19. 03. 2011

Kurzberichte
kolb-kevinEagles Head Coach Andy Reid sagte, daß es einige Teams gäbe, die ihr Interesse an Kevin Kolb (Bild) bekundet hätten.
Der Quarterback war als Starter in die letzte Saison gegangen, konnte aber nach einer Verletzung seinen Posten gegen den Pro Bowler Michael Vick nicht mehr zurückerkämpfen.
Wenn ein Team mit einem guten Angebot an die Eagles herantreten würde, würde man Kolb keine Steine in den Weg werfen.
Reid hätte allerdings auch nichts dagegen, Kolb zu behalten. Ein guter Ersatz ist immer gut, besonders bei einem Quarterback wie Vick, der gerne mal selber läuft und hart gehittet wird.
Der Vertrag Kolbs läuft noch ein Jahr, und er selber lässt keinen Zweifel daran, daß er sich als Starter sieht. In 7 Spielen, in denen er letztes Jahr startete, warf er für 1.197 Yards, 7 Touchdown und 7 Interceptions.

Schreckensnachricht für die Firma NFL Films. Ihr Präsident Steve Sabol hat einen Gehirntumor.
Vor knapp zwei Wochen war der 68-jährige bei einer Preisverleihung zusammengebrochen und die erste Diagnose lautete auf Schlaganfall. Genauere Untersuchungen wurden angestellt, in deren Verlauf der Tumor entdeckt wurde.
Sabol begann sofort eine Bestrahlungs- und Chemotherapie.
Sein Vater Ed gründete die Firma und wurde letzten Monat in die Hall of Fame aufgenommen.
Steve begann 1964 als Kameramann in der Firma seines Vaters und arbeitete sich zum Präsidenten hoch. Auf dem Weg dorthin erhielt er 27 Emmies als Schreiber, Kameramann, Editor, Regisseur und Produzent.

Alge Crumpler wurde schon im Januar an der Schulter operiert. Der Tight End der Patriots verletzte sich im Verlauf der Saison und befindet sich momentan in der Rehabilitationsphase.
Der 33-jährige wird vornehmlich als Blocker verwendet. Als Passempfänger fing er nur 6 Pässe für 52 Yards und 2 Touchdowns.

DeMaurice Smith, der Vorsitzende der NFLPA, hat was von einem kleinen Kind an sich.
Nach dem Motto: „Wenn Du Dein Gehalt auf einen Dollar reduzierst, reduziere ich meines auf Null Dollar“, kürzte er sich sein Gehalt auf Null, um noch weniger zu verdienen, als sein Gegner. Roger Goodell, der Vorsitzende der NFL, hatte sein Gehalt für die Dauer der Aussperrung der NFL Spieler auf einen Dollar gekürzt.
Das erinnert an diese Sandkastenspiele, wo jeder das größere Förmchen haben will.
Das Gehalt von Smith beträgt normalerweise $1,8 Millionen.

Die Kickoffregeln gefallen den Verantwortlichen des Regelkomitees nicht mehr.
Man denkt darüber nach, den Ball zum Kickoff an der 35 Yardslinie zu postieren. Nach einem Touchback soll der Ball an die 25 Yardslinie gelegt werden.
Der Keil, den die Spieler der balltragenden Mannschaft formen durften, wurde in der letzten Saison schon auf zwei Spieler reduziert. Demnächst soll diese Keilbildung ganz verboten werden. Alles weitere Schritte vom Kontaktsport weg, hin zum Flagfootball und zur 18 Spiele Saison.
Auch die Videobeweise sollen geändert werden. Alle Spielzüge, die zu Punkten führten, sollen demnächst vom Videoschiedsrichter überprüft werden, wenn sie strittig waren. Dazu braucht es dann keine Aufforderung des Head Coaches mehr.

18. 03. 2011

Das leidige Thema
Es steht die erste Saison seit 24 Jahren bevor, die durch einen Arbeitskampf ausfällt.
Waren es zuvor Streiks der Spieler, die mehr Geld wollten, sind es jetzt die Teambesitzer, die die Spieler aussperren, weil sie ihnen nicht mehr zahlen wollen.
Über 100 Spielervertreter der 32 Teams trafen sich am Donnerstag, um zu beraten, wie es jetzt weitergeht?
Das Treffen wird 10 Tage dauern und auch ehemalige Spieler im Ruhestand werden erwartet, da auch sie Forderungen an die NFL haben, die sie vertreten wissen wollen.
Punkt 1 auf der Wunschliste der Spielerverteter ist die Offenlegung der echten, ungeschönten Bücher der NFL. Die Spieler wollen wissen, wieviel Geld die NFL wirklich pro Jahr verdient und um wieviel Geld sie die Spieler jährlich bescheißt.

Derweil hat der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, einen Brief an alle Spieler und deren Agenten geschrieben. Hierin erklärte er den Spielern das letzte Angebot, das die NFL der Spielergewerkschaft am letzten Verhandlungstag vorlegte, und er bat die Spieler, ihre Vertreter doch dringend zu bitten, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Das sieht so aus, als hätte jemand die große Muffe gekriegt.
Die NFL ging ja bis letzte Woche davon aus, daß sie die TV-Gelder für die Saison 2011 einstreichen und behalten könnte. Eine Summe von vier Milliarden Dollar cash in de Täsch, ohne jede Gegenleistung.
Ein beruhigender Gedanke.
Diesem Vorhaben machte ein Richter einen dicken Strich durch die Rechnung. Er entschied, auf Klage der NFLPA, daß die NFL die Gelder nicht bekommt. Sein genaues Urteil steht noch aus. Er könnte A) entscheiden, daß die NFL das Geld erst gar nicht bekommt, oder B) daß die NFL es bekommt, es aber unter den Bedingungen des letzten gültigen Tarifvertrags an die Spieler verteilt.
So oder so geht der Liga ein dickes Sümmchen durch die Lappen, das sie sich einfach so im Vorbeigehen einstreichen wollte.
Da wird der Wunsch des Commissioners nach einer Fortsetzung der Verhandlungen klar.
Bis letzte Woche dachten die Vertreter der Liga, daß sie das Jahr 2011 mit einem Gewinn von vier Milliarden Dollar abschließen würden, wenn sie die Spieler aussperren, seit letzter Woche wissen sie, daß dem nicht so ist.
Die NFL dachte, daß nur die Spieler Geld verlieren würden, und sie deshalb am längeren Hebel säße. Falsch gedacht!
Das kann einem den Tag vermiesen.

Bergeron-TroyWährenddessen suchen sich weitere Spieler andere Betätigungsfelder.
Die Wide Receiver Troy Bergeron (Bild) von den Cowboys und Rod Windsor von den Browns gehen, zurück, in die AFL.
Beide Spieler stehen bei ihren NFL Clubs nur in den Trainingsteams und kommen aus der Arena Liga. Die Rechte an ihnen liegen weiter bei ihren NFL Clubs, aber da die NFL ihre Spieler ausgesperrt hat, dürfen sie sich anderweitig betätigen.
Windsor brachte es letztes Jahr zu „Rookie des Jahres“ Ehren in der AFL und er geht zu den Arizona Rattlers.
Bergeron geht zu den Cleveland Gladiators, bei denen er auch letztes Jahr schon spielte, und auch er wurde in seinem ersten AFL Jahr zum Rookie des Jahres gekürt.
Und so erwartet auch die UFL, daß sie einige Spieler aus der NFL in ihren Reihen begrüßen darf.

17. 03. 2011

Kurzberichte
goodell-no-nfl„Mr. Goodell (Bild) ist ein unverschämter Lügner,“ sagte Chargers Linebacker Kevin Burnett in einem Sportradiosender.
Und da er so richtig in Rage war, fuhr er fort: „Goodell sagt; „Es ist unsere Liga, wir lieben die Spieler, wir lieben die Liga,“ doch was haben Sie für die Liga getan? Was haben Sie, wenn Sie ehrlich sind, getan, um das Spiel besser zu machen, außer daß Sie Spieler bestrafen, außer, daß Sie ihnen ihr Geld wegnehmen, außer daß Sie ein Spiel verändern wollen, daß Sie nie gespielt haben?
Er hat doch nie etwas getan, um das Spiel besser zu machen.“
Burnett dürfte ausgesprochen haben, was viele, auch der Schreiber dieser Zeilen, denken.
Doch Goodell ist nicht der erste Beteiligte der geplatzten Verhandlungen, der als Lügner bezeichnet wurde. Auch der Chefunterhändler der Liga, Jeff Pash, hat dieses Etikett von den Spieler angeheftet bekommen.
Der Vorsitzende der NFL reagierte anscheinend gelassen auf die Vorwürfe. Er sagte in einem Interview, daß er die Rhetorik nicht ganz akzeptieren könne. Es wäre ja klar, daß bei Verhandlungen verschiedene Ansichten aufeinandertreffen würden. Jemanden deshalb gleich als Lügner zu bezeichnen wäre ungehörig.

Viele Head Coaches und ihre Assistenten sind sauer und ängstlich, weil sie Gehaltskürzungen hinnehmen müssen. Zusätzlich drohen ihnen Strafzahlungen, wenn sie die Höhe der Kürzungen nach außen bekanntgeben.
Die Assistenztrainer, die momentan in einer Vereinigung zusammengeschlossen sind, dachten schon länger daran, eine Gewerkschaft zu gründen. Nachdem ihnen von Seiten der NFL vor einigen Jahren die Pensionszahlungen drastisch gekürzt wurden, war es höchste Zeit dazu. Doch sie zauderten und zögerten und jetzt stehen sie ungeschützt da.
Einige Teams haben die Gehälter der Assistenztrainer bereits um 25 bis 50 Prozent gekürzt.
Als Gewerkschaft hätten sie sich jetzt wehren können. Einen geeigneten Stützpunkt hätten sie schon, denn die Vereinigung der Assistenztrainer hat ihre Büroräume im Haus der Spielergewerkschaft NFLPA.
Vielen Assistenten geht es nicht schlecht, selbst mit weniger Gehalt. Die Zahlungen für Head Coaches und Assistenztrainer sind im letzten Jahrzehnt schneller gewachsen, als die für die Spieler. Zwar gibt es immer noch Assistenten, die mit $20.000 im Jahr klarkommen müssen, aber gerade Dan Snyder, der Besitzer der Redskins, hat ordentlich in die Tasche gegriffen. Er zahlt einigen Assistenten siebenstellige Gehälter, die höchsten in der Geschichte des Sports. Da mussten auch andere Teams mithalten, um sich gute Leute sichern zu können. Das Durchschnittsgehalt der Assistenten dürfte momentan bei etwa $350.000 liegen.

Noch immer ist nicht ganz klar, was ein legaler und was ein illegaler Hit ist, und schon geht die NFL einen Schritt weiter. Die Verteidiger, denn um sie geht es meistens, sollten jetzt schleunigst herausfinden, was erlaubt ist und was nicht, denn die Strafen werden drastischer.
In der nächsten Saison will die Liga Spieler suspendieren, die ihre Gegner mit zu harten Hits niederstrecken.
Ausreden gibt es keine mehr. Die NFL ist sich sicher, daß sie den Teams genaue Anweisungen gegeben habe, was erlaubt ist und was nicht. Die Trainer könnten ihre Spieler genau instruieren, wenn sie wieder mit ihnen Kontakt aufnehmen dürfen, und alle Unklarheiten sieht sie als ausgeräumt an.
Als ungeschützten Spieler bezeichnet die Liga:
Einen Quarterback beim Passwurf
Einen Receiver, der versucht, einen Pass zu fangen
Einen Läufer, der schon im Griff des Verteidigers ist und dessen Vorwärtsbewegung gestoppt ist
Einen Spieler, der einen Punt oder Kickoff erwartet
Einen Punter oder Kicker während des Schusses
Ein Quarterback, nachdem der Ballbesitz gewechselt hat
Ein Spieler, der bereits auf dem Boden liegt.

Chad „85“ Johnson will mal den anderen Fußball ausprobieren. Der Wide Receiver der Bengals geht zu einem Probetraining des Soccer Clubs in Kansas City.
Nach dem viertägigen Probetraining wird sich dann entscheiden, ob der Footballer Soccer spielen kann.
Seitdem er ein Kind war, sagte Mr. 85, habe er davon geträumt, in einem Soccerteam zu spielen. Die Aussperrung durch die NFL gebe ihm nun die Gelegenheit dazu.
Mit vier Jahren hat er angefangen Soccer zu spielen, aber auf der Highschool gab es keine Mannschaft, so daß er zum Football gewechselt ist.
Doch auch eine andere Schlagzeile machte der Wide Receiver noch. Ein Gericht ordnete an, daß er einem Sportartikelladen in Cincinnati $11.717 zahlen muss.
In den Jahren 2008 und 2009 hatte Ochocinco dort immer mal eingekauft und die Rechnungen anschreiben lassen. Auf Zahlungsaufforderungen des Ladens reagierte er nicht.
Vor Gericht bekam der Ladenbesitzer nun sein Recht. Aber ob er sein Geld bekommt?
Via Twitter äußerte sich der NFL Star, der dem Prozess nicht beiwohnte, folgendermaßen: „Ich wurde darüber informiert, daß ich 11T an einen Klamottenladen in der Innenstadt zahlen muss. Ich werde sofort bezahlen, wenn ich vom Mars zurückgekommen bin.“

Die Saison in ihrem Lauf halten weder Goodell noch Gewerkschaft auf.
Frei nach diesem Motto wird im April der genaue Spielplan der Saison 2011 herausgegeben.
Ob nächste Woche schon der Gegner der Packers für das Saisoneröffnungsspiel und andere hochkarätige Partien bekanntgegeben werden steht noch nicht fest. Traditionell werden solche Spiele beim Frühjahrstreffen der Besitzer bekanntgegeben, und das ist nächste Woche.
Also, Allzeit bereit, schreiten wir der Saison entgegen, als ob sie stattfinden würde.

16. 03. 2011

Kurzberichte
rodgers-aaron2Jetzt kommt es darauf an, wie die Herren NFL Stars sich selber in Form halten.
Das Training ist jedem selber Vorbehalten und nicht alle Millionäre werden sich freiwillig quälen, um Fit zu sein, wenn es doch eine Saison 2011 geben sollte.
Die Trainingseinrichtungen der Teams sind abgesperrt und dürfen von den Spielern nicht genutzt werden. Kontakte zwischen den Trainern und den Spielern sind nicht erlaubt. Alles liegt bei den Spielern selber.
Aaron Rodgers (Bild) gehört zu denen, die ihren Job ernstnehmen und er trainiert alleine, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.
Der Quarterback der Packers und MVP des letzten Super Bowls trainiert zusammen mit dem Quarterback und MVP des vorletzten Super Bowls, Drew Brees in einer Filiale der Kette Fitness Quest 10.
Einen Sieg hat er schon errungen. Er kontrolliert die Musik, die im Fitnescenter gespielt wird. Letztes Jahr wurde die noch von Drew Brees kontrolliert.
Als erstes Team hätten die Detroit Lions das Kraft- und Konditionstraining am Montag aufnehmen sollen. Es ist nicht bekannt, daß Spieler des Teams ein freiwilliges Training aufgenommen hätten.

DeMaurice Smith, den Vorsitzenden der Spielergewerkschaft, interessiere nur sein eigenes Ego. Das wurde ihm von Seiten der NFL vorgeworfen.
Das scheint zu stimmen.
Der Vorsitzende der Vereinigung der im Ruhestand befindlichen Spieler, George Martin, hatte öfter um ein Gespräch mit Smith gebeten. Er wollte, daß die Gewerkschaft auch für die ehemaligen Spieler Verbesserungen herausholt.
Doch Smith reagierte auf keinen Anruf Martins. Die Geschicke der Ehemaligen interessierten ihn also offensichtlich überhaupt nicht.
Martin bezeichnete Smith als Bauern im Schachspiel der NFL, der von der Liga nicht ernstgenommen wurde. Es wäre traurig für ihn, daß die ehemaligen Spieler der NFL und deren Probleme von DeMaurice Smith schlichtweg ignoriert wurden.
Die NFLPA hat Martin zu ihrem Jahrestreffen in der nächsten Woche eingeladen, doch er weiß nicht, was er dort soll und hat die Einladung abgelehnt.

Patrick Peterson will dabeisein, wenn sein Name während der Draft aufgerufen wird.
Der Cornerback von LSU wird als potenzielle Nr. 1 gehandelt, und er hat nicht vor, dem Aufruf der NFLPA zu folgen und der Draft fernzubleiben.
Bisher, sagte er, habe er noch keine Einladung zu der Veranstaltung von der NFL erhalten. Aber er würde sie nicht in den Papierkorb schmeißen, wenn sie käme.
Er will mit dem Vorsitzenden der NFL zusammen auf der Bühne stehen und ihm die Hand schütteln, wenn er von einem NFL Team einberufen wurde.
Es wäre doch ein so großartiger Moment im Leben eines Footballspielers, wenn ihm das Trikot und die Kappe des Teams übergeben werden, die können man sich doch nicht entgehen lassen, nur weil die Spielergewerkschaft Knatsch mit der Liga hat.

15. 03. 2011

No Football League 2011
brees-drew-sb-trophaeDrew Brees (Bild) ist stolz darauf, die NFL vor Gericht gezerrt zu haben. Der Quarterback der Saints gehört zu 10 Spielern, die gegen die gegen sie verhängte Aussperrung eine Klage vor Gericht eingereicht haben.
Brees, der auch zu den Spielern gehörte, die an den Verhandlungen teilnahmen, hatte zu keiner Zeit den Eindruck, daß die NFL die Verhandlungen ernstnahm. Da pflichtet Kevin Mawae, der Präsident der NFLPA und ehemaliger Center der Titans, ihm bei. Auch er hatte nie das Gefühl, daß die Liga anderes wollte, als die Verhandlungen platzen zu lassen.
Beide betonten in einem Interview, das sie gemeinsam gaben, daß die Liga ihre echten, vollständigen Bücher offenlegen müsse und nicht das zusammengeschusterte Nichts, das sie letzte Woche vorlegten. Überhaupt wären all die Vorschläge, die die Liga am letzten Verhandlungstag vorgelegt hätte, nur Show gewesen. Die Liga wollte nur nach Außen hin zeigen, daß sie ja alles getan hätte, um die Saison 2011 zu retten und den Schwarzen Peter der NFLPA zuschieben.
Weiter betonte Mawae vehement, daß es eine Saison mit 18 Saisonspielen NICHT geben werde. Das ist für viele Spieler einfach unvorstellbar.
Brees fuhr fort, daß in den ersten vier Tagen der Verhandlungen unter der Mitwirkung eines Schlichters nichts passiert wäre. Man hätte dagesessen und Däumchen gedreht.
Jetzt entscheidet also das Gericht und zwar in Minnesota. Der Prozess beginnt am 6. April. Ein Monat wird also schon mal verstreichen, ohne daß das Geringste passiert.
Der erste Richter, dem die Anklage vorgelegt wurde, Richard Kyle, hat sie sofort weitergereicht. Er sah wohl, daß ein solcher Prozess ihn zu oft und zu lange vom Golfplatz fernhalten würde.
Der nächste Richter, Patrick Schiltz, reichte die Klage weiter, weil er bereits als Anwalt der NFL die Liga oft vertreten hatte. Er hätte als Befangen gelten können.
Nun liegt das Schicksal von Millionen Footballfans auf diesem Planeten in den Händen eine...r Frau...
Richterin Susan Richard Nelson wird nun einige Zeit auf Besuche in der Wellnessoase verzichten müssen, um sich mit Footballspielern rumzuschlagen.

Kurzberichte
Die Cleveland Browns haben ihren Saisonticketinhabern zugesichert, daß ihre Zahlungen an das Team voll erstattet werden, wenn die Saison 2011 nicht stattfindet.
Auch einzelne Spiele sollen voll erstattet werden, wenn die Saison erst im Oktober beginnt, statt im September.
Browns Präsident Mike Holmgren zeigte sich aber voll optimistisch, daß die Saison ganz normal ab September beginnen werde. Die Browns haben die Gehälter der Angestellten des Clubs bisher nicht reduziert und sie hätten auch nicht vor, das zu tun, egal wie lange die Aussperrung dauere.

Vikings Cornerback Chris Cook wurde am Samstag verhaftet.
Cook hatte Krach mit einem seiner Nachbarn und zückte im Verlauf des Streits eine Schusswaffe.
Die herbeigerufen Polizei sah noch, wie der Cornerback mit der Waffe herumfuchtelte und nahm ihn fest.
Vom Team wird es dazu kein Statement geben, da die Spieler der NFL zur Zeit von der Liga ausgesperrt sind und die Vikings nach den Statuten, die unter dieser Aussperrung gelten, keinen Kontakt zu Cook aufnehmen dürfen.

Für welches Team wird Peyton Manning in der nächsten Saison spielen?
Die Jets wären nicht abgeneigt, den Colts den Quarterback wegzuschnappen.
Allerdings ist das ja nicht möglich, da Indianapolis seinen Superstar ja mit dem sogenannten „Franchise Tag“ versehen hat. Das heißt, daß Manning nicht nur nicht zu einem anderen Team wechseln darf, sondern auch, daß er keine Verhandlungen mit einem anderen Team aufnehmen darf.
So sieht es die Liga, die zwar dafür gesorgt hat, daß ihre Spieler nicht arbeiten dürfen, die aber auch glaubt, daß die „Unternehmensetiketten“ trotzdem wirksam sind.
Was Quatsch ist, nach Meinung der Spielergewerkschaft. Die sagt, daß die Unternehmensetiketten nicht wirksam sind, da es ja keinen gültigen Tarifvertrag gibt. Nach ihrer Ansicht kann Peyton Manning zu jedem Team wechseln, zu dem er gehen möchte.
Wer Recht hat, das wird nun auch vor Gericht entschieden, denn Manning gehört zu den 10 Spielern, die die NFL verklagt haben.
Allerdings dürfte ein Wechsel des Quarterbacks nur theoretisch diskutiert werden, denn Colts Besitzer Jim Irsay will Manning nach wie vor zum reichsten NFL Spieler aller Zeiten machen. Und daß Manning, der einzige Spieler der viermal zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt wurde, wirklich zu einem anderen Team wechseln würde?
Neee!

Die NFL lädt zu jeder Draft einige ehemalige Collegespieler ein, von denen sie glaubt, daß sie früh einberufen werden.
Kamerawirksam zeigt sich der Vorsitzende der NFL, Roger Goodell, mit ihnen und überreicht ihnen ein Trikot mit der Nummer eins ihres neuen NFL Teams.
Darauf muss er vielleicht am 28. April verzichten.
Die NFLPA hat die angehenden Rookies gebeten, nicht zu dieser Veranstaltung zu gehen, die ja trotz der Spieleraussperrung stattfinden soll.
Und falls der ein oder andere doch dort erscheinen wolle, dann solle er wenigstens nicht zu Interviews mit den Haussendern der Liga, dem NFL Network und ESPN gehen, sondern zu Konkurrenzsendern.

Die NFL wird nun doch keine „Calvin Johnson Regel“ einführen.
Der Wide Receiver fing in Woche 1 einen Pass in der Endzone. Mit dem Ball fest in den Händen schlug er am Boden auf und verlor den Ball. Die Schiedsrichter entschieden darauf, daß der Ball nicht gefangen war, weil Johnson ihn nicht während des gesamten Bewegungsprozesses hatte festhalten können.
Wenn ein Running Back mit dem Ball läuft, und diesen verliert, wenn er nach einem Hit am Boden aufschlägt, heißt es in der Regel, daß der Boden keinen Ballverlust auslösen kann.
Bei einem Wide Receiver ist das weiterhin völlig anders. Wenn ein Receiver den Ball fängt und ihn verliert, wenn er auf dem Boden aufschlägt, gilt der Ball als nicht gefangen. So will es das Regelkomitee, das eine Änderung dieser Regel ablehnte.

Übrigens, die Arena Football League hat wieder begonnen.
Im ersten Spiel des neuen Teams Pittsburgh Power gegen Philadelphia Soul kam es zu einem Aufeinandertreffen zweier Ikonen der NFL.
Steelers Legende, Wide Receiver Lynn Swann, ist Mitbesitzer der Power und Ron Jaworski, Super Bowl Quarterback der Eagles, gehört zu den Besitzern der Soul.
Jaworskis Team hatte in der Verlängerung das bessere Ende für sich und gewann 58:52.
Ansehen sollten Sie sich die Saison allerdings nicht auf Eurosport2. Ich weiß zwar nicht, was das für eine Sprache ist, die die beiden Kommentatoren dort kauderwelschen, aber mit Deutsch hat das nicht viel zu tun. Bei einer Übertragung im O-Ton versteht man mehr, als bei diesem Denglish, das allerdings nur bei Gayle Tufts wirklich nett anzuhören ist. Bei ihr klingt das lustig, bei diesen Kommentatoren ist es lästig.
Wenn Sie Interesse haben, dann laden sie sich den AFL Player von NiftyTV runter: http://www.niftytv.com/AFL. Hier können Sie die Spiele Live sehen oder auch als Aufzeichnung.

14. 03. 2011

Die ganze Welt dreht sich nur ums Geld...
ballsnapaussperrung2...auch die Footballwelt.
Seit Ende 2009 stand fest, daß die Saison 2011 in Gefahr war, doch weder die Spielergewerkschaft NFLPA, noch die NFL ließen in ihren Aktionen eine gewisse Dringlichkeit erkennen.
Verhandelt wurde nicht. Ab und zu traf man sich, redete miteinander, beschuldigte sich gegenseitig der Uneinsichtigkeit und ging ins nächstgelegene Nobelrestaurant, um etwas von den Millionen unters Volk zu bringen, von denen man doch so reichlich hat.
Schon damals wollte die NFLPA vor allen Dingen eines: Einblick in die Bücher der NFL und ihrer Teams der letzten 10 Jahre.
Zwar lagen Angebote der Liga vor, wie diese die etwa NEUN Milliarden Dollar, die sie pro Jahr einnimmt, verteilen wollte, doch die Gewerkschaft glaubt, daß die Liga wesentlich mehr einnimmt, pro Jahr. Sie wollte die wahren Zahlen haben, um auf Augenhöhe zu verhandeln.
Es wurde eine Menge Zeit vertrödelt, die man bestimmt genutzt hätte, wenn man an ernsthaften Ergebnissen interessiert gewesen wäre.
Erst in den letzten zwei Wochen vor Ablauf des laufenden Tarifvertrags wurde mit den Verhandlungen begonnen. Zwei Tage vor Ende der bereits verlängerten Verhandlungsphase legte die NFL der NFLPA ihre Bücher vor.
Die Gewerkschaft ließ die Bücher von einer unabhängigen Bank prüfen. Die Buchprüfer waren entsetzt und belustigt zugleich. Das was die NFL da vorgelegt hatte, war das Papier nicht wert, auf dem die Zahlen geschrieben standen.
Mit anderen Worten, hier wurde von Seiten der Liga getrickst und geschönt, daß die Finanztrickser in Griechenland hätten neidisch werden können.
Die NFL legt folgende Zahlen offiziell offen:
Die Liga nimmt demnach insgesamt etwa $9,3 Milliarden pro Jahr ein, genauso viel wie die Major League Baseball (etwa 6 Milliarden), die NBA (etwa 3 Milliarden) und die NHL (1 Milliarde) zusammen.
Aus TV-Rechten verteilt die NFL an alle 32 Teams $4 Milliarden ($125 Millionen pro Team). ESPN zahlt die unglaubliche Summe von 1 Milliarde Dollar pro Saison für 18 Spiele.
Direct TV zahlt $1 Milliarde pro Saison für 18 Spiele plus das NFL Sunday Ticket.
FOX zahlt $712,5 Millionen pro Saison für 102 Spiele.
NBC zahlt $650 Millionen pro Saison für 18 Spiele.
CBS zahlt $662,5 Millionen pro Saison für 102 Spiele.
Der Verkauf der Namensrechte für die Stadien bringt etwa 25 bis 30 Millionen $ pro Jahr, pro Team.
Verschiedene Sponsoren dürfen mit der NFL für ihre Produkte werben und so kommen weitere etwa $3,6 Milliarden zusammen.
Über Eintrittsgelder und Konzessionen herrscht großes Schweigen in der NFL. Die durchschnittlichen Ticketpreise schwanken von 54,51 $ bei den Cleveland Browns bis 117,84 $ bei den New England Patriots.
Der einzige Club, der seine Bilanzen offen legt sind die im Allgemeinbesitz befindlichen Green Bay Packers und man rechnet von den Packers die Einnahmen von Tickets, Parkplätzen und lokalen Medien auf etwa 416 Millionen $ pro NFL Team hoch. Die Packers nehmen dann noch Gelder aus den Auswärtsspielen und den Privatlogen im Stadion ein und man schätzt, daß alles zusammen etwa 2 Milliarden $ pro Saison für die Liga ergibt.
Und die Gewerkschaft vermutet halt, daß es weitere Einnahmen gibt, von denen sie erfahren muss.
Ein Gerichtsprozess soll nun die Offenlegung der unbearbeiteten Bücher erzwingen.
Und in diesen Gerichtsprozess legen beide Verhandlungsgegner große Hoffnungen.
Beide Seiten glauben daran, daß der Prozess, den die Spieler gegen die Liga angestrengt haben, schnell beginnt und daß er zügig fortgesetzt wird. Beide Seiten rechnen damit, daß der Prozess so rechtzeitig endet, daß die Saison 2011 doch noch stattfinden kann.
Rechtsexperten dagegen rechnen mit einem Urteilsspruch frühestens im August oder September.
Da war doch was?
Richtig!
Die Saison soll eigentlich am 8. September beginnen.
Und wie wird der Richterspruch am Ende überhaupt ausfallen?
Richter sind ja nun nicht unbedingt weniger unintelligent, als andere Menschen, und keiner weiß, wie der Typ drauf ist, der über unsere liebste Freizeitbeschäftigung von September bis Februar zu entscheiden hat.

Kurzberichte
nfldollarvollArmer Roger Goodell. Der Mann verdient jetzt nur noch einen Dollar für seine Arbeit als Commissioner der NFL.
Er machte seine Ankündigung wahr, daß er seine Bezüge für die Dauer der Aussperrung der Spieler auf einen Dollar herabsetzen würde.
Auch der Chefanwalt der Liga, Jeff Pash, wird für diesen Zeitraum nur einen Dollar an Gehalt kassieren.
Doch beide werden sich etwas zur Seite gelegt haben, für diesen Fall. Bei einem Jahresgehalt von 10 Millionen Dollar für Goodell und $5 Millionen für Pash dürfte ihnen das nicht schwergefallen sein.
Auch die Bezüge der anderen Mitarbeiter der NFL wurden gekürzt und zwar um 12%. Das betrifft das Hauptquartier in New York, die Firma NFL Films, das NFL Network und die Mitarbeiter von NFL.com. Da hier auch viele Normalverdiener betroffen sind, dürften die nicht so viel auf die Seite gelegt haben.
Auch die Teams haben die Gehälter ihrer Mitarbeiter seit Beginn der Aussperrung am letzten Samstag gekürzt. Hier bleibt es jedem Team selbst vorbehalten, wieviel Geld es einsparen will.

Die Steuerzahler in Minnesota wollen keine Steuererhöhungen, damit die Vikings ein neues Stadion gebaut bekommen.
Die Vikings verlangen, daß die Steuerzahler für die Hälfte der Kosten eines neuen Stadions aufkommen sollen.
Doch eine Abstimmung gegen eine Steuererhöhung zum Bau eines neuen Stadions in Minnesota ging schon einmal schief. 2006 wollte das Baseballteam dort ein neues Stadion haben und die Gegner einer Steuererhöhung wurden überstimmt, das Baseballteam bekam sein Stadion.
Doch die Zeiten heute sind andere. Die Weltwirtschaftskrise ging auch an Minneapolis nicht spurlos vorbei. Auch dieser Staat steht kurz vor dem Bankrott und hat bereits tiefe Einschnitte in nötige soziale Programme unternommen.
Warum man dann einem Team, das in der reichsten Sportliga der Welt spielt, ein Milliardenteures Stadion aus Steuermitteln bauen sollte, werden viele nicht einsehen.
Die Crux ist aber, daß nur die Steuern der Gemeinde erhöht werden, in der das Stadion gebaut werden soll. Abstimmen über diese Steuererhöhung darf aber der ganze Staat.

12. 03. 2011

AUS, VORBEI, KEINE SAISON 2011
ballsnapaussperrungDas war`s, die NFL wird 2011 keine Saison abhalten. Am gestrigen Freitag, dem 11. März 2011 um 23:59 Uhr endeten die Verhandlungen zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft ergebnislos.
Die NFL hat mit sofortiger Wirkung die Spieler ausgesperrt, die Gewerkschaft hat sofort einige Gerichtsprozesse gegen die NFL angestrengt.
Am Morgen trafen sich die Verhandlungsgegner zum 16. Verhandlungstag mit einem Vermittler.
Die Gegner beschäftigten sich allerdings kaum noch mit der Sache, sondern sie bereiteten sich schon mal auf das vor, was von Anfang an feststand, die Aussperrung.
Die NFLPA schickte die Star- Quarterbacks Tom Brady, Peyton Manning und Drew Brees mit vorbereiteten Klagen gegen die NFL zu Gericht. Diese drei, und sieben andere Spieler, klagen gegen die Aussperrung durch die NFL.
Die 10 Spieler unterschrieben eine Anklageschrift, in der sie die NFL beschuldigen, die Spieler von der Ausübung ihres Berufs abzuhalten. Die Liga würde sie um ein Jahr ihrer Karriere berauben.
Man kann also noch darauf hoffen, daß die Saison 2011 per Gerichtsbeschluss stattfinden wird. Jedoch dauern Prozesse vor Gericht ihre Zeit. Es bleibt abzuwarten, wie schnell man hier zu einem Urteil kommen wird.

Nach der letzten Sitzung traten natürlich beide Verhandlungsgegner vor die Kameras und Mikrofone. Dabei wiesen sie sich natürlich gegenseitig die Schuld am Scheitern zu und behaupteten, selber alles getan zu haben, um dieses Scheitern zu verhindern.
Die Liga habe in letzter Sekunde noch folgende Vorschläge unterbreitet:
1. Die Liga wollte die Einnahmen 50:50 mit den Spielern teilen. Die Gehaltsobergrenze pro Team sollte auf $161 Millionen angehoben werden.
2. Eine Deckelung der Rookiegehälter, der die NFLPA vorher schon zugestimmt hatte. Die Rookies aus der ersten Runde sollten weniger bekommen, als zuletzt, die Spieler aus den Runden 2-7 sollten das Gleiche erhalten, wie zuletzt.
3. Ein Spieler, der wegen einer Verletzung von einem Team gefeuert wird, soll bis zu einer Million Dollar für ein Jahr nach seiner Entlassung erhalten.
Es ist das erste Mal, daß die Liga sich darum kümmert, was mit Spielern geschieht, die ihren Job wegen einer Verletzung verlieren.
4. Die Saisons 2011 und 2012 sollten noch im alten Modus ausgetragen werden, mit dem Vorhaben, ab 2013 eine 18 Spiele Saison abzuhalten.
Dafür sollen die Trainingseinheiten vor dem Beginn der Trainingscamps stark eingeschränkt werden. Während der Trainingscamps und in der Saison soll das Vollkontakttraining stark eingeschränkt werden.
5. Die Liga wollte einen Fonds gründen, der $82 Millionen wert ist, und aus dem frühere Spieler versorgt werden sollen.
6. Aktuelle Spieler sollen ihr Leben lang über die NFL krankenversichert bleiben.
7. Eine unabhängige Institution soll über Einsprüche von Spielern entscheiden, die wegen Vergehen gegen die Dopingregeln bestraft wurden.
Das hört sich alles gut an, doch die NFLPA lehnte diese Vorschläge ab.
Größter Knackpunkt war zum Schluß die Anhebung der Saisonspiele auf 18, die von den Spielern vehement abgelehnt wird, von der NFL aber als alternativlos angesehen wird, und die Tatsache, daß die NFL ihre Bücher nicht in voller Transparenz offengelegt hat.

Die NFLPA hat derweil vor Gericht einen ersten phantastischen Sieg errungen.
Die Gewerkschaft hatte vor Gericht dagegen geklagt, daß die NFL die Fernsehgelder für eine Saison 2011, die nicht stattfindet, voll, oder zum großen Teil, behalten dürfte.
Der verhandelnde Richter gab der Klage der Gewerkschaft statt und urteilte, daß die Liga die TV-Gelder nicht bekommt. Oder sie bekommt die Gelder, muss sie dann aber so an die Spieler ausschütten, als wenn die Saison unter dem zuletzt bestehenden Tarifvertrag stattfände. Seine genaue Entscheidung teilt der Richter in Kürze mit.
Die Verträge mit den TV-Sendern waren ganz klar so formuliert, daß ersichtlich war, daß die NFL von Anfang an vorhatte, die Spieler zur Saison 2011 und länger auszusperren.
Damit gehen der Liga schon mal vier Milliarden Dollar durch die Lappen, die sie als sicher auf der Habenseite verbucht hatte.
Dieses Urteil könnte dafür sorgen, daß die nun doch sehr gebeutelte NFL sich bei den anstehenden Prozessen außergerichtlich mit der NFLPA einigt. Vier Milliarden sind kein Pappenstiel.

Und nicht vergessen, das SKY Abo zu kündigen!
Keine NFL auf ESPN America... kein SKY!

11. 03. 2011

Kurzberichte
nfldollar200Werden die Verhandlungen zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft erneut verlängert?
Da am Donnerstag keine Teambesitzer an den Verhandlungen teilnahmen, erklärte die NFLPA, daß nicht nur die Vertreter der NFL das Interesse an den Verhandlungen verloren hätten, sondern die Spieler auch keine Lust mehr dazu haben. Insofern sieht es also schlecht für eine nochmalige Verlängerung aus.
Die Teambesitzer, die es laut Gewerkschaft sowieso nur auf eine Aussperrung der Spieler abgesehen hätten, ständen kurz davor, daß ihr Wille geschehe.

Auf Twitter kündigte Chris Johnson an, daß er endlich wissen wolle, was mit der Saison 2011 wird?
Der Running Back der Titans würde nämlich gerne mit dem Leichtathletikteam der USA eine Goldmedaille bei Olympia gewinnen.
Der schnellste Spieler der NFL hat vor, die erzwungene Freizeit sportlich auszufüllen, und da käme ihm die 100 Meter Strecke gerade recht.

Tim Tebow forever!
Der ehemalige Quarterback der University of Florida bekommt, zusammen mit zwei anderen Gewinnern der Heisman Trophäe der Universität, eine Statue in Lebensgröße.
Tebow gewann die Trophäe 2007. Neben ihm werden Steve Spurrier auf diese Weise geehrt, der 1966 gewann, und Danny Wuerffel, der 1996 gewann.
Florida ist eines von acht Colleges mit drei Heisman Gewinnern und eines von zweien mit drei Quarterbacks, die die Trophäe gewannen.

Die Polizei in Orlando, Florida, hat Patriots Safety Brandon Meriweather um ein Gespräch gebeten.
Zwei Opfer einer Schießerei vor einer Bar identifizierten Meriweather als den Mann, der auf sie geschossen haben soll.
Einer der beiden wurde im Gesicht getroffen, der andere kam mit einem Streifschuß davon.
Die Polizei sieht den Safety der Pats noch nicht als Verdächtigen an, sondern nur als Zeugen.
Drei Monate vor der Schießerei hat Meriweather bereits auf jemanden geschossen.
Bei einem Einbruch in ein Haus, in dem Meriweather mit seinem Teamkollegen Willie Cooper wohnte, schoß der Eindringling auf Cooper. Meriweather holte seine Pistole und schoß auf den Eindringling. Die Tat wurde als berechtigte Notwehr gewertet und es erfolgte keine Anklage.

10. 03. 2011

A new Cam in Town
cam-newton3Cam Newton (Bild) ist fähig, sofort ein Starter in der NFL zu werden, meinte der 71-jährige ESPN Analyst Mike Ditka in einem Interview.
Cam Newton ist genau so ein Draftflop, wie Akili Smith, meinte ESPN Draft Analyst Mel Kiper in einem Interview.
Ein Spieler, zwei Meinungen.
Die Bengals nahmen Akili Smith in der Draft von 1999 als dritten Spieler auf. Vor ihm wurden Tim Couch und Donovan McNabb einberufen, auch beides Quarterbacks. In 17 Spielen, verteilt über vier Jahre in der NFL, warf er fünf Touchdownpässe. Damit gehört er zu den absoluten Vollflops unter den gedrafteten Spielern.
Und gehört Quarterback Cam Newton nun in diese Kategorie, oder hat der ehemalige Super Bowl Head Coach der Bears, Mike Ditka recht, der Newton sofort einberufen würde?
Er meint, daß der Quarterback nicht an seinem Wurfstil gemessen werden sollte, oder ob er dies oder jenes kann oder nicht. Man sollte sich fragen, ob Newton ein Team von A nach B führen kann und das könne er.
So richtig scheinen die NFL Teams von dem jetzt schon sagenumwobenen Cam Newton nicht überzeugt zu sein. Wieder und wieder bietet er private Trainingseinheiten für interessierte Teams an. In den nächsten Wochen stehen Sichtungstrainings bei wenigstens acht Teams an. Viel Arbeit, für eine angeblich sichere Nr. 1 in der nächsten Draft.

Kurzberichte
Kommt Tiki Barber in die NFL zurück, oder steigt er in die UFL ab?
Gestern wurde bekannt, daß der ehemalige Running Back der Giants nach vier Jahren im Ruhestand, einen Antrag auf Wiedereinstellung in die NFL unterschrieben hat.
Doch die Teams standen nicht gerade Schlange, um ihn in den Kader zu holen. Die Giants gaben sofort bekannt, daß sie ihn freistellen werden. Sie haben keinerlei Interesse an ihm.
Wer sich gemeldet hat ist Jim Fassel. Er war Barbers Head Coach bei den Giants und ist momentan Head Coach, General Manager und Präsident der Las Vegas Locomotives in der UFL. Er würde seinen alten Schützling sofort aufnehmen.
Ob der 36-jährige Barber aber zu diesem Abstieg bereit wäre, ist fraglich. Sicher hat er mit seinem Comeback vorgehabt, in der NFL noch mal richtig Geld zu verdienen und nicht, um nur zum Spaß für ein Trinkgeld Football zu spielen.
Beim zweimaligen UFL Meister Las Vegas wären höchstens $80.000 zu verdienen.

Die NFL hat der NFLPA zwar Einblick in ihre Bücher gewährt, aber keinen ausreichenden.
Die Buchprüfer, die die Gewerkschaft eingestellt hat, waren enttäuscht von dem, was die NFL da offengelegt hat. Die NFLPA bat um Nachbesserung, doch das Zeitfenster schließt sich. Eine nochmalige Verlängerung der Verhandlungen wird von beiden Seiten ausgeschlossen.
Tick, tick, tick... das ist der Klang der Uhr, die das Ende der Saison 2011 ankündigt.
Freitag... 23:59 Uhr... Ende!

09. 03. 2011

Kurzberichte
Das jüngste Gerücht im Umlauf besagt, daß Tiki Barber seinen Ruhestand beenden will.
Der Running Back der Giants hat seine Footballschuhe vor vier Jahren an den Nagel gehängt und will sie jetzt wohl wieder abhängen.
Laut seinem Agenten hat Barber die nötigen Papiere bei der NFL bereits unterschrieben. Tiki Barber spielte zuletzt 2006 in der NFL, während sein Zwillingsbruder Ronde als Cornerback der Buccaneers in seine 15. Saison geht.
Tiki wird nächsten Monat 36 und war der beste Läufer der Giants aller Zeiten. Er erzielte 10.449 Yards in 10 Jahren.
Nachdem er zurückgetreten war, trat er verbal auf Quarterback Eli Manning ein und kritisierte ihn hart. Manning ließ sich davon nicht beeindrucken und führte die Giants in der ersten Saison ohne Tiki Barber zum Super Bowl Sieg und errang den MVP Titel.

Die NFL und die NFLPA haben am Dienstag 9 ½ Stunden miteinander verhandelt. Die NFL hat endlich der Bitte der Gewerkschaft entsprochen und ihre Bücher offengelegt. Die Vertreter der NFLPA haben die Bücher einer internationalen Investmentbank vorgelegt, um die Zahlen prüfen zu lassen.
Aber auch nach der längsten Sitzung der beiden Verhandlungsgegner stehen die Zeichen immer noch auf Aussperrung.
Der nächste Termin, an dem die Verhandlungen enden, wird wohl nicht mehr verlängert werden. In der Nacht von Freitag auf Samstag um 23:59 amerikanischer Ostküstenzeit dürfte endgültig Schluss mit Reden sein.

Wie man ein Jahr ohne Gehalt übersteht, darüber klärt eine Broschüre die NFL Spieler auf, die die Gewerkschaft an ihre Mitglieder verteilt.
Hier sind Überlebensstrategien für jeden aufgeführt, vom Rookie, der für das Grundgehalt von $325.000 spielt, bis zum Großverdiener, der jährlich $25 Millionen auf sein Konto geschaufelt bekommt.
Das 64 Seiten starke Heft könnte auch von Ökospinnern in Deutschland erstellt worden sein. Es gibt Geldspartipps wie, lieber mal etwas frieren in der Wohnung, als den Thermostaten zu hoch zu regeln oder besser mal die Wäsche in kälterem Wasser zu waschen und selber nicht zu lange und zu warm zu duschen.
Aber auch Tips für Reiche sind dabei, wie lieber Zuhause essen, statt ins Restaurant zu gehen, nicht jedes Jahr den neuesten Ferrari zu kaufen und beim Einkauf von Juwelen lieber mal den preiswerteren Klunker zu kaufen.
Damit müssten die ausgesperrten Spieler hoffentlich über die Runden kommen.

08. 03. 2011

Kurzberichte
johnson-85-bengalsDaß Chad „85“ Johnson (Bild) aus Cincinnati weg will, ist kein Geheimnis. Der Wide Receiver möchte zu einem Team wechseln, mit dem er gewinnen kann. Dabei hat er die Miami Dolphins oder die New York Jets ins Auge gefasst.
Nichts gegen Cincinnati, sagte er, die Fans wären immer sehr nett zu ihm gewesen, aber für das Team sehe er keine Perspektive.
Es wäre toll, wenn sein Head Coach etwas von Jets Head Coach Rex Ryan hätte. Der wolle gewinnen und er sage, was er meine.
Schon vor Monaten hatte Johnson um einen Job bei den Patriots gebettelt. Über Twitter verbreitete er, daß die Patriots doch bestimmt dringend einen Wide Receiver bräuchten und er dringend ein neues Team suche. Die Botschaft fiel nicht auf fruchtbaren Boden.

Steve Sabol musste nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus.
Der 68-jährige Präsident der Firma NFL Films war in Kansas City, um einen Preis für seine Firma in Empfang zu nehmen, als er am Samstag zusammenbrach.
Erst letzten Monat wurde sein Vater Ed in Pro Football Hall of Fame aufgenommen.
Steve Sabol ging es am Montag den Umständen entsprechend, und er war ansprechbar.

Eric Wright brachte in der letzten Saison keine gute Leistung und kämpfte mit einigen Verletzungen. Daß der Cornerback der Browns auch mit Todesdrohungen kämpfte, erzählte er jetzt der Presse.
Wright, der in 10 Spielen startete und einen einzigen Pass abfing, war eigentlich als Hoffnungsträger in die Saison gegangen. Doch schon in Woche drei zeigte sich, daß er eher ein Problem war. Ravens Wide Receiver Anquan Boldin fing drei Touchdownpässe unter der Bewachung von Wright.
Danach begannen die Drohungen gegen ihn, die er nie öffentlich machte... bis jetzt.
Er habe die Drohungen nie ernst genommen und keine Angst um sein Leben gehabt. Überall gäbe es verwirrte Seelen, denen sowas Spaß mache, sagte er. Ein paar faule Äpfel könnten nicht den ganzen Baum verseuchen.

07. 03. 2011

Kurzberichte
rivera-ronViele glauben, daß die Carolina Panthers mit ihrer ersten Wahl in der Draft einen Verteidiger einberufen werden. Da könnten sie falsch liegen.
Der neue Head Coach der Panthers, Ron Rivera, hat keine hohe Meinung von Quarterback Jimmy Clausen, den die Panthers letztes Jahr aufnahmen. Er hatte in seiner Rookiesaison eine Bilanz von 13 Spielen mit 1.558 Yards, 3 Touchdowns und 9 Interceptions.
Deshalb kann es sein, daß sie als ersten Spieler einen Quarterback einberufen, der das Unternehmen auf solide Beine stellen soll.
Da es bei den Panthers an allen Ecken lichterloh brennt, darf man gespannt sein, was sie machen.

So wie viele NFL Spieler, so bereitet sich auch Ravens Safety Tom Zbikowski auf ein Jahr ohne Football vor.
Zbikowski zieht die Boxhandschuhe an und wird am 12. März seinen zweiten Profikampf bestreiten. In Las Vegas wird er sich mit jemandem namens Ricardo Mayorga kloppen.
Lassen wir das mal festhalten: Die NFL setzt Gott und die Welt in Bewegung, um ihre Spieler vor Gehirnerschütterungen zu schützen, und hier lässt sich einer freiwillig die Birne weichklopfen.
Ja hat der Mann denn kein Gehirn?
Das ist doch erschütternd!

„Can`t Wait“, ist in den USA jetzt urheberrechtlich geschützt.
Nach dem Spiel der Jets gegen die Patriots freute sich Jets Linebacker Bart Scott und rief: „Her mit den Steelers, can`t wait“.
Im Internet wurde das der gängige Schlachtruf der Jetsfans und viele wollten T-Shirts mit dem Aufdruck „Can`t Wait.“
Da dachte sich Mr. Scott, daß, wenn überhaupt, nur einer daran etwas verdienen dürfe, nämlich Mr. Scott, und so ließ er sich diesen Ausruf schützen.
Das bringt mich auf die Idee auch einen Ausruf schützen zu lassen: „So`n Quatsch.“

05. 03. 2011

Kurzberichte
Die NFL und die Spielergewerkschaft haben sich, wie erwartet, auf eine Verlängerung der Verlängerung geeinigt.
Als das Ende der Vertragslaufzeit am Donnerstag um 23:59 Uhr nahte, beschloß man zunächst, die Verhandlungen um einen Tag zu verlängern. Am Freitag einigten sich die beiden Kontrahenten darauf, den laufenden Vertrag bis zum Ende der nächsten Woche zu verlängern und von Montag an bis zum Wochenende weiter zu verhandeln.
In der kommenden Woche sind die Spieler also noch nicht ausgesperrt. Sie können weiter die Teams wechseln und Verträge abschließen, die unter dem alten Vertrag gelten.
Beide Seiten betonten, daß sie das Gefühl hätten, einer Einigung näher gekommen zu sein, weshalb es sich lohnen würde, weiter miteinander zu reden.

Dem Super Bowl Komitee in Indianapolis geht der Arsch auf Grundeis.
Am gestrigen Freitag wären es noch 337 Tage gewesen, bis zum Super Bowl in der Stadt, und die Vorbereitungen müssen weitergehen, auch wenn keiner weiß, ob sie Sinn haben.
Seit drei Jahren laufen die Planungen und Vorbereitungen auf Hochtouren.
Sollte 2012 der Super Bowl 46 nicht in Indianapolis stattfinden, könnte der Stadt ein Verlust von $200 Millionen entstehen. Pessimisten rechnen sogar mit einem Verlust von $400 Millionen.
In Indianapolis werden die Verhandlungen zwischen der NFL und der NFLPA mit Argusaugen beobachtet. Daß die Verhandlungen um sieben Tage verlängert wurden, wird dort als gutes Zeichen angesehen.
Man muss ja nach jedem Schilfrohr greifen.

mccarthy-mike2Die Packers gaben ihrem Super Bowl Coach eine Vertragsverlängerung.
Genaues wurde nicht bekanntgegeben. Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen sickerte durch, daß Mike McCarthy (Bild) für drei weitere Jahre unterschrieb und sein Gehalt von $4 Millionen pro Jahr auf 5 Millionen angehoben wurde.
McCarthy hat eine Bilanz von 53-34 Siegen in seinen bisherigen fünf Jahren in Green Bay, Playoffs und Super Bowl XLV mitgerechnet.

Plaxico Burress kommt drei Monate früher aus dem Knast, als vorgesehen.
Der Wide Receiver der Giants fing 2008 den entscheidenden Touchdown Pass im Super Bowl Sieg gegen die Patriots. Im November des Jahres besuchte er einen Nachtclub und fingerte an einer Waffe herum, die er in der Hosentasche mit sich führte. Dabei löste sich ein Schuss und Burress schoss sich selbst in den Schenkel.
Polizeiliche Untersuchungen ergaben, daß der damals 31-jährige keinen Waffenschein für die Pistole besaß.
Vor Gericht bekam er unerwarteterweise keinen NFL Bonus und wurde zu zwei Jahren Haft verurteilt. Da er sich in der Haft gut führte bekam er drei Monate der Haftzeit erlassen, so daß er am 6. Juni vorzeitig entlassen wird.
Das hilft ihm bei seinem Vorhaben, wieder in die NFL zurückzukehren. Wenn es 2011 eine Saison geben sollte, dann wäre Burress wieder frei, bevor die Trainingscamps losgehen.
Die Giants, haben schon angekündigt, daß sie ihm eine Chance geben werden, wenn er zu ihnen zurück will.

04. 03. 2011

Sudden Death Overtime
ballsnapaussperrung2Die NFL und die NFLPA gehen in ihren Verhandlungen in die Verlängerung.
Da man sich gestern, vor Ablauf der Frist um 23:59 Uhr Ostküstenzeit immer noch nicht auf einen neuen Vertrag hat einigen können, einigte man sich auf eine 24-stündige Verlängerung.
Daß am heutigen Freitag ein Abschluss zustande kommt, ist unwahrscheinlich. Eher wird man heute darüber reden, die Verlängerung zu verlängern.
Momentan sind die Spieler also noch nicht ausgesperrt.
Nach der Sitzung gestern betonten beide Verhandlungsgegner, daß sie hart arbeiten würden, um die Saison 2011 nicht ausfallen zu lassen.

Kurzberichte
Bob Sanders hat einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Der oft verletzte Safety der Colts unterschrieb für ein Jahr bei den Chargers.
Chargers Head Coach Norv Turner sagte, daß er wisse, welches Risiko das Team mit der Verpflichtung eingegangen sei, aber jede Pechsträhne müsse doch auch mal ein Ende haben.
Wie hoch das Gehalt von Sanders für das eine Jahr ist, wurde nicht bekanntgegeben.

Die Saints haben den Vertrag mit Pierre Thomas um vier Jahre verlängert.
Thomas verpasste in der Saison 2010 10 Spiele wegen einer Verletzung am Knöchel, ist aber ein wichtiger Running Back, wenn er gesund ist.
Mit ihm waren die Saints in ihrer Super Bowl Saison das sechstbeste Team bei erzielten Laufyards und zweitbestes bei erzielten Touchdowns. Ohne ihn waren sie letztes Jahr auf Platz 28.
New Orleans verlängerte am Donnerstag auch den Vertrag von Kicker Garrett Hartley um fünf Jahre.

Jeremy Shockey hat einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Der Tight End der Saints ging zum Team mit der schlechtesten Offense der letzten Saison, den Carolina Panthers.
Dort unterschrieb er einen Einjahresvertrag, dessen finanzielle Vereinbarungen nicht mitgeteilt wurden.

Hoch gepokert und gewonnen. Die Packers feuerten vorgestern Linebacker A.J. Hawk, um sich einen fälligen $10 Millionenbonus an ihn zu sparen.
Am Donnerstag unterschrieb Hawk einen neuen Vertrag mit Green Bay.
Fünf Jahre läuft der Vertrag, der dem Linebacker jährlich etwas zwischen 6 und 7 Millionen Dollar einbringen wird.
Hawk ist schon seit 2006 bei den Packers, konnte aber erst in der letzten Saison, als eine unglaubliche Verletzungsserie das Team heimsuchte, zeigen, daß er zum Starter taugt.

Die Jaguars wollten sich auf jeden Fall die Dienste von Marcedes Lewis sichern, deshalb versahen sie ihn mit dem Franchise Tag.
Der Pro Bowl Tight End unterschrieb am Donnerstag einen Einjahresvertrag in Jacksonville, der ihm $7,3 Millionen einbringt.
In der letzten Saison fing Lewis 58 Pässe für 700 Yards und 10 Touchdowns.

03. 03. 2011

Tick, Tick, Tick...
letthemplayrogerdas ist der Klang des (Football)Lebens, das ausläuft...
das in dieser Nacht endet...
Zwar werden die NFL und die NFLPA auch am heutigen Donnerstag wieder gegeneinander antreten und kompromisslos verhandeln, aber viel Hoffnung dürfen wir Fans uns nicht machen.
Die Verhandlungen stehen kurz davor, ergebnislos zu enden.
Sehr wahrscheinlich schon am Freitagmorgen wird die Spielergewerkschaft eine Klage bei Gericht gegen die Liga einreichen, die eine Aussperrung der Spieler verhindern soll.
Dagegen wird die Liga eine Gegenklage einreichen und so weiter und so weiter, usw...
Einige Teambesitzer, wie Jerry Jones, Dallas und Robert Kraft, New England, haben den Verhandlungsort bereits verlassen. Ein Treffen der Besitzer am heutigen Donnerstag wurde abgesagt.
Auch, wenn in dieser Nacht der laufende Vertrag endet, so muss dennoch nicht sofort alles verloren sein. Die Verhandlungsgegner könnten sich kurz vor Ende der Frist darauf einigen, die Verhandlungen fortzuführen.
Bevor die Verhandlungen am Mittwoch losgingen, versuchten einige Fans, den Teambesitzern Unterschriftenlisten gegen die Aussperrung zu übergeben.
Die Initiatoren der Internetseite www.nfllockout.com sammelten über 150.000 Unterschriften von Fans, die eine Aussperrung der Spieler für die Saison 2011 verhindern wollen.
Doch die Blogger wurden vom Sicherheitspersonal geblockt und kamen nicht an die Teambesitzer heran.
Den 32 Unterschriftenlisten lag ein Brief bei, mit folgendem Inhalt: „Wir, die Fans der NFL, verlangen, daß Sie die Spieler für die Saison 2011 nicht aussperren. Die Spieler wollen footballspielen und wir wollen unbedingt Amerikas populärsten Sport sehen.“
Viel bewirken wird der Brief nicht, denn die Teambesitzer wollen auch etwas unbedingt, nämlich mehr Geld verdienen. Mehr interessiert die nicht!

Kurzberichte
Jason Taylor möchte doch noch nicht mit dem Football aufhören. Der Linebacker wurde am Dienstag von den Jets gefeuert und dachte daran, mit dem Football aufzuhören.
Doch einen Tag später wollte der 36-jährige noch mal mit den Jets reden und einen neuen Vertrag aushandeln.

Die Packers setzten einen ihrer besten Verteidiger vor die Tür. Am Mittwoch entließen sie Linebacker A.J. Hawk.
In der ersten Woche der Saison 2010 gehörte Hawk noch nicht zu den Startern des Teams, doch eine unglaubliche Verletzungsserie sorgte dafür, daß das Team auch noch die letzten Notnägel spielen lassen musste.
Hawk nutzte die Chance und seine Leistung machte ihn zum Starter.
Hawk steht in diesem Jahr ein Bonus von $10,5 Millionen zu, den die Packers nicht zahlen wollen. Deshalb haben sie ihn gefeuert und hoffen, daß sie ihn mit einem neuen Vertrag wieder ins Team holen können.

James Harrison musste erneut am Rücken operiert werden.
Der Linebacker der Steelers wurde erst vor neun Tagen operiert, doch unerwartet war eine erneute Operation nötig.
Wieder wurde verlautbart, daß die Operation gut verlaufen sei, und daß Harrison in sechs Wochen wieder mit dem Training beginnen könne.

Michael Vick unterschrieb zunächst einen Einjahresvertrag bei den Eagles.
Wie hoch dieser dotiert ist, hängt von Peyton Manning ab. Vick wird das Durchschnittsgehalt der fünf bestbezahlten Quarterbacks der Liga erhalten. Da Manning noch keinen neuen Vertrag in Indianapolis unterschrieben hat, muss man abwarten, wie hoch sein Gehalt dort sein wird, denn daß Manning zu den fünf bestbezahlten Quarterbacks der Liga gehören wird, dürfte klar sein.
Vick kann aber schon jetzt mit einem Jahresgehalt von bestimmt $16 Millionen rechnen.

02. 03. 2011

NFL vs. NFLPA
ballsnapaussperrung„Nein,“ sagte ein Richter, der sich mit den Zahlungen der Fernsehgelder an die Liga im Falle einer Aussperrung befasst: „Nein, die Liga bekommt kein Geld für die Saison 2011, wenn sie nicht stattfindet.“
Die Liga geht fest davon aus, daß sie, zumindest den größten Teil der Zahlungen der Fernsehgesellschaften, einsacken kann, auch wenn die Saison nicht stattfindet. Dagegen zog die NFLPA vor Gericht, die das verhindern wollte.
Eine erste Instanz gab der NFL recht, doch die nächsthöhere Instanz entschied nun anders. Zumindest müsste die NFL, auch wenn sie die Spieler aussperrt, diese wie bisher geregelt, an den Einnahmen teilhaben lassen.
Das ist ein herber Rückschlag für die Liga, die geglaubt hat, sich an einer nichtstattfindenden Saison eine goldene, milliardenschwere, Nase zu verdienen.
Die NFL hatte in den letzten beiden Jahren die Fernsehverträge so modifiziert, daß sie ihren eigenen Gewinn sichert und die Spieler schädigt. Das, so der Richter, wäre nicht rechtens. Die Liga müsse die Verträge so aushandeln, daß sie auch die Belange der Spieler vertritt. Dagegen wäre vehement verstoßen worden.
Dieses Urteil, das noch nicht schriftlich an die Tarifgegner übermittelt wurde, dürfte die Verhandlungen immens beeinflussen.
Am heutigen Mittwoch steht noch eine Verhandlung unter Mitwirkung eines Vermittlers an und am Donnerstag um 23:59:59 Uhr US-Ostküstenzeit endet der laufende Tarifvertrag und die Aussperrung der Spiel beginnt um Null Uhr am Freitag.

Kurzberichte
Die Redskins fahren fort damit untaugliche Kostenfaktoren aus dem Kader zu entfernen. Am Mittwoch feuerten sie Guard Derrick Dockery und Linebacker Andre Carter.
Dockery war als fester Bestandteil der Skins eingeplant und hatte in seiner achtjährigen Karriere in 116 Spielen in Folge auf dem Platz gestanden. In Woche fünf der letzten Saison allerdings setzte Head Coach Mike Shanahan Kory Lichtensteiger ein und Dockery spielte nur noch einmal in der Saison. Ihm hätten die Redskins in diesem Jahr $3,8 Millionen zahlen müssen, die sich lieber sparen.

Der Abstecher von Jason Taylor zu den Jets währte nur eine Saison. Der Linebacker spielte jahrelang beim Divisionsrivalen Miami, bevor er letztes Jahr zu den Jets wechselte.
Taylor wurde 1997 von den Dolphins in der dritten Runde der Draft einberufen.
Am Dienstag wurde er entlassen. Er denkt jetzt daran, die Footballschuhe an den Nagel zu hängen.
Außerdem feuerten die Jets Nose Tackle Kris Jenkins, der auch an den Ruhestand denkt.

Und wieder tanzt ein NFL-Spieler mit den Stars, Hines Ward.
Der Wide Receiver der Steelers reiht sich damit ein, in die Reihe von Bengals Wide Receiver Chad Ochocinco, Dolphins Linebacker Jason Taylor, Emmitt Smith (der die Staffel 3 gewann), Jerry Rice, Lawrence Taylor, Michael Irvin, Kurt Warner und Warren Sapp, die auch bei Dancing with the Stars antraten.

Shaun Rogers hatte in seiner Karriere noch nicht viel Glück.
In der Draft von 2001 landete er bei den Detroit Lions. Als wäre das noch nicht genug Pech, gaben die ihn 2008 an die Cleveland Browns ab.
Rogers verlor die Lust am Football, weil er immer nur für Loserteams spielen musste.
Jetzt scheint ihm etwas Glück hold zu sein.
Er lehnte einen Vertrag über sechs Millionen Dollar eines Teams ab, um für vier Millionen zu den Saints zu wechseln.
Hier, so hofft der Pro Bowl Linebacker, könne er endlich mal Playoffluft schnupper, die ihm bisher versagt blieb.

01. 03. 2011

Kurzberichte
portis-clinton2Er hatte seine Kündigung erwartet, deshalb konnte es Clinton Portis (Bild) nicht überraschen, als die Redskins ihn am Montag vor die Tür setzten.
Der Running Back spielte sieben Jahre in Washington und vorher zwei in Denver. Vom Können her hätte er es weit bringen können, doch von den möglichen 32 Spielen in den letzten beiden Saisons konnte er wegen Verletzungen nur 13 absolvieren.
Portis beendet seinen Abstecher in Washington als zweitbester Läufer des Clubs mit 6.824 Yards. Doch 13 Spiele mit 721 Yards in den letzten beiden Saisons sind zu wenig für die $8,3 Millionen, die ihm 2011 zustehen.
Portis und die Redskins dankten sich gegenseitig für die schöne Zeit, und man kann sagen, daß sie als gute Freunde auseinandergingen.

Am Samstag verstarb Shawn Lee im Alter von erst 44 Jahren. Der Defensive Tackle war Mitglied der Super Bowl Mannschaft der Chargers. Woran er verstarb wurde noch nicht mitgeteilt.
Lee ist der sechste Spieler dieser Super Bowl Mannschaft, der in jungen Jahren starb. Fünf weitere Spieler, darunter, mit Lee, drei aus der Defense, leben nicht mehr:
Starter Linebacker David Griggs, 28, starb 5 Monate nach dem Super Bowl bei einem Autounfall,
Ersatz Running Back Rodney Culver, 26, starb am 11. Mai 1996 bei einem Flugzeugabsturz,
Ersatz Linebacker Doug Miller, 28, wurde im Juli 1998 von einem Blitz getroffen,
Ersatz Center Curtis Whitley, 39, starb am 11. Mai, 2008 an einer Überdosis,
Starter Defensive End Chris Mims, 38, starb am 15. Oktober 2008 an Herzversagen.

Am Montag feuerten die Bears drei Spieler. Der dreimalige Pro Bowl Defensive Tackle Tommie Harris konnte in den letzten Jahren wegen Verletzungen nicht oft mitmischen.
Zusätzlich können sich Linebacker Hunter Hillenmeyer und Offensive Tackle Kevin Shaffner nach neuen Teams umsehen.

28. 02. 2011

rice-sidney2Kurzberichte
Die Vikings würden gerne den Vertrag mit Sidney Rice verlängern. Der Wide Receiver aber möchte lieber seinen Marktwert testen und der Spur des Geldes zu einem anderen Team folgen.
Für Head Coach Leslie Frazier hat eine Vertragsverlängerung oberste Priorität.
Wenn die Summe in dem Vertragsvorschlag, den die Vikings Rice machen stimmt, dann bleibt er in Minnesota.
Rice war 2009 die Nr. 1 Anspielstation für Brett Favre und er fing in 14 Spielen 83 Pässe für 1.312 Yards und 8 Touchdowns.
2010 war er an der Hüfte verletzt und trat nur in sechs Spielen an. Hier fing er 17 Pässe und 2 Touchdowns.

Immer noch müssen Bears Head Coach Lovie Smith und sein Offensive Coordinator Mike Martz Quarterback Jay Cutler gegen Kritiker schützen.
Cutler lieferte im NFC Endspiel gegen die Packers eine indiskutable Leistung ab und nahm sich selber in der zweiten Halbzeit aus dem Spiel, weil er eine Knieverletzung hatte.
Was danach über ihn hereinbrach, hatte es so vorher noch nicht gegeben. Auf Twitter und Facebook fielen Arbeitskollegen von ihm aus anderen Teams über ihn her und bezeichneten ihn als weinerliches Weichei, ohne die Fakten zu kennen.
Fakt ist, daß Cutler immer noch in Behandlung ist mit seinen angeschlagenen Bändern im Knie, doch immer noch fallen sie über ihn her.
So musste Lovie Smith beim Sichtungstraining in Indianapolis immer noch Fragen zu dem Vorfall beantworten und seinen Quarterback gegen die Reporter in Schutz nehmen.
Auch Mike Martz platzt langsam der Kragen. Er kennt seinen Quarterback als harten Typen, der zwar gegen Green Bay einen verdammt schlechten Tag hatte, aber auch Brett Favre hätte schon fünf Interceptions in einem Playoffspiel geworfen. Und daß Cutler gar nicht verletzt gewesen wäre, sondern nur vom Feld geflohen sei, diese Behauptung bringt Martz in Rage.
Der Offensive Coordinator ist froh, wenn die nächste Saison beginnt, und sein Quarterback dann zeigen kann, wie gut und wie hart er sein kann.

26. 02. 2011

smith-lovieKurzberichte
Die Bears verlängerten den Vertrag mit Lovie Smith (Bild) um zwei Jahre.
Der Head Coach, der Chicago 2006 in den Super Bowl führte und in der vergangenen Saison ins NFC Endspiel, bleibt bis zum Ende der Saison 2013 bei den Bears.

Nein!, sagte Broncos General Manager Brian Xandre der Presse, die Broncos würden sich nicht von Tim Tebow abwenden. Der Quarterback wurde von Head Coach Josh McDaniels letztes Jahr in der ersten Runde der Draft ins Team geholt, und diese Einberufung sorgte für Verwunderung.
Sein Wurfstil war, oder ist noch, nicht NFL-tauglich. Er hält den Ball beim Pass zu weit vom Körper weg, was für die schnellen Verteidiger der NFL ein gefundenes Fressen ist.
In seiner Rookiesaison wurde er sporadisch eingesetzt und bekam etwas mehr Einsatzzeit, als der Playoffzug für Denver bereits abgefahren war.
Wenn er spielte, tat er das, was ihn im College auszeichnete, er lief. Mit seinen Läufen erzielte er 227 Yards und 6 Touchdowns.
Nun machte das Gerücht die Runde, daß die Broncos daran interessiert wären, Cam Newton einzuberufen. Denver hat die zweite Wahl in der nächsten Draft und könnte den Quarterback nehmen, wenn Carolina an erster Stelle ihn nicht nimmt.
Ein Gerücht nur, aber mal sehen, was passiert.

Jeremy Shockey hat bei den Dolphins einen Gesundheitstest absolviert und bestanden.
Der Tight End war Anfang der Woche von den Saints gefeuert worden, und Miami lud ihn sofort zu einem Verhandlungsgespräch ein.
Wenn er nicht verletzt ist, ist Shockey ein Spielmacher, aber in seinen neun Jahren in der NFL hat er noch nie in allen 16 Saisonspielen gespielt.
sb46-logoMiami wäre für ihn so etwas wie eine Rückkehr nach Hause, denn seinen Collegefootball spielte er für die Miami Hurricanes.

Wau!
Viel Arbeit haben sich die Grafiker der NFL für das Logo des 46. Super Bowls nicht gemacht.
Nein, das Logo hier rechts ist nicht das Logo von Super Bowl 45, es ist tatsächlich das neue Logo für Super Bowl 46.
Im Vordergrund die Vince Lombardi Trophäe, die ab jetzt jedes Super Bowl Logo schmücken soll, und im Hintergrund ist das Lucas Oil Stadium zu sehen.
Das ist erfrischend einfallslos und gewagt, denn daß der Super Bowl 46 in Indianapolis ausgetragen wird, ist ja zumindest fraglich.
Doch wenn es 2012 einen Super Bowl geben sollte, dann will der übertragende TV-Sender NBC ordentlich daran verdienen. Er legte den Preis für einen 30-sekündigen Werbespot schon mal auf $3,5 Millionen in der ersten Halbzeit fest. In der zweiten Halbzeit wird es dann etwas weniger sein, aber nicht unter $3 Millionen.

25. 02. 2011

Kurzberichte
fox-john2John Fox (Bild) hat sich schon entschieden, wer sein Quarterback für die nächste Saison sein wird. Um eine Quarterback –Kontroverse gleich im Keim zu ersticken, legte er sich auf Kyle Orton fest... oder nicht?
Orton wäre zwar seine Nr. 1 sagte der neue Head Coach der Broncos, aber so richtig würde er das erst herausfinden, wenn Orton mit Tebow in den Wettstreit um den Job tritt.
Fox habe sich die Bänder von Kyle Orton der letzten Saison angesehen, und der Quarterback habe ihn überzeugt.
Doch auch Brady Quinn bekäme seine faire Chance, sagte Fox. Er sei froh, drei gute Spieler auf dieser Position zu haben.

Center Ryan Kalil war der Spieler, den die Panthers unbedingt behalten wollten. Ihn machten sie zu ihrem Franchise Player und er unterschrieb auch sogleich einen Vertrag für die nächste Saison über $10 Millionen.
Das bedeutet, daß Running Back DeAngelo Williams und Defensive End Charles Johnson das Team ohne Kompensation verlassen können, wenn eine neuer Tarifvertrag in Kraft getreten ist.

Die Gespräche zwischen der NFL und der NFLPA gehen zwar unter der Mitwirkung des Vermittlers zügig weiter, doch man bewegt sich trotzdem mehr auf der Stelle, als nach vorne.
Sieben Tage wollte man ernsthaft und ohne Verhandlungsabbruch miteinander verhandeln, sieben Tage hat man tatsächlich durchgehalten. Es sind Fortschritte erzielt worden, aber in den wirklich strittigen Fragen kam man nicht weiter. Die Aussperrung der Spieler durch die Liga ist noch nicht vom Tisch.
Immerhin aber hat der Vermittler es geschafft, die Streihähne zu weiteren Verhandlungsrunden in der nächsten Woche zu bewegen. Am Dienstag und Mittwoch wird man sich in seinem Büro treffen.

Derweil wird die Spielersichtung in Indianapolis abgehalten, bei der die Collegeabgänger sich den Scouts der NFL Teams präsentieren.
Die Spielergewerkschaft wollte diese Veranstaltung boykottieren, hat sich aber anders besonnen.
Auch die Draft soll abgehalten werden, obwohl zu diesem Zeitpunkt die Spieleraussperrung, die am 4. März beginnen wird, schon läuft. Doch die Spieler, die bei dieser Einberufung am 28. bis 30. April ihre Teams finden, werden keine Verträge abschließen können. Das können sie erst, wenn ein neuer Tarifvertrag unter Dach und Fach ist.

50% weniger Gehalt drohen den Trainern und Assistenten der NFL Teams, wenn die Saison 2011 nicht stattfindet. Damit geht es ihnen weit besser, als den Spielern, die im Falle einer Aussperrung keinen Pfennig sehen und die für diese Zeit auch nicht mehr Krankenversichert sind.
Wenn z.B. ein Head Coach statt $6 Millionen nur $3 Millionen bekommt, dafür, daß er seiner Frau zuhause auf die Nerven geht, ist das doch ein nettes Sümmchen fürs Nichtstun.
Viele Head Coaches, die in den letzten drei Jahren ihre Verträge ausgehandelt haben, haben sich Klauseln in die Verträge schreiben lassen, die eine Weiterbezahlung im Fall einer Spieleraussperrung garantiert. Viele, aber nicht alle.
Mike Shanahans Vertrag sieht folgendes vor: Er erhält für die Saison 2011, wenn sie stattfindet, $7 Millionen. Wenn eine Aussperrung am 4. März beginnt und 60 Tage dauert, wird sein Gehalt um $1,75 Millionen reduziert. Sollte die Aussperrung 120 Tage und länger dauern, dann erhält er $3,5 Millionen weniger.
Alle Augen sind also auf den 3. März 2011, 23:59:59 Uhr gerichtet. Wenn die Uhr auf Null springt, ohne daß ein neuer Vertrag zwischen der Spielergewerkschaft und der Liga unterschrieben ist, werden auch die Trainer und Assistenztrainer leiden.

24. 02. 2011

Kurzberichte
mactaylorOb Mac Taylor (Gary Sinise, Bild) den Jets dabei helfen soll, in forensischer Kleinarbeit die Vince Lombardi Trophäe zu finden?
In der laufenden Staffel von CSI: NY jedenfalls werden Jets Head Coach Rex Ryan und General Manager Mike Tannenbaum in einer Folge der Serie auftauchen.
Über die Handlung der Folge ist noch nichts bekannt. Ob es dabei wirklich um die Jets geht und die beiden sich selber darstellen oder in andere Rollen schlüpfen wird man dann in den USA im Frühling sehen können.

Im Pro Bowl zog sich Arian Foster eine leichte Verletzung an den Bändern im rechten Knie zu.
Am Mittwoch wurde der Running Back der Texans operiert. Erst hieß es, die Verletzung würde von selber verheilen, wenn Foster das Knie schone, aber das war nicht der Fall.

David Harris unterschrieb einen Vertrag über ein Jahr bei den Jets.
Der Linebacker wurde von New York mit dem Franchise Tag versehen. Deshalb müssen die Jets ihm für die nächste Saison ein Gehalt zahlen, das dem Durchschnitt der fünf bestbezahlten Linebacker der Liga entspricht, in diesem Fall also $10 Millionen.
Harris spielte letzte Saison im letzten Jahr seines Rookievertrags und bekam nur das Grundgehalt von $550.000.
Seine Teamkollegen wählten ihn zum wertvollsten Spieler des Teams, nachdem er die Saison mit 99 Tackles und drei Sacks beendete.

LaMarr Woodley unterschrieb einen Vertrag über ein Jahr bei den Steelers.
Der Linebacker wurde von Pittsburgh mit dem Franchise Tag versehen. Deshalb müssen die Steelers ihm für die nächste Saison ein Gehalt zahlen, das dem Durchschnitt der fünf bestbezahlten Linebacker der Liga entspricht, in diesem Fall also $10 Millionen.
Woodley spielte letzte Saison im letzten Jahr seines Rookievertrags und bekam nur das Grundgehalt von $550.000.
Der 26-jährige erzielte in der letzten Saison 50 Tackles, 10 Sacks, erzwang drei Fumbles und fing zwei Pässe ab.

23. 02. 2011

Kurzberichte
bailey-champDie Broncos haben in ihrem Bestreben mal wieder Champs, zumindest der AFC West, zu werden, einen großen Schritt getan.
Der neue Direktor für das Spielerpersonal, John Elway, konnte den Pro Bowl Cornerback Champ Bailey (Bild) zum Bleiben überreden. $40 Millionen für die nächsten vier Jahre waren in den Verhandlungen wohl kein schlechtes Argument, um Bailey zu überzeugen.
Außerdem hatte der 33-jährige gar keine wirklichen Wechselabsichten, da er das Umfeld bei den Broncos kennt und schätzt.

Die Saints feuerten Jeremy Shockey.
Der Tight End hatte noch ein Jahr und $4,2 Millionen bei den Saints vor sich, aber Head Coach Sean Payton will lieber auf Jimmy Graham setzen, den New Orleans in der dritten Runde der letzten Draft einberief.
Shockey fing einen wichtigen Touchdownpass im Super Bowl Sieg der Saints, aber seine drei Jahre dort waren eine Achterbahnfahrt und keine Saison blieb für ihn ohne Verletzungen, die ihn immer wieder vom Einsatz abhielten.
In diesen drei Jahren fing er 139 Pässe für 1.460 Yards und 6 Touchdowns.

Die Buccaneers haben die jüngste Mannschaft aller 32 NFL Teams. Da muss Ronde Barber auffallen, wie ein Dinosaurier im Hühnerstall.
Der Cornerback wird in diesem Jahr 36 Jahre alt und hat 14 Saisons in der NFL hinter sich.
Doch Tampa Bay will auf seine Qualitäten noch nicht verzichten. Sie boten ihm einen neuen Einjahresvertrag an, den er akzeptierte.
Barber wird also 2011, oder 2012, seine 15. NFL Saison spielen.
Barber ist der einzige Spieler in der NFL Geschichte, der 40 Pässe abfing und 25 Sacks erzielte.

Obwohl der Vertrag von Lovie Smith noch bis zum Ende der Saison 2011 läuft, wollen die Bears ihrem Head Coach schon eine Vertragsverlängerung anbieten.
Seine Bilanz in sieben Jahren bei den Bears sieht mit 63-49 Siegen in der regulären Saison und 3-3 Siegen in den Playoffs recht positiv aus, aber irgendwie hat man nie den Eindruck, daß er ein konstant wettbewerbsfähiges Team auf den Platz schicken kann.
Für zwei weitere Jahre wollen die Bears ihn halten und ihm dafür etwas mehr als die $5,5 Millionen zahlen, die er zur Zeit verdient.

1995 packten die Cleveland Browns ihre Klamotten und zogen nach Baltimore, um dort als Baltimore Ravens weiterzumachen.
Seit 1999 gibt es sie wieder, die Cleveland Browns, und ein Spieler von damals ist noch im Team, Phil Dawson, der Kicker.
Er verdiente in der letzten Saison weit weniger, als andere Kicker in der Liga, nämlich ein mageres Milliönchen. Die Browns wissen aber doch, was sie an ihm haben, denn sie wollen einen Wechsel von ihm verhindern, indem sie ihn zum Franchise Player machten. Damit wird er in der nächsten Saison $3,25 Millionen verdienen.
Ein Team, das so selten den Weg in die gegnerische Endzone findet, wie die Browns, das braucht einen verlässlichen Kicker, der aus der Distanz treffen kann, wie der 36-jährige Phil Dawson einer ist.

22. 02. 2011

Kurzberichte
McGahee_WillisDie Ravens wollen sparen und sie guckten sich Willis McGahee als Spieler aus, den sie entbehren können.
In den letzten drei Saisons lief er für 1.595 Yards und erzielte 24 Touchdowns, dennoch steht er ganz oben auf der Liste der Spieler, von denen Baltimore sich trennen will.
Mit seine Entlassung würden die Ravens $6 Millionen sparen, die sie ihm für die nächste Saison zahlen müssten.

„Die Kunst der Tarifverhandlung“ lautet der Titel eines Buches, das George Cohen geschrieben hat.
Diese Kunst scheint bei den Verhandlungen zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft zu wirken. Seit er als Mediator zwischen den beiden Kriegsgegnern vermittelt, reden sie tatsächlich miteinander und verlassen nicht jeden angesetzten Termin vorzeitig und mit wüsten Beschimpfungen.
Vier Tage in Folge haben sie tatsächlich verhandelt. Vier Tage, die man gar nicht für möglich gehalten hätte.
Und der Vermittler gibt sich optimistisch. Obwohl es für die Saison 2011 bisher überhaupt nicht gut aussah, glaubt er, daß es in der nächsten Woche oder so einen Abschluß geben könnte.
Den beiden Vertragsgegnern hat er geraten, sich nicht zu äußern, allerdings ließen sich beide Seiten entlocken, daß Cohen ein erstklassiger Mediator sei.

Patriots Tight End Aaron Hernandez erschien auf Krücken bei einem Footballcamp seines Bruders.
Er erklärte, daß er an der Hüfte operiert wurde. Hüftschmerzen hatten ihn davon abgehalten, in den letzten beiden Saisonspielen der Patriots mitzuwirken.
Der Rookie wurde letztes Jahr in der vierten Runde der Draft einberufen und war der drittbeste Receiver des Teams.

Bob Sanders möchte weiter footballspielen.
Der Safety war 2007 der wertvollste Verteidiger der Liga und wurde erst letzte Woche von den Colts entlassen. Obwohl er in seiner bisherigen Karriere mehr Spiele verletzt zusah, als selber daran teilzunehmen, bietet er sich bei einigen Teams an.
Am Montag besuchte er die Jacksonville Jaguars und danach reiste er weiter zu den Buffalo Bills.
Wenn er mal nicht verletzt ist, dann ist er eine Macht. Bei den Colts erzielte er 290 Tackles, 3,5 Sacks, erzwang zwei Fumbles, eroberte drei Fumbles und fing sechs Pässe ab.

Letzte Woche verstarb der Hall of Fame Running Back Ollie Matson. Der 80-jährige litt an Demenz und war zuhause im Kreis seiner Familie, als er aufhörte zu atmen.
Matson gewann bei den Olympischen Spielen 1952 zwei Medaillen und spielte danach 14 Jahre in der NFL.
In der Draft von 1952 war er die erste Wahl der Chicago Cardinals in der Draft und wurde zusammen mit Hugh McElhenny von den 49ers zum besten Rookie des Jahres gewählt.
1958 wechselte er zu den Los Angeles Rams für sage und schreiben neun Spieler, die die Rams für ihn an die Cardinals abgaben.
Der Tausch war ein Desaster für die Rams obwohl er bis 1962 für sie spielte. Danach ging er für eine Saison zu den Lions und von 1964 - 66 spielte er für die Eagles, bevor er seine Karriere beendete.

20. 02. 2011

Kurzberichte
sanders-bobSie waren es leid.
Zwar war Bob Sanders 2007 der wertvollste Verteidiger der Liga, doch der Safety spielte zu selten für die Colts. Am Freitag feuerten sie den dauerverletzten.
In den letzten drei Saisons spielte Sanders nur in neun von 48 möglichen Spielen, viel zu wenig für das viele Geld. Nach der Saison 2007 unterschrieb er einen Fünfjahresvertrag über $37,5 Millionen. Für die Saison 2010, in der er in einem einzigen Spiel antrat, bekam er $5 Millionen.

Er nahm den Ball, ließ sich ein paar Schritte zurückfallen und warf einen Pass... und alles sah ganz OK aus.
Tony Romo hat nach seiner Schulteroperation auf dem Trainingsgelände der Cowboys ein paar Pässe geworfen und seine Bewegungen ließen keine Rückschlüsse auf Probleme aufkommen.
Außerdem spielt der Quarterback wieder Basketball und Golf, ohne Beschwerden in der Schulter.

Die Steelers haben sich einen Verteidiger ausgesucht, den sie auf keinen Fall verlieren wollen.
Sie versahen Linebacker LaMarr Woodley mit dem Franchise Tag.
Letztes Jahr war Woodley im letzten Jahr seines Rookievertrags und verdiente magere $550.000. Er erzielte 50 Tackles und 10 Sacks. Nächstes Jahr wird der 26-jährige etwa $10 Millionen bekommen, eine nette Steigerung.

Dave Duerson ist tot.
Der 50-jährige hat sich in seinem Haus in Miami erschossen.
Duerson war ein Schlüsselspieler der Bears in den Achtzigern, mit denen er auch den Super Bowl gewann.
1991 konnte er den Super Bowl erneut gewinnen, dieses Mal in Diensten der Giants.
Duerson litt an einer degenerativen Krankheit, bekannt als chronische traumatische Enzephalopathie. Er verfügte testamentarisch, daß man sein Gehirn der Wissenschaft zur Verfügung stellen soll, weshalb er sich auch in die Brust schoss und nicht, in den Kopf.

Tatsächlich haben die Liga und die Spielergewerkschaft unter der Führung eines Mediators zwei Tage hintereinander miteinander verhandelt.
Doch nebenbei läuft auch das Tagesgeschäft weiter und hier musste Commissioner Roger Goodell hart gegen die Lions durchgreifen.
Die hatten unbefugt ihr Interesse an einem Spieler kundgetan, der bei den Chiefs unter Vertrag stand. Sie hatten Kontakt mit Safety Jarrad Page aufgenommen, den die Chiefs dann nach New England abgaben.
Wegen dieser unerlaubten Kontaktaufnahme erkannte Roger Goodell dem Team eine Wahlmöglichkeit in der siebten Runde der Draft 2011 ab. Außerdem müssen sie die Reihenfolge in der fünften Runde mit Kansas City tauschen. Die Chiefs dürfen dadurch an Stelle fünf einen Spieler einberufen, Detroit erst an 23. Stelle.

18. 02. 2011

Kurzberichte
bailey-champDer neue Head Coach der Broncos, John Fox, möchte die neue Defense des Teams um seinen Eckpfeiler Champ Bailey (Bild) herum gestalten.
Bailey jedoch, der in 10 Pro Bowls spielte, möchte lieber zu einem wettbewerbsfähigen Team wechseln, mit dem er eine Meisterschaft gewinnen kann.
Bei einem Treffen von Bailey mit Ravens Linebacker Ray Lewis am Rande des Pro Bowls meinte Lewis, daß in Baltimore für ihn bestimmt ein Platz frei wäre.
Der Cornerback wird von den Broncos nicht mit dem Franchise Tag versehen. Das wäre für den Club zu teuer, denn dann müssten sie ihm in der nächsten Saison $15 Millionen minimum zahlen.
Ohne diese Kennzeichnung jedoch kann Bailey ohne Auflagen zu einem anderen Team wechseln.
Obwohl sich John Elway, der für die Spielerverträge verantwortlich ist, über den Verlauf der Vertragsverhandlungen optimistisch zeigte, könnte er völlig falsch liegen.
Der Agent von Bailey wollte zum Stand der Verhandlungen nichts sagen, meinte aber, daß der Verkauf des Hauses kein Indikator für irgend etwas wäre.

Beim Trainerkarussell nach der Saison ging es ja sehr betulich zu. Immer noch sind einige Kandidaten im Amt, denen man eigentlich kein High School Team anvertrauen sollte.
Mal sehen, wieviel Fahrt das Quarterbackkarussell aufnehmen wird.
Zu den Free Agents gehören u.a. Kerry Collins, Troy Smith, Alex Smith, Tarvaris Jackson, Matt Leinart, Marc Bulger, Chad Pennington, Matt Hasselbeck.
Dazu kommen noch Quarterbacks, die ihr Team verlassen wollen und welche, die es verlassen sollen.
Kevin Kolb möchte z.B. die Eagles verlassen, um zu einem Team wechseln zu können, bei dem er starten kann. Vince Young muss z.B. die Titans verlassen und kann nur hoffen, daß er überhaupt ein neues Team findet, das ihn haben will.
Hier scheint einiges in Bewegung zu geraten auch wenn, oder gerade weil, es keinen Tarifvertrag zwischen der Spielergewerkschaft und der Liga gibt.
Und auch bei den Teams, die Quarterbacks haben, mit denen man in die nächste Saison gehen könnte, wollen vielleicht doch einen Wechsel, wie z.B. Washington, Arizona und Miami.
Mal abwarten, was sich hier noch alles tut?

Das letzte Angebot, das die Colts Peyton Manning machten, lag über den $48,5 Millionen, die die Patriots Tom Brady für vier Jahre garantierten.
Dennoch konnte sich Manning bisher nicht zu einer Unterschrift entschließen.
Teambesitzer Jim Irsay sagte, daß er Manning, der in diesem Jahr 35 wird, bis zum Ende seiner Karriere in Indianapolis halten will. Deshalb möchte er ihm einen Vertrag über fünf oder sechs Jahre anbieten. Dabei schwebt ihm keine bestimmte Summe vor, er möchte Manning nur zum bestbezahlten Spieler machen, den es bisher in der NFL gab.
Doch, wie wird sich dann das Kosten-Nutzen Verhältnis entwickeln? Schon 2010 war, an den Standards gemessen, die Manning selber aufstellte, eine unterdurchschnittliche Saison für den Quarterback. Und jeder Cent, der Manning in den Rachen gestopft wird, fehlt, um andere gute Spieler unter der Gehaltsobergrenze, die es ja weiter geben soll, zu verpflichten.

7 Tage...
... 7 Köpfe war eine recht unterhaltsame Sendung. Doch wie gut werden sieben Tage mit wer weiß wievielen Köpfen für die Footballwelt?
Die NFL und die NFLPA wollen tatsächlich sieben Tage in Folge miteinander verhandeln. Dazu wollen sie auch eine Mediation zulassen, wenn auch nur eine unverbindliche.
Allerdings soll diese von unabhängiger Seite erfolgen und nicht, wie bei Stuttgart 21, von einem CDU Mann, der im Streit zwischen CDU und den Bürgern vermitteln sollte.
Grund zum Jubeln gibt es allerdings nicht, denn beide Seiten haben schon durchsickern lassen, daß man die sieben Tage vielleicht nicht durchhält, sondern früher abbricht.
Wenn es nicht voran ginge, könne niemandem, besonders dem Mediator nicht, zugemutet werden, seine Zeit zu vergeuden.
Immerhin haben es die beiden Kriegsparteien bisher nicht geschafft, auch nur eine Sitzung zuende zu bringen, ohne sie vorzeitig im Streit abzubrechen.
Am heutigen Freitag soll der Verhandlungsmarathon beginnen, der wie lange laufen wird..?
George H. Cohen, der die Rolle des Vermittlers in diesem Drama spielt, hat letztes Jahr erfolgreich zwischen der Major Soccer League und deren Spielern vermittelt und konnte dort die Saison retten. Gleiches gilt für den Streik im Baseball 1994-95, den er beenden konnte. Auch für die NBA und die NHL konnte er schon als Vermittler Erfolge verzeichnen.
Drücken wir ihm die Daumen!

17. 02. 2011

Kurzberichte
Seymour-RichardErst weigerte er sich, von den Patriots zu den Raiders zu wechseln. Diesen Abstieg wollte er 2009 nicht hinnehmen.
Doch mittlerweile hat sich Defensive Lineman Richard Seymour (Bild) mit der Erniedrigung abgefunden und bleibt auch weiter in Oakland.
Am Mittwoch unterschrieb er eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre und $30 Millionen. Damit wird er, nach jährlichem Salär bemessen, der bestbezahlte Verteidiger der NFL.

Champ Bailey hat sein Haus in Denver zum Verkauf angeboten.
Diese Nachricht kam kurz nachdem die Broncos die Vertragsverhandlungen mit dem Cornerback wieder aufgenommen hatten.
Hausverkauf als Druckmittel?
Das haben wir doch momentan schon mit Carson Palmer und den Bengals.
Bailey ist seit 12 Jahren in der NFL und spielte 10 mal im Pro Bowl. Sein letzter Vertrag lief über sieben Jahre und war $63 Millionen wert. Die aktuellen Vertragsverhandlungen wurden beim Angebot von $40 Millionen für vier Jahre unterbrochen.

16. 02. 2011

Kurzberichte
manningundline2Um zu verhindern, daß Peyton Manning die Colts verlässt, haben sie ihn mit dem Franchise Tag versehen. Obwohl die Colts und Manning seit einigen Wochen intensiv verhandeln, ist es wohl noch immer nicht zu einer Unterschrift gekommen.
Bereits 2004 sicherten sich die Colts Manning auf diese Weise. Danach unterschrieb er einen Siebenjahresvertrag über $98 Millionen.
Deshalb sicherte Indianapolis sich den Quarterback wieder durch diese Maßnahme, die allerdings vielleicht völlig nutzlos ist. Die Spielergewerkschaft hat ja angekündigt, daß die Franchise Tags ohne einen gültigen Tarifvertrag absolut Bedeutungslos sind.

Ungeachtet dessen sicherten sich auch andere Clubs ihre wichtigsten Spieler mit diesem Unternehmensetikett.
Die Eagles vergaben das Etikett an Quarterback Michael Vick.
Die Ravens sicherten sich Defensive Tackle Haloti Ngata.
Die Jets wollen verhindern, daß Linebacker Davis Harris das Team wechselt.
Die Chargers möchten nicht, daß Wide Receiver Vincent Jackson wechselt.

Die Steelers sicherten sich die Dienste ihres Defensive Coordinator für ein weiteres Jahr.
Dick LeBeau, der mittlerweile 72 Jahre alt ist, unterschrieb einen neuen Vertrag über ein Jahr. Unter ihm war die Defense der Steelers letztes Jahr die Nr. 1 gegen das Laufspiel und die Nr. 2 gegen das Passspiel.

Redskins Kickreturner Brandon Banks ist doch noch im Krankenhaus. Er wurde am Freitag vor einem Nachtclub niedergestochen und am Samstag hieß es zunächst, daß er aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Doch er ist so schwer verletzt, daß man ihn intubieren musste um einen Lungenkollaps zu verhindern.
Damit ist Banks doch weitaus schwerer verletzt, als es zunächst verlautbart wurde.

Jim Zorn hat wieder einen Job.
Nachdem er letzte Jahr als Quarterbackscoach Ravens Quarterback Joe Flacco zu einem besseren Spieler machte, wurde er vor Kurzem gefeuert.
Am Dienstag unterschrieb er als Quarterbackscoach bei den Chiefs.

Das Böse hat einen Namen, Jerry Richardson. Er ist der Besitzer der Carolina Panthers und gilt als Hardliner unter den Clubbesitzern, die gerade einen neuen Tarifvertrag mit ihren Spielern aushandeln wollen.
Er kennt beide Seiten. 1959 und 1960 spielte er für die Baltimore Colts als Halfback. Seit 1995 ist der 74-jährige Mehrheitseigner der Panthers. Nach einem Herzinfarkt 2008 tritt er zwar etwas kürzer und delegiert viele Aufgaben, bei den Tarifverhandlungen ist er aber voll und ganz dabei.
Am Liebsten beleidigt er anwesende Verhandlungsführer der Gegenseite. So sprach er Colts Quarterback Peyton Manning und Saints Quarterback Drew Brees die nötige Intelligenz für die Verhandlungen ab.
Er sei dermaßen auf die Spieler losgegangen, daß Commissioner Roger Goodell und andere Teambesitzer vor den Spielern zu Kreuze krochen und sich für Richardson und seine unqualifizierten Angriffe entschuldigten.
Die Liga denkt jedoch nicht daran, Richardson von den Verhandlungen abzuziehen.
Bei den wenigen Verhandlungen in den letzten Wochen scheint man, laut eingeweihten Beobachtern, weiter auseinander gedriftet zu sein.
Die NFLPA besteht vehement darauf, die Bücher der Liga einsehen zu dürfen, die Liga lehnt das genauso vehement ab.
Ohne diese Einsicht in die Bücher, so die Vertreter der Gewerkschaft, lohne es sich nicht, weiter zu verhandeln.

15. 02. 2011

Kurzberichte
harbaugh-hc-ravensDie Ravens und John Harbaugh wurden sich einig.
Der Head Coach unterschrieb eine Vertragsverlängerung bis zum Ende der Saison 2014. Die finanziellen Vereinbarungen wurden nicht bekanntgegeben.
Harbaugh wurde im Januar 2008 Head Coach der Ravens und erzielte eine Bilanz von 32-16 Siegen in der regulären Saison und 4-3 in den Playoffs.
Auch wenn es ohne Super Bowl Sieg nichts bedeutet, aber Baltimore ist das einzige Team der NFL, das in jeder der letzten drei Saisons ein Playoffspiel gewinnen konnte.

Cam Newton muss nicht erst bis zur Draft warten, um reich zu werden. Der Quarterback von der Universität von Auburn hat einen Vertrag mit Under Armour abgeschlossen, der ihm schon jetzt $1 Million einbringt.
Der Sportartikelhersteller glaubt also fest daran, daß der Heisman Trophäen Gewinner in der kommenden Draft früh einberufen wird.
Under Armour rüstet kräftig auf, denn erst vor Kurzem haben sie Tom Brady unter Vertrag genommen.

2011, ein Jahr ohne NFL?
Im Tarifstreit zieht zur Abwechslung mal die NFL gegen die Spielergewerkschaft vor Gericht. Sie bereitet eine formelle Klage gegen die Verschleppungstaktik der NFLPA vor.
Nach Ansicht der Liga ist die Gewerkschaft nicht daran interessiert, zügig und zielorientiert zu verhandeln.
Die NFL strengt diese Anklage vorsorglich an, um gegen eventuelle Schadensersatzforderungen seitens der NFLPA gewappnet zu sein.
Noch mal zur Übersicht, worum es überhaupt geht, da ich seit dem letzten Super Bowl über 2.000 Leser wöchentlich mehr auf meiner Seite begrüßen darf, die vielleicht noch nicht so auf dem Laufenden sind.
Die Saison 2011 findet vielleicht nicht statt, wenn die NFL und die Gewerkschaft der Spieler, NFLPA, sich nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können.
Die NFL will die Spieler aussperren, wenn es keinen neuen Vertrag gibt.
Stichtag dafür ist der 4. März. An diesem Tag endet das Geschäftsjahr der NFL. Wenn es im Laufe des 3. März nicht zu einer Einigung kommt, ist die Saison 2011 akut gefährdet. Zwar gehen viele NFL Beobachter in den USA davon aus, daß die beiden Gegner auch dann noch weiterverhandeln werden, um vor September zu einer Einigung zu kommen, aber was ist eine Saison wert, auf die sich die Teams nicht ordentlich vorbereiten konnten?
Ohne eine Einigung zum 4. März wird es keine Trainingslager und keine Vorbereitungsspiele geben. Da hat die Liga allerdings mittlerweile eingelenkt. Wenn die NFLPA ernsthaft und in gutem Vertrauen auf eine Lösung verhandeln würde, würde die Liga die Spieler für die Traningslager nicht aussperren.
Es geht vor Allem, natürlich, um Geld.
Die NFL nimmt jährlich $9 Milliarden ein, aus Fernsehverträgen, Fanartikelverkäufen, Stadioneinnahmen, usw.
Von diesen Einnahmen erhielten die Teambesitzer die erste Milliarde und von den restlichen 8 Milliarden bekamen die Spieler laut letztem Vertrag 59% an Gehältern ausgezahlt, der Rest wurde wieder unter den Teambesitzern aufgeteilt.
Beide Tarifparteien hatten die Option, den Vertrag vorzeitig zu kündigen und die NFL zog diese Option Ende 2009.
Seitdem wird sporadisch verhandelt, wobei keine der beiden Seiten die Sache ernsthaft anzugehen scheint. In all den Monaten wurde nur 40 mal miteinander verhandelt.
Die Teambesitzer wollen in einem neuen Vertrag die ersten 2 Milliarden fest für sich haben und aus dem Rest sollen die Spieler nur noch etwa 46% an Gehältern erhalten.
Die Spieler verlangen die Offenlegung der Geschäftsbücher der Liga, um die genauen Einnahmen und Ausgaben einsehen zu können. Doch das verweigert die Liga. Und man legt doch nur dann etwas nicht offen, wenn man etwas zu verbergen hat. Was das ist, das wüssten die Spieler halt gerne.
Weitere Streitpunkte sind die Rookiegehälter und eine Erweiterung der regulären Saison auf 18 Spiele.
Die Rookiegehälter gehen in astronomische Höhen, bevor der betreffende Spieler auch nur einen einzigen Spielzug in der NFL gespielt haben.
JaMarcus Russell bekam als erster Spieler, der in der Draft 2007 einberufen wurde, $31 Millionen garantiert. Matthew Stafford bekam 2009 schon $41 Millionen garantiert und Sam Bradford bekam letztes Jahr vor seinem ersten Spielzug in der NFL $50 Millionen garantiert.
Da muss ein Deckel drauf, das sehen auch die aktiven Spieler so. Deren Gehälter können unter der Gehaltsobergrenze nicht gebührend steigen, wenn so viel Geld an Rookies ausgegeben wird, die ihren Wert noch gar nicht bewiesen haben. Die Gehaltsobergrenze soll auch in einem neuen Vertrag wieder ihren Platz haben.
Die Ausweitung der Saison von 16 auf 18 reguläre Saisonspiele wird von den Spielern kategorisch abgelehnt. Ihre Körper könnten nicht noch mehr Hits einstecken und wären schon jetzt an der Grenze der Belastbarkeit.
Auch wenn die NFL dafür zwei der vier Vorbereitungsspiele streichen will, wären echte Saisonspiele für die Starter härter, als zwei Vorbereitungsspiele, in denen die Starter weitestgehend geschont werden.
Auch die Spieler, die um einen Platz in einem Team kämpfen brauchen diese beiden Vorbereitungsspiele, um sich zu beweisen. Ihnen würde viel genommen, fielen diese Spiele weg.
Die Spieler bestehen auf einer besseren Gesundheitsversorgung. Wenn ein Spieler sich eine karrierebeendende Verletzung zuzieht und entlassen wird, steht er ohne sein Gehalt da. Das muss sich ändern.
Auch für Spieler im Ruhestand müsse mehr getan werden, fordert die NFLPA. Hier sagt die Gewerkschaft, daß man das Geld, das man an den exorbitanten Rookiegehältern spart, gerne in die Versorgungskasse der Ruheständler stecken würde.
Es steht für beide Seiten viel Geld auf dem Spiel in diesem Krieg der Millionäre gegen die Milliardäre, in dem wir Fans nur das Furunkel am Ar...llerwertesten sind.
Schon im März würde die Liga $120 Millionen verlieren, $350 Millionen bis zum August und $1 Milliarde wenn der September anbricht. Pro Spieltag, der nicht stattfindet, verliert die NFL $400 Millionen an Einnahmen.
Die Liga steht auf dem Standpunkt, daß die TV-Einnahmen von $4 Milliarden für 2011 auf ihre Konten fließen. Doch die Sender werden das Geld, mit Zinsen, zurückfordern, wenn die Saison komplett ausfällt. Wie die Verteilung aussähe, wenn die Saison im Oktober losginge, müsste dann verhandelt werden.
Wann werden die NFL und die NFLPA wieder miteinander verhandeln?
Wird die NFL von ihrer Forderung die Saison auf 18 Spiele zu verlängern abweichen?
Werden die Rookiegehälter eine Obergrenze bekommen?
Werden wir 2011 eine NFL Saison sehen, oder können wir unsere SKY Abos kündigen?
Schalten Sie regelmäßig ein, denn es bleibt spannend!

14. 02. 2011

L.A. das Football Niemandsland
Jeder weiß, daß die NFL wieder ein Team in Los Angeles braucht, jeder will wieder ein Team in L.A. ansiedeln, und zwei verschieden Gruppen wollen das Projekt vorantreiben. Doch konkret ist immer noch nichts vorzuweisen.
Eine Gruppe, Sportscorp, möchte ein Stadion in Industry bauen, einem Ort, 20 Kilometer östlich von L.A. gelegen.
Eine andere Gruppe, AEG, die dem Milliardär Philip Anschutz gehört, möchte ein Stadion in der Innenstadt bauen.
Beide Pläne klingen, als wären sie weit fortgeschritten und startbereit, aber bisher scheint man nur heiße Luft von sich zu geben.
Seit 16 Jahre ist die Stadt mit dem zweitgrößten TV-Markt in den USA ohne NFL Team, und auch, wenn sich jetzt zwei streiten, heißt das noch nicht, daß die Fans sich freuen dürfen.
Mehrere Anläufe von verschiedenen Investoren haben es in dieser Zeit schon versucht und sind gescheitert.
Doch die AEG hat sich bei der Vorstellung ihres Projekts, Anfang Februar, den Rückhalt des Bürgermeisters und des Stadtrats gesichert. AEG weiß, daß Kalifornien unter seinem letzten Gouverneur Arnold Schwarzenegger in die Pleite geritten wurde und die Stadt und der Steuerzahler keinen Pfennig in das Projekt stecken können. Deshalb sehen ihre Pläne eine rein private Finanzierung vor.
Doch die NFL möchte natürlich keine Mannschaft in der Liga haben, die von Beginn an am Rande des Zahlungsabgrunds steht. Deshalb wird sie die Pläne sehr genau prüfen und wieder prüfen.
Jeder weiß, daß die NFL wieder ein Team in Los Angeles braucht, jeder will wieder ein Team in L.A. ansiedeln, aber eilig hat man es damit anscheinend nicht.

13. 02. 2011

Kurzberichte
Williams-kevinKevin Williams (Bild) wurde in der letzten Woche operiert. Der Defensive Tackle der Minnesota Vikings klagte die ganze Saison über über Schmerzen im Knie, und durchlebte eine unterirdische Saison mit nur einem Sack.
Letzte Woche nun wurde er am Knie operiert.
Der operierende Arzt sagte, daß Williams keine signifikanten Schäden an den Bändern hatte und zum Beginn des Trainingscamps wieder einsatzbereit sein sollte.

Redskins Returnspezialist Brandon Banks wurde niedergestochen und in ein Krankenhaus eingewiesen.
Der Vorfall, bei dem auch ein zweiter Mann verletzt wurde, ereignete sich Freitagnacht vor einem Nachtclub in Washington, D.C.
Der Täter wurde festgenommen.
Was genau sich zugetragen hat, wurde noch nicht bekanntgegeben, aber Banks soll einem Freund zu Hilfe geeilt sein, der angegriffen wurde.
Banks war 2010 ein Rookie und wurde der führende Punt- und Kick-Returner der Redskins. Am Samstag konnte er das Krankenhaus schon wieder verlassen.

James Harrison muss an der rechten Schulter operiert werden.
Der Linebacker der Steelers geht am Montag ins Krankenhaus und muss sich danach 4-6 Wochen schonen.
Er zog sich die Verletzung im Divisional Playoff Spiel gegen die Ravens zu, spielte aber weiter.
Über seine Vorstellung in der Super Bowl Niederlage war er selber sehr unzufrieden. Er erzielte nur einen Tackle und einen Sack und fühlte, wie er sagte, während des Spiels nur Schmerzen.

Am Mittwoch misteten die Browns kräftig aus und feuerten sechs Spieler. Das spart ihnen 2011 $17 Millionen an Gehältern und Boni.
Unter den Entlassenen war auch Pro Bowl Defensive Lineman Shaun Rogers. Bei ihm wäre aber nicht nur das aufgeblasene Gehalt ausschlaggebend gewesen, sagte General Manager Tom Heckert. Rogers, bekannt als „Großes Baby“, hätte auch ein schlechtes Benehmen und mangelnden Trainingsfleiß an den Tag gelegt.
Die ganze Saison über hätte er sich mit Knöchel- und Hüftproblemen geplagt und die ganze Woche über nicht trainiert. Nur Freitags, zum leichten Auslauftraining, wäre er erschienen.
Für seine $6,9 Millionen, dem höchsten Gehalt im Team, hätte er 2010 nur 17 Tackles erzielt, eine schlechter Gegenwert.

12. 02. 2011

18 Spiele oder 18 Spieltage
payton-sean2Ein Spielervermittler gab der NFL den Rat, die Saison auf 18 Spieltage auszuweiten, aber nur 16 Spiele für die Teams abzuhalten.
Don Yee weiß, wovon er spricht, denn er vertritt mit Patriots Quarterback Tom Brady und Saints Head Coach Sean Payton (Bild) zwei Leute, die ganz nah am Geschehen sind.
Sein zweiter Vorschlag dagegen klingt etwas abstruser. Yee schlägt vor, zwar 18 Spiele zu spielen pro Team, aber die Starter in zwei Spielen nicht einzusetzen.
Was ihn da geritten hat, wird man wohl nie erfahren.
Yee weiß allerdings, daß Payton sich große Sorgen um die Gesundheit seiner Spieler macht, wenn diese zwei Spiele pro reguläre Saison mehr bestreiten müssten. Schon jetzt wären die Körper der Athleten haarscharf an der Grenze der Belastbarkeit.
Doch die Starter in zwei Spielen schonen, die zählen?
Wie soll das gehen?
Im Terminplan nachsehen, wann New Orleans gegen die 49ers spielt und dann Drew Brees auf der Bank lassen, weil er gegen diesen Gegner nicht gebraucht wird?
Und dann erwischt San Francisco einen guten Tag und haut die Saints weg?
Blödsinn!
In der NFL ist alles möglich, wie die Niederlagen der Saints und der Patriots mit den Startern gegen Cleveland bewiesen haben.
18 Spieltage sind OK, wenn die Teams 16 Spiele spielen, und nicht, wenn die Teams 18 Spiel spielen und die Starter nur 16 Spiele.
Der 18 Spiele Plan der NFL ist ein großer Knackpunkt bei den Verhandlungen zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft. Ob diese Vorschläge helfen, bleibt abzuwarten.
Weder die Liga noch Gewerkschaft gaben einen Kommentar dazu ab.

Kurzberichte
Lions Head Coach Jim Schwartz sagte am Donnerstag, daß Matthew Stafford bis zum Beginn des Trainingscamps wieder einsatzbereit wäre.
Der Quarterback wurde letzten Monat an der Schulter operiert und sein Heilungsprozess wäre genau im Zeitplan.
Schwartz sagte, es habe sich gezeigt, daß gerade Quarterbacks sich von der Art Schulterverletzung, wie Stafford sie hat, gut erholen.
Allerdings kennt sich Schwartz mit Enttäuschungen bei solchen Zeitplänen aus. Als er noch Assistenztrainer bei den Titans war, wartete man auf die Rückkehr des verletzten Jevon Kearse. Sechs Wochen Ruhepause lautete damals die Prognose. Doch Kearse brauchte länger, um wieder einsatzbereit zu werden, viel länger.

Auch die Ösies freuen sich über die Einschaltquoten beim Super Bowl.
Im Alpenländle übertrug der Sender Puls 4 das Ereignis und hatte 104.000 Zuschauer. Auch die Übertragungen der regulären Saisonspiele lagen im Bereich des Senderschnitts.
Beim Super Bowl knallten die Quoten jedoch geradezu durch die Decke. Durchschnittlich 19,4% der Zielgruppe, also der 14-49-jährigen Zuschauer sahen sich das Spiel an. Im dritten Viertel waren es gar 36,8%. Das ist ein Vielfaches der 3,2% die sonst so im Schnitt den nahezu unbeachteten Sender Puls 4 einschalten.
Die Einschaltquoten der NFL Übertragungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr sehr positiv entwickelt.

11. 02. 2011

Kurzberichte
newton-camAuch wenn die Verhandlungen zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft mehr als zäh verlaufen, geht das normale Geschehen parallel weiter.
So veranstaltete Cam Newton (Bild) für die Scouts der NFL Teams ein Schautraining.
Cam Newton war Quarterback der Universität von Auburn und Gewinner der Heisman Trophäe. Er spielte in einer Spread Offense und ist es nicht gewohnt direkt hinter dem Center zu stehen. Jetzt lernt er um, genauso, wie letztes Jahr Tim Tebow.
Für den Chef Draft Analysten Mike Mayock hinterließ das Schautraining gemischte Gefühle. Es war eine gute Vorstellung, sagte er, aber das habe er auch damals von JaMarcus Russell gedacht. Deshalb, so fuhr er fort, würde er ihn nicht in der ersten Runde der Draft einberufen.
Als was für ein arbeitsscheuer Versager sich Russell bei den Raiders entpuppte, ist ja noch bitter in Erinnerung.
Hoffentlich haben die Verantwortlichen der NFL Teams die warnenden Worte gehört!

Am Donnerstag begann die 14-tägige Periode, in der die Teams die Spieler, die sie auf keinen Fall verlieren wollen, mit dem Franchise Tag belegen können.
Die Liga ist der Meinung, daß diese Etikettierung bestand hat, auch ohne neuen Tarifvertrag, die Spielergewerkschaft glaubt, daß diese Etikettierung völlig Bedeutungslos ist.
Einige Teams wollen dennoch den Franchise Tag nutzen, so z.B. die Colts für Peyton Manning, die Eagles für Michael Vick, die Raider für Defensive End Richard Seymour.
Was dabei herauskommt, steht in den Sternen.

Die Vermieter des Metrodomes haben sich dazu entschlossen, das Dach des Domes vollständig zu erneuern. Eine Reparatur käme nicht in Frage, dazu sei das Dach zu sehr zerstört.
Ein Austausch der zerstörten Paneele wäre nicht genug, einen erneuten Zusammenbruch zu verhindern.
Im März soll mit den Baumaßnahmen begonnen werden, die im August beendet werden sollen und etwa $18,3 Millionen kosten werden. Die Versicherung wird die Kosten, bis auf $25.000 übernehmen.
Sollte 2011 eine NFL Saison stattfinden, müssten die Vikings vielleicht für die Vorbereitungsspiele in ein anderes Stadion ausweichen, aber zur regulären Saison könnten sie wieder im Metrodome antreten.

Die freie Zeit nach der Saison begann für Demaryius Thomas mit einem Paukenschlag.
Der Wide Receiver der Broncos verletzte sich beim Krafttraining an der Achillessehne und braucht 6-8 Monate um wieder einsatzbereit zu sein.
Thomas wurde letztes Jahr in der ersten Runde der Draft einberufen und fing in 10 Spielen 22 Pässe für 283 Yards und 2 Touchdowns.

10. 02. 2011

Kurzberichte
smith-alex200Der neue Head Coach der 49ers, Jim Harbaugh, hat sich mehrere Male mit seinem Quarterback Alex Smith (Bild) getroffen. Er möchte wissen, was für ein Mensch der Draftflop ist und ob nicht vielleicht doch irgendeine Art von Potential in ihm steckt und man ihn behalten sollte?
Smith ist zum ersten Mal in seiner Karriere ein uneingeschränkter freier Spieler, der das Team ohne Kompensation verlassen darf.
Smith wurde 2005 als erster Spieler in der Draft von den 49ers einberufen und galt als Garant für eine goldene Zukunft. Er wurde zum oft verletzten Versager.
Ganz anders Aaron Rodgers, der in derselben Draft gehofft hatte, als erster von den 49ers einberufen zu werden.
Der musste allerdings lange warten, bis die Packers ihn als 24. Spieler einberiefen. Aber sie wurden mit ihm letzten Sonntag Weltmeister, während die Niners es mit Smith nur zum Waldmeister gebracht haben.

Es wäre ja nicht Amerika, wenn die um ihr Super Bowl Vergnügen geprellten Stadionbesucher nicht versuchen würden, richtig reich zu werden.
Die Fans reichten eine Sammelklage ein, in der sie die NFL, die Cowboys und Jerry Jones zur Zahlung von $5 Millionen verklagen. Als Klagegrund gaben sie an: Vertragsbruch, Betrug und betrügerische Verkaufspraktiken.
Die Klage wurde angestrengt vom in Los Angeles lebenden Anwalt Michael J. Avenatti, der selber unter den Besuchern war, die ihren Sitzplatz nicht bekamen.
Für ihn sind die Wiedergutmachungsangebote der NFL völlig unzulänglich.
Er wolle nicht, daß er und seine Mitkläger sich an der NFL oder Jerry Jones bereichern. Er wolle nur, daß sie sich stellen und das Richtige tun.

Mike Munchak will seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Bruce Matthews als Trainer für die Offensive Line einstellen.
Matthews war bei den Houston Texans als Assistent für die Offense zuständig und hat dort einer Vertragsverlängerung zugestimmt, aber noch nicht unterschrieben.
Die beiden kennen sich, seit ihren gemeinsamen Tagen bei den Houston Oilers, wo sie sich beide in die Hall of Fame spielten. Jeder hielt für den anderen die Einführungsrede.
Matthews spielte 14 mal im Pro Bowl und gehört zu der Matthews Dynastie in der NFL zu der auch der frische Super Bowl Gewinner Clay Matthews III. gehört.

Titans Wide Receiver Kenny Britt muss vor Gericht erscheinen. Ihm wird vorgeworfen, Kautionszahlungen, die er für einen kriminellen Freund leisten wollte, nicht gezahlt zu haben.
Ankläger sind zwei Kautionsagenturen, bei denen Britt mit jeweils $12.500 in der Kreide steht.
Das kommt nicht gut an, bei dem neuen Head Coach Mike Munchak, der sich in seinem Team Disziplin und Ordnung wünscht.

Die Bengals glauben ja immer noch daran, daß sie Quarterback Carson Palmer halten können.
Vielleicht sollten sie jetzt noch mal darüber nachdenken. Palmer hat sein Haus in Cincinnati zum Verkauf angeboten.
Er will entweder seine Freigabe vom Team erhalten, oder in den Ruhestand treten, wenn er diese nicht bekommt.
So ein Hausverkauf ist da ein starkes Statement.

Sie kommen einfach nicht weiter.
Nachdem die Spielergewerkschaft und die NFL einen Tag lang ernsthaft miteinander verhandelt hatten, wurde der zweite Verhandlungstag abgesagt.
Solche Rückschläge sind allerdings nicht unnormal bei Verhandlungen, bei denen es um Milliarden geht.
Nur, das Fenster für einen Vertragsabschluß wird schmaler und schmaler.
Keine der beiden Seiten wollte sagen, ob man schon einen Fortschritt gemacht hat, und woran es denn jetzt schon wieder hakt.

Hines Ward muss unters Messer.
Der Wide Receiver der Steelers wird an seinem linken Knie und seinem linken Daumen operiert.
Mit seiner Bänderverletzung am Knie plagt er sich seit Beginn des Trainingscamps herum. Im Daumen hat er einen Sehnenriss, den er sich in der zweiten Spielwoche zuzog.
Ward lässt die beiden Verletzungen nicht als Entschuldigung dafür gelten, daß er mit 59 gefangenen Pässen seine unproduktivste Saison hinter sich hat.
Auch Rookie Wide Receiver Emmanuel Sanders muss operiert werden. Er brach sich im Super Bowl den linken Fuß.

09. 02. 2011

Kurzberichte
payton-sean-jubelt2Sean Payton (Bild) und seine Familie ziehen um nach Dallas.
Die Verantwortlichen der Saints haben kein Problem damit, daß ihr Head Coach nach North Texas zieht, die Fans schon. Sie wittern einen Arbeitsplatzwechsel Paytons.
In einem Radiointerview wies Payton darauf hin, daß der Umzug nur erfolge, weil seine Familie Verbindungen in diese Region habe, nicht weil er zu den Cowboys zurück wolle. Drei Jahre lang war er Assistenztrainer der Cowboys.
Er habe noch einen Vertrag über zwei Jahre mit den Saints, und den wolle er erfüllen.
So sieht das auch Teambesitzer Tom Benson, der nicht glaubt, daß sein Head Coach einen Teamwechsel einleitet.

Mike Munchak eröffnete seine Regierungszeit als neuer Head Coach der Titans mit einer Entlassung, er feuerte Offensive Coordinator Mike Heimerdinger und zwei weitere Assistenten.
Heimerdinger wird immer noch wegen seiner Krebserkrankung behandelt, doch darauf nahm der neue Head Coach keine Rücksicht.
Die Offense der Titans rangierte letzte Saison auf Platz 27 der 32 Teams, was nicht gerade für Heimerdingers Qualitäten spricht.

Eddie Royal erholt sich von einer Hüftoperation.
Die ganze Saison über behinderte die Verletzung den Wide Receiver der Broncos, der 59 Pässe fing für 627 Yards und 3 Touchdowns.
Royal wird zum Beginn der ersten Trainingseinheiten im Mai wieder einsatzbereit sein, so diese Einheiten überhaupt stattfinden.

Die NFL hat noch einmal nachgedacht und gemerkt, daß sie den 400 Karteninhabern, die den Super Bowl nicht im Stadion verfolgen konnten, ein faules Ei ins Nest gelegt hat.
Sie hatte den Ärmsten Karten für den Super Bowl 2012 angeboten, als Ausgleich für das Debakel am Sonntag.
Doch dann ist den Oberen aufgefallen, daß es 2012 ja gar keinen Super Bowl geben wird. Deshalb haben sie das Angebot insofern geändert, als daß die 400 geprellten Fans Karten für einen Super Bowl ihrer Wahl bekommen.
Sie können die Championshipspiele abwarten und dann die Liga kontaktieren, wenn sie den anschließenden Super Bowl sehen wollen.
Die Wiedergutmachung des dreifachen Kartenpreises, $2.400, werden sie zusätzlich erhalten.

Es war kalt, eiskalt in Green Bay. Die Temperaturen wurden durch einen schneidenden Wind tief unter Null gedrückt. Doch das Lambeau Field war mit 56.000 Fans ausverkauft, die ihren ersten Weltmeistertitel seit 14 Jahren feiern wollten.
$5,. hatte ein Ticket gekostet, vor dem Stadion wurden sie mit $140 gehandelt.
Und es war eine tolle Feier, die dort zu Ehren des 13. NFL Titels und zum 4. Super Bowl Sieg veranstaltet wurde.
Bei der Rede von Head Coach McCarthy wies dieser darauf hin, daß seine Mannschaft noch sehr jung sei und somit noch einige weitere Titel holen könne. Nächstes Jahr wäre schon mal eine schöne Gelegenheit dazu.

08. 02. 2011

Super Bowl Nachlese
SB45cover111 Millionen Zuschauer ließen sich den Super Bowl am Sonntag in den USA nicht entgehen und sorgten für einen neuen TV-Rekord.
Damit bleibt der Super Bowl nicht nur das Nr. 1 TV-Ereignis in den Staaten, sondern die Zuschauerzahl wächst von Jahr zu Jahr. Noch vor 20 Jahren schalteten etwa 80 Millionen Zuschauer den Super Bowl ein, um die Jahrtausendwende waren es schon 90 Millionen. Letztes Jahr wurde erstmals die 100 Millionengrenze geknackt und die beiden Traditionsteams aus Pittsburgh und Green Bay sorgten nun für eine weitere Steigerung auf unglaubliche 111 Millionen Zuschauer.
Das dürfte nächstes, oder übernächstes Jahr, kaum noch überboten werden können.
Auch die ARD konnte von der Paarung zweier sehr beliebter und traditionsreicher Teams profitieren. Als die ARD 2006 den Super Bowl live übertrug sahen 380.000 Zuschauer zu. In den Jahren danach wuchs diese Zahl auf 500.000 um sich in diesem Jahr zu verdoppeln. Eine Million Zuschauer wollten die Packers und die Steelers im Ersten sehen... Nachts... von Sonntag auf Montag... mit deutschen Kommentatoren... Respekt liebe ARD.

Doch der Super Bowl brachte den Fans nicht nur Spaß, sondern einigen auch Weinkrämpfe.
400 Besitzer von offiziellen Eintrittskarten fanden ihre Sitze nicht, da diese vom Stadionbetreiber nicht eingebaut wurden. Das Cowboys Stadion verfügt über flexibel einsetzbare Sitze, um je nach Veranstaltung die Kapazität zu erhöhen, oder zu vermindern. Auf diese Weise erhält man fast immer ein ausverkauftes Stadion.
Stadionarbeiter hatten bis kurz vor Einlass noch versucht, die Sitze anzubringen, doch sie wurden nicht rechtzeitig fertig.
Sowas kann passieren, wenn ein Spiel wie der Super Bowl kurzfristig anberaumt wird. Man hat einfach keine Zeit, sich genügend auf die Veranstaltung vorzubereiten.
Die NFL wusste von dem Problem schon in der Woche vor dem Spiel. Sie hat sich aber bewusst dazu entschlossen, die Fans aus allen Teilen der USA anreisen zu lassen, statt sie im Vorfeld zu kontaktieren. Die Sitze hätten ja noch rechtzeitig montiert werden können.
So kamen also 400 hoffnungsfrohe Fans nach langen, teuren Flügen ins Stadion, nur um gesagt zu bekommen, daß sie keine Plätze haben.
Als Entschädigung sollten die Fans das dreifache des Eintrittspreises erstattet bekommen, und sie durften sich das Spiel in einer Bar im Stadion am Fernseher ansehen.
Nachdem die NFL noch mal eine Nacht über diese Blamage geschlafen hatte, hat sie ihr Entschädigungsangebot aufgestockt. Die 400 Fans werden zum nächsten Super Bowl nach Indianapolis eingeladen. Bleibt zu hoffen, daß die Einladung auch für New Orleans 2013 gilt, falls der Super Bowl in Indianapolis 2012 mangels stattfindender Saison ausfällt.

Obwohl die Blamage mit den 400 nicht vorhandenen Sitzplätzen ohne Vergleich ist, preist Stadionbesitzer Jerry Jones „seinen“ Super Bowl. „Es war ein großartiges Spiel in einer großartigen Umgebung und es war nur der erste von noch vielen Super Bowls in Nord Texas,“ sagte er nach dem Spiel. „Wir bedauern diesen Fehler mit den fehlenden Sitzen sehr, und wir teilen uns diese Verantwortung mit der NFL,“ fuhr er fort.
Doch auch, wenn die 400 Sitze noch mitgezählt worden wären, hätte es für einen neuen Zuschauerrekord nicht gereicht.
103.219 Zuschauer waren im Cowboys Stadion, darunter 12.000 akkreditierte Personen, also auch Prominente, die locker ihre Eintrittskarten hätten bezahlen können, das aber nicht mussten, weil sie halt Prominente sind und schnorren können.
Der Rekord bleibt somit weiter in Pasadena bei 103.985 Zuschauern.
Trotz des Winterwetters, der sechs verletzten Personen, die das Stadion besuchten und von herunterfallenden Eisbrocken getroffen wurden, und dem Debakel mit den Plätzen ist Jones sicher, daß er und sein Stadion sich in eine Reihe mit New Orleans und Miami einreihen können, die ja regelmäßige Super Bowl Gastgeber sind.

Tausende Fans säumten die Straßen in Green Bay, als am Montag die Helden zurückkehrten.
Die Kinder hatten Schulfrei und viele Arbeitgeber gaben ihren Angestellten frei, damit sie dabei sein konnten, als die Buskolonne vom Flughafen über die Lombardi Avenue zum Stadion fuhr.
Das Stadion war gefüllt, als wenn ein Spiel anstünde, und die Menge brach in Jubel aus, als die Super Bowl Sieger die Busse verließen. Doch die Spieler ließen sich nur kurz sehen und waren schnell wieder verschwunden.
Erst am heutigen Dienstagnachmittag soll die offizielle Parade abgehalten werden.

Kurzberichte
Die Tennessee Titans haben einen neuen Head Coach.
Am Montag verpflichteten sie Mike Munchak.
Munchak ist seit 1982 bei den Houston Oilers/Tennessee Titans. Damals wurde der Guard als achter Spieler in der ersten Runde von den Oilers einberufen.
Nach seiner Spielerkarriere wechselte er in den Trainerstab und arbeitete in den letzten 14 Jahren als Assistent von Jeff Fisher.
Über die Bedingungen seines Vertrags hüllten sich die Beteiligten in Schweigen.

Michael Vick bekam den Schlüssel der Stadt Dallas überreicht.
Vizebürgermeister Tem Dwaine Caraway, ein Farbiger, traf diese Entscheidung allerdings im Alleingang. Die Mitglieder des Stadtrates und der Bürgermeister Tom Leppert waren darüber nicht erfreut.
Caraway, der wohl einem Bruder etwas Gutes tun wollte, begründete seine Entscheidung damit, daß der Quarterback der Eagles ein Beispiel dafür wäre, wie man sein Leben ändern könnte. Außerdem würde Vick sich für die Initiative „Keine Macht den Drogen“ einsetzen und Kindern zeigen, was falsch und was richtig ist.
Der Bürgermeister von Dallas wird allerdings Alles versuchen, um den Alleingang seines Vizebürgermeisters rückgängig zu machen.
Die Überreichung des Schlüssel wäre von seinem Büro nicht abgesegnet gewesen und daher nicht offiziell.

Hines Ward will weitermachen.
Der Wide Receiver der Steelers spielte mit dem Gedanken, in den Ruhestand zu treten, wenn sie den Super Bowl gewonnen hätten.
Am Montag sagte der 34-jährige, daß er noch nicht aufhören werde.

07. 02. 2011

Super Bowl XLV
rodgers-sb45-trophyQuarterback Aaron Rodgers (Bild) wird jetzt bei den Fans der Packers einen Stein im Brett haben.
Nicht nur, daß er Green Bay zum Sieg gegen die Steelers geführt hat, er wurde auch zum wertvollsten Spieler des Super Bowls gewählt. Das hat Favre nicht erreicht.
Überhaupt beginnt man sich in Green Bay zu fragen: „Brett wer?“
Rodgers überzeugte im ersten Super Bowl, der wirklich zwischen zwei der Teams mit der größten Tradition ausgetragen wurde. Es gab es viel Spannung und auch ein wirklich hervorragendes Spiel.
Allerdings waren es die Steelers selber, die sich den Sieg vermasselten. Drei Ballverluste Pittsburghs wurden von Green Bay in drei Touchdowns umgewandelt. Ben Roethlisberger warf zwei Interceptions. Den ersten trug Nick Collins über 37 Yards zum Touchdown zurück.
Damit stand es bereits im ersten Viertel 14:0 für Green Bay, denn kurz zuvor hatte Aaron Rodgers mit einem Pass über 29 Yards auf Jordy Nelson für das 7:0 gesorgt.
Im zweiten Viertel kam Pittsburgh durch ein Field Goal von Shaun Suisham aus 33 Yards auf 14:3 heran. Später im Spiel vergab er einen weiteren Versuch aus 52 Yards.
Doch Green Bay antwortete prompt. Ein 21 Yards Pass von Rodgers auf Greg Jennings brachte Green Bay mit 21:3 in Front.
Innerhalb der letzten zwei Minuten der ersten Halbzeit führte Big Ben seine Steelers auch noch in die Endzone. Er beendete eine Angriffsserie, die über 7 Spielzüge und 77 Yards ging, mit einem 8 Yards Touchdownpass auf Hines Ward.
Mit einer Führung von 21:10 gingen die Packers in die Pause.
Aus der Pause kamen sie genauso, wie gegen Chicago zwei Wochen vorher. Sie wirkten, als hätten sie zuviel Beruhigungstee in der Kabine zu sich genommen.
Zudem fehlten ihnen mit Wide Receiver Donald Driver und Cornerback Charles Woodson zwei Säulen des Teams. Woodson hatte sich das linke Schlüsselbein gebrochen und Driver verletzte sich am linken Knöchel.
Es ist übrigens nicht bekannt, daß sich Kollegen anderer Teams über die fehlende Härte der beiden ausgelassen haben, so wie es zwei Wochen zuvor bei Bears Quarterback Jay Cutler der Fall war.
Doch auch Pittsburgh hatte Verluste in der Schlacht zu beklagen, u.a. Wide Receiver Emmanuel Sanders, der sich am Knöchel verletzte und im dritten Viertel ausschied.
Pittsburgh marschierte in seinem ersten Ballbesitz in der zweiten Halbzeit in 2:20 Minuten mit 5 Spielzügen über 50 Yards in die Endzone der Packers. Rashard Mendenhall lief die letzten 8 Yards zum 21:17 Anschluß.
Doch die Betäubung der Packers ließ jetzt langsam nach, und sie spielten wieder mit.
Im letzten Viertel tackelte Linebacker Clay Matthews Running Back Rashard Mendenhall so hart, daß dieser den Ball verlor. Green Bay eroberte den Ball an der eigenen 45, und nach einem 8 Yards Touchdownpass von Rodgers auf Greg Jennings stand es 28:17 für die Packers.
In der Mitte des letzten Viertels kamen die Steelers aber noch mal heran. Ein Drive über 66 Yards endete mit einem 25 Yards Touchdownpass von Roethlisberger auf Mike Wallace. Pittsburgh versuchte zwei Extrapunkte zu erzielen und Antwaan Randle El lief nach einem Optionspielzug zum 28:25 in die Endzone.
2:07 Minuten vor Spielende erzielte Packers Kicker Mason Crosby ein Field Goal aus 23 Yards zum 31:25 für Green Bay.
Pittsburgh hatte noch viel Zeit, um das Spiel zu gewinnen. Daß sie das können, haben sie im Super Bowl gegen die Cardinals bewiesen.
Doch die Defense der Packers hielt und in einem vierten Versuch und 5 Yards traf Ben Roethlisberger seinen Receiver nicht und Green Bay konnte die Uhr herunterlaufen lassen.
Auffällig an diesem Super Bowl war, daß die beiden besten Verteidiger der Steelers, Safety Troy Polamalu und Linebacker James Harrison, ungewohnt unauffällig agierten.
Saß ihnen doch die Angst vor weiteren Zahlungsaufforderungen Seitens der Liga im Nacken?
Wohl nicht, aber sie verhielten sich so.
So kam die Vince Lombardi Trophäe also wieder dorthin zurück, wo sie hingehört, in die Stadt der Titel, zu dem Team, das einst von Vince Lombardi trainiert wurde.
Und die Stadt feierte und wird noch einige Zeit weiter feiern.
Es ist Party angesagt bei den Käseköpfen.
Und wir alle werden feiern, wenn dies nicht das letzte Spiel der NFL im Jahr 2011 war!!!

06. 02. 2011

Und der wertvollste Spieler der Saison ist...
brady-tom3Tom Brady (Bild)!
Zum ersten Mal, seit es diese Wahl gibt, bekam der Gewinner die Stimmen von allen 50 wahlberechtigten Medienvertretern.
Damit übertrumpfte er sich selber, denn als er 2007 zum ersten Mal zum MVP der Liga gewählt wurde, bekam er 49 Stimmen.
Allerdings, so sagte er, würde er lieber gegen die Packers im Super Bowl spielen, als diesen Preis entgegenzunehmen.

Kurzberichte
cowboysstadiumschneeKarten in letzter Sekunde für den Super Bowl sind so teuer wie nie.
Eine Karte für die billigsten Plätze kostet etwa $3.000, 25% mehr, als im Vorjahr.
Das ungewöhnliche Winterwetter in Dallas hält die Fans nicht davon ab, die Stadt zu stürmen, nachdem der Flughafen wieder eröffnet wurde.
Selbst die Karten für die „Party Plaza“ gehen weit über dem normalen Preis weg. Dabei berechtigen diese Karten nicht zum Eintritt ins Stadion. Mit ihnen darf man auf die Partymeile und kann sich das Spiel auf den riesigen Bildschirmen außerhalb des Stadions ansehen. Der reguläre Preis für diese Karte liegt bei $200 und momentan wird sie mit $1.000 gehandelt.
Die Straßenhändler müssen allerdings höllisch aufpassen. Tickets über dem angegebenen Preis zu verkaufen ist in Arlington, Texas, verboten.

Donald Driver kann im Super Bowl antreten. Der Wide Receiver der Packers konnte in der Woche nicht mittrainieren, weil er am Oberschenkel verletzt war.
Beim Auslauftraining am Samstag war er wieder dabei und sein Einsatz ist nicht gefährdet.

Da waren es nur noch drei.
VISA macht in den USA momentan Fernsehwerbung mit vier Fans, die bei jedem Super Bowl im Stadion dabei waren. Mit DEN vier Fans, die bei jedem Super Bowl im Stadion dabei waren.
Einer der vier, der 79-jährige Robert Cook aus Brown Deer in Wisconsin, musste am Freitag mit einem Schwächeanfall ins Krankenhaus. Seine Frau sagte der Presse, daß ihr Mann sehr depressiv wäre, nicht nur, weil er nicht im Stadion dabei sein kann, sondern weil er das Spiel seiner geliebten Packers gar nicht sehen kann.
Als Ersatz schickte er seine beiden Töchter nach Dallas.
Sie werden Grüße an New England Patriots Fan Donald Crisman, San Francisco 49ers Fan Larry Jacobson und Pittsburgh Steelers Fan Thomas Henschel ausrichten, die seit 1967 bei jedem Super Bowl dabei waren und zusammen mit Cook den „Wir haben keinen Super Bowl vermisst“ Club gegründet haben.

Die Vertreter der NFL und der Spielergewerkschaft haben sich am Samstag zu ihrem ersten regulären Gespräch seit November 2010 getroffen.
Monatelang redete man nur übereinander, statt miteinander, jetzt soll sich das ändern.
Zwei Stunden dauerte das Treffen und man konnte sich am Ende darauf einigen, sich jetzt öfter zu treffen. In vier Wochen läuft der existierende Tarifvertrag aus und in diesen vier Wochen will man oft und ernsthaft verhandeln.
Sollte in vier Wochen keine Einigung auf einen neuen Tarifvertrag unterschriftsreif sein, dann droht eine Aussperrung der Spieler der NFL. Beide Seiten, die Milliardäre, die die Teams besitzen, wie auch die Millionäre, die für diese Milliardäre spielen, würden eine Menge Geld verlieren.
Beide Seiten sagten, daß sie sehr daran interessiert wären vor dem 4. März einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Hall of Fame
Die sieben neuen Mitglieder der Ruhmeshalle des professionellen Footballs stehen fest, es sind:
Deion Sanders – Cornerback/Kick Returner/Punt Returner – 1989-1993 Atlanta Falcons, 1994 San Francisco 49ers, 1995-99 Dallas Cowboys, 2000 Washington Redskins, 2004-05 Baltimore Ravens
Marshall Faulk – Running Back – 1994-98 Indianapolis Colts, 1999-2005 St. Louis Rams
Richard Dent – Defensive End – 1983-1993, 1995 Chicago Bears, 1994 San Francisco 49ers, 1996 Indianapolis Colts, 1997 Philadelphia Eagles
Shannon Sharpe – Tight End – 1990-99, 2002-03 Denver Broncos, 2000-01 Baltimore Ravens
Ed Sabol, der Gründer der mehrfach preisgekrönten NFL Films.
Chris Hanburger– Linebacker – 1965-1978 Washington Redskins
Les Richter – Linebacker – 1954-1962 Los Angeles Rams
Die Aufnahmezeremonie wird im August abgehalten.

05. 02. 2011

Und die besten Rookies des Jahres sind...
suh-ndamukong3Ndamukong Suh und Sam Bradford!
Suh (Bild), der Defensive Tackle der Lions, erzielte 10 Sacks und war der einzige Rookie, der in den Pro Bowl gewählt wurde.
Er erhielt 48 der 50 Stimmen.
Bester offensiver Rookie war Sam Bradford. Er erhielt 44 Stimmen.
Der Quarterback der Rams kam zu einem Team, das in der Saison zuvor nur ein Spiel gewinnen konnte und 15 Spiele verlor. Mit Bradford konnten die Rams 2010 sieben Spiele gewinnen. In der erschreckend schwachen NFC West wären sie damit beinahe sogar in die Playoffs gekommen.

Kurzberichte
Albert Haynesworth soll mit seinem Pick Up Truck einen anderen Verkehrsteilnehmer vor ihm bedrängt haben, weil der ihm nicht schnell genug fuhr. An einer roten Ampel ist Haynesworth dann ausgestiegen und hat den Fahrer des Wagens ins Gesicht geschlagen.
Der Defensive Lineman der Redskins bestreitet natürlich alles, wurde aber dennoch angezeigt und muss vor Gericht.
Bereits im Jahr 2009 wurde Haynesworth wegen seiner aggressiven Fahrweise angezeigt. Damals drängte er einen vor ihm fahrenden Wagen ab. Der Fahrer des Wagens wurde schwer verletzt und ist seitdem gelähmt. Der Gerichtsprozess ist heute immer noch anhängig.

Die Spielergewerkschaft NFLPA denkt daran, die Spielersichtung und die Draft zu boykottieren.
Vom 23. Februar bis zum 1. März sollen die Spieler, die vom College in die NFL wechseln wollen, in Indianapolis wieder von den Scouts der Teams unter die Lupe genommen werden. Doch wenn es nach DeMaurice Smith, dem Präsidenten der NFLPA geht, wird daraus nichts.
Smith konnte für sein Vorhaben sogar einige Spieleragenten begeistern, während andere Agenten diesen Schritt völlig ablehnen.
Noch ist völlig offen, ob die Gewerkschaft diesen Boykott in die Tat umsetzen wird, aber es ist eine ganz klare, scharfe Kriegserklärung an die Liga.

„Wir sind keine 18 mehr,“ sagte Steelers Offensive Tackle Willie Colon und verteidigte damit eine Sauftour einiger Steelers Spieler am Dienstag.
Natürlich war auch Ben Roethlisberger an der Tour beteiligt, der eigentlich bis vor wenigen Tagen noch den geläuterten Sünder gab.
Niemand hätte jedoch über die Stränge geschlagen. Alle Beteiligten wären um ein Uhr im Bett gewesen und wären pünktlich zum Training erschienen.
Head Coach Mike Tomlin tat so, als wäre das keine große Sache für ihn, als er darauf angesprochen wurde. Er sei froh, seinen Spielern etwas verantwortungsvollen Spaß zu erlauben.
Hier ist das Video dazu...

 

Sechs Personen wurden von herunterfallenden Eisbrocken verletzt, als sie am Freitag das Cowboys Stadion besuchten. Niemand wurde ernsthaft verletzt, aber alle wurden vorsichtshalber ins Krankenhaus gefahren.
Eine Person erlitt ein Schädeltrauma und eine Gehirnerschütterung, ist aber in keinem kritischen Zustand.
Während es immer noch geistig verwirrte Menschen gibt, die uns etwas von einer globalen Erwärmung vorschwafeln, hat der Winter die Erde so fest im Griff, wie lange nicht mehr.
Am heutigen Samstag soll das Cowboys Stadion vom Eis befreit werden und die Zufahrtswege zum Stadion sollen vom Schnee befreit werden.
Das Problem ist, daß es in der Gegend um den Austragungsort nicht genug Schneepflüge gibt, weil man Winter in diesen Ausmaßen dort gar nicht kennt.
NFL Commissioner Goodell lobte die Verantwortlichen vor Ort, die Alles in ihren Kräften stehende anstellten, um mit diesen ungewöhnlichen Zuständen fertig zu werden.
Mehr als 100.000 Besucher werden am Sonntag im Stadion erwartet und sie sollen sich keine Sorgen um ihre Gesundheit machen müssen.

04. 02. 2011

Kurzberichte
leeres-stadionAm Sonntag ist es soweit. Dann läuft das Endspiel der Saison 2010. Wird es für das gesamte Jahr 2011 das letzte Spiel der NFL sein?
Die Spielergewerkschaft und die Liga haben am Wochenende wieder miteinander an einem Tisch gesessen, aber man kann nicht sagen, daß sie viel miteinander besprochen, oder daß sie etwas miteinander bewirkt haben.
Ganz im Gegenteil, als die Liga verkündete, daß die Teams ab dem 10. Februar ihre Franchise Tags an die Spieler vergeben können, die sie behalten wollen, kam sofort Widerspruch.
Die Spielergewerkschaft verkündete kurz darauf, daß die Teams gerne ihre Franchise Tags vergeben können, daß diese aber auf gar keinen Fall nach dem 4. März, dem Tag, an dem das Geschäftsjahr der NFL endet, Gültigkeit haben werden.
Einig ist man sich jedoch darüber, daß die Draft im April ordnungsgemäß über die Bühne gehen wird. Alles andere, wie die Verpflichtung freier Spieler, Spielerhandel, Vertragsverlängerungen, Minicamps und organisierte Mannschaftstreffen findet nicht statt.
Das gaben beide Seiten auf getrennten Pressekonferenzen bekannt, und redeten wieder nur übereinander, und nicht miteinander.
Dabei wollen die Jungs doch nur spielen...

Die Bengals verpflichteten Jay Gruden.
Der Bruder von John „Chucky“ Gruden, soll den Angriff koordinieren.
Das ist eine Herkulesaufgabe für den ehemaligen NFL Assistenztrainer und erfolgreichen Arena League und UFL Head Coach. Die Offense der Bengals brüllte zwar zum Beginn der Saison, landete aber am Ende der Saison als schnurrender Bettvorleger am Boden.
Gruden sagte dann auch, daß er zuerst herausfinden muss, welche Spielzüge seinem Quarterback zusagen, und welche nicht. Davon würde alles abhängen.
Ob Carson Palmer aber noch Cincinnatis Quarterback ist, wenn eine neue Saison stattfindet, steht noch nicht fest. Palmer möchte das Team verlassen.

Am Donnerstag nahm Donald Driver nicht am Training der Packers teil.
Der Wide Receiver ist am Oberschenkelmuskel verletzt.
Daß er nicht mittrainierte war allerdings nur eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Head Coach Mike McCarthy. Am Sonntag wird er auf jeden Fall dabeisein.

Die Falcons und Mike Smith wurden sich einig.
Der Head Coach unterschrieb für weitere drei Jahre in Atlanta. Bis nach der Saison 2014 soll er die Geschicke des Teams leiten.
Zweimal führte er die Falcons in seinen ersten drei Jahren in die Playoffs, in der letzten Saison sogar als bestes Team der NFC.

Hall of Fame
nfl-films17 Finalisten für den Einzug in die Ruhmeshalle stehen fest. Unter den Finalisten befindet sich auch Ed Sabol, der Gründer der mehrfach preisgekrönten NFL Films.
Der heute 94 Jahre alte Sabol entdeckte seine Liebe zum Filmemachen 1950, als er zur Hochzeit eine Kamera geschenkt bekam.
Daß das zur Gründung der besten und berühmtesten Sportfilmefirma führen würde konnte natürlich niemand ahnen.
1962 zahlte er der NFL $4.000 um das Endspiel filmen zu dürfen.
Der damalige Commissioner Pete Rozelle war so begeistert von dem Ergebnis, daß er Sabol sofort engagierte. Die NFL war damals im Fernsehen kaum präsent und Rozelle wußte, daß man das mit solchen Filmen, wie er gerade einen gesehen hatte, ändern konnte.
1964 wurde dann NFL Films gegründet.
Ohne ist die NFL heute gar nicht mehr vorstellbar. Woche für Woche produziert die Firme diese wunderbaren Spieleclips, die bei Inside the NFL gezeigt werden. Woche für Woche produziert sie Sondersendungen über verschiedene Spieler, und Spiele. NFL Films reiht nicht nur einfach so einzelne Spielszenen aneinander, sie kreierten einen eigenen Produktionsstil. Sie verwenden wunderbare Zeitlupenaufnahmen, unterlegen diese mit hervorragender Musik und bereiten sie sehr emotional auf.
Dazu verwenden sie einen Sprecher der mit „Gottes Stimme“ spricht und gewannen mit ihrer phantastischen Arbeit bereits über 100 Emmys.
Die anderen Finalisten sind:
Jerome Bettis– Running Back – 1993-95 Los Angeles/St. Louis Rams, 1996-2005 Pittsburgh Steelers

Tim Brown – Wide Receiver/Kick Returner – 1988-2003 Los Angeles/Oakland Raiders, 2004 Tampa Bay Buccaneers

Cris Carter – Wide Receiver – 1987-89 Philadelphia Eagles, 1990-2001 Minnesota Vikings, 2002 Miami Dolphins

Dermontti Dawson– Center – 1988-2000 Pittsburgh Steelers

Richard Dent – Defensive End – 1983-1993, 1995 Chicago Bears, 1994 San Francisco 49ers, 1996 Indianapolis Colts, 1997 Philadelphia Eagles

Chris Doleman– Defensive End/Linebacker – 1985-1993, 1999 Minnesota Vikings, 1994-95 Atlanta Falcons, 1996-98 San Francisco 49ers

Marshall Faulk – Running Back – 1994-98 Indianapolis Colts, 1999-2005 St. Louis Rams

Charles Haley – Defensive End/Linebacker – 1986-1991, 1999 San Francisco 49ers, 1992-96 Dallas Cowboys

*Chris Hanburger– Linebacker – 1965-1978 Washington Redskins

Cortez Kennedy– Defensive Tackle – 1990-2000 Seattle Seahawks

Curtis Martin – Running Back – 1995-97 New England Patriots, 1998-2005 New York Jets

Andre Reed – Wide Receiver – 1985-1999 Buffalo Bills, 2000 Washington Redskins

*Les Richter – Linebacker – 1954-1962 Los Angeles Rams

Willie Roaf– Tackle – 1993-2001 New Orleans Saints, 2002-05 Kansas City Chiefs

Deion Sanders – Cornerback/Kick Returner/Punt Returner – 1989-1993 Atlanta Falcons, 1994 San Francisco 49ers, 1995-99 Dallas Cowboys, 2000 Washington Redskins, 2004-05 Baltimore Ravens

Shannon Sharpe – Tight End – 1990-99, 2002-03 Denver Broncos, 2000-01 Baltimore Ravens

03. 02. 2011

Kurzberichte
belichick-4Und der beste Head Coach des Jahres ist...
Bill Belichick (Bild)!
Er führte die New England Patriots zu 14-2 Siegen. 30 der 50 stimmberechtigten Medienvertreter stimmten für ihn.
Bereits gestern wurde sein Quarterback Tom Brady zum offensiven Spieler des Jahres gekürt.
Letztlich bleiben diese Siege aber nur Makulatur, da das Team in den Playoffs von den Jets böse verprügelt wurde und rausflog.
Belichick hat den Titel zum dritten Mal seit 2003 und 2007 gewonnen.
Damit liegt er einen Sieg hinter Don Shula, der vier mal zum besten Head Coach des Jahres gewählt wurde.

Trotz der unsicheren Situation zwischen der Spielergewerkschaft und der NFL sollen die Teams am 10. Februar ihre „Franchise Tags“ vergeben können. Das heißt, daß sie die Spieler, die sie auf keinen Fall verlieren wollen, kennzeichnen können, auch wenn es noch keinen neuen Tarifvertrag gibt.
Die Teams haben ab dem 10. Februar zwei Wochen Zeit für diese Maßnahme und die Spieler, die sie kennzeichnen, werden unter dem noch geltenden Tarifvertrag verpflichtet. Diese Verträge sollen ihre Gültigkeit behalten, auch wenn der neue Tarifvertrag keinen „Franchise Tag“ mehr vorsieht.

Die Falcons stehen kurz davor, den Vertrag mit Head Coach Mike Smith um einige Jahre zu verlängern.
In drei Jahren in Atlanta kann er eine sehr positive Bilanz von 33-15 Siegen vorweisen.
2008 hatte Smith einen Vierjahresvertrag unterschrieben, der zwischen 8 und 10 Millionen Dollar wert ist. Er kam damals von den Jaguars, wo er als Defensive Coordinator tätig war. In Atlanta übernahm er ein Team, das sich auf dem Weg in den Keller befand. Er schaffte es, die Falcons auf die Siegerstraße zu führen und brachte sie in drei Jahren zweimal in die Playoffs.
Für die Falcons ist noch viel zu erreichen mit Smith, das wird sich das Team einiges kosten lassen.

02. 02. 2011

Kurzberichte
brady-tom02Und der beste offensive Spieler des Jahres ist...
Tom Brady (Bild)!
Der rekordebrechende Quarterback der Patriots warf 355 Pässe in Folge ohne einen Fehlwurf. Er erhielt 21 der 50 Stimmen der wahlberechtigten Medienvertreter.
Auf Platz 2 landete Michael Vick, der 11 Stimmen erhielt.
Das könnte schon mal ein Omen für die Wahl des MVP sein. Der wertvollste Spieler der Saison wird am Sonntag bekanntgegeben.

Für Kevin Kolb steht fest, daß er in der nächsten Saison starten wird. Ob bei den Eagles oder einem anderen Team, ist dem Quarterback egal.
Kolb war schon in der letzten Saison der Starter für die Eagles. Eine Verletzung im ersten Saisonspiel sorgte dafür, daß er seinen Job an Michael Vick verlor.
Er geht 2011, oder 2012, in seine fünfte Saison und er findet, daß es an der Zeit ist, bei einem Team als Starter gesetzt zu sein.
Wenn die Eagles Michael Vick behalten, kann man davon ausgehen, daß die Eagles nicht dieses Team sein werden.

Die Polizei verhaftete Vikings Defensive End Everson Griffen am Dienstag. Bei einer Routineverkehrskontrolle griff er einen Polizisten an und konnte nur durch einen Elektroschocker gestoppt werden.
Nach der Hinterlegung einer Kaution über $50.000 durfte er das Gefängnis verlassen.
Auf ihn wartet jetzt ein Prozess und eine Suspendierung durch die NFL.

Die Spielergewerkschaft ist der festen Überzeugung, daß die NFL die Fernsehgelder für die Saison 2011 erhalten wird, auch wenn sie nicht stattfindet.
Sprecher der Sender ESPN und NBC verweigerten jeden Kommentar dazu.
Sollte das stimmen, dann kann sich die NFL eine Spieleraussperrung ohne Weiteres leisten. Dann könnten sie jeden Cent der 4 Milliarden Dollar behalten, ohne einen Pfennig an Spielergehältern zahlen zu müssen.
Wenn es so kommt, dann will die Gewerkschaft vor Gericht ziehen, damit ihre Mitglieder zumindest einen Teil der Gehälter erhalten, der ihnen durch die Aussperrung entgeht.

Vorherrschendes Thema für James Harrison beim Medientag vor dem Super Bowl waren seine Strafen. Der Linebacker der Steelers musste in der abgelaufenen Saison über $100.000 zahlen, weil er angeblich überhart agiert hatte.
Vor den 5.000 akkreditierten Pressevertretern verteidigte er seine Art zu spielen und stellte Roger Goodell an den Pranger. Für ihn steht fest, daß der Commissioner der NFL die Liga weichspülen will.
Er betonte noch mal, daß es ihm ernst war damit in den Ruhestand zu treten. Nur Head Coach Mike Tomlins Überredungskünsten ist es zu verdanken, daß der beste Verteidiger der Saison 2009 noch spielt.
Bei einem Gespräch mit dem Commish habe Harrison ihm Vorschläge gemacht, wie man die Härte aus dem Spiel nehmen könne: „Ich würde meine Gegner ja gerne weniger hart zu Boden bringen,“ sagte er zu Goodell. „Vielleicht könnten sie dafür sorgen, daß die Schiedsrichter Kissen bereit halten, die sie auf den Boden werfen, damit meine Gegner nicht zu hart aufprallen, Mr. Goodell?“
Auf die Frage, ob er seine Art zu spielen geändert hätte, antwortete er: „Nein, nicht wirklich. Ich spiele weiter mit der nötigen Härte. Am Sonntag aber werden wir alle nicht so hart zuschlagen. Wir wollen ja keine Strafen riskieren,“ sagte er und konnte sich das Grinsen auch nicht ansatzweise verkneifen.

Als die Spieler der Super Bowl Teilnehmer am Dienstagmorgen aufwachten, fühlten sie sich wie zuhause. In der Nacht war ein Eissturm über Dallas hinweggezogen und auf den Straßen sah es aus, wie in Green Bay oder Pittsburgh um diese Jahreszeit.
Zwar kennt man in Dallas Schnee, aber einen Eissturm eines solchen Kalibers hat man in der Stadt noch nicht erlebt.
Der Flughafen wurde geschlossen und hunderte Flüge fielen aus, und die Kinder hatten Schulfrei.
Wenn man den Wetterberichten glauben kann, ist das Schlimmste überstanden und zum Spiel hin wird es nur noch normales Winterwetter in Texas geben.
Für die NFL ist das schon mal eine gute Gelegenheit, den Umgang mit Super Bowls in kaltem Wetter zu üben. Wenn die Saison 2011 stattfindet, ist der Super Bowl 2012 in Indianapolis und 2014 ist New Jersey an der Reihe. Gut, daß das Dach in Indianapolis auch geschlossen werden kann, während es völlig unverständlich ist, daß die Jets und die Giants sich kein Dach geleistet haben.

01. 02. 2011

Kurzberichte
polamalu-troy3Und der Verteidiger des Jahres ist...
Troy Polamalu (Bild).
50 Medienvertreter, die über die NFL berichten, stimmten ab, und für 17 von ihnen war der Safety der Steelers der beste.
Auf Platz 2 kam Linebacker Clay Matthews von den Packers mit 15 Stimmen und beide werden ja am Sonntag beweisen, wer für sein Team wertvoller ist.
Im Lauf der Woche werden die weiteren „Besten“ bekanntgegeben.
Dienstag: Offensive Player of the Year
Mittwoch: Coach of the Year
Freitag: Offensive and Defensive Rookie of the Year
Samstag: Comeback Player of the Year
Sonntag: Most Valuable Player

Beide Teams sind wohlbehalten in Dallas gelandet.
Die Probleme, die es bei den Packers um das Teamfoto gab haben sie hinter sich gelassen und konzentrieren sich jetzt nur noch auf das Spiel am Sonntag.
Für den Rest der Woche will Head Coach Mike McCarthy jede Ablenkung vom Team fernhalten. Alle wären froh, wenn das Spiel schon morgen stattfinden würde. Die Warterei zerrt an ihren Nerven, sagte er der Presse bei der Ankunft.
Schlimmer als der Medienhype ist das Wetter, das den Teams bis nach Dallas gefolgt ist. Die globale Erwärmung sorgt dafür, daß die Temperaturen in den nächsten Tagen unter die Frostgrenze sinken, und ein heftiger Wintersturm soll über Texas hinwegziehen.
Deshalb wird Green Bay nicht auf dem Gelände der Southern Methodist University trainieren, sondern in den Trainingshallen der Highland Park High School.
Am Sonntag soll es beim Anstoß um 18:00 Uhr Ortszeit etwa noch 6° warm sein, kurz bevor die Sonne um 18:08 Uhr untergeht.
Aber davon wird man im Stadion nichts merken, denn das Dach wird geschlossen sein.

CBS will den Werbespot der Spielergewerkschaft nicht ausstrahlen.
Die Gewerkschaft NFLPA hat einen 30-sekündigen Werbespot produziert. Der soll die Fans dazu animieren, eine Petition zu unterschreiben, die die NFL dazu auffordert, die Spieler 2011 spielen zu lassen.
HIER können Sie den Spot sehen...
Diese emotionale Botschaft soll während des Super Bowls gezeigt werden, aber auch am Tag vorher, während eines College All-Star Spiels, das von CBS übertragen wird.
Viermal sollte der Spot gezeigt werden, doch der Sender will ihn nicht ausstrahlen, weil er direkten Bezug auf die Tarifverhandlungen nehme.
Die Spielergewerkschaft wollte von CBS eine genauere Erklärung, warum sie den Spot nicht ausstrahlen wollen, doch diese blieb der Sender ihr schuldig.
Die NFLPA ist sehr enttäuscht über die Entscheidung.

31. 01. 2011

Kurzberichte
akersDavid Akers (Bild) verschoss im Wild Card Spiel gegen die Packers zwei Field Goals. Dadurch verlor Philadelphia 16:21.
Seine Field Goals hätten also den Sieg gebracht. Und bei Akers ist es seltsam, wenn er mal einen Versuch verschießt, geschweige denn zwei.
Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte Akers wirklich anderes im Kopf, als Football.
Am Freitag vor dem Spiel war bei seiner sechsjährigen Tochter ein Tumor diagnostiziert worden.
Für ihn wäre da eine Welt zusammengebrochen.
Seine Frau Erika sagte, daß ihr Mann körperlich bei dem Spiel anwesend war, aber nicht mit dem Kopf.

Die NFC profitierte von sechs Ballverlusten der AFC um mit sechs Touchdowns in Führung zu gehen.
Trotz des Endergebnisses von 55:41 für die NFC war das Spiel viel schlechter, als man vermuten könnte.
Es war wie eine Antiwerbung für den Pro Bowl, der wegen seinem Mangel an Qualität dauernd in der Kritik steht. Ein Pro Bowl sieht immer aus, wie ein Footballspiel in Zeitlupe. Die größte Sorge der Spieler ist es, sich nicht zu verletzen, und den Flieger nach Hause nicht zu verpassen. Die AFC führte dieses Verhalten bei diesem Spiel zur Meisterschaft.
Jeder der AFC Quarterbacks, Philip Rivers, Peyton Manning und Matt Cassel, warf Interceptions in der ersten Halbzeit und die NFC ging mit 42:0 in Führung.
In der zweiten Halbzeit stellte die NFC dann auch noch jede Bestrebung ein, so etwas wie Football zu spielen und die AFC durfte auch ein paar mal punkten.
David Akers, der Kicker der NFC, der den Kopf anscheinend wieder für Football frei hat, erzielte sieben Extrapunkte und hält mit 52 Punkten im Pro Bowl den Punkterekord.
Redskins Cornerback DeAngelo Hall hatte einen Interception und einen eroberten Fumble und wurde damit der MVP des Spiels, das vor 49.338 Zuschauern stattfand und nicht ausverkauft war.

Die Eagles sicherten sich Michael Vick, indem sie ihn mit dem „Franchise Tag“, dem sogenannten Unternehmensetikett also kennzeichneten. Spieler, die so gekennzeichnet werden, können nicht ohne Weiteres zu einem anderen Team wechseln. Jedes Angebot eines anderen Teams kann von dem Vorbesitzer überboten werden, um den Spieler zu halten.
Damit steht auch fest, daß Vick in der nächsten Saison mindestens $16,4 Millionen verdienen wird. Jedenfalls, wenn es zu einem neuen Vertrag zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft kommt, und darin auch wieder ein Franchise Tag vereinbart wird.

Herschel Walker.
Herschel Walker?
Da klingelt bei einigen von uns „älteren“ NFL Fans noch etwas.
Herschel Walker spielte Running Back bei den New Jersey Generals in der USFL, den Cowboys, den Vikings, den Giants und den Eagles, bevor er in den Ruhestand trat.
Das war in der Zeit von 1983 bis 1997.
Herschel Walker ist mittlerweile 48 Jahre alt und hat gerade eine neue Karriere gestartet. Er prügelt sich mit anderen Bekloppten in einem achteckigen Käfig die Birne matschig und hat seine ersten beiden Kämpfe gewonnen.
Irgendwann dabei muss ihm der Blitz seiner lange vergessenen Footballkarriere durch den Kopf geschossen sein, denn Walker fabuliert davon, ein Comeback in der NFL zu starten.
Mit 48 Jahren.
Allerdings scheint ihm seine MMA Karriere, seine Mixed Martial Arts Karriere, nach seinem 2-0 Start zu gefallen. „Die MMA ist meine Liebe,“ sagte er nach seinem zweiten gewonnen Kampf.
Mal sehen, was daraus wird?

30. 01. 2011

Kurzberichte
flacco-joe200Joe Flacco (Bild) ist ziemlich zornig über die Entlassung seines Quarterback –Coaches.
Die Baltimore Ravens feuerten letzte Woche Jim Zorn und Flacco sieht das als Angriff auf seine Leistung in der letzten Saison an.
Head Coach John Harbaugh sagte, daß er den Quarterback –Coach einsparen wollte und seine Aufgaben vom Offensive Coordinator Cam Cameron übernommen werden sollen.
Flacco hat Verständnis dafür, wäre aber dennoch froh gewesen, wenn Zorn geblieben wäre. Immerhin haben sich seine Leistungen mit Hilfe Zorns verbessert. Aber wohl nicht genug.

Aaron Rodgers hat keine Sympathie mit seinen verletzten Teamkollegen. Der Quarterback der Packers empfindet das Heischen um die Aufnahme ins Teamfoto als Niveaulos.
Und er erklärte auch warum...
Als er 2006 auf der Verletztenliste stand, habe er seine Rehabilitation in Green Bay abgehalten, in der Nähe des Teams, dem er sich verbunden fühlte.
Einige der 16 Spieler, die sich nun darüber beschwert hätten, daß sie nicht auf das Mannschaftsfoto des Super Bowl Teams kommen sollten, hätten ihre Rehabilitation zuhause abgehalten, nicht in Green Bay.
Rodgers betonte, daß er in der Nähe seiner Mannschaftskollegen sein wollte, daß er jedes Spiel mit seinen Leuten zusammensein wollte. Diese Spieler aber nicht. Jetzt, wo es um den Gewinn des Ganzen ginge, da fühlten sie sich plötzlich wieder wie Teamkollegen. Wo wären sie denn die ganze Saison über gewesen, fragte Rodgers?
Auch Head Coach Mike fand das Geheule der verletzten Spieler armselig. Aber um des lieben Friedens Willen wurde die Aufnahme des Fotos ja verlegt, so daß auch die verletzten Spieler mit aufs Bild kommen, die erst später in Dallas eintreffen.

Gott sei Dank, Hawaii.
Die Spieler der NFL sind froh, daß der Pro Bowl wieder in Honolulu auf Hawaii stattfindet. Der Strand dort ist schöner, als der in Miami, die Wellen sind besser zum Surfen geeignet und die Cocktails dort schmecken besser.
Unter der Sonne Hawaiis fühlen die Spieler sich nach einer harten Saison am Wohlsten. Das Urlaubsgefühl, das nur durch einige kurze Trainingseinheiten und das nötige Spiel unterbrochen wird, ist am Strand Honolulus intensiver, als anderswo.
Deshalb würden die Spieler den Pro Bowl am Liebsten weiter auf Hawaii austragen. Doch der Liga sind die Spieler egal, Sie geht dahin, wo eine Handvoll Dollar mehr herauszuholen ist.
Hawaii zahlte der Liga für jeden Pro Bowl $4 Millionen.
Sollte es höhere Angebote anderer Städte geben, wird die Liga dorthin gehen, und die Spieler werden auf ihr geliebtes Hawaii verzichten müssen.
Doch in dieser Nacht wird das Freundschaftsspiel der besten NFL Spieler wieder im Urlaubsparadies stattfinden.

29. 01. 2011

Die Gefahren des Footballspiels
romo-am-bodenEine Untersuchung hat ergeben, daß die Zahl der Verletzungen pro Spieltag in die Höhe geht. Von 2002 bis 2009 stieg die Zahl von 3,2 Verletzungen pro Spiel auf 3,7 an. Die Zahl der verletzten Spieler lag in diesem Zeitraum bei 59%. In der Saison 2010 verletzten sich 63% der Spieler.
Nicht nur die Zahl der Verletzungen steigt an, sondern auch die Schwere der Verletzungen nimmt zu. In der abgelaufenen Saison mussten 13% der Spieler auf die Verletztenliste gesetzt werden. Von 2002 bis 2009 waren es nur 10% der Spieler.
„Wir wissen, daß Verletzungen Teil dieses Spiels sind. Je mehr Daten wir sammeln, desto sicherer können wir das Spiel machen,“ sagte Dr Thom Mayer, der Chefarzt der Spielergewerkschaft NFLPA. „Die Verträge der Spieler sind keine Garantie. Da kann eine Karriere mit dem nächsten Spielzug zu einem plötzlichen Ende kommen.“
Die Spielergewerkschaft will erreichen, daß Spieler nach einer signifikanten Verletzung nicht ohne Weiteres auf die Straße gesetzt werden können. Das wird in einen neuen Vertrag mit der NFL einfließen müssen.
Der Footballplatz ist kein Arbeitsplatz wie jeder andere. Wer da arbeitet geht ein hohes Risiko ein, meinte ein Gewerkschaftsvertreter.
Die Spieler drängen also auf eine bessere Absicherung, die im nächsten Tarifvertrag garantiert werden muss.
Ein verständlicher Wunsch.

Schmerzkiller zum Frühstück
Mit dem Schmerz umzugehen gehört zum täglichen Leben auch eines ehemaligen NFL Spielers.
Eine Untersuchung hat nun Erschreckendes zu Tage gefördert. Viele ehemalige Spieler sind abhängig von schmerzstillenden Medikamenten. Die Washington University School of Medicine in St. Louis untersuchte 644 Ex-Spieler und fand folgendes heraus:
52% der Ex-Spieler sagten, daß sie Schmerzkiller während ihrer aktiven Zeit einnahmen. Von diesen 52% sagten 71%, daß sie Mißbrauch mit diesen Mitteln getrieben hätten. 15% davon würden die Mittel heute noch täglich einnehmen.
63% der Ruheständler bekommen ihre Arzneien nicht von Medizinern, sondern aus anderen Quellen, wie Teamkollegen, Trainer, Familienangehörigen, Drogenhändlern oder aus dem Internet.

Es gibt 2011 keine Saison, die wird deshalb auch billiger
16 Teams haben angekündigt, daß sie ihre Eintrittspreise für die nächste Saison, wann auch immer die stattfindet, nicht erhöhen werden. Zwei Teams, die Tampa Bay Buccaneers und die San Diego Chargers, werden die Preise sogar senken.
Beide Teams haben es nicht geschafft, in der letzten Saison die Stadion vollzubekommen. Die Buccaneers, obwohl sie bis zum letzten Spieltag Playoffchancen hatten, konnten ihr Stadion nicht einmal ausverkaufen.
Die Chargers, wie auch die Cincinnati Bengals, konnten jeweils nur vier Spiele ausverkaufen.
Die Weltwirtschaftskrise wirkt sich weiter auf die Entwicklung der Eintrittspreise der NFL aus. Noch nie gab es so viele Arbeitslose in den den USA, wie heute. Da ist es für viele billiger, sich einen 62 Zoll Fernseher anzuschaffen, als eine Saisonkarte.
Man müsse sich am Markt orientieren und genau sehen, was möglich ist, sagten die Buccaneers. Viele Fans wären halt finanziell gebeutelt und suchten sich andere Wege als den, durch das Drehkreuz zu gehen.
Natürlich sorgt auch die drohende Spieleraussperrung für dieses vorsichtige Agieren der Clubs. Jeder Cent, den man im Vorverkauf einnimmt, muss sowieso an die Kartenkäufer zurückerstattet werden, wenn die Saison ausfällt.

28. 01. 2011

Jeff Fisher
fisher-jeffSpät, sehr spät, aber nicht zu spät, kommt sie, die Entlassung von Jeff Fisher (Bild).
17 Jahre war Fisher Head Coach der Tennessee Titans und konnte in dieser Zeit nur magere sechs Saisons mit einer positiven Sieg -Niederlagen Bilanz abliefern.
Zwar standen die Titans unter seiner Führung einmal im Super Bowl, wo sie gegen die Rams verloren. Damit reihten sie sich aber nur in die Reihe der Eintagsfliegen ein, wie Arizona, Seattle, Oakland usw. die es auch mal ins Spiel der Spiele schafften und ansonsten ihr Dasein in der Bedeutungslosigkeit fristeten.
Fishers Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2011 und Teambesitzer Bud Adams wollte den Vertrag erfüllen, aber noch ein weiteres erfolgloses Jahr seines Teams war ihm dann wohl doch zuviel.
Hinter den Kulissen soll es in letzter Zeit immer öfter sehr laut geworden sein, wenn Fisher und Adams miteinander gesprochen haben.
Fisher ist mit sich selbst und seinen Leistungen völlig im Reinen. Er nahm seine Entlassung gelassen hin und wolle jetzt öfter fischen gehen.
Favorit auf seine Nachfolge ist Mike Munchak, der bisherige Offense Line Coach. Allerdings müssen die Titans vorher natürlich noch mit einem Alibiminderheitenkandidaten reden, bevor sie ihn verpflichten, um keine Geldstrafe zu riskieren.

Unter den Spielern der NFL herrscht Uneinigkeit.
Jets Cornerback Antonio Cromartie beschuldigte beide Verhandlungspartner im Tarifstreit, nicht so sehr an die Sache zu denken, sondern an eigene Vorteile.
Darauf gab es nun viel Schelte von Spielerkollegen an ihm. Die meisten Spieler stehen bedingungslos hinter ihrem Vertreter, DeMaurice Smith, und lassen keine Kritik an seiner Verhandlungsstrategie zu.
Mittlerweile meldeten sich auch die Schiedsrichter zu Wort, die auch enorme Einkommenseinbußen haben werden, wenn die Saison 2011 ausfällt.
Des Weiteren gibt es ja noch tausende Stadionangestellte und fliegende Händler, die vor einem Jahr ohne Einkommen stehen, wenn die NFL ihr Ding durchzieht und die Spieler aussperrt.
Sie alle sind auch der Meinung, daß die beiden Parteien mehr miteinander reden sollten statt übereinander.
Unstrittig ist, daß beide Seiten, die Spieler und die Liga, enorme Summen verlieren würden.
Die Spieler werden z.B. ihre Boni nicht erhalten, die ihnen im März zustehen, wenn es keinen neuen Vertrag bis dahin gibt. Das betrifft etwa 500 Spieler und vielen von ihnen stehen etwa jeweils $2 Millionen zu.
Bis jetzt sieht das Ganze aus wie Beamtenmikado. Wer sich zuerst auf eine Einigung zubewegt, hat verloren.
Allerdings, wenn sich keiner bewegt, haben beide verloren. Und wir Zuschauer sowieso.
Derweil wurde mal wieder Stimmung gegen den Gegner gemacht. Die Spielergewerkschaft produzierte einen emotionalen Werbespott der die Fans gegen die NFL aufbringen soll. HIER können Sie ihn jetzt sehen...

Kurzberichte
Die Ravens feuerten Jim Zorn.
Zorn war Quarterback Coach und kam im Sommer ins Team, nachdem er als Head Coach der Redskins versagt hatte.
Unter seiner Führung konnte Ravens Quarterback Joe Flacco viele persönliche Bestmarken aufstellen, so bei den Passyards mit 3.622, Touchdownpässen mit 25, einer Passerwertung von 93,6 Punkten und nur 10 Interceptions.

Das jüngste Gerücht spricht von einem Saisonspiel in Irland.
Mary Hanafin, die Ministerin für Tourismus, Kultur und Sport soll schon offiziell bei der NFL angefragt haben.
Vorstellen könne sie sich ein Spiel mit den Pittsburgh Steelers. Der Besitzer des Teams, Dan Rooney, ist der US Amerikanische Botschafter in Irland.

Wird Super Bowl 45 das letzte Spiel von Hines Ward?
Seit 13 Jahren spielt der Wide Receiver für Pittsburgh und im April sagte er, daß er seine Karriere beenden würde, wenn er mit dem Team einen dritten Super Bowl gewinnt.
Ward ist der beste Wide Receiver, den die Steelers je hatten, ja, auch wenn Lynn Swann und John Stallworth weiterhin Ikonen des Teams bleiben.
Er hält 14 Teamrekorde, darunter 954 gefangene Pässe, 11.702 Yards und 84 Touchdowns.
Mal sehen, was Hines Ward nach dem Spiel sagt?

Maurkice Pouncey ist schlimmer verletzt, als zunächst angenommen.
Der Center der Steelers hat nicht nur einen verstauchten Knöchel, sondern einen gebrochenen Knochen im linken Fuß. Zudem sind einige Bänder in Mitleidenschaft gezogen.
Sein Einsatz im Super Bowl ist höchst unwahrscheinlich.
Die Steelers haben weitere Verletzte, die nicht mittrainieren, Safety Troy Polamalu, Wide Receiver Emmanuel Sanders, Left Tackle Jonathan Scott und Special Teamspieler Will Allen.

Der Hit von Bears Defensive End Julius Peppers mit dem Helm voran gegen Aaron Rodgers war teuer.
Peppers wurde zu einer Strafzahlung von $10.000 verurteilt.
Wie Rodgers immer wieder betonte, hat er es nur seinem neuen Helm zu verdanken, daß er bei dem Hit keine Gehirnerschütterung erlitt.

12 Jahre lang trug Flozell Adams das Trikot der Dallas Cowboys. Vor der Saison wurde er an die Steelers abgegeben und darf jetzt im Cowboys Stadion um den Titel kämpfen.
Der Offensive Tackle konnte mit Dallas nur ein einziges Playoffspiel gewinnen.
Bei den Cowboys war er der Offsidekönig schlechthin. Immer wieder wurden erfolgreiche Spielzüge zurückgepfiffen, weil er sich zu früh bewegt hatte.
Das war wohl schlechtes Coaching, denn diese schlechte Angewohnheit hat man ihm in Pittsburgh abgewöhnen können.
Wehmut erfüllt ihn nicht, wenn er im Stadion seines ehemaligen Teams um die Weltmeisterschaft spielt. Er sei jetzt ein Steeler und alles andere war einmal, sagte er.

Super Bowl 45 wird einen neuen Zuschauerrekord aufstellen. Im Cowboys Stadion werden 105.000 Besucher erwartet.
Der bisherige Rekord steht bei 103.985 Zuschauern in der Rose Bowl in Super Bowl 14.
Man darf auch einen neuen Einschaltquotenrekord im Fernsehen erwarten. Niemals zuvor in der Geschichte des Super Bowls gab es ein Aufeinandertreffen zweier solcher Traditionsteams. Das müsste sich eigentlich positiv auswirken.
Gehen Sie HIER mit Jerry Jones auf eine Tour durch sein gigantisches Cowboys Stadion...

 

27. 01. 2011

Kurzberichte
packersDie verletzten Spieler der Packers hatten mit ihrem Protest Erfolg.
Das Teamfoto der Mannschaft 2010 wird nicht ohne sie aufgenommen. Statt das Bild am Dienstag aufzunehmen, wenn die Spieler, die nicht im aktiven Kader sind, noch in Green Bay weilen, wird das Bild erst am Freitag aufgenommen.
Am Donnerstag landen die 16 Spieler, die auf der Verletztenliste stehen, in Dallas. Sie sind froh, daß die Teamoberen ein Einsehen hatten, und sie doch auf das Foto lassen.

Aaron Rodgers fand das Verhalten derer, die seinen Gegenüber Jay Cutler als Weichei bezeichneten, unangebracht und respektlos.
Er wäre sehr enttäuscht über die Reaktionen von Menschen gewesen, die überhaupt keinen Schimmer gehabt hätten, was mit Cutler wirklich los war.
Er selbst kenne den Quarterback der Bears schon seit ein paar Jahren und weiß, wie hart er sein kann. Schon alleine die Tatsache, daß er als Typ 1 Diabetiker an jedem verdammten Sonntag auf dem Platz stehe, könne man ihm gar nicht hoch genug anrechnen.
Rodgers ging auch noch mal auf das Gerücht ein, daß er selber eine Gehirnerschütterung bekommen hätte. Nach dem Hit von Peppers wäre doch gar nicht möglich, daß es nicht so wäre.
Doch der Quarterback der Packers betonte erneut, daß er keine Gehirnerschütterung erlitten hätte und daß er das seinem neuen Helm zu verdanken hat.

Der verstauchte Knöchel, den sich Steelers Center Maurkice Pouncey gegen die Jets zuzog, wird wohl seinen Einsatz im Super Bowl verhindern.
Der Rookie wurde in der ersten Runde der letzten Draft einberufen und wurde in den Pro Bowl gewählt. Er verletzte sich bereits im ersten Viertel und wurde durch Doug Legursky ersetzt, der einige Snaps vergeigte.
Doch Legursky wird vorerst mit der ersten Mannschaft trainieren und sich besser mit Ben Roethlisberger einspielen.

Dick LeBeau wird weiter für die Steelers arbeiten, wenn er überhaupt weiter als Coach arbeitet.
Der 73-jährige Defensive Coordinator wird von den Arizona Cardinals umworben, aber auch einige Collegeteams haben Kontakt zu ihm aufgenommen.
Doch LeBeau sagte in einem Interview, daß er nur für die Steelers arbeiten würde, wenn er nicht in den Ruhestand tritt.

In New Orleans wird der 36 Jahre alte Superdome von Grund auf renoviert. Dabei wird auch seine Form von dem bekannten Oval auf eine etwas eckigere Form verändert.
Der ganze Spaß wird über $85 Millionen kosten.
Dabei haben die Reparaturen nach dem Hurrikan Katrina bereits $225 Millionen verschlungen.
Dafür darf das älteste überdachte Stadion in Amerika auch noch einen weiteren Super Bowl beheimaten. 2013 wird das Endspiel der NFL wieder in New Orleans ausgetragen.

Roger Goodell hat ein Herz für seine Spieler.
Wenn der Chef der NFL die Spieler für die Saison 2011 aussperrt und sie vom Ausüben ihres Jobs abhält, dann will er sich solidarisch zeigen. Für die Dauer der Saison wird sich der Commissioner der Liga seine Bezüge auf 1 Dollar reduzieren.
Auch sein Chefunterhändler Jeff Pash wird nur $1 bekommen.
2009 bezog Goodell ein Grundgehalt von $2,9 Millionen und brachte es mit Boni auf weitere $9,76 Millionen.

26. 01. 2011

Kurzberichte
vickDer Pro Bowl Quarterback der Philadelphia Eagles, Michael Vick (Bild), hat einen neuen Werbevertrag unterschrieben.
Vick macht zunächst für zwei Jahre Werbung für Unequal Technologies, einem Hersteller von Footballschutzpolstern.
Es ist der erste Werbevertrag für ihn, seit er vor zwei Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde.
Wie hoch der Vertrag dotiert ist, wurde nicht verlautbart. Aber laut Rob Vito, dem Vorstandsvorsitzenden der Firma, soll er recht hoch sein.

Dolphins General Manager Jeff Ireland sagte, daß die Dolphins weiter mit Quarterback Chad Henne planen. Auch wenn Henne nicht das Gelbe vom Ei ist, ist er weiter als möglicher Starter für das Team eingeplant.
Henne startete 2010 in 14 Spielen und warf 19 Interceptions.

Der Ochocinco-Schwachsinn hat ein Ende.
Chad Johnson nennt sich wieder Chad Johnson.
Es hätte ihm Spaß gemacht, sagte der Wide Receiver der Bengals, aber jetzt wäre es genug damit.
Vor der Saison 2008 hatte sich Johnson dazu entschlossen, sich den spanischen Namen seiner Trikotnummer geben zu lassen.
Ob dieser erneute Namenswechsel auch einen Teamwechsel folgen lässt?

Batman und Robin wollen eine andere Stadt bewachen.
Chad Johnson und Terrell Owens, die in Cincinnati als das dynamische Duo bezeichnet wurden, wollen weg von den Bengals.
Sie haben sich vorgenommen, gemeinsam zu den Jets zu wechseln.
Beide wollen unbedingt mit einem Head Coach wie Rex Ryan zusammenarbeiten, der mit ganzem Herzen und voller Enthusiasmus bei der Sache wäre. Ein deutlicher Seitenhieb auf Marvin Lewis, der beides vermissen lässt.
Der Head Coach der Bengals äußerte sich nochmals zu den Wechselabsichten, die Chad Johnson letzte Woche, damals noch als Chad Ochocinco, äußerte. Johnson hatte sich da selber den Patriots angeboten. „Belichick wird wohl nicht so dumm sein,“ sagte Lewis dazu bissig.

Packers Quarterback Aaron Rodgers glaubt, daß sein neuer Helm ihn vor einer Gehirnerschütterung bewahrt hat.
Rodgers wurde von Bears Defensive End Julius Peppers bei einem illegalen Hit mit dem Helm voran voll an seinem Helm getroffen und zu Boden geknallt.
Es war eine der Szenen, bei denen viele Spieler zuvor in der Saison mit dröhnendem Schädel nicht mehr zurückkamen.
Doch Rodgers hatte nach seiner zweiten Gehirnerschütterung in dieser Saison den Helm gewechselt und ein besser gepolstertes Modell angezogen.
„Das war Glück, sagte er. „Der Helm ist zwar unbequem und ich muss mich immer noch an ihn gewöhnen, doch ich bin froh, daß ich ihn getragen habe. Der Hit war hart. Er tat ganz schön weh. Aber ich weiß, wie sich eine Gehirnerschütterung anfühlt und der neue Helm hat mich vor einer weiteren bewahrt.“

Die Packers haben kein Herz für verletzte Spieler. Sie fliegen mit der einsatzfähigen Mannschaft am Montag nach Dallas. Am Dienstag werden die Mannschaftsfotos aufgenommen und erst am Donnerstag werden die 16 Spieler eingeflogen, die auf der Verletztenliste stehen.
Darüber zwitscherten Linebacker Nick Barnett und Tight End Jermichael Finley ihren Unmut. Sie finden, daß sie als Teil der Mannschaft 2010 auch auf dieses Foto gehören.
Doch der Pressesprecher der Mannschaft sagte, daß die verletzten Spieler nahezu zwei Wochen ihrer Rehabilitationszeit verlieren würden, wenn sie früher nach Dallas kämen, das wäre nicht hinnehmbar.

31:17
Dieses Ergebnis ergab eine Umfrage unter erwachsenen Sportfans in den USA.
Sie wurden gefragt, welche Sportart sie am Liebsten haben. Die NFL bekam 31% der Stimmen, Baseball gerademal magere 17%.
Das sit ein eindeutiges Votum zugunsten unserer liebsten Sportart.
Dennoch haben wir Boden verloren. Im Jahr zuvor ging das Ganze noch 35:16 aus.
Seit 1985 haben wir allerdings einen ganz schönen Vorsprung herausgeholt. 1985 wurde die Umfrage zum ersten Mal veranstaltet und da sah es mit 24:23 für die NFL noch ganz schön eng aus.
Baseball hat ganz schön nachgelassen, wie ja auch die Einschaltquoten zeigten, wenn die NFL in dieser Saison gegen die unzähligen Playoffspiele der MBL zeitgleich spielte. Jedes Mal hatten die Footballspiele wesentlich höhere Einschaltquoten.

25. 01. 2011

DeMaurice Smith erklärt der NFL den Krieg
CROMARTIE-antonioJets Cornerback Antonio Cromartie (Bild) ist sauer auf beide Seiten im „Krieg“ der NFL gegen die Spielergewerkschaft.
Beide Gegner würden in letzter Zeit nur noch übereinander herziehen, statt miteinander zu reden. Die Gewerkschaft, wie auch die NFL, sollten sich mit der gezeigten Aggressivität für eine Lösung einsetzen, statt zu versuchen, den anderen in Mißkredit zu bringen.
Für die Kriegsparteien ginge es nur ums Geld. Aber für die Spieler ginge es um Existenzen. Nicht jeder NFL Spieler bekommt ein Jahresgehalt, das ihm ein sorgenfreies Leben gestattet. Ein Jahr ohne Einkommen würde viele Spieler an den Rand des Ruins führen.
Er fuhr fort: „Der Chef unserer Gewerkschaft agiert wie ein (Piep),“ sagte Cromartie. „Sie bringen ihre Leute dazu, wie (Piep) zu handeln. Sie sollten die (Piep) Sache auf die Reihe bringen und einen Abschluss erreichen.“
Auch NFL Chef roger Goodell ist nicht glücklich über den Verlauf der Verhandlungen und darüber, daß sein gegenüber, DeMaurice Smith, die Sache zum Krieg erklärt habe.
Auch er wäre froh darüber, wenn Smith die Verhandlungen als Verhandlungen ansähe und nicht als Krieg.
Aber von Anfang an hatte er davor gewarnt, daß Smith in seinem ersten Jahr als Vorsitzender der Gewerkschaft zuvorderst um sein Image kämpfen würde und erst an zweiter Stelle um die Sache.
Der ehemalige Anwalt wolle zuerst sein Ego befriedigen und als sich als harter Verhandlungsgegner profilieren. Wie die Verhandlungen für seine Spieler verlaufen, die er vertritt, interessiere ihn erst mal nicht.

Kurzberichte
Eine Gruppe Namens „Black Eyed Peas“ wird die Halbzeitpause des Super Bowls bestreiten.
Da ist es angenehm, daß man sich wohl wenigstens die Nationalhymne anhören kann. Die wird von Christina Aguilera vorgetragen.
Die Sängerin hat etwas mit den Steelers gemeinsam, die sechs mal den Super Bowl gewonnen haben. Sie hat fünf mal den Grammy erhalten, ist also ähnlich erfolgreich, wie die Steelers.

Bears Head Coach Lovie Smith ist der Kragen geplatzt über all die Kritik, die sein Quarterback hat einstecken müssen.
Erste Untersuchungen haben ergeben, daß sich Jay Cutler einen Innenbanddehnung im linken Knie zugezogen hat. Er lobte Cutler ausdrücklich, weil er versucht habe, damit weiterzuspielen. Die Verletzung zog er sich im zweiten Viertel zu. In der zweiten Halbzeit kam er für die erste Angriffsserie noch mal auf den Platz.
Jeder, der seinen Quarterback als Weichei bezeichnet hat, solle sich schämen, schäumte Smith. Es wäre nicht Cutlers Entscheidung gewesen, nicht mehr zu spielen, sondern seine. Cutler habe weiterspielen wollen. Als Head Coach habe er aber nicht gesehen, daß sein Quarterback dem Team mit der Verletzung noch weiter hätte helfen können.
Da kam Widerspruch aus New Orleans. Saints Head Coach Sean Payton sagte, daß sich sein Quarterback in der Saison auch eine solche Verletzung zugezogen hätte, doch Drew Brees habe damit bis zur Niederlage im Wild Card Spiel weitergespielt.
Und da heißt es immer, daß die eine Krähe der anderen kein Auge aushackt.

Die Bengals haben nicht vor, Carson Palmer ziehen zu lassen.
Der Quarterback möchte zu einem anderen Team wechseln. Wenn die Bengals ihm das nicht erlauben, will er in den Ruhestand treten.
Schon vor einer Woche habe er um seine Freigabe gebeten, sagte Bengals Besitzer Mike Brown. Doch er habe ihm klipp und klar gesagt, daß das nicht möglich wäre. Die Pläne für die Zukunft des Teams würden um Palmer herum geschmiedet.
Doch Palmer möchte, wie auch Chad Ochocinco, das stinkende Schiff verlassen, das weiter vom erfolglosen Head Coach Marvin Lewis in den Untergang gesteuert wird.
Schon sofort nachdem das Team den Vertrag von Lewis verlängert hatte, hatte sich Palmer enttäuscht über diese Entscheidung geäußert.
Die Bengals sind bekannt für ihren harten Umgang mit wechselwilligen Spielern. Sie haben schon so manchen Streik ihrer Angestellten ausgesessen.

24. 01. 2011

Championships
rodgers-aaron200Nach dem NFC Endspiel fragte man sich ernsthaft, was die Bears dort verloren hatten?
Nun, zuerst Quarterback Jay Cutler, dann das Spiel und von der Qualität her... NICHTS!
Das Spiel plätscherte belanglos und öde vor sich hin, und es war ein Wunder, daß die Packers in der ersten Halbzeit nicht mehr Punkte produzierten.
Die Defense Chicagos wurde von der Offense Green Bays wie ein Tanzbär am Nasenring durch das Stadion gezogen.
Dabei war das doch der Mannschaftsteil, auf den die Bears soooo stolz waren.
Die Offense der Bears tat das, was sie immer tut, sie versuchte das Spiel nicht zu vergeigen.
Immerhin hatte Jay Cutler sich gegen die Seahawks keinen Fehlwurf geleistet. Doch genau das war es, worauf man hier wartete. Aber auch gegen die Packers blieb er fast zwei Viertel ohne Interception.
Erst 32 Sekunden vor der Halbzeit warf er aus aussichtsreicher Position einen Ball zu einem Verteidiger der Packers, zu Sam Shields.
Es gibt also noch Sachen, auf die man sich verlassen kann.
In der zweiten Halbzeit kam Cutler erst gar nicht zurück aufs Feld. Er hatte es am Knie. Seine unsägliche Bilanz bis dahin: 14 Pässe geworfen, 6 vervollständigt für 80 Yards und 1 Interception.
Für ihn kam Todd Collins auf den Platz, der genauso einen Müll produzierte, wie Cutler. Er warf vier Pässe, ohne einen an den Mann zu bringen.
Dann kam der dritte Mann, Caleb Hanie. Er bewegte den Angriff nach vorne.
Er vervollständigte 13 seiner 20 Pässe für 153 Yards, warf 1 Touchdown, aber auch 2 Interceptions. Dafür darf man dem jungen Mann aber keinen Vorwurf machen, der als absoluter Notnagel in einem Endspiel ins Feuer geworfen wurde. Er machte die öde Angelegenheit wenigstens noch etwas spannend.
Den zweiten Interception warf er 37 Sekunden vor Ende des Spiels zu Sam Shields, an der 12 der Packers, beim Stand von 21:14 für Green Bay.
Beinahe hätte er die Sensation noch geschafft.
Aaron Rodgers (Bild) leistete sich auch zwei Interceptions und verhinderte beim zweiten einen Touchdown der Bears. Er warf den Ball passgenau auf den freistehenden Brian Urlacher von den Bears, an deren 5-Yardslinie.
Urlacher rannte mit dem Ball los und an der 45 der Bears brachte Rodgers ihn ins Straucheln, als er ihn noch gerade so mit dem Arm am Fuß berührte.
Diese Szene hätte dem Spiel eine andere Wendung gegeben, zumal die Defense der Bears in der zweiten Halbzeit zu ihrer normalen Form auflief.
So aber ging das Spiel mit 21:14 glücklich, aber letztlich verdient, für die Packers aus.

In Pittsburgh gab es auch nicht viel mehr Punkte, aber ein wesentlich besseres Spiel.
Die Steelers hatten die Jets in der ersten Halbzeit vollkommen im Griff und gingen mit 24:3 in die Pause.
Nach der Pause bestimmten die Jets das Spiel und Pittsburgh entkam nur knapp einer Niederlage.
Nachdem Pittsburgh 24 Punkte ohne Gegenpunkt vorlegte, erzielte New York 19 Punkte ohne Gegenpunkt.
Ben Roethlisberger blieb ohne Touchdownpass, warf aber zwei Interceptions.
Mark Sanchez warf 2 Touchdownpässe und blieb ohne Interception.
Doch es half nichts. Die Überlegenheit der Steelers in der ersten Halbzeit, rettete sie über die Ziellinie.
Nachdem die Jets 3:36 Minuten vor Spielende auf 19:24 herangekommen waren, kamen sie nicht wieder in Ballbesitz.
Für die Jets war es eine bittere Niederlage, waren sie doch zum zweiten Mal in Folge im AFC Endspiel und wieder knapp vor dem Ziel gescheitert. Dabei hatten sie zuvor schon zwei Serien- Super Bowl –Sieger mit den Colts und Peyton Manning und den Patriots mit Tom Brady aus dem Weg geräumt. Am dritten Serien- Super Bowl -Sieger Pittsburgh und Ben Roethlisberger bissen sie sich die Zähne aus.
Damit kommt es zu einem Super Bowl mit zwei Urgesteinen der NFL. Die Pittsburgh Steelers, gegründet 1933, 7 Super Bowl Teilnahmen mit 6 Siegen, treffen auf die Green Bay Packers, gegründet 1919, 4 Super Bowl Teilnahmen, 3 Siege.

Kurzberichte
Die Buchmacher haben sich schnell festgelegt.
Kurz nachdem das AFC Endspiel beendet war, erklärten sie die Packers zum Favoriten im Super Bowl.
Allerdings bekäme man für zwei gewettete Dollar nur drei zurück, ein knapper Favorit also.

Carson Palmer hat anscheinend die Nase von den Bengals voll.
Der Quarterback möchte zu einem anderen Team wechseln dürfen, ansonsten, so drohte er, würde er in den Ruhestand treten.
Allerdings kann man doch nur mit etwas drohen, wovor jemand anderes Angst hat. Und daß irgend jemand in Cincinnati Angst davor hat, daß Palmer in den Ruhestand geht, ist kaum vorstellbar.
Sein Vertrag den er nach der Saison 2005 abschloss, ist $97 Millionen wert und läuft noch bis zum Ende der Saison 2014. Für die Saison 2011 und 2012 würden ihm je $11,5 Millionen zustehen, für 2013 $13 Millionen und für 2014 $14 Millionen.
Das ist er nicht wert und Cinci dürfte seinen Wechselabsichten nicht abgeneigt sein.

Nach dem NFC Endspiel verbrannten einige frustrierte Bearsfans ihre Jay Cutler Shirts.
Der Quarterback hatte in der ersten Halbzeit unsäglich agiert und blieb in der zweiten Halbzeit wegen einer Knieverletzung an der Seitenauslinie.
Einer „angeblichen“ Knieverletzung, wie viele Fans, einige Reporter und sogar ein paar Teamkollegen mutmaßten.
Auf jeden Fall sprachen ihm viele Fans auf Twitter die nötige Härte ab, die ein hochbezahlter Quarterback in einem Endspiel an den Tag legen sollte. Er habe sein Team schmählich im Stich gelassen, lautet der Tenor dort.
„Mann kann auf unserer Position auch mit einer Verletzung spielen“, sagte Trent Dilfer, ein Super Bowl Sieger. “Einige von uns haben das sogar schon getan.“
Running Back Maurice Jones-Drew von den Jaguars zwitscherte auch seine Meinung: „Ich glaube, hier greift die Urban Meyer Regel. Wenn es Dir zu hart wird... gib auf.
Ich sage, daß er das Spiel mit einer Knieverletzung auch zu ende hätte spielen können. Ich habe die ganze Saison mit einer Knieverletzung gespielt.“
(Urban Meyer war der Head Coach der University of Florida, der die Brocken hinschmiß, weil es ihm zuviel wurde.)
Ich stelle hier mal die Frage: „Wäre das Spiel für die Bears besser verlaufen, wenn Cutler weitergespielt hätte?“
Und ich liefere auch die Antwort: „Nein!!!“

22. 01. 2011

Kurzberichte
Stafford-Matthew3Matthew Stafford (Bild) wurde am Freitag an der rechten Schulter operiert.
Die Operation des Quarterbacks der Lions ist gut verlaufen und in vier Monaten soll Stafford wieder einsatzbereit sein.
Zweimal hatte der Quarterback in der vergangenen Saison eine ausgekugelte Schulter. Zuerst dachte man, daß eine Ruhepause reichen würde, die Schulter zu heilen, aber dann blieb doch nur die Operation.
Bis jetzt erweist sich die Nr. 1 der Draft von 2009 als Vollflop, da er öfter verletzt zusieht, als selber zu spielen. Er ist auf dem besten Weg, ein zweiter Chad Pennington zu werden.

Die Browns haben einen neuen Defensive Coordinator.
Dick Jauron ersetzt den zu den Cowboys gewechselten Rex Ryan. Der 60-jährige Jauron war in der letzten Saison Defensive Back Coach der Eagles.
Bei den Bears und den Bills hat er vor Jahren versucht, den Head Coach zu geben, das allerdings sehr erfolglos.

Chris Simms, Ex-Quarterback der Titans und Söhnchen von Phil Simms, stand vor Gericht, weil er unter Marihuanaeinfluß Auto gefahren ist.
Er lehnte es ab, sich schuldig zu bekennen und wird am 1. März seinen Prozess erleben.
Hätte er sich schuldig bekannt, hätte er $500 Strafe zahlen und 5 Tage Gemeindearbeit leisten müssen. Seinen Führerschein wäre er für 90 Tage losgeworden.
Sollte er im Prozess schuldig gesprochen werden, könnte er ein Jahr hinter Gittern verschwinden.

Der beste Tight End der NFL wollte nach dieser Saison aufhören. Am Freitag sagte Falcons Tight End Tony Gonzales in einem Interview, daß er doch noch eine Saison dranhängen wolle.
In der abgelaufenen Saison fing Gonzales nur 70 Pässe für 656 Yards, war aber hinter Pro Bowl Wide Receiver Roddy White zweitbester Receiver des Teams.

Nach sechs Jahren als Head Coach der University of Pittsburgh kehrt Dave Wannstedt in die NFL zurück.
Nach sechs Jahren und 42-31 Siegen legte die Universität ihm nahe, zu kündigen.
Bei den Bills wird er Linebacker Coach und stellvertretender Head Coach.
In der Saison 2000 war Wannstedt Head Coach der Dolphins und Chan Gailey sein Offensive Coordinator. Bei den Bills sind die Rollen des Chefs und des Assistenten nun vertauscht.
Wannstedt war der Defensive Coordinator der Dallas Cowboys, als diese 1993 gegen Buffalo den Super Bowl gewannen.

Bei den Jets meldeten sich zwei Verletzte zum Training zurück.
Linebacker Jason Taylor durfte nach seiner Gehirnerschütterung ein leichtes Training aufnehmen und Wide Receiver - Kick Returner Brad Smith hat seine Leistenverletzung auskuriert.

Bei den Steelers meldeten sich zwei Verletzte zum Training zurück.
Cornerback Bryant McFadden hatte eine Bauchmuskelzerrung und Troy Polamalu hat seine verletzte Achillessehne genug geschont.
Beide werden am Sonntag antreten können.

21. 01. 2011

Kurzberichte
frazier-leslieSeinen Trainerstab hat Leslie Frazier (Bild) soweit aufgestockt, jetzt will der Head Coach der Vikings sich nach einem neuen Quarterback umsehen. Frazier rechnet nicht mit der nochmaligen Rückkehr von Brett Favre.
Minnesota hat Joe Webb und Tarvaris Jackson, dessen Vertrag allerdings ausläuft.
Vince Young, der von den Titans nach dieser Saison wegen Leistungsunwilligkeit gefeuert wurde, wird als Kandidat für die Vikings gehandelt.

Die Titans haben Defensive Coordinator Chuck Cecil gefeuert.
Tennessees Verteidigung rangierte im Keller der 32 NFL Teams und die Titans konnten nur sechs Spiele gewinnen bei 10 Niederlagen
Genau wie Head Coach Jeff Fisher war Cecil 10 Jahre bei den Titans tätig. Zunächst war er Coach der Defensive Backs, bevor er vor zwei Jahren zum Defensive Coordinator befördert wurde.
Die Entlassung habe ihn ziemlich überrascht, sagte er der Presse. Aber so sei das in der NFL. Das Leben könne sich vom einen auf den anderen Tag ändern.

Chad Ochocinco ist wohl nicht so wahnsinnig zufrieden mit der Entscheidung der Bengals, an dem erfolglosen Head Coach Marvin Lewis festzuhalten.
Er sagte in seinem Twitterstübchen, daß er bestimmt sehr gut zu den Patriots passen würde. Damit äußerte er indirekt seine Wechselabsichten.
Darauf angesprochen erwiderte Lewis, daß Mr. 85 es wohl nicht verkrafte, daß niemand über ihn spreche. Wenn er wolle, daß man über ihn spreche, solle er Footballspiele gewinnen.
Ja wie denn, Mr. Lewis, bei einem Head Coach wie Ihnen?

Die Reparatur des Daches des Metrodomes wird länger dauern, als befürchtet.
Bis zum Start der Vorbereitungsspiele 2011 wird es nicht fertig werden. Da käme ein Ausfall der Saison gerade recht.

20. 01. 2011

Kurzberichte
brady-tom3Am heutigen Donnerstag wird Tom Brady (Bild) operiert. Der Quarterback der Patriots hat eine Stressfraktur im rechten Fuß, die ihn die ganze Saison über behindert hat.
Bei der Operation wird ihm eine Schraube in den Fuß eingesetzt. Wenn der Heilungsprozess normal verläuft, wird Brady zum Beginn des Trainingscamps wieder einsatzbereit sein.
Zur Saison 2012, wenn 2011 ausfällt, wird er auf jeden Fall voll wieder hergestellt sein.
Seinen Platz im Pro Bowl Kader der AFC wird Matt Cassel einnehmen, sein ehemaliger Teamkollege, der jetzt für die Chiefs spielt.

Die Top-Priorität für Seahawks Head Coach Pete Carroll ist ein neuer Vertrag für Matt Hasselbeck.
Er will den Quarterback, der in der letzten Saison 12 Touchdowns und 17 Interceptions warf auf jeden Fall behalten. Mit ihm will Carroll auf das Erreichte aufbauen und in der nächsten Saison, vielleicht sogar mit einem positiven Punktekonto, wieder in die Playoffs einziehen.
Hasselbeck ist seit 10 Jahren Quarterback der Seahawks und hat einmal den Super Bowl mit dem Team erreicht.

Bei den Jets durfte Jason Taylor nicht am Training teilnehmen. Der Linebacker zog sich gegen die Patriots eine Gehirnerschütterung zu.
Ob er gegen die Steelers mitmischen kann, wird sich noch entscheiden.

Bei den Steelers wurde unter anderem Troy Polamalu geschont.
Der Safety ist an der Achillessehne verletzt und im Spiel gegen die Ravens merkte man, daß er nicht mit voller Leistung dabei ist.

Die Cowboys und Rob Ryan wurden sich einig.
Ryan soll als Defensive Coordinator die lustlose Combo wieder auf Trapp bringen, die letztes Jahr weit unter ihren Fähigkeiten blieb.
In der nächsten Saison gibt es damit ein weiteres Familienduell, wenn Rob Ryans Cowboys auf Rex Ryans Jets treffen.

Sean McDermott hat einen neuen Job.
Erst letzte Woche wurde der Defensive Coordinator von den Eagles gefeuert und am Mittwoch unterschrieb er in Carolina.
McDermott und der der neue Head Coach der Panthers, Ron Rivera, arbeiteten schon bei den Eagles zusammen.
Der bisherige Defensive Coordinator der Panthers, Ron Meeks, wurde zum Secondary Coach degradiert.

19. 01. 2011

Kurzberichte
cable-tomTom Cable (Bild) habe Al Davis belogen und betrogen, deshalb musste der Besitzer der Raiders seinen Head Coach feuern. Unter keinen Umständen hätte er weiter mit ihm arbeiten können, sagte er der Presse.
Außerdem laufen zwei Gerichtsprozesse gegen den Club, die auf Verfehlungen Cables zurückzuführen sind. Aus diesem Grund behielt Davis $120.000 von Cables Gehalt ein.
Davis scheint das Schlechteste in Head Coaches hervorzubringen. Auch die beiden Vorgänger Cables schieden im Streit und versuchen vor Gericht an ihre ausstehenden Gehälter zu kommen.

Tom Cable hat einen neuen Job. Als Head Coach der Raiders wurde er vor Kurzem gefeuert, am Dienstag unterschrieb er bei den Seahawks.
In Seattle wird er als Offensive Line Coach und stellvertretender Head Coach agieren.

Mike Singletary hat einen neuen Job. Als Head Coach der 49ers wurde er vor dem letzten Saisonspiel gefeuert und am Dienstag unterschrieb er bei den Vikings.
Dort trifft er mit Head Coach Leslie Frazier zusammen, der zusammen mit ihm in der Defense der Bears spielte, als diese sich den Spitznamen „Monsters of the Midway“ erspielte.
Singletary hat in Minnesota als Linebacker Coach und stellvertretender Head Coach angeheuert.

Josh McDaniels hat einen neuen Job. Als Head Coach der Broncos wurde er in der Saison gefeuert und am Dienstag unterschrieb er bei den Rams.
St. Louis brauchte einen neuen Offensive Coordinator, nachdem Pat Shurmur als Head Coach nach Cleveland ging.
McDaniels trifft auf ein Team, das um Quarterback Sam Bradford herum zusammengestellt wird. Das ist genau das Richtige für McDaniels, der bei den Patriots Tom Brady und Matt Cassell zu Höchstleistungen brachte.

Colts Besitzer Jim Irsay hat viel Arbeit vor sich. Als erstes will er Safety Bob Sanders zu einer Gehaltskürzung überreden. Sanders ist einer der besten Safeties der Liga, aber er sieht öfter verletzt von der Seitenauslinie zu, als daß er ins Geschehen eingreifen kann. Er spielte in den sieben Jahren, die er bei den Colts ist, in 48 Spielen und in 64 Spielen trat er wegen Verletzungen nicht an.
Danach will Irsay dann Peyton Manning zum reichsten NFL Spieler aller Zeiten machen.
Beide Spieler werden von demselben Agenten vertreten, Tom Condon.
Letztes Jahr unterschrieb Peytons jüngerer Bruder Eli einen Vertrag über jährliche $16,25 Millionen bei den Giants und Peyton dürfte ja wohl wesentlich mehr wert sein, als der Interceptionwerfer Eli.
Danach unterschrieb Tom Brady seinen neuen Vertrag bei den Patriots über $18 Millionen pro Jahr. Die Garantiesumme für Brady liegt bei $48,5 Millionen. Das ist weniger, als Sam Bradford als Rookie von den Rams im März erhielt, er bekam $50 Millionen garantiert.
Das Alles will Irsay nun toppen, wenn Peyton Manning seinen neuen Vertrag unterschreibt.

18. 01. 2011

Kurzberichte
favre-brett-viking2Brett Favre (Bild) hat seine Ruhestandsurkunde unterschrieben.
Der 41-jährige hat in den letzten Jahren ein unsägliches Theater veranstaltet, nachdem er 2008 und 2009 bereits in den Ruhestand getreten war. Immer wieder kündigte er seine Rückkehr an, um dann von dieser Aussage zurückzutreten und dann doch wieder zu spielen.
Doch da hatte er auch noch nicht die Rücktrittsurkunde unterschrieben.
Das hat er laut FOX am Montag getan und ein nochmaliger Rücktritt vom Rücktritt ist damit zwar nicht ausgeschlossen, aber etwas unwahrscheinlicher geworden.
Auf seiner Internetseite verkauft der Ex- Quarterback der Packers, Jets und Vikings seit Sonntag Fanartikel mit dem Aufdruck: „Danke für die Erinnerungen“.

Die Jets ließen ihren Glücksgefühlen nach dem überraschenden Sieg gegen die Patriots ihren Lauf und die Patriots ärgern sich darüber.
Nachdem Running Back Shonn Greene den spielentscheidenden Touchdown erzielt hatte, lag er am Boden und seine Teamkollegen stürmten auf ihn los und umarmten ihn. Auch Head Coach Rex Ryan „lief“ zu seinen Spielern um an der Feier teilzunehmen, die mit einer Strafe wegen unsportlichen Verhaltens belegt wurde. Feiern und sich freuen ist in der NFL verpönt.
Patriots Wide Receiver Deion Branch sagte, daß die Jets keine Klasse hätten.
Was wird's die Jets scheren?
Sie hatten ihren Spaß und sie hatten ihn zurecht.
Nachdem sie das letzte Spiel an gleicher Stelle in Woche 13 noch sang- klang- und hilflos mit 3:45 verloren hatten, bedeutete ihnen das Weiterkommen in den Playoffs gegen New England doppelt soviel.
Und die Patriots wurden als schlechte Verlierer entlarvt.
Allerdings sollen einige Spieler der Jets obszöne Gesten in Richtung der Zuschauer gemacht haben. Das wird bestimmt von der NFL unter die Lupe genommen und entsprechend bestraft, wenn es sich als Wahr herausstellt.

Die Oakland Raiders haben einen neuen Head Coach, Hue Jackson.
Der 45-jährige war in der letzten Saison der Offensive Coordinator des Teams. Unter seiner Führung konnten die Raiders die Saison mit 8-8 Siegen beenden, die erste Saison ohne negative Bilanz seit 2002.
In der eigenen Division gewann Oakland jedes Spiel und wurde das erste Team in der Geschichte der NFL, das alle Divisionsrivalen schlagen konnte und nicht in die Playoffs kam.

Der härteste Gegner der Packers sind nicht die Bears sondern der Platz, das jedenfalls meint Packers Wide Receiver Greg Jennings.
Der Naturrasen im Soldier Field ist der wohl schlechteste Belag aller Stadien in der NFL.
Als Jennings das Spiel der Seahawks in Chicago sah, fiel ihm auf, daß die Wide Receiver der Hawks rutschten und jedesmal große Stücke des Rasens aus dem Boden gerissen wurden.
Die Receiver der Bears wären mit dem Platz besser zurecht gekommen.
Vor dem Spiel am Sonntag müssten er und seine Mitspieler soviel Zeit wie möglich auf dem Platz verbringen, um sich an ihn zu gewöhnen.

17. 01. 2011

Divisional Playoffs, Tag 2
Ryan-RexVor der Saison war für Rex Ryan (Bild) eins klar, seine Jets werden den Super Bowl gewinnen.
Die Playoffs wurden erreicht und in der ersten Runde räumten sie die Colts aus dem Weg.
In der Woche vor dem Spiel gegen die Patriots entbrannte ein Krieg der Worte zwischen den Jets und den Pats, dem New York Taten folgen ließ.
Das dumme Gelaber zwischen den Teams nahm Formen an, die die NFL einschreiten ließ. Sie ermahnte beide Teams, etwas vorsichtiger in der Wahl ihrer Sprüche zu sein.
Bei den Patriots ging es soweit, daß Head Coach Belichick einen seiner zuverlässigsten Receiver, Wes Welker, zur Strafe in der ersten Angriffsserie auf der Bank sitzen ließ. Er hatte sich zu explizit über den Gegner geäußert.
Doch auch mit Welker lief es nach dem ersten Drive nicht besser für New England. Egal wohin Brady auch passen wollte, überall waren zwei Verteidiger an seinen Receivern. Es war, als ob die Jets 14 oder 15 Verteidiger auf dem Platz hatten.
Auf der anderen Seite war die Defense der Patriots nicht in der Lage den eher mittelmäßigen Angriff der Jets ausreichend zu bremsen.
Überhaupt lieferte New England das schlechteste Spiel der Saison ab, und das an einem Tag, an die Jets über sich hinauswuchsen.
Jets Quarterback Mark Sanchez warf drei Touchdownpässe und die Verteidigung sackte Tom Brady fünf mal. Außerdem fingen sie einen seiner Pässe ab und den letzten Interception zuvor warf Brady in Woche sechs bei einem Ave Maria Pass in die Endzone der Ravens. Danach warf er 339 Pässe ohne einmal abgefangen zu werden.
Die Jets haben ihre Hausaufgaben nach der 3:45 Niederlage gegen New England am 6. Dezember gemacht und nichts was die Patriots ihnen zeigten, konnte sie überraschen.
Nach diesem 28:21 Sieg geht es nach Pittsburgh, wo der Kartenvorverkauf für das überraschende weitere Heimspiel begonnen hat.
Einen Favoriten für dieses Spiel gibt es nicht. Zuletzt spielte New York in Woche 15 in Pittsburgh und gewann 22:17.

In Chicago gab es keine Überraschung.
Die Bears hielten den schlechtesten Playoffteilnehmer aller Zeiten in Schach und zeigten den Seahawks, daß sie wirklich nicht in die Endrunde gehörten.
Doch, eine Überraschung gab es, Bears Quarterback Jay Cutler leistete sich keinen Fehlwurf. Auch Matt Hasselbeck blieb ohne Interception und das, obwohl sich beide zusammen in der Saison 40 Interceptions leisteten, Cutler 17, Hasselbeck 23.
Jay Cutler warf nicht nur zwei Touchdownpässe, er lief auch zweimal mit dem Ball in die Endzone.
Bei diesem Spiel gibt das Ergebnis den Spielverlauf völlig verzerrt wieder.
Chicago gewann zwar nur 35:24, aber nur, weil die Bears ab dem dritten Viertel auf Trainingsspielmodus umschalteten.
Chicago hatte sich eine komfortable 28:0 Führung erspielt und schonte sich danach verdientermaßen.
Wenn die Seahawks noch näher herangekommen wären, hätten die Bears jeder Zeit wieder etwas anziehen können.
Seattle wurde endlich aus den Playoffs gekickt und beendete die Saison mit 8-10 Siegen.
Entwarnung konnte kurz nach dem Spiel für zwei Seahawksspieler gegeben werden. Sowohl Marcus Trufant als auch John Carlson verletzten sich und mussten vom Platz gefahren werden, nachdem sie minutenlang regungslos am Boden lagen. Beiden geht es gut und sie sind nicht schwer verletzt.
In Chicago kommt es im NFC Endspiel zu dem erneuten Aufeinandertreffen der beiden Divisionsrivalen aus Chicago und Green Bay. Jeder konnte ein Saisonspiel für sich entscheiden und auch in diesem Spiel gibt es nicht wirklich einen Favoriten.

16. 01. 2011

Divisional Playoffs, Tag 1
roethlisberger-und-tomlinDas Spiel der Ravens in Pittsburgh hatte zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten machten die Steelers die Fehler und Baltimore profitierte, in Halbzeit zwei war es genau andersherum.
Baltimore gewann die erste Halbzeit mit 21:7 und konnte dabei zwei Ballverluste der Steelers in Punkte umwandeln. 14 dieser 21 Punkte fielen innerhalb von 27 Sekunden. Pittsburgh war nach einem Touchdown der Ravens kurz vor der eigenen Endzone und Big Ben wollte einen Pass werfen. Er täuschte einen Wurf an und zog den Arm zurück. Kurz bevor der Arm ein weiteres Mal nach vorne ging, schlug Terrell Suggs ihm den Ball aus der Hand.
22 Spieler standen auf dem Platz und sahen auf den Ball, der einsam und verlassen an der 13 auf dem Feld lag. Auch die Schiedsrichter sahen sich die Szene an und da keiner von ihnen den Spielzug abgepfiffen hatte, wunderten sie sich wohl, was in den Spielern vorging. Ein, zwei, drei Sekunden dauerte das, bis ein Spieler seine Intelligenz entdeckte, Corey Redding von den Ravens. Er ging zu dem Ball, nahm ihn auf und spazierte in die Endzone. Jetzt erst pfiffen die Schiedsrichter den Spielzug ab und gaben einen Touchdown für Baltimore.
Die Wiederholungen zeigten, daß sie völlig korrekt gehandelt hatten. Der Arm von Ben Roethlisberger war noch nicht in der Vorwärtsbewegung, als ihm der Ball aus der Hand geschlagen wurde.
Wie gesagt, verlief Halbzeit zwei völlig anders.
Diese gewann Pittsburgh mit 24:3 und profitierte von drei Ballverlusten der Ravens.
Außerdem zeigte sich, daß die Defense der Steelers um Längen besser ist, als die Offense der Ravens. 28 Yards machte der Angriff Baltimores in Hälfte zwei, während sich die Offense der Steelers als zu stark für die Defense der Ravens erwies.
Und so war es am Ende ein normales Spiel zwischen diesen beiden Erzrivalen, mit viel Defense, einem knappen Ausgang und dem gewohnten Sieg der Steelers.
Sie gingen als 31:24 Sieger vom Platz und das wich dann doch etwas aus dem Schema ab, denn das sind ungewöhnlich viele Punkte für ein Spiel zwischen diesen beiden.

Das Volk des Aaron folgte seinem auserwählten Führer, und der brachte sie auf dem Pfad der Playoffs in das NFC Endspiel.
Aaron Rodgers nicht zu den besten Quarterbacks, die es je in der NFL gab, zu zählen, wäre Frevel. Er warf 36 Pässe von denen 31 ankamen für 366 Yards und 3 Touchdowns.
Damit war das Schicksal der Falcons schon besiegelt.
Hätte Green Bay sich im letzten Viertel nicht zurückgenommen, wäre ein höheres Resultat als der 48:21 Sieg dringewesen.
Atlanta lieferte ein äußerst schwaches Spiel ab, dafür, daß sie mit 13-3 Siegen in der Saison die Nummer 1 der NFC waren.
Auch ihre unglaubliche Heimstärke konnten sie nicht ausspielen, gegen ein Packers-Team, das auf beiden Seiten des Balles das bessere war.
Die Defense Green Bays fing zwei Pässe von Matt Ryan ab und sackte ihn fünf mal. Sie erlaubte ihm nur 20 Passvervollständigungen aus 29 Versuchen für 186 Yards und 1 Touchdown.
Die 366 Yards, die Aaron Rodgers warf, waren mehr, als Brett Favre jemals in einem Playoffspiel warf. Überhaupt ist Rodgers in vielen Belangen besser, als der Typ, den er ersetzte. Das schmälert nicht die Leistung von Brett Favre sondern stellt heraus, was Rodgers vollbringt.
Ihm und seinem Volk wird es egal sein, wen sie im NFC Endspiel auf dem Weg ins gelobte Land des Super Bowls überrennen müssen, Seattle oder Chicago.

Kurzberichte
Die Cowboys wollen sich einen neuen Defensive Coordinator angeln.
Sie haben Rob Ryan zu einem Einstellungsgespräch eingeladen.
Rob Ryan ist der Bruder von Jets Head Coach Rex und leitete bisher die Defense der Browns.
Sowohl die Cowboys als auch Ryan zeigten sich nach einem ersten Gespräch sehr optimistisch, daß sie eine Einigung finden werden.

Die Eagles feuerten ihren Defensive Coordinator Sean McDermott.
Noch vor fünf Tagen hatte Head Coach Andy Reid gesagt, daß McDermott auch in der nächsten Saison sein Defensive Coordinator sein werde.
Unter ihm war die Defense der Eagles die 12. beste in der Liga. Das war Reid dann bei näherer Betrachtung wohl doch nicht gut genug.

14. 01. 2011

Kurzberichte
fox-john2Was würden SIE machen, wenn sie gerade ihren Head Coach gefeuert haben, der nur vier Siege in der Saison feiern konnte?
Klarer Fall, Sie heuern einen Head Coach an, der nur zwei Siege in der Saison feiern konnte!
Nein, das würden Sie nicht? Sie sind ja nicht blöd?
Aber vielleicht haben Sie ja auch nur keine Ahnung, denn Pat Bowlen, der Besitzer der Broncos sollte doch etwas vom Football verstehen.
Und er verpflichtete gestern John Fox (Bild), der als Head Coach der Panthers eine Bilanz von 73-71 Siegen errang. Er konnte Carolina in seiner Zeit dort einmal in den Super Bowl führen. Ansonsten gehörte das Team unter seiner Führung nur zu den Mitläufern in der Liga.
Ob er die Broncos zum Galopp führen kann, ist fraglich.

Pat Shurmur ist der neue Head Coach der Browns.
In der abgelaufenen Saison sorgte er als Offensive Coordinator der Rams dafür, daß Sam Bradford als Rookie Quarterback das Team bis kurz vor die Playoffs führen konnte.
Sein verstorbener Onkel Fritz war Defensive Coordinator der Packers, als Mike Holmgren dort Head Coach war, und sie 1996 den Super Bowl gewannen.
Heute ist Holmgren General Manager der Browns und Shurmur war der erste Kandidat, den er im Visier hatte. Deshalb könnte natürlich eine Strafe auf die Browns zukommen, da sie vorher nicht den vorgeschriebenen Alibi-Minderheitenkandidaten zu einem Einstellungsgespräch eingeladen haben.

Bei den Seahawks verpasste Lofa Tatupu zwei Trainingseinheiten.
Der Linebacker zog sich gegen die Saints eine Gehirnerschütterung zu. Ob er wird spielen können, hängt noch von einigen Untersuchungen ab, die er bestehen muss.

Im Mai wurde der ehemalige Starverteidiger der Giants, Lawrence Taylor, angeklagt, weil er Sex mit einer 16-jährigen gegen deren Willen hatte.
Am Donnerstag war der Prozess und das 51-jährige Ruhmeshallenmitglied bekannte sich schuldig.
Dieses Bekenntnis, und sehr wahrscheinlich auch sein noch aktiver NFL-Star-Bonus, brachten ihn um eine Gefängnisstrafe herum.
Taylor bekam eine Strafe von sechs Jahren auf Bewährung. Außerdem wird er im Register der Sextäter gelistet, das in den USA öffentlich einsehbar ist.

Brandi Favre, die 34-jährige Schwester von Brett Favre, die am Montag festgenommen wurde, musste in den Knast.
Sie wurde angeklagt, ein Meth-Labor betrieben und giftige Abfälle produziert zu haben.
Auf beide Anklagepunkte stehen jeweils Strafen von $1 Million und 30 Jahren Gefängnis.
Brandi Favre ist keine Unbekannte für die Polizei in ihrem Wohnort Kiln, Mississippi. Ladendiebstähle und eine Schiesserei aus einem fahrenden Auto heraus stehen in ihrem Strafregister.

13. 01. 2011

Kurzberichte
vickUnd der der „Comeback-Spieler“ des Jahres ist...
Michael Vick (Bild).
617 Spieler, Trainer und Administrative waren zur Wahl aufgerufen und die Mehrheit stimmte für den Quarterback, der die Eagles zum NFC East Titel führte.
Zwar war es bereits sein zweites Jahr, nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde, aber im Jahr davor kam er nur für einige Trickspielzüge aufs Feld. 2010 löste er den verletzten Kevin Kolb ab und erschütterte die gegnerischen Verteidigungen.

Ja sorgen denn die überbezahlten Stars der NFL nicht für ihre Verwandten?
Erst letzte Woche ertrank der kriminelle Bruder von Baltimores Ed Reed bei einem Fluchtversuch in den reißenden Fluten des Mississippis.
Am Montag wurde die Schwester von Brett Favre festgenommen, als die Polizei ein Meth-Labor hochnahm.
Die Polizei fädelte ein Scheingeschäft mit einem Drogendealer ein und folgte ihm zu einem Haus in der Stadt Diamondhead in... Mississippi.
Dort stürmte sie das Drogennest und nahm fünf Personen fest, darunter Brandi Favre.
Ob sie zu den Drogenherstellern gehört oder nur Kundin war, das wird noch untersucht.

Vor dem wichtigen Spiel gegen die Ravens schonen die Steelers ihren wichtigsten Spieler, Troy Polamalu.
Der Safety muss in dieser Woche nicht voll am Training teilnehmen.
Kurz vor Ende der Saison verletzt sich Polamalu am Knöchel und verpasste die Wochen 15 und 16. Er kam im letzten Saisonspiel gegen die schwachen Browns wieder zum Einsatz.
Ganz Pittsburgh setzt seine Hoffnungen darauf, daß dem Safety wieder so ein spielentscheidender Spielzug wie in Woche 13 gelingen wird. Hier schlug er kurz vor Spielende Ravens Quarterback Joe Flacco den Ball aus der Hand und sicherte seinen Steelers den Sieg.

Profitiert Los Angeles vom eingebrochenen Dach des Metrodomes?
Die Vikings werden wohl nicht mehr lange in Minnesota bleiben. Es sieht so aus, als ob sie die Chance nutzen, der Stadt zu entfliehen, die ihnen das eingebrochene Dach des Metrodome bietet.
Schon länger liebäugeln sie mit einem neuen Stadion, doch anders als andere Teams, wollen sie die Kosten für einen Neubau nicht alleine stemmen, sondern das Meiste auf die Gemeinde abwälzen. Ein Neubau ist mit $700 Millionen veranschlagt und wird dann in Wirklichkeit wohl so in etwa $1,4 Milliarden kosten.
Das Team hat der Gemeinde angeboten, ein drittel der Kosten für ein neues Stadion zu übernehmen, mehr nicht. Außerdem würden sie ein Stadion ohne Dach bevorzugen, die Steuerzahler aber wollen ein überdachtes Stadion haben.
Ein so teurer Neubau muss von Minnesota 365 Tage nutzbar sein, was im arktischen Klima Minnesotas nur mit einem überdachten Stadion möglich wäre.
Sollten die Fronten weiter verhärtet bleiben, dann nicht zuletzt auch deshalb, weil das Konsortium, das ein Team nach Los Angeles holen will, geldscheinwinkend hinter den Vikings steht.
Der Mietvertrag mit dem Metrodome läuft nach der Saison 2011 ab. Daß ein Neubau bis dahin fertig ist, ist ausgeschlossen. Und die Vikings haben das sichere Gefühl, ein nettes Ausweichquartier zu bekommen.
Felix L.A.?

12. 01. 2011

Kurzberichte
rivera-ronDie Carolina Panthers haben einen neuen Head Coach.
Sie verpflichteten Defensive Coordinator Ron Rivera (Bild). Rivera ist Latino und erfüllt damit die Minderheitenquote, die der NFL so wichtig ist. Zuvor gab es erst einen Latino als Head Coach in der NFL, Tom Flores bei den Raiders, der sehr erfolgreich war.
Der 49-jährige Rivera war bisher verantwortlich für die Defense der Chargers, die statistisch gesehen die beste in der Saison 2010 war.

Sowohl Reggie Bush, als auch Pierre Thomas könnten ihr letztes Spiel als Running Backs der Saints hinter sich haben.
Reggie Bush stehen in der nächsten Saison $11,8 Millionen zu. Das ist er nicht wert, deshalb denken die Saints darüber nach, ihn ziehen zu lassen. Er konnte nie die Erwartungen erfüllen, die man an ihn hatte.
Der Vertrag von Thomas ist abgelaufen und hier kommt es auf die Forderungen des Running Backs an, ob die Saints versuchen werden ihn zu halten.
Seine ersten drei Saisons spielte Thomas für das Mindestgehalt eines NFL Running Backs, und er hatte noch keinen großen Zahltag. Letztes Jahr konnte sein Agent wenigstens $1,7 Millionen für ihn herausholen, ziemlich wenig für einen Läufer, der in zwei seiner ersten drei Jahre sein Team in Laufyards anführte.
Sein Agent will jetzt in die Vollen gehen, wobei die Tatsache, daß Thomas fast die gesamte Saison wegen einer Verletzung fehlte, nicht gerade förderlich ist.

„Wir haben Big Bens Nase gebrochen und das ist gut so“, so äußerte sich Ravens Head Coach John Harbaugh. Damit meinte er nicht unbedingt die Tatsache an sich, sondern die Härte und Aggressivität, die sein Team an den Tag legte.
Ben Roethlisberger nahm ihm den Kommentar auch nicht übel. Er habe ein sehr gutes Verhältnis zu Harbaugh. Vor jedem Spiel sagten sie sich „Hallo“.
Nach seinem Kommentar sagte Harbaugh noch, daß er sich darüber gewundert habe, daß Big Ben weitergespielt hätte. Bis dahin habe er gar nicht gewusst, daß jemand mit einer gebrochenen Nase präzise Pässe werfen kann. Jetzt hätte er den Beweis, daß es geht.

11. 01. 2011

Kurzberichte
fox-john-3Die Zeit der Wunder ist vorüber, aber zu wundern gibt es trotzdem immer noch was.
So haben z.B. die Broncos einen Kandidaten auf der Wunschliste zum Head Coach, der seine letzte Saison mit seinem alten Team mit 2 Siegen und 14 Niederlagen beendete, John Fox (Bild).
Er wurde sofort nach der Saison von den Panthers gefeuert und ist nun heißester Kandidat in Denver.
Eine Entscheidung, über die man sich nur wundern kann.

„Für uns ist das der 3. Weltkrieg“, sagte Ravens Linebacker Terrell Suggs am Montag über das anstehende Treffen mit den Steelers.
Sein Kollege Ed Reed hat derweil die Erlaubnis erhalten, den Schützengraben zu verlassen und ist zu seiner Familie nach Louisiana gereist.
Sein krimineller Bruder Brian ist bereits vor dem Spiel gegen die Chiefs spurlos verschwunden. Die Polizei hatte ihn festgenommen und mit Handschellen gefesselt, als der 29-jährige sich losriss und in den Mississippi sprang. Er ging sofort unter und tauchte nicht wieder auf. Alles was man fand, waren seine Jacke und seine Schuhe.
Brian Reed hatte Probleme mit Drogen, Alkohol und Besitzverhältnissen.
Ed Reed trat gegen die Chiefs an, reiste aber nach dem Spiel zu seiner Familie. Wann er wieder zu den Ravens stößt, steht noch nicht fest.

War der Fehlpass, den Michael Vick gegen die Packers warf, sein letzter für die Eagles?
Sein Stern scheint in Philadelphia jedenfalls genauso schnell gesunken zu sein, wie er aufging.
In den letzten drei Spielen hatte seine Magie nachgelassen und die Verteidigungen hatten ihn gut im Griff. Gerade die Verteidigung der Packers erlebte einen Selbstwertschub, durch das Spiel gegen die Eagles.
33 Sekunden vor Spielende fing Green Bays Tramon Williams einen Pass von Vick in der Endzone ab und beendete die Saison der Eagles.
Nach dem Spiel hielt sich Head Coach Andy Reid mit Lobpreisungen auf seinen Quarterback zurück. Auf die Frage, ob Vick auch nächstes Jahr für Philadelphia starten wird, verwies er darauf, daß mit Kevin Kolb ja auch noch zu rechnen sei.
Dabei muss man bedenken, daß der Marktwert von Vick in der abgelaufenen Saison trotz des bitteren Endes ordentlich gestiegen ist. Kevin Kolb dagegen kostet nur $1,4 Millionen, laut seinem laufenden Vertrag.

10. 01. 2011

Wild Cards
hasselbeck-matt3Zum ersten Mal seit 12 Jahren haben es wieder beide Teilnehmer des Vorjahres Super Bowls in die Playoffs geschafft.
Dort blieben sie aber nicht lange. Am schwarzen Samstag war sowohl für die Saints, als auch die Colts schon alles zu ende.
Die Saints waren so hoch favorisiert gegen die Seahawks, wie noch nie Team zuvor in einem Playoffspiel. Als Titelverteidiger ging es in Seattle gegen ein Team, das es mit einem negativen Punktekonto gar nicht verdient hatte, in die Playoffs zu kommen.
Doch das Klischee davon, daß in der Endrunde alles bei Null anfängt, bewahrheitete sich.
Seattle sah in keiner Sekunde des Spiels wie ein Punktelieferant aus. Quarterback Matt Hasselbeck (Bild) trumpfte auf. In der gesamten Saison warf er gerade mal 12 Touchdowns, und in diesem einen Wild Card Spiel warf er vier gegen die Saints.
Doch New Orleans war nicht einfach zu knacken. Sie hielten mit und es war ein totaler Zusammenbruch der Verteidigung in einem Offensiven Spielzug der Seahawks, der ihnen das Genick brach.
Running Back Marshawn Lynch lief über 67 Yards in die Endzone und brach dabei acht Tackelversuche der Saints Verteidiger. Alle Angriffsspieler der Seahawks liefen mit und taten das ihre, um ihm den Weg freizumachen. So brachte Matt Hasselbeck kurz vor der Endzone einen Verteidiger ins Straucheln, als dieser kurz davor war, Lynch zu erreichen.
Zwar hatten die Seahawks es nicht verdient, in die Endrunde zu kommen, aber den 41:36 Sieg gegen New Orleans, den haben sie sich verdient.
Und eine Menge Wetter auf dem Planeten werden reich geworden sein, denn noch nie zuvor standen die Quoten in einem Playoffspiel der NFL so schlecht gegen ein Team.

In Indianapolis zeigte sich, daß das Verletzungspech der Colts seinen Tribut forderte.
Peyton manning fehlten die Anspielstationen, die die Verteidiger der Jets gezwungen hätten, sich anders zu verteilen.
So blieb Darrelle Revis wie eine Klette an Reggie Wayne kleben und erlaubte ihm nur einen gefangenen Ball für ein Yard.
Überhaupt schonten beide Teams ihre Angriffsreihen und verließen sich auf die Verteidigungen. New Yorks Verteidigung war zu stark für den Angriff der Colts und die Offense der Jets war zu schwach für die Defense der Colts.
So entstand ein Spiel, in dem Punkte Mangelware blieben.
Den Sieg hatte 53 Sekunden vor Spielende Colts Kicker Adam Vinatieri auf dem Fuß. Vinatieri wird nicht zuletzt wegen seiner Zuverlässigkeit seinen Weg in die Hall of Fame finden.
Auch dieses Mal traf er zwischen die Stangen, aus 50 Yards.
Doch zu früh. Die Jets nutzten die verbleibenden Sekunden, um ihrerseits in Field Goal Nähe zu kommen.
Doch anders als Vinatieri ist der Kicker der Jets, Nick Folk, nicht gerade als zuverlässig bekannt. Doch er brauchte nur 32 Yards zu überbrücken und das war selbst für ihn zu schaffen.
So segelte sein Schuß über die Querstange, als die Uhr auf Null sprang, zum 17:16 Sieg.

In Philadelphia setzte sich fort, was schon in den letzten beiden Wochen begann. Die Verteidigungen der Gegner haben sich auf Michael Vick eingestellt und seine Magie ist verpufft.
Zwar kann man ihn nicht völlig stoppen, aber man kann ihn ganz gut einschränken. Und das taten die Packers.
Und es erweist sich immer als Vorteil, wenn man einfach mehr Punkte mit der eigenen Offense macht.. Und auch das taten die Packers.
Quarterback Aaron Rodgers verzweifelte zwar einige Male, als seine Receiver punktgenaue Pässe fallen ließen, doch die entscheidenden fingen sie.
Drei Touchdownpässe von ihm brachten Green Bay den 21:16 Sieg und ein Treffen mit den Atlanta Falcons.

In Kansas City verloren die Chiefs fünf mal den Ball und diese Unzulänglichkeiten nutzten die Ravens zum 30:7 Sieg.

Kurzberichte
Miami hat den Kürzeren gezogen.
Im Rennen um Jim Harbaugh als neuen Head Coach haben die Dolphins gegen die 49ers verloren.
Beide Teams wollten den Head Coach der Stanford University verpflichten, aber $25 Millionen für fünf Jahre war Miami zuviel.
Das ist auch der Grund, warum sie weiter an Tony Sparano festhalten, den sie nur zu gerne mit Harbaugh ersetzt hätten.
Sparano erhielt eine Vertragsverlängerung für zwei Jahre. In der Pressekonferenz sah man ihm an, daß er mit der Vorgehensweise des Teams nicht einverstanden war.
Durch die Verpflichtung von Jim Harbaugh in San Francisco kommt es in der nächsten Saison zu einem neuen Bruderduell, ob das jetzt 2011 oder erst 2012 ist. Ein Spiel zwischen den Baltimore Ravens und den San Francisco 49ers mit John und Jim Harbaugh als Head Coaches steht auf dem Spielplan.

In Tennessee ist alles klar. Head Coach Jeff Fisher wird nicht gefeuert und darf das letzte Jahr seines laufenden Vertrags ausüben.
Jedoch hat Teambesitzer Bud Adams die Nase vom Versagen voll. Fisher ist seit 17 Jahren Head Coach der Titans und lieferte 11 miese Saisons ab.
In der nächsten Saison erwartet der 88-jährige Adams den Super Bowl Sieg und alles andere wertet er als weiteres Versagen.
Fisher wird für sein letztes Jahr $6,5 Millionen erhalten, da darf man als Besitzer schon mal Ansprüche stellen.

07. 01. 2011

Kurzberichte
sparano-tony-hc-dolphins2Und die Überraschungen gehen weiter.
Trotz zweier sehr schlechter Saisons wird auch Tony Sparano (Bild) nicht gefeuert. Der Head Coach der Dolphins darf in Miami weiterwursteln.
Seine Bilanz lautet 25-23 Siege in drei Jahren. Er startete mit 11-5 Siegen und dem Gewinn der AFC East und beendete die nächsten beiden Jahre jeweils mit 7-9 Siegen.
Zwar hatte die Clubführung eifrig um Jim Harbaugh geworben, den Head Coach der Stanford Universität, aber irgend etwas, vielleicht die drohende Spieleraussperrung 2011, hielt sie davon ab, Sparano zu feuern.
Gut für die Dolphins ist diese Entscheidung bestimmt nicht.

Die Seahawks wollen mit Matt Hasselbeck gegen die Saints beginnen.
Angst muss das dem amtierenden Weltmeister keine bereiten. Der Quarterback konnte in der regulären Saison nur 60% seiner Pässe vervollständigen und seinen 12 Touchdowns stehen satte 17 Interceptions gegenüber.
Von der Form in der er Seattle einen einmaligen Super Bowl Auftritt bescherte, ist er meilenweit entfernt.

Kevin Mawae erklärte in einem Interview, was für ihn als Präsident der Spielergewerkschaft, die wichtigsten Knackpunkte im Verhandlungspoker mit der NFL sind.
Die Ausweitung der Saison auf 18 Spiele und die entsprechende Erhöhung der Spielergehälter sind die wichtigsten beiden Punkte. Hier ist man seiner Meinung nach mit der Liga noch unüberbrückbar weit auseinander.
Die Deckelung der Rookiegehälter ist für ihn auch wichtiger Punkt. Eine Deckelung findet auch er nicht schlecht, nur gehen ihm die Vorstellungen der Liga in dem Punkt zu weit.
Wann die Verhandlungen zu einem Ende kommen, mochte er nicht voraussagen. Es wird solange verhandelt, bis beide Seiten einen unterschriftsreifen Vertrag vor sich liegen haben. Einen Zeitdruck verspüre er dabei nicht, betonte er.

Die Cowboys haben einen neuen Head Coach.
Es ist Jason Garrett.
Der Übergangstrainer unterschrieb am Donnerstag seinen Vertrag als neuer Head Coach in Dallas.
Clubbesitzer Jerry Jones, der auch der General Manager des Teams ist, sagte der Presse, daß er keine Personalentscheidung treffen werde, mit der sein neuer Head Coach nicht einverstanden wäre.
Das ist neu in Dallas, denn bisher agierte Jones als unumstrittener Zampano, der Alles, was das Team betraf selber entschied.
Eine Entscheidung hat Garrett schon verkündet, er bleibt auch der Offensive Coordinator des Teams.
Für Cowboysfans bleibt jetzt nur die Hoffnung, daß Garrett als Head Coach besser ist, als Tony Romo als Quarterback. Wenn nicht, geht die Sonne in Texas für ihn sehr früh unter.

Dwayne Bowe ist von der Rätselhaften Krankheit, die ihn und Brian Waters befiel, genesen.
Der Wide Receiver der Chiefs konnte am Donnerstag wieder am Training teilnehmen. Guard Brian Waters kehrte noch nicht wieder auf das Trainingsgelände zurück.
Die Chiefs gaben noch immer nicht bekannt, an welcher mysteriösen Krankheit die beiden leiden.

06. 01. 2011

Kurzberichte
young-vince2Titans Besitzer Bud Adams schlug gestern Quarterback Vince Young (Bild) die Tür vor der Nase zu. Er gab bekannt, daß Young im nächsten Jahr nicht mehr im Kader sein wird.
Damit könnte es als sicher gelten, daß Head Coach Jeff Fisher seinen Posten behält.
17 Jahren ohne Titel könnten weitere trostlose Jahre mit ihm folgen.

Drei Spieler der Chiefs schafften es in den Pro Bowl, zwei davon können gegen die Ravens vielleicht nicht antreten.
Guard Brian Waters und Wide Receiver Dwayne Bowe sind erkrankt. Was genau sie haben und ob sie im Wild Card Spiel dabeisein können, gab das Team nicht bekannt.

Nächster Schock für die Saints. Nachdem sie bereits am Dienstag ihren besten Läufer der Saison, Chris Ivory auf die Verletztenliste setzen mussten, folgte ihm gestern Pierre Thomas.
Der Running Back ist am linken Knöchel verletzt und kann dem Team nicht mehr helfen.
New Orleans hat noch zwei gesunde Running Backs, Reggie Bush und Julius Jones.

Die Jets werden den Scheck über $100.000 an die Liga noch nicht abschicken. Sie legten Berufung gegen die Strafe ein, die die NFL wegen des Vorfalls an der Seitenauslinie, als ein Assistenztrainer einem Spieler der Dolphins ein Bein stellte, verhängte.

Die Verantwortlichen in Indianapolis sehen keinen Grund zur Sorge. Am 5. Februar 2012 soll dort der Super Bowl stattfinden, und sie glauben, daß das Spiel auch ausgetragen wird.
Sollte es 2011 keine Saison geben, so hofft man in Indianapolis auf 2015. Da gibt es noch keinen Austragungsort für einen Super Bowl.
2013 ist New Orleans erneut Austragungsort, 2014 East Rutherford in New Jersey.
Doch noch glimmt der kleine Funken der Hoffnung, daß alle teuren Vorbereitungen der Stadt auf 2012 nicht für die Katz waren.

Wade Phillips hat wieder einen Job. Der ehemalige Head Coach der Cowboys, der bereits öfter als Head Coach in der NFL scheiterte, geht zu den Houston Texans.
Head Coach Gary Kubiak hat überraschenderweise seinen Job behalten, mistet aber unter seinen Assistenten kräftig aus.
Als ersten neuen Assistenten heuerte er Phillips als Defensive Coordinator an.

Die besten Spieler der Woche 17

AFC
OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
15 von 22 Pässe für 280 Yards, 2 Touchdowns
Seine 6. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB KAMERION WIMBLEY, OAKLAND RAIDERS
7 Tackles, 3 Sacks
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: K ADAM VINATIERI, INDIANAPOLIS COLTS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte
Seine 13. Auszeichnung zum Spieler der Woche

NFC
OFFENSE: QB JOSH FREEMAN, TAMPA BAY BUCCANEERS
21 von 26 Pässe für 255 Yards, 2 Touchdowns
Seine 2. Auszeichnung zum Spieler der Woche

DEFENSE: LB ERIK WALDEN, GREEN BAY PACKERS
16 Tackles, 3 Sacks
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

SPECIAL TEAMS: P JON RYAN, SEATTLE SEAHAWKS
7 Punts für durchschnittlich 33,4 Yards
Seine 1. Auszeichnung zum Spieler der Woche

05. 01. 2011

Kurzberichte
cable-tomDie Raiders feuerten Tom Cable (Bild).
In dieser Saison führte er das Team zu seiner ersten ausgeglichenen Saison seit 2002. Sie beendeten 2010 mit 8-8 Siegen und schlugen in der eigenen Division alles, was sich ihnen in den Weg stellte.
Zum Dank wurde Cable, der die Raiders seit 2008 in kleinen Schritten besser machte, gefeuert.
Sein Nachfolger, so heißt es, soll Offensive Coordinator Hue Jackson sein. Das wurde von der Teamleitung allerdings noch nicht bestätigt.

Schock in der Morgenstunde... Die Bengals halten an Marvin Lewis fest.
Seit 2003 ist er Head Coach in Cincinnati und das sehr erfolglos. Seine Bilanz lautet 60 Siege bei 67 Niederlagen und einem Unentschieden.
Was reitet einen Clubbesitzer, an solch einem Head Coach festzuhalten?
Mr. Erfolglos bekam einen Vertrag über weitere zwei Jahre. In dieser Zeit will Lewis seine Visionen, die er hat, umsetzen. Und er will nicht nur in die Playoffs mit den Bengals kommen, sondern auch eine Weltmeisterschaft gewinnen.
Und am Nordpol gibt es Pinguine!

Die Saints werden auch in den Playoffs vom Pech verfolgt. Sie mussten Chris Ivory auf die Verletztenliste setzen. Der Rookie Running Back verletzte sich im letzten Spiel gegen Tampa Bay am Fuß.
Mit 716 Laufyards und 5 Touchdowns in 12 Spielen war er der beste Läufer der Saints, und das, obwohl er nicht gedraftet wurde.
Die Saints hatten in der Saison die Ausfälle von Reggie Bush und Pierre Thomas zu verkraften und nur Bush wird ihnen wohl in den Playoffs zur Verfügung stehen.

John Elway bekam seinen Wunschposten bei den Broncos.
Der ehemalige Quarterback, der zwei Super Bowls mit dem Team gewann und in die Ruhmeshalle aufgenommen wurde, ist Chef der Footballabteilung des Clubs geworden.
Schon lange hatte er vor, einen verantwortungsvollen Posten bei den Broncos zu übernehmen. Als Außenrepräsentant und Sponsorenbeschaffer war er schon länger tätig. Doch das füllte ihn nicht ganz aus.

Jeff Fisher oder Vince Young... das ist die Frage.
Wenn sich Bud Adams, der Besitzer der Titans dazu entschließt, Quarterback Vince Young zu behalten, dann will Head Coach Fisher das Team verlassen.
Die Verantwortlichen des Clubs liegen Adams in den Ohren, den Quarterback abzugeben und den Head Coach zu halten.
Warum?
Nun, der Head Coach ist nicht gut, aber der Quarterback ist schlechter.
Jeff Fisher ist seit 17 Jahren Head Coach der Titans und hat nichts, aber auch gar nichts erreicht.
Da war mal ein Auftritt im Super Bowl, aber damit reihte sich Tennessee nur in die Reihe der Eintagsfliegen ein, wie Arizona, Oakland, Tampa Bay, Seattle, Carolina u.s.w., die auch mal kurz im Endspiel reinschnupperten um dann wieder im Nichts zu verschwinden.
Nur sechs Saisons konnte er mit einer positiven Bilanz abschließen, alle anderen waren gerade mal ausgeglichen oder im Minusbereich.
142 Siegen in der regulären Saison stehen 120 Niederlagen gegenüber. In den Playoffs gab es 5 Siege und 6 Niederlagen.

04. 01. 2011

Das Trainerkarussell
mangini-eric200Das war ein Schock. Normalerweise feuern die Teams am ersten Montag nach der regulären Saison die Trainer wie die Silvesterraketen.
Dieses Jahr, als jeder dachte, daß es so richtig Rund ginge, da wurde gerade mal ein Trainer vor die Tür gesetzt.
Die Browns feuerten Eric Mangini (Bild).
Mangini hatte schon mit den Jets bewiesen, daß er es nicht kann. Das aber störte die Browns nicht, als sie ihn vor zwei Jahren verpflichteten.
Nach zwei Saisons mit jeweils nur fünf Siegen zog General Manager Mike Holmgren die Notbremse.

Ganz anders in New York. Obwohl es Tom Coughlin nicht geschafft hat die Giants in die Playoffs zu führen, wurde er nicht gefeuert. Aber nicht nur das, er soll eine Vertragsverlängerung erhalten.
Steve Tisch, ein Mitbesitzer des Teams, will sich in den nächsten Tagen mit Coughlin zusammensetzen und die Modalitäten aushandeln.
Coughlin selber will seinen Trainerstab ausmisten und viele Veränderungen vornehmen.

Auch die Jaguars wollen an ihrem Head Coach festhalten. Jack Del Rio soll bleiben, muss das Team in der nächsten Saison aber in die Playoffs führen. Wenn ihm das nicht gelingt, kann er seinen Vertrag als beendet ansehen.
Del Rios Bilanz in acht Jahren in Jacksonville weist 65 Siege und 63 Niederlagen aus, nicht gerade eine gute Bilanz.

Natürlich werden nach diesem ruhigen Auftakt noch einige Trainer entlassen werden und vielleicht gibt es auch noch die ein oder andere Überraschung?
Oder halten sich die Teambesitzer zurück, weil sie wissen, daß sie 2011 keine Trainer brauchen?

Kurzberichte
Er galt als Niete in der Draft und mauserte sich zum verlässlichen Spieler.
Als die Lions 2005 Mike Williams in der ersten Runde der Draft ins Team holten galt der Wide Receiver als kommender Superstar.
Doch Probleme außerhalb des Spielfelds verhinderten seinen Aufstieg und er wurde zum Flop.
Williams war vor der Saison 2010 schon zwei Jahre raus aus dem Football, als die Seahawks auf der verzweifelten Suche nach einem Wide Receiver bei ihm anklopften.
Es hat sich für beide Seiten gelohnt.
Williams fing 65 Pässe für 751 Yards und 2 Touchdowns, darunter der einzige Touchdown in dem trostlosen Spiel am Sonntag gegen die Rams, der die Playoffteilnahme sicherte.
Der Wide Receiver unterschrieb am Montag einen Dreijahresvertrag. Die Modalitäten wurden nicht verlautbart.

Brett Favre soll in seiner zeit bei den Jets eine Angestellte des Clubs, Jen Sterger, sexuell belästigt haben.
Monatelange Untersuchungen der NFL kamen zu keinem greifbaren Ergebnis und die Sache wurde eingestellt.
Doch zwei weitere Angestellte der Jets wollen jetzt ihr Glück auf den Jackpott versuchen. Christina Scavo und Shannon O`Toole zeigten den Quarterback wegen sexueller Belästigung an.
Favre soll sie Mißhandelt und ihnen sexuelle Avancen gemacht haben.
Warum die beiden damit erst nach drei Jahren rauskommen, bleibt ihr Geheimnis. Glaubwürdig macht das die Geschichte nicht.

03. 01. 2011

Ein unwürdiges Ende der NFL Saison
SeahawksEs war vieles anders und es war vor Allem vieles schlecht in der abgelaufenen regulären Saison. Aber das Ende war der Liga absolut unwürdig.
Seit 1933 ist die NFL in Divisionen aufgeteilt und seitdem gab es 358 Sieger dieser Divisionen. Nur Zweimal schafften es Teams mit einem gerade ausgeglichenem Sieg-Niederlagen-Verhältnis ihre Division zu gewinnen und in die Playoffs zu kommen.
Noch nie schaffte es ein Loser in die Playoffs. Bis gestern. Im einzigen Spiel am letzten Spieltag, in dem es für beide Teams noch um etwas ging, war es soweit.
Die Seattle Seahawks schlugen die St. Louis Rams mit 16:6 und gewannen mit 7 Siegen und 9 Niederlagen die unterirdisch schlechte NFC West und haben nächste Woche ein Heimspiel.
Das ist eine Blamage für die Liga, die den Verantwortlichen zu denken geben sollte.

Die Buccaneers hielten mit ihrem 23:20 Sieg über New Orleans ihre Hoffnungen ein paar Stunden am Leben. Sie beendeten die Saison mit 10 Siegen und 6 Niederlagen. Obwohl sie die Saison mit vier Siegen mehr beendeten, als Seattle, haben sie bereits Urlaub.
Zwar machten die Saints es ihnen leicht, weil sie ab dem dritten Viertel ihre Starter schonten, aber vier Siege Vorsprung vor Seattle hätten eigentlich einen Playoffplatz verdient gehabt.

Auch die Giants hielten ihre Hoffnungen am Leben indem sie die Redskins mit 17:14 schlugen.
Auch sie beendeten die Saison mit 10 Siegen und 6 Niederlagen, also auch wesentlich besser, als die Loser aus Seattle.
Auch sie sind draußen.

Nur zwei Teams mit 10-6 Siegen kamen in die Playoffs. Philadelphia, das die NFC East gewann, und Green Bay, das im letzten Spiel einen Sieg gegen Chicago brauchte und ihn bekam.
Tampa Bay und die Giants dürfen sich nicht bei den Bears beklagen. Beide hätten von einer Niederlage der Packers profitiert.
Chicago ließ seine Starter das ganze Spiel durchspielen, obwohl für sie überhaupt nichts mehr zu verbessern war.
Sie hatten den Platz des zweitbesten Teams der NFC hinter Atlanta sicher.
Doch Chicago war zu schwach für Green Bay, das den Sieg brauchte, wollte und holte. Die Packers gewannen in einem dieser Spiele für Defensefans mit 10:3, dank der Hilfe von Jay Cutler.
Der Quarterback der Bears warf die erwarteten Interceptions zwar erst in der zweiten Halbzeit, aber er warf sie natürlich. Zwei seiner Pässe wurden von der Packers-Verteidigung abgefangen und sorgten mit für den Sieg.

In der AFC musste Indianapolis gegen Tennessee gewinnen, um weiterzukommen. Es war ein hartes Stück Arbeit das erst mit Ablauf der allerletzten Sekunde erfolgreich beendet wurde.
Als die Uhr abgelaufen war, segelte ein Field Goal Versuch von Adam Vinatieri aus 43 Yards zum 23:20 Sieg der Colts über die Querstange.
Zwar hätte es den Sieg nicht gebraucht, aber so kann man in Indi sagen, daß man es aus eigener Kraft geschafft hat.
Zeitgleich gewannen nämlich die Texans mit 34:17 gegen die Jaguars. Jacksonville hatte noch die kleine Chance mit einem eigenen Sieg und einer Niederlage der Colts in die Playoffs zu kommen, aber ohne Quarterback Garrard und Running Back Jones-Drew, die beide verletzt waren, war die Chance schon eher Winzig.

Damit kommt es nächstes Wochenende zu folgenden Spielen:

Wild Cards
Samstag 8.1.11 - 22:30 Uhr
New Orleans at Seattle

Sonntag 9.1.11 - 02:00 Uhr
N.Y. Jets at Indianapolis
19:00 Uhr
Baltimore at Kansas City
22:30 Uhr
Green Bay at Philadelphia

Kurzberichte
Die Vikings suchen nicht länger nach einem neuen Head Coach.
Sie gaben bekannt, daß sie an Leslie Frazier festhalten wollen.
Der ehemalige Defensive Coordinator des Teams übernahm den Posten des Cheftrainers in der Saison, nachdem Brad Childress gefeuert wurde.
Frazier will allerdings einen Dreijahresvertrag und noch ist nicht ganz sicher, ob die Clubführung damit einverstanden ist.

Texans Running Back Arian Foster lief gegen die Jaguars für 180 Yards.
Damit erzielte er in der Saison 1.616 Yards und sicherte sich damit die Spitzenposition unter den Running Backs.
Noch nie in der Geschichte der NFL erzielte ein nicht einberufener Spieler so viele Laufyards.

02. 01. 2011

Spannung?
ramsfeiernmitnüttenRoger Goodell ließ am Anfang des Jahres den Spielplan kurz vor der Veröffentlichung noch mal umkrempeln.
Der Chef der NFL wollte am letzten Spieltag nur Teams aus der selben Division gegeneinander antreten lassen um mehr Spiele mit Bedeutung zu kreieren und mehr Spannung zu erzeugen. Ist dieser Plan aufgegangen?
Ja!
Ein Spiel zweier Divisionsrivalen hat tatsächlich noch für beide Teams Playoffbedeutung.
Ein Spiel von 16.
Das „Ja“ etwas weiter oben darf man also getrost als Zynismus bezeichnen.
Nur die St. Louis Rams und die Seattle Seahawks aus der NFC West kämpfen gegeneinander um den Einzug in die Endrunde. Es ist nur so, daß es keines der beiden Teams verdient hätte. Gewinnt Seattle, dann kommt ein Team weiter, das 7-9 Siege auf dem Konto hat. Gewinnen die Rams, dann hat der Divisionssieger mit 8-8 Siegen wenigstens eine ausgeglichene Bilanz.
Es gibt noch ein paar Spiele, in denen wenigstens ein Team um das Weiterkommen kämpft. Giants at Redskins, Titans at Colts, Bears at Packers, Jaguars at Texans und Buccaneers at Saints, sind diese Spiele. Bei genauerer Betrachtung allerdings hält sich die Spannung in Grenzen. Nur echte Wunder können hier die Favoriten noch aus dem Rennen werfen.
Der Gedanke, den Roger Goodell hier hatte, ist zwar ganz nett, im ersten Jahr jedoch ein Schuß in den Ofen.
In der Saison 2011, wenn an den beiden letzten Spieltagen nur Teams aus der selben Division gegeneinander antreten, könnte es etwas besser laufen.
WENN es 2011 eine Saison gibt.
Sonst warten wir halt bis 2012.

01. 01. 2011

Kurzberichte
Heap-ToddDie Chancen, daß Todd Heap (Bild) im letzten Saisonspiel gegen Cincinnati dabei sein kann, stehen nicht schlecht.
In dem Spiel, in dem es um nichts mehr geht, könnte er für einige Spielzüge eingesetzt werden.
Der Tight End der Ravens hat drei Spiele wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst. Sein Einsatz in den Playoffs wäre wichtig für Quarterback Joe Flacco, da er eine sichere Anspielstation ist.

Wie erwartet ist das letzte Saisonspiel der Panthers auch das letzte Spiel für John Fox als Head Coach.
Die Clubleitung gab bekannt, daß nach neun Jahren der Vertrag mit Fox nicht verlängert wird.
Einmal standen die Panthers unter seiner Führung im Super Bowl und reihten sich damit in die Eintagsfliegen wie Tennessee, Arizona und Tampa Bay ein, die auch einmal die Luft im großen Spiel schnuppern durften und wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwanden.
Immerhin hat John Fox für die abgelaufene Saison $6 Millionen für bisher 2 Siege und 13 Niederlagen kassiert. Jeweils drei Millionen für ein gewonnenes Spiel, kein schlechter Schnitt.

Als wäre der Ausfall von David Garrard nicht schon schlimm genug, müssen die Jaguars auch noch auf Maurice Jones-Drew verzichten.
Der Running Back wird im wichtigen Spiel gegen die Texans nicht dabei sein. Er hat eine schmerzhafte Knieverletzung, die seinen Einsatz nicht zulässt.
Jones-Drew laboriert schon seit September an dieser Verletzung, die aber in den letzten Wochen immer schlimmer wurde.

In Seattle steht noch nicht fest, wer als Quarterback startet. Die meiste Trainingszeit mit der ersten Offense bekam Charlie Whitehurst, doch Matt Hasselbecks Einsatz ist nicht ausgeschlossen.
Hasselbeck verletzte sich letzte Woche bei einem Touchdownlauf an der Hüfte, ohne daß er von jemand berührt wurde.
Seine Leistung in der endende Saison ist jedoch eher unterirdisch und schreit nicht gerade nach seinem Einsatz. Selbst wenn er einsatzbereit wäre, könnte Head Coach Pete Carroll eher auf Whitehurst setzen.

Pierre Thomas wird die Saison verfluchen.
Der Running Back der Saints verletzte sich beim Training am Freitag am linken Knöchel. Sein Einsatz gegen die Buccaneers ist gefährdet.
Thomas war gegen Atlanta gerade wieder ins Team zurückgekommen, nachdem er neun Spiele wegen einer Verletzung am linken Knöchel aussetzen musste.

Zum ersten Mal nach drei Wochen konnte Troy Polamalu wieder am Training teilnehmen. Der Safety der Steelers verletzte sich vor drei Wochen an der Achillessehne.
Ob er im unwichtigen Spiel gegen Cleveland schon eingesetzt wird, oder erst in den Playoffs, will Head Coach Tomlin kurzfristig entscheiden.
Obwohl er zwei Spiele fehlte, wurde er in den Pro Bowl gewählt und seine Mannschaftskollegen der Steelers wählten ihn zum wertvollsten Spieler des Teams. Diese Ehre wurde ihm zum ersten Mal in seiner Karriere zuteil.

Die Chiefs könnten einen herben Rückschlag erleiden.
Das Team, das wie aus dem Nichts zu einem Playoffteam wurde steht kurz davor Charlie Weis zu verlieren.
Der Offensive Coordinator hat maßgeblichen Anteil daran, aus einer völlig am Boden liegenden Offense eine Spitzenoffense zu machen.
Als Head Coach von Notre Dame hat er völlig versagt und das Team zu einer der schlechtesten Collegemannschaften überhaupt gemacht. Aber die University of Florida hat Interesse an ihm als Offensive Coordinator, und den Job beherrscht er wie kaum ein zweiter.
Die Chiefs haben sofort reagiert und Kontakt zu Josh McDaniels aufgenommen. McDaniels wurde vor Kurzem als Head Coach der Broncos gefeuert. Doch in New England war er schon als Quarterbackscoach mit Quarterback Matt Cassell zusammen, als der den verletzten Tom Brady eine Saison lang vertreten musste.
Sollte Weis das Angebot der Florida Gators annehmen, wäre McDaniels ein guter Ersatz.

 

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