zum ersten Mal ein Playoffspiel gegen die Steelers in diesen sechs Jahren.
In der AFC steht damit schon eine Paarung für die nächste Runde fest. Baltimore muss nach New England. Dort haben die Ravens in den Playoffs schon zweimal gewonnen.

Die Bengals werden heute in Indianapolis ohne A.J. Green antreten müssen.
Der Wide Receiver leidet an einer Gehirnerschütterung und hat keine Freigabe von den Ärzten für das Spiel bekommen.

Samstag, 3. Januar 2015

Chip, der Allmächtige
kelly-chip2Die Eagles und der Vizepräsident für Footballangelegenheiten, Tom Gamble, haben sich einvernehmlich getrennt.
Heißt es.
Doch wie Beobachter berichten, wurde Gamble am Ende von Sicherheitsleuten des Teams vom Vereinsgelände geführt.
Wie Insider berichten, gab es in der Hierarchie der Eagles Kompetenzstreitigkeiten. Aus diesen Grabenkämpfen ging Head Coach Chip Kelly (Bild) als klarer Sieger hervor.
Nachdem Gamble „gegangen wurde“, wurde Howie Roseman vom General Manager zum Vizepräsident für Footballangelegenheiten gemacht. Was klingt, wie eine Beförderung, entpuppt sich als Degradierung, denn Roseman hatte als General Manager das Sagen über die Zusammensetzung des Teams und war der Verantwortliche für die nächste Draft. Oder besser, wäre gewesen, denn Head Coach Chip Kelly wurde zum General Manager ernannt und hat nun das alleinige Sagen über die Zusammenstellung des Kaders.
Kelly, so munkelt man, wollte aus seinem noch drei Jahre laufenden Vertrag aussteigen, wenn er nicht besser in die Rekrutierung neuer Spieler eingebunden würde. Dies wurde wohl durch seine Beförderung zum General Manager verhindert.
Teambesitzer Jeffrey Lurie streitet das zwar ab, aber ein Funken Wahrheit wird schon dran sein.
Mal sehen, was Kelly aus seiner Doppelrolle macht?
Mit der Gehaltsobergrenze will er sich nicht auseinandersetzten. Das sagte er bereits vor einem Jahr, als erste Gerüchte aufkamen, daß Kelly die totale Kontrolle über das Spielerpersonal haben wollte. Dafür wird er jemanden anheuern, der in seinem Sinne handeln wird. Vielleicht Tom Gamble, mit dem Kelly sich recht gut verstanden haben soll?

Wild Card Wochenende
Die Steelers werden definitiv ohne LeVeon Bell gegen die Ravens spielen.
Der Running Back testete sein angeschlagenes Knie am Freitag und verließ humpelnd und niedergeschlagen, den Platz.
Bell, der für 34% der von der Offense der Steelers erzielten Yards verantwortlich zeichnet und von seinen Teamkollegen zum MVP des Teams gewählt wurde, ist ein herber Verlust für Pittsburgh. Mit Läufen und gefangenen Pässen brachte er es auf 2.215 Yards. Zudem war er guter Blocker, der seinen Quarterback immer wieder vor blitzenden Linebackern schützte.

Stell Dir vor, Troy Polamalu kommt zurück, und niemand jubelt.
Unvorstellbar, oder?
Ist aber so. Der alternde ehemalige Superstar der Steelers Verteidigung soll heute Abend gegen die Ravens wieder mitmischen, und viele fragen sich, ob das gut ist?
In den Wochen, in denen der 33 Jahre alte Polamalu verletzt fehlte, fiel seine Abwesenheit nicht auf. Die Defense spielte gut. Und keiner weiß, wieviel Polamalu nach seiner Knieverletzung wird einbringen können?
Wie werden es erleben.

Überhaupt, wie kamen die Steelers in die Playoffs?
Über eine nicht kurze Strecke der Saison lieferten sie Spiele ab, die zum Fremdschämen waren.
Quarterback Roethlisberger lag öfter auf dem Platz, als ihm lieb sein konnte. Die Defense stoppte Nichts und Niemanden.
Der Tiefpunkt war eine Heimniederlage gegen die Fußabtreter aus Tampa Bay.
Und doch hat sich dieses Team berappelt. Es fand seine alten Tugenden wieder. Head Coach Mike Tomlin drohte jedem ernsthafte Konsequenzen an, der nicht bereit war Steeler-Football zu spielen, also harten, aggressiven Football, der den Gegnern Furcht einflößt.
Dazu kam James Harrison aus dem Ruhestand zurück und verstärkte und zündete die Defense.
Ben Roethlisberger und Offensive Coordinator Todd Haley fanden endlich gemeinsame Wege, um den Quarterback besser zu schützen, und viel öfter zu laufen, als sie es bis dahin taten.
Das Ergebnis spricht für sich. Roethlisberger erzielte 4.952 Passyards. Damit führt er die Liga, zusammen mit Drew Brees von den Saints, an.
Das hätte eine Zeitlang niemand erwartet.
So überholten die lange Zeit am Boden liegenden Steelers noch alle AFC North Teams und gewannen die Division.

Ähnlich sah es bei den Cowboys aus.
Sie sorgten schon vor der Saison für Lacher, als sie Vorbestellungen für Eintrittskarten für die Playoffs verschickten.
Die Cowboys, die im Lexikon nachschlagen mussten, was das Wort Playoffs bedeutet.
Und so, wie die letzten Saisons endeten, begann die neue Saison.
Im ersten Viertel des ersten Spiels gegen San Francisco warf Quarterback Tony Romo drei Interceptions, und die 49ers erzielten drei Touchdowns.
Damit war der Weg der Kuhjungs eigentlich vorgezeichnet.
Romo war auf dem besten Weg, zum Versager der Saison gewählt zu werden, und die Mannschaft kämpfte um Platz eins in der nächsten Draft.
Doch dann setzte Dallas mehr und mehr auf das Laufspiel und mehr und mehr auf DeMarco Murray. Die Offenseline, deren Spieler kaum einer kannte, blockte seine Laufwege frei, und sie hielt Romo die Verteidiger vom Hals. Diese O-Line der Namenlosen wurde zur besten der Liga, von ein paar Rückschlägen mal abgesehen.
Die Verteidigung?
Das Gleiche. Viele Verletzte, viele Unerfahrene, ein Spieler, der bereits im Ruhestand war und bewiesen hatte, daß er keine Lust auf Football hat.
Was sollte das werden?
Nun, es wurde gut.
Linebacker Rolando McClain, der zuvor bei den Raiders und den Ravens für viel Unruhe sorgte, zeigte in Dallas, daß er doch Lust auf Football hatte. Er wurde zu einem festen Bestandteil einer Verteidigung, die zwar nur auf Platz 19 in der Gesamtwertung landete, die aber so hoch niemand erwartet hatte.
Selbst Teambesitzer Jerry Jones ließ sich vor der Saison zu der Aussage hinreißen: „Wir haben keine gute Mannschaft“.
So kann man sich irren. Und über die Vorbestellungen lacht heute auch keiner mehr.

Die Steelers und die Cowboys. Zwei echte Traditionsmannschaften, die gegen alle Regeln in den Playoffs landeten.
So kanns gehen.

Freitag, 2. Januar 2015

Kurzberichte
bell-ladingensLeVeon Bell (Bild) hat sein angeschlagenes Knie am Donnerstag getestet und war mit dem Ergebnis gar nicht zufrieden. Alle Versuche des Steelers Running Backs, zu laufen, wurden von einem stechenden Schmerz unterbunden, sagte Bell der Presse.
Am heutige Freitag will er es noch mal versuchen, ist aber gar nicht mehr optimistisch.
Derweil durchläuft der vor einigen Tagen verpflichtete Ben Tate einige Extratrainingseinheiten, um die Geheimnisse des Playbooks der Steelers zu entschlüsseln.
Starten soll der unrekrutierte Rookie Josh Harris, wenn Bell wirklich nicht mitmischen kann.

Bengals Wide Receiver A.J. Green hat seine Gehirnerschütterung so weit ausgeheilt, daß er wieder am Training teilnehmen darf.
Daß er gegen die Colts wird spielen können, heißt das noch nicht.

Die Hoffnungen, daß Drew Stanton rechtzeitig zu den Playoffs wieder einsatzbereit sein könnte, haben sich zerschlagen.
Der Quarterback der Cardinals hat ein angerissenes Kreuzband und kann nicht spielen. An seiner Stelle wird wieder Ryan Lindley starten.

Es war eine historische Saison für die Kansas City Chiefs. Sie waren das erste Team seit 60 Jahren, das in einer Saison keinen einzigen Touchdown durch einen Wide Receiver erzielte.
Selbst Bears Wide Receiver Brandon Marshall brachte es trotz einiger verpasster Spiele und trotz Quarterback Jay Cutler noch auf acht Touchdowns.
Doch die Wide Receiver der Chiefs erzielten nicht einen.
Das ist auch General Manager John Dorsey aufgefallen, der für die nächste Saison mal schauen will, was auf dieser Position so an brauchbarem Material zu haben sein wird?
Die größte Enttäuschung ist natürlich Dwayne Bowe. Er fing 2010 noch 15 Touchdowns, bekam einen dicken Vertrag und fing danach nur noch 5, 3, 5 und 0 Touchdowns. Er gehört zu den überbezahltesten Spielern der Liga.
Glück für die Chiefs, Anfang der Saison 2014 war er für ein Spiel suspendiert. Dank einer Klausel im Vertrag können die Chiefs ihn feuern, ohne daß es sie viel kostet.
Viel kosten wird dann der neue Receiver, und das könnte Dez Bryant sein, wenn seine Vertragsverhandlungen mit Dallas scheitern.

Für Dez Bryant sind zur Zeit die Playoffs wichtig, nicht sein Vertrag.
Der Wide Receiver der Cowboys hat mit 16 Touchdowns einen neuen Mannschaftsrekord aufgestellt, und hat zum ersten Mal, seit er 2010 einberufen wurde, die Playoffs erreicht.
Die, und nur die, wären zur Zeit wichtig, betont er immer wieder.
Er hätte den Cowboys und Teambesitzer Jerry Jones viel zu verdanken, sagte Bryant. Er wäre ein sogenannter Problemspieler gewesen, doch durch die Hilfe seiner Teamkollegen und seines Besitzers hätte er in die richtige Spur gefunden.
Das würde er bei den anstehenden Verhandlungen nicht vergessen. Aber Jones dürfte nicht vergessen, was er, Bryant, wert ist.
Wenn man da einen gemeinsamen Nenner fände, dann würden die Cowboys und Bryant noch lange zusammenbleiben.
Jetzt aber wäre es erst mal wichtig, lange in den Playoffs zu bleiben.

Die Buffalo Bills rechneten fest damit, daß Bill Polian in die Geschäftsleitung kommen wird. Doch der ehemalige General Manager der Colts bleibt lieber bei ESPN, wie er am Donnerstag sagte.
Der 72-jährige hat erst vor Kurzem seinen Vertrag mit dem TV Sender verlängert und fühlt sich dort sehr wohl.

War da was mit Rente?
Am Donnerstag sagte Colts Wide Receiver Reggie Wayne, daß der Gedanke daran, nach der Saison 2014 aufzuhören, wohl doch etwas zu früh kam. Heute denkt er eher daran, noch eine 15. Saison zu spielen.
Doch nur, wenn die Colts ihn noch wollen. Woanders würde er nicht spielen, betonte er.
Mit 39 Jahren ist Matt Hasselbeck der älteste Quarterback in der NFL. Und mal ehrlich, sonderlich viel hat er in Indianapolis als Clipboardhalter für Andrew Luck ja nicht zu tun. Und dafür eine siebenstellige Summe kassieren?
Warum nicht!
Deshalb denkt auch er daran, noch eine Saison dranzuhängen, seine 17. dann.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Kurzberichte
marroneTrainerfeuern einmal anders herum.
Bills Head Coach Doug Marrone (Bild) hatte nach der Saison drei Tage Zeit, sich zu überlegen, ob er Head Coach des Teams bleibt, oder ob er die Option zieht, zu gehen.
Marrone durfte das Team verlassen, und wird trotzdem für 2015 sein volles Gehalt von $4 Millionen erhalten, selbst dann, wenn er bei einem anderen Team unterschreibt. Das wurde ihm vertraglich so zugesichert.
Und Marrone zog die Option, zum Doppelverdiener zu werden, denn es ist davon auszugehen, daß er wieder einen Job in der NFL finden wird. Wenn nicht als Head Coach, so doch als Offensive Coordinator.
Wie es heißt werden die Bills Ende des Monats Bill Polian als Chef der Footballangelegenheiten vorstellen. Man kann davon ausgehen, daß er Marrone gefeuert hätte, um einen eigenen Head Coach einzustellen. Dem kam Marrone zuvor. Und nahm noch etwas Geld mit auf den Weg.

„Nächste Frage,“ war Ndamukong Suhs einzige Antwort, auf die Frage nach seinen Tritten auf das verletzte Bein von Packers Quarterback Aaron Rodgers.
Der Defensive Tackle der Lions, der zu den schmutzigsten Spielern der NFL gehört, wollte sich nicht zu dem Vorfall und seiner von der NFL unverständlicherweise aufgehobenen Suspendierung äußern.
Zehn mal antwortete Suh mit dieser Phrase und 12 mal mit der Phrase: „Ich konzentriere mich voll auf Dallas.“
Mittlerweile sickerte auch nach draußen, auf was für eine dämliche Ausrede der Schlichter reingefallen ist, der die Berufungsverhandlung führte. Suh hat ihn mit dem Spruch: „Meine Füße waren so kalt, ich habe gar nicht gespürt, daß ich auf etwas getreten bin,“ reingelegt.
Tätääääh!

Die Redskins und Defensive Coordinator Jim Haslett haben sich einvernehmlich getrennt, wie es heißt.
Seit 2010 leitete Haslett recht Erfolglos die Defense der Redskins.

Irgendwann soll ja auch der Dümmste mal was kapieren.
So geschehen, jetzt in St. Louis. Da gab Head Coach Jeff Fisher bekannt, daß Quarterback Sam Bradford um seinen Posten als Starter wird kämpfen müssen, vor der nächsten Saison. Gegen wen, das wäre noch nicht klar, da dieser Jemand noch nicht im Team wäre, aber Bradford wäre nicht mehr als Starter gesetzt.
Wenn der dauerverletzte Bradford überhaupt mal spielte, dann recht Erfolglos. Seine Bilanz als Starter lautet 18-30-1.
Und da Head Coach Fisher selber um seinen Arbeitsplatz kämpfen muß, da auch er keinen Erfolg vorzuweisen hat, muß ein Quarterback her, der A) auch mal ein paar Spiele am Stück abliefert, und B) auch mal ein paar davon gewinnt.
Fishers Zeit in St. Louis verläuft ähnlich armselig, wie die bei den Titans und hat eine Bilanz von 20-27-1. In seinen 20 Saisons als Head Coach konnte Fisher nur sechs mit einem positiven S/N Verhältnis beenden.

Der Lazarettreport
Die Colts setzten Right Tackle Gosder Cherilus mit einer Leistenverletzung auf die Verletztenliste.

Bengals Wide Receiver A.J. Green hat sich gegen die Steelers eine Gehirnerschütterung zugezogen. Sein Einsatz gegen die Colts ist fraglich.

Steelers Running Back LeVeon Bell wurde gesehen, wie er ohne zu humpeln auf den Trainingsplatz ging.
Doch daraus darauf zu schließen, daß sein überdehntes Knie einen Einsatz gegen Baltimore zulässt, wäre verfrüht.
Bell sagte, daß er sich von Tag zu Tag etwas besser fühlt. Über Samstag sagte er noch nichts.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: RB C.J. ANDERSON, DENVER BRONCOS
13 Läufe für 87 Yards, 3 Touchdowns, 2 gefangene Pässe für 20 Yards
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB JONATHAN NEWSOME, INDIANAPOLIS COLTS
6 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: WR-PR ANTONIO BROWN, PITTSBURGH STEELERS
Trug 2 Punts über 84 Yards zurück, darunter 1 über 71 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
17 von 22 Pässen für 226 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 12. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S ROMAN HARPER, CAROLINA PANTHERS
6 Tackles, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 31 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR MICAH HYDE, GREEN BAY PACKERS
1 Puntreturn- Touchdown über 55 Yards
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

 

 

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