18. August 2011

Kurzberichte
Maclin-JeremyWochenlang wurde er untersucht, wieder und wieder. Trainieren durfte und konnte er nicht, doch an welcher Krankheit er litt, wurde nicht bekanntgegeben.
Am Mittwoch ist Eagles Wide Receiver Jeremy Maclin vor die Presse getreten und erzählte von seiner mysteriösen Krankheitsgeschichte.
Als erstes erzählte er, daß es ihm gutgehe, daß er gesund sei. Er wäre auf alles getestet worden, was man nur testen könnte, und alle Tests waren negativ. Aids, Leukämie, Lymphknotenkrebs... alles negativ.
Nachdem nun am Mittwochmorgen der letzte Test negativ zurückkam, trat Maclin vor die Presse und erklärte, daß er nun, da er wisse, daß er gesund ist, wieder mit dem Team trainieren wird.
Vor fünf Monaten begann der Wide Receiver Gewicht zu verlieren und es wurde ein Blutarmut festgestellt. Seitdem wurde er auf alles mögliche getestet, nur um fünf Monate später als gesund erklärt zu werden.
Eine geheimnisvolle Geschichte.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag treffen zwei Teams aufeinander, die einmal ein Team waren.
Die Eagles fliegen nach Pittsburgh wo sich die beiden zu einem Testspiel treffen.
In den Wirren des zweiten Weltkriegs, als Spielermaterial knapp wurde, weil die jungen Männer das Landes in den Krieg ziehen mussten, taten sich die beiden Teams 1943 zusammen und spielten als Phil-Pitt Steagles in der NFL und teilten sich die Heimspiele.
In dieser Nacht spielen zwei Teams gegeneinander, die man getrost im Super Bowl erwarten darf.
Natürlich ist es nur ein Vorbereitungsspiel und beide werden noch nicht alles zeigen können und wollen, was sie draufhaben, aber ein nettes Spielchen dürfen wir trotzdem erwarten. Beide Teams haben angekündigt, daß ihre Starter etwa 20-25 Spielzüge bestreiten sollen.

Die Saison hat noch nicht begonnen, aber die NFL hat schon mal damit angefangen, sich an ihren Spielern zu bereichern.
Ndamukong Suh, Defensive Tackle der Lions, muss $20.000 zahlen, weil er sich zu unbeherrscht gegenüber Bengals Quarterback Andy Dalton benommen hat. Suh griff sich Dalton, und warf den Rookie zu Boden, nachdem der den Ball bereits geworfen hatte. Es gab eine Flagge wegen unnötiger Härte und jetzt die Zahlungsaufforderung der NFL, gegen die Suh Einspruch einlegen wird.
Auch Mike Lockley nahm die NFL $20.000 ab. Der Rookie- Linebacker der Jaguars hat Patriots Wide Receiver Taylor Price mit dem Helm voran angegriffen.

Da machen die 49ers so ein großes Ding aus der eventuellen Verpflichtung von Daunte Culpepper, und dann ziehen sie Josh McCown aus dem Hut.
Der 32-jährige verbrachte acht Jahre in der NFL und spielte 2010 bei den Hartford Colonials in der UFL.
Als er den Anruf der Niners bekam, trainierte er gerade eine High School Mannschaft in North Carolina.
McCown unterschrieb einen Einjahresvertrag zum Mindestgehalt von $810.000.

17. August 2011

Kurzberichte
beck-johnRedskins Head Coach Mike Shanahan will Fairness walten lassen und setzt im nächsten Vorbereitungsspiel Quarterback John Beck (Bild) als Starter ein.
Zwar spielte Rex Grossman bei seinem Einsatz recht ansprechend, aber der Posten der Nr. 1 ist weiterhin offen.
Beck kam 2007 in der zweiten Runde der Draft zu den Dolphins und hat seit seiner Rookiesaison in keinem NFL Spiel mehr gespielt.
Er freut sich auf seine Chance und glaubt, daß er sie nutzen kann.

Das erste Vorbereitungsspiel der Jets gegen die Texans war eine Katastrophe für beide Teams.
Texans Ersatz- Running Back Derrick Ward musste das Spiel mit einer Gehirnerschütterung vorzeitig verlassen. Die Guards Antoine Caldwell und Kasey Studdard zogen sich ernste Knöchelverletzungen zu. Rookie- Linebacker Cheta Ozougwu verbrachte die Nacht mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Left Tackle Rashad Butler zog sich eine Oberschenkelzerrung zu und reihte sich damit bei den Running Back Arian Foster, Steve Slaton und Ben Tate ein, die auch an dieser Verletzung laborieren.
Foster soll allerdings am Mittwoch wieder trainieren können.
Auch bei den Jets schlug der Verletzungsteufel zu.
Ersatz-Center Rob Turner brach sich das Bein, muss operiert werden und fällt 10 Wochen aus. Turner startete für Nick Mangold, der verletzt ist und erst gar nicht mit nach Houston geflogen war.
Nun suchen die Jets dringend einen brauchbaren Center.

Das Stadion der Denver Broncos bekommt einen neuen Namenssponsor. Bisher hieß es Invesco Field at Mile High, bald heißt es Sports Authority Field at Mile High.
Damit übernimmt die Firma Sports Authority die letzten 10 Jahre des 20 Jahre laufenden Vertrags den Invesco mit den Broncos abgeschlossen hatte.
Invesco will vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen und Sports Authority steht bereit, den Vertrag zu übernehmen.

In der kommenden Saison soll Felix Jones die Cowboys tragen.
Der Running Back geht als Starter in die Saison. In den letzten fünf Spielen der letzten Saison erzielte er 352 Yards und 4,7 Yards pro Lauf.
Head Coach Jason Garrett rechnete das auf eine komplette Saison hoch und kam auf 1.100 Yards. Damit landete Jones nur knapp außerhalb der Top 10 Liste der Running Backs des letzten Jahres.

16. August 2011

Kurzberichte
leinartIm letzten Vorbereitungsspiel der ersten Woche schlugen die Texans die Jets mit 20:16.
Der O-Line der Jets fehlt noch die nötige Feinabstimmung, sie ließ zu, daß Mark Sanchez zweimal gesackt wurde. Der Quarterback spielte zwei Angriffsserien und vervollständigte 6 seiner 7 Pässe für 43 Yards.
Auf Seiten der Texans war man natürlich auf Matt Leinart (Bild) gespannt. Der Quarterback wurde einst als Hoffnungsträger für die Zukunft von den Cardinals rekrutiert, entpuppte sich aber als Bankdrücker.
Er führte Houston in seinem ersten Einsatz als Nr. 2 des Teams zu 13 Punkten im zweiten Viertel. Da die Nr. 1 des Teams, Matt Schaub, sich gerne mal die eine und andere Verletzungspause während der Saison gönnt, ist es gut zu wissen, daß da jemand ist, der das Team in diesen Zeiten gut anführen kann.

Titans Head Coach Mike Munchak hat sich schon festgelegt. Er will mit Matt Hasselbeck in die Saison starten.
Zwar habe Rookie- Quarterback Jake Locker eine überzeugende Leistung abgeliefert, aber die Kompetenz und Erfahrung eines Matt Hasselbeck würden dem Team sicher mehr helfen, sagte Munchak der Presse.
Doch Jake Locker wird bestimmt nicht lange auf seinen ersten Einsatz warten müssen. Da Matt Hasselbeck, sich gerne mal die eine und andere Verletzungspause während der Saison gönnt, ist es gut zu wissen, daß da jemand ist, der das Team in diesen Zeiten gut anführen kann.

Den Titans wird es wirklich nicht leicht gemacht von Chris Johnson. Er möchte nicht nur der bestbezahlte Running Back der NFL werden, nein, er möchte gerne zu den bestbezahlten Spielern der Liga überhaupt gehören.
Das könnte bedeuten, daß er seinen Streik wohl noch lange nicht beenden wird.
Johnson nennt sogar die genaue Zahl, die ihm vorschwebt. Er möchte einen Dreijahresvertrag über $39 Millionen und keinen Cent weniger.
Mit diesen $13 Millionen pro Jahr läge er er locker über den $10,7 Millionen, die Vikings Running Back Adrian Peterson erhält, der zur Zeit bestbezahlte Running Back der Liga.

Entweder, es hat so lange gedauert, bis die Bills gemerkt haben, was für eine Niete sie sich da ins Team geholt haben, oder sie hatten sehr viel Geduld mit Aaron Maybin.
Am Montag feuerten sie den ineffektiven Passrusher.
2009 nahmen die Bills den Defensive End an elfter Stelle in der Draft auf, der in seiner Juniorsaison im College 12 Sacks erzielte. Doch das waren die Jungs.
Bei den Männern war er nicht in der Lage, in zwei Jahren auch nur einen einzigen Sack zu erzielen.

Am Montag warf Daunte Culpepper ein paar Pässe in San Francisco, seiner neuen Heimat?
30 Minuten präsentierte der Quarterback sich 49ers Offensive Coordinator Greg Roman, und dem gefiel, was er zu sehen bekam.
Ob es gereicht hat, dem Altstar einen Vertrag zu verschaffen, ist noch nicht bekannt.
Die neuen Regeln der NFL machen es den Teams leicht, einen dritten Quarterback zu verpflichten.
Früher war es so, daß ein Team, wenn es den dritten Quarterback in einem Spiel eingesetzt hat, keinen anderen Quarterback mehr spielen lassen durfte.
Die neuen Regeln lassen es zu, daß nun alle drei Quarterbacks spielen dürfen, was den Teams ganz andere Perspektiven eröffnet, besondere Spezialisten in besonderen Situationen einzusetzen.

Dick Butkus, 69, Ruhmeshallenmitglied, sorgt sich um die jungen Athleten.
Er und sein Sohn Matt haben ein Programm auf die Beine gestellt, das Sportler auf der High School vom Drogenmißbrauch abhalten soll.
Mit ihrer Kampagne „IPlayClean“ wollen sie die jungen Leute davor warnen, Steroide und andere Leistungssteigernde Mittel zu benutzen.
Eindringlich warnen sie vor den gesundheitlichen Gefahren die solche Mittel auslösen können, wie Krebs, Leberschäden, Herzprobleme und Schlaganfälle.
Die Zahl der jungen Sportler, und auch Sportlerinnen, die solche Mittel einnehmen, steigt rapide.
Wenn Butkus mit Eltern redet, die dabei zusehen, wie ihre Kinder solches Gift nehmen, und wenn er mit Trainern redet, die ihren Athleten diese Gifte empfehlen, dann reagiert der Linebacker wie damals auf dem Platz... er explodiert.
Seine Kampagne erfährt immer mehr Zulauf von ehemaligen Athleten, die ihn und seinen Sohn im Kampf gegen den Drogenmißbrauch unterstützen.
Ob`s was nutzt?

15. August 2011

Kurzberichte
culpepper02Die 49ers wollen noch einen alten, erfahrenen Quarterback verpflichten, da weder Alex Smith noch Colin Kaepernick hinter der löchrigen O-Line lange Überlebenschancen haben.
Aber muß der neue Mann sooo alt sein?
Die Niners haben nämlich ernsthaft Daunte Culpepper (Bild) im Visier, einen Mann, der seit ewigen Zeiten nicht mehr regelmäßig in der NFL gespielt hat und der, wenn er gespielt hat, schlecht gespielt hat.
Und was würde es für einen Sinn machen, den einen schlechten Quarterback Alex Smith durch den anderen schlechten Quarterback Daunte Culpepper zu ersetzen?
Nach der Saison 2009, die der heute 34-jährige Culpepper bei den Lions bestritt, spielte er in keinem NFL Team mehr. Da er aber weiter aktiv bleiben wollte, wagte er den Abstieg in die Niederungen der UFL.
2010 spielte er für die Sacramento Mountain Lions und vervollständigte 183 seiner 300 Pässe für 1.944 Yards, 10 Touchdowns und 12 Interceptions.
Angeblich hätten sich letzte Woche sogar die Panthers, Ravens und Dolphins bei Culpepper gemeldet, um ihn zu verpflichten, was man aber getrost in die Kategorie Wunschdenken verweisen dürfte.
Ob die Niners wirklich sooo verzweifelt sind, daß sie ihn verpflichten, bleibt abzuwarten.

Die Bears waren wohl nicht einverstanden mit der neuen Regel, die den Teams vorschreibt den Kickoff von der 35 statt der 30 Yardslinie auszuführen.
Ihre ersten beiden Kickoffs im Spiel gegen die Bills führten sie, unbeanstandet von den Schiedsrichtern, von der 30 aus.
Als der Chef der Schiedsrichter, Carl Johnson, davon erfuhr, rief er im Soldier Field Stadion in Chicago an, und wies die Schiedsrichter an, die neue Regel zu beachten.
Die Bears sagten nach dem Spiel, sie wären mehr daran interessiert gewesen, ihre Kickoffdeckung zu testen, als die neue Regel zu beachten. Sie hätten den Schiedsrichtern sogar gesagt, daß sie das vorhatten.
Die Bears gehörten übrigens zu den sechs Teams, die dieser Regeländerung nicht zugestimmt hatten.

Die Bears machten auch ansonsten dort weiter, wo sie letztes Jahr aufhörten, als ihr Quarterback Jay Cutler 52 mal gesackt wurde. Insgesamt ließen die Bears 2010 59 Sacks zu und führten die NFL mit dieser traurigen Bilanz an.
Wenn die Bears versucht haben sollten, die O-Line zu verstärken, hat das bisher noch nicht gefruchtet. Buffalo hatte insgesamt neun Sacks am Ende des Spiels.

Und noch mal die Bears, bei denen Matt Forte doch mitspielte.
Der Running Back hatte eigentlich vor, für einen besseren Vertrag zu streiken, da er auf dem unglaublich schlechten Rasen des Soldier Fields Angst um seine Gesundheit hat.
Doch er stand bei zwei Spielzügen auf diesem gesundheitsgefährdenden Rasen.
Der neue Running Back Chicagos, Ex- Cowboy Marion Barber, lief für 45 Yards und erzielte einen Touchdown.

14. August 2011

Kurzberichte
rodgers-aaron200Beim 27:17 Sieg der Browns über die Packers hatte Aaron Rodgers (Bild) anfangs so seine Probleme. Doch den letzten Spielzug in seinen zwei Angriffsserien beendete er mit einem 21 Yards Touchdownpass auf Greg Jennings.
Bei den Browns vervollständigte Colt McCoy in der ersten Angriffsserie des Teams alle 5 seiner 5 Pässe für 72 Yards. Doch der Quarterback der Browns profitierte davon, daß die Packers Verteidigung ihre Blitz-Spielzüge noch nicht zeigen wollte. Das ist eigenartig, denn gerade in den Vorbereitungsspielen wird geblitzt, als wäre ein Cannonballrennen auf dem Highway im Gange.

Ohne Manning, ohne Chance.
Der gerade mit einem unanständig hohen Vertrag ausgestattete Peyton Manning spielte, wie erwartet, nicht im ersten Vorbereitungsspiel der Colts.
Eine Nackenverletzung, die er während der Aussperrung nicht hat behandeln lassen, behindert ihn noch zu sehr.
Sein Ersatzmann Curtis Painter bewies, daß er nur das ist... Ersatzmann.
Bei den Rams wurde von Beginn an der neue Cadillac eingesetzt. Running Back Cadillac Williams startete an Stelle von Steven Jackson und er lief für 40 Yards in 11 Versuchen.
Die Rams gewannen mit 33:10.

Zwei alte Teams, zwei alte, neue, Quarterbacks.
Beim 14:3 Sieg der Titans über die Vikings begannen die Titans mit Matt Hasselbeck und die Vikings mit Donovan McNabb.
In seinen zwei Angriffsserien vervollständigte McNabb 6 seiner 11 Pässe für 40 Yards.
Hasselbeck spielte eine Serie und brachte 5 seiner 6 Pässe für 55 Yards an die richtige Adresse.
Titans Rookie- Quarterback Jake Locker beeindruckte in seinem ersten NFL-Spiel mit 7 von 10 vervollständigten Pässen für 89 Yards, darunter ein 45 Yards Touchdownpass.

In San Francisco scheint es Jim Harbaugh zu dämmern.
Der neue Head Coach der 49ers hat den Kampf um den Posten des Nr. 1 Quarterbacks für eröffnet erklärt.
Vom ersten Tag an hatte er auf Alex Smith gesetzt. Smith war nach der letzten Saison ein Free Agent, er hätte also das Team wechseln können, doch Harbaugh wollte ihn unbedingt behalten.
Im ersten Vorbereitungsspiel gegen die Saints waren beide Quarterbacks, Smith, wie auch Rookie Colin Kaepernick, hinter einer grauenvoll unfähigen O-Line völlig chancenlos. Nun sucht Harbaugh den Mann, der am Besten um sein Leben laufen kann.
Die Niners sehen sich sogar auf dem Markt nach einem erfahrenen Quarterback um, den sie als Ersatzmann anheuern wollen.

DeSean Jackson trainiert wieder mit den Eagles.
Der Wide Receiver hatte 11 Tage für einen besseren Vertrag gestreikt, kam aber jetzt zum Training, ohne daß ihm ein neuer Vertrag vorgelegt wurde.
Wie es mit seiner Vertragssituation weitergeht, ließ er offen. Der Presse sagte er, daß er froh wäre, endlich wieder mit dem Team zusammenzusein.

Die Redskins müssen einige Zeit auf Chris Cooley verzichten. Das linke Knie des Tight Ends wurde nach der letzten Saison operiert, und seitdem schwillt es immer mal wieder an und schmerzt.
Eine neue Untersuchung soll nun Klarheit bringen, was genau mit dem Knie los ist und Cooley wird einige Wochen ausfallen.

Der NFL werden ihre Spiele immer noch nicht genug durch Strafen unterbrochen. Deshalb, um den Spielfluß noch mehr einzudämmen, testet sie einen achten Schiedsrichter.
Der kam schon 2010 in einigen Vorbereitungsspielen zum Einsatz und wird auch in diesem Jahr getestet. Er steht etwa 25 Yards im Rückfeld der Verteidigung und soll sich auf Receiver und etwaige Passbehinderungen konzentrieren.
Das Spiel wäre in den letzten Jahren immer schneller geworden und immer mehr Receiver würden über den Platz wimmeln, da müsse man Schritt halten...
... und die Zuschauer noch mehr anöden.

13. August 2011

Kurzberichte
grossman-rex-nachherVielleicht ist die Entscheidung der Redskins auf Rex Grossman (Bild) zu setzen doch gar nicht so falsch.
Im 16:7 Sieg gegen die Steelers vervollständigte er 19 seiner 26 Pässe für 207 Yards und 1 Touchdown. Die Redskins ließen ihre Nr. 1 die komplette erste Halbzeit bestreiten und er pflückte die Verteidigung der Steelers mit kurzen Pässen ein ums andere Mal auseinander.
Eine gute Hilfe für Grossman ist Running Back Tim Hightower. Er erzielte 52 Yards, und ein gutes Laufspiel ist von jeh her der beste Freund des Quarterback.
Die wichtigste Meldung bei den Steelers ist eine Verletzung. Cornerback Ike Taylor brach sich den Daumen und wird zwei Wochen ausfallen.
Erst letzte Woche unterschrieb der 31-jährige einen Vierjahresvertrag über $28 Millionen bei den Steelers.

Die wichtigste Meldung des Spiels der Raubkatzen ist die, daß Matthew Stafford seinen Einsatz tatsächlich unverletzt überstand.
Gegen die Bengals war der Quarterback der Lions in bestechender Form. Er vervollständigte in seinen zwei Angriffsserien 6 seiner 7 Pässe für 71 Yards und 2 Touchdowns.
Bei den Bengals startete Rookie Andy Dalton und gleich sein erster Pass landete bei einem Verteidiger. Er erholte sich aber gut von dem Schreck und vervollständigte 11 seiner 15 Pässe für 69 Yards.
Doch der komplette Angriff der Bengals glich einem aufgescheuchten Hühnerhaufen und sie erzielten nur 205 Gesamtyards.
Detroit gewann 34:3.

Bei den 49ers hat der neue Head Coach Jim Harbaugh gesehen, was er an seinem Quarterback Alex Smith wirklich hat. Der vervollständigte 2 seiner 7 Pässe für 10 Yards.
Ob sich das vorschnelle Vertrauen, das Harbaugh in Smith setzte auszahlt, ist fraglich.
Bei den Saints lief Rookie Running Back Mark Ingram 23 Yards und erzielte einen Touchdown.
New Orleans gewann 24:3.

Bei den Dolphins warf wieder der Henne das Ei und die Fans wird es gegruselt haben.
In seinen vier Angriffsserien warf Quarterback Chad Henne zwei Interceptions.
Der neue Mann, Matt Moore, warf zwei Touchdownpässe.
Neuzugang Running Back Reggie Bush und Wide Receiver Brandon Marshall waren nur als Zuschauer dabei.
Dennoch gewann Miami mit 28:23 gegen Atlanta.

Mit den Wide Receivern Derrick Mason, T.J. Houshmandzadeh, Donte' Stallworth und Tight End Todd Heap verloren die Ravens viele Spieler, die einen Ball fangen können.
Gestern holten sie sich einen Spieler, der auf dem Gebiet auch so seine Erfahrungen hat, Lee Evans von den Bills.
Ihn haben sie vom letzten Jahr her in schlechter Erinnerung, denn er fing für Buffalo gegen die mörderisch gute Verteidigung der Ravens drei Touchdownpässe.
Sieben Jahre spielte Evans in Buffalo und fing dort 377 Pässe für 5.934 Yards und 43 Touchdowns.
Die Ravens gaben ihre Wahlmöglichkeit in der vierten Runde der Draft 2012 an die Bills für ihn ab.

Die Rams haben ihre Verteidigung verstärkt. Sie sicherten sich Linebacker Ben Leber von den Minnesota Vikings.
Der 32-jährige spielte bisher bei den Chargers und den Vikings und erzielte in seiner Karriere 24 Sacks und 5 Interceptions.

12. August 2011

Das Ei fliegt wieder
tebow-tim2Vor 186 Tagen haben die Packers die Steelers im Super Bowl besiegt und danach folgte eine 136-tägige Aussperrung.
Doch in dieser Nacht flog das Ei tatsächlich wieder und die Vorbereitungsspiele haben begonnen.
In Dallas wollte man natürlich sehen, ob Broncos Quarterback Tim Tebow (Bild) nicht vielleicht doch das Zeug zur Nr. 1 hat?
Nun, er spielte vier Angriffsserien und hatte einige nette Spielzüge.
Am Ende des Spiels hatte er 6 seiner 7 Pässe vervollständigt für 91 Yards, und er lief zusätzlich für 15 Yards.
Das war nicht schlecht, macht ihn aber nicht zwingend zur Nr. 1 vor Kyle Orton. Der vervollständigte zwar nur 2 seiner 6 Pässe für 37 Yards, bleibt aber noch der Mann an der Spitze.
Tony Romos erster Einsatz für Dallas nach seinem gebrochenen Schlüsselbein verlief gut.
Der Quarterback der Cowboys vervollständigte 3 seiner 5 Pässe für 33 Yards und spürte keine Nachwirkungen mehr in seiner Schulter. Was bei ihm immer besonders vermerkt werden muss, er warf keinen Ball zu einem freistehenden Verteidiger.
Dallas gewann 24:23.

Beim Spiel der Ravens in Philadelphia begann die Ära des Dream Teams der Eagles. Mit ihren Einkäufen haben sie sich ein Playofftaugliches Team zusammengesammelt, das jetzt nur noch die in es gesetzten Erwartungen erfüllen muss.
Das erste Spiel gegen Baltimore wurde schon mal mit 13:6 gewonnen.
Bei den Ravens braucht Ricky Williams noch etwas Eingewöhnungszeit und wurde noch nicht eingesetzt.

Wie erwartet waren die Jaguars kein Gegner für die Patriots.
New England trat ohne Quarterback Tom Brady, Wide Receiver Chad Ochocinco und Defensive Lineman Albert Haynesworth an, doch für Jacksonville reichte es.
Bei den Jaguars spielte Quarterback Blaine Gabbert für den verletzten David Garrard und vervollständigte 9 seiner 16 Pässe für 85 Yards.
New England gewann 47:12.

Kurzberichte
Es sieht tatsächlich so aus, als würde Chris Johnson den Machtkampf in Tennessee gewinnen.
Wie sollte es auch anders sein, wenn dieses schlechte Team sich durch einen längerfristigen Streik seines besten Spielers nicht noch weiter verschlechtern wollte?
Also sprach General Manager Reinfeldt gestern: „Wir werden Chris Johnson zum bestbezahlten Running Back aller Zeiten machen.“
Na, das ist doch ein Wort.
Doch er besteht darauf, daß Johnson erst im Trainingscamp auftauchen muss, bevor die Titans ihm diesen sensationellen Vertrag vorlegen.
Johnson müsse ja nicht mittrainieren, er solle nur die neuen Teamkollegen und Coaches kennenlernen und das neue Spielschema. Das würde man von ihm wollen.
Johnson fiel aus allen Wolken, als er davon hörte. Das waren Neuigkeiten für ihn, obwohl Reinfeldt gesagt hatte, daß man Johnsons Agenten sofort nach der Aussperrung kontaktiert und ihm die Bedingungen genannt habe.
Johnson sagte der Presse, daß weder er noch sein Agent von den Titans kontaktiert worden seien.
Wie auch immer... Reinfeldt ist überzeugt davon, daß ihr Running Back in spätestens zwei Wochen ein sehr reicher Mann sein wird.

Schreck in Carolina.
Wide Receiver David Gettis verletzte sich beim Training am linken Knie. Die erste Diagnose lautet auf Kreuzbandriss, womit die Saison für ihn beendet ist.
Näheres könne man aber erst in einer Woche sagen, wenn die Schwellung zurückgegangen sei.
Head Coach Rivera bezeichnet Gettis` Ausfall als herben Rückschlag, da der junge Mann Potential gezeigt habe.
Jetzt könne man nur das Beste hoffen.

11. August 2011

Heute geht es los!
backtofootballTatsächlich findet in dieser Nacht das erste Vorbereitungsspiel statt, nachdem das Hall of Fame Spiel ja noch der Aussperrung zum Opfer fiel.
Am Freitagmorgen um zwei Uhr überträgt ESPN America das Spiel der Chargers in Seattle. Und dann wartet ein volles Wochenende mit Vorbereitungsspielen darauf die Fans auf die Saison einzustimmen.
Viele Teams haben natürlich vor, ihre Starter noch zu schonen und die ersten Formationen werden nur für ein oder zwei Angriffsserien auf dem Platz stehen.
Trotzdem ist es nach der langen Pause und der grausamen Ungewissheit, ob die Saison überhaupt stattfindet, schön, daß da endlich wieder Spieler in Uniformen der NFL Teams auf dem Platz stehen und versuchen, den Ball nach vorne zu bewegen. Das klappt natürlich leider noch nicht so, wie es soll, und es wird viel gestolpert und gefumbelt, doch es ist schon verdammt nah an echtem NFL Football.
Viele werden die Saison wieder bei ESPN A ansehen und einige Spiele wegen der keulenschwingenden Neandertaler verpassen, einige werden sich den Saisonpass direkt bei der NFL besorgt haben und können alle Spiele, auch die Vorbereitungsspiele live erleben. Nicht zu vergessen Plus 4 in Österreich und Sport1+HD in Deutschland.
Wer weder noch kann, für den gibt es auf meiner Startseite natürlich wieder den NFL - Live Gametracker. Ist zwar nicht das Wahre, aber besser als gar nichts.
Sei es, wie auch immer... die Saison, die beinahe ausgefallen wäre, beginnt.
Und das ist gut so!

Kurzberichte
Am Dienstag verlor Chris Johnson eine ganze Saison.
Der Running Back der Titans streikt für einen besseren Vertrag und darf dafür vom Team jeden Tag mit einer Strafe von $30.000 belegt werden.
Es steht im Ermessen des Teams, diese Geld auch einzutreiben.
Doch am Dienstag war für ihn der Stichtag für die Free Agency. Spieler, die 12 aufeinanderfolgende Tage nicht im Trainingslager angetreten sind, dürfen erst ein Jahr später als üblich zum Free Agent werden, also sich frei ein neues Team suchen.
Die Fronten in Tennessee sind verhärtet. Johnson will nicht ins Trainingscamp, bevor er keinen besseren Vertrag vorgelegt bekommt, die Titans wollen ihm keinen neuen Vertrag anbieten, bevor er nicht im Camp erscheint.
Zwickmühle.
Doch Johnson hat wohl die besseren Karten. Ohne einen der besten Running Backs der Liga sieht die Offense des ohnehin schon schlechten Teams noch schlechter aus.
Die Titans können es sich nicht erlauben, auf ihn zu verzichten.

Die Eagles polstern weiter auf.
Am Mittwoch verpflichteten sie Wide Receiver Steve Smith von den Giants. Für ein Jahr wird er $2 Millionen erhalten.
Der 26-jährige fing in vier Saisons mit den Giants 220 Pässe für 2.386 Yards und 11 Touchdowns.
Nach der Saison 2009 spielte er im Pro Bowl. Am 13. Dezember 2010 zog er sich eine Saisonbeendende Knieverletzung zu und die Giants bezweifeln, daß er schon wieder voll einsatzbereit ist.
Die Ärzte der Eagles gaben aber grünes Licht und so wurde Smith der sechste Pro Bowler, der in den letzten zwei Wochen von den Eagles verpflichtet wurde.

Die Patriots wurden sich mit Logan Mankins einig.
Der Guard streikte letztes Jahr sieben Spiele um einen guten, langfristigen Vertrag zu erzwingen.
Obwohl er 2010 nur in neun Saisonspielen antrat wurde er zum dritten Mal in vier Jahren in den Pro Bowl gewählt.
Noch hat Mankins den ihm angebotenen Vertrag nicht unterschrieben, aber Teambesitzer Robert Kraft ist sich sicher, daß sein guter Freund Mankins ihn noch am Wochenende unterschreiben und für immer ein Patriot bleiben wird.

Die Eagles haben angekündigt, daß Michael Vick und seine Kollegen aus dem ersten Angriff das gesamte erste Viertel des ersten Vorbereitungsspiel bestreiten werden.
Head Coach Andy Reid will das Zahlenspiel spielen. Im ersten Viertel spielt die erste Mannschaft. Im zweiten Viertel spielen die Ersatzleute. Im dritten Viertel kommen die drittplatzierten zum Einsatz und im letzten Viertel sollen die restliche Spieler um ihre Chance kämpfen, es in den Saisonkader zu schaffen.

Brian Dawkins ist anscheinend sehr gerne bei den Broncos.
Dem 37-jährige Safety hätten in der Saison 2011, seiner 16. Saison, eigentlich $6 Millionen zugestanden. Doch auf Bitten des Vorstands stimmte er einer Gehaltskürzung auf $2 Millionen zu, eine stattliche Kürzung.
Angeblich hätte er durchaus Angebote von anderen Teams bekommen, aber er wollte unbedingt in Denver bleiben. Auch um diesen hohen Preis.

Die Nr. 1 in der letzten Draft ist, vorerst, noch die Nr. 2 der Panthers.
Carolina wird mit Jimmy Clausen in die Vorbereitungssaison starten.
Doch auch Cam Newton soll seine Chance als Starter in einem Vorbereitungsspiel bekommen. Noch hat sich Head Coach Ron Rivera nicht festgelegt, wer seine wahre Nr. 1 sein wird.

10. August 2011

Kurzberichte
johnson-chad
Chad Ochocinco (Bild) will sich in New England so richtig einschleimen.
Dafür will der Wide Receiver die ersten Wochen in seiner neuen Heimat bei einem Fan wohnen, solange, bis er sich eingelebt und ein Haus gefunden hat.
Er wisse noch nicht, ob das klappen wird, aber wenn sein Gastgeber einen Internetanschluß hätte und eine X-Box, dann wäre alles in Ordnung.
Auch sonst tut er viel, um die Streifen des Bengalischen Tigers abzustreifen. Am Wochenende besuchte er ein Spiel des Bostoner Baseballteams.
Ihm würde gefallen, was er bisher schon von Boston gesehen hat und alles wäre besser, als noch bei den Bengals zu sein.

Ob das mit den Jets und Plaxico Burress noch was Vernünftiges wird?
Bisher hat der Wide Receiver und Ex-Knacki erst einen Tag mit dem Team trainiert. Seitdem kann er wegen einer Knöchelverletzung nur beim Training zusehen.
Da wären wirklich andere Wide Receiver auf dem Markt gewesen, als Burress, der mit 34 Jahren nicht mehr der Jüngste ist und nach 20 Monaten Gefängnis bestimmt extra viel Training nötig hat.
Ob die Jets da viel von den $3,017 Millionen zurückerhalten, die sie für 2011 in Burress investiert haben?

Die NFL wird Stichprobenartig ihre Spieler an Spieltagen auf leistungssteigernde Drogen testen.
Das hat die Liga so in den neuen Tarifvertrag schreiben lassen und sie will regen Gebrauch davon machen.
Besonders will sie dem menschlichen Wachstumshormon HGH auf die Spur kommen, obwohl gerade für diese Droge noch kein wirklich zuverlässiges Testverfahren existiert.
Dieses Hormon soll in der NFL ein gerne gespritzter Leistungsverstärker sein, wenn man den Worten von Colts Wide Receiver Anthony Gonzales glaubt.
Er glaubt, daß über hundert Spieler HGH nehmen. Auch ihn habe man schon dazu verführen wollen, doch er habe abgelehnt. Dann sei er gefragt worden, warum er denn kein HGH wolle?
Das Mittel wäre nicht nachweisbar, man könne also nicht erwischt werden.
Doch Gonzales habe nur geantwortet daß es doch keinen Grund gäbe etwas zu nehmen, nur weil man nicht erwischt werden könne.
Gonzales begrüßt es, daß die Liga regelmäßig testen will, auch wenn bestimmt nicht viele Anwender erwischt würden.

Spielt Michael Crabtree in dieser Saison zum ersten Mal in einem Vorbereitungsspiel der 49ers?
Der Wide Receiver verpasste die Vorbereitungszeit in seiner Rookiesaison, weil er mit dem Vertrag, den das Team ihm unterbreitete, nicht einverstanden war.
In seiner zweiten Saison hatte er eine Nackenverletzung und in diesem Jahr hat er einen Haarriß im linken Fuß und trägt einen Stützstiefel.
Wenn alles gut läuft, könnte er Ende August im ersten Vorbereitungsspiel seiner Karriere antreten. Wahrscheinlicher aber ist, daß die Niners dieses Risiko gar nicht erst eingehen und ihn bis zum ersten Saisonspiel gegen Seattle schonen.

Panthers Wide Receiver Steve Smith verletzte sich beim Training am Dienstag am linken Mittelfinger.
Der erste Schreck, daß der Finger gebrochen sein konnte, bewahrheitete sich nicht.
Smith hat lediglich einen tiefen Riß der genäht werden musste. Momentan ist die Hand dick verbunden und Smith muß sie eine Woche schonen.

09. August 2011

Kurzberichte
TrainingCamp_noyear_rgbAls sich am Montag Lions Rookie Running Back Mikel Leshoure die Achillessehne riss, war er der 10. Spieler, der sich seit Beginn der Trainingscamps diese Verletzung zuzog.
Für ihn ist die Saison bereits beendet.
Von den 10 Spielern, die sich einen Achillessehnenriss zuzogen sind fünf Rookies und nur einer ist älter als 25 Jahre.
Ein ehemaliger Trainer der Seahawks, James Whitesel, schiebt das auf die Aussperrung. Ohne die Minicamps als Vorbereitungen auf das eigentliche Trainingscamp wären diese Frischlinge nicht genügend auf die körperlichen Herausforderungen vorbereitet.
Zum ersten Mal müssten sie beim Training gegen Spieler antreten, die besser und stärker sind als sie, und das würde den Körper überfordern.
Im College haben diese Spieler ihre Gegner dominiert, in der NFL werden sie dominiert.
Schon während der Aussperrung mehrten sich die Stimmen derer, die vor einer verletzungsgeplagten Saison warnten, und es geht in den Trainingscamps schon los.

Die Bengals haben sich entschieden.
Mangels vernünftiger Alternativen machten sie Andy Dalton zur Nr. 1 ihrer Quarterbacks. Dalton wurde in der zweiten Runde der letzten Draft von Cinci rekrutiert.
Zwar läge noch eine Menge Trainingslager vor ihm, sagte Dalton der Presse, aber er würde darum kämpfen, diesen Status zu behalten.
Cincinnati verpflichtete zwar Bruce Gradkowski, doch in das erste Vorbereitungsspiel gegen Detroit geht Dalton als Starter mit Gradkowski als der Nummer zwei.

Nachdem die Dolphins sich Running Back Reggie Bush sicherten, wurde Ricky Williams entbehrlich.
Die Ravens dagegen suchten einen Running Back, nachdem Willis McGahee zu den Broncos gewechselt war. So kam Williams zu einem Zweijahresvertrag in Baltimore. Hier wird er mit Ray Rice zusammen eine Doppelspitze bilden.
In Miami verpasste er allerdings die Chance der beste Running Back aller Zeiten der Dolphins zu werden.
Er lag nur noch 301 Yards hinter Larry Csonka, der in seiner Zeit in Miami 6.737 Laufyards erzielte. In den letzten drei Jahren lief Williams für durchschnittlich 818 Yards, obwohl er sich seine Spielzeit mit Ronnie Brown teilen musste.

Hines Ward trainierte zum ersten Mal seit mehr als sechs Monaten und er strahlte über das ganze Gesicht.
Sein berühmtes Lachen war noch einen Tick breiter, als gewohnt.
Der Wide Receiver der Steelers wurde Anfang des Jahres am Daumen operiert und musste sich schonen. Am Montag durfte er zum ersten Mal seit der Operation wieder trainieren und er fühlte sich großartig.
Der 35-jährige gehört zu den wichtigsten Spielern Pittsburghs und Head Coach Mike Tomlin ist heilfroh, ihn einsatzbereit im Camp zu haben.

Entschuldigung
Die NFL will ihren Fans zeigen, wie wichtig sie für die Liga sind.
Als Entschuldigung für den Frust, den die Aussperrung den Fans bereitete, hat sich die NFL etwas einfallen lassen.
In jedem Team sollen 90 Dauerkarteninhaber ein personalisiertes Jersey erhalten und während eines Vorbereitungsspiels mit den Spielern auf den Platz laufen.
Nachdem die Aussperrung letzten Monat beendet wurde, kam die NFL auf die Idee, den Fans zu zeigen, wie leid ihr es tut, was sie ihnen in den letzten sechs Monaten angetan hat.
Das Band mit den Leuten, der die NFL und die Spieler ihren Reichtum zu verdanken hat, müsse wieder geknüpft werden.
Die Liga hat mit Reebok zusammen ein spezielles Trikot entwickelt. Auf dem Trikot steht die Nummer eines Spielers, aber der Platz für den Namen blieb frei. Hier sollen Spieler und Trainer persönliche Botschaften für jeden Fan reinschreiben.

08. August 2011

Kurzberichte
Maclin-JeremyBei den Eagles trainiert Jeremy Maclin (Bild) seit geraumer Zeit nicht mit, und nach außen wird nur verlautbart, daß der Wide Receiver krank sei.
Head Coach Andy Reid sagte, daß Maclin noch einige Tests absolvieren müsste. Wenn mit ihm alles klar ist, dann trainiert er auch mit, meinte Reid.
Eine Boulevardzeitung in Philadelphia berichtete schon von einer karrierebeendenden Krankheit Maclins, doch daran sei nichts wahres, konterte der Wide Receiver.
Der 23-jährige fing letztes Jahr 70 Pässe für 964 Yards und 10 Touchdowns.

Nein, meinte Cortland Finnegan, sein plötzliches Verlassen des Trainingsgeländes hätte nichts mit seiner Vertragssituation zu tun gehabt. Es wäre dabei um eine persönliche Angelegenheit gegangen.
Der Cornerback hatte am Samstag wutentbrannt das Trainingsgelände verlassen, und Titans General Manager Mike Reinfeldt war überzeugt davon, daß es um die Vertragsverhandlungen ging und sagte das auch der Presse.
So war es aber nach Cortlands eigenen Worten nicht und schon am heutigen Montag will er wieder mittrainieren.
Finnegan wurde 2006 in der siebten Runde der Draft einberufen und hatte letztes Jahr 100 Tackles und 2 Interceptions.

Am Sonntag stand der Prince auf Krücken am Spielfeldrand und sah seinen Giants beim Training zu.
Am Samstag hatte sich Rookie Cornerback Prince Amukamara den linken Fuß beim Training gebrochen.
Die erste Wahl der Giants bei der letzten Draft hatte erst am Freitag einen Vierjahresvertrag über $8,1 Millionen unterschrieben und fällt jetzt erstmal zwei Monate aus.

Die sieben neuen Ruhmeshallenmitglieder 2011 wurden am Samstag in die Halle aufgenommen. Unter ihnen befindet sich auch Ed Sabol, der Gründer der mehrfach preisgekrönten NFL Films.
Die anderen Mitglieder sind:
Deion Sanders – Cornerback/Kick Returner/Punt Returner
Marshall Faulk – Running Back
Richard Dent – Defensive End
Shannon Sharpe – Tight End
Chris Hanburger– Linebacker
Les Richter – Linebacker, er wurde posthum geehrt.

Mehr Geld oder keine Vorbereitungsspiele, so lautete die Botschaft von Matt Forte an die Bears.
Der Running Back will einen besseren Vertrag, ansonsten würde er die Vorbereitungsspiele bestreiken.
Für jeden Spieler wäre es sehr gefährlich auf dem schlechten Platz im Soldier Field zu spielen, sagte er zur Begründung. Er müsse wegen des schlechten Rasens an seine Gesundheit denken, die hier mehr gefährdet wäre, als in jedem anderen Stadion. Deshalb müsse er für eine Zukunft, in der er wegen einer Verletzung nicht mehr spielen könne, vorsorgen.
Bears General Manager Jerry Angelo war erstaunt über die Gründe, die sein Running Back da angab, sieht aber keinen dringenden Bedarf mit Forte über einen neuen Vertrag zu reden.
Seit Forte 2008 von den Bears rekrutiert wurde, lief er für 3.236 Yards und 18 Touchdowns. Zusätzlich fing er 171 Pässe für 1.495 Yards und 7 Touchdowns.

LaMarr Woodley ist erledigt, jetzt ist Troy Polamalu dran.
Nachdem der Linebacker einen gutdotierten Vertrag unterschrieben hat, konzentrieren sich die Steelers auf den Vertrag mit Polamalu.
Der Safety wird nach der Saison 2011 zu einem „Free Agent“ und soll unbedingt länger an das Team gebunden werden.
Sein Vertrag über $33 Millionen für fünf Jahre, den er 2007 unterschrieb, machte ihn damals zum bestbezahlten Safety der Liga.
Aber viele Verletzungen sorgten dafür, daß er in den letzten drei Saisons 13 Spiele verpasste. Wäre da ein neuer Rekordvertrag noch gerechtfertigt?
Andererseits wäre es schon komisch, wenn Polamalu Pittsburgh nicht treu bleibt.

Die Patriots lockten Jets Defensive End Shaun Ellis nach New England und sie verpflichteten gleich auch noch Andre Carter.
Jets Head Coach Rex Ryan wünscht seinem ehemaligen Spieler kein Glück in seiner neuen Heimat. Bereits am 9. Oktober hat Ellis die Chance gegen sein altes Team anzutreten.
Die Jets boten Ellis für die Saison 2011 nur das Grundgehalt für altverdiente Spieler von $900.000. Was er in New England bekommt, wurde nicht bekanntgegeben.
Auch das Gehalt von Andre Carter, der bisher fünf Jahre in San Francisco und fünf Jahre in Washington spielte, wurde nicht verlautbart.

07. August 2011

Kurzberichte
batman-steelersSie sind böse, brutal, gemein und stark genug, um mit einer der berühmtesten Comicfiguren aller Zeiten gemeinsam in einem Film aufzutreten.
Ben Roethlisberger und 12 seiner Mannschaftskollegen drehten am Samstag Filmaufnahmen für den neuen Batman-Film The Dark Knight Rises.
Der Head Coach des Gothamer Footballteams soll übrigens von Bill Cowher dargestellt worden sein, dem Ex-Coach der Steelers.
Der Film wird seit dem 29. Juli in Pittsburgh gedreht und am Samstag waren die Aufnahmen im Heinz Field dran.
Big Ben ist mit dem ausführenden Produzenten des Films, Thomas Tull befreundet. Tull gehört auch zu den Anteilseignern der Steelers.
Regie führt wieder Christopher Nolan und es soll der Abschluß seiner Batman Trilogie sein.
Batman wird wieder von Christian Bale dargestellt und Ann Hathaway geriet als glatte Fehlbesetzung der Catwoman mit in den Streifen.

Cortland Finnegan verließ wutentbrannt das Trainingsgelände der Titans.
Der Cornerback ist unzufrieden mit seinem Vertrag, der noch ein Jahr läuft und ihm 2011 $3,793 Millionen einbringen soll.
Titans General Manager Mike Reinfeldt sagte, daß er von der Reaktion völlig überrascht wurde. Die Situation würde es Finnegan nicht gerade leichter machen, einen neuen Vertrag zu bekommen.
Seit einer Woche streikt bereits Running Back Chris Johnson, um einen besseren Vertrag zu erzwingen.
Reinfeldt bleibt gelassen, da beide Spieler noch laufende Verträge haben, und er erwartet, daß diese erfüllt werden.

Derrick Mason hat die Ravens verlassen.
Der Wide Receiver wechselte zu den Jets, nachdem sich auch die Ravens und die Titans um den 37-jährigen bemüht hatten.
Den Ausschlag gab Head Coach Rex Ryan. Mason wollte unbedingt für ihn spielen.
In seinen 14 Jahren in der NFL fing er 924 Pässe für 11.891 Yards und 66 Touchdowns.

DeSean Jackson soll seinen Streik beenden.
Am Montag wird der Wide Receiver wieder im Trainingscamp der Eagles erwartet.
Obwohl Jackson keinen neuen Vertrag vorgelegt bekommen hat, will er seinen Ausstand beenden, der ihn jeden Tag $30.000 Strafe kostet.
Die Eagles haben damit erneut bewiesen, daß sie mit Spielern, die sie bestreiken, nicht verhandeln. Bei ihnen bekommt kein Spieler einen neuen Vertrag, der nicht zur Arbeit erscheint.
Jackson ist im letzten Jahr seines Rookievertrags, der ihm 2011 $600.000 einbringen soll.
Gemessen an den 47 Pässen für 1.056 Yards und 6 Touchdowns, die er 2010 in 14 Spielen fing, seiner Meinung nach zu wenig.

Schreck in Arizona. Beim Training am Samstag verletzte sich Adrian Wilson am Arm.
Ob sich der viermalige Pro Bowl Safety am Bizeps oder Ellenbogen verletzte, soll eine Untersuchung im Krankenhaus ergeben.
Obwohl er letztes Jahr mit Bauchmuskelproblemen zu kämpfen hatte, erzielte er noch 88 Tackles und 2 Sacks, und er wehrte 9 Pässe ab und fing 2 Interceptions.
Sollte er länger ausfallen, wäre es ein herber Schlag für die Cards.

Albert Haynesworth macht in New England da weiter, wo er in Washington aufhörte. Er erscheint nur dann zum Training, wenn es ihm genehm ist.
So ließ er sich am Samstag zum zweiten Mal in Folge nicht auf dem Trainingsplatz blicken.
Bereits eine Woche vorher erschien er nicht zum ersten Training, und all seine Beteuerungen, daß er nun ein neuer Mensch würde, der auf und neben dem Spielfeld keine Probleme mehr bereiten würde, waren bloße Lippenbekenntnisse.

Einen schwarzen Donnerstag erlebten die Carolina Panthers. Wenn sie ganz großes Pech haben, dann haben sie Defensive Tackle Ron Edwards und Offensive Lineman Zack Williams für die gesamte Saison verloren.
Edwards riss sich den Trizeps und Rookie Williams riss sich das Kreuzband.
Während die Saison für Williams sicher beendet ist, haben die Panthers bei Edwards noch die Hoffnung, daß es nicht ganz so schlimm kommen wird.

Brett Favre trat dem Gerücht entgegen, daß er mit den Dolphins in Verhandlungen stünde.
Daran wäre aber auch gar nichts wahr, sagte der 41-jährige.
Er wäre jetzt wirklich im Ruhestand antwortete er neugierigen Reportern.

06. August 2011

Kurzberichte
Lewis-MarcedesDie Jaguars wurden sich mit ihrem Pro Bowl Tight End Marcedes Lewis (Bild) einig.
Lewis unterschrieb einen neuen Fünfjahresvertrag, der ihm $35 Millionen einbringt.

Bei den Texans fallen die Spitzenkräfte aus.
Nach einer schlimmen Fingerverletzung bei Wide Receiver Andre Johnson, erwischte es nun auch den besten Running Back der letzten Saison Arian Foster.
Er musste das Training wegen einer Oberschenkelzerrung beenden. Wie schlimm die Verletzung ist, und wie lange Foster ausfällt, steht noch nicht fest.

Braylon Edwards fühlt sich wie der Teufel, den man mit Weihwasser überschüttet hat. In anderen Worten, er musste beim ersten Training mit den 49ers das Trikot mit der Nr. 81 tragen, TOs berühmter Nummer.
Auf keinen Fall würde er diese Nummer tragen, wenn die Saison beginnt, sagte er. Für ihn ist die Nummer verseucht und inakzeptabel.
Seine Nr. 17 ist im Team schon vergeben, und Edwards versucht sie Dominique Zeigler abzukaufen, falls der es in den Saisonkader schaffen sollte.
Wenn Zeigler gefeuert wird, kommt er kostenlos an die Nummer, die er in seiner gesamten Karriere getragen hat.
Er würde auch auf die 17 verzichten, wenn Zeigler sie nicht freigibt, aber die 81 würde er niemalsnienicht tragen.

Die Chargers wurden sich mit Malcolm Floyd einig.
Der Wide Receiver unterschrieb einen neuen Zweijahresvertrag.
Letztes Jahr führte er die Rangliste der Chargers Receiver mit 37 gefangenen Pässen an, obwohl er mit einer Leistenzerrung fünf Spiele verpasste.

Die Chargers wurden sich nicht mit Legedu Naanee einig.
Der Wide Receiver wechselte zu den Panthers.
Über die Vertragsbedingungen wollen die Panthers erst etwas sagen, wenn Naanee den Gesundheitsscheck bestanden hat.

Olin Kreutz hat seinen Rentenbeginn verschoben.
Der Center wurde letzte Woche von den Bears gefeuert und dachte schon daran, mit dem Football aufzuhören.
Doch die Saints gaben ihm einen Einjahresvertrag und Kreutz erhält für seine 14. NFL Saison garantierte $2 Millionen.
Die Saints brauchten einen neuen Mann in der Mitte, da Jonathan Goodwin zu den 49ers wechselte.

LaMarr Woodley freut sich über $61,5 Millionen, die er in den nächsten sechs Jahren von den Steelers auf sein Konto gescheffelt bekommt.
Pittsburgh musste genau rechnen, um mit dem neuen Gehalt für seinen Linebacker nicht über die Gehaltsobergrenze zu kommen.
Woodley aber, der in den letzten drei Saisons 35 Sacks erzielte, ist glücklich, dieses geld im Sack zu haben.

Die Raiders haben einen Ersatzmann für Zach Miller gefunden.
Miller wechselte Anfang der Woche zu Seahawks und die Raiders holten sich Kevin Boss von den Giants.
Der Tight End unterschrieb einen Vierjahresvertrag über $16 Millionen.

Mike Patterson erschien am Freitag wieder im Trainingscamp der Eagles, zwei Tage nachdem er beim Training zusammengebrochen war.
Wann der Defensive Tackle wieder trainieren kann, der an einer Arteriovenösen Missbildung im Kopf leidet, steht noch nicht fest.
Im Lauf der nächsten Woche wird er von einem Neurologen untersucht werden.

05. August 2011

Kurzberichte
Edwards-BraylonBraylon Edwards (Bild) wurde mit vielen Teams in Verbindung gebracht, aber die 49ers waren nicht darunter.
Doch der Wide Receiver landete genau dort, beim Team aus der Bucht.
Er unterschrieb einen Einjahresvertrag über $3,5 Millionen bei den Niners.
In New York hätte Quarterback Mark Sanchez sogar eine Gehaltseinbuße hingenommen, damit Edwards bei den Jets bleibt, aber nu isser weg.

Bei den Raiders fehlt Darren McFadden beim Training.
Der Running Back brach sich den Auigenhölenknochen und fällt längere Zeit aus.
McFadden setzte einen harten Block gegen Linebacker Quentin Groves, es ist aber nicht sicher, daß er sich die Verletzung dabei zuzog.
Nach zwei unterdurchschnittlichen Saisons hatte er letztes Jahr seinen Durchbruch mit 1.157 Laufyards, 507 Passyards und 10 Touchdowns.

Am Donnerstag wurde der neue Tarifvertrag endgültig von der NFL und der NFLPA unterzeichnet. Das heißt, daß von jetzt an für die nächsten 10 Jahre wirklich Ruhe und Planungssicherheit herrscht.
Unter den letzten Hürden, die niedergetrampelt werden mussten, waren die Drogentests.
Hier setzte sich wieder die Liga durch, und die Gewerkschaft stimmte den Tests auf das menschliche Wachstumshormon HGH zu.
Die NFL ist die erste Amerikanische Sportliga, die auf HGH testen lässt.
Über die genaue Art und Weise, wie getestet werden soll, diskutieren die beiden Vertragsfeinde noch.
Roger Goodell wird es in Zukunft nicht mehr so leicht haben, Spieler, deren Nase ihm nicht passen, zu bestrafen.
Hier setzte sich die Gewerkschaft teilweise durch.
Bevor ein Spieler suspendiert oder mit einer Strafe von über $50.000 belegt wird, muss die NFLPA eingeschaltet werden.
Das ist jedenfalls bei Vorfällen, die sich auf dem Platz abspielen so.
Bei Vorfällen, die außerhalb des Spielfeld geschehen, bleibt Goodells Rolle als alleinherrschender Sonnenkönig intakt.
Für Steelers Safety Ryan Clark ist es ein Unding, daß Goodell hier weiter Richter, Geschworener und Einspruchsinstanz in Personalunion ist.

Die Untersuchungen im Krankenhaus haben ergeben, daß Mike Patterson an einer Arteriovenösen Missbildung im Kopf leidet. Das ist eine abnormale Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene.
Sie ist der Grund dafür, daß der Defensive Tackle der Eagles am Mittwoch beim Training zusammenbrach.
Ob Patterson operiert werden muß, steht noch nicht fest.

Ja hört das denn wirklich nie auf?
Ich habe mir geschworen, bei dem Favre-Theater nicht mehr mitzuspielen, aber den Gag muss ich bringen.
Angeblich sollen die Dolphins und Brett Favre in Verhandlungen miteinander stehen.
Auf die Frage ob das stimmt, antwortete Head Coach Tony Sparano: „Ich kann nichts ausschließen.“

Nachdem die Broncos sich mit den Dolphins nicht über eine Ablöse auf Quarterback Kyle Orton einigen konnten, sieht es so aus, als ob Orton in Denver bleibt.
Beim Training am Donnerstag führte er den ersten Angriff an, während Tim Tebow nur die zweite Mannschaft anführte.

Das Trainingsdebut von Plaxico Burress muss auf sich warten lassen.
Der Wide Receiver der Jets lief zusammen mit Santonio Holmes ein paar Passrouten, ohne daß jemand ihnen den Ball zuwarf und Burress knickte mit dem linken Fuß um.
Zwei bis drei Tage wird er nun zunächst nur zusehen dürfen.

Die Chiefs machten Tamba Hali zu einem reichen Mann.
Der Defensive End unterschrieb einen Fünfjahresvertrag über $60 Millionen.
Seit Kansas City ihn 2006 verpflichtete hat er nur ein Spiel verpasst und er erzielte letztes Jahr 14,5 Sacks.

04. August 2011

Kurzberichte
bulgerDERramDas wars für Marc Bulger (Bild).
Der 34-jährige Quarterback erklärte am Mittwoch seinen Rücktritt vom Football.
Bulger spielte 11 Jahre in der NFL, davon den größten Teil bei den Rams. Vom Talent her hätte der zweimalige Pro Bowler alles erreichen können, doch Verletzungen und Unkonzentriertheiten machten ihm einen Strich durch die Rechnung.
Seine beste Saison hatte er 2006, als er mit 4.301 Yards eine Karrierebestmarke aufstellte. Es war die einzige Saison, in der der Dauerverletzte alle 16 Spiele durchhielt.
Letztes Jahr ging er als Ersatzmann zu den Ravens und hatte nicht einen Einsatz.
Zuletzt wurde er mit den Cardinals in Zusammenhang gebracht, aber daraus wurde nichts.
Bulgers Karrierebilanz lautet: 22.814 Passyards, 122 Touchdowns und 93 Interceptions.

Terence Newman verletzte sich am Mittwoch beim Training. Der Cornerback der Cowboys zog sich eine Leistenzerrung zu.
Bereits 2008 verpasste er alle vier Vorbereitungsspiele wegen einer Leistenzerrung, aber noch steht nicht fest, wie schwer die Verletzung dieses Mal ist und ob er wieder solange ausfallen wird.

Orton oder Tebow?
Für ESPN Analyst Merril Hoge ist das klar: „Es ist dämlich zu glauben, die Broncos könnten mit Tebow gewinnen.“
Hoge, der als Fullback acht Jahre in der NFL spielte, fuhr fort: „Er hat seinen Bewegungsablauf beim Wurf geändert? Man kann nicht ändern, wie man ist. Er wirft immer noch genau so, wie auf dem College. Tebow hat immer noch Probleme mit der Genauigkeit.“
Tebows Antwort auf die Analyse fiel knapp aus: „Hey Merrill,...ich schätze Deinen Kommentar.“

Die Rams haben sich nach einem Ersatzmann für Running Back Steven Jackson umgesehen und einen Cadillac gefunden.
Sie verpflichteten Carnell „Cadillac“ Williams von den Buccaneers. Außerdem verpflichteten sie Jerious Norwood von den Falcons.

Der von vielen als der beste Wide Receiver unter den aktiven Receivern bezeichnete Andre Johnson hat einen ausgerenkten Finger... hieß es zunächst.
Doch in Wirklichkeit ist die Verletzung weitaus schlimmer, die der Wide Receiver der Texans sich beim Training zuzog.
An seinem linken Zeigefinger stach der Knochen durch die Haut heraus, als er ins Krankenhaus gefahren wurde.
Johnson verlor viel Blut.
Im Krankenhaus nähte man den Finger und sagte, daß die Wunde in drei Tagen verheilt sein würde.
Der geschiente Finger ist dick verbunden und wann Johnson wieder trainieren kann, steht noch nicht fest.

Die Spieler, die an den Plätzen 1-10 in der Draft einberufen wurden, erhielten alle Vierjahresverträge, nach den neuen Regeln des Tarifvertrags.
Die Spieler danach erhalten nur noch Dreijahresverträge und können bei den Vertragsverhandlungen um ein viertes Jahr verhandeln.
Bei drei Spielern, die an Stelle 17-19 einberufen wurden, laufen die Verhandlungen mit ihren Teams zäh. Hier könnte es durchaus zu dem ein oder anderen Streik kommen, wenn diesen Spielern das vierte Vertragsjahr nicht zugesprochen wird. Diese drei sind Tackle Nate Solder (New England Patriots), Defensive Tackle Corey Liuget (San Diego Chargers) und Cornerback Prince Amukamara (New York Giants).
Alle Spieler von Platz 1 - 20, mit Ausnahme der drei genannten, haben Vierjahresverträge unterschrieben. Die Spieler von Platz 21 bis 32 haben alle Dreijahresverträge unterschrieben.
Die Liga hat also tatsächlich noch einen kleinen Raum für Vertragsstreitigkeiten gelassen.

Mike Patterson verbrachte eine Nacht zur Beobachtung in einem Krankenhaus.
Der Defensive Tackle der Eagles war beim Training zusammengebrochen.
Patterson fiel zu Boden und bekam heftige Krämpfe. Dabei biss er sich auf die Zunge und Blut spritzte durch die Gegend.
Im Krankenhaus konnte man noch nicht genau sagen, was mit dem 300 Pfünder ist, aber eine ernsthafte Verletzung oder Krankheit wurde bereits ausgeschlossen.
Ein Hitzschlag kommt für den Anfall nicht in Frage, da es zu der Zeit nur 20 Grad warm war und das Training erst 15 Minuten andauerte.

Bubba Smith ist tot
Der ehemalige Defensive Tackle wurde 66 Jahre alt.
Er spielte in seiner Karriere für die Baltimore Colts, Oakland Raiders und Houston Oilers. Mit den Colts gewann er Super Bowl V gegen die Dallas Cowboys.
1970 und 71 spielte er im Pro Bowl.
In der Filmreihe „Police Academy“ spielte er nach seiner Footballkarriere die Rolle des Moses Hightower, einen sanften Riesen.
Smith wurde am Mittwoch tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden. Die Todesursache steht noch nicht fest, Fremdverschulden wurde aber zunächst ausgeschlossen.

03. August 2011

Kurzberichte
Die Einbußen, die die Rookies unter der neuen Tarifvereinbarung hinnehmen mussten, sind enorm.
Damit dürften auch die Zeiten der ellenlangen Streiks für einen exorbitanten Einstiegsvertrag zuende sein.
Die $22 Millionen, die Cam Newton als Nr. 1 in der letzten Draft für die nächsten vier Jahre erhält, hätten letztes Jahr bei der Nr. 6 oder 7 der Draft für Lachanfälle gesorgt.
Die Liga hat nicht nur dafür gesorgt, daß die Gehälter der unbewiesenen Frischlinge auf ein nachvollziehbares Maß heruntergestuft wurden, sie hat auch dafür gesorgt, daß die Hintertür der Boni geschlossen wurde.
Cam Newton bekommt $22 Millionen, keinen Unterschriftsbonus, keine sonstigen verklausulierten Zuwendungen.
Das ist natürlich auch der Grund dafür, daß über 90% der Rookies nur eine Woche nach Beendigung der Aussperrung ihre Verträge unterschrieben hatten. Die Zeiten der verpassten Trainingscamps dürften Vergangenheit sein.
Manche Vertragsverhandlungen dauerten in den letzten Wochen fünf Minuten, im Gegensatz zu den über fünf Wochen, die sie bis letztes Jahr gerne mal dauerten.
Wie man hört sind die Teambesitzer mehr als zufrieden mit den neuen Regeln.

Rex Grossman hat tatsächlich einen neuen Vertrag über ein Jahr bei den Redskins unterschrieben.
Damit geht er gegen John Beck in den Kampf um den Posten des Starters und die Skins stehen mit zwei grottenschlechten Quarterbacks da.

Die Seahawks verpflichteten Zach Miller von den Raiders.
Der Tight End unterschrieb für fünf Jahre.
Letztes Jahr fing er 60 Pässe für 685 Yards und 5 Touchdowns. Neben seinen Qualitäten als Passempfänger sind es seine Qualitäten als Blocker, die ihn zu einem besonderen Spieler auf dieser Position machen.
Nicht zuletzt dank seiner Hilfe war das Laufspiel der Raiders das zweitbeste in der Saison 2010.

Die Jets verlängerten den Vertrag mit ihrem Linebacker David Harris.
Der neue Vertrag soll dem 27-jährigen in den nächsten vier Jahren $36 Millionen einbringen.

Ronnie Brown lief in den vergangenen sechs Jahren 4.815 Yards für die Dolphins.
Seinen nächsten Meter wird er für die Eagles laufen.
Der Running Back unterschrieb einen Einjahresvertrag in Philadelphia.

Steelers Wide Receiver Emmanuel Sanders stand am Dienstag auf Krücken gestützt am Spielfeldrand und sah seinen Kollegen beim Training zu.
Sanders musste am Montag am linken Fuß operiert werden. An diesem Fuß wurde er bereits im Frühjahr operiert, und die Folgeoperation war nötig, weil er immer noch Schmerzen im Fuß hatte.

02. 08. 2011

Kurzberichte
moss-randyEine 14. NFL Saison oder doch die Rente?
Vor dieser Wahl steht der siebenmalige Pro Bowl Teilnehmer Randy Moss (Bild).
Der Wide Receiver begann seine Karriere bei den Vikings. Letztes Jahr spielte er bei drei Teams. Von den Patriots wechselte er zurück zu den Vikings, die ihn schnell wieder abgaben, an die Titans.
Für die Saison 2011 spekulierte er mit den Jets, aber die verpflichteten am Wochenende Plaxico Burress.
Der 34-jährige hat der Liga im Positiven, wie im Negativen seinen Stempel aufgedrückt und wird als einer der besten Wide Receiver der NFL in den Ruhestand gehen, wenn sich nicht noch ein Team bei ihm meldet.
Seine Bilanz: 954 gefangene Pässe für 14.858 Yards, 153 Touchdowns.

Big Ben verzichtet auf Big Bucks.
Der Quarterback der Steelers hat seinen Vertrag mit dem Team neu verhandelt, damit Pittsburgh unter die Gehaltsobergrenze von $120,4 Millionen kommt.
Das Geld, auf das Roethlisberger für die Saison 2011 verzichtet, soll ihm in den folgenden Jahren nach und nach ausgezahlt werden, damit er die Summe, die ihm über die Laufzeit seines Vertrags garantiert wurde, dennoch erreicht. 2008 unterschrieb er einen Achtjahresvertrag, der ihm $102 Millionen einbringen soll.
Pittsburgh lag letzte Woche noch um $10 Millionen über der Gehaltsobergrenze und feuerte deswegen bereits Max Starks, Flozell Adams und Antwaan Randle El.

Donovan McNabb ist sich seiner Rolle bei den Vikings bewußt. Er wurde verpflichtet um zu gewinnen und um Rookie Quarterback Christian Ponder anzulernen.
Aber ob der nächste Altstar nach Brett Favre das Team auch nur einen Schritt weiterbringen kann, darf bezweifelt werden.
McNabb hat nicht annähernd die Qualitäten, die Favre hatte.
Ex-Head Coach Brad Childress arbeitete schon jahrelang mit McNabb in Philadelphia zusammen und ist von seinem alten Quarterback überzeugt.
Für ihn war nicht der Quarterback Schuld an dessen Versagen in Washington, sondern die Umstände. Die Redskins hätten sich nicht auf den Quarterback eingestellt, sondern den Quarterback gezwungen sich ein neues Spielschema anzugewöhnen.
Das Schema, das in Minnesota gespielt wird, kennt McNabb. Deswegen wird er sich schnell eingewöhnen.
Die Vikings eröffnen die Saison in San Diego und da wird sich dann schnell zeigen, was McNabb noch zu bieten hat.

Derek Anderson will bei den Panthers um den Posten des Starters auf der Quarterback Position kämpfen.
Er weiß aber, daß er hauptsächlich als Berater für Cam Newton tätig sein wird, egal ob als Starter, oder als sein Ersatzmann.
Nach einer unterdurchschnittlichen Saison in Arizona war es für ihn keine Überraschung, daß die Cardinals ihn feuerten.
Überrascht war er von dem Anruf der Panthers, die ihn verpflichten wollten.
In Carolina will der 28-jährige das Feld nicht einfach so dem Rookie überlassen. Immerhin hat es Anderson 2007 in den Pro Bowl geschafft, nach einer Saison in Cleveland mit 3.787 Passyards und 29 Touchdowns.
Er ist mit seinen Leistungen in den letzten drei Jahren selber überhaupt nicht zufrieden und will sich voll darauf konzentrieren, wieder so eine Saison wie 2007 abzuliefern.
Den Posten des Starters hat er fest im Auge, aber wenn es nicht klappt, wird ihn das nicht umwerfen, sagte er.

Auch am Montag gab es wieder viele Spielerwechsel. Hier eine kurze Übersicht:
-Die Raiders gaben ihrem Linebacker Kamerion Wimbley eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $48 Millionen.
- Running Back Ahmad Bradshaw bleibt bei den Giants.
- Bei den Patriots wird Quarterback Tom Brady weiter den Schutz von Matt Light genießen können. Der Left Tackle unterschrieb für weitere zwei Jahre und $12 Millionen.
- Jason Taylor wechselt weiter zwischen den Dolphins und den Jets hin und her. Der Linebacker unterschrieb am Montag mal wieder in Miami.
- Miami verpflichtete Tackle Marc Colombo von den Cowboys.

01. August 2011

Kurzberichte
harrison-jamesHarte Hits waren der Grundstein des Erfolgs der Pittsburgh Steelers.
Doch harte Hits sind den Verantwortlichen der NFL ein Dorn im Auge und sie wollen sie verbieten, wie sie nur können.
Die Regeln, die die NFL näher an eine Flagfootballliga heranbringen sollen, werden sogar „Steelers Regeln“ genannt.
Wenn die Steelers in den Siebziger Jahren ihr Trainingscamp eröffneten, dann ließ Head Coach Chuck Noll einen Blocker und einen Verteidiger zwischen zwei Blocking-Dummies mit dem Kopf voran gegeneinander anrennen. Das wäre eine gute Methode das Tempo zu setzen, meinte er dazu.
Vorbei!
Der neue Tarifvertrag verbietet ein Training in voller Montur vor dem vierten Tag des Trainingscamps.
Bei den Trainingseinheiten, die noch in voller Montur abgehalten werden dürfen, werden die Trainingsleiter besonders darauf achten, daß die Spieler ihre Gegner nicht mit dem Kopf voran attackieren. Tackelt mit der Schulter, heißt es, nicht mit dem Kopf voran.
Head Coach Mike Tomlin sagte, daß es ein hartes Stück Arbeit wäre, die Spieler auf das ungefährlichere Angreifen des Gegners zu drillen, aber es wäre unerlässlich, wollte man weitere Strafen durch die Liga verhindern.

Die Jets schafften es, Antonio Cromartie weiterzuverpflichten.
Der Cornerback unterschrieb einen Vierjahresvertrag über $32 Millionen.

Plaxico Burress unterschrieb in New York.
Der Wide Receiver saß 20 Monate im Knast und will nach seiner Entlassung wieder in der NFL arbeiten.
Vor seiner Haftstrafe spielte er bei den Giants und am Sonntag gaben die Jets ihm einen Einjahresvertrag über drei Millionen Dollar.
Er wird das Trikot mit der Nr. 17 tragen, das bisher Braylon Edwards trug.

Am Ende konnte er sich nicht mehr wehren.
Sein Teambesitzer wollte ihn mit Geld zuscheißen und Jim Irsay hat Peyton Manning mit Geld zugeschissen.
Der Quarterback der Colts unterschrieb am Samstag notgedrungen einen Fünfjahresvertrag über $90 Millionen.
Allerdings hat Manning im Versuch, das Team nicht zu Überschulden, doch einen Teilsieg erringen können. Irsay wollte sein Gehalt auf eine dreistellige Millionensumme erhöhen, und das konnte Manning durch hartes, geschicktes Verhandeln gerade noch verhindern.
Irsay nach der Vertragsunterzeichnung: „Es war ein symbolischer Akt, ihm meinen Respekt zu zeigen. Er verdient das. Ich habe alles versucht, um ihm mehr zu zahlen, doch er wollte nicht.“
Die Verhandlungen müssen wirklich abgelaufen sein, wie eine umgekehrte, normale Vertragsverhandlung.
Irsay sagte dauernd: „Nimm das“, und Manning antwortete: „Nein, biete weniger.“
Jetzt verdient Manning nur $18 Millionen pro Jahr und damit nur soviel, wie auch Tom Brady.
Es ist wirklich ein hartes Los, das manche Menschen tragen müssen.

Brandon Marshall ist krank und er machte seine Krankheit öffentlich.
Der Wide Receiver der Dolphins leidet unter einer Persönlichkeitsstörung und ist in Behandlung.
Die Krankheit äußert sich durch instabile persönliche Beziehungen, ein negatives Selbstbild und eine übersteigerte Angst vor Versagen.
Lange hätte niemand geahnt, was sein Fehlverhalten in bestimmten Situationen auslöste, nun endlich wisse er es und könne sich behandeln lassen.
Das würde ihm und den Menschen um ihn herum sehr helfen.
Bisher hätte er $60.000 an Behandlungskosten ausgegeben für eine Krankheit, die vom Nationalen Institut für Geisteskrankheiten als sehr ernst bezeichnet wird.

Das ging schief.
Die Ravens feuerten einige teure Spieler, in der Hoffnung, sie kurz darauf zu niedrigeren Konditionen wieder verpflichten zu können.
Darunter war auch Tight End Todd Heap, der zu den zuverlässigsten Spielern auf dieser Position gehört.
Er wird in Zukunft die Pässe von Kevin Kolb bei den Cardinals fangen. Am Sonntag unterschrieb er in Arizona.
Heap fing in 10 Jahren bei den Ravens 467 Pässe für 5.492 Yards und 41 Touchdowns.

Frank Gore wird am Montag im Trainingscamp der 49ers erscheinen.
Der Running Back hat mit seinem Head Coach Jim Harbaugh gesprochen und erklärte sich damit einverstanden während seiner Vertragsverhandlungen mit dem Team zu trainieren.
Gore ist im letzten Jahr seines laufenden Vertrags, der ihm für 2011 $2,9 Millionen einbringen wird plus einen Bonus von $2 Millionen.

Ist die Karriere von Olin Kreuz beendet?
Der Center spielte 13 Jahre in Chicago und sechs mal im Pro Bowl. Er war einer der emotionalen Anführer des Teams wurde aber entbehrlich, da sich die Bears für die Zukunft für Chris Spencer von den Seahawks entschieden haben.
Sie verpflichteten Spencer am Sonntag für zwei Jahre, da sie der Ansicht sind, daß Kreutz seine beste Zeit hinter sich hat.
Kreutz weiß noch nicht, ob er zu einem anderen Team wechseln oder in den Ruhestand treten wird?

Die Broncos verpflichteten Willis McGahee, um das angeschlagene Laufspiel zu verbessern. Denver landete letztes Jahr auf Platz 26 der 32 NFL Teams.
McGahee spielte bisher vier Jahre in Buffalo und vier in Baltimore.
Seit 2004 ist er mit 55 gelaufenen Touchdowns nur hinter LaDainian Tomlinson (107) und Thomas Jones (56).
In Baltimore hätten ihm in dieser Saison $6 Millionen zugestanden, das war den Ravens zu viel.

30. Juli 2011

Kurzberichte
gore-frank2Wide Receiver Michael Crabtree fehlt wegen einer Verletzung im Trainingscamp der 49ers.
Aber auch auf einen anderen Leistungsträger der Offense müssen sie verzichten, Frank Gore (Bild).
Der Running Back streikt, um einen neuen Vertrag zu erzwingen.
Gore beendete die Saison mit einer gebrochenen Hüfte, die er sich im letzten Saisonspiel gegen die Cardinals zuzog. Der Running Back hat sich voll und ganz von der Operation erholt und wäre einsatzbereit.
Derweil unterschrieb Quarterback Alex Smith einen neuen Einjahresvertrag bei den Niners.

Vincent Jackson bleibt in San Diego.
Der Wide Receiver hat einen Einjahresvertrag mit den Chargers unterschrieben für $11 Millionen.
Jackson gehörte zu den 10 Spielern, die die NFL verklagt hatten und wollte dem neuen Tarifvertrag nur zustimmen, wenn die Liga ihm $10 Millionen zusicherte oder ihn zu einem uneingeschränkten „Free Agent“ macht.
Davon kam er aber Gott sei Dank ab und er entschloss sich, sich nicht dem geballten Zorn von Millionen Footballfans auszusetzen.

Natürlich würde er einen neuen Vertrag mit den Colts wollen, aber nicht um den Preis, der Teambesitzer Jim Irsay vorschwebt.
Irsay wird vom Wahn verfolgt, Peyton Manning unbedingt zum bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten zu machen.
Natürlich fände Manning es auch toll, der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten zu werden, sagte er in einem Interview. Aber, so hätte er seinem Besitzer gesagt, nicht um den Preis, daß das Team wegen ihm ausgedünnt werden müsste. Manning will nicht, daß z.B. Joseph Addai wegen ihm das Team verlassen muß.
Manning sieht keinen Sinn darin, das Team zu schwächen, nur um der Wahnvorstellung seines Besitzers Rechnung zu zollen.
Der Quarterback der Colts wird wegen einer Nackenverletzung, die er sich während der Zeit der Aussperrung nicht hat behandeln lassen, einen großen Teil des Trainingscamps verpassen.

Wenn Cam Newton den Posten des Starters erobern kann bei den Panthers, dann hat er Steve Smith als zuverlässige Anspielstation an seiner Seite.
Der Wide Receiver hat zwar in seiner Produktivität nachgelassen und sein Abschied in Carolina stand bevor, doch ein Zweijahresvertrag im Wert von $15 Millionen band ihn weiter an die Panthers.

Am heutigen Samstag werden sich die Anwälte der Spieler und der NFL treffen, um weitere Details des neuen Tarifvertrags abzustimmen.
Allerdings soll keiner, der noch strittigen Punkte, das bisher erreichte noch in Gefahr bringen können.

Am Freitag entschuldigte sich James Harrison auch bei Roger Goodell.
Der Linebacker der Steelers hatte den Commissioner der NFL in einem Zeitschriften Interview wüst beschimpft und machte mit seinen Ausbrüchen auch nicht vor Kollegen im eigenen Team halt.
Bei seinen Mannschaftskollegen hatte er sich sofort entschuldigt, doch Goodell ließ er warten.
Bis am Freitag, da ließ er sich dann doch dazu herab, sich auch bei dem Commish zu entschuldigen. Was er ihm an den Kopf geworfen hatte, wäre sehr persönlich und auf einem zu tiefen Level gewesen. Das wäre unprofessionell gewesen und völlig unangebracht.

Da kommt ein neuer Spieler zu den Eagles und schon sehen einige Buchmacher in las Vegas das Team als Favoriten auf den Sieg in der NFC East an.
Die Verpflichtung von Pro Bowl Cornerback Nnamdi Asomugha katapultierte Philly in diese Position. Er unterschrieb für $60 Millionen und fünf Jahre.

Nein, Kyle Orton wechselt nun doch nicht zu den Dolphins.
Die Bereitschaft bei allen Beteiligten für den Wechsel war vorhanden, aber man wurde sich letztlich nicht über die Konditionen einig.
Denver wollte eine Wahlmöglichkeit in der dritten Runde der nächsten Draft für Orton, das war Miami zu hoch.
So verpflichteten die Dolphins Ex Panthers Quarterback Matt Moore für zwei Jahre und fünf Millionen Dollar.
Und in Miami werden die Fans sich weiter fragen, wer zuerst da war, Chad Henne oder das Ei?

Die Steelers trennten sich von Pro Bowl Tackle Flozell Adams. Zwar startete er als einziger Linespieler der Steelers in allen Spielen, aber mit 36 Jahren und einem fälligen Gehalt von $5 Millionen ist er dem Team wohl zu teuer.

Die Cowboys misten kräftig aus, da sie mit $18 Millionen zu weit über der geltenden Gehaltsobergrenze liegen.
Einer derer, die es erwischt haben, ist Roy Williams.
Der Wide Receiver fand aber sofort eine neue Heimat bei den Bears.
Williams kam als Hoffnungsträger von den Lions nach Dallas, versagte dort aber auf ganzer Linie.
In Detroit spielte er exzellent unter dem damaligen Offensive Coordinator Mike Martz und wurde zu einem Pro Bowl Spieler. Martz ist heute Offensive Coordinator der Bears.

29. Juli 2011

Kurzberichte
suh-ndamukong3Die neuen Gehaltsregelungen für die Rookies haben dramatische Einflüsse, auf die Gehälter der frischen NFL Spieler.
Die Broncos verpflichteten ihren an zweiter Stelle der Draft einberufenen Linebacker Von Miller für geradezu schlappe $21 Millionen Dollar. Ndamukong Suh (Bild) kassierte letztes Jahr noch $60 Millionen. Ein Unterschied von $40 Millionen, den man unter der knapper gewordenen Gehaltsobergrenze sehr gut gebrauchen kann.

Die Carolina Panthers hauen für die Spieler, die sie unbedingt behalten wollen, die Millionen nur so heraus.
Am Donnerstag gaben sie Linebacker Jon Beason eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $50 Millionen. Erfreut twitterte Beason anschließend, daß es ein tolles Gefühl sei, der bestbezahlte Middle Linebacker der Liga zu sein.

Geschafft!
Chad Ochocinco ist der Hölle Cincinnati entkommen und landete sogar bei einem Team seines Herzens.
Der Wide Receiver war, wie viele andere auch, entsetzt, daß Head Coach Marvin Lewis nach der Saison 2010 eine Vertragsverlängerung bekam. Quarterback Carson Palmer reagierte sofort und gab bekannt, daß er lieber in den Ruhestand gehen würde, als weiter für die Bengals zu spielen.
Chad 85 sagte auch sofort, daß er unter diesen Umständen auf keinen Fall in Cinci bleiben würde.
Am Donnerstag wechselte Ochocinco zu den Patriots.

Die Patriots wühlen in den Sonderpostenregalen der unbeliebten alten NFL Spieler und fanden nach Chad Ochocinco auch noch Albert Haynesworth.
Der Einhundertmillionendollarflop der Redskins wechselte am Donnerstag nach New England.
Washington wollte diesen Problemspieler auf keinen Fall mehr behalten, erwartete als Kompensation allerdings eine Wahlmöglichkeit mindestens in der dritten Runde der nächsten Draft.
New England bot eine Wahlmöglichkeit in der fünften Runde für den Defensive Lineman und die Redskins stimmten sofort zu.

Reggie Bush wechselte von den Saints zu den Dolphins.
Als Ersatz für den Running Back verpflichtete New Orleans sogleich Darren Sproles. Er erhält $14 Millionen für vier Jahre.

Die Titans sind Vince Young los. Der Quarterback wechselte zu den Eagles.
Kevin Kolb wechselte von den Eagles zu den Cardinals und Philadelphia bekam als Kompensation für den Quarterback Arizonas Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie.
Kolb soll für fünf Jahre $63,5 Millionen erhalten und muß erst noch beweisen, ob er eine solche Summe überhaupt wert ist.

Für eine kleine Pause in all den Wechselnachrichten sorgt Michael Crabtree. Der Wide Receiver der 49ers verletzte sich am Fuß und fällt für etwa vier bis sechs Wochen aus.

Aus der Aussperrung direkt in den Ausstand wechselte Chris Johnson.
Der Running Back der Titans ist unzufrieden mit der Höhe seines Gehalts und will erst dann wieder aktiv werden, wenn ihm ein ordentlich aufgestocktes Angebot unterbreitet wird.
Für 2011 stehen Johnson gerade mal $800.000 zu, viel zu wenig nach seiner Meinung.
Aber er und Eagles Wide Receiver DeSean Jackson, der auch streikt, müssen schwer aufpassen. Im neuen Tarifvertrag wurde festgelegt, daß ein Team einen Spieler, der sie bestreikt, für jeden Tag, den er nicht zum Training erscheint, mit $30.000 bestrafen kann. Das waren im alten Vertrag nur $16.523.
Jackson, dem für 2011 $600.000 zustehen könnte also in 20 Tagen sein gesamtes Gehalt für 2011 für Strafen ausgeben, wenn er keinen besseren Vertrag erzwingen kann.

28. Juli 2011

Kurzberichte
palmer-carsonDie Bengals verpflichteten Bruce Gradkowski. Ihrem alten Quarterback Carson Palmer (Bild) sagten sie „auf Wiedersehen“ und wünschten ihm alles gute.
Der 28-jährige Gradkowski war 2008 und 9 im Kader der Buccaneers wo gerade Jay Gruden als Quarterbacks Coach tätig war.
Gruden ist heute Offensive Coordinator der Bengals und will das gleiche Schema spielen lassen, wie zu seiner Zeit in Tampa Bay.
Gradkowski wechselte von den Bucs erst zu den Browns und dann zu den Raiders und hat zwei Schulteroperationen hinter sich.

Die Vikings ziehen zwar noch nicht aus Minnesota aus, aber einige Spieler zieht es nach Seattle.
Nachdem Quarterback Tarvaris Jackson bereits zu den Seahawks wechselte, zog es Wide Receiver Sidney Rice auch dorthin.
Jackson ist kein großer Verlust für die Vikings. Er hat nur sporadisch gespielt und war nicht als Starter vorgesehen. Ganz anders ist das bei Rice. Er ist ein bewiesener Spielmacher und Pro Bowler. Er hinterlässt eine große Lücke.

Die Colts gaben Adam Vinatieri einen neuen Dreijahresvertrag. Damit bleibt ihnen einer der zuverlässigsten Kicker der Liga noch eine Weile erhalten.

Die Philadelphia Eagles eröffneten am Mittwoch das Trainingscamp mit Michael Vick aber ohne Quarterback Kevin Kolb und Wide Receiver DeSean Jackson.
Kolb wird von Insidern mit den Arizona Cardinals in Verbindung gebracht. Die können einen Quarterback brauchen, der den Ball halbwegs geradeaus werfen kann.
Jackson dagegen ist von der Aussperrung anscheinend übergangslos in den Ausstand getreten weil er einen besseren Vertrag haben will. Sein Rookievertrag läuft nach der Saison 2011 aus und in dieser Saison stehen ihm nur $600.000 zu

Saints Quarterback Drew Brees hatte gehofft, daß das Team Wide Receiver Lance Moore weiterverpflichten würde. Seine Hoffnung wurde erfüllt.
Moore, der als nicht einberufener Spieler 2005 zu den Saints kam, hat sich beständig aus der Trainingstruppe über die Special Teams zu einer der zuverlässigsten Anspielstationen für Brees nach oben gearbeitet und stimmte einem neuen Fünfjahresvertrag zu.

Panthers Running Back DeAngelo Williams galt als einer der heissesten Spieler auf dieser Position auf dem freien Spielermarkt.
Die Panthers haben es geschafft, ihn weiter an sich binden zu können.
Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag, der $43 Millionen wert ist, davon sind $21 Millionen garantiert.
Ein guter Running Back ist der beste Freund des Quarterbacks. Wenn tatsächlich Rookie Cam Newton für Carolina starten sollte, ist so ein Freund in dem Fall Gold wert.

Kyle Orton wird mit Miami in Verbindung gebracht.
Da die Broncos wohl tatsächlich auf Tim Tebow setzen werden, ist der Quarterback entbehrlich.
Miami kann einen Quarterback, der den Ball halbwegs geradeaus werfen kann, sehr gut gebrauchen.

Tom Coughlin hat eine Vertragsverlängerung unterschrieben.
Der Head Coach der Giants bleibt bis nach der Saison 2012 auf seinem Posten.

Jets Quarterback Mark Sanchez würde sogar einer Gehaltsreduzierung zustimmen, damit seine Wide Receiver Santonio Holmes und Braylon Edwards nicht das Team wechseln.
Die Sache mit Holmes ist bereits klar. Er stimmte einem neuen Fünfjahresvertrag zu, der ihm $50 Millionen einbringt.

Nicht vergessen, alle diese Verträge mit den „Free Agents“ dürfen erst am Freitagabend unterschrieben werden. Da kann sich der ein oder andere vielleicht noch anders entscheiden.

Die Fans konnten es gar nicht abwarten, daß die Aussperrung endlich endet.
Die meisten Fans haben sich mit ihren Eintrittskartenkäufen sehr zurückgehalten, solange die Saison 2011 irgendwo im Nirgendwo schwebte.
Doch am Tag nachdem die Aussperrung endete, liefen die Drähte heiß.
Die Fans ordern, als gäbe es kein Morgen mehr. Momentan sieht es so aus, als könnten sogar mehr Eintrittskarten verkauft werden, als letztes Jahr.

27. Juli 2011

Tatsächlich, die Saisonvorbereitung hat begonnen
newton-cam-draft-2011So ganz konnte man es nach der langen Aussperrung noch gar nicht glauben, daß der ganze Spuk wirklich beendet sein sollte. Aber doch, als ich mich heute morgen gekniffen habe, merkte ich, daß ich wach wahr und die Aussperrung war wirklich beendet.
Obwohl die Verantwortlichen im Hintergrund immer noch um einige Vertragsdetails feilschen und die Gewerkschaft sich noch immer nicht wieder gegründet hat, läuft der Laden.
Das Spielerkarussell drehte sich wie wild und man konnte gar nicht mehr mitkommen.
Teams feuerten Spieler und verpflichteten andere als gäbe es kein morgen mehr.
Die Liga beeilte sich bekanntzugeben, daß das Londonspiel stattfinden wird.
Am heutigen Mittwoch wollen bereits neun Teams ihr Trainingscamp eröffnen.
Cam Newton unterschrieb einen Vertrag für etwa $22 Millionen, wie es verlautete, und tauchte pünktlich um 10 Uhr morgens auf dem Trainingsgelände der Panthers auf.
Unter dem alten Tarifvertrag hätte er vermutlich erstmal gestreikt, um statt 50 Millionen vielleicht 60 rauszuholen. Hätte er jetzt, unter dem neuen Vertrag gestreikt, hätte er statt 22 Millionen vielleicht 23 rausholen können, das lohnt den Ärger nicht.
Es ist, wie erwartet, an diesem ersten Tag nach dem Arbeitskampf viel zu viel passiert, um alle Spielerwanderungen aufzeigen zu können. Ich werde versuchen, die wichtigsten nach und nach nachzureichen.

Personalentscheidungen
In Kürze die interessantesten Personalentscheidungen des ersten Arbeitstags der neuen Zeitrechnung.
-Vikings Quarterback Tarvaris Jackson soll am Freitag bei den Seahawks unterschreiben. Matt Hasselbeck soll von Seattle nach Tennessee wechseln. Derweil heißt es, daß Donovan McNabb von den Redskins zu den Vikings wechseln könnte.
-Quarterback Mark Sanchez hat den Jets angeboten auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten, damit das Team seine Wide Receiver Santonio Holmes und Braylon Edwards behalten kann, die zu einem anderen Team wechseln dürfen.
-Die Ravens feuerten Tight End Todd Heap, Wide Receiver Derrick Mason und Defensive Tackle Kelly Gregg, hoffen aber, daß keiner von ihnen zu einem anderen Team wechselt, sondern zu reduzierten Konditionen neu verpflichtet werden kann.
-Die Panthers gaben ihrem Defensive End Charles Johnson einen neuen Vertrag über sechs Jahre und $72 Millionen, $32 Millionen davon sind garantiert.
-Bei den Cowboys geht das Gerücht um, daß Running Back Marion Barber, Wide Receiver Roy Williams, Tackle Marc Colombo, Guard Leonard Davis und Kicker Kris Brown gefeuert werden.
Fortsetzung folgt...

26. Juli 2011

Uff, geschafft. Die Saison findet statt!
redskins-KickerDie Vertreter der Spieler haben am Montag dem neuen Tarifvertrag zugestimmt, nachdem ja bereits am vorigen Mittwoch die Teambesitzer ihr OK gegeben hatten.
Einige strittigen Punkte wurden noch nachverhandelt, und die Gewerkschaft muß sich noch neu gründen, um den Vertrag unterschreiben zu können. Aber die Aussperrung wurde am Montag von der NFL aufgehoben und am heutigen Dienstag beginnt das Gerangel um die nicht einberufenen Rookies und die Free Agents.
Ein höllisches Arbeitspensum erwartet die Beteiligten.
Vier Monate, genauer 136 Tage, hat die Aussperrung gedauert. Vier Monate, die jetzt in weniger als einer Woche nachgeholt werden müssen.
Was wurde in dem längsten Arbeitskampf in der Geschichte der Liga erreicht?

-Die Trainingseinheiten zwischen den Saisons wurden um fünf Wochen verringert und von 14 pro Team auf 10 reduziert. Die Trainingszeiten wurden gekürzt, ebenso die Zeiten für Vollkontakttraining. Die Spieler bekommen mehr freie Tage.
-Die Spieler können bis an ihr Lebensende über die Liga krankenversichert bleiben.
-Die Saison bleibt bei 16 Saisonspielen, zumindest bis zum Ende der Saison 2012.
-Die Liga reserviert jährlich $50 Millionen für ärztliche Untersuchungen und Gesundheitsprogramme.

-Die Einkommen der pensionierten Spieler werden über die nächsten 10 Jahre kräftig gesteigert

-Nach vier vollendeten Jahren bei einem Team wird ein Spieler ein uneingeschränkter „Free Agent“.

-Spieler, die in der Draft einberufen wurden, bekommen Vierjahresverträge (mit einer Option für die Teams auf ein fünftes Jahr, bei Spielern, die in der ersten Runde einberufen wurden). Nicht einberufene Spieler bekommen Dreijahresverträge.
-Jedem Rookie-Jahrgang wird ein maximales Gesamteinkommenspaket zugesprochen.
-Strenge Regeln gegen Spieler, die in einen Ausstand treten, wurden eingeführt.
-Kapital, das früher für die exorbitanten Rookiegehälter zurückgehalten wurde, kommt jetzt den bewiesenen Spielern und den Pensionären zu.

-Die Gehaltsobergrenze wurde für 2011 und, vorerst 2012 und 13, auf $120,4 Millionen festgesetzt. Die Clubs müssen mindestens 99% dieser 120,4 Millionen Dollar auch wirklich auszahlen.

Kurzberichte
Endlich darf Peyton Manning wieder zu seinem Arzt. Der Quarterback der Colts, der lieber mit Schmerzen im Nacken rumläuft und eine dauerhafte Schädigung riskiert, statt zu einem anderen Arzt zu gehen, darf wieder Kontakt mit dem Teamarzt seines Vertrauens aufnehmen und sich behandeln lassen.
Im Mai wurde Manning am Nacken operiert und hat immer noch Beschwerden.
Derweil freut sich Teambesitzer Jim Irsay darauf, seinen Quarterback endlich zum bestbezahlten Spieler der NFL machen zu dürfen. Während der Aussperrung durfte er ja nicht mit Manning verhandeln, aber ab heute darf er wieder.
Das Trainingscamp wird Indianapolis wohl ohne den Quarterback beginnen, der nicht zum ersten Mal eine Vorbereitungszeit wegen einer Verletzung verpasst. Zudem muß Manning zuerst einen neuen Vertrag mit den Colts unterzeichnen, sonst darf er das Trainingsgelände sowieso nicht betreten.
Er kann einen langfristigen Vertrag unterschreiben, oder einen Einjahresvertrag über $23 Millionen, die ihm für die kommende Saison als Mindestgehalt zustehen.
Obwohl die Gehaltsobergrenze für 2011 bei $120 Millionen liegt, liegen die Colts bereits jetzt darüber. Eine Gehaltssteigerung für Manning kann nur finanziert werden, wenn andere Spieler gefeuert werden.

Die Agenten von Cam Newton (ja, DIE Agenten, der Herr leistet sich gleich drei davon) werden am heutigen Dienstag die Verhandlungen mit den Carolina Panthers aufnehmen.
Newton ist der erste Rookie, der an erster Stelle einberufen wurde, und der unter die neuen Gehaltsregelungen fällt.
Unter dem letzten Tarifvertrag hätte er wenigstens $50 Millionen garantiert bekommen. Unter dem neuen Vertrag werden es nur etwa $22,3 Millionen sein.
Unter den neuen Bestimmungen gibt es nur sehr wenig Verhandlungsspielraum, da werden wohl auch gleich drei Agenten nicht so furchtbar viel ausrichten können.
Mal sehen, was die Troika für Newton herausholt.

25. Juli 2011

Football, nicht Tarifverhandlung, wird jetzt gespielt!
sb46-logoDie 32 Spielervertreter der 32 NFL Teams haben einstimmig für die Annahme des neuen Tarifvertrags gestimmt.
Diese Abstimmung wurde den 10 Klägern des Falls Tom Brady und andere versus die NFL vorgetragen und sie stimmten zu, den Vertrag zu akzeptieren.
Damit darf man die leidige Aussperrung endlich als erledigt ansehen und am Dienstag ab 10:00 Uhr New Yorker Zeit können die Rookies ihre Verträge unterschreiben und die Spieler dürfen die Trainingsanlagen der Teams nutzen und Kontakt mit den Trainern und Betreuern aufnehmen.
Ab Donnerstag können die Teams Spieler erwerben und abgeben.
Am Freitag ab 18:00 Uhr Ostküstenzeit können die Teams die „Free Agents“, die Spieler die ihre Teams verlassen dürfen, verpflichten.
Ab Mittwoch dürfen die Teams in die Trainingscamps, aber niemand rechnet damit, daß vor Samstag die ersten Teams die Camps eröffnen.
Die wichtigsten Klauseln sind:
Die Teambesitzer teilen ihre Einnahmen mit den Spielern 53:47 zu ihren Gunsten.
Es gibt keine vorzeitige Ausstiegsklausel.
Die Gehaltsobergrenze für 2011 bis 2013 liegt bei $120 Millionen plus $22 Millionen für Boni.
Die Boni für Spieler, die für das Gehaltsminimum verpflichtet werden, wurden drastisch zusammengestrichen.
Die Einstiegsgehälter für Rookies, die in der ersten Runde der Draft einberufen werden, wurden drastisch gedeckelt.
Die Saison bleibt bei 16 Spielen. Der große Wunsch der NFL, die Saison auf 18 Spiele auszudehnen ging nicht in Erfüllung.

24. Juli 2011

Geht`s bald los?
ballUnd wieder sind die Optimisten am Zug. Sie rechnen mit einem Beginn des Ligajahres am kommenden Mittwoch.
Wenn es so kommt, dann werden die Spieleragenten und Teammanager in Arbeit versinken. Alles, was sich normalerweise von März an in Etappen abspielt, muß in Rekordzeit durch die Instanzen gepeitscht werden. Rookieverträge, Spielerwechsel, Vertragsverlängerungen, Gesundheitsschecks, Vorbereitungen auf die Trainingscamps, die Sichtung nicht einberufener Spieler vom College und noch eine Menge mehr.
Auf dem Weg zur Saison 2011 wurde ein weiteres Hindernis aus dem Weg geräumt, der Prozess „Tom Brady und andere gegen die NFL“. Die Prozessbeteiligten haben ihr Einverständnis erklärt, die Klage fallenzulassen und dem Vertrag zuzustimmen. Auch Chargers Wide Receiver Vincent Jackson und Patriots Guard Logan Mankins wollen sich nicht Querstellen. Sie wollten beide je $10 Millionen von der NFL erzwingen, bevor sie einem neuen Vertrag zustimmen, haben aber nicht mehr die Absicht, dieses Vorhaben weiter zu verfolgen.
Wenn die Gewerkschaft wieder gegründet ist, muß noch der ein oder andere Punkt verhandelt werden, den die Liga nur mit einer Gewerkschaft verhandeln kann, wie Drogentests, Strafen für die Spieler und vor Allem, die Laufzeit des Vertrags.
Die NFL hat ihn auf 10 Jahre festgesetzt, was die Spieler im Grunde akzeptieren. Aber, sie wollen eine Klausel, die ihnen ermöglicht, nach sieben Jahren aus dem Vertrag aussteigen zu können.
All das aber soll, wie es aus Insiderkreisen verlautet, die Saison 2011 nicht weiter gefährden. Die Spieler müssen mit 50% plus einer Stimme der Neugründung einer Gewerkschaft zustimmen. Ausgehend von 1.900 Spielern wären das also 951 Jastimmen, und das wird als machbar angesehen.
Es wir erwartet, daß die Gewerkschaft am Dienstag wieder handlungsfähig ist und im Namen der Spieler den Vertrag mit der Liga unterzeichnet.
Kröten mussten beide Seiten schlucken, aber das ist ja normal, bei Kompromissen. Die Spieler haben aber, so wie sie es sehen, die dickste schlucken müssen. Die Liga wird ihre Einnahmen nicht 48:52 mit den Spielern teilen, sondern die Teambesitzer werden sogar nur 47% ihrer Einnahmen an die Spieler abgeben. Bisher steht das Verhältnis bei 50:50. Aber die Spieler werden unter dem Strich dennoch mehr Geld erhalten, als bisher, da bei den nächsten Verhandlungen mit den TV-Anstalten enorme Mehreinnahmen erwartet werden.

23. Juli 2011

Edwards-BraylonKurzberichte
Am 21. September wurde Braylon Edwards (Bild) erwischt, als er unter Alkoholeinfluß Auto fuhr.
Der Wide Receiver der Jets wurde am Donnerstag zu einer Strafe von $500 verurteilt und er muß seinen Führerschein sechs Monate abgeben.
Edwards nimmt freiwillig bereits am Aufklärungsprogramm der NFL zum Drogenmißbrauch teil und wird das auch weiterhin machen.

Für Big Ben läuten am heutigen Samstag die Hochzeitsglocken.
Der Quarterback der Steelers erwartet viele Teamkollegen und seine Trainer zu dem Fest.
Die NFL hat allen Beteiligten die Erlaubnis gegeben, zu Roethlisbergers Freudenfest zu erscheinen. Während der Aussperrung ist es Trainern und Spielern verboten, in Kontakt zu treten, aber auch zu der Hochzeit von Tony Romo wurde das Verbot gelockert.
Man rechnet auch mit dem Erschienen von Linebacker James Harrison, der Roethlisberger in einem Zeitschrifteninterview letzte Woche hart kritisiert hatte.

In Canton, Ohio, bereitet man sich auf die Zeremonie vor, mit der die neuen Mitglieder in die Ruhmeshalle aufgenommen werden.
Das Footballfeld neben der Ruhmeshalle bleibt aber von den Vorbereitungen ausgenommen, denn das Hall of Fame Spiel zwischen den Bears und den Rams am 7. August wurde von der Liga gestrichen.
Zum ersten Mal seit 45 Jahren findet dieses Spiel nicht statt.
Zu kurz wäre die Vorbereitungszeit der beiden Teams auf dieses Spiel gewesen, wenn die Aussperrung in naher Zukunft aufgehoben werden sollte.
Für die Stadt Canton bedeutet das einen herben Einnahmeverlust, denn viele Besucher, die durch das Spiel angelockt worden wären, werden die Reise nicht antreten.
Auch die Betreiber der Halle müssen mit einem Verlust von etwa $1,5 Millionen rechnen, denn die bereits verkauften Eintrittskarten werden voll erstattet.
Nicht zu reden von dem psychologischen Schlag. Die Stadt Canton ist so stolz auf seine Ruhmeshalle und die Festivitäten rund um die Aufnahmezeremonie, daß sie die Absage schwer getroffen hat.
Man hatte es wegen der Aussperrung sowieso schon schwer, Karten für die Aufnahmezeremonie und das Spiel zu verkaufen. Letztes Jahr wurden für die Zeremonie 20.000 Karten verkauft und für das Spiel 22.000. Dieses Jahr wurden nur 8.000 und 14.000 Karten verkauft.

22. Juli 2011

Die Teambesitzer stimmten dem neuen Tarifvertrag zu, die Spieler nicht
nfl-fragezeichenDie Teambesitzer haben den neuen Tarifvertrag unterschrieben, die Saison könnte also stattfinden.
Allerdings haben die Spieler den neuen Vertrag bisher nicht akzeptiert, die Saison kann also nicht stattfinden.
Das Hall of Fame Spiel zwischen den Bears und den Rams wurde gestern von der NFL offiziell gestrichen.
Soweit die Meldungen, die sich seit gestern, dem von den Teambesitzern zum Stichtag ernannten, 21. Juli angesammelt haben.
Die Teambesitzer konnten mit dem Vertrag, der zwischen ihnen und den Vertretern der Spieler ausgehandelt wurde, leben und stimmten mit 31:0 für eine Unterzeichnung. Einzig die Raiders enthielten sich der Stimme. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 10 Jahren.
Die Spieler auf der anderen Seite sind nicht zufrieden mit dem neuen Vertrag und verweigern bisher ihre Zustimmung.
Ob es dabei wieder um ein Kinderspielchen geht, nach dem Motto: „Ihr wolltet, daß der Vertrag am 21. Juli unterschrieben wird, wir aber nihicht, ätsch, bätsch“, wird sich zeigen. Jedenfalls wollten die Spieler etwas mehr Bedenkzeit, um sich untereinander abzusprechen und einig zu werden.
Der Chef der aufgelösten Spielergewerkschaft, DeMaurice Smith spielt, wie erwartet, den Querkopf und riet den Spielern dazu, den Vertrag nicht zu akzeptieren. Für ihn sind noch zu viele Fragen nicht geklärt. Er erklärte vor der Presse, daß man nicht einfach so einen Zehnjahresvertrag unterschreiben könne. Das dürfe man nicht leicht nehmen, das wäre eine sehr lange Zeit. Die Fans müssten verstehen, daß man sich da den Vertrag Buchstaben für Buchstaben vornehmen müsse, bevor man den nächsten Schritt macht.
Wie auch immer die Spieler sich entscheiden, zuerst müssen sie wieder eine Gewerkschaft gründen, da ein Tarifvertrag zwischen ihnen und der Liga aus tarif- und arbeitsrechtlichen Gründen nur von einer Gewerkschaft und der NFL unterschrieben werden kann.
Hierfür gibt die NFL den Spielern bis zum 26. Juli Zeit. Bis dahin muss eine Mehrzahl der 1.900 Spieler ihre Gewerkschaftskarten unterschrieben haben. Danach hat die neugegründete Gewerkschaft Zeit bis zum 30. Juli, ihre Änderungswünsche mitzuteilen und zu verhandeln.
Sollte dies nicht geschehen, so läuft der alte Vertrag ungeändert 10 Jahre weiter.
Komme es wie da wolle, die NFL hat es geschickt verstanden, den Schwarzen Peter an die Spieler weiterzugeben.
Die Teambesitzer haben den neuen Vertrag unterschrieben. Wer sich noch querstellt ist DeMaurice Smith und die Spieler der NFL.
Deshalb zwitscherte Steelers Safety Ryan Clark auf seiner Twitterseite: „Die Teambesitzer wollen uns weißmachen, daß sie unglaublich Fair zu uns waren und das ist jetzt ihr „Ölzweig“ um das Ganze zu beenden.“
Andere Spieler äußerten Befürchtungen, daß die NFL kurz vor der Unterschrift der Teambesitzer noch Klauseln eingebaut hat, die vorher nicht, oder anders verhandelt wurden.
Doch dagegen wehrt sich NFL Sprecher Greg Aiello: „Das ist einfach nicht wahr. Alles was in dem Vertrag steht und von uns in einer Pressemitteilung herausgegeben wurde, wurde zwischen den Spielervertretern und uns genau so verhandelt. Der nächste Schritt ist jetzt ihr OK“.
Hätten die Spieler gestern dem neuen Vertrag zugestimmt, hätten die ersten Teams schon am Samstag ihre Trainingscamps eröffnen können.
So bleibt uns nur, weiter zu hoffen und zu bangen.

21. Juli 2011

Kurzberichte
mawae-kevin2Den Spielern war am Mittwoch nicht so recht danach, den neuen Tarifvertrag zu akzeptieren.
Einige der 32 anwesenden Spieler verliessen am späten Nachmittag enttäuscht den Treffpunkt im Hauptquartier der aufgelösten NFLPA durch die Hintertür. Kevin Mawae (Bild) sagte der Presse, daß die Spieler es nicht eilig hätten, einen Vertrag zu unterzeichnen. Der Stichtag 21. Juli wäre von den Teambesitzern aufgebracht worden. Für die Spieler hätte er keine Bedeutung. Es käme nicht darauf an einen Vertrag schnell zu unterzeichnen, sondern einen Vertrag zu unterschreiben, der ihren Ansprüchen gerecht wird.
Am heutigen Donnerstag treffen sich die Teambesitzer in Atlanta und werden ihrerseits darüber beraten, ob der Vertrag, der ihnen vorgelegt wird, unterschrieben werden kann.
Jeff Pash der Chefunterhändler der NFL sagte, daß der neue Vertrag, so wie er vorläge, von beiden Seiten unterschrieben werden könnte. Man könne die Sache zu einem Ende bringen, man sollte die Sache zu einem Ende bringen.
Sollten die Spieler dem neuen Vertrag doch noch zustimmen, müssten sie ihre Gewerkschaft NFLPA, die sie aufgelöst hatten, um die NFL verklagen zu können, wieder gründen. Nur zwischen der Gewerkschaft und der Liga kann ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen werden. Das könnte aber schnell per E-Mail oder einer Telefonkonferenz geschehen.

Die 49ers, also die Guten, teilen sich ein Stadion mit den Raiders, also den Bösen. Das soll wahr sein?
Vielleicht bald.
Beide Team verhandeln ernsthaft darüber, sich das neue Stadion, das die 49ers an ihrem Teamsitz in Santa Clara bauen wollen, zu teilen.
Auch die Raiders würden gerne ein neues Stadion bauen, aber die Weltwirtschaftskrise hält das Team davon ab.
Auch NFL Commissioner Roger Goodell befürwortet den Plan.
Er ist begeistert davon, wie gut die Sache in New York geklappt hat, und empfiehlt den beiden Teams diesen Weg.
Das neue Stadion der 49ers soll mit 114 Millionen Dollar vom Staat Kalifornien bezuschusst werden, es soll aber etwa eine Milliarde Dollar kosten. Noch ist überhaupt nicht klar, woher die fehlenden 900 Millionen Dollar kommen sollen.
Dennoch geht man bei den Niners davon aus, daß das neue Stadion 2015 fertig sein wird.
Die Raiders müssten ihren Mietvertrag mit dem Oakland Coliseum dann kurzfristig verlängern, der noch bis nach der Saison 2013 läuft.
Und während die beiden noch davon träumen in Santa Clara ein Heim zu teilen, legte die Stadt Oakland einen Plan vor, ihrerseits ein Stadion für beide Teams zu bauen, in dem auch Konzerte und Fußballspiele stattfinden sollen.

Der Dachschaden im Metrodome, der Heimat der Vikings, wurde letzte Woche behoben, da tut sich ein neues Problem auf dem Boden auf.
Der Kunstrasen im Stadion ist bakteriell verseucht und schimmelt vor sich hin.
Vor dem ersten Heimspiel der Vikings muss der Rasen ausgetauscht werden.
Der Schimmel wäre entstanden durch die Feuchtigkeit, die durch das zerstörte Dach in den Innenraum gedrungen ist, sagte der Sprecher des Stadionbetreibers.
Der Austausch wird $600.000 kosten und ist durch eine Versicherung abgedeckt.

20. Juli 2011

Kurzberichte
grossman-rex-nachher75 ehemalige NFL Spieler verklagen die Liga. Sie behaupten, daß die NFL in den letzten 90 Jahren um die Gefahren von Gehirnerschütterungen wusste und sie absichtlich verschwiegen hat.
Die Anklage ging am Dienstag im Gericht von Los Angeles ein.
Die Liga hätte erst 2010 zugegeben, daß diese Verletzung zu schlimmen Spätschäden führen kann.
Noch 2004 hätte die Liga einen Bericht veröffentlicht, in dem es hieß, daß es keinen Beweis dafür gäbe, daß Gehirnerschütterungen Folgeschäden auslösen würde. Dabei hätte sie bereits damals gewusst, daß es sehr wohl zu weiteren Schäden kommen kann.
Die Streithöhe des Prozesses wurde noch nicht festgesetzt.

Die Ruheständler werden einer Einigung im Tarifstreit nicht im Wege stehen, sagte Carl Eller, der Anführer der streitbaren Ex-NFL-Spieler.
Man sei nicht glücklich darüber, wie die Vereinigung der aktiven Spieler mit den Belangen der Rentner umgegangen sei, aber wenn eine Einigung wirklich zwischen den Spielern und der Liga zustande kommt, dann wolle man nicht Schuld daran sein, daß die Saison nicht zustande kommt.
So wie Eller es sieht, ist der Vertrag unterschriftsreif. Die Belange seiner Klientel müssten aber zeitnah nachverhandelt werden.
Da gibt es allerdings zwei Spieler, in deren Händen das Schicksal der Saison 2011 liegt.
Patriots Offensive Lineman Logan Mankins und Chargers Wide Receiver Vincent Jackson haben ihre eigenen Interessen im Sinn, bevor sie dem neuen Tarifvertrag zustimmen.
Sie gehören zu den 10 Spielern, die das Gerichtsverfahren gegen die NFL mitangestrengt haben, und sie werden dem neuen Vertrag erst zustimmen, wenn ihnen die uneingeschränkte Wahl eines neuen Teams zugestanden wird, oder im Ausgleich dazu, je $10 Millionen.
Wenn die beiden nicht bereit sind, den Vertrag zu unterschreiben, dann ist er für die Katz`.
Logan und Jackson haben jeder sieben Jahre in der Liga auf dem Konto und sie wurden von ihren Teams im Februar zu „Franchise Playern“ gemacht. Das heißt, daß sie das Team nicht wechseln dürfen, ohne Einverständnis des aktuellen Arbeitgebers.
Die Teambesitzer könnten natürlich jetzt ein wenig tricksen. Man gesteht den beiden die volle Freiheit zu, das Team wechseln zu dürfen und einigt sich hintenrum darauf, daß kein Team die beiden aufnimmt.

Die UFL dürfte wohl Geschichte sein.
Im August sollte die dritte Saison beginnen, doch die Verantwortlichen verlegten den Start in den September.
Der Spielplan ist von der Internetseite der UFL verschwunden.
Die Investoren der Liga haben im ersten Jahr 30 Millionen und im zweiten Jahr 40 Millionen Dollar verloren. In diesem Jahr hatte man auf die Aussperrung der NFL gesetzt und bemühte sich darum, daß die Sender CBS und TNT die Spiele übertragen, doch die winkten ab.
Die Spiele der UFL werden auf dem HDNet und Versus übertragen und die Liga muss die für die Produktionskosten selber aufkommen.
Doch die Investoren sehen wohl nicht mehr, daß sie noch aus den roten Zahlen kommen können. Noch mehr Geld in die UFL zu pumpen ist genauso sinnlos, wie Euros nach Athen zu tragen.
Die „Verlegung“ des Saisonstarts in den September und ein Ende der Aussperrung in der NFL kann nur eins bedeuten: „Bye, bye UFL“.

19. Juli 2011

Kurzberichte
eller-carlCarl Eller Bild), der Anführer der NFL Ruheständler, wird am Dienstag wieder mit am Tisch sitzen, wenn die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.
Die Rentner werten das als Zeichen, daß ihre Interessen doch noch wahrgenommen werden sollen.
Am Dienstag wollen die Verhandlungsgegner eine umfassende Absichtserklärung erstellen, die am Donnerstag als unterschriftsreifer Vertrag vorgelegt werden soll, wenn sich die Teambesitzer in Atlanta treffen.
Ruhmeshallenmitglied Eller ist sich sich sicher, daß die Zusicherungen, die die NFL den Ruheständlern bereits im März machte, auch eingehalten werden. Darunter waren eine neue Vergütungsregelung für über 55-jährige, die die Pensionen um etwa 60% anheben würde, und eine bessere medizinische Versorgung bei Demenzerkrankungen.

Eine Untersuchung in den USA hat ergeben, daß NFL Spieler öfter unter Demenz leiden, als Normalbürger.
Von den NFL Spielern im Ruhestand leiden im Alter von 61 Jahren über 35% an Demenz, beim Rest der Bevölkerung sind es nur 13% bei den über 65-jährigen.
Das dürfte die Verantwortlichen der Liga weiter beflügeln, in ihrem Bestreben, das Spiel sicher zu machen.

Die Cincinnati Bengals haben es geschafft. Durch die Verhaftungen von Adam Jones und Cedric Benson sind sie wieder das Team mit den meisten Verhaftungen.
Seit 2000 wurden bei den Minnesota Vikings 33 Verhaftungen gezählt, bei den Bengals sind es nun 35.
Auf den Plätzen folgen die Titans, wo sich ja besonders Wide Receiver Kenny Britt bemüht, das Team schlecht dastehenzulassen, und die Broncos mit je 30 Verhaftungen.
Am unteren Ende der Kriminalitätsstatistik findet man die Rams und die Lions mit jeweils mageren sieben Verhaftungen.

Die Kritik Rashard Mendenhalls an seinen amerikanischen Mitbürgern, die den Tod Obama Bin Ladens feierten, hat dem Running Back der Steelers viel Kritik eingebracht.
Sponsoren kündigten ihre Verträge mit ihm und gegen die Firma Champion Athletic Wear geht Mendenhall nun gerichtlich vor.
Der Vertrag mit der Firma läuft noch über fünf Jahre und soll dem Running Back in der Zeit noch eine Million Dollar einbringen.
Vor Gericht soll geklärt werden, ob ein Athlet, der als prominentes Aushängeschild dient, seine Meinung frei äußern darf oder nicht.
Mendenhall ginge es bei dem anstehenden Prozess nicht um Geld, sondern um das Recht auf freie Meinungsäußerung.

18. Juli 2011

Kurzberichte
Benson_Cedric
Und wieder wurde ein Spieler der Bengals verhaftet, dieses Mal Cedric Benson (Bild).
Der Running Back wurde angezeigt, ein Familienmitglied geschlagen und verletzt zu haben.
Nach Hinterlegung einer Kaution über $10.000 wurde er wieder auf freien Fuß gelassen.
Erst letzte Woche wurde Adam Jones verhaftet, weil er für Unruhe in einem Nachtclub gesorgt hatte.
Und das Alles, wo die Bengals sich vorgenommen hatten, keine Kriminellen mehr ins Team zu holen. Gerade der Plüschtiger hatte in der Vergangenheit immer wieder unter den Eskapaden einiger Spieler zu leiden, die sich in der Öffentlichkeit nicht zu benehmen wussten. Auf Grund dessen hatte man sich fest vorgenommen, bei der Auswahl der Spieler sehr viel sorgfältiger zu sein.
Wie man sieht, war das nichts.

Arian Foster spielt 2010 eine Wahnsinnssaison. Er lief für 1.616 Yards und 16 Touchdowns... mit einem gerissenen Meniskus im rechten Knie.
Er hielt die Verletzung geheim, weil er Angst hatte, gefeuert zu werden, wenn sie bekannt würde.
Der Running Back war 2009 ungedraftet in den Kader der Texans gekommen und spielte als Rookie nur in sechs Spielen. Im Februar hatte er einen minimalen Eingriff an seinem Knie.
Immer hatte er das Gefühl, daß die Texans sich nach einem Ersatz für ihn umsahen. Er fühlte sich nie akzeptiert und respektiert.
Selbst nach seiner tollen Saison 2010 hat der 24-jährige keinen neuen Vertrag vorgelegt bekommen. In der Saison 2011 soll er nur $480.000 verdienen.
Doch darüber, so sagte, würde er sich keine Gedanken machen. Die Texans hätten halt die Rechte an ihm, und er würde nehmen, was immer sie ihm bieten.

Wenn die Arbeit wieder aufgenommen werden darf, ist Reggie Wayne sofort bereit für Indianapolis.
Das wird vielen Colts Fans einen Seufzer der Erleichterung entlocken. Im Umfeld des Clubs hatte man befürchtet, daß der Wide Receiver, wie schon letztes Jahr, wieder mit einem Streik drohen würde.
Wayne ist im letzten Jahr seines Vertrags, und er kämpfte bereits letztes Jahr um eine frühzeitige Verlängerung.
Wayne spielte fünfmal im Pro Bowl und fing in sieben aufeinanderfolgenden Saisons Pässe für über 1.000 Yards. Der 31-jährige ist ein Paradebeispiel für Zuverlässigkeit und nahezu ebenso unverzichtbar für die Colts wie Peyton Manning.

17. Juli 2011

2011 American Football WM

wm2011-usa-200Ergebnisse:
Mexico - Deutschland 22:15
USA - Australien 61:0
Kanada - Frankreich 45:10
Japan - Österreich 24:6
Mexico - Australien 65:0
USA - Deutschland 48:7
Japan - Frankreich 35:10
Kanada - Österreich 36.14
Deutschland - Australien 30:20
USA - Mexico 17:7
Kanada - Japan 31:27
Frankreich - Österreich 24:16
Spiel um Platz 7: Austria - Australia 48:10
Spiel um Platz 5: Deutschland - Frankreich 21:17

Spiel um Bronze: Japan - Mexico 17:14

Spiel um Gold: USA - Kanada 50:7

Kurzberichte
Am Freitag ging es bei den Tarifverhandlungen darum, wie weit man Roger Goodell auf seinem Weg zur Flagfootballliga gehen lässt und verhandelte über eine erweiterte Sicherheit für die Spieler.
Die Spieler waren einverstanden damit, die Vollkontakttrainingseinheiten weiter einzuschränken.
Hier haben viele Trainer in der Vergangenheit gegen die bestehenden Regeln verstoßen. In den Minicamps sind diese Trainingseinheiten schon verboten, aber einige Trainer lassen sie dennoch abhalten. Dies soll besser überwacht werden, und gegen Verstöße soll härter vorgegangen werden.
Auch während des Trainingscamps und während der Saison sollen Vollkontakttrainingseinheiten weiter reduziert werden.
Nach der Verhandlungsrunde vom Freitag drang die Meldung nach außen, daß Spieler und die Liga sich über die finanziellen Aspekte weitestgehend einig geworden sind.
Am Montag soll es deshalb hauptsächlich um weitere Regeländerungen gehen, um die Gesundheit der Spieler besser zu schützen. Auch das Problem der Dopingproben soll verhandelt werden.
Am Freitag erfuhren die Teambesitzer auch, daß die Spieler sich heimlich abgesichert haben. Für den Fall, daß die Saison 2011 nicht stattfindet, soll jeder Spieler $200.000 aus einem Versicherungsfond erhalten.
Wenn das stimmt, hätte die Gewerkschaft eine Police über etwa $360 Millionen abschließen müssen.

Endlich stört ihn das lästige Training mit den Dallas Cowboys nicht, und Tony Romo kann unbelästigt an seinen geliebten Golfturnieren teilnehmen.
Vor der letzten Runde des American Century Celebrity Golf Championship Turniers liegt er auf dem zweiten Platz. Am Sonntag will er sich die Siegesprämie von $125.000 sichern.
Einen Kollegen hat er schon weit hinter sich gelassen. Broncos Quarterback Tim Tebow liegt vor der letzten Runde sieben Plätze hinter Romo.

In Minnesota hat man momentan andere, größere Sorgen, als einem Footballteam, das hunderte Millionen Dollar im Jahr einnimmt, ein neues Stadion zu bauen.
In Minnesota waren letzte Woche alle staatlichen Angestellten in einen unbezahlten Zwangsurlaub geschickt worden. Nur Feuerwehrleute, Polizisten und andere Angestellt, die zur Aufrechterhaltung der Ordnung unverzichtbar waren, wurden weiterbeschäftigt.
Minnesota war zahlungsunfähig und musste die finanzielle Notbremse ziehen. Rathäuser, Bibliotheken, Rastplätze, alles blieb geschlossen. Der demokratische Gouverneur und die Republikaner stritten darum, wie der Haushalt, der fünf Milliarden Dollar Miese beträgt, wieder ausgeglichen werden könnte. So wie es zur Zeit ja auch im Großen in den USA zugeht.
Die Demokraten wollen die Steuern, besonders für die Reichen, erhöhen.
Die Republikaner wollen, daß nur die Armen und Schwachen belastet werden. Sie lehnen Steuererhöhungen für ihre reiche Klientel strikt ab. Die Arbeitslosen, Geringverdiener und Kranken sollen stärker belastet werden, die Reichen sollen verschont werden, genau wie hier in Deutschland halt.
Am Freitag knickte der Gouverneur ein, und er wird die Steuern nicht erhöhen. Statt dessen sollen Gehälter verspätet ausgezahlt, Schulen geschlossen und zusammengelegt werden und eine Tabaksteuer soll eingeführt werden.
Und mitten in dieser schlimmsten Zahlungsunfähigkeit, die Minnesota bisher erlebt hat, kommt nun Zygi Wilf, der Besitzer der Vikings, und möchte Steuergelder für ein neues Stadion.
Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.
Gouverneur Mark Dayton machte Wilf in einem Telefongespräch sehr deutlich klar, was er von Verhandlungen über den Bau eines neuen Stadions zum jetzigen Zeitpunkt hält.
Frühestens gegen Ende des Jahres wäre für ihn ein geeigneter Zeitpunkt gekommen, über dieses Thema zu sprechen.

16. Juli 2011

Kurzberichte
Crabtree-Michael200Es begann mit einer simplen Frage. Als 49ers Wide Receiver Michael Crabtree (Bild) vor einigen Wochen zum Training erschien, wollte er wissen, wer denn der Quarterback sei?
Als er zur Antwort bekam, Alex Smith, stutze er kurz und fragte ganz erstaunt: „DER ist unser Quarterback? Wirklich?“
Damit war alles gesagt.
Seitdem haben die beiden ein Verhältnis, wie Hund und Katze.
Doch Crabtree wird sich wohl mit dem bisher eher unsäglichen Smith arrangieren müssen, denn der neue Head Coach Jim Harbaugh sieht etwas in ihm, das bisher noch niemand entdeckt hat seit Smith in der NFL ist, Potential.
Niners General Manager Trent Baalke sieht in der Beziehung der beiden zueinander jedoch nichts negatives. In jeder Familie, in jeder Firma gäbe es problematische Beziehungen, sagte er. Das wäre nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste.
Aus dieser Spannung kann sogar positives entstehen, meinte er noch.

Selbst vor den Türen des Saales, in dem die Tarifgegner der NFL verhandelten, soll man den Optimismus gespürt haben, der sich im Inneren ausbreitete.
Vor den Türen, bei den kurzen Presseerklärungen, die DeMaurice Smith und Roger Goodell abgaben, hörte man aber beim besten Willen nichts von diesem Optimismus.
Sie sonderten nur den üblichen Salmon ab, von wegen: war konstruktiv, Fortschritte wurden gemacht, wir arbeiten hart an einer Lösung, blah, blah, blah.
Für nächsten Montag und Dienstag sind weitere Verhandlungen angesetzt, bevor die Teambesitzer sich am Donnerstag in Atlanta zu einem ihrer regelmäßigen Treffen zusammenfinden.
An diesem Tag, so hoffen viele, würde dann der neue Tarifvertrag unterschrieben.
Oder auch nicht.

15. Juli 2011

Kurzberichte
newton-cam-draft-2011Die Rookiegehälter stehen den weiteren Tarifverhandlungen wohl nicht mehr im Weg. Hier soll es bei den Gesprächen am Donnerstag zu einer unterschriftsreifen Einigung gekommen sein.
Alle Rookies, die in der ersten Runde einberufen wurden, sollen Verträge für vier Jahre bekommen, mit einer Option für ein fünftes Jahr. Der Stolperstein hier war das fünfte Jahr. Die Teambesitzer wollten die Rookies für fünf Jahre verpflichten, mit einer Option auf ein sechstes Jahr.
Die ersten 10 Rookies, die einberufen werden, sollen ein Durchschnittsgehalt der 10 bestbezahlten Spieler bekommen, die ihre Position spielen und im fünften Jahr ihrer NFL Zugehörigkeit sind.
Auch über die Gehaltsobergrenze für 2011 soll man sich einig geworden sein. Hier stehen jedem Team $120 Millionen zur Verfügung plus $21 Millionen an Boni.
Der nächste Stolperstein war das Minimum, das die Teams an Gehältern unter der Obergrenze ausschütten sollen.
Einige Teams blieben in der Vergangenheit weit unter der Obergrenze, zu weit, wie die Spieler finden. Deshalb sollen die Teams verpflichtet werden höchstens 10% unter der Gehaltsobergrenze zu bleiben.
Was dran ist, an den Meldungen, bleibt abzuwarten. Immerhin wurde den an den Verhandlungen Beteiligten Stillschweigen auferlegt. Was trotzdem von Einzelnen herausposaunt wird, kann stimmen, muß aber nicht.

Wenn jemand ein Interview gegeben hat, und vieles gesagt hat, was im Nachhinein sehr negativ aufstößt, dann hilft nur die Flucht nach vorne.
Dann stellt man sich hin, und sagt, daß Alles ja nur aus dem Zusammenhang gerissen und man falsch zitiert wurde.
So, wie es jetzt James Harrison macht.
Der sagte einem Zeitschriftenmagazin frei und offen seine Meinung über NFL Commissioner Roger Goodell, Die Patriots und seinen Quarterback Ben Roethlisberger und jetzt ist einiges davon ganz anders gewesen.
Glanzpunkt des Interviews war wohl folgender Spruch: „Wenn NFL Commissioner Roger Goodell in Flammen stünde, dann wäre selbst Urin noch zu gut, zum Löschen.“
Harter Tobak, aber ein Brüller.
Dann zog der Linebacker der Steelers auch noch über seinen Quarterback Big Ben her, und das täte ihm jetzt sehr leid. Da wäre er wirklich völlig falsch zitiert worden. Mittlerweile hat er sich bei Roethlisberger dafür entschuldigt.
Über eine Entschuldigung Harrisons in Richtung Goodell ist nichts bekannt.
Ein Tipp?
Da wird auch nichts kommen.

14. Juli 2011

James Harrison hat sich mal wieder Luft gemacht.
harrison-james2Der Linebacker der Steelers holte aus, schlug um sich und traf dieses Mal auch Teamkollegen.
In einem amerikanischen Zeitungsmagazin erzählte Harrison dem Reporter, was ihm so auf der Seele brennt. Da war an allererster Stelle natürlich sein Erzfeind Roger Goodell. Den Commissioner der NFL hatte Harrison in der Vergangenheit bereits als bekloppt, Diktator und Teufel bezeichnet.
In dem neuen Interview kamen jetzt noch Gauner und Püppchen dazu.
Vor der letzten Saison, so Harrison, hätte niemand Anstoß an der Art und Weise genommen, wie er seine Gegner attackiert. Er liebt es halt, die Hölle aus seinen Gegnern zu kloppen, und genau so würde er eben spielen.
Niemand hätte diese Spielweise als dreckig bezeichnet. Bis Goodell gekommen wäre und ihn als schmutzigsten Spieler der Liga bezeichnet hätte. Dafür würde er den Commissioner hassen und er würde ihn niemals respektieren.
Harrison war 2008 der beste Verteidiger der Liga, mit genau der Spielweise, die 2010 von Roger Goodell als schmutzig bezeichnet wurde.
Ein Beweis, wie sehr der Trend von der Vollkontakt-Liga zur „nur gucken, nicht hitten“ Liga voranschreitet.
Harrison würde sogar die Strafe für einen Gegner bezahlen, wenn der ihn mit dem Helm voran an seinem Helm treffen würde. Harrison ist der Meinung, daß ein paar Kopfschmerzen zu verkraften wären. Würde sein Gegner ihn dagegen weiter unten attackieren,im Bereich der Knie, würde das seine Karriere gefährden. Wie solle er sein Familie ernähren, wenn er nicht laufen könne?
Und wo er schon mal so schön in Fahrt war, bekam auch Big Ben eins übergebraten. Über seinen Quarterback sagte Harrison, daß er nicht so tun solle, als wäre er Peyton Manning. Roethlisberger solle den Ball öfter an einen Running Back geben, anstatt Interceptions zu werfen. Er wäre nicht Manning, er würde nur bezahlt, wie er.
Seinen Running Back Rashard Mendenhall bezeichnete Harrison als Fumblemaschine.
Die Patriots, die die Steelers 2004 im AFC Endspiel besiegten, bezeichnete er als Goodells Lieblinge. Die Patriots hätten sich Bänder vom Training der Steelers besorgt und wären dadurch zu einem gemeinen Vorteil gekommen. Aber alles, was Goodell dazu einfiel war, die Bänder zu verbrennen und die Patriots mit $500.000 zu bestrafen.
Und dann kam Troy Polamalu dran, und endlich gab es etwas gutes, daß Harrison zu sagen hatte. Der beste Verteidiger der Saison 2010 ist der einzige Footballspieler, den Harrison respektiert. Er würde die meisten Flaggen bei den Steelers bekommen, aber er würde nie bestraft. Er wäre außerhalb des Platzes so nett, so sanft, er könnte Goodell bitten, seinen Arsch zu küssen und Goodell würde sich für das Angebot noch bedanken.
Nuff said.

Kurzberichte
Gäbe es eine Saison 2011, die Vikings hätten wieder ein Dach über dem Kopf.
Seit Mittwoch ist die Reparatur am eingestürzten Dach des Metrodomes beendet.
Vor sieben Monaten brach das Dach unter der Last des Schnees zusammen, und die Vikings mussten zwei Heimspiele in einem anderen Stadion austragen.
Viel früher als gedacht, ist der Dachschaden behoben. Die Vikings hätten ihr erstes Vorbereitungsspiel Zuhause erst am 27. August gegen Dallas.

Die Texans und die Saints haben ihr Treffen im August abgesagt.
Vor ihrem Vorbereitungsspiel am 20. August wollten sie drei gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren. Doch die Aussperrung sorgte nun dafür, daß dieses Treffen abgesagt wurde.
Diese gemeinsame Trainingseinheiten sind in den letzten Jahren zu einer ständigen Einrichtung geworden. Die Fans der beiden Städte, die nur 350 Meilen voneinander entfernt liegen, kamen in großer Zahl, um sie anzusehen.

Die Stadt Santa Clara verzichtet darauf, einen geplanten Hotelkomplex neben dem neuen Stadion der San Francisco 49ers auszuschreiben.
Da ein Interessent für den Bau dieses Luxushotels mit Sportsbar, Einkaufscenter und Nobelrestaurant, Joe Montana war, wurde die geplante Ausschreibung abgesagt.
Mit 5:1 Stimmen im Stadtrat wurde beschlossen, daß der viermalige Super Bowl Sieger den Zuschlag erhält.
Man könne aus dem Namen Joe Montana viel mehr Profit schlagen, als aus einem anderen Hotelbetreiber, der zwar mehr für das Bauland gezahlt, aber sonst nichts vorzuweisen hätte.
In ein Joe Montana Hotel kämen Gäste schon deshalb, weil sie seinen Geist spüren wollten. Der Name Montana allein wäre schon von unschätzbarem Wert.
Der ehemalige Niners Quarterback baut das Hotel zusammen mit Eddie DeBartolo, dem ehemaligen Besitzer des Teams. 18 Monate haben sie nun Zeit, mit der Stadt die Feinheiten auszuarbeiten.
Das Stadion soll 2015 fertig sein, und dann wollen DeBartolo und Montana auch mit dem Bau des Hotels fertig werden.

13. Juli 2011

Stichtag 21. Juli 2011
ballsnapaussperrungWenn es eine perfekte Welt gäbe, dann würde die Aussperrung am 21. Juli enden. An diesem Tag halten die Teambesitzer eines ihrer regelmäßigen Treffen ab, und manch einer denkt, hofft, wünscht, daß an diesem Tag der neue Tarifvertrag unterschrieben wird.
Da es aber keine perfekte Welt gibt, denn dann wäre es ja gar nicht erst zu einer Aussperrung gekommen, kann es sein, daß an diesem Tag nichts unterschrieben wird, was uns die Saison sichert.
In dieser Woche wollen jedenfalls alle Beteiligten mit Hochdruck daran arbeiten, daß die Saison 2011 stattfinden kann. Die Teambesitzer wären froh, wenn alle Teams ihre vier Vorbereitungsspiele absolvieren könnten, die zu 20% der Ticketeinnahmen beitragen.
Für Gary Roberts ist alles klar. Der Dekan der Indiana University und Professor für Sportökonomie war sich von Anfang an sicher, daß keine der an den Tarifstreitigkeiten beteiligten Seiten auch nur auf einen Cent ihrer Einnahmen verzichten würde.
Alle Beteiligten würden auf zuviel Geld verzichten, wenn es keine Einigung gäbe.
Für ihn ist der Verlauf der Verhandlungen keine Überraschung.
Aber ist sein Optimismus nicht übertrieben?
Wirklich viel haben die Tarifgegner in den vier Monaten seit Beginn der Aussperrung nicht erreicht, allen Jubelmeldung der Optimisten zum Trotz.
Einig scheint man sich nur darüber zu sein, daß die Gehälter der Rookies unbedingt gedeckelt werden müssen. Das sehen auch die Spieler ein, die die unglaublichen Gehälter für unbewiesene Spieler lieber auf die Spieler verteilen möchten, die ihren Wert bewiesen haben.
Hier scheint man sich auf folgende Formel geeinigt zu haben: Die Nr. 1 einer Draft erhält für fünf Jahre $34 Millionen und das Team erhält eine Option den Spieler ein weiteres Jahr verpflichten zu dürfen. Momentan könnte eine Nummer eins in sechs Jahren bis zu $78 Millionen verdienen.
Für Quarterbacks soll es eine noch nicht näher spezifizierte Sonderregelung geben.
Mittlerweile soll man sich auch wieder darauf geeinigt haben, daß die Teambesitzer 48% aller Einnahmen an die Spieler ausschütten. Das wurde vor zwei Wochen beschlossen, dann wieder zurückgezogen und nun soll es wieder gelten.
Nichts genaues weiß man nicht.
Und ob und was am 21. Juli geschieht, das können uns wohl nur die überaus weisen Kartenleger des Astrokanals sagen.

11. Juli 2011

Kurzberichte
Adam, der jetzt nicht mehr Pacman heißt, Jones, verbrachte am Sonntag acht Stunden im Gefängnis.
Der Cornerback der Bengals feierte mit seiner Frau deren Geburtstag in einer Bar in Cincinnati. Dabei ließ er wohl dermaßen den Proll raushängen, daß die Geschäftsleitung ihn des Öfteren bat, sich zu beruhigen.
Da alle Bitten auf taube Ohren stießen geleiteten die Türsteher Jones hinaus, wobei er am laufenden Band Beleidigungen schrie und wild gestikulierte.
Vor der Bar wurde er von der Polizei verhaftet, wobei er sich widersetzte und von zwei Polizisten überwältigt werden musste.
Jones stand unter erheblichem Drogen- und Alkoholeinfluß und wurde zur Ausnüchterung in der Zelle behalten.
Als er auf Kaution freikam, stellte er sich als völlige Unschuldslamm dar. Er sei auf keinen Fall betrunken oder bekifft gewesen. Er hätte überhaupt keinen Alkohol getrunken an dem Abend, sagte er. Auch der Verhaftung hätte er sich nicht widersetzt, ja gar nicht widersetzen können, da er eine Nackenstütze trägt, die er wegen einer Verletzung tragen muss, die er sich zum Ende der Saison 2010 zugezogen hatte.
Adam, der jetzt nicht mehr Pacman heißt, Jones, wurde seit 2005 sechsmal verhaftet und 12 mal angezeigt. Für die gesamte Saison 2007 war er wegen wiederholtem ungebührlichen Verhalten suspendiert.

Mike Vrabel wird Assistenztrainer an seinem alten College Ohio State. Das sagt ein Gerücht aus dem Umfeld der Schule.
Der 35-jährige Linebacker begann seine NFL Karriere bei den Steelers. Mit den Patriots gewann er drei Super Bowls. In seiner Karriere, die ihn für Pittsburgh, New England und Kansas City spielen ließ, erzielte er 57 Sacks, 11 Interceptions, und er erzwang 17 Fumbles. 10 mal wurde er bei Goallinesituationen in der Offense als Passempfänger eingesetzt und jedesmal fing er dabei einen Touchdownpass.

10. Juli 2011

Kurzberichte
ward-hinesHines Ward (Bild) wurde am frühen Samstagmorgen verhaftet weil er augenscheinlich betrunken Auto fuhr.
Um kurz vor vier Uhr kam der Super Bowl MVP und amtierende Dancing With the Stars Champion hinter Gittern.
Ward ließ sich widerstandslos abführen und konnte das Gefängnis nach Hinterlegung einer Kaution über $1.000 wieder verlassen.

Am 23. Juli soll das Trainingslager für die Chicago Bears beginnen. Eine Woche früher als für die meisten anderen Teams.
Mit ein Grund für den etwas früheren Beginn ist das Hall of Fame Spiel, das sie am 7. August gegen die St. Louis Rams austragen sollen.
Bei den Bears macht sich nun Unmut über das Spiel breit, denn ein Ende der Aussperrung ist noch nicht in Sicht, und die NFL hat noch keinen Zeitplan vorgesehen, für den Fall, daß die Aussperrung kurz vor dem angesetzten Spiel endet.
Wenigstens eineinhalb Wochen Vorlaufzeit würde man vor dem Spiel benötigen, sagte Wide Receiver Devin Hester. Wenn das Trainingslager auch nur einen Tag später, als am 23. Juli anfangen sollte, müsste man das Spiel absagen.
Man wisse ja überhaupt nicht, wie die Verhandlungen sich entwickeln, sagte er weiter. Von der einen Seite höre man dies, von der anderen Seite höre man das, und das Alles befände sich zwischen abgrundtiefem Pessimismus bis hin zum himmelhoch jubelnden Optimismus.
Würde man ESPN einschalten, dann gibt es keine Saison 2011 und auf dem NFL Network würde die Saison sofort beginnen.
Von den Rams hat sich bisher noch niemand öffentlich darüber geäußert, ob ihnen der Termin Probleme bereitet.

9. Juli 2011

Kurzberichte
manning01Peyton Manning (Bild) beendete die Saison 2010 mit einer Playoffniederlage gegen die Jets und einer Nackenverletzung.
Und diese behindert den Quarterback der Colts heute immer noch.
Durch die Aussperrung habe er keinen Kontakt mit dem Arzt der Colts, Erin Burill aufnehmen dürfen. Das hätte seine Genesung nicht gerade gefördert, sagte er ESPN. Im Moment würde er sich nicht trauen, seinen Nacken zu sehr zu belasten.
Erin würde ihn kennen, antwortete Manning auf die Frage, warum er denn nicht zu einem anderen Arzt gehen würde. Er habe ihn schon nach zwei anderen Verletzungen wieder hergestellt. Deshalb habe er zu ihm ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis, das er zu keinem anderen Arzt aufbauen könnte. Nur mit ihm könne und wolle er zusammenarbeiten.
Während normale Sterbliche wenn sie Schmerzen haben, zu einem Arzt gehen, um die Schmerzen loszuwerden, hat Manning lieber Schmerzen, weil er sich nur von einem speziellen Arzt behandeln lassen will.
Manning sagte aber nicht, daß er am Trainingslagers der Colts nicht teilnehmen würde, wenn die Aussperrung endlich beendet wäre.
Dann würde er zuerst zum Teamarzt gehen und seinen Anweisungen folgen.
Wenn der Nacken bis dahin nicht dauerhaft geschädigt ist, durch seine Dummheit.

Die Redskins wollen Albert Haynesworth loswerden.
Defensive Coordinator Jim Haslett hat den Einhundertmillionendollarmann letzten Monat als faule Socke bezeichnet, der auf dem Platz alles könne, was er solle, der aber einfach nicht wolle.
Allerdings würde man Haynesworth, der in den letzten beiden Saisons über 32 Millionen Dollar bei den Redskins abkassierte, nicht für lau gehen lassen.
Ihn zu entlassen und dann zuzusehen, wie er bei einem anderen Team unterschreibt und weiter kassiert, wäre nicht im Sinne des Clubs.
Vielmehr wolle man versuchen für ihn noch zumindest eine Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der nächsten Draft herauszuholen.
Die Eagles sollen ein möglicher Interessent sein. Sie heuerten Jim Washburn als Defensive Line Coach an, der schon bei den Titans mit Haynesworth gearbeitet hat und mit ihm klarkam.

Am gestrigen Freitag hat das Berufungsgericht entschieden, daß die Aussperrung bestehen bleibt, bis die Richter zu einem Urteil in dem Fall gekommen sind, oder die Tarifgegner sich geeinigt haben.
John Hancock jr., ein Anwalt aus Detroit, der auf Tarifstreitigkeiten spezialisiert ist, hat sich die bestehenden Verträge und Gerichtsbeschlüsse genau angesehen und ist der Meinung, daß die Teams durchaus Verträge mit freien Agenten und Rookies abschließen dürfen, trotz der Aussperrung. Nur bezahlen dürften sie die Spieler nicht.
Ausgesperrt sind für ihn nur die Spieler, die vor der Aussperrung unter Vertrag standen. Wenn sie jemanden neu einstellen wollten, wie einen Rookie, könnten sie momentan mit ihm aushandeln, was immer sie wollten. Rookies wären von den strittigen Tarifverhandlungen nicht betroffen.
Die Teams jedoch wollen keine Risiken eingehen und halten sich von solchen Experimenten fern.

08. Juli 2011

Kurzberichte
Das war`s, sagte Kerry Collins (Bild).
Der Quarterback der Titans hat offiziell seinen Rücktritt vom Football bekanntgegeben.
Collins war seit 2006 der Retter in der Not für Tennessee. Zwar wurde ihm Vince Young als Starter vor die Nase gesetzt, aber da der es nicht wirklich brachte, sprang Collins immer wieder für ihn ein und bewahrte das Team vor dem Schlimmsten.
Young steht kurz davor gefeuert zu werden, und Rookie Jake Locker ist noch nicht soweit, das Team zu übernehmen.
Erst im Juni hatte Collins noch gesagt, daß er noch eine Menge Football in sich hätte und nicht so bald in den Ruhestand treten würde. Er versicherte den Titans, daß er weitermachen würde.
Jetzt der Rücktritt des 38-jährigen. Damit brachte er sein Team in eine schlimme Situation. Ist das die Chance für Vince Young, im Team zu bleiben?
Collins wurde 1995 von den Panthers einberufen und spielte außer in Tennessee und Carolina noch bei den Saints, den Giants und den Raiders. Seine NFL Bilanz weist 40.441 Yards auf, 206 Touchdowns und 195 Interceptions.

Am Mittwoch verstarb John Mackey im Alter von 69 Jahren.
Mackey war von 1963 bis 1971 Tight End der Baltimore Colts und 1972 eine Saison bei den Chargers . Er prägte die Position, wie kein anderer vor ihm.
Doch auch nach seiner aktiven Karriere blieb er nicht untätig. Von 1969 bis 1973 war er der Präsident der NFL Spielervereinigung. Nach dieser Zeit setzte er sich für die Spieler im Ruhestand ein und holte für sie wesentliche Verbesserungen heraus.
Mackey wurde 1992 in die Hall of Fame aufgenommen, als zweiter Tight End nach Mike Ditka, der 1988 aufgenommen wurde.
Daß er erst 20 Jahre nach dem Ende seiner Karriere in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde, ist wohl seiner erfolgreichen Arbeit für die Gewerkschaft geschuldet. Da verstehen die Verantwortlichen der Liga überhaupt keinen Spaß.
Mackey litt seit vielen Jahren an Demenz und wurde am Mittwoch von seinen Leiden erlöst.

7. Juli 2011

Kurzberichte
Terrell Owens (Bild) hat eine großartige Idee für eine Sitcom.
Der Star der Serie?
T.O. natürlich!
Falls es mit seiner Footballkarriere nach seiner Knieoperation doch nicht mehr weitergeht, will Owens für seine Zukunft sorgen.
In der Sitcom, mit dem Namen 8&1, nach seiner Trikotnummer, will er den alternden NFL Star Terrell O`Neal spielen, der sein Haus mit seiner Mutter, seinem besten Freund, zwei Müttern seiner Kinder und vier Kindern teilt. Seine echten Kinder und deren Mütter sollen Rollen übernehmen.
Die Serie soll sich an seinem realen Leben orientieren. T.O. hat vier Kinder mit drei verschiedenen Frauen.
In der Serie möchte er beweisen, was für ein toller Schauspieler er ist.
Wenn er Chad 85 noch mitspielen lässt, könnte er die Serie ja One and a half Receiver nennen.

Vor einigen Jahren sorgte ein kanadischer Sportarzt für Aufsehen, der vielen Sportlern in den USA verbotene Substanzen besorgte und verabreichte.
Dieser Arzt, Dr. Anthony Galea, hatte auch einige NFL Spieler unter seinen Kunden.
Auch Golflegende Tiger Woods hat von ihm das verbotene menschliche Wachstumshormon (HGH) gespritzt bekommen.
Am Mittwoch bekannte der Arzt sich vor einem Gericht in Buffalo, New York, für schuldig.
Durch dieses Schuldbekenntnis kann er vermeiden, in einem Prozess die Namen all seiner Kunden offenlegen zu müssen.

Nur Stunden, nachdem die Packers ihre Super Bowl Ringe erhalten hatten, wurde die Polizei zum Haus von Cornerback Brandon Underwood gerufen. Er wollte nicht, daß seine Frau ihre Halskette trug, die die Spielerfrauen bei der Zeremonie erhalten hatten.
Deshalb stieß er seine Frau zu Boden und riss ihr die Kette vom Hals.
Am Mittwoch war die Anklageerhebung und Brandie Underwood erklärte vor Gericht, daß alles wohl nur ein großes Mißverständnis war. Der ganze Vorfall wäre furchtbar aufgebauscht worden.
Gegen eine Zahlung von $1.000 kam Brandon Underwood frei und das Ehepaar verließ gemeinsam das Gericht.
Die beiden sind seit fünf Jahren verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder.
Bereits im Juni 2010 wurde Underwood von zwei Frauen aus Lake Delton, Wisconsin angezeigt, weil er sie sexuell belästigt hätte. Underwood zahlte eine Strafe von $379 und das war`s.

6. Juli 2011

Kurzberichte
Ndamukong Suh (Bild), Defensive Tackle der Lions und frischgekürter Rookie des Jahres genießt die mentale Auszeit, die ihm die Aussperrung bietet.
Für ihn wäre Football vor allem ein geistig anstrengender Sport. Der Körper würde sich bei ihm schneller nach einem Spiel regenerieren, als sein Gehirn, sagte er.
Sie alle wären körperlich gut geölte Maschinen, sonst würden sie den Sport nicht ausüben können. Wenn man aber mental nicht voll dabei wäre und sich nicht konzentrieren könne, würde man es auch körperlich nicht schaffen. Das würde letztlich die sehr guten Spieler von den guten unterscheiden.
Deshalb gehört er zu den Spielern, die nicht traurig über die verlängerten Ferien sind.

Geht es bei den Tarifverhandlungen schon in die letzten Details?
Am Dienstag trafen sich nur die an den Verhandlungen beteiligten Anwälte um getroffene Vereinbarungen wasserdicht zu formulieren.
Auf die Frage an den Vertreter der Spieler, DeMaurice Smith, was denn das bedeute, antwortete der, daß dort wichtige Hausaufgaben gemacht würden.
Wenn alles so gut weiterlaufen würde, wie in den letzten Tagen, dann würden die Verhandlungsgegner glatt auf ihr nächstes freies Wochenende verzichten und weiterverhandeln.
Dabei werden unter einigen Beteiligten leise Zweifel an den Anwälten geäußert. Ob man sich da nicht den Wolf im Schafspelz ins Boot geholt hätte, fragt man sich.
Mancher an den Verhandlungen Beteiligte hat den Eindruck, daß einige Anwälte die Verhandlungen torpedieren, weil ein Gerichtsurteil nach einem langen Prozess ihnen einige Milliarden in die Kassen spülen würde. Sogar Beteiligungen an einzelnen NFL Teams sollen im Gespräch sein. Eine Einigung auf dem Verhandlungsweg würde ihnen etliche Millionen weniger einbringen.
Und daran könnte durchaus etwas sein, denn viele Anwälte sind wie Aasgeier, die nur an ihre Gewinne denken und denen alles andere egal ist.
Ihnen geht es am Arsch vorbei, ob Millionen Fans Football zu sehen bekommen, solange sie ihre Konten um Milliarden Dollar aufpolstern können.
Hoffen wir, daß es nicht so ist.

5. Juli 2011

Kurzberichte
Die nicht mehr aktiven NFL Spieler fühlen sich von den Verhandlungsgegnern der Tarifverhandlung übergangen. Sie legten eine Beschwerde dagegen ein, daß keine Repräsentanten der Ruheständler an den Verhandlungen teilnehmen dürfen.
Die aktiven Spieler würden nicht in ihrem Namen verhandeln. Diese würden nur versuchen, ihre Einnahmen in die Höhe zu schrauben, und das auf Kosten der Pensionäre.
Die NFL habe einen Finanzplan vorgelegt, der die Pensionen für die ehemaligen Spieler erhöht und ihnen eine bessere gesundheitliche Versorgung garantiert. DeMaurice Smith, der Verhandlungsführer für die aktiven Spieler, dagegen lehnt diesen Plan ab. Er will alle Einnahmen nur an die aktiven Spieler verteilen und deren Gewinne maximieren.
Die Ruheständler wandten sich an Richterin Susan Richard Nelson, die den Fall Tom Brady und andere gegen die NFL verhandelte und legten Beschwerde gegen ihren Ausschluß an den Verhandlungen ein.
Inwieweit diese Beschwerde Auswirkung auf die Tarifverhandlungen hat, und den Start der Saison verzögern könnte, wird man sehen.

Es kann nur einen geben...
und das ist: TOM BRADY!
Die Spieler der NFL selber haben ihren Besten gesucht und das NFL Network machte eine zehnwöchige Angelegenheit aus dieser Wahl.
Die Nr. 1 der Top 100 Spieler 2011 (wobei die Saison 2011 ja erst noch stattfinden soll) ist der Quarterback der Patriots.
Auf Platz zwei landete Colts Quarterback Peyton Manning.
Als Brady die Nachricht überbracht wurde, daß er der beste Spieler 2011 ist, sagte er sofort, daß für ihn Manning die Nr. 1 sei.
Platz drei ging an Vikings Running Back Adrian Peterson und Platz vier und fünf an zwei Raben, Linebacker Ray Lewis und Safety Ed Reed.

4. Juli 2011

Kurzberichte
.Mein Mandant gilt solange als Unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist,. argumentiert der Anwalt von Aqib Talib (Bild). Deshalb, so fuhr er fort, solle der Cornerback der Buccaneers die Saison 2011, so diese stattfindet, ohne Einschränkungen spielen dürfen.
Der Gerichtstermin gegen Talib ist für März 2012 angesetzt. Er ist angeklagt, mit einer tödlichen Waffe auf den Freund seiner Schwester geschossen zu haben.
Bis dahin, so sein Anwalt, habe sein Mandant gefälligst als unschuldig zu gelten und müsse seiner Arbeit nachgehen können.

Ohne den Superdome wäre es den Einwohnern von New Orleans nach dem verheerenden Hurrikan 2005 noch schlechter gegangen. Er bot Zehntausenden Zuflucht und funktionierende sanitäre Anlagen, doch wurde er selber auch schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Sechs Jahre hat es gedauert, 336 Millionen Dollar hat es gekostet den Superdome nach Katrina wieder herzurichten. Da man sowieso gerade dabei war, hat man das alte, hässliche Betonzelt auch gleich verschönert.
Von Außen sieht der Superdome nicht mehr aus, wie ein Beton-UFO, das Außerirdische falsch geparkt haben. Im Laufe der Jahre blätterte die ursprüngliche Farbe ab und das Gebäude wurde immer grauer. Heute glänzt es wieder in Champagne, so wie es 1978 aussah, als es Gastgeber seines erstenSuper Bowls war.
Auch innen hat sich viel getan. Neue Luxussuiten wurden eingebaut und neue Badezimmer. Die Zahl der Verkaufsflächen wurde erweitert und das gesamte akustische und visuelle Equipment wurde auf den neuesten technischen Stand gebracht.
Alle Sitze wurden ausgetauscht und im zweiten Stock wurden vier große Club Lounges eingebaut, die große Fenster nach außen mit Blick auf die Stadt haben.
Innerhalb des Domes wurde praktisch ein ganz neues Stadion gebaut, in dem 2013 ein weiterer Super Bowl stattfinden wird.

Eli Manning war mal Quarterback der Chargers und hat mittlerweile einen Super Bowl gewonnen, mit den Giants. Drew Brees war mal Quarterback der Chargers und hat mittlerweile einen Super Bowl gewonnen, mit New Orleans.
Philip Rivers ist der amtierende Quarterback der Chargers und hat noch nichts gewonnen.
Dennoch bewertet Chargers General Manager A.J. Smith sie Tauschgeschäfte, die er 2004 mit den Spielern tätigte, positiv.
Damals hatten sie die erste Wahl in der Draft und nahmen Eli Manning. Der hatte jedoch vorher schon gesagt, daß er für die Chargers auf keinen Fall spielen wolle. Dennoch entschied Smith sich dafür, Manning einzuberufen, denn er wäre ein Goldbarren gewesen, den man nicht hätte verschwenden dürfen.
Die Chargers wussten, daß auch die Giants Manning wollten, und als die an vierter Stelle Philip Rivers einberiefen, wurde ein Tauschhandel beschlossen.
Manning ging nach New York, Rivers kam nach San Diego. Drew Brees, der noch der Starter für die Chargers war, als Rivers kam, wurde an die Saints abgegeben.
Damit gaben die Chargers zwei Super Bowl Quarterbacks ab. Allerdings erhielten sie aus dem Tauschgeschäft noch Kicker Nate Kaeding, Linebacker Shawne Merriman und Left Tackle Roman Oben. Kein schlechter Handel also.
Rivers beendete 2010 seine dritte Saison in Folge mit über 4.000 Passyards. Er ist der einzige Quarterback in den letzten drei Jahren mit einer Passerwertung von jeweils über 100 Punkten.
Deshalb hat General Manager Smith immer noch die Hoffnung, daß auch Rivers bald zu den Quarterbacks gehört, die einen Super Bowl gewonnen haben werden. So wie Eli Manning, der 45 Minuten lang ein Charger war und Drew Brees, der in New Orleans die Fans glücklich macht.

3. Juli 2011

Kurzberichte
Jim Mora meint, einen Weg gefunden zu haben, wie man die Tarifverhandlungen zu einem Abschluss bringen könnte. Er glaubt, daß, wenn man die Spieler und die Besitzer in einem Militärlager am Persischen Golf zusammenbringen würde, umgeben von feindlichen Todesschützen, dann würden sich die Perspektiven verschieben.
Mora und einige andere Trainer und Ex-Trainer sind auf einer der regelmäßigen Touren, bei denen die Truppen der USA in Kriegsgebieten besucht werden.
Direkt bei der ersten Station ihrer Rundreise wurden sie von .beendet die Aussperrung. Rufen empfangen. 990 von 1.000 Fragen, die ihnen gestellt würden, drehten sich um die Aussperrung.
Wenn den Verhandlungsgegnern die Kugeln um die Ohren fliegen würden, dann wäre ein neuer Vertrag schon unter Dach und Fach, sagte Mora.
Diese Soldaten, die für einen mageren Sold täglich ihr Leben riskieren würden, wollten ihren Football sehen, während Zuhause in den USA die Millionäre mit den Milliardären um den letzten Cent kämpfen.
Auch wenn sie nachts um drei Uhr aufstehen müssen, um die Spiele ihrer Teams sehen zu können, wäre die NFL ein wichtiger Anker in ihrem Leben.
Sie wären so dankbar für die Abwechslung, die ihnen die NFL bietet, dabei müsste es doch genau andersherum sein. Jeder einzelne Spieler der Liga müsste sich bei den Soldaten bedanken, für den Job, den sie machen.

Maurice Jones-Drew hat seine Reha fast beendet.
Dennoch, so sagte der Running Back der Jaguars, hätte er immer noch Schmerzen in dem operierten Knie.
Jones-Drew spielte den größten Teil der Saison mit Schmerzen. Dennoch erzielte er 1.324 Yards und 5 Touchdowns und wurde in den Pro Bowl gewählt.
Im Januar wurde er an einem gerissenen Meniskus operiert. Ob er bis zum Beginn des Trainingscamps wieder vollständig einsatzbereit ist, steht noch nicht fest.

Michael Vick ist zurück bei NIKE.
Der Quarterback der Eagles war von 2001 bis 2007 bereits Werbepartner des Sportartikelherstellers. Als jedoch die Anklage gegen Vick, wegen Tierquälerei und der Veranstaltung verbotener Hundekämpfe kam, kündigte NIKE den Vertrag.
Michael Vick habe im letzten Jahr bewiesen, daß er als geläuterter Mensch aus seiner Haftstrafe herausgekommen wäre. Dies, und seine Leistungen auf dem Platz, würden ihn zu einem hervorragenden Repräsentanten der Firma machen, sagte deren Sprecher.
Sein Trikot gehörte zu den sechs meistverkauften Trikots im letzten Jahr. Da fiel es NIKE wohl leicht, etwas zu tun, was es noch nie vorher im Werbegeschäft gegeben hat. Zum ersten Mal hat eine Firma, die einen Werberepräsentanten zuvor gefeuert hatte, ihn erneut unter Vertrag genommen.
Über die Modalitäten des Vertrags wurde nichts bekanntgegeben.

01. 07. 2011

Kurzberichte
Twitter produziert Feiglinge. Über dieses Medium kann man aus dem Hinterhalt alle kruden Gedanken verbreiten, die einem gerade so durch den Kopf gehen.
Das wird LeSean McCoy (Bild) noch viel Spaß bereiten.
Der Running Back der Eagles zwitscherte letzte Woche, daß Giants Defensive Lineman Osi Umenyiora keine Gehaltserhöhung zusteht, weil er sie ganz einfach nicht wert wäre.
Umenyiora nahm das sehr persönlich und freut sich schon auf die nächsten Spiele gegen Philadelphia.
Doch auch Justin Tuck hat sich ein persönliches Fadenkreuz auf die Stirn McCoys projiziert. Er und der Rest der Giants Verteidigung.
Sie werden McCoy eine Sonderbehandlung zukommen lassen, wenn sie sich das nächste Mal sehen.
Für Tuck ist es deshalb eine große Sache, weil McCoy Twitter benutzt hat, um Umenyiora zu kritisieren. Er glaubt, daß diese .Sozialen Medien. die Leute zu Feiglingen machen. Wo er herkomme, würde man einen Zwist von Angesicht zu Angesicht austragen. Heute verstecken sich die Leute hinter ihren Computern und Smartfones um ihren Mist abzusondern.
Aber, so sagte er weiter, man würde das ja demnächst auf dem Platz bereinigen.

Über die Tarifverhandlungen des gestrigen Donnerstag gehen die Meinungen weit auseinander. Das fängt schon bei der Dauer der Verhandlungen an. Einige amerikanische Tageszeitungen sprechen von 15 Stunden, andere von 16 Stunden.
Einig ist man sich darüber, daß die Verhandlungen am Freitagmorgen um 8 Uhr weitergehen.
Ansonsten sehen einige Teilnehmer der Runde die Fortschritte, die gemacht wurden, andere die Rückschritte. Einer formulierte es so, daß für zwei Schritte vorwärts, einer zurückgegangen wurde.
ESPN will von einem großen Rückschritt erfahren haben. Laut dem Sender haben die Teambesitzer ihre Zusage, die Spieler an 48% aller Einnahmen zu beteiligen, wieder zurückgezogen.
Das wäre in der Tat ein massiver Rückschritt.

30. 06. 2011

Wo bleibt der Schotter?
Gerüchte sagen, daß die Tarifverhandlungen schon vor zwei oder drei Wochen hätten beendet werden können.
Es sei nur der Sturheit einiger Teambesitzer zu verdanken, daß es noch nicht so weit ist. Sie würden jede Zahl die auf den Tisch kommt doppelt und dreifach hinterfragen und damit eine Einigung herauszögern.
Derweil zeigten sich Commissioner Roger Goodell und der Vorsitzende der aufgelösten Spielergewerkschaft DeMaurice Smith gemeinsam beim Rookiesymposium vor 155 Frischlingen, die sehnlichst darauf warten, endlich die dicken Schecks kassieren zu können.
Die Jungs, die teilweise wieder bei den Eltern wohnen, und sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten, wollten natürlich wissen, wann sie endlich ihre Millionen bekommen und die dicken Autos, Villen und Klunker bestellen können?
Smith und Goodell beantworteten die Fragen so gut sie durften, da sie immer noch der vom Gericht auferlegten Verpflichtung zum Schweigen unterliegen.
Goodell kramte dann zum Abschluß noch etwas aus der Phrasenkiste und sagte: .Wir haben die Verhandlungen kurz unterbrochen, weil wir fühlten, daß es wichtig war, zu den Spielern zu fliegen. Wir beide haben großen Respekt vor den Spielern und das waren einige wichtige Tage..
Ob solch ein hohler Spruch den Spielern wirklich etwas gebracht hat?
Hätte er gesagt, .Wasser ist nass,. hätte das den Spielern genausoviel gebracht.
Die Rookie brauchen Geld, keine dämlichen Sprüche. Anthony Castonzo erledigt z.B. für das Restaurant seiner Eltern die Lieferungen, und Aaron Williams arbeitet auf einer Ranch und stemmt Heuballen und repariert Weidezäune.
Marcell Dareus, den die Bills als dritten Spieler in der Draft einberiefen, brachte es auf den Punkt: .Du kommst aus dem College mit dem Plan, das dicke Geld zu machen und alles liegt auf der Wartebank. Das nervt..
Sie alle wollen endlich ihre Millionen, keine Sprüche mehr.

Kurzberichte
Hat Terrell Owens Geldsorgen?
Der Wide Receiver der Bengals hat für den Juni 2011 den Unterhalt von $5.000 für sein Kind nicht an dessen Mutter überwiesen.
Die Finanzberater TOs haben den Anwälten der Mutter mitgeteilt, daß er sich entschlossen hat nicht weiter den vollen Unterhalt zu zahlen.
Melanie Paige Smith, die Mutter, zeigte sich erstaunt, daß Owens einfach so von sich heraus diesen Schritt getan hat, ohne sich mit ihr oder den Anwälten abzusprechen.
Sie hat Owens angezeigt und besteht darauf, weiterhin den vollen Unterhalt zu bekommen.

.Sie haben mir hier nie wirklich eine Chance gegeben,. ist sich Tarvaris Jackson sicher.
Der Quarterback der Vikings glaubt, daß es endlich an der Zeit ist weiterzuziehen. Als Ersatzmann möchte er nicht weiter in Minnesota bleiben.
Er wäre aber nicht sauer auf den Club, denn es ginge ja nur ums Geschäft, nichts persönliches.
Jackson wurde auch von den Fans nie richtig akzeptiert. Er kam von einem kleinen College und war ein ungeschliffener Spieler, aus dem man einen Star hätte machen können. Doch vieles wäre nicht zu seinen Gunsten gelaufen, seit er 2006 einberufen wurde.
Als Starter hat er eine Bilanz von 10-11 Siegen und er warf 24 Touchdowns bei 23 Interceptions.
Deshalb stand er nicht ganz zu unrecht hinter Brad Johnson, Gus Frerotte und IHM zurück, Brett Favre.
Jackson ist sich sicher, daß er keine Chance mehr in Minnesota hat, besonders, da die Vikings in der Draft Christian Ponder als 12. Spieler in der ersten Runde aufnahmen.
Aber, so sagte er, es gäbe einige Teams, bei denen er als Starter antreten könnte, und die würden sich nach der Aussperrung schon bei ihm melden.

Wie weit könnten die Lions mit einem gesunden Quarterback kommen?
Zumindest in die Playoffs, sind sich viele Experten sicher.
Aber das ist ja der Knackpunkt. Vom Talent her ist Matthew Stafford ein guter Quarterback, gesundheitlich ist er aber eher ein Vollflop.
Zweimal wurde er seit seiner Einberufung 2009 schwer an der Schulter verletzt, was sehr an das Schicksal von Jets/Dolphins Quarterback Chad Pennington erinnert. Auch er hat viel Talent, aber einen NFL untauglichen Körper.
Stafford hat bewiesen, daß er es kann. Als Rookie warf er in einem Spiel einmal fünf Touchdowns. Doch jemand, der nur in 13 von 32 möglichen Spielen antreten konnte, kann ein Team nicht in die Playoffs führen.
Entweder, Staffords Körper ist den Belastungen des Sports gewachsen, oder die Lions haben in den Mist gegriffen.
Stafford muss lernen, seinen Körper vor den Angriffen der Verteidiger zu schützen. Seine O-Line ist nicht der Schwachpunkt. Die ließ letzte Jahr nur 27 Sacks zu, Platz sechs unter allen 32 Teams.
Doch Stafford muss lernen, sich in der Pocket, oder besser gesagt, aus ihr heraus zu bewegen. Er ist zu unbeweglich und die Pass Rusher haben es zu leicht, an ihn heranzukommen.
Sollte Stafford gesund bleiben, haben die Lions Chancen auf die Playoffs, sollte er wieder verletzt werden...

29. 06. 2011

Kurzberichte
Colin Kaepernick (Bild) nimmt am freiwilligen Training der 49ers teil. Der Rookie Quarterback warf zum ersten Mal seit einer Operation an seinem linken Bein im Mai ein paar Pässe.
Zwar sieht er noch nicht, daß er Alex Smith von seinem Posten verdrängen kann, aber er will der momentanen Nr. 1 der Niners Feuer unterm Hintern machen.
Kaepernick ließ für das Training das Rookiesymposium sausen, das in diesen Tagen von der Spielergewerkschaft abgehalten wird.
Das Symposium der NFL musste gestrichen werden, weil die Liga nicht in Kontakt mit den Spielern kommen darf, während der Aussperrung. Trotzdem unterbrach Commissioner Roger Goodell zusammen mit seinem Gegner DeMaurice Smith die Tarifverhandlungen, um zu dem Symposium zu fliegen. Beide haben vor, vor den Rookies eine Rede zu halten.

Aqib Talib erschien am Dienstag zu einem freiwilligen Training der Buccaneers.
Der Cornerback steht unter Anklage, mit einer tödlichen Waffe auf den Freund seiner Schwester geschossen zu haben.
Der Anwalt Talibs glaubt, daß der Prozess sich bis nach der Saison 2011 hinziehen wird, wenn nicht vorher ein Handel zwischen den beteiligten Parteien erzielt wird.
Es gilt als sicher, daß die Buccaneers den Cornerback nicht feuern werden, weil er zu den wichtigen Spielern im Team gehört. 2010 hatte er 50 Tackles, 11 abgewehrte Pässe und fing sechs Pässe ab.
Dessen ungeachtet wird die Liga Talib mit Sicherheit für einige Spiele suspendieren. Anschläge mit tödlichen Waffen auf Menschen sieht man in der Vorstandsetage der NFL nicht so furchtbar gerne.

28. 06. 2011

Reich und dumm
Er habe das schon zu oft gesehen, sagte Joe Gibbs in einem Interview. Man verhandelt mit einem Spieler und während der Verhandlung dämmert es einem und man fragt, .bist Du in finanziellen Schwierigkeiten?.
Das würde wieder und wieder passieren.
Deshalb hat der ehemalige Redskins Coach, der das Team zu allen drei Super Bowl Siegen führte, den Entschluß gefasst, die Spieler zu beraten.
Zusammen mit einem Sponsor seines NASCAR Teams möchte er den Spielern helfen, die richtigen finanziellen Entscheidungen zu treffen.
Auf dem Rookiesymposium, das in diesen Tagen von der Spielergewerkschaft veranstaltet wird, wird er den Frischlingen einen Vortrag halten.
Doch auch ältere Spieler sollen von seinem Engagement profitieren.
Luther Ellis, der zusammen mit dem Hall of Fame Coach vor den Frischlingen auftritt, hätte solch eine Hilfe bitter nötig gehabt.
Ellis wurde in der ersten Runde der Draft 1995 von den Lions einberufen. Während seiner zehn Jahre dauernden Karriere verdiente er .so was um die 20 Millionen., sagte er.
Letztes Jahr gab er eine Bankrotterklärung ab, weil viele seiner Investitionen Rohrkrepierer waren.
Innerhalb von drei Jahren nach diesem Schritt, sei man gebrochen, obdachlos und geschieden, sagte er vor den Rookies. Klar, man denkt immer, mich trifft das nicht, aber es könne jeden treffen.
Ellis konnte zu keinem Berater, der aus seinen Millionen Multimillionen machen wollte, nein sagen.
Der 38-jährige hat all sein Geld verloren, seine zwei Häuser, aber seine Frau, die er vor 17 Jahren heiratete, und seine 11 Kinder sind noch bei ihm. Die Ellisses haben fünf eigene Kinder und sechs adoptierte.
Joe Gibbs möchte helfen, daß Spieler erst gar nicht in diese Situation kommen. Deshalb wird er durch die Trainingslager der Teams touren, und seine Vorträge halten.
Luther Elliss ist derweil wieder an seiner University of Utah gelandet, wo er die Defensive Linemen trainiert und versucht, seinen Abschluss nachzuholen.

Kurzberichte
Albert Bree, Korrespondent des NFL Networks, wurde von einem an den Tarifverhandlungen teilnehmenden Teambesitzer zugetragen, daß der Verlauf der Verhandlungen überhaupt keinen Grund zum Optimismus liefert.
Letzte Woche äußerten sich ja nicht nur NFL Chef Goodell und Spielervertreter Smith recht optimistisch vor den Kameras. Die anonyme Quelle jedoch versteht das nicht. Es wären noch viele Hürden zu überwinden. Das Ende der Verhandlungen wäre überhaupt noch nicht in Sichtweite.
Ganz im Gegenteil, in der letzten Woche wäre nicht viel Fortschritt erzielt worden.
Texans Linebacker DeMeco Ryans, der von einem Spielerverteter über den Verlauf der Verhandlungen informiert wurde, sagte, daß es nicht darauf ankomme, einen schnellen Abschluss zu erzielen, sondern einen fairen. Erst wenn ein fairer Vertrag ausgehandelt ist, wird er unterschrieben, Dabei spielt es keine Rolle, wann es soweit ist.

Shelley Anne David zeigte Titans Wide Receiver Damian Williams an. Er sollte sie Anfang des Monats angegriffen und geschlagen haben, führte sie in ihrer Klage an.
Dann wandte sie sich an den Wide Receiver und sagte ihm, daß sie die Klage gegen eine Zahlung von $5.000 zurücknehmen würde.
Williams schaltete die Polizei ein und ließ sich auf die Erpressung ein.
Bei der Geldübergabe wurde die Frau verhaftet.
Die Anzeige gegen den Wide Receiver wurde eingestampft und jetzt hat Mrs. David eine Klage am Hals.

Seid Ihr bereit für noch mehr Football?
Ja?
Dann freut Euch auf 2013. Ab dann soll es jeden Donnerstag ein Spiel geben. Bisher gibt es zum Saisonbeginn ein Spiel am Donnerstag und ab Woche 10 überträgt dann das NFL Network jeden Donnerstag ein Spiel.
Das lässt die Wochen 2-9 ohne Thursday Night Football.
In den Tarifverhandlungen sollen sich beide Seiten darauf geeinigt haben, jede Woche ein Thursday Night Spiel anzusetzen.
Die TV Gesellschaften Comcast (Versus) und Turner (TBS) sollen Interesse haben, diese Spiele zu zeigen. Das soll weitere $700 Millionen in die Kasse der NFL spülen. Es ist so etwas wie ein Kompromiss zwischen der NFL und den Spielervertretern. Die NFL möchte unbedingt die Saison auf 18 Spiele ausweiten, die Spieler sind vehement dagegen. Mit diesem Wunsch wird sich die NFL in den laufenden Tarifverhandlungen mit Sicherheit nicht durchsetzen können, weshalb sie den Donnerstagsplan unterbreitete, bringt er doch auch ein nettes zusätzliches Sümmchen ein.

27. 06. 2011

Kurzberichte
Terrell Owens musste an einem Kreuzbandriss im Knie operiert werden.
Der Wide Receiver der Bengals, der nach der Aussperrung zu den freien Agenten gehört, hat eine wenigstens sechsmonatige Reha vor sich.
Frühestens im November wäre der mittlerweile 37-jährige wieder einsatzbereit, was seine Chancen darauf, einen neuen Arbeitgeber für die Saison 2011 zu finden, auf unter Null minimiert.

Peyton Hillis soll das Cover des Computerspiels Madden 12 zieren.
Diese neuerworbene Aufmerksamkeit soll sich aber nicht auf die Arbeitseinstellung des Cleveland Browns Running Backs auswirken.
Hillis ist ein hart arbeitender Spieler, der auch während der Aussperrung nicht untätig herumsitzt und darauf wartet, etwas tun zu müssen.
Zuletzt wurde er gesehen, als er eine Truck durch die Nachbarschaft zog, der an einem Seil, das um seine Brust gebunden war, hing.
An manchen Tagen lässt er es etwas ruhiger angehen und zieht nur normale Autos hinter sich her.
Hillis schwört auf diese Methode, die er schon länger nutzt, um sich in die Form zu bringen, die ihm half, letztes Jahr zu einem auffälligen Spieler zu werden, den vorher niemand beachtet hat.
Der Running Back lief letztes Jahr für 1.177 Yards und 11 Touchdowns und absolvierte die letzten drei Spiele mit einer gebrochenen Rippe, die das Atmen zur Qual machte.
Woran er außer seiner Kraft noch arbeitet ist die Ballsicherung. Acht mal wurde ihm 2010 der Ball aus der Hand geschlagen, und das will er abstellen.

.Lass es Tiki., raten ihm zwei ehemalige Spielerkollegen.
Nach vier Jahren im Ruhestand, will Tiki Barber wieder spielen. Der Ex- Running Back der Giants sagte, daß er den Football braucht, um aus seiner Depression herauszukommen.
Dem Widersprach Warren Sapp. Der ehemalige Defensive Tackle, der lange Jahre mit Tikis Zwillingsbruder Ronde Barber zusammen bei den Buccaneers spielte, ist der Meinung, daß ein Spieler, der zehn Jahre in der NFL spielte und danach vier Jahre nicht mehr aktiv war, keine Chance hat, es noch mal in dieser harten Liga zu schaffen. Die Depression dürfte noch schlimmer werden.
So sieht es auch Michael Strahan. Der ehemalige Defensive End der Giants gibt Sapp zu hundert Prozent recht.
Außerdem habe Tiki Barber sich selbst ins Abseits gestellt, als er nach seiner Footballkarriere zu NBC ging und dort als erstes auf seinen ehemaligen Head Coach Tom Coughlin und seinen Quarterback Eli Manning einschlug.
Immerhin habe Coughlin Barber beigebracht, wie man den Ball festhält, denn Barber litt an chronischem Ballverlust, und sein Quarterback wäre noch sehr jung gewesen und hätte erst noch lernen müssen.
Sowohl Strahan als auch Sapp geben einem Comebackversuch Barbers keine Chance.

26. 06. 2011

Muss Big Ben unters Messer?
Ben Roethlisberger muss sehr wahrscheinlich am rechten Fuß operiert werden.
Der Steelers Quarterback brach sich den Fuß im Spiel gegen Buffalo im November, und er behinderte ihn auf dem Weg zum Super Bowl.
Den Rest der Saison bestritt er mit einer speziellen Schuheinlage und zwei Metallplatten, die den Bruch zusammenhielten. Er verpasste deswegen keinen Spielzug.
Nach der Saison hatte er von seinen Ärzten gesagt bekommen, daß er den Fuß sofort operieren lassen könnte, er könnte aber auch versuchen, ihn nicht zu belasten und so heilen zu lassen.
Obwohl die Aussperrung geholfen habe, den Fuß ruhig zu halten, glaubt Big Ben nicht, daß es ohne Operation abgehen könnte. Die Verletzung behindert ihn auch heute noch zu sehr.

25. 06. 2011

Kurzberichte
Brian Urlacher (Bild) fände es nicht schlecht, wenn die Aussperrung bis in den August gehen würde.
Der Linebacker der Bears würde es begrüßen, wenn die Aussperrung frühestens am 2. August enden würde. Dann nämlich würde das Spiel in London abgesagt werden, auf das Urlacher sich überhaupt nicht freut.
.Ich verstehe nicht, warum sie uns das antun?. sagte er ESPN. .Ich bin nicht gerade begeistert davon, nach London zu fliegen, das sage ich Ihnen..
Sollte das Spiel gegen die in London abgesagt werden, wird es in Tampa Bay ausgetragen, was einige tausend Flugkilometer spart.

Die Buffalo Bills haben das Aussehen ihrer Uniformen geändert.
Nicht, daß man das sofort merken würde, wenn man diesem Team nicht ständig folgt. Allerdings am Helm fällt es einem dann doch auf, der ist jetzt nicht mehr rot, sondern weiß.
Die Jerseys sind aus einem Material, das 20-30% leichter ist, als bisher.
Ob die Bills damit endlich zu ein paar Siegen galoppieren werden?

Greg Little wurde in der letzten Draft von den Browns einberufen, und er kann das Geld sofort sehr gut brauchen.
Die Aufsicht der NCAA untersucht einige Teams auf irreguläre Aktivitäten und stieß dabei auf 317 unbezahlte Strafzettel, die die University of North Carolina unter Verschluß hielt.
93 dieser Strafzettel wurden auf Little ausgestellt, für verschiedene Autos mit neun verschiedenen Nummernschildern.
Die Universität hielt weiterhin 395 Vorladungen gegen ihre Studenten unter Verschluß, die sich zwischen März 2007 bis August 2010 auf $13.000 summierten.
Die Uni muss jetzt mit drastischen Strafen durch die National Collegiate Athletic Association rechnen.

David Vobora gewann einen Rechtsstreit gegen einen Arzneimittelhersteller, der ein Präparat verkaufte, in dem verbotene Substanzen nicht angegeben waren.
Der Linebacker der Rams bekam $5,4 Millionen an Wiedergutmachung zugesprochen.
Was ihn am meisten geschmerzt hat war, daß er, nachdem die Liga ihn positiv auf verbotene Substanzen getestet hatte, so lange als Schuldig galt, bis er seine Unschuld bewiesen hatte.
Doch das ist heutzutage ja der Normalfall, ob vor der NFL oder vor Gericht.
Vobora, der Mr. Irrelevant aus der Draft 2008, kämpft jetzt dafür, daß sein Name auch von der NFL reingewaschen wird und der negative Drogentest aus seinen Unterlagen gelöscht wird.

24. 06. 2011

Kurzberichte
Nicht nur einmal wurde Chris Johnson (Bild) als wertvollster Spieler der Titans bezeichnet.
Aus diesem Grund hat der Running Back vor, nach der Aussperrung seine Freizeit noch ein wenig durch einen Streik zu verlängern.
Johnson, der letztes Jahr über 1.300 Yards lief, soll 2011 nur $800.000 verdienen. Er selber denkt da eher an $5 Millionen, was für einen Mann seiner Qualitäten nicht übertrieben ist.
Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, will er solange in den Ausstand treten, bis die Titans einlenken.

Ed Reed braucht jede Minute der Aussperrung, um wieder einsatzbereit zu werden.
Der Safety der Ravens führte letztes Jahr die Liga mit acht Interceptions an, obwohl er die ersten sechs Spiele wegen einer Hüftverletzung verpasste.
Nach der Saison ließ er sich an der Hüfte operieren und befindet sich noch in der Rehafase.
Mental würde er sich fit fühlen, um sofort wieder in die Schlacht zu ziehen, aber sein Körper will noch nicht so, wie er soll.
Reed hat bereits öfter daran gedacht, in den Ruhestand zu treten, aber es sieht so aus, als würde er 2011 für seine zehnte Saison noch mal antreten.

Am Donnerstag wurde bei den Tarifverhandlungen zum ersten Mal über die Deckelung der Rookiegehälter gesprochen. Eine große Hürde für beide Seiten, aber anscheinend eine überwindbare.
Die größte Hürde, das Mißtrauen der beiden Verhandlungsgegner, wurde bereits überwunden, als die Teambesitzer den Spielern zusagten, sie an ALLEN Einnahmen zu beteiligen. Bei den zu erwartenden Einnahmesprüngen in den nächsten Verhandlungen mit den Fernsehanstalten werden die Spieler demnächst mit Geld zugeschissen.
Eine Überraschung gab es, als nach der Verhandlungsrunde Roger Goodell und DeMaurice Smith gemeinsam vor die Mikrofone traten und sich erfreulich optimistisch über den Verlauf der Verhandlungen äußerten. Ins Detail konnten sie nicht gehen, da sie von Gerichts wegen immer noch zum Stillschweigen gezwungen sind. Im Rahmen dessen, was sie sagen durften, konnte man aber Hoffnung schöpfen.

Die Teambesitzer gehen mittlerweile bereits daran, für die Zeit nach der Aussperrung zu planen. So trugen sie Roger Goodell die Bitte vor, die Kader für die Trainingslager aufstocken zu dürfen. 90 Mann würde man gerne mit ins Camp nehmen.
Sorgen macht man sich nämlich über den Fitneszustand der Spieler. Normalerweise würden die Teams jetzt Minicamps abhalten, um die Spieler auf das eigentliche Trainingslager vorzubereiten.
Da das nicht der Fall ist, hat man Angst, daß die Spieler verletzungsanfälliger sind, noch verletzungsanfälliger, als sonst.
Aus diesem Grund möchte man aus einem größeren Pool schöpfen können, um die zu erwartenden Ausfälle besser kompensieren zu können.
Das käme den vielen Spielern zugute, die nicht in der Draft einberufen wurden, und die noch versuchen wollen, über besonderen Trainingsfleiß ihren Wert unter Beweis zu stellen.

23. 06. 2011

Arbeitskampf
Die Tarifverhandlungen werden fortgesetzt und sollen Anfang, Mitte nächsten Monats zu einem Abschluss kommen. Dann könnte der längste Arbeitskampf in der Geschichte der NFL beendet werden.
Nachdem man sich einige Tage in New York getroffen hatte, traf man sich einige Tage in Chicago und jetzt ist Boston an der Reihe. Man fragt sich, ob es da um die Tarifverhandlungen geht, oder um das Sammeln von Flugmeilen. Egal, solange sie miteinander verhandeln und weiterkommen.
Immerhin werden ja die Stimmen, die sich optimistisch äußern, immer lauter.
Die Teambesitzer und die Spieler sollen sich in folgenden Punkten sehr nahe gekommen sein:
-Die Spieler bekommen 48% aller Einnahmen.
-Der Anteil für die Spieler darf nie unter 46,5 % sinken.
-Die Teams werden verpflichtet annähernd 100% der Gehaltsobergrenze auszugeben.
-Die Rookiegehälter werden Teil des Abkommens sein, hier muss aber noch Feinarbeit geleistet werden.
-Es müssen vier Jahre vergehen, bevor ein Spieler ein .Freier Agent. wird. Die verschiedenen Abstufungen müssen aber noch besprochen werden.
-Die Saison über 18 Spiele bleibt auf dem Tisch, aber nur als Verhandlungssache. Hier wird erstmal nichts entschieden.
-Ab 2014 wird es an allen 16 Spieltagen ein Spiel am Donnerstag geben.
-Den Besitzern werden Sonderkredite gewährt, um neue Stadien bauen zu können.
-Den Ruheständlern wird eine bessere Gesundheitsversorgung zukommen. Bis zum Jahr 2016 werden ihre finanziellen Zuwendungen auf 18 Millionen Dollar verdoppelt.
Tatsächlich..., man ist sich wirklich um einiges nähergekommen.

22. 06. 2011

Kurzberichte
Da man das NFL Network auch hier ganz einfach per Internet abonnieren und sehen kann, interessiert es vielleicht einige, daß dort auch dieses Jahr wieder Spiele aus Kanada zu sehen sind.
Zwei Spiele wird der Sender in jeder Woche übertragen und hat die Option auf weitere Spiele. Die Playoffs und der Grey Cup werden natürlich auch gezeigt.
Los Geht es am 30. Juni mit British Columbia gegen Montreal.

Kenny Britt hat sich wohl vorgenommen, alleine das Sommerloch zu füllen.
Der Wide Receiver der Titans fällt durch seine vielen Verhaftungen auf und am Montag setzte er per Facebook noch einen drauf.
Erst facebookte er, daß er mit der NFL fertig ist und in den Ruhestand tritt, dann nahm er diesen Rücktritt zurück.
Sein erster Eintag lautete: .Ich gehe in den Ruhestand. (Piiiep) Dich Goodell..
Das löste einen Sturm der Entrüstung aus.
Etwa 25 Minuten später schrieb er: .ich habe meine Meinung geändert. Meine Familie ist immer für mich da. Ich habe Fehler gemacht und es tut mir leid ich werde mich ändern und ein besserer Mensch werden und ein Vorbild für all meine jungen Fans. Ich werde die Strafen wie ein Mann akzeptieren. Der Weg beginnt am 11. September in Jacksonville. Ich werde bereit sein..
Britt sagte später, daß beide Statements nicht von ihm wären. Man habe seine Facebookseite gekapert, und er habe nicht vor die NFL zu verlassen.
Weiter betonte er, daß er den allergrößten Respekt vor Roger Goodell habe.
Britt wurde seit dem letzten Oktober fünf mal verhaftet und hat sich um Kopf und Kragen gelogen, aber dieses Mal ist man fast versucht, ihm zu glauben.

Maurice Jones-Drew, oder MJD, spielt gerne für die jaguars, wie er in einem Interview betonte. Er hätte aber nichts dagegen, für das Team in Los Angeles zu spielen.
Allerdings müsste es dann den Namen ändern, sich etwas zulegen, das swingt, meinte er. Der bereits oft ins Gespräch geworfene Name Hollywood Knight, wäre schlecht, das ginge gar nicht. Er müsste Los Angeles als Bestandteil haben, so wie Los Angeles Rams.
Hier hatte er wohl vergessen, daß der Spitzname schon vergeben ist.
MJD kommt aus L.A. und er würde es lieben, wenn es dort endlich wieder ein Team gäbe.
Seine Familie könnte dann mit dem Auto zu seinen Spielen kommen und müsste nicht jedes Mal 2.000 Meilen fliegen.
Seine Jaguars stehen ganz oben auf der Liste der Teams, die für einen Umzug in die Stadt der Engel vorgesehen sind. Er drückt die Daumen, daß es so kommt.

21. 06. 2011

Kurzberichte
Am heutigen Dienstag treffen sich die Besitzer der NFL Teams, um über den Stand der Verhandlungen mit den Spielern zu beraten.
Alle 32 Besitzer werden anwesend sein, um zum ersten Mal seit der Aussperrung ein Treffen abzuhalten, bei dem es nur um den Tarifstreit geht.
Mittlerweile macht sich bei allen Beteiligten Optimismus breit. Man rechnet schon damit, daß die Trainingslager nächsten Monat pünktlich beginnen werden.
Jim Irsay, Besitzer der Colts, sagte, daß man bis zum 4. Juli eine Einigung erzielt haben müsste, um die Camps pünktlich beginnen zu lassen.
In einigen Punkten, so heißt es, habe man sich schon einigen können. Einige Teambesitzer sind noch nicht zufrieden, mit den Rookiegehältern. Hier wäre momentan noch viel zu tun.

Broncos Defensive End Jason Hunter bekam einen Stich, und zwar von seiner Freundin mit einem Küchenmesser in die linke obere Brust.
Auslöser soll ein Streit um Handys gewesen sein.
Hunter erzählte der Polizei, daß die Frau mit dem Messer vor ihm herumgefuchtelt hätte, bevor sie es, aus Versehen, nach ihm geworfen habe.
Hunter wurde sofort operiert und wird keine bleibenden Schäden zurückbehalten.
Seine Freundin wurde verhaftet, aber kurz darauf wieder freigelassen. Ob gegen sie Anklage erhoben wird, untersucht die Polizei noch.

David Vobora wurde von einem Gericht eine Schadensersatzsumme von $5,4 Millionen zugesprochen.
Der Linebacker der Rams hatte unwissentlich eine verbotene Substanz zu sich genommen. Er nahm ein Mittel ein, das von Ravens Linebacker Ray Lewis empfohlen wurde und das nicht auf der Liste der verbotenen Mittel der NFL stand.
Doch in diesem Mittel waren Substanzen, die bei einer Kontrolle negativ auffielen.
Vobora wurde für vier Spiele suspendiert.
Der Linebacker wehrte sich gegen die Suspendierung und ging gegen die Herstellerfirma vor Gericht.
Hier wurde seine Unschuld bewiesen und Vobora kämpft jetzt dafür, daß seine Suspendierung aus den Protokollen der Liga gelöscht wird.
Hierfür bat er um ein Treffen mit Roger Goodell.

20. 06. 2011

Kurzberichte
Cam Newton (Bild) war die Nr. 1 in der letzten Draft. Das bedeutet, daß sein Konto um wenigstens 60 Millionen Dollar gewachsen wäre, noch bevor er überhaupt zum ersten Mal einen Fuß auf den Trainingsplatz der Panthers gesetzt hätte.
Das war einmal... hoffen die Teambesitzer.
Die kämpfen vehement dafür, die Rookiegehälter zu Deckeln. Newton könnte als der Spieler in die Geschichte eingehen, den es als ersten erwischt.
Jahr für Jahr bekam der erste Spieler, der von einem Team einberufen wurde mehr, als sein Kollege im Vorjahr.
Über 41 Millionen für Matthew Stafford 2009 und Sam Bradford, der letztes Jahr 51 Millionen bekam, wäre der Quarterback der Panthers dieses Jahr mit 60 Millionen dabeigewesen.
2010 wurden den 255 einberufenen Spielern insgesamt $660 Millionen garantiert. Seit 2000 sind diese garantierten Summen jedes einzelne Jahr um 12% zum Vorjahr in die Höhe gegangen.
Unterstützung bekommen die Besitzer von vielen Spielern und den Ruheständlern. Das Geld, das man hier spart um wieder in nachvollziehbare, vernünftigere Regionen zu gelangen, könnte ihnen zugute kommen. Die Ruheständler kämpfen schon lange dafür, daß ihre Unterstützungskasse aufgepolstert wird.
Tom Condon, Agent von sechs der letzten acht Nr. 1 Spielern glaubt aber nicht daran, daß er für seinen nächsten Schützling weniger Schotter rausquetscht, als bisher. Wer die Nr. 1 haben wolle, der müsse dafür zahlen.

Osi Umenyiora ist sauer. Zuerst auf Giants General Manager Jerry Reese. Der hätte ihm versprochen ihn 2008 entweder zu einem anderen Team wechseln zu lassen, oder ihm das Durchschnittsgehalt der fünf bestbezahlten Defensive Ends der Liga zu zahlen.
Beides ist nicht passiert. 2011 würden ihm $4,725 Millionen zustehen, weit weniger, als das Durchschnittsverdienst der fünf besten Defensive Ends.
Trotzdem spielte Umenyiora weiter auf seinem hohen Level und er spielt auch gerne weiter für die Giants. Er will weiter seine Leitung bringen, um darüber zu einem besseren Vertrag zu kommen.
Das bringt Eagles Running Back LeSean McCoy auf den Plan. Der twitterte, daß die Giants keinen Grund hätten, Umenyiora mehr zu zahlen. Für McCoy ist der Defensive End weich, überbewertet und nur der drittbeste Linespieler der Giants.
Reichlich angesäuert sagte Umenyiora der New York Times, was er davon hält: .Dieser kleine Chihuahua oder Pudel im Rückfeld. Er muss mich ja nicht blocken. Wenn Du etwas zu sagen hast, sag es von Mann zu Mann. Du kannst nicht nur ein Twittergangster sein. Da ist es leicht, ein harter Kerl zu sein. Sag es mir ins Gesicht, und dann sehen wir, was passiert..
Im weiteren Verlauf des Gesprächs bezeichnete er McCoy noch als Lady Gaga.
Schade, wenn es dieses Jahr keine Saison geben würde, und die beiden sich nicht auf dem Platz begegnen würden.
Doch Umenyiora glaubt, daß sich die Wege der beiden auch ohne Saison kreuzen werden. Dann würde die Sache geklärt. .Ich werde das nicht auf mir sitzen lassen,. sagte der Defensive End. .McCoy hat eine Linie übertreten, und das wird geklärt..

Tiki Barber hatte vor einigen Monaten erklärt, daß er gerne wieder in die NFL zurückkehren möchte.
Seit er 2006 seine Footballschuhe an den Nagel gehangen hatte, hat er einige Misserfolge erlitten, die ihn in eine Depression getrieben haben.
Der 36-jährige ist der beste Running Back, den die Giants je hatten, und er gibt zu, daß er den Football jetzt mehr brauchen würde, als der Football ihn.
In den letzten vier Monaten hat er sich intensiv auf ein Comeback in der NFL vorbereitet, in der Hoffnung, daß es dieses Jahr eine Saison geben wird.
Der Football würde ihm darüber hinweghelfen, was eine schreckliche Scheidung und das unrühmliche Ende seiner Karriere als Fernsehkommentator angerichtet hätten.
Wenn es jetzt noch eine Saison gäbe und ein Team, das einen alten Mann, der vier Jahre keinen Football mehr gespielt hat, aufnimmt, dann wird aus dem depressiven Tiki Barber vielleicht wieder ein glücklicher Mann.

19. 06. 2011

Kurzberichte
Percy Harvin (Bild) glaubt, daß seine Migräneattacken endgültig der Vergangenheit angehören.
Die Karriere des jungen, vielversprechenden Wide Receivers der Vikings wurde bisher von der Krankheit überschattet.
Letzte Woche sagte er in einem Zeitungsinterview, daß er seit fünf oder sechs Monaten keinen Anfall mehr hatte. Er fühle sich so gut, wie seit Kindergartenzeiten nicht mehr, fuhr er fort.
Spezialisten hätten ihm Verhaltensregeln und Aktivitäten genannt, an die er sich gehalten habe, wie Schwimmen, Gewichtheben und Laufen. Dazu hat er eine spezielle Diät eingehalten, und das Alles habe bisher sehr gut geholfen.
Er sei in der besten Form seines Lebens und könne es kaum erwarten, daß die Saison beginnt.

Jeff Fisher wurde nach 16 Jahren in tennessee wegen anhaltender Erfolglosigkeit gefeuert.
Angeblich hat der Head Coach einige vielversprechende Angebote erhalten, doch er möchte so schnell keinen neuen Job annehmen, sagte er am Rande eines Wohltätigkeitssoftballturniers am Samstag.
Er sitzt momentan noch als nichtstimmberechtigter Berater im Regelkomitee der NFL, möchte dieses Jahr aber noch nicht wieder als Head Coach eines Teams arbeiten.
Für dieses Jahr hat er Jagen und Fischen auf dem Plan stehen. Er wolle Montana im Herbst erleben. Zum ersten Mal habe er die Chance im Herbst etwas anderes zu sehen, als Footballplätze.
Seine Spieler würde er schon vermissen, aber die Chance mal etwas anderes zu erleben, als die Jagd nach Siegen, hätte etwas für sich.

Chad Pennington hat vor, sich dieses Jahr eine Auszeit zu gönnen.
Der ewig verletzte Quarterback der Dolphins, will dieses Jahr dazu benutzen, gesund zu werden und etwas für FOX Sports zu arbeiten.
Pennington, mittlerweile 35 Jahre alt, ist ein freier Agent und die Chancen, daß ein Team ihn aufnehmen würde, dürften bei Null liegen.
Da kommt sein Vorhaben, sich ein Jahr freizunehmen gerade passend.
Zweimal wurde er nach schweren Verletzungen zum Comebackspieler des Jahres gewählt. Das letzte Comeback währte zwei Spielzüge, dann verletzte er sich erneut an der rechten Schulter und musste zum vierten Mal daran operiert werden.
Er sagte sofort, daß er 2011 wieder spielen wolle. Mittlerweile wird er eingesehen haben, daß sein Körper ihm die Fortsetzung seiner Karriere nicht gönnt.

18. 06. 2011

Kurzberichte
25 Spieler der NFL sollen an einem Casino beteiligt gewesen sein, das mittlerweile geschlossen wurde.
Unter den 25 waren z.B. die Wide Receiver Terrell Owens (Bild), Santonio Holmes und Santana Moss.
Bis zu $20 Millionen sollen diese Spieler in das Casino in Alabama gesteckt haben.
Die Regeln der NFL verbieten es den Spielern, an Institutionen beteiligt zu sein, die mit Glücksspiel irgendwelcher Art zu tun haben.
Die NFL untersucht die Beteiligungen der Spieler und behält sich vor, nach der Aussperrung entsprechende Strafen auszusprechen.
Das betreffende Casino, und andere Casinos aus der Country Crossing Casino Kette, wurden von Amts wegen geschlossen. Die Betreiber hatten die Konzessionen erhalten, indem sie vier Senatoren bestochen haben.

Wir befinden uns im Jahre 2011 n. Chr.
Alle Teambesitzer wollen den neuen Tarifvertrag unterschreiben...
Alle Teambesitzer?
Nein!
Einige unbeugsame Besitzer hören nicht auf, den Spielern Widerstand zu leisten.
Angeblich soll ein Vertrag vorliegen, den beide Seiten unterschreiben könnten, aber bei den Teambesitzern kommt die nötige Mehrheit von 24 der 32 Stimmen nicht zusammen.
Den Abweichlern ist der Vertrag zu einseitig, und sie haben ihre Bedenken dem Vorsitzenden der NFL, Roger Goodell, vorgetragen.
Die Teambesitzer haben aber ihren Head Coaches signalisiert, daß sie sich für Mitte, Ende Juli bereithalten sollen.

Die Geldnot, die Aussperrung mit sich bringt, hat einen weiteren Spieler erreicht.
Am Donnerstag wurde Raheem Brock festgenommen, weil er in einer Bar eine Rechnung über $27 nicht bezahlte.
Der ehemalige Defensive End der Colts und der Seahawks legte sich bei seiner Verhaftung auch noch mit den Polizisten an.
Er wurde wegen Diebstahls und Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt.

.Das ist MEIIIIN Schatz., können die Packers endlich sagen.
In einer privaten Feier wurden ihnen am Donnerstag ihre Super Bowl Ringe im Lambeau Field übergeben.
Mittelpunkt des Rings ist das .G. der Packers, umrahmt von 13 Diamanten, einen für jede Meisterschaft der Packers. Darum herum sind noch vier Diamanten in Form eines Balles gruppiert, einen für jeden Super Bowl Sieg Green Bays.

17. 06. 2011

Kurzberichte
.Sie wurden soeben von einem Truck überfahren,. so wird die Meldung nicht klingen, die der Helm eines NFL Spielers demnächst nach der Attacke an den Computer sendet, aber die genaue Aufprallwucht wird er weitergeben.
In einem Labor des Southern Impact Research Centers werden Sensoren in Helmen und Mundschützern getestet, die die Härte der auftreffenden Schläge feststellen.
Wenn die Sensoren die Tests im Labor bestehen, dann sollen sie auf dem Platz getestet werden. In den nächsten Jahren könnten einige Spieler beim Training und in den Vorbereitungsspielen diese computergestützten Aufprallhärtefeststellungshelme tragen und helfen massenhaft Daten zur Auswertung zu sammeln.
Ziel ist es, in Echtzeit feststellen zu können, unter welchen Truck ein Spieler während des Spiels geraten ist, und ob er weiterspielen kann, oder doch besser nur noch zuschaut.
Kevin Guskiewicz, der Direktor des NFL Kopf, Nacken und Rückgrat Komitees, hält das für eine große Hilfe dabei, schwere Verletzungen dieser Körperpartien in Zukunft noch besser zu verhindern.

Ist seine junge Karriere schon vorbei?
Es ist nicht nur der laufenden Aussperrung geschuldet, daß kein Team bei Vince Young anklopft und um seine Dienste buhlt.
Größter Hinderungsgrund für ein Team, sich Young als Quarterback für seine Offense vorzustellen, dürften sein Charakter, Arbeitsmoral und fehlende Führungsqualitäten sein.
Daß die Titans den Quarterback feuern, sobald die Aussperrung beendet ist, gilt als sicher. Wo er dann landet, ist die Frage?
Immerhin finden in der Liga sowohl abgehalfterte Altstars wie Marc Bulger oder Matt Hasselbeck noch Jobs, als auch eher untaugliche Arbeiter wie Chad Henne und Alex Smith.
Mit Young als Starter holten die Titans eine Bilanz von 30-17 Siegen, ohne ihn nur 15-18. Wenn er Lust darauf hat zu spielen, dann generiert er große Spielzüge mit seinen Füßen und seinem Arm. Am besten ist er, wenn er die Pocket verlässt und improvisiert. Probleme hat er damit, die gegnerische Verteidigung zu enträtseln... und sich selber.

Die Richter in New Jersey sind anscheinend große Fans von Kenny Britt. Der Wide Receiver der wurde zum zweiten Mal in diesem Staat vor Gericht gestellt, und zum zweiten Mal bog der Richter die Anklagen gegen ihn soweit runter, daß nur noch eine Ordnungswidrigkeit gegen Britt übrigblieb.
Am 8. Juni hatte er sich der Verhaftung widersetzt, als zwei Polizisten in Zivil ihn festnehmen wollte, weil er in aller Öffentlichkeit eine Marihuanazigarre rauchte.
Aber auch dieses Mal konnte Britt das Gericht mit einem breiten Grinsen verlassen, nachdem er das Geld für die Ordnungswidrigkeit gezahlt hatte.

.Wenn die Verhandlungen so vernünftig weitergehen, wie im Moment, dann könnten wir in zwei Wochen einen Vertrag unterschreiben., so optimistisch äußerte sich John Hancock, ein Anwalt der Spieler, über den Tarifstreit zwischen der NFL und ihrem spielenden Personal.
Die zwei Verhandlungstage an einem geheimgehaltenen Ort in Maryland seien die produktivsten gewesen, an denen er teilgenommen hätte.
In der nächsten Woche könnte der Rahmen für einen unterschriftsreifen Vertrag gelegt werden.
Dennoch bremste er sofort darauf seinen Ausflug in den Optimismus, als er sagte, daß bestimmte Parteien, die an den Verhandlungen teilnehmen, noch einer besonderen Überzeugungsarbeit bedürfen.

David Tyree hat einen der spektakulärsten Bälle in der Geschichte des Super Bowls gefangen.
Danach verschwand der Wide Receiver der Giants etwas aus der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Doch mit seinen Anmerkungen über die Homoehe katapultierte er sich zurück und steht wieder in der Öffentlichkeit.
.Wenn das Gesetz zur Schwulenhochzeit durchkommt, wovon ich weiß, daß es passieren wird, wird das der Anfang davon sein, daß unser Land abrutscht in die, und das ist jetzt ein starkes Wort, Anarchy,. sagte er einer New Yorker Tageszeitung.
.Das wird der Moment sein, in dem unser Land vergisst, was richtig ist. Ehe ist ein dieser Stützen unserer Gesellschaft. Wenn man die neu definiert, ändert das die Art, wie unsere Kinder unterrichtet werden, es ändert die Wahrnehmung darauf, was gut ist, was richtig ist und was gerecht ist.
Wie kann die Ehe, die tausende von Jahren ihr Dasein hat, ganz plötzlich so ad Absurdum geführt werden, nur weil eine Minderheit - eine einflußreiche Minderheit - es so will?
Damit wird etwas völlig auf den Kopf gestellt, worauf unsere Nation gegründet wurde,. fuhr er fort. .Das ist etwas, das Heilig ist, und ich glaube, daß es nichts ehrenvolleres gibt, als dafür zu kämpfen..
Mit dieser Ansicht steht er in völligem Kontrast zu Steve Tisch, dem Mitbesitzer der Giants, der die Gesetzesänderung unterstützt.

16. 06. 2011

Kurzberichte
Cedric Benson (Bild) ist anders. Während einige Stars versuchen, unbedingt von den Bengals wegzukommen, möchte der Running Back gerne bei dem zum Bettvorleger mutierten Königstiger bleiben.
Als Free Agent hat er das Recht, sich ein neues Team zu suchen. Die aber scheinen ihm nicht gerade hinterherzulaufen, so daß er mit seinen ehemaligen Teamkollegen zusammen trainiert und dabei die Bengals bauchpinselt.
Schlecht wäre es für Cincinnati nicht, Benson einen neuen Vertrag zu geben, denn der Running Back war in den letzten drei Saisons jeweils der beste Läufer des Teams.
Der 28-jährige hat seine Probleme, die ihn veranlassten Chicago zu verlassen, hinter sich gelassen, und wurde in Cinci ein wertvolles Mannschaftsmitglied.
Ohne einen erfahrenen Quarterback ist ein guter Running Back um so wichtiger, und daß Carson Palmer lieber in Rente geht, als daß er auch nur noch einen Pass für die Bengals wirft, dürfte feststehen.

.Niemand hat vor, einen Umzug zu planen., mit diesem Spruch wischte Jaguars Besitzer Wayne Weaver die Gerüchte vom Tisch, daß sein Team nach Los Angeles umziehen wird.
Er besteht darauf, daß er nicht die geringste Absicht verspürt, aus Jacksonville wegzuziehen. Warum nicht, erschließt sich einem nicht so ganz, denn das Team hat es nur selten geschafft, mal ein Spiel vor ausverkauftem Haus auszutragen.
Die Leute in Jacksonville werden mit den Jaguars einfach nicht warm.
Uns so versucht die Anschütz Entertainment Group, die Jaguars nach L.A. zu holen, um dort demnächst Zuschauer in das noch zu bauende Stadion zu locken.
Mit fünf NFL Teams steht die AEG in Verhandlungen, darunter auch die Jaguars.
Aber der Teambesitzer streitet ja vehement ab, einen Umzug zu planen.
Und wir wissen ja; wenn jemand sagt: .Niemand hat vor, eine Mauer zu erri... äh Niemand hat vor einen Umzug zu planen., dann plant auch niemand einen Umzug, Basta!

Drew Brees hat es geschafft viele seiner Teamkollegen der Saints zu freiwilligen Trainingseinheiten zusammenzutrommeln. Ende der Woche gehen diese Einheiten zu Ende.
Brees und seine Kollegen gehen dann in Urlaub und er rechnet damit, Ende Juli in das reguläre Trainingslager vor der Saison zu gehen.
Der Quarterback hat ein gutes Gefühl, was den Stand der Verhandlungen zwischen der NFL und den Spielervertretern betrifft. Er meint, daß die beiden Streithähne gute Fortschritte machen. Als einer der Spieler, die die NFL verklagt haben, wird er natürlich über den Stand der Verhandlungen unterrichtet.
Am Donnerstag gab er seinen Kollegen folgenden Rat: .Hofft auf das Beste, aber bereitet Euch auf das Schlimmste vor. . Gut, er hätte auch sagen können, .Wenn es regnet scheint die Sonne nicht., das wäre gleich inhaltsvoll gewesen.
Aber man greift ja nach jedem Strohhalm und sieht in dem Spruch... nun ja... was man so hineininterpretieren möchte.
Zu den Trainingseinheiten sagte er, daß man vieles von dem gemacht hätte, was man auch unter Anleitung der Trainer in den letzten Jahren gemacht hatte. Die erfahrenen Spieler hätten dabei die jüngeren unter ihre Fittiche genommen, und sich gut um sie gekümmert.

Die Redskins nehmen ihre freiwilligen Trainingseinheiten sehr ernst.
Am Mittwoch bauten sie ein drei Meter hohes Gerüst auf und lassen ihre Übungen von dort oben auf Video aufnehmen.
Bisher wäre es unbefriedigend gewesen, Übungen abzuhalten, ohne sehen zu können, was man falsch oder richtig gemacht hat. Jetzt wäre es einen Schritt näher an die echten Trainingsbedingungen heran, sagte Quarterback John Beck.
Abends treffen sich die Spieler im Haus von Tight End Chris Cooley und man sieht sich die Bänder zusammen an. Dabei wird es sehr voll im Hause Cooley, denn die Redskins haben es geschafft, 32 Spieler zum freiwilligen Training zu animieren.

14. 06. 2011

Kurzberichte
Michael Vick gab Plaxico Burress ein paar gute Tips, so von Ex-Knacki zu Ex-Knacki.
Vick war wegen Tierquälerei und Veranstaltung verbotener Hundekämpfe im Gefängnis. Nach seiner Entlassung trat er einem Verein bei, der sich den Kampf gegen diese Hundekämpfe auf die Fahne geschrieben hat. Das macht sich immer gut in der Öffentlichkeit, wenn man zeigt, wie sehr man sich während der Haft geläutert hat.
Burress trat letzte Woche einem Verein bei, der sich dem Kampf gegen Waffengewalt verschrieben hat.
Der ehemalige Wide Receiver der Giants wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er gegen das Gesetz zum Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit verstoßen hatte. In einer Disco hatte er sich mit einer nicht registrierten Waffe selber ins Bein geschossen.
Jetzt will er vor Jugendlichen sprechen und sie auf die Gefahren hinweisen, die von Schußwaffen ausgehen.
Als Mentor hat er sich Tony Dungy ausgesucht, der auch Vick unter seine Fittiche nahm. Dungy war einst der Head Coach der Colts und ist mittlerweile zu einem nervigen Prediger mutiert.

Charles Clay war stolz, als er in der sechsten Runde der letzten Draft von den Dolphins einberufen wurde.
Runde sechs bringt zwar nicht direkt das große Geld, aber wenigstens ein paar Hunderttausend kommen schon mal aufs Konto. Letztes Jahr betrug das Mindestgehalt für Rookies $320.000.
Nicht so dieses Jahr.
Da die NFL ihren Spielern verboten hat, zu arbeiten, befindet sich auch Clay im Limbo.
Statt im Trainingslager um einen Platz im Team zu kämpfen, geht der Fullback/ Tight End von Tulsa momentan Rasen mähen. Das Geld, das er damit verdient braucht er, um seinen Trainer und seinen Agenten zu bezahlen. Und es sieht nicht so aus, als ob Clay bald einen Gehaltsscheck seines NFL Teams bekommen würde.
Die Aussperrung ist im vierten Monat, und langsam sieht man die Auswirkungen.
Es gibt hunderte Spieler, wie Clay, die von der Hand in den Mund leben, aber anders als Zahnärzte können sie davon nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten.
Die NFL scherst nicht, sie kämpft erbittert um jede Milliarde.

Peyton Manning war zu einem Wohltätigkeitsessen seines Teamkollegen Gary Brackett erschienen. Doch er konnte kein Tablet tragen. Auch beim Softballspiel am nächsten Tag machte Manning nicht mit.
Seit seiner Nackenoperation im Mai hat der Quarterback der Colts keinen Ball mehr geworfen. Der Heilungsprozess des 11maligen Pro Bowlers schreitet langsam voran.
Bei einigen freiwilligen Trainingseinheiten seiner Teamkollegen war er anwesend, aber nur als Zuschauer.
Bedenkt man, daß auch er nicht jünger wird, sollten die Colts bald einen Nachfolger einberufen, der noch eine Weile hinter dem Meister lernen kann.

Tom Martinez ist der persönliche Trainer von Tom Brady, seit der Star- Quarterback der Patriots ein Teenager war.
Jetzt erfuhr Brady, daß Martinez sterbenskrank ist. Die Ärzte geben ihm noch eine Woche bis einen Monat.
Seit Jahren ist Martinez Nierenkrank, aber die Nachricht darüber, daß er bald sterben werde, traf Brady am Wochenende unvorbereitet. Für ihn habe niemand sonst einen ähnlichen Einfluß auf seine Karriere gehabt, wie Martinez, sagte Brady, der um seine Fassung rang.
Erst am Wochenende zuvor habe er noch mit ihm zusammen ein paar Bälle geworfen.
Es wäre hart, zu wissen, daß er bald nicht mehr da sein werde.

Ein einziger unbedachter Schritt kann das Leben völlig verändern.
So ging es Sergio Kindle letztes Jahr. Der Linebacker war kurz zuvor in der zweiten Runde der Draft von den Ravens einberufen worden, als er an einer Party teilnahm, bei der es geschah. Kindle ging eine Treppe herunter, verpasste die beiden letzten Stufen und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf, wobei er sich den Schädel brach.
Die erste Saison verbrachte der Frischling auf der Verletztenliste der Ravens, die ihn nicht feuerten.
Lange sah es so aus, als ob seine Footballkarriere schon beendet sei, bevor sie überhaupt angefangen hatte.
Doch Kindle gab nicht auf und wurde jetzt von den Ärzten für alle Footballaktivitäten gesundgeschrieben.
Allerdings hört er auf dem linken Ohr kaum etwas und sein Gleichgewichtssinn ist permanent geschädigt. Daran wird sich nach Ansicht der Ärzte nichts ändern.
Doch Kindle lernt damit umzugehen, und sein Ziel ist es, ein vollwertiges Mitglied der Ravens zu werden, wenn denn dann mal wieder eine Saison stattfinden sollte.

13. 06. 2011

Erwartet uns eine Saison mit vielen Verletzungen?
Wenn die Aussperrung noch weiter in den Sommer hinein dauert, wird man eine verletzungsgeplagte Saison erleben, wenn sie noch stattfindet. Davon ist Rich Gannon (Bild) überzeugt. Der ehemalige Super Bowl Quarterback und wertvollster Spieler der Liga gab am Sonntag, am 93. Tag der Aussperrung, ein Radiointerview, und er sagte, daß man den Preis für die lange trainingsfreie Zeit wird zahlen müssen.
Zwar würden einige Spieler sich mit ihren Kollegen treffen und trainieren, aber dieses Rumgerenne auf irgendwelchen High School Plätzen wäre nichts gegen das, was ein geordnetes Training im Camp den Spielern bringen würde.
Gerade Rookies, und auch noch Spielern im zweiten Jahr, würde die fehlende Übungszeit große Nachteile bringen.
Wenigstens drei Teams hätten vor mit Rookie- Quarterbacks in die Saison zu gehen. Das hält er unter den gegebenen Umständen für völlig verrückt.
Wenn die Trainingscamps nicht wie geplant am letzten Juli Wochenende beginnen, hält der viermalige Pro Bowl Teilnehmer es für unverantwortlich, die Saison auszutragen.

12. 06. 2011

Kurzberichte
Die Titans haben nicht vor, sich von Kenny Britt (Bild) zu trennen. Trotz zweier Verhaftungen in drei Monaten soll der Wide Receiver nicht gefeuert werden. Gezähmt ja, gefeuert nein.
Da kommt ihm zugute, daß er vom Team als Leistungsträger eingestuft wird. Wäre er nur ein durchschnittlicher Spieler, wären die Konsequenzen klar. So aber brauchen die Titans Britt, den der neue Head Coach Mike Munchak als zweitbesten Spieler des Teams hinter Chris Johnson bezeichnet. Man wäre nicht gewillt ihn schon jetzt aufzugeben. Allerdings wird man sich, wenn die Aussperrung beendet ist, mit dem Offensichtlichen befassen. Britt galt schon im Rutgers College als ungezogenes Kind und aus dieser Rolle ist er noch nicht herausgewachsen.
Der Wide Receiver fing in 12 Spielen für die Titans 2010 42 Pässe für 775 Yards und 9 Touchdowns.
Nach der Aussperrung wird man sich ausgiebig mit Britt befassen und versuchen, ihn auf den richtigen Weg zu führen sagte die Teamführung.
Auch die NFL hat bereits angekündigt, daß sie sich nach der Aussperrung intensiv um die Geschehnisse kümmern wird. Da kommt eine Menge Arbeit auf Roger Goodell zu, der sich ja auch um die anderen, über ein Dutzend Spieler kümmern muss, die in der Zeit des Arbeitsverbots kriminelle Handlungen begangen haben.

Einige kleine Ortschaften in den USA haben im Jahr eine große Einkommensquelle, das Trainingscamp eines NFL Teams.
Die Teams zahlen Miete für Sportanlagen, für die Unterbringung ihrer Spieler, und was der Troß so an Nahrung verschlingt verdoppelt oft das restliche Jahresaufkommen.
Dazu kommen viele Besucher, die ihren Teams beim Training zusehen wollen, und die auch nicht unbeträchtliche Summen in die Kommunen bringen.
Für Flagstaff bedeutet das z.B. einen Verlust von über $10 Millionen. Flagstaff liegt im Norden Arizonas und die Cardinals halten hier ihr Trainingslager ab. Letztes Jahr kamen 38.000 Besucher in den Ort, um den Cards beim Training zuzusehen. 81% der Besucher waren Nichtortsansässige und sogar einige ausländische Besucher waren darunter, und sie brachten über $10 Millionen nach Flagstaff. Das Camp bescherte 122 Arbeitern einen Job.
Das wird dieses Jahr alles ausfallen.
Selbst wenn die Aussperrung noch vor dem Beginn der angesetzten Trainingscamps beendet werden sollte, haben einige Teams bereits angekündigt, die Camps auf den teameigenen Anlagen abzuhalten.
Damit folgen sie allerdings einem allgemeinen Trend. Schon letztes Jahr haben 17 der 32 Teams keine Reisen mehr zu entfernten Trainingscamps angetreten. Sie haben Zuhause trainiert, um Kosten zu sparen. Bei mageren neun Milliarden Dollar, die die Liga jedes Jahr nur einnimmt, ein verständlicher Trend.

11. 06. 2011

Kurzberichte
Die AEG verhandelt mit fünf NFL Teams. Die Sport- und Unterhaltungsfirma möchte unbedingt eine Mannschaft in Los Angeles ansiedeln und denkt dabei zuerst an die Umsiedlung eines bereits bestehenden Teams.
Die AEG hat mit den Vikings, den Chargers, Raiders, Jaguars und gesprochen.
Außer den Vikings haben all diese Teams große Probleme damit, ihre Stadien voll zu bekommen. Besonders die Jaguars sind alles andere, als ein Zuschauermagnet.
AEG ist bereit ein umzugswilliges Team aus seinen laufenden Verträgen herauszukaufen. Letzte Woche habe man mit einem Team sehr konkrete Gespräche geführt, sagte der Firmensprecher. Allerdings sagte er nicht, mit welchem.
Die Liga weiß nichts von solchen Gesprächen, wie ihr Pressesprecher sagte. Allerdings ist es den Clubs gestattet solche Verhandlungen zu führen und die Liga muss erst eingeweiht werden, wenn konkrete Schritte anstehen.
Seit 15 Jahren ist die Stadt der Engel ohne ein NFL Team, eigentlich unvorstellbar.

Die Frau von Brandon Marshall wurde erneut verhaftet.
Erst im April wurde sie verhaftet, weil sie ihrem Mann ein Messer in den Bauch gerammt hatte. Sie hätte damals aus Notwehr gehandelt, weil der Wide Receiver der Dolphins sie verprügeln wollte, hatte sie argumentiert.
Michi Nogami-Marshall bekam die Auflage, sich dem Haus des Wide Receivers nicht mehr als 150 Meter zu nähern. Dennoch wurde sie am Freitag in dem Haus festgenommen, nachdem das Paar dort wieder in Streit geriet und Nogami-Marshall die Polizei um Hilfe angerufen hatte.
Als Erklärung gab sie an, das Haus nutzen zu dürfen, solange Brandon Marshall nicht da wäre. Ihr Mann wäre unerwartet nach Hause gekommen, und hätte einen Streit angefangen.
Die Polizei untersucht immer noch die Vorfälle, die sich im April zugetragen haben.
Brandon Marshall gab damals zunächst keine Erklärung ab. Dann sagte er aus, daß er ausgerutscht sei und mit dem Bauch auf eine Vase gefallen sei. Diese wäre zu Bruch gegangen und eine Scherbe hätte sich in seinen Bauch gebohrt.
Die Polizei ging diesen Hinweisen nach, fand aber nicht die geringsten Spuren, die diese Version unterstützten. Auf einem Küchenmesser dagegen, wurde das Blut des Wide Receivers an der Klinge gefunden, was die wirkliche Version der Geschehnisse stützt.
Zahlreiche Versuche der Polizei, Marshall dazu zu bringen, die Wahrheit zu sagen, sind bisher gescheitert.

Für Neil Abercrombie, den Gouverneur von Hawaii, ist es Blödsinn, daß der Staat jedes Jahr Millionen verschwendet, um den Pro Bowl austragen zu dürfen. Das Geld könnte besser für die Ausbildung von Jugendlichen verwendet werden.
Man könne nicht jedes Jahr 4$ Millionen an eine Sportliga zahlen, die jedes Jahr neun MILLIARDEN Dollar einnimmt, und das Geld den Jugendlichen vorenthalten.
Diese Millionäre und Milliardäre würden momentan darüber verhandeln, wie sie ihre Milliarden, die sie jährlich verdienen, untereinander aufteilen können, und Hawaii würde sie jedes Jahr mit $4 Millionen bestechen, damit sie ihr lockers Trainingsspielchen im Paradies austragen.
Da hält der Tourismusbeauftragte seine Zahlen dagegen. Er rechnete vor, daß der Pro Bowl 2010 17.000 Zuschauer von außerhalb auf die Insel lockte. Die gaben $28,15 Millionen aus und generierten Steuereinnahmen von $3,07 Millionen.
Die NFL gab keinen Kommentar dazu ab und wartet auf den nächsten Bieterkrieg zwischen Hawaii und Florida.

10. 06. 2011

Kurzberichte
Ein Teilnehmer an den letzten konspirativen Sitzungen, die die NFL und die Spielervertreter abhielten, hat sein Schweigen gebrochen.
Robert Kraft, der Besitzer der Patriots, nahm an allen fünf Sitzungen in den letzten Wochen teil, und er brach das Schweigegelübde, das die Verschwörer sich auferlegt hatten.
Er sagte, daß man endlich miteinander rede. Es würden sogar Fortschritte gemacht, aber es gäbe noch sehr viel Arbeit.
Die NFL und die Spielervertreter hätten beide die langfristige Zukunft der Liga im Sinn. Nur die Wege dorthin seien mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten gepflastert.
Kraft ist optimistisch, daß man einen unterschriftsreifen Vertrag zustande bringt, nur wann, das wäre halt die Frage?
Man wisse, daß man viele Menschen hart treffen würde, wenn die saison nicht stattfindet. Viele Menschen würden ihr Leben rund um die Spiele der NFL herum planen und die würde man am härtesten treffen.
Bis zum 15. Juli würden sich die Verluste der Besitzer bereits auf $1 Milliarde summieren. Schon das wäre für die Ligavertreter Grund genug, weiter konzentriert und ergebnisorientiert zu verhandeln.

Am Dienstag wurde Kenny Britt zur Zahlung von $478 Strafe verurteilt. Der Wide Receiver der Titans hatte sich mit seinem Porsche einer Verkehrskontrolle durch eine hochgeschwindigkeits Verfolgungsjagd entzogen.
Als er endlich gestellt wurde, widersetzte er sich der Verhaftung und in seinem Wagen wurde auch noch Rauschgift entdeckt.
Der Richter, der den Fall verhandelte, verbog die Anklage sehr zugunsten von Britt. So war nach seiner Meinung das Ganze nur eine Ordnungswidrigkeit und das Rauschgift hätte nicht Britt gehört, sondern seinem Beifahrer, der während der Verfolgungsjagd mit im Wagen saß.
Am Mittwoch wurde Britt erneut verhaftet, nur einen Tag nach dem etwas skandalös anmutenden Urteil.
Britt wurde in einer Autowaschanlage verhaftet, wieder nicht ohne Widerstand zu leisten. Zwei Zivilpolizisten, die in der Reihe der Wartenden standen, sahen, wie Britt eine Zigarre rauchte, die ihnen verdächtig nach Marihuana roch.
Die beiden gaben sich als Polizisten zu erkennen und wollten Britt Handschellen anlegen. Bei dem daraufhin ausbrechenden Handgemenge fiel die Zigarre aus Britts Mund und ein Freund von ihm, der in seinem Wagen saß, ließ sie verschwinden.
Ohne das Beweisstück musste der Wide Receiver wieder freigelassen werden, hat aber eine erneute Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt am Hals.
Es war die zweite Verhaftung Britts in nur drei Monaten.

2005 gewann Reggie Bush die Heisman Trophäe als bester Collegespieler des Jahres. Mittlerweile war der Running Back schon bei den Saints , als die Trophäe zurückgefordert wurde.
Bush hatte, mit Wissen seiner Universität USC, gegen so ziemlich alle Bestimmungen verstoßen, die in den Regeln stehen. Er bekam unter der Hand Geld und führte schon Verhandlungen mit Spieleragenten, was Collegespielern nicht erlaubt ist.
USC verlor daraufhin seine Stipendien und durfte für zwei Jahre nicht an einem der über 30 Bowlspiele teilnehmen, die es für die Collegemannschaften gibt. Sogar die Nationale Meisterschaft von 2004 wurde ihnen aberkannt.
Bushs Name wurde aus der Liste der Heismansieger gestrichen und er sollte seine Trophäe zurückgeben. Die aber blieb verschwunden.
Bis jetzt.
Sie steht in der San Diego Hall of Champions, wie der Direktor des Museums einer Zeitung aus New Orleans bestätigte.
Er habe sie in die Sammlung aufgenommen und mittlerweile erfahren, daß weder die NCAA, noch die BCS die Trophäe von Bush zurückfordern können.
Er werde die Trophäe demnächst an Bush oder seine Familie zurückgeben.

08. 06. 2011

Kurzberichte
Die NFL und die Spielervertreter haben sich am gestrigen Dienstag erneut zu Gesprächen getroffen.
Wieder machen alle Beteiligten ein blödes Spiel um das Treffen und verrieten nicht, wo sie sich getroffen haben.
Der Geheimorden des Footballs soll sich aber im Raum New York getroffen haben, soviel sickerte durch. Mittlerweile dürfte es leichter sein, zu erfahren, wo die Bilderberger sich demnächst treffen, um die Welt weiter unter sich aufzuteilen.
Erst letzte Woche verhandelten die Vertragsgegner drei Tage an einem geheimgehaltenen Ort in Chicago. Nur einem aufmerksamen Reporter war das private Flugzeug von Cowboys-Besitzer Jerry Jones (Bild) auf dem Flughafen aufgefallen. Als er dann noch den Besitzer der Patriots , Robert Kraft sah, deckte er das konspirative Treffen auf.
Wie gewohnt, gab keiner der Beteiligten eine Erklärung über die erzielten Fortschritte ab. Nur soviel wurde gesagt, daß die Verhandlungen auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden sollen.

Redskins Defensive Coordinator Jim Haslett sagte in einem Radiointerview recht offen, was er von Albert Haynesworth hält.
Der Einhundertmillionendollar Defensive Lineman wäre ein guter Spieler, der auch in einer 3-4 Verteidigung seine Leistung bringen könnte. Aber, so sagte Haslett weiter, Haynesworth wäre ein fauler Spieler der entweder Schwierigkeiten damit hätte, die Anweisungen der Trainer zu verstehen, oder sie einfach ignorieren würde.
Er kann auf dem Platz fast alles tun, was er will, sagte Haslett, aber er wolle gar nichts tun.
Auch in den Besprechungen wäre er wie ein kleines Kind. An einem Tag sagt man ihm, er solle das Telefon weglegen, am nächsten Tag muss man ihm das wieder sagen. Oder man bittet ihn, nicht in der Zeitung zu lesen, am nächsten Tag müsse man ihm das wieder sagen.
Aber Jim Haslett könnte ja bald von diesem Problemspieler befreit werden, wenn erst die Aussperrung beendet ist. Dann wird man sich sehr wahrscheinlich von Einhundertmillionendollarfaulpelz trennen.

Mark Brunell steht kurz davor, einem endgültigen Bankrott zu entgehen.
Der Ersatzquarterback der Jets hat einen Offenbarungseid geleistet, der ihm die Gläubiger vom Hals halten soll.
Brunell begann seine NFL Karriere 1993 bei den Packers. 1995 wurde er der erste Quarterback des neugegründeten Teams in Jacksonville . Er wurde in drei Pro Bowls gewählt. Soweit lief seine sportliche Laufbahn nicht schlecht, was man von seinen Geschäften nicht sagen kann.
Brunell investierte viel Geld in die Immobilienfirma Champion LLC und in die Burgerkette Whataburger. Beide Investitionen entwickelten sich zu finanziellen Katastrophen.
Der 40-jährige hat noch einen Vertrag für die nächste Saison bei den Jets, aber ob die ihn behalten wollen, ist fraglich.
So kämpft Brunell nicht nur um seine finanzielle Gesundung, sondern auch noch um seinen Job.

07. 06. 2011

Gigantische Probleme in New York
Gleich mehrere Fragen beschäftigen die Fans der Giants. Die erste ist, ob es klug war, den Vertrag von Head Coach Tom Coughlin (Bild) noch mal zu verlängern?
Die Giants beendeten zwar die letzte Saison mit 10-6 Siegen, ließen die Fans aber dennoch in ein tiefes Loch fallen.
Mit der Bilanz von 10-6 erreichten sie 2007 die Playoffs und gewannen den Super Bowl . Letztes Jahr kamen sie mit derselben Bilanz nicht in die Playoffs, während die Seahawks mit nur sieben Siegen und neun Niederlagen in die Endrunde kamen.
Unter Coughlin haben die Giants unglaubliche Probleme, konstant auf einem Level zu spielen. Zum Ende der Saison hin kommt ein Einbruch. In der Saison 2009 verloren sie die letzten beiden Spiele gegen die Panthers und die Vikings mit zusammen 85:16 Punkten. Dadurch wurden sie aus dem Rennen um die Playoffs eliminiert.
Doch auch gegen Spielende brechen sie ein. Wer erinnert sich nicht noch an die Katastrophe, die sie letztes Jahr gegen die Eagles erlitten?
New York ging am 19. Dezember mit einer 21 Punkte Führung ins letzte Viertel. Der Sieg und die Playoffs schienen sicher.
Doch am Ende hatten die Giants 31:38 verloren und die Saison in den Sand gesetzt.
Die Giants führten mit 42 Ballverlusten die Liga an, etwas, das für dieses Team völlig uncharakteristisch ist.
War es da klug an Coughlin, trotz des Super Bowl Sieges, festzuhalten?
Der Head Coach hat eine Menge Arbeit vor sich, um die Fehler und Einbrüche abzustellen.
Die zweite Frage ist die, nach dem Quarterback?
Darf man die stellen?
Immerhin hat Eli Manning genauso viele Super Bowls gewonnen, wie sein älterer Bruder Peyton.
Doch während Peyton zu den Elite- Quarterbacks der Liga zählt, ist Eli höchstens ein guter Quarterback. Er spielt viel zu unkonstant, um in naher Zukunft in die Liga der sehr guten Quarterbacks aufsteigen zu können. Einem guten Spiel folgt ein schlechtes, folgt ein gutes usw.
Letztes Jahr konnte er sich hinter einem unerfahrenen und durch viele Verletzungen angeschlagenen Receivercorps verstecken, doch was ist mit den anderen Saisons?
Zwar passte er 2010 für 4.002 yards und 31 Touchdowns, gute Zahlen, doch er warf auch 25 Interceptions, eine schlechte Zahl. Viele dieser Fehlwürfe gingen auf die Kappe seiner Receiver, die die falschen Routen liefen und die Bälle fallen ließen. Doch er machte auch genau die schlechten Würfe, die die besseren Quarterbacks vermeiden.
Eli wird nie die Klasse seines Bruders erreichen, aber in die Liga der sehr guten Quarterbacks sollte er es schaffen, um in New York bestehen zu können.

Kurzberichte
Plaxico Burress ist wieder ein freier Mann.
Der Ex- Wide Receiver der Giants wurde gestern nach einer fast zweijährigen Haftstrafe wegen unerlaubten Waffenbesitzes aus dem Gefängnis entlassen.
Bevor Burress noch die Chance hatte, seine Familie in die Arme zu nehmen, sprang sein Agent Drew Rosenhaus auf ihn zu und umarmte ihn mit einem breiten Lachen.
Rosenhaus hat jetzt die Aufgabe, einen neuen Arbeitgeber für Burress zu finden.
Die Giants sind nicht mehr an ihm interessiert, aber die Eagles sollen schon ihr Interesse angemeldet haben. Mit der Resozialisierung entlassener Straftäter haben sie im Fall Michael Vick ja gute Erfahrungen gemacht.
Allerdings ist Burress schon 34 Jahre alt und zwei Jahre Knast helfen nicht gerade, die nötige Spielpraxis aufrechtzuerhalten. Kommt dieses Jahr noch als Ausfall dazu, wird es nächstes Jahr bestimmt noch schwieriger für ihn, wieder in Spielform zu kommen.
Mal sehen was Rosenhaus, einer der besten Spieleragenten die es gibt, für seinen Schützling rausholen kann.

.Der ist unser Quarterback?
Wirklich?
Ich frage ja nur..
Michael Crabtree war sehr erstaunt darüber, daß Alex Smith der Quarterback der war, als einige Spieler des Teams sich zu einem freiwilligen Training trafen.
Der Wide Receiver fuhr dann fort, daß es ihm eigentlich ziemlich egal wäre, wer sein Quarterback ist. Er würde seinen Job machen, so gut es eben ginge.
Er sage ja nichts gegen Alex Smith. Er wäre immer für den, der gerade sein Quarterback ist.
Head Coach Jim Harbaugh hat ja in den letzten Wochen schon des Öfteren betont, daß er Smith gerne behalten möchte. Allerdings ist der Quarterback ein freier Agent sobald die Aussperrung endet und kann zu einem anderen Team wechseln.
Nur dürften sich die Teams, die an ihm Interesse haben an null Fingern einer Hand abzählen lassen.

06. 06. 2011

Kurzberichte
Die Packers haben sich bisher nicht zu freiwilligen Trainingseinheiten aufraffen können.
Am Sonntag trafen sich einige von ihnen, aber nicht zum Training, sondern um Softball zu spielen.
Donald Driver (Im Bild rechts) hielt sein jährliches Wohltätigkeitssoftballspiel im Fox Cities Stadium ab, das 30 Fahrminuten vom Lambeau Field entfernt liegt.
Die Veranstaltung war mit 8.349 Zuschauern zum ersten Mal ausverkauft. Die Fans wollten ihren harten Super Bowl Sieger beim Weichballwerfen beobachten.
Viele Spieler sagten, daß sie ihre Kollegen sehr vermisst hätten und froh wären, sich wieder mal getroffen zu haben.
Vielleicht werden sie sich in naher Zukunft ja auch mal zum Training treffen, so wie viele der anderen Teams.

Die Karriere von Ahman Green dürfte nun doch langsam zuende gehen.
12 Jahre spielte er erfolgreich in der NFL, acht davon für die Packers, von 2000-06 und 2009. Insgesamt lief er für 9.205 Yards und 60 Touchdowns.
2007 war er den Texans noch $23 Millionen wert. Sie boten ihm einen Vierjahresvertrag, aber viele Verletzungen führten 2009 zu seiner vorzeitigen Entlassung.
Ganz vom Football konnte er immer noch nicht lassen und so spielte er letztes Jahr für die Omaha Nighthawks in der UFL.
Dieses Jahr wollte er es in der CFL versuchen und die Montreal Alouettes luden ihn ins Trainingscamp ein.
Dort erschien er allerdings mit einer Oberschenkelverletzung und wurde sofort wieder nach Hause geschickt.

05. 06. 2011

John Henry Johnson ist tot
Am Freitag verstarb John Henry Johnson (Bild). Der Hall of Fame Running Back wurde 81 Jahre alt.
Wie die Familie mitteilte, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends und am Freitag sei er dann schließlich friedlich eingeschlafen.
Johnson spielte in den 1950ern und 60ern für die 49ers , Lions, Steelers und Oilers.
Dabei kam er 1954 erst über den Umweg durch die CFL in die NFL. Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt und gewann 1957 mit den Detroit Lions die NFL Meisterschaft.
1960 ging er zu den Steelers wo er 1962 für 1.141 Yards lief und 1964 für 1.048 Yards.
Er war der erste Steeler, der die Tausendyardsmarke knackte.
1987 wurde in die Hall of Fame aufgenommen.

04. 06. 2011

Das Urteil... ist noch nicht gefällt
Am Freitag trafen sich die Anwälte der Spieler und der NFL vor dem Berufungsgericht, um ihre Sicht des Streits vorzutragen. Beide Seiten hatten jeweils 30 Minuten Redezeit.
Paul Clement vertrat die NFL und Ted Olson die Spieler.
Die drei weisen Affen, hier Richter genannt, hörten zu, sahen sich die Beweismittel an und sagten ab und zu auch selber etwas.
Nachdem sie sich alles angehört hatten, sagte deren Vorsitzender Kermit Bye die weisen Worte: .Wir werden diesen Fall annehmen und eine Entscheidung in absehbarer Zeit verkünden..
Kermit, der Richter, nicht der Frosch, sagte dann auch noch, daß beide Seiten immer noch die Möglichkeit hätten, selber zu einem neuen Vertrag zu gelangen.
Beide Seiten könnten sehr unzufrieden sein, mit dem Urteil, das das Berufungsgericht fällen wird, fuhr Bye fort. Das könnte vermieden werden, wenn vorher ein neuer gültiger Tarifvertrag ausgehandelt werden sollte.
Doch darüber sind die Anwälte der Spieler schon hinaus.
Ted Olson, der Repräsentant der Spieler, bereitet sich schon darauf vor, den Fall vor das oberste Gericht der USA, den U.S. Supreme Court, zu bringen.
Doch das oberste Gericht ist sehr wählerisch darin, für welche Fälle es seine kostbare Freizeit opfert. Es steht also nicht fest, daß sich das hohe Gericht herablässt, diesen Fall zu verhandeln.
Die Richter dort haben nicht vor, an Arbeitsüberlastung zu sterben und nehmen nur etwa einen von hundert angetragenen Fällen an.

03. 06. 2011

Konspiratives Treffen.
Ein Reporter einer Chicagoer Tageszeitung sah auf dem Flughafen jemanden, der ihm sehr bekannt vorkam, Robert Kraft (Bild), den Besitzer der Patriots
Nanu, dachte er sich, was macht denn der hier?
Neugierig begann er zu recherchieren und fand heraus, daß sich Vertreter der NFL und der Spieler in der Stadt getroffen hatten, um miteinander zu verhandeln.
Die Besitzer der Cowboys, Jerry Jones, Patriots, Robert Kraft, Panthers, Jerry Richardson, Steelers, Art Rooney und Giants, John Mara waren bei dem Geheimtreffen zugegen, ebenso, wie NFL Commissioner Roger Goodell und die Vertreter der Spieler DeMaurice Smith, der Vorsitzende der NFLPA und Kevin Mawae, Präsident der Spielergewerkschaft.
Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag haben die genannten ohne Anwälte aber mit dem Vermittler, Richter Arthur Boylan, miteinander verhandelt, um endlich wieder Bewegung in die festgefahrenen Gespräche zu bringen.
Boylan sagte, daß die Gespräche sehr engagiert und zielstrebig geführt wurden. Aus diesem Grund würde er an keine weiteren Verhandlungen teilnehmen, da er gemerkt habe, daß beide Seiten ernsthaft an einer Lösung interessiert seien.
Was sie für Fortschritte gemacht haben, darüber hüllten sich aber alle Beteiligten in Schweigen.
Am heutigen Freitag steht ja der Termin vor dem Berufungsgericht an und über 30 Spieler haben bereits mitgeteilt, daß sie den Anhörungen beiwohnen werden.
Von Seiten der NFL wird kein Offizieller und kein Teambesitzer dabeisein. Die Liga wird nur ihre Anwälte schicken.
Es dürfte allerdings schon feststehen, daß die Richter zugunsten der NFL entscheiden. Die Zusammensetzung der drei Richter, die die Berufung verhandeln, wird als notorisch arbeitgeberfreundlich bezeichnet.

Kurzberichte
Ryan Leaf hat einen Gehirntumor, der nicht operativ entfernt werden kann.
Der ehemalige Quarterback der Chargers gilt als zweitgrößter Draftflop, nach JaMarcus Russell.
Leaf, der 1998 als zweiter Spieler einberufen wurde, nach Peyton Manning, galt als ebenso großes Talent, wie der Quarterback der Colts.
Leaf fiel aber nur durch Faulheit und Aggressivität auf, nicht durch Leistung.
Der 35-jährige wurde letztes Jahr wegen Drogenmißbrauchs zu einer zehnjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.
Leaf bereitet sich jetzt auf die Bestrahlungstherapie vor und hofft, daß der Krebs damit besiegt werden kann.

Viele NFL Spieler trainieren freiwillig mit ihren Teamkollegen und zu manchen Treffen erscheinen bis zu 50 Spieler.
Nicht so bei den Eagles.
Zu einem Passer Camp des Teams erschienen am Dienstag zwei Spieler, Mike Kafka, der dritte Quarterback und Wide Receiver Jeremy Maclin.
Schon zu ein paar Treffen zuvor, noch zusammen mit Michael Vick, kamen nur zwischen sechs und zwölf Spieler. Ohne ihn schwand das Interesse deutlich.
Vick zieht es vor, alleine zu trainieren, mit einem persönlichen Trainer, zuhause in Virginia.

02. 06. 2011

Kurzberichte
Die Fantasyspieleindustrie sieht ihre Dollar davonschwimmen.
In den USA gibt es eine Menge kommerzieller Fantasysportfirmen, die viel Geld mit der Ausrichtung dieser Spiele verdienen. Die Spieler müssen sich ihre Teams mit echtem Geld zusammenkaufen und können am Ende der Saison mit einer Siegesprämie rechnen, wenn sie ihre Liga gewinnen.
Normalerweise fängt um diese Zeit des Jahres das Fieber für die NFL Fantasyligen an zu steigen.
Doch dieses Jahr ist das Interesse bisher sehr gering.
Der Sender ESPN brachte bisher jedes Jahr ein Magazin für die Fantasyfans heraus, um ihnen beim Zusammenstellen ihrer Teams zu helfen. Dieses Jahr wurde das Magazin ersatzlos gestrichen. Erstens wäre das Interesse an diesem Magazin in diesem Jahr sehr gering und zweitens wären zu viele Daten nicht mehr aktuell, wenn die Liga ihre Aussperrung gegen die Spieler beenden würde.
Man könne ja überhaupt noch nicht absehen, was auf dem Free Agent Markt passieren wird.
Und hier tut sich ein weiterer Markt auf, der von der NFL lebt und von ihr auf das Schwerste geschädigt wird.

Einige Trainer der NFL distanzierten sich von dem Appell, den die Trainervereinigung an das Berufungsgericht richtete.
So sagte Jaguars Head Coach Jack Del Rio, daß er keine Ahnung von dem Appell gehabt habe, der schließlich auch in seinem Namen eingebracht wurde. Er betonte, daß er keinesfalls als Mitverantwortlicher des Appells genannt werden möchte.
Auch der Trainerstab der Redskins und noch einige andere distanzierten sich von der Trainervereinigung.

Darren Sharper denkt daran, aufzuhören.
Der Safety der Saints fühlt sich fit genug für eine 15. Saison, aber nur, wenn diese noch in diesem Jahr stattfinden würde. Sollte es erst nächstes Jahr eine Saison geben, dann würde er in den Ruhestand treten.
Ein weiteres Beispiel dafür, wie die Aussperrung der NFL Karrieren nachteilig beeinflusst.

Kenny Britt erhält vom Gericht den vollen NFL Star Bonus.
Im April fuhr Britt mit 71 Meilen durch eine 50 Meilen Zone. Als eine Polizeistreife ihn anhalten wollte, gab der Wide Receiver der Titans mit seinem blauen Porsche Gas und raste der Streife davon.
Etwas später wurde er wieder gesichtet, als er und eine andere Person den Porsche verliessen.
Als die beiden verhaftet werden sollten, bestritten sie, daß sie in dem Wagen gesessen hätten. Britts Freund, Jerel Lord widersetzte sich vergeblich der Verhaftung. In seinem Besitz wurde ein Rauschmittel gefunden.
Die folgende Anklage gegen Britt lautete auf Fahrerflucht, fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Gefährdung des Straßenverkehrs, Besitz von Rauschmitteln. Alles kriminelle Taten, die eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen könnten.
Das Gericht, das die Anklage behandelt fasste die Taten zusammen und stufte sie auf ungebührliches Verhalten im Straßenverkehr, eine Ordnungswidrigkeit, herab. Der Drogenbesitz wurde ganz fallen gelassen und alleine Jerel Lord angelastet.
So wartet auf Britt also keinesfalls das Gefängnis, sondern nur eine Geldstrafe und eine hoffentlich harte Strafe durch die NFL, wenn die Aussperrung beendet ist.

01. 06. 2011

Kurzberichte
Rookie Quarterback Christian Ponder führt sich bei seinem NFL Team, den Vikings, direkt gut ein.
Er lud seine zukünftigen Mitspieler zu einem freiwilligen Training ein und verteilte das Spielbuch an sie. Das hatte er an dem einen Tag, an dem die Aussperrung aufgehoben war, von seinem Offensive Coordinator Bill Musgrave bekommen.
Die Seiten aus dem Buch hatte er persönlich in einem Kopierladen kopiert, ohne sie aus den Augen zu lassen.
Ponder hat sich schon intensiv mit dem Buch beschäftigt und traut sich zu, bereits die Hälfte der Spielzüge ausführen zu können.
Bis gestern waren erst sechs Vikings beim Training aufgetaucht, aber andere haben ihr Erscheinen zugesagt.
Mittrainiert hat Mark Herzlich. Der Linebacker vom Boston College wurde von keiner Mannschaft einberufen und versucht durch die Hintertür in die NFL zu kommen.

Dain Taylor gehört zu den ehemaligen Collegespielern, die den Sprung in die NFL nicht geschafft haben. Normalerweise würde der Defensive End der Drake University jetzt durch die Trainingscamps der Teams reisen und seine Fähigkeiten vorführen.
Doch die Aussperrung macht seiner Lebensplanung einen Strich durch die Rechnung, und so zog der junge Mann wieder bei seinen Eltern ein und versucht die Zeit totzuschlagen.
Er hofft immer noch darauf, daß sein Traum, in der NFL einen Platz zu bekommen, wahr wird. Seine Mutter sieht das etwas anders und drängt ihn, einen Job zu suchen.
Als wenn das in dieser Zeit der schwersten Finanzkrise die es bisher gab, so leicht wäre. Deshalb hätte seine Mutter auch noch etwas Geduld mit ihm... eine Zeitlang, sagte er.
Andere Spieler haben in der minderwertigen UFL angeheuert oder versuchen es in der CFL. Wieder andere haben sich bei den Arbeitsämtern gemeldet und hoffen darauf wenigstens nicht bei Kentucky schreit ...icken hinter dem Tresen zu landen.
Die Minicamps, die sonst um diese Zeit des Jahres stattfinden, sind immer eine gute Möglichkeit gewesen, durch die Hintertür in den Kader eines Teams zu gelangen.
Die NFL nimmt diesen Menschen durch ihre Aussperrung die Chance auf ein besseres Leben.

Die Rookies der NFL werden doch noch in diesem Jahr zu einem Symposium eingeladen.
Die Spielergewerkschaft NFLPA hat die Frischlinge zum 28. und 29. Juni nach Washington eingeladen. Unter dem Titel .The Business of Football: Rookie Edition. wollen die gewerkschaftlich organisierten Spieler den Neulingen unter Anderem beibringen, daß Waffengewalt zwar in der Lage ist, das ein oder andere Problem zu lösen, sie aber gleichzeitig andere Probleme entstehen lässt.
Der Umgang mit den Medien muss gelernt werden, sowie der Umgang mit dem plötzlichen immensen Reichtum.
Aussperrung oder nicht, man müsse die jungen Leute jetzt darauf vorbereiten, daß sie in einen anderen Lebensabschnitt eintreten, sagte der Sprecher der Gewerkschaft.

Cris Collinsworth hat einen Job als Receiver Coach an der Highlands High School in Fort Thomas angenommen.
Der ehemalige NFL Wide Receiver ist für die Sender NBC und Showtime tätig, geht aber davon aus, daß er da in diesem Jahr nichts zu tun bekommt.
Bestenfalls wäre die NFL in der Lage eine halbe Saison abzuhalten, sagte er dazu. Deshalb habe er bestimmt genug Zeit an der Schule seines Sohnes als Trainer zu arbeiten.
So wie die Verhandlungen zwischen der NFL und den Spielern laufen, oder besser gesagt, nicht laufen, sieht er keine Chance, daß die Saison in voller Länge stattfinden wird.

Im Alter von 85 Jahren ist Andy Robustelli verstorben.
Das Mitglied der Hall of Fame spielte 14 Jahre in der NFL. Der Defensive End war von 1951-55 bei den Rams und von 1956-64 bei den Giants.
Woran der Mann, der neun Kinder, 29 Enkel und 6 Großenkel hat, verstarb, wurde nicht bekanntgegeben.

Der Prozess gegen Albert Haynesworth wegen Rauditums im Straßenverkehr wurde eingestellt.
Der Defensive Lineman der Redskins und das betroffene Opfer seiner Fahrweise einigten sich außergerichtlich.
Was die Einigung Haynesworth gekostet hat, darüber hüllen sich die beiden in Schweigen.

 

 

news

Vorherige Seite

Nächste Seite

feldhintergrund04
feldhintergrund03

 

 

 

[Home] [Ergebnisse] [NFL News] [News Archiv] [Total Exzess] [Statistiken] [Tabellen] [Football erklärt] [History] [NFL] [Impressum]

 


WIN-FOOTBALL Magazin © voss-multimediagruppe. Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung. Alle Logos und Namen sind eingetragene Markenzeichen der jeweiligen Namensinhaber und urheberrechtlich geschützt. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.

 

 

winfootball2009logo