rahmen55-105

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NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

45 Jahre Monday Night Football 
gruden-john200Es war ein Meilenstein. Es war das 700ste Monday Night Football Spiel in der 45-jährigen Geschichte der Serie. Es war ein Spiel, das zwei gleichstarke Gegner verdient gehabt hätte. Statt dessen setzte die NFL die Rams, potentieller Kandidat für die erste Wahl in der Draft, gegen die 49ers, potentieller Playoffkandidat, an.
Und ESPN war gar nicht glücklich über diesen Mißgriff. Analyst Jon Gruden (Bild) wußte, daß es einer dieser Langeweiler werden würde, bei dem er eine Heidenarbeit hat, die Zuschauer vom Wechsel des Kanals abzuhalten. So schwor er denn auch seine Crew ein, die mithelfen mußte, einen Reißer aus einem Stinker zu machen.
Er raste wie aufgezogen vor dem Monitor im Produktionsraum rum und pries Rams Quarterback Austin Davis. Davis, so schrie Gruden es heraus, würde ihn an einen jungen Drew Brees erinnern. Davis, so redete sich Gruden in Rage, hätte Potential. Man müsse sich nur ansehen, wie perfekt er seine Pässe aus dem Lauf heraus wirft. Und dann seine Motivationsarbeit an der Seitenauslinie. Das wäre vorbildlich.
Dieser Junge, so sprudelte es aus Gruden heraus, wäre ein unentdecktes Geheimnis, das am Abend vor einem landesweiten Publikum gelüftet würde.
Und ja, Mr. Gruden, Davis tat ihnen den Gefallen und spielte hervorragend... in der ersten Halbzeit.
Da waren die 49ers wohl etwas zu locker ins Spiel gegangen.
Das änderte sich in der zweiten Halbzeit, als die 49ers ernst machten. Es zeigte sich, daß die Rams ihr Pulver verschossen hatten und immer schlapper wurden.
Jetzt begann die wirkliche Arbeit für Kommentator Mike Tirico und Analyst Jon Gruden. Jetzt mußte sie ein immer langweiliger werdendes Spiel interessant quatschen.
Übung darin haben die Beiden, denn Monday Night Football Spiele sind oft nicht der Renner. Allerdings wußte man doch vorher, daß diese Ansetzung im siebenhundertsten Spiel der Serie von Vornherein zum Scheitern verurteilt, und diesem Anlaß nicht würdig war.
Es kam, wie es kommen mußte. Hätten die 49ers von Anfang an richtig mitgespielt, wäre es das erwartete 43:10 geworden.
Doch ihre Pomadigkeit in der ersten Halbzeit hielt das Spiel spannender, als nötig.
Gut für ESPN.
Im zweiten Durchgang waren es dann San Francisco und Quarterback Colin Kaepernick, die die Akzente setzten.
Am Ende hatte Davis 21 von 42 Pässen vervollständigt für 236 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception, der zum Touchdown zurückgetragen wurde.
Kaepernick stand mit 22 aus 36 für 343 Yards und 3 Touchdowns wesentlich besser da, als der von Gruden zum Wunderkind hochgepriesene Davis.
Und jetzt wandert der Monday Night Football Troß weiter, um sich auf die Texans und die Steelers vorzubereiten. Auch nicht gerade ein Leckerbissen.
Obwohl, hier treffen zwei gleichschlechte Teams aufeinander. Das könnte dann doch was werden für Spiel Nr. 701.

Kurzberichte
Das Gehalt für Tony Romo scheint die Cowboys dazu zu zwingen, anderen Spielern nur noch Hungerlöhne zu zahlen. Wie sonst ist es zu erklären, daß der arme Running Back Joseph Randle wegen Ladendiebstahls verhaftet wurde.
Randle hatte in einem Laden eines Einkaufscenters eine Flasche Gucci Guilty Black Cologne und Unterwäsche gestohlen.
Nachdem er eine Kaution hinterlegt hatte, wurde er aus der Haft entlassen.
Ob Jerry Jones jetzt das magere Gehalt von $495.000 für Randle erhöht, oder ihn feuert, wird man sehen.
In der laufenden Saison hat der Running Back mit 16 Läufen 113 Yards erzielt.

In Washington gibt es eine Quarterback- Kontroverse. Allerdings nicht die, die man befürchtet hatte. Es geht bei den Redskins nicht darum, ob Kirk Cousins Robert Griffin III als Starter ablösen wird, sondern darum, daß Cousins zugunsten von Colt McCoy auf die Bank gesetzt werden soll.
Cousins hat sich in den bisherigen Spielen nicht als Alternative für RG3 empfohlen. Deshalb werden die Rufe nach seiner Ablösung lauter.
Head Coach Jay Gruden hört sie zwar, ignoriert sie aber. Er hat nicht vor, Cousins bis zur Rückkehr von Griffin III gegen McCoy auszutauschen. Zwar gingen alle sieben Spiele, in denen Cousins startete (2013 eingeschlossen) verloren, und dieses Jahr führt er mit acht Interceptions die Liga an, aber McCoy ist in Grudens Augen keine wirkliche Alternative.
Aber auf der anderen Seite weiß man jetzt, daß es zwischen Cousins und Griffin III nicht zu einer Kontroverse kommen wird.

Der Lazarettreport
Die Giants verpflichteten Wide Receiver Kevin Ogletree. Er soll Victor Cruz ersetzen, den die Giants gestern, zusammen mit Cornerback Trumaine McBride, auf die Verletztenliste setzten.

Knowshon Moreno entpuppte sich für die Dolphins als teurer Flop.
Im März gaben sie dem ehemaligen Running Back der Broncos einen Einjahresvertrag über $3,275 Millionen. Seitdem war Moreno drei mal verletzt.
Am Sonntag hatte er seinen ersten Einsatz nach einer Ellenbogenverletzung, und es war sein letzter für diese Saison. Er zog sich einen Kreuzbandriss zu und die Dolphins setzten ihn auf die Verletztenliste.

Die Broncos setzten Danny Trevathan auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler. Der Linebacker hat einen Riß in einem Knochen oberhalb des linken Knies.
Head Coach Fox glaubt, daß Trevathan in einigen Wochen wieder einsatzbereit sein wird.

Die Cowboys müssen etwa drei bis vier Wochen ohne Doug Free auskommen. Der Right Tackle hat einen Riß im Knochen eines Fußes.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Kurzberichte
BALDWIN-DOUGDie Heimniederlage seiner Seahawks gegen Dallas hat Wide Receiver Doug Baldwin (Bild) überhaupt nicht geschmeckt. Er stauchte seinen Quarterback Russell Wilson noch während des Spiels zusammen und machte nach dem Spiel noch weiter.
In seinen Augen kann die Offense den Ball nicht nach vorne bewegen. Im Team wäre zu viel Talent, um so wenige Yards zu erzielen, wie gegen die Cowboys.
Dann betonte Baldwin noch, daß er die Schuld daran nicht nur Wilson zuschreibt. Das Ganze wäre eine gemeinsame Sache, die man gemeinsam lösen müßte.
Vor Allem bei den Teammeetings würden die Anwesenden nicht genug Aufmerksamkeit an den Tag legen. Hier müßten Dinge angesprochen werden, die nicht gut funktionieren, und jeder müßte sich die Lösungsvorschläge verinnerlichen.

Etwas dezenter demontierte Adam (der jetzt nicht mehr Pacman genannt werden möchte) Jones seinen Kicker.
Der Cornerback der Bengals war nach dem Unentschieden gegen die Panthers auf Hundert in der Kabine. Auf die Frage eines Reporters, warum er sich denn so aufrege, das Unentschieden würde dem Team doch nicht schaden, fauchte er sarkastisch zurück: „Sagen Sie`s mir.“
Dann fuhr Jones fort, daß man das Spiel hätte gewinnen können, wenn jeder seinen Job gemacht hätte. Dabei sah er in die Richtung von Mike Nugent. Der Kicker hatte ein Field Goal aus 36 Yards verschossen, als die Zeit in der Verlängerung ablief.
„Wir waren in der perfekten Situation, das Spiel gewinnen zu können“, fuhr er fort. „Zwei Sekunden auf der Uhr. Wir mußten einfach gewinnen. Jeder hier wird dafür bezahlt, seinen Job zu tun, und jeder muß seinen Job tun. Einer hat das nicht gemacht.“
Und wieder wanderte sein Blick in Richtung Nugent.

Nicht auf einen, oder mehrere, Teamkollegen schlägt Greg Olsen ein, sondern auf einen Gegner.
Der Tight End der Panthers will, daß die Liga Vontaze Burfict suspendiert. Der Linebacker der Bengals soll Olsens Knöchel absichtlich verdreht haben. Das wäre ein vorsätzlicher Versuch gewesen, ihn zu verletzen.
Olsen verlangt nun, daß die Liga solche Typen wochenlang sperrt, sonst würden sie nicht lernen, daß es nicht OK ist andere absichtlich zu verletzen.
Aus der Ligazentrale war noch keine Stellungnahme zu hören.

Brett Keisel: „WIr sind ein durchschnittliches Footballteam“.
Da möchte man dem Defensive End der Steelers glatt widersprechen. Ein durchschnittliches Team verliert nicht gegen einen Quarterback, der nur acht Pässe vervollständigt, diese aber für 51, 42, 31, 31, 24 und 17 Yards.
Dafür muß man schon ein unterdurchschnittliches Footballteam sein.
Als die Browns erstmal eine komfortable Führung gegen Pittsburgh hatte, kontrollierten sie Spiel und Uhr mit ihrem Laufspiel. 158 Yards erzielten Ben Tate und Rookie Isaiah Crowell.
Wie gesagt... unterdurchschnittlich.

Der Lazarettreport
Das Verletzungspech machte vor dem siebenhundertsten Monday Night Spiel, das die 49ers mit 31:17 gegen die Rams gewannen, nicht halt.
Niners Linebacker Patrick Willis zog sich eine Zehenverletzung zu, die er auf den Belag das Domes schob. Nach dem Spiel wurde er an Krücken humpelnd gesehen.
Sein Teamkollege Defensive Back Jimmie Ward zug sich eine Verletzung des Quadrizeps zu. Guard Mike Lupati mußte wegen einer Gehirnerschütterung vorzeitig aufhören.

Die Knieverletzung von Patriots Linebacker Jerod Mayo erwies sich als Kreuzbandriss. Für ihn ist die Saison ebenso beendet, wie für Running Back Stevan Ridley, der sich das vordere und hintere Kreuzband riß.
Unglücklicherweise befindet sich Ridley im letzten Jahr seines Vertrags. Und einen neuen Vertrag nach einer solch schweren Verletzung zu bekommen, ist schwer.

Die Lions versuchen sich darauf einzustellen, bis in Woche 10 ohne Calvin Johnson auskommen zu müssen.
Head Coach Jim Caldwell sagte, daß er zwar keinen medizinischen Grad besitzt, daß ihm aber trotzdem klar wäre, daß der Wide Receiver momentan nicht einsatzbereit ist.
Johnson wäre ein schlechter Patient. Wenn es nach ihm ginge, wäre er voll einsatzbereit, fuhr Caldwell fort. Doch die Fakten würden dagegen sprechen.
Johnson hat einen böse verstauchten Knöchel und will trotzdem weiterspielen. Doch Caldwell tendiert dazu, Megatron bis nach dem freien Spieltag in Woche neun zu schonen.

Glück für Darren Sproles. Der Running Back der Eagles hat eine Zerrung des Kreuzbands und wird nur zwei Wochen pausieren müssen. Da die Eagles in der Zeit eine Freiwoche haben, wird er nur ein Spiel verpassen, das gegen die Cardinals.

Der Verdacht auf einen Kreuzbandriss hat sich leider bestätigt. Für Jets Cornerback Dee Milliner ist die Saison beendet. Ebenso, wie für Guard Brian Winters, der sich auch einen Kreuzbandriss zuzog.

Browns Center Alex Mack brach sich gegen die Steelers ein Bein, und man hört, daß die Saison für ihn beendet ist. Wie auch für seinen Teamkollegen Armonty Bryant. Der Defensive End zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Giants Cornerback Trumaine McBride muß an einem Daumen operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.

Montag, 13. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 6
tomlin-mike-2002Gab es Überraschungen?
Ja!
Stand jetzt (13.10.14, 12 Uhr) ist Mike Tomlin (Bild) immer noch Head Coach der Pittsburgh Steelers. Das ist eine Riesenüberraschung.
Der Sieg der Browns, auch in der Höhe von 31:10, ist dagegen keine Überraschung mehr.
Letzte Woche stellten die Browns einen NFL Rekord auf, als sie auswärts einen 25 Punkterückstand gegen die Titans noch in einen Sieg umwandelten.
Gestern brauchten sie so ein Comeback nicht, da lagen sie Zuhause nur einmal kurz 0:3 zurück, und von da an putzen sie die Steelers weg.
Um zu verdeutlichen, wie schlecht Pittsburgh mittlerweile ist, ziehen wir die Statistik von Browns Quarterback Brian Hoyer heran. Er warf nur 17 Pässe von denen er mit acht weniger als die Hälfte vervollständigte für 217 Yards und 1 Touchdown. Solch eine erbärmliche Leistung reicht heute aus, die einstmals so starken Steelers zu besiegen.
Cleveland hat jetzt 3-2 Siege, Pittsburgh 3-3, womit beide Teams noch im Playoffrennen sind. Allerdings müßten sie dafür an den Ravens und den Bengals vorbei, was schwer werden dürfte.
Cincinnati kam gegen Carolina zu einem dieser seltenen Unentschieden in der NFL. Beide Teams erzielten 37 Punkte.
Die Ravens zerfetzten die Buccaneers. Mit fünf Touchdownpässen in nur 17 Spielminuten stellte Ravens Quarterback Joe Flacco einen neuen NFL Rekord auf. Der alte stand bei 29 Minuten.
Schon kurz danach schalteten die Ravens, noch vor dem Halbzeitpfiff, in den Gnadenmodus, so daß die Bucs nur mit 48:17 verloren.

Gab es Überraschungen?
Ja!
Stand jetzt (13.10.14, 12:10 Uhr) ist Rex Ryan immer noch Head Coach der New York Jets. Das ist eine Riesenüberraschung. Allerdings hörte man aus der Chefetage, daß nach der Saison Schluß ist. Man will den Head Coach und General Manager Idzik nicht mitten in der Saison feuern.
Die Fans buchstabieren derweil Jets mit M-E-S-S, Mess.
Der Gegner war aber auch nicht so leicht zu besiegen, es waren immerhin die Denver Broncos. Schon vor dem Spiel hörte man, daß es schon ein Sieg für die Jets wäre, wenn Peyton Manning nicht die sechs Touchdowns wirft, die er braucht, um an Brett Favre vorbeizuziehen.
Und wenigstens das gelang. Manning warf nur seine gewohnten drei Touchdownpässe und kann nächste Woche mit weiteren drei auf 509 kommen und den neuen Rekord aufstellen.
Denver gewann übrigens mit 31:17.

Gab es Überraschungen?
Ja!
Die Dallas Cowboys gewannen IN Seattle. Das ist immer noch eine Riesenüberraschung. Seattle verliert keine Heimspiele. Jedenfalls nicht, seitdem Russell Wilson dort Quarterback ist. Das letzte Heimspiel verloren sie 2012.
Doch Russell Wilson erlebte gegen die starke Defense der Cowboys einen Horrortag. Er vervollständigte nur die Hälfte seiner 28 Pässe für magere 126 Yards und leistete sich einen Interception. Normalerweise macht er das dann mit Läufen wett, aber auch hier ließ Dallas nur zwei Läufe für 12 Yards zu.
Normalerweise holt dann Marshawn Lynch die nötigen Meter, doch auch er kam mit 10 Läufen nur auf 61 Yards.
Und die Offense der Cowboys?
Wer auch immer in den weißen Trikots und den silbernen Helmen mit dem Stern momentan steckt, diese Truppe hat Playoffkaliber.
Tony Romo blieb erneut ohne Interception. Er vervollständigte 21 seiner 32 Pässe für 250 Yards und 2 Touchdowns.
Ist das schon ein Wunder, so setzte DeMarco Murray noch einen drauf. Der beste Running Back der NFL erzielte gegen die beste Laufverteidigung der Liga 115 Yards und 1 Touchdown.
Doch Cowboys-Fans wissen, daß man so früh in der Saison noch nicht das Wort Playoffs sagen darf, auch wenn das Team 5-1 Siege hat. Romo bleibt nun mal ein Achterbahn- Quarterback, und Murray ist Verletzungsanfällig.
Doch nach einem 30:23 Sieg beim heimstarken, amtierenden Weltmeister, darf man das P-Wort dann doch mal ganz leise aussprechen:
Playoffs.
5-1 Siege haben auch die Eagles in der NFC East, nachdem sie die Giants unerwartet locker mit 27:0 abfertigten.

Sehr spannend ging es im Glutkessel von Miami zu. Beide Teams hatten unter den über 30 Grad zu leiden, die auf dem Rasen herrschten.
Auch die Spieler des Heimteams, die solche Temperaturen eher gewohnt sind, als der Gast aus Green Bay, schnappten im letzten Viertel nur noch gierig nach dem letzten Rest Sauerstoff.
Beide Teams schenkten sich nichts, und die 24:17 Führung für die Dolphins neun Minuten vor Spielende ging vollkommen in Ordnung.
Doch wenn der gegnerische Quarterback Aaron Rodgers heißt, heißt es: Aufpassen!
Vier Minuten vor Spielende kamen die Packers auf 24:20 heran.
Miami schaffte es danach nicht, den möglichen Sieg über die Zeit zu bringen.
124 Sekunden vor Spielende kam Green Bay noch mal an den Ball, allerdings waren die Auszeiten aufgebraucht. Rodgers brachte seine Offense bis an die 15 der Dolphins, und mit nur noch 13 Sekunden auf der Uhr wollte er die Uhr anhalten, indem er den Ball absichtlich zu Boden warf... dachten alle im Stadion, nur Rodgers und Wide Receiver Adams nicht. Rodgers täuschte das Spiken nur an, warf den Ball aber zu Adams, der an der Vier ins Aus lief. Die Uhr hielt an und zeigte noch sechs Sekunden. Die Packers konnten sich in Ruhe aufstellen und Rodgers warf einen Touchdownpass zu Quarless. Der Extrapunkt saß und Green bay gewann 27:24.

Der Lazarettreport
Natürlich blieben auch die gestrigen Schlachten leider wieder nicht ohne ernsthafte Verletzungen.
Mess, äh, Jets Cornerback Dee Milliner mußte mit einem Verdacht auf Achillessehnenriss das Spiel gegen Denver vorzeitig verlassen.
Bei den Broncos fiel Linebacker Danny Trevathan mit einer Knieverletzung aus.

Superstarallzweckwaffe Darren Sproles, der als Running Back der Eagles gelistet ist, mußte das Spiel gegen die Giants im dritten Viertel mit einer Knieverletzung verlassen.
Bei den Giants mußten Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie und Wide Receiver Victor Cruz vorzeitig aufgeben. Der Cornerback hatte Krämpfe im Rücken, während sich Cruz einen äußerst schmerzhaften Riß der Patellasehne zuzog.

Im Sieg gegen Pittsburgh brach sich Browns Center Alex Mack im zweiten Viertel ein Bein und mußte vom Platz gefahren werden.
Bei den Steelers fielen Defensive End Brett Keisel (Knie) und Nose Tackle Steve McLendon (Schulter) aus.

Die Patriots gewannen gewohnheitsgemäß gegen Buffalo, verloren aber Linebacker Jerod Mayo und Running Back Stevan Ridley. Der Linebacker wurde mit einer Knieverletzung vom Platz gefahren.
Auch Running Back Stevan Ridley verletzte sich am Knie. Hier lautete die Prognose recht früh: Kreuzbandriss.

Bei den Packers fielen nach und nach Linebacker Jamari Lattimore (Nacken), und die Cornerbacks Sam Shields (Knie), und Tramon Williams (Knöchel) aus.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Monday Night Football
davis-vernon3Wer denkt sich nur solche Paarungen aus?
Im Monday Night Spiel sollen eigentlich die besten Teams gezeigt werden, damit spannende Spiele garantiert sind. Und dann kommt so eine Partie wie 49ers gegen Rams?
Auch wenn die 49ers nicht ganz so gut sind, wie eigentlich erwartet, sind die Rams genau so schlecht, wie erwartet. Da kann doch niemand ein wirklich gutes Spiel erwarten.
Aber solche Klöpse leistet sich die NFL bei der Terminplanung jedes Jahr, und vielleicht wird das Spiel ja auch erträglicher, als befürchtet?
Tight End Vernon Davis (Bild) jedenfalls könnte ausfallen, und somit würde Niners Quarterback Kaepernick eine wichtige Anspielstation fehlen.
Davis hat in dieser Woche nicht am Kontakttraining teilgenommen. Er leidet noch immer an Rückenschmerzen, die schon seinen Einsatz in Woche fünf verhinderten.
Davis wird allerdings nicht nur als Receiver vermißt sondern auch als Blocker. In dieser Eigenschaft gehört er nämlich zu den besten des Teams. Also wird auch Frank Gore ihn vermissen.
Der Running Back hat bisher nicht die dominante Rolle gespielt, die man ihm vor der Saison zugeschrieben hatte. Doch das, so Offensive Coordinator Greg Roman, wäre von ihm genau so geplant.
In den ersten fünf Spielen hat Gore den Ball nur 77 mal getragen für 365 Yards. Nur 2009 trug er den Ball über eine Spanne von fünf Spielen noch seltener, doch da hatte er eine Knöchelverletzung.
Roman sagte, daß er Gore nicht zu früh in der Saison erschöpfen will. Natürlich wäre es für die Fans einfach, mehr Läufe von Gore zu fordern, doch der ist mittlerweile 31 Jahre alt, und deshalb möchte Roman ihn nicht überfordern.
Ob er gegen St. Louis etwas öfter von der Leine gelassen wird?
Die Laufverteidigung der Rams rangiert auf Platz 29 der 32 Teams. Sie läßt pro Spiel im Schnitt 152,5 Yards zu. Das wäre andererseits eine gute Gelegenheit, Carlos Hyde etwas mehr Erfahrung sammeln zu lassen. Hyde hat bisher erst 132 Laufyards erzielt. So ein Gegner wie St. Louis kommt da als zusätzliches Training gerade recht.

Wer fängt die Bälle für die Bengals?
Bengals Quarterback Andy Dalton ist unglaublich Abhängig von seinen Receivern. Nimmt man ihm seine talentierten Ballfänger weg, läßt seine Produktivität nach.
Der Einsatz von AJ Green ist mehr als fraglich. Auch wenn er in dieser Saison längst nicht die Leistung gebracht hat, die man von ihm gewohnt ist, ist er DER Rettungsanker für Dalton.
Green lief die ganze Woche mit einem Stützstiefel herum, weil er eine dieser lästigen,schmerzhaften Zehenverletzungen hat.
Gegen die Panthers wird weiterhin Marvin Jones fehlen. Er hat wegen einer Knöchelverletzung das ganze Jahr noch nicht spielen können. Zwar hatte man gehofft, ihn heute mal wieder einsetzen zu können, aber da er weiterhin nicht am Training teilnehmen konnte, wird das wohl nichts.
Bleibt noch Mohamad Sanu. Er wird dann wohl die Nr. 1 für Dalton heute. Mit 17 gefangenen Pässen führt Sanu die Bengals an, zusammen mit Green. Und wie Green hat auch Sanu zwei Touchdowns auf seinem Konto.

Samstag, 11. Oktober 2014

Kurzberichte
irsay-jimSeit gestern darf Jim Irsay (Bild) wieder (offiziell) bestimmen, was in seinem Team passiert. Die sechswöchige Suspendierung des Besitzers der Colts endete am Freitag. Er war gesperrt, weil er unter Alkohol- und Tabletteneinfluß Auto gefahren war. In einem Interview gab er zu, abhängig zu sein, und er begab sich in eine Entzugsklinik.
Und sofort benutze Irsay wieder sein Twitter-Konto, das er in diesen vergangenen 40 Tagen nicht nutzen durfte. Er zwitscherte, daß er sich bei den Fans des Teams für deren Unterstützung und ihre Genesungswünsche bedankt.

Und noch ein Zahlungspflichtiger Spieler wurde genannt. Buccaneers Wide Receiver Louis Murphy muß $11.025 zahlen, weil er einen Gegenspieler beleidigt hat.

Einige Polizisten des San Jose Polizeidezernats mußten ihren Nebenjob aufgeben.
16 Beamte des Reviers haben in ihrer Freizeit für die 49ers gearbeitet. Da aber einer der Beamten im Haus von Ray McDonald war, als dieser wegen häuslicher Gewalt verhaftet wurde, und der Fall immer noch von der Polizei untersucht wird, könnte es zu Interessenskonflikten kommen.
Deshalb müssen die Beamten vorerst auf ihre Nebeneinkünfte verzichten.

Der Lazarettreport
Drew Stanton hat alle Untersuchungen wegen seiner Gehirnerschütterung erfolgreich abgeschlossen. Der Ersatz- Quarterback der Cardinals kann also am Sonntag spielen.
Doch auch bei Starter Carson Palmer ist die Nervenkrankheit in der Schulter so weit abgeklungen, daß er wohl bald wieder spielen kann, wenn auch sehr wahrscheinlich noch nicht diese Woche gegen die Redskins.

Die Patriots spielen mal wieder ein bißchen mit dem Verletzungsbogen. Am Freitag meldeten sie, daß Quarterback Tom Brady wegen einer Knöchelverletzung vielleicht nicht gegen die Bills antreten könnte.
Am Freitags-Training hat Brady nicht teilgenommen, aber das läßt er öfter mal ausfallen, um den Wurfarm zu schonen.

Bei den Lions werden Wide Receiver Calvin Johnson und Running Back Reggie Bush sehr wahrscheinlich nicht spielen können. Beide haben Knöchel.

Die Bears müssen gegen Atlanta auf Linebacker Lance Briggs (Rippen) und Offensive Tackle Jermon Bushrod (Knie) verzichten.

Bei den Steelers fallen Linebacker Ryan Shazier (Knie), Cornerback Ike Taylor (Unterarm) und Safety Shamarko Thomas (Kniesehne) aus.

Freitag, 10. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 6 - Thursday Night Football
fitzpatrick-ryan-texansDas Spiel fing an, als hätte man nicht Thursday Night Football eingeschaltet sondern Saturday Night Live und man würde die gelungene Karikatur eines Footballteams in Gestalt der Houston Texans ansehen.
In den ersten Minuten gab es viel zu lachen.
Zu einem frühen Zeitpunkt im zweiten Viertel hatten die Colts 24 Punkte und die Texans MINUS ein Yard Offense.
Was dann geschah war schlicht unglaublich. Die Texans spielten auf einmal mit und plötzlich war es tatsächlich ein Kampf zweier 3-2 Teams, die um die alleinige Führung in der AFC South spielten.
Texans Quarterback Fitzpatrick (Bild), von dem man im ersten Viertel gehofft hatte, daß er schnellstens aus dem Spiel genommen wird, stellte die Defense der Colts ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme. Tatkräftig unterstützt wurde er von Running Back Arian Foster und Wide Receiver Andre Johnson. Die beiden waren dann auch für die ersten 14 Punkte Houstons zuständig.
Die Defense der Texans konnte danach Andrew Luck ein ums andere Mal unter Druck setzen und klatschte viele seiner Pässe ab. Besonders natürlich JJ Watt, der eine Zeitlang sehr unauffällig spielte, dann aber besonders in Erscheinung trat.
Er nahm im letzten Viertel einen Fumble von Andrew Luck auf und trug ihn über 45 Yards in die Endzone zurück. Danach stand es nur noch 33:28 für Indianapolis.
Indianapolis brachte mit seiner Offense nichts mehr zustande, da mußte es die Defense richten. Und so war es ein Verteidiger, der den Sieg sicherte.
Es war direkt nach der Zweiminutenwarnung. Der deutsche Linebacker Björn Werner konnte sich von seinem Blocker lösen und sackte Fitzpatrick, der dabei den Ball verlor. Linebacker Dqwell Jackson eroberte den Ball und danach brauchte Andrew Luck nur noch drei Spielzüge abknien.
Was wäre wenn...? was wäre, wenn die Texans nicht das erste Viertel komplett verschenkt hätten?
Wir werden es nie erfahren.

Kurzberichte
Ein bißchen Gras könnte Adrian Peterson ins Gefängnis bringen.
Der Running Back der Vikings wartet auf seinen Prozeß wegen Kindesmißhandlung, der Anfang Dezember beginnt. Bis dahin ist er auf Kaution frei.
Bei einer gerichtlich angeordneten Urinprobe wurden Spuren von Marihuana gefunden, und Peterson gab zu, etwas Gras geraucht zu haben.
Das verstößt gegen die Kautionsauflagen und der Ankläger forderte, Peterson zu verhaften und wegzuschließen.
Das dürfte aber noch bis nächste Woche dauern, denn der Staatsanwalt Brett Ligon verlangt daß Richter Kelly Case der Fall entzogen wird. Der hatte Ligon und den Anwalt Petersons, Rusty Hardin, als Medienhuren bezeichnet.

Nachdem ja die Geldstrafe für Broncos Tight End Julius Thomas wegen seines illegalen Chop Blocks schon bekannt wurde, erfuhr man am Donnerstag auch von einer Geldstrafe gegen Colin Kaepernick.
Während Thomas für sein Vergehen, das Cardinals Defensive End Calais Campbell einige Wochen von einem Einsatz abhalten wird, knappe $8.000 zahlen muß, muß der Quarterback der 49ers um einiges tiefer in die Tasche greifen.
Er beging die Straftat, die falschen Kopfhörer vor dem Spiel letzten Sonntag getragen zu haben, was natürlich viel schlimmer ist, als einen Gegenspieler zu verletzen.
Kaepernick war also „Böse“, weil er nicht die Kopfhörer des NFL Sponsors trug, sondern „Beats by Dre“. Verständlich, daß die Liga da zuschlagen und eine Strafe über $10.000 verhängen mußte.

Die Lions haben den Irren identifiziert, der im Heimspiel gegen die Bills mit einem Laserpointer auf Spieler Buffalos zielte.
Das Team gab bekannt, daß der „Fan“ auf unbestimmte Zeit von allen Veranstaltungen im Ford Field verbannt ist.
Zusätzlich zeigten sie ihn bei der Polizei an.
Der Fan war mit dem Saisonticket eines Bekannten im Stadion. Auch der Inhaber der Jahreskarte darf bis zum Ende der Saison das Stadion nicht mehr betreten.

Der Lazarettreport
AJ Green wird sehr wahrscheinlich nicht gegen die Panthers spielen können.
Der Wide Receiver der Bengals hat eine schmerzhafte Zehenverletzung und hat einen Fußspezialisten aufgesucht.
Viele dieser Verletzungen erweisen sich als sehr hartnäckig. Es kann sein, daß Green länger ausfallen wird.

Die Raiders setzten Linebacker Nick Roach mit einer Gehirnerschütterung auf die Verletztenliste.

Für Tennessee Tackle Michael Roos ist die Saison beendet. Er muß am rechten Knie operiert werden.

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Kurzberichte
murray-demarcoDer beste Running Back der Liga trifft auf die beste Laufverteidigung der Liga. Die plötzlich und unerwartet so hoch gepriesene O-Line der Dallas Cowboys muß DeMarco Murray (Bild) den Weg gegen die Defense der Seahawks freiblocken.
Das wird ein echter Härtetest, der beweisen kann, ob die Cowboys tatsächlich auf einmal ein Spitzenteam sind?
Einer ist nicht so beeindruckt von Murray, Seahawks Middle Linebacker Bobby Wagner. Auf die Frage, ob der Running Back der Cowboys der beste Running Back ist, gegen den er bisher antreten mußte, antwortete Wagner: „Nein, das ist Marshawn.“
Mit Marshawn Lynch hat er es jeden Tag im Training zu tun. Das nimmt einem die Angst vor anderen Running Backs.
Seattles Defense hat bisher nur 62 Laufyards im Schnitt pro Spiel zugelassen. DeMarco Murray hat pro Spiel durchschnittlich mit 134 Yards mehr als das Doppelte erzielt. Das wird gegen Seattle nicht zu halten sein. Die Seahawks D erlaubte keinem einzelnen Running Back mehr als 34 Yards in dieser Saison, also hundert weniger, als Murray im Schnitt erzielt.
Wer wird da die Schlacht im Graben gewinnen?
Sind wir einmal kühn und nehmen an, Dallas gewinnt diesen Teil, dann wird das Spiel durch die Defense der Cowboys entschieden, die es mit Running Back Marshawn Lynch und den Allzweckwaffen Quarterback Russell Wilson und Wide Receiver Percy Harvin zu tun bekommt.
Wenn Dallas halbwegs heil aus diesem Spiel herauskommt, dann kann man es wohl wirklich zu den Playoffanwärtern zählen.
Sollte Seattle sein Heimspiel verlieren... ach nee... Seattle und Heimspiel verlieren... das gibt's nur in einem Paralleluniversum.

Das Treffen der Teambesitzer in New York endete wie erwartet damit, daß sie den Verkauf der Buffalo Bills genehmigten. Die Entscheidung erfolgte Einstimmig.
Terry und Kim Pergula werden somit die neuen Besitzer des Teams, sobald sie den Scheck über $1,4 Milliarden ausgestellt haben.
Die Buffalo Bills, die zu den Kellerkindern der Liga gehören, sind somit das bisher teuerste Team der NFL geworden. Zuletzt gingen die Dolphins 2008 für $1,1 Milliarden über die Ladentheke.

Schreck bei den Bengals. Wide Receiver AJ Green mußte das Training auf einer Bahre verlassen.
Seine Zehenverletzung, die ihn das Spiel gegen die Falcons hat verpassen lassen, hatte sich so verschlimmert, daß er kaum mehr auftreten konnte.
Da verblaßte die gute Nachricht, daß Linebacker Vontaze Burfict nach seiner Gehirnerschütterung zum ersten Mal wieder am Training teilnehmen durfte.

Broncos Tight End Julius Thomas attackierte Cardinals Defensive End Calais Campbell mit einem unerlaubten Chop Block.
Campbell verletzte sich dabei am Knie und wird mehrere Wochen ausfallen.
Der NFL war das eine Zahlungsaufforderung über $8.286 an Thomas wert.

Die Ravens müssen etwa 2 - 3 Wochen auf Chris Canty verzichten.
Der Defensive End wurde an einem Handgelenk operiert, um eine Infektion zu entfernen.

Die besten Spieler der Woche 5

AFC
OFFENSE: WR DEMARYIUS THOMAS, DENVER BRONCOS
8 gefangene Pässe für 226 Yards (Karrierebestmarke), 2 Touchdowns
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT MARCELL DAREUS, BUFFALO BILLS
3 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 5 Tackles
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: LB TANK CARDER, CLEVELAND BROWNS
1 geblockter Punt, der zu einem Safety führte, 1 Tackle in den Special Teams
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS
18 von 24 Pässen für 201 Yards, 2 Touchdowns, 11 Läufe für 122 Yards, 1 Touchdown
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB JULIUS PEPPERS, GREEN BAY PACKERS
3 Tackles, 0,5 Sacks, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 49 Yards
Dies ist seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K PHIL DAWSON, SAN FRANCISCO 49ERS
5 von 5 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt
Dies ist seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Kurzberichte
ryan-rex2„Wenn die Jets sich weiter erfolglos abstrampeln, werde ich nächstes Jahr nicht mehr hier sein“, diesen Anflug von Selbsterkenntnis gab Head Coach Rex Ryan (Bild) am Dienstag von sich.
Ryan übernahm auch die volle Verantwortung für den blamablen Auftritt gegen die Chargers. Das wäre keinem Spieler anzulasten, sondern nur ihm allein, sagte er. Er wäre von Chargers Head Coach Mike McCoy an die Wand gecoacht worden.
Doch Ryan wäre nicht Ryan, wenn er nicht sofort wieder seine alten, langsam ausgelutschten, Durchhalteparolen abgesondert hätte, von wegen, das wird schon, abgerechnet wird zum Schluß, wir werden die Playoffs noch erreichen, wir sind ein tolles Team.
Heiße Luft, die der Head Coach nun schon seit Jahren absondert, ohne den Worten entsprechende Taten folgen zu lassen.
Aber mit einem könnte er recht haben.
Er führte die Blamage der Patriots gegen die Chiefs ins Feld und wies darauf hin, daß New England sich eine Woche später das Fell der Bengals besorgt hätte.
So etwas erwartet er nächsten Sonntag auch von seinem Team... mit Geno Smith... ohne ordentliche Defense... gegen Peyton Manning... also Humor hat der Mann.

Die NFL will gegen Schwachmaten unter den Zuschauern vorgehen, die im Stadion Laserpointer benutzen und damit auf Spieler zielen.
Ein Augenarzt warnte die Liga vor den verheerenden Folgen, die ein Treffer im Auge nach sich ziehen kann.
Am Sonntag waren Bills Quarterback Kyle Orton und Holder Colton Schmidt Opfer eines geistesgestörten Zuschauers, der mit einem Laser auf sie zielte.
Während Laserpointer, die z.B. in Klassenzimmern benutzt werden, mit 2 bis 5 Milliwatt arbeiten, gibt es Pointer, die fünfhundertmal stärker sind. Die sind über das Internet problemlos zu beziehen. Solche starken Laser werden für die Industrie hergestellt und können bis zu drei Kilometer weit schießen. Ein Treffer eines solchen Strahls ins Auge kann zu sofortiger Blindheit führen.
Die Bills und die NFL haben nun Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung gestellt, und die Polizei fahndet nach dem Täter.
Noch konnte man auf den Videoaufnahmen niemanden ausmachen, aber die Lions werden ab dem nächsten Heimspiel verstärkt darauf achten, daß sich solch ein Vorfall nicht wiederholt.
Die Liga will auch vor den Kongreß der USA ziehen, damit dort härtere Gesetze gegen solche Attacken erlassen werden.

Die Lions haben einen neuen Kicker.
Die Broncos hatten sich erst am Wochenende von ihrem langjährigen Kicker Matt Prater getrennt, da lag es sehr nahe, daß Detroit sich seine Dienste sicherte.
Prater mußte sich aber bei einem Probeschießen gegen Jay Feely und Connor Barth durchsetzen.
Prater verwandelte letztes Jahr 25 seiner 26 Field Goal Versuche für Denver und stellte mit einem 64 Yarder einen neuen NFL Rekord auf.
Head Coach Jim Caldwell sagte, daß er keine Bedenken wegen Praters Alkoholsucht hätte.
Die Lions gaben ihm zunächste einen Vertrag bis zum Ende dieser Saison.

Die Cardinals wissen immer noch nicht, ob Quarterback Carson Palmer wegen seiner schmerzhaften Nervenverletzung in der Schulter irgendwann mal wieder wird spielen können.
Gegen Denver verloren sie auch noch Ersatzmann Drew Stanton mit einer Gehirnerschütterung. Da wurde es Zeit, sich auf dem Spielermarkt umzusehen.
Sie fanden Dennis Dixon, der bisher bei den Steelers, Ravens, Bills und Eagles unter Vertrag war. Gerade seine Zeit in Pittsburgh hat zu seinen Gunsten gesprochen. Dort arbeiteten Head Coach Arians und Dixon bereits miteinander. Der Quarterback kennt also das Spielsystem seines neuen Head Coaches.
In Arizona hofft man natürlich, daß entweder endlich Palmer wieder wird starten können, oder zumindest Stanton die Gehirnerschütterungsprotokolle positiv abschließt. Aber wenn nicht, dann muß Rookie Logan Thomas starten, oder direkt Dixon.

Den Reportern vor Ort waren die Redskins zu gut gelaunt in der Kabine, nach der Niederlage gegen die Seahawks.
Spieler hätten sogar Witze gerissen, echauffierte sich ein Reporter von ESPN. Das wäre nicht das Verhalten gewesen, das man von einem 1-4 Team erwartet hätte, nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen im nationalen Fernsehen.
Head Coach Jay Gruden sagte, daß er auch nicht gerade niedergeschlagen war, nach der knappen Niederlage. Aber als er in der Umkleide war, so fuhr er fort, herrschte da keine euphorische Stimmung. Seine Jungs wären müde und ausgelaugt gewesen. Wenn es später anders gewesen wäre, so würde er mit seinen Spielern darüber reden. Aber Konsequenzen wird es nicht geben, fuhr er fort.
Die Fans der Redskins, die ihren Humor schon vor Wochen verloren haben, sehen das vielleicht anders.

Teddy Bridgewater nahm wieder am Training der Vikings teil.
Der Rookie Quarterback hat seinen verknacksten Knöchel ausgeheilt und soll gegen die Lions als Starter antreten.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 5 - Monday Night Football
wilson-russell3Es war ein eigenartiges Spiel. Es begann, als würden die Seahawks mit einem 40:10 Sieg zurück nach Washington fliegen. Quarterback Russell Wilson (Bild) lief und paßte nach belieben, und die Verteidigung der Redskins sah nur völlig verwundert zu.
Dann kam Washingtons Offense auf den Platz und hatte große Probleme den Ball nach vorne zu bewegen.
Doch eine unglaubliche Disziplinlosigkeit der Seahawks hielt die Redskins überraschenderweise im Spiel. 13 Strafen kassierte Seattle, einen Großteil davon in der Offense.
Percy Harvin kann ein Lied davon singen, denn seine drei (in Zahlen 3) Touchdowns wurden wegen Strafen zurückgepfiffen, einem Holding, einem Offside und einem personal Foul.
Die Redskins dagegen kassierten nur drei Strafen und das hielt sie im Spiel. Sonst wäre in Landover schnell Land unter für sie gewesen.
Wilson, wie schon angedeutet, war in Hochform. Er erzielte mit 11 Läufen 122 Yards und 1 Touchdown. Damit stellte er seinen Running Back Marshawn Lynch in den Schatten. Der erzielte mit 17 Läufen 72 Yards und blieb ohne Touchdown. Lynch wurde aber auch geschont, weil er leichte Rückenschmerzen hatte.
Mit seinen 18 erfolgreichen Würfen aus 24 Versuchen erzielte Wilson weitere 201 Yards und 2 Touchdowns.
Bei den Redskins erzielten drei verschiedene Running Backs mit 17 Läufen 32 Yards. Das ist erbärmlich, selbst gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
Also mußte Quarterback Cousins es richten, und das war dann doch etwas viel, was man von dem Quarterback verlangte. 21 Vervollständigungen aus 36 Versuchen für 283 Yards und 2 Touchdowns ohne Interception sind allerdings sehr gute Werte gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
157 dieser Paßyards und 1 Touchdown landeten bei Wide Receiver DeSean Jackson. Gegen viele Gegner hätte das ausgereicht, um einen Sieg einzufahren, nicht aber gegen den amtierenden Weltmeister.
Der nahm einen knappen 27:17 Sieg aus der Stadt Washington zurück in den Staat Washington.
Mit nur 1-4 Siegen haben die Redskins den Anschluß in der unerwartet starken NFC East bereits ein wenig verloren. Die Giants haben 3-2 Siege, Dallas und Philadelphia 4-1.
In der NFC West haben die Seahawks und die Cardinals 3-1 Siege, die 49ers 3-2.

Kurzberichte
Am Donnerstag spielen zwei 3-2 Teams gegeneinander. Es geht um die alleinige Tabellenführung in der AFC South, wenn die Colts in Houston antreten.
Tennessee und Jacksonville ähneln in dieser Division einer Sättigungsbeilage, die Niemand bestellt hat, und können schon vernachlässigt werden.
Texans Running Back Arian Foster redete sich vor Reportern den Frust über diese unsinnigen Donnerstagsspiele von der Seele. Er kenne keinen Spieler, der diese Spiele mögen würde, sagte er. Er wisse auch, daß auch die Fans diese Spiele nicht sehr mögen (Anmerkung von mir: 16,3 Millionen Zuschauer beim Spiel der Giants gegen die Redskins sprechen da eine etwas andere Sprache). Foster glaubt, daß die Liga diese Spiele nur angesetzt hat, um noch mehr Geld zu verdienen (Anmerkung von mir: Cleveres Kerlchen).
Wenn die Liga sich wirklich um die Gesundheit der Spieler sorgen würde, dann würde sie nicht nach nur vier Tagen zwei Teams wieder in das nächste Spiel schicken.
Wenn es nach Foster ginge, würden die Donnerstagsspiele abgeschafft. Doch das wird er in seiner aktiven Zeit wohl nicht mehr erleben. Und deshalb muß er nach nur drei Tagen Zwischenraum am Donnerstag wieder ran.

„Wie spät ist es?“ Eine Frage, die Geno Smith besser mal gestellt hätte am letzten Wochenende.
Der Quarterback der Jets sah sich am Samstagabend in seinem Hotelzimmer in San Diego einen Film an, als seine Teamkollegen sich zu einer Mannschaftsbesprechung trafen, um sich auf das Spiel gegen die Chargers vorzubereiten.
Smith erklärte, daß er vergessen hätte, die Uhr umzustellen. Er hätte noch nach Ostküstenzeit gelebt, und die drei Stunden Unterschied nicht bedacht.
Jets Coach Ryan sagte, daß man den Quarterback intern bestrafen würde, so wie man jeden anderen Spieler bestraft hätte. Aber das wäre keine große Sache. Dem Start des Achterbahn- Quarterbacks gegen die Broncos am Sonntag würde dieses Mißgeschick nicht im Wege stehen.
Stellt sich die Frage, welche Kategorie seiner Statistik wird gegen Denver dann mehr wachsen? Die mit den vier Touchdowns, oder die mit den sechs Interceptions?

Die Raiders verpflichteten Kenbrell Thompkins.
Der Wide Receiver war von den Patriots auf die Transferliste gesetzt worden, obwohl er zu den bevorzugten Anspielstationen von Tom Brady gehörte.

Die Dolphins suspendierten Derrick Shelby. Der Defensive End wurde am Samstag verhaftet, weil er in einem Nachtclub Frauen betatscht hatte.
Nach mehreren Beschwerden wollte man in aus dem Club werfen, doch Shelby weigerte sich, zu gehen. Die herbeigerufene Polizei nahm Shelby fest und ließ ihn später gegen Kaution frei.
Wie lange die Dolphins ihn suspendieren, steht noch nicht fest. Vier Wochen ist die erlaubte Höchstdauer.

Die Lions feuerten ihren Kicker Nate Freese nach Woche drei, weil er nicht treffsicher genug war.
Head Coach Jim Caldwell setzte auf den Ex-Eagles Kicker Alex Henery. Was auch immer Caldwell in ihm sah, es war nicht da.
In seinen zwei Spielen für Detroit verschoß er fünf Field Goals.
Am Montag wurde Henery gefeuert.

Der Lazarettreport
Die Titans meldeten, daß sie Bernard Pollard auf die Verletztenliste setzten.
Der Safety hat eine gerissene Achillessehne und für ihn ist die Saison beendet.

Die Giants werden einige Wochen auf Rashad Jennings verzichten müssen. Der Running Back hat ein überdehntes hinteres Kreuzband.

Die Chargers setzten Center Doug Legursky mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Vier Wochen wird Calais Campbell ausfallen, und das macht Cardinals Head Coach Bruce Arians noch wütender, als er überhaupt schon war.
Der Defensive End zog sich eine Dehnung des hinteren Kreuzbands zu, bei einem Foul der Broncos. Deren Tight End Julius Thomas blockte Campbell in der Höhe des Oberschenkels oder sogar etwas tiefer, als Left Tackle Ryan Clady Campbells Oberkörper bearbeitete.
Für Cardinals Head Coach Arians war dieser Chop Block das dreckigste Foul, das er je erlebt hat, wie er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte. Von dieser Meinung rückte er auch am Montag noch nicht ab.
Die Schiedsrichter hatten das auch so gesehen, und eine Strafe gegen Denver verhängt, die einen 77 Yards Touchdownpass von Peyton Manning auf Demaryius Thomas auslöschte.
Thomas wollte sich nach dem Spiel bei Campbell entschuldigen, fand ihn aber nicht. Deshalb erklärte er den Reportern, daß er nicht absichtlich so vorgegangen wäre. Es hätte ein Mißverständnis mit Clady gegeben, weshalb beide auf den Defensive End losgegangen wären.
Mindestens vier Wochen wird Calais Campbell wegen diesem Mißverständnis nun ausfallen. Dadurch wird die eh schon geschwächte Defense der Cardinals noch mehr geschwächt.

Montag, 6. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 5
manning-bronco8Womit fang ich an?
Am Besten damit, daß sich die NFL etwas normalisiert. Die Favoriten haben öfter gewonnen, als die Außenseiter, und das ist doch schon mal was.
Tom Brady und Peyton Manning (Bild) sind sehr exklusiven Clubs beigetreten, und es gibt so früh wie selten zuvor keine ungeschlagenen Teams mehr.
Fangen wir damit an, daß die Steelers die Jaguars geschlagen haben. Dabei haben sie sich zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber ein Sieg ist ein Sieg.

Die Jets haben mal wieder verloren und eingesehen, daß es mit Geno Smith einfach nichts wird. Aber obwohl er gegen die Chargers auf die Bank gesetzt wurde und Michael Vick spielte, änderte sich nichts. Deshalb wird Smith auch gegen die Broncos wieder starten, wie Head Coach Ryan bereits verkündete.

Die Buccaneers sind das Jo-Jo-Team der Liga. Nach einer unsagbar grauenvollen Vorstellung gegen die Falcons gewannen sie in Pittsburgh und in New Orleans erzwangen sie eine Verlängerung gegen die Saints.
In der Overtime kamen sie allerdings nicht mehr an den Ball. Die Saints marschierten von der eigenen 20 los und Running Back Khiry Robinson erzielte mit einem Lauf über 18 Yards in Tampas Endzone die Punkte zum 37:31 Sieg.
Die Saints konnten damit gerade mal so einen totalen Fehlstart in die Saison verhindern.

Die Giants nehmen immer weiter Fahrt auf und holten gegen die notorisch auswärtsschwachen Falcons einen 30:20 Sieg.

Bei der Schlacht um Texas ging es heiß her zwischen den 3-1 Texans und den 3-1 Cowboys.
Defense hieß das Zauberwort, und so stand es zur Halbzeit erst 3:0 für Dallas.
Im zweiten Durchgang gab es dann etwas Offense und die Teams mußten beim Stand von 17:17 in die Verlängerung.
Hier bekamen die Texans als erste den Ball. Sie schafften es aber nur von der eigenen 20 an die 48 der Cowboys und mußten punten.
Die Cowboys mußten von der eigenen 10 starten, schafften es aber in Field Goal Reichweite. Aus 49 Yards traf Dan Bailey zum 20:17.

Ein tolles Spiel für Fans von Abwehrschlachten, war auch das der Ravens gegen die Colts.
Der deutsche Linebacker Björn Werner konnte den erneut sehr hilflos agierenden Ravens Quarterback Joe Flacco zweimal sacken. Insgesamt landete Flacco viermal unter Verteidigern der Colts.
Colts Quarterback Andrew Luck leistete sich zwei Interceptions, spielte aber dennoch im siegreichen Team.
Am Ende gewannen die Colts etwas glücklich, aber dennoch verdient, 20:13.

Kommen wir zu den beiden Teams, die es gewohnt sind zu dieser Zeit noch ungeschlagen zu sein, es aber nicht mehr waren. Die Patriots hatten die ungeschlagenen Bengals zu Gast, und es zeigte sich, daß die Liga dieses Jahr wirklich verrückt spielt.
Nach der schlimmen Prügel, die New England in Kansas City verabreicht worden war, konnte man bei ihnen eine Trotzreaktion beobachten. Das Spiel verlief so, wie man sich normalerweise ein Spiel zwischen den Patriots und den Bengals vorstellt. Die Patriots zogen der Miezekatze das Fell über die Ohren.
Das war die Form, die man von den Pats erwartet hatte, auch wenn das Team ohne bekannte und passable Wide Receiver antritt.
Aber Tom Brady agierte, als wäre er 10 Jahre jünger. Er spielte befreit auf, hatte Spaß, und wollte sich seinen Ehrentag nicht kaputtmachen lassen. Ein 27 Yards Paß von ihm zu Rob Gronkowski brachte Brady über 50.000 Passyards. Er ist erst der sechste Quarterback in der NFL, der diese Barriere überschritt.
Aber auch das bisher nicht vorhandene Laufspiel der Patriots tauchte auf einmal aus der Versenkung auf. 220 Laufyards erzielten die Pats.
Am Ende hatte das Kätzchen, das bisher in drei Spielen erst 33 Punkte zugelassen hatte, in diesem einen Spiel 43 Punkte kassiert, und selber nur 17 erzielt.

Die Broncos hatten die ungeschlagenen Cardinals zu Gast, die sehr verletzungsgeschwächt anreisten und weiter dezimiert wurden.
Ersatz- Quarterback Drew Stanton mußte nach einer harten, aber legalen, Attacke von Linebacker Von Miller mit einer Gehirnerschütterung das Spiel verlassen. Der dritte Mann, Rookie Logan Thomas, stand danach auf verlorenem Posten. Auch Defensive End Calais Campbell, Arizonas bester Laufverteidiger, mußte das Spiel vorzeitig verlassen. Er wurde am hinteren Kreuzband verletzt.
Wie Tom Brady, so wollte sich auch Peyton Manning seinen Ehrentag nicht kaputtmachen lassen, obwohl Denver streckenweise gar nicht gut aussah.
Aber Manning warf mit seinem ersten Touchdownpass in diesem Spiel den 500. Touchdownpass seiner Karriere, einen sieben Yarder auf Julius Thomas. Nur Brett Favre hat auch über 500 Touchdownpässe in seiner Karriere geworfen.
Manning warf auch noch die Touchdownpässe Nummer 501, 502 und 503. Damit braucht er noch sechs Touchdowns, um an Brett Favres 508 vorbeizuziehen.
Wenn alles normal läuft, dann müßte es in Woche sieben so weit sein. Die NFL hat das wohl vorausberechnet, und dieses Spiel zu einem Heimspiel am Sonntagabend gemacht.
Bleibt zu hoffen, daß die Jets der Berechnung keinen Strich durch die Rechnung machen. Die sind nämlich in Woche sechs der Gegner der Broncos, und wer weiß, vielleicht schafft Manning dann schon die sechs Touchdowns?
Die Cardinals jedenfalls wurde standesgemäß mit 41:20 abgefertigt, auch wenn sie tapfere Gegenwehr leisteten.
Durch den 31:0 Sieg der Chargers gegen die Jets stehen die Broncos mit 3-1 Siegen hinter San Diego mit 4-1.
Die Cardinals fielen auf 3-1 und haben die 49ers im Nacken. Die kamen durch einen häßlichen 22:17 Sieg gegen die Chiefs auf 3-2 Siege.

Der Lazarettreport
Einen schweren Verlust hatten die Saints zu verkraften. Tight End Jimmy Graham verletzte sich in der ersten Halbzeit an der Schulter und schied aus.
Wie lange er aussetzen muß, steht noch nicht fest.

In der unerwarteten Niederlage gegen Buffalo, verloren die Lions auch noch Wide Receiver Calvin Johnson.
Bei seinem einzigen gefangenen Paß verletzte er sich am Knöchel.
Auch Running Back Reggie Bush schied mit einer Knöchelverletzung aus.
Bei den Bills mußte Cornerback Ron Brooks auf einer Bahre vom Platz getragen werden. Er verletzte sich am Nacken.

Denver wird eine Weile auf Montee Ball verzichten müssen. Der Running Back verletzte sich an der Leiste.

Gerade war Jake Locker von einer Verletzung an der Hand genesen, da verletzte sich der Quarterback der Titans am rechten Daumen.
Er wird wohl wieder einige Zeit ausfallen.

Bei den Giants überdehnte sich Running Back Rashad Jennings ein Knie.

Die Bears verloren das Spiel in Carolina und Chris Conte. Der Safety erlitt eine Gehirnerschütterung.

Sonntag, 5. Oktober 2014

5 0 0
manning-peyton-broncos4Noch ein Touchdownpass, und Peyton Manning (Bild) ist im Club der 500er angekommen.
Ein sehr elitärer Club, denn bisher hat er mit Brett Favre nur ein Mitglied.
Danach steht für die Nr. 18 der Broncos der nächste Meilenstein auf dem Programm, denn nur neun Touchdowns braucht er dann noch, um Brett Favre mit seinen 508 Touchdowns zu überholen.
Bei drei Touchdowns pro Spiel, die Manning momentan im Schnitt wirft, also nur noch drei Spiele, dann ist es so weit.
Heute kommen die Cardinals ins Mile High Stadion. Sie sind eines von nur noch zwei ungeschlagenen Teams in der NFL. Das zweite sind die Bengals.
Leicht wird es für Manning und seine Offense nicht werden, Punkte gegen Arizona zu erzielen. Mit nur 45 kassierten Punkten sind die Cardinals momentan das zweitbeste Team der Liga. Nur ein Team hat noch weniger Punkte kassiert, die Bengals mit 33.
Ob die beiden Teams nach diesem Spieltag noch ungeschlagen sein werden, wird man sehen. Die Broncos sind kein leichter Gegner. Da haben die Bengals es mit den Patriots in deren momentaner Verfassung doch schon sehr viel leichter. Das Spiel ist das Sunday Night Spiel und es findet in Foxboro statt.
Und das zeigt, wie verrückt die NFL Welt in diesem Jahr ist. Normalerweise sind die Mannschaften von Peyton Manning und Tom Brady um diese Zeit noch ungeschlagen.
Mit den Cardinals und Bengals konnte man da wirklich nicht rechnen.

Kurzberichte
In einem weiteren wichtigen Spiel treten die Baltimore Ravens gegen die Indianapolis Colts an. Vor einigen Jahren wäre dies das Spiel der Cleveland Browns gegen die Baltimore Colts gewesen.
Doch das ist Geschichte. Heute spielt Baltimore gegen die Colts.
Das Hauptaugenmerk muss man in diesem Spiel auf zwei Wide Receiver richten, die zusammen 70 Jahre alt sind. Reggie Wayne von den Colts und Steve Smith, der sich bei den Ravens selber die Bezeichnung Senior verliehen hat, sind jeder 35 Jahre alt. Beide gehören zu den Top 13 Receivern in dieser Saison, und beide haben letzte Woche Pässe für über 100 Yards gefangen. Altes Eisen sieht anders aus.
Die Colts, die in den letzten beiden Spielen jeweils über 40 Punkte erzielt haben, werden es gegen die Ravens nicht ganz so leicht haben, wie gegen die Leichtgewichte aus Jacksonville und Tennessee. Die vier Touchdownpässe, die Andrew Luck in jedem dieser beiden Spiele warf, dürften ihm heute nicht gelingen. Da müsste die Defense Baltimores schon einen rabenschwarzen Tag erwischen.
Da dürfte es Ravens Quarterback Joe Flacco mit der Defense der Colts schon leichter haben.
Demnach müsste es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel werden, wenn man alle Faktoren bedenkt. Aber in dieser Saison, wo in der NFL Schwerkraft und Fliehkraft vertauscht zu sein scheinen, kann es auch ein öder Langeweiler werden.

Am Dienstag und Mittwoch steht ein Treffen der Teambesitzer in New York an.
Dann wird der Verkauf der Buffalo Bills für $1,4 Milliarden an Terry Pegula wohl durchgewunken werden.
Pegula zahlt einen sehr hohen Preis für ein sehr schlechtes Team. Mal sehen, was er daraus macht?

Die Redskins hatten einen unerwarteten Teilnehmer beim Aufwärmtraining am Samstag. Quarterback Robert Griffin III machte die Übungen mit, verschwand aber, als seine Teamkollegen dann ernst machten.
Griffin III trug keinen Stützstiefel mehr um den ausgerenkten Knöchel zu stabilisieren, sondern Stollenschuhe.
Doch noch gibt es keinen Zeitplan, wann der Quarterback die Redskins wieder als Starter anführen wird. Einige Wochen wird das noch dauern.

Samstag, 4. Oktober 2014

Kurzberichte
prater-matt2Die Broncos warteten nicht ab, bis Matt Prater (Bild) seine Sperre abgeleistet hatte. Am Freitag feuerten sie den Kicker, nur Tage bevor er wieder hätte eingesetzt werden dürfen.
Prater war wegen verschiedener Alkoholvergehen suspendiert, und in dieser Zeit trat Brandon McManus gegen den Ball. Er wird also für den Rest der Saison seinen Job behalten.

Die Titans werden am Sonntag eine Schweigeminute abhalten zu Ehren des verstorbenen Rob Bironas.
Der ehemalige Kicker der Titans verstarb am 20. September im Alter von 36 Jahren bei einer Trunkenheitsfahrt. Sein Auto überschlug sich mehrfach und streifte mehrere Bäume, bevor es auf dem Dach in einem Abflußkanal landete.
Andere Personen waren nicht in den Unfall verwickelt.
Die toxikologischen Untersuchungen der Leiche ergaben einen Blutalkoholgehalt von 2,18 Promille.
Erst im Juni 2014 hatte Bironas Rachel Bradshaw geheiratet, die Tochter der Steelers Legende Terry Bradshaw.

Der Lazarettreport
Für Jairus Byrd ist die Saison beendet.
Die Saints setzten den Safety mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die Lions müssen am Sonntag auf Joique Bell verzichten. Der Running Back leidet an einer Gehirnerschütterung. Zwar hat er alle Protokolle positiv durchlaufen, aber Head Coach Caldwell sagte, daß er ihn nicht einsetzen wird. Auch Running Back Theo Riddick wird nicht mitspielen.

Bei den Bears sind Offensive Lineman Jermon Bushrod mit einer Knieverletzung und Defensive Lineman Jeremiah Ratliff mit einer Gehirnerschütterung als nicht einsatzbereit gelistet.

Die Chiefs können Safety Eric Berry wegen einer Knöchelverletzung nicht einsetzen.

Schon wieder am Fuß verletzt ist Falcons Wide Receiver Harry Douglas. Er wird nicht spielen können.

Zur Kasse bitte
Und wieder war es eine sehr schlechte Woche für die NFL, was ihre Nebeneinkünfte bei den Geldstrafen für ihre Spieler betrifft.
Jets Quarterback Geno Smith wurde von Fernsehkameras dabei erwischt, wie er einem Fan, der sehr ausdauernd nach Michael Vick verlangte, etwas Böses zurief. Das kostete ihn $12.000.
Das machte ihn aber nicht zum Spitzenzahler.
Der Titel fällt Steelers Defensive Lineman Cameron Heyward zu, der einen Schiedsrichter beleidigte. Er war mit $22.050 dabei.
Texans Defensive Lineman JJ Watt musste für einen überharten Angriff auf den Quarterback $16.537 zahlen.

Es ist NFL, also guck ich
Egal, was für Spiele angesetzt sind, und wie schlecht sie sind, die Amerikaner schalten den Fernseher ein, wenn zwei NFL Teams gegeneinander spielen.
Die Donnerstagsspiele sind zum größten Teil unterirdisch, und doch schießen die Einschaltquoten durchs Dach. In dieser Woche waren es 13,8 Millionen Zuschauer.
Das „spannendste“ Spiel bisher war das Saisoneröffnungsspiel, das die Seahawks mit „nur“ 20 Punkten Vorsprung gewannen. Ja, strenggenommen gehörte das erste Donnerstagsspiel nicht zur Thursday Night Football Serie. Da es aber Donnerstags war, zählen wir es einfach mal mit.
Der Beweis, daß die Donnerstagsspiele Gähner sind, ist schnell erbracht. Die drei schlimmsten Fanvertreiber in dieser Saison fanden alle an einem Donnerstag statt. Atlanta gewann mit 42 Punkten vor den Buccaneers, Green Bays 32 Vorsprung über Minnesota landet auf Platz zwei und auf Platz drei finden sich die Giants, die mit 31 Punkten Vorsprung über die Redskins siegten.
Dabei mitgerechnet sind die „Ehrenpunkte“, die die unterlegenen Teams noch erzielen, wenn der Sieger schon in den Gnadenmodus geschaltet hat, sonst sähe es noch schlimmer aus.
Das bewog eine große amerikanische Tageszeitung dazu, mal zu überlegen, wie man diese Langeweiler retten könnte?
Die USA today schlägt vor, das Donnerstagsspiel zum letzten Spiel der Woche zu machen, mit einer anschließenden Freiwoche für die beiden Teams.
Damit hätten die Mannschaften mehr Zeit, sich auf den Gegner vorzubereiten, und solche Verletzungen, wie sie Vikings Quarterback Teddy Bridgewater hat, könnten rechtzeitig abheilen.
Der Ansatz der NFL, in dieser Saison fast nur Spiele zwischen Divisionsrivalen zu zeigen, um die Reisestrapazen zu minimieren ist nicht schlecht, ändert aber nichts am Hauptproblem, den unattraktiven Teams. Das Vorhaben der NFL, Donnerstags auch mal Teams zu zeigen, die nicht zu den besten der Liga gehören, ist zwar aller Ehren wert, kann den unparteiischen Fans aber nicht auf Dauer zugemutet werden. Die NFL müsste das Donnerstagsspiel zum wichtigsten Spiel der Woche machen, und da die besten Teams zeigen.
Die Idee der Zeitung, den Teams, die Donnerstags ranmüssen, vorher und nachher mehr Zeit zu geben, ist deshalb wert, von der NFL zumindest in Betracht gezogen zu werden... Auch wenn die Zuschauer selbst diese Spiele in Massen einschalten.

Freitag, 3. Oktober 2014

Die NFL 2014 - Woche 5 - Thursday Night Football
lacy-eddieDie gute Nachricht: Die Woche startete ohne Überraschung. Oder ist es mittlerweile schon eine Überraschung, wenn der haushohe Favorit auch haushoch gewinnt?
Green Bay profitierte von einem entfesselten Eddie Lacy (Bild). Der Running Back hatte große Startschwierigkeiten und kam in den ersten vier Wochen nicht in die Gänge. Das änderte sich gegen die Vikings. Lacy erzielte mit 13 Läufen 105 Yards und 2 Touchdowns. Zusätzlich fing er drei Pässe für 27 Yards.
Das ist das, was die Packers sich diese Saison vom letztjährigen Rookies des Jahres erwartet hatten.
Auch Quarterback Aaron Rodgers glänzte bis zu dem Moment, in dem er auf die Bank gesetzt wurde, um ihn zu schonen. Er vervollständigte 12 seiner 17 Pässe für 156 Yards und 3 Touchdowns.
Bei den Vikings war klar, daß das Spiel ein paar Tage zu früh kam. Rookie Quarterback Teddy Bridgewater hätte bis Sonntag seine Knöchelverletzung bestimmt auskuriert gehabt. So aber traf ihn der Fluch des Donnerstagsspiels.
Christian Ponder startete als dritter Quarterback der Vikings im fünften Spiel. Das zeigte sich dann sehr deutlich. Sein Manko war aber nicht nur die mangelnde Abstimmung, sondern das fehlende Laufspiel. Die Running Backs Asiata und McKinnon erzielten mit 22 Läufen nur 96 Yards. So musste Ponder den Ball 44 mal werfen und erreichte eine genau 50prozentige Trefferquote für 222 Yards, 0 Touchdowns und 2 Interceptions.
Einen seiner Fehlpässe trug der Altstar Julius Peppers über 49 Yards zum Touchdown zurück. Und der 34-jährige legte ein irres Tempo an den Tag.
Mit 100 Sacks und jetzt 10 Interceptions schrieb er NFL Geschichte, denn er ist der einzige Spieler, dem das bisher gelang.
Beinahe hätte der Linebacker den Lambeau Leap vergessen. Aber Teamkollege Morgan Burnett erinnerte ihn daran, und so sprang Peppers auch noch in die Zuschauerränge.
Keinen Streit um einen geschichtsträchtigen Ball gab es zwischen Aaron Rodgers und Davante Adams. Mit diesem Ball warf Rodgers seinen 200. Touchdownpass, und für Adams war es der erste gefangene Touchdown seiner NFL Karriere. Rodgers überließ ihm den Ball.
Nachdem die Packers Rodgers auf die Bank gesetzt und in den Gnadenmodus umgeschaltet hatten, kamen die Vikings noch zu den üblichen, überflüssigen, „Ehrenpunkten“.
Daran, daß Green Bay verdient mit 42:10 gewann, änderte das aber nichts.
Zwei Spieler schieden mit Verletzungen aus. Bei den Packers verletzte sich Defensive Lineman Datone Jones an der Hüfte und bei den Vikings erwischte es Wide Receiver Cordarelle Patterson am Knöchel.

Kurzberichte
Die Polizei in San Jose hat die Untersuchungen im Fall Ray McDonald abgeschlossen und die Sache an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Der Defensive End der 49ers wurde am 31. August wegen häuslicher Gewalt verhaftet.
Jetzt liegt es an der Staatsanwaltschaft, ob McDonald angeklagt wird oder nicht. Bis dahin wird er wohl im aktiven Kader der 49ers bleiben.

Die Cowboys haben CJ Spillman nicht aus dem aktiven Kader gestrichen.
Gegen den Defensive Back, der hauptsächlich in den Special Teams spielt, liegt eine Anzeige wegen sexueller Belästigung vor.
Bis auf Weiteres wollen die Cowboys ihn nicht suspendieren. Bisher wird nur gegen Spillman ermittelt. Eine formelle Anklage wurde noch nicht erhoben.

Die Spielergewerkschaft und die NFL haben sich auf eine unparteiische Schlichterin im Fall Ray Rice geeinigt.
Die ehemalige US Richterin Barbara S. Jones wird den Einspruch des Ravens Running Backs gegen seine Suspendierung auf unbestimmte Zeit verhandeln.
Wann die Anhörung stattfindet, steht noch nicht fest.

Die Vereinigung der NFL Schiedsrichter hat die 15 Yards Strafe gegen Chiefs Safety Husain Abdullah verteidigt.
Die NFLRA erklärte, daß der Moslem aber nicht wegen des Gebets bestraft wurde, sondern weil er auf den Knien in die Endzone gerutscht war. Das wäre als Verhöhnung bestraft worden.
Das Gebet danach wäre nicht der Grund für die Flagge gewesen.
Abdullah selbst hatte übrigens direkt nach dem Spiel selber vermutet, daß die Flagge nicht für sein Gebet war, sondern für das Rutschen.
Also war die ganze Aufregung darum, daß ein armer, gläubiger Moslem für sein Gebet hätte bestraft werden können, völlig für die Katz.

Chiefs Wide Receiver Donnie Avery wird dem Team einige Zeit fehlen. Er muss an der Leiste operiert werden.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mach mal Platz Peyton, hier kommt Andrew.
luck-andrew10Wenn nichts unerwartetes dazwischenkommt, könnte Colts Quarterback Andrew Luck (Bild) in dieser Saison einige Teamrekorde brechen.
In die Saison gestartet ist der Nachfolger von Peyton Manning, als gäbe es kein Morgen mehr. Luck führt die Liga mit 1.305 Passyards und 13 Touchdowns an. Mit 136 erzielten Punkten führen die Colts die Liga an.
Wenn Luck in diesem Tempo weitermacht, kann er nicht nur einige Teamrekorde brechen, sondern er könnte der erste Quarterback der Colts werden, der über 5.000 Passyards und 50 Touchdowns in einer Saison erzielt.
Doch, so wirklich kann man nicht damit rechnen, daß Luck diese Ziele erreicht.
Als es in den ersten beiden Wochen gegen echte Footballteams aus Denver und Philadelphia ging, verloren die Colts, und Luck lieferte zwar überdurchschnittliche Leistungen ab, aber keine, die auf neue Rekorde hingedeutet hätten.
Erst in den letzten beiden Spielen gegen die minderwertigen Teams aus Jacksonville und Tennessee türmte Luck rekordverdächtige Zahlen auf. Da vervollständigte er 60 seiner 80 Pässe für 763 Yards und 8 Touchdowns bei einem Fehlpass.
So einfach wird es ja nicht immer sein. Schon am Sonntag kommen die Ravens. Die sind, trotz aller Probleme, die sie haben, doch ein ganz anderes Kaliber als die Jaguars und Titans.
Aber, mag der ganze Hype 2012 dem Rookie- Quarterback der Redskins, Robert Griffin III, gegolten haben, so ist heute ganz klar, daß der beste Spieler, der damals einberufen wurde mit klarem Abstand Andrew Luck ist.

Kurzberichte
Die jüngste Anzeige gegen einen NFL Spieler ging am 20. 9. 14 im Grapevine (Texas) Polizei Dezernat ein.
Cowboys Ersatz Defensive Back CJ Spillman wurde wegen Vergewaltigung angezeigt.
Weitere Informationen zu der laufenden Untersuchung wurden noch nicht bekanntgegeben.
Aus der Clubführung war zu der Anzeige noch nichts zu hören.

Weitere 10 Wochen müssen die Panthers auf Frank Alexander verzichten. So lange ist der Defensive End suspendiert, weil er erneut der Einnahme verbotener Substanzen überführt wurde.
Alexander hat gerade erst die ersten vier Saisonspiele verpasst, weil er suspendiert war, schon geht er in die nächste Suspendierung.

Die Jets gehören zu den wenigen Teams, die genau die Leistung bringen, die man vor der Saison von ihnen erwartet hatte, in dem Fall: Keine!
Mit 1-3 Siegen dümpeln sie am Boden der AFC East herum und sind nur deshalb nicht schon weit abgeschlagen, weil die Mitkonkurrenten ähnlich schlecht sind.
Mit ein Grund... Quatsch, der Hauptgrund für den Platz am Tabellenende dürfte Quarterback Geno Smith sein. Er gehört zu den talentierten Quarterbacks, die von Spiel zu Spiel unterschiedliche Leistungen abliefern. Das unbedingte Festhalten von Head Coach Rex Ryan, der in Smith die Zukunft der Jets sieht, ist ein Ausdruck bodenloser Sturheit.
Smith zeigte einem Fan im MetLife Stadium am Sonntag den Effenberger, als er von ihm lauthals beschimpft wurde.
Wenigstens diese Geste hate Smith unfallfrei hinbekommen.
Doch der Quarterback versteht die ganze Aufregung um ihn nicht. Er fragt sich allen ernstes, warum die Reporter bei jeder sich bietenden Gelegenheit danach fragen, wann Michael Vick endlich spielen wird? Er könne doch den zünden Funken liefern.
„Welchen zündenden Funken?“ fragte Smith da zurück. „Wir haben ihn doch schon eingesetzt, und da hat kein Funke gezündet“, fuhr er fort.
Stimmt, Vick wurde schon eingesetzt, für ein, zwei Spielzüge in abenteuerlichen Formationen. Da kann natürlich nichts zünden.
Doch für Smith ist klar, daß er der bessere Mann ist.
Das kann er ja am Sonntag beweisen, wenn es gegen die Chargers geht. Ein Team, das überraschenderweise mit 3-1 Siegen alleine an der Spitze der AFC West steht.

„Ich denke überhaupt nicht daran, wieder zu coachen“, sagte Jon Gruden auf die Frage, ob er der nächste Head Coach der Raiders wird?
Gruden sagte in einem Radiointerview seines Arbeitgeber-Senders ESPN, daß er sich als Analyst der Monday Night Spiele sehr wohl fühlt. Klar wäre da immer noch eine starke emotionale Verbindung zu dem Team, aber dennoch verspüre er keine große Lust, wieder als Head Coach zu arbeiten.
Raiders Besitzer Mark Davis will aber dennoch daran arbeiten, Gruden wieder als Head Coach für das Team zu gewinnen.
Ein Blankoscheck, den Gruden selber ausfüllen kann, könnte da vielleicht helfen.
Warte wir es ab.

Die Pittsburgh Steelers gehören zu den Teams, die in dieser Saison die meisten Strafen kassiert haben.
Um Abhilfe zu schaffen, haben sie in dieser Woche einige Schiedsrichter eingeladen, die beim Training dabei sein werden. Sie sollen den Spielern beibringen, was geht und was nicht.
Nicht nur die Strafen, die das Team kassiert, wenn ein Spielzug beendet ist, regen Head Coach Tomlin auf, sondern es sind mehr noch die Strafen, die das Team kassiert, bevor ein Spielzug beginnt. Das wären Konzentrationsstörungen, die es abzuschaffen gilt, sagte der Head Coach.
Man müsse dringend von den 387 Yards herunter, die das Team in den ersten vier Spielen an Strafen kassierte.
Den Spieler mit den meisten Strafen hat Mike Tomlin sich schon selber vorgenommen. Wide Receiver Antonio Brown würde nach Touchdowns zu exzessiv feiern, was zu zu vielen 15 Yards Strafen geführt hat.
Tomlin will Brown daran gewöhnen, daß Touchdowns für ihn etwas ganz normales sind. Er hätte Brown schon einigen Male gesagt, daß er zu den besten Receivern der Liga gehört, fuhr Tomlin fort. Nach einem Touchdown soll er den Ball an einen Schiedsrichter aushändigen, und gut.
Doch Brown freut sich immer noch weiter wie ein Schneekönig, wenn er die Endzone erreicht hat.
Es wird nicht leicht, dem Wide Receiver die Freude am Touchdown abzugewöhnen.

Die besten Spieler der Woche 4

AFC
OFFENSE: RB JAMAAL CHARLES, KANSAS CITY CHIEFS
18 Läufe für 92 yards, 1 Touchdown, 3 gefangene Pässe für 16 Yards, 2 Touchdowns
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE J.J WATT, HOUSTON TEXANS
5 Tackles, 1 Interceptionreturn- Touchdown über 80 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K NICK NOVAK, SAN DIEGO CHARGERS
4 von 4 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
22 von 28 Pässe für 302 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 9. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S ANTOINE BETHEA, SAN FRANCISCO 49ERS
7 Tackles, 1 Interception, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-RB DARREN SPROLES, PHILADELPHIA EAGLES
1 Puntreturn- Touchdown über 82 Yards
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Kurzberichte
sparano-tony-hc-dolphins200Die Raiders haben einen Übergangstrainer gefunden. Sie nahmen jemanden aus den eigenen Reihen, Offensive Coordinator Tony Sparano (Bild).
Sparano ist der 19. Head Coach der Raiders und der achte seit 2002.
Er ersetzt Dennis Allen, der in seiner Zeit auf 8-28 Siege für Oakland kam.
Sparano hat sich schon mal als Head Coach in der NFL versucht. Seine Bilanz von 29-33 Siegen mit den Dolphins zeigt allerdings, daß er nicht sehr erfolgreich war.
Aber, das kann ja noch werden. Auch Seahawks Head Coach Pete Carrolls erster Versuch als Head Coach in der NFL war von Erfolglosigkeit gekrönt, im zweiten Anlauf brachte er es zum Super Bowl Sieger mit den Seahawks.
Ob die Raiders Sparano die Zeit lassen, die er zum Kitten des Scherbenhaufens braucht, der ihm von General Manager Reggie McKenzie als Spielermaterial zur Verfügung gestellt wurde, ist fraglich?
Der absolute Wunschkandidat in Oakland ist und bleibt Jon Gruden.
Doch ihn von ESPN abzuwerben dürfte teuer werden. Gruden wird bestimmt direkt zu den fünf bestverdienenden Head Coaches gehören wollen, wenn er zusagen sollte.

Die staatliche Fernmeldebehörde der USA, die FCC, hat es der NFL untersagt, eine Übertragung der Spiele, die bis zu einer bestimmten Zeit vor dem Anpfiff nicht ausverkauft sind, im heimischen TV Markt zu verbieten.
Dieser seit Jahrzehnten bestehende Bann ist damit aufgehoben.
Viele NFL Teams hat dieser Bann eh nie getroffen, da ihre Spiele konstant ausverkauft sind. Aber die Chargers, Jaguars und Buccaneers spielen oft vor erschreckend leeren Rängen.
Die NFL hat bereits angekündigt, daß sie die Entscheidung der FCC nicht beachten wird. In den bis 2022 laufenden Verträgen mit den TV Gesellschaften ist verbindlich festgelegt, daß Spiele, die 72 Stunden vor dem Anpfiff nicht ausverkauft sind, im heimischen TV Markt nicht gezeigt werden dürfen. Deshalb, so die NFL, würde man frühestens nach 2022 die FCC Regeln berücksichtigen.

Die Colts verlängerten den Vertrag mit Robert Mathis bis zum Ende der Saison 2016.
Spielen wird der Linebacker allerdings in dieser Saison nicht. Zwar hat er seine vier Spiele dauernde Suspendierung abgesessen, aber beim Versuch sich fit zu halten, hat er sich eine Achillessehne gerissen.
Über die Konditionen des neuen Vertrags wurde nichts bekanntgegeben.

Nach dem Aufschrei, der hier sogar von Systemmedien wie dem Stern, ausgestoßen wurde, beeilte sich die NFL, sich bei Husain Abdullah zu entschuldigen.
Der gläubige Moslem der Chiefs hatte nach einem Touchdown gegen die Patriots zu Allah gebetet. Dafür gab es von den Schiedsrichtern eine 15 Yards Strafe.
„Regel 12, Abschnitt 3, Artikel 1 (d) besagt: "Spielern ist es verboten in irgendeiner Art zu Jubeln oder Freude auszudrücken, während sie am Boden sind." So weit die Regel. „Jedoch ist der vorherrschende Mechanismus in dieser Situation, einen Spieler nicht zu bestrafen, der als Teil des religiösen Ausdrucks zu Boden geht und infolgedessen hätte es in diesem Fall keine Strafe geben dürfen,“ sagte ein NFL Sprecher.
Am Dienstagmorgen hieß es aus der Ligazentrale, daß man sich bei Abdullah dafür entschuldigt hat.

Und er ist wieder da, der Augenlicht gefährdende „Schwuchtelrosa“ Monat.
Ab sofort wird diese gräßliche Farbe die Spiele der NFL wieder bestimmen, um auf den Brustkrebsbewußtseinsmonat hinzuweisen.
Schon am Donnerstag werden wir überschwemmt werden von rosa Flaggen, rosa Schuhen, rosa Handschuhen und was man sonst noch rosa anmalen kann.
Sehen wir das Positive, es ist für einen guten Zweck, und es geht vorüber.

Eine Quadrizepszerrung wird Cowboys Linebacker Bruce Carter vom Einsatz gegen die Texans abhalten.
Ob er in der Woche danach gegen die Seahawks wird spielen können, steht noch nicht fest.

Die Falcons haben zwei Spieler auf die Verletztenliste gesetzt. Center Joe Hawley ist am rechten Knie verletzt und Right Tackle Lamar Holmes ist an einem Fuß verletzt.
In der Defense erwischte es William Moore. Der Safety fällt mit einer Schulterverletzung acht Wochen aus.

Der Schock sitzt tief. „Wir haben gegen eines der schlechtesten Teams der NFL verloren,“ sagte Steelers Wide Receiver Antonio Brown ungläubig. „Und das auch noch Zuhause. Das ist peinlich und zutiefst beschämend,“ fuhr fort.
Da weiß man jetzt nicht so recht, ist es nun gut, daß der nächste Gegner ein noch schlechteres Team als die Bucs ist, oder ist das schlecht?
Wenn die Steelers ein Team mit Moral und Anstand sind, dann werden sie ihren Frust über den letzten Sonntag an den Jaguars auslassen.
Wenn nicht, muss man Pittsburgh für diese Saison bereits abschreiben.

Dienstag, 30. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 4 - Monday Night Football
smith-alex-kcc
Die Häuptlinge holten die Tomahawks raus und skalpierten die Patrioten. Angetrieben von den indianischen Kriegsgesängen der Anhänger rund um das Schlachtfeld, ließen die entfesselten Krieger keine Gnade walten.
Was sich liest, wie eine Zeile aus Lederstrumpf, beschreibt das gestrige Gemetzel im Pfeilspitzenstadion zu Kansas City.
Das erste Viertel der Saison ist beendet, und nichts, aber auch gar nichts, ist, wie es sein soll. Die von der NFL ach so sehr gewünschte Parität ist eingetreten, und die Footballwelt steht Kopf.
Natürlich können die Patriots bei den Chiefs verlieren, aber sich abschlachten zu lassen, daran hat bestimmt niemand gedacht.
Es war, wie schon in vielen Spielen in dieser Saison zuvor, ein Spiel, das sich im Spiegel abspielte. Die Offense der Chiefs trumpfte auf, wie die der Patriots in allerbesten Zeiten, während Tom Brady, auch in Ermangelung vorhandener Receiver, eine erbärmliche Leistung ablieferte.
Doch nicht nur das nicht vorhandene Passspiel war schuld an der Niederlage, auch das nicht vorhandene Laufspiel hatte seinen Anteil.
So ganz ohne Spielmacher und Brecher geht es eben doch nicht.
Brady hatte eine Bilanz von 14 aus 23 für 159 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions, bevor er auf die Bank gesetzt und von Jimmy Garoppolo ersetzt wurde.
Drei Läufer trugen den Ball für New England und erzielten mit 16 Läufen 75 Yards.
Chiefs Quarterback Alex Smith (Bild) vervollständigte 20 seiner 26 Pässe für 248 Yards und 3 Touchdowns. Er blieb ohne Interception.
Die Running Backs Knile Davis (107 Yards) und Jamaal Charles (92 Yards) erzielten jeder für sich locker mehr Yards, als die Running Backs der Pats zusammen.
Am Ende stand ein 41:14 Sieg der Chiefs, der in der Höhe wohl von kaum jemandem erwartet wurde, der aber den Spielverlauf exakt wiedergibt.
Für sein Gebet zu Allah nach einem Touchdown wurde der gläubige Moslem Husain Abdullah mit einer 15 Yards Strafe belegt.

Kurzberichte
0-4 Siege zum Beginn der Saison waren den Verantwortlichen der Raiders dann wohl doch zuviel. Da Head Coach Dennis Allen bereits in den letzten beiden Saisons schon jeweils nur vier Spiele gewinnen konnte, wurde er am Montag gefeuert, denn Besserung ist nicht in Sicht.
Wer sich den Schleudersitz bei den Raiders ab jetzt antun soll, steht noch nicht fest.
Ich tippe mal, daß der Mann, dessen Name sofort genannt wurde, es nicht wird. Jon Gruden wird kaum Lust haben, seinen schönen Posten bei ESPN aufzugeben.
Eher wird man einen der Assistenten Tony Sparano oder Al Saunders nehmen, die beide schon Erfahrung als Head Coach in der NFL haben.
Wann General Manager Reggie McKenzie, der für das desolate Spielerpersonal verantwortlich ist mit dem Allen arbeiten musste, gefeuert wird, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Angeblich sollen die Spieler der 49ers die Nase von ihrem Head Coach voll haben. Das jedenfalls verkündete Deion Sanders, der für das NFL Network arbeitet.
Alles Mist, antwortete Jim Harbaugh, als er darauf angesprochen wurde.
Doch die Gerüchte wuchern schon länger und ESPN Analyst Trent Dilfer bezeichnete die Atmosphäre in der Kabine vor der Saison als „giftig“.
Auch wird immer wieder das Collegeteam aus Michigan in einem Atemzug mit Harbaugh genannt. Die Wolverines sind scharf auf Harbaugh.
Doch in seiner Pressekonferenz am Montag bezeichnete der Head Coach der 49ers sein Verhältnis zu den Spielern und seinen Vorgesetzten als gut. Er wüsste nichts, von irgendwelchen giftigen Atmosphären und er hätte Sanders und Dilfer auch schon lange nicht mehr in der Kabine der 49ers gesehen.

Die NFLPA wollte einen unabhängigen Schlichter, der den Einspruch von Ray Rice verhandelt. Die NFL stimmte am Montag zu.
Beide Seiten reichen jetzt eine Liste von Wunschkandidaten ein, und werden sich dann auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen.

Wie schlecht muss EJ Manuel wohl als Quarterback sein?
Sehr schlecht, denn die Bills setzen ihn für das Spiel gegen Detroit am Sonntag auf die Bank und werden mit Kyle Orton starten.

Die Colts verloren zwei Spieler an einem Tag.
Von sich aus feuerten sie Wide Receiver Darick Rogers, nachdem sie erfuhren, daß er wegen einer Trunkenheitsfahrt verhaftet wurde.
Safety LaRon Landry wird ihnen vier Spiele fehlen, weil die NFL ihn wegen der Einnahme verbotener Substanzen suspendierte.

Es war zwar nicht das Kreuzband, aber die Saison ist für Cowboys Cornerback Morris Claiborne dennoch beendet. Er riss sich eine Patellasehne.

Aufatmen in Minnesota. Genauere Untersuchung des verletzten Knöchels von Quarterback Bridgewater haben ergeben, daß Nichts gerissen oder gebrochen ist.
Leider ist das nächste Spiel schon am Donnerstag. Ob der Rookie bis dahin wieder fit ist, ist fraglich. Am Sonntag wäre sein Einsatz wohl möglich.

Steelers Head Coach Mike Tomlin war sichtlich wütend, als er über die bodenlose Blamage seines Teams gegen die Buccaneers sprach. Seine Spieler wären undiszipliniert, meinte der erfolglose Führer der Stählernen.
Der schwache Start, das stümperhafte Spiel, die armselige Defense am Ende, all das wäre schon schlimm genug gewesen, doch die 13 Strafen für 125 Yards, das wäre der Gipfel der Disziplinlosigkeit. Das hätten besonders eine Beleidigungsstrafe gegen Leveon Bell gezeigt und eine wegen unsportlichen Verhaltens gegen Antonio Brown.
Solche Strafen nach einem Spielzug bezeichnete Tomlin als lächerlich. Darüber haben man die volle Kontrolle. Das wäre absolut vermeidbar.
Die Steelers haben in den ersten vier Spielen im Durchschnitt 11 Strafen pro Spiel kassiert.
Disziplinlosigkeit fällt zunächst auf den Head Coach zurück. Es gibt Head Coaches, die in der Lage sind, ihren Spielern die nötige Disziplin anzutrainieren.
Einen Versuch wäre es wert.

Montag, 29. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 4 - Der Wahnsinn geht weiter
rodgers-aaron6Fangen wir damit an, uns eine Trophäe auszudenken, die den blindesten Schiedsrichtern des Spieltags übergeben wird. Es könnte ein aufrecht gehendes Zebra sein, das in der einen Hand einen weißen Stock hält und auf dem anderen Arm eine Blindenbinde hat. Auf der Nase sollte eine dicke, dunkle Sonnenbrille sitzen.
Wenn wir so einen Preis hätten, wäre es schwer, den Versager des Spieltags auszumachen, weil es so furchtbar viele davon gibt, aber die Crew, die das Spiel der Packers in Chicago gepfiffen hat, wäre ein sicherer Kandidat.
Nach fünf Minuten griff Bears Tackle Jordan Mills Packers Linebacker Julius Peppers in die Gesichtsmaske. Das war natürlich eine Strafe... gegen Peppers.
Ja, so sind sie, die hochbezahlten Profischiedsrichter der NFL. Immer für eine grauenvolle Fehlentscheidung gut.
Gut war aber dennoch das, was die Packers boten. Quarterback Aaron Rodgers (Bild) hatte ja nach dem holprigen Start des Teams die Devise ausgegeben R-E-L-A-X.
Und nach diesem Spiel können die Packers Fans tatsächlich etwas entspannter sein. Green Bay hatte keine Probleme, das Spiel zu kontrollieren. Die Bears machten es ihnen aber auch nicht allzu schwer. Wie vermutet, konnte der Höhenflug von Bears Quarterback Jay Cutler nicht lange anhalten. Dafür ist er zu unbeständig. Zwar warf er zwei Touchdownpässe, aber auch zwei Interceptions und er verlor den Ball zwei mal.
Aaron Rodgers spielte wie Aaron Rodgers und warf vier Touchdownpässe.
Beide Teams sind nach den 38:17 Sieg Green Bays jetzt mit 2-2 Siegen Punktgleich hinter Detroit, das die Jets 24:17 besiegte und alleine mit 3-1 Siegen die NFC North anführt.

Auch 2-2 Siege haben die Vikings. Sie traten mit Rookie Quarterback Teddy Bridgewater als Starter an und er legte los, wie die Feuerwehr. Die Defense der Falcons wusste nicht, wie ihr geschah.
In einer Explosion der Offense schlugen die Vikings die Falcons tatsächlich verdient mit 41:28 und erzielten 558 Yards.
Bitter, daß die Rookiesensation sich im letzten Viertel am linken Knöchel verletzte und humpelnd den Platz verlassen musste.
Doch die Verletzung soll nicht all zu schwer sein, wie Head Coach Zimmer der Presse sagte.

Als wenn das Ergebnis noch nicht sensationell genug war, setzten die Buccaneers noch einen drauf.
Sie sind es leid, jemanden immer völliger Versager zu nennen, und suchen nach einer Alternative dazu?
Dann sagen sie ab jetzt doch: „Du Pittsburgh Steeler, du.“ Oder ersatzweise: „Du Mike Tomlin, du.“
Es ist schier unglaublich, wie weit Head Coach Tomlin diese einst so stolze Mannschaft heruntergewirtschaftet hat. Pittsburgh war gestern nicht dazu in der Lage eine Führung in einem Heimspiel gegen Tampa Bay zu verteidigen, die letzte Woche noch von den Falcons geschreddert wurden.
Es ist unfassbar, wie lange die Verantwortlichen dem Treiben von Tomlin noch tatenlos zusehen wollen?
Pittsburgh ging mit einer 24:17 Führung ins letzte Viertel. Nach vier Minuten kamen die Buccaneers durch ein Field Goal auf 24:20 heran.
Doch in zwei weiteren Ballbesitzen der Steelers kamen sie zu nichts Zählbarem mehr.
Nachdem Pittsburgh 50 Sekunden vor Spielende von der eigenen 17 punten musste, hätte die Defense aus alten Zeiten herzhaft gegähnt, und die Bucs aus dem Stadion getrieben.
Doch davon ist der Stahlvorhang alter Zeiten Universen entfernt.
Die 50 Sekunden reichten Bucs Quarterback Glennon, um sein Team in die Endzone zu führen, wobei sie keine Auszeit mehr zur Verfügung hatten.
Tampa startete von der 46 der Steelers. Ein 41 Yards Pass brachte sie an die fünf Pittsburghs. Glennon rammte den Ball zu Boden. Danach warf er einen Pass in die Endzone, der nicht gefangen wurde. Doch mit dem nächsten Pass traf er Wide Receiver Vincent Jackson und das Unglaubliche wurde Realität.
Die Tampa Bay Buccaneers haben die Pittsburgh Steelers Auswärts 27:24 geschlagen.
Für die, die das nicht ganz mitbekommen haben, schreibe ich es noch mal ganz langsam; Die Tampa Bay Buccaneers haben die Pittsburgh Steelers Auswärts 27:24 geschlagen.

Dagegen kann man den in der Höhe nicht erwarteten 38:14 Sieg der Cowboys gar nicht mehr als Sensation werten.
Die Saints scheinen ihr Pulver verschossen zu haben, während Dallas, von allen totgesagt (besonders von mir), starke Vitalzeichen von sich gibt.
Quarterback Tony Romo warf keinen (KEINEN) Fehlpass, sein Gegenüber Drew Brees leistete sich einen.
Mit 21 Yards in einem Lauf stellte Romo eine persönlicher Bestmarke auf.
Doch der wahre Superstar ist momentan Running Back DeMarco Murray. Er scheint seine Fumbleritis in den Griff bekommen zu haben, und blieb auch vor Spielbeginn der beste Läufer der Liga. Kein anderer Running Back konnte in den frühen Spielen an ihm vorbeiziehen.
Er brachte es mit 24 Läufen auf weitere 149 Yards und 2 Touchdowns.
Endlich scheinen die Cowboys eingesehen zu haben, daß man Pass- und Laufspiel gut mischen muss.
Am Ende war sogar das 38:14 den Saints noch geschmeichelt.

Die großen Verletzungssorgen in der O-Line der Eagles ließen sich nicht kaschieren. Nix war mit explosiver hochgeschwindigkeits Offense.
Ohne einen einzigen Punkt mit dem Angriff gemacht zu haben, ging Philadelphia gegen die 49ers mit einer 21:13 Führung in die Halbzeit. Die Special Teams und die Defense, die den Gegenparts der Niners völlig überlegen waren, hatten dafür gesorgt.
Doch so ganz ohne Offense geht es dann doch nicht.
Während San Francisco im zweiten Durchgang noch zu 13 weiteren Punkten kam, punkteten die Eagles nicht mehr.
Was in der NFC East zunächst wie ein Alleingang der Eagles aussah, ist zu einem spannenden Wettbewerb geworden. Die Giants kapieren langsam das neue System ihrer Offense und kommen heran, während Dallas, von allen totgesagt (besonders von mir), starke Vitalzeichen von sich gibt und mit 3-1 Siegen die Division anführt.
Wer hätte das erwartet?
Die 49ers zeigten keine Ansätze einer Besserung, sondern sie profitierten von den Problemen der Eagles.

In Baltimore hatte sich Wide Receiver Steve Smith Sr. Unglaublich darauf gefreut, seine alten Mannschaftskollegen aus Carolina zerpflücken zu dürfen.
Und er machte sich einen Spaß daraus, das in die Tat umzusetzen.
Smith fing 7 Pässe für 139 Yards und 2 Touchdowns.
Der 38:10 Sieg der Ravens ging auch in der Höhe vollkommen in Ordnung.

Der Lazarettreport
Die Defense der Cowboys hatte New Orleans ganz gut im Griff, verzeichnet aber einen schweren Ausfall. Cornerback Morris Claiborne musste das Spiel verlassen, weil er sich möglicherweise einen Kreuzbandriss zuzog. Heute werden noch Tests gemacht, aber Teambesitzer Jerry Jones rechnet mit dem Schlimmsten.
Linebacker Bruce Carter zog sich eine Zerrung im Quadrizeps zu.
Bei den Saints musste Offensive Tackle Terron Armstead das Spiel mit einer Gehirnerschütterung vorzeitig verlassen.

In London zog sich Raiders Quarterback Derek Carr zwei Verletzungen zu, eine am Knöchel und eine am Knie.

Bei den Falcons mussten einige Spieler verletzt vom Platz, was nicht als Entschuldigung für eine Niederlage gegen Minnesota herhalten darf.
Center Joe Hawley, Guard Justin Blalock und Right Tackle Lamar Holmes hatte es erwischt.

Bei den Panthers erwischte es DeAngelo Williams. Dieses Mal verletzte sich der Running Back am Knöchel.

Im Sieg gegen Philly zog sich 49ers Tight End Vernon Davis eine Rückenverletzung zu. Wie schlimm es genau ist, wurde noch nicht gesagt.
Vorher hatte es schon Offensive Tackle Anthony Davis an einem Knie erwischt.

Gegen die Jets zog sich Lions Running Back Joique Bell eine Gehirnerschütterung zu.

Die Bears spielten ohne Jarred Allen gegen die Packers.
Der Defensive End leidet an einer Lungenentzündung und soll innerhalb einer Woche an die 20 Kilo Gewicht verloren haben.

Sonntag, 28. September 2014

Der ewige Klassiker
rodgers-aaron7Für Green Bay geht es gegen Chicago schon um sehr viel. Eine Niederlage, und man steht mit 1-3 Siegen da, während die Bears dann schon auf 3-1 enteilt wären.
Doch wie soll dieser nötige Sieg gelingen?
Die Offense zeigte bisher erschreckend erbärmliche Leistungen rund um das zukünftige Ruhmeshallenmitglied Aaron Rodgers (Bild).
Doch der Quarterback sieht das ganz entspannt. R-E-L-A-X antwortete er in einem Radiointerview auf die Frage des Interviewers nach einem grottenschlechten Pass, als es gegen Detroit um alles ging.
Relax, sagte Rodgers und buchstabierte das Wort. „Alles wird gut“, fuhr er fort.
Schon im ersten Spiel zeigte es sich, daß man wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hatte, als Rodgers nicht einen Pass in Richtung Seahawks Cornerback Richard Sherman warf.
Gegen die Jets half nur ein miserabel getimetes Timeout der Jets, einen Sieg einzufahren. Und ein einziger Touchdown gegen die Lions, darüber darf man gar nicht weiter nachdenken.
Sicher gehören die Bears noch nicht wirklich zu den Powerteams der Liga. Quarterback Jay Cutler kann immer noch unter Druck gesetzt werden, auch wenn seine O-Line sich wirklich verbessert hat. Doch die Defense der Bears kann das Gleiche auch mit Aaron Rodgers machen. Der hat bisher erst 62,7% seiner Pässe vervollständigt, was weit unter seinem Standard liegt.
Ein Totalausfall ist die Running Back - Hoffnung Eddie Lacey. Er erzielt nur 3,1 Yards pro Lauf. Da hatte man sich viel mehr von ihm erwartet.
Packers at Bears, ein ewiger Klassiker. Nicht für für Bears- und Packers - Fans ein wichtiges Spiel.
Wenn man bedenkt, was Sport 1 US statt dessen zeigt, rollen sich einem die Fußnägel auf.

Kurzberichte
Die Saints haben Ersatz Defensive Tackle John Jenkins nicht mit nach Dallas genommen.
Daß er Zuhause blieb, hat keine gesundheitlichen Gründe, hieß es aus der Teamleitung.
Was vorliegt, sagte man aber nicht.

In Kansas City gibt es jetzt eine Len Dawson Brücke. Das Verkehrsministerium in Missouri enthüllte am Freitag das Namensschild des legendären Chiefs Quarterbacks an einer Brücke in der Nähe des Arrowhead Stadions.
Der heute 79 Jahre alte Dawson führte die Chiefs zu drei AFL Meisterschaften, zwei Super Bowl Auftritten und und einem Super Bowl Sieg.

War es ein UFO?
War es ein Einhorn?
Nein, es war Eli Manning, der selber einen Touchdown lief.
Für Wide Receiver Victor Cruz war dieser Anblick unfassbar, auch wenn es bloß ein Lauf über ein Yard war.
Eli Manning selber in die Endzone laufen zu sehen, ist tatsächlich ein seltenes Erlebnis. Da kann man schon mal die Fassung verlieren.
Elis letzter Touchdown Lauf vor diesem war in Woche eins der Saison 2011. In seinen mittlerweile schon 11 Jahren in der NFL hatte er nur fünf Touchdownläufe.
Verständlich, daß Cruz seinen Augen nicht trauen wollte.

Samstag, 27. September 2014

Kurzberichte
cousins-kirk3Redskins Head Coach Jay Gruden macht das grauenvolle Debakel seines Teams gegen die Giants nicht nur an Quarterback Kirk Cousins (Bild) fest. Es wäre ein Totalausfall des ganzen Teams gewesen, nicht nur eines einzelnen Spielers, sagte er am Freitag der Presse.
Besonders die Verteidigung hätte völlig versagt.
Jetzt müsste man sehen, daß man die angeknacksten Egos wieder repariert bekäme, bevor es am 6. Oktober im Monday Night Spiel gegen den amtierenden Super Bowl Champion geht.

35 Jahre alt, 14 Jahre in der Liga, gerade von einem Kreuzbandriss genesen, und trotzdem unverzichtbar für sein Team, das ist Colts Wide Receiver Reggie Wayne.
Am Sonntag steht er vor einem Karrierehöhepunkt, denn er wird sein 200. Spiel bestreiten.
Nur die Quarterbacks Johnny Unitas und Peyton Manning haben mehr Spiele für die Colts absolviert.
Sein Ziel, so sagte er lachend der Presse, sei es weitere 200 Spiele zu bestreiten.

Quarterback Matthew Stafford war am Freitag um sechs Uhr morgens mit dem Auto auf dem Weg zum Teamgelände der Lions.
Auf dem Weg dorthin wurde er von Trümmerteilen einer Fußgängerbrücke, die auf der Straße lagen, gestoppt.
Ein Truck hatte die Brücke gerammt und eingerissen. Der Truckfahrer verstarb am Nachmittag im Krankenhaus.
Stafford ist nicht passiert, er traf mit leichter Verspätung auf dem Teamgelände ein.

Dolphins Head Coach Joe Philbin sagte am Freitag, daß das Team wie bisher mit Quarterback Ryan Tannehill starten wird.
Er entschuldigte sich für das Durcheinander, daß er durch seine Unbedachtheit ausgelöst hat.

Jets Offensive Coordinator Marty Mornhinweg glaubt, daß er seinem jungen Quarterback zuviel zumutet.
Anstatt Geno Smith auf die Bank zu setzen, will er versuchen, ihm leichtere Spielzüge reinzugeben. Besonders in der Red Zone müssten die Dinge einfacher für Smith werden.
Schon am Sonntag gegen Detroit will Mornhinweg anfangen, Smith zu entlasten.

Während die Associated Press berichtet, daß ein Kriminalbeamter das Video von Ray Rice, das die Vorfälle im Aufzug zeigt, im April an den Sicherheitschef der Liga, Jeffrey Miller, geschickt hat, findet die NFL einfach keinen Beweis, daß das Video bei ihr eingegangen ist.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann suchen sie noch heute.
Aber die NFL ist wirklich nicht untätig. In dieser Woche kaufte sie Werbezeit von den TV-Sendern, um einen Werbespot gegen häusliche Gewalt zu senden.
$3 Millionen lässt die Liga sich das kosten.

Zur Kasse bitte
Die NFL bat für Vergehen die am letzten Spieltag begangen wurden, folgende Spieler zur Kasse:
Für die Teilnahme an einer Schlägerei zwischen den Eagles und den Redskins wurden Eagles Left Tackle Jason Peters und Redskins Nose Tackle Chris Baker bestraft. Peters muß $10.000 zahlen, Baker $8.268.

Bei den Bills müssen zwei Spieler Strafen zahlen.
Das Tragen von roten Socken war für die NFL ein schier unglaubliches Vergehen und deshalb muss Wide Receiver Mike Williams $11.025 zahlen.
Ein Einsatz mit unnötiger Härte kostete Linebacker Brandon Spikes dagegen nur $8.268.

49ers Wide Receiver Anquan Boldin muss $8.268 zahlen für einen Kopfstoß gegen Cardinals Safety Tony Jefferson.

Der Lazarettreport
Die Lions werden ohne Joseph Fauria gegen die Jets antreten. Der Tight End hat eine Knöchelverletzung.
Hinter Wide Receiver Calvin Johnson steht ein Fragezeichen. Auch Megatron hat Knöchel.

Die Chiefs haben einen weiteren Spieler auf die Verletztenliste setzen müssen. Im Training am Donnerstag riss sich Running Back Joe McKnight eine Achillessehne.

Chad Greenway ist an den Rippen und einer Hand verletzt. Der Linebacker der Vikings wird sein erste Spiel seit acht Jahren verpassen.

Hinter Bears Wide Receiver Brandon Marshall steht wegen seines angeschlagenen Knöchels wieder ein Fragezeichen. Gegen die Jets fing er nur einen Pass für sechs Yards.
Defensive End Jarred Allen hat eine nicht näher bezeichnete Krankheit und konnte am Freitag nicht trainieren.

Vernon Davis weiß nicht, ob er gegen die Eagles wird spielen können. Der Tight End der 49ers hat Schmerzen in einem Knie und Knöchel.
Zwar nahm er an jedem Training in dieser Woche teil, aber nur eingeschränkt.

Freitag, 26. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 4 - Thursday Night Football
redskins-markDas Thursday Night Spiel brachte so einige Erkenntnisse. Zunächst schaffte es Phil Sims tatsächlich die Redskins (Bild) nicht einmal Redskins zu nennen, obwohl die Redskins nun mal Redskins heißen.
Dann lernte man, daß ein Touchdown nicht unbedingt wirklich ein Touchdown ist.
Die Giants Fans sahen, daß die Laiendarsteller, die bisher in der Offense spielten, wieder durch die Originale ersetzt wurden.
Und Kirk Cousins spielte so schlecht, als wolle er nicht der Grund für eine Quarterback- Kontroverse werden.
Es war das Spiel zweier unterschiedlicher Quarterbacks. Während Eli Manning und seine Truppe so langsam das Offensesystem ihres neuen Offensive Coordinators Ben McAdoo verinnerlichen, zeigte Redskins Quarterback Cousins grauenvolles.
Manning warf vier Touchdownpässe und einen Interception, Cousins warf vier Interceptions und einen Touchdown. Zusätzlich verlor er einmal den Ball.
Zählen sollte man einen weiteren Touchdown der Giants, der dann doch keiner war. Manning traf Rueben Randle aus sechs Yards in der Endzone. Der Wide Receiver fing den Ball, hatte beide Beine am Boden, man zählte 21, 22, als ihm der Ball noch aus der Hand geschlagen wurde. Redskins Linebacker Keenan Robinson eroberte den Ball und tatsächlich wurde dieser eigentlich sichere Touchdown als Ballbesitz für die Redskins gewertet.
In der zweiten Halbzeit zeigte Redskins Quarterback Kirk Cousins, der bis dahin nicht wirklich gut gespielt hatte aber auch nicht wirklich schlecht, warum die Redskins froh sein können, wenn Robert Griffin III seine Fußverletzung ausgeheilt hat.
All seine vier Fehlwürfe leistete er sich in Durchgang zwei. So konnten die Giants aus einer hart erkämpften 24:7 Halbzeitführung noch einen lockeren 45:14 Sieg machen.
Und für die Redskins wird es nicht einfacher. In Woche fünf kommt der amtierende Super Bowl Sieger, der zwar auswärts schlagbar ist, aber nicht von einem Redskinsteam in der Form von dieser Nacht.
Die Giants haben nächste Woche die Falcons zu Gast, die nun wirklich nicht unschlagbar sind.

Kurzberichte
Alkohol- und Drogenmißbrauch, Kindesmißhandler, Frauenschläger, ist das schon Alles?
Nein!
Werfen wir zur Abwechslung kurz einen Blick auf die positive Seite der NFL.
Die Bengals beriefen 2012 Defensive Tackle Devon Still ein. Als seine vierjährige Tochter jetzt an Krebs erkrankte, verschoben sie ihn ins Übungsteam, damit er die volle Krankenversicherung für sich und seine Angehörigen behält, anstatt ihn zu feuern, weil er für seine Tochter da sein wollte.
Still sagte der Presse, daß die NFL zu 100% für die Behandlungskosten aufkommen wird. Die Behandlung begann mit einer fast sechsstündigen Operation, bei der der Tumor vollständig entfernt werden konnte. Es folgen weitere sechs Behandlungsschritte.
So was muss auch mal berichtet werden.

Gute Nachrichten für die Abonnenten des britischen SKY.
Sky Sports überträgt seit 1995 Spiele der NFL und wird das auch weitere fünf Jahre tun. Auch das Monday Night Football Spiel, dessen Rechte bisher bei einem anderen Anbieter lagen, wird ab der nächsten Saison von SKY Sports übertragen.

Demaryius Thomas hat selber gesagt, daß er sein Potential zur Zeit nicht voll abruft.
Der Wide Receiver der Broncos hatte einen holprigen Start in die Saison. Er lässt ungewöhnlich viele Bälle fallen und kann sich nicht erklären wieso?
Nur drei Receiver sind in dieser Kategorie noch schlechter als er.
Verletzt ist er nicht, das versicherte er in einem Interview. Auch seine ungeklärte Vertragssituation wäre nicht der Grund.
Es wird Zeit, daß er dem Mysterium auf die Spur kommt, denn Peyton Manning braucht Thomas wieder als die sichere Anspielstation, die er normalerweise ist.
Head Coach Fox ist sicher, daß Fox nach der spielfreien Woche der Broncos wieder der Alte sein wird. Wahres Talent, so Fox, könnte auf Dauer nicht verloren gehen.

Donnerstag, 25. September 2014

Kurzberichte
tannehill-ryan2„Natürlich werde ich am Sonntag starten“, zeigte sich Dolphins Quarterback Ryan Tannehill (Bild) bei einer Pressekonferenz überzeugt.
In dieser Woche wurden erstmals Zweifel an dem Quarterback laut.
Gegeben hat es diese Zweifel schon lange, nur öffentlich hat es noch niemand aus dem Umfeld des Teams geäussert.
Sein Head Coach scheint noch zu grübeln. Seit Tagen druckst Joe Philbin herum, wenn er auf Tannehill und seinen Status angesprochen wird.
Der Quarterback konnte bisher nur 56,5% seiner Pässe vervollständigen. Zu wenig, Philbins Meinung nach.
Vielleicht hilft es ja, wenn er Tannehill jetzt etwas Druck macht. Dieser Trick hat schon öfters geklappt.

Definitiv nicht in London dabei sein werden Quarterback Matt Schaub, Safety Tyvon Branch und Wide Receiver Rod Streater von den Raiders.
Branch und Streater haben jeweils einen gebrochenen Fuß. Für Branch ist die Saison beendet, bei Streater besteht noch Hoffnung auf eine Rückkehr.
Quarterback Matt Schaub ist gar nicht erst nach London mitgeflogen. Seine Frau ist schwanger und musste notoperiert werden.
Mitgeflogen ist Maurice Jones-Drew. Der Running Back hatte zwei Spiele verpasst, weil er an einer Hand operiert werden musste. Er meldete sich als einsatzbereit zurück.

Ein mehrfach gebrochener Fuß bedeutete für Vikings Quarterback Matt Cassell das Saisonende.
Rookie Teddy Bridgewater wird als Starter antreten.

Heute Nacht spielen die Redskins und die Giants gegeneinander. Oder, wie Phil Simms es wohl sagen wird, die Giants gegen das Team aus Washington.
Natürlich werde auch ich mich an die politisch korrekte Sprechweise halten und sage deshalb, daß bei den Team aus Washington Wide Receiver DeSean Jackson mit einer Schulterverletzung fraglich ist, sowie Defensive End Jason Hatcher mit einer Oberschenkelzerrung.
Bei dem Team aus New York könnte Linebacker Jon Beason mit einer Zehenverletzung fehlen.

Rex Ryan hält an seinem Quarterback fest... vorerst.
Wer Achterbahnfahrten mag, der wird es lieben, Jets Fan zu sein. Geno Smith gehört zu der Sorte Quarterbacks, die von Woche zu Woche unterschiedliche Leistungen abliefern, und so für eine Prise Spannung sorgen, die eigentlich nicht sein müsste.
Obwohl seine Leistungen ausgerechnet vor den heimischen Fans gegen Chicago wieder auf Talfahrt waren, stehen auch die Mannschaftskollegen zu Smith, trotz seiner 25 Ballverluste in seinen 16 Starts.
Der Mann mit der Nr. 1, der bei seinen anderen Teams die 7 getragen hat, die aber bei den Jets Geno Smith trägt, Michael Vick, wird nur als spontane Zirkusnummer eingesetzt.
Klar hat sich Smith verbessert, aber diese Aufs und Abs dürften die Fans sehr nerven.
Doch Ryan muss sich etwas einfallen lassen. Noch eine verkorkste Saison dürfte ihn dann doch seinen Job in New York kosten. Und wenn Smith der Grund für die Probleme ist, muss Ryan wohl mal ausprobieren, ob Vick nicht doch der bessere Mann wäre. Das ist allerdings ein riskanter Versuch, wenn man sich vor Augen hält, was Vick zuletzt bei den Eagles ablieferte. Das Gelbe vom Ei war das sicherlich auch nicht.
Noch wird Ryan nichts ändern... noch.

Kaum war er weg, war er auch schon wieder da.
Nachdem Morris Claiborne am Dienstag wutentbrannt das Trainingsgeländer verlassen hat, als er erfuhr, daß er nicht mehr als Starter gelistet ist, kam er am Mittwoch wieder zurück.
Nachdem der Cornerback der Cowboys sich mit Head Coach Garrett ausgesprochen hatte, entschuldigte er sich bei seinen Teamkollegen.
Eine Strafe soll er nicht erhalten.

Am Mittwoch blieben auch andere Cowboys dem Training fern.
Quarterback Tony Romo hatte auch letzte Woche ein Training wegen seines Rückens ausfallen lassen. In dieser Woche fehlte er ebenso, wie die drei Defensive Tackles Henry Melton (Kniesehne), Terrell McClain (Gehirnerschütterung ) und Davon Coleman (Knie).

Die besten Spieler der Woche 3

AFC
OFFENSE: QB ANDREW LUCK, INDIANAPOLIS COLTS
31 von 39 Pässe für 370 Yards, 4 Touchdowns
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE COREY LIUGET, SAN DIEGO CHARGERS
6 Tackles, 1 Sack, 1 erzwungener Fumble
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K JUSTIN TUCKER, BALTIMORE RAVENS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Dies ist seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB MATT RYAN, ATLANTA FALCONS
21 von 24 Pässe für 286 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S KAM CHANCELLOR, SEATTLE SEAHAWKS
9 Tackles, 1 Interception, 1 erzwungener Fumble, 2 abgewehrte Pässe
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-KR-WR DEVIN HESTER, ATLANTA FALCONS
Stellte mit seinem 20. Kickreturn zum Touchdown einen neuen NFL Rekord auf. Gegen Tampa Bay erzielte er 68 Puntreturnyards und 29 Kickreturnyards, sowie einen 20 Yards Touchdownlauf, und er fing einen 25 Yards Touchdownpass
Dies ist seine 14. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 24. September 2014

Die Jets sind furchtbar sauer auf die Schiedsrichter, und das völlig zu Recht.
cutler-jay-bears-2Ein Touchdown, der zu einer Führung für sie gegen die Bears hätte werden können, wurde von den Schiedsrichtern zurückgepfiffen. Linebacker Demario Davis hatte einen von Quarterback Jay Cutler (Bild) fallengelassenen Ball aufgenommen und lief damit in die Endzone. Doch der völlig überforderte Hauptschiedsrichter Jerome Boger hatte den Spielzug abgepfiffen, weil seiner Meinung nach Cutler bereits ein Knie em Boden hatte, als er den Ball verlor.
Der Videobeweis zeigte, daß das nicht der Fall war. Die Jets bekamen zwar den Ball, doch der Touchdown zählte nicht.
Davis regte sich furchtbar über die Unfähigkeit der Schiedsrichter auf, die ihm den Touchdown wegnahmen. „"Ich wusste, es war ein Fumble, und es sollte ein Touchdown sein", sagte Davis auf ESPN.com. "Ich sprach mit ein paar Refs vor dem Spiel. Sie sollen zulassen, dass der Spielzug weiterläuft. Es wurde ihnen beigebracht, in solchen Situationen auf Fumble zu entscheiden, damit sie überprüft werden können. Wenn Sie es abpfeifen, ist der Spielzug dort beendet. Das fiel auf uns zurück, und hat uns in den Hintern gebissen. Aber wir hatten nicht die besten Offiziellen in diesem Spiel. Das ist keine Entschuldigung. Wir wissen, daß wir besser spielen müssen."
Head Coach Rex Ryan tat bei der anschließenden Pressekonferenz so, als hätte er die Situation nicht richtig sehen können. Ob es wirklich so war, oder ob er es aus Selbstschutz tat, um keine hohe Geldstrafe zu riskieren, weiß man natürlich nicht.
Fakt ist, Jerome Boger und seine Crew haben enormen Mist gebaut.

Kurzberichte
Nein, auf die Bank wollte sich Morris Claiborne nicht setzen. Als der Cornerback der Cowboys erfuhr, daß er seinen Status als Starter verloren hat, packte er wutentbrannt seine Klamotten und stürmte aus dem Trainingskomplex.
Kurz vorher hatte Teambesitzer Jerry Jones Claiborne öffentlich im Radio kritisiert. Als die Cowboys den Cornerback vor drei Jahren einberiefen, tauschten sie sich auf den sechsten Platz in der Draft. Doch leider, so Jones, hätte er die in ihn gestellten Erwartungen nie erfüllt.
Sicher, so fuhr der Teambesitzer fort, würde aus Claiborne mal ein guter Spieler, aber kein großartiger.
Orlando Scandrick wird an seiner Stelle spielen. Er hatte Claiborne bereits im knappen 34:31 Sieg der Cowboys ersetzt.

Die Vergangenheit ruhen lassen, wollen die Steelers. Deshalb hatten sie keine Bedenken den Frauenschläger James Harrison erneut zu verpflichten.
Immerhin, so sagte Head Coach Mike Tomlin, läge der Vorfall sechs Jahre zurück und wäre abgeschlossen.
Harrison hätte erfolgreich ein Antiagressionstraining durchlaufen und die Anklage und eine drohende Suspendierung durch die NFL wären dadurch fallengelassen worden.

Die NFL gab bekannt, daß sie Chris Baker für seinen harten Angriff gegen Eagles Quarterback Nick Foles nicht suspendieren wird.
Nachdem der Defensive Lineman der Redskins Foles sehr hart zu Boden gestoßen hatte, brach ein Kampf auf dem Platz aus. Als Folge davon wurden Baker und Eagles Left Tackle Jason Peters, der seinem Quarterback zu Hilfe kam, vom Platz gestellt.
Doch die Liga sah nichts illegales in dem Angriff. Der Status des schutzbedürftigen Spielers, den der Quarterback inne hat, war aufgehoben, da sein abgefangener Pass zurückgetragen wurde.
Baker hatte Foles nicht mit dem Helm voran berührt, oder in der Kopf- und Nackenregion. Foles war in dem Moment ein Footballspieler, wie jeder andere auf dem Platz, und er stand in der Nähe des Ballträgers, deshalb, so Troy Vincent, Vizepräsident für Footballangelegenheiten der NFL, gäbe es keinen Grund, Baker zu suspendieren.
Allerdings schloß Vincent nicht aus, daß Baker noch eine Geldstrafe bekommen könnte.

Die Panthers setzten Mike Tolbert auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler.
Der Fullback hat einen Haarriss im rechten Bein.
Frühestens am 13. Oktober gegen die Vikings kann er wieder eingesetzt werden.
Die anderen Running Backs der Panthers, Jonathan Stewart und DeAngelo Williams, konnten in dieser Woche wegen verschiedener Verletzungen bisher nicht trainieren.

Jeff Tedford hat die Buccaneers aus gesundheitlichen Gründen verlassen.
Der Offensive Coordinator hat seit einiger Zeit Probleme mit seinem Herzen. Wie lange er wegbleiben wird, steht noch nicht fest.

Die Chargers müssen einige Wochen auf Manti Te`o verzichten.
Der Linebacker hat sich gegen die Bills den rechten Fuß gebrochen.

Dienstag, 23. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 3 - Monday Night Football
smith-geno3Die Bears standen zum Schluß des Spiels ganz kurz davor, ihre Fans im Stadion zu fragen, ob jemand kurz mal in der Verteidigung aushelfen könnte?
Das war kein Verletzungspech, das sie hatten, es war eine Verletzungskatastrophe. Und das in einem Spiel, das bereits im Vorfeld als Abwehrschlacht bezeichnet wurde.
Gut nur, daß die Jets nicht gut genug waren, daraus Kapital zu schlagen.
Die ESPN Kommentatoren Tirico und Gruden waren gerade damit fertig, Jets Quarterback Geno Smith (Bild) zu loben, und festzustellen, daß das Vertrauen, das Offensive Coordinator Mornhinweg seit dem letzten Spiel gegen Green Bay in seinen Quarterback hat, gerechtfertigt ist, warf Smith den Ball zum ersten Mal zu einem Verteidiger. Ryan Mundy lief 45 Yards unbedrängt mit dem Ball in die Endzone. Smith leistete sich später noch einen weiteren Fehlpass in die Endzone.
Chicago führte 7:0 und gab diese Führung nicht mehr ab.
Die Offense der Jets kam sechs mal in die Redzone, aber sie konnten dabei nur einen Touchdown erzielen.
Doch nicht nur die Jets machten Fehler, sie wurden auch von einer erneut miserablen Schiedsrichtercrew einige Male benachteiligt. Dafür, daß diese Zebras sechsstellige Summen pro Jahr verdienen, bieten sie in dieser Saison (mal wieder) ein erbärmliches Bild.
Die Bears überlebten, wie gesagt, eine Verletzungsserie in der Defense, der die Safeties Ryan Mundy, Chris Conte und Danny McCray zum Opfer fielen.
Zwar kämpften sich die Jets noch mal auf 19:24 heran, aber Chicago konnte noch ein weiteres Field Goal erzielen.
Als die Jets Sekunden vor Spielende noch mal bis an die Neun der Bears kamen, schafften sie es in vier Versuchen nicht, einen Touchdown zu erzielen.
Chicago konnte den knappen, aber nicht unverdienten 27:19 Sieg mit nach Hause nehmen.

Der Lazarettreport
Bei einem Sack... Dance... riß sich Stephen Tulloch das Kreuzband im linken Knie.
Der Linebacker der Lions hatte gerade Packers Quarterback Rodgers unter sich begraben, und feierte das mit eigenartig anmutenden konvulsivischen Zuckungen. Dabei passierte ihm die saisonbeendende Verletzung.
Und das, wo er sich im Spiel noch nie verletzte und seit neun Jahren kein Spiel verpasst hat.

„Kinder, darf ich wieder spielen?“ fragte James Harrison seine Nachkommen.
Die haben wohl ja gesagt, denn der Linebacker, der am 5. September als Steeler in den Ruhestand trat, hat wieder in Pittsburgh unterschrieben.
Eine Verletzungsserie im Spiel gegen die Panthers zwingt die Steelers dazu, sich nach neuen Verteidigern umzusehen.
Zu diesen Verletzten gehören Linebacker Ryan Shazier, dessen Knieverletzung aber nicht als schlimm bezeichnet wird. Linebacker Jarvis Jones hat eine Zerrung des hinteren Kreuzbandes und wird etwa acht Wochen ausfallen. Nicht viel früher wird Cornerback Ike Taylor zurückkommen, der sich einen Unterarm brach. Ihm droht sogar das Saisonende.

Schlimmer, als befürchtet, traf es Dennis Pitta. Der Tight End der Ravens muss erneut an der Hüfte operiert werde. Für ihn ist die Saison beendet.

Titans Quarterback Jake Locker hatte einen „kleinen Eingriff“ am Handgelenk seines Wurfarms.
Ob er in Woche vier wird spielen können, steht noch nicht fest.

Er war bekannt dafür, mit seinem Holzkopf durch jede Verteidigungsmauer zu brechen, doch die Saison ist für Danny Woodhead beendet.
Der Running Back der Chargers hat ein gebrochenes Wadenbein.

Die Vikings werden etwa sechs Wochen auf Kyle Rudolph verzichten müssen. Der Tight End hat einen Leistenbruch und muss operiert werden.

Wegen der gleichen Verletzung müssen die Eagles auf Center Jason Kelce auch einige Wochen verzichten.

Gegen die Lions verletzte sich auch Packers Linebacker Clay Matthews an der Leiste. Anders als die beiden zuvor genannten, soll er aber nicht sehr lange ausfallen.

Kurzberichte
Am Sonntag verstarb Rob Bironas bei einem Verkehrsunfall.
Der 36-jährige war lange Jahre Kicker bei den Titans und wurde erst im März gefeuert. Er war verheiratet mit Rachel Bradshaw, der Tochter von Quarterback- Legende Terry Bradshaw.

Die Dolphins haben, nach Jahren, erkannt, daß Ryan Tannehill wohl doch nicht so gut als Quarterback ist, wie sie sich bisher versucht haben selber einzureden.
In London soll am Sonntag Matt Moore gegen die Raiders starten, wie man hört.

Die Buccaneers haben Kontakt mit Terrelle Pryor aufgenommen. Nach der Verletzung von Quarterback Josh McCown brauchen sie Ersatz auf der Position.
Und wenn man die Leistungen McCowns als Maßstab anlegt, dann kann man so ziemlich jeden Verpflichten, der schon mal einen Pass geworfen hat, sogar Pryor.

Gar nicht zufrieden ist Packers Head Coach Mike McCarthy mit Eddie Lacy. Der Running Back wurde vor der Saison allerorten als einer der besten Spieler auf seiner Position gelobt, blieb den Beweis dieser Vorschußlorbeeren aber bisher schuldig.
Am Sonntag erreichte Lacy einen absoluten Tiefpunkt, der die Meinungen über ihn von vor der Saison ad absurdum führte. Er wurde in der eigenen Endzone getackelt, was Detroit zwei Punkte einbrachte, er verlor den Ball einmal, der zum Touchdown zurückgetragen wurde, was weitere sieben Punkte für die Lions bedeutete. Mit fünf seiner 11 Läufen erzielte er Null Yards, oder sogar Minusyards.
Insgesamt kam er mit 11 Läufen nur auf 36 Yards.
Das brachte McCarthy zu dem Schluß, daß Lacy besser spielen muss ab jetzt.

Die Chance bei den Lions besser zu spielen, hat Kicker Nate Freese nicht mehr.
Er verschoss gegen Green Bay einen Field Goal Versuch aus 41 Yards, und das fand sein Head Coach gar nicht gut. Im Pauseninterview sagte Jim Caldwell, daß ein Kicker in der NFL ein Field Goal aus dieser Distanz machen muss.
Es war eines von vier Field Goals, das Freese in den ersten drei Spielen verschoß.
An seiner Stelle wollen die Lions Ex- Eagles Kicker Alex Henery verpflichten. Eine gute Idee?
Ne!
Henery verschoß in den Testspielen zwei von drei Field Goals.

Montag, 22. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 3
manning-peyton-broncos4Oh, wäre das doch der Super Bowl gewesen. Die Broncos haben im Revanchespiel gestern sehr gut mitgehalten. Es fiel zwar auf, daß die Offense immer noch keine wirklich wirksamen Mittel gegen die Seahawks Defense gefunden hat, aber die Defense hielt das Team im Spiel.
Im ersten Spiel der Saison warf Peyton Manning (Bild) drei Touchdownpässe in der ersten Halbzeit.
Im zweiten Spiel der Saison warf Peyton Manning drei Touchdownpässe in der ersten Halbzeit.
Im dritten Spiel der Saison erzielten die Broncos magere drei Punkte in der ersten Halbzeit.
Da wurde einem klar, daß die Angelegenheit auch dieses Mal wohl wieder sicher an die Seahawks gehen würde, die zur Halbzeit bereits 17 Punkte erzielt hatten.
Doch das Blatt drehte sich ein wenig, als es im dritten Viertel an Denver war, einen Safety zu erzielen. Die Defense hatte Seattle an deren eigener Goalline festgepinnt und ließ Running Back Marshawn Lynch nicht mit dem Ball aus der Endzone laufen.
Das war so etwas, wie ein Weckruf. Plötzlich hörte Denvers Offense auf zu stottern und lief merklich runder.
18 Sekunden vor Spielende hatte Denvers 18 sein Team zum 18:20 Anschluss geführt. Jetzt musste der Zweipunkteversuch gelingen. Die 88, Wide Receiver Demaryius Thomas, der bis dahin sehr unauffällig agiert hatte, fing den Pass von Manning und mit 20:20 ging es in die Verlängerung.
Hier gelang es Denvers Defense nicht, Seattle zu stoppen, und mit einem sechs Yards Touchdownlauf gewann Marshawn Lynch das sehr spannende, teilweise aber recht konfuse Spiel, mit 26:20 für die Seahawks.
Die Revanche gelang noch nicht, aber der Abstand war wesentlich geringer, als noch im Februar.

Es war wohl das Spiel des Tages, das zwei hervorragende Quarterback zeigte.
Washington in Philadelphia war ein wahrer Leckerbissen. Kirk Cousins bei den Redskins und Nick Foles bei den Eagles zeigten, daß sie eine Menge Potential haben.
Immer wieder wechselte die Führung, und Wide Receiver DeSean Jackson, den die Eagles vor der Saison hatten ziehen lassen, bekam seinen Genugtuungs- Touchdown, einen 81 Yarder zum 27:27 Ausgleich im dritten Viertel.
Im letzten Viertel unterlief Cousins ein Fehler, als die Redskins an der eigenen 20 standen, und er einen Pass warf, den Eagles Safety Malcolm Jenkins an der 41 abfing.
Im anschließenden Drive konnten die Eagles auf 37:27 davonziehen.
Zwar kämpften sich die tapferen Rothäute noch mal auf 34:37 heran, aber die Eagles konnten den knappen Vorsprung über die Zeit retten.
Philadelphia ist nun 3-0 und muss am Sonntag nach San Francisco zu den 49ers, die momentan nicht so wirklich zu den Spitzenteams gezählt werden können. Sie verloren in Arizona mit 14:23 und boten keine sehr ansprechende Leistung.
Auf Seiten der Redskins mussten DeAngelo Hall, Guard Shawn Lauvao, Safety Duke Ihenacho und Defensive End Jason Hatcher verletzt vom Platz. Cornerback Hall zog sich einen Achillessehnenriss zu, womit für ihn die Saison beendet ist.
Bei den Eagles verletzte sich Center Jason Kelce am Bauch.

Keine ansprechende Leistung bot Green Bay in Detroit. Nach drei Spielen muss man sich fragen, ob die Packers eine Mogelpackung sind?
Mit sehr vielen Vorschußlorbeeren starteten sie in die Saison und zeigten bisher nur Durchschnittsfootball oder weniger.
Gegen die Lions reichte es nur zu mageren sieben Punkten, viel zu wenig für eine von Aaron Rodgers angeführte Offense.
Die Defense erlaubte den Lions zwar nicht allzuviel, aber doch genug, damit die einen der seltenen Siege gegen Green Bay mitnehmen konnten, ein 19:7.

„Würden die echten Steelers bitte aufstehen?“
Das taten sie im Sunday Night Spiel, oder waren die Panthers einfach so viel schwächer als sie?
Carolinas Quarterback Cam Newton trug immer noch einen dicken Rippenschutzpanzer, und wurde dann auch noch am Knie erwischt.
Running Back Jonathan Stewart tat das, worauf man gewartet hatte. Nach zweieinhalb Spielen, verletzte er sich in der zweiten Halbzeit mal wieder und fiel aus.
Die Offense der Steelers wirkte wie runderneuert, gegen eine Carolina Defense, die bisher nur 21 Punkte zugelassen hatte. Quarterback Ben Roethlisberger, Wide Receiver Antonio Brown und die Running Backs Leveon Bell und LeGarrette Blount waren einfach nicht zu stoppen. Pittsburgh erzielte 37 Punkte und ließ nur 19 zu.
Sie überkamen die Verletzungen von Cornerback Ike Taylor, Linebacker Ryan Shazier und Linebacker Jarvis Jones, die das Spiel alle verletzt vorzeitig verlassen mussten.

Knappe Niederlagen sind immer etwas, was ein Herz brechen kann. Die Niederlage der Browns gegen die Ravens gehört dazu.
Mittlerweile begegnen sich die beiden Teams auf Augenhöhe, denn Cleveland spielt tatsächlich etwas, das nach NFL Football aussieht, während Baltimore ganz bestimmt nicht mehr zu den unschlagbaren Teams gehört.
So ging es mit 21:17 für Cleveland ins letzte Viertel.
Die Ravens kamen auf 20:21 heran und deren Defense konnte Clevelands aufmüpfige Offense im Zaum halten.
Im letzten Drive der Ravens hatte Quarterback Joe Flacco dann den einen lichten Moment im Spiel, als er einen Pass warf, den Wide Receiver Steve Smith 32 Yards weiter, an der 13 der Browns, fing.
Als die Uhr auf Null sprang segelte ein 32 Yards Field Goal von Jason Tucker zum doch recht glücklichen 23:21 für die Ravens über die Querstange.
Bitter für Baltimore, daß sich Tight End Dennis Pitta erneut die Hüfte verrenkte, und wohl wieder einige Zeit ausfallen wird.

Zwei Rookie Quarterbacks kamen zu ihren ersten Einsätzen. In New Orleans ersetzte Vikings Quarterback Terry Bridgewater Matt Cassell, der sich laut Head Coach Mike Zimmer mehrere Knochen in einem Fuß brach.
In Jacksonville ersetzte Blake Bortles den wegen völliger Unfähigkeit auf die Bank verbannten Chad Henne. Zwar warf Bortles im letzten Viertel noch zwei Touchdownpässe, aber da stand es bereits 37:3 für Indianapolis und die Colts hatten schon auf Gnadenmodus geschaltet.

Der Lazarettreport
Danny Woodhead verletzte sich beim Sieg der Chargers gegen Buffalo an zwei Stellen. Den Running Back erwischte es am Knöchel und am Wadenbein.
Heute soll er genauer untersucht werden, aber die erste Prognose, Wadenbeinbruch, dürfte sich sehr wahrscheinlich bestätigen.

Vikings Tight End Kyle Rudolph verletzte sich in der zweiten Halbzeit an der Leiste und konnte nicht mehr weiterspielen.

Die Saints verloren Center Jonathan Goodwin mit einer Beinverletzung.

Die Raiders haben sich tapfer gegen die Patriots gewehrt. Ein Opfer der Schlacht wurde Oaklands Wide Receiver Rod Streater. Er zog sich eine Fußverletzung zu und geht an Krücken.

Cardinals Cornerback Antonio Cromartie verletzte sich gegen die Niners am linken Knie und konnte nicht weitermachen.

Für das Monday Night Football Spiel in dieser Nacht stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen der Bears Wide Receiver Brandon Marshall und Alshon Jeffery.
Auf keinen Fall dabeisein werden Center Roberto Garza (Knöchel), Left Guard Matt Slauson (Knöchel), Defensive Tackle Jeremiah Ratliff (Gehirnerschütterung ) und Linebacker Shea McClellin (Hand)
Bei den Jets könnte Wide Receiver Eric Decker ausfallen.

Samstag, 20. September 2014

Der Lazarettreport
abraham-john3Die Cardinals setzten John Abraham (Bild) auf die Verletztenliste. Damit ist die Saison für den besten aktiven Quarterback- Jäger beendet.
In Woche eins gegen die Chargers zog er sich die erste Gehirnerschütterung seiner 15 Jahre dauernden Karriere zu. Es könnte sein, daß es auch seine letzte war, denn ob der 36-jährige nächstes Jahr noch mal zurückkommt, wird bezweifelt.
Unter den momentan aktiven Spielern führt er die Liga mit 133,5 Sacks an. Die Cardinals werden ihn also schmerzlich vermissen.

Cardinals Quarterback Carson Palmer wird nicht gegen die 49ers spielen.
Zum zweiten Mal in Folge wird Drew Stanton starten.
Palmer hat eine schmerzhafte Nervenverletzung in der Schulter seines Wurfarms und kann den Ball nicht richtig festhalten.

Nach dem Spiel gegen die Broncos wurde bei Chiefs Running Back Jamaal Charles ein „high ankle sprain“ diagnostiziert, eine Verstauchung des Syndesmosebandes. Diese Verletzung braucht normalerweise einige Wochen, um abzuheilen.
Doch am Freitag meldete sich Charles schon wieder zum Training zurück.
Entweder, die Diagnose traf glücklicherweise nicht zu, oder Charles will seinen Einsatz forcieren, was ihm auf lange Sicht nicht guttun würde.

Bei den Cowboys steht ein Fragezeichen hinter Linebacker Rolando McClain. Er hat Schmerzen in der Leiste.

Kurzberichte
Redskins?
Na klar.
Eine repräsentative Umfrage in Virginia, dem Staat in dem die Washington Redskins ihr Hauptquartier haben, ergab einen große Zustimmung zu dem nicht unumstrittenen Teamnamen. 71% der Befragten stimmten dafür, den Namen zu behalten.
Ja leben denn in diesem Staat keine guten Menschen?
Anscheinend doch, denn nicht nur unter den bösen Republikaner findet der Spitzname Zustimmung (72%), sondern auch unter den guten Demokraten sprachen sich 69% für die Beibehaltung des Namens Redskins aus. Unter den Unabhängigen, die keiner der beiden Fraktionen angehören, fanden sich 67% Befürworter.

Die Einnahmen der NFL sinken. Jedenfalls die, die die eigenen Spieler beitragen.
Letztes Jahr gab es kaum eine Woche, wenn überhaupt, in der die NFL mit den Strafzahlungen weniger als $100.000 einnahm.
In Woche zwei blieb sie jetzt deutlich darunter.
Im Einzelnen sieht das so aus:
$5.512 muss Ravens Linebacker Terrell Suggs zahlen, weil er vor dem Spiel mit einem Gladiatorenhelm ins Stadion einlief.
$22.050 muss Colts Linebacker Jonathan Newsome für einen blindside Block zahlen.
Jets Defensive Tackle Muhammad Wilkerson bedachte einige Spieler der Bears mit Faustschlägen und ist mit $20.000 dabei.
Ein zu harter Angriff auf den Quarterback kostete Rams Linebacker Jo-Lonn Dunbar $16.537.
Gleiches Vergehen, gleiche Summe für 49ers Defensive Tackle Quinton Dial.
Und von Kaepernicks $11.025 wurde hier ja schon berichtet.

Suspendierung aufgehoben und erneuert, so sieht es für Dolphins Dion Jordan aus.
Der Defensive End war für vier Spiele gesperrt, weil er verbotene leistungssteigernde Mittel eingenommen hatte. Diese Sperre wurde im Zuge der neuen Drogenrichtlinien aufgehoben.
Doch da er erneut positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde, bekam er direkt im Anschluß eine neuerliche vierwöchige Sperre aufgebrummt.

Josh Gordon kann doch noch in dieser Saison wieder spielen. Die saisonlange Suspendierung des besten Wide Receivers der Saison 2013 wurde auf 10 Wochen gekürzt.
Am 23. November gegen die Falcons darf er von den Browns wieder eingesetzt werden.
Seinen Job als Autoverkäufer, den er zur Zeit ausübt, will er bis dahin weiter ausüben.

Diese Niederlage hat einen Narbe hinterlassen, meinte Buccaneers Head Coach Lovie Smith nach der unsagbar schlechten Vorstellung seines Teams gegen die Falcons, eine Narbe, die nicht mehr weggehen würde, fügte er noch hinzu.
Seine Analyse des Spiels deckt sich in großen Teilen mit meiner gestrigen. Keine Offense, keine Defense, keine Special Teams, fünf Ballverluste.
Dann zeigte er, daß er seinen Humor nicht verloren hat: „Glücklicherweise haben wir noch 13 weitere Spiele“, meinte er. „Und auch gegen dieses Footballteam werden wir eine weitere Chance haben.“
Großartig dieser Humor, in dieser Situation.

Freitag, 19. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 3 - Thursday Night Football
smith-lovie-tbbAls Dallas Cowboys Fan erkenne ich ein mieses Footballteam, wenn ich ein mieses Footballteam sehe, und in den Buccaneers erkannte ich ein grauenvoll mieses Footballteam.
Die Atlanta Falcons spielten sich ihren Frust über das schlechte Spiel gegen die Bengals von der Seele, hatten aber in Tampa Bay auch nicht wirklich einen Gegner. Die Offense, ein Witz, die Defense ein Lachschlager, die Special Teams... welche Special Teams? Die Leistung laut Head Coach Lovie Smith (Bild): „Peinlich!“
Devin Hester, ein alter Bekannter von Buccaneers Head Coach Smith aus gemeinsamen Bears Zeiten, schrieb Geschichte. Der Wide Receiver/Kick Returner der Falcons stellte mit seinem 20. Touchdown nach einem Punt/Kickoff Return einen neuen NFL Rekord auf.
Der alte Rekordhalter, Deion Sanders, war als Analyst für das NFL Network im Dome, und erlebte Live mit, wie Hester ihm den Rekord wegnahm.
Drei Minuten vor Ende des dritten Viertels, beim Stand von 49:0 für die Falcons, schonte deren Head Coach Mike Smith den größten Teil der Starter. In der Folge konnte Atlanta nur noch einen weiteren Touchdown erzielen, und die Buccaneers kamen zu zwei Gnaden- Touchdowns.
Gestartet waren die Buccaneers mit Josh McCown als Quarterback. Doch daß der nicht einen Bruchteil der Erwartungen erfüllt, die Head Coach Lovie Smith in ihn gestellt hat, wurde schon in den ersten beiden Spielen klar.
Auch in dieser Nacht lieferte er eine erbärmliche Leistung ab, bevor er mit einer Daumenverletzung das Spiel verlassen musste. Sein Ersatzmann Mike Glennon kam in einer Situation auf den Platz, in der nichts mehr zu retten war, selbst wenn er ein guter Quarterback wäre. In der Situation aber konnte er nur noch versuchen Schlimmeres zu verhindern. Sollte er irgendwelche Qualitäten haben, konnte er sie nicht zeigen.
Matt Ryan machte seine schlechte Vorstellung gegen die Bengals vergessen. Der Quarterback der Falcons hatte bis zu dem Zeitpunkt, an dem Head Coach Smith ihn nach getaner Arbeit vom Feld holte, eine Bilanz von 21 aus 24 für 268 Yards und 3 Touchdowns.
Bei den Falcons musste Wide Receiver Harry Douglas das Spiel in der ersten Halbzeit mit einer Fußverletzung verlassen.
Der Endstand von 56:14 für Atlanta ist tatsächlich für die Buccaneers noch schmeichelhaft. Wenn es in der NFL nicht das ungeschriebene „Gesetz“ gäbe, unterlegene Gegner nicht zu sehr zu demütigen, hätte das noch viel schlimmer für Tampa enden können.

Kurzberichte
Die Vikings trennten sich von Wide Receiver Jerome Simpson.
Er ist schon einige Male negativ aufgefallen, und da die Vikings gerade dabei sind, reinen Tisch zu machen, entließen sie ihn am Donnerstag.
Simpson fiel zuletzt auf, als er am 7. Juli verhaftet wurde, weil er ohne gültige Fahrerlaubnis Auto fuhr. Im Wagen fand die Polizei Marihuana und eine offene Flasche mit Alkohol.
Als er für diesen Vorfall jetzt einen Gerichtstermin bekam, wurde er gefeuert.
Der Wide Receiver leistete sowieso gerade eine dreiwöchige Sperre ab, die wegen einer Alkoholfahrt gegen ihn verhängt wurde.

Wird Carson Palmer am Sonntag spielen, oder wird er in dieser Saison gar nicht mehr spielen?
Der Quarterback der Cardinals hat eine schmerzhafte Nervenverletzung in der Schulter des Wurfarms. Die Nachrichten über seinen Zustand haben sich seit Sonntag öfter geändert, und momentan weiß niemand wirklich, wie es um ihn steht.
Sein Head Coach Bruce Arians rechnet mit Allem.
Daß Jonathan Dwyer in dieser Saison nicht mehr spielen wird, steht jetzt fest.
Die Cardinals setzten den Running Back auf die Reserve/nicht footballbedingte Verletzungen Liste. Dwyer war am Mittwoch verhaftet worden, nachdem er wegen schwerer Körperverletzung angezeigt wurde.
Die Cardinals werden ihm sein Gehalt weiter zahlen, wie es aus der Clubführung hieß.
Chris Rainey, Running Back im Übungsteam, wird nicht für ihn nachrücken, denn er wurde auch entlassen, weil gegen ihn eine ähnliche Klage vorliegt.
Rainey wurde schon öfter wegen häuslicher Gewalt angezeigt.
Apropos... jemand hat mal nachgezählt.
Seit Januar 2000 gab es 732 Verhaftungen und Anklagen gegen Spieler der NFL. Darunter waren 90 wegen häuslicher Gewalt.
Das ist verdammt viel.

Donnerstag, 18. September 2014

Kurzberichte
Griffin III-Robert36-8 Wochen haben die Redskins noch Ruhe, dann dürfte eine Quarterback- Kontroverse beginnen.
So lange soll es dauern, bis Quarterback Robert Griffin III (Bild) seinen linken Knöchel auskuriert hat, mit dem er am Sonntag böse umknickte.
DeSean Jackson, der an der Schulter verletzt ist, konnte am Mittwoch nicht trainieren. Damit ist es fraglich, ob der Wide Receiver gegen das Team, das ihn so schmählich vor die Tür setzte, wird spielen können, denn der Gegner der Redskins am Sonntag sind die Eagles.
Jackson selber ist fest davon überzeugt, daß er gegen sein altes Team antreten kann.

Die Arizona Cardinals haben Jonathan Dwyer deaktiviert.
Der Running Back wurde am Mittwoch verhaftet. Die Verhaftung resultierte aus einer Anzeige gegen ihn, die zwei Vorfälle im Juli beinhaltet. Einmal geht es um schwere Gewalt, und das andere Mal um ein minderschweres Vergehen.
Dwyer soll eine 27-jährige Frau und ein 18 Monate altes Kind angegriffen haben.
Die Frau hat daraufhin den Staat verlassen und am 11. September ihre Klage eingereicht.

Die NFL und die NFLPA haben die neuen Verträge zur Drogenbekämpfung unterschrieben.
Die die neuen Regeln einige Lockerungen enthalten, wurden die Suspendierungen von Broncos Wide Receiver Wes Welker, Cowboys Cornerback Orlando Scandrick und St. Louis Rams Wide Receiver Stedman Bailey, sofort beendet.

Eine „unangemessene Sprache“ hat Colin Kaepernick gegen die Bears eine Strafe eingebracht und eine Zahlungsaufforderung durch die NFL über $11.000.
Der Quarterback der 49ers beharrt allerdings darauf, daß er nichts unflätiges gesagt hat. Deshalb wird er gegen die Zahlungsaufforderung Einspruch einlegen.

Bengals Linebacker Vontaze Burfict zog sich gegen die Falcons die zweite Gehirnerschütterung in zwei Wochen zu.
Jetzt muss er natürlich wieder das Gehirnerschütterungsprotokoll durchlaufen. Ob er gegen die Titans wird spielen können ist fraglich.

In Dallas konnte Quarterback Tony Romo am Mittwoch nicht trainieren. Sein Rücken bereitete ihm schmerzhafte Probleme.
Romo ist überzeugt davon, daß er nach seinen beiden Rückenoperationen in den letzten beiden Jahren, öfter mal das ein oder andere Training verpassen wird, weil sein Rücken ihm Probleme bereiten wird. Seine Einsatzfähigkeit für die Spiele würde das aber nicht beeinträchtigen, meinte er.

Die Sponsoren machen Druck
Ein neues Wort macht die Runde, „Exemption“ List, oder mit vollem Namen: Exempt Commissioner's Permission List
So neu ist diese Liste nicht, Michael Vick stand damals auch schon darauf, als er aus dem Gefängnis entlassen wurde, und sich wieder bei der NFL zurückmeldete.
Auf die Unverfügbarkeitsliste hat nur der Vorsitzende der NFL Einfluß. Nur Roger Goodell kann also Spieler auf diese Liste setzen, und darüber entscheiden, wann sie wieder von der Liste genommen werden.
Da die Vikings und die Panthers ihre „systemrelevanten“ Spieler Adrian Peterson und Greg Hardy nicht weiter aus dem aktiven Kader streichen wollten, nachdem sie sie ein Spiel haben pausieren lassen, übernahm der Commissioner das für sie.
Er setzte die beiden auf die Exempt Commissioner's Permission List. Er musste dies tun, um die NFL vor größerem Schaden zu bewahren. Der Aufschrei der Fans, darüber, daß diese beiden weiterhin spielen sollten, hätte ihn wohl nicht sehr gekratzt. Die Tatsache aber, daß einflußreiche Sponsoren, die viel Geld in die Liga pumpen, unzufrieden darüber waren, daß ein Kindesmißhandler und ein Frauenschläger weiterhin fröhlich Football spielen sollten, zwang Goodell zum Handeln. Wenn es um die Einnahmen der Liga geht, hört beim Commish der Spaß auf.
Diese ungewöhnliche Liste hat allerdings den Nachteil, wie sehr viele Fans und Außenstehende monieren, daß die Spieler zwar aus dem aktiven Kader verschwunden sind und sie an keinerlei Teamaktivitäten teilnehmen dürfen, sie aber dennoch ihr volles Gehalt bezahlt bekommen.
Spieler, die auf der Unverfügbarkeitsliste stehen, dürfen von den Teams durch andere Spieler ersetzt werden, und werden nicht auf den 53 Mann Kader angerechnet.
Die Besitzer der Vikings, die am Montag noch davon ausgingen, ihren Star- Running Back am kommenden Sonntag einsetzen zu können, taten in einem Interview so, als wären sie mit dem Schritt des Vorsitzenden einverstanden. Dadurch wurde ihnen die Entscheidung abgenommen, selber handeln zu müssen. Ein großer Sponsor der Vikings, Radison, hatte schon das Kündigungsschreiben an Zygi und Mark Wilf abgeschickt.
Die Liste war niemals als Instrument zur Disziplinierung vorgesehen, sondern für solche Spieler, die nach einem Streik, einem Gefängnisaufenthalt, einer Verletzung, einer Suspendierung, wieder in die NFL aufgenommen werden wollten, oder für Spieler, die ihren Militärdienst leisten.
Jetzt nutzt Roger Goodell sie, um noch größeren Schaden von der Liga abzuwenden.
Und macht direkt einen Fehler. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich das hier schreibe, steht Ray McDonald von den 49ers noch nicht auf dieser Liste.
Das muss noch kommen, sonst ist das schon wieder nichts Halbes und nichts Ganzes.
Und was die Spielergewerkschaft dazu zu sagen hat, ist ja auch nicht unwichtig.

Die besten Spieler der Woche 2

AFC
OFFENSE: TE ANTONIO GATES, SAN DIEGO CHARGERS
7 gefangene Pässe für 96 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CHANDLER JONES, NEW ENGLAND PATRIOTS
8 Tackles, 2 Sacks, 1 geblocktes Field Goal, das er zum Touchdown zurücktrug
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: RB-KR C.J. SPILLER, BUFFALO BILLS
2 Kickoffreturns für 122 Yards, 1 Touchdown über 102 Yards
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: RB DARREN SPROLES, PHILADELPHIA EAGLES
7 gefangene Pässe für 152 Yards, 4 Läufe für 26 Yards, 1 Touchdown
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB KYLE FULLER, CHICAGO BEARS
6 Tackles, 2 Interceptions
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR TED GINN, JR., ARIZONA CARDINALS
1 Puntreturn über 71 Yards zum Touchdown
Dies ist seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 17. September 2014

Ray Rice und Adrian Peterson
rice-ray4Die Spielergewerkschaft NFLPA hat Einspruch gegen die unbefristete Suspendierung von Ray Rice (Bild) eingelegt.
Die Verhandlung des Einspruchs soll nach dem Willen der NFLPA nicht von Roger Goodell geleitet werden. Darauf legt die Gewerkschaft besonderen Wert.
Ein unabhängiger Schlichter soll die Anhörung leiten, in der der Vorsitzende der NFL als Zeuge gehört werden soll.
DeMaurice Smith, der geschäftsführende Direktor der Gewerkschaft, sagte, daß das Video sehr verstörend wäre, und Rice eine angemessene Strafe bekommen müsste. Doch die unbefristete Sperre wäre alles andere, als angemessen. Im Sinne des Gewerkschaftsmitglieds Ray Rice, müsste die Organisation handeln. Unter den herrschenden Regeln des Tarifgesetzes könne ein Spieler zudem nicht zweimal für dasselbe Vergehen bestraft werden, und das wäre hier eindeutig der Fall.
Eigentlich könnte Rice jetzt wieder spielen, denn solange der Einspruch nicht verhandelt wurde, ist ein Spieler eigentlich Spielberechtigt. Eigentlich... denn der Running Back erhält von der Liga keine Spielerlaubnis.
Mittlerweile liegen eindeutige Beweise vor, die zeigen, daß Goodell spätestens im Juni das Video gesehen hat, das letzte Woche Montag von TMZ.com veröffentlicht wurde.
Ein ehemaliger FBI Direktor soll eine „unabhängige“ Untersuchung leiten, die aufzeigen soll, wer, wann, was gewusst hat. Die Ergebnisse der „unabhängigen“ Untersuchung sollen dann den Teambesitzern John Mara (Giants) und Art Rooney (Steelers) vorgelegt und von ihnen bewertet werden. Dabei soll es keine Rolle spielen, daß die beiden sehr gute Freunde von Goodell sind.
Der NFL wird auch aus wirtschaftlichen Aspekten eine baldige Auflösung des Ganzen am Herzen liegen, denn Anheuser-Bush, die Brauerei, die das in den USA sehr beliebte Budweiser Bier zusammenpanscht, hat unterschwellig angedroht, den 1,2 Milliarden schweren Werbevertrag mit der NFL zu kündigen, wenn die ihren Stall nicht bald in Ordnung bringt.
Dabei ist die Brauerei noch mehr über die Kindesmißhandlung durch Vikings Running Back Adrian Peterson empört, als über den Ray Rice Fall.
Es könne nicht angehen, daß ein Mann, der einem Kind durch Schläge offene Wunden beibringt, am Sonntag fröhlich Football spielt. Anheuser-Busch hat mit der Liga gesprochen, und starke Bedenken geäußert. Die NFL reagierte auch prompt und sagte, daß sie den Fall Peterson zur Chefsache machen würde. Da würde jetzt sehr schnell einiges passieren, sagte ein Pressesprecher der Liga, Brian McCarthy.
Anheuser-Busch gehört zu den größten Sponsoren der NFL. Wenn die Flüstern, spitzt die Liga die Ohren.
Zuvor hatte schon Pepsi Bedenken angemeldet, aber die steuern nur 100 Millionen Dollar als Sponsor bei. Da fiel die Reaktion der NFL noch eher verhalten aus.
Und in den Fällen Ray McDonald (49ers) und Greg Hardy (Panthers), muss die NFL auch ganz schnell reagieren, denn trotz aller Äußerungen der Verantwortlichen in den Teams, wie ernst man das Ganze nehmen würde, sollen die beiden in Woche drei spielen.
Diese Spieler sind halt „systemrelevant“. Da muss einen das eigene Geschwätz von wegen „ernst“, „schlimm“, „null Toleranz“, das man gestern absonderte, heute ja nicht mehr interessieren.
Da die Teams offensichtlich nicht Willens sind, zu reagieren, muß die Liga einschreiten.

Kurzberichte
Nachdem auch die Colts am Montag mit ihrer zweiten Niederlage in die Saison starteten, reihten sie sich zu den Jaguars, Raiders, Chiefs, Giants, Buccaneers und sogar den New Orleans Saints ein, die jetzt schon ordentlich zulegen müssen, um die Playoffs zu erreichen.
Wie bereits geschrieben, erreichen weniger als 12% der 0-2 Starter die Playoffs.
Nur die Panthers erholten sich 2013 nach zwei Auftaktniederlagen und erreichten die Playoffs.
Doch wie sieht es mit den 2-0 Teams aus?
Sind die jetzt schon auf Playoffkurs?
Von den Teams, die mit zwei Siegen in die Saison starten, erreichen 63% die Playoffs, also fast zwei Drittel.
2014 wären also die Bills, Bengals, Texans, Broncos, Eagles, Panthers und Cardinals heiße Playoffkandidaten.
Von den Bills und Texans konnte man das nicht erwarten. Sie dürften dann auch zu den 37% der Teams gehören, die nach gutem Start an Fahrt verlieren, während man bei den 0-2 Teams momentan nur den Saints zutrauen könnte, noch in die Endrunde zu kommen.
Auch wenn die Statistiken selten lügen, Recht haben sie nicht immer.

Brandon Meriweather hat seine Suspendierung hinter sich gebracht, und er scheint geläutert.
Der Safety der Redskins hatte wiederholt so Football gespielt, wie es mal erlaubt war, aber nicht mehr ist. Im Testspiel gegen die Ravens hatte er Wide Receiver Torrey Smith mit dem Helm voran getroffen.
Als Wiederholungstäter wurde er für die ersten zwei Saisonspiele gesperrt.
Meriweather sagte nun, daß er sich antrainieren will, wie man die weichgespülte Variante des Attackierens des Gegners auszuführen hat. Die Bewegungsabläufe der alten Spieltechnik wären halt noch in ihm drin, und deshalb würden ihm diese Fehler immer wieder unterlaufen.
Aber, so meinte er weiter, er arbeite hart daran, sich das abzugewöhnen.

Der Erfolg hat viele Väter... der Mißerfolg auch?
Scheint so.
Am Dienstag meldete sich Jets Offensive Coordinator Marty Mornhinweg, und nahm die Auszeit, die den Jets den möglichen Sieg kostete, auf seine Kappe.
Er hätte Quarterback Geno Smith einen Spielzug reingegeben, der nach der Aufstellung der Verteidigung aber abgeändert werden musste.
Deshalb hätte der Offensive Coordinator versucht seinem Head Coach zu signalisieren, daß er eine Auszeit nehmen sollte.
Mornhinweg gestand zerknirscht ein, daß er seinem Quarterback nicht zugetraut hatte, die veränderte Defense zu erkennen, und den Spielzug anzupassen.
Aber genau das hatte Smith getan und einen Touchdownpass geworfen, der ja dann nicht zählte.

Der Lazarettreport
Die Giants setzten Jerrell Jernigan auf die Verletztenliste.
Der Wide Receiver hat sich eine Verletzung am Mittelfuß zugezogen. Operiert werden muss er nicht, aber er wird eine lange Zeit einen Schutzstiefel tragen und den Fuß schonen müssen.

Bei den Falcons kann Wide Receiver Roddy White nicht trainieren, er hat einen Kniesehnenzerrung.
Da die Falcons bereits am Donnerstag gegen die Buccaneers ran müssen, ist sein Einsatz fraglich.

Bei den 49ers zog sich Tight End Vernon Davis eine schmerzhafte Knöchelprellung zu. Am Sonntag sollte er aber wieder fit sein, heißt es.

Colts Defensive Lineman Arthur Jones, der auf einer Trage das Spiel gegen die Eagles verließ, hat eine Sprunggelenksverletzung. Es ist fraglich, wann er wieder zurückkommt?

Panthers Running Back DeAngelo Williams zog sich gegen die Lions einen „Pferdekuss“ zu.
Bis zum Sunday Night Spiel gegen Pittsburgh soll er aber wieder einsatzbereit sein.

Dienstag, 16. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 2 - Monday Night Football
foles-nick2
Es war ein toller Abschluß für einen mal wieder verrückten Spieltag. Ich überlege schon, ob ich beim Donnerstagsspiel auf die Buccaneers als Sieger in Atlanta tippen soll, denn momentan ist nichts normal.
Gut, der denkbar knappe Sieg der Eagles in einem sehr spannenden Spiel in Indianapolis konnte erwartet werden. Dennoch kam er am Ende nur mit der Hilfe der völlig versagenden Schiedsrichter zustande. Die Eagles sollten der Crew einen schönen, großen Geschenkkorb schicken.
Fünf Minuten vor Spielende stand es 27:20 für die Colts. Die standen an der 22 der Eagles und waren kurz davor, den Sack dichtzumachen. Andrew Luck warf einen Pass in die Richtung von TY Hilton, den Safety Malcolm Jenkins abfing. Hierbei übersahen die Schiedsrichter eine klare Passbehinderung, denn Hilton wurde am Trikot zu Boden gezerrt und konnte den Ball deshalb nicht fangen.
Im anschließenden Ballbesitz der Eagles konnte Running Back LeSean McCoy von Laron Landry beim zweiten Versuch und sechs am Ärmel zu Boden gerissen werden und keinen Raumgewinn erzielen. Die Schiedsrichter sahen allerdings einen „Phantom“ Horse Collar Griff und gaben den Eagles einen neuen ersten Versuch.
Ohne den Eagles etwas wegnehmen zu wollen, aber das waren zwei heftige Fehlentscheidungen kurz hintereinander.
Der Star des Spiels, Eagles Running Back Darren Sproles, erzielte anschließend im zweiten Versuch nach einem kurzen Lupfer von Quarterback Foles (Bild) zu ihm, 51 Yards und erreichte die sechs der Colts. Sproles sorgte für 213 Yards insgesamt.
Foles warf einen Touchdownpass zu Jeremy Maclin und der Extrapunkt sorgte für den Ausgleich.
Die Fehlentscheidungen der Schiedsrichter sorgten für einen 14 Punkte Unterschied, denn Indianapolis wurde um sieben Punkte betrogen, Philadelphia erzielte sieben Punkte.
Colts Quarterback Luck ist bekannt dafür, daß er sein Team oft in solchen Situationen noch zum Sieg führen kann. Dieses Mal nicht. Nach drei erfolglosen Versuchen musste Indi punten.
Die Eagles bekamen den Ball an der eigenen 40 und schafften es noch mal in Field Goal Reichweite. Als die Uhr auf Null sprang, segelte der Kick von Cody Parkey aus 36 Yards zum 30:27 Sieg über die Querlatte.
Bei den Eagles verletzte sich Linebacker Mychal Kendricks an der Wade, und musste das Spiel vorzeitig verlassen.

Kurzberichte
Adrian Peterson wird mit einem zweiten Fall vom Kindesmißhandlung in Verbindung gebracht. Im Internet sind Bilder aufgetaucht, die bleibende Narben im Gesicht eines weiteren Sohnes von ihm zeigen. Der Junge ist vier Jahre alt und von einer anderen Mutter, als der Sohn, aus dem zunächst bekanntgewordenen Fall.
Der Running Back der Vikings war gegen die Patriots aus dem Kader gestrichen worden. Am Samstag stellte er sich nach dem gegen ihn erlassenen Haftbefehl den Behörden in Texas und kam gegen eine Kaution über $15.000 auf freien Fuß.
Trotz der neuen Vorwürfe sagten die Vikings, daß Peterson in Woche drei gegen die Saints spielen wird.
Ob sie dabei bleiben, steht auf einem anderen Blatt. Momentan sollen sie dabei sein, Informationen zu sammeln, wie weit ein Elternteil gehen darf, bei der Bestrafung eines Kindes.

Robert Griffin III hat sich nichts gebrochen. Der Quarterback der Redskins landete nach einem Hüpfer auf dem linken Fuß und knickte furchtbar mit dem Knöchel um.
Genauere Untersuchungen ergaben am Montag, daß RG3 sich den Knöchel verrenkt hat. Nach einer nicht zu kurzen Schonungspause sollte er wieder einsatzbereit sein.
Das würde dann sehr wahrscheinlich für eine Quarterback- Kontroverse sorgen, die man mit einem längeren Ausfall des bisherigen Starters hätte vermeiden können.
Kirk Cousins war mehr als ein Ersatz für ihn, er war eine Erlösung. Aber der Gegner war nur Jacksonville, das bedeutet also nicht viel.
Die dicke Kohle bekommt RG3, und die Redskins gaben eine Menge auf, um ihn vor zwei Jahren einberufen zu können.
Jetzt kommt es darauf an, wie Cousins weiterhin abschneidet, und ob Head Coach Gruden dann den vielleicht besseren Mann zugunsten des teureren Mannes wieder auf die Bank setzt?
Am Sonntag steht Cousins gegen die Eagles ein echter Härtetest bevor. Mal sehen, wie er da abschneidet?

Mittlerweile ist der Schuldige für das Timeoutdesaster der Jets gefunden.
Defensive Lineman Sheldon Richardson sah, wie Offensive Coordinator Marty Mornhinweg Head Coach Rex Ryan signalisierte, daß er eine Auszeit wollte. Ryan sah das aber nicht.
Richardson ging zu dem Schiedsrichter in seiner Nähe und flüsterte, wie er sagte, Time Out in dessen Ohr.
Der Schiedsrichter reagierte, unterbrach das Spiel und der schöne Touchdownpass von Geno Smith zählte nicht.
Ein Time Out kann von jedem Spieler auf dem Feld verlangt werden, aber nicht von jemandem an der Seitenauslinie, außer dem Head Coach.
Die Schiedsrichter sind angewiesen, ihre Aufmerksamkeit nicht mehr vom Feld abzuwenden, wenn der Spielzug kurz bevorsteht.
Das betreffende Zebra hörte also nur „Time Out“, ohne zu wissen, daß das nicht von Rex Ryan kam. Er hatte richtig gehandelt, und Richardson nahm die Schuld auf sich und entschuldigte sich bei dem Team für seinen Fehler.
Ryan sagte in der Pressekonferenz, daß er weder Richardson, noch Mornhinweg deswegen Vorwürfe macht. Ihm selber wäre so ein Fehler in seiner Zeit als Defensive Coordinator auch schon passiert.

Der Lazarettreport
Saints Running Back Mark Ingram brach sich gegen die Browns eine Hand und wird wenigstens vier Wochen ausfallen.

Bei den Giants ist die Saison für Walter Thurmond beendet. Der Cornerback riss sich einen Brustmuskel und muss operiert werden.

Bei den Cardinals konnte Quarterback Carson Palmer am Sonntag nicht spielen. Er hat einen Schulterverletzung, und es steht noch nicht fest, wann er wieder wird spielen können.

Montag, 15. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 2
payton-sean2Verrückt!
Ein anderes Worts als Verrückt fällt mir zu diesem zweiten Spieltag nicht ein.
Ist es erst der zweite Spieltag, oder schon der zweite?
Diese Frage ist wichtig, denn von den Teams, die mit einer 0-2 Bilanz in die Saison starten, kommen nur unter 12% in die Playoffs.
Da müssen die Jaguars, Raiders, Chiefs, Giants, Buccaneers und sogar die New Orleans Saints den Daumen schon mal über den Panikschalter halten.
Die Saints leisteten sich von den sechs Teams die größte Blamage. Sie ließen sich von den Browns vorführen und schlagen. New Orleans ließ es zu, daß Cleveland zum ersten Mal seit 10 Jahren sein erstes Heimspiel der Saison gewann.
Im letzten Drive der Browns gerieten sich Saints Head Coach Payton (Bild) und sein Defensive Coordinator Ryan in die Haare.
Zur Halbzeit lagen die Saints bereits mit 10:16 hinten.
Auch das letzte Viertel begann mit einer 23:17 Führung für Cleveland. Doch Kurz vor der Zweiminutenwarnung gingen die Saints mit 24:23 in Führung.
Was hat man nicht alles gelesen, über die nicht vorhandene Offense der Browns und die sehr verstärkte Defense der Saints.
Alles Quatsch.
Browns Quarterback Brian Hoyer, ab und zu von Johnny Manziel abgelöst, führte seine Mannschaft 85 Yards über den Platz und sechs Sekunden vor Spielende in Field Goal Reichweite. Brian Cundiff traf aus 29 Yards zum 26:24 Endstand.
Zwar waren noch drei Sekunden auf der Uhr, aber das reichte den Saints dann doch nicht mehr.

Die Redskins zerlegten die Jaguars und können vielleicht einer Quarterback- Kontroverse entgehen.
RG3 knickte schon im ersten Viertel böse mit dem linken Fuß um und konnte nicht mehr weiterspielen. Für viele Redskinsfans, die in ihm nicht mehr den Superstar sehen, der er in seiner ersten Saison zu sein schien, kam jetzt die Stunde der Wahrheit. Ersatzmann Kirk Cousins ist sehr beliebt in Washington, und viele glauben, daß er der bessere Quarterback ist.
Cousins konnte sich nun beweisen, wobei, es ging gegen die Jaguars, da kann man so viel nicht beweisen.
Cousins scheint die Gunst der Stunde aber doch genutzt zu haben, denn er führte die Redskins zu einem 41:10 Erfolg, mit einer Riesenunterstützung durch die Defense. Sie sackte Jaguars Quarterback Chad Henne 10 mal.
Cousins vervollständigte 22 seiner 33 Pässe für 250 Yards und 2 Touchdowns. Und das ohne Superstar Wide Receiver DeSean Jackson, denn auch er fiel bereits früh mit einer Schulterverletzung aus.
Das wird die Kontroverse enorm befeuern, wenn Griffin III früh zurückkommt. Muss er operiert werden, könnte es sein, daß sein Platz vergeben ist, wenn er zurückkommt.
Das wird spannend.

Die Packers machten es gegen die Jets aber mal so richtig spannend.
New York ging in Green Bay mit 21:3 in Führung und Quarterback Geno Smith spielte, wie ein alter Hase. Die Defense der Jets hatte seinen Gegenüber Aaron Rodgers gut im Griff.
Zur Halbzeit aber war die Führung trotzdem schon auf 21:16 geschrumpft.
Gepunktet wurde dann nur noch im dritten Viertel, und an dessen Ende stand es 31:24 für Green Bay. Doch es wurde noch sehr spannend und kurios.
Smith warf fünf Minuten vor Spielende einen Touchdownpass zu Jeremy Kerley, doch der zählte nicht. Offensive Coordinator Marty Mornhinweg hatte seinem Head Coach Rex Ryan signalisieren wollen, daß er eine Auszeit nehmen wollte. Der Schiedsrichter in der Nähe der Beiden hörte: „Auszeit“, und unterbrach das Spiel, kurz bevor Smith den Snap annahm und den Pass in die Endzone warf.
An der Seitenauslinie darf nur der Head Coach eine Auszeit verlangen, und Ryan war aufgebracht, weil er gar nichts von einem Timeout wusste. Wieder und wieder fragte er, wer denn die Auszeit genommen hätte?
Sei es, wie auch immer, der Spielzug zählte nicht. Die Jets verwandelten in der Folge noch einen vierten Versuch und kamen bis an die 28 Green Bays, doch wieder kam es bis zum vierten Versuch, der dieses Mal aber nicht zu einem neuen ersten Versuch umgewandelt werden konnte.
Die Packers retteten sich sehr, sehr glücklich über die Runden.
Bei einem Zweipunkteversuch nach einem Touchdown der Packers schlug Jets Defensive End Muhammad Wilkerson ein paar mal mit der Faust auf gegnerische Spieler ein, und durfte deswegen früher zum Duschen gehen.

Sind die Seahawks doch schlagbar?
Zumindest dann, wenn sie nicht Zuhause spielen.
Die Chargers gewannen 30:21 gegen den amtierenden Weltmeister, und sie entzauberten in einem Aufwasch auch noch gleich den von sich selbst sehr überzeugten Cornerback Richard Sherman.
Phillip Rivers warf vier Pässe in Shermans Richtung und alle vier kamen an für 56 Yards.
Der Cornerback war so beleidigt, daß er sich weigerte nach dem Spiel mit der Presse zu sprechen.
Packers Quarterback Aaron Rodgers hatte sich in der Vorwoche nicht getraut, auch nur einen einzigen Pass in Shermans Richtung zu werfen.
Einen guten Tag hatte der oft verletzte Tight End Anthonio Gates erwischt. Er fing drei Touchdownpässe für San Diego, die das Schicksal der Seahawks besiegelten.
Denen nutze auch ein irregulärer Touchdown von Percy Harvin nichts. Trotz der zig Kameras im Stadion und der Schiedsrichter, die in allen Spielen am gestrigen Sonntag dann doch für die befürchtete gelbe Welle sorgten, sah niemand, daß Harvin bei seinem 51 Yards Touchdown im ersten Viertel über die Seitenauslinie getreten war. Die NFL hat sich mittlerweile bei den Chargers für die Fehlentscheidung entschuldigt.
Doch das spielt dann ja glücklicherweise im Nachhinein keine Rolle mehr, denn San Diego gewann, wie gesagt, 30:21.
Allerdings verloren sie mal wieder Running Back Ryan Mathews mit einer Verletzung. Dieses Mal erwischte es den Gelegenheitsspieler am Knie.

In Denver muss sich Head Coach Fox etwas einfallen lassen, um aus den Halbtagsarbeitern der Offense Ganztagsangestellte zu machen.
Nach einer 21:10 Führung zur Halbzeit schaltete Denvers Angriff, wie schon letzte Woche, einfach ab.
Drei Punkte erzielte Denver noch in Durchgang zwei.
Die Chiefs, die schon mit großen Verletzungssorgen nach Denver gereist waren, bekamen noch größere Probleme. So fiel z.B. Running Back Jamal Charles bereits in der ersten Halbzeit aus, und es folgten weitere Verletzte.
Doch das hinderte die Chiefs nicht daran, den Broncos Paroli zu bieten, wobei aber die Defense Denvers mithalf. 10 Strafen kassierten sie, die die Chiefs immer weiter im Spiel hielten.
Und wäre die erste Angriffsserie der Chiefs nach der Pause belohnt worden, dann hätte es anders ausgehen können. Exakt auf die Sekunde 10 Minuten führte Alex Smith seine Leute über den Platz, und am Ende davon stand nur ein verschossenes Field Goal aus 37 Yards.
Auch zum Spielende hin, marschierte die Offense Kansas Citys unterstützt von Fouls der Broncos über den Platz.
Beim Stand von 24:17 für Denver kam Kansas City 15 Sekunden vor Spielende an die Zwei der Broncos. Doch die Goalline Defense Denvers hielt und so retten sich die Spielverweigerer aus der Offense und die undisziplinierte Defense über die Zeit.
Ein Sieg der Chiefs wäre alles andere als unverdient gewesen.
Nächste Woche kommt es zum Revancheduell der Broncos mit Seattle. Da wird sich die Offense Denvers keine Auszeit gönnen können.

Als sehr schlechte Gäste erwiesen sich die Bears. Sie zertrümmerten die Einweihungsfeier des neuen Stadions der 49ers förmlich.
Zunächste waren sie willkommen Gäste, und ließen San Francisco mit 17:0 in Führung gehen.
Sie begannen genau so lausig, wie letzte Woche gegen die Bills.
Plötzlich aber zeigten sie das, was sich ihre Fans für dieses Jahr erhofft und erwartet hatten. Offense und Defense übernahmen die Kontrolle und gaben sie nicht mehr her.
Die Defense sackte Colin Kaepernick vier Mal. Der ließ sich so beeinflussen, daß er sich drei Interceptions und einen Fumble leistete.
Erst 13 Minuten vor Ende des Spiels gingen die Bears zum ersten Mal mit 21:20 in Führung.
Sieben Minuten vor Schluß erzielten sie dann in einem jederzeit guten Spiel den 28:20 Endstand.
Zwar kamen die 49ers noch mal bis an die 17 Chicagos und hatten noch über 70 Sekunden auf der Uhr, doch die Defense der Bears hielt.
Bears Wide Receiver Brandon Marshall humpelte zwar auf einem angeschlagenen Knöchel herum, und es war fraglich, ob er überhaupt würde spielen können. Aber seine drei gefangenen Touchdownpässe werden den Schmerz etwas gelindert haben.

Während die 49ers ihren - mutmaßlichen - Frauenschläger Ray McDonald haben spielen lasse, entschieden die Panthers sich in letzter Sekunde dazu, ihren - erstinztanzlich bereits verurteilten - Frauenschläger Greg Hardy nicht einzusetzen.
Geschadet hat es nicht. Auch ohne den Defensive End kam Carolina zu einem nie gefährdeten 24:7 Sieg über Detroit.

Der Lazarettreport
In ihrem in der Höhe doch nicht so erwarteten 24:10 Sieg über Atlanta, verloren die Bengals Wide Receiver AJ Green mit einer Zehenverletzung.
Diese Verletzung plagte ihn schon die ganze Woche und verschlimmerte sich während des Spiels.
Die Bengals verloren außerdem Tight End Alex Smith (linker Bizeps), Right Guard Kevin Zeitler (Rechte Wade), und Pro Bowl Linebacker Vontaze Burfict (eingeklemmter Nerv im Nacken).

Die Dolphins verloren das „Spitzenspiel“ gegen die Bills und Knowshon Moreno. Der Running Back wurde hart am Ellenbogen getroffen und konnte nicht mehr weiterspielen.

Die Bears gewannen das Spiel gegen die 49ers verloren aber die Cornerbacks Sherrick McManis (Quadrizeps) und Charles Tillman (Trizeps), Defensive End Trevor Scott (Fuß), Safety Chris Conte (Schulter) und Defensive Tackle Jeremiah Ratliff (Gehirnerschütterung).

Sonntag, 14. September 2014

welker-wesKurzberichte
Bisher wurde doch keine Suspendierung eines wegen Drogenmißbrauchs gesperrten Spielers aufgehoben.
Die NFL und die NFLPA haben die unterschriftsreifen Verträge zwar vorliegen, prüfen und prüfen und prüfen aber weiterhin jeden Buchstaben der neuen Regeln.
Die Broncos werden Wide Receiver Wes Welker (Bild) also heute nicht einsetzen können, da die Spieler, die eingesetzt werden sollen, von den Teams bis Samstag 16 Uhr Ostküstenzeit hätten gemeldet werden müssen.

Die Einschaltquoten des Donnerstagsspiels kamen einem Big Bang gleich, so schossen sie durch die Decke.
Zugegeben, das NFL Network ist nur ein ein kleiner Sender mit eingeschränkter Verbreitung, aber eine Steigerung der Einschaltquoten um 108% des ersten Spiels, das von CBS übertragen wurde, ist dann doch enorm.
Als erstes Spiel eine bittere Divisions-Rivalität zwischen den Steelers und den Ravens zu programmieren, hat natürlich geholfen.
Überhaupt dürfte sich die Idee, in den Donnerstagsspielen nur Divisionsspiele anzusetzen, positiv auf die Qualität der Spiele auswirken, da die Reisestrapazen gemildert werden und ein Team nicht gleich durch den ganzen Kontinent fliegen muss, um zum Auswärtsspiel zu reisen.
Nur das Spiel am 4. Dezember zwischen Dallas und Chicago ist kein Divisionsspiel.
Bisher waren die Streber von der Big Bang Theory die Quotengiganten am Donnerstag. Doch sie mussten auf den Montag ausweichen, und werden wohl auch dort ihre Quotenhöhenflüge fortsetzen.

Ray Rice und seine Frau Janay versuchen ihr Leben auf ein normales Niveau zu bringen.
Die beiden haben ja jetzt viel Freizeit, die sie rumbringen müssen.
Am Samstag sahen die beiden sich zusammen mit ihrer Tochter ein Spiel der High School, auf die Ray Rice ging, in einem New Yorker Vorort an.
Die Schule hat alle Andenken von Rice aus der Vitrine im Schulgebäude verbannt. Er selber wurde allerdings nicht aus dem Stadion gejagt.

Matt Asiata... bitte aufstehen, wer den Namen schon mal gehört hat.
Er ist der Mann, der den gesperrten Running Back Adrian Peterson heute bei den Vikings ersetzen soll.
Der 27-jährige Asiata hat den Ball in seiner NFL Karriere 49 mal getragen für 185 Yards.

Die Rams verlängerten den Vertrag mit Robert Quinn.
Der Defensive End unterschrieb für sechs Jahre und $65,6 Millionen, von denen $41,2 Millionen garantiert sind.

Redskins Tight End Jordan Reed glaubt nicht, daß er verletzungsanfällig ist, er hat nur eine Pechsträhne, ist er überzeugt.
Reed wird heute sein achtes Spiel in zwei Jahren verpassen. Dieses Mal ist es eine Verletzung des hinteren Oberschenkels, zuvor waren es der vordere Oberschenkel und eine Gehirnerschütterung, die ihn vom Einsatz abhielten.
Reed konnte seine Frustration über diese Verletzungsserie in einem Interview am Samstag nicht verbergen.
Er arbeitet hart daran, bald wieder spielen und seinem Team helfen zu können, sagte er.

Samstag, 13. September 2014

Endlichpeterson-adrian200
So, der Fall Ray Rice plätschert jetzt so langsam vor sich hin und soll hier kein großes Thema mehr sein (Wunschdenken), wenden wir uns also endlich dem reinen Geschehen auf'm Platz zu.
Denkste!
Es macht wirklich keinen Spaß, das zu schreiben, aber Adrian Peterson (Bild) ist von den Vikings für das Spiel gegen New England am Sonntag aus dem Kader gestrichen worden. Gegen den Running Back wurde ein Haftbefehl wegen Kindesmisshandlung erlassen.
Peterson hat seinen Sohn mit einem Zweig verprügelt, heißt es.
Der Vorfall liegt schon einige Zeit zurück. Die Klage wurde in Montgomery County, in der Nähe von Houston, Texas, erhoben.
Petersons Anwalt Rusty Hardin sagte der Presse, daß sein Klient niemals vorgehabt hätte, seinen Sohn zu verletzten. Welche Verletzungen der Junge davongetragen hat, und wie schwer sie sind, wurde nicht bekanntgegeben.
Peterson hätte versucht, seinen Sohn auf die Art zu disziplinieren, wie auch er von seinem Vater früher behandelt wurde.
Er hätte niemals versucht, zu verschleiern, was er getan hat und habe die ganze Zeit über mit den Untersuchungsbeamten kooperiert.
Er habe bei einer Vorverhandlung freiwillig vor den Geschworenen ausgesagt, wo er wiederholt betonte, daß er ein guter Vater wäre, der niemals im Sinn gehabt hätte, seinen Sohn zu verletzen.
Am Freitag kam der Richter zu der Überzeugung, einen Prozess gegen Peterson zu beginnen und erließ den Haftbefehl. Wann der vollstreckt wird, dazu wollte die Behörde in Texas sich nicht äußern. Bald jedoch wird Peterson sich in Texas melden müssen, und dann wird dieser erneute schwere Skandal so richtig Fahrt aufnehmen.

Die Spieler der NFL stimmten den neuen Drogenregeln zu
Drei Jahre lang feilschten die Liga und die Spielergewerkschaft um jeden Buchstaben der neuen Regeln. Diese werden rückwirkend zum 11. März, dem Beginn des Geschäftsjahres der NFL, in Kraft gesetzt.
Alle Spieler, die seitdem suspendiert wurden, werden nach den neuen Regeln behandelt. Das heißt, das Broncos Wide Receiver Wes Welker am Sonntag vielleicht schon wieder spielen darf, und Browns Wide Receiver Josh Gordon nur für die Hälfte der Saison gesperrt wird.
Der Strafenkatalog für leistungssteigernde Mittel, Alkohol- und Drogenmißbrauch wurde geändert und in vielen Teilen abgemildert.
Die NFL konnte sich beim menschlichen Wachstumshormon HGH durchsetzen, auf das Spieler nun untersucht werden dürfen.
Die untere Grenze für Marihuanamißbrauch wurde von 15 Nanogramm/ml auf 35 Nanogramm/ml angehoben.
Bei Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluß kann die Liga sofort nach der Verhaftung eine Sperre von zwei Spielen verhängen.

Kurzberichte
Die Chiefs setzten Offensive Lineman Jeff Allen mit einem gerissenen Bizeps auf die Verletztenliste.

Die Buccaneers setzten Defensive End Adrian Clayborn auch mit einem gerissenen Bizeps auf die Verletztenliste.

Freitag, 12. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 2 - Thursday Night Football
flacco-joe200Wenn die Steelers Fans gedacht haben, die überaus miserable 2. Halbzeit gegen die Browns wäre ein Ausrutscher gewesen, so wurden sie in dieser Nacht eines Schlechteren belehrt.
Die Defense der Steelers ist nicht in der Lage irgend etwas zu stoppen, und die Offense ist ähnlich unproduktiv.
Dazu kommen die neuen Regeln der NFL, die einen zur Weißglut treiben.
Zunächst wurde Steelers Quarterback Ben Roethlisberger dermaßen gehittet, daß es einen vor Begeisterung aus dem Sessel riß. Doch was früher ein Irrsinns Sack mit einem ordentlichen Raumverlust war, ist heute eine Strafe gegen den angreifenden Verteidiger.
Im dritten Viertel dann zwei tolle Hits von Steelers Verteidigern gegen Receiver der Ravens, die einen auch vor Begeisterung aus dem Sessel hätten reißen können, wenn man nicht schon gedacht hätte, daß auch das doch nur mit Strafen enden konnte. Und so kam es auch.
Ne, das macht langsam echt keinen Spaß mehr.
Pittsburgh kassierte neun Strafen für 75 Yards und verlor dreimal den Ball an die Ravens. Das Desaster begann schon in der ersten Serie des Spiels, als Pittsburgh acht Minuten lang den Ball hielt nur um dann kurz vor Baltimores Endzone das Ei zu verlieren.
Die Steelers erreichten die Endzone nicht einmal und erzielten nur zwei Field Goals.
Es wird immer offensichtlicher, was schon lange klar zu sehen ist, Head Coach Mike Tomlin gehört gefeuert.
Die Ravens spielten grundsolide und nahezu Fehlerfrei. Flacco (Bild) konnte, da er zu keiner Zeit ernsthaft unter Druck gesetzt wurde, 21 seiner 29 Pässe vervollständigen für 166 Yards und 2 Touchdowns.
Das Laufspiel, das gegen die Bengals so überhaupt nicht funktionierte, klappte gegen die löchrige Defense der Steelers hervorragend. Bernard Pierce, der in Woche eins noch auf die Bank gesetzt wurde, weil er ein Totalausfall war, hat sich diese Lektion zu Herzen genommen. Er erzielte mit 22 Läufen 96 Yards. Justin Forsett steuerte mit acht Läufen weitere 56 Yards bei.
Die Defense hatte nicht die geringsten Probleme mit Big Ben und Co.
So schmeichelt das Endergebnis von 26:6 für Baltimore Pittsburgh noch.
Ravens Cornerback Asa Jackson musste mit einer Gehirnerschütterung das Spiel vorzeitig verlassen. Auf Seiten der Steelers fiel Nose Tackle Steve McLendon mit einer Schulterverletzung aus.

Kurzberichte
Wo wir gerade bei den Steelers sind.
Wide Receiver Antonio Brown trug in Woche eins einen Punt gegen die Browns zurück.
Dabei versuchte Punter Spencer Lanning ihn aufzuhalten. Beim Versuch, über Lanning hinweg zu springen, erwischte Brown den Punter mit den Stollen voran am Gesichtsgitter. Auf dem Feld gab es eine Strafe wegen übertriebener Härte. Die Liga meinte, das wäre eine Strafe von $8.200 wert gewesen und schickte dem Wide Receiver eine Zahlungsaufforderung.

Wo wir gerade bei den Ravens sind.
Auf dem Parkplatz des Stadions wurden vor dem Spiel beim traditionellen“Tailgating“ sehr viele Fans, darunter auch Frauen, mit dem Trikot von Ray Rice gesehen.
Die meisten waren der Meinung, daß der Mann bestraft gehöre, aber direkt sein Leben zu zerstören, das wäre nun doch zu weit gegangen.

Jabari Greer gab seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
10 Jahre spielte der Cornerback in der NFL, zuletzt für die Saints, und machte seine Sache überaus gut. Dennoch wurde er nie in einen Pro Bowl gewählt.
Letztes Jahr zog er sich einen Kreuzbandriss zu, und die Saints trennten sich im April von ihm.
Angebote bekam Greer keine mehr, so daß er am Donnerstag seinen Rücktritt bekanntgab.

Papa Fitzgerald war sauer. Für ihn war es unfassbar, daß sein Sohn Larry im Spiel der Cardinals gegen die Chargers nur einen Pass zugeworfen bekam, den er für 22 Yards fing.
Darüber beschwerte er sich dann auch auf das Heftigste.
Doch hätte Papa mal mit seinem Sohn oder Head Coach Arians gesprochen. Dann hätte er erfahren, daß der Ausnahmereceiver sich im dritten Testspiel eine Knieverletzung zuzog, die ihn nicht voll trainieren lässt. Auf dem Verletzungsbogen vor dem Spiel tauchte er auch als „möglich“ auf.
Ob diese Erklärung nachträglich des Vaters Gemüt kühlen konnte, ist nicht bekannt.

Bleiben wir bei den Verletzungen
In Green Bay konnte Eddie Lacey am Donnerstag am Training teilnehmen. Der Running Back hat seine Gehirnerschütterung ausgeheilt, die er sich gegen die Seahawks zuzog und kann gegen die Jets spielen.

Bei den Bears kuriert Wide Receiver Brandon Marshall einen umgeknickten Knöchel aus. Er verpasste das Training am Donnerstag ebenso, wie sein Kollege Alson Jeffery.

Donnerstag, 11. September 2014

Kurzberichte
werner-bjoern-draftDie anderen müssen jetzt halt nachrücken, lautet die Devise in Indianapolis.
Nachdem ihr bester Passverteidiger Robert Mathis verletzt für die gesamte Saison ausfällt, müssen die Spieler hinter ihm ran. Darunter auch Björn Werner (Bild) aus Berlin.
Mathis hätte sowieso die ersten vier Spiele gefehlt, weil er verbotene Substanzen zu sich genommen hatte, aber ihn die ganze Saison zu ersetzen, ist eine ganz andere Aufgabe. Mathis führte die NFL letztes Jahr in Sacks an.
Das wird Werner wohl nicht schaffen. Er muss eine ganze Menge über sich hinauswachsen, um in die Nähe von Mathis Zahl zu kommen.
Doch Werner war die Nr. 1 der Colts in der Draft 2013, und muss jetzt zeigen, daß er dieses Vertrauen wert ist.

„Donkey Kong“ Suh?
Wie Respektlos ist das denn?
In einer sehr eigenartigen Pressekonferenz antwortete Panthers Quarterback Cam Newton fünfmal mit der gleichen Antwort auf Fragen der Journalisten: "Mein Hauptaugenmerk im Moment konzentriert sich auf die Detroit Lions. Ich glaube, ich habe meine Hände voll damit, zu versuchen, mich vor Donkey Kong Suh und meinem Teamkollegen aus Auburn,Nick Fairley, zu schützen. "
Wobei mit Donkey Kong Suh natürlich Ndamukong Suh gemeint ist.
Egal, ob Newton nach seinen Rippen gefragt wurde, oder ob er es nachträglich für gut findet, in Woche eins geschont worden zu sein, er hatte immer diese eine Antwort.
Texans Running Back Arian Foster hatte in der letzten Saison ähnliches gemacht, weil er die ewig gleichen Fragen der Reporter für stumpfsinnig hielt.

Bei den Panthers nahm Greg Hardy am Mittwoch nicht am Training teil. Er war entschuldigt, weil er sich mit seinem Anwalt treffen musste.
Gegen den Defensive End der Panthers liegt eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt vor.
Hardy wurde in einem ersten Gerichtsverfahren bereits für schuldig erkannt, aber dagegen legte er einen Einspruch ein. Somit kommt es demnächst zu einer weiteren Verhandlung.
Kleines Schmankerl am Rande... während Hardy mit seinem Anwalt über die anstehende Verhandlung wegen häuslicher Gewalt sprach, erhielt Teambesitzer Jerry Richardson den Echo Foundation Award Against Violence, den Preis der Echo Stiftung gegen Gewalt.
Also, der Mann, der Greg Hardy weiter in seinem Team spielen lässt (weil er zu den nahezu unersetzlichen Spielern gehört), obwohl der wegen häuslicher Gewalt angezeigt und auch abgeurteilt wurde, bekommt einen Preis mit dem er für seinen Kampf gegen Gewalt ausgezeichnet wird.
Blöd terminiert!

Während all des Hick-hacks um Ray Rice müssen die Ravens sich auf das Spiel gegen die Steelers am heutigen Abend vorbereiten.
Nach den Leistungen, die Quarterback Joe Flacco im ersten Spiel gezeigt hat, ist da sogar eine ganze Menge Vorbereitung zu leisten.
Doch die Defense der Steelers offenbarte gegen Cleveland eine ganz eklatante Schwäche, die Verteidigung gegen eine No-Huddle Offense.
Als die Browns in der zweiten Halbzeit ihr Tempo erhöhten, kamen die Verteidiger Pittsburghs nicht mehr mit, sie waren schlicht überfordert. Das wäre also eine Möglichkeit für Baltimore, das sich nicht auf sein Laufspiel verlassen kann.
Ray Rice wäre auch heute noch suspendiert, auf ihn konnten die Ravens also eh nicht setzen. Doch Bernard Pierce, der am Sonntag gegen die Bengals startete, erzielte mit sechs Läufen 14 Yards, bevor er nach einem Fumble und wegen Ineffektivität auf die Bank gesetzt wurde.
Dabei wäre, neben der No-Huddle Offense, das Laufspiel so wichtig, denn auch das erwies sich als (weitere) Schwäche der gar nicht so stählernen Defense. 183 Laufyards produzierten die Browns.
Probleme macht auch die Steelers Offense, denn Running Back Dri Archer und Wide Receiver Lance Moore können verletzungsbedingt nicht spielen.

Der Lazarettreport
John Abraham hat keinen Lust mehr auf Football.
Der Linebacker der Cardinals ist mittlerweile 36 Jahre alt, und hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Im Juni wurde er verhaftet, weil er betrunken mit seinem Auto unterwegs war. Er machte eine Therapie mit, und erschien drei Wochen zu spät im Trainingslager.
Am Montag zog er sich im dritten Viertel eine Gehirnerschütterung zu.
Am Dienstag sagte er der Presse, daß er nicht mehr mit dem Herzen bei der Sache wäre. Er überlegt, in den Ruhestand zu gehen.
Die Cardinals bekamen eine Ausnahmegenehmigung, einen anderen Spieler in den 53 Mann Kader aufzunehmen. Wenn Abraham sich nicht in den nächsten fünf Tagen wieder zurückmeldet, kann er in dieser Saison nicht mehr spielen.

Die Rams müssen lange Zeit auf Defensive End Chris Long verzichten. Er musste nach dem Spiel gegen Minnesota am linken Knöchel operiert werden.
Es kann sein, daß die Saison für ihn sogar ganz beendet ist.

Die Chargers setzten Center Nick Hardwick mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste.

Bei den Browns fällt Running Back Ben Tate mit einer Knieverletzung etwa vier Wochen aus.

Die Buccaneers setzten Cornerback Mike Jenkins mit einer Brustmuskelverletzung auf die Verletztenliste.

Die Bengals setzten Tight End Tyler Eifert mit einer Ellenbogenverletzung auf die Liste der kurzzeitig verletzten Spieler.

Ray Rice
Ray Rice erweist sich als ein Brocken, an dem die NFL sich ganz schön verschluckt hat.
Nachdem die Presseagentur AP am Mittwoch herausgefunden hat, daß das besagte Video, das die Geschehnisse im Aufzug zeigt, der NFL bereits vor fünf Monaten vorlag, ist Ligaboss Roger Goodell endgültig als Lügner entlarvt.
Der Presseagentur liegen Aussagen eines Ermittlers vor, in denen der versichert, das Video an einen Verantwortlichen der Liga ausgehändigt zu haben. Zusätzlich präsentierte AP einen 12-sekündigen Telefonmitschnitt aus dem Büro eines Ligamitarbeiters, der sich bei dem Beamten für das Video bedankt und sagt: „Sie haben recht, es ist furchtbar“.
Dadurch wird die Luft um Goodell herum immer dünner. Der versuchte sich mal wieder durch einen offenen Brief an die 32 Teambesitzer herauszuwinden, in dem er weiterhin behauptet, dieses Video am Montag zum ersten Mal gesehen zu haben und wie unermüdlich seine Leute versucht hätten, dieses Video zu bekommen.
Um das Lügengeflecht aufzubrechen wurde am Mittwoch ein ehemaliger FBI Agent mit der Untersuchung der ganzen Sache beauftragt. Robert S. Mueller III soll dabei die volle Unterstützung der NFL erhalten.
Saints Quarterback Drew Brees, ein Mitglied des Vorstands der Spielergewerkschaft, sagte der Presse, daß der Vorsitzende der NFL jetzt genau so verantwortlich für seine Verfehlungen und Lügen gemacht werden sollte, wie die Spieler der Liga.
Die Vorsitzende einer Vereinigung der Frauenrechtlerinnen fordert den sofortigen Rücktritt des Commissioners.
Währenddessen reagieren auch andere Gruppen rund um Ray Rice. Die High School des ehemaligen NFL Running Backs verbannte sein Trikot aus der Mannschaftsvitrine.
Wobei, was heißt ehemaliger NFL Running Back?
Am Mittwoch sagte Goodell, daß er sich ganz genau ansehen wird, wie sich Rice entwickelt. Eine Rückkehr in die NFL ist nicht ausgeschlossen, wenn der Running Back erfolgreich an Anti-Agressions-Seminaren teilnimmt.

Die besten Spieler der Woche 1

AFC
OFFENSE: TE JULIUS THOMAS, DENVER BRONCOS
7 gefangene Pässe für 104 Yards, 3 Touchdowns
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CAMERON WAKE, MIAMI DOLPHINS
3 Tackles, 2 Sacks, 2 erzwungene Fumbles
Dies ist seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K DAN CARPENTER, BUFFALO BILLS
3 von 3 Field Goal Versuchen und 2 von 2 Extrapunkten
Dies ist seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB MATT RYAN, ATLANTA FALCONS
31 von 43 Pässen für 448 Yards (Teamrekord), 3 Touchdowns
Dies ist seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB DE ANDRE LEVY, DETROIT LIONS
10 Tackles, 1 Interception
Dies ist seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K MATT BRYANT, ATLANTA FALCONS
3 von 3 Field Goal Versuchen, 4 von 4 Extrapunkten
Dies ist seine 7. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Dienstag, 9. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 1 - Monday Night Football
warner-kurt2
Wie jedes Jahr gab es zum Saisonauftakt die doppelte Dosis Monday Night Football. Direkt hier der Hinweis, daß sich die Sport1US geschädigten nicht zu grämen brauchen, weil sie das Spiel der Chargers in Arizona nicht haben sehen können... Ihr habt nichts verpasst.
Die Cardinals gewannen 18:17 und das Ergebnis spricht für sich, weshalb ich kein weiteres Wort über das Spiel verlieren werde.
Ein Wort aber noch zur Halbzeit. Da wurde der Name von Quarterback Kurt Warner (Bild) in den Ring der Ehre der Cardinals aufgenommen.

Im ersten Spiel waren zwei Dinge auffällig. Erstens fiel auf, daß Matthew Stafford eine Menge dazu gelernt hat. Der Quarterback der Lions war sehr mobil und musste nicht immer in der Pocket bleiben, und er wirft mit einer größeren Genauigkeit, als zuvor.
Der neue, Offensiv ausgerichtete Head Coach Jim Caldwell, hat schon einen spürbaren Eindruck hinterlassen.
Zweitens fiel auf, daß die Fans der Dallas Cowboys nicht die einzigen Fans eines NFC East Teams sein werden, die in dieser Saison sehr viel zu leiden haben. Die Redskins bleiben genau so weit hinter den Erwartungen zurück, wie die Giants. Auch ihr Quarterback Eli Manning scheint sein Handwerk verlernt zu haben. Er vervollständigte 18 seiner 33 Pässe für magere 163 Yards und 1 Touchdown und leistete sich zwei Interceptions. Die 163 Yards sind ein Yard weniger, als Lions Wide Receiver Calvin Johnson fing.
Das Laufspiel konnte Manning nicht unterstützen, denn drei Läufer erzielten nur 53 Yards und 1 Touchdown.
Da scheinen die Eagles ein Freilos für die Playoffs zu haben, wenn nicht wenigstens eines der drei anderen Teams in die Gänge kommt.
Lions Quarterback Matthew Stafford hat nicht nur Megatron als Receiver, sondern seit Neuestem ja auch noch Golden Tate, dessen Verpflichtung wirklich golden ist. Er fing zwar nur Pässe für 94 Yards, aber die Verteidiger können nun wenigstens nicht dauernd Johnson in Doppeldeckung nehmen.
Der Endstand von 35:14 für Detroit geht voll in Ordnung.

Die Ravens feuerten Ray Rice
Ich habe es ja gestern kurz nach 20 Uhr sofort gemeldet, als die Meldung reinkam. Die Baltimore Ravens feuerten Frauenschläger Ray Rice und kurz darauf wurde er von der NFL auf unbestimmte Zeit suspendiert.
Was war passiert?
Der für das Stalken von Promis berüchtigte Internetsender TMZ.com hatte ein Video veröffentlicht, das zeigt, wie der ehemalige Running Back der Ravens seine damalige Verlobte in einer Aufzugkabine KO schlägt. Er verpasste ihr einen furchtbaren Schwinger mit links, woraufhin sie mit dem Kopf gegen die Kabinenwand kracht und sofort leblos zu Boden fällt.
Bisher kannte man ja nur, was dann geschah. Das Video, wie Rice seine bewußtlose Verlobte aus der Kabine zerrt, wurde ja sofort nach dem Vorfall im Februar veröffentlicht.
Das neue Video ist hier zu sehen: http://www.tmz.com/2014/09/08/ray-rice-elevator-knockout-fiancee-takes-crushing-punch-video/?adid=hero1
Die Ravens und die Liga reagierten deshalb so hart, da ihnen bisher nur eine zahme Version des Vorfalls vorlag. Die zahme Version wurde von Rice und seiner mittlerweile Ehefrau Janay Palmer erzählt, und lautete wohl in etwa so, daß die beiden gegeneinander handgreiflich geworden wären, woraufhin sie unglücklich gegen die Kabinenwand geprallt und ohnmächtig geworden wäre.
Das Video zeigt, daß das eine Geschichte aus dem Märchenwald war.
Aufgrund des neuen Beweises, und aufgrund der Lüge, die ihnen aufgetischt wurde, reagierten die Ravens und die NFL so hart.
TMZ fragt sich nun, warum die NFL dieses Video nicht kannte. Sowohl die Ravens, als auch die NFL taten sehr überrascht und erschrocken, als die Bilder auftauchten. Laut TMZ hat die Liga niemals in dem Casino, in dem die Sache sich abspielte, angefragt, ob es weitere Videobeweise gäbe. Das Casino betonte, daß man sie sofort ausgehändigt hätte, aber die NFL hätte niemals danach gefragt. Die Polizei ist seit langem im Besitz dieses Videos, so wie auch der Anwalt von Rice und Palmer.
Nur die Ravens und die NFL spielten die Überraschten.
Das ist entweder lausiges Krisenmanagement, oder gezieltes Unterdrücken von Beweisen, um die schützende Hand über einen Star der Liga zu halten.
Was es ist, kann man sich aussuchen.
Seit gestern kurz nach 20 Uhr ist es eh egal, denn TMZ, die das Casino um das Video baten, bekamen es und veröffentlichten es.
Ray Rice ist jetzt ein freier Spieler, der sofort zu einem anderen Team wechseln kann. Doch wer will schon einen Spieler aufnehmen, der auf unbestimmte Zeit suspendiert ist, und über den ein brutales Video existiert, das im Netz steht und von dort niemals wieder verschwinden wird?
Baltimore hat allerdings noch schwer an seinem ehemaligen Running Back zu schleppen. Sein Gehalt zehrt noch mit $14,25 Millionen für die nächsten zwei Saisons an der Gehaltsobergrenze

Kurzberichte
Die Bills sollen kurz davor stehen, ihren neuen Besitzer zu bekommen.
Ganz vorne im Rennen um das Team soll Buffalo Sabres Besitzer Terry Pegula sein.
Der Eigentümer des Eishockeyteams in Buffalo ist ein Garant dafür, daß auch die Bills in der Stadt bleiben.

Panthers Head Coach Rivera geht davon aus, daß Cam Newton gegen die Lions spielen wird.
Der Quarterback wurde wegen einiger gebrochener Rippen im ersten Spiel noch geschont.
Für Newton, der zum ersten Mal in seiner Karriere ein Spiel verpasste, waren es die schlimmsten drei Stunden seines Lebens, wie er sagte.

Der Lazarettreport
Texans Rookie Linebacker Jadeveon Clowney wurde am Montag am rechten Knie operiert. In 4-6 Wochen soll er wieder einsatzbereit sein.
Clowney macht den schlechten Rasen der Texans für seine Verletzung verantwortlich. Er wäre in ein Loch im Rasen getreten, was die Verletzung verursacht hätte.
Der Rasen des Stadions ist auch schon Gegenstand einer Gerichtsverhandlung. Ex-Texans Punter Brett Hartman macht den Untergrund dafür verantwortlich, daß er seine Karriere vorzeitig beenden musste. Er verklagte das Team und den Stadionbetreiber.

Zwar ist Robert Mathis zur Zeit noch drei Spieltage suspendiert, dennoch ist die Saison für den Linebacker der Colts seit Montag beendet. Beim Versuch, sich für sein Team in Form zu halten, zog er sich einen Achillessehnenriss zu.

Die Redskins werden vielleicht einige Wochen ohne Tight End Jordan Reed und Nose Tackle Barry Cofield auskommen müssen.
Reed hat eine Oberschenkelverletzung, Cofield eine Sprunggelenksverletzung.

Die Dolphins setzten Dannell Ellerbe auf die Verletztenliste.
Eine Hüftverletzung beendete die Saison für den Linebacker.

Montag, 8. September 2014

Die NFL 2014 - Woche 1
roethlisberger-und-tomlinVerrückt!
Ein anderes Worts als Verrückt fällt mir zu diesem ersten Spieltag nicht ein.
Total verrückt waren die Steelers, die schon mit der Einstellung, gegen die Browns nur ein weiteres Vorbereitungsspiel zu haben, auf den Platz kamen.
Als sie völlig verdient mit einer 27:3 Führung in die Halbzeit gingen, gingen sie geistig schon in die Kneipe zum Feierabendbier.
Das nutzten die Browns, die ansonsten weiterhin nicht die Spur einer Chance gehabt hätten, aus und glichen im letzten Viertel zum 27:27 aus.
Pittsburghs Offense war gar nicht mehr vorhanden, und die Dummies auf dem Trainingsplatz bieten der Offense der Browns in dieser Woche bestimmt mehr Wiederstand, als die Defense der Steelers.
Es kam dann tatsächlich auf ein Field Goal aus 41 Yards von Sean Suisham in der allerletzten Sekunde an. Der Kicker der Steelers traf und konnte eine totale Blamage seiner Mannschaft verhindern.

Auch die Eagles konnten eine Blamage abwenden. Sie erlaubten den Jaguars eine 17:0 Halbzeitführung, bevor ihnen der Head Coach in der Kabine die Köpfe zurechtrückte.
Nick Foles ist wohl doch nicht der tolle Quarterback, den viele in ihm sehen. In den ersten beiden Angriffsserien verlor er den Ball, bevor einen Interception in die Endzone warf.
Die zweite Halbzeit machte diese Fehler nicht vergessen, aber zumindest sprang noch ein standesgemäßer 34:17 Sieg heraus.

Andere Teams konnten die Blamage nicht abwenden.
Die Bears wurden vor der Saison wegen ihrer toll verstärkten Offense und ihrem mit viel Geld ausgestattetem Quarterback hochgelobt.
Auch die Defense galt als gut verstärkt.
Dann kamen die Bills und Puff, verflog diese Einschätzung.
Buffalo hatte in den Testspielen nichts auf die Reihe gebracht. Quarterback Manuel galt schon als möglicher Bankdrücker. Doch diese Mannschaft, die viele als Spitzenkandidaten auf die erste Wahl in der Draft ansehen, gewann in Chicago mit 23:20 nach Verlängerung.

Ist die Niederlage der Chiefs gegen die Titans eine Blamage?
Näh!
Auch mit hundert Millionen auf dem Konto ist Quarterback Alex Smith nur Alex Smith. Er warf einen Touchdown und drei Interceptions.
Jake Locker bei den Titans, weiß was ihm die Uhr geschlagen hat. Er befindet sich in einem Vertragsjahr, und es sieht so aus, als würde er sich einen Verbleib in Tennessee erkämpfen können.
Er hatte allerdings auch starke Unterstützung durch ein gut aufgestelltes Laufspiel.
Die Chiefs verloren nicht nur das Spiel mit 10:26, sondern auch noch Linebacker Derrick Johnson und Defensive Lineman Mike DeVito jeweils mit Achillessehnenriss.

Ist die Niederlage der Ravens gegen die Bengals eine Blamage?
Näh!
Auch mit hundert Millionen auf dem Konto ist Quarterback Joe Flacco nur Joe Flacco. Er warf 62 Pässe von denen 35 ankamen, für 345 Yards und 1 Touchdown, bei 1 Interception.
Die Defense Baltimores konnte die Bengals zunächst aus der Endzone heraushalten. Mike Nugent kickte in der ersten Halbzeit fünf Field Goals und sorgte so ganz alleine für Punkte.
Im letzten Viertel gab es dann noch zwei tolle Paßspielzüge zu bewundern.
Zunächste einen 80 Yards Touchdownpass von Flacco auf den frisch von den Panthers gekommenen Steve Smith, zur zwischenzeitlichen 16:15 Führung.
Dann warf Andy Dalton einen ebenso ansehnlichen 77 Yarder zu, na wem schon? A.J. Green, zum 23:16 Endstand, weil auch der Zweipunkteversuch klappte.

Dann haben wir da doch noch eine Blamage.
Ryan Tannehill wird keine Pässe auf Mike Wallace werfen können, weil der von Darrelle Revis gedeckt wird, hieß es.
Wenn Rob Gronkowski wieder spielt, wird die Touchdown- Maschine von Tom Brady nicht zu stoppen sein, hieß es.
Doch nach seiner langen Verletzungsauszeit fing der Gronk nur vier Pässe, darunter aber auch einen Touchdown.
Alles andere als ein hoher Sieg der Patriots gegen Miami wurde schon als Blamage gewertet.
Nun, es gab keinen hohen Sieg, noch nicht mal einen knappen.
Der Fisch gewann dank der Defense, die Brady terrorisierte, und Knowshon Moreno, der 134 Laufyards erzielte, mit 33:20.
Mach Platz Dan Marino, hier kommt Knowshon Moreno.

Ein Mann... ein Ziel... Tony Romo ließ schon im ersten Spiel keine Zweifel daran aufkommen, daß er auf dem Weg zum Versager des Jahres niemanden an sich vorbeiziehen lässt.
Nach 10 Minuten hatten die Cowboys drei Punkte und San Francisco drei Touchdowns.
Kurz darauf warf Romo bereits seinen dritten Interception und das Spiel war gelaufen.
Sieht man sich den Endstand von 28:17 für die Niners an, könnte man denken, daß Dallas doch ordentlich mitgehalten hat.
So sehr kann ein Ergebnis täuschen.
Dallas hatte niemals auch nur den Hauch einer Chance.
Die Defense hat keinen Spielmacher mehr, und die Offense hat Romo :(

„Interessant, zwei Mannschaften ohne Quarterback treten gegeneinander an,“ lautete ein Kommentar eines Redskins-Fans im Forum.
Zwar lautete das Spiel auf dem Papier Redskins at Texans, doch es war in Wirklichkeit Redskins gegen JJ Watt.
Watt, der alleine dieses Spiel dominiert hat, war unglaublich. Sieben Hits auf den Quarterback, doch, die Redskins kamen mit RG3, der bringts aber nicht mehr, ein Sack, ein eroberter Fumble, ein abgewehrter Pass, ein geblocktes Field Goal.
Wäre sein Verteidigerkollege Jadeveon Clowney nicht früh mit einem gerissenen Meniskus ausgeschieden, wären die Redskins in Grund und Boden gestampft worden.
So gewann Houston mit 17:6, weil ihr Quarterback Fitzpatrick wenigstens keinen Mist baute.

Ein Blitzstart ihres Anführers Peyton Manning rettete die Broncos. Hast Du nicht gesehen, stand es 24:0 für Denver.
Die Aktion 18 für die 18 wurde auf 15 für die 18 verkürzt.
Manning brauchte noch 18 Touchdownpässe, um an Brett Favre in der ewigen Bestenliste vorbeizuziehen. Drei Touchdowns in Durchgang eins, verkürzten den Abstand.
Wenigstens zog Manning in einer anderen Kategorie mit Favre gleich. Die beiden haben als einzige Quarterbacks jetzt gegen alle Teams aus der NFL wenigstens einmal gewonnen.
In der ersten Halbzeit zeigte sich auch, daß die Defense der Broncos das Level der Offense fast erreicht hat. Sie hielten Andrew Luck völlig in Schach.
Doch die Verteidigung brach in der zweiten Halbzeit genau so ein, wie die Offense.
Denver erzielte nur noch sieben Punkte, Indianapolis 17.
So schaukelte Denver gerade mal so einen 31:24 Sieg über die Runden.

Quarterback Cam Newton spielte tatsächlich nicht gegen Tampa Bay.
Machte nichts. Auch seinem Ersatzmann Derek Anderson hatten die Bucs nichts entgegenzusetzen.
Carolina gewann 17:14.

Atlanta möchte die letzte, völlig verkorkste Saison, vergessen machen.
Nun, der 37:34 Sieg nach Verlängerung gegen die Saints dürfte da schon mal ein guter Anfang gewesen sein.

Außerdem gewannen die Jets 19:14 gegen die Raiders und die Vikings 34:6 gegen die Rams.

Nicht nur Clowney, Johnson und DeVito zogen sich eine schwere Verletzung zu, auch andere kamen nicht ungeschoren davon.
Bei manchen weiß man noch nicht genau, wie schwer ihre Verletzungen sind, aber hier ein grober Überblick über das Lazarett:
Bei den Browns mussten Tight End Jordan Cameron und Running Back Ben Tate verletzt raus. Cameron verschlimmerte eine Schulterverletzung, die ihn bereits plagte und Tate verletzte sich am Knie.

Bengals Linebacker Vontaze Burfickt zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Die zog sich auch 49ers Cornerback Chris Culliver gegen Dallas zu.

Die Bears verloren mit Matt Slauson und Roberto Garza zwei Offensive Linemen mit Knöchelverletzungen.

Bei den Buccaneers verletzte sich Guard Logan Mankins am linken Knie.

Bei den Rams musste der Ersatz Quarterback Shaun Hill bereits ersetzt werden. Er verletzte sich an der Wade.

Die Redskins verloren Tight End Jordan Reed mit einer Oberschenkelverletzung und Defensive Tackle Barry Cofield mit einer ernsten Knöchelverletzung.

Sonntag, 7. September 2014

Kurzberichte
polamalu-20033 Jahre alt, 11 Jahre Pittsburgh Steelers, nicht einmal Captain.
Das ändert sich 2014. Vor seiner 12. Saison wählten seine Mannschaftskollegen Troy Polamalu (Bild) zum ersten Mal zum Captain der Defense.
Polamalu war einer der besten Safeties der Liga. Ausgerechnet jetzt, wo sein Stern sichtbar sinkt, da wird er zum Mannschaftsführer der Verteidigung gewählt.
Was dann doch wieder Sinn macht, denn wenn sein Körper Polamalu auch seine Grenzen aufzeigt, sein Wissen, seine Erfahrung, die bleiben unschlagbar.
Der Mann mit der Mähne kann sich selber hochnehmen. Deshalb sah er die Ehre, zum ersten Mal zum Teamcaptain gewählt worden zu sein, denn auch von der humorvollen Seite. Er vermutete, daß seinen Teamkollegen die alten Herren ausgegangen wären, die sie hätten wählen können. Jetzt wäre er halt Captain Ahab.
Sein Offensive Coordinator Dick LeBeau legte noch einen drauf. Er vermutete, daß Troy Polamalu den legendären Waljäger noch persönlich kannte.
Jetzt gehen die beiden wieder zusammen auf Quarterback- Jagd und freuen sich drauf.

Die Steelers verjüngten mit der Draft ihre überalterte Defense. Doch das bereits vorhandene Spielermaterial war ja nicht durchgehend schlecht. So z.B. Cortez Allen.
Der Cornerback unterschrieb am Samstag einen neuen Fünfjahresvertrag. Der wird ihm eine nette Gehaltserhöhung einbringen. Bisher spielte Allen für $1,43 Millionen pro Jahr. Der neue Vertrag kann ihm $26 Millionen über die Laufzeit gerechnet einbringen.
Nach der Saison wäre der 25-jährige ein Free Agent geworden und hätte die Steelers verlassen können.
Das ist jetzt vom Tisch.

Die Vikings verlängerten den Vertrag mit Brandon Fusco um fünf Jahre. Der wird dem Right Guard eine nette Gehaltserhöhung einbringen. Bisher spielte Fusco für $1,4 Millionen pro Jahr. Der neue Vertrag kann ihm $25 Millionen über die Laufzeit gerechnet einbringen.

Es tauchten noch einige Verletzte kurz vor Spielbeginn auf.
Die Saints meldeten, daß Wide Receiver Kenny Stills nicht gegen Atlanta spielen wird. Er hat eine Quadrizepsverletzung.

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn Antonio Gates mal eine Saison voll durchspielen würde. Doch die Saison 2014 könnte für die Chargers direkt ohne den Tight End beginnen. Er hat mal wieder Oberschenkel.

Bei den Jaguars, die dieses Jahr endlich mal ein positives S-N Verhältnis holen wollen, wird Wide Receiver Cecil Shorts fehlen. Er hat... Oberschenkel.

Colts Safety Sergio Brown fehlt gegen die Broncos nicht mit einer Oberschenkelverletzung, sondern bei ihm ist es eine Schulter, die seinen Einsatz verhindert.

Samstag, 6. September 2014

Kurzberichte
lebau-dick76564Steelers Defensive Coordinator Dick LeBeau (Bild) sagte es vorigen Monat schon, und er sagt es noch, daß er damit rechnet, daß die Browns zu irgendeinem Zeitpunkt Johnny Manziel einsetzen werden.
Auch Head Coach Tomlin glaubt seinem Kollegen Pettine von den Browns nicht, daß Brian Hoyer nicht nach jedem kleinen Fehler damit rechnen muss, auf die Bank gesetzt zu werden.
LeBeau und Tomlin wären beide sehr überrascht, wenn Manziel nicht spielen würde. Noch mal wollen sie sich nicht so überraschen lassen, wie in den Playoffs gegen Denver von Tim Tebow. Das hängt ihnen noch nach, markierte es doch den letzten Playoffauftritt Pittsburghs und keinen rühmlichen.
Hauptaugenmerk bei der Vorbereitung der Defense legten die beiden natürlich auf Hoyer. Den kennen sie gut, der war 2012 Ersatzmann bei den Steelers, kam allerdings zu keinem einzigen Einsatz.
LeBeau ist ein Urgestein in der NFL. Von seinen 76 Lebensjahren hat er 55 Jahre im professionellen Football gearbeitet. Der wird schon wissen, was er tut.

Arian Foster verpasste 2013 verletzungsbedingt acht Spiele. An den Vorbereitungsspielen 2014 nahm er nicht teil.
Doch die Zeit der Schonung für den Running Back der Texans ist vorbei. Am Sonntag gegen die Redskins will Head Coach O`Brien ihm eine Menge Arbeit aufbürden. Und auch in den folgenden Spielen.
Ohne einen vernünftigen Quarterback im Team, muss Foster die Offense der Texans schultern.
Fragt sich nur, wie lange das gutgehen wird, denn irgendwann dürfte der 28-jährige überlastet sein.
Vielleicht würde ein Quarterback, der einen Pass auch mal geradeaus werfen kann, doch helfen?

Panthers Quarterback Cam Newton hat am Freitag ganz normal mit dem Team trainiert.
Am Mittwoch trainierte er gar nicht, am Donnerstag trainierte er nur halb und warf keine Pässe. Doch das Freitagstraining weist nicht darauf hin, daß Newton gegen die Buccaneers spielen wird.
Weiterhin betont Head Coach Rivera, daß er diese Entscheidung erst treffen wird, wenn die Mannschaft das Stadion betritt.

Weitere Verletzte:
Bei den Jets wird Cornerback Dee Milliner wegen einer Knöchelverletzung nicht spielen.

Die Steelers müssen auf Wide Receiver Lance Moore verzichten. Er hat eine Leistenzerrung.

Bei den Niners wird Right Tackle Antony Davis fehlen. Er hat eine Oberschenkelverletzung.
Wide Receiver Michael Crabtree trainierte am Freitag wieder, nachdem er wegen einer schmerzenden Wade am Mittwoch nicht trainiert hatte. Er könnte bis Sonntag wieder fit sein.

Bei den Patriots wird der Einsatz von Tom Brady als fraglich gelistet. Während man davon ausgehen kann, daß der Quarterback spielen wird, ist der Einsatz von Tight End Gronkowski tatsächlich fraglich.
Sein Trainingsrückstand ist zu groß. Sollte er spielen, dann nur sehr sporadisch.

Beim Gegner aus Miami wird Linebacker Philip Wheeler mit einer Knieverletzung fehlen.

Kommen wir noch mal zum Eröffnungsspiel.
Hier konnte man aufatmen, daß die Schiedsrichter das Spiel nicht zu einem Festival der Flaggen ausarten ließen.
Die Inflation an Strafen, die in den Vorbereitungsspielen über Spieler und Fans hereinbrach, wurde eingedämmt. Wenn der Trend am Sonntag und Montag so weitergeht, können wir aufatmen.
Denn eins ist doch mal sicher, die Jungs auf dem Platz wollen doch nur spielen. Und so wurde dann auch nicht jede Berührung eines Receivers und seines Verteidigers gegen einen der beiden als Foul gepfiffen.
Der Chef der Schiedsrichter, Dean Blandino, hatte ja die Bemerkung fallen gelassen, daß auch seine Leute in den Vorbereitungsspielen üben würden. Wenn sie sich eingespielt hätten, würden während der Saison nicht mehr so viele Flaggen fliegen.
Was im ersten Spiel stimmte.
So manch einer hegte die Befürchtung, daß bei den viele Spielunterbrechungen durch Strafen, wie es sie in den Testspielen gab, die 19 Uhr Spiele locker bis zum Ende der ersten Halbzeit der 22 Uhr Spiele laufen würden.
So wie am Donnerstag war es ganz gut, so kann es weitergehen, denn die neuen Regeln, die im Passspiel gelten, wurden ja eingeführt, weil die Seahawks so schmutzig spielen (sollen). Sie, so heißt es, wären u. A. die Meister des versteckten Zupfens am Trikot. Ein Ruf, dem sie gegen Green Bay jedoch in keiner Weise gerecht wurden.
Was den Schiedsrichtern auch hilft, ist die Kommunikation untereinander per Headset. Sie müssen nicht nach jeder Flagge meterweit zueinander hin laufen, um zu konferieren (was sie aus dem einstudierten Reflex heraus, dennoch öfter machten).
Und der Videobeweis wird beschleunigt werden. Bei strittigen Szenen bekommt der Hauptschiedsrichter fast schon das fertige Ergebnis geliefert, wenn er unter die Haube geht. Auf dem Weg dahin hat ein Kollege von ihm in New York die Szene schon angesehen und bewertet. Der Schiedsrichter im Stadion muss sich dann im Idealfall nur noch das fertige Ergebnis abholen.

Freitag, 5. September 2014

Kein Anzeichen eines Super Bowl Katers.
SHERMAN-RICHARDDie Seattle Seahawks haben bereits im ersten Spiel bewiesen, daß für sie nur die Titelverteidigung in Frage kommt, und alles, was sich ihnen in den Weg stellt, weggewalzt wird.
Es gab viele Parallelen zum letzten Spiel der letzten Saison. Wieder jagte die Defense der Seahawks den gegnerischen Quarterback über den Platz, und das, obwohl Aaron Rodgers sehr viel mobiler ist als Peyton Manning.
Wieder erzielte Seattle einen Safety, und wieder konnte die Offense nicht gestoppt werden.
Dieses Team ist rundherum gut besetzt und solide. Selbst der zu erwartende verletzungsbedingte Ausfall von Allzweckwaffe Percy Harvin wird die Seahawks nicht ins stolpern bringen. Dann gibt es ja noch Running Back Marshawn Lynch. Erst wenn der auch noch ausfallen sollte, würde es schwieriger für Quarterback Russell Wilson, der aber gestern bewies, daß er die Klasse hat, der nächste Einhundertmillionendollar- Quarterback zu werden. Präzise Pässe in der Pocket, präzise Pässe aus dem Lauf heraus.
Harvin trug Kicks zurück, fing Pässe und trug den Ball als Running Back. Mit vier Läufen erzielte er 41 Yards, als Wide Receiver, der er eigentlich ist, fing er sieben Pässe für 59 Yards.
Lynch erzielte mit 20 Läufen 110 Yards und 2 Touchdowns.
Der beste Läufer der Packers, die dieses Jahr verstärkt auf das Laufspiel setzen wollen, war James Starks mit 37 Yards. Ob es mit Eddie Lacy besser gelaufen wäre, wird man nie erfahren. Nachdem er 34 Laufyards erzielt hatte, zog er sich eine Gehirnerschütterung zu und blieb draußen.
Zusätzlich überdehnte sich auch noch Right Tackle Bryan Bulaga sein linkes Knie und konnte auch nicht mehr weiterspielen.
In der Seahawks Defense musste Richard Sherman (Bild) den Beweis seiner Klasse schuldig bleiben. Aaron Rodgers warf keinen Pass in die Richtung des Cornerbacks. Das allerdings kann man als Beweis seiner Klasse ansehen.
Sherman blieb stur auf seiner linken Position, obwohl die Packers über Rechts so einige Yards machten.
Es war zwar, vor Allem in der ersten Hälfte, kein Langeweiler, aber der Endstand von 36:16 für Seattle geht nach der zweiten Halbzeit vollkommen in Ordnung und ist keinesfalls zu hoch.

Kurzberichte
Wie jetzt bekannt wurde, gab es am Wochenende einen zweiten Fall von häuslicher Gewalt bei einem Spieler der NFL.
Die Polizei nahm Quiny Enunwa fest, einen Wide Receiver im Übungsteam der Jets.
Auch er kann vorerst weiter mit dem Team trainieren, da auch er zunächst nur unter Verdacht steht.
Head Coach Rex Ryan will erst einmal abwarten, wie sich der Fall entwickelt. Er will nicht voreilig handeln, sondern erst, wenn der Wide Receiver verurteilt wird.
Nötig ist diese Wartezeit nicht. Nach den neuen Regeln der NFL kann ein Spieler auch ohne Verurteilung in einem Gerichtsprozess suspendiert werden.
Dagegen kann der betroffene Spieler dann Einspruch einlegen. Die NFLPA hat angekündigt, sehr darauf zu achten, daß die Rechte der Spieler beachtet werden. Die Gewerkschaft wird ihre Mitglieder verteidigen und begleiten.
Zwei Fälle von häuslicher Gewalt nur vier Tage, nachdem Roger Goodell die neuen, härteren Strafen angekündigt hatte.
Haben die Spieler den Warnschuss nicht gehört, oder müssen sie erst mal vorgeführt bekommen, daß die Liga die Strafen auch anwendet?

Jim Kelly hat den Krebs besiegt.
Der Ruhmeshallen- Quarterback der Bills hatte am Donnerstag seinen letzten Test, und der ergab, daß Kelly kein Krebsgeschwür mehr hat.
Kelly zeigt sich sehr erleichtert über das Testergebnis, sagte aber, daß er noch einen langen Weg vor sich hat, um sich von all den kräftezehrenden Behandlungen zu erholen.

Ob Cam Newton spielen wird, entscheidet sich erst kurz vor Spielbeginn.
Der Quarterback der Panthers konnte wegen seiner gebrochenen Rippe auch am Donnerstag nicht voll trainieren und warf keinen Pass.
Bei der Pressekonferenz nach dem Training zeigten sich weder er, noch sein Head Coach Rivera, optimistisch.
Newton hat noch nie in seiner Karriere ein Spiel verpasst.

Die Patriots haben es ja nicht so, mit der korrekten Handhabung des Verletztenreports. Das brachte ihnen letztes Jahr eine Strafe durch die NFL ein.
Dieses Jahr soll alles besser werden, und so kam der Verletztenreport pünktlich heraus, und Tom Brady stand darauf.
Der Quarterback hat am Donnerstag nicht am Training teilgenommen. Das ist nicht ungewöhnlich, denn er lässt sehr oft das Abschlußtraining ausfallen, um seinen Arm zu schonen.
Doch auf dem Berichtsbogen stand er mit einer Wadenverletzung.
Miami sollte sich nicht darauf verlassen, daß er nicht gegen sie spielen wird.

Bei den 49ers sagte Michael Crabtree, daß er gegen Dallas spielen wird.
Der Wide Receiver hatte das Mittwochstraining wegen einer schmerzenden Wade sausen lassen.

Die Texans können Jadeveon Clowney einsetzen.
Der spektakuläre Rookie Linebacker hatte eine Gehirnerschütterung, die abgeklungen ist.
Verletzt hatte er sich bei einem gemeinsamen Training mit den Broncos vor zwei Wochen.
Alle Phasen des Gehirnerschütterungsprotokolls hat er mit für ihn positiven Ergebnissen absolviert.

Josh Gordon, Autoverkäufer.
So lautet die Berufsbezeichnung des suspendierten Browns Wide Receivers für das nächste Jahr.
Gordon arbeitet zur Zeit für einen Autohändler in Akron, Ohio. Dort soll der beste Receiver der Saison 2013 nicht nur repräsentative Aufgaben übernehmen, sondern auch tatsächlich den Leuten Autos aufschwatzen.
Millionen wird er in diesem Job nicht verdienen, aber von irgendwas muss er ja in den kommenden 12 Monaten seine Rechnungen bezahlen.

18 für 18!
Die Zahl 18 steht für einen ganz besonderen Mann. Die Zahl 18 steht für einen der besten Anführer unsere Zeit. Die Zahl 18 steht für Peyton Manning.
Und die Zahl 18 steht auch für die Anzahl von Touchdownpässen, die der Quarterback der Broncos noch braucht, um Brett Favres Rekord zu übertrumpfen, der bei 508 steht.
Drücken wir der 18 also die Daumen, damit er die 18 schafft.
Was bei dem Tempo des letzten Jahre in Woche fünf oder sechs der Fall sein dürfte. Wobei... in Woche drei geht es gegen Seattle. Also doch eher in Woche sieben.
Am Sonntag beginnt die Aktion 18 für 18 mit dem Sunday Night Spiel gegen Indianapolis.

Donnerstag, 4. September 2014

Heut.Geht's.Los
carroll-pete-2Zugegeben, ich habe keine Ahnung, was das mit diesen Punkten soll, aber da es schon länger Mode ist, benutze ich es halt auch mal.
Und die Saison beginnt mit einem Kracher. Die beiden Teams, die in dieser Nacht gegeneinander antreten, werden von den meisten Experten, Analysten und Sportjournalisten der USA auch im NFC Endspiel erwartet.
An das letzte unrühmliche Spiel der Packers in Seattle soll hier nicht erinnert werden. Zugegeben, haben die Ersatzschiedsrichter, die das Spiel damals leiteten, extremen Mist gebaut, aber die regulären Schiedsrichter lagen danach auch sehr oft daneben. Hoffen wir, daß deren Leistungen in der anstehenden Saison nicht noch tiefer sinken.
Beide Teams melden keine signifikanten Verletzungen, so daß man mit voller Besetzung antreten kann.
Die Defense der Packers könnte Quarterback Russell Wilson in Schach halten. Dieser Mannschaftsteil soll sich doch wesentlich gesteigert haben.
Ob auf der anderen Seite die Defense der Seahawks Aaron Rodgers ausschalten kann?
Könnte auch klappen. Wenn man an das letzte Spiel der Seahawks zurückdenkt, dieser einseitige Super Bore im Februar, dann könnte der Packers Quarterback ordentlich unter Druck geraten.
Wir Fans können nur hoffen, daß die Saison nicht so langweilig beginnt, wie die letzte endete.
Und nicht vergessen, die LIVE Ergebnisse gibt es wie immer auf der Startseite von Win-Football.

Kurzberichte
Roger Goodell will im Fall Ray McDonald nichts überstürzen.
Der Verteidiger der 49ers war am Wochenende auf der Feier zu seinem 30. Geburtstag wegen häuslicher Gewalt verhaftet worden. Vor einem Jugend-Flag-Football-Wettbewerb sagte der Vorsitzende der NFL, daß er erst abwarten wolle, was die Untersuchungen der Strafbehörden Zutage fördern.
Dieses Recht stehe jedem Ersttäter zu, meinte er weiter. Nur unter Verdacht oder unter Anklage zu geraten, reiche nicht aus, um suspendiert zu werden.. Erst wenn der Fall mit einem Urteil endet, wird er die dann nötigen Schritte einleiten, fuhr der Commish fort.
Damit gab er das wider, was auch 49ers Head Coach Jim Harbaugh und General Manager Baalke am Vortag sagten. Auch sie sprachen sich vehement dagegen aus, verurteilte Frauenschläger im Team zu halten, aber erst, nachdem ein Gerichtliches Urteil vorläge.
Goodell betonte noch einmal, daß er im Fall Ray Rice völlig falsch geurteilt hatte. Dieser Fehler könne jetzt nicht mehr passieren. Damals gab es in der NFL noch keine eindeutige Strafe für solche Täter, die gäbe es aber jetzt. Angewendet wird sie aber erst, wenn jemand verurteilt ist, nicht schon vorher.

Die NFL hat Josh Brent wieder als spielberechtigt zugelassen.
Der Defensive Tackle der Cowboys hatte letztes Jahr im besoffenen Kopf einen Autounfall ohne Fremdeinwirkung gebaut. Dabei wurde sein Beifahrer und Mannschaftskollege Jerry Brown getötet.
Es stand eine Gefängnisstrafe von 10 Jahren im Raum, doch Brent musste nur für 180 Tage hinter Gittern, und gab seinen Rücktritt vom Football bekannt.
Vorgestern erlaubte die Liga ihm, wieder in der NFL zu spielen. Allerdings wurde er für 10 Spieltage suspendiert. Nach sechs Wochen darf er aber mit dem Team trainieren.
Die Cowboys, die noch die Rechte an ihm halten, werden ihn in seinen Bemühungen, die Vergangenheit zu bewältigen, unterstützen, wie es heißt.

Die Saints und Junior Galette einigten sich auf eine Vertragsverlängerung.
Der Linebacker verlängerte um vier Jahre kann dafür $41,5 Millionen bekommen, von denen $23 Millionen garantiert sind.
Der 26-jährige steht damit für die nächsten sechs Jahre in Diensten der Saints.

Michael Sam wurde am Wochenende von den Rams entlassen.
Doch der erste Spieler der NFL, der zugab schwul zu sein, hat einen neuen Arbeitgeber gefunden, die Dallas Cowboy.
Hier schaffte er es allerdings nur ins Übungsteam und nicht in den Saisonkader.

In der Defense haben die 49ers schon enorme Personalsorgen. Jetzt hat auch die Offense eine.
Wide Receiver Michael Crabtree konnte wegen einer schmerzenden Wade am Mittwoch nicht trainieren. Ob er gegen Dallas antreten kann, steht noch nicht fest.
Sein Teamkollege Right Tackle Anthony Davis hat eine Oberschenkelzerrung und konnte auch nicht trainieren.

Bei den Panthers ist momentan fraglich, ob Quarterback Cam Newton wird spielen können. Er plagt sich immer noch mit einer gebrochenen Rippe rum.
Das Training am Mittwoch hat er ausfallen lassen.

Bei den Redskins stehen die Einsätze von Linebacker Brian Orakpo und Cornerback Tracy Porter in Frage. Porter hat Oberschenkel und Orakpo Knöchel.

Mittwoch, 3. September 2014

Kurzberichte
welker-wesJetzt hat Wes Welker (Bild) vier Spieltage Zeit, seine Gehirnerschütterung auszukurieren. So lange nämlich ist der Wide Receiver der Broncos suspendiert, weil er positiv auf leistungssteigernde Mittel getestet wurde.
Welker sagte dazu, daß er über das Testergebnis total geschockt wäre. Niemals hätte er wissentlich ein Mittel eingenommen, das Amphetamine enthält. Er wüsste jetzt, daß die Untersuchungsmethoden der NFL fehlerhaft wären, und wird mit allen Mitteln gegen die Sperre vorgehen.
Ja ja, vielleicht war das Mittel ja in der Zahnpasta?
Kennt man ja. Passiert ja öfter.
Da die Broncos bereits in Woche vier Spielfrei haben, kann Welker erst für das Spiel in Woche sechs bei den Jets wieder eingeplant werden.

Und auch Jim Irsay wurde endlich suspendiert. Der Besitzer der Colts bekannte sich am Dienstag schuldig, unter Alkohol- und Schmerzmitteleinfluß Auto gefahren zu sein. Ihm wurde der Führerschein für ein Jahr entzogen.
Danach reagierte die NFL sofort und suspendierte Irsay für sechs Spiele. Zusätzlich erhielt er eine Strafe über $500.000, die Höchststrafe nach den Regeln der Liga.
Irsay darf in den sechs Wochen seiner Suspendierung keine Entscheidungen treffen, die das Team angehen. Selbst über Twitter darf er sich nicht zu seinem Team äußern.

Die Front gegen den Teamnamen Redskins schien breiter und breiter zu werden. Jetzt gab es einen Dämpfer.
In einer Umfrage von ESPN, die wohl nicht Repräsentativ war, sagten am Wochenende 70% der Befragten, daß sie den Namen gut finden und er nicht geändert werden soll.
Das sehen die Spieler der NFL ähnlich. Die Gutmenschen, die den Namen abschaffen wollen, befragten die Spieler und schickten an jeden einen Fragebogen. Der Rücklauf war nicht erwähnenswert, und kann daher auch nicht als Repräsentativ gelten, aber 58% wollen den Namen behalten, 42% sind gegen den Namen.
Da nur 286 Spieler die Frage beantworteten, kann man sagen, daß den anderen knapp 1.600 die Frage am unteren Rücken vorbeigeht, was ja auch ein Statement ist.
Eine Umfrage unter den Spielern der Redskins selber ergab, daß 26 den Namen behalten wollen, und 24 sich der Antwort enthielten.

Null Toleranz
Anders als sein Bruder John, ist Jim Harbaugh konsequent dagegen, einen Frauenschläger in seinem Team zu dulden.
John Harbaugh war ja geradezu entsetzt über die harte Strafe von zwei Spielen Sperre, die sein Running Back Ray Rice von Roger Goodell aufgebrummt bekommen hatte und verteidigte den Ärmsten nach Kräften. Der Rest der Welt sah das anders. Für klar denkende Menschen war die Strafe ein Witz, und zwar ein schlechter.
Das sah man ja an dem Proteststurm, der über Goodell und die NFL hereinbrach.
Jim Harbaugh sagte in seiner wöchentliche Radiosendung, wie er über häusliche Gewalt denkt: „Wenn jemand körperliche Gewalt gegen eine Frau anwendet oder körperlich oder geistig ein Kind missbraucht, dann ist das unverzeihlich. Dafür gibt es keine Toleranz.“
Aktuell haben die 49ers ja einen Spieler im Kader, der am Wochenende wegen häuslicher Gewalt verhaftet wurde, Defensive Tackle Ray McDonald.
Die Polizei gab noch wenig nach draußen, aber daß die Beamten beim Eintreffen vor Ort ein weibliches Opfer mit sichtbaren Verletzungen vorfanden, das gab sie bekannt.
Noch verhält sich Harbaugh vorsichtig gegenüber seinem Spieler, da der nur unter Verdacht steht. Doch einen verurteilten Frauenschläger würde er niemals im Team dulden, meinte er.
So trainierte McDonald also am Dienstag mit der Mannschaft.
Das ist auch im Sinne von General Manager Trent Baalke. Er will zunächst abwarten, ob McDonald schuldig gesprochen wird, oder nicht. Bis dahin würde man bei der Clubführung nicht über eine Strafe nachdenken. Es gäbe immerhin so etwas, wie eine Unschuldsvermutung, sagte er der Presse.
Baalke und McDonald haben in den letzten Tagen viel und lange miteinander gesprochen. Über das Ergebnis der Gespräche wollte der General Manager nichts sagen. Allerdings, so betonte er, gäbe es in der Organisation der 49ers null Toleranz gegenüber Frauenschlägern. Das sähe er ganz genau so, wie sein Head Coach.

Dienstag, 2. September 2014

Kurzberichte
gronkowski-rob2„Gronk spielt“.
Man erinnert sich kaum noch an ihn, Rob Gronkowski (Bild). Wenn man den Namen des besten Tight Ends der Patriots sucht, muß man allerdings nur auf die Verletztenliste sehen, da taucht er regelmäßig auf.
Am Montag meldete der Gronk sich tatsächlich mal als spielbereit zurück. Gegen die Dolphins, so sagte er, wird er auf jeden Fall mitmischen.
Die letzten Untersuchungen überzeugten die verantwortlichen Ärzte davon, daß Gronk spielen darf.
Rücken, Arm, Knie, Knöchel, Infektionen, alles ist verheilt und abgeklungen.
Noch ist er nicht in der Form, wie gewohnt eingesetzt zu werden. Deshalb sagte sein Head Coach auch, daß Gronkowski nur ein paar Spielzüge spielen wird.
Für New Englands Offense ist seine Rückkehr wichtig. In 50 gemeinsamen Spielen fing der Gronk 42 Touchdownpässe von Tom Brady.

Das ging schnell. Am Wochenende trennten sich die Texans von Case Keenum, am Montag verpflichteten die Rams den Quarterback.
Keenum startete letztes Jahr in acht Spielen für die Texans, nachdem Matt Schaub wegen totalen Versagens auf die Bank gesetzt wurde. Keenum konnte zwar keines dieser acht Spiele gewinnen, spielte aber immer noch besser, als Schaub.
Die Rams mussten ihren Starter Sam Bradford mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste setzen. An seiner Stelle wird Shaun Hill starten und Keenum ist sein Ersatzmann.

Die Raiders gaben dem abgehalfterten Quarterback Matt Schaub einen Achtmillionendollarvertrag. Viel tun muß er dafür zunächst nicht. Am Montag gab Head Coach Dennis Allen bekannt, daß Rookie Derek Carr starten wird.
Der Bruder von David Carr ist somit, für den Moment, der einzige Rookie Quarterback, der in Woche 1 starten wird.
Schaub warf in den Vorbereitungsspielen keinen Touchdownpass und vervollständigte nur 51% seiner Pässe.
Im letzten Testspiel schonte er einen schmerzenden Ellenbogen. Carr nutzte die Chance und spielte sich mit einer Bilanz von 11 aus 13 für 143 Yards und 3 Touchdowns an dem bis dahin als Starter geltenden Schaub vorbei.

Nach seiner jüngsten Gehirnerschütterung hat Broncos Wide Receiver Wes Welker wieder das Training aufgenommen.
Um am ersten Spiel gegen Indianapolis teilnehmen zu dürfen, muß er allerdings noch ein – zwei Tests positiv abschließen.
Er selber würde sich sofort für einsatzbereit erklären, aber den neuen Protokollen nach einer Kopfverletzung, die die NFL installiert hat, muß er sich fügen.

Wie erwartet und erhofft unterschrieb Alex Boone den neuen Vertrag, den die 49ers ihm angeboten haben.
Der Guard wird ab sofort $6 Millionen pro Saison bekommen, statt 3,7 Millionen.
Boone hat sich selber fit gehalten, da er die Vorbereitungen des Teams bestreikt hat. Seinem Einsatz gegen Dallas steht somit nichts im Weg.

Nachdem er unentschuldigt dem Training ferngeblieben war, suspendierten die Jets Cornerback Dimitri Patterson auf unbestimmte Zeit.
Am Wochenende fiel er der Kaderkürzung zum Opfer und wurde gefeuert.
Das dünnt eine dünne Passverteidigung der Jets noch mehr aus.

Ein weiteres Abziehbild wird die Helme der Steelers zieren. Mit dem in goldenen Lettern gehaltenen CHN werden sie Chuck Noll gedenken. Der einzige Head Coach, der vier Super Bowls gewinnen konnte, verstarb im Juni im Alter von 82 Jahren.
Noll trainierte die Steelers 23 Jahre lang. Seine Bilanz in dieser Zeit, 209 Siege, 156 Niederlagen, 1 Unentschieden, 4 Super Bowls.

Die Titans verpflichteten Ryan Succop.
Der Kicker fiel der Kaderkürzung in Kansas City zum Opfer und blieb nicht lange arbeitslos.
Was Succop davon hält, daß die Chiefs ihn gefeuert haben, kann er direkt im ersten Saisonspiel zeigen. Am Sonntag spiel Tennessee gegen Kansas City, dann kann Succop zurückschießen.

J.J. Watt, die Lichtgestalt in einem maroden Texans Team, spielte für einen Hungerlohn.
Der beste Verteidiger der Liga hat noch zwei Jahre seines Rookievertrags vor sich, aber die Texans wissen, was sie an ihm haben. Und seit Montag ist der Defensive End einer der bestbezahlten Verteidiger der NFL.
Houston verlängerte seinen Vertrag auf sechs Jahre und dafür bekommt er $100 Millionen von denen $51,8 Millionen garantiert sind.
Wenn der MVP der Liga nicht immer aus der Offense käme, so hätte Watt diesen Titel 2012 und 13 erringen können.
Mal sehen, was die Verteidigung um Watt und den sensationellen Rookie Jadeveon Clowney reißen kann, um das Treiben der hilflosen Offense zu kompensieren.

Montag, 1. September 2014

Kurzberichte
smith-alex-kccAlex Smith (Bild) hat seine Vertragsverlängerung.
Der Quarterback der Chiefs unterschrieb für weitere vier Jahre und $68 Millionen, von denen 45 Millionen garantiert sind.
Aus naheliegenden Gründen weigerte sich Smith, einen leistungsbezogenen Vertrag zu unterschreiben.
Die Beharrlichkeit hat sich letztlich für den 30-jährigen ausgezahlt.
Immerhin hat er im ersten Jahr unter Head Coach Andy Reid neue persönliche Bestmarken setzen können, mit 23 Touchdownpässen und 3.313 Passyards.
Sollte diese Entwicklung kein Einjahreswunder gewesen sein, dann haben die Chiefs alles richtig gemacht. Wenn nicht...

Das dauerte ja nicht lange. Vor vier Tagen wurden die neuen Regeln, die die Strafen für Frauenschläger betreffen, eingeführt und schon gibt es den ersten Kandidaten.
49ers Defensive End Ray McDonald hat sich in die Riege der Lowlifes eingefügt, die gerne auf schwächere einprügeln.
Am Sonntagmorgen gegen drei Uhr wurde McDonald verhaftet, nachdem ein Notruf wegen häuslicher Gewalt bei der Polizei einging.
Der Defensive End kam rund sechs Stunden später gegen eine Kaution von $25.000 wieder frei. Am 15. September muß der 29-jährige vor Gericht erscheinen.
Die 49ers erklärten, daß sie die Sache aufmerksam verfolgen und entsprechend handeln würden. Sie nähmen das Ganze sehr ernst.
Wie ernst, wird sich zeigen. Die Defense der Niners ist eh schon geschwächt, da wird eine Suspendierung durch das Team wohl hintenangestellt werden.
Die neue Regel der NFL sieht für Ersttäter eine sechswöchige Sperre vor, für Wiederholungstäter mindestens eine Einjahressperre.

Die Texans haben einen neuen Quarterback. Sie holten sich Ryan Mallett von den Patriots.
Drei Jahre war Mallett der Ersatzmann hinter Tom Brady. Theoretisch hat er also einiges gelernt. Praktisch hat er seit 2011 in regulären Saisonspielen vier Pässe geworfen.
Die Texans gaben New England ihre Wahlmöglichkeit in der sechsten Runde der nächsten Draft für Mallett.
Was der Quarterback bekommt, das wurde noch nicht veröffentlicht.
Houston feuerte Quarterback Case Keenum, um Platz für Mallett im Kader zu schaffen.
Texans Head Coach O`Brien war der Offensive Coordinator der Patriots, als die Mallett einberiefen.

Die Redskins brauchten einen Safety, da Brandon Meriweather für die ersten beiden Spiele gesperrt ist.
Sie fanden Duke Ihenacho, der bei den Broncos entbehrlich wurde.
Über die Vertragsmodalitäten wurde noch nichts bekanntgegeben.

Die Brown gehen mit nur zwei Quarterbacks in die Saison. Hoyer ist der Starter, Manziel der Ersatzmann, und Rex Grossman wurde gefeuert.
Der hatte erst am 12. August einen Vertrag in Cleveland bekommen.

Alex Boone scheint seinen Streik beenden zu wollen.
Der Guard der 49ers hat die komplette Vorbereitungszeit verpasst, soll aber bereits am kommenden Sonntag gegen Dallas dabeisein.
Nichts genaues weiß man noch nicht, aber das Grundgehalt Boones soll von $3,7 Millionen für die nächsten zwei Saisons auf $6 Millionen angehoben werden.
Wenn er in beiden Saisons den Status eines All-Pros erreicht, kann er sogar $8 Millionen kassieren.
Jetzt muss der Guard nur noch unterschreiben.

 

 

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