31. 05. 2011

Kurzberichte
jones-jerry5Jerry Jones (Bild) sieht Dez Bryant auf dem richtigen Weg. Der Besitzer der Cowboys glaubt, daß die Ansprachen der Spieler an den Wide Receiver von Erfolg gekrönt waren.
Einige Cowboys hatten sich vor einigen Wochen mit Bryant getroffen und ihm ins Gewissen geredet.
Der Wide Receiver hatte sich bei einigen Schmuckhändlern Gold und Juwelen bestellt, ohne die Absicht, die Waren auch zu bezahlen. In einem Einkaufszentrum danebenbenommen, indem er seine Hose zu tief unten trug, was Körperpartien ans Tageslicht brachte, die im prüden Amerika besser verhüllt bleiben. Daraufhin besuchten ihn einige Kollegen, um dem Wide Receiver beizubringen, was Richtig und was Falsch ist.
Jones sagte, daß er gewarnt wurde, Bryant ins Team zu holen. Aber er hatte darauf gehofft, daß der Wide Receiver sich ändern würde, wenn er seinen Traum erfüllt bekäme, ein Dallas Cowboy zu werden.
Bisher war das ein Schuss in den Ofen, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben, und so glaubt Jones weiter daran, daß aus dem kriminellen Bryant ein anständiges Mitglied der menschlichen Gesellschaft wird.

Tony Romo steckte den Hit seines Lebens ein und daran wird er lange, lange zu knabbern haben.
Am Samstag gab der Quarterback der Cowboys seiner Verlobten Candice Crawford das Ja-Wort und steht von nun an unter andauernder Sonderbewachung.
Auch sein Besitzer Jerry Jones nahm an der Hochzeit teil. Er hatte die Sondererlaubnis der NFL, da er während der Aussperrung eigentlich zu keinem seiner Spieler Kontakt aufnehmen darf.
Wohin das Paar die Hochzeitsreise unternimmt, behielt es für sich.

Austin Collie hat sich von seinen zwei Gehirnerschütterungen, die er sich in der letzten Saison zuzog, gut erholt.
Zur Zeit trainiert der Wide Receiver der Colts zusammen mit Peyton Manning und einigen anderen Teamkollegen.
Nach der Trainingseinheit sagte er der Presse, daß er keine Symptome mehr spürt. Die Türschelle hätte aufgehört zu klingeln.
Auf die Frage, ob er denn jetzt Angst davor habe, wieder einen saisonbeendenden Hit zu kassieren, antwortete er, daß er momentan noch nicht daran denkt.

30. 05. 2011

Kurzberichte
vickEine Tierschutzvereinigung in den USA kaufte das Gelände, auf dem Michael Vick (Bild) damals seine Kampfhunde züchtete und quälte.
Sie wollen es in ein Rehabilitationscenter für gequälte Hunde umwandeln.
Vick, damals noch Quarterback der Atlanta Falcons wurde angeklagt, wegen Tierquälerei und der Veranstaltung verbotener Hundekämpfe. Er verbüßte eine 18monatige Gefängnisstrafe, die ihn in den Bankrott trieb.
Nach seiner Entlassung gaben die Eagles ihm eine Chance, die er nutzte. Tatsächlich scheint Vick auch geläutert. Als Apple im letzten Monat eine Applikation zum Kauf für das iPad anbot, in der es um Hundekämpfe ging, stand er in vorderster Front derer, die gegen das Spiel protestierten.
Den Verkauf seines Grundstücks legte er in die Hände eines Maklers, der große Probleme hatte, einen Käufer zu finden.
der Verein „Dogs Deserve Better of Tipton, Pa.“ kaufte das Grundstück mit dem Fünfschlafzimmerhaus letzte Woche für $600.000.

Eine Punkrockband nannte sich Elway und John findet das gar nicht lustig.
Als John Elway davon erfuhr, schaltete er seine Anwälte ein, die die Band freundlich aufforderten, den Namen wieder abzulegen.
Bereits letzten November nannte die Gruppe sich von „10-4 Eleanor“ (in Deutsch etwa: Verstanden Eleanor) in Elway um.
Der Leadsänger Tim Browne fand es bemerkenswert, daß der Hall of Fame Quarterback von seiner Gruppe gehört hat, die normalerweise vor 30 Leuten spielt. Den Namen, so führte er an, werde die vierköpfige Band aus Fort Collins, Colorado, allerdings behalten.
Keiner der Bandmitglieder würde sich wirklich für Football interessieren, und der Name soll auch keine Reminiszenz an Elway sein. Es wäre halt so, daß der Mann eine bekannte Größe sei und die Leute auf seinen Namen reagieren. Und Elway solle sich um wichtigeres kümmern, als um eine kleine Musikband, die seinen Namen nutzt.

Kann es sein, daß es Jets Cornerback Darrelle Revis demnächst täglich mit Randy Moss zu tun bekommt?
Erst vor Kurzem nannte Revis den Ex-Wide Receiver der Patriots einen Schlappschwanz.
Die Jets könnten nach der Aussperrung hingehen und Moss verpflichten. Sie haben zwar mit Santonio Holmes und Braylon Edwards zwei passable Ballfänger, aber die könnten aus finanziellen Gründen kurz vor ihrer Entlassung stehen. New York würde die beiden gerne behalten, aber wenn einer von ihnen gehen muss, stünde Moss auf der Einkaufsliste.

Bengals Defensive Tackle Tank Johnson glaubt nicht, daß Carson Palmer seine Drohung, die Bengals zu verlassen, nicht ernst meint.
Er würde den Quarterback seit dem College kennen und habe ihn nicht als Schwätzer, der seinen Worten keine Taten folgen lässt, kennengelernt.
Selbst wenn er aus irgendeinem unerfindlichen Grund bleiben sollte, wäre er mehr ein Problem für das Team, als eine Lösung. Ein Spieler, der nicht mit ganzem Herzen hinter seiner Mannschaft steht, bringt keine volle Leistung.
Als Problem bezeichnete Johnson auch Chad Ochocinco und Terrell Owens.
Die beiden hätten letztes Jahr durch ihre personenbezogenen Fernsehsendungen viel Ablenkung in das Trainingslager der Bengals gebracht.
Die beiden Überegos hätten nur sich im Kopf und würden das Spiel nur als Möglichkeit ansehen, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.
Die verzweifelten Versuche Ochocincos, während der Aussperrung im Mittelpunkt des Interesses zu stehen, findet er nur peinlich.

28. 05. 2011

Kurzberichte
ryan-rex2Rex Ryan (Bild) glaubt ja weiterhin fest daran, daß seine Jets den nächsten Super Bowl gewinnen. Zweimal standen sie bereits kurz vor dem Einzug ins Spiel der Spiele und scheiterten jeweils erst im AFC Endspiel.
Um es in der nächsten Saison endlich zu schaffen, holte er sich jetzt den Rat beim Meister der gekürzten Saisons, Joe Gibbs.
Der Head Coach der Redskins gewann zwei Super Bowls jeweils nach Saisons, die durch Spielerstreiks verkürzt waren. Also rief Ryan seinen Kollegen an, und wird sich demnächst mit ihm treffen, um mit ihm über den Gewinn des Super Bowls nach einer verkürzten Saison zu fachsimpeln.
Gibbs gewann den Super Bowl nach der Streiksaison 1982 mit 27:17 gegen die Dolphins und fünf Jahre später mit 42:10 gegen Denver.
In dieser Saison gewann Gibbs alle drei Spiele, die mit Ersatzspielern ausgetragen wurden, und beendete die Saison mit 11-4 Siegen.
Doch auch sonst holt sich Jets Head Coach Ryan jeden Rat, den er bekommen kann. So sprach er z.B. mit dem ehemaligen Offensive Coordinator der Colts, Tom Moore, von dem er wissen wollte, wie man erfolgreich innerhalb der gegnerischen 20-Yardslinie agiert. Das wäre die Zone auf dem Platz, wo die Jets die größten Defizite hätten.

Die Geschworenen eines Gerichts in Texas gaben der Anklage gegen Aqib Talib statt, und dem Cornerback der Buccaneers wird der Prozess gemacht.
Talib wird der schweren Körperverletzung mit einer tödlichen Waffe beschuldigt. Er, und seine mitangeklagte Mutter Okolo, haben auf den Freund von Aqibs Schwester geschossen.
Talibs Anwälte betonten, daß ihr Mandant völlig unschuldig sei. Zu der Anklage wäre es nur gekommen, weil den Geschworenen nicht alle Fakten vorgelegt wurden. Man freue sich darauf, diese Fakten endlich einbringen zu können, um die Unschuld Talibs zu beweisen.
Die Buccaneers haben immer noch nicht entschieden, wie sie mit Talib verfahren werden, wenn die Aussperrung beendet ist.

27. 05. 2011

Kurzberichte
Bisciotti-Steve2Der Besitzer der Ravens rudert zurück. Nachdem das Team zuletzt ankündigte, die Gehälter der Angestellten während der Aussperrung um bis zu 25% zu kürzen, sagte Steve Bisciotti (Bild) am Donnerstag, daß es keine Gehaltskürzungen geben werde.
Was das Herz Bisciottis geöffnet und ihn zu diesem Stimmungswechsel bewogen hat, bleibt unbeantwortet.
Der größte Teil der NFL Clubs hat seinen Angestellten die Gehälter gekürzt und sucht weiter nach weiteren Einsparungsmöglichkeiten.

Dolphins Besitzer Stephen Ross gehört zu den Teambesitzern, die das Gehalt ihrer Angestellten um bis zu 20% gekürzt haben. Er warnt andere Gewerkschaften davor, sich mit den Spielern der NFL solidarisch zu erklären. Dabei meint er hauptsächlich die Gewerkschaften von Normalverdienern.
Mit seiner Baufirma führt er ständig Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften und er sieht keine Übereinstimmungen zwischen diesen Gewerkschaften und der NFLPA, die für die Spieler verhandelte.
Bei der NFLPA ginge es um Menschen, die im Schnitt $1,8 Millionen pro Jahr verdienen. Bei anderen Gewerkschaften ginge es darum, so viel herauszuholen, daß man die Familie ernähren kann. Das wären Inhalte für Tarifverhandlungen.
Für ihn sollte es keine Sympathien geben für diese Ballspieler.

26. 05. 2011

Weniger Spiele, mehr Spieler
payton-sean2Auch die Trainer der NFL Teams wollen wieder an die Arbeit gehen. Die Vereinigung der NFL Trainer appellierte an das Berufungsgericht, die Aussperrung der Spieler durch die Liga zu beenden.
Nicht nur den Spielern würde durch das Berufsverbot irreparabler Schaden entstehen, sondern auch den Trainern. Einige hätten schon jetzt große Schwierigkeiten, ihre Familien zu ernähren.
Auf die dumme Frage eines Reporters, warum die Vereinigung denn heute gegen die NFL wäre, bei dem Spielerstreik 1987 wären sie doch gegen die Spieler gewesen, antwortete der Sprecher der Vereinigung, man wäre dagegen nicht arbeiten zu können. 1987 wäre es ein Streik gewesen, deshalb wäre man gegen die Spieler gewesen. Heute wäre es eine Aussperrung, da wäre man halt gegen die Liga. Wäre es ein Streik, stände man an der Seite der NFL.

Derweil machte Roger Goodell auf dem Frühjahrstreffen der Teambesitzer klar, daß der Zeitpunkt näher kommt, an dem man den ersten Spieltag streichen muss.
Noch gäbe es kein genaues Datum, aber der erste Spieltag der Vorbereitungsspiele müsse bald gestrichen werden.
Jim Irsay, Besitzer der Colts, sagte der Presse, daß die ganze Saison auf der Kippe stünde, wenn man bis zum 4. Juli keinen neuen Tarifvertrag abgeschlossen hat.
Nach seiner Meinung würde die Liga bereits eine Milliarde Dollar verlieren, wenn die Vorbereitungsspiele und die ersten zwei Wochen der Saison ausfallen.

Roger Goodell sagte in seiner Abschlußrede des Frühlingstreffens, daß die Liga bereits spürt, daß die Fans sich verärgert abwenden. Das NFL Network verzeichnet sinkende Einschaltquoten von etwa 10% und auch die Internetseite NFL.com verzeichnet sinkende Klickzahlen.
Der Unmut der Fans würde langsam spürbar und an die Substanz gehen, räumte er ein. Deshalb wäre es Zeit, daß die Spieler endlich wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren würden, um sich mit der Liga auf einen neuen Tarifvertrag zu einigen.
Sollte es spät, aber nicht zu spät, zu einer Einigung kommen, so würde man den Teams erlauben, mehr Spieler als sonst üblich im Kader zu behalten.
Normalerweise eröffnen die Teams die Trainingscamps mit 80 Spielern, die bis zum Ende der Vorbereitungszeit auf 53 Spieler getrimmt werden müssen.
Wieviele Spieler man zusätzlich behalten dürfte, wisse er noch nicht. Da würde er sich ganz auf die Empfehlungen der Head Coaches verlassen.

Kurzberichte
Die Aussperrung hält Cowboys Besitzer Jerry Jones nicht davon, einer Einladung seines Quarterbacks Tony Romo zu folgen.
Romo hat seinen Besitzer zu seiner Hochzeit am kommenden Wochenende eingeladen, und Jones holte sich die Erlaubnis der Liga, dort erscheinen zu dürfen.
Er hätte dieser Einladung schon deshalb folgen müssen, sagte er, weil er noch nie eine so nette Einladungskarte gesehen hätte, wie die von Romo und seiner verlobten Candice Crawford.

Der frischgebackene Dancing with the Stars Sieger Hines Ward geht jetzt unters Messer.
Der Wide Receiver der Steelers muss am Daumen operiert werden.
Seine Trophäe, die er bei dem Tanzwettbewerb gewann, hätte für ihn einen gleich großen Stellenwert, wie seine Super Bowl MVP Trophäe, sagte er nach dem Sieg, deshalb bekäme sie auch einen Platz direkt daneben.

Roger Goodell und das Regelkomitee sind für James Harrison Idioten.
Auf dem Frühjahrstreffen der Teambesitzer wurde die Pittsburgh Steelers Regel ins Leben gerufen. Diese besagt, daß die NFL auch die Teams bestrafen wird, wenn deren Spieler ihre Gegner zu oft zu hart attackieren.
Aus diesem Grund fiel Harrisons Antwort harsch aus, als er gefragt wurde, was er davon hält: „Nach dieser neuerlichen Regeländerung bin ich mir absolut sicher, daß die Leute, die die Regeln in der NFL machen, Idioten sind.“
Art Rooney II machte seiner Wut über die Namensgebung auf dem Abschlußbankett der Teambesitzer Luft und der Besitzer der Steelers soll sehr deutliche Worte gefunden haben, die er seinen Kollegen an den Kopf warf.
LaMarr Woodley dagegen fand versöhnlichere Worte. Der Linebacker der Steelers entschuldigte sich auf seiner Twitterseite und schrieb: „Meine Gedanken zur Steelersregel??? lol. Es tut mir leid, daß wir Euch so hart treffen.“

Matt Stover gibt seinen Abschied bekannt.
Der Ex-Kicker der Ravens ist mittlerweile 43 Jahre alt und hat eine tolle Karriere vorzuweisen. Mit 2.004 erzielten Punkten liegt er auf dem vierten Platz der NFL Bestenliste.
Einberufen wurde er 1990 in der 12. Runde von den Giants. Seine erste Saison verbrachte er jedoch auf der Verletztenliste und wurde 1991 an die Browns abgegeben, die 1996 nach Baltimore auswanderten und sich fortan Baltimore Ravens nannten.
2009 ging er zu den Indianapolis Colts, um den verletzten Adam Vinatieri zu ersetzen. Mit 42 Jahre wurde er der älteste Spieler, der je in einem Super Bowl antrat. Dieses Spiel gegen die Saints war das letzte seiner Karriere. Letztes Jahr spielte er schon nicht mehr, und jetzt macht er offiziell Schluß.

Des einen Leid, des andren Freud...
... ist die Saison, die nicht stattfindet.
In der NASCAR und der MBL reibt man sich die Hände. Gerade die Playoffs der Keulenschwinger haben in den letzten Jahren mehr und mehr unter der Vorherrschaft der NFL leiden müssen.
Letztes Jahr setzte die NFL sogar zum ersten Mal ein Sunday Night Spiel direkt gegen ein Baseballplayoffspiel an, und gewann den Kampf um die Einschaltquoten haushoch.
Hier wird man sich freuen, wenn man nicht gegen eine echte Sportart antreten muss.
Der Sender ESPN wird nicht unglücklich sein, wenn man die Geldvernichtungsmaschine Monday Night Football nicht übertragen muss.
Der Sender würde bedeutend weniger Verluste einfahren, ohne MNF.
NBC könnte mehr Werbezeiten für seine Golfübertragungen und die Spiele des Collegeteams Notre Dame verkaufen. Hier blieben in den letzten Jahren einige Werbeinseln ungefüllt.
Bisher konzentrierten sich die Werbekunden auf die Sunday Night Spiele der NFL und ließen andere Sportübertragungen des Senders außer acht.
Bei CBS denkt man darüber nach, wichtige Collegefootballspiele am Sonntagnachmittag austragen zu lassen, um damit die freigewordenen Plätze zu füllen, die die NFL hinterlässt. Man stehe schon in Verhandlungen mit der SEC.
Damit hätte man weiter ein starkes Vorfeld für die Sendung 60 Minutes, die Einbrüche in den Einschaltquoten erleiden würde, ohne die NFL Spiele.
Auch bei FOX denkt man daran, Spiele der Pac-12 am Sonntagnachmittag anzusetzen. Für die Übertragungen der World Series im Baseball erwartet man durch den Wegfall der NFL Spiele bessere Einschaltquoten und höhere Werbeeinnahmen.
Der Sender Turner Sports, ein kleinerer Sender in den USA, erhofft sich auch höhere Einschaltquoten für seine MLB Übertragungen. Doch aufgepasst, Basketballfans, die Übertragungen der Spiele auf TNT sind in Gefahr, denn auch in der NBA soll eine Aussperrung anstehen.

25. 05. 2011

Kurzberichte
manning04Am Montag wurde Peyton Manning (Bild) am Nacken operiert.
Es war die zweite Operation in zwei Jahren wegen eines Bandscheibenvorfalls, der sich der Quarterback der Colts unterziehen musste.
Bereits am Dienstag war Manning schon wieder Zuhause. Er habe ja eine Menge Zeit, sich von der Operation zu erholen, sagte er der Presse und hatte einen leicht säuerlichen Gesichtsausdruck.
Bis zum Beginn des nächsten Trainingscamps, 2012, soll er wieder voll einsatzbereit sein.

Hines Ward hat einen Titel gewinnen können.
In der Fernsehtanzmeisterschaft „Dancing with the Stars“ ließ der Wide Receiver der Steelers die Konkurrenz hinter sich und entschied den Wettbewerb mit seiner Partnerin Kym Johnson für sich.

Ab der nächsten Saison wird die NFL auch die Teams bestrafen, wenn Spieler ihre Gegner des Öfteren illegal und überhart attackieren.
Zunächst will die NFL nur Geldstrafen verhängen, überlegt sich aber auch, weitere Sanktionen zu verhängen.
Gerade auf Steelers Linebacker James Harrison hatte sich die Liga in der letzten Saison eingeschossen. Er musste über $100.000 an Strafen zahlen und es wurde vermutet, daß das Team einen Teil der Strafen zahlte.
Aus diesem Grund will sich die Liga ansehen, was in Zukunft passiert, und wenn Geldstrafen für ein Team dann nicht ausreichen, will man ihm eine Wahlmöglichkeit in der Draft wegnehmen.
Die Liga hat übrigens vor, diese neue Regel die „Pittsburgh Steelers Regel“ zu nennen. Darüber zeigte sich Teambesitzer Art Rooney II. nicht gerade erfreut.

Die NFL muss das jährliche Rookiesymposium ausfallen lassen. Das ist die erste Veranstaltung der Liga, die in diesem Jahr wegen der Aussperrung ausfällt.
Für die Rookies ist das kein großer Verlust. Sie haben in der Vergangenheit schon oft geäußert, daß sie lieber woanders wären, in dieser Zeit.
Auf dem Symposium wird den Neuzugängen in die NFL beigebracht, wie man sich als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu benehmen hat.
Viele der Rookies stammen ja aus eher zweifelhaften Nachbarschaften und müssen erstmal lernen, daß man Konflikte nicht nur durch Gewalt lösen kann. Außerdem wird ihnen beigebracht, wie man als Neureicher Millionär sein Geld nicht nur zusammenhält sondern auch vermehrt.
Raiders Linebacker Rolando McClain wurde gefragt, was ihm das Symposium letztes Jahr gebracht hat?
Sie würden einem halt versuchen zu vermitteln, was ein Rookie so wäre, antwortete er. Dieses Geschwafel über das Benehmen in der Öffentlichkeit wäre Allgemeinwissen nach dem Motto: bringt Euch nicht in Schwierigkeiten. Das wäre alles.

24. 05. 2011

Frühlingstreffen der NFL
goodell-rogerWie üblich treffen sich die 32 Clubbesitzer der NFL im Frühjahr in der Stadt des nächsten Super Bowls zu ihrem Frühlingstreffen. So auch zur Zeit.
Doch in diesem Jahr sind die Umstände alles anders als üblich.
Das einzige Gesprächsthema für die Teambesitzer dürfte das Arbeitsverbot sein, das sie über ihre Spieler verhängt haben.
Tick, Tick, Tick, läuft die Uhr bis zur Saison gnadenlos ab. Die Aussperrung ist im dritten Monat, man kann also schon Auswirkungen erkennen. Das erste Vorbereitungsspiel ist nur noch knappe zwei Monate entfernt. Aber... noch kein Rookie der einberufen wurde hat einen Vertrag. Noch kein Freier Agent durfte Kontakt zu einem Team aufnehmen. Noch kein aufsehenerregender Spielerwechsel hat die Schlagzeilen beherrscht.
Dafür beherrscht einzig das Wort „Aussperrung“ die Schlagzeilen.
Aber dämmert es den Holzköpfen der NFL Chefetage, daß sie die Fanunterstützung verlieren?
Eher nicht!
NFL Justitiar Jeff Pash sagte zur Presse, daß man merkt, wie die Fans mehr und mehr aufgebracht sind darüber, daß sich überhaupt nichts tut.
Man müsse raus aus den Gerichtssälen, raus aus den Medien, rein in die Verhandlungen.
Die NFL wäre der Lebensunterhalt für so viele Menschen und der Lebensinhalt für noch mehr Menschen, da dürfe man nicht einfach eine Saison aufs Spiel setzen.
Mit anderen Worten: Er sonderte nur denselben Blah Blah ab, der einen schon so oft zum Kotzen gebracht hat.
Nachdem Pash seine auswendiggelernten Lügen vorgetragen hatte, musste die NFL leider wieder Klartext sprechen, denn eine weitere Entscheidung eines Gerichts fuhr ihr in die Parade.
Das Berufungsgericht setzte die Frist für die Erwiderungen der Spieler und der Liga zu seiner Entscheidung bis zum 6. Juni fest.
Dagegen legte die NFL sofort Widerspruch ein. Ihr schien der Termin so gelegt, daß doch die Gefahr bestehen könnte, eine Saison austragen zu müssen.
Deshalb bat die Liga darum, bis zum 6. Juli, also über einen Monat, Zeit zu haben, auf das Urteil zu reagieren.
Über diesen Antrag zur Fristverlängerung wird das Gericht demnächst entscheiden.

23. 05. 2011

Kurzberichte
Nachdem am letzten Samstag die Welt nicht um 18 Uhr untergegangen ist und Harold Camping, der die Apokalypse voraussagte, als Vollschwachmat, als einige Millionen reicherer Vollschwachmat, dasteht, versucht sich jetzt Ray Lewis als Prophet.
Der mörderische Starverteidiger der Ravens sagte eine Verbrechenswelle voraus, wenn die NFL Saison 2011 nicht stattfinden sollte. Der Ausfall der Saison hätte negative und weitreichende Konsequenzen.
„Macht diese Untersuchung, wenn die Saison nicht stattfindet,“ sagte er in einem Interview. „Seht wieviel Böses, das wir Verbrechen nennen, seht, wie die Verbrechensrate in die Höhe gehen wird, wenn wir nicht spielen.“
Auf die Frage, warum die Verbrechensrate in die Höhe gehen werde, sagte der 12 malige Pro Bowl Teilnehmer, weil es nichts andere zu tun gäbe. Die NFL Saison wäre etwas, das die Leute beschäftigt. Sie gäbe vielen Leuten Halt, Struktur und eine Perspektive.
Aus dem Interview ging nicht hervor, ob Lewis einen allgemeinen Anstieg der Verbrechensrate prophezeite, oder nur unter seinen NFL Kollegen, die ja gerne mal das Gesetz mit Füßen treten.
13 Spieler wurden bisher verhaftet, seit die Aussperrung am 12. März begann.

Am Sonntagmorgen wurde Garrett Wolfe in Miami verhaftet.
Der Running Back der Bears sieht sich mehreren Anklagepunkten gegenüber. Ihm werden Diebstahl, Angriff auf einen Polizeibeamten, Widerstand gegen die Verhaftung und ungebührliches Verhalten vorgeworfen.
Wolfe ist der 13 Spieler der NFL, der seit der Aussperrung verhaftet wurde und scheint die Prophezeiung von Ray Lewis zu bestätigen.

Falls es wider Erwarten doch einen Saison 2011 geben sollte, die Fans in New Orleans sind bereit.
Die Saints sind das einzige der 32 NFL Teams, das im Vorverkauf alle Saisontickets absetzen konnte.
Zum sechsten Mal in Folge konnten die Saints alle 72.000 Saisontickets verkaufen.
Die Spielstätte, der Superdome, wird gerade für $85 Millionen renoviert und soll im Juni fertiggestellt sein. Am 18. September hätten die Saints ihr erstes Heimspiel der Saison und der Gegner wären die Chicago Bears.
Wäre bestimmt ein tolles Spiel, wenn es stattfinden würde.

22. 05. 2011

Teure Renovierung
Seit 1967 spielen die Chargers im Qualcomm Stadion. Damit gehört das Stadion schon zu den Dinosauriern unter den Stadien.
Nun braucht die in die Jahre gekommene Heimat der Chargers eine Renovierung, die $80 Millionen kosten wird.
Die Stadt San Diego, die von den Chargers schon seit längerem gebeten wird, ihnen ein neues Stadion zu bauen, wird an der alten Schüssel bis ins Jahr 2020 jedes Jahr über $10 Millionen verlieren, haben Bauexperten herausgefunden.
Noch hat das Team einen Mietvertrag bis 2020, aus dem es sich aber durch die Zahlung einer einmaligen Summe von $24 Millionen herauskaufen kann.
Und wenn San Diego sich nicht bald zum Bau eines neuen Stadions entschließt, lauert ein paar Kilometer die Küste herauf Los Angeles auf das Team.
Hier soll demnächst ein neues Stadion gebaut werden, um endlich wieder NFL-Football in die Stadt zu bekommen.

21. 05. 2011

Arbeitskampf
ballsnapaussperrung2Fremde Unterstützung erhalten die Spieler der NFL von anderen Ligen.
Die Gewerkschaften der NHL, MLB und NBA appellierten an das Berufungsgericht, das Arbeitsverbot, das die NFL gegen ihre Spieler verhängt hat, zu beenden.
Auch sie setzten auf die Karte, daß eine Sportlerkarriere kurz ist und man durch den Ausfall einer Saison beträchtlich geschädigt wird.
Auch eine Vereinigung von Sportfans, die Sports Fans Coalition, wandte sich an das Gericht, mit der Aufforderung, die Aussperrung sofort zu beenden. Diese Koalition kämpft für die Interessen der Fans.
Da die Richter ihre Meinung darüber bereits gefällt haben, werden diese Appelle wirkungslos verpuffen. Dennoch bedankten sich die Spieler der NFL bei ihren Kollegen und den Fans.
Mittlerweile haben die Streithähne einen neuen Termin vereinbart, an dem sie sich zu weiteren Gesprächen treffen wollen, den 7. Juni, vier Tage nach der Berufungsverhandlung.

20. 05. 2011

Aussperrung
Viele meiner Leser waren noch gar nicht geboren, als zuletzt eine Saison auf der Kippe stand.
1982 waren es die Spieler, die die Fans betrogen und für mehr Geld streikten. Als man sich nach 57 Streiktagen endlich einigte, war noch Zeit für neun reguläre Saisonspiele und eine besondere Playoffrunde mit 16 Teams, bevor man die verkrüppelte Saison wie gewohnt mit dem Super Bowl beendete.
1987 streikten die Spieler erneut aber die NFL bereitete sich im Vorfeld darauf vor. Die Teambesitzer heuerten Ersatzspieler an, die sie aus Supermärkten, Versicherungsbüros und Burgerbratereien rekrutierten. Dazu gesellten sich Streikbrecher, die die Teams auffüllten.
Geschockt über soviel Dreistigkeit gaben die echten Spieler schnell nach und nahmen ihre Arbeit nach 24 Tagen wieder auf.
Es fiel nur ein Spieltag aus und die Ersatzspieler absolvierten drei Spiele.
Wie wird es in diesem Jahr weitergehen?
Da ist jemand, der zugibt, daß er sich den Ausfall der Saison nicht leisten kann. Jerry Jones sagte, daß er das Cowboys Stadion nicht gebaut hat, um es leerstehen zu lassen. In der Refinanzierung von $1,2 Milliarden ist eine Saison, die nicht stattfindet, nicht eingeplant.
Darüber, welche Fortschritte denn bisher bei den Verhandlungen gemacht wurden, hüllte er sich in Schweigen.
Sein Kollege John Mara, Mitbesitzer der Giants, malte derweil ein Schreckenszenario an den Himmel. Auf der Internetseite des Teams schrieb er von dem Chaos, das ausbrechen würde, wenn man den Spielern nicht die Grenzen aufzeigen würde.
Er sieht das Ende allen Footballs gekommen, wenn die Spieler durchsetzen, daß die Gehaltsobergrenze verschwindet. Außerdem sollen die Spieler wollen, daß die Draft verschwindet. Die Teams mit dem meisten Geld sollen sich die Collegespieler holen könne, die sie haben wollen. Was dann noch übrigbleibt, ist für die weniger reichen Teams, wie Green Bay und Buffalo.
Für ihn wären die Anwälte der Spieler dann die wahren Gewinner, weil jeder alles anfechten und ausfechten würde.
Die Stars würden unanständig viel Geld verdienen, die Mitläufer gerade mal soviel, wie die Spieler in der UFL zur Zeit, denn einen Mindestlohn gäbe es nach Maras Meinung dann auch nicht mehr.
Die Fans wären jedoch die wahren Verlierer, aber... sind wir das nicht immer???

Kurzberichte
Bill Belichick ist jetzt der bestbezahlte Cheftrainer im Profisport.
Am Anfang der Woche gab Phil Jackson seinen Rücktritt bekannt. Der Trainer des Basketballteams Los Angeles Lakers verdiente über $7,5 Millionen im Jahr.
Durch seinen Rücktritt kam der Head Coach der Patriots mit seinen $7,5 Millionen auf Platz 1.
Unter den 10 bestbezahlten Cheftrainern des Profisports befinden sich sieben NFL Trainer und drei Trainer der Basketballliga NBA.

Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam. So viele Golfturniere, an denen die Richter teilnehmen müssen, da dauert es halt manchmal etwas bis man dazu kommt, seinem blöden Job nachzugehen.
So wurde Jon Beason 2009 angeklagt, in einem Stripclub einem Besucher ins Gesicht geschlagen zu haben.
Am Donnerstag war der Prozess gegen den Linebacker der Panthers und er endete recht kurios.
Nach Abwägung aller Schilderungen kam die Jury zu dem Ergebnis, daß nicht Beason den Besucher geschlagen habe, sondern es genau andersherum war.
Sie sprachen Beason frei und sprachen ihm sogar ein Schmerzensgeld zu in der unglaublichen Höhe von einem (1) Dollar.

Tim Tebow freute sich richtig darauf, einige seiner Kollegen wiederzusehen.
Nach wochenlangem einsamen Training in seiner Heimat Florida, traf er sich mit 12 Mannschaftskollegen seiner Broncos und trainierte mit ihnen zusammen.
Tebow steht im Konkurrenzkampf mit Kyle Orton um den Posten des Starters und Tebow will diesen Kampf unbedingt gewinnen.
Tebow, der das Playbook des neuen Head Coaches im Besitz hat, bereitet sich also optimal auf das Duell vor.
Nebenbei stellte er am Rande des Trainings noch sein Buch vor. „Through my Eyes“ heißen die Memoiren des erfahrenen, reifen Spielers, der im August 24 Jahre alt wird.

19. 05. 2011

Kurzberichte
romo-tonyRoger Staubach versteht die Kritik nicht, unter der Tony Romo (Bild) andauernd steht. Für den zweimaligen Super Bowl Sieger und wohl populärsten Cowboy überhaupt, ist sein heutiger Nachfolger ein Quarterback mit Super Bowl Potential.
Für Staubach ist Romo ein starker Kämpfer. Er arbeitet hart, er steht zu seiner Mannschaft und er ist ein toller Footballspieler, der den vollen Rückhalt seiner Mannschaftskollegen hat... meint Staubach.
Die Krise der Cowboys hängt nicht mit Romo zusammen, ist er überzeugt.
Romos Bilanz in Dallas ist auch nicht schlecht. 39-22 Siege als Starter, eine Passerwertung von 95,5 Punkten, mit der er nur hinter Aaron Rodgers, Phillip Rivers und Steve Young liegt, und eine Vervollständigungsrate von 64,1%, die ihn auf Platz acht der besten Quarterbacks aller Zeiten ausweist.
Was ist es dann, was Romo soviel Kritik erleiden lässt?
Vor Allem die schlechte Bilanz in der Redzone. Gerade hier hat er erschreckend viele seiner 62 Interceptions geworfen. Dann seine Trainingsmoral zum Beginn der freiwilligen Trainingscamps. Da spielt er lieber Golf, als sich um sein Team zu kümmern.
Wenn er das abstellt, werden auch die Kritiken leiser, dann hat Roger Staubach recht, wenn er sagt, daß die Cowboys einen Super Bowl Quarterback haben.

Und wieder eine Umfrage. Dieses Mal fragte der Boston Herald 1.070 repräsentativ ausgewählte Amerikaner, wer denn Schuld daran wäre, daß die Saison 2011 nicht stattfindet?
32% der Befragten waren der Meinung, daß die Teambesitzer schuld sind. 19% hielten die Spieler für die Schuldigen. 30% waren sich nicht sicher, wer schuld hat, und der Rest interessierte sich nicht für die NFL.
Obwohl es in den USA politisch nicht korrekt ist, Schwarze und Weiße als unterschiedliche Rassen anzusehen, veröffentlichte die Zeitung unkorrekterweise folgendes Ergebnis: Von den befragten Farbigen hielten nur 12% die Spieler für die Schuldigen und satte 59% die Teambesitzer.

18. 05. 2011

Kurzberichte
davis-alDie Raiders schicken ihre Angestellten Klinkenputzen.
Alle Mitarbeiter des Clubs, die Spieler ausgenommen, müssen während der Aussperrung Eintrittskarten verkaufen und zwar im Wert von 10% ihres Monatslohns.
Zusätzlich müssen die Angestellten mit Gehaltskürzungen rechnen und Zwangsurlaub.
Schon letztes Jahr waren die Eintrittskarten für Spiele der Raiders schwerer zu verkaufen, als Kühlschränke am Südpol.
Nur 46.431 Zuschauer pro Spiel war der letzte Platz unter allen 32 NFL Teams. In den letzten beiden Saisons konnten die Raiders nur zweimal ein ausverkauftes Stadion verzeichnen. Seit sie 1995 von Los Angeles wieder zurück nach Oakland zogen, durften 83 ihrer 129 Heimspiele nicht im örtlichen TV übertragen werden.
Wie die armen Mitarbeiter jetzt allerdings Eintrittskarten verkaufen sollen für ein Team, das keiner sehen will, für eine Saison die nicht stattfindet, bleibt ein weiteres Geheimnis von Al Davis (Bild).

Es hätte das Ende einer glanzvollen Karriere sein können. Charles Woodson, seit 14 Jahren einer der besten Cornerbacks der Liga, brach sich im zweiten Viertel des Super Bowls gegen Pittsburgh das Schlüsselbein und konnte nur noch zusehen.
Wenn es nach dem 34-jährigen geht, geht seine Karriere aber noch weiter. Das Schlüsselbein wäre gut verheilt, sagte er in einem Interview. Wenn die Packers noch Verwendung für ihn hätten, würde er gerne in Green Bay bleiben.
Auch für nächstes Jahr fühlt er sich noch fit genug, da er ja ohne eine Saison 2011 ein Jahr Zeit hat, sich weiter auszukurieren.
Die Saison 2010 beendete er mit 92 Tackles, 2 Sacks, 2 Interceptions und 5 erzwungenen Fumbles.

Wie erwartet hätten sich die Spieler und die NFL die Vertragsverhandlungen am Dienstag auch sparen können.
Das nächste Treffen wird nun erst nach der Berufungsverhandlung stattfinden, die am 3. Juni angesetzt ist.
Wann man sich danach trifft, um weiterzuverhandeln, steht in den Sternen.
Beide Seiten werden sich erst mal auf das dann gefällte Urteil einstellen müssen, und die Spieler, die als Verlierer aus der Verhandlung gehen werden, werden sich ganz genau überlegen, was sie dann machen können.
DeMaurice Smith, einer der Anwälte der Spieler, sagte aber bereits, daß die Spieler sich auf eine zweijährige Aussperrung vorbereiten würden. Sie würden es der Liga nicht leichtmachen.

NFL Commissioner Roger Goodell scheint zufrieden mit den Plänen des neuen Stadions für die Vikings zu sein. Er sicherte dem Gouverneur des Staates Minnesota die finanzielle Unterstützung durch die Liga zu.
Die NFL würde ihren Beitrag dazu leisten, daß die Vikings Minnesota nicht verlassen.
Wie groß dieser Beitrag sein wird, darüber würde noch verhandelt. Nächste Woche soll eine Zahl auf dem Tisch liegen.

Während die NFL immer noch versucht, die Vikings vom Abwandern nach Los Angeles abzuhalten, versucht Los Angeles weiter, ein Team in die Stadt zu bekommen.
Die AEG, übrigens nicht die Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft, sondern die Anschutz Entertainment Group, arbeitet weiter hart daran, L.A. wieder ein NFL Team zu präsentieren.
Der AEG gehören weltweit etliche Sportarenen und Teams, so z.B. die Hamburg Freezers aus der deutschen Eishockeyliga.
Sie hat das nötige Know-how und die finanziellen Mittel, den Plan in die Tat umzusetzen.
Seit 15 Jahren ist dieser riesige TV-Markt ohne ein Team aus der bedeutendsten Sportliga der Welt... unvorstellbar.
Deshalb gibt AEG jetzt Gas und sichert der Liga zu, die vollen Baukosten von über einer Milliarde Dollar für das neue Stadion zu übernehmen. Es soll 15 Meilen außerhalb von L.A. liegen und 75.000 Zuschauer fassen.

17. 05. 2011

Aussperrung
Das Berufungsgericht hat sich lange Zeit gelassen, für seine kurzfristige Entscheidung, ob die Aussperrung in Kraft bleibt oder nicht.
Am Montag stellte sich das Gericht voll und ganz hinter die NFL und ordnete an, daß die Spieler bis nach dem Berufungstermin ausgeschlossen bleiben.
In der Begründung für die Fortführung der Aussperrung schrieben zwei der drei Richter, die den Fall behandeln: „Insgesamt haben wir ernsthafte Zweifel daran, daß die Richterin befugt war, die Aussperrung durch die Liga aufzuheben. Wir sehen, daß die Liga große Chancen hat, mit ihrem Einspruch durchzukommen.“
Daraus kann man tendenziell schon ablesen, wie das Gericht in dem Berufungsprozess entscheiden wird. Wir können der Saison 2011 wohl ganz bestimmt lebe wohl sagen.
Am 3. Juni ist der Termin für die Anhörung.
Und am gestrigen Montag war auch der Termin für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen. Richterin Nelson, die den Fall Tom Brady und andere vs. die NFL verhandelt hat, hatte den beiden Streitparteien auferlegt, unter der Mediation eines von ihr bestellten Richters weiter zu verhandeln.
Die Verhandlungen begannen sofort nach dem Prozess und liefen vom 14. bis zum 20. April. Dann entschloss sich der schlichtende Richter, eine lange Osterpause einzulegen und vertagte die Verhandlungen bis zum 16. Mai.
Hoffnungen, daß sich dort etwas zu unseren Gunsten ergibt, brauchen wir uns nicht zu machen. Die NFL hat den Spielern wieder nicht die verlangten Finanzunterlagen vorgelegt, und der heutige Dienstag soll der letzte Tag der Schlichtungsrunde sein.

Robert Mathis, Defensive End der Colts, schrieb auf seiner Twitterseite, daß Roger Goodell sich nun völlig von seinen Spielern entfernt hätte. Seit 12 Wochen wäre die Aussperrung nun schon in Kraft und es hätte sich gezeigt, daß der Commissioner seine Spieler in der Zeit völlig verloren habe.
Auf Fragen, für wen er denn nun da sei, die Spieler oder die Besitzer, würde Goodell um die Antwort herumtanzen, wie es auch der Sieger des Tanzwettbewerbs „Dancing with the Stars“ nicht besser könnte.
Es sei ganz offensichtlich, daß der Commish nicht die Interessen der Spieler in seinem Herzen vertrete.

Kurzberichte
Etwa 30 Spieler der Lions trafen sich zu einem privaten Training und Matthew Stafford war dabei.
Der Quarterback wurde im Januar an der Schulter operiert, und er begann zunächst vorsichtig mit einigen kurzen Pässen.
Im Verlauf des Trainings warf er dann auch weitere Pässe von 20 und 30 Yards.
Stafford betonte nachher, daß er sich gut fühle. Die Operation wäre gut verlaufen und auch sein Heilungsprozess wäre voll im Zeitplan.

In Castle Rock, einem Vorort von Denver, steht Perrish Cox vor Gericht.
Der Cornerback der Broncos soll am 6. September 2010 eine Frau vergewaltigt haben. Am 9. Dezember wurde er verhaftet und ist seitdem auf Kaution frei.
Cox plädierte auf nicht schuldig.
Sollte er verurteilt werden, droht im eine lebenslange Haftstrafe.

Carson Palmer hat keinen Grund mehr, in Cincinnati zu bleiben.
Im März bot er sein Haus zum Verkauf an, um den Bengals klarzumachen, daß er das Team verlassen wird.
Sollten die Bengals ihn nicht zu einem anderen Team gehen lassen, so würde er in den Ruhestand treten, drohte er.
In der letzten Woche nun hat sich ein Käufer gefunden, der für Palmers Haus die verlangten $1,2 Millionen hinlegte.
Palmer verzichtet auf eine menge Geld, wenn er nicht mehr für die Bengals spielt. Er hat noch einen Vertrag über vier Jahre der ihm $53 Millionen bringen würde.
Es ist nicht anzunehmen, daß ein anderes Team für die Leistungen, die er in den letzten Jahren zeigte, auch nur annähernd soviel zahlen würde.

16. 05. 2011

Kurzberichte
sparano-tony-hc-dolphins2Warum gehen die Dolphins mit Tony Sparano (Bild) in die neue Saison?
Das ist eine der interessantesten Fragen, nach der Frage, wann diese neue Saison überhaupt stattfindet.
Sparano wurde 2008 von General Manager Bill Parcells als Head Coach verpflichtet und machte sofort aus einem 1-15 Team ein 11-5 Team.
Aber das war`s dann auch. Es folgten zwei 7-9 Saisons.
Nachdem Bill Parcells das Team verlassen hatte, sah sich der neue General Manager, Jeff Ireland, nach einem neuen Head Coach um und seine Wahl fiel auf Jim Harbaugh. Der war Head Coach der Stanford University, und mehrere NFL Teams wollten ihn verpflichten. Harbaugh entschloss sich, in der Bucht zu bleiben und ging zu den 49ers.
Sparano hat seinen Job, vorerst, sicher. Er muss aber schon in der nächsten Saison beweisen, daß er mit den Jets und den Patriots mithalten kann.
Das aber ist unmöglich, ohne einen vernünftigen Quarterback. Chad Henne hat zwei Saisons als Starter hinter sich, und keine große Zukunft vor sich.
Die Verteidigung hat in den letzten Saisons schlimmeres verhindert, wird die Last aber nicht auf Dauer alleine tragen können.

$10.000 für 1,5 Sekunden Arbeit. Eigentlich ein normaler Verdienst für einen NFL Star. Chad Ochocinco aber verdiente das Geld in einer anderen Sportart, dem Bullenreiten.
Normalerweise dürfen NFL Spieler keinem gefährlichen Hobby nachgehen, wie Motorradfahrern oder eben Bullenreiten.
Aber die Spieler sind ausgesperrt und solche Vertragsklauseln sind im Moment außer Kraft.
Am Samstag war sein großer Auftritt beim Rodeo in Duluth.
Irgendwie schaffte es der Wide Receiver der Bengals auf den Bullen im Gatter und als das Tor aufging konnte er sich 1,5 Sekunden auf dem wilden Tier mit Namen Deja Blu halten.
Das waren 6,5 Sekunden zu wenig, um einen Ford Truck zu gewinnen und das Recht, den Bullen umzubenennen.
Dabei hatte sich 85 schon einen schönen Namen für das Tier ausgedacht, den seines Head Coaches Marvin Lewis.

15. 05. 2011

Bei den Saints ist was im Busch
bushLetzte Woche trainierten einige Spieler der Saints auf einem Trainingsplatz in Tulane. Running Back Reggie Bush (Bild) hatte keine Lust, daran teilzunehmen. Er genoß lieber seine Freizeit, die die Aussperrung ihm spendiert.
Am Samstag jedoch erschien Bush auf eben diesem Trainingsplatz, um sein jährliches Jugendfootballcamp zu eröffnen.
In seiner Eröffnungsrede erwähnte er, daß er demnächst an solchen freiwilligen Trainingseinheiten teilnehmen werde, jedenfalls sporadisch.
Er entschuldigte sich erneut für die Kommentare, die er auf Twitter veröffentlichte, die Aussperrung und seine Zukunft bei den Saints betreffend.
Weiter sagte er, daß er, solange Gott es ihm ermögliche, Football zu spielen, das gerne bei den Saints tun würde.
Doch die Wirklichkeit sieht so aus, daß Bush nach der Aussperrung ein Bonus über $11,8 Millionen zusteht. Geld, das er nicht wert ist. Deshalb kann es sein, daß seine Tage in New Orleans tatsächlich gezählt sind.

13. 05. 2011

Kurzberichte
mcnabb-donovanJetzt ist auch herausgekommen, warum Redskins Head Coach Mike Shanahan wirklich sauer auf Donovan McNabb (Bild) war.
Shanahan hatte den Quarterback gebeten, während des Spiels ein Armband mit den Spielzügen zu tragen, wie es viele andere Quarterbacks auch tragen.
Der Quarterback weigerte sich, weil er der Ansicht war, daß er damit bescheuert aussehe.
Nachdem er in einer Niederlage gegen Detroit nicht in der Lage war, die 2-Minuten-Offense adäquat zu führen, eskalierte der Streit.
Shanahan setzte McNabb für die letzten drei Spiele auf die Bank, und da sah der Quarterback wirklich bescheuert aus.

Am Donnerstag verstarb der ehemalige Running Back der Cowboys, Ron Springs. Er wurde nur 54 Jahre alt.
Bereits 2007 fiel Springs in ein Koma, aus dem er nicht mehr erwachte.
2006 hatte er von seinem ehemaligen Teamkollegen und guten Freund Everson Walls eine Niere gespendet bekommen. Springs, der 1990 mit Diabetes 2 diagnostiziert wurde, ging es nach der Transplantation besser.
Als es 2007 zu einer Komplikation kam, als ihm eine Zyste am Arm entfernt wurde, fiel er in ein Koma, aus dem er nicht mehr aufwachte.
Er spielte seit 1979 acht Jahre in der NFL, davon sechs in Dallas.

Rodney Harrison sprach aus, was viele sowieso vermuteten: „Natürlich stehen die Trainer und die Spieler miteinander in Kontakt,“ ist der ehemalige Safety der Patriots überzeugt. Die Spieler würden halt das Handy eines Verwandten benutzen, um sich beim Coach Anregungen zu besorgen. Man müsste schon schön blöd sein, wenn man glauben würde, daß dort keine Kontaktaufnahmen stattfinden würden. Von einem Team wisse er genau, daß es so wäre, aber würde nicht sagen, welches das sei.

12. 05. 2011

Kurzberichte
ballsnapaussperrungIn den USA hat es mal wieder eine Umfrage gegeben. Die Firma Adweek beauftragte die Firma Harris Poll, herauszufinden, wie viele Fans der NFL den Rücken kehren, wenn die Saison nicht stattfindet.
Demnach hätten 19% der Fernsehzuschauer keine Lust, der Saison noch zu folgen, wenn sie mit Verspätung beginnt.
Das ist eine Hiobsbotschaft für die übertragenden Sender, die der NFL Unsummen für die Rechte hinblättern. Im Durchschnitt sahen letztes Jahr bei jedem Spiel 17,9 Millionen Zuschauer zu, die höchste Zahl seit 1989.
Die Umfrage ergab auch, daß die Fans das Rumgezicke der beiden Streitparteien zum Kotzen finden.

Hausverkäufe sind ein starkes Argument, wenn ein Spieler seinem Team mitteilen will, daß er es verlassen möchte.
Das neueste Haus eines NFL-Spielers auf dem Markt ist das von Steve Smith. Der Wide Receiver der Panthers hat sein Haus in North Carolina zum Verkauf angeboten. Allerdings betont er, daß er nicht die Bohne vorhätte, die Panthers zu verlassen.
Andererseits wäre aber auch das Team nicht an ihn herangetreten, um ihm mitzuteilen, daß man ihn loswerden wolle.
Seine Familie und er hätten einfach mittlerweile herausgefunden, daß das Haus zu groß für sie wäre. Zuerst wäre es ja toll gewesen, all diesen Platz zu haben, aber jetzt wolle man halt etwas kleineres.
In Carolina geht schon lange das Gerücht um, daß Smith das Team verlassen will, wenn es keinen vernünftigen Quarterback einstellt. Die Chargers haben ihr Interesse an ihm bekundet und die haben einen vernünftigen Quarterback.

11. 05. 2011

Drum denke, bevor Du für ewig twitterst.
johnson-85-bengalsDie Möglichkeit per Twitter einen spontanen Gedanken an all seine Millionen Fans in Lichtgeschwindigkeit zu übermitteln, hat schon einigen Ärger bei NFL Spielern verursacht.
Ob Chad Ochocinco (Bild), der sich immer wieder mal über dieses Medium bei anderen Teams anbiedert, oder einige Spieler, die sich über den Commissioner der NFL nicht gerade nett äußerten, Allen wäre eine Denkpause vor dem Druck auf die Sendetaste nicht schlecht bekommen.
So lieferte Reggie Bush der Gegenseite im Rechtsstreit seiner Spielerkollegen gegen die NFL Munition, indem er sich erfreut darüber äußerte, daß er wegen der Aussperrung jetzt nicht wie ein Sklave durch die Hitze über den Trainingsplatz gehetzt wird.
Beide Seiten haben in der Vergangenheit Äußerungen der Gegenseite, die ihnen genehm waren, vor Gericht verwendet.
Auch Adrian Peterson hatte sich zuletzt dahingehend geäußert, daß er die NFL als moderne Sklaverei ansieht. Das Draftsystem und die Art, wie die Spieler untereinander getauscht würden, erinnert Peterson an einen Sklavenmarkt.
Und nicht zuletzt Rashard Mendenhall, der mit seinen Äußerungen über den plötzlich und unerwartet verstorbenen Osama Bin Laden, für mächtigen Wirbel sorgte.
Noch mal kurz darüber nachdenken, was man gerade im Begriff ist zu zwitschern, kann helfen, Ärger zu ersparen.

Kurzberichte
Alan Faneca hat seine Karriere beendet.
Der neunmalige Pro Bowl Guard gab am Dienstag das Ende seiner Karriere bekannt.
13 Jahre spielte er in der NFL und wenn er demnächst in die Hall of Fame aufgenommen wird, dann als Pittsburgh Steeler, wo er die beste Zeit seiner Karriere verbrachte.
Von 2001 bis 2007 war er ein Steeler und spielte nach jeder Saison im Pro Bowl. Von 2008 bis 2009 spielte er für die Jets und die letzte Saison absolvierte er als Cardinal.

Haben die Vikings ein neues Zuhause gefunden?
Es scheint so.
Ein Platz für das neue Stadion wurde in Arden Hills gefunden, das etwa 10 Meilen von Minneapolis entfernt liegt.
Der Stadtrat von Arden Hills bezifferte die Baukosten mit $1,057 Milliarden. $407 Millionen davon sollen die Vikings tragen, $300 Millionen der Staat Minnesota und $350 Millionen Ramsey County, in dessen Kreis die Stadt liegt.
Die Vikings gehen in das letzte Jahr ihres Mietvertrags mit dem Metrodome und sie haben nicht vor, den Vertrag zu verlängern.

Ravens Linebacker Sergio Kindle bekannte sich am Dienstag vor Gericht schuldig, betrunken autogefahren zu sein und entschuldigte sich bei dem Richter dafür. Das ersparte ihm eine Gefängnisstrafe.
Die Anklage hatte verlangt, daß Kindle 30 Tage hinter Gittern sollte.
Der Richter verurteilte den 23-jährigen zu zwei Jahren auf Bewährung. Des Weiteren muss sich Kindle vom Alkohol fernhalten und wöchentlich eine Selbsthilfegruppe aufsuchen.

10. 05. 2011

Kurzberichte
bushDie Dummen sterben nicht aus. So lieferte am Montag Reggie Bush (Bild) der NFL neue Munition im Kampf gegen die Spieler. Der Running Back der Saints zwitscherte auf seiner Twitterseite, daß er wahnsinnig froh über die Aussperrung ist. Er mache das Beste daraus. Ferien, ausruhen, entspannen, ein Treffen hier und da. Er fühle sich gut, teilte er mit.
Minuten später war ihm noch etwas eingefallen und er fuhr fort; Genau jetzt würden wir wie die Sklaven durch 35 Grad Hitze über den Platz gescheucht, zweimal am Tag, und wir würden unsere Gesundheit für nichts riskieren.
Nachdem viele seiner 1,6 Millionen Fans mit ärgerlichen Kommentaren antworteten, ruderte er zurück. Er habe doch nur Spaß gemacht, schrieb er. Die Leute sollten sich beruhigen, sowas würde man Humor nennen. Weint mir doch `nen Fluß! Beendete er seinen Ausflug in die Comedy.

A.J. Hawk ist kein Fan der freiwilligen Spielertreffen mit angeschlossenem Training.
Der Linebacker der Packers hält überhaupt nichts davon, auf schlechten High School Plätzen ohne geordnete Anleitung mit seinen Kollegen zu trainieren.
In der Defense könne man sich höchstens sieben gegen sieben rumschubsen.
In der Offense wäre das etwas anderes. Wenn der Quarterback am Timing mit seinen Receivern arbeitet, dann würde das etwas Sinn machen, alles andere wäre doch nur Kameradschaftspflege.

Tony Romo ist stolz auf das Training, daß seine Cowboys unter seiner Leitung abgehalten haben.
Über 40 Spieler waren seiner Aufforderung zu einem freiwilligen Training zu kommen gefolgt. Natürlich wäre es kein richtiges Training gewesen, aber wenigstens hätten die Spieler an ihrer Fitneß gearbeitet. Sie hätten ihren Spaß daran gehabt, etwas herumzulaufen.
Romo habe genau darauf geachtet, wer was macht, und er habe sogar mit einer Stoppuhr gearbeitet, um seine Leute von einer Einheit zur anderen zu scheuchen.
Dafür, daß man Romo nachsagt, wenig Teamgeist zu haben, habe er eine ordentliche Arbeit abgeliefert, sagten seine Kollegen. Romo habe sehr viel von dem gemacht, was die Trainer auch in diesen Trainingseinheiten verlangt hätten.
Der Quarterback sagte, daß er nun schon lange genug dabei wäre und sich gemerkt hätte, was in den letzten Jahren um diese Jahreszeit auf dem Plan stand.
Und seine Golfambitionen werden ihn nicht davon abhalten, weitere Trainingseinheiten zu leiten.
An einem windigen Tag auf dem Golfplatz blieb Romo neun über 81, was auch immer das heißt, und schaffte die Qualifikation nicht zu den U.S. Open nicht.

Mark Herzlich ist zwar in der UFL willkommen, aber er wird dort nicht spielen.
Die Omaha Nighthawks haben den Linebacker zwar in der UFL Draft einberufen, aber Herzlich hat nicht vor, in der minderwertigen Liga zu spielen.
Herzlich war 2008 der Spieler des Jahres in der Atlantic College Conference. Eine seltene Art von Knochenkrebs hinderte ihn daran in der Saison 2009 zu spielen. Doch 2010 spielte er wieder auf seinem gewohnt hohen Niveau.
Die NFL Teams ließen ihn in ihrer Draft dennoch links liegen und einer, nach der reinen Leistung gemessenen, besten Linebacker die es zur Zeit gibt, steht ohne Team da.

Etwa 40% der NFL Spieler trugen letztes Jahr unzureichende Helme. Einer der meistgetragenen Helme, der Ridell VSR-4, gehört sogar zu den schlechtesten Modellen. Er bekam in einer Qualitätswertung nur einen von fünf möglichen Sternen.
Ein anderes Model von Ridell, der Revolution Speed, gehört zu den besten Helmen, die derzeit auf dem Markt sind.
In ihrem unermüdlichen Kampf gegen die Gehirnerschütterung wird die NFL nun versuchen, die Spieler, die ihre Helme selber auswählen dürfen, zum Tragen der bestbewerteten Helme zu überreden.

Ein weiterer Spieler der Buccaneers wurde straffällig.
Die Polizei nahm Defensive Lineman Alex Magee fest. Er wurde angehalten, weil er mit einem abgelaufenen Nummernschild an seinem Auto unterwegs war.
Bei der Durchsuchung des Wagens wurde Marihuana sichergestellt.
Magee wurde verhaftet und angeklagt. Beide Straftaten wurden vom Richter nur als Vergehen bewertet, und der 24-jährige wurde bis zum Prozessbeginn auf freien Fuß gesetzt.

09. 05. 2011

Kurzberichte
mendenhall-rashardDie Firma Champion hat von dem Rummel um Rashard Mendenhall (Bild) profitiert.
Der Running Back der Steelers hatte sich abfällig über seine Landsleute, die den Tod von Osama Bin Baden gefeiert hatten, geäußert.
Zusätzlich stellte er die offiziellen Schilderungen des 11. September 2001 in Frage.
Das alles reichte Champion, um Mendenhall zu feuern.
Die ganze Angelegenheit hat erst dazu geführt, daß die US Amerikaner darauf aufmerksam wurden, daß Mendenhall für Champion Werbung machte. Es heißt, daß 99% der Amerikaner davon vorher gar nichts mitbekommen hatten.

Es ist die Zeit, zwischen zwei Saisons.
Das ist die Zeit, in der Brett Favre von sich Reden macht.
So ist es natürlich auch dieses Jahr.
Aber keine Angst, sein „Ich spiele noch mal, ich spiele doch nicht“ Spielchen ist wirklich Geschichte.
Dieses Jahr denkt er darüber nach, was er außerhalb des Platzes machen kann?
Er denkt dabei an eine Kommentatorenkarriere oder an einen Trainerjob.
Der 41-jährige stellte mit 297 Starts in Folge einen NFL-Rekord auf, der wohl so bald nicht gebrochen werden dürfte.
Nach der Saison 2010 unterzeichnete er seine Entlassungspapiere aus der NFL und will wirklich nicht mehr zurückkommen. Ganz vom Football, an dem sein ganzes Herz hängt, kann er aber nicht lassen. Er wird seine Spielerkollegen vermissen, das gemeinsame Gewinnen oder Verlieren, die Kameradschaft. Nichts würde das ersetzen können, aber er will wenigstens so nah wie möglich am Geschehen sein.

Für LaDainian Tomlinson wird es eng im Rückraum des Jets Angriffs.
Der 31-jährige Running Back wusste, daß er sich mit Shonn Greene und Joe McKnight als Bewerbern um seinen Job auseinandersetzen musste. Daß die Jets in der vierten Runde auch noch Bilal Powell einberiefen, macht die Sache für ihn nicht einfacher.
Doch Tomlinson glaubt von sich, daß er der beste Mann für die dritten Versuche ist. Da könne er dem Team mit seinen Fähigkeiten Pässe zu fangen sehr gut helfen.
Von daher gibt er sich gute Chancen, nicht so bald gefeuert zu werden.

08. 05. 2011

Kurzberichte
moss-supermossKann sich Randy Moss (Bild) schon wieder ein neues Team suchen?
Es sieht so aus!
Titans General Manager Mike Reinfeldt glaubt nicht wirklich daran, daß man dem Wide Receiver einen neuen Vertrag anbieten wird. Man habe einige vielversprechende junge Talente im Kader, und Randy Moss solle woanders hingehen.
Der 34-jährige begann seine Karriere 1998 bei den Minnesota Vikings. Die beriefen ihn in der ersten Runde der Draft ein. Nachdem seine Produktivität ab- und seine Skandale zunahmen trennten sie sich von ihm.
Danach ging er nach Oakland, New England und letztes Jahr für vier Spiele zurück nach Minnesota. Dann erkannten die Vikings, daß seine Verpflichtung ein Fehler war und sie reichten ihn an die Titans weiter.
Moss spielte sieben mal im Pro Bowl und dürfte für einige Teams eine Bereicherung sein, wenn sie seine Attitüden ertragen können.

Das NFL Network tauscht mal wieder seine Kommentatorencrew aus.
Bob Papa, Matt Millen und Joe Theisman können gehen und werden von Brad Nessler und Mike Mayock ersetzt.
Nessler arbeitete bereits für mehrere TV-Sender und Mayock kommt aus dem eigenen Haus. Er ist der Chefdraftanalyst des Senders und arbeitete letztes Jahr bei einigen Collegespielen für NBC als Ko-Kommentator.

07. 05. 2011

Kurzberichte
orton-kyle-broncosDie Cardinals sind weiter auf der Suche nach einem Quarterback, der ihnen weiterhelfen kann.
Nachdem Kurt Warner in den Ruhestand getreten ist, hatten sie auf dieser Position keinen vernünftigen Spieler mehr.
Letztes Jahr holten sie Derek Anderson von den Browns, und keiner wusste, was sie mit dem wollten?
Am Freitag fragten sie bei den Broncos an, ob sie sich von Kyle Orton (Bild) trennen würden. Aber Orton zu holen ist irgendwie genauso intelligent, wie die Verpflichtung von Anderson.
Doch noch haben die Cardinals die Hoffnung, daß sie Kevin Kolb von den Eagles verpflichten können. Der will weg und die Cardinals könnten ihn brauchen, obwohl Kolb noch nicht wirklich bewiesen hat, daß er soviel wert ist, wie er selber von sich glaubt.
An Donovan McNabb sind sie nicht interessiert. Der war in dieser Woche zu einem freiwilligen Training der Cards aufgetaucht. Von Seiten des Teams wurde sofort veröffentlicht, daß man ihn nicht auf dem Radar habe.

Bill Parcells hat keinen bleibenden Eindruck auf Hall of Fame Coach Don Shula hinterlassen.
In einem Radiointerview sagte Shula, daß er nichts von Parcells hält, er wäre kein Fan von ihm.
Parcells sei mach Miami gekommen, und habe versuchte, etwas auf die Beine zu stellen, aber da sei nichts draus geworden.
Jetzt wäre er weg und sei Geschichte.
In der Zeit unter Parcells als General Manager errangen die Dolphins 25-23 Siege darunter jeweils 7-9 in den letzten beiden Saisons.
Shula und Parcells waren lange Jahre Gegner in der NFL. Parcells trainierte die Giants von 1983-90 und die Patriots von 1993-96. Shula war von 1970 bis 1995 Head Coach der Dolphins.

Der Gouverneur von Minnesota, Mark Dayton, möchte die Vikings im Land halten und traf sich am Freitag mit den Besitzern Zygi und Mark Wilf. Er sprach mit den beiden über mögliche Standorte und die Finanzierung eins neuen Stadions.
Nach dem Treffen zeigte sich Dayton sehr optimistisch darüber, daß man die Vikings vom Abwandern abhalten könnte.
Bei der Finanzierung wolle man eine Drittelung der Kosten erreichen. Der Staat Minnesota, ein örtlicher Partner und die Vikings sollen je $300 Millionen aufbringen.
Minnesota will eine Steuer von 10% auf Sportandenken einführen. Auch auf die Luxussuiten im Stadion und auf digitale Videorekorder will man Steuern erheben.
Für eventuell anfallende Mehrkosten des Stadions sollen allein die Vikings aufkommen.
Und daß ein Stadion, das mit $900 Millionen angesetzt ist, am Ende über eine Milliarde kosten wird, weiß man ja.

06. 05. 2011

Zweifel an der 9/11 Geschichte
mendenhall-rashardRashard Mendenhall (Bild) wird von seinen Teamkollegen gemieden und hat einen lukrativen Werbevertrag verloren.
Warum?
Der Running Back der Steelers ist ein Opfer seiner Twitterseite geworden.
Mendenhall beschwerte sich darüber, daß so viele seiner amerikanischen Landsleute den Tod Obama Bin Ladens feierten.
Er fragte auf seiner Twitterseite, was das für Menschen wären, die den Tod eines anderen Menschen bejubelten. Dabei wisse man doch gar nicht die ganze Wahrheit über Bin Laden, ob er wirklich für all die Verbrechen verantwortlich gewesen wäre, die man ihm angelastet hätte. Mann kenne ja nur die eine Seite der Geschichte.
Dann gab er sich als Anhänger der Verschwörungstheorie zu erkennen, als er zwitscherte, daß man sich fragen solle, ob zwei Flugzeuge wirklich in der Lage gewesen wären drei Wolkenkratzer so in sich zusammenfallen zu lassen, als hätten Sprengmeister einen punktgenauen Abriss durchgeführt. Neben WTC 1 und 2 fiel ja auch WTC 7 wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Von den anderen, niedrigeren, Gebäuden ganz zu schweigen.
Er forderte seine Jünger auf, zu denken.
Das löste einen Sturm der Entrüstung gegen Mendenhall aus. Dabei hatte er noch nicht mal gefragt, wo denn das Flugzeug geblieben sei, das das Pentagon getroffen haben soll?
Wo sind die Augen- und vor allen Dingen Ohrenzeugen, die von einem Flugzeug berichteten, das eine weite Strecke in Haushöhe über Washington hätte zurücklegen müssen, um das Pentagon auf Höhe der Grasnabe zu treffen? Das Rätsel wird wohl auch nie aufgelöst werden.
Mendenhall hat sich jedenfalls mit seinen Äußerungen ins Abseits manövriert, aus dem er sehr schlecht wieder rauskommen wird.

Toronto gibt nicht auf
Die Stadt Toronto hat sich wieder ins Gespräch gebracht. Die Stadt in Kanada möchte unbedingt ein NFL Team in seine Sammlung aufnehmen.
Toronto ist mit einem MLB Team, einem NBA Team und einem NHL Team in drei der großen Sportligen Nordamerikas vertreten. Fehlt nur noch die größte Liga überhaupt, die NFL.
Am Mittwoch ließ Stadtratsmitglied Doug Ford verlauten, daß die Stadt mit den New Orleans Saints verhandele. Die wiesen diese Meldung sofort ins Reich der Märchen.
Auch Roger Goodell dämpfte den Enthusiasmus des Stadtrats. Toronto müsse zuerst ein neues Stadion bauen, das den Ansprüchen der Liga genüge, dann würde man weitersehen.
Das Rogers Center, in dem die Bills jedes Jahr ein Spiel in der Saison austragen, würde nicht dem Standard der NFL entsprechen.
Kein Problem, antwortete Ford prompt. Die fünftgrößte Stadt Nordamerikas, nach Mexico City, New York, Los Angeles und Chicago, könne sofort mit dem Bau eines neuen Stadions anfangen. Man könne auch das Rogers Center nach den Vorgaben der NFL umbauen.
Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Wenn man sieht, wie lange mit Los Angeles eine der größten Städte der USA von der NFL links liegen gelassen wird, dann darf man jetzt wohl noch nicht allzu alt sein, wenn man Toronto noch als NFL Stadt erleben will.

05. 05. 2011

Vom Schicksal jung, reich und schwarz zu sein.
johnson-chris (2)Chris Johnson (Bild) beschwerte sich über die Polizei an seinem Wohnort Orlando. Der Running Back der Titans hatte ein Filmteam von MTV zu Gast, das ihn filmte.
Plötzlich tauchte die Polizei auf und führte eine Drogenrazzia durch. Ein anonymer Anrufer hatte die Polizei informiert, daß im Hause Johnsons eine Drogenorgie stattfinden würde.
Doch die Polizei zog unverrichteter Dinge wieder ab. Es wurden keine verdächtigen Aktivitäten oder Substanzen festgestellt.
Die Polizei entschuldigte sich und sagte, daß sie dem Tip hätte nachgehen müssen.
„Warum spazierte die Polizei einfach in mein Haus und sagte, daß hier eine Drogenorgie stattfände, nur weil hier viel los war?“ twitterte Johnson anschließend. „Es war nur ein Kamerateam von MTV. Es ist hart, jung, reich und schwarz zu sein“

Kurzberichte
Chris Simms wurde gestern vor Gericht freigesprochen.
Der ehemalige Ersatz- Quarterback der Titans war angeklagt, unter Drogeneinfluß autogefahren zu sein. Der 30-jährige Sohn von Super Bowl MVP Phil Simms wurde am 1. Juli von der Polizei angehalten und die Beamten rochen den typischen Geruch von Marihuana aus dem Auto.
Simms wurde negativ auf Alkohol getestet, verweigerte aber einen Drogentest. Mit ihm im Wagen waren noch seine Frau und zwei Freunde.
Vor Gericht konnte Simms Anwalt dem Richter glaubhaft klarmachen, daß nur die Freunde die Drogen konsumiert hatten und sein Mandant nicht unter Drogen stand.
Seine Freunde bestätigten dies, und Simms wurde freigesprochen.

49 Spieler der Cowboys tauchten zu einem freiwilligen Trainingscamp auf.
Quarterback Tony Romo zeigte sich erfreut, daß so viele Mannschaftskollegen erschienen. Das Training haben sie nach der letzten, katastrophal verlaufenen Saison, aber auch bitter nötig.
Das Training soll auch nächste Woche noch fortgesetzt werden, dann aber wird Romo am Montag nicht teilnehmen.
Da versenkt er lieber wieder kleine Bälle in Erdlöchern um sich für die Golf U.S. Open zu qualifizieren.
Sollte auch am 28. Mai ein Training anstehen, so wird Romo wieder nicht erscheinen. Dann aber hat der 31-jährige einen richtigen Grund, denn an diesem Tag wird er seine Verlobte, die TV-Reporterin Candice Crawford, heiraten.

Rat mal, wer zum Training kommt?
Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald rief zu einer Trainingseinheit und Donovan McNabb machte mit.
Der Quarterback der Redskins wohnt in Chandler, in der Nähe des Trainingsplatzes, den Fitzgerald sich ausgesucht hatte.
Da er weiß, daß die Redskins sich von ihm trennen werden, warum sollte er sich dann nicht schon mal nach einem neuen Team umsehen?

04. 05. 2011

Kurzberichte
brees-drew-sb-trophaeDrew Brees (Bild) sammelte seine Truppe um sich und etwa 40 Spieler der Saints hielten eine Trainingseinheit ab.
Dem Aufruf des Quarterbacks folgten nicht nur seine offensiven Kollegen, sondern auch einige Verteidiger. Brees, der in den letzten Jahren etwa $50 Millionen verdiente, zahlt das Camp aus seiner Tasche.
Jets Quarterback Mark Sanchez rief seine Kollegen auf, zu ihm nach Kalifornien zu kommen, zu einem Trainingscamp, das er „The Jets West Camp“ nennt.
Auch bei den Broncos, Falcons und Giants wurden freiwillige Trainingsaktivitäten ausgemacht.
Browns Quarterback Colt McCoy rief seine Mitspieler zusammen und trainiert mit ihnen das neue Offenseschema, das der neue Head Coach Pat Shurmur zusammengestellt hat.
McCoy hat sich in den 12 Stunden, in denen die Aussperrung ausgesetzt war, das Playbook besorgt. Ein cleverer Schachzug.
McCoy, der als Rookie in der letzten Saison in acht Spielen startete, geht davon aus, daß er in der nächsten Saison der Starter der Browns wird.

Die Anhörung vor dem Berufungsgericht in der Sache Tom Brady und andere vs. die NFL ist für den 3. Juni angesetzt.
Verhandelnde Richter sind Kermit Bye, (nein, hab ich mir nicht ausgedacht, der Typ heißt wirklich so), Steven Colloton und William Duane Benton.
Bye, der von Präsident Clinton eingesetzt wurde, kommt von der arbeitnehmerfreundlichen Front, die anderen beiden wurden von George Dabbeljuh Bush eingesetzt und sind eher arbeitgeberfreundlich gestimmt.
Der Termin wurde wegen seines dringenden öffentlichen Interesses extrem früh angesetzt. Normalerweise wäre die Verhandlung frühestens im Oktober oder November zu erwarten gewesen.
Beide Gegner haben jeweils 30 Minuten Zeit, um ihre Sichtweise des Streits darzulegen.

03. 05. 2011

„Lasst uns jedes Jahr eine Aussperrung abhalten.“
welker-wesIn seiner Aufforderung an das Berufungsgericht, die Aussperrung bis nach der Berufungsverhandlung in Kraft zu lassen, benutzte Roger Goodell Handlungen und Aussagen einiger Spieler, und verwendete diese gegen sie.
In seinen Augen hätten die Spieler damit bewiesen, daß ihnen durch die Aussperrung keine irreparablen Schäden entstehen.
Vincent Jackson, Wide Receiver der Chargers, und Logan Mankins, Guard der Patriots, gehören zu den 10 Spielern, die die NFL verklagt haben. In ihrer Klageschrift weisen sie darauf hin, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf die Saison ist, und daß diese nicht verkürzt werden dürfe.
Doch gerade diese beiden Spieler gehören zu denen, die an den Saisonvorbereitungen, die vor dem offiziellen Trainingscamp stattfinden, nicht teilnehmen. So wichtig können die Teamaktivitäten, die zur Zeit stattfinden sollten, also nicht sein, argumentierte Goodell.
Auch einige lockere Sprüche, die zum Beispiel Ray Lewis und Wes Welker (Bild) von sich gaben, wurden in dem Schriftstück angeführt.
So sagte Ravens Linebacker Lewis, daß die momentane Aussperrung für ihn die tollste Zeit seines Lebens darstellt. Noch nie habe er die Chance gehabt, einen Sommer so zu verbringen, wie er es möchte. Seit 25 Jahren wäre es das erste Mal, daß er um diese Jahreszeit Zeit für sich hätte.
Patriots Wide Receiver Welker setzte noch einen drauf und sagte: „Lasst uns jedes Jahr eine Aussperrung abhalten.“
Nun werden die Richter hoffentlich nicht so blöd sein, diese spaßig gemeinten Aussprüche ernsthaft in ihre Erwägungen einzubeziehen. Aber die Handlungen von Jackson und Mankins werden sie sehr wohl beachten.
Drum prüfe, wen Du als Kläger antreten lässt, kann man da nur sagen.

Obama killte Osama und Tom Coughlin war zu Tränen gerührt.
Die Nachricht, daß der schlimmste islamistische Terrorist der Welt endlich getötet wurde, löste in den USA einen Begeisterungstaumel nie gekannten Ausmaßes aus.
Man sah Bilder von fahnenschwenkenden, jubelnden Menschen in den Straßen, die man sonst nur aus den Staaten des Islam kennt, wenn mal wieder so ein instrumentalisierter Selbstmordattentäter auf seinem Weg zu den 72 Jungfrauen unschuldige Menschen in den Tod gerissen hat.
Als Tom Coughlin die Nachricht erfuhr, konnte auch er seine Gefühle nicht mehr verbergen. Der Sohn des Giants Head Coaches arbeitete im World Trade Center, als das am 11.9. 2001 von zwei Flugzeugen zerstört wurde.
Tim Coughlin konnte aus dem Inferno entkommen, und die Nachricht vom Tod des Topterroristen brachte in seinem Vater all die schrecklichen Erinnerungen wieder hoch.
Doch nicht nur die Nachricht vom Tode Bin Ladens hatte Coughlin zu Tränen gerührt, auch die Reaktion seiner Mitbürger auf die freudige Nachricht, hatte ihm eine Gänsehaut verschafft.
Tom Coughlins Giants spielen am 11.9. in Washington gegen die Redskins, in der anderen Stadt, die attackiert wurde, am 10. Jahrestag der Anschläge... wenn die Saison überhaupt stattfindet.

Kurzberichte
Die Browns wollten bei der Draft Jordan Cameron einberufen, aber sie riefen Cameron Jordan an.
Defensive End Cameron Jordan, war bereits in der ersten Runde von Saints aufgenommen worden, als er am Samstag einen Anruf der Browns bekam, die sagten, daß sie ihn gerne einberufen würden.
Jordan sagte ihnen, daß er bereits von den Saints aufgenommen wurde. Nachdem er den Irrtum aufgeklärt hatte, konnte Cleveland noch schnell bei Jordan Cameron anrufen und sie bekamen den Tight End, den sie wollten noch.

Mark Herzlich hat ein Team gefunden. Der Linebacker vom Boston College hatte vor einigen Jahren Krebs, konnte die Krankheit aber besiegen.
Eigentlich wurde damit gerechnet, daß er in der ersten Runde der NFL-Draft seine Mannschaft finden würde, aber nach der Draft gehörte er zu den enttäuschten Spielern, die nicht einberufen wurden.
Gestern fand er ein Team, aber leider nur in der UFL und in deren Draft auch erst in Runde 10.
So fanden denn auch andere Spieler, die die NFL links hat liegen lassen, gestern ihren Weg in die UFL, die sportlich im Abseits steht und finanziell ums Überleben kämpft.
Spieler, die bei der UFL einen Vertrag unterschreiben, sind bis zum Ende der Saison im Oktober an ihr UFL-Team gebunden. Allerdings dürfte es kein großes Problem sein, in die NFL zu wechseln, wenn sich ein Team aus der großen Liga für jemanden interessiert. Die paar Mark Strafzahlung, die dann drohen, dürfte man gerne und locker zahlen.

Dave Duerson, ein ehemaliger NFL-Spieler, der im Februar Selbstmord beging, hatte eine moderat fortgeschrittene Hirnschädigung.
Der Gerichtsmediziner, der ihn untersuchte, führt diese auf die Schläge gegen den Kopf zurück, die der Safety in seinen 11 Saisons in der NFL hat einstecken müssen.
Duerson beendete seine Karriere 1993 und wurde 50 Jahre alt.

02. 05. 2011

Kurzberichte
payton-sean-jubelt2Ja, die New Orleans Saints haben in der ersten Runde der Draft mit Mark Ingram, einen Running Back einberufen, sagte Head Coach Sean Payton (Bild), nein, das wäre kein Signal an Reggie Bush, die Koffer zu packen.
Der zwitscherte nämlich schon auf seiner Twitterseite, daß die Zeit in New Orleans schön gewesen sei. Er erwartet nicht, daß er noch so lange im Team ist, um den Bonus von $11,8 Millionen für dieses Jahr zu kassieren, der ihm demnächst zusteht.
Payton betonte, daß er mit seiner Wahl ein wenig Wettbewerb schüren wollte. Daß Reggie Bush in der nächsten Saison noch ein Saint ist, davon geht er aus.
Aber Verstärkung auf der Position des Running Backs können die Saints brauchen. Großes Verletzungspech sorgte in der letzten Saison dafür, daß New Orleans beim Laufspiel auf Platz 28 der Liga landete, mit nur 94,9 Yards pro Spiel.

John Elway hat Tim Tebow glücklich gemacht.
Noch Wochen vor der Draft hatte der neue Chef der Spielerabteilung Tebow kritisiert und in Frage gestellt, ob er jemals ein guter NFL- Quarterback werden könnte. Deshalb sollte sich niemand wundern, wenn die einen Quarterback einberufen würden.
Die Broncos nahmen keinen Quarterback auf und Tebow sieht das als Vertrauensbeweis für sich an.
John Elway änderte kurz vor der Draft seine Meinung und outete sich als größter Fan von Tebow. Er sei sich sicher, daß der Quarterback den Wechsel vom College- Quarterback zum NFL- Quarterback, der aus der Pocket heraus spielen kann, schaffen wird.
Was seinen plötzlichen Sinneswandel auslöste, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

01. 05. 2011

Die Draft 2011 ist Geschichte
newton-cam-draft-2011Was war das für eine Aufregung vor, während und nach der Draft.
So durften z.B. die Spieler, die am ersten Tag einberufen wurden, am Freitag Kontakt mit ihren Teams aufnehmen, weil die Aussperrung für 12 Stunden beendet war.
Quarterback Cam Newton (Bild rechts) besuchte seinen Head Coach auf dem Trainingsgelände der Carolina Panthers und nahm das Playbook des Teams in Empfang, das Heiligtum, in dem alle Spielzüge des Teams enthalten sind.
Die Spieler, die am Freitag einberufen wurden, durften das nicht mehr, weil hier die Aussperrung schon wieder in Kraft war.
Für alle Spieler gilt, daß die Teams, die sie einberufen haben, jetzt die Rechte an ihnen halten, daß sie aber keine Verträge abschließen können.
Wann das sein wird, weiß Goodell der Allmächtige (Bild links) auch noch nicht, aber wenn es nach ihm ginge, nicht mehr dieses Jahr.
Am Schlimmsten trifft diese Aussperrung die Spieler, die nicht einberufen wurden. Sie sehen einer Zukunft in einer Burgerbraterei entgegen, oder als Klinkenputzer für eine Versicherungsgesellschaft.
Quarterback Kurt Warner, Linebacker James Harrison, Tight End Antonio Gates, Running Back Willie Parker, Linebacker Bart Scott, Tight End Dallas Clark, Quarterback Tony Romo, usw., usw., sind alles Spieler, die nach der Draft ihre Teams fanden, ohne daß ihr Name während der Veranstaltung laut ausgerufen wurde.
Für solche Spieler gibt es dieses Jahr keine Möglichkeit, noch ein Team zu finden, denn sie dürfen mit keinem Teamoffiziellen Kontakt aufnehmen, dürfen kein Probetraining abhalten. Sie sind zu einem Leben außerhalb der NFL verurteilt, weil die geldgeile Liga es so will.
Und daß die UFL sich ein paar dieser ungeschliffenen Rohdiamanten sichern will, dürfte eher ein Grund zum Weinen sein. Die UFL zahlt nur Bruchteile dessen für eine Saison an ihre Topspieler, von dem, was die NFL an Grundgehalt für Mitläufer bezahlt.
Dennoch stehen die NFL-Teams Gewehr bei Fuß, falls die drei Richter des Berufungsgerichts die Aussperrung doch noch wieder aussetzen, die sie erst am Freitag wieder erlaubt haben.

Bleiben noch ein paar erwähnenswerte Draftmomente.
Die Patriots nahmen in der dritten Runde Quarterback Ryan Mallett. Tom Bradys Kommentar dazu: „Er hat eine Menge Zeit, zu lernen, denn ich werde noch 10 Jahre hier spielen.“

Das Schicksal von Mark Herzlich scheint besiegelt, denn er war bei keinem Team willkommen. Der Linebacker vom Boston College erkrankte 2009 an Krebs. Obwohl er die Krankheit besiegt hat, wurde er nicht einberufen. Alle Draftanalysten sind sich aber darüber einig, daß er ohne diese Krankheit in der ersten Runde ein Team gefunden hätte.

Marcus Cannon ging sehr zuversichtlich in das Sichtungstraining der NFL im Februar. Der Offensive Lineman von TCU wusste noch nicht, was die Gesundheitstests zu Tage fördern würden.
Cannon erfuhr, daß er Krebs hat.
Am Samstag, zwei Tage nach seiner ersten Chemotherapie, wurde er von den Patriots in der fünften Runde einberufen.

Die Ravens haben keine weitere Wahlmöglichkeit erhalten, nachdem sie in der ersten Runde von den Bears so draufgesetzt wurden.
Für Teambesitzer Steve Bisciotti, der sehr enttäuscht ist, vom Verhalten der Bears-Führung, ist die Sache noch nicht zuende. Er kämpft darum, spätestens in der nächsten Draft mit einer Extrawahlmöglichkeit bedacht zu werden.

Und der letzte ist...
Cheta Ozougwu.
Der Defensive End wurde als letzter Spieler von den einberufen und trägt nun den stolzen Titel: Mr. Irrelevant.
Dieser Titel bringt zumindest eine Woche lang, Sonne, Spaß und mehr.
Seit 1976 wird dieser Spieler für eine Woche nach Süd Kalifornien eingeladen, wo er an einem Golfturnier und einer Regatta teilnimmt. Zum Schluß bekommt er in einer Zeremonie noch eine Statue überreicht, die einen Spieler zeigt, der den Ball verliert.

30. 04. 2011

Sie trainierten nur einen Tag
Hat die NFL im Krieg gegen ihre Spieler auch eine Schlacht verloren, so scheint ihr der totale Sieg nun etwas sicherer.
Das Berufungsgericht entschied wirklich sehr zeitnah über den Appell von Roger Goodell, die Aussperrung bis nach der Berufungsverhandlung aufrechtzuerhalten.
Das Berufungsgericht gab dem Appell statt und die Liga setzte die Aussperrung, die am Freitag um acht Uhr morgens aufgehoben wurde, nur 12 Stunden später wieder in Kraft.
Diese Entscheidung gilt vorerst nur zeitlich begrenzt, da die Richter mehr Zeit brauchen, um sich in den Fall einzuarbeiten. Die Entscheidung, die mit 2:1 Stimmen getroffen wurde, kann demnächst wieder zurückgenommen werden.
Eine Achterbahnfahrt hat weniger Auf und Abs, als diese leidige Geschichte.
Trotzdem rückt der Herzenswunsch Roger Goodells, 2011 keine Saison austragen zu müssen, ein ordentliches Stück näher, denn aus der Entscheidung des Berufungsgerichts über Goodells Appell kann man vielleicht schon den Trend ablesen, in welche Richtung das Pendel bei der Berufungsverhandlung ausschlagen wird.
Ab sofort gilt also wieder, daß Spieler und Trainer keinen Kontakt miteinander aufnehmen dürfen.

Draft 2011 - Tag 2
Am zweiten Tag der Draft wurden die Runden zwei und drei abgehalten. Dennoch war es ein Ereignis des ersten Tages, das für Aufregung sorgte.
Die Ravens wollen von der NFL eine Kompensation, weil sie in der ersten Runde der Draft ihre Wahlmöglichkeit an 26. Stelle verpassten.
Nach Ansicht der Ravens hatten sie Platz 26 mit den Bears getauscht, die an 29. Stelle dran waren. Von den Bears sollten sie zusätzlich deren Wahlmöglichkeit in Runde vier erhalten.
Die Bears meldeten diesen Tausch nicht rechtzeitig an die Liga, so daß die Uhr für die Ravens ablief und sie auf Platz 27 zurückfielen. Ravens-Besitzer Steve Bisciotti ließ Commissioner Roger Goodell und Bears-Manager Jerry Angelo lautstark wissen, was er von diesem Fehler hielt. Angelo nahm die Schuld an dem Vorfall auf seine Kappe. Er hätte zwei Mitgliedern seines Stabes aufgefordert, der Liga den Tausch zu melden und die beiden gingen davon aus, daß der andere das schon machen würde.
Auswirkungen auf die Spieler, die die Teams einberufen wollten, hatte das keine. Die Falcons waren als 27. dran und nahmen, nun auf Platz 26 gerutscht, Wide Receiver Jonathan Baldwin. Die Ravens, nun auf Platz 27, bekamen Cornerback Jimmy Smith, den sie auch einberufen wollten.
Die Bears bekamen ihren Wunschspieler Offensive Tackle Gabe Carimi, für den sie mit Baltimore den Platz tauschen wollten.
Die Ravens bestehen dennoch darauf, eine weitere Wahlmöglichkeit zugesprochen zu bekommen.

In der zweiten Runde nahmen die Bengals einen Quarterback auf, Andy Dalton von den TCU Horned Frogs.
Daß er in der zweiten Runde noch zu haben war, könnte einem Trick zu verdanken sein.
Am Tag vor dem Sichtungstraining der Collegespieler in Indianapolis traf sich Dalton mit Bengals Offensive Coordinator Jay Gruden. Gruden sagte zu Dalton, daß er am nächsten Tag ein paar Pässe in den Dreck werfen solle, so daß niemand ihn gutfinden würde. Deshalb sei er auch nicht nervös geworden, weil er in der ersten Runde nicht einberufen wurde, sagte Dalton. Er hätte ja gewusst, daß die Bengals ihn nehmen würden.
Und so kam es dann ja auch.
Andy Dalton könnte in der nächsten Saison sofort als Starter für Cincinnati antreten, denn Carson Palmer hat weiterhin nicht vor, noch eine Saison für sie zu spielen.

29. 04. 2011

Draft 2011
goodell-draft-2011Die Draft 2011 begann sehr emotional. Als der Saalsprecher die Zuschauer aufforderte, „Bitte begrüßen Sie Mr. Roger Goodell“, da taten sie es. Sie taten es laut, aus ganzem Herzen und sie buhten den Commissioner der NFL so furchtbar aus, wie selten jemand ausgebuht wurde, und ihre Buhrufe gingen in ein „We want Football“ über.
Mr. Goodell (Bild) bewies, wie widerlich ein Mensch sein kann. Er lachte die Zuschauer aus, sagte pausenlos: „Ich kann Sie hören“, und als die „Wir wollen Football“ Rufe erklangen, sagte er sarkastisch: „Ich auch“, und lachte wieder über das ganze Gesicht.
Um die Situation zu entschärfen, hatte die NFL sich einen geschmacklosen Plan ausgedacht. Im Angesicht der Tornados, die über Alabama und andere Staaten der USA hinwegzogen und grauenvolle Verwüstungen anrichteten, hatte die Liga berühmte Footballpersönlichkeiten aus Alabama auf die Bühne gestellt, darunter Head Coach Nick Saban. Roger Goodell bat die Zuschauer um eine Schweigeminute, und wer hätte dem, angesichts des schrecklichen Ereignisses, widersprechen können?
So kehrte dann Ruhe ein, und Roger Goodell konnte von dem Schrecken, den er uns Footballfans bereitet, ablenken.
Eigentlich war es keine Überraschung, wen die Carolina Panthers als ersten Spieler einberiefen, Cam Newton.
Obwohl man sie im Vorfeld eindringlich gewarnt hatte, nahmen sie den Quarterback, auf den sie ihre Zukunft aufbauen wollen.
Dabei sehen viele in Cam Newton einen neuen Draftflop, wie Ryan Leaf, oder JaMarcus Russell. Also einen Spieler, der nur an seinem ersten Scheck über $40 Millionen oder mehr interessiert ist, und danach Gott einen guten Mann sein lässt.
An zweiter Stelle entschieden sich die Denver Broncos für Linebacker Von Miller. Ein großer Moment dieser Draft, denn Miller gehörte zu den Spielern, die die NFL verklagt haben.
Aber sowohl Roger Goodell als auch Von Miller hatten im Vorfeld gesagt, daß sie nichts persönlich gegeneinander hätten. Alles wäre nur Geschäft. Und so gaben sie sich die obligatorische Umarmung, die allerdings etwas theatralischer ausfiel und länger dauerte, als gewöhnlich.

Sondermeldung, 28. 04. 2011

Die NFL kämpfte gegen das Gesetz, und das Gesetz gewann!
Der heutige Donnerstagvormittag in den USA war ein sehr hektischer für die NFL, die Teams und die Spieler.
Zunächst gab die Liga über ihren Pressesprecher Greg Aiello die Direktive an die Teams heraus, daß sich am Status Quo nichts ändert. Die Spieler seien ausgesperrt. Sie dürften zwar die Teamgelände betreten, aber nicht auf dem Teamgelände trainieren.
Währenddessen appellierte Roger Goodell an das Berufungsgericht, die Entscheidung der Richterin, die Aussperrung sofort zu beenden aufzuheben, und sie bis nach der Berufungsverhandlung aufrechtzuerhalten.
Das Berufungsgericht wolle sich den Appell genau ansehen und zeitnah darüber entscheiden. Bis dahin, so bestimmte es, bliebe das Urteil, wie es ist, in Kraft.
Die NFL würde sich eine saftige Strafe einhandeln, wenn sie weiterhin das Urteil ignoriert.
Zeitgleich schrieben die Hauptanwälte der Spieler einen Brief an die NFL, in dem sie die Liga aufforderten, die Teams dahingehend zu instruieren, die Trainingsanlagen für die Spieler sofort zu öffnen und das Ligajahr zu starten.
Kurz darauf gab die NFL bekannt, daß die Spieler ab Freitagmorgen 8:00 Uhr die Trainingsanlagen der Teams benutzen dürfen, und daß sie unter den Regeln, die bis vor der Aussperrung galten, versichert sind.
Das Ligajahr würde frühestens am Montag beginnen. Bis dahin, so hofft die NFL, liegt die Entscheidung des Berufungsgerichts über die Fortführung der Aussperrung vor.

28. 04. 2011

Die NFL bekam die nächste Klatsche
nelson-susan2Zum zweiten Mal in drei Tagen forderte die Richterin Nelson (Bild) die NFL auf, zurück an die Arbeit zu gehen.
Sie lehnte den Antrag auf Fortsetzung der Aussperrung bis nach der Berufungsverhandlung ab. Weder hätte sie der Hinweis darauf, daß der NFL ein nicht wieder gutzumachender Schaden durch die Aufhebung der Aussperrung entsteht überzeugt, noch der Hinweis darauf, daß die NFL den Berufungsprozess wohl sicher gewinnen werde.
Ganz im Gegenteil, schrieb sie in ihrem neuesten Urteil. Den Spieler würde sofortiger und irreparabler Schaden zugefügt, in einer typischerweise kurzen Karriere, wenn eine Saison ausfiele.
Innerhalb von drei Tagen hat die NFL also eine Links- Rechtskombination von der Richterin einstecken müssen.
Die NFL hat allerdings nicht sofort vor, die Entscheidungen der Richterin in die Tat umzusetzen. Sie wird sich nun erst beraten, wie sie die Urteile in die Tat umsetzen könnte und sich dabei sehr viel Zeit lassen.
Wie schon vermutet hat das Benehmen der Liga die Richterin in ihrer Entscheidung beeinflußt. Dazu gehörte auch ein Interview, das Roger Goodell der USA TODAY gegeben hat. Darin wies er unmissverständlich darauf hin, daß die NFL vorhat, die vollen 16 Spiele plus die Playoffs zu spielen. Auch die Veröffentlichung des Spielplans war für die Richterin ein Grund, die Aussperrung zu beenden, denn nur wenn die Spieler eine ordentliche Vorbereitung absolvieren, können sie ab September eine volle Saison durchstehen.
Dann wies sie noch darauf hin, daß es bis zu der Berufungsverhandlung noch Monate dauern kann. Der Termin dafür wird wohl erst anstehen, wenn die Saison bereits angefangen hat. Schon alleine aus diesem Grund wäre eine Aufrechterhaltung der Aussperrung bis dahin nicht möglich.
Rechtlich ist also alles klar. Die Aussperrung ist beendet. Die Spieler dürfen mit ihren Trainern auf den Anlagen der Teams trainieren. Spieler dürfen zu einem anderen Team wechseln und Verträge abschließen. Die Saisonvorbereitungen können, nein, müssen, normal angegangen werden.
Alles andere ist eine Mißachtung des Gerichts.

Kurzberichte
Die NFL hat einen neuen Test eingeführt, der zeigen soll, ob ein Spieler eine Gehirnerschütterung hat oder nicht.
Dazu werden den Spielern vor der Saison 20 Bilder vorgelegt, die sie sich kurz ansehen können, und dann aus dem Gedächtnis nachzeichnen müssen. Auch ein mündlicher Test mit 20 Wörtern wird durchgeführt.
Die Ergebnisse werden danach als Resultat im gesunden Zustand abgespeichert. Besteht während der Saison der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung, wird der Test erneut abgehalten und mit dem gesunden Resultat verglichen. Weicht das Ergebnis negativ ab, dann muss der Spieler pausieren.
Allerdings hat Peyton Manning schon eine tolle Idee dazu. Der Quarterback der wird bei dem Test vor der Saison absichtlich schlecht abschneiden, so daß bei einem Test während der Saison genug Luft nach unten ist, wenn der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung besteht.
Der viermalige Liga-MVP verriet diesen Trick in einem Interview für ESPN.com.
Womit man diesen Test eigentlich schon in die Tonne kloppen kann.

Und wieder hatte ein NFL Spieler in dieser Woche ein einschneidendes Erlebnis.
Nachdem letzten Freitag Dolphins Wide Receiver Brandon Marshall von seiner Frau in Notwehr mit einem Messer in den Bauch gestochen wurde, erwischte es am Mittwoch Jason Hunter. Der Defensive End der Broncos kam mit einer Stichverletzung in der linken Schulter in ein Krankenhaus in Detroit. Die Verletzung ist nicht lebensbedrohlich.
Über das wie, wo und wer gab die Polizei nichts bekannt. Einzig, daß seine Freundin verhaftet wurde, drang nach außen.

27. 04. 2011

Aussperrung oder keine Aussperrung, das ist die Frage
fragezeichenDie Aussperrung ist beendet, aber alles, was das Urteil der Richterin hinterlässt ist Chaos und Konfusion.
Einige Spieler durften gestern die Teamanlagen betreten, aber nicht trainieren, andere Teams verweigerten ihren Spielern immer noch den Zutritt zu den Anlagen.
Am heutigen Mittwoch um 18 Uhr amerikanischer Ostküstenzeit will Richterin Nelson bekanntgeben, ob die NFL die Aussperrung, die momentan aufgehoben ist, bis nach der Berufungsverhandlung aufrechterhalten darf.
Bis dahin gilt, daß die Spieler wieder Angestellte ihrer Clubs sind. Sie dürfen die Trainingsanlagen der Teams nutzen und die Boni kassieren, die ihnen für die Trainingseinheiten zustehen.
Bis dahin darf Handel mit den Spielern getrieben werden, sie dürfen Verträge abschließen, usw.
Die Richterin wies ausdrücklich darauf hin, daß es eine Mißachtung des Gerichts darstellen würde, wenn die Teams dies nicht beachten würden.
Einige Spieleragenten haben schon versucht, mit den Teams Kontakt aufzunehmen, aber keiner erhielt eine Antwort.
Vom rechtlichen Standpunkt ist also alles klar, aber an der Umsetzung hapert es, da die Teams sich Querstellen, und sich nicht darum scheren, was die Richterin entschieden hat.
Die Minnesota Vikings verwiesen ihre Spieler vom Trainingsgelände und wiesen sie explizit darauf hin, daß die NFL die Order ausgegeben hat, daß sich auch durch das Urteil nichts an der geltenden Aussperrung geändert hat.
In Cleveland wurden die Spieler sogar vom Sicherheitschef am Betreten des Mannschaftsgebäudes gehindert.
Nicht, daß die Liga sich damit selber ins Bein schießt. Die Teams hätten so tun können, als ob es sie interessiert, was die Richterin entschieden hat.
Die hätte im Gegenzug die Einsicht der Teams zum Anlass nehmen können, die Aussperrung bis nach der Berufungsverhandlung zu gestatten.
Die Richterin jetzt so, durch die Mißachtung ihres Urteils gegen sich aufzubringen, könnte der NFL diesen Wunsch verwehren.

Kurzberichte
Chad „85“ scheint die Bengals verlassen zu wollen.
Auf Twitter sagte er, daß seine Zeit in Cincinnati um ist.
Ihm scheint nicht zu behagen, daß die Bengals als ersten Spieler wohl einen Wide Receiver einberufen wollen. Im Vorfeld haben sie sich sehr für A.J. Green aus Georgia interessiert.
Für das Ego Ochocincos ist das wohl zuviel. „Ich liebe Cincy,“ zwitscherte er, „aber Coach Lewis ist gemein zu mir, also denke ich, daß ich gehe.“

Albert Haynesworth muss vor Gericht.
Der Defensive Tackle der Redskins hat einer Kellnerin in einem Hotel an die Brust gegriffen.
Wenn Haynesworth verurteilt wird, dann drohen ihm 180 Tage Haft, oder, noch viel schlimmer, stolze $1.000 Strafe.

26. 04. 2011

Die Aussperrung ist beendet...
nelson-susan2...aber natürlich geht sie weiter!
Die Richterin Susan Richard Nelson (Bild) hat die Aussperrung der Spieler durch die NFL für nicht Rechtens erklärt. Sie hob die Entscheidung der Liga mit sofortiger Wirkung auf.
Die NFL habe nicht das Recht, die NFLPA nach deren Auflösung weiter als alleinigen Ansprechpartner für Verhandlungen anzusehen. Die Umwandlung der Gewerkschaft in eine Handelsvereinigung wäre kein Täuschungsmanöver gewesen, wie die NFL behauptete.
Die Liga hat gegen die Entscheidung der Richterin sofort Berufung eingelegt.
Der nicht wieder gutzumachende Schaden, den die Spieler durch die Aussperrung davontragen, überwiegt jedweden Schaden, den die NFL durch ihren Gerichtsbeschluß erfährt, schrieb Nelson in ihrer Begründung. „Außerdem habe sie das öffentliche Interesse berücksichtigt, das dieser Fall in sich trägt. Die Aussperrung durch die NFL würde die Austragung der Saison gefährden, wenn sie sich bis in den Herbst hinzöge. Das wäre weit davon entfernt, ein privates Interesse der Liga an einerTarifeinigung darzustellen.
Sie bezeichnete das, was die Spieler getan hätten, um ihre Interessen wahrzunehmen, als außerhalb des Rahmens des Arbeitsrechts. Dennoch wäre die Einschaltung des National Labor Relations Boards, einer unabhängigen Institution der Regierung der USA, die sich mit Tarifauseinandersetzungen und Arbeitsrechtsfragen beschäftigt, durch die NFLunnötig gewesen.
Die Argumente der NFL, daß sie als Richterin eines normalen Gerichts nicht das Recht hätte, einen Arbeitsstreit zu verhandeln, hätten sie nicht überzeugt. Und danach wären der Liga die Argumente im Bezug auf die Anliegen der Spieler sehr schnell ausgegangen.
Die NFL hat nicht vor, die Aussperrung zu beenden, bevor ihre Berufung verhandelt wurde. Sie hat immer noch vor, aus diesem Kampf als Sieger hervorzugehen.

Kurzberichte
Die erste MVP der Saison 2011 steht fest, es ist Richterin Susan Richard Nelson. Jedenfalls ist sie es für uns Fans und die Spieler, denn sie hat die Aussperrung beendet.
Doch die Probleme sind dadurch leider nicht beendet.
Die Aussperrung durch die NFL wird nicht beendet, denn diese will sie bis nach der Berufungsverhandlung aufrechterhalten. Das allerdings liegt auch in den Händen der Richterin, die dazu um Erlaubnis gefragt werden muss. Sollte sie gegen die NFL stimmen, dann muss die Liga die Aussperrung bis nach der Berufungsverhandlung aussetzen.
Natürlich wird das Berufungsbericht der NFL Recht geben, wenn man die Anwälte der NFL fragt.
Natürlich wird das Berufungsgericht den Spielern recht geben, wenn man die Anwälte der Spieler fragt.
Fragt man unabhängige Experten, sind sich diese auch uneinig. Allerdings sehen mehr Experten die Spieler vorne, als die NFL.
Alles in Allem jedoch haben die Spieler durch das Urteil nun erstmal die Überhand, wenn die Vertragsverhandlungen unter der Leitung eines Mediators im Mai fortgesetzt werden.

Einige Spieler sehen das Urteil der Richterin als Startsignal für ihre Teamaktivitäten an.
Steelers Safety Ryan Clark rief seine Kollegen an und forderte sie auf, am Dienstag im Teamhauptquartier zu erscheinen. Für ihn ist die Aussperrung beendet und er möchte endlich an die Arbeit gehen.
NFL Sprecher Greg Aiello sagte, daß die Spieler zum jetzigen Zeitpunkt, wenn sie erscheinen, die Teamanlagen betreten dürfen. Die Spieler, die das Training aufnehmen, haben auch Anrecht auf den Trainingsbonus.
Diese Entscheidung kann allerdings sofort widerrufen werden, wenn die Richterin die Aussperrung bis nach der Berufungsverhandlung in Kraft lässt.

Die NFL will es der Gewerkschaft so richtig zeigen.
Normalerweise lädt sie etwa 10 bis 15 Collegespieler zur Draft ein. Dieses Jahr hat sie 25 Spieler eingeladen, die auch alle kommen wollen.
Die Gewerkschaft hatte im Vorfeld die Collegespieler aufgefordert, der Veranstaltung fernzubleiben. Viele Spieler hatten jedoch sofort gesagt, daß sie dieser Aufforderung nicht nachkommen würden.
So eine Gelegenheit gäbe es nur einmal im Leben, und die wollten sich die kommenden NFL-Stars nicht nehmen lassen.
Die Draft findet vom 28. bis zum 30. April statt und ESPN America wird sie übertragen, allerdings nur zeitversetzt, wenn auch der Letzte schon weiß, wer einberufen wurde.

Michael Vick geht gegen eine App vor.
In dieser Anwendung für Smartphones geht es um Hundekämpfe.
Die Spieler müssen die Hunde füttern und mit Wasser versorgen, sie trainieren und dann in einen Kampf gegen andere Hunde hetzen.
Vick, der 18 Monate im Gefängnis saß, weil er Kampfhunde züchtete und an illegalen Kämpfen teilnehmen ließ, tat sich mit der Tierschutzvereinigung zusammen, um diese App vom Markt zu verbannen.

Am Montag verstarb Joe Perry im Alter von 84 Jahren an den Folgen seiner Demenz.
Der Fullback spielte 16 Jahre in der NFL, davon 14 Jahren für die 49ers und zwei für die Baltimore Colts.
Der verdiente Veteran des 2. Weltkriegs wurde 1969 in die Hall of Fame aufgenommen. Seine enorme Schnelligkeit brachte ihm den Spitznamen „The Jet“ ein.

25. 04. 2011

In the Ghetto
spieler-hinter-gitterIn den USA ist eine Diskussion losgebrochen, die etwas bizarr anmutet.
Steve Wyche, einer der führenden NFL-Reporter in den Staaten, fragt sich, und uns, ob die Aussperrung nicht Kontraproduktiv für die Spieler ist, die eigentlich um diese Zeit des Jahres unter der Aufsicht der Teams stehen.
Es gäbe viele Spieler, denen es nicht guttut, daß sie zur Zeit nicht mit ihren Trainern und Betreuern reden dürfen. Viele Spieler bräuchten diese Zuwendungen, um ihr Leben in geordneten Bahnen halten zu können.
Bitte bedenken Sie lieber Leser, Wyche redet nicht von 12-jährigen Bambinis, sondern von erwachsenen Menschen.
10 Spieler wurden verhaftet, seit die Aussperrung am 12. März begann. Es sind: William Moore, S, Atlanta Falcons, Kenny Britt, WR, Tennessee Titans, Mike Vrabel, LB, Kansas City Chiefs, Louis Murphy, WR, Oakland Raiders, Aqib Talib, CB, Tampa Bay Buccaneers, Jason Peters, OT, Philadelphia Eagles, Johnny Jolly, DT, Green Bay Packers, Bryan McCann, CB, Dallas Cowboys, Mario Henderson, DT, Free Agent, Chris Cook, CB, Minnesota Vikings.
Wäre man jetzt politisch unkorrekt, könnte man darauf hinweisen, daß unter den verhafteten nur ein Weißer Spieler ist, aber das wäre ja völlig unangebracht, also lassen wir das lieber.
Wyche will nun erkannt haben, daß einige Spieler jedes Jahr in Schwierigkeiten geraten, in der Zeit vom Saisonende bis zu den ersten Teamaktivitäten. Diese Teamaktivitäten gäben ihrem Leben eine Struktur und sie könnten ihren Tagesablauf und sich selber ordnen.
Einige Spieler würden nicht damit fertig, zuviel Freizeit zu haben.
Vor allen Dingen würden diesen Spielern ihre Ansprechpartner fehlen. Sie wüssten nicht wohin mit ihren Sorgen und Problemen. Hier würde es helfen, wenn sie mit ihren Trainern und Betreuern sprechen könnten, sie fragen könnten, was richtig und was falsch ist. In den Teams gibt es den Posten des „Player development directors“, des „Direktors der Spielerentwicklung“, also jemand, der dazu da ist, den Spielern zu sagen, was Gut und Böse ist.
Wir reden immer noch über erwachsene Menschen.
Doch viele dieser Spieler kommen aus einem problematischen Umfeld, man könnte auch sagen, Ghetto. Diese Spieler sind oft ohne Vater aufgewachsen, und so ein Coach im College und danach in der NFL, ist die erste Respektsperson, die diese Spieler kennenlernen. Ihnen diese jetzt vorzuenthalten, würde sie völlig aus der Bahn werfen.
Gerade die Spielerentwickler haben die größten Sorgen, daß ihre Schützlinge ohne ihre Unterstützung in größere Schwierigkeiten schlittern könnten.
Für uns sieht das nicht, wie eine große Sache aus. Wir haben auch nur unsere Eltern, Ehegatten und Freunde an die wir uns wenden können. Wir haben auch keinen Persönlichkeitsentwickler, der uns in allen Lebenslagen beisteht. Aber für viele Spieler aus der NFL, aber auch anderen Sportligen in den USA, ist das anscheinend eine Riesensache.
Wyche hat nun die Sorge, daß immer mehr Spieler in Schwierigkeiten geraten könnte, je länger die Aussperrung dauert.
Das gilt zwar nur für einen Bruchteil der über 1.600 Spieler, aber dieser Bruchteil haut dermaßen über die Stränge, daß er auch den Rest in Mißkredit bringen kann.

Drei Cowboys gegen Dez Bryant
Drei erfahrene Spieler der Dallas Cowboys trafen sich am Samstag mit Dez Bryant. Sie wollten mit dem Wide Receiver über seine Probleme sprechen, die er außerhalb des Spielfelds hat.
Quarterback Tony Romo, Center Andre Gurode und Linebacker Keith Brooking besuchten Bryant, um ihm zu zeigen, daß er auf dem falschen Weg ist.
Bevor Bryant seinen Vertrag mit den Cowboys letztes Jahr unterschrieben hatte, kaufte er Gold und Juwelen für eine knappe Million Dollar, ohne allerdings die bestellte Ware zu bezahlen.
Dazu kam noch ein Vorfall in einem Einkaufscenter, wo Bryant mit einer so weit heruntergezogenen Hose herumlief, daß sich die Besucher über das allzu deutlich sichtbare Klempnerdekollete aufregten.
Die drei Veteranen klärten den Wide Receiver bei einem Frühstück darüber auf, daß das nicht richtig sei. So würde man sich nicht benehmen, das wäre ganz falsch.
Die Mühe lohnt sich, denn die Probleme, die der Wide Receiver seinen Gegnern auf dem Platz bereitet, die kann das Team brauchen.
Er beendete die Saison mit 45 gefangenen Pässen für 561 Yards und 6 Touchdowns. Im Special Team trug er 2 Punts zu Touchdowns zurück.
Wenn Bryant jetzt noch lernt, wie man sich als Mensch im Leben außerhalb des Platzes benimmt, dann steht im eine große Zukunft bevor.

Die Buccaneers sollten sich von Aqib Talib trennen
Ob es fair ist oder nicht, aber es ist so, besondere Talente bekommen gesonderte Behandlungen. Wird ein weniger talentierter Spieler bei einer Geschwindigkeitsübertretung erwischt, droht ihm die Entlassung durch das Team. Schießt ein großes Talent auf einen Menschen, dann kann es sein, daß er mit einem: „Du, Du, Du, mach das nie wieder, Du böser Du“, davon kommt.
So ist es momentan bei den Buccaneers. Aqib Talib hat eine Serie häßlicher Vorfälle vorzuweisen, seit er 2008 von Tampa Bay einberufen wurde.
Der Cornerback wurde zweimal verhaftet, zuletzt vor einigen Wochen, weil er auf den Freund seiner Schwester geschossen hat.
Chris Hovan, Defensive Tackle, der Bucs, beschwerte sich jetzt öffentlich darüber, weil er eine solche Sonderbehandlung im Fall Talib zu erkennen glaubt.
Der Cornerback stünde unter dem Schutz von Head Coach Raheem Morris. Doch General Manager Mark Dominik sollte Nägel mit Köpfen machen und Talib feuern, forderte Hovan in einem Radiointerview. Jeder andere wäre schon gefeuert worden. Doch Talibs 15 Interceptions in drei Jahren sind wohl ein Grund ihn zu behalten, obwohl er auf einen Menschen geschossen hat.
Talent als Schutz vor Strafe, für Hovan ein Unding. (Und nicht nur für ihn!).

Dancing Star statt Super Bowl Sieger
Hines Ward ist auf dem besten Wege, in diesem Jahr doch noch einen Titel zu erlangen.
In der Tanzshow „Dancing with the Stars“ sehen ihn die Buchmacher als Topfavoriten. Der Wide Receiver der Steelers wird in Las Vegas mit einer Quote von 6:5 gehandelt.
Ward wäre nicht der erste NFL Star, der die Show gewinnt. 2006 gewann Ex-Cowboys Running Back Emmitt Smith den Wettbewerb.

24. 04. 2011

Kurzberichte
marshall-brandon-dolphinsAm Samstagmorgen hat Brandon Marshall (Bild) mit seiner Frau gekämpft und verloren.
Der Wide Receiver der Dolphins musste mit einer tiefen Messerwunde im Bauch ins Krankenhaus gebracht werden.
Nach der Operation teilte der Krankenhaussprecher mit, daß der Stich keine lebenswichtigen Organe verletzt hätte. Die Operation am Magen wäre gut verlaufen und Marshall wird sich in zwei bis drei Wochen voll und ganz erholen.
Die Polizei nahm Michi Nogami Marshall, die Frau des Wide Receivers, am Freitagabend fest. Sie wurde des Angriffs mit einer tödlichen Waffe angeklagt und hinter Gitter gesteckt.
Brandon Marshall kam 2006 in die NFL und seitdem wurde er schon oft verhaftet, unter Anderem wegen Trunkenheit am Steuer und häuslicher Gewalt. 2008 wurde er deswegen für ein Spiel suspendiert.

Tim Tebow hat die Kritik nicht vergessen, die seine Rekrutierung durch die Broncos begleitete. Seitdem hat der Quarterback hart daran gearbeitet, seinen Wurfstil NFL-tauglich zu machen.
Auch in diesem Jahr arbeitet er weiter an sich, denn er hat vor, der Starter in Denver zu werden.
Seitdem die letzte Saison beendet ist, hat er kaum einen Tag ausgelassen, zu trainieren, um dieses Ziel zu erreichen. Auch von der Aussage John Elways, in der Draft vielleicht früh einen Quarterback einzuberufen, lässt er sich nicht beirren.
In seinen wenigen Auftritten letztes Jahr warf er Pässe für 654 Yards und 5 Touchdowns.

23. 04. 2011

Kurzberichte
Am Montag will Richterin Nelson ihr Urteil verkünden.
NFL Commissioner Roger Goodell hat bereits angekündigt, daß die Liga in Berufung gehen wird, wenn die Spieler den Prozess gewinnen sollten.
Für die Liga stünde zuviel auf dem Spiel, um einen Sieg der Spieler einfach so hinzunehmen. Die Spieler wollen z.B. die Draft abschaffen, weil sie sie als illegal ansehen. Auch die Free Agent Regeln bezeichnen sie als illegal. Und die Gehaltsobergrenze gehört nach dem Willen der Spieler auch abgeschafft, weil sie illegal ist.
Doch Roger Goodell versteht diese Aufregung nicht. All diese Sachen wären zwischen der Spielergewerkschaft und der NFL am Verhandlungstisch gemeinsam beschlossen worden.
Die Anwälte der Spieler würden plötzlich Alles attackieren, was die Liga so groß und so erfolgreich gemacht hat.
Die NFL würde sich nicht wehrlos zerstören lassen.
Bereits jetzt wären die finanziellen Ausfälle zu spüren, denn den Teams sind schon Sponsoren abgesprungen. Der Unterhalt der NFL kostet wöchentlich $40 Millionen. Aus diesem Grund wurden die Gehälter der Angestellten des Ligabüros um 12% gesenkt. Ab August drohen noch höhere Kürzungen, wenn die Aussperrung bis dahin noch nicht beendet ist.
Auch Roger Goodell, der normalerweise $10 Millionen im Jahr verdient, wird sich die Augen über seinen ersten Gehaltsscheck gerieben haben. Er hatte sich für die Zeit der Aussperrung sein Gehalt auf $1 festgesetzt. Sein erster Scheck brachte ihm jetzt vier Cents ein.

Amani Toomer hat sich für seinen verbalen Ausfall entschuldigt. Der ehemalige Wide Receiver der Giants bezeichnete Roger Goodell als Gestapo-Typen.
Toomer sagte der New York Daily News, daß er sich der Bedeutung dessen, was er da gesagt hat, nicht bewusst war.
Der 36-jährige entschuldigte sich persönlich bei dem Vorsitzenden der NFL für diesen Spruch.

Die Larry Fitzgerald Bank hat ihre Schalter für bedürftige Teamkollegen geöffnet.
Der Pro Bowl Wide Receiver der Cardinals sagte, daß er bereit ist, jedem Teamkollegen, der dringend Geld braucht um fällige Raten zu zahlen, sich jederzeit an ihn wenden kann.
Fitzgerald bekommt in den nächsten beiden Jahren ein Grundgehalt von $12 Millionen.
Davon würde er denen gerne etwas leihen, die nach über 40 Tagen Aussperrung dringend Geld brauchen.
Da denkt Tony Gonzales ganz anders. Der Tight End der Falcons wird von seinem Jahresgehalt von $5,75 Millionen nichts abgeben.
In seinen Augen sind die Spieler selber Schuld, wenn sie in finanzielle Not geraten. Jeder hatte genug Zeit, sich auf die Aussperrung vorzubereiten und sein Geld einzuteilen. Selber Schuld, wer das nicht getan hat.

Wie der Vater, ganz anders der Sohn.
Nate Montana wird es wohl nie zu dem Ruhm bringen, zu dem es sein Vater Joe gebracht hat.
Schon an der High School hat er es nur zum Ersatz- Quarterback gebracht. 2008 ging er an die Universität, an der auch sein Vater war, Notre Dame. Hier wurde er aber schnell nach ganz hinten durchgereicht und ist höchstens der Ersatzmann des Ersatzmanns.
Wenn das Leben ihm also schon nicht die Anerkennung und das Geld einbringt, daß er bestimmt gerne hätte, da will er wenigstens nicht auf den Spaß verzichten, den man als Student so hat.
Am Freitag wurde er auf einer Party zusammen mit 10 weiteren Notre Dame Studenten verhaftet, weil sie sich ungebührlich benahmen und Alkohol getrunken hatte, was sie in ihrem jungen Alter jedoch nicht durften.
Insgesamt wurden 44 Personen festgenommen, die auf dieser Party waren, darunter auch zwei Erwachsene, die den Jugendlichen verbotenerweise Alkohol beschafft hatten.

22. 04. 2011

Aussperrung, die (gefühlt) 2.746.
Drei Wochen Vorlaufzeit würde die NFL benötigen, um eine Saison 2011 ans Laufen zu bringen.
Daß man dann in den ersten 3-4 Wochen keine Spitzenspiele erwarten darf, ist klar. In dieser kurzen Zeit können sich die Angriffsreihen noch nicht eingespielt haben und dürften von den Verteidigungen förmlich überrannt werden.
Wenn die Saison am 25. September, in Woche 3, beginnen würde, könnte die komplette Saison absolviert werden, ohne einen Spieltag zu streichen.
Der Super Bowl würde um eine Woche nach hinten verschoben und der spielfreie Sonntag vor dem Super Bowl würde gestrichen. So könnte man Alles soweit nach hinten verschieben, damit nichts ausfällt.
Damit, den freien Sonntag vor dem Super Bowl zu streichen, hat die NFL ja leider schon Erfahrung sammeln müssen. 2001 wurde der Spieltag nach den Anschlägen am 11.9. ans Saisonende gelegt und die Playoffs begannen eine Woche später als geplant.

Ist die Union gar keine so tolle Gemeinschaft?
Eine Anwaltsfirma sammelt Klienten, die sich aus Spielern der NFL rekrutieren, die nicht damit einverstanden sind, wie sie von der Gewerkschaft vertreten wurden. Nach Ansicht dieser Spieler hätte die NFLPA nicht ihr Bestes gegeben, um sie gegenüber der NFL zu vertreten.
Besonders unter den Spielern, die nicht zu den gutbezahlten Stars gehören, gärt es.
Da diese Anwaltsfirma aber die NFL in einer Sache vertritt, in der es um die Lizensierung von Musikstücken geht, fragte sie bei der Liga an, ob sie ihre Mandanten gegenüber der NFL und der NFLPA vertreten dürften.
Was auch immer sie sich dabei gedacht haben, sollte diese Anfrage in der Chefetage der NFL erst für Verwunderung und dann für Gelächter gesorgt haben.
Auch wenn nicht wirklich ein Interessenskonflikt vorläge, antwortete die Liga, würden sie der Kanzlei nicht gestatten, die Spieler zu vertreten.

Armani Toomer ist in seiner Kritik gegenüber Roger Goodell vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen.
In den letzten Wochen wurde der Chef der NFL ja schon als eklatanter Lügner bezeichnet und als Witzfigur in Gestalt eines Commissioners.
Toomer aber, langjähriger Wide Receiver der Giants, legte noch einen drauf: „Ich glaube, so wie Mr. Goodell diese Verhandlungen behandelt, so, wie er seine Macht einsetzt, erinnert er mich an einen Gestapo-Typen. So wie er die Spieler kontrolliert und das Justizsystem nicht seine Arbeit machen lässt, muss das die Spieler ja gegen ihn aufbringen und deshalb schlagen so viele momentan auf ihn ein.“
Starker Tabak.
Doch ein ehemaliger Spieler verteidigt den Vorsitzenden der Liga, Jim Brown.
Der Hall of Fame Running Back bezeichnete Goodell als realistischen Führer der Liga, deren Interessen er vertritt.
Dagegen sieht Brown die Fehler auf Seiten der Gewerkschaft, die sich selber geschwächt hat, als sie sich in eine Handelsorganisation umwandelte, um die Spieler gegen die Liga vor Gericht ziehen lassen zu können.
Niemals hätte die NFLPA es zur Aussperrung der Spieler kommen lassen dürfen. Gerade die Spieler auf der mittleren Talent- und Einkommensstufe und die noch tiefer angesiedelten Spieler würden momentan sehr viel verlieren.
„Die Gewerkschaft sagt, daß es eine starke Einigkeit unter den Spielern gebe. Das ist aber nicht so.“ sagte Brown in einem Radiointerview. „Es ist gar nicht möglich, daß die Spieler sich einig sind. Wenn diese Sache vorüber ist, wird es viele Opfer geben, die auf der Strecke geblieben sind. Spieler, die die Saison brauchen, um sich zu etablieren und Spieler, die kurz vor dem Ruhestand sind, und die sich wirtschaftlich hätten absichern können.“
Für den ehemaligen Superstar sind die Vertreter der NFLPA armselige Amateure, die nicht die nötige Ahnung von ihrem Job haben. Damit dürfte er wohl besonders DeMaurice Smith im Visier haben. Der Vorsitzende der Gewerkschaft hat den Job erst kurz, und schon vor dem Beginn der Verhandlungen wurde gemutmaßt, daß er vorrangig für seine eigene Reputation arbeiten würde und die Interessen der Spieler für ihn zweitrangig wären.
Es sieht so aus, als hätten seine Kritiker nicht Unrecht.

Good Golly, Bewährung für Johnny Jolly
Packers Defensive Lineman Johnny Jolly bekannte sich vor Gericht schuldig. Er war angeklagt, weil er noch während einer laufenden Bewährungszeit erneut mit Drogen erwischt wurde.
Dadurch entging er einer Haftstrafe, die ihm 20 Jahre hätte einbringen können.
Jolly bekam fünf Jahre auf Bewährung und wenn er sich in dieser Zeit wieder etwas zu Schulden kommen lässt, dann muss er in den Knast.
Jolly wurde 2006 von den Packers einberufen und war in der Super Bowl Saison 2010 suspendiert. Trotz seines erneut kriminellen Verhaltens hofft er darauf, doch noch eine Karriere in der Liga vor sich zu haben.

21. 04. 2011

2011?
Die Chancen darauf, daß diestattfindet, sind wieder ein beträchtliches Stück gesunken.
Erst für den 16. Mai sind weitere Gespräche zwischen der NFL und den Vertretern der Spieler angesetzt. Bis dahin hat der Vermittler die Gespräche vertagt.
Zwischen den ersten Verhandlungen und den von Richterin Nelson angeordneten Gesprächen lagen 34 Tage. Jetzt sind es wieder 26 Tage, bis es weitergehen soll. Das sind zwei vergeudete Monate.
Allerdings steht in der Zwischenzeit das Urteil der Richterin an, das von der Verliererseite bestimmt sofort angefochten wird. Am 6. April sagte sie, daß sie in ein paar Wochen ihr Urteil sprechen würde. Es sind jetzt ein paar Wochen um.
Auf die Frage, warum der Mediator, Richter Boylan, die Verhandlungen für knapp einen Monat ausgesetzt hat, antwortete ein Vertreter der NFL: „Das ist es, was der Richter wollte, und wir tun das, was der Richter wollte.“

Spielplan 2011
garrett-jason2Die Cowboys werden mal wieder die Fernsehbildschirme beherrschen, falls die Saison 2011 stattfindet. Sechs mal spielen sie vor nationenweitem Fernsehpublikum, trotz ihrer 6-10 Bilanz in der Vorsaison. Zusätzlich kann Dallas ja auch noch bei CBS und FOX im Topspiel der späten Sendezeit gezeigt werden.
Man kann sie mögen, so wie ich, man kann sie hassen, so wie viele Leser hier, aber sie sind ein Zuschauermagnet. In den 13 meistgesehenen Fernsehsendungen der TV-Saison 2010, die alle Spiele der NFL waren, spielten die Dallas Cowboys sechsmal.
Dallas spielt 2011 im ersten Sunday Night Spiel der Saison gegen die Jets. In Woche 3 spielen sie im Monday Night Spiel gegen Washington. Weiter geht es in Woche 9 im SNF gegen die Eagles. Danach folgt das traditionelle Thanksgiving Day Spiel in Woche 12 gegen Miami. In Woche 14 steht gegen die Giants wieder ein SNF Spiel an und in Woche 15 noch ein Samstagsspiel gegen Tampa Bay.
Daß in Woche 6 das Spiel um 22:15 gegen die Patriots gezeigt werden könnte, darauf könnte man wetten.
Hier eine Übersicht, wie oft welches Team im nationenweiten Fernsehen gezeigt wird:
6: Cowboys
5: Colts, Jets, Ravens, Eagles, Packers, Steelers
4: Patriots, Giants, Bears, Chargers, Saints, Falcons
3: Dolphins, Jaguars, Chiefs
2: Rams, Broncos, Raiders, Buccaneers, Lions, Vikings, Seahawks, 49ers
1: Redskins, Browns, Texans
0: Titans, Bengals, Cardinals, Panthers, Bills
Erstaunlich ist, daß die Lions in einem MNF Spiel gezeigt werden. Gerade bei diesen Spielen, die für den übertragenden
Sender ESPN seht teuer sind, achtet man eigentlich darauf, nur publikumswirksame Teams zu zeigen.
Leider hat sich NBC nicht durchsetzen können und am 11.9. kommt es nicht zum Aufeinandertreffen der beiden New Yorker Teams im SNF Spiel. Die Jets empfangen Dallas. Die Giants treten in Washington an, der anderen Stadt, die hart von den Anschlägen getroffen wurde.

20. 04. 2011

Der Spielplan 2012 ist da
Stellen wir uns einmal vor, es gäbe eine Saison 2011, dann würde der Spielplan u.a. folgende Spiele liefern:
Die Packers beginnen ihre Saison gegen den Super Bowl Sieger der Vorsaison, die New Orleans Saints. Das heißt, Drew Brees gegen Aaron Rodgers, kann es noch besser werden?
Ein Revanchespiel der Steelers gegen Green Bay steht nicht an, aber die Super Bowl Kontrahenten der drei Vorjahre treffen aufeinander. Die Giants treffen auf die Patriots, die Steelers müssen nach Arizona und die Colts müssen nach New Orleans.
Michael Vick reist mit zu seinem alten Team nach Atlanta.
Das und noch mehr könnten wir dieses Jahr zu sehen bekommen.

Kurzberichte
romo-huchderballDie konspirativen Treffen, die manche Spieler abhalten, gehen weiter.
So trafen sich 25 Spieler der Redskins zu einem zweitägigen Training in Virginia. Der Spieler, der Training am Nötigsten hätte, war nicht dabei, aber Donovan McNabb will ja auch weg von den Skins.
Bei den Bengals organisierte Quarterback Jordan Palmer ein Trainingstreffen. Sein Bruder Carson nahm nicht teil. Er will ja unbedingt weg von den Bengals und fühlt sich dem Team schon nicht mehr zugehörig.
Bei den Cowboys versucht Tony Romo (Bild) seine Kollegen zum Training zusammenzutrommeln. Gerade Romo wird in Dallas ja sehr kritisiert, weil er zu wenig Teamgeist zeige. Tight End Jason Witten unterstützt ihn dabei, denn auch er findet es wichtig, sich auf die Saison vorzubereiten, die ja plötzlich und unerwartet doch stattfinden könnte.

Viele bezeichnen den ehemaligen Super Bowl Head Coach Jon Gruden als Quarterback –Guru.
Einer seiner ehemaligen Quarterbacks versteht die Aufregung nicht. Für Shaun King, der zwei Jahre für Gruden spielte, so auch in der Super Bowl Saison der Buccaneers, ist Gruden weit davon entfernt ein Quarterback –Guru zu sein. Für ihn gäbe es etliche Coaches, die mehr von dieser Position verstünden, als Gruden.
Gruden wird für den Sender ESPN eine Draftanalyse für die diesjährigen Quarterbacks, die vom College in die NFL wollen, durchführen. King sagte, daß er sich die Show nicht ansehen werde, weil er mit dem Experten nicht einverstanden sei.
Auf die harsche Kritik angesprochen, meinte Gruden, daß er bei Shaun King wirklich einen miserablen Job gemacht hätte. Daß er sich die Sendung nicht ansehen wolle, wäre schade.

19. 04. 2011

Kurzberichte
mcnabb-donovan-redskins3Die Vikings haben gerade mit einem alternden Quarterback abgeschlossen, der ihnen leider nicht weiterhelfen konnte, Brett Favre.
Jetzt strecken sie die Fühler nach einem alternden Quarterback aus, der ihn bestimmt nicht weiterhelfen kann, Donovan McNabb.
Allerdings sollen sie nicht das einzige Team sein, das Interesse an McNabb bekundet hat. Jetzt kommt es darauf an, welcher Interessent den Redskins die beste Kompensation im Tausch für den Quarterback anbietet.
Doch nicht nur McNabb ist ein freier Agent, der das Team verlassen kann, auch Rex Grossman kann gehen. Ob die Skins beide Quarterbacks ziehen lassen werden, bleibt abzuwarten.
Das Tuch zwischen dem Team und McNabb ist jedoch so zerrissen, daß er bereit ist, den Unterschriftsbonus von $3,5 Millionen zurückzuzahlen, wenn er nur gehen darf.
In seinem einen Jahr in Washington startete der 34-jährige in 13 Spielen, warf 14 Touchdowns und 15 Interceptions.

Steve Sabol sagte, daß er im Frieden mit Allem ist, was sich aus seinem Gehirntumor entwickeln wird.
Seit einem Monat wird der Präsident von NFL Films mit Bestrahlungen behandelt. Ob er den Kampf gewinnt, weiß er nicht. Er habe auch nicht gefragt, sagte er. Er wolle es nicht wissen.
Was er wissen wollte, ist, ob er die Laudatio für seinen Vater wird halten können. Ed Sabol wird im August in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen und Steve soll sein Laudator sein. So lange wolle er noch leben.
Die Ärzte hätten ihm versichert, daß er das noch erleben würde.
Sabol sagte, daß nichts, was im Himmel auf ihn wartet, sein Leben hier auf der Erde würde toppen können. Sein Footballleben wäre das Tollste gewesen, was man sich vorstellen könne.

Spieler und Trainer eines Teams dürfen sich während der Aussperrung nicht treffen, aber es gibt Ausnahmen.
Die Dallas Cowboys durften ihr jährliches „So schmeckt die NFL“ Wohltätigkeitsgrillfest abhalten.
Auf die Frage an Head Coach Jason Garrett, was er denn so mit seinen Spielern reden würde, antwortete er mit einem breiten Grinsen: „Über das Essen natürlich.“
Die Veranstaltung am letzten Sonntag brachte drei Millionen Dollar ein.

Die NFL wird am heutigen Dienstag den Spielplan für die Saison 2011 veröffentlichen. Wie schon letztes Jahr, macht sie das während der besten Sendezeit ab 19 Uhr in ihrem eigenen NFL Network.
Durchgesickert sind schon die Bedingungen für das Londonspiel. Wie hier bereits veröffentlicht, spielen die Bears gegen die Buccaneers. Sollte die Aussperrung am 1. August noch nicht beendet sein, dann wird das Spiel nicht in London stattfinden, sondern in Tampa.
Man könnte das Spiel als Stresstest für die NFL ansehen: „Wieviele Zuschauer werden kommen, um erneut die Buccaneers in London zu sehen?“

18. 04. 2011

Kurzberichte
roethlisBen Roethlisberger (Bild) knabbert immer noch an der Niederlage im letzten Super Bowl. Es wäre bereits der dritte Erfolg für ihn gewesen, wenn die Steelers die Packers geschlagen hätten.
Big Ben hat nämlich ein Ziel vor Augen; er will mehr Super Bowls gewinnen, als Terry Bradshaw und Joe Montana, die beide viermal gewinnen konnten.
Da wäre ein Sieg in Super Bowl 45 natürlich ein großer Schritt gewesen, und diese Niederlage verfolgt ihn, wie er in einem Interview sagte.
Big Ben hat vor, noch etwa 7-9 Jahre zu spielen, das ist nicht so furchtbar viel, wenn man noch drei Super Bowls gewinnen will. Doch Roethlisberger will diesen Rekord und auf dem Weg dorthin möchte er noch einen Rekord mitnehmen, den für die meisten Siege insgesamt.

Matt Hasselbeck hatte gehofft, daß er sich mit den Seahawks noch vor der Aussperrung über einen neuen Vertrag hätte einigen können. Nun, es kam anders.
10 Saisons hat der Quarterback in Seattle gespielt, und er würde gerne noch weitere dranhängen.
Doch Hasselbeck, der 1998 von den Packers einberufen wurde, ist mittlerweile 36 Jahre alt. Zu der Elite der Quarterbacks gehört er ganz bestimmt nicht, trotz seiner drei Pro Bowl Auftritte und des einen Super Bowl Auftritts. Sollte also nicht bald die Aussperrung beendet werden, dann wird die Chance auf einen neuen Vertrag nicht gerade größer, denn Hasselbeck wird ja auch nicht jünger.
Hasselbeck hadert aber nicht damit, daß sein Vertragsende in diese verrückte Zeit fiel. Man könne halt momentan keine Vorhersagen treffen, aber es ginge ja nicht nur ihm so, sondern etwa 500 anderen Spielern auch. Damit müsse man jetzt eben klarkommen.
Sollte Seattle in der Draft einen Quarterback einberufen, so würde er dieses Zeichen zu deuten wissen.

17. 04. 2011

Kurzberichte
williams-rickyRicky Williams (Bild) glaubt nicht, daß die Dolphins ihn noch brauchen.
Der Running Back sagte in einem Radiointerview, daß Miami von einer lauforientierten Offense mehr zu einer passorientierten Offense gewechselt ist. Aus diesem Grund würden sie ihn wohl nicht weiterverpflichten.
Seit 2002 ist Williams bei den Dolphins, nachdem er zuvor wegen Drogenproblemen von der NFL nach Kanada ging. Eigentlich hatte Niemand erwartet, daß Williams es noch einmal in der NFL schaffen würde, aber er konnte die Chance, die ihm Miami offerierte, nutzen.
Wieso er allerdings glaubt, daß die Offense mehr auf das Passspiel setzt, ist nicht ganz klar, denn Miami hat keinen Quarterback, der Pässe werfen kann.
Wenn dabei wieder das herauskommt, was man letztes Jahr sah, dann wird der Fisch absaufen.

Nächste Woche wollen die Verteidiger der Rams sich freiwillig zum Training treffen.
Cornerback Ron Bartell und Linebacker James Laurinaitis wollen ihre Kollegen zusammentrommeln, um sich gemeinsam fitzuhalten.
Auch die Offense will nicht einrosten und sie wollen sich auch gemeinsam fithalten.
Nicht nur die Fitness wäre wichtig, sondern auch das Gefühl des Zusammenhalts. Während des Treffens würde man auch mal ins Kino gehen oder sich zusammen ein Baseballspiel ansehen.

16. 04. 2011

Kurzberichte
kolb-kevinDie Forderungen, die der Agent von Kevin Kolb (Bild) erhebt, könnten einen Wechsel des Eagles Quarterbacks zu einem anderen Team erschweren.
Nicht nur, daß sein neues Team Philadelphia seine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft abtreten müsste, so fordert Kolbs Agent einen gutdotierten, langfristigen Vertrag für seinen Mandanten.
Einige Verantwortliche von interessierten Teams haben daraufhin schon abgewunken.
Man könne einem Spieler, der sich noch nicht bewiesen hat, keinen langfristigen Vertrag anbieten und eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde für ihn abgeben.
In vier Saisons hat Kolb immerhin erst siebenmal als Starter auf dem Platz gestanden, viel zu wenig für so hohe Forderungen.
Zur Zeit sind solche Spekulationen eh nichts wert, denn während der Aussperrung dürfen keine Spielerwechsel stattfinden, und die Draft steht kurz bevor. Am 28. April ist es soweit. Bis dahin wird die Aussperrung noch nicht beendet sein, und Kompensationen für einen Spielerwechsel durch die Draft würden dann erst 2012 stattfinden.

 

Dez Bryant hat einen Gerichtsprozess weniger am Hals. Der Wide Receiver der Cowboys hatte letztes Jahr fleißig Gold und Juwelen eingekauft, allerdings ohne dieser lästigen Pflicht des Bezahlens nachzukommen.
Eine Firma in New York, die Schmuck an Prominente liefert, verklagte ihn auf Zahlung von $267.000. Außergerichtlich einigten sich die Parteien darauf, daß Bryant $246.000 zahlt und das Verfahren wird eingestellt.
Jetzt hat Bryant nur noch eine Klage zur Zahlung über $600.000 am Hals, die ein Juwelier aus Texas gegen ihn eingereicht hat.

15. 04. 2011

Kurzberichte
letthemplayrogerDie NFL und die Vertreter der Spieler verhandelten zum ersten Mal seit 34 Tagen wieder miteinander und es dauerte eine Weile.
Nahezu 10 Stunden redeten sie unter der Mithilfe eines Vermittlers. Das ist lange für zwei Parteien, die sich doch eigentlich gar nichts zu sagen haben.
Darüber, was sie so verhandelt haben, durften sie ja nichts sagen, denn die Richterin Nelson verpflichtete alle Beteiligten zu Stillschweigen.
Jeff Pash, der Chefunterhändler der NFL, sagte jedoch, daß der vom Gericht bestellte Vermittler hart arbeiten würde und er gäbe sich sehr viel Mühe, die Verhandlungen zu einem Ergebnis zu führen.
Es gibt keinen Zeitrahmen für die Verhandlungen und der Vermittler, Richter Boylan, sagte, daß er die Gespräche der Gegner solange leiten werde, wie es in seinen Augen Sinn macht.

Die Green Bay Packers haben nicht nur den Super Bowl gewonnen, sondern auch die Hoheit bei den Fanartikelverkäufen.
Im Zeitraum vom 1. April 2010 bis zum 31. März 2011 war das Trikot von Super Bowl MVP Aaron Rodgers der zweitbeste Verkaufte Artikel und das Trikot von Linebacker Clay Matthews liegt auf Platz neun.
Auf Platz eins liegt das Trikot des Super Bowl Gegners Troy Polamalu, dem Safety der Steelers.
Bei den Fanartikeln allgemein verkauften sich die Sachen der Packers insgesamt am Besten, gefolgt von den Fanartikeln der Steelers. Im Vorjahreszeitraum tauchten die Packers nicht in den Top 10 auf.

Die Spielergewerkschaft hat damit begonnen, Spielern, die nicht zu den Topverdienern gehören, mit einer finanziellen Unterstützung von bis zu $60.000 unter die Arme zu greifen.
Die Bedürftigkeit der Spieler scheint dabei allerdings falsch eingeschätzt zu werden.
So erhielt z.B. DeMarcus Ware die $60.000, und er gab sie sofort zurück.
Der Linebacker der Cowboys hat einen Neunundsiebzigmillionendollarvertrag über sieben Jahre unterschrieben, der ihm $40 Millionen garantiert. Zuzüglich erhielt er einen Unterschriftsbonus von $20 Millionen.
Im Gegensatz zur NFLPA zählt er selber sich damit nicht zu den bedürftigen Spielern.
Wenn schon ein Großverdiener wie Ware die Unterstützung überwiesen bekommt, nach welch schwachsinnigen Vorstellungen verteilt die Gewerkschaft dann die Gelder?

14. 04. 2011

Die 49ers entledigten sich ihres unbequemen Radiokommentators Gary Plummer.
Plummer-GaryPlummer (Bild) war in seiner aktiven Zeit Linebacker der Niners und sein Herz hängt an dem Team.
Bei einem Radiointerview, bei dem es um Sex und Beziehungen ging, ließ er sich zu weit mitreißen.
Plummer behauptete, daß Mitglieder des Trainerstabs Frauen aussuchten, die sich auf sexuelle Eskapaden mit den Spielern einließen. Dazu besorgten sie während der Spiele Telefonnummern von weiblichen Fans.
Das war ein willkommener Anlaß, Plummer endlich loszuwerden. Als Analyst der Spiele hatte er letztes Jahr zu oft die Wahrheit gesagt. Die 49ers starteten letztes Jahr mit 0-5 Siegen in die Saison, dabei galten sie bei einigen Experten vorher sogar als kommender Sieger der NFC West. Plummer berichtete wahrheitsgemäß über den Mist, den er auf dem Spielfeld sah. Da baten die Verantwortlichen des Clubs ihn, doch bitte nicht so kritisch zu berichten.
Plummer fragte zurück: „Wie soll ich das machen? Wieviel Puderzucker soll ich auf die Scheisse streuen, damit sie gut schmeckt? Wir sind 0-5. Unsere Offense ist die letzte in der Liga und drei Spieler haben sich verabschiedet.“
Jetzt wurde Plummer verabschiedet und Bob Lange, der Pressesprecher der 49ers sagte zu Plummers Entlassung, daß das Team ihm alles Gute wünscht.

Und wieder wurde ein Spieler der NFL verhaftet.
Kenny Britt fuhr mit seinem Porsche mit 71 Meilen durch einen 50 Meilenzone. Dabei wurde er geblitzt.
Der Versuch, den Wide Receiver der Titans anzuhalten, scheiterte, denn der gab Gas und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.
Irgendwann stoppte Britt dann doch und er und sein Beifahrer sprangen aus dem Wagen und liefen davon. Auf den Zuruf der Polizei, stehen zu bleiben, reagierte Britt, doch sein Beifahrer lief weiter, wurde aber durch den gekonnten Tackle eines Polizisten gestoppt.
Grund für die rasende Flucht war wohl das Marihuana, das im Auto gefunden wurde.
Britt log dann noch den Beamten, der ihn verhaftet hatte an, daß er nicht der Fahrer des Porsches gewesen wäre, was ihm eine weitere Anzeige einbrachte.
Bereits im Januar 2010 wurde Britt verhaftet, weil er ausstehende Strafzettel in Höhe von $865 nicht bezahlte hatte.
Zwei Monate später wurde er nach einer Kneipenschlägerei verhaftet, aber nicht angeklagt.
Die Teamleitung der Titans zeigte sich sehr enttäuscht über ihren farbigen Starreceiver, aber während der Aussperrung können sie nichts gegen ihn unternehmen.
Auch die NFL kann nichts gegen Spieler unternehmen, die während der Aussperrung straffällig werden. Roger Goodell sagte aber, daß die Liga die Berichte über die Vorfälle sorgsam sammelt und loslegt, sobald die Aussperrung beendet ist.

Die 49ers unterbreiteten Alex Smith noch vor der Aussperrung ein neues Vertragsangebot.
Der neue Head Coach, Jim Harbaugh, hatte sich intensiv mit Smith unterhalten und ihm gesagt, daß er ihn gerne für wenigstens eine weitere Saison im Team hätte.
Was er an dem Quarterback fand, daß dieses Vertrauen rechtfertigte, erschließt sich nicht ganz. Smith wird während der Heimspiele beständig ausgebuht und das völlig zu Recht.
Die ehemalige Nr. 1 in der Draft konnte seine NFL-Tauglichkeit nie beweisen. Wenn er zufällig mal nicht verletzt ist und spielt, dann auf einem Level, das selbst die härtesten Fans zu Mißfallensäußerungen treibt.
Doch Jim Harbaugh muss sich anscheinend nur die Highlights von Smith angesehen haben, denn er sah einen Quarterback, der vier solide Jahre in der NFL abgeliefert hat. Er steckte Hits in der Pocket weg, berappelte sich kurz und spielte gut unter Druck, ein echter furchtloser Kämpfer, den die Buhrufe nicht ankratzten.
Ob Mr. Harbaugh mal zu einem guten Optiker gehen sollte?

13. 04. 2011

Kurzberichte
bradshaw-terry2Terry Bradshaw (Bild) hat Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis und mit seiner Hand- Augenkoordination. Der viermalige Super Bowl Gewinner schiebt das auf die vielen Gehirnerschütterungen, die er während seiner NFL-Karriere erlitten hat.
In seinen 14 Saisons hatte er sechs bestätigte Gehirnerschütterungen. Da die Untersuchungsmethoden damals noch nicht so weit entwickelt waren, wie heute, können es sogar mehr sein.
Der 62-jährige ist heute Studioanalyst bei FOX und er unterstützt die NFL in ihren Bemühungen, immer striktere Regeln einzuführen, die helfen, diese Verletzung zu verhindern.

Die Dallas Cowboys Fans in Süd Kalifornien werden in diesem Jahr auf ihre Lieblinge verzichten müssen.
Wenn es ein Trainingscamp für das Team geben sollte, dann wird es heuer nur in San Antonio abgehalten.
Unter normalen Umständen teilt Dallas den Trainingsort seit einigen Jahren zwischen San Antonio und Oxnard in Kalifornien auf, aber die Umstände sind nicht normal.
Die Spieler schätzen das kühlere Klima in Oxnard, einem kleinen Städtchen das eine Autostunde nördlich von Los Angeles entfernt liegt.
Da aber niemand weiß, wann ein Trainingscamp stattfindet und ob überhaupt eins stattfindet, hat Jerry Jones beschlossen, dann an einem Platz zu bleiben.

Marvin Miller war einmal der Vorsitzende der Spielergewerkschaft der Major Baseball League. Auch er meinte, etwas über die Aussperrung der Spieler in der NFL sagen zu müssen.
Er weist darauf hin, daß Niemand, die Betroffenen nicht, die Medien nicht und auch Präsident Obama nicht, erwähnen würden, wie ernst dieser Arbeitskampf in Wirklichkeit ist.
Die Teambesitzer, so Miller, würden ihre Spieler finanziell mißbrauchen. Es ginge um ein Geschäft in dem riesige Gewinne erzielt würden und auch nach der Aussperrung weiter erzielt werden. Schon jetzt wäre die Rede davon, daß die NFL die Gewinne aus den neuzuvergebenden Fernsehrechten verdoppeln wird.
Daß die, die die Leistung erbringen, davon profitieren wollten, wäre doch mehr als legitim.
Selbst Präsident Obama fiele nichts anderes ein, als das Mantra zu wiederholen, daß es bei dieser Auseinandersetzung um einen Kampf zwischen Millionären und Milliardären ginge.
Für Miller aber haben die Spieler der NFL die niedrigsten Gehälter in allen amerikanischen Sportligen. Sie haben die niedrigsten Renten, den schlechtesten Tarifvertrag, die kürzesten Karrieren und die höchste Verletzungsrate. Darüber würde niemand ein Wort verlieren.
Die Gehaltsobergrenze in der NFL bezeichnet er als Syphilis für die Spieler. Eine Gewerkschaft, die sowas zuließe, stimme damit über Umwege einer Gehaltskürzung ihrer Spieler zu.
Keine ernsthafte Gewerkschaft dürfte jemals einer solchen Gehaltsobergrenze zustimmen.
Über all das aber habe er bisher kein Wort gehört.

Bill Parcells kamen Zweifel an seinen eigenen Fähigkeiten.
Der Verantwortliche für das Spielerpersonal der Dolphins ging vor Kurzem in den Ruhestand. Als er auf seine Tätigkeit zurückblickte, entdeckte er einen schweren Fehler.
Bei der Draft 2008 nahmen die Dolphins als ersten Spieler Offensive Tackle Jake Long und wurden dafür von den Fans im Saal aus Leibeskräften ausgebuht.
Alle Dolphinsfans im Saal hatten erwartet, daß Miami Matt Ryan einberufen würden, der beste Quarterback, der zur Wahl stand.
Heute denkt Parcells, der als Head Coach die Giants zum Super Bowl Sieg führte, auch so.
Miami hat keinen vernünftigen Spieler auf dieser Position gehabt seit... ihm halt... Dan Marino.
Matt Ryan hat die Falcons seit 2008 zweimal in die Playoffs geführt und hat eine Bilanz in den regulären Saisonspielen von 33-13 Siegen. Das hat kein Quarterback vorzuweisen, der in den letzten fünf Jahren gedraftet wurde.
Gut, wenn man mal zurückblickt und einsieht, daß man nicht Alles richtig gemacht hat.

Die Vorbereitungsspiele 2011
Die NFL hat den Plan für die Vorbereitungsspiele veröffentlicht.
Die Vorbereitungsspiele beginnen am 7. August mit dem Hall of Fame Spiel zwischen den Chicago Bears und den St. Louis Rams.
Aus gewöhnlich gut unterrichteten Quadraten sickerte durch, daß das Londonspiel zwischen den Chicago Bears und den Tampa Bay Buccaneers ausgetragen werden soll.
Was doch etwas verwundern würde, denn die Buccaneers sind nicht gerade ein Vorzeigeteam der Liga und ausgerechnet sie wären dann nach 2009 schon zum zweiten Mal in London. Damals verloren sie mit 7:35 gegen die Patriots.
Auf der anderen Seite würde sie kaum jemand vermissen, da es ein Heimspiel der Bucs wäre und in Tampa das Stadion schon lange nicht mehr ausverkauft war.
Sei es wie auch immer, hier der Plan für die Vorbereitungsspiele, der A) noch nicht alle Anfangszeiten beinhaltet und B) sowieso völlig für die Katz ist, weil es ja 2011 gar keine Saison geben wird, wie es aussieht.
Hier die Spiele, die im nationalen Fernsehen übertragen werden:
Hall of Fame Game
Sunday, Aug. 7 Chicago vs. St. Louis in Canton, Ohio NBC (8 p.m. ET)
Week 1 (Aug. 11-15)
Thursday, Aug. 11 Seattle at San Diego ESPN (8 p.m. ET)
Friday, Aug. 12 Tampa Bay at Kansas City FOX (8 p.m. ET)
Monday, Aug. 15 N.Y. Jets at Houston ESPN (8 p.m. ET)
Week 2 (Aug. 18-22)
Thursday, Aug. 18 Philadelphia at Pittsburgh FOX (8 p.m. ET)
Friday, Aug. 19 Atlanta at Jacksonville FOX (8 p.m. ET)
Monday, Aug. 22 Chicago at N.Y. Giants ESPN (8 p.m. ET)
Week 3 (Aug. 25-28)
Thursday, Aug. 25 Washington at Baltimore ESPN (8 p.m. ET)
Friday, Aug. 26 Green Bay at Indianapolis CBS (8 p.m. ET)
Saturday, Aug. 27 New England at Detroit CBS (8 p.m. ET)
Sunday, Aug. 28 New Orleans at Oakland NBC (8 p.m. ET)
Zum Spielplan...

12. 04. 2011

Kurzberichte
nelson-susan2Am Donnerstag sollen die NFL und die Spieler wieder miteinander verhandeln. So bestimmte es die Richterin Nelson (Bild), die den Prozess der beiden Gegner leitet.
Am Dienstag wird der von ihr bestimmte Vermittler, Richter Arthur Boylan, mit den Spielern sprechen, am Mittwoch mit der NFL. Ab Donnerstag wird er dann als Vermittler die Verhandlungen leiten.
Eingeweihte sehen wenig Chancen, daß diese Verhandlungen zu etwas führen. Man würde hier für ein Date zwischen zwei Parteien sorgen, die sich nicht ausstehen können und die sich nichts zu sagen haben.
Aber was auch immer sie sich nicht zu sagen haben, soll auch nicht nach Außen dringen. Die Richterin hat alle Beteiligten zu Stillschweigen über die Verhandlungen verpflichtet.

Fred Taylor steht kurz davor, seine Karriere zu beenden.
Der Running Back spielte 13 Jahre in der NFL, die letzten zwei bei den Patriots. Hier wurde er sehr sparsam eingesetzt und lief letztes Jahr nur 43 mal für 155 Yards.
Taylor ist momentan als freier Agent auf dem Spielermarkt und die Chancen, daß sich noch ein Team für ihn interessiert, sind gering.
Taylor erzielte in seiner Karriere, die bei den Jaguars begann, 11.695 Yards und 66 Touchdowns.

Tom Brady kamen die Tränen.
Der Quarterback saß zusammen mit Steve Sabol beim Interview, um über das Debakel zu sprechen, das bei der Draft 2000 über ihn hereinbrach.
Als er darüber sprach, daß 198 Spieler vor ihm einberufen wurden, röteten sich seine Augen, seine Stimme brach und er konnte ein, zwei Tränchen nicht unterdrücken.
„Es war hart,“ sagte er zu Sabol. „Ich ging mit meinen Eltern ein paar mal um den Block, um mich abzulenken. Als dann endlich die Patriots anriefen, war ich völlig aus dem Häuschen. Da wusste ich, daß ich nicht als Versicherungsvertreter arbeiten müsste.“
Bradys Vater sagte, daß man erwartet hatte, daß Tom in der zweiten, spätestens dritten Runde, sein Team finden würde. So enttäuscht zu werden, wäre hart gewesen.
Doch seitdem war das Schicksal ja etwas gnädiger zu Tom Brady und ließ ihn drei Super Bowls gewinnen und zweimal wurde er zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt.
Das Interview für “NFL Films” war Teil der Folge „The Brady Six“ aus der Reihe „Year of the Quarterback“, die am 15.4.2011 auf ESPN America gezeigt wird.

In Indianapolis schreiten die Vorbereitungen auf den Super Bowl fort, als würde er stattfinden.
Was sollen sie auch anderes machen?
Am Montag wären es noch 300 Tage bis Super Bowl 46 gewesen, bis zum ersten angesetzten Termin am 5. Februar. Man hat ja noch einen Ersatztermin am 12. Februar und die Stadt muss für beide Termine planen. Dabei ist es natürlich kaum möglich für zwei Termine die Hotelzimmer freizuhalten, für die zu erwartenden Super Bowl Besucher. Und was, wenn letztlich doch keine Saison 2011 stattfindet?
Aber daran dürfen die Verantwortlichen gar nicht denken.
Sie müssen weitermachen und das Beste hoffen.
Wie es weitergeht, würde man frühestens im Sommer erfahren, sagte Mark Miles, der Chefplaner. Denn die Partei, die beim Rechtsstreit der Spieler gegen die NFL verliert, wird ja in die Berufung gehen, und deshalb wäre vor Sommer nicht mit einer Entscheidung zu rechnen.

11. 04. 2011

Kurzberichte
rice-sidney2Die Vikings wollen den Vertrag mit Sidney Rice (Bild) auf jeden Fall verlängern.
Dabei lassen sie sich auch nicht von der schweren Hüftoperation abschrecken, der sich der Wide Receiver vor Kurzem unterziehen musste.
Noch bevor die neue Saison beginnt, soll der neue Vertrag unter Dach und Fach sein.
Hinderlich an diesem Vorhaben könnte höchstens die Tatsache sein, daß Rice seinen Wert auf dem freien Markt testen will. Sollte ein anderes Team mit einem besseren Angebot ihn wollen, wäre Rice sofort weg.

Wie in Stein gemeißelt steht er da, Tim Tebow.
Am Samstag ehrten die Florida Gators drei ihrer besten Spieler, indem sie ihre Marmorstatuen vor dem Stadion aufstellten. In Lebensgröße kann man dort nun für alle Zeiten Steve Spurrier, Danny Wuerffel und Tim Tebow bewundern.
Tebows Statue zeigt ihn so, wie er bei den Gators auftrumpfte, er läuft mit dem Ball.
Ob er in der NFL jemals auch nur annähernd so auftrumpfen wird, wie im College, wird allgemein bezweifelt. Danny Wuerffel hat es nicht geschafft. Zwar kam er über die NFLE in die NFL aber die Saints, Packers und Redskins wurden mit ihm nicht glücklich.
Steve Spurrier, wie die anderen beiden auch Quarterback, spielte von 1967 bis 1976 in der NFL, allerdings nur als Ersatzmann.

10. 04. 2011

Die Colts wollen Manning unter Druck setzen
Manning-p199So langsam scheint Bill Polian, der Vizepräsident der Colts, die Nase voll davon zu haben, daß sich Peyton Manning (Bild) nicht zum reichsten Spieler aller Zeiten machen lassen will.
Zwar hat Manning in 11 Pro Bowls gespielt, hat einen NFL Rekord aufgestellt, indem er viermal den Titel des wertvollsten Spielers der Saison gewonnen hat, hat den Super Bowl gewonnen und wurde in diesem Spiel der MVP. Doch Manning ist 35 Jahre alt und Polian sieht ihn im Zwielicht seiner Karriere angekommen. Deshalb schließt er nicht aus, daß man sich in der nächsten Draft einen Quarterback ins Team holt.
Dieser Quarterback muss ja nicht sofort auf das Feld und die Colts retten. Er kann sich zurücklehnen und die Dollars zählen, die auf sein Konto strömen, denn noch ist damit zu rechnen, daß Manning weiter das Team anführt. Da kann der Neue zusehen und viel lernen.
Indianapolis ist erst an 22. Stelle dran, einen Spieler einzuberufen, recht spät um noch einen vernünftigen Quarterback zu bekommen. Aber es hat vorher schon Schläfer gegeben, die spät einberufen wurden und zu Stars wurden.
Die Colts haben zuletzt 1998 einen Quarterback in der ersten Runde der Draft ins Team geholt, Peyton Manning. Ihr momentaner Ersatzmann, Curtis Painter, wurde 2009 in der sechsten Runde einberufen.

09. 04. 2011

Kurzberichte
cutler-jay-bearsZum ersten Mal äußerte sich Jay Cutler (Bild) zu den schweren Vorwürfen, die ihm nach dem NFC Endspiel gegen die Packers gemacht wurden.
Der Quarterback der Bears musste im dritten Viertel das Spiel wegen einer Knieverletzung verlassen. Da er nicht schlimm genug humpelte und an der Seitenauslinie unbeteiligt und lustlos wirkte hinterfragten Spieler anderer Teams seine Einsatzbereitschaft und seine Härte.
Seine Mitspieler und sein Head Coach verteidigten ihn vehement, doch bis heute verstummen die Kritiker nicht.
Nach dem Spiel wurde Cutler am Knie operiert und ist noch immer nicht in der Lage, normal zu trainieren. Trotzdem muss besonders sein Head Coach immer noch Fragen nach der nötigen Härte seines Quarterbacks beantworten.
Cutler sagte nun, daß das Ganze ihm sehr zugesetzt hätte.
Er ist besonders seinen Teamkollegen dankbar, daß sie hinter ihm standen und nicht in den Chor der Kritiker eingestimmt hätten.

In einer Konferenzschaltung telefonierten die Vertreter der NFL, die Anwälte der Spieler und die Richterin Susan Nelson miteinander.
Bei dem rund einstündigen Telefongespräch ging es darum, ob und wann die NFL und die Spielervertreter wieder miteinander verhandeln werden.
Die Richterin verpflichtete beide Parteien zur strikten Geheimhaltung über alles, was in den hoffentlich bald stattfindenden Verhandlungen besprochen wird.
Die NFLPA, die keine Gewerkschaft mehr ist, sondern nur noch eine Handelsgesellschaft, wird über einen Trick an den Verhandlungen teilnehmen.
Der Vorsitzende der NFLPA, DeMaurice Smith, ist Rechtsanwalt und wird als einer der Anwälte der 10 Spieler, die die NFL verklagt haben, aktiv an den Sitzungen teilnehmen.
Richterin Nelson wird nun zunächst entscheiden, wo die Verhandlungen unter Einbeziehung eines Schlichters, stattfinden werden, ob in Washington, wo die NFL verhandeln möchte, oder in St. Paul, wo die Spieler verhandeln möchten.

Je länger die Spieler ausgesperrt sind, desto schlechter werden sie in einer Saison 2011 spielen, wenn sie doch stattfinden sollte. Dieser Meinung ist Bengals Offensive Lineman Andrew Whitworth.
Viele Spieler, so wie er, tun momentan nichts, um sich auf die Saison vorzubereiten. Dabei steigt natürlich die Gefahr für Verletzungen während der Saison, wenn die Athleten ihre Körper nicht entsprechend trainieren.
Whitworth sagte, daß die Spieler im Laufe der Aussperrung immer träger würden. Und die Sache wäre ja noch lange nicht ausgestanden. Die Partei, die im Prozess der Spieler gegen die Liga verlieren würde, würde ja in die Berufung gehen, und so würde sich das Ganze immer länger und länger hinziehen.

08. 04. 2011

Das ist MEIN Ring....
perry-williamIn einem Sportandenkenladen in Chapel, Pennsylvanien, sah Cliff Forrest einen Super Bowl Ring liegen. Einen für ihn ganz speziellen Ring, denn es war der Ring seines Idols William Perry (Bild), besser bekannt als The Fridge.
Der 10-jährige bekniete seine Eltern, diesen Ring zu kaufen, der für $8.500 angeboten wurde. Doch offene Türen rannte er mit seiner Bitte nicht ein.
Aber, wie das so ist, Kinder beherrschen die Kunst des ununterbrochenen Quengelns und Eltern haben eine Schmerzgrenze, die damit überwunden werden kann.
So auch hier. Cliff durfte seinen Collegefonds, den seine Eltern ihm eingerichtet hatten, plündern und den Ring kaufen.
Jetzt wollte er den Ring seinem Idol persönlich wieder zurückbringen.
William Perry, der zum Super Bowl Siegerteam der Bears 1986 gehörte, hatte vor kurzem in einem Interview in der Sendung „Inside the NFL“ zugegeben, daß er sich kaputtgesoffen hat. Er begann den Tag mit ein paar Flaschen Bier, trank tagsüber ein paar Flaschen mehr und beendete den Tag damit, daß er einige Flaschen Bier kippte.
Mittlerweile leidet er an dem Guillain-Barre Syndrom. Das ist ein akut auftretendes neurologisches Erkrankungsbild, bei dem es zu entzündlichen Veränderungen des peripheren Nervensystems kommt.
Fortbewegen kann er sich nur noch mit einem dieser kleinen Elektrowägelchen.
Für die Familie Forrest ging es also ab nach Chicago, wo Cliff dem Kühlschrank seinen Super Bowl Ring zurückgab.
Der bedankte sich herzlich und schenkte Cliff zwei handsignierte T-Shirts.
Auf die Frage aber, wie denn der Ring in den Verkauf kam, hüllte sich Perry in Schweigen.
Vielleicht könnte der örtliche Getränkehändler diese Frage beantworten?

Kurzberichte
Die NFL will wieder mit der Spielergewerkschaft verhandeln.
Allerdings gibt es schon abweichende Ansichten über die Gesprächspartner und den Verhandlungsort.
Die Spielergewerkschaft hat sich zwischenzeitlich aufgelöst. Doch ob diese Auflösung tatsächlich Bestand hat, zweifelt die NFL an. Für sie ist die NFLPA weiterhin der Verhandlungspartner mit dem sie sprechen will.
Die Gewerkschaft besteht darauf, nicht mehr zuständig zu sein. Ihrer Ansicht nach muss die NFL mit den Anwälten der 10 Spieler verhandeln, die die NFL verklagt haben.
Die NFL will in Washington verhandeln, in den Büros des Vermittlers, die Vertreter der Spieler wollen in der Nähe des Gerichts in St. Paul, Minneapolis, bleiben.
Da die Gespräche aber unter der Mitwirkung eines Vermittlers stattfinden sollen, bietet sich eher Washington an, doch die Vertreter der Spieler stellen sich stur.
Erneut!

Eagles Quarterback Michael Vick will nächste Woche mit seinen Receivern und Running Backs zusammen trainieren.
Treffen von Spielern unter der Führung der Teams sind während der Aussperrung verboten. Wenn sich Spieler auf Eigeninitiative zum Training treffen, kann die Liga aber nichts machen.
Nur Trainer dürfen nicht dabei sein.
Also lud Vick seine Mitstreiter für nächste Woche nach New Jersey ein, denn die längere Freizeit nach der Saison wäre zwar nett, aber nun wäre es Zeit, wieder etwas zu tun.

07. 04. 2011

6. April 2011, Schicksalstag 1
nelson-susan2„Kein Anwalt möchte vor einen Richter treten und ihm sagen, daß er kein Recht hat, einen Fall zu verhandeln“, so begann David Boies, der Anwalt der NFL, seine Argumentation im Fall der 10 Spieler gegen seinen Mandanten.
Und dann teilte er der Richterin Susan Richard Nelson (Bild) mit, daß er ihr nun genau das sagen werde. In seinen Augen hat die Richterin nicht das Recht den Fall zu verhandeln. Nicht nur, daß er ihr den Fall nicht zutraut, darf ein Richter in seinen Augen eine Aussperrung nicht verbieten. Das begründete er mit einem Norris-LaGuardia Act genannten Präzedenzfall. Der Norris-LaGuardia Act trat 1932 in Kraft. Er sollte verhindern, daß Richter als Streikbrecher fungierten und Angestellte während eines Streiks zur Arbeit zwangen. Es ist eher eigenartig, daß dieser Beschluß jetzt als Vorwand für schwerreiche Teambesitzer angeführt wird, die ihre Spieler von der Arbeit abhalten wollen.
Insgesamt fünf Stunden lang hörte sich die als Bundesrichterin noch unerfahrene Frau Nelson die Argumente der beiden Seiten an.
Danach entschied sie, daß sie nun etwa zwei Wochen brauchen würde, um zu einem Entschluß zu kommen. Den Streitgegnern riet sie, daß sie in dieser Zeit wieder miteinander verhandeln sollten. Ihrer Meinung nach gehöre diese Sache nicht vor ein Gericht, sondern sollte mit Hilfe eines Schlichters über den Verhandlungsweg geklärt werden.
Oder vielleicht ist sie schlicht überfordert und meint mit anderen Worten: „Hilfe, ich habe keine Ahnung, was ich hier machen soll. Bitte verhandelt weiter und verschont mich mit Eurem Anliegen.“

Kurzberichte
Schwere Kontroversen löste der NFL Vorsitzende Roger Goodell aus, als er ankündigte, die Spieler auch auf HGH testen zu lassen. Dieses menschliche Wachstumshormon müsste unbedingt in die Drogentests aufgenommen werden.
Ravens Wide Receiver Derrick Mason nannte Goodell eine Witzfigur, als er davon erfuhr.
Andere Spieler reagierten besonnener und äußerten die Vermutung, daß Spieler, die gegen diese Tests wären, etwas zu verbergen hätten.
Im Zuge der Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag, wird HGH eine Rolle spielen. Sollte die Gewerkschaft sich da quer stellen, würde sie klar signalisieren, daß sie es gut fände, wenn sich ihre Spieler dopen würden.

Bei Big Ben läuten bald die Hochzeitsglocken.
Am 23. Juli wird Ben Roethlisberger seine Verlobte Ashley Harlan heiraten. Die beiden hatten sich an Weihnachten verlobt.
In der Woche nach seiner Hochzeit hätte eigentlich das Trainingscamp der Steelers begonnen, doch dank der Aussperrung können die beiden nun mehr Zeit für ihre Hochzeitsreise einplanen.

06. 04. 2011

Kurzberichte
ballsnapaussperrung2Heute um 10:30 Uhr Ostküstenzeit beginnt der Prozess der 10 NFL Spieler gegen die Liga.
Wenn der GAG eintrifft, der größte anzunehmende Glücksfall, dann könnten die Spieler schon heute nachmittag nicht mehr ausgesperrt sein. Davon sollten wir aber lieber nicht ausgehen.
Die NFL hat trotzdem einen Plan für diesen Fall bereit. Sollte die Richterin die Aussperrung für unwirksam erklären, dann würden die Spieler zu den Bedingungen von 2010 wieder ihren Jobs nachgehen dürfen.
Natürlich hofft die Liga, daß es für sie nicht so schlimm kommt und die Aussperrung nicht aufgehoben wird.

Packers Präsident Mark Murphy plant für die nächste Saison, und die beginnt für ihn am 8. September 2011.
In einem Brief an die Saisonkarteninhaber bedankte er sich für die fortgesetzte Unterstützung für sein Team. Er fuhr fort, daß er sich auf den Auftakt einer weiteren aufregenden Saison am 8.9.2011 freue.
Wir sollten uns nicht zu früh mit ihm freuen, wir könnten bitter enttäuscht werden.

Sollte die Saison 2011 nicht stattfinden, dann wäre die letzte Saison die letzte Saison für Tony Gonzales gewesen.
Der Tight End der Falcons wollte zwar 2011 noch einmal antreten, aber 2012 wäre für ihn zu spät.
Der 35-jährige begann seine Karriere bei den Chiefs und wurde einer der besten Tight Ends aller Zeiten.
Er findet es grausam von der NFL, wie sie gegen ihre Spieler vorgeht und ihn um die Chance einer weiteren Saison betrügt.

John Mara soll als vierter Ersatzgeschworener an einem Prozess gegen einen Drogenhändler teilnehmen.
Dagegen legte der Besitzer der Giants Berufung ein, weil mit der anstehenden Draft und dem Prozess der Spieler gegen die NFL zuviel auf dem Spiel stehe, und er beruflich zu sehr gefordert wäre.
Doch wie Richter manchmal so sind, stellte sich Richter Jed S. Rakoff stur und bestand auf der Teilnahme Maras.
Der Richter betonte, daß er Mara gerade deswegen als Ersatzmann halten wolle, weil er erfolgreich Rechtswissenschaften an der Fordham University studiert hat.
Rakoffs Frau ist Vorsitzende der Rechtsabteilung der Uni und sie würde es ihrem Mann nie verzeihen, wenn er Mara von seinen Pflichten befreien würde.
Tja Richter halt. Es geht um harte Arbeit für Mr. Mara, aber das Richterlein macht, was Frauchen sagt.
Vor Gericht und auf See...

05. 04. 2011

Kurzberichte
vrabel4So schnell geht das mit der Armut in der NFL, wenn keine Gehälter mehr fließen.
Der arme Mike Vrabel (Bild), Linebacker der Chiefs und Mitglied des Führungsstabs der NFLPA, wurde dabei erwischt, als er einige Flaschen mit alkoholischen Getränken in einem Lebensmittelladen klaute.
Bei seiner Verhaftung beteuerte Vrabel, daß das Alles nur ein schreckliches Mißverständnis sei. Vrabel, einer der 10 Mitunterzeichner der Klage gegen die NFL, wurde gegen eine Kaution von $600 wieder freigelassen.

Am 6.4. beginnt der Prozess, den 10 Spieler gegen die NFL angestrengt haben.
Die Richterin Susan Nelson hat entschieden, daß sie zwei Anklagen in einem verhandeln wird. Sie wird nicht nur die Anwälte der Spieler am Mittwoch hören, sondern auch die Anwälte der Ruheständler, die auch gegen die Liga klagen.
Beide Anklagen sind ähnlich, so daß sich ein Prozess für beide anbietet, sagte die Richterin.
Die Anwälte der Spieler hatten nichts gegen eine Zusammenlegung, solange ihre Interessen vorrangig behandelt würden.

04. 04. 2011

Kurzberichte
flacco-joe200Joe Flacco (Bild) versteht nicht, warum die Ravens ihm noch keinen neuen Vertrag angeboten haben.
Sie wollen bis nach der nächsten Saison warten, bevor sie ihrem Quarterback ein neues Angebot unterbreiten. Doch Flacco versteht nicht, warum?
Er habe doch bewiesen, daß er ein guter NFL Quarterback ist, sagte er in einem Interview. Wenn die Ravens jetzt noch nicht wüssten, was sie an ihm haben, dann würde auch eine weitere Saison daran nichts ändern.
Flacco selbst möchte in Baltimore blieben und einen neuen längerfristigen Vertrag unterschreiben, der ihm Planungssicherheit gibt.
Vielleicht ist aber Teambesitzer Steve Bisciotti gar nicht so zufrieden mit Flacco und möchte erst mal sehen, was er so in den nächsten Drafts einberufen könnte?
Allerdings ist der 26-jährige das Beste, was die Ravens jemals auf dieser Position hatten. Flacco warf in nur drei Saisons Pässe für 10.206 Yards und 60 Touchdowns, beides Bestmarken für das Team.
Unter Quarterback –Coach Jim Zorn warf er letztes Jahr Pässe für 3.622 Yards und 25 Touchdowns bei 10 Interceptions und die Ravens erreichten zum dritten Mal in Folge die Playoffs.

Die Diskussionen um Gehirnerschütterungen in der NFL haben auch Einfluß auf die virtuelle Welt.
John Madden erzählte der Presse, daß in seinem neuen Madden 12 Spieler mit Gehirnerschütterungen das Spiel verlassen müssen.
Das dürfte so manchem Daddler Kopfschmerzen bereiten.
Der ehemalige Head Coach und TV-Kommentator will damit den Jugendlichen, die vor dem Computer sitzen und spielen, auf diese Art und Weise beibringen, wie ernsthaft man mit dieser Verletzung umgehen sollte.
Auch der Kommentator, der während des Spiels zu hören ist, wird auf die Ernsthaftigkeit von Gehirnerschütterungen hinweisen.
Ob EA Sports jeder Spielepackung ein Röllchen Aspirintabletten beilegt, wurde nicht bekanntgegeben.

Am frühen Sonntagmorgen wurde Raiders Wide Receiver Louis Murphy verhaftet.
Der 23-jährige hatte die Musikanlage seines SUV zu laut aufgedreht und ein Polizeiwagen hielt ihn an.
Murphy wollte seine Papiere nicht zeigen und widersetzte sich der Verhaftung. Drei Beamte waren nötig, um ihm Handschellen anzulegen. Da in Murphys Wagen auch Drogen gefunden wurden, kam zum Widerstand auch noch Drogenbesitz hinzu.

02. 04. 2011

Kurzberichte
brady-tom2Tom Brady (Bild) wurde dabei gesichtet, wie er ein paar Pässe warf. Drei Monate nach einer Operation an seinem angebrochenen rechten Fuß stand er auf einem sonnenüberfluteten Trainingsplatz in Los Angeles, wo er seine Rehamaßnahmen absolviert.
Noch letzten Monat trug er einen Stützstiefel, als er mit seiner Frau durch deren Heimat Brasilien reiste.
Trotz des kaputten Fußes schaffte es der Quarterback der Patriots in der letzten Saison mit seinen Leistungen zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt zu werden. Er warf Pässe für 3.900 Yards, 36 Touchdownpässe bei nur 4 Interceptions und erzielte die beste Passerwertung aller Quarterbacks mit 111 Punkten.

John Elway glaubt nicht so ganz, daß seine Broncos einen Franchise Quarterback haben, also einen Quarterback, der das Beste für das Unternehmen ist, was man bekommen kann.
In seiner neuen Eigenschaft als Verantwortlicher Vizepräsident für Footballangelegenheiten macht er sich Gedanken über die Zukunft seines Teams auf dieser Position.
Zwar haben die Broncos letztes Jahr Tim Tebow einberufen, aber das würde ihn nicht davon abhalten in der kommenden Draft wieder einen Quarterback einzuberufen.
Denver ist an zweiter Stelle dran, einen Spieler einzuberufen und Elway sieht sich die Quarterbacks, die zur Wahl stehen, genau an.
Wenn er meint, daß ein Quarterback zu haben ist, der dem Unternehmen bis weit in die Zukunft helfen kann, dann wird er zuschlagen, sagte er in einem Radiointerview.
Mit Kyle Orton, Tim Tebow und Brady Quinn haben die Broncos momentan drei Quarterbacks, die schon in der NFL gestartet sind, aber für Elway ist von ihnen keiner geeignet, dem Team auf lange Sicht weiterzuhelfen.

Am Mittwoch wurde Laurence Maroney wegen eines geringen Drogendelikts angeklagt.
Der ehemalige Running Back der Broncos wurde bei einer Verkehrskontrolle angehalten und die Polizisten rochen den süßlichen Geruch von Marihuana, als Maroney das Fenster seines Wagens herunterkurbelte.
Bei der Durchsuchung des Wagens wurden zudem mehrere Pistolen gefunden.
Vier Insassen, die mit ihm im Wagen saßen, wurden auch wegen Drogenvergehen angeklagt.
Wegen der Waffen wurde keine Anklage erhoben.
Der Vorfall ereignete sich bereits letztes Jahr, und in dieser Woche kam es zur Anklageerhebung. Maroney bekannte sich für „nicht schuldig“.
Denver entließ den Running Back am 3. März, nachdem er erst sechs Monate zuvor von den Patriots zu ihnen wechselte.

Die Rehabilitation von Steve Smith schreitet gut voran.
Der Wide Receiver der Giants wurde im Dezember am Knie operiert und kann seit einiger Zeit wieder schmerzfrei laufen.
Dennoch macht er sich Sorgen darum, wie belastbar sein Knie sein wird, wenn er wieder trainieren darf. Die Ärzte sagten ihm, daß er im Mai wieder anfangen darf mit dem Lauftraining.

01. 04. 2011

Kurzberichte
penningtonDaß Chad Penningtons (Bild) Körper nicht für Sport gemacht ist, wurde hier bereits gesagt.
Einen weiteren Beweis gibt es, leider, jetzt. Pennington, dauerverletzter Quarterback der Jets und der Dolphins zog sich bei einem Basketballspiel unter Freunden einen Kreuzbandriss zu. An welchem Knie, wurde nicht veröffentlicht.
Zweimal wurde er zum Comebackspieler des Jahres in der NFL gewählt. In der letzten Saison stand er für genau zwei Spielzüge auf dem Platz, bevor er sich mal wieder an der Schulter verletzte und den Rest der Saison verpasste.
Obwohl er danach zum vierten Mal an der Schulter operiert wurde, wollte der 34-jährige in der kommenden Saison erneut ein Comeback starten, das jetzt wohl ins Wasser fällt.

Von Miller, ein Spieler, der unter den ersten fünf Collegespielern gelistet wird, die einberufen werden, freut sich auf den Gerichtstermin gegen die NFL am 6. April, an dem er als Kläger beteiligt ist, und auf die Draft.
Miller, Linebacker von Texas A&M, ist der einzige Spieler, der nicht in der NFL spielt, und an der Klage beteiligt ist, die 10 Spieler vor Gericht einreichten.
Er gehört auch zu den etwa 20 Spielern, die von der NFL eingeladen wurden, bei der Draft persönlich anwesend zu sein. Und er freut sich darauf, am 28. April persönlich in New York dabei zu sein.
Dennoch gibt es Spielervermittler, die ihren Klienten von einer Anwesenheit bei der Draft abraten.
Zusätzlich hält die NFLPA an dem Wochenende eine eigene Veranstaltung ab, besteht aber darauf, diese Veranstaltung nicht als Konkurrenz zur Draft anzusehen.

Da war es das für Jerry Jones mit der größten Videoanzeigentafel der Welt.
Die Betreiber des Charlotte Motor Speedways enthüllten ihren neuen Bildschirm, und der ist 30% größer als sein kleiner Bruder in Texas.
24 Meter hoch und 61 meter breit ist der neue Spitzenreiter unter den Bildschirmen. Noch ist er nicht ganz fertig, aber zum ersten NASCAR Rennen der Saison in Charlotte am 29. Mai soll er in Betrieb sein.

Zum zweiten Mal in Folge war das Ende einer Saison für Shaun O`Hara der Beginn eines Krankenhausaufenthalts.
Der Center der Giants wurde letzte Woche am linken Knöchel und der Achillessehne operiert.
O`Hara verpasste in der letzten Saison 10 Spiele wegen Verletzungen und wurde bereits nach der Saison 2009 operiert. Damals wurden ihm zwei Schrauben in den rechten Fuß eingesetzt, weil er Probleme mit den Bändern hatte.
Der dreimalige Pro Bowler soll zum Beginn des Trainingscamps, falls es ein solches gibt, wieder einsatzbereit sein.

Rassismuskarte
Es gab ja lange Niemanden mehr, der die Rassismuskarte gezogen hat. Da wurde es natürlich höchste Zeit.
Warren Moon, unangefochtener Fumblekönig unter den ehemaligen NFL- Quarterbacks, versucht Cam Newton mit dieser Karte zu verteidigen.
Newton, der Gewinner der Heismantrophäe, gilt eigentlich als der Spieler, der als erster in der Draft einberufen werden sollte. Doch er steht unter besonderer Beobachtung, weil er erstens aus einer Offense kommt, die den Quarterback bei den Snaps nicht direkt hinter dem Center postiert und zweitens, wenn es nach Moon geht, Schwarz ist.
„Vieles an den Kritiken die er erhält, ist unglücklich und rassistisch motiviert,“ sagte Moon. „Ich dachte, wir hätten das hinter uns. Ich sehe keine anderen Quarterbacks in der Draft, die sosehr kritisiert werden von den Fans und den Medien, wie Newton.
Er wird nach anderen Kriterien beurteilt, wie weiße Quarterbacks. Ich dachte, dieses Zeug mit den Afro-Amerikanischen Quarterbacks hätten wir hinter uns, aber ich glaube, das haben wir nicht.“
Nein, das haben wir nicht. Ich erinnere an die Sendung „Inside the NFL“, in der der schwarze Sportjournalist Jason Whitlock genau auf diese Unterschiede hinwies, die es da gibt. Er tat das so vehement, daß sich einer der weißen Moderatoren der Sendung, Chris Collinsworth, alle zwei Minuten bemüßigt fühlte, darauf hinzuweisen, daß nicht alle Schwarzen die Sau rauslassen, sobald sie zum Schotter geführt wurden.
Whitlock sagte z.B., daß es schon einen großen Unterschied gebe, zwischen JaMarcus Russell und Sam Bradford. Bradford sagte, daß er sich von den $50 Millionen, die er von den Rams erhalten hat, noch nichts gekauft hätte, außer einer tollen Tischtennisplatte, die hätte er sich gegönnt.
Russell auf der anderen Seite ging hin, und behängte sich von seinen $39 Millionen, die die Raiders ihm hinschaufelten, mit Gold und Diamanten. Er sah genauso aus, wie man sich den durch zwielichtige Geschäfte reich gewordenen Schwarzen vorstellt, mit Nerzmantel und 10 Kilo Schmuck am Körper.
Viele Spieler seiner Hautfarbe hätten keinen Teamgeist und wären nur auf sich selber fixiert. Sie würden nur für sich und ihr Konto spielen, sonst nichts und sie würden nur Ärger machen.
Gut, daß diese Worte in der Sendung aus einem unverdächtigen Mund kamen. Wenn ein Weißer das gesagt hätte, hätte es einen arbeitslosen Sportjournalisten mehr in den USA gegeben.
Hier ist der Link zum leider stark gekürzten Video von showtime: http://sports.sho.com/#/football/videos/402
Tja Mr. Moon, wir sind wohl noch nicht darüber hinweg. Aber kann es nicht daran liegen, daß die Wirklichkeit Schuld daran ist, daß wir so denken, wie wir denken?

31. 03. 2010

Kurzberichte
Talib-Aqip2Wie erwartet stellte sich Aqib Talib (Bild) selber bei der Polizei.
Der Cornerback der Buccaneers hatte am 21. März auf Shannon Billings, den Freund seiner Schwester, geschossen. Gegen eine Kaution von $25.000 kam er wieder frei.
Auch Talibs Mutter Okolo wurde verhaftet, weil auch sie auf Billings geschossen hat.
Die NFL und die Clubführung der Buccaneers sind sehr bestürzt über den Vorfall, können aber während der Aussperrung nichts gegen Talib unternehmen.
Wenn die Aussperrung beendet ist, wird Talib wohl sofort suspendiert werden.

Johnny Jolly kommt nicht auf Kaution frei.
Der Defensive Lineman der Packers wurde erneut wegen eines Drogendelikts verhaftet und seine nächste Anhörung vor Gericht ist am 20. April. Bis dahin bleibt er hinter Gittern.
Falls er verurteilt wird, könnte eine lebenslange Haftstrafe auf ihn warten, da er zur Zeit der erneuten Verhaftung noch auf Bewährung war, die erst im August geendet hätte.
Jolly war die gesamte Saison 2010 von der NFL suspendiert und nun wird eine weitere Suspendierung auf ihn warten, die seine Karriere beenden könnte.

Gerichtssaal statt Wellnessfarm
Das Schicksal der Footballwelt liegt in den Händen einer Frau.
Einer Frau, die kein Erfahrung mit kartellrechtlichen Prozessen und Aussperrungen hat.
Susan Nelson ist als Bundesrichterin ein Rookie. Die 59-jährige wurde erst letztes Jahr von Präsident Hussein Obama berufen. An den Fall kam sie, weil zwei Kollegen von ihr zuvor den Fall nicht annahmen und der Gerichtscomputer sie als nächste ausspuckte.
Sie selber könnte den Fall auch noch ablehnen oder an das National Labor Relations Board weiterleiten. Die NLRB ist eine unabhängige Behörde der Regierung der Vereinigten Staaten. Sie ist zur Durchführung von Wahlen für die Gewerkschaftsvertretung, und zur Untersuchung von unlauteren Arbeitspraktiken beauftragt.
Für Nelson wäre es der zweite Prozess innerhalb von 15 Monaten gegen die NFL. Zuvor verhandelte sie die Klage des ehemaligen Spielers Fred Dryer, in dem es um die Zahlung zur Nutzung der Bilder ehemaliger Spieler ging.
Als Anwältin sorgte sie für Aufsehen, als sie für den Staat Minnesota die Tabakindustrie in die Knie zwang.
Ob sie wirklich Fähig ist, als Bundesrichterin solch einen Prozess zu stemmen, wird sich zeigen. Die Berufung eines Richters zum Bundesrichter ist ja weniger seine Fähigkeiten geschuldet, als seiner Parteizugehörigkeit.
Vita:
Alter: 59
Geburtsort: Buffalo
Bundesrichterin: seit 21. April 2010
Zuvor: Richterin am Gericht von Minnesota von 2000-2010
Anwältin: von 1978 bis 2000 in verschiedenen Anwaltsfirmen
Privat: verheiratet, Mutter zweier Kinder

30. 03. 2011

Kurzberichte
Talib-AqipUnd wieder wurde ein Haftbefehl gegen einen Spieler ausgestellt, der zu der Gruppe der auffälligen Spieler der NFL gehört, Aqib Talip (Bild).
Der Cornerback der Buccaneers hat mit einer Handfeuerwaffe auf den Freund seiner Schwester geschossen.
Die Mutter von Aqip, Okolo Talib hat sich in dieser Sache selber bei der Polizei gestellt. Die Polizei geht davon aus, daß auch der Cornerback sich selber stellen wird.
Bereits letztes Jahr musste er ein Antiagressionstraining absolvieren, weil er einen Taxifahrer angegriffen hatte.

Da wir gerade bei den auffälligen Spielern der NFL sind, die Schulden, die Dez Bryant vergessen hat zu bezahlen, sind weitaus höher, als die $246.000, die er einer Juwelenfirma schuldet.
Bereits bevor er seinen $8,5 Millionenvertrag bei den Cowboys unterschrieben hatte, gab der Wide Receiver das Geld mit vollen Händen aus. Sieben teure Herrenuhren und einige mit Gold und Diamanten besetzte Hundehalsbänder waren unter den Sachen, die er kaufte.
Insgesamt meldeten sich nun drei Gläubiger, die ausstehende Rechnungen von $861.350 bei Bryant haben, zuzüglich Mahn- und Anwaltskosten.
Auch auf dem College vergaß Dez Bryant schon, Rechnungen zu zahlen. Der Vermieter seines Hauses in Stillwater, Oklahoma, verklagte ihn zur Zahlung von $3.500, wegen unbezahlter Mieten und schweren Verwüstungen an dem Haus.
Die Cowboys wurden von mehreren Seiten gewarnt, als sie Bryant einberiefen. Er sei ein Mensch mit einem „schwierigen“ Charakter, der nicht sehr erwachsen wirke.

Chad Ochocinco Johnson hat nun doch den Job als Soccerspieler bei Sporting Kansas City bekommen, in der Ersatzmannschaft.
Ein paar mal in der Woche wird der Wide Receiver der Bengals nun mit den anderen Ersatzspielern trainieren. Allerdings wird er als Ersatzspieler keinen Vertrag und kein Gehalt bekommen.

Die NFLPA hat einen Fond, aus dem Spieler, die in Not sind, Geld erhalten können.
Die Spieler, die betroffen sind, wurden von der Gewerkschaft angeschrieben. Ein Spieler darf höchstens $60.000 aus diesem Aussperrungsfond beziehen.
Am 15. April will die NFLPA mit der Auszahlung der Gelder beginnen.
Die Summe von $60.000 liegt etwas über dem jährlichen Durchschnittsgehalt vieler Amerikaner und soll dabei helfen, daß die Betroffenen ihre Raten für Haus und Auto bezahlen können.
Es ist natürlich sehr viel weniger, als das Mindestgehalt von $340.000, das in der NFL gezahlt wird, aber natürlich besser, als gar nichts.

29. 03. 2011

Kurzberichte
bryant-dezNFL Spieler und ihr Gedächtnis.
Nachdem zuletzt Chad „85“ Johnson in Cincinnati vergessen hatte, seine Rechnungen in einem Klamottenladen zu zahlen, ist es nun Dez Bryant (Bild), der vergesslich ist.
Der Wide Receiver der Cowboys schuldet einer Juwelenfirma $246.000 und wurde von der Firma verklagt.
Bryant steht somit zum zweiten Mal in einer Woche in einem negativen Licht.
Letzte Woche wurde er aus einem Einkaufscenter geworfen, weil er und seine Kumpane, die bei ihm waren, ihre Hosen etwas zu leger trugen. Bei den Herren war zuviel vom Klempnerdekollettee zu sehen, als es den Augen guttat.
Bryant unterschrieb letztes Jahr einen Fünfjahresvertrag in Dallas, der ihm $8,3 Millionen einbringt.

Ne, Soccer ist wohl nicht so das Wahre für Chad „85“ Johnson.
Der Wide Receiver der Bengals sah in einem Testspiel für Sporting Kansas City eher so aus, als wäre er der Hauptdarsteller bei „Vorsicht Kamera“.
Nach dem Spiel klangen weder der Cheftrainer des Teams, noch Chad Ochocinco sehr optimistisch, was die Zukunft des Footballspielers beim Rundkugelschubsen anging.

Einige Houston Texans haben sich am Montag zusammengefunden, um gemeinsam zu trainieren.
Über 20 Spieler trafen sich auf dem Gelände der Rice University um sich fitzuhalten. Kosten für Hotelzimmer und das Trainingsgelände müssen die Spieler aus eigener Tasche zahlen.
Und was die NFL zu diesen organisierten Trainingseinheiten sagt, die während der Aussperrung nicht erlaubt sind, bleibt abzuwarten.

Saints Running Back Chris Ivory braucht noch einen Monat, um wieder mit einem Lauftraining zu beginnen.
Ivory zog sich in der letzten Saison eine Fußverletzung zu und ist noch in der Rehabilitationsfase.
In den 12 Spielen, die er bestreiten konnte, erzielte er 716 Yards und führte das Team damit an.

Seattle 2011 kann man eine Minidemonstration vor dem Stadion der Seahawks nennen.
Ein Dutzend Fans protestierten gegen die Aussperrung der Spieler durch die Liga.
Das Gezanke zwischen den Millionären und den Milliardären würde auf dem Rücken der Fans ausgetragen, die diese Herren erst so reich gemacht hätten.
Die Parteien würden sich darüber streiten, wie sie die neun Milliarden Dollar verteilen können, die sie den Fans zu verdanken haben. „Wir geben jedes Jahr eine Menge Geld aus, um diese Typen zu sehen, doch was wir wollen, interessiert niemanden,“ sagte einer der Protestierer.
„Wir wollen Football,“ rief diese Seattle 2011 Bewegung.

27. 03. 2011

Kurzberichte
tebow-tim2Wollen Sie Tim Tebow (Bild) mal mit heruntergelassenen Hosen sehen?
Kein Problem!
Die Firma Jockey machte den Quarterback der Broncos zum Modell für ihre Unterwäschekollektion.
Die nationenweite Kampagne in den USA wird in Magazinen und TV-Werbespots zu sehen sein.
Tebow hält die Kampagne für sehr geschmackvoll und betonte, daß er sich nicht für halbseidene Fotos zur Verfügung gestellt hätte.

Die NFL erlaubt 23 Teams die Möglichkeit, zusätzliche Spieler in der nächsten Draft einzuberufen.
Diese Kompensationsdraftpicks erhalten Teams, die im Vorjahr mehr gute Spieler während der Transferperiode an andere Teams verloren haben, als sie bekommen haben.
Diese zusätzlichen Wahlmöglichkeiten werden zwischen der dritten und siebten Runde der Draft abgehalten.

26. 03. 2011

Kurzberichte
berlin-olympiastadionDie meisten NFL Teams haben den 1. Mai als Stichtag für die Erneuerung der Saisonkarten festgelegt. Wer sich bis dahin nicht gemeldet hat, wird nicht berücksichtigt.
Dieses Jahr werden einige Teams diesen Stichtag nach hinten verlegen, manche sogar bis zu dem Tag, an dem entschieden wird, ob und wie lange die Saison 2011 abgehalten wird.
Ungeachtet dessen werden viele Teams ihre Eintrittspreise ändern. 17 Teams werden ihre Preise lassen, wie sie sind, neun werden sie erhöhen, vier werden sie senken und zwei werden die Preise erhöhen und senken, je nachdem in welcher Sektion die Plätze sind.
Die vier Teams, die versuchen, über Preissenkungen die Hütte endlich mal wieder voll zu kriegen, sind die Chargers, Browns, Cardinals und Buccaneers.
Die Chiefs haben die Preise für viele Plätze gesenkt, haben aber die Preise für die Parkplätze auf dem Stadionparkplatz für die Saison von $275 auf $320 erhöht.
Aber egal, ohne eine Saison werden die Stadien genauso voll werden, wie das Berliner Olympiastadion bei einem Spiel von Berlin Thunder damals (Bild).

Ein Fan der Cleveland Browns hat die NFL und ihre Teams wegen der Spieleraussperrung verklagt. Sie hätten den Vertrag gebrochen, den er über den Erwerb seiner Dauerkarten mit ihnen geschlossen hätte.
Ken Lanci, ein Selfmademillionär, verklagte die Browns auf Zahlung von $25.000. Ein Sprecher der Liga sagte, daß die NFL die Klage noch nicht vorliegen habe, aber er könne den Frust des Fans verstehen. Deshalb wäre es höchste Zeit, daß die Spieler wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren, so wie die Liga es ja schon lange wolle.
Es läge nicht an der NFL, daß die Saison 2011 nicht stattfinden wird, weil sie ja verhandeln wolle. Die Spieler würden sich weiteren Gesprächen verweigern.

Packers Defensive Lineman Johnny Jolly ist erneut wegen eines Drogendelikts verhaftet worden.
Bei einer Verkehrskontrolle wurde eine Flasche mit 600 Gramm Kodein unter dem Beifahrersitz seines Wagens gefunden. In der Fahrertüre wurde eine weitere Flasche mit einer noch nicht identifizierten Substanz gefunden.
Jolly hat schon die Super Bowl Saison der Packers verpasst, weil er wegen eines Drogenvergehens suspendiert war.
Bereits 2007 hatte er seinen Führerschein auf Lebenszeit abgeben müssen.
Jolly wurde verhaftet und angeklagt.

25. 03. 2011

Kurzberichte
stafford-matthewMatthew Stafford (Bild) hat begonnen, ein paar Pässe zu werfen.
Der Quarterback der Lions wurde an der rechten Schulter operiert und steckt mitten in seiner Rehabilitation.
Bisher hat Stafford wegen verschiedener Verletzungen erst 13 seiner 32 möglichen Spiele absolvieren können, seit er 2009 einberufen wurde.
Das nährt die Vermutung, daß die Lions sich einen Quarterback geangelt haben, der zwar Potential hat, sich aber wegen seiner Verletzungsanfälligkeit als Vollflop entpuppen könnte.

Fünf Teams haben gegen die Regeln der NFL verstoßen.
Vom Ende einer Saison bis Mitte März dürfen keine organisierten Trainingseinheiten und Treffen abgehalten werden.
Vier der fünf Teams, um die es geht, haben alle neue Head Coaches oder Koordinatoren.
So hat sich Dolphins Quarterback Chad Henne mit dem neuen Offensive Coordinator Brian Daboll getroffen, um etwas über neue Spielzüge zu erfahren.
Das ist verboten.
Einige Verteidiger der Cowboys haben sich mit dem neuen Defensive Coordinator Rob Ryan getroffen, um etwas über ihr neues Verteidigungsschema zu erfahren.
Das ist verboten.
Auch bei den 49ers und den Browns gab es Verstöße, während das fünfte Team noch nicht klar identifiziert wurde.
NFL Commissioner Goodell darf sich jetzt wieder Strafen für diese Teams ausdenken. Strafen zu verteilen ist ja eine seiner Lieblingsbeschäftigungen.

Ein Spieler, der dringend die Saison 2011 braucht, ist Charlie Batch. Der Ersatz- Quarterback der Steelers musste den Offenbarungseid leisten.
Batch, ein Mitglied des NFLPA Vorstands, wurde von einem Richter verurteilt, seine beiden Super Bowl Ringe zu versteigern, die er nach Super Bowl XL und XLIII erhalten hat, um einen Teil seiner Schulden abzahlen zu können.
Der Quarterback bat den Richter, ihm einen Zahlungsaufschub zu gewähren. Er würde versuchen, das Geld aufzutreiben, ohne die Ringe versteigern zu müssen.
Ohne eine Saison 2011 dürfte das natürlich kaum möglich sein, da die Spieler dieses Jahr keinen Cent verdienen werden.
Da wird Batch seinen Erinnerungsstücken wohl Lebewohl sagen müssen.

24. 03. 2011

Kurzberichte
ryan-buddyBuddy Ryan (Bild) muss zum dritten Mal an Krebs operiert werden. Zweimal hatte er bereits Hautkrebs, den er besiegen konnte.
Der ehemalige NFL Head Coach machte sich seinen Namen schon als Defensive Coordinator der Chicago Bears. Dank seiner innovativen Verteidigungsschemen gewannen die Bears Super Bowl XX.
Der 77-jährige ist der Vater von Rex und Rob Ryan. Rex ist der Head Coach der N.Y. Jets, und Rob ist Defensive Coordinator der Dallas Cowboys.

Marty Schottenheimer tat sich tatsächlich den Abstieg in die Niederungen der UFL an.
Der 67-jährige war 21 Jahre lang Head Coach in der NFL und er unterschrieb als Head Coach und General Manager bei den Virginia Destroyers.
Damit ist Schottenheimer der vierte ehemalige NFL Head Coach der fünf UFL Teams.
Jerry Glanville trainiert die Hartford Colonials, Dennis Green ist Head Coach der Sacramento Mountain Lions und Jim Fassel trainiert die Las Vegas Locomotives.
Im August will die UFL ihre dritte Saison beginnen, die irgendwann im Oktober endet.

23. 03. 2011

Kurzberichte
rackers-neil2Kickoffs werden in der nächsten Saison nicht mehr von der 30-Yardslinie ausgeführt, sondern von der 35.
Damit will die NFL erreichen, daß mehr Bälle in die Endzone segeln, oder darüber hinaus, und die Spieler nicht mehr so oft aufeinanderprallen weil der Ballträger sich für einen Touchback entscheidet.
Viele Spieler und Trainer sind gar nicht einverstanden mit der neuen Regel.
Gerade die guten Returner, wie zum Beispiel Devin Hester von den Bears, lehnen die Regel natürlich ab. Aber auch Bill Belichick. Head Coach der Patriots, lehnt sie ab. Er glaubt, daß nun weniger gepunktet wird in einem Spiel, weil die Teams nun öfter an der eigenen 20 beginnen da der Ball nicht mehr so oft weiter zurückgetragen wird.
Zwei weitere Regeländerungen, die zur Diskussion standen, wurden abgelehnt. Bei einem Touchback wird der Ball weiter an die 20-Yardslinie gelegt und nicht an die 25 und die Mannschaft, die den Ball empfängt darf weiter zwei Spieler als Keil vor dem Ballträger einsetzen.
Die Kickoffregel ist allerdings nicht ganz neu, denn bis 1993 wurden die Kickoffs auch schon an der 35 ausgeführt. In dieser Saison wurden vier Kickoffs zu Touchdowns zurückgetragen.
In der Saison 2010 wurden 23 Kickoffs zu Touchdowns zurückgetragen.

Eine weitere Regel, die Videobeweise betreffend, wurde eingeführt. Bei jedem Spielzug, bei dem es um Punkte geht, sieht der Videoschiedsrichter genau hin und darf von sich aus eingreifen. Das betrifft Touchdowns genauso wie Field Goals und Safeties. Hier muss kein Head Coach mehr die rote Flagge werfen und einen Videobeweis beantragen.

Eine weitere Regeländerung wurde abgelehnt. Arthur Blank, der Besitzer der Falcons, fragte an, ob man im Stadion die Farbe des Bodenbelags ändern dürfe?
Die klare Antwort war, Gott sei Dank, Nein!
Für uns Fans vor dem Fernseher ist das eine gute Botschaft, denn im College gibt es ein Team, das auf blaugefärbtem Gras spielt. Dazu tragen sie auch noch blaue Trikots und sind für Brillenträger, die auch noch Probleme haben, alle Farben des Spektrums klar voneinander unterscheiden zu können, nicht zu erkennen.
Diese Unsitte darf nicht einreißen, nur weil ein Sponsor gerne hätte, daß eine Mannschaft auf dem Rot seines Konzerns, das mit einer geschwungenen weißen Linie durchzogen ist, spielt. Möglichst noch in Atlanta, dem Hauptsitz eines großen Cola-Konzerns.

 

„Wenn die Spieler nicht bald einen neuen Tarifvertrag mit uns unterschreiben, werden wir unsere Angebote kürzen,“ drohte Roger Goodell.
Ob die Drohung die Spieler beeindruckt darf bezweifelt werden.
Die Möglichkeit, daß die Liga Ersatzspieler antreten lässt, so wie bei einem Streik 1987, schloß der Vorsitzende der NFL aus. Darüber habe man noch nicht einmal diskutiert.

Lawrence Taylor wurde zu sechs Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.
Der Hall of Fame Linebacker der Giants hatte Sex mit einer minderjährigen Nutte, wusste aber nicht, daß sie minderjährig war.
Dennoch wird er zusätzlich in das öffentliche Register der Sexualverbrecher eingetragen.

Die Angebote für Kevin Kolb kommen zahlreicher rein, als die für Donovan McNabb letztes Jahr, sagte Joe Banner, Präsident der Philadelphia Eagles.
Ein Interessent hat den Eagles sogar eine Wahlmöglichkeit in der ersten Runde der Draft für den Quarterback angeboten.
Allerdings haben die Eagles viel Zeit, sich die Angebote zu überdenken, denn bevor es keinen neuen Tarifvertrag gibt, gibt es keinen Spielertausch.
Die Angebote sollen von den Arizona Cardinals, Cleveland Browns, Minnesota Vikings, San Francisco 49ers, Seattle Seahawks und den Tennessee Titans kommen.

22. 03. 2011

Kurzberichte
brady-tom0202Jonathan Kraft, Präsident der Patriots, ist schwer enttäuscht von Tom Brady (Bild). Der Quarterback ist der Verhandlungsführer der NFL Spieler, die die NFL verklagen.
Kraft und Brady hätten ein sehr enges, familiäres Verhältnis aufgebaut, deshalb wäre er sehr überrascht gewesen, als er hörte, daß sein Quarterback nicht nur zu den Klägern gehöre, sondern auch noch ihr Anführer wäre.
Kraft hofft, daß Brady wenigstens gezögert hat, bevor er seine Unterschrift unter die Klage setzte. Er möchte gerne glauben, daß Brady einen inneren Konflikt ausgetragen hat, bevor er gegen seinen Arbeitgeber vor Gericht zog. Auf der anderen Seite nimmt er allerdings an, daß Brady nur eine geschäftliche Entscheidung getroffen hat, die das beste für ihn war.
Dabei ist Brady doch nur der Verhandlungsführer, weil sein Name unter den Mitklägern im Alphabet vorne steht. Nur aus diesem Grund lautet die Überschrift auf der Klage: Brady und Bündnispartner versus die NFL.

Jerry Glanville, die Älteren unter meinen Lesern werden sich noch an ihn erinnern.
Er war Head Coach der Houston Oilers und der Atlanta Falcons. Ein bißchen neben der Spur war er auch, denn bei jedem Heimspiel ließ er an der Tageskasse Eintrittskarten für Elvis Presley hinterlegen, der zu dem Zeitpunkt schon lange sein Graceland von unten betrachtete.
Von 1993 bis 2005 war er völlig aus dem Geschäft, bevor er erst als Assistenztrainer der Collegemannschaft von Hawaii tätig war und von 2007 bis 2009 Head Coach der Portland State University.
Dort sah er ein, daß er wohl nicht das Wahre für das Team war und kündigte nach einer Bilanz von 9-24 Siegen selber.
Jetzt will er zurück ins Profigeschäft und wird Head Coach der Hartford Colonials in der UFL.
Ebenfalls mit der UFL in Verbindung gebracht wird Marty Schottenheimer. Der 67-jährige war bis 2006 21 Jahre lang Head Coach bei verschiedenen NFL Teams und er soll Head Coach der Virginia Destroyers werden.
Dabei steht noch gar nicht fest, ob die UFL überhaupt ihre dritte Saison abhalten wird. Die Liga hat große finanzielle Probleme.

Jim Irsay ist schwer frustriert.
Der Besitzer der Colts will seinen Quarterback zum reichsten Spieler machen, den es je in der NFL gab, doch er hat Probleme damit, Peyton Manning zu einer Vertragsunterschrift zu bewegen.
Schon bevor die Verhandlungen zwischen der NFL und der NFLPA platzten, hatte Irsay Manning ein Angebot unterbreitet, das er für phantastisch hielt. Doch Manning reagierte überhaupt nicht.
„Ich habe ihm schon mehr Geld angeboten, als jemals ein Spieler in unserer Liga erhalten hat. Warum unterschreibt er nicht?“ fragt sich Irsay.
Manning hatte im Vorfeld einmal verlauten lassen, daß es ihm gar nicht so sehr um das Geld ginge, das er verdient. Er würde gerne in einer Mannschaft spielen, die wettbewerbsfähig ist. Das heißt, daß er gute Spieler um sich herum haben möchte. Doch wie sollen die bezahlt werden, wenn alleine Manning über $25 Millionen pro Jahr kostet und es auch in einem neuen Tarifvertrag eine Gehaltsobergrenze geben soll?
Sei es wie auch immer, Jim Irsay ist frustriert, daß Manning sich, noch, nicht zum reichsten NFL Spieler aller Zeiten machen ließ.

21. 03. 2011

Was nun?
leeresstadionEine Saison, die nicht stattfindet, macht auch viel Arbeit.
Was ist Alles zu bedenken für die No Football League Saison?
Es geht ja nicht nur um die Teambesitzer und ihre 1.900 Spieler.
Als erstes denkt die Liga darüber nach, wie man die Verhandlungen wieder in Gang bringen könnte. Da die fest als Einnahmen verbuchten $4 Milliarden von den TV-Sendern nicht in die Kasse kommen, geht den Herren die Muffe.
Jetzt fallen die anfallenden Ausgaben doppelt ins Gewicht. Die Teams müssen die Trainingsplätze bezahlen, die für Jahre im Voraus fest gebucht sind. Diese Plätze sind für Wochen gebucht, ebenso, wie die Hotelzimmer usw.
Die Teambesitzer müssen Fanartikel ordern und das Catering für die Spiele bestellen. Doch wieviel und für wann?
Beginnt die Saison vielleicht doch pünktlich im September, oder ziehen sich die Gerichtsprozesse länger hin und man kommt erst im Oktober dazu, die Saison zu beginnen?
Die Abwicklung der Saisonkarten muss langsam angegangen werden.
Was ist mit den Angestellten der 31 NFL Stadien? Wann sagt man ihnen, daß man sie für 2011 nicht braucht?
Was ist mit den Sponsoren?
Viele von ihnen werden abspringen oder zumindest für 2011 keine Gelder überweisen. Hier droht der NFL ein weiterer Verlust in neunstelliger Höhe.
Was ist mit der Draft?
Die soll ja stattfinden, wie geplant. Doch unter welchen geltenden Verträgen werden die Spieler verpflichtet, die vom 28. bis 30. April einberufen werden?
Fest steht, wenn man einigen Insidern glauben will, daß kein Rookie für mehr Geld verpflichtet wird, als es Sam Bradford letztes Jahr erhielt. Er unterschrieb für garantierte $50 Millionen bei den Rams.
Das London Spiel steht natürlich auch auf der Kippe. Keine Saison, kein London Spiel, das ist klar.
Doch was ist mit den Karten für dieses Spiel?
Werden sie verkauft, und wenn ja, werden sie erstattet?
Mit den $4 Milliarden aus den Fernsehgeldern hätte die Liga keine Probleme, die Aussperrung durchzuhalten. Doch dank des weisen Richters, der auf eine Klage der NFLPA hin der Liga diese Gelder verwehrte, muss der NFL an einer Einigung gelegen sein. Das ist der Knackpunkt, den sie nicht in ihre Pläne eingerechnet hatte.
Eine Saison 2011, die nicht stattfindet, lässt die 32 Teambesitzer bluten, wie sie noch nie geblutet haben.

20. 03. 2011

Ehemaliger NFL Star verstorben
hill-drew-oilersDrew Hill (Bild) erlitt am Freitag zwei schwere Herzinfarkte und verstarb kurz darauf in einem Krankenhaus.
Der ehemalige Wide Receiver wurde nur 54 Jahre alt.
Hill wurde 1979 in der 12. Runde der Draft von den Rams einberufen. Für sie spielte er bis 1984 und danach wechselte von 1985 bis 1991 zu den Houston Oilers und von 1992 bis 1993 zu den Atlanta Falcons.
Er fing 634 Pässe für 9.831 Yards und 60 Touchdowns und wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt.

Aus der NFL und den Spielern werden noch dicke Brieffreunde.
Letzte Woche hat der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, einen Brief an alle Spieler und deren Agenten geschrieben. Hierin erklärte er den Spielern das letzte Angebot, das die NFL der Spielergewerkschaft am letzten Verhandlungstag vorlegte, und er bat die Spieler, ihre Vertreter doch dringend zu bitten, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Darauf antworteten die Spieler mit einem Brief, der mit „Lieber Roger“ begann.
Dann erklärten die Spieler, daß die Liga genug Zeit gehabt hätte, den Spielern ein faires Angebot vorzulegen.
Erst um 12:30 Uhr am letzten Verhandlungstag hätte die NFL eine neue Angebotsliste vorgelegt, doch diese Vorschläge wären nicht besser gewesen, als Alles, was die Liga zuvor schon vorgeschlagen hatte.
Als die Verhandlungen endeten, löste sich die NFLPA auf und wandelte sich in eine Handelsvereinigung um. Das war nötig, damit einzelne Spieler vor Gericht gegen die Liga vorgehen können.
Darauf nahm Mr. Goodell keine Rücksicht. Er bat die Spieler in seinem Brief, die NFLPA zum Weiterverhandeln zu bewegen.
Diesen Absatz des Briefes an sie, bezeichneten die Spieler als Farce.
Sie beendeten ihren Brief mit den Worten: „Wenn Sie das Verlangen danach haben, die Sache zu diskutieren, so wenden Sie sich bitte an die Anwälte der 10 Spieler, die die Liga verklagt haben.“
Abgeschlossen wurde der Brief mit: „Freundlichst (und es folgten die Namen der Spieler, die den Brief verfasst hatten) Steelers Quarterback Charlie Batch, Saints Quarterback Drew Brees, Broncos Safety Brian Dawkins, Ravens Cornerback Domonique Foxworth, Browns Linebacker Scott Fujita, Jets Fullback Tony Richardson, Colts Center Jeff Saturday, Chiefs Linebacker Mike Vrabel, Chiefs Guard Brian Waters und die ehemaligen Spieler Sean Morey und Kevin Mawae, der Präsident der NFLPA.

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