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Dienstag, 21. Januar 2020

Kurzberichte
montana-joe„Ich garantiere Euch, daß mein Team gewinnen wird,“ sagte der wahre G.O.A.T. der wahre beste Quarterback aller Zeiten, Joe Montana (Bild).
Und das kann er tatsächlich garantieren, denn Joe Montana spielte für beide Teams. Natürlich wird er immer als Quarterback der 49ers im Gedächtnis bleiben, aber 1993 und 94 spielte er für die Chiefs, nachdem er über 13 Jahre in der Stadt an der Bucht spielte. 100-39 Siege holte er in der regulären Saison. Viermal spielte er im Super Bowl, vier mal ging er als Sieger vom Platz, dreimal wurde er MVP.
Auch in Kansas City war er nicht ganz erfolglos. Beide Saisons endeten in den Playoffs, eine davon sogar im AFC Championship Spiel.
Und jetzt garantiert der 63-jährige, daß sein Team gewinnen wird.
Und wir alle ahnen, welches Team Montana damit wohl wirklich meint.

 

Die Buchmacher haben die Chiefs zum Favoriten in Super Bowl LIV erklärt, allerdings nur knapp mit 1,5 Punkten.

Die Chiefs werden als „Heimmannschaft“ im Super Bowl ihre roten Jerseys tragen.
Die 49ers sind die „Gastmannschaft“ im Super Bowl und werden ihre Auswärtstrikots tragen.
San Francisco ist 2-0 im Super Bowl, wenn sie die weißen Trikots tragen.

49ers Running Back Tevin Coleman kugelte sich die rechte Schulter gegen die Packers aus.
Im Super Bowl wird er wohl spielen können.

Haben die Fans auf die Partie 49ers at Chiefs etwa gewartet?
Die Super Bowl Tickets werden jedenfalls zu Rekordpreisen gehandelt.
Man muß mindestens $6.002 hinblättern, wenn man noch live im Stadion dabeisein will. Die teuersten Tickets sind zum Freundschaftspreis von $16.000 zu haben.

In Miami spielte Quarterback Ryan Tannehill immer um Platz 1 in der Draft.
Bei den Titans lebte er auf und wird am Sonntag sogar im Pro Bowl spielen. Er ersetzt Chiefs Quarterback Patrick Mahomes, der für den Pro Bowl verhindert ist.

Titans Defensive Coordinator Dean Pees beendet nach 16 Jahren in der NFL seine Karriere.
In diesen 16 Jahren war er für die Patriots, Ravens und Titans tätig. Mit den Patriots und Ravens gewann er den Super Bowl.
Vor seiner Zeit in der NFL war der heute 70 Jahre alte Pees 25 Jahre an diversen Colleges tätig.

Texans Defensive Coordinator Romeo Crennel verläßt das Team.
Ob der gescheiterte ehemalige Head Coach der Browns und Chiefs mit seinen 72 Jahren aufhört, oder ob er zu einem anderen Team wechselt, steht noch nicht fest.
Sein Nachfolger soll aus den eigenen Reihen kommen, Defensive Line Coach Anthony Weaver.

Tom Brady ist völlig offen für gute Angebote.
Der Quarterback sagte, daß er sich in Ruhe alles anhört, und dann mit seiner Familie entscheiden wird, wo er 2020 spielt. Und das muß nicht unbedingt New England sein.

Montag, 20. Januar 2020

Die NFL 2019 - Championship Sunday
mostert-raheem
Der Mann des Tages war 49ers Running Back Raheem Mostert (Bild). Nicht ganz freiwillig lief das Spiel der Niners fast ausschließlich über ihn. Head Coach Kyle Shanahan hätte gerne auch auf Tevin Coleman gesetzt, aber der verletzte sich früh an der rechten Schulter und konnte nicht weiterspielen.
Mostert meisterte die ihm auferlegte Aufgabe zur vollen Zufriedenheit seiner Trainer und der Fans. Er kam mit 29 Läufen auf 220 Yards und 4 Touchdowns. Damit wurde er der erste Spieler in der Geschichte der NFL, der in einem Playoffspiel über 200 Yards und 4 Touchdowns erzielte. Vier Lauftouchdowns in einem Playoffspiel erzielten auch LeGarrette Blount und Ricky Waters, aber nicht in einem Championshipspiel.
Noch kein Spieler vor ihm erzielte in einer Halbzeit 150 Laufyards und drei Touchdowns. Damit trug Mostert hauptsächlich zur 27:0 Halbzeitführung der 49ers bei,
Hinter diesem Running Back, der ungedraftet blieb und bei sechs verschiedenen Teams anklopfte, um einen Job zu bekommen bevor die Niners ihn aufnahmen, konnte sich Quarterback Jimmy Garoppolo einen ruhigen Tag machen. Er warf ACHT Pässe von denen sechs ankamen für 77 Yards. Im gesamten dritten Viertel warf er nicht einen Pass.
Aaron Rodgers von den Packers mühte sich da mit 31 von 39 für 326 Yards und 2 Touchdowns mehr, aber seine 2 Interceptions waren zu viel.
Den letzten fing Cornerback Richard Sherman ab, 108 Sekunden vor Spielende, als es so aussah, als könnte Green Bay vielleicht doch noch ein Wunder schaffen. Aber daraus wurde nichts.
Zu schlecht waren die Packers in der ersten Halbzeit, als sie über den Platz geisterten, als würde man eine Folge The Walking Dead anschauen.
Als sie dann anfingen zu punkten, war es zu spät, zumal sie San Franciscos Offense, also Mostert, nicht stoppen konnten.
Mit 37:20 gewannen die 49ers deutlich und mehr als verdient.
Doch gegen Kansas City in zwei Wochen müssen sie besser spielen, als gestern. Die Chiefs haben den besseren Quarterback, die besseren Receiver und eine um Klassen bessere Defense.

Es war die Defense der Chiefs, die gegen die Titans den Sieg sicherte. In der ersten Halbzeit zeigte Tennessee, daß es verdient in diesem Endspiel stand. Doch die Läufe von Derrick Henry hatten nicht den Effekt, den sie in den Spielen zuvor hatten. Die Defense der Chiefs wurde nicht müde und hielt in der zweiten Halbzeit den Angriffsbemühungen der Titans stand. Und als die Titans dann zurückliegend anfangen mußten zu passen, war die Sache gegessen.
Quarterback Ryan Tannehill kam auf 21 von 31 für 209 Yards und 2 Touchdowns.
Und wenn Derrick Henry unter 100 Laufyards gehalten werden kann, dann verliert Tennessee. Gestern kam er auf magere 69 Yards und 1 Touchdown, 62 Yards davon bereits in der ersten Halbzeit.
Die Chiefs hatten ein Mittel gefunden, um ihn auszubremsen. Dieses Mittel werden sie auch gegen Raheem Mostert anwenden müssen.
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes kam auf 23 von 35 für 294 Yards und 3 Touchdowns. Das sind durchschnittliche Werte für ihn, aber Hauptsache gewonnen. Mit 53 Laufyards und 1 Touchdown war er der beste „Running Back“ der Chiefs.
Nachdem es zur Pause erst 21:17 für Kansas City stand, hieß es am Ende 35:24.
Es kommt also nicht zum „Rematch“ des ersten Super Bowls, sondern die Partie heißt 49ers at Chiefs.
Kansas City steht somit nach 50 Jahren zum ersten Mal wieder im Spiel der Spiele, während es für San Francisco die siebte Teilnahme ist, mit der Chance auf den sechsten Sieg.
Es ist das erste Mal seit Super Bowl 50, daß die AFC ein anderes Team als die Patriots in den Super Bowl schickt.

Kurzberichte
Der Haftbefehl gegen Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. wurde zurückgezogen.
Beckham hatte voller Überschwang über den Sieg seiner ehemaligen Collegemannschaft LSU um College Endspiel einem Sicherheitsmitarbeiter auf den Hintern gehauen.
Wer auch immer daraufhin den Wide Receiver angezeigt hatte, der betroffene Mitarbeiter war es nicht. Der gab bekannt, daß er keine Anzeige erstattet hat, und dies auch nicht will. Daraufhin wurde der Haftbefehl aufgehoben.

Zur Kasse bitte
Vikings Head Coach Mike Zimmer hatte Recht. Die Attacke von 49ers Defensive End Nick Bosa gegen Right Tackle Brian O`Neill von der „blind side“ war illegal.
Die NFL schickte eine Zahlungsaufforderung über $28.075 an Bosa.
O`Neill mußte das Spiel mit einer Gehirnerschütterung verlassen und Bosa wurde auf dem Platz für den Angriff bestraft.

Chiefs Left Tackle Eric Fisher leerte zwei Becher Bier auf sich selber als Teil einer Touchdownfeier.
Dafür muß er nun $14.037 Strafe zahlen.

Chiefs Running Back Damien Williams muß $10.527 zahlen. Er hatte nach einem Touchdown den Ball vor die Füße von Nose Tackle Brandon Dunn fallengelassen.

Der Lazarettreport
Packers: Safety Adrian Amos, Brust
Cornerback Jaire Alexander, gebrochener Daumen

49ers: Running Back Tevin Coleman, rechte Schulter

Samstag, 18. Januar 2020

Kurzberichte
garrett-jason3Jason Garrett (Bild) ist der neue Offensive Coordinator der New York Giants.
Der ehemalige Head Coach der Cowboys  bringt eine Menge Wissen über den Divisionsrivalen in den Big Apple. In den letzten 13 Jahren war er Trainer in Dallas, zunächst als Offensive Coordinator, dann als Head Coach.
Garrett wird eine junge Offense leiten, mit einem Quarterback, der in seine zweite Saison geht, Daniel Jones. Eli Manning wird das Team wohl verlassen.
Mit Saquon Barkley hat er einen Running Back zur Verfügung, der viel Potential hat.
Insgesamt lag die Offense der Giants in den letzten drei bis vier Saisons immer in den unteren Rängen der 32 Teams. Garrett wird viel Arbeit haben, sie wieder nach oben zu bringen.
Ex Dolphins Defensive Coordinator Patrick Graham wird neuer Defensive Coordinator bei den Giants, und neuer Assistent des Head Coaches. 2016 und 17 war er Defensive Line Coach der Giants.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft laufen nicht schlecht. Einige kleine Stolpersteine konnten aus dem Weg geräumt werden, doch bei den dicken Brocken fängt es an zu stocken.
Eine volle Saison 2021 ist noch längst nicht gesichert. Immer noch drohen Streik oder Aussperrung.
Commissioner Goodell kämpft weiter für eine Saison mit 17 Spielen und erweiterten Playoffs. Dafür sollen die Vorbereitungsspiele gekürzt werden.
Zusätzlich sollen die Spielergehälter erhöht werden, vor allem das Grundgehalt. Bisher werden 47% dessen, was die NFL einnimmt als Gehälter an die Spieler weitergegeben. Das soll sich dann eher der 50% Marke nähern.
Was der NFLPA neben vielem Anderen nicht gefällt, sind die gedeckelten Rookiegehälter. Doch gerade die haben sich bisher sehr bewährt. Die Vierjahresklausel mit der Option auf ein fünftes Jahr für Rookies aus der ersten Runde der Draft sollte allerdings tatsächlich überdacht werden.
Marihuana, das in vielen US Staaten mittlerweile legalisiert wurde, wird eine Rolle spielen.
Und auf jeden Fall möchte die Gewerkschaft die Allmacht des Commissioners einschränken. Dagegen wird Goodell sich natürlich vehement wehren.  Das könnte zu dem Knackpunkt überhaupt werden.

Großartige Wetterkapriolen sind nicht zu erwarten bei den beiden Championshipspielen.
In Kansas City soll es sonnig sein, bei Minus 10 Grad, in Santa Clara 16 Grad und auch sonnig.

Der Lazarettreport kann heute ausfallen. Kein Team hat Spieler als OUT gemeldet.

Die Wettbüros sehen beide Heimteams als Favoriten, beide mit 7 ½ Punkten.

Freitag, 17. Januar 2020

Kurzberichte
beckham-odell-brownsGegen Odell Beckham jr. (Bild) wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Es liegt ein Video vor, auf dem zu sehen ist, daß er einem Sicherheitsmitarbeiter auf den Hintern haut.
Der Wide Receiver der Browns war in New Orleans, um sich das College Endspiel anzusehen. Dabei soll es zu dem Vorfall gekommen sein.
Der Haftbefehl wurde noch nicht vollzogen.
Beckham, der für den Sieger LSU spielte und aus New Orleans kommt, lief nach dem Spiel auf dem Platz rum und verteilte Geldscheine an Spieler des Teams. Das soll allerdings Spielgeld gewesen sein, teilten Offizielle von LSU mit.
Daß diese Sprachregelung gilt, wußte Quarterback Joe Burrow wohl noch nicht, als er in der Pressekonferenz danach gefragt wurde. Er sagte, daß das Geld echt gewesen wäre.
Die NCAA wird die Sache untersuchen, denn es könnte sich um Sponsorengelder handeln, was den Regeln nach verboten ist.

Kellen Moore wird Offensive Coordinator bei den Cowboys bleiben.
Moore wollte ja erst mal sondieren, ob er mit dem neuen Head Coach Mike McCarthy auf einer Wellenlänge liegt. McCarthy war von vornherein der Überzeugung, Moore zu halten.
Kellen Moore hatte auch andere Jobangebote vorliegen, aber nun bleibt er doch in Dallas.
Die Offense der Cowboys war die Nr. 1 in der abgelaufenen Saison, was die erzielten Yards angeht. Sollte sie nächstes Jahr auch noch bis in die Endzone kommen, dann wäre das eine gute Sache.

Packers Quarterback Aaron Rodgers wird am Sonntag gegen das Team spielen, das er als Kind anfeuerte.
Nichts wäre ihm in jungen Jahren lieber gewesen, als für die 49ers zu spielen. Jetzt muß er gegen San Francisco spielen, um in seinen zweiten Super Bowl zu kommen.
Als die 49ers damals die Wahl in der Draft hatten, nahmen sie Alex Smith als ihren neuen Quarterback, Rodgers wurde von Green Bay einberufen.
Smith war nicht das Gelbe vom Ei und hatte keine gute Zeit bei den Niners. Rodgers mußte lange als Ersatzmann hinter Brett Favre ausharren, bevor er sein Können zeigen konnte. Und dieses Können machte ihn zu einem Super Bowl Sieger.

Der ultimative Bruderkampf war ja Super Bowl XLVII, Jim gegen John Harbaugh. Jim Head Coach der Ravens, John Head Coach der 49ers.
Am Sonntag kommt es zum Kampf der LaFleurs. Da geht es eine Nummer kleiner ab. Matt ist Head Coach der Packers, Mike Passing Game Coordinator der 49ers.
Die Eltern Denny und Kristi LaFleur werden im Stadion sein und den alten Spruch „zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust“ anstimmen.
Aber sie werden so oder so in zwei Wochen einem Sohn im Super Bowl die Daumen drücken können.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Kurzberichte
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Mike Vrabel (Bild): „Die Titans waren ein schlechtes Team, vor den Veränderungen.“
Der Head Coach führte in den ersten sechs Wochen der Saison eine Mannschaft zum Vergessen. Also, normal.
Unkonstant, uninspiriert, die Saison wieder mal zum Abhaken. Also, normal.
Und jetzt stehen sie im AFC Endspiel. Also total unnormal.
Sie sind das erste an Nr. 6 gesetzte Team seit 2010, das ein Conference Endspiel erreicht, egal ob AFC oder NFC.
„Am 15. Oktober waren wir 2-4. Ich war ein schlechter Trainer und das war ein schlechtes Team,“ analysiert Vrabel die Situation völlig korrekt. „Wir versuchten, an uns zu glauben, wir versuchten besser zu werden, uns gegenseitig zu vertrauen, wir wollten etwas erreichen. Das ist es, was uns hierher gebracht hat.“
Es war eine Maßnahme, die den Erfolg einleitete, Vrabel setzte Quarterback Marcus Mariota auf die Bank für Ryan Tannehill. Unfaßbar, was damit ausgelöst wurde. Plötzlich war da ein Quarterback, der Pässe anbringen konnte, um Running Back Derrick Henry zu entlasten.
Tannehill dazu: „Es war schwer auf einmal in die Führerrolle zu schlüpfen. Im Trainingslager und am Anfang der Saison war ich ja nur eine Fliege an der Wand.“
Nachdem er in dieses System kam, das wie für ihn wie geschaffen war, hieß es Leinen los für das Schnellboot der Titans.
Und der nächste Halt ist Kansas City... und dann...

Die Chiefs haben einen Plan, wie sie den Titans Rammbock Derrick Henry stoppen können... tief angreifen.
Henry überrannte bisher die Verteidigungen der Patriots und Ravens in den Playoffs. Ihn zu stoppen ist enorm schwer.
Chiefs Linebacker Anthony Hitchens will deshalb die Beine des Running Backs aus dem Spiel nehmen, um die Maschine zu stoppen.
Henry über dem Körperschwerpunkt zu tacklen dürfte keinen Erfolg haben. Deshalb wollen die Chiefs ihn so tief wie möglich angreifen, wie es die Regeln gerade noch erlauben.
Guter Plan. Ob es klappt?

Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill: „Es gibt niemanden in der NFL, der die Chiefs Wide Receiver decken kann.“
Die Defense der Titans hat es geschafft, nacheinander den G.O.A.T. und Lamar Jackson zu stoppen. Aber, so Hill, die hätten auch nicht die Receiver zur Verfügung gehabt, die Patrick Mahomes hat.
Hill glaubt, daß Tennessee verstärkt auf Manndeckung setzen wird. Doch das würde keinen Erfolg haben, ist er sicher. Mahomes Pässe kämen zu präzise und gerade er, Hill, wäre zu schnell für jeden Verteidiger.
„Ich will nicht Respektlos sein. Aber niemand in der NFL kann uns decken. Wir haben ganz einfach zu  viel Selbstvertrauen.“

Die NFL hat den Hauptschiedsrichter für Super Bowl LIV bekanntgegeben, Bill Vinovich.
Er war schon in Super Bowl XLIX der Chef auf dem Platz.
Seine Crew besteht aus: Umpire Barry Anderson, Down Judge Kent Payne, Line Judge Carl Johnson, Field Judge Michael Banks, Side Judge Boris Cheek, Back Judge Greg Steed und Replay Official Mike Chase.

Die Trainerstäbe der Ravens und Seahawks machen jetzt das, was Trainerstäbe hassen, zu tun, sie trainieren die Pro Bowl Teams.
Dieses unbedeutendste aller Footballspiele findet am 26. Januar in Orlando statt.
Für Ravens Head Coach Harbaugh wird es nicht schwer, seine Spieler zu identifizieren. 12 von seinen eigenen Leuten stehen im AFC Kader.

Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald hört noch nicht auf.
Er unterschrieb noch mal für eine Saison. Für seine dann 17. Saison wird er $11 Millionen bekommen.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Kurzberichte
KUECHLY-LUKEZwei neue Ruheständler gilt es zu begrüßen, zwei echte Stars.
Der eine ist Panthers Linebacker Luke Kuechly (Bild), der andere ist Chargers Tight End Antonio Gates
Kuechlys Rücktritt vom Football kommt nach acht Jahren in der NFL überraschend. Der 28-jährige war der „Quarterback“ der Defense. Er spielte in sieben Pro Bowls, und war 2013 Defensive Player of the Year.
In der Saison 2019 startete er in allen 16 Spielen für Carolina.
Er beendet seine Karriere mit 118 Spielen, in den er in allen startete, 18 Interceptions, 7 erzwungenen Fumbles, 12,5 Sacks und 1.092 Tackles.
Er wird bestimmt sofort in die Hall of Fame aufgenommen werden, wenn die Zeit dafür gekommen ist, als einer der besten Linebacker aller Zeiten.
Antonio Gates war einer der besten Tight Ends aller Zeiten. 2019 spielte er nicht mehr, deshalb kann er bereits 2023 in die Hall of Fame aufgenommen werden, was bestimmt auch so kommt.
In seinen 16 Jahren in der NFL wurde der heute 39-jährige acht mal in den Pro Bowl gewählt. Er fing 955 Pässe für 11.841 Yards und 116 Touchdowns. Diese 116 Touchdowns sind ein NFL Rekord für Tight Ends.

Die Atlanta Falcons werden 2020 mit leicht veränderten Uniformen antreten.
Zuletzt hatten sie 2003 ihren Look geändert. Im April werden die neuen Uniformen vorgestellt. Sie sollen dann eine neue Dekade des Erfolgs einläuten.

LSU Quarterback Joe Burrow war der beste Quarterback der letzten Collegesaison.
Der Erfolgsgarant war sein Passing Game Coordinator Joe Brady (nicht verwandt oder verschwägert). Der soll demnächst als Offensive Coordinator den Panthers zu Erfolg verhelfen.
Brady arbeitete zwei Jahre als Assistent von Head Coach Sean Payton bei den Saints, bevor er zu LSU ging.

37:8, so lautete das Endergebnis zugunsten der 49ers in Woche 12 gegen die Packers.
Niners Head Coach Kyle Shanahan warnte davor, Green Bay deswegen auf die leichte Schulter zu nehmen. Dieser überragende Sieg hätte überhaupt nichts zu bedeuten.
„Das Spiel zuvor hat noch nie etwas bedeutet,“ warnte Shanahan. „Es sind noch vier Teams übrig und es sind vier sehr, sehr gute Teams. Es wird hart für uns werden.“
Als zusätzliche Warnung sei darauf hingewiesen, daß das das letzte Spiel war, das die Packers in der laufenden Saison verloren.

Rooney Regel
Das konnte ja nicht ohne Resonanz bleiben.
Von den fünf neuen Head Coaches in der NFL ist nur einer Angehöriger einer Minderheit, und dann auch noch nicht mal von der der Richtigen, Ron Rivera von den Washington Redskins.
Im zweiten Jahr in Folge wurde somit nur ein freigewordener Job als Head Coach von einem Mitglied einer Minderheit ausgefüllt, letztes Jahr war es Brian Flores von den Miami Dolphins.
Das gefällt Steelers Besitzer Art Rooney II überhaupt nicht. Das wäre ein Makel für die NFL, ließ er sich hinreißen zu sagen.
In einer Interview sagte er: „Ich glaube, daß wir im Moment nicht da sind, wo wir sein wollten oder sein sollten. Wir müssen einen Schritt zurückgehen und uns ansehen, was bei unseren Einstellungsprozessen passiert. Als Vorsitzender des Mulikultikomitees werde ich mir genau ansehen, was da vor sich geht. Ich werde mit allen Leuten, die an den Findungsprozessen beteiligt waren, reden. Mit denen, auf der Seite der Teams, wie auch mit den Leuten, die interviewt wurden.
In der Zeit seit 2003, als die Regel eingeführt wurde, hatten wir einen Abschnitt, in dem tatsächlich mehr Coaches von Minderheiten eingestellt wurden. Seit einigen Jahren ist der Trend rückläufig. Wir müssen jetzt herausfinden, woran das liegt, und wie wir das ändern können.“
Die Frage ist doch nicht schwer zu beantworten. Die Teambesitzer setzen Qualität vor Quote, so wie es immer und überall sein sollte, denn Quote ist Quatsch!

Der Lazarettreport
Seahawks Linebacker Bobby Wagner sagte nach der Niederlage gegen Green Bay, daß er mit einigen Verletzungen in der Saison gespielt hätte.
Unwissentlich, denn Verletzungen an Knie und Fußgelenk wurden erst beim Medizincheck am Montag festgestellt.
Das ist nicht ohne Bedeutung, denn die Liga hat es nicht gerne, wenn Verletzungen nicht ordnungsgemäß gemeldet werden.
Wagner muß allerdings nicht operiert werden.

Cowboys Linebacker Leighton Vander Esch wurde am Nacken operiert.
Sieben Spiele hatte er mit Nervenproblemen im Nacken verpaßt.

Dienstag, 14. Januar 2020

Kurzberichte
mahomes-patrick-MVPPatrick Mahomes (Bild), amtierender NFL MVP, kann sehr, sehr viel, und er kann es sehr, sehr gut. Er wird noch sehr, sehr oft sehr, sehr viel gutes machen auf dem Footballfeld, doch das Spiel gegen die Texans wird für immer DAS Spiel in seiner Sammlung bleiben.
0:24 lagen die Chiefs Mitte des zweiten Viertels zurück. Dann startete Kansas City unter Patrick Mahomes eine Serie, die mit 51:7 endete.
Natürlich hatte daran auch die Defense ihren Anteil, die es allerdings in der zweiten Halbzeit nicht mehr allzu schwer mit der mittelmäßigen Texans Offense hatte.
Doch Houstons Stolz und Arbeitstier war ja eigentlich schon immer die Defense. Doch die hatte dem wirbelnden Mahomes und Tight End Travis Kelce nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts entgegenzusetzen.
Noch in der ersten Halbzeit warf Mahomes vier Touchdownpässe. Insgesamt erzielten die Chiefs in sieben aufeinanderfolgenden Drives Touchdowns. Versucht das mal mit Madden Football, es wird schwer werden.
Vor Mahomes hatte erst ein Quarterback vier Touchdownpässe in einem Viertel in einem Playoffspiel geworfen, Redskins Quarterback Doug Williams in Super Bowl XXIII.
Drei von Mahomes Touchdownpässen fing Tight End Kelce. Er wurde damit der erste Spieler in der Geschichte der NFL, der drei Touchdownpässe in einem Viertel fing.
Für Mahomes wird sich seine Glanzleistung demnächst auszahlen. Die Chiefs planen, ihn zum nächsten bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten zu machen.

Laufen wie Forrest Gump, laufen, laufen, laufen, und nicht aufhören. So läuft Derrick Henry.
Der Running Back der Titans ist der Garant der Siege seines Teams in den Playoffs, und auch in vielen Saisonspielen.
Zählt man das letzte Saisonspiel gegen die Texans mit, dann kam Henry in drei Spielen in Folge auf jeweils über 180 Laufyards. Das hat noch kein Spieler vor ihm jemals erreicht.
Henry ist im letzten Jahr seines Vertrags in Tennessee. Und das wird sich für ihn auszahlen. Mit 26 Jahren ist er noch in einem guten Alter für Running Backs. Er könnte der nächste bestbezahlte Running Back aller Zeiten werden.

Titans Head Coach Bill O`Brien, Architekt der vernichtenden Niederlage seiner mit 24 Punkten gegen die Chiefs in Führung liegenden Texans, will auch 2020 ohne General Manager auskommen.
O`Brien wird weiter als Head Coach und Vizepräsident des Teams agieren und das letzte Wort bei Spielerverpflichtungen haben.

Die Bears verpflichteten Ex- Bengals Offensive Coordinator Bill Lazor als ihren neuen Offensive Coordinator.
Nach ihrer enttäuschenden 8-8 Saison, die eigentlich erst in den Playoffs enden sollte, hatten die Bears Offensive Coordinator Mark Helfrich und einige andere Assistenten gefeuert.

Nach nur einer Saison feuerten die Jaguars Offensive Coordinator John DeFilippo.
Die Jaguars verpflichteten ihn, nachdem er 2018 nach 13 Spielen für Minnesota von den Vikings gefeuert wurde.

Vikings Head Coach  Mike Zimmer läßt sich Zeit, einen neuen Offensive Coordinator und Defensive Coordinator zu verpflichten.
Offensive Coordinator Kevin Stefanski ist neuer Head Coach der Cleveland Browns, und Defensive Coordinator George Edwards Vertrag ist ausgelaufen und wird nicht verlängert.

Die Lions verpflichteten Ex- Bills Defensive Back Coach Cory Undlin als neuen Defensive Coordinator.

Jadeveon Clowney, ein Spieler, der in seinen fünf Saisons bei den Texans sehr oft verletzt war, wurde zu den Seahawks abgegeben. Seattle ist eigentlich ein Team, das man in jeder Saison zu den Super Bowl Aspiranten zählen kann.
Doch glaubt der Defensive End nicht an die Seahawks?
Jedenfalls sagte er, daß er als Free Agent, der er jetzt ist, zu einem Team wechseln möchte, daß ein Super Bowl Titelanwärter ist.
Seine Teamkollegen in Seattle würden ihn aber gerne weiter an ihrer Seite wissen.
Die Seahawks haben noch $63 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Da könnte man Clowney doch überreden zu bleiben. Ein Playoffanwärter sind die Seahawks doch allemal.

Montag, 13. Januar 2020

Die NFL 2019 - Der Divisional Playoff Sonntag
kelce-travisDie Texaner kamen aus allen Rohren feuernd in das Pfeilspitzenstadion geritten, als die Häuptlinge noch ihr Kriegsbeil suchten.
Und als sie es fanden, lagen die Texans bereits mit 24:0 in Führung.
Dann aber kam es nicht zu einer weiteren Sensation in den Playoffs. Von da an verlief das Spiel genau so, wie man es erwartet hatte. Bereits zur Halbzeit lagen die Chiefs mit 28:24 in Führung. Damit wurden sie das erste Team in der Geschichte der NFL, das in der ersten Halbzeit bereits mit 0:24 zurücklag und mit einer Führung in die Pause ging. Das gilt für die reguläre Saison und die Playoffs.
Auf dem Weg zum 51:31 Sieg erzielten die Chiefs in sieben Angriffsserien in Folge Touchdowns. Das ist ein neuen NFL Playoffrekord.
Dabei hatte es zunächst wirklich wie ein grausamer Tag für Kansas City angefangen.
Vier frühe Pässe von Patrick Mahomes, die gut gezielt waren, wurden von Receivern nicht gefangen. Unter denen, die die Bälle fallen ließen, waren auch die sehr fangsicheren Tight End Kelce (Bild) und Wide Receiver Hill.
Kelce fing eine Pass bei einem dritten Versuch nicht, der ein neues First Down gebracht hätte. Der anschließende Punt von der eigenen 25 wurde geblockt und zum Touchdown zurückgetragen.
Doch Mitte des zweiten Viertels implodierten die Texans und die Chiefs explodierten. Auslöser war ein versuchter Trickspielzug bei einem Punt der Texans an der eigenen 31. Bei einem Vierten und vier wurde der Ball direkt an Safety Justin Reid abgegeben, der aber nur zwei Yards erzielte, bevor er gestoppt wurde.
Jetzt nahm das Spiel seinen regulären Verlauf.
Am Ende hatte Chiefs Quarterback Patrick Mahomes eine Bilanz von 23 aus 35 für 321 Yards und 5 Touchdowns ohne Interception.
Tight End Travis Kelce machte seinen Fehler im ersten Viertel mehr als gut. In der zweiten Halbzeit spielte er mit einer Oberschenkelzerrung und kam dennoch auf 134 Yards und drei Touchdowns. Dabei war es ihm ganz egal, von wem er gedeckt wurde, oder von wie vielen. Er fing die Bälle und rannte um, wer sich ihm in den Weg zu stellen versuchte.
Auch Texans Quarterback Deshaun Watson kam auf eine ansehnliche Bilanz mit 31 aus 52 für 388 Yards und 2 Touchdowns, aber es reichte halt nicht gegen eine entfesselt aufspielende Chiefs Mannschaft, als diese endlich begriffen hatte, daß das Spiel schon angefangen hatte.
Es wäre aber auch eine zu große Blamage, nicht nur für Kansas City sondern die ganze NFL geworden, wenn zwei Mannschaften aus der traditionell schwachen AFC South ins AFC Endspiel gekommen wären.
Die Chiefs müssen jetzt Titans Running Back Derrick Henry stoppen, der sich auch in die Rekordbücher einschrieb.
Er wurde der erste Running Back, der in zwei Spielen in denselben Playoffs jeweils über 175 Laufyards erzielen konnte.
Stoppen die Chiefs Henry, stoppen sie die Titans.

Nostalgiker stehen kurz davor Tränen in die Augen zu bekommen.
Durch den knappen 28:23 Sieg der Packers gegen die Seahawks könnte es zu einem „Rematch“ von Super Bowl I kommen, der damals ja noch AFC-NFC Championship Spiel genannt wurde.
Beide Verteidigungen bestimmten das Spiel, das in Eiseskälte gespielt wurde. Von dem angekündigten Schnee war allerdings nichts zu sehen.
Zu sehen war aber ein First Down von Packers Tight End Jimmy Graham, der in den Augen von Seahawks Head Coach Pete Carroll keiner war.
Wie erwähnt, dominierten die Defenses. Doch bei einem dritten und Neun an der Seahawks 45 stoppte Seattles Defense den Tight End nicht. Oder doch?
Es war die Zweiminutenwarnung und Green Bay führte mit 28:23. Quarterback Rodgers wurde bedrängt und paßte zu Graham. Er fing den Ball und wurde so knapp an der 36 Seattles zu Boden gebracht, daß die Schiedsrichter einen neuen ersten Versuch gaben. Der Videobeweis ließ beide Ergebnisse zu, den, daß Graham den First Down erzielt hatte und den, daß er es halt nicht geschafft hatte. Und wenn der Videobeweis dieses Patt nicht auflöst, bleibt die Entscheidung auf dem Platz stehen.
Die Packers konnten anschließend die Zeit herunterlaufen lassen.
Verdient hatten sie den Sieg nicht unbedingt. Sie gingen mit einer 21:3 Führung in die Halbzeitpause und ließen sich diese Führung fast noch wegnehmen.
Beide Quarterbacks kamen auf moderate Werte:
Aaron Rodgers: 16 von 27 für 243 Yards und 2 Touchdowns
Russell Wilson: 21 von 31 für 277 Yards und 1 Touchdown.
Beide Quarterbacks hatten Receiver, auf die sie sich verlassen konnten. Davante Adams von den Packers fing acht Pässe für 160 Yards und 2 Touchdowns.
Tyler Lockett von den Seahawks fing neun Pässe für 136 Yards und 1 Touchdown.
Hätten die Seahawks den ersten Durchgang nicht verpennt, hätten sie Green Bay packen können.
So aber fliegen jetzt die Packers nach Kalifornien zu den 49ers.
Und Nostalgiker holen schon mal die Taschentücher raus.

Kurzberichte
Patriots Wide Receiver Julian Edelman wurde verhaftet.
Er sprang auf die Kühlerhaube eines Mercedes und verbeulte diese. Wieso, warum, weshalb, das wurde noch nicht erklärt.

Die Browns verpflichteten Kevin Stefanski als neuen Head Coach.
Der 37-jährige war bisher Offensive Coordinator der Minnesota Vikings.
Damit haben alle Teams wieder einen Head Coach.

Tom Coughlin, der gerade von den Jaguars als Chef der Footballangelegenheiten gefeuert wurde, hat einen neuen Job. Er wird Berater des neuen Panthers Head Coaches Matt Rhule.
Rhule war ein  Jahr lang ein Assistenztrainer der Giants unter Coughlin.

Die Jets verpflichteten Ex Dolphins Defensive Coordinator Patrick Graham als ihren neuen Defensive Coordinator.

Die Broncos ersetzten Offensive Coordinator Rich Scangarello mit Pat Shurmur.
Shurmur war  die letzten zwei Saisons Head Coach der Giants.

Ex Dallas Cowboys Head Coach Jimmy Johnson wird in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen.
In Johnsons erstem Jahr holten die Cowboys nur einen Sieg. Doch er führte sie später noch zu zwei Super Bowl Siegen.

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