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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Freitag, 15. November 2013

Die NFL 2013 - Woche 11 - Guter Auftakt
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Die Colts machten mal wieder einen auf Patriots und verschliefen die erste Halbzeit. So was ist schon oft schiefgegangen.
Erst in der zweiten Halbzeit wachten sie auf und nahmen das Spiel ernst. Da lag Tennessee bereits verdient mit 17:6 in Führung.
Titans Ersatz- Quarterback Ryan Fitzpatrick sah so aus, als wäre er an diesem Abend der bessere Quarterback auf dem Platz. In der zweiten Halbzeit schaffte es Andrew Luck (Bild) allerdings, diesen Eindruck zu korrigieren und spielte so, wie man es von ihm erwarten konnte.
Den Eindruck allerdings, daß Trend Richardson ein Vollflop ist, konnte der Running Back nicht korrigieren. Der Mann, für den die Colts ihre ersten Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der nächsten Draft an die Browns abgaben, kommt nicht in die Gänge.
Mit neun Läufen erzielte Andrew Luck 31 Yards und einen Touchdown. Das ist mehr als Richardson, der mit acht Läufen 22 Yards erzielte und ohne Touchdown blieb.
Die Browns hatten also das richtige Gespür, als sie ihn an Indianapolis abgaben.
Gut, daß Indi mit Donald Brown einen Running Back hat, der seinen Job gut macht. Er erzielte mit 14 Läufen 80 Yards und 2 Touchdowns.
Die Titans kämpften praktisch um ihre letzte Chance auf eine Playoffteilnahme. Und sie sahen aus wie ein Team, das diese Mission erfüllen will. Doch auch wenn Quarterback Fitzpatrick gut spielte, und auch der lethargische Running Back Chris Johnson mal wieder ein gutes Spiel mit zwei Touchdowns ablieferte, reichte es am Ende nicht.
Indianapolis konnte den 11 Punkterückstand in einen 30:27 Sieg umwandeln und bleibt mit 7:3 Siegen weiter unangefochten auf Platz eins der AFC South. Die Titans bleiben mit 4:6 Siegen rechnerisch noch im Rennen, müssen aber laufend auf Ausrutscher anderer Teams lauern.

Ed Reed landet in New York
Kurz nachdem die Texans Ed Reed gefeuert hatten, fand er einen neuen Arbeitgeber.
Jets Head Coach Rex Ryan kennt den Safety noch gut aus gemeinsamen Tagen in Baltimore. Er überzeugte seinen General Manager, daß Reed eine gute Wahl wäre.
Obwohl Reed nur zwei Stunden Schlaf hatte, bevor die Jets ihr Training begannen, nahm der Safety daran teil. Alles deutet darauf hin, daß er gegen Buffalo in der Startformation stehen wird.
Bleibt die Frage, welchen Einfluß er haben wird. Die Jets haben eine der stärksten Abwehrreihen gegen den Lauf, können aber keine Pässe abfangen. Da sind nur fünf Teams noch schlechter als die New Yorker. Ob das mit Reed, der 2013 noch keinen Pass abgefangen hat, besser wird?

Donnerstag, 14. November 2013

Kurzberichte
manning-bronco3Die Denver Broncos verwendeten viel Trainingszeit darauf, ihren kostbarsten Besitz, Peyton Manning (Bild), besser zu schützen.
Unterdessen, nahm der Quarterback nicht am Training teil, um seine beiden angeschlagenen Knöchel zu schonen.
Allerdings, so melden es Beobachter, humpelte Manning nicht, der sich das Training ansah.
Im „Spitzenspiel“ gegen Kansas City (es ist eigenartig, die Worte Kansas City und Spitzenspiel in einem Satz zu nennen), will er auf jeden Fall den Angriff führen.
Und da braucht er wirklich besseren Schutz, denn die Chiefs stehen vornehmlich wegen ihrer Defense ungeschlagen auf Platz eins der AFC West. Sie führen die NFL mit 36 Sacks an.
Konnte Manning in den ersten sechs Saisonspielen nur fünfmal von gegnerischen Verteidigern gesackt werden, erwischten sie ihn in den letzten drei Spielen achtmal. Und nachdem er den Ball geworfen hatte, musste er noch 30 Hits einstecken.
Da heißt es für die O-Line: „üben, üben, üben.“

„Warum darf Dwayne Bowe am Sonntag spielen und wird nicht suspendiert?“
Ganz einfach, weil die Regeln das nicht vorsehen.
Zwar sieht es so aus, als ob der Wide Receiver der Chiefs nach seiner Verhaftung einen Sonderstatus genießt, weil er im Divisionsduell gegen Denver dringend gebraucht wird, aber das stimmt so nicht ganz.
Nicht die Chiefs können Bowe für seine Verhaftung wegen zu schnellen Fahrens und Marihuanabesitzes bestrafen, sonder dafür ist die Liga zuständig. Und die bestraft einen Spieler meistens erst, nachdem die juristischen Verfahren abgeschlossen sind.
Bowe wird der Verteidigung der Broncos also völlig im Rahmen der im Tarifvertrag vereinbarten Regeln Probleme bereiten.

Texans Head Coach Gary Kubiak wird am Sonntag gegen Oakland die Geschicke seines Teams leiten.
Im beinahe schon aussichtslosen Versuch, seinen Arbeitsplatz über die Saison 2013 hinaus zu sichern, wollte er nach seinem Zusammenbruch schnell wieder in seinen Job zurück.
Die Ärzte hätten ihm einen Plan zusammengestellt, damit er sich nicht überanstrengt, und daran würde er sich halten, sagte er am Mittwoch der Presse. Doch er wolle auf jeden Fall verhindern, daß seine Texans am Sonntag mit der achten Niederlage in Folge einen neuen Teamrekord aufstellen.
Der 52-jährige Workaholic riskiert damit allerdings seine Gesundheit. Ob er seine Entlassung verhindern kann, wird man sehen.

„Watt is en Lisfranc?“
Da stellen wir uns mal ganz dumm.
Jake Locker hat sich die Zeit genommen, seinen Fans diese Verletzung genauer zu erklären. Das ist nicht schlecht, kommt sie in letzter Zeit doch mehr und mehr in Mode.
Eine Lisfrancverletzung liegt vor, wenn Knochen im Mittelfuß gebrochen oder wenn Bänder, die den Mittelfuß unterstützen, gerissen sind.
Die Lisfrancregion ist dort, wo die langen Knochen des Vorderfußes auf die kurzen Knochen des Mittelfußes treffen (wenn ich das Ärztekauderwelsch richtig verstanden habe).
Bei dem Quarterback der Titans ist es nun so, daß er auf jeden Fall operiert werden muss, und seine Karriere damit beendet sein könnte.
Lisfrancverletzungen rangieren tatsächlich von „vernachlässigbar“ bis „karrierebeendend“. Die Behandlungsmethoden gehen von einfachen Stützverbänden bis zur Operation und dem Einsetzen mehrerer Schrauben.
Und ich muss nach dieser Erklärung nie mehr erklären, was eine Lisfrancverletzung ist, sondern kann einfach nur schreiben, daß jemand eine solche Verletzung hat.
Uff!
Danke Mr. Locker.

Am Mittwoch verstarb Todd Christensen.
Der Tight End spielte von 1978 bis 1988 für die Raiders. Fünfmal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Bei einer Lebertransplantation in einem Krankenhaus in der Nähe seines Wohnorts Alpine, Utah, kam es zu Komplikationen, die der 57-jährige nicht überlebte.
Als strenger Mormone trank Christensen keinen Alkohol. Einer seiner vier Söhne sagte der Presse, daß die Leberprobleme seines Vaters vor 25 Jahren begannen, nach einer stümperhaften Gallenblasenoperation.
Christensen fing in seiner NFL Karriere 461 Pässe für 5.872 Yards und 41 Touchdowns.

Die besten Spieler der Woche 10

AFC
OFFENSE: WR DEMARYIUS THOMAS, DENVER BRONCOS
7 gefangene Pässe für 108 Yards, 3 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB PAUL POSLUSZNY, JACKSONVILLE JAGUARS
8 Tackles, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K JUSTIN TUCKER, BALTIMORE RAVENS
2 von 2 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
34 von 41 Pässen für 392 Yards, 4 Touchdowns
Seine 18. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: LB LUKE KUECHLY, CAROLINA PANTHERS
1 Sack, 11 Tackles, 1 abgewehrter Pass
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR TAVON AUSTIN, ST. LOUIS RAMS
1 Puntreturn über 98 Yards zum Touchdown, 2 gefangene Touchdownpässe
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 13. November 2013

Kurzberichte
reed-ed4Die Texans haben ihren fünf Millionen Dollar teuren Irrtum endlich eingesehen und korrigiert. Gestern feuerten sie Safety Ed Reed (Bild).
Reed kam von den Ravens nach Houston und hatte eine Rückenverletzung im Gepäck. Die Texans wussten davon, als sie ihn verpflichteten, setzten aber auf die „Wird schon gutgehen“ Karte.
Reed hatte 11 Jahre in Baltimore gespielt und sah größere Chancen mit den Texans einen weiteren Super Bowl zu gewinnen, als mit den Ravens.
Es kam, wie es kommen musste, Reed musste operiert werden und verpasste das Trainingslager und die ersten Saisonspiele.
In den sieben Spielen, die er 2013 bestritten hat, konnte er keinen Pass abfangen.
Als er sich dann auch noch am Sonntag nach der Niederlage gegen die Cardinals darüber beschwerte, daß die Texans ausgespielt wurden und die Trainer von der gegnerischen Crew übertrumpft wurden, war das Maß voll.
Die Texans setzten Reed auf die Verzichtsliste, von der ein anderes Team ihn aufnehmen kann.
Sein Restgehalt für 2013 beträgt noch eine Million Dollar plus $62.500 für jede Woche, die er im aktiven Kader ist. Fast schon ein Schnäppchen.

Chiefs Wide Receiver Dwayne Bowe ist nicht nur auf dem Platz schnell. Weil er mit seinem Auto zu schnell unterwegs war, wurde er von der Polizei in Kansas City angehalten.
Der Polizist roch Marihuana, als Bowe das Fenster runterkurbelte. Ein Passgier auf dem Beifahrersitz hatte zwei Marihuanazigaretten in seinem Besitz und ein weiteres Päckchen, das gefunden wurde, gehörte Bowe.
Bowe und sein Beifahrer wurden verhaftet und später auf Kaution freigelassen.
Da er 2009 schon einmal wegen Drogenvergehen für vier Spiele suspendiert war, dürfte ihm nun gleiches blühen.

Die Packers setzten Quarterback Seneca Wallace auf die Verletztenliste. Der Ersatzmann für Aaron Rodgers verletzte sich gegen Philadelphia an der Leiste und seine Saison, und vielleicht seine Karriere, ist beendet.
Green Bay hat Scott Tolzien als Starter gelistet und Matt Flynn als Ersatzmann für ihn.
Da die Schulterverletzung von Rodgers sich nur als angebrochenes Schlüsselbein entpuppte, wird er bereits für das Spiel in Detroit an Thanksgiving wieder zurückerwartet.

Die Zeit für Darren McFadden in Oakland dürfte langsam abgelaufen sein. Der ewig verletzte Running Back hat mit Rashard Jennings einen starken Konkurrenten im Team.
Jennings ersetzte McFadden in den letzten zwei Wochen, und er ersetzte ihn gut. Obwohl Jennings fünf Spiele weniger als Starter bestritten hat, als McFadden, hat er einen Vorteil von 520 zu 437 Yards.
McFadden, der in einem Vertragsjahr ist, sollte sich schon mal nach einem anderen Arbeitgeber umsehen.

Dienstag, 12. November 2013

Die NFL 2013 - Woche 10 - Die Bucs ertränken den Fisch
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Ich schäme mich unglaublich“, sagte Titans Tight End Delanie Walker (Bild), nachdem sein Team sich gegen die Jaguars lächerlich gemacht hatte.
Bei den Dolphins dürften sich heute auch einige Spieler und Trainer abgrundtief schämen.
Nachdem die Jaguars am Sonntag in ihrem neunten Spiel den ersten Sieg einfuhren, ließen sie die Buccaneers als einziges noch siegloses Team zurück. Doch die nutzten das Monday Night Spiel gegen Miami, um auch ihren ersten Sieg zu erringen. 
In der ersten Angriffsserie zeigte sich, daß sie einen Running Back gefunden haben, der das Team nach vorne bringen kann. Mike James erzielte mit fünf Läufen 41 Yards.
Großes Pech, daß sie ihre Entdeckung sofort verloren. Beim Versuch in die Endzone der Dolphins zu gelangen brach der Rookie sich den linken Knöchel. Sollten die Buccaneers nicht in die Playoffs kommen (ein bißchen Spaß muss sein) dann ist die Saison für ihn wohl beendet.
Wo wir gerade bei Laufyards sind; Miami erzielte mit 14 Läufen zwei (2) Yards. Darüber können selbst die Ravens nur lachen.
Ich verrate wohl nicht zuviel, wenn ich sage, daß das ein Minusrekord für die Dolphins ist.
Durch das ganze Theater um Incognito und Martin fehlten ihnen zwei erfahrene Spieler in der Offensive Line, was als winzige Entschuldigung gelten kann.
Mit dem letztlich verdienten 22:19 Sieg seines Teams konnte Buccaneers Head Coach Schiano das Feuer unter seinem Stuhl nicht löschen, aber das Feuer unter dem Stuhl von Dolphins Head Coach Joe Philbin hat er kräftig angefacht.

Kurzberichte
„Wenn man sieht, was heute passiert ist, war es keine gute Entscheidung, Rob Ryan zu feuern“, sagte Cowboys Besitzer Jerry Jones nachdem sein Team von den Saints zerlegt wurde.
New Orleans stellte mit 40 ersten Versuchen einen neuen Ligarekord auf und die 625 Yards, die sie dabei erzielten, sind ein neuer Minusrekord für die Dallas Cowboys.
Während also die von Defensive Coordinator Monte Kiffin geleitete Defense der Cowboys keinen Einfluß auf das Spiel hatte, erlaubte die von Rob Ryan geleitete Verteidigung der Saints Dallas nur 345 Yards.
Die Defense der Cowboys hat in den bisherigen Spielen bereits vier gegnerischen Angriffen mehr als 500 Yards erlaubt.
Und Verletzungen sind da keine gute Ausrede, denn damit hatte auch Ryan letztes Jahr in Dallas zu kämpfen, und hat seine Sache besser gemacht, als der über 70-jährige Kiffin.
Die Befürchtung, daß Kiffin der Geschwindigkeit in der NFL nicht mehr zu folgen imstande ist, bewahrheitet sich.
Vielleicht erlöst Jones ihn ja am Ende der Saison?

Die Packers haben nun doch auf Matt Flynn zurückgegriffen.
Nachdem auch Rodgers-Ersatz Seneca Wallace verletzt vom Platz musste, war mehr als Not am Mann.
Flynn hat schon einige Jahre in Green Bay verbracht, bevor er es vergeblich als Starter in Seattle und Oakland versuchte.
Ob Flynn sofort starten wird, steht noch nicht fest. Scott Tolzien, der Wallace ersetzte, spielte nicht schlecht, und Wallace kann vielleicht schon am Sonntag wieder spielen.

Wenn keine vernünftigen Angebote mehr aus der NFL kämen, so sagte Quarterback Tim Tebow, dann würde er gerne Collegespiele für das Fernsehen kommentieren.
Was also heißt: „Tim Tebow wird demnächst Collegespiele für das Fernsehen kommentieren.“
Was für eine ausgezeichnete Idee. Geld kann man da auch verdienen, und so nebenbei kann er seine Zuhörer zu Gott bekehren.
Er sagt zwar sehr oft „weißt Du“, „ich glaube“, „großartig“ und „gesegnet“, aber das kann ein Sprachtrainer ihm abgewöhnen.
Wobei, das mit dem Abgewöhnen hat bei seiner Wurftechnik ja auch nicht geklappt.
Egal, ESPN hat schon Interesse bekundet.
Amen!

Der Verletzungsreport.
Natürlich gab es auch in Woche 10 wieder zahlreiche Verletzungen.
Titans Quarterback Jake Locker zog sich einen Bruch des Mittelfußknochens zu, und seine Saison ist beendet.

Seahawks Cornerback Brandon Browner zog sich gegen Atlanta eine Leistenzerrung zu und wird auf unbestimmte Zeit ausfallen.

Broncos Quarterback Peyton Manning verließ das Spiel gegen San Diego mit deutlichem Humpeln. Doch am Montag gab es Entwarnung. Sein verletzter Knöchel wird ihn nicht vom Einsatz gegen die bisher ungeschlagenen Chiefs abhalten.

Saints Safety Kenny Vaccaro zog sich gegen Dallas eine Gehirnerschütterung zu. Er könnte zwei Spiele ausfallen.

Cowboys Linebacker Sean Lee wird mit einer Oberschenkelzerrung etwa vier Wochen ausfallen.

Bears Quarterback Jay Cutler verstauchte sich den Knöchel und soll nur ein Spiel verpassen.
Sein Teamkollege, Cornerback Charles Tillman, zog sich eine Trizepsverletzung zu. Wann er wieder eingesetzt werden kann, ist fraglich.

Montag, 11. November 2013

Die NFL 2013 - Woche 10 - Der Sonntag
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Der erwartete Showdown war das Spiel der Broncos in San Diego nicht wirklich. Doch für Denver war es ein kostspieliger 28:20 Sieg, wenn sie nächsten Sonntag ohne Peyton Manning (Bild) gegen die ungeschlagenen Chiefs antreten müssten.
In den letzten Minuten des Spiels wurde Manning von Defensive End Corey Liuget hart getroffen und zu Boden gerissen. Manning fasste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an sein rechtes Bein. Als er aufstehen wollte, ging er sofort auf die Knie. Humpelnd brachte er das Spiel Zuende, und er, und alle Broncos-Fans, sind gespannt darauf, was die ärztlichen Untersuchungen heute ergeben.
Er fühle sich ziemlich angeschlagen, sagte er nach dem Spiel. Auf die Frage, ob er gegen Kansas City wird spielen können, antwortete er vorsichtig: „Ich plane es.“
Schlecht wäre es nicht, wenn er mitmischen könnte. Auch gegen San Diego erzielte er wieder 330 Passyards und vier Touchdowns.

Der Kampf um die alleinige Führung in der NFC North zwischen Detroit und Chicago war ein echtes Spitzenspiel.
Bears Quarterback Jay Cutler schien seine Leistenverletzung gut auskuriert zu haben. Zumindest bis ins dritte Viertel. Da begann er plötzlich zu humpeln. Doch es soll nicht die Leiste gewesen sein, die ihm Schmerzen bereitete, sondern ein Sprunggelenk.
Im letzten Viertel, in der letzten Angriffsserie, kam Josh McCown für ihn auf den Platz. Völlig kalt von der Bank beim Stand von 21:13 für Detroit führte er Chicago von der eigenen 26 an die 11 der Lions. Hier warf er einen Touchdownpass zu Brandon Marshall, 21:19. Eine Zweipunktekonversion musste her, um den Ausgleich zu erzielen.
McCown passte in Richtung Dante Rosario, doch der Ball segelte über die Endzone hinaus. Aber Detroits Defensive End Willie Young hatte McCown mit dem Helm voran berührt und so kam Chicago zu einem zweiten Zweipunkteversuch.
Dieses Mal sollte Matt Forte in die Endzone laufen, aber Detroits Verteidigung war auf der Hut und stoppte ihn weit vor der Goalline.
Durch diesen 21:19 Sieg steht Detroit jetzt alleine an der Spitze der Division, denn Green Bay verlor Zuhause gegen Philadelphia. Ohne Aaron Rodgers dürfte Green Bay sich aus dem Rennen um die Playoffs verabschiedet haben, zumal sich sein Ersatzmann Seneca Wallace an der Leiste verletzte und auch einige Zeit ausfallen könnte..
Anders die Eagles. Die stehen mit 5-5 Siegen punktgleich mit Dallas an der Spitze der NFC East.

Vor dem Spiel in New Orleans lautete die Frage: „Werden die Cowboys mithalten können?“
Schon früh musste man die Frage umformulieren in: „Wie hoch?“
Es heißt zwar, daß nicht alles Gold ist, was glänzt, aber für das Sunday Night Spiel traf das nicht zu. Hier glänzte nur das Gold der Saints-Helme.
Dallas war weniger als ein Trainingsgegner. Als die Verteidigung auch noch ihren „Quarterback“ Sean Lee verlor, war es ganz vorbei.
Die Saints stellten mit 40 ersten Versuchen in einem Spiel einen neuen NFL Rekord auf.
Da konnten die hilflosen Cowboys mit neun nicht so ganz mithalten.
Der 40. First Down wird Dallas sehr sauer aufgestoßen sein. Es waren nur noch ein paar Sekunden zu spielen. Man war schon mitten in der „Müllzeit“. Die Saints hatten einen dritten Versuch und vier nicht geschafft, wurden sogar einen Yard zurückgedrängt. Doch es galt ja nur noch den Ball zu sichern, niemanden mehr zu verletzen und endlich unter die Dusche zu kommen. Da brach die Aggressivität von Saints Head Coach Sean Payton durch. Er wies seine Spieler an, den Versuch nicht abzuknien, sondern den Rekord zu schaffen. Running Back Pierre Thomas erzielte genau die nötigen Yards.
Die beiden Teams, die bisher mit 39 Yards den Rekord hielten, Houston Texans und Detroit Lions, brauchten beide die Verlängerung, um so viele First Downs zu erzielen.
Glück für Dallas, daß New Orleans in der zweiten Halbzeit leicht zurückschaltete, sonst wäre das Spiel noch höher als 49:17 ausgegangen.

In Baltimore trafen die Bengals zum Divisionsduell auf die Ravens.
Es war ein Spiel zweier grausam grottenschlechter Quarterbacks.
Nachdem Baltimore die erste Halbzeit mit 17:0 gewann, gewann Cicinatti die zweite Halbzeit mit 17:0.
So ging diese grässliche, kaum an Football erinnernde, Angelegenheit auch noch in die Verlängerung.
Hier kamen die Bengals mit ihrer ersten Angriffsserie nicht in Field Goal Reichweite. Baltimore schon. Jason Tucker traf aus 46 Yards zum 20:17 Sieg.
Die „Leistung“ zweier hochbezahlter NFL Quarterbacks sah wie folgt aus:
Joe Flacco: 20 von 36 für 140 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions, 5 Sacks
Andy Dalton: 24 von 51 für 274 Yards, 2 Touchdowns, 3 Interceptions, 5 Sacks.
Baltimore hat jetzt 4-5 Siege und liegt damit noch zwei hinter Cincinnati mit 6-4.

Man kann gegen die Rams verlieren. Man kann auch Zuhause gegen die Rams verlieren. Aber man darf sich nicht im eigenen Stadion von den Rams abschlachten und demütigen lassen.
Schon zur Pause führte St. Louis in Indianapolis mit 28:0.
Mitte des dritten Viertels stand es gar 38:0, bevor Indianapolis zu acht Punkten kam.
Im letzten Viertel passierte nichts mehr und es blieb bei diesem doch unerwartet hohen 38:8 Sieg für die Rams.
Colts Head Coach Chuck Pagano bei der Pressekonferenz als wütend zu bezeichnen wäre die Untertreibung des Jahres.

Und der Titel „Versager des Jahres“ geht an Tennessee.
Die Trottel verloren Zuhause mit 27:29 gegen... die.... Jaguars.
Applausapplausapplaus!!!
Doch die Titans verloren nicht nur das Spiel sondern auch Quarterback Jake Locker. Er verletzte sich am Fuß und es heißt schon, daß die Saison für ihn beendet ist.

Kurzberichte
Big Ben würde sich nicht dagegen wehren, von den Steelers an ein anderes Team abgegeben zu werden.
Roethlisberger ist unglaublich Frustriert über die Entwicklung des Teams. Mittlerweile ist es nicht nut Offensive Coordinator Todd Haley, mit dem er zutiefst unzufrieden ist, sondern auch die anderen Trainer der Offense und die Leistungen der Defense.
Mit nur $12 Millionen, die ihm nächstes Jahr an Gehalt zustehen, ist er nicht sonderlich teuer. Doch ihm stehen einige Boni zu, wenn er zu einem bestimmten Zeitpunkt noch im Team ist. Und diese Boni wirken sich auf die Gehaltsobergrenze aus.
Könnte also sein, daß der Quarterback 2014 nicht mehr für Pittsburgh spielt.
Roethlisberger antwortete auf die Frage, was denn an dieser Geschichte dran wäre: „Nichts“.

Gary Kubiak will in dieser Woche wieder die Texans trainieren. Er muss alles tun, um seinen Job zu retten, was allerdings bereits jetzt schier unmöglich scheint.
Bleibt zu hoffen, daß er seine angeschlagene Gesundheit nicht noch mehr ruiniert mit der schnellen Rückkehr nach seinem Zusammenbruch.

Sonntag, 10. November 2013

simpson-jeromeDon`t drink and drive... aber sie lernen es nicht!
Da hat wohl einer den Sieg zu sehr gefeiert. Vikings Wide Receiver Jerome Simpson (Bild) wurde am Samstag betrunken am Steuer seines Wagens erwischt und festgenommen.
Nachdem er eine Kaution über $12.000 hinterlegt hatte, wurde er wieder freigelassen.
Da Simpson wegen eines Drogendelikts noch auf Bewährung ist, könnte diese Verhaftung sich noch sehr negativ für ihn entwickeln.

Samstag, 9. November 2013

Kurzberichte
fox-john2John Fox (Bild) wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Der Head Coach der Broncos erholt sich in seinem Zuhause in Charlotte von seiner Herzoperation.
In einer Presseerklärung teilte er mit, daß er sich genau an die Anweisungen der Ärzte halten wird. Seine Gesundheit wäre die Nr. 1 auf seiner Prioritätenliste, dann erst kämen die Broncos.
Er habe volles Vertrauen in seinen Stellvertreter Jack Del Rio und den Rest der Trainercrew. Er würde sich das Spiel gegen San Diego am Sonntag im Fernseher ansehen und das Team anfeuern, so wie tausende anderer Broncos-Fans auch. Denen dankte er für die vielen Genesungswünsche, die er erhalten hat.
Nach und nach will Fox sich per Telefon und SMS mehr und mehr mit dem Team in Verbindung setzen.
Unterdessen teilte Champ Bailey mit, daß er mit der Mannschaft nach San Diego fliegen wird. Der Cornerback hat zwar eine Fußverletzung und kann nicht spielen, aber, so sagte er mit einem Lachen, Jack Del Rio könnte ja jede Hilfe brauchen, die er kriegen könnte.

Dez Bryant hatte schwer mit einer Zahlungsaufforderung durch die NFL gerechnet. Der Wide Receiver der Cowboys war mit einer Entscheidung der Schiedsrichter unzufrieden und schrie auf sie ein. Dabei nahm er seinen Helm ab, was zu einer Strafe auf dem Feld führte.
Bryant sagte nachher, daß er nicht gewusst hätte, daß man den Helm auf dem Platz nicht ausziehen darf.
Dabei gibt es diese Regel schon ein paar Jahre.
Doch sein Ausraster kostete ihn wenigstens kein Geld.
Dabei hätte die NFL dieses Geld gut gebrauchen können, denn sie nahm in der vergangenen Woche nur magere 59.375 Dollar ein. Das dürfte eine neuer Minusrekord sein.

Und noch mal Dez Bryant. Der Wide Receiver hat eine Rückenverletzung, die ihn vom Einsatz gegen New Orleans abhalten könnte. Er selbst will aber trotz seiner Schmerzen spielen.
Dallas kann auch auf DeMarcus Ware rechnen. Der Defensive End hat keine Schmerzen mehr in seinem Quadrizeps und ist einsatzbereit.

Buccaneers Running Back Doug Martin hat eine gerissene Pfannenlippe. Tampa setzte ihn am Freitag auf die Verletztenliste und die Saison ist damit für ihn beendet.

Die Bears müssen ohne den an der Schulter verletzten Linebacker Lance Briggs und den an der Leiste verletzten Defensive Tackle Jay Ratliff im wichtigen Spiel gegen die Lions antreten.
Bei den Lions steht hinter dem Einsatz von Defensive End Shea McClellin wegen einer Oberschenkelverletzung ein Fragezeichen.

Für Arian Foster könnte die Saison beendet sein. Seine Rückenverletzung wird ihn auf jeden Fall vom Einsatz gegen Arizona abhalten. Wie es danach für ihn weitergeht, steht noch nicht fest. Foster hat bereits mehrere Ärzte aufgesucht und wird auch nächste Woche noch einige Untersuchungen über sich ergehen lassen.

Bei den Colts konnte Trent Richardson erst am Freitag mit dem Team trainieren. Bis dahin hielten Schmerzen an einem Knöchel den Running Back vom Training ab. Sein Einsatz gegen St. Louis ist fraglich.

Die Verletzung an der linken Schulter, die sich Vikings Quarterback Christian Ponder gegen die Redskins zuzog, entpuppte sich als ausgekugelte Schulter.
Nachdem die Schulter wieder eingerenkt wurde, zeigte Ponder sich optimistisch, daß er in Seattle wird spielen können.
Aber ob er eingesetzt wird, oder der für teure drei Millionen verpflichtete Josh Freeman, wird Head Coach Frazier noch entscheiden.

Entschieden, seine Auszeit zu rechtfertigen, hat sich Leslie Frazier nachdem die Kritik nur so auf ihn einprasselte.
Dabei ging es nicht um die Auszeit, die er 1:20 Minuten vor Spielenden nahm, sondern die 38 Sekunden vor Schluß. Da hätte er gemerkt, daß seine Verteidiger völlig erschöpft gewesen wären. Minnesota hatte sowieso nur 44 gesunde Spieler in Uniformen stecken können und bekam noch nicht mal die erlaubten 46 Spieler für das Spiel gegen Washington zusammen. Da hätte er helfend eingreifen müssen. Er hätte sicherstellen müssen, daß jeder Spieler sich voll konzentrieren konnte und seine richtige Position einnahm.
Im Spiel gegen die Bears hatte es eine ähnliche Situation gegeben, und da hatte er keine Auszeit genommen. Da waren seine Spieler nicht richtig aufgestellt und konzentriert gewesen, und die Bears hatten davon profitieren können.
Daran dachte er, als er die Auszeit nahm, die seinen Wide Receiver Greg Jennings in schiere Verzweiflung stürzte.
Er würde die Entscheidung, wie im Spiel gegen Washington, jederzeit wieder so treffen, sagte er, auch wenn es seine Spieler in den Wahnsinn treiben würde.
Gegen Chicago kein Timeout zu nehmen hätte den Sieg gekostet, gegen Washington das Timeout zu nehmen, hätte den Sieg gebracht. Die Entscheidung wäre also richtig gewesen.

Rob Ryan freut sich auf das Spiel gegen seinen vorherigen Arbeitgeber.
Der Defensive Coordinator der Saints hätte sich einige gute Sachen gegen Dallas einfallen lassen, sagte er der Presse.
Ryans Zeit in Dallas gilt für das Team als verlorene Zeit. Er selber hat das immer anders gesehen, aber Teambesitzer Jerry Jones war mit Ryans Arbeit nicht zufrieden und feuerte ihn.
In New Orleans ist man voll und ganz zufrieden mit seiner Arbeit. Hier sorgte er für signifikante Verbesserungen in der Defense. Anders war es auch gar nicht möglich, denn die Verteidigung der Saints stellte in der Saison 2012 historische Tiefstände auf. Da konnte es eigentlich nur nach oben gehen.
Erlaubten die Saints 2012 noch 28,4 Punkte pro Spiel, sind es 2013 nur noch 18,3. Auch in allen anderen Statistiken der Verteidigung hat man sich nicht nur verbessert, sondern erheblich verbessert.
Wenn die Cowboys im Sunday Night Spiel in New Orleans antreten, würde er Jerry Jones bereuen lassen, ihn gefeuert zu haben, sagte Rob Ryan mit einem sehr entschlossenen Gesichtsausdruck.

Freitag, 8. November 2013

Kurzberichte
griffiniii-robert7Es war erfrischend, mal wieder ein Spiel ohne allzu störende Verteidigungen zu sehen.
Insofern müssen wir den Redskins und den Vikings für das Spiel in der vergangenen Nacht danken.
Nachdem die Defense der Vikings in der ersten Halbzeit überhaupt kein Mittel gegen RG3 BIld) und die Seinen gefunden hatte, änderte sich das, nachdem Minnesota eine Minute vor Ende des dritten Viertels mit 28:27 in Führung gegangen war. Um diesen Vorsprung in diesem Spiel mit dauernd wechselnden Führungen zu halten, entschloß die Vikings „D“ sich dazu, so zu tun, als ob sie etwas von ihren Job verstünde.
Das bekam der Offense Washingtons überhaupt nicht. Viermal konnten die Vikings Robert Griffin III sacken. Die Redskins kamen völlig aus dem Rhythmus.
Unter der Führung von Ersatz- Quarterback Matt Cassel erspielte sich Minnesota eine 34:27 Führung.
Cassel kam im dritten Viertel für Christian Ponder, der sich beim Versuch einen Touchdown zu erzielen, an der linken Schulter verletzte.
Dreieinhalb Minuten vor Spielende kamen die Redskins noch mal an den Ball. Sie hatten keine Auszeit mehr, marschierten aber von der eigenen 20 bis an die vier Minnesotas.
Hier wurde Running Back Roy Helu bei einem Lauf durch die Mitte gestoppt. Es bildete sich eine Spielertraube, die sich nur langsam entwirrte. Und die Uhr lief unbarmherzig weiter herunter.
Doch 38 Sekunden vor Spielende zeigte Vikings Head Coach Leslie Frazier seine barmherzige Seite und nahm eine Auszeit.
Allein schon für diese dämlichste Auszeit in der Geschichte der NFL hätte Frazier es verdient, gefeuert zu werden. Dieses Spielerknäuel zu entwirren hätte bestimmt noch 10, 15 Sekunden gedauert. An der Seitenauslinie drehte Vikings Wide Receiver Greg Jennings schier durch. Hätte er gedurft, wie er wohl gewollt hatte, wäre er seinem Head Coach an die Gurgel gegangen.
Doch Glück für Frazier, Glück für das Team, daß diese Idiotie den Redskins nicht half.
Die Defense der Vikings hielt noch weiteren drei Versuchen der Redskins stand, und der 34:27 Sieg stand fest.

Der Zwist zwischen Jonathan Martin und Richie Incognito entzweit nicht nur die Dolphins sonder auch die gesamte Liga.
Obwohl die Mehrheit gegen Incognito ist, nachdem herauskam, daß er sogar Morddrohungen gegen Martin ausgestoßen haben soll, bleiben weiterhin viele Spieler auf seiner Seite. Im Gegenteil geben sie sogar Martin die Schuld daran, daß sich die ganze Sache so vehement aufschaukelt.
Die meisten Spieler, die ja fast alle als Rookies durch irgendwelche Aufnahmerituale haben gehen müssen, sind aber der Meinung, daß die Teams und die Liga darauf achten sollten, daß diese Rituale aufhören.
Nicht alle sind so harmlos wie die Mönchstonsur von Tim Tebow, als er zu den Broncos kam.
Und vor Allem sollten sie nicht zu einem Running Gag werden, wie im Fall Martin. Der ist nämlich bereits in seinem zweiten Jahr in Miami.
Die NFL und die Spielergewerkschaft werden eng zusammenarbeiten, um den Fall in Miami zu lösen und sie werden sich zusammen weitere Schritte, die ganze Liga betreffend, überlegen.

Wenn es nach den Ärzten geht, kann Jay Cutler am Sonntag spielen. Sie gaben dem Quarterback der Bears grünes Licht nach seiner Leistenverletzung, die er sich am 20. Oktober gegen die Redskins zugezogen hatte.
Ob er wirklich gegen Detroit spielen wird, steht allerdings noch nicht fest.

Broncos Head Coach John Fox hat sich mit seinem Ersatzmann Jack Del Rio ausgetauscht. Die beiden telefonierten am Donnerstag 20 Minuten miteinander, obwohl Fox noch immer auf der Intensivstation liegt.
Fox wollte wissen, wie es um das Team steht, und wie die Vorbereitungen auf das Spiel gegen die Chargers laufen.
Del Rio sagte, daß er Fox versichert hätte, daß alles zu seiner Zufriedenheit verlaufen würde. Er müsse sich keine Sorgen machen, sondern solle sich voll auf seine Genesung konzentrieren.

In Houston ist Gary Kubiak schon einen Schritt weiter. Der Head Coach besuchte zum ersten Mal nach seinem Zusammenbruch das Team auf dem Trainingsplatz.
Kubiak sprach nicht mit der Presse. Er wollte seinen Spielern nur sagen, daß es ihm gutgeht, und daß er sie vermisst.
Ein Zeitplan für seine Rückkehr an die Seitenauslinie steht noch nicht fest.

Die Giants setzten David Wilson auf die Verletztenliste.
Der Running Back hat eine Nackenverletzung, die nicht nur die Saison für ihn beendete, sonder auch seine Karriere gefährdet.
Zusammen mit ihm wurde auch Defensive Tackle Shaun Rogers auf die Liste der saisonbeendenden Verletzungen gesetzt. Er muss sehr wahrscheinlich an einem Knie operiert werden.
Zurück im Training sind nach überstandenen Verletzungen Running Back Andre Brown und Defensive Tackle Markus Kuhn.

Sehr optimistisch ist Clay Matthews. Obwohl der gebrochene Daumen des Linebackers noch immer in Gips steckt, glaubt er mit seinen Packers gegen die Eagles spielen zu können.

Ray Rice ist es leid, fortwährend kritisiert zu werden.
Der Running Back der Ravens hat eine steil nach unten zeigende Leistungskurve. 2,7 magere Yards erzielt er durchschnittlich pro Lauf. Und das, wo er doch seinem hilflosen Quarterback die bestmögliche Unterstützung bieten müsste.
Auch wenn die Kritiken also berechtigt sind, mag Rice sie nicht mehr hören.
Er hätte halt ein kleines Formtief, wehrte er sich. Das würden viele Spieler mal durchleben. Er würde sehr bald daraus hervorkommen, zeigte er sich überzeugt.
Zeit würde es, denn Quarterback Joe Flacco ist nicht in der Lage die Offense nach vorne zu bewegen, und die Defense ist auch nicht mehr das, was sie mal war.
Da bleibt Ray Rice wirklich so etwas, wie die letzte Hoffnung, sonst krächzt der Rabe nimmermehr.

Donnerstag, 7. November 2013

Kurzberichte
delrio-jack2Jack Del Rio (Bild) kennt seine Grenzen.
Der Ersatz- Head Coach der Broncos und Defensive Coordinator antwortete auf die Frage, wieviel Einfluß er auf den Spielplan der Offense für das Spiel gegen San Diego hätte: „Nur sehr geringen.“
Was beweist, daß es Peyton Manning völlig egal ist, wer unter ihm Head Coach ist.
Offensive Coordinator Adam Gase wird die Spielzüge an Peyton Manning reingeben, und der wird sie ignorieren und seine Änderungen vornehmen.
Alles wie gewohnt.
Warum sollte ein Ersatz-Head Coach und Defensive Coordinator daran etwas ändern?
Er werde sich aber um Auszeiten, Videobeweise, und darum, ob bei einem vierten und eins gepuntet wird kümmern, sagte Del Rio.
Na ja, wir werden sehen, ob Manning das zulässt?

Wade Phillips, der die Rolle des Ersatz- Head Coaches in Houston übernahm, nachdem Gary Kubiak am Sonntag zusammengebrochen war, wird diese Rolle weiterspielen, bis Kubiak zurückkommt.
Phillips hat zuvor schon zwei Teams kurzfristig als Head Coach weitergeführt, 1985 bei den Saints, wo er seinen Vater ersetzte, und 2003 ersetzte er Dan Reeves bei den Falcons.
Dabei erzielte er eine Bilanz von 3-4 Siegen.
Als regulärer Head Coach führte er die Bills, Broncos und Cowboys an und brachte es zusammen auf 83 Siege und 66 Niederlagen.
In Houston ist der Playoffzug eh abgefahren, so daß es keine große Rolle spielt, wer das Team weiter in den Untergang führt.
Allerdings verwundert es doch, daß Phillips als erste Amtshandlung weiter auf Randy Bullock setzt. Die Clubführung hatte drei Kicker zu einem Probetraining eingeladen, um zu sehen, wer den wenig treffsicheren Bullock ersetzen könnte, doch Phillips entschied sich dafür, keine Änderung vorzunehmen.
Bullock konnte bisher nur 13 seiner 21 Versuche verwandeln und aus über 50 Yards ist seine Bilanz 0 von 4.

Lange hatten die Saints auf die Rückkehr Jonathan Vilmas gewartet.
Der Linebacker hatte eine Knieoperation hinter sich und erst am Sonntag konnte er sein erstes Spiel in der Saison 2013 bestreiten... und sein letztes.
Das Knie macht Vilma weiter Probleme und die Saints setzten ihn auf die Verletztenliste. Damit ist die Saison für ihn beendet.
Ob er mit seinen 31 Jahren und dem Wackelknie noch mal einen Arbeitgeber in der NFL findet, ist fraglich. Vielleicht ist also auch seine Karriere beendet?

Auch als ehemaliger Footballspieler kann man ein hohes Alter erreichen.
Am Mittwoch verstarb das bis dahin älteste Mitglied der Ruhmeshalle im Alter von 101 Jahren.
Tailback Clarence „Ace“ Parker war 1940 der wertvollste Spieler der NFL. Er warf 10 Touchdownpässe, erzielte 306 Laufyards und 2 weitere Touchdowns, fing 2 Touchdownpässe und erzielte mit Punts durchschnittliche 38 Yards. Doch damit nicht genug, als Verteidiger fing er sechs Pässe ab.
Parker ist das einzige Ruhmeshallenmitglied, das über 100 Jahre alt wurde.

Ist James Ihedigbo der „Würger von Baltimore“?
Wenn es nach Browns Wide Receiver Greg Little geht, dann ja.
Der Safety der Ravens soll Little gewürgt haben, als es innerhalb einer Spielertraube hoch her ging. Little warf daraufhin den Helm in Ihedigbos Richtung, was eine 15 Yards Strafe nach sich zog.
Ihedigbo behauptet nun, daß er Little nicht gewürgt hätte. Dies wäre eine Schutzbehauptung Littles, um einer Geldstrafe durch die NFL zu entgehen. Videobilder des Vorfalls würden beweisen, daß er Little nie gewürgt hätte.
Doch der Wide Receiver bleibt bei seiner Version und führt seinerseits Videobilder an, die seine Version beweisen würden.
Mal sehen, was daraus wird?

Videos der Niederlage seiner Ravens gegen Cleveland sah sich auch Head Coach John Harbaugh immer wieder an. Danach kam er zu dem Schluss, daß seine von vielen Reportern gescholtene Offensive Line keine große Schuld an der Niederlage hatte.
Nach genauerer Ansicht hätte er eine Menge guter Blocks seiner Linespieler gesehen, sagte er der Presse.
Die Running Backs und Tight Ends hätten eine Menge Blocks verpasst, fuhr er fort.
Das, und die Tatsache, daß der Quarterback den Ball oft nicht schnell genug losgeworden wäre, hätte zu den fünf Sacks geführt, die Joe Flacco kassierte.
Flacco müsse selber mehr dafür sorgen, daß er nicht so oft getroffen würde.
Aber um ihm zu helfen, würde man die Running Backs und Tight Ends besser darin machen müssen, blitzende Verteidiger abzuwehren.
Und vielleicht das Gehalt des Quarterbacks auf das Maß kürzen, das einem mittelmäßigen Quarterback eher gerecht wird, und dafür andere, gute, Spieler verpflichten?

Die besten Spieler der Woche 9

AFC
OFFENSE: QB JASON CAMPBELL, CLEVELAND BROWNS
23 von 35 Pässe für 262 Yards, 3 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CAMERON WAKE, MIAMI DOLPHINS
5 Tackles, 3 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K NICK FOLK, NEW YORK JETS
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB NICK FOLES, PHILADELPHIA EAGLES
22 von 28 Pässen für 406 Yards, 7 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: DE SHEA MC CLELLIN, CHICAGO BEARS
3 Sacks, 5 Tackles
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR GOLDEN TATE, SEATTLE SEAHAWKS
3 Puntreturns über insgesamt 92 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 6. November 2013

Kurzberichte
rodgers-aaron7Schlüsselbeinbruch, das ergaben die Untersuchungen von Aaron Rodgers (Bild) linker Schulter am Dienstag.
Doch der Quarterback der Packers denkt nicht daran, die Saison abzuhaken. Er ist der Meinung, daß er gutes Heilfleisch hat und nicht lange ausfallen wird. Wie auch immer die Zeitspanne der Ärzte für seine Rückkehr festgelegt wird, er glaubt, daß er am unteren Ende wieder wird spielen können.
Währenddessen hat sich Head Coach McCarthy darauf festgelegt, keinen weiteren Quarterback zu verpflichten. Er will mit Seneca Wallace in die nächsten Spiele gehen. Als Ersatzmann für ihn holte er Scott Tolzien aus der Trainingsmannschaft in den aktiven Kader.
Matt Flynn, der bereits als Ersatzmann für Rodgers gespielt hat, und der zu haben wäre, ist für McCarthy kein Thema. Der Head Coach glaubt, daß Wallace, 33 Jahre, 21 Starts in 10 NFL Saisons, genau der richtige ist, um den Playoffkurs Green Bays beizubehalten.

Am Dienstag setzten die Packers Jermichael Finley auf die Verletztenliste.
Der Tight End zog sich in Woche sieben eine Nackenverletzung zu, und seine Saison ist beendet.
Finley will jedoch die Vermutung, daß seine Karriere mit dieser Verletzung beendet sein könnte, widerlegen. Er plant nächstes Jahr wieder zu spielen.
Bis dahin ist es aber ein langer Weg.

Gary Kubiak ist Zuhause.
Der Head Coach der Houston Texans wurde zwei Tage nach seinem Zusammenbruch im Stadion, aus dem Krankenhaus entlassen.
Kubiak hatte eine kurzfristige Unterbrechung der Blutzufuhr zum Gehirn. Diese gleicht einem Schlaganfall.
Doch Kubiak hat weder einen Herzinfarkt, noch einen Schlaganfall erlitten. Ihm geht es gut, und er wird sich völlig von diesem Zusammenbruch erholen. Wann er jedoch wieder seine Arbeit aufnimmt, steht noch nicht fest. Die Teamführung macht dem 52-jährigen da keinen Druck.

Die Houston Texans haben genug von Kicker Randy Bullock. Sie haben drei Kicker zu einem Probetraining eingeladen, um ihn zu ersetzen.
Am Sonntag setzte er drei Field Goal Versuche daneben, die zu einem Sieg über Indianapolis hätten führen können.
Die Texans wollen jetzt herausfinden, ob Neil Rackers, Shayne Graham oder Justin Medlock treffsicherer sind.

Michael Crabtree trainiert wieder mit den 49ers.
Der Wide Receiver meldete sich fünfeinhalb Monate nach seinem Achillessehnenriss als einsatzbereit zurück.
Auch Mario Manningham ist wieder im Training. Der Wide Receiver hat eine Knieoperation hinter sich.
Wann die beiden wieder eingesetzt werden, wird sich zeigen. Fraglich ist, ob sie überhaupt in der laufenden Saison noch eingesetzt werden, denn die 49ers kamen bisher auch ohne sie recht gut klar.
Damit nicht genug, wird auch Defensive Back Eric Wright zurückerwartet. Um Platz für ihn im aktiven Kader zu schaffen, wurde Nnamdi Asomugha gefeuert.

In Detroit nahm Nate Burleson wieder am Training teil.
Der Wide Receiver hatte sich vor sechs Wochen bei einem Autounfall einen Arm gebrochen hatte. Doch Burleson wollte noch nicht sagen, wann er wieder spielen wird. Auf keinen Fall wolle er einen RG3-mäßigen Frühstart hinlegen, sagte er.
Sein nächster Einsatz könne noch zwei, drei Wochen auf sich warten lassen, meinte er.

Mit 27 Jahren hat John Moffitt genug vom Football.
Der Guard der Denver Broncos, der nicht genug Einsatzzeit bekam und deshalb an sich zweifelte, möchte in sich gehen, und sich selber finden.
Die Broncos ersetzten seinen Platz im Kader durch Center J.D. Walton, den sie von der PUP Liste nahmen.

Dienstag, 5. November 2013

Die NFL 2013 - Woche 9 - Alles Rodgers?
rodgers-sb45-trophyFür Packers-Fans gibt es momentan nur ein Thema: „Was ist mit Aaron Rodgers (Bild)?“
Der Quarterback verletzte sich direkt in der ersten Angriffsserie, als er von Shea McClellin gesackt wurde und hart auf der linken Schulter landete.
Als er im dritten Viertel in Trainingsklamotten von den Untersuchungen zurückkehrte, trug er seinen Arm zumindest nicht in der Schlinge. Werten wir das mal als positiv.
Heute stehen jedoch weitere Untersuchungen an, und dann wird man erfahren, ob, und wie lange, Rodgers ausfällt.
Sein Ersatzmann Seneca Wallace war erwartungsgemäß überfordert. Er hatte zuletzt am 2.1. 2012 in der NFL gespielt, und hat in Green Bay nicht am Trainingslager teilgenommen. Da konnte man nur erwarten, daß er keine großen Fehler macht.
Auf der anderen Seite des zum Backup Bowls mutierten Spiels machte Cutler-Ersatz Josh McCown seine Sache ordentlich. Er, wie auch Wallace bei den Packers, erfuhr große Unterstützung durch ein hervorragendes Laufspiel.
So wurde aus einem Spiel, in dem Green Bay mit Aaron Rodgers leichter Favorit war, ein Spiel, in dem die Führungen wild hin und her wechselten.
Am Ende behielten die Bears mit 27:20 die Oberhand, in diesem wichtigen Divisionsspiel. Chicago, Detroit und Green Bay stehen gleichberechtigt mit 5-3 Siegen auf Platz eins der Tabelle.
Während diese drei also in Richtung Playoffs marschieren, tanzt nur Minnesota aus der Reihe. Die Vikings liegen mit 1-7 Siegen leicht abgeschlagen hinter den Spitzenreitern und konzentrieren sich auf einen guten Platz in der nächsten Draft.

Nichts bleibt geheim
Auch wenn man Incognito heißt, kann man nicht alles geheimhalten.
Schon im College soll Richie Incognito Mannschaftskameraden gehänselt, gemobbt und schikaniert haben. Dieses Benehmen zog sich wie ein roter Faden durch seine Footballkarriere. Angefangen von seinem Freshman-Jahr in Nebraska bis heute bei den Dolphins wurde er von jedem Collegeteam, jedem Profiteam suspendiert und/oder gefeuert, weil er sein mieses Benehmen nicht in den Griff bekommt.
In Miami soll er Tackle Jonathan Martin mit rassistischen Beleidigungen versehen und dermaßen beschimpft haben, daß dieser aus der Cafeteria auf dem Gelände der Dolphins förmlich floh und sich Krank meldete.
Am Sonntag suspendierten die Dolphins Incognito auf unbestimmte Zeit, und die NFL will sich in den Fall einschalten.
Incognito hat die Möglichkeit, gegen seine Suspendierung Einspruch einzulegen.
Incognito soll Martin „gebeten“ haben, seine Teamkollegen zu einem Abendessen in einem Restaurant einzuladen.
Das ist nicht ungewöhnliches in NFL Teams. Die älteren Spieler lassen sich gerne, als Einführungsritual, von Frischlingen zu solchen Essen einladen, die schon mal eine $30.000 Rechnung nach sich ziehen.
Doch es ging nicht nur um ein Essen, Incognito soll nach dem ersten Gelage, das Martin brav bezahlte, auf weitere bestanden haben.
Wie andere Spieler auf dem NFL Network berichteten, hätten auch sie dieses Ritual hinter sich gebracht, und dann wäre Ruhe gewesen. Es wäre aber kein Zwang gewesen. Wenn man sich nicht daran hätte beteiligen wollen, hätte ein Nein keine weiteren Aufforderungen nach sich gezogen.
Martin ist zur Zeit in psychologischer Behandlung, Incognito ist suspendiert. Zwei Spieler, die den Dolphins fehlen.
Martin wird wohl bald zurückkommen, Incognito nicht mehr. Seine Zeit beim Fisch ist Zuende.

Kurzberichte
Gary Kubiak hätte einen „Mini“-Schlaganfall erlitten, heißt es bei den Texans.
Der Head Coach wurde zur Vorsicht für eine Nacht im Krankenhaus behalten. Wie es weiter heißt soll er sogar am Mittwoch oder Donnerstag schon wieder seine Arbeit aufnehmen.

Dem anderen Sorgentrainer geht es auch gut, wie man es von den Broncos hört.
Head Coach John Fox wurde eine neue künstliche Herzklappe eingesetzt. Die Operation wäre gut verlaufen, und Fox würde bald aus dem Krankenhaus entlassen.
Bis er wieder seine Arbeit aufnehmen kann, wird Defensive Coordinator Jack Del Rio als Head Coach fungieren, und sich auch weiter um die Defense kümmern.
Wann Fox wieder zurückkommt, darüber bestimmt nicht nur er, wie es heißt, sondern auch seine Frau Robin und seine Ärzte.

Die Chiefs sind 9-0. Warum honoriert das keiner?
Warum bekommt dieses Team keinen Respekt?
Nun, weil es bisher erst ein Team geschlagen hat, dessen Bilanz positiv ist. Und Dallas kraucht mit 5-4 Siegen knapp an der 50% Grenze rum.
Die anderen Teams, Bills, Browns, Texans, Raiders, Titans, Giants, Eagles und Jaguars sind weit von ausgeglichenen Punkten entfernt.
Vier der letzten fünf Gegner der Chiefs mussten mit ihrem Ersatz- oder gar dritten Quarterback antreten.
Da wundert es nicht, daß das mit dem Respekt nicht so recht funktioniert. Der kommt nicht von alleine, den muss man sich verdienen.
Wenn Kansas City demnächst aus seiner Freiwoche kommt und im Sunday Night Spiel in Denver gewinnt, dann kommt der Respekt von ganz allein.

Die Packers verloren Ersatz- Quarterback Matt Flynn an die Seahawks, weil die dachten, er wäre als Starter zu gebrauchen.
War er nicht.
Die Raiders nahmen Flynn auf, weil auch sie dachten, er wäre als Starter zu gebrauchen.
Wieder nichts.
Seit einigen Wochen war er bei den Bills als dritter Mann, doch auch dort wurde er gefeuert.
Stellt sich die Frage: „Was wenn Aaron Rodgers bei den Packers länger ausfällt? Werden sie Flynn dann zurückholen? Er kennt das Spielsystem und die Spielzüge.“
Warten wirs ab.

Steelers Head Coach Mike Tomlin ist überhaupt nicht zufrieden mit seiner Defense.
Die stellte einen neuen, negativen Teamrekord auf. Noch nie kassierte Pittsburgh in einem Spiel 610 Yards. Und die 55 Punkte, die New England erzielte, sind knapp ein Viertel der 233 Punkte, die die Steelers 2008 in der gesamten Saison kassierten.
Jetzt sagte Tomlin, daß er sehr wütend und enttäuscht von der unmotivierten Vorstellung seiner Spieler wäre. Er wolle die, die keine Leistung bringen wollten, aussortieren.
Ob dann noch was von der Verteidigung übrig bleibt?
Und wo sollen die Leute herkommen, die an ihrer Stelle spielen sollen?
Der Kader bietet diese Tiefe nicht.
Aber will Tomlin seinen Job retten, muss er etwas tun, auch wenn es nicht wirklich viel gibt, was er tun kann.

Wie sieht's aus im Lazarett?
E.J. Manuel hat sich zurückgemeldet. Nach einer auskurierten Bänderzerrung im Knie, kann der Quarterback der Bills wieder voll ins Geschehen einsteigen.

Bei seinem Touchdown gegen Dallas verletzte sich Tight End Kyle Rudolph an einem Fuß, hieß es zunächst.
Jetzt steht fest, das er sich diesen Fuß gebrochen hat und wenigstens einen Monat ausfällt.

Zwar rechneten die Falcons damit, daß Roddy White gegen die Panthers spielen würde, doch daraus wurde nichts.
Jetzt heißt es, daß der Wide Receiver gegen die Seahawks wieder dabei sein wird.
Mal sehen.

Bei den Raiders hat Running Back Darren McFadden mal wieder Oberschenkel.
Wie lange will sich die Teamführung das noch antun?
Auch Quarterback Terrelle Pryor ist verletzt. Er verstauchte sich gegen die Eagles ein Knie.

Noch ein Spieler, der sich bei einem Touchdown verletzte: Rams Tight End Lance Kendricks brach sich einen Finger. Welchen an welcher Hand, darüber verlieren die Amis auch hier wieder kein Wort.

Montag, 4. November 2013

Die NFL 2013 - Woche 9 - 5:0
ryan-rex2Nein, es wurde wieder nichts. Auch wenn die Saints gegen die Jets als Favoriten ins Spiel gingen, wurde es nichts mit Rob Ryans erstem Sieg gegen seinen Zwilling Rex (Bild).
Der Head Coach der Jets hatte seine Defense sehr viel besser auf New Orleans eingestellt, als Defensive Coordinator Rob, die der Saints auf New York.
Drew Brees vervollständigte 30 seiner 51 Pässe für 382 Yards, 2 Touchdowns, bei 2 Interceptions und 2 Sacks gegen ihn. Das Laufspiel existierte gar nicht. Fünf verschiedene Ballträger erzielten zusammen mit 13 Läufen 41 Yards.
Anders die Jets. Gegen deren Laufspiel fand Saints Defensive Coordinator Rob Ryan kein Mittel. Allein Chris Ivory holte mit 18 Läufen 139 Yards und 1 Touchdown.
Wie wichtig Darren Sproles für die Offense der Saints ist, zeigte sich gestern. Der Running Back schied schon früh mit einer Gehirnerschütterung aus, und wurde sehr schmerzlich vermisst.
Bei den Jets verletzten sich zwei Spieler. Safety Antonio Allen erlitt auch eine Gehirnerschütterung, und Wide Receiver Jeremy Kerley renkte sich einen Ellenbogen aus.
So kam es, daß der Favorit geschlagen nach Hause flog. Im Bruderduell Rex gegen Rob steht es nun 5:0.
Mit dem 26:20 Sieg holten die Jets ihren fünften Sieg in dieser Saison, während New Orleans die zweite Niederlage kassierte. Beide übrigens gegen Teams der AFC East.

Bleiben wir in der AFC East, wo der andere Saints-Bezwinger die Steelers lächerlich machte.
Die Patriots wollen mal wieder eine Meisterschaft gewinnen. Heiß gemacht hat sie das Baseballteam aus Boston, das wohl gerade die World Series gewonnen hat. Die roten Socken (was für ein dämlicher Name. So heißen hier linke Parteien), präsentierten ihre Trophäe vor dem Spiel im Stadion, sozusagen als Anreiz.
Und so kamen die Steelers zur unpassenden Zeit in die Stadt, denn die Patriots machen ab jetzt ernst. Jedenfalls haben sie es vor.
Gegen Pittsburgh hat das schon mal hervorragend geklappt. Die ehemals Stählernen wurden zerschmolzen und mit 55:31 abgefertigt.
Im Gegensatz zu den Spielen bisher waren die Patriots von Beginn an hellwach und mussten nicht einmal einem Rückstand hinterherlaufen.
Tom Brady, der in dieser Saison bisher lustlos agierte und oft weit unter seinem Standard blieb, drehte endlich richtig auf.
Er vervollständigte 23 seiner 33 Pässe für 432 Yards und 4 Touchdowns.
Zwar spielte Ben Roethlisberger nicht schlechter, aber die Steelers haben dieses Jahr den Gott des Sieges nicht auf ihrer Seite.
Big Ben vervollständigte 28 seiner 48 Pässe für 400 Yards und ebenfalls 4 Touchdowns, warf allerdings 2 Interceptions. Vier Touchdowns von Roethlisberger hätten früher zu einem Sieg gereicht.
New England überkam die Verletzungen gleich dreier Spieler. Defensive End Rob Ninkovich erwischte es am Knie, Safety Steve Gregory am Daumen und Wide Receiver Austin Collie am Knie.
Bei den Steelers musste Cornerback Ike Taylor mit einer Gehirnerschütterung frühzeitig raus.
New England bleibt mit seinem siebten Sieg zwei Siege vor den Jets.
Pittsburgh kann mit weiterhin nur zwei Siegen schon mal anfangen, einen neuen Head Coach zu suchen und für 2014 zu planen.

Bleiben wir bei zwei Siegen, wechseln wir nur das Team.
Die Houston Texans kamen mit soviel Vorschusslorbeeren in die Saison, daß sie darin ertranken.
Und dann auch noch das...
In der ersten Halbzeit gegen Indianapolis drehten sie dermaßen auf, daß man dachte, sie wären übertaktet.
Zwar begannen sie mit beiden angeschlagenen Running Backs, aber schon bald nahm sich Arian Foster Rücken.
Ben Tate jedoch, mit seinen vier gebrochenen Rippen, spielte tapfer durch.
Und da man mit Case Keenum den Quarterback für die Zukunft gefunden zu haben scheint, und die von Defensive Coordinator Wade Phillips hervorragend auf Andrew Luck eingestellt Defense alle Angriffsbemühungen der Colts Zunichte machte, führte Houston zur Halbzeit 21:3.
Dann passierte das, was den Fans und den Spielern der Texans den Wind aus den Segeln nahm, und das Spiel zur Nebensache werden ließ.
Auf dem Weg in die Kabine brach Head Coach Gary Kubiak auf dem Spielfeld mit Schmerzen in der Brust zusammen.
Er wurde sofort ins Krankenhaus gefahren.
Nach und nach sickerten die Nachrichten über seinen Gesundheitszustand rein. Es wäre nur eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, hieß es. Dann kam die Meldung, daß es kein Herzinfarkt war und es Kubiak gut ginge.
Doch der Schock, über das, was dem 52-jährigen da passiert war, saß tief.
Wade Phillips übernahm in der zweiten Halbzeit als Head Coach und Offensive Coordinator Rick Dennison sagte die offensiven Spielzüge an, sonst die Aufgabe Kubiaks.
Und so bewahrheitete sich der Spruch über die zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten mal wieder.
Colts Quarterback Andrew Luck führte sein Team mal wieder aus aussichtsloser Situation zum Sieg. Indianapolis gewann Halbzeit zwei mit 24:3 und das Spiel mit 27:24.
Natürlich spielen die drei vergebenen Field Goal Versuche von Texans Kicker Randy Bullock bei dieser Niederlage keine unwesentliche Rolle, aber wen interessierts?
Alle Gedanken waren in Hälfte zwei eh nur noch bei Kubiak.
Die Saison ist für Houston damit gegessen.
Der oft genannte Super Bowl Favorit wird noch nicht mal die Playoffs erreichen.

Sieben auf einen Streich?
Das ist machbar, wenn man Peyton Manning ist. Ein Ausnahme- Quarterback wie er kann an einem guten Tag sieben Touchdownpässe werfen. So wie in Woche eins gegen die Ravens.
Für andere, normalsterbliche Quarterbacks, ist so etwas undenkbar.
Ist es?
Nein, ist es nicht!
Wenn man gegen die Oakland Faders spielt, kann man auch dann sieben Touchdownpässe werfen, wenn man nur Nick Foles von den Philadelphia Eagles ist.
Er vervollständigte 22 seiner 28 Pässe für 406 Yards, die besagten SIEBEN Touchdowns, und er blieb ohne Interception.
Durch den niemals auch nur Ansatzweise gefährdeten 49:20 Sieg, kommt Philadelphia auf vier Siege und bleibt weiterhin einen Sieg hinter Dallas, die ihr Spiel gegen Minnesota gewannen.
Die Raiders kommen auf drei Siege und fünf Niederlagen. Sie müssen aufpassen, daß sie nicht noch öfter gewinnen und somit den Anschluss an die Teams verlieren, die um einen guten Platz in der nächsten Draft kämpfen.
Höre ich da jemanden aus Philadelphia nach Michael Vick rufen?

Wo gerade die Ravens erwähnt wurden.
Was passiert, wenn ein Team einem mittelmäßigen Quarterback unanständig viel Geld zahlt, und deshalb viele Leistungsträger entlassen muss, weil man deren Gehälter nicht mehr zahlen kann?
Dann wird man vom Team, das den Super Bowl gegen San Francisco mit 34:31 gewinnt, zum Team, das gegen Cleveland mit 18:24 verliert.
So viel dazu.

Der Verletzungsreport
Die Seahawks machten es gegen die sieglosen Buccaneers richtig spannend. In ihrem knappen 27:24 Sieg dezimierten sie ihre eh schon recht ausgedünnte O-Line noch weiter. Center Max Unger zog sich eine Gehirnerschütterung zu und könnte einige Zeit ausfallen.

Vikings Tight End Kyle Rudolph erzielte gegen Dallas einen Touchdown. Dabei verletzte er sich am Fuß und konnte nicht mehr weiterspielen.
Right Tackle Phil Loadholt zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Die Bills boten den Chiefs erbitterten Widerstand. Aber sie verloren das Spiel mit 13:23 und Wide Receiver Robert Woods mit einer Knöchelverletzung.

Sonntag, 3. November 2013

Kurzberichte
fox-john2Einige Wochen werden die Denver Broncos ohne ihren Head Coach auskommen müssen. John Fox (Bild) wird eine neue künstliche Herzklappe eingesetzt.
Am Samstag musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil er an Schwindelanfällen litt. Schon vor Monaten wurde ihm von seinen Ärzten gesagt, daß er nach der Saison seine als defekt erkannte Harzklappe würde austauschen müssen. Er solle sich genau beobachten und sofort auf Auffälligkeiten reagieren. Jetzt war es soweit.
In der kommenden Woche wird er operiert und braucht danach noch einige Zeit Ruhe.

Die Bears haben einen neuen Mann für ihre dezimierte Defensive Line gefunden. Sie verpflichteten den frisch von den Cowboys gefeuerten Jay Ratliff.
Ratliff hat allerdings auch zahlreiche Wehwehchen, die der Grund dafür sind, daß Dallas ihn vor die Tür setzte.
Wenn er gesund bleibt, kann er seinem alten Team am 9. Dezember zeigen, was er noch drauf hat.

Die Zeichen verdichten sich, daß Minnesota sich nach der Saison von Head Coach Leslie Frazier trennen wird.
Am Freitag stellte sich sein General Manager Rick Spielman hinter Frazier, indem er ihm versicherte, daß sein Job sicher sei. Die Führung der Vikings wäre sehr zufrieden mit der Arbeit, die der Head Coach und seine Crew in Minnesota leisten.
So werden Entlassungen in aller Regel eingeleitet.

Wenn es heute zu Ryan Bowl V kommt, dann könnte Rob Ryan zum ersten Mal zum Siegerteam gehören.
Die Saints sind haushoher Favorit gegen die Jets, die zwischenzeitlich so aussahen, als wären sie auf einem Höhenflug, die aber gegen die Bengals böse abstürzten.
2006 waren beide Defensive Coordinator bei ihrem Team, Rex in Baltimore, Rob in Oakland. Die Ravens gewannen 28:6.
2008 dieselbe Konstellation und wieder gewann Baltimore, 29:10.
2010 war Rex Head Coach bei den Jets und Rob Defensive Coordinator in Cleveland. New York gewann 26:20.
2011 dann Ryan Bowl IV mit Rex als Head Coach der Jets und Rob als Defensive Coordinator der Cowboys. Die Jets gewannen 27:24.
Wenn heute New Orleans mit Defensive Coordinator Rob Ryan in New York antritt, dürfte sich seine Bilanz von 0-4 auf 1-4 bessern.

Die Saints nahmen Jonathan Vilma am Samstag in den aktiven Kader auf.
Der Linebacker wurde im August am Knie operiert, und er hatte darauf gehofft, irgendwann in der Saison wieder spielen zu können.
Jetzt ist es soweit.
Seit zwei Wochen hat er wieder mit dem Team trainiert und keine Probleme mit seinem Knie gehabt. Es wird erwartet, daß er bereits heute gegen sein altes Team ins Geschehen eingreifen wird.

Bei den Patriots musste erneut ein Verteidiger die Saison vorzeitig beenden.
Sie setzten Defensive Tackle Tommy Kelly mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Samstag, 2. November 2013

Kurzberichte
SNF-NBCEs beginnt die schönste Zeit des Jahres. Es wird wieder früh dunkel, und man kann sich endlich selber aussuchen, wie hell man es gerne hätte.
Es wird wieder kälter, und man kann sich endlich selber aussuchen, wie warm man es gerne hätte.
Die Regale in den Supermärkten sind voll mit diesem herrlich ungesunden Weihnachtssüßkram, und man kann sich selber aussuchen, was einen umbringen soll.
Die NFL Saison geht in die entscheidende Phase und zumindest NBC kann sich selber aussuchen, welches Spiel sie übertragen wollen.
Es beginnt die Zeit des flexiblen Spielplans.
In Woche 11 hat sich der Sender für Kansas City at Denver entschieden. Die beiden stehen zur Zeit mit 8-0 bzw. 7-1 Siegen an der Spitze der AFC West.
Das bisher für NBC vorgesehen Spiel der Packers bei den Giants wird auf 22:25 Uhr verschoben.

Man soll es nicht glauben. Obwohl die Jaguars ein Spiel spielen, das man nur schwerlich als Football identifizieren kann, nimmt da jemand Dopingmittel.
Die NFL hat deshalb Wide Receiver Justin Blackmon auf unbestimmte Zeit suspendiert. In dieser Saison wird er nicht mehr spielen.
Blackmon wurde tatsächlich von einigen Experten als der einzig brauchbare Spieler der Jags genannt, der wirklich in einem richtigen Footballteam hätte spielen können.
Jetzt weiß man, warum?
Der Wide Receiver war bereits für die ersten vier Saisonspiele suspendiert, weil er 2012 betrunken Auto gefahren war.

Sag mir, wo die Einhundertyardsläufer sind, wo sind sie geblieben?
Gab es 2012 in den ersten acht Wochen 54 Spiele, in denen jemand über 100 Laufyards erzielen konnte, sind es in dieser Saison erst 32. Das ist weniger als die Hälfte des Rekordjahrs 2004, als es 75 Spiele gab.
Wieso jemand?
Hätte da nicht Running Back stehen müssen?
Eigentlich ja, aber... 2013 waren es dreimal Quarterbacks, die über 100 Laufyards erzielten.
Nun kann man sagen, daß viele Teams die Läufe auf mehrere Running Backs verteilen, und deshalb die Produktivität der Einzelnen heruntergeht. Das stimmt aber auch nicht so ganz, denn insgesamt gehen die erzielten Laufyards in den Keller. Im Vergleich Pass- zu Laufspielzug hatte das Laufspiel 2012 einen Anteil von 32%. 2013 waren es bisher 30,8%.
Man hat auch schon einen Schuldigen ausgemacht, die Offensive Line. Noch nie wurden in den ersten acht Wochen so viele Sacks erzielt, wie in dieser Saison. 643 mal mussten Quarterbacks sich unter Verteidigern begraben lassen. Viele O-Lines können also weder ihre Quarterbacks beschützen, noch Löcher für die Running Backs freiblocken. Da gibt es viel Arbeit für die Offensiv Koordinatoren und ihre Assistenten.

Gestern hieß es, daß der Verdacht bestünde, daß sich Geno Atkins ein Kreuzband gerissen hat. Jetzt gibt es die Bestätigung.
Der Pro Bowl Defensive Lineman der Bengals riss sich das Kreuzband im rechten Knie. Für ihn ist die Saison beendet.

Bei einem Lauf in die Endzone verspottete Seahawks Wide Receiver Golden Tate einen Verteidiger der Rams, der versuchte, ihn einzuholen.
Das war ein teures Vergnügen. Tate muss $7.875 Strafe dafür zahlen.
Insgesamt war es aber eher ein schlechter Spieltag für die klamme Kasse der NFL. Es kamen nur $107.625 an Strafen herein.

Der Verletzungsreport
Kann Falcons Quarterback Matt Ryan auf die Rückkehr von Wide Receiver Roddy White hoffen?
Wenn ja, ist es eh zu spät. Der Playoffzug ist für Atlanta bereits abgefahren.
Dennoch wäre es natürlich positiv, wenn White endlich wieder mitmischen könnte. Nach einer längeren Verletzungspause wegen eines schmerzenden Oberschenkels nahm er am Freitag zum ersten Mal wieder am Training teil.

Bei den Texans trainierten am Freitag sowohl Ben Tate als auch Arian Foster. Head Coach Kubiak hatte bereits drei andere Running Backs zu Probetrainings eingeladen, um die beiden zu ersetzen.
Wer nun letztlich gegen Indianapolis eingesetzt wird, wird man sehen.

Für Colts Wide Receiver Reggie Wayne ist die Saison ja beendet. Da liegen viele Hoffnungen auf Darrius Heyward-Bey, der bisher recht gut spielte.
Doch ob er gegen Houston spielen kann, steht noch nicht fest. Wegen einer Oberschenkelverletzung konnte er Donnerstag und Freitag nicht voll trainieren.

Bei den Patriots deutet vieles auf eine Rückkehr Aqib Talibs hin.
Der Cornerback hatte Hüfte, nahm aber in dieser Woche wieder am Training teil.

Bei den Seahawks hat Marshawn Lynch zwei Trainingseinheiten in dieser Woche verpasst. Der Running Back ist am Knie verletzt und könnte das Spiel gegen Tampa Bay verpassen.

Zac Stacy lieferte gegen die Seahawks ein tolles Spiel, bis sich der Running Back der Rams am Fuß verletzte.
Am Donnerstag nahm er bereits wieder voll am Training teil. Seinem Einsatz gegen Tennessee, dem alten Team seines Head Coaches Jeff Fisher, dürfte nichts im Weg stehen.

Bei den Ravens heißt es, daß die Saison für Guard Kelechi Osemele beendet sein könnte. Er ist am Rücken verletzt.

Freitag, 1. November 2013

Die NFL 2013 - Woche 9 - Schocker an Halloween
dalton-andy3
Die NFL wählte Bengals Quarterback Andy Dalton (Bild) zum besten Angriffsspieler der AFC im Oktober.
Gestern, am letzten Tag des Oktobers, saß man vor dem Fernseher und fragte sich die ganze Zeit: „Warum?“
Auch die Defense sollte überragend spielen. Viele Experten machten in der letzten Woche die Bengals deshalb zu einem Super Bowl Aspiranten.
Und da saß man nun vor dem Fernseher und fragte sich die ganze Zeit: „Warum?“
Miami gehört nun wirklich nicht zu den Teams, gegen die man verlieren sollte, wenn man einen Wunder- Quarterback und eine stahlharte Defense hat.
Auch sonst sollte man gegen Miami nicht verlieren. Das sah man auch am Stadion. Viel Vertrauen im Einzugsgebiet genießt das Team nicht, wenn man die vielen leeren Sitze sah.
Entgegen allen Erwartungen im Vorfeld, kam es zu einer Ausgeglichenen, zu einer sehr ausgeglichenen, Partie.
Andy Dalton, die „Red Rifle“, also die „Rote Knarre“, hatte Ladehemmung. Er war fast solo für den Sieg der Dolphins zuständig. Er warf drei Interceptions, von denen einer direkt über 94 Yards zum Touchdown zurückgetragen wurde. Er verlor einmal den Ball und am Ende... doch dazu kommen wir noch.
Dalton warf den Ball 53 mal, und 32 dieser Pässe kamen an. Einige wurden von den Receivern fallengelassen, was man der Knarre nicht ankreiden kann. So kam er auf 338 Yards, blieb aber ohne Touchdown.
Ryan Tannehill auf der anderen Seite vervollständigte 20 seiner 28 Pässe für 208 Yards ohne Touchdown aber auch ohne Interception.
Zur Halbzeit hatte Miami eine 10:3 Führung. Das war kein gutes Zeichen, die Fins haben auch schon höhere Führungen noch verspielt.
Dieses Mal auch... fast.
Nachdem Cincinnati 84 Sekunden vor Spielende mit 20:17 in Führung gegangen war, war der Fisch eigentlich gegessen.
Doch tatsächlich schaffte es Miami, das keine Auszeiten mehr hatte, noch in Field Goal Reichweite zu kommen.
11 Sekunden vor Schluß traf Kicker Caleb Sturgis aus 44 Yards zum Ausgleich und schickte das Spiel in die Verlängerung.
Hier hatten beide Teams zweimal den Ball, und jetzt kommen wir zu Andy Daltons schlechtester Szene.
Cinci stand an der eigenen acht und Dalton stand in der Shotgun Formation. Die Verteidiger Miamis stürmten auf ihn zu, und er versäumte es, auf der eigenen Goalline stehend, den Ball wegzuwerfen, oder einen Schritt nach vorne zu machen. Miamis Verteidigung kam zu ihrem fünften Sack, der dritte von Cameron Wake, und der war spielentscheidend, denn Dalton fiel in die Endzone... Safety... 22:20 Sieg für Miami.
Genau in der Sekunde schaltete bei SKY der O-Ton ab, und der deutsche Kommentator war zu hören.
Da wurde Halloween dann doch noch richtig gruselig.
Bitter für die Bengals, daß sie nicht nur das Spiel verloren, sondern auch noch einen ihrer besten Verteidiger. Defensive Tackle Geno Atkins musste das Spiel mit einem Verdacht auf Kreuzbandriss vorzeitig verlassen.
Cincinnati bleibt mit 6-3 Siegen dennoch unangefochten an der Tabellenspitze der AFC North, denn die anderen drei Teams bieten zur Zeit nur Nieten in Footballuniformen auf.
Miami hat jetzt mit 4-4 wieder ein ausgeglichenes Sieg-Niederlagen Konto.

Kurzberichte
Die Baltimore Ravens liegen mit 3-4 Siegen drei Siege hinter Cincinnati.
Head Coach John Harbaugh ist deshalb aber noch nicht in Panik. Er ist sicher, daß sein Team im November richtig aufdrehen wird.
Mit Joe Flacco als Quarterback sind die Ravens im November 17-5. Das führt er als Grund für seinen fehlenden Pessimismus an.
Nur, das waren die Zeiten, als Flacco noch brauchbare Receiver hatte, die seine oft nicht genau geworfenen Pässe trotzdem fingen. In dieser Saison fehlen diese Leute.
General Manager Ozzie Newsome hat währenddessen zu einem besonderen Mittel gegriffen, um den müden Haufen zu motivieren. Er feuerte mit Safety Michael Huff und Defensive End Marcus Spears zwei altgediente Spieler. Das soll den anderen Spielern deutlich machen, daß sie sich jetzt etwas mehr anstrengen sollten, wollten sie nicht die nächsten sein.
Cincinnati ist nicht in unerreichbarer Ferne, aber der Endspurt der Ravens sollte bald beginnen, wenn der amtierende Super Bowl Champion noch die Playoffs erreichen will.

Die 49ers vermeldeten die Rückkehr von Aldon Smith.
Der Outside Linebacker war im September freiwillig in eine Entzugsklinik gegangen, nachdem er auf dem Weg zum Training einen Autounfall baute. Die Polizei, die den Unfall, an dem niemand anderer beteiligt war, aufnahm, fand Marihuana im Wagen.
Außerdem muss sich Smith wegen unerlaubten Waffenbesitzes am 12. und 19. November vor Gericht verantworten.
Die 49ers haben die Suchtbehandlung ihres Sorgenspielers genau beobachtet, und glauben, daß er sauber und einsatzbereit ist. Sie nahmen ihn sofort in den aktiven Kader auf.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Kurzberichte
flachbildfernseher2Die Spiele werden immer schlechter, die Einschaltquoten immer höher.
Schon letztes Jahr war das Niveau der NFL Spiele auf einem sehr bescheidenen tiefen Punkt angekommen, dieses Jahr sind die Spiele noch um einiges mieser.
Kaum Spannung, keine tollen Hits, selten mal eines dieser „fantastic finishes“, und trotzdem explodieren die Einschaltquoten in den USA förmlich.
Dort scheint man unsägliche Mittelmäßigkeit zu lieben. Acht Wochen in Folge war die meistgesehene Sendung der Woche ein Spiel aus der NFL. Und obwohl diese World Series der Keulenschwinger so spannend sein soll, wie nie zuvor, behielt auch dort der Football im direkten Aufeinandertreffen die Oberhand. 16,9 Millionen Zuschauer sahen Packers at Vikings, 16 Millionen Spiel vier dieser World Series.
Letztes Jahr hatten vom Saisonbeginn bis in Woche acht 12 Footballspiele ihren Platz in den Top 20, dieses Jahr sind es 17.
Wenn die Spiele jetzt noch so gut wären, wie sie sein könnten und sollten, würde die NFL die Top 20 bestimmt lückenlos füllen.

Die Tageszeitung San Francisco Chronicle wird ab sofort den Namen Redskins nicht mehr verwenden, wenn sie über das NFL Team aus Washington berichtet.
Die Chefherausgeberin Audrey Cooper hält den Spitznamen für eine rassistische Beleidigung. Dabei wäre es egal, ob sich eine Mehrheit durch diesen Ausdruck nicht beleidigt fühlt. Es würde schon reichen, wenn wenige sich beleidigt fühlen.
In dem Begriff Chiefs sieht sie Eigenartigerweise keine Beleidigung, so daß die Zeitung Kansas City weiter mit vollem Spitznamen nennt.
Ich sag nur: „Zigeunerschnitzel“.

Die besten Spieler der Woche 8

AFC
OFFENSE: WR MARVIN JONES, CINCINNATI BENGALS
8 gefangene Pässe für 122 Yards, 4 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB DOMINIQUE RODGERS-CROMARTIE, DENVER BRONCOS
5 Tackles, 1 Interceptionreturntouchdown über 75 Yards, 3 abgewehrte Pässe
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K RYAN SUCCOP, KANSAS CITY CHIEFS
3 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR CALVIN JOHNSON, DETROIT LIONS
14 gefangene Pässe für 329 Yards, 1 Touchdown
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: CB TERRELL THOMAS, NEW YORK GIANTS
11 Tackles, 1 Sack, 1 erzwungener Fumble, 1 abgewehrter Pass
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR CORDARRELLE PATTERSON, MINNESOTA VIKINGS
5 Kickoffreturns für 228 Yards, darunter ein 109 Yards Touchdown, neuer NFL Rekord
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Die Regeln werden härter, die Verletzungen trotzdem mehr
meriweather-brandon-meriweatherBrandon Meriweather (Bild) muss umlernen und er will das auch.
Bisher hat der Safety der Redskins seine Gegner vornehmlich in Höhe des Oberkörpers angegriffen. Dabei hat sein Helm hin und wieder mal den Helm des Gegenspielers berührt, und das kostete Meriweather eine Menge Geld. Zuletzt wurde er für ein Spiel ohne Gehalt suspendiert, was ihn über $70.000 kostete.
Deshalb sagte der Safety am Montag, daß er ab jetzt die Knie seiner Gegenspieler angreifen würde. Dafür gäbe es noch keine Strafen.
Der Gedanke, die Karriere eines Kollegen durch solch eine Attacke zu beenden wäre zwar nicht sehr angenehm, betonte er, aber wenn die Liga es so haben wolle, sollte sie es bekommen. Ihm würde es eben helfen, keine Strafen mehr zahlen zu müssen oder suspendiert zu werden. Wie sein Gegner, dessen Karriere zerstört wurde damit klarkäme, müsse der sehen.
„Du musst heute deine Gegenspieler tief angreifen“, sagte Meriweather. „Du musst ihre Kreuzbänder zerreißen. Du musst ihre Karrieren beenden. Hoch darfst Du sie ja nicht mehr angreifen. Sie sagten mir, ich sollte die Schulter benutzen. Ich habe die Schulter benutzt. Ich wurde trotzdem bestraft. Jetzt ändere ich meinen Stil und zerreisse Kreuzbänder. Aber ich brauche natürlich etwas Übung darin. Im Training werde ich jetzt vermehrt die Knie meiner Gegenspieler angreifen. So oft, bis sich eine Gewöhnung einstellt. Irgendwann werde ich dann im Spiel automatisch auf die Knie meiner Gegner gehen und nicht mehr auf ihren Oberkörper.“
Nachdem Meriweather zwei persönliche Fouls gegen die Bears begangen hatte, was zu seiner Suspendierung führte, sagte Bears Wide Receiver Brandon Marshall, daß Spieler wie Meriweather aus der Liga verbannt werden sollten. Sie hätten dort nichts verloren.
Was den Safety der Redskins zu einem Konter animiere. „Wer gehört eher verbannt, einer der aggressiv auf dem Footballfeld agiert und seinen Job gut macht, oder jemand der Frauen schlägt“, fragte er. Damit spielte er auf Marshall an, der als Frauenschläger bekannt ist. 2011 musst er ins Krankenhaus, weil er seine Freundin so oft schlug, daß sie sich nicht mehr anders zu helfen wusste, und ihm ein Messer in den Körper rammte.
1:0 für Meriweather.
Verbrecher haben weniger in der NFL zu suchen, als hart spielende Hitter.
Greg Aiello, Pressesprecher der NFL, meldete sich sofort zu Wort, als er von Meriweathers Kommentaren hörte. Er sagte, daß die Liga darin nichts hätte entdecken können, was disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen müsste.
Aber trotz all der neuen Regeln, all der wissenschaftlich ausbaldowerten Trainingsmethoden, all der Geldstrafen, die die NFL Woche für Woche raushaut, verletzen sich mehr und mehr Spieler. In dieser Saison dürfte man auf eine unrühmliche Rekordzahl zusteuern.
Nach acht Wochen stehen 208 Spieler auf der Verletztenliste. Für sie ist die Saison bereits beendet.
Wenn es in dem Tempo weitergeht, werden die 343 Spieler, die 2010 den traurigen Saisonrekord darstellten, locker übertroffen.
Letztes Jahr spielten die 49ers im Super Bowl und hatten fünf Spieler auf der Verletztenliste. In dieser Saison stehen bereits sieben ihrer Spieler auf dieser Liste. Und die Wide Receiver Michael Crabtree und Mario Manningham sind da noch nicht mal berücksichtigt, da sie ja noch zurückerwartet werden.
Die NFL Hat alles mögliche getan, um ihre Spieler zu schützen und vor Verletzungen zu bewahren. Trotzdem türmen sich die Ausfälle.
Was kann die Liga noch tun?
Nun, zunächst heißt es wohl mal, die Knie zu schützen, bevor Meriweather und andere Karriere nach Karriere zerstören.

Kurzberichte
Für Sidney Rice ist die Saison beendet. Der Wide Receiver der Seahawks zog sich gegen die Rams einen Kreuzbandriss zu.
Wie weit Percy Harvin von seiner Hüftoperation genesen ist, weiß man noch nicht genau.
Zwar nimmt der Wide Receiver wieder am Training teil, aber ob er schon einsatzbereit ist? Gerüchten nach soll er bereits am Sonntag gegen die Buccaneers spielen.
Die Seahawks hatten eigentlich gehofft, mit seiner Rückkehr würde er zusammen mit Rice ein unschlagbares Wide Receiver Duo bilden, doch das Verletzungspech schlug mal wieder grausam zu.

In Philadelphia meldete sich Nick Foles zum Training zurück. Der Quarterback hat seine Gehirnerschütterung auskuriert.
Ob er schon in Oakland wieder als Starter aufläuft, steht noch nicht fest.
Er teilt sich die Trainingszeit mit dem ersten Angriff mit Matt Barkley.

Die Texans haben ein Running Back Duo mit zwei Spielern, die jeder für sich Starter in einem Team sein könnten, Arian Foster und Ben Tate.
Doch am Montag verpflichteten sie drei Running Backs von der Straße. Das zeigt, daß beide Läufer wohl so schlimm verletzt sind, daß sie gegen Indianapolis nicht eingesetzt werden können.
Arian Foster hat mal wieder Oberschenkel und Ben Tate hat vier gebrochene Rippen. Tate will dennoch spielen, wird aber nicht dürfen, währen Foster so aussieht, als würde er gerne mal ein Päuschen einlegen. Er ist ja sowieso beleidigt, weil er sich die Einsatzzeit mit Tate teilen muss.
Head Coach Gary Kubiak sieht jedoch Fortschritte bei Foster, so daß er vielleicht ran muss.
Für den größten zu erwartenden Ausfall sollen Deji Karim, Ray Graham und Dennis Johnson auf einen Einsatz vorbereitet werden... Wer auch immer diese Leute sind.

Die Dallas Cowboys setzten Brian Waters auf die Verletztenliste.
Der Offensive Lineman verletzte sich gegen Detroit an Trizeps, Knie und Rippe. Seine Saison ist beendet.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 8 - Eine Beinahesensation
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Die Offense der Seahawks gehört zu den besten der Liga. Wenn man sie beschreibt, benutzt man nicht selten Worte wie, dynamisch, explosiv, hervorragend, usw.
Wenn man nach diesen Vorgaben die Defense der Rams in der letzten Nacht beschreiben wollte, müsste man neue Worte erfinden, denn die schubste die Offense Seattles dermaßen über den Platz, daß man den Mund vor Staunen gar nicht mehr zu bekam.
Im ersten Viertel erlaubte St. Louis den Seahawks nichts. Im Gegenteil, die Offense kam auf Minus ein Yard.
Zur Halbzeit hatte die Offense 38 Yards erzielt.
Quarterback Russell Wilson (Bild) gehört zu den laufstärksten Quarterbacks der Liga, dennoch wurde er sieben mal unter den Verteidigern der Rams begraben. Mit Sidney Rice fehlte ihm aber auch eine wichtige Anspielstation. Der Wide Receiver musste im zweiten Viertel mit einer Knieverletzung ausscheiden.
Doch all das war trostlose Kunst für die Rams, denn mit Ersatz- Quarterback Kellen Clemens war an diesem Abend kein Blumentopf zu gewinnen. In den entscheidenden Momenten versagte entweder er, oder seine Receiver, die zu den schlechtesten der Liga gehören, ließen die Bälle fallen.
So wurde das Monday Night Spiel tatsächlich zu einer sehenswerten Abwehrschlacht.
Das Spiel schien beendet, als die Rams beim Stand von 14:9 für Seattle 5:42 Minuten vor Ende eine Angriffsserie von der eigenen drei starten mussten. Nach den bis dahin gezeigten Leistungen war klar, daß St. Louis nicht weit kommen würde.
Weit gefehlt.
Mit einem guten Mix aus dem bis dahin vernachlässigten Laufspiel und guten Pässen kamen die Rams bis an die Eins Seattles. In dieser Angriffsserie verletzte sich allerdings Rookie Running Back Zac Stacy am linken Knöchel und konnte nach 26 Läufen und 134 Yards, die er damit erzielte, nur noch zusehen.
Das war letztlich wohl spielentscheidend.
96 Yards überbrückt, Seattle führte nur 14:9, ein dritter Versuch und nur noch ein Yard bei genügend Zeit auf der Uhr. Der verdiente Sieg war in Reichweite.
Doch Running Back Daryl Richardson wurde gestoppt und der vierte Versuch stand an.
Um Seattle keine Zeit mehr zu lassen, ließ Head Coach Fisher die Uhr bis auf vier Sekunden herunterlaufen, bevor er eine Auszeit nahm.
Er entschied sich für einen Paßspielzug. Clemens warf den Ball in die linke hintere Ecke der Endzone, wo nichts, aber auch gar nichts war, kein Receiver, kein Verteidiger, noch nicht mal Kameramänner.
Viermal kamen die Rams in die Redzone der Seahawks. Dreimal konnten sie nur Field Goals erzielen, einmal gingen sie ganz leer aus. So brachten sie sich nach einem tollen Spiel selber um die verdienten Früchte des Sieges.
Und selbst die Fans, die lieber tollen Angriffsfootball sehen, dürften dieses Spiel gut gefunden haben.

Kurzberichte
Raiders Defensive Coordinator Jason Tarver zeigte seinen Unmut über eine Schiedsrichterentscheidung im Spiel gegen Pittsburgh mit einem deutlichen (Mittel-) Fingerzeig.
Bereits am Montag schickte die NFL ihm eine Zahlungsaufforderung. Über die Höhe wurde nichts verlautbart, aber Tarver und die Raiders haben die Strafe bereits akzeptiert.

Bereits am Montag wurde Sebastian Vollmer operiert.
Sein Schmerzensschrei klingt einem noch in den Ohren, als er hilflos am Boden lag, und einige Spieler auf seinem rechten Bein landeten.
Der deutsche Right Tackle der Patriots zog sich dabei einen komplizierten Bruch zu, und die Saison ist, wie bereits berichtet, für ihn Zuende.

Noch vor einigen Wochen tönte Eagles Head Coach Chip Kelly, daß seine neuen, modernen Trainingsmethoden dazu führten, daß es in seinem Team keine großen Verletzungen gäbe, und kleine schon erst recht nicht.
Schlecht gebrüllt, Adler.
Momentan weiß er nicht, ob er zwei gesunde Quarterbacks für Sonntag melden kann?
Michael Vick wird mit seiner Oberschenkelverletzung noch länger ausfallen. Nick Foles leidet noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Bleibt noch Matt Barkley, der als Rookie nicht gerade der Bringer ist.
Ob Philadelphia sich nach einem weiteren Quarterback umsehen wird, wollte Kelly nicht sagen.

Montag, 28. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 8 - Halbzeit
pryor-terrelle2Die NFL Saison ist zur Hälfte beendet. Nicht, ohne auch an diesem Spieltag wieder für ein paar kräftige Überraschungen zu sorgen.
So schlugen die Raiders die Steelers mit 21:18. Den Grundstein zum Sieg legte Raiders Quarterback Terrelle Pryor (Bild) direkt im ersten Spielzug. Mit einem Touchdownlauf über 93 Yards stellte er einen neuen NFL Rekord für Quarterbacks auf.
Die Defense Oaklands hatte mit der auch in diesem Spiel unsäglichen Offense der Steelers keine große Probleme. Die Raiders gingen mit einer 21:3 Führung ins letzte Viertel.
Dann kam Pittsburgh zwar noch auf 18:21 heran, aber zu spät.

Die zweite große Überraschung gab es in Arizona. Hier vergeigten die Falcons wohl ihre letzten Hoffnungen auf eine Playoffteilnahme.
Bis zum Beginn des letzten Viertels hatte Atlanta erst zwei magere Field Goals zustande gebracht, die Cardinals bereits 24 Punkte. Am Ende stand es 27:13 für Arizona. Atlanta hat jetzt erst zwei Spiele gewonnen und fünf verloren. Das dürfte es gewesen sein.

Bei unserem Tippspiel hatten alle auf einen Sieg der Bengals gesetzt, doch hätte auch nur einer angenommen, daß er so hoch ausfallen würde?
49:9 stand es am Ende und die Jets, die von sich geglaubt hatten, daß sie aus dem Tal der Tränen herausgekrochen wären, rutschten tiefer hinein, als sie es für möglich gehalten hätten.
Ein Sieg der Bengals war keine Überraschung, die Höhe schon.

Einen rabenschwarzen Tag hatte Peyton Manning erwischt. Der Quarterback der Broncos verlor einmal den Ball und leistete sich drei Interceptions.
Kein Wunder, daß die Redskins, die eigentlich nur nach Denver gekommen waren, um die Punkte abzuliefern, lange im Spiel blieben.
Nach Ende des dritten Viertels führten sie sogar noch 21:14.
Dann brach die Lawine los.
Denver machte ernst und zerquetschte Washington.
Dabei verletzte sich Robert Griffin III kurz vor Spielende an seinem operierten linken Knie und musste von Kurt Cousins ersetzt werden. Doch keine Bange Redskins-Fans, die Verletzung soll nicht schlimm sein.
Cousins warf einen Pass genau zum freistehenden Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie. Der sorgte mit einem 75 Yards Touchdown für den 45:21 Endstand.
Denver konnte seine Playoffhoffnungen damit am Leben halten, während Washington zumindest keinen Boden in der NFC Mist verlor, denn...

Dallas und Philadelphia verloren ihre Spiele auch.
Dallas konnte gegen Detroit nicht von vier Ballverlusten der Lions profitieren.
An der Seitenauslinie musste sich Quarterback Tony Romo eine Schimpfkanonade seines Wide Receivers Dez Bryant anhören. Dabei spielte Romo mit 3 Touchdownpässen nicht schlecht, zumal er ohne Interception blieb. Zwei dieser Touchdownpässe gingen sogar zu Bryant, der trotzdem sehr unzufrieden wirkte. Wohl deshalb, weil er vor dem Spiel getönt hatte, daß er zumindest genauso gut wäre, wie Calvin Johnson von den Lions. Diesen Beweis im direkten Vergleich konnte er nicht leisten, weil er nicht oft genug angespielt wurde.
So sahen die Statistiken der beiden nach dem Spiel wie folgt aus, Dez Bryant, 3 gefangene Pässe für 72 Yards und 2 Touchdowns.
Calvin Johnson, 14 gefangene Pässe für 329 Yards, 1 Touchdown.
62 Sekunden vor Spielende ging Dallas mit 30:24 in Führung, und die Verteidigung musste nur noch diese eine Minute überstehen.
Doch das konnte sie nicht.
Matthew Stafford führte seine Offense von der eigenen 20 über das Feld und erzielte am Ende selber einen Touchdown über einen Yard zum Ausgleich.
Der Extrapunkt saß, und Detroit gewann 31:30.

In Philadelphia verloren die Eagles erneut das Spiel und Michael Vick. Der Quarterback ging mit einem angeschlagenen Oberschenkel in das Spiel. Im zweiten Viertel hörte er wie seine Oberschenkelsehne ein lautes „Pop“ von sich gab. Der Quarterback musste vom Platz und Matt Barkley ersetzte ihn.
Doch es ist fraglich, ob Philadelphia mit Vick gewonnen hätte. Die Defense der Giants kommt langsam in Fahrt, und dominierte das Spiel. Das musste sie auch, denn aus dem Angriff kam nicht die geringste Unterstützung.
So gab es am Ende einen 15:7 Sieg für die Giants durch fünf Field Goals von Josh Brown.
Dallas bleibt mit vier Siegen Spitzenreiter vor Philadelphia mit drei Siegen und Washington und die Giants haben beide zwei Spiele gewonnen. Die NFC East bleibt damit weiter die schlechteste Division der Liga.

In Foxboro hatten die Patriots mal wieder den Start verschlafen. Das ist man mittlerweile von dem Team gewöhnt, und es hat sich auch schon gerächt.
Doch Miami konnte nicht davon profitieren, obwohl sie sich zur Halbzeit eine 17:3 Führung erspielt hatten.
Dann aber kamen die Patriots hellwach aus der Kabine und sie versenkten den Fisch.
New England holte sich noch 24 Punkte und die Dolphins keinen mehr.
Vor dem Spiel hieß es, daß Patriots Quarterback Tom Brady am Tag vor dem Spiel gesehen wurde, mit einem Tape, das zwei Finger seiner rechten Hand aneinanderklebte. Und auch während des Spiels steckte Brady die Hand zwischen zwei Spielzügen immer in einen Handwärmer. Eine Nahaufnahme zeigte, daß die Hand leicht angeschwollen war.
Den Dolphins half das nichts, sie flogen trotzdem als Verlierer nach Hause.
Eine Schrecksekunde erlebten die Zuschauer, als Sebastian Vollmer laut vor Schmerz schrie, als einige Spieler beider Teams auf seinem rechten Bein landeten. Die erste Prognose lautete Beinbruch, Saison beendet. Damit erging es ihm nicht besser als Brandon Gibson. Der Wide Receiver der Dolphins zog sich einen Riss der Patellasehne zu. Auch für ihn ist die Saison beendet.

In der erwarteten Niederlage der Vikings gegen Green Bay gab es ein Glanzlicht für Minnesota. Rookie Cordarrelle Patterson nahm den Kick Off zum Spielbeginn neun Yards tief in der eigenen Endzone auf und lief los. 13 Sekunden und 109 Yards später hatte er den längsten Kickoffreturntouchdown in der Geschichte der NFL erzielt.
Die Packers gewannen letztlich aber verdient mit 44:31.

Der Verletzungsreport
Auf Seiten der Lions verletzten sich Wide Receiver Ryan Broyles und Defensive End Ezekiel Ansah.
Für Broyles ist die Saison mit einer gerissenen Achillessehne Zuende. Ansah verletzte sich einen Knöchel und soll nicht viel Einsatzzeit verpassen.

Bengals Linebacker Rey Maualuga zog sich zwei Verletzungen zu, eine Gehirnerschütterung und eine Knieverletzung, die ernst aussah.

Das toppte Dallas Guard Brian Waters mit drei Verletzungen. Er verletzte sich an Rippe, Knie und Trizeps. Das klingt nach einer längeren Zwangspause.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Kurzberichte
gruden-john200Minnesota, Pittsburgh, Jacksonville, Houston, Tampa Bay, usw., usw. Viele Teams werden nach der Saison einen neuen Head Coach brauchen.
Da brachte sich Jon Gruden (Bild) mal ins Spiel. Auf einem Bankett in Florida sagte er, daß er gerne wieder in der NFL arbeiten würde.
Was ist davon zu halten?
Solche Kommentare hat er schon öfter gemacht, um bei konkreten Anfragen dann doch abzuwinken und bei ESPN zu bleiben.
Wie auch immer, der Analyst blieb immer auf dem Radar der Teambesitzer, und wo sollen all die neuen Trainer herkommen, die nach der Saison gebraucht werden?
Und durch seine Arbeit für Monday Night Football hat er nie den Kontakt zu allen Neuerungen verloren, die die NFL hervorgebracht hat.
Im Alter von 50 Jahren ist Gruden absolut in der Primetime. Seine Bilanz als Head Coach ist mit 95-81 Siegen und einem Super Bowl Sieg mit den Buccaneers auch nicht schlecht.
Könnten wir also nächste Saison bei Monday Night Football von ihm erlöst werden?
Hoffen wir das Beste.

Ein absoluter Fehleinkauf war Danny Amendola für die Patriots.
Schon wieder ist der Wide Receiver verletzt.
Doch die Pats wussten, was für einen Totalausfall sie sich ins Team holten, als sie ihn von den Rams abwarben. Von 39 möglichen Spielen, in denen Amendola in den letzten drei Jahren hätte spielen können, trat er nur in 24 an.
An seinen spielerischen Fähigkeiten gibt es nichts auszusetzen, doch was nutzen die, wenn er nie spielt?
Er selbst hält sich dabei gar nicht für verletzungsanfällig. Doch 24 zu 39 spricht eine sehr deutliche Sprache.
Aktuell hat er eine Gehirnerschütterung. Ob er gegen Miami mitmischen kann, steht noch nicht fest. Er selbst meint, ja, aber es steht noch eine ärztliche Untersuchung an.

Wird Terrell Owens ein Pro Bowler?
Da ist die Frage: „Ist er das nicht längst?“ in der Tat berechtigt. Doch hier ist nicht ein Auftritt im unbeliebten Spiel der Besten gegen die Besten aus AFC und NFC gemeint, sonder Bowling.
An diesem Wochenende findet die PBA World Series of Bowling statt, und T.O. will daran teilnehmen.
Vom Pro Bowler zum Profi-Bowler?
Wir werden sehen.

Und nicht vergessen... Heute beginnen die Spiele schon um 18 Uhr!

Samstag, 26. Oktober 2013

Kurzberichte
manning-bronco3Mit Peyton Mannings (Bild) Knöchel ist alles so weit OK. Zwar verpasste er das Training am Mittwoch, weil er Schmerzen hatte, doch Donnerstag und Freitag konnte er wieder wie gewohnt trainieren.
Derweil fühlt sich Tight End Julius Thomas deswegen ziemlich mies. Er hatte seinen Quarterback nicht genügend geschützt. Wieder und wieder bekam er bei der Mannschaftssitzung gezeigt, wie er seinen Gegenspieler im letzten Viertel durchkommen ließ, der dann Manning bei Wurf behinderte, was zu einem entscheidenden Interception führte.
Es ist aber nicht sicher, ob Manning sich bei dieser Aktion den Knöchel verletzte. Der Quarterback wurde gegen die Colts ziemlich rumgeschubst. Das führte dazu, daß er zum ersten Mal in dieser Saison weniger als 60% seiner Pässe vervollständigen konnte.
Das könnte sich gegen Washington bessern. Der alte Head Coach der Broncos, Mike Shanahan, hat in dieser Saison keine gute Passverteidigung auf die Beine gestellt bekommen. Tatsächlich haben die Redskins überhaupt keine gute Verteidigung.
In der Verteidigung der Broncos wird eine alte Rothaut fehlen. Cornerback Champ Bailey hat einen verstauchten Fuß und wird nicht spielen können.
Auch Ronnie Hillman wird nicht spielen. Broncos Head Coach John Fox hat ihn für das Spiel als inaktiv gemeldet. Grund ist wohl Hillmans Ballverlust an der Dreiyardslinie der Colts in den letzten Minuten des Spiels.

Vor einigen Wochen hat ein Mann namens Aris Mardirossian sich den Namen Washington Bravehearts markenrechtlich schützen lassen.
Jetzt kommts... Mardirossian ist ein Nachbar von Dan Snyder, dem Besitzer der Redskins.
Der Pressesprecher der Redskins wiegelte sofort ab, als er darauf angesprochen wurde. Snyder und sein Nachbar würden nicht unter einer Decke stecken und eine Namensänderung unter dem Radar vorbereiten. Snyder würde diesen Nachbarn überhaupt nicht kennen, fuhr er fort.
Wenn man jetzt bedenkt, daß das Berufsbild des Pressesprechers Wahrheitsanpassung und Abwiegeln zwingend vorsieht, dann könnte wohl doch etwas dran sein.
Es sieht bei dieser entarteten Diskussion nicht so aus, als könnten die Redskins-Befürworter den Endsieg erringen.

NBC Analyst Rodney Harrison spielte lange Jahre als Safety in der NFL. In einer Radiointerview sagte er, daß er immer mit vollem Einsatz gespielt und sich trotzdem nie eine Gehirnerschütterung eingehandelt hätte.
Nachdem er das Spiel der Vikings gegen die Giants gesehen hätte, würde er sich fragen, wann und wo sich Vikings Quarterback Josh Freeman die Gehirnerschütterung eingefangen haben soll, an der er am Dienstagnachmittag so plötzlich litt?
Für ihn sähe das so aus, als ob Freeman nur eine Entschuldigung für sein schlechtes Spiel brauchte und einen Freifahrschein, die letzten acht Spiele der Saison in Ruhe vom Fernsehsessel aus ansehen zu können.
Bisher hat Freeman sich nicht zu dieser ungeheuren Anschuldigung geäußert.

Buccaneers Wide Receiver Mike Williams zog sich in der Niederlage gegen Carolina einen gerissenen Oberschenkelmuskel zu.
Da muss man von einer langen Auszeit ausgehen. Da die Saison schon in der Halbzeit angekommen ist, ist sie für ihn wohl schon beendet. Es sei denn, die Buccaneers kämen in die Playoffs.
So ein kleiner Witz ab und zu muss einfach sein.
Greg Schiano, der Head Coach und hauptverantwortliche des Desasters in Tampa Bay, hat allerdings wenig zu lachen. Ein ehemaliger Spieler der Bucs behauptete, daß Schiano das Team verloren hätte. Dem widerspricht der Head Coach vehement. Keineswegs hätte er die Umkleidekabine verloren, sagte er. Die Spieler würden weiter auf ihn hören. Seine Spieler würden weiter an ihn glauben.
Glaubt er!
Darrelle Revis glaubt das nicht so ganz. Auf die Frage, ob die Spieler noch hinter ihrem Head Coach stünden, antwortete er: „Ich weiß nicht!“
Vertrauensbeweise klingen anders.

Vier Spieler wurden für eine Prügelei im Spiel der Panthers gegen die Rams in Woche sieben zu einer Strafzahlung verurteilt, drei Rams und ein Panther. Mit $15.750 erwischte es Rams Defensive End Chris Long, der auch vom Platz gestellt wurde, am Schlimmsten.
Insgesamt schröpfte die NFL ihre Spieler, die nur versuchen ihren Job so gut wie möglich zu erledigen, wieder um 167.500 Dollar.

Wie sieht es an der Verletzungsfront aus?
Eagles Quarterback Michael Vick hat die ganze Woche über mit der ersten Mannschaft trainiert, wird also wohl spielen. Wie weit seine Oberschenkelzerrung wirklich abgeklungen ist, wird man am Sonntag sehen.
Die Einsätze folgender Spieler sind wegen diverser Wehwehchen fraglich:
Bills Running Back C.J. Spiller
Cardinals Running Back Rashard Mendenhall
Chiefs Wide Receiver Dwayne Bowe
Cowboys Wide Receiver Miles Austin, Running Back DeMarco Murray und Defensive End DeMarcus Ware
Giants Running Back Brandon Jacobs
Lions Running Back Reggie Bush
Packers Wide Receiver James Jones, Linebacker Nick Perry und Running Back James Starks.

Freitag, 25. Oktober 2013

Kurzberichte
favre01Der Bedarf an Quarterbacks ist anscheinend noch größer als angenommen. Tatsächlich haben die Rams bei Brett Favre (Bild) angerufen, ob er nicht Zeit, Lust und Laune hätte, bei ihnen den Quarterback zu geben?
Der 44-jährige ist seit drei Jahren raus aus der NFL und hat sich mittlerweile damit abgefunden, daß die NFL auch ohne ihn weiterbesteht.
Favre bestätigte der Presse, daß es wirklich einen Anruf der Rams bei ihm gegeben hätte, doch er hätte ihnen abgesagt. Er denke gar nicht mehr daran, noch mal zu spielen, obwohl er gut in Form wäre.
Es stellt sich auch die Frage, wie die Rams den Rekordhalter in Sachen Passyards hätten bezahlen wollen? Sie haben nur noch $500.000 Platz unter der Gehaltsobergrenze. Dafür zieht sich ein Brett Favre noch nicht mal den linken Schuh an.
Derweil sitzt Vince Young Zuhause und hadert mit seinem Schicksal. Kein Schwein ruft ihn an, keine Sau interessiert sich für ihn.
Der ehemalige Quarterback der Titans ist allerdings auch schon 30 Jahre alt und hat 2011 zuletzt gespielt. Doch er wartet und wartet und wartet auf Anrufe, die ihm einen Job verschaffen, damit er seine immensen Schulden, die er angehäuft hat, abzahlen könnte.
Um Young mal zu helfen; Vielleicht sind es seine mangelnde Arbeitsmoral und Leistungsbereitschaft, die die verzweifelten Teammanager davon abhalten, ausgerechnet bei ihm anzurufen?

Redskins Defensive Coordinator Jim Haslett fällt seinem suspendierten Safety Brandon Meriweather in den Rücken. Anstatt ihn für seine harte Spielweise zu loben, die immer wieder dazu führt, daß Receiver Bälle fallenlassen, sagte er, daß Meriweather dem Team durch seine Art Football zu spielen, schadet.
Und Unrecht hat er damit ja nicht.
Was früher ein toller Tackle war, der den Receiver vom Ball separierte, ist heute eine Aktion, die eine Strafe auf dem Platz und eine Geldstrafe nach sich zieht.
Meriweather spielt seit 2007 in der NFL, hat also noch die Zeit mitbekommen, in der man nicht dafür bestraft wurde, den Gegenspieler scharf anzusehen.
Damit er mit seiner Spielweise, die den Football mal ausmachte, dem Team nicht weiter schadet, muss Haslett versuchen, ihn zu zähmen. Begonnen damit habe er schon, sagte Haslett der Presse. Und die meisten Spieler hätten sich auch schon daran gewöhnt, den Gegenspielern nicht weh zu tun, doch bei Meriweather hätte die Umerziehung noch nicht gefruchtet. Aber... man arbeite weiter daran.
Die Broncos werden sich keine Kopfschmerzen darum machen müssen, wie man sich gegen Meriweather wehren kann. Für das Spiel gegen sie ist der Safety suspendiert.
Das kostet Meriweather $70.588.

Im Donnerstagsspiel gewannen die Panthers mit 31:13 gegen Tampa Bay.
Obwohl die Bucs damit ihr siebtes Spiel verloren, hat Head Coach Greg Schiano seinen Job noch nicht verloren.
Die Betonung kann dabei aber nur auf „noch“ liegen.
Den Rückhalt seiner Spieler soll er mittlerweile verloren haben. Ein ehemaliger Spieler, der nicht genannt werden wollte, berichtete davon, daß Schiano sie wie kleine Schuljungen behandeln würde. Im Team ginge es zu, wie auf Kuba.
Schiano würde versuchen Patriots Head Coach Bill Belichick nachzueifern und sich eine ähnlich miese Reputation aufzubauen, wie dieser. Doch das könnte nicht klappen. Belichick ist ein Football-Genie, Schiano ist nichts.
Doch, Schiano ist etwas: Ein Head Coach auf dem Schleudersitz.

Vor einigen Wochen wurde drei „Heimteams“ für die drei Spiele in London, 2014, benannt.
Seit gestern stehen auch die Gegner fest.
Es spielen also: Dallas at Jacksonville, Detroit at Atlanta und Miami at Oakland.
Die Daten für die Spiele werden noch mitgeteilt.
Am kommenden Sonntag spielen ja die 49ers in London gegen Gastgeber Jacksonville.
Gnädigerweise wird das Spiel von Sport 1 nur auf dem Feed übertragen. Im Hauptprogramm läuft Miami at New England. Von den beiden Spielen dürfte das letztere doch das bessere sein.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Kurzberichte
ponder-christian4Die Minnesota Vikings werden nun doch nicht mit Josh Freeman gegen die Packers antreten. Die unsägliche Vorstellung im Monday Night Spiel war dann doch nicht das Wahre.
Dabei hatte Head Coach Frazier noch am Dienstag Vormittag betont, daß Freeman auf jeden Fall der Starter bleiben würde.
Um das Gesicht nicht zu verlieren hat man sich wohl etwas überlegt. Man ist dann drauf gekommen, daß Freeman eine Gehirnerschütterung hätte. Der Quarterback soll die Verletzung geheimgehalten und erst am Dienstagnachmittag das Team davon unterrichtet haben.
Gegen Green Bay soll Christian Ponder (Bild) wieder starten, der seine gebrochene Rippe auskuriert hat. Matt Cassel wird als Ersatzmann fungieren.
Auf die Frage, ob Freeman starten würde, wenn seine „Gehirnerschütterung“ bis Sonntag auskuriert wäre, antwortete Frazier, daß die Vorbereitungszeit für ihn jetzt schon zu kurz wäre. Sein Einsatz wäre schon deshalb nicht möglich.

Wenn man bedenkt, daß die Vikings in ihren bisherigen sechs Spielen schon drei Quarterbacks eingesetzt haben, kann man ermessen, wie dringend man brauchbare Spieler auf dieser Position benötigt. Besonders wenn man sieht, daß sich Verletzungen bei Quarterbacks in dieser Saison wie eine Seuche ausbreiten.
11 Teams mussten ihre Starter bereits austauschen. Nach sieben Spieltagen haben bereits 45 Quarterbacks wenigstens ein Spiel als Starter bestritten.
2012 gab es bis zu diesem Zeitpunkt nur drei Teams, die ihre Starter ersetzen mussten.
Wenigstens fünf Quarterbacks haben sich verletzt, weil sie selber mit dem Ball gelaufen sind. Diese Spielzüge, ob eingeplant oder nicht, nehmen immer mehr zu. Ein weiterer Grund ist, daß einige O-Lines ihren Quarterbacks nur sehr unzureichenden Schutz bieten. Auch das hängt mit einer hohen Verletzungsrate zusammen. Nur sechs Teams haben bisher immer die gleichen fünf Offensive Linemen in jedem Spiel einsetzen können.
Sei es wie auch immer, in dieser Saison gibt es eine ungewöhnlich hohe Ausfallrate auf der Position des Quarterbacks.
Jetzt sucht man nach Lösungen des Problems und, bis man sie gefunden hat, nach neuen Quarterbacks. Das wird dazu führen, daß so mancher ausgemusterte Ballwerfer wieder einen Job bekommen könnte.

Muss auch Peyton Manning ersetzt werden?
„Nein“, meinte der Quarterback der Broncos auf eine diesbezügliche Frage.
Zwar konnte er am Mittwoch nicht trainieren, weil er Schmerzen in einem Sprunggelenk hatte, aber das würde die Redskins nicht vor seinem Einsatz am Sonntag bewahren.

Die NFL hat die Suspendierung von Brandon Meriweather um die Hälfte gekürzt.
Dadurch werden nur noch die Broncos davon profitieren können, daß der Safety der Redskins wegen wiederholten überharten Spiels gesperrt ist.
Zunächst hatte die Liga ihn für zwei Spiele ohne Bezahlung suspendiert, wogegen Meriweather Einspruch einlegte. Nach der Berufungsverhandlung am Mittwoch reduzierte die NFL die Strafe.

Die Rams verpflichteten die Quarterbacks Brady Quinn und Austin Davis.
Am Sonntag wird Kellen Clemens starten, nachdem Sam Bradfords Saison mit einem Kreuzbandriss endete.
Quinn, der als Nr. 2 nach Clemens gelistet wird, wurde 2007 in der ersten Runde der Draft von den Browns einberufen. Zuletzt war er bei den Jets, die ihn am Montag feuerten.
Davis war letztes Jahr der dritte Mann bei den Rams. Nach dem Trainingslager 2013 entließen sie ihn.
Quinn und Davis haben zusammen eine Bilanz von 8-24 Siegen in der NFL.

Die New York Giants verloren einen weiteren Spieler.
Sie mussten Center David Baas am Mittwoch auf die Verletztenliste setzen. Er verletzte sich in der ersten Angriffsserie am Montag am Knie und für ihn ist die Saison beendet.

Nachdem die Patriots dabei erwischt wurden, bei einem Field Goal Versuch der Jets gepfuscht zu haben, feuerte Bill Belichick zurück.
Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte er noch, daß er da wohl die Regeln mißinterpretiert hätte, als er seinen Spielern beibrachte sich gegenseitig in die Offenseline zu schubsen.
Am Mittwoch beschuldigte er die Jets dasselbe getan zu haben.
Allerdings ergaben genauere Untersuchungen der Field Goal und Extrapunktversuche der Patriots in diesem Spiel keinen Beweis für diese Aussage.
Belichick ist und bleibt ein Pfuscher und einer der unausstehlichsten Trainer der NFL.

Steven Jackson rechnet damit, daß er am Sonntag für die Falcons spielen kann.
Der Running Back sagte, daß seine Oberschenkelverletzung, die er sich in Woche zwei zugezogen hatte, ausgeheilt wäre.

Eine Nachlässigkeit kam einem Spieleragenten teuer zu stehen.
Im März wollten die Broncos ihrem Defensive End Elvis Dumervil eine Vertragsverlängerung anbieten.
Dessen Agent, Marty Magid, versäumte es aber, den von Dumervil unterschriebenen Vertrag rechtzeitig an die Broncos zu faxen. Dieses Fristversäumnis führte zur Entlassung Dumervils. Der fand dann recht bald in Baltimore seinen neuen Arbeitgeber und feuerte Magid. Und der muss jetzt weitere Konsequenzen tragen. Er muss $25.000 Strafe zahlen und er wurde für sechs Monate suspendiert.

Und nicht vergessen: Das Spiel heute Nacht beginnt noch nach der gewohnten Zeit. Ab Sonntag beginnen alle Spiele bei uns eine Stunde früher, am Sonntag also bereits um 18 Uhr.
Grund ist die Süßwarenlobby in den USA. Die hat durchgesetzt, daß die Uhren dort erst nach Halloween umgestellt werden, damit die lieben Kleinen es eine Stunde länger Hell haben, um den Nachbarn mit ihrem „Trick or Treat“ auf den Geist zu gehen und Süßigkeiten einzusammeln.

Die besten Spieler der Woche 7

AFC
OFFENSE: QB ANDREW LUCK, INDIANAPOLIS COLTS
21 von 38 Pässe für 228 Yards, 3 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE MARIO WILLIAMS, BUFFALO BILLS
3 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K SHAUN SUISHAM, PITTSBURGH STEELERS
4 von 4 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB MATT RYAN, ATLANTA FALCONS
20 von 26 Pässen für 273 Yards, 3 Touchdowns
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: LB SEAN LEE, DALLAS COWBOYS
1 Interception, 11 Tackles
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P ANDY LEE, SAN FRANCISCO
6 Punts für durchschnittlich 46,7 Yards
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Kurzberichte
freeman-josh-mv2Nachdem wir bereits am Montag von den Vikings belästigt wurden, müssen wir am Sonntag ein weiteres Spiel mit ihnen ertragen.
Das Experiment mit Josh Freeman (Bild) ging ja voll in die Hose. Das hält Vikings Head Coach Leslie Frazier nicht davon ab, den Quarterback nach seiner unterirdischen Vorstellung im Monday Night Spiel auch im Sunday Night Spiel gegen Green Bay zu starten.
Frazier versucht verzweifelt seinen Job über das Saisonende hinaus zu halten, was ihm kaum gelingen dürfte. Es sei denn Freeman schlägt doch noch ein und Minnesota kommt wenigstens auf eine 8-8 Bilanz.
Das aber wäre ein Kraftakt, den man dem Team mit diesem Head Coach nicht zutrauen kann.
Freeman vervollständigte 20 von 53 Pässen für 190 Yards und 1 Interception.
50 Passversuche für einen Quarterback, der neu im Team ist. Doch Hilfe vom besten Running Back der letzten Saison war nicht in Sicht. Die Giants hielten Adrian Peterson auf 28 Yards aus 13 Läufen.
Ob sich das gegen die Packers dramatisch bessert ist fraglich. Es sah nicht so aus, als ob eine Woche mehr an Zusammenarbeit Freeman wirklich helfen würde.

Brandon Meriweather hat Einspruch gegen seine zwei Spiele dauernde Suspendierung eingelegt.
Der Safety der Redskins kassierte am Sonntag gegen Chicago zwei Strafen, weil er die Receiver Brandon Marshall und Alshon Jeffrey mit dem Helm voran berührte.
Das war nicht nur der NFL zuviel.
Auch Martellus Bennett hat so seine Ansichten. Der Tight End der Bears sagte in einem Radiointerview, daß er dem „Drecksack“ gerne eine aufs Maul heuen würde.
Es ist noch nicht bekannt, ob Meriweather dagegen auch Einspruch eingelegt hat?

Zwei Teams tauschten am Dienstag Alt gegen Neu.
Die Lions feuerten Tight End Tony Scheffler. Er konnte in den letzten beiden Spielen nicht antreten, weil er eine Gehirnerschütterung auskuriert. Sein Ersatzmann Rookie Joseph Fauria machte seine Sache so gut, daß Scheffler für Detroit entbehrlich wurde.
In Pittsburgh musste Running Back Isaac Redman dem Rookie Leveon Bell weichen.
Bells Start in die NFL war holprig. Erst nachdem Quarterback Ben Roethlisberger öffentlich Kritik an der laxen Arbeitseinstellung des Frischlings geübt hatte, kam der in die Gänge.
Schlecht für Redman, der jetzt einen neuen Arbeitgeber suchen muss.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Kurzberichte
adams-bud1Kenneth Stanley „Bud“ Adams (Bild) ist tot.
Der Gründer der Houston Oilers und Mitbegründer der AFL starb am Montag im Alter von 90 Jahren.
1959 gründete er die Oilers und blieb bis zum Tag seines Todes ihr Besitzer, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Präsident und Geschäftsführer.
1997 zog er mit dem Team um nach Tennessee und änderte 1999 den Teamnamen in Titans um.
Der Gewinn eines Super Bowls, sein größter Traum, ist ihm in Super Bowl 34, wie man weiß, um einen Yard verwehrt worden.
Seine beiden Töchter werden nun je ein Drittel der Anteile an den Titans bekommen. Das verbleibende Drittel wird an die Familie seines verstorbenen Sohnes gehen, seine beiden Enkel und ihre Mutter.

Green Bay Tight End Jermichael Finley zog sich gegen die Browns eine schwere Nackenverletzung zu. Die gute Nachricht ist, daß er nicht operiert werden muss. Doch es wird einige Wochen dauern, bis er wieder wird spielen können.

Die Kansas City Chiefs haben die Playoffs erreicht. OK, noch nicht so ganz, aber in der Geschichte der NFL ist jedes Team in die Playoffs gekommen, das mit 7-0 in die Saison gestartet ist.
Nahezu die Hälfte dieser Teams hat es sogar in den Super Bowl geschafft.
Unter diesen Teams waren 2004 die Philadelphia Eagles mit Head Coach Andy Reid.
Es wird interessant zu sehen, wie weit dieses einzige noch ungeschlagene Team es in dieser Saison bringen wird?

Die NFL ist der Meinung, daß die harte Spielweise nicht mehr in die Zeit passt, in der die Liga auf dem besten Weg ist eine „nur gucken, nicht berühren“ Liga zu werden.
Wegen konstant anhaltendem harten Angreifens der Gegenspieler, früher mal guter Tackle genannt und ein Markenzeichen des professionellen Footballs, suspendierte die NFL Redskins Safety Brandon Meriweather für zwei Spiele.
Damit wird er Washington für die Spiele gegen Denver und San Diego fehlen.

Das Forbes Magazin ist neugierig. Immer wieder macht es Umfragen, auch zur NFL und deren Spieler.
Die Frage lautete dieses Mal „Wer ist der unbeliebteste Spieler der NFL?“
Beim letzten Mal gewann Ndamukong Suh von den Lions diese Wahl. Er kam 2013 nur auf Platz drei.
Dieses Jahr heißt der Sieger Michael Vick. Der Quarterback der Eagles bekam über die Hälfte der abgegebenen Stimmen.
Auf dem zweiten Platz landete Chargers Rookie Manti Teo. Er muss wohl auf dem College eine haarsträubende Geschichte um eine imaginäre Freundin erfunden haben, was noch nachwirkt.
Platz drei, wie erwähnt, Suh.
Auch Ben Roethlisberger schafft es immer wieder in diese Liste. Dieses Mal landete der Quarterback der Steelers auf Platz vier.
Platz fünf geht an Mark Sanchez, den zukünftigen ehemaligen Quarterback der Jets.

Wenigstens einen Monat werden die Bears ohne ihre wichtigsten Spieler in der Offense und Defense auskommen müssen.
Linebacker Lance Briggs ist an der Schulter verletzt, muss aber nicht operiert werden.
Bei Quarterback Jay Cutler heißt es, er hätte einen Leistenbruch.
Da die Bears nur noch Josh McCown als Quarterback im Kader haben, suchen sie dringend einen Ersatzmann.
Für Cutler, der in einem sogenannten Vertragsjahr ist, sieht es jetzt schlecht aus. Zwar hat er bisher seine beste Saison in Chicago gespielt, weil seine Line ihn endlich gut beschützt, aber dieser Monat Ausfall könnte sich negativ auf die Vertragsverhandlungen auswirken.

Furchtbar schlechte Nachrichten gab es auch in Indianapolis.
Wide Receiver Reggie Wayne verletzte sich im letzten Viertel gegen Denver ohne Fremdeinwirkung am Knie. Er zog sich einen Kreuzband- und einen Meniskusriss zu.
Für ihn ist die Saison beendet.
Ob er in seinem Alter auch die Karriere beenden muss, daran glaubt er noch nicht, wie er der Presse sagte.

Gab es folgendes Telefongespräch?
„Ryan“.
„High Rex, hier ist Rob“.
„High Bruderherz, was gibt es?“
„Pass mal auf, wir haben gestern gegen die Patriots gespielt, und die haben einen ganz fiesen Trick auf Lager. Eine verbotene Aktion, die gegen uns nicht geahndet wurde.“
„Ach was! Erzähl weiter“.
Und so könnte Saints Defensive Coordinator Rob Ryan seinem Bruder, Jets Head Coach Rex Ryan, von einer Aktion bei einem Field Goal Versuch der Saints erzählt haben, bei der die Patriots schummelten.
Die Patriots beginnen die Aufstellung bei einem Field Goal Versuch des Gegners in der erlaubten Formation. Dann schiebt ein Spieler einen seiner Mitspieler in die Offenseline, um diese zurückzudrängen. Das ist verboten.
Vor dem entscheidenden Field Goal Versuch der Jets in der Verlängerung hat Rex Ryan die Schiedsrichter auf genau diese verbotene Aktion hingewiesen. Und die Schiedsrichter haben darauf geachtet, den Regelverstoß erkannt, und eine 15 Yards Strafe verhängt.
Ein paar Spielzüge später wurde aus einem Versuch aus 56 Yards, der an den Stangen vorbeiflog, ein Versuch aus 42 Yards, der traf.
Nach dem Spiel sagte Patriots Head Coach Belichick, daß er die Regel wohl mißinterpretiert hätte. Er hätte seine Mannschaft angewiesen, diese Aktion anzuwenden, weil er glaubte, daß sie legal wäre.
Nun, war sie nicht.

Und da war ja noch dieses Monday Night Football Spiel.
Hier gewannen die Giants ihr erstes Spiel in dieser Saison. 23:7 lautete das Endergebnis gegen die Minnesota Vikings, bei denen Josh Freeman als Quarterback startete. Nach nur einigen Tagen Training mit dem Team konnte er aber noch keine positiven Akzente setzen.

Montag, 21. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 7 - Es kann nur einen geben
cushing-brian5Nach diesem Spieltag ist nur noch ein Team ungeschlagen. Nein, es ist nicht Denver, es sind die Chiefs.
Ich wiederhole: „Es sind die Chiefs“.
In einer Abwehrschlacht behielten sie mit 17:16 denkbar knapp die Oberhand über Houston. Doch noch schlimmer als der Verlust des Spiels dürfte für die Texans der erneute Verlust von Linebacker Brian Cushing (Bild) sein. Er verletzte sich am linken Knie, dem Knie, an dem er letztes Jahr operiert wurde. Auch jetzt sieht es so aus, als hätte er eine Operation vor sich, und die Saison hinter sich. Die erste Prognose lautete, Innenbandriss, womit wieder eine lange Rehazeit vor Cushing liegt. Zudem soll er sich das Bein auch noch gebrochen haben.
Dabei lief das Spiel zunächst gar nicht schlecht für Houston, auch wenn Running Back Arian Foster früh mit einer Oberschenkelzerrung ausfiel.
Der dritte Quarterback, den die Texans in diesem Jahr einsetzten, machte seine Sache in seinem ersten NFL Einsatz sehr ordentlich. Case Keenum könnte der Mann für die Zukunft sein, auch wenn die Chiefs ihn in der zweiten Halbzeit besser in den Griff bekamen und ihn fünfmal sackten.
Das Endergebnis von 17:16 für Kansas City spiegelt den Spielverlauf exakt wider.

Doch das Verletzungsfestival an diesem unter einem schwarzen Stern stehenden Spieltag ging noch weiter, viel weiter.
In Philadelphia zeigte Quarterback Nick Foles, daß er nicht der Mann ist, der Michael Vick tatsächlich ersetzen kann. Nach einer grauenvollen Vorstellung verletzte er sich Endes des dritten Viertels am Kopf und konnte nicht mehr weiterspielen.
Sein Ersatzmann Matt Barkley warf in der verbleibenden Zeit drei Interceptions und hinterließ keinen guten Eindruck.
So kamen die Cowboys in diesem Spitzenspiel der beiden Spitzenreiter der NFC Mist, in dem der Sieger die alleinige Spitze übernehmen konnte, zu einem hässlichen 17:3 Arbeitssieg. Es graut einem, zu wissen, daß eines der vier Teams aus dieser Gruppe in die Playoffs kommen wird.

In Washington verletzte sich Bears Quarterback Jay Cutler im zweiten Viertel an der Leiste und musste raus. Es könnte sein, daß er länger ausfällt. Sein Ersatzmann Josh McCown machte seine Sache sehr gut und vervollständigte 14 seiner 20 Pässe für 204 Yards und 1 Touchdown.
Doch RG3 erlangt seine Form aus der letzten Saison zurück. Er vervollständigte 18 seiner 29 Pässe für 298 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception, und er lief 11 mal für 84 Yards.
Das war dann doch zuviel für Chicago und in einem Kracher, in dem die Führungen oft wechselten, behielt Griffin III mit seinen Redskins mit 45:41 die Oberhand.

In einem munteren Spiel zweier Raubkatzen, zähmten die Bengals die Lions.
Schon letzte Woche gewann Cinci mit 27:24, und diese Woche auch wieder.
Ein Field Goal von Mike Nugent aus 54 Yards segelte in letzter Sekunde durch die Torstangen und machte die Bengals mit 5-2 Siegen zum alleinigen Tabellenführer der NFC North.

Die Ravens verloren im Norden etwas den Anschluß, da sie in Pittsburgh gegen die langsam und spät in Tritt kommenden Steelers 16:19 verloren.
Baltimore hat nun 3-4 Siege und Pittsburgh 2-4.

Die Patriots führen die AFC East zwar weiter mit 5-2 Siegen an, doch die Jets kommen mit 4-3 langsam bedenklich näher.
Beide Teams standen sich gestern bereits zum zweiten Mal gegenüber. In Woche zwei gewann New England denkbar knapp Zuhause mit 13:10.
Gestern musste das Spiel sogar in die Verlängerung, um den Sieger zu ermitteln.
Erneut blieb Quarterback Tom Brady ohne Touchdownpass, und das, obwohl Tight End Rob Gronkowski tatsächlich wieder mitspielte. Doch die Touchdown Maschine Brady/Gronk lief noch nicht so rund, wie gewohnt. Der Gronk fing zwar acht Pässe für 114 Yards und führte die Receiver der Pats damit an, doch ein Touchdown war halt nicht darunter.
Den warf aber Geno Smith für die Jets, die in Fahrt kommen. Smith steuerte auch noch einen Lauftouchdown bei und am Ende der regulären Spielzeit stand es 27:27.
New England kam im ersten Ballbesitz der Verlängerung nur von der eigenen 22 bis zur 38 und musste punten.
Smith führte New York daraufhin von der eigenen 20 bis an die 24 der Pats. Von dort erzielte Nick Folk ein Field Goal aus 42 Yards zum 30:27 Sieg.

Doch das Beste kam ja noch.
Peyton Manning und die Broncos besuchten Mannings alte Heimat und Andrew Luck.
Das Spiel bewies, daß die Wachablösung in Indianapolis vollzogen ist.
Während die Colts das Feld rauf und runter galoppierten, kamen die Broncos nicht in die Hufe. Man muss sie noch nicht zum Abdecker führen, aber an der schlechtesten Passverteidigung der Liga muss dringend gearbeitet werden.
Auf der anderen Seite hatten die Verteidiger der Colts, allen voran Linebacker Robert Mathis, Peyton Manning gut im Griff. Viermal sackten sie Manning, zweimal war Mathis beteiligt. Er sorgte für zwei Punkte, als er Manning den Ball aus der Hand schlug, als dieser auf der eigenen Goalline stand. Der Ball rollte aus der Endzone zum Safety.
Und die Broncos fanden erst spät zu Mitteln gegen die Colts Defense, zu spät.
Mit 33:17 für Indianapolis ging es ins letzte Viertel. Hier kam Denver noch auf 33:39 heran, doch es reichte nicht mehr. Ein Interception von Manning und ein Fumble von Running Back Ronnie Hillman an der drei Yardslinie der Colts besiegelten das Schicksal der Broncos.
Die Statistiken des Alten, der von dem Jungen das Fell über die Ohren gezogen bekam, sahen wie folgt aus:
Manning vervollständigte 29 seiner 49 Pässe für 386 Yards, 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Luck kam auf 21 aus 38 für 228 Yards und auch 3 Touchdowns, ohne Interception.
Denver liegt jetzt mit 6-1 hinter Kansas City während Indianapolis mit 5-2 weiter den Süden der AFC beherrscht.
Was den Sieg der Colts etwas trübt, ist Reggie Wayne. Der selten verletzte Wide Receiver überdehnte sich im letzten Viertel das Knie. Heute stehen genauere Untersuchungen an.

Was uns zu den weiteren, teils schlimmen Verletzungen führt.
Rams Quarterback Sam Bradford riss sich ein Kreuzband. Die Rams suchen händeringend auf dem Spielermarkt nach einem Ersatzmann für ihn.

Bengals Cornerback Leon Hall soll sich eine Achillessehne gerissen haben. Ob es so ist, sollen Untersuchungen heute ergeben.

Zwar waren die Browns wie erwartet nur eine Trainingsmannschaft für Green Bay, doch eine Verletzung haben die Packers trotzdem zu beklagen. Tight End Jermichael Finley verletzte sich am Nacken, konnte Arme und Beine aber noch bewegen.

In der Niederlage gegen Atlanta verletzte sich Buccaneers Running Back Doug Martin an der linken Schulter. Als er das Stadion verließ, hatte er den Arm in der Schlinge.

Neben Wide Receiver Reggie Wayne mussten auch noch Colts Center Samson Satele, Defensive Back Josh Gordy und Cornerback Greg Toler verletzt vom Platz.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Kurzberichte
locker-jake2Jake Locker (Bild) wird gegen die 49ers starten. So pfeifen es die Spatzen in Tennessee von den Dächern.
Der gerade von einer Hüftverletzung genesene Quarterback der Titans hatte zwei Wochen pausieren müssen, und soll heute wieder ran.

Die Patriots nahmen Tight End Rob Gronkowski mit auf die Reise nach New York. Ob er auch gegen die Jets spielt, steht noch nicht fest.
Nicht spielen wird Aqib Talib. Der Spielmacher in der Defense hat die Reise nicht mitgemacht.

Bei den Lions zweifelt Joique Bell daran, daß er spielen kann. Der Running Back hat schmerzende Rippen, die seinen Einsatz fraglich machen.

Die Ravens vermeldeten die Rückkehr von Jameel McClain.
Der Linebacker zog sich im Spiel gegen Washington im letzten Dezember eine Prellung der Wirbelsäule zu, die ihn bis vor Kurzem ausser Gefecht setzte.
Am Samstag gab Baltimore bekannt, daß McClain Anfang der Woche grünes Licht von den Ärzten bekam und seit Mittwoch am Training teilnahm. Ob er bereits gegen Pittsburgh mitspielen wird, steht noch nicht fest. Fest steht, daß er die erste Prognose der Ärzte geschlagen hat. Die lautete nämlich, daß er nie wieder würde spielen können.

Wade Phillips wird heute die Geschicke der Texans Defense von der Seitenauslinie leiten.
Der Defensive Coordinator flog mit der Mannschaft nach Kansas City, obwohl sein Vater Bum am Freitag im Alter von 90 Jahren verstarb.
Das war bestimmt keine leichte Entscheidung für ihn, der seine Twittermeldungen stets mit „SonofBum“ unterzeichnete.

Samstag, 19. Oktober 2013

Kurzberichte
luck-andrew10Denver Broncos gegen Indianapolis Colts.
Peyton Manning gegen Andrew Luck (Bild).
Die Vergangenheit gegen die Zukunft.
Haben die Colts wirklich alles richtig gemacht, als sie Manning ziehen ließen, um Luck zu rekrutieren?
Ja!
Wenn man sich die Statistiken der beiden ansieht, des zukünftigen Hall of Fame Mitglieds und seiner Nachfolgers, dann liegt Luck leicht in Führung. Beide übernahmen Teams, die zuvor total am Boden lagen. Luck kam in ein 2-14 Team, Manning übernahm ein 3-13 Team.
Sieg - Niederlagen Bilanz
Manning 7-15 - Luck 15-7
Passyards
5.414 - 5.720
Vervollständigungsrate
57% - 56%
Touchdowns
39 - 30
Interceptions
36 - 21
Es sind große Fußspuren, die Peyton Manning hinterlassen hat, aber Andrew Luck ist in der Lage, sie auszufüllen.

Brett Favre kommt zurück in die NFL, genauer, er kommt als Gast in die Sendung Game Day First.
Alle Abonnenten des NFL Networks und des Gamepass` sollten sich das nicht entgehen lassen. Die Sendung läuft am Sonntag um 13 Uhr unserer Zeit.
Favre wird aus der Oak Grove High School in Hattiesburg, Mississippi zugeschaltet, an der er als Assistenztrainer arbeitet.
Als Experte soll er die Frage beantworten, wie es ist, wenn man mit seinem neuen Team bei seinem langjährigen alten Team spielen muss, so wie es Peyton Manning Abends gegen Indianapolis macht.
Natürlich gibt es da einen kleinen Unterschied. Brett Favre kam 2009 mit den verhassten Vikings nach Green Bay und wurde hörbar ausgepfiffen.
Manning erwartet dagegen ein triumphaler Empfang voller Dankbarkeit für die vielen tollen Jahre, die er bei den Colts verbrachte. Ob er dann während des Spiels, oder am Ende Mißfallensäußerungen über sich ergehen lassen muss, wird der Spielverlauf bestimmen.

DeMarcus Ware rechnet damit, daß er gegen die Eagles wird spielen können. Der Defensive End der Cowboys ist am Quadrizeps verletzt und steht kurz davor, das erste Spiel in seinen neun Jahren in der NFL zu verpassen.
Auch Running Back DeMarco Murrays` Einsatz ist fraglich. Er ist am Knie verletzt.

Bei den Falcons steht es fest, daß Roddy White das erste Spiel in seiner Karriere verpassen wird. Die Knöchelverletzung, die der Wide Receiver schon länger mit sich rumschleppt, soll jetzt doch mal auskuriert werden.

Bei den Patriots konnte sich Rob Gronkowski auch durch das Bestellen eines eigenen Arztes nicht mehr weiter für nicht einsatzbereit erklären lassen.
Der Tight End hat von den Ärzten das OK zum Einsatz bekommen, aber es ist fraglich, ob Head Coach Belichick ihn schon ins Gefecht wirft.
Ein Fragezeichen steht auch hinter Aqib Talib. Der Cornerback hat Hüfte, könnte aber vielleicht spielen.
Definitiv nicht dabei sein werden Wide Receiver Danny Amendola und Center Dan Connolly mit Gehirnerschütterungen, und Defensive Tackle Tommy Kelly wegen einer Knieverletzung.

In Detroit ist man optimistisch, daß Wide Receiver Calvin Johnson seine Knieverletzung so weit kuriert hat, daß er wird spielen können.

Das Lazarett der Spieler in Green Bay, die definitiv gegen Cleveland ausfallen, umfasst drei Starter auf der Linebacker Position: Brad Jones, Clay Matthews und Nick Perry. In der Offense wird Running Back James Starks fehlen und hinter Wide Receiver James Jones steht ein Fragezeichen.

Die NFL hat mal wieder eine Zahlungsaufforderung an Ndamukong Suh verschickt. Dieses Mal muss der unter Sonderbeobachtung stehende Defensive Tackle der Lions $31.500 für einen Angriff zahlen, bei dem sein Helm um Haaresbreite noch den Helm von Browns Quarterback Brandon Weeden berührte.

Bum Phillips ist tot.
Der langjährige NFL Head Coach der Oilers und Saints verstarb am Freitag im Alter von 90 Jahren an Altersschwäche.
In seiner Zeit als Head Coach brachte er es auf eine Bilanz von 86-80 Siegen.
Sein Sohn Wade ist zur Zeit Defensive Coordinator der Houston Texans.

Freitag, 18. Oktober 2013

Kurzberichte
manning-verbotenPeyton Manning (Bild) hält überhaupt nichts von dem Rummel, der um seine Rückkehr nach Indianapolis gemacht wird. Weiterhin sagt er nichts zu den abfälligen Kommentaren, die Colts Besitzer Jim Irsay über ihn gemacht hat.
Der hat natürlich alles nicht so gemeint, wie er es gesagt hat.
Nachdem Broncos Head Coach John Fox ihn wegen der kritischen Äußerungen gegenüber Peyton Manning kritisiert hatte, konkretisierte Irsay seine Aussagen.
Mit der Äußerung, daß die Colts mit Manning nur einen Super Bowl gewonnen hätten, die Patriots mit Brady aber drei und die Giants mit Eli Manning zwei, hätte er nicht Peyton kritisiert, sondern sich selber. Es wäre ihm nicht möglich gewesen seinem Quarterback eine gute Defense und gute Special Teams zur Seite zu stellen.
Mann oh Mann, was so ein Tag Beratung mit einem guten Werbetexter aus einem herausholt, kann man da nur sagen.
Peyton Manning betont weiterhin, daß er mit Irsay ein gutes Verhältnis hätte, und gespannt darauf wäre, was sein alter Besitzer ihm zu Ehren vorbereitet hätte.
Ansonsten wäre er nur bereit Fragen zu beantworten, die das Spiel beträfen.

Werden die Patriots, die von Verletzungen auf beiden Seiten des Balles gebeutelt sind, auch diesen Ausfall noch verkraften?
Cornerback Aqib Talib könnte das Spiel gegen die Jets verpassen. Er hat eine Hüftverletzung.
Sein Einsatz ist fraglich.

Am Donnerstag wurde Jeff Demps an der Leiste operiert.
Demps ist der Kick- und Puntreturner der Buccaneers.
Es kann sein, daß seine Saison beendet ist.

Die Feuer unter den heißen Stühlen werden wärmer und wärmer. So mancher Head Coach dürfte die Hitze bereits unangenehm spüren.
Doch am Stärksten dürfte die Hitze unter dem Stuhl von Gary Kubiak sein.
Viele Experten halten die Mannschaft für absolut Super Bowl tauglich. In vielen Prognosen und Tips wurden die Texans vor der Saison als eines der besten Teams der AFC genannt, und jetzt haben sie von sechs Spielen erst zwei gewonnen.
Natürlich ist das nicht nur allein die Schuld Kubiaks, sondern vor Allem die seines Quarterbacks Matt Schaub, doch die Medien in Houston haben sich auch auf den Head Coach eingeschossen.
Ob es da weise ist, am Sonntag mit Case Keenum als Quarterback gegen Kansas City zu starten?
Schaub ist noch verletzt, Yates hat das Vertrauen als Ersatzmann von Schaub verspielt, doch wer ist Keenum?
Wer soll das Team gegen die momentan beste Verteidigung der Liga in die Schlacht führen?
Keenum kam letztes Jahr unrekrutiert von der University of Houston zu den Texans. Er verbrachte die Saison im Trainingsteam. In der Vorbereitungszeit stand er im Wettbewerb mit Yates um den Posten des zweiten Quarterbacks. Er verlor knapp.
Wade Phillips, Defensive Coordinator der Texans und ehemaliger Head Coach der Cowboys, vergleicht Keenum mit Tony Romo.
Na dann, gute Nacht Houston.

Ach ja,
und im Thursday Night Spiel gewann Seattle mit 34:22 gegen Arizona.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Kurzberichte
vick-michael03Michael Vick (Bild) hadert mit seinem Oberschenkel. Die Verletzung heilt nicht annähernd so schnell, wie er gehofft hatte. Das Spiel gegen Dallas wird nicht das letzte sein, das er verpassen wird, befürchtet der Quarterback der Eagles.
Das ist allerdings nichts Neues für Vick. Er hat nur ein einziges Mal in einer Saison alle 16 Spiele gespielt, seit er 2001 in die NFL kam.

Josh Freeman wird am Montag starten.
Die Vikings werden den frisch verpflichteten Quarterback gegen die bisher sieglosen New York Giants von Anfang an einsetzen.
Damit dürfte klar sein, daß Christian Ponders Zeit in Minnesota sich dem Ende nähert, wenn Freeman halbwegs anständig spielt.

Die New York Giants verpflichteten Peyton Hillis.
Der Running Back hatte eine tolle Saison in Cleveland 2010, doch danach versank sein Stern schneller, als er aufgegangen war.
Anfang dieser Saison hatte er versucht, bei den Buccaneers zu landen, aber daraus wurde nichts.
Die Giants suchten verzweifelt nach einem halbwegs brauchbaren Running Back und griffen am Dienstag zu.

Bei den Browns ist nicht nur das Team schlecht, die Chefetage hat auch ihre Aussetzer.
So wollten sie den freigewordenen Platz im Kader, den der mit einem Kreuzbandriss auf die Verletztenliste gesetzte Quarterback Brian Hoyer hinterließ, mit einem Wide Receiver ausfüllen. Sie verpflichteten Charles Johnson aus dem Trainingsteam der Packers.
Erst nach der Verpflichtung stellten sie bei der ärztlichen Untersuchung fest, daß auch Johnson ein gerissenes Kreuzband hat.
Die Regeln der NFL sagen, daß ein Spieler, der aus einem Trainingsteam heraus verpflichtet wurde, den Kaderplatz für drei Wochen belegt. Drei Wochen haben die Browns nun also bloß 52 Spieler im Kader, da Johnson auch sofort auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Da Cleveland ihn vor dem Spiel gegen die Lions verpflichtet hatte, bleiben noch zwei Spiele übrig.

Jake Locker hat wieder am Training der Titans teilgenommen.
Der Quarterback hat seine Hüftverletzung aber noch nicht so weit ausgeheilt, daß er am Sonntag gegen die 49ers eingesetzt werden kann.

Das jüngste Gerücht lautet, daß die NFL ein zweites Spiel am Donnerstag austragen will.
Doch aus der Ligazentrale kam sofort ein Dementi. Man hätte das zwar mal als Gedankenspiel in einer Besprechung der Teambesitzer auf den Tisch gebracht, aber es wäre genauso schnell wieder darunter verschwunden, wie man es aufgebracht hätte.

Die Cowboys haben sich entschlossen, sich das Gehalt für Jay Ratliff zu sparen.
Der Defensive Tackle ist zur Zeit auf der PUP Liste, der Liste der Spieler, die momentan nicht einsatzfähig sind. Da die Cowboys davon ausgehen, daß der viermalige Pro Bowler mit seiner Oberschenkelverletzung noch länger nicht einsatzbereit sein wird, haben sie ihn am Dienstag gefeuert.
Dadurch sparen sie sein Grundgehalt von $1,34 Millionen. Vor der Saison hatten sie ihm noch einen Bonus von $3,66 Millionen gezahlt, obwohl da schon zweifelhaft war, ob Ratliff 2013 ein Spiel bestreiten würde. Dieses Geld wird er wohl behalten dürfen.

Die besten Spieler der Woche 6

AFC
OFFENSE: QB ANDY DALTON, CINCINNATI BENGALS
26 von 40 Pässe für 337 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB TAMBA HALI, KANSAS CITY CHIEFS
4 Tackles, 3,5 Sacks
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K NICK NOVAK, SAN DIEGO CHARGERS
4 von 4 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB NICK FOLES, PHILADELPHIA EAGLES
22 von 31 Pässe für 296 Yards, 3 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: LB THOMAS DAVIS, CAROLINA PANTHERS
2 Sacks, 9 Tackles, 1 abgewehrter Pass
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-PR DWAYNE HARRIS, DALLAS COWBOYS
113 Kickreturnyards, 109 Puntreturnyards, 1 Touchdown
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Irsay feuert auf Manning, Fox feuert auf Irsay
fox-john2Broncos Head Coach John Fox (Bild) ist sauer auf Colts Besitzer Jim Irsay. Grund ist dessen Aussage, daß die Colts in den 14 Jahren mit Peyton Manning nur einen Super Bowl hätten gewinnen können. Das, so Fox, wäre enttäuschend, unangebracht und undankbar gewesen. Auf die Frage an Fox, warum er zu der Aussage Irsays Stellung bezieht, und nicht Manning selber, sagte der Head Coach, daß der Quarterback viel zu anständig wäre und zu viel Klasse hätte, auf soetwas zu antworten.
Gemessen am Standard, den Fox sonst pflegt, war das schon ein Ausbruch. Der Coach sagt selten etwas kontroverses. Daß er so losfeuert zeigt, wie sehr diese Aussage ihn, und andere Mitglieder der Broncos, getroffen haben muss.
Irsay ließ aber auch noch andere despektierliche Äußerungen über den Superstar fallen. Die Entscheidung, Manning zu feuern, bevor eine weitere Zahlung über $28 Millionen an ihn fällig wurde, hätte mit der neuen Teamphilosophie zu tun gehabt. Die Colts wollten eine Mannschaft formieren, die im Januar gewinnt, und nicht nur in der Saison Star Wars ähnliche Statistiken herzaubert. Tom Brady, so fuhr Irsay fort, hätte oft keine großartigen Statistiken in der Saison, aber er hätte drei von diesen Super Bowl Ringen. Selbst Eli Manning hätte zwei davon. Das würde ihn doch sehr frustrieren, betonte Irsay.
Die Entscheidung, Manning zu feuern, hätte dieser nie in Frage gestellt. Manning wusste selber nicht, ob er jemals wieder den Ball würde akkurat werfen können, nach seinen Nackenoperationen. Manning selber hätte gesagt, daß Irsay verrückt wäre, wenn er Andrew Luck nicht rekrutieren würde.
Auf der anderen Seite pries Irsay aber auch den Erfolg, den Manning mit seinem neuen Team hat.
Das war aber dann nicht mehr dazu geeignet, die Wogen noch zu glätten.
Von Seiten der Teamleitung der Colts wird es also doch keine so fröhliche Heimkehr nach Indianapolis am Sonntag. Mal abwarten, wie denn die Fans Peyton Manning begrüßen werden.

Kurzberichte
Letzte Woche nahm Steelers Head Coach Mike Tomlin dem Team die ablenkenden Spielgräte in der Umkleidekabine weg, in dieser Woche sind die halsbrecherischen Sprünge in die Endzone dran.
Nachdem Steelers Wide Receiver Emmanuel Sanders einen 55 Yards-Lauf mit einem gewagten, und überflüssigen, Sprung in die Endzone abschloß, schwoll Tomlin die Halsschlagader an.
In der Mannschaftsbesprechung am Montag untersagte er ab sofort solche Aktionen. Die Verletzungsgefahr bei solchen Flugeinlagen wäre zu groß. Und bei dem ausgedünnten Spielermaterial, das die Steelers noch gesund auf den Platz schicken können, wäre es fahrlässig, sich durch solche Sprünge noch selber zu verletzen.
Am Dienstag mussten die Steelers nämlich die nächsten Spieler auf die Verletztenliste setzen. Erst vor zwei Wochen hatten sie Left Tackle Levi Brown von den Cardinals geholt, und Arizona dafür eine Wahlmöglichkeit in einer noch zu bestimmenden Runde der nächsten Draft abgetreten.
Beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen die Jets riss sich Brown einen Trizeps und seine Saison war damit beendet.
Tight End David Johnson verletzte sich während des Spiels an einem Handgelenk und auch für ihn ist Schicht im Schacht.

Nachdem die Patriots Nose Tackle Vince Wilfork für den Rest der Saison verloren, müssen sie jetzt auch noch auf Jerod Mayo verzichten.
Der Linebacker musste am Dienstag an einem gerissenen Brustmuskel operiert werden.
Noch haben die Patriots ihn nicht auf die Verletztenliste gesetzt, aber es ist sehr fraglich, ob er in dieser Saison noch mal spielen kann.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 6 - Andrew ohne Glück
luck-andrew8Angriff ist die beste Verteidigung. Dieser uralte Spruch wurde im Spiel der Colts in San Diego mal wieder bewiesen.
San Diego hatte sich überlegt, wie man die Colts vom Punkten abhalten könnte? Die Lösung hieß: „Wir halten Andrew Luck an der Seitenauslinie fest“.
Die Chargers Offense hatte den Ball 38:31 Minuten, Indianapolis nur 21:29. Und wer den Ball nicht hat, kann damit kein Unheil anrichten.
So erzielten die Chargers mit 37 Läufen 147 Yards, was für das normalerweise passorientierte Team sehr ungewöhnlich ist. Trotzdem kam Phillip Rivers natürlich nicht zu kurz. Er vervollständigte 22 seiner 33 Pässe für 237 Yards und 1 Touchdown.
Solche Statistiken hätte Andrew Luck (Bild) bestimmt auch gerne gehabt, aber seine Passempfänger ließen ihn im Stich. Wieder und wieder ließen sie punktgenau geworfene Bälle völlig unbedrängt fallen. Selbst Reggie Wayne gehörte zu den Versagern, und er ist eigentlich einer der zuverlässigsten Receiver der Liga. Er fing an diesem Abend als erst neunter Spieler der NFL seinen eintausendsten Pass.
Luck brachte es deshalb nur auf eine Bilanz von 18 aus 30 Pässen für 202 Yards, keinen Touchdown, dafür aber einen Interception im letzten Ballbesitz, eine Minute vor Spielende.
Da stand es aber schon 19:9 für San Diego, und eine weitere Angriffsserie die die Colts mit Punkten hätte abschließen können, wäre sehr unwahrscheinlich gewesen.
Indianapolis führt mit 4-2 Siegen weiter die AFC South an, vor Tennessee mit 3-3.
San Diego kam auf 3-3 Siege und hat weiterhin kaum noch Chancen die Chiefs und Broncos einzuholen, die beide 6-0 Siege haben.

Kurzberichte
Die Verteidigung der Cowboys wurde weiter geschwächt.
Defensive End DeMarcus Ware muss mit seiner Quadrizepsverletzung etwa vier Wochen pausieren.

Nach den Fans der Texans, die die Verletzung ihres Quarterbacks Matt Schaub bejubelten, gerieten auch die Fans der 49ers in die Kritik.
Sie ließen Welle auf Welle durch das Stadion laufen, als Cardinals Defensive Lineman Calais Campbell nach einer harten Kollision bewegungslos auf dem Platz lag.
Selbst über das Lautsprechersystem der Stadions machte jemand: „PSSST!“
Die Spieler der 49ers versuchten die eigenen Fans zu beruhigen, doch die dachten sich nur: „Und noch eine Welle.“
Das ist ein für Footballfans eigentlich sehr untypisches Benehmen und man kann nur hoffen, daß das nicht einreißt.

Ob Matt Schaub am Sonntag für die Texans spielen kann, wird kurzfristig entschieden. Die Knöchelverletzung, die sich der Quarterback gegen die Rams zuzog, ist nicht schwer.
Ob Head Coach Kubiak T.J. Yates starten wird, wenn Schaub ausfällt, wollte er noch nicht sagen. Im Training sollen er, und der dritte Mann, Case Keenum, sich die Zeit mit der ersten Mannschaft teilen.

Noch nehmen die Todesfälle beim Bau des neuen Stadions der 49ers nicht die Ausmaße an, wie die der Sklavenarbeiter für die Fußballweltmeisterschaft in Katar, aber es gibt bereits den zweiten Toten zu beklagen.
Ein LKW-Fahrer starb, als er Stahlträger von seinem Fahrzeug lud, und darunter begraben wurde.
Die Polizei untersuchte zunächst, ob ein Mordfall vorliegen würde, kam aber zu dem Schluß, daß es ein selbstverschuldeter Unfall war.

Rob Gronkowski ist voll einsatzbereit. Dieser Meinung sind die Mannschaftsärzte der Patriots, die den Tight End vor dem Spiel gegen die Saints untersucht hatten.
Doch der Gronk fühlte sich noch gar nicht so, als wäre ein Footballspiel jetzt so das Wahre für ihn und bestellte einen unabhängigen Arzt. Der kam nach der Untersuchung des mehrmals operierten Arms des Tight Ends zu dem Schluß, daß Gronkowski nicht einsatzbereit wäre.
Da der Gronk letzte Woche im Training jedoch aufgetrumpft hat, als gäbe es kein Morgen mehr, kam das einigen Teamkollegen eigenartig vor. Vielleicht, so das Gerücht, hätte der unabhängige Arzt ja nach dem Motto: „Wes Geld ich kireg, des Attest ich schreib“, gehandelt?
Diesem Gerücht trat Quarterback Tom Brady am Montag vehement entgegen. Niemand im Team hätte den geringsten Zweifel, daß Gronkowski darauf brenne, wieder zu spielen. Über Mitspieler, die hart daran arbeiten würden, endlich wieder eingesetzt werden zu können, würde niemand im Team abfällige Bemerkungen machen.

Die schlechteste Passverteidigung der Liga bekommt Verstärkung.
Broncos Linebacker Von Miller hat seine Zeit abgesessen. Die Suspendierung des Pro Bowlers endete am Montag und er durfte wieder mit dem Team trainieren. Im Sunday Night Spiel in Indianapolis wird er starten.
Na dann, viel Glück Andrew.

Gute Nachrichten gab es für David Wilson. Der Running Back der Giants ist am Nacken verletzt, muss aber nicht operiert werden.
Eine Operation hätte seine Saison beendet, so muß er „nur“ drei bis vier Wochen aussetzen.
Bis dahin wird ihn Brandon Jacobs ersetzen, der in der Zeit zwischen seiner letzten Verpflichtung bei den Giants und heute eine Verjüngungskur gemacht haben muss.

Die Packers müssen sechs Wochen auf Randall Cobb verzichten.
Der Wide Receiver zog sich gegen die Ravens einen Bruch des Wadenbeins zu.
Entwarnung dagegen bei seinem Kollegen James Jones. Eine Untersuchung seines verletzten Knies ergab, daß er sich das hintere Kreuzband überdehnt hat. Er könnte am Sonntag gegen die Browns antreten, hieß es.

Montag, 14. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 6 - Unglaublicher Zweikampf in der AFC West
manning-bronco4Nur noch zwei Teams in der NFL sind ungeschlagen, die AFC West Teams Kansas City Chiefs und Denver Broncos.
Beide hatten keine große Mühe, ihre gestrigen Gegner zu besiegen. Mit den Jaguars hatte Denver dabei sogar so etwas wie ein Freispiel, während Oakland zumindest eine Spurt Gegenwehr leistete.
Denver gewann 35:19 und man merkte ihnen an, daß sie nur das Nötigste taten und auf Sparflamme spielten. Diese fahrlässige Spielweise führte dazu, daß Jacksonville im dritten Viertel sogar auf 19:21 herankam. Doch zwei Touchdownläufe von Knowshon Moreno stellten mit 34:19 wieder ein adäquates Ergebnis her, das auch das Endergebnis war.
Die Chiefs ließen Oakland in der ersten Halbzeit mitspielen, das 7:7 endete.
Dann war Schluß mit lustig und Kansas gewann 24:7.
Den Rekord, das lauteste Stadion zu sein, nahmen die Fans der Chiefs mit. Mit 137,5 Dezibeln übertrumpften sie den erst wenige Wochen alten Rekord der Seahawks von 136,6 Dezibeln.
Chiefs Tackle Branden Albert verletzte sich an Knie und Ellenbogen und wird heute genauer untersucht.

Aus den Reihen der ungeschlagenen Teams mussten sich die New Orleans Saints verabschieden. Sie verloren in New England, weil sie die Zeit nicht gut genug beherrschten.
Nachdem die Patriots von Super Bowl MVP Tom Brady zu einer 17:7 Halbzeitführung geführt wurden, leitete Super Bowl MVP Drew Brees das Comeback der Saints im zweiten Durchgang.
Beide Quarterbacks spielten, wie man es von solch hochbezahlten Superstars erwarten konnte, obwohl sich jeder einen Fehlwurf leistete und Brees unter 50% blieb. Er vervollständigte 17 seiner 36 Pässe für 236 Yards und 2 Touchdowns.
Brady hatte eine Bilanz von 25 aus 43 für 269 Yards und 1 Touchdown.
Beide Quarterbacks mussten auf Passempfänger verzichten, die sich während des Spiels verletzten. Brady auf Wide Receiver Danny Amendola und Brees auf Tight End Jimmy Graham.
In der Verteidigung der Pats verletzte sich Cornerback Aqib Talib an der Hüfte und musste auch raus.
Als die Saints mit 27:23 in Führung gegangen waren, versäumten sie es, die Zeit herablaufen zu lassen. Die Chance dazu bekamen sie, als Brady 2:24 Minuten vor Spielende seinen Interception warf. New Orleans kam so direkt nach dem Field Goal zum 27:23 wieder in Ballbesitz an der eigenen 30.
Doch sie konnten nur eine Minute von der Uhr nehmen, bevor sie von der eigenen 28 punten mussten.
Tom Brady hatte noch 73 Sekunden Zeit. 73 Sekunden sind für ihn eine Ewigkeit, selbst wenn das Team keine Auszeit mehr zur Verfügung hat.
Und in einem dieser so oft besungenen: „Phantastic Finishes“, führte er seine Leute von der eigenen 30 über das Feld.
Die Defense der Saints, die bis dahin solide gespielt hatte, wurde von Brady schwindelig gespielt. Sogar einen vierten und vier konnten die Patriots verwandeln.
Als die Uhr auf Null sprang warf Brady einen 17 Yards Pass auf Kenbrell Thompkins in die Endzone. Der Extrapunkt wurde noch gespielt und stellte das Endergebnis von 30:27 für die Patriots her.
Bitter für die Trottel, die das Stadion schon verlassen hatten, weil sie der eigenen Mannschaft nichts mehr zugetraut hatten. Die Ränge waren nur noch halb gefüllt, als eine weitere Heldentat von Brady zu bewundern war.

Aus den Reihen der sieglosen Teams konnten sich die Steelers herauskämpfen.
In New York schlugen sie die Jets mit 19:6. Das können sie unter Arbeitssieg verbuchen.
Aber wenigstens ein Sieg.

In Baltimore standen sich mit Aaron Rodgers und Joe Flacco zwei Super Bowl MVPs und die beiden höchstbezahlten Spieler der NFL gegenüber.
Sie boten allerdings ein Spiel, in dem man glaubte, Daffy Duck spielt gegen Donald Duck.
Man könnte auch sagen, daß es eine tolle Defenseschlacht war, in der Rodgers dreimal und Flacco fünfmal gesackt wurde.
Könnte man.
Aber in Wirklichkeit war es eine schlampige Offense Angelegenheit, die Green Bay irgendwie noch nicht mal wirklich verdient mit 19:17 gewann.
Als Entschuldigung für Rodgers muss man allerdings anführen, daß sich zwei Wide Receiver verletzten, Randall Cobb und James Jones, und dem Quarterback nur noch zwei Wide Receiver zur Verfügung standen.

Es gibt so Momente, wie diesen.
Der Quarterback des Heimteams verletzt sich und die Zuschauer brechen in Jubel aus.
Solch einen Moment erlebte Texans Quarterback Matt Schaub gegen die Rams.
Als er sich im dritten Viertel am Knöchel verletzte, flippten einige Zuschauer, die ihn bis dahin gnadenlos ausgebuht hatten, schier aus. Dabei hatte er bis dahin, oh Wunder, noch keinen „Pick Six“, ja, gar keinen Interception geworfen.
Das erledigte dann sein Ersatzmann T.J. Yates. Er zeigte, warum Head Coach Kubiak ihn nicht von Anfang an spielen lassen will. Yates warf einen Pass in die Arme von Rookie Linebacker Alec Ogletree, den der über 98 Yards zum Touchdown zurücktrug.
Neuer Quarterback, gewohntes Ergebnis.
Das Endergebnis allerdings war alles andere, als gewohnt. Zwar kann man sich eine Niederlage gegen die Rams durchaus erlauben, aber nicht Zuhause und nicht mit 13:38.
Das geht nicht!

Der Verletzungsreport
In der Niederlage gegen die 49ers verletzte sich Cardinals Defensive Lineman Calais Campbell am Genick. Er wurde ins Krankenhaus gefahren, wo allerdings Entwarnung gegeben werden konnte.

Den Bills gehen die Quarterbacks aus. In der Niederlage nach Verlängerung gegen die Bengals verletzte sich Thad Lewis am Fuß. Er spielte zwar weiter, nach dem Spiel humpelte er aber in einem Stützstiefel umher.
Die Bills haben Matt Flynn, der gerade von den Raiders gefeuert wurde, zu einem Probetraining eingeladen.

Die Vikings verloren nicht nur hoch gegen die Panthers, sondern auch noch Safety Harrison Smith und Linebacker Desmond Bishop mit Verletzungen. Smith erwischte es am Fuß, Bishop am Knie und beide Verletzungen sahen ernst aus.

Im Sieg gegen die Redskins verletzte sich Dallas Running Back DeMarco Murray früh am Knie. Dann erwischte es noch Defensive End DeMarcus Ware am Quadrizeps.
Beide Verletzungen wären nicht besorgniserregend, vermeldete Head Coach Jason Garrett.

Sonntag, 13. Oktober 2013

Adrian Peterson
peterson-adrian200Adrian Peterson (Bild) nahm am Samstag ganz normal an der Teambesprechung und dem leichten Training anschließend teil. Bis jetzt sieht es nicht so aus, als würde der Running Back der Vikings nicht gegen die Panthers spielen, obwohl sein zwei Jahre alter Sohn erst am Freitag an den Folgen schwerer Mißhandlungen starb.
Eine Erklärung wäre, daß Peterson von der Existenz dieses Kindes bis vor Kurzem gar nichts wusste. Petersons Ex-Freundin hatte den Football-Star erst über den Jungen informiert, als dieser in die Klinik eingeliefert wurde. Sie rief Peterson an, damit er seinen Sohn dort besuchen konnte. Zu dem Zeitpunkt wurde der Zweijährige bereits künstlich am Leben gehalten.
Der Tatverdächtige, Joseph Robert Patterson, wurde am Freitag festgenommen. Die Kaution wurde auf 750.000 Dollar festgelegt. CNN berichtete, der Freund der Mutter habe selbst den Notruf gewählt, weil der Kleine zu ersticken drohte. Die Helfer hätten den Jungen bewusstlos und mit schweren Kopfverletzungen gefunden und in ein Krankenhaus gebracht. Dort sei er am nächsten Tag gestorben. Die schweren Kopfverletzungen führten die Polizisten auf Misshandlungen zurück. Der festgenommene 27-Jährige, der seit Kurzem ein Verhältnis zu der Mutter hatte, sei allein mit dem Kind zu Hause gewesen. Sollte sich der Verdacht tatsächlich bestätigen, drohen dem Mann 40 Jahre Haft. Zumal er kein Ersttäter ist. Er ist bereits in der Datenbank der Polizei, weil er früher schon eine Mutter und ihr Kind, dessen Vater er sein soll, mißbraucht hat. Zudem bekannte er sich letztes Jahr schuldig, einen Jugendlichen und einen Erwachsenen geschlagen zu haben.
Für Peterson ist der gewaltsame Tod seines Sohnes nicht der erste schwere Schicksalsschlag. 1993, im Alter von acht Jahren, wurde sein Bruder von einem betrunkenen Autofahrer überfahren und getötet, während der Neunjährige mit Adrian spielte. Fünf Jahre später wurde sein Vater wegen Geldwäsche zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Einige Jahre später wurde Petersons Stiefbruder ermordet.

Kurzberichte
Die Spielergewerkschaft der NFL, NFLPA, ist sich sicher, Beweise zu haben, die belegen, daß Buccaneers Head Coach Greg Schiano die vertraulichen Unterlagen über Josh Freeman lanciert zu haben.
Schiano soll mit anderen Spielern des Teams über das Drogenprogramm gesprochen haben, an dem der Quarterback teilnehmen muss, weil er eine verschreibungspflichtige Arznei zur Behandlung seiner ADHS Erkrankung einnimmt.
Schiano bestreitet weiterhin, das Leck zu sein, doch die NFLPA hat die Beweise der NFL vorgelegt und es sieht nicht gut aus für Schiano. Die Liga könnte ihn suspendieren, wenn sich die Beweise als wahr erweisen.
Ob die Teamleitung der Bucs hart um eine Weiterverpflichtung Schianos kämpfen würde, darf man nach dem 0-4 Start des Teams bezweifeln.

Unabhängige, von der NFL und der NFLPA bestellte, Ärzte haben ihr OK für das Heimspiel der Buccaneers gegen die Eagles gegeben.
Sie wurden von den Auftraggebern verpflichtet, weil im Team ein dritter Spieler mit einer Staphylokokkeninfektion diagnostiziert wurde.
Die Ärzte untersuchten die Umkleidekabinen im Stadion und konnte dort keine Gefahren feststellen.
Auch Cornerback Jonathan Banks, bei dem die neueste Infektion festgestellt wurde, darf spielen. Seine Teilnahme an dem Spiel würde keine Gefahr für andere Spieler darstellen, sagten die Ärzte.

ESPN überträgt das Monday Night Football Spiel der Colts in San Diego. Und ESPN hat auch dafür gesorgt, daß das Spiel in San Diego gezeigt werden darf.
Die Chargers hatten es mal wieder nicht geschafft das Stadion voll zu bekommen. ESPN und lokale Sponsoren kauften die 8.500 Tickets, die noch fehlten, um das Spiel als ausverkauft melden zu können.
Spiele, die nicht ausverkauft sind, dürfen nicht von den Fernsehsendern des Heimteams übertragen werden. Das war in der Saison 2012 in San Diego viermal der Fall.

Die Bills werden den verletzten Quarterback EJ Manuel nicht durch Vince Young, Matt Leinart oder einem anderen erfahrenen Quarterback ersetzen, sondern durch Thad Lewis.
Thad wer?
Thad Lewis!
Er kommt aus der Trainingsmannschaft der Bills und hat erst einen Start in einem NFL Spiel auf dem Konto.
Doch Offensive Coordinator Nathaniel Hackett ist sich sicher, daß Lewis die beste Wahl ist. Die beiden hätten in den bisherigen Spielen immer zusammen in der Trainerkabine gesessen, und die offensiven Spielzüge angesagt. Deshalb würde Lewis die Offense genau so führen können, wie Manuel das bisher getan hat.
Doch ob die theoretischen Kenntnisse ausreichen, gegen die wild anstürmenden Verteidiger der Bengals bestehen zu können?

Samstag, 12. Oktober 2013

Kurzberichte
manning-bronco5Die Denver Broncos sind Inhaber eines neuen Rekords.
Die Buchmacher in Las Vegas sehen sie als 28 Punkte Favoriten im Spiel gegen Jacksonville. Einen solch hohen Vorsprung von vier Touchdowns haben die Buchmacher noch nie zuvor einem Team zugesprochen.
Auf der anderen Seite wurde natürlich auch noch nie ein Team so schlecht bewertet, wie die Jaguars.

Die Bears suchen einen Ersatzmann für den Mann, der Brian Urlacher ersetzte.
Linebacker D.J. Williams hat sich einen Brustmuskel gerissen und fällt für den Rest der Saison aus.

Was Du nicht willst, was Dir man tut...
Diesen Spruch hätte D.J. Fluker mal beherzigen sollen.
Der Offensive Tackle der Chargers nahm sich Raiders Linebacker Sio Moore zur Brust und schmetterte ihn in bester Catchermanier zu Boden.
Das Video davon ist mittlerweile ein Youtube-Hit.
Moore hat die Attacke recht gut überstanden, nicht so Fluker. Der verpasste das Training am Donnerstag, weil die Schmerzen in der Wade, die er sich bei dem Bodyslam verletzte, zu groß wurden.
Ob Fluker gegen die 5-0 Chiefs wird spielen können, steht noch nicht fest.

Gegen die Saints solle Patriots Running Back Stevan Ridley wieder mitmischen können.
Ridley litt an einer Knieverletzung, die auskuriert ist.

Ndamukong Suh hatte gegen seine Strafe in Höhe von $100.000 Berufung eingelegt.
Diese Berufung wurde am Freitag abgewiesen.
Damit muss Suh die Strafe zahlen. Das bringt ihn insgesamt auf sechs Strafzahlungen über $342.794, seit er in der NFL spielt.

Ansonsten gibt es der Strafzahlungsfront nicht viel zu berichten. In Woche fünf konnte die Liga sich nicht sehr an ihren Spielern bereichern. Nur magere 81.375 Dollar kamen zusammen.

Die Jets müssen vier Wochen auf Kellen Winslow jr. verzichten.
Der Tight End wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt und darf erst am 4. November wieder mit dem Team trainieren.
Winslow führt mit 169 Yards aus 17 gefangenen Pässen die Receiver der Jets an.

Noch ist der erste Spatenstich nicht getan, schon steht fest, daß der Neubau des Stadions der Vikings teurer wird, als geplant.
Eine geplante Parkgarage soll demnach schon nicht mehr gebaut werden.
Die Besitzer der Vikings und die Minnesota Sportstättenbehörde haben zu den geplanten Baukosten in Höhe von $950 Millionen einen Puffer von $62 Millionen eingeplant. Doch auch dieses Budget ist bereits überschritten.
Jetzt heißt es zunächst einmal, die Pläne abzuspecken, noch bevor mit dem Bau überhaupt begonnen wurde.

Die Staphylokokken haben die Buccaneers immer noch im Griff.
Bei Guard Carl Nicks ist die Infektion zurückgekehrt, und während Kicker Lawrence Tynes seit dem Sommer daran leidet, ist mit Rookie Cornerback Jonathan Banks seit dieser Woche ein dritter Spieler infiziert.
Mitarbeiter der Seuchenkontrollbehörde haben die Umkleidekabinen und Mannschaftsräume der Buccaneers untersucht, und von ihrem Bericht wird es abhängen, ob das Spiel gegen die Eagles wie geplant wird stattfinden können. Obwohl die Buccaneers alle nötigen Plätze bereits zweimal desinfiziert haben, scheint das Problem noch nicht gelöst.
Staphylokokken sind resistent gegen Antibiotika, eine Folge der auswuchernden Antibiotikanutzung, selbst bei kleinen Schnupfen.
Die Teamleitung der Eagles hat einen Maßnahmenkatalog zugeschickt bekommen, wie sie ihre Spieler vor einer Ansteckung schützen können.
Aus Philadelphia kam die Nachricht, daß das Team wie geplant am Samstag nach Tampa reisen wird.

Eine Tragödie gibt es leider auch zu vermelden.
Der zwei Jahre alte Sohn von Vikings Running Back Adrian Peterson verstarb am Freitag an den Folgen brutaler Gewalteinwirkung.
Der mutmaßliche Täter, Joseph Robert Patterson, wurde noch am gleichen Abend festgenommen.
Der 27-jährige hat ein Verhältnis mit der Mutter des getöteten Kindes, das mit schwersten Kopfverletzungen in eine Klinik eingeliefert wurde. Die Ärzte konnten sein Leben aber nicht retten.
Die Polizei untersucht den Fall als Mord an einem Säugling.
Peterson nahm am Freitag am Training teil, und er plant, am Sonntag zu spielen.
In einer Pressekonferenz bedankte er sich bei allen, die ihm ihre Mitleidsbekundungen ausdrückten. Diese kamen aus allen Fanlagern aller Teams. Fragen wollte er nicht beantworten.

Freitag, 11. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 6 - Mein Gott, Eli
manning-eli-sb-trophyVon den ersten fünf Pässen, die Eli Manning (Bild) gegen die Bears warf, landeten schon zwei bei Verteidigern. Den zweiten trug Tim Jennings direkt über 48 Yards zum Touchdown zurück.
Doch New Yorks Quarterback berappelte sich etwas und bekam auch tatkräftige Unterstützung durch Running Back Brandon Jacobs. Der erzielte in 22 Läufen 106 Yards und 2 Touchdowns.
Spielte Manning so, wie schon in den letzten Spielen, fragten sich die Kommentatoren, und viele andere, welcher Jay Cutler wohl an diesem Tag spielen würde?
Es war der gute Cutler, der auf den Platz kam.
Wobei ihm half, daß die Verteidigung es seiner O-Line auch nicht sonderlich schwer machte.
So konnte Cutler 24 seiner 36 Pässe für 262 Yards und 2 Touchdowns vervollständigen, ohne Interception.
Nachdem die Bears die erste Halbzeit mit 24:14 gewinnen konnten, kämpften sich die Giants noch mal heran.
Mit 27:21 für Chicago ging es in das letzte Viertel.
Aufgabe für New York: Einen Touchdown erzielen.
Problem für New York: Die Bears haben in dieser Saison noch keinen Touchdown im letzten Viertel zugelassen.
Und dann noch das Problem namens Eli Manning. Die Giants hatten sich zwei Minuten vor Spielende bis an Chicagos 35 gekämpft. Bei einem zweiten und neun warf Manning einen Pass in Richtung Myers, doch zu hoch. Zwar war der Tight End noch mit den Fingerspitzen dran, aber fangen konnte er den Ball nicht. Der segelte weiter und landete erneut in den Armen von Jennings.
Die Bears konnten die Uhr herunterlaufen lassen, und 27:21 gewinnen.
Es war die sechste Niederlage für die Giants, die mal wieder unter Eli Manning litten. Seine Bilanz von 14 Vervollständigungen aus 26 Versuchen für 239 Yards und 1 Touchdown sehen bis dahin zwar nicht schlecht aus, aber seine drei Interceptions haben alles zunichte gemacht.
Manning hat bisher bereits 15 Interceptions geworfen, so viele, wie in der Saison 2012 insgesamt.
Sollten die Giants langsam in den Panikmodus fallen?
Vielleicht noch nicht so bald. Die beiden Spitzenreiter der NFC Mies, Dallas und Philadelphia, haben auch nur jeweils zwei ihrer fünf Spiele gewonnen, sind also noch in Reichweite. In der Gruppe könnte es ein Team mit einer 7-9 Bilanz, oder schlechter, in die Playoffs schaffen. Warum sollten das nicht die Giants sein?
Ein Zeichen setzte Bears Wide Receiver Brandon Marshall nicht nur mit seinen 9 gefangenen Pässe für 87 Yards und 2 Touchdowns, sondern auch mit seinen Schuhen.
Die waren leuchtend grün, und die NFL hatte ihm bereits vor dem Spiel verboten, sie zu tragen. Doch Marshall wollte mit diesen Schuhen auf mentale Krankheiten, an denen er selber leidet, hinweisen. In all dem Pink sollten auch andere Krankheiten, die es zu bekämpfen gilt, nicht vergessen werden, sagte er. Deshalb, so fuhr er fort, würde er jetzt auf die Zahlungsaufforderung der Liga warten, und die Höhe des fälligen Betrags zusätzlich an die Vereinigung der Bekämpfung von Geisteskrankheiten überweisen.

Kurzberichte
Brandon Marshall stiftet den Gegenwert seiner zu erwartenden Strafe an die Vereinigung zur Bekämpfung von Geisteskrankheiten.
Wird ein Teil des Geldes auch der Untersuchung von Wahrnehmungsstörungen zugute kommen?
Wenn ja, würde Matt Schaub davon profitieren.
Der Quarterback der Texans wird nur deshalb gegen die Rams starten, weil Head Coach Kubiak eine echte Alternative fehlt. Die Entscheidung, Schaub spielen zu lassen, wäre ihm schwer, sehr schwer gefallen, betonte Kubiak.
Darauf angesprochen, sagte Schaub vor der Presse, daß er sich darüber freue, daß sein Head Coach ihm das volle Vertrauen ausgesprochen hätte. Er wüsste, daß das Team besser spielen müsse, und er selber auch. Das Vertrauen Kubiaks wäre dabei sehr hilfreich.
Marshall, haste mal nen Dollar für Schaub?

Lions Wide Receiver Calvin Johnson hat wieder mit dem Team trainiert.
Megatron musste das Spiel gegen Green Bay wegen einer Knieverletzung aussetzen. Doch er glaubt, daß er in Cleveland antreten kann.

Die Jets spielen am Sonntag Zuhause gegen die sieglosen Steelers. Momentan ist es fraglich, ob sie Antonio Cromartie einsetzen können?
Der Cornerback verletzte sich beim Training ohne Fremdeinwirkung am Knie. Wie schwer die Verletzung ist, sollen weitere Untersuchungen ergeben.

Mike Tomlin hat seine Spieler ganz ordentlich bestraft. Der Head Coach der Steelers hat alle Spielgeräte, wie z.B. eine Tischtennisplatte und einen Billardtisch, aus der Umkleide des Teams entfernen lassen.
Es hieße jetzt, sich nur auf den Job und das Gewinnen von Footballspielen zu konzentrieren, und auf nichts anders, sagte er.
Bei den Spielern, besonders den langjährigen, kam das gar nicht gut an.
Doch nachdem Tomlin ihnen mit lauten Worten deutlich gemacht hatte, was er vom bisherigen Saisonverlauf hält, wurde das Murren leiser.
Ob es was bringt?
Das Spiel gegen die Jets wird es zeigen.

Vikings Quarterback Christian Ponder ist wenig begeistert von der Verpflichtung Josh Freemans, aber er hat nicht vor, sich jetzt einen neuen Arbeitgeber zu suchen.
Ponder musste das Spiel gegen die Steelers wegen einer gebrochenen Rippe aussetzen, ist aber wieder einsatzbereit. Dennoch wird Matt Cassel am Sonntag starten.
Ob Ponder jemals wieder zum Einsatz kommen wird, ist fraglich.

Da haben die Fans der Seahawks gerade einen neuen Weltrekord in Sachen lauteste Fans in einem unbedachten Stadion aufgestellt, da soll dieser Rekord schon gleich wieder fallen.
Die Chiefs, die eine Wundersaison erleben, wollen diesen Rekord am Sonntag im Spiel gegen Oakland brechen.
Mal sehen, oder besser hören, ob es ihnen gelingt?
Ein offizieller Beobachter des Guinnes Buch der Weltrekorde wurde schon bestellt.
Mit ihren 76.000 Zuschauern haben die Chiefs einen Vorsprung von 10.000 gegenüber Seattle. Das könnte helfen.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Kurzberichte
manning-broncosEin Spieler des Gastteams wird im Stadion des Heimteams geehrt?
Wie kommt das?
Nun, weil es Peyton Manning ist.
Im Sunday Night Spiel am 20. Oktober treten die Denver Broncos in Indianapolis an, und Manning kann mit frenetischem Jubel rechnen, wenn er das Stadion betritt.
Und auch die Teamleitung wird den Superstar, der 14 Jahre lang für sie spielte, ehren.
Wie genau, daran wird noch gefeilt, aber es soll etwas großes werden. Die Ehrung soll vor dem Spiel stattfinden, damit man danach mit Manning so umgehen kann, wie man mit dem Quarterback des gegnerischen Teams umzugehen hat, auch wenn es in diesem Fall, sehr schwerfallen dürfte.

Es ist offiziell, die Saison ist für Julio Jones beendet.
Der Wide Receiver der Falcons hat einen gebrochenen Fuß und wurde auf die Verletztenliste gesetzt.
Am Montag wird er operiert werden.

Linebacker Aldon Smith steht den 49ers zur Zeit nicht zur Verfügung. Vor einigen Wochen hatte er sich dazu entschlossen, in eine Suchtklinik zu gehen.
Momentan sieht sich Smith einer Anklage wegen unerlaubten Waffenbesitzes gegenüber. Bei einer Party in seinem Haus, im Juni 2012, wäre ein Gast durch einen Schuß aus der Waffe verletzt worden.
Die 49ers und die NFL nehmen den kommenden Prozess sehr ernst und behalten sich weitere Schritte gegen Smith vor.

Lions Center Dominic Raiola hatte einige Mitglieder einer Marschkapelle am Sonntag beleidigt.
Am Mittwoch kramte er im Katalog der vorformulierten Entschuldigungen und fand die, in der er sagt, daß alles nur ein Mißverständnis war und es ihm sehr leid täte, wenn er jemanden verletzt haben sollte.
Um Wiedergutmachung zu leisten würde er der Band eine erhebliche finanzielle Zuwendung zukommen lassen.

Josh Freeman wird nicht sofort für die Vikings starten.
Der ehemalige Quarterback der Buccaneers hat sich am Mittwoch seinen neuen Teamkollegen vorgestellt, aber für einen Einsatz ist es noch zu früh. Matt Cassell wird am Sonntag gegen Carolina starten.
Freeman wird derweil noch die Spielzüge studieren.

Die Vikings verlängerten den Vertrag mit Brian Robinson.
Der Defensive End unterschrieb für weitere vier Jahre und kann in dieser Zeit mit Boni $28,3 Millionen verdienen.

Die New York Jets setzten Antwan Barnes auf die Verletztenliste.
Der Linebacker zog sich gegen die Falcons eine Knieverletzung zu, die seine Saison beendete.

Quarterback Matt Schaub wird den Posten des Starters behalten.
Diese Entscheidung wäre ihm sehr schwer gefallen, sagte Head Coach Gary Kubiak, der das Vertrauen in Schaub verloren, aber keine wirkliche Alternative hat.
Bleibt zu hoffen, daß die Fans nicht noch mehr durchdrehen, als bis jetzt.
Am Mittwoch sollen einige Fans vor dem Haus von Schaub randaliert haben.
Wie es heißt, hätten Nachbarn die Polizei gerufen.
Doch die Polizei sagte, daß keinen Einsatz bei dem Quarterback gehabt hätte, und konnte das auch protokollieren.
Viele Fans haben jedoch Videos ins Netz gestellt, die zeigen, wie sie ihre Matt Schaub Jerseys verbrennen. Eine teure Mißfallensäußerung.
Sollte Houston das nächste Spiel verlieren, Zuhause, gegen die Rams, wegen Schaub, nicht auszudenken, was dann losbricht.

„Nicht mit mir“, schrie Bruce Arians fast, als er von den Plänen der NFL hörte, daß jedes Jahr ein NFL Team an der HBO Sendung „Hard Knocks“ teilzunehmen hat.
Der Head Coach der Cardinals hält das umherschwirren eines Kamerateams um seine Spieler während des Trainingslagers für eine totale Ablenkung. Das würde er nicht zulassen.
Auf die Frage, ob er sich mit Zähnen und Klauen gegen die Pflicht an der Teilnahme wehren würde, sagte er: „Absolut! Absolut!“

Im Regierungssender der USA, dem PBS, lief eine Dokumentation in der von den Machern behauptet wird, daß die NFL über Jahrzehnte die Gefährlichkeit von Kopfverletzungen verschwiegen hat. Die Beweise, die sie in dem Film vorlegten, werden von der NFL angefochten.
Drew Brees betonte, daß er den Film nicht gesehen habe. Für ihn wäre auch so klar, daß seine Söhne – noch - nicht in die Fußstapfen des Vaters treten dürfen.
Es gäbe ein Alter, ab dem es OK wäre, wenn Kinder Football spielen würden. Als Teenager, wenn sie dann dazu Lust hätten, könnten sie selber entscheiden, ob sie ihrem Vater nacheifern wollen. Vorher wären sie einfach zu jung, die Ausrüstung überzustreifen und diesen Sport auszuüben.

Weg mit den Redskins
Daniel Snyder, der Besitzer der Redskins, hat am Mittwoch einen Brief an alle Dauerkarteninhaber des Teams geschickt, in dem er den Spitznamen verteidigt.
„Wir sind die Redskins Nation“, begann er den Brief. „Wir schulden es unseren Fans, Trainern und Spielern, den ehemaligen und gegenwärtigen, dieses Erbe zu bewahren“, fuhr er fort.
Ray Halbritter, der Repräsentant der Oneida Nation, sieht das ganz anders. Er ist besessen davon, den Redskins ihren Spitznamen zu verbieten.
In den kommenden Wochen, wann genau und wo steht noch nicht fest, steht ein Treffen zwischen den verfeindeten Lagern an. Dann werden sich die Teambesitzer der NFL und die Vertreter der Gegner des Spitznamens treffen, um über seinen Fortbestand oder seine Abschaffung zu diskutieren.
Dann, so Halbritter, würde man sehen, wie Snyder reagiert, wenn Vertreter der Ureinwohner ihm ins Gesicht sagten werden, wie schmerzlich dieser Spitzname für sie wäre.
Mittlerweile hat sich auch der Schwarze Mann im Weißen Haus in die Debatte um den Namen Redskins eingemischt und gesagt, daß er es gut fände, wenn das Team auf den Spitznamen verzichten würde.
Dabei haben Meinungsforschungen ergeben, daß 79% der Befragten den Namen überhaupt nicht beleidigend fänden und unter den Indianern fanden 90%, daß dieser Name nicht negativ behaftet wäre.
Snyder ist jetzt gespannt, auf die Reaktionen der Dauerkarteninhaber auf seinen Brief.
Doch in einer bekloppten, bekloppten Welt, in der das Zigeunerschnitzel abgeschafft wird, weil eine kleine Minderheit das will, da wird auch der Spitzname Redskins nicht gegen den Willen einer kleinen Minderheit bestehen können.

Die besten Spieler der Woche 5

AFC
OFFENSE: QB GENO SMITH, NEW YORK JETS
16 von 20 Pässe für 199 Yards, 3 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S CHARLES WOODSON, OAKLAND RAIDERS
4 Tackles, 1 Interception, 1 abgewehrter Pass, 1 eroberter Fumble, den er über 25 Yards zum Touchdown zurücktrug.
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR TRAVIS BENJAMIN, CLEVELAND BROWNS
Trug 7 Punts über insgesamt 179 Yards zurück, darunter 1 über 79 Yards zum Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR DE SEAN JACKSON, PHILADELPHIA EAGLES
7 gefangene Pässe für 132 Yards, 1 Touchdown
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: CB TRAMAINE BROCK, SAN FRANCISCO 49ERS
2 Interceptions, 2 Tackles
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K MASON CROSBY, GREEN BAY PACKERS
5 von 5 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkt
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Besitzertreffen
goodell-rogerAm Dienstag hielten die Teambesitzer eines ihrer regelmäßigen Treffen ab. Dabei wurde beschlossen, 2014 drei Spiele in London anzusetzen. Als „Heimteams“ gelten die Atlanta Falcons, die Oakland Raiders und die Jacksonville Jaguars. Die Gegner stehen noch nicht fest.
Nicht gesprochen wurde über eine Namensänderung der Washington Redskins, wie der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell (Bild) vor der Presse ausdrücklich betonte.
Wie bekannt, wollen durchgeknallte Gutmenschen das Team zwingen, den „beleidigenden“ Namen nicht mehr zu benutzen. Doch für die Liga ist das Thema nicht so dringend. Die Oneida Indian Nation allerdings hält das Thema für sehr wichtig und hat die NFL dringend aufgefordert, den Namen zu ändern. Die Organisation, die sich für die kulturellen Belange der Ureinwohner Amerikas einsetzt, und Vertreter der Liga werden sich nächsten Monat treffen, um die leidige Angelegenheit zu diskutieren.
Die Kandidatenliste der möglichen Austragungsorte für den Super Bowl 2018 wurde auf drei verkleinert. New Orleans, Indianapolis und Minneapolis sind noch im Rennen.
Roger Goodell brachte eines seiner Lieblingsthemen ein, die Erweiterung der Playoffs. Das möchte er 2015 erledigt haben. Dabei wäre es ihm auch egal, wenn mehrere Teams in die Endrunde kämen, die nur 50% ihrer Spiele oder weniger gewonnen hätten.
Was klar ist, denn dem Mann geht es nur um Mehreinnahmen durch weitere Spiele. Wirklich zufrieden wird er erst sein, wenn wenigstens 32 Teams in die Playoffs kommen. Doch 2015 sollen es zunächst mal zwei Teams mehr sein.
Und noch mehr Geld soll von HBO kommen. Der Sender überträgt die Serie „Hard Knocks“. Dabei begleitet eine Crew von NFL Films ein NFL Team während des Trainingscamps.
Die NFL hat nun beschlossen, daß jedes Jahr ein Team verpflichtet werden soll, an der Serie teilzunehmen. Das war wohl nötig, denn 2013 verweigerten die San Francisco 49ers, Atlanta Falcons, Seattle Seahawks, Houston Texans, und Washington Redskins die Teilnahme an der Show.

Kurzberichte
Ein weiterer, schwerer Rückschlag für die Falcons. Ihr 120 Millionendollar- Quarterback Matt Ryan wird wohl auf einen weiteren zuverlässigen Receiver verzichten müssen.
Julio Jones ist am Fuß verletzt, Was genau, und an welchem Fuß, das wollte Head Coach Mike Smith nicht sagen. Erste Untersuchungen hätten jedoch ergeben, daß die Saison für Jones beendet sein könnte.

Für Ahmad Bradshaw ist die Saison beendet.
Der ehemalige Running Back der Giants wollte in Indianapolis so richtig durchstarten. Dieses Vorhaben wurde durch eine Nackenverletzung gestoppt.
Bradshaw zog sich die Verletzung im Spiel gegen die 49ers zu und muss nun operiert werden.

Die Texans müssen etwa drei bis sechs Wochen auf Owen Daniels verzichten.
Der Tight End erlitt einen Wadenbeinbruch im Spiel gegen San Francisco.

„Nicht schuldig“, lautete der Richterspruch im Prozess gegen Adam „ der nicht mehr Pacman genannt werden möchte“ Jones.
Während eines Nachtclubbesuchs hatte Jones einige anwesende Frauen beleidigt. Wie die Beteiligten aussagten, nannte er sie fett und hässlich.
Außerhalb des Nachtclubs wurde es dann heftig, als eine der beleidigten, Shannon Wesley, ein Glas Bier über Jones ausschüttete. Daraufhin hatte Jones sie mit einem Faustschlag niedergestreckt.
Adam Jones plädierte auf nicht schuldig und am Ende des Prozesses schloß sich der Richter dieser Meinung an.
Die NFL hat sich noch nicht geäußert, ob sie Jones bestrafen wird.

Die NFL hat Bilder der neuen Pro Bowl Uniformen ins Netz gestellt.
Doch ich warne; Ansehen nur auf eigene Gefahr, es droht die sofortige Erblindung. Das momentan vorherrschende Schwuchtelrosa ist dagegen das reine Balsam.
http://ftw.usatoday.com/2013/10/nfl-pro-bowl-uniforms-nike/

Dienstag, 8. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 5 - Monday Night Kracher
smith-geno3Nach der 13:38 Niederlage gegen die Titans letzte Woche, stauchte Jets Head Coach Rex Ryan seinen Rookie Quarterback Geno Smith (Bild) ordentlich zusammen. Der hatte vier Ballverluste verschuldet.
Wenn Ryan seinen Quarterback gestern nach dem Sieg in Atlanta genauso überschwenglich gelobt hat, dann wäre das nur gerecht gewesen. Smith ist nach der harten Kritik nicht in die Schmollecke gekrochen, sondern er spielte seinen Gegenüber „Matty Ice“ in Grund und Boden.
Während Atlantas Defense kein Mittel gegen die Offense der Jets fand, fand die Offense der Falcons kein Mittel gegen Ne Yorks Defense.
Natürlich fehlte Matt Ryan wieder Wide Receiver Roddy White, der zwar eine Zeit lang spielte, aber mit seiner Oberschenkelzerrung nicht voll einsatzbereit war.
Doch bei den Jets fehlte Wide Receiver Santonio Holmes, was für Smith auch ein Handicap war.
Bereits zur Halbzeit führte New York mit 17:7.
In Durchgang zwei kam dann richtig Spannung auf, als Atlanta es doch schaffte, sich 114 Sekunden vor Spielende mit 28:27 in Führung zu spielen.
Anders als die Broncos am Sonntag gegen Dallas, versäumten sie es aber, dabei so viel Zeit wie möglich von der Uhr zu nehmen.
Und das rächte sich bitter.
Die absolut hilflose Verteidigung Atlantas erlaubte es Geno Smith, die Jets noch mal in Field Goal Reichweite zu führen. Als die Uhr auf Null sprang, setzte Jets Kicker Nick Folk einen Schuß aus aus 43 Yards zwischen die Stangen zum 30:28 Sieg.
Noch nie hat Falcons Quarterback Matt Ryan zwei Heimspiele in Folge verloren, aber es gibt ja bekanntlich für alles ein erstes Mal.
In der derzeitigen Form, und mit 1-4 Siegen sind die Falcons kein Aspirant auf die Playoffs.
Ob die Jets dagegen mit 3-2 Siegen wirklich weiter oben mitspielen könne, wird sich zeigen. Zuzutrauen wäre es ihnen tatsächlich, zumal die Patriots in die Reihen der durchschnittlichen Teams abgerutscht sind.

Kurzberichte
Als wenn 0-5 Siege nicht schon schlimm genug wären, türmen sich bei den Giants auch noch die Verletzungssorgen weiter auf.
Kaum ein Team muss auf so viele Leistungsträger, gerade in der Offenseline, verzichten, wie die Giants. Da kommt die Nachricht, daß mit Running Back David Wilson auch ein Spieler aus dem Backfield ausfallen könnte, nicht gerade passend.
Wilson verletzte sich gegen die Eagles am Nacken. Ihm stehen noch einige Tests bevor, aber daß er länger ausfallen könnte, scheint schon sicher.
Sehr wahrscheinlich muss New York noch einen neuen Running Back verpflichten.

Matt Schaub könnte von Texans Head Coach Gary Kubiak auf die Bank gesetzt werden.
Vor dem Spiel gegen die 49ers schossen die Wetten darauf, ob der Quarterback mit seinem vierten „Pick Six“ Pass im vierten Spiel in Folge einen neuen NFL Rekord aufstellen würde. Die Quoten darauf waren nicht sehr hoch, zu Recht, wie sich zeigte. Schaub dachte sich wohl, „Ich bring das schnell hinter mich“ und bereits im dritten Spielzug warf er den Ball zu Niners Verteidiger Tramaine Brock, der sich mit einem 18 Yards Touchdown dafür bedankte.
1:23 Minuten war das Spiel da gerade alt.
Im vierten Quarter hatte Kubiak genug und setzte Schaub für T.J. Yates auf die Bank. Es könnte sein, daß Yates gegen die Rams startet.
Im Team, besonders der Defense, würde das sehr positiv aufgenommen. In dem Mannschaftsteil gibt es nicht mehr viele Schaub-Fans.

Einen Monat werden die Packers auf Clay Matthews verzichten müssen.
Der Linebacker hat einen gebrochenen Daumen.

Es ist wieder Schwuchtelrosamonat in der NFL.
Das heißt, die NFL weist darauf hin, wie wichtig es ist, daß Frauen sich auf Brustkrebs untersuchen lassen.
Doch die Flaggen der Schiedsrichter, die am letzten Spieltag noch in dieser augenkrebserregenden Farbe durch die Lüfte segelten, sollen wieder gelb werden. Es war oft nicht zu erkennen, ob eine Flagge auf dem Spielfeld lag, oder ein Ausrüstungsgegenstand eines Spielers.
Um die daraus entstandenen Verwechslungen auszuschalten, werden wir wenigstens bei den Flaggen wieder vor dieser Farbe verschont.

Matt Flynn ist seit Montag ein Ex-Raider.
Vor der Saison hatte Oakland den Quarterback für über sechs Millionen Dollar verpflichtet, jetzt brauchen sie ihn nicht mehr. Terrelle Pryor spielt so gut, daß Flynn ihm den Posten des Starters nicht mehr wegnehmen kann.
Die Raiders haben einige Quarterbacks zu Probetrainings eingeladen, um einen guten dritten Mann hinter Pryor und McGloin zu finden.

Ziemlich daneben benommen hat sich Lions Center Dominic Raiola. Er soll einige Mitglieder der College Marschkapelle, die im Lambeau Field aufspielte, schwer beleidigt haben.
Mehrere Bandmitglieder sagten aus, daß er sie wegen ihres Gewichts und ihres für ihn nicht auf den ersten Blick erkennbaren Geschlechts beleidigt hätte.
Die Lions nehmen die Anschuldigungen sehr ernst. Sie betonten, daß sich das nicht mit ihren Wertvorstellungen und Verhaltensregeln in Einklang bringen lassen würde.
Raiola musste bereits zweimal Strafen zahlen, weil er sich mit Fans angelegt hatte.

Montag, 7. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 5 - Spiel des Jahres
romo-tony3Nur noch drei Teams sind ungeschlagen. Dazu gehören die Denver Broncos, die sich mit Dallas eine Schlacht für die Ewigkeit lieferten.
Dallas konnte das erste Viertel mit 14:0 gewinnen, aber noch fehlte etwas.
Dann kam auch Denver in Schwung und das Spiel wurde ein offener Schlagabtausch, ein Spiel für die Ewigkeit. Zur Halbzeit hatte Denver eine 28:20 Führung, aber es fehlte noch etwas.
Man rieb sich erstaunt die Augen über Cowboys Quarterback Tony Romo (Bild). Teambesitzer Jerry Jones hatte vor der Saison von seinem überbezahlten Spielmacher verlangt, mehr so zu werden, wie Peyton Manning. Schon irre, wie ernst Romo diese Ansage genommen hat. Übersetzt hatte Jones wohl gemeint: „Lass diese Scheißgolfturniere und tu das, wofür ich Dir Abermillionen aufs Konto schaufele, bereite Dich auf die Saison vor.“
Und Romo tat, wie ihm geheißen. Er spielte auf dem gleichen Niveau, wie der Superstar bei den Broncos, aber es fehlte noch etwas.
Die Statistiken der beiden sind für die Fans der Defense der blanke Horror. Peyton Manning vervollständigte auf seinem Weg zu weiteren Rekorden 33 seiner 42 Pässe für 414 Yards und 4 Touchdowns. Zudem lief er zum ersten Mal seit 2008 wieder selber mit dem Ball in die Endzone. Allerdings leistete er sich seinen ersten Interception der Saison. Mit 20 Touchdowns in den ersten fünf Saisonspielen stellte er schon wieder einen NFL Rekord auf. Zusätzlich zog er mit nun 61.371 Passyards an Dan Marino vorbei auf Platz zwei der ewigen Bestenliste. Um Brett Favre von Platz 1 zu verdrängen, braucht er allerdings noch 10.500 Yards. Das wird er nicht mehr schaffen.
10 Minuten vor Spielende ging Dallas sogar noch mal in Führung, 48:41 durch den fünften Touchdownpass von Tony Romo in diesem, seinem vielleicht besten Spiel, aber es fehlte noch etwas.
160 Sekunden vor Spielende glich Denver durch einen Touchdownlauf über ein Yard von Knowshon Moreno aus.
Genug Zeit für Dallas, sich von dem wie im Rausch spielenden Tony Romo zur erneuten Führung bringen zu lassen, aber es fehlte noch etwas.
Und das, was noch fehlte, kam jetzt, Romos spielentscheidender Interception. Der hatte noch gefehlt. Doch er ließ seine Fans nicht im Stich, und lieferte ihnen, worauf sie so sehnlich gewartet hatten.
Bei einem 2. und 16 an der eigenen 14 warf Romo einen Pass in Richtung Escobar. Denvers Linebacker Danny Trevathan, der unter der Woche noch mit einer Knieverletzung auf der Bahre vom Trainingsplatz getragen werden musste, hechtete in die Flugbahn und fing den Ball an der 24 ab.
Dann entdeckten die Broncos das Geheimnis der Langsamkeit und spielten sich so gemächlich in Richtung Cowboys Endzone, wie möglich.
Als die Uhr auf 00:00 sprang, flog ein Field Goal von Matt Prater aus 28 Yards über die Torstange und brachte den 51:48 Sieg.
Tony Romo spielte das Spiel seines Lebens und vervollständigte 25 seiner 36 Pässe für 506 Yards und 1 Touchdown. Doch was in Erinnerung bleiben wird ist sein Interception, der erste in dieser Saison seit dem ersten Viertel im ersten Spiel gegen die Giants.
506 Yards (Cowboys-Rekord), 5 Touchdownpässe, 48 Punkte, und man geht als Verlierer vom Platz. Unglaublich!
Denver bleibt mit 5-0 Siegen in den Reihen der ungeschlagenen Teams, Dallas steht mit 2-3 Siegen aber immer noch an der Spitze der NFC Mies.

Aus der Reihe der ungeschlagenen Teams verabschiedete sich New England. Die Patriots wurden von den Bengals schwer gedemütigt.
Als Saints Quarterback Drew Brees vor zwei Jahren mit 54 Spielen in Folge mit einem Touchdown einen neuen NFL Rekord aufstellte, spürte er bereits den Atem von Tom Brady in seinem Nacken.
Doch der Quarterback der Patriots brachte es nur auf 52 Spiele in Folge, denn gestern blieb New England ganz ohne Touchdown. Ganze zwei Field Goals brachten sie zustande.
Die erzielten auch die Bengals im strömenden Regen, aber sie erreichten auch einmal die Endzone zum 13:6 Sieg.

Aus den ungeschlagenen Teams wurden auch die als unschlagbar geltenden Seahawks gekickt. Daß man auch deren Defense überwinden kann, bewies Andrew Luck.
Der Quarterback der Colts vervollständigte 16 seiner 29 Pässe für 229 Yards und 2 Touchdowns.
Seine Defense hatte Seattles Quarterback Russell Wilson etwas besser im Griff und der konnte noch nicht mal 50% seiner Pässe vervollständigen. Seine Bilanz lautete 15 von 31 für 210 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.
Seattle ging mit einer 28:23 Führung ins letzte Viertel. Das lässt sich die Defense normalerweise nicht mehr nehmen. Doch Andrew Luck mausert sich zu dem Quarterback, den die Colts sich als Nachfolger für Peyton Manning erträumt haben. Er führte sein Team noch zu einem Touchdown und einem Field Goal und dem 34:28 Sieg.

Die beiden ungeschlagenen Teams, die neben den Broncos noch da sind sind, sind die Chiefs und die Saints.
Man stelle sich vor, vor der Saison hätte jemand vorausgesagt, daß die Chiefs es auf 5-0 Siege bringen würden...
Lächerlich!
Aber wahr!
Sie schlugen die Titans 26:17.
New Orleans gewann in Chicago 26:18.

Im 36:21 Sieg der Eagles gegen die Giants zog sich Quarterback Michael Vick eine Oberschenkelverletzung zu. Sein Ersatzmann Nick Foles spielte gut und warf im letzten Viertel zwei Touchdownpässe.
Eine Kontroverse, wer das nächste Spiel bestreitet, wenn Vick wieder fit sein sollte, soll es nicht geben. Vick bleibt der Starter, betonte Head Coach Kelly.
Auch in New York gibt es Überlegungen, ob der Starter dort der Starter bleibt. Eli Manning warf erneut drei Interceptions und hat nun bereits insgesamt 12 auf dem Konto.

Freeman jetzt ein Wikinger
Josh Freeman hat einen neuen Arbeitgeber. Der frisch von den Buccaneers gefeuerte Quarterback wurde von den Vikings verpflichtet.
Es wäre ein Wunder, bliebe Ponder dort noch lange der Starter.
Um Freeman sein volles noch ausstehendes Gehalt für 2013 zahlen zu können, müssen die Vikings jetzt tricksen und feuern, denn sie haben nur noch $2,7 Millionen unter der Gehaltsobergrenze übrig.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Kurzberichte
stokley-brandonDie Baltimore Ravens feuerten Wide Receiver Brandon Stokley (Bild). An seiner Stelle holten sie Tight End Billy Bajema in den Kader.
Stokley hat in den bisherigen Spielen neun Pässe für 79 Yards gefangen.
Seine Entlassung könnte bedeuten, daß Jacoby Jones gegen Miami spielen kann. Der Wide Receiver zog sich im ersten Saisonspiel eine Bänderdehnung im Knie zu, als er im Special Team mit einem Mitspieler zusammenprallte.
Bajema ist ein Tight End, den man gut als Blocker für das Laufspiel einsetzen kann. Und Head Coach Harbaugh möchte ja, in Ermangelung eines guten Quarterbacks, mehr auf das Laufspiel setzen.

Die Falcons werden weiter ohne Steven Jackson auskommen müssen.
Der Running Back wird wegen seiner Oberschenkelverletzung auch gegen die Jets nicht antreten können.

Seine hochgelobte Hochgeschwindigkeitsoffense schlägt in der NFL nicht so toll ein, aber die Trainingsmethoden von Chip Kelly scheinen erfolgreich zu sein. Die Philadelphia Eagles sind das Team mit den wenigsten ernsten Verletzungen.
Kelly sagte in einem Interview, daß er nach den neuesten Sportwissenschaftlichen Erkenntnissen trainieren lassen würde. Diese darauf basierenden Trainingsmethoden würden helfen, Bänder- und Muskelverletzungen zu verhindern.
Gegen gebrochene Knochen könnte man nichts machen, sagte er. Wenn sich jemand ein Bein bricht er sich ein Bein, aber gegen Bänderrisse könnte man etwas tun.
Wenn man bedenkt, wie viele Kreuzbandrisse es in dieser Saison und schon in der Vorbereitungszeit gegeben hat, wird es höchste Zeit, daß alle Teams sich dieser Trainingsmethoden bedienen, denn die Eagles haben tatsächlich sehr wenige Verletzungen dieser Art zu beklagen.
Und die kleinen Verletzungen, wie Muskel- und Bänderzerrungen, kennt man bei den Eagles fast gar nicht.
Quarterback Michael Vick sagte, daß er sich lange nicht mehr so gut gefühlt hätte, wie zur Zeit. Er würde frisch und ausgeruht in die Spiele gehen und nicht müde und angeschlagen. Dafür würde er sogar das zusätzliche Training am Dienstag in Kauf nehmen, einem Tag, an die meisten anderen Teams ihren Spielern einen freien Tag gönnen.

Die New England Patriots haben sich abgesichert. Am Donnerstag verpflichteten sie Austin „Gehirnerschütterung“ Collie. In dem Einjahresvertrag gibt es eine Klausel, die die Patriots von Zahlungsverpflichtungen befreit, wenn der Wide Receiver sich wie erwartet verletzt.
Collie möchte daran aber nicht erinnert werden. Er glaubt, daß seine verletzungsanfällige Zeit hinter ihm liegt, und er die Saison Zuende spielen kann.

Samstag, 5. Oktober 2013

Kurzberichte
manuel-ej2Glück und Pech lagen nahe beieinander in der Schlacht der 2 zu 2 Titanen am Donnerstag.
Natürlich ist es Pech, daß sich Bills Quarterback E.J. Manuel (Bild) am Knie verletzte, aber es ist Glück, daß er nur eine Bänderdehnung erlitt. In einigen Wochen soll er wieder einsatzbereit sein.
Da hatten die Browns weniger Glück. Ihr Quarterback Brian Hoyer erlitt einen Kreuzbandriss im rechten Knie und für ihn ist die Saison beendet.

Werfen wir mal einen ganz kurzen Blick auf die Quarterbacks, die zur Zeit auf dem Markt sind, und von den beiden Teams verpflichtet werden könnten.
Josh Freeman, David Carr, Trent Edwards, Tyler Thigpen, Matt Leinart, Vince Young, und man muss ihn ja erwähnen, Tim Tebow, und noch der ein oder andere, der den Ball halbwegs geradeaus werfen kann.

Und einen neuen Punter brauchen die Bills auch noch.
Nachdem Browns Puntreturner Travis Benjamin sieben Punts von Shawn Powell über 179 Yards und 1 Touchdown zurückgetragen hatte, war das dann wohl zu viel.
Am Freitag feuerten sie Powell.

Die Jets haben schnell zugegriffen. Da ihnen die Receiver ausgehen, verpflichteten sie Tight End Zach Sudfeld, kurz nachdem die Patriots ihn gefeuert hatten.
In der Vorbereitungszeit war er so gut, daß man ihm den Spitznamen „Baby Gronk“ gab.
Doch als es ernst wurde, versagte er. Bisher konnte er keinen Ball in einem Saisonspiel fangen.

Zur Kasse bitte
Normalerweise ist es so, daß die NFL sich Szenen von zweifelhaften Attacken ansieht, auch wenn sie von den Schiedsrichtern nicht auf dem Platz geahndet wurden. Dann verschickt sie Zahlungsaufforderungen, um ihre klammen Kassen aufzufüllen.
Man hätte bestimmt gerne das überraschte Gesicht von Dashon Goldson gesehen, als es bei ihm nun andersherum war.
Der Safety der Buccaneers attackierte Cardinals Wide Receiver Jaron Brown in den Augen der Schiedsrichter zu hart. Sie waren der Überzeugung, daß er mit seinem Helm voran den Helm des Receivers getroffen hätte.
Die Bereicherungsabteilung der Liga sah sich die Szene auch genau an und kam zu dem Schluß, daß der Angriff keine Strafe verdient gehabt hätte. Nach genauerer Ansicht der Szene kam man zu dem Entschluß, daß Goldson Brown mit der Schulter an der Brust traf. Deshalb schickten sie ihm dafür keine Zahlungsaufforderung.
Doch es gab genug andere Kandidaten, die man zur Kasse bitten konnte. So kamen auch nach dem vierten Spieltag wieder über $150.000 zusammen, und dieses Mal wieder ausschließlich von Verteidigern.

Der Verletzungsreport
Wie schlimm es die Browns erwischt hat, steht ja schon weiter oben.
Doch sie sind nicht das einzige Team, das Rückschläge hinnehmen muss.
Die Giants setzten Guard Chris Snee, den Schwiegersohn von Head Coach Tom Coughlin, auf die Verletztenliste.
Snee wurde nach der letzten Saison an der Hüfte operiert. Jetzt verletzte er sich erneut an der Hüfte und die Saison ist damit für ihn beendet.
Ein weiterer herber Rückschlag für die 0-4 Giants, die noch den Umschwung schaffen wollen.

Mit den jungen Receivern stottert die Offense der Patriots gewaltig. Jetzt fällt auch noch Stevan Ridley aus. Der Running Back brachte etwas Entlastung für das Passspiel. Doch er hat Schmerzen im Knie und dem Oberschenkel und kann gegen die Bengals nicht mitspielen.

Bei den Broncos soll Champ Bailey wieder einsatzbereit sein. Der Cornerback hat seine Fußverletzung auskuriert. Doch Head Coach John Fox will ihn noch schonen und gegen Dallas soll er noch nicht spielen.
Entwarnung bei Danny Trevathan. Der Linebacker musste am Mittwoch mit einer Knieverletzung auf der Bahre vom Trainingsplatz getragen werden. Doch es war nichts schlimmes, denn er hat gestern wieder mittrainiert und kann am Sonntag spielen.

Bei den Lions humpelt Wide Receiver Calvin Johnson mit einer Knieverletzung herum. Am Training konnte er nicht in vollem Umfang teilnehmen, doch die Packers sollten besser mit seinem Einsatz rechnen.

Bei den Packers hat Eddie Lacey nach seiner Gehirnerschütterung die ganze Woche voll mittrainieren können.
Nach einem Spiel Zwangspause kann er wieder mitmischen, was auch dringend nötig ist.

Die Patriots melden wieder, daß Tight End Rob Gronkowski und Wide Receiver Danny Amendola vielleicht einsatzbereit sein könnten.
Langsam wird langweilig.

Bei den Bears hat Charles Tillman Schmerzen in der Leiste und im Knie. Er soll aber gegen die Saints eingesetzt werden können.
Inwieweit er fit sein wird, wird Saints Quarterback Drew Brees sehr schnell testen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 5 - Die Schlacht der 2 zu 2 Titanen
hoyer-brianJa, das NFL Network schreckte nicht davor zurück, dieses Spiel zweier unterdurchschnittlicher Teams als etwas ganz Großes zu bewerben: Die Schlacht der 2 zu 2 Titanen.
Buffalo Bills gegen Cleveland Browns!
Lächerlich!
Aber, wie schon am Sonntag in London lieferten auch in dieser Nacht zwei schlechte NFL Teams ein gutes Spiel ab.
Und wenn es nicht so heftig Verletzungen gehagelt hätte, hätte es noch besser werden können.
Doch bereits in der zweiten Angriffsserie der Browns ging es los. Quarterback Brian Hoyer (Bild) lief selber mit dem Ball, wurde legal angegriffen und landete so unglücklich auf seinen eigenen Beinen, daß er sich das rechte Knie überdehnte. Nach dem Spiel verließ er das Stadion an Krücken. Ob die erste Befürchtung, daß er sich ein Band gerissen haben könnte, sich bewahrheitet, werden weitere Untersuchungen ergeben müssen.
Hoyer hatte einige Zeit bei den Patriots verbracht, und sich das ein und andere bei Tom Brady abgeguckt. Er kam in Woche drei für Brandon Weeden rein, weil der sich den Daumen der Wurfhand ausgerenkt hatte.
Weeden wurde erst am Montag der Gips abgenommen, und am Mittwoch hat sein Head Coach ihm gesagt, daß er als Ersatzmann antreten soll.
Daß er so schnell wieder in die Schlacht, und dann auch noch in die Schlacht der 2 zu 2 Titanen geworfen wurde, hätte er auch nicht gedacht.
Er führte Cleveland nach einem 0:10 Rückstand noch zu einem 37:24 Sieg.
Das wäre aber kaum möglich gewesen, wenn sich nicht auch bei den Bills ihr Quarterback Nr. 1 verletzt hätte. Auch E.J. Manuel erwischte es, als er selber mit dem Ball lief. Dabei wurde er von einem Helm am Knie getroffen und musste das Spiel im dritten Viertel verlassen, beim Spielstand von 17:17.
Buffalo hatte mit seinem Ersatzmann nicht so viel Glück, wie die Browns. Jeff Tuel brachte nur 8 seiner 20 Pässe für 80 Yards an den Mann. 104 Sekunden vor Spielende warf er beim Stand von 30:24 für Cleveland den Ball zu Browns Safety T.J. Ward, der 44 Yards damit in die Endzone lief. Mit 37:24 war das Spiel dann entschieden und Cleveland führt mit 3-2 Siegen die AFC North an.
Und die Fans in Cleveland, die seit Jahrzehnten leiden, hatten diesen Sieg redlich verdient.
Das Verletzungspech schlug auch noch bei den Bills Receivern Stevie Johnson und T.J. Graham zu und bei Safety Jairus Byrd. Johnson hatte es am unteren Rücken erwischt, Graham am Kopf und Byrd am Fuß.

Kurzberichte
Josh Freeman ist offiziell kein Seeräuber mehr.
Die Buccaneers hatten gehofft, daß sie ein Angebot für ihn von einem anderen Team bekommen, doch das Interesse lag bei genau Null. Dabei hatte General Manager Mark Dominik wirklich jedes Team der Liga persönlich angerufen und Freeman wie Sauermilch angeboten.
Am Donnerstag feuerten sie den Quarterback.
Damit kann ein anderes Team ihn verpflichten, ohne Tampa Bay etwas zur Kompensation anbieten zu müssen. Doch dieses Team müsste das ausstehende Gehalt von $6,25 Millionen für diese Saison zahlen.
Ob sich jemand findet, der dazu dumm genug ist?
Die Browns und die Bills haben in der letzten Nacht jeweils ihre Starter verloren....

Die Panthers gaben Linebacker Jon Beason an die Giants ab.
Carolina setzte Beason vor zwei Wochen auf die Bank und schien kein Interesse mehr an ihm zu haben. Er hatte seinen Platz im Team an Chase Blackburn verloren, den die Giants nach der letzten Saison ziehen ließen.
New York wird Carolina dafür eine seiner Wahlmöglichkeiten in einer späten Runde der nächsten Draft abgeben.
Zuvor muß Beason aber noch den Gesundheitscheck überstehen, was bei seiner langen Liste an Verletzungen nicht leicht sein wird.

Clay Matthews hat starke Schmerzen in seinem Oberschenkel. Das soll den Linebacker der Packers aber nicht von seinem Einsatz gegen Detroit abhalten.
Er hat vor, zu spielen, wie er auf der Internetseite des Teams mitteilte.
Wie sehr er gegen Matthew Stafford gebraucht wird, hat das Spiel gegen die Bengals gezeigt, als Quarterback Andy Dalton die Defense der Packers auseinandernahm, in Matthews` Abwesenheit.

Die Patriots feuerten Zach Sudfeld.
Im Trainingslager sah der Tight End noch aus, als könnte er Rob Gronkowski ersetzen, aber in der Saison konnte er keinen einzigen Pass fangen.
Zusätzlich zu dieser Entlassung vermeldeten die Patriots noch, daß sie Nose Tackle Vince Wilfork auf die Verletztenliste setzten. Für ihn ist die Saison mit seiner gerissenen Achillessehne wie erwartet beendet.
Auch eine Neuverpflichtung stand auf der Liste der Meldungen. New England gab Wide Receiver Austin „Gehirnerschütterung“ Collie einen Vertrag bis zum Ende der Saison, wann auch immer das für den verletzungsanfällig Collie kommen mag.

Dallas wird am Sonntag gegen Denver verlieren und muss das ohne Anthony Spencer tun.
Der Defensive End muss am linken Knie operiert werden und für ihn ist die Saison beendet.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Kurzberichte
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Ravens Head Coach John Harbaugh (Bild) scheint genug von seinem Einhundertzwanzigmillionendollarquarterback gesehen zu haben. Er will mehr auf das Laufspiel mit Ray Rice setzen.
Mit Joe Flacco als Quarterback belegt die Offense der Ravens Platz 28 unter den 32 Teams. Das Laufspiel soll das nun etwas korrigieren.
Im letzten Spiel, dem fünf Interception Fiasko gegen Buffalo, warf Flacco 50 Pässe, während es nur neun Laufspielzüge gab.
Das kann auch bei Teams mit guten Quarterbacks schiefgehen.
Um einen guten Blocker für das Laufspiel zu bekommen, verpflichtete Baltimore Left Tackle Eugene Monroe von den Jaguars. Er soll auch helfen, den Quarterback besser zu beschützen.
Doch der Quarterback meint, daß das Alles gar nicht so unbedingt nötig wäre. Er sagte in einem Interview, daß er noch genauso selbstbewußt ist, wie immer. Für ihn ist die Richtung, die das Team eingeschlagen hat, perfekt. Die Sieg- Niederlagenbilanz wäre zwar nicht gerade ideal, aber das würde sich im Verlauf der Saison noch verbessern, meinte er weiter.
Es muss schön sein, in solch einer Traumwelt zu leben.

Am Mittwoch konnte Raiders Quarterback Terrelle Pryor nach seiner Gehirnerschütterung wieder mit dem Team trainieren.
Die Leistung, die sein Ersatzmann Matt Flynn gegen Washington zeigte, ließ die Zuschauer in sehr laute Buhrufe ausbrechen. Und seinem Head Coach scheint auch nicht so recht gefallen zu haben, was er sah, denn er degradierte Flynn zum Nr. 3 Quarterback.
Dafür bekommt Flynn, den die Raiders vor der Saison als Starter verpflichteten, $6,5 Millionen.

Mark Sanchez hat sich jetzt doch zur Operation entschlossen.
Eigentlich hatte der Quarterback der Jets vor, seine Schulterverletzung ohne Operation ausheilen zu lassen, doch am Mittwoch entschloss er sich anders.
Damit ist seine Saison beendet, und, wie viele glauben, auch seine Zeit bei den Jets.

Die Defense der Broncos spielt noch immer ohne Von Miller, Champ Bailey und Stewart Bradley, und sie spielt gut.
Doch wird die Verteidigung auch noch den Ausfall von Danny Trevathan kompensieren können?
Der Linebacker verletzte sich am Mittwoch beim Training am Knie. Erste Untersuchungen sollen keine ernsthaften Verletzungen aufgezeigt haben, doch wie Lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest. Optimisten gehen davon aus, daß er gegen Dallas antreten wird.

Eine Woche Pause war nicht genug. Die Packers hatten gehofft, daß Running Back James Starks nach der spielfreien Woche wieder spielen könnte, doch daraus wird nichts.
Das angeschlagene Knie macht ihm immer noch Probleme und es sieht so aus, als ob er noch länger ausfallen wird.

Letzte Woche wurde 49ers Safety Donte Whitner zu einer Strafzahlung über $21.000 verdonnert. Angeblich hätte er Rams Receiver Chris Givens zu hart attackiert.
Whitner sah das anders und reagiert ungewohnt auf die Strafe. Er ließ T-Shirts drucken mit der Aufschrift „#Legal Hitner“ und verkauft diese, um das Geld für die Strafe aufzubringen.
Dann kam ihm noch die dumme Idee, gleich seinen Nachnamen in Hitner zu ändern.
Ob er das durchzieht, steht noch nicht fest.

Die besten Spieler der Woche 4

AFC
OFFENSE: QB PHILIP RIVERS, SAN DIEGO CHARGERS
35 von 42 Pässe für 401 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB ALTERRAUN VERNER, TENNESSEE TITANS
2 Tackles, 2 Interceptions, 1 eroberter Fumble, 2 abgewehrte Pässe
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR DEXTER MC CLUSTER, KANSAS CITY CHIEFS
Trug 4 Punts über insgesamt 113 Yards zurück, darunter 1 über 89 Yards zum Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
30 von 39 Pässe für 413 Yards, 4 Touchdowns
Seine 17. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: CB PATRICK PETERSON, ARIZONA CARDINALS
2 Interceptions, 2 Tackles
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K STEVEN HAUSCHKA, SEATTLE SEAHAWKS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Kurzberichte
schaub-burgerEin Restaurant in Houston bietet einen speziellen Burger an, den „Matt Schaub Special“. Er kommt mit einem „ Pick Six“ Dressing, zu Ehren des spielentscheidenden Touchdowns, den der Quarterback am Sonntag zu Seahawks Verteidiger Richard Sherman warf.
In einem Interview nach dem Spiel mit Texans Defensive End J.J. Watt, konnte der seine Wut auf Schaub nur mühsam im Zaum halten.
Man hätte sich das ganze Spiel über mit dem Gegner rumgeprügelt, und dann käme jemand, und würde den Sieg herschenken, sagte der heftig aus einer Platzwunde über der Nase blutende Watt.
Wen er meinte, war klar. Er meinte seinen Quarterback, der am Montag seine Twitterseite löschte, weil die mit Drohungen und Schmähungen überlief.
Im Gegensatz zu 49ers Quarterback Kaepernick, der die Kritiken positiv nutzte, um an sich zu arbeiten, und der mehr Kritiken anforderte, reagierte Schaub mit der Schließung seiner Seite.
Die Texans mögen ein Super Bowl Team sein, aber den nötigen Super Bowl Quarterback haben sie leider nicht.
Wird Zeit, daß Schaub sich seine jährliche Verletzung nimmt, wie man es von ihm gewohnt ist.

Die Spielergewerkschaft der NFL, die NFLPA, hat sich des Falles Josh Freeman angenommen. Sie will herausfinden, wer die vertraulichen Unterlagen über die Drogentests des Buccaneers Quarterbacks an die Öffentlichkeit gebracht hat. Commissioner Roger Goodell unterstützt die Untersuchung.
Head Coach Greg Schiano wies bei einer Pressekonferenz den Verdacht, daß er dahinterstecken könnte, weit von sich.
Die Leitung der Bucs hat Freeman zwischenzeitlich verboten, an den Mannschaftssitzungen teilzunehmen.
Da scheint im Hinterzimmer viel Porzellan zerschlagen worden zu sein, wovon wir draußen gar nichts mitbekommen haben.

Die Chargers mussten Anfang der Woche nicht nur Dwight Freeney auf die Verletztenliste setzen, sondern auch Wide Receiver Malcolm Floyd.
Freeney hat, wie berichtet, einen gerissenen Quadrizeps.
Floyd wurde in Woche zwei gegen die Eagles so schwer am Nacken verletzt, daß eine Rückkehr in dieser Saison nicht mehr möglich ist.
Am Dienstag setzten die Chargers ihn deshalb auf die Verletztenliste, die seine Saison beendet.

Eine zweite Kernspinnuntersuchung ergab eine verrenkte Hüfte für Titans Quarterback Jake Locker.
Er muss nicht operiert werden und wird etwa vier bis sechs Wochen ausfallen.
Das trifft das Team hart, nach den beiden besten Spielen, die Locker in seiner Karriere abgeliefert hatte.
Ex Bills Quarterback Ryan Fitzpatrick soll ihn ersetzen.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die NFL 2013 - Woche 4 - Fischsuppe in New Orleans
breesbrichtrekord
Wow, was für eine Konstellation. Im Monday Night Spiel trafen zwei ungeschlagene Teams aufeinander. Kann es noch besser kommen?
Ja, kann es. Wenn man nicht schon vorher das komische Gefühl gehabt hätte, daß da trotz der 3-0 Bilanzen beider Teams, ein David auf einen Goliath trifft, wäre man vom Spielverlauf überrascht gewesen.
Doch das Bauchgefühl hatte recht. Es waren halt nur die selben alten Miami Dolphins, die zufällig und ohne daß es jemand erklären kann 3-0 Siege auf dem Konto hatten, gegen die Saints, die mit Head Coach Sean Payton wieder zu den Playoffanwärtern gezählt werden müssen.
Und so verlief das Spiel, wie erwartet. New Orleans dominierte, Miami ging unter.
Vor sieben Jahren hätten die Dolphins die Chance gehabt, Drew Brees (Bild) zu verpflichten. Gestern bewies der Quarterback ihnen, was für einen Fehler sie gemacht hatten, auf ihn zu verzichten. Er vervollständigte 30 seiner 39 Pässe für 413 Yards und 4 Touchdowns. Die meisten seiner Pässe fing ein Running Back, Darren Sproles. Er erzielte mit sieben gefangenen Pässen 114 Yards und einen Touchdown. Zusätzlich erzielte er auch einen Lauf- Touchdown.
Die Defense hat unter Defensive Coordinator Rob Ryan einen großen Schritt nach vorne getan. Nach hinten ging ja auch nicht mehr, nachdem sie letztes Jahr historische Tiefstwerte aufgestellt hatte.
Dolphins Quarterback Ryan Tannehill vervollständigte 22 seiner 35 Pässe für 249 Yards und 1 Touchdown, doch die Verteidigung der Saints fing drei seiner Pässe ab, eroberte einen Fumble von ihm und sackte ihn drei mal.
Am Ende stand es 38:17 für New Orleans, und das Tabellenbild sieht nun etwas gewohnter aus. Miami hat eine Niederlage auf dem Konto und New Orleans hat 4-0 Siege.
Und das erste Viertel der Saison ist schon vorbei.

Der Verletzungsreport
Zunächst hieß es, daß Vince Wilfork nur eine Knöchelverletzung hätte. Doch eine Magnetresonanztomographie brachte die schlimme Wahrheit an den Tag. Die Verletzung, die der Nose Tackle der Patriots sich gegen Atlanta zuzog, entpuppte sich als Achillessehnenriss.
Saison beendet.
Wilfork ist für die Defense in etwa so wichtig, wie Tom Brady für die Offense. Einen adäquaten Ersatz für ihn zu finden dürfte schwer sein.

Die O-Line der Seahawks musste einen weiteren Verlust hinnehmen.
Right Tackle Breno Giacomini mussten Teile eines angerissenen Bandes im Knie herausoperiert werden.
Sehr lange soll er nicht ausfallen, wie Head Coach Pete Carroll sagte.

Der Sieg gegen Dallas kostete die Chargers ihren Outside Linebacker Dwight Freeney.
Er erlitt einen Riss des vorderen Oberschenkelmuskels.
Noch steht nicht fest, wie lange Freeney ausfallen wird, aber die Saison könnte für ihn beendet sein.

Streng geheim
Ein Bericht, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, wurde ESPN zugespielt.
In diesem Bericht geht es um Drogentests von Buccaneers Quarterback Josh Freeman. Er steht unter ständiger Beobachtung der NFL, weil er eine Arznei einnimmt, in der eine verbotene Substanz enthalten ist. Diese Arznei hatte er der NFL gemeldet, bevor er den Vertrag in Tampa Bay unterschrieb.
Dadurch kam er in „Stage One“ des Antidrogenprogramms der Liga, was bedeutet, daß Freeman öfter auf Drogen getestet wird, als andere Spieler.
Freeman hat die Modekrankheit ADHD, also das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, einfacher, das Zappelphilipsyndrom.
Nachdem er vor einem Jahr ein anderes Medikament dagegen verschrieben bekam, hatte er vergessen, die Änderung der NFL mitzuteilen und wurde positiv getestet.
Nachdem der Irrtum aufgeklärt wurde, wurde er 46 weitere Male getestet und nie wurde ein anderes Mittel, als das angemeldete bei ihm gefunden.
Wer den Bericht ans Licht der Öffentlichkeit brachte, ist nicht klar.
Freeman vermutet, daß es jemand aus der Organisation der Buccaneers war, denn diese Berichte sind nur den zuständigen Stellen der NFL zugänglich und hohen Führungskräften der Teams.
Doch die Bucs wollen ja noch einen guten Preis für Freeman erzielen, wenn sie ihn an ein anderes Team abgeben. Sie würden sich also selber in den Fuß schießen.
Wer hinter der Sache steckt, und warum die Unterlagen lanciert wurden, wird wohl nie herauskommen.

Spielplanänderung
Weil irgendwelche Deppen in Oakland mit Keulen auf Bälle einschlagen, muss Football mal wieder ausweichen.
Das Baseballteam in Oakland und die Raiders teilen sich ein Stadion. Weil dieses Baseballteam in die Playoffs gekommen ist, wird am Samstag in dem Stadion Schlag den Ball gespielt. Da der Stadionumbau danach lange dauert, können die Raiders nicht wie geplant am Sonntag um 22:25 Uhr (13:25 Uhr Ortszeit) gegen die Chargers spielen, sondern erst um 5:35 Uhr am Montagmorgen (20:35 Uhr Ortszeit).
Das Spiel wird Live auf dem NFL Network übertragen. Damit ist es für jeden zu sehen, der das Internetabo des NFL Networks hat.

Montag, 30. September 2013

Die NFL 2013 - Woche 4 - 4-0, 0-4, alles hier
manning-bronco8New England, Denver, Kansas City und Seattle blieben auch am vierten Spieltag ohne Niederlage. Und in dieser Nacht spielen ja noch zwei 3-0 Teams gegeneinander, wenn Miami in New Orleans antritt.
Denver und Kansas City hatten es dabei nicht schwer. Mit Philadelphia, bzw. den Giants, hatten sie zwei leichte Gegner aus der schlechtesten Division der Liga als Gegner.
In der dünnen Luft Denvers ging der ach so hochgelobten Hochgeschwindigkeitsoffense der Eagles schnell die Puste aus.
Die Broncos rupften dem Adler genüßlich jede Feder einzeln aus. Dabei wurden auch wieder Rekorde aufgestellt. Noch nie zuvor in der Geschichte der NFL hat ein Quarterback in den ersten vier Saisonspielen 16 Touchdowns geworfen, und die Broncos erzielten mit 52 Punkten so viele wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte.
Die Höchststrafe gab es für Philadelphia, als Peyton Manning (Bild) im letzten Viertel, beim Stand von 42:13, auf der Bank blieb. Manning hat das Bestreben, immer bis zum Ende durchzuspielen. Vorher vom Platz zu gehen, ist nicht sein Ding. Aber man wird ja auch nicht jünger, und das Spiel war entschieden.
Die Eagles dachten sich dann, was der kann, kann Michael Vick auch, und auch er blieb fortan auf der Bank sitzen.
Hätte Denver normal weitergespielt, wäre das Spiel noch um einiges höher ausgegangen, als 52:20.

Die Chiefs hatten mit den Giants ein bisher siegloses Team zu Gast. Und sie sorgten dafür, daß sich daran nichts ändert.
Im zweiten Viertel gab es für New York einen seltenen Glücksmoment, als sie tatsächlich einen Touchdown erzielten, einen Pass über 65 Yards von Eli Manning auf Victor Cruz.
Das war es dann aber auch, und es spielte von da an nur noch Kansas City. Am Ende stand es 31:7 für die Chiefs, die nun tatsächlich 4-0 Siege auf dem Konto haben.
Die Giants fielen auf 0-4 Siege.

Auch die Steelers blieben weiter sieglos. Damit bleiben sie weiter in der Gesellschaft der Giants, Buccaneers und den Jaguars. Ein lustiges Clübchen.
Pittsburgh musste in London gegen die ebenfalls sieglosen Vikings antreten. Zwei Loser unter sich, die beide nicht auf 0-4 fallen wollten. Und sie boten 83.000 Zuschauern im Wembley Stadion das bisher beste NFL Spiel in diesem Stadion.
Acht Sekunden vor Spielende stand es 34:27 für Minnesota und Pittsburgh an der sechs der Vikings. Es war der dritte Versuch und Ben Roethlisberger nahm den Ball an, machte ein paar Schritte rückwärts und suchte einen freien Mitspieler. Da wurde er gesackt und verlor den Ball. Minnesota konnte das freie Spielgerät erobern und den Sieg sichern.
Bis dahin war das Spiel wirklich so offen, wie das Ergebnis es vermuten lässt.
Steelers Running Back Leveon Bell hatte sich die öffentliche Kritik seines Quarterbacks aus der letzten Woche zu Herzen genommen, und lieferte ein gutes Spiel ab. In 16 Läufen erzielte er 57 Yards und 2 Touchdowns. Das hatte Pittsburgh von dem Rookie erwartet.
Doch ach, es reichte halt nicht.
Es reichte nicht, weil Bells Defense nicht in der Lage war, seinen Kollegen zu stoppen. Adrian Peterson erzielte mit 23 Läufen 140 Yards und 2 Touchdowns für Minnesota.
Nach dem Spiel beschönigte Big Ben nichts. Er sagte in der Pressekonferenz, daß die Steelers ein schlechtes Team sind. Man könnte sagen, daß die Steelers das schlechteste Team der Liga sind, und das täte weh.

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte konnten die Seahawks mit 4-0 Siegen in eine Saison starten.
Zunächst sah es gegen Houston allerdings nicht danach aus, in einem, Spiel, in dem so mancher eine mögliche Super Bowl Paarung sah.
Doch es braucht noch eine Menge, eine ganze Menge, um Houston so weit zu bringen. Nachdem sie die erste Halbzeit mit 20:3 gewonnen hatten, brachen sie völlig ein.
Ein Super Bowl Aspirant sollte in der Lage sein, solch eine Führung zu verteidigen.
Doch dazu braucht es sehr wahrscheinlich doch einen besseren Quarterback, als Matt Schaub. Er warf zwei Interceptions und einen davon trug Richard Sherman im letzten Viertel über 58 Yards zum Touchdown zurück und zum 20:20 Ausgleich.
In der Verlängerung hatten beide Teams den Ball zweimal, mit dem glücklicheren Ende für Seattle. Kicker Steven Hauschka traf aus 45 Yards zum 23:20 Sieg.
Seattles Defensive End Michael Bennett musste mit einer Rückenverletzung ins Krankenhaus, konnte aber mit dem Team zurückfliegen.
Texans Linebacker Brian Cushing, der ein tolles Spiel ablieferte, musste mit einer Gehirnerschütterung vom Platz.

Was machte Joe Flacco $120 Millionen wert?
Keine Ahnung, aber die FÜNF Interceptions, die er gegen Buffalo warf, können es wohl nicht gewesen sein.
Noch mal langsam zum Mitdenken: Ravens Quarterback Joe Flacco, 5 Interceptions... gegen Buffalo!
Das ist seine persönliche Bestmarke und keine Bestmarke, für die man ihm $120 Millionen bezahlen möchte. Da werden die Verantwortlichen sich andere Bestmarken erhofft haben.
Und so kam es, daß der amtierende Super Bowl Champion gegen ein Team aus dem tiefen Keller der Liga 20:23 verlor.
Buffalo und Baltimore haben jetzt jeweils 2-2 Siege auf dem Konto.

Letzte Woche gewannen die Bengals gegen die Packers und es stellte sich die Frage, ob sie jetzt zu den guten Teams gehören?
„Nein!“
Der Beweis ist die 6:17 Niederlage gegen die Browns. Die Browns, die nachdem sie sich von Running Back Trend Richardson getrennt haben, zweimal gewonnen haben.

Der Verletzungsreport
Die Titans gewannen locker mit 38:13 gegen die Jets, verloren aber Quarterback Jake Locker.
Er musste mit einer Hüftverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.
Genaues soll heute bekanntgegeben werden.
Bei den Jets zog sich Wide Receiver Santonio Holmes eine Oberschenkelzerrung zu.

Wann, lautete die Frage in Oakland?
Gegen Washington, war die Antwort. Gemeint war, wann Running Back Darren McFadden wieder verletzt ausfallen würde? Gestern nahm er sich eine Oberschenkelzerrung. Die Raiders verloren auch Fullback Marcel Reece mit einer Knieverletzung und das Spiel gegen Washington mit 14:24.
Auch auf Seiten der Redskins gab es einen Verletzten. Im letzten Viertel erwischte es Running Back Alfred Morris an den Rippen. Erste Diagnose; es soll nichts gebrochen sein.

Die Patriots und die Falcons trennten sich 30:23.
Dabei verloren die Pats Nose Tackle Vince Wilfork, den es am Knöchel erwischte.
Atlantas Left Tackle Sam Baker verletzte sich erneut an dem Knie, das ihn einige Wochen vom Einsatz abhielt.

Bei den Colts erwischte es unseren Landsmann Björn Werner. Der Linebacker verletzte sich am Fuß, der heute genauer untersucht werden soll.

Sonntag, 29. September 2013

Kurzberichte
newton-cam5Stell dir vor, da verletzt einer seit Jahren die Kleidervorschriften der NFL, und keiner mekts.
Keiner, bis auf das Wirtschaftsmagazin Forbes. Die entdeckten kürzlich, daß Panthers Quarterback Cam Newton (Bild) sein Visier mit Clips von Under Armor an seinem Helm befestigt. Auch wenn das Zeichen der Firma geschwärzt wäre, wie das Magazin an die Liga petzte, wäre es doch ein Verstoß gegen die geltende Kleiderordnung.
Und die NFL sah das genauso. Nur Logos der offiziellen Ausrüster der NFL dürfen sichtbar sein. Das Logo an Newtons Helm wäre zwar geschwärzt, aber dennoch sichtbar.
Die Liga ging jetzt nicht hin, und verdonnerte Newton zu einer Geldstrafe für alle zurückliegenden Spiele, in denen er mit dem feindlichen Logo antrat. Mit $10.000 gab sich sich zufrieden.
Im Wiederholungsfall, würde sich die Summe allerdings erhöhen, wie man weiß.

Am Samstag wurde die Regent Street in London, eine der weltweit wichtigsten Einkaufsstraßen, zur NFL Fanmeile.
Die Liga lud zur NFL Block Party und es heißt, daß über eine halbe Million Fans mitgefeiert haben sollen.
Beobachter wollen Jerseys aller 32 Teams gesichtet haben, ja, sogar Jerseys der Jacksonville Jaguars.
Auf einer Bühne traten Spieler und Trainer der beiden beteiligten Teams auf und beantworteten Fragen. Sie waren sichtlich beeindruckt von der Zahl an Menschen, die ihretwegen erschienen waren.
Die Fans der Steelers sollen eine klare Überzahl gehabt haben, wie Cornerback Ike Taylor bemerkte, der zweimal mit Pittsburgh den Super Bowl gewinnen konnte.
Und eines steht mal fest, die NFL feierte einen tollen Erfolg mit ihrer Party.

Aaron Hernandez
Es gibt neue Entwicklungen im Fall Hernandez. Die Verlobte des ehemaligen Tight Ends der Patriots, Shayanna Jenkins, wurde wegen Meineids angeklagt.
Sie hatte in ersten Vernehmungen ausgesagt, daß sie zwar im Haus gewesen sei, als Hernandez seine Freunde empfing, die später bei ihm waren, als Odin Lloyd ermordet wurde, aber sie wäre schon im Bett gewesen. Deshalb wüsste sie nicht, wer mit ihrem Verlobten unterwegs war.
Eine glatte Lüge.
Auf Videos der Überwachungskameras in Hernandez Haus ist sie klar zu erkennen, wie sie Ernest Wallace und Carlos Ortiz begrüßt.
Hernandez hatte zwar die Videos aus seinem System gelöscht, aber die Techniker der Polizei konnten die Daten wieder herstellen.
Auch eine Kusine von Hernandez wurde angeklagt. Tanya Singleton soll dem Tight End nach der Tat geholfen haben, Spuren zu verwischen.
Die überraschendste Wendung aber kam von Carlos Ortiz.
Er hatte bisher die Version verbreitet, daß Hernandez und Wallace zusammen mit Lloyd aus dem Wagen gestiegen sind und auf das stillgelegte Fabrikgelände gingen. Er selbst wäre im Wagen geblieben und hätte Schüsse gehört.
Das ist die alte Version.
Version 2.0 geht so: Ortiz und Wallace wären im Wagen geblieben und nur Hernandez und das spätere Opfer wären auf das Fabrikgelände gegangen.
Diese Version würde es der Anklage sehr viel leichter machen, Hernandez als Mörder festzunageln. In Version 1.0 müsste sie aus zwei Tatverdächtigen einen Mörder ermitteln, was sehr viel schwerer wäre. Allerdings hat es die Verteidigung nun andererseits sehr viel leichter, Ortiz als Lügner hinzustellen.
Es bleibt also beim Patt, denn Wallace schweigt bisher zu den Tatvorwürfen und Hernandez sagt auch nichts, was ihn belasten könnte.

Samstag, 28. September 2013

Der Verletzungsreport
austin-miles2Und es geht schon wieder los. Viel mehr Yards wird Miles Austin (Bild) in dieser Saison wieder nicht machen. Der Wide Receiver der Cowboys ist wie gewohnt an seinem hinteren Oberschenkelmuskel verletzt.
Für das Spiel gegen San Diego steht er mal wieder nicht zur Verfügung. Wie lange er dieses Mal ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Ob die Cowboys sich das noch lange ansehen, darf man bezweifeln.

Im Sunday Night Spiel werden wir Steven Jackson nicht zu sehen bekommen. Der Running Back der Falcons wird noch zwei bis drei Wochen wegen seiner Hüftverletzung aussetzen müssen.
Als wäre der Verlust nicht schon schlimm genug, stehen auch hinter den Einsätzen der Wide Receiver Roddy White und Julio Jones, sowie Cornerback Asante Samuel Fragezeichen.

Die Patriots spielen weiter: „Sie spielen, sie spielen nicht“. Wie vor bisher jedem Spiel der Saison heißt es, daß Tight End Rob Gronkowski vielleicht einsatzbereit ist, vielleicht auch nicht. Auch Wide Receiver Danny Amendola wird vor jedem Spiel als vielleicht einsatzfähig bezeichnet, seitdem er sich an der Leiste verletzte, um dann doch nicht zu spielen.

In einem Interview kritisierte Steelers Quarterback Ben Roethlisberger öffentlich die Arbeitsmoral von Rookie Running Back Leveon Bell. Ob der sich die Kritik zu Herzen nimmt, bleibt abzuwarten.
Bell hat Schmerzen in einem Fuß, und man wird sehen, ob er trotzdem bereit ist, seinem Team in London gegen Minnesota zu helfen.

Bei den Vikings wird doch Matt Cassel als Quarterback starten.
Christian Ponder hat eine gebrochene Rippe, wie das Team am Freitag bekanntgab.

Die Broncos wissen nicht, ob Cornerback Champ Bailey, Tight End Joel Dreessen und Safety Ihenacho eingesetzt werden können.
Alle drei sind leicht verletzt.

Nachdem Running Back Vick Ballard bei den Colts ausfiel, holten sie sich Trend Richardson von den Browns.
Wie gut, daß er da ist, denn jetzt erwischte es auch Ahmad Bradshaw. Der ist am Nacken verletzt und wird gegen Jacksonville nicht spielen könne. Wann er wieder einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest.

Die Bears hoffen, daß Charles Tillman gegen Detroit spielen kann. Der Cornerback hat Knie und Leiste, wird aber dringend gebraucht, um Wide Receiver Calvin Johnson zumindest etwas zu bremsen.

Die Lions hoffen darauf, daß Running Back Reggie Bush mitmischen kann. Er hat mit dem Team trainiert und sein angeschlagenes Knie scheint OK zu sein.

Wie die 49ers erst am Freitag bekanntgaben, hat sich Wide Receiver Quinton Patton gegen die Rams einen Fuß gebrochen.
Er wird etwa sechs Wochen ausfallen.

Schluss mit „OW“.
Die Jaguars listeten Denard Robinson in ihren Spielberichtsbögen als „OW“, weil er ihre „offensive Waffe“ ist. Das bedeutet, daß er als Running Back, Wide Receiver, Quarterback, Fullback und Kickreturner eingesetzt werden kann.
Seit drei Monaten bezeichnen die Jaguars ihn als „OW“, doch damit ist jetzt Schluß. OW wäre keine anerkannte Position, und deshalb müsste das Team Robinson eine offizielle Bezeichnung verpassen.

Die Abzocker bitten zur Kasse
Die höchste Strafsumme in der letzten Woche betrug nur $31.000, dadurch kam die NFL natürlich nicht wie gewohnt auf ihre Kosten.
Bengals Linebacker Vontaze Burfict musste diese Summe wegen zweier Vorfälle im Spiel gegen Green Bay zahlen. $21.000 kostete ihn ein Angriff gegen einen wehrlosen Receiver, und $10.000 waren fällig, weil er einen Gegenspieler in die Leistengegend trat.
Sind es meistens nur Verteidiger, die bestraft werden, so holte sich die NFL in dieser Woche auch ein paar Dollar von einem Wide Receiver und sogar einem Kicker.
Steelers Wide Receiver Antonio Brown musste zweimal $7.875 zahlen, einmal für einen späten Angriff und einmal für einen Griff ins Gesichtsgitter.
Eagles Kicker Alex Henery war mit $15.750 dabei, für einen Horse Collar Griff.
Mit nur knappen 111.000 Dollar kam nicht viel Geld in die klamme Kasse der Liga. Wobei sie sogar freiwillig auf ein paar Dollar mehr verzichtete.
Broncos Linebacker Wesley Woodyard galt lange als Zahlungskandidat, nach seinem Angriff gegen Raiders Quarterback Terrelle Pryor, der diesem eine Gehirnerschütterung einbrachte.
Die Szene wurde von den Schiedsrichtern nicht geahndet, und auch die NFL konnte kein Kapital daraus schlagen. Pryor galt im Moment des Angriffs als Läufer, und somit war Woodyards Attacke legal.

Freitag, 27. September 2013

Die NFL 2013 - Woche 4 - Ein Trainingsspiel zum Auftakt
bradford-sam200Für San Francisco galt es, die dritte Niederlage in Folge zu vermeiden. Da kamen die Rams als Aufbaugegner gerade recht.
Egal, was manche sich von der Verpflichtung Jeff Fishers als Head Coach versprochen hatten, bisher konnte er es noch nicht liefern.
Eine Große Schuld daran trägt Quarterback Sam Bradford (Bild). Er wird von Jahr zu Jahr schlechter.
Gegen die 49ers blieb er mal wieder unter der 50%-Marke. Er vervollständigte nur 19 seiner 41 Pässe für 202 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception. Fünf mal wurde er gesackt. Das Laufspiel seines Teams war ihm auch keine Unterstützung. Die Defense San Franciscos erlaubte nur 18 Yards bei 19 Laufversuchen.
Colin Kaepernick vervollständigte 15 seiner 23 Pässe für 167 Yards und 2 Touchdowns und wurde zweimal unter Verteidigern begraben.
Allerdings bekam der Quarterback der Niners auch viel mehr Unterstützung von seinen Mitspielern, als Bradford von seinen.
Wide Receiver Anquan Boldin war von den Seahawks und den Colts völlig kaltgestellt worden. Das gelang den Rams nicht. Sie ließen es zu, daß er fünf Pässe für 90 Yards und 1 Touchdown fing.
Und auch Frank Gore wurde besser in den Spielplan integriert, als zuvor. Wurde der Running Back bisher nur sporadisch eingesetzt, ließ Head Coach Jim Harbaugh ihn gestern von der Leine. Gore erzielte mit 20 Läufen 153 Yards und 1 Touchdown.
Wurden die 49ers von Seattle und Indianapolis mit insgesamt 46:10 ausgekontert, zeigten sie jetzt mal wieder, warum sie in der letzten Saison in den Super Bowl kamen.
Doch man sollte bedenken, daß der 35:11 Sieg zwar überzeugend aussieht, der Gegner aber nur die Rams waren. Die Zukunft wird zeigen, ob die Niners des Vorjahres wirklich wieder zurück sind.
Rams Rookie Safety T.J. McDonald brach sich ein Bein, als er unter einer Traube von Spielern begraben wurde.

Kurzberichte
Gerade haben die Fans der Rams mal wieder eine armselige Vorstellung ihres Quarterbacks erlebt, da kommt diese Nachricht wie ein Schock.
Sam Bradford, die erste Wahl in der Draft von 2010, konnte dem Anspruch des Unternehmensretters nie gerecht werden.
Doch bei den Rams sieht man das anders. Dort ist man der Meinung, daß Bradford der Mann für die weitere Zukunft ist. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2015 und wird ihm $27 Millionen in dieser Zeit einbringen. Viel Geld für einen mittelmäßigen Spieler.
Doch anstatt darüber nachzudenken, ihn zu ersetzen, denkt man bei den Rams darüber nach, seinen Vertrag zu verlängern, wie es aus diesen gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen heißt.
Bradford selber will noch warten, bis er einem neuen Vertrag zustimmt. Er möchte erst die Statistiken und Erfolge vorweisen, die die Gehaltsvorstellung, die ihm so vorschwebt, rechtfertigt.
Wie es momentan aussieht, liegt da noch eine ganze Menge Schwerstarbeit vor dem Quarterback.
Wenn er 2014 nicht so spielt, wie man es von einer Nr. 1 erwartet, sondern so wie gestern, dann wird er noch Geld zahlen müssen, um spielen zu dürfen.

Wie bekommt man seine Fans ins Stadion, obwohl man lausige Spiele abliefert?
Diese Frage stellen sich einige Teams, und die Buccaneers und Jaguars glauben, Lösungen gefunden zu haben.
Die Buccaneers wollen anscheinend mit Freikarten nur so um sich schmeißen, damit die restlichen sieben Heimspiele als ausverkauft gelten und im örtlichen Fernsehen übertragen werden können.
Damit erzielt man zwar eine virtuelle Zuschauerzahl im Stadion, aber die Plätze bleiben wohl trotzdem frei.
Die Jaguars wollen Fans mit Freibier ins Stadion locken. Das macht Sinn, sind ihre Spiele doch nur besoffen zu ertragen.
Allerdings galt das Angebot nur eine sehr begrenzte Zeit. Nur wer am Donnerstagmorgen innerhalb von zwei Stunden seine Eintrittskarten bestellte, bekam zwei Freibiere zugesprochen.
Ob die Aktion ein voller Erfolg war, ist bis jetzt nicht bekannt.

Donnerstag, 26. September 2013

Kurzberichte
freeman-josh3Buccaneers Head Coach Greg Schiano setzte Quarterback Josh Freeman (Bild) auf die Bank und der will jetzt ganz weg aus Tampa.
Schiano mäkelte schon eine ganze Weile an Freeman rum, aber Rookie Mike Glennon wollte er dann doch noch nicht in die Schlacht werfen.
Das erste Alarmsignal gab es, als der Head Coach seinem Quarterback in der Vorbereitungszeit den Posten des Mannschaftskapitäns wegnahm.
Nachdem sein Team mit 0-3 Siegen in die Saison gestartet ist, und man den Namen Freeman nicht unter den 31 besten Quarterbacks in den Statistiken findet, will Schiano doch den Wechsel vollziehen.
Freeman konnte bisher nur 45,3% seiner Pässe vervollständigen und steht damit an letzter Stelle.
Schiano will jetzt sehen, ob Glennon es besser kann.
Da es einige Teams in der Liga gibt, die einen Bedarf an Quarterbacks haben, hofft Freeman nun, daß er schnell einen anderen Arbeitgeber finden könnte.
Aber suchen diese Teams einen Quarterback mit seinen Qualitäten, oder besser, nicht vorhandenen Qualitäten?
Eher nicht!
Freeman gilt als faul. Vor einige Wochen verpasste er das Mannschaftsfoto, weil er verschlafen hatte. Dabei hat er Talent, das oft aufblitzt. Doch ohne harte Arbeit, kann er es nicht oft genug abrufen. Das macht ihn unzuverlässig.
Ob die Teamleitung, die einen guten Handel, Freeman betreffend nicht ablehnen würde, auch den Head Coach auf den heißen Stuhl gesetzt hat, wird man sehen. Furchtbar zufrieden wird man auch mit ihm nicht sein.

Die Lions werden Nate Burleson nicht auf die Verletztenliste setzen.
Der Wide Receiver, der nach einem Autounfall an seinem zweimal gebrochenen Arm operiert wurde, hofft darauf, im November wieder einsatzbereit zu sein.
Aus diesem Grund werden die Lions Burleson im Kader halten und einen anderen Spieler feuern, sobald sie einen Ersatzmann für ihn gefunden haben.

Bei den Lions meldete sich Reggie Bush zum Training zurück.
Er trug zwar noch eine Manschette um sein angeschlagenes linkes Knie, doch sein Einsatz gegen die Bears scheint sicher zu sein.
Nötig wäre es, ist die Verteidigung Chicagos doch in gewohnter guter For,
Das liegt zum größten Teil daran, daß der neue Defensive Coordinator, Mel Tucker, nicht wie üblich alle Spieler gezwungen hat, sein Spielsystem und seine Sprache der Spielzüge zu lernen, sondern daran, daß Tucker sich hingesetzt hat, und alles gelernt hat, was die Spieler kannten und konnten.
Dadurch war es für die Spieler sehr viel einfacher, sich an Tucker und seine Ansagen zu gewöhnen. Normalerweise kommen neue Trainer ja an, und zwingen die Spieler, sich umzugewöhnen.
Der Erfolg gibt Tucker recht.

Die Giants müssen für den Rest der Saison auf Henry Hynoski verzichten. Der Fullback brach sich im Debakel gegen Carolina eine Schulter.
Sie verpflichteten John Conner, der es nach der Vorbereitungszeit nur knapp nicht in den Kader der Bengals geschafft hat.
John Conner, Spitzname „Der Terminator“, passt gut in das Spielsystem der Giants, das als eines der wenigen noch einen traditionellen Fullback vorsieht.

Ob Christian Ponder am Sonntag gegen Pittsburgh antreten kann, steht noch nicht fest.
Im Spiel gegen Cleveland wurde der Quarterback der Vikings schon früh an den Rippen verletzt.
Gebrochen ist nichts, wie er sagte, aber schmerzhaft.
Head Coach Leslie Frazier sagte, daß er noch keinen auf Ersatzmann Matt Cassel zugeschnittenen Spielplan zusammenstellt. Doch Ponder, der auch ohne schmerzende Rippen nichts zustande bringt, dürfte mit dieser Verletzung selbst gegen die überalterte Defense der Steelers große Probleme bekommen.
Und Ponder hört die Warnsignale. So, wie er bisher gespielt hat, nicht nur in dieser Saison, könnte er seinen Job los sein, sobald er seinen Ersatzmann zum Einsatz kommen lässt.

Die besten Spieler der Woche 3

AFC
OFFENSE: QB PEYTON MANNING, DENVER BRONCOS
32 von 37 Pässe für 374 Yards, 3 Touchdowns
Seine 25. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB JUSTIN HOUSTON, KANSAS CITY CHIEFS
7 Tackles, 4,5 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 2 eroberte Fumbles.
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P SPENCER LANNING, CLEVELAND BROWNS
5 Punts für durchschnittlich 46,8 Yards, 1 Touchdownpass über 11 Yards und ein verwandelter Extrapunkt
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: TE JIMMY GRAHAM, NEW ORLEANS SAINTS
9 gefangene Pässe für 134 Yards, 2 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: DE GREG HARDY, CAROLINA PANTHERS
3 Sacks, 8 Tackles
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P SAM MARTIN, DETROIT LIONS
6 Punts für durchschnittlich 52,5 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 25. September 2013

Kurzberichte
bigbenundballDie Fans in London werden am Sonntag zwei sieglose Teams zu sehen bekommen. Sowohl Pittsburgh, als auch „Gastgeber“ Minnesota haben 0-3 Siege.
Das muss ja nicht bedeuten, daß das Spiel schlecht wird. Es kommt oft vor, daß zwei gleichschlechte Teams ein gutes, spannendes Spiel abliefern.
Mit diesen beiden Losern und den 49ers und Jaguars, die am 27. Oktober in London spielen, haben die vier Teams bisher eine Bilanz von 1-11 Siegen.
Allerdings werden die Teams, die nach London müssen, bereits ein Jahr im Voraus ausgewählt, da kann man kurzfristig nichts mehr ändern.
Die Vikings sind bereits am Montag zu der 6.000 Kilometer langen Reise aufgebrochen. Schon am Dienstag hatten sie einen öffentlichen Auftritt zu absolvieren. Sie mussten etwa 200 britischen Schulkindern zusehen, wie diese Footballspielzüge einübten und danach Fragen der Kinder beantworten.
Die Steelers haben eine ähnlich weite Anreise, werden aber erst am Freitag fliegen.

Daß Cowboys Besitzer Jerry Jones vor der Saison Anthony Spencer noch schnell einen Vertrag gab, der diesem $10,6 Millionen garantierte, haben so manche nicht ganz verstanden.
Der Defensive End gehört zu den besseren Spielern auf dieser Saison, galt aber als verletzungsanfällig.
Und jetzt ist es amtlich, die Saison für Spencer ist vorbei. Am Dienstag wurde er am Knie operiert und kann 2013 abhaken. Vielleicht, so meinte sein Agent, wäre er im Januar wieder einsatzbereit, aber wer weiß, ob die Cowboys dann noch einsatzbereit sein werden?

Wir sind erst drei Wochen in der Saison, doch man kann schon jetzt sagen, daß so manche Prognose, die vor der Saison aufgestellt wurde, schon kippt.
So die Vorhersage, daß die NFC 2013 die überragende Gruppe sein wird. Darüber waren sich im Vorfeld alle Experten einig.
Doch die Wahrheit straft so manche Vorhersage Lügen. Bisher haben die Teams der AFC 11 der 14 Spiele gegen Teams der NFC gewonnen.
Zuletzt Cleveland gegen Minnesota.
Das kann sich bis zum Dezember noch drehen, aber bisher wehren sich die AFC Teams ganz gut.

Die Lions suchen einen neuen Wide Receiver.
Nate Burleson baute am Dienstagmorgen einen Autounfall, an dem kein anderer Wagen beteiligt war. Dabei brach er sich einen Arm und muss operiert werden.
Bei dem Unfall wäre kein Alkohol im Spiel gewesen, heißt es im Polizeireport. Burleson war angeschnallt und der Airbag hatte ausgelöst.
Burleson wäre abgelenkt gewesen, weil etwas vom Beifahrersitz gerutscht wäre. Er verlor die Kontrolle über den Wagen und krachte in eine Begrenzung im Mittelstreifen.
Burleson hat bisher 19 Pässe für 239 Yards gefangen.

Dienstag, 24. September 2013

Die NFL 2013 - Woche 3 - Wie hoch
manning-bronco5Es gab einige eigenartige, unerwartete Ergebnisse am Sonntag. Würde sich das am Montag fortsetzen, oder konnte der glasklare Favorit als Sieger vom Platz gehen?
Zur Halbzeit war die Frage beantwortet. Für Denver war es nicht mehr als ein Trainingsspiel. Mit 27:7 führten die Broncos da schon und Oakland war sprichwörtlich mit einem blauen Auge davongekommen.
Es war mal wieder eine Sondervorstellung von Peyton Manning (Bild), die einen begeisterte. Nebenbei stellte er mal wieder einen neuen NFL Rekord auf. In den ersten drei Spielen der Saison hat er 12 Touchdownpässe geworfen. Damit übertraf er Tom Bradys Rekord aus der Saison 2011.
Das war in der ersten Halbzeit.
In Durchgang zwei schaltete Denver einige Gänge zurück. Dadurch kamen die Raiders auch zu einigen guten Szenen. Mit viel Wohlwollen könnte man zu der Erkenntnis gelangen, daß aus Terrelle Pryor mal ein brauchbarer NFL Quarterback werden könnte. Allerdings zog er sich im letzten Viertel eine Gehirnerschütterung zu und musste das Spiel verlassen. Wie lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Als sein Arbeitstag beendet war hatte er 19 seiner 28 Pässe für 281 Yards und 1 Touchdown vervollständigt. Mit 36 Yards aus vier Läufen war er auch der beste Läufer der Raiders. Die Running Backs Jacoby Ford und Darren McFadden brachten es zusammen auf 13 Yards aus 13 Läufen.
Peyton Manning blieb bis zum letzten Spielzug auf dem Platz und vervollständigte 32 seiner 37 Pässe für 374 Yards und die bereits erwähnten drei Touchdowns.
Hätte Denver weiter ernstgemacht, wäre das Ergebnis deutlich höher als 37:21 ausgefallen.
Auf Seiten der Broncos mussten die Defensive Backs Ihenacho und Carter verletzt vom Platz, beide erwischte es am Knöchel.

Kurzberichte
Ob Texans Wide Receiver Andre Johnson gegen die ungeschlagenen Seahawks wird spielen können, wird sich kurzfristig entscheiden.
In der Niederlage eggen Baltimore verletzte er sich am Schienbein. Genauere Untersuchungen am Montag ergaben, daß er sich nicht ernsthaft verletzt hat.
Gegen die überragende Defense Seattles wird er dringend gebraucht.

Die 49ers werden am Donnerstag wohl ohne Patrick Willis gegen die Rams antreten müssen. Der Linebacker hat eine schmerzhafte Leistenverletzung.

So schlimm, wie es aussah, kam es für Henry Melton. Der Defensive Tackle der Bears zog sich einen Kreuzbandriss zu, und für ihn ist die Saison beendet.

Etwas zu heftig feierte Ravens Wide Receiver Jacoby Jones den 34. Geburtstag seines Mannschaftskollegen Bryant McKinnie.
Eine Stripperin namens Sweet Pea zog Jones mit einer Champagnerflasche einen neuen Scheitel. Der Wide Receiver blutete sehr stark und musste genäht werden.
Die Polizei konnte niemanden verhaften, da keiner der Anwesenden in dem Partybus, in dem sich der Vorfall ereignete, eine Aussage machte.
Head Coach John Harbaugh war sauer, um es druckfähig auszudrücken. „Ist es das, für das Du bekannt sein willst?“ fuhr er Jones vor versammelter Mannschaft beim Training an. „Willst Du, daß man Dich als Footballspieler kennt, oder für das?“
Jones kann wegen einer Bänderzerrung im Knie momentan eh nicht eingesetzt werden. Seine Kopfverletzung ist nicht so schlimm, und wegen ihr würde er kein Spiel verpassen, hieß es.

Die O-Line der New York Giants ist die momentan schlechteste der Liga.
Sieben mal ließ sie es zu, daß die Panthers Quarterback Eli Manning unter sich begruben. Und zwei der erfahreneren Spieler sind jetzt auch noch verletzt.
Guard Chris Snee hat es an der Hüfte, Center David Baas am Nacken.
Ob die beiden ausfallen, steht noch nicht fest.
Am Montag hielten die Spieler unter sich eine Besprechung ab, in der man gegenseitige Kritik übte. Was genau besprochen wurde, wurde nicht verraten. Aber viel positives kann nach einem 0-3 Start und einer 0:38 Demütigung nicht dabeigewesen sein.

Eine Richterin in New Jersey verurteilte die Vikings Besitzer Zygi und Mark Wilf dazu, $84,5 Millionen an zwei ehemalige Geschäftspartner zu zahlen.
Die Richterin urteilte, daß die Wilfs die Kläger Josef Halpern und Ada Reichman betrogen, Verträge gebrochen und Geld, das ihnen treuhänderisch anvertraut gewesen war, veruntreut hätten.
Die Anwälte der Vikings-Besitzer kündigten sofort an, in Berufung gehen zu wollen.
Den Bau des neuen Stadions soll die Sache nicht gefährden. Das Vermögen der Wilfs, von dem man jetzt weiß, wie es zustande kam, wird als „beträchtlich“ bezeichnet. Die paar Millionen, sollten sie gezahlt werden müssen, fielen da nicht weiter auf.

 

 

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