rahmen55-105

Franchise Tag,

Rookie,

Linebacker,

NFLPA,

Divisional Playoffs,

was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Zwei Nr. 1 Quarterbacks marschieren im Gleichschritt in die falsche Richtung.
stafford-newtonCam Newton und Matthew Stafford wurden beide an erster Stelle in der Draft einberufen und sollten ihren Clubs einen Aufschwung bescheren.
Beide haben so ihre Probleme damit.
Stafford schon seit einigen Jahren, schon alleine deshalb, weil er oft verletzt war und gar nicht erst spielte.
Newton marschiert in dieser Saison durch das tiefe Tal des Zweitjahresabschwungs, nachdem er als Rookie letztes Jahr die positiven Rekorde nur so purzeln ließ.
Beide haben in der laufenden Saison bisher fünf Touchdownpässe geworfen und sechs Interceptions.
Doch während Stafford seine miesen Leistungen fast ohne öffentliche Aufmerksamkeit abliefert, prasselt die Kritik auf Newton nur so herab.
Da fragt sich Footballamerika, woran das liegt?
Liegt es daran, daß Stafford bei den Lions spielt, und man in Detroit einfach ans Verlieren gewöhnt ist?
Kaum!
Das trifft auch auf Carolina zu.
Liegt es daran, daß Newtons Leistungen als Rookie einfach phantastisch waren und der Leistungsabfall zu krass ist?
Wohl eher!
Eine solche Leistung wie Newton hat Stafford nie abgeliefert.
Oder doch eher die Rassismuskarte, die von einigen wieder gespielt wird?
Das wird für den Bibelgürtel der USA natürlich zutreffen, in der all die frommen, gottesfürchtigen Christen wohnen, die nach den Gesetzen der 10 Gebote leben, Vertreter andersfarbiger menschlicher Rassen aber gerne mal mit lustigen Spitztütenhüten mit Sehschlitzen auf dem Kopf zu Tode hetzen.
Doch der Großteil der Footballfans aus den aufgeklärteren Gegenden der USA wird das nicht so sehen.
Es wird wohl daran liegen, daß Newton mit seinen überragenden Leistungen als Rookie die Erwartungen in Carolina so hoch geschraubt hat, wie Stafford es in Detroit nie tat. Da ändert auch das unerwartete Erreichen der Playoffs in der letzten Saison nichts dran.
Newton selber hat die Rassismuskarte auch nicht gespielt und will sie nicht spielen. Er weiß mittlerweile, daß er nicht gut spielt, und daß er auch als Weißer in der Kritik stehen würde.
Sein Vater hat ihm schon einige Tips gegeben. So soll er bei Pressekonferenzen nicht mehr mit der Arroganz des Superstars auftreten. Des Weiteren riet sein Vater ihm die Superman-Geste zu lassen. Nach einem Touchdownpass oder –Lauf tat Newton so, als ob er sich das Trikot über der Brust aufreißen würde, so wie Superman es macht, bevor er losfliegt.
Momentan sieht das eher lächerlich aus, und eine Karikatur zeigt Newton auch schon mit einem süßen Kätzchen auf dem Shirt unter dem aufgerissenen Trikot.
Ob beide Quarterbacks sich aus ihrem Tief befreien können?
Gut Möglich!
Beide sind jung und haben noch eine Menge Saisons vor sich.
Und bei Newton hat man den Abschwung im verflixten zweiten Jahr vor der Saison ja erwartet. Wenn die Panthers es schaffen, ihn mit einem guten Laufspiel wieder zu entlasten, werden seine Leistungen im dritten Jahr ganz bestimmt wieder besser.
Bei Stafford ist das nicht so sicher. Mit Calvin Johnson hat er immerhin einen der besten Receiver der Liga im Team. Doch die beiden spielen in dieser Saison aneinander vorbei. Wenn sie sich wieder besser abstimmen, geht es auch mit Stafford wieder nach oben.

Kurzberichte
Broncos Linebacker D.J. Williams bekommt 30 Tage Hausarrest. Diese Strafe wegen Fahrens unter Alkoholeinfluß muss er aber erst nach der Saison antreten.
Der Richter in Denver war bei seiner Urteilsverkündung so vorsichtig, und hat einen eventuellen Super Bowl Auftritt seiner Broncos berücksichtigt. Deshalb legte er den Beginn der Strafe auf den 7. Februar 2013. Der Super Bowl wird am 6. Februar ausgetragen.
Zusätzlich bekam Williams zwei Jahre auf Bewährung, muss seinen Alltag überwachen lassen, ein Alkoholentzugsprogramm durchlaufen und 56 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Sein Anwalt hat noch im Gerichtssaal Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Die Cleveland Browns werden Scott Fujita auf die Verletztenliste setzen.
Der Linebacker zog sich gegen die Giants eine Nackenverletzung zu, die sogar das Aus seiner Karriere bedeuten könnte.

Die besten Spieler der Woche 7

AFC
OFFENSE: RB CHRIS JOHNSON, TENNESSEE TITANS
18 Läufe für 195 Yards, 2 Touchdowns
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE LAMARR HOUSTON, OAKLAND RAIDERS
8 Tackles, 1 Sack, 1 erzwungener Fumble
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-DB DEVIN MC COURTY, NEW ENGLAND PATRIOTS
6 Kickoffreturns für insgesamt 199 Yards, darunter einer über 104 Yards zum Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: ADRIAN PETERSON, MINNESOTA VIKINGS
23 Läufe für 153 Yards, 1 Touchdown
Seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB CHARLES TILLMAN, CHICAGO BEARS
7 Tackles, 2 erzwungene Fumbles
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P ANDY LEE, SAN FRANCISCO 49ERS
5 Punts für durchschnittlich 45,6 Yards
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Kurzberichte
suh-ndamukong200Die NFL hat bereits angekündigt, daß sie Ndamukong Suh (Bild) für seine harte Attacke gegen Bears Quarterback Jay Cutler nicht bestrafen wird.
Ja... hallo... wo sind wir denn hier?
Jetzt wird schon verkündet, daß man einen Spieler wegen einer Allerweltsattacke nicht bestrafen wird?
Das ist wirklich nicht mehr meine NFL.
Da kann man wirklich bald Baseballbullshit gucken, wenn der Quatsch weitergeht.
Klar, der Defensive Tackle hatte Cutler hart zu Boden gebracht, aber was sollte daran illegal oder überhart gewesen sein?
Cutler hatte den Ball, Suh war hinter ihm her. Er erwischte Cutler und knallte ihn zu Boden.
Das war früher ganz normales Tagwerk für einen Verteidiger. Heute bekommt man von der Liga nach dem Spiel gesagt, daß man dafür, dieses Mal, nicht bestraft wird.
Schwachsinn!
Auch wenn Cutler sich an den Rippen verletzt hat, an der Attacke war nichts falsch. Deshalb hätte die Liga sich die dumme Aussage auch ruhig sparen können.

Die Cowboys rätseln, wer ihnen gegen die Giants als Running Back zur Verfügung stehen wird.
DeMarco Murray verknackste sich gegen Baltimore den Knöchel und sein Einsatz ist fraglich.
Felix Jones prellte sich gegen Carolina das linke Knie und ob er von den wandelnden Verletzten zurückkehren kann, ist auch nicht sicher.
Bliebe Phillip Tanner. Er ist in seinem zweiten Jahr bei den Cowboys und könnte am Sonntag starten. Tanner spielte in der zweiten Halbzeit gegen die Panthers und erzielte 30 Yards in 13 Läufen.

Jetzt auch noch Liebeskummer.
Jets Quarterback Mark Sanchez und Eva Longoria, eine Darstellerin aus der Serie „Desperate Housewives“, haben sich getrennt.
Die beiden waren zwei Monate zusammen, doch Probleme bei der Abstimmung ihrer Zeitpläne führten jetzt zur Trennung.
Die 37-jährige Longoria und der 25-jährige Quarterback wollen aber gute Freunde bleiben.

Die Mutter von Jerry Jones ist im Alter von 90 Jahren verstorben.
Erst letzte Woche feierte die Mutter des Besitzers der Cowboys ihren Geburtstag im Kreis der Familie.
Der Club betonte, daß Armita Jones eine hervorragende Botschafterin des Teams war.

Daß Sean Lee einige Spielen aussetzen muss, steht fest. Für den Linebacker der Cowboys könnte aber auch die Saison beendet sein.
Lee hat eine dieser hartnäckigen, schmerzhaften Zehenverletzungen. Weitere Untersuchungen sollen nun Klarheit bringen.
Bereits letztes Jahr wurde für Lee das Saisonende prognostiziert, als er eine Verletzung am Handgelenk hatte.
Er verpasste dann ein Spiel.

Könnte ein neues Stadion neues Leben in die Bills hauchen?
Nicholas Stracick will in Buffalo einen riesigen Sportkomplex am Fluß bauen, mit einem 70.000 Zuschauer fassenden Stadion mit verschließbarem Dach.
Damit soll sichergestellt werden, daß das einzige Team, das in New York spielt, auch weiter in New York bleibt.
Stracicks Firma hat bereits über eine Million Dollar ausgegeben, um den Komplex von einer Architekturfirma planen zu lassen.
Die Bills selber sind einem Umzug nach Toronto nicht abgeneigt, sie tragen ja bereits einige Spiele dort aus.
Ob dieser geplante Neubau sie dazu bewegen könnte in Buffalo zu bleiben, ist nicht sicher.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Joe Vitt übernahm die Leitung der Saints
vitt-joeWird der erneute Wechsel des Cheftrainers in New Orleans endlich Stabilität bringen oder nur wieder alles durcheinanderwirbeln?
Am Montag leitete Interimstrainer Joe Vitt (Bild) sein erstes Training der Saints seit der Vorbereitungszeit. Unter seinem Interimstrainer Aaron Kromer verloren die Saints ihre ersten vier Spiele und haben schon kaum noch Chancen auf die Playoffs.
Zwar haben sie die letzten beiden Spiele gewonnen, aber sie präsentierten sich immer noch nicht als gefestigtes Team, das die Gegner dominiert, so wie letztes Jahr.
Besonders die Verteidigung unter Defensive Coordinator Steve Spagnuolo hat keinen Plan davon, was sie auf dem Platz soll? Er hat bisher völlig versagt, und mit 465,5 erlaubten Yards pro Spiel liegen die Saints abgeschlagen am Ende der 32 NFL Teams.
In der letzten Woche erzielten die Buccaneers 513 Yards gegen die Verteidigung der Saints und am Ende war es ein Wunder, daß New Orleans noch als Sieger vom Platz ging.
Was Vitt da machen kann, weiß ich nicht, aber daß er was machen muss, ist klar.
Auf eins, oder einen, kann er sich dabei verlassen: Die Hilfe von Jonathan Vilma. Der Linebacker konnte am Sonntag zum ersten Mal nach einer langen Knieverletzung eingesetzt werden, und er war sofort wieder die Inspiration, die das Team dringend braucht. Auch wenn ihm eine saisonlange Suspendierung wegen seiner angeblichen Teilnahme am Kopfgeldprogramm der Saints droht, ließ er sich nicht beirren oder einschüchtern.
Vor dem Spiel feuerte er seine Mitspieler an, zu hitten, und weiterzuhitten. Natürlich kann das zu seinen Ungunsten ausgelegt werden, wenn die Rechtsverdreher der Liga es so hinbiegen, daß er damit seine Kollegen zu unfairem, überharten Spiel angestiftet hätte. Doch seine Kollegen fanden die Worte erfrischend. Und dran gehalten haben sie sich ja offensichtlich nicht, wenn man den Verlauf des Spiels gegen Tampa Bay näher betrachtet.
Der Gegner im Sunday Night Spiel wird ein echter Prüfstein werden. Die Saints müssen in Denver antreten.
Noch Fragen?

Die NFL 2012 - Woche 7 - Der Montag
Die Chicago Bears schlugen die Detroit Lions mit 13:7.
Das soll es dann auch an Meldungen über diese Horrorvorstellung gewesen sein.
Wer's nicht geguckt hat, hat`s nicht gesehen und kann sich glücklich schätzen.

Kurzberichte
Pro Bowl?
Nein, eher nicht, danke.
Roger Goodell äußerte sich am Montag noch mal zu dem Spiel der Besten der Besten. Eine Chance hätte der Pro Bowl noch. Wenn sich das Niveau der Vorstellung nicht drastisch steigern würde, dann war es das allerdings endgültig.
Zwar würde man weiter Spieler in den Pro Bowl wählen, weil das eine Ehre wäre, aber austragen würde man das Spiel nicht mehr.
Auch zu den Nachteilen, die Westküstenteams bei einem Spiel an der Ostküste haben, fiel ihm etwas ein.
Solche Partien sollten verstärkt erst in der späten Zeitschiene angepfiffen werden. Bisher sind es nach Westküstenzeit erst 10 Uhr morgens, wenn die Spiele beginnen, also Frühstückszeit. In der späten Zeitschiene beginnen die Partien erst um 13 Uhr Westküstenzeit, also zu der Zeit, zu der die frühen Spiele für die Ostküstenteams beginnen. Das würde für mehr Fairneß sorgen.

In Carolina hat das Ausmisten begonnen.
Nach nur einem Sieg und fünf Niederlagen feuerte Teambesitzer Jerry Richardson seinen General Manager Marty Hurney.
Als nächstes dürfte Head Coach Ron Rivera dran glauben müssen.
Zwar ist es das Team, das keine Leistung zeigt, aber ein komplettes Team lässt sich halt nicht so einfach auswechseln.
So kassieren z.B. die beiden Running Backs DeAngelo Williams und Jonathan Stewart zusammen $44 Millionen. Der Dank für das viele Geld waren letzten Sonntag 4 Laufyards von Williams und 35 von Stewart. Verdammt wenig Leistung für verdammt viel Geld.
Doch mit einem anderen Head Coach, der mehr von seinem Job versteht als Rivera, könnte sich das ändern. Ein anderer Chef würde die beiden vielleicht besser einsetzen und ihre Fähigkeiten zu nutzen wissen. Immerhin waren die beiden in der Saison 2009 als Double Trouble bekannt, als jeder für sich über 1.000 Yards erzielte.
Die Uhr für Rivera dürfte langsam abgelaufen sein, falls er nicht noch das Steuer rumreißt.

Der Lazarettreport
Jetzt gehen in Green Bay langsam die Lichter aus.
Safety Charles Woodson hat sich das Schlüsselbein gebrochen und wird wenigstens sechs Wochen ausfallen.
Mit der langen Liste an Verletzten dürfte selbst Jacksonville am Sonntag ein schwerer Gegner werden.

Die San Diego Chargers setzten Nate Kaeding wegen einer Leistenverletzung auf die Verletztenliste.
Es geht das Gerücht, daß sie den Kicker sofort feuern werden, wenn er wieder einsatzbereit ist.
Nick Novak wird seinen Job bis zum Ende der Saison erledigen.

Die Lions verloren nicht nur das Spiel gegen die Bears sondern auch Nate Burleson. Der Wide Receiver brach sich im dritten Viertel das rechte Bein, und die Saison ist für ihn beendet.

Montag, 22. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 7 - Der Sonntag
lewis-ray3Knapp, aber gewonnen, hieß es für viele Favoriten, die auch gestern wieder oft in Bedrängnis gerieten.
Nicht dazu gehörten die Houston Texans. Nachdem sie seit ihrer Gründung sechsmal gegen die Ravens gespielt und sechsmal verloren haben, richteten sie gestern ein Schlachtfest an.
Auf die Fans der Multibore Ravens kommen in der Ära NRL, also nach Ray Lewis (Bild), harte Zeiten zu. Schon bevor er für den Rest der Saison ausfiel, merkte man der ehemals unüberwindlichen Verteidigung an, daß sie stetig vor sich hin alterte.
Ohne den Spielmacher in der Defense sieht es Zappenduster aus.
Daran konnte auch die wirklich gelungene Rückkehr von Terrell Suggs nichts ändern.
Baltimore kassierte sage und schreibe 43 Punkte von den Texans, und das verdientermaßen.
Houston lief nach der bösen Heimniederlage gegen Green Bay wieder zu der Form auf, die sie in den Super Bowl bringen soll.
Bereits letztes Jahr in den Playoffs stellten sie die Ravens vor große Probleme, und das damals mit dem Ersatz- Quarterback. Matt Schaub, der erstaunlicherweise in Woche sieben immer noch nicht verletzt ist, spielte Baltimores Verteidigung an die Wand.
Und der Quarterback der Ravens, der sich zur Elite der NFL- Quarterbacks zählt, und gerne wie einer bezahlt würde, bewies, daß er eben nicht dahin gehört, wo er sich selber sieht. Joe Flacco hatte nicht den Hauch einer Chance gegen die Verteidigung der Texans, die ihn nach belieben über den Platz scheuchte.
Er vervollständigte nur 21 seiner 43 Pässe für magere 147 Yards, 1 Touchdown bei 2 Interceptions.
Mit 43:13 war Baltimore noch gut bedient und muss sich etwas einfallen lassen, um die vielen Ausfälle zu kompensieren.
Zu den Ausfällen gesellte sich Safety Ed Reed, der sich an den Rippen verletzte. Doch er ist sicher, daß er nach der Freiwoche wieder einsatzbereit sein wird.

Die Patriots brauchten die Verlängerung, um den Divisionsrivalen aus New York zu schlagen, und vom letzten Platz in der Tabelle wegzukommen.
Oder den ersten Platz zu festigen, wie man es auch sehen konnte.
Vor dem Spieltag hatten alle Teams der AFC East 3-3 Siege und waren alle erster und letzter.
Nach dem Spieltag herrscht etwas mehr Klarheit.
New England rang ein überraschend aufmüpfiges Jets Team nieder, das den Sieg genauso verdient gehabt hätte, wie die Pats.
Von der viel gepriesenen und gefürchteten schnellen No-Huddle Offense der Patriots war rein gar nichts zu sehen. Und so war der Spielverlauf sehr ausgeglichen.
In der Verlängerung konnte New England zunächst ein Field Goal erzielen, bevor die Jets an den Ball kamen. Den aber verlor Quarterback Mark Sanchez dann bald, und Rob Ninkovich eroberte ihn für die Patriots.
Damit war der knappe und glückliche 29:26 Sieg gesichert.
New England steht jetzt alleine auf Platz 1 der Division, mit 4-3 Siegen.

Die Verteidigung der Steelers spielte ein antizyklisches Spiel.
Viele Spieler haben den Höhepunkt ihrer Karriere überschritten, und das merkt man daran, daß sie im Verlauf der zweiten Halbzeit merklich nachlassen, um im letzten Viertel zusammenzubrechen.
Nicht so gegen die Bengals.
Hier ließen sie den Gegner in der ersten Halbzeit auftrumpfen und sich von Running Back BenJarvus Green-Ellis überrennen.
Dennoch ging es mit 14:14 in die Pause und in der ersten Angriffsserie gingen die Bengals durch ein Field Goal mit 17:14 in Führung.
Aber die Defense der Steelers brach nicht wie erwartet ein, sondern sie ließ keine weiteren Punkte zu.
Die Steelers konterten in ihrer nächsten Angriffsserie auch mit einem Field Goal und es ging mit 17:17 ins letzte Viertel.
Im letzten Viertel erzielte Ersatz- Running Back Chris Rainey einen Touchdown aus 11 Yards zum 24:17 Endstand.
Die Steelers, die auf die Running Backs Nr. eins und zwei Mendenhall und Redman verzichten mussten, konnten einen glücklichen Sieg aus Cinci mitnehmen.

Die Saints entkamen erneut nur knapp einer Blamage.
In Tampa Bay führten sie in den Schlußsekunden mit 35:28. Josh Freeman hatte die Buccaneers an die 9 Yardslinie der Saints geführt und warf einen unvollständigen Pass in die Endzone.
Die Uhr zeigte noch fünf Sekunden.
Der letzte Spielzug der Partie begann und der Quarterback der Bucs lief aus der Pocket.
Cornerback Corey White schubste Receiver Mike Williams absichtlich aus dem Spielfeld. Williams kam zurück in die Endzone und fing den Pass. Doch Entsetzen bei den Fans und Spielern in Tampa, die Schiedsrichter gaben eine Strafe gegen Williams. Er hatte das Spielfeld verlassen und war der erste, der den Ball berührte, das geht nicht.
Oder doch?
Jain.
Wäre Quarterback Freeman noch in der Pocket gewesen, als er den Ball warf, dann hätte Williams den Ball als erster berühren dürfen, nachdem er absichtlich aus dem Feld geschubst wurde.
Da aber Freeman nicht mehr in der Pocket war, war der Schubser erlaubt, und Williams durfte nicht als erster den Ball berühren.
Hart, aber so steht es indem telefonbuchdicken Regelbuch der NFL. Sinn macht diese Regel keinen, aber das ist bei vielen Regeln der Liga so, die unnötig verkompliziert werden, weil die Phantasie mit den Regelerstellern durchgeht.
New Orleans flog mit einem 35:28 Sieg nach Hause, der mehr als glücklich, aber regelgerecht war. Am Flughafen erwartete Joe Vitt, der Interimstrainer, der sechs Wochen suspendiert war, das Team. Er darf das Team jetzt von Interims-Interimstrainer Kromer übernehmen.
Aber vor diesem Tohuwabohu gab es bereits ein Schmankerl von Bucs Head Coach Greg Schiano, das nicht unerwähnt bleiben soll.
Beim Stand von 28:21 für New Orleans versuchten die Saints ein Field Goal aus 50 Yards.
Beide Teams stellten sich auf, als auf einmal die Spieler der Bucs wie wild die Positionen wechselten und kollektiv schrien.
Das brachte ihnen eine 15 Yards Strafe wegen unsportlichen Verhaltens ein, weil sie versuchten, die Saints zu einem Abseits zu bewegen.
Und Greg Schiano hat schon wieder etwas gelernt, was in der NFL nicht geht.
Dank der Strafe behielt New Orleans den Ball und ging 35:21 in Führung.
Wermutstropfen für die Saints ist die Verletzung von Joseph Morgan. Der Wide Receiver musste die Nacht wegen einer Lungenverletzung in einem Krankenhaus in Tampa Bay verbringen.

Ab ins Lazarett
Die Redskins verloren das Spiel gegen die Giants und Tight End Fred Davis. Er zog sich einen Achillessehnenriss zu, und die Saison ist für ihn beendet.
Doch Ersatz ist bereits gefunden. Der vor einigen Wochen erst gefeuerte Chris Cooley wurde wieder verpflichtet.

Die Cowboys freuten sich gerade über das gute Spiel ihres Centers Phil Costa, da verletzte er sich am Knöchel. Die erste Prognose lautete Knöchel verstaucht, aber so wie er humpelte könnte es auch etwas schlimmeres sein.
Auch Linebacker Sean Lee, einer der besten Verteidiger des Teams, könnte länger ausfallen. Er zog sich eine Zehenverletzung zu, und man weiß ja, wie schmerzhaft und hartnäckig die sein kann.

Die Verletzungsmisere in Green Bay hört nicht auf. Defensive End Mike Neal verletzte sich am Knie und konnte nicht weiterspielen.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Kurzberichte
tebow-tebowing2Hier dürfte es kein Problem sein, aber wenn demnächst in den USA jemand „Tebowt“, kostet das. Jets Ersatz- Quarterback Tim Tebow hat sich sein „Tebowing“ rechtlich schützen lassen.
Den Antrag hatte er bereits im April bei der zuständigen Behörde eingereicht, jetzt wurde er bewilligt.
Also, wenn Jemand Urlaub in den USA macht, dort über etwas sehr ergriffen ist, auf ein Knie runtergeht und den Kopf auf den aufs Bein gestützte Arm stützt, kostet das... wenn Tebow einen dabei erwischt.
Als Grund gibt der Quarterback seine religiösen Gefühle an. Er habe diese Stellung eingenommen, um seinen tiefen Glauben zum Ausdruck zu bringen. Dann aber wäre ein Tebowing-Hype entstanden, der nicht mehr zu kontrollieren war und seine Absichten ins Lächerliche gezogen hat. Deshalb habe hätte er diesen Schritt getan.
Alles Geld, das er in Zukunft damit einnehmen wird, soll an seine wohltätige Tim Tebow Stiftung gehen.

Terrell Suggs soll heute gegen die Texans spielen.
Der Linebacker der Ravens musste sieben Monate wegen einer gerissenen Achillessehne pausieren, und wurde am Samstag für einsatzbereit erklärt.
Bei all den Ausfällen in der Defense der Ravens ist die Rückkehr des besten Verteidigers der Saison 2011 mal eine gute Nachricht.

Die Saints wollen Jonathan Vilma gegen die Buccaneers einsetzen.
Der Linebacker ist von einer langen Knieverletzung genesen, und hat in der vergangenen Woche mit dem Team trainiert.
Kurz bevor er erneut wegen seiner Teilnahme am Kopfgeldprogramm der Saints suspendiert werden soll, will New Orleans ihn spielen lassen.
Jimmy Graham wird nicht spielen. Der Tight End ist am Knöchel verletzt.

Mit einer Strafe von $42.000 kam Dolphins Linebacker Koa Misi glimpflich davon.
Im April 2011 ging er mit ein paar Freunden über die Straße, als vom Balkon eines Appartementhauses jemand beleidigende Worte über ihn herunterrief.
Misi stürmte in das Haus, rannte die Treppen hoch, trat die Wohnungstür auf und schlug den 19-jährigen Scott Fisher, der ihn beleidigt hatte.
Vor Gericht war Misi voll geständig und zeigte sich reumütig.
Der Linebacker muss die Kosten für die Behandlung des Angegriffenen zahlen, 400 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und die besagte Summe von $42.000 Schmerzensgeld an Fisher zahlen.

Samstag, 20. Oktober 2012

Kurzberichte
goodell-rogerRoger Goodells (Bild) Entscheidung kam einem Erdbeben gleich.
Die vier in den Kopfgeldskandal involvierten Spieler baten den Vorsitzenden der NFL, sich aus dem Einspruchsverfahren rauszuhalten, und er wird genau das tun.
Sein Vorgänger Paul Tagliabue wird die Anhörung leiten.
Ob dieser Schritt Goodells dazu taugt, sein zerstörtes Verhältnis zu den Spielern der Liga wieder zu kitten, wird sich zeigen. Auf jeden Fall war es eine gute Entscheidung. Das Benehmen eines diktatorischen Sonnenkönigs passt nicht zur NFL.
Straffe Führung muss sein, aber Goodell ist oft tatsächlich zu weit gegangen.
Peter Ginsberg, der Anwalt von Jonathan Vilma, sieht die Sache eher skeptisch. Er weist darauf hin, daß Tagliabue Anwalt in der Anwaltsfirma ist, die Goodell gegen Jonathan Vilma vertritt. Vilma hatte den Vorsitzenden der NFL wegen übler Nachrede und Verleumdung verklagt.
Könnte sein, daß da jemand genauer hinsehen und den Hauch eines Interessenkonflikts erkennen könnte.
Die Anhörung ist für den 30. Oktober angesetzt. Bis dahin dürfen die Spieler wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen.

Als schlechter Gewinner präsentiert sich Niners Head Coach Jim Harbaugh.
Er schickte Videoaufnahmen bestimmter Spielzüge an die Liga, mit der Bitte sich diese genau anzusehen. Auf den Bändern sind die Seahawks Cornerbacks Richard Sherman und Brandon Browner zu sehen, zwei massige Cornerbacks nach den Standards der Liga.
Die beiden hätten allein auf Grund ihrer Körpermaße die Wide Receiver der Niners daran gehindert, ihre Routen zu laufen. Das wäre zwar innerhalb der 5-Yards-Zone geschehen, wo Verteidiger Passempfänger noch berühren dürfen, aber Harbaugh glaubt nicht, daß die Verteidiger ihre Körpermasse derart einsetzen dürfen, wie Sherman und Browner das machen.
Ob Harbaugh mit seinem weinerlichen Vorstoß Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

Der Chef der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit bei den Chargers hat einen tollen Rat für die Fans, die sich über die Niederlage gegen Denver aufregen. Er rät ihnen, Beruhigungspillen zu schlucken.
So schreibt er es auf der offiziellen Internetseite des Teams.
Dann weist er darauf hin, daß es auch vorher schon Jahre gab, in denen die Chargers schwach gestartet sind, und dann noch einen tollen Endspurt hingelegt haben. Auch heute stände San Diego immerhin mit drei Siegen und drei Niederlagen an der Spitze der AFC West.
Es wäre also nicht angebracht, sich aufzuregen und im Sportradio bitterböse Anrufe zu tätigen.
Die Mannschaft brauche jetzt keine Kritik, sondern die volle Unterstützung der Fans.
Doch mit der vollen Unterstützung der Fans ist es in einem halbleeren Stadion so eine Sache.
Und die Fans haben recht, diesem Team fernzubleiben. Warum sollen sie ihr hart erarbeitetes Geld ausgeben, um den Herren Millionären bei ihrer Arbeit zuzusehen, wenn sie nicht den entsprechenden Gegenwert bekommen?
Sich dann auch noch mit solch einem Spruch beleidigen zu lassen schlägt der Faust die Krone aufs Auge (oder so).

Die Liga hat eine neue Einnahmequelle entdeckt. Sie nimmt nicht nur ihre Spieler aus, sondern jetzt auch die Teams selber.
Natürlich wurden auch in Woche sechs wieder einige Spieler wegen angeblich überharten Spiels bestraft, aber auch die Redskins und die Bills bekamen Zahlungsaufforderungen.
Beide Teams müssen jeweils $20.000 zahlen, weil sie falsche Informationen zum Verletzungsstatus ihrer Spieler herausgegeben haben.
Washington soll die Gehirnerschütterung von Quarterback Robert Griffin III verharmlost haben.
Die Bills sollen wochenlang eine Handverletzung von Defensive End Mario Williams verharmlost haben.
Das kam die Teams jetzt teuer zu stehen.
Trotzdem blieb die Liga insgesamt knapp unter $100.000 an Strafzahlungen für Woche sechs.

Mehr Football im TV... toll!
Weniger Qualität im Spiel... schlecht!
In den USA erklingt ein leichtes Murren über die Qualität der Donnerstagsspiele.
Normalerweise beginnen sich Footballspieler erst am Donnerstag oder Freitag nach einem harten Sonntagsspiel wieder einigermaßen schmerzfrei und gut zu fühlen.
Diesen Erholungsrythmus unterbricht die Liga nun auf der Jagd nach mehr Fernsehübertragungen und daraus resultierendem Mammon.
Gerade die Auswärtsteams, die ja meist schon Mittwochs reisen müssen, sind da schwer benachteiligt.
Und das sieht man. Seattle war das fünfte Auswärtsteam in dieser Saison, das sein Donnerstagsspiel verlor. Und das, obwohl sie in der gleichen Zeitzone wie die 49ers beheimatet sind. Nur die Giants konnten ihr Spiel in Carolina gewinnen. Naja, Carolina halt.
Seit die NFL 2006 mit regelmäßigen Donnerstagsspielen begonnen hat, haben die Heimteams eine 35-20 Bilanz.
Nicht in die Bilanz einbezogen wurden die Saisoneröffnungsspiele. Sie finden ja nicht nach einer kurzen Woche statt.
Die NFL versucht natürlich, die Reisezeiten so kurz wie möglich zu halten, aber kurz ist in Amerika relativ. Da geht es nicht um ein paar Kilometer zwischen Köln und Leverkusen, sondern doch schon um größere Entfernungen.
Vielleicht würde es helfen, die Donnerstagsspiele mit den Freiwochen zu synchronisieren?
An mangelnder Qualität in den bisherigen Donnerstagsspielen hat es jedenfalls bisher wirklich nicht gemangelt.

Viele Spieler aus dem Lazarettreport hätten das Donnerstagsspiel in dieser Woche bestimmt verpasst. Einige von ihnen werden vielleicht sogar bis Sonntag nicht wieder fit sein.
Bestimmt nicht dabeigewesen wäre Ahmad Bradshaw. Der Running Back der Giants musste das Freitagstraining wegen einer Fußverletzung ausfallen lassen.
Ob er gegen Washington mitmischen kann, ist fraglich.

Die Steelers werden ihr Laufspiel wohl kaum ans Laufen bringen. Weder Rashard Mendenhall noch Isaac Redman wird spielen können. Und daß Safety Troy Polamalu auch wieder nicht spielen wird, muss wohl nicht mehr erwähnt werden.

Die Patriots sind ja immer sehr vorsichtig mit ihrem Verletzungsreport. Auch in dieser Woche haben sie eingerissene Zehennägel wieder mit berücksichtigt und wieder die halbe Mannschaft draufgesetzt.
Allerdings stehen hinter den Tight Ends Rob Gronkowski und Aaron Hernandez wirkliche Fragezeichen.

Wie aus dem Nichts bekam Cowboys Wide Receiver Dez Bryant plötzlich Schmerzen in der Leiste.
Sein Einsatz ist fraglich.

Bei den Ravens steht ein Fragezeichen hinter dem Namen von Haloti Ngata. Er konnte wegen eines schmerzenden Knies die ganze Woche nicht trainieren.

Auch die ganze Woche nicht trainieren konnte Saints Tight End Jimmy Graham.
Er hat Probleme mit seinem Knöchel.

Freitag, 19. Oktober 2012

Kurzberichte
smith-alex200Wieder ein Festtag für Liebhaber gepflegter Defense, ein Schlachtfest auf dem Footballplatz.
Es waren ja auch zwei Topverteidigungen der NFL, die in der letzten Nacht aufeinandertrafen, und dem Rest der Footballfans eher gepflegte Langeweile bescherten.
13:6 gewannen die 49ers gegen Seattle, die dieses Mal kein Wunder in der letzten Sekunde parat hatten.
Ein Touchdownpass von Alex Smith (Bild) auf Delanie Walker im dritten Quarter entschied das Spiel mit 13:6 für die Niners.
Seattle verlor Linebacker Malcolm Smith gleich beim Anstoß mit einer Gehirnerschütterung. Wide Receiver Doug Baldwin verletzte sich später am Fuß und konnte nicht weiterspielen.
Im zweiten Viertel zog sich Niners Running Back Frank Gore eine schmerzhafte Rippenprellung zu, spielte aber weiter. Man sah ihm aber an, daß er Probleme beim Luftholen hatte.
Röntgenaufnahmen zeigten aber nach dem Spiel, daß keine Rippe angeknackst ist.

„Für die NFL sind wir nur ein notwendiges Übel,“ sagte der ehemalige Vizepräsident der NFL-Schiedsrichter Mike Pereira.
Neun Jahre saß er auf diesem Posten und erklärte Woche für Woche im Fernsehen, warum strittige Entscheidungen der Schiedsrichter letztlich doch immer korrekt waren.
Doch von Seiten der Fans, der Spieler und der Liga wäre nie mal ein positives Wort gekommen, wenn die Spielleiter mal eine gute Entscheidung getroffen hätten. Gemeckert wurde dagegen laufend und viel.
Wenigstens die Liga hätte nach dem Debakel mit den Ersatzschiedsrichtern eingesehen, was für einen harten Job die Zebras haben.
Die Spieler und Fans wären schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen und meckern in gewohnter Schärfe.

Ben Roethlisberger hat das Training am Donnerstag mit Schmerzen im rechten Fuß vorzeitig abbrechen müssen.
Gegen die Bengals soll der Quarterback aber einsatzbereit sein.
Sein Center Maurkice Pouncey, der sich in Woche sechs gleich im ersten Spielzug am Fuß verletzte, nahm ein leichtes Training auf. Ob er eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Kurzberichte
smith-alexDie schlechte Nachricht zuerst: Obwohl im EPG von ESPN-A HD immer noch das Spiel der Seahawks gegen San Francisco steht, werden diese Deppen doch wieder lieber Keulenschwingerlangeweile übertragen.
Und als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, zeigen sie das Niners Spiel nicht etwas zeitnah als Aufzeichnung, und auch nicht schon um 14:00 Uhr, wie angekündigt, sondern erst um 16:00 Uhr.
Dümmer geht's nimmer!
Leider springt auch nicht Sport1+ als Retter ein, worauf ich insgeheim so ein bißchen gehofft hatte. Doch wenigstens zeigen die am Sonntag drei Spiele, wenn sich ESPN-A mal wieder als Totalausfall erweist und nur das 19:00 Uhr Spiel zeigt.

Ist die Offense der Patriots so schnell, daß sie illegal ist?
Das jedenfalls behauptet Jets Linebacker Calvin Pace. Vielleicht, um schon mal eine Ausrede für eine mögliche Niederlage zu haben?
Die Spieler an der Line wären oftmals noch nicht korrekt aufgereiht, wenn Tom Brady den Ball anspielen lässt. Das wäre sehr clever, meinte Pace, aber nicht ganz legal.
Die Verteidigungen würden die Patriots damit jedenfalls in arge Nöte bringen. Die wären oft nicht annähernd richtig aufgestellt, wenn die Patriots schon den Spielzug begonnen haben.
Aber unschlagbar sind die Patriots auch mit ihrer schnellen Offense nicht, wie ein Blick auf das Spiel gegen Seattle beweist. Und das wird Jets Head Coach Rex Ryan bestimmt ganz genau analysieren.

Bei den Packers konnte Aaron Rodgers am Mittwoch nicht voll mittrainieren. Der Quarterback hat Schmerzen an der Wade, die ihn aber nicht von seinem Einsatz gegen die Rams abhalten sollen.
Wenn er spielt, wovon man ausgehen kann, dann wird er Greg Jennings immer noch nicht als Anspielstation zur Verfügung haben. Der Wide Receiver kann mit seiner Leistenverletzung immer noch nicht trainieren.

Stellt Euch vor, die Saints trainieren, und Jonathan Vilma ist dabei.
So geschehen am gestrigen Mittwoch.
Der Linebacker, der lange verletzt und suspendiert war, betrat unter großem Applaus seiner Mitspieler den Trainingsplatz.
Seine erste Suspendierung hatte Vilma erfolgreich vor Gericht außer Kraft setzen lassen. Somit ist er momentan spielberechtigt. Doch die NFL hat eine erneute Suspendierung bereits angekündigt. Die gilt aber noch nicht, und deshalb darf der Linebacker erst mal mit dem Team trainieren.
Ob er am Sonntag gegen Tampa Bay spielen wird, steht noch nicht fest.

„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben“, sagte Roger Goodell einst und ist empört darüber, daß schon wieder ein Richter versucht, seine absolutistische Alleinherrschaft anzufechten.
Richterin Ginger Berrigan denkt ernsthaft darüber nach, die erneuten Einsprüche gegen die erneuten Suspendierungen der vier in den Kopfgeldskandal verwickelten Spieler vor Gericht zuzulassen.
Das bringt die NFL auf die Palme. Ein solcher Prozeß würde gegen den geltenden Tarifvertrag und somit gegen geltendes Recht verstoßen.
Die Spieler hätten bei den letzten Tarifverhandlungen zugestimmt, daß sie bei Strafen gegen sie auf die persönliche Urteilskraft Roger Goodells vertrauen würden.
Gerichtsprozesse, die die Urteile des Commissioners in Frage stellen, sind im Tarifvertrag nicht vorgesehen. Was Goodell urteilt, ist alternativlos, unanfechtbar und einem Gottesurteil gleich.
Doch weder die Kläger, noch die Richterin lassen sich aus Angst vor dem Zorn Gottes von ihrem Tun abhalten. Auch wenn ihnen die ewige Verdammnis in der Hölle wegen Blasphemie droht.

Die besten Spieler der Woche 6

AFC
OFFENSE: QB PEYTON MANNING, DENVER BRONCOS
24 von 30 Pässe für 309 Yards, 3 Touchdown, 1 Interception
Seine 22. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S JAIRUS BYRD, BUFFALO BILLS
4 Tackles, 2 abgewehrte Pässe, 2 Interceptions
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-WR JACOBY JONES, BALTIMORE RAVENS
3 Kickoffreturns für insgesamt 159 Yards, darunter einer über 108 Yards zum Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
24 von 37 Pässen für 338 Yards, 6 Touchdowns
Seine 7. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S ANTREL ROLLE, NEW YORK GIANTS
6 Tackles, 2 Interceptions
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K JASON HANSON, DETROIT LIONS
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte
Seine 12. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Das MNF Debakel in San Diego
turner-norv„Nein,“ sagte Norv Turner (Bild). „Die Niederlage geht nicht auf Philip Rivers Kappe, sondern auf meine,“ fuhr der Head Coach der Chargers fort. Wobei es erstaunlich ist, daß er immer noch Head Coach in San Diego ist.
Fans und Reporter in San Diego waren sich nicht einig in der Frage, wer die 24 Punkte Führung zur Halbzeit vergeigt hat.
Doch im Zweifel geht das eigentlich immer auf Turners Kappe, der wieder und wieder bewiesen hat, daß er zum Head Coach in der NFL nichts taugt.
Einig sind sich Fans und Reporter, daß das Gerede darum, daß Rivers zu den Elite- Quarterbacks der Liga gehört Quatsch ist.
Immer wieder wird man schmerzlich an die Tatsache erinnert, daß sich Drew Brees und Eli Manning untereinander drei Super Bowl Siege teilen, Rivers noch nicht einmal eine blecherne Himbeere gewonnen hat.
Drew Brees war der Starter bei den Chargers, doch die Clubleitung wollte ihn nicht behalten. In der Draft hatte San Diego die erste Wahl und nahm Eli Manning. Der wollte jedoch nicht zu den Chargers, also tauschte man mit den Giants, die Philip Rivers einberufen hatten.
Manning ging also nach New York und gewann dort zwei Super Bowls.
Brees wurde an die Saints abgegeben und gewann mit ihnen einen Super Bowl.
Rivers wurde Quarterback in San Diego und dort gewann man die Erkenntnis, daß das Alles gar nicht so gut gelaufen ist.
Auch Norv Turner hat eine Erkenntnis gewonnen, nämlich die, daß er dringend einen besseren Job machen müsse.
Lieber Herr Turner, das wissen wir hier alle schon lange.

Kurzberichte
Der Gegner für das Heimspiel der Vikings in London steht fest: Pittsburgh Steelers.
Das Spiel soll den bisherigen Planungen zufolge am 29. September 2013 stattfinden. Das kann sich aber noch ändern.
Dan Rooney, Mitbesitzer der Steelers, freut sich sehr darüber. Er ist momentan Botschafter in Irland und da wäre es eine kurze Reise für ihn, um sein Team noch mal Live im Stadion sehen zu können.
Das zweite Spiel findet am 27. Oktober statt, wenn die 49ers auf die Jaguars treffen.

Beyonce wird die Halbzeitshow im nächsten Super Bowl bestreiten.

Andy Reid will seinen Job retten und deshalb feuerte er Defensive Coordinator Juan Castillo.
Reid hatte vor der Saison klipp und klar gesagt bekommen, daß er seinen Job als Head Coach der Eagles los ist, wenn die Mannschaft wieder nicht in die Playoffs kommt.
Und momentan stehen die Chancen dafür eher nicht gut.
Da wurde es wohl Zeit für ein Bauernopfer, und erwischt hat es nicht Fumblekönig Michael Vick. Der darf weiter vor sich hin dilettieren.
Erwischt hat es den Defensive Coordinator.
Wenn man sich die Abschiedslaudatio anhört, die Reid seinem Bauernopfer hielt, fragt man sich, warum er ihn überhaupt gefeuert hat?
Er habe den größten Respekt vor Castillos Leistungen, als Coach und Person. Er wäre einer der besten Trainer gewesen, mit denen er zusammengearbeitet hätte. 18 Jahre hätte er den Eagles treu und gut gedient.
Er wünsche ihm und seiner Familie das Allerbeste.
Doch die Defense war wirklich nicht sehr produktiv. Bereits in der letzten Saison war die Eagles Verteidigung nur noch Mittelmaß. Irgendwie hat es nicht wirklich gut geklappt, aus Castillo, der 15 Jahre als Assistent in der Offense gearbeitet hatte, einen brauchbaren Defensive Coordinator zu machen.
Das ist aber nicht Castillos Fehler, sondern einzig und allein Reids.

Der Verkauf der Cleveland Browns an Jimmy Haslam III ist perfekt.
Die anderen Clubbesitzer gaben am Dienstag einstimmig ihr OK.
Haslam sagte vor Reportern, daß der amtierende Teampräsident Mike Holmgren nach der Saison kündigen und in den Ruhestand treten wird.
Andere Wechsel stehen an, und es ist den Fans in Cleveland zu wünschen, daß Haslam sich wirklich für den Club interessiert und versucht ein wettbewerbsfähiges Team aus diesen Losern zu machen.
Seit Holmgren dort als Präsident wirkte haben die Browns eine Bilanz von 10-28 Siegen. Seit 1995 haben sie kein Playoffspiel mehr gewonnen.
Zeit, das zu ändern.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 6 - Der Montag
manning-peyton-broncosDas Spiel der Broncos in San Diego hatte zwei unterschiedliche Halbzeiten. Nie war dieser an und für sich hohle Spruch passender, als für das Spiel in dieser Nacht.
San Diego gewann die erste Halbzeit mit 24:0 und Denver spielte so schlecht, daß einem schlecht davon werden konnte. Gerade in den Special Teams versagten die Broncos. Zweimal konnte San Diego deshalb direkt mit Angriffsserien in der Red Zone beginnen und punkten.
Ganz anders Halbzeit zwei. Hier gewann Denver 35:0 und San Diego spielte so schlecht, daß einem schlecht davon werden konnte.
Dieses Spiel hatte zwei unterschiedliche Quarterbacks. Auf der einen Seite Peyton Manning (Bild), der einzige vierfache MVP der NFL, Super Bowl Sieger und zukünftiges Ruhmeshallenmitglied.
Auf der anderen Seite Philip Rivers, der noch nichts erreicht hat. Und diesen Unterschied sah man. Die Statistiken der beiden sprechen für sich, Manning vervollständigte 24 seiner 30 Pässe für 309 Yards, 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Rivers vervollständigte 25 seiner 41 Pässe für 242 Yards, 2 Touchdowns und warf vier Interceptions.
Wie lange die verbliebenen treuen Fans in San Diego noch unter der erfolglosen Kombination von Head Coach Norv Turner und Quarterback Philip Rivers leiden müssen, steht in den Sternen. Aber wenn nach dieser Saison nicht wenigstens Turner gefeuert wird, verstehe ich die Welt nicht mehr.
Beide Teams haben 3-3 Siege und werden die Division unter sich ausmachen, denn die beiden andere Teams in der AFC West sind so schlecht, daß man dafür gar keine Worte findet.
Kansas City z.B. hat in dieser Saison noch nicht eine Sekunde lang geführt. Sie haben zwar ein Spiel gewonnen, das aber in der Verlängerung, und da stoppt die Uhr in der Sekunde, in der der Sieg erzielt wird.

Kurzberichte
Der Grund für die Messerstecherei vor dem Candlestick Park ist aufgeklärt.
Zwar waren es tatsächlich zwei Fangruppen der 49ers, die in Streit gerieten, das aber deshalb, weil einer der Fans ein Shirt der Dallas Cowboys trug. Er war es denn auch, der niedergestochen wurde.
Zwei Tatverdächtige wurden in Untersuchungshaft gesteckt. Dem Opfer geht es den Umständen entsprechend gut. Seine Verletzung soll nicht lebensgefährlich sein.

2013 wird es ein zweites Saisonspiel in London geben.
Als Gastgeber gab die NFL die Minnesota Vikings bekannt. Der Gegner steht noch nicht fest.

Die Saison ist für Ray Lewis beendet. Vielleicht sogar seine Karriere.
Der Linebacker der Ravens hat sich den Trizeps im rechten Arm gerissen und wurde auf die Verletztenliste gesetzt.
Ob der 37-jährige nächstes Jahr zurückkommt, wird man sehen.
Er hatte schon vor der Saison gesagt, daß es vielleicht seine letzte sein könnte. Nächstes Jahr kommt sein Sohn aufs College und Lewis hat vor, sich die Spiele von ihm anzusehen.
Ob er aber so, wegen einer Verletzung, abtreten wird, widerspricht eigentlich dem Ego dieses 13maligen Mörder-
ischen Pro Bowlers.
Wie bereits vermutet, zog sich Cornerback Lardarius Webb gegen Dallas einen Kreuzbandriss zu, und auch für ihn ist die Saison beendet.
Das ist ein harter Schlag für eine ehemals dominierende Ravens-Defense, die längst nicht mehr den Schrecken verbreitet, wie früher.

Der Rest des NFL Lazaretts
Bei den Cowboys fällt DeMarco Murray für wenigstens ein Spiel aus. Der Running Back verknackste sich gegen Baltimore den Knöchel.

Bei den Titans wird Jake Locker weiter geschont.
Der Quarterback laboriert noch immer an seiner Schulterverletzung.

Scott Fujita bangt um die Fortsetzung seiner Karriere.
Der Linebacker der Browns hat eine Nackenverletzung die sein Karriereende bedeuten könnte.
Genauere Untersuchungen sind angesetzt und werden über sein Schicksal entscheiden.

Die Jets haben gegen die Colts ihr Laufspiel ans Laufen gebracht. Die ungewohnte Arbeit war wohl zuviel für zwei Running Backs. Bilal Powell und Joe McKnight haben beide verstauchte Knöchel.

Wie bereits gewohnt wird Safety Troy Polamalu am Sonntag wieder nicht für die Steelers spielen.
In der Offense wird Running Back Maurkice Pouncey wegen einer Knieverletzung fehlen.

Packers Linebacker D.J. Smith zog sich einen Bänderriss im Knie zu, und seine Saison ist beendet.

Montag, 15. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 6 - Der Sonntag
bradshaw-ahmad3Und wieder ein schwarzer Tag für unsere Tippspielteilnehmer. Überraschungen, wo man nur hinschaut.
Überraschend war es nicht, daß die Giants die 49ers besiegt haben. Überraschend war aber die Höhe des Sieges. Ein 26:3 gegen das Team, dem die besten Chancen auf die Teilnahme im Super Bowl eingeräumt werden, das war schon nicht ohne.
14 Heimspiele in Folge schaffte es kein Gegner im Candlestick Park einen Lauftouchdown zu erzielen. Doch Giants Running Back Ahmad Bradshaw (Bild) beendete diese Serie.
Überhaupt waren die 49ers besonders stolz auf ihre Laufverteidigung, die die Giants nicht beeindruckte. Bradshaw erzielte 116 Laufyards.
Die Offense der 49ers hatte entweder einen rabenschwarzen Tag, oder sie wurde bisher völlig überschätzt. Quarterback Alex Smith warf drei Interceptions und wurde viermal gesackt.
New York kam nach San Francisco und stellte klar, wer der Titelverteidiger ist, und wer der Emporkömmling, der es gerne wäre.
Kurz nach Spielbeginn wurde ein Fan vor dem Stadion niedergestochen. Erstaunlich dabei ist, daß es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 49ers Fangruppen kam.
Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest.

Eine Überraschung war auch die Höhe des Sieges der Packers in Houston.
Viele Experten sehen die Texans als Super Bowl Teilnehmer der AFC an, aber bis dahin haben sie noch viel Arbeit vor sich.
Green Bay zeigte sich nach der Niederlage in Indianapolis, als sie zur Halbzeit noch mit 18 Punkten führten, alarmiert. Das spürte man das ganze Spiel über.
Eine weitere Niederlage hätte sie im Rennen um einen Playoffplatz in der NFC zu weit zurückgeworfen. Die Fans und die Medien im Käsestaat hauten hart auf ihre Helden ein. Nur zwei Siege aus fünf Spielen waren nicht der Start, den man sich dort vorgestellt hatte.
Da kamen die Texans als bisher ungeschlagenes Team eigentlich nicht gerade zum rechten Zeitpunkt, aber wer in die zweite Saison will, muß auch schwierige Gegner aus dem Weg räumen.
Und genau das tat Green Bay. Houston wurde mit 42:24 aus dem Weg geräumt und kam sogar noch gut davon.
Packers Wide Receiver Jordy Nelson, der bisher kaum Erwähnung fand, fing drei Touchdownpässe.
Die O-Line beschützte Rodgers, wie noch nicht zuvor in dieser Saison. 21 mal wurde Rodgers in den vorherigen Spielen gesackt, gegen Houston nur einmal.
Die Defense erlaubte Texans Running Back Arian Foster, einem der besten auf der Position, nur 29 Yards.
Jetzt muss Green Bay diese geschlossene Mannschaftsleistung nur noch weiterhin abliefern, dann wird das auch wieder was mit den Playoffs.
Doch leider gab es auch wieder herbe Verluste beim Spielermaterial. Linebacker D.J. Smith und Running Back Brandon Saine verletzten sich beide ernsthaft am Knie.

Da dachte man grade, die Patriots wären wieder in der Spur, da verlieren sie in Seattle.
Seahawks Quarterback Russell Wilson war nach den letzten Spielen nicht mehr ganz unumstritten. Nach seinem Touchdownpass über 46 Yards 127 Sekunden vor Spielende zum Sieg dürften seine Kritiker etwas leiser werden.
Als das letzte Viertel begann, hatte New England eine eigentlich komfortable 13 Punkte-Führung.
Doch das Endergebnis weist Seattle als 24:23 Sieger aus.
Da sollten Patriotsfans langsam anfangen, sich Sorgen zu machen.
Das Spiel am Donnerstag, wenn Seattle in San Francisco antritt, könnte spannender werden, als man es bisher angenommen hatte.

Zu einer Sensation wäre es beinahe in Baltimore gekommen.
Wenn es je eines Beweises bedurft hätte, daß die Verteidigung der Ravens langsam vor sich hin altert, dann lieferten die Cowboys diesen.
Baltimores Verteidigung musste zum zweiten Mal in aufeinanderfolgenden Spielen über 200 Laufyards hinnehmen. Das hat es zuvor in der Geschichte des Teams noch nicht gegeben. Und die 227 Laufyards, die Dallas erzielte, waren auch ein Negativrekord für Baltimore.
Genutzt hat es Dallas nichts. Baltimore ging als 31:29 Sieger vom Platz, weil Wide Receiver Dez Bryant in den Schlußsekunden des Spiels einen perfekt geworfenen Pass von Tony Romo bei einer Zweipunkteconversion nicht fangen konnte. Damit war er der Matchloser.
Doch die größten Verlierer dürften trotzdem die Ravens gewesen sein. In der Angriffsserie der Cowboys, die zu ihrem letzten Touchdown führte, sah Ray Lewis nur zu. Der Linebacker verletzte sich am rechten Trizeps und war nicht in der Lage, einzugreifen.
Am heutigen Montag soll Lewis genau untersucht werden. Dann wird man erfahren, wie lange der 37-jährige ausfallen wird.
Auch Cornerback Lardarius Webb fiel verletzt aus. Ihn erwischte es am Knie. Wie lange er ausfällt, steht auch noch nicht fest, aber Gerüchte sprechen schon von einem Kreuzbandriss..
Nachdem DeMarco Murray über 90 Yards in der ersten Halbzeit gegen die Ravens erzielt hatte, konnte er in Halbzeit zwei nur noch zusehen. Der Running Back der Cowboys hatte einen dicken Knöchel und auch bei ihm steht noch nicht fest, wie lange er ausfallen wird.

Den Buccaneers wird in den nächsten vier Spielen ein wichtiger Verteidiger fehlen.
Defensive Back Aqib Talib wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt und war bereits für das Spiel gegen Kansas City gesperrt.

Der Lazarettreport
Die Spielzeit für Kevin Kolb dürfte bereits wieder abgelaufen sein.
John Skelton meldete sich vor dem Spiel gegen Buffalo wieder als gesund zurück, und Kevin Kolb wurde an den Rippen verletzt. Skelton kam als Ersatzmann für ihn zum Einsatz und könnte jetzt wieder für einige Zeit das Ruder dieses schlingernden Schiffes übernehmen.
Für die Cardinals, die mit vier Siegen in die Saison gestartet waren, reichte es gestern noch nicht einmal zu einem Heimsieg gegen Buffalo.

Broncos Cornerback Tracy Porter wird im Monday Night Spiel gegen die Chargers nicht antreten können. Er ist erkrankt, wie es heißt.

Jets Running Back Bilal Powell hat sich beim Sieg gegen die Colts die Schulter ausgekugelt. Sein Running Back Kollege Joe McKnight verletzte sich am Knöchel.

Samstag, 13. Oktober 2012

Lazarettreport
Griffin III-Robert3
Die Redskins bangen schon wieder um den Einsatz von Pierre Garcon.
Der Wide Receiver leidet an einer hartnäckigen Fußverletzung.
Auch hinter dem Einsatz von Quarterback Robert Griffin III (Bild) steht noch ein Fragezeichen. Zwar trainierte er am Freitag nach seiner Gehirnerschütterung wieder voll mit, aber Head Coach Mike Shanahan will erst kurz vor dem Spiel entscheiden, ob er RG3 spielen lässt.
Eine hohe Wette darauf, daß RG3 spielt, dürfte kein großes Risiko sein.

Ob das Ponder-Wunder seine Pässe zu Jerome Simpson werfen kann, ist fraglich.
Der Wide Receiver der Vikings hat Rücken- und Fußprobleme.

Mal sehen, wer bei den Patriots noch einsatzfähig ist. Ihr Verletzungsreport listet 13 Spieler auf, deren Einsatz gegen Seattle fraglich ist.

Als nicht schwerwiegend bezeichneten die Steelers die Achillessehnenverletzung von Running Back Rashard Mendenhall.
Die Sehne wäre gezerrt, aber bis zum nächsten Spiel sollte er wieder einsatzbereit sein.

Die Giants hoffen darauf, daß Hakeem Nicks gegen die 49ers mitmischen kann.
Der Wide Receiver hat Fuß- und Knieprobleme. Head Coach Coughlin ist optimistisch, daß er spielen kann.

Für Green Bay wird es nicht leichter. Letzte Woche gaben sie eine 21:3 Führung zur Halbzeit auf und verloren noch gegen die Colts.
Am Sonntag steht mit den Texans ein Gegner auf dem Plan, der noch ungeschlagen ist. Da kann man Verletzungssorgen eigentlich nicht brauchen, aber die Packers werden wieder auf Wide Receiver Greg Jennings verzichten müssen, der immer noch an der Leiste verletzt ist.
Die Tight Ends Jermichael Finley und D.J. Williams sind mit Schulter- bzw. Knieproblemen fraglich.

Die Jets setzten Darrelle Revis nun doch auf die Verletztenliste. Für den Cornerback ist die Saison mit seinem Kreuzbandriß damit beendet.
Head Coach Rex Ryan wollte Revis zunächst nicht auf diese Liste setzen, um dem Cornerback im Fall einer vorzeitigen Genesung die Chance zu geben, im Super Bowl zu spielen.
Doch zwei Faktoren sprechen dagegen. Erstens ist es utopisch zu glauben, daß die Jets es mit ihrer Gurkentruppe in den Super Bowl schaffen. Das hat wohl auch Ryan mittlerweile geschnallt. Zweitens wird Revis nächsten Donnerstag operiert. Selbst bei einer Blitzreha wäre an ein Comeback bis zum Februar nicht zu denken.

Der Strafenreport
In Woche fünf durfte die Liga wieder zufrieden mit ihren Spielern sein. Sie konnte ihnen über 120.000 Dollar an Strafzahlungen abknöpfen.
Spitzenreiter mit $21.000 ist Titans Safety Michael Griffin III. Sein Angriff mit dem Helm voran gegen Vikings Wide Receiver Michael Jenkins war der NFL diese Summe wert.

Freitag, 12. Oktober 2012

Woche 6 startet mit einer Überraschung
roethlisberger-bigben„Titel sind wichtiger, als Rekorde“, mit diesem Spruch tat Terry Bradshaw den Rekord von Drew Brees ab, den der letzten Sonntag mit seinem 48. Spiel in Folge mit einem Touchdown aufstellte.
Da wird es den ehemaligen Quarterback der Steelers ja nicht gestört haben, daß Ben Roethlisberger (Bild) in dieser Nacht an ihm vorbeizog. In seinen 168 Spielen stellte Bradshaw mit 27.989 Passyards einen Rekord für die Steelers auf. In der unerwarteten Niederlage gegen die Titans zog Big Ben in seinem erst 119. Spiel an ihm vorbei und wird diesen Rekord für die Steelers noch weiter hochschrauben.
Doch bestimmt hätte er lieber das Spiel gewonnen, als diesen Rekord zu knacken. Doch viele, zu viele, Verletzte machten viele Probleme.
Der Ausfall von Center Maurkice Pouncey direkt im ersten Spielzug war nur der Anfang. Running Back Rashard Mendenhall, der gerade erst von einer Knieverletzung zurückkam, verletzte sich an der Achillessehne. Running Back Isaac Redman verletzte sich am Knöchel. Dazu fielen noch weitere Linespieler aus, was die Sache zusätzlich verschlimmerte.
Davon konnten die Titans profitieren, die unter normalen Umständen kaum eine Chance gehabt hätten.
Ihre Receiver ließen viele Bälle fallen. Besonders der gerade nach einigen Knieoperationen ins Team zurückgekehrte Kenny Britt war oft nicht auf derselben Seite, wie Quarterback Matt Hasselbeck. Was verständlich ist, nach dem langen Trainingsausfall. Immerhin fing er einen wichtigen Touchdown.
Es war noch weniger als eine Minute zu spielen, als Pittsburgh beim Stand von 23:23 ein Field Goal aus 54 Yards versuchte. Doch der Kick von Shaun Suisham verpasste den Querbalken um ein Yard.
Das gab den Titans die Gelegenheit, selbst noch mal in Field Goal Nähe zu kommen. Weit hatten sie es ja nicht mehr dank der guten Startposition. Rob Bironas traf aus 40 Yards zum 26:23, als die Uhr auf 00:00 sprang.
Damit begann die sechste Woche bereits mit einer großen Überraschung.

Kurzberichte
Matt Slauson beendete die Saison von Brian Cushing, und das kostete ihn $10.000.
Der Guard der Jets soll den Linebacker der Texans mit einem illegalen, sogenannten „peel back“ Block angegriffen haben. Dabei hat Slauson Cushing von hinten unterhalb der Hüfte angegriffen.
Doch hier gibt es auch die Meinung, daß der Block legal war. So sehen es die Trainer der Jets und Slauson selber.
Deshalb will der Guard auch gegen die Strafe Einspruch einlegen.
Wie auch immer dieser dann beschieden wird, Cushing zog sich einen Kreuzbandriss bei der Aktion zu, und für ihn ist die Saison beendet.

Die Jets werden vier bis sechs Wochen auf Kenrick Ellis verzichten müssen.
Der Nose Tackle zog sich gegen die Texans eine Bänderdehnung im Knie zu.

Das jüngste Gerücht lautet, daß die Jaguars ihre „Heimspielserie“ in London gegen die 49ers beginnen.
Am 27. Oktober 2013 soll die Zeit der Herrschaft der Jaguars in Europa anfangen.
Da sind die Niners als Gegner genau die richtigen, um wenigstens von deren Seite her das Stadion vollzukriegen.
Denn so blöd, wie Shad Khan, der pakistanische Besitzer der Jaguars meint, sind wir hier in Europa denn doch nicht. Wir wissen schon, daß Jacksonville nicht zu den 31 besten Teams der Liga gehört.

„Benutzt nicht Euren Kopf“, was irgendwie unsinnig klingt, macht beim Football doch Sinn.
Um die Verletzungsgefahr zu verringern, will man die 7- bis 16-jährigen darauf trimmen, einen Gegenspieler nicht mit dem Kopf voran anzugreifen. Statt dessen bringt man ihnen bei, den Gegner mit aufrechtem Oberkörper anzugreifen.
Tom Haley, ein 51-jähriger erfahrener Jugendtrainer reist als „Player Safety Coach“ durch die USA, um sein Programm vorzustellen.
Einige regionale Ligen haben das Programm schon angenommen, das sich in der Zukunft als sehr wichtig und richtig erweisen könnte.
Die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA zeigen großes Interesse und unterstützen die Lehrgänge finanziell.

Die Vikings gaben Everson Griffen auf unbestimmte Zeit frei.
Die Mutter des Defensive Ends verstarb am Mittwoch.
Es bleibt Griffen freigestellt, wann er wieder zum Team zurückkommt.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kurzberichte
jacobs-brandonDie 49ers spielen eine tolle Saison, und großen Anteil daran sollte eigentlich Brandon Jacobs (Bild) haben. Doch der Running Back verletzte sich in der Vorbereitungszeit am Knie und hatte in der Saison noch keinen Einsatz.
Gegen sein altes Team die Giants wäre er gerne dabei und fühlt sich auch fit, aber sein Head Coach lässt ihn nicht.
Schon vor zwei Wochen meldete er sich als voll einsatzbereit zurück, aber Jim Harbaugh reagierte bisher nicht darauf.
Jacobs sagte, daß er darauf brennt, gegen sein altes Team zu spielen, und daß er sehr enttäuscht wäre, wenn er nicht dabeisein dürfte.
Doch Harbaugh zeigt weiterhin kein Interesse daran, den Running Back zu aktivieren.

Die Fans der Chiefs schafften es letzte Woche in die Schlagzeilen. Sie jubelten, als ihr Quarterback Matt Cassel nach einem harten Hit minutenlang am Boden lag. Cassel zog sich eine Gehirnerschütterung zu und wird am Sonntag wohl nicht spielen können.
Teamkollegen Cassels regten sich über die Fans auf. Auch wenn der Quarterback nicht zu den besten in der Liga gehöre, wäre er doch immer noch ein menschliches Wesen, dem man Respekt entgegenbringen sollte.
Der Vorsitzende der Chiefs sprang jetzt den Fans zur Seite und nahm sie in Schutz.
Nur ein kleiner Teil der Zuschauer im Stadion hätten sich danebenbenommen und die Verletzung des Quarterbacks bejubelt, sagte er. Die Fans der Chiefs wären hart arbeitende, leidenschaftliche, loyale, footballbegeisterte Fans und Herz und Seele des Teams. Sie wüssten, daß es inakzeptabel ist, eine Verletzung zu bejubeln. Die paar, die das dennoch getan hätten, würden nicht zu den besten Fans der NFL gehören. Punkt.

Die Steelers haben schon wieder einen Ausfall in der Defense zu beklagen.
Outside Linebacker LaMarr Woodley hat eine Zerrung an der Kniesehne und kann gegen die Titans nicht spielen.
Auch Safety Troy Polamalu kann wieder nicht spielen. Er entwickelt sich zum dauerverletzten Gelegenheitsarbeiter.

Alex Karras verstarb am Mittwoch im Alter von 77 Jahren.
In seiner aktiven Zeit vor 50 Jahren bei den Lions war der Defensive Tackle der Schrecken der gegnerischen Quarterbacks.
In den letzten Jahren kämpfte er gegen Nieren- und Herzerkrankungen, Demenz und Magenkrebs.
Er spielte 13 Jahre in der NFL und war eine Saison suspendiert, weil er auf Spiele wettete. Er verpasste nur ein Spiel wegen Verletzung. Viermal spielte er im Pro Bowl.
Seine Liebe zu Zigarren ging so weit, daß er sie nicht nur in der Umkleide rauchte, sondern sogar im Duschraum. Krafttraining war für ihn kein Thema. Ein paar Sit-ups mit der Zigarre im Mund war alles, was er sich antat.
Nach seiner Footballkarriere wurde er TV- und Filmschauspieler. Von 1974-76 war er Co-Kommentator bei Monday Night Football.
Warum Karras nie in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen wurde, bleibt ein ungelöstes Mysterium.

Die besten Spieler der Woche 5

AFC
OFFENSE: WR REGGIE WAYNE, INDIANAPOLIS COLTS
13 gefangene Pässe für 212 Yards, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DT RANDY STARKS, MIAMI DOLPHINS
3 Tackles, 0,5 Sacks, 2 abgewehrte Pässe, 1 Interception
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K SHAUN SUISHAM, PITTSBURGH STEELERS
3 von 3 Field Goals, 1 Extrapunkt
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
29 von 45 Pässen für 370 Yards, 4 Touchdowns, bei 1 Interception
Seine 16. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB CHARLES TILLMAN, CHICAGO BEARS
4 Tackles, 1 Interceptionreturn- Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P JOHNNY HEKKER, ST. LOUIS RAMS
7 Punts für durchschnittliche 56,9 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Kurzberichte
Griffin III-Robert3Aufatmen in Washington. Robert Griffin III (Bild) darf am heutigen Mittwoch am Training teilnehmen.
Alle Tests, die bei einer Gehirnerschütterung vorgesehen sind, hat er erfolgreich absolviert. Sein Head Coach Mike Shanahan will ein Auge auf ihn haben, denn er weiß, daß betroffene Spieler sich an einem Tag gut fühlen können, an einem anderen aber wieder schlecht. Shanahan hofft auch, daß sein Quarterback seine Lektion gelernt hat. Wenn man schon so nah an der Auslinie ist, dann sollte man als Quarterback auch tunlichst rauslaufen. Als Quarterback sollte man überleben, um den nächsten Spielzug leiten zu können. Da hätte das Team mehr von.
Derweil darf sich Billy Cundiff nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Der Kicker hat in der laufenden Saison zu oft nicht getroffen, und wurde durch Kai Forbath ersetzt, der schon mal bei den Buccaneers gekickt hat.

Und erneut hat echter Sport das Quotenduell gewonnen.
Am Montag waren 10% der Fernseher in den USA auf Football eingestellt, und nur 3,6% auf Baseball. Ein klares Votum gegen die Keulenschwinger. Selbst in New York, wo zeitgleich die Jets und ein Spiel der Baseball Yankees übertragen wurden, gewann der Football. 13,8% der Fernsehzuschauer entschieden sich für die Jets, 11% für die Yankees.
Wenn doch nur die Verantwortlichen bei ESPN America daraus lernen würden.
Wenn schon die Amis selber so klar gegen Baseball entscheiden, warum nervt dieser Sender die Europäer auch in den nächsten Wochen wieder mit Übertragungen dieser gelebten Langeweile, und sendet lieber Baseball statt Football?
Aber Gott sei Dank können ja immer mehr Footballfans Sport1+ empfangen, das ja mittlerweile auch über SKY verbreitet wird. Das ein oder andere Spiel, das von ESPN dem Baseball geopfert wird, kann man sich da ansehen.
Lieber Football mit deutschem Kommentar, als gar keinen Football.

Roger Goodell hat die vier an dem Kopfgeldskandal der Saints beteiligten Spieler wieder suspendiert.
Ein Gericht hatte die Suspendierungen aufgehoben, da die NFL keine Beweise vorlegen konnte, die diese Suspendierungen rechtfertigten.
Doch die Rechtsverdreherabteilung der Liga hat unter Hochdruck daran gearbeitet, erneut solche Beweise zu basteln, die Goodells Meinung nach so hieb- und stichfest sind, wie die letzten.
Der Anwalt von Jonathan Vilma hat bereits angekündigt, gegen dieses Phantasiekonstrukt auch wieder vorzugehen. Es wäre geradezu Haarsträubend, was da gedreht worden wäre, um aus den alten, widerlegten Fakten, neue zu konstruieren, sagte er der Presse.
Auch die anderen Spieler dürfen Einspruch gegen die erneute Suspendierung einlegen.
Doch das wird wieder dauern und solange dürfen Vilma, Scott Fujita, Anthony Hargrove und Will Smith wieder nicht arbeiten.

Zum Schluß noch mal wieder etwas zum Lachen.
Der Head Coach der Jaguars glaubt fest daran, daß sein Team noch in die Playoffs kommen kann. Obwohl die Jags eine Bilanz von 1-4 Siegen haben und in fünf Spielen nur 65 Punkte erzielten, absolut letzter Platz in der Liga, fabuliert Mike Mularkey davon, daß Jacksonville noch im Playoffrennen ist.
Na, wenn das nicht lustig ist?

Dienstag, 9. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 5 - Der Montag
ryan-rex2Dieses Mal haben die Jets nicht aufgegeben. Bei den 49ers herrschte ja nach der letzten Woche die Meinung vor, daß das Team von Head Coach Rex Ryan (Bild) im Lauf des dritten Viertels aufgehört hat sich zu wehren.
Das war in dieser Nacht nicht so. Im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten hielten sie gut mit.
In der Offense gibt es so viele Ausfälle und es spielten so viele neue, unerfahrene Spieler um Quarterback Mark Sanchez, daß bei fast jedem Spielzug einer ratlos mit den Schultern zuckte und nicht wusste, was er machen sollte.
Da grenzt es fast an ein Wunder, daß einige Spielzüge recht ordentlich gelangen.
Doch es reichte natürlich nicht, um gegen eine der besten Verteidigungen der Liga wirklich bestehen zu können.
Alleine dreimal schlug J.J. Watt einen Pass von Sanchez aus seiner Bahn. Wenn dann mal ein Ball in seiner Flugbahn blieb, waren die Receiver oft nicht in der Lage ihn zu fangen.
Das brachte Terrell Owens dazu, im Lauf der ersten Halbzeit bei den Jets anzurufen, und sich anzubieten.
Die Texans sind in dieser Saison ein komplettes Team mit gut besetzten Angriffs- und Verteidigungsreihen. Nachdem sie in New York ihr fünftes Spiel gewonnen haben, mit 23:17, sind sie voll auf Playoffkurs.
Doch einen Tiefpunkt gab es in dem Spiel für sie, Brian Cushing verließ das Stadion an Krücken. Der Defensive Rookie des Jahres 2009 zog sich einen Kreuzbandriss zu, wie erste Untersuchungen zeigten. Was das bedeutet, ist leider klar.

Kurzberichte
Die Packers werden etwa acht Wochen auf Cedric Benson verzichten müssen.
Der Running Back zog sich eine Lisfrancverletzung zu. Wenn er operiert werden muss, und das ist bei dieser Verletzung meistens der Fall, ist die Saison für ihn beendet.
Mit 248 Yards aus 71 Läufen führt Benson die Packers an. Der nächstbeste Läufer, Alex Green, hat nur 57 Yards auf seinem Konto.

Für Ryan Williams ist die Saison beendet.
Der Running Back der Cardinals muss an seiner linken Schulter operiert werden, die er sich in der Niederlage gegen die Rams verletzte.
Williams führt die Cardinals mit 164 Laufyards an.

Bei den Bengals fällt Bernard Scott für den Rest der Saison aus.
Der Running Back zog sich einen Bänderriss im linken Knie zu.

Billy Cundiff verpasste ein Field Goal aus 31 Yards in der Niederlage Washingtons gegen Atlanta.
Es könnte sein letzter Kick für die Redskins gewesen sein.
Head Coach Mike Shanahan begab sich am Montag sofort auf die Suche nach Alternativen und lud einige Kicker zu einem Probetraining ein.
Es war wohl nicht ohne Grund, daß die Ravens Cundiff vor die Tür setzten. Für Washington konnte er nur 7 von 12 Versuchen verwandeln.
Sollte Shanahan einer der Testkandidaten zusagen, dürfte es das für Cundiff gewesen sein.

Die NFL suspendierte Will Hill für vier Spiele.
Der Safety der Giants hat verbotene leistungssteigernde Mittel eingenommen.

Montag, 8. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 5 - Der Sonntag
luck-andrew8Das Spiel und die Überraschung des Tages gab es in Indianapolis.
Das hätte zur Halbzeit so niemand erwartet, als die Colts gerade mal drei Punkte hatten und die Packers drei Touchdowns.
Doch die Colts hatten wirklich vor, dieses Spiel ihrem Head Coach Chuck Pagano zu widmen, der einige Kilometer entfernt im Krankenhaus seine Leukämie mit einer Chemotherapie behandeln lässt. Und so hatte es auch nicht viel mit Glück zu tun, daß Andrew Luck (Bild) sein Team noch zu einem unglaublichen 30:27 Sieg führte. Es war purer Wille und Entschlossenheit. Attribute, die Green Bay völlig abgingen. Sie spielten wie der Super Bowl Anwärter, der sich mit einem Team im Aufbau herumplagen musste.
So was ging schon oft schief.
Noch ist es zu früh, über Karrierehighlights für Andrew Luck zu reden, aber die 362 Passyards, die er warf, sind nun mal nach vier Spielen ein erstes solches Highlight, das er aber noch oft übertreffen wird. Insgesamt vervollständigte er 31 seiner 55 Pässe für besagte 362 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception. Zusätzlich steuerte er einen Lauf- Touchdown bei.
Erst 35 Sekunden vor Spielende warf Luck einen Pass aus vier Yards zur Führung in die Endzone.
Viel Zeit für Aaron Rodgers und die Packers. Die kamen wirklich noch so nah an die Endzone der Colts, daß Mason Crosby einen Kick zum Ausgleich aus 51 Yards versuchen konnte. Der aber segelte sehr weit links an den Torpfosten vorbei und besiegelte die Niederlage.
Die Packers verloren während des Spiels drei Starter, Running Back Cedric Benson und Defensive Tackle B.J. Raji mit Knöchelverletzungen und Tight End Jermichael Finley wurde an der linken Schulter verletzt.
Bei den Colts überdehnte sich Defensive End Robert Mathis das Knie.

Dieses sagenhafte Spiel überschattete das Rekordspiel von Drew Brees.
Der Quarterback der Saints hatte gegen sein altes Team aus San Diego die Chance, zum 48. Mal in Folge ein Spiel mit wenigstens einem Touchdown-Pass zu bestreiten.
Und er brauchte nicht lange dafür. Schon im ersten Viertel warf er einen 40 Yards Touchdown Pass auf Devery Henderson, der die Nr. 19 trug, die Nummer, mit der Johnny Unitas den bisherigen Rekord von 47 Spielen vor 52 Jahren aufstellte.
Brees hatte Spaß am Spiel warf noch drei weitere Touchdownpässe.
Extra für diesen Rekordversuch durfte der suspendierte Head Coach der Saints, Sean Peyton, ins Stadion. Zwar wurde er oben im Superdome, weit weg von den Spielern versteckt, aber er tat seinen Job als Maskottchen, denn nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen, konnte New Orleans auch endlich das erste Spiel der Saison 2012 gewinnen.
Auch Joe Unitas, der Sohn des jetzt zweitplatzierten, war im Stadion, um Geschichte zu erleben.
Doch nur als Statisten für Brees` Rekord waren die Chargers nicht angereist. Sie spielten gut mit, und letztlich war der 31:24 Sieg der Saints knapp, aber verdient.
Und immerhin hat mal eins der 183 Teams, die seit 1933 mit 0-4 in die Saison gestartet sind, die Playoffs erreicht. Die Chargers 1992.
Also Saints, packt es.

Die Wut der Fans in Kansas über ihren Quarterback ist riesig.
Als Matt Cassel im vierten Quarter von Ravens Verteidiger Haloti Ngata ausgeknockt wurde, waren die 70.000 im Stadion schier aus dem Häuschen. Sie jubelten, als hätten die hilflosen Chiefs gerade den Super Bowl gewonnen.
Nicht gerade gutes Benehmen, aber auch nicht unverständlich. Die Chiefs verloren Cassel mit einer Gehirnerschütterung.
Auch dieses Spiel verlor Kansas City, weil sie nur zwei Field Goals erzielten, Baltimore aber ganze drei.

In New England wurde recht schnell klar, daß Peyton Manning und die Broncos noch nicht so weit sind, mit den großen mitzuspielen.
Die Offense stottert noch, und die Defense konnte Tom Brady nichts entgegensetzen.
Der dirigierte vier Angriffsserien von über 80 Yards, die zu Punkten führten. Das Ergebnis gibt mit 31:21 nicht genau den Spielverlauf wieder, es schmeichelt Denver. Beim Stand von 31:7 nahm New England merklich den Fuß vom Gas.
Im Duell Tom Brady gegen Peyton Manning steht es jetzt ganz klar 9:4.
Die Statistik des Spiels lautet:
Tom Brady 23 von 31 für 223 Yards, 1 Touchdownpass, 1 Touchdownlauf.
Manning 31 von 44 für 345 Yards, 3 Touchdowns, 1 Fumble.
Denver verlor während des Spiel Linebacker Keith Brooking mit einer Gehirnerschütterung.

Freund und Feind haben Mike Shanahan gewarnt. Die Fans auch.
Doch der Head Coach der Redskins wollte bei seinem Rookie Quarterback das volle Potential ausschöpfen und ließ ihn wie gewohnt von der Leine.
Und es kam, was viele befürchtet hatten. RG3 lief los, um einen Touchdown zu erzielen und anstatt ins Aus zu gehen, als Gefahr in Form der Falcons Verteidigung nahte, ließ er sich hart tackeln und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.
Ob Washington mit ihm die achte Heimniederlage in Folge hätte vermeiden können, ist nicht sicher. Sicher ist, daß es ohne ihn völlig unmöglich war.
Atlanta gewann zwar nur knapp mit 24:17 und ist zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Five-0, aber man hatte das Gefühl, daß sie jederzeit das Tempo hätten anziehen können, wenn es nötig gewesen wäre.

Joe Montana hat Geschichte geschrieben, Steve Young hat Geschichte geschrieben, Head Coach Bill Walsh sowieso, und jetzt Alex Smith und Jim Harbaugh.
Die 49ers wurden am Sonntag das erste Team in der Geschichte der NFL, das in einem Spiel über 300 Lauf- und 300 Passyards erzielte.
Natürlich gab es auch ein Opfer, das diese Masse an Metern über sich ergehen lassen musste, aber mal ehrlich... sind die Bills erwähnenswert?
Smith warf Pässe für 303 Yards, Frank Gore erzielte 106 der 318 Laufyards.
Mit 45:3 kam Buffalo noch glimpflich davon und hat in den letzten beiden Spielen 97 Punkte kassiert.
Hatte Buffalo nicht für einen dreistelligen Millionenvertrag den Starverteidiger Mario Williams von den Texans abgeworben?
C`mon Mario, where you at?

Mit 16:14 gewannen die Steelers denkbar knapp gegen die Eagles.
Wieder verlor Michael Vick zweimal den Ball, und das musste ja mal bestraft werden.
Doch die Steelers verloren erneut Troy Polamalu, der gerade erst von einer Verletzung zurückkahm. Der Safety verletzte sich schon wieder an seiner Wade und wird langsam zum Totalausfall.
Doch Rashard Mendenhall, der nach einer langen Knieverletzung zum ersten Mal wieder eingesetzt werden konnte, hielt durch.
Der Running Back erzielte mit 14 Läufen 81 Yards und 1 Touchdown. Ein gelungenes Comeback.

Samstag, 6. Oktober 2012

Kurzberichte
Gray-JerryNicht nur in Deutschland darf man nicht offen sagen, was man denkt, auch die Ligasicherheitsmitarbeiter der NFL haben ihre Ohren und Augen überall.
So steht jetzt Titans Defensive Coordinator Jerry Gray (Bild) unter dem Verdacht, seine Spieler zu absichtlichen Foulspielen anzustacheln. Er sagte in einem Zeitungsinterview, daß er von seinen Defensive Backs erwartet, daß sie Wide Receiver, die Pässe in der Mitte des Platzes fangen, bestrafen ohne an die dann von der NFL drohenden Strafen zu denken. Die Receiver müssten spüren, daß dieser Raum zwischen den Nummern das Territorium der Verteidigung ist. Wenn Du hier einen Pass fangen willst, bringst Du besser sofort den Gator Truck mit, meinte Gray. Gator Truck wird das Gefährt genannt, mit dem verletzte Spieler vom Platz gefahren werden.
Das ist natürlich starker Tabak in der heutigen Zeit, wo Roger Goodell versucht, eine NFL zu etablieren, in der Körperkontakt vermieden wird.
Deshalb wird jetzt auch ganz genau untersucht, ob man aus dieser Äußerung einen neuen Kopfgeldskandal stricken kann.
Gray hat mittlerweile gemerkt, daß seine Wortwahl nicht die klügste war, und sich entschuldigt. Alles was er sagen wollte war, daß seine Leute härter spielen sollten. Davon, den Gegner absichtlich zu verletzten, habe er nicht geredet.

Davon, wie teuer harte Hits, die früher mal legal waren, heute sind, können auch diese Woche wieder etliche Spieler ein Klagelied singen.
Brandon Spikes z.B. muss $21.000 zahlen. Der Linebacker der Patriots hat Bills Tight End Scott Chandler attackiert, als dieser als in der heutigen Zeit definierter „schutzloser Spieler“ galt. Chandler musste das Spiel mit einer Gehirnerschütterung beenden.
Insgesamt waren die Spieler in Woche vier aber recht brav. Die Strafgeldeinnahmequelle der Liga konnte nur etwa $80.000 kassieren.

„After further review“, waren sechs Spiele Strafe nicht genug.
Die NFL dehnte die Suspendierung für D.J. Williams auf drei weitere Spiele aus. Somit darf er erst am 12. November wieder eingesetzt werden und nicht schon am 28. Oktober.
Der Linebacker der Broncos war im August unter Drogeneinfluß autogefahren. Vorher hatte er bereits für Aufsehen gesorgt, als er eine nicht menschliche Urinprobe bei einem Drogentest abgegeben hatte.
Williams gehörte in den letzten Jahren zu den besten Verteidigern Denvers und wird schmerzlich vermisst.

Danny Amendola wird den Rams wohl sechs bis sieben Wochen fehlen.
Der Wide Receiver brach sich bei dem Versuch, einen Pass zu fangen das rechte Schlüsselbein, als er auf den Boden prallte.
Momentan ist Amendola mit 31 gefangenen Pässen der zweitbeste Receiver der Liga.

Freitag, 5. Oktober 2012

Kurzberichte
bradford-sam5Nun werden einige wieder halluzinieren, was für eine tolle Verteidigungsschlacht das Spiel der ehemals ungeschlagenen Cardinals gegen die Rams doch war.
Dabei war es nur wieder ein weiteres Spiel zweier Teams, deren Angriffsformationen nicht die geringste Ahnung davon haben, wie man den Ball nach vorne bewegt.
Mit einem 17:3 Sieg verhinderte St. Louis eine ungeschlagene Saison Arizonas.
Wie wichtig ein Mann, wie der frischgebackene Special Teams MVP Greg Zuerlein für die Rams ist, zeigte sich, als der Kicker erneut aus über 50 Yards ran musste. Ein Team, das Probleme hat, in die Hälfte des Gegners zu kommen, braucht einen Kicker, der aus dieser Distanz treffen kann.
Sein Quarterback Sam Bradford (Bild) vervollständigte nur 7 seiner 21 Passversuche. Daran war nicht nur das Fehlen des fangsicheren Danny Amendola schuld. Der Wide Receiver verletzte sich im zweiten Viertel an der rechten Schulter. Was genau er hat, gaben die Rams nicht bekannt. Doch gab es Gerüchte, daß er sich das Schlüsselbein gebrochen hat.
Bei den Cards fiel Ryan Williams verletzt aus. Der Running Back verletzte sich an der linken Schulter.

Bei den Vikings konnte Christian Ponder zwei Tage nicht voll trainieren.
Der Quarterback hat Schmerzen in Knie. Die sollen ihn aber nicht von seinem Einsatz gegen die Titans abhalten.

Bei den Giants steht schon fest, daß Hakeem Nicks gegen die Browns nicht spielen kann.
Der Wide Receiver ist am Knie verletzt.

Bei den Packers steht schon fest, daß Greg Jennings gegen die Colts nicht spielen kann.
Der Wide Receiver ist erneut an der Leiste verletzt.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Und noch`n Rekord
brees-drew-sb-trophaeDrew Brees (Bild) spielt am Sonntag gegen sein altes Team, die San Diego Chargers. Das allein ist schon etwas besonderes. Aber der Quarterback der Saints kann einen weiteren uralten Rekord eines Ruhmeshallen- Quarterbacks brechen. Dieses Mal könnte es Johnny Unitas erwischen.
Der Quarterback warf zwischen 1956 und 1960 in 47 aufeinanderfolgenden Spielen mindestens einen Touchdown. Letzten Sonntag zog Brees mit ihm gleich, nächsten Sonntag kann er sich gegen die Chargers den Rekord holen.
Und vielleicht hilft ja ein besonderes Maskottchen dabei?
Drew Brees hat es erreicht, daß sein suspendierter Head Coach als Zuschauer ins Stadion darf. Alle drei suspendierten Trainer der Saints, Peyton, Vitt und Loomis, dürfen in eine private Sektion des Stadions, wenn Brees den Rekord knacken will. Dabei müssen sie aber aufpassen, daß sie nicht aus Versehen mit einem Spieler Kontakt haben, das ist nämlich verboten.
Und vielleicht hilft es dem Team, nicht mit fünf Niederlagen in die Saison zu starten. Diese Zeiten glaubte man in New Orleans eigentlich hinter sich gelassen zu haben.
Von ganz unerwarteter Seite wird jemand Drew Brees die Daumen drücken. Joe Unitas, der Sohn des 2002 verstorbenen Quarterbacks, ist ein großer Fan von Brees. Er würde sich freuen, wenn er den Rekord brechen würde.
Wie es heißt, hat Peyton sein Erscheinen allerdings abgesagt. Das wäre natürlich schon ein Affront gegen seinen Quarterback. Vielleicht überlegt er es sich ja noch?

Kurzberichte
Obwohl er Schmerzen in der Leistengegend hat, will Steven Jackson gegen die ungeschlagenen Cardinals spielen.
Bisher hat der Running Back der Rams erst 195 Laufyards erzielt und noch keinen Touchdown. Damit steht eine weitere 1.000 Yards Saison für ihn in Zweifel.
Sieben mal in Folge lief er bis 2012 jeweils über 1.000 pro Saison. Diese Serie könnte nun abreissen.

Sie kennen sich, sich mögen sich, die großen Rivalen Tom Brady und Peyton Manning.
Wir kennen sie, wir freuen uns auf die Spiele der beiden gegeneinander. Und am Sonntag ist es wieder so weit, wenn es dieses Mal heißt: Patriots gegen die Broncos.
Brady rief oft bei Manning an, als dieser letzte Saison nicht spielen konnte. Er erkundigte sich nach seinem Befinden und munterte ihn auf.
Das tat auch Manning damals, 2008, als Brady eine Saison lang verletzt war.
Die beiden zukünftigen Ruhmeshallenmitglieder werden uns Zuschauern hoffentlich wieder eine tolle Vorstellung ihres Könnens abliefern... in aller Freundschaft.

Die Chiefs setzten Kevin Boss auf die Verletztenliste.
Der Tight End leidet an einer schweren Gehirnerschütterung und für ihn ist die Saison beendet.

Wie befürchtet ist die Saison für Santonio Holmes beendet.
Der Wide Receiver der Jets muss am Fuß operiert werden.

Die besten Spieler der Woche 4

AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS
22 von 36 Pässe für 340 Yards, 3 Touchdowns
Seine 21. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB DONALD BUTLER, SAN DIEGO CHARGERS
6 Tackles, 0,5 Sacks, 1 abgewehrter Pass, 1 Interceptionreturn- Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K MATT PRATER, DENVER BRONCOS
3 von 3 Field Goals
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
31 von 41 Pässen für 319 Yards, 4 Touchdowns, bei 1 Interception
Seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB PATRICK WILLIS, SAN FRANCISCO 49ERS
10 Tackles, 1 Interception, 2 abgewehrte Pässe
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K GREG ZUERLEIN, ST. LOUIS RAMS
4 von 4 Field Goals, 1 Extrapunkt
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Es lebe der Fußball
redskins-KickerEs ist ein Traumjob. Mann kann das ganze Spiel über auf der Bank sitzen, und den Mannschaftskollegen dabei zusehen, wie sie sich Prellungen und Verstauchungen oder gar Schlimmeres zuziehen.
Man muß nur hin und wieder mal auf den Platz, um den Ball zwischen die Torpfosten zu schießen, und dann setzt man sich wieder auf die Bank und denkt darüber nach, was man mit seinen Millionen noch so alles Schöne kaufen kann, die man für diesen Teilzeitjob bekommt.
Aber wehe, man trifft nicht.
Wenn die Kollegen sich über den Platz geprügelt haben, ihre Wunden lecken, dann kommt man mit seinem sauberen Trikot auf den Platz und versemmelt den Kick.
Dann wird man oft ganz schön böse angeguckt.
Doch die neue Generation von Kickern scheint die treffsicherste zu sein, die es je gab.
2012 konnten sie bisher 90% ihrer Versuche verwandeln, 2011 waren es nur 83%.
Gerade Teams, die selten in die Nähe der Endzone kommen, profitieren von der steigenden Treffsicherheit. 1992 trafen die Kicker in 49% ihrer Versuche aus über 50 Yards. In der laufenden Saison liegt diese Quote bei sagenhaften 79%. Zwei Kicker trafen sogar aus 60 und 63 Yards.
Dabei sind es meistens die neueren, die frischeren Kicker, die aus diesen Distanzen treffen. Der alte Spruch, daß Kicker mit zunehmenden Alter besser treffen, scheint nicht mehr zu gelten.
„Schuld“ daran ist steigende Popularität des Fußballs. Immer mehr Eltern lassen ihre Söhne nicht mehr Football spielen, weil dieser Sport zu brutal ist. Der nahezu berührungslose Fußball bietet sich da als „Mutter Theresa“ Variante des Footballs natürlich an. Diese Muttersöhnchen eignen sich eine Treffsicherheit an, die im Football dringend gebraucht wird.
Fußball ist also mittlerweile eine wichtige Talentschmiede für NFL Stars. Für die Spieler, die pro Spiel fünf mal für einen Tritt gegen den Ball auf den Platz kommen, mit sauberem Trikot wieder in die Kabine gehen, und doch Millionen verdienen.
Es lebe der Fußball!

Romo ist ein guter Quarterback
Cowboys Besitzer Jerry Jones steht weiterhin voll und ganz zu seinem Quarterback. In völliger Verleugnung der Realität glaubt Jones immer noch, daß Tony Romo ein guter Quarterback ist.
Doch auch, wenn man die Unfähigkeit, und im Falle von Dez Bryant, Unwilligkeit seiner Receiver, seine Pässe auch zu fangen in die Rechnung einbezieht, bleibt Tony Romo unter dem Strich ein Versager. Fünf Interceptions gegen die Bears, von denen zwei direkt zu Touchdowns zurückgetragen wurden, sprechen eine deutliche Sprache.
So deutlich spricht auch Jones. Er möge Romo als Quarterback, sagte er. Niemand würde mehr und schneller aus seinen Fehlern lernen, als Romo.
Mehr und schneller?
Entschuldigung, aber Romo spielt seit 2003 bei den Cowboys und seine Karriere sollte auf ihrem Höhepunkt sein. Wann hat er denn endlich ausgelernt?
In weiteren neun Jahren?
Natürlich ging das schlechte Abschneiden am Montag nicht ganz auf seine Kappe. Wide Receiver Dez Bryant steht nur noch auf dem Platz, weil er einen Vertrag mit den Cowboys hat, den er erfüllen muss. Ihm war es offensichtlich lästig, über den Platz zu laufen, und fang den Ball zu spielen.
Romos Beschützer spielen verletzungsbedingt fast jede Woche auf einer anderen Position. Doch all das kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß Romos Karriere sich eher dem Ende neigt, denn einem Höhepunkt, auf den die Fans der Cowboys warten.
Und vielen Fans kann, anders als Jerry Jones, dieses Karriereende gar nicht schnell genug kommen.

Kurzberichte
Erst atmete man bei den Jets auf, als es hieß, daß sich Santonio Holmes nur am Fuß verletzt hatte und nicht am Knie.
Mittlerweile ist Ernüchterung eingekehrt. Holmes hat sich am Lisfranc-Gelenk verletzt. Das ist ein Bruch der Knochen im Mittelfuß.
Eine solche Verletzung muß sofort operiert werden, weil sonst die Knochen in Fehlstellung wieder zusammenwachsen können, was zu erheblichen Behinderungen führen kann. (Mediziner mögen mir wie immer verzeihen, wenn ich als Laie den Fachbegriff falsch interpretiert haben sollte).
Der Wide Receiver wird von einem Fußspezialisten in North Carolina untersucht.
Stellt sich die Diagnose als Richtig heraus, ist auch Holmes` Saison beendet.

Jay Cutler sagte etwas sehr nettes über seinen Offensive Coordinator. Mike Tice würde sehr schnell lernen, die richtigen Spielzüge anzusagen. Mit etwas Übung könnte daraus noch etwas werden, meinte Cutler.
Doch wirklich nett war das natürlich nicht gemeint.
Anscheinend ist das Verhältnis der beiden nicht das Beste. Als Cutler nach seiner zweiten Auszeit in der ersten Halbzeit, die er nehmen musste, weil die Spielzüge nicht schnell genug von Tice angesagt wurden, vom Feld ging, setzte er sich auf die Bank. Tice ging zu ihm und redete auf Cutler ein. Dem war das wohl nicht recht. Er stand auf und ging sich einen Becher Wasser holen. Wie wild schrie Tice hinter ihm her, gefälligst zuzuhören. Doch Cutler dachte gar nicht daran. Er ignorierte seinen Offensive Coordinator.
In der zweiten Halbzeit lief die Offense der Bears doch sehr rund. Vielleicht hat sich dadurch das Verhältnis der beiden zueinander etwas gebessert?
Die nächsten Spiele werden es zeigen.

Titans Quarterback Jake Locker fällt wohl doch länger aus.
Er renkte sich zum zweiten Mal in dieser erst kurzen Saison die linke Schulter aus. Der Direktor des Knie und Schulter Zentrums in Nashville, Dr. Mike Pagnani, sagte, daß die Gefahr besteht, daß das öfter passiert. Wenn man anfällig für diese Verletzung wäre, würde sie einen fast schon regelmäßig heimsuchen.
Man könne das operative regulieren, sagte er, aber dann wäre die Saison für Locker beendet. Vier bis sechs Monate würde die Rehabilitationsphase dauern.
Locker wird gegen die Vikings nicht spielen, Wie es mit ihm weitergeht, steht noch nicht fest.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 4 - Der Montag
bryant-dez2
Wenn man nichts mehr auf die Reihe bringt, der Quarterback mehr Interceptions als Touchdowns wirft, die O-Line keine Ahnung hat, wie man den Quarterback beschützt, die Verteidigung nicht weiß, wie man den Gegner stoppt, dann kommt so ein Team, wie die Cowboys als Aufbaugegner gerade recht. Dallas hat einen Quarterback, der mehr Interceptions als Touchdowns wirft, eine O-Line die keine Ahnung hat, wie man den Quarterback beschützt, und eine Verteidigung die nicht weiß, wie man den Gegner stoppt
Mit Jay Cutler und Tony Romo betraten zwei Interceptionmaschinen das Feld, doch nur Romo konnte seinem zurecht schlechten Ruf gerecht werden. FÜNF Interceptions leistete er sich. Die ersten zwei hätte man ihm verziehen, die gingen durch Fehler seiner Receiver Bryant und Ogletree nicht auf seine Kappe. Aber dann machte er weiter, und bewies, daß er doch eher ein Vollflop ist, als ein brauchbarere Ballverteiler. Und wenn er mal einen akkuraten Pass warf, dann ließ besonders Dez Bryant (Bild), dem seine Unlust zu arbeiten in jeder Sekunde des Spiels anzusehen war, die Bälle fallen.
Cutler hingegen brauchte keine Angst vor einer Dallas Verteidigung zu haben, die niemals in der Lage war, Druck auf ihn auszuüben.
So blieb Cutler erstaunlicherweise ohne Interception, bei zwei Touchdowns.
Die Bears demütigten die Cowboys vor 90.080 Fans in deren eigenem Stadion, wobei viele Besucher in Bears-Shirts zu sehen waren, und das Spiel nach und nach zu einem Heimspiel für Chicago wurde.
Diese Fans gingen dann nach dem 34:18 Sieg der Bears zufrieden nach Hause.

Der Lazarettreport
Die Titans werden einige Zeit auf Jake Locker verzichten müssen.
Der Quarterback renkte sich die linke Schulter aus. Auch wenn Locker Rechtshänder ist, wird er einige Zeit aussetzen müssen.

Bei den Packers verletzte sich Wide Receiver Greg Jennings erneut an der Leiste. Er könnte wieder eine lange Zeitlang ausfallen.

Santonio Holmes verletzte sich gegen die 49ers nicht am Knie, sondern am Fuß.
Das ist die gute Nachricht.
Der Wide Receiver wird in Woche 5 nicht eingesetzt werden können. Wie lange er darüberhinaus ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Die Denver Broncos setzten Center J.D. Walton auf die Verletztenliste. Er brach sich gegen die Raiders den Knöchel, und seine Saison ist beendet.

Am Montag trainierte die Defense der Steelers in Bestbesetzung.
Linebacker James Harrison und Safety Troy Polamalu nahmen am Training teil, was aber nicht heißt, daß sie einsatztauglich sind.
Gebraucht werden sie dringend, wie die unnötige 31:34 Niederlage gegen die Raiders bewiesen hat.

Kurzberichte
Schock in Indianapolis.
Bei Head Coach Chuck Pagano wurde Leukämie diagnostiziert. Zunächst muss er für sechs Wochen zur Chemotherapie ins Krankenhaus. Wie lange der 52-jährige danach ausfällt, steht noch nicht fest.
Er selber möchte nach seinem Krankenhausaufenthalt am Liebsten sofort wieder aktiv werden, aber da ist nur der Wunsch der Vater des Gedankens.
Offensive Coordinator Bruce Arians wird ihn in seiner Abwesenheit ersetzen.

In Kansas City verlieren die Kollegen von Matt Cassel das Vertrauen in ihren Quarterback.
Hätten die Chiefs einen besseren Mann als Brady Quinn hinter Cassel, wäre seine Zeit als Starter beendet.
Cassel warf bisher fünf Touchdowns und sieben Interceptions.
Schon vor der Saison zeigten die Fans der Chiefs bei einigen Auftritten Cassels, was sie von ihm halten und buhten ihn kräftig aus. Am Sonntag riefen sie nach Quinn und sogar der Nr. 3, Ricky Stanzi.
Und dieser Unmut der Fans ist nun auf die Teamkollegen des Quarterbacks übergesprungen, die sich für seine Auswechslung stark machten.
Doch Head Coach Romeo Crennel beugt sich dem Druck des Pöbels nicht und hält weiter an Cassel fest. Wohl wissend, daß Quinn ganz einfach nicht die Lösung sein kann.

Auch Rex Ryan weiß, daß man die Jets nicht voran bringen kann, wenn er den schlechten Mark Sanchez durch den noch schlechteren Tim Tebow ersetzt.
Auch hier steht der Head Coach unter dem großen Druck der Fans und der Presse, die zurecht sagen, daß es so nicht weitergehen kann.
Doch die Alternative würde wohl auch hier nicht zu einer Verbesserung führen.
Für Jets Besitzer Woody Johnson gibt es sowieso schlimmeres, als eine weitere Saison ohne Super Bowl. Er sieht zwar ein, daß die Fans seines Teams besseres verdient hätten, als das, aber er sorgt sich mehr darum, daß Mitt Romney nicht der nächste Präsident der USA werden könnte. Was wäre das Schicksal der Jets, gegen das Schicksal der Nation sagte er in einem Interview.
Romneys Sieg bei den Präsidentschaftswahlen wäre wichtiger, als eine siegreiche Saison der Jets. Deshalb will er den Kandidaten der Republikaner auch nach Kräften unterstützen.
Dabei geht es dabei doch nur darum, einen schlechten Präsidenten durch einen noch schlechteren zu ersetzen.
Wie bei uns, da geht es auch darum, ob die schlechteste Bundeskanzlerin aller Zeiten durch einen noch schlechteren Kandidaten der SPD ersetzt wird.
Da hat man nicht wirklich eine Wahl.
Aber Recht hat er, dagegen verblaßt die Wahl zwischen Sanchez und Tebow, zwischen Not oder Elend, wirklich.

Montag, 1. Oktober 2012

Die NFL 2012 - Woche 4 - Der Sonntag
schiedsrichterhuddle
Die echten Schiedsrichter sind zurück, und sie wurden empfangen wie Rockstars.
Als aber die Menschen sahen, daß auch diese nur Mist produzierten, wurden sie, wie gewohnt, ausgebuht.
Es gab tatsächlich keinen Unterschied, zu den Ersatzschiedsrichtern. Auf Griffe in die Gesichtsgitter hatten sie gar kein Auge, und im Spiel der Packers gegen die Saints benachteiligten sie die Packers genauso, wie diese es im letzten Monday Night Spiel erlebt hatten. Nicht gefangene Bälle wurden als gefangen gegeben, verlorene Bälle als nicht verloren und Wide Receiver, die einen Verteidiger wegschubsen interessierten sie auch nicht. Alles wie gehabt.
Der einzige Unterschied zwischen den verschiedenen Zebraarten ist der, daß die Originale ihr Versagen souveräner kommunizieren.
Ansonsten sind sie genauso schlecht, wie die Ersatzleute.
In dieser Woche gab es nicht das große Favoritensterben, wie letzte Woche. Allerdings hatten es die Favoriten sehr schwer sich durchzusetzen, und es brauchte eine Menge Herzschlagfinale, damit sie gewannen.
Kein Herzschlagfinale brauchten die 49ers. Sie gelten unter vielen Experten als Favoriten auf das Erreichen des Super Bowls. Auch ihr Gegner, die Jets, gelten als Favorit zum Erreichen des Super Bowls, allerdings nur bei ihrem Head Coach.
Und nach diesem Spiel war klar, warum das so ist.
Mit Mark Sanchez als Quarterback werden die Jets weiterhin keinen Blumentopf gewinnen können. Im letzten Viertel wurden dann auch die Tebow Rufe laut.
Am Ende stand für New York eine satte 0, während die 49ers 34 Punkte sammelten.
Und die Jets traten auch auf, wie Nullen. Somit stimmt das Ergebnis und fiel höchstens noch zu niedrig aus. Ihr Wide Receiver Santonio Holmes verletzte sich bei einem gefangenen Pass ohne Fremdeinwirkung am Knie. Das weckte Erinnerungen an Darrelle Revis, der sich letzte Woche ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzte und für den die Saison Zuende ist. Holmes verließ das Stadion an Krücken. Die bräuchte eigentlich das ganze Team.

Spannend machten es die Patriots.
Sie lagen in Buffalo bereits mit 7:21 im dritten Viertel zurück, als sie endlich realisierten, daß sie an einem Footballspiel teilnahmen. Das erinnerte an letzte Saison, als sie auch die Spiele in der unerträglichen Arroganz des haushohen Favoriten zunächst nicht ernst nahmen.
Als sie dann endlich anfingen zu spielen, holten sie noch ein wirklich lockeres 52:28 heraus. In 20 reinen Spielminuten.

Die letzte Sekunde brauchten die Redskins. Ihr Kicker Billy Cundiff hatte während des Spiels drei machbare Field Goals vergeben, als er beim Stand von 22:21 für Tampa Bay aus 41 Yards traf und für einen knappen 24:22 Sieg sorgte.
Washington machte es unnötig spannend, denn sie hatten sich bereits eine 21:3 Führung erspielt, bevor sie den Ball aus der Hand gaben.
Kurios war der Grund, warum kurz vor Spielbeginn zwei Redskins als verletzt gemeldet wurden. Safety Brandon Meriweather und Wide Receiver Aldrick Robinson prallten beim Aufwärmtraining zusammen und konnten nicht mitspielen.

Die (sch)mächtigen Cardinals gingen tatsächlich als Favorit in das Spiel gegen die Dolphins.
Sie brauchten die letzte Sekunde und eine Verlängerung, um auch wirklich zu gewinnen.
Kevin Kolb lieferte einen 15 Yards Touchdownpass im vierten Versuch, als noch 22 Sekunden zu spielen waren.
Der Extrapunkt brachte den 21:21 Ausgleich.
In der Verlängerung sorgte dann ein Field Goal von Jay Feely aus 46 Yards für den 24:21 Sieg.
Damit blieben die Cardinals ungeschlagen und beenden das erste Viertel der Saison mit 4-0 Siegen.

4-0 Siege haben auch die Falcons. Auch sie kamen erst fünf Sekunden vor Spielende zu ihrem Sieg über Carolina.
Ihr Kicker Matt Bryant traf aus 40 Yards zum 30:28.
Es war ein Sieg, der in die Schublade: „Hauptsache gewonnen,“ gehört.

Auch das dritte Team, das vor dem Spieltag noch ungeschlagen war, blieb ungeschlagen. Die Texans hatten aber mit den Titans keine Probleme und sie brauchten nicht die letzte Sekunde, um zu gewinnen. Sie nahmen einen lockeren 38:14 Sieg mit nach Hause.

Über das Spiel der Saints in Green Bay gäbe es jetzt wenigstens zwei Din-A4 Seiten zu schreiben. Über das Versagen der Schiedsrichter, das Versagen der Saints Verteidigung, die 0-4 Bilanz der Saints, die damit ihre Hoffnungen auf die Playoffs vergessen können. Wer mit vier Niederlagen in die Saison startet, schafft es nicht in die Endrunde.
Aber nur so viel: Endlich gab es ein gutes Spiel, zweier Teams, von denen jedes den Sieg verdient gehabt hätte. Doch am Ende waren die Packers wirklich diesen einen Punkt besser, mit dem sie 28:27 gewannen.
Auch in diesem Spiel wurden sie von unfähigen Schiedsrichtern benachteiligt. Davon ließen sie sich aber nicht den Schneid abkaufen und kämpften unverdrossen weiter... bis zum glücklichen Sieg.

Sonntag, 30. September 2012

Kurzberichte
Heyward-Bey-Darrius200Als Darrius Heyward-Bey (Bild) zum ersten Mal den mörderischen Hit sah, der ihm einen Krankenhausaufenthalt einbrachte, habe er sich erschrocken, sagte er, als er am Freitag den Trainingsplatz der Raiders besuchte. Teilgenommen hat er nicht.
Der Wide Receiver hatte keine Erinnerung an die Situation, und erlebte sie somit zum ersten Mal, als er die Szene im Fernsehen sah.
Heyward-Bey zog sich eine schwere Gehirnerschütterung zu und Prellungen und Zerrungen im Nacken.
Wann er wieder spielen darf, steht noch nicht fest.
Steelers Safety Ryan Mundy, der ihm ordentlich eine eingescheppt hatte, wurde mittlerweile zu einer Strafzahlung von $21.000 verurteilt.

Die Schiedsrichter haben auf den Rat ihrer Gewerkschaft gehört, und der Unterzeichnung des neuen Tarifvertrags zugestimmt.
Die Abstimmung endete mit dem überzeugenden Ergebnis von 112:5.
Damit trat der neue Vertrag, der acht Jahre laufen wird, in Kraft.
Die Ersatzschiedsrichter bleiben uns also erspart, bekommen aber für die Woche vier noch ihr Gehalt. Die Hauptschiedsrichter bekommen je $3.500, alle anderen jeweils $3.000.

Samstag, 29. September 2012

Kurzberichte
ballueberLA
12:0 fiel die Abstimmung der Stadtverordneten in Los Angeles zugunsten eines neuen Stadions aus.
Die Aussicht darauf, durch das neue Stadion und die Ansiedlung eines NFL Teams, tausende neue Arbeitsplätze in der wirtschaftlich gebeutelten Stadt zu schaffen, gaben den Ausschlag zu dieser einstimmigen Abstimmung.
Über den Zusammenbruch des Verkehrs auf den Zufahrtsstraßen und die Gefahr deutlich steigender Grundstückspreise um das Stadion herum, will man sich später mal ein, zwei Gedanken machen. Also übersetzt aus der Sprache von Politikern heißt das: „Um so einen Quatsch kümmern wir uns nicht.“
Die Stadt will nun ihre Bemühungen, ein Team in die Stadt der Engel zu locken, verstärken. Denn so ganz ohne Team, wäre ein leeres, 1,5 Milliarden Dollar teures Stadion, doch eher unnütz.
Als Ziel für ein erstes Spiel hat man sich nun 2017 gesetzt. Dann wäre L.A. 23 Jahre ohne NFL Team gewesen.

Ed Reed gehört seit jeher zu den härtesten Verteidigern der Liga. Daß er nicht zimperlich, aber auch nicht unfair spielt, ist bekannt.
Aber auch er konnte am dritten Spieltag nicht einer Geldstrafe entgehen.
Für übertriebene Härte bei einer Attacke gegen Patriots Wide Receiver Deion Branch muss der Safety der Ravens $21.000 zahlen.
Zwar lächelten sich beide nach dem Spielzug an und gaben sich die Hände, aber das nutzte Reed nichts.
Insgesamt kam die Liga wieder auf über 100.000 Dollar an Mehreinnahmen durch verhängte Geldstrafen.

Rex Ryan sagte, daß sie den an einem gerissenen Band im Knie laborierenden Cornerback Darrelle Revis nicht auf die Verletztenliste der Spieler setzen werden, für die die Saison beendet ist.
Der Head Coach der Jets möchte sich die Option offen halten, Revis im Super Bowl einzusetzen, wie er der Presse mitteilte.
Allerdings könnte Ryan seine Meinung ändern, nachdem der Cornerback operiert wurde. Das wird allerdings noch ein bis zwei Wochen dauern. Danach werden die Ärzte den Rehaplan erstellen, und sich festlegen, wie lange Revis pausieren muss.

Hakeem Nicks hat ein dickes Knie. Es sieht momentan so aus, als ob der Wide Receiver der Giants nicht gegen die Eagles spielen kann.

Und seine Frau hat pünktlich geliefert. Kevin Kolb wurde Donnerstag zum dritten Mal Vater einer Tochter.
Damit verpasst der Quarterback der Cardinals also kein Spiel und kann weiter um den Posten des Starters kämpfen.

Freitag, 28. September 2012

Willkommen zurück
steratore-geneDie Fans in Baltimore waren aus dem Häuschen.
Als ihre Helden aus dem Tunnel aufs Feld liefen gab es stehende Ovationen.
So etwas haben Schiedsrichter auf der ganzen Welt noch nicht erlebt, was die Crew, die das Donnerstagsspiel leitete, erlebte. Stürmischer Jubel für Schiedsrichter... Einmalig.
Doch Fehler machten auch sie. Sie übersahen u.a. ein Facemask und gaben ein absichtliches Wegwerfen des Balles, das nicht unbedingt eins war.
Also auch sie sind nur Menschen.
Aber sie machten natürlich nicht so viele Fehler, und sie waren souveräner.
Das Spiel war dann lustigerweise beinahe eine Kopie des MNF Spiels. Ähnlich langweilig, mit einem ähnlichen Ende, einem Ave Maria Pass in letzter Sekunde von Browns Quarterback Brandon Weeden in die linke Ecke der Endzone. Doch hier segelte der Ball unberührt über Freund und Feind hinweg ins Aus.
Die Cleveland Browns alt, also die Ravens, entkamen mit einem knappen 23:16 Sieg gegen die Cleveland Browns neu, die Browns.
Cleveland zeigte, daß die Mannschaft im Aufbau ist und vielleicht schon nächstes Jahr die Tauglichkeit erreicht, in der NFL mitspielen zu können.
Quarterback Weeden wirft gute, genaue Pässe. Wenn seine Receiver diese demnächst auch noch fangen und nicht fallen lassen, dann wird es für die Verteidigungen schwer. Immerhin hielt die Offense der Browns gestern gegen eine der besten Verteidigungen der Liga gut mit.
Fazit: Baltimore bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm. So gut, daß es nur zu einem 23:16 reichte, sind die Browns noch nicht. Die Browns gaben Alles und zeigten den Ravens, daß diese noch mehr Gas geben müssen. Das Potential dafür hat Baltimore immerhin.
Nächstes Jahr kann ein solch fahrlässig geführtes Spiel der Ravens zu einer Niederlage gegen die Browns führen.

Kurzberichte
Am Donnerstag konnte Christian Ponder nicht voll trainieren.
Der Quarterback der Vikings hatte Schmerzen im Nacken.
Sein Einsatz gegen die Lions soll aber nicht gefährdet sein.

Bei den Rams konnte Steven Jackson zwei Tage in Folge nicht trainieren.
Der Running Back hatte Schmerzen in der Leistengegend.
Ob er gegen die Seahawks mitmischen kann, steht noch nicht fest.

Vier Spielzüge lang war Kellen Winslow ein Patriot.
Gestern bat er das Team, das ihn erst letzte Woche verpflichtete, ihn aus seinem Vertrag zu entlassen.
Der Tight End hatte im Lauf der Jahre viele Knieoperationen. Man geht deshalb davon aus, daß Winslow zu starke Schmerzen hat, um weiter Football zu spielen.
Es könnte sein, daß die Karriere des 29-jährigen Zuende ist.

Pittsburgh Steelers.
Das steht für knüppelharte Verteidigung, gutes Passspiel und vor Allem, erstklassiges Laufspiel.
Nicht mehr.
Das Laufspiel der Stählernen ist so schlecht, wie zuletzt vor 62 Jahren.
Der neue Offensive Coordinator Todd Haley hat nichts gegen Laufspielzüge, aber mögen mag er sich auch nicht besonders.
In den ersten drei Spielen erzielten sie bisher nur 192 Yards auf dem Boden. Nur 1950 hatten sie weniger, als sie es nur auf 189 Yards in diesem Zeitraum brachten.
Doch damals hatten sie auch keinen Ben Roethlisberger, der die nötigen Yards halt durch die Luft erzielt, 904 Yards und 8 Touchdowns bisher.
Vielleicht läuft das Laufspiel wieder besser, wenn denn Running Back Rashard Mendenhall von seiner Knieverletzung wieder genesen ist.

Es ist Wahlkampf in Amerika. So gaben also Präsident Osama und Präsidentschaftskandidat Mitt Romney auch ihren Senf zum Monday Night Spiel bei.
Doch in dieser Sache gab es zwischen Republikanern und Demokraten keine zwei Meinungen.
Sogar Golden Tate sieht mittlerweile ein, daß er Packers Verteidiger Sam Shields weggestoßen hat. Die Fernsehbilder würden das doch recht deutlich zeigen, meinte er gestern in einem Interview. Doch in der Hitze des Gefechts hätte er das gar nicht registriert. Er hätte sich darauf konzentriert, den Pass zu fangen, egal ob direkt, oder nachdem ein Packers Verteidiger versucht hätte, den Ball zu Boden zu schlagen. Alles wäre so rasend schnell abgelaufen, daß er das Wegschubsen gar nicht registriert hätte.
Nun, da ist er nicht der Einzige. Sieben Männer in gestreiften Trikots haben es auch nicht gesehen.
Wie auch immer... diese Crew sorgte dafür, daß die NFL auf einmal sehr schnell mit der Schiedsrichtergewerkschaft zu einer Einigung kam.
Am Ende müssen wir dem größten Versager des Spiels, dem Hauptschiedsrichter, dankbar sein.

Donnerstag, 27. September 2012

Die NFL hat die Aussperrung ihrer Schiedsrichter beendet
hochuli-edDas, was am Montag passierte, war dann auch Roger „God“dell zuviel.
Ruck Zuck setzten man sich wieder mit den Vertretern der Schiedsrichtergewerkschaft an einen Tisch und führte die Verhandlungen zu einem Ende.
Schon im Donnerstagsspiel wird wieder eine Crew der regulären Schiedsrichter das Spiel leiten.
Nicht nur, daß der Druck auf Goodell zu groß wurde, sondern der Chef der Liga hatte selber einen dicken Hals bekommen, als er sich das unrühmliche Ende des Spiels ansah. So heißt es jedenfalls aus den gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen.
Der neue Vertrag wurde dann auch gleich bis zum Ende der Saison 2019 abgeschlossen, die längste Laufzeit eines solchen Abkommens in der Geschichte der Liga.
Roger Goodell bedankte sich bei den Fans für deren Geduld. Die war allerdings nach dem Montagsspiel Zuende, wie die überlaufenden Server von Twitter beweisen.
Das Durchschnittsgehalt der Schiedsrichter wird von jetzt $149.000 im Lauf der Zeit auf $205.000 ansteigen.
Dafür dürfen wir denn aber jetzt auch überaus ordentliche Leistungen erwarten und verlangen!

Kurzberichte
Die Chargers verlängerten den Vertrag mit Malcolm Floyd um drei Jahre.
Der Wide Receiver wird in dieser Zeit $12 Millionen verdienen.
In der laufenden Saison fing Floyd 13 Pässe für 227 Yards und 1 Touchdown.

Einmal Berühren am Arm... macht $50.000.
Diese Summe muss Patriots Head Coach Bill Belichick zahlen, weil er einen Ersatzschiedsrichter am Arm festhielt, weil er eine Erklärung zu einem Field Goal Versuch der Ravens haben wollte.

Für einen harten Angriff auf Raiders Wide Receiver Heyward-Bey, der diesem eine Nacht im Krankenhaus einbrachte, muss Steelers Safety Ryan Mundy $21.000 zahlen.

Matt Forte hat wieder am Training der Bears teilgenommen.
Der Running Back hatte sich in Woche zwei den Knöchel verstaucht. Ob er schon gegen Dallas antreten kann, weiß er noch nicht.

Die besten Spieler der Woche 3

AFC
OFFENSE: RB JAMAAL CHARLES, KANSAS CITY CHIEFS
33 Läufe für 233 Yards, 1 Touchdown 
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE MICHAEL JOHNSON, CINCINNATI BENGALS
7 Tackles, 3 Sacks
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-RB DARIUS REYNAUD, TENNESSEE TITANS
4 Kickoffreturns über 174 Yards, darunter 1 Touchdown über 105 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR LARRY FITZGERALD, ARIZONA CARDINALS
9 gefangene Pässe für 114 Yards, 1 Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CHRIS CLEMONS, SEATTLE SEAHAWKS
4 Sacks
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K LAWRENCE TYNES, NEW YORK GIANTS
5 von 5 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 26. September 2012

Der Schiedsrichterskandal
carroll-peteEinen ganz schwarzen Tag erwischte Las Vegas durch die Fehlentscheidung der Ersatzschiedsrichter im Monday Night Spiel. Dadurch, daß Seattle krasser Außenseiter in dem Spiel gegen Green Bay war, verloren die Wettbüros etwa eine halbe Milliarde Dollar.
Wenn das kein Grund ist, das Konto des ein oder anderen an der Sache beteiligten Schiedsrichter zu überprüfen.
Die NFL unterstützte zunächst die Schiedsrichter und sagte, daß bei einem gleichzeitigen Ballbesitz von Verteidiger und Angreifer, der Ball dem Angreifer zugesprochen wird.
Etwas später rückte sie von dieser unsinnigen Aussage ab, als auch den Ligaoberen dämmerte, daß der Angreifer nicht im Entferntesten im Ballbesitz war. Die Liga entschuldigte sich mittlerweile bei den Packers, betonte aber, daß man am Ergebnis im Nachhinein am grünen Tisch nichts ändern könnte.
Zwischenzeitlich schlugen die Wogen hohe Wellen, denn die Packers feuerten Verbal gegen den Golden Receiver Tate und Head Coach Pete Carroll (Bild). Beide hätten sich durch ihr unsägliches Siegergetue für alle Zeiten selber disqualifiziert.
Und daß beide weiter behaupten, daß bei dem Spielzug alles korrekt abgelaufen und entschieden wurde, macht es nicht besser.
Besser für die Einschaltquoten sind die Ersatzleute auf jeden Fall. Nach dem Skandal in Seattle blieben so viele Zuschauer bei der Spielnachberichterstattung auf ESPN eingeschaltet, wie nie zuvor.
Doch obwohl ESPN so abhängig von der NFL ist, wie unsere Bundeskanzlerin von ihrem Typberater, nahmen die Kommentatoren dort kein Blatt vor den Mund.
Sie wetterten gegen die Entscheidung und griffen die NFL mit harten Worten an.
Das kannte man von diesem Sender bisher so nicht.
Noch schlimmer für die NFL ist, daß auch die Leute des eigenen Senders NFL Network die Schande nicht schönreden wollten... und konnten.
Sie sagten, daß die NFL die Integrität des Spiels, die sie selber in jedem passenden und unpassenden Moment von ihren Spielern und Trainern einfordert, selber mit Füßen tritt.
Jetzt wurde auch noch bekannt, daß einige der Schiedsrichter, wer und wieviele wurde nicht gesagt, sogar in der Lingerie Liga gefeuert wurden. Das gab diese Liga in einer Pressemitteilung bekannt. Man hätte sich von einigen Schiedsrichtern trennen müssen, weil diese nicht den Ansprüchen genügten.
Die Lingerie Liga ist einen Hallenliga in der mehr oder weniger attraktive Frauen in reizender Unterwäsche, naja, Football spielen.

Kurzberichte
Redskins Offensive Coordinator Kyle Shanahan muss $25.000 Strafe zahlen, weil er einen Ersatzschiedsrichter angeschrien und beleidigt hat.
Ravens Head Coach John Harbaugh wird nicht bestraft. Er wäre versehentlich mit dem Schiedsrichter zusammengestoßen und hätte ihn nicht absichtlich geschubst, gab der betroffene Schiedsrichter zu Protokoll.
Über eine Strafe für Patriots Head Coach Bill Belichick wird wohl noch beraten. Er hatte ein Zebra am Arm festgehalten.

Die NFL suspendierte Broncos Linebacker Joe Mays für ein Spiel ohne Gehalt.
Er hatte Texans Quarterback Matt Schaub dermaßen hart getroffen, das der den Helm verlor und ein kleines Stückchen seines linken Ohrläppchens.

Dienstag, 25. September 2012

Die NFL 2012 - Woche 3 - Monday Night
wilson-russell
Es war ein Skandal.
Anders kann man die „Leistungen“ der verdammten Ersatzschiedsrichter in diesem Spiel nicht nennen.
Sogar im Forum gibt es zum ersten Mal in dieser Saison einen Aufschrei, wegen der Ersatzleute, die bisher sehr geschont wurden.
Aber das Ende des Monday Night Spiels bedeutete auch das Ende der Geduld.
In einem Spiel, das so langweilig war, daß das Wachbleiben schwer fiel, gab es zunächst A C H T Sacks der Seahawks Defense gegen Packers Quarterback Aaron Rodgers. Mehr hätte man eigentlich nicht erwähnen müssen.
Mit 12:7 führte Green Bay, als Seattle in den letzten Sekunden Spiels noch mal den Ball bekam.
Russell Wilson (Bild) warf einen Ave Maria Pass aus 24 Yards in die Endzone der Packers, als die Uhr auf 00:00 sprang.
Was dann folgte, ist eigentlich nur mit den vier ich zu erklären: unbeschreiblich, unbegreiflich, unglaublich, unwürdig.
Seahawks Wide Receiver Golden Tate schubste einen Verteidiger der Packers mit einem deutlich sichtbaren Stoß in den Rücken aus dem Weg.
Hier hätte eine Flagge fliegen müssen und das Spiel wäre beendet gewesen.
Doch die Schiedsrichter sahen das nicht.
Auch Golden Tate sagte nachher im Interview, daß er ganz bestimmt niemanden weggeschubst hätte.
Ob das die Folgen mehrerer schwerer Attacken auf Tates Kopf sind?
Ich weiß nicht, was andere da empfehlen, ich würde dringend einen Besuch bei einem Traumatologen mit anschließender langjähriger psychiatrischer Behandlung empfehlen.
Und vor allem... kein Football mehr spielen, um weitere Hirnverletzungen zu vermeiden.
Doch es kam noch besser.
Packers Defensive Back Jennings fing den Pass, hatte ihn sicher in den Händen, und landete damit auf dem Boden. Doch Tate hatte eine Hand am Ball und versuchte Jennings den Ball noch wegzunehmen. Ergebnislos.
Touchback, Spiel beendet.
Doch zwei Schiedsrichter hatten verschieden Ansichten über das Ergebnis. Während einer ganz richtig den Spielzug zugunsten der Packers wertete, signalisierte im selben Moment ein anderer fälschlicherweise Touchdown.
Ja was denn nun?
Wieder und wieder wurde die Szene gezeigt. In keiner Kameraeinstellung sah es so aus, als hätte Tate den Ball.
Doch der Hauptschiedsrichter, dessen Adresse bestimmt bald auf Twitter veröffentlicht wird, hat ganz offensichtlich einen schweren Sehfehler. Er sah sich die Szene minutenlang an und entschied auch fälschlicherweise auf Touchdown.
Damit stand es 13:12 für Seattle und das Stadion war aus dem Häuschen.
Jeder hatte gesehen, daß es kein Touchdown war, außer den Leuten, die darüber entschieden, deshalb fiel die Erleichterung und Freude über diese skandalöse Fehlentscheidung um so heftiger aus.
Irgendwie gelang es in dem Tumult noch den Extrapunkt kicken zu lassen, und Seattle wurde, aus welchen Gründen auch immer, von den Ersatzschiedsrichter zu einem mehr als zweifelhaften Sieg gepfiffen.
Auf Twitter füllen sich die Server mit Mitteilungen über diesen Skandal, den auch Roger Goodell nicht mehr wird Schönreden können.
Es geht bei den Verhandlungen mit den Schiedsrichtern nur um ein paar Millionen. Peanuts für eine Liga, die Jahr für Jahr mehrere Milliarden einnimmt.
Nachdem, was die Ersatzleute sich bisher zusammengepfiffen haben, wird es spätestens jetzt höchste Zeit, sich zu einigen.
Obwohl - bei aller Wut - after further review bin ich gar nicht sicher, ob die Szene von den regulären Schiedsrichtern nicht genauso bewertet worden wäre.

Kurzberichte
Apropos Twitter.
Während die Server sich wegen des Schiedsrichterskandals in Seattle zurecht zum Bersten füllen, so gibt es auch einige Leute, die megamäßig einen an der Klatsche haben.
Der jüngere Bruder von Ravens Wide Receivers Torrey Smith hatte vor dem Spiel der Patriots in Baltimore einen tödlichen Motorradunfall.
Doch Smith bewies seine Loyalität seinem Arbeitgeber gegenüber, indem er am Spiel teilnahm.
Nachdem er seinen ersten von zwei Touchdowns gefangen hatte, twitterte jemand namens @katiebrady12: „Hey Smith, wie wär`s, wenn Du Deinen Bruder anrufst und ihm von Deinem Tou--- ohhhh. Warte. #zu früh?“

Wie steht es um die Ersatzschiedsrichter und ihr Verhältnis zu den Trainern?
Nein, das ist kein Gutes.
Für Vorfälle, die sich am dritten Spieltag zutrugen, werden einige Trainer Zahlungsaufforderungen bekommen.
So wie John Fox und Jack Del Rio für ihr Benehmen in Woche 2.
Fox, der Head Coach der Broncos, muss $30.000 zahlen und sein Defensive Coordinator, Del Rio, $25.000.
Beide hatten von den unsäglichen Leistungen der Ersatzleute im Spiel gegen Atlanta die Nase voll, und teilten ihnen das ungefiltert mit.
Das ging soweit, daß man im Büro der NFL schon überlegte, in der Halbzeitpause im Georgia Dome anzurufen, und die beiden zur Ruhe zu gemahnen.

Eagles Head Coach Andy Reid denkt laut über eine Auszeit für seinen Quarterback Michael Vick nach.
Vick wurde in den bisherigen drei Spielen neunmal gesackt und warf neun Interceptions.
Und obwohl die Eagles trotz dieser Katastrophenbilanz 2-1 sind, muss Reid auch an seinen Job denken. Der ist nämlich weg, wenn das Team die Saison wieder nur mit 8-8 Siegen beendet und nicht in die Playoffs kommt.
Doch wen will Reid bringen, wenn er Vick auf die Bank setzt?
Zwar zeigte Nick Foles in den Vorbereitungsspielen positive Ansätze, aber ob das für die reguläre Saison reicht?
Vielleicht wollte er Vick mit seinen laut vorgetragenen Gedankenspielereien auch bloß warnen?

Augenscheinlich war es pure „Vergnügungssucht“, die zur Verhaftung von John Abraham führte.
Der Defensive End der Falcons stand in einer Menschenmenge, die zusah, wie eine Frau vom Dach eines Gebäudes in Atlanta springen wollte.
Abraham wollte wohl ganz nah dabei sein um nichts zu verpassen, und kletterte über das Absperrband. Mehrere Aufforderungen der Feuerwehr, doch wieder hinter die Absperrung zu gehen, ignorierte er. Ganz im Gegenteil ging er immer weiter an das Haus heran.
Da riefen die Feuerwehrmänner die Polizei zu Hilfe, die Abraham verhaftete.
Das Ende bekam der Defensive End deshalb nicht mit.
Die Frau sprang nicht, sondern wurde gerettet und in die Psychiatrie eingewiesen.

Das Lazarett
Aufatmen und Aufstöhnen über zwei Knieverletzungen, die im Spiel der Jets gegen Miami passierten.
Aufstöhnen gab es bei den Jets. Darrelle Revis zog sich einen Kreuzbandriss zu, und für den Cornerback ist die Saison beendet.
Aufatmen in Miami, wo sich die Knieverletzung von Reggie Bush als Prellung erwies.
Der Running Back könnte zwar ein, zwei Spiele verpassen, aber dann ist er wieder einsatzbereit.

Bei den Redskins wird Running Back Roy Helu wegen eines hartnäckigen Turf Toes ausfallen.

Im Spiel der Buccaneers in Dallas verletzten sich zwei Spieler so schwer, daß für beide die Saison beendet ist.
Bucs Defensive End Adrian Clayborn erwischte es am Knie, Cowboys Safety Barry Church an der Achillessehne.

Die Lions geben weiter nicht bekannt, wie schwer die Oberschenkelverletzung ist, die sich Quarterback Matthew Stafford zugezogen hat.
Doch seine ausfallfreie Zeit könnte vorüber sein.

Für Austin Collie ist die Saison beendet. Doch der Wide Receiver der Colts zog sich dieses Mal keine weitere Gehirnerschütterung zu, sondern einen Achillessehnenriss.

Montag, 24. September 2012

Die NFL 2012 - Woche 3 - Der Sonntag
roethlisIch verstehe nicht viel von der Stringtheorie, eigentlich gar nichts, aber irgendwie muss ich doch in der Nacht von Samstag auf Sonntag in ein Paralleluniversum versetzt worden sein.
Eigentlich kommt mir Alles recht vertraut vor, aber an den Ergebnissen der Sonntagsspiele in der NFL habe ich es gemerkt.
Die Vikings schlagen die 49ers, die man eigentlich als heißesten Super Bowl Kandidaten handelt.
Tennessee schlägt Detroit.
Die Bengals gewinnen in Washington, Kansas City in New Orleans.
Dieses miese kleine Vögelchen aus Arizona zerrupft die Eagles.
Oakland gewinnt gegen Pittsburgh.
Einzig die Browns halten sich an das Universum, aus dem ich stamme, die schlagen niemanden.
Ich wünsche mir, bis nächste Woche wieder zurück in mein Heimatuniversum zu kommen, wo die Footballwelt noch in Ordnung ist.

Doch nach diesem Spieltag wurde klar, daß die Redskins durch ihren Sieg im Auftaktspiel gegen die Saints doch noch nicht mit den großen Jungs mitspielen können. Durch die dritte Niederlage im dritten Spiel für New Orleans und die Niederlagen der Redskins gegen die Rams und die Bengals wurde klargestellt, daß nicht Washington gut war, sondern New Orleans dieses Jahr mies ist. Beide Teams gehören nicht unter die Top 29 Teams der Liga.
Cincinnati und Washington boten aber den neutralen Fans ein schönes Spiel, ohne viel überflüssige Defense.
Und schön Bizarr war es außerdem. Den ersten Touchdownpass des Spiels warf Bengals Rookie- Wide Receiver Mohamett Sanu über 73 Yards auf A.J. Green.
Den ersten Touchdown der Redskins erzielte Linebacker Rob Jackson mit einem 0 Yards interception- Touchdown. Er fing einen äußerst dummen Pass von Andy Dalton, den dieser unter Bedrängnis in der Endzone parallel zur Goalline warf.
Am Schluß wurde es beim Stand von 38:31 für Cinci noch mal spannend, als die Redskins noch eine letzte Angriffsserie spielten. Diese aber wurde durch viele undurchsichtige Schiedsrichterentscheidungen nicht mit einem Touchdown belohnt.

Und da haben wir das Thema wieder, die Ersatzschiedsrichter. In dieser Woche wird es von der NFL einige harte Strafen gegen Trainer geben.
Washingtons Offensive Coordinator Kyle Shanahan wünschte einen Schiedsrichter lautstark dahin, wo noch nicht mal Pfeffer wächst.
Baltimores Head Coach John Harbaugh schubste einen Schiedsrichter und erhielt dafür die gelbe Flagge.
Im gleichen Spiel griff Patriots Head Coach Bill Belichick einen Offiziellen am Arm und hielt ihn fest.
Seine Aufregung war zwar begründet, aber das wird Goodell nicht jucken.
Belichick wollte am Spielende wissen, ob das Field Goal in letzter Sekunde zum 31:30 für Baltimore wirklich drin war. Es sah von einigen Ansichten so aus, als wäre es höchstens über den Pfosten gesegelt. Er wollte eine Videoüberprüfung.
Doch Field Goals und alle anderen Spielzüge, die zu Punkten führen, werden automatisch überwacht. Man kann also davon ausgehen, daß der Treffer regulär war.
Nur hätte der Head Coach der Pats das gerne noch erfahren.
Überhaupt war dieses Spiel zwischen den Patriots und den Ravens wieder ein Paradebeispiel dafür, wie schlecht manche Ersatzcrews sind.
Mehr dazu erspare ich mir und Euch.
Nur soviel noch zum Spiel. In der Nacht zum Sonntag hatte der jüngere Bruder von Ravens Wide Receiver Torrey Smith einen tödlichen Motorradunfall. Head Coach Harbaugh stellte Smith frei, ob er spielen oder lieber bei der Familie sein wollte.
Pünktlich zum Spiel war Smith da und stand seinem Arbeitgeber zur Verfügung. Er fing auch gleich den ersten Touchdownpass für die Ravens und im weiteren Verlauf des Spiels noch einen weiteren.

Im Spiel der Ungeschlagenen war der Favorit vor der Partie klar.
Die Falcons.
Doch daß sie die Chargers mit 27:3 dermaßen deutlich aus deren eigenem Stadion prügeln würden, war dann doch etwas überraschend.

Die Texans gewannen in einem Ergebnisoffenen Spiel 31:25 in Denver. Dabei war dieser Sieg vor dem Spiel nicht unbedingt Alternativlos. Doch die Broncos kommen nur langsam in Fahrt.
Es gab nur zwei wirklich interessante Szenen in dem Spiel. Eine war ein toller Hit von Broncos Linebacker Joe Mays, der Texans Quarterback Matt Schaub nicht nur den Helm vom Kopf haute, sondern auch ein kleines Stückchen vom Ohrläppchen. Schaub sah aus, als hätte er sich einen Ohrring ausgerissen.
Doch statt wie sonst drei, vier Wochen Pause zu machen, wenn er ein Wehwehchen hat, kam Schaub überraschend nach nur einem Spielzug Pause wieder auf den Platz.
Da trieb sich auch eine Taube das ganze Spiel über herum.
Die ist mir schon öfter aufgefallen. Sie scheint die offizielle Pferdeäpfelaufpickerin der Broncos zu sein, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn das Pferd über den Platz galoppiert ist.
Sie lässt sich in ihrer Arbeit auch durch Nichts beirren. Selbst wenn ein Team an der eigenen 20 seine Angriffsserie startet, pickt sie unbekümmert an der 15 ihr Futter auf.
Damit wären die Höhepunkte dieses Spiels erzählt. Allerdings zogen sich zwei Broncos ernsthafte Verletzungen zu. Running Back Willis McGahee erwischte es an den Rippen, Tight End Jacob Tamme an der Leiste.

In Minnesota erlebten die 49ers ihr purpurnes Wunder. Vikings Quarterback Christian Ponder ließ sich von der knüppelharten Defense der Niners nicht die Bohne beindrucken und führte Minnesota mit zwei Touchdownpässen zu einem überraschenden 24:13 Sieg.
Er ist auf dem besten Weg, der Spieler zu werden, den sich die Vikings erhofften.

Die Defense der Raiders übertrumpfte die Defense der Steelers.
In einem wilden 34:31 Sieg für Oakland war es tatsächlich die ersatzgeschwächte Verteidigung der Steelers, die das Spiel aus der Hand gab.
Oaklands Quarterback Carson Palmer, der Pittsburgh aus seinen Zeiten bei den Bengals wie aus dem FF kennt, konnte sein Team Sekunden vor Spielende in Field Goal Reichweite führen. Sebastian Janikowski sorgte dann aus 43 Yards für den Siegtreffer.
Raiders Wide Receiver Darrius Hayward-Bey kassierte zum Beginn des vierten Quarters einen so harten Helm gegen Helm Hit in der Endzone, daß er über 10 Minuten ohnmächtig am Boden liegen blieb. Er wurde ins Krankenhaus gefahren und es geht ihm gut. Steelers Safety Ryan Mundy wurde von den Schiedsrichtern nicht für den Angriff bestraft, kann aber sicher mit einer Zahlungsaufforderung durch Roger Goodell rechnen.

Der Lazarettreport
Nur kurz war die Anwesenheit von Darrelle Revis bei den Jets. Gerade von einer überstandenen Gehirnerschütterung zurückgekehrt, zog sich der Cornerback eine schwere Knieverletzung zu. Wie lange er ausfällt, kann man erst nach eingehenden Untersuchungen sagen, die er am Montag durchlaufen wird.

Auch beim Gegner aus Miami erwischte es einen Starspieler am Knie, Running Back Reggie Bush. Auch bei ihm werden erst anstehende Tests ergeben, wie lange er ausfallen wird.

In der Niederlage gegen die Titans zog sich Lions Quarterback eine Verletzung an der Kniesehne zu, die ihn zwang, nur noch zuzusehen.

Titans Tight End Jared Cook zog sich bei einem Touchdownfang eine Schulterverletzung zu.

Bei den Cardinals, die nach drei Spielen noch keine Niederlage erlitten haben, stehen hinter zwei Spielern für die nahe Zukunft Fragezeichen. Running Back Beanie Wells hats am Zeh, und es könnte dieser hartnäckige Turf Toe sein. Defensive Tackle Darnell Dockett zerrte sich die Kniesehne.

Sonntag, 23. September 2012

Kurzberichte
mathews-ryanDas erste Testspiel, die erste Ballberührung, die erste Verletzung in der Saison 2012 für Ryan Matthews (Bild). Der Running Back der Chargers brach sich das Schulterblatt.
Im Spiel der Unbesiegten heute gegen die Atlanta Falcons soll er wieder mitmischen können.
In der letzten Woche hat er am Vollkontakttraining teilgenommen, und die Ärzte erklärten ihn für einsatzbereit. Ob Head Coach Turner ihn spielen lässt, und wenn ja wie lange, und wenn ja, wie lange es dauert, bis sich Matthews erneut verletzt, steht noch nicht fest.
Nachdem die Chargers ihn 2010 in der ersten Runde der Draft einberiefen, zeigte er, daß er 1. das Zeug zum Superstar hat, und daß er 2. Verletzungsanfällig ist. Nach der Saison 2011 wurde er in den Pro Bowl gewählt, doch hat er andererseits schon acht Spieler wegen Verletzungen verpasst, seit er in die NFL kam.

Schon mal was von Kinderplanung gehört?
So warten momentan Ben Roethlisberger und Kevin Kolb darauf, daß ihre Frauen Kinder kriegen.
Als wenn man das in der heutigen Zeit nicht so legen könnte, daß das nicht mitten in der Saison passiert.
Big Ben hat schon angekündigt, daß es für ihn keine Wahl ist, ob er bei der Geburt dabei sein wird, oder seinem Arbeitgeber zur Verfügung steht, der ihm einige Millionen pro Jahr für seine Dienste zahlt.
Aber Big Ben wird nicht seinen Starterposten verlieren, auch wenn sein Sohn zur Welt kommen sollte, wenn ein Spiel ansteht.
Das sieht bei Kevin Kolb etwas anders aus. Er verdient zwar auch unanständig viel Geld, hat aber den Posten des Starters nicht sicher. Seine Frau ist pünktlich zum 4. Oktober ausgerechnet, dem Tag, an dem Kevin Kolb gegen die Rams spielen müsste. Doch auch wenn es bereits das dritte Kind für ihn und seine Frau ist, will er mit in den Delivery Room (ich liebe dieses Wort. Ich kann mir so richtig vorstellen, daß in irgendeinem Krankenhaus über der Tür zum Kreissaal ein Schild hängt, auf dem steht: „This Delivery Room is sponsored by UPS - We deliver right on Time.“).
Kolb könnte seinen Starterposten verlieren, wenn seine Frau wirklich pünktlich ihr Kind bekommt.
Selber Schuld, in der heutigen Zeit.

Brett Favre ist bereit, seinen Krach mit den Packers zu vergessen.
Das Team hat vor, seinen ehemaligen Quarterback in die Packers Hall of Fame aufzunehmen. Dabei soll auch das Trikot mit der Nr. 4 zur Ruhe gesetzt werden.
Beide Seiten wissen, daß dieser Tag kommen wird. Doch bisher war es so, daß Favre nicht vorhatte zu dieser Veranstaltung zu kommen. Anscheinend hat er sich besonnen, und so sagte er in einem Interview, daß er wohl vorbeischauen und einige Hände schütteln würde, wenn es soweit wäre.
Es wäre ja auch zu schade, wenn dieser Superstar die Ehrung, die ihm zusteht, durch seine Abwesenheit entwerten würde. Nur weil man damals, 2008 war es wohl, im Ärger auseinandergegangen ist.
Immerhin hat Favre sich diesen Ärger, der durch sein, ich trete zurück, ne, ich trete doch nicht zurück, Hick Hack entstanden ist, selber zuzuschreiben.

Samstag, 22. September 2012

Das Abknien, Teil drei.
manning-eli200Die Buccaneers haben nichts falsch gemacht, als sie Giants Quarterback Eli Manning (Bild) unter Druck setzten, als der den feigsten Spielzug in der Geschichte des Sports, das Abknien am Ende eines Footballspiels, ausführte.
Es gibt keine offizielle Regel, die diesen Spielzug unter besonderen Schutz stellt. Im Lauf der Jahre hat sich zwar ein unausgesprochenes Gentlemanagreement eingebürgert, bei dem die Verteidigung nur noch zusieht, wie die Offense des Siegers die Zeit ablaufen lassen will, aber wenn man sich nicht daran hält, hält man sich halt nicht daran.
Besonders wurmen dürfte es die Giants, und besonders Head Coach Tom Coughlin, der sich furchtbar über die böse Attacke der Buccaneers aufgeregt hatte, daß nun zwei Spieler von ihnen bestraft wurden, weil sie sich bei diesem Spielzug falsch verhalten hatten.
Die Offensive Linemen David Baas und Kevin Boothe müssen jeder $7.875 Strafe zahlen, wegen übertriebener Härte. Sie hatten ihre Gegner nach dem Spielzug geschubst, gestoßen und geschlagen.
Von den Buccaneers wurde kein Spieler zur Zahlung einer Strafe verurteilt.
Tja, ein Footballspiel dauert 60 Minuten, nicht 59:55 Minuten.
Aber auch sonst verschickte die NFL nach der zweiten Spielwoche wie wild ihre Strafbefehle.
Noch zwei weitere Giants wurden zu insgesamt $45.000 Strafe verdonnert, weil sie ihre Gegner während des Spiels zu hart angegangen waren.
Insgesamt, ohne hier alles im Einzelnen aufführen zu wollen, hat die NFL Strafbescheide für über $150.000 verschickt.
Ein weiterer guter Tag für die Kasse der Liga.

Kurzberichte
Die Jets erwarten Darrelle Revis zurück. Der Cornerback ist von seiner Gehirnerschütterung genesen und hat zwei Tage voll am Training teilgenommen.

Die Bears müssen am dritten Spieltag ohne ihre Offense antreten. Also, Running Back Matt Forte kann wegen seines verletzten Knöchels nicht spielen.
Für ihn soll Michael Bush spielen.
Beim Gegner aus St. Louis steht hinter dem Einsatz von deren Running Back Steven Jackson ein Fragezeichen. Er hat auch eine Knöchelverletzung und die ganze Woche nicht trainiert.

Die Indianapolis Colts werden am Sonntag Edgerrin James in ihren Ring der Ehre aufnehmen.
2001 verletzte er sich schwer am Knie, und diese Verletzung begleitete ihn hartnäckig durch den Rest seiner Karriere.
Neben dem Unglück mit dem kaputten Knie hatte er auch noch Pech mit dem Timing. Vor der Saison 2006 wechselte er zu den Arizona Cardinals, just in dem Jahr, als die Colts ihren Super Bowl gewannen.
Als er 2009 nach zehn Jahren in der NFL seine Karriere beendete, lag er mit 12.246 Laufyards an 11. Stelle der ewigen Bestenliste der NFL.

Chad Johnson hat einen Prozess durch einen Vergleich abgewendet.
Der ehemalige Wide Receiver der NFL hatte seine frisch Angetraute mit einem Kopfstoß verletzt, woraufhin sie ihn anzeigte.
Um einem Prozess zu entgehen stimmte er zu, ein Antigewaltseminar zu besuchen, die Krankenhauskosten seiner Frau zu zahlen, sich von ihr fernzuhalten, und er bekam ein Jahr auf Bewährung.

Der Tod kann manchmal auch die schlimmsten Fehden beenden.
So wird Marcus Allen am Sonntag die ewige Flamme zu Ehren des verstorbenen Al Davis entzünden.
Der Running Back spielte 11 Saisons für die Raiders, bevor er und Davis sich aus bis heute nicht bekannten Gründen völlig verkrachten. 1992 wechselte Allen zu den Chiefs, wo er noch gute Leistungen brachte. In einem Interview sagte er damals, daß der Besitzer und Feudalherrscher der Raiders seine Karriere zerstören wollte. Warum, wäre ihm völlig schleierhaft.
Die beiden haben nie wieder ein Wort miteinander gewechselt.
Auf die Bitte des heutigen Besitzers der Raiders, Al`s Sohn Mark Davis, die Flamme zu entzünden, sagte Allen sofort ja.

Es ist, als ob Jessica Fletcher und Columbo gemeinsam recherchieren würden. So langsam kommt man dahinter, wie Vince Young es geschafft hat, $26 Millionen in sechs Jahren durchzubringen.
So gab es Zeiten, in denen der ehemalige Quarterback der Titans in einem Schnellrestaurant namens Cheesecake Factory pro Woche $5.000 ausgegeben haben soll. In einem Restaurant, in dem das teuerste Gericht $7,99 kostet.
Das höchste Trinkgeld, das er damals gab, waren $1.400. Aber selbst mit diesem Trinkgeld hätte seine komplette Offense es kaum geschafft, für die restlichen $3.600 Essen in sich reinzuschaufeln. Doch die Rechnungen belegen, daß es wirklich so war.
Wenn Young einen Jugendlichen bat, seine Tasche zu tragen, gab er ihm $200 dafür.
Nach Spielen trank er gerne einen Cognac oder auch drei der Marke Louis XIII, die Flasche zu $600.
So kommt man nach und nach dahinter, wie er es geschafft hat, $26 Millionen zu verschleudern.

Zum zweiten Mal nach aufeinanderfolgenden Spielen hatte Tom Coughlin einen, nennen wir es, Gefühlsausbruch. Der Head Coach der Giants stauchte nach dem Sieg gegen die Panthers Ray Anderson zusammen, den amtierenden Vizepräsidenten für Footballangelegenheiten der NFL.
Er beschwerte sich bei ihm darüber, daß die Kameraleute viel zu nah am Spielfeld postiert waren. Wären sie weiter weg gewesen, hätte sein Safety Antrel Rolle sich nicht das linke Knie an einer Kamera geprellt.
Man müsse dringend darüber nachdenken, die Kameraleute nicht mehr so nah ans Spielfeld zu lassen.
Zwar kann Rolle am Montag wieder mittrainieren, aber es hätte auch schlimmeres passieren können.
Vielleicht könnte es schon helfen, wenn man den Kameraleuten nicht erlauben würde auf ihrem Ars... zu sitzen, so wie es hier der Fall war, sondern nur zu stehen, um im Notfall schneller und beweglicher zu sein?

Freitag, 21. September 2012

Giants vs Panthers
manning-eli5Nach der Beinaheblamage gegen die Buccaneers reisten die Giants nach Carolina, mit der Absicht, dieses Spiel von Anfang an ernstzunehmen.
Und das bekam den Panthers sehr, sehr schlecht.
Von Beginn an war klar, wer der amtierende Weltmeister und wer der Punktelieferant war.
New York ließ nichts anbrennen und alle Mannschaftsteile zeigten ihre Überlegenheit klar und deutlich.
Bei Cam Newton dachte ich die ganze Zeit: „Was hat denn dieser letztes Jahr geleistet?
Ich habe nichts an ihm gefunden, das den Titel Rookie des Jahres verdient hätte.“
Doch auch die Überlegenheit des Champions bewahrte diesen nicht vor weiteren Verletzungen. Safety Antrel Rolle schlug hart mit dem linken Knie an eine Kamera, als er einen Passempfänger aus dem Feld jagte und zog sich eine offene Wunde zu. Rolle humpelte schwer, aber Head Coach Coughlin sagte nach dem Spiel, daß es wohl nur eine Prellung wäre.
Rookie Cornerback Jayron Hosley zerrte sich die Kniesehne und Cornerback Corey Webster brach sich die Hand. Er spielte aber weiter, nachdem er einen dicken Verband bekam.
New York ging schon mit mehreren Ersatzleuten ins Spiel, da einige Starter verletzt Zuhause blieben. Und so konnte Running Back Andre Brown in seinem ersten Start zeigen, was er kann.
Nachdem die Giants ihn 2009 in der vierten Runde der Draft rekrutierten, feuerten sie ihn schnell wieder. Danach wurde er noch von fünf weiteren Teams geheuert und gefeuert, bevor er wieder in New York landete. Und hier wird man froh sein, ihn als Ersatz für den verletzten Ahmad Bradshaw einsetzen zu können. Er erzielte in 20 Läufen 113 Yards und 2 Touchdowns.
Bei Eli Manning (Bild) kann man mit 288 Passyards und 1 Touchdown fast schon von einem durchschnittlichen Tag reden.
Cam Newton warf keinen Touchdown, er bevorzugte die Verteidiger der Giants, denen er drei Bälle zuwarf.
So kamen die Giants zu einem lockeren 36:7 Sieg.

Kurzberichte
Die Rams wären böse zu ihm gewesen, meinte Robert Griffin III nach der Niederlage seiner Redskins. Sie hätten ihn oftmals zu hart angegangen und unprofessionell spät.
Rams Running Back Steven Jackson sieht das anders. Er wäre jetzt nicht mehr in der Big 12, meinte er in Richtung Griffin III.
Jo-Lonn Dunbar, der RG3 wirklich einmal mit dem Gesicht in den Boden drückte, was tatsächlich als schmutziges Spiel gewertet werden kann, hatte auch eine Meinung: „Wir spielen unsere Art Football, und es tut mir leid, daß ihm die nicht gefällt,“ sagte er.

Die NFL schickte mal wieder ein Memo an ihre 32 Teams. Grund waren die Geschehnisse des 2. Spieltags, als in einigen Stadien die pure Anarchie ausbrach, weil die Ersatzschiedsrichter sich nicht mehr durchsetzen konnten.
Die NFL wies nun Spieler und Trainer darauf hin, daß es auch in ihrer Verantwortung läge, die Integrität des Spiels zu wahren.
Vorfälle wie die in der letzten Woche würden nicht mehr toleriert und im Nachhinein von der Liga geahndet. Egal ob reguläre oder Ersatzschiedsrichter, wer auch immer das Spiel leitet muss respektiert werden.
Wer wissen will, was hilflose Schiedsrichter sind, der muss sich nur das MNF Spiel der Broncos in Atlanta ansehen.
Am Dienstag und Mittwoch hat die NFL mal wieder mit den Vertretern der Schiedsrichtergewerkschaft verhandelt, doch ohne Ergebnis.
Sollten die Vorfälle sich allerdings wiederholen, dann sind plötzlich die Schiedsrichter am längeren Hebel. So kann es nicht weitergehen, auch wenn die Crew im Donnerstagsspiel wieder eine ordentliche Leistung abgeliefert hat.

Jetzt kommt eine Wiederholung: Steelers Linebacker James Harrison und Safety troy Polamalu können im nächsten Spiel verletzungsbedingt nicht antreten.
Beide wurden gegen die Jets nicht sonderlich vermisst, und am Sonntag geht es nur gegen Oakland.

Donnerstag, 20. September 2012

Kurzberichte
romo-huch200Unbedingt ansehen müsst ihr euch das Video eines völlig frustrierten und sauwütenden Cowboys Fans, das der Ärmste direkt nach dem kläglichen Spiel gegen Seattle ins Netz gestellt hat.
Ihr findet es unter http://youtu.be/ifE6XkqMX9g wobei es egal ist, ob man die Versagertruppe mag oder hasst. Das Video ist für jeden da.
Und es ist auf jeden Fall besser, seinen Hass auf die Nieten im Team so rauszulassen, als vor der Haustüre des Spielers aufzutauchen, und ihn zu bedrohen, wie es der Fußballfan in Deutschland, speziell Köln, gerne mal macht.
So etwas gäbe es in Amerika nicht...

dachte ich...

Zwar taucht in den USA noch niemand vor dem Haus eines NFL Spielers auf, aber das wird wohl nicht mehr lange dauern.
Redskins Wide Receiver Josh Morgan bekommt haufenweise Todesdrohungen über Twitter.
Er hatte einen Ball von RG3 gefangen, als das Spiel gerade in den letzten Minuten lag, und Washington noch die Chance auf den Sieg gegen die Rams hatte.
Doch Morgan warf den Ball in einem irrsinnigen Anfall von übermotivierter Freude auf Cornerback Cortland Finnegan, was natürlich eine 15 Yards Strafe zur Folge hatte.
Washington konnte seine guten Chancen auf einen Sieg danach vergessen.
Seitdem wird der Wide Receiver, und seine Familie, mit Hassgezwitscher überschüttet.
Doch Morgan macht sich nichts draus. Er stammt aus Washington D.C., und Abseits der Vorzeigemeilen der Stadt gleicht Washington ja eher den Kriegsgebieten, die man aus Los Angeles kennt.
Das härtet und stumpft ab.
Was ihn mehr stört, ist die Tatsache, daß auch die Liga ihn für den Wurf bestraft hat. Wieviel er zahlen musste, sagte er nicht.
Aber von den Todesdrohungen, bis zur gebrochenen Nase, die sich der FC Spieler Kevin Pezzoni in einer Disco in Köln von einem unzufriedenen Fan einfing, ist es nicht weit.

Die Lions haben einen neuen Cornerback verpflichtet. Als Ersatz für Drayton Florence, der mit einem gebrochenen Arm acht Wochen ausfallen wird, holten sie Jerome Murphy, den die Saints auf die Transferliste gesetzt hatten.

Die Giants werden ohne Running Back Ahmad Bradshaw und die Wide Receiver Hakeem Nicks und Domenik Hixon nach Carolina reisen. Wegen ihrer Verletzungen sind sie nicht einsatzbereit.
Bei den Panthers ist der Einsatz von Running Back Jonathan Stewart fraglich, der am Knöchel verletzt ist.

Vince Young braucht dringend einen Job. Der ehemalige Quarterback der Titans ist pleite und arbeitslos.
Als Bullettenbräter bei McDonalds möchte er allerdings nicht arbeiten, lieber hätte er wieder einen Job in der NFL.
Wie er die Garantiesumme von $26 Millionen durchgebracht hat, weiß er selber nicht so genau, aber sein Onkel, dem er voll vertraute, hat wohl einen großen Teil in windige Geschäfte investiert und verbraten.
Anwälte der Gläubiger gehen eher davon aus, daß Young das Geld mit vollen Händen herausgeschmissen hat, getreu dem Motto, einen Teil hat er für Frauen ausgegeben, einen Teil für Autos und Alkohol, und den Rest hat er verplempert.
Doch Young, der immerhin zweimal in den Pro Bowl gewählt wurde, schaffte es vor der Saison noch nicht einmal als Ersatzmann in das Team der Bills.
Kann also sein, daß das mit der Bullettenbräterei doch noch akut wird.

Die besten Spieler der Woche 2

AFC
OFFENSE: RB REGGIE BUSH, MIAMI DOLPHINS
26 Läufe für 172 Yards, 2 Touchdowns, 25 Passyards
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE J.J. WATT, HOUSTON TEXANS
5 Tackles, 1,5 Sacks, 2 abgewehrte Pässe, 1 eroberter Fumble
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-CB ADAM JONES, CINCINNATI BENGALS
3 zurückgetragene Punts für 90 Yards, darunter 1 über 81 Yards zum Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR HAKEEM NICKS, NEW YORK GIANTS
10 gefangene Pässe für 199 Yards, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CALAIS CAMPBELL, ARIZONA CARDINALS
10 Tackles, 2 Sacks
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P TIM MASTHAY, GREEN BAY PACKERS
5 Punts für durchschnittlich 47,6 Yards, 1 Touchdownpass
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 19. September 2012

Kurzberichte
sabol-steve2Steve Sabol (Bild) ist tot.
Der Mann, der uns mit seiner Firma NFL Films tausende Stunden mit diesen tollen Zeitlupenaufnahmen geschenkt hat, hat den Kampf gegen den Tumor in seinem Kopf verloren.
Vor 18 Monaten wurde der Gehirntumor bei ihm diagnostiziert. Ein Operation war ausgeschlossen.
Im August 2011 hielt er noch die Laudatio auf seinen Vater Ed, der NFL Films gegründet hatte, als dieser in die Hall of Fame aufgenommen wurde.
Ed und Steve Sabol lebten für die NFL und ihre Firma.
Jetzt verstarb Steve Sabol im Alter von 69 Jahren.

Vor dem Spiel der Saints in Carolina wurde ein Ersatzschiedsrichter gefeuert, weil er Saints Fan ist. Das stellte die NFL erst kurz vor Spielbeginn fest, als sie auf die Facebookseite des Mannes hingewiesen wurde, auf der Bilder von ihm in Saints-Shirts und im Superdome zu sehen sind.
Bei dem Spiel der Ravens in Philadelphia sagte ein Ersatzschiedsrichter zu Eagles Running Back LeSean McCoy, daß er ihn in seinem Fantasyteam hätte und wünschte ihm viel Erfolg für das Spiel.
Mittlerweile laufen auch Untersuchungen, ob Ersatzschiedsrichter auf Spiele, die sie geleitet haben, gewettet haben.

Vielleicht hat auch der eine oder andere Ersatzschiedsrichter schon auf den Super Bowl gewettet?
Da haben sich die Quoten nach zwei Spieltagen allerdings sehr verschoben.
Topfavorit mit 4:1 sind jetzt die 49ers.
Auf Platz 2 stehen die Texans mit 9:2.
Wenn man auf die Saints wettet bekommt man im Falle eines Sieges für einen eingesetzten Dollar 60 zurück. Ein ganz netter Absturz.
Aber wer es ganz riskant möchte, kann ja auf die Browns oder Jaguars setzen. Hier würde man für einen Dollar Einsatz 500 zurückbekommen.

Die Patriots holten Deion Branch zurück.
Am Dienstag unterschrieb der Wide Receiver einen Einjahresvertrag. Erst vor drei Wochen hatten sie ihn recht überraschend gefeuert.
New England verpflichtete auch Tight End Kellen Winslow, um einen Ersatz für den verletzten Aaron Hernandez zu haben.

Jerry Jones ist gegen das Abknien am Ende eines Spiels.
Für ihn ist das ein verschwendeter Spielzug, der verboten gehört. Der Besitzer der Cowboys reagiert damit auf den Vorfall am Ende des Spiels der Buccaneers gegen die Giants.
Jones schlägt vor, das Abknien als Spielverzögerung zu bestrafen. Wer nicht vorhat, den Ball nach vorne zu bewegen, muss mit einer Flagge rechnen.
So ist es ja in der Arena Football League.
Jones will den Vorschlag beim nächsten Treffen des Regelkomitees unterbreiten.

Ja, wegen der Schiedsrichterleistungen beim letzten Monday Night Spiel konnte man zur Flasche greifen. Und daß man es eilig hatte, nach gefühlten vier Stunden Schiedsrichterkonferenzen, aus dem Stadion wegzukommen, ist auch verständlich.
Dumm nur, wenn man dabei erwischt wird.
So wie Falcons Running Back Michael Turner.
Er wurde nach dem Spiel angehalten, weil er zu schnell mit seinem Auto unterwegs war, und dabei wurde festgestellt, daß er betrunken war.
Turner wurde verhaftet und gegen $2.000 Kaution wieder freigelassen.
Das Team will den Fall genau untersuchen, bevor es reagieren wird. Allerdings wird Turner dringend gebraucht. Eine Suspendierung scheint daher ausgeschlossen.

In der Niederlage gegen die 49ers brach sich Lions Cornerback Drayton Florence einen Arm.
Er wird etwa sechs Wochen ausfallen, und Detroit muss dringen Ersatz suchen, denn er ist der mittlerweile vierte Verletzte im Rückfeld der Lions Verteidigung.

Dienstag, 18. September 2012

Die NFL 2012 - Woche 2 - Monday Night
manning-bronco3
Es gibt so Tage...
So einen erwischte gestern Peyton Manning (Bild). Im ersten Viertel warf er den Ball drei mal zu Verteidigern der Falcons. Noch nie zuvor in seiner Karriere hatte er aufeinanderfolgende Spiele mit einem Interception, doch gestern war es soweit. Nachdem er gegen die Steelers einen Fehlwurf hatte, folgte das gestrige Debakel.
Dann verlor auch noch Knowshon Moreno den Ball im ersten Viertel, und zuletzt hatten die Redskins vier Ballverluste im ersten Viertel vor genau 10 Jahren. Aber Manning hatte im Vorfeld gewarnt, daß es in der Lärmhölle des Georgia Domes ganz, ganz schwer werden würde.
Auf wundersame Weise entsprangen diesen vier Ballverlusten nur 10 Punkte. Denver blieb im Spiel und das bis zuletzt.
Obwohl die Defense der Falcons Manning ordentlich verwirrte, führte er Denver im letzten Viertel noch zum 21:27 Anschluß, aber es reichte nicht mehr.
Matt Ryan bewies erneut, daß er Zuhause eine Macht ist.
So hatten die beiden Quarterbacks fast identische Statistiken, bis auf Mannings Interceptions.
Manning vervollständigte 24 seiner 37 Pässe für 241 Yards, 1 Touchdown und besagte 3 Interceptions.
Ryan vervollständigte 24 seiner 36 Pässe für 219 Yards, 2 Touchdowns ohne Interception.
Atlanta gewann mit 27:21, dank der tatkräftigen Unterstützung des einzigen viermaligen NFL MVPs, Peyton Manning.

Kurzberichte
Die Leistungen der Ersatzschiedsrichter im Monday Night Spiel waren so unsäglich, wie die der Crews vom Sonntag.
Doch die NFL wird es kaum kümmern. Die Einschaltquoten stimmen, die Fans strömen in die Stadien, warum den regulären Zebras nachgeben?
Nun, weil das, was die Ersatzleute zeigen wirklich schlecht ist.
Die Trainer und Spieler merken, daß man die Ersatzleute ganz leicht unter Druck setzen kann und werden das immer weiter ausnutzen.
Spieler gehen aufeinander los, weil die Ersatzleute keine Durchsetzungskraft haben.
Im Spiel der Broncos gegen Atlanta brach die pure Anarchie aus.
Das muss doch in der Chefetage der NFL jemanden interessieren.
Anscheinend nicht.

Wie erwartet mussten die Redskins Linebacker Brian Orakpo und Defensive End Adam Carriker auf die Verletztenliste setzen.
Orakpo riss sich erneut den Brustmuskel an dem er vor der Saison operiert wurde.
Carriker riss sich eine Band im Knie und für beide ist die Saison beendet.

Bei den Eagles wird Center Jason Kelce vier bis sechs Wochen ausfallen. Das ist die positive Prognose, denn er hat sich ein Band im Knie angerissen.
Wenn er operiert werden muss, ist die Saison für ihn beendet.

Die Giants schonten am Montag sechs Spieler im Training, darunter Tackle David Diehl, Running Back Ahmad Bradshaw und Wide Receiver Domenik Hixon.
Da New York bereits am Donnerstag in Carolina ran muss, kann es sein, daß einige der geschonten nicht antreten können.

Bei den Patriots wird Aaron Hernandez erst im Oktober wieder mitmischen können.
Der Tight End verletzte sich in der Niederlage gegen Arizona am rechten Knöchel, der geschont werden muss.

Die Angst um ihren Quarterback hat nun auch die Bears zum Handeln bewegt. Sie stellen die löchrige Offensive Line um, damit Jay Cutler nicht mehr ganz so oft das Stadion auf Grasnabenniveau ansehen muss.
Allerdings soll Jmarcus Webb seinen Job zunächst behalten, obwohl gerade er Cutler besonders in Rage brachte.
Und daß Cutler ihn anbrüllte und zurechtwies, stößt einigen Teamkollegen bitter auf. So sagte Cornerback D.J. Moore, daß es von Cutler ungemein unfair gewesen wäre, Webb so anzubrüllen.
Was soll diese blöde Aussage?
Der Quarterback muss Führungsqualitäten haben und diese ausüben. Dazu gehört auch, Spieler, die besonders schlecht sind, daraufhinzuweisen, daß sie enorm viel Geld für lächerlich schwache Leistungen bekommen.
Ist es denn nicht unfair von Webb, immer und immer wieder Verteidiger über seine Seite auf seinen Quarterback losstürmen zu lassen?
Natürlich könnte Cutler seine Versager auch mal zum Essen einladen, so wie andere Quarterbacks das ja hin und wieder machen. Aber bei der O-Line der Bears wäre das todsicher rausgeschmissenes Geld. Besser würden die dadurch bestimmt nicht.

Montag, 17. September 2012

Die NFL 2012 - Woche 2 - Der Sonntag
brady-tom02Es ist viel passiert. Hier die Schlagworte: Es gab wenig Überraschungen, aber eine Sensation.
Nur noch ein Rookie- Quarterback steht ohne Sieg da.
Die Ersatzschiedsrichter machen doch zuviel Falsch.

Für die Sensation sorgten die Arizona Cardinals. Sie siegten In New England und sorgten dafür, daß die Patriots ihr erstes Saisoneröffnungsspiel Zuhause seit 10 Jahren verloren.
Auffällig war, daß die O-Line der Patriots mit ihren Kollegen bei den Bears im Fernduell darum liegen, wer von beiden den Quarterback am Schlechtesten beschützt. Wie Jay Cutler in Chicago lief auch Tom Brady (Bild) ständig um sein Leben.
Dazu kam eine ernsthafte Knöchelverletzung von Tight End Aaron Hernandez, die die weiteren offensiven Bemühungen nochmals verschlechterte. Wes Welker wird auch nicht mehr so eingesetzt, wie man es gewohnt ist. Warum der Head Coach den besten Spieler des Teams der vergangenen Saison größtenteils auf der Bank sitzen lässt, wird wohl sein Geheimnis bleiben.
So kam es also, daß die Cardinals solide spielten und Quarterback Kolb zumindest nicht die großen Fehler machte.
Sekunden vor Spielende hatte das Vögelchen einen haudünnen 20:18 Vorsprung. Die Patriots standen an Arizonas 24 und schickten die Field Goal Einheit aufs Feld. Doch Kicker Stephan Gostkowski müssen die Nerven völlig versagt haben. Er haute den Ball soweit links an den Stangen vorbei, daß er fast im Seitenaus landete.
Arizona sorgte so für eine weitere Sensation in dieser Saison.

Die Saints hätten selber nicht gedacht, daß ihnen der suspendierte Head Coach Sean Peyton so sehr fehlen würde. Doch nachdem sie gegen die Panthers erneut versagten und als Verlierer vom Platz schlichen, wurden sie eines anderen belehrt.
Drew Brees ist ohne seinen Spielzugansager nicht der Quarterback, der letztes Jahr Dan Marinos Rekord knackte.
Und Panthers Quarterback Cam Newton stellte mit seinen Pässen und Läufen die Verteidigung der Saints vor unlösbare Probleme.
Die Saints sind nach dieser 27:35 Niederlage 0-2 und in Auflösung begriffen.

Kein Rookie- Quarterback ist mehr ohne Niederlage und nur einer noch ohne Sieg.
RG3 spielte solide gegen die Rams, die aber ein bißchen besser waren.
Er vervollständigte 20 von 29 Pässen für 206 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Doch Sam Bradford stand ihm nicht nach. Er vervollständigte 26 von 35 Pässe für 310 Yards, 3 Touchdowns bei ebenfalls einem Interception.
Das reichte dann am Ende für einen glücklichen 31:28 Sieg für die Rams.

Andrew Luck führte seine Colts in seinem ersten Heimspiel zum ersten Sieg. Er tat das mit einer Angriffsserie in den letzten Minuten des Spiels, die so aussah, als hätte der Großmeister Peyton Manning selber das Team angeführt.
Luck warf 2 Touchdownpässe und blieb ohne Interception.

Bei den Dolphins konnte Ryan Tannehill sein Team mit genau 200 Passyards und 1 Touchdown zu einem nie gefährdeten 35:17 Sieg gegen dieselben, alten Raiders führen.

Die Dallas Cowboys waren hilflos in Seattle. Dadurch fuhr auch Seahawks Quarterback Russell Wilson seinen ersten Sieg ein.
Dallas war Seattle in allen Belangen völlig unterlegen und war mit einer 7:27 Niederlage noch gut bedient.
Teilweise sah es so aus, als würde ein NFL Team gegen eine Collegemannschaft spielen.

Einzig Browns Quarterback Brandon Weeden ist noch ohne Sieg.
Seine Leistung jedoch hätte einen Sieg gegen die Bengals verdient gehabt. Und wenn nicht gegen die Bengals, gegen wen dann?
Weeden vervollständigte 26 seiner 37 Pässe für 322 Yards, 2 Touchdowns und blieb ohne Interception, aber auch ohne Sieg.
Den nahmen die Bengals mit 34:27 mit.

Die Giants haben das Spiel gegen Tampa Bay genauso schlampig begonnen, wie gegen die Cowboys in der Woche zuvor.
Zur Halbzeit stand es 24:13 für die Bucs. Eli Manning hatte drei Interceptions geworfen.
Das Donnerwetter in der Kabine der Giants muss man von New Jersey bis New York gehört haben.
Manning und die Seinen kamen völlig verwandelt aus der Pause und schafften noch den erwarteten Sieg, der mit 41:34 nicht gerade standesgemäß ausfiel.
Als Manning am Schluß den Ball annahm um das Spiel mit dem Abknien zu beenden, stürmten die Verteidiger der Bucs auf ihn los und stießen ihn zu Boden.
Darüber regte sich Head Coach Tom Coughlin furchtbar auf und schrie seinem Kollegen Schiano an, daß man das in dieser Liga nicht so mache.
Der Head Coach der Bucs blieb cool und erklärte der Presse, daß er jetzt Head Coach in der NFL ist, und er das so macht. Er hätte gelernt, daß man bis zum Schlußpfiff spielt und er wisse, daß er nichts illegales gemacht hätte, als er seine Verteidiger auf Manning hetzte.
Recht hat er. Das ist die NFL. Da macht man das so. Dieser ungeschriebene Nichtangriffspakt ist dämlich.
Vielleicht war Giants Head Coach Coughlin auch deshalb angefressen, weil er während des Spiel schon Left Tackle Dave Diehl, Running Back Ahmad Bradshaw und Wide Receiver Domenik Hixon mit Verletzungen verlor.

Die Leistungen der Schiedsrichter in dieser zweiten Woche waren so schlecht, daß sogar ich Anstoß daran nehme. Schlimm ist vor Allem, was sie nicht pfeifen, so den Angriff mit dem Unterarm von Lions Verteidiger Wendling, als 49ers Quarterback Alex Smith mit den Füßen voran über den Boden rutschte und somit also klar signalisierte, daß der Spielzug beendet war.
Und von allen Spielen prasseln die Fehlermeldungen nur so herein und kaum einer schert sich um das Redeverbot, das die Liga ihren Spielern und Trainern im Bezug auf die Ersatzschiedsrichter auferlegt hat.
Es reicht!

Der Lazarettreport
Die Redskins verloren zwei Starter für längere Zeit. Defensive End Adam Carriker muss wohl an seinem rechten Knie operiert werden, und Linebacker Brian Orakpo verletzte sich erneut an seinem Brust/Schultermuskel.

In der Schlacht der Eagles gegen die Ravens mussten Center Jason Kelce, Left Tackle King Dunlap und Wide Receiver Jeremy Maclin von den Adlern das Spiel verletzt verlassen.

Colts Center Samson Satele verletzte sich in der ersten Halbzeit am Knie. Wie schwer er verletzt ist, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Sonntag, 16. September 2012

Kurzberichte
flacco-joe200Nach seiner beeindruckenden Leistung gegen die - ähäm - Bengals, rief Ravens Head Coach aus: „Bezahlt den Mann.“
Damit meinte er seinen Quarterback Joe Flacco (Bild), der im letzten Jahr seines aktuellen Vertrags ist, und der gerne vor der Saison eine Vertragsverlängerung abgeschlossen hätte.
Doch der Vorstand des Teams war mit seinen Gehaltsvorstellungen nicht einverstanden. Flacco wollte bezahlt werden, wie ein Quarterback unter den Top 5 der Liga.
Ob sich das rechtfertigen lässt, kann man nach dem ersten Spiel noch nicht sagen, zumal es nicht gerade gegen ein Spitzenteam der Liga ging.
Joe Flacco bleibt cool. Wenn die Ravens ihn nicht mehr haben wollen, wird er nächstes Jahr seinen Marktwert testen, wenn andere Teams ihm ihre Angebote vorlegen.
Allerdings gehören die Ravens nicht zu den Teams, die während einer Saison nicht um Verträge pokern. Auch die Texans gaben ihrem Quarterback Matt Schaub einen neuen Vierjahresvertrag, nachdem er in Woche 1 die Dolphins ertränkte.
Es kann also sein, daß auch Flacco plötzlich, aber erwartet, ein neues Angebot vorgelegt bekommt.

Die Raiders setzten Jacoby Ford auf die Verletztenliste. Damit steht ihnen einer ihrer sichersten Wide Receiver wieder nicht zur Verfügung.
Ford wurde am Dienstag am Fuß operiert, und für ihn ist die Saison beendet.

21, 22, 23, nächster Spielzug.
Die No-Huddle Offense einiger Teams lässt weniger Zeitlupenwiederholungen zu und erlaubt es den Kommentatoren seltener, ihre geliebten, aber völlig überflüssigen, Malereien auf dem Bildschirm zu präsentieren.
Die Patriots, Packers, ja sogar die Ravens, wollen den Verteidigungen keine Zeit geben, Spieler auszutauschen. Das wirkt sich auch auf uns aus, die wir weniger Wiederholungen ihrer Spielzüge zu sehen bekommen.
Aber die Teams haben Erfolg damit, und nur das zählt.
Also: 21, 22, 23, nächste Meldung...

Die Bears mussten einen weiteren Running Back verpflichten. Das heißt, daß Matt Forte mit seinem verstauchten Knöchel wohl doch länger ausfällt.
So kam Kahlil Bell wieder zurück ins Team, der erst im August gefeuert wurde.
Um Platz im Kader für ihn zu schaffen, feuerten die Bears Safety Jeremy Jones.

Samstag, 15. September 2012

Das Lazarett
Jones-Drew-Maurice2Bei den Jaguars wird Maurice Jones-Drew (Bild) starten. Der Running Back sollte nach seinem Streik erst langsam wieder ans rauhe Alltagsleben der NFL gewöhnt werden, aber Rashad Jennings hat`s am Knie und kann nicht spielen.

Bei den Cowboys wird weiter Jay Ratliff fehlen. Der Nose Tackle ist am Knöchel verletzt.

Bei den Colts ist der beste Passrusher am Knöchel verletzt, Dwight Freeney. Er wird gegen die Vikings nicht antreten können.

Die Gehirnerschütterung von Darrelle Revis war wohl doch schlimmer, als zunächste verlautbart. Der Starverteidiger der Jets wird gegen die Steelers nicht spielen.

Das wird die Steelers freuen, haben sie doch ihre eigenen Verletzungssorgen. Bei Linebacker James Harrison und Safety Troy Polamalu stehen die Zeichen eher auf nicht einsatzbereit.

Am Donnerstag riss sich Bengals Linebacker Thomas Howard im Training das Kreuzband. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt und seine Saison ist beendet.

Ob RG3 auch gegen die Rams Pässe zu Pierre Garcon werfen wird, bleibt abzuwarten. Der Wide Receiver ist am Fuß verletzt und über seinen Einsatz wird kurzfristig entschieden.

Ob die Lions es mit Ted Ginn oder Brandon Jacobs zu tun bekommen, wird man sehen.
Niners Wide Receiver Ginn ist am Knöchel verletzt und Running Back Jacobs hat Knie, und beide konnten am Mittwoch und Donnerstag nicht trainieren.

Kurzberichte
In der Fernsehserie „Die gefährlichsten Jobs der Welt“ warte ich mit Spannung auf die Folge „Quarterback der Bears“.
Auch Jay Cutler hat Angst um sein Leben, und das zeigte er seinem Left Tackle Jmarcus Webb am Donnerstag. Nachdem er mal wieder unter einer Traube von Packers Verteidigern begraben wurde, schrie Cutler Webb an und schubste ihn aus dem Weg. Was gar nicht so leicht war, denn Webb dürfte das Doppelte wiegen. Der grinste dann auch nur dämlich.
Aber Cutler war gar nicht zum Grinsen zumute. Zurecht hat der Mann Angst um seine Gesundheit, bei dem, was die O-Line Chicagos sich seit Jahren zusammenspielt.
Das wirft natürlich die Frage auf, was Cutler dazu bewogen hat, den Packers zwei Tage vor dem Spiel viel Glück zu wünschen. Sie würden es niemals schaffen die Wide Receiver Brandon Marshall und Alshon Jeffery so zu decken, daß diese keine Pässe fangen könnten, meinte er in Richtung Green Bay.
Die Packers werden sich denn auch über diesen Spruch schlappgelacht haben. Marshall fing 2 Pässe für 24 Yards, Jeffery keinen. Dafür fingen sie vier von Cutlers Pässen.

Apropos Bears-Packers.
Hier entschieden die Schiedsrichter, nach genauerer Ansicht, daß die Bears 12 Mann auf dem Feld hatten, als Aaron Rodgers bei einem dritten Versuch und drei einen unvollständigen Pass warf. Die Strafe sorgte dann für einen neuen ersten Versuch und die Packers konnten später ein Field Goal erzielen.
Doch war der Spieler wirklich noch auf dem Feld?
Als die Packers den Ball anspielten, war schon ein Fuß des Verteidigers außerhalb des Spielfeld am Boden. Wieder ein Fehler der Ersatzschiedsrichter?
Ganz im Gegenteil!
Sie legten die Regel richtig aus.
Laut NFL Handbuch für komplizierte Regeln ist ein Spieler erst dann aus dem Feld, wenn beide Füße von ihm den Boden außerhalb des Platzes berühren.

Die Leute sind verrückt nach Madden 13. Bis zum Ende des ersten Spieltags in der NFL wurden 81.516.738 Partien Online gespielt.
Die meistgespielten Teams sind übrigens die 49ers und die Eagles.
In Detroit ist es schwer, Calvin Johnson mal vom Spielen abzulenken. Der Wide Receiver ziert das Cover des diesjährigen Spiels und er schenkte seinen Teamkollegen von ihm unterschriebene Ausgaben, um sich mit ihnen zu messen.

Freitag, 14. September 2012

Kurzberichte
cutler-jay-bears-2Das Spiel der Bears gegen die Packers ist schnell erzählt.
Jay Cutler (Bild) warf vier Interceptions und wurde sieben mal gesackt.
Das war die ganze Geschichte.
Nicht, daß die Packers sich mit Ruhm bekleckert hätten, jedenfalls nicht in der Offense. Aber ihre Defense war einfach zu stark, für diese hilflose Offense der Teddys.
Für Chicago gibt es nur zwei Möglichkeiten in der nächsten Draft, entweder man rekrutiert eine komplette O-Line oder man wählt einen Quarterback, der auch auf dem Rücken liegend werfen kann.
Das was da kopflos über den Platz rennt, verspottet jede Beschreibung.
Da kann auch der Ausfall von Matt Forte nicht als Entschuldigung herhalten. Der Running Back war bis in die Mitte des dritten Viertels alles, was Chicago an Offense hatte. Er lief nicht nur mit dem Ball, er wurde auch oft als Passempfänger eingesetzt. Doch eine Knöchelverletzung hinderte ihn daran, weiterzuspielen. Wie schwer die Verletzung ist, wurde noch nicht veröffentlicht.
Green Bay hätte durchaus höher gewinnen können, ja müssen, als nur 23:10.

Bei den Steelers konnten gleich zwei Starverteidiger nicht trainieren: Linebacker James Harrison und Safety Troy Polamalu.
Harrison könnte wegen seines frisch operierten Knies, das nicht so verheilt, wie er gehofft hat, gegen die Jets fehlen.
Bei Polamalu heißt es, daß er nur geschont werden sollte. Auch letztes Jahr hat er oft nicht mittrainiert, aber doch gespielt.

Vor dem Spiel gegen die Ravens gehen den Eagles die Wide Receiver aus.
DeSean Jackson konnte wegen einer schmerzenden Kniesehne nicht trainieren, und Jeremy Maclin hat es an der Hüfte.
Ob beide spielen können, wird kurz vor Spielbeginn entschieden.

Donnerstag, 13. September 2012

Kurzberichte
shanahan-mike-redskinsSchön auf dem Teppich bleiben, gibt Mike Shanahan (Bild) als Devise aus.
Ganz Washington ist aus dem Häuschen, denn RG3 ist eingeschlagen, wie eine Bombe.
John Madden bezeichnete RG3 als Tim Tebow, der passen kann.
Er führt nach dem ersten Spieltag die Bestenliste der Quarterbacks an, und er wurde zum besten Angreifer der NFC in Woche 1 gewählt.
Und das ist es, was der Head Coach der Redskins meint. Griffin III hat erst ein Spiel in der NFL absolviert und wird bestimmt nicht immer eine solch überragende Leistung bringen können.
Gäbe es den Siegersong des letzten Eurovision Song Contests nicht schon, jetzt wäre der Zeitpunkt Euphoria zu schreiben. Denn genau die ist bei den Fans der Skins ausgebrochen.
Und deshalb tritt Shanahan vor dem Spiel gegen die Rams auf die Euphoriebremse.
Moment... gegen die Rams... könnte sein, daß die Bremse da gar nicht funktioniert.

Panthers Running Back Jonathan Stewart verpasste das erste Saisonspiel wegen eines verstauchten rechten Knöchels.
Gegen die Saints will er aber antreten, sagte er am Mittwoch.
Gebraucht wird er dringend. Gegen Tampa Bay erzielten die Panthers 10 Laufyards.

Am Mittwoch konnte Megatron nicht trainieren. Lions Wide Receiver Calvin Johnson ist laut Angaben des Teams am Fuß verletzt. Mehr wurde nicht bekanntgegeben.
Allerdings soll er das „Handschlagspiel“ gegen die 49ers nicht verpassen, heißt es.

In Woche 1 griff Cowboys Left Tackle Tyron Smith mit dem Horsecollargriff zu, um zu verhindern, daß Giants Linebacker Michael Boley mit einem abgefangenen Pass in die Endzone der Cowboys lief.
Das kostete die Giants vier Punkte, weil sie nur ein Field Goal erzielen konnten, und ihn eine Strafe von $15.000, wie die Liga bekanntgab.
Das Angebot von Jerry Jones, die $15.000 zu zahlen, lehnte Smith ab.

Die Bills haben den Mietvertrag mit dem Ralph Wilson Stadion um ein Jahr verlängert.
Eigentlich wollte das Team einen langfristigen Vertrag abschließen, aber dafür lagen die Ansichten beider Seiten zu weit auseinander.
Jetzt haben man 18 Monate Zeit weiterzuverhandeln, da würde man sich einigen können.

Bei den Cardinals konnte der am Fuß verletzte Quarterback John Skelton noch nicht trainieren.
Aber ob Kevin Kolb gegen die Patriots starten wird, wollte Head Coach Whisenhunt noch nicht sagen.
Zwar startete Skelton gegen die Seahawks, aber nach seiner Verletzung war es Kolb, der die Cards zum Sieg führte. Er machte das mit einer no-huddle Offense und vervollständigte 6 seiner 8 Pässe für 66 Yards und 1 Touchdown.

Die besten Spieler der Woche 1

AFC
OFFENSE: QB JOE FLACCO, BALTIMORE RAVENS
21 von 29 Pässe für 299 Yards, 2 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB TRACY PORTER, DENVER BRONCOS
8 Tackles, 5 abgewehrte Pässe, 1 Interceptionreturntouchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR JEREMY KERLEY, NEW YORK JETS
1 Puntreturntouchdown über 68 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB ROBERT GRIFFIN III, WASHINGTON REDSKINS
19 von 26 Pässe für 320 Yards, 2 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DB RONDE BARBER, TAMPA BAY BUCCANEERS
1 Interception, 1, Sack, 5 Tackles, 2 abgewehrte Pässe
Seine 10. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K BLAIR WALSH, MINNESOTA VIKINGS
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 12. September 2012

Kurzberichte
ford-jacoby2Raiders Wide Receiver Jacoby Ford (Bild) muss erneut an seinem linken Fuß operiert werden und länger ausfallen.
Mit derselben Verletzung fehlte er bereits in der letzten Saison einige Wochen.
Für die Fehler bei den Puntversuchen, als Travis Goethel den verletzten Longsnapper Jon Condo ersetzen musste, übernimmt Head Coach Dennis Allen die Verantwortung. Er sagte der Presse, daß er dem Ersatzmann im Training viel mehr Zeit und Möglichkeiten zum Üben hätte geben müssen.
Der mit 39 Jahren jüngste Head Coach der NFL hofft, daß sein Pro Bowl Longsnapper Condo bis zum nächsten Spiel von seiner erlittenen Gehirnerschütterung genesen ist.

Die Broncos verpflichteten Dan Koppen.
Der Center gab neun Jahre lang den Ball zurück an Tom Brady. Jetzt wird er den Ball an eine weitere Größe des Spiels reichen, Peyton Manning.
Die Patriots hatten Koppen vor zwei Wochen gefeuert. Jetzt soll er für etwas mehr Stabilität in der O-Line der Broncos sorgen, die zwei Sacks gegen Pittsburgh zugelassen hatte.
Der 33-jährige Koppen muss zunächst den Gesundheitscheck bestehen, bevor er den Vertrag unterschreiben kann.

Die Redskins haben einen neuen Longsnapper verpflichtet. Nachdem sich Nick Sundberg gegen die Saints den Arm gebrochen hatte, musste ein Ersatz her.
Washington entschied sich für Justin Snow, der bisher 12 Saisons für die Colts spielte.

Es kam mir schon so verdächtig vor, als die Punktestände auf diesen dämlichen, zappeligen Laufbändern am Sonntag nur so hereinprasselten.
Und mein Gefühl hat mich nicht betrogen, es gab tatsächlich einen neuen Punkterekord.
791 Punkte sind noch nie zuvor in der Geschichte der NFL am ersten Spieltag erzielt worden. Vor einem Jahrzehnt wurde 788 Punkte erzielt, drei weniger, als dieses Jahr.
Fünf Teams erzielten mehr als 40 Punkte, noch`n Rekord für Woche 1.
Auch für die erzielten Yards in Woche 1 gibt es einen neuen Rekord. Noch nie zuvor flogen die Bälle für 71,5% der erzielten Yards durch die Luft. Es ist wirklich eine Passhappy Liga geworden.
Mal sehen, ob diese Zahlen halten, wenn es kälter und nasser wird.

Dienstag, 11. September 2012

2012 Woche 1 - Der Montag
raiders-chargersDie Raiders präsentierten sich gegen die Chargers wie ein Hühnerhaufen auf Dope.
Während die Defense wenigstens so tat, als könnte sie was, brachten Offense und Special Teams nichts zustande. Die Punts der Faders waren das reinste Abenteuer, nachdem der etatmäßige Longsnapper, Pro Bowler Jon Condo, wegen des Verdachts auf Gehirnerschütterung ausscheiden musste. Was sein Ersatzmann Travis Goethel machte, war auch Erschütternd. Er hatte zuletzt auf der High School die Bälle weit nach hinten zum Punter geworfen, und das zeigte sich. Zweimal kullerte der Ball über den Boden und einmal verpasste er seinen Gegenspieler, der den Punt blockte.
So verloren die Raiders gegen ein Chargers Team, vor dem kein Gegner in der AFC West Angst haben muss.
Hätte Oakland sich nicht selber in den Fuß geschossen, hätte San Diego durch eigene Leistung nicht 22:14 gewonnen.

Im zweiten MNF Spiel schlugen die Ravens die Bengals mit 44:13.

Die Fans haben die Rückkehr Peyton Mannings herbeigesehnt.
Und so konnte NBC mit dem Sunday Night Spiel der Steelers in Denver einen neuen Einschaltrekord erzielen für diese Serie.
18% der TV Geräte in den USA waren auf dieses Spiel eingeschaltet. Das ist eine Steigerung zum ersten Spiel der letzten Saison um 7%.
Aber auch die Spiele auf CBS und FOX am Nachmittag hatten hervorragende Einschaltquoten.
Football is back... und das ist gut so!

Die NFL gab offiziell bekannt, daß die Ersatzschiedsrichter bis einschließlich Woche drei fest eingeplant sind. Inoffiziell war sogar von Woche fünf die Rede.
Als die Liga 2001 schon einmal Ersatzschiedsrichter einsetzte, kamen die regulären Schiedsrichter nach dem ersten Spieltag angekrochen und unterschrieben eine neue Vereinbarung.
Mal sehen, wann sie jetzt kommen?

Am Montag wurden einige Spieler auf die Verletztenliste gesetzt, was bedeutet, daß für sie die Saison beendet ist.
Die Falcons verloren Cornerback Brent Grimes, der sich einen Achillessehnenriss zuzog. Er hatte vor der Saison seinen Franchisevertrag unterschrieben und nach der Operation und der Reha wird es für ihn schwer werden, einen guten Vertrag herauszuhandeln.

Redskins Rookie Safety Jordan Bernstine zog sich einen Bänderriss im rechten Knie zu, und für ihn ist die Saison beendet.

Auch für Bills Wide Receiver David Nelson ist die Saison wegen eines gerissenen Bandes im rechten Knie beendet.

Bills Running Back Fred Jackson ist am Knie verletzt. Die Spanne, für die er ausfallen wird reicht von drei bis sechs Wochen.

Die Cardinals gaben bekannt, daß sich Quarterback John Skelton den Fuß verstaucht hat, und nicht lange ausfallen wird. Was ihm vielleicht nicht hilft, denn Kevin Kolb nutzte seine Chance als Vertreter für Skelton und könnte sich den Posten des Starters für ein paar Spiele erspielt haben.

Jets Cornerback Darrelle Revis hat sich gegen die Bills eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. Er soll aber gegen die Steelers einsatzbereit sein.

Rams Left Tackle Rodger Saffold wurde aus dem Krankenhaus entlassen. Er zog sich gegen die Lions eine Zerrung im Nacken zu.
Allerdings müssen die Rams etwa sechs Wochen auf Center Scott Wells verzichten, der sich den Fuß brach.

Bei den Packers verletzte sich Wide Receiver Greg Jennings an der Leiste. Ob er bereits am Donnerstag gegen die Bears wieder dabeisein kann, ist fraglich.

Broncos Defensive End Ty Warren zog sich erneut einen Trizepsriss zu. Ob die Saison für ihn beendet ist, steht noch nicht fest, die Zeichen stehen aber auf Ende.

Die beste Leistung im Spiel der Redskins gegen die völlig überforderten Saints?
Nein, die lieferte nicht RG3 ab, sondern Nick Sundberg. Er ist der Longsnapper der Skins, und er spielte in der zweiten Halbzeit mit einem gebrochenen Arm.
In der Pause wurden Röntgenaufnahmen von dem Arm gemacht, den er sich am Helm eines Gegenspielers brach. Der Bruch wurde fest verbunden, und Sundberg hatte in Durchgang zwei sechs Einsätze.
Allerdings ist der Arm jetzt in Gips, und wie lange er ausfällt, steht noch nicht fest.

Die NFL suspendierte Browns Cornerback Joe Haden für vier Spiele wegen der Einnahme verbotener Substanzen.

Montag, 10. September 2012

2012 Woche 1 - Der Sonntag
Griffin III-Robert3Womit soll ich anfangen?
Mit den Schiedsrichtern?
Mit den Rookie- Quarterbacks?
OK, wen interessieren die Zebras, machen wir uns über die Rookies her. Es war das erste Mal in der Geschichte der NFL, daß am ersten Spieltag fünf Rookie- Quarterbacks ihr Debut gaben.
Und wenn man sich ansieht, was sie so geleistet haben, weiß man warum. Vor Allem, warum es bestimmt für lange Zeit das letzte Mal war, daß so viele Rookie- Quarterbacks gestartet sind.
Insgesamt haben sie gestern 11 Interceptions geworfen, an einem Tag, der Interceptionverseucht war. Auch etablierte Stars wie Aaron Rodgers, Ben Roethlisberger, Drew Brees usw. leisteten sich ihre Fehlpässe.
Es war also ein sehr schlechter Tag für alle Rookie- Quarterbacks.
Für alle Rookie- Quarterbacks?
Nein, nicht für alle!
RG3 (Bild) erwies sich in seinem ersten Spiel als DER kommende Superstar.
Einige Tageszeitungen in den USA bezeichneten sein Debut als eindrucksvoll.
Eindrucksvoll?
Quatsch!
Er war eine Sensation. Der Gewinner der Heisman-Trophäe spielte wie ein alter Hase, der in seine fünfte Saison geht und auf alles, was die Defense ihm androht, eine Antwort hat.
Was der junge Mann gezeigt hat, konnte man nur mit blassem Erstaunen wahrnehmen.
Gegner waren immerhin nicht die Panthers, Browns oder andere Fußabtreter, sondern die Saints, die den Super Bowl als realistisch erscheinendes Saisonziel ausgegeben haben. Aber sie haben anscheinend doch mehr unter dem Fehlen von Head Coach Sean Payton zu leiden, als man dachte.
Und der neue Defensive Coordinator, Steve Spagnuolo, dem man ja den ersten Super Bowl Sieg der Giants über die Patriots zugeschrieben hat, fand mit seiner harten, etablierten Defense keine Antwort gegen den Typen, der seinen Mannschaftsteil Spielzug für Spielzug auseinandernahm.
Gehörten die Redskins bis zum Saisonbeginn noch selber zu den Fußabtretern, immerhin waren sie zuletzt in den Playoffs, als Noah noch seine Arche baute, so sieht es aus, als ob diese Leidenszeit für die Hauptstädter vorbei wäre.
Sollte gestern jemand das Spiel der Colts gegen die Bears geguckt haben, statt Redskins at Saints, so sollte er sich schleunigst die Wiederholung des Spiels ansehen.
Das war eine Quarterback –Vorstellung vom Allerfeinsten.
Drew Brees und die Seinen machten es dann zum Schluß noch mal leidlich spannend, letztlich aber gewann Washington völlig verdient mit 40:32, weil alle Mannschaftsteile der Redskins um ein vielfaches besser waren, als ihre Gegner.

Kommen wir zu den Schiedsrichtern. Sie lieferten sehr durchwachsene Leistungen ab und aufs Ganze gesehen, waren sie eher schlecht, als mäßig. Einzig die Crew in New Orleans lieferte unter dem Hauptschiedsrichter, einem Jefftrippletteähnlichkeitswettbewerbsgewinner, eine Leistung ab, die an die von Robert Griffin III herankam.
In Seattle hatten sie nicht richtig gezählt, und gaben den Seahawks eine vierte Auszeit, die allerdings nicht spielentscheidend war.
In Detroit musste ein Schiedsrichter verletzt das Spiel verlassen.
Also das war nicht wirklich gut.

Die 49ers, von vielen Experten als Super Bowl Teilnehmer gehandelt, zeigte gleich mal, warum.
Sie ließen den Packers in Green Bay keine Chance und gewannen überzeugend 30:22. Wie auch in New Orleans erscheint das Ergebnis knapper, als der Spielverlauf wirklich war.
Randy Moss fing seinen ersten Touchdown als 49er. Seinen 14. gegen die Packers, gegen die er als Viking ja oft spielte.
Niners Kicker David Akers verwandelte ein Field Goal aus 63 Yards. Nur drei andere Kicker der NFL trafen aus dieser Distanz: New Orleans' Tom Dempsey in 1970, Denver's Jason Elam in 1998, und Oakland's Sebastian Janikowski in 2011.

In Denver schwebt man im Himmel. Weit bis dahin hat man es in der Eineinhalbkilometerhohen Stadt ja eh nicht, aber wenn Peyton Manning weiter die Leistung abliefert, wie gegen die harte, eingespielte, letztes Jahr beste Defense der Liga, dann gute Nacht AFC West. Dann kann es nur einen geben.
Manning warf in diesem Spiel den 400. Touchdownpass seiner Karriere. Er brauchte dafür nur 209 Spiele und vier Nackenoperationen, Dan Marino brauchte 227 Spiele und Brett Favre 228.
Und was die Verteidigung gegen Spielende mit Big Ben anstellte, dürfte ihm eine Menge blauer Flecken eingebracht haben.
In dieser Form müssten die Wildpferde in die Playoffs galoppieren.
Mit 31:19 gewann Denver und schlug Pittsburgh erneut, die sie schon letztes Jahr aus den Playoffs warfen.

Adrian Peterson, der sich an Heiligabend 2011 das Kreuzband riss, spielte tatsächlich gegen die Jaguars.
Mit 84 Yards aus 17 Läufen und 2 Touchdowns hatte er großen Anteil am 26:23 Sieg seines Teams.

Leider blieben auch gestern die Verletzungen nicht aus.
Die Jaguars wollten es mit dem frisch aus einem Streik gekommenen Maurice Jones-Drew ja langsam angehen lassen, aber Running Back Rashad Jennings verletzte sich am linken Knie und kam in der zweiten Halbzeit nicht mehr zum Einsatz.

Bei den Bears verletzte sich Cornerback Charles Tillman am Bein, und diese nicht näher benannte Verletzung soll nicht ohne sein.

Bei den Colts erwischte es mal wieder Linebacker Dwight Freeney und zwar am linken Knöchel.

In Detroit wurde Rams Tackle Rodger Saffold ins Krankenhaus eingeliefert. Er wurde am Nacken verletzt und flog nicht mit dem Team nach Hause.

Titans Quarterback Jake Locker verletzte sich in der Niederlage gegen die Patriots die linke Schulter, soll aber kein Spiel verpassen.

Bei den Saints zog sich Wide Receiver Devery Henderson in der zweiten Halbzeit eine Kopfverletzung zu und hört wohl jetzt noch die Glocken läuten.

Sonntag, 9. September 2012

Kurzberichte
williams-royRoy Williams (Bild) hat seinen Abschied vom Football verkündet.
Der ehemalige Pro Bowl Wide Receiver ist nach acht Saisons in der NFL in den Ruhestand getreten.
Der 30-jährige wurde in der Draft 2004 an siebter Stelle von Detroit einberufen. Weitere Stationen seiner Karriere waren Dallas und Chicago.
Nachdem die Cowboys den Lions 2008 für ihn ihre Wahlmöglichkeiten in der ersten, dritten und sechsten Runde der Draft abgegeben hatten, enttäuschte er auf der ganzen Linie. Er erreichte in Dallas nie die Klasse, die man sich von ihm erhofft hatte.
Auch die Bears wurden mit ihm nicht glücklich. Vor dieser Saison hatten die Texans ihm eine Chance gegeben, aber sie waren nicht mit ihm zufrieden. Miami hatte ihn zu einem Probetraining eingeladen, aber Williams hat es vorgezogen, in den Ruhestand zu treten.

Die Saints haben Defensive End Will Smith bereits zur heutigen Hatz auf Redskins Rookie- Quarterback RG3 eingeplant.
Smith gehört zu den vier Saints Spielern, die im Rahmen des Kopfgeldskandals suspendiert waren, und die kurzfristig von der Berufungsinstanz vorerst für Spielberechtigt erklärt wurde.
Die Spielberechtigung gilt nur so lange, bis Roger Goodell neue Beweise vorlegt, die die aktive Teilnahme am Kopfgeldskandal zeigen. Dann droht eine erneute Suspendierung und der Zirkus beginnt von vorne.

Die Chargers werden ohne Ryan Mathews gegen die Raiders antreten.
Der Running Back hatte sich im ersten Testspiel gegen die Packers einen Schlüsselbeinbruch zugezogen, der noch nicht verheilt ist.

Die Browns wollten vor dem Spiel gegen die Eagles ihren verstorbenen ehemaligen Besitzer Art Modell ehren.
Doch die Familie Modells fürchtet, daß die Fans in Cleveland ihren Unmut über den Verstorbenen äußern könnten, und bat die Browns, von einer Ehrung abzusehen.
Das Team kommt der Bitte nach und ist damit das einzige Team, das Art Modell nicht ehren wird.

Samstag, 8. September 2012

Kurzberichte
goodellEine ganz schwere Klatsche hat der Sonnengott der NFL, Roger Goodell (Bild), einstecken müssen.
Per gerichtlicher Anweisung ist die Suspendierung der vier - ehemaligen - Spieler der Saints aufgehoben.
Das heißt nicht, daß der Vorsitzende der NFL die Spieler nicht noch einmal suspendieren kann, aber er muss dann hieb- und stichfeste Beweise vorlegen, daß diese Spieler ihre Gegner mit voller Absicht verletzen wollten.
Vorerst also sind Jonathan Vilma, Will Smith, Scott Fujita und Anthony Hargrove spielberechtigt.
Allerdings werden wohl nur zwei direkt antreten können, Saints Defensive End Will Smith und Browns Linebacker Scott Fujita.
Saints Linebacker Jonathan Vilma, der für die komplette Saison gesperrt war, kann nicht spielen, weil er sich noch von einer schweren Knieoperation erholt.
Defensive Lineman Anthony Hargrove wurde erst letzte Woche von den Packers gefeuert und hat noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden.

Chris Cooley hat sehr wahrscheinlich einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Der Tight End war letzte Woche von den Redskins gefeuert worden. Sechs Teams sollen sich bei ihm gemeldet haben. Eins dieser Teams waren... die Redskins.
Sie werden in der kommenden Woche ein Gespräch über den möglichen neuen Vertrag mit Cooley führen.

Die Steelers gaben bekannt, daß sie sehr wahrscheinlich ohne James Harrison gegen die Broncos antreten werden.
Der Linebacker hatte noch Schmerzen im operierten Knie und konnte in der Woche zweimal nicht trainieren und über seinen Einsatz wird erst kurz vor Spielbeginn entschieden.

Freitag, 7. September 2012

Kurzberichte
wilson-davidEin Fumble macht noch keinen Versager, aber ein schlechter Einstand in die NFL ist er auf jeden Fall.
Nachdem Rookie Running Back David Wilson (Bild) in der Niederlage gegen Dallas einmal den Ball verlor, musste er für 3 ½ Viertel auf der Bank Platz nehmen.
Head Coach Tom Coughlin stutzte ihn zurecht und ließ ihm Zeit, über seinen Fehler nachzudenken.
Abgeschrieben hat er seinen jungen Spieler aber auf keinen Fall. Coughlin glaubt, daß Wilson eine große Rolle in der Offense der Giants spielen wird... wenn er sich nicht als Fumblemaker erweist.

Die Lions versuchten händeringend unter die Gehaltsobergrenze zu kommen.
Dank Kyle Vanden Bosch haben sie es geschafft. Der Defensive End hat sein Grundgehalt von $5 Millionen für die Saison 2012 auf $925.000 kürzen lassen. Aber das bringt ihn nicht an den Bettelstab, denn die fehlenden $4.075 Millionen hat er als Bonus für die Unterschrift unter den neuen Vertrag erhalten.
Was nutzt da die Gehaltsobergrenze, wenn sie dermaßen leicht ausgehebelt werden kann?
Immerhin liegen die Lions durch diesen simplen Trick jetzt um drei Millionen Dollar unter der Gehaltsobergrenze.

Die Cardinals gaben Daryl Washington am Donnerstag einen neuen Sechsjahresvertrag. Wieviel der Linebacker in dieser Zeit verdienen wird, wurde nicht bekanntgegeben, aber es wird ein vielfaches der $540.000 sein, die ihm unter dem alten Vertrag für 2012 zugestanden hätten.
In der Saison 2011 erzielte Washington 107 Tackles, 5 Sacks und 2 Interceptions für Arizona.

Art Modell ist tot. Der ehemalige Besitzer der Cleveland Browns und Baltimore Ravens verstarb am Donnerstag im Alter von 87 Jahren an Altersschwäche.
Modell gehörte zu den Teambesitzern, die die Grundfeste der heutigen NFL legten. Er sorgte dafür, daß ABC im Jahr 1970 mit den Übertragungen der Monday Night Spiele begann.
Doch in Cleveland werden sie ihm keine Träne nachweinen. Dort riss er den Fans das Herz aus der Brust, als er mit den Browns 1996 in einer Nacht und Nebel Aktion nach Baltimore umzog.
Die Liga zwang ihn, dem Team einen neuen Spitznamen zu geben. Die Rechte an dem Namen Browns behielt die NFL um ihn wieder einem neuen Team in Cleveland zu geben.
Diese Aktion verfolgte ihn für den Rest seines Lebens. Sie wird von vielen als Grund angesehen, warum Art Modell nie in die Ruhmeshalle des Footballs aufgenommen wurde.
Allerdings liebten die Fans in Baltimore ihn genauso sehr, wie die Fans in Cleveland ihn hassten. Das war für ihn sehr wichtig.
Am Donnerstag nun folgte er der Liebe seines Lebens, seiner Frau Pat, die im Oktober letzten Jahres verstarb.

Donnerstag, 6. September 2012

Die Saison 2012 läuft
Wer es im Forum und auf meiner Facebookseite noch nicht gelesen hat, dem sei hier gesagt, daß die Saison 2012 auch wieder von Sport1+ übertragen wird.
Nur mit deutschem Kommentar, aber viele mögen ja gerade den.
Der Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2014/15.

romo-tonyAuch das Spiel aus dieser Nacht wurde schon übertragen und die dringendsten Fragen will ich zuerst beantworten: Ja, die Ersatzschiedsrichter waren tatsächlich im Einsatz und Nein, sie haben nicht mehr Fehler gemacht, als es auch ihre regulären Kollegen gemacht hätten.
Man sieht hat nicht jedes Halten und auch nicht jedes Zucken bevor der Ball angespielt wird.
So viel dazu.
Die erste Hälfte des Spiels war zum Einspielen. Sie war ziemlich öde und tröpfelte nur so vor sich hin.
Tony Romo (Bild) hatte bereits seinen Interception geworfen, aus dem anschließend die 3:0 Führung für die Giants entsprang.
Allerdings ging Dallas mit einer 7:3 Führung in die Pause.
Die zweite Hälfte bot dann wirklich guten Football. Die Hausherren aus New York hatten aber so ihre Probleme mit einem Cowboysteam, das sie in den letzten Spielen immer beherrscht hatten. Vor der Rekordkulisse von 82.287 Zuschauern zeigte sich, daß die vielen Verletzten in der Verteidigung ihren Tribut forderten. Selbst eine O-Line der Cowboys, auf der auch verletzungsbedingt kein Spieler auf seiner angestammten Position spielte, hatte keine Probleme mit ihren Gegenspielern.
Probleme hatte die Offense der Cowboys nur mit sich selber, da sie Strafe um Strafe produzierte und zu oft den Rückwärtsgang einlegte.
Doch die D aus big „D“ scheint in dieser Saison die Philosophie ihres Defensive Coordinators Bob Ryan besser umsetzen zu können, als letztes Jahr. Das, und die Unfähigkeit speziell von Giants Wide Receiver Victor Cruz auch die genauesten Pässe von Eli Manning fangen zu können, war Spielentscheidend.
Tony Romo zeigte mal wieder, daß er zur Elite der NFL Quarterbacks gehört, wenn er denn einen seiner guten Tage erwischt. Mit Kevin Ogletree hat er eine neue, gute Anspielstation gefunden. Er fing 8 Pässe für 114 Yards und 2 Touchdowns.
Eli Manning hätte dem nicht nachgestanden, wenn seine Receiver ihren Job getan hätten.
So aber verlor zum ersten Mal in der Geschichte des Eröffnungsspiels der Gastgeber das Spiel und die Bilanz steht jetzt, dank Dallas, das 24:17 gewann, 8-1.

Kurzberichte
Der ehemalige Besitzer der Baltimore Ravens, Art Modell, wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Der Pressesprecher des Teams wusste nicht genau, in welcher Verfassung der 87-jährige war.
Während also Modell ins Krankenhaus eingeliefert wurde, konnte sein langjähriger Weggefährte Ralph Wilson das Hospital verlassen. Dem 93-jährigen Besitzer der Bills geht es wieder besser. Auch hier wurde nicht bekanntgegeben, warum der Krankenhausaufenthalt nötig war.

Jim Harbaugh ist Vater geworden. Kurz vor Saisonbeginn brachte die Frau des 49ers Head Coaches mal wieder einen Sohn zur Welt.
Jack Jr. kam 10 Tage zu früh, ist aber gesund und munter.
Seine Geburt war nur noch reine Routine für Jim Harbaugh, der zum sechsten Mal Vater wurde.

Mittwoch, 5. September 2012

Kurzberichte
garrard-davidAm Dienstag feuerten die Dolphins Quarterback David Garrard (Bild). Das kam nicht unerwartet. Garrard war der designierte Starter, als das Team ins Trainingslager ging. Doch eine Verletzung hinderte den Quarterback daran, an den Vorbereitungen teilzunehmen.
Mittlerweile hatte sich Ryan Tannehill den Posten des Starters erspielt und deshalb wurde Garrard entbehrlich.

CBS wird sich in der nun beginnenden Saison der Hilfe eines Arztes bedienen. Dr. Neal ElAttrache hat 2008 das Knie von Tom Brady operiert und ist heute Teamarzt einer Baseballmannschaft.
Er soll dem Sender in Echtzeit Ferndiagnosen liefern, zu Spielern, die sich verletzt haben.
Nun gibt es viele, die Ferndiagnosen für Wahrsagerei halten, und das nicht zu unrecht. Doch CBS ist sich sicher, daß hier keine Scharlatanerie abgeliefert wird, sondern fundiertes Fachwissen.

Die Giants müssen ihre Titelverteidigung ohne den Prinz beginnen. Cornerback Prince Amukamara wird wegen einer Knöchelverletzung nicht am ersten Spiel teilnehmen. Defensive Tackle Marvin Austin und Offensive Tackle James Brewer haben Rücken und werden auch fehlen.
Bei den Cowboys können Nose Tackle Jay Ratliff und Safety Matt Johnson definitiv nicht spielen und ob Tight End Jason Witten nach seinem Milzriss eingesetzt wird, ist immer noch offen.

Bryant McKinnie stand kurz vor der Entlassung bei den Ravens. Dann entschloss sich der Left Tackle, doch einer Gehaltskürzung zuzustimmen.
2012 sollte er ein Grundgehalt von $3,2 Millionen erhalten. Das wurde gekürzt auf $2,2 Millionen. Mit Boni könnte McKinnie aber doch die $3,2 Millionen verdienen.

Drew Rosenhaus
Der Spieler-Berater-Vermittler-Manager-Betreuer-Agent Drew Rosenhaus steht unter Beobachtung. Die NFLPA untersucht seine Verbindung zu Jeff Rubin, einem ehemaligen Finanzberater.
Rosenhaus hat viele seiner Spieler überredet, ihr Geld über Rubin in ein Bingo Casino in Alabama zu investieren, das Bankrott ging.
Die Schäfchen, die von Rosenhaus zu dieser finanziellen Schlachtbank geführt wurden, haben über $43 Millionen verloren.
Es steht zu vermuten, daß Rosenhaus selber Geldprobleme hat, denn ein ehemaliger Angestellter von ihm versucht vor Gericht sein Gehalt zu erstreiten.
Die Spielergewerkschaft untersucht nun, wie eng die Geschäftsbeziehung zwischen Rubin und Rosenhaus war. Zu eng darf sie nach den Regeln der NFL nämlich nicht sein. Dennoch sollen die beiden oft gemeinsam aufgetreten sein, wenn Rosenhaus einen Spieler unter Vertrag nehmen wollte. Rubin hat diesem dann von den unendlichen Möglichkeiten der Geldvermehrung vorgeschwärmt, die nicht selten zur Unterschrift des umgarnten Spielers geführt haben.
Dieses gemeinsame, aggressive Umwerben eines möglichen Klienten wäre ein Verstoß gegen die geltenden Regeln.
Der Spieler-Berater-Vermittler-Manager-Betreuer-Agent weist jede Anschuldigung von sich. Er und Rubin hätten eine normale Geschäftsbeziehung gehabt und er, Rosenhaus, hätte keinen Grund gehabt an der Integrität Rubins zu zweifeln.
Terrell Owens, der bei Rosenhaus unter Vertrag steht, sieht das anders. Für ihn ist Rosenhaus Teil des Problems. Er glaubt nicht, daß viele Spieler ihre Stimme gegen ihren Agenten erheben werden, aus falschverstandener Loyalität, aber er, T.O., hätte damit überhaupt kein Problem. Er findet es einfach nur mies, daß die Menschen, denen er vertraut hat, sein Geld vernichtet hätten, für das er hart gearbeitet hat.
Es kann sein, daß diese Untersuchungen der NFLPA offizielle Ermittlungen nach sich ziehen werden.

Dienstag, 4. September 2012

Kurzberichte
peterson-adrian200Jacksonville gegen Minnesota. Das Spiel zweier Running Backs, die zurückkommen wollen.
Der eine, Adrian Peterson (Bild) von den Vikings, hat eine schwere Knieoperation hinter sich, und will unbedingt am ersten Spieltag eingesetzt werden. Doch seine Trainer teilen den Enthusiasmus ihres Stars nicht und wollen zunächst weiter auf Schonung setzen.
Der andere, Maurice Jones-Drew von den Jaguars, hat 38 Tage gestreikt, um mehr Geld aufs Konto geschaufelt zu bekommen, doch ohne Erfolg. Der pakistanische Besitzer des Teams, Shahid Khan, machte einen auf Teppichhändler und bewies, daß er der bessere Feilscher ist. Jones-Drew hat sich ohne einen besseren Vertrag bekommen zu haben, beim Team zurückgemeldet und läuft einem Trainingsrückstand hinterher. Deshalb hat Head Coach Mike Mularkey schon entschieden, daß sein bester Läufer nur in dritten Versuchen eingesetzt wird und in einer kompletten Angriffsserie. Starten wird Rashad Jennings.
Es wird spannend zu sehen, wie Peterson und Jones-Drew sich schlagen werden.

Die Giants vermelden, daß der gebrochene Fuß ihres Wide Receivers Hakeem Nicks völlig verheilt ist. Nicks brach sich den rechten Fuß während einer Trainingseinheit im Mai. Seitdem hat er nur leicht trainiert.
Gegen die Cowboys wird er aber spielen können, obwohl er erst im letzten Testspiel zum Einsatz kam und dort nur einen Pass für sechs Yards fing.

Austin Collie soll gegen die Bears spielen.
Das ist erstaunlich und unintelligent. Der Wide Receiver der Colts hat sich gerade erst wieder von einer Gehirnerschütterung erholt. Es war seine dritte Gehirnerschütterung in den letzten 22 Monaten. Da kommt die Meldung, daß er spielen und nicht in den Ruhestand treten wird, doch sehr überraschend.
Die Gerichtssäle in den USA sind voll von ehemaligen NFL Spielern, die unter dem Stichwort Gehirnerschütterung und ihre Folgeschäden, ihre Konten auf Kosten der NFL füllen wollen. Wie kann es da sein, daß ein Spieler, der für diese Verletzung augenscheinlich sehr anfällig ist, sich weiter der Gefahr dauerhafter Schäden aussetzt?
Sei es wie auch immer, der Collie will spielen, also... fang das Bällchen.

Montag, 3. September 2012

Kurzberichte
jones-drew-maurice4Nach einem 38 Tage dauernden Streik ist Maurice Jones-Drew (Bild) zurück im Team.
Einen neuen Vertrag hat er sich nicht erstreiken können. Der Running Back der Jaguars muss also für die mageren $4,5 Millionen spielen, die ihm laut des noch zwei Saisons laufenden Vertrags zustehen.
Wenn Jones-Drew eines gelernt hat, dann daß ein nein seines Besitzers Shad Khan auch nein bedeutet.
Er kann von Glück sagen, wenn er die $1,2 Millionen Strafe nicht zahlen muss, die ihm für das unerlaubte Fernbleiben vom Training auferlegt werden könnten.
Ob er im ersten Saisonspiel starten wird, steht noch nicht fest. Head Coach Mularkey will sich erst von der körperlichen Fitneß des besten Läufers der Saison 2011 überzeugen, bevor er eine Entscheidung trifft.
MJD geht in seine siebte Saison. Bisher fing er Pässe für 2.473 Yards und erzielte 6.854 Laufyards und 74 Touchdowns.

„Mein Knie ist einfach nicht mehr dasselbe,“ sagte Brian Urlacher seinen Zuhörern. Damit wollte der Linebacker der Bears seine Fans und Trainer darauf hinweisen, daß er in der jetzt beginnenden Saison nicht mehr die Leistungen aus den vergangenen 12 Jahren bringen kann.
Seit dem 31. Juli hat Urlacher nicht mehr trainiert, nachdem sein linkes Knie erneut einer kleinen Operation unterzogen werden musste, das er sich im letzten Saisonspiel 2011 verletzte.
Auch wenn der 34-jährige nicht in Wettbewerbsform ist, soll er am Sonntag gegen die Colts starten.
Und auch vor einem angeschlagenen Brian Urlacher sollte sich Andrew Luck vorsehen.

Sonntag, 2. September 2012

Kurzberichte
schiedsrichterhuddleDie Schiedsrichtergewerkschaft hatte keine Erscheinung. Tatsächlich haben sie mit der NFL am Freitag verhandelt, aber am Samstag war Schluß.
Die NFLRA war ja am Freitagabend vor die Presse getreten und hatte den Fortgang der Verhandlungen verkündet. Die NFL hatte bestritten, daß sich ihre Vertreter mit denen der Gewerkschaft getroffen hätten.
Am Samstag sagten dann beide Seiten, daß man verhandelt hätte, allerdings wieder ohne ein Ergebnis.
Zu weit sind die finanziellen Vorstellungen der beiden Verhandlungsgegner auseinander. Die Schiedsrichter wollen ein etwas größeres Stück von den Milliarden, die die NFL pro Saison einnimmt, die Liga möchte das Geld lieber horten und vermehren.
Da zunächste keine weiteren Treffen vereinbart wurden, wird man auf jeden Fall in Woche 1, und bestimmt etwas länger, die Ersatzschiedsrichter die Spiele leiten lassen.

Jason Witten hat am Samstag mit dem Team trainiert. Allerdings darf der Tight End nach seinem Milzriss noch nicht am Kontakttraining teilnehmen.
Ob er am Mittwoch gegen die Giants spielen kann, werden die Ärzte kurz vorher entscheiden.
Dallas würden dann nur noch zwei Tight Ends zur Verfügung stehen, John Phillips und Rookie James Hanna.

Die Seahawks trennten sich von Tight End Kellen Winslow. Zwar hatten sie ihn erst im Mai von den Buccaneers geholt, aber da sie mit seinen Leistungen in den Vorbereitungsspielen nicht zufrieden waren, fiel er dem finalen Kaderschnitt zum Opfer.
Winslow hat große Probleme mit seinen Knien, die oft operiert werden mussten. Da war Seattle das Risiko wohl zu groß, ihn ohne entsprechende ansprechende Leistung in die Saison mitzunehmen.
Aber es soll ja Teams geben, die händeringend nach Tight Ends suchen, vielleicht findet sich da noch ein neuer Arbeitgeber.

Samstag, 1. September 2012

Kurzberichte
skelton-johnEs wäre ihm schwergefallen, sagte Ken Whisenhunt, doch der Head Coach der Cardinals musste sich ja für einen Spieler entscheiden, der so tun soll, als könnte er Quarterback.
Und die Wahl Whisenhunts fiel auf John Skelton (Bild). Kevin Kolb wird sich seine $7 Millionen, die ihm 2012 gezahlt werden müssen, zunächst auf seinem Hintern sitzend verdienen.
Schwielen am Gesäß wird er sich aber vielleicht gar nicht einhandeln, denn daß Skelton in die Saison startet, heißt nicht, daß er die Nr. 1 bleiben wird. Sollten seine Leistungen zu schlecht sein, könnte Kolb ihn ablösen.
Jedenfalls sagte Whisenhunt, daß Skeltons Vorstellungen schon sehr gut sein müssten, wenn er die Nr. 1 bleiben wolle.

Auch in Woche drei der Vorbereitungsspiele war ein Spieler zu hart zu seinem Gegner.
Die NFL bestrafte Vikings Safety Harrison Smith zur Zahlung von $21.000. Der Rookie soll Chargers Wide Receiver Mike Willie mit der Schulter voran am Kopf getroffen haben.

Ersatzschiedsrichter oder reguläre Schiedsrichter, das ist hier die Frage?
Die Gewerkschaft der Schiedsrichter jedenfalls scheint durch die harte Haltung der NFL langsam Muffensausen zu kriegen. Am Freitag setzten sich die Vertreter der NFLRA und der Liga wieder zusammen, um die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.
Die Ankündigung der NFL, wirklich mit den Ersatzleuten in die Saison zu starten, und die Bekanntgabe, welche Crew welches Spiel pfeifen soll, haben Wirkung gezeigt. So ist vorgesehen, daß die erste Schiedsrichterin, die 42-jährige Shannon Eastin, zur Crew gehören soll, die das Spiel der Lions gegen die Rams leitet.
Und die Hoffnung, daß die Spieler sich für die Schiedsrichter einsetzen und streiken, und damit auf ihre fetten Gehaltsschecks verzichten, ist eher utopisch.
Die NFL gab zwar vor, nichts von weiteren Verhandlungen zu wissen, aber die NFLRA meinte, daß solche stattgefunden hätten.
Am Mittwoch findet das erste Saisonspiel statt. Sehr wenig Zeit, um bis dahin zu einem neuen Vertrag zu kommen.

Im der finalen Kaderkürzung wurden viele prominente Spieler gefeuert, die hier nicht alle einzeln aufgeführt werden können. Deshalb nur die prominentesten der Prominenten:
New England Patriots: Wide Receiver Deion Branch und Center Dan Koppen.
Washington Redskins: Running Back Tim Hightower
St. Louis Rams: Defensive End Vernon Gholston
New Orleans Saints: Kicker John Kasey

Einen Rückschlag kurz vor Saisonbeginn erlitten die Steelers. Sean Spence wurde auf die Verletztenliste gesetzt.
Der Rookie-Linebacker zog sich im letzten Testspiel mehrere Bänderrisse im linken Knie zu.
Er war als Ersatzmann vorgesehen in einem Linebacker-Korps, das eh schon sehr dezimiert ist.

Interimstrainer Joe Vitt leitete sein letztes Training bei den Saints, bevor er seine sechswöchige Suspendierung antrat. Interimstrainer des Interimstrainers wird Aaron Kromer, der erste Interimstrainer eines Interimstrainers in der NFL.
Als Vitt sich von seinen Spielern verabschiedete, brach seine Stimme und ein Tränchen bahnte sich seinen Weg aus dem Auge.
Es wird spannend zu sehen, wie das wie ein Uhrwerk funktionierende Team der Saints diese Zeit übersteht?
Werden sie sich am Playoffrennen beteiligen, oder werden sie einbrechen?

Freitag, 31. August 2012

Kurzberichte
wilson-besitzer-bills-hofRalph Wilson (Bild) musste am Donnerstag ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Der Besitzer der Buffalo Bills ist mittlerweile 93 Jahre alt, und seine Gesundheit lässt beständig nach.
Anfang August nahm er an den Festivitäten zu Ehren der neuen Ruhmeshallenmitglieder in Canton, Ohio, teil. 
Dort wurde in seinem Namen ein Konservierungszentrum eröffnet, in dem über 20 Millionen Dokumente und Bilder rund um die NFL für die Nachwelt gesichert werden sollen.
Doch das war seine einzige Reise seit vielen Monaten. Seine Gesundheit lässt solche Ausflüge nicht mehr zu. So besuchte er auch 2011 nur noch die Heimspiele seines Teams. Zu den Auswärtsspielen reiste er nicht mehr mit.
Wilson soll in guter Verfassung sein, und das Krankenhaus bald wieder verlassen können.
Dann wartet viel Arbeit auf ihn, denn die Bills und das Erie County sind in Verhandlungen über die weitere Miete des Stadions. Ein Umzug der Bills nach Toronto ist ja nicht ausgeschlossen.
Auch will er das Team verkaufen und es nicht seiner Familie überlassen.
Sieht so aus, als würde er sich damit beeilen müssen.

Ein Spiel, für ein Spiel wurde Kenny Britt von Roger Goodell suspendiert.
Der Wide Receiver der Titans nannte diese „Strafe“ ein Geschenk Gottes. Und damit hat er recht, denn in Wirklichkeit ist diese Strafe ein Skandal.
Bei der Latte an Vergehen, die er angehäuft hat, hätte eigentlich eine höhere Strafe herausspringen müssen.
Nun, Britt und die Titans wird es freuen.
Es ist auch nicht zu erwarten, daß Britt von den Titans bestraft wird. Dafür brauchen sie den Wide Receiver zu sehr, wenn er denn nach seinen Knieoperationen wirklich einsatzbereit sein sollte.

Im letzten Vorbereitungsspiel schonen die meisten Teams ihre Starter.
Jeff Fisher machte eine Ausnahme. Der Head Coach der Rams will sein Team, das in den letzten fünf Saisons nur 15 Siege erzielen konnte, wettbewerbsfähig machen.
So kam es, daß also Quarterback Sam Bradford ran musste, der bisher seine NFL-Tauglichkeit nur sporadisch aufblitzen ließ.
Die Ravens, die nur einige Starter antreten ließen, machten es ihm nicht allzu schwer.
Bradford vervollständigte 11 seiner 16 Pässe für 175 Yards und 3 Touchdowns.
Aber ob man solch eine Leistung von ihm in der regulären Saison öfter mal zu sehen bekommen wird, dürfte fraglich sein.

Haltet die Pressen an, die Jets haben einen Touchdown erzielt.
Zur Belohnung wird der Held, der das Team zum ersten Mal in dieser Vorbereitungszeit in die Endzone führte, einen Platz auf der Bank bekommen. Denn auch wenn Greg McElroy gelang, was Mark Sanchez und Tim Tebow in 35 Angriffsserien nicht fertigbrachten, so ist er doch nur die Nr. 3 der Jets Quarterbacks.
Die Jets schonten ihre Starter in diesem Spiel gegen die Eagles, das sie trotz des Touchdowns verloren.
Auch Tim Tebow musste nicht spielen, obwohl er nicht zu den Startern gehört. Quarterback Nr. 1 soll weiterhin Mark Sanchez sein.
Auch die Eagles schonten ihre Starter vor Andy Reids Schicksalssaison.
Der Head Coach bekam vor dem Spiel eine klare Ansage von Teambesitzer Jeffrey Lurie. Eine Saison mit 8-8 Siegen wäre völlig inakzeptabel, sagte er der Presse. Mit dieser Bilanz wäre Reids 14. Saison in Philadelphia seine letzte.

Donnerstag, 30. August 2012

Kurzberichte
schiedsrichterin3Die Liga hat die 32 Teams gestern darüber informiert, daß die Saison mit den Ersatzschiedsrichtern beginnen wird.
Im Tarifstreit zwischen der NFL und der Schiedsrichtergewerkschaft spielen beide Seiten Beamtenmikado und bewegen sich keinen Millimeter.
Obwohl die NFL ein striktes Verbot zur freien Meinungsäußerung, die Ersatzschiedsrichter betreffend verhängt hat, hagelt die Kritik nur so auf sie nieder.
Trainer und Spieler riskieren den ein oder anderen Dollar Strafe, um ihrer Empörung über die Leistungen der Crews Luft zu machen. Die Fernsehkommentatoren haben da nichts zu befürchten, und so kritisieren sie erst recht munter drauf los.
Am Anfang meckerten sie über die Fouls, die von den Ersatzleuten nicht gepfiffen wurden, jetzt meckern sie darüber, daß die Taschentücher zu oft geschmissen werden und in Wirklichkeit gar kein Foul vorliegt.
Ich selber sehe keine großen Unterschiede zwischen den ausgesperrten regulären Schiedsrichtern und deren Ersatz. Dafür bauen die regulären Crews selber auch viel zu viel Mist.
Warten wir also in Ruhe ab, was da noch so kommt.
Solange die Spieler nicht streiken, um die Rückkehr der regulären Zebras zu erzwingen, ist alles gut.

Rex Ryan hat 19 Spieler der Jets zu einem Seminar für Führungskräfte geschickt.
Statt Footballtraining stand für sie also untergebeneanschreien lernen auf dem Programm. Ryan begründete seine Maßnahme damit, daß es im Team niemanden gäbe, der die Führungsrolle übernehmen wolle. Niemand würde die anderen um sich versammeln und sie auf ihre Aufgabe einschwören.
Der Head Coach selber und sein Stab hatten solch ein Seminar im Juni besucht und viel daraus gelernt.
Da er im letzten Vorbereitungsspiel so gut wie keinen Starter spielen lassen will, bot sich dieser Termin, so kurz vor Saisonbeginn, an.

Am Mittwoch wurde die Milz von Jason Witten noch mal genau unter die Lupe genommen. Eine Operation ist nicht nötig, lautete das Ergebnis.
Im Spiel gegen die Raiders hatte er sich einen Milzriss zugezogen.
Ob der Tight End der Cowboys allerdings im ersten Saisonspiel gegen die Giants auflaufen wird, steht noch nicht fest.
Witten würde damit sein erstes Spiel verpassen, seitdem er 2003 wegen eines gebrochenen Kiefers eine Zeitlang pausieren musste.

Mittwoch, 29. August 2012

Kurzberichte
britt-kenny3Die Titans nahmen Kenny Britt (Bild) von der PUP Liste. Der Wide Receiver soll nach seinen mehrfachen Knieoperationen wieder einsatzbereit sein.
Nach einem Kreuzbandriss hatte er den Großteil der Saison 2011 verpasst.
Auch 2012 dürfte er einige Spiele verpassen, denn Britt gehört zu den kriminellen Spielern der NFL. Nachdem er im Juli verhaftet wurde, weil er betrunken mit dem Auto unterwegs war, sollte Roger Goodell eigentlich ein paar Wochen Suspendierung für Britt bereit haben. Immerhin war das bereits Britts achte unerfreuliche Kontaktaufnahme mit der Polizei, seit er 2009 in die Liga kam.
Der Wide Receiver hat sich darauf schon vorbereitet. Er nennt die drohende Sperre nur ein weiteres Schlagloch in der Straße.

Droht uns ein Spielerstreik um die Rückkehr der regulären Schiedsrichter zu erzwingen?
Fast jeder Trainer und Spieler hat eine Meinung zu den Ersatzleuten und keine davon ist positiv. Da der Arbeitgeber, hier im weiteren Sinne die NFL, die Pflicht hat, für seine Angestellten für das sicherste Umfeld zu sorgen, das möglich ist, will die Spielergewerkschaft die Rückkehr der regulären Zebras erzwingen. Unter der Leitung der Ersatzschiedsrichter wäre die Gesundheit der Spieler gefährdet.
Deshalb will die NFLPA ihre Spieler zu einem Streik aufrufen, um deren eigene Sicherheit willen.
Ob die Spieler darauf eingehen, und auf ihre dicken Gehaltsschecks verzichten werden, wird man sehen.

Die Fans der Steelers können aufatmen. Der verlorene Spieler ist wieder da. Mike Wallace ist im Trainingslager der Steelers erschienen.
Der Wide Receiver unterschrieb seinen Franchisevertrag, der ihm 2012 $2,7 Millionen einbringen wird.
Big Ben zeigte sich hocherfreut, diese sichere Anspielstation wieder an seiner Seite zu haben.

Die Fans der Steelers können aufatmen. James Harrison steht nicht mehr auf der PUP Liste.
Der Linebacker wurde vor zwei Wochen am Knie operiert und es war fraglich wie bald er wieder fit sein würde?
Ob er tatsächlich sofort im ersten Saisonspiel eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Head Coach Mike Tomlin hofft es jedoch.

Nach acht Jahre als Rothaut gab das Bleichgesicht Chris Cooley unter Tränen bekannt, daß er gefeuert wurde.
Zweimal wurde der Tight End in den Pro Bowl gewählt. Nachdem er in den ersten fünf Jahren kein Spiel verpasste, musste er in den letzten drei Jahren 20 Spiele wegen Verletzungen aussetzen. 2011 spielte er wegen einer Knieverletzung gar nur in fünf Spielen.
Mit 428 gefangenen Pässen fing er so viele, wie kein anderer Tight End der Redskins. Dabei sprangen 4.703 Yards und 33 Touchdowns heraus.
Ob er jetzt in den Ruhestand tritt, oder zu einem anderen Team gehen wird, ließ er offen.

Die Redskins feuerten ihren Kicker Graham Gano. An seiner Stelle verpflichteten sie Billy Cundiff, der vor Kurzem von den Ravens gefeuert wurde.
Gano hatte erst am Vortag freudig bekanntgegeben, daß er den Wettbewerb gegen Neil Rackers gewonnen hatte, und sich wahnsinnig auf die Saison freue.

Brian Westbrook beendet seine Karriere. Am heutigen Mittwoch wird der Running Back als Mitglied der Philadelphia Eagles in den Ruhestand treten.
2002 wurde er erst in der dritten Runde der Draft einberufen und spielte acht Jahre für die Eagles und eins für die 49ers. 2011 war er ohne Team.
In seiner Karriere erzielte er 6.335 Laufyards. Auch als Passempfänger wurde er oft eingesetzt, so daß er es auf insgesamt 10.275 Yards brachte und 73 Touchdowns.

Die Patriots gaben Aaron Hernandez eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre.
Der Tight End wird in dieser Zeit $40 Millionen verdienen.

Dienstag, 28. August 2012

Kurzberichte
young-vince2002Alle Augen sind auf Andrew Luck und RG3 in deren Rookiesaison gerichtet.
Aber auch Cam Newton steht im Scheinwerfer und wird daran gemessen werden, was er in seiner zweiten Saison zustande bringen wird.
Denn daß die Leistungen nach einer hervorragenden Rookiesaison auch in den Keller gehen können, beweist das Beispiel von Vince Young (Bild). Als der Quarterback 2006 seine erste Saison für die Titans spielte, wurde er zum Rookie des Jahres gewählt.
Das war`s, danach kam nichts mehr.
In Philadelphia schaffte er es noch zum Ersatzmann, in Buffalo gelang ihm nicht mal mehr das. Die Bills feuerten ihn am Montag im Zuge der Kaderkürzungen auf 75 Mann.

Dez Bryant muss seine Leibwächter genannten Kindermännchen selber bezahlen.
Würden die Cowboys Bryants Aufpasser bezahlen, könnte das zu einer Verletzung der Gehaltsobergrenze führen.
Bryant muss die drei Mann, die im Rotationsverfahren rund um die Uhr aufpassen, daß der asoziale Wide Receiver keinen zu großen Mist baut, also aus eigener Tasche zahlen.
Nachdem der Wide Receiver im Juli seine Mutter geschlagen hatte, hatte sein Besitzer Jerry Jones erstmal Abstand gehalten. Jones sagte damals, er wäre zu angepisst gewesen, um sofort mit Bryant zu reden. Das hätte schlimm enden können.
Deshalb hat er sich überlegt, wie er seinen Star zumindest an die Leine legen könnte. Herausgekommen dabei ist diese Lösung mit den drei „Leibwächtern“.

Die Panthers sparen ordentlich Geld. Sie feuerten Kicker Olindo Mare, der erst letztes Jahr einen Vierjahresvertrag über $12 Millionen abgeschlossen hatte.
Nachdem aber seine Treffsicherheit nachgelassen hatte, stand er in dieser Vorbereitungszeit im Wettbewerb mit Justin Medlock. Der reiste in den letzten Jahren durch die UFL und CFL, nachdem er 2007 von den Chiefs rekrutiert wurde.
Zwar waren die Leistungen der beiden Kicker in den drei Testspielen nahezu identisch, aber Mare hätte 2012 ein Minimum von $2,1 Millionen zugestanden, Medlock kickt für $390.000. Das dürfte den Ausschlag gegeben haben.
Doch zu sicher, daß er einen Job in der NFL hat, darf sich Medlock nicht sein. Die Panthers luden Billy Cundiff zu einem Probetraining ein, der gerade von den Ravens gefeuert wurde.

Am Montag setzten die Ravens Terrell Suggs auf die PUP Liste. Der Linebacker kann damit frühestens nach dem sechsten Spiel Baltimores wieder in den aktiven Kader aufgenommen werden.
Im April riss sich Suggs die Achillessehne und wird wohl doch nicht so schnell wie erhofft wieder einsatzbereit sein.
Baltimore setzte auch Wide Receiver / Kickreturner David Reed auf die PUP Liste.
Stevie Baggs (Bein), Darryl Blackstock (Bein), Emanuel Cook (Bein) und Ryan McBean (Knöchel) wurden auf die Verletztenliste gesetzt, und für sie ist die Saison bereits beendet.
Durch diesen Schritt zählen all diese Spieler nicht mehr zum Kader, der am Montag auf 75 Aktive gekürzt werden musste, und am Freitag auf 53 Spieler weiter gekürzt werden muss.

Montag, 27. August 2012

Kurzberichte
bryant-dez3Kein Alkohol, keine Stripclubs, nur Nachtlokale, die von den Dallas Cowboys zertifiziert wurden und um Mitternacht geht's ins Bett.
Diese Regeln hat Dez Bryant (Bild) unterschrieben, weshalb sie denn auch die Bryant-Regeln heißen.
Der talentierte, aber problematische Wide Receiver der Cowboys, hat zudem drei Aufpasser zur Seite gestellt bekommen. Sie werden ihn auf seinen Ausflügen begleiten und sicherstellen, daß er auch pünktlich zum Training und zu den Spielen erscheint.
Cowboys-Besitzer Jerry Jones freute sich, daß sein asozialer Spieler so einsichtig war, und so kooperationsbereit.
Derweil überlegt die Staatsanwaltschaft in Dallas immer noch, ob sie Anklage gegen Bryant erheben soll, weil der seine Mutter geschlagen hatte, oder nicht?
Es besteht aber noch die Hoffnung, daß Anklage erhoben wird.

Dallas muss etwa zwei bis vier Wochen auf Jay Ratliff verzichten. Der Defensive End verstauchte sich gegen die Rams den Knöchel.
Er selber hofft darauf, bis zum ersten Saisonspiel wieder fit zu sein.

Die erste Untersuchung ergab noch, daß sein Kreuzband nicht gerissen wäre.
Nach der zweiten Untersuchung dann der Schock für Steelers Rookie Guard Davis DeCastro. Die ergab, daß das Knie doch operiert werden muss, und die Saison für ihn beendet ist.

Die Ravens feuerten ihren Pro Bowl Kicker Billy Cundiff.
Gegen die Patriots hatte er im AFC Endspiel die Chance zum Ausgleich in der letzten Minute durch einen Fehlschuß aus 32 Yards vergeben.
Jetzt stand er im Wettbewerb mit Rookie Justin Tucker, der ihn aus dem Team kickte.

Fünf Rookie- Quarterbacks werden, Stand heute, 27. August, in die Saison starten.
Andrew Luck und Robert Griffin III waren ja von vornherein klar. Dazu gesellten sich noch Ryan Tannehill bei den Dolphins und Brandon Weeden bei den Browns.
Als letzter in der Reihe kam jetzt noch ein Rookie aus der dritten Runde der letzten Draft dazu, Russell Wilson. Seahawks Head Coach Pete Carroll gab seine Entscheidung am Sonntag bekannt.
Damit stach er Matt Flynn aus, den Seattle von den Packers abwarb, und der einen Dreijahresvertrag über $19 Millionen unterschrieb.
Wie erwartet wird Wilson keine Pässe mehr zu T.O. werfen. Der Wide Receiver wurde am Sonntag vor die Tür gesetzt.

Robo- Quarterback hat zugeschlagen.
Wie an der Schnur gezogen flitzten Peyton Mannings Pässe gegen die 49ers durch die Luft.
Keine Anzeichen von Schwächen, nur die pure Perfektion.
So hatte man sich das in Denver gewünscht.
Manning spielte drei Serien im ersten Viertel und vervollständigte 10 seiner 12 Pässe für 122 Yards und 2 Touchdowns.
Als er vom Platz ging, führten die Broncos 17:0.
Zwar gewannen die Niners das Spiel, verloren aber Wide Receiver Ted Ginn. Jr.. Er verletzte sich im dritten Viertel am Knöchel. Die Röntgenaufnahme zeigte, daß nichts gebrochen ist.

Auch nach drei Testspielen steht die Offense der Jets noch immer ohne Touchdown da.
So kurz vor Saisonbeginn ist das der perfekte Zeitpunkt für Jets-Fans, in Panik zu geraten.
Was Mark Sanchez und Tim Tebow zeigen, hat nur entfernt etwas mit dem zu tun, was NFL- Quarterbacks normalerweise so zeigen.
Zwar gewannen die Panthers das Spiel mit 17:12, beklagen aber den Verlust von Jonathan Stewart. Der Running Back verstauchte sich den Knöchel und wird im letzten Testspiel am Donnerstag nicht eingesetzt werden.

Die Bears gehen ohne Johnny Knox in die Saison. Der Wide Receiver ist immer noch nicht ganz von seiner Rückenoperation im Januar genesen. Er wurde auf die PUP Liste gesetzt. Damit könnte er frühestens nach der sechsten Spielwoche aktiviert werden.
Auf die Verletztenliste wurde Rookie Safety Brandon Hardin gesetzt. Er verletzte sich bereits im zweiten Testspiel am Nacken und für ihn ist die Saison beendet.

Sonntag, 26. August 2012

Luck vs. Griffin den dritten, die erste!
luck-griffin2Indianapolis gegen Washington. Dieses Vorbereitungsspiel wurde beworben wie ein Hollywood Blockbuster. Trafen hier doch die Nummer eins und zwei der letzten Draft aufeinander im ersten von hoffentlich vielen Aufeinandertreffen.
Und beide Quarterbacks blieben nicht hinter den Erwartungen, die man an sie stellt, zurück.
Der direkte Vergleich zwischen den beiden ist nicht sehr Aussagekräftig. Andrew Luck vervollständigte 14 seiner 23 Pässe für 151 Yards und 1 Touchdown. Robert Griffin III warf 17 Pässe, von denen 11 ankamen für 74 Yards und ebenfalls 1 Touchdown.
Als die zwei im Verlauf des dritten Viertels vom Platz gingen, stand es 14:7 für Washington.
Und als Zuschauer hatte man das Gefühl, hier findet die Manning/Brady Rivalität ihre Fortsetzung.
Auch wenn Luck und Griffin III das Glück hatten, nicht verletzt zu werden, erwischte es doch einige andere Spieler.
Bei den Colts waren es Nose Tackle Brandon McKinney, Cornerback Jerraud Powers, Cornerback Korey Lindsey, Wide Receiver Jabin Sambrano und Wide Receiver Griff Whalen, die sich mehr oder weniger schwer verletzten.
Bei den Redskins verletzte sich Nose Tackle Chris Baker am Knöchel, konnte aber weiterspielen.

Vor dem Spiel zeigten die Redskins, was Antidrogenprogramme und sauberer Sport sie interessieren: einen Scheißdreck.
Sie kürten Fred Davis zu ihrem besten Spieler der Saison 2011. Der Tight End fing 59 Pässe für 796 Yards, bevor er für die letzten vier Spiele wegen der Einnahme verbotener Substanzen gesperrt wurde.

Schreck bei den Lions. Quarterback Matthew Stafford wurde von Raiders Defensive End Dave Tollefson zu Boden gerissen und der Helm Tollefsons prallte auf Staffords Hand. Die schwoll augenblicklich auf den doppelten Umfang an. Die Röntgenaufnahmen zeigten, daß nichts gebrochen war. Wie lange der Quarterback ausfallen wird, steht noch nicht fest.
Nachdem er letztes Jahr zum ersten Mal ohne Verletzungen eine ganze Saison gespielt hat, scheint diese Serie schon jetzt in Gefahr zu sein.
Stafford war nicht der einzige Lion, der von den Raiders aus dem Spiel geknockt wurde. Auch die Cornerbacks Bill Bentley und Chris Houston, sowie Running Back Kevin Smith wurden verletzt. Alle werden zum ersten Saisonspiel zurückerwartet.
Bei den Raiders zog sich Kicker Sebastian Janikowski eine Leistenzerrung zu. Wie lange der langjährige Kicker ausfallen wird, steht noch nicht fest.

Cowboys Quarterback Tony Romo hatte einen seiner guten Tage. Er spielte in den ersten drei Angriffsserien für Dallas und warf zwei Touchdownpässe. Und das Ganze, ohne die drei besten Receiver des Teams.
Soweit die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, daß es nur gegen die Defense der Rams ging, und die nun wirklich kein Maßstab ist.
Und eben weil es nur gegen St. Louis ging, muss man den 20:19 Sieg sehr sehr skeptisch betrachten.

Im Spiel gegen Buffalo verletzte sich Steelers Rookie Guard Davis DeCastro am Kreuzband. Erste Untersuchungen ergaben, daß nichts gerissen ist, und er wohl nicht operiert werden muss.

Cardinals Defensive Tackle Ricky Lumpkin wurde von der NFL mit $21.000 zur Kasse gebeten. Er hatte im Vorbereitungsspiel gegen Oakland Quarterback Matt Leinart zu hart und zu spät angegriffen und verletzt. Leinarts rechte Hand, die nicht seine Wurfhand ist, musste genäht werden.

Samstag, 25. August 2012

Kurzberichte
wilson-russellDie Seahawks haben wohl ihren Starter auf der Position des Quarterbacks gefunden, Russell Wilson (Bild). Er wurde in der dritten Runde von Seattle einberufen und zeigte gegen die Chiefs die Klasse eines Veteranen.
Zusätzlich zu seinen recht akkuraten Pässen zeigt er auch Qualitäten mit seinen Läufen.
Matt Flynn, sein Konkurrent, konnte gegen die Chiefs wegen einer Ellenbogenverletzung nicht spielen, und braucht das sehr wahrscheinlich auch in dieser Saison nicht mehr.
Ob Wilson in der Saison jemals einen Pass zu Terrell Owens werfen wird, ist fraglich. T.O. steht kurz davor, seine Zeit bei den Seahawks schon wieder zu beenden. Er ließ erneut einige fangbare Pässe fallen.
Chiefs Defensive End Glenn Dorsey verletzte sich am Knie und wird einige Zeit ausfallen.

Die Eagles halten oft den Atem an, wenn Michael Vick mal wieder einen seiner riskanten Läufe startet. Gegen die Browns haben sie herausgefunden, daß mit Nick Foles ein Quarterback hinter ihm agiert, der brauchbar ist.
Er hat einen starken Arm und eine gute Treffsicherheit. Noch steht Mike Kafka in der Spielerliste vor ihm, aber die Betonung liegt auf noch.

Die Offense der Buccaneers hat einen herben Rückschlag erlitten. Pro Bowl Guard Davin Joseph verletzte sich gegen die Patriots so schwer am Knie, daß die Saison für ihn beendet ist.
Auch die Defensive Linemen Adrian Clayborne und Gerald McCoy mussten vorzeitig verletzt in die Kabine.
Bei den Patriots ließ Head Coach Bill Belichick Quarterback Tom Brady bis ins dritte Viertel auf dem Platz um irgend etwas positives zustande zu bringen, vergebens. Immer und immer wieder ließ die löchrige O-Line die Verteidiger der Bucs auf Brady losstürmen, der Treffer um Treffer einstecken musste.

Icewatergate hat er unverletzt überstanden, aber gegen die Bears verstauchte sich Giants Cornerback Prince Amukamara am Knöchel und muss eine Zeitlang pausieren.
Quarterback Eli Manning zeigte, daß er die Cowboys im ersten Saisonspiel in ihre Einzelteile zerlegen wird. Er ist bewaffnet und einsatzbereit.
Ganz anders Jay Cutler. Aber er ist wieder das Opfer. Das Opfer seiner O-Line. Die hat keine Fortschritte gegenüber den letzten Saisons gemacht. Immer noch verschicken sie Einladungskarten, daß sich die Defense doch bitte auf ihrem Quarterback treffen möge. Und auf dem Boden liegend, mit drei, vier Verteidigern auf sich tut sich jeder Quarterback schwer, einen Pass zu werfen.

Die Spreu wird vom Weizen getrennt. Mehr und mehr Spieler werden jetzt von den Teams gefeuert werden, denn die Kader müssen auf 75 Spieler getrimmt werden.
Hier kann nicht über jeden Hinz und Kunz berichtet werden, aber der ein oder andere bekanntere Spieler wird hier Erwähnung finden.
So wie Anthony Hargrove.
Die Packers trennten sich von dem Defensive End. Er wechselte nach der Saison 2011 von den Saints zu den Packers und ist im Rahmen des Kopfgeldskandals für die ersten acht Saisonspiele suspendiert. Das ist den Packers wohl zu lang.
Ob er unter diesen Umständen ein anderes Team finden wird, ist fraglich.

Freitag, 24. August 2012

Kurzberichte
luck-griffinWashington gegen Indianapolis... leider nur in der Vorbereitungszeit... Dennoch wird ein netter Vergleich der Nr. 1 und 2 in der letzten Draft möglich sein.
Andrew Luck soll helfen, seine Colts vom schlechtesten Team der vergangenen Saison wieder wettbewerbsfähig zu machen, RG3 soll helfen, die Redskins nach 2007 zum ersten Mal wieder in die Playoffs zu führen.
Wer auf dem Platz die Nummer eins ist, wird sich nicht am Samstag zeigen, sondern erst am Ende der Saison, aber bei den Werbefirmen scheint Griffin III schon der Favorit zu sein. Er dreht Werbespots für die er oft und lange vor der Kamera steht.
Luck hat sich allerdings bewußt gegen diese Strategie entschieden. Angebote wären genug ins Haus geflattert, sagte er, aber er wolle sich auf seine Aufgabe als Quarterback der Colts konzentrieren und seine Energie nicht anderweitig verschwenden.
Auch da zeichnet sich eine Parallele zu Peyton Manning ab, der damals auch zunächst nicht als Werbeikone, sondern als Quarterback arbeiten wollte. Nach und nach verdiente er sich dann auch ein paar Millionen mit Werbung dazu.
RG3 scheffelt jetzt schon mal ein paar Extramillionen, und wenn seine Karriere so verläuft, wie erwartet, werden es noch etliche mehr werden.

Die Titans haben sich entschlossen, mit Jake Locker als Quarterback in die Saison zu gehen. Da mutet es doppelt schlimm an, daß er im Sieg gegen die Cardinals eine sichere Anspielstation verlor.
Marc Mariani brach sich zwei Knochen im linken Bein. Er war nicht nur als Wide Receiver vorgesehen, sondern vor Allem als Returner. In dieser Position wurde er nach seiner Rookiesaison 2009 in den Pro Bowl gewählt. Letztes Jahr trug er jeden Kickoff für die Titans zurück und 46 ihrer 47 Punts
Bei den Cardinals ist immer noch nicht entschieden, wer der Nr. 1 Quarterback sein wird. Weder Skelton noch Kolb sind NFL-tauglich.

Am Donnerstag verstarb Steve Van Buren im hohen Alter von 91 Jahren an einer Lungenentzündung.
Das Ruhmeshallenmitglied wurde 1944 in der ersten Runde der Draft von den Eagles rekrutiert.
1948 und 49 gewann er als Running Back mit den Eagles die NFL Meisterschaft.
Viermal war er bester Läufer der Liga. Als er nach acht Jahren seine Karriere beendete hatte er 5.860 Yards und 77 Touchdowns erzielt.

Donnerstag, 23. August 2012

Kurzberichte
manning-peyton-broncosExperten, die das Spiel von Peyton Manning (Bild) analysiert haben, sind zu der Überzeugung gelangt, daß der Quarterback der Broncos Probleme damit hat Pässe über 10 Yards auf seiner rechten Seite zu werfen.
Diese Bälle eierten durch die Luft und hätten keinen Druck hinter sich.
Noch klingen die Alarmglocken nicht in Denver. Ganz im Gegenteil, John Elway ist voll des Lobes über seinen zukünftigen Ruhmeshallenkollegen.
Aber die Fans könnten sich den ein oder anderen sorgenvollen Gedanken machen.

Jetzt steht fest, wer in New Orleans der Übergangstrainer für den Übergangstrainer wird: Aaron Kromer.
Der Offensive Line Coach übernimmt die Saints für die ersten sechs Wochen der Saison, in denen Joe Vitt suspendiert ist, der für den für die gesamte Saison suspendierten Sean Payton das Team leitet.
Kromer war im Januar zu einem Vorstellungsgespräch in St. Louis, um dort den Posten des Head Coaches zu übernehmen. Doch den schnappte ihm Jeff Fisher weg, der jahrelang vergeblich versucht hatte, mit den Titans Erfolge einzufahren.
Bei den Saints ist er eigentlich für das Laufspiel zuständig, hat aber jetzt sechs Wochen Zeit, sich als Head Coach für ein NFL Team zu beweisen.

Jonathan Vilma ist ein gestandener NFL Linebacker mit dem Gemüt eines Vorschulkindes.
Vor dem Brother Jimmy`s BBQ Restaurant in Miami, an dem er Teilhaber ist, steht ein großes Schild mit dem Bild seines Erzfeindes Roger Goodell auf dem steht: „Dieser Mann wird hier nicht bedient“.
Auch im Restaurant werden die Bediensteten mit Postern und Handzetteln daran erinnert, daß der Vorsitzende der NFL in dem Restaurant keinen abgenagten Hühnerknochen vorgesetzt bekommt.
Diese kindische Aktion wird von den anderen Teilhabern unterstützt.
Die anderen Teilhaber des Restaurants, das erst am 8.8. dieses Jahres eröffnet hat, sind Broncos Linebacker D.J. Williams und Panthers Linebacker Jon Beason. Sie und Vilma spielten zusammen für die Universität von Miami.

Der beste Wide Receiver der Panthers kann momentan nicht trainieren. Eine Infektion an seinem linken Fuß lässt das derzeit nicht zu.
Als Steve Smith von der Untersuchung beim Arzt zurückkam, ging er an Krücken.
Wan er wieder einsatzbereit sein wird, steht noch nicht fest.

Jason Pierre-Pauls Einsatz gegen die Bears ist fraglich. Am Mittwoch nahm der Defensive End der Giants wegen Rückenschmerzen nicht am Training teil.
Ob die Rückenschmerzen von seiner idiotischen Aktion mit Cornerback Prince Amukamara stammen, ist nicht gesagt, aber durchaus möglich.
Wann JPP wieder trainieren kann, steht noch nicht fest.

Andy Reid denkt daran, Michael Vick in den Testspielen nicht mehr einzusetzen. Zwar ist seine Rippenverletzung nicht besonders schwer, aber Reid möchte vorsichtig sein.
Profitieren davon könnte Nick Foles, der bisher einen sehr guten Eindruck in seinen Kurzeinsätzen gezeigt hat.
Am Mittwoch trainierte auch ein Spieler wieder mit, der dringend gebraucht wird, Dominique Rodgers-Cromartie. Der Cornerback hatte sich am Montag an der Schulter verletzt, ist aber schon wieder einsatzbereit.

Mittwoch, 22. August 2012

Kurzberichte
portis-clinton2Clinton Portis (Bild) hat seine Karriere für beendet erklärt.
Der Running Back begann sie 2002 in Denver und spielte sieben Jahre für die Redskins. Seinen letzten Einsatz hatte er 2010, seitdem ist er raus aus der NFL.
Portis geht an 27. Stelle der ewigen Bestenliste der Running Backs in den Ruhestand mit 9.923 Yards.

Mike Wallace kommt zurück.
Der Wide Receiver der Steelers hat angekündigt, daß er am Wochenende seinen Franchisevertrag unterschreiben wird. Der wird ihm für 2012 $2,742 Millionen einbringen.

Die Saints haben einen neuen Linebacker verpflichtet. Eine Verletzungsserie auf dieser Position zwang sie dazu.
Sie verpflichteten Barrett Ruud von den Seahawks. Dafür werden sie eine Wahlmöglichkeit in der nächsten Draft an Seattle abtreten.

Icewatergate
Ja, wenn man hinter die Kulissen blicken kann, dann tun sich Abgründe auf.
So bei den Giants. Ein Video, das Punter Steve Weatherford in der Umkleide des Teams aufnahm und ins Internet stellte liefert die Beweise, daß entgegen allen Bemühungen der politisch korrekten Gutmenschen es anscheinend doch noch Rassismus gibt.
Defensive End Jason Pierre-Paul wollte wohl witzig sein und schnappte sich Cornerback Prince Amukamara. JPP schleppte den Prinz ins Bad und warf ihn sehr ungestüm in eine Wanne mit Eiswasser. Dabei hört man im Hintergrund, wie die anderen Teamkollegen mit sehr unflätigen und sogar rassistischen Worten das Geschehen kommentieren.
Dabei waren die Giants froh, daß sie in der New Yorker Presse so schön im Schatten der Tebowmania segeln konnten.
Das ist jetzt vorbei.
Die Giants haben jetzt ihr Icewatergate. Ein Video, das beweist, daß ein NFL-Team kein Gentlemen`s Club ist. Hier schwingen rüde, testosterongesteuerte Kerle rüde Reden.
Nach Ansicht des Videos ist man heilfroh, daß der Prince bei dem „Spaß“ nicht verletzt wurde.
Über ein Twitterverbot hat die Führung des Teams bis jetzt allerdings noch nicht nachgedacht. Über eine Strafe gegen den Punter schon. Weatherford hat gegen den Ehrenkodex, daß das, was in der Umkleide passiert auch in der Umkleide bleibt, verstoßen und das dürfte ihn einiges Kosten.

Dienstag, 21. August 2012

London calling
london-jaguarsKeiner hat das Gerücht, daß die Vikings in den nächsten Jahren in London spielen sollen geglaubt?
Gut so!
Die Jaguars werden über den Teich hüpfen und das für vier Jahre ab 2013.
Bei den Vikings wäre das auch ein bißchen komisch gewesen, denn sie bauen sich gerade eine neue, teure Heimstätte.
Die Jaguars dagegen wird kaum jemand vermissen. Sie haben große Probleme damit, das Stadion vollzukriegen.
Somit ist alles so gekommen, wie es seit Monaten im Gespräch war. Bevor die NFL entschieden hatte, die Rams regelmäßig nach London zu entsenden, hatte Shahid Khan sein Team bereits freiwillig für diese Spiele ins Gespräch gebracht.
Laut des pakistanischen Besitzers der Jaguars sind die Footballfans in Europa strunzdumm. Er glaubt nicht, daß man in der alten Welt den Unterschied zwischen den Jaguars oder den Steelers kennt. Deshalb könne man ruhig sein Team nach London schicken, um hier eine feste Fanbasis aufzubauen.
Das hätte die Liga also auch ohne das viele Hin und Her direkt so haben können.

Kurzberichte
Im Testspiel gegen die Patriots verletzte sich Eagles Quarterback Michael Vick an den Rippen. Zwar hätte er gerne weitergespielt, aber vorsichtshalber ließ Head Coach Andy Reid ihn an der Seitenauslinie.
Die Patriots traten dagegen sofort ohne Tom Brady an. Er, und einige andere Starter, wurden geschont, weil New England in einem Zeitraum von 10 Tagen drei Spiele absolvieren muss.
Bei den Eagles verletzten sich neben Vick auch Dominique Rodgers-Cromartie und Patrick Chung. Beide Spieler zogen sich Schulterverletzungen zu.

Zwei Quarterback- Fragen wurden beantwortet.
Die Tennessee Titans haben entschieden, mit Jake Locker in die Saison zu starten.
Sein Kollege Matt Hasselbeck gratulierte dem jungen Quarterback, der in seine zweite Saison geht.
Ryan Tannehill geht in seine Rookiesaison, das aber als Starter. Die Miami Dolphins hoffen, daß er auf lange Sicht das Problem auf dieser Position lösen kann, das die Dolphins seit dem Ausscheiden Dan Marinos aus seiner aktiven Laufbahn haben.

Die Cowboys und die Chargers trafen sich zu einem lockeren Trainingsspielchen. Dabei verletzte sich Cowboys Wide Receiver Dez Bryant am rechten Knie.
Eine Untersuchung ergab eine angeschlagene Kniescheibe. Lange soll Bryant nicht ausfallen.
Auch die Receiver Andre Holmes und Donavon Kemp verletzten sich. Kemp erwischte es am linken Knie und Holmes hat Rücken.
Wie lange die beiden ausfallen steht noch nicht fest.
Sollten die Cowboys doch Kontakt zu Plaxico Burress und Chad Johnson aufnehmen?

Im Spiel der Colts gegen die Steelers zog sich Austin Collie erneut eine Gehirnerschütterung zu.
Langsam aber Sicher sollte es den Verantwortlichen des Teams dämmern, daß der Wide Receiver nicht einsatztauglich ist und gefeuert werden sollte.
Immer und immer wieder muss er wegen Gehirnerschütterungen Spiele aussetzen. Auch wenn die Colts jeden Mann auf dieser Position brauchen, so brauchen sie doch vor allem Leute, die einsatzfähig sind und nicht ewig von draußen zusehen.

Bald müssen die Saints ohne Linebacker antreten. Als neueste Verletzte werden jetzt Curtis Lofton und David Hawthorne geführt.
Lofton hat einen verstauchten Knöchel und soll zum ersten Saisonspiel wieder einsatzbereit sein.
Hawthorne hat einen gerissenen Meniskus, und wann er wieder mitmischen kann steht noch nicht fest.

Die NFL hat Tamba Hali für das erste Saisonspiel suspendiert.
Der Pro Bowl Linebacker der Chiefs wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.

Im Blut von Junior Seau befanden sich weder Alkohol, noch illegale Drogen. Das ergab die Untersuchung durch den Gerichtsmediziner, der am Montag veröffentlicht wurde.
Was sich allerdings im Blut befand, war ein Mittel gegen Schlaflosigkeit, Zolpidem. Dieses Mittel steht im Verdacht, Depressionen zu vertiefen und Selbstmordgedanken zu verstärken.
Der ehemalige Starverteidiger soll sich im Mai selber das Leben genommen haben.

Montag, 20. August 2012

Kurzberichte
luck-andrew8Die Steelers machten es Andrew Luck (Bild) in seinem zweiten Testspiel sehr schwer. Doch er steckte zwei frühe Interceptions weg und führte die Colts zu 17 Punkten im zweiten Viertel.
Glück für Luck, daß er es nur in der Vorbereitungszeit mit der Defense Pittsburghs zu tun bekommt, die von vielen als langsam aber sicher überaltert angesehen wird.
Sein Vorgänger wird es da bestimmt viel schwerer haben, wenn die Broncos im ersten Saisonspiel gegen die Steelers antreten müssen.
Am Schluß hatte Luck 15 seiner 24 Pässe für 175 Yards vervollständigt und einen Lauf- Touchdown erzielt.
Der Weg zum Rookie des Jahres könnte durchaus nur über Andrew Luck führen.
Ben Roethlisberger lieferte für Pittsburgh eine ganz normale Leistung ab mit 5 Vervollständigungen aus 9 Versuchen für 81 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.

Aufatmen in San Francisco. Der Mann für die harten Yards durch die Mitte hat keinen schweren Knieschaden.
Die Untersuchung hat ergeben, daß Running Back Brandon Jacobs keinen Kreuzbandriss davon getragen hat, sondern nur eine Bänderdehnung und Prellung.
Wann er wieder ins Geschehen eingreifen kann, steht noch nicht fest.

Die NFL hat ihre Spieler und Trainer angewiesen kein Wort über die Leistungen der Ersatzschiedsrichter zu verlieren.
Doch 49ers Head Coach Jim Harbaugh hatte die Leistung der Ersatzleute im Spiel gegen die Texans dermaßen auf die Palme gebracht, daß er ein paar passende Worte fand, die er dann verlor.
Er hatte das Gefühl, die Schiedsrichter hätten ein ganz anderes Spiel gepfiffen, als das, was gerade stattfand.
Er wäre ganz heiser und hätte Kopfschmerzen vom Anbrüllen der Schiedsrichter. Nach dieser Vorstellung könnte die NFL es sich nicht erlauben, die Vertragsverhandlungen mit den regulären Leuten noch länger zu verzögern.
Ob ihm die bestimmt folgende Strafe durch die NFL weitere Kopfschmerzen bereiten wird?
Bestimm!
Aber Harbaugh ist nicht der Typ, der sich dadurch an das auferlegte Verbot der freien Meinungsäußerung halten wird.

Sonntag, 19. August 2012

Kurzberichte
sanchez-markNicht nur die Cardinals haben bei ihren Quarterbacks die Wahl zwischen Pest und Cholera. Auch die Jets stehen vor diesem Problem.
Im New Yorker Stadtduell wussten weder Mark Sanchez (Bild), noch Tim Tebow etwas mit dem eiförmigen Spielgerät anzufangen.
Mark Sanchez spielte bis zum Ende der ersten Halbzeit. Im zweiten Viertel starteten die Jets dreimal ihre Angriffsserien in der Mitte des Feldes, dreimal konnten sie nicht punkten.
Tim Tebow hatte es in der zweiten Halbzeit nur mit der zweiten und dritten Garnitur der Giants zu tun, konnte aber selbst gegen die nichts positives produzieren. Zwar konnte man Fortschritte in seinen Wurfbewegungen erkennen, aber geholfen hat das noch nichts.

Gegen die Seahawks hatte Peyton Manning große Probleme.
Die Frage, ob er eine harte Attacke wegstecken kann, wurde mit ja beantwortet. Defensive End Bruce Irvin rannte ungebremst auf Manning zu und begrub ihn unter sich.
Manning stand auf, schüttelte die Benommenheit in Hulk Hogan Manier ab, und ging zurück an die Arbeit.
In seinem ersten Spiel vor seinem neuen Heimpublikum erzielte er keinen Touchdown, leistete sich statt dessen zwei Interceptions.
Doch die wichtigste Frage, die nach seinen Nehmerqualitäten, wurde positiv beantwortet und alles andere wird sich einspielen.
Auf der anderen Seite hatte auch jemand sein Comeback nach einem Jahr NFL Abwesenheit, Terrell Owens. Der Wide Receiver der Seahawks konnte allerdings keinen der fünf Pässe, die ihm zugeworfen wurden, fangen.
Bei den Broncos verletzten sich Wide Receiver Bubba Caldwell und Linebacker Nate Irving an den Rippen und konnten nicht mehr weiterspielen.

Die Bears zeigten Washingtons Hoffnung RG3, wie hart das Leben in der NFL sein kann.
Sie hetzten Griffin III über den Platz und der konnte dabei zeigen, wie mobil er ist. Allerdings glänzte auch Bears Defensive End Israel Idonije mit seiner Mobilität, und er erzielte 2 ½ Sacks und erzwang einen Ballverlust.
Doch dafür sind die Vorbereitungsspiele ja da, daß man auch die dunkle Seite des Spiels erfährt.
Ganz Dunkel ist der Verlust von zwei Startern in der Verteidigung der Redskins. Brian Orakpo erwischte es an der Schulter und Brandon Meriweather verletzte sich am linken Knie.

Die Chargers gewannen das Spiel gegen Dallas, verloren aber ihren Wide Receiver Vincent Brown.
Er brach sich den linken Fuß und wird voraussichtlich acht Wochen fehlen.
Die Cowboys dagegen haben einen Wide Receiver gefunden, der für den gerne mal verletzten Miles Austin einspringen kann. Der unrekrutierte Rookie Cole Beasley fing 7 Pässe für 104 Yards.

Brandon Jacobs hat wohl seine Spiele für die 49ers in der Saison 2012 absolviert. Gegen die Texans zog er sich eine Verletzung am Kreuzband im linken Knie zu. Ob es gerissen ist und operiert werden muss, wird sich bei einer genaueren Untersuchung herausstellen. Noch gab sich Head Coach Jim Harbaugh optimistisch und sprach davon, daß Jacobs einige Zeit ausfallen wird.
Auch Rookie LaMichael James musste das Spiel vorzeitig verlassen. Doch seine Verletzung am linken Fuß soll nicht schwer sein.

Die Verteidigung der Saints hat einen weiteren herben Verlust zu beklagen.
Linebacker Chris Chamberlain zog sich gegen die Jaguars einen Kreuzbandriss zu und für ihn ist die Saison beendet.

Zwei Verletzte aus dem Spiel der Raiders gegen Arizona sind noch nachzutragen. Oaklands Ersatz- Quarterback Matt Leinart zog sich eine Verletzung am Zeigefinger seiner rechten Hand zu. Obwohl er Linkshänder ist, wird er ein paar Tage pausieren müssen.
Die Wide Receiver Hoffnung Jacoby Ford humpelte im ersten Viertel vom Platz und läuft momentan an Krücken herum. Was genau mit ihm ist, wurde noch nicht mitgeteilt.

Die NFL scheint einen Ersatz für die Rams gefunden zu haben. Die Vikings sollen in den nächsten vier Jahren jeweils ein Heimspiel in London austragen.
Noch schwirrt das nur als Gerücht umher und ist mit Vorsicht zu genießen.

Samstag, 18. August 2012

Kurzberichte
bowe-dwayne2Die Chiefs haben Dwayne Bowe (Bild) wieder.
Der Wide Receiver unterschrieb seinen Franchisevertrag, der ihm für die Saison 2012 $9,5 Millionen einbringen wird.
Zwar wollte Bowe erst vor dem ersten Saisonspiel unterschreiben, weil er auch dann erst bezahlt wird, aber jetzt kann er doch noch an den Saisonvorbereitungen teilnehmen.

Überraschung in Pittsburgh. Die Steelers nahmen Rashard Mendenhall von der PUP Liste.
Wenn er zum Saisonbeginn noch auf dieser Liste der Spieler, die zeitlich begrenzt nicht einsatzbereit sind, gestanden hätte, hätte er frühestens nach der sechsten Woche aktiviert werden können.
Jetzt könnte er bereits zum Saisonbeginn wieder spielen. Allerdings ist es immer noch fraglich, ob er nach seiner schweren Knieverletzung in der Saison 2012 überhaupt wird spielen können.
Aber, die Steelers geben die Hoffnung nicht auf.

Brett Favre hatte einen gelungenen Einstand in seine Trainerkarriere. Er ist Offensive Coordinator der Oak Grove High School, die nur ein paar Kilometer von seinem Haus entfernt liegt.
Schon öfter hat er als Berater Tips an die dortigen Trainer gegeben, bevor er dieses Jahr selber voll eingestiegen ist.
Die Gegner wird es schaudern. Im ersten Spiel seiner Mannschaft fertigten die Oak Grove Warriors die Sumrall Bobcats mit 64:6 ab.

Und die Testspielsaison ist in vollem Lauf.
Die Ravens Defense wird von vielen als langsam aber sicher überaltert angesehen. Zusätzlich haben sie mit Dean Pees einen neuen Defensive Coordinator. Könnte das der Grund sein, warum Lions Quarterback Stafford und sein Lieblingsreceiver Calvin Johnson so erschreckend leichtes Spiel hatten?
Die beiden stießen auf keinen nennenswerten Widerstand. Stafford brachte 12 seiner 17 Pässe für 184 Yards und 2 Touchdowns an den Mann, Johnson fing fünf dieser Pässe für 111 Yards.
Baltimore brachte nur vier Field Goals zustande und Detroit gewann 27:12.

In Arizona kristallisiert sich immer mehr heraus, wer der weniger schlechte Quarterback im Kader ist. „Der Junge hat Angst,“ stellte Raiders Defensive Tackle Tommy Kelly fest, nachdem er Kevin Kolb über den Platz gehetzt hatte. Er rief es Richtung seiner Mitspieler an der Seitenauslinie und eines der hundert Mikrofone fing es auf.
Jetzt weiß es jeder, Kevin Kolb ist der, der mit der Angst spielt. Es wird wohl auf John Skelton als Starter hinauslaufen.
Aber Kolb hatte auch allen Grund, Angst zu haben. Dreimal wurde er gesackt, weil die Raiders Defense zuviel war, für Arizonas O-Line.
Mit der Offense hatte Oakland nicht so viel Grund zur Zufriedenheit. Carson Palmer vervollständigte 13 seiner 24 Pässe für 107 Yards, blieb ohne Touchdown, warf aber wieder einen Interception.

Auch in Tennessee weiß man immer noch nichts genaues. Sah Jake Locker nach dem ersten Spiel wie der Starter aus, versagte er gegen die Buccaneers völlig.
In acht Angriffsserien vervollständigte er nur 4 von 11 Pässen für 21 Yards und warf einen Interception. Damit wirft man keinen Konkurrenten um den Posten des Starters aus dem Rennen.
Matt Hasselbeck hatte 4 Treffer aus 5 Versuchen für 29 Yards.
Noch bleiben den Titans zwei Spiele, um ihren Starter zu finden.
Tampas Running Back LeGarrette Blount verletzte sich an der Leiste. Für die Bucs wäre es ein herber Schlag, wenn er länger ausfallen würde. Rookie Doug Martin hinterließ zwar einen guten Eindruck, aber Blount ist der einzig brauchbare Spieler in einer ansonsten hilflosen Offense.

Auch Roger Goodell testet schon mal, und zwar wie sein Geldeintreibprogram funktioniert.
Er verurteilte Dominique Rodgers-Cromartie zur Zahlung von $21.000. Der Cornerback der Eagles hatte im ersten Testspiel gegen die Steelers deren Quarterback Byron Leftwich zu hart angegangen. Die Ersatzschiedsrichter verhängten eine 15 Yards Strafe gegen ihn, der sich Goodell mit seiner Strafe anschloß.
DRC bat um einen Zahlungsaufschub, weil er das Geld momentan nicht hätte. Für die Saison 2012 wird er von den Eagles nur etwas unter $2 Millionen bekommen, und bevor er nicht den ersten Gehaltsscheck in der Hand hätte, könne er nicht zahlen.

 

 

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