Samstag, 31. Dezember 2011

Kurzberichte
succop-ryanDer Mr. Irrelevant der Draft 2009 hat es zu einigem Reichtum gebracht. Die Kansas City Chiefs nahmen als 256. und letzten Spieler Kicker Ryan Succop (Bild) ins Team.
Am Freitag unterschrieb er eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $14 Millionen.
In dieser Saison konnte er bisher 24 von 29 Field Goals verwandeln und alle 19 Extrapunkte.

Tom Bradys Einsatz gegen die Bills ist möglich, sagt der Mannschaftsbericht.
Der Quarterback der Patriots hat eine Prellung in der linken Schulter, die seinen Einsatz gefährdet. Allerdings ist Brady Rechtshänder und die Chance, daß er nicht spielt, ist eher klein.

Bei den Saints steht fest, daß Mark Ingram und Lance Moore nicht gegen die Panthers spielen werden.
Running Back Ingram hat eine Zehenverletzung und Wide Receiver Moore eine Oberschenkelzerrung.
Beide Spieler werden zu den Playoffs zurückerwartet.

Der Titel des wertvollsten Spielers einer Saison wird hauptsächlich an Quarterbacks vergeben.
Das wird wohl auch dieses Jahr wieder so sein, doch wen wird es treffen?
Lange war die Wahl von Packers Quarterback Aaron Rodgers alternativlos, aber da es nur für dumme Menschen keine Alternative gibt, kluge aber immer weiter nach anderen Lösungen suchen, läuft es mittlerweile auf einen Dreikampf hinaus.
Rodgers liegt immer noch vorne, aber Drew Brees von den Saints und Tom Brady von den Patriots haben aufgeholt.
Brees, der letzte Woche den Rekord für Passyards in einer Saison auf 5.087 Yards schraubte, wäre eine gute Alternative.
Alle drei Quarterbacks zusammen haben in dieser Saison 15.000 Passyards erzielt, 120 Touchdowns und nur 30 Interceptions.
Eine solch gute Troika hat es in der Geschichte der NFL noch nie gegeben.

Bei den Dolphins fühlte er sich richtig ernstgenommen, und Reggie Bush dankte es dem Team mit einer 1.000 Yards Saison, der ersten in seinen sechs Jahren in der NFL, die er bis zu seinem Wechsel bei den Saints spielte.
Doch seine Saison endet vor dem letzten Spiel gegen die Jets. Bush verletzte sich im Spiel gegen die Patriots am rechten Knie und muss aussetzen.
In dieser Saison lief er 216 mal für 1.086 Yards und 7 Touchdowns. Zusätzlich fing er 43 Pässe für 296 Yards.

Weihnachten gibt es Spekulatius, vor dem letzten Spieltag der NFL gibt es Spekulationen.
Welche Trainer werden am „schwarzen Montag“ gefeuert?
Die Experten der NFL geben folgenden Head Coaches keine Chance am Dienstag noch einen Job zu haben: Steve Spagnuolo von den Rams, Norv Turner von den Chargers, Raheem Morris von den Buccaneers und die Übergangstrainer Mel Tucker von den Jaguars und Todd Bowles von den Dolphins.
Doch auch Jim Caldwell von den Colts sollte hier unbedingt genannt werden, denn nur weil ein Spieler fehlt, sollte ein Team nicht dermaßen versagen, wie die Colts in dieser Saison.
Und der Head Coach des Verlierers aus der Schlacht der Cowboys gegen die Giants könnte sich auch auf der Straße wiederfinden.

Freitag, 30. Dezember 2011

Kurzberichte
PlayoffsDie Sachlage am Sonntag ist ganz einfach. Wenn folgende Teams gewinnen, sind sie in den Playoffs, unabhängig davon, wie andere Spiele ausgehen: Cincinnati Bengals, Dallas Cowboys, New York Giants, Denver Broncos.
Diese Teams kontrollieren ihr eigenes Schicksal.
Andere Teams haben auch noch Chancen, brauchen aber Schützenhilfe. Die Raiders kommen weiter, wenn sie gegen die Chargers gewinnen, und Denver verliert.
Die Jets haben auch noch Chancen, brauchen aber viel Hilfe. Sie müssen gegen die Dolphins gewinnen, brauchen aber Niederlagen der Bengals und Titans und zusätzlich der Broncos oder Raiders.

Obwohl die Bengals kurz vor dem Einzug in die Playoffs stehen, haben sie in der ablaufenden Saison das Stadion nur zweimal voll gekriegt, gegen Pittsburgh, die in den ganzen USA eine große Fanbasis haben, und mit Mühe, Not und kostenlosen Karten für das letzte Spiel gegen Baltimore.
Für die nächste Saison hat man in Cincinnati schon reagiert, man wird die Preise für einzelne Sektionen des Stadions senken. Besonders die oberen Ränge des 65.000 Zuschauer fassenden Stadions werden davon betroffen sein.

Die rechte Hand von Tony Romo ist immer noch dick umwickelt. Dennoch glaubt der Quarterback der Cowboys immer noch daran, daß er gegen die Giants ohne Beschwerden wird spielen können.
Jeden Tag ginge es der Hand etwas besser, sagte er der Presse.
Romo, der in dieser Saison auch schon mit gebrochenen Rippen und punktierter Lunge gespielt hat, sieht keine Probleme.
Running Back Felix Jones laboriert immer noch an seiner Oberschenkelverhärtung, soll aber am Sonntag auch einsatzbereit sein.
Wegen einer nicht benannten Krankheit fehlte Linebacker Sean Lee zum zweiten Mal in Folge beim Training. Sein Fehlen im Endspiel würde die eh schon anfällige Defense der Cowboys schwer treffen.

Im letzten Spiel gegen die Chargers gehen auch die Raiders noch auf Rekordjagd. Kansas City schaffte in der Saison 1998 158 Strafen und die Raiders brauchen noch vier Strafen um den Rekord der Chiefs einzustellen. Bei den Strafyards brauchen sie noch 11 Yards, um Kansas zu überholen.
Wenn die Quoten stimmen, kann man bei betandwin getrost darauf setzen, daß Oakland das schafft.

Nach einem Touchdown gegen die Falcons zog Saints Running Back Pierre Thomas ein Schleifchen aus der Tasche, drapierte es auf dem Ball und schenkte ihn einem Fan.
Die Liga fand das so rührend, daß sie Thomas auch etwas schenkte, eine Zahlungsaufforderung über $7.500. Doch das war noch nicht alles. Thomas trug auch rote und grüne Bändchen an den Handgelenken, um zu zeigen, daß Weihnachten ist. Das kostete ihn weitere $5.000.
Der NFL scheint der christliche Gedanke der Weihnachtszeit zu fehlen.

Nicht nur in den oberen Regionen der Liga ist es spannend, nein auch unten kämpfen zwei Teams um Platz 1.
Die Rams werden gegen die 49ers verlieren, das dürfte feststehen. Damit bleiben sie auf zwei Siegen in der Saison hängen und dürften die erste Wahl in der Draft bekommen.
Die Spieler der Colts, die ihre Fans und Verantwortlichen die ganze Saison über verarscht haben, haben nach auf einmal Spaß am Gewinnen gefunden. Nach 13 Niederlagen in Folge, gewannen sie die letzten beiden Spiele gegen die Texans und Titans. Und das letzte Spiel gegen die Jaguars dürfte auch keine unlösbare Aufgabe sein.
Mit anderen Worten, die ganze Saison über spielten die Colts wie die Superluschen, und jetzt, wo es um die Zukunft der Organisation geht, wollen die Versager plötzlich gewinnen.
Das ist unverständlich. Natürlich wollen die Spieler noch ein wenig Leistung zeigen, um sich beim Vertragspoker mit dem eigenen oder anderen Teams, eine gute Position zu sichern, doch für die Organisation ist das furchtbar.
Die erste Wahl in der Draft könnte den Colts entweder Andrew Luck bringen, oder eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten in den kommenden zwei bis drei Drafts, die helfen können, das Team zu verbessern.
Vielleicht hat der Gott des Footballs ja doch ein Einsehen und Indianapolis verliert gegen Jacksonville. Wenn nicht, dann haben die Rams sich den Platz eins in der nächsten Draft ja auch redlich erkämpft.

Nicht nur ein Delphin gab seinen Abschied nach dem letzten Spiel der Saison bekannt, auch ein Jet liebäugelt mit diesem Schritt.
Miamis Linebacker Jason Taylor sagte ja schon, daß er nach dem Spiel gegen New York aufhört, und am Donnerstag sagte Jets Running Back LaDainian Tomlinson, daß dieses Spiel auch für ihn das letzte sein könnte.
Tomlinson hatte vor der Saison gesagt, daß er mit den Jets den Super Bowl erreichen wollte, und daß er aufhören würde, wenn er entweder dieses Ziel erreicht hätte, oder wenn er keine Chance mehr sähe, dieses Ziel erreichen zu können.
Er war vor zwei Jahren extra zu den Jets gewechselt, weil er Head Coach Rex Ryan einen Super Bowl Sieg zugetraut hat. Zweimal scheiterte das Team jedoch knapp, und ist jetzt weiter denn je vom Super Bowl entfernt. Deshalb denkt Tomlinson an das Karriereende.

Bei den Lions konnte Calvin Johnson zwei Tage in Folge nicht trainieren.
Der Wide Receiver ist an der Achillessehne verletzt, soll aber in den Playoffs in voller Stärke mitmischen können.
Ob er auch im letzten Saisonspiel antritt, wird kurzfristig entschieden.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Kurzberichte
benson-cedricDen ersten Sieg haben die Bengals schon erzielt. Im wichtigen Spiel gegen die Ravens ist das Stadion ausverkauft.
Das Spiel wurde von der NFL von 19 Uhr auf 22:15 verlegt und darf im örtlichen Fernsehen übertragen werden.
Wenn die Bengals gewinnen, sind sie in den Playoffs, wenn die Ravens gewinnen, haben sie die AFC North vor den Steelers gewonnen. Doch alle vier Niederlagen Baltimores in dieser Saison kamen Auswärts. Auch das Spiel gegen Cincinnati in Baltimore ging mit 31:24 nur knapp an die Ravens. Hier dürfte es also richtig spannend werden.
Mit den Ravens, Steelers und Bengals könnten drei Mannschaften aus dieser Division in die Playoffs kommen.

Bei den Saints bleibt es spannend. Mit einem Sieg über die Panthers können sie sich den Platz des zweitbesten NFC Teams sichern und eine Woche Freizeit. Allerdings müsste dann San Francisco gegen die Rams verlieren, was ziemlich unmöglich sein dürfte.
Außerdem kann Quarterback Drew Brees seinen Rekord von 5.087 Passyards noch weiter ausbauen, was auch nötig ist, denn Tom Brady ist nur 190 Yards hinter ihm und könnte ihm den Rekord sofort wieder abnehmen.
Für die Patriots geht es gegen Buffalo noch darum, die Nr. 1 der AFC zu werden und sich das Heimrecht in den Playoffs zu sichern.
Die Patriots und Saints spielen zeitgleich, so daß keiner weiß, wer das Rennen vorzeitig beenden kann.
Da aber beide Teams sich noch in ihren Gruppen besser positionieren können, und das Heimrecht und eine Freiwoche immer lohnenden Ziele sind, wäre auch ohne Rekordjagd damit zu rechnen, daß beide Quarterbacks so lange wie nötig durchspielen.

Die besten Spieler der Woche 16

AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS
27 von 46 Pässe für 304 Yards, 3 Touchdowns
Seine 20. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE ROBERT MATHIS, INDIANAPOLIS COLTS
3 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 1 eroberter Fumble
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: DT RICHARD SEYMOUR, OAKLAND RAIDERS
2 Field Goals geblockt
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
23 von 39 Pässe für 307 Yards, 4 Touchdowns, 2 Interceptions
Seine 15. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE JASON PIERRE-PAUL, NEW YORK GIANTS
2 Sacks, 5 Tackles
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K DAVID AKERS, SAN FRANCISCO 49ERS
4 von 5 Field Goals, 1 Extrapunkt
Seine 8. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Kurzberichte
taylor-jasonJason Taylor (Bild) wird nach dieser Saison seine Karriere beenden.
Der Linebacker spielte einen Großteil seiner 15 Saisons für die Dolphins. Jeweils für eine Saison spielte er für die Redskins und die Jets, bevor er zu den Dolphins zurückkehrte.
Der 37-jährige wurde 2006 zum besten Verteidiger der Saison gekürt.
In seiner Karriere erzielte er 139,5 Sacks vor seinem letzten Spiel am Sonntag in Miami gegen die Jets.

Green Bay verkaufte 250.000 weitere Anteile des Teams und nahm dafür von den spendierfreudigen Fans 62 Millionen Dollar ein. Ein Anteil kostete $250 und ist nichts weiter, als ein hübsches Bild an der Wand.
Die Besitzer der Anteile dürfen sich Mitbesitzer eines NFL Teams nennen, was auch schon alles ist. Eine Wertsteigerung oder Dividende dieser Anteile gibt es nicht.
Zuletzt wollten die Packers 1997 400.000 Anteile verkaufen, konnten aber nur 120.000 zum Preis von $200 losschlagen.
Doch die Beliebtheit der Packers ist nach deren Super Bowl Sieg im Februar durch die Decke geschossen, und das Team überlegt, noch weitere 30.000 Anteile anzubieten.

Die Falcons müssen in den Playoffs ohne Linebacker Mike Peterson und Cornerback Kelvin Hayden auskommen.
Beide wurden, ohne Angabe von Gründen, auf die Verletztenliste gesetzt.
Einige Spieler benahmen sich nach der historischen Nacht für Drew Brees wie Heulsusen.
Sie beschwerten sich bei Reportern darüber, daß die Saints ihren Quarterback haben durchspielen lassen, damit der Dan Marinos Rekord brechen konnte.
Normalerweise hätten die Saints bei der komfortablen Führung, die sie hatten, zwei Gänge zurückgeschaltet und den Gegner geschont.
Ich habe mal Gernot Hassknecht von Radio Footballnews gefragt, was er davon hält? Hier seine Antwort: „Ja glaub Ichs denn. Was seid Ihr denn für Heulsusen ihr erbärmlichen Versager?
Das darf doch nicht wahr sein, daß Ihr jetzt rumjammert, weil ein anderes Team Euch nicht geschont hat. Wenn Ihr zu schwach für die NFL seid, dann schert Euch in die Fußballiga, Ihr Mädchen.
Warum habt Ihr denn Drew Brees und die Saints nicht gestoppt, als die den Rekord gejagt haben. Häh? Weil Ihr zu schwach wart Ihr Blindgänger.
Geht nach hause Ihr Penner und fickPIIIIIIEEEEEEP.“
Der Rest ist nicht dazu geeignet, wiedergegeben zu werden.

Die Steelers rechnen damit, daß Quarterback Ben Roethlisberger und Center Maurkice Pouncey gegen die Browns spielen werden.
Pittsburgh braucht noch einen Sieg, bei einer gleichzeitigen Niederlage der Ravens, um die AFC North zu gewinnen.
Wenn die beiden gesund genug wären, um am Training teilzunehmen, dann will Head Coach Mike Tomlin sie auch einsetzen.
Genaues werde man im Laufe des Mittwochs sehen.
Roethlisberger wurde gegen die Rams von Charlie Batch gut vertreten. Der 37-jährige warf Pässe für 208 Yards und zeigte, daß auch in den alten Beinen noch Leben steckt, als er den Verteidigern der Rams ein ums andere Mal entwischte.
Batch, der in Pittsburgh wohnt und zu Fuß von Zuhause ins Heinz Field gehen kann, hat eine Bilanz von 5-2 Siegen, wenn er Big Ben ersetzt.

Die Pro Bowl Teilnehmer stehen fest.
Vier Teams senden nicht einen Spieler nach Hawaii, die Redskins, Titans, Rams und Bills.
Damit wurde einer der besten Verteidiger der Liga nicht berücksichtigt, London Fletcher.
Der Linebacker der Redskins hat in dieser Saison 163 Tackles erzielt und führt damit die Liga an. Reportern gegenüber zeigte er sich sehr enttäuscht über seine Nichtberücksichtigung.
Die Patriots und 49ers stellen mit jeweils acht Spielern die meisten Teilnehmer.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Dans Rekord wurde von einer Brise verweht
breesbrichtrekordOK, die einzige Spannung, die dem letzten MNF Spiel zugrunde lag, war die Frage, ob Drew Brees (Bild) den 27 Jahre alten Rekord von Dan Marino von 5.084 Passyards in einer Saison würde brechen können?
Und er machte es spannend.
Mitte des letzten Viertels hatten die Saints eine komfortable 22 Punkteführung vor den Falcons, und normalerweise lässt Brees dann seinen Ersatzmann ran.
Nicht so in diesem Spiel, denn es fehlten ihm noch 20 Yards.
Brees führte die Saints an die Neun der Falcons und brauchte noch sechs Yards. Jedem, der zusah, war klar, daß ein Passversuch kommen würde.
Und Brees warf den Ball zu Darren Sproles, der die Endzone erreichte und Brees den Rekord sicherte.
Vor dem letzten Spiel gegen die Panthers hat Brees nun 5.087 Passyards auf dem Konto und wird den Rekord noch weiter ausbauen.
Während der Quarterback den Moment für sich genießen wollte, drehte das Publikum schier durch. Auch seine Teamkollegen wollten ihn feiern, und so ergab sich Brees in sein Schicksal und feierte mit.
Was für ein Tag für Brees, und die Saints. Ein Team, das es jahrelang gewohnt war, daß seine Zuschauer mit Einkaufstüten über dem Kopf ins Stadion kamen. Ein Fußabtreter, mehr waren die „Aints“ nicht.
Dann kamen Head Coach Sean Payton und Quarterback Drew Brees, und mit ihnen eine Menge anderer talentierter Spieler. Nun hat man den Super Bowl gewonnen und Brees ist Super Bowl MVP und Inhaber eines weiteren wichtigen NFL-Rekords.
Ja, Märchen können wahr werden.
Das Spiel endete übrigens 45:16 für New Orleans.

Spannung am letzten Spieltag?
In der NFC ist das Spiel der Cowboys in New York für beide Teams noch von überlebenswichtiger Bedeutung. Der Sieger ist drin, der Verlierer raus.
Kein anderes Team in der NFC hat noch eine Chance.
Etwas Spannung gibt es auch noch in der AFC.
Hier müssen die Raiders gegen die Chargers gewinnen, um eine Chance auf die Playoffs zu haben.
Allerdings müssten die Broncos dann noch gegen die Chiefs verlieren. Sollte Denver gewinnen, könnte Oakland bei einem Sieg über San Diego noch als Wild Card Team weiterkommen.
Chiefs Quarterback Kyle Orton würde Denver sehr gerne einen Strich durch die Rechnung machen. Er ging als Starter der Broncos in die Saison und wurde von Tim Tebow aus der Mannschaft gedrängt.
Die Bengals müssen gegen die Ravens gewinnen, um noch weiterzukommen. Doch die Ravens würden selber gerne gewinnen, um die Division vor den Steelers zu gewinnen.
Die Bengals tuen Alles, um Fans ins Stadion zu locken, doch die kommen einfach nicht.
Jeder Saisonkarteninhaber, der eine Karte für das „Endspiel“ gegen Baltimore kauft, bekommt eine Karte umsonst. Für die Fans, die am Montag tatsächlich vor den Verkaufsstellen erschienen, gab es kostenlose Hot-Dogs, Muffins und Getränke.
Doch das Team habe nur einige tausend Karten absetzen können, heißt es. Nötig wären etwa 20.000 gewesen.
Wenn Baltimore verlieren sollte, was absolut möglich ist, würde ein Sieg der Steelers über Cleveland Pittsburgh zum Divisionssieger machen.
Auch die Titans und Jets haben noch Chancen auf ein Weiterkommen, aber sie müssen auf zu viel Hilfe von anderen Teams hoffen.

Kurzberichte
Tony Romo wird gegen die Giants starten. Die Prellung an seiner Wurfhand behindert ihn noch etwas, aber nicht so sehr, daß sein Einsatz im Quasi- Playoffspiel gefährdet ist. Die Schwellung lässt nach, und die Hand nimmt langsam ihren normalen Umfang an. Der Quarterback der Cowboys wird am Mittwoch normal mit dem Team trainieren können.
Dafür bereitet den Giants ihr Defensive End Osi Umenyiora mal wieder Sorgen.
Er ist am Knöchel verletzt und wird sehr wahrscheinlich nur zusehen können.
Doch das dürfte kein allzu großes Problem sein, denn Umenyiora hat in dieser Saison verletzungsbedingt nur in acht Spielen antreten können.

Wenn er etwas zu sagen hätte, würde Buccaneers Head Coach Raheem Morris sich nicht feuern.
Er weigert sich, die Verantwortung für die schlechten Leistungen seines Teams zu übernehmen.
Tampa Bay hatte letztes Jahr trotz einer 10-6 Bilanz die Playoffs knapp verpasst und galt für die ablaufende Saison als heißer Kandidat für die Endrunde. Statt dessen gewannen die Bucs bisher nur vier Spiele.
Doch Morris glaubt an sich, und daran, daß er aus dem jüngsten Team der Liga ein Wettbewerbsfähiges Team machen kann.
Bleibt abzuwarten, ob die Clubleitung ihm dazu die Zeit lässt.

Fans und Medien in New York sind nach der Niederlage gegen die Giants über Quarterback Mark Sanchez hergefallen. Auch Offensive Coordinator Brian Schottenheimer bekam sein Fett ab.
Doch die Teamkollegen stellten sich hinter die beiden und sprachen ihnen ihr Vertrauen aus.
Ob das hilft, bleibt abzuwarten. Es käme allerdings einem Wunder gleich, wenn nicht zumindest Schottenheimer in die Wüste geschickt würde.

Montag, 26. Dezember 2011

Kurzberichte
rodgers-aaron2Gegen die Bears kam Packers Quarterback Aaron Rodgers (Bild) zu seinem ersten Spiel mit fünf Touchdownpässen.
Damit sicherte er seinem Team einen 35:21 Sieg und das Heimrecht in den Playoffs.
Letztes Jahr kam Green Bay ja nur als Wild Card Team in die Playoffs und hatte kein Heimspiel.
Der Erzrivale aus Chicago hat durch die Niederlage keine Chancen mehr auf die Playoffs.
Die Falcons freut das besonders, da sie durch die Niederlage der Bears die Endrunde erreicht haben.
Die Packers spielen nächste Woche zum Saisonabschluß noch ein bedeutungsloses Spiel gegen Detroit, die die Playoffs auch schon sicher haben.
Momentan sieht es so aus, als würde Head Coach Mike McCarthy seine besten Leute in diesem Spiel schonen, da alles erreicht wurde, was man erreichen kann.
Für Chicago war es kein gutes Jahr, wenn es gegen die Packers ging. Im letzten Saisonspiel der Saison 2010, das im Januar 2011 stattfand, gewann Green ebenso, wie im NFC Endspiel und im ersten Aufeinandertreffen der Saison 2011 am 25. September. Eine Bilanz von 0-4.
Die Packers verbuchten zum 300. Mal in Folge ein ausverkauftes Stadion.

Die Bengals haben auch für das letzte Spiel der Saison Probleme, genug Zuschauer ins Stadion zu locken.
Obwohl sie noch Chancen auf die Playoffs haben, werden sie wohl wieder kein ausverkauftes Stadion vermelden können.
Mit einem Sieg über die Ravens hätten sie die Wild Card Runde erreicht, doch keinen interessierts.
Wären die Steelers der Gegner, sähe die Sache anders aus. Die Fans der Stählernen sorgen in Cincinnati regelmäßig für eine volle Hütte, doch die Ravens haben keine große Fangemeinde außerhalb Baltimores.
Gegen Pittsburgh war das Stadion in der Saison zum ersten und letzten Mal ausverkauft.
Mit Radio- und TV-Spots und Zeitungsannoncen betteln die Bengals ihre Fans an, ins Stadion zu kommen. Saisonkarteninhaber, die für das letzte Spiel noch eine Karte kaufen, werden eine Karte umsonst dazu bekommen.

Ndamukong Suh zeigt seine helle Seite der Macht.
Der Defensive Tackle der Lions wurde während der Saison zum dreckigsten Spieler der Liga gewählt, doch das war seine dunkle Seite.
In der letzten Woche wurde die Liste der spendabelsten Amerikaner veröffentlicht, und Suh wurde zum gemeinnützigsten Spieler der NFL gekürt.
Er spendete seiner alten Uni, der University of Nebraska, $2,6 Millionen.
Damit landete er auf Platz sechs der Liste. Nur ein weiterer Spieler der NFL hat es auf die Liste geschafft, Giants Quarterback Eli Manning. Er spendete seiner alten Uni, der University of Mississippi, $1 Million.

Vor und nach dem Spiel der Jets gegen die Giants gab es viele Wortgefechte zwischen den Teams.
Den krönenden Abschluß leistete sich Giants Running Back Brandon Jacobs, der zu Jets Head Coach Rex Ryan sagte: „Zeit die Schnauze zu halten, Fettsack.“
Die NFL hat sich vorgenommen, den Mantel des Schweigens über diese verbalen Gefechte zu decken, und das ist gut so.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Woche 16 - Das Playoffbild klärt sich
tebowimhimmelWer auf Gott vertraut, hat auf Sand gebaut.
Diese Wahrheit musste Tim Tebow erneut erkennen.
Wo war sein Gott denn dieses Mal, wo er ihn dringend gebraucht hätte?
Aber das ist geklärt. Letzte Woche ließ er Tebow im Stich, weil er ein neues Universum geschaffen hat. Diese Woche hat er mit der heiligen Familie zusammen den Geburtstag seines Sohnes gefeiert, und ihm dieses Universum geschenkt.
Und der arme Tebow warf, ganz ohne den gewohnten göttlichen Beistand, vier Interceptions.
Die Broncos wurden von den Bills geschreddert und mussten eine bittere 14:40 Niederlage einstecken.
Damit fällt Denver auf 8-7 Siege und muss weiter um das Erreichen der Endrunde bangen.

Die Raiders konnten gegen die Chiefs knapp mit 16:13 in der Verlängerung gewinnen.
Die Chiefs sind damit definitiv raus aus dem Playoffrennen und die Raiders stehen mit 8-7 Siegen zusammen mit Denver auf Platz eins der AFC West.
Oakland spielt in Woche 17 gegen die Chargers und Denver gegen Kansas City.
Denver und Oakland stehen damit in einem Fernduell um den Divisionstitel.

Die New England Patriots starten ja gerne mal spät in ein Spiel, so auch gegen die Dolphins. Nachdem Miami mit einer 17:0 Führung in die Pause ging, kam langsam Leben in die Patriots.
Für die ging es immerhin noch darum sich eine Freiwoche in den Playoffs zu sichern. Nachdem Head Coach Bill Belichick seinen Leuten das in der Kabine lautstark klar gemacht hatte, taten die Patriots ihren Job und sicherten sich mit einem knappen 27:24 Sieg die gewünschte Freiwoche.
New England hat jetzt 12-3 Siege und ein weiterer Sieg nächste Woche gegen Buffalo sichert ihnen das Heimrecht in den Playoffs.

Die 49ers gewannen knapp mit 19:17 gegen die Seahawks.
Matchwinner war, erneut, Kicker David Akers. Er erzielte sein 41. Field Goal in dieser Saison und stellte damit einen neuen Saisonrekord auf.
San Francisco steht weiter mit den Saints im Fernduell um den zweiten Platz in der NFC, der eine Freiwoche garantiert.

Die Jets haben sich die Playoffchancen ganz nett vermasselt. Nach der Leistung in der 14:29 Niederlage gegen die Giants haben sie die Playoffs auch nicht verdient.
Was die Jets ganz dringend brauchen ist ein Quarterback. Hierauf sollten sie in der nächsten Draft ihr Hauptaugenmerk richten.
Mark Sanchez ist jetzt seit drei Jahren in der NFL, und noch immer hoffen die Fans, daß er die Spiele wenigstens nicht verliert.
Doch sowohl die Jets, wie auch die Giants, haben keine Verteidigungen, die den Gegner in Angst und Schrecken versetzen.
Theoretisch haben die Jets noch Chancen auf die Endrunde, aber sie müssen gegen Miami gewinnen, und einige andere Teams müssen verlieren.
Ganz anders bei den Giants, die spielen gegen Dallas und hier ist alles ganz einfach. Der Sieger kommt in die Playoffs, der Verlierer kann in Urlaub fahren.
Da diese Begegnung fast schon ein Playoffspiel ist, hat die NFL es von einem 19:00 Uhr Spiel zum Sunday Night Spiel gemacht.

Dallas fehlte gegen die Eagles die Lust auf Weihnachtsfootball, und so bekam Philadelphia einen 20:7 Sieg geschenkt.
Das Spiel fand nach der Partie der Jets und der Giants statt, und die Eagles wussten damit, daß ihre Playoffträume geplatzt waren.
Dallas spielte auch nur, weil sie als Profis ihrer Arbeit nachgehen müssen, weil die Liga ein Spiel angesetzt hat.
Schlecht nur, daß sich Tony Romo schlimm verletzte. Bei einem Passwurf knallte der Quarterback mit seiner Hand auf den Helm eines Verteidigers und sofort schwoll die Hand zum doppelten Umfang an.
Erste Untersuchungen ergaben, daß nichts gebrochen ist.
Wie die Verletzung ihn in den Vorbereitungen auf das Alles oder Nichts Spiel gegen die Giants behindern wird, wird man sehen.

Jubel, Jubel, nichts als Jubel in Detroit. Hier traten die Chargers an, die selber noch mit den Playoffs liebäugelten, aber die Lions wollten sich ihre eigenen Chancen auf keinen Fall nehmen lassen.
Sie dominierten San Diego und fegten sie mit 38:10 vom Platz. Das sicherte ihnen den Einzug in die Playoffs, die sie zuletzt 1999 erreichten.
10-5 Siege, die sie jetzt auf dem Konto haben, hatten sie gar 1995 zuletzt.
Die sterbende Stadt hat etwas zum Feiern.

Im bedeutungslosen Spiel der Vikings in Washington zog sich Minnesotas Running Back Adrian Peterson einen Kreuzbandriss zu.
Ziel ist es jetzt, ihn bis zum Beginn der Trainingscamps wieder fit zu bekommen.

Cam Newton stellte einen neuen NFL Rekord für Rookie- Quarterbacks auf. Er warf in seiner ersten Saison bisher Pässe für 3.893 Yards.
Damit übertraf er die Leistung eines gewissen Peyton Manning, in dessen Rookiesaison.
Trotz Newtons überragender Leistung konnte Carolina in dieser Saison bisher nur sechs Spiele gewinnen.

Samstag, 24. Dezember 2011

Kurzberichte
suh-ndamukong3Böse Spieler sorgten dafür, daß letzte Woche mal wieder über $100.000 in die Kasse der NFL kamen.
Auch wenn es Ndamukong Suh (Bild) nicht erwischte, so mussten doch gleich zwei Lions Strafen zahlen. Defensive End Cliff Avril und Linebacker Stephen Tulloch mussten jeder $15.000 zahlen, weil sie ihre Gegenspieler mit dem sogenannten Horse Collar Griff zu Boden brachten.
Unter den bestraften Spielern war auch einer, der seinen Touchdown zu exzessiv feierte. Jets Wide Receiver Santonio Holmes kostete das unkontrollierte rumzappeln $7.500.

Gegen die Indianapolis Colts konnte jeder sehen, daß Texans Quarterback T.J. Yates ein Rookie- Quarterback ist, der ins Feuer geworfen wurde, nachdem das Team die Nr. 1 und 2 wegen Verletzungen verloren hat.
Er vervollständigte gegen eines der schlechtesten Teams der Liga 13 von 16 Pässen für 132 Yards. Zwar warf er keinen Interception, aber er wurde viermal gesackt und verlor einmal den Ball.
Seitdem Matt Schaub ausgefallen ist, stockt der Angriff der Texans. Obwohl die Texans die Playoffs erreichten, spielen sie nicht wie ein Team, das das Erreichen der Endrunde verdient hat. In zwei Wochen in Folge verloren sie gegen die Punktelieferanten aus Carolina und Indianapolis.
Doch Head Coach Gary Kubiak will an seinem Rookie aus der fünften Runde der letzten Draft festhalten. Auch wenn Houston letzte Woche die erfahrenen Quarterbacks Jake Delhomme und Jeff Garcia verpflichtete, sieht er keinen Anlaß zu einem Wechsel.

Big Ben wird gegen die Rams nur zusehen.
Obwohl alles andere als ein Sieg gegen St. Louis eine riesige Überraschung wäre, würde Ben Roethlisberger nichts lieber, als selber dafür sorgen, daß es auch wirklich so kommt.
Doch Steelers Head Coach Mike Tomlin möchte seinen Quarterback lieber für die Playoffs schonen und setzt auf Charlie Batch.
Roethlisberger humpelt immer noch auf seinem schlimm verstauchten linken Knöchel rum und sein Einsatz gegen die harte Defense der 49ers hat der Verletzung nicht gerade gut getan.
Für einen verstauchten Knöchel gibt es nichts besseres, als Ruhe. Die gönnt ihm sein Head Coach nun.

21 ehemalige Spieler haben die NFL verklagt.
Sie werfen der Liga vor, um die Gefährlichkeit von Gehirnerschütterungen gewusst zu haben. Die NFL hätte die Ergebnisse aber unter Verschluß gehalten.
Niemals hätte jemand die Spieler darauf hingewiesen, daß Gehirnerschütterungen schwere Spätfolgen auslösen würden. Dies jedoch sei der Liga seit Jahrzehnten bekannt gewesen.
Erst unter Commissioner Roger Goodell würde die gefährliche Verletzung mit dem nötigen Ernst angesehen und behandelt. Für viele Spieler, die unter den Spätfolgen leiden, kommt diese Einsicht zu spät.

Die Eagles müssen gegen die Cowboys auf Asante Samuel verzichten.
Der Cornerback hat eine Oberschenkelzerrung. Die hat er sich gegen die Jets zugezogen und beim Training am Dienstag verschlimmert.
Bisher hat Samuel in dieser Saison drei Pässe abgefangen.

Das Verletzungspech bei den Bears geht weiter.
Jetzt erwischte es auch noch Marion Barber. Der Running Back verletzte sich an der Wade und wird am Sonntag wohl nicht spielen können.
Auch der Einsatz von Devin Hester ist gefährdet. Der beste Kickreturner der Liga ist mit dem Fuß umgeknickt. Er selber rechnet aber mit seinem Einsatz.

Freitag, 23. Dezember 2011

Woche 16 - die Zweiminutenwarnung
wayne-reggie-wr-icDie Colts sind dabei, sich die Chancen auf Andrew Luck zu versauen.
Die Texans, die nicht die Bohne wie ein Playoffteam auftraten, schenkten Indianapolis zum Schluß einen 19:16 Sieg.
Das Spiel plätscherte ohne besondere Höhepunkte vor sich hin, und Houston behauptete bis kurz vor Spielende eine knappe Führung.
In der letzten Angriffsserie der Colts hätte Houston leicht dafür sorgen können, daß Indianapolis nicht mehr punktet, aber Strafe um Strafe der Texans hielt die Colts auf dem Platz.
So trug Houston Indianapolis praktisch in die Endzone und 19 Sekunden vor Spielende kamen die Colts plötzlich, unerwartet und unverdient zu ihrem einzigen Touchdown.
Die Freude darüber war so groß, als hätte man gerade den Super Bowl im eigenen Stadion gewonnen. Dabei hatte man in Wirklich keit die Chancen auf die erste Wahl in der Draft in Gefahr gebracht.
Houston kann mit solch einer Leistung in den Playoffs nichts erreichen, und wenn Indi nächste Woche noch gegen die Jaguars gewinnt, dann ist ihr Glück, Luck zu bekommen, vergangen.
Indianapolis, St. Louis und Minnesota haben jetzt alle zwei Siege auf dem Konto, und sind die Topanwärter auf Platz eins in der Draft.

Kurzberichte
Jim Kleinsasser hört auf.
Der Tight End war ein Viking, seit Minnesota ihn 1999 rekrutierte. Zwar ist er der Meinung, daß er auch im Alter von 34 Jahren noch weiterspielen könnte, aber er möchte aufhören, solange er sich fit fühlt.
Kleinsasser wurde bevorzugt als Blocker eingesetzt und hat bisher in 13 Jahren NFL 192 Pässe gefangen für 1.688 Yards und magere 6 Touchdowns.

Anquan Boldin musste operiert werden.
Der Wide Receiver der Ravens hatte einen angerissenen Meniskus und wird zwei Wochen ausfallen. Die Ravens gaben nicht bekannt, welches Knie verletzt ist.
Pünktlich zum Start der Playoffs soll Boldin wieder einsatzbereit sein.

Es war 1978, als die Macher von NFL Films die Dallas Cowboys „America`s Team“ nannten. Grund war, daß die Cowboys so oft im Fernsehen übertragen wurden, daß sie bekannt waren, wie Filmstars.
Eine Befragung hatte vorher nicht stattgefunden.
In diesem Jahr wurde eine Befragung abgehalten und zwar eine sogenannte repräsentative. Und die ergab, daß mit 22% aller Stimmen die Packers das beliebteste Team in den USA sind.
Mit nur 11% landete Dallas auf Platz zwei. Die Bears landeten auf Platz drei mit 8%.

Die Bills sind nicht abgeneigt, noch weitere Spiele in Toronto abzuhalten.
Nach der nächsten Saison läuft der Fünfjahresvertrag zwischen den Bills und Toronto aus, doch es laufen schon Verhandlungen über eine Verlängerung.
Auch die Liga macht sich für eine Verlängerung stark. Alle Seiten sind optimistisch, daß die Bills auch weiterhin Gastspiele in Kanada abhalten werden.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Kurzberichte
mccoy-colt2Die NFL will, daß bei jedem Spiel ein medizinisch geschulter Berater im Stadion anwesend ist. Diese Berater sollen dann zur Rate gezogen werden, wenn bei einem Spieler der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung besteht.
Gerade der Fall der Cleveland Browns vor einigen Wochen hat gezeigt, daß dieser Schritt nötig ist.
Im Spiel gegen die Steelers wurde Browns Quarterback Colt McCoy von Steelers Linebacker James Harrison mit einem illegalen Hit gegen den Helm zu Boden gestreckt, doch das Personal der Browns an der Seitenauslinie war unfähig, die Gehirnerschütterung ihres Quarterbacks zu erkennen.
McCoy konnte bis heute noch nicht wieder spielen, und auch sein Einsatz gegen die Ravens ist gefährdet.
Die Spielergewerkschaft befürwortet diesen Schritt.

Nun ist es amtlich, Jason Campbell wird in dieser Saison nicht mehr spielen.
Wer war noch mal Jason Campbell?
Der Quarterback der Raiders brach sich am 16. Oktober das Schlüsselbein. Oakland verpflichtete den ehemaligen Quarterback der Bengals, Carson Palmer, als Ersatzmann. Dennoch hieß es immer wieder mal, daß Campbell noch während der Saison zurückkommen könnte und seinen Stammplatz zurückbekäme.
Doch er selber sagte jetzt, daß der Heilungsprozess so schleppend verlaufen würde, daß daran nicht mehr zu denken ist.

In den USA hat die Associated Press den männlichen Athleten des Jahres gekürt.
Und der Sieger ist, Aaron Rodgers.
Eine stolze Leistung für einen Mann, der von den meisten Colleges abgelehnt wurde, weil er nicht gut genug war.
Der Quarterback der Packers hat viele dieser Absageschreiben, nach seiner Aussage, die mit dem negativsten Inhalt, aufgehoben. Er liest sie sich von Zeit zu Zeit mal durch, um neue Motivation zu schöpfen.
Rodgers erhielt 112 der 212 Stimmen.

In Indianapolis geht das Gerücht um, daß Reggie Wayne das Team verlassen will.
Der fünfmalige Pro Bowl Wide Receiver darf sich nach der Saison ein neues Team suchen, und in einem Interview äußerte er, daß er diesen Gedanken nicht von sich schiebt.
Der 33-jährige ließ durchscheinen, daß er nicht mehr zurückkäme, wenn Peyton Manning nicht mehr für die Colts spielen würde.

Ein nettes Weihnachtsgeld konnte DeMaurice Smith einstreichen.
Der Vorsitzende der Spielergewerkschaft bekam einen Bonus von $1 Million. Der Vorstand der Gewerkschaft stimmte der Bonuszahlung einstimmig zu.
Smith hätte mit seinem harten Verhandlungsstil um den neuen Tarifvertrag das bestmögliche Ergebnis für die Spieler erzielt.

Die besten Spieler der Woche 15

AFC
OFFENSE: RB REGGIE BUSH, MIAMI DOLPHINS
25 Läufe für 203 Yards, 1 Touchdown 
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB ANTWAN BARNES, SAN DIEGO CHARGERS
6 Tackles, 4 Sacks
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K RYAN SUCCOP, KANSAS CITY CHIEFS
4 von 4 Field Goals, 1 Extrapunkt
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR CALVIN JOHNSON, DETROIT LIONS
9 gefangene Pässe für 214 Yards, 2 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE JOHN ABRAHAM, ATLANTA FALCONS
3,5 Sacks, 2 erzwungene Fumbles, 5 Tackles
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P ANDY LEE, SAN FRANCISCO 49ERS
6 Punts für durchschnittliche 49,2 Yards, 4 Punts landeten innerhalb der 15 Yardslinie der Steelers
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Kurzberichte
elway-john2„Ja“, sagte John Elway (Bild), „ich glaube an Tebow“.
Der Personalchef der Broncos glaubt langsam daran, daß sein Quarterback sich weiterentwickelt hat und noch weiterentwickeln kann.
Tebow dankte seinem Chef für das Vertrauen und er weiß ja, daß der Spruch von einem der besten Quarterbacks kam, den die Liga je gesehen hat.
Die Zeichen verdichten sich, daß Tebow auch in die Saison 2012 als Starter gehen könnte.
Für einen Zuwachs der Zuschauerzahlen in Denver hat er auf jeden Fall schon gesorgt. Das Stadion gehört immer zu den bestausgelasteten, aber Tebow konnte auch noch die letzten freien Plätze verkaufen.
Was wäre das für ein Gewinn für die Jaguars gewesen, wenn sie Tebow nicht schmählich übergangen hätten. Tebow ist aus der Umgebung von Jacksonville, und die Probleme mit dem ewig nur halbgefüllten Stadion dort wären auf einen Schlag gelöst gewesen.

Ben Utecht war ein wirklich guter Tight End in der NFL. Zusammen mit den Colts gewann er 2006 einen Super Bowl. 2009 musste er mit dem Football aufhören, weil er zu viele Gehirnerschütterungen erlitten hatte.
Heute ist Utecht erst 30 Jahre alt, und er hat große Probleme mit seinem Gedächtnis.
Zusammen mit seiner Collegeliebe, einer ehemaligen Miss Minnesota, die er geheiratet hat, tritt er heute als Sänger auf.
Man sagt, daß er eine großartige Stimme haben soll.
Doch Utecht macht sich große Sorgen um seine Zukunft. Was, so sagte er, wenn er sich in ein paar Jahren keine Texte mehr merken könne?
Er befürwortet jede Maßnahme, die Roger Goodell unternimmt, um die Gehirnerschütterungen in der Liga auf ein absolutes Mindestmaß zu drücken.

Chris Johnson hat einen verletzten Knöchel. Der Running Back der Titans rechnet aber nicht damit, daß er das nächste Spiel verpassen wird.
Schuldig wäre er es dem Team, nach den schlechten Leistungen zum Beginn der Saison.
Noch haben die Titans Chancen auf die Playoffs, wenn auch nur minimale. Die aber gilt es zu wahren.
Nachdem Tennessee vor einiger Zeit seinen Ersatzmann Javon Ringer wegen einer gebrochenen rechten Hand auf die Verletztenliste setzen musste, sind sie etwas unterbesetzt, auf der Running Back Position.

Den Cowboys gehen schon wieder die Running Backs aus. Felix Jones hat das Dienstagstraining mit einer Oberschenkelverhärtung verpasst.
Damit stehen ihnen noch Sammy Morris und Chauncey Washington zurverfügung, die vor ein paar Wochen noch arbeitslos waren.
Am Samstag geht es gegen die Eagles. Head Coach Garrett hofft, daß Jones bis dahin wieder fit ist. Wenn nicht, wird Morris starten. Erst letzte Woche nahmen die Cowboys ihn in den Kader, aber seine Erfahrung aus 12 Jahren NFL, sprechen für ihn.

Ob Joe McKnight gegen die Giants wird spielen können, ist fraglich.
Der Running Back der Jets hat sich in der Niederlage gegen die Eagles die rechte Schulter ausgekugelt.
McKnight ist als Running Back zwar nur der dritte Mann, aber als Kickreturner erzielt er durchschnittlich 32,2 Yards und ist damit zur Zeit der beste in der Liga.

„Bumms“, es war eine eindrucksvolle Explosion einer Umspannstation vor dem Candlestick Park, die für eine Stromunterbrechung im Stadion der 49ers sorgte.
Doch leider für die Steelers, blieb der Kerzenständer nicht lange ohne Licht.
Was danach über Pittsburgh niederging, war mehr als Eindrucksvoll. Die Frage, ob die 49ers zurecht soweit oben stehen, kann man jetzt nur noch mit einem überzeugenden „JA“ beantworten.
Die Offense stottert noch ein wenig, besonders in der Redzone, aber die Defense gehört zum Besten, was es momentan in der NFL gibt.
20:3 stand es am Ende für San Francisco, und Pittsburgh hätte sich gewünscht, es wäre dunkel geblieben. So hart sind sie lange nicht mehr über den Platz geprügelt worden.
Niners Head Coach Jim Harbaugh liegt bei der Wahl zum Head Coach des Jahres leicht in Führung. Diese Vorstellung seines Teams dürfte den Vorsprung etwas vergrößert haben.

Für Andre Carter ist die Saison beendet. Der Defensive End der Patriots führt das Team mit 10 Sacks an.
Gegen die Broncos zog er sich eine schwere Oberschenkelverletzung zu und musste operiert werden.
Damit erlitt die sowieso schon angeschlagene Defense der Patriots einen weiteren Rückschlag.

Ein auf Kaution frei rumlaufender Dieb hat Chiefs Running Back Dexter McCluster ausgeraubt.
Der 31-jährige Daniel LaBlance ist bei McCluster eingebrochen und hat Schmuck, Elektronik und Bargeld für mehrere tausend Dollar gestohlen.
DNA, die am Tatort gefunden wurde, wies auf LaBlance hin, und die Polizei fand in seiner Wohnung einen Großteil der gestohlenen Sachen.

Die Niederlage der Packers gegen die an sich eher hilflosen Chiefs hat einen weiblichen Fan des Teams furchtbar mitgenommen.
Die besoffene Frau würgte ihre 11-jährige Tochter mehrmals, wie Augenzeugen aussagten.
Außerdem habe sie, so sagte ihr Ehemann, ihr Essen auf den Boden geworfen, eine Lampe zerbrochen und versucht ihn zu schlagen.
Die 36-jährige wurde festgenommen und wegen Kindesmißbrauchs angezeigt.

Die Packers verloren nicht nur das Spiel gegen die Chiefs, sondern auch weitere Spieler.
Tackle Bryan Bulaga hat sich das rechte Knie überdehnt, und sein Ersatzmann Derek Sherrod, hat sich zwei Knochen im Bein gebrochen.
Nachdem die beiden Spieler ausgefallen waren, wurde Quarterback Aaron Rodgers viermal gesackt. Kein gutes Zeichen vor dem Spiel gegen die Bears, die das bestimmt auszunutzen wissen.

Die Bears scheinen genug von Caleb Hanie gesehen zu haben. Sie werden gegen die Packers sehr wahrscheinlich mit Josh McCown als Quarterback starten.
Die Ausfälle von Quarterback Jay Cutler und Running Back Matt Forte waren tatsächlich nicht zu kompensieren.
Am Sonntag verletzte sich auch noch Wide Receiver Johnny Knox am Rücken und musste operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.
Das macht die Aufgabe für McCown nicht gerade leichter.

Montag, 19. Dezember 2011

Die NFL 2011 - Woche 15 - Die Zeit der Wunder
rodgers-aaron200„Und wahrlich ich sage Euch, es ist die Zeit der Wunder.“
Die Chiefs schlagen die Packers, die Colts gewinnen gegen Tennessee, und doch, Gott ließ seinen Stellvertreter auf Erden (Nein, nicht Ratze, den anderen), im Stich.
Doch der Reihe nach.
Mit ihrem 27:13 Sieg gegen die Titans, laufen die Colts glatt noch Gefahr, das Rennen um Andrew Luck zu verlieren. Sie haben nun 1-13 Siege und die Rams und Vikings lauern mit 2-12 Siegen auf weitere Ausrutscher der Colts.
Die Titans fielen auf 7-7 und haben Boden auf die Playoffs verloren.

Das andere Wunder war die Niederlage der Packers in Kansas. Alle Welt diskutierte darüber, ob Green Bay seine Starter schonen sollte, oder auf die perfekte Saison hinarbeiten sollte, und dann verlieren sie mit voller Starbesetzung gegen die Chiefs.
Ich schreibe das jetzt noch mal etwas langsamer, falls jemand glaubt, sich verlesen zu haben.
Die
Packers
verlieren
gegen
die
Chiefs!
Kansas City hatte erst am Montag seinen Head Coach gefeuert und Romeo Crennel leitete sein erstes Spiel als Übergangstrainer für die Chiefs. Dazu startete Kyle Orton als Quarterback, der erst ein paar Wochen im Team ist, und somit war eigentlich alles klar.
Der Titelverteidiger gegen den Außenseiter, da brauchte man nicht lange zu überlegen.
Doch die Verteidigung der Chiefs erwies sich an diesem Sonntag als zu stark für die Packers, die auf die verletzten Wide Receiver Greg Jennings und Running Back James Starks verzichten mussten.
Packers Quarterback Aaron Rodgers vervollständigte 17 seiner 35 Pässe für seine schlechteste Saisonleistung von 235 Yards und 1 Touchdown. Einen weiteren Touchdown lief er selber, aber es reichte nicht. Green Bays 14 Punkten standen 19 der Chiefs gegenüber und die erste Niederlage nach 19 Siegen in Folge für Green Bay war perfekt.
Green Bay muss immer noch um eine Freiwoche in den Playoffs kämpfen, während die Chiefs mit 6-8 Siegen in der unterirdisch schwachen AFC West noch im Playoffrennen sind.
Hier könnten theoretisch alle Teams die Saison mit 8-8 Siegen beenden, und dann wären die Chiefs erneut der Sieger der Division.

Möglich machte das Gott, der seinen Stellvertreter auf Erden, Tim Tebow, schmählich im Stich ließ.
Hatte er gestern schon genug Wunder bewirkt?
Musst er schnell ans andere Ende des Weltalls, um ein neues Universum zu erschaffen?
Man weiß es nicht.
Man weiß nur, daß die Broncos auch mit Tebow noch verlieren können. Dabei sah man aber auch, daß Tebow tatsächlich immer besser wird, wenn es darum geht akkurate Pässe zu werfen.
Die Frage, ob er nächstes Jahr noch der Starter der Broncos sein wird, sollte er zu seinen Gunsten beantwortet haben.
Doch gegen ein absolutes Klasseteam wie die Patriots reichte es noch nicht.
Die Defense der Pats war in der Lage Denvers explosive Offense im Zaum zu halten. New Englands Offense hatte genug Antworten auf die Herausforderungen der guten Broncos Defense und so konnten sie einen 41:23 Sieg einfahren, der nie gefährdet war.
Die Pats gewannen damit die AFC East und stehen in den Playoffs.
Denver bleibt mit 8-6 Siegen alleiniger Tabellenführer der AFC West.

Die Raiders hätten mit einem Sieg gegen die Lions zu den Broncos aufschließen können, doch Detroit hatte schwer etwas dagegen.
In einem harten Spiel war es der Arm Gottes, in Gestalt des Armes von Ndamukong Suh, der den Unterschied machte.
Oakland ging 7:0 in Führung und verlor diese Führung nie, bis in die letzten Minuten.
Als noch sieben Minuten zu spielen waren, führten die Raiders mit 27:14.
Doch die Lions steckten nicht auf. Sie kamen auf 21:27 heran und zwangen die Raiders in deren nächstem Ballbesitz zu punten.
Ihre nächste Angriffsserie begannen die Lions an der eigenen zwei. 95 Sekunden später warf Matthew Stafford einen sechs Yards Touchdownpass zu Calvin Johnson.
Der Extrapunkt saß, und zum ersten Mal ging Detroit in Führung, 28:27.
Oakland kam nicht weit, und als die Uhr ablief versuchte Kicker Sebastian Janikowski ein Field Goal aus 65 Yards. Lions Defensive Tackle Ndamukong Suh konnte den Ball blocken, und das Spiel war Zuende.
Die Raiders fielen auf 7-7 Siege zurück, während die Lions mit 9-5 gut im Rennen um die Playoffs dastehen.

Was war das für ein Chargers Team, das da im Sunday Night Spiel auflief?
Mit der gestern gezeigten Leistung hätten sie nie sechs Spiele in Serie verlieren dürfen.
Die Offense San Diegos lief wie geschmiert und ließ der Defense des Gegners keine Chance.
Und der Gegner war nicht irgendwer, es waren die Ravens, die von Defense, Defense und nochmals Defense leben.
San Diego ging schnell mit 7:0 in Führung. Im zweiten Viertel konnte Baltimore ausgleichen. Doch das war das letzte Mal, daß die Ravens sich auf gleicher Höhe mit den Chargers befanden.
San Diegos Verteidigung ließ nur noch einen weiteren Touchdown zu, während die Offense munter weiterpunktete.
Mit 34:14 gewann San Diego unerwartet deutlich und kam auf 7-7 Siege.
Baltimore tat die Niederlage nicht wirklich weh, denn durch die Niederlagen der Jets, Raiders und Titans hatten sie die Playoffs schon erreicht.
Dennoch würde Baltimore natürlich gerne mal ein Heimspiel in den Playoffs haben. Bisher erreichten sie unter Head Coach Jim Harbaugh jedes Jahr die Endrunde, hatten aber nur Auswärtsspiele.
Deshalb kämpfen sie weiter, um den Fans auch mal so ein Spiel nach der regulären Saison bieten zu können.

Gestern waren alle Cowboysfans auf dem Planeten Erde Redskinsfans.
Und ihre Gebete wurden erhört. Giants Quarterback Eli Manning erwischte wieder einen seiner schlechten Tage, und das ganze Team wirkte, als würde sich etwas Einsatz zum Erreichen der Playoffs nicht lohnen.
Die Giants hatten das ganze Spiel über nicht den Hauch einer Chance gegen Washington.
Manning warf 3 Interceptions und keinen Touchdown.
Die Redskins traten mit einem Feuer auf, als ginge es für sie noch darum, die Endrunde zu erreichen, während bei den Giants noch nicht einmal ein Flämmchen flackerte an diesem vierten Advent.
New York steht sich also mal wieder selber im Weg und hat nun mit 7-7 Siegen ein Spiel Rückstand auf die Cowboys.
Als Gast der Jets nächste Woche müssen die Giants eine Menge mehr Leistung abliefern, als gegen Washington. Doch die Jets haben nichts zu verschenken. Sie kämpfen selber noch um den Einzug in die Playoffs.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Kurzberichte
romo1Da waren sie ja, die echten Cowboys, die, die footballspielen und einen Vorsprung über die Zeit bringen können.
Zugegeben, haben die Buccaneers es ihnen nicht schwer gemacht, aber der Elan und die Entschlossenheit, mit der Dallas auf den Platz lief ließ erahnen, daß das Team endlich begriffen hat worum es geht.
In der ersten Halbzeit spielte Quarterback Tony Romo (Bild) fehlerfrei und führte seine Cowboys zu einer 28:0 Führung.
In der zweiten Halbzeit schien alles, was bisher gut lief, schon wieder vergessen. In der ersten Angriffsserie verlor Romo den Ball, und Linebacker Dekoda Watson trug den eroberten Ball über sieben Yards in die Endzone.
Dallas konnte nur noch ein Field Goal erzielen, und gegen einen richtigen Gegner wäre es bestimmt wieder eng geworden.
Immerhin hat Dallas einen neuen Rekord aufgestellt. Sie sind das erste Team in der Geschichte der NFL, das in drei Spielen einer Saison, in dem es im letzten Viertel mit 12 oder mehr Punkten führte, noch verlor. Ein trauriger Rekord!
Aber Tampa Bay konnte nur noch einen weiteren Touchdown und eine Zweipunkteumwandlung erzielen, zum 31:15 Endstand für die Cowboys.
Die haben jetzt 8-6 Siege und kontrollieren weiterhin ihr eigenes Schicksal.

Jaguars Neu-Besitzer Shahid Khan hat viel vor, mit seinem neuen Spielzeug.
Vor Allem will er das Team wirklich in Jacksonville behalten. Dann will er dafür sorgen, daß es eine größere Fanbasis bekommt. Und zu guter Letzt soll ein neuer Head Coach her, und es ist Khan egal, was der kostet.
Um mehr Fans für das Team zu gewinnen, denkt er daran, es öfter in Übersee spielen zu lassen. Dafür sollen die Kosten für die Jahreskarten in Jacksonville sinken. Die Jaguars liegen ja wirklich günstig an der Ostküste der USA und haben es nicht so weit nach Europa.
Die NFL dachte ja schon daran, die Buccaneers vermehrt im alten Kontinent antreten zu lassen, jetzt brachte Khan sein Team von sich aus ins Gespräch.
Wayne Weaver wollte sein Team nicht in Europa antreten lassen, aus Angst, daß die Fans das als Absetzbewegung werten, und sich noch weniger für die Jags interessieren würden.
Mal sehen, was der Mann mit dem dicken Schnäuzer da in Jacksonville auf die Beine stellt?

Dan Marino hört Schritte.
Der ehemalige Star- Quarterback der Dolphins hat in seiner aktiven Zeit eine Menge Rekorde aufgestellt, und jetzt ist wieder einer davon in Gefahr, gebrochen zu werden.
Mit 5.084 Passyards hält er immer noch den Rekord für eine Saison. Doch vier Quarterbacks sind ihm dieses Jahr hart auf den Fersen.
Am nächsten an ihm dran ist Drew Brees von den Saints. Er hat bisher 4.368 Yards erzielt und braucht für die letzten Spiele einen Schnitt von 239 Yards. Sein aktueller Durchschnitt liegt bei 336 Yards/Spiel.
Er hatte Marinos Rekord schon einmal in Griffweite, scheiterte aber 2008 mit 5.069 Yards unglaublich knapp.
Etwas weiter zurück liegen Tom Brady, Patriots, Aaron Rodgers, Packers und Eli Manning, Giants.
Brady hat aktuell 4.273 Yards, Rodgers 4.125 Yards und Manning 4.105 Yards.

Samstag, 17. Dezember 2011

harrison-james2Kurzberichte
Die NFL hat den Einspruch von James Harrison (Bild) abgelehnt.
Damit bleibt der Linebacker der Steelers für ein Spiel gesperrt. Die 49ers werden also davon profitieren können, daß Pittsburghs Verteidigung ohne Harrison auflaufen muss.
Auf seiner Twitterseite zwitscherte der Linebacker folgendes: „17 Spiele, über 1.000 Snaps, über 100 Tackles, über 12 Sacks und 2 erzwungene Fumbles seit meinem letzten Vorfall, und nun werde ich für einen normalen Spielzug suspendiert.“

Die Bears haben Sam Hurd gefeuert.
Der Wide Receiver hatte vor, einen Drogenhandel aufzuziehen und wurde von einem Undercoveragenten des FBI verhaftet, als Hurd von ihm Kokain kaufen wollte.
Hurds Anwalt sagte vor der Presse, daß sein Klient niemals Drogen an andere NFL Spieler verkauft hat. Dieses Gerücht kam nach der Verhaftung auf, und die NFL wird die Sache genau untersuchen.
Der Wide Receiver kann sich jetzt voll und ganz auf seinen Prozess vorbereiten. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu 40 Jahre gesiebte Luft.
Gegen eine Kaution von $100.000 wurde er auf freien Fuß gesetzt, musste aber seinen Pass und all seine Feuerwaffen abgeben.

Die Vikings durchleben eine grauenvolle 2-11 Saison. Pro Spiel geben sie im Durchschnitt horrende 28 Punkte ab.
Deshalb haben die Führungsspieler der Defense vor einiger Zeit damit begonnen, die Spielzüge, die ihnen Defensive Coordinator Fred Pagac ansagte, zu ignorieren.
In den Spielen gegen die Raiders und die Falcons übernahm deshalb Head Coach Leslie Frazier auch die Rolle des Defensive Coordinators, wie man weiß, ohne Erfolg.
In Minnesota plant man für die nächste Saison schon mit Mike Singletary als Defensive Coordinator. Er ist zur Zeit Linebacker- und Assistenztrainer.
Allerdings melden sich auch schon Stimmen, die ihm diesen Job nicht zutrauen.

Werden in Tampa 2 wichtige Spieler der Cowboys nicht antreten können?
Linebacker DeMarcus Ware und Wide Receiver Laurent Robinson haben hartnäckige Verletzungen, die sie von einem Einsatz abhalten könnten.
Schon gegen die Giants war der Einsatz der beiden fraglich, doch sie gaben ihr Bestes. Und nicht weniger würde Dallas gegen die Buccaneers brauchen, um die Playoffhoffnungen nicht begraben zu müssen.

Freitag, 16. Dezember 2011

Schotter ohne Ende für die NFL.
nfldollar200Der neue Vertrag mit den Fernsehsendern CBS, FOX und NBC wurde unterschrieben. Er bringt der Liga eine Steigerung der Fernsehgelder von satten 60 (s e c h z i g) Prozent.
Jedes Jahr wird die NFL insgesamt 3,1 Milliarden Dollar von den drei Sendern bekommen.
Immer noch ist die NFL ein Einschaltquotengarant, auch wenn die Qualität der Spiele in dieser Saison, milde gesagt, mäßig ist. 23 der 25 meistgesehenen Sendungen in diesem Herbst sind NFL Spiele.
Der Vertrag läuft von 2013 bis 2022. Es ist damit der Vertrag mit der längsten Laufzeit zwischen TV und NFL bisher.
Den Sendern wurde mehr Flexibilität bei der Spielplangestaltung zugestanden, damit das viele Geld auch durch attraktive Spiele annähernd wieder hereingeholt werden kann.
Nur ESPN bleibt mal wieder auf seinen vor der Saison festgelegten Monday Night Spielen sitzen, was sich ja gerade in den letzten Wochen als Katastrophe herausgestellt hat. Es waren Spiele der tödlichen Langeweile, die ESPN da zeigen musste. Nächsten Montag steht mit Steelers gegen 49ers mal wieder ein Spiel auf dem Programm, in dem es um was geht.
NBC darf ab 2014 ein Spiel der Divisional Playoff Runde zeigen und nicht nur zwei Wild Card Spiele. Dafür geht ein Wild Card Spiel an ESPN, die bisher nach Abschluß der regulären Saison keine Spiele mehr zeigen durften.
Die Trennung zwischen FOX und CBS soll auch aufgehoben werden, um mehr Flexibilität zu ermöglichen.
CBS soll demnach auch NFC Spiele zeigen, FOX AFC Spiele. Bisher war das ja strikt getrennt und CBS zeigte nur die AFC und FOX nur die NFC.
Jetzt bleibt abzuwarten, was die NFL sich an Einnahmen in Europa so vorstellt, nach dieser massiven Steigerung in den USA. Hier ist ja auch bald ein neuer Vertrag fällig. Da heißt es für uns dann wieder Hoffen und Bangen.

Kurzberichte
Am Donnerstag ließ die Staatsanwaltschaft von Boston die Anklage gegen Julian Edelman fallen.
Der Wide Receiver der Patriots sollte einer Frau in einem Nachtclub zwischen die Beine gefasst haben.
Der Versuch der Frau, das große Geld aus der Geschichte zu scheffeln, ging nicht auf. Die Bänder der Videoüberwachung und Zeugenaussagen ergaben ein anderes Bild, und die Vorwürfe konnten nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Brian Billick sagte einer Tageszeitung in Miami, daß er durchaus Interesse daran hätte, die Dolphins zu trainieren.
Billick führte die Ravens 2001 zum Super Bowl Sieg, wurde aber 2007, nach einer 5-11 Saison, gefeuert.
Das Team selber hat noch keine Kandidatenwunschliste veröffentlicht. Man sagt ihnen aber nach, daß sie an Bill Cowher, Ex-Steelers, und Jeff Fisher, Ex-Titans, interessiert sein sollen.

Wade Phillips geht es gut. Der Defensive Coordinator der Texans wurde an der Niere und der Gallenblase operiert und befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Eine Woche oder etwas länger soll er sich noch schonen, bevor er wieder mit seinem Mannschaftsteil arbeiten kann.

Die Zeiten sind hart und alles wird teurer, da sah sich Bears Wide Receiver Sam Hurd nach einem Nebeneinkommen um. Er versuchte einen Vertrieb für Drogen aufzubauen und wollte sich Fünf Kilo Kokain und 500 Kilo Marihuana beschaffen.
So jedenfalls lautet die Anklage des FBI gegen ihn, das ihn am Mittwoch verhaftete.
Bei den Bears hatte er nur einen Vertrag über magere $5,15 Millionen für drei Jahre. Zugegeben, das ist zu wenig, um vernünftig leben zu können.
Nachdem er in einem Restaurant von einem Undercover Agenten des FBI ein Kilo Kokain in Empfang genommen hatte, schnappte die Falle zu.
Das Team zeigte sich geschockt von der Verhaftung und wollte noch keine Stellungnahme abgeben.

Cowboys Besitzer Jerry Jones bestellte Head Coach Jason Garrett und Defensive Coordinator Rob Ryan zum Rapport.
Jones sah nach der jüngsten Niederlage gegen die Giants erhöhten Handlungsbedarf.
Ryan bekam den Großteil der nötigen Schelte ab, und gelobte, daß seine Verteidigung in den nächsten Spielen keine Führung mehr aus der Hand geben würde.
Ryan selbst glaubt immer noch, daß er ein guter Defensive Coordinator ist, und daß sein Mannschaftsteil gute Arbeit leistet. Er sieht aber auch, daß nach oben noch Luft ist.
Dallas und die Giants haben beide 7-6 Siege und Dallas muss die letzten drei Saisonspiele gewinnen, um in die Playoffs zu kommen.
Am Samstag geht es gegen die Buccaneers, dann gegen die Eagles, bevor es am letzten Spieltag wohl zu einem echten Endspiel gegen die Giants kommt.
Etwas den Kontakt zur Realität scheint Linebacker DeMarcus Ware verloren zu haben. Er nannte seinen Head Coach Jason Garrett den besten Head Coach der Liga.
Da scheint er in den letzten Spielen einige Treffer am Helm zuviel erhalten zu haben.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Kurzberichte
suh-ndamukong3Sollte Ndamukong Suh (Bild) jemals vorgehabt haben, sein Image aufzuhübschen, dann ist ihm das vorerst völlig mißlungen.
Am Mittwoch brach er seine wöchentliche Radiosendung ab, als ein Gespräch über Schuld eine kontroverse Wendung nahm.
In der Sendung musste er von Anfang an Fragen zu seinem Tritt am Thanksgivingsday beantworten, und weiterhin besteht er tatsächlich auf seiner dämlichen Ausrede, daß er nur versucht habe, die Balance zu halten.
Über seinen Autounfall, denn er einige Tage später hatte, wollte er schon gar nicht reden.
Suh krachte in einen Baum, weil er mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Über das, was da wirklich passierte, herrscht immer noch Verwirrung. Wieviele Personen waren im Auto?
Wurde jemand davon ernsthaft verletzt?
All das wollte sein Stichwortgeber Mike Valenti wissen. Er beschwerte sich bei Suh, daß er ihm nicht viel sagen würde.
Suh antwortete, daß er nicht viel zu hören bekäme, weil er die falschen Fragen stellen würde. Dann stand er auf, und ging.
Da liegt noch viel Arbeit vor Head Coach Schwartz, der seinem Team einen strikten Benimmcode beibringen möchte.

Tatsächlich, die Teambesitzer der NFL stimmten einem Verkauf der Jacksonville Jaguars an einen Pakistaner zu.
Erstaunlich, wenn man die politische Situation bedenkt, in der die USA und Pakistan sich befinden.
Dennoch hat der Ruf des Schotters gewonnen, und Shahid Khan darf die Jaguars für $760 Millionen kaufen.
Khan hat ausdrücklich betont, daß er das Team in Florida halten will, und nicht vorhabe nach Los Angeles umzuziehen.
Doch, was interessiert ihn sein blödes Geschwätz von gestern, wenn L.A. ihm demnächst ein Angebot unterbreiten sollte?

Bei den Titans konnte Matt Hasselbeck nur als Zuschauer am Training teilnehmen.
Der Quarterback verletzte sich gegen die Saints an der Wade, und sein Einsatz gegen die Colts ist fraglich.
Ruft man sich die Leistung seines Ersatzmanns Jake Locker ins Gedächtnis, und denkt man daran, wer der Gegner ist, dürfte das kein Verlust sein.

Die besten Spieler der Woche 14

AFC
OFFENSE: TE ROB GRONKOWSKI, NEW ENGLAND PATRIOTS
6 gefangene Pässe für 160 Yards, 2 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB TERRELL SUGGS, BALTIMORE RAVENS
5 Tackles, 3 Sacks, 3 erzwungene Fumbles
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K MATT PRATER, DENVER BRONCOS
2 Field Goals aus über 50 Yards, 1 Extrapunkt
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB MATT RYAN, ATLANTA FALCONS
22 von 38 Pässe für 320 Yards, 4 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE JASON PIERRE-PAUL, NEW YORK GIANTS
8 Tackles, 2 Sacks, 1 Safety, 1 erzwungener Fumble, 1 geblocktes Field Goal
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: ST-WR DOUG BALDWIN, SEATTLE SEAHAWKS
1 geblockter Punt, 1 Kickoffreturn über 37 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Kurzberichte
harrison-james2Bei den Steelers weiß man immer noch nicht, ob Quarterback Ben Roethlisberger mit seinem verstauchten Fuß wird spielen können.
Was man weiß ist, daß Linebacker James Harrison (Bild) wegen seines Helm gegen Helm Angriffs auf Browns Quarterback Colt McCoy für ein Spiel gesperrt wurde.
Harrison hat gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt.
Gemessen an seinem Jahreseinkommen wird ein Spiel ohne Bezahlung den Linebacker etwas über $200.000 kosten.
Sollte sich Harrison noch eine Strafe wegen überharten Spiels einhandeln, würde er für mehrere Spiele gesperrt werden. Das könnte sich dann bis in die Playoffs auswirken.

„Niemand hat vor, Jason Garrett zu feuern. Sein Job ist sicher,“ sagte Cowboys Besitzer Jerry Jones über seinen Head Coach.
Bei dem dürfte sich jetzt Panik breitmachen, denn letztes Jahr sagte Jones dasselbe über Wade Phillips und ein paar Tage später war der gefeuert und Garrett Head Coach.
Die Cowboys haben in diesem Jahr vier Spiele verloren, in denen sie im letzten Viertel führten.
Das ist natürlich auch Rob Ryan zuzuschreiben, der als Defensive Coordinator nicht annähernd so gut ist, wie er von sich selber denkt. Er konnte diese Führungen nicht verteidigen.
Ryan lässt die Verteidigung zu viele verschiedene Schemas spielen, um den Gegner zu verwirren, doch er verwirrt dabei auch die eigenen Spieler.
Sollte Dallas dieses Jahr wieder die Playoffs verpassen, oder dort früh scheitern, dann war es das wohl mit Garrett. Aber der unsägliche Ryan sollte auf jeden Fall auch gehen müssen.
Am Samstag geht es gegen die Buccaneers. Sollten die Cowboys gegen dieses Team verlieren, sollten die beiden besser sofort nach dem Spiel gefeuert werden.
Eine Niederlage gegen Tampa Bay ist völlig inakzeptabel für ein Team, das in die Playoffs will.

Romeo Crennel will den Posten des Head Coaches in Kansas City nicht nur übergangsweise.
Nachdem Todd Haley gefeuert wurde, wurde er befördert und soll das Team bis zum Ende der Saison führen.
Doch das reicht ihm nicht. Er sagte bei seiner Pressekonferenz, daß er nach seinem totalen Versagen als Head Coach in Cleveland etwas zu beweisen hätte. Und das würde er gerne in Kansas City.
Die Chiefs scheinen sich auf dieses Experiment einlassen zu wollen. Chiefs General Manager Scott Pioli sagte, daß man Crennel in die engere Wahl der möglichen Kandidaten aufnehmen werde.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Die NFL 2011 - Woche 14 - Zwei Trainerentlassungen
sparano-tony-hc-dolphins2Am Montag gab es zwei vorgezogene Trainerentlassungen. Um diese Zeit des Jahres schleppen die Teams sich normalerweise bis zum Saisonende mit erfolglosen Trainern rum, aber in Kansas City und Miami waren die Teambesitzer es leid.
Die Dolphins feuerten Head Coach Tony Sparano (Bild).
Todd Bowles, sein Assistenztrainer, soll den Fisch in den letzten drei Saisonspielen als Übergangstrainer anführen.
Die Chiefs feuerten Head Coach Todd Haley. Allerdings träumen sie mit nur 5-8 Siegen immer noch von den Playoffs. Diese wollen sie mit Romeo Crennel erreichen, der vom Defensive Coordinator zum Übergangstrainer befördert wurde.

Die Packers sind natürlich mittlerweile daran interessiert, die perfekte Saison abzuliefern. Doch die Verletzung von Greg Jennings lässt sie lieber zweimal darüber nachdenken.
Der Wide Receiver zog sich gegen die Raiders eine Bänderdehnung im Knie zu und fällt 2-3 Wochen aus.
Das lässt die Packers darüber nachdenken, die Ziele zu verschieben. Was ist wichtiger, die perfekte Saison, und auf dem Weg dorthin riskieren, daß sich weitere Spieler verletzen, und deshalb dieses Ziel dann sowieso nicht zu erreichen, oder die Starter zu schonen und gesund in die Playoffs zu starten?
Daß beides Vor- und Nachteile hat, hat die Vergangenheit bewiesen. Die Colts sind Anhänger der Schonungstheorie. Dabei sind sie aber auch schon aus dem Spielrhythmus geraten und sind in den Playoffs gestrauchelt.
Die Patriots sind Fans der Weiter so Theorie und haben Verletzungen riskiert, was in den meisten Fällen gut ging.
Einen Sieg brauchen die Packers noch, um sich in allen Playoffspielen das Heimrecht zu sichern. Was danach kommt, würde man sehen, meinte Head Coach McCarthy.

Am heutigen Tag beschäftigt sich die NFL mit Browns Quarterback Colt McCoy.
Man will untersuchen, ob die Browns mit den Untersuchungen auf eine etwaige Gehirnerschütterung des Quarterbacks nach einem illegalen Angriff von Steelers Linebacker James Harrison den Regeln gefolgt sind.
Und dann wird die Liga darüber entscheiden, ob Harrison für seine Attacke suspendiert wird oder nicht.
Beide Seiten erwarten mit Spannung die Ergebnisse.

Sorgen bereitete der Gesundheitszustand von Mike Smith den Falcons.
Nach dem Auswärtssieg in Carolina klagte der Head Coach über Schmerzen in der Brust. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, aber es gab schnell eine Entwarnung.
Mit seinem Herz gab es keine Probleme, und Smith wird am Donnerstag gegen die Jaguars wie gewohnt sein Team leiten.

Die sieben Plagen der NFL machen weiter mit ihren horrenden Fehlentscheidungen.
Wie oft kommt es vor, daß die Schiedsrichter eine Halluzination haben, und Strafen verhängen, wo es gar keine gab?
Aber wenn es dann mal einen echten, gut sichtbaren, hundertprozentigen Griff ins Gesichtsgitters eines Quarterbacks gibt, dann haben die Nieten gerade alle in eine andere Richtung gesehen.
So beim Spiel der Vikings gegen die Lions.
Beim letzten Spielzug des Spiels griff Lions Linebacker Deandre Levy Vikings Quarterback Joe Webb ins Gesichtsgitter und zog daran. Der kopf Webbs drehte sich sichtbar.
Es stand 34:28 für Detroit und da ein Spiel nicht enden kann, wenn die Verteidigung eine Strafe begeht, hätte Minnesota noch ein Spielzug zugestanden. Ob der den Sieg gebracht hätte, ist natürlich Spekulation, aber die Chance hätte wenigstens bestanden.
So haben die Zebras mal wieder voll ein Spiel vergeigt und einigen Teams, die hinter den Lions auf einen Platz in den Playoffs lauern, den Tag versaut.
Herzlichen Glückwunsch!
Doch abgesehen von diesem glücklichen Ausgang, hatte Detroit auch Verletzungspech. Cornerback Aaron Berry verletzte sich an der rechten Schulter und wird wohl einige Spiele aussetzen.

Die Cowboys haben Kontakt mit Running Back Sammy Morris aufgenommen.
Nachdem sich DeMarco Murray am Sonntag den Knöchel gebrochen hat, haben sie nur noch Felix Jones als Running Back im Kader.
Deshalb sind sie auf der Suche nach einem weiteren Spieler auf dieser Position.
Morris spielte 11 Jahre in der NFL, bevor er vor der Saison von den Patriots gefeuert wurde.

Montag, 12. Dezember 2011

NFL 2011 - Woche 14 - Zwei weitere Playoffteilnehmer stehen fest
johnson-80-texans2Die Houston Texans haben zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Playoffs erreicht.
Ohne Stamm- Quarterback Matt Schaub und Starreceiver Andre Johnson (Bild) ist diese Leitung um so stärker zu bewerten.
Die Bengals waren ein Gegner, der selber noch Chancen auf die Playoffs hatte, und entsprechend schwer war die Aufgabe der Texans in Cincinnati.
Doch obwohl Houston zur Halbzeit 3:16 zurücklag gelang der Sieg in letzter Sekunde.
Rookie Quarterback T.J. Yates führte das Team zu seinem größten Sieg nach einem Rückstand in dieser Saison.
Zunächst erlaubte die Defense der Texans den Bengals in der zweiten Halbzeit auch nur ein Field Goal.
Yates führte Houston fünf Minuten vor Spielende in Field Goal Reichweite und Kicker Neil Rackers traf aus 33 Yards zum 13:19 Anschluß.
In der nächsten Angriffsserie der Bengals mussten sie an der eigenen 43 punten und Houston begann seinen Drive an der eigenen 20.
Yates lief bei einem dritten Versuch und 15 selber für 17 Yards und hielt die Serie am Leben.
12 Sekunden vor Spielende lag der Ball an der 6 der Bengals. 2 Sekunden vor Spielende war der Ball in der Endzone der Bengals.
Yates warf auf Wide Receiver Kevin Walters... 19:19.
Der Extrapunkt saß und Houston führte 20:19.
Das war dann auch der Endstand und für Houston der Gewinn der AFC South.
Sie haben 10-3 Siege, während die Bengals auf 7-6 zurückfielen und viel Boden verloren haben.

Die Titans hätten mit einem Heimsieg gegen die Saints auf 8-5 Siege kommen können, doch New Orleans kämpfte selber auch um einen Platz in den Playoffs und hatte etwas gegen eine Niederlage.
Die Saints taten sich allerdings sehr schwer bei diesem, für sie ungewohnten, Spiel im Freien und auf natürlichem Gras.
In der ersten Halbzeit punkteten sie zwar dreimal, aber alles nur Field Goals.
So ging es mit 9:3 in die Pause.
Auch im dritten Viertel fanden die Saints nicht den Weg in die Endzone und lagen zum Beginn des letzten Viertels sogar mit 9:10 zurück.
Da war es Quarterback Drew Brees dann zuviel und er warf zwei Touchdownpässe auf Marques Colston.
Tennessee kam noch mal auf 22:17 heran und hatte am Schluß die Chance auf den Sieg.
Quarterback Jake Locker, der den verletzten Matt Hasselbeck ersetzte, führte die Titans Sekunden vor Spielende an die 5 der Saints. Er lief zurück, um zu passen, fand aber keinen freien Receiver. Linebacker Dunbar sackte ihn an der acht Yardslinie und der knappe Sieg war gesichert.
New Orleans hat 10-3 Siege und die Playoffs sicher. Tennessee hat 7-6 Siege und kaum noch Chancen auf die Endrunde.

In Dallas warten die Cowboys immer noch auf den ersten Sieg gegen die Giants im Cowboys Stadion.
In letzter Sekunde rammte Eli Manning den Erzrivalen erneut den Pflock ins Herz.
In dem Spiel wechselte laufend die Führung, so ausgeglichen war es.
Für die ersten zwei Punkte sorgte Dallas Quarterback Tony Romo, der in der eigenen Endzone zu Fall gebracht wurde. Die anschließende Angriffsserie nutzen die Giants, um mit 5-0 in Führung zu gehen.
Dallas konnte dennoch mit einer 17:15 Führung in die Pause gehen.
Ende des dritten Viertels stand es 22:20 für New York. Da waren sie wieder, die zwei Punkte durch den Safety.
Dallas aber ging fünf Minuten vor Spielende mit 34:22 in Führung. 12 Punkte, so kurz vor Spielende, das sollte eine sichere Bank sein.
Nicht aber, wenn Eli Manning der Quarterback des Gegners ist. Manning hat genauso seine Höhen und Tiefen, wie Romo auf der anderen Seite, aber wenn er drauf ist, ist er drauf, und er war drauf.
46 Sekunden vor Spielende hatte er sein Team mit 37:34 in Führung gebracht.
Doch Dallas war noch nicht geschlagen. Romo führte sie vier Sekunden vor Spielende an die 29 der Giants
Sekunden vor Spielende hatte Dallas also noch die Chance auf den Ausgleich, durch ein Field Goal aus 47 Yards.
Dan Bailey schoß, als die Schiedsrichter wild wedelnd durch die Gegend liefen.
Der Ball segelte über die Torstange, aber die Giants hatten eine Auszeit genommen. Der Versuch war gut, aber er zählte nicht.
Nach der Auszeit wurde der erneute Versuch von Bailey geblockt, und New York gewann wieder im Cowboys Stadion.
Die Giants und Dallas haben beide 7-6 Siege und treffen am letzten Spieltag in New York erneut aufeinander.
In dieser Schlacht gab es viele Spieler, die verletzt auf der Strecke blieben. Am Schlimmsten erwischte es wohl Dallas Running Back DeMarco Murray, der sich den Knöchel brach. Für ihn ist die Saison beendet.

Die 49ers haben zu früh einen Gang zurückgeschaltet.
Ausgerechnet gegen die Cardinals verloren sie völlig unerwartet und unnötig mit 19:21.
Damit fielen sie auf 10-3 Siege zurück und müssen weiter um die Freiwoche in der ersten Runde der Playoffs kämpfen.

Auch gegen die Bears reichten den Denver Tebows magere 13 Punkte zum Sieg.
Denvers Defense erlaubte Chicago nur 10 Punkte und die Broncos stehen mit 8-5 Siegen plötzlich alleine auf Platz 1 der AFC West.
Oakland wurde in Green Bay schwer verprügelt und verlor das Spiel mit 16:46 und dadurch den Anschluß an Denver.
Die Raiders lauern aber mit 7-6 Siegen weiter hinter Denver auf den Divisionstitel.

Durch einen 31:23 Sieg in Carolina bleiben die Falcons im Playoffrennen.
Sie haben 8-5 Siege, genau wie Detroit, und die beiden Teams führen die NFC im Rennen um einen Wild Card Platz an.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Kurzberichte
Finley-Jermichael2Die Vertragsverhandlungen der Packers mit Jermichael Finley (Bild) kommen nicht voran.
Der Tight End verdient in dieser Saison $1,2 Millionen und ist im letzten Jahr seines Vertrags. Sollte er bis März keinem neuen Vertrag zugestimmt haben, werden die Packers ihn wohl zum Franchise Spieler machen.
Das heißt, daß Finley zu keinem anderen Team wechseln darf. Green Bay muss ihm das Durchschnittsgehalt der 10 bestbezahlten Tight Ends der Liga zahlen.
Das dürfte 2012, bedingt durch den neuen Tarifvertrag, von $7,3 Millionen auf $5,4 Millionen sinken.

Andrew Luck hat die Heisman Trophäe nicht gewonnen. Seinem Status als voraussichtliche Nr. 1 in der nächsten Draft tut das keinen Abbruch.
Luck betonte in einem Interview, daß er sich durchaus vorstellen kann, hinter einem erfahrenen Quarterback zu lernen. Er wäre nicht darauf aus, sofort zu starten.

Hat Wes Welker am Dienstag einen Verband um sein rechtes Handgelenk getragen?
Diese Frage beschäftigt die Boulevardpresse in New England.
Der Wide Receiver der Patriots besuchte am Dienstag eine Wohltätigkeitsveranstaltung in Boston. Dort wurden Bilder gemacht, die vermuten lassen, daß Welker einen Verband trägt.
Head Coach Bill Belichick ist bekannt dafür, daß er nicht jedes Wehwehchen seiner Spieler veröffentlicht. Das lässt Raum für wilde Spekulationen.
Welker selber antwortete auf die Frage, ob sein Handgelenk verletzt wäre: „Nicht, daß ich wüßte.“

Die Lions werden gegen die Vikings sehr wahrscheinlich auf Kevin Smith verzichten müssen. Der Running Back hat eine Knöchelverletzung.
Die Karriere von Smith ist durchsetzt mit Verletzungsproblemen. Er war deshalb auch schon eine Zeit ohne Job, bevor die Verletzungsprobleme der Lions so groß wurden, daß sie ihn sozusagen von der Straße auflasen.

Samstag, 10. Dezember 2011

Kurzberichte
Seymour-RichardDie höchste Strafzahlung für Vergehen des letzten Spieltags musste Richard Seymour (Bild) leisten.
Der Defensive End der Raiders hatte Dolphins Offensive Lineman Richie Incognito geschlagen. Das kostete ihn $30.000.
Seymour musste damit in der laufenden Saison bisher schon $60.000 zahlen.

Der Einsatz von Ben Roethlisberger im nächsten Spiel gegen die 49ers ist noch nicht sicher.
Seine Verletzung am linken Knöchel ist zwar nicht so schlimm wie befürchtet, aber auch nicht so harmlos, wie erhofft.
Auch sein Gegenüber Colt McCoy wurde schlimmer verletzt, als es zuerst schien.
Am Freitag wurde festgestellt, daß der Quarterback der Browns sich bei dem Angriff von Steelers Linebacker James Harrison eine Gehirnerschütterung zugezogen hat.
McCoys Vater hat die Entscheidung des Teams, seinen Sohn weiterspielen zu lassen hart kritisiert. Er hätte am Fernseher erkennen können, daß Colt nicht ganz bei sich war, als er wieder auf den Platz kam.
Das Team gab bekannt, daß man McCoy auf eine Gehirnerschütterung getestet hatte und keine Symptome feststellen konnte.

Die Cowboys gaben Safety Gerald Sensabaugh eine Vertragsverlängerung.
Er unterschrieb für weitere fünf Jahre und $22,5 Millionen.

Cam Newtons Kritik an seinen Teamkollegen hat keinen Sturm der Entrüstung ausgelöst, höchstens ein laues Lüftchen.
Head Coach Ron Rivera sieht keinen Grund, seinen Rookie- Quarterback zu maßregeln. Newton hätte keine Grenzen mit seiner Kritik überschritten und niemandes Gefühle verletzt.
Er habe nur klargemacht, wie er sich fühle.

Freitag, 9. Dezember 2011

Die NFL 2011 - Woche 14 - Der Auftakt
roethlis200Mannohmann, kann man sich das Leben selber schwer machen.
Pittsburgh ging als haushoher Favorit in das Spiel gegen den krassen Außenseiter aus Cleveland. Ballverluste, Strafen und andere Mißgeschicke hielten die Browns im Spiel.
Fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit verletzte sich dann auch noch Ben Roethlisberger (Bild) schwer, als er mit dem linken Fuß umknickte und zusätzlich noch einige Spieler darauf fielen.
Der Quarterback der Steelers hatte zunächst gedacht, er hätte sich den Knöchel gebrochen, aber Untersuchungen ergaben, daß Knochen und Bänder nicht lädiert waren.
Dennoch war es eine große Überraschung, als Big Ben in der zweiten Halbzeit wieder auf den Platz humpelte.
Jeder Schritt schmerzte ihn, das war deutlich zu sehen.
Und so konnte er zunächst das Spiel nur verwalten, beim Stand von nur 7:3.
Daß Cleveland noch mal in die Nähe der Endzone Pittsburghs würde gelangen können, schien ausgeschlossen.
Viel brachte aber auch Pittsburgh nicht zustande. Bei vier Versuchen an der Einyardlinie der Browns hielt die Defense Clevelands und Pittsburgh beendete eine lange Angriffsserie ohne Punkte.
Auf der anderen Seite kam Cleveland beinahe doch noch mal zu Punkten, doch Quarterback Colt McCoy warf den Ball zu Steelers Cornerback William Gay in die Endzone, der sich vor Wide Receiver Mohamed Massaquoi schob.
Der Fehlwurf war vielleicht einem harten Hit geschuldet, den McCoy kurz zuvor einstecken musste. Steelers Linebacker James Harrison hatte ihn mit vollem Anlauf und dem Helm voran hart getroffen, und McCoy blieb minutenlang auf dem Platz liegen.
Daß dieser Angriff Harrison wieder ein paar Dollar kosten wird, scheint klar, ist aber in dem Fall völlig verdient.
Zwei Spielzüge nach dieser Interception warf Big Ben dann einen 79 Yards Touchdownpass auf Wide Receiver Antonio Brown zum hart erkämpften, sehr knappen aber letztlich verdienten 14:3 Sieg.
Pittsburgh bleibt mit 10:3 Siegen weiter im Playoffrennen.
Alle angeschlagenen Spieler der Steelers haben extra viel Zeit, wieder fit zu werden, bevor es in Woche 15 erst Montags gegen die 49ers geht.

Hitte jetzt, zahl später
Die Titans spielen am Sonntag gegen einen Favoriten auf den Super Bowl, die New Orleans Saints.
Ihr Defensive Coordinator Jerry Gray hat seine Spieler aufgefordert, Football zu spielen und hart zuzuschlagen, statt sich Sorgen um etwaige Strafzahlungen zu machen.
Sollte er für diese Aussage am Montag einen Brief vom Commissioner bekommen, würde er halt einen Brief vom Commissioner bekommen, meinte er. Die Playoffs wären für ihn wichtiger, als die Gefühle von Roger Goodell.
Head Coach Mike Munchak ist völlig einverstanden mit dieser schlag erst hart zu, zahl später Philosophie seines Defensive Coordinators.
Mit 7-5 Siegen ist Tennessee tatsächlich noch auf Playoffkurs.
Da Running Back Chris Johnson endlich fertig damit, das Geld aus seinem Megavertrag zu zählen und sich wieder auf seine Aufgabe im Team konzentriert, stehen die Chancen für die Titans auch gar nicht schlecht.
Am 20.11. erzielte Johnson in 12 Läufen noch magere 13 Yards, in den nächsten beiden Spielen lief er zusammen 46 mal für 334 Yards.
Zusammen mit dem Wiedererwachen des Laufspiels kann eine harte Defense dem Anliegen der Titans, weiterzukommen, sehr hilfreich sein.
Die NFL wird dieses Spiel wohl ganz besonders beobachten, zumal sie in der letzten Woche wieder keine sechsstellige Summe an Strafen aus ihren Spielern herausquetschen konnte.

Spekulationen, Gerüchte, Verschwörungstheorien...
...nicht nur in der Weltpolitik, sondern auch in Indianapolis.
Hartnäckig wird da die Zukunft des Teams mit oder ohne Peyton Manning diskutiert.
Archie Manning, der Vater von Peyton und Eli, sagte vor einigen Tagen, daß er sich nicht vorstellen könne, daß Peyton und Andrew Luck in einem Team spielen könnten.
Später nahm er diese Aussage zurück, aber der Zweifel war gesät.
Die Colts selber beteiligen sich nicht an den Spekulationen und halten sich, noch, bedeckt.
Manning hat gerade erst einen Fünfjahresvertrag unterschrieben, der Indianapolis 90 Millionen Dollar kosten wird.
Da wird es nicht leicht sein, ein Team zu finden, das den angeschlagenen Altstar mitsamt den Konditionen übernimmt.
Würde man in der Draft mit einem anderen Team den ersten Platz tauschen, dann könnte man sich ein nettes Team zusammenstellen, für die Kompensation, die dabei herauskäme.
Stellen sich halt folgende Fragen:
Wie angeschlagen ist Manning tatsächlich?
Kann er, vor allem auf seinem hohen Level, weiterspielen?
Muss Indianapolis ihn ersetzen?
Würde ein Team bereit sein, Manning zu verpflichten?
Was, wenn man Luck nimmt, er aber kein Glücksgriff ist?
Es bleibt also weiter spannend in Indianapolis, auch, oder gerade weil, man die Saison sieglos beenden wird.

Kurzberichte
Lew Bush ist tot.
Der ehemalige Linebacker der Chargers starb im Alter von nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt.
Bush spielte sieben Jahre für San Diego und stand 1994 mit den Chargers im Super Bowl.
Er ist der siebte Spieler des Super Bowl Teams, der gestorben ist. Die anderen sind: Linebacker David Griggs (1995; Autounfall), Running Back Rodney Culver (1996; Flugzeugabsturz), Linebacker Doug Miller (1998; vom Blitz getroffen), Curtis Whitley (2008; Überdosis), Defensive Lineman Chris Mims (2008; vergrößertes Herz) and Defensive Lineman Shawn Lee (Feb. 26; Herzinfarkt).

Cam Newton hätte gerne, wenn der Rest der Panthers auf seinem Niveau spielen würde.
Der Quarterback ist frischgebackener Angriffsspieler der Woche in der NFC und er bemängelt die Qualität seiner Mitspieler.
Verlieren wäre bei den Panthers mittlerweile als Normalzustand akzeptiert, das aber würde er nicht akzeptieren.
Er würde sich nicht die Beine ausreißen und hervorragende Leistungen bringen, nur um dann zuzusehen, wie seine Bemühungen zunichte gemacht würden.
Im Team wurde nach dem Interview ein Grummeln laut, noch nicht sehr laut, aber seltsam vertraut.
Bringt der Rookie damit seine Kollegen gegen sich auf, oder wird er sie mitreißen können?
In Miami hat Reggie Bush seine Mitspieler vor einiger Zeit mit solch einer Anklage ja zum Aufbruch bewegen können.

Die Giants machen sich Sorgen um ihre beiden Running Backs. Weder Ahmad Bradshaw noch Brandon Jacobs konnten in dieser Woche wie gewohnt trainieren.
Doch die Cowboys täten gut daran, sich dennoch auf beide vorzubereiten.
Beide hatten auch letzte Woche nicht voll trainiert, kamen aber gegen die Packers zum Einsatz.
Im Sunday Night Spiel geht es um Platz 1 in der NFC East.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Kurzberichte
austin-miles2Am Sonntag geht es für die Cowboys und die Giants um Platz eins in der Division.
Rechtzeitig vor diesem wichtigen Spiel meldete sich Miles Austin (Bild) wieder zum Training zurück. Der Wide Receiver der Cowboys hat vier Spiele mit einer Oberschenkelzerrung verpasst.
Austin fing in den letzten beiden Saisons Pässe für jeweils über 1.000 Yards.
Auch Fullback Tony Fiammetta konnte wieder mittrainieren. Er hatte die letzten drei Spiele verpasst und das Team gab nicht bekannt, warum.
Fiammetta ist wichtig für das Laufspiel der Cowboys. Wenn er für Murray den Weg freiblockt, dann erzielte der Running Back im Durchschnitt 150 Yards pro Spiel, ohne Fiammetta erzielte er nur 66 Yards Pro Spiel.

Gegen die Vikings konnte Broncos Linebacker Von Miller nur zusehen. Er hatte einen dicken Verband um seinen gebrochenen Daumen.
Gegen die Bears will er allerdings trotz des Verbands antreten. Am Training hat er schon wieder teilgenommen.
In dieser Saison führt er die Rookies der Liga mit 10,5 Sacks an.
Nicht mittrainiert haben allerdings Running Back Willis McGahee, Wide Receiver Eddie Royal und Left Tackle Ryan Clady. Alle haben leichte Blessuren und könnten am Sonntag eingesetzt werden.

Die besten Spieler der Woche 13

AFC
OFFENSE: RB RAY RICE, BALTIMORE RAVENS
29 Läufe für 204 Yards, 1 Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB COLIN MC CARTHY, TENNESSEE TITANS
9 Tackles, 1 erzwungener Fumble, 2 eroberte Fumbles, 1 abgewehrter Pass
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR ANTONIO BROWN, PITTSBURGH STEELERS
3 Puntreturns für 65 Yards, 1 Touchdown 
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB CAM NEWTON, CAROLINA PANTHERS
12 von 21 Pässe für 204 Yards, 1 Touchdown, 3 Lauftouchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB DAVID HAWTHORNE, SEATTLE SEAHAWKS
6 Tackles, 1 Interceptionreturn über 77 Yards zum Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P TIM MASTHAY, GREEN BAY PACKERS
5 Punts für durchschnittlich 44,2 Yards
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Kurzberichte
Forte-MattMatt Forte (Bild) glaubt, daß er höchstens nur drei Spiele verpassen wird. Eine Untersuchung des Knies des Running Backs hat eine Verstauchung ergeben.
Ob die Bears ohne ihn weiter auf Playoffkurs bleiben können, ist fraglich. Die Konkurrenz hat sich im Fell des Bären festgekrallt.
Forte ist im letzten Jahr seines Vierjahresvertrags und hofft, daß Chicago ihm einen guten neuen Vertrag anbietet.
Seine Leistungen jedenfalls lassen keinen Zweifel daran, daß sofort mehrere Teams bei ihm anfragen werden, sollten die Bears ihn nicht entsprechend entlohnen.
Um noch mal auf die Favre Soap zurückzukommen: „Wir haben kein Interesse daran, diesen Quarterback, der so alt wie ein Ozean ist, zu verpflichten“, hieß es aus Teamkreisen. Er habe sich selber ins Gespräch gebracht. Von den Bears habe ihn niemand kontaktiert.

Minnesota zeigt nicht genug Interesse an den Vikings. Die wollen ein neues Stadion, aber die Finanzen des Staates lassen ein so teures Unternehmen nicht zu.
Los Angeles hat Interesse, aber bis da ein neues Stadion steht, sind die Vikings Super Bowl Sieger.
Aber, aller guten Dinge sind drei. Eine weitere Stadt hat bei den Vikings angefragt, ob sie umziehen möchten.
Welche Stadt das ist, wurde nicht bekanntgegeben, aber von Seiten des Staates Minnesota wurde bestätigt, daß es einen weiteren Bieter um das Team gibt.
Eine Bessere Verhandlungsposition können sich die Vikings gar nicht wünschen.

Der Finanzausschuß der NFL hat dem Verkauf der Jaguars an den Pakistani Shahid Khan zugestimmt.
Es steht zu befürchten, daß die 32 Teambesitzer am 14. Dezember dem Verkauf zustimmen.
$760 Millionen ist Khan der Einsieg in die Liga wert.

Die Texans bauen ihren Quarterback –Kader um.
Nachdem zunächst Starter Matt Schaub ausfiel, erwischte es sofort auch Ersatzmann Matt Leinart. Rookie T.J. Yates steht als Starter für den Rest der Saison fest und Houston verpflichtete Jake Delhomme als zweiten Mann.
Am Dienstag feuerten sie Kellen Clemens, der als dritter Mann in die Saison gegangen war.
Für ihn verpflichtete Houston Jeff Garcia, der vor vielen Jahren recht ansprechende Leistungen bei den 49ers zeigte, zuletzt aber nur noch in der UFL zum Zug kam.

Zwei wichtige Spieler der Redskins haben ihre Leistungen durch die Einnahme verbotener Substanzen gesteigert.
Deshalb wurden am Dienstag Tight End Fred Davis und Offensive Tackle Trent Williams für jeweils vier Spiele gesperrt.

Schwere Vorwürfe erhebt ein 34-jähriger Mann aus Tampa Bay gegen LeGarrette Blount. Der Running Back der Buccaneers soll ihn zusammen mit zwei weiteren Männern zusammengeschlagen haben.
Der Vorfall ereignete sich am 11.9. 2011.
Von einer Tageszeitung aus Tampa auf die Vorwürfe angesprochen antwortete Blount nur: „Ah, man“.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Super Bowl 2012
Eine brechende Neuigkeit hätte ich noch, Super Bowl XLVI betreffend.
Keine ARD, kein HD.
Der nächste Super Bowl wird im deutschen Fernsehen von SAT1 übertragen.
Der Vertrag mit der ARD war abgelaufen und der private Sender hat zugegriffen.

Kurzberichte
suh-ndamukong3Am Wochenende hatte Ndamukong Suh (Bild) einen Autounfall, an dem kein anderes Fahrzeug beteiligt war.
Suh, der momentan suspendiert ist, war zu schnell unterwegs und krachte mit seinem Wagen in einen Baum.
Er selbst wurde nicht verletzt, aber zwei Frauen, die mit im Auto saßen, sollen verletzt worden sein.
Beide hatten den Unfallort verlassen, bevor die Rettungskräfte auftauchten.
Die beiden Frauen, die von einem Fernsehsender aufgespürt wurden, wollen nicht, daß ihre Namen bekannt werden, weil sie sich vor Repressalien durch Suh und seine Familie fürchten.
Wie der Unfall genau passierte, muss noch ermittelt werden. Fest steht, daß Suh nicht unter dem Einfluß von Rauschmitteln gestanden hat.

Die Steelers müssen bereits am Donnerstag wieder antreten. Unklar ist, ob die verletzten Ramon Foster und LaMarr Woodley in so kurzer Zeit wieder fit werden.
Guard Foster hat einen verstauchten Knöchel und Linebacker Woodley eine Oberschenkelzerrung.
Aber so wichtig ist ihr Einsatz dann auch nicht, geht es doch nur gegen Cleveland.

Die Bears wollen weiter an Quarterback Caleb Hanie festhalten. Die Verpflichtung von Donovan McNabb stehe nicht zur Debatte.
Kickreturnsuperstar und Wide Receiver Devin Hester glaubt, daß das die richtige Entscheidung ist.
Seiner Meinung nach würde McNabb die komplizierte Offense, die Offensive Coordinator Mike Martz spielen lässt, nicht in so kurzer Zeit lernen können.
Aber am Horizont tauchte doch tatsächlich schon wieder ein Gespenst mit fünf Buchstaben auf, Favre.
Er soll seinem Agenten gesagt haben, daß er einen Anruf der Bears ruhig annehmen solle, wenn denn einer käme.
Dieser Running Gag wird uns wohl noch die nächsten 20 Jahre begleiten.

Leslie Frazier soll auch nächstes Jahr noch der Head Coach der Vikings sein, das sagte Teambesitzer Zygi Wilf einer Tageszeitung in Minneapolis.
Trotz einer 2-10 Saison bisher, sieht Wilf keinen Grund, Frazier das Vertrauen zu entziehen.
Frazier sollte anfangen, sich Sorgen zu machen.
So werden Entlassungen oft eingeleitet.

Madonna wird die Halbzeitshow im nächsten Super Bowl bestreiten.
Das Mitglied in der Ruhmeshalle des Rock und Rolls war schon länger als Halbzeitclown gehandelt worden, doch die Bestätigung kam erst am letzten Wochenende.

Die NFL rechnet mit einer signifikanten Steigerung der TV-Gelder.
Bis zu 60% mehr sollen die nächsten Verträge einbringen.
Der laufende Vertrag gilt bis nach der Saison 2013. Danach soll jeder Sender mindestens eine Milliarde Dollar pro Jahr an die NFL für seine Übertragungsrechte zahlen. So sieht Commissioner Roger Goodell das.
Die Rechte werden bis nach der Saison 2021 gelten und wenigstens $24 Milliarden in diesem Zeitraum einbringen.
Noch nicht mitgerechnet sind die Einnahmen für die zusätzlichen Donnerstagsspiele. Die sollen zunächst auf dem eigenen NFL Network laufen, aber TNT und Versus sollen schon ihr Interesse bekundet haben.
Mit den Radiorechten, den Zahlungen von Direct TV und verschiedenen Internetrechten rechnet die NFL mit jährlichen Einnahmen von sieben Milliarden Dollar.
Und jetzt können wir nur hoffen, daß Rummenigge und Hönes davon nie erfahren, die kriegen einen Herzinfarkt vor Neid.

Montag, 5. Dezember 2011

Die NFL 2011 - Woche 13 - Rückschläge und Vorschläge
Forte-MattEinen weiteren herben Rückschlag erlebten die Bears. Nach Quarterback Jay Cutler verloren sie in der 3:10 Niederlage gegen die Chiefs auch noch Running Back Matt Forte (Bild). Er zog sich eine Bänderdehnung im Knie zu und wird bis zu sechs Wochen ausfallen.
Nach den armseligen Vorstellungen von Ersatz- Quarterback Caleb Hanie, der drei Interceptions warf, dürften damit die Playoffhoffnungen begraben werden.
Vorschlag: Donovan McNabb ist immer noch auf dem Markt. Und besser als dieser Heini Hanie dürfte er immer noch sein. Also... zugreifen!
Noch ist Chicago mit 7-5 Siegen im Rennen.

Einen Rückschlag erlebten auch die Raiders. Sie wurden in Miami regelrecht verprügelt.
Daß die Dolphins nur 34:14 gewannen, schmeichelt Oakland noch.
Wo waren diese Dolphins, die zuletzt so super spielten, als die Saison begann?
Vorschlag: Wenn ihr Euch das nächste Mal gegenseitig als Stinker bezeichnet, wartet nicht 5, 6, oder sieben Niederlagen lang damit, stänkert Euch schon nach zwei Niederlagen in Folge an.
Nachdem Reggie Bush gesagt hatte, daß das Team stinkt, sagte das Team, daß der Running Back stinkt.
Und seitdem stinkt in Miami nichts mehr. Seitdem hat das Team seine Gegner mit 139:54 ausgepunktet.
Aber zu spät. Mit nun 4-8 Siegen sind die Playoffs futsch.
Bei den Raiders wurde Defensive Tackle Richard Seymour vom Platz gestellt, weil er einen Gegner geschlagen hatte.
Und Oakland muss aufpassen, denn der Tebow Express ist in voller Fahrt.

Der Quarterback der Broncos lernt so langsam aber sicher das Passen. Tim Tebow vervollständigte 10 seiner 15 Pässe für 202 Yards und 2 Touchdowns in dem 35:32 Sieg in Minnesota.
Christian Ponder auf der anderen Seite vervollständigte 29 seiner 47 Pässe für 381 Yards, 3 Touchdowns aber auch 2 Interceptions.
Nach sieben Starts in Folge scheint Tebow den Dreh rauszuhaben und steuert auf den Sieg der AFC West zu.
Aber richtig schlecht war die Defense der Vikings. Sie ließ in den letzten 93 Sekunden des Spiels zwei Field Goals von Broncos Kicker Matt Prater zu.
Denver und Oakland haben beide 7-5 Siege und liefern sich ein heißes Kopf an Kopf Rennen.

Manchmal braucht man Spiele der NFL, um zu sehen, daß wenigstens in der Footballwelt noch alles seine Ordnung hat, wenn sonst schon alles um einen herum nur noch spinnt.
So ein Spiel war der 35:7 Sieg der Steelers gegen die Bengals.
35:7, so stellt man sich ein Ergebnis dieser beiden Teams vor.
Im letzten Viertel verletzte sich Bengals Rookie Quarterback Andy Dalton an der Hüfte und konnte nicht mehr weiterspielen.
Sein Ersatzmann Bruce Gradkowski war nicht in der Lage, noch Akzente zu setzen. Und der Sieg Pittsburghs geht auch in dieser Höhe in Ordnung.
Damit bleibt es beim Zweikampf zwischen Baltimore und Pittsburgh die jeweils 9-3 Siege haben.

In Houston gab es einen weiteren Rückschlag für die Texans, denn Wide Receiver Andre Johnson verletzte sich erneut an der Kniesehne und könnte wieder einige Zeit ausfallen.
Dennoch schlug sich Rookie Quarterback T.J. Yates ganz gut. Gegen die Falcons hielt er sein Team in der Erfolgsspur.
Die Texans gewannen 17:10 und bleiben mit 9-3 Siegen weiter an der Tabellenspitze der AFC South.

Die 49ers haben die Playoffs sicher.
Durch den 26:0 Sieg über die Rams kann ihnen bei 10-2 Siegen niemand mehr Platz 1 in der NFC West streitig machen.

Green Bay gewann mit 38:35 bei den Giants.
Beide Teams wussten, um was es ging und boten beste Unterhaltung.
Dabei machte Eli Manning einen wohl entscheidenden Fehler. Sekunden vor der Zweiminutenwarnung beeilte er sich, um noch einen Spielzug zu beginnen.
Vier Sekunden vor der Zweiminutenmarke spielten die Giants tatsächlich noch mal den Ball an.
58 Sekunden vor Spielende kam New York auf 33:35 heran und erzielte auch noch die nötigen zwei Extrapunkte zum Ausgleich.
Doch 58 Sekunden für Green Bay waren schon unter Brett Favre genau das, was der Quarterback als Herausforderung liebte.
Auch Aaron Rodgers sieht das so.
Er führte sein Team noch in Field Goal Reichweite, und als die Uhr auf Null sprang segelte der Kick von Mason Crosby aus 31 Yards zum 38:35 über die Torstange.
Vorschlag: Wenn man zwei Minuten vor Spielende gegen Green Bay in der Redzone ist, das Spiel nicht künstlich beschleunigen. Gaaaanz viel Zeit lassen zum Punkten und den Packers so viel Zeit wegnehmen, wie nur irgend möglich.
Mit 12-0 Siegen hat Green Bay die Playoffs sicher und New York bleibt mit 6-6 Siegen weiter ein Spiel hinter Dallas.

Wenn es noch eines Beweises gebraucht hat, um zu erfahren, warum die Cowboys nichts in den Playoffs zu suchen haben, dann das Spiel gegen Arizona.
Dallas verlor mit 13:19 in der Verlängerung, und ein Team, das gegen die Cardinals verliert, hat in den Playoffs nichts zu suchen.
Erbärmlich auch, wie diese Niederlage zustande kam.
Sekunden vor Spielende hatte Dallas die Chance auf den Sieg, durch ein Field Goal aus 49 Yards.
Dan Bailey schoß, als die Schiedsrichter wild wedelnd durch die Gegend liefen.
Der Ball segelte über die Torstange, aber Dallas Head Coach Jason Garrett hatte eine Auszeit genommen. Der Versuch war gut, aber er zählte nicht.
Nach der Auszeit segelte der erneute Versuch von Bailey links an den Torstangen vorbei und das Spiel ging mit 13:13 in die Verlängerung.
Vorschlag: Als Head Coach sollte man dann eine Auszeit nehmen, um den Kicker in seiner Konzentration zu stören, wenn der gegnerische Kicker am Werk ist.
Macht man es bei dem eigenen Kicker, ist das ziemlich dämlich.
In der Verlängerung bekam Arizona zuerst den Ball und nach einem 52 yards Touchdownpass von Kevin Kolb auf Stephens- Howling war das Spiel Zuende.
Dallas führt weiter mit 7-5 Punkten die NFC East an, vor dem Sunday Night Spiel gegen die Giants nächste Woche.

Samstag, 3. Dezember 2011

Der wahre Wert von Donovan McNabb
mcnabb2Er wollte seinen Marktwert testen.
Donovan McNabb (Bild) hatte die Vikings gebeten, ihn gehen zu lassen, weil er im Kader auf den Platz des dritten Quarterbacks herabgestuft worden war.
Minnesota stellte sich nicht quer, und setzte den Quarterback auf die Verzichtsliste (Waiver List). Am Freitag war somit jedes Team berechtigt, McNabb von dieser Liste in seinen Kader aufzunehmen.
Und um 22:00 Uhr unserer Zeit ging es los, in einer festgelegten Reihenfolge, wie bei der Draft.
Und die Teams kamen und nahmen, doch einen ignorierten sie völlig ... Donovan McNabb.
Der Quarterback blieb wie schimmeliges Brot aus der Vorwoche im Regal liegen.
Eigentlich dachte man ja, daß die Texans zugreifen würden, die in kürzester Zeit die beiden Matts, Schaub und Leinart, verloren haben. Aber die setzen lieber auf Rookie T.J. Yates, als sich diese Altlast aufzuhalsen.
Der 35-jährige Ex-Eagle, Ex-Redskin, Ex-Viking und sechsmalige Pro Bowl Teilnehmer wollte seinen Marktwert testen.
Den kennt er jetzt.
Null!
Die Vikings trifft das sehr hart, sie müssen der Null noch $1,485 Millionen für diese Saison zahlen, die das neue Team hätte übernehmen müssen.

Kurzberichte
Alarm in Denver.
Der Mann, der wirklich dafür sorgt, daß die Broncos Siege in Serie einfahren, ist verletzt.
Rookie Linebacker Von Miller trägt einen dicken Verband um seinen frischoperierten rechten Daumen, und sein Einsatz gegen die Vikings ist fraglich.
Er selber hegt nicht den geringsten Zweifel, daß er spielen wird.
Miller hatte sich den Daumen kurz vor der Verlängerung im Spiel gegen die Chargers gebrochen. Aber sein Adrenalinspiegel in diesem knappen Spiel wäre so hoch gewesen, daß er sich davon nicht hat beeinflussen lassen, sagte er der Presse.

Die Bears haben den Vertrag mit Earl Bennett verlängert.
Der Wide Receiver unterschrieb für weitere vier Jahre.
Die Bears und Bennetts Agent hatten mehrere Monate hart verhandelt, bevor es zu einem Abschluß kam. Was für Bennett dabei heraussprang, wurde nicht bekanntgegeben.
Jetzt muß Chicago sich dringend um Running Back Matt Forte kümmern. Wenn sie ihm keinen guten neuen Vertrag anbieten, verlieren sie ihren wichtigsten Mann in der Offense. Forte ist für einen Großteil der erzielten Yards in der laufenden Saison verantwortlich.

„Abgelehnt“,
so lautete der Spruch bei der Berufungsverhandlung gegen Ndamukong Suh.
Der Defensive Tackle der Lions hatte Einspruch gegen seine zwei Spiele währende Suspendierung eingelegt.
Art Shell, der von der Liga wie auch der Spielergewerkschaft bezahlt wird, um solche Fälle zu verhandeln, sah keinen Grund, die Sperre aufzuheben.
Gegen die Saints und die Vikings muß Detroit also ohne die Kampfmaschine auskommen.

Freitag, 2. Dezember 2011

Adler gegen Seeadler
young-vinceIm Donnerstagsspiel standen sich die Eagles und die Seahawks gegenüber. Beide Teams gingen mit 4-7 Siegen in das Spiel und über die ganzen 60 Minuten wurde es deutlich, warum beide Teams so tief im Keller der Liga angesiedelt sind.
Hätten die Seahawks sich nicht auf ihre beiden besten Spieler Marshawn Lynch und Vince Young (Bild) verlassen können, hätte sie größere Probleme mit Philadelphia gehabt.
Running Back Marshawn Lynch lief 22 mal für 148 Yards und 2 Touchdowns.
Vince Young ist zwar der Quarterback der Eagles, aber er trug mit seinen vier Interceptions maßgeblich zum Erfolg der Seahawks bei.
Drei seiner Interceptions führten zu 21 Punkten für Seattle. Sein vierter abgefangener Paß führte nur deshalb nicht mehr zu Punkten, weil er kurz vor Spielende erfolgte und Seattle nur noch die Uhr herunterlaufen lassen musste.
Seattle gewann mit 31:14 und hat nun 5-7 Siege.
Philadelphia hat 4-8 Siege und kann die Saison im besten Fall ausgeglichen mit 8-8 Siegen abschließen.
Eaglesfans sollten heute keine Tageszeitung aus Philadelphia lesen.

Kurzberichte
LaDainian Tomlinson fühlt sich nach seiner Bänderdehnung im Knie wieder fit.
Der Running Back der Jets will nach zwei Spielen Zwangspause wieder ins Geschehen eingreifen.

Die Vikings feuerten Donovan McNabb. Der Quarterback fühlte sich nicht mehr gebraucht, und bat um die Entlassung.
Am heutigen Freitag um 22:00 Uhr unserer Zeit dürfen die Teams nach einer festgelegten Reihenfolge Spieler aufnehmen, auf die andere Teams verzichten. McNabb glaubt, daß er ganz hoch im Kurs steht, und schnell einen neuen Arbeitgeber finden wird.
Tatsächlich gibt es ja Teams in der Liga, die haben so schlechte Quarterbacks, daß selbst McNabb für sie noch eine Verbesserung wäre.
Dallas, Washington, Philadelphia, Arizona, Houston, um nur ein paar zu nennen.
Da wird sich doch einer bei McNabb melden.

Am Donnerstag wurde Rolando McClain verhaftet. Der Linebacker der Raiders wurde angeklagt, weil er einen Mann mit der Waffe bedroht hat.
McClain hat seinem Opfer eine Pistole an den Kopf gehalten und ihn bedroht. Der Mann flehte den Linebacker an, nicht zu schießen, aber McClain feuerte das Magazin neben dem Ohr des Opfers leer.
Der Linebacker wurde gegen eine Kaution von $2.000 freigelassen, aber ihn erwartet demnächst ein Prozess.

Vor dem wichtigen Spiel gegen Houston, haben auch die Falcons Verletzungssorgen.
Running Back Michael Turner ist an der Leiste verletzt und konnte in dieser Woche nicht trainieren.
Wide Receiver Julio Jones konnte wegen einer Kniesehnenverletzung nicht trainieren und der Einsatz von beiden ist fraglich.

1. Dezember 2011

Schleudersitze
turner-norvJaguars Head Coach Jack Del Rio wurde in dieser Woche entlassen, und Norv Turner (Bild) könnte ihm bald folgen.
Der Head Coach der ins bodenlose abgerutschten Chargers weiß selber, daß er auf einem Schleudersitz sitzt.
San Diego spielt im Monday Night Spiel gegen Jacksonville, und eine Niederlage könnte den zweiten Trainerrauswurf in der laufenden Saison nach sich ziehen.
Doch auch in Philadelphia rumort es gewaltig.
Obwohl Head Coach Andy Reid in 13 Jahren nur zwei negative Saisons mit dem Team erlebte und es einmal sogar in den Super Bowl führte, mehren sich die Stimmen, die seinen Rauswurf fordern.
Die Fans sind in zwei etwa gleich große Lager für und gegen ihn gespalten, doch die, die seinen Rauswurf wollen, schreien lauter.
Die Eagles haben 4-7 Siege auf dem Konto und stehen nur noch eine Niederlage entfernt von einer höchstens ausgeglichenen Saison.
Eine Niederlage im Donnerstagsspiel könnte bedeuten, daß sich Reid auf der Zielgraden befindet, das Ziel aber nicht mehr erreicht.
Allerdings hat er einen Vertrag, der noch zwei Jahre läuft und $10 Millionen wert ist. Da würde es extrem teuer ihn zu feuern.
Im Falle einer Entlassung könnte Andy Reid seine unerwartete Freizeit dazu nutzen, sich mehr um die Familie zu kümmern. Er hat zwei hochkriminelle Söhne, die seit 2007 im Knast sitzen.
Bei ihrer Verurteilung sagte der Richter, daß es im Haushalt der Reids an Strukturen fehle und das Haus ein Drogenimperium beherberge. Er bezeichnete die Reids als Familie in einer Krise.

Die Chargers haben Marcus McNeil auf die Verletztenliste gesetzt. Der Offensive Tackle hat eine Nackenverletzung und für ihn ist die Saison beendet.
San Diego verpflichtete Jared Gaither, der gerade erst von den Chiefs entlassen wurde, um ihn zu ersetzen.

Kurzberichte
Ray Lewis ist es leid.
Der mörderische Linebacker der Ravens ist es leid, den Cheerleader und Assistenztrainer an der Seitenauslinie zu geben.
Weil dem 36-jährigen ein Zeh wehtut, kann er nicht aktiv ins Geschehen eingreifen, und das schmerzt ihn mehr, als sein Zeh.
Auch in dieser Woche konnte er nicht mit dem Team trainieren und steht kurz davor, sein drittes Spiel in Folge zu verpassen.
Gegen die Browns, die den Ravens in den letzten Jahren öfter unerwartet harte Schlachten lieferten, will er wieder mitmischen.
Ob er kann und darf, werden die Teamärzte kurzfristig entscheiden.
Immerhin hat Baltimore auch ohne ihn gegen die Bengals und 49ers gewinnen können. Und bei seinem doch schon fortgeschrittenen Alter auf seiner harten Position, sollte, ja muss das Team sich langsam dran gewöhnen, ohne ihn zu spielen.

Jay Cutler glaubt nicht mehr so recht daran, daß er dieses Jahr noch mal einen Pass werfen wird.
Der Quarterback der Bears sprach am Mittwoch mit der Presse über seinen gebrochenen Daumen und klang gar nicht optimistisch.
Die Ärzte haben ihn darauf vorbereitet, daß der Daumen nie wieder seine volle Beweglichkeit erlangen wird.
Deshalb geht Cutler selber davon aus, daß für ihn die Saison beendet ist.
Mit Caleb Hanie als seinem Ersatzmann, sieht es so aus, als ob die Saison für das ganze Team beendet ist.

Zu den Spielern, die von der NFL in dieser Woche zu Geldstrafen verurteilt wurden, gehört Steve Johnson. Der Wide Receiver der Bills tat so, als ob er sich selber ins Bein schießt, nachdem er einen Touchdown gefangen hatte. Damit verhöhnte er Jets Wide Receiver Plaxico Burress, dem dieses Mißgeschick vor zwei Jahren in einer Disco passierte.
Und das war der Liga $10.000 wert.
Johnson selber schoß danach seinem eigenen Team ins Bein, weil er zwei präzise Pässe auf ihn nicht fangen konnte.
Wer andere verhöhnt, sollte selber in der Lage sein, Leistung zu zeigen.
Insgesamt war es ein schlechtes Wochenende für die Liga, deren Einnahmen an Strafzahlungen deutlich unter $100.000 blieben.

Die besten Spieler der Woche 12

AFC
OFFENSE: RB CHRIS JOHNSON, TENNESSEE TITANS
23 Läufe für 190 Yards
Seine 3. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB TERRELL SUGGS, BALTIMORE RAVENS
3 Sacks, 3 Tackles, 1 erzwungener Fumble
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K SEBASTIAN JANIKOWSKI, OAKLAND RAIDERS
6 von 6 Field Goals, 1 Extrapunkt
Seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS
24 von 38 für 363 Yards, 4 Touchdowns, 1 Lauftouchdown
Seine 14. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: CB DE ANGELO HALL, WASHINGTON REDSKINS
1 Interception, 6 abgewehrte Pässe, 5 Tackles
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-CB PATRICK PETERSON, ARIZONA CARDINALS
1 Puntreturn über 80 Yards zum Touchdown 
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

30. November 2011

Große Veränderungen in Jacksonville
weaver-wayne2Wayne Weaver (Bild) ist seinen Head Coach leid und sein Team.
Der Besitzer der Jaguars feuerte am Dienstag Head Coach Jack Del Rio nach über acht Jahren.
Del Rio erzielte in dieser Zeit die miese Bilanz von 68-71 Siegen. Nach der Niederlage am Sonntag gegen die Texans sind die Jags definitiv aus dem Playoffrennen.
Nachdem Weaver seinen Head Coach gefeuert hatte, ließ er die nächste Bombe platzen. Er sagte, daß er die Jaguars verkauft hat. Käufer ist Shahid Khan, ein Pakistaner, der es in den USA mit Stoßstangen zu enormen Reichtum geschafft hat.
Die drei größten Autohersteller der USA bauen die Stoßstangen seiner Firma ein.
Schon 2010 wollte er die Rams kaufen, was damals Gott sei Dank noch abgewehrt werden konnte. Vielleicht kann der Kauf der Jaguars auch noch verhindert werden?
75% der Teambesitzer müssen dem Kauf zustimmen, sonst kommt er nicht zustande.
Am 14.12. ist das nächste Treffen der Clubbesitzer, dann werden sie abstimmen.
Sollte Khan das Team übernehmen dürfen, wird es spannend. Hält er die Jaguars in Jacksonville, wo sie das Stadion nicht voll bekommen, oder zieht er mit ihnen um?

Kurzberichte
Die Chiefs haben genug Fehler ihres Offensive Tackles Jared Gaither gesehen.
Nur Tage nachdem er eine kostspielige Strafe wegen eines Fehlstarts gegen die Steelers kassierte, zeigten sie ihm, wo der Architekt die Tür eingeplant hat.
Durch die Strafe verpassten die Chiefs einen neuen ersten Versuch und mussten sich mit einem Field Goal begnügen. Die vier zusätzlichen Punkte eines möglichen Touchdowns fehlten ihnen am Schluß in einem Spiel, das sie 9:13 verloren.

Die Giants müssen eine ganze Weile auf Osi Umenyiora verzichten.
Der Defensive End verletzte sich im ersten Viertel gegen die Saints und wurde schmerzlich vermisst.
Auch Linebacker Mark Herzlich, der sich am Knöchel verletzte, könnte einige Zeit ausfallen.
So kurz vor den Playoffs, bei einem Spiel Rückstand auf die Cowboys, sind das schwere Verluste.

Zwei Wochen Sperre ohne Bezahlung lautet die Strafe für Ndamukong Suh. Dadurch entgehen ihm $165.647 Gehalt.
Damit ist der Defensive Tackle der Lions sehr gut davongekommen.
Trotzdem wird er gegen die Strafe Einspruch einlegen. Den Einspruch behandeln wird der ehemalige NFL Head Coach Art Shell, der von der Spielergewerkschaft und der Liga bezahlt wird.

29. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 12 - MNF und mehr
brees-drew222Giants gegen Saints, da war die wichtigste Frage: Welches Giants Team läuft auf?
Es gibt ja das gute und das schlechte Team.
Die Antwort war ganz klar, das gute Team war dran... aber es reichte nicht, die Saints waren einfach um ein vielfaches besser.
Mit der großen Leichtigkeit, nach der die Stadt New Orleans ja ihren Spitznamen hat, nahmen die Saints die Giants Schicht für Schicht auseinander.
Drew Brees warf Pässe für 363 Yards und vier Touchdowns. Einen Touchdown lief er selber. Zusammen mit dem Laufspiel erzielten die Saints 577 Yards gegen die Giants Defense.
Zur Halbzeit führte New Orleans 21:3 und ließ es in der zweiten Halbzeit etwas lockerer angehen. Dadurch kam New York noch zu 21 weiteren Punkten, aber die Saints hielten munter mit und hörten selber nicht auf zu punkten.
Bei den Giants haderte Quarterback Eli Manning mal wieder mit seinen Receivern. Drei perfekt geworfene Bälle konnten sie nicht fangen und das nervte Manning zurecht.
Doch obwohl seine Receiver ihn mal wieder im Stich ließen, vervollständigte Manning 33 seiner 47 Pässe für 406 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Das sind Werte, die man normalerweise bei dem Quarterback des Siegerteams liest, nicht beim Verlierer.
Es zeigt, wie gut die Saints am gestrigen Abend drauf waren, und daß sie das Rennen um die Playoffs vielleicht etwas ernster nehmen, als der Gegner.
Am Ende stand es 49:24 für New Orleans.
Mit nun 6-5 Siegen liegen die Giants plötzlich und unerwartet hinter den Cowboys, die 7-4 Siege haben, und die nun wirklich nichts in den Playoffs zu suchen haben. Aber wenn man ihnen die Chance auf dem silbernen Tablett anbietet, sagen sie natürlich danke.
New Orleans führt mit 8-3 Siegen die NFC South an, vor den Falcons, die 7-4 Siege aufweisen.
Die Saints stehen im Fernduell mit den 49ers um das zweitbeste Team der NFC. Das ist wichtig für ein Heimspiel und eine Freiwoche in den Playoffs. San Francisco hat mit 9-2 Siegen noch die Nase vorn.

Kurzberichte
In Woche 14 gibt es nur eine Spielverschiebung. Die Partie der Raiders in Green Bay wurde von 19:00 Uhr auf 22:15 verlegt.
NBC sieht im Duell der Divisionsrivalen aus Dallas und New York genug Potential, um das Spiel, wie geplant, als Sunday Night Spiel auszustrahlen. Beide Teams haben noch Chancen auf die Playoffs.

Ndamukong Suh hat sich NFL Commissioner Roger Goodell für seinen Tritt gegen Packers Guard Even Dietrich-Smith entschuldigt.
Damit ist seine eher blödsinnige Erklärung, die er nach dem Spiel abgab, hinfällig.
Ob diese Entschuldigung die zu erwartende Suspendierung mildert, wird man sehen. Alles unter zwei Spielen Sperre wäre eine Überraschung.

Noch vor kurzem leuchtete die Zukunft der Texans hell auf.
Jetzt ist das Licht eher... matt.
Nachdem sich zuerst Quarterback Matt Schaub eine saisonbeendende Verletzung zugezogen hat, erwischte es direkt im ersten Spiel seines Ersatzmanns auch Matt Leinart. Er brach sich das Schlüsselbein und das war es dieses Jahr auch für ihn.
Gut, daß Houston es am Sonntag nur mit den Jaguars zu tun hatte, da konnte Rookie T.J. Yates das Team noch zu einem 20:13 Sieg führen.
Die Texans haben Jake Delhomme zu einem Probetraining eingeladen, der zur Zeit ohne Job ist.
Head Coach Gary Kubiak will jedoch zuerst auf Yates und den dritten Mann Kellen Clemens setzen. Delhomme, so er denn einwilligt, wäre vorerst nur der Notnagel. Immerhin ein Notnagel mit Super Bowl Erfahrung.

Am Montag verpflichteten die Lions Running Back Aaron Brown. Den hatten sie erst im September gefeuert. Doch am Montag setzten sie Jahvid Best auf die Verletztenliste weil er sich nach seiner zweiten Gehirnerschütterung in dieser Saison noch nicht wieder erholt hat.

Am Geld soll es nicht liegen, ist die Meinung von Colts Vizevorsitzendem Bill Polian. Wenn es nach ihm ginge, könnte man sich in der nächsten Saison nicht nur Quarterback Peyton Manning leisten, sondern auch einen zweiten guten Quarterback.
Damit ließ er ganz Sachte anklingen, daß Indianapolis auch selber an Andrew Luck interessiert sein könnte.
Unter dem neuen Tarifvertrag muss sich ein Team ja nicht mehr über alle Maßen verschulden, um die Nr. 1 zu verpflichten.
Cam Newton, die Nr. 1 in der Draft 2010, erhält nur $22 Millionen. Ein großer Unterschied zu den $80 Millionen, die unter dem alten Tarifvertrag bestimmt zu zahlen gewesen wären.
Das macht es natürlich sehr viel leichter, ein vielversprechendes Talent zu rekrutieren und hinter einem erfahrenen Spieler lernen zu lassen.
Und wo bitte schön, könnte man besser lernen, als hinter Peyton Manning.
Zugegeben, Curtis Painter lernt schon lange vom Meister und hat es zu nichts gebracht.
Luck aber wird das Talent zugesprochen, es sofort als Starter in der NFL zu schaffen, das sind ganz andere Voraussetzungen.
Warum also sollten die Colts nicht selber zuschlagen, wenn sie wirklich das Rennen um die erste Wahl in der Draft gewinnen?
Und momentan sind sie ja unangefochten das schlechteste Team der NFL!

Ja kommen denn die Zeiten der Ironmen wieder?
Ironmen kennt man zur Zeit nur noch in der Arena Liga. Es sind die Spieler, die Offense, Defense, Special Teams spielen.
Die Verletzungssorgen der Patriots machen es nötig, daß sie sich nach einem solchen Spieler im Kader umsehen mussten und sie haben ihn gefunden... Julian Edelman.
Der andere Wes Welker, wie man ihn auch nennt, hat gegen die Eagles auf jeder Position gespielt, die sein Head Coach von ihm verlangte, Wide Receiver, Kickreturner und Defensive Back. Und er glänzte beim 38:20 Sieg auf allen Positionen.

28. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 12 - Der Sonntag 
roethlisb3
Mit gebrochenen Knochen lässt es sich nicht wirklich gut spielen. Am Donnerstag zeigte Lions Quarterback Matthew Stafford, wie wenig präzise Pässe ankommen, wenn man mit einem gebrochenen Zeigefinger spielt, gestern bewies es dann Ben Roethlisberger (Bild) mit seinem gebrochenen Daumen.
Die Vorstellung der Steelers gegen ein Team aus dem unteren Zehntel der Liga war zum Fremdschämen.
Viermal verlor Chiefs Quarterback Tyler Palko den Ball an die Steelers, und sie schlugen nicht einmal Kapital daraus.
Statt dessen hatte die Defense alle Hände voll zu tun, den ansonsten doch eher hilflosen Angriff der Chiefs in Schach zu halten. Das geschah ohne die Hilfe von Troy Polamalu, der früh aus dem Spiel genommen wurde, weil der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestand.
Am Ende konnten die Steelers allen erreichbaren Footballgöttern danken, daß sie gegen Kansas City nicht noch verloren.
29 Sekunden vor Spielende hatten die Chiefs den Ball, und Palko passte in die Richtung von Dwayne Bowe. Der sah sich von fünf stählernen umgeben und machte gar nicht erst den Versuch, den Ball zu fangen. Statt dessen ließ er seine Hände unten und versuchte alles, um nicht schwer getroffen zu werden.
Cornerback Ike Taylor bedankte sich, indem er den Ball abfing und so den knappen 13:9 Sieg für Pittsburgh sicherte.
Die Steelers haben jetzt, genau wie Baltimore, 8-3 Siege und führen die AFC North an.

In Oakland mussten die Bears ohne Jay Cutler antreten. Der Quarterback hatte einen dicken Verband um seinen gebrochenen Daumen. Aber er war dabei, um seinem Ersatzmann Caleb Hanie zu helfen.
Genutzt hat es nichts. Hanie spielte, wie man schon viele Ersatzleute in ihrem ersten Start erlebte, überhastet, nervös, ungenau.
Und das war es dann auch, was Chicago den Sieg kostete, denn die Defense hielt. Oft standen die Raiders in der Redzone der Bears, doch sechsmal konnten sie nur auf Sebastian Janikowski vertrauen, der alle Field Goal Versuche in Punkte umwandelte und dafür sicher zum AFC Special Teams Spieler der Woche gewählt wird.
Die Defense der Raiders hatte es nicht schwer, gegen die von Hanie geführte Offense, der drei Interceptions warf.
Daß das Spiel nur 25:20 für Oakland endete, ist, wie erwähnt, der Verteidigung der Bears zu verdanken, die aber nicht alle Fehler der Offense ausbügeln konnte.
Oakland steht mit 7-4 Siegen alleine an der Spitze der auch dieses Jahr miesen AFC West, doch sie haben jemanden im Nacken...

... denn die Siegesserie von Tim Tebow geht weiter.
Der Quarterback der Broncos führte Denver erneut zum Sieg. Tebow konnte dieses Mal ganze 9 seiner 18 Pässe an den Mann bringen. Er steigert sich von Spiel zu Spiel.
In San Diego ging es mit 13:13 in die Verlängerung. Hier hatten die Chargers zweimal den Ball, brachten es aber nur zu einem Field Goal Versuch aus 53 Yards.
Nick Novak schoß rechts daneben.
29 Sekunden waren in der Verlängerung noch zu spielen, als Tebow seine Broncos bei deren dritten Ballbesitz in Field Goal Reichweite gebracht hatte.
Aus 37 Yards traf Matt Prater zum 16:13.
Denver hat jetzt 6-5 Siege und hält Anschluß an die Raiders, während die Chiefs und die Chargers mit jeweils 4-7 Siegen langsam doch das Nachsehen haben.

Die Bills wehrten sich tapfer gegen die Jets, aber die vielen Verletzten machten sich doch negativ bemerkbar.
Bei den Jets warf Quarterback Mark Sanchez seine persönliche Bestmarke von vier Touchdowns, wurde aber trotzdem gnadenlos vom Publikum ausgebuht.
Seine Leistungen zwischen den Touchdownpässen war eben nicht so, daß die Zuschauer Spaß an der Vorstellung ihres Quarterbacks bekommen konnten, so widersinnig das auch klingt.
Und dann hatte man fast ein Deja Vu zur Vorwoche. Da gingen die Jets 63 Sekunden vor Spielende gegen die Broncos in Führung.
Was dann geschah, ist Geschichte... Tim Tebow lief einen Touchdown.
Gestern ging New York 61 Sekunden vor Schluß mit 28:24 in Führung und Quarterback Ryan Fitzpatrick führte Buffalo das Feld herunter bis an die 24 der Jets. Doch ohne Tebow keine Magie. Fitzpatrick warf drei unvollständige Pässe und ging als knapper Verlierer vom Platz.
Buffalo in Bestbesetzung wäre ein echter Prüfstein für New York gewesen, aber es nutzt ja nichts, verloren ist verloren.
Die Jets haben jetzt 6-5 Siege, Buffalo fiel auf 5-6.
Kleine Note am Rande: Aaron Maybin spielte zwei Jahre für die Bills und konnte in der Zeit nicht einen Sack landen. Vor der Saison gab Buffalo den Linebacker an die Jets ab, und er bedankte sich gestern mit zwei Sacks dafür.

26. November 2011

Kurzberichte
peterson-adrianGegen die Falcons werden die Vikings wohl weiter auf Adrian Peterson (Bild) verzichten müssen.
Der Running Back laboriert immer noch an einem verstauchten Knöchel.

Die Verletzungssorgen in Buffalo werden immer größer. Gegen die Jets wird George Wilson nicht dabei sein.
Der Safety ist am Nacken verletzt.

Was finden die farbigen Spieler der NFL nur daran, Frauen zu schlagen?
Am Freitag wurde Packers Linebacker Erik Walden verhaftet, weil er seine Freundin tätlich angegriffen hat.
Damit nahm der Club der Frauenschläger ein weiteres Mitglied auf.
Durch die Ferien in den USA wird Walden bis Montag in Haft bleiben, da die Gerichte nicht arbeiten.
Das Team will erst weitere Informationen sammeln, bevor es sich zu dem Vorfall äußert.
Walden startete in jedem Spiel in dieser Saison und hat bisher 41 Tackles und 3 Sacks.

Seit acht Jahren ist das NFL Network auf Sendung, und am Donnerstag konnte es die höchste Einschaltquote seiner Geschichte verzeichnen.
Der Harbaugh Bowl wurde von 10,7 Millionen Zuschauern gesehen.
Das NFL Network ist nur im Kabel zu empfangen, deshalb sind 10,7 Millionen Zuschauer eine respektable Zahl.
Die höchste Einschaltquote im Kabelfernsehen in der laufenden Saison hatte bis dahin der Start der zweiten Staffel von „The walking Dead“ mit 7,3 Millionen Zuschauern.

25. November 2011

Thanksgiving mit drei recht guten Spielen
suh-ndamukong3Es begann mit einem Lionsteam, das keinen Gegner brauchte um zu verlieren. Die Lions taten in der ersten Halbzeit eine Menge, um sich selber zu schlagen.
Dazu ein strunzdummer Ndamukong Suh (Bild), und verloren hast Du!
Doch etwas mehr der Reihe nach.
Die Packers hatten mit der Defense der Lions im ersten Durchgang große Probleme.
Daß man trotzdem mit einer 7:0 Führung in die Pause ging, lag an Detroit. Quarterback Matthew Stafford hat mit seinem gebrochenen Zeigefinger an der Wurfhand doch mehr Probleme, als er selber zugibt. Drei Interceptions waren die sichtbare Folge der Probleme.
Dazu kam ein verschossenes Field Goal von Jason Hanson, und Detroit konnte froh sein, nur sieben Punkte zurückzuliegen.
Im dritten Viertel wurde dann Ndamukong Suh vom Platz gestellt. Detroit hatte die Packers in einem dritten Versuch an der Lions Endzone gestoppt und der Spielzug war beendet, das Field Goal stand bevor. Was machte Suh?
Der Defensive Tackle lag auf Evan Dietrich-Smith und haute dessen Kopf dreimal ins Gras. Als er aufstand trat er mit voller Absicht auf den Arm des Gegners.
Die Schiedsrichter, die ansonsten wieder mal ein trauriges Bild absoluter Inkompetenz abgaben, stellten ihn sofort vom Platz.
Seine Entschuldigung dafür, die der frischgekürte dreckigste Spieler der Liga nach dem Spiel abgab, ist an Armseligkeit und Dummheit nicht zu überbieten.
Er erklärte, daß er nur versucht habe, das Gleichgewicht zu halten, und das wäre nur möglich gewesen, indem er auf den Arm von Dietrich-Smith trat.
Alleine für diese Erklärung, die die Intelligenz eines jeden beleidigt, der den Vorfall gesehen hat, verdient er eine Suspendierung.
Die Strafe durch die Liga wird hart ausfallen. Vier Spiele Sperre ohne Bezahlung werden in Insiderkreisen hoch gehandelt.
Green Bay bedankte sich für die neuen Versuche, die sie dank der Strafe bekamen, mit einem weiteren Touchdown.
Detroit versuchte zwar weiter mitzuhalten, aber das gelang nicht mehr.
Der Endstand von 27:15 für Green Bay geht voll in Ordnung.
Green Bay ist zum ersten Mal in seiner Geschichte mit 11 Siegen in eine Saison gestartet.
Packers Running Back James Starks (Knöchel), Linebacker A.J. Hawk (Wade), Linebacker Desmond Bishop (Wade) und Guard Josh Sitton (Knie) schieden verletzt aus.
Running Back Kevin Smith (Knöchel), Safety Louis Delmas (Knie), Cornerback Chris Houston (Knie) und Cornerback Brandon McDonald (Knie) erwischte es bei den Lions.

In Dallas versuchte Tony Romo verzweifelt, den Dolphins Gastgeschenke zu machen, doch die wollten sie gar nicht.
Bereits im ersten Viertel warf er zwei Interceptions, und gegen ein gutes Team wäre das schiefgegangen. Glück für Dallas, daß Miami kein gutes Team ist.
Dallas ging mit einer 10:6 Führung in die Halbzeit.
Am Ende gewannen sie in allerletzter Sekunde durch ein Field Goal aus 28 Yards mit 20:19 in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hatte. Dazu waren beide Teams zu schwach.

Dann endlich der Harbaugh Bowl.
Hier spielten zwei Teams, deren Verteidigungen es hassen Punkte oder gar nur Yards zuzulassen.
Es war ein Fest für Fans gepflegter Defense und zur Halbzeit stand es 6:3 für Baltimore.
Im dritten Viertel glichen die 49ers auf 6:6 aus.
Doch dann verließen sie mehr und mehr die Kräfte. Die Offense hatte sich total verausgabt, um gegen die übermächtige Defense der Ravens mithalten zu können.
Im letzten Quarter bekamen sie keine Schnitte mehr, während die Ravens noch 10 Punkte erzielen konnten.
Damit fuhr John, der ältere der beiden Brüder, als 16:6 Sieger gegen Jim in sein Haus, wo die Eltern die beiden schon zum Festtagsbraten erwarteten.

Kurzberichte
Eagles Cornerback Nnamdi Asomugha verletzte sich beim Training am linken Knie und wurde vom Platz getragen.
Erste Untersuchungen ergaben nur eine Prellung, und sein Einsatz gegen die Patriots soll nicht in Frage stehen.

Die Buccaneers sehen ein, daß sie mit ihren Leistungen nicht mehr genug Zuschauer ins Stadion locken können.
Deshalb gehen sie einen anderen Weg und senken für die Saison 2012 die Eintrittspreise.
So sollen Sitze in der Endzone z.B. statt 89 Dollar nur noch $79 kosten. Und bei manchen Gegnern will man sogar noch weniger verlangen.
Ob die Taktik aufgeht?

Die Berichte über eine Verletzung von Tom Brady häufen sich... mal wieder.
So überbieten sich die Zeitungen in New England in der Berichterstattung über den angeblich angeschlagenen Ellenbogen des Quarterbacks.
Doch Brady meinte dazu nur, daß mit ihm und dem Ellenbogen an seinem Wurfarm alles in Ordnung sei.
Aber woher kommen die, für ihn, unterdurchschnittlichen Leistungen dann?

24. November 2011

Kurzberichte
lewis-rayOb Ray Lewis (Bild) im Harbaugh Bowl antreten wird, erfährt man, sobald das Spiel beginnt.
Dem Pro Bowl Linebacker der Ravens tut immer noch ein Zeh weh, und ob er gegen die 49ers spielen kann, wird erst kurzfristig entschieden.
Wenn es nach ihm selber geht, gibt es keinen Zweifel an seinem Einsatz, aber das letzte Wort haben die Teamärzte.

Vielleicht hätten die Bears Quarterback Kyle Orton gerne verpflichtet, aber die Chiefs haben vorher zugegriffen.
Der vorgestern von den Broncos gefeuerte Orton soll für den Rest der Saison den Chiefs helfen, noch in die Playoffs zu kommen. Selbst mit nur 4-6 Siegen ist das in der unterirdischen AFC West immer noch möglich.
Ob der Quarterback schon im nächsten Spiel starten wird, steht noch nicht fest, da die Eingewöhnungszeit natürlich sehr knapp ist.
Auf jeden Fall sieht er seine alten Kollegen in Denver am Neujahrstag wieder, wenn die Chiefs gegen die Broncos spielen.

Brandon Jacobs sieht seine Zeit bei den Giants Zuende gehen.
Der Running Back bringt es einfach nicht mehr und die Fans quittieren seine schlechten Leistungen nur noch mit kräftigen Buhrufen.
Doch die Buhrufe gelten beileibe nicht nur ihm. Das Team steht wieder davor kurz vor den Playoffs die Saison zu vergeigen.
Was die Giants im letzten Heimspiel gegen die Eagles gezeigt haben, die mit Ersatz- Quarterback Vince Young angetreten waren, fordert die Mißfallensäußerungen aber auch wirklich heraus.
Jacobs stellte am Dienstag in einem Radiointerview die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn die Fans das Team anfeuern würden, auch wenn es mal nicht so gut läuft?
Die Fans hätten einen großen Einfluß, und sie sollten die Giants lieber anfeuern, als ausbuhen, auch wenn das seit einigen Jahren schick wäre.
Stellt sich die Frage, was zuerst da war, die Buhs, oder die enttäuschenden Leistungen?
Jacobs jedenfalls hat keine Lust mehr, für die Giants zu spielen... und braucht das wohl auch nächstes Jahr nicht mehr.

Und ein weiterer Schlag für die Bills.
Running Back Fred Jackson hat sich gegen die Dolphins das rechte Bein gebrochen und wurde am Mittwoch auf die Verletztenliste gesetzt.
Buffalo verpflichtete Tashard Choice, der in der laufenden Saison bereits von den Cowboys und den Redskins gefeuert wurde.

Die besten Spieler der Woche 11

AFC
OFFENSE: WR TORREY SMITH, BALTIMORE RAVENS
6 gefangene Pässe für 165 Yards, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB VON MILLER, DENVER BRONCOS
10 Tackles, 1,5 Sacks, 1 erzwungener Fumble, 1 abgewehrter Pass
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR JULIAN EDELMAN, NEW ENGLAND PATRIOTS
2 Puntreturns für 81 Yards, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: RB KEVIN SMITH, DETROIT LIONS
16 Läufe für 140 Yards, 2 Touchdowns, 4 gefangene Pässe für 61 Yards, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CHRIS CLEMONS, SEATTLE SEAHAWKS
3 Sacks, 2 erzwungene Fumbles, 5 Tackles, 1 abgewehrter Pass
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR KEALOHA PILARES, CAROLINA PANTHERS
3 Kickoffreturns für 140 Yards, 1 Touchdown 
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

23. November 2011

Lasset uns danken
harbaugh-hc-ravensEs steht der letzte Donnerstag des Novembers vor der Tür. Der Tag, an dem alle Ölscheichs Gott dafür danken, daß es die USA gibt. Dieser Tag treibt ihnen die Freudentränen in die Augen, denn alles was Räder hat ist an diesem Tag unterwegs, um Familienmitglieder die über die ganzen Staaten verstreut sind zum Festessen zusammenzuführen.
Jeder sixlegged Turducken im Land ist ausverkauft. Turducken, das ist ein Truthahn, der mit einer Ente gefüllt ist, die mit einem Hühnchen gefüllt ist, Turkey, Duck, Chicken = Turducken.
Und auch die NFL betätigt sich aktiv an dieser Familienzusammenführung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Liga treten zwei Brüder als Head Coaches gegeneinander an, Jim und John Harbaugh.
Die Eltern sind so nervös, sie wollen das Spiel nicht im Stadion verfolgen, sondern vor dem Fernseher.
Und wer hätte vor der Saison gedacht, daß das Spiel ein Spitzenspiel werden würde?
Daß die Ravens 7-3 Siege auf dem Konto haben, ist normal, aber die 49ers sogar 9-1 Siege?
Das wäre einen Lachanfall wert gewesen.
Los geht es mit dem für die gesamte NFC wichtigen Spiel der Packers in Detroit. Wollte man noch voriges Jahr Detroit das Thanksgivingsdayspiel wegnehmen, weil diese Punktelieferanten keine Zuschauer vor den Fernseher lockten, so ist die Konstellation dieses Jahr total anders. Die Lions sind auf Playoffkurs, und ein Sieg der Packers keine naturgegebene Normalität mehr.
Dann spielen die Dolphins in Dallas, bevor es dann zu dem wirklichen Spitzenspiel kommt.
Jim Harbaugh tritt mit seinen 49ers in Baltimore an, bei seinem 15 Monate älteren Bruder John (Bild).
Vor der Saison ein möglicher Lachschlager, heute in mögliches Spitzenspiel.
Wenn San Francisco gewinnt, kann es sich schon einen Playoffplatz sichern, genauso wie die Packers mit einem Sieg in Detroit.

Kurzberichte
Schon nächstes Jahr will Roger Goodell mehr NFL Football am Donnerstag sehen.
Wie viel mehr Spiele er ansetzen will, sagte er noch nicht genau. In diesem Jahr ging es in Woche 10 los, und in Amerika spekuliert man nächstes Jahr mit Woche sechs.
Es wird aber auch spekuliert, daß Goodell bewußt schon die Playoffs der MBL attackieren will, die in ihren Best auf wer weiß wievielen Spielen oft Donnerstags spielen.
Früher hat die NFL ja sogar extra auf ein Sunday Night Spiel verzichtet, um den Playoffs der Keulenschwinger aus dem Weg zu gehen. Man befürchtete, die Einschaltquoten würden an diesem Sonntag einbrechen.
Letztes Jahr gab Goodell diese Angsthasentaktik auf, und es war eine gute Entscheidung. Die Einschaltquoten blieben Konstant und Baseball hatte keine Chance gegen Football.
Mal sehen, was genau wird, aber etwas mehr Thursday Night Football wird es ab 2012 schon geben.

Quarterback Kyle Orton begann die Saison als Starter der Broncos, er beendete sie nach 11 Wochen als Arbeitsloser.
Jedes andere Team, das dringend einen Quarterback braucht, kann ihn sofort verpflichten, z.B. die Bears.
Die tauschten Orton vor einigen Jahren gegen Jay Cutler. Der fällt nun bis zum Ende der regulären Saison aus und Chicago braucht einen Ersatzmann. Das könnte ihr alter Kollege Orton werden.
Am 11. Dezember würde er dann wieder in Denver auftauchen, denn da spielen die Bears gegen die Broncos.
Doch auch die Chiefs brauchen einen halbwegs vernünftigen Quarterback. Daß Tyler Palko es eher nicht ist, hat man ja gegen die Patriots gesehen.

Kein gutes Jahr durchlebt Tashard Choice.
Der Running Back begann die Saison in Dallas und wurde dort gefeuert. Am Sonntag spielte er für die Redskins gegen Dallas und wurde am Dienstag von Washington gefeuert.
Ein neuer Arbeitgeber ist noch nicht in Sicht.

Die Buffalo Bills werden hartnäckig vom Verletzungspech verfolgt.
Am Dienstag setzten sie zwei weitere Spieler auf die Verletztenliste, Cornerback Terrence McGee und Wide Receiver Donald Jones.
McGee wurde am Montag am Knie operiert. Jones verletzte sich gegen die Dolphins am linken Knöchel.
Die Saison, die so vielversprechend begann, wird immer mehr zum Debakel.

22. November 2011

Schiedsrichter... die sieben Plagen der NFL
schiedsrichterWas macht die laufende Saison zu einer der besch...eidensten aller Zeiten?
Die haarsträubend ungleiche Auslegung der bestehenden Regeln!
Es ist noch nicht einmal so, daß verschieden Crews in verschiedenen Spielen verschiede Auslegungen gleicher Situationen anwenden, nein, dieselbe Crew pfeift im selben Spiel unterschiedlich.
Das nervt nicht nur die betroffenen Spieler und Trainer, sondern auch die Kommentatoren und Zuschauer.
Die Inkontinenz, äh Inkonsequenz, der Entscheidungen beweist, daß sowohl im Regelkomitee als auch bei den Schiedsrichtern als ausführende Instanzen, Dilettanten am Werk sind.
Große Dilettanten!
Zu recht regt sich Bengals Head Coach Marvin Lewis darüber auf, daß seinem Tight End Jermaine Gresham ein einwandfreier Touchdown aberkannt wurde.
Obwohl eine der Hauptregeln des Spiels die ist, daß der Boden keinen Ballverlust auslösen kann, war es mal wieder so, daß einem Receiver ein klarer Fang aberkannt wurde, weil er nach einigen Sekunden und einigen Schritten im Aus den Boden mit dem Ball berührte, ihn für den Bruchteil einer Sekunde losließ und dann wieder fest im Griff hatte.
Bis dahin hatte Gresham schon klar die Endzone erreicht, den Ball sicher in der Hand, die Seitenauslinie überschritten und eigentlich einen sicheren Touchdown. Sobald der Ball die Linie der Endzone ankratzt, wenn er im Besitz eines Spielers ist, gibt es nur ein Signal „Touchdown“.
Statt dessen warten die Schiedsrichter ob der Passempfänger auf dem Weg aus dem Stadion irgendwann einmal den Ball loslassen sollte.
Das ist Schwachsinn, Schwachsinn, Schwachsinn.
So sieht das auch Marvin Lewis, der nach acht Jahren in der NFL dazu prädestiniert ist, einen Kurs in Diplomatie zu leiten. Wenn er etwas gegen eine Entscheidung der heiligen Schiedsrichter sagt, dann ist dem Mann sozusagen die Hutschnur geplatzt.
Zu recht!
Und das würde ich auch sagen, wenn die von mir gehassten Ravens diesen Touchdown gegen meine geliebten Cowboys erzielt hätten.
Und auch Raiders Head Coach Hue Jackson regt sich über die unsäglichen Leistungen der Schiedsrichter in dieser Saison auf.
Er will, ausgestattet mit viel Filmmaterial, nach New York fliegen, um von Commissioner Roger Goodell Klarheit über verschiedene Regelauslegungen zu bekommen.
Er hat mehrere gleichartige Spielszenen im Gepäck, die immer zu verschiedenen Schiedsrichterentscheidungen geführt haben.
Goodell soll ihm klipp und klar erklären, warum mal so und mal anders entschieden wurde.
Er sagte, daß er momentan gar nicht wisse, was Football überhaupt noch ist?
Und vergessen wir nicht Tom Coughlin. Der Head Coach der Giants regte sich darüber auf, daß ein später Angriff auf seinen Quarterback nicht geahndet wurde.
Nach einem Ballverlust der Giants bewegte sich Manning in Richtung des Ballträgers, um sich ihm vielleicht in den Weg zu stellen. Doch der wurde schon vorher gestoppt und Manning blieb stehen. Der Spielzug war abgepfiffen. Dennoch bekam Manning einen harten Stoß von einem Verteidiger der Eagles in den Rücken, eine ganz klare Strafe für einen späten Angriff.
Ein Schiedsrichter stand direkt daneben, sah sich das in aller Ruhe an, und tat... nichts.
Klar stand Manning in dem Moment als Quarterback nicht mehr unter dem ihm gebührenden Artenschutz, aber ein harter Stoß, der zu spät erfolgt, ist zu ahnden.
Oder eben nicht, je nachdem ob vielleicht Vollmond ist oder nicht.
Die Schiedsrichter bekommen eine ganze Menge Geld dafür, um uns den Spaß am Spiel so gut sie können zu vermiesen. Dafür sollten sie die entsprechenden Leistungen abliefern, oder geflissentlich abtreten.

Die NFL 2011 - Woche 11 - MNF und mehr
brady-tom3Wer setzt eigentlich die Monday Night Spiele vor der Saison fest?
Daß ein Spiel wie Chiefs at Patriots ein Langeweiler ist, ist jedem, der nur etwas von Football versteht klar.
Hätten die Patriots die erste Halbzeit nicht total verschlafen, wäre das Spiel mit Sicherheit höher als 34:3 ausgegangen.
Normal wäre ein 35:0 nach dem ersten Viertel gewesen.
So aber kamen die Chiefs mit einem bleuen Auge davon und die Patriots konnten sich spielerisch eine Ruhepause vom Ligaalltag gönnen.

Die Chiefs setzten Matt Cassel auf die Verletztenliste.
Der Quarterback verletzte sich an der Wurfhand und wurde operiert.
Das Team gab die genaue Art der Verletzung immer noch nicht bekannt.

Jay Cutler muss an seinem gebrochenen rechten Daumen operiert werden.
Damit steht fest, daß er bis zum Ende der regulären Saison ausfällt. Erst zu den Playoffs soll er wieder einsatzbereit sein, wenn die Bears es überhaupt bis dahin schaffen.
Caleb Hanie wird an Cutlers Stelle starten.

Im Spiel der Raiders gegen Minnesota hatte Raiders Wide Receiver Darrius Heyward-Bey eine krachende Kollision mit Linebacker E.J. Henderson.
Er musste auf dem Bahrenwagen vom Platz gefahren werden. Allerdings gibt es Entwarnung, denn der Wide Receiver war nur kurzfristig KO und am Montag ging es ihm schon viel besser.

Bei den Vikings erwischte es Adrian Peterson. Der Running Back verstauchte sich den linken Knöchel.
Gegen die Falcons kann er nicht spielen, heißt es, und danach müsse man weitersehen.

NBC hat sich ein neues Spiel für den 4. Dezember ausgesucht.
Die ursprünglich angesetzte Partie der Colts in New England hat irgendwie ihre Reiz verloren. NBC zeigt statt dessen Detroit in New Orleans.
Die NFL sieht etwas in dem Spiel der Ravens gegen die Browns, das ich nicht entdecken kann. Jedenfalls setzte sie das Spiel in der späten Zeitschiene um 22:05 Uhr an.
Das Spiel der Broncos gegen die Vikings rutschte dagegen von der späten Anstoßzeit auf 19:00 Uhr.

Er hat sich dieses Jahr richtig viel Zeit gelassen. Erst in der 11. Woche gegen die Falcons nahm sich Titans Quarterback Matt Hasselbeck seine jährliche Verletzung.
Er zog sich eine Prellung am rechten Unterarm und Ellenbogen zu.
Rookie Jake Locker kam für ihn auf den Platz und nicht wenige Titans-Fans wären nicht traurig, wenn Hasselbeck länger ausfallen würde.
Locker vervollständigte 9 seiner 19 Pässe für 140 Yards und 2 Touchdowns. Das ergab eine Passerwertung von 107,3 Punkten.
Hasselbeck vervollständigte 13 von 25 Pässen für 124 Yards und 1 Interception. Das ergab eine Wertung von 49,4 Punkten.
Immerhin sind viele Teams auf dem Weg in die Zukunft mit ihren Rookie- Quarterbacks. In Carolina, Cincinnati und Minnesota wird man sich von diesem Weg nicht mehr abbringen lassen.
Werden die Titans ihnen folgen?

James Starks zog sich gegen die Buccaneers gleich zwei Verletzungen zu. Der Running Back der Packers verstauchte sich das Knie und den Knöchel.
Ob er bereits am Donnerstag wieder fit ist, für das Spiel gegen die Lions, ist fraglich.
Auch der Einsatz von Greg Jennings steht noch nicht fest. Der Wide Receiver hat eine Prellung am Knie.

Bei den Eagles läuft DeSean Jackson in einem Stützstiefel herum.
Der Wide Receiver hatte sich gegen die Giants den rechten Fuß verletzt, als ein Verteidiger der Giants unabsichtlich darauf getreten war.

21. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 11 - Der Sonntag
cutler-jay-bears-2Nachdem Jay Cutler (Bild) sechs Wochen in der Saison hinter seiner schlechten Offensive Line überlebt hatte, ging der Quarterback der Bears zu seinem Offensive Coordinator Mike Martz und bat um ein Gespräch. Cutler bat Martz, doch ein Schema spielen zu lassen, das seine Vorderleute beherrschen, statt eines Schemas, das sie überforderte und ihn gefährdete.
Martz, der eigentlich auf solche Bitten seiner Spieler nicht reagiert, weil nur er allein das Wissen hat, wie man eine Offense leitet, hörte tatsächlich auf Cutler und stellte das Spielschema um. Seitdem beißt Cutler nicht mehr so oft ins Gras und der Erfolg der Offense gibt ihm Recht.
Doch jetzt sieht es so aus, als ob den Playoffambitionen der Bears ein Ende bereitet wurde, denn gegen die Chargers brach sich Cutler den rechten Daumen.
Die Rede ist davon, daß er operiert werden muss und 6-8 Wochen ausfällt.
Nach dem überzeugenden 31:20 Sieg gegen San Diego ist das eine bittere Nachricht.
Die Verletzung zog er sich zu, als er versuchte Chargers Cornerback Antoine Cason zu stoppen, der einen abgefangenen Pass zurücktrug.
Mit 7-3 Siegen liegt Chicago gut im Playoffrennen, aber ohne Cutler wird es schwer, die Verfolger im Rennen um einen Wild Card Platz auf Distanz zu halten.
Der Sieg in der Division ist in weiter Ferne, da die Packers mit 10-0 Siegen sich wohl nicht mehr einholen lassen.

Auch Detroit hat 7-3 Siege und kämpft mit den Bears um einen Wild Card Platz.
Doch gegen die Panthers machten sie es sich selber sehr schwer.
Matthew Stafford warf in der ersten Halbzeit zwei Interceptions, machte diese Fehler aber mit 5 Touchdowns wieder gut.
In einem wilden Spiel gewann Detroit letztlich doch glücklich mit 49:35 und bleibt auf Augenhöhe mit Chicago.
Wäre die Saison heute Zuende, wären beide Teams in den Playoffs.

Die Bengals lieferten auch den Ravens einen heißen Tanz und ja..., sie stehen zu Recht mit 6-4 Punkten gut in der Tabelle.
Pittsburgh hatte spielfrei und konnte nur zusehen, wie die Ravens sie durch den 31:24 Sieg gegen Cincinnati einholten.
Pittsburgh und Baltimore haben beide 7-3 Siege.
Zwar haben die Bengals verloren, aber es war eine Entscheidung um Haareslänge.
Bei einem Paßspielzug der Ravens fing Torrey Smith den Ball und lief los. Cornerback Adam „der nicht mehr Pacman genannt werden möchte“ Jones griff zu und langte in die wallende Haarpracht des Wide Receivers. Was zunächst aussah, wie ein Horsecollargriff, entpuppt sich als Haareziehen, was legal ist und nicht bestraft wird.
Abgesehen von dieser komödiantischen Einlage war das Spiel knüppelhart und am Ende waren die drei Interceptions die sich Bengals Quarterback Andy Dalton leistete, doch des Schlechten zu viel.
Defensive Coordinator Mike Zimmer hat eine gute Verteidigung aufgebaut, und der neue Offensive Coordinator, Jay Gruden, weiß, was er seine Rookie- Quarterback spielen lassen kann, um erfolgreich zu sein. Daran ändern auch die drei Fehlwürfe nichts.
Da kann Head Coach Marvin Lewis sich entspannt zurücklehnen und gar nicht mehr so viel versauen.

Die NFC wurde durch die unerwartete Heimniederlage der Giants gegen die Eagles spannend gehalten.
New York fiel auf 6-4 Siege herab und es zeichnet sich ab, daß das passiert, was den Giants auch schon in den Jahren zuvor passierte. Nachdem sie bis in den November hinein auf Playoffkurs waren, folgte der Absturz.
Die 10:17 Niederlage gegen ein Team aus Philadelphia, das mit dem Ersatz- Quarterback Vince Young antrat, scheint das Schlimmste für Giants-Fans befürchten zu lassen.
Am Ende war es ein gigantischer Fehler von Eli Manning, der mal wieder einen grauenvollen Tag erwischt hatte, der die Niederlage besiegelte.
Er verlor 85 Sekunden vor Spielende den Ball, nachdem er hart von Jason Babin getroffen wurde. Da standen die Giants in aussichtsreicher Position an der 21 der Eagles.
Derek Landri eroberte den Ball und Philadelphia brachte den Sieg über die Zeit.

Auch die Cowboys haben 6-4 Siege und sind trotz Tony Romo immer noch im Playoffrennen.
Seitdem die Cowboys entdeckt haben, daß so ein Laufspiel recht brauchbar sein kann, haben die Interceptions von Romo nachgelassen.
Auch gegen die Redskins warf er wieder keinen, und das hilft enorm.
Mit 24:24 ging das Spiel in die Verlängerung. Hier bekam Washington zuerst den Ball, kam aber nur bis an die 34 der Cowboys.
Der Field Goal Versuch von Graham Gano aus 52 Yards segelte rechts vorbei .
Dallas bekam dadurch den Ball an einer sehr ansprechenden Feldposition und marschierte seinerseits in Field Goal Reichweite. Dan Bailey traf aus 39 Yards zum 27:24 Sieg.
Dadurch hat das EINE Team seine Playoffchancen gewahrt, denn Dallas ist das EINE Team, das in dieser Saison die 49ers geschlagen hat.

San Francisco ließ sich auch von den Cardinals nicht stoppen und gewann mit 23:7.
Damit haben sie nun 9-1 Siege und die Playoffs fast sicher.
Seattle als nächster Verfolger hat 4-6 Siege und somit nur noch minimale rechnerische Chancen darauf die Niners noch einzuholen, die nur ein Spiel verloren haben... gegen Dallas... in der Verlängerung....
Am Donnerstag wird es dann aber für San Francisco richtig ernst, wenn mit den Ravens ein richtiger Gegner auf dem Plan steht.
Ein echter Härtetest.

19. November 2011

Geldstrafen für ZWEI Quarterbacks
stafford-matthewSelten, daß mal ein Quarterback zu den Spielern gehört, die von der NFL wegen angeblicher übertriebener Härte zur Kasse gebeten werden.
Das ist natürlich Grund für die Betroffenen, besonders stolz zu sein, auch wenn es teuer ist.
So erwischte es in Woche 10 der laufenden Saison sogar gleich zwei Quarterbacks, Matthew Stafford (Bild) von den Detroit Lions und Joe Flacco von den Baltimore Ravens.
Stafford griff ins Gesichtsgitter von Bears Defensive Back D.J. Moore und riss ihn zu Boden. Das kostete ihn $7.500.
Für Moore wurde es etwas teurer, denn er schlug Stafford, wurde vom Platz gestellt, und bekam dafür eine Zahlungsaufforderung über $15.000.
Bears Wide Receiver Earl Bennett musste $15.000 zahlen, weil er erneut orangene Schuhe trug. Letzte Woche kam er noch mit $7.500 davon, jetzt wurde es doppelt so teuer.
Bennett hat angekündigt, weiter diese Schuhe zu tragen, weil er damit in Chicago einen Hype ausgelöst hat, und die hässlichen Dinger sich verkaufen wie geschnittene Salami.
Die NFL hat angekündigt, weiter höhere Strafen zu verhängen, wenn Bennett nicht ligagenehme Schuhe tragen sollte.
Kommen wir zu Joe Flacco. Der Quarterback der Ravens brachte Seahawks Linebacker David Hawthorne mit einem Griff in den Kragen, dem sogenannten Horsecollargriff, zu Boden.
Das war der Liga eine Strafe von $7.500 wert.
Insgesamt bereicherte die Liga sich wieder mit einer sechsstelligen Summe an ihren Spielern. Alleine bei dem Spiel der Lions gegen die Bears kamen $62.500 zusammen.

Kurzberichte
„Wenn wir eine reguläre Offense spielen würden, wäre Tebow verloren,“ sagte sein Head Coach John Fox vor dem Spiel gegen die Jets.
Nach dem Spiel klang das so: „Ich bin der größte Fan von Tebow. Wie könnte ich nicht? Der Typ gewinnt. Bevor er spielte, hatten wir 1-4 Siege, heute haben wir 5-5. Glauben Sie mir, ich bin Tebows größter Fan.“
Natürlich liegt der Erfolg auch bei Fox. Er lässt halt keine normale NFL Offense spielen, sondern eine, die den begrenzten Fähigkeiten seines Quarterbacks entgegenkommt.
Das, und ein noch schlechteres Team als Gegner, und schon fährt man Siege ein.

„Mark Sanchez ist unser Quarterback, solange wie ich hier Trainer bin“, sagte Jets Head Coach Rex Ryan.
Man kann sich vorstellen, was in der Medienhauptstadt des Planeten los war, nach der erneut völlig hilf- und talentlosen Vorstellung von Sanchez in der Niederlage gegen Denver.
Sanchez ist in seinem dritten Jahr in der NFL und hat noch nicht die geringsten Fortschritte gemacht.
Das ganze Team würde Fehler machen, sagte Ryan, das könne man nicht an einem einzelnen Spieler festmachen. Natürlich müsse Sanchez endlich Fortschritte machen, aber das gelte auch für viele andere Spieler.
Auf die Frage, was an den Gerüchten dran sei, daß Peyton Manning nächstes Jahr für die Jets spielen soll, bekam er einen Lachanfall, der wohl noch immer nicht abgeklungen sein dürfte.

Am Freitag bekamen die Hoffnungen der Bengals auf einen Sieg gegen Baltimore einen herben Dämpfer. Erneut konnte Rookie Wide Receiver A.J. Green nicht trainieren wegen seiner Knieverletzung, die er sich gegen die Steelers zugezogen hat.
Green wurde die ganze Woche über geschont, in der Hoffnung, daß sein Knie sich erholen würde. Aber daß er jetzt auch noch das Freitagstraining ausfallen lassen musste, lässt nichts Gutes ahnen.
Green ist die bevorzugte Anspielstation von Rookie Quarterback Andy Dalton und würde ihm sehr fehlen.
Die Hoffnung, daß Ravens Linebacker Ray Lewis nicht spielen kann, weil ihm ein Zeh wehtut, könnte sich auch in Rauch auflösen. Nach den letzten Untersuchungen hoffen die Ravens darauf, daß Lewis vielleicht doch wird spielen können.

18. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 11 - Der Auftakt
tebow-tim3Die Jets waren ja immer ach so stolz auf ihre Verteidigung, die sie in den Super Bowl bringen sollte. Doch Tim Tebow (Bild) war zuviel für sie.
Zwar fragt man sich, wie ein Quarterback, der nicht im Stande ist, den Ball vernünftig zu passen, eine Defense überhaupt in Bedrängnis bringen kann, aber letztlich sind es seine Läufe, die seinem Team den Sieg bringen.
Immerhin vervollständigte er gegen die Jets eine Menge mehr Pässe, als die zwei gegen die Chiefs, nämlich 9 bei 20 Versuchen. Seine Passerwertung betrug 61,2 Punkte.
Damit schnitt er nur unwesentlich schlechter ab, als Mark Sanchez. Was der in der NFL zu suchen hat, erschließt sich auch nicht gleich auf Anhieb. Er vervollständigte 24 seiner 40 Pässe für 252 Yards bei 1 Interception. Den trug Andre Goodman über 26 Yards zum Touchdown für Denver zurück.
Damit erzielte Sanchez eine Passerwertung von 67,9 Punkten.
Beim Stand von 10:10 ging es in das letzte Viertel. Hier gingen die Jets mit 13:10 in Führung, und man dachte eigentlich nicht daran, daß die Broncos noch gewinnen könnten. Von zwei miesen Teams waren sie über weite Strecken das miesere.
Aber... sie haben etwas, das andere nicht haben... Tebow-Magie. Und die wirkt. Keiner weiß wie, aber sie wirkt.
Zum Ende des Spiels hin führte er Denver 95 Yards über das Feld. 58 Sekunden vor Spielende lief Tebow auf seine unnachahmliche Art die letzten 20 Yards selber in die Endzone der Jets und ging mal wieder als glücklicher, ja beinahe unverdienter, Sieger vom Platz.
Durch diesen 17:13 Erfolg bleiben die Broncos mit nun 5-5 Siegen tatsächlich im Rennen um den Divisionssieg in der AFC West.
Auch die Jets haben nun 5-5 Siege, aber sie müssten an den Patriots vorbei, um ihre Division zu gewinnen, und das ist dann doch sehr viel schwieriger.

Erneut gibt es ein „Spitzenspiel“ mit den Bengals. Doch deren Chancen auf den Sieg stehen nicht schlecht, denn beim Gegner, den Baltimore Ravens, wird Ray Lewis fehlen.
Dem mörderischen Linebacker tut ein Zeh weh, und er kann nicht spielen.
Nach 57 Starts in Folge wird er sein erstes Spiel verpassen. Der 36-jährige flog nach Florida, um sich von einem Spezialisten behandeln zu lassen.

Die Ravens hoffen darauf, daß Lee Evans gegen Cincinnati wieder antreten kann. Der Wide Receiver hat sieben Spiele wegen einer Knöchelverletzung nicht spielen können. Gegen die Bengals hofft er, wieder antreten zu können.
Er würde durch seine Schnelligkeit die Defense der Bengals ordentlich auseinanderziehen können.

2006 rekrutierten die Packers Defensive Lineman Johnny Jolly in der sechsten Runde der Draft. 2008 und 09 gehörte er zu den Startern des Teams. 2010 war er suspendiert, weil er positiv auf verbotene Substanzen getestet wurde.
Diese Substanzen brachten ihn nun ins Gefängnis. Jolly ist kodeinsüchtig und wurde immer wieder wegen Besitzes dieser verschreibungspflichtigen Substanz verhaftet und auf Bewährung freigelassen.
Dem setzte jetzt ein Gericht in Houston ein Ende. Jolly wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Michael Vick konnte in dieser Woche nicht mit dem Team trainieren. Der Quarterback der Eagles hat zwei gebrochene Rippen.
An seiner Stelle trainiert Ersatzmann Vince Young mit der ersten Offense.
Dennoch hofft man bei den Eagles, daß Vick gegen die Giants im Sunday Night Spiel antreten kann.
Auch Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie (Knöchel), Wide Receiver Jeremy Maclin (Schulter) und Offensive Lineman King Dunlap (Gehirnerschütterung), konnten am Donnerstag nicht trainieren.

17. November 2011

Kurzberichte
Dielman-KrisFür Kris Dielman (Bild) ist die Saison beendet.
Der Pro Bowl Left Guard der Chargers zog sich gegen die Jets am 23. Oktober eine Gehirnerschütterung zu und wurde auf die Verletztenliste gesetzt.
Dielman zeigte schon während des Spiels Symptome einer Gehirnerschütterung, aber die Chargers ignorierten die Anzeichen und ließen ihn weiterspielen.
Während des Rückflugs bekam er einen Anfall und fiel in Ohnmacht.
Danach hieß es, daß er etwa zwei Wochen Erholung brauchte und danach wieder einsatzbereit sei.
Diese Hoffnung wurde jetzt zerstört, und man fragt sich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, auf die offensichtlichen Symptome zu reagieren und Dielman aus dem Spiel zu nehmen.

Matt Cassel wurde an seiner verletzten Hand operiert.
Dennoch hofft Chiefs Head Coach Todd Haley, daß sein Pro Bowl Quarterback noch während der Saison zurückkommen kann. In der abgrundtief schlechten AFC West ist jedes Team noch im Playoffrennen.
Zum Schlachtfest in der Dose gegen die Patriots am Montag wird Tyler Palko starten und Rookie Ricky Stanzi ist sein Ersatzmann.

Ist Tim Tebow der einzige Bronco, der gegen die Jets mit dem Ball laufen wird?
Nachdem Knowshon Moreno vor einigen Tagen auf die Verletztenliste gesetzt wurde, bangt man jetzt auch noch um Willis McGahee. Seine verletzte Kniesehne bereitet ihm immer noch Probleme, und sein Einsatz gegen die Jets ist gefährdet.
Als etatmäßigen Running Back hat Denver nur noch Lance Ball im Kader, der vor seinem ersten Einsatz als Starter steht.
Ball spielte 2008 in einem Spiel für die Colts, 2009 gar nicht und 2010 erzielte er für Denver 158 Yards in 41 Läufen.

Fast vor drei Jahren schoß sich Giants Wide Receiver Plaxico Burress in einem New Yorker Nachtclub selber ins Bein.
Am Dienstagmorgen entkamen einige Spieler der Giants knapp einer Katastrophe, als ein Amokschütze in einem Nachtclub wild um sich feuerte.
Wide Receiver Victor Cruz war mit vier Teamkollegen im Juliet Supper Club, um den 25. Geburtstag von Cruz zu feiern.
Ein Clubbesucher wurde tödlich getroffen, zwei weitere schwer verletzt.
Von den Spielern, die sich sofort zu Boden warfen, wurde keiner getroffen.
Cruz, der heilfroh ist, an einem Stück aus dem Club entkommen zu sein, sagte, daß seine Clubtage nun beendet wären.

Die besten Spieler der Woche 10

AFC
OFFENSE: RB MICHAEL BUSH, OAKLAND RAIDERS
30 Läufe für 157 Yards, 1 Touchdown, 3 gefangene Pässe für 85 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE ANDRE CARTER, NEW ENGLAND PATRIOTS
6 Tackles, 4,5 Sacks
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR MARC MARIANI, TENNESSEE TITANS
103 Puntreturnyards, 1 Touchdown
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: WR LARRY FITZGERALD, ARIZONA CARDINALS
7 gefangene Pässe für 146 Yards, 2 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: S ROMAN HARPER, NEW ORLEANS SAINTS
13 Tackles, 1 Sack, 1 abgewehrter Pass
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR DEVIN HESTER, CHICAGO BEARS
3 Punts zurückgetragen für 122 Yards, 1 Touchdown
Seine 12. Auszeichnung zum Spieler der Woche

16. November 2011

Kurzberichte
roethlisberger-bigben
Am Dienstag gaben die Steelers bekannt, daß der harte Kampf gegen die Bengals noch ein Opfer gefordert hat. Ben Roethlisberger (Bild) hat sich den rechten Daumen gebrochen. Wann genau er sich verletzt hat, weiß Big Ben gar nicht. Nur daß es irgendwann in der ersten Halbzeit passiert ist, weiß er.
In der Pause ließ Roethlisberger sich den schmerzenden Daumen tapen und machte weiter.
Pittsburgh hat seine Freiwoche und danach will er auf jeden Fall spielen.
Schon 2005 spielte er mit dieser Verletzung und führte Pittsburgh zum Super Bowl Sieg.

LaDainian Tomlinson konnte am Dienstag nicht trainieren.
Der Running Back der Jets hat eine Bänderdehnung im linken Knie und kann gegen die Broncos am Donnerstag wohl nicht antreten.
Die kurze Zeit zwischen den beiden Spielen ist schuld daran, daß er nicht antreten kann. Wäre das Spiel am Sonntag, so würde er spielen können, glaubt Tomlinson.

Die NFL kann richtig Spaß machen, wenn man sie beherrscht.
So glauben die Wide Receiver Greg Jennings und Jordy Nelson daran, daß es bald eine Quarterback –Kontroverse in Green Bay geben wird.
Als die Packers am Montag dazu übergingen, die Vikings und sich selber zu schonen, setzten sie Aaron Rodgers auf die Bank und ließen Matt Flynn spielen.
Der vervollständigte 2 seiner 2 Pässe für 38 Yards und lief einen Touchdown. Seine Passerwertung von 118,8 Punkten und seine Vervollständigungsrate von 100% lagen über den Werten von Rodgers in dem Spiel.
Und so unkten Jennings und Nelson, daß sie voll hinter Flynn ständen, wenn es zu einer Kontroverse zwischen ihm und Rodgers kommen sollte.
Rodgers nahm das eher gelassen auf. Den beiden würde er im nächsten Spiel keinen Ball zuwerfen, sagte er.

15. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 10 - MNF und mehr
ponder-christian4
Was für ein Start in die Karriere. Gegen die Packers hatte Vikings Quarterback Christian Ponder (Bild) seinen dritten Start in einem NFL Spiel und den zweiten gegen den amtierenden Weltmeister.
Man kann sich seinen Einstieg ins Berufsleben auch leichter vorstellen.
Ponder und die Seinen bekamen keinen Schnitte gegen ein Packers Team, das momentan unschlagbar scheint.
Green Bay gewann mit 45:7 und hat mit 9-0 Siegen einen beruhigenden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Chicago mit 6-3 Siegen.
Minnesota hat mit 2-6 Siegen keine Chancen mehr auf die Playoffs.
Green Bay ist zum vierten Mal in seiner langen Geschichte mit 9-0 in eine Saison gestartet und die drei Male vorher beendeten sie die Saison mit einem Titelgewinn.

Gegen die Packers spielte Vikings Cornerback Antoine Winfield zum ersten Mal wieder nach einer Nackenverletzung.
Und für diese Saison war es sein letztes Spiel, denn er brach sich das Schlüsselbein.

Auch sonst stand Woche 10 unter einem sehr schlechten Stern. Viele Spieler zogen sich schwere und sogar saisonbeendende Verletzungen zu.
Texans Quarterback Matt Schaub verletzt sich in jeder Saison, und es war nur eine Frage der Zeit, wann es dieses Jahr soweit war.
Gegen die Buccaneers brach er sich am Sonntag den Mittelfußknochen.
Wann Schaub wieder eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest. Ob er operiert werden muß, soll eine weitere Untersuchung ergeben.
Matt Leinart bereitet sich auf seinen Einsatz vor.

Chiefs Quarterback Matt Cassel verletzte sich gegen die Broncos an der rechten Hand. Er muß operiert werden und für ihn könnte die Saison beendet sein.
Für ihn kam Tyler Palko ins Spiel, der ihn auch in den weiteren Spielen ersetzen soll.

Bills Center Eric Wood zog sich gegen die Cowboys einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.
Für ihn ist die Saison beendet.

Broncos Running Back Knowshon Moreno zog sich gegen die Chiefs einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.
Für ihn ist die Saison beendet.

Jaguars Cornerback Rashean Mathis zog sich gegen die Colts einen Kreuzbandriss im linken Knie zu.
Für ihn ist die Saison beendet.

Bears Left Guard Chris Williams renkte sich gegen die Lions das linke Handgelenk aus.
Für ihn ist die Saison beendet.

Lions Quarterback Matthew Stafford brach sich gegen die Bears den Zeigefinger der rechten Hand. Das soll aber nicht die Schuld gewesen sein für seine unterdurchschnittliche Leistung mit vier Interceptions.
Es wurde aber auch viel von ihm verlangt. Stafford warf 63 Pässe, von denen 33 ankamen für 329 Yards, 1 Touchdown und die erwähnten Interceptions.
Stafford selbst denkt nicht daran, seinen Finger zu schonen. Er wird einen Schutzhandschuh tragen und damit trainieren um sich auf die Panthers vorzubereiten.

Eagles Quarterback Michael Vick brach sich gegen die Cardinals zwei Rippen. Das könnte als Entschuldigung dafür reichen, daß er gegen eine der schlechtesten Verteidigungen der Liga zwei Interceptions warf und das Spiel zum Schluß noch vergeigte.
Die Verletzung zog er sich schon im zweiten Spielzug zu, sagte aber kein Wort und spielte weiter.
Ob er gegen die Giants im Sunday Night Spiel antreten kann, steht noch nicht fest.

Rex Ryan steht schon wieder kurz vor einer Geldstrafe. Der Head Coach der Jets war zur Halbzeit auf dem Weg in die Kabine, als ein Fan ihm zurief, daß Head Coach Bill Belichick viel besser wäre, als er.
Ryan rief zurück, daß der Fan seinen Mund halten sollte. Allerdings benutzte er dafür weitaus farbigere Worte und Bezeichnungen.
Ein anderer Zuschauer hatte den Vorfall mit seinem Handy aufgezeichnet, und das Video liegt der NFL vor.
Bereits 2010 musste Ryan $50.000 zahlen, weil er Fans den Mittelfinger zeigte.

14. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 10 - Der Sonntag
ryan-rex2Jets Head Coach Rex Ryan (Bild) war der Frust in Person, nach der Klatsche durch die Patriots.
Sein Quarterback Mark Sanchez bekam es besonders zu spüren. Mit 84 Sekunden auf der Uhr in der ersten Halbzeit standen die Jets an der 2 der Patriots. Sanchez nahm eine Auszeit und lief danach zur 9:6 Führung in die Endzone.
Wer die Offense der Patriots kennt, weiß, daß das mehr als genug Zeit für einen Gegenschlag ist.
Und Brady und die Pats brauchten nur 71 Sekunden, um das Feld herunterzumarschieren und ihrerseits 13:9 in Führung zu gehen.
Ryan nannte diese Auszeit seines Quarterbacks nachher „die dämlichste Entscheidung in der Geschichte der NFL“.
New England blickte von da an nie mehr zurück und gewann mit 37:16. Und das trotz aller Verletzungssorgen der statistisch gesehen schlechtesten Verteidigung der Liga.
New England liegt mit 6-3 Siegen nun vor Buffalo und New York mit je 5-4 Siegen auf Platz eins der AFC East.

In Atlanta wurde der Mut von Falcons Head Coach Mike Smith nicht belohnt.
Er ließ sein Team in der Verlängerung an der eigenen 29 einen vierten Versuch ausspielen. Für den einen Yard, der noch zu erzielen war, vertraute er auf seinen zuverlässigen Brecher Michael Turner, doch die Verteidigung der Saints hielt.
Vier Spielzüge später erzielte Saints Kicker John Kasay aus 26 Yards das Field Goal zum 26:23 Sieg.
New Orleans führt die NFC South nun mit 7-3 Siegen an und Atlanta fiel auf 5-4 zurück.

Zwar verlor Cincinnati wie erwartet gegen die Steelers, aber die Bengals bewiesen trotzdem, daß sie keine Nieten in Tigerstreifen sind.
Quarterback Andy Dalton ist berechtigterweise ein Kandidat auf den Titel des Rookie des Jahres.
Immerhin hatte er es mit einer der besten Verteidigungen der Liga zu tun und warf trotzdem zwei Touchdownpässe.
Er vervollständigte 15 seiner 30 Pässe für 170 Yards, leistete sich aber auch 2 Interceptions.
Bei seinem ersten Touchdownpass auf Wide Receiver A.J. Green verletzte sich dieser am Knie und konnte nicht mehr die Leistung bringen, die man von ihm bisher gewohnt war.
Green wurde im Lauf der Saison zu Daltons zuverlässigster Anspielstation, und die fehlte ihm nun.
Noch schlimmer erwischte es Bengals Cornerback Leon Hall. Er verletzte sich an der Achillessehne und fällt für den Rest der Saison aus.
Daß Pittsburgh nur mit 24:17 gewann, zeigt, daß die Bengals gar nicht so unverdient mit 6-3 Siegen hinter Pittsburgh mit 7-3 Siegen auf Platz zwei der AFC North stehen.
Bemerkenswert die Disziplin beider Mannschaften in diesem harten Spiel. Erst nach der Zweiminutenwarnung in der ersten Halbzeit gab es die erste Strafe.

Auch nur 6-3 Siege haben die Baltimore Ravens.
Sie leisteten sich mal wieder gegen einen eher als Punktelieferanten bekannten Gegner eine überflüssige Niederlage.
Baltimore verlor in Seattle mit 17:22.
Für die Ravens sind Siege gegen die Steelers Gift.
In Woche 2 verloren sie sie nach einem Sieg gegen Pittsburgh gegen die Titans, die auch eher im Keller der Liga angesiedelt sind, und jetzt verloren gegen Seattle.
Wenn sie die Playoffs erreichen, können sie nur hoffen, daß sie nicht wieder gegen die Steelers antreten müssen.

Einen Lachschlager bekamen die zahlenden Zuschauer in Kansas City geboten.
Die Chiefs verloren gegen ein Team, dessen Quarterback Z W E I seiner acht Pässe vervollständigen konnte.
Richtig gelesen. Broncos Quarterback Tim Tebow warf acht Pässe, von denen zwei ankamen. Darunter war ein Touchdownpass über 56 Yards auf Eric Decker, der den 17:10 Sieg sicherte.
In der furchtbar miesen AFC West haben nun alle Teams, außer Oakland, 4-5 Siege.
Damit sind die Raiders mit 5-4 Siegen die Einäugigen unter den Blinden.

Die Eagles ließen Wide Receiver DeSean Jackson aus disziplinarischen Gründen zu Hause.
Er hatte am Samstag das Treffen der Special Teams glatt verschlafen.
Ob es daran lag, daß die Eagles noch nicht mal gegen die Cardinals gewinnen konnten?
Philadelphia ging mit einer 14:7 Führung ins letzte Viertel und verlor mit 17:21.

Die Frage aller Fragen vor Woche 10 lautete: „Sind die 49ers mit 7-1 Siegen wirklich so gut, wie sie dastehen?“
Klare Antwort: „Mit nun 8-1 Siegen nach dem Spiel gegen die Giants sind sie zu den Spitzenteams der Liga zu zählen“.
Was auch immer der neue Head Coach Jim Harbaugh angestellt hat, aus diesem Punktelieferanten ein NFL Team zu machen, es hat Wunder gewirkt.
Der ansonsten ewig verletzte Quarterback Alex Smith spielt eine Saison, die die Fans in der Bucht an große Zeiten erinnert.
In einer epischen Verteidigungsschlacht prügelten die Niners die Giants mit 27:20 aus dem Candlestick Park.
 

12. November 2011

Kurzberichte
hester-devinMüssen die Bears ohne Devin Hester (Bild) gegen die Lions antreten?
Der Wide Receiver und Returnspezialist hat am Freitag seine dritte Trainingseinheit in der Woche verpasst.
Hester hat einen verstauchten Knöchel und würde dem Team sehr fehlen.

Auch andere Teams haben Verletzungssorgen, z.B. die Giants.
Im Spiel gegen den Tabellenführer der NFC West, die 49ers, wird Running Back Ahmad Bradshaw nicht dabei sein. Er hat einen gebrochenen Knochen im Fuß und kann nicht spielen.
Ob Hakeem Nicks wird spielen können, steht noch nicht fest. Der Wide Receiver hat am Freitag zum ersten Mal in dieser Woche trainiert. Er laboriert an einer Knieverletzung.

Die Chargers wissen noch nicht, wann sie wieder mit Takeo Spikes rechnen können.
Der Linebacker zog sich gegen die Raiders eine schwere Gehirnerschütterung zu und musste vom Platz gefahren werden.
San Diego muss erst am 20. November wieder antreten, wenn es gegen die Bears geht. Ob Spikes bis dahin kein Klingeln im Kopf mehr hört, steht noch nicht fest.

Stolz verkündeten die Bengals schon vor einer Woche, daß das Spiel gegen die Steelers endlich mal wieder vor ausverkauftem Stadion stattfinden wird.
Gut für die Organisation.
Aber...
...Schlecht für das Team ist es allerdings, daß sehr viele Fans im Stadion für die Steelers sein werden.
Denn daß die Bengals wirklich ernstgenommen werden in Cincinnati, ist noch nicht der Fall.
Das volle Stadion haben die Bengals eher den Steelers zu verdanken, als den eigenen Leistungen.
Unter den Teams, die sie bisher geschlagen haben, ist mit den Bills nur eines mit einem positiven Sieg - Niederlagenverhältnis.
Für die Bengals beginnt jetzt die Zeit der Wahrheit. In den nächsten fünf Wochen spielen sie viermal gegen Teams mit positivem Punktekonto. Die Texans, Ravens und zweimal die Steelers stehen dann an. Wenn die Bengals da irgendwie mit heiler Haut rauskommen, könnte man anfangen, sie ernstzunehmen.
Realistischer ist allerdings die Möglichkeit, daß sie auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

11. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 10 - Der Auftakt
Rivers_PhilipZwischen den Raiders und den Chargers ging es um Platz 1 in der AFC West.
Während Chargers Quarterback Philip Rivers (Bild) weiter bewies, daß er unter den besten Quarterbacks der Liga keinen Platz mehr hat, spielte sich Carson Palmer bei den Raiders langsam wieder in NFL Form.
Der Kalk ist aus den Arterien und der Rost platzt von den Gelenken ab. Er vervollständigte 14 seiner 20 Pässe für 299 Yards und 2 Touchdowns, bei 1 Interception.
Zusätzliche Hilfe hatte er durch das Laufspiel. Michael Bush trug den Ball 30 mal für 157 Yards und 1 Touchdown. Darren McFadden wurde überhaupt nicht vermisst.
Rivers vervollständigte 23 seiner 47 Pässe für 274 Yards und auch 2 Touchdowns und 1 Interception.
Die Raiders stehen nun bis Sonntag mit 5-4 Siegen alleine an der Tabellenspitze der Division. Kansas City kann mit einem Sieg gegen Denver noch gleichziehen.
Doch es lagen dunkle Wolken über dem Spiel. Zunächst das Verletzungspech bei beiden Teams, das die Reihen ziemlich dezimierte.
Wie lange die Raiders auf Jacoby Ford verzichten müssen, steht noch nicht fest. Der Wide Receiver knickte mit dem linken Fuß um, und konnte nicht weiterspielen. Erste Untersuchungen ergaben, daß nichts gebrochen ist.
Doch ein Vorkommnis außerhalb des Platzes ist das Schrecklichste. Ein 25-jähriger wurde auf dem Stadionparkplatz niedergestochen. Das Opfer ist nicht lebensgefährlich verletzt. Der Mann zeigt sich der Polizei gegenüber sehr unkooperativ und weigert sich, Angaben über den Täter zu machen.

Verletzungssorgen in Pittsburgh
Vor dem „Spitzenspiel“ gegen die Bengals haben die Steelers weiter Verletzungssorgen. Safety Troy Polamalu und Linebacker LaMarr Woodley konnten in dieser Woche nicht trainieren.
Polamalu wurde im Spiel gegen die Ravens an den Rippen verletzt und Woodley fehlte im wahren Spitzenspiel letzten Sonntag ja schon wegen einer Knieverletzung.

10. November 2011

Kurzberichte
Haynesworth_AlbertNur einen Tag nachdem die Patriots Albert Haynesworth (Bild) entsorgt hatten, fand sich ein anderes Team, das so dumm war ihn zu verpflichten.
Die Buccaneers brauchten unbedingt einen Defensive Tackle, nachdem sich Gerald McCoy den Bizeps gerissen hat und auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Ob Tampa Haynesworth ans Arbeiten bringen kann, wird man sehen.

Ausrüstungsgegenstände in schwuchtelrosa während des Brustkrebsbewußtseinsmonats sind OK. Schuhe in müllabfuhrorange dagegen kosten $5.000.
Diese Strafsumme musste Bears Wide Receiver Earl Bennett zahlen, weil er im Spiel gegen die Eagles Schuhe in dieser Schockfarbe getragen hat.

So teuer wie gedacht, war das Spiel der Ravens gegen die Steelers gar nicht.
Bei den Steelers wurde nur Safety Ryan Clark für einen Angriff mit dem Helm voran zu $40.000 verurteilt.
Auf Seiten der Ravens erwischte es Linebacker Ray Lewis für das gleiche Vergehen. Wie teuer es für ihn war, wollte er nicht sagen.
Beide zeigten sich unzufrieden über die Strafen und betonten, daß sie auch weiterhin keinen Millimeter von ihrer Spielweise abweichen werden.

Die besten Spieler der Woche 9

AFC
OFFENSE: QB MATT MOORE, MIAMI DOLPHINS
17 von 23 Pässe für 244 Yards, 3 Touchdowns
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB DAVID HARRIS, NEW YORK JETS
5 Tackles, 1 Interception, 1 abgewehrter Pass
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-WR EDDIE ROYAL, DENVER BRONCOS
Er fing einen 26 Yards Touchdownpass und lief einen Punt über 85 Yards zum Touchdown zurück
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB AARON RODGERS, GREEN BAY PACKERS
21 von 26 Pässe für 247 Yards, 4 Touchdowns, 52 Laufyards
Seine 5. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB MATHIAS KIWANUKA, NEW YORK GIANTS
12 Tackles, 1 Interception
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: PR-CB PATRICK PETERSON, ARIZONA CARDINALS
1 Interception, 3 Tackles, 1 Puntreturn über 99 Yards zum Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

09. November 2011

Kurzberichte
newton-cam-draft-2011Zwei ganz verschiedene Wege gehen zwei Rookies in Carolina.
Während Quarterback Cam Newton (Bild re.) beweist, daß er die Zukunft des Teams ist, und alles dafür tut, dem Team zu helfen, sah Lawrence Wilson das Ganze ganz anders.
Der Linebacker wurde in der sechsten Runde einberufen und schaffte es nur ins Trainingsteam. Dennoch ließ er den NFL Star raushängen und gefiel sich darin, Marihuana zu rauchen und mit seinem Auto zu schnell unterwegs zu sein.
Das gefiel den Panthers natürlich gar nicht, und am Dienstag feuerten sie Wilson.

Die Bills mussten einen neuen Kicker einstellen.
Rian Lindell verletzte sich gegen die Jets an der Schulter, als er einen möglichen Touchdown verhinderte. Er könnte bis zu sechs Wochen ausfallen.
Buffalo verpflichtete Dave Rayner als Ersatzmann für diese Zeit.

Ne, das hatten die Patriots sich anders vorgestellt mit Albert Haynesworth.
Sie dachten, sie würden die faule Socke ans Arbeiten bringen, aber das war nix.
Der Defensive Tackle war ein Superstar in Tennessee, bevor ihn das große Geld nach Washington lockte.
Von 2002 bis 2008 spielte er bei den Titans und schaffte es 2007 und 08 ins All-Pro Team.
Nachdem er bei den Redskins einen Einhundertmillionendollarvertrag unterschrieben hatte, verlor er die Lust an der körperlichen Anstrengung und zählte lieber seine Geldscheine.
All das wussten die Pats, als sie ihn dieses Jahr verpflichteten.
Doch auch sie konnten seine Lust zu körperlichen Aktivitäten nicht mehr wecken und feuerten ihn am Dienstag wieder.
Die Patriots feuerten auch Tight End Dan Gronkowski, den sie Anfang September verpflichteten, Ende September feuerten und im Oktober wieder verpflichteten.

Am Donnerstag steht das erste Thursday Night Spiel an.
Oakland muss in San Diego antreten und beide Teams stehen mit 4-4 Siegen an der Spitze der mittelmäßigen AFC West.
Die Raiders werden wohl weiter auf Running Back Darren McFadden verzichten müssen, der immer noch auf seinem verstauchten Fuß rumhumpelt.
Die Chargers müssen auf Malcolm Floyd verzichten. Der Wide Receiver ist an der Hüfte verletzt.

In den USA wurden mal wieder ein paar Umfrageergebnisse veröffentlicht. In einer ging es darum, wer der „dreckigste“ Spieler der Liga ist.
Befragt wurden 111 Spieler von 31 Teams, und sie wählten Ndamukong Suh auf den ersten Platz.
Der Defensive Tackle der Lions bekam 36 Stimmen, und damit verwies er Steelers Linebacker James Harrison auf den zweiten Platz mit enttäuschenden neun Stimmen.
Bei der Wahl der unbeliebtesten Spielern der Liga wurde eine representative Zahl an Footballfans befragt.
Sie stimmten zu 60% für Michael Vick.
Als Begründung gaben sie an, daß sie dem Quarterback der Eagles seine Reue nicht abkaufen, und ihm die Tierquälerei seiner Kampfhunde immer noch übelnehmen.
Auf Platz zwei landete ebenfalls ein Ex-Knastbruder, Jets Wide Receiver Plaxico Burress.
Total geschockt reagierten die Steelers, als sie erfuhren, daß ihr Quarterback Ben Roethlisberger sich Platz drei sicherte.

Ab Woche 11 geht die NFL dazu über, Anstoßzeiten von Spielen zu ändern. Wichtigere Spiele bekommen die späteren Anstoßzeiten, während andere Spiele in die frühe Zeitschiene wechseln.
Aber obwohl die Eagles alles andere als Traumfootball spielen, bleibt ihr Sunday Night Spiel gegen die Giants unverändert.
Für die NFL scheint das Spiel der Titans bei den Falcons von irgendeiner nicht erkennbaren Relevanz zu sein. Dieses Spiel wechselt von 19 Uhr auf 22:15 Uhr.
Welches Spiel in Woche 13 als Sunday Night Spiel gezeigt wird, hat NBC noch nicht entschieden.
Angesetzt war die Partie der Colts in New England.
Brady gegen Manning war vor der Saison natürlich ein Kracher. Aber ohne Manning hat die NFL dieses Spiel schon als völlig wertlos vom Sunday Night Spiel zu einem Spiel um 19 Uhr degradiert.
Bis zum 22. 11. hat NBC Zeit, sich ein Ersatzspiel auszusuchen.
Pech hat ESPN, das seine Spiele nicht tauschen darf, obwohl es der NFL Milliarden von Dollar für die Übertragungsrechte zahlt.
Der Sender muß auf den Ladenhütern Chargers at Jaguars und Rams at Seahawks sitzen bleiben.

08. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 9 - MNF und mehr
cutler-jay-bears200
Respekt an die Offensive Line der Bears. Musste man in der ersten Hälfte der Saison um das Leben von Quarterback Jay Cutler (Bild) fürchten, ließen sie gegen die Eagles keinen Sack zu.
Es kann natürlich auch daran gelegen haben, daß die Defense der Eagles zu schwach war, das werden die nächsten Spiele zeigen.
Fakt ist, daß es für die Offense der Bears prima läuft, wenn Cutler aufrecht stehen bleibt. Dazu kommt das Laufspiel von Matt Forte und Marion Barber, der Forte bei den Situationen ersetzt, wo es um ein oder zwei Yards geht.
Durch den 30:24 Sieg bleibt Chicago in der NFC North im Playoffrennen. Green Bay hat zwar 8-0 Siege und dürfte nicht mehr eingeholt werden können, aber mit 5-3 Siegen hat man gute Chancen auf einen Wild Card Platz.
Für Philadelphia sieht es da schon düsterer aus. 3-5 Siege bedeuten nicht nur den letzten Platz in der NFC East, sondern auch, daß man die Playoffs wohl Zuhause vor dem Fernseher erleben wird.

Die NFL rechnet. Und es wird teuer für einige Spieler der Steelers und der Ravens, das ließ die Liga schon durchblicken.
Doch das wussten die Beteiligten. Schon im Vorfeld hatten die Spieler beider Teams angekündigt, daß sie gegeneinander Football spielen würden, und zwar so, wie das Spiel vor Jahren mal gedacht war.
Die Strafen, so sagten sie, würden sie bewußt in Kauf nehmen.
Wenn die Steelers gegen die Ravens spielen, dann spielen Männer gegen Männer. Große Männer gegen große Männer, sagte Ravens Head Coach John Harbaugh, der in der Pressekonferenz ausdrücklich beiden Teams zu dem tollen, intensiven Spiel gratulierte. Als größten aller Männer bezeichnete er seinen Quarterback Joe Flacco. Er wäre der Gladiator gewesen, der die Arena mit seinem Blut getränkt hätte und als Sieger vom Platz gegangen wäre.
Tatsächlich hatte Flacco eine kleine Platzwunde am Kinn, die er sich in der letzten Angriffsserie zuzog.
Und die echten Footballfans werden das Spiel auch genossen haben. Football zu sehen, wie er einmal gedacht war, hat Spaß gemacht. Das war schon etwas anderes, als der weichgespülte Scheißdreck, den Roger Goodell nur noch sehen möchte.
Und die Strafen, die werden die Spieler mit Freuden zahlen, denn auch sie hatten Spaß daran, mal wieder richtig zulangen zu dürfen.

Am 21. Januar wird die Spielergewerkschaft der NFL ein Spiel ansetzen, in dem sie etwa 100 Spieler, die vom College in die NFL wechseln dürfen, gegeneinander antreten lässt.
Die ehemaligen Super Bowl Head Coaches Tom Flores und Dick Vermeil werden die Mannschaften trainieren.
In der Woche vor dem Spiel sollen diese Spieler schon mit etablierten NFL Spielern zusammen trainieren.
So soll den Collegeabgängern der Schritt in die NFL leichter gemacht werden.
Der Kartenpreis für das Spiel, das in Los Angeles abgehalten wird, soll bei $15 beginnen, also sehr moderat sein.

Miles Austin wird den Cowboys einige Zeit fehlen.
Der Wide Receiver hat eine Knieverletzung, und für das Spiel gegen Buffalo ist er schon gestrichen.
Wie lange darüber hinaus er ausfallen wird, steht noch nicht fest.

07. November 2011

Die NFL 2011 - Woche 9
flacco-joe200Was werden die Fans der Defense einen Spaß an dem Sunday Night Spiel gehabt haben.
Baltimore und Pittsburgh lieferten sich einen Schlagabtausch, den man von diesen beiden Teams gewohnt ist.
Zwar ließ Pittsburgh sich nicht so windelweich aus dem Stadion prügeln, wie in Woche eins, aber die Ravens haben zum ersten Mal seit langem wieder beide Saisonspiele gegen den Erzfeind gewonnen.
Dennoch war es ein offensiver Mannschaftsteil, der den Sieg brachte.
Baltimore lag 16:20 zurück und marschierte kurz vor Spielende 92 Yards über das Feld. Die Steelers Defense fand kein Mittel, um Quarterback Joe Flacco (Bild) von seinen präzisen Pässen abzuhalten. Acht Sekunden vor Spielende war es dann so weit. Flacco passte aus 26 Yards auf Torrey Smith in die Endzone, und Smith, der kurz zuvor einen möglichen Touchdown fallen ließ, griff dieses Mal beherzt zu. Der Extrapunkt saß und Baltimore gewann mit 23:20.
Das Quarterback Duell in beiden Spielen ging ganz klar zugunsten von Baltimores Flacco aus.

Vergisst man, daß das Spiel einen erste Halbzeit hatte, dann war das Spiel der Giants in New England sogar ganz gut.
0:0 stand es nach 30 Minuten und erst nach fünf Minuten im dritten Viertel erzielte Giants Kicker Lawrence Tines aus 22 Yards die ersten drei Punkte.
Beide Quarterbacks spielten recht anständig, aber Tom Brady leistete sich zwei kostspielige Interceptions, Eli Manning nur einen.
Dennoch standen die Patriots 96 Sekunden vor Spielende vor ihrem 21. Sieg in einem Heimspiel in Folge. Brady warf einen Pass über 14 Yards auf Rob Gronkowski zum 20:17.
Doch Eli Manning schlug zurück.
15 Sekunden vor Spielende war es sein Pass aus einem Yard auf Jake Ballard, der das Spiel entschied.
Mit einem 24:20 Sieg flogen die Giants nach Hause und festigten ihren ersten Platz in der NFC East.
Nach 20 Heimspielsiegen in Folge in der regulären Saison mussten die Patriots mal wieder erfahren, wie es sich anfühlt, im eigenen Stadion zu verlieren.

In der AFC West verloren alle, bis auf einen. Kansas City verlor gegen die Dolphins, die sich damit ihre Chancen auf Andrew Luck vermasselten.
Die Chargers verloren gegen die Packers und haben sich auch für diese Niederlage wieder bei dem unsäglichen Philip Rivers zu bedanken.
Nur die Broncos konnten gewinnen, gegen ein Raiders Team, bei dem der neue Quarterback Carson Palmer noch nicht so recht weiß, zu wem er den Ball werfen soll. Zu denen mit den silbernen Helmen, oder zu den anderen?
Palmer leistete sich drei Fehlwürfe, während auf der anderen Seite Tim Tebow sich keinen leistete.
Tebow erzielte 124 Yards und 2 Touchdowns durch die Luft, und 117 Yards lief er zusätzlich.
Das Alles war zuviel für die Raiders und Denver ging als 38:24 Sieger vom Platz.
Die Broncos hielten dadurch Anschluß an die Tabellenspitze, die mit jeweils 4-4 Siegen von Kansas City, Oakland und San Diego besetzt ist. Denver hat 3-5 Siege und bleibt im Rennen.

Wie gesagt, vermasselten sich die Dolphins ihre Chancen auf Andrew Luck. Sie gewannen nicht nur in Kansas City, sie vermöbelten die Chiefs.
Dabei hatte Kansas die letzten vier Spiele gewonnen und sie dachten, sie wären so richtig in Fahrt gekommen.
Falsch gedacht.
Die bisher sieglosen Dolphins gewannen mit überzeugendem 31:3, und man fragte sich, wo diese Mannschaft sich bisher versteckt hatte.
Quarterback Matt Moore vervollständigte 17 seiner 23 Pässe für 244 Yards und drei Touchdowns. Man muss bis 2008 zurückgehen, um ein Spiel zu entdecken, in dem zuletzt ein Quarterback der Dolphins drei Touchdownpässe warf.
Sei es wie auch immer, Indianapolis ist als einziges Team in der NFL noch immer ohne Sieg und auf Kurs auf die erste Wahl in der Draft.

Die Chargers können sich auch nach dem Spiel gegen die Packers wieder bei Quarterback Rivers für die Niederlage bedanken.
Im ersten Viertel warf er bereits zwei Interceptions, die sofort zu Touchdowns zurückgetragen wurden.
Dann sah alles wie einen leichte Pflichtübung für die Packers aus, die in der Mitte des letzten Viertels mit 45:28 in Führung gingen.
Doch San Diego kämpfte sich tapfer zurück. Nach dem 45:31 Anschluß eroberten sie ihren Onsidekick und wieder führte Rivers das Team in die Endzone zum 45:38.
Sekunden vor Spielende hatte Rivers sein Team erneut in eine aussichtsreiche Position geführt, als der schlechte Rivers wieder sein böses Gesicht zeigte.
Er warf seinen dritten Interception an diesem Tag, den Charlie Pepra über 76 Yards bis an die sechs der Chargers zurücktrug. Hier brauchte Aaron Rodgers das Spiel nur noch abzuknien und die Packers blieben weiter ungeschlagen.

06. November 2011

Kurzberichte
sepulveda-danDie Steelers verpflichteten Jeremy Kapino als neuen Punter.
Ihren etatmäßigen Punter Dan Sepulveda (Bild) mussten sie mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste setzen, und für ihn ist die Saison beendet.
Für ihn ist es die dritte Saison, die er wegen dieser Verletzung ganz oder teilweise verpasst. 2008 verpasste er komplett und 2010 verpasste er die zweite Hälfte.

Auch die Cowboys haben Probleme mit ihrem Punter. Matt McBriar ist verletzt und sein Einsatz gegen Seattle ist fraglich.
Vorsorglich verpflichtete Dallas Chris Jones als Ersatzmann.

Die Verbindung zwischen Cornerback Phillip Buchanon und den Redskins war in diesem Jahr keine glückliche.
Die ersten vier Spiele war er von der Liga gesperrt, weil er verbotene Substanzen eingenommen hatte. In den beiden Spielen, in denen er eingesetzt wurde, plagten ihn Nacken- und Knieschmerzen.
Am Samstag setzten die Redskins ihn auf die Verletztenliste und beendeten seine Saison vorzeitig.

05. November 2011

Kurzberichte
helmalt01Man untersucht und versucht viel, um den zunehmenden Gehirnerschütterungen in der NFL entgegenzuwirken.
Dabei kam erstaunliches zu Tage, denn die uralten Lederhelme sollen so gut, wenn nicht besser, als die ultramodernen High-Tech Helme sein.
Und es ist nicht der 1. April!
Man hat im Labor Kollisionen mit bis zu 75 G simuliert, die bei 95% aller Kollisionen auftreten.
Dabei stellte sich heraus, daß die alten Lederhelme nicht viel schlechter abschnitten, als das neue Zeug.
Das aber, so sagte der Leiter der Forschungsgruppe, soll kein Plädoyer für die Lederhelme sein, sondern die Hersteller der modernen Helme anspornen, bessere Arbeit abzuliefern.
Es kämen zwar immer neue Helme auf den Markt, die mit immer besseren Werbebotschaften als das Non plus Ultra angeboten würden, aber außer neuen Wortschöpfungen der Marketingabteilungen wäre nichts an den Helmen innovativ und besser.
Niemals, so sagt er weiter, würde man Gehirnerschütterungen ganz vermeiden können, aber die Helmhersteller müssten sich sehr viel mehr Mühe bei der Entwicklung besserer Helme machen, als bisher.

Und hier eine Sondermeldung... die Bengals vermelden ein volles Stadion.
Ihre Partie gegen die Steelers am 13. November ist ausverkauft.
Dank eines unglaublich leichten Terminplans sind die Bengals mit 5-2 Siegen Punktgleich mit Baltimore auf Platz zwei der AFC North.
Gegner wie Cleveland, Jacksonville und Indianapolis wurden aus dem Weg geräumt, und so kamen die Fans in Cincinnati wohl auf die Idee, daß ihr Team zu den guten Teams der Liga gehört.
Wenn sie da am 13. 11. mal nicht aus allen Wolken fallen.
Erst am 2. Oktober dieses Jahres zählte man die niedrigste Zuschauerzahl im Paul Brown Stadion seit seiner Eröffnung vor 12 Jahren. Nur 41.142 Fans sahen den Sieg über Buffalo.

Ahmad Bradshaw muss nicht operiert werden.
Der Running Back der Giants hat zwar einen gebrochenen Fuß, wird für das Spiel gegen die Patriots aber nur als fraglich gelistet und nicht als nicht einsatzbereit.
Nach allen nötigen Untersuchungen kamen die Ärzte zu der Überzeugung, daß Bradshaw noch nicht operiert werden muss.
Bereits 2009 hatte Bradshaw in einer ähnlichen Situation mit Schmerzen weitergespielt und sich erst nach der Saison operieren lassen.

Running Back Darren McFadden wird definitiv nicht für die Raiders spielen können am Sonntag.
Auch der Einsatz von Kicker Sebastian Janikowski ist fraglich. Er leidet immer noch an einer überdehnten Kniesehne und soll am Samstag noch mal auf seine Einsatztauglichkeit getestet werden.
Als Ersatzmann steht wieder Dave Rayner bereit, der Janikowski schon gegen die Chiefs vertrat.

Bei den Ravens konnte Haloti Ngata zwei mal in dieser Woche nicht trainieren.
Der Linebacker hat eine Oberschenkelzerrung und sein Einsatz gegen Pittsburgh ist gefährdet.

04. November 2011

Kurzberichte
jacobs-brandon200Schon wieder ein Rückschlag für die Giants, und das vor dem Spiel gegen die Patriots.
Vor Kurzem verletzte sich Running Back Brandon Jacobs (Bild). Doch das war kein großer Verlust, denn Ahmad Bradshaw nutzte das Mehr an Einsatzzeit. Die Giants erzielten mit ihm allein mehr Laufyards, als beim ständigen Wechsel zwischen ihm und Jacobs.
Doch jetzt ist die Situation umgekehrt, Bradshaw fällt aus und Jacobs, der wieder einsatzbereit ist, scheint sein Pulver verschossen zu haben. Jacobs hat über 300 Yards weniger als Bradshaw auf dem Konto.
Bradshaw hat einen gebrochenen Fuß und muss operiert werden. Das ist nichts neues für ihn, er hat schon ein paar Schrauben in seinen Füßen.
Die Giants müssen jetzt also auf Jacobs setzen, der in dieser Saison erst 126 Laufyards erzielt hat. Hinter ihm stehen D.J. Ware und Rookie Darel Scott als Ersatz bereit.

Auch nach der Freiwoche stehen die Chancen auf einen Einsatz von Darren McFadden schlecht.
Der Running Back der Raiders kann mit seinem verletzten Fuß immer noch nicht trainieren. Er läuft auf Krücken rum und sieht seinen Kollegen nur bei der Arbeit zu.
Head Coach Jackson glaubt zwar, daß sein Running Back Heilungsfortschritte gemacht hat, will aber nichts erzwingen. Gegen Denver wird McFadden ja nun auch nicht unbedingt gebraucht und kann sich noch weiter schonen.
McFadden wäre wieder auf Kurs für eine Tausendyardssaison, wenn er bald zurückkommt. Bisher hat er in 113 Läufen bereits 614 Yards erzielt.

03. November 2011

Kurzberichte
welker-wesStimmt etwas nicht mit Wes Welker (Bild)?
Der Star-Receiver der Patriots hat am Mittwoch nicht trainiert. Grund sei eine Nackenverletzung, gab das Team bekannt.
Sein Ersatzmann, Julian Edelman, hat trainiert, obwohl gegen ihn eine Anzeige wegen unsittlichen Verhaltens vorliegt. Auf die Frage, ob das Team disziplinarische Maßnahmen gegen ihn ergreift, reagierte Head Coach Bill Belichick nur einsilbig.
Auch Defensive End Shaun Ellis, Running Back Kevin Faulk und Tight End Aaron Hernandez konnten nicht am Training teilnehmen vor dem Spiel gegen die Giants.

Die NFL hat ihre Schiedsrichter angewiesen, besser auf Symptome für Gehirnerschütterungen zu achten.
Grund für diese Anweisung war Kris Dielman. Der Left Guard der Chargers prallte in Woche 7 mit dem Kopf voran mit einem Spieler der Jets zusammen und torkelte über den Platz.
Daß hier etwas nicht stimmte, war offensichtlich.
Die Schiedsrichter reagierten nicht auf die offensichtliche Orientierungslosigkeit Dielmans und auch das Team scherte sich nicht an die Anweisungen der Liga, Spieler, die Anzeichen einer Gehirnerschütterung aufweisen, nicht weiter einzusetzen.
Dielman blieb weitere 12 Minuten auf dem Platz und bekam im Flieger nach San Diego einen Anfall und fiel in Ohnmacht.
Die NFL macht Head Coach Norv Turner schwere Vorwürfe, weil er die Gesundheit des Spielers mißachtet hat. Der wehrte sich, und sagte, daß er nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hätte.
Gegen die Chiefs am Montag konnte Dielman nicht antreten und wann er wieder eingesetzt werden kann, steht noch nicht fest.

Die besten Spieler der Woche 8

AFC
OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
36 von 50 Pässe für 365 Yards, 2 Touchdowns
Seine 8. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB DERRICK JOHNSON, KANSAS CITY CHIEFS
13 Tackles, 1 Sack, 1 Interception, 1 abgewehrter Pass
Seine 4. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: KR-WR BRANDON TATE, CINCINNATI BENGALS
186 Returnyards 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: RB LE SEAN MC COY, PHILADELPHIA EAGLES
30 Läufe für 185 Yards, 2 Touchdowns, 2 gefangene Pässe für 15 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: DE CLIFF AVRIL, DETROIT LIONS
2 Sacks, , 3 Tackles, 2 erzwungene Fumbles, 1 Touchdown
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: DE ROBERT QUINN, ST. LOUIS RAMS
1 geblockter Punt, 2 Tackles 1 Sack
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

02. November 2011

Oh Commish, gib mir ein Zeichen
suh-ndamukong3Hilfe von ganz oben hat sich Ndamukong Suh (Bild) geholt.
Der Defensive Tackle der Lions hatte um ein Treffen mit Commissioner Roger Goodell gebeten, und am Dienstag haben sich die beiden im NFL Hauptquartier in New York getroffen.
Suh wollte vom allerhöchstens Chef selber erfahren, warum er so viele Strafen auf dem Feld kassiert und während der Vorbereitungsspiele eine Geldstrafe von $20.000 zahlen musste.
Goodell und einige seiner Mitarbeiter erklärten Suh, der mit seinem Head Coach Jim Schwartz und Teampräsident Tom Lewand angereist war, anhand von Filmaufnahmen, was erlaubt ist und was nicht.
Nach dem Treffen sagten beide Seiten, daß die Unterrichtsstunde sehr positiv verlaufen sei.
Goodell lobte Suh für dessen energisches und leidenschaftliches Spiel, und Suh sagte, daß er nun genau wisse, was er tun kann, um seinem Team zu helfen, und was er besser lässt.
Aber wenn jetzt jeder Spieler beim Chef eine persönliche Unterrichtsstunde haben möchte, um zu erfahren, was nach den Regeln erlaubt ist und was nicht, dann hat Goodell mehr zu tun, als das Merkel mit der täglichen Eurorettung.

Auch eine 0-8 Serie ist perfekt
Auch dieses Jahr liefern die Colts wieder eine perfekte Saison ab. Stehen sie sonst um diese Zeit mit 8-0 Siegen an der Tabellenspitze, stehen sie heute mit 0-8 am Tabellenende.
Aber, perfekt ist perfekt.
Dem Vorsitzenden der Colts, Bill Polian, schmeckt diese perfekte Bilanz überhaupt nicht. Deshalb versteht er, daß die Fans frustriert und verärgert sind.
Nur weil ein Spieler nicht spielen kann, darf ein Team nicht in solche Tiefen absinken, meint Polian.
Polian stimmt dem ehemaligen NFL Head Coach Bill Parcells zu, der sagte: „Du bist, was der Punktestand sagt, daß Du bist.“
Und, so fügte er selber hinzu, der Punktestand der Colts würde eine deutliche Sprache sprechen.
Die Mannschaft und der Head Coach wären nicht schlecht, fuhr er fort. Aber in den Spielen würden immer und immer wieder dieselben Fehler gemacht, das würde das Team verfolgen.
Und dann leitete er ganz sachte die Entlassung von Head Coach Jim Caldwell ein, indem er sagte, daß er voll hinter Caldwell stünde. Der Head Coach würde gute Arbeit abliefern und hätte das volle Vertrauen des Vorstands.
Alarm!
Wenn ein Verantwortlicher so etwas sagt, dann ist in 99 von 100 Fällen jedes Wort gelogen und der, der angeblich das volle Vertrauen hat, sollte sich schon mal nach einem neuen Job umsehen.
Indianapolis hat auch ohne Peyton Manning keinen Grund der Fußabtreter der Liga zu sein. Ein halbwegs anständiger Head Coach hätte das vielleicht verhindern können.

Kurzberichte
Die Raiders verpflichteten T.J. Houshmandzadeh.
Der neue Quarterback Carson Palmer hatte die Clubführung darum gebeten, weil er mit dem Wide Receiver schon bei den Bengals zusammen gespielt hat.
Auch Head Coach Hue Jackson kennt Houshmandzadeh, denn er war drei Jahre lang sein Wide Receiver Coach in Cinci.
Der 34-jährige Houshmandzadeh spielte letztes Jahr in allen 16 Spielen für die Ravens und fing 30 Pässe für 398 Yards. Nach der Saison wurde sein Vertrag nicht verlängert, und er fand kein neues Team.

Ausgerechnet gegen den Divisionsrivalen aus Baltimore müssen die Steelers auf LaMarr Woodley verzichten.
Der Linebacker reihte sich in die lange Liste der verletzten Verteidiger Pittsburghs ein.
Gegen die Patriots zog er sich eine gezerrte Kniesehne zu und wird einige Wochen ausfallen.
Er selber glaubt nicht, daß er ein Spiel verpassen wird, aber die Ärzte sind da noch anderer Meinung.

Da stimmt der Name wohl nicht so ganz. Patriots Wide Receiver Julian Edelman erwies sich in einem Nachtclub an Halloween ganz und gar nicht als Edelmann.
Er griff einer Frau unter den Rock und berührte sie zwischen den beiden großen Zehen.
Daraufhin kam es mit einem anderen Besucher, der der Frau zur Seite sprang, zu einem Handgemenge, und Edelman wurde aus dem Club geworfen.
Die herbeigerufene Polizei verhaftete ihn.
Edelman streitet alles ab und das Team gibt noch keinen Kommentar zu dem Geschehen ab.

Die Vikings sind zwar ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Minnesota, aber dennoch will der Gouverneur nicht die Steuern erhöhen, damit das Team sich ein neues Stadion bauen kann.
Diese Steuererhöhung war lange im Gespräch, und die Vikings hatten fest damit gerechnet. Am Dienstag sagte Gouverneur Mark Dayton, daß das Team einen Weg finden müsse, ein Stadion ohne Gelder aus einer Steuererhöhung zu bauen.
Die Vikings hatten mit $350 Millionen gerechnet, die ihnen nun entgehen.
Das neue Stadion soll $1,1 Milliarden kosten, wobei die üblicherweise zu erwartenden Kostenexplosionen während des Baus noch nicht eingerechnet sind.
Die Vikings sind im letzten Jahr ihres Mietvertrags mit dem Metrodome. Ein Umzug nach Los Angeles, der ja im Raum steht, könnte so bald noch nicht erfolgen, da der Stadionneubau dort auch nicht in die Gänge kommt.
Bleibt wohl vorerst nur eine Mietverlängerung im alten Metrodome.

01. November 2011

NFL 2011 - Woche 8 - MNF und mehr
Rivers_Philip4Während des Spiels der Chargers in Kansas City habe ich verzweifelt überlegt, was für ein stärkeres Wort als Totalversager es für einen Totalversager geben könnte. Mir fiel keins ein.
Mein Thesaurus konnte mir auch nicht weiterhelfen, also bleiben wir bei dem Wort Totalversager für Philip Rivers (Bild).
Der Quarterback der Chargers hatte das ganze Spiel über große Probleme, sein Team nach vorne zu bewegen, aber kurz vor Spielende hatte er es endlich geschafft. Es waren noch 63 Sekunden zu spielen und San Diego stand an 15 der Chiefs. Die Chargers waren beim Stand von 20:20 also schon längst in Field Goal Reichweite, als Rivers es nicht schaffte, den Ball von seinem Center anzunehmen. Er ließ den Ball fallen und Kansas City konnte ihn erobern.
Ein Quarterback, der Abermillionen bekommt, um seinen Job zu tun, und dann den Ball fallen läßt, den der Center ihm anreicht... das ist übel.
Das Spiel ging in die Verlängerung und San Diego hatte zuerst den Ball. Wieder konnte Rivers nichts bewirken und die Chiefs bekamen noch einmal den Ball.
Ihr Quarterback Matt Cassel führte sein Team in Field Goal Reichweite und Kicker Ryan Succopp erlöste die Zuschauer endlich von diesem üblen Spiel mit einem Treffer aus 30 Yards zum 23:20.
Es gibt Spiele, die haben keinen Verlierer verdient, weil sie so toll waren.
Dies war ein Spiel, das keinen Sieger verdient hatte.
In der AFC West stehen jetzt drei Teams mit 4-3 Siegen an der Tabellenspitze, Kansas City, Oakland, und San Diego.
Nur Denver befindet sich mit 2-5 Siegen eher im Rennen um Andrew Luck.

Tebow or not Tebow, das ist die Frage.
„Tim Tebow ist unser Starter, im nächsten Spiel,“ stellte Broncos Head Coach John Fox nach dem Debakel gegen die Lions klar.
Man beachte den Zusatz: „im nächsten Spiel“.
Mehr Vertrauen kann man in das hilflose Rumgehampel Tebows aber auch wirklich nicht stecken.
Er spielte genau so, wie seine Kritiker es befürchtet hatten. Was auch immer Tebow als Quarterback bei den kleinen Jungs im College geleistet hat, bei den großen Männern in der NFL zieht das nicht.
Seine Möglichkeiten, aus der Pocket zu operieren sind begrenzt, da seine Wurftechnik, die er auf dem College hatte, für die NFL nichts taugt. Er hält den Arm beim Schwung zu weit vom Körper weg und seine Pässe kommen furchtbar ungenau. Er ist noch nicht mal in der Lage, wirklich weit offene Receiver zu treffen.
Seine Läufe sind auch nicht so erfolgreich, wie auf dem College, da die Verteidiger der NFL schneller, stärker und wendiger sind.
Alle Bemühungen, ihm wenigstens die falsche Wurftechnik abzugewöhnen, haben bisher nichts gebracht.
Tebow konnte bisher nur 46,1 % seiner Pässe vervollständigen. Nur Rookie- Quarterback Blaine Gabbert von den Jaguars ist mit 45,7% noch schlechter.
Die Lions sackten Tebow am Sonntag sieben mal und lachten sich nach dem Spiel über ihn kaputt.
Detroits Defensive End Cliff Avril brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Es war Lächerlich, ein echter Witz. Die ganze Woche wussten wir, daß wir nur etwas Druck auf Nr. 15 ausüben müssten, um ihn kaltzustellen. In der zweiten Halbzeit war es da draußen richtig Langweilig. Wir haben unsere Gegenspieler gefragt: „Das ist Euer Quarterback, wirklich?“
Wenn wir ihn nur etwas unter Druck setzten, traf er wirklich komische Entscheidungen.“
Aber Avril hatte bei aller Schadenfreude auch etwas Trost über, den er spendete: „Tebow lernt ja noch. Er hat ja früher bewiesen, daß er ein Sieger ist. Das wird schon noch werden. Er hat ein paar Probleme, aber er wird schon besser werden.“

Kurzberichte
Carson Palmer hat die Raiders gebeten, einen Wide Receiver zu verpflichten, mit dem er vertraut ist, T.J. Houshmandzadeh.
Mit ihm spielte er jahrelang in Cincinnati zusammen, und der Receiver ist momentan Arbeitslos.
Oakland hat Housh zu einem Probetraining eingeladen.

NFL Schiedsrichter pfeifen sich so manchen Stuss zusammen.
Immer wieder sehen sie Fouls, wo gar keine sind, wie im MNF Spiel in der letzten Nacht zu oft zu sehen. Dann aber übersehen sie wieder Regelverstöße, die Zuschauern und Kommentatoren sofort auffallen.
Steelers Safety Troy Polamalu stieß einen Ball, den Patriots Quarterback Tom Brady verloren hatte, absichtlich mit Schwung in Richtung der Patriots Endzone, da er verhindern wollte, daß ein Spieler New Englands ihn zurückerobert.
Die Regeln sagen, daß ein freier Ball nicht in Richtung der gegnerischen Endzone geschlagen oder getreten werden darf.
Die Schiedsrichter sahen das nicht und da der Ball aus der Endzone heraus rutschte, entschieden sie auf Safety für Pittsburgh.
Eine wirklich krasse Fehlentscheidung.

 

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