Mittwoch, 29. Februar 2012

Kurzberichte
brooks-ahmad2Ahmad Brooks (Bild) bleibt bei den 49ers.
San Francisco gab dem Linebacker einen neuen Vertrag über sechs Jahre und $44,5 Millionen.
Damit ist sichergestellt, daß eine der besten Linebacker Einheiten der Liga intakt bleibt. Die 49ers erlaubten nur 14,3 Punkte pro Spiel. Damit stehen sie nur hinter den Steelers, die bloß 14,2 Punkte pro Spiel zuließen.
In der letzten Saison erzielte Brooks 50 Tackles, 7 Sacks und er erzwang einen Ballverlust.

„Seid Ihr bereit für etwas Football?“
Wenn ja, dann freut Euch, daß die Saison in diesem Jahr schon einen Tag früher beginnt, als sonst.
OK, der Vorteil wird durch den Schalttag heute ja fast schon wieder egalisiert, aber dennoch freuen wir uns auf einen Start in die Saison 2012 an einem Mittwoch.
Am Donnerstag dem 6. September hält der Schwarze Mann im Weißen Haus eine Rede im Fernsehen, und gegen Hussein Obama will die NFL nicht antreten.
Deshalb beginnt die Saison bereits am 5.9. mit einem Heimspiel der Giants. Gegner werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Green Bay Packers sein, das steht aber noch nicht fest.
Anstoß wird wie gewohnt um 20:30 Uhr Ostküstenzeit sein und das Spiel wird von NBC übertragen.

Und wieder wird ein NFL-Star im Fernsehen abtanzen.
In der diesjährigen Staffel von „Dancing with the Stars“ wird Packers Wide Receiver Donald Driver die Fahne der NFL hochhalten.
Vor ihm haben bereits folgende NFL-Stars das Tanzbein geschwungen: Emmitt Smith (Sieger der 3. Staffel), Hines Ward (Sieger der 12. Staffel), Chad Ochocinco, Jason Taylor, Jerry Rice, Lawrence Taylor, Michael Irvin, Kurt Warner und Warren Sapp.

Dienstag, 28. Februar 2012

Kurzberichte
fisher-jeffDie Rams werden ihre zweite Position in der kommenden Draft mit aller Wahrscheinlichkeit mit einem anderen Team tauschen.
Die Rams haben so viele Löcher zu stopfen, da bietet es sich an, die zweite Position gegen mehrere Wahlmöglichkeiten in den nächsten Einberufungsrunden abzugeben.
Teams, die gerne an zweiter Stelle einen Spieler rekrutieren würden, dürfte es genug geben. Angenommen, Andrew Luck geht als erster Spieler weg, dann dürfte ein Team, das dringend einen neuen Quarterback braucht, sich für Robert Griffin III interessieren. So jedenfalls lauten die Prognosen.
Die Rams könnten von diesem Tausch ordentlich profitieren und aus dieser einen Wahlmöglichkeit fünf oder sechs in den nächsten zwei bis drei Jahren machen.

Gab es in diesem Winter zu wenig Schnee?
Jedenfalls wurden zwei Spieler der NFL in den letzten Tagen mit genügend Marihuana erwischt und verhaftet um es ordentlich schneien zu lassen.
Linebacker Leroy Hill von den Seahawks wurde in Atlanta verhaftet.
Es war seine zweite Verhaftung wegen Drogenbesitzes. Bereits 2009 wurde er wegen dieses Vergehens festgenommen und zu 12 Monaten Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden, also ein Freispruch dritter Klasse.
2010 wurde er verhaftet, weil er Gewalt gegen seine Frau angewendet hatte.
In Virginia wurde Nate Collins festgenommen. Der Defensive Tackle der Jaguars wurde mit seinem Auto angehalten, weil die Fenster des Wagens eine unerlaubte Tönung aufwiesen. Dabei rochen die Polizisten den typischen süßen Duft des Marihuanas, untersuchten das Fahrzeug und wurden fündig.

Montag, 27. Februar 2012

Scouting Combine
luck-andrew3Er kam, sah und warf nicht.
Andrew Luck (Bild) lief und sprang zwar beim Sichtungstraining, aber Bälle zu Receivern werfen, die nicht an ihn gewöhnt sind, ersparte er sich.
Sein Vater Oliver, ein ehemaliger Ersatz- Quarterback der Houston Oilers, hatte ihm dazu geraten.
Das war natürlich schlecht für die Organisatoren des Scouting Combine. Die wollen die Veranstaltung aufpeppen, um sie nicht nur im eigenen NFL Network zu übertragen, sondern in einem großen TV-Sender, der richtig Geld dafür abdrückt.
Auch der Quarterback, der möglicherweise als zweiter Spieler ein NFL Team finden wird, verzichtete darauf Pässe zu werfen, Robert Griffin III. Da machten die Verantwortlichen der NFL schon lange Gesichter, zumal die nächsten beiden Quarterbacks, Ryan Tannehill und Brock Osweiler, wegen Verletzungen keine Pässe werfen konnten.
Da hilft es wohl nur, wenn man bei der nächsten Combine die Receiver der College- Quarterbacks, die sich für die NFL anbieten, als Anspielstationen einlädt.
Luck und Griffin werden sich demnächst in eigens für sie angesetzten Sichtungstrainings den interessierten Teams präsentieren.
John Elway, der natürlich auch als Beobachter in Indianapolis war, tat es leid, die beiden nicht werfen zu sehen. Das sagte er als Personalchef der Broncos.
Als ehemaliger Quarterback hatte er Verständnis für sie. 1983 hatte er auch keinen Pass bei der Combine geworfen. Er war am Knie verletzt, und wollte nicht, daß man das sah. Es hätte seine Chancen, in die NFL zu kommen, sehr gemindert. Dank dieser kleinen Schummelei schaffte er es in die NFL und in die Ruhmeshalle.

„Wo ist Jacksonville?“
Shahid Khan, der neue Besitzer der Jacksonville Jaguars besitzt eine Autoreparaturkette in den USA. Auf der Suche nach billigen Herstellern von Ersatzteilen reiste er letzte Woche nach Japan, England und Deutschland. Dabei verteilte er Kappen und Shirts seiner Jaguars und immer wieder wurde er gefragte: „Wo ist Jacksonville?“
Das bestärkt den Pakistaner im Bestreben, sein Team und die Stadt Jacksonville, gerade auch im Ausland bekannter und beliebter zu machen.
Demnächst will er verstärkt Geschäftspartner nach Jacksonville einladen um ihnen die Stadt und während der Saison auch das Team zu präsentieren.
Auch seinen Plan, die Jaguars regelmäßig in London antreten zu lassen, will er weiter verfolgen.
Wenn er eines auf seinen Reisen gelernt hätte, dann daß die Leute im Ausland den Unterschied zwischen den Steelers und den Jaguars nicht kennen würden. Deswegen wäre es bestimmt ein Leichtes, die Jags zum internationalen Aushängeschild der NFL zu machen.
Das wird frühestens 2015 möglich sein, denn bis 2014 sollen ja die Rams in jeder Saison einen Auftritt im Wembleystadion haben. Deshalb ist Kahn ein glühender Verfechter des schon länger im Gespräch befindlichen zweiten Auslandsspiels pro Jahr.
Die Oberen der Stadt Jacksonville überschlagen sich vor Begeisterung über Khans Pläne.
Auch sie werden immer wieder gefragt: „Wo ist Jacksonville?“ wenn sie im Ausland sind, ja manchmal sogar, wenn sie in den USA unterwegs sind.
Ja wo ist denn nun Jacksonville?
Es ist ein Städtchen mit knapp 800.000 Einwohnern und liegt direkt am Atlantischen Ozean im Nord-östlichen Florida, in der Nähe der Grenze zum Bundesstaat Georgia.

Kurzberichte
Terrell Owens fing in seinem ersten Indoor Spiel drei Touchdownpässe.
Damit trug er maßgeblich zum 50:30 Sieg seiner Allen Wranglers gegen die Wichita Wild bei.
Der 38-jährige wurde zum wertvollsten Spieler des Spiels gewählt.
In einem Interview nach dem Spiel wirkte er zufrieden und fast glücklich. Auf die Frage, wie sich denn sein Knie anfühle, an dem er letztes Jahr an einem Kreuzbandriss operiert wurde, antwortete er, daß er überhaupt keine Probleme gehabt hätte. Dem Knie ginge es großartig.

Wird Eli Manning in der nächsten Saison keine Pässe mehr zu Mario Manningham werfen?
2010 fing er 60 Pässe für 944 Yards und 9 Touchdowns.
Verletzungen plagten ihn 2011 und er trat nur in 12 Spielen an, in denen er 39 Pässe für 523 Yards und 4 Touchdowns fing.
Manningham ist hinter Victor Cruz und Hakkeem Nicks nur noch der dritte Wide Receiver der Giants, und das gefällt ihm nicht.
Er möchte in einer Offense spielen, die ihn in den Mittelpunkt stellt, und vor Allem möchte er in warmem Wetter spielen.
Gut, daß ausgerechnet die Buccaneers ihn gerne verpflichten würden.
Sie holten den ehemaligen Offensive Coordinator der Giants nach Tampa Bay, und Manningham könnte ihm bald folgen.
Damit würden die Giants einen wirklich guten Receiver verlieren, der Spiele entscheiden kann. Alleine in der wichtigsten Angriffsserie der Giants im letzten Super Bowl fing Manningham drei wichtige Pässe.

Sonntag, 26. Februar 2012

Kurzberichte
crenell-romeo
Nur keine Quarterback –Kontroverse, das wäre das Wichtigste in einer Mannschaft. Wenn er etwas in seiner Zeit als Head Coach in Cleveland gelernt habe, dann das, sagte der neue Head Coach der Chiefs, Romeo Crennel (Bild), und lächelte.
Denn eine Quarterback –Kontroverse ist genau das, was sich in Kansas City anbahnt.
Eigentlich ist ja Matt Cassel als Starter vorgesehen, aber in Kansas City war niemand wirklich am Boden zerstört, als er wegen einer Handverletzung für längere Zeit ausfiel.
Als Ersatz kam Kyle Orton ins Team, den die Broncos kurz zuvor gefeuert hatten. Er spielte ganz passabel, etwas besser als Cassel, und er möchte starten.
Das möchte auch Cassel, der noch als Starter gilt, wenn das Trainingslager beginnt.
Wer aber als Starter in die Saison gehen wird, das wird die Leistung in der Vorbereitungszeit zeigen.
Orton ist ein Free Agent, der sich ein neues Team suchen darf. Da aber die Bewerber nicht gerade Schlange stehen, ist er nicht abgeneigt, bei den Chiefs zu bleiben und seine Chance zu nutzen.
Natürlich werden auch die Chiefs von sogenannten Experten zu den Teams gezählt, die an Peyton Manning interessiert sein sollen, aber die Teamleitung verweist das ins Reich der Phantasie.
Aber Interesse an Manning wird ja jedem Team unterstellt, das nicht bei drei auf dem Dach ist.

Mike Tannenbaum, der General Manager der Jets will in der nächsten Saison bessere Leistungen von seinem Quarterback Mark Sanchez sehen.
In einem Interview sagte er, daß er sehr enttäuscht wäre, von den wenigen Fortschritten, die Sanchez bisher gemacht habe.
„Wissen Sie,“ sagte er, „er muss besser spielen, viel besser.“
Doch, so fuhr er fort, Sanchez wäre der erste, der das auch sagen würde.
Auf jeden Fall, so Tannenbaum, werde man sich in der kommenden Draft nicht nach einem Quarterback umsehen. Das Gerücht, das da in die Welt gesetzt wurde, wäre wirklich nur ein Gerücht.

Randy Moss geht es nicht ums Geld. Das sagte der Agent des Wide Receivers, der nach einem Jahr im Ruhestand wieder in der NFL spielen möchte.
Moss würde sogar für ein Team spielen, das ihm einen Vertrag ohne Garantie anbieten würde.
Das klingt so, als hätte sich bisher bereits kein Team bei ihm gemeldet.

Samstag, 25. Februar 2012

Green Bay Packers
driver-donald2Clifton kann gehen und Driver soll am Steuer bleiben, so sieht es momentan in Green Bay aus.
Demnach wollen die Packers keine großen Anstrengungen unternehmen, Offensive Tackle Chad Clifton zu halten. Der 35-jährige verbrachte seine gesamten 12 Jahre in der NFL bei den Packers. Er ist im letzten Jahr seines laufenden Vertrags und ihm stehen 2012 $5,5 Millionen zu. Das scheint der Teamleitung zu viel zu sein.
Auch Donald Driver (Bild) gehört zu den treuen NFL Spielern. Der Wide Receiver spielte 13 Jahre in der Liga und alle in Green Bay. Der 37-jährige soll 2012 ein Gehalt von $2,6 Millionen erhalten und einen Bonus von $2,2 Millionen. Das ist der Teamleitung zu viel für den Wide Receiver, der mit 735 gefangenen Pässen für 10.016 Yards in beiden Kategorien das Team anführt.
Mit ihm wollen sie über eine Reduzierung seiner Bezüge verhandeln.

Die NFL entdeckt eine neue Einnahmequelle
„Die Popularität der NFL wird im Zuge der immer weiter fortschreitenden Sicherheitsbestimmungen rapide abnehmen“, sagte Troy Aikman letzte Woche in einem Interview.
Der Hall of Fame Quarterback musste selber seine Karriere wegen zu vieler Gehirnerschütterungen aufgeben, ist aber nicht unbedingt damit einverstanden, die Spieler immer weiter in Watte zu packen.
Nach einer völlig langweilige Saison 2011, in der die Abnahme an harten Hits und saftigen Tackles erschreckend anzusehen war, scheint auch die Ligaführung etwas alarmiert zu sein.
Zwar redete Commissioner Goodell die Saison bei der Pressekonferenz vor dem Super Bowl schön, aber das ist ein standardisiertes Ritual. In solchen Momenten der Wahrheit heißt es, wie bei Politikern, wulffen, wulffen, wulffen.
Damit die Einnahmen weiter wie gewohnt sprudeln, und Goodell die $20 Millionen Jahresgehalt auch wert ist, die er demnächst bekommen soll, muss er sich neue Einnahmequellen ausdenken.
Da bietet sich der Scouting Combine an. Zur Zeit läuft dieses Sichtungstraining der Collegespieler in Indianapolis, aber es koste nur und bringt kein Geld in die Kasse.
Deswegen soll die Scouting Combine demnächst attraktiver für das Fernsehen aufgezogen werden. Daß die Fans es vor Ort sehen wollen, zeigt das Scouting Combine dieses Jahr. Die NFL gab pro Veranstaltungstag 250 Eintrittskarten an Fans aus, die sich auf einer Internetseite registrieren lassen mussten. Die Karten waren um ein vielfaches überzeichnet. Das Interesse ist also da. Da liegt es doch nahe, das Sichtungstraining auch im Fernsehen zu übertragen... und Geld damit zu verdienen.

Der Gronk
Es hätte ihm alles sehr weh getan, sagte Patriots Tight End Rob Gronkowski in einem Radiointerview. Die Niederlage im Super Bowl, sein Knöchel und die Kritik an ihm, nachdem er wild herumhüpfend in einer Disco nach dem Spiel gefilmt wurde.
Eine mangelnde Arbeitseinstellung habe man ihm vorgeworfen. Wie konnte jemand, der im wichtigsten Spiel des Jahres herumhumpelte, spät Abends wild herumhampeln?
Aber die pure Freude darüber, wieder mit seinen Brüdern und anderen Verwandten zusammen zu sein, hätte ihn den Schmerz über die Niederlage und im Knöchel vergessen lassen.
Der Gronk feierte nämlich in besagter Disco mit Freunden und Verwandten, die er lange nicht mehr gesehen hatte. Niemand dürfe sich anmaßen, auf Grund dieses Videos seine Arbeitsmoral in Zweifel zu ziehen. Während des Spiels habe er alles gegeben, was möglich war, so wie er es bei jedem Spiel macht. Er wäre halt kein Trauerkloß, sagte er weiter. Das Leben wäre trotz der Niederlage im Super Bowl weitergegangen, auch wenn das viele überraschen würde. Deshalb hätte er die Niederlage abgehakt und gefeiert. Wenn das jemandem nicht passt, könne er es auch nicht ändern.

Draft
Zwei Teams gewannen am Freitag den Münzwurf um eine bessere Plazierung in der Draft.
Die Dolphins und Panthers hatten bei allen Regeln, die einen Gleichstand in der Wertung auflösen sollen, identische Werte, so wie auch die Chiefs und die Seahawks.
Nachdem die Münzen geworfen wurden, hatten die Dolphins und die Chiefs die Nasen vorne.
Miami kann an achter Stelle in der Draft einen Spieler einberufen, Kansas City an 11. Stelle.
Damit sieht die Rangfolge für die erste Runde in der Einberufung wie folgt aus:
1.Colts
2.Rams
3.Vikings
4.Browns
5.Buccaneers
6.Redskins
7.Jaguars
8.Dolphins
9.Panthers
10.Bills
11.Chiefs
12.Seahawks
13.Cardinals
14.Cowboys
15.Eagles
16.Jets
17.Bengals (von den Raiders)
18.Chargers
19.Bears
20.Titans
21.Bengals
22.Browns (von den Falcons)
23.Lions
24.Steelers
25.Broncos
26.Texans
27.Patriots (von den Saints)
28.Packers
29.Ravens
30.49ers
31.Patriots
32.Giants

Freitag, 24. Februar 2012

Kurzberichte
edwards-trentOffiziell beginnt die Free Agent Periode erst am 13. März. Dennoch können die Teams auch jetzt schon neue Spieler verpflichten, die nach der letzten Saison entlassen wurden.
So verpflichteten die Eagles am Donnerstag Quarterback Trent Edwards.
Vince Young wird es nicht freuen. Für ihn ist das das Signal, daß er seine Koffer packen kann.
Edwards startete in 33 NFL Spielen, hauptsächlich für die Bills. Seine Bilanz weist 14 Siege und 19 Niederlagen auf. Seinen 26 Touchdowns stehen 30 Interceptions gegenüber.

Die Saints haben sich freiwillig für das Hall of Fame Spiel am 5. August zurverfügung gestellt.
Letztes Jahr fiel dieses Vorbereitungsspiel der Aussperrung zum Opfer, diese Gefahr ist ja jetzt gebannt.
Mit Tackle Willie Roaf wird ein ehemaliger Star der Saints in die Ruhmeshalle aufgenommen, Grund genug für New Orleans geschlossen in Canton anzutreten.

Miamis General Manager Jeff Ireland hört die Rufe der Manning to Miami Bewegung, doch er beachtet sie nicht.
Die Fans könnten machen, was sie wollten, das stehe ihnen frei. Er selber hätte bisher keinen Gedanken daran verschwendet, Peyton Manning zu verpflichten.
Extra für Quarterbacks wurde bei den Dolphins eine Drehtür im Team eingebaut, seit Dan Marino in den Ruhestand getreten ist. Sie kamen und gingen so schnell, daß es sich nicht lohnte, ihre Namen zu lernen.
Ireland sähe dieses Problem durch die Verpflichtung von Manning nicht gelöst. Auch er wäre keine Lösung für längere Zeit. Dagegen spräche nicht nur seine Verletzung, sondern auch sein Alter. Er wäre nicht in Miami, um ein Team für die nächste Saison zu bilden, sondern für die weitere Zukunft, machte Ireland deutlich.

Donnerstag, 23. Februar 2012

Kurzberichte
Finley-Jermichael2Jermichael Finley (Bild) bleibt ein Packer. Der Tight End unterschrieb für weitere zwei Jahre in Green Bay.
2012 soll er $5,75 Millionen erhalten, 2013 $8,25 Millionen.
Finley fing in der letzten Saison 55 Pässe für 767 Yards und 8 Touchdowns.

In Dallas heißt es, daß die Cowboys die Linebacker Bradie James und Keith Brooking gehen lassen wollen.
Wenn die beiden nächsten Monat zu Free Agents werden, wird der Club nicht um jeden Preis versuchen, sie zu halten.
Beide sind schon jenseits der 30. James ist 31 und Brooking 36 Jahre alt, und die Produktivität beider Spieler ist in einer Abwärtsbewegung.
Ob die Cowboys Anthony Spencer das Franchise Tag anheften werden, steht immer noch nicht fest. Der Linebacker hatte letztes Jahr 66 Tackles und 6 Sacks. Er wird im März zu einem Free Agent.

Für die Fans in Miami ist alles klar, sie wollen Peyton Manning.
Sie stellten die Seite Manning to Miami.com ins Netz und haben eine Plakataktion gestartet.
Auf zwei Einfallstraßen in Miami haben sie ein Plakat aufgehangen, auf dem steht: „Macht Geschichte - Bringt Manning nach Miami“.
Ob es etwas nützen wird, darf bezweifelt werden, da die Colts ihren Quarterback ja immer noch behalten wollen.

Alle Aufrufe, eine geeignete Spenderniere zu finden, verliefen im Sand.
Tom Brady meldete am Dienstag auf seiner Twitterseite, daß sein langjähriger persönlicher Quarterback Trainer gestorben ist.
Tom Martinez, scherzhaft als „Der Quarterback Flüsterer“ bezeichnet, starb im Alter von 67 Jahren an Nierenversagen.
21 Jahre lang arbeiteten er und Brady zusammen. Martinez brachte Brady diese geschmeidige Wurfbewegung bei, bei der der Quarterback den Arm noch bis zum linken Knie durchzieht, nachdem der Ball schon die Hand verlassen hat.
Im Juni 2011 sagten die Ärzte ihm, daß er wegen einer schweren Nierenerkrankung noch einen Monat zu leben hätte, wenn sich keine Spenderniere finden würde. Doch Martinez hielt durch, schien sich sogar etwas zu erholen.
Auf jede erdenkliche Art hat Brady nach einer Spenderniere gesucht, auch über die neuen sozialen Medien. Letzte Woche wurde ein geeigneter Spender gefunden. Martinez unterzog sich den nötigen Kompatibilitätstests und es bestand Hoffnung auf eine baldige Transplantation. Doch am Dienstag erlitt Bradys Coach bei der Dialyse einen tödlichen Herzinfarkt.

Die Rams haben von St. Louis grünes Licht für ihr „Heimspiel“ in London bekommen.
Der Stadionbetreiber hatte den Rams einen Vertragsbruch vorgeworfen, würden sie nicht alle Heimspiele auch wirklich im Edward Jones Dome austragen.
Daraufhin wurden die Vorbereitungen auf das Spiel in London unterbrochen.
Am Dienstag wurden die beiden Seiten sich einig. Die Rams müssen die Angestellten des Stadions so bezahlen, als würde das Spiel in St. Louis stattfinden. Außerdem mussten die Rams die Erlaubnis erteilen, daß der Dome auch an Footballwochenenden noch für andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen kann.
Das gilt zunächst für das eine Spiel in diesem Jahr. Was mit den Spielen in 2013 und 2014 ist, für die die Rams London ja schon zugesagt haben, steht noch nicht fest.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Kurzberichte
bills-toronto-seriesTerminüberschneidungen verhindern einen Auftritt der Bills während der Vorbereitungszeit in Toronto.
Das gab das Team am Dienstag bekannt.
Warum das Rogers Center in Toronto keinen Termin für die Bills frei hat, wurde nicht bekanntgegeben.
Es wäre das letzte von drei vertraglich zugesicherten „Heimspielen“ der Bills in Toronto gewesen und es steht nicht fest, ob das Spiel 2013 nachgeholt wird.
Das Saisonspiel dieses Jahr soll aber wie vereinbart stattfinden. Wann und gegen wen Buffalo dann in Toronto spielt, wird verlautbart, wenn der Spielplan im Laufe der nächsten zwei Monate herausgegeben wird.
Um das eigene Stadion in den restlichen Heimspielen mal wieder etwas mehr zu füllen, haben die Bills beschlossen, die Eintrittspreise pro Platz um bis zu $15 zu reduzieren.

Brady Quinn hält nicht viel von seinem Teamkollegen Tim Tebow.
Der Ersatz- Quarterback des gottgleichen Tebow zog in einem Zeitschrifteninterview ordentlich vom Zaun. Tebow hätte in seinen Siegen nur Glück gehabt. Er würde herumlaufen, wie ein aufgeschrecktes Huhn, sagte Quinn der Zeitschrift GQ, jedenfalls stellt die Zeitschrift das so dar.
Quinn allerdings fühlt sich unfair behandelt. Die GQ hätte seine Aussagen völlig aus dem Zusammenhang gerissen und falsch wiedergegeben.
Die Teamleitung hielt sich über eventuelle Konsequenzen bedeckt.
Quinn hat sich mittlerweile in aller Form bei Tim Tebow entschuldigt.

Die Dolphins machen keine Anstalten Chad Henne zu halten.
Wenn der Quarterback, der am 13. März zu einem Free Agent wird, gehen will, kann er gehen.
In seinen vier Saisons in Miami startete er in 31 Spielen und hat eine Bilanz von 13-18 Siegen. Er warf Pässe für 7.114 Yards, erzielte 31 Touchdowns und warf 37 Interceptions.

Die Eagles und Cullen Jenkins wurden sich über eine Vertragsänderung einig. 2010 unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag über $30,4 Millionen. 2012 hätten die Eagles ihm $8 Millionen zahlen müssen, das war ihnen zu viel.
Auf wieviel Geld Jenkins verzichtet, wurde nicht bekanntgegeben.
Der Defensive Tackle erzielte in der letzten Saison 40 Tackles und 5,5 Sacks. Damit war er einer der wenigen Neuverpflichtungen der letztes Jahr für Philadelphia die erwarteten Leistungen erbrachte.

Dienstag, 21. Februar 2012

Kurzberichte
welker-wesWes Welker (Bild) und die Patriots kommen sich bei den Vertragsverhandlungen nicht näher.
Der Wide Receiver ist ohne Frage nach Tom Brady der wichtigste Spieler des Teams. Wenn sich das nicht in einem adäquaten Vertrag niederschlägt, könnte Welker das Team im März wechseln.
Der 31-jährige gehört zu den besten Receivern der Liga und verdiente letztes Jahr doch nur $2,15 Millionen.
Ein Taschengeld, gemessen an dem Durchschnittsgehalt der Top fünf Receiver der Liga. Das liegt bei $9,4 Millionen.
Wenn die Patriots ihn zu ihrem Franchise Spieler machen, dann werden sie ihm in der nächsten Saison diese Summe zahlen müssen, oder Welker darf gehen.
Doch Welker möchte gar nicht zu einem anderen Team wechseln. Er würde es begrüßen, wenn die Patriots ihm einen langfristigen Vertrag anbieten, der seinen Leistungen angemessen ist.
Letztes Jahr fing er 122 Pässe für 1.569 Yards und 9 Touchdowns.
So jemanden sollte man nicht gehen lassen.

Wichtig ist von August bis Dezember, ist die Meinung der Philadelphia Eagles.
Zwar werden die Scouts der Eagles auch bei der Scouting Combine in Indianapolis beobachten, was die Spieler dort so zeigen, doch das ist für sie nicht so wichtig.
Bei der Frage, wen sie von den Collegejungs ins Team aufnehmen wollen, halten sie sich bevorzugt an das, was sie auf den Filmen der Collegespiele sehen. Während des Sichtungstrainings könne man nicht sehen, wie ein Spieler unter Druck reagiert, ob er einen Spielzug bis Zuende spielt, oder ob er mittendrin aufgibt.
Das sehe man nur in echten Spielen.
Die Eagles erinnern sich an 1995. Da dachten sie, einen Superstar rekrutiert zu haben, als sie Mike Mamula in der ersten Runde der Draft aufnahmen. Der Defensive End hatte die Übungen im Sichtungstraining mit Bravour absolviert, aber als Spieler war er ein Flop.
Dieser Vorfall ist den Eagles bis heute eine Warnung, nicht zuviel auf das zu geben, was man in Indianapolis gezeigt bekommt.

Steve Johnson gehört zu den guten Wide Receivern der Liga. Letztes Jahr fing er für die Bills 76 Pässe für 1.004 Yards und 7 Touchdowns.
Das sind beeindruckende Zahlen, aber nicht gut genug für die Bills, ihn um jeden Preis halten zu wollen.
Das Franchise Tag wollen sie ihm jedenfalls nicht anheften, wenn sie sich nicht über einen neuen Vertrag mit ihm einig werden.
Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen heißt es, daß Club und Spieler in den jeweiligen Gehaltsvorstellungen sehr weit auseinander liegen.
Für die Bills ist es keine große Sache, keinen Spieler zum wichtigsten Spieler des Unternehmens zu machen. In Ermangelung guter Spieler, kein Wunder. Zuletzt vergaben sie 2006 das Unternehmensetikett. Damals an Cornerback Nate Clemens.
Man kann also davon ausgehen, daß Johnson nächstes Jahr für ein anderes Team Pässe fängt.

Montag, 20. Februar 2012

Kurzberichte
avril-cliff2Cliff Avril (Bild) will streiken. Der Defensive End der Lions will einen vernünftigen, langfristigen Vertrag, aber die Lions wollen ihm das Franchise Tag anheften.
Avril will minimum $12 Millionen pro Jahr. Mit dem Franchise Tag ständen ihm für 2012 höchstens $10,6 Millionen zu.
Schon letztes Jahr heftete Detroit ihm das Unternehmensetikett an. Doch Avril will nicht mehr von Jahr zu Jahr in Ungewissheit gehalten werden, sondern seine Zukunft planen.
Der Defensive End gibt sich kämpferisch und will sich nicht länger hinhalten lassen.

Heute beginnt die Zeit, in der die Clubs ihren Spielern das Franchise Tag anheften können.
Sie dürfen einen Spieler aus dem Team auswählen, dessen Vertrag ausläuft, dem können sie dann einen Einjahresvertrag anbieten. In der Zeit bis zur nächsten Saison können sie ihm dann einen langfristigen Vertrag anbieten, oder er wird zu einem Free Agent, der das Team wechseln darf.
Unter dem alten Tarifvertrag war das Ermitteln des Gehalts für diese Spieler recht einfach. Ein Spieler, den das Team nicht gehen lassen wollte, bekam das Durchschnittsgehalt der fünf bestbezahlten Spieler auf seiner Position.
Das war wohl zu einfach, denn unter dem neuen Tarifvertrag wendet die NFL eine Formel an, die der zur Ermittlung der Passerwertung in nichts nachsteht.
Daraus ergibt sich eine Differenz zu den bisherigen Gehältern zu Ungunsten der Spieler:
QB: $14.4 Millionen in 2012; runter von $16.1 Millionen in 2011
RB: $7.7 Millionen in 2012; runter von $9.6 Millionen in 2011
WR: $9.4 Millionen in 2012; runter von 11.4 Millionen in 2011
TE: $5.4 Millionen in 2012; runter von $7.3 Millionen in 2011
OL: $9.4 Millionen in 2012; runter von $10.1 Millionen in 2011
DE: $10.6 Millionen in 2012; runter von $13 Millionen in 2011
DT: $7.9 Millionen in 2012; runter von $12.5 Millionen in 2011
LB: $8.8 Millionen in 2012; runter von $10.1 Millionen in 2011
CB: $10.6 Millionen in 2012; runter von $13.5 Millionen in 2011
S: $6.2 Millionen in 2012; runter von $8.8 Millionen in 2011
Den Clubs bleibt damit natürlich etwas mehr Platz unter der Gehaltsobergrenze, den viele Clubs auch dringend brauchen.

Ronde Barber erholt sich gut von einer Operation am Unterarm. Dennoch weiß der Cornerback der Buccaneers nicht, ob er in den Ruhestand tritt, oder weitermacht.
Barber ist 36 und hat 15 Saisons in der NFL hinter sich. Sein Zwillingsbruder Tiki, der Running Back spielte, ist schon lange im Ruhestand.
Ronde sagte, daß er noch völlig unentschlossen wäre, und sich zunächst mal ansehen will, was der neue Head Coach Greg Schiano so vorhat.

Die Buccaneers haben es während der Saison nicht geschafft, die Punktetafel im heimischen Stadion zum Brennen zu bringen. Das schaffte aber ein Feuer letzte Woche.
Die Feuerwehr musste ausrücken, um die Anzeigetafel im Raymond James Stadion zu löschen.
Das Feuer wurde von einem Kurzschluß ausgelöst. Es entstand kein großer Schaden.

250 handverlesene Fans dürfen das Sichtungstraining vor Ort im Lucas Oil Stadium in Indianapolis miterleben.
Am 26. Februar werden in der sogenannten Scouting Combine die Spieler, die vom College in die NFL wechseln wollen, von den Teams auf Herz und Nieren getestet. Dazu werden sie im Stadion je nach Spielerposition Pässe werfen, fangen, verteidigen und was der Sachen mehr sind.
Es wird gemessen, wie schnell Spieler die 40 Yards laufen, wie hoch sie springen und wie weit sie die Blockschlitten schieben können.
Das fand bisher unter Ausschluß der ordinären Fans statt. Doch der Erfolg des Medientags vor dem Super Bowl hat die NFL dazu veranlasst, auch zu dieser Veranstaltung Fans ins Stadion zu lassen.
Zum Medientag waren erstmals Fans im Stadion, die sich das Gewusel der Reporter und Spieler auf dem Rasen ehrfürchtig ansahen.
250 dürfen das nun auch am 26. Februar. Wer zu den glücklichen gehören wollte, konnten sich auf der Seite 1iota.com registrieren lassen und musste dann hoffen, daß er zu den Auserwählten gehören würde.

Samstag, 18. Februar 2012

Kurzberichte
peterson-adrianSchon am 28. Februar will Adrian Peterson (Bild) wieder das Training aufnehmen.
Der Running Back der Vikings wurde erst am 30. Dezember an einem gerissenen Kreuzband operiert.
Er fühle, daß sein Knie Fortschritte mache, sagte er der Presse.
Zum Beginn des Trainingscamps will er auf jeden Fall einsatzbereit sein.

Die Vikings sollen dem Bau eines neuen Stadions näher gekommen sein.
Entstehen soll es in der Innenstadt von Minneapolis und die Finanzierung teilen sich Stadt, Staat und Vikings.
Die Stadt will zunächst $150 Millionen beisteuern und im Verlauf der nächsten 30 Jahre $180 weitere Millionen. Der Staat soll $398 Millionen zugesichert haben und der Club trägt mit $427 Millionen den Löwenanteil der zunächst mit $975 Millionen vorgesehenen Baukosten.
Nächste Woche wollen sich alle Beteiligten erneut an einen Tisch setzen und die Details besprechen.
Noch wäre nichts entschieden, antwortete Vikings Vize Präsident Lester Bagley auf Anfragen. Man arbeite hart an einer Entscheidung, aber es wäre noch ein langer Weg.
Minnesotas Gouverneur Mark Dayton klang da schon etwas optimistischer. Er sagte, daß man sich auf einen Ort und die Finanzierung geeinigt hätte. Jetzt würde es zügig voran gehen.

Freitag, 17. Februar 2012

Abstürzende Jets
ryan-rex2Bei den Jets soll es in der Umkleide zugegangen sein, wie auf dem Basar der Eitelkeiten.
Jeder versuchte, sich als der einzig wahre Superstar des Teams darzustellen und die Spieler um sich herum zu Nebendarstellern zu degradieren.
Diese Konkurenzkämpfe in der Mannschaft sollen eine große Schuld daran haben, daß die Jets mit einer Bilanz von 8-8 Siegen die Playoffs verpassten.
Running Back LaDainian Tomlinson sagte in einem Interview, daß er noch nie in einer Mannschaft gespielt hat, in dem die Spieler so aufeinander eingehackt haben, wie hier.
Das soll sich ändern.
Vor der nächsten Saison soll die Chemie im Team durch verstärkte Teamaktivitäten wieder hergestellt werden.
Trotz aller Animositäten war sich der Großteil der Spieler in einem einige, daß Mark Sanchez als Quarterback eine Niete ist.
Auch das soll sich ändern. Head Coach Rex Ryan (Bild) hört nicht auf zu bekunden, daß er Sanchez für seine Nr. 1 hält, weil Sanchez ein wirklich guter Quarterback sei.
Diesen Glauben an Sanchez muss er nun nur noch seinen Spielern implementieren. Das dürfte nicht leicht sein.
Einige Spieler haben ihrem Quarterback ja während der Saison beigestanden, vielleicht kann Ryan über sie den Rest der Spieler dazu bringen, auch an ihren Quarterback zu glauben?
In zwei Monaten gehen die gemeinsamen Trainingseinheiten los. Bis dahin sollen also Pfannkuchenwettessen, Bowlingturniere, etc. für eine positive Stimmung unter den verfeindeten Spielern sorgen.
Viel Glück Ryan!

Kurzberichte
Die Defense der Texans erlitt in Woche fünf einen herben Rückschlag. Linebacker Mario Williams, zweimaliger Pro Bowler und Star der Texans Verteidigung, riß sich den Brustmuskel und seine Saison war beendet.
Defensive Coordinator Wade Phillips schaffte es, seine Verteidigung so einzustellen, daß sie die Saison trotzdem als zweitbeste der Liga beendet.
Jetzt meldete sich die Nr. 1 aus der Draft 2006 als gesund zurück, und darf sich gleich ein neues Team suchen. Wenn Houston und er sich bis zum 13. März nicht über einen neuen Vertrag einig werden, wird Williams ein uneingeschränkter Free Agent.
Doch die Chancen, daß Williams weiter bei den Texans bleibt, ist groß. Er habe in Houston alles, was er braucht. Über das Geld würde er sich nicht allzuviele Gedanken machen. Sein Rookievertrag habe ihm $54 Millionen eingebracht, und davon könne er ganz gut leben.
Darüber, der bestbezahlte Verteidiger der NFL aller Zeiten zu werden, denke er nicht nach. Wenn die Texans ihn seinen Leistungen entsprechend bezahlen würden, wäre das voll OK.
Ob sein Agent blaß wurde, als er diese Worte seines Klienten hörte, ist nicht bekannt.

Die Verlagerung des Anstoßpunktes von der 30 auf die 35 Yardslinie hat beträchtlich zur Reduzierung von Gehirnerschütterungen beigetragen.
Die Zahl der Kickoffs, die zurückgetragen wurden, sank um 32%.
Dabei sank die Zahl dieser schweren Verletzungen bei diesen Spielzügen um etwa 50%.

Die Broncos verpflichteten Jason Hill.
Der Wide Receiver spielt seit fünf Jahren in der NFL, zuletzt bei den Jaguars.
In seiner Karriere fing er bisher 76 Pässe für 1.028 Yards und 8 Touchdowns.

Joe Flacco gehört unter die Top fünf Quarterbacks der Liga, davon jedenfalls ist sein Agent überzeugt.
Der will natürlich auch für sich das Beste aus einem neuen Vertrag für seinen Schützling herausholen. Deshalb übertreibt er es ein wenig, denn der Quarterback der Ravens gehört mitnichten unter die fünf besten Quarterbacks der Liga, ja noch nicht einmal unter die Top 10.
Doch klappern gehört zum Handwerk und so klappert Flaccos Agent halt kräftig, wie man in der Tabelle unten sieht, etwas zu kräftig.
Die Top fünf Quarterbacks nach Passerwertung seit 2008 (minimum 800 Versuche):
1. Aaron Rodgers - 105.0
2. Tom Brady - 103.9
3. Drew Brees - 101.4
4. Philip Rivers - 99.6
5. Tony Romo - 97.1
...
15. Joe Flacco - 86.0
Flaccos Vertrag läuft noch ein Jahr und wird ihm 2012 $4,6 Millionen einbringen. Danach soll minimum das dreifache für ihn herausspringen. So jedenfalls sieht es sein Agent.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Kurzberichte
urlacher-brian01„Er war doch nur ehrlich“, antwortete Bears Vorstandsvorsitzender George McCaskey auf die Frage, was er von den Äußerungen Brian Urlachers (Bild) hält?
Zur Erinnerung, Urlacher hatte in einem Radiointerview gesagt, daß er den Ärzten und Betreuern nicht sagen würde, wenn er sich nach einem harten Angriff Schwummerig fühlt. Er würde einfach sagen, daß er Schmerzen im Fuß hat, und dann könne er nach einer kurzen, ergebnislosen Untersuchung weiterspielen. Wenn er sagen würde, daß er Kopfschmerzen hätte, würde man ihm wegen eines Verdachts auf Gehirnerschütterung verbieten weiterzuspielen. Das wolle er vermeiden.
Im Win-Football Forum wurde über diese Aussagen der Linebackers lebhaft diskutiert.
Für McCaskey waren diese Aussagen einfach nur ehrlich, von einem Spieler, der seine Teamkollegen in der Hitze der Schlacht nicht imstich lassen wolle.
Urlacher hätte ja nicht gesagt, daß das, was er macht, richtig wäre. Er hätte ja nicht anderen den Rat gegeben, das auch so zu machen.
Urlacher hätte halt eine Kriegermentalität, die ihn zu dem Superstar gemacht hat, der er heute ist.
McCaskey wurde auf einer Konferenz mit High School Trainern und Spielern auf der es um Sicherheits- und Gesundheitsfragen ging nach den Äußerungen Urlachers gefragt.
Es war nicht leicht für den Vorstandsvorsitzenden der Bears, sich aus der Zwickmühle zu befreien, in die die Frage ihn gebracht hatte, und es ist ihm auch nicht ganz gelungen.
Das Thema Gehirnerschütterung ist zu ernst und wird von der NFL nicht umsonst als vordringlich angesehen. Da sind dampfwalzenartige Aussagen, wie Urlacher sie getätigt hat, mehr als Kontraproduktiv.

Die Miami Dolphins haben einen neuen Running Back verpflichtet. Sie sicherten sich Jerome Messam, der letztes Jahr in der kanadischen Liga CFL über 1.000 Yards lief.
Für Edmonton lief er 195 mal und erzielte 1.057 Yards.
Er war der erste Running Back seit 2000, der in der CFL die Tausendyardsgrenze knackte.

Eine bedeutende Sport Illustrierte in den USA will wissen, daß Peyton Manning eine vierte Operation an seinem Nacken hinter sich hat, die bisher verschwiegen wurde.
Offiziell ist ja immer nur von drei Operationen die Rede. Die vierte Operation soll irgendwann zwischen dem 23. Mai und dem 9. September stattgefunden haben.
Außerdem soll der Quarterback der Colts immer noch kleine Knochenfragmente im Nacken haben, die weitere Operationen nötig machen.
Diese Sport Illustrierte behauptet auch, daß Manning sich ernsthaft mit dem Team auf einen Einsatz in Woche 16 gegen die Texans vorbereitet hat. Die Teamärzte hätten diesem Einsatz jedoch in letzter Minute einen Riegel vorgeschoben.
Wenn es stimmen sollte, daß Manning noch weitere Operationen drohen, dann sieht seine Zukunft etwas düsterer aus, als bisher angenommen.

Auch die Buccaneers haben gemerkt, daß Albert Haynesworth ein Vollflop ist.
Es ist gerade mal drei Jahre her, daß die Redskins den Defensive Tackle zum reichsten Verteidiger der NFL gemacht hatten. Doch Haynesworth war keinen Cent der 100 Millionen wert, für die er verpflichtet wurde.
Letztes Jahr dachten die Patriots, daß sie Haynesworth ans Arbeiten bringen könnten, doch auch bei ihnen bewegte er sich keinen Schlag mehr, als nötig.
Im November feuerten sie Mr. Faultier nach sechs Einsätzen und drei Tacklen, und er fand ein weiteres Team, das so blöd war, ihn aufzunehmen, die Buccaneers. Die haben jetzt auch bemerkt, daß mit ihm nichts anzufangen ist und feuerten ihn am Mittwoch.
Mal sehen, wer ihn als nächstes aufnimmt?

Beim Monday Night Football gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.
Zunächst die gute: Ron Jaworski wurde aus dem Kommentatorenteam gestrichen.
Ab der kommenden Saison wird er die Studiocrew der NFL Countdown Sendung verstärken.
Die schlechte Nachricht: Jon Gruden bleibt uns erhalten. Zusammen mit Kommentator Mike Tirico wird er ein Zweiergespann bilden.
Jaworski war in den letzten fünf Jahren in der MNF Crew, doch ESPN glaubte, daß er dort nicht sein voller Potential ausschöpfen würde. Deshalb wollen sie ihn verstärkt in Studioshows einbinden, wo er als Analyst zeigen soll, was er kann.

Die Aussage von Steelers General Manager Kevin Colbert, daß der Club große Probleme mit der Gehaltsobergrenze habe, rührte zumindest zwei Spieler.
Quarterback Ben Roethlisberger und Linebacker James Harrison erklärten sich dazu bereit, ihre Verträge nachzuverhandeln.
Der Agent von James Harrison sagte in einem Interview, daß sein Klient mehr als bereit wäre, dem Team zu helfen.
Ike Taylor, LaMarr Woodley und Lawrence Timmons sollen ihre Verträge sogar schon nachverhandelt haben. Cornerback Bryant McFadden und Wide Receiver Arnaz Battle wurden entlassen.
Die Verhandlungen mit Jericho Cotchery haben gerade erst begonnen.
Der Wide Receiver kam von den Jets nach Pittsburgh, und hier gefällt es ihm so gut, daß er auf jeden Fall länger bleiben möchte.
Letztes Jahr unterschrieb er einen Einjahresvertrag mit den Steelers und hofft jetzt auf ein gutes Angebot.
Mal sehen was den Steelers seine 16 gefangenen Bälle für 237 Yards und 2 Touchdowns denn so wert sind?

Mittwoch, 15. Februar 2012

Free Agents
Manning-Peyton2002Wir erinnern uns; letztes Jahr um diese Zeit lief Jim Irsay, der Besitzer der Colts, rum, und beendete jedes Interview mit dem Satz: „Ich werde Peyton Manning zum reichsten Footballspieler aller Zeiten machen.“
Heute, nach einer Saison ohne Manning und mit der ersten Wahl in der Draft vor Augen, klingt das ganz anders. Wenn Manning (Bild) weiter für die Colts spielen will, dann gerne, aber nur, wenn er seinen Vertrag nachverhandelt.
Vor der Saison 2011 gab Irsay Manning einen Vertrag über fünf Jahre und $90 Millionen. Manning hatte versucht, sich gegen diesen Vertrag zu wehren. Er wollte nicht, daß man die Mitspieler um ihn herum, die er dringend brauchte um glänzen zu können, abgeben müsste, weil sie nicht mehr unter die Gehaltsobergrenze passten.
Doch Manning hatte keine Chance, Irsay wollte ihn mit Geld zuscheißen, und er tat es.
Am 8. März steht die Zahlung eines Bonus über $28 Millionen für Manning an. Wenn Irsay diesen nicht auszahlt, dann ist Peyton Manning ein uneingeschränkter Free Agent, der sich ein anderes Team suchen darf.
In Indianapolis wartet man nun darauf, wie Irsay entscheiden wird?
Es ist die Rede davon, daß er Manning einen Vertrag anbieten wird, der sich an der Einsatzzeit des Quarterbacks und dessen Erfolg ausrichten wird.
Irsay macht sich Sorgen um den weiteren Gesundheitszustand Mannings und glaubt nicht mehr an die volle Leistungsfähigkeit seines einstmals besten Fohlens im Stall.
Doch nicht nur Peyton Manning wird das Team im März wechseln dürfen, hunderte andere dürfen das auch, wenn ihre Verträge nicht bis zum 8. März verlängert werden.
Zu ihnen gehört auch Drew Brees. Auch er würde gerne bei seinem alten Team, den Saints, bleiben. Wenn er aber keinen Vertrag unterbreitet bekommt, der ihm genehm ist, dann wird er seine Husarentreue in die Tonne kloppen und wie jeder widerliche Söldner dem Ruf des Schotters folgen.
Wehren gegen solche abwanderungswilligen Spieler können sich die Clubs mit dem Franchise Tag. Ganz genau hat das mein treuer Stammleser Montana erklärt und in seiner Rubrik „Football erklärt“, die nicht nur Einsteigern zu empfehlen ist, kann man jedes Detail dazu nachlesen.
Brees wird auf jeden Fall das Unternehmensetikett angeheftet bekommen, wenn er nicht vor dem Stichtag einen neuen Vertrag unterschreibt.
Mit diesem Franchise Tag etikettiert ein Team den wichtigsten Spieler des Unternehmens, um ihn zu halten.
Diese Phase der Saison gehört mit zu den spannendsten und wichtigsten überhaupt.

Kurzberichte
Am heutigen Mittwoch endet die Frist, zu der die Teams der Liga angeben können, ob sie umziehen wollen oder nicht.
Die Minnesota Vikings haben keine Absicht, die NFL um die Erlaubnis zu einem Umzug zu bitten, heißt es.
Erwartet wurde ja, daß das Team Minnesota verlassen will, wenn es keine Zusage zum Bau eines neuen Stadions bekommt.
Obwohl diese Zusage noch immer nicht vorliegt, sagte der Vizepräsident der Vikings, daß man noch nicht an einen Umzug denke.

In seinen 15 Jahren in der NFL soll Terrell Owens etwa $80 Millionen verdient haben.
Heute heißt es, daß der ehemalige Wide Receiver all sein Geld verloren hat.
Auf seine finanzielle Situation angesprochen, sagte T.O., daß das stimmen könnte. Zwar wüsste er gar nicht, wie viel Geld er verdient habe, aber daß er viel Geld verloren habe, weil er den falschen Beratern vertraute, das wäre wohl wahr.
Als er bemerkte, daß er betrogen wurde, war es schon zu spät.
Der 38-jährige träumt ja immer noch davon wieder in der NFL zu spielen. Aber zunächst wird er die Heimspiele für sein neues Team aus der Indoor Football League, die Allen Wranglers, bestreiten. Obwohl er nur in den Heimspielen antreten muss, soll er für sein Engagement $100.000 erhalten. Das ist mehr, als das komplette Team insgesamt für die Saison erhält.

Hat auch Randy Moss finanzielle Probleme?
Jedenfalls will auch dieser ehemalige Wide Receiver wieder ein aktiver Wide Receiver in der NFL werden.
Moss wurde am Montag 35 und hat in der Saison 2011 nur zugesehen. Just an seinem Geburtstag verkündete er, daß er für einkommende Angebote der 32 Teams ein offenes Ohr hätte.
2010 war er der Wanderpokal der Liga, als er von den Patriots zu den Vikings und von dort zu den Titans wechselte.
Jedesmal waren es nicht die spielerischen Fähigkeiten von Moss die einer Erfüllung der Verträge im Weg standen, sondern seine charakterliche Schwächen.
Zusammen mit Terrell Owens steht er mit 153 Touchdownpässen auf Platz zwei dieser Liste.
Ob sein Agent vor Anrufen der Teams, die Moss verpflichten wollen, überschüttet wird, bleibt abzuwarten.

Dienstag, 14. Februar 2012

Kurzberichte
mendenhall-rashardDie Steelers planen für die nächste Saison ohne Rashard Mendenhall.
Der Running Back der Steelers zog sich im letzten Saisonspiel einen Kreuzbandriss zu, und General Manager Kevin Colbert rechnet nicht damit, daß Mendenhall die Saison bestreiten kann.
2011 lief er für 928 Yards und 9 Touchdowns.
Einen Ersatz zu finden, wird nicht leicht sein. Laut Colbert hat der Club große Probleme damit, unter der Gehaltsobergrenze zu bleiben. Am 6. Februar, als der General Manager zuletzt nachgerechnet hat, lagen sie $22,5 Millionen über der Grenze. Die Verträge einiger wichtiger Spieler laufen aus, und noch weiß niemand, wie das Team aussehen wird, mit dem man im Sommer ins Trainingslager fährt.

Ahmad Bradshaw hat einen Rat für die Cowboys. Der Running Back der Giants rät dem Divisionsrivalen, sich von Tony Romo zu trennen. Solange sie ihn als Quarterback einsetzen, würden sie nicht mit den Giants schritthalten können.
Solange sie weiter mit Romo spielen, würden sie nie eine Meisterschaft gewinnen können.
Natürlich gehört sich solch eine Kollegenschelte nicht und in dieser drastischen Form ist sie eher ungewöhnlich, aber Bradshaw hat mit seinen Äußerungen vielen Cowboysfans aus der Seele gesprochen.
Ob das der Grund ist, warum Dallas plötzlich auch in den Topf der Teams geworfen wurde, die angeblich an Peyton Manning interessiert sein sollen?

David Diehl wurde an seiner rechten Hand operiert.
Der Left Tackle der Giants hatte in den letzten zwei Monaten der Saison mit einer gebrochenen Hand gespielt, die ihn stark behinderte, wie er sagte.
Auf seiner Twitterseite zeigt Diehl stolz eine Röntgenaufnahme, auf der einige Schrauben in seiner Hand zu sehen sind.

Freddie Solomon ist tot.
Der ehemalige Wide Receiver der 49ers verstarb am Montag im Alter von nur 59 Jahren. Seit einigen Jahren kämpfte er mit dem Krebs. Ein Kampf, den er nun verlor.
Solomon spielte 11 Jahre in der NFL, davon acht Jahre für die Niners und mit ihnen gewann er zwei Super Bowls.
Am Ende seiner Karriere hatte er 371 Pässe gefangen, für 5.846 Yards und 48 Touchdowns.
In der West Coast Offense von Head Coach Bill Walsh lief er zusätzlich für 329 Yards und 3 Touchdowns.

Montag, 13. Februar 2012

Kurzberichte
jackson-deseanDie Eagles wollen DeSean Jackson (Bild) auf keinen Fall gehen lassen.
Der Wide Receiver wird am 5. März zu einem Free Agent, einem Spieler, der sich ohne Auflagen ein neues Team suchen darf.
Deshalb wollen die Eagles ihm das Unternehmensetikett, das Franchise Tag, anheften.
Damit könnten sie Jackson einen Einjahresvertrag geben, der $9,5 Millionen wert ist, also neun Millionen mehr, als der Wide Receiver in der letzten Saison verdiente.
In der Zeit bis zum Ende der nächsten Saison könnten sie dann in Ruhe einen langfristigen Vertrag mit ihm aushandeln.
Allerdings hat sich Jackson in der letzten Saison nicht gerade als Teamspieler benommen. Er zeigte ganz offen, daß er mit seinem laufenden Vertrag nicht einverstanden war, und seine Produktivität ging bergab. Er fing nur 58 Pässe für 961 Yards und 4 Touchdowns. Das wären ganz schön viele Millionen pro Touchdown gewesen, hätten die Eagles ihm schon die Neuneinhalbmillionen bezahlt.

Kevin Faulk ist schwer enttäuscht.
Der Running Back der Patriots kommt nicht darüber hinweg, daß er für den Super Bowl deaktiviert war.
Als er erfuhr, daß er nicht im Finale gebraucht wird, ging er auf sein Hotelzimmer und vergoß ein paar Tränen.
Faulk begann den Tag mit den Gedanken, daß er vielleicht das letzte Spiel seiner Karriere bestreiten würde. Kurz danach erfuhr er, daß dieses Spiel wohl schon hinter ihm lag, und er den Super Bowl nur von den Zuschauerrängen aus ansehen würde.
Das habe ihn ordentlich umgehauen, sagte er.
Nach 13 Saisons denkt er jetzt ernsthaft daran seine Karriere wirklich für beendet zu erklären.

Sonntag, 12. Februar 2012

Kurzberichte
ward-hinesHines Ward (Bild) möchte seine Karriere bei den Steelers beenden. Dafür würde er sogar eine Gehaltskürzung akzeptieren.
Auf seiner Facebookseite schrieb er am Samstag, daß er die Steelers schon davon unterrichtet hat, seinen Vertrag zu überarbeiten.
Seine Meldung auf Gesichtsbuch kam nur kurz nachdem der Club angekündigt hatte, Ward zu feuern.
14 erfolgreiche Jahre NFL liegen hinter dem Wide Receiver und 2012 soll er $4 Millionen verdienen. Doch die Steelers setzten ihn in der vergangenen Saison nicht mehr so oft ein, wie sonst. 2011 fing er nur 46 Pässe für 381 Yards. Damit war das seine unproduktivste Saison seit er als Rookie 1998 in die Liga kam.
Ward wird im März 36 und ist erst der achte Spieler in der Geschichte der NFL, der über 1.000 Pässe in seiner Karriere fing.

Mehrere gerissene Bänder mussten die Ärzte in Rob Gronkowskis linken Fuß zusammenflicken.
Am Freitag kam der Tight End der Patriots unters Messer und muss nun 10 Wochen den Fuß stillhalten, bevor er wieder trainieren darf.

Kenny Britt ist noch nicht wieder fit.
Der Wide Receiver der Titans erholt sich momentan noch von einer Knieoperation, die seine Saison vorzeitig beendete. Im September riß er sich einige Bänder, darunter das Kreuzband, im Knie.
Seine Rehabilitation liegt genau im Zeitplan. Allerdings wird er erst zum Beginn der Vorbereitungsspiele wieder einsatzbereit sein.

Erik Walden muss 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
Der Linebacker der Packers hatte im November eine handfeste Auseinandersetzung mit seiner Freundin, die ihm ein Wochenende im Knast einbrachte.
Am Freitag handelte Waldens Anwalt einen Kompromiss mit dem Richter aus, der Walden eine Gerichtsverhandlung erspart.
Ob dieser Kompromiss die NFL davon abhält, Walden auch noch zu bestrafen, wird die Liga bald entscheiden.

Samstag, 11. Februar 2012

Kurzberichte
Maualuga-ReyGegen Rey Maualuga (Bild) liegt eine Anzeige wegen Körperverletzung vor.
Der Linebacker der Bengals soll letzten Sonntag den Angestellten einer Bar ins Gesicht geschlagen haben.
Die Bengals gaben keinen Kommentar zu dem Vorfall ab.
Langsam muss ihnen ihre Absichtserklärung, Spieler mit kriminellem Verhalten nicht ins Team aufzunehmen, selber peinlich sein.
Maualuga wurde bereits 2010 verurteilt, weil er besoffen autogefahren war. Er musste seinen Führerschein für 90 Tage abgeben und ein Alkoholentzugsprogramm absolvieren.

Die Bosse von Rob Gronkowski bleiben ganz gelassen, wenn sie auf das Video angesprochen werden, das den Tight End wild hampelnd in einer Disco zeigt, nach der Niederlage im Super Bowl.
Beim Spiel zuvor sah man den Gronk nur humpelnd.
Auf die Frage, wie diese wundersame Heilung zustande kam, kann und will keiner eine Erklärung abgeben.
Man bekommt nur Lobpreisungen zu hören, im Tenor: „Er liebt Football. Er gibt immer 100%. Er will gewinnen.“
Auch sein Besitzer Robert Kraft lässt nichts auf den 22-jährigen kommen. Er schlägt dieselben Töne an, wenn er auf den Discobesuch des rekordbrechenden Tight Ends angesprochen wird.
Was auch immer den Unterschied ausgemacht hat, zwischen Spiel und Disco, es änderte nichts an der Tatsache, daß Gronkowski operiert werden musste. Am Freitag kam er unters Messer und sein Knöchel wurde operiert. 10 Wochen muss er ihn nun ruhighalten, bevor er wieder trainieren darf.

Freitag, 10. Februar 2012

Kurzberichte
packersViele NFL Teams senken die Eintrittspreise, weil die Zuschauer wegbleiben.
Ein Team, das von Kartennachfragen praktisch überrannt wird, hat eine Preiserhöhung für die Saison 2012 angekündigt.
Die Green Bay Packers werden pro Platz in den unteren Rängen zwischen drei und fünf Dollar mehr verlangen. Einige Plätze in den oberen Rängen könnten sich um bis zu $92 verteuern.

Victor Cruz hofft, daß die Giants ihm einen neuen Vertrag anbieten.
Der Wide Receiver spielte über die gesamte Saison hin eine entscheidende Rolle im Team.
Cruz kam 2010 als unrekrutierter Spieler nach New York. Er unterschrieb den standardisierten Dreijahresvertrag für Rookies, der ihm $405.000 pro Jahr einbringt.
Nachdem er im ersten Spiel 2011 einige Pässe fallen ließ, die wirklich nicht unfangbar waren, wollten die Giants ihn abgeben, aber die Verletzung eines Stammspielers auf der Wide Receiver Position zwang sie dazu, Cruz einzusetzen.
Und damit begann seine Aschenputtelsaison. Aus dem Nichts kommend lief er los, fing Pässe für 1.536 Yards, und stellte damit einen neuen Mannschaftsrekord auf.
Nun hofft Cruz darauf, daß das Team ihn nach seinen Leistungen bezahlen wird und seinen Rookievertrag in einen Vertrag umwandelt, der ihn richtig reich macht.
Er würde gerne für sehr lange Zeit ein Giant bleiben, sagte er. Er hofft, daß die Verantwortlichen des Clubs das auch so sehen.

Verfluchtes Gezwitscher.
Matt Skura, ein Spieler der Universität von Duke meldete auf seiner Twitterseite, daß er sich beim Training neben Peyton Manning aufgewärmt hat.
Das sollte eigentlich nicht öffentlich herausposaunt werden, denn Manning wollte unter dem Radar mit dem Wurftraining beginnen.
Der Eintrag verschwand dann auch recht bald wieder von der Seite des betreffenden Spielers, aber was einmal im Netz herausposaunt wurde...
Die Universitätsleitung bestätigte dann auch, daß der Quarterback der Colts sich bei ihnen auf die kommende NFL Saison vorbereitet.
Sofort überschlugen sich dann auch die Meldungen von Reportern, die Manning beim Training beobachtet haben (wollen).
Einige meldeten, daß er keine Probleme hätte, den Ball zu werfen, einige meldeten, daß er große Probleme hätte, den Ball zu werfen.

Plaxico Burress würde gerne für die Eagles spielen.
Der Wide Receiver der Jets, der auch schon für den Stadtrivalen, die Giants gespielt hat, darf im März das Team wechseln. Wenn die Jets ihm dann keinen Vertrag anbieten, der ihm genehm ist, dann würde er gerne nach Philadelphia gehen.
Die Eagles sollen sogar Interesse an ihm haben, stecken sich aber auch keinen Sand in den Kopf, wenn Burress nicht kommt.

49ers Tackle Ray McDonald wurde am Mittwoch verhaftet.
Grund war eine nichtbezahlte Strafe für Fahren unter Alkoholeinfluß vom Juni 2010.
Geldnot dürfte bei ihm nicht der Fall gewesen sein, daß er die Strafe nicht bezahlte. Die Niners gaben ihm vor der Saison 2011 einen Fünfjahresvertrag über $20 Millionen.
Nach Hinterlegung einer Kaution von $1.000 wurde McDonald wieder freigelassen.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Kurzberichte
jacobs-brandon
Brandon Jacobs (Bild) hatte einen guten Rat für Frau Bündchen, sie solle einfach nur weiter nett aussehen und ansonsten die Klappe halten.
Der Running Back der Giants reagierte damit auf die Kommentare des Supermodels, das seinen Mann Tom Brady vor den schlechten Wide Receivern in Schutz nehmen wollte, die reihenweise seine Pässe hatten fallen lassen.
Allerdings haben auch eine menge NFL Analysten genau dies in ihren Kommentaren nach dem Spiel so gesagt. Unrecht hatte das Bündchen also nicht mit seiner Analyse.
Das war dann wohl auch der Grund, warum Jacobs sich mittlerweile bei der Frau von Tom Brady entschuldigt hat.

Im dritten Viertel des Super Bowls sackte Justin Tuck Tom Brady. Der Defensive End der Giants landete auf dem Quarterback der Patriots, der hart auf seiner linken Schulter aufschlug.
Dabei verschlimmerte sich seine Verletzung, die ihn fast die ganze Saison über begleitete und behinderte.
Eine Behandlung an der Seitenauslinie lehnte Brady ab und ging in der nächsten Angriffsserie der Patriots wieder an die Arbeit.
Aber von da an spielte er mit Schmerzen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er 20 seiner 24 Pässe vervollständigt, danach nur noch 7 von 17.

Ndamukong Suh hat es auf Platz vier der unbeliebtesten Sportler in den USA geschafft.
Noch vor vier Monaten gehörte er zu den beliebtesten Spielern der NFL, doch dann trat er absichtlich auf den Arm von Packers Guard Evan Dietrich-Smith, und sein Abstieg begann.
Vor ihm landeten: Philadelphia Eagles Quarterback Michael Vick. Die Leute haben ihm seinen Gefängnisaufenthalt wegen Tierquälerei und der Ausrichtung verbotener Hundekämpfe noch nicht wirklich verziehen.
Platz zwei gehört Tiger Woods, irgendeinem Golfspieler, der einen Harem unterhält.
Als überraschend bewertete die Zeitschrift Forbes Magazin, die die Umfrage ausrichtete, Platz drei. Hier landete Wide Receiver Plaxico Burress. Männer, die sich in einer Disco selber ins Bein schießen, genießen in der Öffentlichkeit scheinbar kein hohes Ansehen.

Mittwoch, 8. Februar 2012

Kurzberichte
canyonofheroesDie Giants feierten ihren Sieg über die Patriots mit einem Umzug durch die Schlucht der Helden in New York.
Ihre wahre Heimat, New Jersey, ließen sie einfach links liegen.
Über eine Million Menschen säumten die Straßen und jubelten ihren Helden zu.
Jeder Spieler des Teams erhielt ehrenhalber den Schlüssel der Stadt.

Auch die Patriots feierten. Jedenfalls Tight End Rob Gronkowski und Offensive Lineman Matt Light.
Die beiden wurden nach dem Spiel gefilmt, als sie ausgelassen in einer Disco tanzten. Dabei war von einer Verletzung am Knöchel Gronkowskis nichts zu bemerken.
Wäre er im Spiel so um seine Gegner herumgetanzt, hätte das Spiel eine andere Wendung genommen.
Hier ist das Video zu sehen: http://www.nfl.com/videos/new-england-patriots/09000d5d826c0144/Party-Gronk

Während die beiden also feierten, machte eine neue Welle die Runde durch das Netz. Nach dem Tebowing erleben wir jetzt das Bradying.
Dabei sitzt man ganz betroffen auf dem Boden und lässt den Kopf hängen. So sah man den Quarterback der Patriots zum Spielende.
Die ersten Bradying-Fans kann man auf bradying.com „bewundern“.

„Auf gar keinen Fall ist Eli Manning ein Kandidat für die Hall of Fame“, sagte Kurt Warner, der als Quarterback der Rams den Super Bowl gewinnen konnte.
Warner widerspricht denen vehement, die Eli Manning mit seinen zwei Super Bowl Siegen und zwei MVP Titeln für einen Ruhmeshallenkandidaten halten.
Meisterschaften würden von Mannschaften gewonnen, nicht von Individuen. Bei Manning müsse man seine gesamte Leistung sehen, nicht nur die in diesen zwei Spielen. Diese Leistung wäre nicht dazu angetan, ihm einen Platz unter den besten besten zu sichern.
Seine Karrierepasserwertung würde nur 82 Punkte betragen. In fünf seiner acht Saisons hat er über 16 Interceptions geworfen. Seine Vervollständigungsrate beträgt nur 58%, das wären keine Zahlen, die einen in die Hall of Fame bringen.
Auch die Leute, die Eli nun für besser halten, als seinen Bruder Peyton, hält Warner für nicht ganz zurechnungsfähig. Auf keinen Fall wäre Eli an Peyton vorbeigezogen. Das Rennen der beiden darum, wer der bessere wäre, wäre noch nicht mal eng.

Die New England Patriots verpflichteten Wide Receiver Tiquan Underwood am Dienstag. Erst am Abend vor dem Super Bowl hatten sie ihn entlassen.
An seiner Stelle kam Defensive End Alex Silvestro in den Kader, den die Patriots bei Laufspielzügen der Giants einsetzen wollten. Allerdings wurde er nicht eingesetzt.
Underwood hätte im Falle eines Sieges der Patriots auf jeden Fall einen Super Bowl Ring bekommen, da er in acht Saisonspielen New Englands eingesetzt wurde.

Und noch`n Rekord.
Zum ersten Mal wurde ein Super Bowl auf mobile Endgeräte gestreamt. 2,1 Millionen Nutzer sahen sich das NFL Finale auf ihren Handys und Ei- was auch immer an.
Noch nie hatte ein Sportereignis in den USA so viele Zuschauer auf Handys, Pods und Pads.

Und noch `ne Schreckensmeldung.
Genauere Untersuchungen des Knies von Jake Ballard ergaben auch bei ihm einen Kreuzbandriss.
Der Tight End der Giants schied im dritten Viertel aus und wurde zunächst mit einem verstauchten Knie diagnostiziert.
Damit verloren die Giants im Super Bowl zwei Tight Ends mit Kreuzbandriss, Ballard und Travis Beckum.

Ricky Williams hat seine Karriere beendet.
Der Running Back der Ravens gab am Dienstag offiziell seinen Rücktritt bekannt.
Williams begann seine Karriere 1999 bei den Saints. Nachdem er zu oft positiv auf Marihuana getestet wurde, ging er in die CFL.
Als er sich geläutert zurückmeldete, gaben ihm die Dolphins eine zweite Chance, und Williams nutzte sie.
Er lief in seiner Karriere für 10.009 Yards und 66 Touchdowns. Zusätzlich fing er Pässe für 2.606 Yards und 8 Touchdowns.

Dienstag, 7. Februar 2012

Super Bowl 46 - Nachlese
brady-tom-fertigNach dem Spiel war Tom Brady (Bild) lange Zeit nicht ansprechbar. Der Quarterback der Patriots saß in der Umkleide und starrte vor sich hin.
Sein favorisiertes Team hatte gegen die Giants verloren, ein Team, das in der Saison sieben Spiele verloren hatte. Noch nie zuvor hat eine Mannschaft mit solch einer vernichtenden Bilanz den Super Bowl gewinnen können.
Und ausgerechnet Bradys Patriots hatten als erste gegen solch ein Team verloren.
Bitter war für Brady vor Allem die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam. Zu viele individuelle Fehler der Patriots spielten den Giants in die Hände, meinte er, als er sich dann sehr spät der Presse stellte.
Wes Welker macht sich selber die allergrößten Vorwürfe. Ihm war ein solcher Fehler unterlaufen. Dem fangsicheren Wide Receiver rutschte völlig freistehend ein Ball durch die Hände, den er zuvor tausende Male locker gefangen hat.
Die Frau von Tom Brady ließ nach dem Spiel die Footballexpertin raushängen und fühlte sich zu einer Kritik befähigt. Sie meinte, daß man einen Ball fangen müsste, wenn man einen Ball fangen sollte. Gisele Bündchen, deren Beruf es ist, gut auszusehen, und der weiter keine größeren Fähigkeiten verlangt, fuhr mit sehr bösem Ton fort: „Scheiße noch mal, mein Mann kann nicht den Ball werfen und ihn dann auch noch selber fangen.“
Brady war allerdings nicht der einzige Spieler der Pats, der seinem Wide Receiver zurseite sprang. Niemand aus der Mannschaft zeigte mit dem Finger auf Welker und beschuldigte ihn. Welker hat eben mal einen Pass nicht gefangen, ja und? Welker wäre ein höllisch guter Spieler, dem halt auch mal etwas nicht gelingen könnte, lautete der Tenor.
Natürlich war es im letzten Viertel ein Spielzug, der das Spiel für New England hätte entscheiden können, aber es war nur ein Spielzug von vielen. Was war mit dem Safety, den der Mann von Frau Supermodel auf dem Konto hatte?
Diese zwei Punkte waren es doch, weswegen die Patriots in der letzten Angriffsserie in die Endzone hätten kommen müssen, statt nur in Field Goal Reichweite.
Was war mit der Interception, die Brady warf?
Machte das Bündchen es sich da nicht etwas zu einfach?
Hat sie sich mit ihrer Tirade gegen Welker selber von dessen Hochzeit ausgeladen, die demnächst stattfinden wird?
Wir werden es erfahren, in der nächsten Folge von: Brady... die Mannings sind sein Schicksal.

Der Vertrag vom Tom Coughlin läuft noch bis zum Ende der Saison 2012.
Wie erwartet sagte der Head Coach der Giants am Tag nach dem Spiel, daß er nicht im Traum daran denke den Vertrag nicht zu erfüllen.
Auch die Teamleitung hat nicht vor, Coughlins Vertrag vorzeitig aufzulösen.
Was so ein kleiner Sieg doch ausmacht.
Wären die Giants nicht in die Playoffs gekommen, wäre Coughlin vielleicht schon arbeitslos.

Und noch`n Rekord.
Wieder wurde der Super Bowl in Amerika von mehr Menschen gesehen, als ein vorheriger Super Bowl. Von Jahr zu Jahr steigert sich die Einschaltquote.
In der Spitze waren 51,8% aller Fernsehgeräte in den USA auf das Spiel der Spiele eingeschaltet. In Boston waren es sogar 56,7%, während die New Yorker mit nur 49,7% sogar nur die zweitbeste Einschaltquote eines Super Bowls verzeichneten.
Die genauen Zuschauerzahl soll 111,3 Millionen betragen, das sind ein kleines Bißchen mehr als die 111 Millionen, die letztes Jahr im Durchschnitt den Packers und Steelers zusahen.

In Boston hatte die Polizei Schwerstarbeit zu verrichten. Durchgeknallte Fans sorgten für chaotische Zustände, die man sonst nur hierzulande vom Fußball kennt.
Gewalttäter auf dem Geländer der Universität von Massachusetts-Amherst lieferten sich brutale Schlachten mit der Polizei. Die Polizei setzte Reiterstaffeln und Tränengas ein. Nach 90 Minuten hatten die Ordnungshüter die Randalierer unter Kontrolle. 14 Schläger wurden verhaftet.
Im Stadtgebiet trauerten die Fans dagegen ruhig vor sich hin. Hier hatte die massiv aufgestellte Polizei wenig zu tun.

Auch wenn im geschlossenen Stadion natürlich sehr angenehme Temperaturen herrschten und die Zuschauer im T-Shirt dasaßen, darf man nicht vergessen, daß es außerhalb des Lucas Oil Stadions Null Grad hatte.
Das weckt Begehrlichkeiten auf die Austragung eines Super Bowls in Städten, die früher nie daran gedacht hätten, sich zu bewerben.
So meldete sich jetzt Seattle und möchte auch mal Gastgeber eins Super Bowls sein. Seattle, ein Flecken Erde an dem das Wetter nicht schlimmer sein kann.
Es könnte knapp werden. Verlangt wird von der NFL eine Durchschnittstemperatur im Februar von über 10°, Seattle kommt nur auf etwas über 7°. Selbst die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei nur 11,3 Grad, und den Spitznamen Rain City hat die Stadt nicht von ungefähr.
Aber die NFL will ja auch solchen Städten eine Chance geben. Mal sehen, ob Seattle es tatsächlich schafft.

Kurzberichte
Letzte Woche wurde Knowshon Moreno verhaftet. Der Running Back der Broncos war etwas zu schnell mit seinem Bentley unterwegs und wurde von der Polizei angehalten.
Dabei stellte sich heraus, daß Moreno auch noch angetrunken hinter dem Steuer saß.
Die Broncos wollen sich den Fall in aller Ruhe ansehen und dann entscheiden, welche Maßnahmen sie ergreifen werden.

Die Steelers haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Todd Haley.
Der 45-jährige war von 2007-08 Offensive Coordinator in Arizona, als die Cardinals den Super Bowl erreichten.
Seine Zeit als Head Coach in Kansas City war nicht von Erfolg gekrönt. Nach einer Bilanz von 19-26 Siegen wurde er im Dezember 2011 gefeuert.

War es das für den Pro Bowl?
Nachdem das letzte Spiel eine furchtbar blamable Vorstellung war, denkt der Chef der NFL daran, das Spiel ganz zu streichen.
In der Radiosendung Mike und Mike saß Roger Goodell am Mike und erzählte, wie sehr ihn das, was die Spieler da geboten hatten, geärgert hat.
Das wäre dem Sport Football nicht annähernd würdig gewesen. Auch der Vorsitzende der Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith, der per Telefon zugeschaltet wurde, war genau dieser Meinung.
Gemeinsam würde man sich jetzt überlegen, was man ändern könnte, um das Spiel wieder zu einem Spiel zu machen, das den Namen Spiel auch verdient hätte.
Im Zuge dieser Überlegungen könnte man zu dem Schluß kommen, den Pro Bowl ganz zu streichen, meinten beide.

Montag, 6. Februar 2012

Eli ist in der Elite angekommen
manning-eli-sb-trophyDie Frage, wer der bessere der Manning Brüder ist, konnte Eli (Bild) in der letzten Nacht klar beantworten.
Eli hat sich das te hinter seinem Vornamen wahrlich verdient. Eli ist unter den Elite- Quarterbacks der Liga angekommen.
Der kleine Manning hat nun doppelt so viele Super Bowls gewonnen, wie sein Bruder Peyton, und doppelt so viele Auszeichnungen zum wertvollsten Spieler.
Und Eli übertrumpfte seinen Bruder Peyton ausgerechnet auch noch in dessen eigenem Haus.
Die Giants sicherten sich den 21:17 Sieg gegen New England fast in einer Kopie des Spiels von 2008. Es war spannend, aber vom Niveau her nichts besonderes.
Für die ersten Punkte des Spiels sorgte Patriots Quarterback Tom Brady. Er stand in der eigenen Endzone um einen Pass zu werfen. Defensive End Justin Tuck überrannte Sebastian Vollmer und Brady geriet unter Druck. Er warf den Ball weg, Safety New York, 2:0 für die Giants.
Da hatte die Offense der Patriots gerade mal acht Sekunden auf dem Feld gestanden.
Erst drei Minuten vor Ende des ersten Viertels kam New England erneut in Ballbesitz, nachdem Eli Manning seine Giants über 78 Yards zum 9:0 geführt hatte. Die Angriffsserie schloß Manning mit einem Touchdownpass über zwei Yards auf Victor Cruz ab.
Im anschließenden Ballbesitz der Patriots sprang nur ein Field Goal aus 29 Yards zum 9:3 raus.
Acht Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit endete eine Angriffsserie der Patriots, die an der eigenen zwei begonnen hatte, in der Endzone der Giants.
Brady warf einen Touchdownpass über vier Yards zu Running Back Danny Woodhead, der sträflich freistand.
Mit einer 10:9 Führung für die Patriots ging es in die Pause.
Zum Beginn der zweiten Halbzeit bekam New England als erstes den Ball und die Patriots bauten ihre Führung auf 17:9 aus. Niemand in der letzten Nacht hätte gedacht, daß das die letzten Punkte der Patriots waren.
Aber es war so.
New York kam durch zwei Field Goals im dritten Viertel auf 15:17 heran.
Im zweiten Spielzug des letzten Viertels standen die Patriots an der eigenen 43. Brady warf einen Pass in Richtung Rob Gronkowski, doch sein verletzter Knöchel erlaubte dem Gronk nicht all die Bewegungen, mit denen er in der Saison seine Gegner schwindelig spielte. So konnte sich Linebacker Chase Blackburn vor Gronkowski stellen und den Pass an der eigenen acht Yards Linie abfangen.
Die Uhr tickte gnadenlos herunter.
Würden die Patriots diesen knappen Vorsprung retten können, oder würde Eli Manning erneut eine seiner siegbringenden Angriffsserien im letzten Viertel starten können?
Sechs Mal brachte er die Giants in der Saison noch aus einem Rückstand zum Sieg.
Eli spielte, als hätte er Eiswasser in seinen Adern.
3:46 Minuten vor Spielende begannen die Giants ihren letzten Drive an der eigenen 12.
An der 11 der Patriots ließ sich Wide Receiver Hakeem Nicks nachdem er den Ball gefangen hatte aus dem Feld drängen und sparte den Pats damit wertvolle Sekunden.
64 Sekunden vor Spielende standen die Giants an der 6 New Englands. Da entschied sich Patriots Head Coach Bill Belichick dazu, die Bausparkasse zu geben. Er machte den Weg frei für Giants Running Back Ahmad Bradshaw, damit der punkten konnte, und für New England noch genug Zeit blieb, selber auch noch mal zu punkten.
Bradshaw wußte gar nicht, wie ihm geschah, als sich das Scheunentor öffnete er unberührt die Endzone vor sich sah. Er reagierte entsprechend, und wollte sich niederknien, um nicht zu punkten, doch sein eigener Schwung und die Erdanziehung hatten etwas dagegen. Als der Running Back gerade stoppen wollte, zog es seinen Hintern in die Endzone und ließ Tom Brady noch 57 Sekunden auf der Uhr.
Beim Stand von 21:17 starteten die Patriots von der eigenen 20.
Doch die Defense der Giants hielt. Brady, der im Verlauf des Spiels mit 16 vervollständigten Pässen in Folge einen neuen Super Bowl Rekord aufgestellt hatte, traf jetzt fünf mal seine Receiver nicht und wurde zudem einmal gesackt.
Der letzte Pass war ein Ave Maria Pass von der eigenen 49 in die Endzone der Giants, der aber auf dem Boden landete.
Die Uhr zeigte 00:00 und die New York Giants wiederholten ihren Triumph von 2008.

Kurzberichte
Nachdem die Giants in der Saison mit sieben Siegen und sieben Niederlagen vor dem Nichts standen, schossen die Wetten auf eine Entlassung von Head Coach Tom Coughlin in die Höhe.
Nun wettet darauf wohl niemand mehr.
Nur ein Sieg im letzten Saisonspiel gegen Dallas konnte sie überhaupt in die Playoffs bringen, und sie gewannen.
Danach schlugen sie Zuhause die Falcons und auswärts die Packers, 49ers und Patriots.
Ein nie für möglich gehaltener Kraftakt brachte ihnen den Super Bowl Sieg.
Tom Coughlin hat es also geschafft, seine Spieler rechtzeitig zum Endspurt heiß zu machen. Dafür schenkten sie ihm nicht nur den Super Bowl Sieg sondern auch den Titel des ältesten Head Coaches, der je den Super Bowl gewinnen konnte. Aber auch mit 65 Jahren denkt er jetzt bestimmt nicht ans Aufhören.

Giants Tight End Jake Ballard, der im dritten Viertel verletzt ausschied, hatte sich das Knie verstaucht.
Schlimmer hatte es da zuvor schon Tight End Travis Beckum getroffen er zog sich im zweiten Viertel einen Kreuzbandriss zu.

Die Einschaltquoten des Super Bowls auf SAT 1 waren gigantisch.
Zum Beginn des Spiels sahen über 1,2 Millionen Zuschauer die Übertragung.
Nach und nach zogen einige Zuschauer doch den Schlaf dem Spektakel vor, doch auch das letzte Viertel hatte noch über 700.000 Zuschauer.
Das kann man für einen kleinen Sender wie SAT 1 als vollen Erfolg verbuchen.

Sonntag, 5. Februar 2012

rodgers-aaron6Super Sonntag
Vor den Super Sonntag hat die NFL den Ehren Samstag gelegt.
In einer Show, die an den Oscar erinnerte, kürte die NFL ihre Besten der vergangenen Saison.
Und die Sieger sind:
Aaron Rodgers (Bild), er wurde zum wertvollsten Spieler der letzten Saison gewählt.
Der Quarterback der Packers bekam 48 der möglichen 50 Stimmen der wichtigsten Sportjournalisten der USA.
Die restlichen zwei Stimmen konnte Drew Brees für sich verbuchen.

Drew Brees, er wurde zum besten Offensiven Spieler der Saison gewählt.
Der Quarterback der Saints brach einige Rekorde. Mit 5.476 Passyards brach er den 27 Jahre alten Rekord von Dan Marino. Mit 468 Vervollständigungen brach er Peyton Mannings Rekord aus der Saison 2010 und mit einer Rate von 71,6% für seine Vervollständigungen brach er seinen eigenen Rekord aus der Saison 2009. Zusätzlich passte er in sieben Spielen in Folge über 300 Yards und 13 mal in der Saison insgesamt. Beide Male brach er damit wieder eigene Rekorde.

Jim Harbaugh, er wurde zum Head Coach des Jahres gewählt.
Der Rookie- Head Coach kam, sah und siegte mit seinen 49ers, bis erst im NFC Endspiel für San Francisco Schluß war.
In der Saison verloren die Niners gerade mal drei Spiele.
Harbaugh erhielt 45 der 50 Stimmen. Mike McCarthy von den Packers bekam noch drei Stimmen und John Fox von den Denver Broncos zwei.

Cam Newton, der Quarterback der Panthers war der beste offensive Rookie des Jahres.

Von Miller, der Linebacker der Broncos war der beste defensive Rookie des Jahres.

Matthew Stafford, er wurde zum Comebackspieler des Jahres gewählt.
Für viele Insider der Liga stand fest, daß die Detroit Lions es in die Playoffs schaffen könnten, wenn ihr Quarterback mal eine Saison unverletzt durchspielen würde. Stafford blieb ohne Verletzungen und Detroit kam in die Playoffs.

Terrell Suggs, der Linebacker der Ravens wurde zum wertvollsten Verteidiger der Liga gewählt.

Die New York Giants, sie haben am Samstag ihre Internetseite getestet, die sie nach dem Super Bowl ins Netz stellen wollen. Darauf haben sie sich selber als Sieger gefeiert.
In den paar Minuten, die die Seite Online war, wurde sie sofort entdeckt und als Bildschirmfoto getwittert und gefacebookt. Ein klarer Fall von Frühstart.
Das passierte den Colts auch, kurz vor dem Super Bowl gegen die Saints. Der Ausgang ist bekannt.

So nah am Super Bowl, doch unendlich weit entfernt.
Die Patriots feuerten am Samstag Wide Receiver Tiquan Underwood, weniger als 24 Stunden vor dem Anpfiff.
Dabei hatte er sich extra kunstvoll das Logo der Patriots in seine eigenartige Turmfrisur rasieren lassen.
Underwood musste Platz machen für Alex Silvestro, einen Defensive End. Er soll vor Allem bei Laufspielzügen der Giants eingesetzt werden.

Der Kartenvorverkauf für das Spiel der Rams gegen die Patriots in London wurde gestoppt.
Die Rams waren als Gastgeber vorgesehen, aber die Betreiber des Edward James Domes in St. Louis haben dem Team mit hohen Regressforderungen gedroht, wenn sie ein Heimspiel außerhalb ihres heimischen Stadions austragen sollten.
Bis diese Sache geklärt ist, ist der Vorverkauf gestoppt.
Die NFL arbeitet jetzt zusätzlich an einem Spiel B, falls die Rams wirklich nicht als Heimteam am 28. Oktober in London antreten können.

Am Samstag wurden auch die ehemaligen Größen der Liga, die in die Hall of Fame aufgenommen werden, bekanntgegeben. Es sind: Defensive Back Jack Butler, Center Dermontti Dawson, Defensive End Chris Doleman, Defensive Tackle Cortez Kennedy, Running Back Curtis Martin and Tackle Willie Roaf.

Samstag, 4. Februar 2012

Kurzberichte
bradshaw-ahmad3Die beiden Teams haben ihre letzten Verletztenreports vor dem Spiel herausgegeben.
Auf der Liste der Giants stehen sechs Namen: Running Back Ahmad Bradshaw (Fuß Nr.44), Defensive End Osi Umenyiora (Knöchel, Knie), Safety Tyler Sash (Fuß), Wide Receiver Hakeem Nicks (Schulter), Cornerback Corey Webster (Oberschenkel) und Offensive Lineman Jacquian Williams (Fuß), die drei letztgenannten haben am Freitag voll mittrainiert. Ohnehin soll keiner, der auf der Liste genannten, nicht am Super Bowl teilnehmen.

Die Patriots setzten gleich 11 Namen auf die Liste. Tight End Rob Gronkowskis Einsatz mit seinem verstauchten Knöchel ist weiterhin sehr fraglich. Guard Logan Mankins hat Schmerzen im Knie und auch hinter seinem Einsatz steht ein dickes Fragezeichen.
Die anderen Spieler auf der Liste, deren Einsatz als fraglich gemeldet wird sind: Tackle Marcus Cannon (Knöchel), Safety Patrick Chung (Knie), Linebacker Dane Fletcher (Daumen), Defensive Tackle Kyle Love (Knöchel), Linebacker Rob Ninkovich (Hüfte), Linebacker Brandon Spikes (Knie), Tackle Sebastian Vollmer (Krankheit, Rücken, Fuß), Wide Receiver Wes Welker (Knie) and Linebacker Tracy White (Magen).
Als Verletzt aber möglich gelistet sind: Wide Receiver Deion Branch (Knie), Center Dan Connolly (Leiste), Safety James Ihedigbo (Schulter), Left Tackle Matt Light (Erkältung) and Wide Receiver Matthew Slater (Schulter).

Heute werden die Oscars des Footballs vergeben.
Nach einer Saison werden ja immer die besten Head Coaches, Spieler, Rookies, usw. gekürt.
Das ging bisher immer nach und nach vonstatten, und alle paar Tage wurde ein MVP verkündet.
Doch das hat die NFL nun alles zu einer Show zusammengefasst, die dieses Jahr auf NBC übertragen wird.
Heute werden im Rahmen dieser Sendung aus dem Murat Theatre, nahe dem Lucas Oil Stadium, alle Preisträger verkündet.
Eine Show, dem Gigantismus der NFL angemessen, mit rotem Teppich, Ligagrößen und einem berühmten Ansager, Alec Baldwin.
Und der Sieger ist... wird es dann wie vom Oscar bekannt heißen.

Vor dem Super Bowl gab Commissioner Roger Goodell wie gewohnt einen Lagebericht zur Liga ab.
Priorität Nr. 1 wird das Verhindern von Verletzungen sein. Hier will man die Spieler demnächst zwingen, Oberschenkel-, Hüft- und Knieschoner zu tragen, so wie es einige Spieler heute schon freiwillig tun.
Weitere Dollar sollen auf jeden Fall in die Forschung zur Verhinderung von Gehirnerschütterungen fließen.
Dann will man sich verstärkt auch um die ehemaligen Spieler kümmern, die nachweislich an Folgeschäden leiden, die sie durch ihren Job als Footballspieler erlitten haben.
Für die Fans, die das NFL Network abonniert haben, gab es eine gute Nachricht. Der ligaeigene Sender wird 2012 13 statt bisher acht Spiele am Donnerstag übertragen.
Für die Spiele, die auf NBC und ESPN zur Hauptsendezeit übertragen werden, wurde entschieden, daß jedes Team aus der Liga dort wenigstens einmal zu sehen sein soll.
Bisher hat die NFL dort versucht, nur die Teams zu zeigen, die im Vorjahr gute Leistungen gezeigt hatten, und die in der laufenden Saison als Playoffteams gehandelt wurden. Ab 2012 sollen nun auch die Gurkentruppen nationenweit zu sehen sein.
Natürlich wurde von den Journalisten im Saal auch Los Angeles angesprochen. Goodell antwortete sehr neutral: „Wir würden gerne zurück nach Los Angeles gehen. Doch das sehe ich nicht in der unmittelbaren Zukunft.“

Freitag, 3. Februar 2012

Super Bowl im TV
sb46-logoNatürlich können auch wir hier in den Genuß des Super Bowls kommen.
Frei empfangbar wird das Spiel in Deutschland auf SAT 1 übertragen. In Österreich zeigt Puls 4 das Spiel und natürlich kann man dort auch SAT 1 empfangen. Wer den Pixelmatsch gerade bei Puls 4 nicht ertragen kann, der muss zahlen, denn in HD wird das Spiel nur gegen Geld gezeigt. Auf SKY bei ESPN America HD, und auf der Pay-TV Plattform HD+ auf SAT 1 HD.
Kickoff ist in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar um 0:30 Uhr.

Kurzberichte
Der Gronk hat am Donnerstag mit dem Team trainiert.
In der zweiten Stunde einer zweistündigen Trainingseinheit nahm der am Knöchel verletzte Tight End der Patriots an einigen Übungen teil.
Am heutigen Freitag werden die Ärzte Gronkowskis Knöchel noch einmal genau ansehen und schon eine Vorentscheidung verkünden, ob, oder ob nicht, er gegen die Giants antreten kann.
Gebraucht wird der Rekord- Tight End dringend!

Heilige Mutter Gottes, Madonna ist verletzt.
Die alternde Pop-Ikone, die die Halbzeitshow bestreiten wird, zog sich bei den Proben eine Oberschenkelzerrung zu.
Doch das wird die 53-jährige nicht davon abhalten, weiter hart zu proben. In den 25 Jahren in denen sie mittlerweile auftritt, hätte sie sich noch nie so hart auf einen Auftritt vorbereitet, sagte sie. Sie wäre so nervös, wie noch nie zuvor.
Auch auf die Frage, nach der Verletzung von Rob Gronkowski wusste sie eine Antwort. Man denke von ihr ja schon lange, daß sie masoschistisch veranlagt wäre, antwortete sie. Deshalb wäre es für sie ganz einfach. Sie würde sich den Knöchel tapen, ein Schmerzmittel einwerfen und ihren Hintern aufs Spielfeld bewegen.
Das kann man der Kampfamazone fast glauben, die so übertrainiert aussieht, als würde sie sich auf einen Kampf mit Hulk Hogan im Octagon vorbereiten.

„Tom Brady hat Erscheinungen,“ davon ist Jason Pierre-Paul überzeugt.
Der Defensive Lineman der Giants, den man abgekürzt nach den ersten Buchstaben seines Namens auch JPP nennt, stellte diese Behauptung am Medientag der beiden Teams auf.
Im Saisonspiel der beiden Mannschaften gegeneinander hätten die Giants Brady dermaßen unter Druck gesetzt, daß der manchmal den Ball überhastet warf, obwohl in diesem Moment gar kein Druck auf ihn bestand. Brady hätte halt ständig das Gefühl gehabt, daß ein Verteidiger der Giants auf ihn losstürmte, obwohl es gar nicht so war.
Genau so würde New Yorks Defense auch am Sonntag wieder agieren und Erfolg haben, sagte JPP.

Die Giants haben nichts dagegen, schon wieder als Außenseiter in einen Super Bowl gegen die Patriots zu gehen. Doch dieses Mal ist es nicht ganz so schlimm, wie vor vier Jahren.
Damals wurde New England mit sieben Punkten Vorsprung gehandelt, dieses Mal nur mit drei.
Die Giants strotzen nur so vor Selbstvertrauen und sehen sich wieder und wieder das Video vom 24:20 Sieg in Woche neun gegen die Patriots an.
Sie sind überzeugt, daß ihre Defense die Offense der Pats stoppen kann, daß umgekehrt aber New England Manning und Co. nicht wird stoppen können.

Die Stadionbetreiber in St. Louis haben den Rams einen Plan unterbreitet, um das Team im Edward Jones Dome halten zu können.
Sie wollen das Stadion für $124 Millionen modernisieren, um den Club nicht an eine andere Stadt zu verlieren.
Die Betreiber müssen es schaffen, daß das Stadion nach der Modernisierung zu den acht besten Stadien der NFL gehört. Schaffen sie das nicht, werden die Rams den Mietvertrag nicht verlängern.
Die Rams werden sich die Pläne jetzt genau ansehen und haben bis zum 1. März Zeit, ihre Entscheidung zu treffen.

Die Besitzer der NFL Clubs werden den 49ers $200 Millionen für den Bau ihres neuen Stadions leihen. Darauf haben sie sich am Donnerstag geeinigt.
Die Stadt Santa Clara, wo das neue Stadion gebaut werden soll, und die 49ers haben $850 Millionen der veranschlagten eine Milliarde, die der Bau kosten soll, zusammen.
Durch das Darlehn der anderen Clubbesitzer kann der erste Spatenstich bald erfolgen. Die Fertigstellung ist für 2015 anvisiert, mit der Hoffnung auf 2014. Der Mietvertrag mit dem Candlestick Park läuft noch bis nach der Saison 2014.
Dann werden sich die Niners auch sofort für die Austragung eines Super Bowls bewerben.
Mit viel Glück könnten sie dann den 50. Super Bowl 2016 zugesprochen bekommen.

Der Unterschied zwischen Gott und Roger Goodell?
Gott hält sich nicht für Roger Goodell!
Also sprach der Gott der NFL, wenn es Los Angeles gelingt, ein Stadion zu bauen und ein NFL Team zu gründen, würde man noch ein weiteres Team gründen müssen. Goodell lehnt es ab, ein bestehendes Team nach L.A. umziehen zu lassen. Wenn es dort ein Team geben würde, dann nur ein neugegründetes. Und um das Gleichgewicht zu halten, müsste zeitgleich ein 34. Team gegründet werden.
In einem Fernsehinterview betonte der Vorsitzende der NFL, daß die NFL, also ER, es ablehnen würde, ein Team umziehen zu lassen.
Sofort schossen die Spekulationen aus der Erde, daß man dann ja direkt zwei Teams in dem neuen Stadion in der Stadt der Engel ansiedeln könnte.
Wobei man zunächst mal die Kirschen am Baum lassen, und erst mal froh sein sollte, wenn das mit L.A. überhaupt mal etwas wird.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Kurzberichte
umenyioraWie heißt es doch so schön: Reden ist Silber, Schweigen ist teuer.“
Das musste jetzt wieder ein Spieler der NFL erfahren, der seinen Pflichten, mit der Presse zu sprechen, nicht nachkam.
Osi Umenyiora (Bild) muss eine Strafe von $20.000 zahlen, weil er am Mittwoch Morgen nicht an einer Interviewsitzung der Giants in deren Hotel teilgenommen hat.
Nur zwei Stunden nach dem Termin flatterte dem Defensive End der Zahlungsbescheid ins Hotelzimmer.
Als Entschuldigung gab Umenyiora an, daß er den Termin verwechselt hätte.

Chuck Noll war nicht der gesprächigste der Head Coaches in der NFL. Sein Wahlspruch war: „Die leersten Fässer machen den meisten Lärm“:
So war es nicht leicht, nach einem Spiel Informationen aus dem Head Coach der Steelers herauszubekommen.
In Bill Belichick scheint es einen Klon Nolls zu geben, was das betrifft. Auch aus dem Head Coach der Patriots muss man Informationen mit der Zange ziehen.
Nach Super Bowl 46 am Sonntag könnten die beiden noch etwas gemeinsam haben, nämlich vier Super Bowl Siege für jeden. Damit stünde dann Noll nicht mehr alleine an der Spitze der siegreichsten Super Bowl Head Coaches.
Was dem im Wege steht, ist die wackelige Defense der Patriots. Was den Sieg bringen könnte ist sein Quarterback, Tom Brady.
Noll hatte allerdings neben Quarterback Terry Bradshaw auch noch eine grundsolide Verteidigung. Das hat sehr geholfen die Super Bowls der Jahre 1974, 75, 78 und 79 zu gewinnen.
Der mittlerweile 80-jährige Noll wurde letztes Jahr geehrt, als eine Straße in Pittsburgh nach ihm benannt wurde.
In Boston wird sich bestimmt auch eine Straße finden lassen, die man nach Belichick benennen kann, wenn er mit seinem vierten Super Bowl Sieg aus Indianapolis losfliegen würde.

Patriots Wide Receiver Wes Welker hat den Eindruck, daß sein Head Coach etwas umgänglicher geworden ist. Und er liefert auch gleich eine Erklärung für seine Vermutung: Bill Belichick soll eine Frau an seiner Seite haben.
Linda Holliday soll die Gute heißen, die jeden Tag im Leben Belichicks zu einem Ferientag macht.
Welker erinnert sich noch daran, wie sehr es ihn verändert hat, als er 2005 Anna Burns fand und heiratete. Auch er wäre danach sehr viel ruhiger und umgänglicher geworden.

Die NFL hat eine neue Geldquelle aufgetan.
Zum ersten Mal ließ sie Publikum beim Medientag zu, das $25 pro Sitz bezahlte, um dem Wuseln der Reporter auf dem Feld im Kampf um das gehaltvollste Interview zuzusehen.
Die Fans bekamen kleine Radios, mit denen sie dem Interview ihrer Wahl zuhören konnten.
Am Ende des Monats steht die Spielersichtung, die Scouting Combine, an. Über 300 Collegespieler, die es in die NFL schaffen wollen, werden dort auf Herz und Nieren getestet. Auch für diese Veranstaltung will Roger Goodell zahlende Zuschauer zulassen.
Der Mann macht die NFL echt zu einer Gelddruckmaschine.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Medientag
manning-eli5Es war der Medientag vor dem Super Bowl. Brav taten alle Spieler der beiden Teams ihre gehasste Pflicht und beantworteten auch noch die dämlichsten Fragen der Journalisten.
Ganz schlimm war es für Eli Manning (Bild). Er brachte seine Giants in den Super Bowl, spielte ein hervorragende Saison, reihte sich in die Elite- Quarterbacks der NFL ein, und musste doch in den neun Minuten, die er auf dem Folterstuhl verbringen musste, fast nur Fragen nach seinem Bruder Peyton beantworten.
OK, es war die Stadt seines Bruder, es war das Stadion seines Bruders, aber musste man ihn deshalb so abfällig behandeln?
Es war seine Leistung es ist sein Super Bowl.
Tapfer quälte sich Eli durch diese Beleidigung. Er sagte, daß er seinen Bruder nicht oft sehen würde, obwohl er jetzt in seiner Stadt wäre.
Dann war er es leid und in den letzten 30 Sekunden wurde sein Ton etwas schärfer, als er sagte, daß er nicht viel daran gedacht hätte, wie es wäre in Indianapolis, der Stadt seines Bruders, zu spielen. Er hätte sich nicht so sehr auf Indianapolis vorbereitet, als vielmehr auf die Patriots, auf deren Defense.
Zwar wäre es ein interessanter Zufall, daß er in seinem zweiten Super Bowl ausgerechnet in der Stadt spielt, wo sein Bruder seine NFL Karriere über spielte..., äh spielt, für die Colts spielt..., wie er sich korrigierte, aber wichtig wäre das nicht.
Jedenfalls nicht für ihn.

Kurzberichte
Und wo die Medienmeute schon mal in Indianapolis war, fielen sie auch gleich über Peyton Manning her. Den erwischten sie nach der Pressekonferenz im Lucas Oil Stadium in einem Hotel in der Nähe.
Auch er beantwortete tapfer zum tausendsten Mal die Fragen nach seiner Zukunft.
Er wäre optimistisch, sagte er. Der Heilungsprozess verlaufe genau, wie vorausgesagt, und er werde nächste Saison für die Colts spielen.

Kelly Clarkson wird die Nationalhymne vor dem Super Bowl singen.
Clarkson wurde 1982 in Fort Worth, Texas geboren.
2002 gewann sie die erste Staffel der Castingshow American Idol, die in Deutschland unter dem Namen Deutschland sucht den Superstar läuft.
Clarkson gewann zweimal den Grammy.
Zwar verkauften sich ihre Alben nach dem Debutalbum nicht mehr so gut, aber mit ihrer neuen Single „Stronger (What doesn`t Kill You makes You stronger)“, liegt sie aktuell auf Platz acht in Amerika und scheint ihr kleines Formtief überwunden zu haben.

Dienstag, 31. Januar 2012

Kurzberichte
gronkowski-rob2Beide Teams sind in Indianapolis angekommen.
Als der Gronk das Flugzeug verließ humpelte er auf einem dicken Stützstiefel an seinem linken Fuß die Gangway herunter.
Der verstauchte Knöchel wird Tight End Rob Gronkowski auch weiterhin nicht erlauben, am Training teilzunehmen.
Mittlerweile sinken die Chancen auf seinen Einsatz am Sonntag beträchtlich.
Sollte er spielen, werden die Giants versuchen, aus seiner Verletzung Profit zu schlagen. Nichts illegales, oder gar böses natürlich, aber sie werden ihm schon ordentlich auf den Schlappen treten.

Nachdem es zwischen den Saisons kein Theater mehr um Brett Favre gibt, übernimmt ein anderer Quarterback die Rolle des Pausenclowns, Peyton Manning.
Einige Beobachter melden zur Zeit das Karriereende des Quarterbacks der Colts. Sie wollen seinen Heilungsprozess wissenschaftlich untersucht haben und sind zu diesem erschütternden Ergebnis gekommen.
Seine Halswirbel hätten sich nach der Operation wie erwartet erholt, heißt es. Allerdings würden die Nerven in seinem Arm sich nicht wie erwartet erholen. Das sähe man an seinen Würfen, die längst nicht die Geschwindigkeit hätten, wie vor der Operation.
Sein älterer Bruder Cooper sagte, daß Peyton hart an sich arbeiten würde, aber seine mangelnden Fortschritte ihn sehr frustrieren würden. Das Gerede um sein Karriereende könnte leider wahr werden.
Während also Peyton um die Fortsetzung seiner Karriere bangt, bereitet sich Eli auf seinen zweiten Super Bowl Sieg vor. Sollte ihm das gelingen, hätte er doppelt so viele Super Bowls gewonnen, wie sein älterer Bruder:
Würde Eli dann endlich aus dem übergroßen Schatten seines Bruders heraustreten?
Wäre Eli dann auch endlich ein zukünftiger Kandidat für die Hall of Fame?
Das wird die Zukunft zeigen. Jetzt muss er am Sonntag zunächst die Patriots schlagen, bevor man weiter darüber diskutiert, wer der bessere Manning ist?

Seit Jahren ist es eines der Spiele, die man sehnsüchtig erwartet, New England gegen Indianapolis.
Zugegeben, in der abgelaufenen Saison war es ein Spiel, um das man lieber einen Bogen machte, aber bis dahin war es immer einer der Höhepunkte einer jeden Saison.
Für die Patriots ist es deshalb ein kleiner innerer Vorbeimarsch, daß man jetzt im Haus des AFC Rivalen regiert.
Als Heimteam im Super Bowl trainieren die Patriots auf dem Platz der Colts und im Stadion wird Tom Brady den Spind von Peyton Manning benutzen.
Verrückte Welt.

Der ehemalige Head Coach der Colts hat einen neuen Job. Jim Caldwell heuerte bei den Ravens an. Allerdings hat er einen ordentlichen Abstieg akzeptieren müssen. Caldwell wurde nicht der neue Offensive Coordinator der Ravens sondern nur deren Quarterbacks Coach.
Caldwell, Quarterbacks Coach der Ravens?
Der Caldwell, der es über eine komplette Saison nicht verstanden hat, aus dem langjährigen Ersatzmann von Peyton Manning, Curtis Painter, einen halbwegs geraden Pass herauszuholen?
Ob das eine gute Entscheidung war?

Ein wenig Wettbewerb kann nie schaden, sagte John Elway und kündigte an, daß jeder Spieler der Broncos Starter auf seiner Position werden kann.
Im Trainingslager könne jeder Spieler die als Starter vorgesehen Spieler von ihrem Platz verdrängen. Davon wäre auch die Position des Quarterbacks nicht ausgenommen.
Eine klare Ansage an Tim Tebow, nicht in seinen Bemühungen, ein richtiger NFL Quarterback zu werden, nachzulassen.
Man werde sich auch genau ansehen, was der Markt hergibt, wenn im März die Free Agents die Teams wechseln dürfen.
Zwar geht Tebow als Starter ins Trainingslager, aber ob er es auch als Starter verlässt, steht auf einem anderen Blatt.

Montag, 30. Januar 2012

Pro Bowl
marshall-brandon-dolphinsWer Football in Zeitlupe und viele, sehr viele Punkte mag, der wird dieses Spiel geliebt haben.
Exakt 100 Punkte kamen im Pro Bowl 2012 zusammen und zwar verteilt auf 59 für die AFC und 41 für die NFC.
Brandon Marshall (Bild) stellte mit vier gefangenen Touchdownpässen einen neuen Pro Bowl Rekord auf. Insgesamt fing der Wide Receiver der Dolphins sechs Pässe für 176 Yards. Er fing in jedem Viertel einen Touchdown und spielte als einziger so, als ginge es tatsächlich um etwas.
Dafür wurde er mit der Wahl zum wertvollsten Spielers belohnt.
Nach dem Spiel sagte er, daß es ihm egal wäre, daß die meisten Spieler nur 90% oder noch weniger Leistung gezeigt hätten, wenn überhaupt. Für ihn könnte es der letzte Pro Bowl in seiner Karriere gewesen sein, und den hätte er genießen wollen.
Tatsächlich war es so, daß man in Schlafräumen von Schwesternschülerinnen schon härtere Kissenschlachten gesehen hat, als das, was hier gezeigt wurde.
Der Pro Bowl ist halt wirklich nur Hawaii-Urlaub mit störendem Footballspiel.
Das All-Star Spiel der NHL, das direkt vor dem Pro Bowl stattfand, war auf jeden Fall ansehnlicher.
Die 59 Punkte der AFC sind ein weiterer Pro Bowl Rekord für ein Team, und der Rekord von 107 Punkten für beide Teams, der 2004 aufgestellt wurde, wurde nur um einen Touchdown mit Extrapunkt verfehlt.

Na Logo
Die Carolina Panthers wollen etwas aggressiver rüberkommen, und sei es nur durch das Logo.
Der neue Panther sieht etwas aggressiver aus und soll dreidimensional wirken. Hauptsächlich die Mund- und Augenpartie wurden verändert.
Das ist die erste Änderung an dem Logo, seit der Gründung der Panthers 1993.

David Tyree
Er machte einen sensationellen Fang im letzten Super Bowl der Giants gegen die Patriots. Er war ein Superstar. Es war sein letzter Pass, den David Tyree in einem NFL Spiel fing.
Mit 28 Jahren war seine NFL Karriere beendet, da er keinen neuen Vertrag angeboten bekam.
So endete seine Karriere, die ihn durch diese einmalige Aktion in die Geschichte der NFL katapultierte.
Es war der dritte Versuch für die Giants in den letzten Minuten des Spiels. 10:14 lag New York zurück. Quarterback Eli Manning hatte drei Verteidiger an sich hängen, doch er ließ sich nicht zu Boden bringen. In letzter Verzweiflung warf er den Ball in Richtung Tyree. Der wurde von Rodney Harrison hautnah gedeckt. Tyree sprang hoch und bekam beide Hände an den Ball, aber als er herunterkam konnte er das Ei gerade so mit der rechten Hand an seinen Helm pressen. Weiß der Teufel, wie er es schaffte, den Ball nicht zu verlieren, als er auf den Boden prallte, aber er machte den Fang, und die Giants erreichten kurz darauf die Endzone New Englands.
17:14.
Ein Super Bowl für die Ewigkeit, eine akrobatische Glanzleistung Tyrees für die Ewigkeit.
Der ehemalige Wide Receiver hat sein Leben Gott gewidmet und mit seiner Frau Leilah sechs Kinder produziert. Diese unterrichten sie Zuhause, da sie sie vor der bösen Welt da draußen beschützen wollen.
Tyree und seine Frau schreiben Bücher, die streng religiösen Inhalts sind.
Im letzten Sommer kämpfte er hart gegen die Zulassung der gleichgeschlechtlichen Ehe im Staat New York. Er sah die Anarchie ausbrechen, wenn diese Verhöhnung der echten Ehe legalisiert würde. Sein Kampf war vergebens, sie wurde legalisiert.
Tyree wurde mit Kritik, Hohn und Spott überzogen. Doch er bereut Nichts, nicht den Kampf gegen die Homoehe, nicht seine Zeit bei den Giants, nicht das frühe Ende seiner Footballkarriere und vor Allem nicht seinen Glauben an Gott.

Sonntag, 29. Januar 2012

Kurzberichte
smith-aldon3Vom Superstar zur großen Gefahr wurde Aldon Smith (Bild). Der Linebacker der 49ers wurde am Samstag in Miami verhaftet, weil er alkoholisiert am Steuer seines Wagens erwischt wurde.
Smith wurde als siebter Spieler in der letzten Draft einberufen. In seiner ersten Saison erzielte er 14 Sacks und stellte damit einen Teamrekord für Linebacker auf.
Die 49ers wissen von der Verhaftung, wollten sich aber nicht dazu äußern.

Die Steelers wollten ihrem Offensive Coordinator Bruce Arians keinen neuen Vertrag geben. Deshalb dachte er daran in den Ruhestand zu treten.
Doch dieser Gedanke ist vom Tisch. Die Colts haben ihn verpflichtet. Auch die Cardinals waren an ihm interessiert. Hier wäre er allerdings nur Quarterbackscoach geworden, Indianapolis gab ihm einen Vertrag als Offensive Coordinator.
Die Steelers würden gerne einen Nachfolger aus den eigenen Reihen ernennen, aber Head Coach Mike Tomlin würde lieber den ehemaligen Head Coach der Colts, Jim Caldwell, als neuen Offensive Coordinator einstellen.

Er habe keinen Plan, was momentan bei den Colts los wäre, sagte Reggie Wayne in einem Interview.
Der Wide Receiver sitzt Zuhause in Miami und wundert sich über die Tumulte, die in seinem Club toben.'
Und das wäre ja erst der Anfang, fuhr er fort. 19 Spieler würden im März zu Free Agents und dürfen die Colts verlassen, darunter Wayne selber. Um jeden davon müsse die Clubführung kämpfen, auch um Nr. 18, also Peyton Manning.
Der war sauer auf Teambesitzer Jim Irsay, weil der ihn als Politiker beschimpfte. Mittlerweile sollen die beiden sich aber ausgesprochen haben.
Dann wundert sich Wayne über den neuen Head Coach. Erst hieß es, Jim Tressel wird der neue Head Coach des Teams, und plötzlich war es Chuck Pagano.
Wayne sieht sich die Sache an, die wie eine Telesoap vor ihm abläuft. Jeden Tag, wenn er die Zeitung aufschlägt gibt es ein neues Kapitel und es heißt wieder: „Sind Sie jetzt verwirrt? Nun, Sie werden es nicht mehr sein, nach dieser Folge von Soap, oder „Wie die Colts sich selbst zerstören“.

In der schlechtesten Saison seiner Karriere schaffte es Chad 85 in den Super Bowl.
Der sechsmalige Pro Bowl Wide Receiver ging vor der Saison nach New England, weil er sich zusammen mit dem zukünftigen Hall of Fame Quarterback Tom Brady eine unglaubliche Saison versprach.
Statt dessen fing er nur 15 Pässe für 276 Yards und 1 Touchdown. Statt unglaublich wurde es unterirdisch.
Was man allerdings positiv vermerken muss: von einem großspurigen Angeber Wide Receiver ala Terrell Owens, wurde Ochocinco zu einem normalen Teammitglied.
Aber er habe T.O. jede Woche angerufen, um sich bei ihm auszusprechen, genau so wie bei Randy Moss, der ja auch zu den Diven unter den Wide Receivern gehört und der lange Jahre bei den Patriots spielte.
Ohne deren Zuspruch wäre die Saison für ihn noch härter geworden, als sie es ohnehin schon war, sagte er.
Ob er gegen die Giants viel Einsatzzeit bekommt, weiß er natürlich nicht, aber für ihn wäre es schon toll, überhaupt im Spiel der Spiele zu stehen. Immerhin habe er in seiner Karriere noch nie ein Playoffspiel gewonnen, bevor er zu den Patriots kam.

Für Aaron Rodgers ist es ein eigenartiges Gefühl, sich auf seinen ersten Pro Bowl vorzubereiten, statt auf den Super Bowl.
Mit einer Quarterback Wertung von 122,5 Punkten stellte er einen neuen Saisonrekord auf. Er warf Pässe für 4.463 Yards mit 45 Touchdowns und nur 6 Interceptions. Doch all das brachte ihn nicht nach Indianapolis, sondern nur nach Hawaii.
Das wäre sehr enttäuschend.
Überhaupt habe noch keiner seiner Mitspieler aus Green Bay den Schock der Niederlage gegen die Giants verkraftet.
Wenn er sich aber die Aufzeichnung des Spiels ansehe dann würde er feststellen, daß New York den Sieg mehr wollte, als sein Team. So sieht das auch Cornerback Charles Woodson. Alleine der Ave Maria Pass von Manning zum Ende der ersten Halbzeit wäre dafür ein Beweis. Bei den Packers hätte kein Spieler ernsthafte Anstrengungen unternommen, den Ball abzufangen oder zu Boden zu schlagen. Da dürfe man sich nicht wundern, wenn man nicht als Sieger den Platz verlässt.
Bis zur nächsten Saison müsse die Clubführung nun ihr Hauptaugenmerk auf die Verpflichtung von Verteidigern richten. Die Offense wäre gut aufgestellt.

Die Denver Broncos verpflichteten Jack Del Rio als neuen Defensive Coordinator.
Der ehemalige Head Coach der Jacksonville Jaguars ist der fünfte Defensive Coordinator der Broncos in fünf Jahren.
Mit dem Head Coach Denvers, John Fox, arbeitete er schon 2002 in der Kombination Head Coach, Defensive Coordinator bei den Carolina Panthers zusammen.

Samstag, 28. Januar 2012

Megavertrag dank Weltwirtschaftskrise
goodelldollarDie von den Rothschilds, Goldmans und Co. ausgelöste Weltwirtschaftskrise war es, die der NFL zu dem unglaublichen Fernsehvertrag verholfen hat. Die Fans können sich einen Stadionbesuch nicht mehr leisten.
Commissioner Roger Goodell (Bild) hat in den letzten Jahren eine Abwanderung der Zuschauer aus den Stadien vor die Glotze erkannt. Alleine das NFC Endspiel letzte Woche wurde von 60 Millionen Zuschauern gesehen.
Die ständig wachsenden Einschaltquoten für NFL Spiele spülen der Liga ab 2013 pro Jahr wenigstens drei Milliarden Dollar in die Kasse.
So erfreulich diese Zuschauerzahlen auch sind, macht sich Goodell Sorgen um die Zuschauerzahlen in den Stadien. Leere Stadien möchte er nämlich nicht gerne sehen.
Er sieht es als größte Herausforderung an, die Fans auch wieder in die Stadien zu locken. Auch als Fernsehzuschauer würde er lieber ein Spiel vor vollem Haus sehen, als eins vor leeren Rängen.
Vielleicht könnte ihm eine Untersuchung helfen, die vor einigen Jahren hier in Deutschland stattfand. Über mehrere Jahre und für viele Millionen Euro hatte eine dieser Firmenzerstörungsagenturen wie McKinsey untersucht, warum die Leute lieber bei ALDI einkaufen, als bei anderen Supermärkten.
Das unerwartete und erstaunliche Ergebnis lautete: „Es liegt am Preis“.
Vielleicht könnte dieses überaus überraschende Ergebnis der NFL helfen?
Man könnte mal über die teilweise exorbitante Höhe der Eintrittspreise nachdenken.
Aber das Fernsehen und die Sozialen Medien machen den Stadien natürlich trotzdem große Konkurrenz. Fernseher mit Diagonalen bis zu zwei Meter, vom Heimcomputer eingeblendete Statistiken, mehrmalige Wiederholungen der Spielzüge, sofortiges meckern über Facebook über das gerade gesehene, Bilder in gestochener Schärfe und teilweise in 3D, das sind starke Argumente, den Fernsehsessel nicht gegen einen Stadionsitz auszutauschen.
Wenn allerdings Goldman-Sucks nicht bald aufhört, jedem Menschen auf diesem Planeten jeden Pfennig Geld aus der Tasche zu ziehen und in die eigene umzuleiten, dann werden die Stadien wohl leider immer leerer werden.

Kurzberichte
Big Ben will wissen, was die Uhr geschlagen hat.
Der Quarterback der Steelers wurde völlig davon überrascht, daß sein langjähriger Offensive Coordinator Bruce Arians in den Ruhestand trat.
Was Roethlisberger am Meisten wurmt, ist die Tatsache, daß Arians gar nicht daran dachte, in Rente zu gehen. Erst als die Clubführung ihm keine Vertragsverlängerung angeboten hat, hat er sich zu diesem Schritt entschlossen.
Roethlisberger will sich deshalb bei Teambesitzer Art Rooney II erkundigen, wie er sich die Offense der Steelers in Zukunft vorstellt?
Unter Arians machte sie 20,3 Punkte pro Spiel und lag damit auf Platz 21. Mit 372,3 Yards pro Spiel lag sie auf Platz 12 der Liga. Beides wäre Verbesserungswürdig.
Sobald Big Ben aus Hawaii zurück ist, will er mit Rooney sprechen.
Arians liebäugelt derweil damit, seinen Ruhestand doch noch aufzuschieben und verhandelt mit den Arizona Cardinals.

Ein Mann aus Alabama hat Anzeige gegen Raiders Linebacker Rolando McClain erstattet.
McClain und ein weiterer Mann sollen ihn brutal zusammengeschlagen haben.
Das Opfer, Christin Tapscott, hat mehrere gebrochene Knochen und wird lebenslange Folgeschäden zurückbehalten.
Der Linebacker habe, als Tapscott schon am Boden lag, lachend mit einer Pistole auf ihn gezielt. Tapscott habe um sein Leben gebettelt.
McClain hat sich als nicht schuldig bekannt und der Prozess soll im Mai beginnen.

Wenn die Rams ein Spiel in London austragen würden, würde das den Mietvertrag mit dem Stadionbetreiber in St. Louis verletzen.
Der Vertrag über die Heimspiele der Rams in St. Louis würde bedeuten, daß die Heimspiele in St. Louis ausgetragen werden und nicht in London, gab der Stadionbetreiber am Freitag in einer Presserklärung heraus. Ein Verstoß gegen diesen Vertrag würde rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Die Betreiber des Edward Jones Domes erwarten eine baldige Stellungnahme des Clubs.
Der hatte erst vor Kurzem bekanntgegeben, daß er in den nächsten drei Jahren jeweils ein Heimspiel in London austragen wird.

Freitag, 27. Januar 2012

Der Besitzer der Colts hat seinen Quarterback auf das Schlimmste beleidigt.
manning01Momentan ist nicht alles eitel Sonnenschein, im Verhältnis zwischen den beiden, doch Jim Irsay schüttete jetzt auch noch Benzin ins Feuer und sagte, daß Peyton Manning (Bild) ein Politiker wäre.
Diese Beleidigung machte den Spalt, der Manning und die Colts entzweit, nur noch größer, und Mannings Abschied nach 14 Jahren in Indianapolis nur noch wahrscheinlicher.
In einem Radiointerview hatte Manning zum Beginn der Woche über den Status seiner Verletzung und seiner Zukunft gesprochen.
Er hatte sich negativ über beides geäußert. Manning ist frustriert über den langsamen Fortschritt seines Heilungsprozesses und über die Personalentscheidungen seines Besitzers.
Ihm passt es nicht, daß der General Manager und der Head Coach vor die Tür gesetzt wurden. Manning hat in den 14 Jahren bei den Colts die meiste Zeit ein festes Personal um sich gehabt. Davon ist mittlerweile kaum noch jemand da.
Daß Manning sich so frei im Radio geäußert hat, störte Irsay. Was sein Quarterback dort von sich gegeben hätte, hätte nicht in die Öffentlichkeit gehört. Das hätte man intern jederzeit besprechen können, aber nicht im Radio. Die Colts wären eine Familie, fuhr er fort, das Hufeisen käme immer zuerst, doch Manning habe sich verhalten, wie ein Politiker.
Als Manning davon erfuhr, erwiderte er, daß Mr. Irsay und er es sich schuldig wären, in Ruhe über diese verbale Entgleisung zu reden. Die beiden hätten schon so lange miteinander zu tun, daß man auch diese Sache aus der Welt schaffen könnte.

Kurzberichte
Schlecht für Fans des Super Bowls, die ihren Trip zum Spiel gerne mit einem Sonnenbrand krönen.
Das Wetter in Indianapolis hält sich an seine Durchschnittstemperaturen zu dieser Jahreszeit. Es ist Saukalt, aber wenigstens schneit es nicht. Nirgendwo eine Spur der so viel beschworenen globalen Erwärmung.
Daran werden sich die Fans wohl leider gewöhnen müssen. Wenn demnächst der Super Bowl in New Jersey stattfindet wird man sogar auf den Komfort eines überdachten Stadions verzichten müssen.
Mehr und mehr wird der Super Bowl auch dort ausgetragen werden, wo es einfach besch...eiden ist im Februar.
Schön für die Städte, die sonst nie in den Genuß gekommen wären, einen Super Bowl austragen zu dürfen. Schlecht für die Fans, die das Spiel immer auch mit Sommer, Sonne, Strand und mehr verbunden haben.

Die Patriots lassen den Gronk noch immer nicht trainieren.
Tight End Rob Gronkowski schont weiterhin seinen verletzten linken Knöchel.
Doch sein Heilungsprozess schreite gut voran, sagte Head Coach Belichick nach den Donnerstagstraining des Teams.
Zum Super Bowl wäre er auf jeden Fall einsatzbereit.

Bei den Giants nahmen sieben Spieler am Donnerstag nicht am Training teil.
Doch auch hier heißt es, daß alle im großen Spiel an Bord sein werden.

Rams Head Coach Jeff Fisher hat sich seinen stellvertretenden Head Coach ausgesucht. Er entschied sich für Dave McGinnis, einen ehemaligen Head Coach der Arizona Cardinals. Dort holte er von 2000-03 eine vernichtende Bilanz von 17-40 Siegen.
Danach war er sieben Jahre im Stab Fishers bei den Titans.

Die Buccaneers haben einen neuen Head Coach.
Sie engagierten Greg Schiano, der bisher das Collegeteam von Rutgers trainierte.
Schiano ist ein Coach, bei dem die Defense an erster Stelle steht, und genau das braucht das Team, das in der letzten Saison die meisten Punkte aller 32 Mannschaften zugelassen hat.
Die Bilanz des 45-jährigen in Rutgers sieht eher bescheiden aus. In 11 Jahren hat er 68 Siege vorzuweisen, bei 67 Niederlagen.
Klingt nicht so, als hätten die Seeräuber mit ihm den großen Fang gemacht.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Umzug ja, aber wohin?
bradford-sam200Und wieder gibt es ein umzugswilliges Team, doch wohin?
Von den Jaguars, Vikings und Chargers weiß man ja schon lange, daß sie gerne umziehen möchten, möglichst nach Los Angeles. Die Raiders haben auch angekündigt, Oakland den Rücken, mal wieder, kehren zu wollen. Jetzt wollen auch die Rams eine neue Heimat suchen.
Allen Teams gemeinsam ist, daß ein neues oder renoviertes Stadion sie zum Bleiben bewegen kann. Außer bei den Jaguars, die hätten einfach gerne mehr Zuschauer in ihrem Stadion.
Die Rams haben die Möglichkeit, nach der Saison 2014 aus dem Vertrag mit den Betreibern des Edward Jones Domes auszusteigen, wenn das Stadion bis dahin nicht auf den Stand der neuen Superstadien gebracht wurde.
Rams Besitzer Stan Kroenke sind die Rams so egal, wie jemandem nur etwas egal sein kann. Der Mann interessiert sich momentan mehr für die Los Angeles Rodgers, ein Baseballteam, das er kaufen möchte. Außerdem ist er noch Mehrheitseigner eines englischen Fußballteams, irgendwas mit Arsenal.
Das einzige Mal, daß er sich zuletzt mal bei seinem Footballteam hat sehen lassen, war, als er Jeff Fisher als neuen Head Coach des Teams vorstellte.
St. Louis hat ja seine Erfahrung mit flüchtenden Footballteams. 28 Jahre lang teilten sich die Cardinals ein Stadion mit einem Baseballteam. Dann wurde es dem Besitzer der Cardinals zuviel, und Bill Bidwill, der den Stadtoberhäuptern immer wieder erfolglos in den Ohren lag, seinem Team ein eigenes Stadion zu bauen, packte seine Mannschaft ein und zog 1987 um nach Arizona.
Dann baute die Stadt ein neues Stadion für ein Footballteam, weil die Stadt nach Football gierte.
Die Rams wurden 1995 angelockt und schenkten St. Louis 2000 einen Super Bowl Sieg
Allen Teams gemeinsam ist auch, daß sie gerne in das neue Stadion in Los Angeles umziehen würden, doch welches neue Stadion?
Daß die Stadt der Engel irgendwann mal wieder in NFL Team beheimaten soll, zieht sich praktisch seit Jahrzehnten als Running Gag durch die Geschichte der Liga.
Zwar ist L.A. der zweitgrößte Fernsehmarkt der USA, doch Roger Goodell und seine Untergebenen haben nicht die geringste Eile dort eine Mannschaft anzusiedeln.
Pläne über einen Stadionneubau gibt es zuhauf, aber bisher wurde nichts davon umgesetzt. Mal scheitert es am Ort, mal am Standard des Stadions, mal an der Finanzierung und mal einfach an Allem.
Es ist für ein Footballunternehmen ja nicht schlecht, wenn man mit einem Umzug drohen kann, um einen Stadionneubau, oder zumindest eine Modernisierung des bestehenden Stadions durchzusetzen, aber wenn man keinen Ort hat, an den man umziehen kann, verpufft die Drohung.

Kurzberichte
Überraschung in Indianapolis.
Die Colts gaben bekannt, daß Chuck Pagano ihr neuer Head Coach wird.
Pagano war bisher der Defensive Coordinator der Ravens und machte dort einen ausgezeichneten Job.
Damit tritt er in die Fußstapfen von anderen Defensive Coordinatoren der Ravens, die einen Job als Head Coach in der Liga fanden, wie Jack Del Rio, Marvin Lewis, Mike Smith, Mike Nolan und Rex Ryan. Außer Rex Ryan war davon keiner ein wirklich guter Head Coach.
Wir Pagano, als defensivorientierter Head Coach Andrew Luck als ersten Spieler in der kommenden Einberufung rekrutieren?
Oder wird er zuerst die löchrige Defense stopfen wollen?
Es wird interessant.

80:1. so setzten die Buchmacher vor der Saison die Quoten auf einen Super Bowl Sieg der Giants fest.
80 Dollar bekommt man für einen Dollar Einsatz, der im Fall eines New Yorker Sieges ausgezahlt werden muss.
Selbst zum Beginn der Playoffs wurden die Giants noch mit 30:1 gehandelt, wahrlich kein Vertrauensbeweis für das Team, das danach richtig in Schwung kam.
Das treibt den Blutdruck vieler Buchmacher kräftig in die Höhe. Die ganze Zunft wird wohl kollektiv zu den Patriots halten. Die wurden vor der Saison von den meisten Wettbüros mit gerade mal 3:1 gehandelt.
Sollten die Giants den Super Bowl gewinnen, können die Buchmacher ja mal bei das Merkel nachfragen, ob die sie nicht retten will. Die Deutsche Bundeskanzlerinnendarstellerin schmeißt ja nur so mit dem Geld unserer Enkel und Enkelsenkel um sich und rettet alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist.

Er sperrte die Spieler der NFL aus, weil die ihm zu gierig wurden.
Er verhandelte hart, und konnte einen zufriedenstellenden neuen Tarifvertrag aushandeln.
Er sorgte für den besten Fernsehvertrag, den es jemals für eine Sportliga gegeben hat.
Er setzt sich dafür ein, daß aus dem körperbetonten Sport Football mehr und mehr eine Flagfootballliga wird.
Er haut die Strafen für einen zu harten Einsatz seiner Spieler nur so raus.
Er wurde für seinen Einsatz belohnt. Roger Goodells Vertrag als Vorsitzender der NFL wurde bis März 2019 verlängert.
Der 52-jährige übernahm den Job 2006 von Paul Tagliabue und sein Gehalt beträgt $10 Millionen pro Jahr.
Ob sein Gehalt für die nächste Vertragsperiode angehoben wird, wurde nicht bekanntgegeben.

„Ein Spielzug entscheidet kein Spiel,“ sagte Ray Lewis der Presse.
Der mörderische Linebacker der Ravens stellt sich schützend vor jeden seiner Teamkollegen. Billy Cundiff hätte halt mal einen Ball neben das Tor gesetzt, ja und?
Er selber hätte auch schon mal einen Running Back nicht stoppen könne, obwohl er schon seine Arme um ihn geschlungen hatte.
Das würde halt passieren.
Natürlich wäre das Team momentan am Boden zerstört, aber in der nächsten Saison würde man ein Spiel mehr spielen, auch er selber.
Lewis hat auch nach 16 harten Jahren in der NFL noch genug in sich, um noch eine 17. Saison zu spielen. Und dann, nachdem er seinen zweiten Super Bowl gewonnen hätte, würde er über einen Rücktritt nachdenken.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Kurzberichte
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Immer wieder betonte Drew Brees (Bild), wie gerne er in New Orleans spielt, und wie gerne er Quarterback der Saints bleiben möchte.
Was sind diese Sprüche wert, jetzt, wo es konkret um einen neuen Vertrag geht?
Sowohl Brees, als auch sein Head Coach Sean Payton sind sich sicher, daß die anstehenden Verhandlungen schnell zu einem positiven Ende kommen werden.
Drew Brees ist jetzt ein sogenannter Free Agent, das heißt, daß er das Team ohne Auflagen wechseln darf. Auch Wide Receiver Marques Colston und Guard Carl Nicks dürfen sich ein neues Team suchen. Diese drei würden die Saints aber gerne alle behalten.
Dabei müssen sie natürlich immer die Gehaltsobergrenze im Auge behalten.
Am Wichtigsten ist aber die Weiterverpflichtung von Drew Brees heißt es aus der Teamleitung. Die Verlängerung muss zuerst in trockene Bücher, bevor man bei den Saints dann weitersieht.

Oakland hat einen neuen Head Coach, Dennis Allen.
Der 39-jährige war bisher Defensive Coordinator der Denver Broncos und hat dort einen guten Job gemacht.
Allen wird der siebte Head Coach der Raiders seit 2003 und Denver braucht nun den fünften Defensive Coordinator in fünf Jahren.

Brian Urlacher gab zu, schmerzstillende Mittel genommen und mit Gehirnerschütterungen gespielt zu haben.
Toradol, das Mittel, das der Linebacker der Bears bevorzugt, macht nicht abhängig und wirkt nicht betäubend.
Dennoch kann es, wie die meisten Schmerzmittel, zu Nierenschäden führen.
Vor Allem würde er Football lieben, fuhr Urlacher fort. Über die Nebenwirkungen seiner Gehirnerschütterungen und des Schmerzmittels würde er sich erst nach seiner Karriere Sorgen machen.
Er selber würde Toradol nur nehmen, wenn er wirklich Schmerzen bekämpfen müsste. In der abgelaufenen Saison habe er es nicht einmal genommen.
Andere Spieler aber würden es vor und nach jedem Spiel nehmen, weil sie ohne es gar nicht spielen könnten.
Gehirnerschütterungen würde er weiterhin leugnen. Wenn er sich schwummerig fühle, sagte er, würde er angeben, daß er es am Knie oder Knöchel hat. Dann könne er nach einer kurzen Auszeit für eine Untersuchung wieder mitspielen. Würde er sagen, daß er sich schwummerig fühle, dürfte er nicht mehr ins Spiel.

Dienstag, 24. Januar 2012

Championship Nachlese
williams-kellyDen Kommentaren nach zu urteilen, die Kyle Williams (Bild) auf Facebook, Twitter und Co. erhielt, sind das keine soziale Netzwerke, sondern asoziale Netzwerke.
Der Puntreturner der 49ers verlor gegen die Giants zweimal den Ball und beide Male konnte New York anschließend punkten.
Williams hat selber die Verantwortung für die Niederlage San Franciscos übernommen, deshalb schmerzen ihn die hasserfüllten, beleidigenden ja sogar bedrohlichen Kommentare besonders.
Aber nicht nur gegen ihn stänkern die asozialen Elemente, sondern auch gegen seine Familie und das stört Williams natürlich besonders.
Daß man nach Fehlern mit Kritik rechnen müsse, wäre Teil des Jobs, aber das solle sich immer sachlich auf den Spieler konzentrieren und nicht bedrohend auf die Familie auswirken, sagte er der Presse.
Als erster Spieler sprang ihm David Akers zurseite. Der Kicker der 49ers bat die Fans, daß sie ihre unsachlichen Kommentare doch stoppen möchten. Es würde ihn irritieren, daß sogenannte Fans zu den Kommentaren fähig wären, wie man sie auf Williams Seiten lesen würde.
Am Montag verteidigte Pappi seinen Sohn auch noch. Kyle wäre an der linken Schulter verletzt gewesen, als er den Ball in der Verlängerung verlor. Im dritten Viertel soll er sich die Schulter ausgerenkt haben, sagte Kenny Williams.
Head Coach Jim Harbaugh bestätigte, daß Kelly sich habe untersuchen lassen, aber es wäre keine Seperation festgestellt worden. Auch Kelly selber habe gesagt, daß er zwar Schmerzen in der Schulter hätte, daß diese ihn aber nicht ernsthaft behindern würden.
Deshalb hätte es keine Diskussionen um seinen Einsatz im entscheidenden Moment gegeben.

Auch das andere Spiel hatte ja seinen Versager, Ravens Kicker Billy Cundiff.
Für ihn hat jemand sich extra die Mühe gemacht, die Facebookseite „Fuck you Billy Cundiff“ zu installieren.
Cundiff setzte ein Field Goal aus 32 Yards 11 Sekunden vor Spielende neben die Pfosten, das die Verlängerung hätte bringen können.
Doch Cundiff und Ravens PR Direktor Kevin Byrne haben eine Erklärung dafür: Die Anzeigetafel der Patriots war schuld.
Cundiff sieht sich während eines Spiels nicht gerne das Geschehen direkt auf dem Feld an, sondern er sieht bevorzugt auf den Stadionmonitor. Dort stand der dritte Versuch angezeigt, aber es war in Wirklichkeit schon der vierte Versuch. Als Cundiff das gewahr wurde, lief er überhastet auf den Platz. Byrne, der sich die Videoaufzeichnung nachher noch mal ansah, kann diese Diskrepanz bestätigen.
Cundiff sprintete also auf den Platz, um eine Strafe wegen Spielverzögerung zu vermeiden. Dadurch setzte er den Ball neben das Tor und beendete die Super Bowl Träume Baltimores.
Warum keiner der Ravens in dieser Situation die letze Auszeit genommen hat, die ihnen noch zur Verfügung stand, das hat bisher noch niemand erklärt.

In der zweiten Halbzeit des Spiels der Patriots gegen die Ravens agierte Rob Gronkowski nur noch mit halber Kraft. Im dritten Viertel fing er einen Pass, als Ravens Safety Bernard Pollard sein linkes Bein unglücklich verdrehte.
Der Gronk musste in der Kabine behandelt werden, kam aber wieder ins Spiel zurück.
Sein Einsatz in zwei Wochen gegen New York soll keinesfalls gefährdet sein.
Momentan trägt er einen Stützstiefel, der seinen verstauchten Knöchel schützen soll.
Bernard Pollard wäre damit beinahe zum dritten Mal zum Unglücksbringer für die Patriots geworden. Als Chief war er es damals, der Tom Brady schwer am Knie verletzte und dessen Saison gleich am ersten Spieltag beendete.
Dann verletzte er, für die Texans spielend, Wide Receiver Wes Welker schwer am Knie.

Joe Flacco
Joe Flacco beendete die Saison nicht gerade mit einem Höhenflug. Ganz im Gegenteil, in den letzten Wochen prügelten ihm auch Teamkollegen die Kritik um die Ohren.
Seine ansprechende Leistung gegen die Patriots darf man da nicht unbedingt als Maßstab nehmen, die kam gegen die anerkanntermaßen zweitschlechteste Verteidigung der Liga. Da kann jeder Quarterback gut aussehen.
Dennoch sieht Flacco sich unter den Elite- Quarterbacks der Liga und möchte auch so bezahlt werden. Das teilte er der Teamleitung mit, die sich nun überlegen muß, was sie machen will.
Flaccos Vertrag läuft nach der Saison 2012 aus, und die Ravens würden gerne mit ihm noch vor dem Start der Saison verlängern.
Das kann klappen, wenn die Gehaltsvorstellungen nicht zu weit auseinander liegen.

Montag, 23. Januar 2012

Die NFL 2011 - Championship Spiele
brady-tomUff, ganz knapp haben die Patriots es in den Super Bowl geschafft. Es drohte ja ein Spiel der Ravens gegen die Giants, doch der Gott des Footballs hatte ein Einsehen.
Tom Brady (Bild) und seine Offense hatten große Probleme gegen die erwartet starke Defense der Ravens, und die schwache Verteidigung der Patriots hatte große Probleme mit dem wahrlich nicht starken Angriff Baltimores.
So kam ein ausgeglichenes, spannendes, aber keineswegs hochwertiges Spiel zustande.
Beide Quarterbacks hatten identische Statistiken, was die geworfenen und vervollständigten Pässe angeht. Beide warfen den Ball 36 mal und brachten 22 dieser Versuche an den Mann.
Joe Flacco erzielte daraus 306 Yards Raumgewinn und 2 Touchdowns bei einem Interception. Brady brachte es auf nur 239 Yards ohne Touchdown, aber mit 2 Interceptions.
Den ersten Touchdown für New England erzielte die Anwaltskanzlei, BenJarvus Green-Ellis, durch einen Touchdownlauf über sieben Yards.
Damit brachte er die Patriots mit 10:3 in Führung.
Doch Flacco, der von der Schwäche der Patriots Verteidigung profitierte, antwortete nach einer soliden Angriffsserie mit einem Touchdownpass über sechs Yards auf Dennis Pitta.
Mit einer 20:16 Führung für Baltimore ging es in das letzte Viertel.
Hier erzielte Tom Brady einen Lauf- Touchdown aus 10 Zentimetern zur 23:20 Führung.
Mit 11:29 auf der Uhr war noch eine Menge Zeit, für eine Menge Spannung. Wieder und wieder brachte vor Allem das Laufspiel der Ravens die Patriots in Schwierigkeiten, doch sie gaben zwar nach, aber sie brachen nicht. Wieder und wieder konnten sie neue erste Versuche knapp verhindern.
Nicht verhindern konnten sie die letzte Angriffsserie der Ravens. Die begann an der 21 der Ravens und endete beinahe in der Endzone der Patriots.
An der 14 New Englands warf Flacco einen Pass in die Endzone auf Lee Evans. Der fing den Ball und wollte ihn sichern, als Sterling Moore ihm den Ball gerade noch so aus der Hand schlug.
Doch die Verlängerung schien sicher, denn für Kicker Billy Cundiff war die Entfernung für das Field Goal zum Ausgleich aus 32 Yards eine todsichere Sache.
Doch, wie das manchmal so ist, mit den todsicheren Sachen.
Cundiff schoß den Ball weit links an den Torstangen vorbei und New England wusste, daß keine Spieler zum Pro Bowl nach Hawaii fliegen würden. Sie buchten statt dessen den Super Bowl in Indianapolis.

Der Bruderkampf John gegen Jim Harbaugh im Super Bowl kam also schon mal nicht zustande.
Würde es zu einem Revanchespiel gegen die Giants kommen?
Noch standen diesem Traum Super Bowl die 49ers im Weg, die im ersten Jahr unter dem neuen Head Coach Jim Harbaugh so weit gekommen waren, wie man es nicht für Möglich gehalten hatte.
Würden sie auch noch die Giants aus dem Weg räumen?
Im strömenden Regen in San Francisco dominierten die beiden Verteidigungsreihen.
Mit einer knappen 10:7 Führung für New York ging es in die Halbzeitpause.
Mit einer 14:10 Führung für die 49ers ging es ins letzte Viertel, als sich das Fehlen von Ted Ginn jr. Bemerkbar machte. Ginn, einer der zuverlässig die Punts zurückträgt, fehlte wegen einer Knieverletzung und sein Ersatzmann Kyle Williams machte seinen ersten schweren Fehler in diesem Spiel. Nach einem Punt von Steve Weatherford sprang ihm der Ball ans Knie. Den nun freien Ball nahm Devin Thomas von den Giants auf und brachte sein Team an der 29 der 49ers in Ballbesitz.
New York kam bis an die 17 San Franciscos, von wo Manning einen Touchdownpass auf Manningham warf zum 17:14.
Doch die 49ers konnten durch ein Field Goal von David Akers aus 25 Yards noch einmal ausgleichen und das Spiel ging in die Verlängerung.
Die erste Angriffsserie der Giants brachte keine Punkte, ebensowenig wie die erste der Niners.
Auch die zweite Angriffsserie der Giants endete mit einem Punt, und Williams machte seinen zweiten schweren Fehler.
Er nahm den Ball zwar auf, und lief einige Meter damit, als Jacquian Williams ihm den Ball aus der Hand schlug. Wieder war es Thomas der das Ei eroberte, und die Giants standen schon an 24 der Niners.
Ein paar Spielzüge später schoß Lawrence Tynes das Field Goal zum 20:17 Sieg und die Giants zum Revanchespiel gegen die Patriots.
Eli Manning vervollständigte 32 von 58 Pässen für 316 Yards und 2 Touchdowns.
Alex Smith vervollständigte 12 von 26 Pässen für 196 Yards und 2 Touchdowns. Beide Touchdowns gingen an Vernon Davis. Er und Jerry Rice sind damit die einzigen 49ers, die in zwei aufeinanderfolgenden Playoffspielen zwei Touchdowns fingen.

Sonntag, 22. Januar 2012

Kurzberichte
fisher-jeffVon Offense versteht Brian Schottenheimer nicht so sehr viel. Sechs Jahre hat er bei den Jets den Job des Offensive Coordinators ausgeübt, aber daß er dabei erfolgreich war, kann man nicht sagen.
Den neuen Head Coach der Rams, Jeff Fisher (Bild), stört das nicht, er stellte Schottenheimer als Offensive Coordinator ein.
Für die Defense ist der ehemalige Defensive Coordinator der Saints, Gregg Williams, zuständig, den er auch letzte Woche einstellte.
Nach dem Motto: „Man kennt sich, man hilft sich,“ stellte Fisher auch noch seinen Sohn ein und den Sohn von Williams gleich mit.

Am Samstag wurde der Vater von Chad Ochocinco beerdigt. Der Wide Receiver der Patriots flog am Freitag nach Süd Florida um an der Beisetzung teilzunehmen.
Am Sonntag soll er pünktlich zum Spiel gegen die Ravens wieder zurück sein.

Samstag, 21. Januar 2012

Kurzberichte
tressel-jim2
Im September verpflichteten die Colts Jim Tressel (Bild). Tressel war 10 Jahre lang Head Coach eines Collegeteams, der Ohio State Buckeyes. Mit ihnen erzielte er eine Bilanz von 106-22 Siegen, allerdings wurden aus der Saison 2010 12 Siege gestrichen, weil das Team gegen Regeln der NCAA verstoßen hat.
Tressel selber wurde wegen unethischen Verhaltens für fünf Jahre von der NCAA suspendiert.
Als die Colts ihn verpflichteten, zeigten sie sich solidarisch mit der Collegevereinigung und suspendierten Tressel für sieben Wochen. Danach trat er dann seinen Job als Replay Consultant an. Als solcher war er verantwortlich dafür, sich strittige Szenen genau auf dem Bildschirm anzusehen, und seinem Head Coach Jim Caldwell dann zu raten, ob er die rote Flagge werfen solle, oder nicht.
Schon damals wurde hinter vorgehaltener Hand geflüstert, daß dieser sanfte Einstieg in den Club darin enden sollte, Head Coach der Colts zu werden.
Nach der späten, aber erwarteten, Entlassung Caldwells, stehen dem 59-jährigen Tressel jetzt alle Türen offen, und Teambesitzer Jim Irsay verhandelt mit ihm über einen Vertrag.

Die Delphine werden von einem neuen Head Coach abgerichtet, Joe Philbin.
Seit 2007 war er Offensive Coordinator bei den Packers und installierte dort eine Highpoweroffense, die ihresgleichen sucht.
Philbin, der erst vor einer Woche seinen Sohn zu Grabe trug, hat in Miami natürlich nicht das Spielerpersonal zur Verfügung, das er in Green Bay hatte.
Mal sehen, was der 50-jährige aus der Truppe machen kann. Als erste Amtshandlung wird erwartet, daß er Packers Ersatz- Quarterback Matt Flynn nach Miami holen soll.
Ob das klappt?

Rex Ryan soll in sich gegangen sein, und was er dort zu sehen bekam, soll ihm verständlicherweise nicht gefallen haben.
Nachdem der Head Coach der Jets zum dritten Mal in Folge davon schwafelte, den Super Bowl zu gewinnen und zum dritten Mal in Folge scheiterte, will er etwas weniger laut schreien.
Seinen Optimismus und seine Selbstsicherheit will er behalten sagte er, aber die Zeit, daß er sein Maul so oft und so weit aufreißt, soll vorüber sein.
Durch seine oftmals beleidigenden Äußerungen im Vorfeld der Spiele den Gegnern gegenüber, hätte er sie erst unnötig scharf auf die Jets gemacht. Damit wolle er nun aufhören.
Wow, sag ich da nur, der Herr hat Hirn vom Himmel regnen lassen.

Die Wettervorhersage sagt eine Schlammschlacht in San Francisco voraus.
Doch Jim Harbaugh ist das egal. Der Head Coach der 49ers sagte: „Wenn Du den Nord Atlantik bekämpfen willst, musst Du Dich auf den Nord Atlantik vorbereiten.“
Wobei man bedenken sollte, daß San Francisco am Pazifik liegt.
Schon gestern trainierten die 49ers im strömenden Regen und für den Sonntagabend soll eine Sturmfront im Anmarsch sein. Mit etwas Glück, legt der Sturm erst nach dem Spiel los.
Den Giants ist das Wetter egal. Sie sind die harten Atlantikstürme gewohnt, denn sie sind an der Atlantikküste angesiedelt.
Ob im Eisschrank in Green Bay, oder im knöcheltiefen Schlamm in San Francisco, sie wollen sich auf dem Weg nach Indianapolis durch nichts aufhalten lassen.
Zwar sind die Heimmannschaften in den diesjährigen Playoffs 7-1, aber diese eine Heimniederlage brachten die Giants den Packers bei.

Die Steelers müssen sich nach einem neuen Offensive Coordinator umsehen.
Seit 2007 war Bruce Arians der Offensive Coordinator der Steelers, doch nach 37 Jahren beendete er nun seine Trainerkarriere.

Die LONDON Rams?
Die Rams haben zugesichert, in den nächsten drei Saisons jeweils ein Spiel in London abzuhalten.
Sie gehören eh zu am meistgereisten Teams der Liga. Vor 75 Jahren wurden sie in Cleveland gegründet, zogen dann nach Los Angeles und später nach St. Louis um.
Nun London.
In diesem Jahr werden sie am 28. Oktober gegen die Patriots spielen.
Seit 2003 haben die Rams keine positive Saison mehr absolviert und gehören zu den schlechtesten Teams der Liga. Das wirkte sich auch auf die Zuschauerzahlen im Stadion aus, die beständig zurückgingen.
Ob es nun geschickt ist, dieses Team zu nehmen, um mehr Engländer ins Wembleystadion zu locken, darf man anzweifeln. Allerdings wären die Alternativen ja die Buccaneers oder die Jaguars gewesen, da sind die Rams schon das kleinere Übel.
Der Vertrag zwischen den Rams und London ist ähnlich dem, den die Bills mit Toronto abgeschlossen haben.

Freitag, 20. Januar 2012

New York oder New Jersey, das ist hier die Frage
meadowlandsDer Gouverneur von New Jersey will seinen Anteil an einem eventuellen Super Bowl Sieg der Giants haben.
Chris Christie sagte der Presse, daß die Giants zwar New York im Namen tragen, aber seit Jahrzehnten würden sie nicht mehr in dieser Stadt, ja noch nicht mal im Staat New York spielen, sondern in New Jersey. Deshalb sollten sie ihre Siegesparade, wenn sie denn gewinnen sollten, auch in dem Staat abhalten, in dem sie spielen.
Zugegeben, wären die Giants und die Jets in New York gegründet worden, doch sie spielen nicht nur in New Jersey, sondern auch ihre Büros und Geschäftsstellen wären in New Jersey.
„Sie residieren in New Jersey, sie trainieren in New Jersey, sie spielen in New Jersey, dann sollen sie hier auch feiern“, sagte Christie der Presse.
Darauf angesprochen, daß die Giants aber doch das Logo NY auf den Helmen tragen, antwortete er: „Ja, das ist es dann aber auch“.
New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg wollte kein Benzin ins Feuer gießen und wollte nichts dazu sagen.
Doch die Debatte läuft schon lange.
Big Blue, so der Spitzname der Giants, gingen 1976 über die Staatsgrenze. Nachdem das Team 1987 seinen ersten Super Bowl gewonnen hatte, verweigerte der damalige Bürgermeister New Yorks, Ed Koch, dem Team die Parade durch den sogenannten Canyon der Helden. So nennt man die Häuserschlucht in Manhattan, durch die Sieger und berühmte Persönlichkeiten, wie die erste Mondlandungscrew, in der berühmten Konfettiparade ziehen.
Nach dem Super Bowl Sieg 2008 ließ man die Siegesparade in Manhattan beginnen, und sie endete auf dem Stadionparkplatz in den Meadowlands (Bild).
Vielleicht stellt sich die Frage ja auch gar nicht. Könnte ja sein, daß die 49ers oder Ravens oder Patriots etwas dagegen haben, daß die Giants den Super Bowl gewinnen.

Was für ein Abstieg!
Terrell Owens, ehemals einer der besten Wide Receiver der NFL, spielt für die Allen Wranglers.
Für die wer? Wo?
Die Allen Wranglers sind ein Hallenfootballteam aus der Indoor Football League. Diese Liga ist in der Rangfolge noch unter der Arena Football League angesiedelt.
Der mittlerweile 37-jährige Owens wurde letztes Jahr an einem Kreuzbandriss operiert und hatte hart daran gearbeitet, wieder in der NFL spielen zu können.
Doch obwohl er einige Showtrainings veranstaltete, kamen keine Vertreter der NFL Teams, um ihm dabei zuzusehen.
Zu alt, zu kaputt zu störend für das Betriebsklima und zu egoistisch lauteten die Sprüche, wenn man fragte, warum niemand Owens verpflichtete.
In dieser Woche unterschrieb er zwei Verträge, einen als Spieler und einen als Mitbesitzer des Teams.
Allan ist ein Vorort von Dallas. Die IFL besteht aus 16 Teams, die hauptsächlich in Städten mittlerer Größe angesiedelt sind.
Jetzt stellt sich die Frage, wird T.O. wirklich für die Streithähne spielen oder ist das nur ein Werbegag um ihn, um die Liga, ins Rampenlicht zu bringen?

Kurzberichte
Die 49ers schonten einige Spieler. Wide Receiver Ted Ginn und Center Jonathan Goodwin trainierten den zweiten Tag in Folge nicht mit dem Team.
Beide zogen sich gegen die Saints leichte Verletzungen zu, die sie aber nicht von einem Einsatz gegen die Giants abhalten sollen.
Auch Linebacker Patrick Willis trainierte nicht mit. Er verpasste drei Spiele vor dem Ende der regulären Saison und kam rechtzeitig vor den Playoffs zurück. Fraglich ist, ob er sich wieder verletzt hat oder nur eine Ruhepause verordnet bekam.
Wieder mitmischen möchte Tight End Delanie Walker. Er hatte sich während der Saison den Kiefer glatt in zwei Hälften gebrochen. Am Montag wurde die Drähte entfernt und Walker nahm ein leichtes Training auf. Ob die Ärzte für einen Einsatz gegen die Giants schon ihr OK geben, bleibt abzuwarten.

Bei den Giants hat sich Eli Manning so schnell, wie erhofft, von seinen Magenbeschwerden erholt.
Am Donnerstag nahm er ganz normal am Training teil und hatte nachher keine Probleme.

Bei den Patriots nahm Tom Brady wieder am Training teil. Er wurde am Mittwoch geschont, weil er Schmerzen in der linken Schulter hatte.
Der Quarterback sagte, daß er keine Beschwerden mehr hat.

Vor vier Monaten erhielt Bengals Wide Receiver Jerome Simpson eine größere Lieferung Marihuana.
Die Drogenbehörde war der Lieferung bereits auf der Spur und schlug sofort zu, als die Freundin von Simpson das Paket an der Haustür in Empfang nahm.
Bei einer Durchsuchung des Hauses fanden sie noch weitere drei Kilogramm der Droge und Drogenbesteck.
In dieser Woche begann der Prozess gegen den Wide Receiver, der in der abgelaufenen Saison berühmt wurde durch seinen Salto Mortale Touchdown gegen die Cardinals.
Die Bengals, die vor Jahren sagten, daß sie die Schnauze voll hätten von kriminellen Spielern, und besonders auf die Reputation ihrer Angestellten achten wollten, haben damit bereits den zweiten Spieler in dieser Woche vor Gericht stehen. Am Mittwoch war es Adam „Pacman“ Jones, der, mal wieder, verurteilt wurde.
Jetzt drohen Simpson 1-5 Jahre Knast im Fall einer Verurteilung.

Schlechte Nachrichten für die Gegner der Saints in der Saison 2012, Steve Spagnuolo geht als Defensive Coordinator nach New Orleans.
Als Head Coach der Rams hat er völlig versagt, aber als Defensive Coordinator der Giants war er maßgeblich an deren Super Bowl Sieg gegen die Patriots beteiligt.
Sollte er die Defense der Saints auf ein ähnliches Niveau bringen können, wie damals die Defense der Giants, dann pass auf NFC. Dann haben die Saints nicht nur ihre Offense, mit der sie Spiele gewinnen können.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Kurzberichte
manning-eliEli Manning (Bild) musste das Training am Mittwoch mit Magenbeschwerden abbrechen.
Giants Head Coach Tom Coughlin sagte der Presse, daß sein Quarterback sich einen Virus eingefangen habe, der aber hoffentlich nach 24 Stunden erledigt sein könnte.
Manning wurde strenge Bettruhe verordnet, damit er die 49ers am Sonntag durcheinanderwirbeln kann.
Auch die Defensive Ends Justin Tuck, Osi Umenyiora, Cornerback Corey Webster und Linebacker Mark Herzlich trainierten nicht voll mit.

Die Broncos haben am Mittwoch eine Erklärung für die erneut hilflosen Leistungen ihre Quarterbacks Tim Tebow geliefert.
Tebow soll sich Anfang des dritten Viertels schwer verletzt haben. Er habe sich einen Knorpel, der die Rippen mit dem Brustbein verbindet, gerissen. Dabei habe er sich eine Lunge gequetscht und Flüssigkeit sei in seinen Brustraum geflossen. Dadurch habe er das Spiel nur unter beinahe unerträglichen Schmerzen Zuende spielen können.
Nur zur Erinnerung, zu dem Zeitpunkt war das Spiel sowieso bereits entschieden.

Im letzten Viertel gegen die Broncos zog sich Patriots Tight End Aaron Hernandez eine Kopfverletzung zu.
Am Mittwoch wurde er erneut untersucht, und es steht fest, daß er gegen die Ravens dabei sein wird. Er nahm am Training des Teams teil.
Nicht teilgenommen hat Tom Brady. Er wurde wegen einer verletzten linken Schulter geschont.

Bei den Ravens wurde Ed Reed geschont. Der Safety ist am Knöchel verletzt.
Seinem Einsatz am Sonntag soll aber nichts im Wege stehen.

Bengals Cornerback Adam Jones wurde erneut verurteilt.
Dieses Mal bekannte er sich schuldig, sich einer Verhaftung widersetzt zu haben. Durch dieses Bekenntnis bekam er nur eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.
Allerdings muss er auch noch 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und die Wahnsinssumme von $250 zahlen.
Bei einer Verurteilung hätten ihm 30 Tage Knast gedroht.

In New York versucht der Gouverneur des Staates Millionen an Dollar einzusammeln, damit die Bills in Buffalo bleiben.
Die Bills sind ja das einzige Team, das wirklich im Staat New York spielt, denn die Jets und die Giants spielen ja im Staat New Jersey und sollten langsam mal daran denken, ihren Namen zu wechseln.
$84 Millionen müssten zusammenkommen, damit das Stadion der Bills auf den neuesten Stand gebracht werden kann, und das Team zum Bleiben ermuntert werden könnte.
Nach der Saison 2013 läuft der Mietvertrag zwischen dem Stadionbesitzer und den Team aus. Toronto lauert darauf, die Bills nach Kanada zu holen.

Mike Singletary kam als Head Coach der 49ers mit seinem Tight End Vernon Davis überhaupt nicht klar.
Nachdem Davis in einem Spiel gegen die Seahawks 2008 eine Strafe wegen übertriebener Härte kassierte, schickte Singletary ihn frühzeitig zum Duschen und fortan war das Verhältnis der beiden nicht mehr eitel Sonnenschein.
Hilflos lamentierte der Head Coach über seinen Tight End, er könne ihn nicht trainieren, er könne nicht mit ihm arbeiten, er könne nicht mit ihm reden. Dennoch zeigte Davis ansprechende Leistungen, und heute dankt er seinem ehemaligen Head Coach für dessen Kritik. Heute, drei Jahre später, erntet er die Früchte seiner Geduld.
Mike Singletary ist mittlerweile fast vergessen, und der Tight End gehört zu den Helden der Neuzeit in San Francisco. Davis hat bewiesen, daß er ein Teamspieler sein kann.
Gegen die Saints fing er letzten Samstag Pässe für 180 Yards. Das ist ein neuer NFL Rekord für Tight Ends in einem Playoffspiel. 31 Sekunden vor Spielende fing er eine 47 Yards Touchdown Pass, der den 49ers den Sieg brachte.
Damit übertrumpfte er Saints Tight End Jimmy Graham, der 88 Sekunden vorher einen 66 Yards Touchdownpass gefangen hatte, der New Orleans in Führung brachte.
Auch Graham fing Pässe für über 100 Yards, nämlich 103.
Ein paar Stunden später fing Patriots Tight End Rob Gronkowski als zweiter Tight End in der Geschichte der NFL drei Touchdownpässe in einem Playoffspiel.
Schon in der regulären Saison stellte er mit 17 Touchdownpässen und 1.327 Passyards neue Rekorde für Tight Ends auf.
Ich weiß zwar nicht, welches Jahr die Chinesen gerade haben, daß der Ratte oder des Drachens oder so, aber im Football haben wir das Jahr des Tight Ends.
Das liegt natürlich auch daran, daß die Verteidiger ihre Angriffe gegen Passempfänger nicht mehr so aggressiv ausführen dürfen, wie früher. Durch die strengeren Regeln, die aus jedem zweiten Angriff einen Angriff mit übertriebener Härte machen, haben die Tight Ends es leichter, Pässe zu fangen.
In der Hall of Fame gibt es momentan erst acht Tight Ends. Das könnte sich spätestens dann ändern, sobald einige Spieler auf dieser Position, die momentan die Rekordbücher neu schreiben, in die Ruhmeshalle gewählt werden dürfen.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Kurzberichte
caldwell-jimEndlich!
Am Dienstag wurde Colts Head Coach Jim Caldwell (Bild) gefeuert, und man fragt sich, warum das so lange gedauert hat?
Damit gehört er zu der Klasse der Head Coaches von 2009, die es nicht gebracht haben.
11 Teams verpflichteten 2009 neue Head Coaches, nur zwei davon sind noch im Amt, Rex Ryan bei den Jets und Jim Schwartz bei den Lions.
Unter den gefeuerten sind Eric Mangini (Browns), Josh McDaniels (Broncos), Todd Haley (Chiefs), Tom Cable (Raiders), Steve Spagnuolo (Rams), Jim Mora (Seahawks), Mike Singletary (49ers) und Raheem Morris (Buccaneers).
Caldwell war der einzige aus der Gruppe, der sein Team in den Super Bowl führen konnte. Doch, wie so oft vorher in der Liga, profitierte er dabei von der guten Arbeit seines Vorgängers und konnte selber im weiteren Verlauf keine eigenen Akzente setzen. Seine Bilanz in drei Jahren fällt mit nur 28 Siegen und 24 Niederlagen in der regulären Saison und 2-2 in den Playoffs vernichtend aus.
Die Saison 2011 mit zwei Siegen und 14 Niederlagen, die damit endete, daß die Colts die erste Wahl in der nächsten Draft haben, hat ihn letztlich dann doch seinen Job gekostet.

Auch um Peyton Manning schlagen die Wogen in Indianapolis Wellen.
Tatsächlich kann es sein, daß Manning sein letztes Spiel für Indianapolis gespielt hat. Sein Vater Archie sagte letzte Woche erneut, daß sein Sohn nach seiner dritten Nackenoperation in 19 Monaten sehr wahrscheinlich nicht mehr spielen könne. Zudem wird er im März schon 36 Jahre alt und dann wird auch sein Bonus von $28 Millionen fällig. Ob sein Besitzer Jim Irsay die wirklich bezahlen will, ist nicht so sicher, wie Irsay immer behauptet.
Es stehen also viele Optionen im Raum, von denen eine ja sogar der Wechsel Mannings zu den Jets sein könnte. Das aber wäre wohl mehr ein Wunder. Vielleicht in der Parallelwelt von Fringe, wo ja auch die Zwillingstürme noch stehen aber nicht hier.

Ed Reed hat gar nicht gefallen, was die Offense der Ravens am Sonntag gezeigt hat. Der Safety kritisierte in einem Radiointerview Joe Flacco und die O-Line.
Baltimores Angriff brachte kaum etwas auf die Reihe und hatte mit 9 Punts fast so viele Punts, wie neue erste Versuche (11).
Flacco wäre mit dem Druck, den die Defense der Texans auf ihn ausübte, nicht klargekommen.
Daran wären auch seine Vorderleute schuld gewesen, die ihn nicht ausreichend geschützt hätten.
Darüber übrigens, daß die Defense der Ravens ihre eigenen Probleme mit einem Rookie- Quarterback hatte, verlor er kein Wort.
Seinem Knöchel, den er sich gegen Ende des Spiels umknickte, geht es gut, sagte er noch. New England müsse ihn einplanen.

Mike Martz hört auf.
Der langjährige Offensive Coordinator und Head Coach verschiedener Teams erklärte seine Karriere für beendet.
Seine größten Erfolge feierte er als Offensive Coordinator der Rams, als er die „Greatest Show on Turf“ leitete und mit Quarterback Kurt Warner den Super Bowl gewann.
Martz gehörte aber zu den Trainern, die glauben, daß sie ihr Spielschema auf jeden Fall durchziehen können, egal, welches Spielerpersonal ihnen zur Verfügung steht.
Damit lag er natürlich furchtbar falsch. Egal ob in San Francisco, Detroit oder Chicago, immer wieder ließ er stur sein Schema spielen, ohne das Spielerpersonal zu haben, das dieses auch umsetzen konnte.
Auf die Idee, sich auf die Spieler einzulassen die ihm zur Verfügung standen, und sie das spielen zu lassen, was sie können, kam er nie. Deshalb konnte er seinen Erfolg auch nie wiederholen.

Dienstag, 17. Januar 2012

Kurzberichte
brady200Explosive Angriffsreihen waren gestern, in der regulären Saison. Je näher wir dem Super Bowl kommen, regieren mehr und mehr doch die Verteidigungen.
Die Saints und die Packers, die beide mit der Offense die Gegner überrollten und die meisten Punkte sammelten, sie wurden brutal ausgebremst.
Die Defense und das Laufspiel haben in den Playoffs das Kommando übernommen.
Letzter Vertreter gepflegter Offense sind die New England Patriots. Sie treffen am Sonntag auf die Baltimore Ravens, die als die personifizierte Defense bekannt sind.
Werden die Patriots als letzte Aufrechte die Fahne des Angriffs hochhalten können, oder werden auch sie von den bloßen Zerstörern des Spiels gestoppt werden?
Sie dürften auch gegen die Ravens in der Lage sein, jederzeit einen Punkt mehr zu erzielen, als der maue Angriff Baltimores erzielt. Doch Tom Brady (Bild) muss geschützt werden, und er darf sich keine Fehlwürfe erlauben. Sollten die Ravens mit der Defense Punkte machen, dann wird es unglaublich schwer.
Die 49ers und die Giants, die den Meister der NFC unter sich ausmachen, nehmen dem Gegner gerne den Ball weg. Wer hier die wenigsten Ballverluste erleidet, hat die besten Chancen auf den Sieg. Erstaunlich die Interceptionrate der beiden Quarterbacks. Manning erlaubte sich mal wieder stolze 16 Interceptions in der Saison, Smith nur fünf.
Doch Manning in der momentanen Form ist sicherlich in der Lage, der Verteidigung der 49ers mehr Probleme zu bereiten, als sie ihm.
Bei Alex Smith muss man sehen, wie er mit der Nervosität, in seinem ersten Endspiel zu stehen, fertig wird.
Beide Spiele könnten recht munter werden, interessant sind sie auf jeden Fall.

Jeff Fisher hat seinen Vertrag bei den Rams unterschrieben.
Fünf Jahre soll er als Head Coach die Geschicke des Teams leiten. Seinen Trainerstab wird er in den nächsten Tagen zusammenstellen.
Ob er in der Lage sein wird, aus den Rams, die die Saison mit nur zwei Siegen beendeten, schnell ein wettbewerbsfähiges Team zu machen, bleibt abzuwarten.

„Wenn wir im Sommer ins Trainingslager gehen, ist Tim Tebow unser Starter“, sagte der Personalchef der Broncos, John Elway, der Presse.
Wenn man sich seine Leistungen über den Verlauf der Saison ansieht, so habe er sich das verdient, fuhr die Quarterback- Legende fort.
Was mit Ersatzmann Brady Quinn wird, ließ Elway offen. Quinns Vertrag läuft aus, und die Absicht, ihn weiter zu verpflichten, ist eher gering.
2012, wo man sich voll und ganz auf die Saison vorbereiten kann, was man 2011 wegen des Tarifstreits nicht konnte, würde man ganz gezielt und beharrlich an der Wurftechnik von Tebow arbeiten. Seine Rate für vervollständigte Pässe von nur 46,5% soll sich radikal verbessern.
Das Herz und den Willen Tebows könne man nicht ersetzen. Wenn sich sein bedingungsloser Einsatz jetzt noch auf ein erfolgreiches Passspiel ausweiten ließe, könne niemand ihm das Wasser reichen.
Daß er es drauf habe, fuhr Elway fort, hätte er gegen die Steelers bewiesen. Er müsse das jetzt nur noch Woche für Woche wiederholen, dann wäre dieser Auftritt der Broncos in den Playoffs nicht der letzte mit ihm als Quarterback gewesen.

Für Jake Delhomme war es das wohl. Der Ersatz-Quarterback der Texans denkt daran, in den Ruhestand zu treten.
Er wäre jetzt 37, sagte er der Presse, und er verspüre keine Lust, noch mal irgendwo neu zu beginnen. Er wolle seiner Familie keine weiteren Umzüge zumuten, und deshalb wolle er mit dem Football aufhören und sich ganz seiner Familie widmen.
Schön, wenn man das mit 37 sagen kann.

Montag, 16. Januar 2012

Die NFL - 2012 - Divisional Playoffs - Tag 2
Flaccos-mustacheDie Sensation war möglich.
Wie erwartet, hatte die mittelmäßige Offense der Ravens große Probleme mit der Defense der Texans.
Letztlich war es nur die Unerfahrenheit von Rookie Quarterback T.J. Yates, die den Ravens einen glücklichen Sieg bescherte. Drei Interceptions von Yates waren zu viel. Dazu verlor Jacoby Jones den Ball, als er vergeblich versuchte, einen Punt aufzunehmen.
Baltimore nahm diese Geschenke dankbar an, und brauchte sie auch dringend, um das Spiel knapp mit 20:13 zu gewinnen.
Vor diesem Team brauchen die Patriots keine große Angst zu haben. Die Defense der Patriots gehört zwar zu den schlechtesten der Liga, aber gegen die von Fu Man Flacco (Bild) geführte Offense Baltimores müsste es reichen.
Und die Offense New Englands kann auch eine Defense der Ravens vor große Probleme stellen, wenn schon ein Rookie- Quarterback sie, bis auf seine verzeihlichen Fehler, an den Rand der Niederlage bringen konnte.
Die Offense der Ravens konnte nur 227 Yards erzielen. Seit 2000 haben nur neun Teams ein Playoffspiel gewonnen, wenn sie weniger als 250 Yards erzielen konnten. Fünf dieser neun Male waren es die Ravens.
Die Texans, die nun zum ersten Mal Playoffluft geschnuppert haben in dieser Saison, werden mit der Gewissheit in den Urlaub fahren, daß sie diesen Erfolg wiederholen können.
Die Ravens fahren nach New England, mit der Gewissheit, daß sie gegen Brady und Co. eine weitaus bessere Leistung abliefern müssen.
Im direkten Vergleich steht es 6:1 für die Patriots, aber diese eine Niederlage kam in dem Playoffs.

Vier mal verloren die Packers den Ball an die Giants, und die bestraften Green Bay für diese Fehler.
Beide Teams starteten in das Spiel, wie Fritz` Katze, doch beide erste Angriffsserien endeten nur mit Field Goals.
Danach tauschten die beiden Teams Touchdowns aus, bevor sie gegenseitig den Ball an den Gegner verloren.
Doch die Packers machten mehr Fehler als die Giants, die rechtzeitig zu den Playoffs in Hochform sind.
Besonders die Receiver ließen Quarterback Aaron Rodgers ein ums andere Mal im Stich und ließen die Bälle fallen.
Auch das Laufspiel funktionierte nicht, so daß der Quarterback mit 66 Yards aus 7 Läufen auch der beste Running Back des Teams war.
Auf der anderen Seite merkte man Eli Manning an, daß er vorhat, sich in die Eliteklasse der Quarterbacks zu spielen. Wieder lieferte eines seiner besseren Spiele ab, und sein einer Fehlwurf fiel nicht weiter ins Gewicht.
Er vervollständigte 21 seiner 33 Pässe für 330 Yards, 3 Touchdowns und hatte den erwähnten abgefangenen Pass.
Aaron Rodgers vervollständigte 26 seiner 46 Pässe für 264 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Mit einer 20:10 Führung für New York gingen die Teams in die Pause.
Als es weiterging, merkte man bald, daß der Tag für die Packers nicht gut enden würde. Nur ein Team bestimmte das Spiel, die Giants.
Allerdings fehlten Green Bay auch zwei wichtige Spieler, die sich in der zweiten Halbzeit verletzten und nur noch zusehen konnten, Fullback John Kuhn und Wide Receiver Greg Jennings.
Der 37:20 Sieg spiegelt das wahre Kräfteverhältnis exakt wieder und ist mehr als verdient.
Damit erklärte man das Wochenende in San Francisco zum Wochenende des Sektkorkenknallens. Am Samstag ließ man die Korken knallen, nach dem Sieg gegen die Saints, und am Sonntag knallte es, weil die 49ers so zu einem weiteren Heimspiel kommen.
Doch die Offense der Niners dürfte zu schwach sein, für die Defense der Giants, während die Defense der 49ers und die Offense der Giants sich einen harten Kampf liefern dürften.
Allerdings ging das Spiel in Woche 10 der Saison mit 27:20 knapp an San Francisco. Nur, da waren die Giants noch nicht so gut drauf, wie im Moment.

Pierre Thomas geht es gut
In der ersten Angriffsserie der Saints gegen die 49ers kassierte Pierre Thomas einen harten Hit bei einem Helm gegen Helm Angriff.
Der Running Back der Saints stolperte und verlor den Ball kurz vor der Endzone der 49ers. Es war der erste von fünf Ballverlusten der Saints in diesem Spiel.
Thomas wurde nicht mehr eingesetzt, zwitscherte aber gestern auf seiner Twitterseite, daß er OK wäre und keine Gehirnerschütterung hätte.

Sonntag, 15. Januar 2012

Die NFL 2011 - Tim Tebow, der „Eddie the Eagle“ des Footballs
brady03Es war wie gewohnt ärgerlich, den hilflosen Bemühungen Tim Tebows zuzusehen. Erfrischend dagegen ein wirklicher NFL Quarterback, Tom Brady (Bild).
Die Patriots machten ihre Ankündigung wahr, und spielten von Anfang an mit. Zu oft hatten sie das erste Viertel oder gar die erste Halbzeit verschlafen, das sollte nicht mehr passieren. So führten sie nach dem ersten Viertel mit 14:0 und zur Halbzeit 35:7.
In der zweiten Halbzeit schalteten sie dann zwei Gänge runter, um sich für das Spiel gegen die Texans oder Ravens zu schonen.
Denver hatte niemals auch nur den Hauch einer Chance, und Tim Tebow spielte wie der „Eddie the Eagle“ des Footballs.
Unerklärlich wie jemand, so frei von jeglichem Talent, es so weit bringen konnte. Die Zeiten, in denen die Abkürzung NFL für „Nicht für Luschen“ stand, sind wohl vorbei.
Die zweitschlechteste Verteidigung der Liga sackte Tebow fünf mal. Sie erlaubte ihm nur 9 vollständige Pässe bei 26 Versuchen für 136 Yards. Auch gegen seine Läufe hatten die Patriots eine Antwort. Sie ließen in 5 Läufen nur 13 Yards zu.
Brady dagegen warf sechs Touchdownpässe, fünf davon bereits in der ersten Halbzeit. Damit hatte Brady schon mehr Touchdownpässe, als Tebow überhaupt vollständige Pässe (drei). Da stand dann schon fest, daß New England nach drei verlorenen Playoffspielen in Folge, sich nicht bremsen lassen würde.
Brady stellte mit 36 Touchdownpässen in den Playoffs und 15 Siegen für einen Quarterback neue NFL Rekorde auf.
Aaron Hernandez musste das Spiel in der zweiten Halbzeit vorzeitig verlassen, Der hauptsächlich als Running Back eingesetzte Tight End der Patriots zog sich eine Kopfverletzung zu, nachdem er als bester Läufer des Teams in 5 Versuchen 61 Yards erzielt hatte.

Was für ein Gegensatz dazu war das erste Spiel des Abends. So muß Football sein, wenn zwei Playoffteams aufeinandertreffen.
Die Saints und die 49ers zeigten eines der ausgeglichensten Spiele, die es je gegeben hat. Die Poweroffense der Saints gegen die Powerdefense der 49ers und die maue Offense der 49ers gegen die maue Verteidigung der Saints sorgten für viel Unterhaltung.
Und das Spiel endete in einem Triumph für San Francisco, den man auch den Saints gegönnt hätte. Es war eines jener Spiele, bei denen man traurig ist, daß es einen Verlierer geben muss.
Aber die Saints hatten sich die Niederlage zum großen Teil selber zuzuschreiben. Fünfmal verloren sie den Ball an die 49ers, und das kann man kaum mehr wettmachen. Einmal ist das einem Playoffteam erst gelungen, den Jets Anfang der Achtziger.
Und so liefen die Saints das ganze Spiel über den 49ers hinterher.
Nach dem ersten Viertel führte San Fran mit 14:0, in die Halbzeitpause ging es mit einer 17:14 Führung. New Orleans konnte froh sein, daß die 49ers aus den Balleroberungen nicht mehr Punkte gemacht hatten. Dafür aber war ihre Offense zu schwach.
Erst vier Minuten vor Ende des Spiel gingen die Saints zum ersten Mal in Führung. Drew Brees warf einen kurzen Pass auf Darren Sproles, der 44 Yards in die Endzone lief zum 23:23 Ausgleich. Der Extrapunkt von John Kasay brachte dann die 24:23 Führung.
Irgendwie hatte man das Gefühl, das war es. Diese knappe Führung würden die Saints verteidigen. Die 49ers dachten anders darüber. Zwei Minuten vor Spielende gingen sie mit 29:23 in Führung und versuchten eine Zweipunkteumwandlung, die mißlang.
Irgendwie hatte man das Gefühl, das war es. Diese knappe Führung würden die Niners verteidigen. Die Saints dachten anders darüber. Neunzig Sekunden vor Spielende gingen die Saints mit 32:29 in Führung, nachdem Touchdownpass und Zweipunkteumwandlung von Brees gut waren.
Irgendwie hatte man das Gefühl, das war es. Diese knappe Führung würden die Saints verteidigen. Die 49ers dachten anders darüber. Als wären die Geister von Joe Montana und Steve Young in Alex Smith gefahren, brachte der Quarterback sein Team erneut in die Endzone. In der jetzt aber wirklich entscheidenden Angriffsserie hatte Smith einen Lauf über 28 Yards und zwei präzise Pässe zu seinem Tight End Vernon Davis, daß man glaubte ein Deja Vu zu haben.
Neun Sekunden vor Spielende stand es jetzt 36:32 und das war es wirklich. Nach vier Führungswechseln in den letzten vier Minuten endete ein Klassiker, der schwerlich übertroffen werden kann.
Drew Brees hatte eine Bilanz von 40 vollständigen Pässen aus 63 Versuchen für 462 Yards, und 4 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Alex Smith hatte eine Bilanz von 24 vollständigen Pässen aus 42 Versuchen für 299 Yards, und 3 Touchdowns.
Wenn die Giants gegen die Packers gewinnen sollten, hat San Francisco noch ein Heimspiel, ansonsten müssen sie in die gefrorene Tundra nach Green Bay.
Aber auch gegen die Packers können sie mit ihrer harten Defense deren Hochgeschwindigkeitsoffense ausbremsen.

Ehemaliger Besitzer der Broncos gestorben
Bereits am Mittwoch verstarb Edgar F. Kaiser Jr. Im Alter von 69 Jahren.
Woran er verstarb, wurde nicht mitgeteilt.
Kaiser besaß die Broncos von 1981 bis 1984. Er war der Mann, der die Legende John Elway 1983 nach Denver holte.

Samstag, 14. Januar 2012

Kurzberichte
breesbrichtrekordWenn die Saints gegen die 49ers spielen, trifft eine grandiose Poweroffense auf eine großartige Powerdefense.
Wenn es stimmt, daß Verteidigungen Meisterschaften gewinnen, dann sollten die 49ers das Spiel gewinnen.
Die Saints haben sowieso mit mehreren Gegnern zu kämpfen, dem gegnerischen Team, den Fans im Kerzenständer, dem Naturrasen und dem nicht überdachten Stadion. Das sind schon mal eine menge Gegner, die aus dem Weg geräumt werden müssen.
Die 49ers haben als Devise ausgegeben, Drew Brees (Bild) unter enormen Druck zu setzen. Der muss definitiv auf Wide Receiver Lance Moore verzichten, der wegen seiner Oberschenkelverletzung nicht antreten kann, ebenso wie auf Tight End John Gilmore, dem ein Zeh wehtut.
Bei den 49ers gibt es auch einige angeschlagene Spieler, aber sie sollen alle einsatzbereit sein.

Hunderte Fans der Packers tauchten vor dem Lambeau Field auf, bewaffnet mit Schaufeln, um den Schneemassen im Stadion Herr zu werden.
Um 10 Uhr am Freitag begann das große Schaufeln. 450 Fans legten los, und weitere 800 mussten nach Hause geschickt werden, weil sie nicht gebraucht wurden.
Jeder Schaufler bekam $10 pro Stunde für seinen Einsatz. Viele Fans waren aber nicht wegen des Geldes gekommen, sondern um das Stadion mal von innen sehen zu können. Einige Fans setzten sich auf die freigeschaufelten Sitze und genossen etwas, das sie während eines Spiels nie werden genießen können, den Blick, den zahlende Fans während eines Spiels haben.
Eintrittskarten der Packers sind auf Jahrzehnte ausverkauft und die Warteliste derer, die gerne eine Saisonkarte hätten, ist lang. Ein Baby, das heute auf die Welt kommt, und auf die Warteliste gesetzt wird, könnte nach grober Schätzung mit 50 Jahren etwa an eine Karte kommen.
Während die Fans schaufelten, trauerten die Spieler. Viele Mitglieder des Clubs nahmen an der Trauerfeier für den ertrunkenen Sohn von Offensive Coordinator Joe Philbin am Donnerstag und der Beerdigung am Freitag teil.

Die Benutzung von elektronischen Geräten, wie etwa Handys, ist für Spieler der NFL in einem Zeitraum von 90 Minuten vor dem Spiel bis zum Abpfiff des Spiels verboten.
So sollte Troy Polamalu $10.000 Strafe zahlen, weil er während eines Spiels seine Frau angerufen hat. Er wollte sie beruhigen, weil er gerade einen harten Hit hatte einstecken müssen.
Gegen die Strafe legte der Safety der Steelers allerdings Widerspruch ein.
Am Donnerstag wurde ihm mitgeteilt, daß er die Strafe nicht zahlen muss.

Jeff Fisher hat die Mannschaft der Rams darüber informiert, daß er ihr nächster Head Coach wird.
Zwar wären die Verhandlungen noch nicht beendet, aber es ginge nur noch um Details.
Fisher hatte sich zwischen den Dolphins und den Rams zu entscheiden, und die Rams sind die glücklichen Sieger.
Sie bekommen einen Head Coach, der in 17 Jahren bei den Titans nur 54,2% seiner Spiele gewinnen konnte. Fishers Bilanz weist 142 Siege und 120 Niederlagen aus.
Trotz dieser eher mageren Bilanz schaffte er es, Tennessee einmal in den Super Bowl zu bringen, wo sie nur um einen Yard das Spiel verloren... gegen die Rams.

Freitag, 13. Januar 2012

Kurzberichte
kitna-jonJon Kitna hört auf. Der Ersatz- Quarterback der Cowboys ist mittlerweile 39 und sagte, daß die Zeit für den Ruhestand nun gekommen sei.
15 Jahre spielte er für verschiedene Teams der NFL, nachdem er zunächst bei den Barcelona Dragons in der NFLE gespielt hatte.
Er warf Pässe für 29.745 Yards, 169 Touchdowns und 165 Interceptions.

Anfang Dezember standen sich die Giants und die Packers schon einmal gegenüber und Green Bay gewann knapp mit 38:35.
Beide Teams erwarten selber wieder ordentlich viele Punkte.
Die Defense der Packers gehört zu den schlechtesten der Liga und wird es schwer haben, Manning zu stoppen, wenn der erneut einen guten Tag hat. Und was die beiden Running Backs Bradshaw und Jacobs gegen die Falcons gezeigt haben, dürfte Green Bay bei einer Wiederholung große Probleme bereiten.
Die Offense der Packers ist so gut, daß sie die Verteidigung der Giants jederzeit locker ausspielen kann.
Am 4. Dezember warf Aaron Rodgers Pässe für 369 Yards und 4 Touchdowns.
Manning hielt mit 347 Yards und 3 Touchdowns ordentlich dagegen, leistete sich aber einen Fehlwurf, der von Linebacker Clay Matthews über 38 Yards zum Touchdown zurückgetragen wurde.
Und das ist die Stärke der Packers. Die Verteidigung mag statistisch gesehen ziemlich am Ende der 32 Teams zu finden sein, aber die Balleroberungen reißen vieles wieder raus. In dieser Kategorie steht Green Bay mit +24 hervorragend da. Und Eli Manning mit seinen 16 Interceptions während der Saison bietet sich da als Opfer geradezu an.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Kurzberichte
sparano-tony-hc-dolphins2Einige Trainer, die es als Head Coaches nicht gebracht haben, haben neue Heimaten gefunden.
Raheem Morris, der die Buccaneers angeführt und in Tampa die Zuschauer aus dem Stadion vertrieben hat, wurde von den Redskins als Defensive Back Coach eingestellt.
Tony Sparano (Bild), der die Dolphins ertränkt hat, landete als Offensive Coordinator bei den Jets.

In der Umkleide der Jets herrscht nicht eitel Sonnenschein.
Nachdem ein Rookie vor kurzem der Presse sagte, daß er noch nie einen solchen Haufen selbstsüchtiger Egomanen auf einem Haufen erlebt hätte, brachen die Dämme.
Jetzt hakt jeder auf jedem rum und alle auf Quarterback Mark Sanchez.
Viele Spieler liegen General Manager Mike Tannenbaum in den Ohren, er solle doch Peyton Manning verpflichten. Sie sind es leid, sich den Allerwertesten aufzureißen, um ihre Bemühungen dann durch Sanchez zerstören zu lassen.
Ein Spieler, der lieber ungenannt bleiben möchte, bezeichnete Sanchez gar als faule Socke. Er würde nicht gut trainieren, weil er wüsste, daß er nicht auf die Bank gesetzt wird.
Dem widersprechen allerdings einige andere Spieler, die sehr wohl glauben, daß Sanchez hart trainiert, aber auch sie sehen keine Fortschritte bei ihm. Das frustriert auch seine Fürsprecher.
Die Clubleitung und der Trainerstab würden den Quarterback in Watte packen, und ihn wie ein Baby behandeln, nicht wie einen Mann.
Aber sollten die Jets deshalb das Wagnis eingehen und mit Peyton Manning einen alten Mann verpflichten, der dem Ende seiner Karriere näher steht, als dem Anfang?

Joe Flacco ist es leid, so wenig Anerkennung zu bekommen.
Er versteht zwar, daß die Verteidigung den Löwenanteil der Aufmerksamkeit bekommt, aber so den ein oder anderen Gedanken sollte man auch an ihn verschwenden, meint er.
Es stört ihn auch, daß alle Zeitungen, Radio- und Fernsehstationen nur über diesen Tim Tebow berichten, und die Baltimore Ravens, die die AFC North gewonnen haben, völlig mißachtet werden.
Aber das kann Flacco ja abstellen. Einfach hoch gegen die Texans gewinnen mit einem 400 Yards Passspiel und vier Touchdownpässen, schon sollten die Ravens und Flacco auch wieder beachtet werden, in den Berichten auf Seite zwei, hinter Tim Tebow.
Dann noch zwei weitere Siege, und an den Ravens als Super Bowl Sieger kommt keiner mehr vorbei, es sei denn Tim Tebow geht zu Fuß über den Eriesee.

Brian Dawkins hat drei Spiele mit einer Nackenverletzung verpasst.
Der Safety der Broncos scheint aber soweit erholt, daß er gegen die Patriots spielen kann. Davon jedenfalls geht Head Coach John Fox aus.
Fox schont Dawkins zwar noch im Training, aber gegen die gefühlten 20 Passempfänger der Patriots braucht Denver jeden Verteidiger, der nicht an Krücken geht.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Heimvorteil?
kraft-bob-und-trofy200Am 20. Juli, mitten im Tarifstreit der NFL gegen die Spieler, verstarb die Frau von Patriots Besitzer Robert Kraft (Bild), Myra, an Krebs. 48 Jahre waren die beiden verheiratet.
Myra Kraft war fest in der Gemeinde verankert und hat viel Wohltätiges geleistet. Auch für die Teammitglieder hatte sie immer ein offenes Ohr und ein gutes Wort.
Aus diesem Grund wollen die Patriots diese Saison für ihren Besitzer zu etwas besonderem machen. Ein Super Bowl Sieg schwebt ihnen da vor.
Dafür müssen sie zunächst in den Divisional Playoffs die Broncos aus dem Weg räumen. Sie wollen das Spiel sehr ernst nehmen, und sich nicht zu sicher fühlen, weil sie erst vor vier Wochen problemlos gegen Denver gewonnen haben.
Wichtigstes Ziel ist es, nicht wieder das erste Viertel oder gar die erste Halbzeit zu verschlafen. Das Problem begleitet die Patriots seit langem.
Linebacker Jerod Mayo sieht New England auch noch nicht als sichere Sieger. Seit vier Jahren spielt er für die Pats und hat noch nie ein Playoffspiel gewonnen. Deshalb warnt er seine Teamkollegen davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen.
Auch der Heimvorteil der Pats, der unzerstörbar schien, gilt nichts mehr.
2009 verloren sie in den Wild Cards Zuhause gegen Baltimore mit 14:33, nachdem sie bereits im ersten Viertel 24 Punkte kassiert hatten.
2010 verloren sie in der Divisional Runde mit 21:28 wieder Zuhause gegen die Jets. Die hatten sie erst sechs Wochen zuvor mit 45:3 demoliert.
Und so gehen sie in das Spiel gegen Denver mit dem gebotenen Ernst, wissend, daß das 41:23 vor vier Wochen nichts gilt.
New England beendete die Saison mit 13-3 Siegen, hat aber in der Saison nicht gegen ein einziges Team mit einer positiven Sieg, Niederlagen Bilanz gewonnen
Die Patriots gehen mit der schwächsten Defense, die das Team jemals hatte, in die Playoffs. Statistisch gesehen belegt die Verteidigung der Patriots Platz 31 in der Liga. Kein gutes Zeichen gegen Tim Tebow, der letzte Woche spielte, als wäre er tatsächlich ein NFL Quarterback, und dabei die statistisch gesehen beste Verteidigung der Liga vorführte und ausspielte.
An ihrem Einsatz werden die Patriots es nicht missen lassen. Sie werden sich für ihren Besitzer und seine verstorbene Frau zerreissen.
Und das ist kein gutes Zeichen für die Broncos.

Kurzberichte
Broncos Head Coach John Fox sieht keine Chance, daß Eric Decker am Samstag wird spielen können.
Die Knieverletzung, die der Wide Receiver sich gegen die Steelers zuzog, wurde als schwere Prellung diagnostiziert.

Der Pakistaner, der die Jaguars gekauft hat, sagte, daß er nur einen hervorragenden Head Coach engagieren würde, egal was der kostet. Der Mann könnte Politiker werden, denn was schert ihn heute sein blödes Geschwätz von gestern.
Shahid Khan entschied sich für Mike Mularkey, der zuletzt Offensive Coordinator der Atlanta Falcons war.
Was deren Offense zu leisten imstande war, hat man letzte Woche gegen die Giants eindrucksvoll erleben können.
Mularkey hat es auch als Head Coach schon mal probiert, ist aber schiefgegangen. Nach 14 Siegen und 18 Niederlagen mit den Bills wurde er gefeuert.

Jay Gruden hat sich selber aus dem Rennen um einen Posten als Head Coach genommen.
Gruden ist momentan Offensive Coordinator bei den Cincinnati Bengals. Mit Andy Dalton hat er einen sehr talentierten Quarterback, der eine hervorragende Rookie-Saison gespielt hat.
Mit ihm möchte er weiter arbeiten, um sein Talent noch weiter auszubauen.

Die Oakland Raiders haben einen neuen General Manager, Reggie McKenzie. Bis letzte Woche arbeitete der 1950 geborene ehemalige Guard der NFL 18 Jahre lang für die Green bay Packers, zuletzt als Direktor für Footballangelegenheiten.
Seine erste Amtshandlung in Oakland hat er auch schon hinter sich, er feuerte Head Coach Hue Jackson. Der neue Head Coach, wer auch immer das wird, wird die Nr. 7 in 10 Jahren bei den Raiders, nach Bill Callahan, Norv Turner, Art Shell, Lane Kiffin, Tom Cable und Jackson.
Viele andere Trainer werden auch noch gehen müssen, kündigte er an.
Ob er Quarterback Carson Palmer behalten will, ließ er noch offen, aber die Zeichen stehen eher auf „Nein“.
Der neue Besitzer der Raiders, Mark Davis, kündigte unterdessen an, daß er nicht vorhabe, das Team zu verkaufen.
Umziehen wäre eine Überlegung wert, sagte er, verkaufen nicht.

Nach 15 Jahren in der NFL trat Derrick Mason in den Ruhestand.
Der 37-jährige Wide Receiver spielte für mehrere Teams und fing in seiner Karriere 943 Pässe für 12.061 Yards und 66 Touchdowns. Zweimal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Dienstag, 10. Januar 2012

Alex Smith
smith-alex200Das Wunder von San Francisco ist nicht mehr länger die Golden Gate Bridge, das Wunder von San Francisco ist Alex Smith (Bild).
Der Quarterback, der 2005 als erster Spieler der Draft von den 49ers einberufen wurde, konnte nie den Beweis liefern, daß er dieses Vertrauen wert war.
Smith war sehr verletzungsanfällig, und wenn er mal spielte, dann mehr schlecht, als recht.
In dieser Saison spielt die Nr. 1 so, wie man es von ihm von Anfang an erwartet hat.
Dieses Wunder ist wohl durch das bedingungslose Vertrauen von Head Coach Jim Harbaugh in Smith zu erklären.
Dieses Vertrauen des Head Coaches stärkte das Selbstvertrauen des Quarterbacks.
Und wie heißt es so schön: „ein gesunder Geist sorgt für einen gesunden Körper“. Das würde erklären, warum die Verletzungsanfälligkeit von Smith nachließ.
Bei den 49ers gaben sich die Head Coaches und Quarterback –Coaches die Klinke in die Hand, und jeder zwang Smith in sein Konzept. Der musste sich von Saison zu Saison auf neue Spielzüge und Konzepte einrichten, und das ging nicht gut.
Harbaugh kam, sah sich an, was Smith kann, und richtete sein Konzept an dem aus, was sein Quarterback kann. So agieren nur die wirklich guten Trainer. Man kann als Trainer nur mit dem Material arbeiten, das man hat. Wenn die Spieler nicht in das Konzept passen, das man ihnen aufzwingen will, geht das schief.
Harbaugh, selber 14 Jahre Quarterback in der NFL, sah sich zusammen mit seinem Offensive Coordinator Greg Roman stundenlang, tagelang Filme von Smith an, und sie sahen viel, das ihnen gefiel, auf das man bauen konnte.
Und so machte Harbaugh Smith zu dem guten Quarterback, der wohl schon immer in ihm steckte, und das Team von einem 6-10 Team in nur einem Jahr zu einem 13-3 Team, das die Playoffs erreichte.
Guter Job!

Kurzberichte
Die Chiefs haben einen neuen Head Coach gefunden. Weit zu suchen brauchten sie nicht, sie nahmen, was sie schon hatten, Romeo Crennel.
Der Defensive Coordinator der Chiefs, der das Team als Head Coach übernahm, nachdem Todd Haley gefeuert wurde, bekam einen Dreijahresvertrag.
Die Clubführung hat zwar auch einige andere Kandidaten unter die Lupe genommen, aber am Ende wurde es dann doch der Mann, der als Head Coach in Cleveland von 2005-08 nicht gerade gute Arbeit geleistet hat und wo man heute noch stöhnt: „Romeo, oh Romeo!“

Josh McDaniels ist zurück in New England. Hier wird er schon am Samstag als Offensive Coordinator die Geschicke der Patriots lenken.
Er wird viel über den Gegner wissen, denn er war bis 2010 Head Coach der Denver Broncos und verantwortlich für die Rekrutierung von Tim Tebow. Er kann also seine Offense auf die Verteidigung Denvers einstellen und seinem Defensive Coordinator gute Tipps über die Offense der Broncos geben.
Möglich war dieser sofortige Wechsel, weil der bisherige Offensive Coordinator der Patriots, Bill O`Brien schon als neuer Head Coach von Penn State feststeht, und die Rams, bei denen McDaniels als Offensive Coordinator bis zum Saisonende unter Vertrag stand, ihn gehen ließen.

Bei den Broncos herrscht Stillschweigen über die Schwere der Knieverletzung von Eric Decker.
Allerdings schließt Head Coach John Fox den Einsatz des Wide Receivers gegen die Patriots nicht aus.
Decker fing in der Saison 2011 44 Pässe für 612 Yards und 8 Touchdowns.

Die Chargers werden auch 2012 in San Diego spielen.
Der Club hat eine Option, die ihm erlaubt, 2012 aus dem Vertrag mit dem Stadion auszusteigen, aber wohin?
Zwar stehen die Chargers ganz oben auf der Liste der Teams, die in ein neues Stadion in Los Angeles umziehen wollen, sollen, aber ehe das fertig ist, hat Deutschland die D-Mark wieder.
Im aktuellen Stadion in San Diego spielen die Chargers seit 1967, und der alte Kasten entspricht nicht mehr dem Standard, den die neuen Footballtempel aufstellen.
Die Verhandlungen mit der Stadt über einen Stadionneubau verlaufen äußert zäh, also bleibt nur noch, weiter in dem antiken Bau zu spielen.

CBS hat mit dem Wild Card Spiel der Steelers gegen Tebow einen Hit gelandet.
Das Spiel hatte eine um 36% höhere Einschaltquote, als das Wild card Spiel letztes Jahr. Da spielten allerdings auch nur die Chiefs gegen die Ravens. Erstens gab es also keinen Tim Tebow und zweitens war der Ausgang des Spiels so klar, wie Milchglas.
Da werden die Einschaltquoten am Samstag wohl durch die Decke schießen, auch wenn das Spiel während der Saison mit 41:23 sehr eindeutig an die Patriots ging.

Ein fürchterlicher Vorfall überschattet die Vorbereitungen der Packers auf die Giants.
Der Sohn von Offensive Coordinator Joe Philbin wurde tot in einem Fluß treibend gefunden.
Die Polizei in Oshkosh, Wisconsin, suchte schon seit Sonntag nach dem vermissten 21-jährigen.
Head Coach McCarthy betonte bei einer Pressekonferenz, daß bei den Packers die Familie an erster Stelle stehe. Wenn Philbin für das Spiel gegen die Giants nicht zur Verfügung stehe, würde man einen Plan B entwickeln. Philbin könne sich alle Zeit nehmen, die er brauche.

Montag, 9. Januar 2012

Die NFL 2011 - Wild Cards - Tim Tebow, Superstar
tebow-tebowing2Es war eines der besten Spiele, aller Zeiten. Das war vor allem einem Mann zu verdanken: Tim Tebow, Superstar (Bild). Er bewies erneut, daß er zu den besten Quarterbacks gehört, die die NFL jemals gesehen hat und es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, daß er eines Tages in die Ruhmeshalle der NFL aufgenommen wird.
Abgesehen von seinen unglaublichen Läufen, die er drauf hat, wirft er punktgenaue Pässe mit einem Ball, der sich in einer perfekten Spirale dreht.
Gegen die statistisch gesehen beste Verteidigung der Liga lief er gestern 10 mal für 50 Yards und einen Touchdown. Zusätzlich vervollständigte er 10 seiner 21 Pässe für 316 Yards und 2 Touchdowns.
Auf der anderen Seite sah man Ben Roethlisberger seine schmerzhafte Knöchelverletzung bei jeder Bewegung an. Er passte den Ball 40 mal für 22 Vervollständigungen und 289 Yards, 1 Touchdown hatte aber auch 1 Interception.
Pittsburgh ging im ersten Viertel mit 6:0 in Führung, und das war es für lange Zeit. Es spielte fortan nur noch Denver. Die Defense hatte die Steelers im Griff und Tebow spielte mit Pittsburghs Verteidigung Katz und Maus.
Die hatte sich in der ganzen Woche nur darauf vorbereitet, das Laufspiel der Broncos zu stoppen und die Optionsspielzüge Tebows zu verhindern.
Auf das Passspiel hatten sie sich nicht vorbereitet. Und das killte sie. Dazu hatten sie auch noch Verletzungspech, denn schon früh schieden die Defensive Lineman Casey Hampton und Brett Keisel aus, sowie Tackle Max Starks.
Bei den Broncos verletzte sich Wide Receiver Eric Decker schon im ersten Viertel am linken Knie und konnte auch nur noch zusehen.
Gott, der über den Jahreswechsel zu beschäftigt war, sich um seinen zweitgeborenen Sohn zu kümmern, leitete Tebow wieder, und das sah man. Denver ging mit 20:6 in Führung.
Allerdings kämpfte sich Pittsburgh wieder heran und erzwang eine Verlängerung beim Stand von 23:23. Das ist man von Spielen der Broncos gewohnt, daß sie in die Verlängerung gehen.
Hier bekam Denver zuerst den Ball und Tebow, Superstar warf einen 80 Yards Touchdownpass auf Demaryius Thomas zum 29:23 Sieg.
Die Szenen, die sich daraufhin im Mile High Stadion abspielten, muss man gesehen haben, beschreiben lässt sich das nicht.
Nun kann man sagen, pass auf New England, hier kommen die Denver Tebows. Zieht Euch warm an!

Im zweiten Spiel des Tages besiegten die Giganten aus New York die flügellahmen Sturzvögel aus Atlanta in der Karikatur eines Footballspiels mit 24:2.
Die Giants sind rechtzeitig zu den Playoffs aufgewacht und dürften auch den Packers nächste Woche Probleme bereiten.
Trotz Ahmad Bradshaw und Brandon Jacobs belegten sie mit ihrem Laufspiel nur Platz 32 der Liga. Das aber korrigierten sie gegen Atlanta. Die beiden erzielten in 28 Läufen 155 Yards und überrannten die überforderte Defense der Falcons förmlich.
Obwohl das Spiel nicht dazu angetan war, irgend jemand bei den Giants Kopfschmerzen zu bereiten, mussten Cornerback Aaron Ross und Running Back D.J. Ware mit Gehirnerschütterungen ausscheiden.

Jeff Fisher
Der Sender FOX will wissen, wohin es Jeff Fisher zieht.
Der Head Coach soll sich mit den St. Louis Rams einig sein.
In den nächsten 48 Stunden spätestens soll das offiziell verkündet werden.

Sonntag, 8. Januar 2012

Die NFL 2011 - Wild Cards, 1. Tag
foster-arianDie Texans spielten ihr erstes Playoffspiel seit ihrer Gründung, und es war sofort ein Sieg, ein 31:10.
Natürlich hatten sie mit den Bengals einen sehr schwachen Gegner, was ihnen die Sache erleichterte.
Bei beiden Teams spielten Rookie- Quarterbacks, was man ihnen aber nicht so ohne weiteres anmerkte. Bengals Quarterback Andy Dalton wurde in der zweiten Runde der letzten Draft einberufen, T.J. Yates von den Texans in der fünften Runde.
Doch Dalton war es, der drei Interceptions warf und keinen Touchdown, während Yates keinen Fehlwurf hatte aber einen Touchdown.
Running Back Arian Foster (Bild) erzielte 153 der 188 Laufyards der Texans. Genau diese Leistung werden sie auch nächste Woche von ihm benötigen, wenn sie in Baltimore antreten müssen.
Doch die Defense der Texans ist stark genug, die Offense der Ravens in Schach zu halten. Wenn der Angriff nicht zu viele Fehler macht, könnte es eine Überraschung geben.

In New Orleans hatten die Saints keine Mühe mit den Lions. Zwar ging Detroit mit einer 14:10 Führung in die Halbzeit, aber New Orleans stellte sich in der zweiten Halbzeit besser auf den Gegner ein und im Angriff, wie in der Verteidigung, ließ man nichts mehr anbrennen auf dem Weg zum 45:28 Sieg.
Drew Brees warf Pässe für 466 Yards und 3 Touchdowns. Mit 626 Yards insgesamt in der Offense, stellten sie einen neuen NFL Rekord in einem Playoffspiel auf. Die Saints mussten nicht einmal punten.
Die 49ers werden eine Menge zu tun haben, wenn sie diesen losgelassenen Expresszug in seinem Lauf aufhalten wollen.
In der regulären Saison erzielten die Saints 7.474 Yards mit der Offense und übertrafen den alten Rekord um beinahe 400 Yards.
Die Lions haben als Verlierer keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Gegen diese Saints kann jedes Team verlieren.
Detroit hat bewiesen, daß es in die Playoffs kommen kann, und sie werden so schnell nicht wieder unter den Kellerkindern der Liga landen.
Zwar gehören sie immer noch zu den vier Teams, die noch nie den Super Bowl erreicht haben, aber wenn das Team nicht zu viele Abgänge verzeichnet, dann könnte diese Serie bald enden.
Die anderen drei Teams sind übrigens Cleveland, Jacksonville und Houston, wenn ich mich nicht irre.

Indi will Luck
Die Colts werden Andrew Luck als ersten Spieler einberufen, so meldete es ESPN.
Indianapolis will nicht mit anderen Teams tauschen, und auch keinen anderen Spieler rekrutieren. Indi will den Quarterback von Stanford.
Luck wäre der Mann für die Colts für die nächsten 12-15 Jahre, sagte Teambesitzer Jim Irsay.
Irsay geht davon aus, daß der Multimillionendollarmann Peyton Manning nächstes Jahr zurückkommt, und Luck viel von ihm lernen kann. Wenn die Karriere des nunmehr 35-jährigen Zuende geht, hofft Irsay darauf, daß es einen ähnlich sensationellen Wechsel geben wird, wie in Green Bay, als Aaron Rodgers von Brett Favre übernahm.

Samstag, 7. Januar 2012

Kurzberichte
BARNES-ANTWANNur zwei Spieler mussten in dieser Woche Geldstrafen zahlen.
Packers Linebacker Erik Walden musste $15.000 zahlen, weil er den gegnerischen Quarterback zu unsanft angegangen hatte.
Chargers Linebacker Antwan Barnes (Bild) musste $25.000 zahlen, weil er einen Schiedsrichter anschrie und verbotenerweise berührte.

Die Patriots verlieren ihren Offensive Coordinator Bill O`Brien. Er geht als Head Coach nach Penn State, einem Collegeteam.
Die Patriots haben sich schon nach Ersatz umgesehen und ihn in einem alten Bekannten gefunden, Josh McDaniels.
Der war schon mal acht Jahre lang im Trainerkader der Patriots, bevor er Head Coach der Broncos wurde und dort nach zwei erfolglosen Jahren gefeuert wurde. Zur Zeit steht er als als Offensive Coordinator in Diensten der Rams. Die haben schon signalisiert, daß sie McDaniels nicht unbedingt behalten wollen.

Drew Brees wird gegen die Lions auf eine seiner vielen Anspielstationen verzichten müssen. Wide Receiver Lance Moore hat eine Verletzung am Oberschenkel und wird nicht rechtzeitig fit werden.

Brian Dawkins wird nicht gegen die Steelers spielen können.
Der Safety der Broncos hat eine Nackenverletzung. Dawkins ist bekannt, als der emotionale Anführer des Teams, und darauf werden die Broncos nicht verzichten müssen. Er will an der Seitenauslinie stehen und seine Mannschaftskollegen anfeuern.

Am Freitag wurde Ronde Barber an einem gebrochenen Arm operiert. Der Cornerback der Buccaneers ist mittlerweile 36 Jahre alt, und ob er nächste Saison noch mal spielt, ist fraglich.
Sein Zwillingsbruder Tiki ist ja schon lange im verdienten Ruhestand.
Ronde verbrachte seine gesamte 15-jährige NFL Karriere bei den Bucs und startete in 199 Spielen in Folge.

Die Bears haben sich einen neuen Offensive Coordinator aus dem eigenen Lager rekrutiert. Mike Tice, der bisher Offensive Line Coach war, wurde befördert.
Tice spielte von 1981 - 95 als Tight End in der NFL, bevor er ins Trainerlager wechselte.

Bei einem Brand seines Hauses wurde der Running Back Coach der Steelers, Kirby Wilson, schwer verletzt.
Das Feuer brach nachts gegen drei Uhr in der Küche aus. Was das Feuer verursachte, steht noch nicht fest.
Der 50-jährige Wilson wurde in ein künstliches Koma versetzt.

Freitag, 6. Januar 2012

Kurzberichte
PlayoffsNa, kennt auch noch jeder die Regeln, die in der Verlängerung eines Playoffspiels gelten?
Hier eine Auffrischung für den Fall der Fälle.
Der Tod kommt nicht mehr so plötzlich. Wenn das Team, das den Ball zuerst erhält einen Touchdown erzielt, ist das Spiel beendet.
Kann das Team nur ein Field Goal erzielen, bekommt der Gegner den Ball auch noch mal. Erzielt er einen Touchdown, ist das Spiel beendet. Reicht es auch nur zu einem Field Goal, dann haben wir das normale sudden death Szenario, und das Team, das zuerst punktet, gewinnt.
Wenn das Team, das den Anstoß zur Verlängerung erhalten hat, den Ball an die Defense verliert und diese den Ball in die Endzone trägt, ist das Spiel Zuende.
Jetzt brauchen wir nur noch ein Spiel, das in die Verlängerung geht. Das gab es zuletzt im NFC Endspiel 2009.

Bei den Falcons konnten zwei Starter der Verteidigung nicht trainieren, Cornerback Brent Grimes und Linebacker Stephen Nicholas.
Grimes hat Knie und Nicholas hat Zeh.
In der Offense bereitet Michael Turner die größten Kopfschmerzen. Der Running Back hat eine leichte Leistenzerrung. Gerade er wird dringend gebraucht, um die Defense der Giants zu zermürben.

Bei den Giants wurden auch einige Spieler geschont.
Cornerback Corey Webster, Ersatz Tackle Tony Ugoh, Running Back Ahmad Bradshaw und Linebacker Mark Herzlich trainierten nicht mit der Mannschaft.

Am Donnerstag absolvierte Ben Roethlisberger eine komplette Trainingseinheit. Allerdings schonte er seinen verletzten linken Knöchel immer noch ein wenig.
Big Ben Mania hat die Absicht, der Tebow Mania ein schreckliches Ende zu bereiten.
Hinter dem Einsatz von Maurkice Pouncey steht weiterhin ein großes Fragezeichen. Der Center hat, genau wie Big Ben, einen schlimm verstauchten Knöchel. Er konnte genausowenig am Training teilnehmen, wie Linebacker James Harrison, Defensive End Brett Keisel und Safety troy Polamalu. Die drei letztgenannten sollen aber mitspielen können.

Bei den Broncos konnten Safety Brian Dawkins, Linebacker Spencer Larsen und Cornerback Jonathan Wilhite nicht trainieren, aber sie sollen gegen die Steelers einsatzbereit sein.

Irgend jemand musste wohl doch gefeuert werden in San Diego. So erwischte es dann Defensive Coordinator Greg Manusky.
Nach nur einer Saison bei den Chargers wurde er vor die Tür gesetzt.
Noch 2010 hatte San Diego die statistisch beste Verteidigung der Liga, 2011 belegte sie nur noch Platz 22.

„Mark Sanchez ist ein Chihuahua,“ sagte Boomer Esiason über den Quarterback der Jets.
Esiason war selber in seiner aktiven Zeit mal Quarterback der Jets und arbeitet jetzt als Analyst für CBS.
Als Begründung für seine harten Worte sagte er, daß er damit nicht die Mexikanische Abstammung von Sanchez meinte, sondern sein Benehmen auf dem Feld. Sanchez wirke auf ihn, wie dieser etwa faustgroße Hund, weil beide vor Angst zittern, wenn sie bedroht werden. Sanchez Augen wären dann auch vor Angst geweitet und so groß wie die eines Chihuahuas.
Ein Chihuahua wäre ein ängstlicher Hund und Sanchez wäre ein ängstlicher Spieler.
Esiason ließ auch kein gutes Haar an Head Coach Rex Ryan und General Manager Mike Tannenbaum.
Auf die Erwiderungen darf man gespannt sein.

Die Jacksonville Jaguars haben Jay Gruden seinen ersten Job als Head Coach in der NFL angeboten.
Jay ist der jüngere Bruder von Super Bowl Sieger Jon „Chucky“ Gruden.
Jay Gruden ist momentan für Jobgespräche nicht sehr empfänglich, denn als Offensive Coordinator der Bengals muss er sich auf das Spiel gegen die Texans vorbereiten. Abgeneigt sei er nicht, ließ er aber verlauten.
Die Jaguars wollen aber auch noch mit Brian Schottenheimer sprechen, der als Offensive Coordinator bei den Jets nicht gerade einen guten Job abgeliefert hat.
Der jüngere der Grudens hat eine lange Karriere als Assistenztrainer und Head Coach in verschiedenen Ligen hinter sich. Die meiste Zeit verbrachte er dabei im traumhaften Florida.
Das fing schon an, als er für die Orlando Predators und den Tampa Bay Storm aus der Arena Liga Quarterback spielte. Bei den Predators agierte er dann auch als Head Coach. Als Assistent seines Bruders war er von 2002-08 bei den Tampa Bay Buccaneers tätig. 2009 wurde er Head Coach der Florida Tuskers aus der UFL.

Donnerstag, 5. Januar 2012

Kurzberichte
dalton-andy3Einige Spieler, die dringend am Wochenende gebraucht werden, konnten gestern nicht trainieren.
Bengals Quarterback Andy Dalton (Bild) hat die Grippe, soll aber am Samstag fit genug für seinen Einsatz sein.
Bei den Lions wurde Wide Receiver Calvin Johnson geschont. Er ist an der Achillessehne verletzt, soll aber auch spielen können.
Bei den Patriots, die ja eine Freiwoche haben, wurden einige Spieler vom Training befreit. Quarterback Tom Brady, Wide Receiver Wes Welker, Left Guard Logan Mankins, Right Tackle Sebastian Vollmer und Offensive Tackle Marcus Cannon werden momentan geschont.

Cowboys Besitzer Jerry Jones hat nicht die Ansicht Rob Ryan zu feuern.
Zwar landete die Verteidigung nur auf Platz 16 der 32 Teams, und Jones gab zu, daß eine Menge der Niederlagen diesem Mannschaftsteil zuzurechnen sind, doch er will seinem teuren Defensive Coordinator noch eine Chance geben.

Florida ist ein toller Ort zum Leben, wenn man mal die Hurrikansaison außen vor lässt.
Doch alle drei Teams in diesem sonnendurchfluteten Staat stehen momentan ohne Head Coach da.
Die Jacksonville Jaguars, Miami Dolphins und Tampa Bay Buccaneers suchen alle einen neuen Cheftrainer. Die geographische Lage sollte eigentlich ein starker Grund sein, dort einen Job anzunehmen.
Gerade der neue Besitzer der Jaguars hat ja schon gesagt, daß er bereit ist, sehr viel Geld für einen neuen Head Coach auszugeben. Das, und die Aussicht auf Weihnachten bei 24°, sind doch unschlagbare Argumente.
Mal sehen, welches Team welchen Head Coach an Land ziehen kann.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: RB RAY RICE, BALTIMORE RAVENS
24 Läufe für 191 Yards, 2 Touchdowns
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S TROY POLAMALU, PITTSBURGH STEELERS
2 Tackles, 1 Interception, 3 abgewehrte Pässe
Seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-WR RICHARD GOODMAN, SAN DIEGO CHARGERS
6 Kickoffs zurückgetragen für 35,8 Yards im Durchschnitt, 1 Touchdown 
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB MATT FLYNN, GREEN BAY PACKERS
31 von 44 Pässe für 480 Yards, 6 Touchdowns, 1 Interception
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB CURTIS LOFTON, ATLANTA FALCONS
14 Tackles, 1 Interceptionreturn über 26 Yards zum Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K DAVID AKERS, SAN FRANCISCO 49ERS
2 von 3 Field Goals, 4 Extrapunkte, 1 Touchdownpass
Seine 9. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 4. Januar 2012

Wild Cards
ryan-matt200
Wenn man als Wild Card Team gerade mal so in die Playoffs gerutscht ist, hat man keine Chance auf den Super Bowl?
Falsch!
Ganz falsch!
Drei der letzten sechs Super Bowl Sieger kamen über die Freikarte in die Playoffs und gingen den ganzen Weg. Zuletzt die Packers, die als das am schlechtesten plazierte Team der NFC gerade so weiterkamen und ohne ein Heimspiel durch die Endrunde spazierten bis zum Titel.
Man sollte also die Bengals, Lions, Steelers und Falcons nicht abschreiben.
Die Playoffs sind eine ganz neue Saison und Alles ist möglich.
Leicht haben die vier es nicht. Die Nr. 6 Cincinnati (9-7) bei Nr. 3 Houston (10-6), Samstag, 22:30 (NBC) dürfte es nicht zu schwer haben. Die Texans spielen mit einem Rookie Quarterback, der nicht die Klasse hat, die Cincinnatis Rookie Andy Dalton hat.
Pittsburgh als Nr. 5 (12-4) bei Nr. 4 Denver (8-8), Sonntag, 22:30 (CBS) dürfte es noch am Leichtesten haben. Was die Broncos und ihr Messias Tim Tebow in den letzten Wochen gezeigt haben, hatte nichts mit Football zu tun.
Für die Nr. 6 Detroit (10-6) bei Nr. 3 New Orleans (13-3), Samstag auf Sonntag, 02:00 (NBC) ist das natürlich ein ganz anderes Kaliber. Die Saints mit Drew Brees zu schlagen, dürfte zu den momentan schwierigsten Aufgaben gehören.
Die Nr. 5 Atlanta (10-6) bei Nr. 4 N.Y. Giants (9-7), Sonntag, 19:00 (FOX) hat auch keine leichte Aufgabe. Die Giants scheinen gerade rechtzeitig in Fahrt gekommen zu sein, und Eli Manning könnte ja mal ein paar seiner guten Spiele in Folge abliefern, dann sieht es nicht gut für die Gegner aus. Egal wer das ist.

Und raus bist Du.... noch nicht.
Überraschungen, wo man nur hinblickt.
Völlig den Realitätssinn verloren hat wohl Chargers Besitzer Dean Spanos. Er hat Head Coach Norv Turner nicht gefeuert, sondern glaubt weiterhin daran, daß der in der Lage sein wird, das Team in den Super Bowl zu führen.
Zur Erinnerung, Spanos feuerte nach der Saison 2006 Marty Schottenheimer, weil der die Chargers zwar in die Playoffs bringen konnte, dort aber immer zu früh ausschied.
Turner wurde verpflichtet, weil er das Team schnellstens in den Super Bowl bringen sollte.
Die Realität sieht anders aus.
Turner hat eine Bilanz von 49-31 Siegen in der regulären Saison und 3-3 in den Playoffs. Dieses Jahr wurden die Playoffs gar nicht erst erreicht.
Die Chargers gehören zu den Teams, die ein hervorragendes Spielerpotential haben. Nur muss man auch was daraus machen.
Spanos entschied sich auch dazu, General Manager A.J. Smith zu behalten. Auch das ist eine Überraschung.

Die Bears haben überlegt, ob sie Offensive Coordinator Mike Martz feuern oder ihn behalten sollen.
Das Problem hat sich von selber gelöst, Martz hat gekündigt.
Zu groß waren die Differenzen, zwischen seiner Vorstellung einer Offense und dem, was Head Coach Lovie Smith sich so vorstellte.
Wobei es verwunderlich ist, daß Smith immer noch im Amt ist. Den Beweis, daß er ein guter Head Coach ist, hat er in seinen acht Jahren in Chicago immer noch nicht geliefert.
Entlassen wurde dagegen General Manager Jerry Angelo.

Super Bowl
Der Sender NBC hat alle Werbeinseln im Super Bowl ausverkauft. Einige Firmen stehen noch auf der Warteliste derer, die gerne im wichtigsten TV-Ereignis des Jahres geworben hätten.
Deshalb konnte NBC für 30 Sekunden durchschnittlich $3,5 Millionen verlangen. Die Werbeinseln im ersten Viertel kosten $4 Millionen für 30 Sekunden.

Dienstag, 3. Januar 2012

Kurzberichte
fisher-jeff-und-youngSteht Jeff Fisher (Bild) kurz davor, wieder als Head Coach in der NFL zu arbeiten?
Fisher hatte jahrelang die Titans recht erfolglos geführt, mal von dem einen Ausrutscher abgesehen, in dem Tennessee es in den Super Bowl geschafft hat.
Trotzdem hängt ihm rätselhafterweise der Nimbus eines erfolgreichen NFL Head Coaches an, und um ihn buhlen momentan die Rams und die Dolphins, mindestens.
Nach der letzten Saison wurde Fisher von den Titans gefeuert, und er machte ausgiebig Pause vom Football.
Er weiß noch gar nicht, ob er schon wieder Lust hat, sich den Streß eines NFL Head Coaches anzutun.

Ausgerechnet im Spiel gegen die Browns, in dem es um nichts mehr ging, erwischte es Rashard Mendenhall. Der Running Back der Steelers zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.
Damit zieht Pittsburgh ohne seinen wichtigsten Läufer in die Playoffs. Ziel ist es, ihn bis zum Beginn der nächsten Saison wieder fit zu bekommen.

Die Bills haben ihren Defensive Coordinator George Edwards gefeuert. An seine Stelle wird Dave Wannstedt treten.
Die Bills haben in der abgelaufenen Saison 5.938 Yards erlaubt, so viele wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte. Zusätzlich erlaubten sie 434 Punkte, und nur einmal kassierten sie mehr.
Wannstedt, der die Verteidigung der Dallas Cowboys koordinierte, als sie ihre Super Bowl Saisons hatten, soll es nun richten.

Knapp daneben ist auch vorbei.
Zwar feuerte Colts Besitzer Jim Irsay General Manager Bill Polian, aber Head Coach Jim Caldwell hat seinen Job noch.
Erwartet hatte man, daß er gefeuert würde, aber statt dessen erwischte es Polian.
Bill Polian rekrutierte damals Peyton Manning und formte um ihn herum eine Mannschaft, die einen Super Bowl gewinnen konnte.
Sehr wahrscheinlich gingen die Meinungen, was nun mit Manning und der ersten Wahl in der Draft passieren soll, zwischen Polian und Irsay zu weit auseinander.

Wie erwartet feuerten die Buccaneers Head Coach Raheem Morris.
Er beendete die Saison mit 10 Niederlagen in Folge. Über seine drei Jahre als Head Coach in Tampa Bay hatte er eine Bilanz von 17-31 Siegen, und damit vergraulte er eine Menge Zuschauer aus dem Stadion.

Wer darf an welcher Stelle in der Draft seine Spieler einberufen?
Bei den Teams, die es in die Playoffs geschafft haben, entscheidet sich das ja von Woche zu Woche, doch für die anderen 20 Teams steht die Reihenfolge schon fest.
Bei den Teams, die ein T vor der Zahl haben, wird der Münzwurf entscheiden, da alle Regeln, die angewendet werden, um ein Unentschieden aufzulösen, wie die Stärke des Spielplans oder die Stärke gemeinsamer Gegner, gleich sind.
1. Colts (2-14)
2. Rams (2-14)
3. Vikings (3-13)
4. Browns (4-12)
5. Buccaneers (4-12)
6. Redskins (5-11)
7. Jaguars (5-11)
T8. Panthers (6-10)
T8. Dolphins (6-10)
10. Bills (6-10)
T11. Chiefs (7-9)
T11. Seahawks (7-9)
13. Cardinals (8-8)
14. Cowboys (8-8)
15. Eagles (8-8)
16. Jets (8-8)
17. Bengals von den Raiders (8-8)
18. Chargers (8-8)
19. Bears (8-8)
20. Titans (9-7)

Montag, 2. Januar 2012

Die NFL 2011 - Woche 17 - Das Ende
brady-tom-championIrgendwann wird das auch bei den Patriots mal schiefgehen, mit dem Spätstarten. Wieder kam das Team erst in die Gänge, als der Gegner schon 21:0 führte, und das nach dem ersten Viertel.
Doch bereits zur Halbzeit hatte New England mit 14 eigenen Punkten auf Buffalo aufgeholt.
Und auch in der zweiten Halbzeit ließen die Patriots keine Punkte der Bills mehr zu und punktete selber munter weiter. Mit einem 49:21 Sieg sicherte sich New England das Heimrecht in allen Playoffspielen, bis zu ihrem eventuellen Ausscheiden.

Für die Lions ging es noch darum, sich etwas besser für die Playoffs zu positionieren, für die Packers ging es um nichts mehr.
Doch der Quarterback der Packers spielte die Partie seines Lebens und stellte zwei neue Teamrekorde auf.
Nichts weniger würde man von Aaron Rodgers, einem Anwärter auf den Titel des wertvollsten Spielers der Saison erwarten.
Doch es war nicht Rodgers, der spielte, sondern sein Ersatzmann Matt Flynn. Rodgers wurde, wie viele andere Spieler auch, geschont.
Flynn warf Pässe für 480 Yards und 6 Touchdowns, beides Rekorde in Green Bay, einem Team, in dem lange Jahre das zukünftige Ruhmeshallenmitglied Brett Favre und nun Aaron Rodgers tätig war, bzw. ist.
Flynn hat sich damit sicherlich für einen Posten als Starter in einem Team empfohlen, das dringend einen Quarterback braucht.
Allerdings stand ihm Matthew Stafford von den Lions in nichts nach. Er warf Pässe für 520 Yards und 5 Touchdowns.
Und die NFL-Experten hatten recht. Schon immer haben sie gesagt, daß die Lions in die Playoffs kommen, wenn Stafford mal eine Saison unverletzt durchspielt. Und dieses Jahr blieb er ohne Verletzung, und die Lions kamen in die Playoffs, auch wenn sie dieses letzte Spiel mit 41:45 verloren haben.
Es war das erste Spiel in der Geschichte der NFL, in dem beide Quarterbacks Pässe für über 400 Yards und 5 Touchdowns warfen.

Die Ravens haben die Bengals mit 24:16 geschlagen und sich damit den zweiten Platz in der AFC gesichert.
Trotz der Niederlage haben auch die Bengals die Playoffs erreicht. In den Wild Cards müssen sie in Houston antreten.
Die Ravens haben zum ersten Mal seit fünf Jahren ein Heimspiel in den Playoffs.

Die Steelers haben zwar auch gewonnen, mit 13:9 gegen die Browns, doch durch den Sieg der Ravens konnten sie nur den zweiten Platz in der AFC North erreichen.
Das macht sie zu einem Wild Card Team und sie müssen in Denver antreten. Dorthin reisen sie ohne Rashard Mendenhall. Der Running Back verletzte sich am rechten Knie und Head Coach Mike Tomlin ist sicher, daß er nächsten Sonntag nicht antreten kann.
Auch Free Safety Ryan Clark darf nicht mit nach Denver. Eine Blutuntersuchung ergab, daß seine Sichelzellenkonzentration einen Einsatz in der dünnen Luft von Denver nicht zulässt. Seine Gesundheit wäre ernsthaft gefährdet. Nach einem Spiel 2007 in Denver mussten ihm die Milz und Gallenblase entfernt werden.

Jetzt müsste ich hier etwas über das Spiel der Broncos gegen die Chiefs schreiben, doch das lasse ich lieber.
Ich würde Sachen schreiben, wie: „Tim Tebow dilettieren zu sehen, tut körperlich weh. Ihn als Quarterback zu bezeichnen, beleidigt jeden Ersatz- Quarterback in der Deutschen Football Liga. Wo war sein Gott denn nun schon wieder? Hat er von Silvester besoffen noch über der Kloschüssel gehangen?“
Und so etwas will ich nicht schreiben.
Deshalb nur so viel: Die Broncos haben mit 8-8 Siegen die Playoffs erreicht und sind damit das zweite Team nach den Seahawks mit 7-9 letztes Jahr, die mit einer lausigen Bilanz völlig unverdient in die Endrunde kamen.
Wenn jemand nach dieser 3:7 Niederlage der Broncos gegen die Chiefs einen Tebow-Hass-Club gründen will... ich werde Mitglied.

Die Raiders hätten die Gunst der Stunde nutzen können. Mit einem Sieg über die Chargers, die keine Chance mehr auf nichts hatten, hätten sie die unsägliche AFC West gewinnen können.
Doch San Diego wollte dem Divisionsrivalen einen Strich durch die Hoffnung machen und gewann mit 38:26.

Die Jets hätten in Miami unbedingt gewinnen müssen, um noch überhaupt eine Chance auf die Playoffs zu haben. Allerdings hatte Quarterback Mark Sanchez etwas gegen eine Verzögerung seiner Ferien und warf drei Interceptions.
Auch sonst lieferte das von Großmaul Rex Ryan als Head Coach angeführte Jets Team die gewohnt lausige Vorstellung ab, und es war schön zu sehen, daß Ryan das Maul gestopft wurde.
Die Dolphins feierten in einem nur zur Hälfte gefüllten Stadion einen 19:17 Sieg.

Die Cowboys wollten den Patriot machen und ließen die Giants mit 21:0 in Führung gehen. Doch die Cowboys sind nicht die Patriots, und deshalb musste das schiefgehen. Dallas hat nicht das Potential, so einen Rückstand noch aufzuholen.
Zwar spielten sie in der zweiten Halbzeit in allen Mannschaftsteilen konzentrierter und härter, aber die Führung der Giants war zu hoch.
Am Ende gewann New York dank der hervorragenden Leistungen von Quarterback Eli Manning und Wide Receiver Victor Cruz hochverdient mit 31:14.

Die Colts haben es doch noch geschafft sich die erste Wahl in der Draft zu sichern.
Eine knappe 13:19 Niederlage gegen die Jaguars machte das möglich.
Bei den Jaguars gab es auch einen Grund zum Jubel, trotz der verkorksten Saison. Running Back Maurice Jones-Drew wurde der beste Läufer der NFL 2011 mit 1.606 Yards.

Die ersten Weichen für die Zukunft wurden schon gestellt.
Sofort nach der Niederlage der Rams gegen die 49ers feuerte St. Louis Head Coach Steve Spagnuolo und General Manager Billy Devaney.
Weitere Entlassungen rund um die Liga werden folgen.

Sonntag, 1. Januar 2012

Kurzberichte
johnson-80-texans2Im letzten Saisonspiel will sich der lange verletzte Star Receiver der Texans etwas Schwung für die Playoffs holen.
Andre Johnson (Bild), lange am linken Oberschenkel verletzt, wird gegen die Titans für ein paar Spielzüge eingesetzt werden.
Früher in der Saison hatte er schon einige Spiele verpasst, weil er am rechten Oberschenkel verletzt war.
So gesehen, müsste er frisch und ausgeruht sein.

Osi Umenyiora ist optimistisch, daß er gegen die Cowboys antreten kann.
Der Defensive End der Giants hat die letzten vier Spiele mit einem verstauchten Knöchel verpasst und hält sich nun fit genug für einen Einsatz in dem wichtigen Spiel.

Bei den Packers werden Running Back James Starks und die Wide Receiver Randall Cobb und Greg Jennings wegen Verletzungen nicht gegen Detroit spielen.
Ob Head Coach Mike McCarthy Quarterback Aaron Rodgers schont, oder ihn den Angriffen von Ndamukong Suh aussetzt, hat er noch nicht entschieden.

Die Denver Broncos müssen sich nicht auf Running Back Jackie Battle vorbereiten. Der Running Back der Chiefs wurde vom Team auf die Verletztenliste gesetzt. Was er hat, gab der Club nicht bekannt, nur, daß er sich im Spiel gegen die Raiders verletzt hat.

Die Polizei nahm am Freitag Benny Sapp fest.
Der Cornerback der Vikings hatte Sicherheitsleute eines Krankenhauses bedroht , weil sie ihn daran hindern wollten, einen unerlaubten Eingang zu benutzen.
Daraufhin begann Sapp einen handfesten Streit, der mit seiner Festnahme endete.

 

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