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Rookie,

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NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Montag, 31. Dezember 2012

Die NFL Saison 2012 - Das Endspiel
loserBeginnen wir sofort mit dem Endspiel.
Wie schon im Vorjahr hatten die Dallas Cowboys im letzten Spiel noch die Chance in die Playoffs zu kommen.
Doch was nutzt diese Chance den Cowboys, wenn Tony Romo der Quarterback ist?
Der Loser hat es auch gegen Washington wieder verstanden, das Spiel zu vergeigen.
Bereits in den ersten zwei Angriffsserien warf er Interceptions.
Pures Glück, daß Washington nichts daraus machte.
Ein Field Goal Versuch knallte an den rechten Torpfosten, das wars.
Doch im letzten Viertel ließ sich Romo die Chance, das Spiel an die Redskins abzugeben, nicht mehr nehmen.
Dallas hatte sich auf 18:21 herangekämpft, in einer Partie, die sehr ausgeglichen, sehr hart und sehr fair war.
Es waren noch dreieinhalb Minuten zu spielen, als die Cowboys an der eigenen 15 wieder in Ballbesitz kamen.
Jetzt schlug die Stunde des schlechten Tony Romo zum dritten Mal. Der Quarterback warf einen Pass genau in die Hände von Redskins Linebacker Rob Jackson.
Washington begann seine nächste Angriffsserie an der 25 von Dallas. Die Redskins ließen sich viel Zeit, um zu einem letzten Touchdown zu kommen.
28:18 für Washington und nur noch 69 Sekunden zu spielen.
Das reichte nicht mehr, und Redskins Rookie- Quarterback Robert Griffin III hatte sein Team im ersten Anlauf in die Playoffs geführt.
Hier erwarten sie im letzten Wild Card Spiel am Sonntag um 22:30 Uhr die Seattle Seahawks.

Die Seahawks strengten sich in ihrem letzten Saisonspiel nicht mehr sonderlich an, und lagen Zuhause lange Zeit gegen die Rams zurück.
Doch am Ende stand dann doch der nicht ganz standesgemäße, knappe 20:13 Sieg.
Seattle muss nun mit seinem Rookie Quarterback Russell Wilson aus dem Staat Washington in die Stadt Washington reisen, wo es gegen die Redskins und deren Rookie- Quarterback RG3 geht.

Hätten die 49ers gegen die Cardinals verloren, hätten die Seahawks die NFC West gewonnen.
Auch San Francisco ließ es im letzten Saisonspiel locker angehen, aber am Ende stand ein sicherer 27:13 Sieg und der Gewinn der Division.
Dadurch hat San Francisco sich eine Woche Urlaub verdient und muss erst am 12. Januar wieder antreten.

Chicago tat das seine, um die Playoffs noch zu erreichen. Die Bears schlugen die Lions knapp mit 26:24.
Danach begann das Warten, denn Minnesota musste gegen Green Bay verlieren, damit Chicago weiterkommt.
Es war ein banges Warten.

Green Bay musste gegen Minnesota gewinnen, um in der Wild Card Runde freizuhaben.
Minnesota musste gewinnen, um überhaupt in die Playoffs zu kommen.
Es wurde ein unglaublich knapper und bittersüßer Sieg für Minnesota.
Die Vikings gewannen zwar das Spiel mit 37:34, aber ihr Running Back Adrian Peterson konnte den Rekord von Eric Dickerson aus der Saison 1984 nicht brechen.
Der hatte damals 2.105 Laufyards erzielt, und am Ende fehlten Peterson magere NEUN Yards. Er wurde zwar der siebte Spieler, der in einer Saison mehr als 2.000 Laufyards erzielte, aber mit neun Yards am Rekord zu scheitern, tat ihm doch weh, Playoffs hin, Endrunde her.
Die beiden treffen schon in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder aufeinander, wenn es um zwei Uhr unserer Zeit heißt: Vikings at Packers.

In der AFC ging es für die Houston Texans noch darum, die Nr. 1 zu bleiben. Sie hatten eine Bilanz von 12-3 Siegen. Ein Sieg in Indianapolis hätte eine Woche spielfrei und Heimrecht in den Playoffs bedeutet.
Denver und New England lagen in Lauerstellung und hatten die Chance an Houston vorbeizuziehen.
Die Gegner der Broncos und der Patriots waren die Chiefs und die Dolphins. Da wäre es schon ein Wunder gewesen, wenn Denver und New England verloren hätten.
Wie ging dieser Dreikampf also aus?
Houston verlor 16:28 in Indianapolis, Denver gewann mit 38:3 gegen Kansas City und New England haute Miami mit 28:0 weg.
Dadurch vergeigten die Texans die Früchte ihrer Saison.
Platz eins war weg, und sie wurden sogar bis an Platz Nr. 3 weitergereicht.
Das heiß, daß sie am Samstag ein Heimspiel gegen Cincinnati haben, statt spielfrei.
Eine Woche Urlaub haben die Broncos und die Patriots.
Denver hat als neue Nr. 1 Heimrecht in den Playoffs.
Indianapolis muss nach Baltimore.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Kurzberichte
payton-sean2Sean Payton (Bild) hat unterschrieben. Der Summe auf dem Vertrag der Saints konnte er wohl nicht widerstehen.
Acht Millionen Dollar pro Jahr machen ihn zum bestverdienenden Head Coach im amerikanischen Sport.
Jetzt muss die NFL dem Vertrag noch zustimmen, dann kann Payton, der 2012 suspendiert war, die Saints wieder aus dem Tal der Tränen führen, in dem sie ohne ihn landeten.

Nach der Saison gibt es ein Team, das auf dem Markt der freigewordenen Spieler nach Herzenslust grasen kann, die Miami Dolphins.
Sie sollen noch mit knapp $47 Millionen unter der Gehaltsobergrenze liegen, die 2013 auf $121 Millionen pro Team ansteigen wird.
Damit sind sie das Team, das das meiste Geld ausgeben kann.
Wenn im März die Transferperiode beginnt, könnten sie so richtig loslegen.

96 Jahre alt wurde Chuck Cherundolo.
Er spielte in den vierziger Jahren als Center für die Pittsburgh Steelers und arbeitete danach als Trainer bei ihnen.
Am 22. Dezember erlag er einem Herzversagen.

Samstag, 29. Dezember 2012

Kurzberichte
payton-sean-jubelt2Die absolut katastrophale Saison der Saints geht dann doch mit einem winzigen Lichtblick Zuende, Sean Payton (Bild) bleibt in New Orleans.
Der Head Coach hatte ja einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2015. Doch die NFL akzeptierte den Vertrag nicht, weil er einige Klauseln enthielt, die den Ligabossen nicht gefielen.
Laut FOX soll der neue Vertrag die umstrittenen Klauseln nicht mehr enthalten und fünf Jahre laufen.
Noch soll Payton nicht unterschrieben haben, aber im Großen und Ganzen wäre er sich mit Teambesitzer Tom Benson einig.
Da Payton in Dallas wohnt, wurde darüber spekuliert, ob er bei den Cowboys anheuern würde, wenn Jason Garrett gefeuert wird.
Aber letzte Woche sagte Cowboys Besitzer Jerry Jones, daß er nicht die Absicht habe, seinen doch recht erfolglosen Head Coach zu feuern.
Also wird der alte Head Coach der Saints, der eine Saison lang suspendiert war, auch der neue Head Coach in New Orleans.
Wenn die NFL denn den neuen Vertrag akzeptiert.

Rex Ryan hat Krach mit einem New Yorker Reporter.
Manish Mehta von der Daily News meldete, daß Ryan gar nicht unglücklich darüber wäre, wenn die Jets ihn feuern würden.
Wenn die Clubleitung nichts gegen die Probleme in der Offense und bei den Assistenztrainern machen würde, gäbe es für ihn keinen Grund Head Coach der Jets zu bleiben.
Davon wäre kein Wort wahr, sagte Ryan am Freitag bei seiner Pressekonferenz.
„Das ist das Team, das ich trainieren möchte, Punkt,“ sagte er entschieden.
Am Freitagmorgen informierte er seine Spieler persönlich drüber, daß nichts, was in dem Zeitungsartikel stünde, wahr wäre.
Doch der Reporter und sein Chefredakteur weichen nicht von ihrer Geschichte ab. Glaubhafte Quellen aus dem Umfeld des Head Coaches, die sie nicht bekanntgeben möchten, hätten ihnen die Sache so erzählt. Sie hätten nichts zurückzunehmen.

Adrian Peterson möchte gerne noch einen Rekord brechen, doch dafür müsste die Defense der Packers ganz schön schlecht spielen.
Der Running Back der Vikings braucht noch 102 Yards, um 2.000 Laufyards zu erzielen. Diese Marke, die bisher erst sechs Running Backs erreicht haben, ist machbar.
Doch Peterson möchte auch den Saisonrekord von Eric Dickerson brechen, der seit 1984 bei 2.105 Yards steht. Dafür bräuchte er 208 Yards, und ob die Packers ihn die laufen lassen, darf man bezweifeln.
Obwohl, blicken wir doch mal zurück in Woche 13. Da erzielte Peterson 210 Laufyards.
Kein gutes Omen für Eric Dickerson, der nicht müde wird zu betonen, daß er sich den Rekord nicht von Adrian Peterson abnehmen lassen möchte.

Am Donnerstag gab die NFL bekannt, daß Panthers Quarterback Cam Newton $21.000 Strafe zahlen muss, weil er einen Schiedsrichter geschubst hatte.
Doch das war noch nicht alles. Am Freitag wollte sie zusätzliche $10.000, weil er Raiders Defensive Tackle Tommy Kelly getreten hatte.
Alles in Allem bereicherte die NFL sich mit über 230.000 Dollar an ihren Spielern.

Die Broncos haben Peyton Manning für das Paßspiel und sie haben Knowshon Moreno für das Laufspiel. Von der Defense mal ganz abgesehen.
So weit, so playofftauglich.
Doch es wird jemand zurückerwartet, der die Offense noch besser machen könnte, Willis McGahee.
Der Running Back verletzte sich im November am Knie und darf nächste Woche wieder am Training teilnehmen. Allerdings könnte er frühestens im Championshipspiel wieder spielen. Doch es ist nicht ausgeschlossen, daß Denver so weit kommt.

Der „schwarze Montag“ steht bevor.
In der NFL heißt der Montag nach dem letzten Spieltag so, weil die Teams der Liga sich ihrer unfähigen Head Coaches entledigen.
Die Liste derer, die nach dieser Saison gehen müssten, ist so lang, wie selten zuvor.
Endlich wird es wohl Norv Turner erwischen, und die Fans in San Diego werden das mit Freuden aufnehmen.
Eigenartigerweise wird es wohl nicht Jason Garrett erwischen, was die Fans der Cowboys doch eher ratlos macht.
Unerwarteterweise ist auch Jim Schwartz in den Verdacht geraten, auf der Liste der zu feuernden zu stehen.
Der Head Coach der Lions soll sich mit General Manager Martin Mayhew in die Haare geraten sein, was beide Seiten abstreiten.
Doch ein richtige Erfolgsstory ist die bisherige Amtszeit von Schwartz in Detroit nicht. Er bekam seine Spieler nicht in den Griff. Verhaftungen, Undiszipliniertheiten, eine 4-11 Saison, bei noch einem ausstehenden Spiel gegen Chicago, all das macht wirklich nicht viel her.
Lassen wir uns überraschen, wer am Montag bereits alles die Koffer packen muss?

Bei einigen Spielen geht es ja noch um etwas. Doch einige Spieler werden verletzungsbedingt nur zuschauen können.
Die Packers müssen gewinnen, um das zweitbeste Team der NFC zu bleiben, und eine Freiwoche zu erhalten. Ob Wide Receiver Randall Cobb ihnen dabei helfen kann, ist fraglich. Er steht mit Knie- und Knöchelverletzung auf dem Verletztenreport.
Running Back Alex Green hat eine Gehirnerschütterung, könnte aber gegen Minnesota wieder einsatzbereit sein.
Bei den Vikings könnten Cornerback Antoine Winfield und Defensive End Brian Robinson fehlen, die beide in der letzten Woche nicht trainieren konnten.

Bei den Cowboys wird Linebacker DeMarcus Ware mit einer Schulterverletzung gemeldet. Er hat die ganze Woche nicht trainiert.
Die Redskins strotzen nur so vor Gesundheit und haben keinen verletzten Spieler gemeldet.

Die Giants, die ja noch minimale Chancen auf die Playoffs haben, listen Wide Receiver Hakeem Nicks und die Cornerbacks Prince Amukamara und Jayron Hosley als fraglich.

Die 49ers setzten Wide Receiver Mario Manningham am Freitag mit seinem Kreuzbandriss auf die Verletztenliste.
Ob Defensive Tackle Justin Smith mit seinem angerissenen Trizeps gegen die Cardinals spielen wird, ist eher ausgeschlossen. Er wird wohl geschont, damit er vielleicht in den Playoffs mitmischen kann.

Freitag, 28. Dezember 2012

Kurzberichte
gonzales-tony2Tony Gonzales (Bild) ist immer noch der Meinung, daß diese Saison seine letzte ist.
Der Tight End der Falcons, der 13 mal in den Pro Bowl gewählt wurde, begann seine Karriere 1997 bei den Chiefs.
Heute ist er 36 Jahre alt und fühlt die Nachwirkungen der 1.237 gefangenen Pässe für 103 Touchdowns und 14.227 Yards. Da hat er eine Menge Hits einstecken müssen.
Doch Falcons Head Coach Mike Smith sieht noch keinen Grund, daß Gonzales aufhören sollte. Auch nach 16 Saisons in der NFL, davon vier in Atlanta, wäre der Tight End immer noch fit genug für drei, vier weitere Saisons.
Ob Gonzales ein Sieg in den Playoffs schon als Karrierehöhepunkt reichen würde?
Denn in all seinen Jahren in der Liga hat er noch nie ein Playoffspiel gewinnen können.

Auch ans Aufhören denkt Steven Jackson.
Der Running Back der Rams ist zwar erst 29, aber das Spiel gegen die Seahawks könnte sein letztes sein.
Nach dem Spiel ist es ihm freigestellt, zu einem anderen Team zu wechseln.
Und aus den letzten Jahren weiß man ja, wie schwer vermittelbar gealterte Running Backs sind.
Ein Jobangebot müsste schon eine menge Stellen vor dem Komma haben, wenn er es akzeptieren sollte. Wenn solch ein Angebot ausbliebe, hätte er keine Probleme damit, in den Ruhestand zu treten. Dann würde er die Liga verlassen, wenn die Fans noch mehr von ihm sehen wollten. Das wäre besser als erst dann zu gehen, wenn sie genug von ihm gesehen hätten, meinte Jackson.
Noch besteht ja die Chance, daß die Rams selber ihn behalten wollen. Das würde Jackson entgegenkommen, denn er möchte gerne weiter für sie spielen.
Mal sehen, was daraus wird?

Gewonnen!!!
Die Teamkollegen jubelten mit Seahawks Cornerback Richard Sherman, als das Urteil über seinen Einspruch bekanntgegeben würde.
Sherman sollte vier Spiele suspendiert werden, weil er verbotene, leistungssteigernde Mittel eingenommen haben sollte.
Der Cornerback führte an, daß die Beweiskette seiner Urinprobe unterbrochen war, und legte Einspruch gegen die Sperre ein.
Am Donnerstag kam das Ergebnis der Einspruchsverhandlung. Shermans Sperre wurde aufgehoben.
So kurz vor den Playoffs wäre der Verzicht auf den Cornerback ein herber Schlag für die Seahawks gewesen.

Die Ellenbogenverletzung von Justin Smith hat sich nach genauerer Ansicht als angerissener Trizeps erwiesen.
Das ist ein weiterer herber Schlag für die 49ers, die von Verletzungen schon genug geplagt sind.
Ob der Defensive Tackle in dieser Saison noch mal spielen kann, ist fraglich.

Zur Kasse bitte
Ed Reed wurde wieder zu einer Strafzahlung verurteilt, und zwar zu $55.000. Der Safety der Ravens hatte Giants Receiver Victor Cruz im Kopf und Nackenbereich getroffen. Die Liga wertete das als illegalen Angriff auf einen schutzlosen Spieler.
Die Schiedsrichter hatten das auch so gewertet, denn sie verhängten eine 15 Yards Strafe.
Reed glaubt, daß der Angriff legal war und will Einspruch gegen die Strafe einlegen.
Doch ob legal, illegal, der Liga wird das wieder scheißegal sein.
Und auch ein Quarterback findet sich wieder unter den Spielern, die von der Liga um ihr hart erarbeitetes Geld gebracht wurden.
Cam Newton muss $21.000 zahlen, weil er einen Schiedsrichter „misshandelt“ hat.
Der Quarterback der Panthers regte sich furchtbar darüber auf, daß ein später Angriff gegen ihn nicht gepfiffen wurde. Doch der Schiedsrichter wollte keinen späten Angriff erkannt haben. Newton argumentierte lautstark und mit Händen und Füßen, berührte den Schiedsrichter leicht, und der taumelte einen Schritt zurück. Das brachte Newton eine Strafe auf dem Feld wegen unsportlichen Verhaltens ein.
Einen Platzverweis sprach Schiedsrichter Jerome Boger nicht aus, da die Berührung in seinen Augen nicht bösartiger Natur war.
Die Liga sah das nach Ansicht der Videoaufnahmen anders und bestrafte Newton.

Die besten Spieler der Woche 16

AFC
OFFENSE: RB RAY RICE, BALTIMORE RAVENS
24 Läufe für 107 Yards, 6 gefangene Pässe für 51 Yards, 1 Touchdown
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT GENO ATKINS, CINCINNATI BENGALS
6 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR MICHEAL SPURLOCK, SAN DIEGO CHARGERS
4 Puntreturns für 107 Yards, 1 Touchdown
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB MATT RYAN, ATLANTA FALCONS
25 von 32 für 279 Yards, 4 Touchdowns
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: DE JULIUS PEPPERS, CHICAGO BEARS
5 Tackles, 1 abgewehrter Pass, 3 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: DE RED BRYANT, SEATTLE SEAHAWKS
1 Field Goal geblockt, das zu einem Touchdown für Seattle führte
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Kurzberichte
bryant-dez2Bei dem heissen Spiel um den ersten Platz in der NFC East wird es bitterkalt.
Das Wetter wird sich mal wieder gegen das Klima durchsetzen und der Stadt Washington Temperaturen im Minusbereich bescheren.
Die Cowboys hatten die Möglichkeit, sich den Ernstfall anzusehen, denn auch in Texas hatte die Klimaerwärmung keine Chance gegen das kalte Wetter. Über Weihnachten zog ein Eis- und Schneesturm über Dallas hinweg, der schon mal erahnen ließ, was die Cowboys am Sonntag erwarten könnte.
Allerdings ließ Head Coach Garrett das Team in der Halle trainieren, denn der Trainingsplatz war völlig vereist. Und eine Rasenheizung hat der Platz nicht, da man in der Region von Texas eher nicht mit Eisregen rechnet.
So warf Tony Romo also die Trainingspässe in der Halle zu Dez Bryant (Bild). Der Wide Receiver hat sich die viele Kritik, die ob seiner lustlosen Vorstellungen in der Mitte der Saison auf ihn niederprasselten, scheinbar zu Herzen genommen. Er spielt zur Zeit, als hätte er tatsächlich Spaß am Job, und als würde ihn das Schicksal der Mannschaft tatsächlich ernsthaft interessieren.
Seit der 10. Spielwoche hat er in jedem Spiel einen Touchdownpass gefangen.
Mit 224 Passyards und zwei Touchdowns hatte er gegen die Saints das beste Spiel seiner Karriere. Und das mit einem gebrochenen Zeigefinger an seiner linken Hand, und Bryant ist Linkshänder.
Sieht so aus, als wäre er bereit.

Josh Brent muss demnächst vor ein Strafgericht. Der Nose Tackle der Cowboys wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Brent fuhr vor drei Wochen betrunken mit dem Auto und baute einen Unfall. Dabei wurde sein Freund und Teamkollege Jerry Brown, der mit im Wagen saß, tödlich verletzt.
Brent hatte 1,89 Promille im Blut, mehr als das doppelte des erlaubten.
Zudem fuhr er ohne Führerschein, denn der war eingezogen und abgelaufen.
Bereits im Jahr 2009 war Brent betrunken am Steuer erwischt worden.
Nun muss sich der Todesfahrer vor einem Geschworenengericht verantworten.

Kein Respekt?
Kein Problem!
Die Seahawks hadern nicht daran, daß ihnen von den anderen Teams kein Respekt gezollt wird.
In den letzten drei Spielen erzielten sie 150 Punkte. OK, darunter waren 50 gegen die Bills, aber auch 42 gegen ein echtes Footballteam mit einer guten Defense, die 49ers.
Die Verteidigung Seattles steht in der Statistik an fünfter Stelle der 32 Teams.
Dennoch wird über sie kaum geredet, wenn es darum geht, wer wie weit in den Playoffs kommt.
Wide Receiver Doug Baldwin sagte, daß es niemanden im Team stört, ob die Gegner Angst oder Respekt vor ihnen hätten. Sie würden ihr Spiel spielen und die Ergebnisse für sich sprechen lassen. Das mit dem Respekt würde dann schon irgendwann kommen.

Auf die Frage, ob die Texans gegen die Colts ihre Starter schonen würden, kam ein klares Nein als Antwort von Head Coach Gary Kubiak.
Auch Arian Foster ist fest für das Saisonfinale eingeplant.
Der Running Back litt nach dem Spiel gegen die Vikings an einem unregelmäßigen Herzschlag. Der aber soll sich wieder normalisiert haben, so daß Kubiak nicht auf ihn verzichten will.
Für die Texans geht es noch darum sich eine Woche spielfrei zu verdienen. Dazu müssen sie gegen Indianapolis gewinnen.

Die Knöchelverletzung an seinem linken Fuß, mit der sich Matt Forte die ganze Saison über rumplagt, verschlimmerte sich im Spiel gegen die Cardinals.
Ob der Running Back der Bears im wichtigen Spiel gegen die Lions dabeisein kann, steht noch nicht fest.
Chicago muss gewinnen, um noch eine Chance auf die Playoffteilnahme zu haben.

Ray Lewis steht im aktiven Kader der Ravens.
Ob Head Coach John Harbaugh seinen mörderischen Linebacker wirklich einsetzt, ist damit aber noch nicht gesagt.
Baltimore ist sicher in den Playoffs.
Deshalb wird Harbaugh Lewis wohl nicht bereits gegen die Bengals einsetzen, sondern erst im ersten Playoffspiel.

Pro Bowl 2013
Die Teilnehmer für das Spiel, das niemanden interessiert, stehen fest.
Von all den tollen Rookie- Quarterbacks hat es nur einer geschafft, in das Spiel der besten der Besten gewählt zu werden Robert Griffin III.
Im Aufgebot der AFC stellen die Texans mit acht Spielern die meisten Vertreter.
Das wir noch getoppt von den 49ers, die in der NFC mit neun Spielern vertreten sind.
Hier gibt es die kompletten Mannschaftsaufstellungen...

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Kurzberichte
moss-randy-49erRandy Moss (Bild) war fast schon vergessen. Doch die 49ers gaben dem 35-jährigen Wide Receiver vor Saisonbeginn eine Chance, und er nutzte sie.
Moss gehörte in die Riege der abgehobenen, problematischen Wide Receiver mit kräftigem Überego.
Das legte er in San Francisco ab und erwies sich als Mentor für die Offense, fast schon als Aushilfs- Offensive Coordinator.
Jetzt können die 49ers froh sein, daß sie ihn in den Kader nahmen, denn nach den Ausfällen von Mario Manningham und Kyle Williams rückte Moss an die zweite Stelle der Niners Receiver.
Er und Michael Crabtree bilden das Duo in den Zwei-Receiver-Formationen der Niners Offense.
In der laufenden Saison fing Moss bisher nur 26 Pässe für 406 Yards und drei Touchdowns. Diese Zahlen dürften von jetzt an kräftig nach oben gehen, hat San Francisco doch vor, lange in den Playoffs mitzuspielen.

Es stehen noch einige Rekorde an, die am letzten Spieltag geknackt werden können.
Auch die Titans können noch einen Teamrekord aufstellen...
den sie nicht haben wollen.
Als Houston Oilers kassierten sie in der Saison 1983 460 Punkte.
2012 haben sie bisher 451 Punkte kassiert. Nur noch 10 Punkte fehlen zum neuen Rekord.
Da könnte es von Vorteil sein, daß der letzte Gegner die Jacksonville Jaguars sind. Sie haben genug eigene Probleme und Punkte erzielen gehört nicht zu ihren Stärken.
Doch Titans Besitzer Bud Adams hat auch so schon die Nase voll von seinem Team und der Trainercrew.
Schon oft hat er in der Saison seinen Unmut darüber geäußert, was die Leute, die eine ungehörig große Menge Geld von ihm auf die Konten bekommen, so leisten.
Das Hinspiel ging 24:19 für Jacksonville aus.
Sollten sie 10 Punkte machen, dann wird Mike Munchak seine erste und letzte Saison als Head Coach der Titans absolviert haben.

Eine gebrochene Hand?
Das ist doch kein Grund, das Team hängen zu lassen!
Jedenfalls nicht für Antoine Winfield.
Der 35-jährige Cornerback der Vikings hat sich im Sieg gegen die Texans die Hand gebrochen. Leider steht im Verletzungsreport nicht, welche.
Aber trotz der gebrochenen Hand will er auf jeden Fall dabeisein, wenn Minnesota gegen Green Bay um den Einzug in die Playoffs kämpft.

Nicht nur Big Ben ist mit seinem Offensive Coordinator bei den Steelers sehr unzufrieden, auch bei den Bears knistert es zwischen Quarterback und Offensive Coordinator.
Letztes Jahr haderte Jay Cutler mit Mike Martz. Der interessierte sich nicht dafür, was seine Offense spielen konnte, und gab stur immer wieder Spielzüge an, bei denen Cutler um sein Leben laufen musste und mit drei vier Verteidigern auf sich am Boden lag.
In dieser Saison heißt der Offensive Coordinator Mike Tice, und der ist so überfordert, daß er immer wieder zu lange braucht, um einen Spielzug anzusagen.
Mitten in der Saison gab es die berühmte Szene, als Tice nach einer erfolglosen Angriffsserie mit Cutler reden wollte, und der Quarterback seinen Offensive Coordinator einfach stehen ließ, um sich in Ruhe ein Getränk zu holen.
Tice lief wild fuchtelnd hinter Cutler her, doch der blieb so stoisch, wie man ihn kennt, und ignorierte Tice einfach.
Nach dem Spiel sagte Cutler der Presse, daß Tice noch viel lernen müsse.
Dennoch möchte Cutler nicht schon wieder einen neuen Offensive Coordinator haben, wenn es in die nächste Saison geht.
Wieder ein Wechsel würde wieder neue Unruhe in die Offense bringen, die gerade dabei wäre, sich zu finden.
Doch es sind ja verschiedene Szenarien möglich.
Wer weiß denn, ob Jay Cutler 2013 noch Quarterback der Bears sein wird?
Wer weiß denn, ob Head Coach Lovie Smith weiter erfolglos seinen Job ausüben darf?
Zwar steht den Bears die Tür zu den Playoffs noch einen Spelt weit offen, aber wenn sie sich nicht durchquetschen, müsste es das zumindest für den Head Coach gewesen sein. Und ein neuer Head Coach bringt gerne seine eigenen Leute mit.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Kurzberichte
pagano-chuck3Chuck Pagano (Bild) ist wieder zurück bei der Arbeit.
Der Head Coach der Colts hat seine Chemotherapie erfolgreich beendet und ist im vollen Umfang wieder arbeitsfähig.
Er wurde bei seiner Rückkehr von den Spielern und seinen Assistenztrainern mit großem Hallo begrüßt.
Doch ist es klug, ihm in vollem Umfang die Verantwortung für das Team aufzuerlegen?
Hier geht es nicht nur um Sentimentalitäten, hier geht es um ein Team, das einen Lauf hat. Hier geht es ums Geschäft.
Und Bruce Arians, der das Team in die Playoffs geführt hat, und ganz oben auf der Liste des Head Coaches des Jahres steht, soll jetzt wieder nur als Offensive Coordinator fungieren?
Ist das klug?
Ist es nicht.
Es ist natürlich toll, daß Pagano, der sein Gewicht wieder erlangt hat, der voller Energie und Tatendrang ist, wieder voll genesen ist. Doch hoffentlich gefährden die Colts den sensationellen Erfolg, den sie sich hart erkämpft haben nicht mit diesem Führungswechsel.
Vielleicht aber wachsen die Spieler, motiviert bis in die Haarspitzen, jetzt noch mehr über sich hinaus?
Nächste Woche, im Spiel gegen Houston, wird man schon die Antwort erhalten.

Zwei wichtige Fragen beschäftigen die Steelers.
Frage eins: Werden Quarterback Ben Roethlisberger und Offensive Coordinator Todd Haley es schaffen, miteinander arbeiten zu können?
Schon vor der Saison hatte Big Ben die neuen Spielzüge kritisiert, die die Offense unter Haley spielen sollte.
Daran hat sich nichts geändert. Nach den letzten beiden Niederlagen Pittsburghs hat Roethlisberger seine Kritik erneuert. Dabei hat er allerdings nicht vergessen, daß die Niederlagen auch auf seine eigene Kappe gingen. Die Fehlpässe hätte immerhin er geworfen, nicht sein Offensive Coordinator.
Frage Nr. 2 lautet: Wird Heath Miller pünktlich zur nächsten Saison wieder einsatzbereit sein?
Der Tight End hat sich in der Niederlage gegen die Bengals einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen.

Für Mario Manningham ist die Saison beendet.
Der Wide Receiver der 49ers hat sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen.
Mit 449 Yards ist er der drittbeste Receiver des Teams.
Wann Vernon Davis wieder eingesetzt werden kann, müssen die Ärzte entscheiden.
Der Pro Bowl Tight End zog sich in der herben Niederlage gegen die Seahawks eine Gehirnerschütterung zu und muss nun abwarten, was die Neurologen entscheiden.

Im Sieg gegen die Giants zog sich Ravens Wide Receiver Anquan Boldin eine Schulterprellung zu.
Sein Head Coach geht nicht davon aus, daß Boldin länger ausfallen wird.

OK, man kann das Leben als Assistenztrainer der Chiefs sehr wahrscheinlich wirklich nur im Suff ertragen.
Aber muss man dann mit seinem SUV noch durch die Gegend fahren?
Die Polizei meint nein. Sie nahm Chiefs Assistenztrainer Adam Zimmer fest, nachdem der einen Unfall ohne Fremdbeteiligung mit seinem Wagen baute.

In der Umkleide der Patriots soll es nach dem Gewürge gegen die Jaguars furchtbar laut geworden sein.
Quarterback Tom Brady soll seine Mitspieler dermaßen zusammengestaucht und mit Schimpfworten bedacht haben, daß man es fast bis ins Stadion hören konnte.
Unter dem Strich wollte Brady seinen Kollegen klarmachen, daß die Leistung, die sie gegen ein Drüberwisch- und Wegwerfteam wie Jacksonville gezeigt hatten, völlig inakzeptabel war.
Die Spieler, darauf angesprochen, konnten sich nicht erinnern, jemals so von Head Coach Bill Belichick zusammenfaltet worden zu sein.
Doch der zweimalige MVP der Liga war nicht der Einzige, der sein Missfallen über die schlechte Leistung des Teams von sich gab.
Auch Defensive End Vince Wilfork gab seine Meinung von sich. Etwas leiser, aber auch recht erbost.
Nach zwei völlig vergeigten Spielen gegen San Francisco und Jacksonville war das vielleicht als Weckruf wirklich nötig.
Gegen die 49ers gab es die erste Heimspielniederlage im Dezember seit 20 Spielen, und in Jacksonville sprang gerade mal ein magerer 23:16 Sieg heraus.
Zeit, endlich in den Playoffmodus zu schalten.

Kann Brian Urlacher im letzten Saisonspiel der Bears wieder mitmischen?
Der Linebacker ist am Oberschenkel verletzt, und hat ein leichtes Training aufgenommen.
Wenn Chicago gegen die Lions gewinnt, und später die Vikings gegen Green Bay verlieren, können die Bears noch in die Playoffs schlüpfen.

Wo wir gerade bei den Playoffs sind...
Zwar ist noch eine Woche zu spielen, aber wie sähen denn die Wild Card Partien aus, wenn sie nächstes Wochenende schon auf dem Plan ständen?
AFC:
Bengals at Patriots und Colts at Ravens
NFC:
Vikings at 49ers und Seahawks at Redskins.

Montag, 24. Dezember 2012

Die NFL 2012 - In der AFC ist alles klar
Playoffs_10_webSpieltag 17 hat für die AFC, fast, keine Bedeutung mehr.
New England, Baltimore, Houston und Denver haben ihre Divisionen gewonnen.
Cincinnati und Indianapolis sind die Wild Card Teams.
Damit stehen alle sechs Playoffteilnehmer fest. Spannung gibt es nur noch darum, wer als bester, zweitbester usw. in die Endrunde geht?
Denver und Houston haben beide 12-3 Siege. Gewinnt Houston in Indianapolis, sind sie die Nr. 1.
Denver spielt gegen Kansas City, wird also gewinnen, und kann Nr. 1 werden, wenn Houston verlieren sollte.
Nr. 3 sind die Patriots und Nr. 4 die Ravens.
Unglaublich ist die Teilnahme der Colts an den Playoffs. Letztes Jahr 2-14 Siege, dieses Jahr mit einem Rookie- Quarterback und einem Ersatztrainer bisher 10-5 Siege und die Wild Cards.
Doch Rookie- Quarterback Andrew Luck wurde mit dem Druck, der auf ihm lastete, nicht nur fertig, er meisterte ihn. Er löste mit Peyton Manning eine lebende Legende ab und hatte keine Mühe, in dessen Fußstapfen zu treten.
Er spielte nicht nur gut, er spielte Rekordmäßig. Bis jetzt hat er Pässe für 4.051 Yards geworfen, ein neuer Rekord für Rookie- Quarterbacks in der NFL.
Gegen die Chiefs brachte er gestern sein Team im letzten Viertel nach einem Rückstand noch zum Sieg. Das schaffte er in der Saison sieben Mal, und auch das ist ein neuer Rekord für einen Frischling.
Am Ende stand es 20:13 für Indianapolis und die Playoffs waren erreicht.
Aber auch ein Spieler der Chiefs spielte sich in die Rekordbücher. Running Back Jamaal Charles hat in seiner Karriere durchschnittlich 5,7 Yards pro Lauf erzielt. So viele Yards pro Lauf hat kein Running Back vor ihm erzielt.

Ebenfalls in den Playoffs sind die Bengals. Sie schlugen die Steelers in Pittsburgh.
Hier zeichnet sich wohl eine Wachablösung ab. Die jungen, frischen Bengals übernahmen die Führung vor den alternden, müden Steelers.
In einem typischen, harten Spiel zweier AFC North Rivalen, siegte Cincinnati dank Ben Roethlisberger. Der Quarterback der Steelers leistete sich seinen zweiten spielentscheidenden Interception in zwei Wochen.
Wie gegen Dallas, so führte ein Fehlwurf von ihm auch gegen die Bengals zum entscheidenden Field Goal.
In letzter Sekunde traf Josh Brown aus 43 Yards und sicherte seinen Bengals die Playoffteilnahme.
Pittsburgh muss draußenbleiben.

Die Ravens hatten gegen die Giants, die sich völlig aufgegeben haben, keine Probleme.
Baltimore gewann 33:14 und sicherte sich den Gruppensieg in der AFC North.

Durch ihre Niederlage gegen die Ravens verspielten die Giants wohl ihre Playoffchancen.
In der NFC sind sie zwar rein rechnerisch noch im Rennen, aber sie können es allein aus eigener Kraft nicht mehr schaffen.
Sie müssten die Eagles schlagen, was machbar ist. Aber von den Mitbewerbern müssen die Cowboys, die Bears und sogar die Vikings verlieren, damit sie reinkommen.
Die Giants wären der 14. Super Bowl Sieger, der es in der folgenden Saison nicht geschafft hat, in die Playoffs zu kommen.

Die Vikings haben sich ihre Chance auf die Endrunde durch einen ganz und gar überzeugenden Sieg in Houston erhalten.
23:6 gewann Minnesota gegen das an Nr. 1 der AFC stehende Team.
Wären am Samstag schon die Wild Card Spiele, hieße eine Paarung Minnesota at San Francisco.

Die 49ers sahen gegen die Seahawks nicht wie ein Team aus, das in die Playoffs gehört.
Seattle hatte keine Probleme, dieses hochgelobte Team locker mit 42:13 zu schlagen.
Damit sicherte sich Seattle die Playoffteilnahme. San Francisco hatte seine Teilnahme ja schon sicher. Die Seahawks können noch die NFC West gewinnen, wenn die 49ers gegen die Cardinals verlieren (unwahrscheinlich) und sie selber gegen die Rams gewinnen (wahrscheinlich).

Die Falcons stehen ja seit ihrem Sieg gegen Detroit am Samstag schon als Nr. 1 der NFC fest.
Green Bay ist momentan Nr. 2, kann aber noch von San Francisco abgefangen werden.
Die Packers müssen in Minnesota antreten. Die Vikings müssen gewinnen, um sicher in die Playoffs zu kommen, egal, wie ihre Konkurrenten spielen. Sie werden es Green Bay nicht leicht machen.

Kommen wir zum Endspiel.
In einem dieser wilden NFL Spiele, die einen wieder daran erinnern, warum man Footballfan ist, lag Dallas im letzten Viertel 17:31 zurück.
Tony Romo, der einen seiner tollen Tage hatte, die man gerne öfter von ihm erleben würde, brachte die Cowboys noch zum 31:31 Ausgleich.
Verlängerung!
Hier hatte Dallas zuerst den Ball und begann an der eigenen 20. Doch die Cowboys kamen nur bis zur eigenen 36.
Saints Quarterback Drew Brees führte seine Offense in die Hälfte der Cowboys.
Ein Pass auf Wide Receiver Marques Colston brachte neun Yards Raumgewinn, bevor Dallas Cornerback Morris Claiborne ihm den Ball aus der Hand schlug.
Den frei herumtaumelnden Ball konnte sich Saints Wide Receiver Jimmy Graham an der 2 der Cowboys sichern.
Hier gab es keine Experimente der Saints mehr. Ein Field Goal aus 20 Yards sicherte New Orleans den 34:31 Sieg.
Cowboys Tight End Jason Witten fing in diesem Spiel sechs Pässe und brachte es damit auf 103 gefangene Pässe. Das ist ein neuer Saisonrekord für Tight Ends.

Die Konstellation in der NFC East ist am Ende dieser Saison dieselbe, wie letztes Jahr. OK, die gleiche, denn Dallas und Washington kämpfen um den Sieg in der NFC East.
Letztes Jahr musste Dallas bei den Giants antreten, dieses Jahr findet der Showdown in Washington statt.
Gewinnt Dallas (8-7), hat es die Division gewonnen.
Gewinnt Washington (9-6), sind die Redskins der Sieger.
Und weil es wieder so ein schönes Endspiel ist, hat NBC es auch schon zu seinem Sunday Night Spiel gemacht.
Zwei weitere Spiele wurden verschoben:
Miami at New England beginnt um 22:25 Uhr, genau so, wie Green Bay at Minnesota.

Sonntag, 23. Dezember 2012

It all comes down to Sunday Night
Johnson-CalvinIn den letzten beiden Wochen der Saison gibt es keine Spiele am Montag mehr.
In der Samstagssonderausgabe der Monday Night Serie haben die Atlanta Falcons sich gegen die zahnlosen Lions das Heimrecht in den Playoffs erspielt.
31:18 gewannen sie in Detroit. Dadurch hatten sie am 9. Dezember in Carolina ihr letztes Spiel unter freiem Himmel. Seitdem, und bis zum Super Bowl, wenn sie soweit kommen, spielen sie nur in geschlossenen Stadien.
Bei den Lions ging es nur darum, Megatron zu einem besonderen Rekord zu verhelfen.
Wide Receiver Calvin Johnson (Bild) hatte die Möglichkeit, Jerry Rice dessen Rekord von 1.848 Passyards in einer Saison abzuknöpfen. Den hatte der Wide Receiver der 49ers 1995 aufgestellt. 182 Yards fehlten Megatron vor Spielbeginn noch. Und er schaffte es. Er fing 11 Pässe für 225 Yards und kam auf 1.892 Yards.
Zusätzlich ist Johnson jetzt der erste Spieler, der in acht Spielen in Folge Pässe für über 100 Yards fing und der erste, der in vier Spielen in Folge mehr als 10 Pässe fing.
Doch man merkte Megatron an, daß es bittersüße Rekorde waren. Detroit hat sieben Spiele in Serie verloren, und Johnson hätte lieber auf die Rekorde verzichtet, als auf die Playoffs, wie er schon vor dem Spiel betonte.

Kurzberichte
Es ist amtlich.
Die Ärzte gaben grünes Licht für den Einsatz von RG3. Der Quarterback der Redskins kann in Philadelphia antreten.
Gewinnt Washington seine letzten beiden Spiele, ist es sicher in den Playoffs.

FOX und NBC wollen das vielleicht alles entscheidende Spiel der Cowboys in Washington übertragen.
Für die letzte Spielwoche hat die NFL für das Sunday Night Spiel keine Partie vorgegeben. Hier kann NBC sich das wichtigste Spiel des Tages aussuchen.
Doch FOX will es nicht einfach so abgeben.
Aber da wird der Sender kaum eine Chance haben. Letztes Jahr war das Spiel zwischen den Giants und den Cowboys das wichtigste des Tages, und NBC bekam die Übertragungsrechte.
Jetzt wird FOX wohl zum zweiten Mal hintereinander in die Röhre gucken müssen.

Zwar hatte Giants Head Coach Tom Coughlin seine Offense darauf eingestellt, daß Ray Lewis bei den Ravens wieder mitmischt, aber das war unnötig.
Ravens Head Coach John Harbaugh hat den Linebacker nicht in den Kader der 53 aktiven Spieler aufgenommen.
Er betonte, daß er Lewis erst wieder in den Playoffs einsetzen wird.

Samstag, 22. Dezember 2012

Kurzberichte
smith-justinDie Saison geht in ihren vorletzten Spieltag. Wie gewohnt gibt es neben vielen absolut unbedeutenden Spielen auch wieder Spiele, die fast schon Playoffcharakter haben.
So müssen die Seahawks gegen die 49ers gewinnen, um sicher weiterzukommen, während die Niners zwar schon in den Playoffs sind, gerne aber in der ersten Runde spielfrei hätten.
Ob sie bei diesem Vorhaben auf Defensive Tackle Justin Smith (Bild) zurückgreifen können, ist momentan fraglich. Er hat in dieser Woche wegen einer Ellenbogenverletzung nicht mittrainieren können.
Justin Smith spielt seit 12 Jahren in der NFL und hat nur in seiner Rookiesaison in Cincinnati mal ein Spiel verpasst.
Ob die 49ers ihn dringend brauchen?
Kann sein.
Als er gegen die Patriots wegen seiner Verletzung nur zusehen konnte, erzielten New England 28 Punkte in Folge.

Die Giants können vielleicht doch auf die Mitarbeit von Ahmad Bradshaw hoffen.
Der Running Back nahm am Freitag am Abschlußtraining teil.
Doch in der Defense könnte Justin Tuck fehlen, der die ganze Woche über wegen einer Schulterverletzung nicht trainieren konnte.

Die Giants rechnen mit dem Einsatz eines weiteren Spielers, Ray Lewis.
Sie bereiten sich darauf vor, daß der Linebacker der Ravens spielen wird.
Baltimore selber hält sich bei ihm noch bedeckt, aber Giants Head Coach Coughlin rechnet vorsichtshalber mit ihm.

Denver wird wohl auf Guard Chris Kuper verzichten müssen. Er hat Knöchel und konnte die ganze Woche nicht trainieren.

Bengals at Steelers ist fast schon ein Playoffspiel. Pittsburgh ist auf jeden Fall raus, wenn Cincinnati gewinnt.
Cornerback Ike Taylor ist mit seiner Knöchelverletzung auf keinen Fall einsatzbereit. Offensive Tackle Mike Adams ist auch am Knöchel verletzt, aber bei ihm besteht noch Hoffnung auf seinen Einsatz.

Die Packers werden ohne Jeff Saturday gegen die Titans antreten.
Head Coach Mike McCarthy setzte seinen Center auf die Ersatzbank.
Saturday, für den die Demontage völlig überraschend kam, war sehr enttäuscht über die Entscheidung. Der fünfmalige Pro Bowl Teilnehmer steht auch für den kommenden Pro Bowl wieder ganz oben auf der Liste der möglichen Center für das Auswahlspiel.
Warum McCarthy Evan Dietrich-Smith an Stelle von Saturday starten lassen will, sagte der Head Coach nicht.

Die Bills werden wohl nicht über die Grenze ziehen.
Sie haben einen Mietvertrag über 10 Jahre mit den Stadionbetreibern in Buffalo abgeschlossen.
Toronto wird sich wohl nach einem anderen Team umsehen müssen.
Der Staat New York und das Erie County verpflichteten sich als Stadionbesitzer das alternde Ralph Wilson Stadion für $130 Millionen zu renovieren. Der alte Kasten wurde 1973 gebaut und ist sichtlich in die Jahre gekommen. $35 Millionen werden die Bills zur Renovierung beisteuern.
Wenn die Bills den Vertrag nicht erfüllen, müssen sie $400 Millionen Strafe zahlen. Nach sieben Jahren haben sie eine einmalige Chance, den Vertrag zu kündigen und sich mit $28 Millionen rauszukaufen.

Nach 14 Jahren wird Andy Reid zum letzten Mal ein Heimspiel der Philadelphia Eagles leiten.
Zwar ist es noch nicht offiziell, daß er gefeuert wird, aber er hat das von Teambesitzer Jeffrey Lurie gestellte minimale Saisonziel dermaßen weit verpasst, daß seine Weiterbeschäftigung absolut unmöglich ist.
8-8, sagte Lurie, wäre nicht genug, um Reids Job in Philadelphia zu sichern. Die Eagles haben im Moment nur 4-10 Siege, das ist weit weg.
Mit Siegen gegen Washington und die Giants in den letzten beiden Spielen könnten sie zwei Divisionsrivalen die Saison versauen und auf 6-10 Siege kommen. Doch das dürfte Lurie nicht genug sein.
 Aber die Kameras, so sagte Reid, sollten sich nicht zu sehr auf ihn konzentrieren. Er würde das Spiel geschäftsmäßig und emotionslos abwickeln. Tränen würde er keine vergießen

Zwei Wide Receiver finden sich auf der Liste der Spieler, die nach Meinung der NFL wieder zu böse zu ihren Gegnern waren, oder sich sonstwie daneben benommen haben.
Anquan Boldin von den Ravens muss $15.750 wegen unnötiger Härte zahlen. Er hatte einen Verteidiger der Broncos zu spät angegriffen.
Bears Wide Receiver Brandon Marshall muss $5.250 Strafe zahlen, weil er einen Ball in die Zuschauerränge geworfen hat.
Ansonsten das Üblich bei dieser widerlichen Abzocke, die der Liga wieder über $150.000 einbrachte.

Freitag, 21. Dezember 2012

Der Untergang der Giants
pierce-antonio2Antonio Pierce (Bild), vor zwei Jahren noch Defensive Captain der Giants, heute Analyst bei ESPN, analysierte sein altes Team.
Er kam zu der Überzeugung, daß die Giants mental am Boden wären. Sie wirkten, als wären sie völlig ausgelaugt. Die Defense hätte keine Energie mehr. Das ganze Team würde Leidenschaft vermissen lassen.
Im Gegensatz zu letzter Saison, wo sie schlecht begannen, dann aber einen Lauf starteten, der erst mit dem Sieg im Super Bowl endete, ginge es dieses Jahr anders herum.
Dazu hätten natürlich Hurrikan Sandy beigetragen und der Amoklauf in Connecticut. Manche Spieler wäre persönlich von diesen Katastrophen betroffen gewesen. Da würde es natürlich nicht leicht fallen, sich auf Football zu konzentrieren.
Als die Spieler von Pierces Aussagen erfuhren, sagten sie, daß er zwar recht hätte, aber man wolle sich nicht hinter diesen Entschuldigungen verstecken.
Head Coach Tom Coughlin, der das Team zu einem 6-2 Start führte, widerspricht dem. Er spüre deutlich, daß viele seiner Spieler gerade unter den Nachwirkungen des Supersturms noch leiden würden. Auch wenn die Spieler meinten, sie wären darüber hinweg, würde es sie unterbewusst immer noch bewegen.
Mittlerweile stehen die Giants so schlecht in der Tabelle, daß sie schon in Woche 16 von den Playoffs ausgeschlossen werden könnten.
Wenn Dallas, Washington und Seattle gewinnen und sie selber gegen Baltimore verlieren, sind sie raus.

Pech im Spiel, kein Glück in der Liebe.
So ist das halt.
Nicht nur, daß Jets Quarterback Tim Tebow in dieser Woche erfahren hat, daß er nur der dritte Mann ist, haben seine Freundin und er Schluss miteinander gemacht.
Seit zwei Monaten war er mit der Schauspielerin Camilla Belle liiert. Nun wären sie gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, daß es zwischen ihnen nicht stimmen würde.
Dazu kommt, daß seine Zukunft als Footballspieler in Gefahr ist.
Anders als viele verklärte Fans, glauben die General Manager der 32 NFL Teams eher nicht daran, daß Tebow ein brauchbarer Quarterback ist.
Wenn seine Karriere weitergeht, dann vielleicht in der CFL. Doch auch da brach nicht gerade ein Sturm der Begeisterung los, als Tebow mit der Kanadischen Liga in Verbindung gebracht wurde.
Schon wird darüber spekuliert, daß Tebow in ESPNs College Gameday Crew am Besten aufgehoben wäre.
Als Spieler mag er nichts taugen, aber als Gottes Stimme in der Show, die den Spieltag einläutet, könnte er sein Bestes geben.

Die besten Spieler der Woche 15

AFC
OFFENSE: RB Knowshon Moreno, Denver Broncos
22 Läufe für 118 Yards, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE J.J. Watt, Houston Texans
10 Tackles, 3 Sacks, 1 erzwungener Fumble
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K Sebastian Janikowski, Oakland Raiders
5 von 5 Field Goals
Seine 7. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB Colin Kaepernick, San Francisco 49ers
14 von 25 für 221 Yards, 4 Touchdowns, 1 Interception
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: CB Brandon Carr, Dallas Cowboys
4 Tackles, 3 abgewehrte Pässe, 1 Interception
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K Blair Walsh, Minnesota Vikings
5 von 5 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Kurzberichte
brady-tom200
Tom Brady (Bild) nahm am Mittwoch nicht am Training der Patriots teil.
Wie so oft hüllte Head Coach Belichick sich in Schweigen, über den Grund, warum der Quarterback fehlte. Wenn es um Verletzungen seiner Spieler geht, ist der eh schon schweigsame Head Coach noch schweigsamer.
Es kann sein, daß Brady vor dem Spitzenspiel gegen Jacksonville nur etwas geschont wurde.
Andererseits nahm jemand am Training teil, dessen Rückkehr sehnlichst erwartet wird, der Gronk.
Tight End Rob Gronkowski hatte sich letzten Monat den linken Unterarm gebrochen. In den Playoffs wird er wohl wieder spielen können.

Bei den Packers fehlte Alex Green beim Training. Der Running Back leidet an einer Gehirnerschütterung.
Sein Head Coach Mike McCarthy geht aber davon aus, daß Green gegen die Titans wird spielen können.

Die Wende in der Saison der Redskins?
Die Aussage von Mike Shanahan, daß er sich voll auf die kommende Saison vorbereiten würde.
Das sagte der Head Coach, als seine Mannschaft mitten in einer kleine Niederlagenserie steckte. Am 4. November gingen die Redskins mit 3-6 Siegen in ihre Freiwoche, und Shanahan war nach einer unnötigen Niederlage gegen Carolina sehr frustriert.
Ob er da wirklich schon die Saison abgehakt hatte, oder ob er seine Mannschaft mit einem psychologischen Trick aufrütteln wollte, ist nicht bekannt.
Bekannt ist, daß die Redskins seitdem kein Spiel mehr verloren haben und nun mit 8-6 Siegen die NFC East anführen.
Mit Siegen in Philadelphia und gegen Dallas kommen sie sicher in die Playoffs.
Nicht schlecht für ein Team, dessen Trainer das Handtuch werfen wollte... wenn er das wirklich vorhatte.

Die NFL findet immer wieder neue Wege, ihren Spielern das Geld abzuknöpfen.
Robert Griffin III musste jetzt $10.000 Strafe zahlen, weil er zu einer Pressekonferenz vor einigen Wochen nicht die richtigen Klamotten trug.
Die Liga hat einen Ausrüstervertrag mit Nike, und RG3 mit Adidas. So hatte er bei besagter Gelegenheit Klamotten seines Sponsors an.
Das war der Liga nicht recht, da die das nicht gerne sieht, wenn jemand sich nicht in die offiziellen Gewänder hüllt.

In New York kocht die Gerüchteküche über.
Daß die Jets Mark Sanchez feuern werden, gilt als sicher. Ihn zu behalten wäre ja auch großer Blödsinn.
Doch der Mann, der als sein Nachfolger gehandelt wird, ist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Michael Vick ist der Name, der am meisten genannt wird.
Seine Zeit in Philadelphia dürfte um sein. Zu schlecht waren seine Leistungen in der abgelaufenen Saison.
Doch was wollen die Jets dann von ihm? Kämen sie bei einem solchen Wechsel nicht durch den Regen zur Traufe?
In seinen neun Starts für die Eagles leistete Vick sich neun Interceptions und 10 Fumbles. Sanchez warf 17 Interceptions und verlor den Ball sieben Mal. Wo wäre da eine Verbesserung?
Aber es sind ja nur Gerüchte.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Tebow or not Tebow
tebow-tim-jets2Jets Head Coach Rex Ryan wird im Endspurt der Saison auf einen neuen Quarterback setzen. Nachdem Mark Sanchez gegen die Titans vier Interceptions warf und einmal den Ball fallenließ, scheint es tatsächlich auch Ryan mitbekommen zu haben, daß der Mann nichts taugt.
Doch wenn die Tebow Fans jetzt glauben, daß ihr Idol endlich die ihm von Gott zugewiesene Rolle einnimmt, werden sie enttäuscht. Ryan setzt auf Greg McElroy.
Gerüchte sagen denn auch, daß Tim Tebow (Bild) die Jets gebeten hat, ihn zu einem anderen Team wechseln zu lassen. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2013 und soll ihm $2,6 Millionen einbringen. Die werden die Jets nur zu gerne sparen wollen.
Ob Ryan seinen Job retten kann, indem er in den beiden letzten, bedeutungslosen, Spielen endlich von dem unsäglichen Sanchez abrückt, darf man bezweifeln.
Zu weit lagen seine hohlen Sprüche über die Jets als Seriensuperbowlsieger und die erfolglose Wirklichkeit jahrelang auseinander.
Nach dem Spiel zeigte sich dann das ekelhafte Gesicht der Fans, als einige Morddrohungen gegen Sanchez auf Twitter und Co. auftauchten. Das wäre für sich genommen schon schlimm, aber nur Tage, nachdem ein durchgeknallter Irrer über 20 Erstklässler getötet hat, ist es noch viel schlimmer.
Ein „Fan“ zwitscherte: „KOMM AM MITTWOCH NICHT ZUM TRAINING ICH VERSPRECHE DIR DASS DA ÜBERALL KUGELN RUMFLIEGEN.“
Die Sicherheitsabteilung der NFL ist alarmiert.

Kurzberichte
ESPN zahlt unmoralisch viel Geld für die Rechte an den Monday Night Spielen. Doch vom flexiblen Spielplan ist der Sender ausgeschlossen. ESPN muss zeigen, was die NFL ihnen zuweist.
Das hat natürlich Folgen.
So wollten nur 6,6% der Fernsehzuschauer das Spiel der Jets in Tennessee sehen. 34% weniger, als noch in der Woche zuvor, als die Texans in New England spielten.
Ob das letzte MNF Spiel, die Sonderausgabe am kommenden Samstag zwischen Atlanta und Detroit, ein Quotenrenner wird, ist nicht zu erwarten. Zwar geht es für Atlanta noch um das Heimrecht in den Playoffs, aber Detroit ist nicht gerade ein Gegner, der ihnen dabei ernsthaft im Weg stehen kann.

Im Spiel gegen die Bears verknackste sich Aaron Rodgers den Knöchel. Doch der Quarterback der Packers will sich davon nicht von seinem Einsatz gegen die Titans abbringen lassen.
Es ist sowieso ein Wunder, daß Rodgers die Saison bisher so unbeschadet überstanden hat. Seine O-Line hat mehr Sacks zugelassen, als die der Bears.
Die Packers brauchen einen Sieg gegen Tennessee, um noch als zweitbestes Team der NFC in die Playoffs zu kommen.
Green Bay hat 10-4 Siege, San Francisco hat durch das Unentschieden gegen die Rams mit 10-3-1 Siegen eine Niederlage weniger auf dem Konto und steht deshalb vor den Packers.

„Ich werde am Sonntag spielen,“ sagte Ahmad Bradshaw der Presse.
Der Running Back der Giants, der das Debakel gegen die Falcons wegen eines verstauchten Knies verpasst hat, will gegen die Ravens auf jeden Fall dabei sein.
Sein Ersatzmann David Wilson konnte mit 4,4 Yards pro Lauf nicht wirklich überzeugen.
Head Coach Tom Coughlin ist noch nicht überzeugt davon, daß Bradshaw wirklich einsatzbereit ist. Brauchen, gegen die mittlerweile gegen das Laufspiel furchtbar anfällige Defense der Ravens, würde er ihn schon. Aber er will abwarten, was die Ärzte bis zum Spielbeginn entscheiden.

Es war irritierend, Josh Brent am Sonntag an der Seitenauslinie der Cowboys zu sehen.
Das empfanden viele Menschen so. Ein Twitter- und Facebooksturm brach über das Team herein.
Brent hatte eine Woche zuvor im besoffenen Kopf seinen Freund und Teamkollegen Jerry Brown zu Tode gefahren.
Als die Cowboys Brent ihre Unterstützung beim Bewältigen dieser Tragödie anboten, muss er etwas missverstanden haben.
Zwar hätten Teambesitzer Jerry Jones und Head Coach Jason Garrett ihm ihre Hilfe zugesagt, aber dabei wäre keine Rede davon gewesen, während des Spiels in der Teamzone aufzutauchen.
Deshalb wurde Brent am Dienstag offiziell davon in Kenntnis gesetzt, daß er das bis auf Weiteres zu lassen habe.
Am Sonntag wurde er im dritten Viertel gebeten, die Teamzone zu verlassen. Die Cowboys hatten genug von den negativen Kommentaren, die deswegen über sie in den unsozialen Netzwerken veröffentlicht wurden. Brent hätte das verstanden und wäre sofort gegangen.
Jerry Jones ließ wissen, daß einige Spieler Brent eingeladen hätten, das Spiel vom Spielfeldrand aus anzusehen. Er selber, und auch Jason Garrett, hätten damit nichts zu tun gehabt.

Die Polizei untersucht immer noch den Mord und Selbstmordfall von Chiefs Linebacker Jovan Belcher. Dabei förderte sie erschreckendes Zutage.
Belcher hatte zwei Wochen vor den Taten eine SMS an eine seiner Geliebten geschickt. Darin schrieb er, daß er seine langjährige Freundin (Kassandra Perkins) töten würde, wenn sie ihn nicht freigäbe.
Man kann also mittlerweile davon ausgehen, daß der Mord lange geplant war.

Dienstag, 18. Dezember 2012

Die Saison 2012 - Woche 15 - Der Montag
sanchez-mark-und-rex-ryanMan mag es nicht fassen, aber vor dem MNF Spiel hatten die Jets tatsächlich noch rechnerische Chancen auf die Playoffs.
Da kann man den Titans und ihrem besten Spieler, Mark Sanchez, nur von Herzen danken.
OK, Mark Sanchez ist der Quarterback der Jets, aber vier präzise zu Verteidigern der Titans geworfene Pässe ließen einen schon rätseln, warum Sanchez ein weißes Trikot trug und kein hellblaues?
Nach dem Spiel wollte Head Coach Rex Ryan noch nicht sagen, ob Sanchez auch nächstes Jahr noch der Quarterback der Jets sein wird?
Vielleicht rätselte Ryan da auch schon über seine eigene Zukunft und kam zu dem Entschluss, daß er selber nächstes Jahr bei den Jets nichts mehr zu sagen haben wird?
Die Jets haben zum zweiten Mal in Folge die Playoffs verpasst. Deshalb gehört Ryan auf jeden Fall zu den Head Coaches, die nach der Saison gefeuert werden könnten, sollten, müssten.
Die Titans werden ihrem Head Coach Mike Munchak vielleicht noch eine Chance geben.
Immerhin ist er neu in seinem Job und musste lange auf den verletzten Quarterback Jake Locker verzichten.
Teambesitzer Bud Adams hat zwar schon vor einigen Wochen über Munchak gemeckert, doch vielleicht überlegt er es sich noch mal.
Könnte aber auch sein, daß er zu den Teambesitzern gehört, die Interesse an Andy Reid haben. Dann wäre Munchaks Zukunft in Tennessee natürlich gegenwärtig schon Vergangenheit.
Ach so... Das Ergebnis dieser öden Angelegenheit lautet 14:10 für die Titans.

Kurzberichte
Peyton Manning schonen?
Nein!
So heißt es ganz klar aus Denver.
Head Coach John Fox hat nicht die Absicht, einen seiner Starter zu schonen, auch den Methusalem Manning nicht, der immerhin schon 36 Jahre alt ist.
Fox will den Schwung aus neun Siegen in Serie mit in die Playoffs nehmen.
Immerhin muss Denver mit 11-3 Siegen den Platz des zweitbesten Playoffteams noch gegen New England, die 10-4 Siege haben, verteidigen. Und auch nach oben können sie noch angreifen und die Houston Texans überholen, die momentan mit 12-2 Siegen das Nr. 1 Team in der AFC sind.
Es ist schwer zwischen Verletzungsrisiko und gutem Lauf abzuwägen. Fox hat sich dafür entschieden, seine Starter nicht rosten zu lassen.
Das kann schlimme Folgen haben, wenn sich einer von ihnen verletzt, aber dieses Risiko geht er ein.

Wie viele Head Coaches würden einen Kicker feuern, der 12 seiner 29 Field Goal Versuche verschossen hat?
31.
Packers Head Coach Mike McCarthy will aber an Mason Crosby festhalten, der bisher auf ganzer Linie versagt hat.
Wenn er in den Playoffs solche Fahrkarten schießt, wie bisher, gefährdet das den Erfolg, den sich die echten Footballspieler mit Prellungen, Verstauchungen und Knochenbrüchen hart erarbeitet haben.
McCarthy weiß, was für ein Risiko er eingeht, wenn er an dem Luftlochschützen festhält.
Aber einen wirklichen, echten Grund für diese dumme Entscheidung konnte er nicht anbringen.
Daran, daß die Packers Crosby erst letztes Jahr einen Fünfjahresvertrag über $14,75 Millionen gegeben haben, kann es natürlich liegen, aber klug wäre es nicht.

Die NFL suspendierte Jordan Black für vier Spiele.
Der Tackle der Redskins wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

Die Bears beschützen ihr Liebchen
Die Verteidiger der Bears haben eine Aufgabe... zu verteidigen.
Auch, oder gerade wenn, es sich um den Head Coach handelt.
Lovie Smith gehört auf jeden Fall zu den Head Coaches, die nach der Saison gefeuert werden müssten. Doch seine Spieler sehen das völlig anders.
Auch wenn seine Zeit in Chicago von völliger Erfolglosigkeit gekrönt ist, nehmen sie ihn gegen Angriffe der Fans und der Medien in Schutz.
Ja, die Bears waren unter Smith mal im Super Bowl.
Und?
Ein einmaliger Ausrutscher nach oben.
Linebacker Brian Urlacher sagte am Montag, daß genau die zwei Sorten Mensch über den Head Coach herfallen würden, von denen er überhaupt nichts hält: Die Fans und die Medien.
Harte Worte von einem Footballspieler, der seinen immensen Reichtum diesen Kretins von Fans verdankt, von denen er so überhaupt nichts hält.
Urlacher stört sich besonders daran, daß die Bears das einzige Team in der NFC North sind, das bei Heimspielen ausgebuht wird. Das findet er unglaublich.
Er versteht nicht, was da vor sich geht?
Und er hofft, daß Lovie Smith noch lange der Head Coach der Bears sein wird.
Nun ja - ein Sieg hier und da, und etwas Offense könnten da helfen.
Dann wären in dieser Saison sogar noch die Playoffs drin.
Bei zwei ausstehenden Auswärtsspielen in Arizona und Detroit ist das gar nicht unmöglich. Und Auswärts werden sie wenigstens nicht ausgebuht.

Fletchers Freunde zetteln einen Aufstand an
Die Polizei nahm beim Spiel der Redskins in Cleveland einige Leute fest, die einen Sicherheitsmitarbeiter des Stadions angegriffen und niedergeschlagen haben sollen. Sie alle sind Freunde und Familienmitglieder von Redskins Linebacker London Fletcher.
Der erzählt eine andere Version. Seine Familienangehörigen und Freunde hätten Redskins-Shirts getragen und wären deshalb von einem Sicherheitsangestellten des Stadions angeflaumt worden.
Fletcher hatte 50 Eintrittskarten für eine gute Sektion im Stadion erstanden, und der Sicherheitsmitarbeiter wollte wissen, wie sie an die Karten gekommen wären.
Dann hätte ein Wort das andere gegeben, eine Aktion die andere abgelöst und so wäre ein Tumult entstanden.
Der offizielle Polizeireport sagt, daß Jermaine Robinson, der sich damit brüstete ein Freund Fletchers zu sein, Brownsfans beleidigt hätte.
Als ein Sicherheitsmitarbeiter Robinson aus dem Stadion bringen wollte, griffen dessen Frau Asu und eine Tante Fletchers, Yvette Houston, den Mann an und prügelten und traten auf ihn ein. Asu Robinson schlug ihn zu Boden.
Mehrere Sicherheitsmitarbeiter kamen ihrem Kollegen zu Hilfe und ein, wie es im Polizeireport heißt, Aufstand brach los.
Mehrere Polizisten waren nötig, um die sehr verhaltensauffällige Entourage von Fletcher in den Griff zu bekommen.
Es gab Verletzte auf beiden Seiten.
Fletcher ist sehr erbost darüber, wie seine Leute behandelt wurden. Allerdings sollte man in Betracht ziehen, daß wirklich sie die Schuldigen an dem Aufstand gewesen sein könnten.

Schmelzender Stahl
Die Zusammenarbeit von Steelers Quarterback Ben Roethlisberger und dem neuen Offensive Coordinator Todd Haley war von Anfang an keine gute.
Roethlisberger bemängelte, daß Haley den Steelers sein völlig neues Offensekonzept aufzwingen wollte, statt sich danach zu richten, was Pittsburgh bisher gutes in der Offense geleistet hatte, und darauf aufzubauen.
Der im Großen und Ganzen Mißerfolg der Steelers Offense gibt Big Ben recht.
Nach der Niederlage gegen Dallas kritisierte der Quarterback die Spielzugauswahl Haleys ganz offen.
Es wäre völlig falsch gewesen, Tight End Heath Miller in der zweiten Halbzeit fast ganz zu ignorieren.
Heath Miller sieht das genauso, wie dein Quarterback. Er antwortete auf die Frage, ob Cowboys Defensive Coordinator Rex Ryan etwas damit zu tun gehabt hätte, daß er nicht mehr eingesetzte wurde? „Nein, es lag eher an unserem Offensive Coordinator, als an deren Defensive Coordinator.“
Quarterback Roethlisberger wies die Schuld an der Niederlage nicht völlig von sich, will aber zu verstehen geben, daß er nicht alleine Schuld sei.
Haley müsse sich für das Spiel gegen die Bengals Spielzüge einfallen lassen, die zu der Offense der Steelers passen, sonst gäbe es das nächste Debakel.
Doch Haley gab bereits bekannt, daß er Spielzüge hätte, die die Offense umsetzen müsste. Dafür wären die Spieler da.

Montag, 17. Dezember 2012

Die Saison 2012 - Woche 15 - Der Sonntag
packersDer Zirkus geht weiter.
Spiele, Punkte, Sensationen auch im Endspurt der Saison.
Es gibt zwei weitere Divisionssieger und einen weiteren sicheren Playoffteilnehmer.
Fangen wir mit den Divisionssiegern an. Houston und Green Bay machten gestern alles klar.
Die Texans gewannen Zuhause mit 29:17 gegen Indianapolis. Damit haben sie jetzt 12-2 Siege und können von den Colts, die 9-5 haben, nicht mehr eingeholt werden.

Die Packers haben es tatsächlich geschafft, die Bears klar abzuhängen. Beim 21:13 Sieg fing James Jones alle drei Touchdownpässe für Green Bay.
Green Bay hat mit 10-4 Siegen die NFC North gewonnen, und Chicago muss mit nun 8-6 Siegen aufpassen, daß sie nicht noch von den Vikings überholt werden.

Mit 212 Laufyards für Minnesota dürfte sich Adrian Peterson gegen die Rams erneut zu einem Kandidaten auf den Titel des wertvollsten Angreifers der Woche gespielt haben. Er steuerte einen Touchdown zum 36:22 Sieg bei.
Minnesota hat auch 8-6 Siege und ist tatsächlich im Playoffrennen.

8-6... Das ist überhaupt die magische Zahl. 8-6 haben jetzt auch die Giants, die Cowboys und die Redskins.
Die Giants bekommen langsam Übung darin, sich abschlachten zu lassen. In Atlanta gaben sie eine furchtbar desolate Vorstellung und wurden mit 0:34 aus dem Dome geprügelt. Das war dann doch eine Sensation.

Washington musste ohne Robert Griffin III in Cleveland antreten, doch für die Browns reichte auch Ersatzmann Kirk Cousins. Er führte sein Team zu einem überzeugenden 38:21 Sieg.

Dritter im Bunde der 8-6 Teams in der NFC East ist Dallas. Die Cowboys hatten die Steelers zu Gast und sie profitierten davon, daß die Steelers momentan nicht in die Gänge kommen.
Zunächst machte Dallas 10 Punkte, bevor Pittsburgh zum 10:10 ausgleichen konnte.
Im dritten Viertel ging Dallas dann wieder mit 17:10 in Führung, bevor Pittsburgh wieder ausgleichen konnte.
Im letzten Viertel ging dann zum ersten Mal Pittsburgh in Führung, mit 24:17.
Doch Dallas konnte ausgleichen und die Verlängerung erzwingen.
Hier hatten die Steelers zuerst den Ball, und Ben Roethlisberger warf den Ball bei einem 2. und drei in Richtung Mike Wallace. Cornerback Brandon Carr hechtete dazwischen und fing gen Ball ab. Er trug ihn Richtung Pittsburghs Endzone, wo er Zentimeter vor der Linie zu Boden gebracht wurde.
Ohne erst groß zu versuchen jemanden in die Endzone laufen zu lassen entschied sich Head Coach Jason Garrett für einen Field Goal Versuch aus 21 Yards, den Dan Bailey zum 27:24 verwandelte.
Die Giants haben damit eine Führung in ihrer Division leichtfertig verspielt und der Endspurt in der NFC East wird spannend.

Völlig verschlafen, wie so oft, haben die Patriots das Spiel gegen die 49ers.
Eigentlich kann im Dezember nur eine Mannschaft in New England gewinnen, New England.
Die Patriots sind eine Macht im eigenen Stadion und im Dezember erst recht.
Doch eine erschreckend arrogante und lustlose Vorstellung der Patriots gegen San Francisco könnte sie um das Heimrecht in den Playoffs bringen.
Fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels lagen sie mit 3:31 zurück. 28 Punkte Rückstand im eigenen Stadion, undenkbar.
In einem Spiel, das eine Menge Ballverluste sah, wirkten sie wie unbeteiligte Zuschauer, bevor sie sechs Minuten vor Ende des dritten Viertels ihren ersten Touchdown erzielen konnten.
Bis sechs Minuten vor Spielende hatten sie auf 31:31 ausgeglichen. Eine wahnsinnige Aufholjagd, die bewies, wie gut die Patriots sind, wenn sie nicht nur zusehen.
Doch zu spät. San Francisco kam gleich im anschließenden Ballbesitz zur erneuten Führung. Kaepernick warf einen 38 Yards Touchdownpass auf Michael Crabtree.
Ein Field Goal von David Akers 1:56 Minuten vor Spielende schraubte die Führung auf 41:31. Die Patriots kamen nur noch zu einem weiteren Field Goal und verließen das Stadion mit einer 34:41 Niederlage, die so was von absolut unnötig war, daß man es nicht in Worte fassen kann.
Aber gegen ein Spitzenteam wie die 49ers muss halt man von Anfang an hellwach sein.
Mit jetzt 10-4 Siegen stehen die Pats hinter Houston mit 12-2 und Denver mit 11-3. Das würde bedeuten, daß New England bereits in den Wild Cards antreten muss.
Die 49ers haben sich mit dem Sieg die Playoffteilnahme gesichert

Die Broncos gewannen unerwartet hoch mit 34:17 in Baltimore. Sie gingen bereits mit einer 17:0 Führung in die Halbzeit und hatten keine Mühe, diesen Vorsprung zu halten.
Sie haben mit Spielen gegen Cleveland und Kansas City das leichteste Programm im Rennen um das Heimrecht in den Playoffs.

Sonntag, 16. Dezember 2012

Kurzberichte
Finley-Jermichael2Das jüngste Gerücht sagt, daß die Packers Tight End Jermichael Finley (Bild) nach der Saison feuern wollen.
Erst im Februar haben sie einen Zweijahresvertrag über $14 Millionen mit ihm abgeschlossen. Doch Finley kann nicht richtig blocken, lässt Bälle fallen, läuft nicht die korrekten Routen und legt nicht das beste Benehmen an den Tag.
Der Clubvorstand hat außerdem die Nase voll von Finleys Kommentaren, in denen er auf Twitter die Führungsqualitäten von Quarterback Aaron Rodgers anzweifelt.

Terrell Suggs hat seine Verlobte Candace Williams geheiratet.
Noch vor einem Monat hat Suggs sie nicht zum ersten Mal niedergeschlagen, und die Polizei nahm den Linebacker der Ravens fest.
Da kommt die Meldung, daß die beiden, die zwei Kinder zusammen haben, am Freitag geheiratet haben, doch etwas überraschend.
Ob Suggs seine Verlobte zum Standesamt geprügelt hat, ist nicht bekannt.

Robert Griffin III wird heute nicht gegen die Browns spielen. Die Ärzte haben entschieden, daß der Quarterback der Redskins noch nicht einsatzbereit ist.
Damit liegt das Schicksal der Skins in den Händen von Kirk Cousins. Er hat auch die ganze Woche über mit der ersten Mannschaft trainiert und sollte gut vorbereitet sein.
Gut, der Gegner sind nur die Browns. Aber die haben in letzter Zeit bewiesen, daß sie sehr zäh sind und Siege gegen sie nicht mehr automatisch zustande kommen.

Ray Lewis ist noch nicht einsatzbereit. Der Linebacker der Ravens hatte sich vor zwei Monaten den Trizeps gerissen und wurde auf die zeitlich begrenzte Verletztenliste gesetzt.
Heute wäre er wieder spielberechtigt, aber die Ravens gaben bekannt, daß der 37-jährige noch nicht spielen kann.

Samstag, 15. Dezember 2012

Kurzberichte
Griffin III-Robert3In Washington macht man sich ernsthafte Sorgen um den Einsatz von RG3 (Bild). Die ganze Woche über hat Kirk Cousins mit der ersten Mannschaft trainiert. Das ist nie ein gutes Zeichen.
Auch wenn der Ersatzmann Washington noch zum Sieg gegen Baltimore führen konnte, drücken die Redskinsfans Robert Griffin III ganz fest die Daumen.
Cousins sieht seine Heldentat denn auch ganz realistisch. Auf Twitter zwitscherte er, daß er 2 von 2 Pässen vervollständigt hätte. Deswegen sollte man nicht durchdrehen.

Im Spiel der Giants in Atlanta könnten beiden Teams wichtige Spieler fehlen.
Die Falcons meldeten, daß Wide Receiver Roddy White Schmerzen im Knie hat. Sein Einsatz ist fraglich.
Die Giants dagegen werden definitiv auf Ahmad Bradshaw verzichten müssen. Der Running Back hat ein verstauchtes Knie, und an seiner Stelle wird Rookie David Wilson starten.

Während die Bears noch nicht wissen, ob Quarterback Jay Cutler wird spielen können, heißt es aus Green Bay, daß Clay Matthews einsatzbereit sein soll.
Der Linebacker hat vier Spiele wegen einer Oberschenkelzerrung nur zusehen können.

Den Colts werden im wichtigen ersten Spiel gegen die Texans zwei Starter aus der O-Line fehlen.
Center Samson Satele und Right Tackle Winston Justice haben die Reise nach Houston wegen Verletzungen gar nicht erst angetreten.

Eine schlechte Woche für Kasse der NFL.
Die Spieler waren in Woche 14 so brav, daß die Liga nur auf knappe $75.000 an Strafeinnahmen kam.
Bemerkenswert ist wieder mal eine Aktion, die von der Liga, noch, nicht bestraft wurde.
Ravens Nose Tackle Haloti Ngata wurde auf dem Feld für seinen Angriff auf Redskins Quarterback Robert Griffin III, bei dem dieser sich am Knie verletzte, wegen unnötiger Härte bestraft. Die Liga bat ihn für diesen Angriff nicht zur Kasse.

Goodells Gier kennt keine Grenzen.
Der Plan, die Playoffs in der NFL auf 16 Teilnehmer auszuweiten, hat ein großes Echo hervorgerufen, ein negatives Echo.
Es wäre die pure Gier, die Roger Goodell antreiben und zu solchen Überlegungen führen würde, heißt es fast einhellig aus den Sportredaktionen in den USA.
Der Vorsitzende der NFL versucht schon lange, die Saison auf 18 Spiele ausweiten zu lassen. Davon verspricht er sich für die nächsten Verhandlungen mit den TV-Gesellschaften noch höhere Erträge.
Doch mit diesem Plan rennt er nicht gerade offene Türen ein.
Jetzt versucht er es mit einer Ausweitung auf 16 Playoffteilnehmer. Das würde mehr Spiele in der Endrunde generieren, und damit auch mehr Geld.
Doch das Echo hallt ihm auch hier negativ entgegen. Die Medien verurteilen diesen Plan fast geschlossen. Schon jetzt würden über ein Drittel der NFL Teams an den Playoffs teilnehmen. Das müsste ausreichen. Eine Ausweitung auf die Hälfte der 32 Teams würde aktuell bedeuten, daß auch so unterirdische Teams wie die Jets, die Rams, die Browns und gar die Chargers noch weiterkommen würden.
Das kann man nicht ernsthaft wollen. Es ist schon kaum hinnehmbar, daß eine Mannschaft mit 8-8 Siegen in die Playoffs kommt, aber ein, oder gar mehrere, Teams mit einem negativen Sieg- Niederlagenverhältnis wäre einfach lächerlich.
Natürlich könnten diese Teams in den Playoffs über sich hinauswachsen und gegen die besser plazierten Teams gewinnen, wie die Seahawks 2010. Sie kamen tatsächlich als bisher einziges Team mit 7-9 Siegen in die Playoffs und schlugen die Saints in der Wild Card Runde.
Bemerkenswert, aber auch wünschenswert?
Nein!
Eher nur eine Blamage für New Orleans und für die Liga.
Für die unterklassigen Teams spricht die Tatsache, daß zuletzt 2003 das Team mit der besten Bilanz in der Saison den Super Bowl gewann. Die Patriots holten in der Saison 14-2 Siege und schlugen die Panthers im Super Bowl.
Basis beider Gedankenspiele Goodells ist eine Verringerung der Vorbereitungsspiele auf nur noch zwei Partien.
Mal sehen, was er sich in seiner unendlichen Gier noch einfallen lässt, und was dann letztlich eingeführt wird?

Freitag, 14. Dezember 2012

Das Ende ist nah
Dalton-Andy5Das war`s, das war das letzte Donnerstagsspiel. Ob nur für diese Saison, oder für immer, werden wir nächste Woche um diese Zeit erfahren, wenn der Kalender der Mayas endet, und mit ihm die Welt.
Kann aber auch sein, daß der Kalendergestalter der Mayas sich gedacht hat, die nächsten tausend Jahre schreibe ich morgen, und dann kam des Nachts ein Jaguar in die Hütte, labte sich an dem Mann, und der Kalender endet nur deshalb so abrupt.
Man weiß es nicht.
Was man weiß ist, daß die Bengals auch in dieser Saison völlig überraschend und unerwartet in die Playoffs kommen könnten.
Der 34:13 Sieg gegen Philadelphia ist nicht unbedingt ein Maßstab für die Qualität der Bengals, dafür sind die Eagles zu mies.
Nach einem fürchterlichen zweiten Viertel, in dem Philadelphia Cinci an die Wand spielte, berappelten die Bengals sich und spielten die Zuschauer aus dem Stadion. Das war schon zum Beginn der letzten Viertels nur noch spärlich gefüllt.
Pittsburgh ist auf jeden Fall gewarnt und darf sich keinen Ausrutscher mehr erlauben. Eine Niederlage am Sonntag in Dallas könnte das Ende bedeuten, auch ohne Mayakalender. Die Bengals spielen nächste Woche in Pittsburgh und könnten dann selber alles klarmachen.
Auf die Frage an Eagles Head Coach Andy Reid, ob er sich eine Auszeit gönnen würde, nachdem er von Teambesitzer Jeffrey Lurie gefeuert worden sein wird, antwortete er: „Auf keinen Fall.“
Reid ist sicher, daß die Teams bei ihm schlangestehen werden, wenn er auf dem freien Markt ist.
So sicher, wie das Ende der Welt am 21.12.12.

Kurzberichte
Jay Cutler hat nicht nur eine Nackenverletzung. Wie die Bears am Donnerstag bekanntgaben hat ihr Quarterback auch eine Bänderzerrung im Knie.
Sein Einsatz im vorentscheidenden Spiel gegen die Packers soll zwar nicht gefährdet sein, aber ob er mit voller Kraft wird spielen können, ist fraglich.

Die Giants wissen noch nicht, ob Ahmad Bradshaw am Sonntag in Atlanta antreten kann.
Der Running Back hat ein verstauchtes Knie und konnte in dieser Woche noch nicht trainieren.
Wenn Rookie David Wilson so eine Show liefert, wie letzten Sonntag, dürfte das den Verlust von Bradshaw kompensieren.

Jetzt zeigen sie mit dem Finger aufeinander und sagen: „Er war`s“, „Nein, er war`s“.
Der auf unbestimmte Zeit suspendierte ehemalige Defensive Coordinator der Saints, Gregg Williams, sagte in seiner Aussage in der Berufungsanhörung gegen die vier suspendierten Spieler, daß er das Kopfgeldprogramm der Saints habe stoppen wollen. Doch Joe Vitt, der momentan als Interimstrainer des Teams fungiert, hätte seine Bemühungen unterbunden.
Vitt, der selber sechs Wochen suspendiert war, hätte zu ihm gesagt, daß es solche Programme schon immer in der NFL gegeben habe und es sie noch geben werde, wenn er längst im Ruhestand wäre. Roger Goodell würde davon wissen, aber er würde nichts dagegen unternehmen, weil es halt alle machen würden.
Deshalb wäre das Programm in New Orleans auf Bitten von Williams nicht beendet worden.
Vitt wies diese Anschuldigungen, wen wundert`s, natürlich empört zurück.
Das Ganze wird uns weiterhin beschäftigen und unterhalten.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Der Kopfgeldskandal
payton-sean2
Nach seiner schweren Niederlage, die Suspendierung der vier Saintsspieler betreffend, kümmert Roger Goodell sich jetzt um die Trainer. Am Mittwoch traf er sich mit Head Coach Sean Payton (Bild), um über dessen Wiedereintritt in den aktiven Dienst zu sprechen.
Payton war für die gesamte Saison 2012 gesperrt.
Nach dem Super Bowl dürfte er seinen Job wieder ausüben, Payton möchte aber bereits nach dem Ende der regulären Saison wieder arbeiten, da die Saison bereits dann für die Saints beendet sein wird.
Der Vorsitzende der NFL und Payton werden sich nach den Feiertagen erneut treffen.
Derweil wurde Goodell bei einer Pressekonferenz gefragt, ob es nicht angebracht wäre, sich bei den offensichtlich zu Unrecht suspendierten Spielern zu entschuldigen?
Das lehnte er rundweg ab. Auch Paul Tagliabue hätte die Schuld der Spieler anerkannt. Nur die Höhe der Strafe wäre von ihm bemängelt worden.
Er hätte sich zwar dem Urteilsspruch seines Amtsvorgängers gebeugt, aber nur mit einem mauen Gefühl im Bauch.
Und wo die Mikrofone schon mal eingeschaltet waren, sagte Goodell auch noch, was er für die Zukunft der Liga plant.
So schwebt ihm die Teilnahme von 16 Teams an den Playoffs vor. Bisher sind es ja nur 12 Teams, die sich für die Endrunde qualifizieren.
Und wer Goodell kennt, weiß, daß das für ihn nur ein Zwischenschritt sein kann. Er wird erst Ruhe geben, wenn mindestens 32 Teams in die Playoffs kommen.

Kurzberichte
Josh Brent, der im besoffenen Kopf mit seinem Auto einen Unfall baute und dabei seinen Freund und Teamkollegen Jerry Brown tötete, wird in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten. Die Cowboys setzten den Defensive Lineman, den ein Gefängnisaufenthalt erwartet, auf die Liste der nicht durch Football erlittenen Verletzungen.
Als am Dienstag die Gedenkfeier für Brown abgehalten wurde, bestand die Mutter Browns darauf, daß der für den Tod ihres Sohnes verantwortliche Brent dabei war.
Die Cowboys teilten mit, daß sie Brent helfen und unterstützen würden. Er würde eine schwere Zeit durchmachen, und das Team würde ihm helfen, so gut es könnte.

Am Mittwoch fand die Beerdigung von Jovan Belcher auf Long Island statt.
Hunderte waren gekommen, um dem Mörder und Selbstmörder das letzte Geleit zu geben.
Der Linebacker der Chiefs hatte am Samstag vor zwei Wochen die Mutter seiner drei Monate alten Tochter und sich selbst erschossen.

Forumsmitglied Montana äußerte zuletzt seine Meinung über die aktuellen Trikots der Seahawks.
Es war keine gute Meinung.
Doch da kannte er die neuen Trikots noch nicht, die Seattle am Mittwoch vorstellte. Sie kommen in einer „Wolfsgrau“ genannten Farbe daher, die dazu angetan ist, einem das Innerste nach Außen zu kehren.
Im Spiel gegen Buffalo in Toronto wollen sie die Fans zum ersten Mal damit schocken.

Schafft es ein Interimstrainer, den Titel Head Coach des Jahres zu bekommen?
Wäre möglich.
In Woche vier ersetzte Bruce Arians Chuck Pagano als Head Coach der Colts. Pagano musste eine Chemotherapie beginnen, um seine Leukämie zu bekämpfen.
Arians übernahm ein Team, daß 2011 nur zwei Spiele gewonnen hatte und mit einem Rookie- Quarterback mit 1-2 Siegen in die Saison 2012 gestartet war.
Momentan stehen die Colts mit 9-4 Siegen kurz davor als Wild Card Team die Playoffs zu erreichen.
Da hat Arians wirklich einen phantastischen Job gemacht.

Werfen wir einen kurzen Blick auf ein mögliches Playoffspiel der Colts.
Mit ein wenig Glück könnte es zu einem Spiel zwischen Indianapolis und Denver kommen.
Peyton Manning gegen sein altes Team. Was für eine Aussicht.
Und ein Sieg Denvers wäre nicht automatisch, denn Manning hat in den Playoffs nur eine Bilanz von 9-10 Siegen.
Sollten die Colts tatsächlich in die Playoffs kommen, würde Andrew Luck erst der zweite Rookie- Quarterback in der Geschichte der Liga, der in einem Playoffspiel startet.
Der erste?
Peyton Mannings Chef, John Elway.

Die NFL hat ihren ersten festangestellten Schiedsrichter.
Im Zuge des neuen Tarifvertrags ist es der Liga erlaubt, Schiedsrichter als Vollzeitangestellte zu verpflichten.
Carl Johnson ist der erste, der diesen Job ausübt.
Johnson war bisher Vizepräsident der Schiedsrichtervereinigung.
Doch ein Spiel pfeifen wird er wohl nicht. Er soll für die Aus- und Weiterbildung der bisherigen Freizeitschiedsrichter zuständig sein. Zudem soll er neuen Schiedsrichter entdecken und im Regelkomitee der NFL sitzen.

Die besten Spieler der Woche 14

AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS
21 von 35 Pässe für 296 Yards, 4 Touchdowns
Seine 23. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB CASSIUS VAUGHN, INDIANAPOLIS COLTS
8 Tackles, 3 abgewehrte Pässe, 1 Interceptionreturntouchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR TRAVIS BENJAMIN, CLEVELAND BROWNS
1 Puntreturntouchdown über 93 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: RB ADRIAN PETERSON, MINNESOTA VIKINGS
31 Läufe für 154 Yards, 2 Touchdowns
Seine 7. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: LB LUKE KUECHLY, CAROLINA PANTHERS
16 Tackles
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-RB DAVID WILSON, NEW YORK GIANTS
227 Kickreturnyards, 1 Touchdown, 100 Laufyards, 2 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Schwere Klatsche für RG 1
goodell-rogerRoger Goodell (Bild) musste am Dienstag eine der schwersten Niederlagen einstecken, seit er Vorsitzender der NFL ist.
Der Sonnengott hatte die Berufung im Kopfgeldskandal der Saintsspieler seinem Amtsvorgänger Paul Tagliabue übertragen.
Der leitete am Dienstag die Anhörung der vier betroffenen Spieler, Jonathan Vilma, Will Smith, Anthony Hargrove und Scott Fujita, und sein Urteil wird Goodell wie ein Hammerschlag ins Gesicht getroffen haben. Tagliabue sprach alle vier Betroffene frei.
Als Begründung gab er an, daß es ein Kopfgeldsystem bei den Saints gegeben habe, daß Linebacker Jonathan Vilma tatsächlich einen Preis dafür ausgesetzt hätte, Vikings Quarterback Brett Favre zu verletzen, aber das wäre kein Grund für eine Suspendierung. Eine Geldstrafe wäre angemessen gewesen, eine Suspendierung nicht.
Die drei anderen Spieler hätten keine Prämien auf das absichtliche Verletzten eines Gegenspielers ausgesetzt. Sie wären nur von den Trainern angestachelt worden.
Damit bekräftigte er die Schuld, die Head Coach Sean Payton und Co. hätten, und rechtfertigte deren Suspendierungen. Weiter führte er aus, daß gegen die Suspendierungen der Trainer kein Einspruch eingelegt werden könnte. Die Beweise gegen sie wären klar und erdrückend.
Tagliabue urteilte so, daß Roger Goodell sein Gesicht nicht ganz verlor, die leidige Angelegenheit aber doch endlich zu einem Ende gebracht wurde.
Roger Goodell hob die Suspendierungen der vier Spieler nach dem Urteilsspruch Tagliabues sofort auf.
Damit könnte die Angelegenheit erledigt sein, wäre nicht Jonathan Vilma immer noch sauer auf RG 1.
Der Linebacker will seinen Gerichtsprozess gegen Goodell und zwar jetzt erst recht.
Vilma hatte den Commissioner wegen übler Nachrede und Verleumdung angeklagt. Diese Anklage will er keinesfalls zurückziehen. Ganz im Gegenteil gibt ihm der Freispruch Rückenwind.
Damit kommt Goodell in dieser Sache doch noch nicht aus den Schlagzeilen.

Kurzberichte
Die Ärzte raten Dez Bryant dringend, seinen gebrochenen Finger operieren zu lassen, doch der Wide Receiver der Cowboys will nicht.
Selbst auf die Gefahr hin, daß der linke Zeigefinger seine Beweglichkeit verlieren könnte, will Bryant die Saison Zuende spielen.
„Man müsste mir schon die Beine brechen, damit ich mich auf die Verletztenliste setzen lasse,“ meinte er dazu.

Die Patriots könnten sich für ihre Wide Receiver eine Schwingtüre einbauen lassen.
Wenige Tage vor dem Spiel gegen die Texans haben sie Donte Stallworth verpflichtet, um den verletzten Julian Edelman zu ersetzen.
Stallworth kam, spielte, fing einen Touchdown und verstauchte sich den Knöchel.
Die Patriots setzten ihn auf die Verletztenliste.
Als Ersatz verpflichteten sie, mal wieder, Deion Branch.

Die Steelers sind so gut aufgestellt, daß sie es sich leisten können auf Rashard Mendenhall zu verzichten.
Der Running Back war im Spiel gegen Cleveland am 25. November für einen Ballverlust verantwortlich. Deswegen wurde er nicht mehr in der Aufstellung berücksichtigt.
Für das Spiel gegen San Diego letzten Sonntag wurde er sogar als inaktiv gelistet. Da dachte er sich wohl, wenn ich nicht spiele, brauche ich erst gar nicht ins Stadion zu fahren, und blieb Zuhause.
Dafür wurde er am Dienstag von Head Coach Mike Tomlin für das Spiel gegen Dallas suspendiert.
Mendenhalls Vertrag mit den Steelers läuft nach der Saison aus.
Es ist kaum zu erwarten, daß sie ihn halten wollen.
Unfreiwillig müssen die Steelers auf Willie Colon verzichten. Der Left Guard musste am Knie operiert werden, und für ihn ist die Saison beendet.

Demarcus Dobbs verletzte sich gegen die Dolphins schwer am Knie.
Am Dienstag setzten die 49ers den Defensive Tackle auf die Verletztenliste.

Die Jets verpflichteten Wide Receiver Braylon Edwards.
Der bezeichnete sie vor einigen Wochen noch als Idioten, aber der Bedarf an einem einsatzfähigen Wide Receiver war größer, als der Stolz.

Eine Verletzung an seiner linken Wade hat die Saison von Robbie Gould beendet.
Die Bears setzten den Kicker am Dienstag auf die Verletztenliste und verpflichteten Olindo Mare.
Neben Gould mussten sie auch noch Cornerback Sherrick McManis und Safety Craig Steltz auf die Verletztenliste setzen.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Die NFL 2012 - Woche 14 - Der Montag
Kubiak-Gary2Houston at New England.
Ende des ersten Viertels.
Schnell ein Blick auf die aktuelle Tabelle.
Doch, auf mehreren Internetseiten steht dasselbe.
Houston Texans, 11-1 Siege, Playoffs erreicht.
Halbzeit.
Schnell ein Blick auf die aktuelle Tabelle.
Doch, auf mehreren Internetseiten steht dasselbe.
Houston Texans, 11-1 Siege, Playoffs erreicht.
Das kann nicht sein. Alle diese Tabellen müssen spinnen. Das Team, das da gegen die Patriots spielt hat vielleicht 1-11 Siege, aber niemals 11-1.
Aber eine Kontrolle aller Spieltage fördert das gleiche Ergebnis zutage, die Texans haben 11 Spiele gewonnen und erst eins verloren.
Wer ist dann das Team, das da mit chirurgischer Präzision von den Patriots in seine Einzelteile zerlegt wird?
Matt Schaub, Arian Foster, Andre Johnson, J.J. Watt, Gary Kubiak (Bild)... alles bekannte Namen. Das müssen die Texans sein.
Also so sieht das aus, wenn ein Emporkömmling gegen ein etabliertes Super Bowl Team spielt.
Diese Lehrstunde für Houston kam so kurz vor den Playoffs wohl gerade noch rechtzeitig, denn mit einer solchen Leistung droht das Aus im ersten Spiel.
Daran, daß die Texans schon auf Energiesparmodus geschaltet haben könnten, lag es nicht. Es geht immer noch darum, sich den Heimvorteil in den Playoffs zu sichern, und da hätte ein Sieg gegen New England sehr geholfen.
Die Patriots nutzten das Spiel, um sich diesem Ziel ein Stück näher zu bringen. Sie haben nach diesem mehr als überzeugenden 42:14 Erfolg 10-3 Siege, Houston rutschte auf 11-2.
Die Texans müssen noch zweimal gegen Indianapolis ran und dazwischen gegen Minnesota. Das wird nicht leicht.
New England hat nächste Woche die 49ers vor sich, und danach nur noch Jacksonville und Miami, also sozusagen zwei Freispiele.
Das kann noch eng werden für Houston.
Die Patriots verloren die Cornerbacks Aqib Talib mit einer Hüftverletzung und Alfonzo Dennard mit einer Oberschenkelzerrung.

Kurzberichte
Dez Bryant hat sich gegen die Bengals den linken Zeigefinger gebrochen.
Die Meinungen, was nun mit ihm wird, reichen von: „Seine Saison ist beendet“, bis zu „Er wird kein Spiel verpassen“.
Noch sind die Cowboys im Playoffrennen. Da brauchen sie Bryant. Aber was nutzt ein Wide Receiver, der den Ball nicht richtig packen kann?

Nach genauerer Untersuchung steht fest, daß Robert Griffin III nicht schwer am Knie verletzt ist.
Der Quarterback der Redskins hat eine Bänderdehnung im rechten Knie, kann aber sehr wahrscheinlich am Sonntag gegen die Browns antreten.

Nach genauerer Untersuchung steht fest, daß Jay Cutler keine Gehirnerschütterung hat.
Der Quarterback der Bears musste gegen die Vikings einen harten Hit einstecken, der ihn am Nacken verletzte. Gott sei Dank ist wirklich nur der Nacken verletzt. Die Chancen, daß Cutler gegen die Packers spielen kann, stehen gut.

Vor einigen Wochen bezeichnete Braylon Edwards den Vorstand der New York Jets als Idioten.
Da stand der Wide Receiver noch in Diensten der Seattle Seahawks.
Mittlerweile ist Edwards gefeuert und die Idioten scheinen sich für ihn zu interessieren.
Die Jets haben einen Bedarf für Wide Receiver, denn sie haben auf dieser Position eine Menge Verletzte.
Ob sie aber ausgerechnet jemanden verpflichten, der sie beschimpft hat?
Immerhin sind die Jets noch im Playoffrennen, kein Witz. Da können sie sich Animositäten nicht leisten.

Nach der wirklich nicht überzeugenden Leistung seiner Offense gegen die Redskins feuerte Ravens Head Coach John Harbaugh seinen Offensive Coordinator Cam Cameron.
Quarterbacks Coach Jim Caldwell ersetzte ihn.
Caldwell brachte als Head Coach der Colts das Team in den Super Bowl, wo sie gegen New Orleans verloren. Im Zuge des Umbaus des Teams, wurde er später dann gefeuert.

Der Spielplan sah vor, daß NBC in Woche 16 das Spiel der Chargers gegen die Jets überträgt.
Da dieses Spiel mittlerweile so interessant ist, wie die Liveübertragung einer Darmspiegelung, tauschte die NFL das Spiel aus.
San Francisco gegen Seattle heißt jetzt das Sunday Night Spiel. Da könnte es noch um den ersten Platz in der NFC West gehen.
Das Spiel der Chargers in New York wird um 19:00 Uhr beginnen und das Spiel der Giants in Baltimore wechselt auf 22:25 Uhr unserer Zeit.

Sein Wechsel auf die andere Seite der USA hat Brandon Jacobs kein Glück gebracht.
Nachdem er von den Giants zu den 49ers ging, ging er unter.
Da die ewigen Beschwerden des Running Backs über seine mangelnde Einsatzzeit seinem Head Coach allmählich auf den Geist gingen, suspendierte Jim Harbaugh den Nörgler am Montag für den Rest der Saison.

Am Montag musste Jaguars Head Coach Mike Mularkey ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Was genau ihm fehlt, wurde nicht bekanntgegeben. Es heißt, daß er keine Trainingseinheit seines Teams verpassen wird.

Montag, 10. Dezember 2012

Die NFL 2012 - Woche 14 - Der Sonntag
Griffin III-Robert3Überraschungen, Sensationen und ein Spiel, das einem den Glauben an die NFL zurückgab... Herz, was willst Du mehr?
Die Ravens und die Redskins lieferten sich einen Kampf bis aufs Blut.
Und es war für jeden was dabei. Offensefans kamen in der ersten Halbzeit auf ihre Kosten, und die Fans der Defense dürften vom zweiten Durchgang begeistert gewesen sein.
Wermutstropfen... Redskins Rookie- Quarterback RG3 (Bild) verletzte sich am Knie.
Kurz vor Spielende flog er durch die Luft, prallte seitwärts mit Haloti Ngata zusammen und dabei wurde sein rechtes Knie dermaßen in die falsche Richtung gebogen, wie es für ein Knie nicht vorgesehen ist.
Erste Meldungen der Redskins lauteten, daß Griffin III nur ein überdehntes Knie hat und keine Sehnen und Bänder verletzt sind.
Da stand es noch 28:20 für Baltimore.
Washington brachte Rookie- Quarterback Kirk Cousins als Ersatz, doch kurz darauf versuchte Griffin III weiterzuspielen.
Das endete aber in einer Welle des Schmerzes für ihn.
Also musste doch Cousins ran. Er zahlte den Redskins das Vertrauen zurück, das sie in ihn setzten, als sie ihn rekrutierten.
29 Sekunden vor Spielende warf er einen 11 Yards Touchdownpass zu Pierre Garcon zum 28:26.
Den Zweipunkteversuch verwandelte er selber durch einen Lauf in die Endzone.
28:28... Verlängerung.
Hier bekam Baltimore zuerst den Ball, doch die Verteidigung der Redskins hielt.
Washington würde also ein Field Goal genügen und genau das erzielte Kicker Kai Forbath aus 34 Yards.
Durch diesen überraschenden 31:28 Sieg nach Verlängerung in einem der besten Spiele der laufenden Saison bleiben die Redskins weiter im Playoffrennen.

Auch Dallas bleibt weiter im Playoffrennen. Die Cowboys gewannen durch ein Field Goal aus 40 Yards in letzter Sekunde überraschend mit 20:19 in Cincinnati.

Doch die Giants konnten ihren Abstand auf die beiden Divisionsrivalen halten.
Sie fertigten die in dieser Saison völlig von der Rolle spielenden Saints überzeugend mit 52:27 ab.
New York hat jetzt 8-5 Siege, Dallas und Washington 7-6.

Überraschend verloren die Bears in Minnesota. Nicht nur das Spiel mit 14:21, sondern auch wieder Quarterback Jay Cutler.
Er musste das Spiel im letzten Viertel mit einer Nackenverletzung verlassen. Vikings Defensive End Everson Griffen hatte ihn hart erwischt und kassierte dafür auch eine Strafe.
Die Bears gaben damit die Tabellenführung an die Packers ab.

Green Bay gewann gegen überraschend aufmüpfige Detroit Lions knapp aber verdient mit 27:20
Dadurch kamen sie auf 9-4 Siege und überholten Chicago, das 8-5 Siege hat.
Green Bay muss nächsten Sonntag nach Chicago.
Wie so oft zwischen den beiden geht es dann um Alles oder Nichts.

Das waren die Überraschungen, kommen wir zu den Sensationen.
Zwar sind die Atlanta Falcons schon Divisionssieger, aber die deutliche 20:30 Niederlage gegen die im Tabellenkeller dümpelnden Panthers dürfte dennoch wehgetan haben.
Carolinas Rookiesensation der Vorsaison, Quarterback Cam Newton, zerlegte die Defense der Falcons mit 287 Passyards und 116 Laufyards. Damit erzielte er mehr Laufyards, als alle anderen Läufer der Panthers zusammen.

Die Steelers könnten am 17. Spieltag zurückblicken, und das Spiel gegen die Chargers als das erkennen, das ihnen die Saison versaut hat.
Die Verteidigung kassierte von Philip Rivers, einem der schlechtesten Quarterbacks dieser Saison, drei Touchdownpässe.
Das war zuviel, selbst für einen genesenen und gut spielenden Ben Roethlisberger.
Der Quarterback der Steelers kam auch auf drei Touchdownpässe, leistete sich aber einen Interception.
So verlor Pittsburgh sensationell mit 24:34 gegen San Diego.
Nur die Tatsache, daß die Bengals und die Ravens auch verloren, bewahrte die Steelers davor, daß diese Niederlage zu einer totalen Katastrophe wurde. Doch daß sie diese Vorlage ausgerechnet gegen ein marodes Team wie die Chargers nicht nutzen konnten, könnte noch sehr schmerzhaft werden.

Und dann gab es da noch ein Spiel, für das sich einer der verantwortlichen Head Coaches entschuldigte.
Ken Whisenhunt trat nach der 0:58 Niederlage seiner Cardinals vor die Presse und entschuldigte sich bei den Fans für diese grauenvolle Angelegenheit, die seine Mannschaft abgeliefert hatte.
Dann entschuldigte er sich auch bei allen Angestellten und Verantwortlichen der Cardinals.
Grund, sich bei den Fans zu entschuldigen, hätten die Verantwortlichen der Cardinals, wenn sie Whisenhunt noch eine weitere Saison vor sich hin dilettieren ließen.
Aber das sagt man ja auch schon seit Jahren über Norv Turner, und der scheint mit Sekundenkleber an seinem Stuhl in San Diego zu hängen.

Bleiben noch die Tribute, die dieser Spieltag forderte.
Ravens Guard Marshal Yanda verstauchte sich gegen Washington den Knöchel.

Eagles Tight End Brent Celek zog sich im Sieg gegen Tampa Bay eine Gehirnerschütterung zu.

Cowboys Cornerback Morris Claiborne zog sich eine Rißwunde im Gesicht zu.

Bei den Chiefs erwischte es Wide Receiver Dwayne Bowe an den Rippen. Je nach schwere der Verletzung könnte er sein letztes Spiel für Kansas City gespielt haben.

Bei den Jets zog sich Wide Receiver Stephen Hill eine ernsthafte Knieverletzung zu, und sein Kollege, Outside Linebacker Bryan Thomas, verletzte sich am Unterleib.

Bei den Steelers wurde die O-Line weiter dezimiert. Offensive Lineman Willie Colon verletzte sich am Knie.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Eine weitere Tragödie trifft die NFL
brown-jerryDie Dallas Cowboys betrauern den Tod von Linebacker Jerry Brown (Bild). Er wurde am Samstagmorgen bei einem Autounfall getötet, den sein Teamkollege Josh Brent verursachte.
Brown saß im Wagen des Nose Tackles, als dieser unter Alkoholeinfluß zu schnell mit seinem Mercedes Benz S60 unterwegs war.
Brent touchierte einen Randstein und verlor die Kontrolle über den Wagen. Der Benz geriet ins schleudern, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals.
Als die Polizei am Unfallort eintraf versuchte Brent gerade Brown aus dem auf dem Dach liegenden brennenden Wagen zu ziehen.
Brown wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er nur noch für tot erklärt werden konnte.
Brent, der unverletzt blieb, wurde verhaftet und angeklagt, wegen fahrlässiger Tötung unter Alkoholeinfluß.
Bereits 2009 verbrachte er 60 Tage im Gefängnis, weil er betrunken am Steuer erwischt wurde.

Samstag, 8. Dezember 2012

Kurzberichte
smith-aldon3Aldon Smith (Bild) spielte sich in das Geschichtsbuch der NFL.
Der Outside Linebacker der 49ers hat nach Woche 13 der Saison 2012 17 ½ Sacks erzielt. In seinen zwei Saisons in der Liga hat er damit 31 ½ Sacks erzielt, so viele wie noch kein Spieler zuvor in den ersten beiden Jahren.
Reggie White, der bisherige Maßstab in Sachen Sacks, hatte in seinen ersten beiden Saisons nur 31 Sacks erzielt.
Auch den Rekord von 22 ½ Sacks in einer Saison kann er noch brechen. Den hatte Michael Strahan von den Giants 2001 aufgestellt.
Bei noch vier ausstehenden Spielen könnte Smith den knacken. Am letzten Spieltag spielen sie gegen die Cardinals, das Team, das die meisten Sacks in dieser Saison zugelassen hat.
Smith sagte, daß er diese Rekorde gerne nebenbei mitnähme, wenn es dabei hilft, den 49ers zum Super Bowl zu verhelfen.
Das wäre das Nr. 1 Ziel.
Rekorde, die auf dem Weg lägen, nähme er mit, wichtig wären sie aber nicht.

„Die Patriots haben uns respektlos behandelt“. Dieser Ansicht sind die Miami Dolphins.
In 13 von 16 Spielzügen in einer Angriffsserie, die zu einem Field Goal führte, wären die Patriots immer wieder über den linken Guard gelaufen.
Das regte einige Spieler der Dolphins furchtbar auf. Defensive Tackle Randy Starks fand das furchtbar respektlos.
So kann man es natürlich sehen.
Man hätte aber auch versuchen können, die Running Backs zu stoppen, die immer wieder mit diesem Spielzug Yards gutmachten.
Aber wenn man zu schlecht dazu ist, sollte man sich nicht aufregen, daß der Gegner immer wieder in dieselbe Lücke stößt.

Und jetzt eine schockierende Nachricht: Raiders Running Back Darren McFadden ist verletzt.
OK, eigentlich ist das sein Normalzustand.
Der Gelegenheitsspieler kam nach einer vierwöchigen Verletzungspause zum Spiel gegen die Broncos wieder zurück, und prompt zog er sich einen verstauchten Knöchel zu.
Mal sehen, wie lange die Raiders diesen Dauerverletzten noch durchfüttern.

Und wieder flossen unfreiwillige Spendengelder der Spieler auf das Konto der NFL.
Als der zuverlässigste Köder erwies sich erneut Andrew Luck. Lions Defensive Tackle Nick Fairley griff dem Quarterback der Colts in den Kragen und brachte ihn mit einem sogenannten Horse-Collar Griff zu Boden. Das kostete ihn $15.750.

Brian Urlacher wurde zum zweiten Mal in zwei Wochen für diesen Griff bestraft. Als Wiederholungstäter kostete ihn das $21.000.

Broncos Linebacker Von Miller lief auf den Quarterback der Buccaneers zu, strauchelte, fiel hin, und traf Josh Freeman in Höhe der Knie. Das kostete ihn $25.000.

Insgesamt kam die Liga wieder auf Einnahmen von über $130.000.
Nicht eingerechnet ist eine vereinsinterne Strafe. Die Cardinals bestraften Defensive End Darnell Dockett zu einer Zahlung von $200.000. Er soll seinem Teamkollegen, Safety Kerry Rhodes, ins Gesicht gespuckt haben.
Rhodes bestreite, daß Dockett ihn angespuckt hätte. Doch das stört die Cardinals nicht. Sie bleiben bei ihrer Strafe.
Die Spielergewerkschaft hat sofort einen Einspruch im Namen des Spielers gegen die Strafe eingelegt.

Freitag, 7. Dezember 2012

Denver at Oakland
goodell-rogerVor dem Spiel am Donnerstag sagte Roger Goodell (Bild), daß die Liga die Raiders unterstützen würde, beim Bau eines neuen Stadions.
Vielleicht sollte der Vorsitzende der NFL die Raiders erstmal bei der Zusammenstellung eines neuen Teams unterstützen.
Das, was da auf dem Platz steht, hat in dieser Liga nichts zu suchen.
Doch die schlimmste Erkenntnis des Spiels der Broncos gegen Oakland war, daß Denver eine unglaubliche Abschlußschwäche offenbarte. Es war erschreckend, daß ein Team, das dermaßen haushoch überlegen war, nur als 26:13 Sieger vom Platz ging.
Vier Mal standen die Broncos nach gelungenen Angriffsserien in aussichtsreicher Position, und kamen nur zu Field Goals von Matt Prater.
Dazu kam ein Interception von Peyton Manning, als Denver an der 28 Oaklands stand.
Diese Schwächen müssen sie bis zum ersten Playoffspiel abstellen. Dort warten Gegner, die daraus Kapital schlagen können.
Aber wozu bis zu den Playoffs warten? Nächste Woche muss Denver nach Baltimore. Da geht es noch darum, sich eine Freiwoche oder gar das Heimrecht in den Playoffs zu erspielen.
Danach wird es leichter. Sie haben noch zwei Heimspiele, eins gegen Cleveland und eins gegen Kansas City, also eher zwei Trainingsspiele.
Denver hat jetzt 10-3 Siege. Nur die Texans mit 11-1 stehen vor ihnen.
New England und Baltimore haben jeder 9-3 Siege. Die Ravens dürfen sich gegen Washington keine Niederlage erlauben, und die Patriots müssen den Lauf der Texans stoppen.
Beides keine leichten Aufgaben.

Kurzberichte
Patriots Quarterback Tom Brady und Supermodel Gisele Bündchen wurden zum zweiten Mal Eltern.
Am Donnerstag kam Töchterchen Vivian zur Welt.

Weil er wegen häuslicher Gewalt angeklagt wurde, musste Terrell Suggs mehrere Pistolen und Gewehre der Polizei übergeben.
Am 21. November gingen zwei Notrufe bei der Polizei ein, weil der Linebacker der Ravens seine Freundin bedroht hatte.
Aus diesem Grund ordnete das Gericht die Konfiszierung der Waffen an. Alle eingezogene Feuerwaffen waren registriert und legal in Suggs Besitz.
Bereits 2009 schlug er seine Freundin nieder und warf einen Seifenspender nach ihr.
Daraufhin verklagte sie ihn auf $70 Millionen, zog die Klage aber wieder zurück.
Nächste Woche ist eine Anhörung im neuesten Fall vor Gericht angesetzt.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Kurzberichte
roethlisb5Zwei wichtige Superstars meldeten sich in der AFC North für den Endspurt im Rennen um die Playoffplätze zurück.
Bei den Steelers bekam Ben Roethlisberger (Bild) das OK der Ärzte, wieder am Training teilnehmen zu dürfen.
Seine rechte Schulter und seine Rippen sind so weit geheilt, daß er wohl gegen die Chargers antreten kann.
Drei Spiele hat er verpasst, zwei davon gingen verloren. Ausgerechnet im Spiel gegen die Ravens führte der 38-jährige Charlie Batch die Steelers zu einem unerwarteten Sieg.
Und Baltimore ist das Stichwort.
Hier meldete sich Ray Lewis zum Training zurück. Der Linebacker riß sich im Oktober den Trizeps im rechten Arm und wurde auf die neue, flexible, Verletztenliste gesetzt. Die erlaubt es den Teams, Spieler, die darauf stehen, im Verlauf der Saison wieder einsetzen zu können.
Lewis hatte gehofft, zu den Playoffs wieder spielen zu können. Jetzt kann er den Ravens noch helfen, überhaupt in die Endrunde zu kommen.
Nach den Regeln, die flexible Verletztenliste betreffend, ist der 37-jährige am 16. Dezember gegen Denver wieder spielberechtigt.

Es gibt viele Teams, die einen neuen Head Coach brauchen. Es gibt viele Teams die einen neuen Quarterback brauchen.
Doch es gibt auch viele Teams, die einen neuen Head Coach und Quarterback brauchen:
Dallas Cowboys, Kansas City Chiefs, Jacksonville Jaguars, Philadelphia Eagles, Arizona Cardinals, New York Jets und die Oakland Raiders.
Bei den Raiders hat sich das Gerücht festgesetzt daß Jon Gruden wieder zurückkommt. Momentan ist Gruden Analyst bei Monday Night Football. Von 1998 bis 2001 war er bereits Head Coach der Raiders und formte sie zu einem wettbewerbsfähigen Team. Er wäre eine logische Wahl.
Doch beide Seiten bestreiten, daß man miteinander über eine neue Verpflichtung reden würde.

Die Vikings haben Percy Harvin auf die Verletztenliste gesetzt.
Der Wide Receiver hat einen so schlimm verstauchten Knöchel, daß er in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann.
Vor seiner Verletzung war Harvin ein Kandidat für den Titel des wertvollsten Spielers der Saison. Er war die Allzweckwaffe Minnesotas und fing 62 Pässe für 677 Yards und 3 Touchdowns. Er lief 22 mal für 96 Yards und einen weiteren Touchdown. In den Special Teams trug er einen Kickoff zum Touchdown zurück.
Nach seinem Ausfall am 4. November wurden die Vikings zu einem eher unterdurchschnittlichen Team.

Die besten Spieler der Woche 13

AFC
OFFENSE: QB BRADY QUINN, KANSAS CITY CHIEFS
19 von 23 Pässe für 201 Yards, 2 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CARLOS DUNLAP, CINCINNATI BENGALS
5 Tackles, 2 Sacks, 2 erzwungene Fumbles, 1 eroberter Fumble, 1 abgewehrter Pass
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K SHAUN SUISHAM, PITTSBURGH STEELERS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS
23 von 37 Pässe für 293 Yards, 2 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: S WILLIAM MOORE, ATLANTA FALCONS
11 Tackles, 2 Interceptions
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K GREG ZUERLEIN, ST. LOUIS RAMS
2 von 3 Field Goals, 0 von 0 Extrapunkte
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Kurzberichte
pagano-chuck2Colts Head Coach Chuck Pagano (Bild) hat seine Chemotherapie beendet. Er könnte das Team wieder übernehmen und den Interimstrainer ablösen.
Ob das Klug wäre?
Immerhin hat Bruce Arians das Team zu einem Playoffbewerber gemacht. Und das mit einem Rookie- Quarterback, nach einer katastrophalen 2-14 Saison im Vorjahr.
Die Entscheidung läge allein bei Pagano, sagte die Geschäftsführung der Colts. Es wäre sein Team und er könne es übernehmen, sobald er sich fit dafür fühlt.

Die Chicago Bears verpflichteten Linebacker Dom DeCicco. Er soll Brian Urlacher ersetzen, der mit einer Oberschenkelzerrung bis zum Ende der regulären Saison ausfallen könnte.
Für die Playoffambitionen der Bears ist das ein harter Rückschlag.

Christian Ponder ist verlobt.
Der Quarterback der Vikings und die ESPN Reporterin Samantha Steele haben ihr Verhältnis in der Öffentlichkeit immer heruntergespielt, aber die Raben krähten es von den Dächern, daß da mehr wäre.
Glück in der Liebe, Pech im Spiel.
Minnesota startete mit 4-1 Siegen in die Saison und Ponder leistete hervorragende Arbeit.
Doch seitdem haben die Vikings fünf ihrer nächsten sieben Spiele verloren, und die Gerüchte kamen auf, daß Ponders Liebelei nicht ganz unschuldig daran wäre.
Das wies der Quarterback immer weit von sich.
Nun ist die Sache also offiziell und Ponder kann sich vielleicht wieder mehr auf seinen Job konzentrieren.

Und wieder könnte ein Packer auf der Verletztenliste landen.
Running Back James Starks verletzte sich gegen Minnesota am Knie. Eine Operation soll nicht nötig sein, aber die Saison könnte dennoch für ihn beendet sein.

Für Jake Long ist die Saison bereits beendet.
Der Offensive Tackle der Dolphins hat einen gerissenen Trizeps.
Letztes Jahr war die Saison wegen eines gerissenen Bizeps vorzeitig für ihn beendet.

Die NFL suspendierte Redskins Cornerback Cedric Griffin für vier Spiele.
Er wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

Ike Taylor hat einen gebrochenen Knöchel.
Der Cornerback der Steelers wird einige Zeit ausfallen. Ob er in dieser Saison noch mal spielen kann, steht noch nicht fest.
Er selber geht davon aus, daß er nur zwei Wochen pausieren muss.
Sein Ausfall trifft Pittsburgh im Rennen um die Playoffs hart. Er hatte in 12 Spielen in dieser Saison 32 Tackles, 1 Interception und 13 abgewehrte Pässe.

Der Vertrag von Jay Cutler in Chicago läuft nach der Saison 2013 aus.
Obwohl Cutler nicht zu den besten NFL Quarterbacks gehört, wollen die Bears ihn nicht ziehen lassen.
Man führe schon Vorgespräche mit seinem Agenten, hieß es aus Kreisen der Teamführung.
In einem Fernsehinterview sagte Cutler, daß er nicht vorhabe mit seinem neuen Vertrag die Bank zu sprengen. Im Gegenteil würde er sogar eine moderate Gehaltskürzung in Kauf nehmen, für einen sicheren langfristigen Vertrag.
Sein Agent, der im Studio saß, machte bei diesen Aussagen ein leicht säuerliches Gesicht.
Doch realistisch betrachtet ist Cutler realistisch. Mit all seinen schwachen Vorstellungen kann er wirklich nicht verlangen, daß die Bears ihm ein unrealistisch hohes Gehalt zahlen.
Sucht man ihn in der aktuellen Statistik der Saison, muss man weit nach unten gehen, um ihn zu finden. Mit 81,1 Quarterback-Wertungspunkten steht er erst auf Platz 26.

Am Wochenende verstarb der Vater von Raiders Head Coach Dennis Allen im Alter von 66 Jahren an einem Herzinfarkt.
Grady Allen spielte fünf Jahre als Linebacker für die Atlanta Falcons.
Die Raiders müssen bereits am Donnerstag gegen die Broncos antreten. Es heißt, daß Dennis Allen dann dabeisein wird.

Der Fall Belcher
Die Polizei veröffentlichte weitere Details der Mord- und Selbstmorduntersuchungen im Fall Belcher.
So wurde Kassandra Perkins von Schusswunden in die Brust, den Hals und den Unterleib getötet. Alles glatte Durchschüsse.
Etwa fünf Stunden vor dem Mord wurde der Linebacker der Chiefs von der Polizei überprüft.
Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses im East Armour Boulevard meldete ein verdächtiges Auto vor dem Gebäude. Jemand säße darin und würde das Haus beobachten.
Die Polizei überprüfte den Fall. Sie fanden Jovan Belcher schlafend in seinem Bentley. Er würde auf seine Freundin warten, die in dem Gebäude wohne, antwortete er auf die Frage, was er dort mache?
Belcher war sehr kooperativ. Er stieg aus dem Wagen, zeigte seinen Führerschein und die Fahrzeugpapiere. Dann rief er auf Bitte der Polizisten seine Freundin an. Eine Frau öffnete nach einiger Zeit die Eingangstür des sechsstöckigen Hauses und ließ ihn herein.
Die Polizei überprüfte die Identität der Frau nicht.
Reporter fanden heraus, daß es sich um Brittni Glass handelte, die die Nacht mit Belcher verbrachte.
Die Chiefs gaben bei der Polizei an, daß sie Belcher und Perkins Hilfe angeboten hatten, ihre Beziehungsprobleme zu lösen.
Das sind völlig neue Aspekte, denn aus dem direkten Umfeld der beiden war immer nur zu hören, wie harmonisch und toll ihre Beziehung war.
Im Rahmen des Tarifvertrags wird für die dreimonatige Tochter von Belcher und Perkins, Zoe, gesorgt werden.
In den nächsten vier Jahren wird sie, bzw. ihr Vormund, $108.000 pro Jahr von der NFL bekommen.
Im fünften Jahr wird sie $48.000 erhalten.
Danach wird sie bis zum Alter von 18 oder 23 Jahren, das hängt davon ab, ob sie das College besucht, jährlich $52.000 bekommen.
Die Spieler der Chiefs haben bereits angekündigt, daß sie zusammen mit dem Team einen Fonds für Zoe auflegen wollen.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Die NFL Saison 2012 - Woche 13 - Der Montag
manning-eli5
Die Giants haben gegen Washington versagt und sich damit eine Menge Probleme eingehandelt.
Durch ihre 16:17 Niederlage blieben sie bei sieben Siegen hängen und verhalfen den Redskins zu einer ausgeglichenen 6-6 Bilanz.
Diese Bilanz haben auch die Dallas Cowboys und beide Teams haben somit weiterhin realistische Chancen auf die Playoffs.
Dallas spielt am letzten Spieltag in Washington. Das Spiel könnte also alles entscheiden. Da ansonsten nur ein weiteres Spiel an diesem 17. Spieltag stattfinden, in dem es für beide noch um das Weiterkommen gehen könnte, San Francisco in Seattle, kann es sein, daß NBC es zu seinem Sunday Night Spiel macht.
Doch zurück zu Woche 13.
Ein Klassenunterschied zwischen dem amtierenden Weltmeister und dem von einem Rookie- Quarterback geführten Team war nicht zu erkennen.
Das Spiel hielt, was es im Vorfeld versprach. Zwei gute NFL Mannschaften lieferten einen harten Kampf ab.
Nichts war davon zu spüren, daß Mike Shanahan vor einigen Wochen, als die Redskins eine kleine Niederlagenserie abgeliefert hatten, davon sprach, die Saison abzuhaken und nach vorne zu blicken. Sie präsentierten sich als kompaktes, kampfbereites Team.
Die Giants bleiben dabei, daß sie ein Achterbahnteam sind, das Niederlagen- und Siegesserien in loser Folge aneinanderreiht.
Robert Griffin III überforderte die Verteidigung der Giants völlig, während Eli Manning (Bild) der Defense Washingtons keine große Probleme bereitete.
Cam Newton stellte letztes Jahr mit 706 Laufyards einen neuen Rekord für Rookie- Quarterbacks auf. Den konnte RG3 bereits in Woche 13 der laufenden Saison brechen. Er lief gestern fünfmal für 72 Yards und zog an Newton vorbei.
Woche 13 war die Woche der Rookie- Quarterbacks mit herausragenden Leistungen von Andrew Luck, Russell Wilson und Robert Griffin III.
Alle drei sind mit ihren Teams im Playoffrennen, und das hat es zuvor so noch nicht gegeben.
Die Quarterback –Klasse von 2012 hat das Zeug, als die beste aller Zeiten in die Geschichte der NFL einzugehen.

Kurzberichte
Terrell Suggs hat einen gerissenen Bizeps im rechten Arm.
Der Linebacker der Ravens glaubt aber, daß er weiterspielen kann.
Ganz so optimistisch ist sein Head Coach John Harbaugh nicht. Er will erst mal die genaueren Untersuchungen abwarten, bevor er mit seinem Starverteidiger plant.

Wieder ist ein Wide Receiver der Patriots verletzt, und sie verpflichteten einen alten Bekannten, um ihn zu ersetzen.
Donte Stallworth, der im August gefeuert wurde, soll jetzt Julian Edelman ersetzen. Der verletzte sich gegen die Dolphins am Fuß und verließ das Stadion an Krücken.

Es soll nicht sein.
Das Verletzungspech beutelt die Packers weiter.
Sie freuten sich gerade über die Rückkehr des von einer Verletzung genesenen Wide Receivers Greg Jennings, da erwischte es Jordy Nelson. Er zog sich eine Zerrung im Oberschenkel zu.
Nelson hat in dieser Saison bereits zwei Spiele wegen dieser Verletzung verpasst.

Die Lions verloren gegen die Colts einen weiteren Wide Receiver.
Ryan Broyles zog sich einen Kreuzbandriss zu, und damit ist die Saison für ihn beendet.

Was zu der Tragödie in Kansas City am Samstag geführt hat, ist noch nicht bekannt.
Die Polizei untersucht den Fall noch, und gab folgende Ergebnisse heraus:
Die Polizei wurde am Samstagmorgen um 7:50 Uhr zum Haus von Jovan Belcher und seiner Freundin Kassandra Perkins gerufen.
Dort fanden sie Frau Perkins auf dem Boden des Badezimmers liegen, aus mehreren Schusswunden blutend. Wieviele Wunden genau, wurde noch nicht bekanntgegeben.
Belcher fuhr unterdessen zum Angestelltenparkplatz des sieben Kilometer entfernten Arrowhead Stadions. Dort traf er sich, eine Pistole in der Hand haltend, mit General Manager Scott Pioli. Der Linebacker bat Pioli, Head Coach Romeo Crennel anzurufen und ihn zu bitten, auf den Parkplatz zu kommen.
Pioli tat, wie ihm geheißen.
Als Crennel eintraf, dankte Belcher den beiden für alles, was sie für ihn getan hätten.
Mittlerweile war die Polizei in der Nähe des Stadions eingetroffen.
Belcher entdeckte die Beamten und ging davon. Hinter einem Auto duckte er sich und schoß sich eine Kugel in den Kopf.
Wieso, warum, weshalb Jovan Belcher zum Mörder und Selbstmörder wurde, dieses Rätsel konnte bisher nicht gelöst werden.

Montag, 3. Dezember 2012

Die NFL Saison 2012 - Woche 13 - Der Sonntag
brady-tom302Es war erst der erste Spieltag im Dezember, und schon stehen vier Playoffteilnehmer fest.
Mit ihrem 23:16 Sieg in Miami haben die Patriots, mal wieder, ihre Division gewonnen. Sie haben 9-3 Siege und alle anderen Teams der AFC East haben 5-7 Siege.

Ebenfalls ihre Division gewonnen haben die Broncos mit ihrem 31:23 Sieg über Tampa Bay. Sie haben 9-3 Siege und der nächste „Verfolger“, San Diego, hat 4-8.
Die Buccaneers haben 6-6 Siege und sind immer noch im Rennen um eine Wild Card in der NFC.

Durch den erwarteten Sieg der Broncos haben auch die Falcons ihre NFC South Division gewonnen. Sie haben 11-1 Siege und können von Tampa Bay und den anderen Teams nicht mehr eingeholt werden.

Noch nicht ganz Divisionssieger, aber wenigstens schon Playoffteilnehmer sind die Houston Texans. Sie hatten beim 24:10 gegen Tennessee keine Probleme und stehen mit 11-1 Siegen auch an der Spitze der Süd Division, der AFC South.
Doch sie müssen aufpassen. Die Indianapolis Colts konnten gestern durch einen Touchdown bei einem 4. und 10 in der letzten Sekunde des Spiels gegen Detroit mit 35:33 gewinnen und sind ihnen mit 8-4 Siegen unerwartet hartnäckig auf den Fersen.

Die Ravens haben es versäumt, den Sack gegen die Steelers zuzumachen. Sie verloren gegen ein stark ersatzgeschwächtes Pittsburghteam, das mit dem dritten Quarterback antrat, 20:23 und konnten sich nicht absetzen.
Baltimore führt die AFC North mit 9-3 Siegen an, muss aber auf Pittsburgh und Cincinnati aufpassen, die beide mit 7-5 in Lauerstellung liegen.
Die Bengals gewannen mit 20:13 gegen San Diego, wo die letzten Tage von Head Coach Norv Turner angebrochen sein dürften.
Die Bengals und die Steelers spielen am 23. Dezember noch in Pittsburgh gegeneinander.

Durch ihren 23:14 Sieg gegen Minnesota kam Green Bay auf 8-4 Siege und zog mit den Bears gleich.
Chicago verlor Zuhause in der Verlängerung mit 17:23 gegen die Seahawks und versäumte es seinen Vorsprung zu halten.
Seattle konnte seinen Punktestand auf 7-5 ausbauen und bleibt den 49ers auf den Fersen.

San Francisco und die Rams hätten bald etwas nie zuvor dagewesenes geschafft. Wieder mussten die beiden Teams in die Verlängerung, und wieder ging es bis, knapp, ans Ende.
In Woche 10 kam es zwischen den beiden zu einem seltenen Unentschieden in der NFL. Zwei Unentschieden zweier Teams in einer Saison wären eine Sensation gewesen. Doch gestern schoß Rams Kicker Greg Zuerlein 30 Sekunden vor Ende der Verlängerung das Field Goal zum Sieg aus 54 Yards.
Mit dieser Niederlage hatten die 49ers bestimmt nicht gerechnet. Sie blieben damit auf 8-3-1 während die Seahawks ihnen auf den Fersen bleiben.
San Francisco muss am 23. Dezember nach Seattle.

In einem munteren Spiel gegen die Eagles gewann Dallas 38:33. Damit fiel Philadelphia auf 3-9 zurück, während Dallas auf 6-6 Siege kam und weiter auf Ausrutscher der Giants wartet.
New York hat 7-4 Siege und spielt in dieser Nacht in Washington. Da ist ein Sieg nicht automatisch. Wenn die Redskins gewinnen, kommen sie auch auf 6-6 und bleiben im Playoffrennen.
Da geht es also um eine Menge.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Tragödie in Kansas City
Belcher_JovanEigentlich hatte er eine Menge erreicht. Jovan Belcher (Bild) hatte die Uni mit einem Abschluss in Kindeserziehung und Familienbeziehungen beendet.
Bei den Chiefs hatte der Linebacker einen Vertrag unterzeichnet, der ihm $1,927 Millionen pro Jahr sicherte.
Belcher hatte eine Freundin, Kasandra Perkins, die am 11. September die gemeinsame Tochter der beiden zur Welt brachte.
Was musste da geschehen sein, daß die beiden 25 und 22 Jahre alten Menschen, denen eine gute Zukunft bevorstand, ihr Leben lassen mussten?
Am Samstagmorgen um 7:50 Uhr erschoss Belcher seine Freundin in ihrem gemeinsamen Haus vor den Augen seiner Mutter.
Dann fuhr er zum Hauptquartier der Chiefs im Arrowhead Stadion. Hier traf er auf dem Parkplatz mit General Manager Scott Pioli und Head Coach Romeo Crennel zusammen. Er bedankte sich bei Crennel für alles, drehte sich um, ging davon und erschoss sich.
Niemand, der Belcher und Perkins kannte, konnte sich erklären, was zu diesem Mord und Selbstmord geführt haben könnte?
Belcher war unter seinen Spielerkollegen gut gelitten und nicht als Verhaltensauffällig bekannt.
Doch die Spiele müssen weitergehen.
Die Chiefs werden heute gegen die Panthers spielen. Das Spiel wird genauso nebensächlich für die Spieler sein, wie das Spiel der Giants gegen die Steelers nach dem Supersturm vor einigen Wochen.

Samstag, 1. Dezember 2012

Der Lazarettreport
roethlisberger200Schock in Pittsburgh.
Ben Roethlisberger (Bild) kann auch gegen die Ravens noch nicht wieder antreten. Dabei war er noch am Anfang der Woche so optimistisch. Charlie Batch wird erneut an seiner Stelle spielen.
Quarterback Byron Leftwich ist auch immer noch verletzt und kann nicht spielen, ebenso wie Offensive Tackle Mike Adams und Linebacker LaMarr Woodley, die auch nur zusehen können.

Bei den Ravens wird Cornerback Jimmy Smith wegen einer Bauchmuskelzerrung fehlen.

Bei den Bears werden die Wide Receiver Devin Hester wegen einer Gehirnerschütterung und Alshon Jeffrey wegen einer Knieverletzung fehlen.

Die Bengals sind noch dick im Playoffrennen, weil in der AFC einfach zu viele grausige Teams vor sich hindümpeln. Da fällt der Verzicht auf Mohamed Sanu nicht leicht. Der Wide Receiver verletzte sich im Training am Fuß und ob er in dieser Saison noch mal eingesetzt werden kann, ist fraglich.

Bei den Texans werden vier Spieler definitiv fehlen: Linebacker Bradie James, Cornerback Jonathan Joseph, Offensive Tackle Derek Newton und Linebacker Brooks Reed.

Wie üblich sind bei den Patriots wieder fast alle Spieler fraglich, aber Tight End Rob Gronkowski, Defensive End Chandler Jones und Guard Logan Mankins sind wirklich verletzt und können nicht spielen.

Ganz anders die Colts. Sie machen anscheinend etwas ganz anders, als alle anderen Teams, denn sie strotzen nur so vor Gesundheit.

Ihr Gegner am Sonntag, die Lions, müssen auf fünf Stammspieler verzichten: Offensive Tackle Jeff Backus, Safety Louis Delmas, Cornerback Jacob Lacey, Defensive End Kyle Vanden Bosch und Defensive Tackle Corey Williams.

Die Eagles müssen ohne Running Back LeSean McCoy und Quarterback Michael Vick gegen Dallas antreten. Beide leiden an einer Gehirnerschütterung.
Vick ist allerdings davon überzeugt, daß er eigentlich wieder genesen sei. Er glaubt, daß er nur aus Gründen der Teampolitik nicht spielen darf.
Wenn der Quarterback drei Tage nach dem Super Bowl noch Angestellter der Eagles ist, steht ihm ein Bonus von $3 Millionen zu. Deshalb kann es als sicher angesehen werden, daß Vick vor diesem Datum gefeuert wird.
Doch daß man ihn absichtlich nicht spielen lässt, und seine Gehirnerschütterung als Grund dafür vorschiebt, sei Unsinn, sagte der Pressesprecher der Eagles.
Für die Tests, die bei einer Gehirnerschütterung von unabhängigen Neurologen durchgeführt werden, gäbe es ein klares Protokoll. Darauf habe das Team gar keinen Einfluß. Auch wenn Vick sich gesund und einsatzbereit fühlt, so sagten die unabhängig durchgeführten Tests halt etwas anderes.

Zur Kasse bitte...
...hieß es wieder für viele Spieler der Liga.
Alleine ein Kampf zwischen den einigen Spielern der Bengals und der Raiders füllte die Kasse der NFL mit $131.250, zu denen vier Raider und ein Bengale verurteilt wurden.
Auch ein Quarterback war mal wieder unter den Verurteilten. Jay Cutler von den Bears wurde wegen Verspottung eines Gegenspielers zu $10.000 bestraft
Insgesamt kam die NFL auf Einnahmen von über $300.000, die sie ihren Arbeitnehmern abnahm. Davon kann man schöne Weihnachtsgeschenke kaufen.

Knast statt Spiel
Wenn die 49ers in St. Louis gegen die Rams spielen, wird DeMarcus Dobbs im Knast vor dem Fernseher sitzen.
Der Specialteamspieler wurde am Freitagmorgen, seinem 25. Geburtstag, verhaftet.
Dobbs war unter Alkoholeinfluß mit seinem Auto unterwegs und rammte einen Zaun und einen Busch.
Zusätzlich wurde in seinem Wagen Marihuana gefunden.
Er blieb bei dem Unfall, in den niemand sonst verwickelt war, unverletzt.

Freitag, 30. November 2012

Saints at Falcons
sproles-darren3Sollte eine Bewertungsagentur die beiden Teams bewerten, die letzte Nacht aufeinandertrafen, bekäme Atlanta wohl nur ein AA, während die Saints höchstens ein doppel D bekämen.
Den Falcons würden sie raten, sich bis zu den Playoffs noch sehr zu steigern. Sollten sie da eine solche Leistung zeigen, wie in diesem 23:13 Sieg, dürfte ihr erstes Spiel sofort ihr letztes sein.
Zum ersten Mal nach 54 Spielen in Folge, in denen er wenigstens einen Touchdownpass warf, blieb Saints Quarterback Drew Brees ohne Touchdown. Statt dessen leistete er sich fünf Interceptions, so viele wie noch nie zuvor in seiner Karriere, und verlor das Spiel damit fast im Alleingang.
Doch der wahre Verlierer des Spiels war Darren Sproles (Bild). Eine Szene mit ihm steht symptomatisch für die ganze verkorkste NFL Saison 2012.
Bei einem 1. Versuch und 10 im letzten Viertel fing der Running Back einen Screenpass von Brees und lief los. Nach neun Yards sah er, daß ein Verteidiger auf ihn zukam. Anstatt an das Team und die Fans zu denken und sich die Millionen, die ihm aufs Konto geschaufelt werden, zu verdienen, gab er auf.
Anstatt den Kopf runter zu nehmen und in den Verteidiger zu laufen, um das letzte fehlende Yard noch zu erobern, gab er auf, und lief ins Aus.
Es kam, wie es kommen musste, die Saints konnten das letzte Yard nicht überwinden und mussten punten.
Die Falcons marschierten los und kamen zu einem Field Goal, das ihre Führung auf 23:13 ausbaute.
Drei Punkte, die sie durch die Feigheit von Darren Sproles auf dem Silbertablett serviert bekamen.
Brees und Sproles, das waren gestern die Verlierer des Spiels.
Die Falcons waren keinesfalls ein Team, das unschlagbar war.
Dennoch gewannen sie ihr elftes Spiel und sind wohl sicher in der Endrunde. Wenn am Sonntag die Broncos gegen Tampa Bay gewinnen, hat Atlanta die NFC South gewonnen und ist weiter.
New Orleans kann mit 5-7 Siegen kaum noch auf ein Weiterkommen hoffen.

Kurzberichte
Als die Saints auf dem Flughafen von Atlanta eintrafen, wurden sie recht rauh empfangen.
Nachdem sie den Flieger verlassen hatten und in einen Bus umgestiegen waren, bewarfen Flughafenmitarbeiter diesen mit Eiern.
Die Schuldigen wurden ausgemacht und könnten sehr bald Ex-Flughafenmitarbeiter sein.

Ein weiterer Rückschlag für die Packers. Sie hatten gehofft, daß der am Fuß verletzte Running Back Cedric Benson in den letzten Spielen wieder würde antreten können. Deshalb hatten sie ihn auf die neue Verletztenliste gesetzt, auf die die Teams Spieler setzen können, die im Lauf der Saison noch mal zurückkommen können.
Doch diese Hoffnung ist nun verflogen.
Am Dienstag musste er noch mal operiert werden, und die Saison ist für ihn definitiv beendet.

Donnerstag, 29. November 2012

Kurzberichte
Kaepernick-Colin2Und Colin Kaepernick (Bild) wird zu seinem dritten Start in Folge kommen. Der einzige wie ein Vollproll tätowierte Quarterback der NFL dürfte damit endgültig Alex Smith zum Ersatzmann degradiert haben.
Davon will 49ers Head Coach Jim Harbaugh zwar nichts wissen, aber der Vertrag von Smith läuft nach der Saison aus und Harbaugh scheint der festen Überzeugung zu sein, daß Kaepernick die Zukunft ist.
Dabei hatte er so viel Arbeit in Smith gesteckt und aus dem ewig verletzten Loser tatsächlich einen guten NFL Quarterback gemacht.
Unter Harbaugh konnte die Nr. 1 aus der Draft von 2005 20 Spiele gewinnen bei fünf Niederlagen und einem Unentschieden.
Diese Bilanz könnte ihm nach der Saison helfen, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Denn nicht nur die Hälfte der Head Coaches müsste nach der Saison ausgetauscht werden, auch um die Qualität der meisten Quarterbacks ist es nicht gut bestellt.

Jason Babin war nicht lange arbeitslos.
Nachdem die Eagles den Defensive End gefeuert hatten, griffen die Jaguars sofort zu.
Das ist zwar ein Abstieg für Babin, denn Jacksonville hat mehr Spiele verloren, als Philadelphia, aber wenigstens rollt der Rubel weiter.
Für den Rest der laufenden Saison stehen ihm noch $1,69 Millionen zu, die die Jags übernehmen müssen.

Die NFL ist zwar überzeugt, daß der Tritt von Ndamukong Suh in die Kronjuwelen von Texans Quarterback Matt Schaub unabsichtlich war, aber sie bestraft in trotzdem dafür.
Der Defensive Tackle der Lions muss $30.000 zahlen, und die Logik dahinter bleibt einem verschlossen
Entschuldigen will Suh sich nicht bei Schaub. Er habe ihn nicht absichtlich getreten, deshalb wäre auch keine Entschuldigung fällig.

Die besten Spieler der Woche 12

AFC
OFFENSE: RB RAY RICE, BALTIMORE RAVENS
22 Läufe für 97 Yards, 8 gefangene Pässe für 67 Yards
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB D’QWELL JACKSON, CLEVELAND BROWNS
9 Tackles, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble, 1 abgewehrter Pass
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR T.Y. HILTON, INDIANAPOLIS COLTS
Er trug 4 Punts für 111 Yards zurück, 1 Touchdown 
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB CAM NEWTON, CAROLINA PANTHERS
18 von 28 Pässe für 306 Yards, 2 Touchdowns, 14 Läufe für 52 Yards, 2 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche.

DEFENSE: CB JANORIS JENKINS, ST. LOUIS RAMS
2 Tackles, 2 Interceptionreturntouchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-PR LEON WASHINGTON, SEATTLE SEAHAWKS
152 Returnyards, darunter 1 Touchdown über 98 Yards
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 28. November 2012

Kurzberichte
reid-andy2Wir erinnern uns. Am Beginn der Saison sagte Jeffrey Lurie, der Besitzer der Eagles, daß eine Saison mit 8-8 Siegen nicht hinnehmbar wäre.
Das ging direkt in Richtung Head Coach Andy Reid (Bild). Eine 15. Saison mit ihm als Head Coach würde es nicht geben, wenn die Eagles nicht in die Playoffs kämen, betonte Lurie.
Jetzt steht fest, daß die Eagles nur auf 8-8 Siege kommen können, wenn sie alle restlichen Spiele gewinnen sollten.
Ob sich Lurie jetzt verhält wie ein Politiker und sagt, daß ihn das, was er gestern sagte heute nicht mehr interessiert, oder ob er zu seinem Wort steht, bleibt abzuwarten. Fakt ist, daß Reid in seinen vielen Jahren in Philadelphia nichts erreicht hat. Ein Auftritt im Super Bowl steht zwar auf der Habenseite, aber das ist nicht genug.
Bis zum Ende der Saison wird Lurie Reid wohl noch durchschleppen, aber eigentlich müsste es das dann gewesen sein.

Die Eagles feuerten am Montag Jason Babin.
Der Defensive End war dem Head Coach Andy Reid zu alt geworden. Er feuerte Babin, um den jüngeren Spielern mehr Einsatzzeit geben zu können.
Gerüchte sagen, daß der 32-jährige nach der Saison sowieso gefeuert worden wäre.
Nach 18 Sacks in der Saison 2011 konnte er 2012 nur 5,5 Sacks erzielen.

Die Eagles verloren ihren besten Wide Receiver für ein paar Wochen.
In der Niederlage gegen die Panthers brach sich DeSean Jackson einige Rippen.

Wird Charles Tillman ausfallen?
Der Cornerback der Bears hat einen Knochensplitter im Fuß, der ihn allerdings nicht sehr behindern soll.
Die Verletzung zog er sich im Spiel gegen die Vikings zu, als Minnesotas Tight End Rhett Ellison ihm auf den Fuß trat.

Für Kendall Hunter ist die Saison beendet.
Der Running Back der 49ers verletzte sich schwer am linken Knöchel, und die Niners setzten ihn auf die Verletztenliste.

Die San Francisco 49ers und Patrick Willis wurden sich einig.
Der Linebacker unterschrieb einen Fünfjahresvertrag. Die finanziellen Konditionen wurden nicht bekanntgegeben, aber die Rede ist von $45 Millionen von denen $25,5 Millionen garantiert sein sollen.

Für Chiefs Running Back Jamaal Charles war es toll, einmal einem echten NFL-Star gegenüberzustehen.
So fingen Fernsehkameras ihn ein, als er Broncos Quarterback Peyton Manning um ein Autogramm bat.
Doch halt, die Unterschrift war ja gar nicht für ihn, wie er sich verteidigte. Seine Mama hätte ihn darum gebeten.

Die Lions sind froh, daß Ndamukong Suh für seinen Tritt in den Unterleib von Matt Schaub nicht bestraft wurde. Für sie war klar, daß die Aktion unabsichtlich war.
Die Texans sind sauer, daß Ndamukong Suh für seinen Tritt in den Unterleib von Matt Schaub nicht bestraft wurde. Für sie war klar, daß die Aktion absichtlich war.
Was denkt denn der Commish?
Für den ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Zwar gab die Liga am Montag bekannt, daß sie den Defensive Tackle nicht bestrafen wird, weil sie auf den Videos keinen Beweis gefunden hätte, der auf eine Absicht hindeutet.
Doch Roger Goodell hat da so seine Zweifel. Er bezieht die Vorgeschichte und das Umfeld Suhs mit in seine Überlegungen ein und will sich das Ganze genauer ansehen und auch die Betroffenen dazu hören.
Suh hat seinen Ruf als unfairster Spieler der Liga ja nicht umsonst. Zweimal in Folge hat er die Wahl zum unfairsten Spieler der NFL gewonnen.
Anfang des Monats war er wieder im Straßenverkehr aufgefallen, als er wegen rücksichtslosen Fahrens und Verkehrsgefährdung festgenommen wurde. Zur Zeit laufen zwei Gerichtsverfahren gegen ihn.
Das alles will Goodell in sein Urteil einfließen lassen. Sollte er auch entscheiden, daß Suh für diesen Tritt nicht bestraft wird, so ist Suh dieses Mal wirklich davongekommen. Aber, so sagte Goodell, er hätte von jetzt an persönlich ein Auge auf Suh.

Dienstag, 27. November 2012

Die NFL 2012 - Woche 12 - Der Montag
brown-bryce
Es war fast wie früher. Zwei unterklassige NFL Teams spielen gegeneinander und liefern eine muntere Vorstellung ab.
Dafür kann man den Eagles und den Panthers gar nicht genug danken, denn realistische Chancen auf die Playoffs hatte schon vor Spielbeginn keine der beiden Mannschaften.
Eagles Rookie Quarterback Nick Foles vervollständigte 16 seiner 21 Pässe für 119 Yards, blieb aber ohne Touchdown und auch ohne Interception.
Die Rookiesensation der letzten Saison, Cam Newton vervollständigte 18 seiner 28 Pässe für 306 Yards und 2 Touchdowns.
Zusätzlich lief er zweimal selber in die Endzone und das brachte ihn dazu, wieder seine Superman-Geste zu vollführen.
Immerhin konnten die Panthers ihr drittes Spiel in dieser Saison gewinnen, und bei solch einer übermenschlichen Leistung kann man sich schon mal wie Superman fühlen.
Entdeckung des Spiels war Eagles Rookie Running Back Bryce Brown (Bild), der mit 19 Läufen 178 Yards und 2 Touchdowns erzielte. Allerdings verlor er den Ball zweimal, was seine gute Leistung doch etwas schmälert.
Auf Seiten der Eagles verletzten sich Wide Receiver DeSean Jackson und Defensive Tackle Fletcher Cox und konnten nicht mehr weiterspielen.
Am Ende danken wir den beiden Teams für ein gutes Spiel, das Carolina knapp mit 30:22 gewann.

Kurzberichte
Das wars für Fireman Ed. Der Überfan der Jets ist von seinem Job als inoffizielles Maskottchen und Cheerleader des Teams zurückgetreten.
Ed Anzalone war von anderen Fans beleidigt und verspottet worden, weil er ein Trikot mit der Nr. 6, also von Mark Sanchez, trug.
Der Quarterback ist bei den Fans der Jets eine Person, die Übelkeit und Hass auslöst.
Anzalone will weiter zu den Spielen kommen aber nur in Zivil.

Die Titans haben ihren Offensive Coordinator gefeuert.
Sie ersetzten Chris Palmer durch Quarterback Trainer Dowell Loggains.
Ob Teambesitzer Bud Adams an Head Coach Mike Munchak nach der Saison festhalten wird, darf man bezweifeln.

Ob er mit dem Fahrpreis nicht einverstanden war?
Jedenfalls würgte Dolphins Defensive Back Jonathan Amaya einen Taxifahrer nach dem Spiel gegen die Seahawks.
$100 machte die Fahrt von Miami Beach nach Weston, und als der Taxifahrer Amaya den Preis nannte, drehte der durch.
Der Taxifahrer forderte den Defensive Back auf, das Fahrzeug zu verlassen, woraufhin Amaya ihn würgte.
Polizisten wurden zufällig Zeugen des Vorfalls und griffen ein. Sie nahmen den Spieler fest.
Der Taxifahrer blieb unverletzt, erstattete aber Anzeige.

Von jetzt an wird zurückgetreten. Treten ist der neue Trend in der Liga und wird anscheinend nicht mehr bestraft.
Kurz vor Weihnachten scheint die NFL milde gestimmt zu sein, denn Ndamukong Suh kam für seinen Tritt in den Unterleib von Texans Quarterback Matt Schaub ohne Strafe davon.
Die NFL hat auch nach der tausendsten Ansicht der Videos keinen Beweis gefunden, daß der Defensive Tackle der Lions den Tritt absichtlich punktgenau ins Ziel steuerte.
Auch Brodrick Bunkley kam ohne Strafzahlung davon. Der Defensive Tackle der Saints hatte Niners Offensive Lineman Alex Boone gegen den Helm getreten. Die Schiedsrichter verhängten daraufhin eine Strafe wegen unsportlichen Verhaltens gegen ihn.
Die NFL bestrafte ihn nicht noch extra.

Das Lazarett
Die Bears setzten Guard Lance Louis auf die Verletztenliste. Bei einem illegalen Block von Vikings Defensive End Jared Allen wurde er so schwer am Knie verletzt, daß die Saison für ihn beendet ist.

Bei den Steelers ist Tackle Marcus Gilbert so schwer am Knöchel verletzt, daß sie ihn auf die Verletztenliste setzten.

Die Cardinals müssen für den Rest der Saison ohne Center Lyle Sendlein auskommen. Er zog sich einen Bänderriss im Knie zu.

Bei der Niederlage gegen die Redskins verletzte sich Cowboys Linebacker Bruce Carter so schwer am Ellenbogen, daß für ihn die Saison beendet ist.

Auch für Kyle Williams ist die Saison beendet. Der Returnspezialist der 49ers zog sich gegen die Saints einen Kreuzbandriss zu.

Montag, 26. November 2012

Die NFL 2012 - Woche 12 - Der Sonntag
rice-ray3Knapp drei Viertel der Saison sind gespielt, die Tabelle weist für jedes Team die gleiche Anzahl an Spielen aus, und die Sicht auf die möglichen Playoffteilnehmer klärt sich immer mehr.
Zu den Teams, die es auf jeden Fall geschafft haben dürften, gehören die Baltimore Ravens. Sie standen zwar gegen San Diego kurz vor einer Blamage, aber Running Back Ray Rice (Bild) konnte bei einem vierten Versuch und 29 an der eigenen 37 30 Yards erzielen und hielt seine Raben im Spiel. Da lag Baltimore 1:37 Minuten vor Spielende noch mit drei Punkten zurück.
Ein Field Goal von Justin Tucker aus 38 Yards rettete den haushohen Favoriten mit 13:13 in die Verlängerung.
Hier hatten beide Teams zweimal den Ball, und wieder war es am Ende Justin Tucker, der erneut aus 38 Yards traf und so den 16:13 Endstand herstellte.
Baltimore hat jetzt 9-2 Siege und einen komfortablen Vorsprung auf die beiden Verfolger Cincinnati und Pittsburgh.

Die Steelers brauchten gestern keinen Gegner, sie waren durchaus in der Lage, sich selber zu schlagen.
Die vielen Verletzten, hauptsächlich Quarterback Ben Roethlisberger, machten sich negativ bemerkbar.
Sein Ersatzmann Charlie Batch warf drei Interceptions und keinen Touchdown. Da muss man sich gleich doppelt freuen, daß Big Ben sich für das Rückspiel gegen Baltimore schon wieder gesundgemeldet hat.
Insgesamt verloren die Steelers Achtmal den Ball, und damit hält man sogar einen Gegner wie die Browns im Spiel.
Pittsburgh schaffte es, 14:20 gegen Cleveland zu verlieren und damit seine Chancen auf den Einzug in die Playoffs zu minimieren.
Negativ für Cleveland ist die Tatsache, daß sich Quarterback Brandon Weeden eine Gehirnerschütterung zuzog.
Auf Seiten der Steelers fielen Offensive Tackle Mike Adams und Running Back Chris Rainey verletzt aus.
Mit dem Sieg kann sich der Präsident der Browns, Mike Holmgren, mit einem kleinen Höhepunkt aus seinem Amt verabschieden. Nach dem Spiel wurde er gefeuert.
Jetzt würde er gerne wieder als Head Coach in der NFL arbeiten. Mit den Packers konnte er den Super Bowl gewinnen in dieser Funktion.
Er würde gerne die Cowboys trainieren, heißt es.
Hoffen wir mal, also wir Dallas Fans, daß das nicht zustande kommt.

Die Chancen auf die Playoffs erhalten, haben sich die Bengals. Ihr 34:10 Sieg über die Raiders war gleich doppelt wichtig. Zunächst, weil natürlich jeder Sieg wichtig ist, aber auch wegen der nächsten Draft.
Die Raiders holten sich letztes Jahr Quarterback Carson Palmer von den Bengals. Cincinnati erhielt dafür einige Wahlmöglichkeiten von den Raiders, darunter auch eine im nächsten Jahr. Und je weniger Siege Oakland einfährt, desto besser wird die Position, an der Cincinnati an ihrer Stelle einen Spieler einberufen darf.
Das Spiel lief in der zweiten Halbzeit etwas aus dem Ruder, als gleich drei Spieler nach einem Kampf des Feldes verwiesen wurden.
Cinci hat jetzt 6-5 Siege, genau wie die Steelers, und damit auch noch minimale Chancen auf das Erreichen der Endrunde.

Jim Harbaugh setzte auf Colin Kaepernick und das war nicht verkehrt. Gegen die schlechteste Verteidigung der Liga führte er die 49ers zu einem 31:21 Sieg über die Saints.
Tatkräftige Unterstützung hatte er allerdings auch. Die Defense der 49ers prügelte Saints Quarterback Drew Brees über den Platz und sackte ihn fünfmal für 36 Yards Raumverlust.
Die 49ers verloren im dritten Viertel im selben Spielzug zwei Angreifer. Wide Receiver Kyle Williams und Running Back Kendall Hunter mussten das Spiel verletzt verlassen.
San Fran hat jetzt 8-2 Siege. Der nächste Verfolger, die Seahawks, verloren unerwartet mit 21:24 gegen Miami und haben mit 6-5 Siegen den Anschluß etwas verloren.
Die Saints hatten sich nach einem 0-4 Start in die Saison ja noch Hoffnungen auf die Playoffs gemacht. Die aber sind jetzt wieder verschwindend gering. Mit 5-6 sind sie zwar rein rechnerisch noch im Rennen, aber...

Die Freiwoche hat den Giants ja sowas von gut getan.
Eli Manning und die Seinen beherrschten Aaron Rodgers und seine Truppe auf beiden Seiten des Balles.
38:10 gewann die bessere der beiden New Yorker Mannschaften gegen Green Bay und konnte ihre Talfahrt stoppen.
Green Bay muss man aber dennoch bewundern, alleine schon dafür, daß sie es trotz all ihrer Verletzungen immer wieder schaffen, eine halbwegs spielbereite Mannschaft zusammenzustellen.
Vor Verletzungspech blieben aber auch die Giants wieder nicht verschont. Running Back Andre Brown brach sich das Schienbein, und für ihn ist die Saison beendet.
New York hat mit 7-4 Siegen wieder zwei Spiele Vorsprung vor den Verfolgern aus Dallas und Washington.
Green Bay liegt mit auch 7-4 Siegen ein Spiel hinter Chicago, die mit Jay Cutler als Quarterback einen 28:10 Sieg gegen Minnesota holten.
Den wichtigsten Fang des Tages machte Giants Tight End Martellus Bennett nach dem Spiel. Als er seine Handschuhe in die Zuschauerränge über dem Spielertunnel warf, lehnte sich ein Besucher zu weit vor und fiel runter. Bennett konnte den Mann fangen und beiden ist nichts passiert.
Etwas enttäuscht war der Tight End darüber, daß der Fan sich nicht bei ihm bedankt hat. Aber vielleicht kam der gar nicht dazu, denn die Ordnungskräfte führten ihn sehr schnell ab.

Gut, daß den beiden nichts passiert ist, denn der Spieltag hatte genug Verletzte.
So auch Vikings Safety Harrison Smith und Tight End Kyle Rudolph. Beide zogen sich Gehirnerschütterungen zu.

Auch eine Gehirnerschütterung war es, die Chargers Safety Eric Weddle erwischt. Er war nicht der einzige Charger, der verletzt ausschied. Auch Darrell Stuckey, Antwan Barnes, Atari Bigby und Donald Butler, alles Verteidiger, mussten das Spiel verletzt verlassen.

Nicht wegen Verletzungen sondern wegen Sperren können zwei Spieler der Seahawks eine Zeitlang nur zusehen. Die Cornerbacks Richard Sherman und Brandon Browner wurden beide der Einnahme verbotener Substanzen überführt und für vier Spiele gesperrt.

Sonntag, 25. November 2012

Kurzberichte
roethlisberger200Es besteht die Chance, daß die Regel, durch die die Lions einen Touchdown kassierten, der keiner war, bereits zu den Playoffs geändert wird.
Das Regelkomitee wird sich am 12. Dezember zusammensetzen, und über eine Änderung der Regel beraten.
Wenn sie eine Änderung beschließen, müssen 24 Teambesitzer zustimmen, damit sie in Kraft tritt. Doch das dürfte kein Problem sein, denn üblicherweise folgen die Teambesitzer den Empfehlungen des Komitees.

Big Ben (Bild) ist verletzt, aber glücklich.
Am Samstag präsentierte er auf seiner Internetseite Little Ben.
Ben Roethlisbergers Frau Ashley brachte am Mittwoch Benjamin Todd Roethlisberger Jr. zur Welt. Es ist das erste Kind der beiden.

Samstag, 24. November 2012

Anstehende Regeländerungen
rote-flaggeFür die nächste Saison stehen wieder Regeländerungen an. So will die NFL Blocks unterhalb der Hüfte ganz verbieten.
Ob vor der Saison 2014 dann auch Blocks oberhalb der Hüfte verboten werden, steht noch nicht fest.
Immerhin gehört das Blocken eines Gegenspielers zu den Momenten mit der größten Verletzungsgefahr. Da ist es nur logisch, daß man es ganz aus dem Spiel verbannt.
OK, Scherz beiseite. Knie sind nicht für Sport gemacht, und sie zu schützen ist gar nicht so falsch. Allerdings sind wir damit wieder einen Schritt weiter zur Flag-Football-Liga.
Geändert werden soll auch die Regel, durch die die Lions einen Touchdown kassierten, der keiner war.
Ab der nächsten Saison soll es zwar weiterhin eine 15 Yards Strafe wegen Spielverzögerung geben, wenn ein Head Coach die rote Flagge bei einem Spielzug wirft, der sowieso per Video untersucht wird, aber diese soll nicht mehr verhindern, daß der Spielzug vom Videoschiedsrichter angesehen und korrigiert werden kann.
Im konkreten Fall hätte das also bedeutet, daß der Touchdown zurückgenommen worden wäre. Dann hätte Schwartz die Strafe kassiert, die zu einem neuen ersten Versuch der Texans geführt hätte. Oder die Entscheidung auf dem Feld wäre bestätigt worden, dann wären die Strafe beim Kickoff durchgeführt worden. Zusätzlich könnte man der betroffenen Mannschaft eine weitere Möglichkeit, eine Schiedsrichterentscheidung überprüfen zu lassen, wegnehmen und eine Auszeit streichen.
Was auch immer die Verantwortlichen entschließen, wichtig ist, daß die strittige Schiedsrichterentscheidung auf jeden Fall vom Videoschiedsrichter überprüft werden darf.

Kurzberichte
Bears Head Coach Lovie Smith ist optimistisch, daß Jay Cutler am Sonntag gegen die Vikings wird spielen können.
Die Gehirnerschütterung seines Quarterbacks sei abgeklungen, und nur noch ein weiterer Test kurz vor dem Spiel stünde seinem Einsatz im Weg.
Cutler trainierte am Freitag mit der Mannschaft und er hätte dabei gut ausgesehen, meinte sein Head Coach.

Die Texans müssen etwa drei bis vier Wochen auf Brooks Reed verzichten.
Der Linebacker zog sich gegen Detroit eine Leistenverletzung zu.

Bei den Steelers nahm Troy Polamalu am Freitag am Training teil.
Ab wann Pittsburgh im Rennen um die Playoffs wieder mit einem Einsatz seines Safetys rechnen kann, steht noch nicht fest. Optimisten haben aber bereits das Spiel gegen die Browns am Sonntag ins Auge gefasst. Als Trainingsspiel zur Vorbereitung für das Rückspiel gegen die Ravens eine Woche später wäre das der richtige Einstieg.
Polamalu litt an einer Wadenverletzung und hat sieben Woche pausiert.

Fireman Ed ist verschwunden.
Der berühmteste Fan der New York Jets wurde seit dem Lachschlager gegen die Patriots nicht mehr gesehen.
Auch sein Twitterkonto ist nicht mehr zu erreichen.
Ed Anzalone, der nicht nur in den USA weltberühmt ist, hatte bereits zur Halbzeit die Nase voll von seinem Team und verließ das Stadion.
Die Jets haben es geschafft, sie haben ihren Überfan vergrault.

Am 16. September spielten die Giants gegen die Buccaneers. In diesem Spiel hatte New Yorks Safety Kenny Phillips Bucs Wide Receiver Vincent Jackson zu Boden gebracht. Der Ansicht der NFL nach war der Angriff illegal. Das sollte Phillips $30.000 kosten.
Der sah das nicht ein und legte Einspruch gegen die Strafe ein.
Am gestrigen Freitag war die Einspruchsverhandlung und Phillips legte Foto- und Videobeweise vor, die zeigten, daß er nichts falsch gemacht hat.
Die NFL gab Phillips Recht und sprach ihn frei.
Die zweite Niederlage für die NFL in dieser Woche, nachdem sie bereits die Strafe gegen Ed Reed von den Ravens reduzieren musste.

Doch die Liga ist natürlich weiterhin bestrebt, sich an ihren Spielern, wie man sieht auch illegal, zu bereichern.
So traf Patriots Cornerback Kyle Arrington mit seinem Helm den Helm von Colts Quarterback Andrew Luck. Das war der Liga $21.000 wert.
Luck entpuppt sich damit als eine der besten Geldmaschinen der NFL. Alleine wegen angeblich illegaler Hits gegen ihn hat die Liga bisher $97.500 eingenommen.
Insgesamt bereicherte die NFL sich in Woche 11 mit über $170.000 an ihren Spielern.

Freitag, 23. November 2012

Die Lions wurden um den Sieg betrogen
schwartz-jim3Was haben Fans und Spieler aufgeatmet, als die Ersatzschiedsrichter endlich von den regulären Spielleitern abgelöst wurden. Doch horrende Fehler machen auch die, wie gestern beim Spiel der Texans in Detroit.
3. Viertel, 6:49 Minuten zu spielen, 2. und 10 für Houston an der eigenen 19. Running Back Justin Forsett nimmt den Ball, läuft acht Yards und wird getackelt. Klar und für jeden ersichtlich ist sein kompletter linker Unterarm von der Hand bis zum Ellenbogen am Boden. Das linke Knie berührt den Boden auch flüchtig. Der Spielzug ist beendet.
Eigentlich!
Nicht aber, wenn völlig inkompetente Schiedsrichter das Spiel leiten.
Von den sieben üblichen Verdächtigen sah keiner, daß Forsett am Boden war. Keiner der Pfeifen blies in seine Pfeife.
Da dachte sich der Running Back, stehe ich doch wieder auf und laufe weiter. Und das über 81 Yards bis in Detroits Endzone. Der längste Touchdownlauf in der Geschichte der Texans, der aber gar nicht hätte gelten dürfen.
Kein Problem. Spielzüge, die zu Punkten führen, werden automatisch vom Videoschiedsrichter überwacht.
Doch Lions Head Coach Jim Schwartz (Bild) war zu aufgeregt und wollte, daß der Spielzug auf jeden Fall per Video überprüft wird und warf die rote Flagge.
Großer Fehler, wie er danach lernen musste.
Da der Spielzug sowieso vom Videoschiedsrichter überprüft worden wäre, hätte Schwartz die Flagge nicht zu werfen brauchen. Daß er sie gar nicht hätte werfen dürfen, erfuhr vom Hauptschiedsrichter. Das überflüssige Werfen der roten Flagge wird laut Regelbuch Seite 5.999 Absatz 11.111, Zusatz 22.222, oder so, als unsportliches Verhalten, genauer, als Spielverzögerung, gewertet und mit einer 15 Yards Strafe geahndet.
Durch die Strafe war es dem Videoschiedsrichter nicht mehr erlaubt, den Spielzug zu korrigieren, da ein Team, das bestraft wurde, keinen Vorteil erzielen darf.
Hätte Schwartz nicht im ersten Reflex gehandelt und die Flagge nicht geworfen, wäre der Spielzug durch den Videobeweis ganz sicher nicht als Touchdown gewertet worden.
Houston kam dadurch auf 21:24 heran, und die Lions verloren den Faden.
Am Ende der regulären Spielzeit stand es 31:31.
In der Verlängerung wogte das Geschehen hin und her und beide Kicker vergaben Field Goal Versuche.
2:21 Minuten vor Ende der Verlängerung traf dann Houstons Kicker Shayne Graham aus 32 Yards und führte die Texans zum zweiten Sieg nach Verlängerung innerhalb von vier Tagen.
Unangenehm aufgefallen, außer den unfähigen Schiedsrichtern, ist auch wieder Detroits Defensive Lineman Ndamukong Suh. Er trat Texans Quarterback Matt Schaub absichtlich in den Unterleib, auch wenn CBS Analyst Phil Simms bis zum Schluß dabei blieb, daß es eher, vielleicht, unter Umständen, doch nicht absichtlich war.
Nun, die Liga wird sich die Szene ganz bestimmt wieder und wieder ansehen, bis sie zu einem fairen, und für Suh hoffentlich teuren, Urteil kommt.
Schaub blieb bei dem Tritt unverletzt. Seine Teamkollegen Linebacker Brooks Reed, Linebacker Bradie James und Offensive Tackle Derek Newton mussten das Spiel, das teilweise eine harte Schlacht war, verletzt verlassen.

In Dallas regierten die Redskins.
Bereits zur Halbzeit führte Washington völlig verdient mit 28:3.
Robert Griffin III spielte sich zum ersten Anwärter auf den Titel Rookie des Jahres.
Dann machten sie den Fehler, das Spiel in der zweiten Halbzeit nicht mehr ernst zu nehmen. Dadurch kamen die Cowboys, völlig unverdienterweise, noch mal zurück ins Spiel.
Das Endergebnis von 38:31 spiegelt in keinster Weise den wahren Spielverlauf wieder. Hätte Washington weiter so konzentriert und überlegen gespielt, wie in der ersten Halbzeit, hätten die Rothäute die Cowboys bis auf die Schädeldecke skalpiert.
Durch den Sieg haben sie jetzt 5-6 Siege, genau wie Dallas. Sollten die Giants im Sunday Night Spiel gegen die Packers verlieren, haben sie eine Bilanz von 6-5 und halten Dallas und Washington damit noch im Playoffrennen.
Washington hat nun hintereinander gegen die Divisionsrivalen Philadelphia und Dallas gespielt und dabei 69 Punkte erzielt. Im Monday Night Spiel am 3. Dezember müssen die Giants nach Washington. Die sollten gewarnt sein.
Dallas verlor nicht nur das Spiel, sondern auch Wide Receiver Miles Austin und Cornerback Orlando Scandrick mit Verletzungen.

New York Jets, die neue Comedytruppe in der NFL
Wer das Spiel der Patriots gegen die Jets noch nicht gesehen hat, sollte es sich vielleicht noch ansehen. Die Jets sind dermaßen schlecht, daß man über sie herzlich lachen kann.
Sie spielen einen Football, wie aus einer dieser Footballkomödien, ala „Sie nannten ihn Mücke“.
Jeder ihrer Spielzüge, ob Offense oder Defense, ist ein Abenteuer.
In der ersten Halbzeit kassierten sie innerhalb von 52 Sekunden drei Touchdowns, die einem die Lachtränen aus den Augen schießen ließen.
Wieso das Spiel nur 49:19 für New England ausging?
Weil die Patriots nach der Pause zwei Gänge zurückschalteten und es locker angehen ließen. Doppelt so viele Punkte für die Patriots wären sonst möglich gewesen.
Im Stadion wurden die Tebow-Rufe laut, aber der hätte gar nicht spielen können, obwohl er in voller Montur am Spielfeldrand stand. Gegen Seattle hat er sich zwei Rippen gebrochen und ist nicht in der Lage zu spielen.

Kurzberichte
Jim Harbaugh weiß nichts davon, daß Colin Kaepernick am Sonntag starten soll.
Zwar würde der einige Zeit mit der ersten Mannschaft trainieren, aber das würde nicht bedeuten, daß er startet.
Das Gerücht wäre eine Erfindung von ESPN Reporter Trent Dilfer, der da etwas mißinterpretiert hätte.

ESPN hat in dieser Saison einige saure Gurken in seiner Monday Night Serie. Am nächsten Montag müssen die ärmsten das Spiel der Panthers in Philadelphia übertragen. Carolina hat bisher zwei Spiele gewonnen, Philadelphia drei.
Viele Zuschauer dürfte das nicht vor die Fernsehgeräte locken.
Die Eagles wissen noch nicht, wen sie in diesem Knaller als Quarterback starten lassen wollen, Nick Foles oder Michael Vick.
Beide sind ausgezeichnet darin, den Ball zum Gegner zu werfen oder ihn gleich selbst zu verlieren.

Auch die Cardinals haben so ihre Probleme auf der Quarterback- Position.
Sie wollen ihrem Rookie Ryan Lindley gegen die Rams den Vorzug gegenüber John Skelton und Kevin Kolb geben.
Skelton war über diese Entscheidung sehr enttäuscht.

Donnerstag, 22. November 2012

Kurzberichte
reed-ed4„Die Liga verkommt zu einem Flag-Football-Ding,“ sagte Ed Reed (Bild) in einem Interview am Mittwoch.
„Die Regeln haben sich sehr geändert, seit ich in die Liga gekommen bin,“ fuhr er fort. „Ich bin nicht so ein Typ. In meiner Karriere war ich nie so ein Typ und plane auch nicht, einer zu werden. Es ist eine Schande, daß es soweit kam. Ich war oft auf der anderen Seite und habe illegale Hits einstecken müssen. Ich habe sehr viel Respekt für die Steelers und die anderen 30 Teams der Liga. Ich habe das Spiel nie dreckig gespielt.“
Der Safety der Ravens ist immer noch wütend, daß man ihn für einen völlig legalen Angriff auf Steelers Wide Receiver Emmanuel Sanders für ein Spiel suspendieren wollte.
Die Liga hat die Strafe mittlerweile zwar auf $50.000 ohne Suspendierung reduziert, das aber konnte Reed nicht besänftigen.
„Wenn man solche Attacken stoppen will, stoppt das Spiel. Wir können gerne Flag-Football miteinander spielen. Ich leite ein Flag-Football-Turnier. Da können wir uns alle treffen.
In der echten Liga gehe ich zum Ball. Es ist ein Kontaktsport. Ich tue, was ich tun muss.“
Oder, wie Habanero uns im Forum immer an einen Spruch von Vince Lombardi erinnert: „Football ist kein Kontaktsport. Tanzen ist ein Kontaktsport. Football ist ein Kollisionssport.“

Jim Harbaugh hat eine Entscheidung getroffen. Der Head Coach der 49ers wird Quarterback Colin Kaepernick gegen die Saints als Starter aufstellen.
Die Fans in San Francisco zeigen sich entsetzt über diese Entscheidung. Die Fans, die vor noch gar nicht allzu langer Zeit nach David Carr riefen und Alex Smith in die Wüste schicken wollten.
Doch Harbaugh machte aus dem unsäglichen Smith einen der besten Quarterbacks der Liga.
Aber, wie so oft, das Bessere ist des Guten Feind und Harbaugh glaubt halt, daß Kaepernick noch besser ist, als Smith.
Gegen die Saints wird kein echter Test auf Kaepernick warten. New Orleans hat die mit Abstand schlechteste Verteidigung der Liga.
Sollte er gegen die allerdings versagen, dann kann man daraus auch eine Lehre ziehen.

Veränderungen in der Offensive Line der Bears waren nötig, sind nötig und werden nötig bleiben.
Das sah auch Head Coach Lovie Smith so, und setzte Guard Chilo Rachal auf die Ersatzbank. Daraus zog der seine Konsequenz und kündigte.
Hals über Kopf verließ er Chicago.
Rachal spielte bei den 49ers, bevor er zu den Bears wechselte. Gegen sein altes Team zeigte er eine grauenvolle Leistung. Smith sagte ihm, daß Chris Spencer an seiner Stelle spielen würde. Rachal reagierte darauf mit seiner sofortigen Kündigung.
Der Guard gilt als sehr emotionaler Spieler, der viel Zuspruch braucht. So eine Auswechslung ist da eher Kontraproduktiv.

Die Jaguars setzten Blaine Gabbert mit einer Arm- und Schulterverletzung auf die Verletztenliste.
2011 rekrutierten sie den Quarterback an zehnter Stelle der Draft. Sie hofften darauf, daß er ihr „Franchise“ Quarterback, also ihr Quarterback für die Zukunft werden könnte.
Nach 24 Starts und daraus erzielten mageren fünf Siegen dürfte klar sein, daß Gabbert nicht die Lösung für die Jaguars ist, sondern eher ein weiteres Problem.
Ob Jacksonville ihn wieder ins Team nimmt, wenn er von seinen Verletzungen genesen ist, kann man fast ausschließen.

Die besten Spieler der Woche 11

AFC
OFFENSE: QB MATT SCHAUB, HOUSTON TEXANS
43 von 55 Pässe für 527 Yards, 5 Touchdowns
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB VON MILLER, DENVER BRONCOS
6 Tackles, 3 Sacks, 2 erzwungene Fumbles
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-CB LEODIS MC KELVIN, BUFFALO BILLS
Er trug einen Kickoff über 79 Yards zum Touchdown zurück
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB ROBERT GRIFFIN III, WASHINGTON REDSKINS
14 von 15 Pässe für 200 Yards, 4 Touchdowns, 84 Laufyards
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche. Zum ersten Mal, seit dieser Titel vergeben wird, wurde ein Rookie- Quarterback zweimal in einer Saison zum wertvollsten Spieler gekürt.

DEFENSE: LB ALDON SMITH, SAN FRANCISCO 49ERS
7 Tackles, 2 erzwungener Fumbles, 5,5 Sacks
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: DAN BAILEY, DALLAS COWBOYS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

 

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