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Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Freitag, 15. Februar 2013

Kurzberichte
foster-arianUnd wieder tritt ein NFL Star in einer Fernsehserie auf.
Dieses Mal hilft Arian Foster (Bild) dem Team von Hawaii Five-O dabei, einen Mörder einzubuchten.
Der Running Back der Texans hat die harte Vorbereitung auf den Pro Bowl unterbrechen dürfen, um für ein paar Stunden an den Dreharbeiten zu der Folge vor der Kamera stehen zu können, die am kommenden Montag in den USA ausgestrahlt wird.
SAT 1 ist mit der Ausstrahlung der Serie gar nicht so weit entfernt, so daß sie auch hier in etwa drei Monaten laufen wird.
Also: „Book `em` Arian.“

Wenn man ein Star ist, kann man den doch auch raushängen lassen, oder?
So jedenfalls scheint Cedric Benson durch das Leben zu gehen.
Der Running Back der Packers hat schon so oft mit dem Gesetz in Konflikt gestanden, daß man mit dem Zählen gar nicht mehr nachkommt.
Alleine letzten Monat kamen drei neue Anzeigen dazu.
$200 musste er zahlen, weil er seine Rottweiler nicht anleinte, als er sie ausführte.
$650 wurden fällig, weil er eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit seinem Wagen um 41 Meilen pro Stunde überschritt und zusätzlich ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war.
Dann werden noch ein paar Dollar dazu kommen, weil Bensons Rottweiler aus ihrem Käfig entkamen und auf dem Grundstück des Nachbarn 17 Kälber mit Bissen teilweise schwer verletzten.
Dieser Prozess steht noch an.

Heil den Redskins
Washington Redskins General Manager Bruce Allen hatte der Presse am Donnerstag einiges zu sagen, als der erste Spatenstich zum neuen Trainingsgelände getan wurde.
Als erstes kam natürlich die von verstörten Gutmenschen verlangte Namensänderung zur Sprache. Allen betonte, daß das Team stolz auf seinen Spitznamen sei, und daß man in all den langen Jahren, die man ihn trage, niemals die Ureinwohner Amerikas beleidigt hätte.
Man werde sich dem Sturm, der losgetreten wurde, entgegenstemmen und offensiv um die Beibehaltung des Namens Redskins kämpfen.
Als nächstes stand Robert Griffin III auf dem Programm. Der Heilungsprozess des Quarterbacks nach seiner Knieoperation würde gut voranschreiten. Ob er wirklich zum Saisonstart einsatzbereit wäre, könne man aber noch nicht sagen.
Dann kam er auf die Strafe zu sprechen, die die Liga letztes Jahr gegen den Club verhängte.
Weil die Redskins in der Saison 2010, in der es keine Gehaltsobergrenze gab, zu sehr mit dem Geld um sich geschmissen hatten, verhängte die NFL eine 36 Millionendollarstrafe gegen sie.
2012 und 2013 mussten und müssen sie jeweils $18 Millionen tiefer unter der Gehaltsobergrenze agieren, als die anderen Teams.
Diese Strafe bezeichnete Allen als falsch und unfair.
Auch der Rasen des Stadions kam zur Sprache. Dieser Acker würde ausgetauscht. Den neuen Belag werde man auch während der Saison besser pflegen, als den alten bisher.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Kurzberichte
jennings-greg2Die Packers stecken mit vielen Spielern in Vertragsverhandlungen. Da ist es nicht schlecht, wenn man als Spieler so ganz beiläufig aufblitzen lässt, daß andere Teams an einem interessiert sind.
So sagte Wide Receiver Greg Jennings (Bild), daß er sich gut vorstellen könnte, für die Dolphins zu spielen. Das Wetter dort wäre schön und das Team auch nicht schlecht.
Sein Haus, so fuhr er fort, hätte er schon zum Verkauf angeboten.
Jennings wurde 2012 von Verletzungen gebeutelt, doch wenn er gesund ist, ist er ein Top-Receiver. Er wird einen hohen Vertrag erhalten, wenn auch vielleicht nicht von den Packers.

Head Coach Leslie Frazier führte Minnesota in die Playoffs. Ein kleines Wunder, mit einer bestenfalls durchschnittlichen Defense und nur Running Back Adrian Peterson in der Offense.
Dafür wurde er mit einer Vertragsverlängerung belohnt.
Die Vikings hatten eine Option auf die Saison 2014, und sie nutzten sie.
Obwohl Minnesota 2012 10-6 Siege holten, ist Fraziers Bilanz in zwei Jahren dort mit 13-19 Siegen noch negativ.
Doch die Verantwortlichen des Clubs haben einen klaren Aufwärtstrend erkannt und glauben daran, daß er anhält.

Nachdem die Bears sich vor einigen Tagen von Johnny Knox trennten, erklärte der Wide Receiver seine Karriere nun für beendet.
Nach einer schweren Wirbelsäulenverletzung, die er sich 2011 gegen die Seahawks zuzog, ist er nur noch im Liegen schmerzfrei.
Länger stehen kann er nicht und beim Gehen humpelt er.
Wenigstens kann er gehen, denn es fehlten nur Zentimeter, und Knox wäre gelähmt gewesen.
Dennoch ist es ein trauriges Schicksal für einen jungen, sehr vielversprechenden Receiver.
Doch Knox sieht positiv in die Zukunft. Alles würde sich zum Besten entwickeln, ist er vom weiteren Verlauf seines Lebens überzeugt.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Die NFL trifft The Walking Dead
ward-hinesVor einiger Zeit stand es hier ja schon, daß Hines Ward (Bild) in einer Gastrolle als Zombie in der Hitserie The Walking Dead auftreten würde.
Jetzt war es dann, bzw. ist es dann so weit. Der ehemalige Wide Receiver der Steelers hatte seinen Auftritt in der ersten Folge der zweiten Hälfte der dritten Staffel, die am Sonntag in den USA lief.
Bei uns wird die Folge am Freitag auf FOX im SKY Paket zu sehen sein.
Man muss allerdings ganz genau hinsehen, denn es ist nur ein winziger Moment in dem Ward zu sehen ist, bevor ihm der Schädel weggepustet wird.
Und dafür hat der arme Kerl dann Stunden in der Maske gesessen.

Kurzberichte
Die Bears haben Johnny Knox gefeuert.
Der Wide Receiver hatte die Saison 2012 verpasst, weil er sich von einer Rückenoperation erholte. Er zog sich die Verletzung in einem Spiel gegen Seattle 2011 zu.
Zwischen 2009 und 2011 fing Knox 133 Pässe für 2.214 Yards und trug 55 Kickoffs für 1.506 Yards zurück.

Tony Romo geht in das letzte Jahr seines Sechsjahresvertrags, der $67,4 Millionen wert war. Doch zum Aufatmen besteht kein Grund unter den Cowboysfans, denn der Vizepräsident des Clubs, Stephen Jones, will dem Quarterback einen neuen langfristigen Vertrag anbieten.
Für Jones ist Tony Romo der Schlüsselspieler, im Bestreben des Teams, einen Super Bowl zu gewinnen.
Für die Fans und Leute, die etwas von Football verstehen, ist der 32-jährige eher der Schlüssel, daß es bisher nicht geklappt hat.
Dallas muss allerdings hart mit Romo verhandeln, denn der Club liegt mit $20 Millionen über der Gehaltsobergrenze. Ein hoher Vertrag mit Romo würde bedeuten, daß andere Spieler gefeuert werden müssten.
Romo ist bereits der bestbezahlte Spieler der Cowboys und hat von der Investition des Clubs in ihn noch nichts vorweisbares zurückgezahlt.
Jones denkt an einen Dreijahresvertrag über $12 Millionen pro Jahr. Es wäre schwer, gute Quarterbacks für die NFL zu finden, und die Cowboys wären in der glücklichen Lage, einen zu haben sagte er. Jetzt müsse man Romo halten, damit Dallas in nächster Zukunft einen Super Bowl gewinnen kann.
:-(

16 Jahre ist das Stadion der Carolina Panthers alt, jetzt muss es renoviert werden. Das wird nach der Saison 2013 in Angriff genommen uns soll etwa zwei Jahre dauern.
Obwohl die NFL und ihre Teams milliardenschwer sind, muss natürlich trotzdem auch hier wieder der Steuerzahler bluten.
Zu den veranschlagten Baukosten von etwa $297 Millionen soll der Steuerzahler $144 Millionen zuschießen. Dafür wird die Stadtverwaltung von Charlotte die Essen- und Getränkesteuer erhöhen. Der Staat Carolina soll $60 Millionen zuschießen, natürlich auch Steuergelder.
Ob die Panthers für Zeit des Umbaus umziehen werden, oder ob Bauarbeiten und Spielbetrieb parallel laufen sollen, muß noch abgeklärt werden.

Für Michael Bidwill stimmt das Preis- Leistungsverhältnis seines Quarterbacks nicht.
Der Präsident der Cardinals hat keine großen Alternativen zu Kevin Kolb, aber zu dem hohen Preis, den der Quarterback das Team kostet, will er ihn nicht weiterbeschäftigen.
2013 stehen Kolb $11 Millionen zu. Sehr viel Geld für einen Spieler, der in den letzten zwei Saisons in nur 14 Spielen als Starter auflief.
Nachdem In Philadelphia gerade Michael Vicks Gehalt um gut die Hälfte gekürzt wurde, könnte Bidwill sich das als Beispiel nehmen.

„Mit Vollgas“, antwortete Michael Vick auf die Frage, wie er die kommende Saison angehen wolle?
Der Quarterback hat eine Gehaltskürzung akzeptieren müssen, um überhaupt im Kader der Eagles bleiben zu können. 2013 gäbe es für ihn deshalb nur die Möglichkeit, ohne Rücksicht auf seinen Körper und Angst vor Verletzungen zu spielen.
Man kann jetzt nicht sagen, daß Vick in den letzten Jahren anders gespielt hätte. Seit 2006 hat er in keiner Saison alle 16 Spiele bestreiten können, weil seine Spielweise immer wieder zu Verletzungen führte.
Und jetzt will er Vollgas geben?
Was wäre denn da noch mehr zu tun?
Fest steht, daß der 32-jährige um eine Weiterbeschäftigung kämpft. Aber wie das vom Krankenlager aus gehen soll..?

Wieder mal gut davongekommen ist ein NFL Spieler, der seine Frau geschlagen hat.
Jets Linebacker Bryan Thomas hatte seine Frau mit einem Küchenstuhl attackiert, sie in den Magen geschlagen und gewürgt.
Als die herbeigerufene Polizei kam, fanden die Beamten in seinem Haus geringe Mengen Marihuana.
Für all das bekam Thomas vor Gericht in dieser Woche eine „Strafe“ von 24 Monaten auf Bewährung.
Zusätzlich muss er 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, sich psychologisch behandeln lassen und an einem Antidrogenprogramm teilnehmen.

Dienstag, 12. Februar 2013

Michael Vick bleibt in Philadelphia... vorerst.
vick-michael03Am Montag unterschrieb der Quarterback einen neuen Dreijahresvertrag mit den Eagles, der ihm bis zu $10 Millionen einbringen könnte.
Könnte deshalb, weil Vicks Einkommen abhängig ist von seiner Einsatzzeit, seiner Leistung und anderer Kleinigkeiten.
Der Vertrag bedeutet aber nicht, daß Vick (Bild) nicht doch noch an ein anderes Team abgegeben wird, wenn sich denn ein Team fände, das ihn wollte. Es steht auch nicht fest, ob er der Starter für die Eagles sein wird. Hier wird es einen ergebnisoffenenen Wettbewerb mit Nick Foles geben.
Michael Vick ist also nicht alternativlos.
Und sein Einkommen schwankt, wie noch nie zuvor bei einem NFL Spieler.
2005 unterschrieb er einen Zehnjahresvertrag bei den Atlanta Falcons, der ihm $130 Millionen bringen sollte. Doch das bißchen Geld war natürlich nicht genug, um halbwegs über die Runden zu kommen, also verdiente Vick sich noch etwas nebenbei mit der Veranstaltung illegaler Hundekämpfe. Das brachte ihn zwei Jahre Knast ein.
Danach hatte er mehr Schulden als Ersparnisse und war froh, daß die Eagles ihm 2009 einen Job anboten.
2010 wurde er Starter, als sich Kevin Kolb im ersten Saisonspiel eine Gehirnerschütterung zuzog. Vick führte das Team zum Gewinn der NFC East.
Das brachte ihm einen Sechsjahresvertrag über $100 Millionen, von denen $40 Millionen garantiert waren. Alleine für 2013 hätten ihm $15 Millionen zugestanden. Um aber nach seinen unterirdischen Leistungen in der letzten Saison überhaupt noch im Job zu bleiben, musste Vick diesen neuen Dreijahresvertrag über mögliche $10 Millionen abschließen. Doch selbst von diesen drei Jahren ist nur eins garantiert, die anderen beiden Jahre sind optional.
Michael Vick müsste also 2013 eine herausragende Vorstellung abliefern, um wirklich viel Geld zu verdienen.

Kurzberichte
Das NFL Team aus der Stadt Washington muss seinen, seit Neuestem als beleidigend eingestuften Spitznamen, wohl ablegen.
Die linken Gutmenschen bestehen darauf.
Doch kampflos wollen die, benutzen wir den Namen doch ruhig noch eine Weile, Redskins nicht aufgeben. Wie echte Rothäute nehmen sie den Kampf gegen bleichgesichtige, der politischen Korrektheit verfallene, Gesinnungspolizisten auf.
Auf der Seite Redskins.com sind wenigstens 75 Sportteams aus allen möglichen US Amerikanischen Ligen gelistet, die sich Redskins nennen. Das sind fast so viele, wie es Cowboys gibt.
Alle diese Teams müssten ihren Namen ändern, wenn die Gutmenschen sich durchsetzen.
Auch im „Spitz“Namen dieser Teams werden die Redskins um die Beibehaltung ihres Namens kämpfen.
Auch Cowboysfans werden den Redskins in diesem Fall den Sieg wünschen.

Percy Harvin ist im letzen Jahr seines Rookievertrags. Ab der nächsten Saison möchte der Wide Receiver von den Vikings deutlich mehr Geld bekommen, als die $2,9 Millionen, die er momentan erhält.
Er denkt da so an $55,5 Millionen, die Vincent Jackson von den Buccaneers für seinen Fünfjahresvertrag erhält.
Das ist jedoch eine Summe, die den Vikings so ganz und gar überhaupt nicht vorschwebt. Harvin hat ein fach zu viele Spiele bisher wegen Verletzungen und Migräneanfällen verpasst, als daß dies eine realistische Summe für die Clubleitung wäre.
Harvin hat schon angekündigt, daß er zur Not streiken wird, um seine Gehaltsforderung durchzusetzen.
Die Vikings haben schon angekündigt, Harvin zu entlassen, wenn er nicht zu ihren Bedingungen unterschreibt.
Man sieht, auch die Zeit zwischen den Saisons liefert spannende Kämpfe.

Vor acht Monaten sah sich Giants Lineman David Diehl in einer Bar ein Fußballspiel an.
Danach setzte er sich betrunken ans Steuer seines Luxuswagens und verbeulte zwei andere Autos beim Ausparken.
Der Blutalkoholtest ergab einen Pegel von 1,8 Promille, mehr als das doppelte des Erlaubten in New York.
Am Montag war seine Verhandlung, und Diehl wurde zu zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, wobei, eine Bewährung ist ja ein Freispruch zweiter Klasse.
Die $1.800, die er an Strafe und Reparaturkosten zahlen musste, sind bei seinem Gehalt von $4,4 Millionen pro Jahr ja auch keine Strafe.
Schlimmer wird es ihn da schon treffen, daß er 90 Tage ein Alkoholmonitorarmband tragen muss.

Montag, 11. Februar 2013

Kurzberichte
rodgers-sb45-trophyWenn es nach Aaron Rodgers (Bild) ginge, würde der Quarterback gerne noch bis 2020 für die Packers spielen.
Er hätte acht tolle Jahre in Green Bay gehabt, fünf davon als Starter, sagte er. Jetzt hätte er nichts dagegen, noch acht Jahre, oder mehr, für die Packers zu spielen.
Rodgers nimmt momentan an einem Golfturnier teil, und denkt nicht an seine Vertragsverlängerung. Sein Vertrag läuft nach der Saison 2014 aus, und immer wieder wird er gefragt, wann er mit dem Team um eine Verlängerung verhandelt.
Darüber macht Rodgers sich keinen Streß. Alles würde zur richtigen Zeit passieren, ist er überzeugt.
Um ihn herum wird in nächster Zeit viel passieren. So laufen die Verträge von Wide Receiver Greg Jennings und Tight End Jermichael Finley aus. Ob Green Bay sie halten kann, oder will, wird man sehen. Auch in der Verteidigung wird, und muss, sich einiges ändern.
Das Alles will Rodgers abwarten, bevor er die Clubführung an den Verhandlungstisch zwingt.

Willie McGinest möchte, daß Tom Brady den Gronk an die Kette legt.
Der ehemalige Defensive End der Patriots macht sich Sorgen daß Rob Gronkowski das Ansehen seines alten Teams in der Öffentlichkeit schädigt.
Gronkowski liebt öffentliche Auftritte, den Alkohol und das Tanzen... besonders das Tanzen, oder was er darunter versteht.
Unvergessen, sein wilder Auftritt in einer Disco nach der Super Bowl Niederlage der Patriots gegen die Giants, als er im Spiel wegen einer Knöchelverletzung nicht mit voller Kraft spielen konnte.
McGinest meinte nun, daß Quarterback Tom Brady mal ein oder auch zwei Worte mit dem Gronk über dessen Benehmen wechseln sollte. Er wäre der Leitwolf und auf ihn, oder auch Vince Wilfork aus der Verteidigung, würde Gronkowski vielleicht hören.
Der Gronk wäre 23 Jahre alt, also noch recht jung, meinte McGinest. Er würde dumme Sachen mit falschen Freunden machen und sich gerne betrinken. Das würde nicht zu den Patriots passen.
In New England behandelt man solche Sachen nicht gerne in der Öffentlichkeit. Und es ist kaum anzunehmen, daß Head Coach Bill Belichick sich ein solches Fehlverhalten eines seiner Spieler lange ansehen würde.
Sollte der Gronk also wirklich zu oft, zu sehr über die Stränge schlagen, würde der Head Coach ihn sich schon gepflegt selber vornehmen.

Sonntag, 10. Februar 2013

Kurzberichte
ryan-rob2OK, keine Fünfminutenwitze mehr.
Rob Ryan (Bild) hat einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Der von den Dallas Cowboys gefeuerte Defensive Coordinator ersetzt den von den Saints gefeuerten Steve Spagnuolo.
Ryan, der bereits für die Cowboys, Browns und Raiders gearbeitet hat, freut sich auf die Chance für ein echtes Spitzenteam der Liga arbeiten zu können.

Die Schiedsrichter beim Super Bowl waren sehr entspannt und ließen den Spielern viele Freiheiten.
Egal, ob Ravens Quarterback Joe Flacco deutlich außerhalb des Feldes hart angegriffen wurde, egal ob die Verteidiger den ein oder anderen Wide Receiver behinderten, sie verfolgten die klare Linie nicht zuviel zu regulieren.
So kam auch Cary Williams ohne Strafe davon. Der Cornerback hatte während einer Rudelbildung einen Schiedsrichter geschubst. In jedem normalen Saisonspiel hätte das für einen Platzverweis ausgereicht. Doch die Zebras blieben auch hier ihrer Linie treu, daß nicht sie den Ausgang des Spiels durch ihr Wirken entscheiden wollten.
Eigenartigerweise verzichtete nun auch die Liga darauf, Williams zu bestrafen. Ansonsten immer sehr bemüht, ihre Kasse durch Strafen gegen die Spieler aufzufüllen, schickte sie Williams keine Zahlungsaufforderung.
Dabei ist die Regel eigentlich ganz klar. Um die ungepolsterten Schiedsrichter vor den Kleiderschränken in Rüstung zu schützen wird ein Spieler, der einen Schiedsrichter schubst, automatisch vom Platz gestellt.
Daß die NFL Williams auch im Nachhinein nicht bestraft, kommt einem Wunder gleich.

Samstag, 9. Februar 2013

Kurzberichte
boldin-anquan7
Anquan Boldin (Bild) würde eher seine Karriere beenden, als zu einem anderen Team zu wechseln.
Der Wide Receiver könnte trotz seiner guten Leistungen von den Ravens gefeuert werden. Die Gehaltsobergrenze schwebt bedrohlich über dem Team.
Wenn Quarterback Joe Flacco wirklich einen Vertrag bekommt, der ihm $20 Millionen pro Jahr einbringt, wird es sehr eng für Baltimore.
Boldin ist 32 Jahre alt und ihm stehen für 2013 $6 Millionen zu. Das würde das Team über die Gehaltsobergrenze bringen. Dann hätte Baltimore zwar einen Zwanzigmillionendollarquarterback, aber eine der sichersten Anspielstationen in der gesamten NFL weniger.
Boldin sieht das gelassen. Es wäre eine Entscheidung der Clubführung, ob sie ihn nicht mehr brauchen, um die Pässe von Flacco zu fangen. Wenn er gefeuert würde, würde er zu keinem anderen Team wechseln. Für ihn gilt der Spruch: „Einmal ein Rabe, immer ein Rabe.“
Vielleicht überlegt er sich diese Einstellung noch mal? Immerhin könnte er auf dem freien Markt noch einen guten Vertrag erhalten, ein Mann von seinen Qualitäten.
Um Flacco den großen Schotter zahlen zu können, werden die Ravens ihr Nest jedenfalls noch weiter ausmisten müssen.

Die Zeit zwischen den Saisons muß von vielen Spielern genutzt werden, um die vor der Saison sorgsam numerierten Knochen wieder in die richtige Position zu bringen.
So musste in dieser Woche Eagles Defensive End Trent Cole an der Hand operiert werden.
Bei den Houston Texans musste Nose Tackle Shaun Cody unters Messer. Er musste am Rücken operiert werden.
Ob er pünktlich zum Beginn des Trainingslagers wieder einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest.
Zufrieden ist man in Houston über den Fortschritt, den Brian Cushing macht.
Der Linebacker verletzte sich während der Saison am Knie und sein Heilungsprozess liegt etwas vor dem Zeitplan.

Freitag, 8. Februar 2013

Kurzberichte
peterson-adrian200Adrian Peterson (Bild) musste schon wieder operiert werden.
Der Running Back der Vikings und amtierender wertvollster Spieler der Saison, hatte einen Leistenbruch.
Die Operation fand am Donnerstag in Philadelphia statt.
Der behandelnde Arzt, Leistenspezialist William Meyers, sagte, daß die OP gut verlaufen wäre. Er erwartet, daß sich Peterson schnell erholen wird und keine lange Reha braucht.
Wie lange sich Peterson schon mit der Verletzung rumplagte, gab das Team nicht bekannt. Im Dezember stand er allerdings zweimal mit Unterleibsproblemen auf der Verletztenliste und musste ein paar Trainingseinheiten ausfallen lassen.
Große Probleme scheint ihm die Verletzung nicht bereitet zu haben, denn Peterson spielte sogar im Pro Bowl.

In Pittsburgh erwartet man das März-Moneten-Massaker.
Die Steelers liegen $14 Millionen über der Gehaltsobergrenze und haben eine Menge Spieler, die den freien Markt testen dürfen.
Schon 2012 verloren sie 41 Jahre an Spielpraxis, sieben Pro Bowl Auftritte und sechs Super Bowl Ringe, als sie u.A. Hines Ward, James Farrior und Aaron Smith verloren.
2013 könnten sie Linebacker James Harrison, Wide Receiver Mike Wallace, Running Back Rashard Mendenhall, Nose Tackle Casey Hampton, Left Guard Willie Colon, und Linebacker Larry Foote verlieren, die alle das Team wechseln dürfen.
Sie zu halten würde teuer. Es ist daher zu erwarten, daß sie ersetzt werden müssen.

Der neue Head Coach der Eagles, Chip Kelly, will Michael Vick als Quarterback behalten, wenn...
Er, und seine Assistenten aus der Offense, haben sich die Filmaufnahmen von Vick aus der Saison 2012 angesehen und denken, daß er ein passabler Quarterback ist, mehr aber auch nicht.
Vick müsste einer Gehaltskürzung zustimmen, wenn er in Philadelphia bleiben will. Für 2013 stehen ihm $15,5 Millionen zu, viel zu viel für das, was er leistet.
Nick Foles, der Vick 2012 als Starter abgelöst hat, ist für Kelly auch nicht der Quarterback, den man unbedingt behalten muß.
Deshalb hat der neue Head Coach der Eagles auch schon in San Francisco angefragt, zu welchen Bedingungen man Alex Smith bekommen könnte.
Eine Antwort steht noch aus.

Die Tennessee Titans griffen sofort zu.
Am Donnerstag hob Roger Goodell die Suspendierung von Defensive Coordinator Gregg Williams auf.
Der zeigte sich danach reumütig und nahm die volle Verantwortung im Kopfgeldskandal der Saints auf sich. Er entschuldigte sich für alles, was er ausgelöst hatte.
Jetzt ist er wieder da gelandet, wo er seine Trainerkarriere 1990 begann. Damals waren die Tennessee Titans allerdings noch die Houston Oilers.
Titans Head Coach Mike Munchak war damals auch schon für die Oilers tätig, als Assistent der Qualitätskontrolle.
Schon während seiner ersten Saison als Head Coach in Tennessee überlegte er oft, wie er die Mißstände in seiner maroden Defense beseitigen könnte.
Er rief Williams sofort an, als er von der Aufhebung des Arbeitsverbots hörte.
Williams bekam zunächst einen Einjahresvertrag und ist nur der Assistent von Defensive Coordinator Jerry Gray. Die beiden haben schon oft zusammengearbeitet, aber immer war Williams der Vorgesetzte von Gray. Bleibt abzuwarten, wie die umgekehrte Konstellation funktioniert.

Das Leben kann so unfair sein
Die Carolina Panthers gehören nun wirklich nicht zu den Top 20 Teams der NFL, und doch müssen sie 2013 den schwersten Spielplan absolvieren.
Ihre Gegner haben in der letzten Saison 54,3 % ihrer Spiele gewonnen, genauer gesagt haben sie eine Bilanz von 138-116-2 Siegen.
Da wird man aus Carolina neidisch nach Denver schauen. Die Broncos haben den leichtesten Spielplan aller 32 Teams. Ihre Gegner konnten nur 43% ihrer Spiele gewinne und haben eine Bilanz von 110-146 Siegen aufzuweisen. Natürlich hilft es den Broncos, daß sie jeweils zweimal gegen die Punktelieferanten aus der eigenen Division spielen dürfen, der schwächsten Division seit der Erfindung der Divisionen.
Doch das Ganze ist natürlich relativ. Teams, wie die Redskins gehörten vor der Saison 2012 zu den vermeintlichen Punktelieferanten und die Saints zu den unschlagbaren Clubs. Es war dann genau umgekehrt. Deshalb muss man das Ganze mit der nötigen Vorsicht genießen.
So sieht das Ganze für alle Teams aus:

Team

%

Bilanz

Carolina Panthers

Detroit Lions

New Orleans Saints

St. Louis Rams

Baltimore Ravens

Green Bay Packers

Arizona Cardinals

Miami Dolphins

San Francisco 49ers

Minnesota Vikings

Seattle Seahawks

Cincinnati Bengals

Jacksonville Jaguars

New England Patriots

Atlanta Falcons

Chicago Bears

Tampa Bay Buccaneers

Washington Redskins

New York Jets

Philadelphia Eagles

Cleveland Browns

Pittsburgh Steelers

Tennessee Titans

New York Giants

Dallas Cowboys

Buffalo Bills

Houston Texans

Kansas City Chiefs

Oakland Raiders

Indianapolis Colts

San Diego Chargers

Denver Broncos

54,3

53,9

53,9

53,9

53,5

53,3

52,0

52,0

52,0

51,6

51,6

50,8

50,8

50,8

50,4

50,2

50,0

49,8

49,6

49,6

49,2

49,6

48,8

48,0

48,0

47,3

47,3

47,3

46,9

46,1

45,7

43,0

138-116-2

138-118-0

137-117-2

137-117-2

137-119-0

136-119-1

131-121-4

133-123-0

132-122-2

132-124-0

130-122-4

130-126-0

129-125-2

130-126-0

128-126-0

128-127-1

127-127-2

127-128-1

127-129-0

127-129-0

126-130-0

126-130-0

124-130-2

123-133-0

121-134-1

121-135-0

120-134-2

121-135-0

120-136-0

117-137-2

117-139-0

110-146-0


Wir leben in bekloppten Zeiten.
Normale Worte werden von einer Gruppe verstörter politisch korrekter Gutmenschen bei Geheimsitzungen in modrigen Kellerverliesen auf die Liste der bösen Wörter gesetzt.
Tagelang denken diese linken Weltveränderer darüber nach, welches Wort als nächstes verboten werden soll.
So wurden dann solche ganz normalen Wörter wie Zigeuner und Neger verboten, obwohl sie in keinster Weise beleidigend gemeint sind. Aber die Linken geben es vor, also hat man sich daran zu halten.
In den USA versucht man ja seit Jahren, das NFL Team aus Washington zu zwingen, seinen Spitznamen zu ändern.
Redskins wäre eine rassistische Äusserung, die auf die Liste der Igittigittwörter gehört.
Seit Jahren wehrt sich das Team gegen diesen gequirlten Schwachsinn, doch wie lange wird das noch gutgehen?
Auf einem Symposium im Smithsonian Institut in Washington wurde über rassistische Namen und Äußerungen diskutiert und debattiert. Am Ende wurde beschlossen, daß das Wort Redskins genauso herabsetzend und beleidigend ist, wie das Wort Nigger.
Darüber, daß dieses Wort berechtigterweise nicht mehr benutzt werden darf, gibt es keinen Zweifel. Aber daß wir uns demnächst auf ein Duell der Dallas Cowboys gegen die Washington American Indians oder die Washington American Natives einstellen müssen, ist doch gewöhnungsbedürftig.
Teilnehmer des Symposiums wollen im Sommer vor dem Trainingslager der Redskins, Entschuldigung, Ureinwohner, demonstrieren und eine Namensänderung verlangen.
Selbst der Bürgermeister von Washington vermied am Dienstag in einer Rede das Wort Redskins. Er sprach von „unserer Washingtoner Footballmannschaft“.
Und ich werde ab jetzt aufpassen, ob in dem Restaurant, in dem ich esse, noch Zigeunerschnitzel auf dem Speiseplan steht. Das muss der Restaurantbesitzer aber sofort in Sinti- und Romaschnitzel umbenennen, sonst...

Donnerstag, 7. Februar 2013

Kurzberichte
palmer-carson3Die Raiders haben einen Weg gefunden, ihr Stadion wieder als ausverkauft vermelden zu können.
Nein, sie haben keinen Weg gefunden, mehr Fans anzulocken, die ihre hilflosen Versuche, Football zu spielen, ansehen wollen. Sie verringern die Kapazität des Stadions.
In den oberen Rängen werden die Sektionen 335 bis 355 gesperrt und damit die mögliche Zuschauerzahl von 64.200 auf 53,200 verringert. Das macht das O.co Coliseum zum kleinsten Stadion der NFL.
Bisher war das Soldier Field in Chicago mit 61.500 Plätzen das kleinste.
Natürlich könnten die Raiders auch versuchen, den Fans gute Spiele zu liefern, aber das ist wohl der schwerere Weg.

Die Giants feuerten Running Back Ahmad Bradshaw und Defensive Tackle Chris Canty.
Einen Tag zuvor hatten sie sich bereits von Linebacker Michael Boley getrennt.
Durch diese Entlassungen sparen sie $13,75 unter der Gehaltsobergrenze ein.
Bradshaw wird nächsten Monat 27. Er hat noch keine seiner sechs bisherigen Saisons durchgespielt. Immer wieder musste er an Füßen und Knöcheln operiert werden. Auch jetzt steht wieder eine Fußoperation an.
Wenn er gesund ist, ist er ein sehr guter Running Back, aber seine vielen Verletzungspausen rechtfertigen sein Gehalt von $3,75 pro Saison nicht mehr.
Die Giants betonten, daß sie Bradshaw gerne wieder verpflichten würden, wenn er kein neues Team findet. Man müsse sich dann über ein neues Gehalt einig werden.

Ein schlimmes Schicksal ereilte 49ers Tight End Delanie Walker nach dem Super Bowl.
Sein Onkel Bryan Young, 54, und seine Tante Alice, 42, wurden bei einem Autounfall getötet.
Die beiden waren in Baton Rouge und machten sich nach dem Spiel auf den Weg, um sich mit Walker zu treffen. Dabei wurden sie von hinten von einem Auto angefahren, dessen Fahrerin mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.
Beide Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Bryan und Alice Young verbrannten in ihrem Wagen.
Nichole Thomas, die 26-jährige Unfallverursacherin, wurde festgenommen. Ihr Alkoholtest ergab einen Wert von 0,8 Promille. Das Ergebnis des Drogentests steht noch aus.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Kurzberichte
jaguars-logo-neuDie Jaguars wollen 2013 angreifen. Nach Aussen wollen sie das durch ein umgestaltetes Logo ausdrücken. Ob ihnen das allerdings wirklich gelingt?
Der neue Jaguar sieht eher aus, wie ein Mietzekätzchen, ein wütendes Mietzekätzchen, aber ein Mietzekätzchen. Er verkörpert also eher das wirkliche Ich der Jaguars, als daß er echten Angriffswillen verkörpert.
Der pakistanische Besitzer des Teams, Shad Khan, bezeichnet es als „Ein neues Symbol für eine neue Generation“.
Es ist nicht bekannt, ob er für diesen Spruch Geld an Pepsi Cola zahlen muss, die vor 20 oder 30 Jahren damit geworben haben.

„Ja,“ war die Antwort von Joe Flaccos Agent, auf die Frage, ob sein Klient der bestbezahlte Quarterback der Liga werden sollte.
Was soll der Mann auch sonst sagen? Immerhin bekommt er prozentuale Anteile an Flaccos Gehalt.
Doch was ist Flacco wirklich wert. Wie Eli Manning von den Giants ist er ein Quarterback, der in den Playoffs hui und in der regulären Saison eher pfui spielt.
Eli Manning hat doppelt so viele Super Bowls gewonnen, wie sein Bruder Peyton, trotzdem ist er nur die Hälfte wert.
So kann man auch Flacco einsortieren.
Und erinnern wir uns an den Quarterback, der den ersten Super Bowl mit den Ravens gewonnen hat, diesen, na, wer war das noch gleich?
Na... eben.
Es war übrigens Trent Dilfer, der nach dem Spiel in der verdienten Bedeutungslosigkeit verschwand.
Dilfer vervollständigte 12 Pässe für 153 Yards und 1 Touchdown gegen die Giants.
Er wurde beschrieben als Spielverwalter. Er war nicht „Elite“, aber er machte wenigstens keine kostspieligen Fehler. Dazu fand er Unterstützung von einer dominanten Verteidigung.
Klingt ein bißchen so, wie eine Beschreibung von Joe Flacco.
Allerdings wird er nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Er wird seinen Multimillionendollarvertrag bekommen, UND er wird sich daran messen lassen müssen - Spielzug für Spielzug für Spielzug.

Die Giants feuerten Linebacker Michael Boley, der letztes Jahr noch maßgeblich am Super Bowl Sieg des Teams beteiligt war.
Für die Saison 2013 hätten die Giants ihm $4,25 Millionen zahlen müssen, was ihnen wohl zuviel war.

Die Lions trennten sich von Kyle Vanden Bosch. Dem Defensive End hätten 2013 $5 Millionen Gehalt zugestanden, plus einem Bonus von $2 Millionen.
Der 34-jährige spielte 2012 mit starken Schmerzen in den Knien, was seine Produktivität schmälerte. In der letzten Saison erzielte er nur 3,5 Sacks.
Auch Wide Receiver Titus Young und Guard Stephen Peterman wurden gefeuert.

Gute Nachrichten für Haloti Ngata. Der Defensive Tackle der Ravens verletzte sich im Super Bowl am linken Knie.
Nach den letzten Untersuchungen sieht es so aus, als bliebe ihm eine Operation erspart.
Zwar soll er noch mal untersucht werden, aber wie es aussieht, ist kein Band gerissen.

Eine recht hohe Schmerzgrenze muss Bernard Pollard haben.
Der Safety der Ravens spielte einen Großteil der Saison mit sechs gebrochenen Rippen.
Er ist heilfroh, daß jetzt endlich Zeit ist, die Verletzungen auszukurieren.
Schon in Woche zwei gegen Philadelphia brach er sich die erste Rippe. In den letzten drei Saisonspielen konnte er nicht eingesetzt werden.
Pollard hatte nie über seine Schmerzen geredet, um Gegnern keinen Angriffspunkt zu liefern. Er hätte zwar höllische Schmerzen gehabt, sagte er, aber er wäre Footballspieler und als solcher müsse man mit Schmerzen umgehen können.
Hat nicht schlecht geklappt. Mit 98 Tackles führte er die Ravens Verteidiger an.

Forbes wollte es wissen, und befragte eine repräsentative Menge an US Amerikanern, wer denn so der unbeliebteste Sportler momentan ist?
Drei NFL Spieler, alle Quarterbacks, fanden ihren Platz unter den ersten 10.
Die Liste wird angeführt von Lance Armstrong, einem Radfahrer. Auf Platz zwei landete Manti Te`o, ein Collegefootballer, der den Tod einer erfundenen Freundin erfunden hat. Auf Platz drei landet ein Golfspieler, Tiger Woods.
Auf Platz vier findet sich dann der erste Quarterback, Jay Cutler von den Chicago Bears. Der nächste Quarterback landete auf Platz sieben, Michael Vick.
An der Umfrage haben anscheinend viele Fans der Dallas Cowboys teilgenommen, denn auf Platz 10 der unbeliebtesten Sportler landete Tony Romo.
Mag sein, daß das einige verwundert, aber Cowboysfans hassen diesen Loser.

Dienstag, 5. Februar 2013

Super Bowl 47 - Der Tag danach
flacco-joe-sbVor der Saison hat er noch getönt, daß er zu den Elite- Quarterbacks der NFL gehört.
Seine Leistungen in der Saison sprachen dieser Aussage Hohn. Sucht man Joe Flacco (Bild) in der Statistik, taucht er erst unter ferner liefen, hinter solchen Versagern, wie Tony Romo und Philip Rivers auf.
Nach dem Super Bowl, diesem einen Spiel, soll Flacco jetzt doch plötzlich Elite sein?
Die Playoffs hat er ordentlich gemeistert, zugegeben, aber katapultiert ihn die erste Halbzeit des Super Bowls wirklich unter die Top 10 oder gar Top 5 Quarterbacks der Liga?
Wohl kaum.
Wo war Flacco denn in der zweiten Halbzeit?
Da spielte er wieder wie der unterdurchschnitts-Joe, der brauchbare, solide Leistungen abliefert, mehr aber auch nicht.
Dennoch will Flacco, dessen Vertrag ausgelaufen ist, von den Ravens bezahlt werden, wie Peyton Manning, Tom Brady, oder Aaron Rodgers.
Jetzt erst Recht, wie er nach dem Spiel sofort ankündigte, das er als MVP beendete.
Daran zeigt sich auch die spielerische Qualität des Super Bowls. Flacco, der in der ersten Halbzeit drei Touchdownpässe warf und danach eher unauffällig agierte, wurde zum wertvollsten Spieler gewählt. Wenn seine Leistung dazu ausreichte, zeigt das, wie schlecht die Leistungen der anderen Spieler waren.
Jetzt also steht Flacco vor seinem großen Zahltag. Ein Spieler, der berechtigterweise noch nie in einen Pro Bowl gewählt wurde.
Doch die Zeichen stehen auf Vertragsverlängerung.
Flacco will seinen MVP Pokal zu den Vertragsverhandlungen mitnehmen und auf den Schreibtisch von Teambesitzer Steve Bisciotti stellen.
Und Bisciotti sagte bereits, daß er dieses Argument in die Summe, die er Flacco unterbreiten will, einfließen lassen wird.
Für ihn ist Flacco Baltimores Quarterback für die nächsten 10 Jahre. Das könnte ihn $20 Millionen pro Jahr kosten, plus-minus ein Milliönchen.

Super Bowl 47 stellte einen neuen Rekord in Las Vegas auf. Die Buchmacher vermeldeten, daß $98,9 Millionen auf das Spiel gewettet wurden.
Die 49ers galten als leichte Favoriten.
Alleine auf 49ers Quarterback Colin Kaepernick wurden 30 verschiedene Einzelwetten abgeschlossen. Das mag daran gelegen haben, daß er für das College von Nevada gespielt hat.
Nach dem Spiel standen die Buchmacher in der Glitzerstadt mit einem Gewinn von 7,3% auf die Gesamtwettsumme da.
Nur einmal haben sie nach einen Super Bowl draufzahlen müssen. Als 2008 die New York Giants gegen die New England Patriots gewannen, wurde eine Summe von $92,1 Millionen gewettet. Am Ende hatten die Buchmacher $2,6 Millionen verloren.

Schon Monate vor dem Spiel wurden Bedenken über die Stromversorgung des Superdomes in New Orleans laut.
Am 15. Oktober gab das Louisiana Stadium & Exposition District ein Memo heraus, in dem vor einem Stromausfall gewarnt wurde.
In diesem Memo wurde darauf hingewiesen, daß die Firma Entergy New Orleans, die den Superdome mit Strom versorgt, Leitungsprobleme am Übergabepunkt zum Stadion hätte.
Dabei hatten die Superdomebetreiber gerade erst $600.000 ausgegeben, um die Leitungen verbessern zu lassen.
Und dann das... ausgerechnet in dem Spiel, das weltweit übertragen wurde, ging das Licht für 34 Minuten aus.
Was genau den Stromausfall ausgelöst hat, und wer dafür verantwortlich ist, ist noch nicht geklärt. Klar ist, daß die hochtechnisierten USA sich vor der Welt blamiert haben.

Jetzt wissen wir es ganz genau. Mike Pereira sagte, daß Michael Crabtree beim vierten Versuch der 49ers nicht wirklich gehalten wurde.
Pereira war lange Jahre der Chef der NFL Schiedsrichter und analysiert mittlerweile für den TV Sender FOX strittige Schiedsrichterentscheidungen.
Am Montag meldete er sich zu Wort und verteidigte seine ehemaligen Kollegen. Es hätte eine Menge Kontakt zwischen Michael Crabtree und Jimmy Smith gegeben. Beide Spieler hätten intensiv ihre Hände benutzt. Smith hätte Crabtree kurz gehalten, Crabtree hätte Smith einen kleinen Stoß verpasst. In dieser Situation gegen keinen der Spieler eine Strafe zu verhängen, wäre das einzig Richtige gewesen.

Kurzberichte
Nach dem Super Bowl ist vor der Saison.
So wird schon spekuliert, wer am 5. September in Baltimore antreten wird, zum Kickoff der Saison 2013.
Auf meiner Startseite läuft schon der Countdown zu diesem Spiel, in dem vielleicht die Steelers der Gegner der Ravens sein werden.
Im Gespräch sind aber auch die Patriots, Packers und Texans, die auch als Heimspielgegner der Ravens feststehen.
Wer gegen wen spielt, steht im Spielplan.
Doch die Steelers haben als Divisionsrivalen Baltimores die besten Karten der erste Gegner des amtierenden Weltmeisters zu sein.

Am Samstag erlag Walt Sweeney im Alter von 71 Jahren seinem Krebsleiden.
Der Offensive Lineman wurde 1963 in der zweiten Runde der Draft einberufen und spielte in den 1960ern und 70ern 11 Jahre für die San Diego Chargers und zwei für die Washington Redskins.
Sweeney spielte in 181 Spielen in Folge und wurde neun Jahre hintereinander in den Pro Bowl gewählt.
1997 zog er gegen die NFL vor Gericht. Er verklagte die Liga, weil die Chargers ihm Mittel zum Einnehmen gegeben hätten, die ihn süchtig gemacht hätten.
In der ersten Instanz gewann er den Prozess, in der zweiten Instanz verlor er.

Montag, 4. Februar 2013

Die NFL 2012 - Super Bowl 47
flacco-joe-sb-mvpEndlich ist die Saison vorbei.
Eine grottenschlechte Saison fand ihr verdientes Ende in einem Super Bowl, dessen Glanzlicht ein Stromausfall war.
Die 49ers verschliefen die erste Halbzeit komplett und machten Fehler auf Fehler, die es den Ravens erlaubten mit 21:6 in die Pause zu gehen.
Joe Flacco (Bild) hatte drei seiner Receiver mit Touchdownpässen bedient, Anquan Boldin, Dennis Pitta und Jacoby Jones. Bei San Francisco reichte es nur zu zwei Field Goals.
Colin Kaepernick wurde der erste Quarterback der 49ers, der in einem Super Bowl einen Interceptions warf.
So weit, so langweilig.
Doch es wurde etwas besser.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Ravens Wide Receiver / Kickreturner Jacoby Jones nahm den Kickoff in seiner Endzone auf und trug den Ball über 108 Yards zum Touchdown zurück. Damit stellte er einen neuen Super Bowl Rekord auf.

Baltimore 28, San Francisco 6.
22 Punkte Vorsprung, das musste es gewesen sein.
Doch kurz darauf fiel mitten in der Fernsehübertragung, die Weltweit von abermillionen Zuschauern gesehen wird, der Strom im Superdome aus.
Als hätte es für die Ravens geheißen: „Das Licht geht aus, wir geh`n nach Haus,“ stellten sie den Spielbetrieb ein und ließen die 49ers rankommen.
Michael Crabtree 31 Yards Touchdownpass von Colin Kaepernick, Frank Gore 6 Yards Lauf, David Akers 34 Yards Field Goal und noch im dritten Viertel waren die 49ers auf 28:23 herangekommen.
Es sah als aus, als würde der Rabe niemals mehr krächzen.
Baltimore spielte jetzt genau so hilf- und planlos, wie San Francisco im ersten Durchgang.
Nach zwei Minuten im letzten Viertel erhöhte Baltimores Rookie-Kicker mit einem Field Goal aus 19 Yards den Abstand auf acht Punkte.
San Francisco konterte. Ein Quarterback flog über das Footballfeld und Colin Kaepernick lief aus 15 Yards ins Rabennest.
Baltimore 31, San Francisco 29.
Jim Harbaugh entschied sich zu einem Zweipunkteversuch, der allerdings misslang.
Vier Minuten vor Spielende schoss Tucker ein Field Goal aus 38 Yards zum 34:29 für die Ravens.
Genug Zeit für San Francisco.
Kaepernick führte seine Offense bis an Baltimores fünf. Ein Field Goal reichte nicht, es musste ein Touchdown her. Doch die mörderische Defense der Ravens hielt... und zwar Michael Crabtree.
Vierter Versuch und noch fünf Yards in die Endzone. Kaepernick warf den Ball nach rechts in Richtung Crabtree. Die Fernsehbilder zeigten klar und deutlich, daß Cornerback Jimmy Smith den Wide Receiver der Niners hielt. Doch die Schiedsrichter waren das ganze Spiel über sehr liberal, wenn es um die Positionskämpfe zwischen Passempfänger und Verteidiger ging. Sie blieben ihrer Linie treu und warfen keine Flagge.
Unnötig zu sagen, daß Head Coach Jim Harbaugh sich maßlos darüber aufregte. Nicht zu unrecht, aber erfolglos. Die Entscheidung stand und Baltimore bekam den Ball an der eigenen fünf.
Sie schafften es in drei Versuchen nur bis zur acht Yardslinie, doch die Uhr war schon auf 11 Sekunden heruntergelaufen.
Punter Sam Koch nahm den Ball an und lief aus der Endzone. So kam San Francisco vier Sekunden vor Spielende durch diesen Safety noch auf 34:31 heran, das war es dann aber.
Als Zuschauer musste man der Elektrik im Superdome danken. Hätte es den Stromausfall nicht gegeben, der die 49ers weckte und die Ravens einschlummern ließ, wäre es eine grottige Angelegenheit geworden.
So aber wurde es doch noch ein munteres und spannendes Spielchen im ersten Bruder Bowl, oder wie die Amis ihn nannten, Harbowl.
Der Endstand von 34:31 für Baltimore geht auf Grund der ersten Halbzeit, in der die 49ers völlig nervös und zerfahren wirkten, voll in Ordnung.
Ihre Aufholjagd war gut anzusehen, kam aber zu spät.
Bleibt noch nachzutragen, daß sich Ravens Defensive Tackle Haloti Ngata am Knie verletzte und ausschied. Die Ärzte konnten bisher noch nicht sagen, ob sich Ngata was gerissen hat.
MVP des Spiels wurde Baltimore Ravens Quarterback Joe Flacco.
Er vervollständigte 22 seiner 33 Pässe für 287 Yards und drei Touchdowns. Die warf er alle drei in Halbzeit eins, während er in der zweiten Halbzeit keine Akzente mehr setzen konnte.

Sonntag, 3. Februar 2013

Super Bowl
montana-joeJoe Montana (Bild) hat wenig Respekt vor seinen Nachfolgern, die heute Nacht um den Titel kämpfen.
Der legendäre Quarterback der 49ers sagte in einem Interview, daß die heutige Mannschaft keine Chance gegen die 49ers von 1989 hätte. Das wäre das beste Team gewesen, daß die Niners jemals hatten.
Aber Joe Cool ist trotzdem davon überzeugt, daß der Sieger der beiden im Super Bowl bisher noch ungeschlagenen Teams der Ravens und der 49ers nur San Francisco sein kann.
Die 49ers haben eine Super Bowl Bilanz von 5-0, Baltimore von 1-0.

Und die Sieger sind...
Eine Gruppe von 50 Sportjournalisten, die von der Associated Press bestimmt werden, wählen die Spieler und Trainer, die in einer großen Veranstaltung am Samstag vor dem Super Bowl ihre Auszeichnungen erhalten.
Wie bereits vor einigen Tagen erwähnt, konkurrierten zwei Spieler um zwei Auszeichnungen miteinander. Adrian Peterson und Peyton Manning konnten sowohl wichtigster Spieler der Saison, als auch Comebackspieler der Saison werden.
Es kam zu einem salomonischen Urteil und beide wurden geehrt.
Der wertvollste Spieler der Saison war Adrian Peterson.
Der Running Back der Minnesota Vikings zog sich am heiligen Abend der Saison 2011 einen Kreuzbandriss zu. Pünktlich zum Saisonbeginn war er wieder einsatzbereit und in der Saison lief er allen auf und davon.
Er lief so weit, daß er nur neun Yards unter dem Saisonrekord von Eric Dickerson landete, der 1984 2.118 Laufyards erzielte.
Was für eine Leistung, was für eine Rückkehr nach einer schweren Verletzung.
Das dachten die Wahlberechtigten auch im Fall von Peyton Manning.
Der Quarterback der Denver Broncos musste die ganze Saison 2011 wegen einer Nackenoperation aussetzen. Nach 13 Jahren, in denen er niemals ein Spiel verpasste, verpasste er ein ganzes Jahr. Das führte dazu, daß er von den Indianapolis Colts gefeuert wurde.
Denver griff zu und sicherte sich seine Dienste.
Mit einer Passerwertung von 105,8 Punkten landete er knapp hinter Aaron Rodgers von den Packers und vor Alex Smith von den 49ers.
Für diese Leistung nach einem Jahr Zwangspause kürten die Journalisten ihn zum Comebackspieler der Saison.
In der Wahl zum wertvollsten Spieler der Saison fielen 30,5 Stimmen auf Peterson und 19,5 auf Manning. Bei der Wahl zum Comebackspieler gewann Manning mit 31,5 zu 17,5.

Bei der Wahl zum Rookie des Jahres war nicht wirklich klar, ob Robert Griffin III wirklich gewinnt.
Doch er konnte seine schärfsten Konkurrenten Andrew Luck und Russell Wilson klar hinter sich lassen.
RG3 bekam 29 Stimmen, Luck 11, Wilson 10.

Ganz klar war, wer der Head Coach des Jahres würde. Da konnte es nur einen geben, Bruce Arians von den Indianapolis Colts.
Er übernahm das Team in Woche drei, nachdem Chuck Pagano sich einer Krebsbehandlung unterziehen musste.
Arians wurde vom Offensive Coordinator zum Head Coach ernannt und führte die Colts, die 2011 noch als schlechtestes Team der Liga die Saison beendeten, in die Playoffs.
Für diese Leistung, ein Team von 2-14 Siegen zu einer 11-5 Saison zu führen, und das mit einem Rookie- Quarterback, wählten die Sportreporter ihn verdientermaßen zum Head Coach des Jahres.

Um die Verteidiger nicht zu kurz kommen zu lassen, bei der Dominanz der offensiven Stars, gibt es für sie Extrapreise.
Bester Verteidiger der Saison wurde J.J. Watt, Defensive End der Houston Texans.
Bei den Rookies fiel die Wahl auf Linebacker Luke Kuechly von den Carolina Panthers.

Hall of Fame
Sieben neue Mitglieder wurden in die Ruhmeshalle der NFL aufgenommen.
Nach drei vergeblichen Anläufen, nahm Cris Carter dieses Mal die Hürde. Der Wide Receiver, der für die Philadelphia Eagles, Minnesota Vikings und Miami Dolphins spielte, kämpfte mit seinen Tränen und verlor, als sein Name verkündet wurde.
Da wird ja heute in der Sendung Sunday NFL Countdown auf ESPN was los sein.
Mit ihm aufgenommen wurden: Bill Parcells, Head Coach der New York Giants, New England Patriots, New York Jets und Dallas Cowboys, Guard/Tackle Larry Allen von den Dallas Cowboys, Tackle Jonathan Ogden von den Baltimore Ravens, Defensive Tackle Warren Sapp, der für die Tampa Bay Buccaneers und die Oakland Raiders spielte, Curley Culp, der für die Kansas City Chiefs, Houston Oilers und Detroit Lions aktiv war, und Linebacker Dave Robinson, der für die Green Bay Packers und Washington Redskins spielte.

Freitag, 1. Februar 2013

Kurzberichte
akers-david2Seitdem die 49ers in New Orleans sind, muss David Akers (Bild) immer wieder die selbe Frage in verschiedenen Verpackungen beantworten: „Warum bringen Sie es nicht mehr?“
Der Kicker blickt auf eine lange, erfolgreiche Karriere zurück. Sechs mal spielte er im Pro Bowl. Doch 2012 verschoss er 14 Field Goals.
Head Coach Jim Harbaugh verpflichtete Billy Cundiff als Ersatzmann für Akers, hielt aber letztlich doch an Akers fest.
Wenn es am Sonntag in der letzten Sekunde auf seinen Fuß ankommt, beim Stand von 9:7 für die Ravens, dann hilft nur noch Hoffen und Beten.

Chris Culliver war das Zentrum des Geschehens am Tag nach dem Medientag.
Der Cornerback der 49ers hatte am Dienstag gesagt, daß er keinen schwulen Spieler in seinem Team akzeptieren würde.
Und am Tag danach fiel die Medienmeute über ihn her.
45 Minuten lang wurde Culliver verhört. Anders kann man es nicht nennen. Wieder und wieder musste er die selben Fragen beantworten, die ihm wieder und wieder gestellt wurden.
Nun soll San Francisco ja das in den USA sein, was Köln in Deutschland sein soll, die angeblich tolerante Hochburg der Homosexualität. Deshalb wurde er in den 45 Minuten auch viermal gefragt, was er den Bewohnern der Stadt zu sagen hätte?
Oder war es fünfmal?
Culliver antwortete brav, sagte natürlich daß er missverstanden wurde und daß ihm alles sehr leid täte, und ging dann zum Training.

Die Ravens hatten ihren Trainingsplatz an der Tulane Universität. Hier mussten sie auf einem Baseballfeld trainieren, durch das ein strammer Wind wehte.
Nachdem sie sich bei der NFL über den schlechten Platz beschwert hatten, bekamen sie die Erlaubnis, auf dem Trainingsgelände der Saints zu trainieren.
Da bereiten sich auch die 49ers vor.
Das sollte aber kein Problem sein, sind die Teams doch in echter brüderlicher Liebe einander zugetan.
Und auch die Panthers und die Patriots benutzten vor Super Bowl 38 in Houston das selbe Trainingsgelände.

Das war es für Donald Driver.
Der Wide Receiver der Packers beendet seine Karriere.
1999 wurde er erst in der siebten Runde der Draft von den Packers einberufen. Er musste hart kämpfen, um es überhaupt in den Kader zu schaffen. Das gelang ihm zwar, aber meistens sah er seinen Kollegen nur vom Spielfeldrand aus zu.
Dann entwickelte er sich zur zuverlässigsten Anspielstation für Brett Favre. Die beiden bildeten eine phantastische Quarterback - Wide Receiver Kombination, die beide zu Superstars machte.
Driver spielte in drei Pro Bowls und hatte sieben Saisons, in denen er Pässe für über 1.000 Yards fing. Mit 743 gefangenen Pässen für 10.137 Yards führt er die Liste der Packers Wide Receiver an.
Nur bei den Touchdowns liegt er mit nur 61 auf Platz drei hinter Don Hutson und Sterling Sharpe. 
Driver gehörte nie zu den unerträglich großmäuligen Wide Receivern, wie Keyshawn Johnson, Terrell Owens oder Randy Moss.
Er war nicht groß und er war nicht stark. Aber er fing zuverlässig, was er von Brett Favre und Aaron Rodgers zugeworfen bekam.
Ob er in der Hall of Fame landen wird, kann man jetzt noch nicht sagen, aber verdient hätte er es.

Die Spielergewerkschaft wird eine Menge Geld ausgeben, um ihre Mitglieder medizinisch betreuen zu lassen.
Da die Spieler den Teamärzten nicht trauen, schloss die NFLPA ein Abkommen mit der Harvard Universität, das sie in den nächsten 10 Jahren $100 Millionen kosten wird.
Die Gewerkschaft hatte die Spieler befragt, und 80% sagten aus, daß sie den Teamärzten nicht trauen würden.
Einige Spieler hätten unterschreiben müssen, daß sie zustimmen, auf die Transferliste gesetzt zu werden, bevor die Ärzte ihnen das Schmerzmittel Toradol spritzen. Das hätte eine Wand des Misstrauens errichtet.
Harvard wird im Zuge des Vertrags 1.000 Spieler im Ruhestand und 100 gesunde und verletzte aktive Spieler beobachten und überwachen, um ein Protokoll zu erstellen, an dem man sich orientieren kann.

Donnerstag, 31. Januar 2013

Kurzberichte
whitner-donte3Donte Whitner (Bild) glaubt, daß viele Gehirnerschütterungen in der NFL verhindert werden könnten, wenn den Spielern schon früh bessere Techniken zum Tackeln beigebracht würden.
Der Safety der 49ers ist überzeugt, daß etwa 50% der hochbezahlten Verteidiger keine Ahnung haben, wie man einen Angreifer korrekt stoppt.
Sie würden einfach in Richtung des Geschehens laufen, und versuchen den Ballträger in der Höhe der Füße zu tacklen.
Natürlich wären auch die 49ers nicht perfekt, aber sie hätten eine weit bessere Technik, als viele andere Teams, ist Whitner überzeugt.
Sein Kollege NaVorro Bowman stimmt dem voll zu. Viele wollten heute nur noch die big Hits, die spielentscheidenden Angriffe. Die würden oft schiefgehen. Dabei würden die Verteidiger zu oft versuchen, mit dem Kopf voran in den Gegner zu gehen. Das würde zu Verletzungen führen, die bei einer besseren Technik nicht passieren würden.
Sein Sohn ist jetzt sechs Jahre alt und spielt Flagfootball. Bowman sagte, daß er ihm jetzt schon die richtigen Techniken beibringen würde. Die Augen zu schließen, sich zu ducken und mit dem Helm voran einen schwereren Gegner anzugreifen, wäre völlig falsch. Dabei könnte man sich den Nacken verletzen und eine Gehirnerschütterung zuziehen. Er würde seinem Sohn jetzt schon zeigen, wie man es richtig macht.

Bernard Pollard ist der Meinung, daß die NFL das Spiel so weichspült, daß es die Zuschauer nur so graust.
Ähnlich denkt auch sein Teamkollege Ed Reed.
Der Safety der Ravens ist auch der Meinung, daß sich das Spiel radikal verändert und nicht zum Besseren. Er mag die viel Regeländerungen nicht, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, zumal sie fast alle die Defense benachteiligen.
Er weiß, daß das Spiel Verletzungen fordert. Und jeder, der seinen Vertrag bei einem NFL Team unterschreibt, wisse das auch, meinte er.
Natürlich würde auch er die Effekte seiner Verletzungen spüren, sagte er am Medientag, Manchmal würde er morgens aufwachen und denken: „Wo ist mein Gedächtnis?“ Aber er hätte seinen Vertrag unterschrieben, im Wissen, daß Football kein berührungsloser Sport ist.
Auf die Frage eines Reporters, ob wohl auch Junior Seau gewusst hätte, worauf er sich einlässt, antwortete Reed: „Hat er es gewusst? Ja, er hat unterschrieben, um Football zu spielen. Junior hat alles was er hatte, dem Football gegeben. Ich bin sicher, er schaut gerade auf uns herab und bereut nichts.“
Football wäre seit ewigen Zeiten so gewesen, fuhr er fort. Es wäre nun mal ein brutaler Sport. Jeder, der seinen Vertrag unterschreibt wüsste das. Jeder wüsste, was passieren kann. Das wäre das Leben, das man gewählt hat.

Das werden tausende ehemalige Footballspieler gar nicht so gerne hören, was Ed Reed da so gesagt hat. Sie gehören zu der anwachsenden Zahl derer, die im Nachhinein noch Geld aus der Liga quetschen wollen, weil sie halt nicht wussten, wie gefährlich Football ist.
Sie haben die NFL verklagt, sie im Nachhinein noch mit Unsummen an Schmerzensgeld zu versorgen, weil die Liga sie niemals darüber aufgeklärt hätte, wie schlimm Gehirnerschütterungen sich auf ihr späteres Leben auswirken könnten.
Am 9. April wird die Richterin Anita Brody in Philadelphia die beiden Parteien anhören und dann entscheiden, ob die Klagen der Spieler zugelassen oder abgewiesen werden.
Es geht um mehr als 100 Klagen von über 3.500 Spielern.

Ray Rice macht es nichts aus, im Super Bowl der Aussenseiter zu sein.
Der Running Back der Ravens sagte, daß Baltimore in der Saison oft als Aussenseiter Spiele gewonnen hätte. Deshalb würde ihm das im letzten Spiel nichts ausmachen.
Auch gegen die Patriots wären sie bei den Wettbüros der Aussenseiter gewesen und hätten die zweite Halbzeit mit 21:0 dominiert.
Baltimore hätte den Willen der Patriots gebrochen, wie sie es oft in der Saison mit ihren Gegnern gemacht hätten, und wie sie es am Sonntag auch machen würden.

Die Schiedsrichter für das große Spiel am Sonntag stehen fest.
Jerome Boger ist der Chef der Crew. Seine Assistenten sind: Darrell Jenkins (Umpire), Steve Stelljes (Head Linesman), Byron Boston (Line Judge), Craig Wrolstad (Field Judge), Joe Larrew (Side Judge) and Dino Paganelli (Back Judge)
Für die Playoffs werden die Schiedsrichterteams, die in der Saison zusammenarbeiten, auseinandergerissen. Die NFL geht dann dazu über, die besten auf ihren Positionen einzusetzen.
Und so, wie im Super Bowl die besten Teams gegeneinander antreten, pfeifen die besten Schiedsrichter auf der jeweiligen Position das Spiel.

Die Ravens melden keine größeren Verletzungen in ihrem Team.
Bei den 49ers leidet Linebacker Ahmad Brooks immer noch unter einer ausgerenkten Schulter. Die hatte er sich im Spiel gegen die Falcons zugezogen.
Er wird im Training geschont, ist aber optimistisch, daß er am Sonntag spielen kann.

Die Polizei nahm mal wieder einen NFL Spieler wegen häuslicher Gewalt fest.
Seahawks Linebacker Leroy Hill soll seine Freundin geschlagen und gegen ihren Willen in seinem Haus festgehalten haben.
Sie hätte fliehen können, als Hill im Badezimmer war.
Es ist bereits Hills vierte Verhaftung und die zweite wegen häuslicher Gewalt.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Betrugsvorwürfe gegen Ray Lewis
lewis-ray3Hat Ray Lewis (Bild) verbotene Mittel eingenommen, um seinen Heilungsprozess zu beschleunigen?
Hat er sich damit einen unerlaubten Vorteil verschafft und betrogen?
Mitch Ross, der Besitzer der Firma Sports with Alternative to Steroids, behauptete das gegenüber der Zeitschrift Sports Illustrated.
Moss sagte SI, daß Lewis nicht nur IGF-1 verlangt hätte, sondern sich durch alles durchprobiert hätte, was SWATS herstellt.
Lewis, darauf beim Medientag der beiden Super Bowl Teams angesprochen, wies alle Fragen, die in diese Richtung gingen, und es waren viele Fragen, erbost ab.
Natürlich tat er das, gilt doch für Sportler wie Politiker das Salamigesetz, wenn es um das scheibchenweise Zugeben von Verfehlungen geht.
Auf der anderen Seite sagte ein Sprecher der Spielergewerkschaft, daß Lewis nicht nur einmal während seiner Verletzungspause, die ihn die halbe Saison kostete, auf verbotene Mittel getestet wurde. Keiner dieser Tests hätte etwas Auffälliges ergeben. Und das Mittel IGF-1 gehört zu den Mitteln, nach denen gezielt gesucht wird.
Man kann also davon ausgehen, daß Lewis sauber ist.
Warum aber behauptet dann der Besitzer einer Firma, daß der Linebacker sich durch seine Mittel geschnupft hat?
Macht man sich damit nicht die Reputation seiner Firma kaputt?
Kommen jetzt wieder die Verschwörungstheoriefans und behaupten, daß die NFL Lewis zum Super Bowl Sieg puscht, und die ganze Saison wieder nur eine Inszenierung im Stil der Catcherligen ist?
Fakt ist, daß Lewis sich den Trizeps im rechten Arm gerissen hatte. Fakt ist, daß die Heilung gut verlaufen ist. Fakt ist, daß die Dauer der Heilung im Rahmen des Normalen war. Fakt ist, daß Lewis mehrmals auf die Einnahme verbotener Substanzen getestet wurde. Fakt ist, daß diese Tests negativ waren.
Fakten, Fakten, Fakten, die gegen die Geschichte des Herrn Moss sprechen.

Kurzberichte
Die Tage von Alex Smith bei den 49ers sind gezählt.
Der Quarterback, der wegen einer Gehirnerschütterung pausieren musste und seinen Starterposten dadurch an Colin Kaepernick verloren hat, wird das Team aus der Stadt in der Bucht wohl verlassen.
Die Bills, Cardinals, Chiefs und Eagles sollen schon im Büro der Niners angefragt haben, ob sie Smith haben können?
Offiziell darf ein Team ja erst mit einem Spieler verhandeln, wenn sein letztes Spiel beendet ist, aber Nachfragen beim Arbeitgeber sind erlaubt.
Wie die Experten voraussagen sind in der nächsten Draft nicht viele brauchbare Quarterbacks. Das sollte die Chancen für Smith, ein vernünftiges Angebot zu erhalten, erhöhen.
Immerhin hatte er die 49ers bis zu seiner Verletzung auch schon auf Playoffkurs gebracht, und er ist längst nicht mehr die verletzungsanfällige Niete, die er vor der Ankunft von Head Coach Jim Harbaugh war.

Bernard Pollard sagte, daß es die NFL in 30 Jahren, seiner Meinung nach, nicht mehr geben würde.
Von dieser Meinung wich er auch am Tag nachdem er sie äußerte nicht ab.
Beim Medientag der beiden Super Bowl Teams wurde er öfter gefragt, ob er nicht über das Ziel hinausgeschossen wäre, mit seiner Aussage?
Nein, meinte er. Football sein ein Sport für erwachsene Männer. Wenn die Helme und die Pads aufeinanderkrachen, geschehe das mit der Wucht eines Autounfalls.
Im Bemühen, die Verletzungen zu minimieren, würde Roger Goodell die Fans vergraulen.
Pollard hat auch eine Lösung für das drohende Problem: „Nichts ändern.“
Als Footballspieler müsse man mit Knochenbrüchen und Gehirnerschütterungen rechnen. Das würde man wissen, wenn man seinen Vertrag unterschreibt.
Und seine eigenen Kinder?
Er hätte einen Sohn sagte Pollard, und er sähe es nicht gerne, wenn er footballspielen würde. Wenn er gerne spielen wolle, würde er ihn wohl spielen lassen. Aber als Vater wäre es ihm nicht wirklich recht.

Die Leute, die die NFL zurück nach Los Angeles bringen wollen, haben ein weiteres Team im Visier.
Jüngster Kandidat für sie sind die Atlanta Falcons.
Die Stadt der Engel ist ein eigenartiger Markt für Footballteams. Seit den Los Angeles Buccaneers 1926 in der NFL bis zu den Los Angeles Avengers 2009 aus der Arena Football League haben nicht weniger als 17 Teams in neun verschiedenen Ligen in der Stadt gespielt.
Und jetzt die Falcons in L.A.?
Kaum!
Arthur Blank, der Teambesitzer, verhandelt gerade mit den Stadtoberen von Atlanta. Er möchte ein neues, offenes Stadion bauen und braucht die Unterstützung und Finanzierung durch die Stadt.
Da kommt so ein Umzugsgerücht doch als Druckmittel gerade recht. In Minnesota hat das ja auch hervorragend funktioniert.

„Bei meinen Qualitäten werde ich höchstens fünf Minuten arbeitslos sein,“ gab sich Rob Ryan selbstbewußt, als die Cowboys ihn gefeuert hatten.
Aus fünf Minuten wurden mittlerweile über 30.000 Minuten.
Und die Uhr läuft weiter, denn die Rams, mit denen Ryan sich mündlich schon einig war, zogen ihr Angebot an den Defensive Coordinator zurück.
Seine Persönlichkeit und seine Spielweise würden doch nicht so richtig zum Team passen.
30.005, 30.010,.........

Dienstag, 29. Januar 2013

Kurzberichte zu Super Bowl und Pro Bowl
flacco-joe200Während die Vertreter der NFL verzweifelt versuchen den möglichen Schlechtwetter Bowl 2014 in New Jersey jetzt schon schönzureden, daß man sich an Angela Merkels Durchhalteparolen zur Eurorettung erinnert fühlt, gibt es auch Gegenstimmen.
So äußerte Joe Flacco (Bild) seine Gedanken zu einem Super Bowl in Eis und Schnee. Der Quarterback der Ravens ist der Meinung, daß die Sache blöd ist. Wenn man einen Super Bowl in einer Schlechtwetterregion wolle, dann solle man ein Dach über sein Stadion bauen. Dann könne man einen bekommen. Flacco glaubt nicht, daß die Fans von der Idee, bei einem Super Bowl frieren zu müssen, begeistert wären.
Doch für die Bosse der NFL scheint das Alternativlos zu sein.

Auch Bernard Pollard fiel noch etwas zum Super Bowl ein. Der Safety der Ravens ist überzeugt davon, daß es in 30 Jahren keinen Super Bowl mehr geben wird - daß es keine NFL mehr geben wird.
Mit all den Sicherheitsbestimmungen, den Strafen auf dem Feld und am runden Tisch, und was der NFL noch alles so einfiele, wären die Fans es bald leid.
Das wäre nur seine Meinung betonte Pollard, und er hofft, daß es nicht so kommt.
Ganz falsch liegt er allerdings nicht. Nach der abgelaufenen Saison fällt es selbst den härtesten Fans schwer, sich das tumbe Geschehen auf dem Platz noch anzutun.
Die Spieler würden immer schneller, größer und schwerer, fuhr er fort. Damit würde auch die Verletzungsgefahr wachsen, und dagegen würde die Liga dann wieder noch straffere Regeln einführen. Irgendwann würden die Fans dann die Lust am Football verlieren.
Der Himmel möge verhindern, daß jemals ein Spieler auf dem Feld sterben möge, sagte er weiter. Das wäre das sofortige Ende der NFL, des Footballs, ist er überzeugt.
Dann hatte er noch ein paar Worte für die Ex-Spieler, die einen Volkssport daraus gemacht haben, die NFL zu verklagen. Er findet das unerträglich. Alle hätten gewusst, worauf sie sich einlassen, als sie ihre Verträge unterschrieben.

Nach dem Super Bowl ist vor der OP, jedenfalls für Justin Smith.
Der Defensive Lineman der 49ers hat einen angerissenen Trizeps in seinem linken Arm. Er weiß, daß er sich den Trizeps ganz reissen kann, aber die letzten vier Viertel der Saison will er noch durchhalten und mitmischen.
Aber so oder so muss er nach dem Super Bowl operiert werden.

In New Orleans wurde viel getan, um den Unmut der Fans gegenüber Roger Goodell zu dämpfen.
Die Offiziellen der Saints und der Bürgermeister der Stadt versuchten die Wogen zu glätten.
Doch als der Vorsitzende der NFL am Montag per Internet mit Fans chattete, zog er sein Ölkännchen aus der Tasche und schüttete Öl ins Feuer.
Nachdem sein Vorgänger Paul Tagliabue alle Strafen gegen Spieler der Saints, die wegen des Kopfgeldskandals verurteilt wurden, aufgehoben hatte, hoffte man in New Orleans, daß auch andere Strafen aufgehoben würden.
Doch Goodell denkt nicht daran. Die Saints dürfen 2013 in der zweiten Runde der Draft keinen Spieler einberufen. Dabei bleibt es.
Das ist ein harter Schlag für ein Team, das dringend die schlechteste Defense der letzten Saison verbessern muss.

Eine Umfrage unter den Spielern der NFL ergab ein klares Ergebnis Kontra Roger Goodell.
61% sind mit dem Job, den der Vorsitzende der NFL leistet, nicht zufrieden.
Damit ist Goodell nicht nur unter den Fans recht unbeliebt, sondern auch unter den Spielern.
Den 300 Spielern, die befragt wurde, wurde versichert, daß sie völlig anonym bleiben würden. Einige hatten Angst vor Repressalien durch den Sonnengott der Liga.
Einer jedoch zeigte sich der Öffentlichkeit. „Es ist wohl klar, daß ich mit ihm nicht einverstanden bin,“ sagte Steelers Linebacker James Harrison.
Er musste bisher bereits über $100.000 an Strafen für seine angeblich überharte Spielweise zahlen.

Der Pro Bowl scheint gerettet.
In einem Internetchatt mit Fans sagte, oder besser schrieb, Roger Goodell, daß er sehr wohl gesehen habe, daß die Spieler im Pro Bowl ernsthafter bei der Sache waren, als letztes Jahr.
Wenn man auf dieser Basis aufbauen würde, könnte das Spiel überleben.

Montag, 28. Januar 2013

Kurzberichte
probowl2011Stolz präsentierte J.J. Watt seinen blutenden Finger, um dem Commissioner zu zeigen, wie hart und ernsthaft im Pro Bowl gespielt wird.
Und tatsächlich war dieser 62:35 Sieg der NFC über die AFC etwas besser, als die grottige Angelegenheit 2012. Die Betonung liegt gaz klar auf „etwas“.
Doch ob Roger Goodell wirklich überzeugt werden konnte, den Pro Bowl weiter spielen zu lassen?
Die Ligabosse und die Vertreter der Spielergewerkschaft werden in den nächsten Monaten ein abschließendes Urteil über das Spiel fällen. Beide Seiten haben nicht den unbedingten Willen, am Pro Bowl festzuhalten.
Apropos beide Seiten.
Das Spiel wurde von den Spielern so ernst genommen, daß Center Jeff Saturday den Ball an beide Mannings zurückgab.
Saturday spielte für die Packers, und war der Center, als Eli Manning als Quarterback für die NFC auf dem Platz war.
Dann ging Saturday, der viele Jahre mit Peyton Manning bei den Colts spielte, für die AFC auf den Platz, um den Ball an Peyton Manning zu geben.
Beide sind gut befreundet und freuten sich, daß die NFL die Erlaubnis zu diesem ungewöhnlichen Auftritt gab.
Pro Bowl eben!

Zwei Spieler sind heiße Anwärter auf zwei NFL Titel.
Sowohl Peyton Manning, als auch Adrian Peterson könnten zum Comebackspieler der Saison als auch zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt werden.
Manning, Quarterback der Broncos, konnte die gesamte Saison 2011 wegen einer Nackenverletzung nicht spielen. Als er 2012 nach dieser Verletzung zurückkam, überzeugte er, zumindest in der regulären Saison, völlig.
Seine Leistung war so gut, daß er durchaus auch zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt werden könnte.
Peterson, Running Back der Vikings, zog sich am Weihnachtstag 2011 einen Kreuzbandriss zu. Er war pünktlich zum Saisonbeginn wieder zurück und spielte die beste Saison seiner Karriere.
Auch er könnte beide Titel einheimsen.
Am Rande des Pro Bowls trafen sich die beiden und flachsten miteinander.
Man darf gespannt sein, wer welchen Titel bekommt?

„Der Super Bowl wird ein Blutbad,“ davon ist Ravens Center Matt Birk überzeugt. Er sagte zu Reportern, daß dieser Super Bowl der körperbetonteste aller Zeiten wird.
Die Spieler hätten viele Monate um ihre Wunden zu heilen, da würde sich niemand zurückhalten.
Beide Teams hätten knüppelharte Verteidigungen, die sehr aggressiv spielen würden.
Auch Tight End Dennis Pitta erwartet ein Schlachtfest.
Na ja, einen Spieler, der vor 13 Jahren seine Erfahrung mit Blutbädern und Schlachtfesten gemacht hat, haben die Ravens ja in ihren Reihen.

Sonntag, 27. Januar 2013

Kurzberichte
Williams-Gregg
Gregg Williams (Bild) wird mit den Tennessee Titans in Verbindung gebracht.
Williams war Defensive Coordinator der Saints. In dieser Funktion soll er Spieler seines Mannschaftsteils mit Geldprämien angestachelt haben, gegnerische Spieler absichtlich ernsthaft zu verletzen.
Die NFL hat ihn deswegen auf unbestimmte Zeit suspendiert. Mittlerweile gab sie ihm aber die Erlaubnis, sich nach neuen Arbeitgebern umzuhören.
In Tennessee war Williams bereits zwischen 1997 und 2000 als Defensive Coordinator tätig.
Wie hoch der Wahrheitsgehalt dieses Gerüchts ist, ist nicht abzuschätzen. Zunächst muss die NFL ja mal die Suspendierung aufheben.

„Weigert Euch, Roger Goodell zu bedienen“, ist der Titel einer neuen Facebookseite.
„Refuse to serve Roger Goodell when he comes to NOLA for Super Bowl XLVII“, lautet der vollständige Titel.
Der Vorsitzende der NFL ist unter den Fans in New Orleans eine sehr unerwünschte Person, nachdem er die Suspendierungen im Kopfgeldskandal gegen Spieler und Trainer verhängt hatte.
Mit nur sieben Siegen kamen die Saints 2012 nicht mal in die Nähe der Playoffs, und das kreiden die Fans Goodell an.
Bürgermeister Mitch Landrieu versucht, die Gemüter zu kühlen. Er erinnerte die Fans daran, daß Goodell eine große Rolle dabei gespielt hat, die Saints nach Hurrikan Katrina in der Stadt zu halten.
Der heutige Commissioner war damals die Nr. 2 nach Paul Tagliabue. In dieser Funktion sorgte er für einen Ausweichspielort für die Saints, für die Zeit, in der der beschädigte Superdome repariert wurde.
Und New Orleans braucht die Zuneigung Goodells auch weiterhin, damit der Super Bowl nächste Woche nicht der letzte in der Karnevalsstadt bleibt.
Fest steht, daß Goodell in New Orleans nicht mit Freudenparaden empfangen wird. Fest dürfte aber auch stehen, daß er in irgendeiner Burgerbräterei seinen Mac Whopper bekommen wird.

War es Notwehr!
13 Jahre schlummerte die Geschichte um einen Doppelmord, an dem Ray Lewis beteiligt war, vor sich hin.
Einige erinnern sich noch an die schreckliche Geschichte, viele hatten sie verdrängt oder vergessen, andere noch nie davon gehört.
Als der Hype um den Linebacker der Ravens, der sein Karriereende angekündigt hatte, immer größer wurde, wurde auch die Geschichte des Doppelmordes aus ihrem Schlummer geweckt.
Es wurde hier in Win-Football darüber berichtet, deshalb an dieser Stelle keine Erklärung mehr.
Doch im Zuge der neuen Diskussionen um den Doppelmord, meldeten sich jetzt Reginald Oakley zu Wort. Der heute 44-jährige war mit Ray Lewis und Joseph Sweeting zusammen in jener Nacht.
Die drei waren nach einem Nachtclubbesuch auf dem Weg zu Lewis` Limousine. Dabei mussten sie durch eine dunkle Gasse. Hier wurden sie von den späteren Opfern angegriffen. Oakley vermutet, daß die extravagante, teuer aussehende Kleidung von Lewis die Angreifer auf gute Beute hoffen ließen.
Zunächst gab es ein Wortgefecht. Das artete dann in Handgreiflichkeiten aus. Lewis, Oakley und Sweeting hätten sich nur gewehrt, gegen zwei Angreifer, die sie in einer dunklen Gasse ausrauben wollten.
Die Messer, mit denen den Opfern die Wunden zugefügt wurden, hatten sich Sweeting und Oakley einen Tag vor dem Überfall in einem Sportartikelgeschäft gekauft.
Oakley besteht in seiner Geschichte darauf, daß er keines der Opfer mit seinem Messer attackiert hätte.
Wer die tödlichen Messerstiche gegen die Opfer ausgeführt hat, sagte Oakley nicht.
Der Angriff wäre aber auf jeden Fall von Richard Lollar und Jacinth Baker, den späteren Opfern, ausgegangen.
Er, Sweeting und Lewis hätten sich nur gewehrt und um ihr Leben gekämpft.
Mehr könne man demnächst in seinem Buch „Morderinnerungen“ nachlesen, das Mitte des Jahres erscheinen soll, oder in dem Film sehen, an dem er zur Zeit arbeitet, beendete Oakley seine Geschichte.
Paul Howard, der Ankläger im Fall gegen Sweeting und Oakley, hält die Notwehrgeschichte für lächerlich. Einer seiner Belastungszeugen hätte ausgesagt, daß er gesehen hätte, wie Baker um sein Leben gelaufen sei. Eine andere Zeugin sagte, daß sie gesehen hätte, daß die in angeblicher Notwehr handelnden wie wahnsinnig auf Lollar und Baker eingeschlagen hätten.
Dennoch wurden Sweeting und Oakley freigesprochen, weil das Gericht nicht vollständig klären konnte, ob es Notwehr war oder nicht, und wer letztlich die tödlichen Stiche ausgeführt hatte.
Die beiden Opfer sind übrigens in Akron, Ohio, begraben.
In Akron, Ohio, 30 Kilometer von der Ruhmeshalle der NFL entfernt, in die Ray Lewis dereinst aufgenommen werden wird.

Samstag, 26. Januar 2013

Kurzberichte
crabtree-michael7Gegen Michael Crabtree (Bild) wird, zu diesem Zeitpunkt, keine Anklage wegen sexueller Belästigung erhoben.
Nachdem die Staatsanwaltschaft in San Francisco alle Untersuchungsergebnisse der Polizei aus Green Bay gesichtet hat, wies sie den Fall ab.
Der Wide Receiver der 49ers hat also den Kopf frei für den Super Bowl gegen Baltimore.
Warum aber die Ansage der Staatsanwaltschaft den Zusatz: „Zu diesem Zeitpunkt“ enthielt, wurde nicht näher erläutert.
Die 49ers werde trotzdem aufatmen, denn Crabtree ist der erste Wide Receiver des Teams seit Terrell Owens, 2003, der Pässe für über 1.000 Yards in einer Saison fing.
Im Super Bowl sollen da noch einige Yards dazukommen.

Und die NFL entdeckte noch eine Spielszene, für die sie einem Spieler Geld abknöpfen konnte.
Ravens Safety Bernard Pollard muss $15.250 zahlen, weil er Patriots Wide Receiver Wes Welker zu hart getackelt hatte.
Die NFL untersuchte auch eine weitere Szene, an der Pollard beteiligt war.
Hier hatte er Patriots Running Back Stevan Ridley mit dem Helm voran gegen dessen Helm getroffen.
Ridley fiel wie ein Stein zu Boden und verlor den Ball. Das Spiel war für ihn beendet. Obwohl er den Ball erst losließ, als sein Knie schon den Boden berührt hatte, werteten die Schiedsrichter das als Fumble. Erste Fehlentscheidung.
Doch die zweite folgte sogleich, als sie den Angriff Pollards als übertriebene Härte werteten, und eine 15 Yards Strafe gegen ihn verhängten.
Die NFL hatte nun vielleicht gehofft, aus dieser Szene weiteres Kapital schlagen zu können, kam aber zu dem Ergebnis, daß die Attacke völlig legal war.

Nach einem Besuch in einem Nachtclub in Honolulu wurde Trent Williams angegriffen und verletzt.
Der Left Tackle der Redskins kann nicht am Pro Bowl teilnehmen.
Ein Tatverdächtiger wurde mittlerweile von der Polizei festgenommen.
Williams wurde mit einer Champagnerflasche am Kopf getroffen und die Wunde musste mit mehreren Stichen genäht werden.
Der Left Tackle wird das volle Preisgeld für den Pro Bowl erhalten, gab die NFL bekannt.
Die Liga gab auch bekannt, daß der Pro Bowl auf Bewährung ist und seine Chance in diesem Spiel nutzen muss, um weiter zu existieren.
Doch ob die Spieler dem Pro Bowl eine Möglichkeit geben werden, sich zu bewähren?
Texans Running Back Arian Foster gehört zu den Spielern, die eine gute Leitung bieten wollen. Aber 100% wären bei diesem Schaulaufen der besten der Besten natürlich auf keinen Fall zu erwarten, sagte er bei einer Pressekonferenz am Freitag.
Commissioner Roger Goodell betonte im Vorfeld wiederholt, daß er keine Probleme damit hätte, den Pro Bowl abzuschaffen.
Sollte ihm das Spiel am Sonntag nicht gefallen, dann könnte es das gewesen sein.

Eigentlich wollte Jeff Saturday bis nach dem Pro Bowl warten, um seine Entscheidung bekanntzugeben, aber jetzt hat er es doch schon vorher gemacht.
Der Center der Packers sagte, daß er nach 14 Jahren in der NFL in den Ruhestand treten wird.
Seine beste Zeit hatte er als Center der Colts, mit denen er den Super Bowl gewann.
Bei den Packers wurde er 2012 mitten in der laufenden Saison auf die Bank gesetzt.
Saturday gilt als einer der besten Spieler, die nicht durch die Draft in die Liga kamen. Er wurde in sechs Pro Bowls gewählt.

Zum Schluss noch etwas zum Schmunzeln.
JaMarcus Russell will zurück in die NFL.
Für die Neulinge unter uns: Der Quarterback wurde 2007 als erster Spieler in der Draft von den Raiders einberufen.
Er begann seine Zeit dort mit einem Streik, da ihm der angebotene Vertrag zu niedrig war. Erst als die Raiders ihm einen Vertrag über $61 Millionen für sechs Jahre anboten, von denen 32 Millionen garantiert waren, unterschrieb er. Da waren das Trainingslager und Woche eins der Saison schon gelaufen.
In der Folgezeit bewies er, daß er die schlechteste Entscheidung war, die ein Team jemals bei einer Draft getroffen hatte.
Er startete bis 2009 in 25 Spielen und gewann davon sieben. Er vervollständigte nur 52,1 % seiner Pässe und warf 18 Touchdowns. Denen standen 38 Ballverluste entgegen, 23 Interceptions und 15 Fumbles.
Für seine drei Saisons in Oakland kassierte er $36 Millionen. Das kann man leicht ausrechnen. Das sind $2 Millionen pro Touchdown.
Nach der Saison 2009 feuerten die Raiders ihn.
Zwei Jahre nach seinem unrühmlichen Ausscheiden aus der NFL klopfte die Steuerfahndung an Russells Tür. Er musste sein Anwesen in Oakland verkaufen, um einer Zwangsversteigerung zu entgehen.
Wieviel Geld dem schlechtesten Draftpick aller Zeiten noch geblieben ist, verrät er nicht, aber es scheint nicht viel zu sein. Warum sonst sollte er ernsthaft ein Comeback in der NFL angehen?
Marshall Faulk, ehemaliger Running Back und verdientes Mitglied der Hall of Fame, soll Russell fitmachen.
Faulk leitet eine Footballakademie, und an ihn hat sich Russell gewandt, um wieder NFL- tauglich zu werden. Immerhin ist der Quarterback erst 27 Jahre alt, ein gutes Alter für Quarterbacks.
Und Teams, die einen Quarterback brauchen, gibt es genug.
Doch ob eines davon so dämlich ist, JaMarcus Russel zu verpflichten???

Freitag, 25. Januar 2013

Kurzberichte
ryan-rob2„Bei meinen Qualitäten werde ich höchstens fünf Minuten arbeitslos sein,“ gab sich Rob Ryan selbstbewußt, als die Cowboys ihn gefeuert hatten.
Aus fünf Minuten wurden 16 Tage, aber jetzt hat der Defensive Coordinator wohl einen neuen Job.
Er soll mit den St. Louis Rams verhandelt haben, und eine Einigung scheint möglich.
Ryan war seit 2004 Defensive Coordinator bei den Oakland Raiders, Cleveland Browns und Dallas Cowboys.
Zwei dieser Teams spielten eher um die erste Wahl in der Draft, und eins schaffte den letzten Schritt in die Playoffs nicht.

In seiner ersten Pressekonferenz nach seiner Suspendierung sagte Saints Head Coach Sean Payton, daß besonders die schlechten Leistungen der Defense ihm schlaflose Nächte bereitet hätten.
Deshalb bestand seine erste Amtshandlung auch darin, Defensive Coordinator Steve Spagnuolo zu feuern.
Die Spieler wird es freuen, denn einige hatten letzten Monat ihrem Unmut über Spagnuolo und seine Methoden Luft gemacht.
Momentan sieht es so aus, als bliebe der Defensive Coordinator länger arbeitslos. Die meisten Teams haben ihre Trainerstäbe bereits zusammengestellt.
Wen Payton als neuen Defensive Coordinator im Visier hat, sagte er noch nicht.

In Baltimore wurde spekuliert, ob Ray Lewis vielleicht nicht der einzige Raven ist, der nach der Saison in den Ruhestand tritt.
Ed Reed, auch schon 34, machte immer wieder mal Anspielungen, daß es auch für ihn die letzte Saison sein könnte.
Doch am Donnerstag sagte der Safety der Presse, daß er nächste Saison spielen wird.
Doch ob das sein letztes Wort ist?
Reed liebäugelte schon öfter mit dem Rentnerdasein und überlegte es sich dann anders.
Vielleicht würde er, nach einem Titelgewinn, auf dem Höhepunkt seiner Karriere doch abtreten?
Reed wurde von den Ravens einberufen, ein Jahr nachdem sie den Super Bowl 2001 gewonnen hatten.
11 mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Jetzt steht er in seinem ersten Super Bowl.

Apropos Super Bowl.
Ein kurzer Blick auf das Wetter in New Jersey zeigt fürchterliches.
Hier soll nächstes Jahr der Super Bowl stattfinden, und warme Wäsche scheint angebracht zu sein.
Zur Zeit ist von globaler Erwärmung keine Spur in East Rutherford. Bei Minus vier Grad bibbert die Region ziemlich genau ein Jahr, bevor das Spiel der Spiele zum ersten Mal in einer kalten Stadt in einem Stadion ohne Dach ausgetragen wird.
In Detroit saßen die Zuschauer wenigstens im Warmen. Diesen Komfort bietet das Jets und Giants Stadion in den Meadowlands nicht.
Sollte also jemand planen, den Super Bowl nächstes Jahr zu besuchen, der offiziell als Super Bowl in New York betitelt wird, der sollte seine Thermounterwäsche nicht vergessen.
Das Wetter von heute könnte auch das Wetter von 2014 sein.
NFL Commissioner Roger Goodell und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg traten gemeinsam vor die Presse, um das Großereignis in einem Jahr zu diskutieren.
Beide waren sich einig, daß Football ein Sport ist, bei dem es auch darum geht, den Elementen zu trotzen.
Sollte es nächstes Jahr eisig Kalt sein und schneien, würde das keine Probleme bereiten. New York wäre es gewohnt, die Stadt unter widrigen Bedingungen funktionsbereit zu halten.
Gefeiert werden soll auf jeden Fall. Vier Tage sollen die Festivitäten dauern, für die 10 Blocks um den Broadway herum gesperrt werden sollen.
Auch der Austragungsort in New Jersey soll nicht zu kurz kommen.
In East Rutherford werden die Spieler wohnen und trainieren, der Medientag, die berühmten Parkplatzgrillfeste und andere Veranstaltungen werden dort stattfinden.
Auf beiden Seiten des Hudsons rechnet man mit Einnahmen von 550 bis 600 Millionen Dollar, die Besucher ausgeben werden.

Gott sei Dank wurde das neue Haus von Tom Brady noch fertig, bevor er die Strafe über $10.000 von der NFL auferlegt bekam.
Nicht auszudenken, wenn die Fertigstellung an den Finanzen gescheitert wäre.
Der Quarterback der Patriots und seine Frau Giselle Bündchen werden in den nächsten Wochen ihr neues Domizil in Los Angeles beziehen, das $20 Millionen gekostet hat.
Wenn man sich das Bauwerk ansieht, könnte der Architekt von König Arthur dieses Schloss entworfen haben.
Das 22.000 quadradmetergroße Haus hat einen Wassergraben und der einzige Zugang führt über eine Brücke. Google Earth Aufnahmen zeigen noch kein Wasser im Graben, aber das wird bestimmt noch eingelassen. Ein riesiger Swimmingpool und ein gigantischer Spielbereich für Kinder liegen auf dem Grundstück, das umgeben wird wird von einer mittelalterlich anmutenden Festungsmauer. Die sollte Brady besser schützen können, als seine O-Line.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Payton ist zurück bei der Arbeit
payton-sean-jubelt245 Minuten lang nahm sich Sean Payton (Bild) Zeit, bei seiner ersten Pressekonferenz nach seiner saisonlangen Suspendierung.
Es hätte furchtbar wehgetan, zusehen zu müssen, wie seine Saints Spiel um Spiel verloren und die Saison mit 7-9 Siegen beendeten.
Vor Allem die Defense hätte ihm schlaflose Nächte bereitet. Hier will er als erstes ansetzen und für Verbesserung sorgen.
Die Verteidigung der Saints war die mit Abstand schlechteste der Liga.
Auf die Frage, ob er seinen alten Defensive Coordinator Gregg Williams einstellen wolle, um die Fehler abzustellen, kam ein klares Nein als Antwort. Payton sagte, daß er kein Interesse daran habe, mit dem immer noch suspendierten Williams zu reden.
Es steht ja auch gar nicht fest, wann die NFL die Suspendierung Williams´ beendet.
Auf direkte Fragen nach dem Kopfgeldprogramm, und seiner Beteiligung daran, bewies Payton, daß ihm nach seiner NFL Karriere eine Karriere in der Politik offensteht. Er redete viel, sagte aber nichts.
Auf sein Verhältnis zu Roger Goodell angesprochen, antwortete Payton, daß es immer noch ein sehr gutes wäre, auch wenn die letzten acht Monate sehr frustrierend gewesen wären.
Goodell würde seinen Job als Vorsitzender der NFL machen, so wie er seinen als Head Coach der Saints machen würde. Und jeder gäbe halt sein Bestes.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs, versuchte er die Wogen zu glätten, die in New Orleans hochschlagen, wenn der Name Goodell fällt. Immerhin kommt der Vorsitzende der Liga nächste Woche in die Stadt, wenn der Super Bowl ansteht.

Kurzberichte
Tom Brady, der Attentäter.
So sahen es die Ravens.
Und auch die NFL.
Der Quarterback der Patriots hob das Bein etwas zu hoch, als er über den Boden rutschte, um das Ende seines Laufs zu signalisieren. Dabei traf er Ravens Safety Ed Reed in die Kronjuwelen, und das wurde nun teuer.
Die Liga bestrafte Brady zu einer Zahlung von $10.000 für diese Aktion.

So verzweifelt ist die NFL, weitere Einnahmen zu generieren, daß sie ihren Spielern an die Wäsche geht.
Opfer ist Frank Gore. Der Running Back der 49ers muss $10.500 Strafe zahlen, weil er seine Socken im Spiel gegen die Falcons nicht hoch genug gezogen hatte.
Und das ist jetzt kein Scherz.
Gore entschuldigte sich in aller Form bei der NFL für diese Verletzung der Kleidungsvorschriften. Er wäre so sehr darauf fokussiert gewesen, mit seinem Team den Super Bowl zu erreichen, daß er überhaupt nicht gemerkt hätte, daß seine Socken in so grausamer Weise das Ansehen der NFL in der Öffentlichkeit verletzt hätten.

Die Familie von Junior Seau hat die NFL verklagt.
Das war abzusehen, geht es doch um eine Menge Geld, die man im Erfolgsfall einsacken kann.
Der ehemalige NFL Linebacker soll sich letzten Mai mit einem Schuss in die Brust selber getötet haben.
Seau wurde nur 43 Jahre alt.
Die Familie ließ sein Gehirn von einem auf Gehirnverletzungen spezialisierten Institut untersuchen. Das kam zu dem Ergebnis, daß Seaus Persönlichkeitsstörungen, Depressionen und seine Demenz auf Schädigungen zurückzuführen wären, die er während seiner Zeit als Spieler in der NFL erlitten hätte.
Da bietet sich ein Prozess gegen die Liga natürlich an, das ist ja zur Zeit ganz große Mode unter ehemaligen Spielern.

Werden sich wieder Träume von Ruhm und Reichtum grausam in Luft auflösen?
Eine Frau hatte 49ers Wide Receiver Michael Crabtree angezeigt, weil er sie sexuell Belästigt hätte.
Crabtree wurde zu dem Vorfall von der Polizei befragt, aber nicht festgenommen.
Jetzt scheint sich der Fall in Luft aufzulösen.
Zwei weitere Frauen, die von der Klägerin als Zeuginnen benannt wurden, entlasteten mit ihren Aussagen den Wide Receiver.
Der Vorfall sollte sich nach dem Spiel der Niners in einem Hotelzimmer in Green Bay zugetragen haben. Dort soll Crabtree versucht haben, die Klägerin gewaltsam zum Sex zu zwingen.
Doch die zwei Zeuginnen, die auch in dem Zimmer waren, sagten aus, daß Crabtree niemanden angegriffen habe.
Auch forensische Untersuchungen des Hotelzimmers erbrachten keinen Beweis, der für die Version der Klägerin spricht.
Na ja, reiche Männer und arme Frauen im Hotelzimmer.
Da sind Ruhm und Reichtum zum Greifen nah.
Mann kann es ja mal probieren.

Nach 44 Jahren sagt Charlie Joiner der NFL Good Bye.
21 Jahre davon verbrachte er bei und mit den San Diego Chargers. Als Wide Receiver war er dort eine Legende und fing von 1976 bis 86 586 Pässe.
Seine NFL Karriere begann er 1969 bei den Houston Oilers, wo er bis 1972 spielte. Von 72 bis 75 spielte er für die Bengals.
Von 1987 bis 91 arbeitete er zum ersten Mal als Assistenztrainer bei den Chargers. Danach war er für die Bills und die Chiefs tätig, bevor er 2008 wieder zurück zu den Chargers ging.
Im Alter von 65 Jahren verabschiedete er sich jetzt aus der Liga.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Kurzberichte
brown-tim03Etwas lustiges aus der Gerüchteküche?
Bitte sehr.
Der damalige Head Coach der Raiders, Bill Callahan soll die Raiders gehasst haben, und mit Absicht den Super Bowl 37 gegen die Buccaneers und Oaklands ehemaligen Head Coach Jon Gruden verloren haben.
Davon jedenfalls ist der ehemalige Wide Receiver Tim Brown (Bild) überzeugt.
Volle Unterstützung erhält er von seinem Kollegen Jerry Rice. Rice ist vom Charakter her eigentlich über jeden Zweifel erhaben. Bei Brown könnten einem ja noch Zweifel kommen, aber nicht bei Rice.
Callahan hatte damals die offensive Strategie der Raiders 48 Stunden vor dem Spiel umgestellt.
Center Barret Robbins wurde am Tag vor dem Spiel suspendiert. Er war der einzige in Oaklands Offense, der es körperlich mit Warren Sapp hätte aufnehmen können.
Callahan zeigte sich entsetzt von den Vorwürfen. Daran sei aber auch nicht ein Fünckchen Wahrheit.
Jerry Rice allerdings bekräftigte die Verschwörungstheorie in dieser Woche in einem ESPN Interview.
Da mag jetzt jeder seinen eigenen Schluss draus ziehen.

Jay Ratliff wollte mal ausprobieren, inwieweit sein Pickup Truck es mit einem 18-rädrigen Truckmonster aufnehmen kann.
Um es vorwegzunehmen, der Pickup verlor.
Ratliff, der besoffen am Steuer seines Wagens saß, wurde bei dem Unfall nicht verletzt, aber anschließend verhaftet.
Lehren ziehen?
Vernunft annehmen?
Intelligenz beweisen?
Nein!
Erst vor nicht ganz zwei Monaten baute Cowboys Defensive Lineman Josh Brent im besoffenen Kopf einen Unfall, bei dem sein Beifahrer Jerry Brown ums Leben kam.
Dabei erzählte Teambesitzer Jerry Jones damals voller Stolz vom Programm der Cowboys, das solche Trunkenheitsfahrten verhindern soll.
Es ständen den Spielern zwei Limousinendienste zur Verfügung, die sie 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche nutzen könnten.
Sieben Mal wurde dieser Service letztes Jahr genutzt. Zumindest einen tödlichen Unfall zuwenig.

Bald sollen auch die Zuschauer im Stadion die gelbe Linie sehen können, die uns TV-Zuschauern anzeigt, wo ein neuer erster Versuch erreicht wird.
Der ehemalige Kommentator Pat Summerall hat einer Firma dabei geholfen, einen First Down Laser zu entwickeln. Dieser Lichtstrahl soll dann im Stadion und am Fernsehgerät gesehen werden können.
Seit 2003 arbeitete Alan Amron an der Entwicklung des Systems, das mittlerweile einsatzbereit sein soll.
Noch zögert die NFL, aber baldigen Tests in Vorbereitungsspielen sollte nicht allzuviel im Wege stehen.

Rex Ryan baute einen Autounfall, bei dem er unverletzt blieb.
Er überfuhr versehentlich eine rote Ampel, krachte in ein zweites Fahrzeug, das in ein drittes geschleudert wurde.
Auch von den anderen Beteiligten wurde niemand verletzt.
Ryan wurde von der Polizei nur verwarnt, nicht angezeigt.

Spiel verloren, Haus ausgeraubt.
Doppeltes Pech hatte Patriots Defensive Back Derrick Martin am Sonntag.
Zwei maskierte Männer raubten sein Haus aus, als er gerade mit seinem Team von den Ravens vorgeführt wurde.
Im Haus befanden sich zur Zeit des Einbruchs noch eine erwachsene Person und mehrere Kinder.
Die Räuber stahlen einige Sachen, bevor sie das Weite suchten und wohl auch fanden.
Die Anwesenden kamen mit dem Schrecken davon.

Als Tom Brady im Spiel gegen die Ravens mit dem Ball lief und über den Boden rutschte um den Spielzug zu beenden, traf er dabei mit seinem ausgestreckten Bein Ravens Safety Ed Reed in einer sehr schmerzempfindlichen Region.
Nach dem Spiel verlangte Baltimores Head Coach John Harbaugh, und einige Spieler, daß die NFL den Quarterback der Patriots für diesen absichtlichen Tritt zu einer Geldstrafe verurteilt.
Brady hat sich mittlerweile per SMS bei Reed entschuldigt. Der Safety nahm die Entschuldigung an, da Brady nun wirklich nicht als gemeiner Spieler bekannt wäre.
Im schlimmsten Fall wäre dem Quarterback kurzfristig eine Sicherung durchgebrannt. Das könne in solch einem emotionalen Spiel mal passieren, meinte Reed.
Die NFL sieht sich die Aufnahmen des Vorfalls dennoch genau an und wird bald zu einer Entscheidung kommen, wie man hört.
Der Fall erinnert etwas an die Situation, in der Detroits Ndamukong Suh den Quarterback der Texans, Matt Schaub, in die „Leistengegend“ trat.

Die NFL gab dem Vertrag zwischen den New Orleans Saints und Sean Payton ihren Segen.
Somit darf der Head Coach ab sofort die Vorbereitungen zur Saison 2013 beginnen.
Ob es ihm gelingt, die Saison 2012 vergessen zu machen, wird man sehen.
Schlechter kann es allerdings ja nicht mehr werden.

Jaja, nachher tuts einem immer leid.
So wie jetzt Anna Burns Welker, der Frau von Patriots Wide Receiver Wes Welker.
Sie zog auf ihrer Facebookseite über Ravens Linebacker Ray Lewis her.
„Stolz auf meinen Ehemann und die Pats,“ schrieb sie nach dem Spiel. „Nebenbei, falls jemand langweilig ist, geht zur Wikipediaseite von Ray Lewis. 6 Kinder, 4 Ehefrauen. Des Mordes angeklagt. Zahlte eine Familie aus. Yeah. Was für ein Hall of Fame Spieler! Ein wahres Vorbild!“
Am Tag nach dem Spiel löschte sie den Eintrag und entschuldigte sich bei Lewis.
Stellt sich die Frage: „Warum?“
Sie hat doch nichts geschrieben, was nicht stimmt.
Nur das Detail mit den vier Ehefrauen stimmt nicht so ganz. Lewis hat sechs Kinder mit vier Frauen, war aber niemals verheiratet.

Dienstag, 22. Januar 2013

Die NFL 2012 - Championship Sunday - Nach dem Schock
Kaepernick-Colin2Atlanta kann eine keine hohe Führung verteidigen.
Gegen die 49ers lagen sie schnell mit 17:0 in Front, aber wieder gaben sie die Führung aus der Hand.
War es in der Woche zuvor so, daß man am Ende nur ein Field Goal zum Sieg brauchte, brauchten die Falcons dieses Mal einen Touchdown, um gegen San Francisco zu gewinnen.
Atlantas Verteidigung hatte San Franciscos Quarterback Colin Kaepernick (Bild) gut im Griff. Er erzielte mit zwei Läufen nur 21 Yards.
Nach den Problemen, die Atlanta mit Russell Wilson hatte, hatte man da mehr von Kaepernick erwartet.
Mit 16 Vervollständigungen aus 21 Pässen erzielte er 233 Yards und 1 Touchdown. Auch das waren nur Standardwerte.
Matt Ryan vervollständigte 30 seiner 42 Pässe für 396 Yards und 3 Touchdowns, leistete sich aber einen kostspieligen Interception und einen Fumble.
Als es ins letzte Viertel ging, führte Atlanta noch mit 24:21.
8:23 Minuten vor Spielende lief Niners Running Back Frank Gore aus neun Yards zur 28:24 Führung für San Francisco in die Endzone.
Da blieb noch eine Menge Zeit für Atlanta.
Und die Falcons marschierten dann auch von der eigenen 20 los und standen sieben Minuten später an der 10 der 49ers.
Doch es war ja nicht nur Kaepernick, der die 49ers ins NFC Endspiel gebracht hatte, es war auch die Defense, die San Francisco so weit brachte. Und die Defense hielt.
Einen Pass von Matt Ryan im dritten Versuch auf Roddy White konnte Ahmad Brooks abwehren.
Da Atlanta einen Touchdown brauchte, mussten sie den vierten Versuch ausspielen. Ryan passt wieder in Whites Richtung, und dieses Mal war es Navorro Bowman, der den Pass abwehrte.
Zwar mussten die Niners nach 56 Sekunden tatsächlich den Ball noch mal punten, aber Atlanta blieb nur noch Zeit für einen einzigen Spielzug.
Die Falcons standen an der eigenen 41 und Ryan traf Julio Jones mit einem 24 Yards Pass.
Das wars. Die Uhr sprang auf Null und der erste der Harbaugh Brüder, Jim, stand im Super Bowl.

In New England hatte John Harbaugh die Chance, seinem Bruder ins Spiel der Spiele zu folgen.
Und seine Mannschaft wusste, was die Stunde geschlagen hatte. Sie trat konzentriert und mit dem nötigen Siegeswillen auf.
Attribute, die man auf die Patriots nicht anwenden konnte.
Hier braucht man Worte wie, Pomadig, Arrogant, Feige, um die Mannschaft zu beschreiben.
Die Offense trat wieder mit einer Arroganz auf, die schon gegen normale Verteidigungen tödlich sein kann. Gegen eine Defense, die von dem Mörder(ischen) Ray Lewis angeführt wird, kann man sich solch einen schlampigen Auftritt überhaupt nicht erlauben.
Wenn man dann noch feige ist, ist alles aus.
Zwei Beispiele von Feigheit vor dem Feind lieferte Patriots Quarterback Tom Brady. In der ersten Szene lief er tatsächlich mit dem Ball, als ihm ein Schiedsrichter im Weg stand. Anstatt den Typen einfach umzurennen und plattzumachen, bremste Brady und ging zu Boden.
Unvorstellbar!
In der zweiten Szene lag New England bereits mit 13:28 zurück, und es waren noch 8:34 Minuten zu spielen. Viel Zeit eigentlich.
Die Patriots standen an Baltimores 19 und hatten einen vierten Versuch und vier Yards.
Brady lief nach links und hatte plötzlich eine Menge freien Raum vor sich.
Zwar näherte sich ihm Defensive Tackle Haloti Ngata, doch Brady hätte zumindest versuchen können, um ihn herumzukommen. Es war das AFC Finale und als Hauptgewinn winkte der Super Bowl. Da kann man schon mal einen blauen Fleck riskieren.
Statt dessen warf er einen unkontrollierten Pass in die Endzone. Der Ball fiel zu Boden und in dem Moment war das Spiel entschieden, auch wenn noch die zweite Hälfte des vierten Viertels zu spielen war.
Die Defense der Ravens war zu stark für die Offense der Patriots. Und die Offense Line der Ravens war zu stark für die D-Line der Patriots. Quarterback Joe Flacco wurde zwar zweimal gesackt, spielte aber ansonsten wie ein echter NFL- Quarterback. Er vervollständigte 21 seiner 36 Pässe für 240 Yards und 3 Touchdowns.
Damit könnte er sich letztlich doch eine gute Position in seinen anstehenden Vertragsverhandlungen erspielt haben.
Tom Brady vervollständigte 29 seiner 54 Pässe für 320 Yards und nur 1 Touchdown.
Er wurde zwar nicht gesackt, stand aber unter so starkem Druck, daß ihm zwei Fehlwürfe unterliefen. Zusätzlich wurde er von seiner ansonsten so zuverlässigen Anspielstation Wes Welker im Stich gelassen. Der fing zwar acht Pässe für 117 Yards und 1 Touchdown, ließ aber auch zwei perfekte Pässe in wichtigen Situationen fallen.
Am Ende stand es 28:13 für Baltimore, und New England war damit noch gut bedient.
Der Super Bowl ist also eine reine Familienangelegenheit zwischen John und Jim Harbaugh. Und Familienangelegenheiten sollten Aussenstehende nicht interessieren.

Kurzberichte
Matt Ryan hat seinen Auftritt im Pro Bowl abgesagt. Der Quarterback der Falcons hat sich gegen die 49ers leicht verletzt und möchte sich auskurieren.
An seiner Stelle wird Rookie- Quarterback Russell Wilson von den Seattle Seahawks spielen.

Tom Brady hat seinen Auftritt im Pro Bowl abgesagt. Der Quarterback der Patriots hat sich gegen die Ravens leicht verletzt und möchte sich auskurieren.
An seiner Stelle wird Rookie- Quarterback Andrew Luck von den Indianapolis Colts spielen.

Der Heimvorteil zog dieses Jahr überhaupt nicht.
Beide Heimteams in den Conference-Endspielen gingen geschlagen vom Platz.
Da gibt es ja den Spruch: „Deshalb spielt man das Spiel.“
Wie wahr.
Wieder konnten die beiden besten Teams der regulären Saison ihren Vorteil nicht nutzen.
Die Denver Broncos schieden schon vorletzte Woche gegen die Ravens aus, während Atlanta es bis ins NFC Endspiel schaffte.
Das ist was, was die Playoffs so beliebt macht.
Die letzten könnten die ersten werden.
Doch die Fernsehzuschauer in den USA hat es gar nicht so sehr interessiert.
In der letzten Saison hatte das frühe Spiel, damals das AFC Endspiel, 48,7 Millionen Zuscheuer.
In diesem Jahr stand um diese Uhrzeit das NFC Endspiel auf dem Plan und erreichte nur 42 Millionen Zuschauer.
Auch das späte Spiel verlor ordentlich.
Letztes Jahr sahen 57,6 Millionen das NFC Endspiel.
In diesem Jahr schalteten nur 47,7 Millionen Zuschauer das AFC Endspiel ein.
Das sind ganz beachtliche Reichweitenverluste.

Samstag, 19. Januar 2013

Kurzberichte
crabtree-michael7Die Polizei in San Francisco befragte Michael Crabtree (Bild). Gegen den Wide Receiver der 49ers liegt eine Anzeige wegen eines sexuellen Übergriffs vor.
Der soll am Sonntagmorgen nach dem Spiel gegen die Packers in einem Hotelzimmer stattgefunden haben.
Crabtree wurde in Anwesenheit seines Anwalts befragt und soll sich kooperativ verhalten haben.
Er wurde nicht festgenommen, muss sich aber für weitere Befragungen zur Verfügung halten. Die Reise zum NFC Endspiel nach Atlanta durfte er mitmachen.
Die 49ers sagten der Presse, daß sie den Vorfall sehr ernst nehmen würden.

Die Jets haben einen neuen Offensive Coordinator.
Sie entschieden sich für Marty Mornhinweg, der diese Position in den letzten sieben Jahren bei den Eagles bekleidete.
Auch einen neuen General Manager konnten sie vermelden, John Idzik. Der war bisher im Führungsstab der Seahawks tätig, hat aber noch keine Erfahrung als General Manager.

Die Chicago Bears haben einen neuen Defensive Coordinator, Mel Tucker.
Tucker war von 2009 bis 12 Defensive Coordinator und Assistenz- Head Coach bei den Jaguars... einem der schlechtesten Teams der Liga.

„Ja, Mensch, wo kam die denn her?“ wird sich Andre Smith gedacht haben.
Der Offensive Tackle der Bengals wurde am Freitag festgenommen, weil er am Hartsfield International Airport mit einer Waffe im Gepäck erwischt wurde.
Die Pistole mit dem Kaliber .380 wurde in seinem Handgepäck entdeckt, als er eine Maschine nach Miami besteigen wollte.
Smith zeigte sich völlig überrascht und betonte wiederholt, daß er keine Ahnung davon hatte, daß er eine Pistole mit sich rumschleppte.
Die Liga nimmt solche Vorfälle sehr ernst und wird sich den Fall ganz genau ansehen.

Hah, und wieder hat es einen Kicker erwischt.
Vier Spieler der Divisional Playoffrunde wurden zu Geldstrafen verdonnert.
Ravens Cornerback Chykie Brown, Patriots Safety Steve Gregory, 49ers Safety Dashon Goldson und Patriots Kicker Stephen Gostkowski.
Letzterer konnte den gegnerischen Ballträger nur mit einem Griff in den Kragen des Trikots stoppen. Das kostete ihn $15.750.
Insgesamt nahm die NFL 57.250 Dollar ein. Kein schlechtes Nebeneinkommen bei nur vier Spielen.

Alicia Keys wird die Nationalhymne vor dem Super Bowl singen.
Keys hat 14 Grammys gewonnen und wird zum dritten Mal beim Super Bowl auftreten. So oft ist vor ihr noch niemand bei dem größten Sportspektakel aufgetreten.

Freitag, 18. Januar 2013

Kurzberichte
arians-bruce2Bruce Arians (Bild) hat seinen Posten als Head Coach.
Als Ersatztrainer für den an Leukämie erkrankten Chuck Pagano führte er die Colts in die Playoffs.
Nun hat er verdientermaßen ein eigenes Team übernommen.
Die Arizona Cardinals gaben ihm einen Vierjahresvertrag, mit der Option auf ein fünftes Jahr.
In Indianapolis machte er die Offense der Colts zur Zehntbesten der Saison. Dabei arbeitete er mit Rookies auf der Quarterback- Running Back- Tight End- und Wide Receiver Position.
Nicht zu vergessen, die verletzungsgeschwächte Offensive Line.
Bruce Arians war lange Zeit der Offensive Coordinator der Steelers, und unter ihm hatten sie viel Erfolg. Auch der ehemalige Head Coach der Cardinals, Ken Whisenhunt, war lange Zeit Offensive Coordinator bei den Steelers.
Mal sehen, ob Arians mehr Erfolg als Head Coach hat, als Whisenhunt.

Ken Whisenhunt war trotz seiner erwiesenen Erfolglosigkeit in Arizona als Head Coach der Chargers im Gespräch.
Den Posten bekam dann allerdings Mike McCoy.
Whisenhunt nahm dann das Jobangebot als Offensive Coordinator in San Diego an.

Auch die Jacksonville Jaguars haben ihren neuen Head Coach.
Damit steht kein NFL Team mehr ohne Cheftrainer da.
Seahawks Defensive Coordinator Gus Bradley wurde am Donnerstag verpflichtet.
Bradley ist der einzige defensiv orientierte Trainer, der einen Posten als Head Coach bekam.

Norv Turner hat einen neuen Job. Der ehemalige Head Coach der Chargers ist der neue Offensive Coordinator der Cleveland Browns.
Jetzt wird sich zeigen, woran die Super Bowl Erfolge der Dallas Cowboys 1992 und 1993 festzumachen waren.
War es die hervorragende Arbeit Turners, die die Erfolge sicherte, oder waren es doch die Qualitäten von Quarterback Troy Aikman, Wide Receiver Michael Irvin und Running Back Emmitt Smith, die Turner gut aussehen ließen.
In Cleveland hat er nicht einen Spieler zur Verfügung, der auch nur annähernd an diese drei Ruhmeshallenmitglieder heranreicht. Jetzt wird sich zeigen, ob er nicht nur als Head Coach nichts taugt, oder ob er auch als Offensive Coordinator nicht brauchbar ist?
Sein Head Coach in Cleveland ist Rob Chudzinski. Der war 2009 und 10 Assistenz- Head Coach der Chargers unter Turner.

Auweiahhh, der Aufschrei war zu erwarten, denn der Empörungsreflex funktioniert in den USA genauso, wie in Deutschland in bestimmten Situationen.
Acht Cheftrainerposten waren in der NFL zu vergeben, acht Mitglieder einer Mehrheit wurden verpflichtet.
Da war klar, daß aus der Ecke der Minderheitenvertreter sofort der Rassismusreflex einsetzte.
Die Besitzer der NFL Teams hatten es tatsächlich wieder gewagt, ihre Head Coaches nach Qualität und nicht nach Hautfarbe auszusuchen.
Wie schändlich!
Noch schlimmer!
Weil mit Lovie Smith und Romeo Crennel zwei Farbige unter den entlassenen Trainern waren, schrumpfte ihre Zahl aktuell von fünf auf nur noch drei.
Schweinerei!
Und nicht nur bei den Head Coaches gab es dieses skandalöse Einstellungsverhalten. Auch fünf freigewordene General Manager Posten wurden bis jetzt ausnahmslos an Weiße vergeben.
Unglaublich!
Die Vertreter der Minderheitenvereinigung sind ausser sich.
Doch warum bei den Head Coaches und den General Managern aufhören?
Wenn man gerade so schön dabei ist, sich aufzuregen, kann man ja auch noch tiefer gehen.
So wies der Vorsitzende der Minderheitenvereinigung darauf hin, daß es nur einen Schwarzen Offensive Coordinator in der NFL gibt, Jim Caldwell bei den Ravens.
Da kann man also noch viel erwarten. Defensive Coordinatoren, Special Teams Coaches, und vor Allem..., das wird nicht lange dauern... Quarterbacks.
Solange die Mehrheit der Teams nicht von Vertretern der Afro-Amerikanischen Minderheit angeführt werden, gibt es noch viel zu meckern.

Kein Gerichtsprozess Jonathan Vilma gegen Roger Goodell.
Eine Richterin fand die Argumente, die Vilma gegen Goodell vorbrachte nicht überzeugend.
Der Linebacker gehörte zu den Spielern, die im Zuge des Kopfgeldskandals suspendiert wurden.
Vilma verklagte den Vorsitzenden der NFL daraufhin wegen Verleumdung und übler Nachrede.
Doch Richterin Hellen Berrigan ließ es nicht zu einem Prozess kommen. Am Donnerstag teilte sie ihre Entscheidung den Beteiligten mit.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Kurzberichte
flynn-matt2Was geschieht mit Matt Flynn (Bild)?
Der ehemalige Ersatz- Quarterback der Packers unterschrieb vor der Saison 2011 einen $26 Millionenvertrag in Seattle.
Doch in den Vorbereitungsspielen rannte ein gewisser Russell Wilson an ihm vorbei, und wieder landete Flynn auf der Bank. Zwar um etlichen Millionen reicher, aber wieder war er nur der Mann hinter dem Starter.
Die Seahawks warten nun darauf, daß in der Transferperiode Angebote für Flynn ins Haus flattern.
Wenn nicht, wäre man aber auch nicht traurig. In der heutigen NFL ist es immer gut, zwei gute Quarterbacks im Kader zu haben.
Immerhin kann bei Wilsons Spielweise schnell etwas schlimmes passieren.
Flynn würde 2013 $7,25 Millionen verdienen, aber nur, wenn er als Starter in die Saison geht. Wenn er nur als Ersatzmann fungiert, müssen die Seahawks ihm lediglich $2 Millionen überweisen. Das ist ein guter Preis für einen guten Ersatzmann.

In der ersten Halbzeit hatte die Defense der Falcons die Seahawks im Griff.
In der zweiten Halbzeit saß John Abraham mit einer Knöchelverletzung auf der Bank, und die Dämme brachen.
Abraham hat die meisten Sacks für die Falcons in der Saison erzielt. Sein Fehlen sorgte dafür, daß die Defense Atlantas keinen Druck mehr auf Russell Wilson ausüben konnte, und der nutzte die sich bietenden Freiräume.
Gegen San Francisco soll Abraham wieder spielen können, aber Colin Kaepernick wird ihm alles abverlangen. Ob Abrahams Knöchel das aushält?
Am Mittwoch konnte der Defensive End nicht trainieren, und die Verteidigung der Falcons studierte Spielzüge ein, die seinen Ausfall kompensieren sollen.

Die Eagles haben einen neuen Head Coach, Chip Kelly.
Der war bisher Head Coach der Oregon Ducks, einem Collegeteam.
Ob er aus der lahmen Ente in Philadelphia wieder einen flugfähigen Adler machen kann, wird von vielen bezweifelt.
Bereits letzte Woche wollten die Eagles ihm den Job geben, doch Kelly lehnte das Angebot ab.
Anscheinend hat Jeffrey Lurie, der Besitzer der Eagles, noch einige Ziffern auf dem Vertragsangebot nach oben korrigiert.
Am Mittwoch unterschrieb der College-Coach in Philadelphia.
In Oregon hatte er eine Bilanz von 46-7 Siegen.

Auch die Chicago Bears haben einen neuen Head Coach.
Sie gingen nach Norden, um sich die Dienste von Marc Trestman zu sichern. Der war bisher Head Coach bei den Montreal Alouettes aus der CFL.
Trestman trainierte die Alouettes seit 2008. Seine Bilanz dort weist 64 Siege und 34 Niederlagen auf. Die Alouettes sangen sich 2009 und 2010 zum Grey Cup Champion. 2009 war Trestman Head Coach des Jahres in der CFL.
Seine offensiven Künste stelle er in der NFL in der Saison 2002 unter Beweis.
In der Saison war er Offensive Coordinator der Raiders. Sein Quarterback Rich Gannon wurde der wertvollste Spieler der Saison und Oakland erreichte den Super Bowl.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Kurzberichte
rodgers-aaron2Aaron Rodgers (Bild) wird nicht im Pro Bowl spielen.
Der Quarterback der Packers hat mehrere kleinere Verletzungen, die er lieber auskurieren möchte.
Der 29-jährige hat Knie- und Knöchelprobleme, die ihn schon länger nerven und behindern.
Im Vergleich zur Saison 2011 erzielte er mit seinen Pässen 350 Yards und sechs Touchdowns weniger, warf aber zwei Interceptions mehr.
Damit er 2013 gesund und munter durchstarten kann, sagte er den Pro Bowl ab.
An seiner Stelle wird Eli Manning spielen.

Die Chargers fällten zwei wichtige Entscheidungen.
Sie verpflichteten einen neuen Head Coach, und sie werden nicht umziehen.
Die Clubleitung hat den Bürgermeister von San Diego drüber informiert, daß sie 2013 noch nicht umziehen werden.
Die Chargers haben die Option, nach dem Ende einer Saison umziehen zu dürfen.
Und dann vermeldeten sie noch ihren neuen Head Coach.
Sie verpflichteten Mike McCoy und schwächten damit den Divisionsrivalen aus Denver. Da war McCoy vier Jahre lang der Offensive Coordinator.
Chargers Quarterback Philip Rivers zeigte sich hocherfreut, über die Wahl. Und McCoy betonte auf seiner ersten Pressekonferenz auch gleich, daß er viel Zeit mit Rivers verbringen werde.
Er wüsste noch nicht, woran es gelegen hat, daß die Produktivität des Quarterbacks so sehr nachgelassen hat, aber das werde er herausfinden und korrigieren.

Jimmy Haslam, der neue Besitzer der Browns, hat wohl tatsächlich Interesse an dem Team. Er legt los, wie die Feuerwehr, um aus dem Kellerkind ein NFL-Team zu machen.
Für die Saison 2014 hat er neue Uniformen in Auftrag gegeben.
Ein neues Outfit soll die Aufbruchsstimmung auch optisch darstellen. Allerdings muss das neue Design erst von der Liga genehmigt werden, und das dauert. Der Aufbruch in bessere Zeiten kann deshalb frühestens 2014 optisch auf dem Feld dargestellt werden.
Für das Stadion hat er einen Namenssponsor gefunden.
Wenn der Stadtrat es erlaubt, wird das Stadion demnächst FirstEnergy Stadion heissen.
Er feuerte Präsident Mike Holmgren und Head Coach Pat Shurmur mitsamt seinen Assistenten.
Das ist schon viel mehr, als der alte Besitzer jemals getan hat.
Ob er allerdings ein Helmlogo einführen kann? Möchten würde er schon gerne, aber die Browns tragen traditionell kein Helmlogo. Es ist sogar vertraglich festgelegt, daß er kein Helmlogo einführen darf. Aber was ist ein Vertrag schon, außer einer von beiden Seiten unterzeichneten Absichtserklärung. Und seine Absichten kann man ja ändern.
Nur eins, das bleibt bestehen, Cheerleader wird es auch bei ihm nicht geben!

Brandon Marshall muss wieder unter`s Messer.
Der Wide Receiver der Bears soll Anfang nächster Woche an der Hüfte operiert werden.
Das wird Marshalls dritte Hüftoperation in den letzten vier Jahren.
2009 musste die linke Hüfte operiert werden, 2010 war die rechte Hüfte dran.
Welche Seite jetzt betroffen ist, wurde nicht bekanntgegeben.
Davon, daß seine Hüfte ihn während der Saison behindert hat, hat man nichts gemerkt. In seiner ersten Saison für Chicago fing er Pässe für 1.508 Yards und 11 Touchdowns und spielte die beste Saison seiner Karriere.

Dienstag, 15. Januar 2013

Die NFL 2012 - Das Playoffnachbeben
manning-bronco8Peyton Manning (Bild) machte einen Anfängerfehler, für den man einen Rookie- Quarterback maßregeln, zurechtweisen, ja fast schon feuern würde.
Er weiß das, und er ist völlig zerknirscht.
Da ist es auch kein Trost, daß ein anderer zukünftiger Ruhmeshallen- Quarterback diesen Fehler auch in einem Playoffspiel machte.
Die Rede ist von Mannings letztem Pass. Hier lief er nach rechts und warf den Ball gegen die Laufrichtung in die Mitte des Feldes.
Das sollten sich Quarterback spätestens auf der High School abgewöhnt haben.
Doch es passiert tatsächlich auch noch einem alten Kampfross, wie Manning, und auch Brett Favre, der in einem Playoffspiel gegen New Orleans vor einigen Jahren diesen Fehler machte.
Die Folgen sind bekannt. Beide Pässe landeten in den Händen eines Verteidigers, beide Pässe entschieden das Spiel zu den eigenen Ungunsten.
Manning, 38 Jahre alt, in seiner 15. Saison, erklärte seinen Mannschaftskollegen, daß er eine sehr dumme Entscheidung getroffen hätte, als er den Ball warf.
Er entschuldigte sich, und sagte, daß ein viermaliger Liga MVP nicht den Anfängerfehler Nr. 1 machen dürfte.
Aber, so fuhr er fort: „(Piiiiep) happens.“
Ob dieser Pass Auswirkungen auf seinen Vertrag haben wird?
Davon ist nicht auszugehen.
Manning spielte eine phantastische Saison nach der vierten Nackenoperation in 18 Monaten.
Die Broncos haben bis zum 15. Februar Zeit zu überlegen, ob sie ihn behalten oder ziehen lassen wollen. Die Saison 2012 war sozusagen eine Probezeit. Die müsste Manning eigentlich bestanden haben.
Als die Colts letztes Jahr vor dieser Entscheidung standen, zeigten sie Manning, wo der Ausgang ist.
Die Broncos werden das sehr wahrscheinlich nicht machen. Manning warf Pässe für 4.659 Yards, 37 Touchdowns und 11 Interceptions. Das ist MVP Material.
Zwar hat Tim Tebow mehr Playoffsiege in Denver vorzuweisen, als Manning, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Auch Broncos Head Coach John Fox hatte eine Menge zu erklären.
Bereits während des Spiels wurde Kritik an ihm laut, weil er 31 Sekunden vor Spielende Peyton Manning das Spiel abknien ließ.
Da stand es 35:35.
31 Sekunden und noch zwei Time Outs bei einem Start an der eigenen 20.
Da ist es natürlich unmöglich, noch in Field Goal Reichweite zu kommen.
Da ist es natürlich besser, feige aufzugeben.
Oder nicht?
Schauen wir doch mal nach Atlanta.
31 Sekunden vor Spielende gingen die Seahawks durch einen Lauf über zwei Yards von Marshawn Lynch mit 28:27 in Führung.
31 Sekunden und zwei Auszeiten hatte Matty Ice noch, um nicht sein viertes Playoffspiel in Folge zu verlieren.
Nach dem Kickoff begann Atlanta seine Angriffsserie an der eigenen 28.
Ryan warf einen Pass über 22 Yards zu Harry Douglas, Auszeit.
Ryan warf einen Pass über 19 Yards zu Tight End Tony Gonzales, Auszeit.
Atlanta stand Ruck, Zuck an der 31 Seattles.
Damit waren sie in Reichweite für einen Field Goal Versuch durch Matt Bryant, der den Treffer zum Sieg erzielte.
Na bitte, geht doch!
Man darf nur nicht feige sein, und man muss seinem Quarterback vertrauen.
Und welchem Quarterback sollte man vertrauen, wenn nicht Peyton Manning?
Trotzdem bleibt Head Coach Fox dabei, daß seine Entscheidung die einzig richtige war.
In 10 von 10 Fällen würde er wieder so entscheiden, sagte er der Presse.
Und John Elway, der Direktor für Footballangelegenheiten bei den Broncos, stand hinter ihm und nickte entschieden.
Peyton Manning überging auf der Pressekonferenz die Frage, ob er mit der Entscheidung einverstanden war.
Sehr diplomatisch von ihm.

Houston Texans Head Coach Gary Kubiak ließ nach der Niederlage gegen die Patriots keinen Zweifel an seinem Quarterback aufkommen.
Er betonte, daß Matt Schaub der Quarterback der Texans ist und bleibt.
Auch Schaubs Teamkollege J.J. Watt sprang seinem Quarterback sofort bei, da in Houston die Kritik an Schaub laut, sehr laut, wurde.
Zwar warf er einen haarsträubenden Fehlpass, aber es war die Verteidigung, die 41 Punkte erlaubte.
Schaub vervollständigte 34 von 51 Pässen für 343 Yards, 2 Touchdowns, bei besagtem Interception.
Das sind Werte, die viele andere Teams bei ihrem Spielmacher gerne sehen würden.
Dennoch machen die Fans in Houston, und die Schmierblätter, Schaub für das Versagen der Texans verantwortlich. Das begann ja schon im Dezember, als Houston von der Nr. 1 in der AFC auf Platz drei durchgereicht wurde.
Aber auch für diesen Niedergang sollte man eher die Defense verantwortlich machen.
Sei es, wie auch immer, im schlimmsten Fall ist Matt Schaub ein durchschnittlicher NFL- Quarterback. Und so einen hätten eine Menge Teams gerne.

Nach der Saison ist vor der Saison.
Nach dem Motto handelt Seahawks Rookie- Quarterback Russell Wilson.
Am Tag nach der Niederlage gegen Atlanta war er für die Presse nicht zu sprechen.
Der Grund, warum der Quarterback nicht zur Verfügung stand, war einer, den die Presse akzeptieren konnte.
Russell Wilson war im Filmraum der Seahawks und sah sich Aufnahmen der kommenden Gegner in der Saison 2013 an.
Das ist es, was diesen Mann so außergewöhnlich macht, und warum der Trainerstab und seine Teamkollegen ihn lieben.
Russell Wilson arbeitet Football. Er atmet Football. Er lebt Football.
Deshalb hatte er auch vor einigen Jahren ein durchaus lukratives Angebot eines Major Baseball League Teams aus Chicago abgelehnt.
Er wollte in die NFL.
Wilson beweist, daß er der Anführer des Team ist.
Er beweist, daß er das Team liebt.
Er beweist, daß er es mit dem Team noch ganz weit bringen will.
Und was wird Tony Romo jetzt gerade machen?
Der Quarterback der Cowboys wird sich ganz bestimmt auch auf die kommende Saison vorbereiten... auf die kommende Golfsaison.
Football interessiert ihn, zum Leidwesen der Cowboysfans, ja nicht so sehr.

Montag, 14. Januar 2013

Die NFL 2012 - Divisional Playoffs - Der Sonntag
ryan-matt11Es war die Divisional Playoffrunde in der NFL und es war auch höchste Zeit, daß uns Fans endlich gute Footballspiele geboten wurden.
So waren denn auch zwei der vier Spiele wirklich richtig gut.
Am Samstag war es Baltimore at Denver und am Sonntag war es Seattle at Atlanta.
Die Falcons legten denn auch gleich so los, wie man es erwarten konnte.
Sie wollten nach drei verlorenen Playoffspielen in Folge beweisen, daß alle schlechten Dinge drei sind, und sie jetzt endlich auch mal mit Gewinnen dran waren.
Zur Halbzeit führten sie nach zwei Touchdownpässen von Matt Ryan (Bild) und zwei Field Goals bereits 20:0.
Doch Seattle hatte sich bis dahin zweimal selber in den Fuß geschossen.
Bei einem vierten Versuch und eins an der 11 Atlantas versuchten sie kein Field Goal, sondern sie spielten den Versuch aus.
Die Falcons Defense hielt und Seattle hatte drei Punkte verschenkt.
Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit lief den Seahawks die Zeit davon. Sie hatten keine Auszeit mehr, als sie wieder an der 11 der Falcons standen.
Russell Wilson wurde beim dritten Versuch gesackt, und bevor sich Seattle zu einem erneuten Spielzug aufstellen konnte, sprang die Uhr auf Null.
Wenn das schon spannend war, dann wurde das zum Spielende noch übertroffen.
Seattle startete eine phantastische Aufholjagd und spielte die Falcons in Grund und Boden.
Ihr Quarterback Russell Wilson hatte alleine für diese zweite Halbzeit den Titel „Rookie des Jahres“ verdient.
Atlanta fand wie der arme Kojote kein Mittel diesen Roadrunner zu stoppen, und die Falcons können sich jetzt schon mal auf Colin Kaepernick freuen. Der wird sie genauso schwindelig spielen.
Wenn San Francisco dann nicht die erste Halbzeit verschenkt, wie es Seattle tat, dann ist Schluss für das Team aus der Stadt der braunen Brause.
Wie erwähnt, kämpfte sich Seattle in die Nähe eines verdienten Sieges.
31 Sekunden vor Spielende gingen sie durch einen Lauf über zwei Yards von Marshawn Lynch mit 28:27 in Führung.
31 Sekunden und zwei Auszeiten hatte Matty Ice noch, um nicht sein viertes Playoffspiel in Folge zu verlieren.
Nach dem Kickoff begann Atlanta seine Angriffsserie an der eigenen 28.
Ryan warf einen Pass über 22 Yards zu Harry Douglas, Auszeit.
Ryan warf einen Pass über 19 Yards zu Tight End Tony Gonzales, der noch nie in seiner langen Karriere ein Playoffspiel gewonnen hatte, Auszeit.
Atlanta stand Ruck, Zuck an der 31 Seattles.
Damit waren sie in Reichweite für einen Field Goal Versuch durch Matt Bryant.
Natürlich nahm Seattles Head Coach Pete Carroll eine dieser unsinnigen Auszeiten, kurz bevor der Ball angespielt wurde, um den Kicker zu irritieren.
Ob der Schwachsinn jemals geklappt hat?
Hier jedenfalls nicht.
Bryant nutzte die Chance, die sich ihm bot und kickte den Ball probehalber. Der segelte knapp rechts von ihm aus an der Torstange vorbei.
Bryant konnte sich neu justieren, während Carroll einen Schiedsrichter anmeckerte, weil Bryant den Ball gekickt hatte.
Der Probeschuss war nicht verkehrt, denn Bryant setzte seinen Versuch anschließend genau in die Mitte des Tores.
30:28 Atlanta.
Noch acht Sekunden zu spielen.
Bryant trat einen der fürchterlichsten Kickoffs aller Zeiten, den Seattle an der eigenen 46 aufnehmen konnte.
Die Hälfte des Spielfelds war also schon mal überbrückt.
Wilson warf einen Pass über sechs Yards und Wide Receiver Doug Baldwin lief ins Aus um die Zeit anzuhalten.
Seattle stand an Atlantas 48 und hatte noch Zeit für einen Ave Maria Pass.
Wilson warf den Ball in die Endzone, und Erinnerungen an den erschummelten Sieg gegen die Packers wurden wach.
Doch dieses Mal blieb das Wunder aus.
Falcons Wide Receiver Julio Jones fing den Ball und sicherte den knappen, letztlich doch irgendwie, verdienten Sieg.
Doch auch wenn Atlanta das Spiel gewann, bester Spieler dieser Partie war ohne jede Zweifel Seattles Rookie- Quarterback Russell Wilson.

In New England bewiesen die Texans, daß sie stören, wo sie nicht hingehören.
Und sie gehören nicht in die Playoffs.
Zwar ging das Spiel mit 41:28 relativ deutlich an die Patriots, aber so schlampig wie gegen Houston dürfen sie gegen die mörderischen Ravens nicht spielen.
Die Defense New Englands wird es gegen Joe Flacco nicht so leicht haben, wie gegen Matt Schaub.
Der Quarterback Baltimores möchte gerne einen hochdotierten neuen Vertrag, und er wird beweisen wollen, daß Baltimore ihm den geben sollte.
In der Patriots Offense wird das erneute Fehlen von Rob Gronkowski ein Loch reißen.
Gronkowski fiel bei seinem ersten Pass, den er auch noch außerhalb des Feldes fing, wieder auf seinen linken Unterarm, der gerade erst geheilt war, und brach ihn sich erneut.
Das war es für ihn.
Auch Running Back Danny Woodhead fiel bereits im ersten Viertel mit einem verletzten Daumen aus. Ob er gegen die Ravens wieder einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest.
In einem nicht mehr als lockeren Trainingsspielchen gewann Tom Brady sein 17. Playoffspiel und stellte damit einen neuen Rekord auf.
Joe Montana liegt mit 16 gewonnenen Spielen in der Endrunde auf Platz zwei.
Ob Brady nächsten Sonntag Sieg Nr. 18 einfahren kann, wenn Ray Rice, Ray Lewis und der Rest der Ray-Vens die Gegner sind, ist mehr als fraglich.
Letztes Jahr war es nur ein verschossener Field Goal Versuch aus 32 Yards von Billy Cundiff, der Baltimore den Sieg, oder zumindest die Verlängerung, und Cundiff den Job kostete.
23:20 für New England endete es im Januar 2012. Ähnlich knapp wird es im Unglücksjahr zweitausend13 ausgehen.

Und wieder ein schwarzer Tag für die NFL
Wieder ist die Polizei hinter einem ihrer Spieler her.
Gesucht wird Titans Wide Receiver Kenny Britt.
Er hat in der Nacht zum Sonntag seinen verletzten Bruder in ein Krankenhaus gefahren.
Die beiden waren auf einer Party, auf der Kennys Bruder durch Messerstiche in die Seite verletzt wurde.
Kenny Britt war der Polizei gegenüber sehr unkooperativ, als sie ihn nach den Geschehnissen befragte.
Kurz nachdem die Befragung beendet war, fuhr er zurück zur Party, wo kurz darauf einige Schüsse fielen.'
Was genau passiert ist, gab die Polizei noch nicht bekannt.
Bekannt ist nur, daß Kenny Britt, für eine weitere „Befragung“ gesucht wird.

Sonntag, 13. Januar 2013

Die NFL 2012 - Divisional Playoffs
harbaugh-hc-ravensDer Bruder Bowl ist noch möglich.
Beide Harbaugh-Brüder konnten ihre Teams zu Siegen führen.
Erst gewann John (Bild) mit Baltimore in Denver.
Es brauchte eine doppelte Verlängerung, um in diesem besten Spiel der aktuellen Saison einen Sieger zu ermitteln.
Unter der Leitung einer beklagenswert schlechten Schiedsrichtercrew brannten beide Teams ein selten gesehenes Punktefeuerwerk ab.
Immerhin hatte man es in diesem Spiel eigentlich mit zwei außergewöhnlich guten Verteidigungen zu tun.
Doch bereits die erste Halbzeit endete mit 21:21.
Für die ersten Punkte im Spiel sorgte Wide Receiver Trindon Holliday. Er nahm einen Punt der Ravens auf und trug ihn über 90 Yards zum Touchdown zurück.
Auch für die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit zeichnete er verantwortlich.
Hier nahm er den Kickoff Baltimores in der eigenen Endzone auf und sprintete über 104 Yards zu seinem zweiten Touchdown im Spiel.
Damit schrieb er NFL Geschichte. Er ist der erste Spieler, der in einem Playoffspiel einen Punt und einen Kickoff zum Touchdown zurücktrug.
Sein 90 Yards Puntreturn und sein 104 Yards Kickoffreturn waren die jeweils längsten in den NFL Playoffs.
Doch seine Heldentaten blieben unbelohnt.
Nachdem sich im dritten Viertel Broncos Running Back Knowshon Moreno am Knie verletzte, geriet Denvers Offense aus dem Tritt.
Aber war es die Defense der Broncos, die die Verantwortung für die Niederlage übernahm.
Es waren nur noch 69 Sekunden zu spielen, als die Ravens an der eigenen 23 ihre letze Angriffsserie begannen. Sie hatten keine Auszeit mehr zur Verfügung.
Denver führte zu diesem Zeitpunkt mit 35:28.
69 Sekunden für 77 Yards ohne Auszeiten. Das muss man verteidigen können.
Doch Joe Flacco warf bei einem dritten Versuch und drei einen 70 Yards Touchdownpass auf Jacoby Jones.
Extrapunkt saß, Ausgleich, Verlängerung.
Hier wogte das Geschehen in den ersten 15 Minuten hin und her, ohne daß ein Team in bedrohliche Nähe der gegnerischen Endzone kam.
Allerdings leistete sich Broncos Quarterback Peyton Manning einen Spielentscheidenden Interception.
51 Sekunden vor Ende der ersten Verlängerung warf er den Ball punktgenau in die Arme von Ravens Cornerback Corey Graham. Es war sein zweiter Interception und sein dritter Ballverlust.
Ballbesitz für Baltimore an Denvers 45.
Nach dem Seitenwechsel zur zweiten Verlängerung schoß Ravens Kicker Justin Tucker dann aus 49 Yards das Field Goal zum 38:35 Sieg.
Die Ravens fliegen also nun nach New England oder Houston zum AFC Endspiel.
Peyton Manning verschlechterte mit dieser Niederlage seine furchtbare Playoffbilanz. Neun Siegen stehen elf Niederlagen gegenüber.
Diskussionen gab es nach dem Spiel noch über Justin Tucker. Während einer Auszeit in der Verlängerung kam er auf den Platz und schoss ein Übungs Field Goal.
Das ist nicht erlaubt.
Lustigerweise zieht es auch keine Strafe durch die Schiedsrichter nach sich, aber es ist nicht erlaubt.
So verschafften sich die Ravens einen unerlaubten Wettbewerbsvorteil.

Im zweiten Spiel gewann Jim Harbaugh mit San Francisco.
Die 49ers hatten keine Mühe mit den Packers, die erschreckend schwach auftraten.
Hier ging es mit einer knappen 24:21 Führung für San Francisco in die Halbzeit, aus der Green Bay genauso schwach wieder herauskam, wie bereits letzte Woche in Minnesota.
Auch in diesem Spiel gab es einen Rekordspieler.
49Ers Quarterback Colin Kaepernick steuerte 181 Laufyards zum 45:31 Sieg seiner Mannschaft bei. Damit übertraf er den alten Playoffrekord, den Michael Vick bisher mit 119 Yards hielt, deutlich.
Kaepernick lief 2 Touchdowns selber und er warf 2 Touchdownpässe, gegen eine hoffnungslos überforderte Verteidigung der Packers.
San Francisco muss nächste Woche entweder nach Atlanta, oder sie erwarten Zuhause die Seahawks.

Samstag, 12. Januar 2013

Kurzberichte
jones-drew-maurice4Maurice Jones-Drew (Bild) hat nicht vor, noch mal zu streiken.
Der Running Back hatte 2011 das beste Jahr seiner Karriere und fühlte sich unterbezahlt. Er war zwar noch mitten in seinem Fünfjahresvertrag, der ihm $30,95 Millionen garantierte, doch das war ihm zu wenig.
Also streikte er vor der Saison 2012.
Doch das interessierte den pakistanischen Besitzer der Jaguars überhaupt nicht. Shahid Khan sagte, daß es einen gültigen Vertrag zwischen den Jaguars und Maurice Jones-Drew gebe, und beide Seiten ihn zu erfüllen hätten.
Und so blieb Joes-Drews Streik ohne ein für ihn positives Ergebnis.
2013 hat er nicht vor, es noch mal mit einem Streik zu versuchen.
In der Saison 2012 verletzte er sich am Fuß und fiel für die letzten neun Spiele aus. Er erzielte bis dahin 414 Laufyards und 1 Touchdown.
Letzten Monat wurde er am Fuß operiert und ist erst im Mai wieder einsatzbereit.
Da lohnt sich ein Streik wohl nicht.
Und mit einem sehr gut dotierten neuen Vertrag wird es ganz schwierig, wenn er seine Zeit in Jacksonville abgeleistet hat. Dann wird Jones-Drew 29 Jahre alt sein, und das ist kein Alter, in dem Running Backs noch mal durchstarten.
Muss der arme Mann also versuchen mit dem mageren Einkommen von $30,95 Millionen auszukommen.

Jetzt kommen die mageren Zeiten auf die Kasse der NFL zu.
Sprudelten während der regulären Saison die Einnahmen an Strafgeldern der Spieler wie noch nie, so versiegt diese Quelle in den Playoffs natürlich langsam.
Redskins Tackle Trent Williams schlug Seahawks Cornerback Richard Sherman mit der flachen Hand ins Gesicht.
Das kostete ihn $7.875, und das war`s für das Wild Card Wochenende.

Die Dallas Cowboys haben einen neuen Defensive Coordinator.
Er wurde von Teambesitzer Jerry Jones mit den gleichen lobenden Worten gepriesen, wie Rob Ryan vor zwei Jahren.
Und so soll nun Monte Kiffin die Geschicke der Dallas „D“ leiten.
Der Mann ist 72 Jahre alt. Zuletzt war er Defensive Coordinator der USC Trojans, unter Head Coach Lane Kiffin, seinem Sohn.
Die Saison der Trojans als nicht gelungen zu bezeichnen, bei 7-6 Siegen, wäre eine Untertreibung.
In der NFL arbeitete Monte Kiffin für mehrere Teams.
Mit Tampa Bay konnte er 2003 den Super Bowl gewinnen.
Er gilt als der Erfinder der oft eingesetzten Tampa-2 Verteidigung.
Die Cowboys spielten unter Ryan eine 3-4 Defense, Kiffin wird sehr wahrscheinlich auf sein 4-3 Schema bestehen.
Das bedeutet eine große Umgewöhnung für die Spieler.

Schweine im Weltall?
Vorbei!
Schweine im Stadion?
Wohl auch.
Die Hogettes haben nach 30 bekanntgegeben, daß sie ihre Verkleidung mit den Schweineschnauzen nicht mehr tragen werden.
30 Jahre hätten sie die Spiele der Washington Redskins mit dieser Verkleidung besucht, damit wäre jetzt Schluss.
Natürlich würden sie weiter zu den Spielen gehen, und die Redskins anfeuern, heißt es in einer Twittermeldung, aber ohne Verkleidung.
Mit RG3 wäre eine neue Zeit bei den Redskins angebrochen, und die Hogettes haben das Gefühl, daß ihre Schweineschnauzen nicht mehr dazu passen.
Aber dennoch wird es bei ihnen natürlich weiterhin heißen: „Heil den Redskins.“

Freitag, 11. Januar 2013

Einfach MÖRDERISCH
lewis-ray8Seit gut einem Jahrzehnt schreibe ich hier im Zusammenhang mit Ray Lewis (Bild) immer wieder mal über einen „mörderischen“ Linebacker.
Das hat zwei Gründe. Den einen kennen Alle, Ray Lewis ist ein mörderisch guter Linebacker.
Den zweiten Grund haben einige vielleicht vergessen, verdrängt, oder noch gar nicht mitbekommen, weil sie vor 13 Jahren noch gar nicht lebten, oder gerade erst eingeschult wurden.
Deshalb hier die Erinnerung daran, was im Januar 2000 passierte.
Nach einer Super Bowl Party in Atlanta gab es vor einem Nachtclub eine gewalttätige Auseinandersetzung, an der Ray Lewis beteiligt war.
Er und zwei seiner Freunde, Reginald Oakley und Joseph Sweeting, gerieten in Streit mit zwei jungen Männern, Richard Lollar und Jacinth Baker, 21 und 24 Jahre alt. Beide waren keine unbeschriebenen Blätter und bereits des Öfteren mit dem Gesetz aneinandergeraten.
Nach der Auseinandersetzung waren Lollar, dessen Freundin zu diesem Zeitpunkt schwanger war, und Baker tot. Brutal zusammengeschlagen und mit zahlreichen Stichwunden in den Oberkörpern.
In Lewis Auto wurde von der Spurensicherung das Blut von Jacinth Baker gefunden.
Der weiße Anzug, den Lewis an diesem Abend trug, war verschwunden. Indizien, die stark auf die Schuld des Linebackers hinweisen.
Lewis wurde des zweifachen Mordes angeklagt.
Doch ein billiger Handel mit dem Gericht brachte ihm eine unglaublich milde Strafe ein.
Er bekannte sich schuldig, die Justiz bei ihren Ermittlungen behindert zu haben. Das brachte ihm eine Bewährungsstrafe ein, und eine Strafe durch die NFL von $250.000.
Das konnte Lewis schon damals aus der Portokasse bezahlen.
Im Prozess gegen seine beiden Freunde sagte er nicht aus. Die beiden beschuldigten sich gegenseitig, und keinem von beiden konnte nachgewiesen werden, wer die tödlichen Stiche ausführte.
So wurde für diesen brutalen Doppelmord nie jemand zur Rechenschaft gezogen.
Die Familien der beiden ermordeten Männer strengten jede für sich Zivilklagen gegen Lewis an.
Beide Prozesse wurden durch außergerichtliche Einigungen beendet.
Der Prozess, den Bakers Großmutter Gladys Robinson angestrengt hatte, begann 2003. Sie verklagte Lewis auf $10 Millionen. Der Linebacker kaufte sich durch die Zahlung einer nicht genannten hohen Geldsumme an die Großmutter frei.
Der Prozess, den die Familie Lollars angestrengt hatte, begann 2004. Sie wollte $13 Millionen für die damals vierjährige Tochter des Ermordeten.
Die Aussagen, die er in diesem Prozess unter Eid geleistet hatte, waren eher belastend für ihn, als entlastend.
Und so floß auch hier viel Geld, um es nicht zu einem Schuldspruch kommen zu lassen.
Über die Summe, die Lewis der Familie zahlte, wurde Stillschweigen vereinbart, doch es ist die Rede davon, daß er $10 Millionen zahlte.
Und gerade jetzt kommen die Erinnerungen an die ermordeten Männer bei ihren Familien wieder hoch.
Priscilla Lollar, Richards Mutter, kann nicht verstehen, was gerade passiert.
Da ist der „mutmaßliche“ Mörder ihre Sohnes und zelebriert diesen asozialen Tanz, freut sich des Lebens, bereitet sich darauf vor, die Footballspiele seiner Söhne anzusehen, während ihr Sohn seit 13 Jahren tot ist. Erstochen vor einem Nachtclub in Atlanta, gemeinsam mit seinem Freund.
Bisher, so sagt sie, sei es gelungen das Geschehen vor der 13-jährigen Tochter des Ermordeten geheimzuhalten. Das aber wäre bald wohl nicht mehr möglich, bei all dem Rummel um den, in ihren Augen, Mörder ihres Sohnes.
Sie beklagt das Verhalten der NFL in diesem Fall. Das öffentliche Interesse daran, daß der Starverteidiger der Ravens Football spielt, wäre weitaus größer gewesen, als das Interesse an einer ordentlichen Aufklärung des Falles.
Die Liga hätte bei der Vertuschung eine große Rolle gespielt, behauptet sie.
Als die Ravens 2001 den Super Bowl erreichten, verbat sich deren Head Coach Brian Billick Fragen der Reporter zu diesem Thema. Das würde die Konzentration auf das Spiel stören.
Und heute tanzt Ray Lewis, ein mehrfacher Millionär, der sein Leben genießt, in den Sonnenuntergang seiner Karriere und freut sich darauf, Zeit mit seinen Kindern verbringen zu können.
Und ein 13-jähriges Mädchen hat seinen brutal ermordeten Vater nie kennengelernt.
Gerechtigkeit sollte anders aussehen.
Und jetzt kennen Sie den Grund, warum ich Ray Lewis immer wieder mal als mörderischen Linebacker bezeichne.
War er`s?
Vielleicht!
Vielleicht nicht!
War er daran beteiligt?
Das dürfte außer Frage stehen!
Und vielleicht nimmt die NFL in fünf Jahren einen Mörder in die Hall of Fame auf?

Kurzberichte
Die Browns haben einen neuen Head Coach.
Sie verpflichteten Rob Chudzinski.
Rob wen?
Chudzinski war bereits in den Saisons 2007-08 Offensive Coordinator der Browns und wechselte dann in dieser Position zu den Panthers.
Jetzt bekam er den Job des Head Coaches in Cleveland.

Die Jaguars haben einen neuen General Manager, Dave Caldwell.
Deshalb brauchen sie jetzt einen neuen Head Coach, denn seine erste Amtshandlung bestand darin, Mike Mularkey zu feuern.
Der überlebte den schwarzen Montag also um fast zwei Wochen, aber irgendwie war klar, daß er seinen Job nach nur einer Saison sofort wieder verlieren würde.
Caldwell fragte bei den Rams an, ob er mit deren Offensive Coordinator Brian Schottenheimer verhandeln dürfe. Er ist sein Wunschkandidat für den freigewordenen Posten.
Auf die Frage an Caldwell, ob er denn Tim Tebow als Quarterback nach Jacksonville holen würde, kam ein klares Nein als Antwort.
OK, seine Antwort war etwas länger und verschwurbelter, aber wenn man alle unnötigen Ausschmückungen weglässt, bleibt das Nein.

Viel Rauch um Nichts.
49Ers Head Coach Jim Harbaugh war mit den Leitungen seines Kickers David Akers nicht mehr zufrieden.
Nach dem Motto: „Konkurrenz belebt den Kicker,“ heuerte er Billy Cundiff an.
Und sein Psychotrick wirkte. Akers, der letztes Jahr im Pro Bowl stand, kickte im Training, wie in seinen besten Zeiten.
Deshalb wird er auch gegen die Packers im aktiven Kader stehen.

Die Ravens wissen, daß das Spiel gegen die Broncos kein Spaziergang wird. Doch auf unfaire Art wollen sie das Spiel nicht verlieren. Deshalb werden sie ein besonderes Auge auf Quarterback Peyton Manning haben.
Er und Tom Brady wäre Meister darin, Schiedsrichter zum Werfen von Flaggen zu überreden. Schon wenn sie nur berührt würden, würden sie losflennen und Mitleidheischend zum Schiedsrichter gucken.
Das will Baltimore verhindern
Ob das stimmt?
Eher nicht!
Nur einmal wurde eine Flagge in der abgelaufenen Saison geworfen, weil Peyton Manning mit unnötiger Härte angegriffen wurde.
Eine Flagge!
Das spricht nicht gerade für das, was die Ravens da behaupten.

Am Donnerstagmorgen wurde Chris Rainey verhaftet.
Am Donnerstagnachmittag wurde er gefeuert.
Der Running Back der Steelers wurde von seiner Freundin angezeigt, weil er sie geschlagen hat.
Sofort nachdem die Steelers von der Verhaftung erfuhren, feuerten sie Rainey.
Den hatten sie in der fünften Runde der Draft 2012 einberufen. Er lief 60 mal für 102 Yards und 2 Touchdowns.

Vom Fan zum Rivalen... wurde Tom Brady.
Als Junge bewunderte er Joe Montana. Der Quarterback führte seine 49ers zu 16 Playoffsiegen bei sieben Niederlagen.
Auch Brady hat mittlerweile 16 Playoffspiele gewonnen, bei sechs Niederlagen, und kann gegen Houston mit seinem 17. Sieg an seinem Idol vorbeiziehen.
Diese Statistik wäre zwar ganz nett, sagte Brady auf die Frage, was es ihm bedeutet an Montana vorbeizuziehen, aber um den Super Bowl zu gewinnen, müsse man in den Playoffs jedes Spiel gewinnen. Darauf käme es an, nicht darauf, dabei solch nebensächliche Rekorde aufzustellen.

Zwei Spiele waren es, die Jerry Jones aufregten. Zwei Spiele, derentwegen Defensive Coordinator Rob Ryan gefeuert wurde.
Es waren zwei Spiele, in denen die Defense der Cowboys noch nicht verletzungsbedingt dezimiert war, sondern noch in Bestbesetzung spielte.
So jedenfalls sieht der Besitzer der Cowboys das und liefert auch gleich die zwei betreffenden Spiele als Beweis.
In Woche zwei verlor Dallas 7:27 gegen Seattle. Da hätte die Defense mehr tun müssen, um das Spiel nicht aus der Hand zu gebe.
Doch es waren die Special Teams, die für 10 Punkte gegen Dallas verantwortlich waren.
In Woche vier gab es eine herbe 18:34 Niederlage gegen Chicago. Auch da hätte die Defense nicht ihren Job getan.
Doch wie hätte die Dallas Verteidigung Tony Romo davon abhalten sollen, fünf Interceptions zu werfen, von denen zwei direkt zu Touchdowns zurückgetragen wurden?
Wenn Jerry Jones wirklich diese zwei Spiele als Begründung zur Entlassung von Rob Ryan anführt, dann sollte er dringend auf eine verschleppte Gehirnerschütterung untersucht werden.

Letzten Mai verstarb Junior Seau. Der ehemalige Linebacker der NFL soll sich mit einem Schuss in die Brust selber getötet haben.
Die Familie Seaus hat sein Gehirn untersuchen lassen. Es sollte festgestellt werden, ob der Linebacker bleibende Hirnschäden hatte, die aus seiner Zeit als aktiver Footballspieler stammten, und die zu seinem angeblichen Selbstmord führten.
In dieser Woche wurde das Ergebnis bekanntgegeben.
Der Frontallappen in Seaus Gehirn zeigte Narben, die von verschiedenen Verletzung zurückgeblieben waren.
Diese Verletzungen sollen laut Gutachten den Gemütszustand Seaus beeinflusst haben.
Offiziell soll der Linebacker in seiner 20-jährigen Karriere nie eine Gehirnerschütterung gehabt haben. Die Narben würden etwas anderes beweisen, sagte der Untersuchungsbericht.
Ehemalige Teamkollegen, wie Tight End Mark Walczak, sagten ja in der Vergangenheit bereits, daß man es nicht meldete, wenn einem nach einer harten Kollision schwindelig war.
Man war Footballspieler und kein Weichei.
Wenn man eine solche Verletzung meldete, fand man sich schnell auf der Transferliste wieder.
Und auch heute werden Gehirnerschütterungen nicht von allen Spielern gemeldet.
Und wenn sie gemeldet werden, bereut man es schnell, wie Alex Smith.
Der Quarterback der 49ers zog sich im ersten Spiel gegen die Rams eine Gehirnerschütterung zu, die er meldete und prompt war er seinen Job als Starter los.
Sein Ersatzmann Colin Kaepernick kam, sah und siegte, was das Aus für Smith bedeutete.
Sein Beispiel wird dafür sorgen, daß Spieler ihre Schwindelgefühle weiterhin nicht immer melden werden, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Donnerstag, 10. Januar 2013

RG3 wurde bereits operiert
griffiniii-robert7Das ging plötzlich sehr schnell.
Bereits am Mittwoch Morgen kam das Knie von RG3 unters Messer.
Ein seitliches Band seines Knies war gerissen, und das Kreuzband war angerissen.
Bereits 2009 wurde Robert Griffin III (Bild) am Kreuzband seines rechten Knies operiert.
Dr. James Andrews, der auch Vikings Running Back Adrian Peterson operierte, führte auch die Operation an Griffins Knie aus. Im Zuge dieser Operation besserte er gleich auch einiges aus der vorangegangenen Operation aus.
Dr. Andrew sagte der Presse anschließend, daß kein Zweifel daran bestünde, daß der Quarterback der Redskins wieder voll einsatzbereit sein wird, wenn er seine Reha abgeschlossen hat.
Die Tatsache, daß er zum zweiten Mal an demselben Knie operiert werden musste, wäre nicht wirklich schlimm, da das Kreuzband dieses Mal nur angerissen war.
Ob er gleich zum Beginn des Trainingscamps mit der Mannschaft trainieren könnte, steht noch nicht fest, aber im Verlauf des Camps könnte er dazustoßen.
Und wer würde an den Worten des Arztes zweifeln, nachdem, wie er Adrian Petersons Knie wieder hergestellt hat?
Im Bezug auf die Verletzung Griffins meldete sich auch die Spielergewerkschaft zu Wort.
Sie verlangte eine komplette Erneuerung des Belags im Stadion der Redskins. Es könne nicht hingenommen werden, daß Spieler ihre Gesundheit auf solch einem miserablen Rasen riskieren.
Allerdings wurde der Rasen von der NFL inspiziert. 72 Stunden vor jedem Spiel begutachten Angestellte der Liga die künstlichen und natürlichen Rasen und bewerten sie. So natürlich auch dieses Mal. Es gab keine Beanstandung.
Im Saisondurchschnitt landete der Belag der Redskins im Mittelfeld der 31 Spielstätten.
Doch hat Griffin III sich in der Szene verletzt, in der er versuchte, den Ball aufzunehmen, den sein Center ihm schlecht zugespielt hatte?
Head Coach Mike Shanahan glaubt das nicht. Er ist nach der Studie der Spielfilme der Ansicht, daß Griffin III sich bereits einen Spielzug vorher verletzte, als er von Seahawks Linebacker Bruce Irvin gesackt wurde.
Doch da der Angriff legal war, und somit die Uhr nicht angehalten wurde, musste sich sein Quarterback sofort wieder für einen erneuten Spielzug aufstellen.
Und was dann geschah, sah wirklich übel aus.

Kurzberichte
Am heutigen Donnerstag wird DeMarcus Ware an der rechten Schulter operiert.
Der Linebacker der Cowboys spielte einen Großteil der Saison mit einer gerissenen Knorpelpfanne in der Schulter. Sein Schultergelenk sprang immer wieder heraus und musste eingerenkt werden.
Ware leidet auch an einem überdehnten Ellenbogen. Ob er auch daran operiert werden muß steht noch nicht fest.

Am Mittwoch wurde Jake Locker an seiner linken Schulter operiert.
Der Rechtshänder hat 2012 fünf Spiele wegen einer ausgekugelten Schulter verpasst.
Danach konnte er zwar das Team als Starter übernehmen, doch er spielte nie ganz schmerzfrei.
Im Mai soll er wieder einsatzbereit sein.

Drei Wide Receiver der Packers konnten am Mittwoch nicht trainieren.
Jordy Nelson, Randall Cobb und Jarrett Boykin wurden wegen verschiedener Wehwehchen geschont. Ob sie gegen San Francisco ausfallen, steht noch nicht fest.

All seine Freudentänze hätten nur seinen Fans im Stadion gegolten und der Freude über den Sieg in seinem letzten Heimspiel, sagte Ravens Linebacker Ray Lewis der Presse.
Colts Wide Receiver Reggie Wayne hatte sich angegriffen und beleidigt gefühlt von dem unsäglichen Rumgezucke des Linebackers und eine Bestrafung durch die Liga gefordert.
Doch Lewis betonte, daß er nie im Sinn gehabt hätte, den Gegner zu beleidigen. Alle Aufführungen seines „Eichhörnchentanzes“ wären der puren Euphorie über den Sieg in seinem letzten Spiel vor den heimischen Fans entsprungen.
Er hätte niemals einen Gegner beleidigt, dafür wäre er nicht bekannt, fuhr Lewis fort.

Rolando McClain wurde erneut verhaftet.
Bereits 2011 musste der Linebacker der Raiders 180 Tage in den Knast, weil er eine Person mit einer Schusswaffe bedroht, und diese neben ihrem Ohr abgefeuert hatte.
Am Dienstag wurde er verhaftet, weil er mit seinem Auto unterwegs war, dessen Scheiben zu stark getönt waren.
Als der 23-jährige angehalten wurde, und seine Personalien überprüft werden sollten, gab er einen falschen Namen an.
Aus dem daraus entstandenen Wortgefecht, resultierte eine erneute Verhaftung McClains.
Der fühlt sich von der Polizei verfolgt und wähnt sich in der Mitte einer üblen Verschwörung gegen sich.
2012 war er für zwei Spiele suspendiert, weil er sich lautstark mit Head Coach Dennis Allen gestritten hatte.
In den 11 Spielen, in denen er antrat, erzielte er 60 Tackles, 1 Sack und er erzwang einen Ballverlust.
Er hat noch zwei Jahre seines Rookievertrags zu erfüllen, aber Oakland wird ihn voraussichtlich nicht so lange halten wollen.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Kurzberichte
ryan-rob2Was ist die Entlassung von Rob Ryan (Bild) in Dallas?
Wenigstens schon mal ein Anfang.
Am Dienstag feuerte Jerry Jones den Defensive Coordinator.
Aber wollen wir mal nicht zu zynisch sein. Bei den Verletzungssorgen, die er mit seinem Mannschaftsteil zu bewältigen hatte, konnte nicht viel besseres herausspringen, als das Geleistete.
Als er vor zwei Jahren die Defense übernahm, lag sie noch auf Platz 31 der 32 NFL Teams. Trotz der vielen Verletzten führte er sie 2012 auf Platz 19.
Ryan sagte der Presse, daß er unter den gegebenen Umständen einen verdammt guten Job in Dallas gemacht hätte. Und so gut, wie er wäre, hätte er in fünf Minuten 10 Jobangebote vorliegen.
Mag sein, dennoch ist es ein weiterer winziger Lichtblick im Tunnel der ewig währenden Finsternis, die für Cowboysfans herrscht.
Wenn jetzt der Besitzer des Teams, Jerry Jones, noch den General Manager des Teams, Jerry Jones, feuern würde, würde das Flämmchen noch ein Stück heller glühen.
Zwar hat Jones Head Coach Jason Garrett nicht gefeuert, aber ihm wenigstens die Kontrolle über die Offense entzogen.
Das war leider nicht der ersehnte Schritt, aber schon mal etwas.
Wenn Quarterback Tony Romo jetzt noch beim Golfen von einem Golfcart überfahren wird...

Zum ersten Mal nach seiner Knieverletzung im November hat Willis McGahee am Dienstag mit den Broncos trainiert.
Der Running Back wird allerdings gegen Baltimore noch nicht spielen können.
Erst im AFC Endspiel könnte er antreten, aber ob Denver das erreicht?

Die Seahawks verpflichteten Ryan Longwell.
Kicker Steven Hauschka ist an der linken Wade verletzt, und sein Einsatz gegen Atlanta ist fraglich.
Longwell hat 15 Jahre NFL Erfahrung, war aber 2012 arbeitslos.
Seattle hatte mehrere Kicker zu einem Probetraining eingeladen, und Longwell gewann das Ausschussverfahren.

Die Jets feuerten Tony Sparano.
Nur ein Jahr lang leitet er als Offensive Coordinator die Geschicke der Jets und trainierte seinen Mannschaftsteil in Grund und Boden.
Quarterback Mark Sanchez und die Seinen kotzten die Fans dermaßen an, daß sogar der Überfan, Fireman Ed, seinen Posten als Inoffizielles Maskottchen des Teams frustriert aufgab.

Dienstag, 8. Januar 2013

RG3 hats am Knie... und zwar sehr schlimm
griffiniii-robert3Erste Untersuchungen hatten nichts Konkretes ergeben. Die Meinungen der Ärzte, die sich die Röntgenaufnahmen seines lädierten Knies ansahen, reichten von: „Nichts Schlimmes“, bis „Kreuzbandriss.“
Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Robert Griffin III (Bild) soll ein angerissenes Kreuzband haben und auch ein weiteres Band soll in Mitleidenschaft gezogen worden sein.
In Washington wurde bereits vor dem Spiel Kritik an Head Coach Mike Shanahan laut. Er soll die Verletzung Griffins, die er sich im Spiel gegen Baltimore zugezogen hatte, nicht mit der nötigen Sorgfalt beachtet haben. Die behandelnden Ärzte hätten Shanahan geraten, Griffin III mehr Ruhe zu gönnen, doch der hätte diesen Rat nicht befolgt.
Shanahan sieht das ganz anders und schiebt den Ärzten die Schuld in die Schuhe. Sie hätten ihm nie geraten, den Quarterback zu schonen. Im Gegenteil hätten sie ihr OK für seinen Einsatz gegeben.
James Andrews, der Orthopäde des Teams, sagte in einem Interview, daß er zu Tode erschrocken war, als er Griffin III zwei Wochen später mit der Kniestütze auf dem Platz sah. Er bestand darauf, daß er einem Einsatz des Quarterback niemals zugestimmt hat.
Shanahan, darauf angesprochen, schob die Verantwortung allerdings wieder dem Orthopäden zu.
Die Kontroverse wird noch dadurch verschärft, daß Griffin III schon in der ersten Halbzeit des Wild Card Spiels wieder verstärkt humpelte. Schon da hatte er seine Verletzung wieder verschlimmert.
Shanahan hätte ihn bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Spiel nehmen müssen, um die Zukunft des Franchise- Quarterbacks nicht zu gefährden.
Shanahan, da noch den klaren Sieg vor Augen, ließ ihn drin. Das kann ihm eigentlich nicht vorgeworfen werden. Es ging darum ein Playoffspiel zu gewinnen, und Spiele zu gewinnen ist Shanahans Job.
Im letzten Viertel passierte es dann. Auf dem schäbigen Belag des Stadions, der irgendwann vielleicht mal Rasen war, rutsche Griffin III mit dem rechten Bein weg, und das Knie wurde wieder völlig überdehnt.
Zwar wird der Quarterback noch mal untersucht, weil das Ergebnis immer noch nicht eindeutig ist, aber davon, daß er ernsthaft verletzt ist, muss man ausgehen.

Kurzberichte
Bruce Arians ist wieder Zuhause.
Der Offensive Coordinator der Colts klagte beim Teamfrühstück vor dem Spiel am Sonntag über Übelkeit und starke Kopfschmerzen.
Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, daß der 60-jährige eine Innenohrinfektion hat.
Viel Zeit zum Auskurieren hat er nicht. Auf ihn kommen geschäftige Zeiten zu.
Als Ersatz- Head Coach für den an Leukämie erkrankten Chuck Pagano brachte er Indianapolis in die Playoffs.
Aus diesem Grund sind bereits drei Teams bei ihm vorstellig geworden, die ihn als Head Coach verpflichten wollen.
Zwar wollen die Colts ihn nicht verlieren, aber die Eagles, Bears und Browns wollen ihn haben.
Arians hat also die Qual der Wahl.

„Beide,“ antwortete Jim Harbaugh auf die Frage, wer denn nun am Samstag für San Francisco kicken soll?
Der Head Coach der 49ers scheint tatsächlich vorzuhaben, David Akers und Billy Cundiff antreten zu lassen.
Er sagte aber auch, daß er einen der beiden bevorzuge, verriet aber nicht, wen?
Da es allerdings taktisch unklug wäre, einen wichtigen Kaderposten an einen zweiten Kicker zu verschwenden, müssen wir uns wohl überraschen lassen, wer denn nun wirklich aktiviert wird.

Die Seahawks suchen einen Kicker.
Steven Hauschka hat sich gegen Washington an der linken Wade verletzt, spielte aber trotz seiner Schmerzen weiter.
Er verwandelte am Sonntag alle drei seiner drei Field Goal Versuche.
Für den Fall, daß er gegen die Falcons nicht antreten kann, will Head Coach Pete Carroll gewappnet sein.
Er hat einige Kicker zum Probetraining eingeladen.

Der Sieg der Ravens gegen die Colts wird wohl als Ray Lewis Abschiedssondervorstellung in die Geschichte eingehen.
Lewis legte, als er aus dem Tunnel lief, eine besondere Version seiner „Eichörnchentanzes“ hin, die bestimmt nicht nur mancher geschockte Fernsehzuschauer als besonders ekelhaft empfand.
Als er auch nach dem letzten Spielzug des Spiels dieses widerliche Gezappel, das in Wirklichkeit eher an das Balzverhalten eines nervengeschädigten Berggorillas erinnert, hinlegte, platzte Reggie Wayne der Kragen.
Der Wide Receiver der Colts empfand Lewis Zuckungen als Respektlos. Eine nachträgliche Bestrafung durch die Liga empfände er als nicht unangemessen.
Und er hat Recht. Es wurden schon weniger anstößig aussehende Jubelarien als Beleidigung aufgefaßt und mit einer Strafe geahndet.

Die Kansas City Chiefs haben die erste Wahl in der kommenden Draft.
Das Einberufungsspektakel beginnt am 25. April und läuft bis zum 27.4.
Es wird erwartet, daß Head Coach Andy Reid sich für einen Quarterback entscheiden wird. Zwar wird gemunkelt, daß er mit seinem alten Quarterback Kevin Kolb in Verhandlungen steht, aber der Wahrheitsgehalt dieses Gerüchts ist minimal.
Kolb war Ersatzmann bei den Eagles, ging für viel Geld, für sehr viel Geld, zu den Cardinals und versagte dort völlig.
Was will Reid mit dem?
Als zweites dürfen die Jaguars sich einen Spieler auswählen.
Bei ihnen brennt es an allen Ecken und Enden. So viele Wahlmöglichkeiten, wie sie bräuchten, um jeden Spieler der es nicht bringt zu ersetzen, haben sie gar nicht. Auch sie brauchen an erster Stelle einen Quarterback.
Die Oakland Raiders sind Nr. 3 und bei ihnen ist auch auf der Quarterback- Position höchste Not am Mann.
Und so geht es dann weiter:
Philadelphia Eagles
Detroit Lions
Cleveland Browns
Arizona Cardinals
Buffalo Bills
New York Jets
Tennessee
San Diego Chargers
Miami Dolphins
Tampa Bay Buccaneers
Carolina Panthers
New Orleans Saints
St. Louis Rams
Pittsburgh Steelers
Dallas Cowboys
New York Giants
Chicago Bears
Cincinnati Bengals
St. Louis Rams (von Washington Redskins)
Minnesota Vikings
Indianapolis Colts
Die restlichen Teams sind noch im Rennen und ihre Position entscheidet sich nach dem Abschneiden in den Playoffs.

Montag, 7. Januar 2013

Die NFL 2012 - Wild Card Sonntag
arians-bruce2Der Sonntag begann für die Colts mit einem Schock.
Beim Teamfrühstück klagte Offensive Coordinator Bruce Arians (Bild) über Schwindelgefühle und starke Kopfschmerzen.
Er wurde sofort ins Krankenhaus gefahren.
Was genau ihm fehlt, wurde nicht bekanntgegeben. Es könnte sich um einen Virus oder eine Innenohrinfektion handeln, heißt es.
Und so musste Andrew Luck ohne den Mann gegen die wiedererstarkte Defense der Ravens antreten, der ihm in der Saison jeden einzelnen Spielzug angesagt hat.
Die Defense der Ravens spielte in diesem Wild Card Spiel zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung. Linebacker Ray Lewis konnte nach zehn Wochen, die er wegen einer Trizepsverletzung pausieren musste, zum ersten Mal wieder spielen.
Er hatte in der letzten Woche bekanntgegeben, daß er seine Karriere nach dieser Saison beenden wird.
Und so war dieses Spiel das letzte Heimspiel seiner Karriere.
Nachdem Ray Lewis zum letzten Mal seinen „Tanz“ aufgeführt hat, ein wildes Rumgezappel das offiziell „Eichhörnchentanz“ genannt wird, obwohl es so gar nicht nach diesem possierlichen Tierchen aussieht, beflügelte seine Rückkehr nicht nur die Ravens Verteidigung, sondern auch die Offense.
Wide Receiver Anquan Boldin fing fünf Pässe für 145 Yards und einen Touchdown.
Joe Flacco vervollständigte 12 seiner 23 Pässe für 282 Yards und 2 Touchdowns.
Da hatte Andrew Luck auf der anderen Seite mehr zu tun. Er vervollständigte 28 seiner 54 Pässe für 288 Yards und leistete sich einen Interception.
Doch Lucks Bemühungen wurden nicht belohnt. Kicker Adam Vinatieri war der einzige Colt, der Punkte erzielen konnte,.
Er verwandelte drei seiner vier Field Goal Versuche. Seine neun Punkte waren denn auch ein wenig zu wenig.
Die Ravens erzielten 24 Punkte und fliegen am Wochenende nach Denver.
Dort wollen sie die 17:34 Niederlage aus Woche 15 wettmachen, die die Broncos ihnen beibrachten.
Indianapolis, von der plötzlichen Erkrankung ihres Offensive Coordinators gebeutelt, muss sich aber nicht grämen. Dieser jungen, im Um- und Aufbau befindlichen Mannschaft, stehen noch viele Playoffspiele bevor.

Das hat es in der NFL noch nicht gegeben, daß an einem Playoffspieltag drei Rookie- Quarterbacks ihre Teams anführten.
Nach der Niederlage der Colts mit Andrew Luck, traten im anschließenden Spiel zwei weitere Rookie- Quarterbacks gegeneinander an, Robert Griffin III und Russell Wilson.
Robert Griffin III wurde immer noch von seiner Knieverletzung behindert und trug eine dicke Kniestütze.
Dennoch gehörte das erste Viertel nur ihm und seinen Redskins.
Seattle konnte nur zusehen, wie seine Defense von RG3 und Running Back Alfred Morris geschreddert wurde und 14 Punkte kassierte.
Niemand hat zu diesem Zeitpunkt geahnt, daß es das für Washington war.
Die nächsten 24 Punkte erzielten die Seahawks und lösten das Ticket für die Reise nach Atlanta.
Russell Wilson vervollständigte 15 seiner 26 Pässe für 187 Yards und 1 Touchdown.
In der Mitte des letzten Viertels erwischte es Robert Griffin III dann wieder an dem eh schon verletzten Knie.
Beim Versuch einen schlechten Snap seines Centers vom Boden aufzuheben rutschte er auf dem nur sporadisch an Rasen erinnernden Belag aus, und wieder drehte sich sein Knie in eine Richtung, die für ein Knie nicht vorgesehen ist.
Kirk Cousins kam für ihn rein, doch das Spiel war zu diesem Zeitpunkt sowieso schon verloren.
Griffin III beendete seinen ersten Playoffauftritt mit der Bilanz von 10 vervollständigten Pässen aus 19 Versuchen für absolut magere 84 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Aber auch die Redskins haben keinen Grund, zu verzweifeln. Auch sie haben nur das erste Playoffspiel von noch vielen kommenden verloren.
Nur am Spielplan müssen sie etwas ändern. So, wie sie RG3 verheizen, hält der Mann nicht lange durch.
Doch auch die Seahawks blieben nicht vom Verletzungspech verschont. Defensive End Chris Clemons zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Buffalo Bills
Auch bei den Teams, die nicht in die Endrunde gekommen sind, herrscht Hochbetrieb.
So fanden die Buffalo Bills ihren neuen Head Coach.
Unter den Kandidaten war auch der gerade frisch von den Bears gefeuerte Lovie Smith. Doch mit ihm wurden sie sich nicht einig.
Buffalo entschied sich für einen Collegecoach. Sie verpflichteten Doug Marrone aus Syracuse.
Vier Jahre war er dort Head Coach der Syracuse Orange und seine 25-25 Siege sehen nicht nach einer erfolgreichen Zeit aus.
Ob er wirklich der richtige Mann ist, um die Bills nach drei Jahren Chan Gailey, der es nur auf 16-32 Siege brachte, zu ersetzen?

Sonntag, 6. Januar 2013

Die NFL 2012 - Wild Card Samstag
gruden-jay2Zum zweiten Mal hintereinander kamen die Bengals in die Playoffs. Und zum zweiten Mal hintereinander dachte der gepeinigte Fernsehzuschauer: „Warum, wieso, weshalb, was soll das? Was haben wir getan, um so gequält zu werden?“
Wieder mussten die Bengals zu den Texans und wieder war es zwar ein spannendes Spiel, aber kein gutes.
Die von Offensive Coordinator Jay Gruden (Bild) geleitete Offense Cincinnatis brachte nichts Zustande.
Es war auch kein Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahr zu erkennen.
So wartet man in Cinci seit 22 Jahren weiter auf einen erneuten Sieg in den Playoffs.
Den wird man dann vielleicht ohne Jay Gruden angehen, denn der wurde von den Eagles zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.
Da ist er allerdings nur einer von vielen, die als neuer Head Coach in Betracht gezogen werden.
Die Texans bewiesen, daß sie zurecht zum Saisonende hin vom besten Team der AFC an die dritte Stelle durchgereicht wurden.
Sie gewannen zwar 19:13, aber ihre Playofftauglichkeit konnten sie nicht beweisen.
Doch sie taten genug, um ihre Reise zum zweibesten Team der AFC zu buchen. Nächste Woche gibt es ein Wiedersehen mit den Patriots in New England.
In Woche 14 sorgte der Gott des Gemetzels für ein Schlachtfest in der Dose, als die Patriots Houston mit 42:14 in alle Einzelteile zerlegten.
Vorsichtshalber sollten wir also nicht allzu hohe Erwartungen an dieses Spiel stellen. Es beendet das Playoffwochenende am Sonntag um 22:30 Uhr.

Was für einen Unterschied eine Woche macht, zeigte sich im tiefgekühlten Green Bay.
Bei den Packers waren einige Verletzte rechtzeitig zum Beginn der Playoffs wieder einsatzbereit. Bei den Vikings war Quarterback Christian Ponder so schwer am Ellenbogen verletzt, daß er gar nicht erst im Kampfanzug am Spielfeldrand stand.
Sein Ersatzmann Joe Webb konnte zwar durch einige gute Läufe überzeugen, davon, wie man einen Ball wirft, hat er allerdings keine Ahnung.
Er warf 30 Pässe, von denen 11 ankamen.
Adrian Peterson, der in den beiden Saisonspielen gegen Green Bay 409 Yards durch seine Läufe erzielte, wurde auf 99 Yards gehalten.
Green Bay ging mit einer 17:3 Führung in die Pause. Im zweiten Durchgang wirkten sie, als ob ihnen jemand Valium in die Pausengetränke gemischt hätte.
Fehlte noch, daß man ihnen Rollatoren zur Verfügung gestellt hätte, damit sie nicht umkippen.
So wurde auch dieses Spiel, das recht munter begonnen hatte, zu einer grauenvollen Angelegenheit und endete überraschenderweise nur mit 24:10 für die Packers.
Die müssen in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2:00 Uhr in San Francisco antreten.
Da sollte sie die Schlafmittel besser gegen Aufputschmittel austauschen, sonst wird das nix.
In Woche eins hatten die beiden es schon einmal miteinander zu tun, und San Francisco gewann 30:22.
Ähnlich knapp könnte es auch dieses Mal werden.

Samstag, 5. Januar 2013

Kurzberichte
reid-andyAndy Reid (Bild) braucht sich nicht in die Schlange der Arbeitsuchenden auf dem Arbeitsamt einzureihen. Der ehemalige Head Coach der Eagles hat bei den Kansas City Chiefs unterschrieben.
Er wurde verpflichtet, kurz nachdem die Chiefs noch schnell General Manager Scott Pioli gefeuert hatten.
Reid unterschrieb für fünf Jahre, und er erhält die Autorität über alle Footballangelegenheiten.
Über das Gehalt des 54-jährigen wurde nichts verlautbart.

Die NFL ist sehr erfindungsreich, wenn es darum geht, Geld für notleidende Sportligen, also sich selber, einzutreiben.
So müssen Running Back Frank Gore und Wide Receiver Michael Crabtree von den 49ers jeder $10.500 Strafe zahlen, weil sie Bälle ins Publikum geworfen haben.
Dabei ist Crabtree noch billig davongekommen, denn er warf beim Spiel gegen Arizona sogar zwei Bälle in die Zuschauerränge.
Selten ist das Auftauchen eines Quarterbacks in der Liste der Strafzahler.
Aber wenn gar ein Punter, also eigentlich gar kein richtiger Footballspieler, in der Liste auftaucht, ist das doppelt seltsam.
Redskins Punter Sav Rocca gelang dieses seltene Kunststück. Er brachte Cowboys Punt Returner Dwayne Harris mit einem Griff ins Gesichtsgitter zu Boden und das kostete ihn $7.875.
Mit insgesamt nur knapp über $50.000 war Spieltag 17 ein magerer für die klamme Kasse der NFL.

Die New York Daily News hat schockierendes ans Licht gebracht. In einem bewunderungswürdigen Fall besten investigativen Journalismus haben die Reporter Rex Ryan im Urlaub auf den Bahamas fotografiert.
Sie erwischten dabei den linken Oberarm des Jets Head Coaches, auf dem eine Blondine posiert, die ein Mark Sanchez Shirt trägt.
Die ganz Neugierigen können sich das Bild HIER ansehen: http://www.nydailynews.com/sports/football/jets/jets-tight-lipped-rex-kinky-ink-article-1.1233381
Ob damit das Rätsel gelöst ist, warum Ryan so blind an Sanchez festhält?

Die Colts müssen ohne Joe Reitz gegen die Ravens antreten.
Der linke Guard leidet noch unter den Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung.

Ray Lewis kommt mit dem Sichten der auf ihn herabprasselnden Jobangebote gar nicht mehr nach.
Nachdem der Linebacker der Ravens bekanntgegeben hat, daß das letzte Spiel der Ravens das letzte seiner Karriere sein wird, setzte ein Run auf seine Dienste ein.
Als erstes wurde ESPN genannt. Der Sender möchte ihn für seine Radio- und Fernsehstationen als Analyst anheuern.
Sogar der Vorsitzende der NFL möchte Lewis an seiner Seite haben.
Roger Goodell soll ihm einen Job als Berater des Commissioners angeboten haben.
Doch Lewis will zuerst die nächsten vier Spiele gewinnen. Dann erst wird er sich die Jobangebote in Ruhe ansehen.

„Sie sollten mir jetzt einen Vertrag geben, denn für das Geld werden sie mich nach der Saison nicht mehr bekommen,“ posaunte Ravens Quarterback Joe Flacco nach der Saison 2011.
Da hatte er gerade mit seinem Team das AFC Endspiel erreicht und seinen Gegenüber Tom Brady an die Wand gespielt.
Flacco wurde nicht müde in jedem Interview zu erwähnen, daß er ein Elite- Quarterback sei, der zu den fünf besten Quarterbacks der Liga gehört und auch so bezahlt werden muss.
Doch der Vorstand der Ravens blieb ruhig und übereilte nichts.
In der Abschlußstatistik der Saison 2012 taucht Flacco dann auch erst an 13. Stelle auf.
Hat er seine Chancen auf einen sehr viel besser dotierten Vertrag damit verspielt?
Ein ehemaliger General Manager der NFL, Charley Casserly, glaubt das.
Für ihn spielt Flacco nicht in den Rängen, in die Peyton Manning, Aaron Rodgers und Tom Brady gehören.
Den Beweis, zu den Top 5 Quarterbacks zu gehören, hätte er nicht erbracht.
Doch die Summe, die der ehemalige General Manager vorschlägt, klingt ja auch nicht schlecht. Er denkt so an $62 Millionen für die nächsten vier Jahre.
Wenn Flacco damit nicht einverstanden ist, könnten die Ravens ihn zu ihrem „Franchise“ Spieler machen. Dann müssten sie ihm für 2013 nur $14,8 Millionen zahlen und könnten in Ruhe weiter sehen, wie er sich entwickelt.

Freitag, 4. Januar 2013

Kurzberichte
akers-david2David Akers (Bild) hat seine Twitterseite gelöscht.
Der Kicker der 49ers war es leid, daß dort immer wieder Todesdrohungen gegen ihn ausgestoßen wurden.
Akers schaltete sofort die Sicherheitsabteilung der NFL ein, die sich nun bemüht, die Absender ausfindig zu machen.
Todesdrohungen gegen Spieler der 49ers sind leider nichts neues. Letztes Jahr richteten sie sich gegen Kyle Williams. Der hatte zwei Ballverluste im NFC Endspiel gegen die Giants verschuldet.
Der mittlerweile 38-jährige Akers hatte letztes Jahr eine seiner besten Saisons. Er verwandelte 44 seiner 52 Field Goal Versuche.
Im Februar musste er an einem doppelten Leistenbruch operiert werden.
Ob das für seinen Leistungsverfall verantwortlich ist, den er 2012 erlebte? Alleine in den beiden Spielen mit Verlängerung gegen die Rams verschoss er jeweils ein Field Goal, das den Sieg hätte bringen können.
Im Training muss er momentan zusehen, wie Billy Cundiff neben ihm versucht, ihm seinen Job wegzunehmen.

Bei den 49ers nahm Justin Smith am Donnerstag am Training teil.
Der Defensive Lineman hatte sich am 16. Dezember den Trizeps verletzt, und seitdem nicht mehr trainiert.
Nach dem Training war Smith überzeugt davon, daß er im ersten Playoffspiel nächste Woche antreten kann.

Bei den Vikings läuten nicht mehr die Weihnachtsglocken, sondern die Alarmglocken.
Quarterback Christian Ponder konnte nur ein leichtes Training absolvieren.
Er hat eine schmerzhafte Verletzung am Ellenbogen seines Wurfarms.
In der Defense weiß man nicht genau, wie das Experiment mit Antoine Winfield ausgehen wird?
Der Cornerback hat eine gebrochene rechte Hand und trägt einen dicken Verband.
Und ein Cornerback mit einem dicken Verband an der Hand ist nicht sonderlich brauchbar.

Bei den Bengals macht man sich Sorgen um den Einsatz von BenJarvus Green-Ellis.
Der Running Back hat eine Oberschenkelverletzung und konnte in dieser Woche nicht voll trainieren.

Nicht lange arbeitslos wird Ray Lewis bleiben.
Wenn der Linebacker der Ravens nach der Saison in den Ruhestand tritt, soll er wohl sofort bei ESPN anfangen.
Noch dementieren beide Seiten dieses Gerücht, aber nach der Saison werden sie es wohl zementieren.

NBC konnte sich darüber freuen, daß FOX das Endspiel zwischen Dallas und Washington an sie abtreten musste.
Seit 2006 überträgt NBC die Sunday Night Spiele, und dieses Spiel bescherte ihnen die beste Einschaltquote aller SNF Übertragungen.
30,3 Millionen Zuschauer wurden gemessen, 10% mehr, als beim bis dahin meistgesehenen Spiel, und das war Dallas gegen New York Giants im letzten Jahr. Die Bedingungen waren dieselben. Es war das letzte Saisonspiel und nur der Sieger kam weiter.

Früher, es ist noch gar nicht so lange her, bedeutete ein Kreuzbandriss das Ende einer Sportlerkarriere.
Doch die Medizin entwickelt sich weiter und heute ist es nur noch eine Routineoperation, die das Knie wieder voll einsatzbereit macht.
Siehe Adrian Peterson.
Der Running Back der Vikings wurde von Dr. James Andrews operiert und spielte die beste Saison seiner Karriere.
Am 24.12. 2011 verletzte sich Peterson, eine Woche später wurde er operiert.
Kaum jemand rechnete damit, daß er zum Saisonbeginn im September wieder würde spielen können.
Doch Peterson kam, lief und punktete wie nie zuvor.
Und Dr. James Andrews sagte in dieser Woche in einem Interview, daß das nur ein Vorgeschmack auf noch bessere Leistungen gewesen wäre.
Ein an einem Kreuzbandriss operierter Sportler ist in seinem zweiten Jahr viel besser, als in seinem ersten, meinte er.
Das wäre schon psychologisch bedingt. Im ersten Jahr säße die Angst im Hinterkopf, daß das Knie wieder verletzt werden könnte. Man würde unbewusst versuchen, das Knie zu schonen.
Wenn man das erste Jahr ohne weitere Komplikationen hinter sich gebracht hätte, würde sich diese Angst legen, und man würde befreiter spielen.
Das sind ja mal schlechte Nachrichten für die Gegner der Vikings 2013.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Kurzberichte
bryant-dez3Dez Bryant (Bild) wurde im letzten Viertel des Spiels gegen Washington so schwer am Rücken verletzt, daß er das Stadion im Rollstuhl verlassen musste.
Zwar läuft der Wide Receiver momentan immer noch auf Krücken, aber eine ernsthafte, karrieregefährdende Verletzung haben die untersuchenden Ärzte ausgeschlossen.
Wann Bryant seinen gebrochenen Finger operieren lässt, steht noch nicht fest.

Ein Schnipsel aus der letzten Folge von „Inside the NFL“ lässt aufhorchen.
Da hört man, wie Robert Griffin III nach dem letzten Saisonspiel zu Tony Romo sagt: „Hey Tony. Ich wollte Dir nur sagen, daß Du nicht darauf hören sollst, was man jetzt über Dich sagt. Du bist ein toller Quarterback, Mann. Dieses eine Spiel bedeutet gar nichts.“
Was nicht rüberkommt ist, ob RG3 das sarkastisch gemeint hat, oder ob er es tatsächlich ernst meinte?
Aber es kann eigentlich nur Sarkasmus gewesen sein, oder?

Die Arizona Cardinals haben Konkurrenz bekommen.
Auch die Kansas City Chiefs sind daran interessiert, Andy Reid als Head Coach zu verpflichten.
Gut für ihn, wenn es zu einem Bieterwettkampf kommen sollte.
Die Cardinals betonten denn auch sofort, daß ihnen die Verpflichtung Reids so wichtig gar nicht wäre.

Über die Saison der Saints braucht man nichts weiter zu sagen.
Oder doch?
Überraschen erschreckend war das Abschneiden der Defense.
Hier hat sich die Verpflichtung von Defensive Coordinator Steve Spagnuolo als Griff in die Kloschüssel erwiesen.
Als Defensive Coordinator der Giants wurde er damals hoch gelobt. Der erste Super Bowl Sieg gegen die Patriots 2007 wurde vor Allem seiner hervorragenden Leistung zugeschrieben.
Das brachte ihm auch einen Job als Head Coach bei den Rams ein, wo er völlig versagte.
Das passiert öfter bei Trainern, die ihr Gebiet gut beherrschen, aber für das Große Ganze nicht geeignet sind.
Da passte es, daß er bei den Saints wieder in seinem alten Job arbeiten konnte.
Doch was ist aus ihm geworden?
Seine Defense war die mit weitem Abstand schlechteste der Liga. Und das mit Spielern, die zuvor bewiesen haben, daß sie eigentlich gar nicht so schlecht sind.
So meldete sich jetzt ein Spieler der Saints anonym, und zog über Spagnuolo her.
„Er hat diesen Nimbus des netten Kerls,“ teilte der Unbekannte mit und fuhr fort: „Aber er ist ein Kontrollfreak und behandelt die Leute wie Dreck.“
(Gesagt hat der Unbekannte „Crap“ und ich habe mich für die mildeste Übersetzung des Wortes entschieden. Aber wenn man an Kloschüssel denkt, kommt man der weiteren Bedeutung des Wortes sehr nahe.)
Aber Mr. Unbekannt war noch nicht fertig: „Der Typ hat keine Geduld und Null Persönlichkeit. Er pisst die Spieler und seine Assistenztrainer an, mit der Art, wie er etwas sagt. Ihn zu ertragen ist besonders schlimm, wenn man vorher einen Typen wie Gregg Williams als Defensive Coordinator hatte.“
Jonathan Vilma zeigte sich völlig entsetzt darüber, daß ein Teamkollege von ihm in der Öffentlichkeit dermaßen mit Dreck geschmissen hat.
Der Linebacker fordert ihn auf, ein Mann zu sein und aus der Anonymität zu treten.
Und es wird spannend, zu sehen, ob Spagnuolo weiter bei den Saints bleibt, und wie die Verteidigung sich entwickelt, wenn er bleiben sollte.

Aus, vorbei, Sense.
Ray Lewis hat seinen Rücktritt angekündigt.
Der mörderische Linebacker der Ravens, eine Lichtgestalt für seine Fans, ein Horror für seine Gegner, hat genug.
Der 37-jährige will nach seiner 17. Saison seine Karriere beenden. Bis dahin will er allerdings kein Spiel mehr verlieren, sagte er der Presse.
Lewis hat in der laufenden Saison zehn Spiele wegen einer Trizepsverletzung verpasst. Rechtzeitig zu den Playoffs ist er jetzt wieder einsatzbereit und will noch einmal den Super Bowl gewinnen.
Danach will er nur noch eins: Seinen Söhnen beim Footballspielen zusehen. Das würde er auf keinen Fall verpassen wollen, sagte er. Sein ältester Sohn, RL3, wird im Herbst für die Universität von Miami spielen.
Seine Verletzung hätte nichts mit seiner Entscheidung zu tun. Er könne sich sowieso nicht an eine Saison ohne Schmerzen erinnern, fuhr er fort.
12 mal spielte Lewis im Pro Bowl, einmal gewann er den Super Bowl... bisher.
Jetzt steht er vor seinem voraussichtlich letzten Heimspiel. Nur wenn es zu einem AFC Endspiel zwischen den Bengals und den Ravens kommen sollte, gäbe es noch ein Spiel in Baltimore.
So geht dann ein Großer, nach dem Anderen.
Auch für die, die die Ravens nun nicht so sehr mögen, ist eine Liga ohne Ray Lewis doch wieder ein Stück ärmer.
Daran, daß er sofort in die Hall of Fame aufgenommen werden wird, wenn er dazu berechtigt ist, besteht nicht der Hauch eines Zweifels.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: QB PEYTON MANNING, DENVER BRONCOS
23 von 29 Pässe für 304 yards, 3 Touchdowns
Seine 23. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB VONTAE DAVIS, INDIANAPOLIS COLTS
5 Tackles, 2 Interceptions
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-RB DARIUS REYNAUD, TENNESSEE TITANS
3 Kickoffreturns für 39 Yards, 3 Puntreturns für 160 Yards, 2 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: RB ALFRED MORRIS, WASHINGTON REDSKINS
33 Läufe für 200 Yards, 3 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: S STEVIE BROWN, NEW YORK GIANTS
6 Tackles, 2 abgewehrte Pässe, 1 Interception
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K BLAIR WALSH, MINNESOTA VIKINGS
3 von 3 Field Goals, 4 von 4 Extrapunkten
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 2. Januar 2013

Kurzberichte
reid-andy3Die Cardinals wollen am Donnerstag erste Gespräche mit Andy Reid (Bild) führen. Sie haben gerade Head Coach Ken Whisenhunt gefeuert, der sie einmal in den Super Bowl führen konnte.
Er soll durch Reid ersetzt werden, der die Eagles einmal in den Super Bowl führen konnte und gerade in Philadelphia gefeuert wurde.
Vorher müssen die Cards natürlich noch so tun, als würden sie sich für einen Vertreter der Minderheit als Head Coach interessieren. Wobei Minderheit natürlich immer nur bedeutet „Afro-Amerikaner“. Ich habe noch nie erlebt, daß als Alibikandidat mal ein „China-Amerikaner“, ein Latino oder gar eine Frau herhalten musste.
Wenn dieses dämlich Spielchen also gespielt wurde, dürfen die Cardinals mit Reid Verhandlungen aufnehmen.
Ken Whisenhunt hat Gerüchten zufolge bereits mit dem Geschäftsführer der Bills gesprochen. Das könnte das Team teuer kommen, denn von einem Alibigespräch mit einem Minderheitenvertreter ist nichts bekannt.

Devin Hester weiß gar nicht, ob er überhaupt noch mal Football spielen möchte?
Der Wide Receiver der Bears ist völlig geschockt, daß Head Coach Lovie Smith gefeuert wurde.
Daß Smith die Bears in neun Jahren nur dreimal in die Playoffs führen konnte, scheint Hester dabei völlig außer acht zu lassen.
Erfolglosigkeit lässt sich messen und dreimal Playoffs in neun Anläufen ist ein Paradebeispiel für Erfolglosigkeit.
Da mutet es eigenartig an, daß viele Spieler der Bears überrascht und erbost waren, über Smiths Entlassung. Es kommt einem so vor, als hätten sie überhaupt kein Interesse daran, in die Playoffs zu kommen und vielleicht sogar mal einen Super Bowl zu gewinnen.
Irgendwie seltsam für Footballprofis.

Schlechte Nachrichten für die Offense der Vikings.
Charles Woodson ist wieder einsatzbereit.
In Woche sieben hatte der Cornerback der Packers sich dasselbe Schlüsselbein gebrochen, das er sich schon in Super Bowl 45 gebrochen hatte.
Am Dienstag trainierte er bereits mit der Mannschaft.

Momentan haben die 49ers zwei Kicker.
Head Coach Harbaugh ist mit den Leistungen von Davis Akers nicht zufrieden und lud einige Konkurrenten Akers zum Probetraining.
Dabei scheint ihm gefallen zu haben, was Billy Cundiff zeigte. Er verließ das Casting mit einem Vertrag.
Zu Erinnerung: Cundiff wurde von den Redskins gefeuert, weil er dort nur 7 von 12 Field Goal Versuchen verwandeln konnte.
Am Besten ist einem allerdings noch sein verschossenes Field Goal aus nur 32 Yards in Erinnerung, das die Ravens um den Sieg im letztjährigen AFC Endspiel brachte.
Zwar hat Akers 2012 nur 29 seiner 42 Versuche verwandelt, aber ob Cundiff die Lösung dieses Problems ist?

Dienstag, 1. Januar 2013

Die NFL Saison 2012 - Der „schwarze Montag“
turner-norv
Noch war eine Saison so schlecht, wie die gerade beendete.
Noch nie gab es so viele schlechte Spiele, wie in der Saison 2012.
Noch nie gab es so viele schwere Verletzungen, wie in der abgelaufenen Saison. Noch nicht mal 2011, als man das wegen der kurzen Vorbereitungszeit, die die Aussperrung vor der Saison nur zuließ, erwartet hatte.
Hauptschuld an diesem Desaster haben die Head Coaches, die nicht in der Lage waren, ihre Spieler ordentlich vorzubereiten.
Und das zeigte sich am gestrigen Montag, als so viele Head Coaches gefeuert wurden, wie noch nie zuvor.
Und das zu Recht.
Fangen wir mit jemand an, der schon viel zu lange die Fans seines Teams gequält hat, Norv Turner (Bild).
Er wurde endlich, endlich, endlich gefeuert und der General Manager der Chargers, A.J. Smith, gleich mit.

In alphabetischer Reihenfolge der Teams wurden auch gefeuert:
Ken Whisenhunt von den Arizona Cardinals.
Auch hier gab man dem General Manager Rod Graves gleich auch einen Tritt.

Die Buffalo Bills feuerten Chan Gailey. Über die Zukunft des General Managers Buddy Nix ist noch nix entschieden.

Manche sehen es als Überraschung an, manche als logische Konsequenz von nur drei Playoffteilnahmen in neun Saisons.
Und eine logische Konsequenz war die Entlassung von Lovie Smith in Chicago auf jeden Fall. Auch hier war der Schritt längst überfällig.

Auch die Cleveland Browns begingen eine Doppelfeuerung von Head Coach Pat Shurmur und General Manager Tom Heckert.

Erstaunlich verwundernd war die Bekanntgabe, daß die Chiefs mit Romeo Crennel in die Saison 2012 gehen würden.
Schon als das bekanntgegeben wurde, stand das Ende dieser Dummheit fest.
Und gestern hieß es dann auch Romeo, ach Romeo... bitte geh.

Über Andy Reid bei den Philadelphia Eagles ist genug gesagt worden. Nach 14 Jahren mit nur einem Auftritt im Super Bowl war für ihn Schluss.

Es gab also keine Überraschungen bei den gefeuerten Head Coaches. Alle Entscheidungen waren richtig, nötig und teilweise überfällig.
Doch was ist mit den Head Coaches, die nicht gefeuert wurden?
An erster Stelle Jason Garrett von den Dallas Cowboys.
Nun hier zeigt sich, daß Teambesitzer Jerry Jones wirklich langsam an Altersstarrsinn leidet und den Bezug zur Realität verliert.
Er hält an Garrett fest, so wie auch an dem Versager Tony Romo.
Garrett soll jedoch 2013 einen Offensive Coordinator zur Seite gestellt bekommen. Einen Offensive Coordinator, der Ahnung davon hat, wie man Lauf- und Paßspiel gekonnt mischt und der Ahnung davon hat, wie man zum Ende eines Spiels hin mit der Uhr umgeht.

Bei den Jets hieß es kurz nach Weihnachten: „Oh Tannenbaum“ und sie feuerten zumindest General Manager Mike Tannenbaum.
Head Coach Rex Ryan soll weiter für Frust bei den Jets Fans sorgen.

Kein Überraschung war die Entscheidung von Titans Besitzer Bud Adams, Head Coach Mike Munchak nicht zu feuern.
Adams will ihm noch ein Jahr geben, ein Team aufzustellen, das wie ein NFL Team aussieht.

Natürlich wird es jetzt unglaublich schwer, diese Menge an entlassenen Head Coaches zu ersetzen.
Schon wird wild spekuliert, wer einfach zu einem neuen Team wechselt. So soll Andy Reid bereits mit den Cardinals verhandeln.
Immerhin gehört Reid zu den drei geschassten Head Coaches, die zumindest mal mit ihrem Team im Super Bowl gespielt haben. Lovie Smith und Ken Whisenhunt sind die anderen beiden.
Whisenhunt und die Bills werden denn auch gleich in einem Satz genannt. Das wäre für das arme Buffalo ein Schnäppchen. Whisenhunt hat einen Vertrag über $5,5 Millionen für die nächste Saison. Und laut Vertrag müssen die Cardinals ihm die Differenz seines neuen Vertrags zu den zugesicherten $5,5 Millionen zahlen. Hier könnte Buffalo billig an einen neuen Head Coach kommen.

Kurzberichte
Die 49ers haben sich von Brandon Jacobs getrennt.
Der Running Back war mit großen Erwartungen von den Giants zu den 49ers gewechselt. Doch in San Francisco kam er nicht zum Zug.
Fünf Mal trug er den Ball, das wars.
Nach dem Super Bowl darf er zu einem anderen Team wechseln. Das müssten jedoch die Giants sein, denn für kein anderes Team möchte Jacobs spielen.
Mit anderen Worten: Seine Karriere ist beendet.

Noch jemand steht kurz davor, die 49ers zu verlassen, Kicker David Akers.
Head Coach Jim Harbaugh hat einige Kicker zum Probetraining eingeladen, um Akers zu ersetzen.
„Es ist sein Job, Field Goals zu schießen,“ sagte Harbaugh. „Momentan erledigt er seinen Job nicht, seinem Standard entsprechend. Deshalb denke ich darüber nach, ihn zu ersetzen.“
Das wird also eine geschäftige Freiwoche in San Francisco.

Übrigens steht schon fest, wer 2013 gegen wen spielen wird.
Hier, im Spielplan, steht alles!!!

 

 

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