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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Freitag, 28. Februar 2014

Kurzberichte
goodelldollarAm Montag will die NFL die Gehaltsobergrenze für 2014 bekanntgeben. Wie aus den ominösen immer so gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, soll sie zwischen $132 und $133 Millionen liegen. Das wären 8% mehr, als 2013, und immer noch reichlich mehr, als die $126,3 Millionen, die seit Dezember im Umlauf waren.
Es wird auf jeden Fall die höchste Summe sein, seit die NFL die Gehaltsobergrenze eingeführt hat.
Das bedeutet Aufatmen für 30 Teams, die unter dem Limit liegen. Nur Dallas mit $150,9 Millionen und Pittsburgh mit 138,7 Millionen lägen dann noch über der Grenze.
Die Einnahmen der NFL und ihrer Teams müssen wie folgt an die Spieler abgegeben werden: 55% der Fernseheinnahmen, 45% der Ligabesitztümer und 40% der Einkünfte der Teams.
Damit die Spieler auch wirklich von dem Reichtum der Liga profitieren, müssen die Teams 2014 mindestens 118,37 Millionen Dollar an Gehältern ausgeben.
Diese 89% Klausel wurde eingeführt, weil einige Teams in der Vergangenheit zu weit unter der Gehaltsobergrenze blieben.
Das ist noch nicht der von den Spielern erwartete große Sprung der Gehaltsobergrenze. Der wird 2015 kommen, wenn die neuen Fernsehverträge voll und ganz eingerechnet werden.

Obwohl die Gehaltsobergrenze für 2014 nun doch über $130 Millionen liegen wird, misten die Ravens weiter kräftig aus.
Sie feuerten am Donnerstag Linebacker Jameel McClain und den dreimaligen Pro Bowl Fullback Vonta Leech.
General Manager Ozzie Newsome ließ in seiner Abschiedsrede durchblicken, daß er nicht so recht daran glaubt, daß die Beiden neue Teams finden könnten. Er sagte, daß er sehr dankbar wäre für das, was sie für das Team getan hätten, und daß er sie gerne wieder zu angepassten Konditionen aufnehmen würde, wenn sie keine neuen Arbeitgeber fänden.

Jay Cutler wird sich vorerst noch nicht an einen neuen Center gewöhnen müssen. Die Bears wurden sich am Donnerstag mit Roberto Garza einig.
Der mittlerweile 34-jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag über dessen finanziellen Bedingungen noch nichts bekanntgegeben wurde.
Garza verpasste in seinen 14 Jahren in der NFL erst zwei Spiele.

Erweiterte Playoffs, das ist Roger Goodells größter Traum zur Zeit.
Wenn er die Spielergewerkschaft schon nicht dazu überreden kann, die Saison auf 18 Spiele auszudehnen, dann möchte er wenigstens die Playoffs aufblasen.
Und am Liebsten wäre ihm dabei ein weiteres Monday Night Spiel. Das würde bedeuten, daß in der ersten Runde Samstags zwei Spiele angesetzt würden, Sonntags drei und eins am Montag.
Für 2014 rechnet der Vorsitzende der NFL noch nicht mit erweiterten Playoffs, aber für 2015 hat er das ganz fest ins Auge gefasst. Goodell will den Vorschlag beim nächsten Treffen der Teambesitzer auf die Tagesordnung setzen. 24 der 32 Clubeigner müssen dem Vorschlag zustimmen.
Goodell wird ihnen das schon schmackhaft machen, denn zwei weitere Playoffspiele bedeuten schon wieder mehr Einnahmen von den Fernsehsendern.

Wird Eric Decker von den Wildpferden zu den Fohlen wechseln?
Wird der Wide Receiver demnächst keine Pässe mehr von Peyton Manning fangen, sondern von Andrew Luck?
Decker wird ja nur dann in Denver bleiben, wenn er von den Broncos genug Geld bekommt, um seine Familie absichern zu können, wie er sagte. Die Colts wäre absolut nicht abgeneigt, ihn zu verpflichten.
Indianapolis erlebte ja letztes Jahr einen tiefen Schock, als sie bemerkten, daß Reggie Wayne nicht unzerstörbar war. Als der Wide Receiver mit einer Knieverletzung ausfiel, geschah etwas, an das niemand gedacht hatte, nämlich, daß man irgendwann mal ganz ohne Wayne würde auskommen müssen. Der 35-jährige will zwar nach seinem Kreuzbandriss 2014 wieder spielen, aber irgendwann ist seine Zeit abgelaufen. Da käme so ein zuverlässiger Receiver wie Decker genau richtig.

Drei Vertragsverlängerungen konnten die Philadelphia Eagles vermelden. Jason Peters, Jason Kelce und Riley Cooper wurden sich mit dem Team einig.
Center Kelce hat für sechs Jahre und $37,5 Millionen unterschrieben, von denen 13 Millionen garantiert sind.
Copper unterschrieb für fünf Jahre und $25 Millionen, von denen acht Millionen garantiert sind.
Peters unterschrieb ja schon am Mittwoch seinen neuen Vertrag.
Jetzt verhandeln die Eagles noch intensiv mit Wide Receiver Jeremy Maclin, den sie auch unbedingt halten wollen.

Riley Cooper kennt sich aus mit dem N-Wort, wie die Amerikaner es vorsichtig nennen, wenn sie das überaus diskriminierende Wort „Nigger“ meinen.
Der Wide Receiver der Eagles wurde letztes Jahr dabei gefilmt, wie er auf einem Konzert einen Schwarzen mit diesem Wort beschimpfte.
Auch auf dem Platz soll dieses Schimpfwort sehr oft fallen, wenn es jeden verdammten Sonntag zur Sache geht in der NFL.
Die Liga will deshalb eine Yards-Strafe verhängen, wenn Schiedsrichter dieses Wort hören und zuordnen können.
Und Riley Cooper findet das gut.
Er hätte seine Lektion gelernt, die der Proteststurm, der über ihn hereinbrach, nachdem das Video veröffentlicht wurde, auslöste.
Von der Öffentlichkeit schief angesehen, vom Team suspendiert und zu einem Besuch in einem Benimmseminar verdonnert, lernte Cooper, wie schlimm dieses Wort auf einen Afro-Amerikaner wirkt. Deshalb ist der Wide Receiver absolut dafür, daß dieses Wort in den Strafenkatalog der Liga aufgenommen wird. Die Strafe dürfte aber nur dann verhängt werden, wenn der Schuldige absolut zweifelsfrei ausgemacht werden kann, meinte Cooper.
Das Regelkomitee wird diese Sache am Freitag besprechen.

Die Saison rückt täglich ein kleines Stückchen näher.
Aktuell sind es noch sechs Monate und sieben Tage bis zum Saisoneröffnungsspiel.
Doch bis zum ersten Vorbereitungsspiel ist es sogar noch einen Monat weniger.
Das ist das Hall of Fame Spiel, und das werden die Buffalo Bills und die New York Giants am 3. August bestreiten.

Früher als erwartet sprach die Gouverneurin des Staates Arizona ein Machtwort. Jan Brewer hat ihr Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das es Geschäftsleuten und Dienstleistern erlaubt hätte, Homosexuelle zu diskriminieren.
Religiöse Fanatiker wollten ein Gesetz durchsetzen, das es erlaubt hätte aus religiösen Gründe, Homosexuelle als Kunden abzulehnen.
Jan Brewer, selber eine erzkonservative Politikerin, kippte am Donnerstag dieses Gesetz, das letzte Woche von den Abgeordneten und Senatoren Arizonas abgesegnet wurde, indem sie von ihrem Vetorecht Gebrauch machte. Sie sähe zwar, daß Werte wie Ehe und Familie in Gefahr wären, und sie sähe auch, daß die religiöse Freiheit ein Eckpfeiler der Werte Amerikas wäre, aber, so fuhr sie fort, der Schutz vor Diskriminierung wäre auch ein wichtiger Wert der Gesellschaft. Deshalb könne sie dieses Gesetz nicht unterzeichnen.
Damit scheint vorerst der Menschenverstand über die irrsinnige religiöse Verblendung gesiegt zu haben.
Ausgestanden ist die unsägliche Sache noch nicht, denn demnächst wird sie die Gerichte beschäftigen.
Der nächste Super Bowl, und wahrscheinlich auch der Pro Bowl, werden also wie geplant in Arizona ausgetragen.

Donnerstag, 27. Februar 2014

Kurzberichte
smith-steve-panthers2Aus Carolina ist zu hören, daß Steve Smith (Bild) eine tolle Karriere hatte und er Teil des Entwicklungsprozesses wäre.
Nanu?
„Hatte“?
„Entwicklungsprozess“?
Nicht nur der Footballfan fragt sich, was da los ist, der Extraklasse- Wide Receiver fragt sich das auch.
Smith fand die Kommentare von General Manager Dave Gettleman entmutigend und überraschend.
Es macht den Anschein, als ob sich die Wege der Panthers und Smiths` trennen werden. Was aus Sicht des Geschäftsführers Sinn macht. Smith ist 34 und seine Produktivität 2013 war weit unter dem Standard, den er selber gesetzt hat. Das wird Gettleman 2014 keine $7 Millionen wert sein, die Smith zustehen.
Sehr wahrscheinlich wird es darauf hinauslaufen, daß der General Manager den Wide Receiver bitten wird, eine Gehaltskürzung zu akzeptieren.
Ob das klappt, wird man sehen.

Die Left Tackles gehören mittlerweile zu den wichtigsten Spieler eines Teams, jedenfalls, wenn der Quarterback Rechtshänder ist. Sie sind für den Personenschutz der oft sehr teuren Spielmacher verantwortlich. Entsprechend hoch, sind die Gehälter, die diese Linespieler verdienen.
So auch Jason Peters.
Der Left Tackle der Eagles kam 2013 nach einer Operation an der Achillessehne zurück, und spielte eine hervorragende Saison. Er sorgte maßgeblich dafür, daß sein Quarterback Nick Foles mit 119,2 Punkten die beste Passerwertung aller Quarterbacks in der letzten Saison erreichte.
Dafür bekam er am Mittwoch einen neuen Vierjahresvertrag der ihm $19,55 Millionen garantiert. Insgesamt kann Peters es in der Vertragslaufzeit auf $41,3 Millionen bringen.
Der neue Vertrag gilt nach der Saison 2014 und läuft bis zum Ende der Saison 2018.

Mittwoch, 26. Februar 2014

Homophobie oder Super Bowl
sb-kaktusDiese Warnung sprach die NFL in Richtung Arizona aus.
Die Gouverneurin des Staates, Jan Brewer, wird am Samstag entscheiden, ob eine Gesetzesvorlage, die es Dienstleistern und Geschäftsinhabern erlaubt Schwule und Lesben als Kunden abzulehnen, angenommen oder abgelehnt wird.
Ihre Unterschrift entscheidet darüber, ob hunderttausende Menschen offiziell, vom Gesetz geschützt, diskriminiert werden dürfen oder nicht.
Und die NFL sieht ganz genau hin, wie sie sich entscheidet.
Die Liga ist bereit, den kommenden Super Bowl, der am 1. Februar 2015 in Glendale, Arizona, stattfinden soll, woanders austragen zu lassen.
„Die NFL ist keine Liga, die Diskriminierung, welcher Art auch immer, toleriert,“ sagte Pressesprecher Greg Aiello. „Wir werden uns ganz genau ansehen, was dort in Arizona geschieht, und wir werden gegebenenfalls darüber diskutieren, wie wir weiter verfahren.“
Spannend ist die Sache ja im Bezug auf Michael Sam. Was, wenn er von einem Team rekrutiert wird, das es in den Super Bowl schafft? Darf er dann nicht in die Stadt gehen, um etwas zu essen, weil er nicht weiß, ob er aus dem Lokal, das er betritt, hinausgeworfen wird?
Es wäre nicht der erste Super Bowl, der Arizona entzogen würde. Als sich der Staat 1990 weigerte, den Martin Luther King jr. Tag als Feiertag einzuführen, verlegte der damalige Vorsitzende der Liga, Paul Tagliabue, den 1993er Super Bowl von Arizona in die Rose Bowl in Pasadena.
Zwar wurde der Feiertag 1992 eingeführt, aber... zu spät!
Ob sich Jan Brewer davon beeindrucken lassen wird, wird sich am Wochenende zeigen.

Kurzberichte
Das Sichtungstraining (Scouting Combine) bringt es an den Tag. Hier sehen die Talentsucher und Trainer der Teams, was die Anwärter, die von den Colleges in die NFL wollen, körperlich zu leisten im Stande sind.
Und dabei stellte es sich heraus, daß Michael Sam, der sich vor einigen Tagen als Schwuler offenbarte, wohl wirklich nur auf diese Trumpfkarte setzen kann, in seinem Kampf um einen gutbezahlten Job in der NFL.
Mit einer Größe von 1.90 Meter und einem Gewicht von 118 kg wird er von den Scouts als zu klein und zu leicht bewertet, um auf seiner Position des Linebackers in der Liga der großen Jungs bestehen zu können.
Schnell ist er auch nicht. Seine Zeit über 40 Yards wurde mit 4,91 Sekunden gestoppt. Auch seine Leistungen beim Gewichtestemmen und Hochsprung blieben deutlich unter dem Durchschnitt.
Mit diesen Leistungen dürfte es sehr lange dauern, bis Sam von einem Team einberufen wird, wenn überhaupt.

Im Bestreben, den unwichtigen Pro Bowl weiterhin attraktiv zu gestalten, überlegt man in der Konzernzentrale, ihn in der gleichen Stadt auszutragen, wie den Super Bowl.
Anfangen soll es schon in der nächsten Saison mit Arizona, wenn denn der Super Bowl in Arizona ausgetragen wird.
Die Spieler sind nicht dagegen, solange der Super Bowl in warmen Regionen stattfinden wird. Wenn es in die Kälte geht, dürfte es zu einem Zwergenaufstand kommen.

Die General Manager sind momentan im Dauerstress. Vertragsverhandlungen hier, Vertragsverhandlungen dort, Vertragsverhandlungen überall. Es wird gefeilscht, daß sich die Balken biegen. Und dabei weiß noch niemand, wie hoch die Gehaltsobergrenze 2014 wirklich sein wird?
Neuerdings ist die Rede davon, daß sie über $130 Millionen liegen soll.
Zunächst hieß es, daß es $126,3 Millionen sein würde. Dann waren $129 Millionen im Gespräch, jetzt sind es über $130 Millionen. Das bietet wenig Planungssicherheit.
Langsam wird es Zeit, daß die NFL die genaue Summe preisgibt, damit Spieler und Teams nicht weiter ins Blaue hinein verhandeln müssen.

Nach 11 Jahren bei den Panthers tritt Jordan Gross in den Ruhestand.
Der Left Tackle spielte in drei Pro Bowls und einem Super Bowl.

Dienstag, 25. Februar 2014

Kurzberichte
harbaugh-jim3Jetzt wird die Sache mit Jim Harbaugh (Bild) doch zu einer Geschichte, mit der man einige Zeilen füllen kann.
Nach einigem Hin und Her erklärte 49ers Besitzer Jed York, daß man doch eine Anfrage der Browns bekommen hatte. Aber nicht nur Cleveland wäre daran interessiert gewesen, den 49ers den Head Coach wegzulocken, auch zwei Colleges, USC und die Universität von Texas, hätten die Niners kontaktiert.
Wie die Dinge stehen, kann es sein, daß Harbaugh abwandert, denn es heißt, daß er und General Manager Trent Baalke nicht besonders gut miteinander können.
Man munkelt, daß sich York zwischen Baalke und Harbaugh wird entscheiden müssen.
Für Baalke spricht, daß Harbaugh insgesamt nicht mit dem Führungspersonal des Clubs klarkommen soll.
Harbaughs Vertrag läuft nach der Saison 2015 aus. Je länger die 49ers mit einer Verlängerung warten, desto wahrscheinlicher wird sein Abgang. Um jeden Preis wird man nicht versuchen, ihn zu halten.
Vorsichtshalber hat man sich schon mal eine Geschichte ersonnen, mit der man den Fans, die Harbaugh nicht weggehen sehen wollen, die Sache schmackhaft machen will. Die 49ers glauben, daß Baalke eine Mannschaft zusammengestellt hat, die so talentiert ist, daß sie auch mit einem anderen Trainer den Super Bowl gewinnen kann.
Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klatsche, man preist die Qualitäten des General Managers und schmälert die Leistung des Head Coaches.

Bart Scott ist das neueste Mitglied der sonntäglichen Vorberichterstattungsmannschaft von CBS.
Als Linebacker spielte er 12 Jahre in der NFL, zunächst für Baltimore, dann für die Jets. 2013 konnte er wegen einer furchtbaren Zehenverletzung, die er sich 2012 zuzog, nicht spielen. Da der operierte Zeh ihn immer noch daran hindert seine frühere Explosivität zu zeigen, hat er die Footballschuhe an den Nagel gehängt.
Der 33-jährige ist das neueste Mitglied der CBS Mannschaft. Letzte Woche wurde Ex-Falcons Tight End Tony Gonzales verpflichtet.

Es finden momentan hunderte von Vertragsgesprächen statt. Einige gehen schnell über die Bühne, manche verlaufen zäh, andere kommen gar nicht voran.
Zäh verlaufen die Gespräche zwischen den Ravens und Tight End Dennis Pitta. Aber wenigstens macht man winzige Fortschritte, wie es heißt.
Wenn der überbezahlte Quarterback Joe Flacco Pitta auch noch als Anspielstation verlieren sollte, wäre das ein Desaster für die Ravens.
Beide Seiten sind vorsichtig optimistisch, daß es vor dem 3. März zu einer Vertragsunterschrift kommen könnte.
In Tennessee dagegen dürften die Tage von CY2K gezählt sein.
Nachdem Chris Johnson in der Saison 2009 2.006 Laufyards erzielte, bekam er von den Titans einen Dreiundfünfzigmillionendollarvertrag. Ein fataler Fehler, denn danach ließen die Leistungen des Running Backs rapide nach.
Letztes Jahr mussten die Titans ihm $10 Millionen zahlen, dafür bekamen sie magere 3,9 Yards pro Lauf und nur 1.077 Yards insgesamt.
2014 stünde ihm ein Gehalt von $8 Millionen zu. Geld, das die Titans sich gerne sparen würden, weshalb sie Johnson baten den Vertrag neu zu verhandeln und eine Gehaltskürzung zu akzeptieren. Das Ansinnen lehnte der Running Back allerdings voll und ganz ab.
Deshalb kann es sein, daß Johnson sein letztes Spiel für Tennessee gespielt hat, selbst wenn die Titans ihm noch einen Teil seines Gehalts zahlen müssen, wenn sie ihn feuern.

Das jüngste Gerücht bringt Quarterback Michael Vick mit den Jets zusammen.
So viel dazu. Demnächst gibt es bestimmt mehr.

Montag, 24. Februar 2014

Kurzberichte
gore-frank2Bei der Einberufung letztes Jahr gab es ein Novum. Zum ersten Mal, seit die NFL eine gemeinsame Draft abhält, wurden in der ersten Runde keine Running Backs rekrutiert. Diese Spielerposition wird nicht mehr als so wichtig angesehen.
Das wirkt sich natürlich auf die Gehälter der einberufenen Spieler aus. Und die Anwärter, die dieses Jahr aus den Colleges in die NFL kommen, sind darüber natürlich gar nicht glücklich.
Tenor der Verschmähten: „Sie brauchen uns doch“.
Und damit haben sie ja auch recht. Immer noch ist ein guter Running Back der beste Freund des Quarterbacks. Doch immer mehr Head Coaches sehen das nicht mehr so in dieser passorientierten Liga. So sieht es auch im Moment so aus, als ob in der kommenden Draft wieder kein Running Back in der ersten Runde sein Team finden wird.
Falcons General Manager Thomas Dimitroff sieht das so: „Du findest auch in der zweiten, dritten und vierten Runde gute Running Backs, die deinem Team helfen können. Wir alle wissen, wie wichtig ein solides Laufspiel ist. Wenn man da nicht gut aufgestellt ist, schwächt man seine Offense. Doch wenn man Geduld hat, dann bekommt man gute Spieler für diese immer noch wichtige Position zu günstigen Konditionen. Auch auf dem freien Spielermarkt sind immer einige gute Läufer zu finden. Da wägt man ab, wer den besten Gegenwert liefern kann.“
Momentan sind es dann eher die Left Tackles, die früh einberufen werden, also die Spieler, die die blinde Seite des Quarterbacks schützen sollen. Ihr Wert wird höher eingeschätzt, als der der Running Backs.

$14 Millionen müssten die Houston Texans 2014 an Matt Schaub zahlen, wenn sie den Quarterback behalten wollten.
$14 Millionen für einen Quarterback, der 2013 14 Interceptions geworfen hat, also eine Million pro Interception.
Da kann man gegenwärtig davon ausgehen, daß Schaubs Zukunft in Houston Vergangenheit ist.
Bill O`Brien, der neue Head Coach der Texans, wollte auf die Frage, ob er mit Schaub plane, keine direkte Antwort geben. Er hätte ein gutes Gespräch mit Schaub gehabt, aber eine Entscheidung hätte er noch nicht getroffen, sagte er.
Wenn die Texans sich von dem 32-jährigen trennen würden, würde ihnen das mit $4 Millionen zur Gehaltsobergrenze angerechnet, aber nachdem was er letzte Saison an Leistung gebracht hat, ist seine Entlassung die einzig wahre Option.
Ersatzmann Case Keenum wird wohl im Kader bleiben. Er kostet 2014 nur $495.000. Dafür findet man so leicht niemand anderen.

„Wenn er gehen will, soll er gehen,“ heißt es in Green Bay über James Jones.
Der Wide Receiver gehört zu den favorisierten Anspielstationen von Quarterback Aaron Rodgers. Doch General Manager Ted Thompson zeigt keine Anstalten, den 30-jährigen halten zu wollen.
Jarrett Boykin ist jünger und billiger, und hat das Zeug, Rodgers nächste favorisierte Anspielstation zu werden.
Deshalb werden die Packers Jones gehen lassen, wenn sein Vertrag im März ausläuft, und er ein neues Team finden sollte.

Samstag, 22. Februar 2014

Kurzberichte
smith-demaurice3Am Freitag gab der Vorsitzende der Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith (Bild), bekannt, daß die Gehaltsobergrenze 2014 auf etwa $130 Millionen pro Team steigt.
Das ist zwar einiges mehr, als die 126 Millionen, die bisher im Gespräch waren, aber sehr viel weniger, als die Spieler sich erhofft hatten. Die Gehälter der Spieler sind Prozentual an die Einnahmen der Liga gekoppelt. Da diese stetig steigen, die Gehaltsobergrenze aber nicht im entsprechenden Tempo mithält, wächst der Unmut der Spieler.
Noch hat Smith das Wort „Streik“ nicht ausgesprochen, aber bald könnte es soweit sein, wenn die Liga nicht schnell daran geht, ihren Anteil des Vertrags zu erfüllen.

Die Giants und Tom Coughlin haben heimlich, sill und leise den Vertrag um ein Jahr verlängert.
Damit bleibt der Head Coach bis nach der Saison 2015 der Chef der New Yorker.
Coughlin muss nun daran arbeiten, aus Eli Manning wieder einen halbwegs brauchbaren Quarterback zu machen. Mit 27 Interceptions warf er fünf mehr, als der zweitschlechteste Quarterback der letzten Saison, Joe Flacco, der es auf 22 brachte.
Um Manning zu entlasten will Coughlin ein starkes Laufspiel etablieren. Damit, so sagte der Coach der Presse, wäre seinem Quarterback am Besten geholfen.

Zwischen Cleveland und San Francisco gibt es eine Meinungsverschiedenheit.
Während die Browns behaupten, sie hätten die 49ers darum gebeten, Head Coach Jim Harbaugh verpflichten zu dürfen, sagen die Niners, daß sie von solch einer Anfrage nichts wüssten.
Wer das Gerücht aufgebracht hat, und warum, sind Fragen, deren Antwort einen jetzt nicht so wirklich interessieren.
Sollten die Browns angefragt haben, und die 49ers nein gesagt haben, wäre es doch nicht wert, daraus eine Staatsaffäre zu machen.

In Baltimore ist man sehr vorsichtig, wenn das Thema auf Ray Rice kommt.
Ein durchschnittlicher Spieler wäre für die Vorfälle des letzten Samstags sehr wahrscheinlich bereits suspendiert worden. Da man von Rice aber, trotz seiner schlechten Leistung 2013, für 2014 wieder die Leistung erwartet, die er in den Jahren zuvor gebracht hat, manövriert man vorsichtig um das Thema herum.
Auf die Frage, ob die Verhaftung des Running Backs Konsequenzen nach sich ziehen würde, antwortete Head Coach Harbaugh, daß er davon keine Kenntnis habe. Er sähe auch nichts, was eine Konsequenz rechtfertigen würde.
Nun kann man der Meinung sein, daß ein Video, auf dem Rice recht ruppig und hilflos versucht seine Verlobte, die er KO geschlagen hatte, aus einem Aufzug zu zerren schon sichtbar machen würde, daß da etwas vorliegen könnte was eine Konsequenz nach sich ziehen sollte. Aber OK, wenn Harbaugh das anders sieht, ist das sein gutes Recht.
Der Polizeibericht, in dem festgehalten wurde, daß Rice Janay Palmer bewußtlos geschlagen hat, liegt dem Head Coach wohl auch vor, da er öffentlich gemacht wurde. Aber Harbaugh hat halt seine eigene Sicht auf die Dinge.
Er habe mit Rice gesprochen, sagte Harbaugh. Beide hätten ein sehr enges Verhältnis. Harbaugh sagte, daß er Janay Palmer kenne und liebe, weil sie großartiger Mensch wäre. Die beiden hätten offensichtlich ein Problem, wie viele andere Paare auch. Da solle man sich nicht einmischen. Beide würden daran arbeiten, ihr Problem zu lösen.
Auch General Manager Ozzie Newsome will nichts davon hören, daß Rice suspendiert werden sollte. Zunächst, so sagte er, müsse man abwarten, ob es zu einem Prozess käme, und ob Rice verurteilt würde. Danach sähe man dann weiter.
Bis dahin ist und bleibt der Running Back ein wichtiger Bestandteil der Pläne für die Saison 2014.
Wenn die Ravens Rice heute zu einem anderen Team wechseln lassen würden oder ihn feuerten, würde sein Gehalt für 2014 noch mit $5,5 Millionen auf die Gehaltsobergrenze angerechnet werden. Sollten sie ihn nach dem 1. Juli feuern, würden sie $4 Millionen sparen.

Freitag, 21. Februar 2014

Kurzberichte
richardson-trend-draftEr galt als eines der größten Running Back Talente seit langem. Als die Colts ihn von den Browns abwarben, wurden sie praktisch des „Diebstahls“ bezichtigt.
Doch dann hielt die Realität in Indianapolis Einzug, und Trent Richardson (Bild) entpuppte sich als Vollflop.
Ob es an der Schulter lag?
Richardson musste nach der Saison an einer Schulter operiert werden. Er hätte schon längere Zeit Schmerzen darin gehabt, heißt es.
Dennoch wollen die Colts an ihm festhalten. Immerhin traten sie ihre Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der diesjährigen Draft an Cleveland ab, um den Running Back zu bekommen.
Bis zum Beginn des Trainingscamps soll Richardson wieder einsatzbereit sein.

Michael Lombardi hat einen neuen Job gefunden.
Der frisch von den Browns als General Manager gefeuerte Lombardi wurde von den Patriots als „Assistent des Trainerstabs“ eingestellt.
Head Coach Bill Belichick und Lombardi kennen sich aus gemeinsamen Zeiten, die sie in den 90ern zusammen bei den Browns verbracht haben.
Ob Belichick Lombardi wirklich ein Gnadenbrot gereicht hat, wie es momentan vielerorts zu hören ist, dürfte nicht ganz stimmen. Als Analyst für das NFL Network und verschieden Tageszeitungen ist Lombardi ja ganz gut versorgt.

Die Tampa Bay Buccaneers haben eine kleine Veränderung ihres Logos vorgenommen.
Der Totenschädel guckt jetzt etwas grimmiger drein, und das Logo nimmt viel mehr Platz auf den Helmen ein, als bisher.

Betragen ungenügend
„Hey, heute Abend geh ich raus und mache Party mit den Kumpels.“ Oder: „Hey, ich habe mir grade Drogen eingeworfen.“ Solche und andere Eingeständnisse infantilen Verhaltens verbreiten viele Collegespieler auf Twitter und Co.
Das hat Vikings General Manager Rick Spielman herausgefunden. Er zeigte sich erschrocken über die Unreife vieler der jungen Spieler.
Im Vorfeld der Draft und des gerade stattfindenden Scouting Combines, des Sichtungstrainings der Collegespieler, die es in die NFL schaffen wollen, hat er die Sozialen Medien nach Nachrichten der kommenden NFL Stars durchforstet. Dabei fand er heraus, daß es der Mehrheit der Anwärter an der nötigen geistigen Reife mangelt. Acht Spieler wären gar mit der roten Flagge versehen worden, dem Warnzeichen für die 32 Teams, diese Spieler besser nicht einzuberufen. Was sie im Internet verbreitet hätten, könne er gar nicht wiedergeben ohne Rot zu werden, sagte Spielman auf einer Pressekonferenz während des Sichtungstrainings.
Es wäre unglaublich, was da ins Netz gestellt und auch noch beantwortet und diskutiert würde.
Spielman schrieb einen Report für die Scouts der NFL Teams, in dem er rein nur auf die Nachrichten der Anwärter bei Twitter einging.
Rein von den spielerischen Fähigkeiten wäre die Klasse, die dieses Jahr in die Draft geht, die talentierteste, die er je gesehen hätte, aber ganz bestimmt auch die geistig Unreifste.
Das Programm, das die NFL ins Leben gerufen hat, um ihre jungen Spieler auf ihre Rolle in der NFL und der Gesellschaft vorzubereiten, hätte dieses Jahr viel zu tun. Die emotionale und geistige Fitness der diesjährigen Anwärter läge sehr im Argen.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Schockierendes Video von Ray Rice
rice-ray3Im Internet ist ein Video aufgetaucht, das zeigt, daß Ravens Running Back Ray Rice (Bild) nicht nur nicht weiß, wie man einen Ball trägt, sondern auch dabei versagt, seine gerade bewußtlos geschlagene Verlobte Janay Palmer zu tragen.
Auf dem Video sieht man, wie Rice sich vergeblich bemüht, seine Verlobte aus einem Aufzug zu zerren.
Die Internetplattform TMZ, die davon lebt, Skandale und Skandälchen berühmter Personen zu veröffentlichen, kam irgendwie an das Überwachungsvideo des Revel Casinos in Atlantic City und stellte es ins Netz. Dieses Video muss aufgenommen worden sein, nachdem Janay Palmer Rice zurückgeschlagen hat. Das Video, das den Beginn der Tätlichkeiten zeigt, wurde noch nicht veröffentlicht.
Die Polizei nahm ja beide am Samstag morgen fest, weil sie sich gegenseitig geschlagen hatten.
Hier geht es zum Video: http://youtu.be/OETH5brfTi4

Kurzberichte
Die Dolphins feuerten Offensive Line Coach Jim Turner und den Krafttrainer Kevin O`Neil. Beide Trainer sollen maßgebliche Rollen im Mobbingskandal gespielt haben.
Turner soll davon gewusst haben, daß Richie Incognito einige Mitspieler drangsaliert hat aber nichts dagegen unternommen haben. Schlimmer noch, er soll einige male mitgemobbt haben.
O`Neil hatte sich bei den Befragungen der eingesetzten Untersuchungskommission feindselig verhalten. Auch er soll einige Male nicht nur von rassistischen Übergriffen gewusst, sondern aktiv daran teilgenommen haben. O`Neil war 18 Jahre für die Dolphins tätig.
Teambesitzer Stephen Ross bezeichnete das Verhalten der beiden entlassenen Trainer als unvereinbar mit den Wertvorstellungen der Miami Dolphins.

Die NFL suspendierte Redskins Tight End Fred Davis auf unbestimmte Zeit.
Er wurde zum wiederholten Male der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

Die Redskins haben jetzt bekanntgegeben, was sie für Kirk Cousins haben wollen.
Der Ersatz- Quarterback wurde zum Ende der verkorksten Saison 2013 verstärkt eingesetzt, um seinen Marktwert zu steigern. Am Mittwoch sagten die Redskins, daß ein Team, das ihn gerne verpflichten möchte, seine Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der Draft für ihn abgeben muss.
Sie selbst hatten Cousins 2012 in der vierten Runde einberufen. Sollte sich kein Team für ihn interessieren, würden die Redskins ihn gerne weiter als Ersatzmann für RG3 behalten. Mit $800.000 Jahresgehalt, ist er ein wahres Schnäppchen.

Dallas schlug Baltimore.
Anfang des Monats wurde veröffentlicht, welches Team an welcher Stelle der Draft Spieler einberufen darf.
Dabei stellte es sich heraus, daß die Ravens und die Cowboys gleich schlecht dastanden. Beide hatten eine Bilanz von 8-8 Siegen.
Wer von den beiden an Stelle 16 und wer an Stelle 17 würde wählen dürfen, musste durch einen Münzwurf entschieden werden. Den gab es am gestrigen Mittwoch und Dallas hat ihn gewonnen.
Die Cowboys dürfen somit als 16. Team wählen, die Ravens als 17.

Mittwoch, 19. Februar 2014

Kurzberichte
gonzales-tony2„Ich komme wieder, vielleicht,“ hieß es noch vor Kurzem von Tony Gonzales (Bild). Der zukünftige Ruhmeshallen Tight End der Falcons war in den Ruhestand getreten, ließ aber durchsickern, daß er im November vielleicht noch mal mitspielen würde, wenn Atlanta dann auf Playoffkurs wäre.
Das dürfte jetzt zu den Akten gelegt worden sein. Gonzales heuerte bei CBS an und unterstützt die Studiomannschaft.
Auf der anderen Seite trennte sich CBS von zwei langgedienten Analysten, den Ruhmeshallenmitgliedern Dan Marino und Shannon Sharpe.
Beide hätten andere Aufgaben gefunden, denen sie nachgehen wollten, sagte Sendersprecher Sean McManus. Er bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit ihnen und wünschte ihnen für die Zukunft das Beste.

Nicht, daß es einen furchtbar interessieren würde, aber Richie Incognito hat seinen Agenten gefeuert, sich dafür entschuldigt, sich wie ein Baby benommen zu haben und ist zurück bei Twitter.
Seine Chancen, jemals wieder einen Job in der NFL zu bekommen, sind damit aber sicher nicht gestiegen.

Letzte Saison nahm DeAngelo Hall eine kräftige Gehaltskürzung in Kauf, um den Washington Redskins bei ihren Problemen mit der Gehaltsobergrenze zu helfen.
Dieses Jahr bekam der Pro Bowl Cornerback einen neuen Vierjahresvertrag und eine nette Gehaltserhöhung.
Hall wird etwa vier bis fünf Millionen Dollar pro Jahr bekommen. Das ist das Doppelte der zwei Millionen, für die er 2013 spielte.
Die Redskins haben in dieser Saison eine Menge Geld unter dem erlaubten Limit zur Verfügung, müssen aber auch viele Verträge verlängern.
Der von Hall ist somit schon mal im Trockenen.

Ist das der passende Kompromiss?
Roger Goodell fabulierte ja darüber, den Extrapunkt nach einem Touchdown abzuschaffen, weil er sowieso automatisch wäre.
Das Regelkomitee dagegen möchte den Extrapunkt behalten, aber die Distanz verlängern. Momentan ist es ein 20 Yards Kick, demnächst sollen es 30 Yards sein.
Klingt vernünftig und hoffentlich setzt sich dieser Vorschlag durch.

Die Ravens haben wenig Erfolg damit, ihre Spieler zu einer Gehaltseinbuße zu überreden.
Jetzt sagte auch Eugene Monroe, daß er dafür nicht zu haben wäre.
Die Ravens haben schon eine menge guter Spieler verloren, weil sie unter der Gehaltsobergrenze bleiben müssen, die durch das völlig überhöhte Gehalt für Durchschnitts- Quarterback Joe Flacco ziemlich ausgereitzt ist.
Offensive Tackle Monroe gehört nicht zu den Spielern, die auf eigenes Geld verzichten wollen, damit es Flacco auf das Konto geschaufelt werden kann.
Auch Tight End Pitta und Tackle Ngata haben schon ablehnend auf die Bitte reagiert.
Monroe betonte, daß er für die Leistung, die er Woche für Woche für das Team abliefert, angemessen bezahlt werden möchte. Zum Sonderpreis wäre er nicht zu haben.

Eric Decker denkt bei den laufenden Vertragsverhandlungen mit den Broncos zu allererst an seine Familie.
Es wäre zwar schön, wenn er weiter für die Broncos spielen könnte, aber nur wenn der Preis stimmt.
Im März läuft der Vertrag des Wide Receivers aus. Es steht zu befürchten, daß er dann, um seine Familie abzusichern, dem Ruf des Geldes folgen wird.
Peyton Manning wird dann ein sicherer Receiver fehlen. 2013 fing er 87 Pässe für 1.288 Yards und 11 Touchdowns.

Dienstag, 18. Februar 2014

Kurzberichte
suggs-terrell5
Eine Baustelle konnten die Ravens ja schließen, aber es bleiben noch andere.
Linebacker Terrell Suggs (Bild) unterschrieb einen neuen Vierjahresvertrag, der ihn nicht zum armen Schlucker macht, dem Team aber $4 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze verschafft. In den ersten drei Jahren kann der Vertrag ihm $20 Millionen einbringen, von denen $16 Millionen garantiert sind.
Bei Tight End Dennis Pitta sieht es nicht ganz so gut aus. Auch Nose Tackle Haloti Ngata ist nicht einverstanden damit, zu reduzierten Bezügen zu arbeiten.
Bei Dennis Pitta sieht es sogar so aus, als würden die Ravens ihn zum Franchise Player machen. Dann müsste der Tight End 2014 zum Durchschnittsverdienst von $6,8 Millionen spielen. Wie Jimmy Graham in New Orleans, so sieht sich auch Pitta eher als Wide Receiver, denn als Tight End. Wenn er als Tight End zum Franchise Player gemacht werden sollte, so wird er die Gewerkschaft einschalten, wie er ankündigte. Das Durchschnittsgehalt eines Wide Receiver liegt bei $11,6 Millionen, ein nicht unwesentlicher Unterschied.
Pitta führt an, daß er 2013 in 79,7% seiner Passrouten als Wide Receiver aufgestellt war.

In Carolina steht Cam Newton kurz vor seiner Vertragsverlängerung. Der Rookievertrag des Quarterbacks läuft aus, und beide Seiten arbeiten daran, den neuen Vertrag noch vor dem Trainingslager zu unterschreiben.
Newton möchte bei den Panthers bleiben, und die wollen ihn halten. So weit, so gut. Bleibt die leidige Frage der Finanzen.
Newton gehört auch nicht gerade zu den Top- Quarterbacks der Liga, was viele Teams aber nicht davon abgehalten hat, letztes Jahr die Millionen nur so rauszuhauen.
Wird auch Newton als durchschnittlicher Quarterback übermäßig viel Geld bekommen?
Wenn man die Passerwertung zu Rate zieht, und einen Anhaltspunkt muss man ja haben, dann findet man Newton im Mittelfeld der Quarterbacks, auf Platz 14. Immerhin einen Platz vor Tom Brady und zwei vor Andrew Luck.
Was wird den Panthers das wert sein?
Newton sagte bereits, daß er auf keinen Fall streiken würde, um einen Vertrag zu erpressen, der ihm genehm wäre. In seiner letzten Saison in seinem Rookievertrag wird er 2014 für $3,378 Millionen spielen. Ab 2015 wird er auf jeden Fall ein vielfaches dessen verdienen. Bleibt die Frage, ob die Panthers bereit sein werden, sich für den Erhalt eines Spielers ähnlich zu schwächen, wie die Saints, Cowboys und Ravens zuletzt.

David Wilson arbeitet hart daran, in der kommenden Saison wieder für die Giants spielen zu können.
Der Running Back zog sich letztes Jahr eine schwere Nackenverletzung zu, die seine Karriere hätte beenden können. Doch Wilson hatte die Operation gut überstanden und ist auf dem Weg der Besserung.
Ob er aber wieder eine Form erreichen wird, die ihn wieder befähigt in der NFL zu spielen, bleibt abzuwarten.
Wilson selber bereitet sich weiter darauf vor, wieder für die Giants zu spielen und ist überzeugt, daß er das schafft.

Montag, 17. Februar 2014

Kurzberichte
Graham-ShayneDie Saints gaben zwei Spielern neue Verträge. Kicker Shayne Graham (Bild), der im Dezember den nicht so treffsicheren Garrett Hartley ablöste, erhielt einen Einjahresvertrag über $955.000.
Dabei erwies sich auch Graham nicht als der sicherste Schütze. Der 36-jährige verschoss in der Niederlage gegen die Seahawks im Januar zwei Field Goals aus 45 und 48 Yards.
Auch Right Tackle Bryce Harris bleibt in New Orleans. Er unterschrieb einen Einjahresvertrag über $570.000.

Die Baltimore Ravens konnten Terrell Suggs halten.
Der Linebacker soll einen Vertrag zu reduzierten Bezügen unterschrieben haben.
Suggs Leistung ist auf dem absteigenden Ast, aber der 31-jährige spielt immer noch viele jüngere Kollegen auf seiner Position an die Wand.
Dennoch waren die $12,4 Millionen, mit denen sein Gehalt auf die Gehaltsobergrenze angerechnet wurde, dem Team zu viel.
Genaueres wollen die Ravens am heutigen Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Seine Leistung als Running Back war in der letzten Saison weit unter dem Level, das man von ihm erwartet hatte. Eine Hüftverletzung plagte Ray Rice von den Ravens, die er aber nie als Entschuldigung angeführt hatte.
Um seine Verlobte zu schlagen, dafür reichte seine Kraft am Samstag allerdings aus.
Nach einem Disput mit Janay Palmer in einem Casino in Atlantic City, wurde Rice verhaftet.
Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, daß die beiden einen heftigen Streit hatten und sich gegenseitig mit der Hand ins Gesicht schlugen. Deshalb wurde auch Janay Palmer angezeigt. Beide wurden auf Kaution freigelassen und fuhren gemeinsam nach Hause.

Die NFL hat ihren Krösus. Nachdem die Raiders in den letzten zwei Jahren riesige Probleme mit der Gehaltsobergrenze hatten, hat General Manager Reggie McKenzie es geschafft, in diesem Jahr mit $64 Millionen unter dem Limit zu bleiben. Das heißt, daß die Raiders das meiste Geld zur Verfügung haben, um endlich mal wieder eine Mannschaft zusammenzustellen, deren Spielweise entfernt mit Football zu tun haben könnte.
Ob das gelingt, hängt natürlich nicht nur vom Geld ab, sondern auch davon, ob man es schafft, wirkliche Leistungsträger zu holen, oder doch nur wieder überteuerte, talentlose Abkassierer.
Der frei Spielermarkt im März wird gespickt sein mit echten Talenten. Wieviel Talent werden der General Manager und Head Coach Allen an den Tag legen, diese für die Raiders zu verpflichten?

Samstag, 15. Februar 2014

Kurzberichte
goodell-rogerIst Drew Brees mit $20 Millionen pro Jahr überbezahlt?
Ist Tony Romo mit $20 Millionen pro Jahr überbezahlt?
Ist Joe Flacco mit $20 Millionen pro Jahr überbezahlt?
Nein!
Nicht nachdem die NFL jetzt bekanntgegeben hat, was der Vorsitzende der Liga, Roger Goodell (Bild), verdient. Das lässt die Superverdiener der Liga wie Bettelknaben dastehen.
Mit allen Boni und pipapo brachte der Commish es auf $44,2 Millionen, ohne auch nur einen einzigen blauen Flecken auf dem Feld erlitten zu haben.
Um in diese Gehaltssphäre vorzudringen müssen die armen Quarterbacks der Liga noch sehr viele Pässe werfen.
Doch sein Verhandlungsgeschick um den neuen Tarifvertrag, bei dem er die Spielergewerkschaft über den Tisch gezogen hat, und die Milliarden, die er bei den Verhandlungen mit den Fernsehgesellschaften herausholte, machten ihn zum MVP der Sportligenvorsitzenden. Keine andere Liga auf diesem Planeten kommt auch nur in die Nähe der Einnahmen, die die NFL generiert.
Und für die, die Goodells Gehalt zahlen, die 32 Teambesitzer, ist selbst diese Summe nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie kostet das Gehalt des Mannes, der sie zu immer reicheren Männern macht, gerade mal 1,4 Millionen Dollar pro Team.

Eine Cheerleaderin der Ben-Gals hat das Team verklagt. Nach ihrer Rechnung verstossen die Cincinnati Bengals gegen den Mindestlohn, der in Ohio gilt.
Alexa Brenneman rechnete aus, daß sie 2013 einen Stundenlohn von $2,85 für ihren Job als Cheerleader bekam. Der Mindestlohn im Staat liegt aber bei $7,85.
Brenneman rechnete aus, daß sie mit den Trainingseinheiten und Auftritten bei Veranstaltungen auf 300 Stunden Arbeit für die Truppe kam. Doch das würde nicht angerechnet. Einzig ein Lohn von $90 pro Spiel würde den Cheerleadern der Bengals gezahlt. Auch für das Posieren für den jährlichen Cheerleader-Kalender der Ben-Gals würden sie keinen Cent sehen, während der Club die ganzen Gewinne daraus einstreicht.
Der U.S. Bezirksrichter Michael Barrett, der den Fall annahm, muss zunächst entscheiden, ob der Fall nur Ohio tangiert oder US Recht.
Ein ähnlicher Fall wird auch in Los Angeles verhandelt, wo die Raiderettes ähnlich ausgebeutet werden.

Auf 144 Seiten kam der Untersuchungsbericht des Anwalts Ted Wells, der im Auftrag der NFL den Fall Incognito vs. Martin untersuchte.
Der Anwalt legte seinen Bericht am Freitag vor und Dolphins Besitzer Stephen Ross gab sogleich einen Kommentar ab.
Ross dankte Wells und seinem Team für die geleistete Arbeit.
Ross betonte, daß er erschrocken darüber wäre, welcher Umgangston in seinem Team herrschte. Die Ausdrucksweise einiger Spieler und deren Verhalten wären sehr verstörend. Er könne gar nicht glauben, wie sehr Jonathan Martin von den Kollegen aus der Offensive Line Richie Incognito, John Jerry und Mike Pouncey schikaniert wurde.
Doch nicht nur Martin hätte unter den Schikanen der drei zu leiden gehabt. Wie Wells und seine Kollegen herausfanden wurden noch ein weiterer Spieler und ein Assistenztrainer von ihnen drangsaliert.
Incognito, ein Weißer, hätte dabei Martin und die beiden anderen, die auch Schwarze wären, aufs Gröbste rassistisch beschimpft.
Incognitos Anwalt sagte, daß der abgegebene Bericht voller Fehler wäre. Niemals hätte sein Klient jemand anderen beschimpft oder bedroht. Die vorgelegten Beweise in Form von gefundenen Handy-Kurznachrichten und E-Mails ignorierte er dabei geflissentlich.
Incognito selber ließ per Twitter noch kurz seinen Hass auf Wells und dessen Bericht raus, bevor er seine Twitterseite mit den Worten: „Auf wiedersehen Twitter. Mach es gut. Wir sehen uns auf der anderen Seite,“ schloß.
Daß er noch mal einen Job in der NFL bekommt, kann man jetzt wohl mit Fug und Recht ins Reich der Fabel verweisen.

Vom Superverteidiger mutierte Darren Sharper zum Sexualverbrecher.
Der ehemalige Safety der New Orleans Saints steht unter Verdacht, sieben Frauen in vier Bundesstaaten vergewaltigt zu haben. Er soll sie zu Drinks eingeladen haben, die er mit Drogen versetzte. Danach hätte er sich in einem Hotelzimmer an den Frauen vergangen.
Der 38-jährige wurde am 17. Januar von der Polizei in Los Angeles verhaftet und gegen Hinterlegung einer Kaution von $200.000 wieder freigelassen. Weil die Fälle aus den anderen Staaten da noch nicht bekannt waren, fordert die Staatsanwaltschaft jetzt, die Kaution auf $10 Millionen festzulegen.
Die Anklageverlesung ist für den 20. Februar angesetzt.

Freitag, 14. Februar 2014

Kurzberichte
Moreno-Knowshon2Die Denver Broncos bereiten sich darauf vor auf Knowshon Moreno (Bild) verzichten zu müssen. Der Running Back dürfte aus finanziellen Gründen nicht zu halten sein.
Aber Montee Ball hat bereits angekündigt, daß er die Lücke, die Morenos Weggang reißt, schließen wird.
Noch ist nicht sicher, ob Moreno wirklich dem Ruf des Schotters zu einem anderen Team folgen wird, aber wenn, dann freut Ball sich darauf, die Nr. 1 im Team zu werden.
Ball wurde 2013 an 58. Stelle einberufen und wurde sofort zu einer Stütze für das Team. Als Ersatzmann für Moreno brachte er es auf 393 Laufyards und 5,4 Yards pro Lauf. Damit lag er über den 3,9 Yards, die Moreno pro Lauf erzielen konnte.
John Elway bezeichnete Ball als Clone von Terrell Davis, und das ist allemal ein dickes Kompliment.

Die Detroit Lions müssen tun, was alle tun müssen, sie müssen sparen. Aus diesem Grund feuerten sie am Donnerstag Wide Receiver Nate Burleson und Safety Louis Delmas.
Damit sparen sie $11,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Ricky Williams ist in China gelandet.
Der ehemalige NFL Running Back hilft dabei, unter 120 chinesischen Studenten 55 auszusuchen, die eine Nationalmannschaft bilden sollen.
Im Mai soll dieses Team dann an einem Turnier teilnehmen.
Nachdem Williams sich einen ersten Eindruck verschafft hatte sagte er: „Ich erwarte, daß wir auf dem Platz wie ein Footballteam aussehen werden.“
Klingt nicht nach viel. Aber der Grundstein zur Eroberung eines Landes mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist gelegt. Die Spiele der NFL können in China auf 24 verschiedenen Medienplattformen verfolgt werden. Zu drei von der NFL gesponsorten Veranstaltungen kamen letztes Jahr über 100.000 Besucher.
In China heißt Football übrigens ganlanqiù, was übersetzt Oliven Ball heißt, denn Football wird auch dort mit dem europäischen Fußball in Verbindung gebracht.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Kurzberichte
elway-john2Die Denver Broncos gaben ihrem Vorzeige-Büromitarbeiter John Elway (Bild) einen Vertrag über weitere vier Jahre und machten ihn gleichzeitig zum General Manager. Damit bleibt er bis nach der Saison 2017 verantwortlich für die Zusammenstellung des Teams.
Elway, selber ehemaliger Super Bowl Quarterback der Broncos, stellte als Personaldirektor der Spielerabteilung ein Team zusammen, das es bis in den Super Bowl brachte. Er holte Peyton Manning in den Kader, der in der Saison so gut war, daß er zum fünften Mal zum wertvollsten Spieler der Liga gekürt wurde.
Am Mittwoch bekam Elway die Belohnung für seine Leistungen.

Gregg Williams wurde am Mittwoch von den Rams als neuer Defensive Coordinator verpflichtet.
Williams galt 2011 als Initiator der Kopfgeldaffäre, als er Defensive Coordinator der Saints war.
Das brachte ihm ein Berufsverbot für die Saison 2012 ein. 2013 blieb er unter dem Radar und nahm einen Job als Senior Assistent bei den Titans an.
St. Louis wollte Williams bereits nach der Saison 2011 verpflichten, doch dem kam seine Suspendierung dazwischen.
Am Mittwoch nun gaben die Rams ihm einen Vertrag als Defensive Coordinator. Die Verteidigung des Teams ist gespickt mit Talenten, die aber 2013 nur mittelmäßige Leistungen ablieferten. Williams soll die Lebensgeister seiner Spieler nun wecken und sie zu Höchstleistungen antreiben.

Die Saints haben sich etwas Luft unter der Gehaltsobergrenze verschafft. Am Mittwoch feuerten sie vier Super Bowl Sieger, Defensive End Will Smith, Safety Roman Harper, Cornerback Jabari Greer und Linebacker Jonathan Vilma.
Damit haben die Saints $16,8 Millionen eingespart. Und schmerzlich vermisst werden die vier sehr wahrscheinlich nicht. Smith und Greer sind beide 32 Jahre alt, Harper und Vilma 31. Smith spielte wegen einer Knieverletzung 2013 überhaupt nicht. Greer startete in 10 Spielen, bevor auch ihn es am Knie erwischte. Harper brachte es auf neun Spiele, Vilma nur auf eins.
New Orleans liegt mit $140 Millionen deutlich über dem Limit, das 2014 $126,3 Millionen betragen dürfte. Bis zum 11. März müssen alle Teams unter der Gehaltsobergrenze liegen.

Die Zeit des Schweigens ist vorbei.
Drei Monate hat Richie Incognito den Mund gehalten, seit Mittwoch äußert er sich wieder zu der Affäre, die ihm im November eine Suspendierung einbrachte.
Dolphins Guard Incognito hatte seinen Mannschaftskollegen Jonathan Martin über das normal unter Mannschaftskollegen übliche Maß hinaus auf die Schippe genommen.
Martin fühlte sich am Ende bedroht von Incognito und verschwand vom Team, um sich in psychiatrische Behandlung zu begeben.
Incognito, der zugab, Martin gehänselt zu haben, wurde suspendiert.
Am Mittwoch twitterte Incognito los und zog über Martin her. Martin hätte schon lange bevor er von ihm zur Zielscheibe des Spotts gemacht wurde Selbstmordgedanken gehabt. Martin hätte die Freundschaft, die sich zwischen ihm und Incognito aufgebaut hatte, betrogen. Monatelang wäre er von seinem Mannschaftskollegen und Freund durch den Schmutz gezogen worden, wetterte Incognito weiter, damit wäre jetzt Schluß. Er, Incognito, hätte jetzt lange genug gelitten, und er wolle endlich seine Karriere in der NFL fortsetzen.
Auch wenn seine Suspendierung letzte Woche endete, dürfte das nicht leicht werden, denn der Guard steht auf der Liste der unerwünschten Personen. Nicht zuletzt, weil die Familie von Martin damals eine Stimmnachricht veröffentlichte, die Incognito auf Martins Handy geschickt hatte, und die sehr vulgären Inhalts war.
Und diese Zwitschereien, die er wohl unbedingt raushauen musste, dürften ihn nicht wirklich sympathischer gemacht haben.
Sollte Richie Incognito allerdings doch wieder einen Arbeitgeber in der NFL finden, so wäre es sicher nicht von Vorteil, wenn er in ein Team mit Michael Sam käme.

Die Experten der NFL haben die Computer angeschmissen und ausrechnen lassen, welches Team die schwersten Gegner 2014 hat.
Ausgehend davon, wie die Teams 2013 abgeschnitten haben, haben die Oakland Raiders die schwersten Gegner. Was nicht wundert, denn die drei anderen Teams aus der AFC West kamen alle in die Playoffs und sind zweimal Gegner der Raiders.
Wenn man die Liste bis nach unten verfolgt, dann haben es die Indianapolis Colts 2014 am Leichtesten.
Doch das sind nur Statistiken, die nichts zu bedeuten haben. Eine gute Draft, gute Arbeit der General Manager beim Verpflichten von Spielern auf dem Spielermarkt, all das steht ja noch bevor. Somit sollten die Fans der Colts sich noch nicht als sichere Playoffteilnehmer wähnen, auch wenn in ihrer Division kein Team eine ausgeglichene Bilanz in der letzten Saison hatte.
Spaßeshalber ist hier mal die Liste der Teams mit abnehmendem Schwierigkeitsgrad.
Die Zahlen hinter den Teams geben das Sieg- Niederlagenverhältnis der Gegner nach dem in den USA üblichen Promillesystem an. Bei uns hätten die Gegner der Raiders z.B. 57,8% ihrer Spiele gewonnen, in den USA sind es 578 Promille. (Wer noch nicht weiß, wer 2014 gegen wen spielt, sollte mal hier nachschauen)
1. Oakland Raiders .578
2. Denver Broncos .570
3. St. Louis Rams .564
4. San Diego Chargers .563
San Francisco 49ers .563
6. Seattle Seahawks .561
7. Kansas City Chiefs .559
8. Arizona Cardinals .547
9. New York Jets .520
10. New England Patriots .516
11. Atlanta Falcons .512
12. Miami Dolphins .508
13. Green Bay Packers .504
14. Buffalo Bills .500
15. Chicago Bears .496
16. Detroit Lions .492
17. Washington Redskins .490
18. Dallas Cowboys .488
19. Tampa Bay Buccaneers .484
20. Philadelphia Eagles .479
21. Minnesota Vikings .477
22. Carolina Panthers .473
23. Cincinnati Bengals .469
New Orleans Saints .469
Pittsburgh Steelers .469
26. Cleveland Browns .465
New York Giants .465
28. Baltimore Ravens .461
29. Jacksonville Jaguars .453
30. Houston Texans .441
31. Tennessee Titans .438
32. Indianapolis Colts .430

Mittwoch, 12. Februar 2014

Kurzberichte
ware-demarcus3DeMarcus Ware (Bild) muss schon wieder operiert werden. Letztes Jahr wurde der Defensive End der Cowboys an einer Schulter operiert, jetzt muß ein Nerv an seinem rechten Ellenbogen operiert werden.
Diese Verletzung hat ihn schon lange daran gehindert seine volle Leistung zu bringen. Schon seit zwei Jahren bereitete ihm jeder Treffer auf den Ellenbogen höllische Schmerzen, wie er sagte. Auch ein Ellenbogenschoner hätte nicht viel geholfen.
Ware ist optimistisch, daß er trotz der Operation nicht viel des Vorbereitungsprogramms auf die kommende Saison verpassen wird.

Joey Porter ist zurück bei den Steelers.
Von 1999 bis 2006 spielte der Linebacker in Pittsburgh, bevor er dann zu den Dolphins und anschließend zu den Cardinals wechselte. 2012 unterschrieb er einen Eintagesvertrag bei den Steelers um als Steeler in den Ruhestand zu treten.
Am Dienstag unterschrieb der 36-jährige einen Vertrag als Defensive Assistant bei den Steelers und soll sich speziell um die Outside Linebacker kümmern.

In Cleveland ist viel los.
Teambesitzer Jimmy Haslam feuerte den Geschäftsführer Joe Banner und General Manager Michael Lombardi. Anscheinend ist er es leid, daß sein neues Spielzeug, das er sich geleistet hat, ein reiner Lachschlager ist.
Head Coach Chudzinski wurde ja schon vor einigen Wochen gefeuert.
Bei den Browns ist also totaler Umbruch angesagt. Der hatte ja eigentlich schon 2013 beginnen sollen, als Lombardi und Chudzinski verpflichtet wurden. Daß beide zusammen schon nach einem Jahr wieder gehen mussten, beweist, daß Haslam letztes Jahr einen Fehler gemacht hat. Welche Fehler wird er dieses Jahr machen?
Den unglaublichen Fans in Cleveland wäre es zu gönnen, daß aus den Cleveland Clowns mal wieder ein wettbewerbsfähiges Browns Team würde.
Auf dem Weg dahin muss dann wohl auch ein neuer Quarterback her, denn Brandon Weeden würde das Team gerne verlassen. Viele Tränen würden ihm wohl nicht nachgeweint werden, auch wenn er einige Male ein gewisses Talent aufblitzen ließ.

Das wird der Sommer des Sam.
Ob man will oder nicht, der erste Footballspieler, der sich zu seiner Homosexualität bekannte bevor er in die Liga zu den gestandenen Männern wechselt, wird viel Platz in den Medien erhalten.
Und so wird man jetzt wohl tagtäglich mit Meldungen über Michael Sam zugeschüttet, der mutiger zu sein scheint, als ein Astronaut, der sich traute in einer Sardinenbüchse zum Mond zu fliegen.
Michael Sams Sr., sein Vater, so wurde jetzt bekannt, war und ist geschockt über seinen Sohn. Er wäre ein Mann alter Schule, sagte er Reportern. Er käme aus einer Mann-Frau Welt, und er wolle nicht, daß seine Enkelkinder in solch einem Umfeld aufwachsen würden. Als Schwarzer hätte man eh schon genug Hürden zu meistern, da müsse man sich nicht noch selber eine weitere in den Weg stellen.
Während also Michael Sams Vater die sexuelle Orientierung seines Sohnes nicht akzeptiert, äußern sich viele NFL Spieler in den sozialen Netzwerken positiv über Michael Sam.
Auch viele seiner ehemaligen Collegefreunde äußern sich fast schon euphorisch darüber, was für ein toller, normaler, umgänglicher Mitspieler Sam doch war. Vieles davon klingt, als hätte es ein professioneller Redenschreiber formuliert.
Selbst Präsident Obama sonderte Worte des überschwenglichen Lobes ab.
Und Verhaltensmaßregeln für Sam gibt es auch schon. Es ist halt so, daß man als Rookie gehänselt wird von den Teamkollegen. Sam wurde nun schon mal empfohlen, die Witze die über ihn demnächst gemacht werden, zu ertragen, und nicht drüber zu reden. Was in der Umkleide passiere, müsse in der Umkleide bleiben.
Daß Sam sein „coming out“ von langer Hand vorbereitet zu haben scheint, sieht man an der Tatsache, daß er bereits einen Pressesprecher hat, einen professionellen Redenschreiber also, Howard Bragman. Bragman sagte, daß man den Medienrummel so klein wie möglich halten wolle, um sich bis zur Draft im Mai nur auf den Football zu konzentrieren.
Na ja, um das erreichen, hätte man die Bekanntgabe vielleicht erst danach machen sollen.

Dienstag, 11. Februar 2014

Kurzberichte
austin-milesWieviel würden wir gerne verdienen?
$5,5 Millionen für 24 gefangene Pässe für 244 Yards und Null Touchdowns hört sich doch gut an, oder?
In Dallas ist das möglich, denn der dauerverletzte Wide Receiver Miles Austin (Bild) bekam 2013 diese Summe für besagte Leistung.
Und bei den eigenartigen Personalentscheidungen, die Teambesitzer Jerry Jones so fällt, wäre es gar nicht mal unmöglich, daß er an Austin festhält, anstatt ihn endlich zu feuern.
Allerdings müssen die Cowboys einige Personalentscheidungen fällen, denn sie liegen deutlich über der Gehaltsobergrenze.
Und Receiver, die weniger verdienen, dafür aber mehr leisten, sollten doch zu bekommen sein.

Es sieht so aus, als ob Aaron Rodgers der einzige Großverdiener der Familie bleibt. Sein jüngerer Bruder Jordan wurde am Montag von den Buccaneers gefeuert.
Jordan Rodgers war letztes Jahr im Trainingsteam der Jaguars. Aber selbst für das Team war er nicht gut genug, was einiges aussagt.
Auch die Buccaneers, zu denen er letzten Oktober wechselte, warfen ihn jetzt aus ihrem Trainingsteam.
Tampa feuerte auch Gabe Carimi. Der Offensive Tackle wurde noch vom damaligen Head Coach Lovie Smith in der ersten Runde der Draft 2011 zu den Bears geholt. 2013 wechselte Carimi zu den Bucs. Hier spielte er nur in 13 Spielen und war nur dreimal in der Startformation.
Smith, der heute Head Coach der Buccaneers ist, hält wohl nicht mehr viel von seiner ehemaligen Nr. 1 und gab ihm den Laufpass.

Doug Williams ist zurück bei den Redskins.
Der erste schwarze Quarterback, der zum wertvollsten Spieler in einem Super Bowl gewählt wurde, als er Washington zum Sieg in Super Bowl 22 führte, arbeitet seit Montag in der Führungsriege des Teams.
Williams soll sofort loslegen und helfen, die richtigen Spieler auszusuchen, die man in der kommenden Draft einberufen kann.

Ein Collegespieler, der vor dem Sprung in die NFL steht, hat sich nicht gescheut öffentlich zuzugeben, daß er schwul ist.
Defensive Lineman Michael Sam aus Missouri hat damit seine Chancen auf einen NFL Vertrag deutlich geschmälert. Doch das, so sagte er, hätte er bewusst getan, um die Toleranzgrenze der Liga zu testen.
Aus der NFL hieß es, daß man die Ehrlichkeit und den Mut Sams bewundere. Michael wäre ein Footballspieler. Jeder Spieler, der die nötige Fähigkeit und Entschlossenheit besitzt, könne es in der NFL schaffen. Man würde Michael Sam willkommen heißen und unterstützen.
Reicht diese Erklärung aus, den Teams einen schwulen Spieler schmackhaft zu machen?
Bei seinen Mitspielern in Missouri hat es jedenfalls nicht den Weltuntergang eingeläutet, als er sich ihnen vor der letzten Saison offenbarte.
Sam wird als ein Spieler gehandelt, der etwa ab Runde drei abwärts einberufen werden könnte.
Ist die Zeit reif?
Das wird sich zeigen!
Das ganze Tamtam, das Sam losgetreten hat, setzt die Liga und die Teambesitzer jedoch gehörig unter Druck. Es ist fast schon ein Muss, Sam einen Job in der NFL zu geben.
Wie alle anderen Anwärter die frisch vom College kommen, muss auch Sam am Scouting Combine, dem Sichtungstraining, teilnehmen. Wenn er da beweist, daß er es als Spieler in der NFL schaffen kann, dann dürfte seine sexuelle Orientierung dem nicht im Weg stehen.
Die aufgescheuchte Medienmeute wird schon für den nötigen öffentlichen Druck auf die Liga sorgen. So gesehen hat Sam seine Chancen darauf, in die NFL zu kommen, eher verstärkt, denn geschmälert.
Sei es wie auch immer, auch in der heutigen Zeit ist es immer noch mutig, daß sich Sam offenbarte. Was daraus wird, werden wir sehen.

Sonntag, 9. Februar 2014

Kurzberichte
Chudzinski-RobDer frisch von den Browns gefeuerte Head Coach Rob Chudzinski (Bild) hat einen neuen Job gefunden.
Er landete als Special Assistent in Indianapolis, wo er wieder mit Chuck Pagano zusammenarbeiten wird. Der Head Coach der Colts und „Chud“ kennen sich seit 1986. Pagano begann damals als Assistenztrainer an der University of Miami und Chudzinski war in seinem Freshman Jahr, also seinem ersten Jahr, an der Uni. Danach kreuzten sich ihre Wege noch einige Male.
Pagano bezeichnete Chudzinski als äußerst fähigen Trainer. Er wäre froh, daß er sich seine Dienste sichern konnte.
Was allerdings Chudzinskis genaue Aufgaben als „Special Assistent“ sind, dazu sagte er nichts.

Jets Defensive End Muhammad Wilkerson möchte eine Gehaltserhöhung, und er ist sicher, daß er sie bekommt. Dazu, so sagte er der Presse, müsse er nicht mit einem Streik drohen, so wie man es ihm unterstellt hat. So etwas hätte er nie gesagt.
Der 24-jährige geht in das letzte Jahr seines vierjährigen Rookievertrags. Jetzt steht der dicke Schotter an.
Und der wird kommen, ist Wilkerson sicher, auch ohne Streikdrohung.

Die Jacksonville Jaguars wissen, daß sie eine miese Mannschaft haben. Um aus dieser Misere herauszukommen, wollen sie sehr wahrscheinlich auf ihre Wahlmöglichkeit an dritter Stelle in der kommenden Draft verzichten.
Wenn sie die wegtauschen, dann könnten sie dafür mehrere Wahlmöglichkeiten des Tauschpartners 2014 und 15 bekommen.
Was dagegen spricht ist die Tatsache, daß die Texans an eins und die Rams an zwei das auch vorhaben. Es ist fraglich, ob es gleich drei Teams geben wird, die Tauschwillig sind.
Die Jags brauchen ganz dringend einen vernünftigen Quarterback. Den aber müssen sie sich nicht unbedingt über die Draft besorgen. Den könnten sie sich statt dessen auf dem freien Spielermarkt holen.
Von Vorteil ist, daß die Jaguars ihrem talentlosen Kader auch nur entsprechende Löhne zahlen. Sie haben noch viel Platz unter der Gehaltsobergrenze, um sich auf dem freien Spielermarkt einzudecken.
Somit wäre der Plan, sich für eine Wahlmöglichkeit mehrere zu sichern, nicht verwegen.

Ganz anders sieht das in New Orleans aus. Nicht zuletzt das außerordentlich hohe Gehalt eines einzigen Spielers verhindert hier, daß andere Talente gehalten werden können.
Quarterback Drew Brees sorgt dafür, daß die Saints schon jetzt mit etwa $12 Millionen über dem erlaubten Limit liegen. Dadurch ist es schwierig, anderen Spielern die anstehenden Gehaltserhöhungen zu zahlen, die nötig sind, um sie zu halten.
An erster Stelle wird hier natürlich immer wieder Tight End Jimmy Graham genannt, der ganz bestimmt nicht bleiben wird, wenn er nicht das bekommt, was ihm vorschwebt.
Ihn zum „Franchise“ Spieler zu machen, hieße, das Problem nur aufzuschieben.
Auch die Neustrukturierung mehrerer laufender Verträge ist nur das Weiße vom Ei, wie man bei Arizona und Wide Receiver Fitzgerald gesehen hat. Bei den Cardinals wurde das Problem auf 2015 verlagert, wo es dann unlösbar zu sein scheint.
Die Saints reihen sich nahtlos in die Teams ein, die einem einzigen Spieler ein exorbitantes Gehalt zahlen, und sich dadurch andere Leistungsträger nicht mehr leisten können.
Vielleicht sollte da langsam mal ein Umdenken einsetzen.

Samstag, 8. Februar 2014

Kurzberichte
robinson-dunta200
Und die Atlanta Falcons verschafften sich weiteren Platz unter der Gehaltsobergrenze. Am Freitag feuerten sie Cornerback Dunta Robinson (Bild) und sparten sich damit $3,1 Millionen.
Erst im letzten März gaben die Falcons ihm einen Dreijahresvertrag über $13,6 Millionen, von denen $3,95 Millionen garantiert waren.
Die zahlte Atlanta ihm bereits im ersten Jahr, weshalb er jetzt keine weiteren Ansprüche mehr hat.

Die Spielergewerkschaft NFLPA steht vor großen personellen Veränderungen.
Wenigstens sieben der 11 Vorstandsmitglieder werden im März ausgetauscht. Das könnte auch Auswirkungen auf den Geschäftsführer der Gewerkschaft, DeMaurice Smith haben, der nicht unumstritten ist. Vielen Spielern gefällt nicht, wie er die letzten Tarifverhandlungen mit der NFL abgeschlossen hat. Deshalb könnte es sein, daß die neuen Vorstandsmitglieder einen neuen Chef wählen. Smiths Vertrag wurde zwar erst 2012 um weitere drei Jahre verlängert, was aber einer Absetzung nicht im Wege stehen dürfte, wenn sie wirklich gewollt würde.
Was den meisten Spielern sauer aufstößt, ist die ungerechte Verteilung der Gelder, die durch die neuen TV-Verträge für nahezu unanständig hohe Mehreinnahmen der NFL sorgten.
Die vorgesehene Gehaltsobergrenze 2014 ist mit $126,3 Millionen pro Team niedriger als 2009 mit 127,997 Millionen. Das war nicht das, was den Spielern vorschwebte, als sie von den exorbitanten Summen erfuhren, die das Fernsehen der Liga zahlt.
Und da waren ja nicht einmal die $300 Millionen mit eingerechnet, die dieses Jahr von CBS zusätzlich gezahlt werden für die Übertragungsrechte an acht Donnerstagsspielen. Ein nettes Zubrot für die Liga, von dem sie nichts abgeben muss.

Zwei Verhaftungen in zwei Monaten wegen Trunkenheit am Steuer waren genug.
Die Minnesota Vikings feuerten am Freitag Linebacker Erin Henderson, der anscheinend die Finger nicht vom Alkohol lassen kann und bedenkenlos sein Leben und das anderer aufs Spiel setzt.

Die Lions konnten ihren Center Dominic Raiola für eine weitere Saison halten.
Sie gaben ihm eine kräftige Gehaltserhöhung, um ihn zu einer 14. Saison zu überreden.

Die Seahawks ärgern sich... ein wenig... aber sie ärgern sich.
Nun ja, zumindest Cornerback Richard Sherman. Er sagte in einem Radiointerview, daß er sich darüber ärgert, die Denver Broncos nicht zu Null geschlagen zu haben.
Die Chancen dazu wären dagewesen. Diese dummen acht Punkte hätten nicht sein müssen.
Und so fand er noch ein Haar in der Suppe einer der besten Verteidigungsleistungen aller Super Bowls.
Da war es für ihn auch nicht hilfreich, als man ihn darauf hinwies, daß Peyton Manning und die Offense der Broncos in keinem Spiel seitdem Manning dort Quarterback ist, weniger als 17 Punkte erzielt haben. Acht Punkte wären da doch ein Erfolg.
Nicht aber für Richard Sherman. Kein Shutout erzielt zu haben, ärgert ihn ziemlich.

Freitag, 7. Februar 2014

Kurzberichte
gonzales-tony2Jetzt gibt es wieder einen Spieler, der „Gedöns“ um seinen Ruhestand macht. Tony Gonzales (Bild) hat einen ganz eigenartigen Plan, seinen Schritt in das Rentnerleben wieder rückgängig zu machen.
Der Superstar unter den Tight Ends will sich ansehen, wie die Saison seiner Atlanta Falcons verläuft, und wenn sie dann im November so um die 9-2 Siege haben sollten, würde er gerne wieder mitspielen.
Doch, wie sollen sie diese Wende schaffen, nach einer 4-12 Saison?
Zumal sie keinen Elite- Quarterback haben?
Matt Ryan wurde nämlich in dem Interview, in dem Gonzales seinen möglichen Rücktritt vom Rücktritt erklärte, ziemlich von dem Tight End abgewatscht.
Ryan wäre zwar ein Klasse- Quarterback, keinesfalls aber würde er zur Elite der Quarterbacks gehören.
Na toll, dann können wir Ryan jetzt auch zu den völlig überbezahlten Einhundertmillionendollarquarterbacks zählen.
Mal sehen, wie sich das in der Stadt der braunen Brause so entwickelt in der kommenden Saison.

Die Umstrukturierung des Vertrags der Cardinals mit Larry Fitzgerald rettet dem Team zwar $9,4 Millionen unter der Gehaltsobergrenze für 2014, aber 2015 soll es dann ganz düster aussehen.
Wie jemand nachgerechnet hat, soll das Gehalt des Wide Receivers das Team nächstes Jahr mit massiven $23,6 Millionen belasten.
Wenn das wirklich so stimmt, dann haben die Finanzexperten der Cardinals keine gute Arbeit geleistet. Selbst wenn sie den einzigen Star in ihrem Kader 2015 zu einem anderen Team ziehen ließen, oder ihn feuern würden, würde ihr Konto noch mit $14,4 Millionen an sogenanntem toten Geld für ihn belastet.
Wirklich keine gute Arbeit.

Jack Del Rio und die Broncos haben sich auf einen neuen Vertrag geeinigt. Der Defensive Coordinator hat einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben.
John Elway betonte, daß Del Rio einen netten Job gemacht hätte. Wenn man all die Verletzungen bedenken würde, die diesen Mannschaftsteil heimsuchten, dann wäre es dem Defensive Coordinator hoch anzurechnen, wie er die Defense geleitet hätte.
Denvers Verteidigung landete 2013 bei allen relevanten Statistiken im Mittelfeld.

Einen völlig neuen Weg will der neue Head Coach der Texans beschreiten. Als Bill O`Brien seinen Trainerstab vorstellte, fehlte der Offensive Coordinator. Und das bewußt!
O`Brien hat vor, die Offense selber zu leiten, und würde daher keinen Offensive Coordinator brauchen, wie er auf seiner Pressekonferenz sagte.
Ob der neue Head Coach sich da nicht etwas zu viel vorgenommen hat, wird man sehen. Immerhin warten auf einen Head Coach sehr viele Aufgaben, von denen die Koordinatoren ihm einiges abnehmen.
Schlechter als 2013 kann es allerdings für Houston nicht werden, denn diese Saison schloß man als schlechtestes Team der Liga ab.

Ein Fußballteam, das ist es, was Stan Kroenke in Los Angeles etablieren will.
Wie berichtet kaufte der Besitzer der St. Louis Rams ein großes Grundstück in der Nähe von LA. Sofort schossen die Gerüchte durch die Medien, daß er dort ein neues Stadion errichten wolle, um mit den Rams dahin umzuziehen.
Doch jetzt ist der Kater aus dem Sack, eine Fußballmannschaft möchte Kroenke dort gründen. Auch ein Name steht schon fest, L.A. Gunners. Gunners deshalb, weil Kroenke in England schon ein Team mit diesem Namen gehört.
Na ja, und wenn so ein Stadion für eine Fußballmannschaft erst mal steht...

Donnerstag, 6. Februar 2014

Kurzberichte
lynch-marshawn-sb-paradeEine heiße Feier gab es im eiskalten Seattle. Die Seahawks hielten ihre Siegesparade in der Stadt ab, und 700.000 Menschen säumten die Straßen, um ihre Helden zu feiern. 700.000 in einer Stadt mit 660.000 Einwohnern. Wenn die Polizei sich da mal nicht verzählt hat.
Vor 35 Jahren holte zuletzt ein professionelles Sportteam einen Titel in die Stadt, das Basketballteam der Seattle SuperSonics, und das Team gibt es mittlerweile schon gar nicht mehr. Die beiden Titel einer Frauenbasketballmannschaft 2006 und 10 will man ja wohl nicht ernsthaft mitzählen, oder?
Entsprechen ausgelassen war die Stimmung entlang des Paradeweges.

Golden Tate will in Seattle bleiben. Der Wide Receiver würde den Seahawks einen Rabatt einräumen, wenn sie ihm ein Angebot für einen neuen Vertrag vorlegen.
Er liebt die Stadt und das Team so sehr, daß er lieber für etwas weniger Geld in einem Umfeld bleiben würde, das er liebt, als irgendwo anders mit mehr Geld weniger glücklich zu sein, sagte er der Presse. Das Angebot der Seahawks dürfe nur nicht respektlos niedrig erscheinen, fuhr er fort.
Man darf davon ausgehen, daß es das nicht sein wird.

Die Atlanta Falcons haben Platz unter der Gehaltsobergrenze geschaffen. Sie feuerten Cornerback Asante Samuel und Linebacker Stephen Nicholas und sparen dadurch $6,4 Millionen.

Halbe/Halbe machen das NFL Network und CBS ab der kommenden Saison bei den Donnerstagsspielen. CBS wird die ersten acht Spiele übertragen und das NFL Network die letzten acht. Wobei der NFL eigene Sender letztlich doch alle 16 Spiele überträgt, denn wie es am Mittwoch hieß, werden die ersten acht Spiele parallel zu den CBS Übertragungen auch auf dem NFL Network gezeigt.
Während CBS in etwa 115 Millionen Haushalten empfangen werden kann, ist der NFL Sender nur in 70 Millionen Haushalten zu empfangen.
CBS verspricht sich von den Thursday Night Spielen eine enorme Einschaltquotensteigerung und lässt ihr Top-Moderatorenteam Jim Nantz und Phil Sims die Spiele kommentieren.
Wobei das mit der Steigerung der Einschaltquoten so eine Sache ist, denn gerade am Donnerstag läuft auf CBS die quotenstärkste Serie überhaupt, The Big Bang Theory. Mal abwarten, was es da noch zu steigern gibt.
Die Streber-WG wird auf einen anderen Tag verschoben und wird auch dort bestimmt ihre gewohnt hohen Zuschauerzahlen generieren. Insofern wird CBS zwei sehr quotenstarke Tage haben und den anderen Sendern weiter davoneilen.
CBS wird nicht allein auf die eigenen Spiele aus der AFC zugreifen müssen. Sie dürfen, ganz wie vom NFL Network gewohnt, somit auch Spiele zeigen, die Sonntags von FOX produziert würden, wenn sie Sonntags liefen. Allerdings muss sich CBS dem NFL Diktat unterordnen, und auch die lausigen Teams übertragen. Die Liga will weiterhin, daß Spiele von Teams, die nicht gut genug für Sunday und Monday Night Spiele sind, Donnerstags übertragen werden, um auch ihnen mal ein nationenweites Publikum zu gönnen. Somit müsste CBS Spiele der Jaguars, Bills oder Browns übertragen, die eigentlich nicht zu den Quotengaranten gehören. Gerüchten zufolge sollen CBS diese Teams zunächst aber doch erspart bleiben, um die Sendung erst mal zu etablieren. Da sollen dann doch eher die Seahawks, 49ers oder Cowboys gezeigt werden.
Auch wenn die letzten acht Spiele nur auf dem NFL Network gezeigt werden, werden auch die von CBS produziert und von Nantz und Sims kommentiert.
Das Ganze gilt zunächst nur für 2014, mit einer Option für 2015.

Wo gerade von Einschaltquoten die Rede ist... Super Bowl 48 stellte mal wieder einen neuen Rekord auf.
Nach genauerer Überprüfung wurde festgestellt, daß 111,5 Millionen Zuschauer in den USA den Super Bowl auf FOX sahen. Das waren 200.000 mehr, als letztes Jahr. Somit setzt die NFL mit ihren Spielen während der Saison und den Super Bowls ihren einsamen Einschaltquotenrekordlauf fort.

Da jetzt auch das letzte Spiel gespielt ist, steht die Reihenfolge in der nächsten Draft fest. Die Reihenfolge der beiden gleichschwachen Teams aus Dallas und Baltimore # wurde per Münzwurf entschieden. Die Reihenfolge kann sich noch ändern, da die Teams untereinander Plätze tauschen dürfen.
1.Houston Texans
2.Washington Redskins
3.Jacksonville Jaguars
4.Cleveland Browns
5.Oakland Raiders
6.Atlanta Falcons
7.Tampa Bay Buccaneers
8.Minnesota Vikings
9.Buffalo Bills
10.Detroit Lions
11.Tennessee Titans
12.New York Giants
13.St. Louis Rams
14.Chicago Bears
15.Pittsburgh Steelers
16.Baltimore Ravens #
17.Dallas Cowboys #
18.New York Jets
19.Miami Dolphins
20.Arizona Cardinals
21.Green Bay Packers
22.Philadelphia Eagles
23.Kansas City Chiefs
24.Cincinnati Bengals
25.San Diego Chargers
26.Indianapolis Colts
27.New Orleans Saints
28.Carolina Panthers
29.New England Patriots
30.San Francisco 49ers
31.Denver Broncos
32.Seattle Seahawks

Mittwoch, 5. Februar 2014

Kurzberichte
sb-48-siegerFür Wettende war es ein rabenschwarzer Super Bowl. Sie verloren $19,7 Millionen, weil 68% von ihnen auf einen Sieg Denvers gesetzt hatten. Es war der schlimmste Tag in der Geschichte des Super Bowls.
Seattle ging als 2,5 Punkte Aussenseiter ins Spiel, und kam als 37,5 Punkte Sieger heraus. Damit zogen sie an den Redskins vorbei. Die gingen als drei Punkte Aussenseiter gegen die 49ers in Super Bowl XXII und kamen mit einem 35 Punkte Vorsprung heraus.

Nach dem Spiel wurde bekannt, daß Demaryius Thomas seinen Rekord mit einer Schulter, die er sich schon früh im Spiel ausgekugelt hatte, erzielt hat.
Trotz der Schmerzen, die diese Verletzung dem Wide Receiver der Broncos bereitete, stellte er mit 13 gefangenen Pässen einen Super Bowl Rekord auf.

Der Bürgermeister Seattles, Ed Murray, hat sich bei den Schulkindern der Stadt beliebt gemacht. Er wies Jose Banda, den Leiter der Schulbehörde an, den Schülern freizugeben, wenn die Siegesparade der Seahawks abgehalten wird. Banda war nämlich dafür, seinen Schülern diese große Parade zu vermiesen, indem er ihnen einen schulfreien Tag verweigerte.
Banda stimmte zähneknirschend zu, und stellte es den Direktoren der einzelnen Schulen frei, den Schülern freizugeben.
Somit dürfte der Großteil von ihnen der Parade wohl beiwohnen können.
Damit dürfte Banda einem großen Proteststurm, Verzeihung, Shitstorm, entgangen sein, der sich schon über ihm zusammenbraute.
Am heutigen Mittwoch um 20 Uhr unserer Zeit wird der Zug der Sieger durch Seattle marschieren. Das NFL Network überträgt LIVE.

Ungeachtet des Super Bowl Triumphs geht natürlich das normale operative Geschäft weiter, dem sich auch der Super Bowl Sieger nicht entziehen kann.
Viele Verträge laufen aus, viele müssen neuverhandelt werden, und wird Russell Wilson weiter für den Hungerlohn von unter $2 Millionen spielen wollen? Immerhin verdient er weit weniger als 10% dessen, was z.B. ein Joe Flacco verdient, der seine Ravens noch nicht mal in die Playoffs führen konnte.
Beim Sieger geht schon das Gerücht um, daß Sidney Rice das Team verlassen wird. Der Wide Receiver kostet zuviel unter der Gehaltsobergrenze. Sein Gehalt von $9,7 Millionen für 2014 wird mit $7,6 auf die Grenze angerechnet. Um Wide Receiver Golden Tate und Defensive End Michael Bennett halten zu können, muss Rice wohl geopfert werden. Vermissen würden die Seahawks ihn nicht wirklich, denn 2013 spielte er nur in fünf Spielen.

Auch die Broncos haben viele Baustellen, wie man am Sonntag brutalstmöglich aufgezeigt bekam. John Elway wird viel zu tun haben, um Schwachstellen auszubessern.
Dazu droht der Verlust von Running Back Knowshon Moreno und Wide Receiver Eric Decker, deren Verträge im März auslaufen.
Moreno spielte 2013 für $1,7 Millionen und verlangt eine ordentliche Erhöhung.

In Arizona hat der einzig wirklich erwähnenswerte Spieler der Cardinals einer Gehaltsanpassung zugestimmt.
Das Gehalt von Wide Receiver Larry Fitzgerald hätte mit $18 Millionen auf die Gehaltsobergrenze angerechnet werden müssen. Durch einige finanzielle Tricksereien sparten die Cardinals $10 Millionen dieser Summe ein. Fitzgerald wird für ein Grundgehalt von $12,5 Millionen spielen, und der Rest wird als Unterschriftsbonus ausgezahlt und auf zukünftige Saisons gestreckt. Dadurch muss Fitzgerald nicht wirklich auf einen Teil seines Gehalts verzichten, das Team hat aber mehr finanziellen Freiraum.

Dienstag, 4. Februar 2014

Das Grauen hat einen Namen: Super Bowl XLVIII
manning-peyton-broncos4Als peinlich würde Peyton Manning (Bild) seine Vorstellung im Super Bowl nicht bezeichnen, sagte er auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Peinlich, dieses Wort wäre ja eine Beleidigung, deshalb wäre es unangebracht.
Wenn man die Erklärung für das Versagen der Broncos bei Manning und der Offense sucht, zäumt man das Pferd eh von hinten auf.
Nicht das Versagen der Broncos sorgte für den schlechtesten Super Bowl aller Zeiten, sondern die überragende Leistung der Seahawks Defense, die betreffendes Versagen erst auslöste.
Nach dem Spiel wurde zu oft versucht, die unterirdische Leistung Denvers für das schlechte Spiel verantwortlich zu machen. Dabei wurde zu oft vernachlässigt, was für eine sensationelle Leistung Seattle ablieferte. Die Fans der Defense werden bei diesem Spiel feuchte Augen bekommen haben.
Und war die Leistung der Broncos Offense wirklich so schlecht?
Nicht wenn man simple Statistiken zur Rate zieht. Obwohl Manning über den Platz gehetzt wurde, wie ein Fohlen, das von einem Fischadler gejagt wird, stellte er mit 34 vervollständigten Pässen einen neuen Super Bowl Rekord auf, zusammen mit seinem Wide Receiver Demaryius Thomas, der 13 Pässe fing, was auch vorher noch kein Spieler im Super Bowl schaffte.
So viel zur Aussagekraft von Statistiken.
Wes Welker kam mit einer Erklärung daher. Der Wide Receiver der Broncos meinte, daß man sich zu wenig auf die Lautstärke im Stadion vorbereitet hätte. Davon wäre man völlig überrascht worden. Niemand hätte geglaubt, daß der 12. Mann auf neutralem Boden so eine Macht haben würde.
Der erste Spielzug ging sofort auf die Kappe der Fans. Center Manny Ramirez konnte die Signale von Peyton Manning nicht hören, und spielte den Ball an, als sein Quarterback gerade dabei war, den Spielzug zu ändern.
Die Broncos bekamen schon mal eine Ahnung davon, was sie in der nächsten Saison in Seattle erwartet. Dann müssen sie in der Hölle des Lärms antreten, vielleicht sogar schon zum Saisoneröffnungsspiel am 4. September?
Ob allerdings die NFL diese Partie wirklich zum ersten Spiel an einem Donnerstag machen wird, ist nicht sicher. Zu frisch wären bei den Footballfans noch die Erinnerungen an diesen furchtbaren Super Bowl. Niemand würde glauben, daß die Broncos in Seattle etwas erreichen könnten. Da ist eher möglich, daß das Spiel zu einem Sonntag- oder Montagabend Spiel später in der Saison wird.
Eher wäre es denkbar, daß das erste Spiel der Saison 2014 49ers at Seahawks heißen wird. San Francisco leistete den Seahawks bedeutend mehr Widerstand, als Denver. Die beiden Teams sind gerade dabei, eine neuen Rivalität zu festigen, und die NFL liebt Rivalitäten.
Und für Richard Sherman steht fest, daß die 49ers der bessere Gegner wären. Der Cornerback der Seahawks mag das Team nicht, aber er respektiert es.
Nach dem Super Bowl sagte er, daß der wahre Super Bowl schon im NFC Championship Spiel stattgefunden hätte. Da hätten die Seahawks das zweitbeste Team der NFL besiegt. Und der Spielverlauf gibt ihm recht. Die 49ers hatten die Seahawks am Rand einer Niederlage und waren nur einen Spielzug davon entfernt, Seattle zu schlagen.
Davon war Denver dann doch um einige Lichtjahre entfernt.
Was dagegen spricht ist, daß die Niners 2014 ihr neues Stadion eröffnen. Die NFL könnte San Francisco deshalb in Woche eins zuerst Zuhause spielen lassen wollen. Obwohl, so ein Stadion kann man auch in Woche zwei noch eröffnen. Das steht ja noch ein paar Tage da.
Sei es wie auch immer, das Keulenschwingerteam aus Seattle hat an dem besagten Donnerstag kein Heimspiel und kann den Seahawks nicht den Saisonauftakt versauen, so wie die Neandertaler aus Baltimore es letztes Jahr mit den Ravens machten. Da musste Baltimore zum Saisonauftakt nach Denver.
Und wer auch immer von den möglichen Teams der Gegner sein wird, Arizona, San Francisco, St. Louis, Dallas, NY Giants, Denver, Oakland oder Green Bay, er wird auf jeden Fall in Seattle antreten müssen.

Montag, 3. Februar 2014

Super Bowl 48, oder „warum nur bin ich Footballfan?“
smith-malcolm
Es gibt so Sprüche.
Einer davon ist: „Offense gewinnt Spiele, Defense gewinnt Meisterschaften.“
Wer je den Wahrheitsgehalt dieses Spruch überprüfen möchte, dem sei Super Bowl 48 empfohlen. Nie war dieser Spruch wahrer, als in diesem Spiel, in dem einfach nichts gut war... außer der Defense der Seahawks.
Denvers Offense, ein Schatten ihrer selbst. Die Bildregie und die Kommentatoren des NFL Networks, stümperhafte Praktikanten. Die Halbzeitshow soll auch nichts gewesen sein, wie ich gerade irgendwo gelesen habe.
Nur das Wetter, das war um einiges Besser, als befürchtet.
Wenigstens etwas.
Der Ton des Spiels wurde sofort im ersten Spielzug der Broncos gesetzt. Center Manny Ramirez warf den Ball über Peyton Manning hinweg in die Endzone. Irgendwie hatte er als einziger gedacht, daß der Spielzug beginnen sollte. Running Back Knowshon Moreno eroberte den Ball in der eigenen Endzone, Safety, 2:0 für Seattle nach 12 Sekunden. Neuer Rekord, so schnell wurden noch bei keinem Super Bowl Punkte erzielt.
Um das lange Leiden kurz zusammenzufassen, zur Halbzeit lagen die Seahawks mit 22:0 vorne.
Denvers Ausbeute bis dahin Safety, Punt, 2 Interceptions, ein nicht umgewandelter vierter Versuch.
Als ob das Spiel da nicht schon entschieden gewesen wäre, trug Seattles lange vermisste Allzweckwaffe Percy Harvin den Kickoff Denvers zur zweiten Halbzeit über 87 Yards zum 29:0 zurück.
Somit erübrigte sich die Frage, ob auch nur ein einziger Mannschaftsteil der Broncos ihren Gegnern Widerstand leisten konnte?
Nein, Seattle war komplett überlegen.
Eine solide Leistung der Seahawks Offense reichte, um der Defense der Broncos unlösbare Probleme zu bereiten. Und die beste Defense der Liga zerschmetterte die beste Offense aller Zeiten mit einer Leichtigkeit, die so nicht erwartet worden war.
Peyton Manning ist bekannt dafür, den schnellsten Abwurf aller Quarterbacks zu haben. Doch die Geschwindigkeit, mit der die Verteidiger der Seahawks agierten war etwas, das Manning so noch noch nie erlebt hatte, wie er nach dem Spiel eingestand. Wenn diese Defense so zusammenbleibt, dürften die Buchmacher schon jetzt eine sehr niedrige Quote auf die Seahawks für die nächste Saison ausgeben.
Seahawks Quarterback Russell Wilson, der bestimmt nicht seinen letzten Super Bowl gewonnen hat, hatte eine Bilanz von 18 aus 25 für 206 Yards, und 2 Touchdowns.
Die Touchdownmaschine auf der anderen Seite, Peyton Manning, hob sich eines der schlechtesten Spiele seiner Karriere für diesen Super Bowl auf und vervollständigte 34 seiner 49 Pässe für 280 Yards, 1 Touchdown bei 2 Interceptions. Einer dieser Interceptions, der zweite, machte Seahawks Linebacker Malcolm Smith (Bild) zum wertvollsten Spieler des Super Bores. Im zweiten Viertel fing er einen Pass Mannings ab und trug ihn über 69 Yards zum Touchdown zurück. Zusätzlich erzielte er 7 Tackles und wehrte einen Pass ab.
Das reichte in diesem Spiel aus, um ihn zum MVP zu wählen. Allerdings ist klar, daß es nur ein Mitglied der Defense Seattles sein konnte, das diesen Titel errang.
Was am Meisten entsetzt, war die Willenlosigkeit, mit der Denver sich abschlachten ließ.
Da kämpft man sich durch eine harte Saison, wird das beste Team der AFC, erreicht das Traumziel eines jeden Footballspielers auf diesem Planeten, und spielt dann mit einer Leidenschaft mit der ein Bulettenbräter in einer Fastfoodbude eine Abmahnung riskieren würde.
Ganz anders die Seahawks. Sie wollten... sie brannten... sie wussten um die phantastische Bedeutung eines Super Bowls.
Sie spielten mit der Leidenschaft, die dem Spiel angemessen war, und gingen als völlig verdienter 43:8 Sieger vom Platz.
So waren denn auch die Reaktionen der Sieger nach dem Spiel nahe an der Fassungslosigkeit. Sie hätten einen großen Kampf von Denver erwartet, sagte z.B. der MVP Malcolm Smith, doch da wäre nichts gekommen. Mit einem Sieg hätten sie ja gerechnet, aber nicht mit dieser Dominanz.
Und diese Dominanz machte diesen Super Bowl für den unparteiischen Betrachter zu einem der grauenvollsten Super Bowls aller Zeiten.
Danke Denver.

Sonntag, 2. Februar 2014

Und der Gewinner ist...
manning-peyton-broncos4...Zum unglaublichen fünften Mal... PEYTON MANNING.
Bei der jährlichen Oscar-ähnlichen Preisvergabeshow der NFL wurden gestern in New York die Besten der Besten der abgelaufenen Saison bekanntgegeben.
Und zum fünften Mal wurde Quarterback Peyton Manning zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt. In der Saison 2013 vervollständigte er 450 seiner 659 Pässe für 5.477 Yards und 55 Touchdowns bei nur 10 Interceptions. Das brachte ihm 49 Stimmen der 50 stimmberechtigten Reporter ein. Die eine andere Stimme ging an Tom Brady.
Manning ist der erste Spieler, der diesen Titel mit zwei verschiedenen Teams gewann. Doch das würde er bestimmt eintauschen, gegen die Ehre, der erste Quarterback zu sein, der als Starter zwei Teams zu Super Bowl Siegen führen konnte. Was ihm in dieser Nacht gelingen könnte.
Hier sind die wichtigsten Spieler und Trainer aufgeführt, die am gestrigen Abend geehrt wurden:
Most Valuable Player: Peyton Manning, QB, Denver Broncos (Bild)
Coach of the Year: Ron Rivera, Carolina Panthers
Offensive Rookie of the Year: Eddie Lacy, RB, Green Bay Packers
Defensive Rookie of the Year: Sheldon Richardson, DE, New York Jets
Comeback Player of the Year: Philip Rivers, QB, San Diego Chargers
Defensive Player of the Year: Luke Kuechly, LB, Carolina Panthers
Offensive Player of the Year: Peyton Manning, QB, Denver Broncos
Wer die komplette Siegerliste nachlesen möchte, kann das auf der Facebookseite von Win-Football.

Im Rahmen der Show wurden auch die Spieler bekanntgegeben, die neu in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen wurden. Es sind:
Buffalo Bills Wide Receiver Andre Reed, Seattle Seahawks Left Tackle Walter Jones, Tampa Bay Buccaneers Linebacker Derrick Brooks, New York Giants Defensive End Michael Strahan, Phoenix/Arizona Cardinals Cornerback Aeneas Williams, Oakland/Los Angeles Raiders Punter Ray Guy und Atlanta Falcons Defensive End Claude Humphrey.
Dabei kam es zu einem Novum, denn Ray Guy ist der erste Punter, der in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde.
Damit ist der Beweis erbracht, Punter sind auch Footballspieler.

Kurzberichte
Kyle Shanahan hat einen neuen Arbeitgeber.
Der ehemalige Offensive Coordinator der Washington Redskins landete bei den Cleveland Browns.
Hier könnte er wieder einen Rookie- Quarterback trainieren, denn es wird erwartet, daß die Browns mit ihrer ersten Wahl in der Draft einen Quarterback einberufen.

Lasst das mal den Commish machen.
Roger Goodell erfuhr vom Pech zweier Seahawks-Fans, denen die Eintrittskarten zum großen Spiel gestohlen wurden.
Nicole Hill und Sarah Agerup wurden am Flughafen von San Francisco die Geldbörsen gestohlen, in denen sich die Eintrittskarten befanden. Trotzdem stiegen sie ins Flugzeug nach New York. Hier fanden sie einen freundlichen Samariter der sie vom Flughafen zum Hotel brachte.
Beim täglichen Morgenmagazin des Senders CBS steht immer ein Reporter draußen vor dem Sendestudio und unterhält sich mit Leuten aus der Menschenmenge, die sich um ihn herum versammelt. Darunter waren an diesem Freitagmorgen Hill und Agerup, die ein Schild hochhielten, auf dem sie von ihrem Unglück berichteten.
Lonnie Quinn, der Außenreporter, holte Hill aus der Menge und sie erzählte ihre Geschichte. Wie es aussieht, hat Roger Goodell die Sendung gesehen. Der Vorsitzende der NFL setzte seine Leute in Bewegung, um Hill und Agerup ausfindig zu machen.
Und sie wurden ausfindig gemacht.
Roger Goodell persönlich überreichte den beiden am Samstag PR-wirksam vor laufenden Kameras ihre neuen Eintrittskarten, woraufhin die Freudentränen bei Hill und Agerup losschossen.
Und die Polizei wird sehr wahrscheinlich die Plätze der beiden beobachten, um zu sehen, wer sonst so dort auftaucht, um sie zu beanspruchen.

Die Aussicht darauf, doch nicht bei Minustemperaturen im Stadion sitzen zu müssen, schiebt den Verkauf der Schwarzmarkttickets an.
Immer mehr Fans sind bereit, sich stundenlang unter freiem Himmel den Elementen auszusetzen und zahlen mittlerweile $2.000 für ein $800 Ticket.
Auslöser sind die guten Wetteraussichten, die gestern veröffentlicht wurden. Und die wurden von Tag zu Tag besser. Am Samstag hieß es, daß es zum Kickoff 43 Grad Fahrenheit sein werden. Nach der Faustformel zur Umrechnung ergeben das sechs Grad Celsius. Der Wind wird mit etwa acht Stundenkilometern auch keine große Rolle spielen. Zwar kündigt sich Schnee an, der aber nicht vor Montagmorgen fallen soll. Das Spiel sollte also nicht in einer Schneeballschlacht ausarten.
Statt dessen wird es ein Super Bowl werden, der nicht von den Elementen bestimmt wird, sondern von der Finesse der beteiligten Teams. So sollte es auch sein.

Samstag, 1. Februar 2014

Super Bowl
goodell-rogerFangen wir mit dem Wetter an.
Niederschläge soll es tatsächlich morgen keine geben in den Meadowlands. Die Temperaturen werden allerdings doch eher kräftig im Minusbereich sein bei bewölktem Himmel.
Da sitzt man gerne im Warmen, so wie der NFL Vorsitzende Roger Goodell (Bild) bei seiner Pressekonferenz gestern.
Wie jedesmal vor dem Super Bowl stand er den Reportern Rede und Antwort. Und Goodell begann seine Einmannshow auch mit dem Wetter. Er nahm die Daten eines anderen Wetterinstituts zur Grundlage, nach denen es am Sonntag Temperaturen im Plusbereich geben solle.
Wie es nun wirklich wird, werden wir ja sehen. Letztlich hängt das ja vom Wetter ab.
Ein Thema gestern war, plötzlich und unerwartet, ein Team, das sehr weit vom Erreichen eines Super Bowls entfernt ist, die St. Louis Rams. Ihr Besitzer Stan Kroenke hat in Inglewood, Kalifornien, 24 Hektar Land gekauft. Inglewood liegt nur knapp sieben Kilometer vom Internationalen Flughafen Los Angeles` entfernt.
Das nährt natürlich Gerüchte um einen Umzug der Rams.
Goodell tat, was man in solchen Fällen nun mal macht, er wiegelte ab, beschwichtigte und beruhigte. Kroenke wäre ein erfolgreicher Geschäftsmann, der überall auf der Welt Land kaufen und verkaufen würde, sagte er. Kroenke hätte die Liga über den Kauf des Grundstücks informiert, aber Pläne zum Bau eines Stadions dort, hätte er der Liga keine unterbreitet.
Seit 20 Jahren gibt es im zweitgrößten TV-Markt der USA kein NFL Team mehr. Ein Markt, der der Liga Jahr für Jahr hohe Millionenbeträge einbringen könnte, wenn die NFL nur endlich wieder ein Team in der Stadt der Engel etablieren würde.
Bei ihrem angestrebten Ziel, bis zum Jahr 2025 25 MILLIARDEN Dollar einzunehmen, den größten Teil davon aus Einnahmen der Fernsehsender, müsste die Liga eigentlich langsam mal loslegen, mit einem Team in L.A.
Nachdem Goodell also die Wogen geglättet hatte, kam das leidige Thema Redskins auf den Tisch. Goodell wurde gefragt, ob er einen Indianer von Angesicht zu Angesicht Rothaut nennen würde.
Nach gefühlten 10 Minuten, in denen er viel geredet hatte, hatte er die Frage direkt natürlich nicht beantwortet. Ganz im Stil eines Politikers lavierte er herum und betonte, daß weder er, noch Teambesitzer Dan Snyder, beabsichtigten, den Spitznamen abzulegen. Er, Goodell, hätte mit mehreren Vertretern der Ureinwohner Amerikas geredet und es wäre ihm viel Verständnis, ja manchmal sogar Stolz, im Bezug auf den Namen entgegengebracht worden.
Immerhin wäre es der Spitzname eines Footballteams, das seit 80 Jahren so hieße, und acht von 10 befragten Indianern hätten überhaupt nichts gegen den Namen. Aber, so betonte Goodell, man würde sich die Argumente derer, die den Namen ablehnten, gewissenhaft anhören.
Wie gesagt, die gestellte Frage beantwortete er nicht.
Ob die Playoffs wirklich ausgeweitet würden, war natürlich auch von Interesse. Das ist ja ein Herzenswunsch von Goodell, und auf dem Weg zu den angestrebten 25 Milliarden unerlässlich. Mehr Playoffspiele würden mehr Fernsehgelder in die Kasse spülen. Deshalb beantwortete der Commish die Frage auch positiv. Man würde bei den nächsten Treffen der Teambesitzer ausgiebig über dieses Thema diskutieren, und er würde jetzt schon spüren, daß die Besitzer dem nicht abgeneigt gegenüber ständen.
Die Jagd nach mehr Geld von den Fernsehsendern ist ja auch der Grund für die Vergabe der Donnerstagsspiele an den höchsten Bieter. Bisher liefen die ja auf dem Ligaeigenen NFL Network, doch da bringen sie kein Geld. Deshalb können sich Sender um die Übertragung dieser Spiele bewerben. Und ein Milliärdchen sollte da schon zu holen sein. NBC zahlt für die Übertragungsrechte der Sunday Night Spiele und einiger Playoffspiele eine Milliarde Dollar pro Saison. Viel billiger dürften die Donnerstagsspiele nicht werden.

Colin Kaepernick hatte einige Tips für Peyton Manning, wie die Nickel-Verteidigung der Seahawks zu knacken sei.
Jetzt nehmen wir einfach mal an, daß Manning, trotz seiner siebzehnjährigen NFL Erfahrung und seines niemals stillstehenden analytischen Verstands, die Schwächen der Gegner zu entdecken, diese Hilfe bräuchte. Dann würde er von Kaepernick lernen, daß er mehr Pässe in die Mitte des Feldes werfen sollte, wo die Receiver der Broncos klare Vorteile hätten.
Und bei Pässen in Richtung Außenseite sollte Manning die Cornerbacks Walter Thurmond und Jeremy Lane testen. Gegen sie könnte er etwas leichter Pässe vervollständigen als gegen Sherman.
Gut, daß Manning das jetzt weiß.
Doch die Seahawks haben ja bereits angekündigt, wie sie Manning daran hindern wollen, präzise Pässe zu werfen. Sie wollen Druck auf ihn ausüben, dann noch mehr Druck, und dann noch etwas mehr Druck. Wenn sie es schaffen, Manning dazu zu bringen, daß er sich auf seine Beine verlassen muss, so glauben sie, daß er verlassen wäre.
Was Manning dazu bringen würde, den Ball schnell und kurz in die Mitte zu Julius Thomas oder Wes Welker zu werfen.
Oder er gibt Running Back Moreno öfter den Ball, der kam in Kaepernicks Gleichung gar nicht vor.
Wie auch immer. Manning bedankte sich für die Tips und wird sich seinen Teil gedacht haben.

Freitag, 31. Januar 2014

Super Bowl
wilson-russell3Wenn man die Verkaufszahlen der Fanartikel ansieht, dann hat Russell Wilson (Bild) Peyton Manning besiegt.
Von Anfang September 2013 bis Ende November verkauften sich die Artikel des Seahawks Quarterbacks am Besten.
Auf Platz zwei landete Colin Kaepernick, auf Platz drei Peyton Manning.
Nur noch ein weiterer Spieler der beiden Super Bowl Teams taucht in den Top Ten auf, Seahawks Running Back Marshawn Lynch auf Platz neun.

Am Donnerstag mussten die Broncos in der Halle trainieren, da es draußen zu kalt war. Viel Unterschied war da allerdings nicht, denn die Trainingshalle der Jets, die die Broncos nutzen, ist nicht beheizt. Doch der Untergrund war nicht gar so hart, wie der gefrorene Kunstrasen draußen. Drinnen war die Verletzungsgefahr geringer, als unter freiem Himmel.
Peyton manning ging trotzdem für ein paar Pässe nach draußen, nur fürs Gefühl.
Währenddessen durften die Kicker der Seahawks schon mal die Konditionen im MetLife Stadion testen. Kicker Matt Prater und Punter Britton Colquitt zeigten sich mit dem Zustand des Spielfelds zufrieden. Gefroren war der Platz nicht, obwohl man bei all dem Hightec, der in dem Stadion teuer verbaut wurde, es nicht für nötig hielt, eine Rasenheizung einzubauen.

Was sagt denn die aktuelle Wetterprognose?
Je näher wird dem großen Spiel kommen, desto genauer sollte sie ja sein.
Es wird wärmer in New York, relativ gesehen. Die Schneesturmszenarien von vor einigen Wochen sind längst Vergangenheit.
Auch die Minustemperaturen, die gestern noch vermeldet wurden, kommen aktuell nicht mehr vor.
Am Sonntag soll es bedeckt sein, aber trocken und die tiefsten Temperaturen während des Spiels sollen knapp über dem Gefrierpunkt liegen. Das klang gestern mit Minus 23° noch sehr viel schlimmer.

Jetzt endlich kaufen die Fans auch die Karten der Schwarzmarkthändler. Allerdings befinden die Preise dafür sich auf einem historischen Tiefstand.
Die Wettervorhersagen werden etwas besser, und der Verkauf der Eintrittskarten zieht leicht an. Das muss miteinander zu tun haben.
Normalerweise gehen die Super Bowl Karten am Tag nach den Conference Endspielen weg wie nix. Aber dieses Jahr läuft der Verkauf mehr als zäh.
Noch sollen über 11.000 Karten auf dem „zweiten Markt“ nicht verkauft sein. Aber mittlerweile sieht es so aus, als ob die Karten alle an die Fans gebracht werden könnten, doch nur zu Dumpingpreisen von durchschnittlich $2.000 und 2.400 pro Ticket.

Kurzberichte
Justin Tuck will seinen Marktwert testen.
Der Defensive End der Giants sagte vor einigen Wochen zwar noch, daß er gerne als Giant in den Ruhestand treten würde, doch die Vertragsverhandlungen mit dem Club nehmen nicht die Richtung, die Tuck vorschwebt.
Mittlerweile glaubt er nicht mehr daran, daß er das Gehalt von den Giants bekommen kann, das er gerne bekommen würde. Zu knapp ist der Platz des Teams unter der Gehaltsobergrenze.
Deshalb glaubt Tuck, daß er bei einem anderen Team mehr verdienen kann, wenn sein Vertrag im März ausgelaufen sein wird.
Bis dahin verhandelt er noch mit den Giants, und hofft, daß dabei etwas positives herauskommt.
Tuck verbrachte alle neun Jahre seiner Karriere bei den Giants, und ein Abschied fiele ihm schwer.

In der letzten Saison spielte Julian Edelman für lächerliche $1,15 Millionen für die Patriots.
Ob der Mann so edel sein wird und noch mal für solche Brotkrumen spielt, ist nicht anzunehmen. Als einer der wichtigsten Spieler der Offense mit 105 gefangenen Pässen für 1.065 Yards und einem Vertrag der nur ein Jahr galt, wird er um einiges teurer werden.
Zwar würde er gerne in New England bleiben, aber nur, wenn der Preis stimmt.

Ich will die NFL jetzt
Und dann bekomme ich sie auch!
Weltweit wird die NFL vor dem Beginn der Saison 2014 ihren personalisierten Videodienst NFL Now starten. Nachrichten, Analysen und Highlights kommen dann auf Euer bevorzugtes digitales Endgerät. PC, iPad, Android, keiner wird außen vor gelassen.
Jeder Fan kann sich sein Nachrichtencenter nach seinen Vorlieben zusammenstellen.
Jeder Benutzer kann sein Lieblingsteam angeben, seine Fantasyspieler und welche Videos er mag oder nicht mag. Zusätzlich ist NFL Now lernfähig und analysiert das Verhalten der Nutzer, um noch genauer die Sachen zur Verfügung zu stellen, die einem gefallen.
Die Basisinformationen sollen kostenlos erhältlich sein. Wer noch tiefer in die Nachrichten- und Videoarchive der NFL eintauchen möchte, kann auf das kostenpflichtige NFL Now Premium aufstocken.
Hier kann man sich per PC schon mal anmelden, um ständig neue Informationen über NFL Now bis zum Start des Dienstes zu bekommen...

Donnerstag, 30. Januar 2014

Super Bowl 
manning-bronco3Peyton Manning (Bild) trainierte fleißig in der Kälte, um am Sonntag seinen Ruf als schlechter Schlechtwetter- Quarterback loszuwerden.
Und was die Beobachter bisher melden, kommen seine Pässe punktgenau an.
Etwa eine Stunde und 40 Minuten trotzten die Broncos der Kälte, um sich für das große Spiel aufzuwärmen. Head Coach Fox hatte sich gegen ein Training in der Halle entschieden, um das Team an die frostigen Temperaturen zu gewöhnen.
Wie gesagt, kam Manning gut damit klar. Die Kälte, die gestern Minus 12° betrug, schien ihm nichts auszumachen.
Es wäre auch zu schade, wenn ein Super Bowl vom Wetter entschieden würde, und nicht von den taktischen Finessen der beteiligten Teams.
Wie sieht denn die neuste Wetterprognose für Sonntag aus?
Das Spiel beginnt demnach bei Minus 12°. Bis zum Ende der Partie geht die Temperatur auf Minus 23° herunter. Die Windgeschwindigkeit soll bei 13 KM/Std. liegen und es soll Niederschlagsfrei bleiben, obwohl es den ganzen Tag bewölkt ist.

Die Angst fährt mit.
Die Sicherheitskräfte in New York und New Jersey sind in äußerster Alarmbereitschaft. Jedes Großereignis in den USA steht seit dem 11.9. 2001 unter besonderer Bewachung, aber nach den Bombenanschlägen in Wolgograd, in der Nähe des Olympiaortes Sotschi, wurde die Sicherheitsstufe noch mal erhöht.
Da die öffentlichen Verkehrsmittel in New York/New Jersey zur Zeit genutzt werden, wie selten zuvor, fährt die Angst immer mit. Bei aller Kameraüberwachung, bei aller verstärkten Präsenz der Sicherheitskräfte kann man gegen islamistische Selbstmordattentäter kaum etwas tun.
Am Sonntag erwartet die Transportbehörde, daß der größte Teil der 80.000 Zuschauer und 10.000 Stadionarbeiter mit den öffentlichen Transportmitteln in New Jersey Anreisen wird.
Hunderte Polizisten werden auf den Bahnsteigen wachen, um aufzupassen, daß nichts Schlimmes passiert. Doch sie können ihre Augen nicht überall haben.
Man kann nur hoffen, daß alles gutgeht.

Ein Spieler der Seahawks sieht momentan gebannt von Außen auf zwei für ihn wichtige Ereignisse, Brandon Browner.
Der Cornerback ist am anderen Ende des Kontinents geblieben, als seine Teamkollegen nach New Jersey aufbrachen, denn er ist suspendiert.
Er wurde wiederholt der Einnahme von Marihuana überführt, was dazu führte, daß er im Dezember als Wiederholungstäter nicht nur für vier Spiele gesperrt wurde, sonder gleich für ein Jahr.
Zuerst wurde er in seinem Rookiejahr 2005 positiv getestet. Seine zweite Verfehlung war ein verpasster Test, von dem er gar nicht wusste, daß er anstand. Zu der Zeit, zu der er sich von der NFL hätte testen lassen sollen, war er gar nicht in der NFL. Die Broncos, die ihn einberufen hatten, entließen ihn 2005. 2006 spielte er gar keinen Football und von 2007 bis 10 spielte er in Kanada. Zu dieser Zeit, so die NFL hätte er sich einem Test unterziehen müssen, zu einer Zeit also, als er gar nichts mit der NFL zu tun hatte. Da er diesen Test nicht absolvierte, wertete die Liga das als zweite Verfehlung.
Und die dritte war ein erneuter positiver Test auf Marihuana Ende letzten Jahres. Damals galten auch in Washington noch Gesetze, die die Droge verbaten. Die Lockerung trat erst zum 1.1.14 in Kraft. Browner kann sich also nicht auf das neue Gesetz berufen in seinem Kampf um eine Aufhebung seiner Suspendierung.
Jetzt sieht Browner, wie seine Mannschaft um die Vince Lombardi Trophäe kämpft, und wie die Marihuanarestriktionen aufweichen.
Er sieht, wie seine Kollegen sich auf einen Höhepunkt ihrer Karrieren vorbereiten, und er hört, wie Commissioner Goodell darüber redet, Marihuana aus medizinischen Gründen zu erlauben, wenn die Mediziner der Liga zu dem Schluß kommen sollten, daß die positiven Effekte die Risiken der Droge überwiegen.
Nur nutzt Browner das nichts. Er kann nur zusehen, zuhören und abwarten.
Und der Gedanke daran, nicht im Super Bowl spielen zu dürfen, raubt ihm Nachts den Schlaf.

Der Verband der Sportjournalisten ist gar nicht einverstanden damit, wie die NFL die Weigerung Marshawn Lynchs, mit ihnen zu reden, behandelt.
Sie schickten der NFL eine Protestnote, in der sie sich über den Running Back der Seahawks und dessen unprofessionelles Verhalten beschwert.
Die NFL hat es jedem Spieler zur Pflicht gemacht, mit den Medien zu reden. Von denen, besonders von den Fernsehsendern, kommen die Milliarden, mit denen die Spielergehälter gezahlt werden. Da müssen die Spieler etwas an diese Medien, in Form von Interviews, zurückgeben.
Lynch weigert sich, und er genießt die Show sichtbar, die um ihn gemacht wird, wenn man seine Grimassen am Medientag beobachtet hat.
Zwar hat er in dieser Woche mehr mit der Presse gesprochen, als die gesamte Saison über, aber den Journalisten reichen die drei, vier Sätze, die er gewillt ist ihnen zu gewähren, nicht.

Kurzberichte
Drew Brees fällt seinem besten Receiver in den Rücken.
Auf die Frage, ob Jimmy Graham ein Wide Receiver wäre, der besser bezahlt werden müsste, oder ein Tight End, der weniger verdient, sagte der Quarterback der Saints: „Jimmy ist ein Tight End.“
So klang es aus den Radiolautsprechern einer NBC Radiostation in New Orleans.
Zwar pries der Quarterback den Tight End in den höchsten Tönen, aber zu dessen Leidwesen nur als Allzweckwaffe der Offense auf der Position des Tight Ends.
Für die anstehenden Vertragsverhandlungen Grahams dürfte das ein kleiner Rückschlag gewesen sein. Als Wide Receiver könnte er etwa $13,6 Millionen verdienen, als Tight End nur $6 Millionen.

Jonathan Martin hatte die Dolphins verlassen, weil er von einem Mitspieler übel schikaniert wurde. Jetzt möchte der Offensive Tackle wieder zurück ins Team.
Martin sagte in einem Interview, daß er seit seiner Flucht im Oktober mit keinem Mitglied des Teams gesprochen hätte. Er hätte sich völlig zurückgezogen.
Doch jetzt wäre er Mental so stabil, daß er wieder seinen Job aufnehmen möchte.
Noch ist fraglich, ob die Dolphins ihn zurücknehmen. Teambesitzer Stephen Ross möchte ihn eher nicht wieder aufnehmen.
Und ob andere Teams Interesse an ihm haben, ist auch nicht sicher. Mit körperlichen Verletzungen von Spielern klarzukommen, ist für jede Mannschaft schwer genug. Wer möchte sich da jemanden ins Team holen, der auch noch Mental instabil ist?

Mittwoch, 29. Januar 2014

Kurzberichte
lynch-marshawn-ss-sbMarshawn Lynch (Bild) kam, sprach und ging schnell wieder.
Der Running Back der Seahawks entging einer $100.000 Strafe, die ihm drohte, wenn er am Medientag nicht mit den Medien gesprochen hätte.
Irgend jemand hat es nachgemessen, 6 Minuten und 21 Sekunden hielt er es auf dem Podium aus, bevor er wieder verschwand.
Der NFL genügte das. Sie plant, die Strafe gegen ihn (noch) nicht zu verhängen, obwohl das natürlich schon sehr kurz war, verglichen mit der Stunde, die andere Spieler und Trainer mit der Presse sprachen. „Aber,“ so sagte NFL Pressesprecher Greg Aiello, „Spieler sind verpflichtet, teilzunehmen. Und Lynch hat teilgenommen.“
Den Reportern, die ihm kluge Fragen stellen wollten, erklärte Lynch, daß er ein Mann der Action sei. Wenn jemand „hut“ sagt, dann geht die Action los. „All dieses unnütze Gelaber, das bringt mir nichts,“ meinte er.
Damit ist der Öffentlichkeitsscheue Running Back aber noch nicht vom Haken. Auch an den weiteren Treffen mit den Medien, die noch anstehen, muss er teilnehmen.

Ron Rivera hat seinen neuen Vertrag bereits in der Tasche. Am Dienstag verlängerte der Head Coach der Panthers für weitere drei Jahre und bleibt bis nach der Saison 2017.
Sein noch gültiger Vierjahresvertrag brachte ihm insgesamt $11,2 Millionen. In seinen bisherigen drei Saisons in Carolina holte er 25 Siege bei 23 Niederlagen. Was sein neuer Vertrag wert ist, und ob diese nicht gerade rühmliche Bilanz darin entsprechend gewürdigt wurde, wurde nicht bekanntgegeben.

Bei den Cowboys wird es immer unübersichtlicher.
Nachdem Dallas die Saison mit einer der schlechtesten Verteidigungen der Liga beendete, rieb man sich verwundert die Augen, daß Defensive Coordinator Monte Kiffin nicht gefeuert wurde. Zugegeben hatte die Defense viele Verletzungen zu kompensieren, aber das allein war es nicht.
Am Dienstag nun gab Teambesitzer Jerry Jones bekannt, daß Rod Marinelli als Defensive Coordinator in die nächste Saison gehen wird, und Kiffin zum Assistenztrainer der Defense degradiert wurde.
Marinelli war 2013 Defensive Line Coach der Cowboys. Zuvor war er schon bei einigen NFL Teams Im Trainerstab und schaffte es 2008 als Head Coach die Detroit Lions zu einer 0-16 Saison zu führen.

Dienstag, 28. Januar 2014

Kurzberichte
lynch-marshawn-ssHeute ist Medientag in New Jersey. Nicht im Stadion, sondern schön warm im Prudential Center.
Doch einer weiß noch nicht so recht, ob er sich der Meute stellen will?
Seahawks Running Back Marshawn Lynch (Bild) hat die ganze Saison über nicht sehr oft mit der Presse gesprochen, was ihm eine saftige Geldstrafe einbrachte.
Wenn er nicht zur Pflichtveranstaltung Media Day erscheint, wird das wirklich teuer.
Die $50.000, die er für sein Schweigen aufgebrummt bekam, musste er nachdem er erfolgreich Einspruch eingelegt hatte, nicht zahlen. Doch die Strafe wurde nur zur Bewährung ausgesetzt. Wenn Lynch rund um den Super Bowl nicht mit der Presse spricht, werden die $50.000 fällig plus zusätzliche $50.000.
Da sollte man schon mal Hallo sagen.

Noch mal ein Blick auf die aktuelle Wettervorhersage.
Es bleibt weiterhin zu kalt für diese Jahreszeit. Bis Freitag sollen es unter 20° Minus bleiben. Samstag soll es dann etwas wärmer werden. Am Sonntag soll es knapp über dem Gefrierpunkt sein, bei einer 30% Chance auf Regen oder Schnee. Starke Winde werden nicht erwartet.

Die Schwarzmarkthändler sind gar nicht zufrieden mit den Preisen, die Käufer gewillt sind, für Super Bowl Tickets zu zahlen.
Das läge nicht nur an der furchtbaren Entscheidung, das Spiel in einem Kühlschrank auszutragen, sondern auch daran, daß die Teams nicht „sexy“ wären, wie es einer ausdrückte.
Kaum eine Karte würde zu höheren Preisen weggehen, als der Originalpreis. Die Nachfrage wäre sehr mau.
Lance Patania, ein Ticketbroker, wie sie sich selber nennen, sagte, daß er momentan froh wäre, wenn er für ein $800 Ticket $1.200 los würde. Bei früheren Super Bowls lag die Spanne so kurz vor dem Spiel bei $2.300 bis $4.000.
Patania sagte, daß er von seinen Stammkunden immer wieder zu hören bekäme, daß sie sich noch nicht mal für den Originalpreis von $800 stundenlang in diese Eiseskälte setzen würden.
Dabei dachten er und seine Kollegen, daß gerade dieses Spiel Spitzenpreise erzielen würde. New York, Wall Street, Big Money, da hätten die Karten weggehen müssen, wie die frischen Semmeln.
Doch, so meint er, auch in San Diego oder Miami würden diese beiden Teams kaum einen hinter der Klimaanlage hervorlocken. Weil sie halt nicht „sexy“ wären und keine große Fanbasis außerhalb ihrer Städte hätten.
Der NFL wird's egal sein. Das Spiel ist natürlich ausverkauft, und ob die Schwarzmarkthändler ihre Karten verkauft kriegen, dürfte sie nicht sehr interessieren.

Die Baltimore Ravens haben einen neuen Offensive Coordinator. Der ehemalige Head Coach der Texans, Gary Kubiak, landete bei den Ravens und soll vor Allem das marode Laufspiel wieder in Gang bringen.
Mit nur 3,1 Yards pro Lauf landete Baltimore abgeschlagen auf dem letzten Platz aller Teams.
Kubiak soll das ändern. Wo er wirkte, egal ob als Offensive Coordinator der Broncos oder als Head Coach der Texans, gab es immer einen Läufer, der über 1.000 Yards pro Saison erzielte.
Und das Laufspiel aufzupolieren dürfte für Kubiak leichter sein, als der Versuch, aus Joe Flacco einen guten Quarterback zu machen. Der hatte mit 6,37 Yards pro Pass einen unterirdischen Durchschnitt. Das und seine 22 Interceptions, waren die schlechtesten Werte seiner Karriere.

Die Falcons gaben drei wichtigen Männern ihres Teams Vertragsverlängerungen.
Der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Rich McKay soll einen Vertrag über weitere vier Jahre erhalten haben.
Bei General Manager Thomas Dimitroff und Head Coach Mike Smith war man etwas vorsichtiger. Sie sollen jeder nur eine Verlängerung über ein Jahr bekommen haben, wei es heißt.

Chris Johnson musste unter`s Messer.
Der Running Back der Titans wurde an einem gerissenen Meniskus operiert. Das Knie habe ihn die ganze Saison über beeinträchtigt, sagte er, und jetzt war eine Operation unumgänglich.
Eine schlechte Zeit für Johnson, denn im März läuft sein Vertrag aus und er wird in der Reha sein, wenn er auf den freien Spielermarkt kommt.

Kennt sich noch einer bei den Cowboys aus?
In der letzten Saison verpflichtete Teambesitzer Jerry Jones Bill Callahan als Offensive Coordinator. Er sollte vor Allem Head Coach Jason Garrett die Aufgabe abnehmen, die Spielzüge für die Offense anzusagen.
Während der Saison dann musste Callahan die Spielzüge die ihm so vorschwebten, erst an Garrett geben, damit der sie an Tony Romo weitergab. Was da in der Übersetzung verloren ging, kann man nur spekulieren.
Jetzt verpflichtete Jones Scott Linehan, damit der die Spielzüge für die Offense ansagt. Callahan soll aber Offensive Coordinator bleiben, was der wiederum gar nicht gut findet.
Linehan war bisher Head Coach der St. Louis Rams und Offensive Coordinator der Miami Dolphins, Minnesota Vikings und Detroit Lions.

Laut einer Umfrage der Tageszeitung USA Today sind ein Viertel der Spieler in der NFL absolut furchtlos.
Die Zeitung fragte, vor welchen Verletzungen die Spieler die größte Angst hätten?
293 Spieler antworteten. Davon sagten 46%, daß sie sich am Meisten um ihre Knie und andere Teile der Beine sorgen. 24% antworteten, daß Kopf- und Nackenverletzungen ihnen Kopfzerbrechen bereiten und 26% antworteten, daß sie keine Angst vor Verletzungen hätten.
Bears Running Back Michael Bush sagte, daß es gut wäre, wenn man Kopftreffer vermeiden würde, doch davon könne man sich erholen. Bei Knien wäre das anders. Das könnte das Karriereaus bedeuten.

USA, das Land der Kiffer und Kokser?
Bei Weitem noch nicht, aber die Marihuana-Industrie arbeitet fleißig an einer Ausweitung ihres Produkts.
In Colorado und Washington, den Staaten aus denen die Super Bowl Teilnehmer Denver und Seattle kommen, ist die Droge schon freigegeben. Ob dort aber wirklich über die Hälfte der Spieler wirklich dieses Zeug rauchen, wie Broncos Defensive Tackle Terrance Knighton in einem Interview mit dem TV Sender HBO sagte, lassen wir mal dahingestellt sein.
Knighton ruderte nach der Veröffentlichung des Interviews auch zurück und meinte, daß er das so nie gesagt hätte.
Rund um das MetLife Stadion in East Rutherford machen die Drogenbosse nun kräftig Werbung für ihr Gift. Auf großen Anzeigetafeln preisen sie die Sicherheit ihre Produkts an, das ungefährlicher wäre, als Alkohol und Football. Weniger Menschen würden durch den Konsum von Marihuana geschädigt, als durch den Konsum von Alkohol oder das Footballspielen.
Marihuana würde sich weniger negativ auf den Körper auswirken, als die legal frei käufliche Droge Alkohol.
So jedenfalls steht es auf fünf Tafeln rund ums Super Bowl Stadion. Eine dieser Anzeigen ist hier zu sehen: http://ftw.usatoday.com/2014/01/super-bowl-billboards-advocating-marijuana/seahawks_tn/#main
Daß Alkohol verheerende Auswirkungen hat, ist wissenschaftlich bewiesen. Dennoch wurde diese Droge nach blutigen Kämpfen zwischen 1919 und 1933 in den USA legalisiert. Die Gesundheit hatte den Kampf gegen den Rausch verloren.
Jetzt hält die Drogenmafia den Zeitpunkt für gekommen, Marihuana zu legalisieren. Und dafür kämpft sie. Diesmal nicht mit Maschinengewehren und Molotowcocktails, sondern mit Werbekampagnen. Ein Kampf, der sich lohnen könnte, denn in Washington und Colorado ist der Gebrauch der Droge nach der Freigabe durch die Decke geschossen.
Die NFL bleibt trotzdem „noch“ bei ihrer strikten Linie. Commissioner Goodell betonte auf Nachfrage noch mal, daß für Spieler der NFL die Einnahme von Marihuana weiterhin verboten bleibt, egal, welches Gesetz im Staat ihres Wohnorts gilt. Er wäre kein Mediziner, meinte Goodell, deshalb könne er sich nur auf das verlassen, was diese ihm sagten. Und da würde er momentan sehr viele völlig voneinander abweichende Meinungen hören.
Also werden auch weiterhin Spieler aus Colorado und Washington von der NFL suspendiert, wenn sie positiv auf Marihuana getestet werden. Solange jedenfalls, bis einer davon die Liga vor Gericht zerrt.

Montag, 27. Januar 2014

Kurzberichte
broncos-logosehawks-logoBeide Super Bowl Teilnehmer sind mittlerweile in New Jersey angekommen. Beide Teams haben sich schon der lauernden Pressemeute gestellt und die meist doch sehr sinnbefreiten Fragen, die die Reporter ach so dringend interessierten, beantwortet.
Das erste Treffen beider Teams mit den Medien fand auf einem Kreuzfahrtschiff statt, das vor dem Freedom Tower festgemacht war.
Die beiden Head Coaches wurden natürlich gefragt, ob das Wetter eine Rolle spielen würde?
Da aber beide Teams aus extrem kalten Gegenden kommen, blieben die Trainer bei diesen Fragen kühl und betonten, daß ein Team, das die Meisterschaft gewinnen will, Wetterfest sein müsste.
Broncos Quarterback Peyton Manning wurde öfter gefragt, ob der Super Bowl sein letztes Spiel in der NFL wäre, wenn Denver gewänne?
Er antwortete beständig, daß er das noch nicht wisse, und er noch zu viel Spaß daran hätte, zu spielen.
Auch Fragen nach seiner schlechten Bilanz in Schlechtwetterspielen konterte er gekonnt. Es wäre ja nur Kalt am nächsten Sonntag, das wäre ja wohl kein schlechtes Wetter.
Seahawks Cornerback Richard Sherman musste immer wieder Fragen nach seinem Ausraster beantworten. Das interessierte die Meute mehr, als die Frage nach dem Spielzug selber, der zu Shermans Adrenalinschub führte und Seattle die Super Bowl Teilnahme sicherte.
Der Cornerback wünscht sich jetzt, daß die Fragen beim Medientag am Dienstag etwas intelligenter werden und sich mehr auf seine Qualitäten als Spieler beziehen.
Na dann, viel Glück Richard.

Der aktuelle Pro Bowl ist Geschichte. Es spielten zum ersten Mal nicht die besten Spieler der AFC gegen die NFC, sondern zwei ehemalige Spieler der NFL stellten sich Teams zusammen, ganz so, wie früher auf dem Schulhof.
Es gab ein Team Jerry Rice, das gegen ein Team Deion Sanders spielte und 22:21 gewann.
Die einhellige Meinung kurz nach dem Spiel war, daß das Geschehen auf dem Rasen tatsächlich an ein Footballspiel erinnerte.
Na, wenn das stimmt wäre es ein Fortschritt gegenüber den vorherigen Spielen, die Commissioner Roger Goodell die Schamesröte ins Gesicht getrieben haben.

Nach 11 Jahren könnten sich die Wege von Charles Tillman und den Bears trennen. Der Vertrag des Cornerbacks läuft im März aus, und er ist nicht abgeneigt, seinen Wert auf dem freien Spielermarkt zu testen.
Wie hoch könnte der sein?
Tillman konnte 2013 wegen diverser Verletzungen nur acht Spiele für Chicago absolvieren. Im Februar erreicht er mit 33 Jahren ein für Cornerbacks biblisches Alter. Ob er da einen Vertrag bekommen wird, der an die $7,95 Millionen herankommt, die er 2013 bekam?
Genau das will er herausfinden.

Nach fünf Wochen der Saison sah es so aus, als würde Ron Rivera zu den heißesten Kandidaten einer frühzeitigen Trainerentlassung gehören.
Erst einen Sieg hatten die Carolina Panthers da auf dem Konto. Dann bekam er mit seinem Team die Kurve und Carolina gewann die NFC South.
Jetzt stehen Verhandlungen über seine Vertragsverlängerung an. Sein aktueller Vertrag läuft nach der Saison 2014 aus, und die Panthers würden ihn wohl gerne darüber hinaus verpflichten.
Sein laufender Vierjahresvertrag bringt ihm insgesamt $11,2 Millionen ein. Ob die Panthers da jetzt noch eine Schüppe drauflegen, wird man sehen. Rivera gehört zu den Kandidaten, die Head Coach des Jahres werden können. Würde er gewinnen, hätte das bestimmt Auswirkungen auf die Summe.

Samstag, 25. Januar 2014

Kurzberichte
SHERMAN-RICHARDWäre Richard Sherman (Bild) nach seinem abgewehrten Pass in der Endzone nicht ausgeflippt, hätte die NFL am Championship Sonntag keinen Pfennig extra verdient.
So aber konnte sie dem Cornerback der Seahawks für dessen beleidigende Äußerungen, die er in Richtung 49ers Wide Receiver Crabtree schleuderte, wenigstens $7.875 abknöpfen.
Crabtree kam ohne Strafe davon. Als Sherman ihm nach dem Spielzug die Hand reichte schubste der Wide Receiver ihn weg, was ohne Folgen blieb.
Danach legte Sherman verbal so richtig los, und bekam die Quittung dafür.

Matt Prater ist krank.
Der Kicker der Broncos konnte in dieser Woche zweimal nicht am Training teilnehmen. Wie es heißt ist er stark erkältet. Das dürfte bis zum 2. Februar aber überstanden sein.

Schauen wir noch mal auf die Wetterprognose für den kommenden Super Bowl.
Schwere Stürme wären nicht mehr in Sicht, heißt es da. Doch die Temperaturen sollen am Spieltag für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrig sein.
Niederschläge, egal ob als Regen oder Schnee, soll es nicht geben.
New York/New Jersey erleiden momentan eine selten erlebte Kälteperiode, ganz so, als gäbe es die globale Erwärmung nicht wirklich.
Mitte der Woche soll es Temperaturen unter dem Gefrierpunkt geben, die bis zum Super Bowl Sonntag wieder etwas ansteigen.

Jim Schwartz hat einen neuen Job.
Der ehemalige Head Coach der Lions ist der neue Defensive Coordinator der Buffalo Bills.
Er ersetzt Mike Pettine, der den Posten des Head Coaches in Cleveland annahm.

Da einige Staaten eine neue Gelddruckmaschine gefunden haben, will auch die NFL ihre Drogenpolitik überdenken.
Wenn jemand vom Arzt Marihuana verordnet bekommt, will auch die NFL sich dem nicht durch ihre Drogenpolitik entgegenstellen. Ebenso muss die Liga auf die geänderten Gesetze in Staaten reagieren, die Marihuana als kräftig sprudelnde Einnahmequelle entdeckt haben.
So hat Colorado am 1.1. den Verkauf und den Genuß von Marihuana und Cannabis freigegeben, und seitdem klingeln die Kassen der Steuerbehörde, die kräftig daran mitverdient.
Da der Kampf gegen die Droge einem Kampf gegen Windmühlenflügel glich und immer teurer wurde, ging man in Colorado den Weg des geringsten Widerstands, legalisierte die Droge und verdient jetzt selber daran.
Diesem Beispiel werden immer mehr Staaten folgen und die NFL kann sich dem auch nicht widersetzen. Es wäre rechtlich nicht haltbar, wenn die NFL einen Spieler, der seinen Wohnsitz in Colorado hat, bestraft, wenn er sich dort legal Marihuana reinzieht. Und Spieler aus anderen Staaten würden bestimmt auch eine Klage gegen die Liga in Erwägung ziehen, wenn sie Drogen, die anderswo erlaubt sind, nicht nehmen dürften.
Der Kampf gegen Marihuana dürfte in den USA also genau so verloren sein, wie damals der Kampf gegen den Alkohol.
NFL Commissioner Goodell sagte, daß man sich den neuen Gegebenheiten anpassen müsse.

Josh Brent muß nur sechs Monate hinter Gittern.
Der ehemalige Nose Tackle der Cowboys wurde vor einigen Tagen schuldig befunden, im betrunkenen Zustand einen Autounfall gebaut zu haben, bei dem sein Beifahrer getötet wurde.
Am Freitag gab der Richter das erschreckend niedrige Strafmaß bekannt. Aber das Gericht in Dallas ist bekannt dafür, Besoffene schnell wieder auf die Menschheit loszulassen. Darauf hatten auch die Verteidiger von Brent gebaut. Sie wiesen vor der Strafmaßverkündung darauf hin, daß kürzlich 34 Trunkenheitsfahrer auf Bewährung freigelassen wurden. Da kann man es schon positiv sehen, daß Brent überhaupt eine kurze Zeit gesiebte Luft atmen muss, bevor dann eine 10-jährige Bewährungszeit für Brent beginnt.

David Diehl ist in den Ruhestand getreten.
Der Offensive Tackle spielte 11 Jahre für die Giants und gewann zwei Super Bowls mit ihnen.
Er hätte alles erreicht, was man als Footballspieler erreichen könnte, sagte er der Presse. Er blicke voller Stolz auf seine tolle Karriere zurück und freue sich jetzt auf seinen Ruhestand.

Ein Team scheint sich schon darauf festgelegt zu haben, welchen Spieler es zu seinem „Franchise Player“ macht. Saints General Manager Mickey Loomis drohte seinem Tight End Jimmy Graham an, daß man ihn unter den besonderen Schutz stellen wird, wenn man mit ihm nicht vorher einen langfristigen Vertrag aushandeln kann.
Das käme Graham sehr teuer, denn er wird als Tight End gelistet und wird auch als solcher zum Franchise Player werden. Da Graham sich aber als Wide Receiver sieht, trifft ihn das sehr, denn Wide Receiver verdienen im Schnitt einiges mehr, als Tight Ends.
Für die Saints wäre das ein gutes Geschäft.

Freitag, 24. Januar 2014

Kurzberichte
sb-48-logoDie Verzweiflung in New Jersey treibt seltsame Blüten. Um darauf aufmerksam zu machen, daß der Super Bowl nicht in New York stattfindet, sondern eben im benachbarten New Jersey, wird dort am Ufer des Hudson Rivers eine knapp fünf Meter hohe Statue aufgestellt, die das Super Bowl 48 Logo zeigt.
Diese Statue ist dann vom Westufer Manhattans aus gut zu sehen, und weist die Besucher New Yorks, die ihre Super Bowl Partys im Empire State feiern, darauf hin, daß sie am falschen Ort feiern.
Aber mal ehrlich, was hätte der Staat New Jersey der Stadt New York schon entgegenzusetzen?
Alle offiziellen Feiern lassen New Jersey links liegen und finden in New York statt. Offiziell heißt der Austragungsort ja auch New York, an manchen Stellen etwas verschämt NY/NJ, aber nirgends nur New Jersey.
Das dicke Geschäft macht New York, für New Jersey bleibt da kaum etwas über. Der Medientag wurde von der NFL Gnädigerweise in New Jersey angesetzt, was aber klar ist, denn der findet immer im Stadion statt. Auch die Teams wurden in Hotels in New Jersey einquartiert. Das war es aber auch im Großen und Ganzen.
Das finden die Leute, die halt nur auf der „anderen Seite“ des Flusses leben, etwas unfair, aber ändern können sie nichts.
Wenigstens profitieren auch sie von Übernachtungsgästen. Da New Jersey und New York gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben, konnten die Hotels ihre Zimmer für die Zeit des Super Bowls zu „interessanten Preisen“ vermieten. Ein Zimmer, das normalerweise $300 pro Nacht kostet, bringt für die paar Tage über $800 ein.

Aufatmen bei den Broncos. Knowshon Moreno hat am Donnerstag voll am Training des Teams teilgenommen.
Im Spiel gegen New England hatte er sich an den Rippen verletzt und konnte nicht weiterspielen.
Zwar nutzen die Broncos mehrere Läufer, aber Moreno ist die Nr. 1 auf der Position.

Die Cleveland Browns haben einen neuen Head Coach. Sie verpflichteten Mike Pettine.
Pettine war von 2009 bis 12 Defensive Coordinator der New York Jets und 2013 der Buffalo Bills.
Auch wenn die Bills ein Team sind, das tief unter dem Wahrnehmungsradar des durchschnittlichen NFL Fans fliegt, landeten sie in der letzten Saison auf Platz 10 der Verteidigungen und erzielten mit 57 Sacks so viele, wie noch nie zuvor in der Vereinsgeschichte.
Damit haben jetzt alle Teams, die ihre Head Coaches feuerten, einen Ersatz gefunden.

Oft bekommen ehemalige Head Coaches in der NFL wenigstens einen neuen Job als Offensive oder Defensive Coordinator angeboten.
Nicht so Mike Munchak. Der frisch von den Titans gefeuerte Head Coach kam bei den Steelers nur als Offensive Line Coach unter.
Er ersetzt Jack Bicknell jr., der nach nur einer Saison in Pittsburgh wieder gefeuert wurde.
Offensive Line Coach war Munchak auch in Tennessee von 1997 bis 2010, bevor er dort zum Head Coach befördert wurde.

Die Fluggesellschaft Virgin America verlor ihre Unschuld, als sie Geno Smith aus einem ihrer Flieger warf.
Der Quarterback der Jets wollte auf die Bitte eines Flugbegleiters hin, sein Handy nicht ausschalten. Dann hat wohl ein Wort das andere ergeben, was dazu führte, daß Smith den Flieger, der noch am Finger stand, verließ.
Der Sprecher von Virgin America entschuldigte sich bei dem Quarterback und hofft, daß dieser, trotz des großen Mißverständnisses, in Zukunft wieder mit der Airline fliegt.
Smith reagierte auf die Entschuldigung und sagte, daß er gerne wieder mit Virgin America fliegen würde.

Die Dallas Cowboys gaben ihrem Kicker Dan Bailey einen neuen Vertrag. Der läuft sieben Jahre bis nach der Saison 2020.
Bailey hat in seinen drei Jahren in Dallas 89 seiner 98 Field Goal Versuche verwandelt und alle 123 Extrapunkte.
Das war Teambesitzer Jerry Jones $22,5 Millionen wert, von denen $7,5 Millionen garantiert sind.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Kurzberichte
belichick-4Der Chef der Schiedsrichter gab bekannt, daß Patriots Head Coach Bill Belichick (Bild) unrecht hatte. Der Hit von Broncos Wide Receiver Wes Welker gegen Patriots Cornerback Aqib Talib, den Belichick als eine der böswilligsten Attacken bezeichnete, die er jemals gesehen hätte, war legal.
Dean Blandino, der Vizepräsident der Schiedsrichter, hat sich die Szene wiederholt angesehen, und nichts entdecken können, was sie zu einer der böswilligsten Attacken aller Zeiten hätte machen können.
Zwar hätte Welker bewusst Kurs auf Talib genommen, aber dadurch, daß es fast simultan zur Kollision eine Berührung eines Spielers mit dem Ball gab, gab es keinen illegalen Kontakt mehr. Den hätten die Schiedsrichter pfeifen können. Wenn aber der Ball berührt wurde, gibt es keine Passbehinderung und keinen illegalen Kontakt mehr. Und für eine Strafe wegen übertriebener Härte gäbe es auch keine sichtbaren Beweise. Welkers Hit war im Rahmen aller harten Regeln, die die NFL sich mittlerweile ausgedacht hat.
Pech für Belichick, der sich mit seinem Ausspruch als denkbar schlechter Verlierer entpuppte.
Talib kann mittlerweile aufatmen. Bei dem Angriff verletzte er sich an den Rippen und einem Knie. Aber alles keine schlimmen Verletzungen, die operiert werden müssten. Somit kann Talib dem März entspannt entgegensehen, wenn sein Vertrag ausläuft. Wenn er auf neuen Angebote wartet, wird er nicht in einer Reha sein, die seine Chancen schmälert.

Und wo wir gerade bei Dean Blandino sind, er musste mal wieder eingestehen, daß seine Schiedsrichter völlig versagt haben.
Es geht um die Szene, bei der 49ers Linebacker Navorro Bowman einen Fumble eroberte und sich dabei das vordere und hintere Kreuzband im linken Knie riss.
Blandino gab zu, daß seine Leute diese Szene gründlich verbockt hatten. Sie hatten nicht gesehen, daß Bowman den Ball in der Hand hatte, als er den Boden berührte. Sie warteten erst ab, wer aus der anschließenden Spielertraube, die sich gebildet hatte, mit dem Ball in der Hand auftauchte. Das war Seahawks Running Back Marshawn Lynch.
Die unglaubliche Serie der falschen Schiedsrichterentscheidungen reißt also auch jetzt nicht ab, wo doch die besten der besten die Spiele leiten.
Erbärmlich!

Tom Brady ist schwer getroffen. In einem Radiointerview sagte er, daß er sich den Super Bowl nicht ansehen wird.
Für den Quarterback der Patriots ist die Saison vorbei, und das wäre sehr schwer zu verdauen.
Sich den Super Bowl anzusehen, würde zu weh tun, wie er sagte.

Der nächste Super Bowl findet am 2.2. statt.
Dann wäre bei uns schon ein paar Minuten der 3.2.
Es könnte aber auch sein, daß der Super Bowl bei uns am 2.2. stattfindet, wenn es in den USA noch der 1.2. ist.
Das Spiel könnte aber auch erst am 3.2. stattfinden, wenn es bei uns schon der 4.2. ist.
Sind Sie jetzt verwirrt?
Nun, Sie werden es nicht mehr sein, nach der folgenden Erklärung.
Für den 2.2. Ortszeit in New Jersey gibt es von einigen Wetterstationen die Vorhersage auf einen schweren Schneesturm. Die Statuten der NFL sehen vor, daß der Super Bowl irgendwann zwischen Freitag dem 31. Januar und Montag dem 3. Februar im MetLife Stadion ausgetragen werden muß.
Eric Grubman, einer der Verantwortlichen der NFL für die korrekte Austragung des Spiels, sagte der Presse, daß ein solcher Sturm, der New York am Dienstag 30 Zentimeter Schnee einbrachte, kein Grund wäre, das Spiel zu verlegen. Ein solcher Sturm würde nicht ausreichen, den Zeitplan durcheinander zu wirbeln.
Schon jetzt sind Tausende Helfer damit beschäftigt, Schnee aus dem Stadion zu schippen. Was hoffentlich keine Sisyphus-Arbeit wird.
Die NFL verlässt sich eigenen Angaben zu Folge auf die Voraussage von Accuweather.com. Die sagt für den 2.2. eine 30-prozentige Chance auf Schnee oder Regen voraus bei Temperaturen von 4°C bis –4°. Der Wind soll mit 9-18 KM/Std. keine große Rolle spielen.
Klingt, wie das Wetter, bei dem man es sich Zuhause vor der Glotze so richtig gemütlich macht, und nicht danach, Tausende von Dollar auszugeben, um sich ein Footballspiel im Stadion anzusehen.

Percy Harvin nahm am Training der Seahawks teil. Der Wide Receiver hat seine Gehirnerschütterung auskuriert und kann also gegen die Broncos mitspielen.

„Schuldig,“ lautete der Urteilsspruch gegen Josh Brent.
Der ehemalige Defensive Lineman der Cowboys baute im betrunkenen Zustand einen Unfall mit seinem Auto, bei dem sein Beifahrer und Mannschaftskollege Jerry Brown getötet wurde.
Am Mittwoch gab es nun das Urteil zu dem Unfall, der sich im Dezember 2012 ereignete. Brent wurde des fahrlässigen Totschlags für schuldig befunden.
Die Strafbemessung wird später verkündet. Die mögliche Spanne reicht von Bewährungsstrafe, also praktisch Freispruch, bis 20 Jahre Haft.

Die Abrissarbeiten am Hubert H. Humphrey Metrodome können live im Internet verfolgt werden.
Wer zusehen möchte, wie eines der berühmtesten Stadien der NFL zerlegt wird, kann das unter http://www.vikings.com/stadium/new-stadium/webcam.html machen.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Kurzberichte
kaepernick-colin4In der Pressekonferenz nach dem NFC Championship Spiel übernahm 49ers Quarterback Colin Kaepernick (Bild) die Verantwortung für die Niederlage.
Seine drei Ballverluste im letzten Viertel hätten dem Team den Sieg gekostet.
Sein Head Coach Jim Harbaugh widersprach ihm da vehement. Für Harbaugh hat das gesamte Team hervorragend gespielt, und gerade Kaepernick hätte sich den Arsch aufgerissen. In einem der besten Endspiele aller Zeiten hätte es halt ganz knapp nicht gereicht. Ein eigenartig entspannter Harbaugh sagte, daß er jedem seiner Spieler nur zu einer ausgezeichneten Leistung gratulieren könne. Auch, und vor Allem, Kaepernick.

Running Back Frank Gore hatte nicht den Einfluß auf das Spiel der 49ers, wie erwartet. Als die 49ers in der zweiten Halbzeit zum ersten Mal in der Ära Kaepernick einen 10 Punkte Vorsprung nicht halten konnten, saß Gore lange auf der Bank.
Im gesamten Spiel erzielte er mit 11 Läufen nur 14 Yards. Sein Durchschnitt in der Saison lag bei 70,5 Yards pro Spiel.
Jetzt wurde der Grund bekannt, Frank Gore brach sich früh im Spiel seinen rechten Ringfinger und muss operiert werden.

Und die guten Nachrichten für Cowboys-Hasser reißen nicht ab. Dieses Mal gibt es für diese winzige Minderheit unter den NFL Fans sogar eine ausgezeichnete Nachricht, Monte Kiffin wird nicht gefeuert.
Teambesitzer Jerry Jones will den Defensive Coordinator auch 2014 die Geschicke der Dallas Verteidigung leiten lassen.
Die Defense der Cowboys landete in den Statistiken aller 32 Teams auf Platz 32.
Zusammen mit den anderen guten Nachrichten, daß auch die Totalversager Quarterback Tony Romo und Head Coach Jason Garrett weiter ihr Unwesen treiben dürfen, ist das doch eine weitere hervorragende Nachricht, oder?

Die Detroit Lions haben einen Mann mit einem berühmten Vorfahren verpflichtet, Joe Lombardi.
Er ist der Enkel des Mannes, nach dem die Trophäe benannt ist, die das siegreiche Super Bowl Team überreicht bekommt, Vince Lombardi.
Als Head Coach der Packers erreichte er Kultstatus und ist natürlich Mitglied der Hall of Fame.
Sein Enkel zehr momentan nur von seinem berühmten Namen, denn seit 2009 war er nur der Quarterback Trainer von Drew Brees. Wenn man sich die Erfolge von Brees so ansieht, kann man allerdings sagen, daß Lombardi seine Sache gut gemacht hat.
Die Lions machten ihn zu ihrem Offensive Coordinator. Bei allen Erfolgen mit Brees, ein gewagter Schritt.
Mit Matthew Stafford hat Lombardi einen Quarterback, der alles Talent der Welt hat, es aber zu oft schafft, dieses zu verbergen.
Mal sehen, ob Lombardi es schafft, Stafford zu einem konstant guten Quarterback zu machen?

Dienstag, 21. Januar 2014

Offense oder Defense, wer ist hier der Bessere?
sb-48-helme123Es kommt gar nicht so oft vor, daß sich die an Nr. 1 gesetzten Teams der AFC und NFC dann auch tatsächlich im Super Bowl treffen. In den letzten 20 Jahren ist das jetzt erst das zweite Mal.
Und wenn der alte Spruch stimmt, daß die Defense die Meisterschaft gewinnt, dann dürfte der Ausgang des Spiels klar sein, dann kann nur Seattle gewinnen.
Die Seahawks haben in der Saison nur 231 Punkte zugelassen, so wenige, wie kein anderes Team.
Kann die beste Offense aller Zeiten dagegen halten?
Immerhin hat Denver mit 606 Punkten so viele Punkte in einer Saison erzielt, wie noch kein Team zuvor in der Geschichte der NFL.
Die beste Offense aller Zeiten gegen die beste Defense der Saison, das klingt, als gäbe es keinen eindeutigen Favoriten.
Tauscht man die Mannschaftsteile, dann sieht es ähnlich aus. Hier trifft eine mittelmäßige Defense der Broncos auf eine Offense der Seahawks, die einen modernen Quarterback hat, der sowohl passen als auch selber laufen kann. Dazu noch Running Back Marshawn Lynch, der, wenn er in seinen Beast Mode geschaltet hat, kaum zu stoppen ist. Nimmt man allerdings ihn aus dem Spiel und zwingt Wilson, die Offense zu tragen, dann hat man schon viel erreicht. Setzt man Wilson nur genügend unter Druck, gerät er ins Straucheln.
Der Vorteil liegt hier dennoch bei Seattle.
Sieht man sich die Lazarette der Teams an, dann hat Denver viel mehr Ausfälle von Leistungsträgern zu beklagen, als Seattle. So auch einen frischen Ausfall. Bei den Broncos weiß man noch nicht, ob Knowshon Moreno in zwei Wochen voll einsatzbereit sein wird. Der Running Back verletzte sich an den Rippen und musste das Spiel gegen New England verlassen. Röntgenaufnahmen zeigten keinen Bruch. Sein Mitwirken im Super Bowl dürfte also nicht in Frage stehen.
Die Seahawks rechnen damit, daß Percy Harvin einen seiner Gastauftritte im Super Bowl absolvieren wird. Der verletzungsgeplagte Wide Receiver leidet noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung, dürfte in zwei Wochen aber wieder fit sein.

Bill Belichick tritt nach.
Der, ich drücke es mal vorsichtig aus, mürrische Head Coach der Patriots, hat die Niederlage gegen Denver wohl nicht so gut verkraftet.
Er bezichtigt seinen ehemaligen Wide Receiver Wes Welker, der mit seinem neuen Team in den Super Bowl kam, Cornerback Aqib Talib absichtlich verletzt zu haben.
Bei einer Crossing Route des Wide Receivers kollidierte der mit Talib und der Cornerback der Patriots verletzte sich dabei so schlimm am Knie, daß er nicht mehr mitspielen konnte.
Belichick sagte in der Pressekonferenz, daß diese Aktion eine der böswilligsten Attacken gewesen wäre, die er je gesehen hätte. Welker wäre nur mit der Absicht Talib aus dem Spiel zu nehmen auf ihn losgegangen.
Er erwartet, daß die Liga Welker eine dicke Zahlungsaufforderung schickt.
Broncos Head Coach John Fox hat es vorgezogen, auf diesen Blödsinn gar nicht erst zu antworten. „Wenn da was war, dann war es ganz bestimmt nicht mit Absicht,“ war sein einziger Kommentar dazu.

Kurzberichte
Richard Sherman, Cornerback der Seahawks, ist bei einem TV Interview direkt nach dem Spiel auf dem Platz völlig ausgeflippt. Er ist so sehr ausgeflippt, daß der Sender Fox sich entschied, aus dem Interview auszusteigen.
Sherman hatte kurz zuvor einen Pass von Kaepernick in der Endzone abgewehrt, und stand noch unter einem beträchtlichen Adrenalinschub.
Am Montag entschuldigte er sich für sein, vorsichtig ausgedrückt, affiges Benehmen.
Was er dann allerdings zu Recht anprangerte, war das Benehmen einiger Fans im Stadion.
Als der schwer verletzte 49ers Linebacker Navorro Bowman in die Kabine gefahren wurde, wurde er von den Fans über dem Tunnel mit „Popcorn“ überschüttet, wie es heißt.
Das, so Sherman, wäre unterstes Niveau und durch nichts zu entschuldigen.

Wie viele Punkte bringt ein Touchdown?
Sieben!
Richtig!
Der geschossene Extrapunkt ist mittlerweile so automatisch, daß ein Touchdown von vielen sofort mit sieben Punkten in Verbindung gebracht wird.
Das brachte Roger Goodell mal wieder auf eine seiner berüchtigten Ideen. Der Vorsitzende der NFL überlegt, den Kick nach einem Touchdown abzuschaffen. Da es in der abgelaufenen Saison bei über 1.200 Versuchen nur fünf Fehlversuche gab, würde er den Extrapunktversuch nicht sehr vermissen, sagte Goodell in einem Interview.
Und dann begab er sich in die Gefilde der höheren Mathematik. Goodell möchte einen Touchdown mit sieben Punkten werten. Dann soll es die Möglichkeit geben mit einem weiteren Pass- oder Laufspielzug einen weiteren, achten, Punkt zu erzielen. Sollte dieser ehemalige Zweipunkteversuch scheitern, würde dem Team, das den Touchdown erzielt hat von den sieben Punkten einer abgezogen, so daß es nur sechs Punkte gutgeschrieben bekäme, was den Extrapunktversuch wieder zu einem Zweipunkteversuch machen würde.
Alles klar?
Sicher das!
Goodell hat den Plan dem Wettbewerbskommittee vorgelegt, und wartet ab, was dort entschieden wird.
Und bei all dem Schwachsinn, der dort in letzter Zeit durchgewunken wurde, sehe ich Schwarz.
Auch Goodell hat erkannt, daß die neuen Regeln viel Durcheinander brachten. Oft wäre es so gewesen, daß ein Spieler für einen Angriff bestraft wurde, der sich im Nachhinein als legal erwies. Deshalb hält der Commissioner es für möglich, daß auch solche Spielzüge von den Head Coaches zur Videoüberprüfung angefordert werden können.
Wenn es so weit kommt, dann muss man seinen Videorekorder demnächst wohl auf fünf Stunden für ein Spiel programmieren.

Acht NFL Teams leben in ständiger Angst, in ständiger Angst davor, von der NFL zur Teilnahme an einer Fernsehsendung genannt „Hard Knocks“ gezwungen zu werden.
Diese Serie beschert dem Sender HBO akzeptable Einschaltquoten, weshalb die Verantwortlichen des Senders bei der NFL vorsprachen, als immer mehr Teams sich weigerten, sich in der Vorbereitungszeit auf die Saison ständig von Fernsehkameras beschatten zu lassen.
Die NFL gab dem Sender Recht und will nötigenfalls ein Team zwingen, diesen Mist über sich ergehen lassen zu müssen. Hier sind die acht Kandidaten, die es erwischen kann: Arizona Cardinals, Buffalo Bills, Chicago Bears, Jacksonville Jaguars, New York Giants, Oakland Raiders, Pittsburgh Steelers und die St. Louis Rams.

Montag, 20. Januar 2014

Die NFL 2013 - Championship Games - Wiedergutmachung
manning-bronco8Das hatten wir nach den unsäglichen Spielen in der Divisional Runde auch verdient, bei den Championchips ein gutes und ein hervorragendes Spiel geboten zu bekommen.
Im 15. Aufeinandertreffen der alten Hasen, Tom Brady und Peyton Manning (Bild), hatte dieses Mal Manning das bessere Ende für sich.
Erst 12 Minuten vor Spielende begriff die Offense der Patriots, daß sie an einem Footballspiel teilnahm. Da stand es aber bereits 23:3 für Denver, und die Angriffsbemühungen kamen ein bißchen spät.
Peyton Manning hatte keinen seiner Playoffaussetzer, die immer wieder mal verhinderten, daß er in der Endrunde die Leistungen bringt, die man aus der regulären Saison von ihm kennt. Dazu ein halbwegs brauchbares Laufspiel und eine Defense, die Tom Bradys Offense bis zum besagten Zeitpunkt im Griff hatte.
Das reichte, um an diesem Tag als verdienter 26:16 Sieger vom Platz zu gehen.
Bei den Patriots zündete das Lauffeuerwerk aus der Vorwoche, als LeGarrette Blount die Colts praktisch im Alleingang besiegte, überhaupt nicht. Denvers Läufer kamen auf 107 Yards, New Englands nur auf 64.
Peyton Manning vervollständigte 32 seiner 43 Pässe für 400 Yards und 2 Touchdowns.
Für Tom Brady lief es nicht ganz so gut. Seine Bilanz lautet 24 von 38 für 277 Yards und 1 Touchdown.
Bezeichnend für die Angriffsschwäche der Patriots war, daß Wide Receiver Austin Collie, ein Mann, der viermal in dieser Saison von den Patriots gefeuert und wieder eingestellt wurde, vier Pässe für 57 Yards fing, aber Danny Amendola nicht einen Pass.
Manning konnte seine Playoffbilanz gegen Brady auf 2-2 schrauben, hat aber insgesamt gesehen mit 5-10 weiterhin deutlich das Nachsehen.
Aber das wird ihm egal sein. Als an Nr. 1 gesetztes Team der AFC haben die Denver Broncos den Super Bowl erreicht, und das ist es, was zählt.
Ob die gebotene Leistung der Defense aber dann gegen den Vertreter der NFC ausreichen wird?

Auch in der NFC konnte sich das an Nr. 1 gesetzte Team durchsetzen.
Im Spiel der jungen Wilden unter den Quarterbacks hatte der Hauptmann von Kaepernick nicht seinen besten Tag erwischt. Der Quarterback der 49ers vervollständigte nur 14 seiner 24 Pässe für 153 Yards und 1 Touchdown bei 2 Interceptions und 1 Fumble.
Alle drei Ballverluste kamen im letzten Viertel, als die 49ers, nur einen Touchdown zurückliegend, den Sieg noch vor Augen hatten.
Weniger als neun Minuten waren noch zu spielen, als Seahawks Wide Receiver Jermaine Kearse einen Pass von Russell Wilson fing und die Endzone erreichbar vor sich hatte. Er streckte die Hände mit dem Ball aus, um einen Touchdown zu erzielen. Dabei nahm ihm 49ers Linebacker Navorro Bowman den Ball aus der Hand. Obwohl Kearse das linke Bein des Linebackers in einem grauenvollen Winkel unter sich begrub, hielt Bowman, vor Schmerzen schreiend, den Ball fest. Er hatte ganz klar den Ball erobert und den 49ers einen 10 Punkte Rückstand erspart.
Doch, was ist schon klar in der NFL?
Das hier jedenfalls nicht!
Die Schiedsrichter erkannten die Balleroberung von Bowman nicht an, statt dessen gaben sie den Ball an die Seahawks, als Running Back Marshawn Lynch Minuten später mit dem Ball aus der Spielertraube kletterte. Die 49ers hatten keine Chance, eine Videoüberprüfung des Spielzugs zu beantragen. Die Szene, so wie sie hier geschah, war nicht zum Videobeweis zugelassen. Also, auch wenn 65.000 im Stadion und etliche Millionen vor den Fernsehgeräten die Balleroberung gesehen hatten, so entschieden die Schiedsrichter anders und konnten nicht korrigiert werden.
In der nächsten Saison soll eine solche Szene in den Katalog der überprübaren Entscheidungen aufgenommen werden, etwas zu spät für die 49ers und vor Allem Bowman. Der zog sich nämlich einen Kreuzbandriss zu und kämpft nun darum, zur nächsten Saison wieder einsatzbereit zu sein.
Es war nur fair, daß Quarterback Wilson und Lynch im anschließenden Spielzug den Ball bei der Übergabe verloren und daß die Schiedsrichter dieses Mal erkannten, daß ein 49er ihn eroberte.
Genutzt hat es nichts, denn kurz darauf leistete sich Colin Kaepernick einen seiner Fehlpässe.
Lynch, der sich zwar den gerade erwähnten Fumble leistete, war trotzdem der Mann des Spiels. Zwar kam er erst langsam in Fahrt, aber als er dann endlich in seinen Beast Mode geschaltet hatte, erzielte er mit 22 Läufen 109 Yards und 1 Touchdown. Damit war er klar der dominierende Läufer der Seahawks. Robert Turbin erzielte als zweitbester Läufer sechs Yards.
Russell Wilson vervollständigte 16 seiner 25 Pässe für 215 Yards und 1 Touchdown, blieb aber ganz ohne Laufyards.
Ganz anders als Kaepernick. Der war bester Läufer des Spiels, besser noch als Marshawn Lynch. Der Quarterback der 49ers erzielte 130 Laufyards.
Dennoch bewahrheitete sich, was Quarterback-Legende Joe Montana vor dem Spiel über ihn sagte. Montana bezeichnete Kaepernick als unausgereiften Spieler, der noch viel lernen müsse.
Das Spiel untermauerte diese Aussage, auch wenn die letzte Szene des Spiels eher eine tolle Verteidigung war, als ein schlechter Pass.
Seattle führte 23:17. San Francisco stand an der 18 der Seahawks. 1. und 10, 22 Sekunden auf der Uhr. Kaepernick warf den Ball rechts in die Endzone in Richtung von Michael Crabtree. Cornerback Richard Sherman sprang dazwischen und wehrte den Ball mit den Fingerspitzen ab. Linebacker Malcolm Smith eroberte den Abpraller, das Spiel war entschieden.

Beide Nr. 1 Teams konnten also ihre Klasse beweisen und erreichten den Super Bowl. Der findet in New Jersey statt, im Stadion von Peytons Bruder Eli. Hier also kann er seinen zweiten Super Bowl gewinnen. Ganz so, wie Eli es tat. Er gewann seinen zweiten Super Bowl in Indianapolis, in Peytons langjährigem Wohnzimmer.
Die Buchmacher hatten sich schnell entschieden, als Favorit sahen sie zunächst die Seahawks.
In New Jersey werden sie zwar nur mit 11 Mann in der Verteidigung spielen, aber das könnte reichen.
Für Denver spricht die lange Erfahrung von Peyton Manning, der in seinem dritten Super Bowl ganz bestimmt den zweiten Sieg erreichen will.
Nach genauerer Untersuchung werden das wohl auch die Buchmacher so gesehen haben und machten Denver zum 1-Punkte Favoriten.

Für das Spiel der Spiele gibt es immer noch keine Wetterprognose. Man kann aber wohl davon ausgehen, daß es nicht das perfekte Footballwetter geben wird, das gestern in beiden Spielen herrschte.
Aber auch wenn es stürmt oder schneit, der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, sagte der Presse, daß er das Spiel über im Freien sitzen will, und nicht in einer Luxussuite.
Tapferer Mann!

Sonntag, 19. Januar 2014

Kurzberichte
mcfaddenWie erwartet haben die Raiders Darren McFadden (Bild) keine Vertragsverlängerung angeboten.
Der ewig verletzte Running Back ist zwar ein brauchbarer Spieler, wenn er mal spielt, aber wann spielt er schon mal?
Er brachte es in keiner Saison auf mehr als 13 Spiele. In seinen sechs Jahren, die die Raiders ihn durchschleppen, hat er 29 Spiele wegen irgendwelcher Verletzungen aussetzen müssen.
Jetzt testet er seinen Marktwert auf dem freien Spielermarkt und ist selber mal gespannt, wie hoch der sein wird?

Vikings Running Back Adrian Peterson hat Probleme mit seiner Leiste. Deshalb wird er nächste Woche einen Leistenspezialisten in Philadelphia aufsuchen.
Dann soll über die weiteren Behandlungsmethoden entschieden werden.
Peterson verpasste zwei der letzten drei Spiele der Vikings wegen Fuß- und Leistenproblemen.

Die Patriots haben keinen neuen Punter verpflichtet.
Ryan Allen, der sich gegen die Colts an der Schulter verletzte, soll wieder einsatzbereit sein.

Die Luft ist raus.
Zum letzten Mal wurde die Luft aus dem Dach des Metrodomes in Minnesota herausgelassen.
Die Vikings werden ab 2016 in einem neuen Stadion spielen, das an der Stelle gebaut wird, wo der Dome noch steht. Der soll Stück für Stück abgetragen, und nicht in einer gigantischen Explosion zerlegt werden.
Bis das neue Stadion fertig ist, werden die Vikings draußen spielen, und dazu das Stadion des ortsansässigen Collegeteams nutzen.

Die Polizei nahm am Freitag Darren Sharper fest. Der ehemalige Safety der Saints und fünfmaliger Pro Bowler wird der Vergewaltigung in zwei Fällen beschuldigt.
Gegen Hinterlegung einer Kaution über $200.000 wurde der 38-jährige aus der Haft entlassen.
Entlassen wurde er auch sofort vom NFL Network, für das er als Analyst arbeitete.

Samstag, 18. Januar 2014

Und so begann es
brady-manning-bowl-200Die Indianapolis Colts spielten am 30. September 2001 in New England.
Bei den Patriots hatte ein dünnes Jüngelchen seinen ersten Start in einem NFL Spiel. Tom Brady, in der sechsten Runde der Draft einberufen, ersetzte den verletzten Drew Bledsoe.
Und bei den Colts ersetzte Mark Rypien Peyton Manning, nachdem der von der Defense der Patriots über den Platz geprügelt worden war und drei Interceptions geworfen hatte. Um ihn keiner Verletzungsgefahr auszusetzen, wurde er, als das Spiel als verloren angesehen wurde, vom Platz genommen.
New England gewann 44:13.
Brady vervollständigte 13 seiner 23 Pässe für 168 Yards ohne Touchdown und Interception.
Mannings Bilanz lautete in diesem ersten Spiel der besten Quarterback-Rivalität aller Zeiten 20 von 34 für 196 Yards, 1 Touchdown, 3 Interceptions.
Damals waren die Colts und die Patriots noch in einer Gruppe, das einzige Mal übrigens in der Ära Brady/Manning. Beim Rückspiel am 21. Oktober traf man sich also zu, wie es heute heißt Brady-Manning Bowl II.
Wieder gewann New England, dieses Mal mit 38:17.
Auch Spiel drei am 30. November 2003 ging an die Patriots, 38:34.
Am 18. Januar 2004 stand man sich zum ersten Mal in den Playoffs gegenüber. Im AFC Championship Spiel gewann wieder New England, 24:14.
Erst im siebten Aufeinandertreffen der zukünftigen Ruhmeshallen Quarterbacks gab es den ersten Sieg für Manning. Am 7. November 2005 gewannen die Colts 40:21.
Auch die Spiele acht und neun gingen an Indianapolis.
Am 7. Oktober 2012 spielte Peyton Manning zum ersten Mal als Broncos Quarterback gegen Bradys Patriots. New England gewann 31:21.
Am Sonntag kommt es nun zu Brady-Manning Bowl 15. Brady führt die Serie souverän mit 10-4 an, inklusive einer 2-1 Bilanz in den Playoffs.

Kurzberichte
Zwei Flughäfen, zwei NFL Spieler, zwei Probleme.
Jets Rookie Quarterback Geno Smith musste ein Flugzeug am Los Angeles Flughafen verlassen, weil er sich ein lautstarkes Wortgefecht mit einem Flugbegleiter geleistet hatte.
Smith wurde im Flugzeug aufgefordert seine Kopfhörer abzunehmen. Als er sich weigerte, entstand besagter Disput. Am Gate wurde er von Polizisten in Empfang genommen, und auch dort soll es laut zugegangen sein.
Der zweite Vorfall ereignete sich am Flughafen von Fort Lauderdale, Florida.
Hier fiel Browns Wide Receiver Davone Bess ziemlich aus der Rolle. Der offensichtlich unter Rauschmittel stehende Bess tanzte und sang im Terminal, wobei ihm immer wieder die Hose runterrutschte.
Ein Polizist, der Bess zur Räson bringen wollte, bekam von dem einen Becher heißen Kaffee über die Uniform geschüttet.
Bess nahm dem Beamten gegenüber eine aggressive Stellung ein, und erst als mehrere Polizisten zur Hilfe eilten, konnte der Wide Receiver festgenommen werden.
Die Browns gaben Bess 2013 einen Dreijahresvertrag über $11,5 Millionen, nachdem er fünf Jahre bei den Dolphins spielte.
Glücklich geworden ist man in Cleveland nicht mit ihm. Er fing nur 42 Pässe für 362 Yards, und am 19. Dezember setzten sie ihn auf die nicht Footballbedingte Verletzungsliste.

Ein Tag Pause, am Mittwoch, wie bei ihm eigentlich üblich, reichte Tom Brady, um sich zu erholen. Seine „Krankheit“ und die Schmerzen in der Schulter bereiteten ihm beim Training am Donnerstag keine Probleme mehr.
Nach dem Training am Freitag flogen die Patriots nach Denver.

Ob Aaron Hernandez das Spiel seines ehemaligen Teams gegen Denver überhaupt sehen will, weiß man nicht. Aber selbst wenn, dürfte der unter Mordverdacht einsitzende ehemalige Tight End der Patriots das Spiel nicht sehen.
Der Sheriff des Bristol Countys, Thomas Hodgson, wird das Fernsehverbot für Hernandez weder für das Championship Spiel, noch den Super Bowl aufheben, wie er der Presse mitteilte.
Das ist eine schlimme Sache für jemanden, für den eigentlich zunächst die Unschuldsvermutung gelten sollte.

Kaum im Amt, muss sich Jay Gruden schon verteidigen.
Die Entscheidung des neuen Head Coaches der Redskins, an Defensive Coordinator Jim Haslett festzuhalten, löste Kritik unter Fans und Berichterstattern aus.
Was nicht verwundert, denn wenn man die Defense der Redskins in der Statistik sucht, findet man sie erst in der unteren Hälfte, auf Platz 18.
Washingtons Verteidigung gehörte in den vier Jahren unter Haslett nicht zu den Mannschaftsteilen, die beim Gegner großen Respekt genossen.
Das sieht Gruden ganz anders. Er ist der Meinung, daß die Verteidigung der Redskins bei vielen Offensive Coordinators sehr wohl Respekt genossen hätte, so auch bei ihm. Gruden war ja Offensive Coordinator der Bengals, bevor er Head Coach der Redskins wurde.
Wenn Gruden da mal nicht schon gleich seinen ersten großen Fehler gemacht hat.

Die Texans haben einen neuen Defensive Coordinator. Als Ersatz für den frisch gefeuerten Wade Phillips verpflichteten sie Romeo Crennel.
Crennel hat es als Head Coach bei den Chiefs und Browns nicht gebracht, soll aber Defensive Coordinator können.

Kevin Greene hat genug vom Arbeiten und möchte sich mehr um seine Familie kümmern. Also kündigte der Linebackers Coach der Packers am Freitag.
Fünf Jahre war er im Trainerstab Green Bays. Zuvor spielte er 15 Jahre als Linebacker in der NFL und reiste von den Rams zu den Steelers, den 49ers und Panthers.
Mit 160 Sacks steht er in der ewigen Bestenliste auf Platz drei hinter Bruce Smith und Reggie White.

Rex Ryan hat es geschafft. Keiner weiß wie, aber der Head Coach der Jets konnte dem Team eine Vertragsverlängerung bis nach der Saison 2015 abschwatzen.
Damit nicht genug, hat er noch eine Option auf weitere Jahre in New York, wenn es denn gut laufen sollte.

Norv Turner hat bei den Vikings unterschrieben.
Der ehemalige Head Coach der Chargers arbeitete zuletzt als Offensive Coordinator der Browns. Diesen Posten soll er auch in Minnesota einnehmen.

Zahlen bitte!
Das Verletzungspech hat Percy Harvin fest im Griff. Der Wide Receiver der Seahawks hat wegen seiner Gehirnerschütterung
keine Erlaubnis von den Ärzten bekommen, gegen die 49ers zu spielen.
Nächste Woche, so die Prognose, dürfte er wieder mit dem Team trainieren. Sollte Seattle sich auf den Super Bowl vorbereiten, wäre Harvin also dabei.
Der Spieler, der Harvin die Gehirnerschütterung einbrachte, musste dafür ein nettes Sümmchen zahlen. Die NFL schickte Saints Safety Rafael Bush für dessen Angriff gegen Harvin eine Zahlungsaufforderung über $21.000.

Die Kasse der NFL füllt sich natürlich nicht so stark, wie während der regulären Saison, aber ein paar Dollar zwackt die Liga ihren Spielern doch immer noch ab. So bekamen neben Bush noch drei weitere Spieler blaue Briefe von der Liga. Panthers Cornerback Josh Thomas muss wegen unsportlichen Verhaltens $7.875 zahlen. Die gleiche Summe müssen auch 49ers Running Back Frank Gore wegen eines Face Masks zahlen und Colts Cornerback Darius Butler wegen unnötiger Härte.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Kurzberichte
white-roddy2Roddy White weiß, warum die Defense der Seahawks schier unüberwindbar ist. Der Wide Receiver der Falcons sagte im NFL network, daß die Defense Seattles das Halten perfektioniert hat.
Die Secondary wäre groß, stark, schnell, und Meister im Halten, sagte er in der Sendung Total Access.
Mit dieser Meinung steht er nicht allein. Kevin Gilbride, grade in den Ruhestand getretener Offensive Coordinator der Giants, sieht das auch so. Er hat erkannt, daß die Cornerbacks der Seahawks bei beinahe jedem Spielzug für ein Holding bestraft werden könnten. Sie hätten die Passbehinderung dermaßen perfektioniert, daß sie von den Schiedsrichtern kaum erkannt werden kann, meinte er in einem Interview.
Na dann wissen wir jetzt, warum die Seahawks so weit gekommen sind.

Und wieder ließ Tom Brady eine Trainingseinheit ausfallen. Das ist aber nichts besonderes bei dem Quarterback der Patriots, auch letzte Woche fühlte er sich nicht wohl. Er schleppt immer noch eine hartnäckige Erkältung mit sich rum. Am Mittwoch hatte er zusätzlich Schmerzen in der rechten Schulter.
In der Saison hat er schon öfter über Schmerzen in der Schulter geklagt, nur um am Wochenende dann doch die gegnerischen Verteidigungen auseinanderzunehmen.
Sein Ersatzmann Ryan Mallett hatte dadurch gestern doppelte Arbeit. Er trainierte mit der Offense und imitierte danach für die Defense Peyton Manning.
Doch nicht nur Brady hat Schulter, auch Punter Ryan Allen konnte wegen einer Schulterverletzung nicht trainieren.

Calvin Johnson musste zwei Operationen über sich ergehen lassen. Der Wide Receiver der Lions wurde an einem Knie und einem Finger operiert. Der Eingriff am Knie war nur ein leichter, wie Lions General Manager Martin Mayhew am Mittwoch der Presse berichtete. Der Eingriff am Finger war dagegen schon schwerer. Johnson hatte einen großen Teil der Saison mit einem Finger gespielt, leider sagte er nicht welchem, der total ausgerenkt war und im Neunziggradwinkel zu seiner natürlichen Position abstand.
Beide OPs verliefen erfolgreich, und Megatron wird rechtzeitig zum Beginn der ersten Trainingseinheiten wieder fit sein.

Die Verantwortlichen der Packers wollten es wissen.
Sie wollten von ihren Fans wissen, warum die nicht genügend Karten für das Wild Card Spiel gegen die 49ers erwarben, um das Stadion auszuverkaufen.
Sechs Tage vor dem Spiel waren noch 40.000 Karten zu haben. Die NFL verlängerte die Frist, in der das Team versuchen durfte, die Karten an die Fans zu bringen. Doch wenn nicht einige Sponsoren der Packers und drei örtliche FOX Fernsehstationen die Karten aufgekauft hätten, wären sie nicht weggegangen.
Der Club wollte nun wissen, warum die Dauerkartenbesitzer, die als erste Zugriffsrecht auf Playofftickets haben, keine Karten orderten und wo sie das Spiel statt dessen gesehen haben.
Das Ergebnis steht noch aus, auch die Fragebögen kommen nur sehr langsam zurück. Vielleicht kommt am Ende raus, daß die Fans ihrem bestenfalls mittelmäßigen Team gegen ein besseres Team aus San Francisco nicht bei Temperaturen unter 30 Grad Minus beim Verlieren zusehen wollten.
Das wäre natürlich ein Schock in Green Bay, wo sogar Super Bowl Siegespartys im vollen Stadion bei Minustemperaturen beigewohnt wird.

Ken Whisenhunt führte die Arizona Cardinals als Head Coach in den Super Bowl. Kurz danach versank das Team in völliger Erfolglosigkeit.
Was könnte der Grund dafür gewesen sein?
Matt Leinart hat eine Erklärung. Der Quarterback war einst als Hoffnungsträger der Cards rekrutiert worden, versank aber in der NFL in völliger Bedeutungslosigkeit.
Er meint, daß der Erfolg der Cardinals weniger mit dem Head Coach zu tun hatte, als vielmehr mit Quarterback Kurt Warner. Warner wäre jeden Montag zur Theorie erschienen und hätte 20 bis 30 neue Spielzüge präsentiert, die er in den Spielplan aufgenommen haben wollte. Warner hätte dafür gesorgt, daß die Offense funktionierte.
Whisenhunt hätte zwei erfolgreiche Jahre in Arizona gehabt, und zwar die zwei Jahre, in denen Warner die Offense führte. Nachdem der Quarterback weg war hätte Whisenhunt zwei 5-11 Saisons geholt und eine 8-8 Saison.
Deshalb glaubt Leinart, daß die Titans einen Fehler gemacht haben, als sie Whisenhunt verpflichteten. Sie hätten keinen Quarterback, der die Arbeit für seinen Head Coach machen könnte.
Ob da nur die Verbitterung eines Spielers spricht, der es unter der Führung von Whisenhunt nicht geschafft hat, Fuß in der NFL zu fassen, oder ob es eine fundierte Analyse war, werden wir ab September beobachten können.

Die Minnesota Vikings haben einen neuen Head Coach, Mike Zimmer.
Zimmer hat bisher die Defense der Bengals geleitet, also den Mannschaftsteil, der den Plüschtiger in die Playoffs brachte.
Der 57-jährige ist seit 35 Jahren als Trainer im College und in der NFL tätig.
Nachdem Cincinnati mit Jay Gruden seinen Offensive Coordinator verlor, ging jetzt auch der Defensive Coordinator. Für Ersatz sah man sich in den eigenen Reihen um, und machte Linebacker Coach Paul Guenther zum Defensive Coordinator.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Kurzberichte
caldwell-jimDie Detroit Lions haben einen neuen Head Coach. Nachdem ihr Wunschkandidat bei den Titans unterschrieben hatte, bekamen sie wenigstens ihre zweite Wahl, Jim Caldwell (Bild).
Caldwell war zuletzt als Offensive Coordinator der Ravens tätig.
Zuvor brachte er als Head Coach die Colts zweimal in die Playoffs und einmal in den Super Bowl. Nach einer 2-14 Saison, in der Quarterback Peyton Manning verletzt ausfiel, wurde er in Indianapolis gefeuert.
In Detroit soll er helfen, die Fehler, die verhindern, daß Matthew Stafford zu einem ganz großen Quarterback wird, abzustellen.
Ob das klappt?
Wenn man sieht, daß er aus Joe Flacco in Baltimore keinen brauchbaren Quarterback hat machen können, kommen einem ganz kleine Zweifel.
Und diese Zweifel könnten berechtigt sein. Als Caldwell als Head Coach die Colts in den Super Bowl führte, profitierte er noch von der Arbeit seines Vorgängers Tony Dungy und von einem gewissen Peyton Manning.
Als Dungys Einfluß nachließ, und Manning ausfiel, hatte Caldwell keinen Erfolg mehr.
So war es auch in Baltimore. Als die Ravens den Super Bowl gewannen, war Caldwell zwar schon Offensive Coordinator, aber die Spielzüge wurden von Cam Cameron angesagt. Als Caldwell diese Aufgabe 2013 übernahm, na ja, man gesehen, was dann geschah. Die Offense der Ravens gehörte zu den fünf schlechtesten der Liga.

In Tennessee muß sich Quarterback Jake Locker anscheinend Sorgen um seine Zukunft machen.
Der neue Head Coach Ken Whisenhunt konnte sich bei seiner Pressekonferenz nicht dazu durchringen, Locker sein Vertrauen auszusprechen.
Der Quarterback hat zwar Talente, die er oft im Verborgenen hält, wäre aber Entwicklungsfähig, wenn er nicht so Verletzungsanfällig wäre.
Es kann sein, daß Whisenhunt sich nicht scheut, einen Quarterback in der nächsten Draft einzuberufen.
Die Titans sind an 11. Stelle dran, wenn die besten Quarterbacks bereits vergeben sein dürften. Ob dann noch jemand da ist, der Locker seinen Platz im Team streitig machen könnte?
Was für Locker spricht, ist sein Gehalt. Er ist im letzten Jahr seines Rookie-Vertrags, der ihm für 2014 $4 Millionen einbringt. Eine Vertragsverlängerung dürfte ihm kein Gehalt zusichern, das sich in solch abgehobenen Sphären bewegt, wie es andere mittelmäßige Quarterbacks zuletzt bekamen.
Wer auch immer der kommende Quarterback der Titans sein wird, er wird die Spielzüge von Whisenhunt persönlich angesagt bekommen. Der Head Coach betonte, daß er diese Aufgabe selber übernehmen wird.

Die Chargers haben einen Ersatz für ihren Offensive Coordinator Ken Whisenhunt gefunden, der Head Coach der Titans wurde.
Sie sahen sich in den eigenen Reihen um, und machten Quarterback Coach Frank Reich zu ihrem neuen Offensive Coordinator.
Frank Reich war der Quarterback der Bills, als diese gegen Tennessee den größten Comebacksieg in der Geschichte der NFL Playoffs erzielten.
Ob Reich auch die Spielzüge ansagen wird, ist noch offen. Darin hat er bisher noch keine Erfahrungen gesammelt.
In Washington ist diese Sache klar. Auch die Redskins haben mit Sean McVay einen neuen Offensive Coordinator aus den eigenen Reihen befördert. Er war bisher der Tight Ends Coach.
Hier steht allerdings fest, daß er mit den Spielzügen nichts zu tun haben wird. Die wird Head Coach Jay Gruden selber ansagen.

Ist der Fall um die 4.500 Kläger in Sachen Gehirnerkrankungen wirklich ausgestanden?
Sehr wahrscheinlich nicht. Die Richterin, die den mühsam ausgehandelten Vergleich zwischen den Klägern und der NFL, absegnen muß, scheint ihm nicht zuzustimmen.
Die $765 Millionen, auf die sich die Anwälte beider Seiten einigten, erscheinen ihr zu niedrig angesetzt. Steigende Kosten im Gesundheitswesen, längere Lebenszeiten der Betroffenen, all das wäre nicht genügend berücksichtigt worden.
So kann es sein, daß Richterin Anita Brody die Streihähne wieder an den Verhandlungstisch zwingt.

Die Giants haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Ben McAdoo, der lange Jahre Tight End und Quarterback Coach der Green Bay Packers war.
Aus diesen gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen heißt es, daß er nach der Saison 2014 Head Coach der Giants werden soll.
Tom Coughlin wird im August 68 und es grenzt eh an ein Wunder, daß er nicht schon nach der katastrophalen letzten Saison in Rente geschickt wurde.

Fünf Tage vor dem Spiel gegen New England verpflichteten die Broncos einen ehemaligen Patriot, Defensive Back Marquice Cole.
Vielleicht bringt ihnen das etwas mehr Glück, als die Colts es mit der kurzfristigen Verpflichtung von Wide Receiver Deion Branch hatten?
Auf jeden Fall wird Quarterback Peyton Manning die ein und andere Frage an ihn stellen.
Cole stand in der letzten Saison bei 165 Spielzügen auf dem Platz, bevor er im Dezember gefeuert wurde.

Drew Brees wurde der erste Quarterback der NFL, der in drei Saisons in Folge über 5.000 Passyards erzielte.
Das hält ihn aber nicht davon ab, sich die Bitte der Saints um eine Neustrukturierung seines Vertrags zu überlegen.
Brees weiß, daß die Saints einige Spieler haben, deren Verträge auslaufen. Da New Orleans aber bereits jetzt um $12 Millionen über der Gehaltsobergrenze liegt, wenn man die laufenden Verträge zu Grunde legt, ist klar, daß es schwer wird, diese Spieler zum Bleiben zu bewegen.
Brees Gehalt trägt 2014 $26,4 Millionen zur Obergrenze bei, und es ist unabdingbar, das zu ändern.
Der Quarterback sagte am Montag, daß er tun würde, was immer er könne, um dem Team zu helfen. Er sieht ein, daß er nur dann großartiges leisten kann, wenn das Team großartiges leistet.
Mal sehen, wie viel ihm so viel Großartiges wert ist?
Wenn man jetzt bedenkt, wie groß der Gehaltsunterschied zwischen Brees, der nicht in den Super Bowl kommt, und Kaepernick und Wilson, von denen einer in den Super Bowl kommen wird, ist, kann einem schwindlig werden.
2013 steuerte Brees $18,4 Millionen zur Gehaltsobergrenze bei, Kaepernick und Wilson jeder nur etwa $1,5 Millionen.
Verrückte Welt.

Brittany Norwood zerrt Arian Foster vor Gericht.
Die 20-jährige Weiße beschuldigt den Running Back der Texans, daß er sie zur Abtreibung ihres gemeinsamen Kindes zwingen will.
Als die beiden lim letzten Sommer Sex miteinander gehabt hätten, hätte sie nicht gewußt, daß er bereits verheiratet war und Kinder hatte.
Die beiden hätten sich im Hotel ZaZa vergnügt, in dem die Texans während des Trainingslagers untergebracht waren.
Als sie Foster mitgeteilt hat, daß sie Schwanger sei, wäre er ausgerastet. Er hätte sie angeschrien, daß sie dieses Kind nie zur Welt bringen dürfe.
Vor Gericht will sie durchsetzen, daß Foster aufhört, Psychoterror gegen sie auszuüben, bei dem er auch von seinem Bruder Abdul unterstützt wird. Und sie will erreichen, daß der Running Back nicht vor den Kosten davonläuft, die der ungewollte neue Erdenbürger verursacht.

Dienstag, 14. Januar 2014

Kurzberichte
brady-manning-bowl-200Tom Brady gegen Peyton Manning... Brady/Manning Bowl XV steht an.
Playoffspiele mitgerechnet, hat Brady eine klaren Vorsprung. Es steht 10-4 zu seinen Gunsten, 2-1 in den Playoffs.
Das letzte Duell in den Playoffs dieser beiden zukünftigen Ruhmeshallenmitglieder liegt schon eine Weile zurück. Im AFC Conference Endspiel im Januar 2007 gewannen die Colts 38:34 gegen die Patriots. Das letzte Treffen in der regulären Saison gab es erst kürzlich, in Woche 12. In New England gewannen die Patriots mit 34:31 nach Verlängerung gegen Denver.
Manning, der in den Playoffs weit weniger erfolgreich als in der regulären Saison ist, wird eine Menge bieten müssen, um Brady, der hier wie dort gleich erfolgreich ist, zu übertrumpfen.
Sei es wie auch immer, so können wir nur hoffen, daß die beiden uns ein tolles Spiel liefern werden.
Nach dem Grauen, das alle vier Spiele der Divisional Runde geboten haben, haben wir Fans das verdient.
Ein Lichtblick bleibt ja auf jeden Fall: Besch...eidener als die Spiele am letzten Wochenende können die beiden Conference Endspiele ja gar nicht werden.

OMAHA, OMAHA, OMAHA...
Für seine Verhältnisse lieferte Peyton Manning gegen die Chargers eine nur durchschnittliche Leistung ab.
Seine Bilanz lautete 25 von 36 für 230 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception, 44 Omahas.
Ja, die Statistiker der NFL haben mitgezählt, 44 mal erwähnte Manning die größte Stadt Nebraskas.
Ob er dafür vom Fremdenverkehrsverein Geld bekommt, ist nicht überliefert.
Peyton könnte sich ja auch im 2. Weltkrieg bedient haben. Hier galt ein Küstenabschnitt der Normandie, an der die Amerikaner landeten, als Omaha Beach und es war ein sehr blutiger Kampf, der dort tobte.
Egal, was Manning antreibt, seine Truppen mit Omaha anzutreiben, am Sonntag werden wir wieder eine Menge Omahas hören (müssen).

Die Broncos verloren einen weiteren Verteidiger.
Im Sieg gegen die Chargers zog sich Cornerback Chris Harris einen Kreuzbandriss zu und damit ist die Saison für schon jetzt beendet.
Harris hatte seine Receiver, gegen die er verteidigte, am Sonntag gut im Griff. Erst als Quentin Jammer ihn in der Mitte des dritten Viertels ersetzt, kam der Passangriff San Diegos ins Laufen.
Jammer ließ zu, daß Eddie Royal einen 30 Yards Pass fing, Rookie Wide Receiver Keenen Allen einen 16 Yards Touchdownpass und später noch einen Pass über 49 Yards.
Da kann man schon spekulieren, wen Tom Brady sich am Sonntag als Opfer aussucht.

Die Titans haben einen neuen Head Coach und Ken Whisenhunt einen neuen Job.
Nachdem die San Diego Chargers aus den Playoffs geflogen waren, ging alles sehr schnell. Whisenhunt, Offensive Coordinator der Chargers, wurde am Montag verpflichtet.
Der 51-jährige hatte auch mit den Lions, Vikings und Browns verhandelt, die jetzt weitersuchen müssen.
Mit den Arizona Cardinals erreichte Whisenhunt als Head Coach einmal den Super Bowl, etwas, das sich die Titans auch von ihm erhoffen.
In Tennessee findet er ein Umfeld vor, das man als Herausforderung bezeichnen könnte. Ein Running Back, der keine rechte Lust mehr hat, ein Quarterback, der zwar Talent haben soll, das man aber erst entdecken muss. Da hätte Whisenhunt in Detroit viel bessere Bedingungen vorgefunden.
Aber vielleicht reizte ihn gerade die Herausforderung, aus nichts etwas zu machen?

Derrick Coleman hat einen Werbevertrag bekommen.
Der Fullback der Seahawks ist taub, hatte aber ungeachtet dessen eine tolle Karriere im College von UCLA.
Als er 2012 das College verließ, fand er kein Team in der NFL, das ihn einberufen wollte. 2013 kam er als unrekrutierter Frischling zu den Seahawks. In seinem ersten Spiel fing er drei Pässe für 30 Yards, und im Monday Night Spiel am 2. Dezember fing er gegen die Saints einen Touchdownpass. 
Jetzt fing er einen Werbevertrag mit Duracell. Im Werbespot für den Batteriehersteller erzählt er seine Lebensgeschichte.
Gut gemachtes 30 Sekunden-Kino.

Tim Tebow hat eingesehen, daß er als Quarterback in der NFL keinen Job mehr bekommt.
ESPN hatte ein Herz für den ehemaligen College-Superstar und verpflichtete ihn als Experten für ihre Collegeübertragungen.

Tight End oder Wide Receiver, das ist hier die Frage?
Wie in der Geschichte von Shakespeare, in der die Frage sich, in leicht abgewandelter Form, auch findet.
Für Jimmy Graham bedeutet die Beantwortung dieser Frage einen Millionendollarunterschied.
Grahams Vertrag als Tight End bei den Saints läuft aus. Bei einer Vertragsverlängerung als Tight End würde er einen sehr viel unlukrativeren Vertrag vorgelegt bekommen, als als Wide Receiver.
Sein neuer Vertrag wird sich am Durchschnittsverdienst der Top fünf Spieler auf der jeweiligen Position orientieren. Daß die Top fünf Wide Receiver sehr viel mehr verdienen, als die Top fünf Tight Ends, steht außer Frage. Die Differenz beträgt etwas $4,5 Millionen pro Jahr.
Da Graham alle Positionen bei den Saints spielt, die irgend etwas mit dem Fangen des Balles zu tun haben, ist er tatsächlich weitaus mehr, als nur ein Tight End.
Ob das aber in seinen Vertrag einfließen wird?
Muss es wohl, denn wenn New Orleans ihm kein Angebot unterbreitet das seinen Wert widerspiegelt, wird er ganz bestimmt ein Team finden, das ihn als Wide Receiver verpflichtet und entsprechend bezahlt.
In der abgelaufenen Saison fing er 86 Pässe für 1.215 Yards und 16 Touchdowns. Damit brachte er es als einziger Tight End unter die Top 25 der Receiver, wo man ihn, gemessen nach Yards, auf Platz 15 findet. Ginge man von den gefangenen Touchdowns aus, hält er einsam Platz eins.

Montag, 13. Januar 2014

Die NFL 2013 - Divisional Playoffs - Tag 2
newton-cam5Da haben die Panthers sich so bitter beschwert, daß sie nicht den Respekt bekämen, den sie glaubten, als an Nr. 2 in der NFC gesetztes Team verdient zu haben. Richtig beleidigt waren sie, daß alle an ihnen Zweifeln würden, und daß die Buchmacher sie gegen die 49ers, obwohl das Spiel in Carolina war, zum Außenseiter gemacht hatten.
Da wäre es doch das beste gewesen, daß sie auf dem Platz den Beweis für ihre gedachte Klasse erbracht hätten. Sie hätten nur die 49ers überzeugend schlagen müssen, und die Zweifler hätten Ruhe gegeben.
Doch was taten die Panthers?
Sie bewiesen lediglich, daß die Zweifler dermaßen was von Recht hatten, daß es schon weh tat.
In der ersten Halbzeit kamen sie zu 10 Punkten, und das war`s.
Und wir Zweifler fragten uns, wieso wir vom Gott des Footballs mit so einem talentlosen Team in den Playoffs gequält wurden?
Die Niners taten nicht mehr als nötig, und konnten sich so schonen, für das harte Spiel, das in Seattle auf sie wartet.
Ihr locker herausgespielter 23:10 Sieg verlangte ihnen kaum etwas ab, und sie haben bestimmt mehr drauf, als sie gestern zeigen mussten.
Besonders die Defense dürfte in der Lage sein, Seattles Quarterback Russell Wilson zu stoppen, na ja, seine Spielräume einzugrenzen.
Doch die „12“ Mann in Seattles Defense werden alle Hände voll zu tun haben, um ihrerseits Colin Kaepernick zu stoppen.
Es kommt also nächsten Sonntag in der NFC zum Duell der jungen Wilden.
Das möchten die Seahawks möglichst ohne Fremdbeteiligung auf den Zuschauerrängen über die Bühne bringen. Wie es heißt, wollen sie den freien Kartenverkauf auf Fans mit Wohnadressen in Washington, Oregon, Montana, Idaho, Alaska, Hawaii, und die Kanadischen Provinzen von British Columbia und Alberta beschränken.
Fans in Kalifornien müssen sich über Internetkartenanbieter wie StubHub Tickets besorgen, wo die billigste Karte für $459 angeboten wird.
In der Saison konnten die beiden Teams jeweils ihr Heimspiel gewinnen.

Nach den jungen Wilden reizt es mich fast zu sagen, daß es in der AFC zum Duell der alten Säcke kommen wird.
Aber politisch korrekt, wie ich nun mal bin, lasse ich das.
Man kann der Defense der Chargers keinen Vorwurf machen, daß sie 24 Punkte der Broncos zugelassen hat. Sie hat wirklich gut gearbeitet an diesem Tag, und weniger als diese 24 Punkte waren nicht drin.
Man kann dagegen aber der Offense San Diegos den Vorwurf machen, erst im vierten Viertel aufgewacht zu sein.
Denver spielte keinesfalls überzeugend, und es hatte schon mit dem Glück des Tüchtigen zu tun, daß man mit einer 17:0 Führung ins letzte Viertel gehen konnte. Dann erst kamen die Chargers zu ihren ersten Punkten. Bis zum Ende des dritten Viertels hatten sie nur 79 Yards erzielt
War das Spiel bis dahin fast schon der größte Gähner in dieser verkorksten Divisional Playoff Runde, wurde es tatsächlich noch mal spannend.
Nachdem die Chargers auf 14:24 herangekommen waren, eroberten sie ihren Onsidekick und begannen ihre Angriffsserie an der eigenen 40.
Doch weiter als bis zu ihrer 12 ließen die Broncos sie nicht kommen, und Kicker Nick Novak verkürzte aus 30 Yards auf 17:24.
Einen zweiten Onsidekick versuchten die Chargers nicht, und so starteten die Broncos vier Minuten vor Spielende von der eigenen 27.
San Diego verbrauchte all sein Auszeiten, und hoffte, daß die Defense die Broncos noch mal würde stoppen können.
Konnte sie nicht.
Als Denver die 32 San Diegos erreicht hatte, konnte Peyton Manning das Spiel abknien.
Manning, der in den Playoffs selten die Klasse hat, die er in der regulären Saison an den Tag legt, konnte sein Sieg- Niederlagenverhältnis auf 10-11 aufhübschen.
Nächste Woche kommt es also noch einmal zum ewigen Duell Tom Brady gegen Peyton Manning, wenn die Patriots nach Denver müssen.
Wenn New England dann den Start nicht verpennt, dürfte es für Denver sehr sehr eng werden.
In der Saison gewannen die Patriots im November 34:31 nach Verlängerung.

Donnerstags-Spiele zu verkaufen
Die Thursday Night Spiele, die bisher auf dem NFL eigenen Sender NFL Network gezeigt wurden, sollen für ein paar Dollar mehr an Einnahmen für die NFL sorgen. Deshalb bietet die Liga einen Teil der Spiele zum Verkauf an, und zwar an alle großen Sender, wie auch kleine Kabelsender.
Für die Liga zählt keine Reichweite, sondern nur Kohle.
Seit 2006 gibt es diese Donnerstagsspiele, die es den beteiligten Teams nicht gestatten sich nach ihren Sonntagsspielen ordentlich zu erholen, und die kaum eine Möglichkeit erlauben, sich halbwegs vernünftig auf den Gegner einzustellen.
Und die Zuschauerzahlen in den USA schießen bei NFL Übertragungen durch die Decke. Obwohl die Spiele immer besch...eidener werden, schalten immer mehr Zuschauer ein.
Die Einschaltquoten für das NFL Network lagen bei acht Millionen Zuschauern durchschnittlich. Das ist ordentlich für einen Nischensender, aber noch weit von den 14 Millionen entfernt, die AMC mit The Walking Dead jede Woche generiert.
Dennoch dürfte das Interesse groß, und die Summe für die Übertragungsrechte hoch sein.
Das Bieterrennen wird also bald eröffnet, und FOX Sports 1, NBCSN, sowie Turner Sports sollen schon ihr Interesse bekundet haben.

Percy Harvin schon wieder verletzt
Percy Harvin soll in dieser Saison einfach nicht auf dem Platz stehen.
Nachdem der Wide Receiver der Seahawks einige gute Szenen in seinem erst zweiten Spiel hatte, musste er mit einer Gehirnerschütterung vom Platz.
Ob er gegen San Francisco spielen darf, bleibt abzuwarten.

Sonntag, 12. Januar 2014

Die NFL 2013 - Divisional Playoffs - Tag 1
Im ersten Spiel gewann Seattle mit 23:15 gegen New Orleans.
Bei strömendem Regen und 75 KM/Std. schnellen Sturmböen, war das Interessante an diesem Spiel noch, dem Regen beim Fallen und dem Wind beim Wehen zuzusehen.
Keine der beiden Mannschaften kam mit den äußeren Bedingungen zurecht, und Seattle hatte das glücklichere Ende am Schluß für sich.
Nächsten Sonntag erwarten die Seahawks dann den Sieger des Spiels San Francisco at Carolina.

Blount-LeGarrette2Im zweiten Spiel überzeugten die Patriots durch, man höre und Staune, Laufspiel. LeGarrette Blount (Bild) erzielte mit 24 Läufen 166 Yards und vier Touchdowns.
Stevan Ridley steuerte mit 14 Läufen 42 weitere Yards und zwei Touchdowns bei.
Quarterback Tom Brady blieb ohne Touchdownpass, was bei den Patriots immer eine Erwähnung wert ist.
Der perfekte Mix von Pass- und Laufspiel stellte die Verteidigung der Colts ein ums andere Mal vor unlösbare Rätsel.
Die Offense der Indianapolis Colts konnte dagegen nur 69 Yards auf dem Boden erzielen und spielte das ganze Spiel über Nachlaufen.
Beide Teams sind ja bekannt dafür, daß sie sehr langsam in ein Spiel starten, doch es war klar, daß sich das irgendwann mal rächen musste. In dem Fall rächte es sich an den Colts, denn New England startete schneller und ging bereits nach sieben Minuten mit 14:0 in Führung.
Bereits im dritten Spielzug leistete sich Andrew Luck den ersten seiner vier Interceptions in diesem Spiel.
Zwar meinte CBS Analyst Dan Dierdorf, der nach dem Spiel in den Ruhestand trat, zu diesem Zeitpunkt, daß Indianapolis die Patriots genau da hätte, wo man sie haben wollte, aber das erwies sich als Fehlschluß. Die Colts sind zwar ein Team, das Rückstände aufholen kann, aber nicht an diesem Tag. Der gehörte alleine den Patriots.
Nicht einmal hatten die Colts eine Führung in diesem Playoffspiel, für das Patriots Head Coach Bill Belichick mal wieder meisterhafte Spielpläne für die Offense und auch die Defense aufgestellt hatte.
Luck konnte zwar einige hervorragende Pässe zu seinen Receivern werfen und hatte zwei Touchdownpässe, aber New England blieb immer mit sieben bis 14 Punkten vorne.
Am Ende waren es dann sogar 21 Punkte die sie vorne waren, denn die Patriots gewannen mit 43:22.
Es war erst Andrew Lucks zweites Jahr in der NFL, und er wird noch einige Male die Playoffs erreichen. In diesem Spiel wird er einiges gelernt haben, was er dann verwerten kann.
Für Tom Brady neigt sich die Karriere dem Ende, und in der Form, in der sich die Patriots gestern präsentierten, könnten sie mit ihm tatsächlich noch mal einen Super Bowl gewinnen.
Doch zunächst müssen sie nächsten Sonntag erst mal entweder Zuhause gegen San Diego gewinnen, oder in Denver.
Das entscheidet sich heute Abend.

Samstag, 11. Januar 2014

Arme Panthers
tolbert-mikeDie Carolina Panthers sind beleidigt. Da gehen sie als an Nummer zwei der NFC gesetztes Team in das Heimspiel gegen San Francisco und werden von den Buchmachern als Außenseiter gehandelt.
Aber auch sonst würde man nicht den Respekt bekommen, den man glaubt, sich erarbeitet zu haben.
Fullback Mike Tolbert (Bild) sagte, daß er nicht für alle Teamkollegen sprechen könnte, aber wäre schon ziemlich betroffen darüber, daß man die Panthers nur als eine dieser Eintagsfliegen ansehen würde.
Er hält es für lächerlich, daß man mit einer Bilanz von 7-1 Heimsiegen in einem Heimspiel als Außenseiter bewertet würde. Das würde bei ihm für einen üblen Nachgeschmack sorgen. Unter den Teams, die man geschlagen hätte, wären einige vom Kaliber der 49ers gewesen.
Er selber, so betonte er, würde das als Motivation nehmen, um es den Zweiflern zu zeigen. Und andere Mitspielern sähen das genauso.
Obs was nutzt, sehen wir ja dann.

Lärm, welcher Lärm?
Wenn der 12. Mann in Seattle Lärm veranstaltet, der einen startenden Jumbo Jet vor Neid erblassen lässt, bekommt ein Spieler das nicht mit, Derrick Coleman. Er ist seit seiner Kindheit taub.
Zwar kann er mit Hilfe von Hörgeräten Geräusche wahrnehmen, aber wenn man mit ihm spricht, muss er Lippen lesen.
Das hielt ihn nicht davon ab, es in die NFL zu schaffen, obwohl der Weg dorthin schon für nicht behinderte Menschen schwer genug ist.
Coleman war schon als Running Back in der High School und für UCLA ein Star.
Als unrekrutierter Rookie ging er zu den Seahawks, wo er als Fullback eingesetzt wird. Die Seahawks waren so überzeugt von Coleman, daß sie im Trainingscamp ihren Fullback Michael Robinson feuerten. Der wurde zwar später wieder verpflichtet, aber Coleman behielt seinen Platz im Kader.
Wenn ein Spielzug beginnt, reagiert er erst, wenn er sieht, daß der Ball gespielt wird. Im Huddle muß sein Quarterback in seine Richtung sprechen, damit Coleman von dessen Lippen den Spielzug lesen kann. Oft greift er sich Wilson und bittet ihn, den Spielzug noch mal deutlich auszusprechen.
Und daß er im lautesten Stadion der NFL spielt, das bekäme er schon mit, sagte der Fullback. Die Energie des Publikums würde er bis ins Innere spüren, auch wenn er es nicht höre. Das würde ihm sehr helfen.
Immerhin hören seine Mitspieler da auch nicht wirklich viel, denn selbst wenn Seattles Offense auf dem Platz ist, werden oft noch 87 Dezibel im Stadion gemessen. Das kommt einem voll aufgedrehten Autoradio gleich.
Da wird er gegen die Saints viel zu spüren bekommen, das ist mal sicher.

Und zur Kasse bitte
Das war ein sehr kostspieliger Griff, in den Kragen eines Gegenspielers.
Als Saints Arbeitstier Darren Sproles mit dem Ball an Eagles Cornerback Cary Williams vorbeilief, griff Williams beherzt zu, und erwischte Sproles mit dem sogenannten Horse-Collar Griff.
Im Spiel führte es dazu, daß die Saints statt an der eigenen 37 nach der Strafe an der 48 Philadelphias standen. 10 Spielzüge später konnte Shayne Graham das Field Goal zum Sieg schießen.
Und am Freitag erhielt Williams noch die freundliche Aufforderung, doch bitte $15.750 für diese Aktion zu zahlen.
Damit war ein Teil der Prämie für das Wild Card Spiel schon wieder weg.
Wie jeder andere Spieler der Eagles erhielt Williams ein Prämie von $23.000 für das Spiel. Bei seinem Jahresgehalt von $5,75 Millionen noch nicht mal ein Tropfen auf einem heißen Stein.
In der heutigen Zeit der Multimillionendollarverträge, sehen die Prämien, die die NFL für die Playoffspiele ausschüttet, lächerlich aus.
In den Wild Cards bekommt jeder Spieler eines Divisionsgewinners $23.000. Die Spieler des Teams, das seine Division nicht gewonnen hat, bekommen $21.000.
In den Divisional Playoffs gibt es keinen Unterschied, da bekommen alle Spieler $23.000.
Auch in den Conference Endspielen gibt es keine Unterschiede, da bekommen alle $42.000.
Im Super Bowl wird dann in Sieger und Verlierer getrennt. Die Sieger bekommen $92.000, die Verlierer mit $46.000 nur die Hälfte.
Im besten Fall kann man also in den Playoffs $180.000 verdienen. Das lohnt sich dann doch. Nicht unbedingt für einen Spieler, wie Peyton Manning, der pro Spiel $882.352 verdient, aber für so manchen Rookie ist das ein netter Zuverdienst.

Freitag, 10. Januar 2014

Kurzberichte
gruden-jay2Die Washington Redskins haben einen neuen Head Coach, Jay Gruden (Bild).
Er ist der jüngere Bruder von Jon Gruden, der mit den Tampa Bay Buccaneers den Super Bowl gewonnen hat, und jetzt als Analyst im Monday Night Spiel erklärt, was man gerade gesehen hat. Jay war zu der Zeit als Offensive Assistant bei den Bucs angestellt, hat also auch einen Super Bowl Ring.
Jay Gruden spielte in der NFLE bei den Barcelona Dragons und ging dann in die Arena Football League. In der AFL gewann er als Spieler und später als Offensive Coordinator, Head Coach und General Manager mehrere Arena Bowls.
In den letzten Jahren arbeitete er als Offensive Coordinator der Cincinnati Bengals.
In seiner ersten Pressekonferenz als Head Coach der Redskins betonte er, daß Quarterback Robert Griffin III sein Starter ist. Es werde auf dieser Position keinen Wettbewerb geben.
Den Platz des Offensive Coordinators in Cincinnati hat Hue Jackson besetzt.
Er war schon in fast allen Ligen die es gibt, als Trainer auf irgendeiner Position tätig, und war seit 2012 der Running Backs Coach der Bengals.

Gelernt hat er nichts.
Am 1. November 2013, nur acht Tage nachdem seine vierwöchige Suspendierung wegen Drogenmißbrauchs endete, wurde Jets Tight End Kellen Winslow jr. von der Polizei mit synthetischem Marihuana erwischt.
Die NFL sagte, daß sie das Gerichtsurteil abwarten werde, um dann ihrerseits eine Strafe zu verhängen.
Für den Tight End, dessen Vertrag im März ausläuft, dürfte es damit schwer werden, ein neues Team zu finden.

Percy Harvin wird spielen, so hörte man es von den Seahawks.
Der Wide Receiver, der lange wegen einer Hüftoperation pausieren musste, wird gegen die Saints zum Einsatz kommen.

Bei den Chargers ist so etwas wie Panik zu verspüren. Running Back Ryan Matthews, der einen verstauchten Knöchel hat, konnte die ganze Woche über nicht voll mittrainieren.
Sein Einsatz gegen Denver ist fraglich.

Nachdem er versucht hatte, voll mit dem Team zu trainieren, senkte Steve Smith selber den Daumen über sich.
Der Wide Receiver der Panthers hat Schmerzen im Knie, und es sieht so aus, als ob er eher nicht spielt.

Bei den Patriots schwinden die Hoffnungen darauf, daß Aaron Dobson spielen kann.
Der Wide Receiver ist am Fuß verletzt und konnte am Donnerstag erneut nicht trainieren.

Obwohl der Vertrag zwischen Peyton Manning und den Denver Broncos noch bis nach der Saison 2016 läuft, könnte das Ende früher kommen.
Der unbestreitbar beste Quarterback aller Zeiten (in der regulären Saison) ist mittlerweile 37 Jahre alt und denkt tatsächlich daran, früher aufzuhören.
Wenn Manning es schafft, noch einmal die Vince Lombardi Trophäe in den Himmel zu recken, dann kann man davon ausgehen, daß er seine Karriere mit diesem Höhepunkt beendet.
Aber so oder so... Das Ende ist nah.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Kurzberichte
smith-aldon3Die Kansas City Chiefs wollen Alex Smith (Bild) behalten.
Der Quarterback hatte in der letzten Saison die Offense der Chiefs gut verwaltet, und im Wild Card Spiel gegen Indianapolis sogar richtig gut gespielt.
In der Saison vervollständigte er 308 seiner 508 Pässe für 3313 Yards, 23 Touchdowns bei 7 Interceptions für eine Passerwertung von 89,1 Punkten.
Das ist alles solides Mittelmaß.
Ob die Chiefs jetzt hingehen werden, und auch ihrem mittelmäßigen Quarterback ein völlig überzogenes Gehalt bieten werden, wie es die Ravens, Cowboys und Bears zuletzt taten?
Der 29-jährige hat noch ein Jahr seines Vertrags offen, und 2014 stehen ihm $7,5 Millionen zu.
In Kansas City heißt es, daß die Verhandlungen begonnen haben, und daß Smith nicht unzufrieden sein wird, über das, was man ihm anbietet.

Und wieder müssen die Ravens den Vertrag eines guten Spielers neu verhandeln, um unter der Gehaltsobergrenze bleiben zu können.
Deshalb kann es sein, daß ein weiterer Leistungsträger das Team verlassen wird, denn Linebacker Terrell Suggs zeigt keine große Bereitschaft, auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten, damit man das Gehalt von Joe Flacco bezahlen kann.
Und General Manager Ozzie Newsome hat keine Angst davor, Suggs ziehen zu lassen.
Zugegeben, nach 11 Jahren in der NFL hat Suggs den ein oder anderen Schritt verloren, gehört aber immer noch zu den besseren Spielern auf seiner Position.
Wenn die Ravens ihn gehen ließen, würden sie $7,8 Millionen an der Gehaltsobergrenze sparen. Bliebe er, müssten sie ihm $12,4 Millionen Gehalt zahlen.
Obwohl er nächsten Oktober 32 Jahre alt wird, könnte das ein oder andere Angebot für ihn reinkommen. Jetzt liegt es an Suggs, ob er ein solches Angebot annimmt, oder ob er in Baltimore eine Gehaltskürzung hinnimmt.

Seahawks Running Back Marshawn Lynch sagte der Presse, daß er den Einspruch gegen die Strafzahlung über $50.000 gewonnen hätte.
Die NFL sagte, daß dem ganz und gar nicht so wäre.
Dem Einspruch wäre bedingt stattgegeben worden, und die Strafe wäre noch in der Schwebe.
Sollte Lynch ab jetzt mit der Presse reden, wäre die Strafe hinfällig. Sollte er sich weiterhin weigern, würde die Strafe fällig, und es kämen noch einmal $50.000 zusätzlich dazu.
Fans hatten schon mal angefangen, Geld für Lynch zu sammeln, um die $50.000 zusammenzubekommen, zu deren Zahlung er verurteilt wurde.
Ob es Sinn macht, daß Fans versuchen $50.000 zusammenzusammeln, für einen Spieler, dessen Grundgehalt $7 Millionen beträgt?
In meinen Augen nicht.

Joe Philbin bleibt Head Coach der Miami Dolphins. So hörte man es gestern vom geschäftsführenden Vorstandsmitglied Tom Garfinkel.
Der neue General Manager, der demnächst verpflichtet wird, muss also mit Philbin leben, er darf keinen neuen Head Coach verpflichten.
Garfinkel sagte, daß Teambesitzer Stephen Ross viel Vertrauen in Philbin hätte, und deshalb käme ein Trainerwechsel nicht in Frage.

Auch die Raiders behalten ihren Head Coach.
Teambesitzer Mark Davis sprach am Mittwoch mit der Presse. Da machte er klar, daß Dennis Allen auch 2014 der Head Coach der Raiders sein wird.
Für Allen spricht, daß er eine Sieg/Niederlagenbilanz von 8-24 vorweisen kann (Ironie aus).
Doch war es wirklich Ironie?
Nein, nicht ganz, denn wenn man sich ansieht, mit was für einer Rumpeltruppe Allen acht Siege holte, ist das tatsächlich eher ein Beweis seiner Klasse.
Der verstorbene Teambesitzer Al Davis hatte in seinen letzten Lebensjahren nicht mehr ganz den vollen Durchblick, was für Spielermaterial er sich da zusammensammelte.
Deshalb gibt sein Erbe Mark Davis Dennis Allen noch eine Chance.

Wahre Worte sind nicht schön, und schöne Worte sind nicht wahr.
Was Bears Wide Receiver Brandon Marshall in einem Radiointerview über seinen Quarterback Jay Cutler sagte, dürfte diesem nicht wirklich gefallen haben.
Auf die Frage, warum so viele Fans nicht mit dem teuren Vertrag von Cutler einverstanden wären, und warum sie die Erfolglosigkeit des Teams an ihm festmachten, antwortete Marshall: „Weil Cutler es nicht bringt.“
Man hätte ihn (Marshall) und Cutler aus Denver gejagt, weil sie nur Mittelmaß waren. Einige Zeit hätte man sich aus den Augen verloren, bevor man sich bei den Bears wiedergetroffen hätte.
Und wenn man sich ansähe, was die Bears gebracht hätten, seit Cutler bei ihnen ist, dann wäre auch das nur Mittelmaß. Cutler hätte es auch da nicht gebracht.
Das wäre aber nicht nur alleine Cutlers Schuld, betonte er, nachdem ihm bewußt wurde, was er da gesagt hatte. Viele Trainerwechsel und eine Offensive Line, die ihn nicht beschützt hätte, wären daran natürlich mit Schuld. Cutler hätte in fast jeder Saison einen anderen Offensive Coordinator gehabt und deshalb in fast jeder Saison ein neues Spielsystem lernen müssen.
Das hätte nicht gerade für Stabilität gesorgt.
Jetzt, unter Head Coach Mark Trestman, würde das Alles anders. Trestman spricht jeden Tag mit Cutler, motiviert Cutler jeden Tag, sagte Marshall. Die beiden würden gemeinsam über Spielzüge grübeln. Das würde sich nächstes Jahr in einem sichtbaren Erfolg zeigen, ist sich der Wide Receiver sicher.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Kurzberichte
philbin-hc-dolphinsDie Einschläge kommen näher. Zuerst feuerten die Dolphins Offensive Coordinator Mike Sherman. Am Dienstag feuerten sie General Manager Jeff Ireland.
Der war seit seiner Verpflichtung 2008 nicht unumstritten. Besonders die Fans waren mit seinen Personalentscheidungen selten einverstanden.
Nachdem jetzt der Offensive Coordinator und der General Manager fällig waren, erwischt es da auch noch Head Coach Joe Philbin (Bild)?

Seahawks-Feeling in New Orleans. Um seine Spieler so gut wie möglich auf das Auswärtsspiel in Seattle vorzubereiten, hat Saints Head Coach Sean Payton das Logo des Gegners auf den Trainingsplatz malen lassen.
Ob es etwas nützt?
Immerhin haben die Seahawks in der Wild Card Runde 2010 als Außenseiter 41:36 gegen New Orleans gewonnen und in der Saison 2013 gab es gar einen überzeugenden 34:7 Sieg.
Da braucht es sehr viel psychologische Aufbauarbeit. Und schaden kann es ja nicht, im Training schon mal über das Vereinswappen des Gegners zu trampeln.

Percy Harvin trainiert mal wieder mit den Seahawks.
Der Wide Receiver brauchte nach einer Hüftoperation eine lange Erholungsphase. Nach einem Kurzeinsatz in einem Saisonspiel hatte er allerdings wieder so starke Schmerzen, daß er sich weiter schonte.
Gegen die Saints steht er wieder auf dem Berichtsbogen der Spieler, die für das Spiel gemeldet sind.
Ob er eingesetzt wird, ist aber eher fraglich.

Die Saints mussten Parys Haralson auf die Verletztenliste setzen. Der Linebacker riss sich im Spiel gegen die Eagles einen Brustmuskel.
In der Saison brachte er es auf 30 Tackles und 3,5 Sacks.

Pats-Fans, stark sein.
Euer Quarterback Tom Brady hat eine Erkältung.
Er geht aber davon aus, daß er gegen die Colts dabeisein wird.

Als wäre ein Flacco nicht schon genug in der NFL, will jetzt noch so einer in die Liga.
Mike Flacco, Tight End an der New Haven University, und der jüngere Bruder von Ravens, na ja, „Quarterback“ Joe Flacco, hat mitgeteilt, daß er an der kommenden Draft teilnehmen will.
Mike Flacco hat bisher bei den Baltimore Orioles Baseball gespielt, will aber jetzt lieber in der NFL spielen.
Betreut wird der 26-jährige von Spielervermittler Joe Linta, dem Mann, der es geschafft hat, für Joe Flacco einen unverschämt überhöht dotierten Vertrag aus den Ravens zu quetschen.
An die Phantsiesumme von $120 Millionen seines Bruders wird Mike allerdings als Tight End bestimmt nicht rankommen. Und zunächst muss er ja ein Team finden, das ihn rekrutiert.

Ein großer, schmerzenbereitender Running Back, der steht ganz oben auf der Wunschliste von John Harbaugh.
Der Head Coach der Ravens will Ray Rice zwar nicht feuern, aber ein Running Back, der auch mal die harten Yards erzielen kann, der fehlt um das schlechte Paßspiel zu entlasten.
Harbaugh hat seinen General Manager Ozzie Newsome gebeten, ihm solch einen Brecher zu verpflichten.

Sobald das letzte Heimspiel der Panthers beendet ist, fangen die Renovierungsarbeiten am Stadion an.
Als erstes werden zwei riesige Bildschirme installiert, die den Fans HD scharfe Bilder liefern sollen.
In den nächsten drei Jahren sollen immer zwischen den Saisons weitere Umbauarbeiten vorgenommen werden, um das Stadion Super Bowl tauglich zu machen.

Dienstag, 7. Januar 2014

Kurzberichte
branch-und-trofy2
Die Indianapolis Colts verkündeten die Neuverpflichtung eines Altstars, sie verpflichteten Wide Receiver Deion Branch (Bild).
Branch spielte von 2002 bis 05 und von 2010 bis 12 für die Patriots.
Ein Schelm, wer jetzt denkt, die Colts hätten Branch vornehmlich verpflichtet, um ihn auszufragen. Doch das ein oder andere wichtige Detail wird er seinem neuen Arbeitgeber wohl nennen können.
In der letzten Saison war Branch arbeitslos, nachdem die Patriots seinen Vertrag, der im März auslief, nicht verlängerten.
Ob Branch denn auch tatsächlich eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Darius Heyward-Bey zog sich gegen die Chiefs eine Oberschenkelzerrung zu, und sein Einsatz gegen die Patriots ist fraglich. Es kann also sein, daß Branch nicht nur als Spion genutzt wird, sondern auch wirklich als Spieler.
Platz im Kader bekamen die Colts, weil sie Defensive End Fili Moala und Cornerback Greg Toler auf die Verletztenliste setzten.

Die horrende Verletzungsserie der Patriots reißt nicht ab.
Am Montag gaben sie bekannt, daß sie Linebacker Brandon Spikes wegen einer Knieverletzung auf die Verletztenliste setzten.
Spikes hat in allen 16 Saisonspielen gespielt und war New Englands bester Verteidiger gegen das Laufspiel. Keiner attackierte die Line of Scrimmage so aggressiv, wie er.
Ein weiterer harter Schlag für die eh schon sehr dezimierte Verteidigung der Patriots.

Manche Teambesitzer brauchen etwas länger, um zu einer Entscheidung zu kommen.
So rätselte man, ob die Dolphins ihren Head Coach Joe Philbin feuern würden?
AM Montag entschloß man sich in Miami für die kleine Lösung und feuerte Offensive Coordinator Mike Sherman. Sherman war, nachdem er von Texas A&M gefeuert wurde, zwei Jahre bei den Dolphins beschäftigt. Vornehmlich deshalb, weil er in Texas schon Ryan Tannehill trainierte, auf den die Dolphins als Quarterback setzten.
Die Zusammenarbeit wirkte sich nicht positiv aus, denn in den zwei Saisons unter Sherman landete die Offense Miamis jeweils auf Platz 27.
Ob die Entlassung Shermans jetzt bedeutet, daß Philbin seinen Job behält, ist noch nicht sicher.

Steve Smith rechnet fest damit, daß er gegen die 49ers spielen kann.
In Woche 16 überdehnte der Wide Receiver der Panthers sich ein hinteres Kreuzband. Seiner Meinung nach ist die Verletzung ausgeheilt. Schmerzen habe er keine mehr, sagte er der Presse.

Bei den Chargers weiß man noch nicht, ob Ryan Matthews gegen die Broncos spielen kann.
Der Running Back hat sich gegen die Bengals einen verknacksten Knöchel eingehandelt, glaubt aber nicht, daß er ausfällt.

Zunächst war Defensive Coordinator Wade Phillips sogar als Head Coach der Texans im Gespräch. Jetzt ist er arbeitslos.
Houston feuerte ihn letzte Woche, was sich aber in der Organisation noch nicht herumgesprochen hat.
So fragte die Abteilung, die für den Kartenverkauf zuständig ist, bei Phillips turnusgemäß an, ob er seine Luxussuite im Stadion weiter mieten wolle?
Der soll ziemlich sauer über die Anfrage gewesen sein.

Eagles Head Coach Chip Kelly gab bekannt, daß er seine Mannschaft um Quarterback Nick Foles herum bauen will.
Das kam bei Michael Vick nicht sonderlich gut an, denn er hält sich immer noch für einen Starter in der NFL. Er will seinen Marktwert auf dem Spielermarkt testen, und wartet auf lukrative Angebote. Sein Vertrag läuft im März aus.
Vick ist 33 Jahre alt und glaubt, daß er noch sechs gute Jahre vor sich hat. Doch Interessenten werden sich eher die Jahre ansehen, die er hinter sich hat, und da werden sie sehen, daß der Quarterback in sieben Saisons nicht alle 16 Spiele mitspielen konnte.
Sollte er kein Team finden, das ihn als Starter will, so wäre er in Philadelphia mehr als willkommen, sagte Kelly. Man würde ihm dann einen guten Vertrag als Ersatz- Quarterback anbieten.
Kelly betonte, daß es für ein NFL Team wichtig ist, zwei nahezu gleichwertige Quarterbacks im Kader zu haben. Man hätte in Chicago gesehen, was ein Team mit dem richtigen Ersatzmann erreichen kann, wenn der Starter ausfällt.

2011.
Draft.
Die Bengals haben die Wahl.
Quarterback Andy Dalton oder Colin Kaepernick?
Teambesitzer Mike Brown wollte Kaepernick. Doch sein Offensive Coordinator Jay Gruden wollte unbedingt Andy Dalton.
Obwohl Kaepernick Dalton körperlich in allen Belangen überlegen war, galt er als Quarterback, der noch geformt werden musste. Dalton dagegen war in Grudens Augen bereits NFL tauglich.
Und so bedrängte er seinen Besitzer, der schließlich klein beigab und den Griff in die Kloschüssel tat, wie man heute weiß.
Aber nachher ist man ja immer schlauer.

Montag, 6. Januar 2014

Die NFL 2013 - Wild Cards - Heimvorteil? Welcher Heimvorteil?
dalton-andy3Nur ein Team konnte in der Wild Card Runde Zuhause gewinnen, die Indianapolis Colts.
Selbst die Cincinnati Bengals, die mit 8-0 Heimsiegen durch die Saison rauschten, verloren Zuhause gegen San Diego.
Das war aber trotzdem keine Überraschung. Schon nach dem Sieg im letzten Heimspiel gegen Baltimore stellte sich die Frage, ob die Bengals mit der da gezeigten Leistung in den Playoffs etwas würden bewerkstelligen können?
Und die Frage wurde eine Woche später klar und deutlich beantwortet: „Nein!“
Lag es jetzt wirklich nur an Quarterback Andy Dalton (Bild), wie viele sagen, oder ist das Team insgesamt zu schwach?
Nun, es lag auch an Andy Dalton, aber der Rest der Bengals passte sich seinem Niveau an. Statt The Red Rifle, sollte man seinen Spitznamen in The Bad Rifle umbenennen, das trifft es eher.
Seinen vier Interceptions gegen die Ravens ließ er eine Woche später gegen die Chargers zwei weitere folgen. Seine Touchdown/Interception Bilanz in den Playoffs lautet 1 zu 7.
Da brauchten die Chargers sich nicht sehr anzustrengen, um gegen ein völlig unmotiviertes und hilfloses Team eine Runde weiterzukommen.
Philip Rivers warf nur 16 Pässe, von denen 12 für 128 Yards und 1 Touchdown gefangen wurden.
The Bad Rifle hatte da mehr zu tun. Er warf 51 Pässe, von denen 29 für 334 Yards und 1 Touchdown gefangen wurde, bei besagten zwei Interceptions und einem Fumble.
San Diego setzte mehr auf das Laufspiel, als auf Pässe. Insgesamt erzielten sie als Team mit 40 Läufen 196 Yards und zwei Touchdowns.
Die Bengals gingen zwar mit einer 10:7 Führung in die Halbzeit, blieben aber im zweiten Durchgang ohne Punkte.
Weder konnte die Defense die Chargers Offense stoppen, noch brachte Cincinnatis Angriff irgend etwas positiver Zustande.
So hätte der 27:10 Sieg der Chargers eigentlich noch höher ausfallen können.
Jetzt muss San Diego nach Denver. Beide Teams konnten in der Saison ihre Auswärtsspiele gewinnen. Das spricht dann wohl für die Chargers, aber Peyton Manning und Co. werden da bestimmt ihr Veto einlegen.
Die Bengals haben jetzt seit 23 Jahren kein Playoffspiel mehr gewinnen können. Head Coach Marvin Lewis ist 0-5 in der Endrunde, Andy Dalton 0-3.

Jetzt hatten zwei Auswärtsmannschaften aus dem sonnigen Süden schon in Gefrierschränken gewonnen.
Was würden die 49ers aus San Francisco im kältesten Spiel der ersten Runde Zustande bringen?
Um es gleich zu sagen, auch sie ließen sich weder vom Auswärtsstatus, noch von der Kälte beeindrucken und legten los, wie die Feuerwehr.
Gleich die ersten beiden Angriffsserien sahen aus, als gäbe es für die Niners kein Morgen mehr. Was nach einer Niederlage in den Playoffs ja auch korrekt ist.
Beide Male marschierten sie ungebremst über das Feld, aber beide Male nur bis kurz vor die Endzone. Auf den letzten Metern hielt die Verteidigung der Packers jeweils und ließ nur Field Goals zu.
Schon früh im Spiel verlor Green Bays Defense Cornerback Sam Shields und Linebacker Mike Neal mit Knieverletzungen, konnte aber diese Verluste kompensieren.
Nachdem Aaron Rodgers im ersten Viertel keinen Pass vervollständigen konnte, kam er ab dem zweiten Viertel besser in Schwung.
So schraubte er seine Bilanz noch auf 17 vollständige Pässe aus 26 Versuchen für 177 Yards und 1 Touchdown.
Colin Kaepernick vervollständigte 16 seiner 30 Pässe für 227 Yards und 1 Touchdown bei 1 Interception.
Doch seine Laufstatistik an diesem Abend war die weitaus wichtigere. Mit sieben Läufen erzielte er 98 immens wichtige Yards und First Downs. Damit erzielte er weit über die Hälfte der 167 Laufyards, die sein Team insgesamt erzielte.
Und einer dieser Läufe war es auch, der den Packers das Genick brach. Beim Stand von 20:20 starteten die 49ers an der eigenen 20 und hatten noch 5:06 Minuten auf der Uhr. Jetzt hieß es, sich zumindest in Field Goal Reichweite zu begeben, und dabei so viel Zeit von der Uhr zu nehmen, wie möglich.
Green Bay hatte noch zwei Auszeiten, die sie nehmen mussten, als die 49ers nach einem 11 Yards Lauf von Kaepernick einen neuen ersten Versuch an der 27 der Packers erreicht hatten und anschließend Running Back Frank Gore weitere fünf Yards gutmachte.
Da war die Uhr schon auf 62 Sekunden heruntergelaufen. Nach weiteren zwei Yards von Gore musste Green Bay seine letzte Auszeit nehmen.
Da war klar, daß sie den Ball nicht mehr in der regulären Spielzeit zurückbekommen würden. Blieb die Aussicht auf einen Fehlschuss von Kicker Phil Dawson und die Verlängerung.
Dawson trat drei Sekunden vor Spielende an und beendete aus 33 Yards mit seinem Treffer zum 23:20 das Spiel und die Saison der Packers.
Beide Mannschaften hätten den Sieg verdient gehabt, doch es kann nur einen geben, wie man weiß.
San Francisco muss am Sonntag nach Carolina, was keine unlösbare Aufgabe ist.
Bleibt noch zu erwähnen, daß 49ers Defensive End Demarcus Dobbs das Spiel mit einer Knieverletzung verlassen musste und Packers Left Tackle David Bakhtiari mit einer Gehirnerschütterung ausschied.

„Reden ist Silber, Schweigen kostet Geld“
Diesen Spruch kennen wir alle, wenn auch etwas anders.
Für Marshawn Lynch wurde sein Schweigen richtig teuer. Weil der Running Back der Seahawks sich die ganze Saison über weigerte, mit den Medien zu reden, verurteilte die NFL ihn zu einer Zahlung über $50.000.
Die Regeln der Liga besagen, daß jeder Spieler zweimal in der Woche mit den Medien reden muss, wenn die das wollen und zwar vor einem Spiel und nach Spielende.
Die Strafe zeigt, daß Alles immer teurer wird. Vikings Wide Receiver Randy Moss musste 2010 deswegen nur $25.000 zahlen.

Sonntag, 5. Januar 2014

Die NFL 2013 - Wild Cards - Geschichte wurde geschrieben
luck-andrew10Das Spiel in Indianapolis hatte alle Möglichkeiten, als der Gähner schlechthin in die Geschichte einzugehen.
Bereits zur Halbzeit hatten die Chiefs sich einen Vorsprung von 21 Punkten erkämpft. Und das nicht nur durch die erwarteten Leistungen der Defense, sondern auch mit einer soliden Vorstellung der Offense.
Konnte die vor zwei Wochen nur 287 Yards im gesamten Spiel gegen die Colts erzielen, hatte sie Mitte des zweiten Viertels bereits 289 Yards erzielt.
Andrew Luck (Bild) warf zum Ende der ersten Halbzeit einen Interception, und begann die zweite Halbzeit sofort wieder mit einem. Kansas City nahm dieses Gastgeschenk dankend an und ging mit 38:10 in Führung.
Indianapolis schien sang- und klanglos unterzugehen. Vier Touchdowns Vorsprung würde sich noch nicht mal ein mieses Team abnehmen lassen, und die Chiefs mit ihrer überzeugenden Defense doch schon gleich gar nicht. Erst im dritten Viertel mussten die Chiefs zum ersten Mal punten.
Doch was dann über die Chiefs hereinbrach ist fast schon unbeschreiblich.
Andrew Luck, der bis dahin weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war, führte die Colts zu einem Comeback, das auch ein bißchen was mit Glück zu tun hatte.
In Halbzeit zwei vervollständigte er 17 seiner 24 Pässe für 314 Yards und drei Touchdowns. Einen Touchdown, bei dem das Glück dem Tüchtigen half, erzielte er selber.
Beim Stand von 41:31 für Kansas City im vierten Viertel hatten die Colts einen zweiten und zwei an Kansas Citys zwei. Luck gab den Ball an Running Back Donald Brown, der sich den Ball aus der Hand schlagen ließ. Das Ei prallte am Helm eines Colts-Spielers ab und flog glücklicherweise Andrew Luck in die Arme. Der Quarterback sprang nach vorne, streckte sich mächtig und erzielte den Touchdown zum 38:41 Anschluß.
Danach brachte Alex Smith seine Chiefs noch mal in Field Goal Reichweite, und Kansas City baute die Führung auf 44:38 aus, bei noch 5:36 Minuten auf der Uhr.
Smith hatte einen ganz hervorragenden Tag erwischt, und seine Bilanz am Ende des Spiels lautete 30 vervollständigte Pässe von 46 für 368 Yards, 4 Touchdowns und null Interceptions.
Die Bilanz von Luck sah ähnlich aus mit 29 vervollständigten Pässen von 45 für 436 Yards, auch 4 Touchdowns, aber 3 Interceptions.
Nach dem Field Goal der Chiefs dauerte es nur etwas über eine Minute, bis Andrew Luck einen 64 Yards Pass zu T.Y. Hilton warf der zum Touchdown führte und zur ersten Führung der Colts in diesem Spiel.
Die Chiefs kamen in ihrem letzten Ballbesitz noch mal an die 43 der Colts, wo sie einen vierten Versuch und 11 nicht verwandeln konnten.
So kam es zur zweitbesten Aufholjagd in der Geschichte der NFL Playoffs und zu einem 45:44 Sieg der Colts.
Nur die 32 Punkte Aufholjagd der Bills gegen die Oilers 1993 war ein größeres Comeback, als dieses.
Die Chiefs hatten eine Menge Ausfälle zu beklagen. Ob das als Entschuldigung für den Zusammenbruch reicht, darf in Frage gestellt werden.
Im ersten Viertel fiel Jamaal Charles mit einer Gehirnerschütterung aus. Charles ist nicht nur der beste Running Back der Chiefs, sondern einer der besten der Liga.
Sein Ersatzmann Knile Davis fiel in der zweiten Halbzeit mit einer Knieverletzung aus.
Auch Wide Receiver Donnie Avery und Cornerback Brandon Flowers fielen mit Gehirnerschütterungen aus.
Linebacker Justin Houston fiel mit einer Verletzung im unteren Körperbereich aus.
Auf Seiten der Colts zog sich Safety LaRon Landry eine Gehirnerschütterung zu und Wide Receiver Darrius Heyward-Bey zog sich eine Oberschenkelzerrung zu.

In Philadelphia wurde Geschichte geschrieben. Keine NFL Geschichte, aber Saints Geschichte.
Die Saints wurden 1967 gegründet und konnten noch niemals ein Playoffspiel Auswärts gewinnen. Ihre Auswärtsschwäche in der abgelaufenen Saison ist legendär (3-5), und in kaltem Wetter versagen sie sowieso.
All das in die Berechnung einbezogen konnte der Sieger nur Philadelphia heißen.
Doch New Orleans kämpfte gegen alle widrigen Umstände an, und zeigte, daß der Spruch: „Deshalb spielen wir das Spiel trotzdem“, nach wie vor stimmt.
Defensive Coordinator Rob Ryan hatte seine Verteidigung sehr gut auf die hochgeschwindigkeits Offense der Eagles eingestellt, und bei Minus vier Grad bewegte die sich nicht schneller, als andere Angriffsreihen der Liga.
Nick Foles lieferte mit 23 von 33 vervollständigten Pässen für 195 Yards und 2 Touchdowns wieder eine solide Vorstellung ab.
Drew Brees kam auf 20 von 30 für 250 Yards und 1 Touchdown, bei 2 Interceptions.
Nachdem sich beide Teams in der ersten Halbzeit erst mal in Ruhe angesehen hatten, was der andere denn an diesem eiskalten Tag so macht, traf man sich beim Stand von 7:6 für Philadelphia zur zweiten Halbzeit wieder.
Jetzt spielten beide Teams Football und boten den Zuschauern endlich etwas.
Nachdem die Saints mit 20:7 in Führung gegangen waren, holte Philadelphia sich die Führung fünf Minuten vor Spielende zurück. 24:23 für die Eagles und noch eine ganze Menge Zeit für Drew Brees.
Eine Kombination, die schon oft tödlich war, so auch dieses Mal.
Die Saints absolvierten ein Zeitmanagement, das als Lehrfilm in die Ausbildung von Head Coaches Eingang finden sollte.
First Down für First Down erspielten sich die Saints und zwangen die Eagles dazu, ihre Auszeiten zu verbrennen.
Drei Sekunden vor Spielende stand New Orleans an der 14 der Eagles und setzte sein Vertrauen auf einen der wankelmütigsten Kicker der Liga, den erst in Woche 15 verpflichteten Shane Graham.
Der dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen und setzte den Ball aus 32 Yards genau in die Mitte der Torstangen.
Endstand 26:24 für die Außenseiter aus New Orleans. Die Totenstille, die danach herrschte, hat man in einem vollbesetzten Stadion so noch nicht erlebt.
Die Saints müssen jetzt nach Seattle. Dagegen dürfte das Spiel gestern ein Spaziergang gewesen sein.
In der Saison gabs ein deutliches 34:7 für die Seahawks.
Die Saints werden wohl ohne Linebacker Parys Haralson in Seattle antreten müssen. Er soll sich einen Brustmuskelriss zugezogen haben.
Cornerback Keenan Lewis zog sich eine Kopfverletzung zu, soll aber nächste Woche dabei sein.

Kurzberichte
Nach 31 Jahren trennten sich die Wege der Titans und Mike Munchaks endgültig.
Munchak fing als Spieler bei den Houston Oilers an, wurde dann Assistenztrainer und seit 2011 war er Head Coach.
Erfolgloser Head Coach.
Die Teambesitzer überlegten noch, ob sie ihm eine weitere Chance geben sollten, entschieden sich dann aber dagegen.
Nach einer Bilanz von 22-26 Siegen als Head Coach, feuerten sie ihn am Samstag.

Daß Steelers Quarterback Ben Roethlisberger und Offensive Coordinator Todd Haley sich zum Beginn der Saison nicht gegenseitig an die Gurgel gegangen sind, ist fast schon ein Wunder.
Ihr Verhältnis besserte sich aber im Lauf der Saison.
Deshalb ist es keine große Überraschung, daß das Team Haley auch 2014 die Geschicke der Offense leiten lassen will.
Die Entscheidung ist noch nicht offiziell, aber zu 99% sicher.

In Green Bay dürfte es heute einen Kälterekord für die NFL geben. Es werden Temperaturen von unter 30 Grad Minus erwartet, in diesem Winter, der in den USA überall für Kälterekorde sorgt.
Und diesem Umstand will Ryan Pickett Tribut zollen. Der Nose Tackle der Packers will sich der Kälte entsprechend einpacken: „Ich habe dieses „keine Ärmel“ Ding 08 im Championshipspiel gegen die Giants ausprobiert,“ sagte er in einem Interview. „Ich trug keine Ärmel, und es dauerte drei Tage, bis ich wieder aufgetaut war. Das mache ich nicht noch mal. Was soll dieser Unsinn, mit der Beeindruckerei? Sie wollen uns beeindrucken, weil sie bei diesen mörderischen Temperaturen keine Ärmel tragen, wir wollen sie beeindrucken, indem wir keine Ärmel trage. Am Ende beeindruckt keiner den anderen. Deshalb werde ich mich den Temperaturen entsprechend anziehen.“
Vernünftig, der Mann.

Samstag, 4. Januar 2014

Kurzberichte
Crabtree-Michael200Vor den Sieg haben die Götter des Sports die Fairness gestellt.
Daran halten sich die Packers, und werden die 49ers auf ihrem Trainingsgelände trainieren lassen.
Die Niners flogen am Freitag in die Kühltruhe der gefrorenen Tundra. Am Samstag werden sie im Freien trainieren, um sich wenigstens eine kleine Vorstellung der unmenschlichen Kälte zu holen, die dort momentan herrscht.
Minus 30 Grad soll es sein, wenn das Spiel beginnt. Das ist auch hart für das Heimteam. Auch dessen Spieler sind nicht an diese Temperaturen gewöhnt, bei denen der menschliche Körper einfach nur aufhören will, zu funktionieren.
Ein Team aus dem sonnigen Kalifornien aber wird trotzdem etwas größere Schwierigkeiten haben, damit zurecht zu kommen.
Und heiligsprechen muss man die Packers nicht dafür, daß sie die 49ers auf ihrem Platz trainieren lassen.
Die Regeln der NFL sagen klar, daß ein Gastteam das Recht hat, einen Tag vor einem Spiel im Stadion des Heimteams zu trainieren.

Leslie Frazier blieb nicht lange arbeitslos.
Der als Head Coach bei den Vikings gescheiterte, kam in Tampa Bay unter.
Buccaneers Head Coach Lovie Smith holte ihn als Defensive Coordinator in seinen Trainerstab.
Frazier war allerdings nur die zweite Wahl, denn Smith wollte lieber Cowboys Defensive Line Coach Rod Marinelli, aber der durfte nicht gehen.

Alle Teams konnten ein Blackout ihrer Heimspiele im örtlichen Fernsehen abwenden.
In Cincinnati, Green Bay und Indianapolis haben sich örtliche Firmen gefunden, die die nötigen Tickets kauften und als Werbepräsentchen abgaben.
Damit konnte die Blamage für die NFL, ausgerechnet bei Playoffspielen Stadien nicht ganz voll zu bekommen, verhindert werden.

Wie sieht es vor den Wild Cards in den Lazaretten aus?
Bei den Chiefs wird Right Tackle Eric Fisher fehlen. Er zog sich am Donnerstag im Training eine Leistenzerrung zu.
Ob die Linebacker Justin Houston (Ellenbogen) und Tamba Hali (Knie) spielen können, steht noch nicht fest.

Bei den Colts sind so weit alle einsatzbereit. Björn Werner wurde unter der Woche zwar mit einem dicken Verband um einen Knöchel gesehen, aber das scheint auskuriert. Die Defensive Tackles Fili Moala und Aubrayo Franklin haben zwar beide Knieprobleme, sollen aber mitmischen können.

Auch Green Bay meldet keine Verletzten.
Rookie Running Back Eddie Lacy scheint seine Knöchelverletzung auskuriert zu haben. Beim Training am Freitag jedenfalls war nichts mehr davon zu spüren.

Bei den 49ers stehen noch Fragezeichen hinter den Cornerbacks Carlos Rogers und Eric Wright. Beide haben eine Oberschenkelzerrung.

Bei den Eagles plagt sich Safety Earl Wolff seit Wochen mit einem schmerzenden Knie rum. Ob er gegen die Saints spielen wird, ist noch fraglich.

Die Saints gaben bekannt, daß Running Back Pierre Thomas mit einer Brustverletzung nicht spielen kann.

Bei den Bengals stehen hinter mehreren Spielern Fragezeichen. Cornerback Terence Newman, Defensive End Wallace Gilberry, die Tight Ends Tyler Eifert und Jermaine Gresham haben kleiner Blessuren, die sie von einem Einsatz abhalten könnten.

Die Chargers wissen noch nicht, ob sie Defensive Tackle Sean Lissemore, Wide Receiver Eddie Royal oder Running Back Ryan Matthews einsetzen können?
Alle drei sind allerdings nicht schwer verletzt.

Am Mittwoch meldeten sich bei den Panthers einige Spieler zum Training zurück: Wide Receiver Steve Smith, Running Back Jonathan Stewart und Defensive Tackle Colin Cole. Alle hatten kleinere Verletzungen.
Da Carolina ja erst nächste Woche wieder ran muss, haben die Spieler noch etwas mehr Zeit, sich auszukurieren.

Der letzte große Zahltag für die NFL
Am Sonntag gab es den letzten vollen Spieltag in der Liga, und damit den letzten großen Zahltag für die NFL.
Richtig rund ging es in Seattle, wo die Rams und die Seahawks sich bekämpften.
Das führte dazu, daß vier Spieler, drei Rams, ein Seahawk, jeweils $7.875 Strafe zahlen mussten.
Insgesamt kamen aber nur magere $107.625 in die Kasse.
Den Löwenanteil davon von $21.000 musste ein Running Back zahlen. DeMarco Murray berührte einen Gegenspieler, der ihn stoppen wollte, mit dem Helm voran, was auf dem Platz nicht bestraft wurde. Doch die Liga erkannte in dem Angriff eine illegale Aktion und verschickte eine Zahlungsaufforderung.

Freitag, 3. Januar 2014

Kurzberichte
cutler-jay-bears200Jay Cutler (Bild) gehört jetzt auch zu den mittelmäßigen Quarterbacks, die ein spitzenmäßiges Gehalt beziehen.
Am Donnerstag unterschrieb der Quarterback der Bears einen Siebenjahresvertrag über $126 Millionen, von denen $54 Millionen garantiert sind.
Viel Geld für jemanden, der eigentlich noch nichts großartiges geleistet hat.
Aber in Zeiten wie diesen, in denen mittelmäßigen Quarterbacks wie Joe Flacco, Tony Romo und Co. das Geld nur so hinterhergeworfen wird, wohl etwas, woran man sich gewöhnen muss.
Jay Cutler wäre genau der Mann, der die Bears zum Gewinn der Vince Lombardi Trophäe führen kann, heißt es aus der Vorstandsetage der Bears. Eine Aussage, die einen doch am Verstand desjenigen, der sie getätigt hat, zweifeln lässt.
Aber sei es, wie auch immer. Ein Mann, dessen Touchdown - Interception Verhältnis bei 155 zu 112 steht, katapultierte sich mit dieser „Leistung“ in den Club der Großverdiener.
Doch in Chicago klammert man sich an die Hoffnung, daß Head Coach Mark Trestman um Cutler herum eine Offense aufbauen wird, die den Quarterback gut aussehen lässt.
Da gibt es noch eine Menge zu tun, stehen Cutlers mageren 19 Touchdowns in den 11 Spielen, in denen er in der letzten Saison spielte, 12 Interceptions gegenüber.

Die Polizei nahm Vikings Linebacker Erin Henderson fest, weil er im Suff mit seinem SUV unterwegs war.
Henderson kam von der Straße ab, fuhr über einen Grasstreifen und einen Parkplatz, bevor er von einem Baum gestoppt wurde.
Es war Hendersons zweite Verhaftung wegen Trunkenheit am Steuer in zwei Monaten.

Die Verhandlungen konnten zu einem guten Ende geführt werden.
Lovie Smith ist offiziell der neue Head Coach der Tampa Bay Buccaneers.
Über die Finanzen des Fünfjahresvertrags wurde noch nichts bekanntgegeben.
Smith wird sich von vielen Assistenztrainern der Bucs trennen, und einen eigenen Stab aufbauen.

In Woche 12 kugelte sich Chiefs Linebacker Justin Houston einen Ellenbogen aus.
Schlechte Nachricht für die Colts, zum Wild Card Spiel soll er wieder einsatzbereit sein.
In den Spielen, in denen Houston startete, in der letzten Saison, erzielte er 10 Sacks. Seitdem er verletzt ausschied, erzielte die komplette Defense der Chiefs nur noch 10 Sacks.

Am Donnerstag gab Kevin Gilbride bekannt, daß er in den Ruhestand treten wird.
Der Offensive Coordinator war 40 Jahre lang als Assistenztrainer bei verschiedenen NFL Teams unter Vertrag. Von 2007 bis 2013 war er für die Offense der New York Giants verantwortlich, die in der letzten Saison ein grausames Bild abgab. Schon von 2004 bis 2006 war er Quarterback Coach bei den Giants.
Gilbride gab in seinen Abschiedsworten zu, daß er mit seinem Rücktritt wohl seiner Entlassung zuvorgekommen wäre.

Noch ein Giant beendete seine Karriere.
Am Donnerstag trat auch Running Back Brandon Jacobs in den Ruhestand.
Mit 60 Touchdowns hat Jacobs so viele erzielt, wie kein andere Spieler in der Geschichte des Teams.

Ist das existierende Playoffformat unfair?
Zumindest will die NFL mal überprüfen, ob es so sein könnte.
Unabhängig davon, ob es demnächst mehr Playoffteams geben wird, will die NFL den Modus ändern.
Momentan gilt ja folgendes Kräfteverhältnis: Die Teams mit der besten Sieg - Niederlagen Bilanz, die ihre Division gewonnen haben, gehen als Nr. 1 und 2 in die Playoffs und haben eine Woche Spielfrei.
Dann kommen die Divisionsgewinner Nr. 3 und 4, die Gastgeber in den Wild Cards sind. Dabei spielt es keine Rolle, daß die Green Bay Packers nur eine Bilanz von 8-7-1 haben, und ihr Gast aus San Francisco mit 12-4 die weitaus bessere Bilanz.
Das steht zur Debatte. Die Liga überlegt, ob nicht generell das schlechtere Team zum besseren sollte, auch wenn es seine Division gewonnen hat.
Dann wären die auswärtsschwachen Saints mit 11-5 Siegen Gastgeber der Eagles, die ihre Division mit 10-6 gewannen.
Klingt, wie ein fairer Vorschlag. Doch nicht für die Teams. Hier regt sich Widerstand, denn dieser Modus würde den Wert einer gewonnen Division schmälern.
Aber es ist doch schon genug Unheil angerichtet, wenn ein Divisionssieger mit 8-7-1 Siegen in die Playoffs kommt, und ein besseres Team wie die Cardinals, die 10-6 Siege aufweisen, draußen bleibt.
Mal abwarten, was aus den Überlegungen dann konkret wird?

Es ist Winter, da draußen
Pack die Thermohose ein, denn es gibt keinen Sonnenschein, und dann geht es raus ins Stadion.
Oder auch nicht.
In Green Bay werden Rekordminustemperaturen erwartet, die die des Ice Bowls noch übertreffen, oder besser, unterbieten, sollen.
Da überlegt sich doch so mancher Fan, ob er sich das antun soll, oder ob er lieber gemütlich Zuhause bleiben, und das Spiel im Warmen auf seinem 150 Zentimeter HD Fernseher mit allen Zeitlupeneinblendungen ansehen soll? Zumal das eigene Team als Aussenseiter ins Spiel geht.
In Green Bay dürfte das nichts werden.
Hier sind noch so viele Tickets für das Spiel gegen San Francisco nicht verkauft, daß das Spiel nach momentanem Stand, nicht im örtlichen Fernsehen übertragen werden darf.
Wer also nicht ins Stadion geht, hat auch kaum die Chance darauf, das Spiel überhaupt zu sehen, von all den hundert illegalen Möglichkeiten das Spiel doch sehen zu können mal abgesehen.
Noch aber besteht die Chance, daß örtliche Firmen die restlichen 3.000 Tickets kaufen, damit ihre lokale Werbung, die sie für das Spiel schon gebucht haben, auch wirklich im Fernsehen zu sehen sein wird.
Aber auch Indianapolis und Cincinnati haben ihre Stadien immer noch nicht ausverkauft. Hier gilt dasselbe.
Nur die Eagles sind heiß darauf, eine weitere Schlacht im eiskalten Schneegestöber mitzuerleben. Das Stadion wird voll sein. Hier sind die Eagles aber auch hoher Favorit, gegen ein Saints Team, daß in den 47 Jahren seiner Existenz noch niemals ein Auswärtsspiel in den Playoffs gewinnen konnte.
Ein paar Stunden bleiben den anderen drei Teams noch, denn ein Spiel muss 72 Stunden vor Kickoff ausverkauft sein. Doch die NFL hat den drei Teams etwas mehr Zeit zugestanden für die Wild Card Spiele.
Am Freitagnachmittag, zur jeweiligen Ortszeit, müssen die Karten aber verkauft sein, sonst gibt's Heidi statt Football.

Donnerstag, 2. Januar 2014

Kurzberichte
smith-lovieDie Tampa Bay Buccaneers haben als zweites führerloses Team einen neuen Head Coach gefunden.
Zwar gäbe es noch einige Details zu klären, aber im Grunde wären sich die Bucs und Lovie Smith (Bild) einig, heißt es.
Seine Bilanz als Head Coach in Chicago lautete: 81-63 Siege, 3 Playoffteilnahmen, eine Super Bowl Teilnahme in neun Jahren. Nach der Saison 2012 wurde er gefeuert, weil den Verantwortlichen der Bears nur drei Playoffteilnahmen in neun Jahren zu wenig waren.
Seine Karriere als NFL Coach begann Smith in Tampa Bay. Von 1996 bis 2000 war er Linebackers Coach unter Tony Dungee.
Wenn die Unterschriften erfolgen, sollen sie unter einem Vierjahresvertrag stehen, dessen finanziellen Einzelheiten noch zu den Details gehören, über die man spricht.
Einen neuen General Manager haben die Bucs, die Mark Dominik am Montag zusammen mit Greg Schiano feuerten, noch nicht gefunden.

Um Aaron Rodgers ranken sich Gerüchte, daß er schwul wäre.
Der Quarterback der Packers schafft es trotz allen Medienhypes um ihn, sein Privatleben gut abzuschotten.
In einem Radiointerview sagte Rodgers, daß man mit so einem Blödsinn leben müsse. Er betonte, daß er nicht schwul wäre und ihm die ganze Sache keine große Kopfschmerzen bereite.

Josh Freeman musste die Buccaneers verlassen, weil man dort kein Vertrauen mehr in die Arbeitsmoral des Quarterbacks hatte.
In Minnesota, wo er unerklärlicherweise für viel Geld landete, spricht man die Sache etwas anders aus. Vier Spieler, die nicht genannt werden möchten, sagten, daß Freeman schlicht faul sei. Er käme zu spät zu Mannschaftsbesprechungen und auf dem Trainingsgelände würde er sich auch nur sehr sparsam bewegen.
Drei Millionen Dollar mussten die Bucs dem Quarterback zahlen, der in einem einzigen Spiel gegen die Giants antrat, nachdem er die Offense der Vikings erst ein paar Tage kannte.
Das ging erwartungsgemäß schief, und Freeman wurde nie wieder eingesetzt.
Ob Freeman 2014 noch bei den Vikings sein wird?
Eher nicht. Die Bucs haben die achte Wahl in der Draft, und es könnte gut sein, daß sie sich da für einen Quarterback entscheiden.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: RB LE GARRETTE BLOUNT, NEW ENGLAND PATRIOTS
24 Läufe für 189 Yards, 2 Touchdowns, 2 Kickoffreturns über 145 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB DEE MILLINER, NEW YORK JETS
4 Tackles, 2 Interceptions, 5 abgewehrte Pässe
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K ADAM VINATIERI, INDIANAPOLIS COLTS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
24 von 31 Pässen für 381 Yards, 4 Touchdowns
Seine 19. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: DE GREG HARDY, CAROLINA PANTHERS
6 Tackles, 4 Sacks
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K PHIL DAWSON, SAN FRANCISCO 49ERS
3 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 1. Januar 2014

Peyton Manning hält einen Rekord, der keiner ist... oder doch... oder so.
manning-bronco4Es geht um sieben Yards, die ihm im Spiel gegen Oakland bei einem Pass zu Eric Decker zugesprochen wurden, und die ihm nachträglich aberkannt werden sollten.
Der Quarterback der Broncos warf einen Pass zu Decker, der den Ball hinter der Scrimmageline annahm und sieben Yards nach vorne trug. Damit kam Peyton Manning auf 5.477 Passyards in der Saison, einen mehr als der alte Rekord von Saints Quarterback Drew Brees.
Nach genauerer Ansicht aber erkannte die NFL, daß die Statistiker der Raiders, die für das Spiel verantwortlich waren, diesen Pass als Laufspiel hätten werten müssen.
In der Videoaufnahme erkennt man, daß der Pass nicht nur parallel zur Anspiellinie fliegt, sondern tatsächlich sogar etwas nach hinten. Somit hätte der Spielzug als Laufspielzug in die Statistik eingehen müssen.
Doch die NFL, die gerade erst den Steelers die Playoffteilnahme gestohlen hatte, wollte wohl in einer Woche nicht gleich zwei Diebstähle begehen. Das Elias Sports Bureau, das die Statistiken für die NFL aufbereitet, sagte in einer Stellungnahme, daß es die fairste Entscheidung wäre, wenn man den Spielzug so stehen lassen würde, wie er von den Statistikern der Raiders in den Spielbericht geschrieben wurde.
Sozusagen eine Tatsachenentscheidung, die nachträglich nicht korrigiert werden kann, so wie eine Strafe bei einem Field Goal Versuch, die nicht ausgesprochen wurde und Pittsburgh den Einzug in die Playoffs verwehrte.
Zwei Diebstähle in einer Woche waren der NFL dann wohl doch zu viel.

Kurzberichte
Die Houston Texans wollten unbedingt einen erfahrenen Ex-NFL Coach als neuen Cheftrainer verpflichten.
Als erstes streckten sie ihre Fühler nach Lovie Smith aus, der die Bears in den Super Bowl brachte.
Am Dienstag präsentierten sie ihren neuen Head Coach... Bill O`Brien, einen Collegetrainer von Penn State. Mit den Nittany Lions konnte er 15 von 24 Spielen gewinnen, obwohl das Team unter starken Sanktionen leiden musste, die ihm auferlegt wurden, bevor O`Brien als Head Coach dort landete.
Vorher war er fünf Jahre lang als Assistent in der Offense der Patriots tätig. Etwas NFL Erfahrung bringt er also doch mit.

Am 1. Dezember 2012 erschoss sich Chiefs Linebacker Jovan Belcher auf dem Parkplatz vor dem Arrowhead Stadion, nachdem er zuvor Zuhause seine Freundin erschossen hatte.
Belchers Mutter verklagte die Chiefs, die für ein Schädel- Hirntrauma ihres Sohnes verantwortlich wären, auf die Zahlung einer für amerikanische Verhältnisse sehr niedrigen Summe von $15.000.
Um Beweise für die Gehirnschädigung zu finden, ließ sie ihren Sohn letzten Monat, über ein Jahr nach seiner Beerdigung, exhumieren.
Das Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.

Und da haben wir sie wieder, die Diskussion, ob es gut oder schlecht ist, die Starter in bedeutungslosen Spielen vor den Playoffs zu schonen.
Chiefs Head Coach Andy Reid ließ 20 seiner 22 Starter gegen die Chargers nur zusehen. Der Rest der Truppe lieferte San Diego einen tollen Kampf, der, ach, das ist Geschichte...
Ob es fair und sportlich ist, den Wettbewerb durch das Einsetzen eines Ersatzteams zu verzerren?
Nein, an sich nicht, aber die Chiefs hatten sich das Recht darauf, ihre Starter zu schonen, durch ein gutes Abschneiden in der Saison erkämpft. Da ist es legitim, sie am Ende der regulären Saison keiner Verletzungsgefahr mehr auszusetzen.
Man erinnere sich nur an Wide Receiver Wes Welker, der sich 2009 im letzten Saisonspiel ein Kreuzband riss, als es für die Patriots um nichts mehr ging.
Ob es sinnvoll ist, die Starter aus ihrem Rhythmus zu holen, um ihnen eine Woche Pause zu gönnen?
Nicht immer. Oft macht es den Spielern nichts aus, aber die Indianapolis Colts haben sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht, und oft schlechte Leistungen abgeliefert, nachdem sie zum Saisonende ihre Starter schonten.
Sei es wie auch immer. Am Samstag werden wir sehen, ob es die richtige Entscheidung von Andy Reid war.

Stell Dir vor, es sind Playoffs, und keinen interessierts.
Die Packers, die 301 Heimspiele in Folge ausverkaufen konnten, haben noch 11.000 nicht verkaufte Eintrittskarten für das Wild Card Spiel gegen die 49ers.
Und sie sind nicht die Einzigen. Auch die Indianapolis Colts stehen kurz davor, daß ihr Heimspiel gegen die Chiefs nicht im örtlichen Fernsehen übertragen werden darf. Sie müssen bis Donnerstagnachmittag noch 6.000 Tickets verkaufen, um einem Blackout zu entgehen.
Bei diesen beiden Teams ist es ein Wunder, daß die Fans die Kartenschalter nicht stürmen.
Etwas anders sieht es in Cincinnati aus. Daß die Fans dort ihrem eigenen Team nicht so recht trauen, ist verständlich. Die Bengals haben noch 10.000 Karten an die Fans zu bringen, um das Stadion auszuverkaufen.
Drei Playoffteams, die ihre Heimspiele noch nicht als ausverkauft melden konnten, darunter die Packers, das ist sehr, sehr eigenartig.

Fortsetzung des Verletzungsreports
Die 49ers werden gegen Green Bay sehr wahrscheinlich auf Cornerback Carlos Rogers verzichten müssen. Er leidet an einer Oberschenkelzerrung.

Die Chiefs setzten Linebacker James-Michael Johnson auf die Verletztenliste. Er zog sich gegen die Chargers eine Sprunggelenksverletzung zu.

Colts Linebacker Björn Werner nahm nicht am Training teil. Einer seiner Knöchel steckte in einem dicken Verband.
Auch Wide Receiver Darrius Heyward-Bey nahm nicht am Training teil, doch für sein Fehlen wurden keine Gründe genannt.

Im Sieg gegen Miami zog sich Jets Guard Willie Colon einen Trizepsriss zu.
Das wird die Chancen des 30-jährigen, dessen Vertrag im März ausläuft, schmälern, einen lukrativen Vertrag zu ergattern.

Am Dienstag sah man Eli Manning an Krücken rumhumpeln.
Der Quarterback der Giants zog sich im Spiel gegen Washington eine schwere Verletzung an einem Knöchel zu.
Sein Teamkollege, Offensive Tackle Will Beaty brach sich ein Bein, wird aber zu Beginn des Trainingslagers wieder hergestellt sein.

Die NFL Saison 2014 - Wer spielt gegen wen?
Die Saison ist noch nicht Zuende, da erfährt man schon, wer 2014 gegen wen spielt.
Der Spielplan kommt natürlich erst im April, aber wie schwer es Eure Lieblingsteams haben werden könnt ihr schon mal HIER nachlesen.
Los geht es am 4. September. Der Super Bowl findet am 1. Februar 2015 statt.

 

 

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