Freitag, 21. Februar 2020

Streik oder kein Streik, das ist die Frage
goodelldollarDie Teambesitzer gaben dem potentiellen neuen Tarifvertrag ihre Zustimmung.
Das entschieden sie bei ihrem gestrigen Treffen und gaben bekannt: „Nach mehr als 10 Monaten intensiver Verhandlungen haben die Teambesitzer und Spieler eine Basis gefunden, auf der man sich geeinigt hat. Es sind gute Konditionen für die Spieler ausgehandelt worden, für aktive und ehemalige. Es ist eine Grundlage geschaffen worden, die die NFL in ihrem zweiten Jahrhundert noch attraktiver für die Fans macht.“
Nun, über letzteres ließe sich streiten.
Dann hieß es weiter: „Im Prinzip stimmen wir dem neu ausgehandelten Tarifvertrag zu. Jetzt muß die Spielergewerkschaft NFLPA noch für die Spieler zustimmen.“
Sollten beide Seiten dem Vertrag zustimmen, würde das weitere 10 Jahre Ruhe und Frieden auf diesem Gebiet bedeuten.
Im Idealfall könnte der Vertrag vor dem 18. März unterschrieben werden, also bevor das neue Geschäftsjahr der NFL beginnt.
Das wäre auch wichtig für die Verhandlungen mit den TV Anstalten, die bestimmt noch mehr Geld zahlen, wenn sie wüßten, daß es 2021 weder einen Spielerstreik, noch Aussperrungen durch die Liga gäbe. Die NFL rechnet mit einer signifikanten Erhöhung der TV Einnahmen, besonders, wenn es einen Spieltag mehr gäbe.
Doch man weiß ja, daß die Spieler stark gegen ein 17. Saisonspiel sind und eine Erweiterung der Playoffs läßt sie auch nicht jubeln. Dafür ein Vorbereitungsspiel zu streichen, ist nichts, was die Meinung der Spieler ändert. Das Spiel in Woche vier, in dem nur Ersatzleute und Anwärter spielen, ist eh für die Tonne. Und 49ers Cornerback Richard Sherman sieht das 17. Spiel sowieso nur als Türöffner für ein 18. Spiel.
Die Erweiterung des Playofffeldes auf 14 Teams soll ja bereits zur kommenden Saison eingeführt werden. Das aktuelle Format mit 12 Teams besteht seit 1990.
Die Option, ein 17. Saisonspiel einzuführen, könnte frühestens 2022 von der NFL gezogen werden. Und an dieser Option, die die Teambesitzer akzeptierten, könnte eine Unterschrift der NFLPA scheitern.
Die Spieler werden mit einer Aufstockung ihres Anteils an den Gesamteinnahmen der Liga gelockt. Der soll von 47 auf 48,5% steigen, wenn 17 Partien pro Saison gespielt werden.
Bleiben die Spieler hart und wollen bei 16 Spielen bleiben, würde der Anteil nur auf 48% steigen. Mit anderen Worten, bei 16 Spielen pro Saison würden $2,5 bis 3 Milliarden pro Jahr an Gehältern zur Verfügung stehen, bei 17 Spielen wären es bereits $5 Milliarden.

 

Kurzberichte
Er galt lange als die Nr. 1 der kommenden Draft.
Über die Dolphins hieß es sogar, sie würden absichtlich die Saison herschenken, um ihn zu bekommen. Tanking for Tua lautete die Parole.
Und die Dolphins starteten dermaßen schlecht in die Saison, daß man es fast glauben konnte. Doch dann berappelte Miami sich und fand ein paar Siege und Alabama Quarterback Tua Tagovailoa verletzte sich schwer. Gebrochene Nase, gebrochene Hüfte und eine Gehirnerschütterung beendeten seine letzte Saison auf dem College.
Doch kurz vor dem Scouting Combine meldet sich Tagovailoa als wieder voll einsatzbereit zurück.
Ob und wie weit er in der Draft dadurch fallen wird, bleibt abzuwarten. Sein Wunschteam, das Team dem er seit seiner Kindheit die Daumen drückt, wird ihn jedenfalls nicht einberufen, egal wie weit nach unten er durchgereicht werden sollte. Der Quarterback ist Cowboys Fan, und die haben (noch) Dak Prescott. Der Hawaiianer würde trotzdem gerne zu den Cowboys gehen und den Ersatzmann hinter Prescott geben.

Die Redskins trennten sich von Jordan Reed.
Seit 2013 spielte der Tight End für das Team aus der Hauptstadt. Viele Gehirnerschütterungen hinderten ihn aber daran, mal eine Saison ohne Verletzungspause zu absolvieren.
14 Spiele 2015 sind seine Bestmarke. 2019 konnte er gar nicht spielen, weil er sich bereits in einem Vorbereitungsspiel eine schwere Gehirnerschütterung zuzog.
Reed war ein sehr guter Tight End, wenn er denn mal spielte. Ob der 29-jährige jetzt noch ein neues Team finden wird?

Donnerstag, 20. Februar 2020

Kurzberichte
witten-jason2Jason Witten (Bild) will 2020 spielen, und dafür würde er die Cowboys verlassen.
Der Tight End  hatte seine Footballschuhe bereits an den Nagel gehängt und wurde Analyst bei ESPNs Monday Night Football. Doch es juckte ihn zu sehr, nur zuzusehen, was da unten auf dem Platz passierte, und nicht selber daran teilnehmen zu können.
Also hing er die Footballschuhe wieder ab und zog sie an für seine 15. Saison.
Die Cowboys nahmen ihn nur zu gerne wieder auf.
Bei all den Veränderungen mit dem neuen Head Coach Mike McCarthy in der Mannschaft weiß Witten, daß für ihn kein Platz mehr im Kader sein könnte. Deshalb wird er sich Angebote anhören, so sie denn eintrudeln.

Mozart statt Metallica... Da liegen Universen zwischen.
Browns Offensive Coordinator Alex Van Pelt möchte die Fußarbeit von Quarterback Baker Mayfield ändern. Er macht die fehlende Koordination der Füße für die fehlende Präzision seiner Pässe verantwortlich.
Für Van Pelt sieht das bisher aus, wie Metallica, und er möchte Mozart daraus machen. Der Offensive Coordinator möchte für mehr Rhythmus sorgen. So würde Mayfield in der Shotgun seinen rechten Fuß nach vorne stellen. Van Pelt möchte, daß er den linken Fuß nach vorne stellt, Das würde dem Quarterback helfen, die drei Schritte nach hinten vor dem Wurf besser hinzubekommen. Momentan sähe es aus, als würde Mayfield sich in seinen eigenen Füßen verheddern. Die neue Aufstellung soll für mehr Rhythmus sorgen.
Mayfield geht in seine dritte Saison und so langsam müsse er Fortschritte machen, hört man aus dem Umfeld der Browns.
Und eine bessere Fußarbeit soll diese Fortschritte bringen.

Die Redskins halten an Adrian Peterson fest.
Sie zogen ihre Option auf den 35 Jahre alten Running Back für die Saison 2020.
Der neue Head Coach Ron Rivera dazu: „Adrian Peterson ist das Paradebeispiel dafür, was es bedeutet ein Profi in dieser Liga zu sein. Adrians Führungsqualitäten und Leidenschaft für das Footballspiel sind ein Beispiel dafür, was wir von unseren Spielern in unserem Programm in der Zukunft erwarten.“

Für Safety Tyrann Mathieu gibt es eine klaren Grund dafür, daß seine Chiefs es bis zum Super Bowl Sieg gebracht haben. Er macht die familiäre Atmosphäre in der Organisation dafür verantwortlich.
„Jeder hier fühlt, daß er nicht nur ein Angestellter ist, sondern Teil des Ganzen,“ sagte er. „Ich hatte dieses Gefühl schon gleich, als ich mit den Chiefs verhandelt habe. Von der Spitze bis ganz nach unten wird hier jeder wie ein Teil einer Familie behandelt. Ich glaube, daß das unterbewertet wird.
Jeder hängt sich mehr rein, wenn er sieht, daß er geachtet wird.“

Die Browns sagten Left Tackle Greg Robinson, daß sie ihn nicht weiterverpflichten wollen.
Der Vertrag des Spielers, der 2014 als zweiter Spieler insgesamt von den Rams einberufen wurde, ist ausgelaufen.
Letztes Jahr startete er in 14 Spielen für Cleveland, aber seine Leistungen waren eher durchwachsen.
Robinson sah sich nach einem neuen lukrativen Job um, und versuchte sich als Drogenhändler. Dabei wurde er erwischt, als er mit seinem Wagen in der Nähe von El Paso, Texas, von der Polizei angehalten wurde.
Ein Drogenspürhund hatte angeschlagen, als Robinson an ihm vorbeifuhr, und der Polizist funkte an seine Kollegen etwas die Straße herunter, daß sie einen Fang machen könnten.
Und so kam es auch. Im Wagen wurden 71,21 kg Marihuana gefunden.
Robinson, und zwei weitere Insassen des Wagens, wurden verhaftet.
Ob der Left Tackle jetzt noch ein Team findet, das ihn verpflichtet?

„Mach den Eli Manning,“ riet Steve Bartkowski, ein ehemaliger Nr. 1 Draftpick, Joe Burrow.
Was meint der ehemalige Quarterback der Falcons damit?
Ex- Broncos Quarterback John Elway war der erste, der schon vor der Draft sagte, daß er nicht zu dem Team gehen würde, das die erste Wahl hatte. In seinem Fall waren das die Baltimore Colts. Zu der Zeit ein grauenvolles Team.
Bartkowski hätte also auch sagen können: „Mach den John Elway.“
Eli Manning sagte, als er vom College abging, daß er auf keinen Fall für die Chargers spielen würde, das Team das bei ihm die erste Wahl hatte.
Wie man weiß, hatte Elway sehr erfolgreiche Zeiten bei den Broncos und Manning wurde eine Ikone bei den Giants.
Bartkowski spricht aus eigener leidvoller Erfahrung. Er wurde 1975 von den am Boden liegenden Atlanta Falcons einberufen. Zwar wurde er dann Rookie des Jahres und wurde auch zweimal in den Pro Bowl gewählt, aber Erfolge hatte er mit dem Team keine.
Er wäre froh, er hätte damals den Elway oder Manning gemacht. Seine Linespieler waren so schlecht, daß Bartkowski, wie er sagte, in den ersten drei Saisons gefühlt mehr Operationen gehabt hätte, als er Touchdowns warf.
Deshalb rät er Burrow heute, auf keinen Fall zu den Bengals zu gehen, die aus einer 1-15 Saison kommen.

Die Eagles trennten sich von einem wichtigen Spieler aus ihrer Super Bowl Saison.
Linebacker Nigel Bradham wird nicht mehr gebraucht, da das Team insgesamt verjüngt werden soll.
Und außerdem sparen die Eagles einige Dollars unter der Gehaltsobergrenze, indem sie den 30-jährigen entlassen.
In seinen vier Saisons in Philadelphia startet er in 58 Spielen, erzielte 348 Tackles, zwei Interceptions, eroberte vier Fumbles und kam auf fünf Sacks.

Heute wird wieder verhandelt. Die NFL und die NFLPA setzen sich wieder zusammen.
Wie man hört, könnte es eine Einigung bei der Erweiterung des Playoff Feldes geben. Bisher nehmen 12 Teams an der Endrunde teil, demnächst sollen es 14 sein.
In diesem Format hätte nur die beste Mannschaft einer Conference in der ersten Runde spielfrei. Wäre schon 2019 nach dieser Regel gespielt worden, wären die Pittsburgh Steelers mit 8-8 Siegen und die LA Rams mit 9-7 noch in die Playoffs gekommen. Die Steelers hätten bei den Chiefs gespielt, die Rams bei den Packers.
Das Lieblingsthema von Commissioner Roger Goodell, 17 Spiele in der regulären Saison, wird natürlich auch diskutiert werden.
Obwohl der laufende Tarifvertrag noch bis zum Ende der Saison 2020 gilt, könnte das neue Playoff Format bereits zur Saison 2020 eingeführt werden, sollte es da zu einer Einigung kommen.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Kurzberichte
brees-drew-400He`ll be back!
Drew Brees (Bild) hat sich entschieden. 2020 wird er wieder für die Saints spielen.
Der Quarterback ist ein Free Agent, der sich ab März ein neues Team hätte suchen können. Doch das ist jetzt erledigt.
Die Saints wird es freuen, denn durch diverse finanzielle Tricksereien an seinem Vertrag würde Brees` Gehalt 2020 noch mit $15,9 Millionen zur Gehaltsobergrenze angerechnet werden, auch wenn der Quarterback bei einem anderen Team spielen würde.
Allerdings wird Brees auch nicht für einen Freundschaftspreis für die kommende Saison in New Orleans unterschreiben, so daß ein dicker Batzen seines Gehalts zur Gehaltsobergrenze zählen wird. Mal sehen, was die Saints sich da an Finanztricksereien einfallen lassen, um sich nicht allzusehr einzuengen.
Bleiben die Ersatz- Quarterbacks Taysom Hill und Teddy Bridgewater. Beide sehen sich als Starter und würden gerne spielen. Beide sind Free Agents, und beide sind auch nicht billig, so daß ihre Zeit bei den Saints Zuende gehen könnte.
Hill signalisierte nach Brees Botschaft allerdings, daß er gerne noch mal als Ersatzmann hinter ihm mitmachen würde.
Hauptsache aber ist ja, daß das zukünftige Hall of Fame Mitglied Drew Brees erst mal bleibt. Zunächst für 2020, und wie lange darüber hinaus wird sich zeigen.

Quarterback Joe Burrows scheint nicht zu den Bengals gehen zu wollen.
Der vermutete Nr. 1 Draftpick meinte, daß die Bengals ihre Prozesse haben, um mögliche neue Spieler zu bewerten, und er hätte seine Prozesse, um mögliche Teams zu bewerten, die ihn einberufen wollen.
Für beide Seiten gäbe es noch viel zu tun in der Zeit bis zum Drafttag.
Das klingt nicht wie eine vorzeitige Liebesbezeugung zum möglichen NFL Team.
Vor einiger Zeit hatte ja Ex-Bengals Quarterback Carson Palmer Burrows geraten nicht zu den Bengals zu gehen, da diese Organisation keinen Siegeswillen hätte. Burrows bekam in der Folgezeit auch noch von einigen anderen Leuten diesen Rat.

Broncos Quarterback Joe Flacco konnte wegen einer Nackenoperation nach Woche acht der letzten Saison nicht mehr spielen.
Nicht, daß das die Fans in Denver besonders interessiert hätte, oder überhaupt jemanden.
Mit Flacco waren die Broncos 2-6. Daß er nicht mehr spielen konnte, wurde eher als Erlösung aufgefaßt. Und doch hängt er dem Club weiter wie ein Klotz am Bein, denn für die Saison 2019 kostete der 35-jährige die Broncos $20,25 Millionen, für 2020 stehen sogar $25,25 Millionen in seinem Vertrag.
Flaccos Genesung verläuft wie vorausgesagt, und zur nächsten Saison könnte er einsatzbereit sein.
Ob die Broncos Fans bereit sein werden, ihn freudig aufzunehmen?
Näh!

Der ehemalige Panthers Tight End Greg Olsen hat ein neues Team.
Am Dienstag unterschrieb er einen Einjahresvertrag über $7 Millionen bei den Seahawks. $5,5 Millionen davon sind garantiert.

Die Falcons halten an ihren Balltretern fest.
Kicker Youghoe Koo und Punter Ryan Allen bekamen beide neue Einjahresverträge.

Die Einschaltquoten für zwei Spiele der Woche 2 der XFL liegen vor, und sie sehen gar nicht gut aus.
Die Neugier auf die neue Liga ist verpufft, neue Zuschauer konnten nicht gewonnen werden.
Die grottenschlechte Angelegenheit am Samstag zwischen den DC Defenders und den New York Guardians zog in der Spitze schlappe 2.389.000 Zuschauer vor die TV Geräte, und das bei zwei so großen TV-Märkten.
Am Sonntag sahen durchschnittlich 2.397.000 Zuschauer das Spiel der Dallas Renegades gegen die Los Angeles Wildcats.
Damit krebst die Liga am Minimum des Erlaubten herum und hat ähnliche Einschaltquoten wie die AAF letztes Jahr, die nach acht Wochen, zwei Wochen vor dem eigentlichen Saisonende, die Segel strich.

Dienstag, 18. Februar 2020

Kurzberichte
roethlisberger-und-tomlinFür Steelers Head Coach Mike Tomlin (Rechts) gibt es überhaupt keine Zweifel. Sollte Quarterback Ben Roethlisberger (Links) zum Saisonbeginn einsatzbereit sein, ist er der Starter.
Tomlin ist der letzte der drei Hauptverantwortlichen in der Organisation, der Big Ben sein Vertrauen aussprach, nach Teambesitzer Art Rooney und General Manager Kevin Colbert.
Noch ist Roethlisberger in der Reha nach seiner Operation am rechten Ellenbogen, die er im September hatte.
Danach waren die zarten Chancen Pittsburghs auf die Playoffs praktisch vom Tisch. Seine Ersatzleute Mason Rudolph und Duck Hodges waren kein guter Ersatz.
Roethlisberger wird demnächst 38, in der heutigen, Quarterback-schonenden Ära, ist er damit ein junger Mann. Allerdings ist seine Spielweise riskant und gefährlich. Dadurch fällt Roethlisberger immer wieder mal verletzungsbedingt aus.

Browns Linebacker Myles Garrett besteht darauf, daß Steelers Quarterback Mason Rudolph ihn rassistisch beleidigt hat, bevor er ihm den Helm vom Kopf riß und ihm diesen dann auf den Schädel knallte.
Diese Version aus seiner Sicht der Dinge erzählt Garrett schon, seit er die brutalste Attacke, die man je auf einem Footballfeld gesehen hat, geführt hat.
„Das ist zu 1.000% falsch,“ erwidert Rudolph darauf. „Es ist eine Lüge. Ich hatte nicht, habe nicht und werde nicht eine rassistische Beleidigung gegen jemanden ausstoßen. Das ist ein widerwärtiger und unverantwortlicher Versuch meinen Charakter herabzuwürdigen.“
Rudolph soll Garrett mit dem „N-Wort“ bedacht haben, was den ganzen unfaßbaren Vorfall erst auslöste.
„Er sagte das „N-Wort“ zu mir,“ beharrt Garrett. „Er sagte das verdammte „N-Wort“ zu mir.“
Steelers Head Coach Mike Tomlin steht voll hinter seinem Quarterback. „Ich kenne Mason Rudolph. Ich stehe an seiner Seite, weil ich sofort nach dem Vorfall auf dem Platz war und weder da, noch in Gesprächen mit Vertretern der Browns direkt nach dem Spiel, kam das „N-Wort“ zur Sprache.“
Auch die NFL fand keine Beweise für Garretts Behauptung. Eine Tonaufnahme von dem, was auf dem Platz gesagt wurde, gibt es nicht. Doch Gespräche der Ligavertreter mit den Spielern und Schiedsrichtern, die bei dem Spielzug auf dem Feld waren, erbrachten auch keinen Beweis für Garretts Behauptung.
Er scheint dies als eine Schutzbehauptung für seinen gräßlichen Ausraster zu benutzen.

Ryan Shazier bleibt ein Mitglied der Steelers.
Der Linebacker verletzte sich in Woche 13 der Saison 2017 so schwer am Rücken, daß er eine Zeitlang gelähmt war und langsam erst wieder das Gehen lernt.
Doch die Steelers feuern ihn nicht, wie das eigentlich so üblich ist, bei Langzeitverletzten, deren Rückkehr nicht abzusehen ist. Sie führen ihn weiter auf der Liste der Spieler, die zur Zeit nicht in der Lage sind, zu spielen.
Jetzt bleibt abzuwarten, was im März geschieht, denn dann wird der Linebacker zum Free Agent.
Shazier, der eine sehr gute Karriere vor sich hatte, möchte unbedingt wieder spielen. Doch ob er dieses Ziel jemals erreicht, das steht in den Sternen.
Nach vier Saisons und zwei Pro Bowl Nominierungen wäre seine Karriere sehr früh beendet.

Texans Star Defensive End J.J. Watt hat geheiratet. Seine Frau Kealia Ohai ist eine professionelle Fußballspielerin.
Die beiden gaben sich auf den Bahamas das „Ja-Wort“.
Leider werden die beiden eine Zeitlang eine Fernbeziehung führen müssen, denn Ohai wurde gerade von Houston an ein Team in Chicago abgegeben.

Auch ein Jahr, nachdem Patriots Besitzer Robert Kraft verhaftet wurde, weil er Sex mit Sexsklavinnen in einem Spa hatte, steht noch kein Gerichtstermin fest.
Die Anklage hat es schwer, da der zuständige Richter die Aufnahmen von unerlaubt angebrachten Überwachungskameras der Polizei nicht zuläßt.
Damit steht die Beweisführung auf wackeligen Beinen.
Insgesamt liegen Anklagen gegen 112 Männer vor, die auf ihre Prozesse warten.
Sehr wahrscheinlich wird das Ganze im Sand verlaufen.

D.J. Humphries gehört zu den besten Left Tackles der Liga. Und deshalb wollten die Cardinals ihn behalten.
Damit er im März nicht auf den Free Agent Markt kommt, gaben sie ihm einen neuen Dreijahresvertrag über $45 Millionen. $29 Millionen davon sind garantiert.

Woche zwei der XFL.
Nachdem ich mich am Samstag durch die erste Halbzeit des öden frühen Spiels gequält hatte, wurde mir der Sonntag völlig verdorben, weil dann doch deutsche Kommentatoren eingesetzt wurden. Da war ich dann sofort wieder weg.
Auch in den USA nähert sich der Interessengrad bedenklichen Regionen.
Fangen wir mit der absolut positiven Meldung an, die Seattle Dragons konnten 29.172 Zuschauer in das CenturyLink Field locken, in dem auch das echte Team aus der NFL spielt.
Anders erging es dem anderen Team, das im selben Stadion spielt, wie ein NFL Team, den Los Angeles Wildcats. Schon die LA Chargers haben es kaum geschafft, das kleine, nur 27.000 Zuschauer fassende, Dignity Health Sports Park Stadion vollzukriegen. Die Wildcats kamen auf 14.979 Zuschauer. Das ist allerdings für Los Angeles eigentlich kein schlechter Wert.
Die DC Guardians spielten ihr zweites Heimspiel in Folge und hatten 2.100 Zuschauer weniger, als in Woche 1.
Die Zuschauerzahl bei den Houston Roughnecks, die auch ihr zweites Heimspiel in Folge hatten, fiel leicht um 700 Zuschauer.
Die Einschaltquoten lagen noch nicht vor. Ich vermute mal, daß auch die nicht gerade gestiegen sein dürften.

Samstag, 15. Februar 2020

Kurzberichte
norman-joshJosh Norman (Bild) gehörte mal zu den besten Cornerbacks der Liga.
Unter Head Coach Ron Rivera spielte er von 2012 bis 15 bei den Panthers und wurde einmal in den Pro Bowl gewählt.
2016 unterschrieb er einen Megavertrag bei den Redskins. Doch in dem Maße, wie sein Ego wuchs, verringerte sich seine Leistung. Das Alter forderte langsam seinen Tribut. Mit 32 Jahren wollen Normans Beine nicht mehr so, wie sie mal konnten.
Jetzt ist Ron Rivera Head Coach der Redskins, doch ein Wiedersehen zwischen ihm und dem Cornerback wird es nicht geben. Nachdem Norman in den letzten sechs Spielen nur bei 10 Spielzügen auf dem Platz stand, wurde er jetzt gefeuert. Der Club spart dadurch 2020 $12,5 Millionen.
Und wo die Redskins schon mal dabei waren, feuerten sie auch gleich noch Wide Receiver Paul Richardson. Er bekam 2018 einen Fünfjahresvertrag über $40 Millionen. Doch verletzungsbedingt spielte er in zwei Saisons nur in 17 Spielen.

49ers Linebacker Kwon Alexander unterzog sich einer Bizepsoperation.
Im Verlauf der Saison verpaßte Alexander bereits acht Spiele nach einer Brustmuskeloperation. Zu den Playoffs war er wieder einsatzbereit.
Doch sowohl die überstandene OP wie auch die Bizepsprobleme verhinderten, daß Alexander seine beste Leitung bieten konnte.

Als Wegweisend wird das anstehende Treffen der NFL und der NFLPA nächste Woche bezeichnet. Die Verhandlungen verlaufen auffällig unaufgeregt, doch das heißt nicht, daß es unter der Haube nicht brodelt.
Die Spielergewerkschaft hat einen Fragenkatalog zusammengestellt, der den Teambesitzern vorgelegt wird. Die werden sich das in aller Ruhe ansehen und in den kommenden Wochen ihre Antworten geben.
Noch besteht die Hoffnung, daß es weder einen Streik noch Aussperrungen geben könnte.

Heute um 19:55 Uhr gibt es übrigens wieder XFL Football bei ran.de

Super Bowl noch jemand?
Nach genau 50 Jahren des Wartens gewannen die Chiefs mal wieder einen Super Bowl.
Wer leidet denn sonst noch so lange?
Noch nie im Super Bowl standen die
Jacksonville Jaguars
Detroit Lions
Cleveland Browns
Houston Texans
Teilgenommen, aber nie gewonnen haben die
Carolina Panthers
Cincinnati Bengals
San Diego/LA Chargers
Arizona Cardinals
Tennessee Titans
Atlanta Falcons
Minnesota Vikings
Buffalo Bills
Und von denen, die schon mal gewonnen haben, warten am Längsten die
Dallas Cowboys (1996)
San Francisco 49ers (1995)
Washington Redskins (1992)
Chicago Bears (1986)
LA/Oakland/Las Vegas Raiders (1984)
Miami Dolphins (1974)
und die New York Jets (1969) warten noch länger als die Chiefs.

Freitag, 14. Februar 2020

Kurzberichte
winston-jamaisBuccaneers Quarterback Jameis Winston (Bild) warf 2019 mit 30 Interceptions so viele, wie kein anderer Quarterback. Philip Rivers von den Chargers kam mit 20 Interceptions erst weit dahinter auf Platz zwei.
Doch Winston glaubt, daß er das Übel erkannt hat und will es an der Wurzel packen. Deshalb unterzog er sich einer Laseroperation an den Augen, um seine Kurzsichtigkeit korrigieren zu lassen.
Winston warf 2019 auch 33 Touchdowns. Ob er 2020 mit einer 20/20 Sehkraft genau so viele Touchdowns, aber weit weniger Interceptions wirft?
Wir werden sehen.

Buccaneers Head Coach Bruce Arians sieht eine ganz klare Aufgabe vor der nächsten Saison und die heißt Defense, nicht Quarterback.
Arians: „Für mich ist es die ganze Defense. Sie muß von Grund auf erneuert werden. Mich interessiert es nicht, wer bei uns Quarterback ist. Wir brauchen eine Defense.“
Vielleicht sollte Bruce Arians mal seine Augen untersuchen lassen. Kann sein, daß er nicht ganz klar sieht.
Sicher war die Defense ein Schwachposten, aber die Quarterback Position nicht im Blick zu haben, könnte ins Auge gehen.

Die Bengals wollen Quarterback Andy Dalton gerne dabei helfen, ein neues Team zu finden.
Als miesestes Team der Saison 2019 haben die den ersten Draftpick. Und auch wenn man immer wieder anderes hört, sie werden einen Quarterback einberufen.
Daß der Club Dalton bei der Teamwahl helfen möchte, spricht Bände. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der nächsten Saison. Die Bengals werden versuchen, noch einen guten Gegenwert für ihn zu bekommen.

Ob Cam Newton noch eine Zukunft in Carolina hat, das hängt von seiner Gesundheit ab. Der neue Teambesitzer der Panthers, David Tepper, will Newton nur dann behalten, wenn feststeht, daß dessen Lisfranc-Verletzung ihn nicht weiter von Einsätzen abhält.
Letzte Saison konnte Newton nur in zwei Spielen starten.
2018 quälte er sich schon mit Schulterproblemen herum.
Tepper machte klar, daß er den Quarterback, dem 2020 $18,6 Millionen zustehen, nur behält, wenn er voll einsatzbereit ist.

Chargers Head Coach Anthony Lynn sagte, daß Tyrod Taylor der Quarterback für die nächste Saison sein könnte.
Taylor hat die Bills 2017 in die Playoffs geführt. Doch Buffalo gab ihn 2018 an die Browns ab. Dort begann er als Starter, bis er sich in Woche drei verletzte, und Rookie Baker Mayfield übernahm, und den Starterposten nicht wieder abgab.
Die Chargers gaben Taylor letztes Jahr einen Zweijahresvertrag über $11 Millionen, obwohl er nur als Ersatzmann von Rivers gebraucht wurde.
Rivers Zeit bei den Chargers ist abgelaufen. Und Tyrod Taylor sein Nachfolger?
Ob das gutgeht?

„Absoluter Quatsch,“ so reagierte Lions General Manager Bob Quinn auf die Frage, ob man Quarterback Matthew Stafford an ein anderes Team abgeben möchte?
Das wäre 100% falsch, meinte Quinn.
Doch was hat Stafford vorzuweisen?
Zunächst viele Auszeiten wegen diverser Verletzungen. Dann gute Ansätze, die aber dadurch zunichte gemacht wurden, daß das Team nicht gut zusammengestellt war. Es lag nicht nur am Quarterback, daß in seinen 11 Saisons in Detroit nur ein Playoffsieg heraussprang.
In der Draft haben die Lions die dritte Wahl, ein guter Quarterback wäre also noch zu bekommen.

Die Suspendierung von Myles Garrett ist aufgehoben.
Der Defensive End war seit Woche 10 auf unbestimmte Zeit gesperrt, weil er Steelers Quarterback Mason Rudolph den Helm vom Kopf riß und ihm den dann auch noch auf den Schädel schlug.
Es war eine Szene von bisher nie gesehener Brutalität auf einem NFL Feld.
Daß Commissioner Goodell die Suspendierung so früh aufhob, darüber kann Garrett sich glücklich schätzen.
Glücklich sind die Browns. General Manager Andrew Berry schrieb: „Wir heißen Myles mit offen Armen wieder willkommen.“

Der Vertrag zwischen den Atlanta Falcons und Running Back Devonta Freeman schien im Himmel geschlossen, doch sie er erwies sich als Flop.
Zunächst bekamen die Falcons, was sie sich erhofft hatten, und wofür sie viel Geld bezahlten. In der Saison 2017 erhielt Freeman $12,75 Millionen, und er lieferte den Gegenwert. Er hatte großen Anteil daran, daß die Falcons Super Bowl LI erreichten.
Doch dann kam das Verletzungspech und Freemans Leistungen sackten ab.
2018 und 19 spielte er insgesamt nur in 16 Spielen, und das ist zu wenig. Deshalb kann es sein, daß der Running Back bald zu einem anderen Team gehen könnte.

Dienstag, 11. Februar 2020

Das Leben ist ein ständiger Fluß
Rivers_Philip5Schluß, aus, Sense, vorbei.
Die Los Angeles Chargers und Quarterback Philip Rivers (Bild) haben sich am gestrigen Montag einvernehmlich getrennt.
Nach 16 Saisons für die Chargers wird Rivers nächsten Monat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Free Agent.
Rivers dankte der Organisation, daß sie ihm so eine tolle Karriere ermöglicht hätte.
235 Spiele stand er für die Chargers auf dem Platz. „Wir hatten eine Menge großer Momente,“ sagte Rivers. „Ich wünsche meinen Mitspielern und Trainern nur das Allerbeste für die Zukunft. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber meine Familie (Frau und neun Kinder) und ich sind gespannt darauf, was Gott für uns geplant hat.“
Amen!
Oder wie Rivers selber oft sagt: „Nunc Coepi!“ Das heißt: „Jetzt fange ich an,“ und Rivers trägt sogar öfter eine Mütze mit diesem Spruch.
So gesehen könnte dieses Ende ein neuer Anfang für Philip Rivers sein. Doch mit 38 Jahren und mehr schlechten als guten Saisons im Gepäck, wer wird Rivers da aufnehmen wollen?
OK, er wurde Achtmal in den Pro Bowl berufen, zuletzt sogar nach der Saison 2018, aber die Saison 2019 war furchtbar. 23 Touchdowns standen 20 Interceptions gegenüber. Nur sieben mal brachte er die Chargers in die Playoffs.
Insgesamt kam der Quarterback in seiner Karriere auf 59.271 Passyards und 397 Touchdowns bei 198 Interceptions. Seine Passerwertung von 95,1 Punkten ist guter Durchschnitt. Aber die Leistungskurve zeigt nach unten.
Teambesitzer Dean Spanos sagte zu Rivers Abschied: „Es gibt nur einen Philip Rivers, und wir schätzen uns glücklich, daß wir ihn für fast zwei Jahrzehnte unseren QB1 nennen durften. Wir können Philip nicht genug danken, für das, was er uns bei jedem einzelnen Down gegeben hat und für die Erinnerungen, die er kreiert hat und die ein Leben lang halten werden.“
Man darf wirklich gespannt sein, wohin der Fluß des Lebens Rivers noch treibt.

Kurzberichte
Sean Lee will 2020 spielen.
Der Linebacker der Cowboys will seine Karriere noch nicht beenden und ist fest entschlossen den Free Agent Markt zu testen.
Dabei schloß er nicht aus, daß er in Dallas bleiben würde, wenn von da ein gutes Angebot käme.

Die Ravens verlängerten den Vertrag mit Chuck Clark.
Der Safety unterschrieb für weitere drei Jahre und $16 Millionen.

Taysom Hill, genannt das „Schweizer Messer“, will als Quarterback spielen.
Bei den Saints wird Hill nicht nur als Quarterback eingesetzt, sondern auch als Receiver, Running Back, in den Special Teams, und wer weiß wo sonst noch?
Als Platzanweiser im Dome könnte ich ihn mir auch vorstellen.
Doch Hill hat genug davon, die Allzweckwaffe zu sein. Er möchte der startende Quarterback in einem Team sein.
Bei den Saints?
Die haben eigentlich Drew Brees, wenn der als Free Agent nicht zu einem anderen Team wechselt. Auch Ersatz- Quarterback Teddy Bridgewater ist ein Free Agent. Die Saints könnten am Schluß ohne die drei da stehen. So weit werden sie es nicht kommen lassen. So weit dürfen sie es nicht kommen lassen.

Die Vikings polsterten den Trainerstab auf. Sie verpflichteten Ex- Packers Defensive Coordinator Dom Capers als Senior Defensive Assistent.
1995 war er der erste Head Coach der Carolina Panthers und führte sie bereits im zweiten Jahr in das NFC Championship Spiel.

XFL
„Warum nicht?“ war die vorwiegende Antwort von Zuschauern auf die Frage warum sie denn zum Spiel der New York Guardians aus der XFL gekommen wären.
Ein Besucher sagte: „Wir erleben Geschichte. Egal ob die Liga ein Erfolg wird, oder sofort wieder eingestampft wird, es ist Geschichte. Und wir alle hier sind Sportfans, also, warum nicht?“
Warum nicht, scheinen sich auch viele andere gedacht zu haben, die an diesem kalten, verhangenen Tag in New Jersey waren. In New Jersey, im Metlife Stadium, in dem auch die echten Footballteams aus der NFL spielen.  Immerhin sahen sie einen 22:3 Sieg gegen die Tampa Bay Vipers. Dieses Tampa Bay Team scheint also genau so mies zu sein, wie die Buccaneers.
Natürlich war nur der untere Rang mit Zuschauern besetzt. Der mittlere und obere blieben leer.
Es waren gezählte 17.634 Zuschauer, die das erste Spiel der New York Guardians sehen wollten.
Und als wäre es abgesprochen, meldeten auch die anderen Teams 17.000 Zuschauer: Houston (17.815) führt die Statistik an, gefolgt von New York (17.634), Dallas (17.206) und Washington, D.C. (17.163).
Der Fernsehsender ABC vermeldete für das Kick Off Spiel 3,3 Millionen Zuschauer.
All diese Zahlen vermeldete so ähnlich auch die AAF letztes Jahr. Und dennoch stellte sie kurz vor Ende der Saison den Spielbetrieb ein, weil ihr das Geld ausgegangen war.
Die Los Angeles Wildcats kommen als Loser zu ihrem ersten Heimspiel in eine Stadt, die so furchtbar viel nicht für professionellen Football übrig hat. Die Rams können zwar ansehnliche Zuschauerzahlen im Coliseum vorweisen, aber die Chargers bekamen noch nicht mal ein winziges Fußballstadion mit knapp 20.000 Zuschauern voll. In eben diesem Stadion werden auch die Wildcats spielen.
Gucken wir mal, was nächstes Wochenende so passiert, dann sehen wir schon.

Die Los Angeles Wildcats, die ihr Auftaktspiel 17:37 gegen die Houston Roughnecks verloren, feuerten sofort ihren Defensive Coordinator Pepper Johnson.

Montag, 10. Februar 2020

Stärke des Spielplans.
sb-lv-tampabaySofort nach Saisonende wurde ja bekanntgegeben, wer 2020 gegen wen spielt.
Und jetzt steht fest, wie schwer die Teams es, gemessen am Abschneiden der Gegner 2019, haben werden. 
Demnach könnten die Ravens, Steelers, Cowboys und Browns schon mal die Playoffs buchen, sie haben es am Leichtesten.
Die AFC East hat es durchweg am Schwersten. Auch die 49ers werden echt kämpfen müssen, um wieder in die Endrunde zu kommen.
Wie auch immer, alle 32 Teams setzen die Segel Richtung Tampa Bay. Nur zwei werden dort anlanden.
Zunächst die 10 Teams, die es am Schwersten haben, dann die 10, die es am Leichtesten haben:
Die Angaben in Klammern sagen aus, wie viel Prozent der Spiele die Gegner in der Vorsaison gewonnen haben. Im Fall der Patriots haben die Gegner 53,7% ihrer Spiele gewonnen.
1. New England Patriots: 137-118-1 (.537)
2. New York Jets: 136-119-1 (.533)
3. Miami Dolphins: 135-120-1 (.529)
4. San Francisco 49ers: 134-120-2 (.528)
T5. Buffalo Bills: 134-121-1 (.525)
T5. Detroit Lions: 134-121-1 (.525)
T5. Atlanta Falcons: 134-121-1 (.525)
T8. Arizona Cardinals: 132-123-1 (.518)
T8. Houston Texans: 132-123-1 (.518)
T10. Los Angeles Rams: 131-123-2 (.516)
T10. Minnesota Vikings: 131-123-2 (.516)
Die Glücksteams:
1. Baltimore Ravens: 112-144 (.437)
2. Dallas Cowboys und Pittsburgh Steelers: 117-139 (.457)
4. Cleveland Browns und Washington Redskins: 118-136-2 (.460)
6. Cincinnati Bengals: 122-134 (.476)
7. New York Giants: 123-132-1 (.480)
8. Philadelphia Eagles: 124-131-1 (.484)
9. New Orleans Saints: 125-130-1 (.488)
10. Jacksonville Jaguars und Los Angeles Chargers: 126-130 (.492)
Baltimore hat also den leichtesten Spielplan aller 32 Teams. Auch ohne diesen Vorteil wären sie ja ein felsenfester Favorit für die Playoffs. Die Playoffteilnahme der Ravens dürfte also schon feststehen.

Kurzberichte
Die Cowboys und Quarterback Dak Prescott kommen sich zwar näher, aber ein Vertragsabschluß ist nicht in Sicht. Deshalb wird Prescott sehr wahrscheinlich das Franchise Etikett angeheftet bekommen. Das würde ihm für 2020 etwa $32 Millionen garantieren.
Ob er kurzfristig der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden wird, das ist nach Mahomes Super Bowl Sieg eher unwahrscheinlich. Gegenüber Prescott ist Patrick Mahomes ein Quarterback, der ein Spiel an sich reißen und leiten kann. Er kann den eigenen Lauf ebenso gekonnt ansetzen, wie auch den perfekten Pass. Und er ist jetzt ein ausgewiesener Sieger, Super Bowl MVP und Liga MVP. Das alles fehlt Prescott. Besser gesagt, Prescott hat nichts davon.
Und doch wird er eine Summe im nächsten Vertrag stehen haben, die sein Talent bei weitem übertrifft.
Denn in der Liga ist eins klar: „Es geht um die Quarterbacks, Dummkopf,“ wie es so schön heißt.
Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Verträge von Tom Brady, Drew Brees und Philip Rivers aussehen werden. Alle drei sind Free Agents, und zumindest Brady und Brees haben schon Super Bowl Siege vorzuweisen, Rivers nicht. Er hat überhaupt gar nichts vorzuweisen.
Und doch wird sein Name immer wieder genannt, wenn es um den nächsten Top-Verdiener geht. Dabei steht noch nicht mal fest, ob die Chargers ihn überhaupt behalten wollen. Die Chargers müssen 2020 ein riesiges Stadion füllen, und die Leute werden nicht in Scharen kommen, um die Leistungen Rivers und des Teams der letzten Saisons anzusehen.
Es war selten so viel Bewegung Auf dem Free Agent Markt, wie dieses Jahr, und noch nie so viel auf dem Markt der Quarterbacks.

Hat Sean Lee eine Zukunft in Dallas unter dem neuen Head Coach Mike McCarthy?
Das ist eine spannende Frage.
Der oft verletzte Linebacker ist mittlerweile 33 Jahre alt und denkt daran, vielleicht seine Karriere zu beenden.
Lee gehörte zu den besten Linebackern der Liga, spielte aber zu selten.
Das wird der neue Head Coach vielleicht nicht akzeptieren. 2019 spielte der zweimalige Pro Bowler zum ersten Mal in allen 16 Saisonspielen.
Lee ist ein Free Agent, der sich ein neues Team suchen darf. Ob er eins findet?

Die XFL scheint einen erfolgreichen Start hingelegt zu haben.
Sogar ein Streamingvertrag für Deutschland ist vorhanden. Ran.de übertrug am Startwochenende alle vier Spiele, und das ohne nervende Deutsche Kommentatoren, die einem den Spaß verderben.
Was man so auf dem Bildschirm sehen konnte, schienen die Stadien sogar ordentlich gefüllt gewesen zu sein. Ob das wirklich so war, ob die Einschaltquoten stimmten, ob in Woche 2 viele ihre Neugier befriedigt haben werden und sich anderen Hobbys zuwenden?
Es bleibt spannend.

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